Source: https://www.gesetze-im-internet.de/fzv_2011/__51.html
Legislation: fzv_2011

Title: Gemeinsame Vorschriften

Description:
Verordnung über die Zulassung von Fahrzeugen zum Straßenverkehr (FZV 2011)
Gemeinsame Vorschriften

Paragraph: 51

Full Text:
Verordnung über die Zulassung von Fahrzeugen zum Straßenverkehr (FZV 2011)
Gemeinsame Vorschriften

**1.** **Abmessungen**

    Die Maße der Kennzeichenschilder betragen für:

    a)  einzeilige Kennzeichen: Größtmaß der Breite: 520 mm, Höhe: 110 mm

    b)  zweizeilige Kennzeichen: Größtmaß der Breite: 340 mm, bei zwei- und
        dreirädrigen Kraftfahrzeugen 280 mm, Höhe: 200 mm

    c)  Kraftradkennzeichen:
        Mindest-/Größtmaß der Breite:
        180mm/220mm, Höhe: 200 mm

    d)  verkleinerte zweizeilige Kennzeichen: Größtmaß der Breite: 255 mm,
        Höhe: 130 mm.

    Verkleinerte zweizeilige Kennzeichen dürfen nur für Leichtkrafträder
    sowie für Fahrzeuge nach § 10 Absatz 6 Nummer 3 zugeteilt werden.

**2.** **Schrift**

2.1 Beschriftung (fälschungserschwerende Schrift – FE-Schrift –)

    Die Beschriftung muss den Schriftmustern „Schrift für Kfz-Kennzeichen“
    entsprechen. Die Schriftmuster können bei der Bundesanstalt für
    Straßenwesen, Postfach 10 01 50, 51401 Bergisch Gladbach, bezogen
    werden. Der waagerechte Abstand der Beschriftung einschließlich der
    Plaketten zum schwarzen, grünen oder roten Rand, zum Euro-Feld oder
    zum Feld, in dem der Betriebszeitraum oder das Ablaufdatum angegeben
    ist, muss auf beiden Seiten gleich sein. Bei der Fertigung der
    Kennzeichen dürfen die nachstehenden Toleranzen nicht über- oder
    unterschritten werden.

2.1.1 einzeilige und zweizeilige Kennzeichen:

    a)  Schrifthöhe + 2,0 mm bis – 1,0 mm,

    b)  Strichbreite der Beschriftung*                          1,0 mm,

    c)  Strichbreite des Randes + 2,0 mm bis – 1,0 mm

2.1.2 Kraftradkennzeichen und verkleinerte zweizeilige Kennzeichen:

    a)  Schrifthöhe + 1,0 mm bis – 0,5 mm,

    b)  Strichbreite der Beschriftung*                          0,5 mm,

    c)  Strichbreite des Randes + 1,0 mm bis – 0,5 mm

2.2 Schriftarten

2.2.1 Mittelschrift 75 mm

    ![bgbl1_2011_j0139-1_0010.jpg](bgbl1_2011_j0139-1_0010.jpg)

2.2.2 Engschrift 75 mm

    ![bgbl1_2011_j0139-1_0020.jpg](bgbl1_2011_j0139-1_0020.jpg)

2.2.3 verkleinerte Mittelschrift 49 mm (nur für verkleinerte zweizeilige
    Kennzeichen und Kraftradkennzeichen)

    ![bgbl1_2011_j0139-1_0030.jpg](bgbl1_2011_j0139-1_0030.jpg)

2.3 abweichende Schrift für Kennzeichen der Bundeswehr sowie für
    Versicherungskennzeichen:

    Die Beschriftung erfolgt nach dem anliegenden Schriftmuster der
    Normvorschrift DIN 1451 (nach dem Hilfsnetz hergestellt), und zwar
    grundsätzlich für Buchstaben und Zahlen in fetter Mittelschrift.
    Reicht die vorgesehene Höchstlänge des Kennzeichens hierfür nicht aus
    oder lässt die etwa vorgeschriebene oder die vom Hersteller
    vorgesehene Anbringungsstelle für Kennzeichen dies nicht zu, so darf
    fette Engschrift verwendet werden. Bei Umlauten darf die vorgesehene
    Schrifthöhe nicht überschritten werden. Der waagerechte Abstand der
    Beschriftung einschließlich Plaketten zum schwarzen, blauen oder
    grünen Rand muss auf beiden Seiten gleich sein.

2.3.1 fette Mittelschrift

    DIN 1451

    ![bgbl1_2011_j0139-1_0040.jpg](bgbl1_2011_j0139-1_0040.jpg)

2.3.2 fette Engschrift

    DIN 1451

    ![bgbl1_2011_j0139-1_0050.jpg](bgbl1_2011_j0139-1_0050.jpg)

**3.** **Euro-Feld**

    Zwischen Euro-Feld und schwarzem Rand ist eine Lichtkante bis
    höchstens 2,0 mm zulässig.

