Source: https://www.gesetze-im-internet.de/bimschv_44/__24.html
Legislation: bimschv_44

Title: § 24 Messungen an Verbrennungsmotoranlagen

Description:
Vierundvierzigste Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (BImSchV 44)
Abschnitt 3 - Messung und Überwachung
§ 24 Messungen an Verbrennungsmotoranlagen

Paragraph: 24

Full Text:
Vierundvierzigste Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (BImSchV 44)
Abschnitt 3 - Messung und Überwachung
§ 24 Messungen an Verbrennungsmotoranlagen

(1) Der Betreiber hat bei einer Feuerungswärmeleistung von 1 Megawatt
oder mehr bei Verbrennungsmotoranlagen, die mit flüssigen Brennstoffen
betrieben werden, sowie bei Zündstrahlmotoren die Emissionen an
Gesamtstaub jährlich zu ermitteln.

(2) Der Betreiber hat bei nicht in Absatz 1 genannten
Verbrennungsmotoranlagen die Emissionen an Gesamtstaub alle drei Jahre
zu ermitteln, sofern die Staubemissionen in § 16 begrenzt sind.

(3) Bei Verbrennungsmotoranlagen, die mit Rußfiltern ausgerüstet sind,
hat der Betreiber Nachweise über den kontinuierlichen effektiven
Betrieb des Rußfilters zu führen.

(4) Der Betreiber hat bei Verbrennungsmotoranlagen mit einer
Feuerungswärmeleistung von 1 Megawatt oder mehr die Emissionen an
Kohlenmonoxid jährlich zu ermitteln. Abweichend von Satz 1 sind bei
Verbrennungsmotoranlagen mit einer Feuerungswärmeleistung von weniger
als 20 Megawatt, die mit thermischer Nachverbrennung ausgestattet
sind, die Emissionen an Kohlenmonoxid alle drei Jahre zu messen.

(5) Der Betreiber hat bei Verbrennungsmotoranlagen, die mit
thermischer Nachverbrennung ausgestattet sind, die Temperatur der
Nachverbrennung kontinuierlich zu ermitteln.

(6) Bei Verbrennungsmotoranlagen, die mit Oxidationskatalysatoren
ausgestattet sind, hat der Betreiber Nachweise über den
kontinuierlichen effektiven Betrieb des Katalysators zu führen.

(7) Der Betreiber einer Verbrennungsmotoranlage hat Nachweise über die
dauerhafte Einhaltung der Emissionsgrenzwerte für Stickstoffoxide, zum
Beispiel über den kontinuierlichen effektiven Betrieb der
Abgasreinigungseinrichtung, zu führen. Der Betreiber einer
Gasmotoranlage nach dem Magergasprinzip hat die Emissionen an
Stickstoffoxiden im Abgas jedes Motors mit geeigneten qualitativen
Messeinrichtungen wie beispielsweise NO
x             -Sensoren als Tagesmittelwert zu überwachen.

(8) Der Betreiber hat bei Verbrennungsmotoranlagen mit einer
Feuerungswärmeleistung von 1 Megawatt oder mehr die Emissionen an
Stickstoffmonoxid und Stickstoffdioxid, anzugeben als
Stickstoffdioxid, jährlich zu ermitteln.

(9) Der Betreiber hat abweichend von Absatz 8 bei
Verbrennungsmotoranlagen, die weniger als 300 Stunden pro Jahr
betrieben werden oder ausschließlich dem Notbetrieb dienen, die
Emissionen an Stickstoffmonoxid und Stickstoffdioxid, anzugeben als
Stickstoffdioxid, alle drei Jahre zu ermitteln.

(10) Für die Messung von Schwefeloxiden gelten für
Verbrennungsmotoranlagen mit einer Feuerungswärmeleistung von 1
Megawatt oder mehr die Vorgaben des § 22 Absatz 4 und 5 entsprechend.

(11) Der Betreiber hat bei Verbrennungsmotoranlagen mit einer
Feuerungswärmeleistung von 1 Megawatt oder mehr, die gasförmige
Brennstoffe einsetzen, die Emissionen an organischen Stoffen,
anzugeben als Gesamtkohlenstoff, jährlich zu ermitteln.

(12) Der Betreiber hat bei Verbrennungsmotoranlagen zur Verbrennung
von Biogas, Erdgas, Grubengas oder Klärgas die Emissionen an
Formaldehyd jährlich zu ermitteln. Bei sonstigen
Verbrennungsmotoranlagen mit einer Feuerungswärmeleistung von 1
Megawatt oder mehr sind die Emissionen an Formaldehyd alle drei Jahre
zu ermitteln. Für nicht genehmigungsbedürftige
Verbrennungsmotoranlagen, die ausschließlich dem Notbetrieb dienen,
ist ein Nachweis der Einhaltung des Emissionsgrenzwerts einmalig
binnen drei Monaten nach der Inbetriebnahme oder der Registrierung als
bestehende Anlage zu erbringen.

(13) Der Betreiber hat bei Verbrennungsmotoranlagen, die mit Gasen aus
der thermochemischen Vergasung von Holz betrieben werden, die
Emissionen an Benzol jährlich zu ermitteln.

(14) Der Betreiber hat bei Verbrennungsmotoranlagen zur Verbrennung
von Deponiegas mit einer Feuerungswärmeleistung von weniger als 1
Megawatt die Emissionen an Gesamtstaub, Kohlenmonoxid,
Stickstoffmonoxid und Stickstoffdioxid, anzugeben als
Stickstoffdioxid, an Schwefeloxiden, an organischen Stoffen, anzugeben
als Gesamtkohlenstoff, und an Formaldehyd alle drei Jahre zu
ermitteln.

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BImSchV-44
Level: 3.0