Source: https://www.gesetze-im-internet.de/bkompv/__15.html
Legislation: bkompv

Title: Anlage 6 Maßnahmen im Sinne des § 15 Absatz 3 des Bundesnaturschutzgesetzes

Description:
Verordnung über die Vermeidung und die Kompensation von Eingriffen in Natur und Landschaft im Zuständigkeitsbereich der Bundesverwaltung (BKompV)
Anlage 6 Maßnahmen im Sinne des § 15 Absatz 3 des Bundesnaturschutzgesetzes

Paragraph: 15

Full Text:
Verordnung über die Vermeidung und die Kompensation von Eingriffen in Natur und Landschaft im Zuständigkeitsbereich der Bundesverwaltung (BKompV)
Anlage 6 Maßnahmen im Sinne des § 15 Absatz 3 des Bundesnaturschutzgesetzes

(Fundstelle: BGBl. I 2020, 1136 - 1157)

A.**** Bewirtschaftungs- oder Pflegemaßnahmen ****

    *        *   **Maßnahmentyp**
            Zielbiotoptypen
            (keine
            abschließende
            Aufzählung)

        *   Anforderungen an die
            **Ausführung der Maßnahmen**

        *   **Eignung als Ausgleich oder Ersatz für folgende Funktionen**

    *        *   Biotope,
            Tiere,
            Pflanzen

        *   Boden

        *   Wasser

        *   Klima/Luft

        *   Land-
            schaftsbild

    *        *   Mindestanforderungen

        *   Weitergehende
            Anforderungen, die im Einzelfall
            festgesetzt werden können

        *   Vielfalt von Tier- und
            Pflanzenarten

        *   Vielfalt von Biotoptypen

        *   Vielfalt von Bodentypen
            und Bodenformen

        *   Natürliche Bodenfunktionen

        *   Oberflächengewässer

        *   Grundwasser

        *   Hochwasserschutz- und
            Retentionsfunktion

        *   Klimatische und lufthygienische
            Ausgleichsfunktionen

        *   Klimaschutzfunktion durch
            Treibhausgasspeicher/-senken

        *   Vielfalt von Landschaften als
            natürliches und kulturelles Erbe

        *   Funktionen im Bereich Erleben
            und Wahrnehmen von Landschaft

    *        *   **Maßnahmen auf Acker**

    *        *   **Brachen**
            Ackerbrachen:
            33\.01.04, 33.02.04, 33.03.04, 33.04a.04, 33.04b.04

        *
            •   Selbstbegrünung (gilt nicht in
                Gebieten mit hohem Stickstoff-Auswaschungsrisiko)

            •   Keine Düngung, keine PSM

            •   Keine Bodenbearbeitung

            •   Keine Nutzung/Mahd

            •   Höchstdauer der Belassung ohne Umbruch: 3 Jahre

            •   Herstellungskontrolle und ggf.
                Monitoring (in Abhängigkeit von jeweiligen Zielarten)

            •   Pflegeintervall 2 bis 3 Jahre

        *
            •   Spezifische Maßnahmen,
                z. B. extensive Pflege zur Schaffung von Heterogenität im Bestand

            •   In Abhängigkeit von Zielarten
                ggf. Sonderformen

            •   Reduzierung von konkurrenz-
                starken, nicht dem Zielbiotoptyp entsprechenden Pflanzenarten
                (z. B. Acker-Kratzdistel,
                Neophyten) ausschließlich durch mechanische Beseitigung

        *   X

        *   X

        *   (X)

        *   X

        *   (X)

        *   (X)

        *   (X)

        *
        *   (X)

        *
        *   X

    *        *   Extensiv
            **genutzte Äcker/Ackerwildkräuterstreifen**
            Äcker mit vollst. Segetalvegetation:
            33\.01.01, 33.02.01, 33.03.01, 33.04a.01, 33.04b.01
            Äcker mit artenreicher Segetalvegetation:
            33\.01.02, 33.02.02, 33.03.02, 33.04a.02, 33.04b.02

        *
            •   Erweiterter Saatreihenabstand
                bzw. reduzierte Saatgutmenge (max. 50 – 70 % der regulären
                Saatgutmenge)

            •   Vielfältige, mind. Viergliedrige
                Fruchtfolge mit Winterungen und Sommerungen

            •   Grundsätzlich keine Düngung, eine begrenzte dem Entwicklungsziel
                angepasste Erhaltungsdüngung mit Wirtschaftsdünger ist im Einzelfall
                zulässig (Düngermenge dann begrenzen max. auf Entzug bzw.
                Zielanforderung z. B. aus dem
                Segetalartenschutz), keine PSM

            •   Striegelverzicht

            •   Winterstoppel

            •   Verzicht auf Bewässerung

            •   Verzicht auf Kalkung

            •   Herstellungskontrolle und ggf.
                Monitoring (in Abhängigkeit von jeweiligen Zielarten)

            •   Mindestdauer 10 Jahre

        *
            •   Einsatz von Gemengen mit mindestens zwei verschiedenen Arten und
                Sorten bis hin zu Blüh- und Wildkrautgemengen, z. B. Getreide-Öl-
                Leguminosen-Gemenge, Blüh-/Wildkrautgemenge

            •   Inanspruchnahme wertvoller landwirtschaftlich genutzter Flächen nur
                nach Berücksichtigung agrarstruktureller Belange

            •   Konzentration von Maßnahmen im Raum zur Verbesserung der
                Strukturvielfalt und zur Schaffung von Verbundstrukturen
                (Biotopverbund)

            •   Verringerung der Schlaggrößen

            •   Integrierte Brachestreifen
                (auf 10 % der Fläche)

            •   Einschränkung der Bodenbearbeitung während der Brutzeit

            •   Nicht wendende, pfluglose Bodenbearbeitung (i. d. R. nicht geeignet
                bei Segetalartenschutz)

