Source: https://www.gesetze-im-internet.de/ledervausbv/__9.html
Legislation: ledervausbv

Title: Anlage Ausbildungsrahmenplan für die Berufsausbildung zur Fachkraft für Lederverarbeitung

Description:
Verordnung über die Berufsausbildung zur Fachkraft für Lederverarbeitung (LederVAusbV)
Anlage Ausbildungsrahmenplan für die Berufsausbildung zur Fachkraft für Lederverarbeitung

Paragraph: 9

Full Text:
Verordnung über die Berufsausbildung zur Fachkraft für Lederverarbeitung (LederVAusbV)
Anlage Ausbildungsrahmenplan für die Berufsausbildung zur Fachkraft für Lederverarbeitung

(Fundstelle: BGBl. I 2011, 258 - 261)

**Abschnitt A: Berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und
Fähigkeiten**

*    *   Lfd.
        Nr.

    *   Teil des
        Ausbildungsberufsbildes

    *   Zu vermittelnde
        Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten

    *   Zeitliche Richtwerte
        in Wochen
        im Ausbildungsjahr

*    *   1

    *   2

*    *   1

    *   2

    *   3

    *   4

*    *   1

    *   Beurteilen und
        Einsetzen von Werk- und Hilfsstoffen
        (§ 3 Absatz 2
        Abschnitt A Nummer 1)

    *
        a)  Leder nach Arten, Herkunft, Gerbarten, Eigenschaften und Merkmalen
            unterscheiden sowie nach Verwendungszweck und Verarbeitungsmerkmalen
            zuordnen

        b)  Werk- und Hilfsstoffe, insbesondere textile Flächengebilde,
            Kunstleder, Kunststoffe, Klebstoffe und Garne, nach Eigenschaften und
            Verwendungszweck unterscheiden sowie nach Verarbeitungsmöglichkeiten
            und Verwendungszweck zuordnen

        c)  Auswirkungen von Veredlungs- und Zurichtungsmaßnahmen beurteilen,
            insbesondere auf Optik und Haltbarkeit

        d)  Werk- und Hilfsstoffe sowie Zubehör auf Qualität, Schäden und Fehler
            prüfen, sortieren und lagern

    *   4

    *

*    *
        e)  Werk- und Hilfsstoffe nach ihren technischen und gesundheitlichen
            Anforderungen sowie nach ihrer Wirtschaftlichkeit bewerten und nach
            ihrem Verwendungszweck einsetzen

    *
    *   2

*    *   2

    *   Zuschneiden und
        Stanzen
        (§ 3 Absatz 2
        Abschnitt A Nummer 2)

    *
        a)  Qualitätszonen einteilen und bezeichnen

        b)  Fehler beim Legen und Schneiden und ihre Folgen für die
            Weiterverarbeitung erkennen und beurteilen

        c)  Schnittschablonen und Stanzformen unter Beachtung rationeller
            Einteilung, Qualität und Musterverlauf auflegen, Schnittkonturen
            markieren

    *   4

    *

*    *
        d)  Werk- und Hilfsstoffe zuschneiden und ausstanzen

        e)  Zuschnitte markieren und kontrollieren

    *
    *   5

*    *   3

    *   Ausführen von
        Vorrichtarbeiten
        (§ 3 Absatz 2
        Abschnitt A Nummer 3)

    *
        a)  Teile stempeln

        b)  Teile, insbesondere für Halte- und Ziernähte, vorzeichnen

        c)  Teile spalten und schärfen

        d)  Teile kaschieren

        e)  Kanten färben und einschlagen

        f)  Teile prägen und perforieren

    *   10

    *

*    *   4

    *   Fügen von Einzelteilen
        (§ 3 Absatz 2
        Abschnitt A Nummer 4)

    *
        a)  Teile zuordnen

        b)  Nähgarne und -zwirne, Nähnadeln und Nähfüße sowie Klebstoffe auswählen

        c)  Grifftechniken anwenden

        d)  Futterteile, insbesondere durch Bestech- und Zick-Zacknähte,
            zusammennähen

        e)  Futterteile zusammenkleben

    *   12

    *

*    *
        f)  Außenteile mit Haltenähten in verschiedenen Ausführungen verbinden

        g)  Arbeitsergebnisse, insbesondere auf Sauberkeit der Nahtführung und auf
            Haltbarkeit, prüfen

