Source: https://www.gesetze-im-internet.de/htdbwvaprv/__23.html
Legislation: htdbwvaprv

Title: § 23 Schriftliche Aufsichtsarbeiten

Description:
Verordnung über den Vorbereitungsdienst für den höheren technischen Verwaltungsdienst in der Bundeswehrverwaltung im Verwendungsbereich Wehrtechnik (HtDBWVAPrV)
Kapitel 4 - Prüfungen
§ 23 Schriftliche Aufsichtsarbeiten

Paragraph: 23

Full Text:
Verordnung über den Vorbereitungsdienst für den höheren technischen Verwaltungsdienst in der Bundeswehrverwaltung im Verwendungsbereich Wehrtechnik (HtDBWVAPrV)
Kapitel 4 - Prüfungen
§ 23 Schriftliche Aufsichtsarbeiten

(1) Durch die schriftlichen Aufsichtsarbeiten sollen die
Referendarinnen und Referendare zeigen, dass sie Aufgaben aus dem
Bereich der Wehrtechnik rasch und sicher erfassen, in kurzer Frist mit
den zugelassenen Hilfsmitteln lösen und das Ergebnis knapp und
übersichtlich darstellen können. Die Aufgaben der Aufsichtsarbeiten
bestimmt das Oberprüfungsamt auf Vorschlag des Bundesamts für
Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr.
Bundesoberbehörden und höhere Kommandobehörden im Geschäftsbereich des
Bundesministeriums der Verteidigung können dem Bundesamt für
Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr
Aufgabenvorschläge unterbreiten. Das Bildungszentrum der Bundeswehr
unterstützt die Erarbeitung der Aufgaben.

(2) Jeweils eine Aufgabe der Aufsichtsarbeiten ist zu entnehmen aus

1.  dem Prüfungsgebiet „Bundeswehr und Sicherheitspolitik, Technisches
    Projektmanagement und Wirtschaftlichkeit im Projektmanagement“ (§ 12
    Absatz 1 bis 3),

2.  dem Prüfungsgebiet „Fachtechnik einzelner wehrtechnischer Fachgebiete“
    (§ 14) und

3.  dem Prüfungsgebiet „Systemtechnik“ (§ 13)

(3) Für die Bearbeitung stehen jeweils sechs Zeitstunden zur
Verfügung. Über die Hilfsmittel, die benutzt werden dürfen,
entscheidet das Oberprüfungsamt auf Vorschlag der Einstellungsbehörde.

(4) Die Prüfungsvorschläge und -aufgaben sind bis zum Beginn der
jeweiligen Prüfung geheim zu halten.

(5) Das Oberprüfungsamt leitet die Aufgaben dem Bildungszentrum der
Bundeswehr zu. Diese übergibt die Aufgaben der aufsichtführenden
Person. Die aufsichtführende Person hat die Zeitpunkte des Beginns,
der Unterbrechung und der Abgabe der Arbeit sowie gegebenenfalls in
Anspruch genommenen Nachteilsausgleich und etwaige besondere
Vorkommnisse schriftlich oder elektronisch zu dokumentieren.

(6) Die Aufsichtsarbeiten werden anstelle des Namens mit einer
Kennziffer versehen. Es wird eine Übersicht mit der Zuordnung der
Kennziffern und Namen erstellt, die geheim zu halten ist. Die
Übersicht darf den Prüfenden erst nach der endgültigen Bewertung der
Aufsichtsarbeiten bekannt gegeben werden.

(7) Erscheinen Referendarinnen oder Referendare verspätet zu einer
Aufsichtsarbeit und wird nicht nach § 27 verfahren, gilt die versäumte
Zeit als Bearbeitungszeit.

(8) Jede Aufsichtsarbeit wird von den Prüfenden unabhängig voneinander
nach einem vorab von ihnen gemeinsam festgelegten Bewertungsmaßstab
nach § 29 bewertet. Die oder der Zweitprüfende kann Kenntnis von der
Bewertung der oder des Erstprüfenden haben. § 20 Absatz 6 Satz 3 und 4
ist entsprechend anzuwenden.

(9) Eine nicht oder nicht rechtzeitig abgegebene Aufsichtsarbeit gilt
als mit „ungenügend (0 Rangpunkte)“ bewertet.

(10) Das Oberprüfungsamt gibt das Ergebnis der jeweiligen
Aufsichtsarbeit den Referendarinnen und Referendaren spätestens zwei
Monate nach dem Prüfungstag schriftlich bekannt.

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HtDBWVAPrV
Level: 3.0