Source: https://www.gesetze-im-internet.de/emslotsv_2003/__1.html
Legislation: emslotsv_2003

Title: § 1 Begriffsbestimmungen

Description:
Verordnung über die Verwaltung und Ordnung des Seelotsreviers Ems (EmsLotsV 2003)
§ 1 Begriffsbestimmungen

Paragraph: 1

Full Text:
Verordnung über die Verwaltung und Ordnung des Seelotsreviers Ems (EmsLotsV 2003)
§ 1 Begriffsbestimmungen

(1) Seeschiffe im Sinne dieser Verordnung sind Schiffe, die in einem
Seeschiffsregister oder einem vergleichbaren ausländischen Register
eingetragen sind und mit denen überwiegend Seefahrt betrieben wird,
mit Ausnahme von Seetankschiffen.

(2) Seetankschiffe nach dieser Verordnung sind Schiffe im Sinne des
Artikels 21 Abs. 1 der Schifffahrtsordnung Emsmündung vom 22. Dezember
1986 (BGBl. 1987 II S. 141) in der jeweils geltenden Fassung, die in
einem Seeschiffsregister eingetragen sind und mit denen überwiegend
Seefahrt betrieben wird.

(3) Binnentankschiffe nach dieser Verordnung sind Schiffe im Sinne des
Artikels 21 Abs. 1 Schifffahrtsordnung Emsmündung vom 22. Dezember
1986 (BGBl. 1987 II S. 141) in der jeweils geltenden Fassung, die in
einem Binnenschiffsregister eingetragen sind und mit denen überwiegend
Binnenschifffahrt betrieben wird.

(4) Tankschiffe nach dieser Verordnung sind alle Seetankschiffe und
Binnentankschiffe.

(5) Seelotsreviere sind Fahrtstrecken und Seegebiete, für die zur
Sicherheit der Schifffahrt die Bereitstellung einheitlicher und
ständiger Lotsendienste angeordnet ist.

(6) Schlechtwetterposition ist die Position, auf der die
Lotsenversetzung infolge schlechten Wetters erfolgt.

(7) Länge eines Schiffes im Sinne dieser Verordnung ist die Länge über
alles in Metern, gemessen von der Vorkante Vorsteven bis Achterkante
Achtersteven einschließlich festen Anbauten. Breite eines Schiffes ist
die Breite über alles in Metern (maximale Rumpfbreite des Schiffes
einschließlich fester Anbauten). Tiefgang eines Schiffes ist der
größte Tiefgang in Metern auf der zu befahrenden Lotsstrecke. Soweit
es in dieser Verordnung zugelassen wird, kann hinsichtlich der Länge
und Breite im Verhältnis 1:10 interpoliert werden. Dabei entsprechen
1,00 m mehr Länge 0,10 m weniger Breite und 1,00 m weniger Länge 0,10
m mehr Breite. Die in der jeweiligen Vorschrift genannten maximalen
Obergrenzen dürfen nach dem Interpolieren nicht überschritten werden.
Längen sind auf ganze Meter und Breiten auf ganze Dezimeter bis
ausschließlich 0,5 abzurunden und ab 0,5 aufzurunden. Als Breite gilt
die größte Breite einschließlich etwaiger Ladungsüberhänge. Bei
Schleppverbänden ist die Summe der Längen von Schlepper und Anhang
ohne Berücksichtigung der Länge der Schleppleine maßgeblich.

(8) Landradarberatung ist die Beratung eines Schiffes durch Lotsen von
einer Verkehrszentrale aus.

(9) Typgleiches Schiff bedeutet ein in den Abmessungen und in den
Manövriereigenschaften vergleichbares und im Typ identisches Schiff.
Hinsichtlich der Abmessungen ist eine Vergleichbarkeit gegeben, wenn
die Abmessungen geringer sind oder die Länge nach oben nicht mehr als
5 m und die Breite nach oben nicht mehr als 0,5 m differieren.

(12) Schifffahrtspolizeibehörde im Sinne dieser Verordnung ist das von
der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt im Verkehrsblatt
oder Bundesanzeiger bekanntgemachte Wasserstraßen- und
Schifffahrtsamt.

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EmsLotsV-2003
Level: 2.0