Source: https://www.gesetze-im-internet.de/binschpersv/__142.html
Legislation: binschpersv

Title: Anlage 8 Befähigungsstandards für die Betriebsebene

Description:
Verordnung über die Besatzung und über die Befähigungen der Besatzung von Fahrzeugen in der Binnenschifffahrt (BinSchPersV)
Inhalte von Lehrgängen über die grundlegende Sicherheitsausbildung
Anlage 8 Befähigungsstandards für die Betriebsebene

Paragraph: 142

Full Text:
Verordnung über die Besatzung und über die Befähigungen der Besatzung von Fahrzeugen in der Binnenschifffahrt (BinSchPersV)
Inhalte von Lehrgängen über die grundlegende Sicherheitsausbildung
Anlage 8 Befähigungsstandards für die Betriebsebene

(Fundstelle: Anlageband zu BGBl. I 2021, Ausgabe 81 vom 6. Dezember
2021, S. 25 - 38)

**1.** **Navigation**

    1.1 Der Matrose muss in der Lage sein, die Führung des Fahrzeugs beim
        Manövrieren und Steuern des Fahrzeugs auf allen Arten von
        Binnenwasserstraßen und in allen Arten von Häfen zu unterstützen.

        Der Matrose muss in der Lage sein,

        *            *   Spalte 1
                Befähigung

            *   Spalte 2
                Kenntnisse und Fertigkeiten

        *            *
                1.  Unterstützung beim
                    Festmachen, Ablegen und Verholen (Schleppen) zu leisten;

            *
                1.  Kenntnis der an Bord eingesetzten Ausrüstung, Materialien und
                    Verfahren für das Festmachen, Ablegen und Verholen (Schleppen).

                2.  Fähigkeit, die erforderliche Ausrüstung an Bord, z. B. Poller und
                    Winden, für Festmach-, Ablege- und Verholmanöver zu nutzen.

                3.  Fähigkeit, die an Bord verfügbaren Materialien wie Seile und Drähte
                    unter Berücksichtigung der relevanten Sicherheitsmaßnahmen
                    einschließlich des Gebrauchs persönlicher Schutz- und
                    Rettungsausrüstung zu nutzen.

                4.  Fähigkeit, mit dem Steuerhaus unter Verwendung von internen
                    Wechselsprechanlagen sowie Handzeichen zu kommunizieren.

                5.  Kenntnis der Auswirkungen der Wasserbewegungen um das Fahrzeug und
                    lokaler Effekte auf die Fahrbedingungen, einschließlich der
                    Auswirkungen von Trimmung und flachem Wasser im Zusammenhang mit dem
                    Tiefgang des Fahrzeugs.

                6.  Kenntnis der beim Manövrieren auf das Fahrzeug einwirkenden
                    Wasserbewegungen, einschließlich der Wechselwirkungen zwischen zwei
                    Fahrzeugen beim Vorbeifahren oder Überholen in engem Fahrwasser sowie
                    der Wechselwirkungen zwischen einem längsseits festgemachten Fahrzeug
                    und einem anderen in geringem Abstand im Fahrwasser vorbeifahrenden
                    Fahrzeug.

        *            *
                2.  Unterstützung beim
                    Kuppeln von Schubverbänden zu leisten;

            *
                1.  Kenntnis der für das Kuppeln eingesetzten Ausrüstung, Materialien und
                    Verfahren.

                2.  Fähigkeit, Schubverbände unter Einsatz der erforderlichen Ausrüstung
                    und Materialien zu kuppeln und zu entkuppeln.

                3.  Kenntnis der sicherheitsbezogenen Arbeitsvorschriften, einschließlich
                    des Gebrauchs persönlicher Schutz- und Rettungsausrüstung.

                4.  Fähigkeit, sicherheitsbezogene Arbeitsvorschriften anzuwenden und mit
                    den beteiligten Besatzungsmitgliedern zu kommunizieren.

        *            *
                3.  Unterstützung beim
                    Ankern zu leisten;

            *
                1.  Kenntnis der beim Ankern unter verschiedenen Umständen eingesetzten
                    Ausrüstung, Materialien und Verfahren.

                2.  Fähigkeit, bei Ankermanövern Unterstützung zu leisten, z. B. die
                    Ankerausrüstung für das Ankern vorzubereiten, den Anker fallen zu
                    lassen, ausreichend Trosse oder Kette zu geben, um zunächst zu fieren,
                    zu bestimmen, wann der Anker das Fahrzeug in seiner Position hält
                    (Ankerpeilung), die Anker nach Abschluss des Ankervorgangs zu sichern,
                    in verschiedenen Manövern Treibanker zu benutzen und mit den
                    Ankerzeichen umzugehen.

                3.  Kenntnis der sicherheitsbezogenen Arbeitsvorschriften, einschließlich
                    des Gebrauchs persönlicher Schutz- und Rettungsausrüstung.

        *            *
                4.  das Fahrzeug unter
                    korrektem Einsatz der Ruderanlage nach Ruderkommandos zu steuern;

            *
                1.  Kenntnis der Funktionen und Arten verschiedener Antriebs- und
                    Steuerungssysteme.

                2.  Fähigkeit, das Fahrzeug unter Aufsicht und Einhaltung der
                    Ruderkommandos zu steuern.

        *            *
                5.  das Fahrzeug unter
                    Berücksichtigung des Wind- und Strömungseinflusses nach Ruderkommandos
                    zu steuern;

            *
                1.  Kenntnis des Einflusses von Wind und Strömung auf das Führen und
                    Manövrieren des Fahrzeugs.

                2.  Fähigkeit, das Fahrzeug unter Aufsicht und unter Berücksichtigung des
                    Windeinflusses auf das Fahren und Manövrieren auf Wasserstraßen mit
                    oder ohne Strömung bei verschiedenen Windverhältnissen zu steuern.

        *            *
                6.  Navigationshilfen und -instrumente unter Aufsicht zu nutzen;

            *
                1.  Kenntnis der Navigationshilfen und -instrumente wie Ruderlageanzeiger,
                    Radar, Wendegeschwindigkeitsanzeiger, Fahrgeschwindigkeitsanzeiger.

                2.  Fähigkeit, die von Navigationshilfen wie Leuchtfeuer- und
                    Betonnungssystemen und -karten ausgehenden Informationen zu nutzen.

                3.  Fähigkeit, Navigationsinstrumente wie Kompass,
                    Wendegeschwindigkeitsanzeiger und Fahrgeschwindigkeitsanzeiger zu
                    nutzen.

        *            *
                7.  die notwendigen
                    Maßnahmen für die Sicherheit des Schiffsverkehrs zu ergreifen;

            *
                1.  Kenntnis der in Gefahr- und Notsituationen zu befolgenden
                    Sicherheitsvorschriften und Prüflisten.

                2.  Fähigkeit, unsichere Situationen zu erkennen und Gegenmaßnahmen
                    gemäß den Sicherheitsvorschriften zu ergreifen.

