Source: https://www.gesetze-im-internet.de/pflaprv/__33.html
Legislation: pflaprv

Title: § 33 Prüfungsausschuss

Description:
Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für die Pflegeberufe (PflAPrV)
Teil 3 - Hochschulische Pflegeausbildung
§ 33 Prüfungsausschuss

Paragraph: 33

Full Text:
Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für die Pflegeberufe (PflAPrV)
Teil 3 - Hochschulische Pflegeausbildung
§ 33 Prüfungsausschuss

(1) An jeder Hochschule, die die hochschulische Pflegeausbildung
anbietet, wird ein Prüfungsausschuss gebildet, der für die
ordnungsgemäße Durchführung der Modulprüfungen nach § 39 Absatz 2 Satz
1 des Pflegeberufegesetzes zuständig ist. Er besteht mindestens aus
folgenden Mitgliedern:

1.  einer Vertreterin oder einem Vertreter der zuständigen Behörde oder
    einer von der zuständigen Behörde mit der Wahrnehmung dieser Aufgabe
    betrauten geeigneten Person,

2.  einer Vertreterin oder einem Vertreter der Hochschule,

3.  mindestens einer Prüferin oder einem Prüfer, die oder der an der
    Hochschule für das Fach berufen ist, und einer Prüferin oder einem
    Prüfer, die oder der über eine Hochschulprüfungsberechtigung verfügen,
    sowie

4.  mindestens einer Prüferin oder einem Prüfer, die oder der für die
    Abnahme des praktischen Prüfungsteils geeignet ist.

Die Prüferinnen oder Prüfer nach Satz 2 Nummer 3 oder 4 müssen über
eine Erlaubnis zum Führen der Berufsbezeichnung nach § 1, § 58 Absatz
1 oder Absatz 2 oder § 64 des Pflegeberufegesetzes verfügen. Für
Prüferinnen oder Prüfer nach Satz 2 Nummer 3 können die Länder bis zum
Jahr 2029 Ausnahmen vom Erfordernis nach Satz 3 genehmigen. Für die
Prüfung der Kompetenzen zur eigenverantwortlichen Wahrnehmung
heilkundlicher Aufgaben nach § 37 Absatz 2 Satz 2 des
Pflegeberufegesetzes durch hochschulisch ausgebildete
Pflegefachpersonen müssen dem Prüfungsausschuss zusätzlich zu den in
Satz 2 Nummer 1 bis 4 genannten Personen zwei ärztliche
Fachprüferinnen oder Fachprüfer angehören; die ärztlichen
Fachprüferinnen und Fachprüfer sollen die studierenden Personen in den
Kompetenzen für die eigenverantwortliche Wahrnehmung dieser
heilkundlichen Aufgaben unterrichtet haben, die Gegenstand der
staatlichen Prüfung sind.

(2) Die zuständige Behörde bestellt das Mitglied nach Absatz 1 Satz 2
Nummer 1 sowie dessen Stellvertreterin oder Stellvertreter. Die
Hochschule bestimmt das Mitglied nach Absatz 1 Satz 2 Nummer 2 sowie
dessen Stellvertreterin oder Stellvertreter.

(3) Der Prüfungsausschuss wird unter dem gemeinsamen Vorsitz der
Mitglieder nach Absatz 1 Satz 2 Nummer 1 und Absatz 1 Satz 2 Nummer 2
geführt. Das Mitglied nach Absatz 1 Satz 2 Nummer 1 wird bei der
Durchführung seiner Aufgaben durch die zuständige Behörde unterstützt.

(4) Die Vorsitzenden des Prüfungsausschusses bestimmen gemeinsam auf
Vorschlag der Hochschule die Prüferinnen oder Prüfer für die einzelnen
Prüfungsteile sowie deren Stellvertreterinnen und Stellvertreter.

(5) Die Vorsitzenden sind jeweils berechtigt, an allen Teilen der
Prüfung teilzunehmen; ihnen steht kein Fragerecht zu. Eine
Verpflichtung zur Anwesenheit besteht nicht.

(6) Bei Kooperation mit einer Pflegeschule nach § 67 des
Pflegeberufegesetzes können die Vorsitzenden auch Vertreterinnen oder
Vertreter der Pflegeschule in den Prüfungsausschuss berufen.

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PflAPrV
Level: 3.0