Source: https://www.gesetze-im-internet.de/trinkwv_2001/__14a.html
Legislation: trinkwv_2001

Title: § 14a Untersuchungspflichten in Bezug auf radioaktive Stoffe

Description:
Verordnung über die Qualität von Wasser für den menschlichen Gebrauch (TrinkwV 2001)
4. Abschnitt - Pflichten des Unternehmers und des sonstigen Inhabers einer Wasserversorgungsanlage
§ 14a Untersuchungspflichten in Bezug auf radioaktive Stoffe

Paragraph: 14a

Full Text:
Verordnung über die Qualität von Wasser für den menschlichen Gebrauch (TrinkwV 2001)
4. Abschnitt - Pflichten des Unternehmers und des sonstigen Inhabers einer Wasserversorgungsanlage
§ 14a Untersuchungspflichten in Bezug auf radioaktive Stoffe

(1) Der Unternehmer und der sonstige Inhaber einer
Wasserversorgungsanlage nach § 3 Nummer 2 Buchstabe a haben
Untersuchungen des Trinkwassers durchzuführen oder durchführen zu
lassen, um festzustellen, ob im Trinkwasser an der Stelle, an der es
in die Trinkwasser-Installation übergeben wird, die nach § 7a in
Verbindung mit Anlage 3a Teil I festgelegten Parameterwerte für
radioaktive Stoffe nicht überschritten werden. § 19 Absatz 2c Satz 2
gilt entsprechend. Satz 1 gilt für den Unternehmer und sonstigen
Inhaber einer Wasserversorgungsanlage gemäß § 3 Nummer 2 Buchstabe b,
wenn die zuständige Behörde dies anordnet. Untersuchungen des
Trinkwassers im Hinblick auf Radionuklide künstlichen Ursprungs sind
in der Regel nicht erforderlich. Die Behörde kann Untersuchungen im
Hinblick auf Radionuklide künstlichen Ursprungs anordnen, wenn
Anhaltspunkte vorliegen, dass die in Anlage 3a Teil I festgelegten
Parameterwerte für radioaktive Stoffe überschritten werden können.

(2) Durchführung, Umfang und Häufigkeit der Erstuntersuchung und
regelmäßigen Untersuchungen bestimmen sich nach Anlage 3a Teil III.
Werden Wasserversorgungsanlagen am 26. November 2015 bereits
betrieben, ist die Erstuntersuchung bis zum 26. November 2019
durchzuführen.

(3) Untersuchungen von Wasserversorgungsanlagen nach § 3 Nummer 2
Buchstabe a und b, die im Rahmen von Überwachungsmaßnahmen nach § 20a
Absatz 1 durchgeführt wurden, können auf den Umfang und die Häufigkeit
der verpflichtenden Untersuchungen angerechnet werden.

(4) Untersuchungen gemäß Absatz 1 sind nicht erforderlich, soweit die
zuständige Behörde für einen von ihr zu bestimmenden Zeitraum auf der
Grundlage von repräsentativen Erhebungen, Überwachungsdaten oder
anderen zuverlässigen Informationen festgestellt hat, dass radioaktive
Stoffe in einem Wasserversorgungsgebiet nicht in Konzentrationen
auftreten, die eine Überschreitung von Parameterwerten für radioaktive
Stoffe erwarten lassen. Außerdem kann die zuständige Behörde auf
Antrag feststellen,

1.  dass die Erstuntersuchung nicht erforderlich ist, wenn der Unternehmer
    und der sonstige Inhaber einer Wasserversorgungsanlage auf der
    Grundlage von repräsentativen Erhebungen, Überwachungsdaten oder
    anderen zuverlässigen Informationen nachweist, dass die in Anlage 3a
    Teil I festgelegten Parameterwerte für radioaktive Stoffe nicht
    überschritten werden, und

2.  dass regelmäßige Untersuchungen nicht erforderlich sind, wenn der
    Unternehmer und der sonstige Inhaber einer Wasserversorgungsanlage die
    Einhaltung der Parameterwerte für radioaktive Stoffe gemäß Anlage 3a
    Teil I oder eine geringfügige, unter dem Gesichtspunkt des
    Strahlenschutzes zu vernachlässigende Überschreitung gemäß dem in
    Anlage 3a Teil III beschriebenen Verfahren durch Erstuntersuchungen
    nachweist.

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