Source: https://www.gesetze-im-internet.de/fspersav/__48.html
Legislation: fspersav

Title: Anlage 1 Grundlegende Ausbildung für Fluglotsen – Leistungsnachweise; Sprachenvermerke

Description:
Verordnung über das erlaubnispflichtige Personal der Flugsicherung und seine Ausbildung (FSPersAV)
Abschnitt 4 - Schlussvorschriften
Anlage 1 Grundlegende Ausbildung für Fluglotsen – Leistungsnachweise; Sprachenvermerke

Paragraph: 48

Full Text:
Verordnung über das erlaubnispflichtige Personal der Flugsicherung und seine Ausbildung (FSPersAV)
Abschnitt 4 - Schlussvorschriften
Anlage 1 Grundlegende Ausbildung für Fluglotsen – Leistungsnachweise; Sprachenvermerke

(Fundstelle: BGBl. I 2008, 1949 - 1957)

**1.**[^f771489_02_BJNR193100008BJNE005200000]
 Abfolge der Ausbildungskurse
    ****

    In der grundlegenden Ausbildung für Fluglotsen sind zum Erwerb der
    Auszubildendenlizenz, Erlaubnis, Befugnisse und Sprachenvermerke die
    folgenden Ausbildungskurse in der angegebenen Reihenfolge erfolgreich
    zu durchlaufen:

1.1 Erlaubnis Flugplatzkontrolle an Flugplätzen mit
    Instrumentenflugbetrieb (ADI)

    a)  Für den Erwerb der Auszubildendenlizenz mit der Erlaubnis
        Flugplatzkontrolle an Flugplätzen mit Instrumentenflugbetrieb (ADI)
        und der Befugnis Platzverkehrskontrolle (TWR) oder den Befugnissen
        Luftverkehrskontrolle (AIR) und Rollverkehrskontrolle (GMC):

        –   Grundkurs für Flugverkehrskontrolle,

        –   Erlaubniskurs für Flugplatzkontrolle;

    b)  für den zusätzlichen Erwerb der Befugnis Nutzung von Radar zur
        Luftverkehrsbeobachtung (RAD):

        –   Befugniskurs zur Nutzung von Radar zur Luftverkehrsbeobachtung in der
            Flugplatzkontrolle;

    c)  für den zusätzlichen Erwerb der Befugnis Nutzung von Radar zur
        Luftverkehrskontrolle (RAD-S) nach Erwerb der Befugnis Nutzung von
        Radar zur Luftverkehrsbeobachtung in der Flugplatzkontrolle:

        –   Befugniskurs zur Nutzung von Radar zur Luftverkehrskontrolle in der
            Flugplatzkontrolle;

    d)  für den zusätzlichen Erwerb der Befugnis Nutzung von elektronischer
        Rollverkehrsdarstellung (GMS):

        –   Befugniskurs zur Nutzung von elektronischer Rollverkehrsdarstellung.

        Für Teilnehmer mit erworbener Befugnis Nutzung von Radar zur
        Luftverkehrsbeobachtung (RAD) werden die Ausbildungsziele,
        Ausbildungsinhalte und die Dauer des Befugniskurses entsprechend
        gekürzt; der Leistungsnachweis entfällt.

    Bei Bedarf können die Befugniskurse nach den Buchstaben b, c und d
    zusammengefasst oder mit dem Erlaubniskurs für Flugplatzkontrolle nach
    Buchstabe a vereinigt werden.

1.2 Erlaubnis Anflugkontrolle mit elektronischer Luftverkehrsdarstellung
    (APS)

    a)  Für den Erwerb der Auszubildendenlizenz mit der Erlaubnis (APS) und
        der Befugnis Radar (RAD):

        –   Grundkurs für Flugverkehrskontrolle,

        –   Erlaubniskurs für Anflugkontrolle;

    b)  für den Erwerb der Auszubildendenlizenz mit der Befugnis
        Nahbereichskontrolle (TCL) zusätzlich zu der Erlaubnis und der
        Befugnis nach Buchstabe a:

        –   Befugniskurs für Nahbereichskontrolle;

    c)  für den Erwerb der Auszubildendenlizenz mit dem gleichzeitigen Erwerb
        der Erlaubnis und der Befugnisse nach den Buchstaben a und b:

        –   Erlaubniskurs für Anflug- und Nahbereichskontrolle;

    d)  für den Erwerb der Auszubildendenlizenz mit der Erlaubnis
        Bezirkskontrolle mit elektronischer Luftverkehrsdarstellung (ACS)
        zusätzlich zu der Erlaubnis und der Befugnis nach Buchstabe a:

        –   Ergänzungskurs für Bezirkskontrolle.

    Bei Bedarf können die Ausbildungsziele und -inhalte des Befugniskurses
    für Nahbereichskontrolle und des Ergänzungskurses für Bezirkskontrolle
    mit denen des Erlaubniskurses für Anflugkontrolle in einem Kurs
    zusammengefasst werden.

1.3 Erlaubnis Bezirkskontrolle mit elektronischer Luftverkehrsdarstellung
    (ACS)

    a)  Für den Erwerb der Auszubildendenlizenz mit der Erlaubnis (ACS) und
        der Befugnis Radar (RAD):

        –   Grundkurs für Flugverkehrskontrolle,

        –   Erlaubniskurs für Bezirkskontrolle;

    b)  für den Erwerb der Auszubildendenlizenz mit der Befugnis
        Nahbereichskontrolle (TCL) zusätzlich zu der Erlaubnis und der
        Befugnis nach Buchstabe a:

        –   Befugniskurs für Nahbereichskontrolle;

    c)  für den Erwerb der Auszubildendenlizenz mit der Erlaubnis
        Anflugkontrolle mit elektronischer Luftverkehrsdarstellung (APS)
        zusätzlich zu der Erlaubnis und der Befugnis nach Buchstabe a:

        –   Ergänzungskurs für Anflugkontrolle.

