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Title: § 13 Elektrische Anlage

Description:
Verordnung über Allgemeine Bedingungen für den Netzanschluss und dessen Nutzung für die Elektrizitätsversorgung in Niederspannung (NAV)
Teil 2 - Netzanschluss
§ 13 Elektrische Anlage

Paragraph: 13

Full Text:
Verordnung über Allgemeine Bedingungen für den Netzanschluss und dessen Nutzung für die Elektrizitätsversorgung in Niederspannung (NAV)
Teil 2 - Netzanschluss
§ 13 Elektrische Anlage

(1) Für die ordnungsgemäße Errichtung, Erweiterung, Änderung und
Instandhaltung der elektrischen Anlage hinter der
Hausanschlusssicherung (Anlage) ist der Anschlussnehmer gegenüber dem
Netzbetreiber verantwortlich. Satz 1 gilt nicht für die
Messeinrichtungen, die nicht im Eigentum des Anschlussnehmers stehen.
Hat der Anschlussnehmer die Anlage ganz oder teilweise einem Dritten
vermietet oder sonst zur Benutzung überlassen, so bleibt er
verantwortlich.

(2) Unzulässige Rückwirkungen der Anlage sind auszuschließen. Um dies
zu gewährleisten, darf die Anlage nur nach den Vorschriften dieser
Verordnung, nach anderen anzuwendenden Rechtsvorschriften und
behördlichen Bestimmungen sowie nach den allgemein anerkannten Regeln
der Technik errichtet, erweitert, geändert und instand gehalten
werden. In Bezug auf die allgemein anerkannten Regeln der Technik gilt
§ 49 Abs. 2 Nr. 1 des Energiewirtschaftsgesetzes entsprechend. Die
Arbeiten dürfen außer durch den Netzbetreiber nur durch ein in ein
Installateurverzeichnis eines Netzbetreibers eingetragenes
Installationsunternehmen durchgeführt werden; im Interesse des
Anschlussnehmers darf der Netzbetreiber eine Eintragung in das
Installateurverzeichnis nur von dem Nachweis einer ausreichenden
fachlichen Qualifikation für die Durchführung der jeweiligen Arbeiten
abhängig machen. Mit Ausnahme des Abschnitts zwischen
Hausanschlusssicherung und Messeinrichtung einschließlich der
Messeinrichtung gilt Satz 4 nicht für Instandhaltungsarbeiten. Es
dürfen nur Materialien und Geräte verwendet werden, die entsprechend §
49 des Energiewirtschaftsgesetzes unter Beachtung der allgemein
anerkannten Regeln der Technik hergestellt wurden. Die Einhaltung der
Voraussetzungen des Satzes 6 wird vermutet, wenn die vorgeschriebene
CE-Kennzeichnung vorhanden ist. Sofern die CE-Kennzeichnung nicht
vorgeschrieben ist, wird dies auch vermutet, wenn die Materialien oder
Geräte das Zeichen einer akkreditierten Stelle tragen, insbesondere
das VDE-Zeichen oder das GS-Zeichen. Materialien und Geräte, die in
einem anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union oder der Türkei
oder einem Mitgliedstaat der Europäischen Freihandelsassoziation, der
Vertragspartei des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum
ist, rechtmäßig hergestellt oder in den Verkehr gebracht worden sind
und die den technischen Spezifikationen der Zeichen im Sinne des
Satzes 8 nicht entsprechen, werden einschließlich der von den
vorgenannten Staaten durchgeführten Prüfungen und Überwachungen als
gleichwertig behandelt, wenn mit ihnen das geforderte Schutzniveau
gleichermaßen dauerhaft erreicht wird. Der Netzbetreiber ist
berechtigt, die Ausführung der Arbeiten zu überwachen.

(3) Anlagenteile, in denen nicht gemessene elektrische Energie fließt,
können vom Netzbetreiber plombiert werden. Die dafür erforderliche
Ausstattung der Anlage ist nach den Angaben des Netzbetreibers vom
Anschlussnehmer zu veranlassen.

(4) In den Leitungen zwischen dem Ende des Hausanschlusses und dem
Zähler darf der Spannungsfall unter Zugrundelegung der Nennstromstärke
der vorgeschalteten Sicherung nicht mehr als 0,5 vom Hundert betragen.

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