Source: https://www.gesetze-im-internet.de/hgb/__268.html
Legislation: hgb

Title: § 268 Bilanzvermerke

Description:
Handelsgesetzbuch (HGB)
Drittes Buch - Handelsbücher
Zweiter Abschnitt - Ergänzende Vorschriften für Kapitalgesellschaften (Aktiengesellschaften, Kommanditgesellschaften auf Aktien und Gesellschaften mit beschränkter Haftung) sowie bestimmte Personenhandelsgesellschaften
Erster Unterabschnitt - Jahresabschluß der Kapitalgesellschaft und Lagebericht
Zweiter Titel - Bilanz
§ 268 Bilanzvermerke

Paragraph: 268

Full Text:
Handelsgesetzbuch (HGB)
Drittes Buch - Handelsbücher
Zweiter Abschnitt - Ergänzende Vorschriften für Kapitalgesellschaften (Aktiengesellschaften, Kommanditgesellschaften auf Aktien und Gesellschaften mit beschränkter Haftung) sowie bestimmte Personenhandelsgesellschaften
Erster Unterabschnitt - Jahresabschluß der Kapitalgesellschaft und Lagebericht
Zweiter Titel - Bilanz
§ 268 Bilanzvermerke

(1) Die Bilanz darf auch unter Berücksichtigung der vollständigen oder
teilweisen Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt werden. Wird
die Bilanz unter Berücksichtigung der teilweisen Verwendung des
Jahresergebnisses aufgestellt, so tritt an die Stelle der Posten
"Jahresüberschuß/Jahresfehlbetrag" und "Gewinnvortrag/Verlustvortrag"
der Posten "Bilanzgewinn/Bilanzverlust"; ein vorhandener Gewinn- oder
Verlustvortrag ist in den Posten "Bilanzgewinn/Bilanzverlust"
einzubeziehen und in der Bilanz gesondert anzugeben. Die Angabe kann
auch im Anhang gemacht werden.

(2) (weggefallen)

(3) Ist das Eigenkapital durch Verluste aufgebraucht und ergibt sich
ein Überschuß der Passivposten über die Aktivposten, so ist dieser
Betrag am Schluß der Bilanz auf der Aktivseite gesondert unter der
Bezeichnung "Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag"
auszuweisen.

(4) Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als
einem Jahr ist bei jedem gesondert ausgewiesenen Posten zu vermerken.
Werden unter dem Posten "sonstige Vermögensgegenstände" Beträge für
Vermögensgegenstände ausgewiesen, die erst nach dem Abschlußstichtag
rechtlich entstehen, so müssen Beträge, die einen größeren Umfang
haben, im Anhang erläutert werden.

(5) Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu
einem Jahr und der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit
von mehr als einem Jahr sind bei jedem gesondert ausgewiesenen Posten
zu vermerken. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen sind, soweit
Anzahlungen auf Vorräte nicht von dem Posten "Vorräte" offen abgesetzt
werden, unter den Verbindlichkeiten gesondert auszuweisen. Sind unter
dem Posten "Verbindlichkeiten" Beträge für Verbindlichkeiten
ausgewiesen, die erst nach dem Abschlußstichtag rechtlich entstehen,
so müssen Beträge, die einen größeren Umfang haben, im Anhang
erläutert werden.

(6) Ein nach § 250 Abs. 3 in den Rechnungsabgrenzungsposten auf der
Aktivseite aufgenommener Unterschiedsbetrag ist in der Bilanz
gesondert auszuweisen oder im Anhang anzugeben.

(7) Für die in § 251 bezeichneten Haftungsverhältnisse sind

1.  die Angaben zu nicht auf der Passivseite auszuweisenden
    Verbindlichkeiten und Haftungsverhältnissen im Anhang zu machen,

2.  dabei die Haftungsverhältnisse jeweils gesondert unter Angabe der
    gewährten Pfandrechte und sonstigen Sicherheiten anzugeben und

3.  dabei Verpflichtungen betreffend die Altersversorgung und
    Verpflichtungen gegenüber verbundenen oder assoziierten Unternehmen
    jeweils gesondert zu vermerken.

(8) Werden selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens in der Bilanz ausgewiesen, so dürfen Gewinne nur
ausgeschüttet werden, wenn die nach der Ausschüttung verbleibenden
frei verfügbaren Rücklagen zuzüglich eines Gewinnvortrags und
abzüglich eines Verlustvortrags mindestens den insgesamt angesetzten
Beträgen abzüglich der hierfür gebildeten passiven latenten Steuern
entsprechen. Werden aktive latente Steuern in der Bilanz ausgewiesen,
ist Satz 1 auf den Betrag anzuwenden, um den die aktiven latenten
Steuern die passiven latenten Steuern übersteigen. Bei
Vermögensgegenständen im Sinn des § 246 Abs. 2 Satz 2 ist Satz 1 auf
den Betrag abzüglich der hierfür gebildeten passiven latenten Steuern
anzuwenden, der die Anschaffungskosten übersteigt.

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HGB
Level: 6.0