Source: https://www.gesetze-im-internet.de/derivatev_2013/__20.html
Legislation: derivatev_2013

Title: § 20 Absicherungen bei Zinsderivaten

Description:
Verordnung über Risikomanagement und Risikomessung beim Einsatz von Derivaten, Wertpapier-Darlehen und Pensionsgeschäften in Investmentvermögen nach dem Kapitalanlagegesetzbuch (DerivateV 2013)
Abschnitt 2 - Marktrisiko
Unterabschnitt 3 - Einfacher Ansatz
§ 20 Absicherungen bei Zinsderivaten

Paragraph: 20

Full Text:
Verordnung über Risikomanagement und Risikomessung beim Einsatz von Derivaten, Wertpapier-Darlehen und Pensionsgeschäften in Investmentvermögen nach dem Kapitalanlagegesetzbuch (DerivateV 2013)
Abschnitt 2 - Marktrisiko
Unterabschnitt 3 - Einfacher Ansatz
§ 20 Absicherungen bei Zinsderivaten

(1) Zur Verrechnung von Zinsderivaten nach § 19 Absatz 2 sind die
Zinsderivate entsprechend den restlichen Zinsbindungsfristen der
zugrunde liegenden Basiswerte den folgenden Laufzeitbändern
zuzuordnen:

*    *   Laufzeitband

    *   Restliche Zinsbindungsfrist

*    *   1

    *   bis zu 2 Jahren

*    *   2

    *   über 2 bis zu 7 Jahren

*    *   3

    *   über 7 bis zu 15 Jahren

*    *   4

    *   über 15 Jahre

(2) Jedes Zinsderivat ist in das entsprechende Basiswertäquivalent
umzurechnen. Das Basiswertäquivalent ergibt sich in diesem Fall
entgegen den Vorgaben aus § 16 aus der Duration des Zinsderivats
dividiert durch die Zielduration des Investmentvermögens multipliziert
mit dem Marktwert des zugrunde liegenden Basiswertes. Die Zielduration
des Investmentvermögens entspricht dem erwarteten Risikoniveau und der
Duration des Investmentvermögens unter regulären Marktbedingungen und
ergibt sich aus der Anlagestrategie.

(3) Für jedes Laufzeitband sind die sich betragsmäßig entsprechenden
Summen der Basiswertäquivalente mit gegenläufigen
Zinsbindungsrichtungen (ausgeglichene Bandpositionen) sowie die
verbleibenden Unterschiedsbeträge (offene Bandpositionen) zu
ermitteln. Für jedes Laufzeitband sind die offenen Bandpositionen
getrennt nach der Zinsbindungsrichtung zusammenzufassen.

(4) Für zwei unmittelbar aneinander angrenzende Laufzeitbänder sind
die sich betragsmäßig entsprechenden Summen der nach Absatz 3 Satz 2
zusammengefassten offenen Bandpositionen mit gegenläufigen
Zinsbindungsrichtungen (ausgeglichene Position zweier angrenzender
Bänder) sowie die verbleibenden Unterschiedsbeträge (offene Position
zweier angrenzender Bänder) zu ermitteln. Für jedes Laufzeitband sind
die offenen Positionen zweier angrenzender Bänder getrennt nach der
Zinsbindungsrichtung zusammenzufassen.

(5) Für zwei nicht unmittelbar aneinander angrenzende Laufzeitbänder
sind die sich betragsmäßig entsprechenden Summen der nach Absatz 4
Satz 2 zusammengefassten offenen Positionen zweier angrenzender Bänder
mit gegenläufigen Zinsbindungsrichtungen (ausgeglichene Position
zweier nicht angrenzender Bänder) sowie die verbleibenden
Unterschiedsbeträge (offene Position zweier nicht angrenzender Bänder)
zu ermitteln. Satz 1 gilt nicht für Laufzeitband 1 in Verbindung mit
Laufzeitband 4.

(6) Der Anrechnungsbetrag für das Marktrisiko ist sodann zu ermitteln
als Summe der

1.  mit 0 Prozent gewichteten Summe der ausgeglichenen Bandpositionen,

2.  mit 40 Prozent gewichteten Summe der ausgeglichenen Positionen zweier
    angrenzender Bänder,

3.  mit 75 Prozent gewichteten Summe der ausgeglichenen Positionen zweier
    nicht angrenzender Bänder und

4.  mit 100 Prozent gewichteten verbleibenden offenen Positionen.

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DerivateV-2013
Level: 4.0