Source: https://www.gesetze-im-internet.de/bgleig_2015/__17.html
Legislation: bgleig_2015

Title: § 17 Wechsel zur Vollzeitbeschäftigung, beruflicher Wiedereinstieg

Description:
Gesetz für die Gleichstellung von Frauen und Männern in der Bundesverwaltung und in den Gerichten des Bundes (BGleiG 2015)
Abschnitt 4 - Vereinbarkeit von Familie oder Pflege mit der Berufstätigkeit
§ 17 Wechsel zur Vollzeitbeschäftigung, beruflicher Wiedereinstieg

Paragraph: 17

Full Text:
Gesetz für die Gleichstellung von Frauen und Männern in der Bundesverwaltung und in den Gerichten des Bundes (BGleiG 2015)
Abschnitt 4 - Vereinbarkeit von Familie oder Pflege mit der Berufstätigkeit
§ 17 Wechsel zur Vollzeitbeschäftigung, beruflicher Wiedereinstieg

(1) Bei Vorliegen der gleichen Qualifikation müssen im Rahmen der
Besetzung von Arbeitsplätzen vorrangig berücksichtigt werden:

1.  Teilzeitbeschäftigte mit Familien- oder Pflegeaufgaben, die eine
    Vollzeitbeschäftigung oder eine Erhöhung ihrer wöchentlichen
    Arbeitszeit beantragen, sowie

2.  beurlaubte Beschäftigte, die während der Beurlaubung Familien- oder
    Pflegeaufgaben wahrgenommen haben und eine vorzeitige Rückkehr aus der
    Beurlaubung beantragen.

(2) Die Dienststellen haben den auf Grund von Familien- oder
Pflegeaufgaben beurlaubten Beschäftigten die Verbindung zum Beruf und
den beruflichen Wiedereinstieg zu erleichtern. Als Maßnahmen hierfür
kommen insbesondere in Betracht:

1.  die Möglichkeit der Teilzeitbeschäftigung nach dem Bundeselterngeld-
    und Elternzeitgesetz,

2.  die Möglichkeit der Teilzeitbeschäftigung nach dem Teilzeit- und
    Befristungsgesetz, soweit die Art der Tätigkeit eine
    Teilzeitbeschäftigung nicht ausschließt,

3.  die rechtzeitige Unterrichtung über Fortbildungsangebote,

4.  das Angebot zur Teilnahme an Fortbildungen während oder nach der
    Beurlaubung sowie

5.  das Angebot von Urlaubs- und Krankheitsvertretungen.

(3) Die Teilnahme an einer Fortbildung während der Beurlaubung zur
Wahrnehmung von Familien- oder Pflegeaufgaben begründet einen Anspruch
auf bezahlte Dienst- oder Arbeitsbefreiung nach dem Ende der
Beurlaubung. Die Dauer der bezahlten Dienst- oder Arbeitsbefreiung
richtet sich nach der Dauer der Fortbildung.

(4) Die Dienststelle hat rechtzeitig vor Ablauf einer Beurlaubung zur
Wahrnehmung von Familien- oder Pflegeaufgaben Personalgespräche mit
den betroffenen Beschäftigten zu führen, in denen deren weitere
berufliche Entwicklung zu erörtern ist.

Collections: bundestag_gesetze
BGleiG-2015
Level: 3.0