Source: https://www.gesetze-im-internet.de/iz_v/__14.html
Legislation: izuev

Title: § 14 Mess- und Überwachungsanforderungen

Description:
Verordnung zur Regelung des Verfahrens bei Zulassung und Überwachung industrieller Abwasserbehandlungsanlagen und Gewässerbenutzungen (IZÜV)
Abschnitt 3 - Sonderregelungen für Abwasser aus Abfallverbrennungsanlagen
§ 14 Mess- und Überwachungsanforderungen

Paragraph: 14

Full Text:
Verordnung zur Regelung des Verfahrens bei Zulassung und Überwachung industrieller Abwasserbehandlungsanlagen und Gewässerbenutzungen (IZÜV)
Abschnitt 3 - Sonderregelungen für Abwasser aus Abfallverbrennungsanlagen
§ 14 Mess- und Überwachungsanforderungen

(1) Die zuständige Behörde legt in der Erlaubnis für das Einleiten von
Abwasser in Gewässer oder in der Genehmigung für das Einleiten von
Abwasser in Abwasseranlagen die Probenahme- oder Messstellen fest und
bestimmt soweit erforderlich die in den Absätzen 2 bis 4 festgelegten
Mess- und Überwachungsanforderungen näher.

(2) Der Einleiter hat zur Überwachung der Emissionsanforderungen
mindestens folgende Maßnahmen durchzuführen:

1.  spätestens bis zum Beginn der Einleitung oder bis zur Inbetriebnahme
    der Anlage die geeigneten Messgeräte einzubauen und die hierzu
    geeigneten Verfahren anzuwenden,

2.  den ordnungsgemäßen Einbau und das Funktionieren der Geräte zu
    kontrollieren, soweit Geräte für die automatische Überwachung der
    Emissionen in das Wasser eingesetzt werden,

3.  einmal jährlich durch Parallelmessungen unter Verwendung der
    Referenzmethoden einen Überwachungstest und eine Kalibrierung
    durchzuführen.

(3) Der Einleiter hat am Ort der Abwassereinleitung in das Gewässer,
der Einleitung in die Abwasseranlage oder vor der Vermischung des
Abwassers mit anderem Abwasser mindestens folgende Messungen
vorzunehmen:

1.  kontinuierliche Messung der in § 13 genannten Parameter;

2.  tägliche Messung der Gesamtmenge an suspendierten Feststoffen mittels
    qualifizierter Stichprobe oder durchflussproportionaler
    repräsentativer Probenahme über eine Dauer von 24 Stunden;

3.  mindestens monatliche Messung der in Anhang 33 Teil D Absatz 1 der
    Abwasserverordnung aufgeführten Parameter mit Ausnahme der Dioxine und
    Furane mittels einer durchflussproportionalen repräsentativen
    Probenahme über eine Dauer von 24 Stunden;

4.  während der ersten zwölf Betriebsmonate mindestens dreimonatliche,
    danach mindestens halbjährliche Messung der Dioxine und Furane; die
    zuständige Behörde kann Messperioden festsetzen, wenn
    Emissionsanforderungen für polyzyklische aromatische
    Kohlenwasserstoffe oder andere Parameter festgelegt sind.

(4) Der Einleiter hat die Messungen unter Beachtung der in der
Abwasserverordnung festgelegten Probenahme- und Analyseverfahren
durchzuführen. Er hat die Messergebnisse unverzüglich nach der Messung
aufzuzeichnen, zu verarbeiten und darzustellen, um den zuständigen
Behörden die Überprüfung der Einhaltung der wasserrechtlichen
Zulassung zu ermöglichen.

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