                3.  Fähigkeit, die Führung des Fahrzeugs umgehend zu warnen.

                4.  Fähigkeit, persönliche Schutz- und Rettungsausrüstung zu benutzen.

                5.  Kenntnis der vom Vorgesetzten beauftragten Überprüfung der
                    Verfügbarkeit, Brauchbarkeit, Wasserdichtigkeit und Sicherung des
                    Fahrzeugs und seiner Ausrüstung.

                6.  Fähigkeit, Arbeiten gemäß der Prüfliste an Deck und in den
                    Aufenthaltsräumen durchzuführen, wie Abdichten und Sichern von Luken
                    und Laderäumen.

                7.  Fähigkeit, Arbeiten gemäß der Prüfliste im Maschinenraum
                    durchzuführen; lose Gegenstände zu verstauen und zu sichern, die
                    Tagesdiensttanks zu befüllen und die Lüftungsöffnungen zu überprüfen.

        *            *
                8.  die Merkmale der
                    wichtigsten europäischen Binnenwasserstraßen, Häfen und Terminals zur
                    Vorbereitung der Fahrt und zur Steuerung des Fahrzeugs zu beschreiben;

            *
                1.  Kenntnis der wichtigsten nationalen und internationalen
                    Binnenwasserstraßen.

                2.  Kenntnis der wichtigsten Häfen und Terminals des europäischen
                    Binnenwasserstraßennetzes.

                3.  Kenntnis des Einflusses von Wasserbauwerken, Wasserstraßenprofilen und
                    Schutzbauten auf die Navigation.

                4.  Kenntnis der Klassifizierungsmerkmale von Flüssen, Kanälen und
                    Binnenwasserstraßen mit maritimem Charakter: Sohlenbreite, Uferart,
                    Uferschutz, Wasserstand, Wasserbewegung, Brückendurchfahrtshöhe und
                    -breite und Tiefe.

                5.  Kenntnis der für die Fahrt auf Binnenwasserstraßen mit maritimem
                    Charakter erforderlichen Navigationshilfen und -instrumente.

                6.  Fähigkeit, die Merkmale der verschiedenen Arten von
                    Binnenwasserstraßen zur Vorbereitung der Fahrt und zur Steuerung des
                    Fahrzeugs zu erläutern.

        *            *
                9.  die allgemeinen
                    Bestimmungen, Signale, Zeichen und Kennzeichnungssysteme zu beachten;

            *
                1.  Kenntnis der geltenden vereinbarten Regeln im Bereich der
                    Binnenschifffahrt und der für die jeweilige Binnenwasserstraße
                    geltenden Polizeivorschriften.

                2.  Fähigkeit, das Tag- und Nachtkennzeichnungssystem, die Zeichen und die
                    Schallzeichen des Fahrzeugs zu bedienen und zu warten.

                3.  Kenntnis des Kennzeichnungssystems SIGNI (Signalisation de voies
                    de Navigation Intérieure) und IALA (International Association of
                    Marine Aids to Navigation and Lighthouse Authorities) Teil A.

        *            *
                10. die Verfahren beim
                    Durchfahren von Schleusen und Brücken zu beachten;

            *
                1.  Kenntnis der Form, Anordnung und Einrichtung von Schleusen und
                    Brücken, Schleusung, Arten von Schleusen, Pollern und Stufen usw.

                2.  Fähigkeit, die Verfahren beim Heranfahren, Einfahren, Schleusen und
                    Ausfahren aus der Schleuse oder Brücke anzuwenden.

        *            *
                11. Verkehrsleitsysteme zu nutzen.

            *
                1.  Kenntnis der verschiedenen im Einsatz befindlichen Verkehrsleitsysteme
                    wie Tag- und Nachtzeichen an Schleusen, Wehren und Brücken.

                2.  Fähigkeit, die Tag- und Nachtzeichen an Schleusen, Wehren und Brücken
                    zu erkennen und Anweisungen der zuständigen Stellen, wie Brücken- und
                    Schleusenwärtern und Betreibern von Verkehrsleitsystemen, zu befolgen.

                3.  Fähigkeit, in Notsituationen Funkgeräte zu benutzen.

                4.  Kenntnis des Automatischen Identifikationssystems Inland AIS
                    (Automatic Identification System) und des Elektronischen
                    Kartendarstellungs- und Informationssystems Inland ECDIS (Electronic
                    Chart and Display Information System).

**2.** **Betrieb des Fahrzeugs**

    2.1 Der Matrose muss in der Lage sein, die Führung des Fahrzeugs bei der
        Überwachung des Fahrzeugbetriebs und der Fürsorge für die an Bord
        befindlichen Personen zu unterstützen.

        Der Matrose muss in der Lage sein,

        *            *   Spalte 1
                Befähigung

            *   Spalte 2
                Kenntnisse und Fertigkeiten

        *            *
                1.  verschiedene Arten
                    von Fahrzeugen zu unterscheiden;

            *
                1.  Kenntnis der häufigsten Arten der in der europäischen
                    Binnenschifffahrt eingesetzten Fahrzeuge, einschließlich Verbände, und
                    ihrer jeweiligen Konstruktion, Abmessungen und Tragfähigkeit.

                2.  Fähigkeit, die Merkmale der häufigsten Arten der in der europäischen
                    Binnenschifffahrt verkehrenden Fahrzeuge, einschließlich Verbände, zu
                    erläutern.

        *            *
                2.  die Kenntnis der
                    Konstruktion von Fahrzeugen auf Binnenwasserstraßen und ihres
                    Verhaltens im Wasser, insbesondere im Hinblick auf Stabilität und
                    Festigkeit, anzuwenden;

            *
                1.  Kenntnis der Auswirkungen der Fahrzeugbewegungen unter verschiedenen
                    Umständen, die durch Längs- und Querspannungen verursacht werden, und
                    verschiedener Ladebedingungen.

                2.  Fähigkeit, das Verhalten des Fahrzeugs bei verschiedenen
                    Beladungsbedingungen im Hinblick auf die Fahrzeugstabilität und
                    -festigkeit zu erläutern.

        *            *
                3.  die Kenntnisse über
                    Bauteile des Fahrzeugs anzuwenden und die Bezeichnung und Funktion der
                    Teile zu nennen;

            *
                1.  Kenntnis der Bauteile des Fahrzeugs im Hinblick auf die Beförderung
                    verschiedener Arten von Ladung und Fahrgästen, einschließlich der
                    Längs- und Querstruktur und örtlicher Verstärkungen.

                2.  Fähigkeit, die Bauteile des Fahrzeugs zu benennen und ihre Funktionen
                    zu beschreiben.

        *            *
                4.  die Kenntnisse über
                    die Wasserdichtigkeit des Fahrzeugs anzuwenden;

            *
                1.  Kenntnisse über die Wasserdichtigkeit des Fahrzeugs auf
                    Binnenwasserstraßen.

                2.  Fähigkeit zur Überprüfung der Wasserdichtigkeit.

        *            *
                5.  die Kenntnisse über
                    die für den Fahrzeugbetrieb erforderlichen Dokumente anzuwenden.

            *
                1.  Kenntnis der vorgeschriebenen Fahrzeugdokumente.

                2.  Fähigkeit, deren Bedeutung im Zusammenhang mit (inter)nationalen
                    Anforderungen und Rechtsvorschriften zu erläutern.

