Source: https://www.gesetze-im-internet.de/gtdbwvaprv/__26.html
Legislation: gtdbwvaprv

Title: § 26 Schriftliche Aufsichtsarbeiten

Description:
Verordnung über den Vorbereitungsdienst für den gehobenen technischen Verwaltungsdienst in der Bundeswehrverwaltung im Verwendungsbereich Wehrtechnik (GtDBWVAPrV)
Kapitel 5 - Prüfungen
§ 26 Schriftliche Aufsichtsarbeiten

Paragraph: 26

Full Text:
Verordnung über den Vorbereitungsdienst für den gehobenen technischen Verwaltungsdienst in der Bundeswehrverwaltung im Verwendungsbereich Wehrtechnik (GtDBWVAPrV)
Kapitel 5 - Prüfungen
§ 26 Schriftliche Aufsichtsarbeiten

(1) Die schriftlichen Aufsichtsarbeiten sind während der
berufspraktischen Studienzeit anzufertigen. Die Aufgaben der
Aufsichtsarbeiten bestimmt das Prüfungsamt auf Vorschlag des
Bundesamts für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der
Bundeswehr. Bundesoberbehörden und höhere Kommandobehörden im
Geschäftsbereich des Bundesministeriums der Verteidigung können dem
Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der
Bundeswehr Aufgabenvorschläge unterbreiten. Das Bildungszentrum der
Bundeswehr unterstützt die Erarbeitung der Aufgaben.

(2) Jeweils eine Aufgabe der Aufsichtsarbeiten ist aus

1.  dem Prüfungsgebiet „Allgemeine Wehrtechnik, technisches
    Projektmanagement und Wirtschaftlichkeit im Projektmanagement“ (§ 13
    Absatz 1 bis 3) und

2.  dem Prüfungsgebiet „Fachtechnik einzelner wehrtechnischer Fachgebiete“
    (§ 14)

zu entnehmen.

(3) Für die Bearbeitung stehen jeweils vier Zeitstunden zur Verfügung.
Das Prüfungsamt entscheidet, welche Hilfsmittel benutzt werden dürfen,
und stellt sie zur Verfügung.

(4) Die Prüfungsvorschläge und -aufgaben sind geheim zu halten.

(5) Die Aufsichtsarbeiten werden anstelle des Namens mit einer
Kennziffer versehen. Es wird eine Übersicht mit der Zuordnung der
Kennziffern und Namen erstellt, die geheim zu halten ist. Die
Übersicht darf den Prüfenden erst nach der endgültigen Bewertung der
Aufsichtsarbeiten bekannt gegeben werden.

(6) Die Aufsichtführenden haben die Zeitpunkte des Beginns, der
Unterbrechung und der Abgabe der Arbeit sowie gegebenenfalls in
Anspruch genommenen Nachteilsausgleich und etwaige besondere
Vorkommnisse schriftlich oder elektronisch zu dokumentieren.

(7) Die Prüfungskommission bewertet die Aufsichtsarbeiten. Die
Einteilung, wer Erstprüferin oder Erstprüfer und wer Zweitprüferin
oder Zweitprüfer ist, nimmt das Prüfungsamt vor.

(8) Jede Aufsichtsarbeit wird von zwei Prüfenden unabhängig
voneinander nach einem vorab von ihnen gemeinsam festgelegten
Bewertungsmaßstab nach § 32 bewertet. Die Zweitprüferin oder der
Zweitprüfer kann Kenntnis von der Bewertung der Erstprüferin oder des
Erstprüfers haben. § 23 Absatz 6 Satz 3 und 4 ist entsprechend
anzuwenden.

(9) Erscheinen Anwärterinnen oder Anwärter verspätet zu einer
Aufsichtsarbeit und wird nicht nach § 30 verfahren, gilt die versäumte
Zeit als Bearbeitungszeit.

(10) Haben Anwärterinnen oder Anwärter die geforderte Aufsichtsarbeit
nicht oder nicht rechtzeitig abgegeben, gilt sie als mit „ungenügend
(0 Rangpunkte)“ bewertet. Dieser Teil der Prüfung ist bestanden, wenn
die Aufsichtsarbeiten jeweils mindestens mit „ausreichend“ bewertet
worden sind. Das Ergebnis der Aufsichtsarbeiten ist den Anwärterinnen
und Anwärtern spätestens einen Monat nach dem Prüfungstag durch die
Erstprüferin oder den Erstprüfer im Auftrag des Prüfungsamtes
schriftlich oder elektronisch bekannt zu geben.

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GtDBWVAPrV
Level: 3.0