Source: https://www.gesetze-im-internet.de/h_salmov/__8.html
Legislation: huesalmov

Title: § 8 Betriebseigene Kontrollen, sonstige Mitteilungspflichten

Description:
Verordnung zur Bekämpfung von Salmonellen beim Haushuhn und bei Puten (HüSalmoV)
Abschnitt 2 - Hühnerzuchtbetriebe
§ 8 Betriebseigene Kontrollen, sonstige Mitteilungspflichten

Paragraph: 8

Full Text:
Verordnung zur Bekämpfung von Salmonellen beim Haushuhn und bei Puten (HüSalmoV)
Abschnitt 2 - Hühnerzuchtbetriebe
§ 8 Betriebseigene Kontrollen, sonstige Mitteilungspflichten

(1) Zur Erfüllung seiner Probenahme- und Untersuchungspflicht nach
Anhang II Buchstabe B Nummer 1 der Verordnung (EG) Nr. 2160/2003 hat
der Unternehmer eines Hühnerzuchtbetriebes sicherzustellen, dass

1.  im Falle der Aufzucht von Eintagsküken, die als Elterntiere gehalten
    werden sollen,

    a)  Mekoniumproben von mindestens 300 Eintagsküken aus mindestens drei
        verschiedenen Transportbehältnissen einer Lieferung entnommen und nach
        Maßgabe der Nummern 3.1.4 und 3.2 bis 3.4 des Anhangs der Verordnung
        (EU) Nr. 200/2010 in einer Untersuchungseinrichtung untersucht werden
        oder

    b)  jeweils 10 Gramm Kükeneinlegepapier mit Kotverschmutzungen aus 25
        verschiedenen Kükenbehältnissen entnommen und in einer
        Untersuchungseinrichtung zerkleinert werden, von der zerkleinerten
        Menge eine Probe von 25 Gramm hergestellt und diese Probe nach Maßgabe
        der Nummern 3.1.2 und 3.2 bis 3.4 des Anhangs der Verordnung (EU) Nr.
        200/2010 in einer Untersuchungseinrichtung untersucht wird,

2.  die Herden seines Hühnerzuchtbetriebes nach Maßgabe der Nummern 2 und
    3 des Anhangs der Verordnung (EU) Nr. 200/2010

    a)  untersucht werden, wenn die Tiere der Herde vier Wochen alt sind und

    b)  erneut untersucht werden 14 Tage bevor die Tiere der Herde in die
        erste Legephase eintreten.

    Sind im Falle des Satzes 1 Nummer 1 Buchstabe b weniger als 25
    Kükenbehältnisse vorhanden, so sind Proben aus allen Behältnissen zu
    entnehmen.

(2) Der Unternehmer eines Hühnerzuchtbetriebes hat ferner
sicherzustellen, dass während der Legephase Proben nach Maßgabe

1.  des Buchstaben B Nummer 1 des Anhangs II der Verordnung (EG) Nr.
    2160/2003 genommen und untersucht,

2.  der Nummern 2.1.1 und 2.2.2.1 des Anhangs der Verordnung (EU) Nr.
    200/2010 im Haltungsbetrieb genommen und

3.  der Nummern 3.1.3, 3.1.4 und 3.2 bis 3.4 des Anhangs der Verordnung
    (EU) Nr. 200/2010 untersucht

werden. Eine Probenahme und Untersuchung nach Satz 1 ist nicht
erforderlich, soweit eine amtliche Untersuchung nach § 9 durchgeführt
wird.

(3) Der Unternehmer eines Hühnerzuchtbetriebes hat

1.  sicherzustellen, dass ihm die Untersuchungseinrichtung das Ergebnis
    einer Untersuchung nach den Absätzen 1 und 2 unverzüglich schriftlich
    oder elektronisch mitteilt,

2.  der zuständigen Behörde oder einer von dieser beauftragten Stelle die
    Ergebnisse der Untersuchungen nach Nummer 1 unter Angabe

    a)  des beprobten Betriebes einschließlich der Betriebs- und, soweit
        vorhanden, der Stallnummer,

    b)  der Betriebsgröße,

    c)  des Monats der Probenahme,

    d)  der Anzahl der befallenen und der nicht befallenen Herden und

    e)  die jeweils isolierten Salmonellen der Kategorie 1 oder 2

    bei positiven Befunden unverzüglich, bei negativen Befunden spätestens
    14 Tage nach Zugang der Ergebnisse der jeweiligen Untersuchung
    mitzuteilen,

3.  die Protokolle über die Probenahme und die Ergebnisse der
    Untersuchungen nach Nummer 1 drei Jahre lang, gerechnet vom Datum des
    Zugangs der Mitteilung der Untersuchungsergebnisse, aufzubewahren.

(4) Der Unternehmer eines Hühnerzuchtbetriebes hat der zuständigen
Behörde ferner die durchgeführten Impfungen unter Angabe

1.  des Impfdatums,

2.  der Anzahl der geimpften Tiere und Herden und

3.  der verwendeten Impfstoffe

spätestens 30 Tage nach Abschluss der Impfung mitzuteilen.

Collections: bundestag_gesetze
HüSalmoV
Level: 3.0