Source: https://www.gesetze-im-internet.de/stvzo_2012/__73.html
Legislation: stvzo_2012

Title: Anlage XXIII Maßnahmen gegen die Verunreinigung der Luft durch Gase und Partikel von Kraftfahrzeugen mit Fremdzündungsmotoren und Selbstzündungsmotoren (Definition schadstoffarmer Personenkraftwagen)

Description:
Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO 2012)
**(Hardware-Nachrüstung oder Software-Update) zur Vorlage bei der
Anlage XXIII Maßnahmen gegen die Verunreinigung der Luft durch Gase und Partikel von Kraftfahrzeugen mit Fremdzündungsmotoren und Selbstzündungsmotoren (Definition schadstoffarmer Personenkraftwagen)

Paragraph: 73

Full Text:
Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO 2012)
**(Hardware-Nachrüstung oder Software-Update) zur Vorlage bei der
Anlage XXIII Maßnahmen gegen die Verunreinigung der Luft durch Gase und Partikel von Kraftfahrzeugen mit Fremdzündungsmotoren und Selbstzündungsmotoren (Definition schadstoffarmer Personenkraftwagen)

(Fundstelle: BGBl. I 2012, 826 - 887)

*    *   **0**

    *   **Inhaltsübersicht**

*    *   **1**

    *   **Vorschriften zur Erlangung der Betriebserlaubnis**

*    *   1.1

    *   Anwendungsbereich

*    *   1.2

    *   Begriffsbestimmungen

*    *   1.3

    *   Anforderungen

*    *   1.4

    *   Antrag auf Erteilung der Betriebserlaubnis

*    *   1.5

    *   Genehmigungsverfahren

*    *   1.6

    *   Änderungen an genehmigten Fahrzeugtypen und des Wartungsplans

*    *   1.7

    *   Prüfungen

*    *   1.8

    *   Überprüfung der Einhaltung der Vorschriften in der Produktion und
        während der Fahrzeuglebensdauer

*    *   1.9

    *   (weggefallen)

*    *   1.10

    *   Genehmigungsbehörde

*    *   1.11

    *   Mitteilung über die Prüfung

*    *   1.12

    *   Anerkennung von Prüfungen in anderen Staaten

*    *   **2**

    *   **Kriterien für die Ausdehnung der Betriebserlaubnis, Beschreibung des
        Fahrzeugs, Hauptmerkmale des Motors, Wartungsplan**

*    *   2.1

    *   Kriterien für die Ausdehnung der Betriebserlaubnis

*    *   2.2

    *   Beschreibung des Fahrzeugs, Hauptmerkmale des Motors, der
        emissionsmindernden und -relevanten Bauteile des Fahrzeugtyps, für den
        die Betriebserlaubnis beantragt wird

*    *   2.3

    *   Wartungsplan für die emissionsmindernden und -relevanten Bauteile

*    *   **3**

    *   **Durchführung der Prüfungen der gas- und partikelförmigen
        luftverunreinigenden Emissionen**

*    *   3.1

    *   Einleitung

*    *   3.2

    *   Übersicht über die Prüfungen

*    *   3.2.1

    *   Vorbereitung

*    *   3.2.2

    *   Prüfung der Abgasemissionen

*    *   3.2.3

    *   Prüfung der Verdunstungsemissionen

*    *   3.3

    *   Prüffahrzeug und Kraftstoff

*    *   3.3.1

    *   Prüffahrzeug

*    *   3.3.2

    *   Zusätzliche Vorrichtungen am Prüffahrzeug

*    *   3.3.3

    *   Kraftstoff

*    *   3.4

    *   Prüfeinrichtungen

*    *   3.4.1

    *   Fahrleistungsprüfstand

*    *   3.4.2

    *   Abgas- und Partikelentnahmeeinrichtung

*    *   3.4.3

    *   Einrichtung zur Ermittlung der Verdunstungsemissionen

*    *   3.4.4

    *   Analysegeräte

*    *   3.4.5

    *   Volumenmessung

*    *   3.4.6

    *   Gase

*    *   3.4.7

    *   Zusätzliche Messgeräte

*    *   3.4.8

    *   Abgasentnahmesystem

*    *   3.5

    *   Vorbereitung der Prüfungen

*    *   3.5.1

    *   Anpassung der äquivalenten Schwungmassen an die translatorisch
        bewegten Massen des Fahrzeugs

*    *   3.5.2

    *   Einstellung der Bremse auf dem Prüfstand

*    *   3.5.3

    *   Vorbereitung der Messeinrichtungen

*    *   3.5.4

    *   Vorbereitung des Fahrzeugs

*    *   3.6

    *   Emissionsprüfungen

*    *   3.6.1

    *   Allgemeine Vorschriften

*    *   3.6.2

    *   Fahrzeuge mit Fremdzündungsmotoren

*    *   3.6.2.1

    *   Allgemeines zum Prüfablauf

*    *   3.6.2.2

    *   Prüfung der Tankatmungsverluste

*    *   3.6.2.3

    *   Prüfung der Abgasemissionen

*    *   3.6.2.4

    *   Prüfung der Verdunstungsemissionen beim Heißabstellen

*    *   3.6.3

    *   Fahrzeuge mit Selbstzündungsmotoren

*    *   3.6.3.1

    *   Allgemeines zum Prüfablauf

*    *   3.6.3.2

    *   Prüfung der Abgasemissionen

*    *   3.6.4

    *   Prüfung gemäß § 47a

*    *   3.7

    *   Gas-, Partikelentnahme, Analyse

*    *   3.7.1

    *   Probenahme

*    *   3.7.2

    *   Analyse

*    *   3.7.3

    *   Bestimmung der Menge der emittierten luftverunreinigenden Gase und
        Partikel

*    *   3.8

    *   Fahrkurven zur Bestimmung der durchschnittlichen Emissionsmengen

*    *   3.8.1

    *   Allgemeines

*    *   3.8.2

    *   Zulässige Abweichungen

*    *   3.8.3

    *   Verwendung des Getriebes

*    *   3.8.4

    *   Weitere Hinweise zum Durchfahren der Fahrkurven

*    *   3.9

    *   Fahrleistungsprüfstand

*    *   3.9.1

    *   Verfahren zur Kalibrierung des Fahrleistungsprüfstands

*    *   3.9.1.1

    *   Allgemeines

*    *   3.9.1.2

    *   Kalibrierung der Leistungsanzeige in Abhängigkeit von der
        aufgenommenen Leistung

*    *   3.9.2

    *   Fahrwiderstand eines Fahrzeugs

*    *   3.9.2.1

    *   Allgemeines

*    *   3.9.2.2

    *   Beschreibung der Fahrbahn

*    *   3.9.2.3

    *   Metereologische Bedingungen

*    *   3.9.2.4

    *   Zustand und Vorbereitung des Prüffahrzeugs

*    *   3.9.2.5

    *   Messverfahren für die Energieänderung beim Auslaufversuch

*    *   3.9.2.6

    *   Messverfahren für das Drehmoment bei konstanter Geschwindigkeit

*    *   3.9.3

    *   Überprüfung der Gesamtschwungmassen des Fahrleistungsprüfstands bei
        elektrischer Simulation

*    *   3.9.3.1

    *   Allgemeines

*    *   3.9.3.2

    *   Prinzip

*    *   3.9.3.3

    *   Vorschriften

*    *   3.9.3.4

    *   Kontrollverfahren

*    *   3.9.3.5

    *   Technische Anmerkung

*    *   3.10

    *   Beschreibung der Gas- und Partikelentnahmesysteme

*    *   3.10.1

    *   Einleitung

*    *   3.10.2

    *   Kriterien für das System mit variabler Verdünnung beim Messen gas- und
        partikelförmiger Luftverunreinigungen im Abgas

*    *   3.10.3

    *   Beschreibung der Systeme

*    *   3.10.4

    *   Ermittlung der Massenemissionen

*    *   3.11

    *   Kalibrierverfahren für die Geräte

*    *   3.11.1

    *   Erstellung der Kalibrierkurve des Analysators

*    *   3.11.2

    *   Überprüfung der Wirksamkeit des NO
        x                       -Konverters

*    *   3.11.3

    *   Kalibrierung des Entnahmesystems mit konstantem Volumen (CVS-System)

*    *   3.11.4

    *   Überprüfung des Gesamtsystems

*    *   3.12

    *   Kalibrierung der Messkammer und Berechnung der Verdunstungsemissionen

*    *   3.12.1

    *   Kalibrierung der gasdichten Kammer zur Ermittlung der
        Verdunstungsemissionen

*    *   3.12.2

    *   Berechnung der Verdunstungsemissionen

*    *   3.13

    *   Berechnung der emittierten Mengen gas- und partikelförmiger
        Luftverunreinigungen

*    *   3.13.1

    *   Allgemeines

*    *   3.13.2

    *   Volumenbestimmungen

*    *   3.13.3

    *   Berechnung der korrigierten Konzentration luftverunreinigender Gase im
        Auffangbeutel

*    *   3.13.4

    *   Berechnung des Feuchtekorrekturfaktors für NO

*    *   3.13.5

    *   Bestimmung der mittleren CH-Konzentration bei Selbstzündungsmotoren

*    *   **4**

    *   **Ermittlung des Verschlechterungsfaktors und des
        Verschlechterungswerts**

*    *   4.1

    *   Allgemeines

*    *   4.2

    *   Durchführung der Dauerlaufprüfung

*    *   4.3

    *   Berechnung

*    *   4.4

    *   Schlussbericht

*    *   **5**

    *   **Prüfkraftstoffspezifikation**

*    *   5.1

    *   Technische Daten des Prüfkraftstoffes für die Prüfung der Fahrzeuge
        mit Fremdzündungsmotor

*    *   5.2

    *   Technische Daten des Prüfkraftstoffs für die Prüfung der Fahrzeuge mit
        Selbstzündungsmotor

*    *   5.3

    *   Prüfkraftstoff für die Prüfung von Flüssiggasfahrzeugen mit
        Fremdzündungsmotor

*    *   **6**

    *   **Formblatt: Mitteilung über die Betriebserlaubnis**

*    *   **Anhang I**

    *   **Fahrzeugbeschreibung gemäß Anlage XXIII**

*    *   **Anhang II**

    *   **Hauptmerkmale des Motors und Angaben über die Durchführung der
        Prüfungen gemäß Anlage XXIII**

**1** **Vorschriften zur Erlangung der Betriebserlaubnis**

**1.1** **Anwendungsbereich**

    Diese Anlage regelt die zulässigen Emissionen luftverunreinigender
    Gase und Partikel von

    1.  Personenkraftwagen sowie

    2.  Wohnmobilen mit einer zulässigen Gesamtmasse von nicht mehr als 2 800
        kg mit Fremdzündungsmotoren (Ottomotoren) und Selbstzündungsmotoren
        (Dieselmotoren), mit mindestens vier Rädern, einer zulässigen
        Gesamtmasse von mindestens 400 kg und einer bauartbedingten
        Höchstgeschwindigkeit von mindestens 50 km/h.

**1.2** **Begriffsbestimmungen**

    a)  Abgasemissionen: Luftverunreinigende Stoffe, die vom Motor über die
        Auslassöffnung durch die Auspuffanlage in die Atmosphäre abgegeben
        werden.

    b)  Bezugsmasse: Leermasse zuzüglich 136 kg.

    c)  Emissionsmindernde Bauteile: Bauteile, die zum Zwecke der
        Emissionsminderung luftverunreinigender Gase und Partikel in das
        Fahrzeug eingebaut werden.

    d)  Emissionsrelevante Bauteile: Bauteile des Fahrzeugs, die direkten oder
        indirekten Einfluss auf die Abgas-, Verdunstungs- und
        Kurbelgehäuseemissionen haben.

    e)  Fahrzeuglebensdauer im Sinne dieser Anlage ist eine Fahrstrecke von
        80 000 km oder eine Nutzungszeit von fünf Jahren.

    f)  Fahrzeugtyp umfasst Fahrzeuge, die sich in ihrer Konstruktion und
        Bauweise nicht wesentlich unterscheiden.

    g)  Gesamtmasse ist die vom Hersteller vorgeschriebene höchstzulässige
        Masse des Fahrzeugs.

    h)  Kraftstoffsystem ist die Gesamtheit aller kraftstoffführenden Teile
        wie Kraftstofftank(s), Kraftstoffpumpe, Kraftstoffleitungen, Vergaser
        oder Einspritzanlagen. Es umfasst alle dazugehörenden Öffnungen sowie
        alle Komponenten zur Verhinderung oder Verminderung der
        Verdunstungsemissionen.

    i)  Kurbelgehäuse ist die Gesamtheit aller Räume, die im Motor oder
        außerhalb des Motors vorhanden sind und die durch innere und äußere
        Verbindungen an den Ölsumpf angeschlossen sind.

    j)  Kurbelgehäuseemissionen sind Gase oder Dämpfe, die aus irgendeinem
        Teil des Kurbelgehäuses in die Atmosphäre entweichen können.

    k)  Leermasse ist die Masse des fahrbereiten Fahrzeugs ohne Fahrer,
        Passagiere oder Ladung, mit vollem Kraftstofftank und sonstigen vollen
        Betriebsstoff-Vorratsbehältern, mit serienmäßigem Bordwerkzeug und mit
        serienmäßigem Reserverad.

    l)  Luftverunreinigende Gase sind Kohlenmonoxid (CO), Summe der
        Kohlenwasserstoffe (CH; ausgedrückt als CH
        1,85                         ) und Summe der Stickoxide (NO
        x                         ; ausgedrückt als NO
        2                         ).

    m)  Luftverunreinigende Partikel sind Abgasbestandteile, die bei einer
        Temperatur von höchstens 52 °C im verdünnten Abgas mit Filtern
        entsprechend Nummer 3 abgeschieden werden.

    n)  Tankatmungsverluste: Verdunstungsemissionen aus dem (den)
        Kraftstofftank(s), die durch die Schwankungen der
        Umgebungstemperaturen entstehen.

    o)  Verdunstungsemissionen: Verdunstungsemissionen bezeichnen die von
        einem Kraftfahrzeug an die Atmosphäre abgegebenen Kohlenwasserstoffe,
        die keine Abgas- und Kurbelgehäuseemissionen sind. Sie ergeben sich
        aus der Addition von Tankatmungsverlusten, Emissionen während der
        Heißabstellphase und Emissionen während des Fahrzeugbetriebs
        (Fahrkurve I).

    p)  Verschlechterungsfaktor (dimensionslos) für die Abgasemissionen:

        f
        v                          = Abgasemissionen bei 80 000 km dividiert
        durch die Abgasemissionen bei 6 400 km.

    q)  Verschlechterungswert (in g/Test) für die Verdunstungsemissionen:

        f
        D                          = Verdunstungsemissionswert bei 80 000 km
        minus dem Verdunstungswert bei 6 400 km.

