Source: https://www.gesetze-im-internet.de/bf_v/__2.html
Legislation: bfoev

Title: § 2 Berufsberatung

Description:
Verordnung zur Durchführung der Berufsförderung von Soldatinnen und Soldaten (BföV)
Teil 1 - Allgemeine Vorschriften und Berufsberatung nach § 5 des Soldatenversorgungsgesetzes
§ 2 Berufsberatung

Paragraph: 2

Full Text:
Verordnung zur Durchführung der Berufsförderung von Soldatinnen und Soldaten (BföV)
Teil 1 - Allgemeine Vorschriften und Berufsberatung nach § 5 des Soldatenversorgungsgesetzes
§ 2 Berufsberatung

(1) Das Beratungsgespräch umfasst:

1.  die Erteilung individueller Informationen und Empfehlungen zur
    Berufsförderung (Absatz 2),

2.  die Feststellung der persönlichen Qualifikation und Eignung sowie der
    persönlichen Zielvorstellungen,

3.  die Klärung der beruflichen Anforderungen und Rahmenbedingungen,

4.  die Festlegung des schulischen oder beruflichen Bildungsziels,

5.  die Erstellung eines Förderungsplans sowie

6.  die Evaluation der Umsetzung des Förderungsplans.

(2) Die Informationen und Empfehlungen nach Absatz 1 Nummer 1
erstrecken sich auf

1.  die Berufsorientierung und Berufsfindung,

2.  die Möglichkeiten der schulischen und beruflichen Bildung und
    Förderung nach dem Soldatenversorgungsgesetz während und nach der
    Wehrdienstzeit,

3.  die zivilberufliche Verwertbarkeit der Qualifikationen, die im Rahmen
    der militärischen Ausbildung und Verwendung erworben worden sind,

4.  die Möglichkeiten und Rahmenbedingungen des Bildungs- und
    Arbeitsmarktes sowie

5.  die Betreuung und Unterstützung bei der Eingliederung in das zivile
    Erwerbsleben.

(3) Die Beratung erfolgt kontinuierlich und endet frühestens mit der
angemessenen Eingliederung in das zivile Erwerbsleben. Der oder dem
Förderungsberechtigten ist auf Antrag zu gestatten, an dem
Beratungsgespräch in Begleitung von einer der folgenden Personen
teilzunehmen:

1.  der Ehegattin oder des Ehegatten,

2.  der Lebenspartnerin oder des Lebenspartners,

3.  einer Person, mit der die oder der Förderungsberechtigte in einem
    Haushalt zusammenlebt.

Das Beratungsgespräch kann mittels Video-Konferenz durchgeführt
werden.

(4) Die Förderungsberechtigten nach § 5 Absatz 3 des
Soldatenversorgungsgesetzes haben an der Berufsberatung teilzunehmen.
Das Karrierecenter der Bundeswehr – Berufsförderungsdienst –
vereinbart mit den truppendienstlichen Vorgesetzten jeweils einen
Termin. Die truppendienstlichen Vorgesetzten stellen die Teilnahme
sicher. Die Verpflichtung zur Teilnahme entfällt, wenn im Zeitraum
nach § 5 Absatz 3 des Soldatenversorgungsgesetzes bereits eine
entsprechende Beratung stattgefunden hat.

(5) Die Berufsberatung kann mit Zustimmung der Förderungsberechtigten
zur Feststellung der beruflichen Eignung durch ärztliche und
psychologische Untersuchungen unterstützt werden.

(6) Das Karrierecenter der Bundeswehr – Berufsförderungsdienst – kann
mit Zustimmung der Förderungsberechtigten Untersuchungs- oder
Beratungsleistungen Dritter einleiten, wenn sichergestellt ist, dass
die Ergebnisse dem Karrierecenter zur Verfügung gestellt werden.

(7) Das Karrierecenter der Bundeswehr – Berufsförderungsdienst –
arbeitet bei der Berufsberatung mit den Institutionen der Wirtschaft
und den öffentlichen Verwaltungen sowie den Aus-, Fort- und
Weiterbildungspartnern der Erwachsenenbildung zusammen.

(8) Nach der Wehrdienstzeit werden die Aufwendungen für Fahrten zum
und vom nächstgelegenen Beratungsort erstattet, wenn die
Förderungsberechtigten vereinbarungsgemäß von einem auswärtigen Wohn-,
Maßnahme- oder Arbeitsort reisen. Die Erstattung richtet sich nach den
für die Beamtinnen und Beamten des Bundes geltenden
reisekostenrechtlichen Vorschriften.

(9) Soldatinnen und Soldaten, die freiwilligen Wehrdienst nach § 58b
des Soldatengesetzes leisten, werden vor der Inanspruchnahme von
Leistungen der Berufsförderung, mit Ausnahme von Leistungen der
Basisqualifizierungen nach § 6 Absatz 4 Satz 1 des
Soldatenversorgungsgesetzes, und im Übrigen auf Antrag beraten.

Collections: bundestag_gesetze
BföV
Level: 3.0