Source: https://www.gesetze-im-internet.de/strlschv_2018/__53.html
Legislation: strlschv_2018

Title: § 53 Abgrenzung, Kennzeichnung und Sicherung von Strahlenschutzbereichen

Description:
Verordnung zum Schutz vor der schädlichen Wirkung ionisierender Strahlung (StrlSchV 2018)
Teil 2 - Strahlenschutz bei geplanten Expositionssituationen
Kapitel 6 - Anforderungen im Zusammenhang mit der Ausübung von Tätigkeiten
Abschnitt 1 - Physikalische Strahlenschutzkontrolle; Strahlenschutzbereiche
§ 53 Abgrenzung, Kennzeichnung und Sicherung von Strahlenschutzbereichen

Paragraph: 53

Full Text:
Verordnung zum Schutz vor der schädlichen Wirkung ionisierender Strahlung (StrlSchV 2018)
Teil 2 - Strahlenschutz bei geplanten Expositionssituationen
Kapitel 6 - Anforderungen im Zusammenhang mit der Ausübung von Tätigkeiten
Abschnitt 1 - Physikalische Strahlenschutzkontrolle; Strahlenschutzbereiche
§ 53 Abgrenzung, Kennzeichnung und Sicherung von Strahlenschutzbereichen

(1) Der Strahlenschutzverantwortliche hat dafür zu sorgen, dass
Kontrollbereiche nach § 52 Absatz 2 Satz 1 Nummer 2 abgegrenzt und
zusätzlich zur Kennzeichnung nach § 91 Absatz 1 deutlich sichtbar und
dauerhaft mit dem Zusatz „Kontrollbereich“ gekennzeichnet werden. Die
zuständige Behörde kann Ausnahmen von Satz 1 gestatten, wenn dadurch
Einzelne oder die Allgemeinheit nicht gefährdet werden.

(2) Im Falle von Kontrollbereichen, in denen ausschließlich
Röntgeneinrichtungen oder genehmigungsbedürftige Störstrahler
betrieben werden, hat der Strahlenschutzverantwortliche dafür zu
sorgen, dass diese Bereiche während der Einschaltzeit und der
Betriebsbereitschaft mindestens mit den Worten „Kein Zutritt –
Röntgen“ gekennzeichnet werden. Die dauerhafte Kennzeichnung nach
Absatz 1 Satz 1 und § 91 Absatz 1 ist entbehrlich.

(3) Der Strahlenschutzverantwortliche hat dafür zu sorgen, dass
Sperrbereiche nach § 52 Absatz 2 Satz 1 Nummer 3 abgegrenzt und
zusätzlich zur Kennzeichnung nach § 91 Absatz 1 deutlich sichtbar und
dauerhaft mindestens mit dem Zusatz „Sperrbereich – Kein Zutritt“
gekennzeichnet werden. Er hat dafür zu sorgen, dass die Sperrbereiche
so abgesichert werden, dass Personen, auch mit einzelnen Körperteilen,
nicht unkontrolliert hineingelangen können. Die zuständige Behörde
kann Ausnahmen von den Sätzen 1 und 2 gestatten, wenn dadurch Einzelne
oder die Allgemeinheit nicht gefährdet werden.

(4) Sperrbereiche, die innerhalb eines Teiles eines Röntgen- oder
Bestrahlungsraumes eingerichtet sind, müssen abweichend von Absatz 3
nicht gesondert gekennzeichnet oder abgegrenzt werden, wenn sich in
dem Röntgen- oder Bestrahlungsraum während der Einschaltzeit der
Röntgeneinrichtung, der Anlage zur Erzeugung ionisierender Strahlung
oder der Bestrahlungsvorrichtung nur die folgenden Personen aufhalten
können:

1.  Personen, an denen ionisierende Strahlung angewendet wird,

2.  Betreuungs- oder Begleitpersonen oder

3.  Personen, die ionisierende Strahlung anwenden und deren Aufenthalt in
    unmittelbarer Nähe der zu behandelnden Person erforderlich ist.

(5) Beim ortsveränderlichen Umgang mit radioaktiven Stoffen und beim
ortsveränderlichen Betrieb von Anlagen zur Erzeugung ionisierender
Strahlung, Röntgeneinrichtungen, Störstrahlern oder
Bestrahlungsvorrichtungen hat der Strahlenschutzverantwortliche dafür
zu sorgen, dass ein einzurichtender Kontrollbereich so abgegrenzt und
gekennzeichnet wird, dass unbeteiligte Personen diesen nicht
unbeabsichtigt betreten können. Kann ausgeschlossen werden, dass
unbeteiligte Personen den Kontrollbereich unbeabsichtigt betreten
können, ist die Abgrenzung nicht erforderlich. Eine zusätzliche
Abgrenzung oder Kennzeichnung von Sperrbereichen innerhalb des
Kontrollbereichs ist nicht erforderlich.

Collections: bundestag_gesetze
StrlSchV-2018
Level: 5.0