Source: https://www.gesetze-im-internet.de/waffg_2002/__28.html
Legislation: waffg_2002

Title: § 28 Erwerb, Besitz und Führen von Schusswaffen und Munition durch Bewachungsunternehmer und ihr Bewachungspersonal

Description:
Waffengesetz (WaffG 2002)
Abschnitt 2 - Umgang mit Waffen oder Munition
Unterabschnitt 4 - Besondere Erlaubnistatbestände für Waffenherstellung, Waffenhandel, Schießstätten, Bewachungsunternehmer
§ 28 Erwerb, Besitz und Führen von Schusswaffen und Munition durch Bewachungsunternehmer und ihr Bewachungspersonal

Paragraph: 28

Full Text:
Waffengesetz (WaffG 2002)
Abschnitt 2 - Umgang mit Waffen oder Munition
Unterabschnitt 4 - Besondere Erlaubnistatbestände für Waffenherstellung, Waffenhandel, Schießstätten, Bewachungsunternehmer
§ 28 Erwerb, Besitz und Führen von Schusswaffen und Munition durch Bewachungsunternehmer und ihr Bewachungspersonal

(1) Ein Bedürfnis zum Erwerb, Besitz und Führen von Schusswaffen wird
bei einem Bewachungsunternehmer (§ 34a der Gewerbeordnung) anerkannt,
wenn er glaubhaft macht, dass Bewachungsaufträge wahrgenommen werden
oder werden sollen, die aus Gründen der Sicherung einer gefährdeten
Person im Sinne des § 19 oder eines gefährdeten Objektes Schusswaffen
erfordern. Satz 1 gilt entsprechend für Wachdienste als Teil
wirtschaftlicher Unternehmungen. Ein nach den Sätzen 1 und 2 glaubhaft
gemachtes Bedürfnis umfasst auch den Erwerb und Besitz der für die
dort genannten Schusswaffen bestimmten Munition.

(2) Die Schusswaffe darf nur bei der tatsächlichen Durchführung eines
konkreten Auftrages nach Absatz 1 geführt werden. Der Unternehmer hat
dies auch bei seinem Bewachungspersonal in geeigneter Weise
sicherzustellen.

(3) Wachpersonen, die auf Grund eines Arbeitsverhältnisses
Schusswaffen des Erlaubnisinhabers nach dessen Weisung besitzen oder
führen sollen, sind der zuständigen Behörde zur Prüfung zu benennen;
der Unternehmer soll die betreffende Wachperson in geeigneter Weise
vorher über die Benennung unter Hinweis auf die Erforderlichkeit der
Verarbeitung personenbezogener Daten bei der Behörde unterrichten. Die
Überlassung von Schusswaffen oder Munition darf erst erfolgen, wenn
die zuständige Behörde zugestimmt hat. Die Zustimmung ist zu versagen,
wenn die Wachperson nicht die Voraussetzungen des § 4 Abs. 1 Nr. 1 bis
3 erfüllt oder die Haftpflichtversicherung des Bewachungsunternehmers
das Risiko des Umgangs mit Schusswaffen durch die Wachpersonen nicht
umfasst.

(4) In einen Waffenschein nach § 10 Abs. 4 kann auch der Zusatz
aufgenommen werden, dass die in Absatz 3 bezeichneten Personen die
ihnen überlassenen Waffen nach Weisung des Erlaubnisinhabers führen
dürfen.

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WaffG-2002
Level: 4.0