Source: https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_12/__45a.html
Legislation: sgb_12

Title: § 45a Ermittlung der durchschnittlichen Warmmiete

Description:
Sozialgesetzbuch (SGB) Zwölftes Buch (XII) - Sozialhilfe - (Artikel 1 des Gesetzes vom 27. Dezember 2003, BGBl. I S. 3022) (SGB 12)
Viertes Kapitel - Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung
Zweiter Abschnitt - Verfahrensbestimmungen
§ 45a Ermittlung der durchschnittlichen Warmmiete

Paragraph: 45a

Full Text:
Sozialgesetzbuch (SGB) Zwölftes Buch (XII) - Sozialhilfe - (Artikel 1 des Gesetzes vom 27. Dezember 2003, BGBl. I S. 3022) (SGB 12)
Viertes Kapitel - Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung
Zweiter Abschnitt - Verfahrensbestimmungen
§ 45a Ermittlung der durchschnittlichen Warmmiete

(1) Die Höhe der durchschnittlichen Warmmiete von
Einpersonenhaushalten ergibt sich aus den tatsächlichen Aufwendungen,
die für allein in Wohnungen (§ 42a Absatz 2 Satz 1 Nummer 1 und Satz
2) lebende Leistungsberechtigte im Durchschnitt als angemessene
Bedarfe für Unterkunft und Heizung anerkannt worden sind. Hierfür sind
die Bedarfe derjenigen Leistungsberechtigten in Einpersonenhaushalten
heranzuziehen, die im Zuständigkeitsbereich desjenigen für dieses
Kapitel zuständigen Trägers der Sozialhilfe leben, in dem die nach §
42 Nummer 4 Buchstabe b oder nach § 42a Absatz 5 Satz 1 maßgebliche
Unterkunft liegt. Zuständiger Träger der Sozialhilfe im Sinne des
Satzes 2 ist derjenige Träger, der für in Wohnungen lebende
Leistungsberechtigte zuständig ist, die zur gleichen Zeit keine
Leistungen nach dem Siebten bis Neunten Kapitel oder nach Teil 2 des
Neunten Buches erhalten. Hat ein nach Satz 3 zuständiger Träger
innerhalb seines örtlichen Zuständigkeitsbereiches mehrere regionale
Angemessenheitsgrenzen festgelegt, so sind die sich daraus ergebenden
örtlichen Abgrenzungen für die Durchschnittsbildung zu Grunde zu
legen.

(2) Die durchschnittliche Warmmiete ist jährlich bis spätestens zum 1.
August eines Kalenderjahres neu zu ermitteln. Zur Neuermittlung ist
zunächst jeweils gesondert der Durchschnitt aus den anerkannten
angemessenen Bedarfen für Unterkunft und der Durchschnitt aus den
anerkannten angemessenen Bedarfen für Heizung im Zeitraum 1. Oktober
des Vorvorjahres bis 30. Juni des Vorjahres zu bilden. Im zweiten
Schritt sind die beiden Durchschnittswerte zu addieren und ergeben in
der Summe die durchschnittliche Warmmiete. Bei der Ermittlung bleiben
Leistungsberechtigte außer Betracht, für die keine Aufwendungen für
Unterkunft und Heizung anerkannt worden sind. Darüber hinaus bleiben
bei der Ermittlung diejenigen Leistungsberechtigten außer Betracht,
für die Bedarfe anerkannt worden sind für

1.  Aufwendungen für Unterkunft und Heizung für selbstgenutztes
    Wohneigentum,

2.  unangemessen hohe Aufwendungen für Unterkunft während der Karenzzeit
    nach § 35 Absatz 1 Satz 2 bis 6 oder

3.  unangemessen hohe Aufwendungen während eines Zeitraums nach § 35
    Absatz 3 für Aufwendungen für Unterkunft oder für Heizung oder für
    Unterkunft und Heizung.

Die neu ermittelte durchschnittliche Warmmiete ist ab dem 1. Januar
des jeweils folgenden Kalenderjahres für die nach § 42 Nummer 4
Buchstabe b und § 42a Absatz 5 Satz 3 anzuerkennenden Bedarfe für
Unterkunft und Heizung anzuwenden.

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SGB-12
Level: 4.0