Source: https://www.gesetze-im-internet.de/pstg/__63.html
Legislation: pstg

Title: § 63 Benutzung in besonderen Fällen

Description:
Personenstandsgesetz (PStG)
Kapitel 9 - Beweiskraft und Benutzung der Personenstandsregister
Abschnitt 2 - Benutzung der Personenstandsregister
§ 63 Benutzung in besonderen Fällen

Paragraph: 63

Full Text:
Personenstandsgesetz (PStG)
Kapitel 9 - Beweiskraft und Benutzung der Personenstandsregister
Abschnitt 2 - Benutzung der Personenstandsregister
§ 63 Benutzung in besonderen Fällen

(1) Ist ein Kind angenommen, so darf abweichend von § 62 ein
beglaubigter Registerausdruck aus dem Geburtseintrag nur den
Annehmenden, deren Eltern, dem gesetzlichen Vertreter des Kindes und
dem über 16 Jahre alten Kind selbst erteilt werden. Diese Beschränkung
entfällt mit dem Tod des Kindes; § 1758 des Bürgerlichen Gesetzbuchs
bleibt unberührt.

(2) Ist der Geschlechtseintrag einer Person nach § 2 Absatz 1 des
Gesetzes über die Selbstbestimmung in Bezug auf den Geschlechtseintrag
und sind die Vornamen einer Person nach § 2 Absatz 3 des Gesetzes über
die Selbstbestimmung in Bezug auf den Geschlechtseintrag geändert
worden, so gilt abweichend von § 62:

1.  eine Personenstandsurkunde aus dem Geburtseintrag darf nur der
    betroffenen Person selbst erteilt werden,

2.  eine Ehe- oder Lebenspartnerschaftsurkunde aus dem Ehe- oder
    Lebenspartnerschaftseintrag darf nur der betroffenen Person selbst
    sowie ihrem Ehegatten oder Lebenspartner erteilt werden.

Diese Beschränkungen entfallen mit dem Tod der betroffenen Person;
§ 13 des Gesetzes über die Selbstbestimmung in Bezug auf den
Geschlechtseintrag bleibt unberührt.

(3) Die Absätze 1 und 2 gelten entsprechend für Auskunft aus einem und
Einsicht in einen Registereintrag sowie Auskunft aus den und Einsicht
in die Sammelakten.

Collections: bundestag_gesetze
PStG
Level: 4.0