Source: https://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__265d.html
Legislation: stgb

Title: § 265d Manipulation von berufssportlichen Wettbewerben

Description:
Strafgesetzbuch (StGB)
Besonderer Teil -
Zweiundzwanzigster Abschnitt - Betrug und Untreue
§ 265d Manipulation von berufssportlichen Wettbewerben

Paragraph: 265d

Full Text:
Strafgesetzbuch (StGB)
Besonderer Teil -
Zweiundzwanzigster Abschnitt - Betrug und Untreue
§ 265d Manipulation von berufssportlichen Wettbewerben

(1) Wer als Sportler oder Trainer einen Vorteil für sich oder einen
Dritten als Gegenleistung dafür fordert, sich versprechen lässt oder
annimmt, dass er den Verlauf oder das Ergebnis eines berufssportlichen
Wettbewerbs in wettbewerbswidriger Weise zugunsten des
Wettbewerbsgegners beeinflusse, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei
Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

(2) Ebenso wird bestraft, wer einem Sportler oder Trainer einen
Vorteil für diesen oder einen Dritten als Gegenleistung dafür
anbietet, verspricht oder gewährt, dass er den Verlauf oder das
Ergebnis eines berufssportlichen Wettbewerbs in wettbewerbswidriger
Weise zugunsten des Wettbewerbsgegners beeinflusse.

(3) Wer als Schieds-, Wertungs- oder Kampfrichter einen Vorteil für
sich oder einen Dritten als Gegenleistung dafür fordert, sich
versprechen lässt oder annimmt, dass er den Verlauf oder das Ergebnis
eines berufssportlichen Wettbewerbs in regelwidriger Weise
beeinflusse, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit
Geldstrafe bestraft.

(4) Ebenso wird bestraft, wer einem Schieds-, Wertungs- oder
Kampfrichter einen Vorteil für diesen oder einen Dritten als
Gegenleistung dafür anbietet, verspricht oder gewährt, dass er den
Verlauf oder das Ergebnis eines berufssportlichen Wettbewerbs in
regelwidriger Weise beeinflusse.

(5) Ein berufssportlicher Wettbewerb im Sinne dieser Vorschrift ist
jede Sportveranstaltung im Inland oder im Ausland,

1.  die von einem Sportbundesverband oder einer internationalen
    Sportorganisation veranstaltet oder in deren Auftrag oder mit deren
    Anerkennung organisiert wird,

2.  bei der Regeln einzuhalten sind, die von einer nationalen oder
    internationalen Sportorganisation mit verpflichtender Wirkung für ihre
    Mitgliedsorganisationen verabschiedet wurden, und

3.  an der überwiegend Sportler teilnehmen, die durch ihre sportliche
    Betätigung unmittelbar oder mittelbar Einnahmen von erheblichem Umfang
    erzielen.

(6) § 265c Absatz 6 gilt entsprechend.

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