Source: https://www.gesetze-im-internet.de/kagb/__174.html
Legislation: kagb

Title: § 174 Anlagegrenzen, Anlagebeschränkungen, Aussetzung der Anteile

Description:
Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB)
Kapitel 2 - Publikumsinvestmentvermögen
Abschnitt 1 - Allgemeine Vorschriften für offene Publikumsinvestmentvermögen
Unterabschnitt 2 - Master-Feeder-Strukturen
§ 174 Anlagegrenzen, Anlagebeschränkungen, Aussetzung der Anteile

Paragraph: 174

Full Text:
Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB)
Kapitel 2 - Publikumsinvestmentvermögen
Abschnitt 1 - Allgemeine Vorschriften für offene Publikumsinvestmentvermögen
Unterabschnitt 2 - Master-Feeder-Strukturen
§ 174 Anlagegrenzen, Anlagebeschränkungen, Aussetzung der Anteile

(1) Die Kapitalverwaltungsgesellschaft hat für einen Feederfonds
ungeachtet der Anlagegrenzen nach § 207 Absatz 1, § 210 Absatz 3 und §
221 Absatz 3 mindestens 85 Prozent des Wertes des Feederfonds in
Anteile eines Masterfonds anzulegen. Der Feederfonds darf erst dann
über die Anlagegrenzen nach § 207 Absatz 1, § 210 Absatz 3 und § 221
Absatz 3 hinaus in Anteile eines Masterfonds anlegen, wenn die
Genehmigung nach § 171 erteilt worden ist und die Master-Feeder-
Vereinbarung nach § 175 Absatz 1 und, falls erforderlich, die
Verwahrstellenvereinbarung nach § 175 Absatz 2 und die
Abschlussprüfervereinbarung nach § 175 Absatz 3 wirksam geworden
sind.Die Kapitalverwaltungsgesellschaft darf bis zu 15 Prozent des
Wertes des Feederfonds anlegen in

1.  Bankguthaben nach § 195, sofern diese täglich verfügbar sind, und

2.  Derivate nach § 197 Absatz 1, sofern diese ausschließlich für
    Absicherungszwecke verwendet werden.

§ 112 Absatz 2 Satz 1 und 2 bleibt unberührt.

(2) Die Kapitalverwaltungsgesellschaft darf für Rechnung eines
Masterfonds keine Anteile an einem Feederfonds halten.

(3) Die Kapitalverwaltungsgesellschaft muss für die Zwecke der
Einhaltung des § 197 Absatz 2 das Marktrisikopotenzial eines
Feederfonds berechnen aus der Kombination seines Marktrisikopotenzials
durch den Einsatz von Derivaten nach Absatz 1 Satz 3 Nummer 2 mit

1.  dem tatsächlichen Marktrisikopotenzial des Masterfonds durch den
    Einsatz von Derivaten im Verhältnis zur Anlage des Feederfonds in dem
    Masterfonds oder

2.  dem höchstmöglichen Marktrisikopotenzial des Masterfonds durch den
    Einsatz von Derivaten gemäß seiner Anlagebedingungen oder seiner
    Satzung im Verhältnis zur Anlage des Feederfonds in dem Masterfonds.

(4) Wird die Rücknahme der Anteile eines Masterfonds zeitweilig
ausgesetzt, ist die den Feederfonds verwaltende
Kapitalverwaltungsgesellschaft abweichend von § 98 Absatz 2 Satz 1
oder § 116 Absatz 2 Satz 6 dazu berechtigt, die Rücknahme der Anteile
des Feederfonds während des gleichen Zeitraums auszusetzen.

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KAGB
Level: 5.0