    2.2 Der Matrose muss in der Lage sein, die Ausrüstung des Fahrzeugs zu
        verwenden.

        Der Matrose muss in der Lage sein,

        *            *   Spalte 1
                Befähigung

            *   Spalte 2
                Kenntnisse und Fertigkeiten

        *            *
                1.  Anker zu verwenden
                    und Ankerwinden zu bedienen;

            *
                1.  Kenntnis der verschiedenen an Bord von Fahrzeugen eingesetzten Anker
                    und Ankerwinden.

                2.  Fähigkeit, die verschiedenen an Bord von Fahrzeugen eingesetzten Anker
                    und Ankerwinden zu erkennen und zu benennen und ihren speziellen
                    Einsatz zu erläutern.

                3.  Fähigkeit, die verschiedenen Anker und Ankerwinden in verschiedenen
                    Situationen und Bedingungen sicher einzusetzen.

        *            *
                2.  Deckausrüstung und
                    Hebegeräte zu nutzen;

            *
                1.  Kenntnis der auf Deck eines Fahrzeugs verwendeten Ausrüstung wie
                    (Kupplungs-) Winden, Luken, Hebegeräte, Autokrane, Leitungssysteme,
                    Feuerlöschschläuche usw.

                2.  Fähigkeit, die Deckausrüstung und Hebegeräte zu erkennen und zu
                    benennen und ihren speziellen Einsatz zu erläutern.

                3.  Fähigkeit, die Deckausrüstung und Hebegeräte sicher einzusetzen.

        *            *
                3.  spezielle Ausrüstung
                    für Fahrgastschiffe zu nutzen.

            *
                1.  Kenntnis der speziellen Konstruktionsanforderungen, Ausrüstung und
                    Geräte für Fahrgastschiffe.

                2.  Fähigkeit, die ausschließlich an Bord von Fahrgastschiffen verwendete
                    Ausrüstung zu erkennen und zu benennen und ihren speziellen Einsatz zu
                    erläutern.

                3.  Fähigkeit, die an Bord von Fahrgastschiffen verwendete Ausrüstung
                    sicher einzusetzen.

**3.** **Ladungsumschlag, Ladungsstauung und Fahrgastbeförderung**

    3.1 Der Matrose muss in der Lage sein, die Führung des Fahrzeugs bei der
        Vorbereitung, Stauung und Überwachung der Ladung während des Be- und
        Entladens zu unterstützen.

        Der Matrose muss in der Lage sein,

        *            *   Spalte 1
                Befähigung

            *   Spalte 2
                Kenntnisse und Fertigkeiten

        *            *
                1.  Stau- und Stabilitätspläne zu lesen;

            *
                1.  Kenntnis der Auswirkungen von Ladungsarten auf Stau- und
                    Stabilitätspläne.

                2.  Kenntnis der Stau- und Stabilitätspläne.

                3.  Fähigkeit, Staupläne zu verstehen.

                4.  Kenntnis der Nummerierung und Unterteilung der Laderäume von
                    Trockengüterschiffen und der Tanks von Tankschiffen (N, C oder G) und
                    Kenntnisse zur Stauung verschiedener Arten von Ladung.

                5.  Fähigkeit, die Kennzeichnung gefährlicher Güter gemäß dem Europäischen
                    Übereinkommen über die internationale Beförderung gefährlicher Güter
                    auf Binnenwasserstraßen (ADN) zu identifizieren.

        *            *
                2.  die Stauung und
                    Sicherung von Ladung zu überwachen;

            *
                1.  Kenntnis der Methoden für die Stauung verschiedener Ladungen auf
                    Fahrzeugen, um eine sichere und effiziente Beförderung zu
                    gewährleisten.

                2.  Kenntnis der Verfahren zur Vorbereitung des Fahrzeugs für das Be- und
                    Entladen.

                3.  Fähigkeit, Be- und Entladeverfahren sicher anzuwenden, d. h. durch
                    Öffnen und Schließen der Laderäume, und eine Deckwache während des Be-
                    und Entladens durchzuführen.

                4.  Fähigkeit, während des Be- und Entladens eine wirksame Kommunikation
                    aufzubauen und aufrechtzuerhalten.

                5.  Kenntnis der Auswirkung von Ladung auf die Stabilität des Fahrzeugs.

                6.  Fähigkeit, die Ladung zu überwachen und Schäden zu melden.

        *            *
                3.  verschiedene Arten
                    von Ladung und ihre Eigenschaften zu unterscheiden;

            *
                1.  Kenntnis der verschiedenen Arten von Ladung, z. B. loses Stückgut,
                    flüssiges Massengut, Schwergut usw.

                2.  Kenntnis der Logistikkette und des multimodalen Verkehrs.

                3.  Fähigkeit, den Fahrzeugbetrieb im Zusammenhang mit den Be- und
                    Entladevorgängen vorzubereiten, z. B. mit der Landseite zu
                    kommunizieren und den Laderaum vorzubereiten.

        *            *
                4.  Ballastsysteme
                    einzusetzen;

            *
                1.  Kenntnis der Funktion und des Einsatzes von Ballastsystemen.

                2.  Fähigkeit, Ballastsysteme einzusetzen, z. B. durch die Befüllung oder
                    Entleerung der Ballasttanks.

        *            *
                5.  die Ladungsmenge
                    zu überprüfen;

            *
                1.  Kenntnis der manuellen und technischen Verfahren zur Bestimmung des
                    Ladungsgewichts auf verschiedenen Arten von Fahrzeugen.

                2.  Kenntnis der Methoden zur Bestimmung der Menge geladener oder
                    gelöschter Ladung.

                3.  Kenntnis der Berechnung der Menge flüssiger Ladung unter Verwendung
                    von Sondierungen und/oder Tanktabellen.

                4.  Fähigkeit, Einsenkungsmarken und Tiefgangsanzeiger abzulesen.

        *            *
                6.  gemäß den Regelungen und sicherheitsbezogenen Arbeitsvorschriften zu
                    arbeiten.

            *
                1.  Kenntnis der während der Vorbereitung, Be- und Entladung von
                    Fahrzeugen mit verschiedenen Arten von Ladung anwendbaren
                    sicherheitsbezogenen Arbeitsvorschriften und -verfahren.

                2.  Fähigkeit, die während der Be- und Entladung anwendbaren
                    sicherheitsbezogenen Arbeitsvorschriften und -verfahren einzuhalten
                    und persönliche Schutz- und Rettungsausrüstung zu benutzen.

                3.  Fähigkeit, mit allen an den Be- und Entladevorgängen beteiligten
                    Partnern eine wirksame verbale und nonverbale Kommunikation aufzubauen
                    und aufrechtzuerhalten.

                4.  Kenntnis der technischen Mittel für den Ladungsumschlag auf Fahrzeugen
                    und in Häfen und der Arbeitssicherheitsmaßnahmen während deren
                    Gebrauch.