            •   Belassen von Streifen/Ernte-
                verzicht

        *   X

        *   X

        *   (X)

        *   X

        *   X

        *   (X)

        *
        *
        *
        *   X

        *   X

    *        *   **Etablierung von artenreichem Grünland**
            artenreiches Grünland frischer Standorte:
            34\.07a.01, 34.07a.02
            Salzgrünland der Küste:
            07, 08

        *
            •   Vorher mind. 5 Jahre lang Acker

            •   Die Maßnahmenfläche sollte sich
                als Bilanzzuwachs (Grünlandfläche) auf Betriebsebene niederschlagen

            •   Ansaat mit standortspezifischem
                Saatgut

            •   Aushagerung, sofern auf Standort in Bezug zur geplanten
                Lebensraumqualität erforderlich

            •   Kein Pflegeumbruch

            •   Narbenverbesserung (Nachsaat
                von Zielarten ist möglich)

            •   1-2schürige Mahd je nach er-
                wünschtem Nährstoffniveau und Pflanzengesellschaft im ausgehagerten
                Zustand (i. d. R. nach der Brutzeit), Abfuhr des Mahdgutes
                (3. Schnitt kann auch als Pflegeschnitt ohne Abfuhr erfolgen) oder
                Beweidung mit max. 1,5 – 2 GVE/ha möglich;
                bei Beweidung: Prüfung der Erforderlichkeit einer Nachmahd,

        *
            •   Verwendung regionalen Saatguts

            •   Mahdguttransfer/Heublumenansaat aus der Region

            •   Reduzierung von konkurrenz-
                starken, nicht dem Zielbiotoptyp
                entsprechenden Pflanzenarten
                (z. B. Acker-Kratzdistel, Neophyten) ausschließlich durch mechanische
                Beseitigung

            •   Herstellungskontrolle und ggf.
                Monitoring (in Abhängigkeit von
                jeweiligen Zielarten)

        *   X

        *   X

        *   X

        *   X

        *   (X)

        *   X

        *   X

        *
        *   (X)

        *   (X)

        *   X

    *        *
        *
            *   Beschränkung der Weidepflege
                (Walzen, Schleppen max. 1-mal im Jahr vor März, keine Nachsaat)

            •   Keine PSM

            •   Eine an das jeweiligen Zielbiotop angepasste Düngung ist zulässig

            •   Festlegung von Zeiträumen für die Mahd/Beweidung in Abhängigkeit von
                Zielarten

        *
        *
        *
        *
        *
        *
        *
        *
        *
        *
        *
        *

    *        *   **Äcker mit schlaginterner Segregation**
            z. B. von feuchten Senken, trockenen Kuppen innerhalb des
            Ackerschlags;
            Bewertung für Zielarten oder Zielbiotope, z. B. extensiv genutzte
            Äcker mit artenreicher oder vollst. Segetalvegetation oder andere

        *
            •   Kartierung und Dokumentation der ertragsärmeren und nicht genutzten
                Teilbereiche (z. B. anhand eines Luftbilds) zur gezielten Auswahl von
                Standorten mit hohem Biotopentwicklungspotenzial bzw. mit besonderer
                Bedeutung für den Biotopverbund

            •   Herausnahme von Teilbereichen
                mit spezifischer Standortcharakteristik aus der Nutzung, auf den
                Zielbiotop abgestimmte extensive Ackernutzung oder Pflege

            •   Abstandsauflagen zur Maßnah-
                menfläche für Düngung und PSM

        *
            •   Herstellungskontrolle und ggf.
                Monitoring (in Abhängigkeit von
                jeweiligen Zielarten)

        *   X

        *   X

        *   (X)

        *   X

        *
        *
        *
        *
        *   (X)

        *   (X)

        *   X

    *        *   standortspezifische Ausprägungen von Zielbiotopen

        *
            •   Biotopverbund zu benachbarten
                Strukturen herstellen (z. B. als Trittstein)

            •   Mindestdauer 10 Jahre

        *
        *
        *
        *
        *
        *
        *
        *
        *
        *
        *
        *

    *        *   (rotierende) Maßnahmen zur Schaffung artspezifischer
            **Habitate**
            Bewertung für
            Zielarten

        *
            •   Einbindung in Maßnahmenkonzept (insbes. in Artenschutzkonzept)

            •   Schaffung artspezifisch geeigneter Habitatstrukturen, (z. B.
                Feldlerchenfenster)

            •   Keine PSM

        *
            •   Monitoring/Überprüfung und ggf.
                Modifizierung der Maßnahmenvorgaben (Art und Zeitpunkt in Abhängigkeit
                von jeweiligen Zielarten)

        *   X

        *   X

        *
        *
        *
        *
        *
        *
        *
        *
        *

    *        *   **Blühstreifen**
            Bewertung für
            Zielarten

        *
            •   Breite in der Regel zwischen 5 m
                und 10 m

            •   Standortspezifische Saatmischung
                regionaler Herkunft unter Beachtung der standorttypischen
                Segetalvegetation

            •   Reduzierte Saatgutmenge
                (max. 50 – 70 % der regulären Saatgutmenge) zur Erzielung eines
                lückigen Bestands, Fehlstellen im Bestand belassen

            •   Keine Düngung, keine PSM

        *
            •   Bei Rotation in der Fruchtfolge Belassung über 2 bis 5 Jahre

            •   Wenn Mahd, nur im Frühjahr bis Mitte März bzw. angepasst an Zielarten

            •   Herstellungskontrolle und ggf.
                Monitoring (in Abhängigkeit von Zielarten)

        *   X

        *   X

        *
        *   (X)

        *   X

        *
        *   (X)

        *
        *
        *   (X)

