Source: https://www.gesetze-im-internet.de/wiprpr_fv/__1.html
Legislation: wiprpruefv

Title: § 1 Antrag auf Zulassung zur Prüfung

Description:
Prüfungsverordnung für Wirtschaftsprüfer nach §§ 14 und 131l der Wirtschaftsprüferordnung (WiPrPrüfV)
Erster Teil - Prüfungsverfahren nach § 14 der Wirtschaftsprüferordnung
§ 1 Antrag auf Zulassung zur Prüfung

Paragraph: 1

Full Text:
Prüfungsverordnung für Wirtschaftsprüfer nach §§ 14 und 131l der Wirtschaftsprüferordnung (WiPrPrüfV)
Erster Teil - Prüfungsverfahren nach § 14 der Wirtschaftsprüferordnung
§ 1 Antrag auf Zulassung zur Prüfung

(1) Der Antrag auf Zulassung zur Prüfung ist an die "Prüfungsstelle
für das Wirtschaftsprüfungsexamen bei der Wirtschaftsprüferkammer"
(Prüfungsstelle) zu richten. Dem Antrag auf Zulassung zur Prüfung sind
beizufügen

1.  ein tabellarischer Lebenslauf, der genaue Angaben über die Vorbildung
    und den beruflichen Werdegang enthält;

2.  Zeugnisse über Hochschulprüfungen, andere einschlägige Prüfungen und
    die berufliche Tätigkeit, insbesondere mit Angaben über Art und Umfang
    der Prüfungstätigkeit; Angaben über Art und Umfang der
    Prüfungstätigkeit sind nicht erforderlich, wenn der Nachweis der
    Prüfungstätigkeit nach § 9 Abs. 4 der Wirtschaftsprüferordnung
    entfällt;

3.  eine Erklärung darüber, ob und bei welcher Stelle bereits früher ein
    Antrag auf Zulassung zur Prüfung eingereicht wurde;

4.  ein Nachweis der Regelstudienzeit der absolvierten
    Hochschulausbildung;

5.  falls der Nachweis nicht nach § 9 Abs. 4 der Wirtschaftsprüferordnung
    entfällt, eine Bescheinigung über die Prüfungstätigkeit nach § 9 Abs.
    2 der Wirtschaftsprüferordnung;

6.  (weggefallen)

7.  (weggefallen)

8.  gegebenenfalls eine Erklärung darüber, ob die Prüfung in verkürzter
    Form (§ 6) abgelegt werden soll.

(2) Aus der Bescheinigung nach Absatz 1 Satz 2 Nummer 5 müssen Art und
Umfang der Prüfungstätigkeit, insbesondere die Teilnahme an
Abschlussprüfungen und die Mitwirkung bei der Abfassung der
Prüfberichte, hervorgehen. Die Prüfungsstelle kann die Vorlage von
wenigstens zwei Prüfungsberichten verlangen. Werden Prüfungsberichte
verlangt, hat die zu prüfende Person zu erklären, dass sie diese
selbstständig oder im Wesentlichen selbstständig angefertigt hat und
Zustimmungserklärungen der Auftraggebenden und der Auftragnehmenden
zur Vorlage der Berichte beizufügen; die zu prüfende Person kann die
Kennzeichnung des geprüften Gegenstandes in den Berichten beseitigen.
Sind die Auftraggebenden nicht die Unternehmen, auf die sich die
Prüfungsberichte beziehen, so sind außerdem deren
Zustimmungserklärungen beizufügen. Bei Prüfungsberichten
genossenschaftlicher Prüfungsverbände sind Zustimmungserklärungen des
Prüfungsverbandes und des geprüften Unternehmens beizufügen. Werden
Prüfungsberichte ohne Kennzeichnung des geprüften Gegenstandes
vorgelegt, so genügt es, wenn die Auftragnehmenden erklären, dass
ihnen gegenüber die Zustimmung der Auftraggebenden erteilt worden ist.
Die Bescheinigung hat die ausstellende Stelle genau zu bezeichnen; sie
ist von dieser auszustellen. Bescheinigungen oder eidesstattliche
Versicherungen von zu prüfenden Personen, die nicht in eigener Praxis
tätig sind, reichen nicht aus. Gleiches gilt für den Nachweis der
Tätigkeit nach § 9 Abs. 1 der Wirtschaftsprüferordnung.

(3) Wurde bereits einmal ein Antrag auf Zulassung gestellt, bei dem
die Aufbewahrungsfristen nach § 1a Absatz 2 noch nicht abgelaufen
sind, müssen die Unterlagen nach Absatz 1 Satz 2 Nummer 2, 4 und 5
nicht erneut eingereicht werden.

(4) Die Erklärung nach Absatz 1 Satz 2 Nummer 8 kann auch nach der
Zulassung zur Prüfung abgegeben werden, solange die Anmeldung zu einem
Modul, um das die Prüfung verkürzt werden soll, nicht nach § 22 Absatz
1 Satz 1 oder Absatz 2 Satz 1 ausgeschlossen ist.

Collections: bundestag_gesetze
WiPrPrüfV
Level: 3.0