Source: https://www.gesetze-im-internet.de/bestmstrv/__2.html
Legislation: bestmstrv

Title: § 2 Meisterprüfungsberufsbild

Description:
Verordnung über das Meisterprüfungsberufsbild und über die Prüfungsanforderungen in den Teilen I und II der Meisterprüfung im Bestattungsgewerbe (BestMstrV)
§ 2 Meisterprüfungsberufsbild

Paragraph: 2

Full Text:
Verordnung über das Meisterprüfungsberufsbild und über die Prüfungsanforderungen in den Teilen I und II der Meisterprüfung im Bestattungsgewerbe (BestMstrV)
§ 2 Meisterprüfungsberufsbild

(1) Durch die Meisterprüfung wird festgestellt, ob der Prüfling
befähigt ist,

1.  einen Betrieb zu führen,

2.  technische, kaufmännische und personalwirtschaftliche Leitungsaufgaben
    wahrzunehmen,

3.  die Ausbildung durchzuführen und

seine berufliche Handlungskompetenz eigenverantwortlich umzusetzen und
an neue Bedarfslagen in diesen Bereichen anzupassen.

(2) Im Bestattungsgewerbe sind zum Zwecke der Meisterprüfung folgende
Fertigkeiten und Kenntnisse als Qualifikationen zu berücksichtigen:

1.  Kundenwünsche ermitteln, Kunden beraten, Serviceleistungen anbieten,
    Auftragsverhandlungen führen und Auftragsziele festlegen, Leistungen
    kalkulieren und Angebote erstellen, Verträge schließen,

2.  Aufgaben der technischen, kaufmännischen und personalwirtschaftlichen
    Betriebsführung wahrnehmen, insbesondere unter Berücksichtigung der
    Betriebsorganisation, der betrieblichen Aus- und Weiterbildung, des
    Qualitätsmanagements, des Arbeitsschutzrechtes, des Datenschutzes, des
    Umweltschutzes sowie von Informations- und Kommunikationstechniken,

3.  Auftragsabwicklungsprozesse planen, organisieren, durchführen und
    überwachen,

4.  Aufträge durchführen, insbesondere unter Berücksichtigung von
    Verfahren und Methoden der Arbeitsplanung und -organisation, von
    berufsbezogenen rechtlichen Vorschriften einschließlich der
    Hygienevorschriften, technischen Normen und der allgemein anerkannten
    Regeln der Technik, von Personal, Material und Geräten sowie von
    Möglichkeiten zum Einsatz von Auszubildenden,

5.  Formalitäten mit Behörden sowie privaten und öffentlich-rechtlichen
    Dienstleistungseinrichtungen abwickeln, Presse- und
    Öffentlichkeitsarbeit planen und veranlassen, insbesondere im Hinblick
    auf die Bestattungsvorsorge, sowie die Bestattungs-, Trauer-,
    Erinnerungs- und Friedhofskultur,

6.  religiöse Grundlagen sowie regionale, soziale und weltanschauliche
    Besonderheiten der Bestattungs-, Trauer-, Erinnerungs- und
    Friedhofskultur berücksichtigen,

7.  Erd- und Feuerbestattungen sowie Exhumierungen und Umbettungen unter
    Berücksichtigung des Einsatzes von Techniken, Werkzeugen, Geräten und
    Maschinen planen, koordinieren, durchführen und kontrollieren,

8.  Einsatz von Waren und Dienstleistungen unter ökonomischen,
    ökologischen, gestalterischen, ethischen und hygienischen Aspekten
    planen, koordinieren und kontrollieren,

9.  technische und organisatorische Aufgaben unter Berücksichtigung von
    Instrumenten, Methoden und Verfahren zum Betrieb von Friedhöfen
    wahrnehmen; neue Beisetzungsflächen im Rahmen behördlich vorgegebener
    Bebauungsplanung erschließen,

10. technische und organisatorische Aufgaben unter Berücksichtigung von
    Instrumenten, Methoden und Verfahren zum Betrieb von Krematorien
    wahrnehmen,

11. Pläne, insbesondere Arbeits- und Organisationspläne, anfertigen sowie
    Skizzen und Entwürfe erstellen und präsentieren,

12. Logistikkonzepte für Betriebs- und Lagerausstattung entwickeln und
    umsetzen,

13. Einsatztauglichkeit von Werkzeugen, Geräten und Maschinen überwachen
    und gewährleisten,

14. technische, organisatorische und dienstleistungsbezogene Mängel
    identifizieren, Maßnahmen zur Beseitigung ergreifen, Ergebnisse
    bewerten und dokumentieren,

15. Leistungen kontrollieren, abnehmen und protokollieren, Vor- und
    Nachkalkulation durchführen.

Collections: bundestag_gesetze
BestMstrV
Level: 2.0