Source: https://www.gesetze-im-internet.de/gmbhg/__16.html
Legislation: gmbhg

Title: § 16 Rechtsstellung bei Wechsel der Gesellschafter oder Veränderung des Umfangs ihrer Beteiligung; Erwerb vom Nichtberechtigten

Description:
Gesetz betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG)
Abschnitt 2 - Rechtsverhältnisse der Gesellschaft und der Gesellschafter
§ 16 Rechtsstellung bei Wechsel der Gesellschafter oder Veränderung des Umfangs ihrer Beteiligung; Erwerb vom Nichtberechtigten

Paragraph: 16

Full Text:
Gesetz betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG)
Abschnitt 2 - Rechtsverhältnisse der Gesellschaft und der Gesellschafter
§ 16 Rechtsstellung bei Wechsel der Gesellschafter oder Veränderung des Umfangs ihrer Beteiligung; Erwerb vom Nichtberechtigten

(1) Im Verhältnis zur Gesellschaft gilt im Fall einer Veränderung in
den Personen der Gesellschafter oder des Umfangs ihrer Beteiligung als
Inhaber eines Geschäftsanteils nur, wer als solcher in der im
Handelsregister aufgenommenen Gesellschafterliste (§ 40) eingetragen
ist. Eine vom Erwerber in Bezug auf das Gesellschaftsverhältnis
vorgenommene Rechtshandlung gilt als von Anfang an wirksam, wenn die
Liste unverzüglich nach Vornahme der Rechtshandlung in das
Handelsregister aufgenommen wird.

(2) Für Einlageverpflichtungen, die in dem Zeitpunkt rückständig sind,
ab dem der Erwerber gemäß Absatz 1 Satz 1 im Verhältnis zur
Gesellschaft als Inhaber des Geschäftsanteils gilt, haftet der
Erwerber neben dem Veräußerer.

(3) Der Erwerber kann einen Geschäftsanteil oder ein Recht daran durch
Rechtsgeschäft wirksam vom Nichtberechtigten erwerben, wenn der
Veräußerer als Inhaber des Geschäftsanteils in der im Handelsregister
aufgenommenen Gesellschafterliste eingetragen ist. Dies gilt nicht,
wenn die Liste zum Zeitpunkt des Erwerbs hinsichtlich des
Geschäftsanteils weniger als drei Jahre unrichtig und die
Unrichtigkeit dem Berechtigten nicht zuzurechnen ist. Ein gutgläubiger
Erwerb ist ferner nicht möglich, wenn dem Erwerber die mangelnde
Berechtigung bekannt oder infolge grober Fahrlässigkeit unbekannt ist
oder der Liste ein Widerspruch zugeordnet ist. Die Zuordnung eines
Widerspruchs erfolgt aufgrund einer einstweiligen Verfügung oder
aufgrund einer Bewilligung desjenigen, gegen dessen Berechtigung sich
der Widerspruch richtet. Eine Gefährdung des Rechts des
Widersprechenden muss nicht glaubhaft gemacht werden.

Collections: bundestag_gesetze
GmbHG
Level: 3.0