Source: https://www.gesetze-im-internet.de/gbankdvdv/__29.html
Legislation: gbankdvdv

Title: § 29 Anerkennung von Studien- und Prüfungsleistungen sowie Anrechnung von nicht an einer Hochschule erworbenen Kompetenzen

Description:
Verordnung über den Vorbereitungsdienst für den gehobenen Bankdienst der Deutschen Bundesbank (GBankDVDV)
Abschnitt 5 - Anerkennung und Anrechnung anderer erbrachter Leistungen
§ 29 Anerkennung von Studien- und Prüfungsleistungen sowie Anrechnung von nicht an einer Hochschule erworbenen Kompetenzen

Paragraph: 29

Full Text:
Verordnung über den Vorbereitungsdienst für den gehobenen Bankdienst der Deutschen Bundesbank (GBankDVDV)
Abschnitt 5 - Anerkennung und Anrechnung anderer erbrachter Leistungen
§ 29 Anerkennung von Studien- und Prüfungsleistungen sowie Anrechnung von nicht an einer Hochschule erworbenen Kompetenzen

(1) Auf Antrag der oder des Studierenden werden folgende Leistungen
anerkannt, sofern hinsichtlich der erworbenen Kompetenzen kein
wesentlicher Unterschied zu den Leistungen besteht, die ersetzt
werden:

1.  Studien- und Prüfungsleistungen, die in Studiengängen an anderen
    staatlichen oder staatlich anerkannten Hochschulen oder an staatlichen
    oder staatlich anerkannten Berufsakademien erbracht worden sind,

2.  Studien- und Prüfungsleistungen, die an vergleichbaren Einrichtungen
    im In- oder Ausland erbracht worden sind.

(2) Auf Antrag der oder des Studierenden können Kenntnisse und
Qualifikationen, die auf andere Weise als durch ein Studium erworben
worden sind, angerechnet werden, sofern die Kenntnisse und
Qualifikationen nach Inhalt und Niveau den Studien- und
Prüfungsleistungen, die sie im Studiengang „Zentralbankwesen/Central
Banking“ ersetzen sollen, gleichwertig sind.

(3) Kenntnisse und Qualifikationen nach Absatz 2 sind gleichwertig,
wenn sie den besonderen Anforderungen des Studiengangs
„Zentralbankwesen/Central Banking“ in Zielen, Inhalten und Umfang im
Wesentlichen entsprechen. Für die Feststellung der Gleichwertigkeit
ist kein schematischer Vergleich, sondern eine Gesamtbetrachtung und
Gesamtbewertung vorzunehmen. Zusätzlich ist für die Feststellung der
Gleichwertigkeit erforderlich, dass zum Zeitpunkt des Erwerbs der
Kenntnisse die für den Hochschulzugang geltenden Voraussetzungen
vorliegen.

(4) Leistungen werden nach Maßgabe der Absätze 1 und 2 nur modulweise
anerkannt oder angerechnet. Außerhalb des Hochschulbereichs erworbene
Kenntnisse und Qualifikationen werden bis höchstens 90 Leistungspunkte
angerechnet. Eine Anerkennung oder Anrechnung erfolgt nur, wenn die
antragstellende Person an der betreffenden Studien- oder
Prüfungsleistung, auf die die Anrechnung erfolgen soll, noch nicht
teilgenommen hat. Das Prüfungsamt entscheidet über die Anrechnung oder
Anerkennung; Anrechnungen oder Anerkennungen von anderen Hochschulen
sind unbeachtlich.

(5) Ausgeschlossen ist die Anerkennung von Leistungen aus endgültig
nicht bestandenen Modulen.

(6) Die Anerkennung oder Anrechnung erfolgt auf Antrag der zu
prüfenden Person. Der Antrag ist bis spätestens drei Monate vor
Durchführung der zu erbringenden Prüfung beim Prüfungsamt
einzureichen.

(7) Für die Anerkennung nach Absatz 1 sollen die erbrachten Studien-
und Prüfungsleistungen durch Bescheinigungen der Hochschulen oder
Berufsakademien nachgewiesen werden, an denen die Leistungen erbracht
worden sind. Die Bescheinigung der Studienleistungen soll Ziel, Inhalt
und Umfang der Veranstaltungen sowie Bezeichnung und Inhalt des
jeweiligen Moduls, in dem die Studienleistungen erbracht wurden,
enthalten. Aus der Bescheinigung der Prüfungsleistung müssen
hervorgehen:

1.  die Bezeichnung und die Inhalte des geprüften Moduls,

2.  die für das Modul vergebenen Leistungspunkte,

3.  die Art der Modulprüfung,

4.  die Bewertungen der Modulprüfungen und

5.  das zu Grunde liegende Bewertungssystem.

(8) Für die Anrechnung nach Absatz 2 sind dem Antrag geeignete
Nachweise insbesondere über Art, Dauer, Ort und Umfang der erbrachten
Leistungen, ein tabellarischer Lebenslauf sowie Nachweise über zu
diesem Zeitpunkt vorliegende schulische Ausbildungen und berufliche
Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen beizufügen.

(9) Erfolgen Anerkennungen nach Absatz 1 oder 2 durch das Prüfungsamt,
sind die Bewertungen, soweit die Bewertungssysteme vergleichbar sind,
zu übernehmen und nach Maßgabe des § 26 in die Berechnung der
Rangpunktzahl der Laufbahnprüfung einzubeziehen. Sind die
Bewertungssysteme nicht vergleichbar, wird die anerkannte
Prüfungsleistung im relativen Verhältnis der Notenskalen den
Rangpunktzahlen nach § 22 zugeordnet. Bei erforderlichen Umrechnungen
erfolgt die Notenumrechnung nach der an das Rangpunktesystem nach § 22
Absatz 1 angepassten Modifizierten Bayerischen Formel
X = 1 + 3 1/3 · [(15 – Nü) / (15 - 5)],              wobei X die
umzurechnende Note und Nü die zu ermittelnde Rangpunktzahl ist. Die
ermittelte Rangpunktzahl wird kaufmännisch auf zwei Nachkommastellen
gerundet.

(10) Liegt für eine anerkannte oder angerechnete Prüfungsleistung
keine Bewertung auf der Basis einer Notenskala vor, so wird die
anerkannte oder angerechnete Prüfungsleistung im Diploma Supplement
mit dem Vermerk „bestanden“ versehen.

Collections: bundestag_gesetze
GBankDVDV
Level: 3.0