Source: https://www.gesetze-im-internet.de/texmodschneiderausbv/__14.html
Legislation: texmodschneiderausbv

Title: § 14 Prüfungsbereich Produktionsauftrag

Description:
Verordnung über die Berufsausbildung zum Textil- und Modeschneider und zur Textil- und Modeschneiderin (TexModSchneiderAusbV)
Abschnitt 2 - Abschlussprüfung
§ 14 Prüfungsbereich Produktionsauftrag

Paragraph: 14

Full Text:
Verordnung über die Berufsausbildung zum Textil- und Modeschneider und zur Textil- und Modeschneiderin (TexModSchneiderAusbV)
Abschnitt 2 - Abschlussprüfung
§ 14 Prüfungsbereich Produktionsauftrag

(1) Im Prüfungsbereich Produktionsauftrag soll der Prüfling
nachweisen, dass er in der Lage ist,

1.  Fertigungsunterlagen zu erstellen,

2.  Arbeitsabläufe festzulegen,

3.  Qualitätsstandards zu prüfen,

4.  Maßnahmen zur Arbeitsorganisation, zur Sicherheit und zum
    Gesundheitsschutz bei der Arbeit, zum Umweltschutz, zur
    Kundenorientierung und zur Wirtschaftlichkeit zu berücksichtigen und

5.  fachliche Hintergründe aufzuzeigen sowie die Vorgehensweise bei der
    Durchführung des betrieblichen Auftrags und des Prüfungsprodukts zu
    begründen.

(2) Für den Nachweis nach Absatz 1 sind folgende Tätigkeiten zugrunde
zu legen:

1.  im Schwerpunkt Prototypen und Serienfertigung:

    a)  Fertigen und Analysieren eines Prototyps oder Einzelteils und

    b)  Dokumentieren von Optimierungsvorschlägen,

2.  im Schwerpunkt Arbeitsvorbereitung und Qualitätsprüfung:

    a)  Erstellen einer Modellbeschreibung und von Fertigungsunterlagen für
        ein vorgegebenes Modell und

    b)  Durchführen von Prüfverfahren,

3.  im Schwerpunkt Schnitttechnik:

    a)  Ändern eines Modells,

    b)  Anwenden von Gradierregeln,

    c)  Analysieren von Schnittteilen und

    d)  Erstellen von Schnittbildern.

(3) Die Ausbildenden wählen eine der Prüfungsvarianten nach Absatz 4
oder 5 aus. Mit der Anmeldung zur Abschlussprüfung teilen sie die
gewählte Variante dem Prüfling und der zuständigen Stelle mit.

(4) Der Prüfling soll einen betrieblichen Auftrag durchführen und mit
praxisbezogenen Unterlagen dokumentieren. Nach der Durchführung wird
mit ihm auf Grundlage der Dokumentation ein auftragsbezogenes
Fachgespräch geführt. Dem Prüfungsausschuss ist von den Ausbildenden
vor der Durchführung des betrieblichen Auftrages die Aufgabenstellung
einschließlich eines geplanten Bearbeitungszeitraums zur Genehmigung
vorzulegen. Die Prüfungszeit für die Durchführung des betrieblichen
Auftrages einschließlich der Dokumentation beträgt 15 Stunden und 30
Minuten; das auftragsbezogene Fachgespräch dauert höchstens 30
Minuten.

(5) Der Prüfling soll ein Prüfungsprodukt, das einem betrieblichen
Auftrag entspricht, planen, fertigen, kontrollieren und die
Durchführung mit praxisbezogenen Unterlagen dokumentieren. Nach der
Durchführung wird mit ihm ein auftragsbezogenes Fachgespräch geführt.
Die Prüfungszeit für die Herstellung des Prüfungsproduktes
einschließlich der Dokumentation beträgt 15 Stunden und 40 Minuten;
das auftragsbezogene Fachgespräch dauert höchstens 20 Minuten.

Collections: bundestag_gesetze
TexModSchneiderAusbV
Level: 3.0