Source: https://www.gesetze-im-internet.de/stpo/__453.html
Legislation: stpo

Title: § 453 Nachträgliche Entscheidung über Strafaussetzung zur Bewährung oder Verwarnung mit Strafvorbehalt

Description:
Strafprozeßordnung (StPO)
Siebentes Buch - Strafvollstreckung und Kosten des Verfahrens
Erster Abschnitt - Strafvollstreckung
§ 453 Nachträgliche Entscheidung über Strafaussetzung zur Bewährung oder Verwarnung mit Strafvorbehalt

Paragraph: 453

Full Text:
Strafprozeßordnung (StPO)
Siebentes Buch - Strafvollstreckung und Kosten des Verfahrens
Erster Abschnitt - Strafvollstreckung
§ 453 Nachträgliche Entscheidung über Strafaussetzung zur Bewährung oder Verwarnung mit Strafvorbehalt

(1) Die nachträglichen Entscheidungen, die sich auf eine
Strafaussetzung zur Bewährung oder eine Verwarnung mit Strafvorbehalt
beziehen (§§ 56a bis 56g, 58, 59a, 59b des Strafgesetzbuches), trifft
das Gericht ohne mündliche Verhandlung durch Beschluß. Die
Staatsanwaltschaft und der Angeklagte sind zu hören. § 246a Absatz 2
und § 454 Absatz 2 Satz 4 gelten entsprechend. Hat das Gericht über
einen Widerruf der Strafaussetzung wegen Verstoßes gegen Auflagen oder
Weisungen zu entscheiden, so soll es dem Verurteilten Gelegenheit zur
mündlichen Anhörung geben. Ist ein Bewährungshelfer bestellt, so
unterrichtet ihn das Gericht, wenn eine Entscheidung über den Widerruf
der Strafaussetzung oder den Straferlaß in Betracht kommt; über
Erkenntnisse, die dem Gericht aus anderen Strafverfahren bekannt
geworden sind, soll es ihn unterrichten, wenn der Zweck der
Bewährungsaufsicht dies angezeigt erscheinen läßt.

(2) Gegen die Entscheidungen nach Absatz 1 ist Beschwerde zulässig.
Sie kann nur darauf gestützt werden, daß eine getroffene Anordnung
gesetzwidrig ist oder daß die Bewährungszeit nachträglich verlängert
worden ist. Der Widerruf der Aussetzung, der Erlaß der Strafe, der
Widerruf des Erlasses, die Verurteilung zu der vorbehaltenen Strafe
und die Feststellung, daß es bei der Verwarnung sein Bewenden hat (§§
56f, 56g, 59b des Strafgesetzbuches), können mit sofortiger Beschwerde
angefochten werden.

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