Source: https://www.gesetze-im-internet.de/h_rakausbv/__22.html
Legislation: hoerakausbv

Title: Anlage Ausbildungsrahmenplan für die Berufsausbildung zum Hörakustiker und zur Hörakustikerin

Description:
Verordnung über die Berufsausbildung zum Hörakustiker und zur Hörakustikerin (HörAkAusbV)
Abschnitt 4 - Schlussvorschriften
Anlage Ausbildungsrahmenplan für die Berufsausbildung zum Hörakustiker und zur Hörakustikerin

Paragraph: 22

Full Text:
Verordnung über die Berufsausbildung zum Hörakustiker und zur Hörakustikerin (HörAkAusbV)
Abschnitt 4 - Schlussvorschriften
Anlage Ausbildungsrahmenplan für die Berufsausbildung zum Hörakustiker und zur Hörakustikerin

(Fundstelle: BGBl. I 2016, 1017 - 1024)

**Abschnitt A: berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und
Fähigkeiten**

*    *   Lfd.
        Nr.

    *   Teil des
        Ausbildungsberufsbildes

    *   Zu vermittelnde
        Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten

    *   Zeitliche Richtwerte
        in Wochen im

*    *   1. bis 18.
        Monat

    *   19. bis 36.
        Monat

*    *   1

    *   2

    *   3

    *   4

*    *   1

    *   Individuelle Hörprofile bestimmen und beurteilen
        (§ 4 Absatz 2 Nummer 1)

    *
        a)  ärztliche Verordnungen auswerten und Indikationsstellungen für
            Hörsystemversorgungen aus berufsspezifischer Sicht prüfen

        b)  berufsspezifische Anamnesen im Hinblick auf Art, Grad und Verlauf der
            Hörschädigung, Kommunikation und Hörbeeinträchtigungen durchführen und
            dabei den medizinischen Verlauf, insbesondere Allergien, Medikationen,
            feinmotorische Fähigkeiten und Sehbeeinträchtigungen, berücksichtigen

        c)  psychosoziale Situation von Patientinnen und Patienten erfassen

    *   5

    *

*    *
        d)  ärztliche Diagnosen und eigene Befunde, insbesondere im Hinblick auf
            die Hörsystemversorgung, einordnen

        e)  Auswirkungen der psychosozialen Situation von Patientinnen und
            Patienten auf die Hör- und Kommunikationsfähigkeit unter
            Berücksichtigung wahrnehmungspsychologischer Gesichtspunkte
            einschätzen

        f)  Hörbedarf unter Berücksichtigung der individuellen Hörsituationen
            sowie Wünsche und Erwartungen der Patientinnen und Patienten
            ermitteln, beurteilen und dokumentieren

        g)  hörbeeinträchtigende Befunde, insbesondere Tinnitus, unterscheiden
            sowie Kontraindikationen der Hörsystemversorgung erkennen und
            Patientinnen und Patienten über Indikationen und Kontraindikationen
            für die Hörsystemversorgung informieren

    *
    *   8

*    *   2

    *   Berufsspezifische audiologische und otoskopische Befunde erheben und
        bewerten
        (§ 4 Absatz 2 Nummer 2)

    *
        a)  Arbeitsmittel für die otoskopische Befunderhebung vorbereiten und
            Patientinnen und Patienten in die Vorgehensweise einweisen

        b)  anatomische und pathologische Gegebenheiten der Patientinnen und
            Patienten mittels Otoskopie erkennen und berücksichtigen

        c)  akustische Eigenschaften von Messräumen ermitteln und beurteilen

        d)  Messverfahren zur Ermittlung der akustischen Kenndaten auswählen und
            anwenden

        e)  den Patientinnen und Patienten die audiometrischen Messabläufe
            bedarfsgerecht erklären und in diese Messabläufe einweisen

        f)  Hörschwellen mittels Reintonaudiometrie über Luftleitung und
            Knochenleitung ermitteln, Unbehaglichkeitsschwellen mittels
            Reintonaudiometrie über Luftleitung ermitteln sowie
            frequenzspezifische Pegel des angenehmen Hörens messtechnisch erfassen

    *   11

    *

*    *
    *
    *
        g)  Sprachverständlichkeit, Unbehaglichkeitsschwelle und den Bereich des
            angenehmen Hörens in Ruhe ermitteln

        h)  Vertäubungsregeln bei der Reinton- und Sprachaudiometrie anwenden

        i)  audiometrische Messergebnisse nach Schallleitungs-, Schallempfindungs-
            und kombinierter Schwerhörigkeit sowie zentrale Störungen
            klassifizieren

