Source: https://www.gesetze-im-internet.de/zahntechmstrv/__2.html
Legislation: zahntechmstrv

Title: § 2 Meisterprüfungsberufsbild

Description:
Verordnung über das Meisterprüfungsberufsbild und über die  Prüfungsanforderungen in den Teilen I und II der Meisterprüfung im  Zahntechniker-Handwerk (ZahntechMstrV)
§ 2 Meisterprüfungsberufsbild

Paragraph: 2

Full Text:
Verordnung über das Meisterprüfungsberufsbild und über die  Prüfungsanforderungen in den Teilen I und II der Meisterprüfung im  Zahntechniker-Handwerk (ZahntechMstrV)
§ 2 Meisterprüfungsberufsbild

(1) Durch die Meisterprüfung wird festgestellt, ob der Prüfling
befähigt ist, einen Betrieb selbständig zu führen, technische,
kaufmännische und personalwirtschaftliche Leitungsaufgaben
wahrzunehmen, die Ausbildung durchzuführen und seine berufliche
Handlungskompetenz eigenverantwortlich umzusetzen und an neue
Bedarfslagen in diesen Bereichen anzupassen.

(2) Im Zahntechniker-Handwerk sind zum Zwecke der Meisterprüfung
folgende Fertigkeiten und Kenntnisse als ganzheitliche Qualifikationen
zu berücksichtigen:

1.  Kundenwünsche ermitteln, Kunden beraten, Serviceleistungen anbieten,
    Auftragsverhandlungen führen und Auftragsziele festlegen, Leistungen
    kalkulieren und Angebote erstellen, Verträge schließen,

2.  Aufgaben der technischen, kaufmännischen und personalwirtschaftlichen
    Betriebsführung wahrnehmen, insbesondere unter Berücksichtigung der
    Betriebsorganisation, der betrieblichen Aus- und Weiterbildung, des
    Qualitätsmanagements, der Haftungsvorschriften des
    Arbeitsschutzrechtes, des Datenschutzes, des Umweltschutzes sowie von
    Informations- und Kommunikationstechniken,

3.  Auftragsabwicklungsprozesse planen, organisieren, durchführen und
    überwachen,

4.  Aufträge durchführen, insbesondere unter Berücksichtigung von
    Fertigungstechniken, Instandhaltungsalternativen, berufsbezogenen
    rechtlichen Vorschriften und technischen Normen sowie der anerkannten
    Regeln der Technik, Personal, Material und Geräten sowie
    Einsatzmöglichkeiten von Auszubildenden,

5.  zahntechnische Arbeits- und Prozessabläufe, insbesondere unter
    Berücksichtigung der Hygienevorschriften, planen sowie Skizzen und
    Zeichnungen, auch unter Einsatz rechnergestützter Systeme, erstellen,

6.  Daten der Kieferrelationsbestimmung auch rechnergestützt ermitteln und
    in mechanische Geräte übertragen,

7.  Arten und Eigenschaften zu verarbeitender Werkstoffe, einschließlich
    der Ur- und Umformverfahren sowie Verfahren zur Oberflächenbehandlung
    und Stoffeigenschaftsänderung bei der Planung und Fertigung von
    Zahnersatz, kieferorthopädischen und therapeutischen Geräten,
    berücksichtigen,

8.  manuelle, mechanisch gesteuerte sowie programmgesteuerte Be- und
    Verarbeitungsverfahren beherrschen, auch unter Anwendung von
    lasergestützten sowie galvanischen Verfahren,

9.  Urformen, Umformen sowie Verbund- und Fügetechniken bei der
    Herstellung von Zahnersatz beherrschen,

10. individuelle Verbindungselemente für prothetische Arbeiten herstellen
    und einarbeiten; konfektionierte Verbindungselemente einarbeiten,

11. Zahnersatz, Defektprothesen, Epithesen, therapeutische Geräte,
    Schienen und Mundschutz planen, herstellen, instand setzen und ändern,

12. Zahnrestaurationen planen und herstellen,

13. Qualitätskontrollen durchführen, Fehler, Mängel und Störungen
    beseitigen, Ergebnisse bewerten und dokumentieren,

14. zahntechnische Leistungen abnehmen und dokumentieren sowie
    Nachkalkulation durchführen und Auftragsabwicklung auswerten.

Collections: bundestag_gesetze
ZahntechMstrV
Level: 2.0