**1.3** **Anforderungen**

    Der Hersteller hat durch geeignete Maßnahmen sicherzustellen, dass die
    Fahrzeuge während ihrer gesamten Lebensdauer möglichst niedrige
    Emissionen luftverunreinigender Gase und Partikel haben. Die
    Wirksamkeit der Minderungsmaßnahmen muss im gesamten
    Geschwindigkeitsbereich sichergestellt sein. Der Hersteller hat
    nachzuweisen und sicherzustellen, dass die in Nummer 1.7 aufgeführten
    Grenzwerte für luftverunreinigende Gase und Partikel über eine
    Fahrstrecke von 80 000 km oder eine Betriebsdauer von fünf Jahren (je
    nachdem, was zuerst erreicht wird) bei ordnungsgemäßer Wartung, die
    dem mit dem Antrag auf Erteilung der Betriebserlaubnis vorzulegenden
    Wartungsplan entsprechen soll, und bei Betrieb des Fahrzeugs mit
    unverbleitem Kraftstoff eingehalten werden.

    Die Funktionsfähigkeit der emissionsmindernden und emissionsrelevanten
    Bauteile muss während der Fahrzeuglebensdauer und in den auftretenden
    Geschwindigkeitsbereichen durch die in den Nummern 1.7 und 1.8 näher
    beschriebenen Einzelprüfungen nachgewiesen werden:

    1.  Prüfung der gas- und partikelförmigen Emissionen von Prüffahrzeugen
        entsprechend Nummer 1.7 (Typprüfung) durch den Technischen Dienst.
        Dies wird ergänzt durch die nach Nummer 1.4.2 ermittelten
        Verschlechterungsfaktoren.

    2.  Regelmäßige Kontrolle der Einhaltung der Vorschriften in der
        Produktion entsprechend Nummer 1.8.2.1 (Serienprüfung) durch den
        Hersteller, ergänzt durch stichprobenartig von der Genehmigungsbehörde
        angeordnete Serienprüfungen nach Nummer 1.8.2.2 durch den Technischen
        Dienst.

**1.4** **Antrag auf Erteilung der Betriebserlaubnis**

1.4.1 Dem Antrag auf Erteilung der Betriebserlaubnis für Abgas- und
    Verdunstungsemissionsverhalten sind vom Hersteller oder seinem
    Beauftragten die in Nummer 2.2 aufgeführten Unterlagen und Erklärungen
    beizufügen.

    Die für einen Fahrzeugtyp erteilte Betriebserlaubnis für Abgas- und
    Verdunstungsemissionsverhalten kann auf Antrag des Herstellers auf
    andere Fahrzeugtypen ausgedehnt werden. Der Hersteller legt der
    Genehmigungsbehörde die zur Beurteilung erforderlichen Unterlagen vor.
    Die Behörde entscheidet darüber auf der Grundlage der in Nummer 2.1
    beschriebenen Kriterien.

1.4.2 Der Hersteller hat alle Prüfdaten der Genehmigungsbehörde vorzulegen,
    die gemäß den in Nummer 4 beschriebenen Prüfvorschriften über die
    Lebensdauer des Fahrzeugs ermittelt wurden. Durch diese Daten soll der
    Hersteller nachweisen, dass die emissionsmindernden und -relevanten
    Bauteile der Prüffahrzeuge ihre Funktion zur Einhaltung der geltenden
    Abgasgrenzwerte über die Lebensdauer der Fahrzeuge beibehalten. Wird
    ein Dauerlauf (Nummer 4) durchgeführt, müssen alle Wartungsarbeiten
    dokumentiert und vorgelegt werden.

    Der Hersteller hat ferner nachzuweisen, dass die Einrichtungen zur
    Minderung der Verdunstungsemissionen in einer Weise ausgeführt sind,
    dass dadurch die geltenden Verdunstungsemissionsgrenzwerte über die
    Lebensdauer des Fahrzeugs eingehalten werden.

    Auf Antrag des Herstellers kann die Genehmigungsbehörde auf den
    Nachweis der Einhaltung der Emissionsgrenzwerte im Rahmen eines
    Dauerlaufs verzichten, wenn der Hersteller glaubhaft macht, dass das
    Prüffahrzeug die geltenden Grenzwerte für luftverunreinigende Gase und
    Partikel über die Lebensdauer einhält. Bei Nichtvorlage des im
    Dauerlauf ermittelten jeweiligen Verschlechterungsfaktors ist für die
    Entscheidung über die Einhaltung der Grenzwerte ein
    Verschlechterungsfaktor bei den Abgasemissionen von 1,3 und ein
    Verschlechterungswert bei den Verdunstungsemissionen von 0,3 g/Test
    heranzuziehen.

    Bei einer Jahresproduktion von weniger als 10 000 Fahrzeugen je
    Fahrzeugtyp einschließlich der Fahrzeugtypen, auf die die Genehmigung
    ausgedehnt ist, gelten folgende Verschlechterungsfaktoren bzw. -werte,
    sofern keine im Dauerlauf ermittelten Verschlechterungsfaktoren
    vorgelegt werden:

    *        *   Abgasreinigungssystem

        *   Verschlechterungs-

        *

    *        *   faktor

        *   wert

    *        *   CH

        *   CO

        *   NO
            x

        *   Partikel

        *   Verdunstungsemission

    *        *   1.

        *   Fremdzündungsmotor mit Oxidationskatalysator

        *   1,3

        *   1,2

        *   1,0

        *   –

        *   0,0

    *        *   2.

        *   Fremdzündungsmotor ohne Katalysator

        *   1,3

        *   1,2

        *   1,0

        *   –

        *   0,0

    *        *   3.

        *   Fremdzündungsmotor mit Dreiwegekatalysator

        *   1,3

        *   1,2

        *   1,1

        *   –

        *   0,0

    *        *   4.

        *   Dieselmotoren

        *   1,0

        *   1,1

        *   1,0

        *   1,2

        *   –

1.4.3 Die Genehmigungsbehörde prüft vor Einleitung des nachstehend unter den
    Nummern 1.5 bis 1.7 beschriebenen Genehmigungsverfahrens die
    Vollständigkeit und Plausibilität der vom Hersteller vorgelegten
    Anmeldeunterlagen.

**1.5** **Genehmigungsverfahren**

    Die Genehmigungsbehörde wählt die Prüffahrzeuge anhand der mit dem
    Antrag eingereichten Unterlagen aus.

    Die ausgewählten Prüffahrzeuge sind dem Technischen Dienst
    vorzuführen, der mit der Durchführung der in Nummer 3 beschriebenen
    Prüfungen beauftragt ist. Die Prüfungen finden beim Technischen Dienst
    statt. Auf Antrag des Herstellers können die Prüfungen beim Hersteller
    durchgeführt werden, falls die bei ihm erzielten Prüfergebnisse keine
    systematischen Abweichungen von denen des Technischen Dienstes zeigen.

    Die Merkmale, nach denen die Ausdehnung der Betriebserlaubnis für
    Abgas- und Verdunstungsemissionsverhalten auf weitere Fahrzeugtypen
    vorgenommen wird, sind in Nummer 2.1 beschrieben. In diesem Fall
    werden von der Genehmigungsbehörde zwei Prüffahrzeuge nach folgenden
    Kriterien ausgewählt:

    a)  Prüffahrzeug:

        Fahrzeugtyp, der die höchsten Emissionen erwarten lässt.

    b)  Prüffahrzeug:

        Nicht notwendig für die Ermittlung der Verdunstungsemissionen.
        Fahrzeugtyp, der die höchste Prüfmasse aufweist.

    Besitzen davon mehrere Fahrzeugtypen eine gleiche Prüfmasse, wird
    unter diesen Fahrzeugtypen ein Prüffahrzeug ausgewählt, das auf der
    Straße bei 80 km/h den höchsten Fahrwiderstand aufweist. Weisen davon
    mehrere Fahrzeugtypen gleichen Fahrwiderstand auf, dann wird unter
    diesen Fahrzeugtypen ein Prüffahrzeug ausgewählt, das den größten
    Hubraum aufweist. Weisen davon wiederum mehrere Fahrzeugtypen den
    gleichen Hubraum auf, dann wird unter diesen Fahrzeugtypen ein
    Prüffahrzeug ausgewählt, das das höchste Gesamtübersetzungsverhältnis
    des Antriebsstrangs aufweist. Lässt der so ausgewählte Fahrzeugtyp
    gleichzeitig die höchsten Emissionen erwarten, und ist er damit
    bereits als erstes Prüffahrzeug bestimmt, dann wird bei der Auswahl
    des zweiten Prüffahrzeugs weiter entsprechend des obigen
    Kriterienkatalogs verfahren.

    Ist auch danach das ausgewählte zweite Prüffahrzeug mit dem ersten
    Prüffahrzeug identisch, wählt die Genehmigungsbehörde ein anderes
    Prüffahrzeug aus.

    Falls die so ausgewählten Prüffahrzeuge das Abgasemissionsverhalten
    der beantragten Fahrzeugtypen nicht ausreichend repräsentieren, kann
    die Genehmigungsbehörde ein weiteres Prüffahrzeug auswählen.

    Die Prüfung der Abgasemissionen im Rahmen des Verfahrens zur Erteilung
    einer Betriebserlaubnis umfasst Fahrtests der Fahrkurven I und II auf
    dem Fahrleistungsprüfstand. Dabei ist die Masse der in den Abgasen
    enthaltenen gas- und partikelförmigen Luftverunreinigungen zu
    ermitteln. Anschließend wird die Prüfung gemäß § 47a durchgeführt.

    Die Prüfung der Verdunstungsemissionen im Rahmen des Verfahrens zur
    Erteilung einer Betriebserlaubnis wird bei Fahrzeugen mit Fremdzündung
    durchgeführt. Dabei werden die Tankatmungsverluste und die
    Verdunstungsemissionen während des Heißabstellens ermittelt.

    Zeigen die an einem Prüffahrzeug gewonnenen Prüfergebnisse, dass die
    unter Nummer 1.7 genannten Grenzwerte für luftverunreinigende Gase und
    Partikel nicht eingehalten werden, kann der Hersteller eine
    Wiederholung der nicht bestandenen Prüfung für das Prüffahrzeug
    beantragen. In diesem Falle werden für die Erteilung der
    Betriebserlaubnis lediglich die Ergebnisse der Wiederholungsprüfung
    herangezogen.

    Die bei den Prüfungen ermittelten Werte für die Abgas- und
    Verdunstungsemissionen sind der Genehmigungsbehörde mitzuteilen.

    Die Genehmigungsbehörde entscheidet anhand der vom Technischen Dienst
    gemessenen Emissionswerte unter Berücksichtigung der
    Verschlechterungsfaktoren und -werte, ob die unter Nummer 1.7
    genannten Grenzwerte für luftverunreinigende Gase und Partikel
    eingehalten werden. Dazu werden die gemessenen Abgas- und
    Partikelemissionswerte mit den jeweiligen Verschlechterungsfaktoren
    multipliziert; zu dem gemessenen Verdunstungsemissionswert wird der
    Verschlechterungswert addiert.

**1.6** **Änderungen an genehmigten Fahrzeugtypen und des Wartungsplans**

    Beabsichtigt der Hersteller emissionsrelevante oder -mindernde
    Bauteile zu ändern, so hat er dies der Genehmigungsbehörde
    mitzuteilen. Die Behörde entscheidet, ob eine erneute Prüfung
    erforderlich ist. Beabsichtigte Änderungen des Wartungsplans
    emissionsrelevanter und -mindernder Bauteile sind ebenfalls der
    Genehmigungsbehörde zur Genehmigung vorzulegen.

**1.7** **Prüfungen**

1.7.1 Die Prüfungen sind nach Abschnitt 3 durchzuführen. Fahrzeuge, für die
    gemäß Nummer 1.5 eine Betriebserlaubnis beantragt wird, müssen über
    ihre Lebensdauer folgende Grenzwerte für die Emissionen der
    gasförmigen Luftverunreinigungen Kohlenmonoxid, Kohlenwasserstoffe und
    Stickoxide einhalten:

1.7.1.1 Fahrkurve I nach Nummer 3.8

    Kohlenmonoxid (CO): 2,1 g/km

    Kohlenwasserstoffe (CH): 0,25 g/km

        Stickoxide (NO
    x): 0,62 g/km

1.7.1.2 Fahrkurve II nach Nummer 3.8

[^F776225_63_BJNR067910012BJNE015000000]
    Die Wirksamkeit der Minderungsmaßnahme muss bei höheren
    Geschwindigkeiten erhalten bleiben. Dies gilt auch als nachgewiesen,
    wenn beim Test nach Fahrkurve II folgende Grenzwerte eingehalten
    werden
    :

        Stickoxide (NO
    x): 0,76 g/km

1.7.2 Fahrzeuge mit Selbstzündungsmotor müssen über ihre Lebensdauer
    zusätzlich Grenzwerte für die Emissionen der partikelförmigen
    Luftverunreinigungen einhalten.

    Fahrkurve I nach Nummer 3.8

    Partikel: 0,124 g/km

1.7.3 Fahrzeuge mit Fremdzündungsmotor müssen über ihre Lebensdauer
    zusätzlich folgenden Grenzwert für Verdunstungsemissionen einhalten.

    Verdunstungstest nach Nummer 3

    Kohlenwasserstoff (CH): 2,0 g/Test

1.7.4 Emissionen gasförmiger Luftverunreinigungen aus dem Kurbelgehäuse von
    Fahrzeugen mit Fremdzündung (Ottomotoren).

    Aus dem Entlüftungssystem des Kurbelgehäuses dürfen keine Emissionen
    gasförmiger Luftverunreinigungen (Kohlenwasserstoffe) entweichen.

