Source: https://www.gesetze-im-internet.de/ravpv/__2.html
Legislation: ravpv

Title: § 2 Inhalt des Verzeichnisses

Description:
Verordnung über die Rechtsanwaltsverzeichnisse und die besonderen elektronischen Anwaltspostfächer (RAVPV)
Teil 1 - Elektronische Verzeichnisse der Rechtsanwaltskammern
§ 2 Inhalt des Verzeichnisses

Paragraph: 2

Full Text:
Verordnung über die Rechtsanwaltsverzeichnisse und die besonderen elektronischen Anwaltspostfächer (RAVPV)
Teil 1 - Elektronische Verzeichnisse der Rechtsanwaltskammern
§ 2 Inhalt des Verzeichnisses

(1) Als Zusatz zum Familiennamen werden, soweit von der eingetragenen
Person geführt und mitgeteilt, akademische Grade und Ehrengrade sowie
die Bezeichnung „Professor“ eingetragen. Nicht-juristische Grade und
Bezeichnungen müssen als solche erkennbar sein. Die
Rechtsanwaltskammer kann die Eintragung davon abhängig machen, dass
die Berechtigung zum Führen des akademischen Grades, des Ehrengrades
oder der Bezeichnung „Professor“ nachgewiesen wird.

(2) Führt die eingetragene Person einen Berufsnamen und teilt sie
diesen mit, wird auch dieser eingetragen.

(3) Verfügt eine eingetragene Person über mehrere Vornamen, so sind
diese nur insoweit einzutragen, als sie im Rahmen der Berufsausübung
üblicherweise verwendet werden.

(4) Als Name der Kanzlei, Zweigstelle oder Berufsausübungsgesellschaft
ist die Bezeichnung einzutragen, unter der die eingetragene Person
oder Berufsausübungsgesellschaft am jeweiligen Standort beruflich
auftritt. Führt eine Berufsausübungsgesellschaft eine Kurzbezeichnung,
so ist diese als Name einzutragen. Bei Syndikusrechtsanwälten ist als
Name der Arbeitgeber einzutragen. Wird eine weitere Kanzlei
eingetragen, muss sich deren Name von dem Namen anderer für die Person
eingetragener Kanzleien unterscheiden.

(5) An Telekommunikationsdaten werden, soweit von der eingetragenen
Person oder Berufsausübungsgesellschaft mitgeteilt, jeweils eine
Telefon- und eine Telefaxnummer sowie eine E-Mail-Adresse je Kanzlei
und Zweigstelle eingetragen. Zudem wird, soweit von der eingetragenen
Person oder Berufsausübungsgesellschaft mitgeteilt, eine
Internetadresse je Kanzlei und Zweigstelle eingetragen.

(6) Als Zeitpunkt der Zulassung ist der Zeitpunkt der erstmaligen
Zulassung zur Rechtsanwaltschaft oder als Berufsausübungsgesellschaft
in der Bundesrepublik Deutschland einzutragen, sofern die eingetragene
Person oder Berufsausübungsgesellschaft seitdem ununterbrochen
Mitglied einer Rechtsanwaltskammer gewesen ist. Anderenfalls ist der
Zeitpunkt der letzten Aufnahme in die Rechtsanwaltskammer einzutragen.
Weist die eingetragene Person im Fall des Satzes 2 der
Rechtsanwaltskammer den Zeitpunkt ihrer ersten Zulassung zur
Rechtsanwaltschaft in der Bundesrepublik Deutschland nach, so ist auch
dieser einzutragen. Bei nach § 1 Absatz 1 Satz 2 Nummer 1 und 2 in das
Verzeichnis eingetragenen Personen tritt an die Stelle der Zulassung
die Aufnahme in die Rechtsanwaltskammer.

(7) Vollziehbare Berufs-, Berufsausübungs- und Vertretungsverbote sind
unter Angabe des Zeitpunkts des Beginns sowie der Dauer des Verbots
einzutragen. Betrifft das Verbot nur einen Teilbereich der beruflichen
Tätigkeit, ist auch der Umfang des Verbots einzutragen. Bei der
Eintragung eines Berufsausübungsverbots ist zu vermerken, dass dieses
für die Dauer einer Tätigkeit im öffentlichen Dienst oder einer
Übernahme eines öffentlichen Amtes besteht. Wurde nach § 14 Absatz 4
Satz 1 der Bundesrechtsanwaltsordnung die sofortige Vollziehung der
Rücknahme oder des Widerrufs der Zulassung angeordnet, so ist auch
diese Maßnahme unter Angabe des Zeitpunkts des Beginns einzutragen;
Absatz 6 Satz 4 gilt entsprechend.

(8) Die Eintragung einer Vertretung muss den Zeitraum erkennen lassen,
für den diese bestellt ist.

(9) Im Fall der Befreiung von der Kanzleipflicht sind auch der
Zeitpunkt des Beginns der Befreiung und bestehende Auflagen
einzutragen.

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RAVPV
Level: 3.0