Source: https://www.gesetze-im-internet.de/papindmeistprv_2005/__1.html
Legislation: papindmeistprv_2005

Title: § 1 Ziel der Prüfung und Bezeichnung des Abschlusses

Description:
Verordnung über die Prüfung zum anerkannten Abschluss Geprüfter Industriemeister/Geprüfte Industriemeisterin - Fachrichtung Papiererzeugung (PapIndMeistPrV 2005)
§ 1 Ziel der Prüfung und Bezeichnung des Abschlusses

Paragraph: 1

Full Text:
Verordnung über die Prüfung zum anerkannten Abschluss Geprüfter Industriemeister/Geprüfte Industriemeisterin - Fachrichtung Papiererzeugung (PapIndMeistPrV 2005)
§ 1 Ziel der Prüfung und Bezeichnung des Abschlusses

(1) Die zuständige Stelle kann berufliche Fortbildungsprüfungen zum
Geprüften Industriemeister/zur Geprüften Industriemeisterin -
Fachrichtung Papiererzeugung nach den §§ 2 bis 9 durchführen, in denen
die auf einen beruflichen Aufstieg abzielende Erweiterung der
beruflichen Handlungsfähigkeit nachzuweisen ist.

(2) Ziel der Prüfung ist der Nachweis der Qualifikation zum Geprüften
Industriemeister/zur Geprüften Industriemeisterin - Fachrichtung
Papiererzeugung und damit die Befähigung:

1.  in Unternehmen unterschiedlicher Größe und Branchenzugehörigkeit sowie
    in verschiedenen Bereichen und Tätigkeitsfeldern eines Unternehmens
    Sach-, Organisations- und Führungsaufgaben wahrzunehmen und

2.  sich auf verändernde Methoden und Systeme in der Produktion, auf sich
    verändernde Strukturen der Arbeitsorganisation und auf neue Methoden
    der Organisationsentwicklung, der Personalführung und -entwicklung
    flexibel einzustellen sowie den technisch-organisatorischen Wandel im
    Unternehmen mitzugestalten.

(3) Durch die Prüfung ist festzustellen, ob die Qualifikation
vorhanden ist, folgende im Zusammenhang stehende Aufgaben eines
Geprüften Industriemeisters/einer Geprüften Industriemeisterin -
Fachrichtung Papiererzeugung wahrnehmen zu können:

1.  Produktionsabläufe überwachen; über den Einsatz der Betriebs- und
    Produktionsmittel entscheiden und deren Erhaltung und
    Betriebsbereitschaft gewährleisten; für die Einhaltung der Qualitäts-
    und Quantitätsvorgaben sorgen; Maßnahmen zur Vermeidung und Behebung
    von Betriebsstörungen einleiten und die bedarfsgerechte
    Energieversorgung im Betrieb sichern; die Arbeitsplätze nach
    ergonomischen Gesichtspunkten gestalten und die Arbeitsstätten unter
    Beachtung entsprechender Vorschriften, Verordnungen und Normen
    einrichten; technologische Weiterentwicklungen im Unternehmen
    umsetzen; das An- und Abfahren von Anlagen organisieren und
    überwachen; den Werterhalt von Materialien und Produkten bei Transport
    und Lagerung sicherstellen sowie Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
    disponieren; bei der Entwicklung von Vorschlägen für neue technische
    Konzepte mitarbeiten und den kontinuierlichen Verbesserungsprozess
    mitgestalten;

2.  Arbeitsabläufe einschließlich des Einsatzes von Roh-, Hilfs- und
    Betriebsstoffen planen und an der Planung und Umsetzung neuer
    Produktionsprozesse mitwirken; Kostenentwicklung überwachen und auf
    einen wirtschaftlichen Ablauf achten; bei der Auswahl und Beschaffung
    von Apparaten, Anlagen und Einrichtungen mitwirken; Qualitäts- und
    Quantitätsvorgaben planen und für die Einhaltung der Termine sorgen;
    die Instandhaltung in Abstimmung mit den zuständigen Mitarbeitern und
    Mitarbeiterinnen sowie den beteiligten betrieblichen Bereichen
    koordinieren und überwachen; die Einhaltung von Arbeitsschutz-,
    Umwelt- und Gesundheitsvorschriften gewährleisten; Mitarbeiter,
    Mitarbeiterinnen und beteiligte betriebliche Bereiche rechtzeitig und
    angemessen informieren;

3.  Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen im Sinne der Unternehmensziele führen
    und ihnen Aufgaben unter Berücksichtigung betrieblicher Vorgaben, nach
    betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten und unter Abwägung ihrer
    individuellen Eignung, Kompetenz und Interessen zuordnen; sie zu
    selbstständigem, verantwortlichem Handeln anleiten, motivieren und an
    Entscheidungsprozessen beteiligen; bei der Planung des Personalbedarfs
    und bei Stellenbesetzungen mitwirken; Gruppen betreuen und moderieren;
    die zielorientierte Kooperation und Kommunikation zwischen und mit den
    Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen, mit den Führungskräften sowie mit
    dem Betriebsrat fördern; die Beurteilung einzelner und einer Gruppe
    durchführen und entsprechende Personalentwicklungsmaßnahmen
    veranlassen; die Innovationsbereitschaft der Mitarbeiter und
    Mitarbeiterinnen fördern; neue Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in
    ihre Arbeitsbereiche einführen; die Ausbildung der zugeteilten
    Auszubildenden verantworten; Qualitäts- und Umweltmanagementziele
    kontinuierlich umsetzen sowie Qualitätsbewusstsein, Umweltbewusstsein
    und Kundenorientierung der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen fördern.

(4) Die erfolgreich abgelegte Prüfung führt zum anerkannten Abschluss
Geprüfter Industriemeister/Geprüfte Industriemeisterin - Fachrichtung
Papiererzeugung.

Collections: bundestag_gesetze
PapIndMeistPrV-2005
Level: 2.0