Source: https://www.gesetze-im-internet.de/ogewv_2016/__16.html
Legislation: ogewv_2016

Title: Anlage 4 Einstufung des ökologischen Zustands und des ökologischen Potenzials

Description:
Verordnung zum Schutz der Oberflächengewässer (OGewV 2016)
Anlage 4 Einstufung des ökologischen Zustands und des ökologischen Potenzials

Paragraph: 16

Full Text:
Verordnung zum Schutz der Oberflächengewässer (OGewV 2016)
Anlage 4 Einstufung des ökologischen Zustands und des ökologischen Potenzials

(Fundstelle: BGBl. I 2016,1385 - 1396)

Die Einstufung richtet sich nach den in Tabelle 1 bezeichneten
Bewertungskriterien für den ökologischen Zustand oder das ökologische
Potenzial nach näherer Maßgabe der Qualitätskomponenten, die in den
Tabellen 2 bis 6 für die jeweilige Kategorie von
Oberflächenwasserkörpern aufgeführt sind.

Tabelle 1
**Allgemeine Einstufungskriterien für den Zustand von Flüssen, Seen,
Übergangsgewässern und Küstengewässern**

*    *   Sehr guter Zustand

    *   Guter Zustand

    *   Mäßiger Zustand

    *   Unbefriedigender
        Zustand

    *   Schlechter Zustand

*    *   Es sind bei dem jeweiligen Oberflächengewässertyp keine oder nur sehr
        geringfügige anthropogene Änderungen der Werte für die physikalisch-
        chemischen und hydromorphologischen Qualitätskomponenten gegenüber den
        Werten zu verzeichnen, die normalerweise bei Abwesenheit störender
        Einflüsse mit diesem Typ einhergehen (Referenzbedingungen).
        Die Werte für die biologischen Qualitätskomponenten des
        Oberflächengewässers entsprechen denen, die normalerweise bei
        Abwesenheit störender Einflüsse mit dem betreffenden Typ einhergehen,
        und zeigen keine oder nur sehr geringfügige Abweichungen an
        (Referenzbedingungen).
        Die typspezifischen Referenzbedingungen sind erfüllt und die
        typspezifischen Gemeinschaften sind vorhanden.

    *   Die Werte für die biologischen Qualitätskomponenten des
        Oberflächengewässertyps oberirdischer Gewässer zeigen geringe
        anthropogene Abweichungen an, weichen aber nur in geringem Maß von den
        Werten ab, die normalerweise bei Abwesenheit störender Einflüsse mit
        dem betreffenden Oberflächengewässertyp einhergehen
        (Referenzbedingungen).

    *   Die Werte für die biologischen Qualitätskomponenten des
        Oberflächengewässertyps weichen mäßig von den Werten ab, die
        normalerweise bei Abwesenheit störender Einflüsse mit dem betreffenden
        Oberflächengewässertyp einhergehen (Referenzbedingungen). Die Werte
        geben Hinweise auf mäßige anthropogene Abweichungen und weisen
        signifikant stärkere Störungen auf, als dies unter den Bedingungen des
        guten Zustands der Fall ist.

    *   Die Werte für die biologischen Qualitätskomponenten des betreffenden
        Typs oberirdischer Gewässer weisen stärkere Veränderungen auf und die
        Biozönosen weichen erheblich von denen ab, die normalerweise bei
        Abwesenheit störender Einflüsse mit dem betreffenden
        Oberflächengewässertyp einhergehen (Referenzbedingungen).

    *   Die Werte für die biologischen Qualitätskomponenten des betreffenden
        Typs oberirdischer Gewässer weisen erhebliche Veränderungen auf und
        große Teile der Biozönosen, die normalerweise bei Abwesenheit
        störender Einflüsse mit dem betreffenden Oberflächengewässertyp
        einhergehen (Referenzbedingungen), fehlen.

Tabelle 2
**Bestimmungen für den sehr guten, guten und mäßigen ökologischen
Zustand von Flüssen**

Biologische Qualitätskomponenten

*    *   Komponente

    *   Sehr guter Zustand

    *   Guter Zustand

    *   Mäßiger Zustand

*    *   Phytoplankton

    *   Die taxonomische Zusammensetzung des Phytoplanktons entspricht
        vollständig oder nahezu vollständig den Referenzbedingungen.
        Die durchschnittliche Abundanz des Phytoplanktons entspricht den
        typspezifischen physikalisch-chemischen Bedingungen und ist nicht so
        beschaffen, dass dadurch die typspezifischen Bedingungen für die
        Sichttiefe signifikant verändert werden.
        Planktonblüten treten mit einer Häufigkeit und Intensität auf, die den
        typspezifischen physikalisch-chemischen Bedingungen entsprechen.

    *   Die planktonischen Taxa weichen in ihrer Zusammensetzung und Abundanz
        geringfügig von den typspezifischen Gemeinschaften ab. Diese
        Abweichungen deuten nicht auf ein beschleunigtes Wachstum von Algen
        hin, das das Gleichgewicht der in dem Gewässer vorhandenen Organismen
        oder die physikalisch-chemische Qualität des Wassers oder Sediments in
        unerwünschter Weise stören würde.
        Es kann zu einem leichten Anstieg der Häufigkeit und Intensität der
        Planktonblüten kommen.

    *   Die Zusammensetzung der planktonischen Taxa weicht mäßig von der der
        typspezifischen Gemeinschaften ab.
        Bei der Abundanz sind mäßige Störungen zu verzeichnen, was dazu führen
        kann, dass bei den Werten für andere biologische und physikalisch-
        chemische Qualitätskomponenten signifikante unerwünschte Störungen
        auftreten.
        Es kann zu einem mäßigen Anstieg der Häufigkeit und Intensität der
        Planktonblüten kommen. In den Sommermonaten können anhaltende Blüten
        auftreten.

*    *   Makrophyten und
        Phytobenthos

    *   Die taxonomische Zusammensetzung entspricht vollständig oder nahezu
        vollständig den Referenzbedingungen.
        Es gibt keine erkennbaren Änderungen der durchschnittlichen
        makrophytischen und der durchschnittlichen phytobenthischen Abundanz.