        *   X

    *        *
        *
            •   Zunächst keine Bodenbearbeitung;
                nach 2 bis 3 Jahren Bodenbearbeitung und Neuansaat, i. d. R. im
                Frühjahr bis Mitte April; bei Rotation in der Fruchtfolge Belassen bis
                Frühjahrsbestellung

            •   Keine Mahd

            •   Rotation in der Fruchtfolge möglich

        *
        *
        *
        *
        *
        *
        *
        *
        *
        *
        *
        *

    *        *   **Maßnahmen auf Grünland**

    *        *   **Extensivierung von Dauergrünland**
            artenreiches Grünland frischer Standorte:
            34\.07a.01, 34.07a.02
            Salzgrünland der Küste:
            07, 08

        *
            •   Aushagerung

            •   Im Regelfall keine Bodenbearbei-
                tung (Ausnahme orchideenreiche Standorte), kein Pflegeumbruch,
                gezielte Nachsaat von Zielarten (Heumulch, -drusch) möglich

            •   Keine PSM, eine an den jeweiligen Zielbiotoptyp angepasste Düngung ist
                zulässig

            •   Reduzierte (1-2schürige) Mahd
                i. d. R. nach der Brutzeit mit Abfuhr des Mahdgutes oder extensive
                Beweidung mit max. 1,5 GVE/ha; bei Beweidung: Nachmahd
                erforderlich, Beschränkung der

        *
            •   Bei Beweidung: reduzierte Besatzdichte zur Brutzeit

            •   Kombination von Beweidung und Mahd je nach Standort und betroffener
                Zielart

            •   Festsetzung des 1. Mahdtermins
                in Abhängigkeit von Zielarten
                (z. B. erst nach der Brutzeit)

            •   Herstellungskontrolle und ggf.
                Monitoring (in Abhängigkeit von
                jeweiligen Zielarten)

        *   X

        *   X

        *   X

        *   X

        *   (X)

        *   X

        *
        *
        *   (X)

        *   X

        *   X

    *        *
        *
            *   Weidepflege (Walzen, Schleppen
                max. 1-mal im Jahr i. d. R. bis Mitte März), keine Nachsaat

        *
        *
        *
        *
        *
        *
        *
        *
        *
        *
        *
        *

    *        *   Maßnahmen zur Schaffung artspezifischer
            **Habitate**
            Bewertung für
            bestimmte Zielarten

        *
            •   Einbindung in Maßnahmenkonzept (insbes. in Artenschutzkonzept)

            •   Schaffung artspezifisch geeigneter Habitatstrukturen (z. B. für
                Wiesenbrüter)

            •   Keine PSM

            •   Mindestdauer 3 Jahre

        *
            •   Monitoring/Überprüfung und ggf.
                Modifizierung der Maßnahmenvorgaben (Art und Zeitpunkt in Abhängigkeit
                von jeweiligen Zielarten)

        *   X

        *   X

        *
        *
        *
        *
        *
        *
        *
        *
        *

    *        *   Extensiv
            genutzte
            **Streuobstwiesen**
            Streuobstbestand auf Grünland:
            41\.06.01

        *
            •   Pflanzung und Nachpflanzung
                hochstämmiger Obstbäume, Pflanzabstand je nach Baumart
                z. B. zwischen 8 m und 15 m oder Extensivierung bestehender
                Streuobstbestände

            •   Keine PSM, eine an den jeweiligen Zielbiotoptyp angepasste Düngung ist
                zulässig

            •   1-3schürige Mahd (je nach er-
                wünschtem Nährstoffniveau und Pflanzengesellschaft i. d. R. nach der
                Brutzeit) Abfuhr des Mahdguts (3. Schnitt kann auch als Pflege-

        *
            •   Die Spanne zwischen 60 – 100
                Bäumen pro Hektar beschreibt das Optimum der Bestandsdichte, dies
                entspricht in etwa einem Baumabstand von 10 bis 12 Metern.

            •   Erhaltung alter Obstsorten durch
                Pflege alter Obstbäume sowie Pflanzung von entsprechenden Hochstämmen
                mit Veredelung mit alten Obstsorten

            •   Anlegen von Sonderstrukturen wie z. B. Lesesteinhaufen, Hecken an den
                Rändern

        *   X

        *   X

        *   X

        *   X

        *
        *   (X)

        *
        *
        *
        *   X

        *   X

    *        *
        *
            *   schnitt ohne Abfuhr erfolgen);
                ggf. auch Beweidung mit max.
                1,5 – 2 GVE/ha möglich;
                bei Beweidung: Prüfung der Er-
                forderlichkeit der Nachmahd,
                Beschränkung der Weidepflege
                (Walzen, Schleppen max. 1-mal im Jahr/alle 2 Jahre, keine Nachsaat),
                Nachmahd erforderlich, Verzicht auf Winterbeweidung

            •   Erziehungs-, Pflegeschnitt der
                Obstbäume

            •   Belassen von Biotopholz (Totholz)/
                absterbenden Bäumen

        *
            •   Herstellungskontrolle und ggf.
                Monitoring (in Abhängigkeit von
                jeweiligen Zielarten)

        *
        *
        *
        *
        *
        *
        *
        *
        *
        *
        *

    *        *   **Maßnahmen auf Sonderstandorten des Offenlandes**

    *        *   Sümpfe,
            **Seggenriede und Röhrichte**
            z. B. 35.01a, 37.01,
            37\.02,
            38\.01 bis 38.07

        *
            •   Besondere Bedeutung der Fläche
                für den Arten- und Biotopschutz oder für den Biotopverbund

            •   Die Bewirtschaftungsanforderun-
                gen sind im Hinblick auf die spezifischen Anforderungen in
                Abhängigkeit von Standort und Zielbiotop oder entsprechend
                artspezifischen Anforderungen festzulegen

        *
            •   Herstellungskontrolle und ggf.
                Monitoring (in Abhängigkeit von jeweiligen Zielarten)

        *   X

        *   X

        *   X

        *   (X)

        *   (X)

        *   X

        *   X

        *
        *   (X)

        *   X

        *   X

    *        *
        *
            *   (z. B. Beweidung oder Mahd von
                Sümpfen, Seggenrieden, Röhrich-
                ten).

