Source: https://www.gesetze-im-internet.de/stpo/__456c.html
Legislation: stpo

Title: § 456c Aufschub und Aussetzung des Berufsverbotes

Description:
Strafprozeßordnung (StPO)
Siebentes Buch - Strafvollstreckung und Kosten des Verfahrens
Erster Abschnitt - Strafvollstreckung
§ 456c Aufschub und Aussetzung des Berufsverbotes

Paragraph: 456c

Full Text:
Strafprozeßordnung (StPO)
Siebentes Buch - Strafvollstreckung und Kosten des Verfahrens
Erster Abschnitt - Strafvollstreckung
§ 456c Aufschub und Aussetzung des Berufsverbotes

(1) Das Gericht kann bei Erlaß des Urteils auf Antrag oder mit
Einwilligung des Verurteilten das Wirksamwerden des Berufsverbots
durch Beschluß aufschieben, wenn das sofortige Wirksamwerden des
Verbots für den Verurteilten oder seine Angehörigen eine erhebliche,
außerhalb seines Zweckes liegende, durch späteres Wirksamwerden
vermeidbare Härte bedeuten würde. Hat der Verurteilte einen
gesetzlichen Vertreter, so ist dessen Einwilligung erforderlich. § 462
Abs. 3 gilt entsprechend.

(2) Die Vollstreckungsbehörde kann unter denselben Voraussetzungen das
Berufsverbot aussetzen.

(3) Der Aufschub und die Aussetzung können an die Leistung einer
Sicherheit oder an andere Bedingungen geknüpft werden. Aufschub und
Aussetzung dürfen den Zeitraum von sechs Monaten nicht übersteigen.

(4) Die Zeit des Aufschubs und der Aussetzung wird auf die für das
Berufsverbot festgesetzte Frist nicht angerechnet.

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StPO
Level: 4.0