Source: https://www.gesetze-im-internet.de/pflaprv/__49b.html
Legislation: pflaprv

Title: § 49b Erforderliche Unterlagen

Description:
Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für die Pflegeberufe (PflAPrV)
Teil 4 - Sonstige Vorschriften
Abschnitt 2a - Verfahren zur Erteilung der Erlaubnis zur partiellen Berufsausübung nach § 48a des Pflegeberufegesetzes
§ 49b Erforderliche Unterlagen

Paragraph: 49b

Full Text:
Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für die Pflegeberufe (PflAPrV)
Teil 4 - Sonstige Vorschriften
Abschnitt 2a - Verfahren zur Erteilung der Erlaubnis zur partiellen Berufsausübung nach § 48a des Pflegeberufegesetzes
§ 49b Erforderliche Unterlagen

(1) Personen, die die Erlaubnis zur partiellen Berufsausübung nach
§ 48a Absatz 1 des Pflegeberufegesetzes auf Grund einer außerhalb des
Geltungsbereichs des Pflegeberufegesetzes erworbenen
Berufsqualifikation beantragen, haben dem Antrag folgende Unterlagen
beizufügen:

1.  eine tabellarische Aufstellung der absolvierten Ausbildungsgänge und
    der ausgeübten Erwerbstätigkeiten in deutscher Sprache,

2.  einen Identitätsnachweis,

3.  eine Bescheinigung über eine Berufsqualifikation, aus der sich ergibt,
    dass die Berufsqualifikation erforderlich ist für die Ausübung einer
    beruflichen Tätigkeit in einem anderen Mitgliedstaat der Europäischen
    Union, in einem anderen Vertragsstaat des Abkommens über den
    Europäischen Wirtschaftsraum oder in der Schweiz, die im Bereich einer
    der Berufe nach dem Pflegeberufegesetz liegt, sowie die
    Ausbildungsnachweise, die den Erwerb dieser Berufsqualifikation
    belegen,

4.  sofern vorhanden, eine Bescheinigung über die erworbene
    Berufserfahrung oder Nachweise über Kenntnisse und Fähigkeiten, die
    durch lebenslanges Lernen erworben worden sind,

5.  eine Erklärung, dass bisher noch kein Antrag auf Feststellung der
    Gleichwertigkeit gestellt wurde, und

6.  einen Nachweis über die Kenntnisse der deutschen Sprache der
    antragstellenden Person.

(2) Die Unterlagen nach Absatz 1 Nummer 2 bis 4 sind der zuständigen
Behörde in Form von Abschriften vorzulegen oder elektronisch zu
übermitteln. Von den Unterlagen nach Absatz 1 Nummer 3 und 4 sind
Übersetzungen in deutscher Sprache vorzulegen. Darüber hinaus kann die
zuständige Behörde von allen nachgereichten Unterlagen Übersetzungen
in deutscher Sprache verlangen. Die Übersetzungen sind von einer
öffentlich bestellten oder beeidigten Übersetzerin oder einem
öffentlich bestellten oder beeidigten Übersetzer erstellen zu lassen.

(3) Die zuständige Behörde kann abweichend von Absatz 2 eine andere
Form für die vorzulegenden Dokumente zulassen. Sie kann auf die
Übersetzung der Unterlagen in deutscher Sprache verzichten sowie eine
Übersetzung der Unterlagen in englischer Sprache zulassen.

(4) Die zuständige Behörde kann die antragstellende Person auffordern,
innerhalb einer angemessenen Frist Informationen zum Inhalt und zur
Dauer der im Ausland absolvierten Berufsbildung sowie zu sonstigen
Berufsqualifikationen vorzulegen, soweit dies zur Bewertung der
Voraussetzungen nach § 48a Absatz 1 des Pflegeberufegesetzes
erforderlich ist. Die zuständige Behörde kann sich an die zuständige
Stelle des Ausbildungsstaats wenden.

(5) Bestehen begründete Zweifel an der Echtheit oder der inhaltlichen
Richtigkeit der vorgelegten Unterlagen, kann die zuständige Behörde
die antragstellende Person auffordern, innerhalb einer angemessenen
Frist Originale, beglaubigte Abschriften oder weitere geeignete
Unterlagen vorzulegen. Die zuständige Behörde kann sich im Fall
begründeter Zweifel an der Echtheit der Unterlagen sowohl an die
zuständige Stelle des Ausbildungs- oder Anerkennungsstaats wenden als
auch die antragstellende Person auffordern, beglaubigte Abschriften
vorzulegen. Eine solche Aufforderung hemmt nicht den Fristlauf nach §
49c.

(6) Die antragstellende Person hat durch geeignete Unterlagen
darzulegen, im Inland eine Erwerbstätigkeit ausüben zu wollen.
Geeignete Unterlagen sind insbesondere

1.  der Nachweis einer Kontaktaufnahme mit potenziellen Arbeitgebern,

2.  ein Geschäftskonzept oder

3.  der Vermerk über eine Standortberatung der Zentralen Servicestelle
    Berufsanerkennung.

Die zuständige Behörde darf nicht zwingend einen Vermerk über eine
Standortberatung nach Satz 1 Nummer 3 fordern, wenn durch andere
Unterlagen die Erwerbsabsicht dargelegt wurde. Für antragstellende
Personen mit Wohnsitz in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union,
in einem Vertragsstaat des Abkommens über den Europäischen
Wirtschaftsraum oder in der Schweiz sowie für Staatsangehörige dieser
Staaten ist diese Darlegung entbehrlich, sofern keine besonderen
Gründe gegen eine entsprechende Absicht sprechen.

(7) § 48 gilt entsprechend.

Collections: bundestag_gesetze
PflAPrV
Level: 4.0