Source: https://www.gesetze-im-internet.de/tierwmeistprv/__6.html
Legislation: tierwmeistprv

Title: § 6 Anforderungen im Prüfungsteil „Betriebs- und Unternehmensführung“

Description:
Verordnung über die Meisterprüfung zum anerkannten Fortbildungsabschluss Tierwirtschaftsmeister und Tierwirtschaftsmeisterin (TierwMeistPrV)
§ 6 Anforderungen im Prüfungsteil „Betriebs- und Unternehmensführung“

Paragraph: 6

Full Text:
Verordnung über die Meisterprüfung zum anerkannten Fortbildungsabschluss Tierwirtschaftsmeister und Tierwirtschaftsmeisterin (TierwMeistPrV)
§ 6 Anforderungen im Prüfungsteil „Betriebs- und Unternehmensführung“

(1) Der Prüfling soll nachweisen, dass er wirtschaftliche, rechtliche
und soziale Zusammenhänge im Betrieb erkennen, analysieren und
beurteilen sowie Entwicklungsmöglichkeiten aufzeigen kann.

(2) Die Prüfung erstreckt sich auf folgende Inhalte:

1.  Einordnen und Beurteilen der Rahmenbedingungen und Struktur von
    Tierwirtschaftsbetrieben,

2.  Kontrollieren und Bewerten von Produktion, Produktionsverfahren und
    Dienstleistungen,

3.  Erfassen, Analysieren und Bewerten von Betriebsergebnissen,

4.  Durchführen von Rentabilitätsanalysen,

5.  Bewerten der Betriebs- und Arbeitsorganisation,

6.  Beobachten und Bewerten von Märkten,

7.  Beurteilen und Durchführen von Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit,

8.  Planen der Betriebsentwicklung, insbesondere Investition, Finanzierung
    und Liquidität,

9.  Anwenden berufsbezogener Rechtsvorschriften, insbesondere
    Tierschutzrecht, Tierseuchenrecht, Umweltrecht, Lebensmittelrecht,
    Vertrags- und Haftungsrecht, Arbeits- und Sozialrecht,

10. Anwenden der steuerlichen Buchführung unter Beachtung von Steuerarten
    und -verfahren.

(3) Die Prüfung besteht aus einer Betriebsbeurteilung nach Absatz 4
und einer schriftlichen Prüfung nach Absatz 5.

(4) Bei der Betriebsbeurteilung soll die Situation eines Betriebs,
dessen Profil der nach § 2 gewählten Fachrichtung entspricht, im
ökonomischen Zusammenhang erfasst, analysiert und beurteilt sowie
Entwicklungsmöglichkeiten aufgezeigt werden. Für die Erfassung des
Betriebs sind die erforderlichen betrieblichen Kennzahlen, Grunddaten
und Informationen zur Verfügung zu stellen. Die Ergebnisse sind zu
dokumentieren und in einem Fachgespräch zu erläutern. Das Fachgespräch
erstreckt sich auch auf die in Absatz 2 aufgeführten Inhalte. Für die
Vorbereitung auf das Fachgespräch stehen 240 Minuten zur Verfügung.
Das Fachgespräch selbst soll nicht länger als 60 Minuten dauern.

(5) Die schriftliche Prüfung besteht aus einer unter Aufsicht
anzufertigenden Arbeit zu komplexen Fragestellungen aus den in Absatz
2 aufgeführten Inhalten. Bei der Auswahl der Fragestellungen ist die
nach § 2 gewählte Fachrichtung zu beachten. Für die schriftliche
Prüfung stehen 180 Minuten zur Verfügung.

Collections: bundestag_gesetze
TierwMeistPrV
Level: 2.0