Source: https://www.gesetze-im-internet.de/konstprv/__5.html
Legislation: konstprv

Title: § 5 Fachrichtungsspezifischer Teil

Description:
Verordnung über die Prüfung zum anerkannten Abschluß Geprüfter Konstrukteur/Geprüfte Konstrukteurin (KonstPrV)
§ 5 Fachrichtungsspezifischer Teil

Paragraph: 5

Full Text:
Verordnung über die Prüfung zum anerkannten Abschluß Geprüfter Konstrukteur/Geprüfte Konstrukteurin (KonstPrV)
§ 5 Fachrichtungsspezifischer Teil

(1) Die Prüfung im fachrichtungsspezifischen Teil gliedert sich in

1.  eine Konstruktionsaufgabe und

2.  ein Fachgespräch zur Konstruktionsaufgabe und zu den Inhalten der
    Fachrichtung.

(2) Mit der Bearbeitung der Konstruktionsaufgabe (§ 3 Abs. 2 Satz 2)
soll die zu prüfende Person nachweisen, daß sie ein praxisnahes
Problem unter Verwendung der entsprechenden Arbeits- und Hilfsmittel
sowie mit Rechnerunterstützung in einem vorgegebenen Zeitrahmen lösen
kann. Sie soll zeigen, daß sie die konstruktiven Fertigkeiten,
insbesondere hinsichtlich der Auswahl von Bauelementen und Werkstoffen
und der Dimensionierung von Baugruppen, unter Berücksichtigung der
einschlägigen Normen beherrscht. Die Aufgabe umfaßt

1.  Finden, Aufzeigen und Bewerten von geeigneten Lösungswegen nach den
    Grundlagen des methodischen Vorgehens,

2.  Entwerfen und Ausarbeiten der gewählten Lösung in Form von
    Zusammenbau- und Einzelteilzeichnungen, den dazugehörenden
    Berechnungen und der technischen Dokumentation sowie

3.  Darstellung und Begründung der eingesetzten Arbeits- und Hilfsmittel.

(3) In der Fachrichtung "Maschinen- und Anlagentechnik" im
Arbeitsgebiet "Maschinenbau" sind zu leisten: Konstruieren eines
typischen Bauteils, einer Baugruppe, einer Maschine oder einer Anlage.
Die Konstruktion soll sowohl aus statischen als auch aus beweglichen
Teilen bestehen, die in Funktion miteinander verbunden sind. Der
Konstruktionsentwurf, einschließlich der Detaillierung, ist mit
Unterstützung von marktgängigen rechnergestützten Systemen und unter
Anwendung einschlägiger Normen und Werksnormen zu erstellen. In diesem
Rahmen können geprüft werden:

1.  technische Normen und gesetzliche Vorschriften;

2.  Werk- und Hilfsstoffe;

3.  Konstruktionsmethodik:

    a)  Definieren,

    b)  Pflichtenheft,

    c)  Konzipieren,

    d)  Entscheidungsfindung,

    e)  Entwerfen,

    f)  Bewerten,

    g)  Ausarbeiten;

4.  Auswahl des Fertigungsverfahrens:

    a)  Urformverfahren,

    b)  Umformverfahren,

    c)  Trennverfahren,

    d)  Fügeverfahren;

5.  Kataloge im Maschinenbau:

    a)  Normteile,

    b)  Standardteile,

    c)  Zukaufteile;

6.  Auslegen und Bewerten der Konstruktion:

    a)  werkstoffgerecht,

    b)  fertigungsgerecht,

    c)  funktionsgerecht,

    d)  montagegerecht,

    e)  wirtschaftlich,

    f)  sicherheitsgerecht,

    g)  umweltverträglich,

    h)  beanspruchungsgerecht,

    i)  wartungsgerecht;

7.  Auslegen von Passungen und Toleranzen;

8.  Auslegen von Verbindungen:

    a)  unlösbare Verbindungen, insbesondere Schweiß-, Löt-,
        Klebeverbindungen,

    b)  lösbare Verbindungen, insbesondere Schraubenverbindungen,
        Wellen-/Nabenverbindungen;

9.  Auslegen von Lagern:

    a)  Gleitlager,

    b)  Wälzlager;

