Source: https://www.gesetze-im-internet.de/abfkl_rv_2017/__39.html
Legislation: abfklaerv_2017

Title: Anlage 2 Probenuntersuchung

Description:
Verordnung über die Verwertung von Klärschlamm, Klärschlammgemisch und Klärschlammkompost (AbfKlärV 2017)
Teil 3 - Anforderungen an die regelmäßige Qualitätssicherung
Teil 5 - Schlussbestimmungen
Anlage 2 Probenuntersuchung

Paragraph: 39

Full Text:
Verordnung über die Verwertung von Klärschlamm, Klärschlammgemisch und Klärschlammkompost (AbfKlärV 2017)
Teil 3 - Anforderungen an die regelmäßige Qualitätssicherung
Teil 5 - Schlussbestimmungen
Anlage 2 Probenuntersuchung

(Fundstelle: BGBl. I 2017, 3484 - 3490)

**1.** Bodenproben ****

**1.1** **Probennahme**

    Für die Probennahme aus einem Boden ist der Zeitraum nach der Ernte
    bis zur nächsten Klärschlammaufbringung zu wählen.

    Von jedem einheitlich bewirtschafteten Boden, z. B. Schlag, ist bei
    der Größe bis zu einem Hektar mindestens eine Mischprobe zu ziehen.
    Auf größeren Flächen sind Proben aus Teilen von circa einem Hektar,
    bei einheitlicher Bodenbeschaffenheit und gleicher Bewirtschaftung aus
    Teilen bis zu drei Hektar, eine Mischprobe entsprechend den
    Beprobungstiefen zu nehmen. Die Probennahme erfolgt nach den Regeln
    der Probennahme auf landwirtschaftlich genutzten Böden nach DIN ISO
    10381-1 „Bodenbeschaffenheit – Probenahme – Teil 1: Anleitung zur
    Aufstellung von Probenahmeprogrammen“, Ausgabe August 2003, DIN ISO
    10381-4 „Bodenbeschaffenheit – Probenahme – Teil 4: Anleitung für das
    Vorgehen bei der Untersuchung von natürlichen, naturnahen und
    Kulturstandorten“, Ausgabe April 2004. Für eine Mischprobe sollen 15
    bis 25 Einzeleinstiche je Teilfläche jeweils bis zur Bearbeitungstiefe
    genommen werden. Die Einstiche sind gleichmäßig über die Fläche zu
    verteilen.

    Für die Eignung von Geräten zur Probennahme ist DIN ISO 10381-2
    „Bodenbeschaffenheit – Probenahme – Teil 2: Anleitung für
    Probenahmeverfahren“, Ausgabe August 2003, maßgebend. Für die Auswahl
    von Probengefäßen sowie für Probenkonservierung, -transport und
    -lagerung ist die DIN ISO 10381-1 „Bodenbeschaffenheit – Probenahme –
    Teil 1: Anleitung zur Aufstellung von Probenahmeprogrammen“, Ausgabe
    August 2003, zu beachten. Der Transport der Bodenproben für die
    Untersuchung auf die Gehalte an organischen Schadstoffen sowie die
    Lagerung dieser Proben erfolgt nach DIN 19747 „Untersuchung von
    Feststoffen – Probenvorbehandlung, -vorbereitung und -aufarbeitung für
    chemische, biologische und physikalische Untersuchungen“, Ausgabe Juli
    2009\.

**1.2** **Probenvorbereitung**

    Die Probenvorbereitung einschließlich der Trocknung des
    Probenmaterials hat nach DIN 19747 „Untersuchung von Feststoffen –
    Probenvorbehandlung, -vorbereitung und -aufarbeitung für chemische,
    biologische und physikalische Untersuchungen“, Ausgabe Juli 2009, zu
    erfolgen. Die Mischproben werden durch Siebung über ein Sieb mit einer
    Maschenweite von 2 Millimetern in einen Grob- und einen Feinanteil
    aufgeteilt. Der Feinanteil ist zu homogenisieren und für die
    Untersuchung methodenspezifisch zu zerkleinern und zu untersuchen.
    Bestehen Anhaltspunkte für einen erhöhten Schadstoffgehalt der
    Fraktion von mehr als 2 Millimetern, ist diese Fraktion nach
    Vorzerkleinerung und Homogenisierung ebenfalls zu untersuchen.

