Source: https://www.gesetze-im-internet.de/hgb/__264c.html
Legislation: hgb

Title: § 264c Besondere Bestimmungen für offene Handelsgesellschaften und Kommanditgesellschaften im Sinne des § 264a

Description:
Handelsgesetzbuch (HGB)
Drittes Buch - Handelsbücher
Zweiter Abschnitt - Ergänzende Vorschriften für Kapitalgesellschaften (Aktiengesellschaften, Kommanditgesellschaften auf Aktien und Gesellschaften mit beschränkter Haftung) sowie bestimmte Personenhandelsgesellschaften
Erster Unterabschnitt - Jahresabschluß der Kapitalgesellschaft und Lagebericht
Erster Titel - Allgemeine Vorschriften
§ 264c Besondere Bestimmungen für offene Handelsgesellschaften und Kommanditgesellschaften im Sinne des § 264a

Paragraph: 264c

Full Text:
Handelsgesetzbuch (HGB)
Drittes Buch - Handelsbücher
Zweiter Abschnitt - Ergänzende Vorschriften für Kapitalgesellschaften (Aktiengesellschaften, Kommanditgesellschaften auf Aktien und Gesellschaften mit beschränkter Haftung) sowie bestimmte Personenhandelsgesellschaften
Erster Unterabschnitt - Jahresabschluß der Kapitalgesellschaft und Lagebericht
Erster Titel - Allgemeine Vorschriften
§ 264c Besondere Bestimmungen für offene Handelsgesellschaften und Kommanditgesellschaften im Sinne des § 264a

(1) Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber
Gesellschaftern sind in der Regel als solche jeweils gesondert
auszuweisen oder im Anhang anzugeben. Werden sie unter anderen Posten
ausgewiesen, so muss diese Eigenschaft vermerkt werden.

(2) § 266 Abs. 3 Buchstabe A ist mit der Maßgabe anzuwenden, dass als
Eigenkapital die folgenden Posten gesondert auszuweisen sind:

I.  Kapitalanteile

II. Rücklagen

III. Gewinnvortrag/Verlustvortrag

IV. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag.

Anstelle des Postens "Gezeichnetes Kapital" sind die Kapitalanteile
der persönlich haftenden Gesellschafter auszuweisen; sie dürfen auch
zusammengefasst ausgewiesen werden. Der auf den Kapitalanteil eines
persönlich haftenden Gesellschafters für das Geschäftsjahr entfallende
Verlust ist von dem Kapitalanteil abzuschreiben. Soweit der Verlust
den Kapitalanteil übersteigt, ist er auf der Aktivseite unter der
Bezeichnung "Einzahlungsverpflichtungen persönlich haftender
Gesellschafter" unter den Forderungen gesondert auszuweisen, soweit
eine Zahlungsverpflichtung besteht. Besteht keine
Zahlungsverpflichtung, so ist der Betrag als "Nicht durch
Vermögenseinlagen gedeckter Verlustanteil persönlich haftender
Gesellschafter" zu bezeichnen und gemäß § 268 Abs. 3 auszuweisen. Die
Sätze 2 bis 5 sind auf die Einlagen von Kommanditisten entsprechend
anzuwenden, wobei diese insgesamt gesondert gegenüber den
Kapitalanteilen der persönlich haftenden Gesellschafter auszuweisen
sind. Eine Forderung darf jedoch nur ausgewiesen werden, soweit eine
Einzahlungsverpflichtung besteht; dasselbe gilt, wenn ein Kommanditist
Gewinnanteile entnimmt, während sein Kapitalanteil durch Verlust unter
den Betrag der geleisteten Einlage herabgemindert ist, oder soweit
durch die Entnahme der Kapitalanteil unter den bezeichneten Betrag
herabgemindert wird. Als Rücklagen sind nur solche Beträge
auszuweisen, die auf Grund einer gesellschaftsrechtlichen Vereinbarung
gebildet worden sind. Im Anhang ist der Betrag der im Handelsregister
gemäß § 172 Abs. 1 eingetragenen Haftsummen anzugeben, soweit diese
nicht geleistet sind.

(3) Das sonstige Vermögen der Gesellschafter (Privatvermögen) darf
nicht in die Bilanz und die auf das Privatvermögen entfallenden
Aufwendungen und Erträge dürfen nicht in die Gewinn- und
Verlustrechnung aufgenommen werden. In der Gewinn- und Verlustrechnung
darf jedoch nach dem Posten "Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag" ein
dem Steuersatz der Komplementärgesellschaft entsprechender
Steueraufwand der Gesellschafter offen abgesetzt oder hinzugerechnet
werden.

(4) Anteile an Komplementärgesellschaften sind in der Bilanz auf der
Aktivseite unter den Posten A.III.1 oder A.III.3 auszuweisen. § 272
Abs. 4 ist mit der Maßgabe anzuwenden, dass für diese Anteile in Höhe
des aktivierten Betrags nach dem Posten "Eigenkapital" ein
Sonderposten unter der Bezeichnung "Ausgleichsposten für aktivierte
eigene Anteile" zu bilden ist.

(5) Macht die Gesellschaft von einem Wahlrecht nach § 266 Absatz 1
Satz 3 oder Satz 4 Gebrauch, richtet sich die Gliederung der
verkürzten Bilanz nach der Ausübung dieses Wahlrechts. Die Ermittlung
der Bilanzposten nach den vorstehenden Absätzen bleibt unberührt.

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HGB
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