    *
    *

*    *
        j)  audiologisch und psychologisch relevante Tinnitusparameter ermitteln
            sowie weiterführende Messungen zur Verdeckbarkeit durchführen

        k)  den Zusammenhang zwischen Hörbeeinträchtigung und Sprachentwicklung
            beurteilen

        l)  unter Beachtung psychologischer Gesichtspunkte und Einhaltung der
            Hygieneregeln das Außenohr einschließlich Trommelfell auf seine
            anatomischen Eigenschaften und pathologischen Veränderungen mittels
            einer Otoskopie untersuchen

        m)  pathologische Befunde erkennen, bewerten, dokumentieren und den
            Patientinnen und Patienten erläutern

        n)  Arbeitsmittel und Geräte für die audiometrische Ermittlung der
            akustischen Kenndaten vorbereiten, auf Funktionsfähigkeit prüfen und
            unter Berücksichtigung der einschlägigen Vorschriften einstellen sowie
            gegebenenfalls Maßnahmen zur Störungsbeseitigung einleiten und
            Ergebnisse dokumentieren

        o)  Ergebnisse audiometrischer Messungen auf Plausibilität prüfen sowie
            norm- und sachgerecht darstellen, auswerten und den Patientinnen und
            Patienten erläutern

        p)  sprachaudiometrische Testmaterialien hinsichtlich ihres phonetischen
            Aufbaus und der Indikation sowie Störgeräusche auswählen

        q)  objektive audiologische Messverfahren, insbesondere Impedanzmessungen,
            Stapediusreflexschwellen und otoakustische Emissionen, unterscheiden
            und ärztliche Dokumentationen berücksichtigen

        r)  Impedanzmessungen durchführen und Stapediusreflexschwellen bestimmen,
            interpretieren sowie bei Auffälligkeiten über weitere Vorgehensweisen
            entscheiden

        s)  mit Hilfe psychoakustischer Tests ergänzende akustische Kenndaten des
            Gehörs, insbesondere unter Anwendung von Skalierungsverfahren,
            ermitteln, auswerten und die Ergebnisse Patientinnen und Patienten
            erklären

        t)  sprachaudiometrische Kenndaten des Gehörs im Störgeräusch ermitteln

        u)  Messergebnisse unter Einbeziehung der Anatomie und Physiologie des
            Mittel- und Innenohres sowie der zentralen Hörbahnen beurteilen,
            insbesondere in Bezug auf Frequenz-, Zeit- und
            Amplitudenauflösungsvermögen

    *
    *   16

*    *
    *
    *
        v)  audiologische Kenndaten und Hörgerätekenndaten zusammenführen

    *
    *

*    *   3

    *   Patientinnen und Patienten hinsichtlich der Versorgungsmöglichkeiten
        mit Hörsystemen, Hörassistenzsystemen und Sonderversorgungen sowie
        Zubehör beraten und dabei individuelle Hörerwartungen einbeziehen
        (§ 4 Absatz 2 Nummer 3)

    *
        a)  Patientinnen und Patienten unter Berücksichtigung der jeweiligen
            Kostenträger und vertraglicher sowie normativer Regelungen über den
            individuellen Versorgungsablauf einer Hörsystemanpassung beraten

        b)  Patientinnen und Patienten über ermittelte Befunde unter Anwendung der
            Kenntnisse zur Anatomie und Physiologie des Ohres informieren

        c)  kulturelle Identitäten der Patientinnen und Patienten berücksichtigen

    *   4

    *

*    *
        d)  Patientinnen und Patienten Indikationen und Kontraindikationen für
            Hörsystemversorgungen erklären, Möglichkeiten und Grenzen des
            Hörsystems aufzeigen sowie zum Tragen des Hörsystems motivieren

        e)  Patientinnen und Patienten auf Grundlage des ermittelten Hörbedarfs
            bei Auswahl der Hörsysteme, Hörassistenzsysteme und Sonderversorgungen
            sowie Zubehör beraten

        f)  Hörsystemversorgung bei Erwachsenen und Kindern unterscheiden

        g)  Testverfahren zur Bestimmung der Hörschädigung bei Erwachsenen und
            Kindern unterscheiden

