Source: https://www.gesetze-im-internet.de/natsgmelbev/__4.html
Legislation: natsgmelbev

Title: § 4 Schutzzonen

Description:
Verordnung über die Festsetzung von Naturschutzgebieten und einem Landschaftsschutzgebiet von zentraler Bedeutung "Biosphärenreservat Mittlere Elbe" (NatSGmElbeV)
§ 4 Schutzzonen

Paragraph: 4

Full Text:
Verordnung über die Festsetzung von Naturschutzgebieten und einem Landschaftsschutzgebiet von zentraler Bedeutung "Biosphärenreservat Mittlere Elbe" (NatSGmElbeV)
§ 4 Schutzzonen

(1) Das Biosphärenreservat wird in die Schutzzonen I bis IV
gegliedert.

(2) Die **Schutzzone I**              (Kernzone) wird als
Naturschutzgebiet von zentraler Bedeutung ohne wirtschaftliche Nutzung
ausgewiesen. Sie umfaßt folgende Teilflächen:

1.  **Totalreservat Linsterholz/Steckby:**                    Teile der
    Forstabt. 202, 204, 205, 206, 208 und 209 zwischen dem Krummen Weg,
    der Haberlands-Allee, dem Haberlandsweg, der südlichen
    Forstflächengrenze entlang der Elbe bis zur Mitte des Gr. Biberlochs,
    dann nördlich entlang der Ostgrenze der Forstabt. 204 bis an die
    Elballee und den Krummen Weg.

2.  **Totalreservat Schöneberge/Steckby:**                    In den
    Grenzen der Forstabt. 232, 235, 238, 243 einschließlich der
    Nichtholzbodenflächen, doch ausschließlich des über den geschlossenen
    Wald hinausreichenden Nordzipfels sowie im Süden nur bis an den
    Wegestern am Nordrand des Forstortes Klaasberg.

3.  **Totalreservat Ketzien/Lödderitz:**                    In den Grenzen
    der Forstabt. 409, 410, 411 (mit Ausnahme der Nordecke östlich des
    Arestantengrabens), 412, 413, 414 und 415 (mit Ausnahme der Flächen
    nördlich des Sommerdeichs).

4.  **Totalreservat Dicke-Greten-Hau/Lödderitz:**                    In
    den Grenzen der Forstabt. 385, 386 (mit Ausnahme der Flächen südlich
    des Kiesweges und seiner östlichen Fortsetzung bis an die Forstabt.
    385), 391, 392, 393, 397, 394 (mit Ausnahme der Flächen südlich der
    westlichen Fortsetzung des Kiesweges bis an den Seegraben), 398, 399
    sowie Forstabt. 400 zwischen Seegraben und Sommerdeichzufahrt.

5.  **Totalreservat Sack/Alte Saale:**                    In den Grenzen
    des gehölzbestockten Forstortes Sack (Teilfläche der Forstabt. 525) in
    der Gewässerschlinge Alte Saale, östlich bis an die engste Stelle der
    Forstfläche reichend.

6.  **Totalreservat Am Riss 45/Wörlitz:**                    In den
    Grenzen der Forstabt. 3245 einschließlich der vom Wald umschlossenen
    oder in ihn hineinreichenden sowie am Nordufer des Riss gelegenen
    unbewaldeten Flächen, doch mit Ausnahme des zwischen Wald und Elbe
    liegenden Wiesenstreifens.

7.  **Totalreservat Am Crassensee 147/151:**                    In den
    Grenzen der Forstabt. 3151 und 3147 mit Ausnahme der Flächen, die
    südlich des Weges liegen, der die Südgrenze der Forstabt. 3151 bildet.

8.  **Totalreservat Kuper 48/Untere Mulde:**
    Gehölzbestockter Forstort Kuper in einer Altwasserschlinge der Mulde
    im Bereich der Forstabt. 4148, der gegenwärtig den Unterabt.
    a(hoch)1, a(hoch)2, c(hoch)4 zugeordnet ist.

