Source: https://www.gesetze-im-internet.de/restmaprorestprv/__8.html
Legislation: restmaprorestprv

Title: § 8 Handlungsbereich „Erhaltungs-, Restaurierungs- und Konservierungskonzepte entwickeln“

Description:
Verordnung über die Prüfung zum anerkannten Fortbildungsabschluss Geprüfter Restaurator im Handwerk oder Geprüfte Restauratorin im Handwerk-Master Professional für Restaurierung im Handwerk (RestMAProRestPrV)
§ 8 Handlungsbereich „Erhaltungs-, Restaurierungs- und Konservierungskonzepte entwickeln“

Paragraph: 8

Full Text:
Verordnung über die Prüfung zum anerkannten Fortbildungsabschluss Geprüfter Restaurator im Handwerk oder Geprüfte Restauratorin im Handwerk-Master Professional für Restaurierung im Handwerk (RestMAProRestPrV)
§ 8 Handlungsbereich „Erhaltungs-, Restaurierungs- und Konservierungskonzepte entwickeln“

(1) Im Handlungsbereich „Erhaltungs-, Restaurierungs- und
Konservierungskonzepte entwickeln“ sollen durch die zu prüfende Person
die Fähigkeiten nachgewiesen werden, unter Berücksichtigung
handwerklicher und denkmalpflegerischer Grundsätze Bestands- und
Befundaufnahmen durchführen zu können sowie darauf aufbauend
Erhaltungs-, Restaurierungs- und Konservierungsprozesse mit
wissenschaftlichen Methoden und auf der Grundlage eigener
handwerklicher Erfahrungen planen zu können. Dabei sollen Abläufe von
Maßnahmen unter Beteiligung von Fachbehörden, Experten und Expertinnen
sowie Objekteigentümern festgelegt und organisiert sowie abgestimmte
Konzepte präsentiert werden können.

(2) In diesem Handlungsbereich können folgende Qualifikationsinhalte
geprüft werden:

1.  eingesetzte Handwerkstechniken identifizieren, Istzustände,
    bauzeitliche Zustände und Primärbefunde sichern sowie Zustand von
    Restaurierungsobjekten unter Berücksichtigung der objektbezogenen
    Restaurierungsgeschichte feststellen und bewerten,

2.  Objekte sowie eingesetzte Materialien und Handwerkstechniken kultur-
    und kunstgeschichtlich einordnen,

3.  Ziele von Maßnahmen unter Einhaltung rechtlicher Bestimmung und unter
    Berücksichtigung von Konventionen und Normen vor dem Hintergrund des
    Kulturerbediskurses erörtern, begründen und festlegen,

4.  Eignung traditioneller und zeitgemäßer Materialien sowie Umsetzbarkeit
    historischer und zeitgemäßer Handwerkstechniken prüfen,

5.  Maßnahmen aus abgestimmten Zielen entwickeln sowie Machbarkeit und
    Wirtschaftlichkeit dieser Maßnahmen prüfen,

6.  werterhaltende Demontage, Montage, Verpackungs- und Transportprozesse
    sowie Lagerung von Kulturgut planen,

7.  Konzepte im Hinblick auf die Erhaltung und Nutzung von
    Handwerkstechniken und Objekten unter Abwägung von Alternativen
    erarbeiten, begründen und zielgruppenspezifisch präsentieren,

8.  Leistungsprozesse in Kooperation mit beteiligten Gewerken und
    Fachdisziplinen planen, abstimmen und festlegen,

9.  Konzeptionen zur Präsentation handwerklich-immateriellen und
    materiellen Kulturerbes entwickeln.

Collections: bundestag_gesetze
RestMAProRestPrV
Level: 2.0