        h)  Entwicklungsunterschiede zwischen hörgeschädigten und normalhörenden
            Kindern beachten und Erziehungsberechtigte informieren

        i)  Erziehungsberechtigte über Besonderheiten bei der Versorgung mit
            Hörsystemen bei Kindern informieren

        j)  Erziehungsberechtigte über das rechtliche Umfeld der Kinderversorgung
            informieren und Beteiligten die Rehabilitationsmöglichkeiten für
            hörgeschädigte Kinder unter Berücksichtigung der an der
            Kinderversorgung beteiligten Institutionen erläutern

        k)  Tinnitusberatung, insbesondere bezüglich rehabilitativer technischer
            Möglichkeiten, auf Basis der ermittelten Messergebnisse und weiterer
            Daten durchführen

        l)  Patientinnen und Patienten über die Möglichkeiten der Versorgung mit
            Implantaten und über die Vor- und Nachteile von Implantaten
            informieren

        m)  Patientinnen und Patienten über Gefahren der Lärmeinwirkung aufklären,
            über Gehörschutzmittel beraten und zum Tragen der Gehörschutzmittel
            motivieren

        n)  Patientinnen und Patienten zu Hörtaktiken und über Möglichkeiten des
            Hörtrainings beraten

    *
    *   9

*    *   4

    *   Dreidimensionale Abbilder des äußeren Ohres erstellen
        (§ 4 Absatz 2 Nummer 4)

    *
        a)  Arbeitsplatz vorbereiten und vorgesehene Arbeitsmittel überprüfen

        b)  Vertrauensverhältnis zu Patientinnen und zu Patienten aufbauen,
            Patientinnen und Patienten in Abbildungsverfahren einweisen und dazu
            psychologische Gesichtspunkte, insbesondere über die Distanzzone,
            berücksichtigen

    *
    *

*    *
    *
    *
        c)  äußeres Ohr unter Beachtung der Hygienevorschriften otoskopieren sowie
            Ohrmuschel, Gehörgang und Trommelfell beurteilen und den Befund
            dokumentieren

        d)  Reinigungsbedarf sowie andere Hinderungsgründe für das Abbilden
            erkennen

        e)  Maßnahmen zum Schutz des Ohres treffen

        f)  Abbilder des äußeren Ohres einschließlich der zweiten
            Gehörgangskrümmung unter Einhaltung der Hygieneregeln erstellen

        g)  Nutzbarkeit des Abbildes überprüfen

    *   10

    *

*    *
        h)  bei Reinigungsbedarf sowie anderen Hinderungsgründen für das Abbilden
            über weiteres Vorgehen entscheiden und dieses einleiten

        i)  Abbilder unter Beachtung anatomischer, pathologischer, akustischer,
            hörsystemtechnischer sowie kosmetischer Gegebenheiten bearbeiten

    *
    *   4

*    *   5

    *   Otoplastiken, individuellen Gehörschutz und Sonderotoplastiken
        herstellen
        (§ 4 Absatz 2 Nummer 5)

    *
        a)  Verfahren und Werkstoffe für die Herstellung von Otoplastiken
            auswählen

        b)  Arten und Formen von Otoplastiken unter Berücksichtigung
            patientenspezifischer Gegebenheiten auswählen und anfertigen

        c)  Otoplastiken durch Bohren, Fräsen und Schleifen entsprechend den
            patientenspezifischen Gegebenheiten modifizieren

    *   10

    *

*    *
        d)  Hohlschalen zur Aufnahme von Bauteilen adaptierfähig erstellen und
            bearbeiten

        e)  Sonderformen von Otoplastiken, insbesondere Auflageplastiken,
            herstellen und bearbeiten

        f)  Otoplastiken zum Schutz des Außenohres vor Staub und Flüssigkeiten
            herstellen und anpassen

        g)  Schallpegel zur orientierenden Einschätzung einer Lärmsituation messen
            und Ergebnisse bewerten

        h)  persönliche Gehörschutzmittel nach Lärmpegel, Frequenzspektrum und
            Einwirkzeit auswählen, herstellen und anpassen

    *
    *   8

*    *   6

    *   Hörsysteme und Hörassistenzsysteme entsprechend dem individuellen
        Hörprofil anpassen
        (§ 4 Absatz 2 Nummer 6)

