Source: https://www.gesetze-im-internet.de/ustdv_1980/__63.html
Legislation: ustdv_1980

Title: § 63 Aufzeichnungspflichten

Description:
Umsatzsteuer-Durchführungsverordnung (UStDV 1980)
- - Zu § 22 des Gesetzes
§ 63 Aufzeichnungspflichten

Paragraph: 63

Full Text:
Umsatzsteuer-Durchführungsverordnung (UStDV 1980)
- - Zu § 22 des Gesetzes
§ 63 Aufzeichnungspflichten

(1) Die Aufzeichnungen müssen so beschaffen sein, dass es einem
sachverständigen Dritten innerhalb einer angemessenen Zeit möglich
ist, einen Überblick über die Umsätze des Unternehmers und die
abziehbaren Vorsteuern zu erhalten und die Grundlagen für die
Steuerberechnung festzustellen.

(2) Entgelte, Teilentgelte, Bemessungsgrundlagen nach § 10 Abs. 4 und
5 des Gesetzes, nach § 14c des Gesetzes geschuldete Steuerbeträge
sowie Vorsteuerbeträge sind am Schluss jedes Voranmeldungszeitraums
zusammenzurechnen. Im Falle des § 17 Abs. 1 Satz 6 des Gesetzes sind
die Beträge der Entgeltsminderungen am Schluss jedes
Voranmeldungszeitraums zusammenzurechnen.

(3) Der Unternehmer kann die Aufzeichnungspflichten nach § 22 Abs. 2
Nr. 1 Satz 1, 3, 5 und 6, Nr. 2 Satz 1 und Nr. 3 Satz 1 des Gesetzes
in folgender Weise erfüllen:

1.  Das Entgelt oder Teilentgelt und der Steuerbetrag werden in einer
    Summe statt des Entgelts oder des Teilentgelts aufgezeichnet.

2.  Die Bemessungsgrundlage nach § 10 Abs. 4 und 5 des Gesetzes und der
    darauf entfallende Steuerbetrag werden in einer Summe statt der
    Bemessungsgrundlage aufgezeichnet.

3.  Bei der Anwendung des § 17 Abs. 1 Satz 6 des Gesetzes werden die
    Entgeltsminderung und die darauf entfallende Minderung des
    Steuerbetrags in einer Summe statt der Entgeltsminderung
    aufgezeichnet.

§ 22 Abs. 2 Nr. 1 Satz 2, Nr. 2 Satz 2 und Nr. 3 Satz 2 des Gesetzes
gilt entsprechend. Am Schluss jedes Voranmeldungszeitraums hat der
Unternehmer die Summe der Entgelte und Teilentgelte, der
Bemessungsgrundlagen nach § 10 Abs. 4 und 5 des Gesetzes sowie der
Entgeltsminderungen im Falle des § 17 Abs. 1 Satz 6 des Gesetzes zu
errechnen und aufzuzeichnen.

(4) Dem Unternehmer, dem wegen der Art und des Umfangs des Geschäfts
eine Trennung der Entgelte und Teilentgelte nach Steuersätzen (§ 22
Abs. 2 Nr. 1 Satz 2 und Nr. 2 Satz 2 des Gesetzes) in den
Aufzeichnungen nicht zuzumuten ist, kann das Finanzamt auf Antrag
gestatten, dass er die Entgelte und Teilentgelte nachträglich auf der
Grundlage der Wareneingänge oder, falls diese hierfür nicht verwendet
werden können, nach anderen Merkmalen trennt. Entsprechendes gilt für
die Trennung nach Steuersätzen bei den Bemessungsgrundlagen nach § 10
Abs. 4 und 5 des Gesetzes (§ 22 Abs. 2 Nr. 1 Satz 3 und Nr. 3 Satz 2
des Gesetzes). Das Finanzamt darf nur ein Verfahren zulassen, dessen
steuerliches Ergebnis nicht wesentlich von dem Ergebnis einer nach
Steuersätzen getrennten Aufzeichnung der Entgelte, Teilentgelte und
sonstigen Bemessungsgrundlagen abweicht. Die Anwendung des Verfahrens
kann auf einen in der Gliederung des Unternehmens gesondert geführten
Betrieb beschränkt werden.

(5) Der Unternehmer kann die Aufzeichnungspflicht nach § 22 Abs. 2 Nr.
5 des Gesetzes in der Weise erfüllen, dass er die Entgelte oder
Teilentgelte und die auf sie entfallenden Steuerbeträge (Vorsteuern)
jeweils in einer Summe, getrennt nach den in den Eingangsrechnungen
angewandten Steuersätzen, aufzeichnet. Am Schluss jedes
Voranmeldungszeitraums hat der Unternehmer die Summe der Entgelte und
Teilentgelte und die Summe der Vorsteuerbeträge zu errechnen und
aufzuzeichnen.

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Level: 3.0