    Bei Bedarf können die Ausbildungsziele und -inhalte des Befugniskurses
    für Nahbereichskontrolle und des Ergänzungskurses für Anflugkontrolle
    mit denen des Erlaubniskurses für Bezirkskontrolle in einem Kurs
    zusammengefasst werden.

**2.** **Ausbildungsziele, Ausbildungsinhalte, Leistungsnachweise, Nachweis
    der Sprachkompetenz**

2.1 Grundkurs für Flugverkehrskontrolle

    a)  Ausbildungsziele

        Nach dem Grundkurs für Flugverkehrskontrolle

        •   kennen die Teilnehmer nationale und internationale
            Luftfahrtorganisationen und können deren Aufgaben allgemein
            beschreiben;

        •   verstehen die Teilnehmer die grundsätzlichen Anforderungen an die
            Funktionen und Verfahren des Flugverkehrsmanagements;

        •   besitzen die Teilnehmer ein praktisches Verständnis für Flüge nach
            Sicht- und Instrumentenflugregeln, deren Navigation und deren
            grundlegende Anforderungen an die Flugsicherung;

        •   verfügen die Teilnehmer über Kenntnisse und Fertigkeiten in deutscher
            und englischer Luftfahrtterminologie und in Sprechfunkverfahren für
            den Flugfunkdienst;

        •   können die Teilnehmer in einfachen praktischen Übungen Verfahren der
            Anflug-, Nahbereichs- und Bezirkskontrolle sicher, geordnet und
            flüssig anwenden und haben Verständnis für den Einfluss ökologischer,
            ökonomischer, kundenspezifischer und psychologischer Faktoren;

        •   entsprechen die englische und – soweit erforderlich – die deutsche
            Sprachkompetenz den Anforderungen nach § 10 Abs. 2 und 3 und
            ermöglichen damit die vorschriftsgemäße und funktionsbezogene
            Kommunikation;

        •   verfügen die Teilnehmer über das Wissen, die Fertigkeiten und die
            Verhaltensweisen, um mit einem der folgenden weiterführenden
            Ausbildungskurse für die Flugverkehrskontrolle zu beginnen:

            –   Erlaubniskurs für Flugplatzkontrolle,

            –   Erlaubniskurs für Anflugkontrolle,

            –   Erlaubniskurs für Bezirkskontrolle.

    b)  Ausbildungsinhalte (Wesentliche Themengebiete)

