Source: https://www.gesetze-im-internet.de/flugfunkv_2008/__21.html
Legislation: flugfunkv_2008

Title: Anlage 1 Prüfungsbestimmungen für den Erwerb von Flugfunkzeugnissen

Description:
Verordnung über Flugfunkzeugnisse (FlugfunkV 2008)
Anlage 1 Prüfungsbestimmungen für den Erwerb von Flugfunkzeugnissen

Paragraph: 21

Full Text:
Verordnung über Flugfunkzeugnisse (FlugfunkV 2008)
Anlage 1 Prüfungsbestimmungen für den Erwerb von Flugfunkzeugnissen

(Fundstelle: BGBl. I 2012, 186 - 187)

**1** **Prüfung für den Erwerb des BZF II**

1.1 Kenntnisse

    Im schriftlichen Teil sind folgende Kenntnisse in deutscher Sprache
    nachzuweisen:

1.1.1 rechtliche Grundlagen des mobilen Flugfunkdienstes im nationalen und
    internationalen Bereich;

1.1.2 Betriebsverfahren für den Sprechfunkverkehr im mobilen Flugfunkdienst;

1.1.3 Anwendung des Not- und Dringlichkeitsverfahrens im Sprechfunkverkehr
    des mobilen Flugfunkdienstes;

1.1.4 die wichtigsten Bestimmungen und Betriebsverfahren aus dem Bereich der
    Flugsicherung:

1.1.4.1 Flugsicherungssystem und Luftraumorganisation in der Bundesrepublik
    Deutschland einschließlich Such- und Rettungsdienst (SAR);

1.1.4.2 Durchführungsverordnung (EU) Nr. 923/2012 der Kommission vom 26.
    September 2012 zur Festlegung gemeinsamer Luftverkehrsregeln und
    Betriebsvorschriften für Dienste und Verfahren der Flugsicherung und
    zur Änderung der Durchführungsverordnung (EG) Nr. 1035/2011 sowie der
    Verordnungen (EG) Nr. 1265/2007, (EG) Nr. 1794/2006, (EG) Nr.
    730/2006, (EG) Nr. 1033/2006 und (EU) Nr. 255/2010 (ABl. L 281 vom
    13\.10.2012, S. 1, L 145 vom 31.5.2013, S. 38) in der jeweils geltenden
    Fassung, einschließlich der Luftverkehrs-Ordnung, soweit sie für Flüge
    nach Sichtflugregeln zur Anwendung kommt;

1.1.4.3 Verordnung über die Flugsicherungsausrüstung der Luftfahrzeuge für
    Flüge nach Sichtflugregeln einschließlich der dazu ergangenen
    Durchführungsverordnungen;

1.1.4.4 Funknavigation bei Flügen nach Sichtflugregeln.

1.2 Fertigkeiten

    Im praktischen Teil sind folgende Fertigkeiten nachzuweisen:

1.2.1 Vorbereitung eines Fluges nach Sichtflugregeln von und zu einem
    Flugplatz mit Flugverkehrskontrolle unter Verwendung amtlicher
    Unterlagen und Veröffentlichungen, soweit es für die Durchführung des
    Sprechfunkverkehrs erforderlich ist;

1.2.2 Abwicklung eines Sprechfunkverkehrs in deutscher Sprache unter Annahme
    eines Fluges nach Sichtflugregeln und unter Verwendung der dafür
    festgelegten Redewendungen, Ausdrücke und Abkürzungen sowie Verfahren
    einschließlich der Not- und Dringlichkeitsverfahren.

**2** **Prüfung für den Erwerb des BZF I**

2.1 Kenntnisse                    gemäß 1.1; in Zusatzprüfungen für
    Bewerber, die Inhaber des BZF II sind, und in der vereinfachten
    Prüfung gemäß § 14 Absatz 2 für Bewerber, die Inhaber eines
    Flugfunkzeugnisses sind, das nicht im Geltungsbereich dieser
    Verordnung erteilt worden ist, entfällt 2.1.

2.2 Fertigkeiten

    Im praktischen Teil sind folgende Fertigkeiten nachzuweisen:

2.2.1 Fertigkeiten gemäß 1.2.1;

2.2.2 Abwicklung eines Sprechfunkverkehrs in deutscher und englischer
    Sprache unter Annahme eines Fluges nach Sichtflugregeln und unter
    Verwendung der dafür festgelegten Redewendungen, Ausdrücke und
    Abkürzungen sowie Verfahren einschließlich der Not- und
    Dringlichkeitsverfahren; in Zusatzprüfungen für Bewerber, die Inhaber
    des BZF II sind, entfällt die Abwicklung eines Sprechfunkverkehrs in
    deutscher Sprache;

2.2.3 Lesen eines Textes in englischer Sprache aus den Luftfahrthandbüchern
    (etwa 800 Schriftzeichen [Buchstaben, Ziffern und Zeichen]) mit
    anschließender mündlicher Übersetzung in die deutsche Sprache;

2.2.4 in der vereinfachten Prüfung gemäß § 14 Absatz 2 für Bewerber, die
    Inhaber eines Flugfunkzeugnisses sind, das nicht im Geltungsbereich
    dieser Verordnung erteilt worden ist, sind lediglich Fertigkeiten nach
    1\.2 nachzuweisen.

