Source: https://www.gesetze-im-internet.de/kstg_1977/__28.html
Legislation: kstg_1977

Title: § 28 Umwandlung von Rücklagen in Nennkapital und Herabsetzung des Nennkapitals

Description:
Körperschaftsteuergesetz (KStG 1977)
Vierter Teil - Nicht in das Nennkapital geleistete Einlagen und Entstehung und Veranlagung
§ 28 Umwandlung von Rücklagen in Nennkapital und Herabsetzung des Nennkapitals

Paragraph: 28

Full Text:
Körperschaftsteuergesetz (KStG 1977)
Vierter Teil - Nicht in das Nennkapital geleistete Einlagen und Entstehung und Veranlagung
§ 28 Umwandlung von Rücklagen in Nennkapital und Herabsetzung des Nennkapitals

(1)
1             Wird das Nennkapital durch Umwandlung von Rücklagen
erhöht, so gilt der positive Bestand des steuerlichen Einlagekontos
als vor den sonstigen Rücklagen umgewandelt.
2             Maßgeblich ist dabei der sich vor Anwendung des Satzes 1
ergebende Bestand des steuerlichen Einlagekontos zum Schluss des
Wirtschaftsjahrs der Rücklagenumwandlung.
3             Enthält das Nennkapital auch Beträge, die ihm durch
Umwandlung von sonstigen Rücklagen mit Ausnahme von aus Einlagen der
Anteilseigner stammenden Beträgen zugeführt worden sind, so sind diese
Teile des Nennkapitals getrennt auszuweisen und gesondert
festzustellen (Sonderausweis).
4             § 27 Abs. 2 gilt entsprechend.

(2)
1             Im Fall der Herabsetzung des Nennkapitals oder der
Auflösung der Körperschaft wird zunächst der Sonderausweis zum Schluss
des vorangegangenen Wirtschaftsjahrs gemindert; ein übersteigender
Betrag ist dem steuerlichen Einlagekonto gutzuschreiben, soweit die
Einlage in das Nennkapital geleistet ist.
2             Die Rückzahlung des Nennkapitals gilt, soweit der
Sonderausweis zu mindern ist, als Gewinnausschüttung, die beim
Anteilseigner zu Bezügen im Sinne des § 20 Abs. 1 Nr. 2 des
Einkommensteuergesetzes führt.
3             Ein den Sonderausweis übersteigender Betrag ist vom
positiven Bestand des steuerlichen Einlagekontos abzuziehen.
4             Soweit der positive Bestand des steuerlichen
Einlagekontos für den Abzug nach Satz 3 nicht ausreicht, gilt die
Rückzahlung des Nennkapitals ebenfalls als Gewinnausschüttung, die
beim Anteilseigner zu Bezügen im Sinne des § 20 Abs. 1 Nr. 2 des
Einkommensteuergesetzes führt.

(3) Ein Sonderausweis zum Schluss des Wirtschaftsjahrs vermindert sich
um den positiven Bestand des steuerlichen Einlagekontos zu diesem
Stichtag; der Bestand des steuerlichen Einlagekontos vermindert sich
entsprechend.

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KStG-1977
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