Source: https://www.gesetze-im-internet.de/metallbinstrmmausbv/__8.html
Legislation: metallbinstrmmausbv

Title: § 8 Abschlußprüfung/Gesellenprüfung

Description:
Verordnung über die Berufsausbildung zum Metallblasinstrumentenmacher/zur Metallblasinstrumentenmacherin (MetallbInstrmMAusbV)
§ 8 Abschlußprüfung/Gesellenprüfung

Paragraph: 8

Full Text:
Verordnung über die Berufsausbildung zum Metallblasinstrumentenmacher/zur Metallblasinstrumentenmacherin (MetallbInstrmMAusbV)
§ 8 Abschlußprüfung/Gesellenprüfung

(1) Die Abschlußprüfung und die Gesellenprüfung erstrecken sich auf
die in der Anlage aufgeführten Fertigkeiten und Kenntnisse sowie auf
den im Berufsschulunterricht vermittelten Lehrstoff, soweit er für die
Berufsausbildung wesentlich ist.

(2) Der Prüfling soll in der praktischen Prüfung in höchstens vier
Stunden ein Prüfungsstück anfertigen und in höchstens acht Stunden
zwei Arbeitsproben durchführen. Hierfür kommen insbesondere in
Betracht:

1.  als Prüfungsstück:

    a)  Herstellen eines Stimmbogens mit Zügen und Stützen sowie Biegen eines
        Flügelhornanstoßes,

    b)  Herstellen eines Schallstückes oder

    c)  Montieren von Ventilen, Druckwerken, Zügen und Wasserklappen;

2.  als Arbeitsproben:

    a)  Zusammenbauen eines Instrumentes aus vorgefertigten Teilen und

    b)  Spielfertigmachen eines Instrumentes.

Das Prüfungsstück soll mit 60 vom Hundert und die Arbeitsproben
zusammen mit 40 vom Hundert gewichtet werden.

(3) Der Prüfling soll in der schriftlichen Prüfung in den
Prüfungsfächern Technologie, Instrumentenkunde, Arbeitsplanung sowie
Wirtschafts- und Sozialkunde geprüft werden. Es kommen Aufgaben, die
sich auf praxisbezogene Fälle beziehen sollen, insbesondere aus
folgenden Gebieten in Betracht:

1.  im Prüfungsfach Technologie:

    a)  Arbeitssicherheit, Umweltschutz und rationelle Energieverwendung,

    b)  Werkstoffe, Werkzeuge, Geräte und Maschinen,

    c)  Fertigungsverfahren und Fertigungsplanung;

2.  im Prüfungsfach Instrumentenkunde:

    a)  Klangerzeugung,

    b)  Klassifizierung der Musikinstrumente,

    c)  Stilrichtungen, Bauweisen und Modelle;

3.  im Prüfungsfach Arbeitsplanung:

    a)  Materialverbrauch und -kosten,

    b)  Fertigungszeiten und -kosten,

    c)  Technische Zeichnungen und Skizzen,

    d)  Qualitätssicherung;

4.  im Prüfungsfach Wirtschafts- und Sozialkunde:

    allgemeine wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenhänge der
    Berufs- und Arbeitswelt.

(4) Für die schriftliche Prüfung ist von folgenden zeitlichen
Höchstwerten auszugehen:

*    *   1.

    *   im Prüfungsfach Technologie

    *   120 Minuten,

*    *   2.

    *   im Prüfungsfach Instrumentenkunde

    *   90 Minuten,

*    *   3.

    *   im Prüfungsfach Arbeitsplanung

    *   90 Minuten,

*    *   4.

    *   im Prüfungsfach Wirtschafts- und Sozialkunde

    *   60 Minuten.

(5) Die in Absatz 4 genannte Prüfungsdauer kann insbesondere
unterschritten werden, soweit die schriftliche Prüfung in
programmierter Form durchgeführt wird.

(6) Die schriftliche Prüfung ist auf Antrag des Prüflings oder nach
Ermessen des Prüfungsausschusses in einzelnen Fächern durch eine
mündliche Prüfung zu ergänzen, wenn diese für das Bestehen der Prüfung
den Ausschlag geben kann. Die schriftliche Prüfung hat gegenüber der
mündlichen das doppelte Gewicht.

(7) Innerhalb der schriftliche Prüfung hat das Prüfungsfach
Technologie gegenüber jedem der übrigen Prüfungsfächer das doppelte
Gewicht.

(8) Die Prüfung ist bestanden, wenn jeweils in der praktischen und
schriftlichen Prüfung sowie innerhalb der schriftlichen Prüfung im
Prüfungsfach Technologie mindestens ausreichende Leistungen erbracht
sind.

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MetallbInstrmMAusbV
Level: 2.0