Source: https://www.gesetze-im-internet.de/seefiv/__14.html
Legislation: seefiv

Title: **eines Fanggeräts mit Fluchtfenster des Typs BACOMA**

Description:
Seefischereiverordnung (SeefiV)
**eines Fanggeräts mit Fluchtfenster des Typs BACOMA**

Paragraph: 14

Full Text:
Seefischereiverordnung (SeefiV)
**eines Fanggeräts mit Fluchtfenster des Typs BACOMA**

1.  Konstruktion von Steert und Tunnel des Schleppnetzes

    a)  Steert und Tunnel bestehen jeweils aus zwei gleich großen
        Netzblättern, die auf jeder Seite durch jeweils eine Lasche oder
        Laschverstärkung gleicher Länge verbunden sind.

    b)  Die Rautenmaschen des Schleppnetzes haben eine Mindestöffnung von 105
        mm. Das Garn besteht aus Polyäthylenfäden, wobei Einfachzwirn eine
        Stärke von höchstens 6 mm, Doppelzwirn eine Stärke von höchstens 4 mm
        aufweist. Dies gilt nicht für die letzte handgeflochtene Maschenreihe
        im Steert, wenn durch diese die Steertleine läuft.

    c)  Die Anzahl der offenen Rautenmaschen im Umfang des Tunnels und des
        Steerts, ausgenommen der Laschen oder Laschverstärkungen, ist an jeder
        Stelle gleich und beträgt höchstens 100 offene Maschen.

2.  Netztuch des Fluchtfensters

    a)  Es handelt sich um knotenloses Netztuch aus geflochtenem Einfachgarn,
        bei dem die Verbindung der Zwirne durch Verflechtung gegeben ist. Das
        Netztuch besteht aus Quadratmaschen, das heißt alle vier Seiten des
        Fenster-Netztuches sind im Schenkelschnitt geschnitten.

    b)  Die Maschenöffnung beträgt mindestens 120 mm.

    c)  Das Einfachgarn weist eine Stärke von mindestens 5 mm auf.

3.  Anbringung des Fluchtfensters

    a)  Das Fenster wird in das obere Netzblatt des Steerts eingefügt.

    b)  Das Fenster endet in einem Abstand von maximal vier Maschen zur
        Steertleine, die handgeflochtene Maschenreihe, durch die die
        Steertleine läuft, eingeschlossen.

    c)  Das Fenster ist so angelascht, dass die Schenkel parallel und
        senkrecht zur Längsachse des Steerts verlaufen.

4.  Größe des Fluchtfensters

    a)  Die Breite des Fensters in Anzahl der Schenkel entspricht der Hälfte
        der Anzahl offener Rautenmaschen im oberen Netzblatt. Bei der
        Verwendung eines Fensters von geringerer Breite dürfen höchstens 20 %
        der Anzahl offener Rautenmaschen im oberen Netzblatt, auf beide Seiten
        des Fensters gleichmäßig verteilt, stehen bleiben.

    b)  Die Länge des Fensters beträgt mindestens 5,5 m. Abweichend hiervon
        beträgt die Länge des Fensters mindestens 6 m, wenn am Fenster
        Sensoren zur Messung der Fangmenge angebracht sind. Es dürfen
        höchstens zwei Sensoren angebracht sein.

5.  Reparatur des Fensters

    Der Einsatz eines Fanggeräts mit einem BACOMA-Fluchtfenster, an dem
    eine Reparatur vorgenommen worden ist, ist nur dann zulässig, wenn die
    Selektivität des Fanggeräts infolge der Reparatur des Fluchtfensters
    nicht eingeschränkt ist. Von einem Fortbestehen der Selektivität ist
    in der Regel auszugehen, wenn bei der Reparatur des BACOMA-
    Fluchtfensters nicht mehr als 10 % der Maschen ausgebessert werden.
    Als ausgebesserte Masche gilt hierbei jede Masche, deren Öffnung durch
    das Ausbessern beschädigter Maschen oder durch das Zusammenfügen von
    zwei Stücken knotenlosem Quadratmaschennetztuch verändert wurde.

6.  Sonstige Vorschriften zu Schleppnetzen

    a)  Das Fluchtfenster darf nicht von einem Entlastungsstropp (hinterster
        Stropp) umschlossen sein.

    b)  Soweit eine Steertboje eingesetzt wird, ist eine kugelförmige
        Steertboje mit einem maximalen Durchmesser von 40 cm zulässig. Die
        Steertboje ist über eine Bojenleine an der Steertleine befestigt.

    c)  Das Fluchtfenster darf nicht durch einen Flapper abgedeckt werden.

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SeefiV
Level: 2.0