Source: https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__505b.html
Legislation: bgb

Title: § 505b Grundlage der Kreditwürdigkeitsprüfung bei Verbraucherdarlehensverträgen

Description:
Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)
Buch 2 - Recht der Schuldverhältnisse
Abschnitt 8 - Einzelne Schuldverhältnisse
Titel 3 - Darlehensvertrag; Finanzierungshilfen und Ratenlieferungsverträge zwischen einem Unternehmer und einem Verbraucher
Untertitel 1 - Darlehensvertrag
§ 505b Grundlage der Kreditwürdigkeitsprüfung bei Verbraucherdarlehensverträgen

Paragraph: 505b

Full Text:
Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)
Buch 2 - Recht der Schuldverhältnisse
Abschnitt 8 - Einzelne Schuldverhältnisse
Titel 3 - Darlehensvertrag; Finanzierungshilfen und Ratenlieferungsverträge zwischen einem Unternehmer und einem Verbraucher
Untertitel 1 - Darlehensvertrag
§ 505b Grundlage der Kreditwürdigkeitsprüfung bei Verbraucherdarlehensverträgen

(1) Bei Allgemein-Verbraucherdarlehensverträgen können Grundlage für
die Kreditwürdigkeitsprüfung Auskünfte des Darlehensnehmers und
erforderlichenfalls Auskünfte von Stellen sein, die geschäftsmäßig
personenbezogene Daten, die zur Bewertung der Kreditwürdigkeit von
Verbrauchern genutzt werden dürfen, zum Zweck der Übermittlung
erheben, speichern, verändern oder nutzen.

(2) Bei Immobiliar-Verbraucherdarlehensverträgen hat der
Darlehensgeber die Kreditwürdigkeit des Darlehensnehmers auf der
Grundlage notwendiger, ausreichender und angemessener Informationen zu
Einkommen, Ausgaben sowie anderen finanziellen und wirtschaftlichen
Umständen des Darlehensnehmers eingehend zu prüfen. Dabei hat der
Darlehensgeber die Faktoren angemessen zu berücksichtigen, die für die
Einschätzung relevant sind, ob der Darlehensnehmer seinen
Verpflichtungen aus dem Darlehensvertrag voraussichtlich nachkommen
kann. Die Kreditwürdigkeitsprüfung darf sich nicht hauptsächlich
darauf stützen, dass der Wert der Wohnimmobilie den Darlehensbetrag
übersteigt, oder auf die Annahme, dass der Wert der Wohnimmobilie
zunimmt, es sei denn, der Darlehensvertrag dient zum Bau oder zur
Renovierung der Wohnimmobilie.

(3) Der Darlehensgeber ermittelt die gemäß Absatz 2 erforderlichen
Informationen aus einschlägigen internen oder externen Quellen, wozu
auch Auskünfte des Darlehensnehmers gehören. Der Darlehensgeber
berücksichtigt auch die Auskünfte, die einem Darlehensvermittler
erteilt wurden. Der Darlehensgeber ist verpflichtet, die Informationen
in angemessener Weise zu überprüfen, soweit erforderlich auch durch
Einsichtnahme in unabhängig nachprüfbare Unterlagen.

(4) Bei Immobiliar-Verbraucherdarlehensverträgen ist der
Darlehensgeber verpflichtet, die Verfahren und Angaben, auf die sich
die Kreditwürdigkeitsprüfung stützt, festzulegen, zu dokumentieren und
die Dokumentation aufzubewahren.

(5) Die Bestimmungen zum Schutz personenbezogener Daten bleiben
unberührt.

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BGB
Level: 6.0