Source: https://www.gesetze-im-internet.de/moselschpv_1997/__6.html
Legislation: moselschpv_1997

Title: § 6.33 Nicht mit Radar fahrende Fahrzeuge

Description:
Moselschiffahrtspolizeiverordnung (MoselSchPV 1997)
Erster Teil - Auf der gesamten internationalen Moselstrecke anwendbare Bestimmungen
Kapitel 6 - Fahrregeln
Abschnitt VI. - Unsichtiges Wetter, Benutzung von Radar
§ 6.33 Nicht mit Radar fahrende Fahrzeuge

Paragraph: 6

Full Text:
Moselschiffahrtspolizeiverordnung (MoselSchPV 1997)
Erster Teil - Auf der gesamten internationalen Moselstrecke anwendbare Bestimmungen
Kapitel 6 - Fahrregeln
Abschnitt VI. - Unsichtiges Wetter, Benutzung von Radar
§ 6.33 Nicht mit Radar fahrende Fahrzeuge

Fahrzeuge und Verbände, die kein Radar benutzen können und einen
Liegeplatz aufsuchen müssen, müssen während der Fahrt zu dieser Stelle
Folgendes beachten:

a)  Sie müssen so weit wie möglich am Rand der Fahrrinne fahren.

b)  Jedes einzeln fahrende Fahrzeug, sowie jedes Fahrzeug, auf dem sich
    der Führer eines Verbandes befindet, müssen als Nebelzeichen "einen
    langen Ton" geben; dieses Schallzeichen ist in Abständen von längstens
    einer Minute zu wiederholen. Auf diesem Fahrzeug ist ein Ausguck auf
    dem Vorschiff aufzustellen, bei Verbänden jedoch nur auf dem ersten
    Fahrzeug. Der Ausguck muss sich entweder in Sicht- oder in Hörweite
    des Schiffs- oder Verbandsführers befinden oder durch eine
    Sprechverbindung mit ihm verbunden sein.

c)  Sobald ein Fahrzeug über Sprechfunk von einem anderen Fahrzeug
    angerufen wird, muss es über Sprechfunk antworten, indem es seine
    Fahrzeugart, seinen Namen, seine Fahrtrichtung und seinen Standort
    mitteilt und angibt, dass es keine Radarfahrt durchführt und einen
    Liegeplatz sucht. Es muss dann mit dem entgegenkommenden Fahrzeug die
    Vorbeifahrt absprechen.

d)  Sobald ein Fahrzeug den langen Ton eines anderen Fahrzeugs hört, mit
    dem kein Sprechfunkkontakt zustande kommt, muss es,

    -   wenn es sich in der Nähe eines Ufers befindet, an diesem Ufer bleiben
        und dort, falls erforderlich, bis zur Beendigung der Vorbeifahrt
        anhalten;

    -   wenn es gerade von einem Ufer zum anderen wechselt, die Fahrrinne so
        weit und so schnell wie möglich freimachen.

Collections: bundestag_gesetze
MoselSchPV-1997
Level: 5.0