Source: https://www.gesetze-im-internet.de/fev_2010/__5.html
Legislation: fev_2010

Title: Anlage 4 Eignung und bedingte Eignung zum Führen von Kraftfahrzeugen

Description:
Verordnung über die Zulassung von Personen zum Straßenverkehr (FeV 2010)
V. - Durchführungs-, Bußgeld-, Übergangs- und Schlussvorschriften
Anlage 4 Eignung und bedingte Eignung zum Führen von Kraftfahrzeugen

Paragraph: 5

Full Text:
Verordnung über die Zulassung von Personen zum Straßenverkehr (FeV 2010)
V. - Durchführungs-, Bußgeld-, Übergangs- und Schlussvorschriften
Anlage 4 Eignung und bedingte Eignung zum Führen von Kraftfahrzeugen

(Fundstelle: BGBl. I 2010, 2023 - 2029;
bzgl. der einzelnen Änderungen vgl. Fußnote)

**Vorbemerkung**

1.  Die nachstehende Aufstellung enthält häufiger vorkommende Erkrankungen
    und Mängel, die die Eignung zum Führen von Kraftfahrzeugen längere
    Zeit beeinträchtigen oder aufheben können. Nicht aufgenommen sind
    Erkrankungen, die seltener vorkommen oder nur kurzzeitig andauern (z.
    B. grippale Infekte, akute infektiöse Magen-/Darmstörungen, Migräne,
    Heuschnupfen, Asthma).

2.  Grundlage der im Rahmen der §§ 11, 13 oder 14 vorzunehmenden
    Beurteilung, ob im Einzelfall Eignung oder bedingte Eignung vorliegt,
    ist in der Regel ein ärztliches Gutachten (§ 11 Absatz 2 Satz 3), in
    besonderen Fällen ein medizinisch-psychologisches Gutachten (§ 11
    Absatz 3) oder ein Gutachten eines amtlich anerkannten
    Sachverständigen oder Prüfers für den Kraftfahrzeugverkehr (§ 11
    Absatz 4).

3.  Die nachstehend vorgenommenen Bewertungen gelten für den Regelfall.
    Kompensationen durch besondere menschliche Veranlagung, durch
    Gewöhnung, durch besondere Einstellung oder durch besondere
    Verhaltenssteuerungen und -umstellungen sind möglich. Ergeben sich im
    Einzelfall in dieser Hinsicht Zweifel, kann eine medizinisch-
    psychologische Begutachtung angezeigt sein.

*    *   Krankheiten, Mängel

    *   Eignung oder
        bedingte Eignung

    *   Beschränkungen/Auflagen
        bei bedingter Eignung

*    *   Klassen A, A1, A2
        B, BE, AM, L, T

    *   Klassen C, C1,
        CE, C1E, D, D1,
        DE, D1E, FzF

    *   Klassen A, A1, A2
        B, BE, AM, L, T

    *   Klassen C, C1,
        CE, C1E, D, D1,
        DE, D1E, FzF

*    *   1.

    *   **Mangelndes Sehvermögen**
        siehe Anlage 6

    *
    *
    *
    *

*    *   2.

    *   hochgradige Schwerhörigkeit (Hörverlust von 60 % und mehr), ein- oder
        beidseitig sowie Gehörlosigkeit, ein- oder beidseitig

    *   ja,
        wenn nicht gleichzeitig
        andere schwerwiegende Mängel (z. B. Sehstörungen,
        Gleichgewichtsstörungen) vorliegen

    *   ja,
        wenn nicht gleichzeitig andere schwerwiegende Mängel (z. B.
        Sehstörungen, Gleichgewichtsstörungen) vorliegen

    *   –

    *   Fachärztliche Eignungsuntersuchung.
        Regelmäßige
        ärztliche
        Kontrollen.
        Vorherige Bewährung von drei Jahren Fahrpraxis auf Kfz der Klasse B.
        Bei
        Vorliegen einer hochgradigen Hörstörung muss – soweit möglich – die
        Versorgung und das Tragen einer adäquaten Hörhilfe nach dem aktuellen
        Stand der medizinisch-technisch und
        audiologisch-technischen Kenntnisse
        erfolgen.

