Source: https://www.gesetze-im-internet.de/hgb/__308.html
Legislation: hgb

Title: § 308 Einheitliche Bewertung

Description:
Handelsgesetzbuch (HGB)
Drittes Buch - Handelsbücher
Zweiter Abschnitt - Ergänzende Vorschriften für Kapitalgesellschaften (Aktiengesellschaften, Kommanditgesellschaften auf Aktien und Gesellschaften mit beschränkter Haftung) sowie bestimmte Personenhandelsgesellschaften
Zweiter Unterabschnitt - Konzernabschluß und Konzernlagebericht
Fünfter Titel - Bewertungsvorschriften
§ 308 Einheitliche Bewertung

Paragraph: 308

Full Text:
Handelsgesetzbuch (HGB)
Drittes Buch - Handelsbücher
Zweiter Abschnitt - Ergänzende Vorschriften für Kapitalgesellschaften (Aktiengesellschaften, Kommanditgesellschaften auf Aktien und Gesellschaften mit beschränkter Haftung) sowie bestimmte Personenhandelsgesellschaften
Zweiter Unterabschnitt - Konzernabschluß und Konzernlagebericht
Fünfter Titel - Bewertungsvorschriften
§ 308 Einheitliche Bewertung

(1) Die in den Konzernabschluß nach § 300 Abs. 2 übernommenen
Vermögensgegenstände und Schulden der in den Konzernabschluß
einbezogenen Unternehmen sind nach den auf den Jahresabschluß des
Mutterunternehmens anwendbaren Bewertungsmethoden einheitlich zu
bewerten. Nach dem Recht des Mutterunternehmens zulässige
Bewertungswahlrechte können im Konzernabschluß unabhängig von ihrer
Ausübung in den Jahresabschlüssen der in den Konzernabschluß
einbezogenen Unternehmen ausgeübt werden. Abweichungen von den auf den
Jahresabschluß des Mutterunternehmens angewandten Bewertungsmethoden
sind im Konzernanhang anzugeben und zu begründen.

(2) Sind in den Konzernabschluß aufzunehmende Vermögensgegenstände
oder Schulden des Mutterunternehmens oder der Tochterunternehmen in
den Jahresabschlüssen dieser Unternehmen nach Methoden bewertet
worden, die sich von denen unterscheiden, die auf den Konzernabschluß
anzuwenden sind oder die von den gesetzlichen Vertretern des
Mutterunternehmens in Ausübung von Bewertungswahlrechten auf den
Konzernabschluß angewendet werden, so sind die abweichend bewerteten
Vermögensgegenstände oder Schulden nach den auf den Konzernabschluß
angewandten Bewertungsmethoden neu zu bewerten und mit den neuen
Wertansätzen in den Konzernabschluß zu übernehmen. Wertansätze, die
auf der Anwendung von für Kreditinstitute oder
Versicherungsunternehmen wegen der Besonderheiten des Geschäftszweigs
geltenden Vorschriften beruhen, dürfen beibehalten werden; auf die
Anwendung dieser Ausnahme ist im Konzernanhang hinzuweisen. Eine
einheitliche Bewertung nach Satz 1 braucht nicht vorgenommen zu
werden, wenn ihre Auswirkungen für die Vermittlung eines den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage des Konzerns nur von untergeordneter Bedeutung
sind. Darüber hinaus sind Abweichungen in Ausnahmefällen zulässig; sie
sind im Konzernanhang anzugeben und zu begründen.

(3) (weggefallen)

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