Source: https://www.gesetze-im-internet.de/go__1982/__10.html
Legislation: goae_1982

Title: § 10 Ersatz von Auslagen

Description:
Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ 1982)
§ 10 Ersatz von Auslagen

Paragraph: 10

Full Text:
Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ 1982)
§ 10 Ersatz von Auslagen

(1) Neben den für die einzelnen ärztlichen Leistungen vorgesehenen
Gebühren können als Auslagen nur berechnet werden

1.  die Kosten für diejenigen Arzneimittel, Verbandmittel und sonstigen
    Materialien, die der Patient zur weiteren Verwendung behält oder die
    mit einer einmaligen Anwendung verbraucht sind, soweit in Absatz 2
    nichts anderes bestimmt ist,

2.  Versand- und Portokosten, soweit deren Berechnung nach Absatz 3 nicht
    ausgeschlossen ist,

3.  die im Zusammenhang mit Leistungen nach Abschnitt O bei der Anwendung
    radioaktiver Stoffe durch deren Verbrauch entstandenen Kosten sowie

4.  die nach den Vorschriften des Gebührenverzeichnisses als gesondert
    berechnungsfähig ausgewiesenen Kosten.

Die Berechnung von Pauschalen ist nicht zulässig.

(2) Nicht berechnet werden können die Kosten für

1.  Kleinmaterialien wie Zellstoff, Mulltupfer, Schnellverbandmaterial,
    Verbandspray, Gewebeklebstoff auf Histoacrylbasis, Mullkompressen,
    Holzspatel, Holzstäbchen, Wattestäbchen, Gummifingerlinge,

2.  Reagenzien und Narkosemittel zur Oberflächenanästhesie,

3.  Desinfektions- und Reinigungsmittel,

4.  Augen-, Ohren-, Nasentropfen, Puder, Salben und geringwertige
    Arzneimittel zur sofortigen Anwendung sowie für

5.  folgende Einmalartikel: Einmalspritzen, Einmalkanülen,
    Einmalhandschuhe, Einmalharnblasenkatheter, Einmalskalpelle,
    Einmalproktoskope, Einmaldarmrohre, Einmalspekula.

(3) Versand- und Portokosten können nur von dem Arzt berechnet werden,
dem die gesamten Kosten für Versandmaterial, Versandgefäße sowie für
den Versand oder Transport entstanden sind. Kosten für
Versandmaterial, für den Versand des Untersuchungsmaterials und die
Übermittlung des Untersuchungsergebnisses innerhalb einer
Laborgemeinschaft oder innerhalb eines Krankenhausgeländes sind nicht
berechnungsfähig; dies gilt auch, wenn Material oder ein Teil davon
unter Nutzung der Transportmittel oder des Versandweges oder der
Versandgefäße einer Laborgemeinschaft zur Untersuchung einem zur
Erbringung von Leistungen beauftragten Arzt zugeleitet wird. Werden
aus demselben Körpermaterial sowohl in einer Laborgemeinschaft als
auch von einem Laborarzt Leistungen aus Abschnitte M oder N
ausgeführt, so kann der Laborarzt bei Benutzung desselben
Transportweges Versandkosten nicht berechnen; dies gilt auch dann,
wenn ein Arzt eines anderen Gebiets Auftragsleistungen aus Abschnitt M
oder N erbringt. Für die Versendung der Arztrechnung dürfen Versand-
und Portokosten nicht berechnet werden.

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GOÄ-1982
Level: 2.0