        **Einführung in den Grundkurs für Flugverkehrskontrolle,**
         insbesondere:

        –   Kursmanagement und -verwaltung

        –   Kurssystem und -inhalte

        –   Leistungsbeurteilungen

        –   Sicherheitsmanagement und Regulierung

        –   Qualitätsmanagement

        **Menschliche Faktoren,**                          insbesondere:

        –   Menschliche Leistungsfähigkeit

        –   Fehler und Versagen

        –   Kommunikation

        –   Arbeitsumfeld

        **Nationales Recht,**                          insbesondere:

        –   Allgemeine rechtliche Grundlagen der Tätigkeit

        –   Lizenzierung

        –   Nationale und internationale Organisationen

        –   Nationales und internationales Luftrecht

        **Luftrecht,**                          insbesondere:

        –   Luftraumordnung

        –   Flugregeln

        –   Flugverkehrskontrolldienst

        –   Fluginformationsdienst

        –   Flugalarmdienst

        –   Flugberatungsdienst

        –   Verkehrsflussregelung

        –   Luftraummanagement

        **Betriebsverfahren für die Flugverkehrskontrolle,**
         insbesondere:

        –   Allgemeine Kontrollverfahren

        –   Kontrollfreigaben und -anweisungen

        –   Koordinationsverfahren

        –   Höhenmessung und Flugflächenzuweisung

        –   Grundlagen der Staffelung

        –   Kollisionsvermeidungssysteme

        –   Fluginformationsdienst

        –   Not- und Ausfallverfahren

        –   Besondere Luftraumnutzungen

        –   Praktische Übungen grundlegender Kontrollverfahren

        **Flugwetterkunde,**                          insbesondere:

        –   Organisation des Wetterdienstes

        –   Erdatmosphäre und Prozesse

        –   Wettererscheinungen

        –   Wetterinformationen

        –   Wettermeldungen

        **Navigation,**                          insbesondere:

        –   Erde

        –   Luftfahrtkarten

        –   Angewandte Navigation

        –   Bord- und bodenseitige Navigationssysteme

        **Luftfahrzeuge und Luftfahrtkunde,**
         insbesondere:

        –   Aerodynamik

        –   Triebwerke

        –   Instrumente

        –   Luftfahrzeugkategorien

        –   Luftfahrzeugleistungen und -daten

        **Technische Flugsicherungssysteme,**
         insbesondere:

        –   Funk- und Kommunikationssysteme

        –   Radarsysteme

        –   Automatisierte Datenverarbeitungs- und Überwachungssysteme

        –   Arbeitsplatzausrüstung

        **Flugfunkdienst,**                          insbesondere:

        –   Grundlagen

        –   Sprechgruppen in der Flugverkehrskontrolle

        –   Praktische Durchführung

        **Luftfahrtenglisch,**                          insbesondere:

        –   Luftfahrtspezifische Sprachkommunikation

        –   Praktische Anwendungen

        **Flugdatenbearbeitung,**                          insbesondere:

        –   Flugpläne

        –   Flugverkehrskontrollmeldungen

        –   Nachrichten für Luftfahrer

        –   Flugverlaufsdaten

        –   Datenmanagement

        –   Automatisierung

        **Betriebliches Umfeld,**                          insbesondere:

        –   Betriebsstätten der zivilen Flugsicherung

        –   Betriebsstätten anderer Einrichtungen der Luftfahrt

        –   Umfeld der Flugsicherung

    c)  Leistungsnachweise

        Die Kursteilnehmer haben während des Grundkurses für
        Flugverkehrskontrolle einen mündlichen Leistungsnachweis mit einer
        Dauer von mindestens 15, höchstens 20 Minuten im Themengebiet
        „Luftfahrtenglisch“, drei schriftliche Leistungsnachweise mit einer
        Dauer von jeweils 180 Minuten in den weiteren unter Buchstabe b
        aufgeführten Themengebieten sowie einen praktischen Leistungsnachweis
        mit einer Dauer von mindestens 45, höchstens 60 Minuten im
        Themengebiet „Betriebsverfahren für die Flugverkehrskontrolle“ zu
        erbringen.

    d)  Nachweis der Sprachkompetenz

        Zum Nachweis der englischen und, soweit erforderlich, deutschen
        Sprachkompetenz ist während des Grundkurses für Flugverkehrskontrolle
        jeweils ein mündlicher Leistungsnachweis zu erbringen.

        Am Ende des Grundkurses wird die Sprachkompetenz des Kursteilnehmers
        entsprechend der Einstufungstabelle für Sprachkompetenz nach Anlage 3
        eingestuft.

2.2 Erlaubniskurs für Flugplatzkontrolle

    a)  Ausbildungsziele

        Nach dem Erlaubniskurs für Flugplatzkontrolle

        •   können die Teilnehmer in Simulationsübungen in den Funktionen
            Platzlotse und Rolllotse oder nur in den Funktionen Platzlotse oder
            Rolllotse Flugplatzverkehr unter Anwendung der gültigen Kontroll- und
            Fluginformationsverfahren ohne Nutzung von elektronischer
            Luftverkehrsdarstellung (Radar) oder Rollverkehrsdarstellung sicher,
            geordnet und flüssig abwickeln;

        •   können die Teilnehmer auch bei eingeschränkter Funktion der
            Flugsicherungssysteme den Flugverkehr sicher abwickeln;

        •   können die Teilnehmer funktionsbezogene Kommunikation in deutscher und
            englischer Sprache vorschriftsgemäß und situationsgerecht durchführen;

        •   verfügen die Teilnehmer über das Wissen, die Fertigkeiten und die
            Verhaltensweisen, um die grundlegende Ausbildung mit dem Befugniskurs
            zur Nutzung von Radar zur Luftverkehrsbeobachtung in der
            Flugplatzkontrolle fortzusetzen;

        •   verfügen die Teilnehmer über das Wissen, die Fertigkeiten und die
            Verhaltensweisen, um mit der betrieblichen Ausbildung im Rahmen der
            Erlaubnis Flugplatzkontrolle an Flugplätzen mit
            Instrumentenflugbetrieb (ADI) und der Befugnis Platzverkehrskontrolle
            (TWR) oder den Befugnissen Luftverkehrskontrolle (AIR) und
            Rollverkehrskontrolle (GMC) zu beginnen.

    b)  Ausbildungsinhalte (Wesentliches Themengebiet)

        **Betriebliche Kenntnisse und Verfahren zur Durchführung der
        Flugsicherungsdienste in Flugplatzkontrollstellen,**
         insbesondere:

        –   Einweisung in das Simulationssystem

        –   Luftraumordnung für den Simulationsluftraum

        –   Funktionsspezifische Kenntnisse aus den Bereichen Flugwetterkunde,
            Navigation, Luftfahrzeuge und Flugsicherungstechnik

        –   Staffelungs- und Koordinationsverfahren

        –   Flugplatzkontrollverfahren

        –   Praktische Übungen und Simulation

    c)  Leistungsnachweise

        Die Kursteilnehmer haben während des Erlaubniskurses für
        Flugplatzkontrolle einen schriftlichen Leistungsnachweis mit einer
        Dauer von 120 Minuten und zwei schriftliche Leistungsnachweise mit
        einer Dauer von jeweils 90 Minuten mit den in diesem Kurs sowie im
        Grundkurs für Flugverkehrskontrolle vermittelten Ausbildungsinhalten
        sowie einen praktischen Leistungsnachweis in Form einer fortlaufenden
        Beurteilung in dem unter Buchstabe b aufgeführten Themengebiet zu
        erbringen.

    d)  Prüfung

        Die Prüfung erfolgt in zwei Teilprüfungen. Eine Teilprüfung soll
        mindestens 25 Minuten und höchstens 35 Minuten dauern.

