Source: https://www.gesetze-im-internet.de/kerammstrv_2006/__4.html
Legislation: kerammstrv_2006

Title: § 4 Meisterprüfungsprojekt

Description:
Verordnung über das Meisterprüfungsberufsbild und über die  Prüfungsanforderungen in den Teilen I und II der Meisterprüfung im  Keramiker-Handwerk (KeramMstrV 2006)
§ 4 Meisterprüfungsprojekt

Paragraph: 4

Full Text:
Verordnung über das Meisterprüfungsberufsbild und über die  Prüfungsanforderungen in den Teilen I und II der Meisterprüfung im  Keramiker-Handwerk (KeramMstrV 2006)
§ 4 Meisterprüfungsprojekt

(1) Der Prüfling hat ein Meisterprüfungsprojekt durchzuführen, das
einem Kundenauftrag entspricht. Vorschläge des Prüflings für den
Kundenauftrag sollen berücksichtigt werden. Die auftragsbezogenen
Kundenanforderungen werden vom Meisterprüfungsausschuss festgelegt.
Auf dieser Grundlage erarbeitet der Prüfling ein Umsetzungskonzept,
einschließlich einer Zeit- und Materialbedarfsplanung. Dieses hat er
vor der Durchführung des Meisterprüfungsprojekts dem
Meisterprüfungsausschuss zur Genehmigung vorzulegen. Der
Meisterprüfungsausschuss prüft, ob das Umsetzungskonzept den
auftragsbezogenen Kundenanforderungen entspricht.

(2) Das Meisterprüfungsprojekt besteht aus Planungs-, Durchführungs-
und Dokumentationsarbeiten.

(3) Als Meisterprüfungsprojekt sind Keramiken zu entwerfen, zu planen
und zu kalkulieren. Auf dieser Grundlage sind folgende Aufgaben
durchzuführen und zu dokumentieren:

1.  Es sind ein Ensemble aus mindestens fünf unterschiedlichen Gefäßen,
    das sowohl Flachzeug als auch Deckellösungen enthält, ein Gefäß mit
    einer Mindesthöhe von 45 Zentimetern und einem Mindestdurchmesser von
    30 Zentimetern sowie eine Schale mit einem Mindestdurchmesser von 50
    Zentimetern frei gedreht herzustellen oder

2.  es sind ein Ensemble aus mindestens fünf unterschiedlichen
    baukeramischen Teilen und eine körperhafte Baukeramik oder ein
    dreidimensionales, mehrteiliges Keramikgroßprojekt herzustellen. Bei
    der körperhaften Baukeramik sowie bei dem Keramikgroßprojekt müssen
    die Längen-, Breiten- und Höhenmaße in der Summe mindestens 130
    Zentimeter ergeben, wobei eine Seite eine Mindestlänge von 60
    Zentimeter aufweisen muss und keine Seitenlänge weniger als 10
    Zentimeter betragen darf, oder

3.  es sind die Oberflächen eines Ensembles aus sieben unterschiedlichen,
    sowohl flächigen als auch kubischen vorgefertigten Teilen zu
    gestalten. Zusätzlich sind entweder ein vorgefertigtes bauchiges Gefäß
    mit einer Mindesthöhe von 45 Zentimetern und einem Mindestdurchmesser
    von 30 Zentimetern sowie eine vorgefertigte Schale mit einem
    Mindestdurchmesser von 50 Zentimetern oder eine vorgefertigte
    Baukeramik mit zwei Seitenlängen von jeweils mindestens 60 Zentimetern
    zu gestalten.

(4) Die Entwurfs-, Planungs- und Kalkulationsunterlagen werden mit 30
vom Hundert, die durchgeführten Arbeiten mit 60 vom Hundert und die
Dokumentationsunterlagen mit 10 vom Hundert gewichtet.

Collections: bundestag_gesetze
KeramMstrV-2006
Level: 2.0