*    *   2.1

    *   (weggefallen)

    *
    *
    *
    *

*    *   2.2

    *   (weggefallen)

    *
    *
    *
    *

*    *   2.3

    *   (weggefallen)

    *
    *
    *
    *

*    *   3.

    *   **Bewegungsbehinderungen**

    *   ja

    *   ja

    *   ggf. Beschränkung auf bestimmte Fahrzeugarten oder Fahrzeuge, ggf. mit
        besonderen technischen Vorrichtungen gemäß ärztlichem Gutachten, evtl.
        zusätzlich medizinisch-psychologisches Gutachten und/oder Gutachten
        eines amtlich anerkannten Sachverständigen oder Prüfers.
        Auflage:
        regelmäßige ärztliche Kontrolluntersuchungen; können entfallen, wenn
        Behinderung sich stabilisiert hat.

*    *   **4.**

    *   **Herz- und Gefäßkrankheiten**

    *
    *
    *
    *

*    *   4.1.1

    *   Herzrhythmusstörungen mit anfallsweiser Bewusstseinstrübung oder
        Bewusstlosigkeit

    *   nein

    *   nein

    *   –

    *   –

*    *   4.1.2

    *   – nach erfolgreicher Behandlung durch Arzneimittel oder
        Herzschrittmacher

    *   ja,
        kardiologische Untersuchung

    *   ja,
        kardiologische Untersuchung

    *   Kontrollen gemäß Begutachtungsleitlinien

    *   Kontrollen gemäß Begutachtungsleitlinien

*    *   4.2

    *   Hypertonie
        (zu hoher Blutdruck)

    *
    *
    *
    *

*    *   4.2.1

    *   Erhöhter Blutdruck mit zerebraler Symptomatik und/oder Sehstörungen

    *   nein

    *   nein

    *   –

    *   –

*    *   4.2.2

    *   Blutdruckwerte
        *                      180 mmHg systolisch und/oder*
        110 mmHg diastolisch

    *   in der Regel ja, fachärztliche Untersuchung

    *   Einzelfallentscheidung, fachärztliche Untersuchung

    *   regelmäßige ärztliche Kontrollen

    *   regelmäßige ärztliche Kontrollen

*    *   4.3

    *   Hypotonie
        (zu niedriger Blutdruck)

    *
    *
    *
    *

*    *   4.3.1

    *   In der Regel kein Krankheitswert

    *   ja

    *   ja

    *   –

    *   –

*    *   4.4

    *   Akutes Koronarsyndrom (Herzinfarkt)

    *
    *
    *
    *

*    *   4.4.1

    *   EF*                      35%

    *   ja,
        bei komplikationslosem Verlauf, kardiologische Untersuchung

    *   Fahreignung kann sechs Wochen nach dem Ereignis gegeben sein,
        kardiologische Untersuchung

    *   –

    *   –

*    *   4.4.2

    *   EF*                      35% oder akute dekompensierte
        Herzinsuffizienz im Rahmen eines akuten Herzinfarktes

    *   Fahreignung kann vier Wochen nach dem Ereignis gegeben sein,
        kardiologische Untersuchung

    *   in der Regel nein, kardiologische Untersuchung

    *   –

    *   –

*    *   4.5

    *   Herzleistungsschwäche durch angeborene oder erworbene Herzfehler oder
        sonstige Ursachen

    *
    *
    *
    *

*    *   4.5.1

    *   NYHA I (Herzerkrankung ohne körperliche Limitation)

    *   ja,
        fachärztliche Untersuchung

    *   ja,
        wenn EF*                      35%, fachärztliche Untersuchung

    *   –

    *   jährlich
        kardiologische Kontrolluntersuchungen

*    *   4.5.2

    *   NYHA II (leichte Einschränkung der körperlichen Leistungsfähigkeit)

