Source: https://www.gesetze-im-internet.de/pharmindmstrfortbv/__1.html
Legislation: pharmindmstrfortbv

Title: § 1 Ziel der Prüfung und Bezeichnung des Fortbildungsabschlusses

Description:
Verordnung über die Prüfung zum anerkannten Fortbildungsabschluss Geprüfter Industriemeister – Fachrichtung Pharmazie und Geprüfte Industriemeisterin – Fachrichtung Pharmazie (PharmIndMstrFortbV)
§ 1 Ziel der Prüfung und Bezeichnung des Fortbildungsabschlusses

Paragraph: 1

Full Text:
Verordnung über die Prüfung zum anerkannten Fortbildungsabschluss Geprüfter Industriemeister – Fachrichtung Pharmazie und Geprüfte Industriemeisterin – Fachrichtung Pharmazie (PharmIndMstrFortbV)
§ 1 Ziel der Prüfung und Bezeichnung des Fortbildungsabschlusses

(1) Zum Nachweis von Kenntnissen, Fertigkeiten und Erfahrungen, die
durch die berufliche Fortbildung zum „Geprüften Industriemeister –
Fachrichtung Pharmazie“ und zur „Geprüften Industriemeisterin –
Fachrichtung Pharmazie“ erworben worden sind, kann die zuständige
Stelle Prüfungen nach den §§ 2 bis 10 durchführen.

(2) Ziel der Prüfung ist der Nachweis der Qualifikation zum „Geprüften
Industriemeister – Fachrichtung Pharmazie“ oder zur „Geprüften
Industriemeisterin – Fachrichtung Pharmazie“ und damit die Befähigung,

1.  in Betrieben unterschiedlicher Größe sowie in verschiedenen Bereichen
    und Tätigkeitsfeldern eines Betriebes Sach-, Organisations- und
    Führungsaufgaben wahrzunehmen und

2.  sich auf Änderungen von Methoden und Systemen in der Produktion, auf
    neue Strukturen der Arbeitsorganisation und auf neue Methoden der
    Organisationsentwicklung, der Personalführung und -entwicklung
    einzustellen sowie den technisch-organisatorischen Wandel im Betrieb
    mitzugestalten.

(3) Durch die Prüfung ist festzustellen, ob die Qualifikation
vorhanden ist, folgende im Zusammenhang stehende Aufgaben eines
„Geprüften Industriemeisters – Fachrichtung Pharmazie“ oder einer
„Geprüften Industriemeisterin – Fachrichtung Pharmazie“ wahrnehmen zu
können:

1.  Fertigungs- und Verpackungsprozesse überwachen; den Einsatz von
    Betriebs- und Produktionsmitteln koordinieren und deren Erhaltung und
    Betriebsbereitschaft sowie deren Werterhalt bei Transport und Lagerung
    sicherstellen; für die Einhaltung von Qualitäts- und
    Quantitätsvorgaben sorgen; Maßnahmen zur Vermeidung und Behebung von
    Betriebsstörungen einleiten; bei der Einrichtung von Arbeitsstätten
    und der Gestaltung von Arbeitsplätzen unter Beachtung ergonomischer
    Gesichtspunkte und entsprechender Vorschriften mitwirken;
    technologische Weiterentwicklungen im Unternehmen umsetzen, die In-
    und Außerbetriebnahme von Fertigungs- und Verpackungsanlagen
    organisieren und überwachen; bei der Entwicklung von Vorschlägen für
    neue technische Konzepte mitarbeiten und den kontinuierlichen
    Verbesserungsprozess mitgestalten;

2.  Arbeitsabläufe einschließlich des Einsatzes von Wirk-, Hilfs- und
    Betriebsstoffen planen und sich an der Planung und Umsetzung neuer
    Fertigungs- und Verpackungsprozesse beteiligen; die Kontrollen der
    ein- und ausgehenden Erzeugnisse hinsichtlich ihrer Quantität und
    Qualität sicherstellen; die Kostenentwicklung und den wirtschaftlichen
    Ablauf steuern; bei der Auswahl und Beschaffung von Apparaten, Anlagen
    und Einrichtungen mitwirken; für die Einhaltung von Terminen sorgen;
    die Instandhaltung in Abstimmung mit den zuständigen Mitarbeitern und
    Mitarbeiterinnen sowie den beteiligten betrieblichen Bereichen
    koordinieren und überwachen; die Einhaltung der Arbeitssicherheits-,
    Umwelt-, Gesundheits- und Hygienevorschriften gewährleisten;

3.  Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen im Sinne der Unternehmensziele führen
    und ihnen Aufgaben unter Berücksichtigung betrieblicher Vorgaben, nach
    betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten und unter Berücksichtigung
    ihrer individuellen Eignung, Kompetenz und Interessen zuordnen; sie zu
    selbständigem, verantwortlichem Handeln anleiten, motivieren und an
    Entscheidungsprozessen beteiligen; bei der Planung des Personalbedarfs
    und bei Stellenbesetzungen mitwirken; Arbeitsgruppen betreuen und
    moderieren; die zielorientierte Kooperation und Kommunikation zwischen
    und mit den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen, mit den Führungskräften
    sowie mit dem Betriebsrat fördern; die Beurteilung Einzelner und einer
    Gruppe durchführen und entsprechende Personalentwicklungsmaßnahmen
    sowie Unterweisungen veranlassen; die Innovationsbereitschaft der
    Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen fördern; neue Mitarbeiter und
    Mitarbeiterinnen in ihre Arbeitsbereiche einführen; die Ausbildung der
    zugeteilten Auszubildenden verantworten; Qualitätsmanagementziele
    kontinuierlich umsetzen sowie Qualitätsbewusstsein und
    Kundenorientierung der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen fördern.

(4) Die erfolgreich abgelegte Prüfung führt zum anerkannten
Fortbildungsabschluss „Geprüfter Industriemeister – Fachrichtung
Pharmazie“ oder “Geprüfte Industriemeisterin – Fachrichtung
Pharmazie“.

Collections: bundestag_gesetze
PharmIndMstrFortbV
Level: 2.0