Source: https://www.gesetze-im-internet.de/lap-mdaav_2004/__31.html
Legislation: lap-mdaav_2004

Title: § 31 Praxisaufstieg

Description:
Verordnung über die Laufbahn, Ausbildung und Prüfung für den mittleren Auswärtigen Dienst (LAP-mDAAV 2004)
Kapitel 3 - Aufstieg
§ 31 Praxisaufstieg

Paragraph: 31

Full Text:
Verordnung über die Laufbahn, Ausbildung und Prüfung für den mittleren Auswärtigen Dienst (LAP-mDAAV 2004)
Kapitel 3 - Aufstieg
§ 31 Praxisaufstieg

(1) Zum Praxisaufstieg in die Laufbahn des mittleren Auswärtigen
Dienstes können Beamtinnen und Beamte des einfachen Auswärtigen
Dienstes zugelassen werden, die zu Beginn der Einführung das 45.
Lebensjahr vollendet und das 58. Lebensjahr noch nicht vollendet
haben.

(2) Bei erfolgloser Teilnahme am Auswahlverfahren kann das
Auswahlverfahren für den Praxisaufstieg einmal wiederholt werden,
sofern das Auswahlverfahren für den Ausbildungsaufstieg nicht bereits
zweimal erfolglos durchlaufen wurde.

(3) Die zum Aufstieg zugelassenen Beamtinnen und Beamten werden in die
Aufgaben der neuen Laufbahn eingeführt, indem sie die Aufgaben dieser
Laufbahn wahrnehmen. Die Einführungszeit dauert 18 Monate. Sie erfolgt
schwerpunktmäßig in der Zentrale des Auswärtigen Amts und bei
geeigneten Auslandsvertretungen. Einzelheiten regelt das für den
mittleren Dienst zuständige Personalreferat in Absprache mit der
Ausbildungsleitung für den mittleren Dienst.

(4) Die Einführungszeit umfasst fachtheoretische Lehrveranstaltungen
im Rahmen des Einführungslehrgangs der Laufbahnbewerberinnen und
Laufbahnbewerber gemäß § 11, in dem drei Leistungsnachweise aus den
Fachgebieten nach § 20 Abs. 1 sowie ein Leistungsnachweis im
Informationstechnik-Grundlagenkurs zu erbringen sind, sowie
Fortbildungsseminare im Rechts- und Konsularwesen (Ausländerrecht,
Pass-, Namens- und Staatsangehörigkeitsrecht). Die Lehrgänge und
Seminare werden in der Regel vom Auswärtigen Amt durchgeführt.

(5) Mindestens zwei der im Einführungslehrgang erbrachten
Leistungsnachweise aus den Fachgebieten nach § 20 Abs. 1 müssen
wenigstens mit fünf Rangpunkten (Note ausreichend) bewertet worden
sein. Wird in mehr als einem dieser Leistungsnachweise eine geringere
Punktzahl erreicht, sind die schlechter als ausreichend bewerteten
Leistungsnachweise zu wiederholen. Werden auch durch die Wiederholung
die Mindestanforderungen nach Satz 1 nicht erfüllt, muss der gesamte
Einführungslehrgang wiederholt werden. Um eine Wiederholung des
Lehrgangs zu ermöglichen, muss die Einführungszeit entsprechend
verlängert werden. Im Zuge der Wiederholung des Einführungslehrgangs
sind erneut vier Leistungsnachweise ohne die Möglichkeit der
Wiederholung zu erbringen. Wird dabei nicht den in Satz 1 genannten
Mindestanforderungen genügt, kann die Bewerberin oder der Bewerber
nicht am weiteren Praxisaufstieg teilnehmen.

(6) Die Feststellung über die Befähigung für die Laufbahn des
mittleren Dienstes trifft die Prüfungskommission (§ 18 in Verbindung
mit § 6) in einem Vorstellungstermin. Sie hat hierbei die während der
Einführungszeit erbrachten Leistungsnachweise einschließlich einer
eingehenden Beurteilung der Leistungen während der Einführungszeit zu
berücksichtigen. Reicht das Ergebnis des Vorstellungstermins zu einer
Feststellung nicht aus, kann die Prüfungskommission bestimmen, in
welcher Form der weitere Nachweis des erfolgreichen Abschlusses der
Einführung geführt werden soll. Die Prüfungskommission kann die
Anfertigung von Ausarbeitungen verlangen. Das Feststellungsverfahren
kann nach Ablauf von mindestens sechs Monaten einmal wiederholt
werden. Für diesen Fall ist die Einführungszeit entsprechend zu
verlängern.

Collections: bundestag_gesetze
LAP-mDAAV-2004
Level: 3.0