Source: https://www.gesetze-im-internet.de/flurbg/__85.html
Legislation: flurbg

Title: § 85

Description:
Flurbereinigungsgesetz (FlurbG)
Vierter Teil - Besondere Vorschriften
Erster Abschnitt - Waldgrundstücke
§ 85

Paragraph: 85

Full Text:
Flurbereinigungsgesetz (FlurbG)
Vierter Teil - Besondere Vorschriften
Erster Abschnitt - Waldgrundstücke
§ 85

Für die Einbeziehung von Waldgrundstücken in ein
Flurbereinigungsverfahren gelten folgende Sondervorschriften:

1.  In den Fällen des § 5 Abs. 2 sowie der §§ 38 und 41 Abs. 2 ist die
    forstwirtschaftliche Berufsvertretung entsprechend zu beteiligen.

2.  Zur Einbeziehung einer geschlossenen Waldfläche von mehr als zehn
    Hektar Größe ist die Zustimmung der Forstaufsichtsbehörde
    erforderlich.

3.  Für größere Waldgrundstücke, die einer Zusammenlegung nicht bedürfen
    und von der Flurbereinigung keinen wesentlichen Vorteil haben, sind
    Beiträge (§ 19) nicht zu erheben.

4.  Ist der Wert eines Holzbestandes zu ermitteln, sind die Grundsätze der
    Waldwertrechnung anzuwenden.

5.  Von der Bekanntgabe des Flurbereinigungsbeschlusses bis zur
    Ausführungsanordnung bedürfen Holzeinschläge, die den Rahmen einer
    ordnungsmäßigen Bewirtschaftung übersteigen, der Zustimmung der
    Flurbereinigungsbehörde; die Zustimmung darf nur im Einvernehmen mit
    der Forstaufsichtsbehörde erteilt werden.

6.  Sind Holzeinschläge entgegen der Vorschrift der Nummer 5 vorgenommen
    worden, so kann die Flurbereinigungsbehörde anordnen, daß derjenige,
    der das Holz gefällt hat, die abgeholzte oder verlichtete Fläche nach
    den Weisungen der Forstaufsichtsbehörde wieder ordnungsmäßig in
    Bestand zu bringen hat.

7.  Eine geschlossene Waldfläche von mehr als drei Hektar Größe darf nur
    mit Zustimmung des Eigentümers oder der Forstaufsichtsbehörde
    wesentlich verändert werden.

8.  Wird eine Waldfläche einem anderen zugeteilt, ist für aufstehendes
    Holz, soweit möglich, Abfindung in Holzwerten zu geben.

9.  Die Teilung von Waldgrundstücken, die in gemeinschaftlichem Eigentum
    stehen (§ 48 Abs. 1), und die Aufhebung von Dienstbarkeiten (§ 49 Abs.
    1) bedürfen der Zustimmung der Forstaufsichtsbehörde.

10. § 31 Abs. 2 und § 50 gelten entsprechend.

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FlurbG
Level: 4.0