            •   Keine Düngung, keine PSM

        *
        *
        *
        *
        *
        *
        *
        *
        *
        *
        *
        *

    *        *   **Binnendünen und Magerrasen**
            z. B. 34.01,
            34\.04

        *
            •   Entkusseln/Entbuschen und/oder
                Bodenverwundung

            •   Aushagerung

            •   Keine PSM, keine Düngung

            •   Reduzierte (1-2schürige) Mahd
                i. d. R. nach der Brutzeit mit Abfuhr des Mahdgutes oder extensive
                Beweidung mit max. 1,5 GVE/ha; bei Beweidung: Nachmahd erforderlich

        *
        *   X

        *   X

        *   X

        *   (X)

        *
        *   (X)

        *
        *
        *
        *   X

        *   X

    *        *   **Halbtrocken-, Schwermetall- und Borstgrasrasen**
            z. B. 34.02,
            34\.03,
            34\.05,
            34\.06

        *
            •   Aushagerung

            •   Keine PSM, keine Düngung

            •   Reduzierte (1-2schürige) Mahd
                i. d. R. nach der Brutzeit mit Abfuhr des Mahdgutes oder extensive
                Beweidung mit max. 1,5 GVE/ha; bei Beweidung: Nachmahd erforderlich

            •   Entkusseln/Entbuschen

        *
        *   X

        *   X

        *   X

        *   (X)

        *
        *   (X)

        *
        *
        *
        *   X

        *   X

    *        *   **Heiden**
            40\.01 bis 40.05

        *
            •   Beweidung durch Schafe und
                ggf. Ziegen;
                Beweidung mit max. 1,5 GVE/ha;

            •   Kontrolliertes Brennen

            •   Abplaggen/Abschieben

            •   Entkusseln/Entbuschen

        *
        *   X

        *   X

        *   X

        *   (X)

        *
        *   (X)

        *
        *
        *
        *   X

        *   X

    *        *   Niedermoore
            **(ohne Sümpfe)**
            35\.01

        *
            •   Wiedervernässung

            •   Wasserstandsanhebung

            •   Entbuschen/Entkusseln

            •   Keine Düngung

            •   Vegetations-(narben-) und bodenschonende Erntetechnik

        *
        *   X

        *   X

        *   X

        *   X

        *   (X)

        *   X

        *   X

        *
        *   X

        *   X

        *   X

    *        *   Feucht- und
            **Nassgrünland**
            z. B. 35.02
            (extensiv bewirtschaftet)

        *
            •   Wasserstandsregulierung

            •   Wiedervernässung

            •   Keine Bodenbearbeitung,
                kein Pflegeumbruch, keine Neuansaat/Narbenverbesserung

            •   Keine PSM, keine Düngung

            •   Reduzierte (1-2schürige) Mahd
                i. d. R. nach der Brutzeit mit Abfuhr des Mahdgutes (mind. bis zum
                Erreichen des Zielzustandes) oder

        *
        *   X

        *   X

        *   X

        *   X

        *   (X)

        *   X

        *   X

        *
        *   X

        *   X

        *   X

    *        *
        *
            *   extensive Beweidung mit
                max. 1,5 GVE/ha; bei Beweidung:
                Nachmahd erforderlich, Beschränkung der Weidepflege (Walzen, Schleppen
                max. 1-mal im Jahr
                i. d. R. bis Mitte März), keine Nachsaat

            •   Vegetations-(narben-) und boden-
                schonende Erntetechnik

        *
        *
        *
        *
        *
        *
        *
        *
        *
        *
        *
        *

    *        *   Maßnahmen zur Schaffung artspezifischer
            **Habitate**
            Bewertung für
            Zielarten

        *
            •   Einbindung in Maßnahmenkonzept
                (insbes. in Artenschutzkonzept)

            •   Schaffung artspezifisch geeigneter Habitatstrukturen (z. B. für
                Amphibien oder Reptilien)

            •   Keine PSM, keine Düngung

        *
            •   Monitoring/Überprüfung und ggf.
                Modifizierung der Maßnahmenvorgaben (Art und Zeitpunkt in Abhängigkeit
                von jeweiligen Zielarten)

        *   X

        *   X

        *
        *
        *
        *
        *
        *
        *
        *
        *

    *        *   **Maßnahmen zur Anlage und Pflege von
            Landschaftselementen/Landschaftsstrukturen**

    *        *   Bäume und
            Hecken,
            **Feldgehölze**
            Feldgehölze,
            Gebüsche,
            Hecken und
            Gehölzkulturen:

        *
            •   Einbindung in landschafts-
                planerisches Maßnahmenkonzept (insbes. Einbindung in
                Biotopverbundkonzept)

            •   Mindestbreite von Hecken und
                Gehölzstreifen 5 m,
                Höchstbreite 20 m

        *
            •   Pflege bereits vorhandener Hecken und Feldgehölze, sofern damit eine
                deutliche naturschutzfachliche Aufwertung/landschafts-pflegerische
                Verbesserung verbunden ist

        *   X

        *   X

        *
        *   X

        *
        *   (X)

        *   (X)

        *   (X)

        *   (X)

        *   X

        *   X

    *        *   z. B. 41.01,
            41\.02,
            41\.03,
            41\.05

        *
            •   Verwendung gebietseigener Ge-
                hölze, Artenmischung/artenreich,
                stufiger Aufbau mit Säumen
                entlang von Hecken und Feldgehölzen

            •   Regelmäßige Pflege oder Nutzung in Abhängigkeit von der
                Bestandsentwicklung