    *   ja,
        fachärztliche Untersuchung

    *   ja,
        wenn EF*                      35%, fachärztliche Untersuchung

    *   –

    *   jährlich
        kardiologische Kontrolluntersuchungen

*    *   4.5.3

    *   NYHA III (Beschwerden bei geringer körperlicher Belastung)

    *   ja
        (wenn stabil),
        fachärztliche Untersuchung

    *   nein

    *   –

    *   –

*    *   4.5.4

    *   NYHA IV (Beschwerden in Ruhe)

    *   nein

    *   nein

    *   –

    *   –

*    *   4.6

    *   Periphere arterielle Verschlusskrankheit

    *
    *
    *
    *

*    *   4.6.1

    *   – bei Ruheschmerz

    *   nein

    *   nein

    *   –

    *   –

*    *   4.6.2

    *   – nach Intervention

    *   Fahreignung
        nach 24 Stunden

    *   Fahreignung
        nach einer Woche, fachärztliche (internistische/
        chirurgische) Untersuchung

    *   –

    *   –

*    *   4.6.3

    *   – nach Operation

    *   Fahreignung
        nach einer Woche

    *   Fahreignung
        nach vier Wochen, fachärztliche (internistische/
        chirurgische) Untersuchung

    *   –

    *   –

*    *   4.6.4

    *   Aortenaneurysma
        – asymptomatisch

    *   keine
        Einschränkung, fachärztliche (internistische/
        chirurgische) Untersuchung

    *   keine
        Einschränkung bei einem Aortendurchmesser bis 5,5 cm.
        Keine Fahreignung bei einem Aortendurchmesser*
        5,5 cm, fachärztliche (internistische/
        chirurgische) Untersuchung und Kontrollen des Aneurysmadurchmessers

    *   –

    *   –

*    *   4.6.5

    *   Aortenaneurysma
        – nach erfolgreicher Operation/Intervention

    *   Fahreignung
        zwei bis vier Wochen nach dem Eingriff, fachärztliche (internistische/
        chirurgische) Untersuchung

    *   Fahreignung
        drei Monate nach dem Eingriff, fachärztliche (internistische/
        chirurgische) Untersuchung

    *   –

    *   Kontrollen
        des Aneurysmadurchmessers

*    *   **5.**

    *   Diabetes mellitus
        **(Zuckerkrankheit)**

    *
    *
    *
    *

*    *   5.1

    *   Neigung zu schweren Stoffwechselentgleisungen

    *   nein

    *   nein

    *   –

    *   –

*    *   5.2

    *   Bei erstmaliger Stoffwechselentgleisung oder neuer Einstellung

    *   ja,
        nach Einstellung

    *   ja,
        nach Einstellung

    *   –

    *   –

*    *   5.3

    *   Bei ausgeglichener Stoffwechsellage unter Therapie mit oralen
        Antidiabetika mit niedrigem Hypoglykämierisiko

    *   ja

    *   ja,
        bei guter Stoffwechselführung ohne Unterzuckerung über drei Monate

    *   –

    *   regelmäßige
        ärztliche
        Kontrollen

*    *   5.4

    *   Bei medikamentöser Therapie mit hohem Hypoglykämierisiko (z. B.
        Insulin)

    *   ja,
        bei ungestörter Hypoglykämiewahrnehmung

    *   ja,
        bei guter Stoffwechselführung ohne schwere Unterzuckerung über drei
        Monate und ungestörter Hypoglykämiewahrnehmung

    *   –

    *   fachärztliche
        Begutachtung alle drei Jahre, regelmäßige ärztliche Kontrollen

*    *   5.5

    *   Wiederholt auftretende schwere Hypoglykämien im Wachzustand

    *   für die Dauer von drei Monaten nach dem letzten Ereignis nicht
        geeignet. Eine stabile Stoffwechsellage und eine ungestörte
        Hypoglykämiewahrnehmung sind sicherzustellen, fachärztliche
        Begutachtung

    *   Keine wiederholt schwere Hypoglykämie in den letzten zwölf Monaten.
        Unter besonders günstigen Umständen ggf. auch kürzere Frist möglich.
        Der Zeitraum bis zur Wiedererlangung der Fahreignung beträgt
        mindestens drei Monate, fachärztliche Begutachtung

    *   regelmäßige
        ärztliche
        Kontrollen

    *   regelmäßige
        ärztliche
        Kontrollen

*    *   5.6

    *   Bei Komplikationen siehe auch Nummer 1, 4, 6, 10

    *
    *
    *
    *

*    *   6.