    *
    *   11

*    *   5

    *   Ausführen von Zier-
        und Spezialnähten
        (§ 3 Absatz 2
        Abschnitt A Nummer 5)

    *
        a)  Ziernähte in verschiedenen Ausführungen nähen

        b)  Spezialnähte nach Verwendungszweck zuordnen und auswählen

        c)  Spezialnähte in verschiedenen Ausführungen, insbesondere Wulstnähte,
            Einfassnähte, Paspelnähte oder Kedernähte, nähen

        d)  Zier- und Spezialnähte auf Sauberkeit der Nahtführung und auf
            Haltbarkeit prüfen

    *
    *   11

*    *   6

    *   Zusammenfügen von Außen- und Futterteilen
        (§ 3 Absatz 2
        Abschnitt A Nummer 6)

    *
        a)  konfektionierte Futter- und Außenteile verbinden

        b)  Teile mit eingehängtem und durchgestepptem Futter herstellen

        c)  Außen- und Futterteile verkleben

        d)  Versteifungen einarbeiten

        e)  Arbeitsergebnisse, insbesondere Schäfte und Lederwaren, prüfen

    *
    *   11

*    *   7

    *   Herstellen und
        Anbringen von Zubehör
        (§ 3 Absatz 2
        Abschnitt A Nummer 7)

    *
        a)  Zubehör nach Verwendungszweck auswählen

        b)  schmückendes Zubehör, insbesondere Schleifen und Quasten, herstellen

    *   6

    *

*    *
        c)  funktionelles Zubehör, insbesondere Schlaufen, Bügel und Riemen,
            herstellen

        d)  schmückendes und funktionelles Zubehör, insbesondere Reißverschlüsse,
            Schnürteile, Beschläge, Schnallen, Nieten und Verschlüsse, anbringen
            und einarbeiten

        e)  Arbeitsergebnisse, insbesondere auf Aussehen, Funktion und
            Haltbarkeit, prüfen

    *
    *   6

**Abschnitt B: Integrative Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten**

*    *   Lfd.
        Nr.

    *   Teil des
        Ausbildungsberufsbildes

    *   Zu vermittelnde
        Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten

    *   Zeitliche Richtwerte
        in Wochen
        im Ausbildungsjahr

*    *   1

    *   2

*    *   1

    *   2

    *   3

    *   4

*    *   1

    *   Berufsbildung, Arbeits- und Tarifrecht
        (§ 3 Absatz 2
        Abschnitt B Nummer 1)

    *
        a)  Bedeutung des Ausbildungsvertrages, insbesondere Abschluss, Dauer und
            Beendigung, erklären

        b)  gegenseitige Rechte und Pflichten aus dem Ausbildungsvertrag nennen

        c)  Möglichkeiten der beruflichen Fortbildung nennen

        d)  wesentliche Teile des Arbeitsvertrages nennen

        e)  wesentliche Bestimmungen der für den ausbildenden Betrieb geltenden
            Tarifverträge nennen

    *

*    *   2

    *   Aufbau und
        Organisation des
        Ausbildungsbetriebes
        (§ 3 Absatz 2
        Abschnitt B Nummer 2)

    *
        a)  Aufbau und Aufgaben des ausbildenden Betriebes erläutern

        b)  Grundfunktionen des ausbildenden Betriebes wie Angebot, Beschaffung,
            Fertigung und Verwaltung erklären

        c)  Beziehungen des ausbildenden Betriebes und seiner Beschäftigten zu
            Wirtschaftsorganisationen, Berufsvertretungen und Gewerkschaften
            nennen

        d)  Grundlagen, Aufgaben und Arbeitsweise der betriebsverfassungs- oder
            personalvertretungsrechtlichen Organe des ausbildenden Betriebes
            beschreiben

*    *   3

    *   Sicherheit und
        Gesundheitsschutz
        bei der Arbeit
        (§ 3 Absatz 2
        Abschnitt B Nummer 3)

    *
        a)  Gefährdung von Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz feststellen
            und Maßnahmen zu ihrer Vermeidung ergreifen

        b)  berufsbezogene Arbeitsschutz- und Unfallverhütungsvorschriften
            anwenden

        c)  Verhaltensweisen bei Unfällen beschreiben sowie erste Maßnahmen
            einleiten

        d)  Vorschriften des vorbeugenden Brandschutzes anwenden; Verhaltensweisen
            bei Bränden beschreiben und Maßnahmen zur Brandbekämpfung ergreifen

