Source: https://www.gesetze-im-internet.de/flugmechausbv_2013/__12.html
Legislation: flugmechausbv_2013

Title: § 12 Teil 2 der Abschlussprüfung in der Fachrichtung Triebwerkstechnik

Description:
Verordnung über die Berufsausbildung zum Fluggerätmechaniker und zur Fluggerätmechanikerin (FlugMechAusbV 2013)
§ 12 Teil 2 der Abschlussprüfung in der Fachrichtung Triebwerkstechnik

Paragraph: 12

Full Text:
Verordnung über die Berufsausbildung zum Fluggerätmechaniker und zur Fluggerätmechanikerin (FlugMechAusbV 2013)
§ 12 Teil 2 der Abschlussprüfung in der Fachrichtung Triebwerkstechnik

(1) Teil 2 der Abschlussprüfung erstreckt sich auf die in den Anlagen
1 und 2 aufgeführten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sowie
auf den im Berufsschulunterricht zu vermittelnden Lehrstoff, soweit er
für die Berufsausbildung wesentlich ist.

(2) Teil 2 der Abschlussprüfung besteht aus den Prüfungsbereichen:

1.  Instandhaltungsauftrag,

2.  Triebwerks- und Instandhaltungstechnik,

3.  Fluggerättechnik,

4.  Wirtschafts- und Sozialkunde.

(3) Für den Prüfungsbereich Instandhaltungsauftrag bestehen folgende
Vorgaben:

1.  Der Prüfling soll nachweisen, dass er in der Lage ist, folgende
    prozessrelevante Zusammenhänge darzustellen:

    a)  Arbeitsaufträge zu analysieren, Informationen zu beschaffen,
        technische und organisatorische Schnittstellen zu klären,
        betriebswirtschaftliche und ökologische Gesichtspunkte zu
        berücksichtigen,

    b)  Instandhaltungsarbeiten, Funktions- und Sicherheitsprüfungen
        durchzuführen,

    c)  luftfahrtrechtliche Vorschriften, Normen und Spezifikationen zur
        Qualität und Sicherheit zu beachten,

    d)  die fachlichen Hintergründe seiner Arbeit zu erläutern; Fachausdrücke
        auch in englischer Sprache anzuwenden;

2.  Prüfungsvariante 1

    Der Prüfling soll in sieben Stunden einen betrieblichen Auftrag
    durchführen, mit auftragsbezogenen Unterlagen dokumentieren sowie
    darüber ein auftragsbezogenes Fachgespräch von höchstens 30 Minuten
    führen;

    dem Prüfungsausschuss ist vor der Durchführung des betrieblichen
    Auftrags die Aufgabenstellung einschließlich eines geplanten
    Bearbeitungszeitraums zur Genehmigung vorzulegen;

3.  Prüfungsvariante 2

    Der Prüfling soll in sieben Stunden ein Prüfungsprodukt, das einem
    betrieblichem Auftrag entspricht, bearbeiten, mit auftragsbezogenen
    Unterlagen dokumentieren sowie darüber ein auftragsbezogenes
    Fachgespräch von höchstens 30 Minuten führen;

4.  der Ausbildungsbetrieb wählt die Prüfungsvariante nach Nummer 2 oder 3
    aus und teilt sie dem Prüfling und der zuständigen Stelle mit der
    Anmeldung zur Prüfung mit.

(4) Für den Prüfungsbereich Triebwerks- und Instandhaltungstechnik
bestehen folgende Vorgaben:

1.  Der Prüfling soll nachweisen, dass er in der Lage ist,

    a)  Triebwerkkomponenten sowie mechanische, pneumatische, hydraulische und
        elektrische Anbausysteme instand zu halten,

    b)  triebwerkspezifische Werkstoffe zu unterscheiden,

    c)  deutsch- und englischsprachige technische Unterlagen auszuwerten,

    d)  gesetzliche Vorgaben zum Gesundheits- und Umweltschutz sowie
        Arbeitssicherheitsregeln anzuwenden,

    e)  Montage- und Demontagearbeiten am Triebwerk durchzuführen,

    f)  Test- und Erprobungsmaßnahmen durchzuführen und auszuwerten,

    g)  qualitätssichernde Maßnahmen anzuwenden;

2.  der Prüfling soll Aufgaben schriftlich bearbeiten;

3.  die Prüfungszeit beträgt 120 Minuten.

(5) Für den Prüfungsbereich Fluggerättechnik bestehen folgende
Vorgaben:

1.  Der Prüfling soll nachweisen, dass er in der Lage ist,

    a)  luftfahrttechnische Systeme zu analysieren,

    b)  deutsch- und englischsprachige technische Unterlagen auszuwerten,

    c)  funktionale Zusammenhänge in Fluggeräten darzustellen,

    d)  den Aufbau und die Funktion von mechanischen, pneumatischen,
        hydraulischen und elektrischen Bauteilen, Baugruppen und Systemen zu
        beschreiben;

2.  der Prüfling soll Aufgaben schriftlich bearbeiten;

3.  die Prüfungszeit beträgt 120 Minuten.

(6) Für den Prüfungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde bestehen
folgende Vorgaben:

1.  Der Prüfling soll nachweisen, dass er in der Lage ist, allgemeine
    wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenhänge der Berufs- und
    Arbeitswelt darzustellen und zu beurteilen;

2.  der Prüfling soll praxisbezogene Aufgaben schriftlich bearbeiten;

3.  die Prüfungszeit beträgt 60 Minuten.

Collections: bundestag_gesetze
FlugMechAusbV-2013
Level: 2.0