    *   Krankheiten des
        **Nervensystems**

    *
    *
    *
    *

*    *   6.1

    *   Erkrankungen und Folgen von Verletzungen des Rückenmarks

    *   ja
        abhängig von der Symptomatik

    *   nein

    *   bei fortschreitendem
        Verlauf Nachuntersuchungen

    *   –

*    *   6.2

    *   Erkrankungen der neuromuskulären Peripherie

    *   ja
        abhängig von der Symptomatik

    *   nein

    *   bei fortschreitendem
        Verlauf Nachuntersuchungen

    *   –

*    *   6.3

    *   Parkinsonsche Krankheit

    *   ja
        bei leichten Fällen und erfolgreicher Therapie

    *   nein

    *   Nachuntersuchungen in Abständen
        von ein, zwei und
        vier Jahren

    *   –

*    *   6.4

    *   Kreislaufabhängige Störungen der Hirntätigkeit

    *   ja
        nach erfolgreicher Therapie und Abklingen des akuten Ereignisses ohne
        Rückfallgefahr

    *   nein

    *   Nachuntersuchungen in Abständen
        von ein, zwei und
        vier Jahren

    *   –

*    *   6.5

    *   Zustände nach Hirnverletzungen und Hirnoperationen, angeborene und
        frühkindliche erworbene Hirnschäden

    *
    *
    *
    *

*    *   6.5.1

    *   Schädelhirnverletzungen oder Hirnoperationen ohne Substanzschäden

    *   ja
        in der Regel nach drei Monaten

    *   ja
        in der Regel nach drei Monaten

    *   bei Rezidivgefahr nach Operationen von Hirnkrankheiten
        Nachuntersuchung

    *   bei Rezidivgefahr nach Operationen von Hirnkrankheiten
        Nachuntersuchung

*    *   6.5.2

    *   Substanzschäden durch Verletzungen oder Operationen

    *   ja
        unter Berücksichtigung von Störungen der Motorik,
        chron.-hirnorganischer Psychosyndrome und hirnorganischer
        Wesensänderungen

    *   ja
        unter Berücksichtigung von Störungen der Motorik,
        chron.-hirnorganischer Psychosyndrome und hirnorganischer
        Wesensänderungen

    *   bei Rezidivgefahr nach Operationen von Hirnkrankheiten
        Nachuntersuchung

    *   bei Rezidivgefahr nach Operationen von Hirnkrankheiten
        Nachuntersuchung

*    *   6.5.3

    *   Angeborene oder
        frühkindliche Hirnschäden

    *
    *
    *
    *

*    *   siehe Nummer 6.5.2

*    *   6.6

    *   Epilepsie

    *   ausnahmsweise ja, wenn kein wesentliches Risiko von Anfallsrezidiven
        mehr besteht, z. B. ein Jahr anfallsfrei

    *   ausnahmsweise ja, wenn kein wesentliches Risiko von Anfallsrezidiven
        mehr besteht, z. B. fünf Jahre anfallsfrei ohne Therapie

    *   Nachuntersuchungen

    *   Nachuntersuchungen

*    *   7.