10. Dichtungen;

11. Schmierarten und Schmierstoffe;

12. Auslegen von Baugruppen unterschiedlicher Art und deren Teile:

    a)  Drehmomentwandler, insbesondere Zahnradgetriebe, Kettenantriebe,
        Riemenantriebe,

    b)  schaltbare und nichtschaltbare Kupplungen,

    c)  Werkzeuge und Vorrichtungen, insbesondere Schneid- und
        Umformwerkzeuge, Form- und Gießwerkzeuge,

    d)  Strömungs- und Kolbenmaschinen;

13. Aufbau und Funktion von Maschinen und Anlagen;

14. Auswählen von leittechnischen Einrichtungen:

    a)  meßtechnische Einrichtungen,

    b)  steuerungstechnische Einrichtungen,

    c)  regelungstechnische Einrichtungen;

15. Arbeitsorganisation:

    a)  Fertigungseinrichtungen und Hilfsmittel,

    b)  Qualitätssicherung,

    c)  Kostenstruktur;

16. technische Dokumentation;

17. fachrichtungsspezifische rechnergestützte Systeme und Arbeitsmittel.

(4) In der Fachrichtung "Maschinen- und Anlagentechnik" im
Arbeitsgebiet "Anlagentechnik" sind zu leisten: Konstruieren und
Auslegen eines typischen Anlagenteils. Das Anlagenteil soll einen
thermischen und einen mechanischen Verfahrensschritt umfassen. Der
Konstruktionsentwurf, einschließlich der Detaillierung, ist mit
Unterstützung von marktgängigen rechnergestützten Systemen und unter
Anwendung einschlägiger Normen und Werksnormen zu erstellen. In diesem
Rahmen können geprüft werden:

1.  technische Normen und gesetzliche Vorschriften;

2.  Werk- und Hilfsstoffe;

3.  Konstruktionsmethodik:

    a)  Definieren,

    b)  Pflichtenheft,

    c)  Konzipieren,

    d)  Entscheidungsfindung,

    e)  Entwerfen,

    f)  Bewerten,

    g)  Ausarbeiten;

4.  Auslegen und Bewerten der Konstruktion:

    a)  werkstoffgerecht,

    b)  fertigungsgerecht,

    c)  funktionsgerecht,

    d)  montagegerecht,

    e)  wirtschaftlich,

    f)  sicherheitsgerecht,

    g)  umweltverträglich,

    h)  beanspruchungsgerecht,

    i)  wartungsgerecht;

5.  Konstruktionsgrundsätze:

    a)  thermische und mechanische Grundoperationen,

    b)  Allgemeintoleranzen für Apparate- und Schweißkonstruktionen,

    c)  Konzeption für Funktion und Aufstellung,

    d)  Maßnahmen für Rückgewinnung und Entsorgung,

    e)  Kapazitätsberechnungen;

6.  Einrichtungen für thermische Operationen:

    a)  wärme- und strömungstechnische Berechnungen,

    b)  Bauarten von Wärmeaustauschern,

    c)  Bauarten von Apparaten mit thermischen Trennaufgaben,

    d)  Apparate für chemische Analysen und Synthesen;

7.  Einrichtungen für mechanische Operationen:

    a)  funktionstechnische Berechnungen,

    b)  Maschinen für Trennung, Zerkleinerung und Vereinigung,

    c)  fördertechnische Berechnungen,

    d)  Förder- und Lagertechnik;

8.  Rohrleitungen, Armaturen, Dichtungen und Dämmungen:

    a)  Bauarten von Armaturen,

    b)  Auswahlkriterien,

    c)  Berechnung von Rohrleitungen,

    d)  Verlegetechniken, insbesondere für Kompensatoren und Halterungen,

    e)  isometrische Rohrleitungszeichnungen,

    f)  Dichtungen und Dämmungen;

9.  Arbeitsorganisation:

    a)  Fertigungseinrichtungen und Hilfsmittel,

    b)  Qualitätssicherung,

    c)  Kostenstrukturen;

10. technische Dokumentation:

    a)  Teil-, Gruppen- und Gesamtzeichnungen für Apparate und
        Rohrleitungsteile,

    b)  Aufstellungszeichnungen,

    c)  Systematik und Informationsinhalte von Fließbildern,

    d)  Grundfließbilder,

    e)  Verfahrensfließbilder,

    f)  Rohrleitungs- und Instrumenten-Fließbilder;

11. fachrichtungsspezifische rechnergestützte Systeme und Arbeitsmittel.

