Source: https://www.gesetze-im-internet.de/asylvfg_1992/__14.html
Legislation: asylvfg_1992

Title: § 14 Antragstellung

Description:
Asylgesetz (AsylVfG 1992)
Abschnitt 4 - Asylverfahren
Unterabschnitt 1 - Allgemeine Verfahrensvorschriften
§ 14 Antragstellung

Paragraph: 14

Full Text:
Asylgesetz (AsylVfG 1992)
Abschnitt 4 - Asylverfahren
Unterabschnitt 1 - Allgemeine Verfahrensvorschriften
§ 14 Antragstellung

(1) Der Asylantrag ist bei der Außenstelle des Bundesamtes zu stellen,
die der für die Aufnahme des Ausländers zuständigen
Aufnahmeeinrichtung zugeordnet ist. Das Bundesamt kann den Ausländer
in Abstimmung mit der von der obersten Landesbehörde bestimmten Stelle
verpflichten, seinen Asylantrag bei einer anderen Außenstelle zu
stellen. Der Ausländer ist vor der Antragstellung schriftlich und
gegen Empfangsbestätigung darauf hinzuweisen, dass nach Rücknahme oder
unanfechtbarer Ablehnung seines Asylantrages die Erteilung eines
Aufenthaltstitels gemäß § 10 Abs. 3 des Aufenthaltsgesetzes
Beschränkungen unterliegt. In Fällen des Absatzes 2 Satz 1 Nr. 2 ist
der Hinweis unverzüglich nachzuholen.

(2) Der Asylantrag ist beim Bundesamt zu stellen, wenn der Ausländer

1.  einen Aufenthaltstitel mit einer Gesamtgeltungsdauer von mehr als
    sechs Monaten besitzt,

2.  sich in Haft oder sonstigem öffentlichem Gewahrsam, in einem
    Krankenhaus, einer Heil- oder Pflegeanstalt oder in einer
    Jugendhilfeeinrichtung befindet, oder

3.  minderjährig ist und sein gesetzlicher Vertreter nicht verpflichtet
    ist, in einer Aufnahmeeinrichtung zu wohnen.

Die Ausländerbehörde leitet einen bei ihr eingereichten schriftlichen
Antrag unverzüglich dem Bundesamt zu. Das Bundesamt bestimmt die für
die Bearbeitung des Asylantrags zuständige Außenstelle.

(3) Befindet sich der Ausländer in Haft oder sonstigem öffentlichem
Gewahrsam oder lagen zum Zeitpunkt der Stellung des Asylantrags die
Voraussetzungen der Abschiebungshaft vor, so steht die Stellung des
Asylantrags der Anordnung oder Aufrechterhaltung von Abschiebungshaft
nicht entgegen. Dem Ausländer ist unverzüglich Gelegenheit zu geben,
mit einem Rechtsbeistand seiner Wahl Verbindung aufzunehmen, es sei
denn, er hat sich selbst vorher anwaltlichen Beistands versichert. Die
Abschiebungshaft endet mit der Zustellung der Entscheidung des
Bundesamtes, spätestens jedoch vier Wochen nach Eingang des
Asylantrags beim Bundesamt, es sei denn, es wurde auf Grund von
Rechtsvorschriften der Europäischen Gemeinschaft oder eines
völkerrechtlichen Vertrages über die Zuständigkeit für die
Durchführung von Asylverfahren ein Auf- oder Wiederaufnahmeersuchen an
einen anderen Staat gerichtet oder der Asylantrag wurde abgelehnt.

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