Source: https://www.gesetze-im-internet.de/pflschanwv_1992/__8.html
Legislation: pflschanwv_1992

Title: Anlage 2 Eingeschränktes Anwendungsverbot

Description:
Verordnung über Anwendungsverbote für Pflanzenschutzmittel (PflSchAnwV 1992)
Anlage 2 Eingeschränktes Anwendungsverbot

Paragraph: 8

Full Text:
Verordnung über Anwendungsverbote für Pflanzenschutzmittel (PflSchAnwV 1992)
Anlage 2 Eingeschränktes Anwendungsverbot

(Fundstelle des Originaltextes: BGBl. I 2003, 1535)

*    *   Nummer

    *   Stoff

    *   Anwendung nur zulässig

*    *   1

    *   2

    *   3

*    *   1

    *   Blausäure und Blausäure entwickelnde Verbindungen

    *   zur Begasung

        1.  in Mühlen und Lagerräumen, in Vorratsräumen und anderen Räumen in
            Lebensmittelbetrieben und in Transportmitteln und -behältern gegen
            Vorratsschädlinge;

        2.  von Pflanzen in Vegetationsruhe;

        3.  in Gewächshäusern.

*    *   2

    *   Deiquat

    *
        1.  zur Krautabtötung bei Kartoffeln;

        2.  zur Abreifebeschleunigung

            a)  bei Raps, Ackerbohnen und Futtererbsen;

            b)  bei Leguminosen, Ölrettich, Lein und Phacelia, deren Samen zur
                Saatguterzeugung bestimmt sind;

        3.  zum Hopfenputzen, auch mit gleichzeitiger Unkrautbekämpfung; in der
            Zeit vom 1. Juli bis 31. August

*    *   3

    *   Methylbromid (Monobrommethan)

    *
        1.  zur Begasung in Mühlen, in Lagerräumen, in Vorratsräumen und anderen
            Räumen in Lebensmittelbetrieben, in Vakuumkammern, in gasdichten
            Kleinsilos, in Transportmitteln und -behältern und unter gasdichten
            Planen gegen Vorratsschädlinge;

        2.  zur Bodenbehandlung außerhalb von Wasserschutzgebieten und
            Heilquellenschutzgebieten im Zierpflanzenbau, in Baumschulen, in
            Rebschulen und bei der Erzeugung von Pflanzkartoffeln in Zuchtgärten.

*    *   4

    *   Paraquat

    *
        1.  zur Behandlung

            a)  gegen Unkräuter und Deckfrüchte im Mais- und Zuckerrübenbau vor der
                Saat oder vor dem Auflaufen; auf derselben Fläche jedes vierte Jahr;

            b)  gegen Unkräuter in Baumschul-Saatbeeten; auf derselben Fläche jedes
                vierte Jahr;

            c)  gegen Unkräuter im Weinbau im Pflanzjahr und bis zum dritten Standjahr
                der Reben;

        2.  zur Abreifebeschleunigung bei Kulturgräsern, deren Samen zur
            Saatguterzeugung bestimmt sind.

*    *   5

    *   Phosphorwasserstoff entwickelnde Verbindungen, ausgenommen
        Zinkphosphid als rodentizides Ködermittel

    *   zur Begasung

        1.  in Lagerräumen, Vorratsräumen, Silozellen, Transportmitteln und
            -behältern und unter gasdichten Planen gegen Vorratsschädlinge;

        2.  außerhalb von Wasserschutzgebieten und Heilquellenschutzgebieten

            a)  gegen die Schermaus (Arvicola terrestris L.);

            b)  gegen den Hamster (Cricetus cricetus L.) und den Maulwurf (Talpa
                europaea L.); nur mit Zustimmung der zuständigen Behörde.

*    *   6

    *   Schwefelkohlenstoff

    *   zur Bodenbehandlung im Weinbau gegen Befallsherde der Reblaus
        (Daktulosphaira vitifoliae Fitch), nur mit Zustimmung der zuständigen
        Behörde.

*    *   7

    *   Thallium-I-sulfat

    *   in geschlossenen Räumen.

*    *   8

    *   Zinkphosphid

    *   in Ködern; außerhalb von Forsten nur in verdeckt ausgebrachten Ködern.

(zu den §§ 3 und 4)

Collections: bundestag_gesetze
PflSchAnwV-1992
Level: 2.0