(5) In der Fachrichtung "Maschinen- und Anlagentechnik" im
Arbeitsgebiet "Schiffbau" sind zu leisten: Konstruieren eines
typischen Bauteils oder einer Baugruppe. Berechnen ausgewählter
Schiffbauteile und Anfertigen von Detailkonstruktionen und Erstellen
einer Materialdispositions-Stückliste. Die Konstruktion soll
mindestens zwei der genannten Konstruktionsbereiche erfassen. Der
Konstruktionsentwurf, einschließlich der Detaillierung, ist mit
Unterstützung von marktgängigen rechnergestützten Systemen und unter
Anwendung einschlägiger Normen und Werksnormen zu erstellen. In diesem
Rahmen können geprüft werden:

1.  technische Normen und gesetzliche Vorschriften:

    a)  Werftnormen, nationale und internationale Normen,

    b)  Unfallverhütungsvorschriften für Unternehmen der Seefahrt (UVV See),

    c)  Vorschriften für Klassifikation und Bau von stählernen Schiffen der
        Klassifikations-Gesellschaft (Germanischer Lloyd),

    d)  Umweltschutz, Gefahrstoffverordnung;

2.  Werk- und Hilfsstoffe:

    a)  Stähle,

    b)  Nichteisenmetalle,

    c)  Beschichtungsmaterial;

3.  Konstruktionsmethodik:

    a)  Definieren,

    b)  Pflichtenheft,

    c)  Konzipieren,

    d)  Entscheidungsfindung,

    e)  Entwerfen,

    f)  Bewerten,

    g)  Ausarbeiten;

4.  Auslegen und Bewerten der Konstruktion:

    a)  werkstoffgerecht,

    b)  fertigungsgerecht,

    c)  funktionsgerecht,

    d)  montagegerecht,

    e)  wirtschaftlich,

    f)  sicherheitsgerecht,

    g)  umweltverträglich,

    h)  beanspruchungsgerecht,

    i)  wartungsgerecht;

5.  Konstruktionsgrundsätze:

    a)  Schiffstheorie,

    b)  Schiffsentwurf,

    c)  Berechnen und Auslegen einzelner Schiffbauteile,

    d)  einfache statische Berechnungen,

    e)  Anwenden genormter Bauteile,

    f)  Eigenfertigung und Zukaufteile,

    g)  Berechnen von Schweiß- und Schraubenverbindungen,

    h)  Auswahl von Vormaterial, insbesondere Profile, Rohre, Träger,

    i)  Verfahren der Oberflächentechnik,

    k)  schiffbautypische Konstruktionsgrundlagen;

6.  Schiffbauteile:

    a)  Stahlschiffbau, insbesondere Hauptspant, Flachsektionen mit
        Anschlüssen, Volumensektionen mit Anschlüssen, Stahl- und
        Einbaufolgeplan, Transport- und Montagehinweise, Halter und
        Fundamente,

    b)  Schiffsausrüstung, insbesondere Anker- und Verholausrüstung,
        Rettungsmittel, Verschlüsse, insbesondere Türen, Luken, Fenster,
        Laderaumausrüstung, insbesondere Umschlageinrichtungen, Luken,
        Container, Begehung, insbesondere Treppen, Leitern, Laufbrücken,
        Geländer, Halter und Fundamente,

    c)  Schiffseinrichtungen, insbesondere Anordnung von Räumen, Raumgrößen,
        Einrichten von Räumen, insbesondere Besatzungs-, Wirtschaftsräume,
        Stores;

7.  Arbeitsorganisation:

    a)  Fertigungseinrichtungen und Hilfsmittel,

    b)  Qualitätssicherung,

    c)  Kostenstrukturen;

8.  technische Zeichnungen:

    a)  Generalplan,

    b)  Stahlplan,

    c)  Übersichtsplan, insbesondere Türen- und Lukenplan, Leiter- und
        Treppenplan, Mannloch- und Leckschraubenplan,

    d)  Einbauwegeplan,

    e)  Einbaufolgeplan,

    f)  Werkstatt-Zeichnung,

    g)  Detail-Zeichnung,

    h)  Materialdispositions-Stückliste;

9.  fachrichtungsspezifische rechnergestützte Systeme und Arbeitsmittel.