    *
        a)  Messverfahren für die Hörsystemanpassung auswählen

        b)  Patientinnen und Patienten über Hörassistenzsysteme und ihre
            Einsatzbereiche beraten

        c)  Patientinnen und Patienten über Zubehör informieren

        d)  Patientinnen und Patienten in der Handhabung und Pflege der
            angepassten Systeme und des Zubehörs einweisen und zur selbständigen
            Handhabung der angepassten Systeme und des Zubehörs anleiten

    *   12

    *

*    *
        e)  Hörsysteme unter Berücksichtigung des individuellen Hörprofils, der
            Wünsche von Patientinnen und Patienten und der audiologischen
            Gegebenheiten auswählen, dabei Bauform, Schallübertragung, digitale
            Signalverarbeitung, Arten der Begrenzung und Reglungsart,
            Handhabungsmöglichkeiten, Schnittstellen für Hörassistenzsysteme sowie
            Sonderversorgungen, insbesondere CROS-Versorgung, berücksichtigen

    *
    *

*    *
    *
    *
        f)  Otoplastiken nach audiologischen Erfordernissen,
            Handhabungsmöglichkeiten und den Wünschen von Patientinnen und
            Patienten auswählen

        g)  Anpassverfahren wählen und Hörsysteme voreinstellen

        h)  pathophysiologische Vorgänge im Hörorgan bei der Hörsystemversorgung
            berücksichtigen und hörbeeinträchtigende Befunde, insbesondere
            Tinnitus, beachten

        i)  akustische Wiedergabekurven und Kenndaten von Hörsystemen,
            einschließlich Regelungen, Begrenzungen und adaptiver Parameter, in
            der Messbox und durch In-Situ-Messungen ermitteln und darstellen

        j)  Frequenzgang von Hörsystemen durch akustische, elektronische und
            mechanische Maßnahmen beeinflussen sowie Dynamikverhalten von
            Hörsystemen durch Regelung und Begrenzungen einstellen

        k)  vergleichende Anpassung mittels Sprachtest im Störgeräusch und in Ruhe
            durchführen und auswerten

        l)  induktive Übertragungseigenschaften von Hörsystemen einstellen

        m)  gewählte Einstellungen mittels In-Situ-Messungen prüfen

        n)  Hörsystemeinstellungen im Rahmen der Feinanpassung unter Nutzung
            psychoakustischer Daten, insbesondere Lautheit, Tonheit,
            Frequenzabhängigkeit und Dynamikverhalten des Hörens, durchführen und
            durch Hörerfolgskontrollmessungen überprüfen

        o)  Hörassistenzsysteme auswählen und hinsichtlich ihres Nutzens für die
            Patientinnen und Patienten und der Kompatibilität der Schnittstellen
            prüfen

        p)  Hörassistenzsysteme anpassen und Patientinnen und Patienten in die
            Handhabung einweisen

        q)  Hörsysteme, Kombigeräte sowie Tinnitusmasker, die den Tinnitus
            maskieren, hemmen und mildern, anpassen

        r)  Hörsystemeinstellungen abschließend dokumentieren

    *
    *   18

*    *   7

    *   Patientinnen und Patienten betreuen und Rehabilitationsmaßnahmen
        durchführen
        (§ 4 Absatz 2 Nummer 7)

    *
        a)  Patientinnen und Patienten zur Wahrnehmung der regelmäßigen Nachsorge
            und ohrenfachärztlichen Kontrollen motivieren

        b)  Patientinnen und Patienten auf Selbsthilfegruppen und Beratungsstellen
            hinweisen

        c)  Angehörige über psychosoziale Verhaltensweisen von Patientinnen und
            Patienten und über die Funktion des Hörsystems informieren sowie im
            Umgang mit Hörgeschädigten beraten

    *   3

    *

*    *
        d)  Hörsysteme gemäß dem sich ändernden Gehör sowie der Hörerwartung und
            Gewöhnung nachjustieren, insbesondere Otoplastiken und
            Dynamikverhalten modifizieren und, falls erforderlich, die Handhabung
            mit Patientinnen und Patienten üben

    *
    *

*    *
    *
    *
        e)  Patientinnen und Patienten ergänzend über Hörassistenzsysteme und
            Zubehör beraten und einweisen sowie Hörassistenzsysteme und Zubehör
            anpassen

        f)  Patientinnen und Patienten über Methoden und Möglichkeiten des
            Hörtrainings informieren

        g)  Patientinnen und Patienten über Rehabilitationsmaßnahmen zum Tinnitus
            beraten