2.3 Befugniskurs zur Nutzung von Radar zur Luftverkehrsbeobachtung in der
    Flugplatzkontrolle

    a)  Ausbildungsziele

        Nach dem Befugniskurs zur Nutzung von Radar zur
        Luftverkehrsbeobachtung in der Flugplatzkontrolle

        •   können die Teilnehmer Radarinformationen interpretieren und im Rahmen
            der in den „ICAO Procedures for Air Navigation Services“ (DOC 4444)
            beschriebenen Weise nutzen;

        •   verfügen die Teilnehmer über das Wissen, die Fertigkeiten und die
            Verhaltensweisen, um die grundlegende Ausbildung mit dem Befugniskurs
            zur Nutzung von Radar zur Luftverkehrskontrolle in der
            Flugplatzkontrolle fortzusetzen;

        •   verfügen die Teilnehmer über das Wissen, die Fertigkeiten und die
            Verhaltensweisen, um mit der betrieblichen Ausbildung im Rahmen der
            Erlaubnis Flugplatzkontrolle an Flugplätzen mit
            Instrumentenflugbetrieb (ADI) und der Befugnis Platzverkehrskontrolle
            (TWR) oder den Befugnissen Luftverkehrskontrolle (AIR) und
            Rollverkehrskontrolle (GMC), der Befugnis Nutzung von elektronischer
            Rollverkehrsdarstellung (GMS) sowie der Befugnis Nutzung von Radar zur
            Luftverkehrsbeobachtung (RAD) zu beginnen oder im Rahmen gültiger
            Berechtigungen Radar zur Luftverkehrsbeobachtung oder elektronische
            Rollverkehrsdarstellung betrieblich zu nutzen.

    b)  Ausbildungsinhalte (Wesentliche Themengebiete)

        **Grundlegende Radartheorie und -verfahren**

        **Rollfeldradar und Radarbeobachtung in der Flugplatzkontrolle,**
         insbesondere:

        –   Praktische Übungen und Simulation

    c)  Leistungsnachweise

        Die Kursteilnehmer haben während des Befugniskurses zur Nutzung von
        Radar zur Luftverkehrsbeobachtung in der Flugplatzkontrolle einen
        schriftlichen Leistungsnachweis mit einer Dauer von 60 Minuten in dem
        unter Buchstabe b aufgeführten Themengebiet „Grundlegende Radartheorie
        und -verfahren“ zu erbringen.

    d)  Prüfung

        Die Prüfung soll mindestens 25 Minuten und höchstens 35 Minuten
        dauern.

2.4 Befugniskurs zur Nutzung von Radar zur Luftverkehrskontrolle in der
    Flugplatzkontrolle

    a)  Ausbildungsziele

        Nach dem Befugniskurs zur Nutzung von Radar zur Luftverkehrskontrolle
        in der Flugplatzkontrolle

        •   können die Teilnehmer in Simulationsübungen Flugplatzverkehr unter
            Anwendung der gültigen Kontroll- und Fluginformationsverfahren und
            unter Nutzung von Radar zur Luftverkehrskontrolle sicher, geordnet und
            flüssig abwickeln;

        •   können die Teilnehmer funktionsbezogene Kommunikation in deutscher und
            englischer Sprache vorschriftsgemäß und situationsgerecht durchführen;

        •   können die Teilnehmer auch bei eingeschränkter Funktion der
            Flugsicherungssysteme den Flugverkehr sicher abwickeln;

        •   verfügen die Teilnehmer über das Wissen, die Fertigkeiten und die
            Verhaltensweisen, um mit der betrieblichen Ausbildung im Rahmen der
            Erlaubnis Flugplatzkontrolle an Flugplätzen mit
            Instrumentenflugbetrieb (ADI) und der Befugnis Platzverkehrskontrolle
            (TWR) oder den Befugnissen Luftverkehrskontrolle (AIR) und
            Rollverkehrskontrolle (GMC), der Befugnis Nutzung von elektronischer
            Rollverkehrsdarstellung (GMS) sowie der Befugnis Nutzung von Radar zur
            Luftverkehrskontrolle (RAD-S) zu beginnen oder im Rahmen gültiger
            Berechtigungen Radar zur Luftverkehrskontrolle betrieblich zu nutzen.

    b)  Ausbildungsinhalte (Wesentliches Themengebiet)

        **Betriebliche Kenntnisse und Verfahren zur Durchführung der
        Radarkontrolle in Flugplatzkontrollstellen,**
         insbesondere:

        –   Einweisung in das Simulationssystem

        –   Luftraumordnung für den Simulationsluftraum

        –   Koordinationsverfahren

        –   Flugplatzkontrollverfahren mit Radar

        –   Praktische Übungen und Simulation

    c)  Leistungsnachweise

        Die Kursteilnehmer haben während des Befugniskurses zur Nutzung von
        Radar zur Luftverkehrskontrolle in der Flugplatzkontrolle einen
        praktischen Leistungsnachweis in Form einer fortlaufenden Beurteilung
        in dem unter Buchstabe b aufgeführten Themengebiet zu erbringen.

    d)  Prüfung

        Die Prüfung soll mindestens 40 Minuten und höchstens 50 Minuten
        dauern.

2.5 Ergänzungskurs für Flugplatzkontrolle

    a)  Ausbildungsziele

        Der Ergänzungskurs für Flugplatzkontrolle umfasst die notwendige
        ergänzende Ausbildung zum Erwerb der Erlaubnis Flugplatzkontrolle an
        Flugplätzen mit Instrumentenflugbetrieb (ADI) und der Befugnis
        Platzverkehrskontrolle (TWR) oder den Befugnissen
        Luftverkehrskontrolle (AIR) und Rollverkehrskontrolle (GMC) für
        diejenigen Fluglotsen, die zum Zeitpunkt des Inkrafttretens dieser
        Verordnung im Besitz einer gültigen, beschränkten Erlaubnis nach § 9
        Abs. 1 Satz 2 zweiter Halbsatz der
        Flugsicherungspersonalausbildungsverordnung in der Fassung vom 26.
        Februar 2002 (BGBl. I S. 1014) für Flugsicherungsbetriebspersonal im
        Sinne des § 2 Nr. 1a der Flugsicherungspersonalausbildungsverordnung
        in der genannten Fassung oder nach § 47 Abs. 5 Satz 3 dieser
        Verordnung sind. Die Ausbildungsziele entsprechen somit denen des
        Erlaubniskurses für Flugplatzkontrolle (Nr. 2.2).