**1.3** **Probenanalyse**

    Die Bestimmung des pH-Werts und von Phosphat sowie von Cadmium, Chrom,
    Kupfer, Nickel, Blei, Zink, Quecksilber, polychlorierte Biphenyle und
    Benzo(a)pyren in Böden und Bodenmaterial ist nach den in der Tabelle 1
    aufgeführten Analysemethoden auszuführen.

    Dabei sind hinsichtlich Mittelwertbildung und der Nachweis- und
    Bestimmungsgrenzen die Regelungen nach Nummer 2.3 zu beachten.

    Gleichwertige Analysemethoden nach dem Stand der Technik sind mit
    Zustimmung der zuständigen Behörde zulässig. Soweit weitere, in
    Tabelle 1 nicht genannte Parameter zu untersuchen sind, legt die
    zuständige Behörde die Analysemethode fest.

    Der Nachweis, dass die geforderten Analysen ordnungsgemäß durchgeführt
    wurden, ist durch die vom Klärschlammerzeuger, Gemischhersteller oder
    Komposthersteller beauftragte Untersuchungsstelle zu erbringen und vom
    Klärschlammerzeuger, Gemischhersteller oder Komposthersteller
    vorzulegen.

    Die Schadstoffgehalte sind auf die Trockenmasse, die bei 105 Grad
    Celsius gewonnen wurde, zu beziehen. Sie müssen in der gleichen
    Einheit wie die entsprechenden Prüf-, Maßnahmen- und Vorsorgewerte in
    Anlage 1 angegeben werden.

    **Tabelle 1**
    **Analysemethoden für Böden**
    ##

    *        *   Parameter

        *   Analysemethode(n)

    *        *   pH-Wert

        *   DIN EN 15933
            Schlamm, behandelter Bioabfall und Boden – Bestimmung des pH-Werts,
            Ausgabe November 2012

    *        *   Trockenrückstand

        *   DIN EN 15934
            Schlamm, behandelter Bioabfall, Boden und Abfall – Berechnung des
            Trockenmassenanteils nach Bestimmung des Trockenrückstands oder des
            Wassergehalts, Ausgabe November 2012

    *        *   Phosphat

        *   VDLUFA-Methodenbuch, Band I, Methode A 6.2.1.1 Bestimmung von Phosphor
            und Kalium im Calcium-Acetat-Lactat-Auszug, 6. Teillfg. 2012
            VDLUFA-Methodenbuch, Band I, Methode A 6.2.1.2 Bestimmung von Phosphor
            und Kalium im Doppellactat(DL)-Auszug, Grundwerk

    *        *   DIN EN ISO 10304-1
            Wasserbeschaffenheit – Bestimmung von gelösten Anionen mittels
            Flüssigkeits-Ionenchromatographie – Teil 1: Bestimmung von Bromid,
            Chlorid, Fluorid, Nitrat, Nitrit, Phosphat und Sulfat (ISO
            10304-1:2007), Ausgabe Juli 2009

    *        *   Extraktion von Blei (Pb),
            Cadmium (Cd), Chrom (Cr),
            Kupfer (Cu), Nickel (Ni), Zink (Zn)

        *   DIN EN 16174
            Schlamm, behandelter Bioabfall und Boden – Aufschluss von mit
            Königswasser löslichen Anteilen von Elementen, Ausgabe November 2012

    *        *   Blei (Pb), Cadmium (Cd),
            Chrom (Cr), Kupfer (Cu),
            Nickel (Ni), Zink (Zn)

        *   DIN ISO 11047
            Bodenbeschaffenheit – Bestimmung von Cadmium, Chrom, Cobalt, Kupfer,
            Blei, Mangan, Nickel und Zink im Königswasserextrakt – Flammen- und
            elektrothermisches atomabsorptionsspektrometrisches Verfahren, Ausgabe
            Mai 2003

    *        *   DIN ISO 22036
            Bodenbeschaffenheit – Bestimmung von Spurenelementen in Bodenextrakten
            mittels Atomemissionsspektrometrie mit induktiv gekoppeltem Plasma
            (ICP-AES), Ausgabe Juni 2009

