Source: https://www.gesetze-im-internet.de/hwo/__41d.html
Legislation: hwo

Title: § 41d

Description:
Gesetz zur Ordnung des Handwerks (HwO)
Zweiter Teil - Berufsbildung im Handwerk
Sechster Abschnitt - Feststellung und Bescheinigung der individuellen beruflichen Handlungsfähigkeit am Maßstab eines anerkannten Ausbildungsberufs
§ 41d

Paragraph: 41d

Full Text:
Gesetz zur Ordnung des Handwerks (HwO)
Zweiter Teil - Berufsbildung im Handwerk
Sechster Abschnitt - Feststellung und Bescheinigung der individuellen beruflichen Handlungsfähigkeit am Maßstab eines anerkannten Ausbildungsberufs
§ 41d

(1) Für Menschen mit Behinderungen nach § 2 Absatz 1 Satz 1 des
Neunten Buches Sozialgesetzbuch, für die auf Grund von Art und Schwere
der Behinderung die Feststellung der überwiegenden oder vollständigen,
für die Ausübung des Referenzberufs erforderlichen beruflichen
Handlungsfähigkeit nicht möglich ist, sind die §§ 41b und 41c mit der
Maßgabe anzuwenden, dass

1.  eine individuelle berufliche Handlungsfähigkeit am Maßstab eines
    Referenzberufs auch dann festgestellt und bescheinigt wird, wenn diese
    nicht überwiegend oder vollständig, sondern nur teilweise vergleichbar
    ist mit der für die Ausübung des Referenzberufs erforderlichen
    beruflichen Handlungsfähigkeit; in diesen Fällen weist der Bescheid
    eine teilweise Vergleichbarkeit aus; § 41c Absatz 3 Satz 1 gilt
    entsprechend,

2.  bei einem Antrag, der sich auf die Feststellung der teilweisen
    Vergleichbarkeit richtet,

    a)  für § 41b Absatz 3 Satz 1 Nummer 1 eine Tätigkeit im Tätigkeitsbereich
        des Referenzberufs genügt, die die im Antrag bezeichneten, für die
        Ausübung des Referenzberufs erforderlichen Fertigkeiten, Kenntnisse
        und Fähigkeiten umfasst,

    b)  für § 41b Absatz 3 Satz 1 Nummer 2 sich die Glaubhaftmachung auf die
        im Antrag bezeichneten, für die Ausübung des Referenzberufs
        erforderlichen Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten beschränkt,

    c)  der Bescheid nach § 41c Absatz 3 auf Antrag zusätzlich zur
        Vergleichbarkeit mit dem Referenzberuf auch eine überwiegende oder
        vollständige Vergleichbarkeit mit einer Referenzausbildungsregelung
        nach § 42r ausweist, sofern sich die Ausbildungsregelung am gewählten
        Referenzberuf orientiert und entsprechend einer berufsspezifischen
        Musterregelung des Hauptausschusses des Bundesinstituts für
        Berufsbildung getroffen wurde,

3.  abweichend von § 41b Absatz 2 Nummer 4 antragsberechtigt auch ist, wer
    das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet hat.

(2) Im Fall der teilweisen Vergleichbarkeit müssen die festgestellten,
für die Ausübung des Referenzberufs erforderlichen Fertigkeiten,
Kenntnisse und Fähigkeiten zusammen dem Referenzberuf eindeutig
zugeordnet werden können und eine berufliche Tätigkeit im
Tätigkeitsbereich des Referenzberufs ermöglichen.

(3) Menschen mit Behinderungen können in ihrem Antrag eine Person als
Verfahrensbegleitung benennen, die besonders mit den Belangen von
Menschen mit Behinderungen im Rahmen der beruflichen Qualifizierung
vertraut ist. Dies sind insbesondere solche Ausbilder, die die
Rehabilitationspädagogische Zusatzqualifikation erworben haben. Auf
Antrag des Antragstellers oder der Antragstellerin ist der
Verfahrensbegleitung Gelegenheit zu geben,

1.  zur Auswahl der Feststellungsinstrumente Stellung zu nehmen und

2.  an der Durchführung der Feststellung teilzunehmen.

Collections: bundestag_gesetze
HwO
Level: 4.0