    *   Die makrophytischen und phytobenthischen Taxa weichen in ihrer
        Zusammensetzung und Abundanz geringfügig von den typspezifischen
        Gemeinschaften ab. Diese Abweichungen deuten nicht auf ein
        beschleunigtes Wachstum von Algen oder höheren Pflanzen hin, das das
        Gleichgewicht der in dem Gewässer vorhandenen Organismen oder die
        physikalisch-chemische Qualität des Wassers oder Sediments in
        unerwünschter Weise stören würde.
        Die phytobenthische Lebensgemeinschaft wird nicht durch anthropogene
        Bakterienzotten und anthropogene Bakterienbeläge beeinträchtigt.

    *   Die Zusammensetzung der makrophytischen und phytobenthischen Taxa
        weicht mäßig von der der typspezifischen Gemeinschaft ab und ist in
        signifikanter Weise stärker gestört, als dies bei gutem Zustand der
        Fall ist.
        Es sind mäßige Änderungen der durchschnittlichen makrophytischen und
        der durchschnittlichen phytobenthischen Abundanz erkennbar.
        Die phytobenthische Lebensgemeinschaft kann durch anthropogene
        Bakterienzotten und anthropogene Bakterienbeläge beeinträchtigt und in
        bestimmten Gebieten verdrängt werden.

*    *   Benthische
        wirbellose Fauna

    *   Die taxonomische Zusammensetzung und die Abundanz entsprechen
        vollständig oder nahezu vollständig den Referenzbedingungen.
        Der Anteil störungsempfindlicher Taxa im Verhältnis zu den robusten
        Taxa zeigt keine Anzeichen für eine Abweichung von den Werten, die bei
        Vorliegen der Referenzbedingungen zu verzeichnen sind.
        Der Grad der Vielfalt der wirbellosen Taxa zeigt keine Anzeichen für
        Abweichungen von den Werten, die bei Vorliegen der Referenzbedingungen
        zu verzeichnen sind.

    *   Die wirbellosen Taxa weichen in ihrer Zusammensetzung und Abundanz
        geringfügig von den typspezifischen Gemeinschaften ab.
        Der Anteil der störungsempfindlichen Taxa im Verhältnis zu den
        robusten Taxa zeigt geringfügige Anzeichen für Abweichungen von den
        typspezifischen Werten.
        Der Grad der Vielfalt der wirbellosen Taxa zeigt geringfügige
        Anzeichen für Abweichungen von den typspezifischen Werten.

    *   Die wirbellosen Taxa weichen in Zusammensetzung und Abundanz mäßig von
        den typspezifischen Gemeinschaften ab.
        Wichtige taxonomische Gruppen der typspezifischen Gemeinschaft fehlen.
        Der Anteil der störungsempfindlichen Taxa im Verhältnis zu den
        robusten Taxa und der Grad der Vielfalt liegen beträchtlich unter dem
        typspezifischen Wert und in signifikanter Weise unter den Werten, die
        für einen guten Zustand gelten.

*    *   Fischfauna

    *   Zusammensetzung und Abundanz der Arten entsprechen vollständig oder
        nahezu vollständig den Referenzbedingungen.
        Alle typspezifischen störungsempfindlichen Arten sind vorhanden.
        Die Altersstrukturen der Fischgemeinschaften zeigen kaum Anzeichen
        anthropogener Störungen und deuten nicht auf Störungen bei der
        Fortpflanzung oder Entwicklung irgendeiner besonderen Art hin.

    *   Auf Grund anthropogener Einflüsse auf die physikalisch-chemischen und
        hydromorphologischen Qualitätskomponenten weichen die Arten in
        Zusammensetzung und Abundanz geringfügig von den typspezifischen
        Gemeinschaften ab.
        Die Altersstrukturen der Fischgemeinschaften zeigen Anzeichen für
        Störungen auf Grund anthropogener Einflüsse auf die physikalisch-
        chemischen oder hydromorphologischen Qualitätskomponenten und deuten
        in wenigen Fällen auf Störungen bei der Fortpflanzung oder Entwicklung
        einer bestimmten Art hin, sodass einige Altersstufen fehlen können.

    *   Auf Grund anthropogener Einflüsse auf die physikalisch-chemischen oder
        hydromorphologischen Qualitätskomponenten weichen die Arten in
        Zusammensetzung und Abundanz mäßig von den typspezifischen
        Gemeinschaften ab.
        Die Altersstrukturen der Fischgemeinschaften zeigen größere Anzeichen
        anthropogener Störungen, sodass ein mäßiger Teil der typspezifischen
        Arten fehlt oder sehr selten ist.

Hydromorphologische Qualitätskomponenten

*    *   Komponente

    *   Sehr guter Zustand

    *   Guter Zustand

    *   Mäßiger Zustand

*    *   Wasserhaushalt

    *   Menge und Dynamik der Strömung und die sich daraus ergebende
        Verbindung zum Grundwasser entsprechen vollständig oder nahezu
        vollständig den Referenzbedingungen.

    *   Bedingungen, unter denen die oben für die biologischen
        Qualitätskomponenten beschriebenen Werte erreicht werden können.

    *   Bedingungen, unter denen die oben für die biologischen
        Qualitätskomponenten beschriebenen Werte erreicht werden können.

*    *   Durchgängigkeit des
        Flusses

    *   Die Durchgängigkeit des Flusses wird nicht durch menschliche
        Tätigkeiten gestört und ermöglicht eine ungestörte Migration
        aquatischer Organismen und den Transport von Sedimenten.

    *   Bedingungen, unter denen die oben für die biologischen
        Qualitätskomponenten beschriebenen Werte erreicht werden können.

    *   Bedingungen, unter denen die oben für die biologischen
        Qualitätskomponenten beschriebenen Werte erreicht werden können.

*    *   Morphologie

    *   Laufentwicklung, Variationen von Breite und Tiefe,
        Strömungsgeschwindigkeiten, Substratbedingungen sowie Struktur und
        Bedingungen der Uferbereiche entsprechen vollständig oder nahezu
        vollständig den Referenzbedingungen.