**1.8** **Überprüfung der Einhaltung der Vorschriften in der Produktion und
    während der Fahrzeuglebensdauer**

1.8.1 Allgemeines

    Die in Nummer 1.7 aufgeführten Grenzwerte für luftverunreinigende Gase
    und Partikel müssen über die Fahrzeuglebensdauer bei ordnungsgemäßer
    Wartung und bei Betrieb des Fahrzeugs mit unverbleitem Kraftstoff
    eingehalten werden. Die Funktionsfähigkeit der emissionsmindernden und
    emissionsrelevanten Bauteile muss während der Fahrzeuglebensdauer
    gegeben sein. Die Einhaltung dieser Bestimmungen ist bei der
    Durchführung der nachfolgend beschriebenen Serienprüfungen und bei
    einer Überprüfung des Emissionsverhaltens im Verkehr befindlicher
    Fahrzeuge nachzuweisen und sicherzustellen.

1.8.2 Übereinstimmung der Produktion (Serienprüfung)

1.8.2.1 Serienprüfung durch den Hersteller

    Der Hersteller entnimmt in eigener Verantwortung nach statistischen
    Auswahlkriterien eine Stichprobe der produzierten Fahrzeuge eines
    Fahrzeugtyps in folgendem Umfang:

    Bei einer Jahresproduktion pro Fahrzeugtyp von

    *        *   a)

        *   *                              20 000

        *   – 1 Promille der Produktion

    *        *   b)

        *   *                              2 000 < 20 000

        *   – fünf Fahrzeuge pro Quartal

    *        *   c)

        *   < 2 000

        *   – vier Fahrzeuge pro Jahr.

    Bei einer Jahresproduktion von weniger als 100 Fahrzeugen je
    Fahrzeugtyp entfällt der Nachweis der Serienprüfung durch den
    Hersteller.

    Die aus der Produktion entnommenen Fahrzeuge sind der Prüfung der
    Abgasemissionen nach den Fahrkurven I und II sowie nach § 47a zu
    unterziehen.

    Die Emissionen gas- und partikelförmiger Luftverunreinigungen dürfen
    die Grenzwerte nach Nummer 1.7 unter Berücksichtigung der
    Verschlechterungsfaktoren und -werte nicht überschreiten.

    Die Serienproduktion gilt als vorschriftsmäßig, wenn

    a)  mehr als 70 Prozent der Fahrzeuge der Stichprobe unterhalb der
        zulässigen Grenzwerte unter Berücksichtigung der
        Verschlechterungsfaktoren und -werte liegen und

    b)  die geprüfte Stichprobe folgende Bedingungen erfüllt:

        *            *   x + k · S*                                    L

        *            *   x :

            *   jeweiliges arithmetisches Mittel der Emissionen gas- und
                partikelförmiger Luftverunreinigungen

        *            *   L :

            *   zulässiger Grenzwert unter Berücksichtigung der jeweiligen
                Verschlechterungsfaktoren und -werte

        *            *   S :

            *   Standardabweichung
                ![bgbl1_2012_j0679-1_0240.jpg](bgbl1_2012_j0679-1_0240.jpg)

        *            *   n :

            *   Zahl der Prüfungen

        *            *   k :

            *   statistischer Faktor, der von n abhängt und in der folgenden Tabelle
                angegeben ist

        *            *   x
                i                                    :

            *   Messwert der Emissionen gasförmiger Luftverunreinigungen

        *            *   n

            *   2

            *   3

            *   4

            *   5

            *   6

            *   7

        *            *   k

            *   0,973

            *   0,613

            *   0,489

            *   0,421

            *   0,376

            *   0,342

        *            *   n

            *   8

            *   9

            *   10

            *   11

            *   12

            *   13

        *            *   k

            *   0,317

            *   0,296

            *   0,279

            *   0,265

            *   0,253

            *   0,242

        *            *   n

            *   14

            *   15

            *   16

            *   17

            *   18

            *   19

        *            *   k

            *   0,233

            *   0,224

            *   0,216

            *   0,210

            *   0,203

            *   0,198

        *            *   wenn n*                                    20,

            *                ![bgbl1_2012_j0679-1_0250.jpg](bgbl1_2012_j0679-1_0250.jpg)
            *
            *
            *
            *

   Der Hersteller muss bei der von ihm durchgeführten Prüfung auf
    Übereinstimmung der Produktion (Serienprüfung) der Genehmigungsbehörde
    folgende Daten auf Verlangen vorlegen:

    a)  Zahl der produzierten Fahrzeuge eines Fahrzeugtyps

    b)  Zahl der geprüften Fahrzeuge eines Fahrzeugtyps

    c)  Bezeichnung und Beschreibung der geprüften Fahrzeuge

    d)  vollständige Auflistung der Emissionsergebnisse der einzelnen
        geprüften Fahrzeuge und der verwendeten Prüfeinrichtungen.

    Die vorgelegten Dokumente sind mit Datum, Ort der Prüfung und
    Kilometerstand des Prüffahrzeugs durch den vom Hersteller benannten
    verantwortlichen Prüfstandsleiter zu kennzeichnen. Der Hersteller
    versichert, dass die übermittelten Emissionswerte nach seinem besten
    Wissen das mittlere Emissionsverhalten der Serie repräsentieren.

1.8.2.2 Serienprüfung durch den Technischen Dienst

    Die Genehmigungsbehörde kann in begründeten Fällen gleichermaßen
    Stichprobenprüfungen zur Überwachung des Emissionsverhaltens der
    Fahrzeuge aus der Produktion durch den Technischen Dienst durchführen
    lassen. Die Prüfungen werden beim Technischen Dienst durchgeführt.

    Das (die) aus der Serie entnommene(n) Fahrzeug(e) ist (sind) der
    Prüfung der Abgasemissionen nach Fahrkurve I und II sowie nach § 47a
    zu unterziehen.

    Die Genehmigungsbehörde kann zusätzlich die Prüfung der
    Verdunstungsemissionen nach Nummer 3.6.2 vornehmen lassen.

    Werden die genannten Grenzwerte von diesem (diesen) Fahrzeug(en) der
    ersten Stichprobe nicht eingehalten, so steht es dem Hersteller frei,
    Stichprobenmessungen an weiteren aus der Produktion entnommenen
    Fahrzeugen zu verlangen, wobei die Stichprobe das (die) ursprünglich
    geprüfte(n) Fahrzeug(e) enthalten muss. Die Fahrzeuge sind den
    gleichen Prüfungen zu unterziehen. Die Größe der Stichprobe bestimmt
    der Hersteller. Die Auswahl der Fahrzeuge erfolgt durch die
    Genehmigungsbehörde. Der Hersteller hat in diesem Fall die Kosten für
    die erweiterte Prüfung zu tragen.

    Die Serienprüfung gilt als vorschriftsmäßig, wenn die geprüfte
    Stichprobe die in Nummer 1.8.2.1 genannten Bedingungen erfüllt.

**1.9** (weggefallen)

**1.10** **Genehmigungsbehörde**

    Genehmigungsbehörde im Sinne dieser Anlage ist das Kraftfahrt-
    Bundesamt, Fördestraße 16, 24944 Flensburg. Dies gilt nicht für das
    Verfahren nach § 21. Das Kraftfahrt-Bundesamt kann Aufgaben im Rahmen
    des Genehmigungsverfahrens auf den Technischen Dienst übertragen.

**1.11** **Mitteilung über die Prüfung**

    Nach der Prüfung hat das Kraftfahrt-Bundesamt (Genehmigungsbehörde)
    das Formblatt über die Mitteilung nach Abschnitt 6 auszufüllen. Es hat
    eine Abschrift dieser Mitteilung dem Hersteller oder seinem
    Beauftragten zu übersenden.

    Die Angaben der Mitteilung nach Abschnitt 6 können von der
    Genehmigungsbehörde veröffentlicht werden.

**1.12** **Anerkennung von Prüfungen in anderen Staaten**

    Prüfungen, denen ein Fahrzeugtyp in einem anderen Staat unterzogen
    worden ist, werden anerkannt, wenn der Hersteller oder sein
    Beauftragter die Durchführung gleichwertiger Prüfungen nachweist und
    diese bei einer Genehmigungsbehörde oder einer amtlichen Prüfstelle
    durchgeführt wurden. Der Nachweis muss durch die Vorlage der in dem
    anderen Staat erteilten Betriebserlaubnis sowie der zugehörigen
    vollständigen Antragsunterlagen, die der Genehmigungsbehörde des
    anderen Staates vorzulegen waren, erfolgen; zu fremdsprachlichen
    Unterlagen sind deutsche Übersetzungen beizufügen. Über die
    Anerkennung der Gleichwertigkeit der Prüfungen in einem anderen Staat
    entscheidet die Genehmigungsbehörde in Absprache mit dem Technischen
    Dienst.

**2** **Kriterien für die Ausdehnung der Betriebserlaubnis, Beschreibung des
    Fahrzeugs, Hauptmerkmale des Motors, Wartungsplan**

**2.1** **Kriterien für die Ausdehnung der Betriebserlaubnis**

2.1.1 Fahrzeuge mit gleichartiger Abgasemissionscharakteristik müssen in
    folgenden konstruktiven Merkmalen übereinstimmen:

    a)  Abstand von Mittelpunkt zu Mittelpunkt der Zylinderbohrungen

    b)  Anordnung, Zahl der Zylinder und Ausführung des Zylinderblockes (zum
        Beispiel luft- oder wassergekühlt, 4-Zylinder-Reihenmotor, V 6-Motor
        usw.)

    c)  Lage der Ein- und Auslassventile (oder -öffnungen)

    d)  Luftansaugverfahren (zum Beispiel Abgaslader)

    e)  Typ des Ladeluftkühlers

    f)  Brennverfahren

    g)  Art des Abgasnachbehandlungssystems

    h)  Zündanlage

    i)  Gemischaufbereitungssystem

    Die Kriterien können nach folgenden Merkmalen weiter spezifiziert
    werden, wenn Genehmigungsbehörde oder Hersteller dies für erforderlich
    halten:

    a)  Bohrung und Hub

    b)  Oberflächen-Volumenverhältnis des Brennraums (bei Kolbenstellung
        oberer Totpunkt)

    c)  Ansaugsystem und Abgaskrümmer

    d)  Größe der Einlass- und Auslassventile

    e)  Kraftstoffsystem

    f)  Steuerzeiten der Nockenwelle

    g)  Zündungs- und Einspritzeinstellwerte

2.1.2 Fahrzeuge mit gleichartiger Verdunstungsemissionscharakteristik müssen
    in folgenden konstruktiven Merkmalen übereinstimmen:

    a)  Kraftstoffrückhaltevorrichtung

        (zum Beispiel Adsorptionsfalle, Luftfilter, Kurbelgehäuse)

    b)  Kraftstofftank (zum Beispiel Werkstoff und Form)

    c)  Kraftstoffleitung und Fördersystem

    d)  Gemischaufbereitung

**2.2** **Beschreibung des Fahrzeugs, Hauptmerkmale des Motors, der
    emissionsmindernden und -relevanten Bauteile des Fahrzeugtyps, für den
    die Betriebserlaubnis beantragt wird**

2.2.1 Fahrzeugbeschreibung, Hauptmerkmale des Motors und Angaben über die
    Durchführung der Prüfung sind gemäß den Anhängen I und II vorzulegen.

2.2.2 Zusätzliche Angaben, soweit nicht in Anhang I oder II beschrieben:

2.2.2.1 Auflistung und Beschreibung aller Einstellgrößen von Bauteilen, die
    die Emissionen beeinflussen.

    Angaben der vom Hersteller empfohlenen Einstellwerte und der
    zulässigen Toleranzen von Bauteilen, die die Emissionen beeinflussen.

    Beschreibung der Feststellvorrichtungen, die den vom Hersteller
    empfohlenen Einstellbereich festlegen und eine unbefugte Verstellung
    verhindern.

    Angaben zur Einstellung der Feststellvorrichtungen und zu den
    dazugehörenden Toleranzen.

2.2.2.2 Nachweis, wie die unbefugte Verstellung emissionsrelevanter
    Einstellgrößen bei den im Verkehr befindlichen Fahrzeugen wirksam
    verhindert wird.

2.2.2.3 Nachweis, wie durch geeignete konstruktive Maßnahmen die Fahrzeuge mit
    Ottomotoren ausschließlich mit unverbleitem Kraftstoff betankt werden
    können. Dieser Nachweis gilt als erbracht, wenn der Tankeinfüllstutzen
    so konstruiert ist, dass das Fahrzeug nur mit einem Zapfhahn mit einem
    äußeren Durchmesser der Endöffnung von nicht mehr als 2,134 cm und
    einem geraden Mundstück von mindestens 6,34 cm Länge betankt werden
    kann.

2.2.3 Wartungsplan mit detaillierter Beschreibung und Auflistung der
    regelmäßig durchzuführenden Wartungsarbeiten an den
    emissionsrelevanten und emissionsmindernden Bauteilen.

2.2.4 Muster eines Wartungsbuchs, das zum Lieferumfang des Fahrzeugs zählt,
    und mit dem die ordnungsgemäßen Wartungsarbeiten der
    emissionsrelevanten und -mindernden Bauteile durch Werkstatt und
    Fahrzeughalter dokumentiert werden kann. Das Wartungsbuch soll auch
    den Wartungsplan enthalten. Der Nachweis über die Durchführung der
    ordnungsgemäßen Wartungsarbeiten kann auch anderweitig geführt werden.

**2.3** **Wartungsplan für die emissionsmindernden und -relevanten Bauteile**

    Die ordnungsgemäße Durchführung der Wartungsarbeiten in den
    vorgesehenen Intervallen ist die Voraussetzung für die
    Gewährleistungspflicht des Herstellers für die emissionsrelevanten und
    -mindernden Bauteile.

