Source: https://www.gesetze-im-internet.de/pmelekprv/__5.html
Legislation: pmelekprv

Title: § 5 Prüfungsteil „Handlungsfeldübergreifende Fachaufgaben“

Description:
Verordnung über die Prüfung zum anerkannten Fortbildungsabschluss Geprüfter Prozessmanager Elektrotechnik und Geprüfte Prozessmanagerin Elektrotechnik (Certified Process Manager - Electric/Electronics) (PMElekPrV)
§ 5 Prüfungsteil „Handlungsfeldübergreifende Fachaufgaben“

Paragraph: 5

Full Text:
Verordnung über die Prüfung zum anerkannten Fortbildungsabschluss Geprüfter Prozessmanager Elektrotechnik und Geprüfte Prozessmanagerin Elektrotechnik (Certified Process Manager - Electric/Electronics) (PMElekPrV)
§ 5 Prüfungsteil „Handlungsfeldübergreifende Fachaufgaben“

(1) Im Prüfungsteil „Handlungsfeldübergreifende Fachaufgaben“ soll die
Befähigung nachgewiesen werden, Aufgaben des Engineerings unter
technischen, organisatorischen, betriebswirtschaftlichen und
personellen Gesichtspunkten, sowie unter Beachtung von Vorschriften,
Regelwerken und Vorgaben bearbeiten und dabei Analysen durchführen,
Konzepte für Lösungen entwickeln und Planungen durchführen zu können.
Insbesondere sollen folgende Befähigungen nachgewiesen werden:

1.  Erstellen von technischen Spezifikationen, einschließlich

    a)  Erfassen, Analysieren und Bewerten von Anforderungen unter Anwendung
        von technischen Prinzipien, Regeln und Verfahren,

    b)  Erstellen qualifizierter Anforderungsprofile für technisch-
        organisatorische Lösungen bezogen auf Produkte oder Prozesse unter
        Berücksichtigung technischer Daten, Standards, Kosten, Energie- und
        Ressourceneffizienz, Umweltschutz sowie Kundenanforderungen,

    c)  Auswählen und Festlegen von Testverfahren zum Nachweis der
        Spezifikationen;

2.  Erstellen von technischen Lösungen, einschließlich

    a)  Entwerfen, Bewerten und Auswählen von Lösungskonzepten unter
        Berücksichtigung der Personal- und Sachaufwendungen, Investitionen und
        Realisierungszeiten,

    b)  Festlegen und Entwickeln der technischen Ausführung als Produkt-,
        System- oder Prozessdesign,

    c)  Auswählen und Festlegen von Verfahren und Plänen zur Überprüfung
        funktionaler und leistungsbezogener Spezifikation einschließlich
        sicherheitstechnischer Anforderungen, nachhaltigen Energie- und
        Ressourcenmanagements und Qualitätsstandards.

(2) Zum Nachweis der Befähigung sind zwei Situationsaufgaben
schriftlich zu bearbeiten. Eine Situationsaufgabe soll
schwerpunktmäßig die Befähigungen nach Absatz 1 Nummer 1 in Form eines
Lastenheftes in praxisüblicher Form, die andere Situationsaufgabe
schwerpunktmäßig die Befähigungen nach Absatz 1 Nummer 2 in Form eines
Pflichtenheftes in praxisüblicher Form thematisieren.
Qualifikationsinhalte aus dem Prüfungsteil „Personalmanagement“ sollen
jeweils berücksichtigt werden. Die Prüfungsdauer der einzelnen
Situationsaufgaben beträgt jeweils mindestens 120 Minuten, insgesamt
jedoch nicht mehr als 300 Minuten.

(3) Wurde in nicht mehr als einer Situationsaufgabe eine mangelhafte
Prüfungsleistung erbracht, ist eine mündliche Ergänzungsprüfung
anzubieten. Bei einer ungenügenden schriftlichen Prüfungsleistung
besteht diese Möglichkeit nicht. Die Ergänzungsprüfung soll in der
Regel nicht länger als 20 Minuten dauern. Die Bewertung der
schriftlichen Prüfungsleistung und die der mündlichen
Ergänzungsprüfung werden zu einer Prüfungsleistung zusammengefasst.
Dabei wird die Bewertung der schriftlichen Prüfungsleistung doppelt
gewichtet.

Collections: bundestag_gesetze
PMElekPrV
Level: 2.0