(6) In der Fachrichtung "Heizungs-, Klima- und Sanitärtechnik" sind zu
leisten: Konstruieren einer versorgungstechnischen Anlage. Bei der
Konstruktion sind schwierige Bedingungen unter Einbeziehung der
baulichen Gegebenheiten zu berücksichtigen. Die Konstruktion soll
schwerpunktmäßig in einem der genannten Bereiche angesiedelt sein und
die angrenzenden Teile und Komponenten der technischen
Gebäudeausrüstung berücksichtigen. Der Konstruktionsentwurf,
einschließlich der Detaillierung, ist mit Unterstützung von
marktgängigen rechnergestützten Systemen und unter Anwendung
einschlägiger Normen und Werksnormen zu erstellen. In diesem Rahmen
können geprüft werden:

1.  technische Normen und gesetzliche Vorschriften:

    a)  bauaufsichtlich eingeführte Normen,

    b)  Gebäudeenergiegesetz,

    c)  Brandschutzverordnung,

    d)  Schallschutzverordnung,

    e)  Abfallgesetz;

2.  Werk- und Hilfsstoffe:

    a)  Stähle,

    b)  Nichteisenmetalle,

    c)  Kunststoffe;

3.  Konstruktionsmethodik:

    a)  Definieren,

    b)  Pflichtenheft,

    c)  Konzipieren,

    d)  Entscheidungsfindung,

    e)  Entwerfen,

    f)  Bewerten,

    g)  Ausarbeiten;

4.  Auslegen und Bewerten der Konstruktion:

    a)  werkstoffgerecht,

    b)  fertigungsgerecht,

    c)  funktionsgerecht,

    d)  montagegerecht,

    e)  wirtschaftlich,

    f)  sicherheitsgerecht,

    g)  umweltverträglich,

    h)  beanspruchungsgerecht,

    i)  wartungsgerecht;

5.  Grundlagen der Heizungs-, Klima- und Sanitärtechnik:

    a)  theoretische Grundlagen, insbesondere Verhalten von Flüssigkeiten und
        Gasen, Strömungslehre, Hygiene, Bauphysik, bezogen auf die Heizungs-,
        Klima- und Sanitärtechnik, Feuerungstechnik, Wärmelehre, Kühlsysteme,

    b)  Grundlagentechniken, insbesondere Heizungs-, Kälte-, Solar-, Elektro-,
        Regelungstechnik;

6.  Anlagentechnik:

    a)  Rohrleitungs- und Kanalsysteme,

    b)  Fördereinrichtungen,

    c)  Gebäudeteiltechnik,

    d)  Wärme- und Kältemedien, insbesondere Dampf, Wasser, Sole, Luft,

    e)  Wärme- und Kälteübertragungssysteme,

    f)  Wärmeerzeuger,

    g)  Regel- und Steuereinrichtungen,

    h)  Schallschutz,

    i)  Wärmerückgewinnung,

    k)  alternative Energien,

    l)  Entsorgungstechnik;

7.  Berechnung und Auslegung der Konstruktion:

    a)  Wärmebedarf,

    b)  Kühllast,

    c)  Anlagenauslegung,

    d)  Wärme- und Kälteerzeuger,

    e)  Wärmedämmung,

    f)  Schallschutz,

    g)  Rohrleitungs- und Kanaldimensionierung,

    h)  Werkstoffauswahl, Materialbedarf,

    i)  Wärmerückgewinnung,

    k)  Solaranlagenauslegung,

    l)  Erstellen von Tabellen und Diagrammen;

8.  Arbeitsorganisation:

    a)  Fertigungseinrichtungen,

    b)  Qualitätssicherung,

    c)  Kostenstrukturen;

9.  Zeichnungen und Pläne:

    a)  Montagezeichnungen, Massenauszug,

    b)  Durchbruchs- und Fundamentpläne,

    c)  Strangschemata mit Hilfe von Symbolen,

    d)  Isometrien von Rohrleitungen und Kanälen,

    e)  Fließdiagramme,

    f)  Generalpläne, Gesamtzeichnungen,

    g)  Regelschemata mit Hilfe von Symbolen,

    h)  Detailzeichnungen von konstruktiven Einzelheiten;

10. fachrichtungsspezifische rechnergestützte Systeme und Arbeitsmittel.

