Source: https://www.gesetze-im-internet.de/umwstg_1995/__6.html
Legislation: umwstg_1995

Title: § 6 Gewinnerhöhung durch Vereinigung von Forderungen und Verbindlichkeiten

Description:
Umwandlungssteuergesetz (UmwStG 1995)
Zweiter Teil - Vermögensübergang auf eine Personengesellschaft oder auf eine natürliche Person
§ 6 Gewinnerhöhung durch Vereinigung von Forderungen und Verbindlichkeiten

Paragraph: 6

Full Text:
Umwandlungssteuergesetz (UmwStG 1995)
Zweiter Teil - Vermögensübergang auf eine Personengesellschaft oder auf eine natürliche Person
§ 6 Gewinnerhöhung durch Vereinigung von Forderungen und Verbindlichkeiten

(1)
1             Erhöht sich der Gewinn der übernehmenden
Personengesellschaft dadurch, dass der Vermögensübergang zum Erlöschen
von Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen der übertragenden
Körperschaft und der Personengesellschaft oder zur Auflösung von
Rückstellungen führt, so darf die Personengesellschaft insoweit eine
den steuerlichen Gewinn mindernde Rücklage bilden.
2             Die Rücklage ist in den auf ihre Bildung folgenden drei
Wirtschaftsjahren mit mindestens je einem Drittel gewinnerhöhend
aufzulösen.

(2)
1             Vereinigt sich infolge des Vermögensübergangs eine
Darlehensforderung im Sinne des § 17 des Berlinförderungsgesetzes 1990
mit der Darlehensschuld, so ist Absatz 3 Satz 4 der genannten
Vorschrift mit der Maßgabe anzuwenden, dass die Steuerermäßigung mit
soviel Zehnteln unberührt bleibt, als seit der Hingabe des Darlehens
bis zum steuerlichen Übertragungsstichtag volle Jahre verstrichen
sind.
2             Satz 1 gilt entsprechend für Darlehensforderungen im
Sinne des § 16 des Berlinförderungsgesetzes 1990 mit der Maßgabe, dass
bei Darlehen, die vor dem 1. Januar 1970 gegeben worden sind, an die
Stelle von einem Zehntel ein Sechstel, bei Darlehen, die nach dem 31.
Dezember 1969 gegeben worden sind, an die Stelle von einem Zehntel ein
Achtel tritt.

(3)
1             Die Absätze 1 und 2 gelten entsprechend, wenn sich der
Gewinn eines Gesellschafters der übernehmenden Personengesellschaft
dadurch erhöht, dass eine Forderung oder Verbindlichkeit der
übertragenden Körperschaft auf die Personengesellschaft übergeht oder
dass infolge des Vermögensübergangs eine Rückstellung aufzulösen ist.
2             Satz 1 gilt nur für Gesellschafter, die im Zeitpunkt der
Eintragung des Umwandlungsbeschlusses in das Handelsregister an der
Personengesellschaft beteiligt sind.

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UmwStG-1995
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