Source: https://www.gesetze-im-internet.de/derivatev_2013/__26.html
Legislation: derivatev_2013

Title: § 26 Kündbarkeit von Wertpapier-Darlehen und Pensionsgeschäften

Description:
Verordnung über Risikomanagement und Risikomessung beim Einsatz von Derivaten, Wertpapier-Darlehen und Pensionsgeschäften in Investmentvermögen nach dem Kapitalanlagegesetzbuch (DerivateV 2013)
Abschnitt 3 - Kreditrisiko und Liquiditätsrisiko
Unterabschnitt 2 - Liquiditätsrisiko und Kontrahentenrisiko
§ 26 Kündbarkeit von Wertpapier-Darlehen und Pensionsgeschäften

Paragraph: 26

Full Text:
Verordnung über Risikomanagement und Risikomessung beim Einsatz von Derivaten, Wertpapier-Darlehen und Pensionsgeschäften in Investmentvermögen nach dem Kapitalanlagegesetzbuch (DerivateV 2013)
Abschnitt 3 - Kreditrisiko und Liquiditätsrisiko
Unterabschnitt 2 - Liquiditätsrisiko und Kontrahentenrisiko
§ 26 Kündbarkeit von Wertpapier-Darlehen und Pensionsgeschäften

(1) Die Kapitalverwaltungsgesellschaft muss berechtigt sein, jederzeit
ein Wertpapier-Darlehen zu kündigen und zu beenden. Alle im Rahmen des
Wertpapier-Darlehens übertragenen Wertpapiere müssen jederzeit
zurückübertragen werden können.

(2) Die Kapitalverwaltungsgesellschaft muss berechtigt sein, jederzeit

1.  ein Pensionsgeschäft zu kündigen und zu beenden,

2.  bei einem einfachen Pensionsgeschäft (Repo-Geschäft) die zugrunde
    liegenden Wertpapiere zurückzufordern und

3.  bei einem umgekehrten Pensionsgeschäft (Reverse-Repo-Geschäft)

    a)  den vollen Geldbetrag zurückzufordern oder

    b)  den angelaufenen Geldbetrag in Höhe des Marktwertes des Reverse-Repo-
        Geschäftes zurückzufordern; anzusetzen ist der Marktwert des Reverse-
        Repo-Geschäftes bei der Bewertung des Nettoinventarwertes des
        Investmentvermögens.

(3) Pensionsgeschäfte mit einer Laufzeit von bis zu einer Woche gelten
als Geschäfte, bei denen der volle Geldbetrag oder die zugrunde
liegenden Wertpapiere jederzeit zurückgefordert werden können.

(4) Eine AIF-Kapitalverwaltungsgesellschaft darf bei Sonstigen
Investmentvermögen unter den Voraussetzungen des § 221 Absatz 7 des
Kapitalanlagegesetzbuches von den Absätzen 1 und 2 abweichen. Eine
AIF-Kapitalverwaltungsgesellschaft kann bei Spezial-AIF mit festen
Anlagebedingungen unter den Voraussetzungen des § 284 Absatz 2 des
Kapitalanlagegesetzbuches von den Absätzen 1 und 2 abweichen.

(5) Wertpapier-Darlehen und Pensionsgeschäfte sind im Rahmen des
Liquiditätsrisikomanagementprozesses zu berücksichtigen. Es ist
sicherzustellen, dass den Rücknahmeverpflichtungen, die durch
Wertpapier-Darlehen und Pensionsgeschäfte auftreten können,
nachgekommen werden kann.

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DerivateV-2013
Level: 4.0