    *   Psychische
        **(geistige) Störungen**

    *
    *
    *
    *

*    *   7.1

    *   Organische Psychosen

    *
    *
    *
    *

*    *   7.1.1

    *   akut

    *   nein

    *   nein

    *   –

    *   –

*    *   7.1.2

    *   nach Abklingen

    *   ja
        abhängig von der Art und Prognose des Grundleidens, wenn bei positiver
        Beurteilung des Grundleidens keine Restsymptome und kein 7.2

    *   ja
        abhängig von der Art und Prognose des Grundleidens, wenn bei positiver
        Beurteilung des Grundleidens keine Restsymptome und kein 7.2

    *   in der Regel
        Nachuntersuchung

    *   in der Regel
        Nachuntersuchung

*    *   7.2

    *   chronische hirnorganische Psychosyndrome

    *
    *
    *
    *

*    *   7.2.1

    *   leicht

    *   ja
        abhängig von Art und Schwere

    *   ausnahmsweise ja

    *   Nachuntersuchung

    *   Nachuntersuchung

*    *   7.2.2

    *   schwer

    *   nein

    *   nein

    *   –

    *   –

*    *   7.3

    *   schwere Altersdemenz und schwere Persönlichkeitsveränderungen durch
        pathologische Alterungsprozesse

    *   nein

    *   nein

    *   –

    *   –

*    *   7.4

    *   schwere Intelligenzstörungen/geistige
        Behinderung

    *
    *
    *
    *

*    *   7.4.1

    *   leicht

    *   ja
        wenn keine
        Persönlichkeitsstörung

    *   ja
        wenn keine
        Persönlichkeitsstörung

    *   –

    *   –

*    *   7.4.2

    *   schwer

    *   ausnahmsweise ja, wenn keine Persönlichkeitsstörung
        (Untersuchung der Persönlichkeitsstruktur und des individuellen
        Leistungsvermögens)

    *   ausnahmsweise ja, wenn keine Persönlichkeitsstörung
        (Untersuchung der Persönlichkeitsstruktur und des individuellen
        Leistungsvermögens)

    *   –

    *   –

*    *   7.5

    *   Affektive Psychosen

    *
    *
    *
    *

*    *   7.5.1

    *   bei allen Manien und sehr schweren Depressionen

    *   nein

    *   nein

    *   –

    *   –

*    *   7.5.2

    *   nach Abklingen der
        manischen Phase und der relevanten Symptome einer sehr schweren
        Depression

    *   ja
        wenn nicht mit
        einem Wiederauftreten gerechnet werden muss,
        ggf. unter
        medikamentöser Behandlung

    *   ja
        bei Symptomfreiheit

    *   regelmäßige
        Kontrollen

    *   regelmäßige
        Kontrollen

*    *   7.5.3

    *   bei mehreren manischen oder sehr schweren depressiven Phasen mit
        kurzen Intervallen

    *   nein

    *   nein

    *   –

    *   –

*    *   7.5.4

    *   nach Abklingen der Phasen

    *   ja
        wenn Krankheitsaktivität geringer und mit einer Verlaufsform in der
        vorangegangenen Schwere nicht mehr gerechnet werden muss

    *   nein

    *   regelmäßige
        Kontrollen

    *   –

*    *   7.6

    *   Schizophrene Psychosen

    *
    *
    *
    *

*    *   7.6.1

    *   akut

    *   nein

    *   nein

    *   –

    *   –

*    *   7.6.2

    *   nach Ablauf

    *   ja
        wenn keine
        Störungen nachweisbar sind, die das Realitätsurteil erheblich
        beeinträchtigen

    *   ausnahmsweise ja, nur unter
        besonders günstigen Umständen

    *   –

    *   –

*    *   7.6.3

    *   bei mehreren psychotischen Episoden

    *   ja

    *   ausnahmsweise ja, nur unter
        besonders günstigen Umständen

    *   regelmäßige
        Kontrollen

    *   regelmäßige
        Kontrollen

*    *   8.

    *   **Alkohol**

    *
    *
    *
    *

*    *   8.1

    *   Missbrauch
        (Das Führen von Fahrzeugen und ein die Fahrsicherheit
        beeinträchtigender Alkoholkonsum kann nicht hinreichend sicher
        getrennt werden.)

