Source: https://www.gesetze-im-internet.de/braum_ausbv/__11.html
Legislation: braumaeausbv

Title: § 11 Prüfungsbereich Brauprozesse

Description:
Verordnung über die Berufsausbildung zum Brauer und Mälzer und zur Brauerin und Mälzerin (BrauMäAusbV)
Abschnitt 2 - Abschluss- oder Gesellenprüfung
§ 11 Prüfungsbereich Brauprozesse

Paragraph: 11

Full Text:
Verordnung über die Berufsausbildung zum Brauer und Mälzer und zur Brauerin und Mälzerin (BrauMäAusbV)
Abschnitt 2 - Abschluss- oder Gesellenprüfung
§ 11 Prüfungsbereich Brauprozesse

(1) Im Prüfungsbereich Brauprozesse hat der Prüfling nachzuweisen,
dass er in der Lage ist,

1.  Arbeitsabläufe unter Beachtung rechtlicher, wirtschaftlicher und
    verfahrenstechnologischer Vorgaben zu planen,

2.  Roh- und Hilfsstoffe sowie Betriebsmittel auszuwählen und zu
    beurteilen,

3.  Arbeitsmittel festzulegen und vorzubereiten,

4.  Messgeräte zu kalibrieren und einzusetzen,

5.  Brauprozesse zu steuern,

6.  Fehler und Qualitätsmängel zu ermitteln und zu beheben,

7.  Proben für mikrobiologische Untersuchungen bereitzustellen und
    Ergebnisse auszuwerten,

8.  sensorische und chemisch-technische Kontrollen durchzuführen,

9.  Maßnahmen zur Hygiene, zur Wirtschaftlichkeit und zur Nachhaltigkeit
    sowie zur Sicherheit und zum Gesundheitsschutz bei der Arbeit
    umzusetzen,

10. Arbeitsergebnisse auszuwerten und zu dokumentieren sowie

11. fachliche Zusammenhänge aufzuzeigen und das Vorgehen bei der
    Herstellung der Erzeugnisse zu begründen.

(2) Für den Nachweis nach Absatz 1 hat der Prüfling folgende
Arbeitsproben durchzuführen:

1.  zwei Arbeitsproben zu den Teilprozessen des Brauens nach Absatz 3 und

2.  eine Arbeitsprobe in Form einer Qualitätskontrolle nach Absatz 4.

Während jeder der drei Arbeitsproben wird mit dem Prüfling ein
situatives Fachgespräch geführt.

(3) Für die Arbeitsproben zu den Teilprozessen des Brauens wählt der
Prüfungsausschuss zwei der folgenden Teilprozesse aus, wobei einer der
Teilprozesse aus den Nummern 1 bis 4 und der andere Teilprozess aus
den Nummern 5 bis 7 ausgewählt werden soll:

1.  Schroten,

2.  Maischen,

3.  Läutern,

4.  Würze kochen mit Hopfengabe,

5.  Würze kühlen, anstellen und Hefemanagement betreiben,

6.  Haupt- und Nachgärung sowie Lagerung steuern oder

7.  Filtrieren.

Der jeweils gewählte Teilprozess kann digital mittels eines
Simulationsprogramms abgebildet werden. Vorher ist dem Prüfling
Gelegenheit zu geben, sich in dieses Simulationsprogramm
einzuarbeiten.

(4) Für die Arbeitsprobe in Form einer Qualitätskontrolle soll der
Prüfling

1.  die Qualität von Roh-, Zusatz- oder Hilfsstoffen, Halbfabrikaten oder
    Fertigprodukten beurteilen,

2.  bei der Qualitätskontrolle Proben ziehen und diese auswerten sowie

3.  Parameter bestimmen.

(5) Die Prüfungszeit beträgt insgesamt 90 Minuten. Jede Arbeitsprobe
dauert 30 Minuten. Innerhalb dieser Zeiten dauern die situativen
Fachgespräche jeweils höchstens 5 Minuten.

Collections: bundestag_gesetze
BrauMäAusbV
Level: 3.0