Source: https://www.gesetze-im-internet.de/kartkrebs_kartzystv/__7.html
Legislation: kartkrebs_kartzystv

Title: § 7 Anforderungen an Felder für die Erzeugung von Pflanzen zum Anpflanzen

Description:
Verordnung zur Bekämpfung des Kartoffelkrebses und der Kartoffelzystennematoden (KartKrebs/KartZystV)
Abschnitt 3 - Maßnahmen zur Bekämpfung von Kartoffelzystennematoden
§ 7 Anforderungen an Felder für die Erzeugung von Pflanzen zum Anpflanzen

Paragraph: 7

Full Text:
Verordnung zur Bekämpfung des Kartoffelkrebses und der Kartoffelzystennematoden (KartKrebs/KartZystV)
Abschnitt 3 - Maßnahmen zur Bekämpfung von Kartoffelzystennematoden
§ 7 Anforderungen an Felder für die Erzeugung von Pflanzen zum Anpflanzen

(1) Kartoffeln, die zur Erzeugung von Pflanzkartoffeln bestimmt sind,
oder Pflanzen im Sinne des Anhangs I der Richtlinie 2007/33/EG des
Rates vom 11. Juni 2007 zur Bekämpfung von Kartoffelnematoden und zur
Aufhebung der Richtlinie 69/465/EWG (ABl. L 156 vom 16.6.2007, S. 12)
in der jeweils geltenden Fassung, die zur Erzeugung von Pflanzen zum
Anbau bestimmt sind, dürfen nur auf einem Feld angepflanzt werden,
das:

1.  eine einheitlich bewirtschaftete Fläche mit einer Mindestgröße von 0,5
    Hektar ist,

2.  von der zuständigen Behörde jeweils in dem Zeitraum zwischen der Ernte
    der letzten Kultur auf der Fläche und dem Anpflanzen von Kartoffeln
    oder Pflanzen im Sinne des Anhangs I der Richtlinie 2007/33/EG nach
    dem Verfahren nach § 8 untersucht worden ist,

3.  als befallsfreie Fläche in das Verzeichnis nach § 10 eingetragen ist,

4.  durch eine befallsfreie Fläche des Verfügungsberechtigten mit einer
    Mindestbreite von 15 Metern (Abstandszone) von einer Fläche getrennt
    ist, die als Befallsfläche desselben Verfügungsberechtigten in das
    Verzeichnis nach § 10 eingetragen ist; dabei muss die Mindestbreite
    der Abstandszone über die gesamte Länge der Fläche eingehalten werden,
    Befallsfläche und Abstandszone müssen zusammen eine Mindestgröße von
    0,5 Hektar haben.

Die zuständige Behörde kann auf Antrag Abweichungen von der
Mindestgröße nach Satz 1 Nummer 1 genehmigen, wenn besondere Arten von
Pflanzgut erzeugt werden sollen. Die Abgrenzung einer Teilfläche einer
einheitlich bewirtschafteten Fläche zur Erzeugung von Pflanzkartoffeln
auch zum Zwecke des Nachbaus ist nicht zulässig, wenn bei amtlichen
Untersuchungen nach § 8 oder amtlichen Erhebungen nach § 9 Befall mit
Kartoffelzystennematoden an mehreren Stellen dieser einheitlich
bewirtschafteten Fläche festgestellt worden ist, es sei denn, die
Befallsstellen konzentrieren sich auf einen örtlich begrenzten Bereich
der Fläche. Abweichend von Satz 1 Nummer 4 kann die zuständige Behörde
unter Berücksichtigung des Ausmaßes des Befalls und des möglichen
Verschleppungsrisikos eine andere Mindestbreite der Abstandszone
festlegen.

(2) Abweichend von Absatz 1 Satz 1 Nummer 2 kann der Anbau von
Kartoffeln, die zur Erzeugung von Pflanzkartoffeln oder von Pflanzen
nach Anhang I der Richtlinie 2007/33/EG, die zur Erzeugung von
Pflanzen zum Anbau bestimmt sind, auch in einer Vegetationsperiode
erfolgen, die nicht unmittelbar auf die amtliche Untersuchung folgt,
wenn der Verfügungsberechtigte nachgewiesen hat, dass zum Zeitpunkt
der amtlichen Untersuchung weder Kartoffeln noch andere in Anhang I
Nummer 1 der Richtlinie 2007/33/EG genannte Wirtspflanzen vorhanden
waren und seit der Untersuchung nicht angebaut worden sind. Sind
zwischen der Untersuchung der Fläche und dem Anbau von Kartoffeln, die
zur Erzeugung von Pflanzkartoffeln bestimmt sind oder Pflanzen nach
Anhang I der Richtlinie 2007/33/EG, die zur Erzeugung von Pflanzen zum
Anbau bestimmt sind, mehr als zwei Jahre vergangen, ist eine erneute
Untersuchung nach Absatz 1 Satz 1 Nummer 2 notwendig.

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KartKrebs/KartZystV
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