Source: https://www.gesetze-im-internet.de/weinv_1995/__15.html
Legislation: weinv_1995

Title: Bewertung der Sinnenprüfung

Description:
Weinverordnung (WeinV 1995)
Bewertung der Sinnenprüfung

Paragraph: 15

Full Text:
Weinverordnung (WeinV 1995)
Bewertung der Sinnenprüfung

1.  Sensorische Vorbedingungen

    Die nachfolgenden Vorbedingungen werden auf JA/NEIN-Entscheidung
    geprüft (zu den Buchstaben a bis e, ob „typisch für“); dabei bedeutet
    NEIN den Ausschluss von der weiteren Prüfung:

    a)  bestimmtes Anbaugebiet bzw. Bereich,

    b)  Prädikat; wenn nicht für das beantragte aber für ein anderes Prädikat
        typisch, kann der Wein für dieses zugelassen werden,

    c)  Rebsorte; wenn angegeben aber nicht typisch, kann das Erzeugnis ohne
        Rebsortenangabe zugelassen werden,

    d)  Farbe,

    e)  Klarheit,

    f)  Mousseux im Falle von Schaumwein und Perlwein.

2.  Sensorische Prüfmerkmale und Qualitätszahl

    a)  Punkteskala

        *            *   Punkte

            *   Intervalle

            *   Qualitätsbeschreibung

        *            *   5

            *   4,50 – 5,00

            *   hervorragend

        *            *   4

            *   3,50 – 4,49

            *   sehr gut

        *            *   3

            *   2,50 – 3,49

            *   gut

        *            *   2

            *   1,50 – 2,49

            *   zufriedenstellend

        *            *   1

            *   0,50 – 1,49

            *   nicht zufriedenstellend

        *            *   0

            *
            *   keine Bewertung, das heißt Ausschluss des Erzeugnisses

    b)  Sensorische Prüfmerkmale und Möglichkeiten der Punktvergabe

        *            *   Prüfmerkmal

            *   Möglichkeiten der Punktvergabe

        *            *   Geruch

            *   5,0

            *   4,5

            *   4,0

            *   3,5

            *   3,0

            *   2,5

            *   2,0

            *   1,5

            *   1,0

            *   0,5

            *   0

        *            *   Geschmack

            *   5,0

            *   4,5

            *   4,0

            *   3,5

            *   3,0

            *   2,5

            *   2,0

            *   1,5

            *   1,0

            *   0,5

            *   0

        *            *   Harmonie

            *   5,0

            *   4,5

            *   4,0

            *   3,5

            *   3,0

            *   2,5

            *   2,0

            *   1,5

            *   1,0

            *   0,5

            *   0

        Harmonie ist das Zusammenwirken von Geruch, Geschmack und sensorischen
        Vorbedingungen. Ihre Bewertung darf gegenüber Geruch und Geschmack um
        höchstens 1,0 Punkt nach oben abweichen. Sind Geruch und Geschmack
        unterschiedlich bewertet, so gilt jeweils die höhere Punktzahl. Jedes
        Prüfmerkmal ist einzeln zu bewerten und seine Punktzahl
        niederzuschreiben. Nach Bewertung aller Prüfmerkmale dürfen die
        niedergeschriebenen Punktzahlen noch korrigiert werden. Alle
        Prüfmerkmale sind gleich wichtig (jeweils Gewichtungsfaktor 1).

    c)  Mindestpunktzahlen und Qualitätszahl

        Die Mindestpunktzahl für jedes einzelne Prüfmerkmal ist 1,5. Die durch
        3 geteilte Summe der für Geruch, Geschmack und Harmonie erteilten
        Punkte ergibt die Qualitätszahl. Die Qualitätszahl muss für alle
        Erzeugnisse mindestens 1,50 betragen.

(zu § 22 Absatz 5 und § 23 Absatz 1)

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WeinV-1995
Level: 2.0