    *        *   DIN EN ISO 17294-2
            Wasserbeschaffenheit – Anwendung der induktiv gekoppelten Plasma-
            Massenspektrometrie (ICP-MS) – Teil 2: Bestimmung von ausgewählten
            Elementen einschließlich Uran-Isotope, Ausgabe Januar 2017

    *        *   DIN EN 16170
            Schlamm, behandelter Bioabfall und Boden – Bestimmung von Elementen
            mittels optischer Emissionsspektrometrie mit induktiv gekoppeltem
            Plasma (ICP-OES), Ausgabe Januar 2017

    *        *   DIN EN 16171
            Schlamm, behandelter Bioabfall und Boden – Bestimmung von Elementen
            mittels Massenspektrometrie mit induktiv gekoppeltem Plasma (ICP-MS),
            Ausgabe Januar 2017

    *        *   Quecksilber (Hg)

        *   DIN ISO 16772
            Bodenbeschaffenheit – Bestimmung von Quecksilber in
            Königswasserextrakten von Boden durch Kaltdampf-
            Atomabsorptionsspektrometrie oder Kaltdampf-
            Atomfluoreszenzspektrometrie, Ausgabe Juni 2005

    *        *   DIN EN 16175-1
            Schlamm, behandelter Bioabfall und Boden – Bestimmung von Quecksilber
            – Teil 1: Kaltdampf-Atomabsorptionsspektrometrie (CV-AAS), Ausgabe
            Dezember 2016

    *        *   DIN EN 16175-2
            Schlamm, behandelter Bioabfall und Boden – Bestimmung von Quecksilber
            – Teil 2: Kaltdampf-Atomfluoreszenzspektrometrie (CV-AFS), Ausgabe
            Dezember 2016

    *        *   DIN EN 12846
            Bestimmung von Quecksilber – Verfahren mittels
            Atomabsorptionsspektrometrie (AAS) mit und ohne Anreicherung, Ausgabe
            August 2012

    *        *   DIN EN 16171
            Schlamm, behandelter Bioabfall und Boden – Bestimmung von Elementen
            mittels Massenspektrometrie mit induktiv gekoppeltem Plasma (ICP-MS),
            Ausgabe Januar 2017

    *        *   Polychlorierte Biphenyle (PCB)
            (PCB-Kongenere 28, 52, 101, 138, 153, 180 nach Ballschmiter)

        *   DIN ISO 10382
            Bodenbeschaffenheit – Bestimmung von Organochlorpestiziden und
            polychlorierten Biphenylen – Gaschromatographisches Verfahren mit
            Elektroneneinfang-Detektor, Ausgabe Mai 2003

    *        *   DIN EN 16167
            Schlamm, behandelter Bioabfall und Boden – Bestimmung von
            polychlorierten Biphenylen (PCB) mittels Gaschromatographie mit
            massenspektrometrischer Detektion (GC-MS) und Gaschromatographie mit
            Elektroneneinfangdetektion (GC-ECD), Ausgabe November 2012

    *        *   Benzo(a)pyren (B(a)P)

        *   DIN ISO 18287
            Bodenbeschaffenheit – Bestimmung der polycyclischen aromatischen
            Kohlenwasserstoffe (PAK) – Gaschromatographisches Verfahren mit
            Nachweis durch Massenspektrometrie (GC-MS), Ausgabe Mai 2006

    *        *   DIN CEN TS 16181; DIN SPEC 91243
            Schlamm, behandelter Bioabfall und Boden – Bestimmung von
            polycyclischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) – mittels
            Gaschromatographie (GC) und Hochleistungs-Flüssigkeitschromatographie
            (HPLC), Ausgabe Dezember 2013

    *        *   DIN 38414-23
            Deutsche Einheitsverfahren zur Wasser-, Abwasser- und
            Schlammuntersuchung – Schlamm und Sedimente (Gruppe S) – Teil 23:
            Bestimmung von 15 polycyclischen aromatischen Kohlenwasserstoffen
            (PAK) durch Hochleistungs-Flüssigkeitschromatographie (HPLC) und
            Fluoreszenzdetektion (S 23), Ausgabe Februar 2002

**2.** Klärschlammproben ****

**2.1** **Probennahme**

    Die Probennahme aus einem Klärschlamm ist nach DIN EN ISO 5667-13
    „Wasserbeschaffenheit – Probenahme – Teil 13: Anleitung zur Probenahme
    von Schlämmen“, Ausgabe August 2011, durchzuführen. Die Probennahme
    aus einem Klärschlammgemisch und Klärschlammkompost hat nach DIN
    19698-1 „Untersuchung von Feststoffen – Probenahme von festen und
    stichfesten Materialien – Teil 1: Anleitung für die segmentorientierte
    Entnahme von Proben aus Haufwerken“, Ausgabe Mai 2014, zu erfolgen.

