Source: https://www.gesetze-im-internet.de/gastgewausbv_1998/__16.html
Legislation: gastgewausbv_1998

Title: § 16 Abschlußprüfung für den Ausbildungsberuf Hotelkaufmann/Hotelkauffrau

Description:
Verordnung über die Berufsausbildung im Gastgewerbe (GastgewAusbV 1998)
Vierter Teil - Prüfungen
§ 16 Abschlußprüfung für den Ausbildungsberuf Hotelkaufmann/Hotelkauffrau

Paragraph: 16

Full Text:
Verordnung über die Berufsausbildung im Gastgewerbe (GastgewAusbV 1998)
Vierter Teil - Prüfungen
§ 16 Abschlußprüfung für den Ausbildungsberuf Hotelkaufmann/Hotelkauffrau

(1) Die Abschlußprüfung erstreckt sich auf die in den Teilen I, II und
V der Anlage aufgeführten Fertigkeiten und Kenntnisse sowie auf den im
Berufsschulunterricht vermittelten Lehrstoff, soweit er für die
Berufsausbildung wesentlich ist.

(2) Die Prüfung ist schriftlich in den Prüfungsbereichen Hotelbetrieb
und Hotelorganisation, kaufmännische Steuerung und Kontrolle sowie
Wirtschafts- und Sozialkunde und praktisch im Prüfungsbereich
Praktische Übungen durchzuführen.

(3) Die Anforderungen in den Prüfungsbereichen sind:

1.  Prüfungsbereich Hotelbetrieb und Hotelorganisation:

    In höchstens 120 Minuten soll der Prüfling praxisbezogene Aufgaben und
    Fälle aus den Gebieten

    a)  Beschaffung und Lagerhaltung,

    b)  Beratung und Verkauf,

    c)  Personalwirtschaft,

    d)  Arbeitsorganisation,

    e)  Datenschutz und Datensicherung

    bearbeiten. Dabei soll er zeigen, daß er die fachlichen und
    rechtlichen Zusammenhänge des Betriebes versteht, Arbeitsabläufe
    analysieren und Lösungsmöglichkeiten entwickeln kann.

2.  Prüfungsbereich kaufmännische Steuerung und Kontrolle:

    In höchstens 120 Minuten soll der Prüfling praxisbezogene Aufgaben und
    Fälle aus den Gebieten

    a)  Warenwirtschaft,

    b)  Kosten- und Leistungsrechnung,

    c)  Zahlungsverkehr und Kredit

    bearbeiten. Dabei soll er zeigen, daß er Aufgaben analysieren und
    Lösungsmöglichkeiten entwickeln sowie die Ergebnisse des
    Rechnungswesens anwenden kann.

3.  Prüfungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde:

    In höchstens 60 Minuten soll der Prüfling praxisbezogene Aufgaben und
    Fälle bearbeiten und dabei zeigen, daß er wirtschaftliche und
    gesellschaftliche Zusammenhänge der Berufs- und Arbeitswelt darstellen
    und beurteilen kann.

(4) Im Prüfungsbereich Praktische Übungen soll der Prüfling eine von
zwei ihm zur Wahl gestellten praxisbezogenen Aufgaben bearbeiten. Es
kommen insbesondere folgende Gebiete in Betracht:

a)  Einkauf,

b)  Personal,

c)  Kommunikation.

Die Aufgabe soll Ausgangspunkt für das folgende Prüfungsgespräch sein.
Der Prüfling soll dabei zeigen, daß er betriebliche und
wirtschaftliche Zusammenhänge versteht, Problemstellungen bearbeiten
sowie Gespräche systematisch und situationsbezogen vorbereiten und
führen kann. Das Prüfungsgespräch soll nicht länger als 30 Minuten
dauern. Dem Prüfling ist eine Vorbereitungszeit von höchstens 15
Minuten einzuräumen.

(5) Sind in der schriftlichen Prüfung die Prüfungsleistungen in bis zu
zwei Prüfungsbereichen mit "mangelhaft" und in den übrigen
Prüfungsbereichen mit mindestens "ausreichend" bewertet worden, so ist
auf Antrag des Prüflings oder nach Ermessen des Prüfungsausschusses in
einem der mit "mangelhaft" bewerteten Prüfungsbereiche die
schriftliche Prüfung durch eine mündliche Prüfung von etwa 15 Minuten
zu ergänzen, wenn diese für das Bestehen der Prüfung den Ausschlag
geben kann. Der Prüfungsbereich ist vom Prüfling zu bestimmen. Bei der
Ermittlung des Ergebnisses für diesen Prüfungsbereich sind die
Ergebnisse der schriftlichen Prüfung und der mündlichen
Ergänzungsprüfung im Verhältnis 2 : 1 zu gewichten.

(6) Die Prüfung ist bestanden, wenn jeweils in der schriftlichen
Prüfung und der praktischen Übung mindestens ausreichende Leistungen
erbracht sind. Werden die Prüfungsleistungen in einem Prüfungsbereich
mit "ungenügend" bewertet, so ist die Prüfung nicht bestanden.

Collections: bundestag_gesetze
GastgewAusbV-1998
Level: 3.0