Source: https://www.gesetze-im-internet.de/protechprv/__5.html
Legislation: protechprv

Title: § 5 Prüfungsteil „Prozessmanagement“

Description:
Verordnung über die Prüfung zum anerkannten Abschluss Geprüfter Prozessmanager – Produktionstechnologie/Geprüfte Prozessmanagerin – Produktionstechnologie (ProTechPrV)
§ 5 Prüfungsteil „Prozessmanagement“

Paragraph: 5

Full Text:
Verordnung über die Prüfung zum anerkannten Abschluss Geprüfter Prozessmanager – Produktionstechnologie/Geprüfte Prozessmanagerin – Produktionstechnologie (ProTechPrV)
§ 5 Prüfungsteil „Prozessmanagement“

(1) Im Prüfungsteil „Prozessmanagement“ soll die Befähigung zur
Bewältigung berufstypischer Probleme nachgewiesen werden. Insbesondere
sollen folgende Befähigungen nachgewiesen werden:

1.  Im Qualifikationsschwerpunkt „Produktionskonzept“ soll die Fähigkeit
    nachgewiesen werden, neue Prozesse und Prozessbausteine entwickeln,
    Projekte für den Produktionsanlauf planen und Produktentwickler
    hinsichtlich produktionsgerechter Gestaltung beraten zu können; in
    diesem Rahmen können folgende Qualifikationsinhalte geprüft werden:

    a)  Entwickeln von Fertigungs-, Montage- und Logistikkonzepten für neue
        Produkte oder Produktänderungen unter Berücksichtigung von
        Investitionen,

    b)  Beurteilen der technischen Machbarkeit von Produktvorschlägen, Beraten
        der Produktentwickler hinsichtlich produktionsgerechter Gestaltung,

    c)  Ermitteln der Durchlaufzeiten und Kosten neuer oder geänderter
        Produktionsprozesse,

    d)  Planen von Projekten für die Prozesserprobung und den Serienhochlauf;

2.  im Qualifikationsschwerpunkt „Produktionsablauf“ soll die Fähigkeit
    nachgewiesen werden, Produktionsbereiche planen sowie die laufende
    Produktion gestalten und verbessern zu können; in diesem Rahmen können
    folgende Qualifikationsinhalte geprüft werden:

    a)  Analysieren und Planen von Produktionsaufträgen,

    b)  Planen des Personalbedarfs und des Budgets,

    c)  Bewerten von Produktqualität und bereichsbezogenen Kosten,

    d)  Planen von Verbesserungsprojekten,

    e)  Planen und Gestalten von Produktionsbereichen, Auswählen von
        Produktionsmitteln, Gestalten von Arbeitsplätzen, Sichern der
        Datenstrukturen und -flüsse,

    f)  Ermitteln von Investitionskosten.

(2) Es sind zwei Situationsaufgaben schriftlich zu bearbeiten. Eine
Situationsaufgabe soll schwerpunktmäßig den Qualifikationsschwerpunkt
„Produktionskonzept“, die andere Situationsaufgabe den
Qualifikationsschwerpunkt „Produktionsablauf“ thematisieren.
Qualifikationsinhalte aus dem jeweils anderen
Qualifikationsschwerpunkt und Qualifikationsinhalte aus dem
Prüfungsteil „Mitarbeiterführung und Personalmanagement“ sollen
berücksichtigt werden. Die Prüfungsdauer der einzelnen
Situationsaufgaben beträgt jeweils mindestens 120 Minuten, insgesamt
jedoch nicht mehr als 300 Minuten.

(3) Wurde in nicht mehr als einer Situationsaufgabe eine mangelhafte
Prüfungsleistung erbracht, ist eine mündliche Ergänzungsprüfung
anzubieten. Bei einer ungenügenden schriftlichen Prüfungsleistung
besteht diese Möglichkeit nicht. Die Ergänzungsprüfung soll in der
Regel nicht länger als 20 Minuten dauern. Die Bewertung der
schriftlichen Prüfungsleistung und die der mündlichen
Ergänzungsprüfung werden zu einer Prüfungsleistung zusammengefasst.
Dabei wird die Bewertung der schriftlichen Prüfungsleistung doppelt
gewichtet.

Collections: bundestag_gesetze
ProTechPrV
Level: 2.0