(3) Die **Schutzzone II**              (Entwicklungs- und Pflegezone)
wird als Naturschutzgebiet von zentraler Bedeutung ausgewiesen. Sie
umfaßt folgende Teilflächen:

1.  **Steckby-Lödderitzer Forst:**                    Der Grenzverlauf
    führt, beginnend im Südwesten bei Obslau, von

    a)  Elbe - km 278,5 in Höhe von Obslau elbaufwärts bis zur Fährrampe
        Steutz

    b)  entlang der Fährstraße in Richtung Steutz bis zur Waldgrenze westlich
        der Straße

    c)  westlich entlang des Waldrandes ausschließlich des Großen Wehl bis zum
        Ende der einbezogenen Teichreihe in Forstabt. 203

    d)  geradewegs nördlich entlang eines Wiesenrains bis zum nördlichen
        Aueweg, dann westlich dem Aueweg folgend bis an den Waldrand

    e)  dem Waldrand nordwestlich folgend bis zum Steindamm, diesem folgend
        bis Steckby

    f)  einschließlich der gehölzbestockten Exklave Auberg östlich des
        Aubergweges, diesen als Westgrenze, den Wiesenrain als Südgrenze, den
        Westrand der Forstfläche 225b als Ostgrenze, den Ackerrain und
        zwischendurch teilweise eine Energietrasse als Nordgrenze

    g)  von Steckby die Ortslage entlang der umfriedeten Grundstücksgrenzen
        westlich umgehend, dem Waldrand entlang eines Grabens folgend bis an
        den Badetzer Weg und darüber hinaus

    h)  dann weiter dem Waldrand folgend bis an den südlich der Rohrwiesen
        nach Osten verlaufenden Weg

    i)  dann nach Norden dem den Wald östlich begrenzenden Weg bis zur
        Waldgrenze westlich des Weges folgend

    j)  westlich entlang des Wald- und Sumpfrandes bis zur Nordostecke der
        Forstabt. 240

    k)  dann entlang nördlich verlaufender Nebengräben in den Funderwiesen den
        Fundergraben überquerend bis in den Rennegraben, diesem nordwestlich
        folgend entlang des Mittelgrabens im Badetzer Teich bis zum
        Trigonometrischen Punkt (TP)

    l)  vom TP westlich über die Brücke des Westgrabens im Badetzer Teich dem
        Wiesengraben folgend bis zum Badetzer Triftweg

    m)  dem Badetzer Triftweg folgend bis zum südlich nach Badetz abzweigenden
        Weg, von hier gerade nach Westen bis zum Wiesenrand, diesem folgend
        bis zur Wald-Feld-Grenze, dieser nördlich folgend bis an die Straße
        Zerbst-Tochheim

    n)  der Straße westlich folgend bis an den Waldrand südlich der Straße

    o)  dem Waldrand folgend bis an die Elbe bei Elbe -km 286,5 sowie
        elbabwärts bis zur Fähre Tochheim-Breitenhagen

    p)  entlang der Fährstraße nach Tochheim bis an den Deich, dann nördlich
        entlang der Ostgrenzen der Forstabt. 372 und 374 und weiter den Weg
        zur Poleymühle bis an den Lepsgraben

    q)  dem Lepsgraben nordwestlich folgend bis an die Brücke des Weges
        Walternienburg-Tochheim, diesem südöstlich folgend bis an die Nordecke
        der Forstabt. 382

    r)  von der Nordecke der Forstabt. 382 entlang der Waldgrenze südwestwärts
        bis zur Elbe, dann elbabwärts bis zur Saalemündung \*1) s)

        die Saale aufwärts bis zur Südspitze des Krummen Horns, dann östlich
        den Deich entlang bis zur Alten Elbe/Breitenhagen

    t)  dem Deich westlich der Alten Elbe südostwärts folgend bis an die
        Fährstraße Breitenhagen, diese überquerend dem Weg in den Bauernwerder
        folgend bis an die Nordwestecke der Forstabt. 419, dann weiter entlang
        des Westrandes der Forstabt. 419 und 418 bis an den Weg Breitenhagen-
        Lödderitz

    u)  diesem südwestlich folgend bis an den Waldrand, dann entlang des
        Waldrandes bis an die Straße Breitenhagen-Lödderitz

    v)  von hier entlang der Grenze des Forstreviers einschließlich des
        Breiten Pfuhls, von dessen Südrand östlich gerade weiter bis an den
        von Lödderitz nach Norden führenden Weg, diesem folgend bis an die
        Grenze des Forstreviers südlich des Sandsumpfes, dann wieder der
        Forstreviergrenze ostwärts folgend ausschließlich des Forsthauses
        Lödderitz an der Straße Lödderitz-Kühren und des Forsthauses Kühren,
        doch einschließlich der waldumschlossenen Äcker in der Südostecke der
        Forstabt. 396 und in der Nordwestecke der Forstabt. 374 sowie der
        waldumschlossenen Wiese im Süden der Forstabt. 378

    w)  vom Forsthaus Kühren östlich der Forstreviergrenze folgend bis Elbe -
        km 278,5 einschließlich des der Forstabt. 376 vorgelagerten Ackers
        sowie der den Forstabt. 380/386 vorgelagerten Wiesen bis an die
        Kreisgrenze Schönebeck-Köthen, drei kleiner Hadersumpfteiche, des
        Kiesteiches sowie eines dazwischen liegenden Deichabschnitts im
        unmittelbaren Grenzbereich der Kreise Schönebeck-Köthen und schon
        teilweise im Kreis Köthen liegend