    3.2[^f819242_02_05_BJNR498210021BJNE015400000]
 Der Matrose muss in der Lage sein, die Führung des Fahrzeugs bei der
        Bereitstellung von Dienstleistungen für die Fahrgäste zu unterstützen
        und Menschen mit Behinderung sowie Personen mit eingeschränkter
        Mobilität gemäß der Unterweisung und den Instruktionen nach Anhang IV
        der Verordnung (EU) Nr. 1177/2010 des Europäischen Parlaments und des
        Rates
        unmittelbar Hilfe zu leisten.

        Der Matrose muss in der Lage sein,

        *            *   Spalte 1
                Befähigung

            *   Spalte 2
                Kenntnisse und Fertigkeiten

        *            *
                1.  Vorschriften und
                    Übereinkommen zur Fahrgastbeförderung zu beachten;

            *
                1.  Kenntnis der geltenden Vorschriften und Übereinkommen zur
                    Fahrgastbeförderung.

                2.  Fähigkeit, Menschen mit Behinderung sowie Personen mit eingeschränkter
                    Mobilität gemäß der Unterweisung und den Instruktionen nach Anhang IV
                    der Verordnung (EU) Nr. 1177/2010 unmittelbar Hilfe zu leisten.

        *            *
                2.  beim sicheren Ein-
                    und Ausstieg von Fahrgästen Unterstützung zu leisten;

            *
                1.  Kenntnis der vor und während des Ein- und Ausstiegs von Fahrgästen
                    geltenden Verfahren.

                2.  Fähigkeit, die Ausrüstung für den Ein- und Ausstieg zu platzieren und
                    auszurichten und die Sicherheitsmaßnahmen anzuwenden.

        *            *
                3.  bei der Aufsicht über
                    die Fahrgäste in Notsituationen Unterstützung zu leisten;

            *
                1.  Kenntnis der vorhandenen Rettungsmittel für Notsituationen und der im
                    Falle eines Lecks, eines Brandes, einer über Bord gegangenen Person
                    und einer Evakuierung zu beachtenden Verfahren, einschließlich
                    Krisenbewältigung und Führung von Menschenmengen, sowie der Erste-
                    Hilfe-Maßnahmen an Bord von Fahrzeugen.

                2.  Fähigkeit, im Falle eines Lecks, eines Brandes, einer über Bord
                    gegangenen Person, eines Zusammenstoßes und einer Evakuierung
                    Unterstützung zu leisten, einschließlich Krisenbewältigung und Führung
                    von Menschenmengen, sowie Fähigkeit zum Gebrauch von Rettungsmitteln
                    in Notsituationen und zum Leisten von Erster Hilfe an Bord des
                    Fahrzeugs.

        *            *
                4.  mit Fahrgästen
                    wirksam zu kommunizieren.

            *
                1.  Kenntnis der Standardredewendungen bei der Evakuierung von Fahrgästen
                    in Notfällen.

                2.  Fähigkeit zu dienstleistungsorientiertem Verhalten und Sprachgebrauch.

**4.** **Schiffsbetriebstechnik und Elektrotechnik, Elektronik und
    Leittechnik**

    4.1 Der Matrose muss in der Lage sein, die Führung des Fahrzeugs in Fragen
        der Schiffsbetriebstechnik, Elektrotechnik, Elektronik und Leittechnik
        zu unterstützen, um die allgemeine technische Sicherheit zu
        gewährleisten.

        Der Matrose muss in der Lage sein,

        *            *   Spalte 1
                Befähigung

            *   Spalte 2
                Kenntnisse und Fertigkeiten

        *            *
                1.  bei der Überwachung
                    der Antriebsmaschinen und Antriebssysteme Unterstützung zu leisten;

            *
                1.  Kenntnis der Grundsätze von Antriebssystemen.

                2.  Kenntnis der verschiedenen Arten von Antriebsmaschinen sowie ihrer
                    Konstruktion, Leistung und Terminologie.

                3.  Kenntnis von Funktion und Betrieb der Luftzufuhr, Kraftstoffzufuhr,
                    Schmiermittel, Kühlung und des Abgassystems.

                4.  Kenntnis der Haupt- und Hilfsmaschinen.

                5.  Fähigkeit, grundlegende Prüfungen durchzuführen und ein
                    ordnungsgemäßes Funktionieren der Antriebsmaschinen sicherzustellen.

        *            *
                2.  die Hauptmaschinen
                    und die Hilfseinrichtungen für den Betrieb vorzubereiten;

            *
                1.  Kenntnis der Anlasssysteme der Hauptmaschinen, Hilfseinrichtungen und
                    der hydraulischen und pneumatischen Systeme gemäß Anweisungen.

                2.  Kenntnis der Grundsätze des Umsteuerns des Antriebes.

                3.  Fähigkeit, die Maschinen im Maschinenraum gemäß der Prüfliste für die
                    Abfahrt vorzubereiten.

                4.  Fähigkeit, das Anlasssystem und die Hilfseinrichtungen gemäß
                    Anweisungen zu verwenden, z. B. die Steuerungsausrüstung.

                5.  Fähigkeit, die Hauptmaschinen gemäß den Anlassverfahren anzulassen.

                6.  Fähigkeit, die hydraulischen und pneumatischen Systeme zu benutzen.

        *            *
                3.  angemessen auf
                    Funktionsstörungen der Antriebsmaschinen zu reagieren;

            *
                1.  Kenntnis der Steuerungs- und Überwachungsanlagen im Maschinenraum und
                    der Meldeverfahren für Funktionsstörungen.

                2.  Fähigkeit, Funktionsstörungen zu erkennen und geeignete Maßnahmen im
                    Falle von Funktionsstörungen zu ergreifen, einschließlich der Meldung
                    an die Führung des Fahrzeugs.

        *            *
                4.  die Maschinen, einschließlich Pumpen, Rohrleitungssystemen, Bilge- und
                    Ballastsystemen, zu bedienen;

            *
                1.  Kenntnis des sicheren Betriebs und der Steuerung der Maschinen im
                    Maschinenraum, in Ballastzellen und Bilgen entsprechend den Verfahren.

                2.  Fähigkeit, die sichere Funktion und den Betrieb der Maschinen im
                    Maschinenraum zu kontrollieren und das Bilge- und Ballastsystem
                    instand zu halten, einschließlich: Meldung von Zwischenfällen im
                    Zusammenhang mit Umpumpvorgängen und Fähigkeit, Tankfüllstände korrekt
                    zu messen und zu melden.

                3.  Fähigkeit, das Abschalten der Maschinen nach dem Einsatz vorzubereiten
                    und durchzuführen.

                4.  Fähigkeit, Bilge-, Ballast- und Ladungspumpensysteme zu bedienen.

        *            *
                5.  Unterstützung bei
                    der Überwachung elektronischer und elektrischer Geräte zu leisten;

            *
                1.  Kenntnis elektronischer und elektrischer Systeme und Komponenten.

                2.  Kenntnis von Gleich- und Wechselstrom.

                3.  Fähigkeit, Kontrollinstrumente zu überwachen und auszuwerten.

                4.  Kenntnis des Magnetismus und des Unterschieds zwischen natürlichen und
                    künstlichen Magneten.

                5.  Kenntnis des elektrohydraulischen Systems.

        *            *
                6.  die Generatoren vorzubereiten, einzuschalten, anzuschließen und zu
                    wechseln und ihre Systeme und den Landanschluss zu überprüfen;

            *
                1.  Kenntnis der Kraftanlage.

