Source: https://www.gesetze-im-internet.de/arbmedvv/__2.html
Legislation: arbmedvv

Title: § 2 Begriffsbestimmungen

Description:
Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge (ArbMedVV)
§ 2 Begriffsbestimmungen

Paragraph: 2

Full Text:
Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge (ArbMedVV)
§ 2 Begriffsbestimmungen

(1) Arbeitsmedizinische Vorsorge im Sinne dieser Verordnung

1.  ist Teil der arbeitsmedizinischen Präventionsmaßnahmen im Betrieb;

2.  dient der Beurteilung der individuellen Wechselwirkungen von Arbeit
    und physischer und psychischer Gesundheit und der Früherkennung
    arbeitsbedingter Gesundheitsstörungen sowie der Feststellung, ob bei
    Ausübung einer bestimmten Tätigkeit eine erhöhte gesundheitliche
    Gefährdung besteht;

3.  beinhaltet ein ärztliches Beratungsgespräch mit Anamnese
    einschließlich Arbeitsanamnese sowie körperliche oder klinische
    Untersuchungen, soweit diese für die individuelle Aufklärung und
    Beratung erforderlich sind und der oder die Beschäftigte diese
    Untersuchungen nicht ablehnt;

4.  umfasst die Nutzung von Erkenntnissen aus der Vorsorge für die
    Gefährdungsbeurteilung und für sonstige Maßnahmen des Arbeitsschutzes;

5.  umfasst nicht den Nachweis der gesundheitlichen Eignung für berufliche
    Anforderungen nach sonstigen Rechtsvorschriften oder individual- oder
    kollektivrechtlichen Vereinbarungen.

(2) Pflichtvorsorge ist arbeitsmedizinische Vorsorge, die bei
bestimmten besonders gefährdenden Tätigkeiten veranlasst werden muss.

(3) Angebotsvorsorge ist arbeitsmedizinische Vorsorge, die bei
bestimmten gefährdenden Tätigkeiten angeboten werden muss.

(4) Wunschvorsorge ist arbeitsmedizinische Vorsorge, die bei
Tätigkeiten, bei denen ein Gesundheitsschaden nicht ausgeschlossen
werden kann, auf Wunsch des oder der Beschäftigten ermöglicht werden
muss.

Collections: bundestag_gesetze
ArbMedVV
Level: 2.0