    Ausgestaltung des Sternenkranzes:

    Die Geometrie des Sternenkranzes ergibt sich aus folgender Abbildung:

    ![bgbl1_2011_j0139-1_0060.jpg](bgbl1_2011_j0139-1_0060.jpg)
    Der Durchmesser des Sternenkranzes entspricht dem Sechsfachen des
    Durchmessers des einzelnen Sterns. Die Ausführung des
    Erkennungsbuchstabens „D“ erfolgt nach DIN 1451 Teil 2.

3.1 einzeiliges Kennzeichen

    ![bgbl1_2011_j0139-1_0070.jpg](bgbl1_2011_j0139-1_0070.jpg)

3.2 zweizeiliges Kennzeichen und Kraftradkennzeichen

    ![bgbl1_2011_j0139-1_0080.jpg](bgbl1_2011_j0139-1_0080.jpg)

3.3 verkleinertes zweizeiliges Kennzeichen

    ![bgbl1_2011_j0139-1_0090.jpg](bgbl1_2011_j0139-1_0090.jpg)

**4.** **Ergänzungsbestimmungen**

    Mehr als acht Stellen (Buchstaben und Ziffern) auf einem Kennzeichen
    sind unzulässig. Für einzeilige Kennzeichen oder zweizeilige
    Kennzeichen nach Nummer 1 Satz 1 Buchstabe b ist die Mittelschrift zu
    verwenden, es sei denn, die etwa vorgeschriebene oder die vom
    Hersteller vorgesehene Anbringungsstelle für Kennzeichen lässt dies
    nicht zu. In diesem Fall darf für die Buchstaben zur Unterscheidung
    des Verwaltungsbezirks und/oder für die Buchstaben der
    Erkennungsnummer und/oder die Zahlen der Erkennungsnummer jeweils die
    Engschrift verwendet werden. Das Kennzeichen darf nicht größer sein
    als die etwa vorgeschriebene oder die vom Hersteller vorgesehene
    Anbringungsstelle dies zulässt. In keinem Fall dürfen die zu den
    einzelnen Kennzeichenarten angegebenen Größtmaße überschritten werden.
    Ist es der Zulassungsbehörde nicht möglich, für ein Fahrzeug ein
    Kennzeichen zuzuteilen, das an der am Fahrzeug vorgesehenen Stelle
    angebracht werden kann, so hat der Halter Veränderungen am Fahrzeug
    vorzunehmen, die die Anbringung eines vorschriftsmäßigen Kennzeichens
    ermöglichen, sofern die Veränderungen nicht unverhältnismäßigen
    Aufwand erfordern; in Zweifelsfällen kann die Zulassungsbehörde die
    Vorlage eines Gutachtens eines amtlich anerkannten Sachverständigen
    für den Kraftfahrzeugverkehr oder eines nach § 30 der EG-
    Fahrzeuggenehmigungsverordnung zur Prüfung von Gesamtfahrzeugen der
    jeweiligen Fahrzeugklasse benannten Technischen Dienstes verlangen.
    Wird in einem solchen Gutachten festgestellt, dass an einem
    Kraftfahrzeug die Anbringung eines vorschriftsmäßigen hinteren
    Kennzeichens nach Nummer 1 Satz 1 Buchstabe a, b oder c einen
    unverhältnismäßigen Aufwand erfordert oder technisch nicht möglich
    ist, kann die Zulassungsbehörde eine Ausnahme zum Führen eines
    verkleinerten zweizeiligen Kennzeichens nach Nummer 1 Satz 1 Buchstabe
    d genehmigen; dies gilt nicht, wenn durch nachträgliche Änderungen
    oder den Anbau von Zubehör die Anbringung eines vorschriftsmäßigen
    Kennzeichens nicht mehr möglich ist.

**5.** **Anerkennung von Prüfungen aus anderen Mitgliedstaaten der
    Europäischen Union und des Europäischen Wirtschaftsraumes**

    Es werden auch Prüfungen der Kennzeichenschilder anerkannt, die von
    den zuständigen Prüfstellen anderer Mitgliedstaaten der Europäischen
    Union oder anderer Vertragsstaaten des Abkommens über den Europäischen
    Wirtschaftsraum entsprechend § 10 Absatz 2 Satz 3 durchgeführt und
    bescheinigt werden.

**6.** **Plaketten**

    In den auf den Kennzeichen vorgesehenen Feldern sind Plaketten
    anzubringen

    a)  (weggefallen)

    b)  nach § 29 Absatz 2 der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung auf dem
        hinteren Kennzeichen oben,

    c)  nach § 10 Absatz 3 auf dem vorderen und hinteren Kennzeichen jeweils
        unten.

    Bei zweizeiligen Kennzeichen dürfen die Plaketten unter dem Euro-Feld
    angebracht werden. Auf dem Kraftradkennzeichen sind die Plaketten nach
    Satz 1 Buchstabe b in der Mitte links, auch unter dem Euro-Feld, und
    nach Satz 1 Buchstabe c in der Mitte rechts anzubringen. Auf
    verkleinerten zweizeiligen Kennzeichen dürfen die Plaketten nach Satz
    1 Buchstabe c auch oben zwischen dem Unterscheidungszeichen und der
    Plakette nach Satz 1 Buchstabe b angebracht werden.

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FZV-2011
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