Source: https://www.gesetze-im-internet.de/grestg_1983/__17.html
Legislation: grestg_1983

Title: § 17 Örtliche Zuständigkeit, Feststellung von Besteuerungsgrundlagen

Description:
Grunderwerbsteuergesetz (GrEStG 1983)
Siebenter Abschnitt - Örtliche Zuständigkeit, Feststellung von Besteuerungsgrundlagen, Anzeigepflichten und Erteilung der Unbedenklichkeitsbescheinigung
§ 17 Örtliche Zuständigkeit, Feststellung von Besteuerungsgrundlagen

Paragraph: 17

Full Text:
Grunderwerbsteuergesetz (GrEStG 1983)
Siebenter Abschnitt - Örtliche Zuständigkeit, Feststellung von Besteuerungsgrundlagen, Anzeigepflichten und Erteilung der Unbedenklichkeitsbescheinigung
§ 17 Örtliche Zuständigkeit, Feststellung von Besteuerungsgrundlagen

(1) Für die Besteuerung ist vorbehaltlich des Satzes 2 das Finanzamt
örtlich zuständig, in dessen Bezirk das Grundstück oder der
wertvollste Teil des Grundstücks liegt. Liegt das Grundstück in den
Bezirken von Finanzämtern verschiedener Länder, so ist jedes dieser
Finanzämter für die Besteuerung des Erwerbs insoweit zuständig, als
der Grundstücksteil in seinem Bezirk liegt.

(2) In den Fällen des Absatzes 1 Satz 2 sowie in Fällen, in denen sich
ein Rechtsvorgang auf mehrere Grundstücke bezieht, die in den Bezirken
verschiedener Finanzämter liegen, stellt das Finanzamt, in dessen
Bezirk der wertvollste Grundstücksteil oder das wertvollste Grundstück
oder der wertvollste Bestand an Grundstücksteilen oder Grundstücken
liegt, die Besteuerungsgrundlagen gesondert fest.

(3) Die Besteuerungsgrundlagen werden

1.  bei Grundstückserwerben durch Umwandlungen auf Grund eines Bundes-
    oder Landesgesetzes durch das Finanzamt, in dessen Bezirk sich die
    Geschäftsleitung des Erwerbers befindet, und

2.  in den Fällen des § 1 Absatz 2a bis 3a durch das Finanzamt, in dessen
    Bezirk sich die Geschäftsleitung der Gesellschaft befindet,

gesondert festgestellt, wenn ein außerhalb des Bezirks dieser
Finanzämter liegendes Grundstück oder ein auf das Gebiet eines anderen
Landes sich erstreckender Teil eines im Bezirk dieser Finanzämter
liegenden Grundstücks betroffen wird. Befindet sich die
Geschäftsleitung nicht im Geltungsbereich des Gesetzes und werden in
verschiedenen Finanzamtsbezirken liegende Grundstücke oder in
verschiedenen Ländern liegende Grundstücksteile betroffen, so stellt
das nach Absatz 2 zuständige Finanzamt die Besteuerungsgrundlagen
gesondert fest.

(3a) In die gesonderte Feststellung nach Absatz 2 und 3 sind nicht die
Grundbesitzwerte im Sinne des § 151 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 in
Verbindung mit § 157 Absatz 1 bis 3 des Bewertungsgesetzes
aufzunehmen, wenn die Steuer nach § 8 Absatz 2 zu bemessen ist.

(4) Von der gesonderten Feststellung kann abgesehen werden, wenn

1.  der Erwerb steuerfrei ist oder

2.  die anteilige Besteuerungsgrundlage für den Erwerb des in einem
    anderen Land liegenden Grundstücksteils 2.500 Euro nicht übersteigt.

Wird von der gesonderten Feststellung abgesehen, so ist in den Fällen
der Nummer 2 die anteilige Besteuerungsgrundlage denen der anderen für
die Besteuerung zuständigen Finanzämter nach dem Verhältnis ihrer
Anteile hinzuzurechnen.

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