Source: https://www.gesetze-im-internet.de/aappo/__22c.html
Legislation: aappo

Title: § 22c Eignungsprüfung nach § 4 Absatz 2 Satz 7 der Bundes-Apothekerordnung

Description:
Approbationsordnung für Apotheker (AAppO)
Fünfter Abschnitt - Ergänzende Vorschriften, Erlaubnis, Übergangs- und Schlussbestimmungen
§ 22c Eignungsprüfung nach § 4 Absatz 2 Satz 7 der Bundes-Apothekerordnung

Paragraph: 22c

Full Text:
Approbationsordnung für Apotheker (AAppO)
Fünfter Abschnitt - Ergänzende Vorschriften, Erlaubnis, Übergangs- und Schlussbestimmungen
§ 22c Eignungsprüfung nach § 4 Absatz 2 Satz 7 der Bundes-Apothekerordnung

(1) Die Eignungsprüfung nach § 4 Absatz 2 Satz 7 der Bundes-
Apothekerordnung bezieht sich auf die Fächer, in denen die zuständige
Behörde wesentliche Unterschiede nach § 4 Absatz 2 Satz 8 der Bundes-
Apothekerordnung festgestellt hat. In der Eignungsprüfung hat der
Antragsteller nachzuweisen, dass er in diesen Fächern über die
Kenntnisse und Fähigkeiten, auch in der apothekerlichen
Gesprächsführung, verfügt, die zur Ausübung des Apothekerberufs
erforderlich sind.

(2) Die Eignungsprüfung ist eine mündliche Prüfung, die an einem Tag
stattfindet. Die Prüfung wird in der Regel als Einzelprüfung
durchgeführt. Soweit es die zu prüfenden Fächer zulassen, können bis
zu vier Antragsteller gleichzeitig geprüft werden. Die Dauer der
Prüfung ist abhängig vom Umfang der festgestellten wesentlichen
Unterschiede. Sie dauert für jeden Antragsteller mindestens 30,
höchstens 60 Minuten.

(3) Die Länder können zur Durchführung der Prüfungen die regulären
Prüfungstermine der staatlichen Prüfungen nach § 12 Absatz 1 Satz 3
nutzen; sie haben dabei sicherzustellen, dass die Antragsteller die
Prüfungen innerhalb von sechs Monaten nach der Entscheidung nach § 4
Absatz 2 Satz 8 der Bundes-Apothekerordnung ablegen können. Die nach §
12 Absatz 2 der Bundes-Apothekerordnung zuständige Behörde des Landes
stellt dem Antragsteller die Ladung zur Eignungsprüfung spätestens
sieben Tage vor dem Prüfungstermin zu. § 13 gilt entsprechend.

(4) Die Eignungsprüfung wird in Form einer staatlichen Prüfung vor
einer staatlichen Prüfungskommission in deutscher Sprache abgelegt.
Die Prüfungskommission wird von der nach § 12 Absatz 2 der Bundes-
Apothekerordnung zuständigen Behörde des Landes bestellt. Die
Prüfungskommission besteht aus dem Vorsitzenden und zwei weiteren
Mitgliedern. Für den Vorsitzenden und die weiteren Mitglieder sind
Stellvertreter zu bestellen. Als Vorsitzende, weitere Mitglieder und
Stellvertreter werden Professoren oder andere Lehrkräfte der Fächer,
die Gegenstand der Prüfung sind, bestellt. Stattdessen können als
Mitglieder der Prüfungskommission auch dem Lehrkörper einer
Universität nicht angehörende Apotheker bestellt werden. Der
Vorsitzende der Prüfungskommission leitet die Prüfung und muss auch
selbst prüfen. § 11 Absatz 3, 5 Satz 1 und Absatz 6 sowie § 14 gelten
entsprechend.

(5) Die Eignungsprüfung ist erfolgreich abgeschlossen, wenn die
Prüfungskommission die Leistungen in den in Absatz 1 genannten Fächern
jeweils als bestanden bewertet. Das Bestehen der Prüfung setzt
mindestens voraus, dass die Leistung trotz ihrer Mängel noch den
Anforderungen genügt. § 11 Absatz 3 gilt entsprechend.

(6) Die Eignungsprüfung soll mindestens zweimal jährlich angeboten
werden. Sie kann in jedem Fach jeweils zweimal wiederholt werden. Über
den Verlauf der Prüfung jedes Antragstellers ist eine von allen
Mitgliedern der Prüfungskommission zu unterzeichnende Niederschrift
nach dem Muster der Anlage 18 zu dieser Verordnung anzufertigen, aus
der der Gegenstand der Prüfung, das Bestehen oder Nichtbestehen der
Prüfung, die hierfür tragenden Gründe sowie etwa vorkommende schwere
Unregelmäßigkeiten ersichtlich sind. Der Vorsitzende der
Prüfungskommission leitet die Niederschrift der nach § 12 Absatz 2 der
Bundes-Apothekerordnung zuständigen Behörde des Landes zu.

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AAppO
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