Source: https://www.gesetze-im-internet.de/psychthappro/__48.html
Legislation: psychthappro

Title: § 48 Stationen und Kompetenzbereiche

Description:
Approbationsordnung für Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten (PsychThApprO)
Abschnitt 2 - Psychotherapeutische Prüfung
Unterabschnitt 3 - Anwendungsorientierte Parcoursprüfung
§ 48 Stationen und Kompetenzbereiche

Paragraph: 48

Full Text:
Approbationsordnung für Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten (PsychThApprO)
Abschnitt 2 - Psychotherapeutische Prüfung
Unterabschnitt 3 - Anwendungsorientierte Parcoursprüfung
§ 48 Stationen und Kompetenzbereiche

(1) Der Parcours der anwendungsorientierten Parcoursprüfung besteht
aus zwei Stationen. Gegenstand der Stationen sind die
Kompetenzbereiche:

1.  Patientensicherheit,

2.  Diagnostik,

3.  Patienteninformation und Patientenaufklärung,

4.  leitlinienorientierte Behandlungsempfehlungen,

5.  therapeutische Beziehungsgestaltung.

In jeder Station werden jeweils zwei der in Satz 2 Nummer 1 bis 4
genannten Kompetenzbereiche zusammengefasst geprüft. Der
Kompetenzbereich therapeutische Beziehungsgestaltung wird in beiden
Stationen geprüft. In einem Parcours müssen alle der in Satz 2
genannten Kompetenzbereiche geprüft werden.

(2) Im Kompetenzbereich Patientensicherheit hat die Prüfungskandidatin
oder der Prüfungskandidat zu zeigen, dass sie oder er zu einer
umfassenden Risikoeinschätzung in der Lage ist.

(3) Im Kompetenzbereich Diagnostik hat die Prüfungskandidatin oder der
Prüfungskandidat zu zeigen, dass sie oder er eine zutreffende
psychotherapeutische Diagnose stellt.

(4) Im Kompetenzbereich Patienteninformation und Patientenaufklärung
hat die Prüfungskandidatin oder der Prüfungskandidat zu zeigen, dass
sie oder er durch angemessene Patienteninformation zu einer
selbstbestimmten Patientenentscheidung beiträgt.

(5) Im Kompetenzbereich leitlinienorientierte Behandlungsempfehlungen
hat die Prüfungskandidatin oder der Prüfungskandidat zu zeigen, dass
sie oder er die Patientinnen und Patienten angemessen und
diagnosebezogen über empfohlene Behandlungsmöglichkeiten informiert
und auch solche Behandlungsmöglichkeiten einbezieht, die außerhalb des
eigenen Spezialisierungsbereichs liegen.

(6) Im Kompetenzbereich therapeutische Beziehungsgestaltung hat die
Prüfungskandidatin oder der Prüfungskandidat zu zeigen, dass sie oder
er Probleme in der therapeutischen Beziehungsgestaltung erkennt und
diesen Problemen in geeigneter Form begegnet.

(7) Jede Prüfungskandidatin und jeder Prüfungskandidat durchläuft die
Stationen des Parcours in der Abfolge, die für sie oder ihn durch die
nach § 20 zuständige Stelle festgelegt ist.

Collections: bundestag_gesetze
PsychThApprO
Level: 4.0