Source: https://www.gesetze-im-internet.de/kapresv/__29.html
Legislation: kapresv

Title: § 29 Probeabrufe, Testfahrten

Description:
Verordnung zur Regelung des Verfahrens der Beschaffung, des Einsatzes und der Abrechnung einer Kapazitätsreserve (KapResV)
Teil 3 - Einsatz der Kapazitätsreserve
§ 29 Probeabrufe, Testfahrten

Paragraph: 29

Full Text:
Verordnung zur Regelung des Verfahrens der Beschaffung, des Einsatzes und der Abrechnung einer Kapazitätsreserve (KapResV)
Teil 3 - Einsatz der Kapazitätsreserve
§ 29 Probeabrufe, Testfahrten

(1) Der jeweilige Anschluss-Übertragungsnetzbetreiber muss wenigstens
einmal und darf höchstens zweimal pro Vertragsjahr Probeabrufe der
Kapazitätsreserveanlage mit der vollständigen Reserveleistung für die
nach § 14 Absatz 4 Satz 1 Nummer 5 berücksichtigungsfähige
Höchsterbringungsdauer ohne Vorankündigung gegenüber dem Betreiber
durchführen. Die Übertragungsnetzbetreiber können für die Durchführung
der Probeabrufe weitere Anforderungen bestimmen. Probeabrufe dürfen
erst nach einem erfolgreichen Funktionstest nach § 28 durchgeführt
werden. War der Funktionstest hinsichtlich einer Teilmenge der
Reserveleistung erfolgreich, sind Probeabrufe für diese Teilmenge
zulässig.

(2) Die Anzahl der Probeabrufe verringert sich um je einen Probeabruf
für jeden Abruf im Rahmen der Kapazitätsreserve; es sei denn, die
Anlage hat die angeforderte Leistung nicht, nicht vollständig oder
nicht rechtzeitig erbracht.

(3) Betreiber von Kapazitätsreserveanlagen dürfen Testfahrten der
Kapazitätsreserveanlage durchführen, wenn und soweit dies aus
technischen Gründen erforderlich ist. Die Kosten hierfür,
einschließlich der Kosten für Ausgleichsenergie, trägt der Betreiber
der Anlage. Der Zeitpunkt der Testfahrt ist vor der geplanten
Durchführung mit dem Anschluss-Übertragungsnetzbetreiber abzustimmen
und im Falle von im Verteilernetz angeschlossenen Anlagen dem
Verteilernetzbetreiber schriftlich oder elektronisch mitzuteilen. Der
Anschluss-Übertragungsnetzbetreiber kann verlangen, dass die Testfahrt
zu einem anderen Zeitpunkt durchgeführt wird, wenn zu erwarten ist,
dass zum gewünschten Zeitpunkt kein bilanzieller Ausgleich
gewährleistet werden kann oder sonstige netztechnische Gründe einer
Einspeisung entgegenstehen. Die Pflicht aus § 27 Absatz 1 bleibt
hiervon unberührt. Die Dauer einer Testfahrt soll die nach § 14 Absatz
4 Satz 1 Nummer 5 berücksichtigungsfähige Höchsterbringungsdauer nicht
überschreiten. Testfahrten verringern nicht die Anzahl der Probeabrufe
nach Absatz 1.

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KapResV
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