Source: https://www.gesetze-im-internet.de/inso/__307.html
Legislation: inso

Title: § 307 Zustellung an die Gläubiger

Description:
Insolvenzordnung (InsO)
Zehnter Teil - Verbraucherinsolvenzverfahren
§ 307 Zustellung an die Gläubiger

Paragraph: 307

Full Text:
Insolvenzordnung (InsO)
Zehnter Teil - Verbraucherinsolvenzverfahren
§ 307 Zustellung an die Gläubiger

(1) Das Insolvenzgericht stellt den vom Schuldner genannten Gläubigern
den Schuldenbereinigungsplan sowie die Vermögensübersicht zu und
fordert die Gläubiger zugleich auf, binnen einer Notfrist von einem
Monat zu den in § 305 Abs. 1 Nr. 3 genannten Verzeichnissen und zu dem
Schuldenbereinigungsplan Stellung zu nehmen; die Gläubiger sind darauf
hinzuweisen, dass die Verzeichnisse beim Insolvenzgericht zur Einsicht
niedergelegt sind. Zugleich ist jedem Gläubiger mit ausdrücklichem
Hinweis auf die Rechtsfolgen des § 308 Abs. 3 Satz 2 Gelegenheit zu
geben, binnen der Frist nach Satz 1 die Angaben über seine Forderungen
in dem beim Insolvenzgericht zur Einsicht niedergelegten
Forderungsverzeichnis zu überprüfen und erforderlichenfalls zu
ergänzen. Auf die Zustellung nach Satz 1 ist § 8 Abs. 1 Satz 2, 3,
Abs. 2 und 3 nicht anzuwenden.

(2) Geht binnen der Frist nach Absatz 1 Satz 1 bei Gericht die
Stellungnahme eines Gläubigers nicht ein, so gilt dies als
Einverständnis mit dem Schuldenbereinigungsplan. Darauf ist in der
Aufforderung hinzuweisen.

(3) Nach Ablauf der Frist nach Absatz 1 Satz 1 ist dem Schuldner
Gelegenheit zu geben, den Schuldenbereinigungsplan binnen einer vom
Gericht zu bestimmenden Frist zu ändern oder zu ergänzen, wenn dies
auf Grund der Stellungnahme eines Gläubigers erforderlich oder zur
Förderung einer einverständlichen Schuldenbereinigung sinnvoll
erscheint. Die Änderungen oder Ergänzungen sind den Gläubigern
zuzustellen, soweit dies erforderlich ist. Absatz 1 Satz 1, 3 und
Absatz 2 gelten entsprechend.

Collections: bundestag_gesetze
InsO
Level: 3.0