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Legislation: stberg

Title: § 36 Voraussetzungen für die Zulassung zur Prüfung

Description:
Steuerberatungsgesetz (StBerG)
Zweiter Teil - Steuerberaterordnung
Zweiter Abschnitt - Voraussetzungen für die Berufsausübung
Erster Unterabschnitt - Persönliche Voraussetzungen
§ 36 Voraussetzungen für die Zulassung zur Prüfung

Paragraph: 36

Full Text:
Steuerberatungsgesetz (StBerG)
Zweiter Teil - Steuerberaterordnung
Zweiter Abschnitt - Voraussetzungen für die Berufsausübung
Erster Unterabschnitt - Persönliche Voraussetzungen
§ 36 Voraussetzungen für die Zulassung zur Prüfung

(1) Die Zulassung zur Steuerberaterprüfung setzt voraus, dass der
Bewerber,

1.  ein wirtschaftswissenschaftliches oder rechtswissenschaftliches
    Hochschulstudium oder ein anderes Hochschulstudium mit
    wirtschaftswissenschaftlicher Fachrichtung erfolgreich abgeschlossen
    hat und

2.  danach praktisch tätig gewesen ist.

Die praktische Tätigkeit muss über einen Zeitraum von mindestens drei
Jahren ausgeübt worden sein, wenn die Regelstudienzeit des
Hochschulstudiums nach Satz 1 Nr. 1 weniger als vier Jahre beträgt,
sonst über einen Zeitraum von mindestens zwei Jahren. Wurde in einem
Hochschulstudium nach Satz 1 Nr. 1 ein erster berufsqualifizierender
Abschluss und in einem, einen solchen ersten Abschluss
voraussetzenden, weiteren Hochschulstudium nach Satz 1 Nr. 1 ein
weiterer berufsqualifizierender Abschluss erworben, werden die
Regelstudienzeiten beider Studiengänge zusammengerechnet; Zeiten der
praktischen Tätigkeit werden berücksichtigt, soweit sie nach dem
Erwerb des ersten berufsqualifizierenden Abschlusses liegen.

(2) Ein Bewerber ist zur Steuerberaterprüfung auch zuzulassen, wenn er

1.  eine Abschlussprüfung in einem kaufmännischen Ausbildungsberuf
    bestanden hat oder eine andere gleichwertige Vorbildung besitzt und
    nach Abschluss der Ausbildung acht Jahre oder im Falle der erfolgreich
    abgelegten Prüfung zum geprüften Bilanzbuchhalter oder Steuerfachwirt
    sechs Jahre praktisch tätig gewesen ist oder

2.  der Finanzverwaltung als Beamter des gehobenen Dienstes oder als
    vergleichbarer Angestellter angehört oder angehört hat und bei ihr
    mindestens sechs Jahre als Sachbearbeiter oder in mindestens
    gleichwertiger Stellung praktisch tätig gewesen ist.

(3) Die in den Absätzen 1 und 2 geforderte praktische Tätigkeit muss
sich in einem Umfang von mindestens 16 Wochenstunden auf das Gebiet
der von den Bundes- oder Landesfinanzbehörden verwalteten Steuern
erstrecken.

(4) Nachweise über das Vorliegen der in den Absätzen 1 bis 3 genannten
Voraussetzungen sind nach Maßgabe der Bestimmungen des amtlichen
Vordrucks zu erbringen, der gemäß § 158 Nr. 1 Buchstabe a eingeführt
worden ist. Der Bewerber hat diese Unterlagen seinem Antrag auf
Zulassung zur Prüfung beizufügen.

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StBerG
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