                2.  Fähigkeit, die Schalttafel zu benutzen.

                3.  Fähigkeit, den Landanschluss zu benutzen.

        *            *
                7.  Funktionsstörungen und häufige Fehler zu definieren und Maßnahmen zur
                    Schadensverhütung zu beschreiben;

            *
                1.  Kenntnis der Maßnahmen bei Funktionsstörungen außerhalb des
                    Maschinenraums und der Maßnahmen zur Schadensverhütung.

                2.  Fähigkeit, häufige Fehler zu erkennen und Maßnahmen zur
                    Schadensverhütung an mechanischen, elektrischen, elektronischen,
                    hydraulischen und pneumatischen Systemen zu ergreifen.

        *            *
                8.  die erforderlichen
                    Werkzeuge zur Gewährleistung der allgemeinen technischen Sicherheit
                    einzusetzen.

            *
                1.  Kenntnis der Eigenschaften und Grenzen der zur Wartung und
                    Instandsetzung von Maschinen und Ausrüstung eingesetzten Prozesse und
                    Materialien.

                2.  Fähigkeit, bei der Wartung und Instandsetzung von Maschinen und
                    Ausrüstung sichere Arbeitsmethoden anzuwenden.

    4.2 Der Matrose muss in der Lage sein, Wartungsarbeiten an der Ausrüstung
        in den Bereichen Schiffsbetriebstechnik, Elektrotechnik, Elektronik
        und Leittechnik durchzuführen, um die allgemeine technische Sicherheit
        zu gewährleisten.

        Der Matrose muss in der Lage sein,

        *            *   Spalte 1
                Befähigung

            *   Spalte 2
                Kenntnisse und Fertigkeiten

        *            *
                1.  die täglichen
                    Wartungsarbeiten an den Hauptmotoren, Hilfsmaschinen und Regelungs-
                    und Steuerungsanlagen durchzuführen;

            *
                1.  Kenntnis der für die Wartung und Instandhaltung des Maschinenraums,
                    des Hauptmotors, der Hauptmaschinen, der Hilfseinrichtungen und der
                    Regelungs- und Steuerungsanlagen zu befolgenden Verfahren.

                2.  Fähigkeit, Hauptmotoren, Hilfseinrichtungen und Regelungs- und
                    Steuerungsanlagen zu warten.

        *            *
                2.  die täglichen
                    Wartungsarbeiten an den Maschinen, einschließlich Pumpen,
                    Rohrleitungssystemen, Bilge- und Ballastsystemen, durchzuführen;

            *
                1.  Kenntnis der täglichen Wartungsverfahren.

                2.  Fähigkeit, Pumpen, Rohrleitungssysteme, Bilge- und Ballastsysteme
                    zu warten und instand zu halten.

        *            *
                3.  die erforderlichen
                    Werkzeuge zur Gewährleistung der allgemeinen technischen Sicherheit
                    einzusetzen;

            *
                1.  Kenntnis des Einsatzes der an Bord befindlichen Wartungsmaterialien
                    und Instandsetzungsausrüstungen, einschließlich ihrer Eigenschaften
                    und Grenzen.

                2.  Fähigkeit, die an Bord befindlichen Wartungsmaterialien und
                    Instandsetzungsausrüstungen auszuwählen und einzusetzen.

        *            *
                4.  die Wartungs- und
                    Instandsetzungsverfahren zu befolgen;

            *
                1.  Kenntnis der Handbücher und Anweisungen für Wartung und
                    Instandsetzung.

                2.  Fähigkeit, Wartungs- und Instandsetzungsverfahren gemäß den geltenden
                    Handbüchern und Anweisungen durchzuführen.

        *            *
                5.  technische Informationen zu nutzen und technische Verfahren zu
                    dokumentieren.

            *
                1.  Kenntnis der technischen Dokumentation und Handbücher.

                2.  Fähigkeit, Wartungsarbeiten zu dokumentieren.

**5.** **Wartung und Instandsetzung**

    5.1 Der Matrose muss in der Lage sein, die Führung des Fahrzeugs bei der
        Wartung und Instandsetzung des Fahrzeugs, seiner Anlagen und seiner
        Ausrüstung zu unterstützen.

        Der Matrose muss in der Lage sein,

        *            *   Spalte 1
                Befähigung

            *   Spalte 2
                Kenntnisse und Fertigkeiten

        *            *
                1.  mit verschiedenen
                    Arten von Materialien und Werkzeugen für Wartungs- und
                    Instandsetzungsvorgänge zu arbeiten;

            *
                1.  Kenntnis der erforderlichen Werkzeuge und der Wartung der Ausrüstung
                    sowie der sicherheitsbezogenen Arbeitsvorschriften und der
                    Umweltschutzvorschriften.

                2.  Fähigkeit, einschlägige Verfahren für die Wartung des Fahrzeugs
                    einzusetzen, einschließlich der Fähigkeit, verschiedene Materialien
                    auszuwählen.

                3.  Fähigkeit, Werkzeuge und Wartungsausrüstung ordnungsgemäß zu warten
                    und zu lagern.

                4.  Fähigkeit, Wartungsarbeiten gemäß den sicherheitsbezogenen
                    Arbeitsvorschriften und den Umweltschutzvorschriften durchzuführen.

        *            *
                2.  Gesundheit und
                    Umwelt bei der Durchführung von Wartungs- und
                    Instandsetzungsarbeiten zu schützen;

            *
                1.  Kenntnis der anwendbaren Reinigungs- und Konservierungsverfahren sowie
                    der Hygienevorschriften.

                2.  Fähigkeit, unter Einhaltung der Hygienevorschriften sämtliche
                    Wohnräume und das Steuerhaus zu reinigen sowie den Haushalt
                    ordnungsgemäß zu führen; dies schließt die Übernahme der Verantwortung
                    für den eigenen Wohnraum ein.

                3.  Fähigkeit, die Maschinenräume und die Maschinen unter Einsatz der
                    erforderlichen Reinigungsmaterialien zu reinigen.

                4.  Fähigkeit, die äußeren Teile, den Körper und die Decks des Fahrzeugs
                    in der korrekten Reihenfolge unter Einsatz der gemäß den
                    Umweltschutzvorschriften erforderlichen Materialien zu reinigen und zu
                    konservieren.

                5.  Fähigkeit, für die Entsorgung der Fahrzeug- und Haushaltsabfälle gemäß
                    den Umweltschutzvorschriften zu sorgen.

        *            *
                3.  die technischen
                    Geräte gemäß den technischen Anweisungen zu warten;

            *
                1.  Kenntnis der technischen Anweisungen für Wartung und
                    Wartungsprogramme.

                2.  Fähigkeit, für sämtliche technische Ausrüstung gemäß den Anweisungen
                    Sorge zu tragen und Wartungsprogramme (auch digitale) unter Aufsicht
                    zu verwenden.

        *            *
                4.  sicher mit Drähten
                    und Seilen umzugehen;

            *
                1.  Kenntnis der Eigenschaften der verschiedenen Arten von Seilen und
                    Drähten.

