Source: https://www.gesetze-im-internet.de/bwaldg/__2.html
Legislation: bwaldg

Title: § 2 Wald

Description:
Gesetz zur Erhaltung des Waldes und zur Förderung der Forstwirtschaft (BWaldG)
Erstes Kapitel - Allgemeine Vorschriften
§ 2 Wald

Paragraph: 2

Full Text:
Gesetz zur Erhaltung des Waldes und zur Förderung der Forstwirtschaft (BWaldG)
Erstes Kapitel - Allgemeine Vorschriften
§ 2 Wald

(1) Wald im Sinne dieses Gesetzes ist jede mit Forstpflanzen bestockte
Grundfläche. Als Wald gelten auch kahlgeschlagene oder verlichtete
Grundflächen, Waldwege, Waldeinteilungs- und Sicherungsstreifen,
Waldblößen und Lichtungen, Waldwiesen, Wildäsungsplätze,
Holzlagerplätze sowie weitere mit dem Wald verbundene und ihm dienende
Flächen.

(2) Kein Wald im Sinne dieses Gesetzes sind

1.  Grundflächen auf denen Baumarten mit dem Ziel baldiger Holzentnahme
    angepflanzt werden und deren Bestände eine Umtriebszeit von nicht
    länger als 20 Jahren haben (Kurzumtriebsplantagen),

2.  Flächen mit Baumbestand, die gleichzeitig dem Anbau
    landwirtschaftlicher Produkte dienen (agroforstliche Nutzung),

3.  mit Forstpflanzen bestockte Flächen, die am 6. August 2010 in dem in §
    3 Satz 1 der InVeKoS-Verordnung vom 3. Dezember 2004 (BGBl. I S.
    3194), die zuletzt durch Artikel 2 der Verordnung vom 7. Mai 2010
    (eBAnz AT51 2010 V1) geändert worden ist, bezeichneten
    Flächenidentifizierungssystem als landwirtschaftliche Flächen erfasst
    sind, solange deren landwirtschaftliche Nutzung andauert,

4.  in der Flur oder im bebauten Gebiet gelegene kleinere Flächen, die mit
    einzelnen Baumgruppen, Baumreihen oder mit Hecken bestockt sind oder
    als Baumschulen verwendet werden, und

5.  mit Forstpflanzen bestockte Grundflächen

    a)  auf Schienenwegen, auch auf solchen in Serviceeinrichtungen, sowie

    b)  beidseits der Schienenwege in einer Breite von 6,80 Meter, gemessen
        von der Gleismitte des außen liegenden Gleises, oder, wenn die
        Schienenwege im Bereich von Böschungen oder Einschnitten liegen, bei
        denen die Böschungsschulter oder der Böschungsfuß weiter als 6,80
        Meter von der Gleismitte aus liegt, in einer Breite von der Gleismitte
        bis zum Böschungsfuß oder zur Böschungsschulter.

(3) Die Länder können andere Grundflächen dem Wald zurechnen und
Weihnachtsbaum- und Schmuckreisigkulturen sowie zum Wohnbereich
gehörende Parkanlagen vom Waldbegriff ausnehmen.

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BWaldG
Level: 3.0