    Als ordnungsgemäße Wartung gilt, wenn die vom Hersteller
    vorgeschriebenen Arbeiten entsprechend seinen Spezifikationen beim
    vorgeschriebenen Kilometerstand (+ 2 000 km) oder zum vorgeschriebenen
    Zeitpunkt (± drei Monate) durchgeführt und von der Werkstatt
    dokumentiert werden, und wenn gegebenenfalls erforderliche Ersatzteile
    verwendet werden, die den Spezifikationen des Herstellers entsprechen.
    Als ordnungsgemäße Wartung gilt auch, wenn der Fahrzeughalter zur
    Behebung einer Notlage unvorschriftsmäßige Arbeiten durchführen lässt,
    vorausgesetzt der Fahrzeughalter bringt das Fahrzeug innerhalb eines
    angemessenen Zeitraums wieder in den vorschriftsmäßigen Zustand.

**3** **Durchführung der Prüfungen der gas- und partikelförmigen
    luftverunreinigenden Emissionen**

**3.1** **Einleitung**

    Dieser Anhang beschreibt die Verfahren und die Einrichtungen, die
    erforderlich sind, um die Einhaltung der für die Erteilung der
    Betriebserlaubnis von Fahrzeugen erlassenen Emissionsvorschriften
    prüfen zu können. Darüber hinausgehende Vorschriften zur Durchführung
    der Dauerlaufprüfung sind in Abschnitt 4 beschrieben.

**3.2** **Übersicht über die Prüfungen**

    Die unter den Nummern 3.2.1 und 3.2.3 beschriebenen Prüfabläufe für
    die Bestimmung der Abgas- bzw. Verdunstungsemissionen sind schematisch
    in Figur 1 bis 3 dargestellt.

    Die Umgebungstemperaturen für das Testfahrzeug während der gesamten
    Testfolge sollen nicht tiefer als 20 °C und nicht höher als 30 °C
    liegen. Das Fahrzeug soll während aller Phasen der Testfolge annähernd
    eben stehen.

3.2.1 Vorbereitung

    Vor der Durchführung der Emissionsmessungen sind die Prüffahrzeuge in
    einheitlicher Weise zu konditionieren, um die Reproduzierbarkeit der
    Ergebnisse sicherzustellen. Die Konditionierung besteht aus einer
    Fahrt auf einem Fahrleistungsprüfstand sowie einer Abstellphase bei
    definierter Umgebungstemperatur.

3.2.2 Prüfung der Abgasemissionen

    Die Prüfung der Abgasemissionen im Rahmen des Verfahrens zur Erteilung
    einer Betriebserlaubnis umfasst zwei Fahrtests auf einem
    Fahrleistungsprüfstand, während der die Mengen luftverunreinigender
    Gase und Partikel ermittelt werden. Bei den Fahrzeugen werden die
    Kohlenmonoxid-, Kohlenwasserstoff- und Stickoxidemissionen, bei
    Fahrzeugen mit Selbstzündungsmotoren (Dieselmotoren) zusätzlich die
    Partikelemissionen ermittelt. Die beiden Fahrtests werden im Folgenden
    als Fahrkurve I und Fahrkurve II bezeichnet und sind in Nummer 3.8
    beschrieben. Nach dem Abschluss der Fahrtests wird die Prüfung nach §
    47a durchgeführt.

    **Figur 1**

    **Prüfablauf für Fahrzeuge mit Fremdzündungsmotoren**

    ![bgbl1_2012_j0679-1_0260.jpg](bgbl1_2012_j0679-1_0260.jpg)

    **Figur 2**

    **Prüfablauf für Fahrzeuge mit Fremdzündungsmotoren**

    Verdunstungsemissionen

    ![bgbl1_2012_j0679-1_0270.jpg](bgbl1_2012_j0679-1_0270.jpg)

    **Figur 3**

    **Prüfablauf für Fahrzeuge mit Selbstzündungsmotoren**

    ![bgbl1_2012_j0679-1_0280.jpg](bgbl1_2012_j0679-1_0280.jpg)

3.2.3 Prüfung der Verdunstungsemissionen

    Die Prüfung der Verdunstungsemissionen im Rahmen des Verfahrens zur
    Erteilung der Betriebserlaubnis wird bei Fahrzeugen mit Ottomotoren
    durchgeführt. Dabei werden die Tankatmungsverluste und die
    Verdunstungsemissionen während des Heißabstellens in einer gasdichten
    Messkammer ermittelt. Zwischen diesen beiden Prüfungen muss eine
    Prüfung der Abgasemissionen in der Fahrkurve I erfolgen. Falls
    erforderlich, werden zusätzlich die Verdunstungsemissionen während
    dieses Fahrbetriebs durch Messfallen ermittelt.

**3.3** **Prüffahrzeug und Kraftstoff**

3.3.1 Prüffahrzeug

3.3.1.1 Das Prüffahrzeug muss sich in einwandfreiem Betriebszustand befinden.
    Es muss insoweit eingefahren sein, dass weitgehend die Stabilität der
    Abgasemissionen gewährleistet ist. Das Fahrzeug darf aber vor der
    Prüfung nicht mehr als 6 400 km zurückgelegt haben.

3.3.1.2 Die Auspuffanlage darf kein Leck aufweisen.

3.3.1.3 Die Dichtigkeit des Ansaugsystems kann überprüft werden, um
    sicherzustellen, dass der Verbrennungsvorgang nicht durch eine
    ungewollte Luftzufuhr geändert wird.

3.3.1.4 Die Einstellung des Motors und der Betätigungseinrichtungen des
    Fahrzeugs muss den Angaben des Herstellers in den Wartungsvorschriften
    entsprechen und mit den Einstellungen der Serienfahrzeuge
    übereinstimmen.

    Dies gilt insbesondere auch für die Einstellung des Leerlaufs
    (Drehzahl und CO-Gehalt im Abgas), der Kaltstarteinrichtung und der
    für die Abgasreinigung maßgeblichen Systeme.

    Das zu prüfende oder ein gleichwertiges Fahrzeug muss
    erforderlichenfalls mit einer Einrichtung zur Messung der
    charakteristischen Parameter versehen sein, die nach den Vorschriften
    der Nummern 3.5 und 3.9 für die Einstellung des
    Fahrleistungsprüfstands erforderlich sind.

    Der Technische Dienst kann prüfen, ob das Leistungsverhalten des
    Fahrzeugs den Angaben des Herstellers entspricht, ob es für normales
    Fahren und vor allem, ob es für Kalt- und Warmstart geeignet ist.

3.3.2 Zusätzliche Vorrichtungen am Prüffahrzeug

3.3.2.1 Bei Fahrzeugen mit Fremdzündung (Ottomotoren) ist ein Temperaturfühler
    zur Registrierung der Temperatur des Tankinhalts anzubringen. Der
    Temperaturfühler ist so anzubringen, dass bei einem Füllvolumen von 40
    Prozent des Tanknennvolumens die Temperatur in der Mitte des
    eingefüllten Kraftstoffs gemessen wird.

3.3.2.2 Eine Einrichtung am Fahrzeugtank, die eine vollständige Entleerung des
    Kraftstoffs ermöglicht, ist erforderlich.

3.3.3 Kraftstoff

    Als Kraftstoff ist der in Nummer 5 spezifizierte Prüfkraftstoff zu
    verwenden.

**3.4** **Prüfeinrichtungen**

3.4.1 Fahrleistungsprüfstand

3.4.1.1 Auf dem Fahrleistungsprüfstand wird eine Straßenfahrt simuliert. Dabei
    werden die Fahrzeugmassen bei Beschleunigungen und Verzögerungen durch
    zuschaltbare Schwungscheiben an den Rollen oder durch elektrische
    Schwungmassensimulationen berücksichtigt.

    Die während der Straßenfahrt auftretenden Leistungsverluste, bedingt
    durch Luft- und Rollwiderstand, werden durch einstellbare
    Leistungsbremsen simuliert. Der Fahrleistungsprüfstand ist in
    regelmäßigen Abständen (ein Monat) nach einem der in Nummer 3.9
    genannten Verfahren zu kalibrieren.

3.4.1.2 Das Betriebsverhalten des Prüffahrzeugs darf durch den Prüfstand zum
    Beispiel infolge von Schwingungen nicht beeinträchtigt werden. Das
    Fahrzeug muss auf dem Prüfstand eine annähernd horizontale Lage
    einnehmen.

3.4.1.3 Der Prüfstand muss mit einer Einrichtung ausgerüstet sein, mit der dem
    Fahrer die momentane Fahrgeschwindigkeit des Prüffahrzeugs relativ zu
    der Sollgeschwindigkeit derart angezeigt wird, dass der Fahrer die
    Fahrkurven I und II mit der verlangten Genauigkeit nachfahren kann.

3.4.1.4 Die Einrichtungen, mit denen die Schwungmasse und die Fahrwiderstände
    simuliert werden, müssen bei Prüfständen mit zwei Rollen von der
    vorderen Rolle angetrieben werden, sofern nicht beide Rollen gekoppelt
    sind.

3.4.1.5 Die Fahrzeuggeschwindigkeit muss entsprechend der
    Umdrehungsgeschwindigkeit der Prüfstandsrolle bestimmt werden. Sie
    muss bei Geschwindigkeiten über 10 km/h auf ± 1 km/h genau gemessen
    werden. Mit der Einrichtung zur Geschwindigkeitsmessung muss eine
    Einrichtung gekoppelt sein, mit der die auf dem Prüfstand
    zurückgelegte Fahrstrecke ermittelt wird.

3.4.1.6 Bei dem Fahrleistungsprüfstand muss die Einstellung der auf der Straße
    aufgenommenen Leistung bei 80, 60 und 40 km/h auf ± 5 Prozent und bei
    20 km/h auf ± 10 Prozent genau angeglichen werden. Der Wert muss
    positiv sein.

3.4.1.7 Die Gesamtschwungmasse muss bekannt sein und der Schwungmassenklasse
    für die Prüfung auf
    ± 20 kg                    entsprechen.

3.4.1.8 Kühlgebläse

    Während der Fahrprüfungen ist ein Kühlgebläse mit konstanter Drehzahl
    so aufzustellen, dass dem Fahrzeug bei geöffneter Motorhaube Kühlluft
    in geeigneter Weise zugeführt wird. Bei Fahrzeugen mit Frontmotor ist
    das Gebläse in einem Abstand von 300 mm mitten vor dem Fahrzeug
    aufzustellen. Bei Fahrzeugen mit Heckmotor (oder wenn eine besondere
    Konstruktion die obige Anordnung unzweckmäßig macht) ist das
    Kühlgebläse so anzuordnen, dass es ausreichend Luft zur
    Aufrechterhaltung der Fahrzeugkühlung liefert. Die Gebläsekapazität
    soll normalerweise 2,50 m
    3                   /s nicht überschreiten. Wenn jedoch der Hersteller
    nachweisen kann, dass eine zusätzliche Kühlung erforderlich ist, um
    eine repräsentative Prüfung durchführen zu können, kann die
    Gebläsekapazität erhöht werden oder es können zusätzliche Gebläse
    verwendet werden, wenn dies zuvor vom Technischen Dienst genehmigt
    wurde.

3.4.2 Abgas- und Partikelentnahmeeinrichtung

3.4.2.1 Mit den in Nummer 3.10 beschriebenen Auffangeinrichtungen müssen die
    luftverunreinigenden Gase und Partikel in den Abgasen gemessen werden.
    Dabei wird das Entnahmesystem mit konstantem Volumen (CVS) verwendet.
    Dazu müssen die Abgase des Fahrzeugs kontinuierlich mit der
    Umgebungsluft unter kontrollierten Bedingungen verdünnt werden. Um die
    emittierten Mengen mit diesen CVS-Verfahren messen zu können, müssen
    zwei Bedingungen erfüllt sein: Das Gesamtvolumen der Mischung aus
    Abgasen und Verdünnungsluft muss gemessen und eine anteilige Probe
    dieses Volumens muss kontinuierlich für die Analyse aufgefangen
    werden.

    Die emittierte Partikelmenge wird bestimmt, indem aus einem anteiligen
    Teilstrom über die gesamte Dauer des Tests die Partikel auf geeigneten
    Filtern abgeschieden werden und die Menge gravimetrisch bestimmt wird
    (siehe Nummer 3.4.4.2).

    Die emittierten Mengen luftverunreinigender Gase werden aus den
    Konzentrationen in der Probe unter Berücksichtigung der Konzentration
    dieser Gase in der Umgebungsluft und aus der Durchflussmenge während
    der Prüfdauer bestimmt.

3.4.2.2 Der Durchfluss durch die Geräte muss groß genug sein, um unter allen
    Bedingungen eine Wasserdampfkondensation, die bei einer Prüfung
    auftreten könnte, entsprechend den Vorschriften in Nummer 3.10 zu
    verhindern.

3.4.2.3 Die schematische Darstellung des Entnahmesystems ist in der
    nachstehenden Abbildung, Figur 4 dargestellt. In Nummer 3.10 werden
    Beispiele von CVS-Entnahmesystemen beschrieben, die die Bedingungen
    dieses Abschnitts erfüllen.

3.4.2.4 Die Luft/Abgas-Mischung muss in den Entnahmesonden homogen sein.

3.4.2.5 Die Sonden müssen eine
    repräsentive                    Probe verdünnter Abgase entnehmen.

    **Figur 4**

    **Schema eines Probenahme- und Analysesystems**

    **zur Bestimmung gasförmiger Emissionen bei Pkw mit Ottomotoren**

    ![bgbl1_2012_j0679-1_0290.jpg](bgbl1_2012_j0679-1_0290.jpg)

3.4.2.6 Die Entnahmeeinrichtung muss gasdicht sein. Sie muss so beschaffen
    sein und aus solchen Werkstoffen bestehen, dass die Konzentrationen
    der Abgasbestandteile in den verdünnten Abgasen nicht beeinflusst
    werden. Beeinflusst ein Geräteteil (Wärmetauscher, Ventilator usw.)
    die Konzentration eines luftverunreinigenden Gases in den verdünnten
    Gasen, so muss die Probe dieses Gases vor diesem Teil entnommen
    werden, wenn die Beeinflussung nicht ausgeschaltet werden kann.

3.4.2.7 Hat das zu prüfende Fahrzeug eine Auspuffanlage, die mehrere Endrohre
    aufweist, so sind diese Rohre so nahe wie möglich am Fahrzeug
    miteinander zu verbinden.

