Source: https://www.gesetze-im-internet.de/strlschv_2018/__86.html
Legislation: strlschv_2018

Title: § 86 Buchführung und Mitteilung bei der Freigabe

Description:
Verordnung zum Schutz vor der schädlichen Wirkung ionisierender Strahlung (StrlSchV 2018)
Teil 2 - Strahlenschutz bei geplanten Expositionssituationen
Kapitel 6 - Anforderungen im Zusammenhang mit der Ausübung von Tätigkeiten
Abschnitt 5 - Sicherheit von Strahlenquellen
Unterabschnitt 2 - Sicherheit und Sicherung von Strahlenquellen
§ 86 Buchführung und Mitteilung bei der Freigabe

Paragraph: 86

Full Text:
Verordnung zum Schutz vor der schädlichen Wirkung ionisierender Strahlung (StrlSchV 2018)
Teil 2 - Strahlenschutz bei geplanten Expositionssituationen
Kapitel 6 - Anforderungen im Zusammenhang mit der Ausübung von Tätigkeiten
Abschnitt 5 - Sicherheit von Strahlenquellen
Unterabschnitt 2 - Sicherheit und Sicherung von Strahlenquellen
§ 86 Buchführung und Mitteilung bei der Freigabe

(1) Der Strahlenschutzverantwortliche, der Inhaber der Freigabe nach §
33 Absatz 1 ist, hat dafür zu sorgen, dass über die Stoffe, für die
die Übereinstimmung mit dem Inhalt des Freigabebescheides festgestellt
wurde,

1.  Buch geführt wird; dabei sind die folgenden Angaben zu machen:

    a)  die getroffenen Festlegungen nach den Anlagen 4 und 8, insbesondere
        die spezifische Aktivität, die Radionuklide, die Mittelungsmasse und
        die Mittelungsfläche,

    b)  die Masse der Stoffe,

    c)  das Verfahren der Freimessung und

    d)  der Zeitpunkt der Feststellung und

2.  der zuständigen Behörde mindestens jährlich folgende Angaben
    mitgeteilt werden:

    a)  die Masse der Stoffe,

    b)  die jeweilige Art der Freigabe nach § 35, § 36 oder § 37 Absatz 1 und

    c)  bei einer spezifischen Freigabe zur Beseitigung sowie einer
        spezifischen Freigabe von Metallschrott zum Recycling der tatsächliche
        Verbleib.

(2) Der Strahlenschutzverantwortliche, der Inhaber der Freigabe nach §
33 Absatz 1 ist, hat dafür zu sorgen, dass die Unterlagen nach Absatz
1 Nummer 1

1.  ab dem Zeitpunkt der nach § 42 Absatz 1 getroffenen Feststellung 30
    Jahre aufbewahrt und auf Verlangen der zuständigen Behörde bei dieser
    hinterlegt werden oder

2.  unverzüglich einer von der zuständigen Behörde bestimmten Stelle
    übergeben werden, wenn die Tätigkeit vor Ablauf der Aufbewahrungsfrist
    nach Nummer 1 beendet wird.

(3) Die zuständige Behörde kann im Einzelfall ganz oder teilweise von
der Pflicht zur Buchführung und Mitteilung nach Absatz 1 befreien,
wenn

1.  die Halbwertszeit der Radionuklide sieben Tage nicht überschreitet und

2.  durch Art und Aktivität der radioaktiven Stoffe keine Gefährdung von
    Mensch und Umwelt eintreten kann.

Collections: bundestag_gesetze
StrlSchV-2018
Level: 6.0