Source: https://www.gesetze-im-internet.de/hebstprv/__57.html
Legislation: hebstprv

Title: § 57 Übergangsvorschriften zur fachschulischen Ausbildung

Description:
Studien- und Prüfungsverordnung für Hebammen (HebStPrV)
Teil 5 - Übergangs- und Schlussvorschriften
§ 57 Übergangsvorschriften zur fachschulischen Ausbildung

Paragraph: 57

Full Text:
Studien- und Prüfungsverordnung für Hebammen (HebStPrV)
Teil 5 - Übergangs- und Schlussvorschriften
§ 57 Übergangsvorschriften zur fachschulischen Ausbildung

(1) Für fachschulische Ausbildungen zur Hebamme oder zum
Entbindungspfleger, die vor dem 31. Dezember 2022 begonnen worden
sind, ist bis zum 31. Dezember 2027 die Ausbildungs- und
Prüfungsverordnung für Hebammen und Entbindungspfleger in der bis zum
31\. Dezember 2019 geltenden Fassung nach Maßgabe der folgenden Absätze
anzuwenden.

(2) Hinsichtlich § 1 Absatz 1 der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung
für Hebammen und Entbindungspfleger in der bis zum 31. Dezember 2019
geltenden Fassung gilt, dass Lehrformate, die selbstgesteuertes Lernen
oder E-Learning beinhalten, zielgerichtet bei der Konzeption des
theoretischen und praktischen Unterrichts in einem angemessenen Umfang
berücksichtigt werden können. Die Teilnahme an Lehrformaten nach Satz
1 ist von den Auszubildenden gegenüber der Schule nachzuweisen. Das
Nähere regeln die Länder.

(3) Im schriftlichen Teil der Prüfung nach § 5 der Ausbildungs- und
Prüfungsverordnung für Hebammen und Entbindungspfleger in der bis zum
31\. Dezember 2019 geltenden Fassung ist, wenn die Prüfung nach dem 30.
September 2023 durchgeführt wird, jede Aufsichtsarbeit von zwei
Fachprüferinnen oder Fachprüfern nach § 20 zu benoten. Aus den Noten
der Fachprüferinnen oder Fachprüfer bildet die oder der Vorsitzende
des Prüfungsausschusses die Note für die einzelne Aufsichtsarbeit als
das arithmetische Mittel der Noten der einzelnen Fachprüferinnen oder
Fachprüfer. Die Berechnung erfolgt auf zwei Stellen nach dem Komma
ohne Rundung. Dem berechneten Zahlenwert ist die entsprechende Note
nach § 20 zuzuordnen.

(4) Im mündlichen Teil der Prüfung nach § 6 der Ausbildungs- und
Prüfungsverordnung für Hebammen und Entbindungspfleger in der bis zum
31\. Dezember 2019 geltenden Fassung wird, wenn die Prüfung nach dem
30\. September 2023 durchgeführt wird, die Prüfung von drei
Fachprüferinnen oder Fachprüfern abgenommen und nach § 20 benotet. Die
oder der Vorsitzende des Prüfungsausschusses ist berechtigt, am
mündlichen Teil der Prüfung teilzunehmen; ihr oder ihm steht kein
Fragerecht zu. Aus den Noten der Fachprüferinnen oder Fachprüfer
bildet die oder der Vorsitzende des Prüfungsausschusses die Note für
das einzelne Fach als das arithmetische Mittel der Noten der einzelnen
Fachprüferinnen oder Fachprüfer. Die Berechnung erfolgt auf zwei
Stellen nach dem Komma ohne Rundung. Dem berechneten Zahlenwert ist
die entsprechende Note nach § 20 zuzuordnen.

(5) Der praktische Teil der Prüfung nach § 7 der Ausbildungs- und
Prüfungsverordnung für Hebammen und Entbindungspfleger in der bis zum
31\. Dezember 2019 geltenden Fassung wird, wenn die Prüfung nach dem
30\. September 2023 durchgeführt wird, von zwei Fachprüferinnen oder
Fachprüfern abgenommen und nach § 20 benotet. Die oder der Vorsitzende
des Prüfungsausschusses ist berechtigt, am praktischen Teil der
Prüfung teilzunehmen; ihr oder ihm steht kein Fragerecht zu. Aus den
Noten der Fachprüferinnen oder Fachprüfer bildet die oder der
Vorsitzende des Prüfungsausschusses die Prüfungsnote für den
praktischen Teil der Prüfung als das arithmetische Mittel der Noten
der einzelnen Fachprüferinnen oder Fachprüfer. Die Berechnung erfolgt
auf zwei Stellen nach dem Komma ohne Rundung. Dem berechneten
Zahlenwert ist die entsprechende Note nach § 20 zuzuordnen.

(6) Für die Eignungsprüfung nach § 16a Absatz 3 der Ausbildungs- und
Prüfungsverordnung für Hebammen und Entbindungspfleger in der bis zum
31\. Dezember 2019 geltenden Fassung gilt, dass die oder der
Vorsitzende des Prüfungsausschusses während einer Prüfung, die nach
dem 30. September 2023 durchgeführt wird, anwesend sein muss; ihr oder
ihm steht ein Fragerecht zu.

(7) Für den mündlichen Teil der Kenntnisprüfung nach § 16b Absatz 4
und den praktischen Teil der Kenntnisprüfung nach § 16b Absatz 5 der
Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Hebammen und
Entbindungspfleger in der bis zum 31. Dezember 2019 geltenden Fassung
gilt, dass die oder der Vorsitzende des Prüfungsausschusses während
einer Prüfung, die nach dem 30. September 2023 durchgeführt wird,
anwesend sein muss; ihr oder ihm steht ein Fragerecht zu. Für den
praktischen Teil der Kenntnisprüfung nach § 16b Absatz 5 gilt in
diesen Fällen auch § 16a Absatz 3 Satz 11 der Ausbildungs- und
Prüfungsverordnung für Hebammen und Entbindungspfleger in der bis zum
31\. Dezember 2019 geltenden Fassung entsprechend.

(8) Im Fall eines Antrags nach § 77 Absatz 1 Satz 2 des
Hebammengesetzes verwendet die zuständige Behörde bei der Erteilung
der Erlaubnis das Muster der Erlaubnisurkunde nach Anlage 6a, wenn die
antragstellende Person nicht über eine mindestens zwölfjährige
allgemeine Schulbildung verfügt.

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HebStPrV
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