Source: https://www.gesetze-im-internet.de/btmvv_1998/__14.html
Legislation: btmvv_1998

Title: § 14 Angaben zur Nachweisführung

Description:
Verordnung über das Verschreiben, die Abgabe und den Nachweis des Verbleibs von Betäubungsmitteln (BtMVV 1998)
§ 14 Angaben zur Nachweisführung

Paragraph: 14

Full Text:
Verordnung über das Verschreiben, die Abgabe und den Nachweis des Verbleibs von Betäubungsmitteln (BtMVV 1998)
§ 14 Angaben zur Nachweisführung

(1) Beim Nachweis von Verbleib und Bestand der Betäubungsmittel sind
für jedes Betäubungsmittel dauerhaft anzugeben:

1.  Bezeichnung, bei Arzneimitteln entsprechend § 9 Abs. 1 Nr. 3,

2.  Datum des Zugangs oder des Abgangs,

3.  zugegangene oder abgegangene Menge und der sich daraus ergebende
    Bestand; bei Stoffen und nicht abgeteilten Zubereitungen die
    Gewichtsmenge in Gramm oder Milligramm, bei abgeteilten Zubereitungen
    die Stückzahl; bei flüssigen Zubereitungen, die im Rahmen einer
    Behandlung angewendet werden, die Menge auch in Millilitern,

4.  Name oder Firma und Anschrift des Lieferers oder des Empfängers oder
    die sonstige Herkunft oder der sonstige Verbleib,

5.  in Apotheken im Falle der Abgabe auf Verschreibung für Patienten sowie
    für den Praxisbedarf der Name und die Anschrift des verschreibenden
    Arztes, Zahnarztes oder Tierarztes und die Nummer des
    Betäubungsmittelrezeptes, im Falle der Verschreibung für den
    Stationsbedarf, den Notfallbedarf sowie den Rettungsdienstbedarf der
    Name des verschreibenden Arztes, Zahnarztes oder Tierarztes und die
    Nummer des Betäubungsmittelanforderungsscheines,

5a. in Krankenhäusern, Tierkliniken, Hospizen sowie in Einrichtungen der
    spezialisierten ambulanten Palliativversorgung und des
    Rettungsdienstes im Falle des Erwerbs auf Verschreibung für den
    Stationsbedarf, den Notfallbedarf sowie den Rettungsdienstbedarf der
    Name des verschreibenden Arztes, Zahnarztes oder Tierarztes und die
    Nummer des Betäubungsmittelanforderungsscheines,

6.  beim pharmazeutischen Unternehmen im Falle der Abgabe auf
    Verschreibung von Diamorphin Name und Anschrift des verschreibenden
    Arztes und die Nummer des Betäubungsmittelrezeptes.

Bestehen bei den in § 1 Abs. 3 genannten Einrichtungen Teileinheiten,
sind die Aufzeichnungen in diesen zu führen.

(2) Bei der Nachweisführung ist bei flüssigen Zubereitungen die
Gewichtsmenge des Betäubungsmittels, die in der aus technischen
Gründen erforderlichen Überfüllung des Abgabebehältnisses enthalten
ist, nur zu berücksichtigen, wenn dadurch der Abgang höher ist als der
Zugang. Die Differenz ist als Zugang mit "Überfüllung" auszuweisen.

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BtMVV-1998
Level: 2.0