    *
    *   5

*    *   8

    *   Service- und Instandhaltungsmaßnahmen an Hörsystemen,
        Hörassistenzsystemen und Sonderversorgungen sowie Zubehör durchführen
        (§ 4 Absatz 2 Nummer 8)

    *
        a)  Otoplastiken reinigen und reparieren sowie Schallschläuche erneuern

        b)  Funktionsfähigkeit von Hörsystemen, Hörassistenzsystemen und
            Sonderversorgungen sowie Zubehör durch visuelle Kontrolle, Abhören und
            messtechnische Erfassung der Kenndaten prüfen und dokumentieren sowie
            Service- und Instandhaltungsmaßnahmen durchführen

        c)  induktive Übertragungseigenschaften von Hörsystemen beurteilen

        d)  elektrische Kontakte prüfen und reinigen

        e)  Stromaufnahme von Hörsystemen messen

        f)  Patientinnen und Patienten die Vor- und Nachteile verschiedener
            Energiequellen erläutern

    *   6

    *

*    *
        g)  Schallwandler nach Kenndaten, Aufbau und Wirkungsweise unterscheiden
            und auswechseln sowie Bauteile und Module erneuern

    *
    *   2

*    *   9

    *   Geschäfts- und Abrechnungsprozesse des Hörakustikbetriebes
        organisieren und ausführen
        (§ 4 Absatz 2 Nummer 9)

    *
        a)  am Marketing des Betriebes mitwirken

        b)  Waren auszeichnen und präsentieren

        c)  Bestellvorgänge planen, durchführen und kontrollieren

        d)  Produktinformationen von Anbietern unter wirtschaftlichen und
            fachlichen Gesichtspunkten beurteilen sowie Angebote einholen und
            vergleichen

        e)  eingehende Waren nach Beschaffenheit, Art, Menge und Preis gemäß der
            Bestellung überprüfen und Mängel dokumentieren, beurteilen und
            reklamieren sowie Waren sachgerecht lagern und pflegen

        f)  Waren und Produkte verkaufen

        g)  Reklamationen entgegennehmen, prüfen und unter Anwendung rechtlicher
            Rahmenbedingungen bearbeiten

        h)  Produkte und Dienstleistungen des Betriebes gegenüber Patientinnen und
            Patienten erläutern, Produkte demonstrieren sowie Patientinnen und
            Patienten beraten

        i)  Postein- und -ausgang bearbeiten

        j)  Schriftverkehr mit Patientinnen und Patienten sowie Firmen führen

    *   8

    *

*    *
        k)  Schriftverkehr mit Ärztinnen und Ärzten sowie Kostenträgern führen

        l)  Versorgungsabläufe unter Berücksichtigung der rechtlichen
            Rahmenbedingungen umsetzen, dokumentieren und auswerten

    *
    *

*    *
    *
    *
        m)  Angebote und Kostenvoranschläge für die Hörsystemversorgung nach
            vorheriger Kostenermittlung erstellen und dabei unterschiedliche
            Leistungen der Kranken-, Unfall- und Rentenversicherungen, der
            Versorgungsämter, der Sozialhilfe und der öffentlichen Arbeitgeber
            berücksichtigen

        n)  Grundzüge der betrieblichen Kosten-und-Leistungs-Rechnung anwenden

        o)  Abrechnungen von Hörsystemversorgungen gemäß den vertraglichen und
            rechtlichen Bestimmungen durchführen

        p)  Mahnverfahren durchführen

    *
    *   4

**Abschnitt B: integrativ zu vermittelnde Fertigkeiten, Kenntnisse und
Fähigkeiten**

*    *   Lfd.
        Nr.

    *   Teil des
        Ausbildungsberufsbildes

    *   Zu vermittelnde
        Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten

    *   Zeitliche Richtwerte
        in Wochen im

*    *   1. bis 18.
        Monat

    *   19. bis 36.
        Monat

*    *   1

    *   2

    *   3

    *   4

*    *   1

    *   Berufsausbildung, Arbeits- und Tarifrecht
        (§ 4 Absatz 3 Nummer 1)

    *
        a)  Bedeutung des Ausbildungsvertrages erklären, insbesondere Abschluss,
            Dauer und Beendigung

        b)  gegenseitige Rechte und Pflichten aus dem Ausbildungsvertrag nennen

        c)  Möglichkeiten der beruflichen Fortbildung nennen

        d)  wesentliche Teile des Arbeitsvertrages nennen

        e)  wesentliche Bestimmungen der für den Ausbildungsbetrieb geltenden
            Tarifverträge nennen

