Source: https://www.gesetze-im-internet.de/hgb/__521.html
Legislation: hgb

Title: § 521 Ablieferung gegen Rückgabe des Konnossements

Description:
Handelsgesetzbuch (HGB)
Fünftes Buch - Seehandel
Zweiter Abschnitt - Beförderungsverträge
Erster Unterabschnitt - Seefrachtverträge
Erster Titel - Stückgutfrachtvertrag
§ 521 Ablieferung gegen Rückgabe des Konnossements

Paragraph: 521

Full Text:
Handelsgesetzbuch (HGB)
Fünftes Buch - Seehandel
Zweiter Abschnitt - Beförderungsverträge
Erster Unterabschnitt - Seefrachtverträge
Erster Titel - Stückgutfrachtvertrag
§ 521 Ablieferung gegen Rückgabe des Konnossements

(1) Nach Ankunft des Gutes am Löschplatz ist der legitimierte Besitzer
des Konnossements berechtigt, vom Verfrachter die Ablieferung des
Gutes zu verlangen. Macht der legitimierte Besitzer des Konnossements
von diesem Recht Gebrauch, ist er entsprechend § 494 Absatz 2 und 3
zur Zahlung der Fracht und einer sonstigen Vergütung verpflichtet.

(2) Der Verfrachter ist zur Ablieferung des Gutes nur gegen Rückgabe
des Konnossements, auf dem die Ablieferung bescheinigt ist, und gegen
Leistung der noch ausstehenden, nach § 494 Absatz 2 und 3 geschuldeten
Zahlungen verpflichtet. Er darf das Gut jedoch nicht dem legitimierten
Besitzer des Konnossements abliefern, wenn ihm bekannt oder infolge
grober Fahrlässigkeit unbekannt ist, dass der legitimierte Besitzer
des Konnossements nicht der aus dem Konnossement Berechtigte ist.

(3) Sind mehrere Ausfertigungen des Konnossements ausgestellt, so ist
das Gut dem legitimierten Besitzer auch nur einer Ausfertigung des
Konnossements abzuliefern. Melden sich mehrere legitimierte Besitzer,
so hat der Verfrachter das Gut in einem öffentlichen Lagerhaus oder in
sonst sicherer Weise zu hinterlegen und die Besitzer, die sich
gemeldet haben, unter Angabe der Gründe seines Verfahrens hiervon zu
benachrichtigen. Der Verfrachter kann in diesem Fall das Gut gemäß §
373 Absatz 2 bis 4 verkaufen lassen, wenn es sich um verderbliche Ware
handelt oder der Zustand des Gutes eine solche Maßnahme rechtfertigt
oder wenn die andernfalls zu erwartenden Kosten in keinem angemessenen
Verhältnis zum Wert des Gutes stehen.

(4) Liefert der Verfrachter das Gut einem anderen als dem
legitimierten Besitzer des Konnossements oder, im Falle des Absatzes 2
Satz 2, einem anderen als dem aus dem Konnossement Berechtigten ab,
haftet er für den Schaden, der dem aus dem Konnossement Berechtigten
daraus entsteht. Die Haftung ist auf den Betrag begrenzt, der bei
Verlust des Gutes zu zahlen wäre.

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HGB
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