Source: https://www.gesetze-im-internet.de/frsaftv_2004/__2.html
Legislation: frsaftv_2004

Title: Anlage 2 (zu § 2 Abs. 1)

Description:
Verordnung über Fruchtsaft, Fruchtnektar und koffeinhaltige Erfrischungsgetränke (FrSaftV 2004)
Bezeichnungen der Lebensmittel, Herstellungsanforderungen
Anlage 2 (zu § 2 Abs. 1)

Paragraph: 2

Full Text:
Verordnung über Fruchtsaft, Fruchtnektar und koffeinhaltige Erfrischungsgetränke (FrSaftV 2004)
Bezeichnungen der Lebensmittel, Herstellungsanforderungen
Anlage 2 (zu § 2 Abs. 1)

(Fundstelle: BGBl. I 2004, 1021;
bzgl. der einzelnen Änderungen vgl. Fußnote)

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            *   Ausgangserzeugnisse

1.  Frucht:

    alle Früchte, einschließlich Tomaten/Paradeiser; die verwendeten
    Früchte müssen gesund, angemessen reif und frisch sein; sie dürfen in
    Übereinstimmung mit den einschlägigen Rechtsvorschriften auch mit
    physikalischen Mitteln haltbar gemacht oder behandelt sein,
    einschließlich einer Nacherntebehandlung,

2.  Fruchtmark:

    das gärfähige, jedoch nicht gegorene Erzeugnis, das durch geeignete
    physikalische Verfahren wie Passieren, Zerkleinern oder Mahlen des
    genießbaren Teils der ganzen oder geschälten Frucht ohne Abtrennen des
    Saftes gewonnen wird,

3.  konzentriertes Fruchtmark:

    das aus Fruchtmark durch physikalischen Entzug eines Teils des
    natürlich enthaltenen Wassers gewonnene Erzeugnis; konzentriertem
    Fruchtmark können Restaurationsaromen hinzugefügt sein; diese dürfen
    nur mit geeigneten physikalischen Verfahren gemäß Anlage 4 Abschnitt A
    Nummer 1 erzeugt und von derselben Fruchtart gewonnen werden,

4.  Fruchtfleisch oder Zellen:

    die aus den genießbaren Teilen von Früchten der gleichen Art ohne
    Abtrennung des Saftes gewonnenen Erzeugnisse; bei Zitrusfrüchten sind
    Fruchtfleisch oder Zellen ferner die aus dem Endokarp gewonnen
    Saftsäcke,

5.  Aroma:

    unbeschadet der Verordnung (EG) Nr. 1334/2008 des Europäischen
    Parlaments und des Rates vom 16. Dezember 2008 über Aromen und
    bestimmte Lebensmittelzutaten mit Aromaeigenschaften zur Verwendung in
    und auf Lebensmitteln sowie zur Änderung der Verordnung (EWG) Nr.
    1601/91 des Rates, der Verordnungen (EG) Nr. 2232/96 und (EG) Nr.
    110/2008 und der Richtlinie 2000/13/EG (ABl. L 354 vom 31.12.2008, S.
    34) werden fruchteigene Restaurationsaromen bei der Verarbeitung von
    Früchten mittels geeigneter physikalischer Verfahren gewonnen; diese
    physikalischen Verfahren können eingesetzt werden, um die
    Aromaqualität zu erhalten, zu bewahren oder zu stabilisieren, und
    umfassen vor allem Pressen, Extraktion, Destillation, Filtern,
    Adsorption, Evaporation, Fraktionieren und Konzentrieren; das
    Restaurationsaroma wird aus den genießbaren Teilen der Frucht
    gewonnen, kann jedoch auch kaltgepresstes Öl aus Zitrusschalen und
    Bestandteile der Steine enthalten.

Collections: bundestag_gesetze
FrSaftV-2004
Level: 3.0