Source: https://www.gesetze-im-internet.de/pstv/__31.html
Legislation: pstv

Title: § 31 Lebendgeburt, Totgeburt, Fehlgeburt

Description:
Verordnung zur Ausführung des Personenstandsgesetzes (PStV)
Kapitel 5 - Geburt
§ 31 Lebendgeburt, Totgeburt, Fehlgeburt

Paragraph: 31

Full Text:
Verordnung zur Ausführung des Personenstandsgesetzes (PStV)
Kapitel 5 - Geburt
§ 31 Lebendgeburt, Totgeburt, Fehlgeburt

(1) Eine Lebendgeburt liegt vor, wenn bei einem Kind nach der
Scheidung vom Mutterleib entweder das Herz geschlagen oder die
Nabelschnur pulsiert oder die natürliche Lungenatmung eingesetzt hat.

(2) Hat sich keines der in Absatz 1 genannten Merkmale des Lebens
gezeigt, gilt die Leibesfrucht als ein tot geborenes Kind im Sinne des
§ 21 Absatz 2 des Gesetzes, wenn

1.  das Gewicht des Kindes mindestens 500 Gramm beträgt oder

2.  das Gewicht des Kindes unter 500 Gramm beträgt, aber die 24.
    Schwangerschaftswoche erreicht wurde,

im Übrigen als Fehlgeburt. Eine Fehlgeburt wird nicht im
Personenstandsregister beurkundet. Sie kann von einer Person, der bei
Lebendgeburt die Personensorge zugestanden hätte, dem Standesamt, in
dessen Zuständigkeitsbereich die Fehlgeburt erfolgte, angezeigt
werden. In diesem Fall erteilt das Standesamt dem Anzeigenden auf
Wunsch eine Bescheinigung mit einem Formular nach dem Muster der
Anlage 11.

(3) Eine Fehlgeburt ist abweichend von Absatz 2 Satz 2 als ein tot
geborenes Kind zu beurkunden, wenn sie Teil einer Mehrlingsgeburt ist,
bei der mindestens ein Kind nach Absatz 1 oder 2 zu beurkunden ist; §
21 Absatz 2 des Gesetzes gilt entsprechend.

Collections: bundestag_gesetze
PStV
Level: 3.0