Source: https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_7/__91.html
Legislation: sgb_7

Title: § 91 Neufestsetzung nach Schul- oder Berufsausbildung

Description:
Siebtes Buch Sozialgesetzbuch - Gesetzliche Unfallversicherung - (Artikel 1 des Gesetzes vom 7. August 1996, BGBl. I S. 1254) (SGB 7)
Drittes Kapitel - Leistungen nach Eintritt eines Versicherungsfalls
Dritter Abschnitt - Jahresarbeitsverdienst
Dritter Unterabschnitt - Neufestsetzung
§ 91 Neufestsetzung nach Schul- oder Berufsausbildung

Paragraph: 91

Full Text:
Siebtes Buch Sozialgesetzbuch - Gesetzliche Unfallversicherung - (Artikel 1 des Gesetzes vom 7. August 1996, BGBl. I S. 1254) (SGB 7)
Drittes Kapitel - Leistungen nach Eintritt eines Versicherungsfalls
Dritter Abschnitt - Jahresarbeitsverdienst
Dritter Unterabschnitt - Neufestsetzung
§ 91 Neufestsetzung nach Schul- oder Berufsausbildung

(1) Ist der Versicherungsfall während einer Berufsausbildung
eingetreten, wird, wenn es für die Versicherten günstiger ist, der
Jahresarbeitsverdienst schon vor Vollendung des 25. Lebensjahres auf
75 Prozent der Bezugsgröße neu festgesetzt

1.  von dem Zeitpunkt an, in dem die Berufsausbildung beendet worden ist
    oder

2.  drei Jahre, im Fall einer Hochschul- oder Fachhochschulausbildung fünf
    Jahre, nach Beginn der Berufsausbildung, wenn diese verzögert oder
    abgebrochen wurde, es sei denn, dass die Berufsausbildung ohne den
    Versicherungsfall ebenfalls keinen regelmäßigen Verlauf genommen
    hätte.

(2) Ist der Versicherungsfall während einer Schul- oder
Berufsausbildung nach Vollendung des 30. Lebensjahres eingetreten,
wird, wenn es für die Versicherten günstiger ist, der
Jahresarbeitsverdienst auf 100 Prozent der Bezugsgröße neu festgesetzt

1.  von dem Zeitpunkt an, in dem die Schul- oder Berufsausbildung beendet
    worden ist oder

2.  drei Jahre nach Beginn der Schul- oder Berufsausbildung, wenn diese
    verzögert oder abgebrochen wurde, es sei denn, dass die Schul- oder
    Berufsausbildung ohne den Versicherungsfall ebenfalls keinen
    regelmäßigen Verlauf genommen hätte.

(3) Ist der Versicherungsfall während einer Hochschul- oder
Fachhochschulausbildung nach Vollendung des 30. Lebensjahres
eingetreten, wird, wenn es für die Versicherten günstiger ist, der
Jahresarbeitsverdienst auf 120 Prozent der Bezugsgröße neu festgesetzt

1.  von dem Zeitpunkt an, in dem die Hochschul- oder
    Fachhochschulausbildung beendet worden ist, oder

2.  fünf Jahre nach Beginn der Hochschul- oder Fachhochschulausbildung,
    wenn diese verzögert oder abgebrochen wurde, es sei denn, dass die
    Hochschul- oder Fachhochschulausbildung ohne den Versicherungsfall
    ebenfalls keinen regelmäßigen Verlauf genommen hätte.

(4) Für die Neufestsetzung gilt die zum jeweiligen Zeitpunkt
maßgebende Bezugsgröße. § 67 Absatz 3 Nummer 2 Buchstabe b ist für
Übergangszeiten entsprechend anzuwenden.

Collections: bundestag_gesetze
SGB-7
Level: 5.0