    b)  Ausbildungsinhalte (Wesentliche Themengebiete)

        Der Ergänzungskurs für Flugplatzkontrolle umfasst insbesondere
        diejenigen Ausbildungsinhalte des Grundkurses für
        Flugverkehrskontrolle und des Erlaubniskurses für Flugplatzkontrolle
        (Nr. 2.2), die in der grundlegenden Ausbildung zum Erwerb der
        beschränkten Erlaubnis nach § 9 Abs. 1 Satz 2 der
        Flugsicherungspersonalausbildungsverordnung in der Fassung vom 26.
        Februar 2002 nicht oder nur eingeschränkt vermittelt worden sind.

        **Betriebliche Kenntnisse und Verfahren zur Durchführung der
        Flugsicherungsdienste in Flugplatzkontrollstellen,**
         insbesondere:

        –   Einweisung in das Simulationssystem

        –   Luftraumordnung für den Simulationsluftraum

        –   Aktuelle Änderungen in den Flugplatzkontrollverfahren

        –   Neue flugsicherungstechnische Systeme in der Flugplatzkontrolle

        –   Not- und Sonderverfahren

        –   Rollkontrolle unter Nutzung elektronischer Rollverkehrsdarstellung

        –   Praktische Übungen und Simulation auch von komplexem Flugplatzverkehr

        **Menschliche Faktoren,**                          insbesondere:

        –   Menschliche Leistungsfähigkeit

        –   Fehler und Versagen

        –   Kommunikation

        –   Arbeitsumfeld

        Einzelne Kursinhalte und -teile können erlassen werden, soweit der
        Fluglotse die erfolgreiche Teilnahme an inhaltsgleichen
        Fortbildungsveranstaltungen nachweist. Die Anzahl der praktischen
        Übungen und der Umfang der Simulation können angemessen verringert
        werden, wenn der Fluglotse in seiner bisherigen selbstverantwortlichen
        Tätigkeit in der Flugplatzkontrolle bereits regelmäßig komplexen
        Flugplatzverkehr bearbeitet hat.

    c)  Leistungsnachweise

        Die Kursteilnehmer haben während des Ergänzungskurses für
        Flugplatzkontrolle einen schriftlichen Leistungsnachweis mit einer
        Dauer von 45 Minuten und einen praktischen Leistungsnachweis mit einer
        Dauer von mindestens 45, höchstens 60 Minuten in dem unter Buchstabe b
        aufgeführten Themengebiet „Betriebliche Kenntnisse und Verfahren zur
        Durchführung der Flugsicherungsdienste in Flugplatzkontrollstellen“ zu
        erbringen.

    d)  Prüfung

        Die Prüfung soll mindestens 25 Minuten und höchstens 35 Minuten
        dauern. Nach erfolgreicher Prüfung werden dem Fluglotsen die Erlaubnis
        Flugplatzkontrolle an Flugplätzen mit Instrumentenflugbetrieb (ADI)
        und die Befugnis Platzverkehrskontrolle (TWR) oder die Befugnisse
        Luftverkehrskontrolle (AIR) und Rollverkehrskontrolle (GMC) erteilt
        und in die Lizenzscheine für eine Auszubildendenlizenz oder
        Fluglotsenlizenz eingetragen.

2.6 Befugniskurs zur Nutzung von elektronischer Rollverkehrsdarstellung

    a)  Ausbildungsziele

        Nach dem Befugniskurs zur Nutzung von elektronischer
        Rollverkehrsdarstellung verfügen die Teilnehmer über das Wissen, die
        Fertigkeiten und die Verhaltensweisen, um im Rahmen gültiger
        Berechtigungen elektronische Rollverkehrsdarstellung betrieblich zu
        nutzen.

    b)  Ausbildungsinhalte (Wesentliches Themengebiet)

        **Betriebliche Kenntnisse und Verfahren zur Nutzung von elektronischer
        Rollverkehrsdarstellung in Flugplatzkontrollstellen,**
         insbesondere:

        –   Grundsätzliche Funktionsweise und Verwendung von Radar

        –   Einsatzzweck des Rollfeldradars

        –   Einsatzmöglichkeiten und -einschränkungen

        –   Identifizierung

        –   Verfahren zur Nutzung von Rollfeldradar in Flugplatzkontrollstellen

    c)  Leistungsnachweise

        Die Kursteilnehmer haben während des Befugniskurses zur Nutzung
        elektronischer Rollverkehrsdarstellung einen schriftlichen
        Leistungsnachweis mit einer Dauer von 45 Minuten in dem unter
        Buchstabe b aufgeführten Themengebiet zu erbringen.

    d)  Prüfung

        Die Prüfung soll mindestens 25 Minuten und höchstens 35 Minuten
        dauern.

