Source: https://www.gesetze-im-internet.de/strlschv_2018/__137.html
Legislation: strlschv_2018

Title: § 137 Weitere Anwendungsverbote und Anwendungsbeschränkungen

Description:
Verordnung zum Schutz vor der schädlichen Wirkung ionisierender Strahlung (StrlSchV 2018)
Teil 2 - Strahlenschutz bei geplanten Expositionssituationen
Kapitel 6 - Anforderungen im Zusammenhang mit der Ausübung von Tätigkeiten
Abschnitt 9 - Besondere Anforderungen bei der Anwendung radioaktiver Stoffe oder ionisierender Strahlung zum Zweck der medizinischen Forschung
§ 137 Weitere Anwendungsverbote und Anwendungsbeschränkungen

Paragraph: 137

Full Text:
Verordnung zum Schutz vor der schädlichen Wirkung ionisierender Strahlung (StrlSchV 2018)
Teil 2 - Strahlenschutz bei geplanten Expositionssituationen
Kapitel 6 - Anforderungen im Zusammenhang mit der Ausübung von Tätigkeiten
Abschnitt 9 - Besondere Anforderungen bei der Anwendung radioaktiver Stoffe oder ionisierender Strahlung zum Zweck der medizinischen Forschung
§ 137 Weitere Anwendungsverbote und Anwendungsbeschränkungen

(1) Der Strahlenschutzverantwortliche hat dafür zu sorgen, dass
radioaktive Stoffe oder ionisierende Strahlung zum Zweck der
medizinischen Forschung an einer schwangeren Person oder an einer
Person, die auf gerichtliche oder behördliche Anordnung in einer
Anstalt untergebracht ist, nicht angewendet werden. Der
Strahlenschutzverantwortliche hat dafür zu sorgen, dass radioaktive
Stoffe zum Zweck der medizinischen Forschung an einer stillenden
Person nicht angewendet werden.

(2) Der Strahlenschutzverantwortliche hat dafür zu sorgen, dass die
durch das Forschungsvorhaben bedingte effektive Dosis für eine im
Sinne des Forschungsvorhabens gesunde Person den Grenzwert von 20
Millisievert nicht überschreitet.

(2a) Der Strahlenschutzverantwortliche hat dafür zu sorgen, dass die
Summe der studienbedingten effektiven Dosen durch nach § 32 Absatz 1
Satz 1 Nummer 1 Buchstabe b des Strahlenschutzgesetzes angezeigte
Anwendungen an minderjährigen, kranken Menschen, die im Rahmen eines
Forschungsvorhabens erfolgen, den Grenzwert von 6 Millisievert nicht
überschreitet.

(3) Der Strahlenschutzverantwortliche hat dafür zu sorgen, dass von
der Anwendung eine im Sinne des Forschungsvorhabens gesunde Person
ausgeschlossen wird, bei der in den vergangenen zehn Jahren eine
Anwendung radioaktiver Stoffe oder ionisierender Strahlung zum Zweck
der medizinischen Forschung oder zur Behandlung stattgefunden hat,
wenn durch die erneute Anwendung zum Zweck der medizinischen Forschung
eine effektive Dosis von mehr als 10 Millisievert zu erwarten ist.

(4) Der Strahlenschutzverantwortliche hat dafür zu sorgen, dass
radioaktive Stoffe oder ionisierende Strahlung an einer im Sinne des
Forschungsvorhabens gesunden Person, die das 50. Lebensjahr nicht
vollendet hat, nur dann zum Zweck der medizinischen Forschung
angewendet werden, wenn dies zur Erreichung des Forschungszieles
besonders notwendig ist.

Collections: bundestag_gesetze
StrlSchV-2018
Level: 5.0