Source: https://www.gesetze-im-internet.de/fkag/__33.html
Legislation: fkag

Title: § 33 Übergangsvorschriften zu § 23

Description:
Gesetz zur zusätzlichen Aufsicht über beaufsichtigte Unternehmen eines Finanzkonglomerats (FKAG)
§ 33 Übergangsvorschriften zu § 23

Paragraph: 33

Full Text:
Gesetz zur zusätzlichen Aufsicht über beaufsichtigte Unternehmen eines Finanzkonglomerats (FKAG)
§ 33 Übergangsvorschriften zu § 23

Bis zum Erlass der Rechtsverordnung nach § 24 Absatz 1 hat das
übergeordnete Unternehmen eines Finanzkonglomerats der Bundesanstalt
und der Deutschen Bundesbank

1.  sämtliche während eines Kalenderjahres auftretenden bedeutenden
    Risikokonzentrationen bis zum 15. Mai des darauffolgenden Jahres
    anzuzeigen. Eine Risikokonzentration ist bedeutend, wenn das
    Adressenausfallrisiko, Kreditrisiko oder Anlagerisiko, das
    entsprechend den Artikeln 387 bis 403 in Verbindung mit Artikel 10 der
    Verordnung (EU) Nr. 575/2013 und § 13 des Kreditwesengesetzes, jeweils
    auch in Verbindung mit der Rechtsverordnung nach § 13 des
    Kreditwesengesetzes, sowie dem § 124 des
    Versicherungsaufsichtsgesetzes zu ermitteln ist, gegenüber einer nach
    Maßgabe des Artikels 4 Absatz 1 Nummer 39 der Verordnung (EU) Nr.
    575/2013 zu bestimmenden Adresse einzeln oder in der Summe 10 Prozent
    der Eigenkapitalanforderung auf Konglomeratsebene erreicht oder
    überschreitet;

2.  die aus Versicherungsrisiken resultierenden, auf Basis des internen
    Risikomanagementsystems als bedeutend identifizierten
    Risikokonzentrationen, die sich aus Großrisiken und Kumulrisiken sowie
    Risiken mit langer Entwicklungsphase bei unsicherer Ursachenkette
    ergeben, unverzüglich anzuzeigen. Soweit sich solche Risiken auch auf
    einzelne Adressen nach Nummer 1 unmittelbar auswirken, ist dies in der
    Anzeige, aufgeschlüsselt nach Einzeladressen, ebenfalls anzugeben. Das
    Versicherungsrisiko besteht in der möglichen Inanspruchnahme, deren
    Höhe unter Berücksichtigung der vertraglichen Versicherungssumme unter
    Einbeziehung der Rückversicherung, der Schadenerfahrungen der
    Vergangenheit und mathematischer Modelle zu bestimmen ist;

3.  Risiken unverzüglich anzuzeigen, die sich durch eine Kombination aus
    und durch Wechselwirkungen zwischen den einzelnen Risikoarten ergeben;

4.  sämtliche bedeutende konglomeratsinterne Transaktionen, die während
    eines Kalenderjahres durchgeführt wurden, bis zum 15. Mai des
    darauffolgenden Jahres anzuzeigen. Konglomeratsinterne Transaktionen
    sind insbesondere

    a)  Darlehen,

    b)  Bürgschaften, Garantien und andere außerbilanzielle Geschäfte,

    c)  Geschäfte, die Eigenmittelbestandteile im Sinne der Artikel 11 bis 91
        der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 sowie der §§ 89 bis 95 und 250 bis
        272 des Versicherungsaufsichtsgesetzes betreffen,

    d)  Kapitalanlagen,

    e)  Rückversicherungsgeschäfte,

    f)  Kostenteilungsvereinbarungen.

Eine konglomeratsinterne Transaktion ist bedeutend, wenn die einzelne
Transaktion mindestens 5 Prozent der Eigenkapitalanforderung auf
Konglomeratsebene erreicht. Mehrere Transaktionen desselben oder
verschiedener konglomeratsangehöriger Unternehmen mit einem anderen
konglomeratsangehörigen Unternehmen während eines Geschäftsjahres sind
jeweils adressatenbezogen zusammenzufassen, auch wenn die einzelne
Transaktion 5 Prozent der Eigenkapitalanforderung auf
Konglomeratsebene nicht erreicht.

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FKAG
Level: 2.0