Source: https://www.gesetze-im-internet.de/_appro_2002/__10.html
Legislation: aeappro_2002

Title: § 10 Meldung und Zulassung zur Prüfung

Description:
Approbationsordnung für Ärzte (ÄApprO 2002)
Zweiter Abschnitt - Allgemeine Prüfungsbestimmungen
§ 10 Meldung und Zulassung zur Prüfung

Paragraph: 10

Full Text:
Approbationsordnung für Ärzte (ÄApprO 2002)
Zweiter Abschnitt - Allgemeine Prüfungsbestimmungen
§ 10 Meldung und Zulassung zur Prüfung

(1) Über die Zulassung zu einem Prüfungsabschnitt nach § 1 Abs. 2 Satz
1 Nr. 5 entscheidet die nach Landesrecht zuständige Stelle.

(2) Die Studierenden können sich zu den einzelnen Prüfungsabschnitten
jeweils frühestens im letzten Studienhalbjahr der Studienzeit melden,
die § 1 Abs. 3 als Voraussetzung für das Ablegen der Prüfung bestimmt.

(3) Der Antrag auf Zulassung ist schriftlich in der von der nach
Landesrecht zuständigen Stelle vorgeschriebenen Form zu stellen und
muss dieser bis zum 10. Januar oder bis zum 10. Juni zugegangen sein.

(4) Dem Antrag nach Absatz 3 sind beizufügen:

1.  bei der Meldung zum Ersten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung

    a)  die Geburtsurkunde, bei Verheirateten auch die Eheurkunde,

    b)  der Nachweis der Hochschulzugangsberechtigung, bei Zeugnissen, die im
        Ausland erworben worden sind, auch der Anerkennungsbescheid der nach
        Landesrecht zuständigen Stelle,

    c)  das Studienbuch oder die an der jeweiligen Universität zum Nachweis
        der Studienzeiten an seine Stelle tretenden Unterlagen,

    d)  die Bescheinigungen oder eine zusammenfassende Bescheinigung über die
        erfolgreiche Teilnahme an den nach dieser Verordnung vorgeschriebenen
        Unterrichtsveranstaltungen,

    e)  die Nachweise über die Teilnahme an einer Ausbildung in erster Hilfe
        (§ 5) und über die Ableistung des Krankenpflegedienstes (§ 6);

2.  bei der Meldung zum Zweiten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung

    a)  die Geburtsurkunde, bei Verheirateten auch die Eheurkunde,

    b)  das Studienbuch oder die an der jeweiligen Universität zum Nachweis
        der Studienzeiten an seine Stelle tretenden Unterlagen,

    c)  die Bescheinigungen oder eine zusammenfassende Bescheinigung über die
        erfolgreiche Teilnahme an den nach dieser Verordnung vorgeschriebenen
        Unterrichtsveranstaltungen einschließlich der Leistungsnachweise nach
        § 27 Absatz 1 bis 4 und der Nachweis über die Ableistung der Famulatur
        (§ 7),

    d)  das Zeugnis über das Bestehen des Ersten Abschnitts der Ärztlichen
        Prüfung;

3.  bei der Meldung zum Dritten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung

    a)  die Geburtsurkunde, bei Verheirateten auch die Eheurkunde,

    b)  das Studienbuch oder die an der jeweiligen Universität zum Nachweis
        der Studienzeiten an seine Stelle tretenden Unterlagen,

    c)  die Bescheinigung über das Praktische Jahr nach dem Muster der Anlage
        4,

    d)  das Zeugnis über das Bestehen des Zweiten Abschnitts der Ärztlichen
        Prüfung.

Soweit die in Nummer 1 Buchstabe c und d, in Nummer 2 Buchstabe b und
c oder in Nummer 3 Buchstabe b genannten Nachweise dem Antrag noch
nicht beigefügt werden können, sind sie in einer von der nach
Landesrecht zuständigen Stelle zu bestimmenden Frist nachzureichen.

(5) Nachweise, die für die Zulassung zum Zweiten Abschnitt der
Ärztlichen Prüfung erforderlich sind, müssen vorbehaltlich des § 41
nach Bestehen des Ersten Abschnitts der Ärztlichen Prüfung erworben
worden sein. Die für die Zulassung zum Dritten Abschnitt der
Ärztlichen Prüfung erforderliche Bescheinigung nach dem Muster der
Anlage 4 muss vorbehaltlich des § 41 nach Bestehen des Zweiten
Abschnitts der Ärztlichen Prüfung erworben worden sein.

(6) Hat der Prüfungsbewerber im Zeitpunkt der Meldung zum Dritten
Abschnitt der Ärztlichen Prüfung die Ausbildung nach § 3 Absatz 1 noch
nicht abgeschlossen, so hat er eine vorläufige Bescheinigung des für
die Ausbildung verantwortlichen Arztes vorzulegen, aus der hervorgeht,
dass er die Ausbildung bis zu dem Termin der Prüfung abschließen wird.
Die endgültige Bescheinigung nach dem Muster der Anlage 4 ist der nach
Landesrecht zuständigen Stelle unverzüglich nach Erhalt und bis
spätestens eine Woche vor Beginn der Prüfung nachzureichen.

(7) Rechtfertigen Tatsachen die Annahme, dass beim Prüfungsbewerber
ein Grund vorliegt, der zur Versagung der Approbation als Arzt wegen
Fehlens einer der Voraussetzungen des § 3 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 und 3
der Bundesärzteordnung führen würde, so kann die nach Landesrecht
zuständige Stelle die Vorlage weiterer Unterlagen, insbesondere
ärztlicher Zeugnisse oder eines Führungszeugnisses verlangen. Sofern
Zweifel an der Prüfungsfähigkeit bestehen, kann die nach Landesrecht
zuständige Stelle von einem Prüfungsbewerber die Vorlage einer
ärztlichen Bescheinigung auch durch einen von dieser Stelle benannten
Arzt verlangen.

Collections: bundestag_gesetze
ÄApprO-2002
Level: 3.0