Source: https://www.gesetze-im-internet.de/eidkg/__8a.html
Legislation: eidkg

Title: § 8a Einrichtung des elektronischen Identitätsnachweises mit einem mobilen Endgerät

Description:
Gesetz über eine Karte für Unionsbürger und Angehörige des Europäischen Wirtschaftsraums mit Funktion zum elektronischen Identitätsnachweis (eIDKG)
Abschnitt 2 - Ausstellung und Sperrung der eID-Karte; elektronischer Identitätsnachweis mit einem mobilen Endgerät
§ 8a Einrichtung des elektronischen Identitätsnachweises mit einem mobilen Endgerät

Paragraph: 8a

Full Text:
Gesetz über eine Karte für Unionsbürger und Angehörige des Europäischen Wirtschaftsraums mit Funktion zum elektronischen Identitätsnachweis (eIDKG)
Abschnitt 2 - Ausstellung und Sperrung der eID-Karte; elektronischer Identitätsnachweis mit einem mobilen Endgerät
§ 8a Einrichtung des elektronischen Identitätsnachweises mit einem mobilen Endgerät

(1) Auf elektronische Veranlassung durch den Karteninhaber übermittelt
der Kartenhersteller die Daten nach § 4 Absatz 4 Satz 2 aus dem Chip
der eID-Karte in einem sicheren Verfahren auf ein elektronisches
Speicher- und Verarbeitungsmedium in einem mobilen Endgerät. Der
Karteninhaber weist seine Identität gegenüber dem Kartenhersteller mit
einem elektronischen Identitätsnachweis nach § 12 nach. Ferner hat der
Kartenhersteller Maßnahmen gegen eine missbräuchliche Verwendung der
Daten im Anschluss an die Übermittlung der Daten auf das elektronische
Speicher- und Verarbeitungsmedium in dem mobilen Endgerät vorzusehen.
Der Karteninhaber ist auf seine Pflichten nach § 20 Absatz 2 sowie
darauf hinzuweisen, dass das mobile Endgerät hinsichtlich der in
seinem elektronischen Speicher- und Verarbeitungsmedium nach Absatz 1
gespeicherten Daten mit besonderer Sorgfalt zu behandeln ist.

(2) Die Gültigkeitsdauer eines elektronischen Identitätsnachweises
nach § 12 Absatz 3 Satz 1 Nummer 2 auf Grundlage einer Übermittlung
der Daten nach Absatz 1 beträgt fünf Jahre. Eine Verlängerung der
Gültigkeitsdauer ist nicht zulässig. Durch Rechtsverordnung nach § 25
Nummer 8a kann eine kürzere Gültigkeitsdauer festgelegt werden. Eine
Übermittlung nach Absatz 1 Satz 1 kann mehrfach durchgeführt werden.

(3) Im Zuge der Übermittlung nach Absatz 1 Satz 1 erzeugt der
Kartenhersteller einen neuen Sperrschlüssel und eine neue Sperrsumme
und übermittelt diese an den Sperrlistenbetreiber. § 9 Absatz 2 Satz 1
gilt entsprechend. Der Karteninhaber kann die Daten auf dem mobilen
Endgerät selbst löschen.

(4) Werden die auf das elektronische Speicher- und Verarbeitungsmedium
des mobilen Endgeräts übermittelten Daten nach Absatz 1 Satz 1
unrichtig, darf ein elektronischer Identitätsnachweis nach § 12 Absatz
3 Satz 1 Nummer 2 nicht durchgeführt werden. Zur weiteren Nutzung ist
erneut eine Übermittlung nach Absatz 1 Satz 1 unter Verwendung des
Chips der eID-Karte mit richtigen Angaben durchzuführen.

(5) Auf elektronischen Antrag des Karteninhabers hat der
Kartenhersteller diesem Auskunft zu erteilen darüber, jeweils zu
welchem Datum und zu welcher Uhrzeit eine Übermittlung nach Absatz 1
Satz 1 der Daten der eID-Karte des Karteninhabers auf ein
elektronisches Speicher- und Verarbeitungsmedium in einem mobilen
Endgerät durchgeführt wurde, sowie über jeweils den letzten Tag der
Gültigkeitsdauer, das Sperrkennwort und den Hersteller und die
Modellbezeichnung des mobilen Endgeräts. Zur Identifizierung der
antragstellenden Person hat der Kartenhersteller zur Person des
Karteninhabers einen elektronischen Identitätsnachweis nach § 12
durchzuführen.

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eIDKG
Level: 3.0