**2.2** **Probenvorbereitung**

    Die Probenvorbereitung ist nach DIN 19747 „Untersuchung von
    Feststoffen – Probenvorbehandlung, -vorbereitung und -aufarbeitung für
    chemische, biologische und physikalische Untersuchungen“, Ausgabe Juli
    2009, durchzuführen.

    Die zu analysierende Probe ist unmittelbar vor der Entnahme einer
    Teilprobe zu mischen. Wenn die Gefahr einer Entmischung besteht, ist
    die Teilprobe während des Mischens zu entnehmen.

    Für jeden Analyseparameter, der aus der Trockenmasse zu bestimmen ist,
    ist eine Teilprobe zu entnehmen, die mindestens ausreicht, um vier
    parallele Analysen durchführen zu können. Die Gefriertrocknung einer
    zu analysierenden Probe ist so durchzuführen, dass
    Verdampfungsverluste bei den zu analysierenden Stoffen vermieden
    werden. Insbesondere ist darauf zu achten, dass die Probe während der
    Gefriertrocknung nicht antaut.

**2.3** **Probenanalyse**

    Beim Arbeiten mit frischen und gefriergetrockneten Proben sind die
    üblichen Sicherheitsregeln für das Arbeiten in mikrobiologischen
    Laboratorien, insbesondere nach der Verordnung über Sicherheit und
    Gesundheitsschutz bei Tätigkeiten mit biologischen Arbeitsstoffen
    (Biostoffverordnung – BioStoffV), einzuhalten. Gegebenenfalls kann
    eine Teilmenge der frischen oder gefriergetrockneten Probe für die
    entsprechenden Analysen sterilisiert werden (z. B. durch 20-minütiges
    Erhitzen der Probe bei 121 Grad Celsius im Autoklaven). Es ist jedoch
    zu gewährleisten, dass durch die Sterilisation die Analyseergebnisse
    in keinem Fall beeinflusst werden.

    Für jeden Untersuchungsparameter sind mindestens zwei parallele
    Untersuchungen durchzuführen; als Ergebnis ist das arithmetische
    Mittel der beiden Einzelwerte anzugeben. Die Mittelwertbildung ist
    jedoch nur zulässig, wenn die Differenz zwischen den beiden
    Einzelwerten die methodenübliche Wiederholbarkeit nicht überschreitet.
    Im Falle einer derartigen Überschreitung muss geprüft werden, welche
    Ursachen der überhöhten Differenz zugrunde liegen können und es muss
    eine dritte Analyse durchgeführt werden. Sofern die Prüfung keine
    eindeutigen Ursachen erbracht hat, ist als Endergebnis der mittlere
    der drei der Größe nach geordneten Einzelwerte (Median) anzugeben. Zur
    Ermittlung der Werte ist insbesondere die DIN ISO 5725 „Genauigkeit
    (Richtigkeit und Präzision) von Messverfahren und Messergebnissen“ mit
    folgenden Teilen zu beachten:

    –   DIN ISO 5725-1 „Allgemeine Grundlagen und Begriffe“, berichtigte
        Ausgabe September 1998,

    –   DIN ISO 5725-2 „Grundlegende Methode für Ermittlung der Wiederhol- und
        Vergleichpräzision eines vereinheitlichten Messverfahrens“, Ausgabe
        Dezember 2002,

    –   DIN ISO 5725-3 „Präzisionsmaße eines vereinheitlichten Messverfahrens
        unter Zwischenbedingungen“, Ausgabe Februar 2003,

    –   DIN ISO 5725-4 „Grundlegende Methoden für die Ermittlung der
        Richtigkeit eines vereinheitlichten Messverfahrens“, Ausgabe Januar
        2003,

    –   DIN ISO 5725-5 „Alternative Methoden für die Ermittlung der Präzision
        eines vereinheitlichten Messverfahrens“, Ausgabe November 2002.

