Source: https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__1617.html
Legislation: bgb

Title: § 1617 Geburtsname bei Eltern ohne Ehenamen und gemeinsamer Sorge

Description:
Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)
Buch 4 - Familienrecht
Abschnitt 2 - Verwandtschaft
Titel 4 - Rechtsverhältnis zwischen den Eltern und dem Kind im Allgemeinen
§ 1617 Geburtsname bei Eltern ohne Ehenamen und gemeinsamer Sorge

Paragraph: 1617

Full Text:
Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)
Buch 4 - Familienrecht
Abschnitt 2 - Verwandtschaft
Titel 4 - Rechtsverhältnis zwischen den Eltern und dem Kind im Allgemeinen
§ 1617 Geburtsname bei Eltern ohne Ehenamen und gemeinsamer Sorge

(1) Führen die Eltern keinen Ehenamen und steht ihnen die elterliche
Sorge gemeinsam zu, so bestimmen sie durch Erklärung gegenüber dem
Standesamt einen der folgenden Namen zum Geburtsnamen des Kindes:

1.  den Familiennamen, den ein Elternteil zur Zeit der Erklärung führt,
    oder

2.  einen aus den Namen (Nummer 1) beider Elternteile gebildeten
    Doppelnamen.

Im Fall des Satzes 1 Nummer 2 werden die für den Doppelnamen
herangezogenen Namen durch einen Bindestrich verbunden, es sei denn,
die Eltern bestimmen mit der Erklärung nach Satz 1, dass die Namen
nicht durch einen Bindestrich verbunden werden.

(2) Besteht der Name eines Elternteils, der nach Absatz 1 allein oder
als einer der Namen eines Doppelnamens zum Geburtsnamen des Kindes
bestimmt werden soll, aus mehreren Namen, so gilt zusätzlich:

1.  im Fall des Absatzes 1 Satz 1 Nummer 1 können anstelle des gesamten
    Namens auch nur einer oder einige der Namen, aus denen der Name
    besteht, zum Geburtsnamen des Kindes bestimmt werden,

2.  im Fall des Absatzes 1 Satz 1 Nummer 2 darf nur einer der Namen, aus
    denen der Name besteht, für die Bildung des Doppelnamens herangezogen
    werden.

(3) Eine nach der Beurkundung der Geburt abgegebene Erklärung muss
öffentlich beglaubigt werden.

(4) Treffen die Eltern binnen eines Monats nach der Geburt des Kindes
keine Bestimmung, so erhält das Kind einen in alphabetischer
Reihenfolge aus den Namen (Absatz 1 Satz 1 Nummer 1) beider
Elternteile gebildeten Doppelnamen. Besteht der Name eines Elternteils
aus mehreren Namen, so wird der alphabetisch voranstehende Name für
die Bildung des Doppelnamens herangezogen. Die herangezogenen Namen
werden durch einen Bindestrich verbunden. Ergibt sich nach den Sätzen
1 bis 3 ein Geburtsname des Kindes, den zumindest ein Elternteil durch
Erklärung gegenüber dem Standesamt ablehnt, so überträgt das
Familiengericht das Recht zur Bestimmung des Geburtsnamens des Kindes
einem Elternteil. Die Absätze 1 bis 3 und § 1617c Absatz 1 gelten
entsprechend. Das Gericht kann dem Elternteil für die Ausübung des
Bestimmungsrechts eine Frist setzen. Ist nach Ablauf der Frist das
Bestimmungsrecht nicht ausgeübt worden, so erhält das Kind den sich
nach den Sätzen 1 bis 3 ergebenden Geburtsnamen.

(5) Der von den Eltern oder einem Elternteil bestimmte Geburtsname
gilt auch für ihre weiteren gemeinsamen Kinder.

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BGB
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