Source: https://www.gesetze-im-internet.de/freiz_gg_eu_2004/__3.html
Legislation: freizuegg_eu_2004

Title: § 3 Familienangehörige

Description:
Gesetz über die allgemeine Freizügigkeit von Unionsbürgern (FreizügG/EU 2004)
§ 3 Familienangehörige

Paragraph: 3

Full Text:
Gesetz über die allgemeine Freizügigkeit von Unionsbürgern (FreizügG/EU 2004)
§ 3 Familienangehörige

(1) Familienangehörige der in § 2 Abs. 2 Nr. 1 bis 5 genannten
Unionsbürger haben das Recht nach § 2 Abs. 1, wenn sie den
Unionsbürger begleiten oder ihm nachziehen. Für Familienangehörige der
in § 2 Abs. 2 Nr. 5 genannten Unionsbürger gilt dies nach Maßgabe des
§ 4.

(2) Familienangehörige, die nicht Unionsbürger sind, behalten beim Tod
des Unionsbürgers ein Aufenthaltsrecht, wenn sie die Voraussetzungen
des § 2 Abs. 2 Nr. 1 bis 3 oder Nr. 5 erfüllen und sich vor dem Tod
des Unionsbürgers mindestens ein Jahr als seine Familienangehörigen im
Bundesgebiet aufgehalten haben.

(3) Die Kinder eines freizügigkeitsberechtigten Unionsbürgers und der
Elternteil, der die elterliche Sorge für die Kinder tatsächlich
ausübt, behalten auch nach dem Tod oder Wegzug des Unionsbürgers, von
dem sie ihr Aufenthaltsrecht ableiten, bis zum Abschluss einer
Ausbildung ihr Aufenthaltsrecht, wenn sich die Kinder im Bundesgebiet
aufhalten und eine Ausbildungseinrichtung besuchen.

(4) Ehegatten oder Lebenspartner, die nicht Unionsbürger sind,
behalten bei Scheidung oder Aufhebung der Ehe oder Aufhebung der
Lebenspartnerschaft ein Aufenthaltsrecht, wenn sie die für
Unionsbürger geltenden Voraussetzungen des § 2 Abs. 2 Nr. 1 bis 3 oder
Nr. 5 erfüllen und wenn

1.  die Ehe oder die Lebenspartnerschaft bis zur Einleitung des
    gerichtlichen Scheidungs- oder Aufhebungsverfahrens mindestens drei
    Jahre bestanden hat, davon mindestens ein Jahr im Bundesgebiet,

2.  ihnen durch Vereinbarung der Ehegatten oder der Lebenspartner oder
    durch gerichtliche Entscheidung die elterliche Sorge für die Kinder
    des Unionsbürgers übertragen wurde,

3.  es zur Vermeidung einer besonderen Härte erforderlich ist,
    insbesondere weil dem Ehegatten oder dem Lebenspartner wegen der
    Beeinträchtigung seiner schutzwürdigen Belange ein Festhalten an der
    Ehe oder der Lebenspartnerschaft nicht zugemutet werden konnte, oder

4.  ihnen durch Vereinbarung der Ehegatten oder der Lebenspartner oder
    durch gerichtliche Entscheidung das Recht zum persönlichen Umgang mit
    dem minderjährigen Kind nur im Bundesgebiet eingeräumt wurde.

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FreizügG/EU-2004
Level: 2.0