Source: https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__1615l.html
Legislation: bgb

Title: § 1615l Unterhaltsanspruch von Mutter und Vater aus Anlass der Geburt

Description:
Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)
Buch 4 - Familienrecht
Abschnitt 2 - Verwandtschaft
Titel 3 - Unterhaltspflicht
Untertitel 2 - Besondere Vorschriften für das Kind und seine nicht miteinander verheirateten Eltern
§ 1615l Unterhaltsanspruch von Mutter und Vater aus Anlass der Geburt

Paragraph: 1615l

Full Text:
Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)
Buch 4 - Familienrecht
Abschnitt 2 - Verwandtschaft
Titel 3 - Unterhaltspflicht
Untertitel 2 - Besondere Vorschriften für das Kind und seine nicht miteinander verheirateten Eltern
§ 1615l Unterhaltsanspruch von Mutter und Vater aus Anlass der Geburt

(1) Der Vater hat der Mutter für die Dauer von sechs Wochen vor und
acht Wochen nach der Geburt des Kindes Unterhalt zu gewähren. Dies
gilt auch hinsichtlich der Kosten, die infolge der Schwangerschaft
oder der Entbindung außerhalb dieses Zeitraums entstehen.

(2) Soweit die Mutter einer Erwerbstätigkeit nicht nachgeht, weil sie
infolge der Schwangerschaft oder einer durch die Schwangerschaft oder
die Entbindung verursachten Krankheit dazu außerstande ist, ist der
Vater verpflichtet, ihr über die in Absatz 1 Satz 1 bezeichnete Zeit
hinaus Unterhalt zu gewähren. Das Gleiche gilt, soweit von der Mutter
wegen der Pflege oder Erziehung des Kindes eine Erwerbstätigkeit nicht
erwartet werden kann. Die Unterhaltspflicht beginnt frühestens vier
Monate vor der Geburt und besteht für mindestens drei Jahre nach der
Geburt. Sie verlängert sich, solange und soweit dies der Billigkeit
entspricht. Dabei sind insbesondere die Belange des Kindes und die
bestehenden Möglichkeiten der Kinderbetreuung zu berücksichtigen.

(3) Die Vorschriften über die Unterhaltspflicht zwischen Verwandten
sind entsprechend anzuwenden. Die Verpflichtung des Vaters geht der
Verpflichtung der Verwandten der Mutter vor. § 1613 Abs. 2 gilt
entsprechend. Der Anspruch erlischt nicht mit dem Tode des Vaters.

(4) Wenn der Vater das Kind betreut, steht ihm der Anspruch nach
Absatz 2 Satz 2 gegen die Mutter zu. In diesem Falle gilt Absatz 3
entsprechend.

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BGB
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