    Für die Bestimmung des pH-Werts, des Trockenrückstands, des
    Glühverlusts, der Nährstoffe, der basisch wirksamen Bestandteile, der
    Schwermetalle und der organischen Schadstoffe ist eine der in Tabelle
    2 aufgeführten Untersuchungsmethoden anzuwenden. Dabei muss die
    Bestimmungsgrenze eines gewählten Analyseverfahrens um mindestens
    einen Faktor von drei kleiner sein als der Grenzwert des
    entsprechenden Parameters. Die Ermittlung der Nachweis- und
    Bestimmungsgrenze erfolgt nach DIN 38402-60 „Deutsche
    Einheitsverfahren zur Wasser-, Abwasser- und Schlammuntersuchung –
    Allgemeine Angaben (Gruppe A) – Teil 60: Analytische
    Qualitätssicherung für die chemische und physikalisch-chemische
    Wasseruntersuchung (A 60)“, Ausgabe Dezember 2013.

    Gleichwertige Analysemethoden nach dem Stand der Technik sind mit
    Zustimmung der zuständigen Behörde zulässig. Untersuchungen nach § 32
    Absatz 4 werden als gleichwertig anerkannt und sind auch ohne
    Zustimmung der zuständigen Behörde zulässig. Soweit weitere, in
    Tabelle 2 nicht genannte Parameter zu analysieren sind, legt die
    zuständige Behörde die Analysemethode fest.

    Der Nachweis, dass die geforderten Analysen ordnungsgemäß durchgeführt
    wurden, ist durch die vom Klärschlammerzeuger, Gemischhersteller oder
    Komposthersteller beauftragte Untersuchungsstelle zu erbringen und vom
    Klärschlammerzeuger, Gemischhersteller oder Komposthersteller
    vorzulegen.

    Zur Berechnung der 2,3,7,8-TCDD-Toxizitätsäquivalente (TEQ) werden die
    jeweiligen Massenkonzentrationen mit den Toxizitätsäquivalentfaktoren
    aus Tabelle 3 multipliziert und die Produkte addiert. Bei der Addition
    bleiben Einzelstoffkonzentrationen unterhalb der analytischen
    Nachweisgrenze unberücksichtigt; Einzelstoffkonzentrationen, die
    oberhalb der Nachweisgrenze, aber unterhalb der Bestimmungsgrenze
    liegen, gehen mit der Hälfte des Werts der Bestimmungsgrenze in die
    Addition ein.

    **Tabelle 2**
    **Analysemethoden für Klärschlamm, Klärschlammgemisch und
    Klärschlammkompost**
    ##

    *        *   Parameter

        *   Analysemethode(n)

    *        *   pH-Wert

        *   DIN EN 15933
            Schlamm, behandelter Bioabfall und Boden – Bestimmung des pH-Werts,
            Deutsche Fassung EN 15933, Ausgabe November 2012

    *        *   Trockenrückstand

        *   DIN EN 15934
            Schlamm, behandelter Bioabfall, Boden und Abfall – Berechnung des
            Trockenmassenanteils nach Bestimmung des Trockenrückstands oder des
            Wassergehalts, Ausgabe November 2012

    *        *   Glühverlust
            (organische Substanz)

        *   DIN EN 15935
            Schlamm, behandelter Bioabfall, Boden und Abfall – Bestimmung des
            Glühverlusts, Ausgabe November 2012

    *        *   Gesamt-Stickstoff (N)

        *   DIN EN 13342
            Charakterisierung von Schlämmen – Bestimmung des Stickstoffs nach
            Kjeldahl, Ausgabe Januar 2001

    *        *   DIN EN 16169
            Schlamm, behandelter Bioabfall und Boden – Bestimmung des Kjeldahl-
            Stickstoffs, Ausgabe November 2012

    *        *   Ammonium-Stickstoff

        *   DIN 38406-5
            Deutsche Einheitsverfahren zur Wasser-, Abwasser- und
            Schlammuntersuchung; Kationen (Gruppe E); Bestimmung des Ammonium-
            Stickstoffs (E 5), Ausgabe Oktober 1983

