Source: https://www.gesetze-im-internet.de/apog/__11a.html
Legislation: apog

Title: § 11a

Description:
Gesetz über das Apothekenwesen (ApoG)
Erster Abschnitt - Die Erlaubnis
§ 11a

Paragraph: 11a

Full Text:
Gesetz über das Apothekenwesen (ApoG)
Erster Abschnitt - Die Erlaubnis
§ 11a

Die Erlaubnis zum Versand von apothekenpflichtigen Arzneimitteln gemäß
§ 43 Absatz 1 Satz 1 des Arzneimittelgesetzes und gemäß den §§ 43 und
44a Absatz 2 des Tierarzneimittelgesetzes ist dem Inhaber einer
Erlaubnis nach § 2 auf Antrag zu erteilen, wenn er schriftlich oder
elektronisch versichert, dass er im Falle der Erteilung der Erlaubnis
folgende Anforderungen erfüllen wird:

1.  Der Versand wird aus einer öffentlichen Apotheke zusätzlich zu dem
    üblichen Apothekenbetrieb und nach den dafür geltenden Vorschriften
    erfolgen, soweit für den Versandhandel keine gesonderten Vorschriften
    bestehen.

2.  Mit einem Qualitätssicherungssystem wird sichergestellt, dass

    a)  das zu versendende Arzneimittel so verpackt, transportiert und
        ausgeliefert wird, dass seine Qualität und Wirksamkeit erhalten
        bleibt,

    b)  das versandte Arzneimittel der Person ausgeliefert wird, die von dem
        Auftraggeber der Bestellung der Apotheke mitgeteilt wird. Diese
        Festlegung kann insbesondere die Aushändigung an eine namentlich
        benannte natürliche Person oder einen benannten Personenkreis
        beinhalten,

    c)  die Patientin oder der Patient auf das Erfordernis hingewiesen wird,
        mit dem behandelnden Arzt Kontakt aufzunehmen, sofern Probleme bei der
        Medikation auftreten und

    d)  die Beratung durch pharmazeutisches Personal in deutscher Sprache
        erfolgen wird.

3.  Es wird sichergestellt, dass

    a)  innerhalb von zwei Arbeitstagen nach Eingang der Bestellung das
        bestellte Arzneimittel versandt wird, soweit das Arzneimittel in
        dieser Zeit zur Verfügung steht, es sei denn, es wurde eine andere
        Absprache mit der Person getroffen, die das Arzneimittel bestellt hat;
        soweit erkennbar ist, dass das bestellte Arzneimittel nicht innerhalb
        der in Satz 1 genannten Frist versendet werden kann, ist der Besteller
        in geeigneter Weise davon zu unterrichten,

    b)  alle bestellten Arzneimittel geliefert werden, soweit sie im
        Geltungsbereich des Arzneimittelgesetzes in den Verkehr gebracht
        werden dürfen und verfügbar sind,

    c)  für den Fall von bekannt gewordenen Risiken bei Arzneimitteln ein
        geeignetes System zur Meldung solcher Risiken durch Kunden, zur
        Information der Kunden über solche Risiken und zu innerbetrieblichen
        Abwehrmaßnahmen zur Verfügung steht,

    d)  eine kostenfreie Zweitzustellung veranlasst wird,

    e)  ein System zur Sendungsverfolgung unterhalten wird und

    f)  eine Transportversicherung abgeschlossen wird.

Im Falle des elektronischen Handels mit zur Anwendung beim Menschen
bestimmten apothekenpflichtigen Arzneimitteln sowie nicht
verschreibungspflichtigen Tierarzneimitteln gilt Satz 1 mit der
Maßgabe, dass die Apotheke auch über die dafür geeigneten
Einrichtungen und Geräte verfügen wird.

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ApoG
Level: 3.0