Source: https://www.gesetze-im-internet.de/strlschg/__128.html
Legislation: strlschg

Title: § 128 Reduzierung der Radonkonzentration

Description:
Gesetz zum Schutz vor der schädlichen Wirkung ionisierender Strahlung (StrlSchG)
Teil 4 - Strahlenschutz bei bestehenden Expositionssituationen
Kapitel 2 - Schutz vor Radon
Abschnitt 3 - Schutz vor Radon an Arbeitsplätzen in Innenräumen
§ 128 Reduzierung der Radonkonzentration

Paragraph: 128

Full Text:
Gesetz zum Schutz vor der schädlichen Wirkung ionisierender Strahlung (StrlSchG)
Teil 4 - Strahlenschutz bei bestehenden Expositionssituationen
Kapitel 2 - Schutz vor Radon
Abschnitt 3 - Schutz vor Radon an Arbeitsplätzen in Innenräumen
§ 128 Reduzierung der Radonkonzentration

(1) Überschreitet die Radon-222-Aktivitätskonzentration in der Luft an
einem Arbeitsplatz den Referenzwert nach § 126, so hat der für den
Arbeitsplatz Verantwortliche unverzüglich Maßnahmen zur Reduzierung
der Radon-222-Aktivitätskonzentration in der Luft zu ergreifen.

(2) Der für den Arbeitsplatz Verantwortliche hat den Erfolg der von
ihm getroffenen Maßnahmen durch eine Messung der
Radon-222-Aktivitätskonzentration in der Luft zu überprüfen; die
Messung muss innerhalb von 30 Monaten erfolgt sein, nachdem die
Überschreitung des Referenzwerts bekannt geworden ist. Die zuständige
Behörde kann im Einzelfall die Frist nach Satz 1 verlängern, wenn die
Frist auf Grund von Umständen, die von dem für den Arbeitsplatz
Verantwortlichen nicht zu vertreten sind, nicht eingehalten werden
kann. Der für den Arbeitsplatz Verantwortliche hat das Ergebnis der
Messung unverzüglich aufzuzeichnen. Er hat die Aufzeichnungen bis zur
Beendigung der Betätigung oder bis zum Vorliegen neuer Messergebnisse
aufzubewahren und der zuständigen Behörde auf Verlangen vorzulegen.

(3) Im Falle der Verantwortlichkeit nach § 127 Absatz 2 Nummer 1 hat
der für den Arbeitsplatz Verantwortliche die betroffenen Arbeitskräfte
und den Betriebsrat oder den Personalrat unverzüglich über die
Ergebnisse der Messungen zu unterrichten. Im Falle der
Verantwortlichkeit nach § 127 Absatz 2 Nummer 2 hat der für den
Arbeitsplatz Verantwortliche unverzüglich den Dritten zu unterrichten;
die Pflicht nach Satz 1 gilt entsprechend für den Dritten.

(4) Der für den Arbeitsplatz Verantwortliche muss keine Maßnahmen zur
Reduzierung der Radon-222-Aktivitätkonzentration in der Luft
ergreifen, wenn die Maßnahmen nicht oder nur mit unverhältnismäßig
hohem Aufwand möglich sind, und zwar aus besonderen Gründen, die sich
ergeben

1.  aus überwiegenden Belangen des Arbeits- oder Gesundheitsschutzes oder

2.  aus der Natur des Arbeitsplatzes.

Im Falle der Verantwortlichkeit nach § 127 Absatz 2 Nummer 2 hat der
für den Arbeitsplatz Verantwortliche den Dritten unverzüglich nach
Bekanntwerden der Gründe darüber zu unterrichten.

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StrlSchG
Level: 5.0