2.7 Erlaubniskurs für Anflugkontrolle

    a)  Ausbildungsziele

        Nach dem Erlaubniskurs für Anflugkontrolle

        •   können die Teilnehmer in Simulationsübungen anfliegenden, abfliegenden
            und überfliegenden zivilen und militärischen Flugverkehr im
            Zuständigkeitsbereich der Anflugkontrolle in seiner Gesamtheit unter
            Anwendung der gültigen Kontroll- und Fluginformationsverfahren sicher,
            geordnet und flüssig abwickeln;

        •   können die Teilnehmer auch bei eingeschränkter Funktion der
            Flugsicherungssysteme den Flugverkehr sicher abwickeln;

        •   können die Teilnehmer funktionsbezogene Kommunikation in englischer
            Sprache vorschriftsgemäß und situationsgerecht durchführen;

        •   verfügen die Teilnehmer über das Wissen, die Fertigkeiten und die
            Verhaltensweisen, um die grundlegende Ausbildung mit dem Befugniskurs
            für Nahbereichskontrolle oder dem Ergänzungskurs für Bezirkskontrolle
            fortzusetzen;

        •   verfügen die Teilnehmer über das Wissen, die Fertigkeiten und die
            Verhaltensweisen, um mit der betrieblichen Ausbildung zum Erwerb der
            Erlaubnis Anflugkontrolle mit elektronischer Luftverkehrsdarstellung
            und der Befugnis Radar zu beginnen.

    b)  Ausbildungsinhalte (Wesentliche Themengebiete)

        **Betriebliche Kenntnisse und Verfahren zur Durchführung der
        Anflugkontrolle,**                          insbesondere:

        –   Einweisung in das Simulationssystem und die Simulationsübungen

        –   Luftraumordnung für den Simulationsluftraum

        –   Funktionsspezifische Kenntnisse aus den Bereichen Flugwetterkunde,
            Navigation, Luftfahrzeuge und Flugsicherungstechnik

        –   Koordinationsverfahren

        –   Kontrollverfahren

        –   Praktische Übungen und Simulation

        **Menschliche Faktoren,**                          insbesondere:

        –   Psychologische Faktoren

        –   Medizinische und physiologische Faktoren

        –   Soziale und organisatorische Faktoren

        –   Stress

        –   Menschliches Versagen

        –   Arbeitsumfeld

    c)  Leistungsnachweise

        Die Kursteilnehmer haben während des Erlaubniskurses für
        Anflugkontrolle drei schriftliche Leistungsnachweise mit einer Dauer
        von jeweils 120 Minuten und zwei schriftliche Leistungsnachweise mit
        einer Dauer von jeweils 90 Minuten mit den in diesem Kurs sowie im
        Grundkurs für Flugverkehrskontrolle vermittelten Ausbildungsinhalten
        sowie zwei praktische Leistungsnachweise in Form von fortlaufenden
        Beurteilungen in dem unter Buchstabe b aufgeführten Themengebiet
        „Betriebliche Kenntnisse und Verfahren zur Durchführung der
        Anflugkontrolle“ zu erbringen.

    d)  Prüfung

        Die Prüfung erfolgt in zwei Teilprüfungen. Eine Teilprüfung soll
        mindestens 55 Minuten und höchstens 70 Minuten dauern.

2.8 Erlaubniskurs für Bezirkskontrolle

    a)  Ausbildungsziele

        Nach dem Erlaubniskurs für Bezirkskontrolle

        •   können die Teilnehmer in Simulationsübungen zivilen und militärischen
            Streckenflugverkehr im oberen Luftraum in seiner Gesamtheit unter
            Anwendung der gültigen Kontroll- und Fluginformationsverfahren sicher,
            geordnet und flüssig abwickeln;

        •   können die Teilnehmer auch bei eingeschränkter Funktion der
            Flugsicherungssysteme den Flugverkehr sicher abwickeln;

        •   können die Teilnehmer funktionsbezogene Kommunikation in englischer
            Sprache vorschriftsgemäß und situationsgerecht durchführen;

        •   verfügen die Teilnehmer über das Wissen, die Fertigkeiten und die
            Verhaltensweisen, um die grundlegende Ausbildung mit dem Befugniskurs
            für Nahbereichskontrolle und dem Ergänzungskurs für Anflugkontrolle
            oder mit einem dieser beiden Kurse fortzusetzen;

        •   verfügen die Teilnehmer über das Wissen, die Fertigkeiten und die
            Verhaltensweisen, um mit der betrieblichen Ausbildung zum Erwerb der
            Erlaubnis Bezirkskontrolle mit elektronischer Luftverkehrsdarstellung
            und der Befugnis Radar zu beginnen.

    b)  Ausbildungsinhalte (Wesentliche Themengebiete)

        **Betriebliche Kenntnisse und Verfahren zur Durchführung der
        Streckenkontrolle,**                          insbesondere:

        –   Einweisung in das Simulationssystem und die Simulationsübungen

        –   Luftraumordnung für den Simulationsluftraum

        –   Funktionsspezifische Kenntnisse aus den Bereichen Flugwetterkunde,
            Navigation, Luftfahrzeuge und Flugsicherungstechnik

        –   Koordinationsverfahren

        –   Kontrollverfahren

        –   Praktische Übungen und Simulation

        **Menschliche Faktoren,**                          insbesondere:

        –   Psychologische Faktoren

        –   Medizinische und physiologische Faktoren

        –   Soziale und organisatorische Faktoren

        –   Stress

        –   Menschliches Versagen

        –   Arbeitsumfeld

    c)  Leistungsnachweise

        Die Kursteilnehmer haben während des Erlaubniskurses für
        Bezirkskontrolle zwei schriftliche Leistungsnachweise mit einer Dauer
        von jeweils 120 Minuten und zwei schriftliche Leistungsnachweise mit
        einer Dauer von jeweils 90 Minuten mit den in diesem Kurs sowie im
        Grundkurs für Flugverkehrskontrolle vermittelten Ausbildungsinhalten
        sowie zwei praktische Leistungsnachweise in Form fortlaufender
        Beurteilungen in dem unter Buchstabe b aufgeführten Themengebiet
        „Betriebliche Kenntnisse und Verfahren zur Durchführung der
        Streckenkontrolle“ zu erbringen.

    d)  Prüfung

        Die Prüfung erfolgt in zwei Teilprüfungen. Eine Teilprüfung soll
        mindestens 55 Minuten und höchstens 70 Minuten dauern.

