Source: https://www.gesetze-im-internet.de/bhv1v/__2a.html
Legislation: bhv1v

Title: § 2a Untersuchungen

Description:
Verordnung zum Schutz der Rinder vor einer Infektion mit dem Bovinen Herpesvirus Typ 1 (BHV1V)
Abschnitt 2 - Schutzmaßregeln gegen die BHV1-Infektion
Unterabschnitt 1 - Allgemeine Schutzmaßregeln
§ 2a Untersuchungen

Paragraph: 2a

Full Text:
Verordnung zum Schutz der Rinder vor einer Infektion mit dem Bovinen Herpesvirus Typ 1 (BHV1V)
Abschnitt 2 - Schutzmaßregeln gegen die BHV1-Infektion
Unterabschnitt 1 - Allgemeine Schutzmaßregeln
§ 2a Untersuchungen

(1) Der Tierhalter hat, soweit sein Bestand nicht bereits ein
BHV1-freier Rinderbestand im Sinne des § 1 Absatz 2 Nummer 1 ist, alle
über neun Monate alten Zucht- und Nutzrinder oder, sofern der Bestand
zu mindestens 30 vom Hundert aus Kühen besteht, alle über neun Monate
alten weiblichen Rinder sowie die zur Zucht vorgesehenen männlichen
Rinder im Abstand von längstens zwölf Monaten nach näherer Anweisung
der zuständigen Behörde in einer von ihr bestimmten
Untersuchungseinrichtung,

1.  sofern die Rinder des Bestandes nicht gegen eine BHV1-Infektion
    geimpft worden sind, blut- oder milchserologisch auf Antikörper gegen
    das Virus der BHV1-Infektion,

2.  sofern die Rinder des Bestandes mit Impfstoffen im Sinne des § 2
    Absatz 1 geimpft worden sind, blutserologisch auf Antikörper gegen das
    gE-Glykoprotein des Virus der BHV1-Infektion

untersuchen zu lassen. Satz 1 gilt nicht für Reagenten. Die zuständige
Behörde kann im Falle der Untersuchung männlicher Rinder nach Satz 1
zulassen, dass diese im Rahmen der Schlachtung auf eine BHV1-Infektion
untersucht werden. Ferner kann die zuständige Behörde für Bestände, in
denen alle Rinder ausschließlich in Stallhaltung gemästet und
unmittelbar zur Schlachtung abgegeben werden, Ausnahmen von Satz 1
zulassen, wenn unter Berücksichtigung des seuchenhygienischen Risikos
des Bestandes und der Seuchensituation ihres Zuständigkeitsgebietes
Belange der Seuchenbekämpfung nicht entgegenstehen und die Rinder des
Bestandes regelmäßig entsprechend den Empfehlungen des
Impfstoffherstellers geimpft werden. Bei Rindern in Beständen, in
denen alle Rinder ausschließlich in Stallhaltung gemästet und zur
Schlachtung abgegeben werden, kann der Tierhalter auf die regelmäßige
Nachimpfung verzichten, sofern die Rinder mindestens grundimmunisiert
und erneut im Abstand von drei bis sechs Monaten geimpft worden sind.

(2) Die zuständige Behörde kann, soweit es aus Gründen der
Tierseuchenbekämpfung erforderlich ist, die Untersuchung

1.  einzelner oder aller Rinder eines Bestandes oder ihres
    Zuständigkeitsgebietes, einschließlich der Entnahme von Blut- oder
    Milchproben,

2.  nicht gegen die BHV1-Infektion geimpfter Rinder auf Antikörper gegen
    das gE-Glykoprotein des Virus der BHV1-Infektion

anordnen.

(3) Der Tierhalter hat auf Verlangen der zuständigen Behörde
schriftlich oder in elektronischer Form Auskunft über die Anzahl, die
Art sowie den Zeitpunkt der nach Absatz 1 durchgeführten
Untersuchungen sowie das Ergebnis dieser Untersuchungen zu erteilen.

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BHV1V
Level: 4.0