Source: https://www.gesetze-im-internet.de/metallbausbvo/__12.html
Legislation: metallbausbvo

Title: § 12 Prüfungsbereich Kundenauftrag

Description:
Verordnung über die Berufsausbildung zum Metallbildner und zur Metallbildnerin (MetallbAusbVO)
Abschnitt 2 - Gesellenprüfung
§ 12 Prüfungsbereich Kundenauftrag

Paragraph: 12

Full Text:
Verordnung über die Berufsausbildung zum Metallbildner und zur Metallbildnerin (MetallbAusbVO)
Abschnitt 2 - Gesellenprüfung
§ 12 Prüfungsbereich Kundenauftrag

(1) Im Prüfungsbereich Kundenauftrag ist der Prüfling in der
Fachrichtung zu prüfen, in der er ausgebildet worden ist.

(2) In der Fachrichtung Gürtlertechnik soll der Prüfling im
Prüfungsbereich Kundenauftrag nachweisen, dass er in der Lage ist,

1.  aus Entwürfen technische Zeichnungen und technische Begleitunterlagen
    anzufertigen,

2.  Arbeitsabläufe unter Beachtung gestalterischer, technisch-
    funktionaler, betrieblicher, organisatorischer, wirtschaftlicher und
    zeitlicher Vorgaben zu planen und zu dokumentieren,

3.  Werkstoffe unter Berücksichtigung von Eigenschaften und Anforderungen
    auszuwählen,

4.  ein mehrteiliges Werkstück mit gürtlertechnischen Verfahren
    herzustellen, zu bearbeiten und zu montieren,

5.  die Umsetzung der Arbeitsabläufe zu dokumentieren und anhand der
    Arbeitsplanung zu reflektieren,

6.  Maßnahmen zur Arbeitssicherheit, zum Gesundheitsschutz, zum
    Brandschutz, zum Umweltschutz, zur Wirtschaftlichkeit und zur
    Qualitätssicherung zu berücksichtigen und

7.  die wesentlichen fachlichen Zusammenhänge aufzuzeigen und die
    Vorgehensweise zu begründen.

(3) In der Fachrichtung Metalldrücktechnik soll der Prüfling im
Prüfungsbereich Kundenauftrag nachweisen, dass er in der Lage ist,

1.  aus Entwürfen technische Zeichnungen und technische Begleitunterlagen
    anzufertigen,

2.  Arbeitsabläufe unter Beachtung gestalterischer, technisch-
    funktionaler, betrieblicher, organisatorischer, wirtschaftlicher und
    zeitlicher Vorgaben zu planen und zu dokumentieren,

3.  Werkstoffe unter Berücksichtigung von Eigenschaften und Anforderungen
    auszuwählen,

4.  ein mehrteiliges Werkstück mit mindestens einem rotationssymmetrischen
    Hohlkörper mit metalldrücktechnischen Verfahren herzustellen, zu
    bearbeiten und zu montieren,

5.  die Umsetzung der Arbeitsabläufe zu dokumentieren und anhand der
    Arbeitsplanung zu reflektieren,

6.  Maßnahmen zur Arbeitssicherheit, zum Gesundheitsschutz, zum
    Brandschutz, zum Umweltschutz, zur Wirtschaftlichkeit und zur
    Qualitätssicherung zu berücksichtigen und

7.  die wesentlichen fachlichen Zusammenhänge aufzuzeigen und die
    Vorgehensweise zu begründen.

(4) In der Fachrichtung Ziseliertechnik soll der Prüfling im
Prüfungsbereich Kundenauftrag nachweisen, dass er in der Lage ist,

1.  aus Entwürfen technische Zeichnungen und technische Begleitunterlagen
    anzufertigen,

2.  Arbeitsabläufe unter Beachtung gestalterischer, technisch-
    funktionaler, betrieblicher, organisatorischer, wirtschaftlicher und
    zeitlicher Vorgaben zu planen und zu dokumentieren,

3.  Werkstoffe unter Berücksichtigung von Eigenschaften und Anforderungen
    auszuwählen,

4.  ein mehrteiliges Werkstück mit ziseliertechnischen Verfahren
    herzustellen, zu bearbeiten und zu montieren,

5.  die Umsetzung der Arbeitsabläufe zu dokumentieren und anhand der
    Arbeitsplanung zu reflektieren,

6.  Maßnahmen zur Arbeitssicherheit, zum Gesundheitsschutz, zum
    Brandschutz, zum Umweltschutz, zur Wirtschaftlichkeit und zur
    Qualitätssicherung zu berücksichtigen und

7.  die wesentlichen fachlichen Zusammenhänge aufzuzeigen und die
    Vorgehensweise zu begründen.

(5) Der Kundenauftrag besteht aus der Anfertigung eines
Prüfungsstücks. Vor der Anfertigung soll der Prüfling zwei Entwürfe
für das Prüfungsstück erstellen und dem Prüfungsausschuss vorlegen.
Der Prüfungsausschuss wählt einen Entwurf aus.

(6) Der Prüfling soll nach dem ausgewählten Entwurf das Prüfungsstück
anfertigen und mit praxisbezogenen Unterlagen dokumentieren. Nach der
Anfertigung wird mit ihm ein auftragsbezogenes Fachgespräch über die
Anfertigung des Prüfungsstückes geführt.

(7) Die Prüfungszeit beträgt für die Anfertigung des Prüfungsstückes,
die Dokumentation mit praxisbezogenen Unterlagen und das
auftragsbezogene Fachgespräch 100 Stunden. Das auftragsbezogene
Fachgespräch dauert höchstens 15 Minuten.

Collections: bundestag_gesetze
MetallbAusbVO
Level: 3.0