Source: https://www.gesetze-im-internet.de/gnotkg/__48.html
Legislation: gnotkg

Title: § 48 Land- und forstwirtschaftliches Vermögen

Description:
Gesetz über Kosten der freiwilligen Gerichtsbarkeit für Gerichte und Notare (GNotKG)
Kapitel 1 - Vorschriften für Gerichte und Notare
Abschnitt 7 - Wertvorschriften
Unterabschnitt 3 - Bewertungsvorschriften
§ 48 Land- und forstwirtschaftliches Vermögen

Paragraph: 48

Full Text:
Gesetz über Kosten der freiwilligen Gerichtsbarkeit für Gerichte und Notare (GNotKG)
Kapitel 1 - Vorschriften für Gerichte und Notare
Abschnitt 7 - Wertvorschriften
Unterabschnitt 3 - Bewertungsvorschriften
§ 48 Land- und forstwirtschaftliches Vermögen

(1) Im Zusammenhang mit der Übergabe oder Zuwendung eines land- oder
forstwirtschaftlichen Betriebs mit Hofstelle und dazugehörigem
Wohnteil an eine oder mehrere natürliche Personen einschließlich der
Abfindung weichender Erben beträgt der Wert des land- und
forstwirtschaftlichen Vermögens im Sinne des Bewertungsgesetzes,
einschließlich des Grund und Bodens sowie der Gebäude und
Gebäudeteile, soweit sie dem Inhaber des Betriebs, den zu seinem
Haushalt gehörenden Familienangehörigen oder den Altenteilern zu
Wohnzwecken dienen, höchstens 50 Prozent des Grundsteuerwerts des
Betriebs der Land- und Forstwirtschaft, der zur Zeit der Fälligkeit
der Gebühr bereits festgestellt ist, wenn

1.  die unmittelbare Fortführung des Betriebs durch den Erwerber selbst
    beabsichtigt ist und

2.  der Betrieb unmittelbar nach Vollzug der Übergabe oder Zuwendung einen
    nicht nur unwesentlichen Teil der Existenzgrundlage des zukünftigen
    Inhabers bildet.

§ 46 Absatz 3 Satz 2 gilt entsprechend.

(2) Ist der Grundsteuerwert noch nicht festgestellt, so beträgt der
Wert nach Absatz 1 Satz 1 höchstens das Vierfache des zuletzt
festgestellten Einheitswerts; § 266 Absatz 4 Satz 1 und 2 des
Bewertungsgesetzes gilt insoweit nicht. Die Bewertung nach dem
Einheitswert ist nach der ersten Feststellung des Grundsteuerwerts zu
berichtigen. Die Frist des § 20 Absatz 1 beginnt erst mit der
Feststellung des Grundsteuerwerts.

(3) Weicht der Gegenstand des gebührenpflichtigen Geschäfts vom
Gegenstand der Grundsteuerbewertung wesentlich ab oder hat sich der
Wert infolge bestimmter Umstände, die nach dem Feststellungszeitpunkt
des Grundsteuerwerts eingetreten sind, wesentlich verändert, so ist
der nach den Grundsätzen der Grundsteuerbewertung geschätzte Wert
maßgebend.

(4) Die Absätze 1 bis 3 sind entsprechend anzuwenden für die Bewertung

1.  eines Hofes im Sinne der Höfeordnung und

2.  eines landwirtschaftlichen Betriebs in einem Verfahren aufgrund der
    Vorschriften über die gerichtliche Zuweisung eines Betriebs (§ 1
    Nummer 2 des Gesetzes über das gerichtliche Verfahren in
    Landwirtschaftssachen), sofern das Verfahren mit der Zuweisung endet.

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GNotKG
Level: 5.0