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Legislation: nelev

Title: § 2 Nachweis der Einhaltung der allgemeinen technischen Mindestanforderungen von Erzeugungsanlagen

Description:
Verordnung zum Nachweis von elektrotechnischen Eigenschaften von Energieanlagen (NELEV)
§ 2 Nachweis der Einhaltung der allgemeinen technischen Mindestanforderungen von Erzeugungsanlagen

Paragraph: 2

Full Text:
Verordnung zum Nachweis von elektrotechnischen Eigenschaften von Energieanlagen (NELEV)
§ 2 Nachweis der Einhaltung der allgemeinen technischen Mindestanforderungen von Erzeugungsanlagen

(1) Betreiber von Erzeugungsanlagen haben dem zuständigen
Netzbetreiber im Rahmen des Betriebserlaubnisverfahrens nach Artikel
29 der Verordnung (EU) 2016/631 nachzuweisen, dass die allgemeinen
technischen Mindestanforderungen nach § 19 des
Energiewirtschaftsgesetzes und die technischen Anforderungen nach § 3
der Energieanlagen-Anforderungen-Verordnung vom 16. Mai 2024 (BGBl.
2024 I Nr. 159) eingehalten werden.

[^F799008_02_BJNR165100017BJNE000302377]
(2) Das Nachweisdokument für Erzeugungsanlagen der Typen B und C im
Sinne der Verordnung (EU) 2016/631 ist von einer Zertifizierungsstelle
gemäß DIN EN ISO/IEC 17065, Ausgabe Januar 2013
, auszustellen. Die Zertifizierungsstelle muss von einer nationalen
Akkreditierungsstelle im Sinne der Verordnung (EG) Nr. 765/2008 des
Europäischen Parlaments und des Rates vom 9. Juli 2008 über die
Vorschriften für die Akkreditierung und Marktüberwachung im
Zusammenhang mit der Vermarktung von Produkten und zur Aufhebung der
Verordnung (EWG) Nr. 339/93 des Rates (ABl. L 218 vom 13.8.2008, S.
30) in der jeweils geltenden Fassung akkreditiert worden sein.

(2a) Das Nachweisdokument für Erzeugungsanlagen der Typen B und C im
Sinne der Verordnung (EU) 2016/631 besteht mindestens aus einem
Anlagenzertifikat und einer Konformitätserklärung. Die Vorlage eines
von einer Zertifizierungsstelle nach Absatz 2 ausgestellten
Anlagenzertifikats für Erzeugungsanlagen des Typs B gegenüber dem
zuständigen Netzbetreiber berechtigt den Betreiber der
Erzeugungsanlage zur vorläufigen Inbetriebnahme der Anlage nach
Maßgabe des Absatzes 2b. Die Regelungen für Prototypen in den
technischen Regeln des in § 49 Absatz 2 Satz 1 Nummer 1 des
Energiewirtschaftsgesetzes bezeichneten Verbandes bleiben unberührt.

(2b) Hat der Betreiber der Erzeugungsanlage eine Zertifizierungsstelle
zum Zwecke der Inbetriebnahme einer Erzeugungsanlage des Typs B mit
einer maximalen Wirkleistung von bis zu 950 Kilowatt beauftragt, muss
diese Zertifizierungsstelle auf Verlangen des Anlagenbetreibers das
Anlagenzertifikat unter der Auflage ausstellen, dass der Betreiber der
Anlage innerhalb von 18 Monaten ab Inbetriebsetzung der ersten
Erzeugungseinheit nach Ausstellung des Anlagenzertifikats die
erforderlichen Nachweise vollständig im Sinne des Absatzes 1
einreicht. Das Anlagenzertifikat unter der Auflage nach Satz 1 darf
bis einschließlich 31. Dezember 2025 ausgestellt werden und nur, wenn
zum Zeitpunkt der Ausstellung entsprechend den allgemeinen technischen
Mindestanforderungen nach § 19 Absatz 4 des Energiewirtschaftsgesetzes
folgende Anforderungen nachgewiesen sind:

1.  gültige Einheitenzertifikate der zertifizierungspflichtigen
    Erzeugungseinheiten,

2.  die mit dem Netzbetreiber vereinbarten Leistungsangaben der Anschluss-
    Scheinleistung, der Wirkleistung jeweils für Einspeisung und Bezug
    sowie der installierten Wirkleistung,

3.  das Schutzkonzept, bestehend aus übergeordnetem Entkupplungsschutz,
    Entkupplungsschutz der Erzeugungseinheit, Eigenschutz der
    Erzeugungseinheit, und die Erfüllung der Vorgaben des Netzbetreibers
    und

4.  das Konzept zur Wirkleistungssteuerung des Netzsicherheitsmanagements
    und zur Blindleistungsregelung sowie deren Eignung zur Umsetzung der
    Vorgaben des Netzbetreibers.

