Source: https://www.gesetze-im-internet.de/agb_ddr/__274.html
Legislation: agb_ddr

Title: Anhang EV (BGBl. II 1990, 889, 1207, 1208, 1216, 1218, 1220)

Description:
Arbeitsgesetzbuch der Deutschen Demokratischen Republik (AGB DDR)
15. bis 17. Kapitel
Anhang EV (BGBl. II 1990, 889, 1207, 1208, 1216, 1218, 1220)

Paragraph: 274

Full Text:
Arbeitsgesetzbuch der Deutschen Demokratischen Republik (AGB DDR)
15. bis 17. Kapitel
Anhang EV (BGBl. II 1990, 889, 1207, 1208, 1216, 1218, 1220)

- Kapitel VIII Sachgebiet A Abschnitt II (BGBl. II 1990, 1207) -
Folgendes Recht der Deutschen Demokratischen Republik bleibt mit
folgenden Änderungen in Kraft:

1.  § 115b                      des Arbeitsgesetzbuches der Deutschen
    Demokratischen Republik vom 16. Juni 1977 (GBl. I Nr. 18 S. 185),
    zuletzt geändert durch Gesetz vom 22. Juni 1990 (GBl. I Nr. 35 S.
    371):

    a)  § 115b Abs. 1 wird durch folgende Absätze 1 bis 3 ersetzt:

        "(1) Für den in § 115a Abs. 1 bezeichneten Zeitraum ist dem
        Arbeitnehmer das ihm bei der für ihn maßgebenden regelmäßigen
        Arbeitszeit zustehende Arbeitsentgelt fortzuzahlen. Ausgenommen sind
        Auslösungen, Schmutzzulagen und ähnliche Leistungen, soweit der
        Anspruch auf sie im Falle der Arbeitsfähigkeit davon abhängig ist, ob
        und in welchem Umfang dem Arbeitnehmer Aufwendungen, die durch diese
        Leistungen abgegolten werden sollen, tatsächlich entstanden sind, und
        dem Arbeitnehmer solche Aufwendungen während der Arbeitsunfähigkeit
        nicht entstehen. Erhält der Arbeitnehmer Akkordlohn oder eine sonstige
        auf das Ergebnis der Arbeit abgestellte Vergütung, so ist der von dem
        Arbeitnehmer in der für ihn maßgebenden regelmäßigen Arbeitszeit
        erzielbare Durchschnittsverdienst fortzuzahlen.

        (2) Wird in dem Betrieb verkürzt gearbeitet und würde deshalb das
        Arbeitsentgelt des Arbeitnehmers im Falle seiner Arbeitsfähigkeit
        gemindert, so ist die verkürzte Arbeitszeit für ihre Dauer als die für
        den Arbeitnehmer maßgebende regelmäßige Arbeitszeit im Sinne des
        Absatzes 1 anzusehen. Dies gilt nicht im Falle des § 1 Abs. 2 des
        Gesetzes zur Regelung der Lohnzahlung an Feiertagen.

        (3) Von den Absätzen 1 und 2 kann durch Tarifvertrag abgewichen
        werden. Im Geltungsbereich eines solchen Tarifvertrages kann zwischen
        nicht tarifgebundenen Arbeitgebern und Arbeitnehmern die Anwendung der
        tarifvertraglichen Regelung über die Fortzahlung des Arbeitsentgelts
        im Krankheitsfalle vereinbart werden."

    b)  § 115b Abs. 2 wird § 115b Abs. 4 und gilt bis zum 30. Juni 1991.

- Kapitel VIII Sachgebiet A Abschnitt III (BGBl. II 1990, 1207) -
Folgendes Recht der Deutschen Demokratischen Republik bleibt mit
folgenden Maßgaben in Kraft:

1.  Folgende Paragraphen des Arbeitsgesetzbuches der Deutschen
    Demokratischen Republik vom 16. Juni 1977 (GBl. I Nr. 18 S. 185),
    zuletzt geändert durch Gesetz vom 22. Juni 1990 (GBl. I Nr. 35 S.
    371):

    a)  §§ 55, 58 Abs. 1 Buchstabe a und Abs. 2, § 59 Abs. 2,
        §§ 115a, 115c bis e                            gelten fort.

    b)  § 58 Abs. 1 Buchstabe b gilt bis zum 31. Dezember 1990. Über diesen
        Zeitpunkt hinaus gilt er

        aa) für Mütter bzw. Väter, deren Kind vor dem 1. Januar 1991 geboren
            wurde, sowie

        bb) für alleinerziehende Arbeitnehmer, deren Kind vor dem 1. Januar 1992
            geboren wurde. § 58 Abs. 1 Buchstabe b geht bei diesen
            alleinerziehenden Arbeitnehmern dem § 9 Mutterschutzgesetz und dem §
            18 Bundeserziehungsgeldgesetz vor.

    c)  §§ 62 bis 66 gelten bis zum 31. Dezember 1991.

    d)  § 70 gilt bis zum 31. Dezember 1991.

    e)  § 186 gilt bis zum 30. Juni 1991.

    f)  §§ 260 bis 265a gelten bis zum 31. Dezember 1991.

    g)  §§ 267 bis 269a gelten bis zum 31. Dezember 1990.

2.  bis 4. ...

