Source: https://www.gesetze-im-internet.de/bnatschg_2009/__26.html
Legislation: bnatschg_2009

Title: § 26 Landschaftsschutzgebiete

Description:
Gesetz über Naturschutz und Landschaftspflege (BNatSchG 2009)
Kapitel 4 - Schutz bestimmter Teile von Natur und Landschaft
Abschnitt 1 - Biotopverbund und Biotopvernetzung; geschützte Teile von Natur und Landschaft
§ 26 Landschaftsschutzgebiete

Paragraph: 26

Full Text:
Gesetz über Naturschutz und Landschaftspflege (BNatSchG 2009)
Kapitel 4 - Schutz bestimmter Teile von Natur und Landschaft
Abschnitt 1 - Biotopverbund und Biotopvernetzung; geschützte Teile von Natur und Landschaft
§ 26 Landschaftsschutzgebiete

(1) Landschaftsschutzgebiete sind rechtsverbindlich festgesetzte
Gebiete, in denen ein besonderer Schutz von Natur und Landschaft
erforderlich ist

1.  zur Erhaltung, Entwicklung oder Wiederherstellung der Leistungs- und
    Funktionsfähigkeit des Naturhaushalts oder der Regenerationsfähigkeit
    und nachhaltigen Nutzungsfähigkeit der Naturgüter, einschließlich des
    Schutzes von Lebensstätten und Lebensräumen bestimmter wild lebender
    Tier- und Pflanzenarten,

2.  wegen der Vielfalt, Eigenart und Schönheit oder der besonderen
    kulturhistorischen Bedeutung der Landschaft oder

3.  wegen ihrer besonderen Bedeutung für die Erholung.

(2) In einem Landschaftsschutzgebiet sind unter besonderer Beachtung
des § 5 Absatz 1 und nach Maßgabe näherer Bestimmungen alle Handlungen
verboten, die den Charakter des Gebiets verändern oder dem besonderen
Schutzzweck zuwiderlaufen.

(3) In einem Landschaftsschutzgebiet sind die Errichtung und der
Betrieb von Windenergieanlagen sowie der zugehörigen Nebenanlagen
nicht verboten, wenn sich der Standort der Windenergieanlagen in einem
Windenergiegebiet nach § 2 Nummer 1 des
Windenergieflächenbedarfsgesetzes vom 20. Juli 2022 (BGBl. I S. 1353)
befindet. Satz 1 gilt auch, wenn die Erklärung zur Unterschutzstellung
nach § 22 Absatz 1 entgegenstehende Bestimmungen enthält. Für die
Durchführung eines im Übrigen zulässigen Vorhabens bedarf es insoweit
keiner Ausnahme oder Befreiung. Bis gemäß § 5 des
Windenergieflächenbedarfsgesetzes festgestellt wurde, dass das
jeweilige Land den Flächenbeitragswert nach Anlage 1 Spalte 2 des
Windenergieflächenbedarfsgesetzes oder der jeweilige regionale oder
kommunale Planungsträger ein daraus abgeleitetes Teilflächenziel
erreicht hat, gelten die Sätze 1 bis 3 auch außerhalb von für die
Windenergienutzung ausgewiesenen Gebieten im gesamten
Landschaftsschutzgebiet entsprechend. Die Sätze 1 bis 4 gelten nicht,
wenn der Standort in einem Natura 2000-Gebiet oder einer Stätte, die
nach Artikel 11 des Übereinkommens vom 16. November 1972 zum Schutz
des Kultur- und Naturerbes der Welt (BGBl. 1977 II S. 213, 215) in die
Liste des Erbes der Welt aufgenommen wurde, liegt.

Collections: bundestag_gesetze
BNatSchG-2009
Level: 4.0