Source: https://www.gesetze-im-internet.de/hufbeschlv/__10.html
Legislation: hufbeschlv

Title: § 10 Praktischer Teil der Prüfung

Description:
Verordnung über den Beschlag von Hufen und Klauen (HufBeschlV)
Abschnitt 2 - Ausbildung und Prüfung zum Hufbeschlagschmied/zur Hufbeschlagschmiedin und erforderliche Lehrgänge
§ 10 Praktischer Teil der Prüfung

Paragraph: 10

Full Text:
Verordnung über den Beschlag von Hufen und Klauen (HufBeschlV)
Abschnitt 2 - Ausbildung und Prüfung zum Hufbeschlagschmied/zur Hufbeschlagschmiedin und erforderliche Lehrgänge
§ 10 Praktischer Teil der Prüfung

(1) Der praktische Teil besteht aus den Prüfungsbereichen:

1.  Durchführung eines Warmbeschlags mit Hufeisen nach Maßgabe des
    Absatzes 2,

2.  Durchführung eines Beschlags mit alternativen Hufschutzmaterialien
    nach Maßgabe des Absatzes 3,

3.  Durchführung einer Barhufversorgung nach Maßgabe des Absatzes 4 und

4.  Herstellung eines Huf- oder Klaueneisens nach Maßgabe des Absatzes 5.

Bei der Durchführung der Aufgaben der Prüfungsbereiche nach den
Nummern 1 bis 3 soll, entsprechend dem Grundsatz der vollständigen
Handlung, die Prüfung jeweils alle hierbei erforderlichen
Tätigkeitsschritte umfassen. Hierzu gehören neben der unmittelbaren
Durchführung der Maßnahme insbesondere auch

1.  die Beurteilung und Vorstellung des Pferdes vor und nach der
    Bearbeitung,

2.  die Planung und Dokumentation der Bearbeitung,

3.  die notwendige Beratung und Information des Pferdehalters und

4.  die Beachtung des Tier- und des Arbeitsschutzes bei den Arbeiten.

Die Prüfung kann durch den Prüfungsausschuss aus Gründen des
Tierschutzes abgebrochen werden. Der abgebrochene Prüfungsbereich ist
mit ungenügend zu bewerten, soweit der Abbruch durch den Prüfling zu
vertreten ist.

(2) Bei der Durchführung des Warmbeschlags hat der Prüfling den
vollständigen Beschlag eines Pferdes mit Hufeisen durchzuführen. In
unmittelbarem Zusammenhang mit den Arbeiten hat der Prüfling sein
Handeln dem Prüfungsausschuss darzustellen und seine Entscheidungen in
einem anschließenden Fachgespräch zu erläutern. Für die Durchführung
der Aufgabe stehen bis zu 150 Minuten zur Verfügung. Das anschließende
Fachgespräch soll nicht länger als 30 Minuten dauern.

(3) Bei der Durchführung des Beschlags mit alternativen
Hufschutzmaterialien hat der Prüfling zwei Hufe eines Pferdes mit
alternativen Hufschutzmaterialien zu versehen. In unmittelbarem
Zusammenhang mit den Arbeiten hat der Prüfling sein Handeln dem
Prüfungsausschuss darzustellen. Für die Durchführung der Aufgabe
stehen bis zu 120 Minuten zur Verfügung. Das anschließende
Fachgespräch, das insbesondere den Bereich des alternativen
Hufschutzes zum Gegenstand haben soll, soll nicht länger als 30
Minuten dauern.

(4) Bei der Durchführung der Barhufversorgung hat der Prüfling zwei
Hufe eines Pferdes zum Barhufgehen zu bearbeiten. In unmittelbarem
Zusammenhang mit den Arbeiten hat der Prüfling sein Handeln dem
Prüfungsausschuss darzustellen. Für die Durchführung der Aufgabe
stehen bis zu 45 Minuten zur Verfügung. Das anschließende
Fachgespräch, das insbesondere den Bereich Barhufbearbeitung zum
Gegenstand haben soll, soll nicht länger als 30 Minuten dauern.

(5) Bei der Herstellung eines Huf- oder Klaueneisens hat der Prüfling
entsprechend den Vorgaben des Prüfungsausschusses ein Prüfungsstück
aus Stabmaterial zu schmieden. Die Prüfungsaufgabe soll unter
Einbeziehung zeitgemäßer Techniken Bezug zur gängigen Berufspraxis
aufweisen. Für die Durchführung der Aufgabe stehen bis zu 90 Minuten
zur Verfügung.

Collections: bundestag_gesetze
HufBeschlV
Level: 3.0