Source: https://www.gesetze-im-internet.de/lap-gehdaav_2004/__41.html
Legislation: lap-gehdaav_2004

Title: § 41 Praxisaufstieg

Description:
Verordnung über die Laufbahn, Ausbildung und Prüfung für den gehobenen Auswärtigen Dienst (LAP-gehDAAV 2004)
Kapitel 3 - Aufstieg
§ 41 Praxisaufstieg

Paragraph: 41

Full Text:
Verordnung über die Laufbahn, Ausbildung und Prüfung für den gehobenen Auswärtigen Dienst (LAP-gehDAAV 2004)
Kapitel 3 - Aufstieg
§ 41 Praxisaufstieg

(1) Zum Praxisaufstieg in die Laufbahn des gehobenen Auswärtigen
Dienstes können Beamtinnen und Beamte der Laufbahn des mittleren
nichttechnischen Auswärtigen Dienstes zugelassen werden, die zu Beginn
der Einführung das 45. Lebensjahr vollendet und das 58. Lebensjahr
noch nicht vollendet haben.

(2) Bei erfolgloser Teilnahme kann das Auswahlverfahren für den
Praxisaufstieg einmal wiederholt werden, sofern das Auswahlverfahren
für den Ausbildungsaufstieg nicht bereits zweimal erfolglos
durchlaufen wurde.

(3) Die zum Aufstieg zugelassenen Beamtinnen und Beamten werden in die
Laufbahn des gehobenen Auswärtigen Dienstes eingeführt, indem sie
Aufgaben dieser Laufbahn wahrnehmen. Die Einführung dauert zwei Jahre.
Sie erfolgt schwerpunktmäßig in der Zentrale des Auswärtigen Amts und
bei geeigneten Auslandsvertretungen. Einzelheiten regelt das für den
gehobenen Auswärtigen Dienst zuständige Personalreferat in Absprache
mit der Ausbildungsleitung für den gehobenen Auswärtigen Dienst.

(4) Die Einführungszeit umfasst Lehrgänge von bis zu siebenmonatiger
Dauer im Öffentlichen Recht und Zivilrecht, die sich insbesondere an
den für die Betrauung mit konsularischen Aufgaben nach den
Bestimmungen des Konsulargesetzes notwendigen Kenntnissen orientieren.
Die Lehrgänge werden in der Regel vom Auswärtigen Amt durchgeführt.

(5) Die erfolgreiche Teilnahme an den Lehrgängen wird durch mindestens
vier Leistungsnachweise festgestellt, die mindestens mit der Note
"ausreichend" bewertet worden sein müssen. Zur Bewertung der
Leistungsnachweise wird eine Prüfungskommission eingesetzt; die §§ 25
und 29 Abs. 7 sind entsprechend anzuwenden. Wird in einem
Leistungsnachweis nicht die Note "ausreichend" erreicht, ist dieser zu
wiederholen. Wird in mehr als einem Leistungsnachweis die Note
"ausreichend" nicht erreicht, sind alle Leistungsnachweise zu
wiederholen. Wenn die Mindestanforderungen auch nach einer
Wiederholung von Leistungsnachweisen nicht erfüllt wurden, nimmt die
Bewerberin oder der Bewerber entweder an geeigneten
Fortbildungsveranstaltungen teil oder wiederholt den gesamten
Lehrgang. Im Falle der Wiederholung des gesamten Lehrgangs muss die
Einführungszeit entsprechend verlängert werden. Im Zuge der
Fortbildungsveranstaltungen oder der Wiederholung des Lehrgangs sind
erneut mindestens vier Leistungsnachweise ohne Möglichkeit einer
Wiederholung zu erbringen. Werden dabei nicht die in Satz 1 genannten
Mindestanforderungen erbracht, kann der Bewerber nicht am weiteren
Praxisaufstiegsverfahren teilnehmen.

(6) Die Feststellung über die Befähigung für die Laufbahn des
gehobenen Auswärtigen Dienstes trifft die Prüfungskommission in einem
Vorstellungstermin. § 25 ist entsprechend anzuwenden, wobei von § 25
Abs. 3 Halbsatz 2 abgewichen werden kann. Die Prüfungskommission hat
bei der Feststellung die während der Einführungszeit erbrachten
Leistungsnachweise einschließlich einer eingehenden Beurteilung der
Leistungen während dieser Zeit zu berücksichtigen. Reicht das Ergebnis
des Vorstellungstermins nicht aus, kann die Prüfungskommission
bestimmen, in welcher Form der weitere Nachweis des erfolgreichen
Abschlusses der Einführung geführt werden soll. Die Prüfungskommission
kann die Anfertigung von Ausarbeitungen verlangen. Das
Feststellungsverfahren kann nach Ablauf von mindestens sechs Monaten
einmal wiederholt werden. Für diesen Fall ist die Einführungszeit
entsprechend zu verlängern.

Collections: bundestag_gesetze
LAP-gehDAAV-2004
Level: 3.0