    *   Bedingungen, unter denen die oben für die biologischen
        Qualitätskomponenten beschriebenen Werte erreicht werden können.

    *   Bedingungen, unter denen die oben für die biologischen
        Qualitätskomponenten beschriebenen Werte erreicht werden können.

Physikalisch-chemische und chemische Qualitätskomponenten

*    *   Komponente

    *   Sehr guter Zustand

    *   Guter Zustand

    *   Mäßiger Zustand

*    *   Allgemeine Bedingungen

    *   Die Werte für die physikalisch-chemischen Komponenten entsprechen
        vollständig oder nahezu vollständig den Werten, die bei Vorliegen der
        Referenzbedingungen zu verzeichnen sind.

    *   Die Werte für die Temperatur, die Sauerstoffbilanz, den pH-Wert, das
        Säureneutralisierungsvermögen und den Salzgehalt gehen nicht über den
        Bereich hinaus, innerhalb dessen die Funktionsfähigkeit des
        typspezifischen Ökosystems

    *   Bedingungen, unter denen die oben für die biologischen
        Qualitätskomponenten beschriebenen Werte erreicht werden können.

*    *
    *   Die Nährstoffkonzentrationen bleiben in dem Bereich, der normalerweise
        bei Vorliegen der Referenzbedingungen festzustellen ist.
        Salzgehalt, pH-Wert, Säureneutralisierungsvermögen und Temperatur
        zeigen keine Anzeichen anthropogener Störungen und bleiben in dem
        Bereich, der normalerweise bei Vorliegen der Referenzbedingungen
        festzustellen ist.

    *   und die Einhaltung der oben beschriebenen Werte für die biologischen
        Qualitätskomponenten gewährleistet sind.
        Die Nährstoffkonzentrationen liegen nicht über den Werten, bei denen
        die Funktionsfähigkeit des typspezifischen Ökosystems und die
        Einhaltung der oben beschriebenen Werte für die biologischen
        Qualitätskomponenten gewährleistet sind.

    *

*    *   Spezifische synthetische Schadstoffe

    *   Die Konzentrationen liegen bei nahe null oder zumindest unter der
        Nachweisgrenze der
        allgemein                        gebräuchlichen fortschrittlichsten
        Analysetechniken.

    *   Die Konzentrationen sind nicht höher als die Umweltqualitätsnormen
        nach Anlage 6.

    *   Bedingungen, unter denen die oben für die biologischen
        Qualitätskomponenten beschriebenen Werte erreicht werden können.

*    *   Spezifische nicht
        synthetische Schadstoffe

    *   Die Konzentrationen bleiben in dem Bereich, der normalerweise bei
        Vorliegen der Referenzbedingungen festzustellen ist
        (Hintergrundwerte).

    *   Die Konzentrationen sind nicht höher als die Umweltqualitätsnormen
        nach Anlage 6.

    *   Bedingungen, unter denen die oben für die biologischen
        Qualitätskomponenten beschriebenen Werte erreicht werden können.

Tabelle 3
**Bestimmungen für den sehr guten, guten und mäßigen ökologischen
Zustand von Seen**

Biologische Qualitätskomponenten

*    *   Komponente

    *   Sehr guter Zustand

    *   Guter Zustand

    *   Mäßiger Zustand

*    *   Phytoplankton

    *   Die taxonomische Zusammensetzung und die Abundanz des Phytoplanktons
        entsprechen vollständig oder nahezu vollständig den
        Referenzbedingungen.
        Die durchschnittliche Biomasse des Phytoplanktons entspricht den
        typspezifischen physikalisch-chemischen Bedingungen und ist nicht so
        beschaffen, dass dadurch die typspezifischen Bedingungen für die
        Sichttiefe signifikant verändert werden.
        Planktonblüten treten mit einer Häufigkeit und Intensität auf, die den
        typspezifischen physikalisch-chemischen Bedingungen entspricht.

    *   Die planktonischen Taxa weichen in ihrer Zusammensetzung und Abundanz
        geringfügig von den typspezifischen Gemeinschaften ab. Diese
        Abweichungen deuten nicht auf ein beschleunigtes Wachstum von Algen
        hin, das das Gleichgewicht der in dem Gewässer vorhandenen Organismen
        oder die physikalisch-chemische Qualität des Wassers oder Sediments in
        unerwünschter Weise stören würde.
        Es kann zu einem leichten Anstieg der Häufigkeit und Intensität der
        typspezifischen Planktonblüten kommen.

    *   Zusammensetzung und Abundanz der planktonischen Taxa weichen mäßig von
        denen der typspezifischen Gemeinschaften ab.
        Bei der Biomasse sind mäßige Störungen zu verzeichnen, was zu
        signifikanten unerwünschten Störungen bei anderen biologischen
        Qualitätskomponenten und bei der physikalisch-chemischen Qualität des
        Wassers oder Sediments führen kann.
        Es kann zu einem mäßigen Anstieg der Häufigkeit und Intensität der
        Planktonblüten kommen. In den Sommermonaten können anhaltende Blüten
        auftreten.

*    *   Makrophyten und
        Phytobenthos

    *   Die taxonomische Zusammensetzung entspricht vollständig oder nahezu
        vollständig den Referenzbedingungen.
        Es gibt keine erkennbaren Änderungen der durchschnittlichen
        makrophytischen und der durchschnittlichen phytobenthischen Abundanz.

    *   Die makrophytischen und phytobenthischen Taxa weichen in ihrer
        Zusammensetzung und Abundanz geringfügig von den typspezifischen
        Gemeinschaften ab. Diese Abweichungen deuten nicht auf ein
        beschleunigtes Wachstum von Algen oder höheren Pflanzen hin, das das
        Gleichgewicht der in dem Gewässer vorhandenen Organismen oder die
        physikalisch-chemische Qualität des Wassers in unerwünschter Weise
        stören würde.
        Die phytobenthische Lebensgemeinschaft wird nicht durch anthropogene
        Bakterienanhäufung und anthropogenen Bakterienbesatz beeinträchtigt.

