Source: https://www.gesetze-im-internet.de/textilindmeistprv_2006/__5.html
Legislation: textilindmeistprv_2006

Title: § 5 Handlungsspezifische Qualifikationen

Description:
Verordnung über die Prüfung zum anerkannten Abschluss Geprüfter Industriemeister/Geprüfte Industriemeisterin - Fachrichtung Textilwirtschaft (TextilIndMeistPrV 2006)
§ 5 Handlungsspezifische Qualifikationen

Paragraph: 5

Full Text:
Verordnung über die Prüfung zum anerkannten Abschluss Geprüfter Industriemeister/Geprüfte Industriemeisterin - Fachrichtung Textilwirtschaft (TextilIndMeistPrV 2006)
§ 5 Handlungsspezifische Qualifikationen

(1) Der Prüfungsteil "Handlungsspezifische Qualifikationen" umfasst
die Handlungsbereiche "Technik", "Organisation" sowie "Führung und
Personal", die den betrieblichen Funktionsfeldern "Betriebserhaltung
Produktion" und "Fertigung" zuzuordnen sind. Die Handlungsbereiche
werden durch die in Absatz 2 Nr. 1 bis 3 genannten
Qualifikationsschwerpunkte beschrieben. Es werden drei
funktionsfeldbezogene und die Handlungsbereiche integrierende
Situationsaufgaben nach den Absätzen 3 bis 5 unter Berücksichtigung
der fachrichtungsübergreifenden Basisqualifikationen sowie einem der
jeweiligen Produktionsbereiche Textiltechnik, Produktveredlung,
Bekleidungstechnik, Technische Konfektion und Textilservice gestellt.
Zwei der Situationsaufgaben sind schriftlich zu lösen, eine
Situationsaufgabe ist Gegenstand eines situationsbezogenen
Fachgespräches nach Absatz 6. Die Situationsaufgaben sind so zu
gestalten, dass alle Qualifikationsschwerpunkte der Handlungsbereiche
mindestens einmal thematisiert werden. Die Prüfungsdauer der
schriftlichen Situationsaufgaben beträgt jeweils mindestens vier
Stunden, insgesamt jedoch nicht mehr als zehn Stunden.

(2) Die Handlungsbereiche enthalten folgende
Qualifikationsschwerpunkte:

1.  Handlungsbereich "Technik":

    a)  Betriebstechnik,

    b)  Fertigungstechnik;

2.  Handlungsbereich "Organisation":

    a)  Betriebskosten,

    b)  Planungs-, Steuerungs- und Kommunikationssysteme, Prozessoptimierung,

    c)  Arbeits-, Umwelt- und Gesundheitsschutz;

3.  Handlungsbereich "Führung und Personal":

    a)  Personalführung,

    b)  Personalentwicklung,

    c)  Qualitätsmanagement.

(3) In der Situationsaufgabe aus dem Handlungsbereich "Technik" soll
einer der beiden Qualifikationsschwerpunkte den Kern bilden. Die
Qualifikationsinhalte für diese Situationsaufgabe sind etwa zur Hälfte
aus diesem Qualifikationsschwerpunkt zu entnehmen. Die
Situationsaufgabe soll darüber hinaus Qualifikationsinhalte aus den
Qualifikationsschwerpunkten der Handlungsbereiche "Organisation" sowie
"Führung und Personal" integrativ mitberücksichtigen. Diese
integrativen Qualifikationsinhalte sind in annähernd gleichem Umfang
den Absätzen 4 und 5 zu entnehmen; sie sollen sich aus
Qualifikationsinhalten von mindestens drei Qualifikationsschwerpunkten
zusammensetzen und insgesamt etwa die andere Hälfte aller
Qualifikationsinhalte dieser Situationsaufgabe ausmachen. Im Einzelnen
kann die Situationsaufgabe folgende Qualifikationsinhalte aus dem
Handlungsbereich "Technik" mit den Qualifikationsschwerpunkten gemäß
den Nummern 1 und 2 umfassen:

1.  im Qualifikationsschwerpunkt "Betriebstechnik" soll die Fähigkeit
    nachgewiesen werden, technische Anlagen und Einrichtungen und ihre
    Instandhaltung zu planen, zu organisieren und zu überwachen. Weiterhin
    soll die Fähigkeit nachgewiesen werden, Störungsanalysen durchzuführen
    und entsprechende Maßnahmen einzuleiten. In diesem Rahmen können
    folgende Qualifikationsinhalte geprüft werden:

    a)  Aufstellen und Inbetriebnehmen von Anlagen und Einrichtungen,
        insbesondere unter Beachtung sicherheitstechnischer und
        anlagenspezifischer Vorschriften,

    b)  Planen und Einleiten von Instandhaltungsmaßnahmen sowie Überwachen und
        Gewährleisten der Instandhaltungsqualität und der Termine,

    c)  Auswahl, Festlegung und Funktionserhalt von Produktionsmaschinen und
        -anlagen, von Anlagen der Ver- und Entsorgung sowie der Hebe-,
        Transport- und Fördermittel, einschließlich der jeweils dazugehörigen
        Aggregate,

    d)  Funktionserhalt und Überwachung der Steuer- und Regeleinrichtungen
        sowie der Diagnosesysteme von Maschinen und Anlagen,

    e)  Durchführen von Störungsanalysen und Einleiten von Maßnahmen zur
        Behebung von Störungen unter Berücksichtigung von Mehrstellenarbeit,

    f)  Erfassen und Bewerten von Schwachstellen, Schäden und
        Funktionsstörungen sowie Begründen von Auswirkungen geplanter
        Eingriffe,

    g)  Veranlassen von Maßnahmen zur Lagerung von Werk- und Hilfsstoffen
        sowie von Produkten unter Berücksichtigung des Arbeits-, Umwelt- und
        Gesundheitsschutzes;

2.  im Qualifikationsschwerpunkt "Fertigungstechnik" soll die Fähigkeit
    nachgewiesen werden, Fertigungsprozesse zur Herstellung und
    Veränderung von Produkten zu planen, zu organisieren und zu
    überwachen. Dazu gehört, fertigungstechnische Einzelheiten und
    Zusammenhänge sowie Optimierungsmöglichkeiten des Fertigungsprozesses
    zu erkennen und entsprechende Maßnahmen einzuleiten. Dazu gehört
    ferner, beim Einsatz von Maschinen und Anlagen sowie bei der Be- und
    Verarbeitung unterschiedlicher Werkstoffe die Auswirkungen auf den
    Fertigungsprozess zu erkennen und zu berücksichtigen. In diesem Rahmen
    können folgende Qualifikationsinhalte geprüft werden:

    a)  Planen und Analysieren von Fertigungsaufträgen und Festlegen von
        Verfahren, Maschinen und Anlagen, Werk-, Betriebs- und Hilfsstoffen
        sowie Ermittlung der technischen Daten,

    b)  Umsetzen von Informationen aus verknüpften, rechnergestützten Systemen
        der Fertigung und Qualitätssicherung,

    c)  Einleiten, Steuern, Überwachen und Optimieren von Fertigungsprozessen,

    d)  Anwenden der Steuerungstechnik bei der Programmierung und Organisation
        von Fertigungsprozessen unter Nutzung der Informationen aus
        rechnergestützten Systemen,

    e)  Einsatz und Überwachung von Automatisierungssystemen sowie der
        Handhabungs-, Montage-, Förder- und Lagersysteme,

    f)  Auswählen von technologiespezifischen Prüftechniken, Auswerten der
        Kenndaten und Einleiten von qualitätssichernden Maßnahmen,

    g)  Beurteilen von Auswirkungen auf Fertigungsprozesse beim Umstellen von
        Maschinen und Anlagen auf neue Produkte und bei der Änderung von
        Prozessparametern,

    h)  Umsetzen von Instandhaltungsvorgaben in Fertigungsprozessen und
        Einhalten qualitativer und quantitativer Anforderungen,

    i)  Berücksichtigen von einschlägigen Regelwerken und Normen.