            •   Keine Düngung, keine PSM

        *
        *
        *
        *
        *
        *
        *
        *
        *
        *
        *
        *

    *        *   **Säume**
            Krautige Säume und Gehölzsäume, inkl. Ufersäume
            z. B. 39.01.01, 39.02,
            39\.03,
            39\.04a.01,
            39\.06

        *
            •   Breite in der Regel zwischen 5 m
                und 10 m

            •   Auf das Zielbiotop/die Zielart abgestimmte extensive Nutzung oder
                Pflege

            •   Kein Umbruch

            •   Keine Düngung, keine PSM

            •   Mindestdauer 10 Jahre

        *
            •   Einbindung in Maßnahmenkonzept (insbes. in Biotopverbundkonzept)

            •   zusätzliche Abstandsauflagen zur
                Maßnahmenfläche für Düngung und PSM

            •   Herstellungskontrolle und ggf.
                Monitoring (in Abhängigkeit von jeweiligen Zielarten)

        *   X

        *   X

        *
        *   X

        *   X

        *   (X)

        *   (X)

        *
        *   (X)

        *   (X)

        *   X

    *        *   **Tümpel, Feuchtbiotope, Quellen**
            z. B. 22.01
            bis 22.04,
            24\.04a,
            24\.09a

        *
            •   Einbindung in Maßnahmenkonzept (insbes. Einbindung in
                Biotopverbundkonzept)

            •   Erhalt bzw. Anlage und dauer-
                hafte Pflege, sofern erforderlich

        *
        *   X

        *   X

        *
        *
        *   (X)

        *   (X)

        *   (X)

        *
        *
        *   X

        *   X

    *        *
        *
            •   Kein Eintrag von Düngemitteln
                oder PSM/Abstandsauflagen zur Maßnahmenfläche für Düngung und PSM

        *
        *
        *
        *
        *
        *
        *
        *
        *
        *
        *
        *

    *        *   Trocken-/
            **Natursteinmauern**
            z. B. 53.02.03a

        *
            •   Regionstypisches Material verwenden

            •   Keine Verfugung

        *
        *   X

        *   X

        *
        *   (X)

        *
        *
        *
        *
        *
        *   X

        *   X

    *        *   **Maßnahmen auf regionalen Sonderkulturen**

    *        *   **z. B. Weinbau**
            Rebkulturen:
            41\.08
            (extensive
            Nutzung)

        *
            •   Keine Düngung, keine PSM

            •   Winterbegrünung

            •   Artenreiche Begrünung in jeder
                2\. Rebzeile

        *
            •   Wiederherstellung der Terrassen

        *   X

        *   X

        *   (X)

        *   X

        *   (X)

        *   (X)

        *   X

        *
        *
        *   X

        *   X

    *        *   **Maßnahmen im Wald**

    *        *   Naturschutz-konform
            bewirtschaftete/
            **gepflegte Wälder**
            Laubwälder ohne Auenwälder:
            43\.01 bis 43.03, 43.06 bis 43.08

        *
            •   Aufforstung mit Baumarten der
                natürlichen Waldgesellschaft
                oder natürliche Sukzession unter Berücksichtigung von Aspekten des
                Klimawandels bei der Baumartenauswahl

        *
            •   Einbringen seltener/gefährdeter
                Baumarten

            •   Rückbau oder Verschluss von Entwässerungseinrichtungen

            •   Maßnahmen gegen die Ausbreitung nichtheimischer Arten auf der Fläche

        *   X

        *   X

        *   X

        *   (X)

        *   (X)

        *   (X)

        *   (X)

        *   (X)

        *   X

        *   X

        *   X

    *        *   Nadelwälder:
            44\.01 bis 44.03
            subalpine Wälder:
            70

        *
            •   Entnahme standortfremder, nicht
                der natürlichen Waldgesellschaft angehörender Baumarten

            •   Entwicklung einer der natürlichen Waldgesellschaft entsprechenden
                Struktur (Baum-, Strauch-, Krautschicht)

            •   Belassen von Biotop- und Höhlenbäumen und Totholz (Anzahl Altbäume je
                nach Tierart und Waldbestand) in Kombination mit weiteren Maßnahmen im
                Wald

            •   Auf Moorstandorten nur in Kombination mit Wiedervernässungsmaßnahmen

        *
            •   Außerhalb der Nullnutzungsflächen kann alle 5 Jahre die Nutzung von
                alten Waldbeständen über
                80 Jahren einzelbaumweise und
                mit einer Absenkung des Bestockungsgrades erfolgen

        *
        *
        *
        *
        *
        *
        *
        *
        *
        *
        *

    *        *   Naturschutz-konform
            **bewirtschaftete/gepflegte Auenwälder**
            43\.04 bis 43.05

        *
            •   Wiederherstellung der für den
                jeweiligen Auwaldtyp charakteristischen regelmäßigen Überflutung
                z. B. durch Deichrückverlegung
                und Renaturierung von Fließgewässern

            •   Auengewässerstrukturen anlegen,
                erhalten, entwickeln

        *
            •   Einbringen seltener/gefährdeter
                Baumarten

            •   Rückbau oder Verschluss von
                Entwässerungseinrichtungen

            •   Maßnahmen gegen die Ausbreitung nichtheimischer Arten auf der
                Fläche

        *   X

        *   X

        *   X

        *   X

        *   X

        *   X

        *   X

        *   (X)

        *   X

        *   X

        *   X

    *        *
        *
            •   Aufforstung mit Baumarten der
                natürlichen Waldgesellschaft oder natürliche Sukzession

            •   Entwicklung einer der natürlichen
                Waldgesellschaft entsprechenden Struktur (Baum-, Strauch-,
                Krautschicht)

            •   Belassen von Biotop- und Höhlenbäumen und Totholz (Anzahl Altbäume je
                nach Tierart und Waldbestand) in Kombination mit
                weiteren Maßnahmen im Wald

            •   Entnahme standortfremder, nicht
                der natürlichen Waldgesellschaft angehörender Baumarten

        *
            •   Außerhalb der Nullnutzungsflächen kann alle 5 Jahre die Nutzung
                von alten Waldbeständen über
                80 Jahren einzelbaumweise und mit einer Absenkung des
                Bestockungsgrades erfolgen.

