Source: https://www.gesetze-im-internet.de/htdbwvaprv/__24.html
Legislation: htdbwvaprv

Title: § 24 Praxisarbeit

Description:
Verordnung über den Vorbereitungsdienst für den höheren technischen Verwaltungsdienst in der Bundeswehrverwaltung im Verwendungsbereich Wehrtechnik (HtDBWVAPrV)
Kapitel 4 - Prüfungen
§ 24 Praxisarbeit

Paragraph: 24

Full Text:
Verordnung über den Vorbereitungsdienst für den höheren technischen Verwaltungsdienst in der Bundeswehrverwaltung im Verwendungsbereich Wehrtechnik (HtDBWVAPrV)
Kapitel 4 - Prüfungen
§ 24 Praxisarbeit

(1) Die Praxisarbeit soll erkennen lassen, dass die Referendarin oder
der Referendar zur selbständigen Bearbeitung von und zur Mitarbeit an
Projekten und Aufgaben der Ausbildungsdienststelle innerhalb einer
vorgegebenen Zeit fähig ist. Die Ergebnisse der Arbeit und ihre
Bewertung durch die Prüfungskommission sind schriftlich zu
dokumentieren. Die Praxisarbeit ist den Prüfenden im Rahmen einer
Präsentation vorzustellen. Die Dauer der Präsentation soll 30 Minuten
nicht überschreiten.

(2) Das Thema der Praxisarbeit wird vom Oberprüfungsamt festgelegt und
ausgegeben. Für das Thema macht die Ausbildungsdienststelle, die von
der Ausbildungsleitung zur Betreuung der Arbeit bestimmt ist, dem
Prüfungsausschuss Wehrtechnik des Oberprüfungsamts einen Vorschlag.
Die Referendarin oder der Referendar kann für die eigene Praxisarbeit
Themenwünsche äußern.

(3) Die Praxisarbeit ist innerhalb von sechs Wochen nach Aushändigung
des Themas anzufertigen und beim Oberprüfungsamt im Original
einzureichen. Liegen triftige Gründe vor, kann die Direktorin oder der
Direktor des Oberprüfungsamts die Frist auf schriftlichen oder
elektronischen Antrag um höchstens drei Wochen verlängern. Der Antrag
ist unverzüglich auf dem Dienstweg beim Oberprüfungsamt zu stellen.
Die Einstellungsbehörde nimmt zu dem Antrag Stellung.

(4) Die Praxisarbeit ist ohne fremde Hilfe anzufertigen; alle
benutzten Quellen und Hilfsmittel sind anzugeben. In einer Erklärung,
die vor dem Textteil der Arbeit einzuheften ist, haben die
Referendarinnen und Referendare zu versichern, dass keine anderen als
die angegebenen Hilfsmittel verwendet worden sind. Die Erklärung ist
eigenhändig zu unterschreiben.

(5) Die Praxisarbeit wird von den Prüfenden unabhängig voneinander
nach einem vorab von ihnen gemeinsam festgelegten Bewertungsmaßstab
nach § 29 bewertet. Die oder der Zweitprüfende darf Kenntnis von der
Bewertung der oder des Erstprüfenden haben. Weichen die Bewertungen
voneinander ab, entscheidet die oder der Vorsitzende des für das
wehrtechnische Fachgebiet des Prüflings zuständigen
Prüfungsausschusses im Rahmen der vergebenen Rangpunkte; die
Entscheidung ist schriftlich zu begründen.

(6) Haben Referendarinnen oder Referendare die geforderte Praxisarbeit
nicht oder nicht fristgerecht abgegeben, gilt sie als mit „ungenügend
(0 Rangpunkte)“ bewertet.

(7) Das Oberprüfungsamt gibt das Ergebnis der Praxisarbeit den
Referendarinnen und Referendaren spätestens zwei Monate nach
Abgabetermin schriftlich bekannt.

(8) Die Verfasserin oder der Verfasser der Praxisarbeit kann
frühestens fünf Jahre nach Beendigung des Vorbereitungsdienstes
verlangen, dass ihr oder ihm die Arbeit überlassen wird.

Collections: bundestag_gesetze
HtDBWVAPrV
Level: 3.0