2.9 Befugniskurs für Nahbereichskontrolle

    a)  Ausbildungsziele

        Nach dem Befugniskurs für Nahbereichskontrolle

        •   können die Teilnehmer in Simulationsübungen anfliegenden, abfliegenden
            und überfliegenden zivilen und militärischen Flugverkehr im
            Nahverkehrsbereich in seiner Gesamtheit unter Anwendung der gültigen
            Kontroll- und Fluginformationsverfahren sicher, geordnet und flüssig
            abwickeln;

        •   können die Teilnehmer auch bei eingeschränkter Funktion der
            Flugsicherungssysteme den Flugverkehr sicher abwickeln;

        •   können die Teilnehmer funktionsbezogene Kommunikation in englischer
            Sprache vorschriftsgemäß und situationsgerecht durchführen;

        •   verfügen die Teilnehmer über das Wissen, die Fertigkeiten und die
            Verhaltensweisen, um die grundlegende Ausbildung mit dem
            Ergänzungskurs für Anflugkontrolle bzw. Ergänzungskurs für
            Bezirkskontrolle fortzusetzen;

        •   verfügen die Teilnehmer über das Wissen, die Fertigkeiten und die
            Verhaltensweisen, um mit der betrieblichen Ausbildung zum Erwerb der
            Erlaubnis Anflugkontrolle mit elektronischer Luftverkehrsdarstellung
            bzw. Bezirkskontrolle mit elektronischer Luftverkehrsdarstellung, der
            Befugnis Radar und der Befugnis Nahbereichskontrolle zu beginnen.

    b)  Ausbildungsinhalte (Wesentliches Themengebiet)

        **Betriebliche Kenntnisse und Verfahren zur Durchführung der
        Flugsicherungsdienste im Nahverkehrsbereich,**
         insbesondere:

        –   Einweisung in die Simulationsübungen

        –   Luftraumordnung für den Simulationsluftraum

        –   Funktionsspezifische Kenntnisse aus den Bereichen Flugwetterkunde,
            Navigation, Luftfahrzeuge und Flugsicherungstechnik

        –   Koordinationsverfahren

        –   Kontrollverfahren

        –   Praktische Übungen und Simulation

    c)  Leistungsnachweise

        Die Kursteilnehmer haben während des Befugniskurses für
        Nahbereichskontrolle zwei schriftliche Leistungsnachweise mit den in
        diesem Kurs vermittelten Ausbildungsinhalten mit einer Dauer von
        jeweils 90 Minuten und zwei praktische Leistungsnachweise in Form
        fortlaufender Beurteilungen in dem unter Buchstabe b aufgeführten
        Themengebiet „Betriebliche Kenntnisse und Verfahren zur Durchführung
        der Flugsicherungsdienste im Nahverkehrsbereich“ zu erbringen.

    d)  Prüfung

        Für Erlaubnisinhaber „ Anflugkontrolle mit elektronischer
        Luftverkehrsdarstellung“ (Approach Control Surveillance, APS) erfolgt
        die Prüfung in zwei Teilprüfungen. Eine Teilprüfung soll mindestens 55
        Minuten und höchstens 70 Minuten dauern.

        Für Erlaubnisinhaber „Bezirkskontrolle mit elektronischer
        Luftverkehrsdarstellung“ (Area Control Surveillance, ACS) soll die
        Prüfung mindestens 55 Minuten und höchstens 70 Minuten dauern.

2.10 Erlaubniskurs für Anflug- und Nahbereichskontrolle

    a)  Ausbildungsziele und -inhalte

        In diesem Kurs sind die Ausbildungsziele und -inhalte des
        Erlaubniskurses für Anflugkontrolle (Nr. 2.7) und des Befugniskurses
        für Nahbereichskontrolle (Nr. 2.9) in einem Kurs zusammengefasst.

    b)  Leistungsnachweise

        Die Kursteilnehmer haben während des Erlaubniskurses für Anflug- und
        Nahbereichskontrolle drei schriftliche Leistungsnachweise mit einer
        Dauer von jeweils 120 Minuten und zwei schriftliche Leistungsnachweise
        mit einer Dauer von jeweils 90 Minuten mit den in diesem Kurs sowie im
        Grundkurs für Flugverkehrskontrolle vermittelten Ausbildungsinhalten
        sowie zwei praktische Leistungsnachweise in Form fortlaufender
        Beurteilungen im Themengebiet „Betriebliche Kenntnisse und Verfahren
        zur Durchführung der Anflug- und Nahbereichskontrolle“ zu erbringen.

    c)  Prüfung

        Die Prüfung erfolgt in drei Teilprüfungen. Eine Teilprüfung soll
        mindestens 55 Minuten und höchstens 70 Minuten dauern.