    *   nein

    *   nein

    *   –

    *   –

*    *   8.2

    *   nach Beendigung des
        Missbrauchs

    *   ja
        wenn die
        Änderung des Trinkverhaltens gefestigt ist

    *   ja
        wenn die
        Änderung des Trinkverhaltens gefestigt ist

    *   –

    *   –

*    *   8.3

    *   Abhängigkeit

    *   nein

    *   nein

    *   –

    *   –

*    *   8.4

    *   nach Abhängigkeit
        (Entwöhnungsbehandlung)

    *   ja
        wenn Abhängigkeit nicht mehr besteht und in der Regel ein Jahr
        Abstinenz
        nachgewiesen ist

    *   ja
        wenn Abhängigkeit nicht mehr besteht und in der Regel ein Jahr
        Abstinenz
        nachgewiesen ist

    *   –

    *   –

*    *   9.

    *   **Betäubungsmittel, andere psychoaktiv wirkende Stoffe und
        Arzneimittel**

    *
    *
    *
    *

*    *   9.1

    *   Einnahme von Betäubungsmitteln im Sinne des
        Betäubungsmittelgesetzes

    *   nein

    *   nein

    *   –

    *   –

*    *   Krankheiten, Mängel

    *   Eignung oder
        bedingte Eignung

    *   Beschränkungen/Auflagen
        bei bedingter Eignung

*    *   Klassen A, A1, A2,
        B, BE, AM, L, T

    *   Klassen C, C1, CE, C1E, D, D1,
        DE, D1E, FzF

    *   Klassen A, A1, A2,
        B, BE, AM, L, T

    *   Klassen C, C1,
        CE, C1E, D, D1,
        DE, D1E, FzF

*    *   9.2

    *   Einnahme von Cannabis

    *
    *
    *
    *

*    *   9.2.1

    *   Missbrauch
        (Das Führen von Fahrzeugen und
        ein Cannabiskonsum mit nicht
        fernliegender verkehrssicherheitsrelevanter Wirkung beim Führen
        eines Fahrzeugs können nicht
        hinreichend sicher getrennt werden.)

    *   nein

    *   nein

    *   –

    *   –

*    *   9.2.2

    *   nach Beendigung des Missbrauchs

    *   ja
        wenn die Änderung des Cannabiskonsumverhaltens gefestigt ist

    *   ja
        wenn die Änderung des Cannabiskonsumverhaltens gefestigt ist

    *   –

    *   –

*    *   9.2.3

    *   Abhängigkeit

    *   nein

    *   nein

    *   –

    *   –

*    *   9.2.4

    *   nach Abhängigkeit (Entwöhnungsbehandlung)

    *   ja
        wenn Abhängigkeit nicht mehr besteht und in der Regel ein Jahr
        Abstinenz nachgewiesen ist

    *   ja
        wenn Abhängigkeit nicht mehr besteht und in der Regel ein Jahr
        Abstinenz nachgewiesen ist

    *   –

    *   –

*    *   9.3

    *   Abhängigkeit von Betäubungsmitteln im Sinne des
        Betäubungsmittelgesetzes oder von anderen psychoaktiv wirkenden
        Stoffen

    *   nein

    *   nein

    *   –

    *   –

*    *   9.4

    *   missbräuchliche Einnahme (regelmäßig übermäßiger
        Gebrauch) von psychoaktiv wirkenden Arzneimitteln
        und anderen psychoaktiv
        wirkenden Stoffen

    *   nein

    *   nein

    *   –

    *   –

*    *   9.5

    *   nach Entgiftung und
        Entwöhnung

    *   ja
        nach einjähriger
        Abstinenz

    *   ja
        nach einjähriger
        Abstinenz

    *   regelmäßige
        Kontrollen

    *   regelmäßige
        Kontrollen

*    *   9.6

    *   Dauerbehandlung
        mit Arzneimitteln

    *
    *
    *
    *

*    *   9.6.1

    *   Vergiftung

    *   nein

    *   nein

    *   –

    *   –

*    *   9.6.2

    *   Beeinträchtigung der
        Leistungsfähigkeit zum
        Führen von Kraftfahrzeugen unter das erforderliche Maß

    *   nein

    *   nein

    *   –

    *   –

*    *   10.

