Source: https://www.gesetze-im-internet.de/umwstg_1995/__4.html
Legislation: umwstg_1995

Title: § 4 Auswirkungen auf den Gewinn der übernehmenden Personengesellschaft

Description:
Umwandlungssteuergesetz (UmwStG 1995)
Zweiter Teil - Vermögensübergang auf eine Personengesellschaft oder auf eine natürliche Person
§ 4 Auswirkungen auf den Gewinn der übernehmenden Personengesellschaft

Paragraph: 4

Full Text:
Umwandlungssteuergesetz (UmwStG 1995)
Zweiter Teil - Vermögensübergang auf eine Personengesellschaft oder auf eine natürliche Person
§ 4 Auswirkungen auf den Gewinn der übernehmenden Personengesellschaft

(1) Die Personengesellschaft hat die auf sie übergegangenen
Wirtschaftsgüter mit dem in der steuerlichen Schlussbilanz der
übertragenden Körperschaft enthaltenen Wert zu übernehmen.

(2)
1             Die übernehmende Personengesellschaft tritt in die
steuerliche Rechtsstellung der übertragenden Körperschaft ein,
insbesondere bezüglich der Bewertung der übernommenen
Wirtschaftsgüter, der Absetzungen für Abnutzung und der den
steuerlichen Gewinn mindernden Rücklagen.
2             Ein verbleibender Verlustvortrag im Sinne der §§ 2a,
10d, 15 Abs. 4 oder § 15a des Einkommensteuergesetzes geht nicht über.
3             Ist die Dauer der Zugehörigkeit eines Wirtschaftsguts
zum Betriebsvermögen für die Besteuerung bedeutsam, so ist der
Zeitraum seiner Zugehörigkeit zum Betriebsvermögen der übertragenden
Körperschaft der übernehmenden Personengesellschaft anzurechnen.

(3) Sind die übergegangenen Wirtschaftsgüter in der steuerlichen
Schlussbilanz der übertragenden Körperschaft mit einem über dem
Buchwert liegenden Wert angesetzt, sind die Absetzungen für Abnutzung
bei der übernehmenden Personengesellschaft in den Fällen des § 7 Abs.
4 Satz 1 und Abs. 5 des Einkommensteuergesetzes nach der bisherigen
Bemessungsgrundlage, in allen anderen Fällen nach dem Buchwert,
jeweils vermehrt um den Unterschiedsbetrag zwischen dem Buchwert der
einzelnen Wirtschaftsgüter und dem Wert, mit dem die Körperschaft die
Wirtschaftsgüter in der steuerlichen Schlussbilanz angesetzt hat, zu
bemessen.

(4)
1             Infolge des Vermögensübergangs ergibt sich ein
Übernahmegewinn oder Übernahmeverlust in Höhe des Unterschiedsbetrags
zwischen dem Wert, mit dem die übergegangenen Wirtschaftsgüter zu
übernehmen sind, und dem Buchwert der Anteile an der übertragenden
Körperschaft.
2             Der Buchwert ist der Wert, mit dem die Anteile nach den
steuerrechtlichen Vorschriften über die Gewinnermittlung in einer für
den steuerlichen Übertragungsstichtag aufzustellenden Steuerbilanz
anzusetzen sind oder anzusetzen wären.
3             Bei der Ermittlung des Übernahmegewinns oder des
Übernahmeverlustes bleibt der Wert der übergegangenen Wirtschaftsgüter
außer Ansatz, soweit er auf Anteile an der übertragenden Körperschaft
entfällt, die am steuerlichen Übertragungsstichtag nicht zum
Betriebsvermögen der übernehmenden Personengesellschaft gehören.

(5) Ein Übernahmegewinn erhöht sich und ein Übernahmeverlust
verringert sich um einen Sperrbetrag im Sinne des § 50c des
Einkommensteuergesetzes, soweit die Anteile an der übertragenden
Körperschaft am steuerlichen Übertragungsstichtag zum Betriebsvermögen
der übernehmenden Personengesellschaft gehören.

(6) Ein Übernahmeverlust bleibt außer Ansatz.

(7)
1             Der Übernahmegewinn bleibt außer Ansatz, soweit er auf
eine Körperschaft, Personenvereinigung oder Vermögensmasse als
Mitunternehmerin der Personengesellschaft entfällt.
2             In den übrigen Fällen ist er zur Hälfte anzusetzen.

Collections: bundestag_gesetze
UmwStG-1995
Level: 3.0