Source: https://www.gesetze-im-internet.de/schwbwv/__5.html
Legislation: schwbwv

Title: § 5 Arbeitsbereich

Description:
Werkstättenverordnung (SchwbWV)
Erster Abschnitt - Fachliche Anforderungen an die Werkstatt für behinderte Menschen
§ 5 Arbeitsbereich

Paragraph: 5

Full Text:
Werkstättenverordnung (SchwbWV)
Erster Abschnitt - Fachliche Anforderungen an die Werkstatt für behinderte Menschen
§ 5 Arbeitsbereich

(1) Die Werkstatt soll über ein möglichst breites Angebot an
Arbeitsplätzen verfügen, um Art und Schwere der Behinderung, der
unterschiedlichen Leistungsfähigkeit, Entwicklungsmöglichkeit sowie
Eignung und Neigung der behinderten Menschen soweit wie möglich
Rechnung zu tragen.

(2) Die Arbeitsplätze sollen in ihrer Ausstattung soweit wie möglich
denjenigen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt entsprechen. Bei der
Gestaltung der Plätze und der Arbeitsabläufe sind die besonderen
Bedürfnisse der behinderten Menschen soweit wie möglich zu
berücksichtigen, um sie in die Lage zu versetzen, wirtschaftlich
verwertbare Arbeitsleistungen zu erbringen. Die Erfordernisse zur
Vorbereitung für eine Vermittlung auf den allgemeinen Arbeitsmarkt
sind zu beachten.

(3) Zur Erhaltung und Erhöhung der im Berufsbildungsbereich erworbenen
Leistungsfähigkeit und zur Weiterentwicklung der Persönlichkeit des
behinderten Menschen sind arbeitsbegleitend geeignete Maßnahmen
durchzuführen.

(4) Der Übergang von behinderten Menschen auf den allgemeinen
Arbeitsmarkt ist durch geeignete Maßnahmen zu fördern, insbesondere
auch durch die Einrichtung einer Übergangsgruppe mit besonderen
Förderangeboten, Entwicklung individueller Förderpläne sowie
Ermöglichung von Trainingsmaßnahmen, Betriebspraktika und durch eine
zeitweise Beschäftigung auf ausgelagerten Arbeitsplätzen. Dabei hat
die Werkstatt die notwendige arbeitsbegleitende Betreuung in der
Übergangsphase sicherzustellen und darauf hinzuwirken, daß der
zuständige Rehabilitationsträger seine Leistungen und nach dem
Ausscheiden des behinderten Menschen aus der Werkstatt das
Integrationsamt, gegebenenfalls unter Beteiligung eines
Integrationsfachdienstes, die begleitende Hilfe im Arbeits- und
Berufsleben erbringen. Die Werkstatt hat die Bundesagentur für Arbeit
bei der Durchführung der vorbereitenden Maßnahmen in die Bemühungen
zur Vermittlung auf den allgemeinen Arbeitsmarkt einzubeziehen.

(5) Der Fachausschuss wird bei der Planung und Durchführung von
Maßnahmen nach den Absätzen 3 und 4 beteiligt. Er gibt auf Vorschlag
des Trägers der Werkstatt oder des zuständigen Rehabilitationsträgers
in regelmäßigen Abständen, wenigstens einmal jährlich, gegenüber dem
zuständigen Rehabilitationsträger eine Stellungnahme dazu ab, welche
behinderten Menschen für einen Übergang auf den allgemeinen
Arbeitsmarkt in Betracht kommen und welche übergangsfördernden
Maßnahmen dazu erforderlich sind. Im Übrigen gilt § 3 Abs. 3
entsprechend.

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SchwbWV
Level: 3.0