Source: https://www.gesetze-im-internet.de/asylvfg_1992/__14a.html
Legislation: asylvfg_1992

Title: § 14a Familieneinheit

Description:
Asylgesetz (AsylVfG 1992)
Abschnitt 4 - Asylverfahren
Unterabschnitt 1 - Allgemeine Verfahrensvorschriften
§ 14a Familieneinheit

Paragraph: 14a

Full Text:
Asylgesetz (AsylVfG 1992)
Abschnitt 4 - Asylverfahren
Unterabschnitt 1 - Allgemeine Verfahrensvorschriften
§ 14a Familieneinheit

(1) Mit der Asylantragstellung nach § 14 gilt ein Asylantrag auch für
jedes minderjährige ledige Kind des Ausländers als gestellt, das sich
zu diesem Zeitpunkt im Bundesgebiet aufhält, ohne
freizügigkeitsberechtigt oder im Besitz eines Aufenthaltstitels zu
sein, wenn es zuvor noch keinen Asylantrag gestellt hatte.

(2) Reist ein minderjähriges lediges Kind des Ausländers nach dessen
Asylantragstellung ins Bundesgebiet ein oder wird es hier geboren, so
ist dies dem Bundesamt unverzüglich anzuzeigen, wenn ein Elternteil
eine Aufenthaltsgestattung besitzt oder sich nach Abschluss seines
Asylverfahrens ohne Aufenthaltstitel oder mit einer
Aufenthaltserlaubnis nach § 25 Abs. 5 des Aufenthaltsgesetzes im
Bundesgebiet aufhält. Die Anzeigepflicht obliegt neben dem Vertreter
des Kindes im Sinne von § 12 Abs. 3 auch der Ausländerbehörde. Mit
Zugang der Anzeige beim Bundesamt gilt ein Asylantrag für das Kind als
gestellt.

(3) Der Vertreter des Kindes im Sinne von § 12 Abs. 3 kann bis zur
Zustellung der Entscheidung des Bundesamtes auf die Durchführung eines
Asylverfahrens für das Kind verzichten, indem er erklärt, dass dem
Kind keine Verfolgung im Sinne des § 3 Absatz 1 und kein ernsthafter
Schaden im Sinne des § 4 Absatz 1 drohen. § 13 Absatz 2 Satz 2 gilt
entsprechend.

(4) Die Absätze 1 bis 3 sind auch anzuwenden, wenn der Asylantrag vor
dem 1. Januar 2005 gestellt worden ist und das Kind sich zu diesem
Zeitpunkt im Bundesgebiet aufgehalten hat, später eingereist ist oder
hier geboren wurde.

Collections: bundestag_gesetze
AsylVfG-1992
Level: 4.0