Source: https://www.gesetze-im-internet.de/metallbausbv_2008/__8.html
Legislation: metallbausbv_2008

Title: § 8 Teil 2 der Gesellenprüfung in der Fachrichtung Konstruktionstechnik

Description:
Verordnung über die Berufsausbildung zum Metallbauer und zur Metallbauerin (MetallbAusbV 2008)
§ 8 Teil 2 der Gesellenprüfung in der Fachrichtung Konstruktionstechnik

Paragraph: 8

Full Text:
Verordnung über die Berufsausbildung zum Metallbauer und zur Metallbauerin (MetallbAusbV 2008)
§ 8 Teil 2 der Gesellenprüfung in der Fachrichtung Konstruktionstechnik

(1) Teil 2 der Gesellenprüfung erstreckt sich auf die in der Anlage
aufgeführten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sowie auf den im
Berufsschulunterricht zu vermittelnden Lehrstoff, soweit er für die
Berufsausbildung wesentlich ist.

(2) Teil 2 der Gesellenprüfung besteht aus den Prüfungsbereichen:

1.  Kundenauftrag,

2.  Konstruktionstechnik,

3.  Funktionsanalyse und

4.  Wirtschafts- und Sozialkunde.

(3) Für den Prüfungsbereich Kundenauftrag bestehen folgende Vorgaben:

1.  Der Prüfling soll nachweisen, dass er

    a)  Arbeitsabläufe und Teilaufgaben zielorientiert unter Beachtung
        wirtschaftlicher, technischer, organisatorischer und zeitlicher
        Vorgaben selbstständig planen und umsetzen, Material disponieren,

    b)  Bauteile und Baugruppen herstellen und montieren sowie
        steuerungstechnische Systeme aufbauen oder instand setzen und in
        Betrieb nehmen

    kann;

2.  dem Prüfungsbereich sind folgende Tätigkeiten zugrunde zu legen:

    a)  Anfertigen einer Metall- oder Stahlbaukonstruktion oder von Teilen
        davon sowie Erstellen einer Dokumentation und

    b)  Montieren und Inbetriebnehmen oder Instandsetzen eines
        steuerungstechnischen Systems einschließlich Arbeitsplanung und
        Dokumentation;

3.  der Prüfling soll im Prüfungsbereich Kundenauftrag zwei
    Arbeitsaufgaben, die Kundenaufträgen entsprechen, durchführen und
    dokumentieren sowie ausgehend von einer oder der beiden durchgeführten
    Arbeitsaufgaben ein Fachgespräch führen; durch das Fachgespräch soll
    der Prüfling insbesondere zeigen, dass er Kundenaufträge annehmen und
    dabei Kundenprobleme und -wünsche erkennen, fachbezogene Probleme und
    deren Lösungen kundenbezogen darstellen kann;

4.  im Prüfungsbereich Kundenauftrag ist die Arbeitsaufgabe nach Nummer 2
    Buchstabe a mit 50 Prozent, die Arbeitsaufgabe nach Nummer 2 Buchstabe
    b mit 20 Prozent und das Fachgespräch mit 30 Prozent zu gewichten;

5.  die Prüfungszeit beträgt 16 Stunden; innerhalb dieser Zeit soll das
    Fachgespräch in höchstens 30 Minuten durchgeführt werden.

(4) Für den Prüfungsbereich Konstruktionstechnik bestehen folgende
Vorgaben:

1.  Der Prüfling soll nachweisen, dass er

    a)  die Arbeitssicherheits- und Umweltschutzbestimmungen berücksichtigen,

    b)  die Verwendung von Werk- und Hilfsstoffen planen sowie Werkzeuge und
        Maschinen dem jeweiligen Verfahren zuordnen,

    c)  Problemanalysen durchführen,

    d)  die für die Herstellung erforderlichen Komponenten, Werkzeuge und
        Hilfsmittel unter Beachtung von technischen Regeln auswählen,

    e)  die Maßnahmen unter Berücksichtigung betrieblicher Abläufe planen,
        Unterlagen auswerten und ändern, Berechnungen durchführen sowie
        funktionale Zusammenhänge einer Metall- oder Stahlbaukonstruktion
        darstellen und

    f)  fachliche Probleme mit verknüpften informationstechnischen,
        technologischen und mathematischen Sachverhalten analysieren, bewerten
        und geeignete Lösungswege darstellen

    kann;

2.  dem Prüfungsbereich sind folgende Tätigkeiten zugrunde zu legen:

    Beschreiben der Vorgehensweise bei der Herstellung einer Metall- oder
    Stahlbaukonstruktion unter Anwendung verschiedener Fertigungsverfahren
    und des Qualitätsmanagements;

3.  der Prüfling soll fallbezogene Aufgaben unter Zuhilfenahme
    praxisüblicher Unterlagen schriftlich bearbeiten und die Ergebnisse in
    praxisüblicher Form dokumentieren;

4.  die Prüfungszeit beträgt zwei Stunden.

(5) Für den Prüfungsbereich Funktionsanalyse bestehen folgende
Vorgaben:

1.  Der Prüfling soll nachweisen, dass er

    a)  Problemanalysen durchführen,

    b)  die zur Montage, Inbetriebnahme oder Instandhaltung notwendigen
        mechanischen und elektrischen Komponenten, Werkzeuge und Hilfsmittel
        unter Beachtung von technischen Regeln auswählen,

    c)  Montagepläne anpassen, Arbeitsschritte unter Berücksichtigung der
        Arbeitssicherheit planen,

    d)  Maßnahmen zur Montage, Inbetriebnahme oder Instandhaltung unter
        Berücksichtigung betrieblicher Abläufe planen, ändern sowie
        funktionelle Zusammenhänge von Systemen erläutern und

    e)  fachliche Probleme mit verknüpften informationstechnischen,
        technologischen und mathematischen Sachverhalten analysieren, bewerten
        und geeignete Lösungswege darstellen

    kann;

2.  dem Prüfungsbereich sind folgende Tätigkeiten zugrunde zu legen:

    Beschreiben der Vorgehensweise zur Montage, Inbetriebnahme oder
    Instandhaltung und zur systematischen Eingrenzung von Fehlern in einem
    technischen System nach vorgegebenen Anforderungen;

3.  der Prüfling soll fallbezogene Aufgaben unter Zuhilfenahme
    praxisüblicher Unterlagen schriftlich bearbeiten und die Ergebnisse in
    praxisüblicher Form dokumentieren;

4.  die Prüfungszeit beträgt zwei Stunden.

(6) Für den Prüfungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde bestehen
folgende Vorgaben:

1.  Der Prüfling soll nachweisen, dass er allgemeine wirtschaftliche und
    gesellschaftliche Zusammenhänge der Berufs- und Arbeitswelt darstellen
    und beurteilen kann;

2.  der Prüfling soll fallbezogene Aufgaben schriftlich bearbeiten;

3.  die Prüfungszeit beträgt eine Stunde.

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MetallbAusbV-2008
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