Source: https://www.gesetze-im-internet.de/rheinschpersv/__7.html
Legislation: rheinschpersv

Title: § 7.01 Großes Patent

Description:
Verordnung über das Schiffspersonal auf dem Rhein (RheinSchPersV)
Teil III - Patentvorschriften
Kapitel 7 - Bestimmungen über die Schifferpatente
Abschnitt 1 - Erwerb der Befähigungen
Unterabschnitt 1 - Patentarten
§ 7.01 Großes Patent

Paragraph: 7

Full Text:
Verordnung über das Schiffspersonal auf dem Rhein (RheinSchPersV)
Teil III - Patentvorschriften
Kapitel 7 - Bestimmungen über die Schifferpatente
Abschnitt 1 - Erwerb der Befähigungen
Unterabschnitt 1 - Patentarten
§ 7.01 Großes Patent

1.  Wer das Große Patent erwerben will, muss mindestens 21 Jahre alt sein.

2.  Der Bewerber muss über ein Sprechfunkzeugnis verfügen.

3.  Der Bewerber muss die notwendige Eignung besitzen; geeignet ist, wer

    a)  körperlich und geistig als Schiffsführer tauglich ist.
        Die Tauglichkeit ist durch ein ärztliches Zeugnis nach den Anlagen B1
        und B2 nachzuweisen, das von einem von der zuständigen Behörde
        anerkannten Arzt ausgestellt sein muss;

    b)  keine Straftaten in der Schifffahrt begangen hat, nach seinem
        bisherigen Verhalten die sichere Führung eines Fahrzeuges erwarten
        lässt und Vorgesetzter einer Schiffsmannschaft sein kann;

    c)  befähigt ist, das heißt die erforderlichen beruflichen Fertigkeiten
        und Kenntnisse besitzt, die nautische Kenntnisse sowie die Kenntnis
        der Verordnungen und der Wasserstraße einschließen. Als Nachweis für
        diese Befähigung gilt die mit Erfolg abgelegte, dafür vorgesehene
        Prüfung.

4.  Der Bewerber muss vier Jahre Fahrzeit als Mitglied einer
    Decksmannschaft nachweisen, davon mindestens zwei Jahre in der
    Binnenschifffahrt als Matrose oder mindestens ein Jahr als Bootsmann.
    Die Fahrzeit muss auf Fahrzeugen mit Maschinenantrieb geleistet worden
    sein, für deren Führung das Große Patent oder das Kleine Patent
    erforderlich ist.

5.  Die Berechnung der Fahrzeiten erfolgt nach § 3.08. Auf die Fahrzeit
    werden auch angerechnet

    a)  höchstens bis zu drei Jahren, die Zeit der Ausbildung, wenn die Person
        Inhaber eines von der zuständigen Behörde anerkannten Zeugnisses über
        den erfolgreichen Abschluss einer Berufsausbildung auf dem Gebiet der
        Binnenschifffahrt mit praktischen Ausbildungsteilen ist;

    b)  höchstens bis zu zwei Jahren, die nachgewiesene Fahrzeit auf See als
        Mitglied einer Decksmannschaft, wobei 250 Seefahrtstage als ein Jahr
        Fahrzeit gelten.

Collections: bundestag_gesetze
RheinSchPersV
Level: 6.0