2.  **Diebziger Busch:**                    In den Grenzen der Forstabt.
    5301 bis 5322 einschließlich der Wiederaufforstungsflächen an den
    Forstabt. 5301/5302, doch mit Ausnahme der Teilflächen, die
    gegenwärtig den Unterabt.
    5307a(hoch)4 und 5322b zugeordnet sind.

3.  **Neolith-Teich:**                    Teichgelände nordwestlich
    Trebbichau zwischen der Bahnlinie nach Aken, dem Weg, der nördlich des
    Heidekruges in nordwestlicher Richtung nach Mennewitz führt, dem Weg
    in südwestlicher Richtung zum Gelände von Schacht V, der Trasse von
    Schacht V bis an den Gr. Micheln (sog. Löbitzsee) und dem Weg südlich
    des Neolith-Teiches nach Trebbichau, mit Ausnahme von abgegrenzten
    Nutzflächen jeweils an der Südost-, Nordost-, Nordwest- und
    Südwestecke.

4.  **Saalberghau:**                    Ostteil des Kühnauer Sees mit
    ausgedehntem Uferbereich einschließlich Fischerinsel und Burg Kühnau,
    die Forstorte Graue Steinhau und Saalberghau in den Grenzen der
    Forstabt. 4536 bis 3543 mit den westlich angrenzenden Bürgerwiesen
    sowie die südliche Stromelbe zwischen Elbe - km 262,8 - 266.

5.  **Sarenbruch:**                    In den Grenzen der Forstabt. 1602 -
    1603, die den Unterabt. 1602 b-c und 1603 b-d zugeordneten Flächen,
    einschließlich der Alten Elbe, dem Sarensee und allen weiteren
    dazwischen liegenden Nichtholzbodenflächen sowie der Nichtholzboden
    zwischen Unterabt. 1603b und c, nördlich der Unterabt. 1602c und der
    ehemaligen Dorfstelle Püsternitz.

6.  **Krägen-Riss:**                    In den Grenzen der Forstabt. 3244,
    3245, 3246 (nur Südteil, gegenwärtig den Unterabt.
    a(hoch)1, a(hoch)2 zugeordnet), 3247 und 3248 (außer der westlichsten
    Exklave, gegenwärtig der Unterabt. e zugeordnet) mit den dazwischen
    liegenden Wiesen. Die Nordgrenze entspricht der Nordgrenze der
    Forstabt. 3244 mit der Fortsetzung der Wegeführung nach Osten bis an
    die Ostgrenze des Südteils der Forstabt. 3246. Hier verläuft die
    Ostgrenze bis an den Nordweg am Krägen, folgt diesem östlich bis an
    die Überfahrt und weiter in Richtung Münsterberg bis an die südliche
    Abzweigung nach Wörlitz. Die Südgrenze folgt dem gehölzbewachsenen
    Ufersaum des Krägen und weiter bis zum Ende der Forstabt. 3248 bei der
    Nordkurve der Straße nach Vockerode. Von dort gerade nordwärts bis an
    die Elbe verläuft die Westgrenze. Die Nordgrenze bilden die Elbe - km
    243,5 bis 244,5.

7.  **Schönitzer See:**                    Die Grenze verläuft von der
    Riesigker Brücke nordwärts entlang des Ostufers und des Umflutgrabens
    bis zur Nordspitze des Nordteils (sog. Radehochsee), folgt südwärts
    entlang dem Westufer zunächst unter Einschluß der Forstflächen
    (derzeit Unterabt.
    3132a(hoch)1), dann dem Deich bis zur Brückenstraße, die die Südgrenze
    bildet, unter Ausschluß der Ortslage Riesigk östlich des Deiches.

