Source: https://www.gesetze-im-internet.de/brao/__138.html
Legislation: brao

Title: § 138 Verlesen von Protokollen

Description:
Bundesrechtsanwaltsordnung (BRAO)
Siebenter Teil - Anwaltsgerichtliches Verfahren
Zweiter Abschnitt - Verfahren im ersten Rechtszug
Dritter Unterabschnitt - Hauptverhandlung vor dem Anwaltsgericht
§ 138 Verlesen von Protokollen

Paragraph: 138

Full Text:
Bundesrechtsanwaltsordnung (BRAO)
Siebenter Teil - Anwaltsgerichtliches Verfahren
Zweiter Abschnitt - Verfahren im ersten Rechtszug
Dritter Unterabschnitt - Hauptverhandlung vor dem Anwaltsgericht
§ 138 Verlesen von Protokollen

(1) Das Anwaltsgericht beschließt nach pflichtmäßigem Ermessen, ob die
Aussagen von Zeugen oder Sachverständigen, die bereits in dem
anwaltsgerichtlichen oder in einem anderen gesetzlich geordneten
Verfahren vernommen worden sind, zu verlesen sind.

(2) Bevor der Gerichtsbeschluss ergeht, kann die Staatsanwaltschaft
oder das Mitglied der Rechtsanwaltskammer beantragen, Zeugen oder
Sachverständige in der Hauptverhandlung zu vernehmen. Einem solchen
Antrag ist zu entsprechen, es sei denn, dass die Zeugen oder
Sachverständigen voraussichtlich am Erscheinen in der Hauptverhandlung
gehindert sind oder ihnen das Erscheinen wegen großer Entfernung nicht
zugemutet werden kann. Wird dem Antrag stattgegeben, so darf das
Protokoll über die frühere Vernehmung nicht verlesen werden.

(3) Sind Zeugen oder Sachverständige durch einen beauftragten oder
ersuchten Richter vernommen worden (§ 137), so kann der Verlesung des
Protokolls nicht widersprochen werden. Die Staatsanwaltschaft oder das
Mitglied der Rechtsanwaltskammer kann jedoch der Verlesung
widersprechen, wenn ein Antrag gemäß § 137 Satz 3 abgelehnt worden ist
und Gründe für eine Ablehnung des Antrags jetzt nicht mehr bestehen.

Collections: bundestag_gesetze
BRAO
Level: 5.0