    *        *   Basisch wirksame Bestandteile

        *   VDLUFA-Methodenhandbuch, Band II.2, Methode 4.5.1 Bestimmung von
            basisch wirksamen Bestandteilen in Hüttenkalk, Konverterkalk,
            Kalkdüngern aus […] sowie organischen und organisch-mineralischen
            Düngemitteln

    *        *   Extraktion von Arsen (As),
            Blei (Pb), Cadmium (Cd),
            Chrom (Cr), Kupfer (Cu),
            Nickel (Ni), Phosphor (P), Quecksilber (Hg), Zink (Zn)

        *   DIN EN 13346
            Charakterisierung von Schlämmen – Bestimmung von Spurenelementen und
            Phosphor – Extraktionsverfahren mit Königswasser, Extraktion nach
            Verfahren A, Ausgabe April 2001

    *        *   DIN EN 16174
            Schlamm, behandelter Bioabfall und Boden – Aufschluss von mit
            Königswasser löslichen Anteilen von Elementen, Ausgabe November 2012

    *        *   Arsen (As), Blei (Pb), Cadmium (Cd), Chrom (Cr), Eisen (Fe), Kupfer
            (Cu), Nickel (Ni), Thallium (Tl), Zink (Zn)

        *   DIN ISO 11047
            Bodenbeschaffenheit – Bestimmung von Cadmium, Chrom, Kobalt, Kupfer,
            Blei, Mangan, Nickel und Zink im Königswasserextrakt – Flammen- und
            elektrothermisches atomabsorptionsspektrometrisches Verfahren, Ausgabe
            Mai 2003

    *        *   DIN EN ISO 11885
            Wasserbeschaffenheit – Bestimmung von 33 Elementen durch induktiv
            gekoppelte Plasma-Atom-Emissionsspektrometrie, Ausgabe September 2009

    *        *   DIN EN ISO 17294-2
            Wasserbeschaffenheit – Anwendung der induktiv gekoppelten Plasma-
            Massenspektrometrie (ICP-MS) – Teil 2: Bestimmung von ausgewählten
            Elementen einschließlich Uran-Isotope, Ausgabe Januar 2017

    *        *   DIN 38406-26
            Deutsche Einheitsverfahren zur Wasser-, Abwasser- und
            Schlammuntersuchung – Kationen (Gruppe E) – Teil 26: Bestimmung von
            Thallium mittels Atomabsorptionsspektrometrie (AAS) im Graphitrohrofen
            (E 26), Ausgabe Juli 1997

    *        *   DIN EN 16170
            Schlamm, behandelter Bioabfall und Boden – Bestimmung von Elementen
            mittels optischer Emissionsspektrometrie mit induktiv gekoppeltem
            Plasma (ICP-OES), Ausgabe Januar 2017

    *        *   DIN EN 16171
            Schlamm, behandelter Bioabfall und Boden – Bestimmung von Elementen
            mittels Massenspektrometrie mit induktiv gekoppeltem Plasma (ICP-MS),
            Ausgabe Januar 2017

    *        *   CEN/TS 16172; DIN SPEC 91258
            Schlamm, behandelter Bioabfall und Boden – Bestimmung von Elementen
            mittels Graphitrohrofen-Atomabsorptionsspektrometrie (GF-AAS), Ausgabe
            April 2013

    *        *   Chrom(VI) (Cr
            VI                             )

        *   DIN EN 16318
            Düngemittel und Kalkdünger – Bestimmung von Chrom(VI) mit Photometrie
            (Verfahren A) und mit Ionenchromatographie mit spektrometrischer
            Detektion (Verfahren B), Ausgabe Juli 2016

    *        *   Quecksilber (Hg)

        *   DIN EN ISO 17852
            Wasserbeschaffenheit – Bestimmung von Quecksilber – Verfahren mittels
            Atomfluoreszenzspektrometrie, Ausgabe April 2008

    *        *   DIN EN 16175-1
            Schlamm, behandelter Bioabfall und Boden – Bestimmung von Quecksilber
            – Teil 1: Kaltdampf-Atomabsorptionsspektrometrie (CV-AAS), Ausgabe
            Dezember 2016

    *        *   DIN EN 16175-2
            Schlamm, behandelter Bioabfall und Boden – Bestimmung von Quecksilber
            – Teil 2: Kaltdampf-Atomfluoreszenzspektrometrie (CV-AFS), Ausgabe
            Dezember 2016

