Source: https://www.gesetze-im-internet.de/bbhv/__59.html
Legislation: bbhv

Title: **Tiefenpsychologisch fundierte und analytische Psychotherapie**

Description:
Verordnung über Beihilfe in Krankheits-, Pflege- und Geburtsfällen (BBhV)
**Tiefenpsychologisch fundierte und analytische Psychotherapie**

Paragraph: 59

Full Text:
Verordnung über Beihilfe in Krankheits-, Pflege- und Geburtsfällen (BBhV)
**Tiefenpsychologisch fundierte und analytische Psychotherapie**

1.  Leistungen der anerkannten Psychotherapieform tiefenpsychologisch
    fundierte oder analytische Psychotherapie dürfen bei Personen, die das
    18\. Lebensjahr vollendet haben, nur von folgenden Personen erbracht
    werden:

    a)  Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten, die die Voraussetzungen
        des Fünften Buches Sozialgesetzbuch zur Eintragung in das Arztregister
        erfüllen, mit einer Weiterbildung für die Behandlung von Erwachsenen
        auf dem Gebiet der tiefenpsychologisch fundierten oder analytischen
        Psychotherapie,

    b)  Psychologischen Psychotherapeutinnen und Psychologischen
        Psychotherapeuten mit einer vertieften Ausbildung auf dem Gebiet der
        tiefenpsychologisch fundierten oder analytischen Psychotherapie.

2.  Leistungen der anerkannten Psychotherapieform tiefenpsychologisch
    fundierte oder analytische Psychotherapie dürfen bei Personen, die das
    18\. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, nur von folgenden Personen
    erbracht werden:

    a)  Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten, die die Voraussetzungen
        des Fünften Buches Sozialgesetzbuch zur Eintragung in das Arztregister
        erfüllen, mit einer Weiterbildung für die Behandlung von Kindern und
        Jugendlichen auf dem Gebiet der tiefenpsychologisch fundierten oder
        analytischen Psychotherapie,

    b)  Psychologischen Psychotherapeutinnen und Psychologischen
        Psychotherapeuten mit einer vertieften Ausbildung auf dem Gebiet der
        tiefenpsychologisch fundierten oder analytischen Psychotherapie und
        einer Zusatzqualifikation für die Behandlung von Kindern und
        Jugendlichen, die die Anforderungen des § 4 Absatz 2 der auf der
        Internetseite der Kassenärztlichen Bundesvereinigung veröffentlichten
        Psychotherapie-Vereinbarung vom 1. Januar 2025 erfüllt,

    c)  Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutinnen und Kinder- und
        Jugendlichenpsychotherapeuten mit einer vertieften Ausbildung auf dem
        Gebiet der tiefenpsychologisch fundierten oder analytischen
        Psychotherapie.

3.  Abweichend von Nummer 1 dürfen Leistungen der anerkannten
    Psychotherapieform tiefenpsychologisch fundierte oder analytische
    Psychotherapie bei Personen, die das 18. Lebensjahr, aber noch nicht
    das 21. Lebensjahr vollendet haben, sowohl von in Nummer 1 genannten
    Personen als auch von in Nummer 2 genannten Personen erbracht werden.

4.  Wird die Behandlung von einer ärztlichen Psychotherapeutin oder einem
    ärztlichen Psychotherapeuten durchgeführt, muss diese Person
    Fachärztin oder Facharzt für eines der folgenden Fachgebiete sein:

    a)  Psychotherapeutische Medizin,

    b)  Psychiatrie und Psychotherapie oder Psychosomatische Medizin und
        Psychotherapie,

    c)  Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie oder

    d)  Ärztin oder Arzt mit der Bereichs- oder Zusatzbezeichnung
        „Psychotherapie“ oder „Psychoanalyse“.

    Eine Fachärztin oder ein Facharzt für Psychotherapeutische Medizin,
    Psychiatrie und Psychotherapie oder Kinder- und Jugendpsychiatrie und
    -psychotherapie sowie eine Ärztin oder ein Arzt mit der
    Bereichsbezeichnung „Psychotherapie“ kann nur tiefenpsychologisch
    fundierte Psychotherapie durchführen. Eine Ärztin oder ein Arzt mit
    der Bereichs- oder Zusatzbezeichnung „Psychoanalyse“ oder mit der vor
    dem 1. April 1984 verliehenen Bereichsbezeichnung „Psychotherapie“
    kann auch analytische Psychotherapie durchführen.

5.  Voraussetzung für die Beihilfefähigkeit der Aufwendungen in
    Ausnahmefällen (§ 19 Absatz 1 Nummer 3 und 4) ist, dass vor Beginn der
    Behandlung eine erneute eingehende Begründung der Psychotherapeutin
    oder des Psychotherapeuten vorgelegt wird und die Festsetzungsstelle
    vor Beginn der Behandlung zugestimmt hat.

Collections: bundestag_gesetze
BBhV
Level: 2.0