Source: https://www.gesetze-im-internet.de/jarbschg/__21a.html
Legislation: jarbschg

Title: § 21a Abweichende Regelungen

Description:
Gesetz zum Schutze der arbeitenden Jugend (JArbSchG)
Dritter Abschnitt - Beschäftigung Jugendlicher
Erster Titel - Arbeitszeit und Freizeit
§ 21a Abweichende Regelungen

Paragraph: 21a

Full Text:
Gesetz zum Schutze der arbeitenden Jugend (JArbSchG)
Dritter Abschnitt - Beschäftigung Jugendlicher
Erster Titel - Arbeitszeit und Freizeit
§ 21a Abweichende Regelungen

(1) In einem Tarifvertrag oder auf Grund eines Tarifvertrages in einer
Betriebsvereinbarung kann zugelassen werden

1.  abweichend von den §§ 8, 15, 16 Abs. 3 und 4, § 17 Abs. 3 und § 18
    Abs. 3 die Arbeitszeit bis zu neun Stunden täglich, 44 Stunden
    wöchentlich und bis zu fünfeinhalb Tagen in der Woche anders zu
    verteilen, jedoch nur unter Einhaltung einer durchschnittlichen
    Wochenarbeitszeit von 40 Stunden in einem Ausgleichszeitraum von zwei
    Monaten,

2.  abweichend von § 11 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 und Abs. 2 die Ruhepausen bis
    zu 15 Minuten zu kürzen und die Lage der Pausen anders zu bestimmen,

3.  abweichend von § 12 die Schichtzeit mit Ausnahme des Bergbaus unter
    Tage bis zu einer Stunde täglich zu verlängern,

4.  abweichend von § 16 Abs. 1 und 2 Jugendliche an 26 Samstagen im Jahr
    oder an jedem Samstag zu beschäftigen, wenn statt dessen der
    Jugendliche an einem anderen Werktag derselben Woche von der
    Beschäftigung freigestellt wird,

5.  abweichend von den §§ 15, 16 Abs. 3 und 4, § 17 Abs. 3 und § 18 Abs. 3
    Jugendliche bei einer Beschäftigung an einem Samstag oder an einem
    Sonn- oder Feiertag unter vier Stunden an einem anderen Arbeitstag
    derselben oder der folgenden Woche vor- oder nachmittags von der
    Beschäftigung freizustellen,

6.  abweichend von § 17 Abs. 2 Satz 2 Jugendliche im Gaststätten- und
    Schaustellergewerbe sowie in der Landwirtschaft während der Saison
    oder der Erntezeit an drei Sonntagen im Monat zu beschäftigen.

(2) Im Geltungsbereich eines Tarifvertrages nach Absatz 1 kann die
abweichende tarifvertragliche Regelung im Betrieb eines nicht
tarifgebundenen Arbeitgebers durch Betriebsvereinbarung oder, wenn ein
Betriebsrat nicht besteht, durch schriftliche Vereinbarung zwischen
dem Arbeitgeber und dem Jugendlichen übernommen werden.

(3) Die Kirchen und die öffentlich-rechtlichen Religionsgesellschaften
können die in Absatz 1 genannten Abweichungen in ihren Regelungen
vorsehen.

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JArbSchG
Level: 4.0