Source: https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_3/__9.html
Legislation: sgb_3

Title: § 9 Ortsnahe Leistungserbringung

Description:
Sozialgesetzbuch (SGB) Drittes Buch (III) - Arbeitsförderung - (Artikel 1 des Gesetzes vom 24. März 1997, BGBl. I S. 594) (SGB 3)
Erstes Kapitel - Allgemeine Vorschriften
Erster Abschnitt - Grundsätze
§ 9 Ortsnahe Leistungserbringung

Paragraph: 9

Full Text:
Sozialgesetzbuch (SGB) Drittes Buch (III) - Arbeitsförderung - (Artikel 1 des Gesetzes vom 24. März 1997, BGBl. I S. 594) (SGB 3)
Erstes Kapitel - Allgemeine Vorschriften
Erster Abschnitt - Grundsätze
§ 9 Ortsnahe Leistungserbringung

(1) Die Leistungen der Arbeitsförderung sollen vorrangig durch die
örtlichen Agenturen für Arbeit erbracht werden. Dabei haben die
Agenturen für Arbeit die Gegebenheiten des örtlichen und überörtlichen
Arbeitsmarktes zu berücksichtigen.

(1a) (weggefallen)

(2) Die Agenturen für Arbeit sollen die Vorgänge am Arbeitsmarkt
besser durchschaubar machen. Sie haben zum Ausgleich von Angebot und
Nachfrage auf dem örtlichen und überörtlichen Arbeitsmarkt
beizutragen. Der Einsatz der aktiven Arbeitsmarktpolitik ist zur
Verbesserung der Wirksamkeit und Steuerung regelmäßig durch die
Agenturen für Arbeit zu überprüfen. Dazu ist ein regionales
Arbeitsmarktmonitoring einzurichten. Arbeitsmarktmonitoring ist ein
System wiederholter Beobachtungen, Bilanzierungen, Trendbeschreibungen
und Bewertungen der Vorgänge auf dem Arbeitsmarkt einschließlich der
den Arbeitsmarktausgleich unterstützenden Maßnahmen.

(3) Die Agenturen für Arbeit arbeiten zur Erfüllung ihrer Aufgaben mit
den Gemeinden, Kreisen und Bezirken sowie den weiteren Beteiligten des
örtlichen Ausbildungs- und Arbeitsmarktes zusammen, insbesondere mit
den

1.  Leistungsträgern im Sinne des § 12 des Ersten Buches sowie Trägern von
    Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz,

2.  Vertreterinnen und Vertretern der Arbeitgeber sowie der
    Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer,

3.  Kammern und berufsständischen Organisationen,

4.  Ausländerbehörden und dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge,

5.  allgemein- und berufsbildenden Schulen und Stellen der Schulverwaltung
    sowie Hochschulen,

6.  Einrichtungen und Stellen des öffentlichen Gesundheitsdienstes und
    sonstigen Einrichtungen und Diensten des Gesundheitswesens sowie

7.  Trägern der freien Wohlfahrtspflege und Dritten, die Leistungen nach
    diesem Buch erbringen.

Die Zusammenarbeit mit den Stellen nach Satz 1 erfolgt auf der
Grundlage der Gegenseitigkeit insbesondere, um

1.  eine gleichmäßige oder gemeinsame Durchführung von Maßnahmen zu
    beraten oder zu sichern und

2.  Leistungsmissbrauch zu verhindern oder aufzudecken.

Die Agenturen für Arbeit sollen ihre Planungen rechtzeitig mit Trägern
von Maßnahmen der Arbeitsförderung erörtern.

Collections: bundestag_gesetze
SGB-3
Level: 4.0