    *   während
        der gesamten
        Ausbildung
        zu vermitteln

*    *   4

    *   Umweltschutz
        (§ 3 Absatz 2
        Abschnitt B Nummer 4)

    *   Zur Vermeidung betriebsbedingter Umweltbelastungen im beruflichen
        Einwirkungsbereich beitragen, insbesondere

        a)  mögliche Umweltbelastungen durch den Ausbildungsbetrieb und seinen
            Beitrag zum Umweltschutz an Beispielen erklären

        b)  für den Ausbildungsbetrieb geltende Regelungen des Umweltschutzes
            anwenden

        c)  Möglichkeiten der wirtschaftlichen und umweltschonenden Energie- und
            Materialverwendung nutzen

        d)  Abfälle vermeiden; Stoffe und Materialien einer umweltschonenden
            Entsorgung zuführen

*    *   5

    *   Planen und Vorbereiten von Arbeitsabläufen
        (§ 3 Absatz 2
        Abschnitt B Nummer 5)

    *
        a)  Arbeitsaufträge auf Umsetzbarkeit prüfen

        b)  Arbeitsschritte unter Berücksichtigung betrieblicher Abläufe und der
            Auftragsunterlagen festlegen

        c)  Arbeitsplatz nach ergonomischen und sicherheitsrelevanten
            Gesichtspunkten vorbereiten, Arbeitsmittel und -geräte auswählen und
            bereitstellen

        d)  technische Unterlagen, insbesondere Arbeitsanweisungen,
            Betriebsanleitungen, Merkblätter und Richtlinien, anwenden

    *   3

    *

*    *
    *
    *
        e)  Materialbedarf berechnen, Materialkosten und Zeitaufwand abschätzen

    *
    *   2

*    *   6

    *   Betriebliche und
        technische Information und Kommunikation
        (§ 3 Absatz 2
        Abschnitt B Nummer 6)

    *
        a)  Informationen, insbesondere Produktbeschreibungen und Fachliteratur,
            beschaffen und nutzen

        b)  auftragsbezogene Daten beschaffen, auswerten, pflegen und sichern,
            Datenschutz beachten

        c)  Arbeitsaufgaben mit Hilfe von Informations- und Kommunikationssystemen
            bearbeiten, Anwenderprogramme nutzen

        d)  Gespräche situationsgerecht führen, dabei kulturelle Besonderheiten
            berücksichtigen und Sachverhalte darstellen

    *   4

    *

*    *   7

    *   Einsetzen und
        Instandhalten
        von Werkzeugen,
        Geräten, Maschinen
        und technischen
        Einrichtungen
        (§ 3 Absatz 2
        Abschnitt B Nummer 7)

    *
        a)  Werkzeuge, Geräte, Maschinen und technische Einrichtungen nach
            Einsatzgebiet und Materialbeschaffenheit auswählen und einsetzen

        b)  Werkzeuge und Maschinen pflegen und instand halten, Verschleißteile
            austauschen

        c)  Maschinen einrichten und bedienen, Funktionen prüfen

    *   5

    *

*    *
        d)  Störungen feststellen und Maßnahmen zur Störungsbeseitigung ergreifen

    *
    *   2

*    *   8

    *   Durchführen von
        qualitätssichernden Maßnahmen
        (§ 3 Absatz 2
        Abschnitt B Nummer 8)

    *
        a)  Aufgaben und Ziele von qualitätssichernden Maßnahmen unterscheiden und
            im eigenen Arbeitsbereich anwenden

        b)  Qualitätsstandards einhalten und Qualitätsmerkmale feststellen

        c)  Qualität, insbesondere hinsichtlich Maße, Verarbeitung und
            Funktionalität, prüfen

        d)  Kundenanforderungen bei der Durchführung von Arbeiten beachten

    *   4

    *

*    *
    *
    *
        e)  Ursachen von Qualitätsmerkmalen feststellen und dokumentieren,
            Maßnahmen zur Fehlerbeseitigung ergreifen

        f)  zur kontinuierlichen Verbesserung von Arbeitsabläufen beitragen

    *
    *   2

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