**3** **Prüfung für den Erwerb des BZF E**

3.1 Kenntnisse

    Im schriftlichen Teil sind folgende Kenntnisse in englischer Sprache
    nachzuweisen:

3.1.1 rechtliche Grundlagen des mobilen Flugfunkdienstes im nationalen und
    internationalen Bereich;

3.1.2 Betriebsverfahren für den Sprechfunkverkehr im mobilen Flugfunkdienst;

3.1.3 Anwendung des Not- und Dringlichkeitsverfahrens im Sprechfunkverkehr
    des mobilen Flugfunkdienstes;

3.1.4 die wichtigsten Bestimmungen und Betriebsverfahren aus dem Bereich der
    Flugsicherung:

3.1.4.1 Flugsicherungssystem und Luftraumorganisation in der Bundesrepublik
    Deutschland einschließlich Such- und Rettungsdienst (SAR);

3.1.4.2 Durchführungsverordnung (EU) Nr. 923/2012, einschließlich der
    Luftverkehrs-Ordnung, soweit sie für Flüge nach Sichtflugregeln zur
    Anwendung kommt;

3.1.4.3 Verordnung über die Flugsicherungsausrüstung der Luftfahrzeuge für
    Flüge nach Sichtflugregeln einschließlich der dazu ergangenen
    Durchführungsverordnungen;

3.1.4.4 Funknavigation bei Flügen nach Sichtflugregeln.

3.2 Fertigkeiten

    Im praktischen Teil sind folgende Fertigkeiten nachzuweisen:

3.2.1 Fertigkeiten gemäß 1.2.1;

3.2.2 Abwicklung eines Sprechfunkverkehrs in englischer Sprache unter
    Annahme eines Fluges nach Sichtflugregeln und unter Verwendung der
    dafür festgelegten Redewendungen, Ausdrücke und Abkürzungen sowie
    Verfahren einschließlich der Not- und Dringlichkeitsverfahren.

**4** **Zusatzprüfung für den Erwerb des AZF**

4.1 Kenntnisse

    Im schriftlichen Teil sind folgende Kenntnisse in englischer Sprache
    nachzuweisen:

4.1.1 Durchführungsverordnung (EU) Nr. 923/2012, einschließlich der
    Luftverkehrs-Ordnung, soweit sie für Flüge nach Instrumentenflugregeln
    zur Anwendung kommt;

4.1.2 Verordnung über die Flugsicherungsausrüstung der Luftfahrzeuge bei
    Flügen nach Instrumentenflugregeln einschließlich der dazu ergangenen
    Durchführungsverordnungen;

4.1.3 Funknavigation bei Flügen nach Instrumentenflugregeln einschließlich
    Radarverfahren;

4.1.4 in der vereinfachten Prüfung gemäß § 14 Absatz 2 für Bewerber, die
    Inhaber eines Flugfunkzeugnisses sind, das nicht im Geltungsbereich
    dieser Verordnung erteilt worden ist, entfällt 4.1.

4.2 Fertigkeiten

    Im praktischen Teil sind folgende Fertigkeiten nachzuweisen:

4.2.1 Vorbereitung eines Fluges nach Instrumentenflugregeln zwischen zwei
    Verkehrsflughäfen unter Verwendung amtlicher Unterlagen und
    Veröffentlichungen, soweit es für die Durchführung des
    Sprechfunkverkehrs erforderlich ist;

4.2.2 Abwicklung eines Sprechfunkverkehrs in englischer Sprache unter
    Annahme eines Fluges nach Instrumentenflugregeln;

4.2.3 in Zusatzprüfungen für Bewerber, die Inhaber des BZF II sind, Lesen
    eines Textes in englischer Sprache aus den Luftfahrthandbüchern (etwa
    800 Schriftzeichen [Buchstaben, Ziffern und Zeichen]) mit
    anschließender mündlicher Übersetzung in die deutsche Sprache;

4.2.4 in der vereinfachten Prüfung gemäß § 14 Absatz 2 für Bewerber, die
    Inhaber eines Flugfunkzeugnisses sind, das nicht im Geltungsbereich
    dieser Verordnung erteilt worden ist, sind lediglich Fertigkeiten nach
    1\.2 nachzuweisen.

**5** **Zusatzprüfung für den Erwerb des AZF E**

5.1 Kenntnisse                    gemäß 4.1

5.2 Fertigkeiten                    gemäß 4.2.1 und 4.2.2

(zu § 18)

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FlugfunkV-2008
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