    *   Die Zusammensetzung der makrophytischen und phytobenthischen Taxa
        weicht mäßig von der der typspezifischen Gemeinschaft ab und ist in
        signifikanter Weise stärker gestört, als dies bei gutem Zustand der
        Fall ist.
        Es sind mäßige Änderungen der durchschnittlichen makrophytischen und
        der durchschnittlichen phytobenthischen Abundanz erkennbar.
        Die phytobenthische Lebensgemeinschaft kann durch anthropogene
        Bakterienanhäufung und anthropogenen Bakterienbesatz beeinträchtigt
        und in bestimmten Gebieten verdrängt werden.

*    *   Benthische wirbellose Fauna

    *   Die taxonomische Zusammensetzung und die Abundanz entsprechen
        vollständig oder nahezu vollständig den Referenzbedingungen.
        Der Anteil störungsempfindlicher Taxa im Verhältnis zu robusten Taxa
        zeigt keine Anzeichen für eine Abweichung von den Werten, die bei
        Vorliegen der Referenzbedingungen zu verzeichnen sind.
        Der Grad der Vielfalt der wirbellosen Taxa zeigt keine Anzeichen für
        Abweichungen von den Werten, die bei Vorliegen der Referenzbedingungen
        zu verzeichnen sind.

    *   Die wirbellosen Taxa weichen in ihrer Zusammensetzung und Abundanz
        geringfügig von den typspezifischen Gemeinschaften ab.
        Der Anteil der störungsempfindlichen Taxa im Verhältnis zu den
        robusten Taxa zeigt geringfügige Anzeichen für Abweichungen von den
        Werten, die bei Vorliegen der Referenzbedingungen zu verzeichnen sind.
        Der Grad der Vielfalt der wirbellosen Taxa zeigt geringfügige
        Anzeichen für Abweichungen von den Werten, die bei Vorliegen der
        Referenzbedingungen zu verzeichnen sind.

    *   Die wirbellosen Taxa weichen in Zusammensetzung und Abundanz mäßig von
        den typspezifischen Gemeinschaften ab.
        Wichtige taxonomische Gruppen der typspezifischen Gemeinschaft fehlen.
        Der Anteil der störungsempfindlichen Taxa im Verhältnis zu den
        robusten Taxa und der Grad der Vielfalt liegen beträchtlich unter dem
        Wert, der bei Vorliegen der Referenzbedingungen zu verzeichnen ist,
        und in signifikanter Weise unter den Werten, die für einen guten
        Zustand gelten.

*    *   Fischfauna

    *   Zusammensetzung und Abundanz der Arten entsprechen vollständig oder
        nahezu vollständig den Referenzbedingungen.
        Alle typspezifischen störungsempfindlichen Arten sind vorhanden.
        Die Altersstrukturen der Fischgemeinschaften zeigen kaum Anzeichen
        anthropogener Störungen und deuten nicht auf Störungen bei der
        Fortpflanzung oder Entwicklung irgendeiner besonderen Art hin.

    *   Auf Grund anthropogener Einflüsse auf die physikalisch-chemischen und
        hydromorphologischen Qualitätskomponenten weichen die Arten in
        Zusammensetzung und Abundanz geringfügig von den typspezifischen
        Gemeinschaften ab.
        Die Altersstrukturen der Fischgemeinschaften zeigen Anzeichen für
        Störungen auf Grund anthropogener Einflüsse auf die physikalisch-
        chemischen oder hydromorphologischen Qualitätskomponenten und deuten
        in wenigen Fällen auf Störungen bei der Fortpflanzung oder Entwicklung
        einer bestimmten Art hin, sodass einige Altersstufen fehlen können.

    *   Auf Grund anthropogener Einflüsse auf die physikalisch-chemischen oder
        hydromorphologischen Qualitätskomponenten weichen die Arten in
        Zusammensetzung und Abundanz mäßig von den typspezifischen
        Gemeinschaften ab.
        Auf Grund anthropogener Einflüsse auf die physkalisch-chemischen oder
        hydromorphologischen Qualitätskomponenten zeigt die Altersstruktur der
        Fischgemeinschaften größere Anzeichen von Störungen, sodass ein
        mäßiger Teil der typspezifischen Arten fehlt oder sehr selten ist.

Hydromorphologische Qualitätskomponenten

*    *   Komponente

    *   Sehr guter Zustand

    *   Guter Zustand

    *   Mäßiger Zustand

*    *   Wasserhaushalt

    *   Menge und Dynamik der Strömung, Wasserstandsniveau, Verweildauer und
        die sich daraus ergebende Verbindung zum Grundwasser entsprechen
        vollständig oder nahezu vollständig den Referenzbedingungen.

    *   Bedingungen, unter denen die oben für die biologischen
        Qualitätskomponenten beschriebenen Werte erreicht werden können.

    *   Bedingungen, unter denen die oben für die biologischen
        Qualitätskomponenten beschriebenen Werte erreicht werden können.

*    *   Morphologie

    *   Variationen der Tiefe des Sees, Quantität und Struktur des Substrats
        sowie Struktur und Bedingungen des Uferbereichs entsprechen
        vollständig oder nahezu vollständig den Referenzbedingungen.

    *   Bedingungen, unter denen die oben für die biologischen
        Qualitätskomponenten beschriebenen Werte erreicht werden können.

    *   Bedingungen, unter denen die oben für die biologischen
        Qualitätskomponenten beschriebenen Werte erreicht werden können.

Physikalisch-chemische und chemische Qualitätskomponenten

*    *   Komponente

    *   Sehr guter Zustand

    *   Guter Zustand

    *   Mäßiger Zustand

*    *   Allgemeine Bedingungen

    *   Die Werte für die physikalisch-chemischen Komponenten entsprechen
        vollständig oder nahezu vollständig den Werten, die bei Vorliegen der
        Referenzbedingungen zu verzeichnen sind.
        Die Nährstoffkonzentrationen bleiben innerhalb des Wertespektrums, das
        normalerweise bei Vorliegen der Referenzbedingungen vorzufinden ist.
        Salzgehalt, pH-Wert, Säureneutralisierungsvermögen, Sichttiefe und
        Temperatur zeigen keine Anzeichen anthropogener Störungen und bleiben
        in dem Bereich, der normalerweise bei Vorliegen der
        Referenzbedingungen festzustellen ist.