                2.  Fähigkeit, diese gemäß den Methoden und Vorschriften für sicheres
                    Arbeiten zu verwenden und zu lagern.

        *            *
                5.  Knoten und Spleiße
                    entsprechend ihrem Verwendungszweck anzufertigen und instand zu
                    halten;

            *
                1.  Kenntnis der Verfahren, die für die Gewährleistung eines sicheren
                    Schleppens und Kuppelns mit den an Bord verfügbaren Mitteln zu
                    befolgen sind.

                2.  Fähigkeit, Drähte und Seile zu spleißen.

                3.  Fähigkeit, Knoten entsprechend ihrem Verwendungszweck anzuwenden.

                4.  Fähigkeit, Drähte und Seile instand zu halten.

        *            *
                6.  Arbeitspläne im Team vorzubereiten und umzusetzen und die Ergebnisse
                    zu kontrollieren.

            *
                1.  Kenntnis der Grundsätze von Teamarbeit.

                2.  Fähigkeit, als Teammitglied eigenständig Wartungs- und einfache
                    Instandsetzungsarbeiten durchzuführen.

                3.  Fähigkeit, komplexere Instandsetzungsarbeiten unter Aufsicht
                    durchzuführen.

                4.  Fähigkeit, verschiedene Arbeitsmethoden, einschließlich Teamarbeit,
                    gemäß den Sicherheitsanweisungen anzuwenden.

                5.  Fähigkeit, die Qualität von Arbeiten zu beurteilen.

**6.** **Kommunikation**

    6.1 Der Matrose muss in der Lage sein, allgemein und fachgerecht zu
        kommunizieren; dazu gehört auch die Fähigkeit, im Falle von
        Kommunikationsproblemen Standardredewendungen zu verwenden.

        Der Matrose muss in der Lage sein,

        *            *   Spalte 1
                Befähigung

            *   Spalte 2
                Kenntnisse und Fertigkeiten

        *            *
                1.  Informations- und
                    Kommunikationssysteme zu nutzen;

            *
                1.  Kenntnis der Wechselsprechanlage für die fahrzeuginterne oder die
                    Terminalkommunikation, des (Mobil-)Telefon-, Funk-, (Satelliten-)TV-
                    und Kamerasystems des Fahrzeugs.

                2.  Fähigkeit, das (Mobil-)Telefon-, Funk-, (Satelliten-)TV- und
                    Kamerasystem des Fahrzeugs zu nutzen.

                3.  Kenntnis der Bedienungsgrundlagen des Inland AIS.

                4.  Fähigkeit, Daten des Inland AIS zu nutzen, um Kontakt zu anderen
                    Fahrzeugen aufzunehmen.

        *            *
                2.  verschiedene Aufgaben mithilfe verschiedener Arten von
                    informationstechnischen Geräten, Informationsdiensten (wie den
                    Binnenschifffahrtsinformationsdiensten (RIS)) und
                    Kommunikationssystemen zu lösen;

            *
                1.  Kenntnis der im Binnenschiffsverkehr verfügbaren
                    informationstechnischen Geräte.

                2.  Fähigkeit, die informationstechnischen Geräte des Fahrzeugs
                    entsprechend den Anweisungen für die Durchführung einfacher Aufgaben
                    zu verwenden.

        *            *
                3.  Daten zu erfassen
                    und zu speichern sowie Datensicherungen und
                    -aktualisierungen durchzuführen;

            *
                1.  Kenntnis des Kommunikationssystems des Fahrzeugs für die
                    Datenerfassung, -speicherung und -aktualisierung.

                2.  Fähigkeit, Daten unter strenger Aufsicht zu verarbeiten.

        *            *
                4.  Anweisungen für den
                    Datenschutz zu befolgen;

            *
                1.  Kenntnis der Datenschutz- und Geheimhaltungsvorschriften.

                2.  Fähigkeit, Daten gemäß den Datenschutz- und Geheimhaltungsvorschriften
                    zu verarbeiten.

        *            *
                5.  Fakten unter Verwendung technischer Begriffe darzulegen;

            *
                1.  Kenntnis der erforderlichen technischen und nautischen Begriffe sowie
                    von Begriffen im Zusammenhang mit sozialen Aspekten in
                    Standardredewendungen.

                2.  Fähigkeit, die erforderlichen technischen und nautischen Begriffe
                    sowie
                    Begriffe im Zusammenhang mit sozialen Aspekten in
                    Standardredewendungen zu verwenden.

        *            *
                6.  nautische und technische Informationen zur Wahrung der Sicherheit des
                    Schiffsverkehrs einzuholen.

            *
                1.  Kenntnis der verfügbaren Informationsquellen.

                2.  Fähigkeit zur Nutzung von Informationsquellen für das Einholen
                    notwendiger nautischer und technischer Informationen zur Wahrung der
                    Sicherheit des Schiffsverkehrs.

    6.2 Der Matrose muss in der Lage sein, umgänglich zu sein.

        Der Matrose muss in der Lage sein,

        *            *   Spalte 1
                Befähigung

            *   Spalte 2
                Kenntnisse und Fertigkeiten

        *            *
                1.  Anweisungen zu befolgen und sich mit anderen über die schiffsinternen
                    Pflichten zu verständigen;

            *
                1.  Kenntnis der Bedeutung von Befehlen der Führung des Fahrzeugs,
                    formellen und informellen Anweisungen, Vorschriften und Verfahren
                    sowie der Bedeutung der eigenen Vorbildfunktion für unerfahrene
                    Besatzungsmitglieder.

                2.  Fähigkeit, Befehle der Führung des Fahrzeugs sowie sonstige
                    Anweisungen und Vorschriften weiterzuverfolgen und unerfahrene
                    Besatzungsmitglieder zu begleiten.

                3.  Kenntnis der Unternehmens- oder Bordvorschriften.

                4.  Fähigkeit zur Einhaltung der Unternehmens- oder Bordvorschriften.

        *            *
                2.  zu guten sozialen
                    Beziehungen an Bord beizutragen und mit anderen zusammenzuarbeiten;

            *
                1.  Kenntnis der kulturellen Vielfalt.

                2.  Fähigkeit, verschiedene kulturelle Standards, Werte und
                    Gepflogenheiten zu akzeptieren.

                3.  Fähigkeit, im Team zu arbeiten und zu leben.

                4.  Fähigkeit, an Teambesprechungen teilzunehmen und die zugewiesenen
                    Aufgaben auszuführen.

                5.  Wissen um die Bedeutung von Respekt bei Teamarbeit.

                6.  Fähigkeit, geschlechtsbezogene und kulturelle Unterschiede zu
                    respektieren und diesbezügliche Probleme, einschließlich Mobbing und
                    (sexuelle) Belästigung, zu melden.

        *            *
                3.  soziale Verantwortung zu übernehmen, Beschäftigungsbedingungen,
                    individuelle Rechte und Pflichten zu akzeptieren;
                    sich der Gefahren des Missbrauchs von Alkohol und Drogen bewusst zu
                    sein und auf Fehlverhalten und Gefahren angemessen zu reagieren;

            *
                1.  Fähigkeit, Fehlverhalten und mögliche Gefahren zu erkennen.

