Source: https://www.gesetze-im-internet.de/behv/__12.html
Legislation: behv

Title: § 12 Versteigerungsverfahren

Description:
Verordnung zur Durchführung des Brennstoffemissionshandelsgesetzes (BEHV)
Abschnitt 2 - Veräußerung von Emissionszertifikaten (zu § 10 des Gesetzes)
Unterabschnitt 3 - Besondere Vorschriften für die Veräußerung von Emissionszertifikaten für das Jahr 2026
§ 12 Versteigerungsverfahren

Paragraph: 12

Full Text:
Verordnung zur Durchführung des Brennstoffemissionshandelsgesetzes (BEHV)
Abschnitt 2 - Veräußerung von Emissionszertifikaten (zu § 10 des Gesetzes)
Unterabschnitt 3 - Besondere Vorschriften für die Veräußerung von Emissionszertifikaten für das Jahr 2026
§ 12 Versteigerungsverfahren

(1) Die Mindestgebotsmenge beträgt ein Emissionszertifikat. In einem
Versteigerungstermin darf die Summe der einzelnen Gebote eines
einzelnen Bieters je Auslieferungskonto nicht höher sein als 50
Prozent der für diesen Versteigerungstermin vorgesehenen
Versteigerungsmenge. Für das Versteigerungsverfahren sind nur Gebote
zugelassen, bei denen der gebotene Preis je Emissionszertifikat
(Gebotspreis) mindestens 55 Euro und maximal 65 Euro beträgt.

(2) Das Versteigerungsverfahren erfolgt nach dem
Einheitspreisverfahren mit einer Bieterrunde pro Versteigerung. Jeder
Bieter kann jeweils nur die eigenen abgegebenen Gebote einsehen.

(3) Zu dem von der die Versteigerung durchführenden Stelle
festgesetzten Zeitpunkt werden die abgegebenen Gebote nach der Höhe
des Gebotspreises gereiht. Die in den Geboten dargelegten Gebotsmengen
werden aufsummiert, beginnend bei dem höchsten Gebotspreis. Der Preis
des Gebotes, bei dem die aufsummierten Gebotsmengen die angebotene
Menge an Emissionszertifikaten erreichen oder überschreiten, ist der
Zuschlagspreis. Alle Gebote, die in die Summenbildung eingegangen sind
und deren Gebotspreis höher ist als der Zuschlagspreis, werden
entsprechend der Höhe des Zuschlagspreises zugeteilt. Sofern die Summe
der Gebote zum Zuschlagspreis höher ist als die verbleibende
Versteigerungsmenge, wird jedes dieser Gebote im Verhältnis der
verbleibenden Versteigerungsmenge zur Gesamtgebotsmenge zum
Zuschlagspreis zugeteilt.

(4) Liegt der Zuschlagspreis in einem Versteigerungstermin bei 65 Euro
und überschreitet die Gesamtgebotsmenge zum Zuschlagspreis die
Versteigerungsmenge, erhalten alle Bieter, die zum Zuschlagspreis
geboten haben, abweichend von Absatz 3 die von ihnen gebotene Menge,
sofern die Gesamtgebotsmenge zum Zuschlagspreis nicht höher liegt als
das Doppelte der vorgesehenen Versteigerungsmenge in diesem
Versteigerungstermin. Sofern die Gesamtgebotsmenge zum Zuschlagspreis
das Doppelte der vorgesehenen Versteigerungsmenge überschreitet, wird
jedes Gebot im Verhältnis der doppelten vorgesehenen
Versteigerungsmenge zur Gesamtgebotsmenge zum Zuschlagspreis
zugeteilt. Die nach den Sätzen 1 und 2 über die vorgesehene
Versteigerungsmenge hinaus zugeteilten Emissionszertifikate werden von
der verbleibenden Gesamtversteigerungsmenge für das Jahr 2026
abgezogen und die Anzahl der verbleibenden Versteigerungstermine wird
abweichend von § 6 Satz 1 entsprechend reduziert. Sofern die
wegfallenden Versteigerungstermine bereits im Versteigerungskalender
angekündigt worden sind, gilt für die Information über die Aufhebung
dieser Termine eine verkürzte Ankündigungsfrist von einer Woche.

(5) Beträgt die gesamte noch verbleibende Versteigerungsmenge vor
einem Versteigerungstermin weniger als ein Drittel der
Gesamtversteigerungsmenge, findet Absatz 4 Satz 1 und 2 für diesen
Versteigerungstermin keine Anwendung.

Collections: bundestag_gesetze
BEHV
Level: 4.0