Source: https://www.gesetze-im-internet.de/stberg/__53.html
Legislation: stberg

Title: § 53 Anerkennung

Description:
Steuerberatungsgesetz (StBerG)
Zweiter Teil - Steuerberaterordnung
Zweiter Abschnitt - Voraussetzungen für die Berufsausübung
Dritter Unterabschnitt - Berufsausübungsgesellschaften
§ 53 Anerkennung

Paragraph: 53

Full Text:
Steuerberatungsgesetz (StBerG)
Zweiter Teil - Steuerberaterordnung
Zweiter Abschnitt - Voraussetzungen für die Berufsausübung
Dritter Unterabschnitt - Berufsausübungsgesellschaften
§ 53 Anerkennung

(1) Berufsausübungsgesellschaften bedürfen der Anerkennung durch die
Steuerberaterkammer, in deren Kammerbezirk die
Berufsausübungsgesellschaft ihren Sitz hat. Keiner Anerkennung nach
Satz 1 bedürfen

1.  Personengesellschaften, bei denen keine Beschränkung der Haftung der
    natürlichen Personen vorliegt und denen ausschließlich Steuerberater,
    Steuerbevollmächtigte oder Angehörige eines in § 50 Absatz 1 Satz 1
    Nummer 1 genannten Berufs als Gesellschafter und als Mitglieder der
    Geschäftsführungs- und Aufsichtsorgane angehören,

2.  Wirtschaftsprüfungsgesellschaften,

3.  Buchprüfungsgesellschaften und

4.  Berufsausübungsgesellschaften, die als Personengesellschaften von

    a)  mehreren anerkannten Berufsausübungsgesellschaften nach diesem Gesetz
        oder

    b)  einer oder mehreren anerkannten Berufsausübungsgesellschaften nach
        diesem Gesetz und einem oder mehreren Steuerberatern oder
        Steuerbevollmächtigten

    für die Bearbeitung eines einzelnen Mandats gegründet wurden
    (Mandatsgesellschaft).

Die Gründung einer Mandatsgesellschaft ist durch die an ihr
beteiligten Berufsausübungsgesellschaften, Steuerberater und
Steuerbevollmächtigten denjenigen Steuerberaterkammern anzuzeigen, bei
denen die beteiligten Berufsausübungsgesellschaften, Steuerberater und
Steuerbevollmächtigten anerkannt oder bestellt sind. Unberührt von
Satz 2 bleibt der freiwillige Antrag auf eine Anerkennung. Für
Berufsausübungsgesellschaften, die ihren Sitz nicht im Inland haben,
ist die Steuerberaterkammer zuständig, in deren Kammerbezirk die
weitere Beratungsstelle unterhalten wird oder der
Zustellungsbevollmächtigte ansässig ist.

(2) Die Anerkennung ist zu erteilen, wenn

1.  die Berufsausübungsgesellschaft, ihre Gesellschafter und die
    Mitglieder der Geschäftsführungs- und Aufsichtsorgane die
    Voraussetzungen der §§ 49, 50, des § 51 Absatz 5, der §§ 55a und 55b
    erfüllen,

2.  die Berufsausübungsgesellschaft sich nicht in Vermögensverfall
    befindet und

3.  der Abschluss der Berufshaftpflichtversicherung nachgewiesen ist oder
    eine vorläufige Deckungszusage vorliegt.

Ein Vermögensverfall nach Satz 1 Nummer 2 wird vermutet, wenn ein
Insolvenzverfahren über das Vermögen der Berufsausübungsgesellschaft
eröffnet ist oder die Berufsausübungsgesellschaft in das
Schuldnerverzeichnis (§ 882b der Zivilprozessordnung) eingetragen ist.

(3) Mit der Anerkennung wird die Berufsausübungsgesellschaft Mitglied
der anerkennenden Steuerberaterkammer.

(4) Die Steuerberaterkammer teilt dem Berufshaftpflichtversicherer,
der in der Berufshaftpflichtversicherung oder der vorläufigen
Deckungszusage angegeben ist, die Anerkennung mit.

Collections: bundestag_gesetze
StBerG
Level: 5.0