Source: https://www.gesetze-im-internet.de/weinv_1995/__34a.html
Legislation: weinv_1995

Title: § 34a (zu § 24 Absatz 2, auch i. V. m. § 54 Absatz 1 des Weingesetzes)

Description:
Weinverordnung (WeinV 1995)
Abschnitt 5 - Bezeichnung und Aufmachung
§ 34a (zu § 24 Absatz 2, auch i. V. m. § 54 Absatz 1 des Weingesetzes)

Paragraph: 34a

Full Text:
Weinverordnung (WeinV 1995)
Abschnitt 5 - Bezeichnung und Aufmachung
§ 34a (zu § 24 Absatz 2, auch i. V. m. § 54 Absatz 1 des Weingesetzes)

(1) Bei einem Sekt b.A. darf die Angabe „Crémant“ nur gebraucht
werden, wenn

1.  die Voraussetzungen nach Artikel 53 Absatz 5 der Delegierten
    Verordnung (EU) 2019/33 erfüllt sind,

2.  der Name des bestimmten Anbaugebietes angegeben ist und

3.  die Vermarktung in der in § 33a Absatz 2 vorgeschriebenen Aufmachung
    erfolgt.

(2) Die Landesregierungen können durch Rechtsverordnung zusätzliche
Voraussetzungen für die Verwendung der Bezeichnung „Crémant“
festlegen, soweit dies erforderlich ist, um regionalen Gegebenheiten
Rechnung zu tragen.

(3) Ein Sekt b.A. darf unter der Bezeichnung „Winzersekt“ nur in
Verkehr gebracht werden, wenn folgende Anforderungen erfüllt sind:

1.  Herstellung aus einem Qualitätswein geeigneten Wein, der aus Trauben
    hergestellt ist, die

    a)  in demselben Weinbaubetrieb geerntet wurden, in dem der Hersteller im
        Sinne des Artikels 46 Absatz 1 Buchstabe c der Delegierten Verordnung
        (EU) 2019/33 die Verarbeitung der Trauben zu Wein durchführt, oder

    b)  sofern eine Erzeugergemeinschaft der Hersteller des Sektes b.A. ist,
        der Wein aus Trauben gewonnen worden ist, die in den
        zusammengeschlossenen Weinbaubetrieben erzeugt worden sind,

2.  Herstellung unter Anwendung des Verfahrens traditioneller, klassischer
    Flaschengärung:

    a)  durch eine zweite alkoholische Gärung in der Flasche,

    b)  vom Zeitpunkt der Bereitung der Cuvée an mindestens neun Monate lang
        ununterbrochen in demselben Betrieb auf seinem Trub gelagert sowie

    c)  durch Degorgieren von seinem Trub getrennt,

3.  Kennzeichnung unter Angabe des Weinbaubetriebes oder der
    Erzeugergemeinschaft, der Rebsorte und des Jahrgangs sowie

4.  Vermarktung durch den Hersteller in der in § 33a Absatz 2
    vorgeschriebenen Aufmachung.

Steillage; Terrassenlage

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WeinV-1995
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