Source: https://www.gesetze-im-internet.de/zag_2018/__49.html
Legislation: zag_2018

Title: § 49 Pflichten des Zahlungsauslösedienstleisters

Description:
Gesetz über die Beaufsichtigung von Zahlungsdiensten (ZAG 2018)
Abschnitt 10 - Gemeinsame Bestimmungen für alle Zahlungsdienstleister
Unterabschnitt 2 - Zugang von Zahlungsauslöse- und Kontoinformationsdienstleistern zu Zahlungskonten
§ 49 Pflichten des Zahlungsauslösedienstleisters

Paragraph: 49

Full Text:
Gesetz über die Beaufsichtigung von Zahlungsdiensten (ZAG 2018)
Abschnitt 10 - Gemeinsame Bestimmungen für alle Zahlungsdienstleister
Unterabschnitt 2 - Zugang von Zahlungsauslöse- und Kontoinformationsdienstleistern zu Zahlungskonten
§ 49 Pflichten des Zahlungsauslösedienstleisters

(1) Der Zahlungsauslösedienstleister darf den Zahlungsbetrag, den
Zahlungsempfänger oder ein anderes Merkmal des Zahlungsvorgangs nicht
ändern. Er darf zu keiner Zeit Gelder des Zahlers im Zusammenhang mit
der Erbringung des Zahlungsauslösedienstes halten.

(2) Ein Zahlungsauslösedienstleister ist verpflichtet, sich gegenüber
dem kontoführenden Zahlungsdienstleister des Zahlers jedes Mal, wenn
er eine Zahlung auslöst, zu identifizieren. Er muss sicherstellen,
dass die personalisierten Sicherheitsmerkmale des
Zahlungsdienstnutzers keiner anderen Partei als dem Nutzer und
demjenigen, der die personalisierten Sicherheitsmerkmale ausgegeben
hat, zugänglich sind.

(3) Der Zahlungsauslösedienstleister hat mit dem kontoführenden
Zahlungsdienstleister, dem Zahler und dem Zahlungsempfänger auf
sichere Weise zu kommunizieren. Soweit die Übermittlung der
personalisierten Sicherheitsmerkmale des Zahlers erforderlich ist,
darf dies nur über sichere und effiziente Kanäle geschehen.

(4) Der Zahlungsauslösedienstleister darf vom Zahler nur die für die
Erbringung des Zahlungsauslösedienstes erforderlichen Daten verlangen
und keine sensiblen Zahlungsdaten des Zahlers speichern. Er darf Daten
nur für die Zwecke des vom Zahler ausdrücklich geforderten
Zahlungsauslösedienstes speichern, verwenden oder darauf zugreifen.
Alle anderen Informationen, die er über den Zahler bei der
Bereitstellung von Zahlungsauslösediensten erlangt hat, darf er nur
dem Zahlungsempfänger mitteilen; dies setzt die ausdrückliche
Zustimmung des Zahlers voraus.

(5) Sobald der Zahlungsauftrag ausgelöst worden ist, hat der
Zahlungsauslösedienstleister dem kontoführenden Zahlungsdienstleister
des Zahlers die Referenzangaben des Zahlungsvorgangs zugänglich zu
machen.

(6) Näheres regelt der delegierte Rechtsakt nach Artikel 98 der
Richtlinie (EU) 2015/2366.

Collections: bundestag_gesetze
ZAG-2018
Level: 4.0