        *
        *
        *
        *
        *
        *
        *
        *
        *
        *
        *

    *        *   **Entwicklung von Waldrändern**
            Waldmäntel:
            42\.01

        *
            •   Vorgelagert zum Bestand oder als
                Waldinnenrand

            •   Mindestbreite 15 m

            •   Neuanlage mit Arten der natür-
                lichen Waldrandgesellschaft oder durch natürliche Sukzession

            •   Mehrstufiger Aufbau (Kraut-,
                Stauden- und Gebüschsaum)

        *
        *   X

        *   X

        *   (X)

        *   (X)

        *
        *
        *
        *
        *   (X)

        *   (X)

        *   X

    *        *
        *
            •   Punktuelle Freistellung und/oder
                Unterpflanzung des Bestandes mit Strauch- und Baumarten

            •   Bewirtschaftung/Pflege zum Erhalt der Mehrstufigkeit

        *
        *
        *
        *
        *
        *
        *
        *
        *
        *
        *
        *

    *        *   **Kleinflächige, punktuelle oder rotierende Maßnahmen im Wald**
            Bewertung für Zielarten

        *
            •   Wiederherstellung von Waldwiesen (einschl. Pflegemanagement)

            •   Habitatentwicklungsmaßnahmen für geschützte und gefährdete Arten

            •   Renaturierung von Stillgewässern
                und Mooren sowie Fließgewässern und Bachläufen im Wald
                (einschließlich der bachbegleitenden Vegetation;
                Wiederherstellung des natürlichen/naturnahen Wasserregimes)

            •   Einbringung gebietseigener
                seltener/gefährdeter Baumarten (mind. truppweise)

            •   Mindestdauer: 10 Jahre

            •   Schaffung von Alt- und Totholz-
                strukturen (Altholzinsel Altbaumgruppe Solitärbaum Belassen von
                Totholz im Bestand)

        *
            •   Berücksichtigung landschafts-
                pflegerischer Ziel- und Entwicklungskonzepte (insbes. Artenschutz- und
                Biotopverbundkonzepte)

            •   Herstellungskontrolle und ggf.
                Monitoring (in Abhängigkeit von
                jeweiligen Zielarten)

        *   X

        *   X

        *   (X)

        *
        *   (X)

        *   (X)

        *   (X)

        *
        *   (X)

        *   (X)

        *   (X)

    *        *   **Historische Waldnutzungsformen**
            z. B. Hutewald: 42.04
            Niederwald:
            42\.05

        *
            •   Berücksichtigung der Biotop-
                kontinuität bei der Flächenwahl
                (v. a. Wiederaufnahme bzw. Weiterführung der Bewirtschaftung auf
                ehemaligen oder noch bewirtschafteten Hute- und Niederwaldflächen)

            •   Rückumwandlung durchwachsener Mittel- oder Niederwälder (Verwendung
                heimischer Baumarten)

            •   Entwicklung von Hutewäldern
                durch Etablierung ehemaliger
                Nutzungsformen, u. a. mit Großtierhaltung

        *
            •   Berücksichtigung landschaftspflegerischer Ziel- und
                Entwicklungskonzepte (insbes. der Anforderungen für den Biotopverbund
                aus der Landschaftsplanung sowie der historischen und
                regionalspezifischen Verbreitung der Wälder)

            •   Herstellungskontrolle und ggf.
                Monitoring (in Abhängigkeit von jeweiligen Zielarten)

        *   X

        *   X

        *   X

        *   (X)

        *   (X)

        *   (X)

        *   (X)

        *   (X)

        *   (X)

        *   X

        *   X

    *        *   Maßnahmen zur Schaffung artspezifischer
            **Habitate**
            Bewertung für Zielarten

        *
            •   Einbindung in Maßnahmenkonzept (insbes. in Artenschutzkonzept)

            •   Schaffung artspezifisch geeigneter Habitatstrukturen im Wald

        *
            •   Monitoring/Überprüfung und ggf.
                Modifizierung der Maßnahmenvorgaben (Art und Zeitpunkt in Abhängigkeit
                von jeweiligen Zielarten)

        *   X

        *   X

        *
        *
        *
        *
        *
        *
        *
        *
        *

    *        *   PSM:

        *   Pflanzenschutzmittel, GVE: Großvieheinheiten.

    *        *   X:

        *   Maßnahme ist in der Regel geeignet zum Ausgleich oder Ersatz von
            Beeinträchtigungen der Funktion.

    *        *   (X):

        *   Maßnahme ist in bestimmten Fällen geeignet zum Ausgleich oder Ersatz
            von Beeinträchtigungen der Funktion.