(7) In der Fachrichtung "Stahl- und Metallbautechnik" sind zu leisten:
Konstruieren einer Stahlbaukonstruktion oder einer
Metallbaukonstruktion. Die Konstruktion soll die Berechnungen von
tragenden Bauteilen und das Bemessen von physikalischen Größen
beinhalten. Ferner soll ein Übersichtsplan, Montagefolgeplan,
Schweißfolgeplan oder Hydraulik-/Pneumatikplan erstellt werden. Der
Konstruktionsentwurf, einschließlich der Detaillierung, ist mit
Unterstützung von marktgängigen rechnergestützten Systemen und unter
Anwendung einschlägiger Normen und Werksnormen zu erstellen. In diesem
Rahmen können geprüft werden:

1.  technische Normen und gesetzliche Vorschriften:

    a)  einschlägige nationale und internationale Normen,

    b)  Bauordnung,

    c)  Verdingungsordnung für Bauleistungen (VOB),

    d)  bauaufsichtliche Zulassung für besondere Bauwerke, Baustoffe, Bauteile
        und Befestigungsmittel,

    e)  Sicherheitsvorschriften,

    f)  Umweltschutz, insbesondere Gefahrstoffverordnung, Chemikaliengesetz,
        Abfallrecht;

2.  Werk- und Hilfsstoffe:

    a)  Stähle,

    b)  Nichteisenmetalle,

    c)  Kunststoffe, Glas,

    d)  Verbindungsmittel,

    e)  Beschichtungsmittel;

3.  Konstruktionsmethodik:

    a)  Definieren,

    b)  Pflichtenheft,

    c)  Konzipieren,

    d)  Entscheidungsfindung,

    e)  Entwerfen,

    f)  Bewerten,

    g)  Ausarbeiten;

4.  Auslegen und Bewerten der Konstruktion:

    a)  werkstoffgerecht,

    b)  fertigungsrecht,

    c)  funktionsgerecht,

    d)  montagegerecht,

    e)  wirtschaftlich,

    f)  sicherheitsgerecht,

    g)  umweltverträglich,

    h)  beanspruchungsgerecht,

    i)  wartungsgerecht;

5.  Konstruktionsgrundsätze:

    a)  statische Systeme,

    b)  Norm- und Zukaufteile, insbesondere Beschläge, Anker, Seile, Dämm-
        Matten, Antriebe,

    c)  Halbzeuge,

    d)  Verfahren der Oberflächentechnik,

    e)  Brandschutz,

    f)  Schall- und Wärmeschutz,

    g)  Innen- und Außenausbau,

    h)  tragende und nichttragende Bauteile,

    i)  Verbindungen und Verbindungstechniken, insbesondere Schweißen,
        Schrauben, Kleben,

    k)  Auslegen von Bauteilen und Verbindungen;

6.  Arbeitsorganisation:

    a)  Fertigungseinrichtungen und Hilfsmittel,

    b)  Qualitätssicherung,

    c)  Kostenstrukturen;

7.  technische Dokumentation:

    a)  Angebotszeichnungen,

    b)  Detailplan,

    c)  Übersichtspläne, insbesondere für Türen, Fenster, Durchbrüche,

    d)  Ausführungspläne, insbesondere Fertigungsplan, Montageplan, Folgeplan,
        Verlegeplan, Terminplan,

    e)  Schweißfolgeplan,

    f)  Hydraulik-/Pneumatikplan,

    g)  Ankerplan,

    h)  Stücklisten;

8.  fachrichtungsspezifische rechnergestützte Systeme und Arbeitsmittel.

(8) In der Fachrichtung "Elektrotechnik" in den Arbeitsgebieten
"Energietechnik" oder "Kommunikationstechnik" sind zu leisten:
Konstruieren eines typischen Gerätes oder einer Baugruppe. Der
Konstruktionsentwurf, einschließlich der Detaillierung, ist mit
Unterstützung von marktgängigen rechnergestützten Systemen und unter
Anwendung einschlägiger Normen und Werksnormen zu erstellen. In diesem
Rahmen können geprüft werden:

1.  Normen und gesetzliche Vorschriften:

    a)  einschlägige nationale und internationale Normen,

    b)  Sicherheitsvorschriften,

    c)  Herstellernormen, Werksnormen;

