Source: https://www.gesetze-im-internet.de/inso/__4c.html
Legislation: inso

Title: § 4c Aufhebung der Stundung

Description:
Insolvenzordnung (InsO)
Erster Teil - Allgemeine Vorschriften
§ 4c Aufhebung der Stundung

Paragraph: 4c

Full Text:
Insolvenzordnung (InsO)
Erster Teil - Allgemeine Vorschriften
§ 4c Aufhebung der Stundung

Das Gericht kann die Stundung aufheben, wenn

1.  der Schuldner vorsätzlich oder grob fahrlässig unrichtige Angaben über
    Umstände gemacht hat, die für die Eröffnung des Insolvenzverfahrens
    oder die Stundung maßgebend sind, oder eine vom Gericht verlangte
    Erklärung über seine Verhältnisse nicht abgegeben hat;

2.  die persönlichen oder wirtschaftlichen Voraussetzungen für die
    Stundung nicht vorgelegen haben; in diesem Fall ist die Aufhebung
    ausgeschlossen, wenn seit der Beendigung des Verfahrens vier Jahre
    vergangen sind;

3.  der Schuldner länger als drei Monate mit der Zahlung einer Monatsrate
    oder mit der Zahlung eines sonstigen Betrages schuldhaft in Rückstand
    ist;

4.  der Schuldner keine angemessene Erwerbstätigkeit ausübt und, wenn er
    ohne Beschäftigung ist, sich nicht um eine solche bemüht oder eine
    zumutbare Tätigkeit ablehnt und dadurch die Befriedigung der
    Insolvenzgläubiger beeinträchtigt; dies gilt nicht, wenn den Schuldner
    kein Verschulden trifft; § 296 Absatz 2 Satz 2 und 3 gilt
    entsprechend;

5.  die Restschuldbefreiung versagt oder widerrufen wird.

Collections: bundestag_gesetze
InsO
Level: 3.0