Source: https://www.gesetze-im-internet.de/kapr_fbv/__13.html
Legislation: kapruefbv

Title: § 13 Darstellung und Beurteilung der getroffenen Vorkehrungen zur Verhinderung von Geldwäsche und von Terrorismusfinanzierung

Description:
Verordnung über den Gegenstand der Prüfung und die Inhalte der Prüfungsberichte für externe Kapitalverwaltungsgesellschaften, Investmentaktiengesellschaften, Investmentkommanditgesellschaften und Sondervermögen (KAPrüfbV)
Kapitel 2 - Externe Kapitalverwaltungsgesellschaft
Abschnitt 2 - Aufsichtsrechtliche Vorgaben
Unterabschnitt 2 - Vorkehrungen zur Verhinderung von Geldwäsche und von Terrorismusfinanzierung
§ 13 Darstellung und Beurteilung der getroffenen Vorkehrungen zur Verhinderung von Geldwäsche und von Terrorismusfinanzierung

Paragraph: 13

Full Text:
Verordnung über den Gegenstand der Prüfung und die Inhalte der Prüfungsberichte für externe Kapitalverwaltungsgesellschaften, Investmentaktiengesellschaften, Investmentkommanditgesellschaften und Sondervermögen (KAPrüfbV)
Kapitel 2 - Externe Kapitalverwaltungsgesellschaft
Abschnitt 2 - Aufsichtsrechtliche Vorgaben
Unterabschnitt 2 - Vorkehrungen zur Verhinderung von Geldwäsche und von Terrorismusfinanzierung
§ 13 Darstellung und Beurteilung der getroffenen Vorkehrungen zur Verhinderung von Geldwäsche und von Terrorismusfinanzierung

(1) Der Abschlussprüfer hat im Prüfungsbericht zu beurteilen, ob die
Gefährdungsanalyse, die die externe Kapitalverwaltungsgesellschaft
erstellt hat, der Risikosituation der externen
Kapitalverwaltungsgesellschaft entspricht.

(2) Darüber hinaus hat der Abschlussprüfer darzustellen, welche
organisatorischen Maßnahmen zur Verhinderung von Geldwäsche und von
Terrorismusfinanzierung die externe Kapitalverwaltungsgesellschaft
getroffen hat, und zu beurteilen, ob diese Maßnahmen angemessen sind.
Dabei ist insbesondere einzugehen

1.  auf die von der externen Kapitalverwaltungsgesellschaft entwickelten
    und aktualisierten internen Grundsätze sowie auf die angemessenen
    geschäfts- und kundenbezogenen Sicherungssysteme und Kontrollen zur
    Verhinderung von Geldwäsche und von Terrorismusfinanzierung,

2.  darauf, ob die Beschäftigten, die Transaktionen durchführen und
    Transaktionen anbahnen und begründen, angemessen über die Methoden der
    Geldwäsche und der Terrorismusfinanzierung sowie deren Verhinderung
    und die damit zusammenhängenden Pflichten unterrichtet werden.

Bei der Prüfung hat der Abschlussprüfer die von der externen
Kapitalverwaltungsgesellschaft erstellte Gefährdungsanalyse sowie die
von der internen Revision im Berichtszeitraum durchgeführte Prüfung
und deren Ergebnis zu berücksichtigen.

(3) Der Abschlussprüfer hat darzustellen und zu beurteilen, inwieweit
die externe Kapitalverwaltungsgesellschaft den kundenbezogenen
Sorgfaltspflichten nachgekommen ist, insbesondere auch den verstärkten
Sorgfaltspflichten in Fällen eines erhöhten Risikos. Sofern die
externe Kapitalverwaltungsgesellschaft die Durchführung von internen
Sicherungsmaßnahmen oder die Wahrnehmung von kundenbezogenen
Sorgfaltspflichten vertraglich auf eine dritte Person oder ein anderes
Unternehmen ausgelagert hat, ist hierüber zu berichten.

(4) Der Abschlussprüfer hat zu berichten, ob die Aufzeichnungs- und
Aufbewahrungspflichten sowie die Pflicht, Verdachtsfälle intern zu
erfassen und anzuzeigen, erfüllt wurden.

(5) Bei einer externen Kapitalverwaltungsgesellschaft, die selbst
nicht Tochterunternehmen eines Instituts oder eines nach dem
Geldwäschegesetz verpflichteten Versicherungsunternehmens ist, aber
Tochterunternehmen oder ausländische Zweigstellen oder
Zweigniederlassungen besitzt, hat der Abschlussprüfer

1.  darzustellen, welche Maßnahmen die externe
    Kapitalverwaltungsgesellschaft getroffen hat, um

    a)  einheitliche interne Sicherungsmaßnahmen zu schaffen und

    b)  die Sorgfaltspflichten sowie die Aufzeichnungs- und
        Aufbewahrungspflichten zur Verhinderung von Geldwäsche und von
        Terrorismusfinanzierung einzuhalten, und

2.  zu beurteilen, ob diese Maßnahmen angemessen sind.

Die Darstellung nach Satz 1 Nummer 1 hat zu erfolgen, soweit sie
zulässig ist nach dem Recht des betroffenen Staates, in dem das
Tochterunternehmen, die Zweigstelle oder die Zweigniederlassungen
ansässig ist. Soweit die nach Satz 1 zu treffenden Maßnahmen in einem
Drittstaat nicht zulässig sind, hat der Abschlussprüfer ferner
darzustellen, welche anderweitigen Maßnahmen die externe
Kapitalverwaltungsgesellschaft stattdessen ergriffen hat, und zu
beurteilen, ob diese Maßnahmen angemessen sind, um einem erhöhten
Risiko der Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung wirksam zu begegnen.
Absatz 2 Satz 3 und Absatz 3 Satz 2 gelten entsprechend.

(6) Bei einer externen Kapitalverwaltungsgesellschaft ist
darzustellen, inwieweit diese ihre Verpflichtungen nach § 18 Absatz 6
des Kapitalanlagegesetzbuches in Verbindung mit § 24c Absatz 1 des
Kreditwesengesetzes erfüllt hat. Insbesondere ist zu prüfen, ob die
hierzu eingesetzten Verfahren eine zutreffende Erfassung der
aufgenommenen Identifizierungsdaten mit richtiger Zuordnung zum Depot
im Abrufsystem gewährleisten. Gegebenenfalls ist zu berichten, ob die
Anordnungen der Bundesanstalt gemäß § 6a des Kreditwesengesetzes
ordnungsgemäß erfüllt wurden.

Collections: bundestag_gesetze
KAPrüfbV
Level: 5.0