                2.  Fähigkeit, auf Fehlverhalten und mögliche Gefahren proaktiv zu
                    reagieren.

                3.  Fähigkeit, eigenständig entsprechend den Anweisungen zu arbeiten.

                4.  Kenntnis der Rechte und Pflichten der einzelnen Arbeitnehmer.

                5.  Kenntnis der Gefahren des Alkohol- und Drogenkonsums im Arbeits- und
                    sozialen Umfeld (Kenntnis der Polizeivorschriften zur Toxikologie).

                6.  Fähigkeit, Gefahren für den sicheren Fahrzeugbetrieb im Zusammenhang
                    mit Alkohol und Drogen zu erkennen.

        *            *
                4.  einfache Mahlzeiten
                    zu planen, dafür einzukaufen und diese zuzubereiten.

            *
                1.  Kenntnis der Möglichkeiten der Nahrungsmittelbeschaffung und der
                    Grundsätze gesunder Ernährung.

                2.  Fähigkeit, einfache Mahlzeiten unter Einhaltung der
                    Hygienevorschriften
                    zuzubereiten.

**7.** **Gesundheit, Sicherheit und Umweltschutz**

    7.1 Der Matrose muss in der Lage sein, sicherheitsbezogene
        Arbeitsvorschriften einzuhalten und die Bedeutung der Gesundheits- und
        Sicherheitsvorschriften und die Bedeutung der Umwelt zu verstehen.

        Der Matrose muss in der Lage sein,

        *            *   Spalte 1
                Befähigung

            *   Spalte 2
                Kenntnisse und Fertigkeiten

        *            *
                1.  gemäß den Anweisungen und Vorschriften für Arbeitssicherheit und
                    Unfallverhütung zu arbeiten;

            *
                1.  Kenntnis der Vorteile sicherer Arbeitsmethoden.

                2.  Kenntnis der Arten von Gefahrenmomenten an Bord.

                3.  Fähigkeit, Gefahren im Zusammenhang mit Gefahrenmomenten an Bord
                    zu vermeiden, z. B.:

                    •   Fahrzeugbewegungen;

                    •   Vorkehrungen für den sicheren Ein- und Ausstieg (z. B. Landungssteg
                        Beiboote);

                    •   sicheres Stauen beweglicher Gegenstände;

                    •   Arbeiten mit Maschinen;

                    •   Erkennen elektrischer Gefahren;

                    •   Brandschutz und Brandbekämpfung;

                    •   professioneller Gebrauch von Handwerkzeug;

                    •   professioneller Gebrauch von tragbarem Elektrowerkzeug;

                    •   Einhaltung der Gesundheits- und Hygienevorschriften;

                    •   Beseitigung von Rutsch-, Sturz- und Stolpergefahren.

                4.  Kenntnis der einschlägigen gesundheits- und sicherheitsbezogenen
                    Arbeitsanweisungen bei Tätigkeiten an Bord.

                5.  Kenntnis der anwendbaren Vorschriften betreffend sichere und
                    nachhaltige Arbeitsbedingungen.

                6.  Fähigkeit, Unfälle bei für Personal oder Fahrzeug potenziell
                    gefährlichen Tätigkeiten zu vermeiden, im Zusammenhang mit

                    •   Be- und Entladung;

                    •   Festmachen und Ablegen;

                    •   Höhenarbeiten;

                    •   Arbeiten mit Chemikalien;

                    •   Arbeiten mit Batterien;

                    •   Aufenthalt im Maschinenraum;

                    •   Heben von Lasten (manuell und mechanisch);

                    •   Betreten von und Arbeiten in geschlossenen Räumen.

                7.  Fähigkeit, Befehle zu verstehen und sich mit anderen über die Aufgaben
                    an Bord zu verständigen.

        *            *
                2.  persönliche Schutzausrüstung zur Unfallverhütung zu benutzen;

            *
                1.  Kenntnis persönlicher Schutzausrüstung.

                2.  Fähigkeit, persönliche Schutzausrüstung zu benutzen, z. B.:

                    •   Augenschutz,

                    •   Atemschutz,

                    •   Gehörschutz,

                    •   Kopfschutz,

                    •   Schutzkleidung.

        *            *
                3.  die erforderlichen
                    Vorsichtsmaßnahmen vor dem Betreten geschlossener Räume zu beachten.

            *
                1.  Kenntnis der Gefahren im Zusammenhang mit dem Betreten geschlossener
                    Räume.

                2.  Kenntnis der Vorsichtsmaßnahmen und Tests oder Messungen, die vor dem
                    Betreten geschlossener Räume und bei Arbeiten in geschlossenen Räumen
                    zu beachten bzw. durchzuführen sind.

        *            *
            *
                3.  Fähigkeit, die Sicherheitsanweisungen vor dem Betreten bestimmter
                    Räume an Bord anzuwenden, z. B.:

                    •   Laderäume,

                    •   Kofferdämme,

                    •   Doppelhülle.

                4.  Fähigkeit, Vorsichtsmaßnahmen für Arbeiten in geschlossenen Räumen
                    zu beachten.

    7.2 Der Matrose muss in der Lage sein, die Bedeutung der Ausbildung zur
        Sicherheit an Bord zu würdigen und in Notfällen umgehend zu handeln.

        Der Matrose muss in der Lage sein,

        *            *   Spalte 1
                Befähigung

            *   Spalte 2
                Kenntnisse und Fertigkeiten

        *            *
                1.  in Notfällen gemäß
                    den anwendbaren Anweisungen und Verfahren zu handeln;

            *
                1.  Kenntnis der verschiedenen Arten von Notfällen.

                2.  Kenntnis der im Falle eines Alarms zu befolgenden Abläufe.

                3.  Kenntnis der im Falle eines Unfalls anzuwendenden Verfahren.

                4.  Fähigkeit, gemäß den Anweisungen und Verfahren zu handeln.

        *            *
                2.  Erste Hilfe zu leisten;

            *
                1.  Kenntnis der allgemeinen Grundsätze der Ersten Hilfe, einschließlich
                    der Beurteilung von Körperschäden bzw. der Beeinträchtigung von
                    Körperfunktionen, an Bord eines Fahrzeugs nach Einschätzung einer
                    Situation.

                2.  Fähigkeit, die körperliche und geistige Verfassung sowie die
                    persönliche Hygiene im Falle von Erster Hilfe zu wahren.

                3.  Kenntnis der einschlägigen Maßnahmen bei Unfällen entsprechend den
                    anerkannten bewährten Verfahren.

                4.  Fähigkeit, Erfordernisse der Betroffenen und Bedrohungen für die
                    eigene Sicherheit einzuschätzen.

                5.  Fähigkeit, die in Notfällen erforderlichen Maßnahmen durchzuführen,
                    einschließlich:

                    a)  Betroffene in die richtige Lage zu bringen,

                    b)  Wiederbelebungstechniken anzuwenden,

                    c)  Blutungen zu stillen,

                    d)  angemessene Maßnahmen der grundlegenden Schockbehandlung
                        anzuwenden,

                    e)  angemessene Maßnahmen im Falle von Verbrennungen und Verbrühungen
                        anzuwenden, einschließlich von durch Strom verursachten Unfällen,

                    f)  Betroffene zu retten und zu transportieren.

