Source: https://www.gesetze-im-internet.de/ostrv/__7.html
Legislation: ostrv

Title: § 7 Maßnahmen zur Vermeidung und Verringerung der Gefährdungen von Beschäftigten durch künstliche optische Strahlung

Description:
Verordnung zum Schutz der Beschäftigten vor Gefährdungen durch künstliche optische Strahlung (OStrV)
Abschnitt 3 - Expositionsgrenzwerte für und Schutzmaßnahmen gegen künstliche optische Strahlung
§ 7 Maßnahmen zur Vermeidung und Verringerung der Gefährdungen von Beschäftigten durch künstliche optische Strahlung

Paragraph: 7

Full Text:
Verordnung zum Schutz der Beschäftigten vor Gefährdungen durch künstliche optische Strahlung (OStrV)
Abschnitt 3 - Expositionsgrenzwerte für und Schutzmaßnahmen gegen künstliche optische Strahlung
§ 7 Maßnahmen zur Vermeidung und Verringerung der Gefährdungen von Beschäftigten durch künstliche optische Strahlung

(1) Der Arbeitgeber hat die nach § 3 Absatz 1 Satz 7 festgelegten
Schutzmaßnahmen nach dem Stand der Technik durchzuführen, um
Gefährdungen der Beschäftigten auszuschließen oder so weit wie möglich
zu verringern. Dazu sind die Entstehung und die Ausbreitung
künstlicher optischer Strahlung vorrangig an der Quelle zu verhindern
oder auf ein Minimum zu reduzieren. Bei der Durchführung der Maßnahmen
hat der Arbeitgeber dafür zu sorgen, dass die Expositionsgrenzwerte
für die Beschäftigten gemäß § 6 nicht überschritten werden. Technische
Maßnahmen zur Vermeidung oder Verringerung der künstlichen optischen
Strahlung haben Vorrang vor organisatorischen und individuellen
Maßnahmen. Persönliche Schutzausrüstungen sind dann zu verwenden, wenn
technische und organisatorische Maßnahmen nicht ausreichen oder nicht
anwendbar sind.

(2) Zu den Maßnahmen nach Absatz 1 gehören insbesondere:

1.  alternative Arbeitsverfahren, welche die Exposition der Beschäftigten
    durch künstliche optische Strahlung verringern,

2.  Auswahl und Einsatz von Arbeitsmitteln, die in geringerem Maße
    künstliche optische Strahlung emittieren,

3.  technische Maßnahmen zur Verringerung der Exposition der Beschäftigten
    durch künstliche optische Strahlung, falls erforderlich auch unter
    Einsatz von Verriegelungseinrichtungen, Abschirmungen oder
    vergleichbaren Sicherheitseinrichtungen,

4.  Wartungsprogramme für Arbeitsmittel, Arbeitsplätze und Anlagen,

5.  die Gestaltung und die Einrichtung der Arbeitsstätten und
    Arbeitsplätze,

6.  organisatorische Maßnahmen zur Begrenzung von Ausmaß und Dauer der
    Exposition,

7.  Auswahl und Einsatz einer geeigneten persönlichen Schutzausrüstung,

8.  die Verwendung der Arbeitsmittel nach den Herstellerangaben.

(3) Der Arbeitgeber hat Arbeitsbereiche zu kennzeichnen, in denen die
Expositionsgrenzwerte für künstliche optische Strahlung überschritten
werden können. Die Kennzeichnung muss deutlich erkennbar und dauerhaft
sein. Sie kann beispielsweise durch Warn-, Hinweis- und Zusatzzeichen
sowie Verbotszeichen und Warnleuchten erfolgen. Die betreffenden
Arbeitsbereiche sind abzugrenzen und der Zugang ist für Unbefugte
einzuschränken, wenn dies technisch möglich ist. In diesen Bereichen
dürfen Beschäftigte nur tätig werden, wenn das Arbeitsverfahren dies
erfordert; Absatz 1 bleibt unberührt.

(4) Werden die Expositionsgrenzwerte trotz der durchgeführten
Maßnahmen nach Absatz 1 überschritten, hat der Arbeitgeber
unverzüglich weitere Maßnahmen nach Absatz 2 durchzuführen, um die
Exposition der Beschäftigten auf einen Wert unterhalb der
Expositionsgrenzwerte zu senken. Der Arbeitgeber hat die
Gefährdungsbeurteilung nach § 3 zu wiederholen, um die Gründe für die
Grenzwertüberschreitung zu ermitteln. Die Schutzmaßnahmen sind so
anzupassen, dass ein erneutes Überschreiten der Grenzwerte verhindert
wird.

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OStrV
Level: 3.0