Source: https://www.gesetze-im-internet.de/kfldiausbv/__21.html
Legislation: kfldiausbv

Title: § 21 Abschlussprüfung

Description:
Verordnung über die Berufsausbildung für Kaufleute in den Dienstleistungsbereichen Gesundheitswesen sowie Veranstaltungswirtschaft (KflDiAusbV)
Vierter Teil - Vorschriften für den Ausbildungsberuf Veranstaltungskaufmann/Veranstaltungskauffrau
§ 21 Abschlussprüfung

Paragraph: 21

Full Text:
Verordnung über die Berufsausbildung für Kaufleute in den Dienstleistungsbereichen Gesundheitswesen sowie Veranstaltungswirtschaft (KflDiAusbV)
Vierter Teil - Vorschriften für den Ausbildungsberuf Veranstaltungskaufmann/Veranstaltungskauffrau
§ 21 Abschlussprüfung

(1) Die Abschlussprüfung erstreckt sich auf die in der Anlage 3
aufgeführten Fertigkeiten und Kenntnisse sowie auf den im
Berufsschulunterricht vermittelten Lehrstoff, soweit er für die
Berufsausbildung wesentlich ist.

(2) Die Prüfung ist in den Prüfungsbereichen Veranstaltungswirtschaft,
Veranstaltungsorganisation sowie Wirtschafts- und Sozialkunde
schriftlich und im Prüfungsbereich Fallbezogenes Fachgespräch mündlich
durchzuführen.

(3) Die Anforderungen in den Prüfungsbereichen sind:

1.  Prüfungsbereich Veranstaltungswirtschaft:

    In höchstens 120 Minuten soll der Prüfling praxisbezogene Aufgaben
    oder Fälle insbesondere aus folgenden Gebieten

    a)  Organisation der Veranstaltungswirtschaft,

    b)  Kooperation und Kommunikation,

    c)  Vertrieb und Märkte

    bearbeiten und dabei zeigen, dass er unter Berücksichtigung der
    Strukturen der Veranstaltungswirtschaft wirtschaftliche und
    organisatorische Zusammenhänge und Aufgabenstellungen analysieren
    sowie Lösungsmöglichkeiten zielgruppen- und marktorientiert entwickeln
    und darstellen kann;

2.  Prüfungsbereich Veranstaltungsorganisation:

    In höchstens 150 Minuten soll der Prüfling praxisbezogene Aufgaben
    oder Fälle insbesondere aus folgenden Gebieten

    a)  Konzeption und Marketing,

    b)  Durchführung und Nachbereitung,

    c)  kaufmännische Steuerung und Kontrolle

    bearbeiten und dabei zeigen, dass er Problemstellungen analysieren,
    Arbeitsabläufe selbstständig planen, koordinieren, durchführen und
    unter Anwendung von Methoden des Projektmanagements sowie Beachtung
    rechtlicher Rahmenbedingungen Lösungsmöglichkeiten entwickeln und
    darstellen kann;

3.  Prüfungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde:

    In höchstens 90 Minuten soll der Prüfling praxisbezogene Aufgaben oder
    Fälle bearbeiten und dabei zeigen, dass er wirtschaftliche und
    gesellschaftliche Zusammenhänge der Berufs- und Arbeitswelt und die
    Bedeutung der Veranstaltungswirtschaft als Wirtschaftsfaktor
    darstellen und beurteilen kann;

4.  Prüfungsbereich Fallbezogenes Fachgespräch:

    Im Prüfungsbereich Fallbezogenes Fachgespräch soll der Prüfling eine
    von zwei ihm zur Wahl gestellten praxisbezogenen Aufgaben insbesondere
    aus den Gebieten

    a)  Leistungsangebot und Verkauf,

    b)  Vertragsauswahl und -gestaltung,

    c)  kundenorientierte Kommunikation und Präsentation

    bearbeiten. Für die Vorbereitung ist ein Zeitraum von höchstens 15
    Minuten vorzusehen. Die Aufgabe soll Ausgangspunkt für das folgende
    Fachgespräch sein. Hierbei ist der betriebliche Ausbildungsschwerpunkt
    zugrunde zu legen. Der Prüfling soll dabei zeigen, dass er komplexe
    Aufgaben bearbeiten, Sachverhalte analysieren, Lösungsmöglichkeiten
    entwickeln sowie Gespräche systematisch und situationsbezogen
    vorbereiten und führen kann. Das Fachgespräch soll für den einzelnen
    Prüfling höchstens 20 Minuten dauern.

(4) Sind in der schriftlichen Prüfung die Prüfungsleistungen in bis zu
zwei Prüfungsbereichen mit "mangelhaft" und in den übrigen
Prüfungsbereichen mit mindestens "ausreichend" bewertet worden, so ist
auf Antrag des Prüflings oder nach Ermessen des Prüfungsausschusses in
einem der mit "mangelhaft" bewerteten Prüfungsbereiche die
schriftliche Prüfung durch eine mündliche Prüfung von etwa 15 Minuten
zu ergänzen, wenn diese für das Bestehen der Prüfung den Ausschlag
geben kann. Der Prüfungsbereich ist vom Prüfling zu bestimmen. Bei der
Ermittlung des Ergebnisses für diesen Prüfungsbereich sind die
Ergebnisse der schriftlichen Arbeit und der mündlichen
Ergänzungsprüfung im Verhältnis 2:1 zu gewichten.

(5) Bei der Ermittlung des Gesamtergebnisses haben die
Prüfungsbereiche Veranstaltungsorganisation sowie das Fallbezogene
Fachgespräch gegenüber jedem der übrigen Prüfungsbereiche das doppelte
Gewicht.

(6) Zum Bestehen der Abschlussprüfung müssen im Gesamtergebnis und in
drei der vier Prüfungsbereiche mindestens ausreichende
Prüfungsleistungen erbracht werden. Werden die Prüfungsleistungen in
einem Prüfungsbereich mit "ungenügend" bewertet, so ist die Prüfung
nicht bestanden.

Collections: bundestag_gesetze
KflDiAusbV
Level: 3.0