B.**** Maßnahmen zur Entsiegelung ****

    *        *   **Maßnahmentyp**
            Zielbiotoptypen
            (keine
            abschließende
            Aufzählung)

        *   **Anforderungen an die Maßnahmenausführung**

        *   **Eignung als Ausgleich oder Ersatz für folgende Funktionen**

    *        *   Biotope,
            Tiere,
            Pflanzen

        *   Boden

        *   Wasser

        *   Klima/Luft

        *   Land-
            schaftsbild

    *        *   Vielfalt von Tier- und
            Pflanzenarten

        *   Vielfalt von Biotoptypen

        *   Vielfalt von Bodentypen
            und Bodenformen

        *   Natürliche Bodenfunktionen

        *   Oberflächengewässer

        *   Grundwasser

        *   Hochwasserschutz- und
            Retentionsfunktion

        *   Klimatische und lufthygienische
            Ausgleichsfunktionen

        *   Klimaschutzfunktion durch
            Treibhausgasspeicher/-senken

        *   Vielfalt von Landschaften als
            natürliches und kulturelles Erbe

        *   Funktionen im Bereich Erleben
            und Wahrnehmen von Landschaft

    *        *   **Teilentsiegelung durch Entnahme der bituminösen Oberschicht und
            Belassen des Unterbaus mit anschließender Sukzession**

        *
            •   Mindestgröße 100 m
                2

            •   Versiegelungsbelag entfernen

            •   Bituminöses Material ist abzufahren und zu entsorgen, sonstiges
                Material kann – sofern Schadstoffgehalte unterhalb der Vorsorgewerte
                der BBodSchV liegen – auf der Fläche zur Diversifizierung der
                Standortverhältnisse bzw. zur Modulierung des Geländes genutzt werden.

            •   Nutzung der Fläche im Sinne der Ziele von Naturschutz und
                Landschaftspflege

        *   (X)

        *   (X)

        *
        *   X

        *
        *   X

        *   (X)

        *   (X)

        *
        *
        *   (X)

    *        *   **Entsiegelung, vollständiges Abtragen und Entsorgung des Materials
            einschließlich Unterbau und Entfernung der Schadverdichtung des
            Unterbodens**

        *
            •   Mindestgröße 100 m
                2

            •   Versiegelungsbelag und Unterbau sind zu entfernen

            •   Schadverdichtungen im Unterbau sind zu entfernen

            •   Die entsiegelte oberste Bodenschicht muss vegetationstauglich sein,
                ggf. Aufbringen einer vegetationstauglichen Bodenschicht.

            •   Schadstoffgehalte sollten unterhalb der Vorsorgewerte der BBodSchV
                liegen.

            •   Ggf. Aufbringen einer Rekultivierungsschicht

            •   Nutzung der Fläche im Sinne der Ziele von Naturschutz und
                Landschaftspflege

        *   (X)

        *   (X)

        *
        *   X

        *
        *   X

        *   (X)

        *   (X)

        *
        *
        *   (X)

    *        *   **Rückbau im Bereich von Gewässern**
            z. B. Beseitigung von Sohlabstürzen und Wehren, Rückbau von
            Verrohrungen, Sohl- und Uferbefestigungen
            z. B. 23.01,
            23\.02,
            23\.08,
            24\.01a
            bis 24.04a,
            24\.08,
            37, 38,
            39\.04a.01

        *
            •   Orientierung der Auswahl der Flächen an landschaftsplanerischen Ziel-
                und Entwicklungskonzepten (insbes. Biotopverbund-/Vernetzungskonzepte)

            •   Gewässertypspezifische Gestaltung/Renaturierung

            •   Punktuelle Beseitigung von Sohlabstürzen und Wehren, Beseitigung von
                Sohl- und Uferbefestigungen i. d. R. ab 10 lfdm in Kombination mit
                weiteren strukturverbessernde Maßnahmen im Gewässer und am
                Gewässerufer

            •   Orientierung der Auswahl der Maßnahmen an den WRRL-Maßnahmenprogrammen
                der Länder und entsprechender Programme und Maßnahmenkonzepte der
                Flussgebietsgemeinschaften

        *   X

        *   X

        *
        *   (X)

        *   X

        *   (X)

        *   X

        *
        *
        *   (X)

        *   X

    *        *   X:

        *   Maßnahme ist in der Regel geeignet zum Ausgleich oder Ersatz von
            Beeinträchtigungen der Funktion.

    *        *   (X):

        *   Maßnahme ist in bestimmten Fällen geeignet zum Ausgleich oder Ersatz
            von Beeinträchtigungen der Funktion.

C.**** Maßnahmen zur Wiedervernetzung von Lebensräumen ****

    *        *   **Maßnahmentyp**

        *   **Anforderungen an die Maßnahmen**

        *   **Eignung als Ausgleich oder Ersatz für folgende Funktionen**

    *        *   Biotope, Tiere,
            Pflanzen

        *   Boden

        *   Wasser

        *   Klima/Luft

        *   Landschaftsbild

    *        *   Vielfalt von Tier- und
            Pflanzenarten

        *   Vielfalt von Biotoptypen

        *   Vielfalt von Bodentypen
            und Bodenformen

        *   Natürliche Bodenfunktionen

        *   Oberflächengewässer

        *   Grundwasser

        *   Hochwasserschutz- und
            Retentionsfunktion

        *   Klimatische und lufthygienische
            Ausgleichsfunktionen

        *   Klimaschutzfunktion durch
            Treibhausgasspeicher/-senken

        *   Vielfalt von Landschaften als
            natürliches und kulturelles Erbe

        *   Funktionen im Bereich Erleben
            und Wahrnehmen von Landschaft

    *        *   **Querungshilfen für Tiere und zur Vernetzung von Lebensräumen an
            linearen Infrastrukturen**
            technische Maßnahmen zur Aufhebung bestehender
            Zerschneidungswirkungen, z. B. Grünbrücken, Grünunterführungen,
            Amphibiendurchlässe, Gewässerquerungen etc.

        *
            •   Anlage von Querungshilfen ausschließlich im bestehenden
                Infrastrukturnetz (an bestehenden Straßen, Bahnlinien, Wasserstraßen
                usw.)

            •   Anlage vorrangig in den gesetzlich, planerisch oder konzeptionell
                verankerten Wiedervernetzungsabschnitten/-konzepten des Bundes und der
                Länder unter besonderer Berücksichtigung der Lebensraumnetze des
                Bundesamtes für Naturschutz und des Bundesprogramms Wiedervernetzung

            •   Für die Erforderlichkeit von technischen Wiedervernetzungsmaßnahmen in
                sonstigen Bereichen (z. B. Austausch-, Wander- und Ausbreitungsachsen
                von Populationen insbesondere gefährdeter Arten) sind entsprechende
                Nachweise erforderlich (Erfassung/Kartierung, Wirkungsprognose).