    *   **Nierenerkrankungen**

    *
    *
    *
    *

*    *   10.1

    *   schwere Niereninsuffizienz mit erheblicher Beeinträchtigung

    *   nein

    *   nein

    *   –

    *   –

*    *   10.2

    *   Niereninsuffizienz
        in Dialysebehandlung

    *   ja
        wenn keine
        Komplikationen oder Begleiterkrankungen

    *   ausnahmsweise ja

    *   ständige ärztliche Betreuung und
        Kontrolle,
        Nachuntersuchung

    *   ständige ärztliche Betreuung und Kontrolle,
        Nachunter-
        suchung

*    *   10.3

    *   erfolgreiche Nierentransplantation mit normaler Nierenfunktion

    *   ja

    *   ja

    *   ärztliche Betreuung und Kontrolle, jährliche Nachuntersuchung

    *   ärztliche Betreuung und Kontrolle, jährliche Nachuntersuchung

*    *   10.4

    *   bei Komplikationen oder Begleiterkrankungen siehe auch Nummer 1, 4 und
        5

    *
    *
    *
    *

*    *   11.

    *   **Verschiedenes**

    *
    *
    *
    *

*    *   11.1

    *   Organtransplantation
        Die Beurteilung richtet
        sich nach den Beurteilungsgrundsätzen zu den
        betroffenen Organen

    *
    *
    *
    *

*    *   11.2

    *   Tagesschläfrigkeit

    *
    *
    *
    *

*    *   11.2.1

    *   Messbare auffällige
        Tagesschläfrigkeit

    *   nein

    *   nein

    *
    *

*    *   11.2.2

    *   Nach Behandlung

    *   ja
        wenn keine messbare
        auffällige Tagesschläfrigkeit mehr vorliegt

    *   ja
        wenn keine messbare
        auffällige Tagesschläfrigkeit mehr vorliegt

    *   ärztliche
        Begutachtung, regelmäßige ärztliche
        Kontrollen

    *   ärztliche
        Begutachtung, regelmäßige
        ärztliche
        Kontrollen

*    *   11.2.3

    *   obstruktives Schlafapnoe
        Syndrom (OSAS)
        mittelschwer/schwer
        (mittelschwer: Apnoe-Hypopnoe-Index zwischen
        15 und 29 pro Stunde; schwer: Apnoe-Hypopnoe-Index von
        mind. 30 pro Stunde)

    *   ja
        unter geeigneter
        Therapie
        und wenn
        keine messbare
        auffällige Tagesschläfrigkeit
        mehr vorliegt

    *   ja
        unter geeigneter
        Therapie
        und wenn
        keine messbare
        auffällige Tagesschläfrigkeit
        mehr vorliegt

    *   ärztliche
        Begutachtung,
        regelmäßige ärztliche
        Kontrollen
        in Abständen
        von höchstens
        drei Jahren

    *   ärztliche
        Begutachtung,
        regelmäßige ärztliche
        Kontrollen
        in Abständen
        von höchstens
        einem Jahr

*    *   11.3

    *   Schwere Lungen- und
        Bronchialerkrankungen mit schweren Rückwirkungen auf die Herz-
        Kreislauf-
        Dynamik

    *   nein

    *   nein

    *
    *

*    *   11.4

    *   Störung des Gleichgewichtssinnes

    *   in der Regel
        nein

    *   in der Regel
        nein

    *   im Einzelfall
        entsprechend den Begutachtungs-
        leitlinien zur Kraftfahreignung

    *   im Einzelfall
        entsprechend
        den Begutachtungs-
        leitlinien zur Kraftfahreignung

(zu § 11 Absatz 5)

Collections: bundestag_gesetze
FeV-2010
Level: 3.0