Source: https://www.gesetze-im-internet.de/b_dermeistprv/__1.html
Legislation: baedermeistprv

Title: § 1 Ziel der Prüfung und Bezeichnung des Abschlusses

Description:
Verordnung über die Prüfung zum anerkannten Abschluß Geprüfter Meister für Bäderbetriebe/Geprüfte Meisterin für Bäderbetriebe (BäderMeistPrV)
§ 1 Ziel der Prüfung und Bezeichnung des Abschlusses

Paragraph: 1

Full Text:
Verordnung über die Prüfung zum anerkannten Abschluß Geprüfter Meister für Bäderbetriebe/Geprüfte Meisterin für Bäderbetriebe (BäderMeistPrV)
§ 1 Ziel der Prüfung und Bezeichnung des Abschlusses

(1) Zum Nachweis von Kenntnissen, Fertigkeiten und Erfahrungen, die
durch die berufliche Fortbildung zum Meister für Bäderbetriebe/zur
Meisterin für Bäderbetriebe erworben wurden, kann die zuständige
Stelle Prüfungen nach den §§ 2 bis 10 durchführen.

(2) Durch die Prüfung ist festzustellen, ob die zu prüfende Person die
notwendigen Kenntnisse, Fertigkeiten und Erfahrungen hat, um
insbesondere folgende Aufgaben eines Meisters als Führungskraft in der
Leitung von Bäderbetrieben wahrzunehmen und Fachangestellte für
Bäderbetriebe auszubilden:

1.  Mitwirken bei der Planung, Überwachung und Nutzung von Möglichkeiten
    der wirtschaftlichen und umweltschonenden Energie- und
    Materialverwendung. Aufrechterhaltung eines störungsfreien Betriebes.
    Erkennen von Störungen sowie Veranlassen und Beaufsichtigen von
    Maßnahmen zu ihrer Behebung sowie Instandhaltung von Anlagen,
    Einrichtungen und Betriebsmitteln. Sicherstellen der Qualität von
    Badewässern und der Hygiene nach den Rechtsvorschriften und
    betrieblichen Grundsätzen der Hygiene. Mitwirken beim Vorbereiten,
    Einleiten und Optimieren neuer Verfahren,

2.  Übertragen der Aufgaben unter Berücksichtigung technischer,
    wirtschaftlicher und sozialer Aspekte auf die Mitarbeiter entsprechend
    ihrer Leistungsfähigkeit, Qualifikation und Eignung; Einarbeiten und
    Anleiten der Mitarbeiter; arbeitsplatznahe Qualifizierung durch
    systematisches Lernen am Arbeitsplatz; partnerschaftliches Verhalten
    zu den Mitarbeitern; Weiterleiten der Anregungen und Anliegen der
    Mitarbeiter mit einer eigenen Beurteilung; Zusammenarbeit mit den
    übergeordneten Stellen und der Arbeitnehmervertretung; Ausbildung und
    Qualifizierung von Mitarbeitern,

3.  Mitwirken bei der Aufstellung von Ausgaben für Betriebs- und
    Bauaufwendungen und Vorprüfen von Unterlagen; Entwickeln und Umsetzen
    von Betriebszielen in Zusammenarbeit mit den zuständigen Stellen;
    Mitarbeit bei der Optimierung von Betriebsabläufen und der Festsetzung
    von betrieblichen Rahmenbedingungen; Einweisen und Überwachen von
    Fremdfirmen,

4.  Sicherstellen eines störungsfreien Badebetriebes, kundenorientierter
    Betriebsabläufe, sowie eines situationsgerechten Umgangs mit
    Badegästen, Planung und Durchführung von Schwimmunterricht, Sport-,
    Spiel- und Spaßangeboten, Organisation und Durchführung der Aufsichts-
    und Verkehrssicherungspflichten, der Rettungs- und Erste-Hilfe-
    Maßnahmen. Analyse des Besucherverhaltens und Entwicklung von
    Maßnahmen zur programmlichen Ausgestaltung, Mitwirken bei der Planung
    und Umsetzung von Marketingkonzepten, Werbung und
    Öffentlichkeitsarbeit,

5.  Durchführen der erforderlichen Maßnahmen des Arbeitsschutzes, der
    Unfallverhütung, des Gesundheitsschutzes und des Umweltschutzes in
    Abstimmung mit den im Betrieb mit der Arbeitssicherheit befaßten
    Stellen und Personen.

(3) Die erfolgreich abgelegte Prüfung führt zu dem anerkannten
Abschluß "Geprüfter Meister für Bäderbetriebe/Geprüfte Meisterin für
Bäderbetriebe".

Collections: bundestag_gesetze
BäderMeistPrV
Level: 2.0