Source: https://www.gesetze-im-internet.de/bkrfqv_2020/__4.html
Legislation: bkrfqv_2020

Title: § 4 Weiterbildung

Description:
Verordnung zur Durchführung des Berufskraftfahrerqualifikationsgesetzes (BKrFQV 2020)
§ 4 Weiterbildung

Paragraph: 4

Full Text:
Verordnung zur Durchführung des Berufskraftfahrerqualifikationsgesetzes (BKrFQV 2020)
§ 4 Weiterbildung

(1) Durch die Weiterbildung sind alle in Anlage 1 aufgeführten
Kenntnisbereiche zu vertiefen und aufzufrischen. Aus den
Kenntnisbereichen 1, 2 und 3 der Anlage 1 muss jeweils mindestens ein
Unterkenntnisbereich abgedeckt sein. Besondere Schwerpunkte sollen die
Verkehrssicherheit, die Sicherheit und der Gesundheitsschutz am
Arbeitsplatz und die Reduzierung der Umweltauswirkungen des Fahrens
bilden. Eine einmalige Wiederholung von Unterkenntnisbereichen unter
Einhaltung von Satz 2 ist zulässig.

(2) Die Dauer der Weiterbildung beträgt 35 Unterrichtseinheiten, die
in selbstständigen Ausbildungseinheiten von jeweils mindestens sieben
Unterrichtseinheiten erteilt werden. Die Unterrichtseinheiten können
bei verschiedenen Ausbildungsstätten absolviert werden. Eine
Ausbildungseinheit kann auf zwei aufeinanderfolgende Tage aufgeteilt
werden.

(3) Mindestens eine Ausbildungseinheit umfasst einen die
Verkehrssicherheit betreffenden Unterkenntnisbereich. Ein Teil der
Weiterbildung kann auf Übungen auf einem besonderen Gelände im Rahmen
eines Fahrertrainings oder in einem leistungsfähigen Simulator
entfallen.

(4) Die nach Landesrecht zuständige Behörde rechnet andere
abgeschlossene spezielle Aus- oder Weiterbildungsmaßnahmen als Teil
des Unterrichts an. Anzurechnen im Umfang von sieben
Unterrichtseinheiten sind die

1.  Ausbildung gemäß Anhang I der Richtlinie
    2008/68/EG                    des Europäischen Parlaments und des
    Rates vom 24. September 2008 über die Beförderung gefährlicher Güter
    im Binnenland (ABl. L 260 vom 30.9.2008, S. 13) für Fahrzeugführer,
    die zuletzt durch den Beschluss (EU) 2019/1094 (ABl. L 173 vom
    27\.6.2019, S. 52) geändert worden ist, und

2.  Schulung gemäß Artikel 6 Absatz 5 in Verbindung mit Artikel 17 Absatz
    2 der Verordnung (EG)
    Nr. 1/2005                    des Rates vom 22. Dezember 2004 über den
    Schutz von Tieren beim Transport und damit zusammenhängenden Vorgängen
    sowie zur Änderung der Richtlinien 64/432/EWG und 93/119/EG und der
    Verordnung (EG) Nr. 1255/97 (ABl. L 3 vom 5.1.2005, S. 1), die zuletzt
    durch die Verordnung (EU) Nr. 2017/625 (ABl. L 95 vom 7.4.2017, S. 1)
    geändert worden ist.

Abgeschlossene spezielle Aus- oder Weiterbildungsmaßnahmen werden
jeweils nur einmal im Rahmen des fünfjährigen Weiterbildungsrhythmus
angerechnet. Sind seit dem Abschluss der speziellen Aus- oder
Weiterbildungsmaßnahme mehr als fünf Jahre vergangen, ist eine
Anrechnung nicht mehr zulässig.

Collections: bundestag_gesetze
BKrFQV-2020
Level: 2.0