Source: https://www.gesetze-im-internet.de/bootsbausbv_2011/__10.html
Legislation: bootsbausbv_2011

Title: § 10 Teil 2 der Gesellen- oder Abschlussprüfung in der Fachrichtung Technik

Description:
Verordnung über die Berufsausbildung zum Bootsbauer und zur Bootsbauerin (BootsbAusbV 2011)
§ 10 Teil 2 der Gesellen- oder Abschlussprüfung in der Fachrichtung Technik

Paragraph: 10

Full Text:
Verordnung über die Berufsausbildung zum Bootsbauer und zur Bootsbauerin (BootsbAusbV 2011)
§ 10 Teil 2 der Gesellen- oder Abschlussprüfung in der Fachrichtung Technik

(1) Teil 2 der Gesellen- oder Abschlussprüfung erstreckt sich auf die
in der Anlage aufgeführten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten
sowie auf den im Berufsschulunterricht zu vermittelnden Lehrstoff,
soweit er für die Berufsausbildung wesentlich ist.

(2) Teil 2 der Gesellen- oder Abschlussprüfung besteht aus den
Prüfungsbereichen:

1.  Arbeitsauftrag II,

2.  Planung, Montage und Installation,

3.  Störungssuche und Instandsetzung,

4.  Wirtschafts- und Sozialkunde.

(3) Für den Prüfungsbereich Arbeitsauftrag II bestehen folgende
Vorgaben:

1.  Der Prüfling soll nachweisen, dass er

    a)  Aufträge erfassen, Arbeitsabläufe planen,

    b)  technische Anlagen, Systeme und Bordeinrichtungen montieren,

    c)  Funktionsprüfungen durchführen,

    d)  technische Anlagen und Systeme ein- oder auswintern,

    e)  Störungen feststellen und beheben,

    f)  Maßnahmen der Qualitätssicherung anwenden,

    g)  Maßnahmen zur Arbeitsorganisation, zur Sicherheit und zum
        Gesundheitsschutz bei der Arbeit, zum Umweltschutz, zur
        Kundenorientierung, zur Wirtschaftlichkeit und zur Qualitätssicherung
        berücksichtigen,

    h)  die für die Prüfungsaufgabe relevanten fachlichen Hintergründe
        aufzeigen sowie die Vorgehensweise begründen

    kann;

2.  dem Prüfungsbereich sind folgende Tätigkeiten zugrunde zu legen:

    Montieren, Prüfen und Instandsetzen von technischen Anlagen, Systemen
    und Bordeinrichtungen sowie Ein- und Auswintern;

3.  der Prüfling soll vier Arbeitsproben durchführen, mit praxisüblichen
    Unterlagen dokumentieren sowie hierüber ein situatives Fachgespräch
    führen;

4.  die Prüfungszeit beträgt insgesamt zwölf Stunden; innerhalb dieser
    Zeit soll das situative Fachgespräch in höchstens 20 Minuten erfolgen.

(4) Für den Prüfungsbereich Planung, Montage und Installation bestehen
folgende Vorgaben:

1.  Der Prüfling soll nachweisen, dass er

    a)  Aufbau und Funktionen von technischen Anlagen und Systemen darstellen,

    b)  Auftragsdaten bearbeiten und Informationen auswerten,

    c)  Zeichnungen und Pläne anfertigen und anwenden,

    d)  Werkstoffeigenschaften unterscheiden und Montageverfahren festlegen,

    e)  Aufbau, Funktion und Einsatz von Werkzeugen und Maschinen
        unterscheiden,

    f)  Planungsunterlagen zur Montage, Installation und Wartung von
        technischen Anlagen und Systemen erstellen,

    g)  qualitätssichernde Maßnahmen festlegen,

    h)  Maßnahmen zur Sicherheit und zum Gesundheitsschutz bei der Arbeit, zum
        Umweltschutz, zur Kundenorientierung, zur Wirtschaftlichkeit und zur
        Qualitätssicherung berücksichtigen

    kann;

2.  der Prüfling soll praxisbezogene Aufgaben schriftlich bearbeiten;

3.  die Prüfungszeit beträgt 120 Minuten.

(5) Für den Prüfungsbereich Störungssuche und Instandsetzung bestehen
folgende Vorgaben:

1.  Der Prüfling soll nachweisen, dass er

    a)  Ursachen von Störungen an technischen Anlagen und Systemen
        feststellen,

    b)  Planungsunterlagen zur Instandsetzung und Veränderung von technischen
        Anlagen erstellen,

    c)  Service- und Wartungspläne erstellen,

    d)  Schäden an Riggsystemen beurteilen, Planungsunterlagen zur Vermeidung
        von Schäden erstellen

    e)  qualitätssichernde Maßnahmen festlegen,

    f)  Maßnahmen zur Sicherheit und zum Gesundheitsschutz bei der Arbeit, zum
        Umweltschutz, zur Kundenorientierung, zur Wirtschaftlichkeit und zur
        Qualitätssicherung berücksichtigen

    kann;

2.  der Prüfling soll praxisbezogene Aufgaben schriftlich bearbeiten;

3.  die Prüfungszeit beträgt 120 Minuten.

(6) Für den Prüfungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde bestehen
folgende Vorgaben:

1.  Der Prüfling soll nachweisen, dass er allgemeine wirtschaftliche und
    gesellschaftliche Zusammenhänge der Berufs- und Arbeitswelt darstellen
    und beurteilen kann;

2.  der Prüfling soll praxisbezogene Aufgaben schriftlich bearbeiten;

3.  die Prüfungszeit beträgt 60 Minuten.

Collections: bundestag_gesetze
BootsbAusbV-2011
Level: 2.0