Source: https://www.gesetze-im-internet.de/solvv_2014/__13.html
Legislation: solvv_2014

Title: § 13 Im Nenner für den Abdeckungsgrad zu berücksichtigende Positionen; Grundgesamtheit für den Abdeckungsgrad

Description:
Verordnung zur angemessenen Eigenmittelausstattung von Instituten, Institutsgruppen, Finanzholding-Gruppen und gemischten Finanzholding-Gruppen (SolvV 2014)
Teil 2 - Nähere Bestimmungen zu den Eigenmittelanforderungen für Institute und Gruppen
Kapitel 1 - Interne Ansätze
Abschnitt 2 - Ergänzende Regelungen zum IRB-Ansatz
§ 13 Im Nenner für den Abdeckungsgrad zu berücksichtigende Positionen; Grundgesamtheit für den Abdeckungsgrad

Paragraph: 13

Full Text:
Verordnung zur angemessenen Eigenmittelausstattung von Instituten, Institutsgruppen, Finanzholding-Gruppen und gemischten Finanzholding-Gruppen (SolvV 2014)
Teil 2 - Nähere Bestimmungen zu den Eigenmittelanforderungen für Institute und Gruppen
Kapitel 1 - Interne Ansätze
Abschnitt 2 - Ergänzende Regelungen zum IRB-Ansatz
§ 13 Im Nenner für den Abdeckungsgrad zu berücksichtigende Positionen; Grundgesamtheit für den Abdeckungsgrad

(1) Im Nenner für einen Abdeckungsgrad sind sämtliche IRB-Ansatz-
Positionen und KSA-Positionen zu berücksichtigen, die zur
Grundgesamtheit für den Abdeckungsgrad gehören.

(2) Zur Grundgesamtheit für den Abdeckungsgrad gehören sämtliche KSA-
Positionen und IRB-Ansatz-Positionen, mit Ausnahme von

1.  Beteiligungspositionen nach Artikel 147 Absatz 2 Buchstabe e der
    Verordnung (EU) Nr. 575/2013,

2.  Verbriefungspositionen nach Artikel 4 Absatz 1 Nummer 62 der
    Verordnung (EU) Nr. 575/2013,

3.  sonstigen kreditunabhängigen Aktiva nach Artikel 147 Absatz 2
    Buchstabe g der Verordnung (EU) Nr. 575/2013,

4.  Risikopositionen in der Form eines Anteils an einem Organismus für
    gemeinsame Anlagen (OGA) im Sinne des Artikels 4 Absatz 1 Nummer 7 der
    Verordnung (EU) Nr. 575/2013,

5.  Risikopositionen, die nach der Entscheidung des Instituts nach Artikel
    150 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 ohne zeitliche Beschränkung von
    der Anwendung des IRB-Ansatzes ausgenommen sind,

6.  Risikopositionen eines gruppenangehörigen Unternehmens, das nicht das
    zuständige Institut für die Einhaltung der Eigenmittelanforderungen
    auf zusammengefasster Basis der Gruppe nach Artikel 11 Absatz 1 oder 2
    der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 ist, und für die die Bundesanstalt
    festgestellt hat, dass bereits vor Inkrafttreten dieser Verordnung vom
    Institut dargelegte wichtige Gründe bestanden haben, diese
    Risikopositionen nicht zu berücksichtigen,

7.  Risikopositionen, die zu einer übergangsweise ausnahmefähigen Art von
    Kreditrisikopositionen gehören, oder

8.  Risikopositionen, für die nach Artikel 107 Absatz 2 Satz 1 der
    Verordnung (EU) Nr. 575/2013 zur Berechnung der risikogewichteten
    Positionsbeträge die Behandlung gemäß Kapitel 6 Abschnitt 9 anzuwenden
    ist.

(3) Nach Absatz 2 Satz 1 Nummer 7 übergangsweise ausnahmefähig ist
eine Art von Kreditrisikopositionen nach Artikel 142 Absatz 1 Nummer 2
der Verordnung (EU) Nr. 575/2013, wenn die Bundesanstalt

1.  festgestellt hat, dass vom Institut dargelegte wichtige Gründe
    vorliegen, diese Art von Kreditrisikopositionen in der Grundgesamtheit
    für den Abdeckungsgrad nicht zu berücksichtigen,

2.  einem vom Institut vorgelegten Plan zugestimmt hat, dessen Umsetzung
    über einen angemessenen Zeitraum zum Wegfall der Gründe für die
    Nichtberücksichtigung dieser Art von Kreditrisikopositionen nach
    Nummer 1 führt.