8.  **Crassensee:**                    Die Grenze verläuft von der
    Südspitze der Forstabt. 3146 (nordwestlich der Rehsener
    Deichüberfahrt) in nordöstlicher Richtung entlang der Außengrenzen der
    Forstabt. 3146 bis 3142, unter Einschluß der Nordspitze dieser Abt.
    entlang der östlichen Zufahrt, dann entlang des Deiches in südlicher
    Umgehung und der westlichen Zufahrt zum Forstgehöft Heinrichswalde bis
    an die Waldgrenze. Von hier zunächst nördlich, dann südlich den
    Außengrenzen der Forstabt. 3153, 3154, 3152, 3150, 3149 bis 3146
    Südspitze folgend.

9.  **Möster Birken:**                    In den Grenzen der Forstabt.
    4135, 4134 (mit Ausnahme des durch einen diagonal verlaufenden
    Mittelweg abgeteilten Ostteils) und von 4142 nur die Südwestecke, die
    durch einen von Südosten nach Nordwesten verlaufenden Weg und kurz vor
    dessen Ende von einem südwestwärts verlaufenden, später dem
    nordwestlichen Waldrand folgenden Graben deutlich abgegrenzt wird.

10. **Untere Mulde Raguhn-Wallwitzhafen:**                    Ein
    zweiteiliger durch den Flußlauf der Mulde und Anteile der Muldeaue
    geprägter Landschaftsausschnitt, dessen genaue Grenzen nur durch die
    Kartenunterlagen definiert sind.

11. **Wulfener Bruchwiesen:**                    Ein zweiteiliger durch
    Wege und Gräben deutlich abgegrenzter, sich jeweils beidseitig des
    Landgrabens erstreckender Bruchwiesenkomplex mit den Südostecken bei
    51\.50 N 11.58 E und 51.51 N 11.54 E, dessen genaue Grenzen nur durch
    die Kartenunterlagen definiert sind.

12. **Dornburger Mosaik:**                    In den Teilflächen

    a)  Untere Nuthe: Der Grenzverlauf führt von der Ostseite der
        Eisenbahnbrücke nördlich Barby den Forstweg längs des östlichen
        Nutheufers nach Norden bis an die Nuthemündung, von der Mündung
        flußaufwärts entlang der Flußböschung bis an den Waldrand, dann
        entlang der Westgrenze der Forstabt. 3327 bis an die Eisenbahnbrücke.

    b)  Scharleber See: See, Seeufer und nördlicher Waldrand in den sie
        einschließenden Wegen. Am Westrand bildet das Seeufer die Grenze, am
        Südrand die Gemarkungsgrenze.

    c)  Sandberge bei Dornburg (sog. Lübser Heuberge): Forstort Sandberge in
        den ihn umschließenden Wegen einschließlich des Steilufers zum Elbtal
        und des südöstlich vorgelagerten Tümpels.

(4) Die **Schutzzone III**              (Zone der harmonischen
Kulturlandschaft) wird als Landwirtschaftsschutzgebiet von zentraler
Bedeutung ausgewiesen. Die Fläche der Schutzzone III umfaßt alle
Gebiete des Biosphärenreservates, die nicht zu den ausgewiesenen
Gebieten der beschriebenen Schutzzonen I, II und IV gehören; sie
besteht aus den Teilflächen:

1.  Dessau-Wörlitzer Kulturlandschaft.

    Raum zwischen Rehsen-Raguhn-Brambach südlich der Elbe.

2.  Roßlau-Dornburger Elbtal.

    Elbauen Coswig, Klieken, Roßlau, Elbtal zwischen Brambach und Barby
    nordwestlich der Elbe sowie zwischen Barby und Dornburg.

(5) Die **Schutzzone IV**              (Regenerationszone) wird als
Landschaftsschutzgebiet von zentraler Bedeutung ausgewiesen. Sie
umfaßt folgendes Gebiet:
Landgraben-Saaleniederung.
Der Grenzverlauf führt, beginnend im Südosten bei Groß Kühnau

1.  entlang des Siebeneichenweges nordwärts bis an die Elbe

2.  elbabwärts bis zur Fährrampe Steutz

3.  dann entlang der exakt definierten Südwestgrenze des
    Naturschutzgebietes Steckby-Lödderitzer Forst bis an die Saalemündung

4.  weiter elbabwärts bis an die Elbbrücke Barby

5.  von der Elbbrücke Barby südwärts, dann ostwärts entlang der exakt
    definierten Biosphärenreservatsgrenze bis Groß Kühnau.

(6) Die Grenzen der Schutzzonen I bis IV sind in den in § 2 Abs. 3
genannten Karten eingetragen.

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NatSGmElbeV
Level: 2.0