Source: https://www.gesetze-im-internet.de/psychthappro/__73.html
Legislation: psychthappro

Title: § 73 Nachweis der Zuverlässigkeit

Description:
Approbationsordnung für Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten (PsychThApprO)
Abschnitt 5 - Anerkennung von im Ausland erworbenen Berufsqualifikationen und erforderliche Anpassungsmaßnahmen
Unterabschnitt 5 - Nachweise bei in einem anderen Mitgliedstaat, in einem anderen Vertragsstaat oder in einem gleichgestellten Staat erworbenen Berufsqualifikationen
§ 73 Nachweis der Zuverlässigkeit

Paragraph: 73

Full Text:
Approbationsordnung für Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten (PsychThApprO)
Abschnitt 5 - Anerkennung von im Ausland erworbenen Berufsqualifikationen und erforderliche Anpassungsmaßnahmen
Unterabschnitt 5 - Nachweise bei in einem anderen Mitgliedstaat, in einem anderen Vertragsstaat oder in einem gleichgestellten Staat erworbenen Berufsqualifikationen
§ 73 Nachweis der Zuverlässigkeit

(1) Eine Person, die über eine in einem anderen Mitgliedstaat, in
einem anderen Vertragsstaat oder in einem gleichgestellten Staat
erworbene Berufsqualifikation verfügt und die Approbation als
Psychotherapeutin oder Psychotherapeut beantragt, kann zum Nachweis
der Voraussetzung nach § 2 Absatz 1 Nummer 2 des
Psychotherapeutengesetzes eine von der zuständigen Stelle ihres
Herkunftsstaates ausgestellte entsprechende Bescheinigung oder einen
von einer solchen Stelle ausgestellten Strafregisterauszug vorlegen.
Wenn ein solcher Nachweis nicht vorgelegt werden kann, kann die
antragstellende Person einen gleichwertigen Nachweis vorlegen.

(2) Hat die nach § 22 Absatz 2 des Psychotherapeutengesetzes
zuständige Behörde berechtigte Zweifel an einem der in Absatz 1
genannten Dokumente, so kann sie von der zuständigen Stelle des
Herkunftsstaates eine Bestätigung verlangen, aus der sich ergibt, dass
der antragstellenden Person die Ausübung des Berufs, der dem Beruf der
Psychotherapeutin oder des Psychotherapeuten entspricht, nicht
aufgrund eines schwerwiegenden standeswidrigen Verhaltens oder einer
Verurteilung wegen strafbarer Handlungen dauerhaft oder vorübergehend
untersagt worden ist.

(3) Hat die nach § 22 Absatz 2 des Psychotherapeutengesetzes
zuständige Behörde Kenntnis von Tatsachen, die im Ausland eingetreten
sind und im Hinblick auf die Voraussetzungen nach in § 2 Absatz 1
Nummer 2 des Psychotherapeutengesetzes von Bedeutung sein können, so
hat sie die zuständige Stelle des Herkunftsstaates zu unterrichten und
sie zu bitten, diese Tatsachen zu überprüfen und ihr das Ergebnis und
die Folgerungen, die die zuständige Stelle des Herkunftsstaates
hinsichtlich der von ihr ausgestellten Bescheinigungen und Nachweise
daraus zieht, mitzuteilen.

(4) Werden von der zuständigen Stelle des Herkunftsstaates innerhalb
von zwei Monaten weder die in Absatz 1 genannten Dokumente ausgestellt
noch die nach Absatz 2 oder Absatz 3 nachgefragten Bestätigungen oder
Mitteilungen gemacht, so kann die antragstellende Person sie durch
Vorlage einer Bescheinigung über die Abgabe einer eidesstattlichen
Erklärung gegenüber der zuständigen Stelle des Herkunftsstaates oder
über die Abgabe einer feierlichen Erklärung in dem Herkunftsstaat
ersetzen, wenn es in dem Herkunftsstaat keine eidesstattliche
Erklärung gibt.

Collections: bundestag_gesetze
PsychThApprO
Level: 4.0