Source: https://www.gesetze-im-internet.de/physlabausbv/__9.html
Legislation: physlabausbv

Title: § 9 Abschlußprüfung

Description:
Verordnung über die Berufsausbildung zum Physiklaboranten/zur Physiklaborantin (PhysLabAusbV)
§ 9 Abschlußprüfung

Paragraph: 9

Full Text:
Verordnung über die Berufsausbildung zum Physiklaboranten/zur Physiklaborantin (PhysLabAusbV)
§ 9 Abschlußprüfung

(1) Die Abschlußprüfung erstreckt sich auf die in der Anlage
aufgeführten Fertigkeiten und Kenntnisse sowie auf den im
Berufsschulunterricht vermittelten Lehrstoff, soweit er für die
Berufsausbildung wesentlich ist.

(2) Der Prüfling soll in der praktischen Prüfung in insgesamt
höchstens 15 Stunden zwei Arbeitsproben durchführen und ein
Prüfungsstück anfertigen. Hierfür kommen insbesondere in Betracht:

1.  als Arbeitsproben:

    a)  elektrotechnische Arbeiten einschließlich Messen, Steuern und Regeln,

    b)  Bestimmung physikalischer Größen,

    c)  physikalisch-chemische Versuche, insbesondere aus einem der folgenden
        Bereiche:

        aa) Strukturaufklärung,

        bb) quantitative Analyse,

        cc) Stoffkonstanten;

2.  als Prüfungsstück:

    EDV-gestützte Meßdatenauswertung und graphische Darstellung der
    Ergebnisse.

Dabei sollen die Arbeitsproben zusammen mit 80 und das Prüfungsstück
mit 20 vom Hundert gewichtet werden.

(3) Der Prüfling soll in der schriftlichen Prüfung in den
Prüfungsfächern Technologie, Labortechnik, Technische Mathematik,
sowie Wirtschafts- und Sozialkunde geprüft werden. Es kommen Aufgaben,
die sich auf praxisbezogene Fälle beziehen sollen, insbesondere aus
folgenden Gebieten in Betracht:

1.  im Prüfungsfach Technologie:

    a)  Arbeitsstoffe und Arbeitsgeräte unter Einbeziehung von
        Arbeitssicherheit, Arbeitshygiene und Umweltschutz,

    b)  Mechanik, Kalorik, Optik, Elektrik und Atomphysik,

    c)  physikalische Meßprinzipien und Meßverfahren;

2.  im Prüfungsfach Labortechnik:

    a)  instrumentelle Analytik,

    b)  informationstechnische Arbeiten,

    c)  Leittechnik,

    d)  Maßnahmen der Qualitätssicherung;

3.  im Prüfungsfach Technische Mathematik:

    a)  angewandte Aufgaben insbesondere aus folgenden Bereichen:

        aa) einfache Gleichungen ersten und zweiten Grades,

        bb) Funktionen ersten und zweiten Grades sowie deren graphische
            Darstellung,

        cc) trigonometrische Funktionen und Exponentialfunktionen,

    b)  Aufgaben zur Berechnung physikalisch-chemischer Größen,

    c)  angewandte Aufgaben aus Fachbereichen der Physik;

4.  im Prüfungsfach Wirtschafts- und Sozialkunde:

    allgemeine wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenhänge der
    Berufs- und Arbeitswelt.

(4) Für die schriftliche Prüfung ist von folgenden zeitlichen
Höchstwerten auszugehen:

*    *   1.

    *   im Prüfungsfach Technologie

    *   120 Minuten,

*    *   2.

    *   im Prüfungsfach Labortechnik

    *   90 Minuten,

*    *   3.

    *   im Prüfungsfach Technische Mathematik

    *   90 Minuten,

*    *   4.

    *   im Prüfungsfach Wirtschafts- und Sozialkunde

    *   60 Minuten.

(5) Die in Absatz 4 genannte Prüfungsdauer kann insbesondere
unterschritten werden, soweit die schriftliche Prüfung in
programmierter Form durchgeführt wird.

(6) Die schriftliche Prüfung ist auf Antrag des Prüflings oder nach
Ermessen des Prüfungsausschusses in einzelnen Fächern durch eine
mündliche Prüfung zu ergänzen, wenn diese für das Bestehen der Prüfung
den Ausschlag geben kann. Die schriftliche Prüfung hat gegenüber der
mündlichen das doppelte Gewicht.

(7) Innerhalb der schriftlichen Prüfung hat das Prüfungsfach
Technologie gegenüber jedem der übrigen Prüfungsfächer das doppelte
Gewicht.

(8) Die Prüfung ist bestanden, wenn jeweils in der praktischen und
schriftlichen Prüfung sowie innerhalb der schriftlichen Prüfung im
Prüfungsfach Technologie mindestens ausreichende Leistungen erbracht
sind.

Collections: bundestag_gesetze
PhysLabAusbV
Level: 2.0