    *   Die Werte für die Temperatur, die Sauerstoffbilanz, den pH-Wert, das
        Säureneutralisierungsvermögen, die Sichttiefe und den Salzgehalt gehen
        nicht über den Bereich hinaus, innerhalb dessen die Funktionsfähigkeit
        des Ökosystems und die Einhaltung der oben beschriebenen Werte für die
        biologischen Qualitätskomponenten gewährleistet sind.
        Die Nährstoffkonzentrationen liegen nicht über den Werten, bei denen
        die Funktionsfähigkeit des Ökosystems und die Einhaltung der oben
        beschriebenen Werte für die biologischen Qualitätskomponenten
        gewährleistet sind.

    *   Bedingungen, unter denen die oben für die biologischen
        Qualitätskomponenten beschriebenen Werte erreicht werden können.

*    *   Spezifische synthetische Schadstoffe

    *   Die Konzentrationen liegen bei nahe null oder zumindest unter der
        Nachweisgrenze der allgemein gebräuchlichen fortschrittlichsten
        Analysenmethoden.

    *   Die Konzentrationen sind nicht höher als die Umweltqualitätsnormen
        nach Anlage 6.

    *   Bedingungen, unter denen die oben für die biologischen
        Qualitätskomponenten beschriebenen Werte erreicht werden können.

*    *   Spezifische nicht
        synthetische Schadstoffe

    *   Die Konzentrationen bleiben in dem Bereich, der normalerweise bei
        Vorliegen der Referenzbedingungen festzustellen ist
        (Hintergrundwerte).

    *   Die Konzentrationen sind nicht höher als die Umweltqualitätsnormen
        nach Anlage 6.

    *   Bedingungen, unter denen die oben für die biologischen
        Qualitätskomponenten beschriebenen Werte erreicht werden können.

Tabelle 4
**Bestimmungen für den sehr guten, guten und mäßigen ökologischen
Zustand von Übergangsgewässern**

Biologische Qualitätskomponenten

*    *   Komponente

    *   Sehr guter Zustand

    *   Guter Zustand

    *   Mäßiger Zustand

*    *   Phytoplankton

    *   Zusammensetzung und Abundanz der phytoplanktonischen Taxa entsprechen
        den Referenzbedingungen.
        Die durchschnittliche Biomasse des Phytoplanktons entspricht den
        typspezifischen physikalisch-chemischen Bedingungen und ist nicht so
        beschaffen, dass dadurch die typspezifischen Transparenzbedingungen
        signifikant verändert werden.
        Planktonblüten treten mit einer Häufigkeit und Intensität auf, die den
        typspezifischen physikalisch-chemischen Bedingungen entsprechen.

    *   Es gibt geringfügige Abweichungen bei Zusammensetzung und Abundanz der
        phytoplanktonischen Taxa.
        Die Biomasse weicht geringfügig von den typspezifischen Bedingungen
        ab. Diese Abweichungen deuten nicht auf ein beschleunigtes Wachstum
        von Algen hin, das das Gleichgewicht der in dem Gewässer vorhandenen
        Organismen oder die physikalisch-chemische Qualität des Wassers in
        unerwünschter Weise stören würde.
        Es kann zu einem leichten Anstieg der Häufigkeit und Intensität der
        typspezifischen Planktonblüten kommen.

    *   Zusammensetzung und Abundanz der phytoplanktonischen Taxa weichen
        mäßig von den typspezifischen Bedingungen ab.
        Bei der Biomasse sind mäßige Störungen zu verzeichnen, was zu
        signifikanten unerwünschten Störungen bei anderen biologischen
        Qualitätskomponenten führen kann.
        Es kann zu einem mäßigen Anstieg der Häufigkeit und Intensität der
        typspezifischen Planktonblüten kommen. In den Sommermonaten können
        anhaltende Blüten auftreten.

*    *   Großalgen

    *   Die Zusammensetzung der Großalgentaxa entspricht den
        Referenzbedingungen.
        Es gibt keine erkennbaren Änderungen der Mächtigkeit der Großalgen auf
        Grund menschlicher Tätigkeiten.

    *   Die Großalgentaxa weichen in ihrer Zusammensetzung und Abundanz
        geringfügig von den typspezifischen Gemeinschaften ab. Diese
        Abweichungen deuten nicht auf ein beschleunigtes Wachstum von
        Phytobenthos oder höheren Pflanzen hin, das das Gleichgewicht der in
        dem Gewässer vorhandenen Organismen oder die physikalisch-chemische
        Qualität des Wassers in unerwünschter Weise stören würde.

    *   Die Zusammensetzung der Großalgentaxa weicht mäßig von den
        typspezifischen Bedingungen ab und ist in signifikanter Weise stärker
        gestört, als dies bei gutem Zustand der Fall ist.
        Es sind mäßige Änderungen der durchschnittlichen Großalgenabundanz
        erkennbar, die dazu führen können, dass das Gleichgewicht der in dem
        Gewässer verbundenen Organismen in unerwünschter Weise gestört wird.

*    *   Angiospermen

    *   Die taxonomische Zusammensetzung entspricht vollständig oder nahezu
        vollständig den Referenzbedingungen.
        Es gibt keine erkennbaren Änderungen der Abundanz der Angiospermen auf
        Grund menschlicher Tätigkeiten.

    *   Die Angiospermentaxa weichen in ihrer Zusammensetzung geringfügig von
        den typspezifischen Gemeinschaften ab.
        Die Abundanz der Angiospermen zeigt geringfügige Anzeichen für
        Störungen.

    *   Die Zusammensetzung der Angiospermentaxa weicht mäßig von der der
        typspezifischen Gemeinschaften ab und ist in signifikanter Weise
        stärker gestört, als dies bei gutem Zustand der Fall ist.
        Bei der Abundanz der Angiospermen sind mäßige Störungen festzustellen.

*    *   Benthische wirbellose Fauna

    *   Der Grad der Vielfalt und der Abundanz der wirbellosen Taxa liegt in
        dem Bereich, der normalerweise bei Vorliegen der Referenzbedingungen
        festzustellen ist.

