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Legislation: kagb

Title: § 97 Sammelverwahrung, Verlust von Anteilscheinen

Description:
Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB)
Kapitel 1 - Allgemeine Bestimmungen für Investmentvermögen und Verwaltungsgesellschaften
Abschnitt 4 - Offene inländische Investmentvermögen
Unterabschnitt 2 - Allgemeine Vorschriften für Sondervermögen
§ 97 Sammelverwahrung, Verlust von Anteilscheinen

Paragraph: 97

Full Text:
Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB)
Kapitel 1 - Allgemeine Bestimmungen für Investmentvermögen und Verwaltungsgesellschaften
Abschnitt 4 - Offene inländische Investmentvermögen
Unterabschnitt 2 - Allgemeine Vorschriften für Sondervermögen
§ 97 Sammelverwahrung, Verlust von Anteilscheinen

(1) Namensanteilscheine sowie dem jeweiligen Namensanteilschein
zugehörige, noch nicht fällige Gewinnanteilscheine dürfen in
Sammelverwahrung im Sinne des Depotgesetzes nur genommen werden, wenn
sie blanko indossiert sind. Inhaberanteilscheine sowie dem jeweiligen
Inhaberanteilschein zugehörige, noch nicht fällige Gewinnanteilscheine
sind einer der folgenden Stellen zur Sammelverwahrung anzuvertrauen:

1.  einer Wertpapiersammelbank im Sinne des § 1 Absatz 3 Satz 1 des
    Depotgesetzes,

2.  einem zugelassenen Zentralverwahrer oder einem anerkannten Drittland-
    Zentralverwahrer gemäß der Verordnung (EU) Nr. 909/2014 oder

3.  einem sonstigen ausländischen Verwahrer, der die Voraussetzungen des §
    5 Absatz 4 Satz 1 des Depotgesetzes erfüllt.

(2) Ist ein Anteilschein abhanden gekommen oder vernichtet, so kann
die Urkunde, wenn nicht das Gegenteil darin bestimmt ist, im
Aufgebotsverfahren für kraftlos erklärt werden. § 799 Absatz 2 und §
800 des Bürgerlichen Gesetzbuchs gelten sinngemäß. Sind
Gewinnanteilscheine auf den Inhaber ausgegeben, so erlischt mit der
Kraftloserklärung des Anteilscheins auch der Anspruch aus den noch
nicht fälligen Gewinnanteilscheinen.

(3) Ist ein Anteilschein infolge einer Beschädigung oder einer
Verunstaltung nicht mehr zum Umlauf geeignet, so kann der Berechtigte,
wenn der wesentliche Inhalt und die Unterscheidungsmerkmale der
Urkunde noch mit Sicherheit erkennbar sind, von der Gesellschaft die
Erteilung einer neuen Urkunde gegen Aushändigung der alten verlangen.
Die Kosten hat er zu tragen und vorzuschießen.

(4) Neue Gewinnanteilscheine dürfen an den Inhaber des
Erneuerungsscheins nicht ausgeben werden, wenn der Besitzer des
Anteilscheins der Ausgabe widerspricht. In diesem Fall sind die
Scheine dem Besitzer des Anteilscheins auszuhändigen, wenn er die
Haupturkunde vorlegt.

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KAGB
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