3.4.2.8 Bei angeschlossener Entnahmeeinrichtung dürfen die Druckschwankungen
    am (an den) Endrohr(en) sich um nicht mehr als ± 1,25 kPa gegenüber
    den Druckschwankungen ändern, die während der Fahrkurven auf dem
    Prüfstand gemessen wurden, wenn das (die) Auspuffendrohr(e) nicht mit
    der Entnahmeeinrichtung verbunden ist (sind). Eine
    Entnahmeeinrichtung, mit dem diese Druckunterschiede auf ± 0,25 kPa
    gesenkt werden können, ist dann zu verwenden, wenn der Hersteller
    unter Nachweis der Notwendigkeit einer solchen Verringerung dies
    schriftlich von der Genehmigungsbehörde verlangt. Der Gegendruck muss
    im Auspuffendrohr möglichst am äußeren Ende oder einem
    Verlängerungsrohr mit gleichem Durchmesser gemessen werden.

3.4.2.9 Die einzelnen Ventile zur Weiterleitung der Gasproben müssen
    Schnellschaltventile sein.

3.4.2.10 Die Gasproben sind in genügend großen Beuteln aufzufangen. Diese
    Beutel müssen aus Werkstoffen bestehen, die den Gehalt an
    luftverunreinigenden Gasen 20 Minuten nach dem Auffangen um nicht mehr
    als ± 2 Prozent verändern.

3.4.3 Einrichtung zur Ermittlung der Verdunstungsemissionen

    Die Einrichtung zur Ermittlung der Verdunstungsemissionen besteht aus
    den nachfolgend beschriebenen Komponenten.

3.4.3.1 Gasdichte Hülle

    Durch eine gasdichte Hülle wird eine rechteckige Messkammer gebildet,
    in welcher das zu prüfende Fahrzeug steht. Der freie Zugang zum
    Fahrzeug muss von allen Seiten gewährleistet sein. Im verschlossenen
    Zustand muss die Kammer gasdicht sein gemäß Prüfung nach Nummer 3.12.
    Die innere Oberfläche der Hülle muss für Kohlenwasserstoffe
    undurchlässig sein. Mindestens eine Fläche muss aus flexiblem
    undurchlässigem Material bestehen, um aus Temperaturschwankungen
    resultierende kleinere Druckschwankungen durch Volumenveränderungen
    ausgleichen zu können. Bei der Gestaltung der Wände ist eine gute
    Wärmeverteilung anzustreben. Wird die Kammer gekühlt, so darf die
    Temperatur der inneren Wandoberfläche 20 °C an keiner Stelle
    unterschreiten.

3.4.3.2 Kohlenwasserstoffanalysator

    Die Kohlenwasserstoffkonzentration in der Kammer wird mit Hilfe eines
    Flammen-Ionisations-Detektors (FID) bestimmt. Der nicht verbrannte
    Teil des Probengasstroms muss in die Kammer zurückgeführt werden. Die
    Anforderungen an die Genauigkeit des Geräts und die Kalibrierung
    werden in Nummer 3.11 beschrieben. Der FID muss mit Einrichtungen zur
    kontinuierlichen Aufzeichnung oder Speicherung der Messdaten
    ausgerüstet sein.

3.4.3.3 Tankbeheizung, Temperaturmessung

    Die Beheizung des Kraftstofftanks erfolgt durch eine in der
    Heizleistung verstellbare Wärmequelle. Geeignet ist beispielsweise
    eine Heizmatte mit einer Leistung von 2 000 W. Die Einstellung der
    Heizleistung kann manuell oder automatisch erfolgen. Die
    Wärmezuführung muss gleichmäßig an die Tankwandungen unterhalb des
    Kraftstoffspiegels erfolgen.

    Die Einrichtung zur Tankbeheizung muss die gleichmäßige Erwärmung des
    Kraftstoffs im Tank von 16 °C um 14 K innerhalb von 60 Minuten
    ermöglichen. Die Kraftstofftemperatur ist etwa in der Mitte des im
    Tank befindlichen Kraftstoffvolumens zu messen.

    Die Raumtemperatur wird an zwei Stellen von Temperaturgebern erfasst,
    die so geschaltet sein müssen, dass ein Mittelwert angezeigt wird. Die
    Messstellen befinden sich etwa 10 cm entfernt von der vertikalen
    Mittellinie jeder Seitenwand in einer Höhe von 90 ± 10 cm.

    Die Temperaturen müssen während der Verdunstungsmessungen in Abständen
    von je einer Minute aufgezeichnet oder gespeichert werden. Die
    Messgenauigkeit einschließlich der Aufzeichnung muss ± 1,5 K betragen.
    Das Aufzeichnungs- oder Speichersystem muss die Zeiten mit einer
    Auflösung von ± 15 s und die Temperaturen mit einer Auflösung von ±
    0,4 K wiedergeben können.

3.4.3.4 Gebläse

    Durch Verwendung eines Gebläses oder mehrerer Gebläse muss erreicht
    werden können, dass

    a)  die CH-Konzentration in der Kammer vor einer Messung auf die
        Umgebungskonzentration gesenkt wird,

    b)  eine gleichmäßige Temperatur- und CH-Verteilung in der Kammer während
        der Messung erreicht wird. Das zu prüfende Fahrzeug darf dabei keiner
        direkten Strömung ausgesetzt werden.

3.4.3.5 CH-Sammelstellen

    Mit den CH-Sammelstellen – soweit diese gemäß Nummer 3.6.2.2 Buchstabe
    m erforderlich sind – müssen die beim Betrieb nach Fahrkurve I
    entstehenden Verdunstungsemissionen aufgefangen werden können.

3.4.4 Analysegeräte

3.4.4.1 Allgemeine Vorschriften

3.4.4.1.1 Die Analyse der luftverunreinigenden Gase und Partikel ist mit
    folgenden Geräten durchzuführen:

    a)  Kohlenmonoxid (CO) und Kohlendioxid (CO
        2                         ):

        Nichtdispersiver Infrarot-Absorptionsanalysator (NDIR);

    b)  Kohlenwasserstoffe (CH) – Fahrzeuge mit Fremdzündungsmotor:

        Flammenionisations-Detektor (FID) propankalibriert, ausgedrückt in
        Kohlenstoffatom-Äquivalent (C
        1                         );

    c)  Kohlenwasserstoffe (CH) – Fahrzeuge mit Dieselmotor:

        Flammenionisations-Detektor mit Ventilen, Rohrleitungen usw. beheizt
        auf 190 °C ± 10 °C (HFID); propankalibriert, ausgedrückt in
        Kohlenstoffatom-Äquivalent (C
        1                         );

    d)  Stickoxide (NO
        x                         ):

        Chemilumineszens-Analysator (CLA) mit NO
        x                         /NO-Konverter;

    e)  Partikel:

        Gravimetrische Bestimmung der abgeschiedenen Partikel. Die Partikel
        werden an jeweils zwei im Probengasstrom hintereinander angeordneten
        Filtern abgeschieden. Die abgeschiedene Partikelmenge soll je
        Filterpaar zwischen 2 und 5 mg liegen. Die Filteroberfläche soll aus
        einem Material bestehen, das hydrophob und gegen die Abgasbestandteile
        inert ist (PTFE oder gleichwertiges Material).

3.4.4.1.2 Messgenauigkeit

    Die Analysatoren müssen einen Messbereich mit der erforderlichen
    Genauigkeit aufweisen, der für Messungen der jeweiligen
    Gaskonzentration in den Abgasproben geeignet ist. Der Messfehler darf
    nicht mehr als ± 3 Prozent betragen, wobei der tatsächliche Wert der
    Kalibriergase unberücksichtigt bleibt.

    Bei Konzentrationen von weniger als 100 ppm darf der Messfehler nicht
    mehr als ± 3 ppm betragen. Die Analyse der Umgebungsluftprobe wird mit
    dem gleichen Analysator und mit dem gleichen Messbereich wie die
    entsprechende Probe der verdünnten Abgase durchgeführt.

    Die Wägung der abgeschiedenen Partikel muss eine Genauigkeit von 1 mg
    gewährleisten.

3.4.4.1.3 Gastrocknungsanlage

    Vor dem Analysator darf keine Gastrocknungsanlage verwendet werden,
    sofern nicht nachgewiesen wird, dass sie sich nicht nachweisbar auf
    den Gehalt der luftverunreinigenden Gase des verdünnten Abgasstroms
    auswirkt.

3.4.4.2 Besondere Vorschriften für Dieselmotoren

    Es ist eine beheizte Entnahmeleitung im Verdünnungstunnel für die
    kontinuierliche Analyse der Kohlenwasserstoffe (CH) mit einem
    beheizten Flammenionisations-Detektor (HFID) und Registriergerät zu
    verwenden. Die durchschnittliche Konzentration der gemessenen
    Kohlenwasserstoffe wird durch Integration bestimmt. Während der
    gesamten Prüfung muss die Temperatur dieser Leitung auf 190 °C
    eingestellt sein. Die Leitung muss mit einem beheizten Filter mit
    einem 99-prozentigen Wirkungsgrad für die Teilchen*
    0,3 μm versehen sein, mit dem die Partikel aus dem für die Analyse
    verwendeten kontinuierlichen Gasstrom herausgefiltert werden. Die
    Ansprechzeit des Entnahmesystems (von der Sonde bis zum Eintritt in
    den Analysator) muss weniger als 4 Sekunden betragen.

    Der beheizte Flammenionisations-Detektor (HFID) muss mit einem System
    für konstanten Durchfluss versehen werden, um die Entnahme einer
    repräsentativen Probe zu gewährleisten, sofern nicht
    Durchflussschwankungen im CFV-System (Critical Flow Venturi – siehe
    Nummer 3.10) kompensiert werden.

    Die Partikel-Probenahmeeinheit besteht aus Verdünnungstunnel,
    Probenahmesonde, Filtereinheit, Teilstrompumpe, Durchflussregelung und
    -messeinrichtung. Der Partikel-Probenahmeteilstrom wird jeweils über
    zwei hintereinander angeordnete Filter gezogen. Nach Abschluss der
    Partikelentnahme ist auf eine parallel angeordnete Filtereinheit
    umzuschalten. Die Entnahmesonde für den Partikel-Probengasstrom muss
    im Verdünnungskanal derart angeordnet sein, dass ein repräsentativer
    Probengasstrom des homogenen Luft/Abgas-Gemisches entnommen werden
    kann und dass an der Entnahmestelle die Temperatur des Luft/Abgas-
    Gemisches 52 °C nicht überschreitet. Die Temperatur des
    Probengasstroms darf über die Länge der Entnahmeleitung
    (Entnahmesonde-Durchflussmessgeräte) um nicht mehr als ± 3 K, der
    Durchfluss um nicht mehr als ± 5 Prozent schwanken. Die Masse der
    während der Testphase abgeschiedenen Partikel wird durch
    Differenzwägung ermittelt.

3.4.4.3 Kalibrierung

    Jeder Analysator muss so oft wie nötig und auf jeden Fall im Monat vor
    der Prüfung und der Überprüfung der Übereinstimmung der Produktion
    kalibriert werden. In Nummer 3.11 wird das Kalibrierverfahren für die
    in Nummer 3.4.4.1 genannten Analysatortypen beschrieben.

3.4.5 Volumenmessung

3.4.5.1 Das Verfahren zur Messung des Gesamtvolumens der verdünnten Abgase,
    das beim CVS-System verwendet wird, muss eine Genauigkeit von ± 2
    Prozent aufweisen.

3.4.5.2 Kalibrierung des CVS-Systems

    Das Volumenmessgerät des CVS-Systems muss in einer Weise und in so
    kurzen Zeitabständen kalibriert werden, dass die erforderliche
    Genauigkeit gewährleistet und erhalten bleibt. Nummer 3.11 zeigt ein
    Beispiel für ein Kalibrierverfahren, mit dem die erforderliche
    Genauigkeit erzielt wird. Bei diesem Verfahren wird für das CVS-System
    ein dynamisches Durchflussmessgerät verwendet, das für die
    auftretenden hohen Durchsätze geeignet ist. Die Genauigkeit des
    Gerätes muss bescheinigt sein und einer nationalen oder
    internationalen Norm entsprechen.

3.4.6 Gase

3.4.6.1 Reine Gase

    Die für die Kalibrierung und für den Einsatz der Geräte verwendeten
    reinen Gase müssen folgende Bedingungen erfüllen:

    a)  gereinigter Stickstoff (Reinheit*                          1 ppm C,*
        1 ppm CO,*                          400 ppm CO
        2                         ,*                          0,1 ppm NO),

    b)  gereinigte synthetische Luft (Reinheit*                          1 ppm
        C,*                          1 ppm CO,*                          400
        ppm CO
        2                         ,*                          0,1 ppm NO)
        Sauerstoffgehalt zwischen 18 und 21 Volumenprozent,

    c)  gereinigter Sauerstoff (Reinheit*                          99,5
        Volumenprozent O
        2                         ),

    d)  gereinigter Wasserstoff (und wasserstoffhaltiges Gemisch) (Reinheit*
        1 ppm C,*                          400 ppm CO
        2                         ).

3.4.6.2 Prüfgase

    Die für die Kalibrierung verwendeten Gasgemische müssen die
    nachstehend genannte chemische Zusammensetzung haben:

    a)  C
        3                         H
        8                          und gereinigte synthetische Luft

    b)  CO und gereinigter Stickstoff

    c)  CO
        2                          und gereinigter Stickstoff

    d)  NO und gereinigter Stickstoff

        (der NO
        2                         -Anteil im Kalibriergas darf 5 Prozent des
        NO-Gehalts nicht überschreiten).

    Die tatsächliche Konzentration eines Prüfgases muss auf*
    2 Prozent mit dem Nennwert übereinstimmen. Dies muss durch regelmäßige
    Vergleiche mit nationalen oder internationalen Standards
    sichergestellt werden.

    Die in Nummer 3.11 vorgeschriebenen Konzentrationen der Prüfgase
    dürfen auch mit einem Gas-Mischdosierer durch Verdünnung mit
    gereinigtem Stickstoff oder mit gereinigter synthetischer Luft erzielt
    werden. Das Mischgerät muss so genau arbeiten, dass die Konzentration
    der verdünnten Prüfgase auf ± 2 Prozent bestimmt werden kann.

3.4.7 Zusätzliche Messgeräte

3.4.7.1 Temperatur

    Die Temperaturen müssen, sofern nichts anderes bestimmt ist, auf*
    1,5 K genau gemessen werden.