            •   Berücksichtigung des Stands der Technik gemäß des anerkannten
                Regelwerkes, entsprechender Leitfäden und der besten einschlägigen
                wissenschaftlichen Erkenntnisse für die Planung und Ausführung von
                Wiedervernetzungsmaßnahmen sowie bei Erfassungen/Kartierungen

            •   Maßnahmen zur Wiedervernetzung sollen der Sicherung überlebensfähiger
                Populationen bzw. überlebensfähiger Metapopulationsstrukturen dienen.

            •   Durch Umfeldgestaltung und Hinterlandanbindung ist die Funktion der
                Querungshilfe zu sichern und zu fördern.

            •   In die Bewertung der mittelbaren Aufwertung dürfen nur Bereiche
                einfließen, für die eine tatsächliche Aufwertung durch eine Vernetzung
                bestehender Populationen oder die Neubesiedlung bisher isolierter
                Lebensräume angenommen werden kann.

        *   X

        *   X

        *
        *
        *
        *
        *
        *
        *
        *
        *

    *        *   **Gewässerrenaturierungen und Maßnahmen zur Erzielung der
            Durchgängigkeit von Fließgewässern einschließlich ihrer Uferbereiche**

        *
            •   Anlage vorrangig in den gesetzlich, planerisch oder konzeptionell
                verankerten Biotopvernetzungsbereichen des Bundes und der Länder unter
                besonderer Berücksichtigung der Lebensraumnetze des Bundesamtes für
                Naturschutz einschließlich entsprechender Darstellungen in der
                überörtlichen und örtlichen Landschaftsplanung

            •   Orientierung der Auswahl der Maßnahmen an den WRRL-Maßnahmenprogrammen
                der Länder und entsprechender Programme und Maßnahmenkonzepte der
                Flussgebietsgemeinschaften

            •   Zur Wiedervernetzung von Lebensräumen geeignete Bewirtschaftungs- oder
                Pflegemaßnahmen in den Uferbereichen, die in Abschnitt A Spalte 1
                aufgeführt sind, müssen die in Abschnitt A Spalte 2 genannten
                Anforderungen erfüllen.

            •   Rückbaumaßnahmen im Bereich von Gewässern, die in Abschnitt B Spalte 1
                aufgeführt sind, müssen die in Abschnitt B Spalte 2 genannten
                Anforderungen erfüllen.

            •   Berücksichtigung des Stands der Technik gemäß des anerkannten
                Regelwerkes, entsprechender Leitfäden und der besten einschlägigen
                wissenschaftlichen Erkenntnisse bei der Planung und Ausführung von
                Fließgewässerrenaturierungen sowie bei Erfassungen/Kartierungen

            •   In die Bewertung der mittelbaren Aufwertung dürfen nur
                Fließgewässerabschnitte und Uferbereiche einfließen, für die eine
                tatsächliche Aufwertung durch eine Vernetzung bestehender Populationen
                oder die Neubesiedlung bisher isolierter Lebensräume angenommen werden
                kann.

        *   X

        *   X

        *
        *
        *   X

        *
        *   X

        *   (X)

        *
        *   (X)

        *   (X)

    *        *   Weitere Maßnahmen zur
            **Wiedervernetzung von Lebensräumen**
            z. B. Maßnahmen zum Biotopverbund und zur Biotopvernetzung durch
            Entwicklung geeigneter Habitatstrukturen als Lebensraum und
            Leitstrukturen

        *
            •   Anlage vorrangig in den gesetzlich, planerisch oder konzeptionell
                verankerten Biotopvernetzungsbereichen des Bundes und der Länder unter
                besonderer Berücksichtigung der Lebensraumnetze des Bundesamtes für
                Naturschutz einschließlich entsprechender Darstellungen in der
                überörtlichen und örtlichen Landschaftsplanung sowie in den in
                Artenschutzkonzepten ausgewiesenen Konfliktstellen

            •   Für die Planung zielartenspezifischer Wiedervernetzungsmaßnahmen (z.
                B. zur Aufrechterhaltung oder Verbesserung von Austausch-, Wander- und
                Ausbreitungsbeziehungen von Populationen insbesondere gefährdeter
                Arten) sind entsprechende Nachweise erforderlich
                (Erfassung/Kartierung, Wirkungsprognose).

            •   Zur Wiedervernetzung von Lebensräumen geeignete Bewirtschaftungs- oder
                Pflegemaßnahmen, die in Abschnitt A Spalte 1 aufgeführt sind, müssen
                die in Abschnitt A Spalte 2 genannten Anforderungen erfüllen.

            •   Maßnahmen zur Wiedervernetzung sollen der Sicherung überlebensfähiger
                Populationen bzw. überlebensfähiger Metapopulationsstrukturen dienen.

            •   In die Bewertung der mittelbaren Aufwertung dürfen nur Lebensräume/
                Bereiche einfließen,                                    für die eine
                tatsächliche Aufwertung durch eine Vernetzung bestehender Populationen
                oder die Neubesiedlung bisher isolierter Lebensräume angenommen werden
                kann.

        *   X

        *   X

        *
        *   (X)

        *
        *   (X)

        *   (X)

        *
        *   (X)

        *   (X)

        *   (X)

    *        *   X:

        *   Maßnahme ist in der Regel geeignet zum Ausgleich oder Ersatz von
            Beeinträchtigungen der Funktion.

    *        *   (X):

        *   Maßnahme ist in bestimmten Fällen geeignet zum Ausgleich oder Ersatz
            von Beeinträchtigungen der Funktion.

Collections: bundestag_gesetze
BKompV
Level: 2.0