Source: https://www.gesetze-im-internet.de/zuv_2020/__24.html
Legislation: zuv_2020

Title: § 24 Bestimmung des Emissionswertes der Anlage in der Basisperiode

Description:
Verordnung über die Zuteilung von Treibhausgas-Emissionsberechtigungen in der Handelsperiode 2013 bis 2020 (ZuV 2020)
Abschnitt 5 - Befreiung von Kleinemittenten
§ 24 Bestimmung des Emissionswertes der Anlage in der Basisperiode

Paragraph: 24

Full Text:
Verordnung über die Zuteilung von Treibhausgas-Emissionsberechtigungen in der Handelsperiode 2013 bis 2020 (ZuV 2020)
Abschnitt 5 - Befreiung von Kleinemittenten
§ 24 Bestimmung des Emissionswertes der Anlage in der Basisperiode

(1) Der Emissionswert der Anlage bezieht sich

1.  bei Anlagen nach Anhang 1 Teil 2 Nummer 1 bis 6 des Treibhausgas-
    Emissionshandelsgesetzes auf die Emissionsmenge je Produkteinheit für
    die Produkte Strom, Wärme oder mechanische Arbeit, jeweils getrennt
    nach gekoppelter und nicht gekoppelter Produktion;

2.  bei Anlagen nach Anhang 1 Teil 2 Nummer 7 bis 29 des Treibhausgas-
    Emissionshandelsgesetzes auf die Emissionsmenge je Produkteinheit für
    die Gesamtheit der unter der jeweiligen Tätigkeit hergestellten
    Produkte.

Der Emissionswert der Anlage je Produkteinheit in der Basisperiode
ergibt sich nach Maßgabe der nachfolgenden Absätze aus der Division
der jahresdurchschnittlichen Emissionen der Anlage in der Basisperiode
durch die jahresdurchschnittliche Produktionsmenge der Anlage in der
Basisperiode.

(2) Stellt eine Anlage nach Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 mehrere der dort
genannten Produkte her, so werden zur Bestimmung des Emissionswertes
der Anlage in der Basisperiode die Emissionswerte der einzelnen
Produkte entsprechend dem jahresdurchschnittlichen Anteil der dem
jeweiligen Produkt zuzuordnenden Emissionsmenge an den
jahresdurchschnittlichen Gesamtemissionen der Anlage in der
Basisperiode gewichtet. § 23 Absatz 4 Satz 2 gilt entsprechend. Werden
in einer unter Absatz 1 Satz 1 Nummer 2 fallenden Anlage mehrere der
in Anhang 1 Teil 2 Nummer 7 bis 29 des Treibhausgas-
Emissionshandelsgesetzes genannten Tätigkeiten durchgeführt, gilt Satz
1 entsprechend.

(3) Soweit eine Anlage in der Basisperiode Strom oder messbare Wärme
von anderen Anlagen bezogen hat, sind die auf diese Mengen
entfallenden Emissionen bei der Bestimmung des Emissionswertes der
Anlage hinzuzurechnen. Die Emissionen, die auf den aus einer anderen
Anlage bezogenen Strom entfallen, werden bestimmt, indem die
jahresdurchschnittlich bezogene Strommenge mit einem Emissionswert von
0,465 Tonnen Kohlendioxid pro Megawattstunde multipliziert wird. Die
auf den Bezug messbarer Wärme entfallenden Emissionen werden bestimmt,
indem die jahresdurchschnittlich bezogene Wärmemenge mit einem
Emissionswert von 62,3 Tonnen Kohlendioxid pro Terajoule multipliziert
wird.

(4) Soweit eine Anlage nach Anhang 1 Teil 2 Nummer 7 bis 29 des
Treibhausgas-Emissionshandelsgesetzes in der Basisperiode Strom oder
messbare Wärme an eine andere Anlage abgegeben hat, werden die
jahresdurchschnittlichen Emissionen, die der Produktion des
abgegebenen Stroms oder der abgegebenen Wärme nach Absatz 3 Satz 2 und
3 zuzurechnen sind, bei der Bestimmung des Emissionswertes der Anlage
von der Emissionsmenge abgezogen.

(5) Im Fall des gemeinsamen Minderungsnachweises nach Anhang 5 Teil 1
Nummer 1 Buchstabe b des Treibhausgas-Emissionshandelsgesetzes werden
zur Bestimmung des Emissionswertes des Verbundes in der Basisperiode
die Emissionswerte aller einbezogenen Anlagen in entsprechender
Anwendung von Absatz 2 Satz 1 gewichtet.

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ZuV-2020
Level: 3.0