- Kapitel VIII Sachgebiet C Abschnitt III (BGBl. II 1990, 1208) -
Folgendes Recht der Deutschen Demokratischen Republik bleibt mit
folgenden Maßgaben in Kraft:

1.  Folgende Paragraphen des Arbeitsgesetzbuches der Deutschen
    Demokratischen Republik vom 16. Juni 1977 (GBl. I Nr. 18 S. 185),
    zuletzt geändert durch Gesetz vom 22. Juni 1990 (GBl. I Nr. 35 S.
    371):

    a)  § 168 Abs. 1, 3 und 4 gilt bis zum 31. Dezember 1992.

    b)  § 168 Abs. 2 gilt bis zum Inkrafttreten landesrechtlicher Regelungen
        zur Sonn- und Feiertagsruhe.

    c)  § 185 gilt bis zum 31. Dezember 1991.

2.  bis 5. ...

- Kapitel VIII Sachgebiet I Abschnitt III Nr. 4 (BGBl. II 1990, 1216)
-
Folgendes Recht der Deutschen Demokratischen Republik bleibt mit
folgenden Maßgaben in Kraft:

1.  bis 3. ...

4.  Die §§ 220 und 221 des Arbeitsgesetzbuchs der Deutschen Demokratischen
    Republik vom 16. Juni 1977 (GBl. I Nr. 18 S. 185), zuletzt geändert
    durch Gesetz vom 22. Juni 1990 (GBl. I Nr. 35 S. 371), bleiben bis zum
    31\. Dezember 1991 in Kraft.

5.  ...

- Kapitel X Sachgebiet A Abschnitt III (BGBl. II 1990, 1218) -
Folgendes Recht der Deutschen Demokratischen Republik bleibt mit
folgenden Maßgaben in Kraft:

1.  §§ 242, 243 Abs. 1, §§ 248 und 249 des Arbeitsgesetzbuches der
    Deutschen Demokratischen Republik vom 16. Juni 1977 (GBl. I Nr. 18 S.
    185), zuletzt geändert durch Gesetz zur Änderung und Ergänzung des
    Arbeitsgesetzbuches vom 22. Juni 1990 (GBl. I Nr. 35 S. 371),

    mit folgender Maßgabe:

    Diese Vorschriften gelten bis zum 31. Dezember 1990.

2.  und 3. ...

4.  §§ 244, 245 des Arbeitsgesetzbuches der Deutschen Demokratischen
    Republik vom 16. Juni 1977 (GBl. I Nr. 18 S. 185), zuletzt geändert
    durch Gesetz zur Änderung und Ergänzung des Arbeitsgesetzbuches vom
    22\. Juni 1990 (GBl. I Nr. 35 S. 371),

    mit folgenden Maßgaben:

    a)  Die Vorschriften bleiben bis 31. Dezember 1990 in Kraft und gelten
        über diesen Zeitpunkt hinaus nur für Geburten vor dem 1. Januar 1991.

    b)  Der Durchschnittslohn und der Nettodurchschnittsverdienst werden nach
        der Verordnung über die Berechnung des Durchschnittsverdienstes und
        über die Lohnzahlung vom 21. Dezember 1961 (GBl. II Nr. 83 S. 551;
        Ber. GBl. II 1962 Nr. 2 S. 11), zuletzt geändert durch die
        Besoldungsverordnung vom 25. März 1982 (GBl. I Nr. 12 S. 253), sowie
        den §§ 69 bis 75 der Verordnung zur Sozialpflichtversicherung der
        Arbeiter und Angestellten - SVO - vom 17. November 1977 (GBl. I Nr. 35
        S. 373) berechnet.

5.  bis 12. ...

- Kapitel X Sachgebiet H Abschnitt III (BGBl. II 1990, 1220) -
Folgendes Recht der Deutschen Demokratischen Republik bleibt mit
folgenden Maßgaben in Kraft:

1.  § 246 des Arbeitsgesetzbuches der Deutschen Demokratischen Republik
    vom 16. Juni 1977 (GBl. I Nr. 18 S. 185), zuletzt geändert durch das
    Gesetz zur Änderung und Ergänzung des Arbeitsgesetzbuches vom 22. Juni
    1990 (GBl. I Nr. 35 S. 371),

    mit folgenden Maßgaben:

    a)  Die Vorschriften sind ab dem 1. Januar 1991 nur noch für Kinder
        anwendbar, die vor dem 1. Januar 1991 geboren sind.

    b)  Sie gelten bis zum 31. Dezember 1993.

    c)  Der Durchschnittslohn und der Nettodurchschnittsverdienst werden nach
        der Verordnung über die Berechnung des Durchschnittsverdienstes und
        über die Lohnzahlung vom 21. Dezember 1961 (GBl. II Nr. 83 S. 551;
        Ber. GBl. II 1962 Nr. 2 S. 11), zuletzt geändert durch die
        Besoldungsverordnung vom 25. März 1982 (GBl. I Nr. 12 S. 253), sowie
        den §§ 69 bis 75 der Verordnung zur Sozialpflichtversicherung der
        Arbeiter und Angestellten - SVO - vom 17. November 1977 (GBl. I Nr. 35
        S. 373) geändert durch die Verordnung über die Änderung oder Aufhebung
        von Rechtsvorschriften vom 28. Juni 1990 (GBl. I Nr. 38 S. 509)
        berechnet.

2.  bis 17. ...

Collections: bundestag_gesetze
AGB-DDR
Level: 3.0