Source: https://www.gesetze-im-internet.de/polstausbv_2014/__6.html
Legislation: polstausbv_2014

Title: § 6 Zwischenprüfung

Description:
Verordnung über die Berufsausbildung zum Polsterer und zur Polsterin (PolstAusbV 2014)
§ 6 Zwischenprüfung

Paragraph: 6

Full Text:
Verordnung über die Berufsausbildung zum Polsterer und zur Polsterin (PolstAusbV 2014)
§ 6 Zwischenprüfung

(1) Zur Ermittlung des Ausbildungsstandes ist eine Zwischenprüfung
durchzuführen. Sie soll am Ende des zweiten Ausbildungsjahres
stattfinden.

(2) Die Zwischenprüfung erstreckt sich auf

1.  die in der Anlage für die ersten drei Ausbildungshalbjahre genannten
    Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sowie

2.  den im Berufsschulunterricht zu vermittelnden Lehrstoff, soweit er für
    die Berufsausbildung wesentlich ist.

(3) Die Zwischenprüfung findet im Prüfungsbereich Herstellen eines
Polsterteils statt.

(4) Für den Prüfungsbereich bestehen folgende Vorgaben:

1.  der Prüfling soll nachweisen, dass er in der Lage ist,

    a)  Auftragsunterlagen zu prüfen, technische Unterlagen anzuwenden,
        Arbeitsschritte festzulegen,

    b)  Werk- und Hilfsstoffe sowie Zubehör unter Berücksichtigung von
        Eigenschaften und Verwendungszweck auszuwählen,

    c)  Skizzen und Fachzeichnungen zu erstellen und anzuwenden, Maße und
        Proportionen zu unterscheiden,

    d)  Werkzeuge, Geräte, Maschinen und Anlagen auszuwählen und einzusetzen,

    e)  Bezugsmaterialien und Hilfsstoffe zuzuschneiden, zu kontrollieren und
        zu kennzeichnen,

    f)  Bezüge zu nähen,

    g)  Polster oder Matratzen aufzubauen,

    h)  Rücken-, Sitz-, Arm- und Kissenpolster oder Matratzen herzustellen,

    i)  Verzierungen anzubringen,

    j)  Zwischenkontrollen durchzuführen,

    k)  Maßnahmen zur Arbeitsorganisation, zur Sicherheit und zum
        Gesundheitsschutz bei der Arbeit, zum Umweltschutz, zur
        Kundenorientierung, zur Wirtschaftlichkeit und zur Qualitätssicherung
        zu ergreifen,

    l)  fachliche Hintergründe aufzuzeigen und die Vorgehensweise bei der
        Durchführung der Arbeitsprobe zu begründen;

2.  für den Nachweis nach Nummer 1 sind folgende Tätigkeiten zugrunde zu
    legen:

    a)  Zuschneiden und Nähen eines Bezugs sowie

    b)  Vorpolstern und Beziehen eines Polsterteils;

3.  der Prüfling soll eine Arbeitsprobe durchführen und auf die
    Arbeitsprobe bezogene Aufgaben schriftlich bearbeiten; mit dem
    Prüfling soll ein situatives Fachgespräch geführt werden;

4.  die Prüfungszeit beträgt insgesamt neun Stunden; innerhalb dieser Zeit
    soll das situative Fachgespräch höchstens 10 Minuten dauern und die
    Bearbeitungszeit für die schriftlichen Aufgaben 120 Minuten betragen.

Collections: bundestag_gesetze
PolstAusbV-2014
Level: 2.0