Source: https://www.gesetze-im-internet.de/bodsch_tzg_2008/__2.html
Legislation: bodschaetzg_2008

Title: § 2 Begriffsbestimmungen

Description:
Gesetz zur Schätzung des landwirtschaftlichen Kulturbodens (BodSchätzG 2008)
Abschnitt 1 - Allgemeines
§ 2 Begriffsbestimmungen

Paragraph: 2

Full Text:
Gesetz zur Schätzung des landwirtschaftlichen Kulturbodens (BodSchätzG 2008)
Abschnitt 1 - Allgemeines
§ 2 Begriffsbestimmungen

(1) Zu den landwirtschaftlich nutzbaren Flächen im Sinne des § 1
gehören die folgenden Nutzungsarten:

1.  Ackerland,

2.  Grünland.

(2) Bei der Feststellung der Nutzungsarten ist von einer der
natürlichen Ertragsfähigkeit entsprechenden gemeinüblichen
Bewirtschaftung auszugehen; abweichende Bewirtschaftungsformen bleiben
unberücksichtigt. Bei einem regelmäßigen Wechsel verschiedener
Nutzungsarten auf derselben Fläche (Wechselland) ist die
vorherrschende Nutzungsart anzunehmen. Die Bezeichnung der
abweichenden Nutzungsart ist zusätzlich in den Schätzungsbüchern und
-karten festzuhalten.

(3) Die Nutzungsarten werden durch die folgenden Merkmale bestimmt:

1.  das Ackerland umfasst die Bodenflächen zum feldmäßigen Anbau von
    Getreide, Hülsen- und Ölfrüchten, Hackfrüchten, Futterpflanzen, Obst-
    und Sonderkulturen sowie Gartengewächsen. Zum Ackerland gehört auch
    das Acker-Grünland, das durch einen Wechsel in der Nutzung von
    Ackerland und Grünland gekennzeichnet ist. Hierbei überwiegt die
    Ackernutzung.

2.  das Grünland umfasst die Dauergrasflächen, die in der Regel gemäht
    oder geweidet werden. Zum Grünland gehört auch der Grünland-Acker, der
    durch einen Wechsel in der Nutzung von Grünland und Ackerland
    gekennzeichnet ist. Hierbei überwiegt die Grünlandnutzung. Besonders
    zu bezeichnen sind:

    a)  als Grünland-Wiese diejenigen Dauergrasflächen, die infolge ihrer
        feuchten Lage nur gemäht werden können (absolutes Dauergrünland),

    b)  als Grünland-Streuwiese diejenigen stark vernässten
        Dauergrünlandflächen, die ausschließlich oder in der Hauptsache durch
        Entnahme von Streu genutzt werden können,

    c)  als Grünland-Hutung diejenigen Flächen geringer Ertragsfähigkeit, die
        nicht bestellt werden können und im Allgemeinen nur eine Weidenutzung
        zulassen.

Collections: bundestag_gesetze
BodSchätzG-2008
Level: 3.0