                6.  Fähigkeit, Verbände provisorisch anzulegen und Material aus der
                    Erste-Hilfe-Ausrüstung anzuwenden.

        *            *
                3.  persönliche Schutzausrüstung und Rettungsmittel an Bord zu benutzen
                    und instand zu halten;

            *
                1.  Kenntnis der regelmäßigen Überprüfungen der persönlichen
                    Schutzausrüstung, der Fluchtwege und der Rettungsausrüstung in Bezug
                    auf Funktion, Beschädigungen, Verschleiß und sonstige Mängel.

                2.  Fähigkeit, im Falle festgestellter Mängel zu reagieren und dabei die
                    relevanten Kommunikationsverfahren anzuwenden.

                3.  Fähigkeit, persönliche Rettungsmittel zu benutzen, z. B.:

                    •   Rettungsringe, einschließlich der relevanten Ausrüstung, und

                    •   Rettungswesten, einschließlich der relevanten Ausrüstung an
                        Rettungswesten wie feste Lichter oder Blinklichter und eine mit einer
                        Kordel sicher befestigte Pfeife.

                4.  Kenntnis der Funktionen des Beiboots.

                5.  Fähigkeit, das Beiboot vorzubereiten, zu Wasser zu bringen, zu fahren,
                    wieder an Bord zu nehmen und zu verstauen.

        *            *
                4.  bei Rettungsarbeiten Unterstützung zu leisten und zu schwimmen;

            *
                1.  Fähigkeit, Betroffene zu retten und zu transportieren.

                2.  Fähigkeit, Schwimmkenntnisse für Rettungsarbeiten einzusetzen.

        *            *
                5.  Fluchtwege zu
                    benutzen;

            *   Fähigkeit, Fluchtwege (entsprechend den lokalen Gegebenheiten an Bord)
                frei zu halten.

        *            *
                6.  interne Notfallkommunikations- und Alarmsysteme zu benutzen.

            *   Fähigkeit, Notfallkommunikations- und Alarmsysteme sowie -ausrüstung
                zu benutzen.

    7.3 Der Matrose muss in der Lage sein, Brandschutzmaßnahmen zu ergreifen
        und Brandbekämpfungsgeräte ordnungsgemäß zu bedienen.

        Der Matrose muss in der Lage sein,

        *            *   Spalte 1
                Befähigung

            *   Spalte 2
                Kenntnisse und Fertigkeiten

        *            *
                1.  die Bestandteile von
                    Bränden und Zündarten und -quellen zu unterscheiden;

            *
                1.  Kenntnis der möglichen Brandursachen bei verschiedenen Tätigkeiten
                    sowie der Brandklassen gemäß der europäischen EN-Norm oder einer
                    gleichwertigen Norm.

                2.  Kenntnis der Bestandteile des Verbrennungsprozesses.

                3.  Fähigkeit, die Grundsätze der Brandbekämpfung anzuwenden.

        *            *
                2.  verschiedene Arten
                    von Feuerlöschern zu benutzen;

            *
                1.  Kenntnis der verschiedenen Merkmale und Klassen von Feuerlöschern.

                2.  Fähigkeit, verschiedene Methoden der Brandbekämpfung und Löschgeräte
                    und feste Löschanlagen unter Berücksichtigung z. B. folgender Aspekte
                    einzusetzen:

                    •   Gebrauch verschiedener Arten tragbarer Feuerlöscher und

                    •   Auswirkungen des Windes beim Annähern an das Feuer.

        *            *
                3.  gemäß den an Bord geltenden Verfahren und der Organisation der
                    Brandbekämpfung zu handeln;

            *
                1.  Kenntnis der Brandbekämpfungssysteme an Bord.

                2.  Fähigkeit, Brände zu bekämpfen und die entsprechenden Meldungen
                    vorzunehmen.

        *            *
                4.  Anweisungen zu
                    befolgen betreffend: persönliche Ausrüstung, Methoden, Löschmittel und
                    Verfahren bei Brandbekämpfung und Rettungsarbeiten.

            *
                1.  Kenntnis der Verfahren zur Vermeidung persönlicher Gefährdungen.

                2.  Fähigkeit, gemäß den Notfallverfahren zu handeln.

    7.4 Der Matrose muss in der Lage sein, seine Aufgaben unter
        Berücksichtigung der Bedeutung des Umweltschutzes wahrzunehmen.

        Der Matrose muss in der Lage sein,

        *            *   Spalte 1
                Befähigung

            *   Spalte 2
                Kenntnisse und Fertigkeiten

        *            *
                1.  die Umwelt gemäß
                    den einschlägigen
                    Vorschriften zu schützen;

            *
                1.  Kenntnis der nationalen und internationalen Umweltschutzvorschriften.

                2.  Fähigkeit, die verfügbaren Dokumentations- und Informationssysteme zu
                    Umweltfragen gemäß den Anweisungen zu nutzen.

                3.  Kenntnis der Folgen eines möglichen Austritts von Ladung und
                    Schadstoffen in die Umwelt.

                4.  Kenntnis gefährlicher Güter und ihrer Klassifizierung in Bezug auf
                    Umweltaspekte.

        *            *
                2.  Vorsichtsmaßnahmen zur Vermeidung von Umweltverschmutzung zu treffen;

            *
                1.  Kenntnis der allgemeinen Vorsichtsmaßnahmen zur Vermeidung von
                    Umweltverschmutzung.

                2.  Fähigkeit, allgemeine Vorsichtsmaßnahmen zu treffen und sichere
                    Bunkerverfahren anzuwenden.

                3.  Fähigkeit, im Falle eines Zusammenstoßes Maßnahmen gemäß den
                    Anweisungen zu ergreifen, z. B. durch das Abdichten von Leckagen.

        *            *
                3.  Ressourcen effizient
                    einzusetzen;

            *
                1.  Kenntnis des effizienten Kraftstoffverbrauchs.

                2.  Fähigkeit, Materialien wirtschaftlich und energiesparend einzusetzen.

        *            *
                4.  Abfälle umweltfreundlich zu entsorgen.

            *
                1.  Kenntnis der anwendbaren Abfallvorschriften.

                2.  Fähigkeit zur Durchführung der Sammlung, Abgabe und des Verbrauchs
                    von:

                    •   Fahrzeugölen und -fetten,

                    •   Ladungsrückständen und

                    •   anderen Arten von Abfallprodukten.

    Verordnung (EU) Nr. 1177/2010 des Europäischen Parlaments und des
    Rates vom 24. November 2010 über die Fahrgastrechte im See- und
    Binnenschiffsverkehr und zur Änderung der Verordnung (EG) Nr.
    2006/2004 (ABl. L 334 vom 17.12.2010, S. 1).
[^f819242_02_05_BJNR498210021BJNE015400000]: 
(zu § 38 Absatz 1, Absatz 4 Satz 1 Nummer 2)

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