Source: https://www.gesetze-im-internet.de/gntdaivaprv/__11.html
Legislation: gntdaivaprv

Title: § 11 Prüfende, Prüfungskommission

Description:
Verordnung über den Vorbereitungsdienst für den gehobenen nichttechnischen Dienst in der allgemeinen und inneren Verwaltung des Bundes (GntDAIVAPrV)
Abschnitt 3 - Prüfungen
§ 11 Prüfende, Prüfungskommission

Paragraph: 11

Full Text:
Verordnung über den Vorbereitungsdienst für den gehobenen nichttechnischen Dienst in der allgemeinen und inneren Verwaltung des Bundes (GntDAIVAPrV)
Abschnitt 3 - Prüfungen
§ 11 Prüfende, Prüfungskommission

(1) Das Prüfungsamt bestellt Prüfende für die Bewertung der
fachtheoretischen Modulprüfungen und der Diplomarbeit. Es richtet für
die mündliche Abschlussprüfung Prüfungskommissionen ein und bestellt
deren Mitglieder und Ersatzmitglieder. Die Prüfenden sind in ihren
Prüfungsentscheidungen unabhängig und nicht weisungsgebunden.

(2) Werden für eine Prüfung oder einen Prüfungsteil zwei Prüfende
bestellt, legt das Prüfungsamt fest, wer Erstprüferin oder Erstprüfer
und wer Zweitprüferin oder Zweitprüfer ist. Die Prüfenden bewerten
unabhängig voneinander die Prüfung oder den Prüfungsteil. Die
Zweitprüferin oder der Zweitprüfer darf Kenntnis von der Bewertung der
Erstprüferin oder des Erstprüfers haben.

(3) Zur Bewertung der Zwischenprüfung wird vom Prüfungsamt für jede
Klausur eine Prüferin oder ein Prüfer bestellt. Für zu wiederholende
Klausuren werden zwei Prüfende bestellt, von denen eine oder einer
eine hauptamtliche Lehrkraft der Hochschule sein muss.

(4) Zur Bewertung einer Modulprüfung wird vom Prüfungsamt im Benehmen
mit dem Fachbereich eine Prüferin oder ein Prüfer bestellt. Zur
Bewertung von Klausuren mit einer Bearbeitungszeit von 240 Minuten und
zur Bewertung von zu wiederholenden Modulprüfungen werden jeweils zwei
Prüfende bestellt, von denen eine oder einer eine hauptamtliche
Lehrkraft der Hochschule sein muss.

(5) Für die Bewertung der Diplomarbeit werden vom Prüfungsamt zwei
Prüfende bestellt, wobei

1.  mindestens eine Prüfende oder ein Prüfender dem höheren Dienst
    angehört,

2.  die oder der andere Prüfende mindestens dem gehobenen nichttechnischen
    Verwaltungsdienst angehört und

3.  mindestens eine Prüfende oder ein Prüfender eine Lehrkraft der
    Hochschule ist.

Die Prüfenden werden bestellt, sobald das Thema der Diplomarbeit
ausgegeben worden ist.

(6) Für die mündliche Abschlussprüfung richtet das Prüfungsamt eine
Prüfungskommission ein. Diese besteht aus

1.  einer Beamtin oder einem Beamten des höheren nichttechnischen
    Verwaltungsdienstes des Bundes oder einer hauptamtlichen Lehrkraft der
    Hochschule als Vorsitzender oder Vorsitzendem,

2.  einer Beamtin oder einem Beamten des höheren Dienstes als Beisitzerin
    oder Beisitzer und Vertretung der oder des Vorsitzenden und

3.  drei weiteren Beamtinnen oder Beamten des gehobenen oder höheren
    Dienstes als Beisitzenden, von denen mindestens eine Beamtin oder ein
    Beamter dem gehobenen oder höheren nichttechnischen Verwaltungsdienst
    des Bundes angehört.

Prüfende können auch Tarifbeschäftigte sein, sofern sie über eine
entsprechende Qualifikation verfügen. Zwei Mitglieder der
Prüfungskommission sollen Lehrkräfte der Hochschule sein.

(7) Abweichend von Absatz 6 Satz 2 bis 4 können von den fünf
Mitgliedern der Prüfungskommission für die mündliche Abschlussprüfung
höchstens drei Prüfende auch Lehrbeauftragte sein, die weder
Beamtinnen oder Beamte noch Arbeitnehmerinnen oder Arbeitnehmer des
Bundes sind, wenn sie

1.  über langjährige Erfahrungen als Lehrbeauftragte an der Hochschule
    verfügen und

2.  mindestens einen Bachelorabschluss oder eine gleichwertige
    Qualifikation besitzen.

(8) Die Prüfungskommission ist beschlussfähig, wenn mindestens vier
Mitglieder anwesend sind. Sie entscheidet mit Stimmenmehrheit.
Stimmenthaltung ist nicht zulässig. Bei Stimmengleichheit gibt die
Stimme der oder des Vorsitzenden den Ausschlag.

(9) Es können mehrere Prüfungskommissionen eingesetzt werden, wenn die
Zahl der Studierenden dies erfordert. Das Prüfungsamt gewährleistet
die gleichmäßige Anwendung der Bewertungsmaßstäbe.

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GntDAIVAPrV
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