2.  Werk- und Hilfsstoffe:

    a)  Werkstoffe für Konstruktionsteile,

    b)  Werkstoffe für Leiterplatten,

    c)  Lote, Flußmittel, Isolierstoffe;

3.  Konstruktionsmethodik:

    a)  Definieren,

    b)  Pflichtenheft,

    c)  Konzipieren,

    d)  Entscheidungsfindung,

    e)  Entwerfen,

    f)  Bewerten,

    g)  Ausarbeiten;

4.  Auslegen und Bewerten der Konstruktion:

    a)  werkstoffgerecht,

    b)  fertigungsgerecht,

    c)  funktionsgerecht,

    d)  montagegerecht,

    e)  wirtschaftlich,

    f)  sicherheitsgerecht,

    g)  umweltverträglich,

    h)  beanspruchungsgerecht,

    i)  wartungsgerecht;

5.  Konstruktionsgrundsätze:

    a)  Berechnen und Auslegen der Werkstoffe für Konstruktionsteile,

    b)  Anwenden von Standardteilen,

    c)  Zusammenfassen und Festlegen von Teilefamilien,

    d)  Auswählen und Anwenden von Bauelementen der Energie- oder
        Kommunikationstechnik, insbesondere elektrische Maschinen, Antriebe,
        Steuer- und Regeleinrichtungen, Transformatorenschalter, Sicherungen,
        Schütze, Relais,

    e)  Berechnen von Leitungen nach Belastung und Umfeld,

    f)  Berechnen und Auswählen von Sicherungselementen,

    g)  Schutzmaßnahmen und Schutzeinrichtungen nach Normen und Vorschriften
        der Elektrotechnik festlegen,

    h)  Korrosionsvermeidung durch Werkstoffauswahl,

    i)  Bestimmen von Oberflächenbehandlungen,

    k)  Berücksichtigen der Einflüsse des Umfeldes und Einbeziehen in
        Schutzmaßnahmen;

6.  Baugruppen:

    a)  Schrank, Gehäuse,

    b)  Einschübe,

    c)  Generator, Motor,

    d)  Sammelschiene,

    e)  Verteilung,

    f)  Steckvorrichtung,

    g)  Leiterplatten, insbesondere Erstellen von Layouts, Bestimmen des
        Leiterplattendesigns, Auswählen der elektrischen Bauteile,
        Positionieren der Bauteile unter Beachtung der elektromagnetischen
        Verträglichkeit und gegenseitiger Beeinflussung, Routen - manuell oder
        rechnergestützt, Erstellen von Fertigungsunterlagen für Leiterplatten
        unter Berücksichtigung der Schnittstellen;

7.  Arbeitsorganisation:

    a)  Fertigungseinrichtungen und Hilfsmittel,

    b)  Qualitätssicherung,

    c)  Kostenstrukturen;

8.  technische Dokumentation:

    a)  funktionsbedingte Schaltungsunterlagen,

    b)  Montage- und Verdrahtungspläne,

    c)  Verbindungen von Baugruppen und Modulen,

    d)  Stücklisten,

    e)  Inbetriebnahme- und Serviceanleitungen;

9.  fachrichtungsspezifische rechnergestützte Systeme und Arbeitsmittel.

(9) In der Fachrichtung "Holztechnik" sind zu leisten: Konstruieren
eines typischen Bauteils, insbesondere eines Möbelstücks
einschließlich der erforderlichen Detailkonstruktionen oder eines
Holzgebäudeteils einschließlich der erforderlichen Anschlußdetails.
Der Konstruktionsentwurf, einschließlich der Detaillierung, ist mit
Unterstützung von marktgängigen rechnergestützten Systemen und unter
Anwendung einschlägiger Normen und Werksnormen zu erstellen. In diesem
Rahmen können geprüft werden:

1.  technische Normen und gesetzliche Vorschriften:

    a)  einschlägige nationale und internationale Normen,

    b)  Verdingungsordnung für Bauleistungen (VOB),

    c)  Brand-, Schall-, Wärme- und Holzschutzverordnung;

