Source: https://www.gesetze-im-internet.de/holzbauschausbv/__11.html
Legislation: holzbauschausbv

Title: § 11 Teil 2 der Abschlussprüfung/Gesellenprüfung für den Ausbildungsberuf Holz- und Bautenschützer/Holz- und Bautenschützerin in der Fachrichtung Bautenschutz

Description:
Verordnung über die Berufsausbildung im Holz- und Bautenschutzgewerbe (HolzBauSchAusbV)
§ 11 Teil 2 der Abschlussprüfung/Gesellenprüfung für den Ausbildungsberuf Holz- und Bautenschützer/Holz- und Bautenschützerin in der Fachrichtung Bautenschutz

Paragraph: 11

Full Text:
Verordnung über die Berufsausbildung im Holz- und Bautenschutzgewerbe (HolzBauSchAusbV)
§ 11 Teil 2 der Abschlussprüfung/Gesellenprüfung für den Ausbildungsberuf Holz- und Bautenschützer/Holz- und Bautenschützerin in der Fachrichtung Bautenschutz

(1) Teil 2 der Abschlussprüfung/Gesellenprüfung erstreckt sich auf die
in der Anlage Teil II Abschnitt A, C und D aufgeführten Fertigkeiten,
Kenntnisse und Fähigkeiten sowie auf den im Berufsschulunterricht zu
vermittelnden Lehrstoff, soweit er für die Berufsausbildung wesentlich
ist.

(2) Teil 2 der Abschlussprüfung/Gesellenprüfung besteht aus den
Prüfungsbereichen:

1.  Kundenauftrag,

2.  Bautenschutz sowie

3.  Wirtschafts- und Sozialkunde.

(3) Für den Prüfungsbereich Kundenauftrag bestehen folgende Vorgaben:

1.  Der Prüfling soll nachweisen, dass er

    a)  Bauwerksteile prüfen und beurteilen,

    b)  Prüfmethoden und -geräte anwenden,

    c)  Gefahrstoffe hinsichtlich ihrer Einsatzmöglichkeiten unterscheiden,
        nach Vorschrift lagern und der Entsorgung zuführen,

    d)  Anwendungsbereiche und Injektionsstoffe unterscheiden,

    e)  Schadensursache und Auswirkungen von Putzzerstörungen unterscheiden,

    f)  Arbeitsabläufe ziel- und kundenorientiert unter Beachtung
        wirtschaftlicher, technischer, logistischer und rechtlicher Vorgaben
        selbstständig planen und durchführen,

    g)  Arbeitsmittel festlegen und technische Unterlagen nutzen,

    h)  Arbeitsergebnisse qualitätsorientiert kontrollieren sowie

    i)  Maßnahmen zur Sicherheit und zum Gesundheitsschutz bei der Arbeit, zum
        Umweltschutz sowie des Qualitätsmanagements ergreifen

    kann;

2.  dem Prüfungsbereich ist folgende Tätigkeit zu Grunde zu legen:

    Durchführen einer abdichtenden Injektion;

3.  der Prüfling soll eine Arbeitsaufgabe, die einem Kundenauftrag
    entspricht, durchführen und mit praxisbezogenen Unterlagen
    dokumentieren sowie hierüber ein situatives Fachgespräch führen;

4.  die Prüfungszeit beträgt fünf Stunden; innerhalb dieser Zeit soll das
    situative Fachgespräch in 15 Minuten durchgeführt werden.

(4) Für den Prüfungsbereich Bautenschutz bestehen folgende Vorgaben:

1.  Der Prüfling soll nachweisen, dass er

    a)  Feuchte- und Salzschäden sowie deren Ursachen erkennen,

    b)  Prüfmethoden anwenden,

    c)  Arbeitsabläufe in Abstimmung mit anderen Gewerken und Kunden planen,

    d)  Material und Zeitbedarf ermitteln,

    e)  Arbeitsmittel festlegen,

    f)  Abdichtungsmaßnahmen durchführen,

    g)  Werkstoffe auswählen und einsetzen,

    h)  Werkzeuge, Geräte, Maschinen und Anlagen auswählen, einrichten und
        einsetzen,

    i)  Aufmaße erstellen sowie

    j)  Maßnahmen zur Sicherheit und zum Gesundheitsschutz bei der Arbeit, zum
        Umweltschutz, der Hygiene sowie des Qualitätsmanagements
        berücksichtigen

    kann;

2.  dem Prüfungsbereich ist die Vorgehensweise zur Durchführung einer
    nachträglichen Innenabdichtung unter Berücksichtigung von
    Injektionsverfahren oder mechanischer Verfahren zu Grunde zu legen;

3.  der Prüfling soll fallbezogene Aufgaben schriftlich bearbeiten;

4.  die Prüfungszeit beträgt 150 Minuten.

(5) Für den Prüfungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde bestehen
folgende Vorgaben:

1.  Der Prüfling soll nachweisen, dass er allgemeine wirtschaftliche und
    gesellschaftliche Zusammenhänge der Berufs- und Arbeitswelt darstellen
    und beurteilen kann;

2.  der Prüfling soll fallbezogene Aufgaben schriftlich bearbeiten;

3.  die Prüfungszeit beträgt 60 Minuten.

(6) Die einzelnen Prüfungsbereiche sind wie folgt zu gewichten:

*    *   1.

    *   Prüfungsbereich Kundenauftrag

    *   30 Prozent,

*    *   2.

    *   Prüfungsbereich Bautenschutz

    *   20 Prozent,

*    *   3.

    *   Prüfungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde

    *   10 Prozent.

(7) Die Abschlussprüfung/Gesellenprüfung ist bestanden, wenn die
Leistungen

1.  im Gesamtergebnis von Teil 1 und Teil 2 mit mindestens "ausreichend",

2.  im Prüfungsbereich Kundenauftrag mit mindestens "ausreichend",

3.  im Ergebnis von Teil 2 der Abschlussprüfung/Gesellenprüfung mit
    mindestens "ausreichend" und

4.  in keinem Prüfungsbereich von Teil 2 mit "ungenügend"

bewertet worden sind.

(8) Auf Antrag des Prüflings ist die Prüfung in einem der schlechter
als ausreichend bewerteten Prüfungsbereiche nach Absatz 2 Nr. 2 und 3
durch eine mündliche Prüfung von etwa 15 Minuten zu ergänzen, wenn
diese für das Bestehen der Prüfung den Ausschlag geben kann. Bei der
Ermittlung des Ergebnisses für diesen Prüfungsbereich sind das
bisherige Ergebnis und das Ergebnis der mündlichen Ergänzungsprüfung
im Verhältnis von 2 : 1 zu gewichten.

(9) Hat der Prüfling die Prüfung nach Absatz 7 nicht bestanden,
erfüllen jedoch die Ergebnisse von Teil 1 der
Abschlussprüfung/Gesellenprüfung und das Ergebnis im Prüfungsbereich
Wirtschafts- und Sozialkunde nach Absatz 5 die Anforderungen nach § 7,
so hat er den Abschluss des Ausbildungsberufs Fachkraft für Holz- und
Bautenschutzarbeiten erreicht.

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HolzBauSchAusbV
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