    *        *   DIN EN 16171
            Schlamm, behandelter Bioabfall und Boden – Bestimmung von Elementen
            mittels Massenspektrometrie mit induktiv gekoppeltem Plasma (ICP-MS),
            Ausgabe Januar 2017

    *        *   Phosphor (P)
            (Umrechnung: Phosphor (P)
            = 2,291 für Phosphorpentoxid (P
            2                             O
            5                             ))

        *   DIN EN ISO 6878
            Wasserbeschaffenheit – Bestimmung von Phosphor – Photometrisches
            Verfahren mittels Ammoniummolybdat, Ausgabe September 2004

    *        *   DIN EN ISO 11885
            Wasserbeschaffenheit – Bestimmung von ausgewählten Elementen durch
            induktiv gekoppelte Plasma-Atom-Emissionsspektrometrie, Ausgabe
            September 2009

    *        *   DIN EN ISO 17294-2
            Wasserbeschaffenheit – Anwendung der induktiv gekoppelten Plasma-
            Massenspektrometrie (ICP-MS) – Teil 2: Bestimmung von ausgewählten
            Elementen einschließlich Uran-Isotope, Ausgabe Januar 2017

    *        *   DIN EN 16171
            Schlamm, behandelter Bioabfall und Boden – Bestimmung von Elementen
            mittels Massenspektrometrie mit induktiv gekoppeltem Plasma (ICP-MS),
            Ausgabe Januar 2017

    *        *   Adsorbierte organisch
            gebundene Halogene (AOX)

        *   DIN 38414-18
            Deutsche Einheitsverfahren zur Wasser-, Abwasser- und
            Schlammuntersuchung; Schlamm und Sedimente (Gruppe S); Bestimmung von
            adsorbierten, organisch gebundenen Halogenen (AOX) (S 18), Ausgabe
            November 1989

    *        *   DIN EN 16166
            Schlamm, behandelter Bioabfall und Boden – Bestimmung von
            adsorbierbaren organisch gebundenen Halogenen (AOX), Ausgabe November
            2012

    *        *   Benzo(a)pyren (B(a)P)

        *   DIN EN 15527
            Charakterisierung von Abfällen – Bestimmung von polycyclischen
            aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) in Abfall mittels
            Gaschromatographie-Massenspektrometrie (GC/MS), Ausgabe September 2008

    *        *   DIN 38414-23
            Deutsche Einheitsverfahren zur Wasser-, Abwasser- und
            Schlammuntersuchung – Schlamm und Sedimente (Gruppe S) – Teil 23:
            Bestimmung von 15 polycyclischen aromatischen Kohlenwasserstoffen
            (PAK) durch Hochleistungs-Flüssigkeitschromatographie (HPLC) und
            Fluoreszenzdetektion (S 23), Ausgabe Februar 2002

    *        *   DIN CEN/TS 16181; DIN SPEC 91243
            Schlamm, behandelter Bioabfall und Boden – Bestimmung von
            polycyclischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) mittels
            Gaschromatographie (GC) und Hochleistungs-Flüssigkeitschromatographie
            (HPLC), Ausgabe Dezember 2013

    *        *   Polychlorierte Biphenyle (PCB)

        *   DIN 38414-20
            Deutsche Einheitsverfahren zur Wasser-, Abwasser- und
            Schlammuntersuchung – Schlamm und Sedimente (Gruppe S) – Teil 20:
            Bestimmung von 6 polychlorierten Biphenylen (PCB) (S 20), Ausgabe
            Januar 1996

    *        *   DIN EN 16167
            Schlamm, behandelter Bioabfall und Boden – Bestimmung von
            polychlorierten Biphenylen (PCB) mittels Gaschromatographie mit
            massenspektrometrischer Detektion (GC-MS) und Gaschromatographie mit
            Elektroneneinfangdetektion (GC-ECD), Ausgabe November 2012

    *        *   Polychlorierte Dibenzodioxine
            (PCDD) und -furane (PCDF)
            sowie dioxinähnliche polychlorierte Biphenyle (dl-PCB)

        *   DIN CEN/TS 16190; DIN SPEC 91267
            Schlamm, behandelter Bioabfall und Boden – Bestimmung von Dioxinen und
            Furanen sowie Dioxin vergleichbaren polychlorierten Biphenylen mittels
            Gaschromatographie und hochauflösender massenspektrometrischer
            Detektion (HR GC-MS), Ausgabe Mai 2012

