Source: https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__1666a.html
Legislation: bgb

Title: § 1666a Grundsatz der Verhältnismäßigkeit; Vorrang öffentlicher Hilfen

Description:
Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)
Buch 4 - Familienrecht
Abschnitt 2 - Verwandtschaft
Titel 5 - Elterliche Sorge
§ 1666a Grundsatz der Verhältnismäßigkeit; Vorrang öffentlicher Hilfen

Paragraph: 1666a

Full Text:
Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)
Buch 4 - Familienrecht
Abschnitt 2 - Verwandtschaft
Titel 5 - Elterliche Sorge
§ 1666a Grundsatz der Verhältnismäßigkeit; Vorrang öffentlicher Hilfen

(1) Maßnahmen, mit denen eine Trennung des Kindes von der elterlichen
Familie verbunden ist, sind nur zulässig, wenn der Gefahr nicht auf
andere Weise, auch nicht durch öffentliche Hilfen, begegnet werden
kann. Dies gilt auch, wenn einem Elternteil vorübergehend oder auf
unbestimmte Zeit die Nutzung der Familienwohnung untersagt werden
soll. Wird einem Elternteil oder einem Dritten die Nutzung der vom
Kind mitbewohnten oder einer anderen Wohnung untersagt, ist bei der
Bemessung der Dauer der Maßnahme auch zu berücksichtigen, ob diesem
das Eigentum, das Erbbaurecht oder der Nießbrauch an dem Grundstück
zusteht, auf dem sich die Wohnung befindet; Entsprechendes gilt für
das Wohnungseigentum, das Dauerwohnrecht, das dingliche Wohnrecht oder
wenn der Elternteil oder Dritte Mieter der Wohnung ist.

(2) Die gesamte Personensorge darf nur entzogen werden, wenn andere
Maßnahmen erfolglos geblieben sind oder wenn anzunehmen ist, dass sie
zur Abwendung der Gefahr nicht ausreichen.

Collections: bundestag_gesetze
BGB
Level: 5.0