Source: https://www.gesetze-im-internet.de/seefiv/__10.html
Legislation: seefiv

Title: § 10 Logbuchführung

Description:
Seefischereiverordnung (SeefiV)
§ 10 Logbuchführung

Paragraph: 10

Full Text:
Seefischereiverordnung (SeefiV)
§ 10 Logbuchführung

(1) Dem Kapitän eines Fischereifahrzeugs aus einem Mitgliedstaat der
Europäischen Union ist es verboten, im Fischereilogbuch eine
geschätzte Fangmenge einzutragen, die von der tatsächlich an Bord
mitgeführten Fangmenge um mehr als 10 vom Hundert abweicht.

(2) Setzt der Kapitän eines Fischereifahrzeugs aus einem Mitgliedstaat
der Europäischen Union während derselben Fangreise Netze mit
unterschiedlichen Maschenöffnungen ein, so hat der Kapitän zum
Zeitpunkt des Einsatzes eines Netzes mit einer anderen Maschenöffnung
als der zuvor verwendeten jeweils

1.  die Zusammensetzung der Fänge an Bord zu diesem Zeitpunkt und

2.  die Maschenöffnung des ab diesem Zeitpunkt verwendeten Netzes

im Fischereilogbuch jeweils auf einer neuen Seite einzutragen.

(3) Der Kapitän eines Fischereifahrzeugs mit einer Länge über alles
von 8 Metern oder mehr, aber weniger als 10 Meter, das berechtigt ist,
die Bundesflagge zu führen, und das in der Ostsee fischt, hat ein
Fischereilogbuch im Sinne des Artikels 14 der Verordnung (EG) Nr.
1224/2009 zu führen und sobald wie möglich, spätestens aber 48 Stunden
nach der Anlandung, zu übermitteln.

(4) Der Kapitän eines Fischereifahrzeugs mit einer Länge über alles
von weniger als 8 Meter in der Ostsee und von weniger als 10 Meter in
der Nordsee, das berechtigt ist, die Bundesflagge zu führen, ist
verpflichtet, spätestens fünf Tage nach Ablauf des Monats für den
vorangegangenen Monat schriftlich oder elektronisch eine Meldung an
die zuständige Landesfischereibehörde zu übermitteln (Monatsmeldung).
Die Monatsmeldung enthält mindestens Angaben über

1.  den ICES-Bereich und das statistische Rechteck, in welchen Fänge
    getätigt wurden,

2.  alle Fangmengen, je Art in Kilogramm Produktgewicht und
    Aufmachungsart, einschließlich der Fangmengen, die unterhalb der
    geltenden Referenzmindestgröße (untermaßige Fänge) liegen, und der
    geschätzten Fangmengen, die zurückgeworfen wurden (geschätzte
    Rückwurfmengen),

3.  die Anzahl der Seetage,

4.  die Bezeichnung des Anlandehafens und

5.  den je Art erzielten Erlös.

Erfolgt kein Fangeinsatz, ist eine Fehlmeldung erforderlich. Ist über
einen längeren Zeitraum kein Fangeinsatz vorgesehen, kann dies in der
letzten Monatsmeldung vermerkt werden. Die Meldungen sind mit Beginn
der Fangaufnahme für den betreffenden Monat wieder abzugeben. Statt
der Monatsmeldungen dürfen Tagesabrechnungen abgegeben werden, die
vollständige Angaben nach Satz 2 enthalten müssen.

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SeefiV
Level: 2.0