Source: https://www.gesetze-im-internet.de/ata-ota-aprv/__52.html
Legislation: ata-ota-aprv

Title: § 52 Erforderliche Unterlagen

Description:
Ausbildungs- und Prüfungsverordnung über die Ausbildung zur Anästhesietechnischen Assistentin und zum Anästhesietechnischen Assistenten und über die Ausbildung zur Operationstechnischen Assistentin und zum Operationstechnischen Assistenten (ATA-OTA-APrV)
Teil 3 - Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen und erforderliche Anpassungsmaßnahmen
Abschnitt 1 - Verfahren
§ 52 Erforderliche Unterlagen

Paragraph: 52

Full Text:
Ausbildungs- und Prüfungsverordnung über die Ausbildung zur Anästhesietechnischen Assistentin und zum Anästhesietechnischen Assistenten und über die Ausbildung zur Operationstechnischen Assistentin und zum Operationstechnischen Assistenten (ATA-OTA-APrV)
Teil 3 - Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen und erforderliche Anpassungsmaßnahmen
Abschnitt 1 - Verfahren
§ 52 Erforderliche Unterlagen

(1) Personen, die die Erlaubnis zum Führen der Berufsbezeichnung nach
§ 1 Absatz 1 oder § 2 Absatz 1 des Anästhesietechnische- und
Operationstechnische-Assistenten-Gesetzes aufgrund einer außerhalb des
Geltungsbereichs des Anästhesietechnische- und Operationstechnische-
Assistenten-Gesetzes erworbenen Berufsqualifikation beantragen, haben
dem Antrag folgende Unterlagen beizufügen:

1.  eine tabellarische Aufstellung der absolvierten Ausbildungsgänge und
    der ausgeübten Erwerbstätigkeiten in deutscher Sprache,

2.  einen Identitätsnachweis,

3.  eine Bescheinigung über die erworbene Berufsqualifikation, aus der
    sich ergibt, dass die Berufsqualifikation in dem Staat, in dem sie
    erworben worden ist, erforderlich ist für den unmittelbaren Zugang zu
    einem Beruf, der dem Beruf der Anästhesietechnischen Assistentin und
    des Anästhesietechnischen Assistenten oder der Operationstechnischen
    Assistentin und des Operationstechnischen Assistenten entspricht, und
    die Ausbildungsnachweise, die den Erwerb dieser Berufsqualifikation
    belegen,

4.  sofern vorhanden, eine Bescheinigung über die erworbene
    Berufserfahrung oder Nachweise über Kenntnisse und Fähigkeiten, die
    durch lebenslanges Lernen erworben worden sind und

5.  eine Erklärung, dass bisher noch kein Antrag auf Feststellung der
    Gleichwertigkeit gestellt wurde.

(2) Die Unterlagen nach Absatz 1 Nummer 1 bis 4 sind der zuständigen
Stelle in Form von Kopien vorzulegen oder elektronisch zu übermitteln.
Von den Unterlagen nach Absatz 1 Nummer 3 und 4 sind Übersetzungen in
deutscher Sprache vorzulegen. Darüber hinaus kann die zuständige
Stelle von den Unterlagen nach Absatz 1 Nummer 2 und allen
nachgereichten Unterlagen Übersetzungen in deutscher Sprache
verlangen. Die Übersetzungen sind von einer öffentlich bestellten oder
beeidigten Dolmetscherin oder Übersetzerin oder einem öffentlich
bestellten oder beeidigten Dolmetscher oder Übersetzer erstellen zu
lassen.

(3) Die zuständige Stelle kann abweichend von Absatz 2 eine andere
Form für die vorzulegenden Dokumente zulassen.

(4) Die zuständige Stelle kann die Antragstellerin oder den
Antragsteller auffordern, innerhalb einer angemessenen Frist
Informationen zum Inhalt und zur Dauer der im Ausland absolvierten
Berufsbildung sowie zu sonstigen Berufsqualifikationen vorzulegen,
soweit dies zur Bewertung der Gleichwertigkeit erforderlich ist.
Soweit die Berufsbildung in einem Mitgliedstaat der Europäischen
Union, einem weiteren Vertragsstaat des Abkommens über den
Europäischen Wirtschaftsraum oder in einem durch Abkommen
gleichgestellten Staat absolviert wurde, kann sich die zuständige
Stelle an die zuständige Stelle des Ausbildungsstaats wenden.

(5) Bestehen begründete Zweifel an der Echtheit oder der inhaltlichen
Richtigkeit der vorgelegten Unterlagen, kann die zuständige Stelle die
Antragstellerin oder den Antragsteller auffordern, innerhalb einer
angemessenen Frist Originale, beglaubigte Kopien oder weitere
geeignete Unterlagen vorzulegen. Bei Unterlagen, die in einem
Mitgliedstaat der Europäischen Union oder einem weiteren Vertragsstaat
des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum ausgestellt oder
anerkannt wurden, kann sich die zuständige Stelle im Fall begründeter
Zweifel an der Echtheit der Unterlagen sowohl an die zuständige Stelle
des Ausbildungs- oder Anerkennungsstaats wenden, als auch die
Antragstellerin oder den Antragsteller auffordern, beglaubigte Kopien
vorzulegen. Eine solche Aufforderung hemmt nicht den Fristlauf nach §
38 Absatz 3 Satz 2 des Anästhesietechnische- und Operationstechnische-
Assistenten-Gesetzes.

(6) Die Antragstellerin oder der Antragsteller hat durch geeignete
Unterlagen darzulegen, im jeweiligen Bundesland eine den
Berufsqualifikationen entsprechende Erwerbstätigkeit ausüben zu
wollen. Geeignete Unterlagen können beispielsweise der Nachweis der
Beantragung eines Einreisevisums zur Erwerbstätigkeit, der Nachweis
einer Kontaktaufnahme mit potenziellen Arbeitgebern oder ein
Geschäftskonzept sein. Für Antragstellerinnen oder Antragsteller mit
Wohnsitz in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union, einem weiteren
Vertragsstaat des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum oder
in einem durch Abkommen gleichgestellten Staat sowie für
Staatsangehörige dieser Staaten ist diese Darlegung entbehrlich,
sofern keine besonderen Gründe gegen eine entsprechende Absicht
sprechen.

Collections: bundestag_gesetze
ATA-OTA-APrV
Level: 4.0