3.4.7.2 Druck

    Der Luftdruck muss auf*                    0,1 kPa genau gemessen
    werden.

3.4.7.3 Absolute Feuchte

    Die absolute Feuchte muss auf ± 5 Prozent genau bestimmt werden.

3.4.8 Abgasentnahmesystem

    Das Abgasentnahmesystem muss mit der in Nummer 3.11.4 beschriebenen
    Methode geprüft werden. Die höchstzulässige Abweichung zwischen
    eingeführter und gemessener Gasmenge darf 5 Prozent betragen.

**3.5** **Vorbereitung der Prüfungen**

3.5.1 Anpassung der äquivalenten Schwungmassen an die translatorisch
    bewegten Massen des Fahrzeugs

    Es wird eine Schwungmasse verwendet, mit der eine Gesamtträgheit der
    umlaufenden Massen erzielt wird, die der Bezugsmasse des Fahrzeugs
    gemäß den nachstehenden Werten entspricht. Wenn die zugehörige
    Schwungmasse am Prüfstand nicht verfügbar ist, muss die nächsthöhere
    Masse verwendet werden (die Differenz zur Bezugsmasse darf nicht höher
    als 120 kg sein).

    *        *   Bezugsmasse des Fahrzeugs Pr
            (kg)

        *   Äquivalente Schwungmasse I
            (kg)

    *        *   480 < Pr*                              480

        *   450

    *        *   480 < Pr*                              540

        *   510

    *        *   540 < Pr*                              600

        *   570

    *        *   600 < Pr*                              650

        *   625

    *        *   650 < Pr*                              700

        *   680

    *        *   700 < Pr*                              780

        *   740

    *        *   780 < Pr*                              820

        *   800

    *        *   820 < Pr*                              880

        *   850

    *        *   880 < Pr*                              940

        *   910

    *        *   940 < Pr*                              990

        *   960

    *        *   990 < Pr*                              1 050

        *   1 020

    *        *   1 050 < Pr*                              1 110

        *   1 080

    *        *   1 110 < Pr*                              1 160

        *   1 130

    *        *   1 160 < Pr*                              1 220

        *   1 190

    *        *   1 220 < Pr*                              1 280

        *   1 250

    *        *   1 280 < Pr*                              1 330

        *   1 300

    *        *   1 330 < Pr*                              1 390

        *   1 360

    *        *   1 390 < Pr*                              1 450

        *   1 420

    *        *   1 450 < Pr*                              1 500

        *   1 470

    *        *   1 500 < Pr*                              1 560

        *   1 530

    *        *   1 560 < Pr*                              1 620

        *   1 590

    *        *   1 620 < Pr*                              1 670

        *   1 640

    *        *   1 670 < Pr*                              1 730

        *   1 700

    *        *   1 730 < Pr*                              1 790

        *   1 760

    *        *   1 790 < Pr*                              1 870

        *   1 810

    *        *   1 870 < Pr*                              1 980

        *   1 930

    *        *   1 980 < Pr*                              2 100

        *   2 040

    *        *   2 100 < Pr*                              2 210

        *   2 150

    *        *   2 210 < Pr*                              2 320

        *   2 270

    *        *   2 320 < Pr*                              2 440

        *   2 380

    *        *   2 440 < Pr*                              2 610

        *   2 490

    *        *   2 610 < Pr*                              2 830

        *   2 720

    *        *   2 830 < Pr*                              2 830

        *   2 940

3.5.2 Einstellung der Bremse auf dem Prüfstand

    Die Bremsleistung ist nach dem in Nummer 3.9 beschriebenen Verfahren
    einzustellen. Das angewendete Verfahren und die ermittelten Werte
    (äquivalente Schwungmasse, Einstellkennwert) sind im Prüfbericht
    anzugeben.

3.5.3 Vorbereitung der Messeinrichtungen

    Die verwendeten Analysatoren sind entsprechend den in Nummer 3.11
    erläuterten Vorschriften zu kalibrieren.

3.5.4 Vorbereitung des Fahrzeugs

3.5.4.1 Nach Ankunft des Fahrzeugs im Prüffeld werden die folgenden
    Testvorbereitungen durchgeführt. Die Umgebungstemperatur des Fahrzeugs
    muss zwischen 20 und 30 °C liegen.

    a)  Der/die Kraftstoffbehälter wird/werden entleert und mit dem
        vorgeschriebenen Volumen Prüfkraftstoff befüllt. Das System zur
        Begrenzung der Verdunstungsemissionen muss sich im Normalzustand
        befinden, das heißt weder frisch gereinigt noch voll beladen sein.

    b)  Innerhalb einer Stunde nach der Betankung soll das Fahrzeug zur
        Vorkonditionierung die Fahrkurve I (ohne Parkphase und dritte
        Fahrphase) nach Nummer 3.8 auf einem Fahrleistungsprüfstand
        absolvieren.

    c)  Nach Ermessen des Technischen Dienstes oder auf Verlangen des
        Herstellers mit Zustimmung des Technischen Dienstes kann in
        Ausnahmefällen der Vorgang der Vorkonditionierung erweitert werden,
        wenn es zur Stabilisierung des Emissionsverhaltens erforderlich ist.
        In dem Fall kann die Fahrkurve jeweils nach einer Standzeit von einer
        Stunde bis zu dreimal wiederholt werden.

    d)  Innerhalb von fünf Minuten nach Abschluss der Vorkonditionierung
        werden die Fahrzeuge vom Fahrleistungsprüfstand zu einem Abstellplatz
        gebracht. Die Umgebungstemperatur muss zwischen 20 und 30 °C liegen.

    e)  Fahrzeuge mit Fremdzündungsmotoren (Ottomotoren) müssen dort zwischen
        zehn und 35 Stunden verbleiben, bis die Vorbereitungen zur Prüfung der
        Tankatmungsverluste gemäß Nummer 3.6.2.2 beginnen. Innerhalb einer
        Stunde nach Beendigung dieses Vorgangs müssen die Prüfungen zur
        Ermittlung der durchschnittlichen Abgasemissionen im Fahrbetrieb
        beginnen.

    f)  Fahrzeuge mit Selbstzündungsmotoren (Dieselmotoren) müssen dort
        zwischen zwölf und 36 Stunden verbleiben, bis die Prüfung der
        durchschnittlichen Abgasemissionen im Fahrbetrieb gemäß Nummer 3.6.3
        beginnen.

3.5.4.2 Zur Schonung der Reifen während der Fahrprüfungen kann der Reifendruck
    in den Antriebsrädern auf bis zu 310 kPa erhöht werden. Der
    Reifendruck ist im Prüfprotokoll zu vermerken.

**3.6** **Emissionsprüfungen**

3.6.1 Allgemeine Vorschriften

3.6.1.1 Die Umgebungstemperatur des Fahrzeugs muss während der nachfolgend
    genannten Prüfungen zwischen 20 und 30 °C liegen. Die absolute
    Luftfeuchte (H) im Prüfraum oder der Ansaugluft des Motors muss
    folgender Bedingung genügen:

    5,5 g*                    H*                    12,2 g H
    2                   O/kg trockener Luft.

3.6.1.2 Das Fahrzeug muss während der Prüfung annähernd horizontal stehen, um
    eine abnormale Kraftstoffverteilung zu vermeiden.

3.6.2 Fahrzeuge mit Fremdzündungsmotoren

3.6.2.1 Allgemeines zum Prüfablauf

    Die Fahrzeugvorbereitung wurde mit dem Abstellen des Fahrzeugs bei
    einer Umgebungstemperatur zwischen 20 und 30 °C zur Konditionierung
    für die Emissionsprüfungen abgeschlossen. Mindestens zehn und
    höchstens 35 Stunden nach dem Abstellen des Fahrzeugs beginnt die
    Messung der Tankatmungsverluste im Rahmen der Prüfung der
    Verdunstungsemissionen. Die Tankatmung tritt auf als Folge der
    Temperaturänderung des Kraftstoffs. Bei der Prüfung wird der
    Kraftstoff im Tank gemäß den folgenden Anweisungen um 14 K erwärmt.
    Auch an Fahrzeugen, die nicht einer Prüfung der Verdunstungsemissionen
    unterzogen werden sollen, ist die Kraftstofferwärmung durchzuführen,
    um evtl. Rückwirkungen des Verdunstungsemissions-Minderungssystems auf
    die Abgasemissionen zu berücksichtigen. Bei solchen Fahrzeugen kann
    dann auf die Prüfkammer und die CH-Konzentrationsmessungen verzichtet
    werden. Die Verdunstungsmessungen werden nach dem Durchfahren der
    Fahrkurve I abgeschlossen mit der Prüfung der Verdunstung beim
    Heißabstellen.

    Fahrzeuge, an denen die Verdunstungsemissionen bestimmt werden sollen,
    müssen die Abgasgrenzwerte einhalten.

3.6.2.2 Prüfung der Tankatmungsverluste

    a)  Die Messkammer ist unmittelbar vor der Prüfung mehrere Minuten zu
        spülen.

    b)  Das/die Gebläse zum Durchmischen der Kammer ist/sind einzuschalten.

    c)  Der/die Kraftstoffbehälter des Prüffahrzeugs wird/werden entleert und
        mit dem Prüfkraftstoff nach Abschnitt 5 befüllt. Das Füllvolumen soll
        40 Prozent des Tankvolumens betragen. Die Temperatur des Kraftstoffs
        muss vor dem Einfüllen zwischen 10 und 16 °C liegen. Der/die Tank(s)
        ist/sind zunächst unverschlossen zu lassen.

    d)  Bei Fahrzeugen mit mehreren Tanks müssen alle Tanks wie nachfolgend
        beschrieben in gleicher Weise aufgeheizt werden. Die Temperaturen der
        Tanks müssen auf ± 1,5 K übereinstimmen.

    e)  Das Prüffahrzeug ist mit abgestelltem Motor in die Messkammer zu
        bringen, Fenster und Kofferraumdeckel sind zu öffnen,
        Tanktemperaturfühler sind anzuschließen, und ggf. ist die
        Erwärmungseinrichtung für den Kraftstoff anzuschließen. Die
        Temperaturen des Kraftstoffs und der Raumluft sind von nun an
        aufzuzeichnen bzw. zu registrieren.

    f)  Der Kraftstoff kann künstlich bis auf die Temperatur des Messbeginns
        (16 ± 1 °C) erwärmt werden.

    g)  Sobald der Kraftstoff 14 °C erreicht hat,

        –   ist der Tank zu schließen

        –   ist das Gebläse auszuschalten, falls nicht schon früher geschehen

        –   ist die Messkammer gasdicht zu schließen.

    h)  Sobald der Kraftstoff 16*                          1 °C erreicht hat,

        –   ist die CH-Konzentration in der Messkammer zu messen (Anfangswert für
            die Auswertung)

        –   ist mit einer linearen, 60*                                2 Minuten
            dauernden Erwärmung zu beginnen.

    i)  Die zulässige Abweichung von der Solltemperatur beträgt während des
        Erwärmungsvorgangs ± 1,5 K.

    k)  Wenn 60 ± 2 Minuten nach der Anfangsmessung und dem Erwärmungsbeginn
        die Kraftstofftemperatur um 14 ± 0,5 K zugenommen hat, ist die CH-
        Konzentration in der Kammer zu messen (Endwert für die Auswertung).

    l)  Nach dem Öffnen der Kammer und Lösen aller Anschlüsse für die
        vorgenannte Messprozedur ist das Fahrzeug mit abgestelltem Motor aus
        der Messkammer zu entfernen und für die anschließende Prüfung
        vorzubereiten.

    m)  Eine Bestimmung der Verdunstungsemissionen im Fahrbetrieb ist nur
        erforderlich, wenn nach Prüfung der technischen Gegebenheiten nicht
        ausgeschlossen werden kann, dass derartige Emissionen im Fahrbetrieb
        auftreten. Die Messung im Fahrbetrieb erfolgt mittels CH-Sammelfallen,
        die an allen Öffnungen des Kraftstoffsystems angebracht werden. Die
        Fallen müssen vorher gewogen worden sein. Nach Beendigung der ersten
        beiden Phasen (Abstellen zur Zehn-Minuten-Pause) der Fahrkurve I, in
        der wie nachstehend beschrieben die Abgasemissionen geprüft werden,
        sind die Fallen innerhalb einer Minute abzunehmen, zu verschließen und
        innerhalb einer Stunde zu wägen. Die Verdunstungsemissionen im
        Fahrbetrieb ergeben sich aus der Massendifferenz der Fallen vor und
        nach den ersten beiden Phasen der Fahrkurve I.

3.6.2.3 Prüfung der Abgasemissionen

3.6.2.3.1 Allgemeines

    Die Prüfung gemäß Fahrkurve I und II wird auf dem Rollenprüfstand
    durchgeführt. Der Fahrgeschwindigkeitsverlauf über der Zeit ist
    aufzuzeichnen, um die Gültigkeit der Prüfstandsprüfung beurteilen zu
    können. Die Geschwindigkeit und die zurückgelegte Strecke werden
    anhand der Umdrehungen derselben Prüfstandsrolle oder -welle gemessen.
    Die während der Sammelzeit der einzelnen Probengasmengen
    zurückgelegten Fahrstrecken sind getrennt zu ermitteln.

    Die Motor- und Fahrzeugtemperaturen werden dabei durch Gebläse auf den
    bei Straßenfahrbetrieb üblicherweise auftretenden Temperaturen
    gehalten.

    Fahrzeuge mit Vierradantrieb werden im Zweiradantrieb geprüft. Bei
    Fahrzeugen mit ständigem Vierradantrieb wird ein Satz Antriebsräder
    zeitweise ausgeschaltet.

    Aus dem mit Umgebungsluft verdünnten Abgas wird ein proportionaler
    Teilstrom entnommen und den Sammelbeuteln zugeführt.

    Während des Durchfahrens der Fahrkurve I wird der Probengasstrom
    nacheinander in drei Sammelbeutel geleitet, wobei der erste
    Sammelbeutel die Abgasprobe während der ersten 505 Sekunden des
    Kaltstarttests, der zweite Sammelbeutel die Abgasprobe während des
    restlichen Teils des Kaltstarttests und der dritte Beutel die
    Abgasprobe während der 505 Sekunden nach dem Warmstart aufnimmt.

