Source: https://www.gesetze-im-internet.de/luftvg/__25.html
Legislation: luftvg

Title: § 25

Description:
Luftverkehrsgesetz (LuftVG)
Erster Abschnitt - Luftverkehr
4. Unterabschnitt - Verkehrsvorschriften
§ 25

Paragraph: 25

Full Text:
Luftverkehrsgesetz (LuftVG)
Erster Abschnitt - Luftverkehr
4. Unterabschnitt - Verkehrsvorschriften
§ 25

(1) Luftfahrzeuge dürfen außerhalb der für sie genehmigten Flugplätze
nur starten und landen, wenn der Grundstückseigentümer oder sonst
Berechtigte zugestimmt und die Luftfahrtbehörde eine Erlaubnis erteilt
hat. Für Starts und Landungen von nicht motorgetriebenen
Luftsportgeräten tritt an die Stelle der Erlaubnis der
Luftfahrtbehörde die Erlaubnis des Beauftragten nach § 31c; dieser hat
die Zustimmung der Luftfahrtbehörde einzuholen, wenn das
Außenlandegelände weniger als 5 Kilometer von einem Flugplatz entfernt
ist. Luftfahrzeuge dürfen außerdem auf Flugplätzen

1.  außerhalb der in der Flugplatzgenehmigung festgelegten Start- oder
    Landebahnen oder

2.  außerhalb der Betriebsstunden des Flugplatzes oder

3.  innerhalb von Betriebsbeschränkungszeiten für den Flugplatz

nur starten und landen, wenn der Flugplatzunternehmer zugestimmt und
die Genehmigungsbehörde eine Erlaubnis erteilt hat. Die Erlaubnis nach
Satz 1, 2 oder 3 kann allgemein oder im Einzelfall erteilt, mit
Auflagen verbunden und befristet werden.

(2) Einer Erlaubnis und Zustimmung nach Absatz 1 bedarf es nicht, wenn

1.  der Ort der Landung infolge der Eigenschaften des Luftfahrzeugs nicht
    vorausbestimmbar ist,

2.  die Landung auf einer Landestelle an einer Einrichtung von
    öffentlichem Interesse im Sinne von Absatz 4 erfolgt oder

3.  die Landung aus Gründen der Sicherheit oder zur Hilfeleistung bei
    einer Gefahr für Leib oder Leben einer Person erforderlich ist; das
    Gleiche gilt für den Wiederstart nach einer solchen Landung mit
    Ausnahme des Wiederstarts nach einer Notlandung.

In den Fällen des Satzes 1 Nummer 1 und 2 ist die Besatzung des
Luftfahrzeugs verpflichtet, dem Berechtigten über Namen und Wohnsitz
des Halters, des Luftfahrzeugführers sowie des Versicherers Auskunft
zu geben; bei einem unbemannten Luftfahrzeug ist sein Halter zu
entsprechender Auskunft verpflichtet. Nach Erteilung der Auskunft darf
der Berechtigte den Abflug oder die Abbeförderung des Luftfahrzeugs
nicht verhindern.

(3) Der Berechtigte kann Ersatz des ihm durch den Start oder die
Landung entstandenen Schadens nach den sinngemäß anzuwendenden §§ 33
bis 43 beanspruchen.

(4) Wer eine Landestelle an einer Einrichtung von öffentlichem
Interesse nach Anhang II ARO.OPS.220 in Verbindung mit Anhang IV
CAT.POL.H.225 der Verordnung (EU) Nr. 965/2012 der Kommission vom 5.
Oktober 2012 zur Festlegung technischer Vorschriften und von
Verwaltungsverfahren in Bezug auf den Flugbetrieb gemäß der Verordnung
(EG) Nr. 216/2008 des Europäischen Parlaments und des Rates (ABl. L
296 vom 25.10.2012, S. 1) in der jeweils geltenden Fassung nutzt,
bedarf der Genehmigung. Die Genehmigung wird vom Luftfahrt-Bundesamt
erteilt. Sie kann mit Auflagen verbunden und befristet werden.

(5) § 30 Absatz 2 bleibt unberührt.

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LuftVG
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