Source: https://www.gesetze-im-internet.de/aufenthg_2004/__28.html
Legislation: aufenthg_2004

Title: § 28 Familiennachzug zu Deutschen

Description:
Gesetz über den Aufenthalt, die Erwerbstätigkeit und die Integration von Ausländern im Bundesgebiet (AufenthG 2004)
Kapitel 2 - Einreise und Aufenthalt im Bundesgebiet
Abschnitt 6 - Aufenthalt aus familiären Gründen
§ 28 Familiennachzug zu Deutschen

Paragraph: 28

Full Text:
Gesetz über den Aufenthalt, die Erwerbstätigkeit und die Integration von Ausländern im Bundesgebiet (AufenthG 2004)
Kapitel 2 - Einreise und Aufenthalt im Bundesgebiet
Abschnitt 6 - Aufenthalt aus familiären Gründen
§ 28 Familiennachzug zu Deutschen

(1) Die Aufenthaltserlaubnis ist dem ausländischen

1.  Ehegatten eines Deutschen,

2.  minderjährigen ledigen Kind eines Deutschen,

3.  Elternteil eines minderjährigen ledigen Deutschen zur Ausübung der
    Personensorge

zu erteilen, wenn der Deutsche seinen gewöhnlichen Aufenthalt im
Bundesgebiet hat. Sie ist abweichend von § 5 Abs. 1 Nr. 1 in den
Fällen des Satzes 1 Nr. 2 und 3 zu erteilen. Sie soll in der Regel
abweichend von § 5 Abs. 1 Nr. 1 in den Fällen des Satzes 1 Nr. 1
erteilt werden. Sie kann abweichend von § 5 Abs. 1 Nr. 1 dem nicht
personensorgeberechtigten Elternteil eines minderjährigen ledigen
Deutschen erteilt werden, wenn die familiäre Gemeinschaft schon im
Bundesgebiet gelebt wird. § 30 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 und 2, Satz 3 und
Abs. 2 Satz 1 ist in den Fällen des Satzes 1 Nr. 1 entsprechend
anzuwenden.

(2) Dem Ausländer ist in der Regel eine Niederlassungserlaubnis zu
erteilen, wenn er drei Jahre im Besitz einer Aufenthaltserlaubnis ist,
die familiäre Lebensgemeinschaft mit dem Deutschen im Bundesgebiet
fortbesteht, kein Ausweisungsinteresse besteht und er über
ausreichende Kenntnisse der deutschen Sprache verfügt. § 9 Absatz 2
Satz 2 bis 5 gilt entsprechend. Im Übrigen wird die
Aufenthaltserlaubnis verlängert, solange die familiäre
Lebensgemeinschaft fortbesteht.

(3) Die §§ 31 und 34 finden mit der Maßgabe Anwendung, dass an die
Stelle des Aufenthaltstitels des Ausländers der gewöhnliche Aufenthalt
des Deutschen im Bundesgebiet tritt. Die einem Elternteil eines
minderjährigen ledigen Deutschen zur Ausübung der Personensorge
erteilte Aufenthaltserlaubnis ist auch nach Eintritt der
Volljährigkeit des Kindes zu verlängern, solange das Kind mit ihm in
familiärer Lebensgemeinschaft lebt und das Kind sich in einer
Ausbildung befindet, die zu einem anerkannten schulischen oder
beruflichen Bildungsabschluss oder Hochschulabschluss führt.

(4) Auf sonstige Familienangehörige findet § 36 entsprechende
Anwendung.

(5) (weggefallen)

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AufenthG-2004
Level: 4.0