Source: https://www.gesetze-im-internet.de/strlschv_2018/__200.html
Legislation: strlschv_2018

Title: **Teil A: Allgemeines**

Description:
Verordnung zum Schutz vor der schädlichen Wirkung ionisierender Strahlung (StrlSchV 2018)
**Teil A: Allgemeines**

Paragraph: 200

Full Text:
Verordnung zum Schutz vor der schädlichen Wirkung ionisierender Strahlung (StrlSchV 2018)
**Teil A: Allgemeines**

1.  Sofern in den folgenden Teilen B bis G nichts anderes bestimmt ist,
    gilt Folgendes:

    a)  Das Verfahren zum Nachweis der Einhaltung der Freigabewerte richtet
        sich nach der Art und Beschaffenheit der Stoffe.

    b)  Der Nachweis der Einhaltung der Freigabewerte ist anhand von Messungen
        zu erbringen. Zusätzlich ist die Einhaltung der
        Oberflächenkontaminationswerte nachzuweisen, wenn eine feste
        Oberfläche vorhanden ist, an der eine Kontaminationsmessung möglich
        ist; auch dieser Nachweis ist anhand von Messungen zu erbringen. Im
        Einzelfall kann die zuständige Behörde auch andere Nachweisverfahren
        zulassen.

    c)  Die zugrunde zu legende Mittelungsmasse für die Ermittlung der
        spezifischen Aktivität darf 300 kg nicht wesentlich überschreiten.

    d)  Die Mittelungsfläche für die Oberflächenkontamination darf bis zu
        1 000 cm
        2                          betragen.

    e)  Bei mehreren Radionukliden ist die Summe der Verhältniszahlen C
        i                         /R
        i                          aus der freizugebenden spezifischen
        Aktivität (C
        i                         ) und den jeweiligen Freigabewerten (R
        i                         ) der einzelnen Radionuklide gemäß Anlage 4
        Tabelle 1 Spalte 3, 6 bis 11 und 14 zu berechnen (Summenformel), wobei
        i das jeweilige Radionuklid ist. Diese Summe darf den Wert 1 nicht
        überschreiten:

        *            *                ![bgbl1_2018_j2034-1_0160.jpg](bgbl1_2018_j2034-1_0160.jpg)

   Bei mehreren Radionukliden ist die Summe der Verhältniszahlen A
    s,i                   /O
    i                    aus der vorhandenen Aktivität je Flächeneinheit
    (A
    s,i                   ) und den jeweiligen Werten der
    Oberflächenkontamination (O
    i                   ) der einzelnen Radionuklide gemäß Anlage 4
    Tabelle 1 Spalte 5, 12 und 13 zu berechnen (Summenformel):

    *        *            ![bgbl1_2018_j2034-1_0170.jpg](bgbl1_2018_j2034-1_0170.jpg)

   Radionuklide brauchen bei der Summenbildung nicht berücksichtigt zu
    werden, wenn der Anteil der unberücksichtigten Nuklide an der Summe
    aller Verhältniszahlen C
    i                   /R
    i                    oder A
    s,i                   /O
    i                    10 Prozent nicht überschreitet.

2.  Wenn der Nachweis der Einhaltung des Dosiskriteriums der Freigabe nach
    § 31 Absatz 2 im Einzelfall geführt wird, sind die Annahmen der Anlage
    11 Teil B und C Nummer 1, insbesondere die Festlegungen der Anlage 11
    Teil B Tabelle 1 Spalte 1 bis 7, zugrunde zu legen, soweit die
    Expositionspfade nach Anlage 11 Teil A für den Einzelfall nach § 37
    von Bedeutung sind. Der Freigabe flüssiger Stoffe im Einzelfall gemäß
    § 37 sind, soweit sie abgeleitet werden könnten, höchstens die Werte
    der Anlage 11 Teil D Tabelle 6 Spalte 3 zugrunde zu legen. Bei einer
    Freigabe von Bodenflächen dürfen nur solche Expositionspfade
    unberücksichtigt bleiben, die auf Grund der vorhandenen
    Standorteigenschaften, insbesondere auf Grund der geografischen Lage
    und der geogenen Verhältnisse, ausgeschlossen sind.

Collections: bundestag_gesetze
StrlSchV-2018
Level: 2.0