Ein wichtiger Grund nach Satz 1 Nummer 1 liegt insbesondere dann vor,
wenn die Kreditrisikopositionen

1.  durch die Geschäfte eines Geschäftsbereichs nach Artikel 142 Absatz 1
    Nummer 3 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 begründet worden sind, der
    zu dem Zeitpunkt, an dem das Institut der Bundesanstalt seinen
    Umsetzungsplan für den IRB-Ansatz vorgelegt hat, noch nicht zu den
    Geschäftsbereichen des Instituts gehörte, und

2.  nicht in den Anwendungsbereich eines Ratingsystems oder
    Beteiligungsrisikomodells fallen, das das Institut bereits mit
    Zustimmung der Bundesanstalt nach Artikel 143 Absatz 2 der Verordnung
    (EU) Nr. 575/2013 für den IRB-Ansatz verwenden darf oder nach seinem
    von der Bundesanstalt genehmigten Umsetzungsplan für den IRB-Ansatz zu
    verwenden beabsichtigt.

(4) Ein Institut darf unter Einhaltung der Anforderungen nach § 11
Absatz 3 zusätzlich die folgenden IRB-Ansatz-Positionen in der
Grundgesamtheit für den Abdeckungsgrad berücksichtigen:

1.  IRB-Ansatz-Positionen, die der Forderungsklasse Beteiligungen nach
    Artikel 147 Absatz 2 Buchstabe e der Verordnung (EU) Nr. 575/2013
    zuzuordnen sind und mittels eines Ratingsystems oder
    Beteiligungsrisikomodells, das das Institut mit Zustimmung der
    Bundesanstalt nach Artikel 143 Absatz 2 der Verordnung (EU) Nr.
    575/2013 für den IRB-Ansatz verwenden darf, erfasst worden sind,

2.  Verbriefungspositionen nach Artikel 2 Nummer 19 der Verordnung (EU)
    2017/2402 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 12. Dezember
    2017 zur Festlegung eines allgemeinen Rahmens für Verbriefungen und
    zur Schaffung eines spezifischen Rahmens für einfache, transparente
    und standardisierte Verbriefung und zur Änderung der Richtlinien
    2009/65/EG, 2009/138/EG, 2011/61/EU und der Verordnungen (EG) Nr.
    1060/2009 und (EU) Nr. 648/2012 (ABl. L 347 vom 28.12.2017, S. 35),
    für die das Institut

    a)  SEC-IRBA nach Artikel 259 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 verwendet
        und dafür Kreditrisikopositionen des verbrieften Portfolios mit einem
        Ratingsystem erfasst hat, das das Institut mit Zustimmung der
        Bundesanstalt nach Artikel 143 Absatz 2 der Verordnung (EU) Nr.
        575/2013 für den IRB-Ansatz verwenden darf, oder

    b)  mit Zustimmung der Bundesanstalt ein internes Einstufungsverfahren
        nach Artikel 265 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 verwendet,

3.  Risikopositionen in der Form eines Anteils an einem OGA im Sinne des
    Artikels 152 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013, die das Institut nach
    Artikel 152 Absatz 1 Satz 1 dieser EU-Verordnung unter Verwendung der
    Methoden für den IRB-Ansatz berücksichtigt hat,

4.  Risikopositionen, die das Institut nach Artikel 150 Absatz 1
    Buchstaben d bis j oder nach Artikel 500a Absatz 3 der Verordnung (EU)
    Nr. 575/2013 von der Anwendung des IRB-Ansatzes ausgenommen hat und
    unter Verwendung des KSA bei der Ermittlung des
    Gesamtrisikopositionsbetrags nach Artikel 92 Absatz 3 der Verordnung
    (EU) Nr. 575/2013 berücksichtigt, sofern das Institut

    a)  diese Risikopositionen unter Verwendung von Ratingsystemen oder
        Beteiligungsrisikomodellen erfasst hat, die es mit Zustimmung der
        Bundesanstalt nach Artikel 143 Absatz 2 der Verordnung (EU) Nr.
        575/2013 für den IRB-Ansatz verwenden darf, und

    b)  für diese Risikopositionen IRB-Ansatz-Risikogewichte und
        risikogewichtete IRB-Ansatz-Positionsbeträge so ermittelt hat, als
        wären die Kreditrisikopositionen IRB-Ansatz-Positionen.

(5) Für Risikopositionen nach Absatz 4 Nummer 4 muss das Institut die
so ermittelten IRB-Ansatz-Risikogewichte und risikogewichteten IRB-
Ansatz-Positionsbeträge statt der KSA-Risikogewichte oder
risikogewichteten KSA-Positionsbeträge für die Berücksichtigung der
betreffenden Kreditrisikopositionen im Zähler und im Nenner für einen
Abdeckungsgrad berücksichtigen.

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SolvV-2014
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