Source: https://www.gesetze-im-internet.de/lwlogausbv/__10.html
Legislation: lwlogausbv

Title: § 10 Abschlussprüfung

Description:
Verordnung über die Berufsausbildung im Lagerbereich in den Ausbildungsberufen Fachlagerist/Fachlageristin und Fachkraft für Lagerlogistik (LWLogAusbV)
Zweiter Teil - Vorschriften für den Ausbildungsberuf Fachlagerist/Fachlageristin
§ 10 Abschlussprüfung

Paragraph: 10

Full Text:
Verordnung über die Berufsausbildung im Lagerbereich in den Ausbildungsberufen Fachlagerist/Fachlageristin und Fachkraft für Lagerlogistik (LWLogAusbV)
Zweiter Teil - Vorschriften für den Ausbildungsberuf Fachlagerist/Fachlageristin
§ 10 Abschlussprüfung

(1) Die Abschlussprüfung erstreckt sich auf die in der Anlage 1
aufgeführten Fertigkeiten und Kenntnisse sowie auf den im
Berufsschulunterricht vermittelten Lehrstoff, soweit er für die
Berufsausbildung wesentlich ist.

(2) Die Abschlussprüfung besteht aus vier Prüfungsbereichen:

1.  Praktische Arbeitsaufgaben,

2.  Lagerprozesse,

3.  Güterbewegung,

4.  Wirtschafts- und Sozialkunde.

Die Prüfungen in den Prüfungsbereichen nach den Nummern 2 bis 4 sind
schriftlich durchzuführen.

(3) Der Prüfling soll im Prüfungsbereich Praktische Arbeitsaufgaben in
insgesamt höchstens drei Stunden zwei Aufgaben durchführen. Dabei soll
er zeigen, dass er Arbeitsschritte planen, Arbeitsmittel festlegen und
Arbeitsergebnisse kontrollieren kann. Darüber hinaus soll er zeigen,
dass er die Wirtschaftlichkeit, den Sicherheits- und Gesundheitsschutz
bei der Arbeit, den Umweltschutz sowie qualitätssichernde Maßnahmen
berücksichtigen kann. Für die Arbeitsaufgaben kommen insbesondere
folgende Prüfungsgebiete in Betracht:

1.  Annahme und Lagerung einschließlich Güterkontrolle,

2.  Erfassen von Güterbewegungen unter Anwendung betrieblicher
    Informations- und Kommunikationsmittel,

3.  Kommissionierung und Versand.

(4) Im Prüfungsbereich Lagerprozesse soll der Prüfling in höchstens 90
Minuten praxisbezogene Aufgaben bearbeiten. Dafür kommen insbesondere
folgende Prüfungsgebiete in Betracht:

1.  Annahme und Lagerung,

2.  Kommissionierung und Verpackung sowie

3.  Versand.

(5) Im Prüfungsbereich Güterbewegung soll der Prüfling in höchstens 90
Minuten praxisbezogene Aufgaben bearbeiten. Dafür kommen insbesondere
Aufgaben aus den folgenden Prüfungsgebieten in Betracht:

1.  Einsatz von Arbeitsmitteln,

2.  Erfassen von Güterbewegungen,

3.  Lagerorganisation und Arbeitsabläufe.

(6) In den Prüfungsbereichen Lagerprozesse und Güterbewegung sind
lagerlogistische Abläufe mit verknüpften informationstechnischen,
organisatorischen, technologischen und mathematischen Sachverhalten
unter Berücksichtigung von Gütereigenschaften und rechtlichen
Vorschriften zu bewerten und Lösungswege darzustellen. Dabei soll der
Prüfling auch zeigen, dass er den Sicherheits- und Gesundheitsschutz
bei der Arbeit sowie den Umweltschutz berücksichtigen kann.

(7) Im Prüfungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde soll der Prüfling
in höchstens 60 Minuten praxisbezogene Aufgaben bearbeiten und dabei
zeigen, dass er allgemeine wirtschaftliche und gesellschaftliche
Zusammenhänge der Berufs- und Arbeitswelt darstellen kann.

(8) Die schriftlichen Prüfungsbereiche sind wie folgt zu gewichten:

*    *   1.

    *   Prüfungsbereich Lagerprozesse

    *   40 Prozent,

*    *   2.

    *   Prüfungsbereich Güterbewegung

    *   40 Prozent,

*    *   3.

    *   Prüfungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde

    *   20 Prozent.

(9) Die schriftlichen Prüfungsbereiche sind auf Antrag des Prüflings
oder nach Ermessen des Prüfungsausschusses in einzelnen
Prüfungsbereichen durch eine mündliche Prüfung zu ergänzen, wenn diese
für das Bestehen der Prüfung den Ausschlag geben kann. Bei der
Ermittlung der Ergebnisse für die mündlich geprüften Prüfungsbereiche
sind die jeweiligen bisherigen Ergebnisse und die entsprechenden
Ergebnisse der mündlichen Ergänzungsprüfung im Verhältnis 2 : 1 zu
gewichten.

(10) Die Prüfung ist bestanden, wenn im Prüfungsbereich Praktische
Aufgaben sowie im Gesamtergebnis der schriftlichen Prüfungsbereiche
jeweils mindestens ausreichende Leistungen erbracht sind. In zwei der
schriftlichen Prüfungsbereiche müssen mindestens ausreichende
Leistungen erbracht sein, in dem weiteren Prüfungsbereich dürfen keine
ungenügenden Leistungen erbracht worden sein.

Collections: bundestag_gesetze
LWLogAusbV
Level: 3.0