2.11 Ergänzungskurs für Bezirkskontrolle

    a)  Ausbildungsziele

        Nach dem Ergänzungskurs für Bezirkskontrolle

        •   können die Teilnehmer in Simulationsübungen zivilen und militärischen
            Streckenflugverkehr in seiner Gesamtheit unter Anwendung der gültigen
            Kontroll- und Fluginformationsverfahren sicher, geordnet und flüssig
            abwickeln;

        •   können die Teilnehmer auch bei eingeschränkter Funktion der
            Flugsicherungssysteme den Flugverkehr sicher abwickeln;

        •   können die Teilnehmer funktionsbezogene Kommunikation in englischer
            Sprache vorschriftsgemäß und situationsgerecht durchführen;

        •   verfügen die Teilnehmer über das Wissen, die Fertigkeiten und die
            Verhaltensweisen, um mit der betrieblichen Ausbildung zum Erwerb der
            Erlaubnis Bezirkskontrolle mit elektronischer Luftverkehrsdarstellung
            zusätzlich zur Erlaubnis Anflugkontrolle mit elektronischer
            Luftverkehrsdarstellung und zur Befugnis Radar zu beginnen.

    b)  Ausbildungsinhalte (Wesentliches Themengebiet)

        **Betriebliche Kenntnisse und Verfahren zur Durchführung der
        Streckenkontrolle,**                          insbesondere:

        –   Einweisung in die Simulationsübungen

        –   Luftraumordnung für den Simulationsluftraum

        –   Funktionsspezifische Kenntnisse aus den Bereichen Flugwetterkunde,
            Navigation

        –   Luftfahrzeuge und Flugsicherungstechnik

        –   Koordinationsverfahren

        –   Kontrollverfahren

        –   Praktische Übungen und Simulation

    c)  Leistungsnachweise

        Die Kursteilnehmer haben während des Ergänzungskurses für
        Bezirkskontrolle drei schriftliche Leistungsnachweise mit einer Dauer
        von jeweils 90 Minuten mit den in diesem Kurs vermittelten
        Ausbildungsinhalten und zwei praktische Leistungsnachweise in Form von
        fortlaufenden Beurteilungen in dem unter Buchstabe b aufgeführten
        Themengebiet „Betriebliche Kenntnisse und Verfahren zur Durchführung
        der Streckenkontrolle“ zu erbringen.

    d)  Prüfung

        Die Prüfung erfolgt in zwei Teilprüfungen. Eine Teilprüfung soll
        mindestens 55 Minuten und höchstens 70 Minuten dauern.

2.12 Ergänzungskurs für Anflugkontrolle

    a)  Ausbildungsziele

        Nach dem Ergänzungskurs für Anflugkontrolle

        •   können die Teilnehmer in Simulationsübungen anfliegenden, abfliegenden
            und überfliegenden zivilen und militärischen Flugverkehr im
            Zuständigkeitsbereich der Anflugkontrolle in seiner Gesamtheit unter
            Anwendung der gültigen Kontroll- und Fluginformationsverfahren sicher,
            geordnet und flüssig abwickeln;

        •   können die Teilnehmer auch bei eingeschränkter Funktion der
            Flugsicherungssysteme den Flugverkehr sicher abwickeln;

        •   können die Teilnehmer funktionsbezogene Kommunikation in englischer
            Sprache vorschriftsgemäß und situationsgerecht durchführen;

        •   verfügen die Teilnehmer über das Wissen, die Fertigkeiten und die
            Verhaltensweisen, um mit der betrieblichen Ausbildung zum Erwerb der
            Erlaubnis Anflugkontrolle mit elektronischer Luftverkehrsdarstellung
            zusätzlich zur Erlaubnis Bezirkskontrolle mit elektronischer
            Luftverkehrsdarstellung und zur Befugnis Radar zu beginnen.

    b)  Ausbildungsinhalte (Wesentliches Themengebiet)

        **Betriebliche Kenntnisse und Verfahren zur Durchführung der
        Anflugkontrolle,**                          insbesondere:

        –   Einweisung in die Simulationsübungen

        –   Luftraumordnung für den Simulationsluftraum

        –   Funktionsspezifische Kenntnisse aus den Bereichen Flugwetterkunde,
            Navigation

        –   Luftfahrzeuge und Flugsicherungstechnik

        –   Koordinationsverfahren

        –   Kontrollverfahren

        –   Praktische Übungen und Simulation

    c)  Leistungsnachweise

        Die Kursteilnehmer haben während des Ergänzungskurses für
        Anflugkontrolle drei schriftliche Leistungsnachweise mit einer Dauer
        von jeweils 90 Minuten mit den in diesem Kurs vermittelten
        Ausbildungsinhalten und zwei praktische Leistungsnachweise in Form
        fortlaufender Beurteilungen in dem unter Buchstabe b aufgeführten
        Themengebiet „Betriebliche Kenntnisse und Verfahren zur Durchführung
        der Anflugkontrolle“ zu erbringen.

    d)  Prüfung

        Die Prüfung soll mindestens 55 und höchstens 70 Minuten dauern.

    Die Erlaubnisse Flugplatzkontrolle an Flugplätzen mit Sichtflugbetrieb
    (ADV), Anflugkontrolle ohne elektronische Luftverkehrsdarstellung
    (APP), Bezirkskontrolle ohne elektronische Luftverkehrsdarstellung
    (ACP) sowie die Befugnisse Präzisionsanflug mit Radar (PAR), Anflug
    mit Überwachungsradar (SRA), automatische bordabhängige Überwachung
    (ADS) und Ozeankontrolle (OCN) werden zurzeit in Deutschland nicht
    genutzt. Deshalb sind hierfür keine Ausbildungskurse beschrieben.
[^f771489_02_BJNR193100008BJNE005200000]: 
(zu § 13 Abs. 6 und 7, § 14 Abs. 1, 2 und 3)

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