Source: https://www.gesetze-im-internet.de/natpdr_mlv/__2.html
Legislation: natpdroemlv

Title: § 2 Flächenbeschreibung und Abgrenzung

Description:
Verordnung über die Festsetzung von Naturschutzgebieten und einem Landschaftsschutzgebiet von zentraler Bedeutung als Naturpark "Drömling" (NatPDrömlV)
§ 2 Flächenbeschreibung und Abgrenzung

Paragraph: 2

Full Text:
Verordnung über die Festsetzung von Naturschutzgebieten und einem Landschaftsschutzgebiet von zentraler Bedeutung als Naturpark "Drömling" (NatPDrömlV)
§ 2 Flächenbeschreibung und Abgrenzung

(1) Der Drömling ist die nacheiszeitlich ausgeräumte Aller-Ohre-
Talmulde, die in der Folge mit Niedermoortorfen über fluviatilen
Sedimenten aufgefüllt wurde. Die stark grund- und hochwassergeprägten
Böden wurden durch unterschiedliche Nutzungsformen, Nutzungsdauer und
Nutzungsintensität verändert. Bis heute hat sich hier eine stark
strukturierte Landschaft mit Erlenbrüchen, Weidengebüsch, Hecken,
Röhrichten, Großseggenriedern, Hochstaudenfluren, Brachen und durch
Beweiden und Mahd genutzte extensive Feuchtgrünländer erhalten. Diese
verschiedenen Landschaftsstrukturen werden von einer Vielzahl
teilweise abzugsloser Beetgräben durchzogen und haben größte Bedeutung
als Lebensraum für zahlreiche vom Aussterben bedrohte und gefährdete
Tier- und Pflanzenarten und repräsentieren flächendeckend
schützenswerte Lebensräume. Zugleich stellt der Drömling durch die
historische Kultivierung des Moores eine einmalige Kulturlandschaft
dar. Wasserbau, Kulturtechnik und Siedlungstechnik haben hier
bedeutsame Zeugen der Kulturgeschichte geschaffen.

(2) Die Grenze des Naturparks bildet:

1.  Im **Westen:**                    Die Landesgrenze zu Niedersachsen
    von der Straße Breitenrode-Grafhorst im Süden bis zur Straße Böckwitz-
    Zicherie im Norden.

2.  Im **Norden:**                    Die Straße von Böckwitz Richtung
    Jahrstedt bis 250 m hinter dem Ortsausgang Böckwitz, dann ein in
    Richtung Südost verlaufender Feldweg, der nach 1.250 m nach Osten
    abbiegt und bis Jahrstedt führt. Von Jahrstedt aus die Straße zum
    Ortsteil Germenau. Germenau 500 m die Straße in Richtung Süden, dann
    ein in Richtung Osten im Abstand von 500 m zur Straße Germau-Kunrau
    verlaufender Weg über Kunrau bis zur Bahnlinie Oebisfelde-Salzwedel.
    Weiter der südlich der Bahnlinie verlaufende Weg bis zur Landstraße
    Neuferchau - Röwitz und diese bis Röwitz. Von hier der 2.500 m
    Richtung Osten verlaufende und dann nach Nordosten abbiegende Weg nach
    Wenze. In Wenze die Hauptstraße nach Klötze bis zur nach rechts
    abbiegenden Landstraße nach Quarnebeck und diese bis Quarnebeck. Von
    hier der Weg in Richtung Eigentum, nach 2.000 m der von diesem in
    Richtung Süden abzweigende Weg nach Jeggau.

3.  Im **Osten:**                    Ab Jeggau die Landstraße nach
    Trippigleben, von dort der nach SSD führende Weg nach Peckfitz, der
    nach 2.100 m auf die Landstraße Köckte-Peckfitz trifft, weiter diese
    bis Peckfitz. Von dort die Straße über die Kolonie Himmelreich nach
    Mieste, die westlich des Ortes die Bahnlinie Gardelegen-Oebisfelde
    überquert und dann auf die F 188 trifft. Weiter die F 188 bis Wernitz,
    dort ab Bahnübergang die nach Süden abbiegende Landstraße nach Sachau.
    Nach 800 m der von dieser nach links abbiegende Weg in Richtung Solpke
    bis zur Bahnlinie (Oebisfelde-Gardelegen), diese bis zur Straße
    Solpke-Sachau und weiter diese bis Sachau.

    Von Sachau über 1.500 m der in Richtung Kolonie Breiteiche II führende
    Weg, dann der über das Einzelgehöft Jerchel (südöstlich Kämeritz)
    verlaufende Weg bis Jeseritz. Ab Jeseritz die Straße nach Berenbrock
    bis 300 m hinter Elsebeck. Ab hier die in Richtung Südwest führende
    Asphaltstraße, die nach 1.300 m auf den Bauerngraben trifft. Weiter
    das östliche Ufer des Bauerngrabens bis zur Landstraße Lössewitz-
    Calvörde.

4.  Im **Süden:**                    Die Landstraße Lössewitz-Calvörde bis
    200 m hinter der Ohre-Brücke, dann der parallel zur Ohre in Richtung
    Nordwesten verlaufende Weg. Weiter der nach 2.300 m von diesem
    abbiegende Weg zur Velsdorfer-Kanalbrücke. Dann der südlich des
    Mittellandkanals verlaufende Fanggraben Richtung West bis zur
    Kanalbrücke Piplockenburg. Von dort 1.500 m der Weg in Richtung
    Etingen bis zur Waldkante, weiter der nördlich des Waldes in
    westlicher Richtung verlaufende Weg, der nach 1.400 m auf die Straße
    nach Etingen stößt.

    Danach diese Straße bis zur Bahnlinie Magdeburg-Oebisfelde und weiter
    die genannte Bahnlinie bis zum diese überquerenden Niendorfer Weg, der
    in nordwestlicher Richtung nach 250 m in die F 188 einmündet. Die F
    188 bis nach Niendorf.

    Ab Niendorf der die Bahnlinie Oebisfelde-Stendal überquerende, nach
    2\.700 m nach Nordost abbiegende 300 m in dieser Richtung verlaufende
    und dann nach Nordwesten über die Landstraße Bruchhorst-Wassensdorf
    (am TP 57,9) bis zur Bahnlinie Oebisfelde-Salzwedel führende Weg.

    Die genannte Bahnlinie Richtung Oebisfelde bis zu einem nach 1.100 m
    die Bahnlinie überquerendem Weg. Weiter Richtung Westen bis zum
    Wolmirshorster Weg (TP 58,0) der bis Breitenrode führt. Ab Breitenrode
    die nach Grafenhorst führende Straße bis zur Landesgrenze.

(3) Die Grenze des Naturparkes verläuft, wenn nicht anders
beschrieben, in der Mitte der Straßen und Wege sowie auf den äußeren,
dem Naturpark abgewandten Grabenrändern.

(4) Die Grenze des Naturparkes ist in einer Karte M 1:50.000, die als
Anlage Bestandteil dieser Verordnung ist, dargestellt. Darüber hinaus
ist die Grenze des Naturschutzparkes in topographischen Karten M
1:10.000 rot eingetragen, die bei der obersten Naturschutzbehörde
archivmäßig verwahrt und auf die Bezug genommen wird. Weitere
Ausfertigungen befinden sich bei den Kreisverwaltungen und bei der
Naturparkverwaltung. Bei den genannten Behörden sind die Karten
während der Sprechzeiten allgemein zugänglich.

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NatPDrömlV
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