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Legislation: bimschv_18

Title: Tabelle 1: Bedeutung der Glieder in Gleichung (6)

Description:
Achtzehnte Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (BImSchV 18)
Tabelle 1: Bedeutung der Glieder in Gleichung (6)

Paragraph: 8

Full Text:
Achtzehnte Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (BImSchV 18)
Tabelle 1: Bedeutung der Glieder in Gleichung (6)

*    *   Größe

    *   Bedeutung

    *   Fundstelle

*    *   \*A L(tief)WAm

    *   mittlerer

    *

*    *
    *   Schalleistungspegel

    *

*    *
    *
    *   \*G VDI-Richtlinie 2714 \*/

*    *   DI

    *   Richtwirkungsmaß

    *   Abschnitt 5.1

*    *   K(tief)o

    *   Raumwinkelmaß

    *   Abschnitt 5.2, Gleichung (3) oder Tabelle 2

*    *   D(tief)s

    *   Abstandsmaß

    *   Abschnitt 6.1, Gleichung (4)

*    *   D(tief)L

    *   Luftabsorptionsmaß

    *   Abschnitt 6.2, Gleichung (5) in Verbindung mit Tabelle 3

*    *   D(tief)BM

    *   Boden- und Meteorologiedämpfungsmaß

    *   Abschnitt 6.3,
        Gleichung (7) \*G VDI-Richtlinie 2720/1 \*/

*    *   D(tief)e

    *   Einfügungsdämpfungsmaß von Schallschirmen

    *   Abschnitt 3

*
    2.4 Bestimmung des Mittelungspegels
        L
        Am,i                            sowie der Zuschläge K
        l,i                            und K
        T,i                            in der Teilzeit T
        i

        Zur Bestimmung des Mittelungspegels
        L
        Am,i                          in der Teilzeit T
        i                          sind die nach Gleichung (6) bestimmten
        Mittelungspegel aller einwirkenden Schallquellen energetisch zu
        addieren. Die Zuschläge
        K
        l,i                          für Impulshaltigkeit und/oder auffällige
        Pegeländerungen und K
        T,i                          für Ton- und Informationshaltigkeit sind
        entsprechend Nr. 1.3.3 und Nr. 1.3.4 nach Erfahrungswerten zu
        bestimmen.

    2.5 Berechnung der Pegel kurzzeitiger Geräuschspitzen

        Wenn einzelne kurzzeitige Geräuschspitzen zu erwarten sind, ist die
        Berechnung nach Nr. 2.3 statt mit den mittleren Schalleistungspegeln
        aller Schallquellen mit den maximalen Schalleistungspegeln
        L
        WAmax                          der Schallquellen mit kurzzeitigen
        Geräuschspitzen zu wiederholen.

    3.  **Ermittlung der Geräuschimmission durch Messung**

    3.1 Meßgeräte

        Bei Messungen dürfen Schallpegelmesser der Klasse 1 nach DIN IEC 651,
        Ausgabe Dezember 1981, oder DIN IEC 804, Ausgabe Januar 1987,
        verwendet werden, die zusätzlich die Anforderungen des Entwurfes DIN
        45657, Ausgabe Juli 1989, erfüllen. Schallpegelmesser müssen den
        eichrechtlichen Vorschriften entsprechen.

    3.2 Meßverfahren und Auswertung

    3.2.1 Meßwertarten

        Meßgröße ist der A-bewertete mit der Zeitwertung F ermittelte
        Schalldruckpegel
        L
        AF(t)                          nach DIN IEC 651, Ausgabe Dezember
        1981\. Der Mittelungspegel L
        Am                          wird nach DIN 45641, Ausgabe Juni 1990,
        aus dem zeitlichen Verlauf des Schalldruckpegels oder mit Hilfe von
        Schallpegelmessern nach DIN IEC 804, Ausgabe Januar 1987, gebildet.

        Im Falle von Nr. 1.3.3 sind neben dem Mittelungspegel
        L
        Am                          die Maximalpegel L
        AFmax                          der Impulse und/oder auffälligen
        Pegeländerungen oder aus den im 5-s-Takt ermittelten Taktmaximalpegeln
        L
        AFT,5                          nach DIN 45641, Ausgabe Juni 1990, der
        Wirkpegel L
        AFTm                          zu bestimmen.

        Für die Beurteilung einzelner, kurzzeitiger Geräuschspitzen ist der
        Maximalpegel
        L
        AFmax                          heranzuziehen.

    3.2.2 Ort und Zeit der Messungen

        Es ist an den in Nr. 3.2.2.1 genannten Orten und zu den in Nr. 3.2.2.2
        genannten Zeiten zu messen.

    3.2.2.1 Ort der Messungen

        Der Ort der Messungen ist entsprechend Nr. 1.2 zu wählen. Ergänzend
        gilt:

        a)  Bei bebauten Flächen kann abweichend von den Bestimmungen in Nr. 1.2
            Buchstabe a das Mikrofon an einem geeigneten Ersatzmeßpunkt (z.B. in
            einer Baulücke neben dem betroffenen Gebäude) möglichst in Höhe des am
            stärksten betroffenen Fensters aufgestellt werden, insbesondere wenn
            der Bewohner nicht informiert oder nicht gestört werden soll.

        b)  Bei unbebauten Flächen ist in mindestens 3 m Höhe über dem Erdboden zu
            messen. Besondere Gründe bei der nach Nr. 1.2 erforderlichen Auswahl
            des am stärksten betroffenen Randes der Fläche (z.B. Abschattung durch
            Mauern, Hanglage, geplante hohe Wohngebäude) sind im Meßprotokoll
            anzugeben.

        c)  Sind Messungen in Wohnungen durchzuführen, die mit der zu
            beurteilenden Anlage baulich aber nicht betrieblich verbunden sind,
            ist in den Räumen bei geschlossenen Türen und Fenstern und bei
            üblicher Raumausstattung mindestens 0,4 m von den Begrenzungsflächen
            entfernt zu messen. Die Messung ist an mehreren Stellen im Raum, in
            der Regel an den bevorzugten Aufenthaltsplätzen, durchzuführen, und
            die gemessenen Mittelungspegel sind entsprechend Gleichung (7) in Nr.
            3\.2.2.2 energetisch zu mitteln.

