Source: https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_9_2018/__121.html
Legislation: sgb_9_2018

Title: § 121 Gesamtplan

Description:
Sozialgesetzbuch Neuntes Buch – Rehabilitation und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen – (Artikel 1 des Gesetzes v. 23. Dezember 2016, BGBl. I S. 3234) (SGB 9 2018)
Teil 2 - Besondere Leistungen zur selbstbestimmten Lebensführung für Menschen mit Behinderungen (Eingliederungshilferecht)
Kapitel 7 - Gesamtplanung
§ 121 Gesamtplan

Paragraph: 121

Full Text:
Sozialgesetzbuch Neuntes Buch – Rehabilitation und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen – (Artikel 1 des Gesetzes v. 23. Dezember 2016, BGBl. I S. 3234) (SGB 9 2018)
Teil 2 - Besondere Leistungen zur selbstbestimmten Lebensführung für Menschen mit Behinderungen (Eingliederungshilferecht)
Kapitel 7 - Gesamtplanung
§ 121 Gesamtplan

(1) Der Träger der Eingliederungshilfe stellt unverzüglich nach der
Feststellung der Leistungen einen Gesamtplan insbesondere zur
Durchführung der einzelnen Leistungen oder einer Einzelleistung auf.

(2) Der Gesamtplan dient der Steuerung, Wirkungskontrolle und
Dokumentation des Teilhabeprozesses. Er bedarf der Schriftform und
soll regelmäßig, spätestens nach zwei Jahren, überprüft und
fortgeschrieben werden.

(3) Bei der Aufstellung des Gesamtplanes wirkt der Träger der
Eingliederungshilfe zusammen mit

1.  dem Leistungsberechtigten,

2.  einer Person seines Vertrauens und

3.  dem im Einzelfall Beteiligten, insbesondere mit

    a)  dem behandelnden Arzt,

    b)  dem Gesundheitsamt,

    c)  dem Landesarzt,

    d)  dem Jugendamt und

    e)  den Dienststellen der Bundesagentur für Arbeit.

(4) Der Gesamtplan enthält neben den Inhalten nach § 19 mindestens

1.  die im Rahmen der Gesamtplanung eingesetzten Verfahren und Instrumente
    sowie die Maßstäbe und Kriterien der Wirkungskontrolle einschließlich
    des Überprüfungszeitpunkts,

2.  die Aktivitäten der Leistungsberechtigten,

3.  die Feststellungen über die verfügbaren und aktivierbaren
    Selbsthilferessourcen des Leistungsberechtigten sowie über Art,
    Inhalt, Umfang und Dauer der zu erbringenden Leistungen,

4.  die Berücksichtigung des Wunsch- und Wahlrechts nach § 8 im Hinblick
    auf eine pauschale Geldleistung,

5.  die Erkenntnisse aus vorliegenden sozialmedizinischen Gutachten,

6.  das Ergebnis über die Beratung des Anteils des Regelsatzes nach § 27a
    Absatz 3 des Zwölften Buches, der den Leistungsberechtigten als
    Barmittel verbleibt, und

7.  die Einschätzung, ob für den Fall einer stationären
    Krankenhausbehandlung die Begleitung und Befähigung des
    Leistungsberechtigten durch vertraute Bezugspersonen zur
    Sicherstellung der Durchführung der Behandlung erforderlich ist.

(5) Der Träger der Eingliederungshilfe stellt der
leistungsberechtigten Person den Gesamtplan zur Verfügung.

Collections: bundestag_gesetze
SGB-9-2018
Level: 4.0