Source: https://www.gesetze-im-internet.de/b_romkfausbverprv/__4.html
Legislation: bueromkfausbverprv

Title: § 4 Teil 2 der Abschlussprüfung

Description:
Verordnung über die Erprobung abweichender Ausbildungs- und Prüfungsbestimmungen in der Büromanagementkaufleute-Ausbildungsverordnung (BüroMKfAusbVErprV)
§ 4 Teil 2 der Abschlussprüfung

Paragraph: 4

Full Text:
Verordnung über die Erprobung abweichender Ausbildungs- und Prüfungsbestimmungen in der Büromanagementkaufleute-Ausbildungsverordnung (BüroMKfAusbVErprV)
§ 4 Teil 2 der Abschlussprüfung

(1) Teil 2 der Abschlussprüfung soll am Ende der Berufsausbildung
stattfinden.

(2) Teil 2 der Abschlussprüfung erstreckt sich

1.  auf die Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten nach den Anlagen 1
    und 2 der Büromanagementkaufleute-Ausbildungsverordnung sowie

2.  auf den im Berufsschulunterricht zu vermittelnden Lehrstoff, soweit er
    für die Berufsausbildung wesentlich ist.

(3) Teil 2 der Abschlussprüfung besteht aus den Prüfungsbereichen:

1.  Kundenbeziehungsprozesse,

2.  Fachaufgabe in der Wahlqualifikation,

3.  Wirtschafts- und Sozialkunde.

(4) Für den Prüfungsbereich „Kundenbeziehungsprozesse“ bestehen
folgende Vorgaben:

1.  der Prüfling soll nachweisen, dass er in der Lage ist, komplexe
    Arbeitsaufträge handlungsorientiert zu bearbeiten; dabei soll er
    zeigen, dass er Aufträge kundenorientiert abwickeln, personalbezogene
    Aufgaben wahrnehmen und Instrumente der kaufmännischen Steuerung
    fallbezogen einsetzen kann;

2.  der Prüfling soll berufstypische Aufgaben schriftlich bearbeiten;

3.  die Prüfungszeit beträgt 150 Minuten.

(5) Für den Prüfungsbereich „Fachaufgabe in der Wahlqualifikation“
bestehen folgende Vorgaben:

1.  der Prüfling soll nachweisen, dass er in der Lage ist,

    a)  berufstypische Aufgabenstellungen zu erfassen, Probleme und
        Vorgehensweisen zu erörtern sowie Lösungswege zu entwickeln, zu
        begründen und zu reflektieren,

    b)  kunden- und serviceorientiert zu handeln,

    c)  betriebspraktische Aufgaben unter Berücksichtigung wirtschaftlicher,
        ökologischer und rechtlicher Zusammenhänge zu planen, durchzuführen
        und auszuwerten sowie

    d)  Kommunikations- und Kooperationsbedingungen zu berücksichtigen;

2.  mit dem Prüfling soll ein fallbezogenes Fachgespräch durchgeführt
    werden, für das folgende Vorgaben bestehen:

    a)  Grundlage für das fallbezogene Fachgespräch ist eine der festgelegten
        Wahlqualifikationen nach § 4 Absatz 3 der Büromanagementkaufleute-
        Ausbildungsverordnung,

    b)  bewertet werden die Leistungen, die der Prüfling im fallbezogenen
        Fachgespräch zeigt,

    c)  das Fachgespräch soll höchstens 20 Minuten dauern und

    d)  das Fachgespräch wird mit einer Darstellung von Aufgabe und Lösungsweg
        durch den Prüfling eingeleitet;

3.  zur Vorbereitung auf das fallbezogene Fachgespräch soll der Prüfling

    a)  für jede der beiden festgelegten Wahlqualifikationen nach § 4 Absatz 3
        der Büromanagementkaufleute-Ausbildungsverordnung einen höchstens
        dreiseitigen Report über die Durchführung einer betrieblichen
        Fachaufgabe erstellen oder

    b)  eine von zwei praxisbezogenen Fachaufgaben, die ihm vom
        Prüfungsausschuss zur Wahl gestellt werden, bearbeiten und Lösungswege
        entwickeln; Grundlage für die Fachaufgaben ist eine der festgelegten
        Wahlqualifikationen nach § 4 Absatz 3 der Büromanagementkaufleute-
        Ausbildungsverordnung.

Der Ausbildungsbetrieb teilt der zuständigen Stelle mit der Anmeldung
zur Prüfung mit, welche Variante nach Satz 1 Nummer 3 gewählt wird.
Wird die Variante nach Satz 1 Nummer 3 Buchstabe a gewählt, hat der
Ausbildende zu bestätigen, dass die Fachaufgaben vom Prüfling
eigenständig im Betrieb durchgeführt worden sind. Die Reporte sind dem
Prüfungsausschuss spätestens am ersten Tag von Teil 2 der
Abschlussprüfung zuzuleiten. Sie werden nicht bewertet. Aus den beiden
betrieblichen Fachaufgaben wählt der Prüfungsausschuss eine aus.
Ausgehend von der gewählten Fachaufgabe und dem dazu erstellten Report
entwickelt der Prüfungsausschuss für die zugrunde liegende
Wahlqualifikation das fallbezogene Fachgespräch so, dass die in Satz 1
Nummer 1 genannten Vorgaben nachgewiesen werden können. Wird die
Variante nach Satz 1 Nummer 3 Buchstabe b gewählt, ist dem Prüfling
eine Vorbereitungszeit von 20 Minuten einzuräumen. Ausgehend von der
Fachaufgabe, die der Prüfling gewählt hat, entwickelt der
Prüfungsausschuss für die zugrunde liegende Wahlqualifikation das
fallbezogene Fachgespräch so, dass die in Satz 1 Nummer 1 genannten
Vorgaben nachgewiesen werden können.

(6) Für den Prüfungsbereich „Wirtschafts- und Sozialkunde“ bestehen
folgende Vorgaben:

1.  der Prüfling soll nachweisen, dass er in der Lage ist, allgemeine
    wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenhänge der Berufs- und
    Arbeitswelt darzustellen und zu beurteilen;

2.  der Prüfling soll fallbezogene Aufgaben schriftlich bearbeiten;

3.  die Prüfungszeit beträgt 60 Minuten.

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