Source: https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__1617g.html
Legislation: bgb

Title: § 1617g Geburtsname nach friesischer Tradition

Description:
Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)
Buch 4 - Familienrecht
Abschnitt 2 - Verwandtschaft
Titel 4 - Rechtsverhältnis zwischen den Eltern und dem Kind im Allgemeinen
§ 1617g Geburtsname nach friesischer Tradition

Paragraph: 1617g

Full Text:
Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)
Buch 4 - Familienrecht
Abschnitt 2 - Verwandtschaft
Titel 4 - Rechtsverhältnis zwischen den Eltern und dem Kind im Allgemeinen
§ 1617g Geburtsname nach friesischer Tradition

(1) Abweichend von § 1616 und ergänzend zu den in den §§ 1617 bis
1617b genannten Möglichkeiten kann zum Geburtsnamen eines
minderjährigen Kindes, das der friesischen Volksgruppe angehört,
bestimmt werden:

1.  ein gemäß der friesischen Tradition von einem Vornamen eines
    Elternteils abgeleiteter Name oder

2.  ein nicht durch Bindestrich verbundener Doppelname, der sich aus einem
    Namen nach Nummer 1 und dem Familiennamen eines Elternteils
    zusammensetzt; § 1617 Absatz 2 Nummer 2 gilt entsprechend.

(2) Im Fall des § 1616 können die gemeinsam sorgeberechtigten Eltern
oder der alleinsorgeberechtigte Elternteil den Geburtsnamen des Kindes
durch Erklärung gegenüber dem Standesamt, die öffentlich zu
beglaubigen ist, nach Absatz 1 neu bestimmen. Die Bestimmung des
Geburtsnamens durch einen Elternteil bedarf der Einwilligung des
anderen Elternteils. Wenn das Kind das fünfte Lebensjahr vollendet
hat, bedarf die Bestimmung auch seiner Einwilligung. Für die
Einwilligung des Kindes gilt § 1617c Absatz 1 Satz 2 und 3
entsprechend.

(3) Der nach § 1617a Absatz 4 erforderlichen Einwilligung des anderen
Elternteils bedarf es auch dann, wenn das Kind einen Namen erhalten
soll, der sich von einem Vornamen dieses Elternteils ableitet. § 1617b
Absatz 2 gilt auch, wenn ein von einem Vornamen dieses Mannes
abgeleiteter Name Geburtsname des Kindes geworden ist.

(4) Ändert sich der Vorname des Elternteils, von dem der Geburtsname
des Kindes abgeleitet wurde, gilt § 1617c Absatz 1 entsprechend.

(5) Für die Änderung einer geschlechtsspezifischen Endung des
Geburtsnamens des Kindes gilt § 1617f entsprechend.

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