Source: https://www.gesetze-im-internet.de/woeigg/__24.html
Legislation: woeigg

Title: § 24 Einberufung, Vorsitz, Niederschrift

Description:
Gesetz über das Wohnungseigentum und das Dauerwohnrecht (WoEigG)
Teil 1 - Wohnungseigentum
Abschnitt 4 - Rechtsverhältnis der Wohnungseigentümer untereinander und zur Gemeinschaft der Wohnungseigentümer
§ 24 Einberufung, Vorsitz, Niederschrift

Paragraph: 24

Full Text:
Gesetz über das Wohnungseigentum und das Dauerwohnrecht (WoEigG)
Teil 1 - Wohnungseigentum
Abschnitt 4 - Rechtsverhältnis der Wohnungseigentümer untereinander und zur Gemeinschaft der Wohnungseigentümer
§ 24 Einberufung, Vorsitz, Niederschrift

(1) Die Versammlung der Wohnungseigentümer wird von dem Verwalter
mindestens einmal im Jahr einberufen.

(2) Die Versammlung der Wohnungseigentümer muss von dem Verwalter in
den durch Vereinbarung der Wohnungseigentümer bestimmten Fällen, im
Übrigen dann einberufen werden, wenn dies in Textform unter Angabe des
Zwecks und der Gründe von mehr als einem Viertel der
Wohnungseigentümer verlangt wird.

(3) Fehlt ein Verwalter oder weigert er sich pflichtwidrig, die
Versammlung der Wohnungseigentümer einzuberufen, so kann die
Versammlung auch durch den Vorsitzenden des Verwaltungsbeirats, dessen
Vertreter oder einen durch Beschluss ermächtigten Wohnungseigentümer
einberufen werden.

(4) Die Einberufung erfolgt in Textform. Die Frist der Einberufung
soll, sofern nicht ein Fall besonderer Dringlichkeit vorliegt,
mindestens drei Wochen betragen.

(5) Den Vorsitz in der Wohnungseigentümerversammlung führt, sofern
diese nichts anderes beschließt, der Verwalter.

(6) Über die in der Versammlung gefassten Beschlüsse ist unverzüglich
eine Niederschrift aufzunehmen. Die Niederschrift ist von dem
Vorsitzenden und einem Wohnungseigentümer und, falls ein
Verwaltungsbeirat bestellt ist, auch von dessen Vorsitzenden oder
seinem Vertreter zu unterschreiben.

(7) Es ist eine Beschluss-Sammlung zu führen. Die Beschluss-Sammlung
enthält nur den Wortlaut

1.  der in der Versammlung der Wohnungseigentümer verkündeten Beschlüsse
    mit Angabe von Ort und Datum der Versammlung,

2.  der schriftlichen Beschlüsse mit Angabe von Ort und Datum der
    Verkündung und

3.  der Urteilsformeln der gerichtlichen Entscheidungen in einem
    Rechtsstreit gemäß § 43 mit Angabe ihres Datums, des Gerichts und der
    Parteien,

soweit diese Beschlüsse und gerichtlichen Entscheidungen nach dem 1.
Juli 2007 ergangen sind. Die Beschlüsse und gerichtlichen
Entscheidungen sind fortlaufend einzutragen und zu nummerieren. Sind
sie angefochten oder aufgehoben worden, so ist dies anzumerken. Im
Fall einer Aufhebung kann von einer Anmerkung abgesehen und die
Eintragung gelöscht werden. Eine Eintragung kann auch gelöscht werden,
wenn sie aus einem anderen Grund für die Wohnungseigentümer keine
Bedeutung mehr hat. Die Eintragungen, Vermerke und Löschungen gemäß
den Sätzen 3 bis 6 sind unverzüglich zu erledigen und mit Datum zu
versehen. Einem Wohnungseigentümer oder einem Dritten, den ein
Wohnungseigentümer ermächtigt hat, ist auf sein Verlangen Einsicht in
die Beschluss-Sammlung zu geben.

(8) Die Beschluss-Sammlung ist von dem Verwalter zu führen. Fehlt ein
Verwalter, so ist der Vorsitzende der Wohnungseigentümerversammlung
verpflichtet, die Beschluss-Sammlung zu führen, sofern die
Wohnungseigentümer durch Stimmenmehrheit keinen anderen für diese
Aufgabe bestellt haben.

Collections: bundestag_gesetze
WoEigG
Level: 4.0