Source: https://www.gesetze-im-internet.de/fahrlg_2018/__16.html
Legislation: fahrlg_2018

Title: § 16 Ausbildungsfahrlehrer und Inhalt der Ausbildung

Description:
Gesetz über das Fahrlehrerwesen (FahrlG 2018)
Abschnitt 1 - Fahrlehrerlaubnis
§ 16 Ausbildungsfahrlehrer und Inhalt der Ausbildung

Paragraph: 16

Full Text:
Gesetz über das Fahrlehrerwesen (FahrlG 2018)
Abschnitt 1 - Fahrlehrerlaubnis
§ 16 Ausbildungsfahrlehrer und Inhalt der Ausbildung

(1) Wer Fahrlehreranwärter ausbildet (Ausbildungsfahrlehrer), bedarf
der Erlaubnis (Ausbildungsfahrlehrerlaubnis). Die
Ausbildungsfahrlehrerlaubnis wird auf Antrag erteilt, wenn der
Fahrlehrer

1.  seit mindestens drei Jahren im Besitz der Fahrlehrerlaubnisklasse BE
    ist und

2.  innerhalb der letzten zwei Jahre erfolgreich an einem fünftägigen
    Einweisungsseminar in einer amtlich anerkannten
    Fahrlehrerausbildungsstätte oder von einem Berufsverband der
    Fahrlehrer, sofern dieser hierfür von der nach Landesrecht zuständigen
    Behörde anerkannt ist, teilgenommen hat.

(2) Die Teilnahme an einem Einweisungsseminar nach Absatz 1 war
erfolgreich, wenn der Teilnehmer an allen Veranstaltungen des Seminars
teilgenommen und durch aktive Beteiligung gezeigt hat, dass er zur
Ausbildung von Fahrlehreranwärtern befähigt ist.

(3) Der Ausbildungsfahrlehrer hat den Fahrlehreranwärter sorgfältig
auszubilden. Er hat ihn vor allem theoretischen und praktischen
Unterricht durchführen zu lassen und hierbei anzuleiten und zu
beaufsichtigen. Zur Anleitung gehören insbesondere die Vorbereitung
und Auswertung des Unterrichts. Zu Beginn der Ausbildung hat der
Ausbildungsfahrlehrer während des theoretischen und praktischen
Unterrichts ständig anwesend zu sein.

(4) Die Ausbildungsfahrlehrerlaubnis wird schriftlich erteilt. Sie
kann – auch nachträglich – mit Auflagen versehen werden, soweit dies
erforderlich ist, um die ordnungsgemäße Durchführung der Ausbildung
und die Überwachung sicherzustellen. Von der
Ausbildungsfahrlehrerlaubnis darf nur zusammen mit der
Fahrschulerlaubnis oder im Rahmen eines Beschäftigungsverhältnisses
mit dem Inhaber einer Fahrschule nach § 35 Gebrauch gemacht werden.

(5) Für Ruhen und Erlöschen der Ausbildungsfahrlehrerlaubnis gilt § 13
entsprechend.

(6) Die Ausbildungsfahrlehrerlaubnis ist zurückzunehmen, wenn bei
ihrer Erteilung eine der Voraussetzungen des Absatzes 1 nicht
vorgelegen hat. Die nach Landesrecht zuständige Behörde kann von der
Rücknahme absehen, wenn der Mangel nicht mehr besteht.

(7) Wird nach Rücknahme oder Verzicht auf die
Ausbildungsfahrlehrerlaubnis eine neue Erlaubnis beantragt, ist Absatz
1 Satz 2 Nummer 1 anzuwenden. Innerhalb eines Jahres vor der
Neuerteilung der Ausbildungsfahrlehrerlaubnis hat der Antragsteller an
einer Fortbildung nach § 53 Absatz 3 teilzunehmen.

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FahrlG-2018
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