Source: https://www.gesetze-im-internet.de/bootsbausbv_2011/__8.html
Legislation: bootsbausbv_2011

Title: § 8 Teil 2 der Gesellen- oder Abschlussprüfung in der Fachrichtung Neu-, Aus- und Umbau

Description:
Verordnung über die Berufsausbildung zum Bootsbauer und zur Bootsbauerin (BootsbAusbV 2011)
§ 8 Teil 2 der Gesellen- oder Abschlussprüfung in der Fachrichtung Neu-, Aus- und Umbau

Paragraph: 8

Full Text:
Verordnung über die Berufsausbildung zum Bootsbauer und zur Bootsbauerin (BootsbAusbV 2011)
§ 8 Teil 2 der Gesellen- oder Abschlussprüfung in der Fachrichtung Neu-, Aus- und Umbau

(1) Teil 2 der Gesellen- oder Abschlussprüfung erstreckt sich auf die
in der Anlage aufgeführten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten
sowie auf den im Berufsschulunterricht zu vermittelnden Lehrstoff,
soweit er für die Berufsausbildung wesentlich ist.

(2) Teil 2 der Gesellen- oder Abschlussprüfung besteht aus den
Prüfungsbereichen:

1.  Arbeitsauftrag II,

2.  Planung und Fertigung,

3.  Montage und Instandhaltung,

4.  Wirtschafts- und Sozialkunde.

(3) Für den Prüfungsbereich Arbeitsauftrag II bestehen folgende
Vorgaben:

1.  Der Prüfling soll nachweisen, dass er

    a)  Aufträge erfassen, Arbeitsabläufe planen,

    b)  Fertigungsmethoden für strukturgebende und statisch relevante Bauteile
        festlegen,

    c)  Rumpfteile oder Baugruppen aus unterschiedlichen Materialien
        herstellen oder instand setzen,

    d)  Maßnahmen zur Oberflächenbehandlung festlegen und Oberflächen
        behandeln,

    e)  Maßnahmen der Qualitätssicherung anwenden,

    f)  Maßnahmen zur Arbeitsorganisation, zur Sicherheit und zum
        Gesundheitsschutz bei der Arbeit, zum Umweltschutz, zur
        Kundenorientierung, zur Wirtschaftlichkeit und zur Qualitätssicherung
        berücksichtigen,

    g)  die für die Prüfungsaufgabe relevanten fachlichen Hintergründe
        aufzeigen sowie die Vorgehensweise begründen

    kann;

2.  dem Prüfungsbereich sind folgende Tätigkeiten zugrunde zu legen:

    Herstellen oder Instandsetzen eines Rumpfteiles oder einer Baugruppe
    unter Verwendung unterschiedlicher Werkstoffe;

3.  der Prüfling soll ein Prüfungsstück anfertigen, mit praxisüblichen
    Unterlagen dokumentieren sowie hierüber ein auftragsbezogenes
    Fachgespräch führen;

4.  die Prüfungszeit beträgt insgesamt 24 Stunden; innerhalb dieser Zeit
    soll das auftragsbezogene Fachgespräch in höchstens 20 Minuten
    erfolgen.

(4) Für den Prüfungsbereich Planung und Fertigung bestehen folgende
Vorgaben:

1.  Der Prüfling soll nachweisen, dass er

    a)  Auftragsdaten bearbeiten und Informationen auswerten,

    b)  Zeichnungen und Aufrisse anfertigen,

    c)  Werkstoffeigenschaften unterscheiden und Fertigungsverfahren
        festlegen,

    d)  Aufbau, Funktion und Einsatz von Werkzeugen und Maschinen
        unterscheiden,

    e)  Planungsunterlagen zur Herstellung von Bootsrümpfen, Decks,
        Innenausbauten, Aufbauten, oder Formen erstellen, oder
        Planungsunterlagen zur Reparatur von Booten erstellen,

    f)  Oberflächenherstellung darstellen,

    g)  qualitätssichernde Maßnahmen festlegen,

    h)  Maßnahmen zur Sicherheit und zum Gesundheitsschutz bei der Arbeit, zum
        Umweltschutz, zur Kundenorientierung, zur Wirtschaftlichkeit und zur
        Qualitätssicherung berücksichtigen

    kann;

2.  der Prüfling soll praxisbezogene Aufgaben schriftlich bearbeiten;

3.  die Prüfungszeit beträgt 120 Minuten.

(5) Für den Prüfungsbereich Montage und Instandhaltung bestehen
folgende Vorgaben:

1.  Der Prüfling soll nachweisen, dass er folgende Anforderungen
    darstellen kann:

    a)  Luken, Fenster und Decksbeschläge montieren,

    b)  Masten aufstellen, ausrichten und sichern,

    c)  technische Geräte, Anlagen und Systeme einbauen,

    d)  Oberflächen prüfen und instand setzen,

    e)  Instandhaltungsarbeiten durchführen,

    f)  Boote transportieren und lagern;

2.  der Prüfling soll praxisbezogene Aufgaben schriftlich bearbeiten;

3.  die Prüfungszeit beträgt 120 Minuten.

(6) Für den Prüfungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde bestehen
folgende Vorgaben:

1.  Der Prüfling soll nachweisen, dass er allgemeine wirtschaftliche und
    gesellschaftliche Zusammenhänge der Berufs- und Arbeitswelt darstellen
    und beurteilen kann;

2.  der Prüfling soll praxisbezogene Aufgaben schriftlich bearbeiten;

3.  die Prüfungszeit beträgt 60 Minuten.

Collections: bundestag_gesetze
BootsbAusbV-2011
Level: 2.0