    Während des Durchfahrens der Fahrkurve II wird der Probengasstrom in
    einen Sammelbeutel geleitet. Der Inhalt der Probenbeutel wird
    anschließend auf die Konzentrationen an Kohlenmonoxid, Kohlendioxid,
    Kohlenwasserstoffe und Stickoxide analysiert. Um den Einfluss der
    Umgebungsluftkonzentrationen berücksichtigen zu können, werden
    parallel jeweils Umgebungsluftproben gezogen. Die Berechnung der
    streckenbezogenen Emissionsmengen erfolgt nach Nummer 3.13.

3.6.2.3.2 Vorbereitungen auf die Prüffahrten

    a)  Das Fahrzeug muss mit den Antriebsrädern ohne Anlassen des Motors auf
        die Rolle des Fahrleistungsprüfstands gebracht werden.

    b)  Die Motorraumabdeckung ist zu öffnen und das Kühlgebläse in Position
        zu bringen.

    c)  Mit den Proben-Umschaltventilen in Wartestellung sind die geleerten
        Sammelbeutel für die verdünnten Abgas- und Umgebungsluftproben
        anzuschließen.

    d)  Die CVS-Anlage (Entnahmesystem mit konstantem Volumen) muss spätestens
        jetzt eingeschaltet werden, ebenso die Probenpumpen. Die Temperatur
        des Abgas-Luft-Gemisches an der Probenentnahmestelle ist von jetzt an
        aufzuzeichnen. Das Kühlgebläse ist einzuschalten. Ein evtl.
        vorhandener Wärmetauscher in der CVS-Anlage muss auf seine
        Betriebstemperatur vorgeheizt worden sein.

    f)  Die Probengas-Durchflussmengen sind auf die gewünschten Werte,
        mindestens jedoch auf 5 l/min einzustellen.

    g)  Das Abgasrohr ist gasdicht an das (die) Abgasendrohr(e) des Fahrzeugs
        anzuschließen.

    h)  Das Gasdurchflussmessgerät und die Umschaltventile sind so
        einzustellen, dass der Abgasprobenstrom in den ersten Beutel für die
        erste Phase sowie der Umgebungsluftprobenstrom in seinen
        entsprechenden Beutel gelangt.

        Durch Betätigung des Zündschlüssels wird sofort anschließend der
        Startvorgang eingeleitet.

3.6.2.3.3 Durchfahren der Fahrkurve I

    Mit dem Prüffahrzeug ist die Fahrkurve I unter Berücksichtigung der
    dort niedergelegten Bestimmungen zu durchfahren. Besondere
    Vorschriften sind nachfolgend aufgeführt.

    a)  Anlassen des Motors

        Der Motor muss gemäß den Empfehlungen des Herstellers in der
        Betriebsanleitung angelassen werden.

        Die erste, 20 Sekunden dauernde Leerlaufphase der Fahrkurve I beginnt,
        sobald der Motor anspringt. 15 Sekunden nachdem der Motor angesprungen
        ist, ist der Gang einzulegen. Falls erforderlich, zum Beispiel bei
        Fahrzeugen mit automatischem Getriebe, kann die Bremse betätigt
        werden, um die Antriebsräder am vorzeitigen Drehen zu hindern. Wenn
        der Motor nach zehn Sekunden Durchdrehzeit nicht angesprungen ist,
        muss der Startvorgang abgebrochen werden. Ist der Fehlstart auf einen
        Bedienungsfehler zurückzuführen, kann die Prüfung mit erneutem
        Kaltstart fortgesetzt werden. Beruht der Fehlstart auf einem
        Fahrzeugfehler, ist die Prüfung abzubrechen und für ungültig zu
        erklären.

    b)  Stehenbleiben des Motors

        Wenn der Motor während eines Leerlaufs stehenbleibt, ist er sofort
        wieder zu starten und die Prüfung ist fortzusetzen. Außerhalb einer
        Leerlaufphase ist der Fahrprogrammzeiger anzuhalten bis die Fahrkurve
        fortgesetzt werden kann. Springt der Motor nicht innerhalb einer
        Minute wieder an, wird die Prüfung abgebrochen.

        Wenn in der Betriebsanleitung ein Anlassverfahren für warmen Motor vom
        Hersteller nicht vorgeschrieben ist, dann ist der Motor (Motoren mit
        Startautomatik und mit manuellem Choke) anzulassen, indem das Gaspedal
        etwa um die Hälfte heruntergedrückt und der Motor durchgedreht wird
        bis er anspringt.

    c)  Ende der ersten Phase der Fahrkurve I

        Mit dem Ende der Verzögerung zum Zeitpunkt 505 Sekunden nach Beginn
        der Fahrkurve I endet die erste Phase der Fahrkurve I. Von diesem
        Zeitpunkt an müssen der Probengasstrom und die Umgebungsluftprobe in
        die jeweils nachfolgenden Sammelbeutel geleitet werden.

        Vor dem Beginn der bei 511 Sekunden anschließenden Beschleunigung ist
        die Zahl der in der ersten Phase gemessenen Rollen- bzw.
        Wellenumdrehungen festzuhalten, der Zähler ist dann auf Null zu
        stellen oder es muss auf einen zweiten Zähler umgeschaltet werden.

    d)  Abstellen nach der zweiten Phase der Fahrkurve I

        Der Motor ist zwei Sekunden nach dem Ende der letzten Verzögerung,
        also bei 1 369 Sekunden abzustellen. Fünf Sekunden, nachdem der Motor
        zu laufen aufgehört hat, sind die Proben-Umschaltventile auf
        Wartestellung zu schalten. Das Kühlgebläse ist sofort abzuschalten,
        die Motorhaube ist zu schließen. Die CVS-Anlage ist abzuschalten oder
        das Abgasrohr ist vom Endrohr (den Endrohren) des Fahrzeugs zu
        trennen. Die Zahl der in der zweiten Phase gemessenen Rollen- bzw.
        Wellenumdrehungen des Fahrleistungsprüfstands ist festzuhalten, der
        Zähler ist dann auf Null zu stellen oder es muss auf einen dritten
        Zähler umgeschaltet werden.

    e)  Vorbereitung und Durchführung der dritten Phase der Fahrkurve I

        Vor der dritten Phase sind die vorbereitenden Arbeiten gemäß Nummer
        3\.6.2.3.2 Buchstabe b bis h zu wiederholen, die Arbeit nach Nummer
        3\.6.2.3.2 Buchstabe h muss innerhalb von neun bis elf Minuten nach dem
        Ende der Probensammlung der zweiten Phase durchgeführt werden.

        Nach dem Ende der Verzögerung zum Zeitpunkt 505 Sekunden nach dem
        Beginn der dritten Phase sind die Probenumschaltventile auf
        Wartestellung zu schalten. Die Zahl der gemessenen Rollen- bzw.
        Wellenumdrehungen ist festzuhalten. Der Motor kann jetzt abgestellt
        werden.

    f)  Sobald wie möglich müssen jeweils die Abgas- und Umgebungsluftproben
        aus den einzelnen Phasen der Analysenanlage zugeführt werden, das
        heißt gegebenenfalls schon vor dem Abschluss der gesamten Fahrkurve.
        Zwischen dem Ende der jeweiligen Sammelphase und der Ablesung der
        zugehörigen stabilen Analysenwerte auf allen Analysatoren darf nicht
        mehr als 20 Minuten vergehen.

    g)  Für Prüffahrzeuge, die der vollständigen Prüfung der Abgasemissionen
        unterzogen werden, schließt sich die Fahrkurve II an. Es ist weiter
        nach Nummer 3.6.2.3.4 zu verfahren.

        Für Prüffahrzeuge, die der Prüfung der Verdunstungsemissionen
        unterzogen werden, schließt sich der Heißabstelltest an. Es ist weiter
        nach Nummer 3.6.2.4 zu verfahren.

3.6.2.3.4 Durchfahren der Fahrkurve II

    Bei der Prüfung der Abgasemissionen in der Fahrkurve II ist der in
    Nummer 3.8 beschriebene Geschwindigkeits-Zeit-Ablauf zweimal zu
    durchfahren, wobei der erste Durchlauf der Konditionierung des
    Fahrzeugs dient, und die Emissionsmengen lediglich im zweiten
    Durchlauf bestimmt werden.

    Der Ablauf der Prüfung ist wie folgt:

    a)  Die vorbereitenden Arbeiten gemäß Nummer 3.6.2.3.2 Buchstabe a bis g
        sind durchzuführen. Die Proben-Umschaltventile verbleiben in
        Wartestellung. (Es sind lediglich je ein Beutel für das Probengas und
        ein Beutel für die Umgebungsluftprobe erforderlich.)

    b)  Das Fahrzeug ist gemäß Empfehlungen des Herstellers zu starten.
        Bezüglich des Nicht-Anspringens bzw. Stehenbleibens des Motors gelten
        die Bestimmungen in Nummer 3.6.2.3.3 Buchstabe a und b.

    c)  Die Fahrkurve II ist entsprechend Nummer 3.8 zum ersten Mal zu
        durchfahren.

    d)  Wenn der Stillstand des Fahrzeugs am Ende des ersten Durchlaufs der
        Fahrkurve II erreicht wird, stehen 17 Sekunden zur Verfügung bis der
        zweite Durchlauf beginnt. Der Zähler zur Ermittlung der Fahrstrecke
        ist auf Null zu stellen.

    e)  Zwei Sekunden, bevor die erste Beschleunigung in dem zweiten Durchlauf
        beginnt, müssen die Proben-Umschaltventile auf den Probengas- und den
        Umgebungsluftprobenbeutel geschaltet werden.

    f)  Die Fahrkurve II ist entsprechend Nummer 3.8 zum zweiten Mal zu
        durchfahren.

    g)  Zwei Sekunden, nachdem das Fahrzeug den Stillstand am Ende der
        Fahrkurve II erreicht hat, sind die Umschaltventile auf Wartestellung
        zu schalten. Die Zahl der gemessenen Rollen- bzw. Wellenumdrehungen
        ist festzuhalten. Der Motor kann abgestellt werden.

    h)  Die Konzentrationen der Abgasbestandteile CO, CO
        2                         , CH, NO
        x                          müssen innerhalb von 20 Minuten ermittelt
        werden.

    i)  Die Berechnung der Menge der emittierten Luftverunreinigungen je
        Fahrkilometer erfolgt nach Nummer 3.13.

3.6.2.4 Prüfung der Verdunstungsemissionen beim Heißabstellen

    Mit der Bestimmung der Verdunstungsemissionen während eines
    60-minütigen Heißabstellens nach der Fahrkurve I wird die Prüfung des
    Verdunstungsemissionsverhaltens beendet.

    a)  Vor dem Ende der Fahrt nach der Fahrkurve I muss die Messkammer
        mehrere Minuten gespült worden sein.

    b)  Nach Beendigung der Fahrkurve I ist die Motorhaube zu schließen, und
        es sind alle Verbindungen vom Fahrzeug zum Prüfstand zu lösen. Das
        Fahrzeug ist dann unter möglichst geringer Betätigung des Fahrpedals
        zur Messkammer zu fahren. Vor der Messkammer ist der Motor
        abzustellen; der Zeitpunkt der Motorabstellung ist zu notieren. Das
        Fahrzeug muss dann antriebslos in die Messkammer gebracht werden.

    c)  Das/die Gebläse zum Durchmischen der Kammer muss/müssen eingeschaltet
        werden, bevor das Fahrzeug in die Messkammer kommt.

    d)  Fenster und Kofferraumdeckel des Fahrzeugs müssen jetzt offen sein.

    e)  Die Temperatur der Raumluft ist von nun an aufzuzeichnen.

    f)  Innerhalb von zwei Minuten nach dem Abstellen des Motors und innerhalb
        von sieben Minuten nach dem Ende der Fahrkurve I muss die Messkammer
        gasdicht verschlossen werden.

    g)  Die CH-Konzentration in der Messkammer wird mit dem FID (Analysator
        mit Flammenionisations-Detektor) gemessen und von nun an fortlaufend
        registriert. Der kurz nach dem Schließen der Messkammer gemessene Wert
        der CH-Konzentration bildet den Anfangswert für die Auswertung nach
        Abschnitt 3.12.

    h)  Das Fahrzeug muss 60 Minuten (± 0,5 Minuten) innerhalb der Messkammer
        stehen. Am Ende der 60 Minuten (± 0,5 Minuten) dauernden Prüfzeit wird
        die CH-Konzentration in der Messkammer bestimmt. Dieser Wert bildet
        den Endwert für die Auswertung nach Nummer 3.12.

    i)  Die Prüfung der Verdunstungsemissionen ist damit abgeschlossen.

3.6.3 Fahrzeuge mit Selbstzündungsmotoren (Dieselmotoren)

3.6.3.1 Allgemeines zum Prüfablauf

    Die Fahrzeugvorbereitung wird mit dem Abstellen des Fahrzeugs bei
    einer Umgebungstemperatur zwischen 20 und 30 °C zur Konditionierung
    für die Emissionsprüfungen abgeschlossen. Mindestens zwölf und
    höchstens 36 Stunden nach dem Abstellen des Fahrzeugs beginnt die
    Prüfung der Abgasemissionen in der Fahrkurve I.

3.6.3.2 Prüfung der Abgasemissionen von Fahrzeugen mit Selbstzündungsmotoren
    (Dieselmotoren)

    Es gelten die Ausführungen, die in Nummer 3.6.2.3 für die Prüfung der
    Abgasemissionen von Fahrzeugen mit Fremdzündungsmotoren (Ottomotoren)
    gemacht worden sind, mit den folgenden Ergänzungen und Abänderungen
    (siehe Figur 5).

3.6.3.2.1 Allgemeines

    Das Abgas wird in einem Verdünnungstunnel mit Umgebungsluft vermischt.

    Zur Partikelmessung wird ein proportionaler Teilstrom über eine Sonde
    entnommen. Die Partikel werden aus dem Abgas-Luft-Probenstrom zur
    nachfolgenden Wägung abgeschieden.

