Source: https://www.gesetze-im-internet.de/fotomedfachausbv/__6.html
Legislation: fotomedfachausbv

Title: § 6 Abschlussprüfung/Gesellenprüfung

Description:
Verordnung über die Berufsausbildung zum Fotomedienfachmann/zur Fotomedienfachfrau (FotoMedFachAusbV)
§ 6 Abschlussprüfung/Gesellenprüfung

Paragraph: 6

Full Text:
Verordnung über die Berufsausbildung zum Fotomedienfachmann/zur Fotomedienfachfrau (FotoMedFachAusbV)
§ 6 Abschlussprüfung/Gesellenprüfung

(1) Durch die Abschlussprüfung/Gesellenprüfung ist festzustellen, ob
der Prüfling die berufliche Handlungsfähigkeit erworben hat. In der
Abschlussprüfung/Gesellenprüfung soll der Prüfling nachweisen, dass er
die dafür erforderlichen beruflichen Fertigkeiten beherrscht, die
notwendigen beruflichen Kenntnisse und Fähigkeiten besitzt und mit dem
im Berufsschulunterricht zu vermittelnden, für die Berufsausbildung
wesentlichen Lehrstoff vertraut ist. Die Ausbildungsordnung ist
zugrunde zu legen.

(2) Die Abschlussprüfung/Gesellenprüfung erstreckt sich auf die in der
Anlage 1 aufgeführten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sowie
auf den im Berufsschulunterricht zu vermittelnden Lehrstoff, soweit er
für die Berufsausbildung wesentlich ist.

(3) Die Abschlussprüfung/Gesellenprüfung besteht aus den
Prüfungsbereichen:

1.  Kundengespräch,

2.  Waren und Dienstleistungen,

3.  Kaufmännisches Handeln,

4.  Wirtschafts- und Sozialkunde.

(4) Für den Prüfungsbereich Kundengespräch bestehen folgende Vorgaben:

1.  Der Prüfling soll nachweisen, dass er

    a)  Gespräche situations- und adressatengerecht führen,

    b)  kunden- und serviceorientiert handeln,

    c)  Kunden fachgerecht beraten und

    d)  Waren und Dienstleistungen verkaufsgerecht anbieten oder
        Bilderstellungs- und Bildverarbeitungsprozesse erläutern

    kann;

2.  hierfür ist aus folgenden Gebieten auszuwählen:

    a)  Verkauf,

    b)  Bildtechnik;

3.  der Prüfling soll ein fallbezogenes Fachgespräch führen; der Prüfling
    wählt eine von zwei ihm zur Wahl gestellten Aufgaben aus, von denen
    eine das Gebiet Verkauf und die andere das Gebiet Bildtechnik
    betrifft;

4.  die Prüfungszeit beträgt höchstens 20 Minuten; dem Prüfling ist eine
    Vorbereitungszeit von 15 Minuten einzuräumen.

(5) Für den Prüfungsbereich Waren und Dienstleistungen bestehen
folgende Vorgaben:

1.  Der Prüfling soll nachweisen, dass er

    a)  Produktinformationen erschließen und technologische Entwicklungen bei
        den Bildmedien darstellen und

    b)  Prozesse der Bildaufnahme, -verarbeitung, -übermittlung und -ausgabe
        darstellen und planen und dabei gestalterische, technologische,
        wirtschaftliche, ökologische und rechtliche Anforderungen
        berücksichtigen

    kann;

2.  der Prüfling soll schriftliche Aufgaben bearbeiten;

3.  die Prüfungszeit beträgt 120 Minuten.

(6) Für den Prüfungsbereich Kaufmännisches Handeln bestehen folgende
Vorgaben:

1.  Der Prüfling soll nachweisen, dass er

    a)  Kalkulationen durchführen und Kennziffern beurteilen,

    b)  Vorschläge zur Gestaltung des Waren- und Dienstleistungsangebots
        entwickeln und begründen,

    c)  Marketingmaßnahmen planen und bewerten,

    d)  Verkauf, Einkauf und Lagerung unter Berücksichtigung wirtschaftlicher
        Gesichtspunkte und rechtlicher Vorgaben planen und durchführen,

    e)  Reklamationen und Beschwerden bearbeiten und

    f)  Kommunikation im Betrieb sowie mit Kunden zielgerichtet gestalten

    kann;

2.  der Prüfling soll schriftliche Aufgaben bearbeiten;

3.  die Prüfungszeit beträgt 120 Minuten.

(7) Für den Prüfungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde bestehen
folgende Vorgaben:

1.  Der Prüfling soll nachweisen, dass er allgemeine wirtschaftliche und
    gesellschaftliche Zusammenhänge der Berufs- und Arbeitswelt darstellen
    und beurteilen kann;

2.  der Prüfling soll schriftliche Aufgaben bearbeiten;

3.  die Prüfungszeit beträgt 45 Minuten.

(8) Die einzelnen Prüfungsbereiche sind wie folgt zu gewichten:

*    *   1.

    *   Prüfungsbereich Kundengespräch

    *   30 Prozent,

*    *   2.

    *   Prüfungsbereich Waren und
        Dienstleistungen

    *   30 Prozent,

*    *   3.

    *   Prüfungsbereich Kaufmännisches
        Handeln

    *   30 Prozent

*    *   4.

    *   Prüfungsbereich Wirtschafts- und
        Sozialkunde

    *   10 Prozent.

(9) Die Abschlussprüfung ist bestanden, wenn die Leistungen

1.  im Gesamtergebnis mit mindestens „ausreichend“,

2.  im Prüfungsbereich Kundengespräch mit mindestens „ausreichend“,

3.  in mindestens zwei der übrigen Prüfungsbereiche mit mindestens
    „ausreichend“ und

4.  in keinem Prüfungsbereich mit „ungenügend“

bewertet worden sind.

(10) Auf Antrag des Prüflings ist die Prüfung in einem der mit
schlechter als „ausreichend“ bewerteten Prüfungsbereiche, in denen
Prüfungsleistungen mit eigener Anforderung und Gewichtung schriftlich
zu erbringen sind, durch eine mündliche Prüfung von etwa 15 Minuten zu
ergänzen, wenn dies für das Bestehen der Prüfung den Ausschlag geben
kann. Bei der Ermittlung des Ergebnisses für diesen Prüfungsbereich
sind das bisherige Ergebnis und das Ergebnis der mündlichen
Ergänzungsprüfung im Verhältnis 2 : 1 zu gewichten.

Collections: bundestag_gesetze
FotoMedFachAusbV
Level: 2.0