    *   Der Grad der Vielfalt und der Abundanz der wirbellosen Taxa liegt
        geringfügig außerhalb des Bereichs, der den typspezifischen
        Bedingungen entspricht.

    *   Der Grad der Vielfalt und der Abundanz der wirbellosen Taxa liegt
        mäßig außerhalb des Bereichs, der den typspezifischen Bedingungen
        entspricht.

*    *
    *   Alle störungsempfindlichen Taxa, die bei Vorliegen der
        Referenzbedingungen gegeben sind, sind vorhanden.

    *   Die meisten empfindlichen Taxa der typspezifischen Gemeinschaften sind
        vorhanden.

    *   Es sind Taxa vorhanden, die auf Verschmutzung hindeuten.
        Viele empfindliche Taxa der typspezifischen Gemeinschaften fehlen.

*    *   Fischfauna

    *   Zusammensetzung und Abundanz der Arten entsprechen den
        Referenzbedingungen.

    *   Die Abundanz der störungsempfindlichen Arten zeigt geringfügige
        Anzeichen für Abweichungen von den typspezifischen Bedingungen auf
        Grund anthropogener Einflüsse auf die physikalisch-chemischen oder
        hydromorphologischen Qualitätskomponenten.

    *   Ein mäßiger Teil der typspezifischen störungsempfindlichen Arten fehlt
        auf Grund anthropogener Einflüsse auf die physikalisch-chemischen oder
        hydromorphologischen Qualitätskomponenten.

Hydromorphologische Qualitätskomponenten

*    *   Komponente

    *   Sehr guter Zustand

    *   Guter Zustand

    *   Mäßiger Zustand

*    *   Gezeiten

    *   Der Süßwasserzustrom sowie die Richtung und Geschwindigkeit der
        vorherrschenden Strömungen entsprechen vollständig oder nahezu
        vollständig den Referenzbedingungen.

    *   Bedingungen, unter denen die oben für die biologischen
        Qualitätskomponenten beschriebenen Werte erreicht werden können.

    *   Bedingungen, unter denen die oben für die biologischen
        Qualitätskomponenten beschriebenen Werte erreicht werden können.

*    *   Morphologie

    *   Tiefenvariationen, Quantität und Struktur des Substrats sowie Struktur
        und Bedingungen der Gezeitenzonen entsprechen vollständig oder nahezu
        vollständig den Referenzbedingungen.

    *   Bedingungen, unter denen die oben für die biologischen
        Qualitätskomponenten beschriebenen Werte erreicht werden können.

    *   Bedingungen, unter denen die oben für die biologischen
        Qualitätskomponenten beschriebenen Werte erreicht werden können.

Physikalisch-chemische und chemische Qualitätskomponenten

*    *   Komponente

    *   Sehr guter Zustand

    *   Guter Zustand

    *   Mäßiger Zustand

*    *   Allgemeine Bedingungen

    *   Die Werte für die physikalisch-chemischen Komponenten entsprechen
        vollständig oder nahezu vollständig den Werten, die bei Vorliegen der
        Referenzbedingungen zu verzeichnen sind.
        Die Nährstoffkonzentrationen bleiben in dem Bereich, der normalerweise
        bei Vorliegen der Referenzbedingungen festzustellen ist.
        Temperatur, Sauerstoffbilanz und Sichttiefe zeigen keine Anzeichen
        anthropogener Störungen und bleiben in dem Bereich, der normalerweise
        bei Vorliegen der Referenzbedingungen festzustellen ist.

    *   Die Werte für die Temperatur, den Sauerstoffhaushalt und die
        Sichttiefe gehen nicht über den Bereich hinaus, innerhalb dessen die
        Funktionsfähigkeit des Ökosystems und die Einhaltung der oben
        beschriebenen Werte für die biologischen Qualitätskomponenten
        gewährleistet sind.
        Die Nährstoffkonzentrationen liegen nicht über den Werten, bei denen
        die Funktionsfähigkeit des Ökosystems und die Einhaltung der oben
        beschriebenen Werte für die biologischen Qualitätskomponenten
        gewährleistet sind.

    *   Bedingungen, unter denen die oben für die biologischen
        Qualitätskomponenten beschriebenen Werte erreicht werden können.

*    *   Spezifische synthetische Schadstoffe

    *   Die Konzentrationen liegen bei nahe null oder zumindest unter der
        Nachweisgrenze der allgemein gebräuchlichen fortschrittlichsten
        Analysetechniken.

    *   Die Konzentrationen sind nicht höher als die Umweltqualitätsnormen
        nach Anlage 6.

    *   Bedingungen, unter denen die oben für die biologischen
        Qualitätskomponenten beschriebenen Werte erreicht werden können.

*    *   Spezifische
        nichtsynthetische
        Schadstoffe

    *   Die Konzentrationen bleiben in dem Bereich, der normalerweise bei
        Vorliegen der Referenzbedingungen festzustellen ist
        (Hintergrundwerte).

    *   Die Konzentrationen sind nicht höher als die Umweltqualitätsnormen
        nach Anlage 6.

    *   Bedingungen, unter denen die oben für die biologischen
        Qualitätskomponenten beschriebenen Werte erreicht werden können.

Tabelle 5
**Bestimmungen für den sehr guten, guten und mäßigen ökologischen
Zustand von Küstengewässern**

Biologische Qualitätskomponenten

*    *   Komponente

    *   Sehr guter Zustand

    *   Guter Zustand

    *   Mäßiger Zustand

*    *   Phytoplankton

    *   Zusammensetzung und Abundanz des Phytoplanktons entsprechen den
        Referenzbedingungen.
        Die durchschnittliche Biomasse des Phytoplanktons entspricht den
        typspezifischen physikalisch-chemischen Bedingungen und ist nicht so
        beschaffen, dass dadurch die typspezifischen Transparenzbedingungen
        signifikant verändert werden.
        Planktonblüten treten mit einer Häufigkeit und Intensität auf, die den
        typspezifischen physikalisch-chemischen Bedingungen entspricht.