    3.2.2.2 Zeit und Dauer der Messungen

        Zeit und Dauer der Messungen haben sich an den für die zu beurteilende
        Anlage kennzeichnenden Nutzungen unter Berücksichtigung aller nach Nr.
        1\.1 zuzurechnenden Geräusche zu orientieren. Dabei sollen die bei
        bestimmungsgemäßer Nutzung der Anlage auftretenden Emissionen,
        gegebenenfalls getrennt für Teilzeiten
        T
        i                          mit unterschiedlichen Emissionen, erfaßt
        werden.

        Die Meßdauer ist nach der Regelmäßigkeit des Pegelverlaufs zu
        bestimmen. Bei Nutzungszyklen soll sich die Meßdauer für eine Messung
        mindestens über einen typischen Geräuschzyklus erstrecken.

        Treten am Meßort Fremdgeräusche auf, ist grundsätzlich nur dann zu
        messen, wenn erwartet werden kann, daß der Mittelungspegel des
        Fremdgeräusches während der Meßdauer um mindestens 6 dB(A) unter dem
        Mittelungspegels des Anlagengeräusches liegt. Ist das Fremdgeräusch
        unterbrochen und ist in diesen Zeiten das Anlagengeräusch
        pegelbestimmend, ist in den Pausenzeiten zu messen.

        Bei Abständen zwischen Quelle und Immissionsort ab 200 m sind die
        Messungen in der Regel bei Mitwind durchzuführen. Die Mitwindbedingung
        ist erfüllt, wenn der Wind von der Anlage in Richtung Meßort in einem
        Sektor bis zu
        +- 60 Grad C weht und wenn die Windgeschwindigkeit im Bereich
        weitgehend ungestörter Windströmungen (z.B. auf freiem Feld) in ca. 5
        m Höhe etwa zwischen 1 m/s und 3 m/s liegt. Im Verlauf der Messungen
        ist darauf zu achten, daß die am Mikrofon auftretenden Windgeräusche
        die Meßergebnisse nicht beeinflussen.

        Bei außergewöhnlichen Wetterbedingungen sollen keine
        Schallpegelmessungen vorgenommen werden. Außergewöhnliche
        Wetterbedingungen können beispielsweise stärkerer Regen, Schneefall,
        größere Windgeschwindigkeit, gefrorener oder schneebedeckter Boden
        sein.

        In der Regel sind an jedem Meßort drei unabhängige Messungen
        durchzuführen und die Mittelungspegel
        L
        Am,k                          aus diesen Messungen nach Gleichung (7)
        zu mitteln (energetische Mittelung):

        ![pdf_formel_bimschv18_anhang11.gif](pdf_formel_bimschv18_anhang11.gif)        (7).

        Sofern aus vorliegenden Erkenntnissen bekannt ist, daß der
        Schwankungsbereich der Mittelungspegel der zu beurteilenden
        Geräuschimmissionen in der Beurteilungszeit kleiner ist als 3 dB(A),
        genügt eine einmalige Messung. Dies gilt auch, wenn der aus dem
        Meßwert für die Geräuschimmission bestimmte Beurteilungspegel um mehr
        als 6 dB(A) unter oder über dem geltenden Immissionsrichtwert liegt.

        Wenn bei regulärer Nutzung der Anlage innerhalb der Beurteilungszeit
        der Schwankungsbereich der Mittelungspegel
        L
        Am,k                          aus den drei Einzelmessungen größer ist
        als 6 dB(A), ist zu prüfen, ob durch getrennte Erfassung von
        Teilzeiten der Schwankungsbereich auf weniger als 6 dB(A) verringert
        werden kann. In diesem Fall erfolgt die Bestimmung des
        Mittelungspegels für jede einzeln erfaßte Teilzeit nach Gleichung (7)
        aus drei Einzelmessungen. Andernfalls sind an fünf verschiedenen
        Meßterminen die Mittelungspegel
        L
        Am,k                          zu bestimmen und nach Gleichung (8)
        energetisch zu mitteln:

        ![pdf_formel_bimschv18_anhang12.gif](pdf_formel_bimschv18_anhang12.gif)        (8).

        Im Falle von Nr. 1.3.3 Abs. 4 gelten Gleichung (7) und (8) für
        L
        AFTm                          entsprechend.

    3.3 Meßprotokoll

        Die Meßwerte sind in einem Protokoll festzuhalten. Das Protokoll muß
        eine eindeutige Bezeichnung der Meßorte (Lageplan) und die
        erforderlichen Angaben über Nutzungsarten und -dauern, Meßzeit und
        Meßdauer, Wetterlage, Geräuschquellen, Einzeltöne,
        Informationshaltigkeit, Impulshaltigkeit, auffällige Pegeländerungen,
        Fremdgeräusche und verwendete Meßgeräte oder Meßketten sowie
        gegebenenfalls über Maßnahmen zur Sicherstellung einer ausreichenden
        Meßsicherheit bei Verwendung von Meßketten enthalten.

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BImSchV-18
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