Source: https://www.gesetze-im-internet.de/kartkrebs_kartzystv/__17.html
Legislation: kartkrebs_kartzystv

Title: Anlage 2 Anerkannte Behandlungs- oder Beseitigungsverfahren für Resterden aus der Kartoffelverarbeitung

Description:
Verordnung zur Bekämpfung des Kartoffelkrebses und der Kartoffelzystennematoden (KartKrebs/KartZystV)
Abschnitt 4 - Schlussbestimmungen
Anlage 2 Anerkannte Behandlungs- oder Beseitigungsverfahren für Resterden aus der Kartoffelverarbeitung

Paragraph: 17

Full Text:
Verordnung zur Bekämpfung des Kartoffelkrebses und der Kartoffelzystennematoden (KartKrebs/KartZystV)
Abschnitt 4 - Schlussbestimmungen
Anlage 2 Anerkannte Behandlungs- oder Beseitigungsverfahren für Resterden aus der Kartoffelverarbeitung

(Fundstelle: BGBl. I 2010, 1388)

Anerkannte Behandlungs- oder Beseitigungsverfahren für Resterden aus
der Kartoffelverarbeitung sind:

1.  Deponierung der Resterden auf nicht landwirtschaftlich genutzten
    Flächen,

2.  für Resterden geeignete Kompostierungsverfahren. Eine Ausbringung der
    kompostierten Resterde auf landwirtschaftlich genutzten Flächen ist
    zulässig, wenn keine Gefahr der Verbreitung von
    Kartoffelzystennematoden besteht,

3.  Verfahren der Hitzebehandlung von Resterden bei Temperaturen von
    mindestens 100 Grad Celsius. Eine Ausbringung der hitzebehandelten
    Resterde auf landwirtschaftlich genutzten Flächen ist zulässig wenn
    keine Gefahr der Verbreitung von Kartoffelzystennematoden besteht,

4.  Reinigung der Kartoffeln vor Abgabe an den Verarbeitungsbetrieb mit
    geeigneten Verfahren auf dem erzeugenden Betrieb. Dabei muss
    sichergestellt sein, dass sämtliche Resterde auf der Produktionsfläche
    verbleibt,

5.  Abgabe der Resterde an den anliefernden Landwirt, wenn sichergestellt
    werden kann, dass die Erde nur von diesem Betrieb stammt. Die Anlage
    ist in diesem Fall vor und nach der Anlieferung so zu reinigen, dass
    eine Verbreitung der Kartoffelzystennematoden ausgeschlossen werden
    kann, oder

6.  Ausbringung auf landwirtschaftlichen Nutzflächen, auf denen kein
    Kartoffelanbau stattfindet. Die Information über die geplante
    Ausbringung der Resterde auf solchen Flächen ist den Besitzern und
    Verfügungsberechtigten der Flächen mitzuteilen. Der verarbeitende
    Betrieb erstellt ein Verzeichnis zur Dokumentation der
    Resterdeverbringung oder -abgabe und teilt dies der zuständigen
    Behörde mit. Auf diesen Flächen gilt für den Kartoffelanbau eine
    Anbaupause von mindestens sechs Jahren nach Ausbringung von Resterden.

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KartKrebs/KartZystV
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