Source: https://www.gesetze-im-internet.de/fspersav/__6.html
Legislation: fspersav

Title: § 6 Ausbildungsvoraussetzungen

Description:
Verordnung über das erlaubnispflichtige Personal der Flugsicherung und seine Ausbildung (FSPersAV)
Abschnitt 2 - Fluglotsen und deren Ausbilder
Unterabschnitt 1 - Pflichten, Lizenzen und Ausbildungsvoraussetzungen
§ 6 Ausbildungsvoraussetzungen

Paragraph: 6

Full Text:
Verordnung über das erlaubnispflichtige Personal der Flugsicherung und seine Ausbildung (FSPersAV)
Abschnitt 2 - Fluglotsen und deren Ausbilder
Unterabschnitt 1 - Pflichten, Lizenzen und Ausbildungsvoraussetzungen
§ 6 Ausbildungsvoraussetzungen

(1) Die Ausbildung von Fluglotsen ist nur zulässig, wenn

1.  der Bewerber mindestens 18 Jahre alt ist,

2.  der Bewerber mindestens Inhaber eines zum Hochschulzugang
    berechtigenden Abschlusszeugnisses oder eines gleichwertigen
    Zeugnisses ist,

3.  der Bewerber seine medizinische Tauglichkeit nach § 7 nachgewiesen
    hat,

4.  der Bewerber eine den besonderen Anforderungen an die Tätigkeit als
    Fluglotse genügende geistige und psychologische Eignung nachgewiesen
    hat; die Aufsichtsbehörde erlässt hierzu nähere Bestimmungen,

5.  der Bewerber über einen ausreichenden Wortschatz verfügt, um eine
    flüssige, fehlerfreie Konversation in englischer Sprache über
    allgemeine Themen zu führen; zum Erwerb der Erlaubnis
    „Flugplatzkontrolle an Flugplätzen mit Sichtflugbetrieb“ (ADV), der
    Erlaubnis „Flugplatzkontrolle an Flugplätzen mit
    Instrumentenflugbetrieb“ (ADI), der Erlaubnis „Anflugkontrolle ohne
    elektronische Luftverkehrsdarstellung“ (APP) oder der Erlaubnis
    „Anflugkontrolle mit elektronischer Luftverkehrsdarstellung“ (APS) ist
    daneben eine flüssige, fehlerfreie Konversation in deutscher Sprache
    nachzuweisen und

6.  keine Tatsachen vorliegen, die den Bewerber als unzuverlässig
    erscheinen lassen, Tätigkeiten in den Flugverkehrskontrolldiensten
    auszuüben.

(2) Die Zuverlässigkeit eines Bewerbers im Sinne des Absatzes 1 Nr. 6
liegt nicht vor, wenn die Zuverlässigkeit des Bewerbers nach § 7 des
Luftsicherheitsgesetzes nicht festgestellt worden ist. Die
erforderliche Zuverlässigkeit besitzen Bewerber ferner in der Regel
nicht,

1.  die rechtskräftig verurteilt worden sind

    a)  wegen eines Verbrechens, wenn seit dem Eintritt der Rechtskraft der
        letzten Verurteilung zehn Jahre noch nicht verstrichen sind,

    b)  wegen sonstiger vorsätzlicher Straftaten zu einer Freiheitsstrafe oder
        Jugendstrafe von mindestens einem Jahr, wenn seit dem Eintritt der
        Rechtskraft der letzten Verurteilung fünf Jahre noch nicht verstrichen
        sind,

2.  die erheblich oder wiederholt gegen verkehrsrechtliche Vorschriften
    verstoßen haben, wenn diese Verstöße für die Beurteilung der
    Zuverlässigkeit von Personen im Umgang mit Luftfahrzeugen von
    Bedeutung sind,

3.  die regelmäßig psychoaktive Substanzen missbrauchen,

4.  für die eine rechtliche Betreuung nach den §§ 1814 bis 1881 des
    Bürgerlichen Gesetzbuchs besteht.

Die Zuverlässigkeit kann auch im Fall von Verurteilungen, die nicht
von Nummer 1 erfasst sind, oder im Fall von Entscheidungen der
Gerichte oder Staatsanwaltschaften nach § 153a der Strafprozessordnung
verneint werden, wenn der zugrunde liegende Sachverhalt für die
Beurteilung der Zuverlässigkeit von Personen im Umgang mit
Luftfahrzeugen von Bedeutung ist und seit dem Eintritt der Rechtskraft
der letzten Verurteilung oder der Entscheidung fünf Jahre noch nicht
verstrichen sind.

Collections: bundestag_gesetze
FSPersAV
Level: 4.0