    *   Zusammensetzung und Abundanz der phytoplanktonischen Taxa zeigen
        Anzeichen geringfügiger Störungen.
        Die Biomasse des Phytoplanktons weicht geringfügig von den
        typspezifischen Bedingungen ab. Diese Abweichungen deuten nicht auf
        ein beschleunigtes Wachstum von Algen hin, das das Gleichgewicht der
        in dem Gewässer vorhandenen Organismen oder die physikalisch-chemische
        Qualität des Wassers in unerwünschter Weise stören würde.
        Es kann zu einem leichten Anstieg der Häufigkeit und Intensität der
        typspezifischen Planktonblüten kommen.

    *   Zusammensetzung und Abundanz der planktonischen Taxa zeigen Anzeichen
        mäßiger Störungen.
        Die Biomasse des Phytoplanktons liegt deutlich außerhalb des Bereichs,
        der typspezifischen Bedingungen entspricht, was Auswirkungen auf die
        anderen biologischen Qualitätskomponenten hat.
        Es kann zu einem mäßigen Anstieg der Häufigkeit und Intensität der
        Planktonblüten kommen. In den Sommermonaten können anhaltende Blüten
        auftreten.

*    *   Großalgen und
        Angiospermen

    *   Alle störungsempfindlichen Großalgen- und Angiospermentaxa, die bei
        Vorliegen der Referenzbedingungen vorzufinden sind, sind vorhanden.
        Die Werte für die Großalgenmächtigkeit und für die Abundanz der
        Angiospermen entsprechen den Referenzbedingungen.

    *   Die meisten störungsempfindlichen Großalgen- und Angiospermentaxa, die
        bei Abwesenheit störender Einflüsse vorzufinden sind, sind vorhanden.
        Die Werte für die Großalgenbedeckung und für die Abundanz der
        Angiospermen zeigen Anzeichen geringfügiger Störungen.

    *   Es fehlt eine mäßige Zahl störungsempfindlicher Großalgen- und
        Angiospermentaxa, die bei Abwesenheit störender Einflüsse vorzufinden
        sind.
        Der Bedeckungsgrad der Großalgen und die Abundanz der Angiospermen
        sind mäßig gestört, was dazu führen kann, dass das Gleichgewicht der
        in dem Gewässer vorhandenen Organismen in unerwünschter Weise gestört
        wird.

*    *   Benthische wirbellose Fauna

    *   Der Grad der Vielfalt und der Abundanz der wirbellosen Taxa liegt in
        dem Bereich, der normalerweise bei Vorliegen der Referenzbedingungen
        festzustellen ist.
        Alle störungsempfindlichen Taxa, die bei Vorliegen der
        Referenzbedingungen gegeben sind, sind vorhanden.

    *   Der Grad der Vielfalt und der Abundanz der wirbellosen Taxa liegt
        geringfügig außerhalb des Bereichs, der den typspezifischen
        Bedingungen entspricht.
        Die meisten empfindlichen Taxa der typspezifischen Gemeinschaften sind
        vorhanden.

    *   Der Grad der Vielfalt und der Abundanz der wirbellosen Taxa liegt
        mäßig außerhalb des Bereichs, der typspezifischen Bedingungen
        entspricht.
        Es sind Taxa vorhanden, die auf Verschmutzung hindeuten.
        Viele empfindliche Taxa der typspezifischen Gemeinschaften fehlen.

Hydromorphologische Qualitätskomponenten

*    *   Komponente

    *   Sehr guter Zustand

    *   Guter Zustand

    *   Mäßiger Zustand

*    *   Gezeiten

    *   Der Süßwasserzustrom sowie Richtung und Geschwindigkeit der
        vorherrschenden Strömungen entsprechen vollständig oder nahezu
        vollständig den Referenzbedingungen.

    *   Bedingungen, unter denen die oben für die biologischen
        Qualitätskomponenten beschriebenen Werte erreicht werden können.

    *   Bedingungen, unter denen die oben für die biologischen
        Qualitätskomponenten beschriebenen Werte erreicht werden können.

*    *   Morphologie

    *   Tiefenvariation, Struktur und Substrat des Sediments der
        Küstengewässer sowie Struktur und Bedingungen der Gezeitenzonen
        entsprechen vollständig oder nahezu vollständig den
        Referenzbedingungen.

    *   Bedingungen, unter denen die oben für die biologischen
        Qualitätskomponenten beschriebenen Werte erreicht werden können.

    *   Bedingungen, unter denen die oben für die biologischen
        Qualitätskomponenten beschriebenen Werte erreicht werden können.

Physikalisch-chemische und chemische Qualitätskomponenten

*    *   Komponente

    *   Sehr guter Zustand

    *   Guter Zustand

    *   Mäßiger Zustand

*    *   Allgemeine Bedingungen

    *   Die physikalisch-chemischen Komponenten entsprechen vollständig oder
        nahezu vollständig den Werten, die bei Vorliegen der
        Referenzbedingungen zu verzeichnen sind.
        Die Nährstoffkonzentrationen bleiben in dem Bereich, der normalerweise
        bei Vorliegen der Referenzbedingungen festzustellen ist.
        Temperatur, Sauerstoffbilanz und Sichttiefe zeigen keine Anzeichen
        anthropogener Störungen und bleiben in dem Bereich, der normalerweise
        bei Vorliegen der Referenzbedingungen festzustellen ist.

    *   Die Werte für die Temperatur, den Sauerstoffhaushalt und die
        Sichttiefe gehen nicht über den Bereich hinaus, innerhalb dessen die
        Funktionsfähigkeit des Ökosystems und die Einhaltung der oben
        beschriebenen Werte für die biologischen Qualitätskomponenten
        gewährleistet sind.
        Die Nährstoffkonzentrationen liegen nicht über den Werten, bei denen
        die Funktionsfähigkeit des Ökosystems und die Einhaltung der oben
        beschriebenen Werte für die biologischen Qualitätskomponenten
        gewährleistet sind.

    *   Bedingungen, unter denen die oben für die biologischen
        Qualitätskomponenten beschriebenen Werte erreicht werden können.

*    *   Spezifische synthetische Schadstoffe

    *   Die Konzentrationen liegen bei nahe null oder zumindest unter der
        Nachweisgrenze der allgemein gebräuchlichen fortschrittlichsten
        Analysenmethoden.