    Die sechs Filter sind in der Partikelprobenleitung derart angeordnet,
    dass sie drei parallele Filterpaare bilden, das heißt in jedem
    Verzweigungsteil sind zwei Filter in Richtung des Probengasstroms
    hintereinander geschaltet. In jeder Verzweigung müssen gleiche
    Strömungsverhältnisse herrschen. Schnellschaltventile sind derart
    anzuordnen, dass die Filterpaare nacheinander mit dem Probengasstrom
    beaufschlagt werden können. Die zeitliche Abfolge der Beaufschlagung
    entspricht der in Nummer 3.6.2.3.1 beschriebenen Probenzuführung für
    die drei Phasen der Fahrkurve I. Die CH-Konzentration wird im
    verdünnten Abgas mit einem beheizten FID (HFID) fortlaufend gemessen,
    registriert und integriert. Das Probengas wird über eine separate
    Sonde entnommen.

    Die Probeentnahme für die Sammelbeutel zum Zwecke der anschließenden
    Konzentrationsmessungen entspricht dem in Nummer 3.6.2.3.1
    beschriebenen Verfahren.

    **Figur 5**

    **Schema eines Probenahme- und Analysesystems**

    **zur Bestimmung gas- und partikelförmiger Emissionen bei Pkw mit
    Dieselmotoren**

    ![bgbl1_2012_j0679-1_0300.jpg](bgbl1_2012_j0679-1_0300.jpg)

3.6.3.2.2 Vorbereitungen auf die Prüffahrten

    Der Ablauf entspricht dem in Nummer 3.6.2.3.2 für Fahrzeuge mit
    Fremdzündungsmotoren (Ottomotoren) beschriebenen Verfahren mit
    folgenden Ergänzungen:

    zu d) Die Aufzeichnungs- bzw. Registriereinrichtungen des beheizten FID
        (HFID) ist einzuschalten.

    zu f) Der Probengasstrom für den beheizten FID (HFID) muss mindestens 2
        l/min betragen.

    Während der Prüfung ist die Durchflussmenge durch die Partikelfilter
    so einzustellen, dass die Durchflussmenge auf ± 5 Prozent konstant
    bleibt. Die mittlere Temperatur und der Druck am Einlass des
    Durchflussmessgeräts sind aufzuzeichnen. Wenn die Durchflussmenge sich
    wegen einer zu hohen Filterbeladung unzulässig verändert, muss die
    Prüfung abgebrochen werden. Bei der Wiederholung muss eine geringere
    Durchflussrate eingestellt oder ein größerer Filter verwendet werden
    (gegebenenfalls beides).

3.6.3.2.3 Durchfahren der Fahrkurve I

    Die Bestimmungen aus Nummer 3.6.2.3.3 gelten mit folgenden Ergänzungen
    oder Änderungen.

    zu c) Von dem Zeitpunkt 505 Sekunden an wird das zweite Partikelfilterpaar
        beaufschlagt. An der Aufzeichnungseinrichtung für die
        Kohlenwasserstoffkonzentrationsmessung ist eine Markierung
        vorzunehmen, derzufolge die erste und zweite Phase identifiziert
        werden können. Die Integration der CH-Werte erfolgt getrennt nach den
        einzelnen Sammelphasen.

    zu d) Ebenfalls fünf Sekunden, nachdem der Motor zu laufen aufgehört hat,
        ist die Aufzeichnung der
        CH-Konzentration                          entsprechend zu markieren,
        ist die Integration über die zweite Phase zu beenden und ist der
        Probenstrom-Durchfluss durch das zweite Partikelfilterpaar zu beenden.

        Die bisher beaufschlagten beiden Partikelfilterpaare sind vorsichtig
        aus ihren jeweiligen Halterungen zu nehmen und zur nachfolgenden
        Wägung jede für sich in je eine Petrischale zu legen. Die
        Probenschalen sind abzudecken.

    zu e) Die für die Durchführung und Beendigung der CH-Messung sowie der
        Partikelabscheidung in der dritten Phase erforderlichen Schritte sind
        in Anlehnung an die zu den Buchstaben c und d beschriebenen
        Ergänzungen durchzuführen.

    zu f) Sobald wie möglich, keinesfalls jedoch später als eine Stunde nach der
        Beendigung der dritten Phase der Fahrkurve I, sind die sechs
        Partikelfilter für die Wägung zu konditionieren.

3.6.3.2.4 Durchfahren der Fahrkurve II

    Es gelten die Bestimmungen und der Ablauf nach Nummer 3.6.2.3.4. Eine
    Messung der Partikelemissionen ist nicht erforderlich.

3.6.4 Prüfung gemäß § 47a

    Nach Abschluss der Prüfung der Abgasemissionen in den Fahrkurven I und
    II durchlaufen die Prüffahrzeuge die Prüfung gemäß § 47a.

**3.7** **Gas-, Partikelentnahme, Analyse**

3.7.1 Probenahme

3.7.1.1 Prüfung nach Fahrkurve I

    Die Entnahme beginnt, wie nach Nummer 3.6.2.4 festgelegt, gleichzeitig
    mit dem Anlassen des Fahrzeugmotors. In getrennten Beuteln bzw.
    Filterpaaren werden während der

    a)  Kaltstart-Übergangsphase (505 Sekunden nach Kaltstartbeginn)

    b)  Kaltstart-stabilisierten Phase (von der 506. Sekunde bis zum
        Abstellen)

    c)  Warmstart-Übergangsphase (505 Sekunden nach Warmstartbeginn)

    der Fahrkurve I die dazugehörigen Abgas- und Partikelproben entnommen.
    Die Entnahme endet nach der dritten Phase mit laufendem Motor.
    Parallel zu jedem Abgasprobenbeutel werden Beutel mit
    Umgebungsluftproben gefüllt.

3.7.1.2 Prüfung nach Fahrkurve II

    Die Probennahme beginnt und endet mit laufendem Fahrzeugmotor. Während
    der gesamten Fahrtdauer gelangt die Abgas- und die Umgebungsluft in je
    einen Probenbeutel.

3.7.2 Analyse

3.7.2.1 Die Analyse der in den Beuteln enthaltenen Gase ist so bald wie
    möglich nach Beendigung der einzelnen Phasen der Prüfung
    durchzuführen; das unverdünnte Abgas in den Probenbeuteln muss
    innerhalb von 20 Minuten nach Phasenende analysiert werden. Die
    erforderlichen Partikelfilter sind wenigstens acht, höchstens 56
    Stunden in einer offenen, gegen Staubeinfall geschützten Schale vor
    dem Test in einer klimatisierten Kammer zu konditionieren (Temperatur,
    Feuchte). Nach dieser Konditionierung werden die leeren Filter gewogen
    und bis zur Verwendung aufbewahrt.

    Frühestens eine Stunde vor Beginn der Prüfung werden Filter der Kammer
    entnommen.

    Die beladenen Partikelfilter müssen spätestens eine Stunde nach dem
    Ende der Abgasprüfung in die Kammer gebracht, dort zwischen einer und
    56 Stunden konditioniert und anschließend gewogen werden.

3.7.2.2 Vor jeder Probenanalyse wird der Nullpunkt des jeweiligen Analysators
    mit dem jeweiligen Prüfgas eingestellt.

3.7.2.3 Die Kalibrierkurven der Analysatoren werden dann mit Prüfgasen
    eingestellt, deren Nennkonzentrationen zwischen 70 und 100 Prozent des
    Skalenendwerts liegen.

3.7.2.4 Anschließend wird die Nullstellung des Analysators erneut überprüft.
    Weicht der abgelesene Wert um mehr als 2 Prozent des Skalenendwerts
    von dem Wert ab, der bei der in Nummer 3.7.2.2 vorgeschriebenen
    Einstellung erzielt wurde, so ist der Vorgang zu wiederholen.

3.7.2.5 Anschließend sind die Proben zu analysieren.

3.7.2.6 Nach der Analyse werden Nullstellung und Einstellwerte mit den
    gleichen Gasen überprüft. Weichen diese Werte um nicht mehr als 2
    Prozent von denen ab, die nach der in Nummer 3.7.2.3 vorgeschriebenen
    Einstellung erzielt wurden, so können die Ergebnisse der Analyse für
    die Berechnung der Prüfungswerte herangezogen werden.

3.7.2.7 Bei allen in diesem Abschnitt beschriebenen Vorgängen müssen die
    Durchflussmengen und Drücke der verschiedenen Gase die gleichen sein
    wie bei der Kalibrierung der Analysatoren.

3.7.2.8 Die Konzentration der Kohlenwasserstoffe aus Motoren mit Selbstzündung
    wird am beheizten FID über die Dauer der Testphasen registriert und
    integriert. Nach Nummer 3.13 wird die emittierte Menge an
    Kohlenwasserstoffen bestimmt.

3.7.3 Bestimmung der Menge der emittierten luftverunreinigenden Gase und
    Partikel

3.7.3.1 Maßgebliches Volumen

    Das maßgebliche Volumen ist auf die Normalbedingungen 101,33 kPa und
    273,2 K zu korrigieren.

3.7.3.2 Gesamtmasse der emittierten luftverunreinigenden Gase und Partikel

    Die Masse m der vom Fahrzeug während der Prüfung emittierten
    gasförmigen Luftverunreinigungen wird für die einzelnen Testphasen
    durch das Produkt aus Volumenkonzentration und dem entsprechenden
    Gasvolumen basierend auf den nachstehenden Dichtewerten nach den
    vorgenannten Bezugsbedingungen berechnet:

    a)  für Kohlenmonoxid (CO): d = 1,25 kg/m
        3

    b)  für Kohlenwasserstoffe (CH
        1,85                         ): d = 0,619 kg/m
        3

    c)  für Stickoxide (NO
        2                         ): d = 2,05 kg/m
        3

    Die Masse m der vom Fahrzeug während der Prüfung emittierten Partikel
    wird für die einzelnen Testphasen aus der gewogenen Partikelmasse auf
    den Filterpaaren ermittelt. Mindestens 95 Prozent der Partikel müssen
    sich auf dem ersten Filter befinden. Unter diesen Bedingungen ist es
    ausreichend, die Massenbelegung des ersten Filters für die Berechnung
    der emittierten Partikelmasse heranzuziehen.

    Nummer 3.13 enthält die entsprechenden Berechnungsmethoden für die
    Bestimmung der Massen der emittierten luftverunreinigenden Gase und
    Partikel.

**3.8** **Fahrkurven zur Bestimmung der durchschnittlichen Emissionsmengen**

3.8.1 Allgemeines

    Das Prüffahrzeug durchfährt auf dem Fahrleistungsprüfstand die
    nachfolgend grafisch und tabellarisch beschriebenen Fahrkurven I und
    II, um die in den Abgasen enthaltenen gasförmigen und festen
    Luftverunreinigungen bestimmen zu können.

3.8.2 Zulässige Abweichungen

    Die Abweichungen von der vorgeschriebenen Geschwindigkeit zu einem
    beliebigen Zeitpunkt der Fahrkurven sind wie folgt begrenzt:

    Die Abweichung nach oben liegt um 3,2 km/h höher als die höchste
    Geschwindigkeit zum betreffenden Zeitpunkt ± 1 Sekunde.

    Die Abweichung nach unten liegt um 3,2 km/h tiefer als die niedrigste
    Geschwindigkeit zum betreffenden Zeitpunkt ± 1 Sekunde.

    Geschwindigkeitsabweichungen, die diese Toleranzen übersteigen, sind
    nur zulässig, wenn sie jeweils weniger als zwei Sekunden dauern.
    Geschwindigkeiten, die niedriger sind als vorgeschrieben, sind nur
    zulässig, falls das Fahrzeug dabei die höchste verfügbare Leistung
    abgibt.

3.8.3 Verwendung des Getriebes

    Bei Fahrzeugen mit Handschaltgetriebe werden die Schaltpunkte beim
    Durchfahren der Fahrkurve nach den Angaben des Herstellers festgelegt.

    Diese müssen den Empfehlungen des Herstellers an den Kunden sowie dem
    üblichen Fahrverhalten eines Fahrers entsprechen und das Nachfahren
    der Fahrkurven ermöglichen. Die Wahl der Schaltpunkte ist vom
    Technischen Dienst zu genehmigen.

    Werden vom Hersteller keine Schaltpunkte angegeben, werden diese vom
    Technischen Dienst ausgewählt.

    Fahrzeuge mit Automatikgetriebe sind in der höchsten Fahrstufe (drive)
    zu fahren.

3.8.4 Weitere Hinweise zum Durchfahren der Fahrkurven

3.8.4.1 Die Fahrkurven sind unter Einhaltung der vorgeschriebenen Toleranzen
    bei möglichst geringer Bewegung des Fahrpedals zu durchfahren. Unter
    Beachtung der angegebenen Schaltpunkte muss dabei stetig beschleunigt
    oder verzögert werden.

3.8.4.2 Ein Schaltvorgang muss so schnell wie möglich erfolgen; das Fahrpedal
    darf während des Gangwechsels nicht betätigt werden.

3.8.4.3 Falls die durch die Fahrkurve vorgegebenen Beschleunigungswerte nicht
    erreicht werden, muss das Fahrzeug so lange mit Volllast beschleunigt
    werden, bis der vorgeschriebene Geschwindigkeitswert der Fahrkurve
    erreicht wird.

3.8.4.4 Bei den Leerlaufphasen der Fahrkurve muss der Gang eingelegt und der
    Motor ausgekuppelt sein. Dies gilt nicht für die erste Leerlaufphase
    der Fahrkurve. Bei Fahrzeugen mit Automatikgetriebe muss die Fahrstufe
    drive gewählt und die Bremse betätigt sein.

3.8.4.5 Die Verzögerungsphasen der Fahrkurve werden bei eingelegtem Gang,
    eingekuppeltem Motor und entlastetem Fahrpedal durchfahren. Konstante
    Verzögerungen lassen sich gegebenenfalls durch Gebrauch der
    Fahrzeugbremse einhalten. Wird bis auf Stillstand verzögert, so ist
    bei 24 km/h auszukuppeln.

    ![bgbl1_2012_j0679-1_0310.jpg](bgbl1_2012_j0679-1_0310.jpg)

    ![bgbl1_2012_j0679-1_0320.jpg](bgbl1_2012_j0679-1_0320.jpg)

Collections: bundestag_gesetze
StVZO-2012
Level: 3.0