Source: https://www.gesetze-im-internet.de/seearbg/__51.html
Legislation: seearbg

Title: § 51 Vergütung für Mehr- und Nachtarbeit sowie Sonntags- und Feiertagsarbeit

Description:
Seearbeitsgesetz (SeeArbG)
Abschnitt 3 - Beschäftigungsbedingungen
Unterabschnitt 4 - Arbeitszeiten und Ruhezeiten
§ 51 Vergütung für Mehr- und Nachtarbeit sowie Sonntags- und Feiertagsarbeit

Paragraph: 51

Full Text:
Seearbeitsgesetz (SeeArbG)
Abschnitt 3 - Beschäftigungsbedingungen
Unterabschnitt 4 - Arbeitszeiten und Ruhezeiten
§ 51 Vergütung für Mehr- und Nachtarbeit sowie Sonntags- und Feiertagsarbeit

(1) Werden Besatzungsmitglieder über die in den §§ 43, 44 und 53
Absatz 2 bestimmten Grenzen der täglichen Arbeitszeit hinaus mit
Mehrarbeit beschäftigt, so ist ihnen, abgesehen von den Fällen des §
47 Absatz 1 und 2, für jede Stunde eine Vergütung in Höhe von
mindestens einem Zweihundertstel der Grundheuer sowie ein angemessener
Zuschlag zu zahlen. Ist die Höhe des Zuschlages nicht durch
Tarifvertrag festgelegt, so beträgt er für die ersten 60
Mehrarbeitsstunden des Monats sowie für Mehrarbeit bei Wachdienst im
Hafen je ein Viertel, für die folgenden 30 je die Hälfte eines
Zweihundertstels der Grundheuer und für jede weitere Mehrarbeitsstunde
ein Zweihundertstel der Grundheuer. Abweichend von Satz 1 gilt in den
Fällen des § 46 die dort bestimmte Grenze der täglichen Arbeitszeit.

(2) Soweit es sich bei Mehrarbeit, die in den Fällen des § 47 Absatz 1
Satz 1 geleistet wird, um gewerbsmäßige Bergung handelt, ist diese
angemessen zu vergüten.

(3) Den Besatzungsmitgliedern ist, abgesehen vom Wachdienst,

1.  bei Sonntags- und Feiertagsarbeit, auf See mit Ausnahme der Arbeiten
    nach § 43 Absatz 3 Satz 5,

2.  bei Arbeiten, die an Werktagen im Falle des § 43 Absatz 1 Satz 4
    zwischen 18 und 6 Uhr oder im Hafen außerhalb der in § 44 Absatz 1
    Satz 3 und Absatz 3 Satz 1 bestimmten Zeiträume geleistet werden,

für jede Arbeitsstunde ein Zuschlag von mindestens einem Viertel eines
Zweihundertstels der Grundheuer zu zahlen. Sind Arbeiten zugleich
solche nach den Nummern 1 und 2, so ist der Zuschlag nur einmal zu
zahlen. Sind diese Arbeiten zugleich Mehrarbeit im Sinne des Absatzes
1, so gelten für die Vergütung die im Tarifvertrag oder in Absatz 1
Satz 2 bestimmten Sätze mit der Maßgabe, dass sich der Mindestzuschlag
bei Arbeiten nach Nummer 1 jeweils um ein Viertel eines
Zweihundertstels der Grundheuer erhöht.

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