[^F799008_03_BJNR165100017BJNE000302377]
(3) Die Überprüfung von Simulationsmodellen für das Verhalten von
Erzeugungsanlagen der Typen C und D im Sinne der Verordnung (EU)
2016/631 gemäß Artikel 15 Absatz 6 Buchstabe c und Artikel 16 Absatz 1
der Verordnung (EU) 2016/631 ist von einer Zertifizierungsstelle gemäß
DIN EN ISO/IEC 17065, Ausgabe Januar 2013
, durchzuführen. Die Zertifizierungsstelle muss von einer nationalen
Akkreditierungsstelle im Sinne der Verordnung (EG) Nr. 765/2008 in der
jeweils geltenden Fassung akkreditiert worden sein.

(4) Die Absätze 2 bis 2b sind nicht anzuwenden auf Erzeugungsanlagen
des Typs B, die

1.  eine maximale Einspeiseleistung von 270 Kilowatt am Verknüpfungspunkt
    mit dem Netz der allgemeinen Versorgung erbringen,

2.  eine kumulierte installierte Leistung von bis zu 270 Kilowatt hinter
    demselben Verknüpfungspunkt mit dem Netz der allgemeinen Versorgung
    aufweisen und

3.  über gültige Einheiten- und Komponentenzertifikate für alle
    zertifizierungspflichtigen Einheiten und Komponenten nach den
    technischen Anschlussregeln für Erzeugungsanlagen mit Anschluss an ein
    Niederspannungsnetz des in § 49 Absatz 2 Satz 1 Nummer 1 des
    Energiewirtschaftsgesetzes bezeichneten Verbandes verfügen.

Satz 1 gilt entsprechend für Erzeugungsanlagen des Typs B, die eine
kumulierte installierte Leistung von über 270 Kilowatt und bis zu 500
Kilowatt hinter demselben Verknüpfungspunkt mit dem Netz der
allgemeinen Versorgung in der Mittelspannung oder in einer höheren
Spannungsebene aufweisen und deren Betreiber dem zuständigen
Netzbetreiber zusätzlich zu den in Satz 1 Nummer 1 und Nummer 3
genannten Anforderungen durch ein nach den allgemein anerkannten
Regeln der Technik erstelltes Prüfprotokoll nachgewiesen haben, dass
Entkupplungsschutzeinrichtungen, die in den technischen
Anschlussregeln für Erzeugungsanlagen des in § 49 Absatz 2 Satz 1
Nummer 1 des Energiewirtschaftsgesetzes bezeichneten Verbandes für die
jeweilige Spannungsebene gefordert werden, oder alternative
Einrichtungen, die in den technischen Anschlussregeln für
Erzeugungsanlagen des in § 49 Absatz 2 Satz 1 Nummer 1 des
Energiewirtschaftsgesetzes bezeichneten Verbandes als diesen im
Hinblick auf die Schutzfunktion gleichwertig anerkannt sind,
fachgerecht installiert und in Betrieb genommen wurden. Die
freiwillige Nachweiserbringung nach den Absätzen 2 bis 2b bleibt den
Betreibern von Erzeugungsanlagen in den in den Sätzen 1 und 2
genannten Fällen unbenommen. Die Regelungen für Prototypen in den
technischen Regeln des in § 49 Absatz 2 Satz 1 Nummer 1 des
Energiewirtschaftsgesetzes bezeichneten Verbandes bleiben unberührt.

(5) Elektrotechnische Eigenschaften von Erzeugungsanlagen, die in den
Anwendungsbereich des § 118 Absatz 25 Satz 1 des
Energiewirtschaftsgesetzes fallen, werden im Rahmen des
Betriebserlaubnisverfahrens von neu in Betrieb zu nehmenden Anlagen
nach Artikel 29 der Verordnung (EU) 2016/631 nicht berücksichtigt.
Satz 1 ist nicht anzuwenden auf

1.  Erzeugungsanlagen mit einer kumulierten installierten Leistung von
    über 950 Kilowatt sowie

2.  die Berechnung der maximalen Einspeiseleistung nach Absatz 4 Satz 1
    Nummer 1 sowie die Berechnung der kumulierten installierten Leistung
    nach Absatz 4 Satz 1 Nummer 2 und Satz 2.

(6) Der Hersteller von Einheiten oder Komponenten für
Erzeugungsanlagen hat bei einer Aktualisierung der Betriebssoftware
der Einheiten und Komponenten sicherzustellen, dass die vom
Netzbetreiber vorgegebenen elektrotechnischen Eigenschaften der Anlage
nicht überschrieben werden.

    Zu beziehen bei der Beuth Verlag GmbH, Berlin und beim Deutschen
    Patent- und Markenamt archivmäßig gesichert niedergelegt.
[^F799008_02_BJNR165100017BJNE000302377]:     Zu beziehen bei der Beuth Verlag GmbH, Berlin und beim Deutschen
    Patent- und Markenamt archivmäßig gesichert niedergelegt.
[^F799008_03_BJNR165100017BJNE000302377]:

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NELEV
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