Source: https://www.gesetze-im-internet.de/see-bav/__20.html
Legislation: see-bav

Title: § 20 Zulassung zur Abschlussprüfung Teil 2 in besonderen Fällen

Description:
Verordnung über die Berufsausbildung in der Seeschifffahrt (See-BAV)
Abschnitt 3 - Prüfungen
§ 20 Zulassung zur Abschlussprüfung Teil 2 in besonderen Fällen

Paragraph: 20

Full Text:
Verordnung über die Berufsausbildung in der Seeschifffahrt (See-BAV)
Abschnitt 3 - Prüfungen
§ 20 Zulassung zur Abschlussprüfung Teil 2 in besonderen Fällen

(1) Zur Abschlussprüfung Teil 2 ist auch zuzulassen, wer nachweist

1.  den Besitz des Befähigungsnachweises für Schiffsleute, die
    Brückenwache gehen nach Abschnitt
    A-II/4                    des STCW-Codes und

    a)  eine Ausbildung entsprechend der berufsprofilgebenden Fertigkeiten,
        Kenntnissen und Fähigkeiten nach § 5 Nummer 2 Buchstabe a, c und d
        oder

    b)  eine mindestens dreijährige Seefahrtzeit im Decksdienst oder

2.  den Besitz eines Befähigungsnachweises zum Vollmatrosen des
    Decksdienstes nach Abschnitt A-II/5 des STCW-Codes oder

3.  eine militärfachliche Ausbildung und Verwendung von mindestens vier
    Jahren in der Deutschen Marine im seemännischen Dienst oder
    Navigationsdienst.

Zusätzlich zu einer der in Satz 1 bezeichneten Anforderungen müssen
vom Bewerber nachgewiesen werden

1.  eine mindestens neunmonatige von der zuständigen Stelle überwachte
    praktische Ausbildung und Seefahrtzeit im Maschinendienst mit
    Antriebanlagen von über 750 Kilowatt Leistung,

2.  die Teilnahme an einem von den nach Landesrecht eingerichteten
    Ausbildungsstätten durchgeführten Lehrgang im Maschinendienst von
    mindestens zwölf Wochen und

3.  der Besitz der Befähigungsnachweise über die
    Sicherheitsgrundausbildung nach Abschnitt A-VI/1 des STCW-Codes und
    des Befähigungsnachweises über die Grundausbildung in der
    Gefahrenabwehr nach Abschnitt A-VI/6 des STCW-Codes.

(2) Zur Abschlussprüfung Teil 2 ist ferner zuzulassen, wer nachweist

1.  eine mindestens einjährige Seefahrtzeit im Maschinendienst mit
    Antriebsanlagen von über 750 Kilowatt Leistung und

    a)  den Besitz des Zeugnisses über die Abschlussprüfung in einem
        einschlägigen Ausbildungsberuf der Metall- oder Elektrotechnik und

    b)  den Besitz des Befähigungsnachweises für Schiffsleute, die
        Maschinenwache gehen nach Abschnitt A-III/4 des STCW-Codes oder

2.  den Besitz des Befähigungsnachweises für Schiffsleute, die
    Maschinenwache gehen nach Abschnitt
    A-III/4                    des STCW-Codes und

    a)  eine Ausbildung entsprechend der berufsprofilgebenden Fertigkeiten,
        Kenntnissen und Fähigkeiten nach § 5 Nummer 2 Buchstabe b, d, e, f und
        g oder

    b)  eine mindestens dreijährige Seefahrtzeit im Maschinendienst mit
        Antriebsanlagen von über 750 Kilowatt Leistung oder

3.  den Besitz des Befähigungsnachweises zum Vollmatrosen im
    Maschinenbereich nach Abschnitt A-III/5 des STCW-Codes oder

4.  eine militärfachliche Ausbildung und Verwendung von mindestens vier
    Jahren in der Deutschen Marine im Marinetechnikdienst
    (Antriebstechnik, Elektrotechnik oder Schiffsbetriebstechnik).

Zusätzlich zu einer der in Satz 1 bezeichneten Anforderung müssen vom
Bewerber nachgewiesen werden

1.  eine mindestens neunmonatige von der zuständigen Stelle überwachte
    praktische Ausbildung und Seefahrtzeit im Decksdienst und

2.  die Teilnahme an einem von den nach Landesrecht eingerichteten
    Ausbildungsstätten durchgeführten Lehrgang im Decksdienst von
    mindestens zwölf Wochen und

3.  der Besitz der Befähigungsnachweise über die
    Sicherheitsgrundausbildung nach Abschnitt A-VI/1 des STCW-Codes und
    des Befähigungsnachweises über die Grundausbildung in der
    Gefahrenabwehr nach Abschnitt A-VI/6 des STCW-Codes.

(3) Die Zulassung zur Abschlussprüfung Teil 2 ist in Fällen, in denen
die Abschlussprüfung aus Gründen, die weder von den Auszubildenden
noch den Ausbildenden zu vertreten sind, erst nach Ablauf der
Ausbildungsdauer nach § 4 Absatz 1 durchgeführt werden kann, als
genehmigte Verlängerung der Ausbildungsdauer im Sinne des § 4 Absatz 2
zu werten.

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See-BAV
Level: 3.0