Source: https://www.gesetze-im-internet.de/wusolvv/__36.html
Legislation: wusolvv

Title: § 36 KSA-Bemessungsgrundlage

Description:
Verordnung über die angemessene Eigenkapitalausstattung von Wohnungsunternehmen mit Spareinrichtung (WuSolvV)
Teil 2 - Adressrisiken
Kapitel 3 - Kreditrisiko-Standardansatz
Abschnitt 3 - KSA-Positionswert
§ 36 KSA-Bemessungsgrundlage

Paragraph: 36

Full Text:
Verordnung über die angemessene Eigenkapitalausstattung von Wohnungsunternehmen mit Spareinrichtung (WuSolvV)
Teil 2 - Adressrisiken
Kapitel 3 - Kreditrisiko-Standardansatz
Abschnitt 3 - KSA-Positionswert
§ 36 KSA-Bemessungsgrundlage

Die KSA-Bemessungsgrundlage für eine KSA-Position ist

1.  bei einer bilanziellen Adressenausfallrisikoposition

    a)  ihr Buchwert zuzüglich der als haftendes Eigenkapital anerkannten, den
        einzelnen Bilanzaktiva zuzuordnenden freien Vorsorgereserven nach §
        340f des Handelsgesetzbuchs abzüglich der passiven
        Rechnungsabgrenzungsposten aus Gebührenabgrenzung und für das Abgeld
        auf Darlehen,

    b)  die aufgrund eines Leasingvertrags entstanden und kein nach § 16
        Absatz 14 Nummer 6 zu berücksichtigender Restwert eines
        Leasinggegenstands ist, der Barwert der Mindestleasingzahlungen,
        bestehend aus einerseits allen Zahlungen, zu denen der Leasingnehmer
        während der Laufzeit des Leasingvertrags noch verpflichtet ist oder
        verpflichtet werden kann, einschließlich eines Betrags für den
        Restwert des Leasinggegenstands, zu dessen Zahlung der Leasingnehmer
        verpflichtet ist oder verpflichtet werden kann, und andererseits jeder
        dem Leasingnehmer einen Anreiz zur Ausübung bietenden Kaufoption,

    c)  bei einem nach § 16 Absatz 14 Nummer 6 zu berücksichtigenden Restwert
        eines Leasinggegenstands, der Barwert des bei der Vertragsgestaltung
        für das Ende der Laufzeit des Leasingvertrags unterstellten Restwerts,
        abzüglich des Barwerts von nach Buchstabe b berücksichtigter
        Kaufoptionen,

2.  bei einer außerbilanziellen Adressenausfallrisikoposition der Buchwert
    der Ansprüche und Eventualansprüche, die diese KSA-Position bilden,

3.  bei einer derivativen Adressenausfallrisikoposition ihre
    Bemessungsgrundlage nach den §§ 37 bis 43,

4.  bei einer Vorleistungsrisikoposition nach § 11 Absatz 1 solange die
    Gegenleistung fünf Geschäftstage nach deren Fälligkeit noch nicht
    wirksam erbracht worden ist, der Betrag des übertragenen Werts
    zuzüglich etwaiger Wiederbeschaffungskosten, bei anderen
    Vorleistungsrisikopositionen nach § 11 Absatz 1 der Wert des Anspruchs
    des Wohnungsunternehmens mit Spareinrichtung aus dem Geschäft, durch
    das die Vorleistungsrisikoposition gebildet wird,

5.  bei einer KSA-Position, die durch ein mit einem Unternehmen in dessen
    Eigenschaft als zentrale Gegenpartei nach Artikel 4 Absatz 1 Nummer 34
    der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 geschlossenes Geschäft oder eine
    hierfür gestellte Sicherheit gebildet wird, Null.

Bei einer KSA-Position, die durch eine Adressenausfallrisikoposition
in Bezug auf das Referenzaktivum oder das Referenzportfolio einer
Credit Linked Note gebildet wird, darf die Bemessungsgrundlage um 8
Prozent des risikogewichteten Positionswerts für die
Adressenausfallrisikoposition in Bezug auf den Emittenten der Credit
Linked Note reduziert werden.

Collections: bundestag_gesetze
WuSolvV
Level: 5.0