    *   während
        der gesamten
        Ausbildung

*    *   2

    *   Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes
        (§ 4 Absatz 3 Nummer 2)

    *
        a)  Aufbau und Aufgaben des Ausbildungsbetriebes erläutern

        b)  Grundfunktionen des Ausbildungsbetriebes wie Beschaffung, Absatz und
            Verwaltung erklären

        c)  Beziehungen des Ausbildungsbetriebes und seiner Beschäftigten zu
            Wirtschaftsorganisationen, Berufsvertretungen und Gewerkschaften
            nennen

        d)  Grundlagen, Aufgaben und Arbeitsweise der betriebsverfassungs- oder
            personalvertretungsrechtlichen Organe des Ausbildungsbetriebes
            beschreiben

*    *   3

    *   Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit
        (§ 4 Absatz 3 Nummer 3)

    *
        a)  Gefährdung von Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz feststellen
            und Maßnahmen zur Vermeidung der Gefährdung ergreifen

        b)  berufsbezogene Arbeitsschutz- und Unfallverhütungsvorschriften
            anwenden

        c)  Verhaltensweisen bei Unfällen beschreiben sowie erste Maßnahmen
            einleiten

        d)  Vorschriften des vorbeugenden Brandschutzes anwenden sowie
            Verhaltensweisen bei Bränden beschreiben und Maßnahmen zur
            Brandbekämpfung ergreifen

*    *   4

    *   Umweltschutz
        (§ 4 Absatz 3 Nummer 4)

    *   Zur Vermeidung betriebsbedingter Umweltbelastungen im beruflichen
        Einwirkungsbereich beitragen, insbesondere

        a)  mögliche Umweltbelastungen durch den Ausbildungsbetrieb und seinen
            Beitrag zum Umweltschutz an Beispielen erklären

        b)  für den Ausbildungsbetrieb geltende Regelungen des Umweltschutzes
            anwenden

        c)  Möglichkeiten der wirtschaftlichen und umweltschonenden Energie- und
            Materialverwendung nutzen

        d)  Abfälle vermeiden und Stoffe und Materialien einer umweltschonenden
            Entsorgung zuführen

    *

*    *   5

    *   Betriebliche und technische Kommunikation sowie Patientendatenschutz
        (§ 4 Absatz 3 Nummer 5)

    *
        a)  Informations- und Kommunikationssysteme einsetzen

        b)  Informationen, auch in einer fremden Sprache, beschaffen, aufbereiten
            und bewerten

        c)  Fachbegriffe anwenden

        d)  Regelungen zum Datenschutz beachten

        e)  Patientendaten nach gesetzlichen Vorschriften dokumentieren

        f)  Schweigepflicht und Diskretion hinsichtlich der Patientendaten
            beachten

        g)  Teamergebnisse abstimmen, auswerten und präsentieren

    *   4

    *

*    *
        h)  Gespräche mit Vorgesetzten, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und im
            Team situationsgerecht führen und Sachverhalte darstellen

    *
    *   2

*    *   6

    *   Planen und Organisieren von Arbeitsabläufen
        (§ 4 Absatz 3 Nummer 6)

    *
        a)  Arbeitsabläufe unter Berücksichtigung organisatorischer und
            informatorischer Notwendigkeiten planen

        b)  Aufgaben im Team planen und bearbeiten

    *   3

    *

*    *   7

    *   Durchführen qualitätssichernder Maßnahmen
        (§ 4 Absatz 3 Nummer 7)

    *
        a)  Ziele und Aufgaben von qualitätssichernden Maßnahmen unterscheiden

        b)  Arbeitsabläufe kontrollieren und auf Einhaltung der
            Qualitätsrichtlinien und Qualitätsstandards prüfen

        c)  Zwischen- und Endkontrollen auf der Grundlage von Arbeitsaufträgen
            durchführen

        d)  Ursachen von Qualitätsabweichungen feststellen und dokumentieren sowie
            Maßnahmen zur Behebung ergreifen

        e)  zur kontinuierlichen Verbesserung von Arbeitsvorgängen im eigenen
            Arbeitsbereich beitragen und dabei Methoden und Techniken der
            Qualitätsverbesserung anwenden

    *   2

    *

*    *
        f)  Bedeutung von kontinuierlicher Fort- und Weiterbildung zur
            Qualitätssicherung erkennen

    *
    *   2

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