Source: https://www.gesetze-im-internet.de/ata-ota-aprv/__21.html
Legislation: ata-ota-aprv

Title: § 21 Nachteilsausgleich

Description:
Ausbildungs- und Prüfungsverordnung über die Ausbildung zur Anästhesietechnischen Assistentin und zum Anästhesietechnischen Assistenten und über die Ausbildung zur Operationstechnischen Assistentin und zum Operationstechnischen Assistenten (ATA-OTA-APrV)
Teil 1 - Ausbildung und staatliche Prüfung
Abschnitt 2 - Staatliche Prüfung
Unterabschnitt 1 - Allgemeines und Organisatorisches
§ 21 Nachteilsausgleich

Paragraph: 21

Full Text:
Ausbildungs- und Prüfungsverordnung über die Ausbildung zur Anästhesietechnischen Assistentin und zum Anästhesietechnischen Assistenten und über die Ausbildung zur Operationstechnischen Assistentin und zum Operationstechnischen Assistenten (ATA-OTA-APrV)
Teil 1 - Ausbildung und staatliche Prüfung
Abschnitt 2 - Staatliche Prüfung
Unterabschnitt 1 - Allgemeines und Organisatorisches
§ 21 Nachteilsausgleich

(1) Einer Prüfungskandidatin oder einem Prüfungskandidaten mit
Behinderung oder Beeinträchtigung wird bei der Durchführung der
staatlichen Prüfung auf Antrag ein individueller Nachteilsausgleich
gewährt.

(2) Der Antrag auf Nachteilsausgleich ist über die Schule an die
zuständige Behörde zu stellen. Die Schule leitet den Antrag
gegebenenfalls zusammen mit einer Stellungnahme an die zuständige
Behörde weiter. Der Antrag erfolgt schriftlich oder elektronisch.

(3) Die zuständige Behörde kann von der antragstellenden Person ein
ärztliches Attest oder andere geeignete Unterlagen verlangen, aus
denen die leistungsbeeinträchtigende Auswirkung der Beeinträchtigung
oder Behinderung hervorgeht. Bei Bedarf kann ein amtsärztliches Attest
verlangt werden.

(4) Über die Gewährung des Antrags auf Nachteilsausgleich entscheidet
die zuständige Behörde. Bei ihrer Entscheidung berücksichtigt sie die
besonderen Belange von Prüfungskandidatinnen und Prüfungskandidaten
mit Behinderung oder mit Beeinträchtigung, um deren Chancengleichheit
bei der Durchführung der staatlichen Prüfung zu wahren.

(5) Gewährt die zuständige Behörde den Nachteilsausgleich, so bestimmt
sie individuell, in welcher geänderten Form die Prüfungsleistung zu
erbringen ist. Zur Festlegung der geänderten Form kann auch eine
Verlängerung der Bearbeitungszeit gehören. Die fachlichen
Anforderungen an die staatliche Prüfung dürfen durch den
Nachteilsausgleich nicht verändert werden.

(6) Ihre Entscheidung gibt die zuständige Behörde rechtzeitig und in
geeigneter Weise der Prüfungskandidatin oder dem Prüfungskandidaten
bekannt.

Collections: bundestag_gesetze
ATA-OTA-APrV
Level: 5.0