Source: https://www.gesetze-im-internet.de/aktg/__312.html
Legislation: aktg

Title: § 312 Bericht des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Description:
Aktiengesetz (AktG)
Drittes Buch - Verbundene Unternehmen
Zweiter Teil - Leitungsmacht und Verantwortlichkeit bei Abhängigkeit von Unternehmen
Zweiter Abschnitt - Verantwortlichkeit bei Fehlen eines Beherrschungsvertrags
§ 312 Bericht des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Paragraph: 312

Full Text:
Aktiengesetz (AktG)
Drittes Buch - Verbundene Unternehmen
Zweiter Teil - Leitungsmacht und Verantwortlichkeit bei Abhängigkeit von Unternehmen
Zweiter Abschnitt - Verantwortlichkeit bei Fehlen eines Beherrschungsvertrags
§ 312 Bericht des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

(1) Besteht kein Beherrschungsvertrag, so hat der Vorstand einer
abhängigen Gesellschaft in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahrs
einen Bericht über die Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen
Unternehmen aufzustellen. In dem Bericht sind alle Rechtsgeschäfte,
welche die Gesellschaft im vergangenen Geschäftsjahr mit dem
herrschenden Unternehmen oder einem mit ihm verbundenen Unternehmen
oder auf Veranlassung oder im Interesse dieser Unternehmen vorgenommen
hat, und alle anderen Maßnahmen, die sie auf Veranlassung oder im
Interesse dieser Unternehmen im vergangenen Geschäftsjahr getroffen
oder unterlassen hat, aufzuführen. Bei den Rechtsgeschäften sind
Leistung und Gegenleistung, bei den Maßnahmen die Gründe der Maßnahme
und deren Vorteile und Nachteile für die Gesellschaft anzugeben. Bei
einem Ausgleich von Nachteilen ist im einzelnen anzugeben, wie der
Ausgleich während des Geschäftsjahrs tatsächlich erfolgt ist, oder auf
welche Vorteile der Gesellschaft ein Rechtsanspruch gewährt worden
ist.

(2) Der Bericht hat den Grundsätzen einer gewissenhaften und getreuen
Rechenschaft zu entsprechen.

(3) Am Schluß des Berichts hat der Vorstand zu erklären, ob die
Gesellschaft nach den Umständen, die ihm in dem Zeitpunkt bekannt
waren, in dem das Rechtsgeschäft vorgenommen oder die Maßnahme
getroffen oder unterlassen wurde, bei jedem Rechtsgeschäft eine
angemessene Gegenleistung erhielt und dadurch, daß die Maßnahme
getroffen oder unterlassen wurde, nicht benachteiligt wurde. Wurde die
Gesellschaft benachteiligt, so hat er außerdem zu erklären, ob die
Nachteile ausgeglichen worden sind. Die Erklärung ist auch in den
Lagebericht aufzunehmen.

Collections: bundestag_gesetze
AktG
Level: 5.0