Source: https://www.gesetze-im-internet.de/restmeistprv/__6.html
Legislation: restmeistprv

Title: § 6 Praktische Prüfung

Description:
Verordnung über die Prüfung zum anerkannten Abschluss Geprüfter Restaurantmeister/Geprüfte Restaurantmeisterin (RestMeistPrV)
§ 6 Praktische Prüfung

Paragraph: 6

Full Text:
Verordnung über die Prüfung zum anerkannten Abschluss Geprüfter Restaurantmeister/Geprüfte Restaurantmeisterin (RestMeistPrV)
§ 6 Praktische Prüfung

(1) Im Prüfungsteil "Praktische Prüfung" sind zwei Situationsaufgaben
zu bearbeiten, die vollständige Handlungen beinhalten, wie sie für die
betriebliche Praxis des Restaurantmeisters/der Restaurantmeisterin
typisch sind. Es soll die Fähigkeit nachgewiesen werden, Produkte und
Dienstleistungen aus dem Servicebereich planen, vermarkten und
kontrollieren zu können. Es sollen die erforderlichen Maßnahmen
durchgeführt und deren Qualität sichergestellt werden.

(2) Die erste Situationsaufgabe ist schriftlich und praktisch, die
zweite praktisch und mündlich zu bearbeiten. Die erste
Situationsaufgabe besteht aus der Erstellung eines Ablaufplans, der
Organisation des Service sowie der Gestaltung der Tischdekoration nach
Maßgabe des Prüfungsausschusses. Hierbei ist von einer Veranstaltung
auszugehen, bei der eine fünfteilige Menüfolge mit korrespondierenden
Getränken für zwei mal sechs Personen serviert wird. Eine Servicekraft
ist bei der Planung zu berücksichtigen und bei der Durchführung
einzusetzen. Bei der zweiten Situationsaufgabe sind drei praktische
Arbeiten im Servicebereich mit einem anschließenden gastorientierten
Gespräch durchzuführen. Diese sollen die Anwendung von
unterschiedlichen Arbeitstechniken sowie die Zubereitung von Speisen
und Getränken beinhalten. Die Situationsaufgaben sind so zu gestalten,
dass die Qualifikationsinhalte gemäß Absatz 3 insgesamt mindestens
einmal jeweils thematisiert werden. Die Prüfungsdauer der ersten
Situationsaufgabe beträgt mindestens sieben Stunden, höchstens acht
Stunden. Die Prüfungszeit für die zweite Situationsaufgabe beträgt
mindestens zwei Stunden, höchstens jedoch drei Stunden, wobei das
gastorientierte Gespräch mindestens 20 Minuten, höchstens jedoch 30
Minuten dauern soll.

(3) Im Rahmen der beiden Situationsaufgaben sind folgende
Qualifikationsinhalte zu prüfen:

1.  Erstellen eines Ablaufplans,

2.  Servicekraft einsetzen,

3.  Tische dekorieren,

4.  Service einschließlich aller Vor- und Nacharbeiten,

5.  Zubereiten einer Speise,

6.  Filieren oder Tranchieren oder Flambieren einer Speise,

7.  Zubereiten und Servieren eines Getränks,

8.  Vorbereiten und Durchführen von Gesprächen mit Gästen.

Collections: bundestag_gesetze
RestMeistPrV
Level: 2.0