    *        *   Polyfluorierte Verbindungen (PFC)

        *   DIN 38414-14
            Deutsche Einheitsverfahren zur Wasser-, Abwasser- und
            Schlammuntersuchung – Schlamm und Sedimente (Gruppe S) – Teil 14:
            Bestimmung ausgewählter polyfluorierter Verbindungen (PFC) in Schlamm,
            Kompost und Boden – Verfahren mittels Hochleistungs-
            Flüssigkeitschromatographie und massenspektrometrischer Detektion
            (HPLC-MS/MS) (S 14), Ausgabe August 2011

    **Tabelle 3**
    **2,3,7,8-TCDD-Toxizitätsäquivalentfaktoren (TEF – WHO 2005)**
    ##

    *        *   Kongener

        *   TEF

    *        *   2,3,7,8-Tetra-CDD

        *   1,0

    *        *   1,2,3,7,8-Penta-CDD

        *   1,0

    *        *   1,2,3,4,7,8-Hexa-CDD

        *   0,1

    *        *   1,2,3,6,7,8-Hexa-CDD

        *   0,1

    *        *   1,2,3,7,8,9-Hexa-CDD

        *   0,1

    *        *   1,2,3,4,6,7,8-Hepta-CDD

        *   0,01

    *        *   1,2,3,4,6,7,8,9-Octa-CDD

        *   0,0003

    *        *   2,3,7,8-Tetra-CDF

        *   0,1

    *        *   1,2,3,7,8-Penta-CDF

        *   0,03

    *        *   2,3,4,7,8-Penta-CDF

        *   0,3

    *        *   1,2,3,4,7,8-Hexa-CDF

        *   0,1

    *        *   1,2,3,6,7,8-Hexa-CDF

        *   0,1

    *        *   1,2,3,7,8,9-Hexa-CDF

        *   0,1

    *        *   2,3,4,6,7,8-Hexa-CDF

        *   0,1

    *        *   1,2,3,4,6,7,8-Hepta-CDF

        *   0,01

    *        *   1,2,3,4,7,8,9-Hepta-CDF

        *   0,01

    *        *   1,2,3,4,6,7,8,9-Octa-CDF

        *   0,0003

    *        *   3,3´,4,4´-TCB (77)

        *   0,0001

    *        *   3,4,4´,5-TCB (81)

        *   0,0003

    *        *   3,3´,4,4´,5-PeCB (126)

        *   0,1

    *        *   3,3´,4,4´,5,5-HxCB (169)

        *   0,03

    *        *   2,3,3´,4,4´-PeCB (105)

        *   0,00003

    *        *   2,3,4,4´,5-PeCB (114)

        *   0,00003

    *        *   2,3´,4,4´,5-PeCB (118)

        *   0,00003

    *        *   2´,3,4,4´,5-PeCB (123)

        *   0,00003

    *        *   2,3,3´,4,4´,5-HxCB (156)

        *   0,00003

    *        *   2,3,3´,4,4´,5´-HxCB (157)

        *   0,00003

    *        *   2,3´,4,4´,5´-HxCB (167)

        *   0,00003

    *        *   2,3,3´,4,4´,5,5´-HpCB (189)

        *   0,00003

**3.** Zugänglichkeit von technischen Regelwerken ****

    Die in den Nummern 1 und 2 genannten Regelwerke sind in der Deutschen
    Nationalbibliothek in Leipzig archivmäßig gesichert niedergelegt und
    können wie folgt bezogen werden:

    a)  die DIN-Normen über die Beuth-Verlag GmbH, Berlin und Köln,

    b)  das Handbuch der landwirtschaftlichen Versuchs- und
        Untersuchungsmethodik (Methodenbuch), Band I – Die Untersuchung von
        Böden und Band II.2 – Die Untersuchung von Sekundärrohstoffdüngern,
        Kultursubstraten und Bodenhilfsstoffen, über den VDLUFA-Verlag in
        Darmstadt.

(zu § 16 Absatz 3, § 17 Absatz 1, 3 und 4 und § 18 Absatz 1, 3 und 4)

Collections: bundestag_gesetze
AbfKlärV-2017
Level: 4.0