Source: https://www.gesetze-im-internet.de/lwmstrprv/__3.html
Legislation: lwmstrprv

Title: § 3 Prüfungsanforderungen im Teil "Produktions- und Verfahrenstechnik"

Description:
Verordnung über die Anforderungen in der Meisterprüfung für den Beruf Landwirt/Landwirtin (LwMstrPrV)
§ 3 Prüfungsanforderungen im Teil "Produktions- und Verfahrenstechnik"

Paragraph: 3

Full Text:
Verordnung über die Anforderungen in der Meisterprüfung für den Beruf Landwirt/Landwirtin (LwMstrPrV)
§ 3 Prüfungsanforderungen im Teil "Produktions- und Verfahrenstechnik"

(1) Der Prüfungsteilnehmer soll nachweisen, daß er die pflanzliche und
tierische Produktion sowie den damit verbundenen Einsatz von
Maschinen, Gebäuden und Betriebsmitteln planen, durchführen und
beurteilen kann. Hierbei soll er zeigen, daß er die Gesichtspunkte der
qualitätsorientierten und kostengünstigen Erzeugung unter
gleichzeitiger Beachtung der Erfordernisse des Umwelt- und
Tierschutzes berücksichtigen kann.

(2) Die Prüfung erstreckt sich auf folgende Inhalte:

1.  pflanzliche Produktion

    a)  Boden als Pflanzenstandort, Bodenfruchtbarkeit, Bodenschutz,
        Bodenbearbeitung,

    b)  Pflanzen, Fruchtfolge, Saatgut, Pflanzenernährung, Düngung,

    c)  Pflanzenschutz,

    d)  Umweltschutz,

    e)  rechtliche Bestimmungen für die pflanzliche Produktion,

    f)  Qualität, Vermarktung,

    g)  Arbeitskräfteeinsatz, Arbeitsverfahren, Arbeitssicherheit,

    h)  Maschinen- und Geräteeinsatz,

    i)  Deckungsbeitrag,

    j)  Bedeutung der pflanzlichen Produktion innerhalb des Gesamtbetriebes;

2.  tierische Produktion

    a)  Nutzungsziele, Vererbung, Zucht,

    b)  Fütterung, Futtermittel,

    c)  Tiergesundheit, Tierhaltung,

    d)  Umweltschutz, Tierschutz,

    e)  rechtliche Bestimmungen für die tierische Produktion,

    f)  Qualität, Vermarktung,

    g)  Arbeitskräfteeinsatz, Arbeitsverfahren, Arbeitssicherheit,

    h)  Maschinen- und Geräteeinsatz,

    i)  Deckungsbeitrag,

    j)  Bedeutung der tierischen Produktion innerhalb des Gesamtbetriebes.

(3) Die Prüfung besteht aus einer praktischen Meisterarbeit in Form
eines Arbeitsprojektes aus dem Produktionsbereich "pflanzliche
Produktion" oder "tierische Produktion" nach Maßgabe des Absatzes 4
sowie aus einer schriftlichen Prüfung in dem Produktionsbereich, der
nicht Gegenstand der praktischen Meisterarbeit ist, nach Maßgabe des
Absatzes 5.

(4) Die Aufgabe für die praktische Meisterarbeit soll sich auf die
laufende Bewirtschaftung eines landwirtschaftlichen Betriebes
beziehen.Bei der Auswahl der Aufgabe sollen Vorschläge des
Prüfungsteilnehmers berücksichtigt werden. Stellt der Prüfungsausschuß
fest, daß das Arbeitsprojekt in dem Betrieb nicht durchgeführt werden
kann, so hat er eine gleichwertige praktische Aufgabe in einem anderen
Betrieb zu stellen. Die praktische Meisterarbeit ist schriftlich zu
planen, zu begleiten und auszuwerten. Die Dauer der Durchführung der
praktischen Meisterarbeit richtet sich nach dem Ablauf des jeweiligen
Produktionsverfahrens; sie soll nicht mehr als ein Jahr betragen.
Verlauf und Ergebnisse der praktischen Meisterarbeit sind in einem
Prüfungsgespräch zu erläutern. Das Prüfungsgespräch erstreckt sich auf
den Produktionsbereich, dem die Aufgabe für die praktische
Meisterarbeit entnommen ist. Das Prüfungsgespräch soll je
Prüfungsteilnehmer nicht länger als 60 Minuten dauern.

(5) Die schriftliche Prüfung besteht aus einer unter Aufsicht
anzufertigenden Arbeit und soll nicht länger als drei Stunden dauern.

Collections: bundestag_gesetze
LwMstrPrV
Level: 2.0