2.  Werk- und Hilfsstoffe:

    a)  Eignung und Einsatz von Holzwerkstoffen, insbesondere für Vollholz,
        Furnierplatten, Tischlerplatten, Spanplatten, Faserplatten,
        beschichtete Platten, sonstige Plattenwerkstoffe, Normteile, Standard-
        und Zukaufteile,

    b)  Eignung und Einsatz von Werk- und Hilfswerkstoffen, insbesondere für
        thermoplastische und duroplastische Kunststoffe, Verbundstoffe,
        Dichtungsstoffe, Dämmstoffe, Kleber und Leime,

    c)  Beschichtungsmittel und -techniken, insbesondere für
        Schichtstoffplatten, Kunststoffolien, Furniere, Glas, Metall, Keramik,
        Leder, Textil und sonstige Beläge,

    d)  Oberflächentechnik und Holzschutz, insbesondere Schleifen, Bürsten,
        Sandstrahlen, Beizen, Lackieren, Lasieren, Imprägnieren und Isolieren
        gegen Nässe;

3.  Konstruktionsmethodik:

    a)  Definieren,

    b)  Pflichtenheft,

    c)  Konzipieren,

    d)  Entscheidungsfindung,

    e)  Entwerfen,

    f)  Bewerten,

    g)  Ausarbeiten;

4.  Auslegen und Bewerten der Konstruktion:

    a)  werkstoffgerecht,

    b)  fertigungsgerecht,

    c)  funktionsgerecht,

    d)  montagegerecht,

    e)  wirtschaftlich,

    f)  sicherheitsgerecht,

    g)  umweltverträglich,

    h)  beanspruchungsgerecht,

    i)  wartungsgerecht;

5.  Vollholz- und Plattenkonstruktionen:

    a)  Rahmenbauweise,

    b)  Stollenbauweise,

    c)  Vollholzbauweise,

    d)  Plattenbauweise,

    e)  Holztafelbauweise,

    f)  Holzverbindungen in der Vollholz- und Plattenbauweise,

    g)  Verbindungsmittel und -techniken,

    h)  konstruktiver Holzschutz,

    i)  Bau- und Möbelbeschläge,

    k)  Montagetechniken;

6.  holzspezifische Berechnungen:

    a)  statische Berechnungen,

    b)  bauphysikalische Berechnungen,

    c)  Vorschubberechnungen,

    d)  Schnittgeschwindigkeitsberechnungen,

    e)  Verschnittberechnungen,

    f)  Massenermittlungen,

    g)  Kalkulationsberechnungen;

7.  Objekte, Konstruktionen, Bauteile:

    a)  Möbel- und Inneneinrichtungen,

    b)  Schrankwände,

    c)  Verkleidungen,

    d)  Gestell- und Sitzmöbel,

    e)  Fenster-, Türen- und Treppenbau,

    f)  Dach- und Wandkonstruktion;

8.  Arbeitsorganisation:

    a)  Fertigungseinrichtungen und Hilfsmittel,

    b)  Qualitätssicherung,

    c)  Kostenstrukturen;

9.  technische Dokumentation:

    a)  Entwurfszeichnungen,

    b)  Angebotszeichnungen,

    c)  Perspektivzeichnungen,

    d)  Gesamtzeichnungen,

    e)  Teilschnittezeichnungen,

    f)  Vorgaben für Qualitätskontrolle,

    g)  Installationspläne,

    h)  Holz- und Materiallisten;

10. fachrichtungsspezifische rechnergestützte Systeme und Arbeitsmittel.

(10) Die Konstruktionsaufgabe (§ 3 Abs. 2 Satz 2) soll die zu prüfende
Person in einem Arbeitsgebiet der Fachrichtungen entsprechend § 1 Abs.
1 lösen. Der Prüfungsausschuß stellt die Konstruktionsaufgabe auf der
Grundlage eines Vorschlages der zu prüfenden Person. Als
Bearbeitungszeit stehen der zu prüfenden Person sechs Wochen zur
Verfügung. Der Prüfungsausschuß soll die Anfertigung der
Konstruktionsaufgabe durch eines seiner Mitglieder oder einen
Beauftragten begleiten.

(11) Die Konstruktionsaufgabe und die Inhalte der jeweiligen
Fachrichtung sind Grundlage eines Fachgespräches der zu prüfenden
Person mit dem Prüfungsausschuß (§ 3 Abs. 2 Satz 2). Das Fachgespräch
soll nicht länger als 60 Minuten dauern.

Collections: bundestag_gesetze
KonstPrV
Level: 2.0