    *   Die Konzentrationen sind nicht höher als die Umweltqualitätsnormen
        nach Anlage 6.

    *   Bedingungen, unter denen die oben für die biologischen
        Qualitätskomponenten beschriebenen Werte erreicht werden können.

*    *   Spezifische nicht
        synthetische Schadstoffe

    *   Die Konzentrationen bleiben in dem Bereich, der normalerweise bei
        Vorliegen der Referenzbedingungen festzustellen ist
        (Hintergrundwerte).

    *   Die Konzentrationen sind nicht höher als die Umweltqualitätsnormen
        nach Anlage 6.

    *   Bedingungen, unter denen die oben für die biologischen
        Qualitätskomponenten beschriebenen Werte erreicht werden können.

Tabelle 6
**Bestimmungen für das höchste, das gute und das mäßige ökologische
Potenzial von künstlichen oder erheblich veränderten Gewässern**

*    *   Komponente

    *   Höchstes ökologisches Potenzial

    *   Gutes ökologisches Potenzial

    *   Mäßiges ökologisches Potenzial

*    *   Biologische
        Qualitätskomponenten

    *   Die Werte für die einschlägigen biologischen Qualitätskomponenten
        entsprechen unter Berücksichtigung der physikalischen Bedingungen, die
        sich aus den künstlichen oder erheblich veränderten Eigenschaften des
        Gewässers ergeben, weitestgehend den Werten für den
        Oberflächengewässertyp, der am ehesten mit dem betreffenden Gewässer
        vergleichbar ist.

    *   Die Werte für die einschlägigen biologischen Qualitätskomponenten
        weichen geringfügig von den Werten ab, die für das höchste ökologische
        Potenzial gelten.

    *   Die Werte für die einschlägigen biologischen Qualitätskomponenten
        weichen mäßig von den Werten ab, die für das höchste ökologische
        Potenzial gelten.
        Diese Werte sind in signifikanter Weise stärker gestört, als dies bei
        einem guten ökologischen Potenzial der Fall ist.

*    *   Hydromorphologische Qualitätskomponenten

    *   Die hydromorphologischen Bedingungen sind so beschaffen, dass sich die
        Einwirkungen auf das Oberflächengewässer auf die Einwirkungen
        beschränken, die von den künstlichen oder erheblich veränderten
        Eigenschaften des Gewässers herrühren, nachdem alle Gegenmaßnahmen
        getroffen worden sind, um die beste Annäherung an die ökologische
        Durchgängigkeit sicherzustellen, insbesondere hinsichtlich der
        Wanderungsbewegungen der Fauna und angemessener Laich- und
        Aufzuchtgründe.

    *   Bedingungen, unter denen die oben für die biologischen
        Qualitätskomponenten beschriebenen Werte erreicht werden können.

    *   Bedingungen, unter denen die oben für die biologischen
        Qualitätskomponenten beschriebenen Werte erreicht werden können.

Physikalisch-chemische und chemische Qualitätskomponenten

*    *   Komponente

    *   Höchstes ökologisches Potenzial

    *   Gutes ökologisches Potenzial

    *   Mäßiges ökologisches Potenzial

*    *   Allgemeine Bedingungen

    *   Die physikalisch-chemischen Komponenten entsprechen vollständig oder
        nahezu vollständig den Referenzbedingungen des
        Oberflächengewässertyps, der mit dem betreffenden künstlichen oder
        erheblich veränderten Gewässer am ehesten vergleichbar ist.
        Die Nährstoffkonzentrationen bleiben in dem Bereich, der normalerweise
        bei Vorliegen der Referenzbedingungen festzustellen ist.

    *   Die Werte für die physikalisch-chemischen Komponenten liegen in dem
        Bereich, innerhalb dessen die Funktionsfähigkeit des Ökosystems und
        die Einhaltung der oben beschriebenen Werte für die biologischen
        Qualitätskomponenten gewährleistet sind.
        Die Werte für die Temperatur und der pH-Wert gehen nicht über den
        Bereich hinaus, innerhalb dessen die Funktionsfähigkeit des Ökosystems

    *   Bedingungen, unter denen die oben für die biologischen
        Qualitätskomponenten beschriebenen Werte erreicht werden können.

*    *
    *   Die Werte für die Temperatur und die Sauerstoffbilanz sowie der pH-
        Wert entsprechen den Werten, die bei Vorliegen der Referenzbedingungen
        in dem Oberflächengewässertyp vorzufinden sind, der dem betreffenden
        Gewässer am ehesten vergleichbar ist.

    *   und die Einhaltung der oben beschriebenen Werte für die biologischen
        Qualitätskomponenten gewährleistet sind.
        Die Nährstoffkonzentrationen gehen nicht über die Werte hinaus, bei
        denen die Funktionsfähigkeit des Ökosystems und die Einhaltung der
        oben beschriebenen Werte für die biologischen Qualitätskomponenten
        gewährleistet sind.

    *

*    *   Spezifische synthetische Schadstoffe

    *   Die Konzentrationen liegen bei nahe null oder zumindest unter der
        Nachweisgrenze der allgemein gebräuchlichen fortschrittlichsten
        Analysenmethoden.

    *   Die Konzentrationen sind nicht höher als die Umweltqualitätsnormen
        nach Anlage 6.

    *   Bedingungen, unter denen die oben für die biologischen
        Qualitätskomponenten beschriebenen Werte erreicht werden können.

*    *   Spezifische nicht
        synthetische Schadstoffe

    *   Die Konzentrationen bleiben in dem Bereich, der normalerweise bei
        Vorliegen der Referenzbedingungen mit dem Oberflächengewässertyp
        einhergeht, der am ehesten mit dem betreffenden künstlichen oder
        erheblich veränderten Gewässer vergleichbar ist (Hintergrundwerte).

    *   Die Konzentrationen sind nicht höher als die Umweltqualitätsnormen
        nach Anlage 6.

    *   Bedingungen, unter denen die oben für die biologischen
        Qualitätskomponenten beschriebenen Werte erreicht werden können.

(zu § 5 Absatz 3)

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