(4) In der Situationsaufgabe aus dem Handlungsbereich "Organisation"
sollen mindestens zwei der Qualifikationsschwerpunkte den Kern der
Situationsaufgabe bilden. Die Qualifikationsinhalte für diese
Situationsaufgabe sind etwa zur Hälfte diesen
Qualifikationsschwerpunkten zu entnehmen. Die Situationsaufgabe soll
darüber hinaus Qualifikationsinhalte aus den
Qualifikationsschwerpunkten der Handlungsbereiche "Technik" sowie
"Führung und Personal" integrativ in annähernd gleichem Umfang
mitberücksichtigen. Diese integrativen Qualifikationsinhalte sollen
etwa die andere Hälfte aller Qualifikationsinhalte der
Situationsaufgaben ausmachen. Sie sind in annähernd gleichem Umfang
den Absätzen 3 und 5 zu entnehmen. Die integrativen
Qualifikationsinhalte des Handlungsbereiches "Führung und Personal"
sind aus mindestens zwei Qualifikationsschwerpunkten dieses
Handlungsbereiches zu entnehmen. Im Einzelnen kann die
Situationsaufgabe folgende Qualifikationsinhalte aus dem
Handlungsbereich "Organisation" mit den Schwerpunkten gemäß den
Nummern 1 bis 3 umfassen:

1.  im Qualifikationsschwerpunkt "Betriebskosten" soll die Fähigkeit
    nachgewiesen werden, betriebswirtschaftliche Zusammenhänge und
    kostenrelevante Einflussfaktoren zu erfassen und zu beurteilen.
    Darüber hinaus sollen Maßnahmen zum kostenbewussten Handeln geplant,
    organisiert, eingeleitet und überwacht werden können. Sie sollen auf
    betriebswirtschaftliche Anwendungssituationen bezogen und in
    Entscheidungen über wirtschaftliche Abläufe umgesetzt werden können.
    In diesem Rahmen können folgende Qualifikationsinhalte geprüft werden:

    a)  Beeinflussen der Kosten, insbesondere unter Berücksichtigung
        alternativer Fertigungskonzepte und bedarfsgerechter Lagerwirtschaft,

    b)  Berücksichtigen von Kostenfaktoren bei organisatorischen und
        personellen Maßnahmen,

    c)  Anwenden von Methoden der Zeitwirtschaft,

    d)  Planen, Verhandeln, Überwachen und Einhalten des Budgets,

    e)  Planen, Erfassen, Analysieren und Bewerten der Kosten nach
        vorgegebenen Daten,

    f)  Berücksichtigen von Zusammenhängen des betrieblichen Rechnungswesens,
        insbesondere Kostenarten-, Kostenstellen-, Kostenträger- und
        Prozesskostenrechnung,

    g)  Anwenden von Kalkulationsverfahren in der Kostenträgerstückrechnung
        einschließlich der Deckungsbeitragsrechnung,

    h)  Fördern des Kostenbewusstseins der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen
        bei unterschiedlichen Formen der Arbeitsorganisation;

2.  im Qualifikationsschwerpunkt "Planungs-, Steuerungs- und
    Kommunikationssysteme, Prozessoptimierung" soll die Fähigkeit
    nachgewiesen werden, deren Bedeutung zu erkennen, sie
    anforderungsgerecht auszuwählen sowie zur Überwachung von
    Planungszielen und zur Optimierung von Prozessen anzuwenden. In diesem
    Rahmen können folgende Qualifikationsinhalte geprüft werden:

    a)  Erstellen, Anpassen und Umsetzen von Produktions-, Mengen-, Termin-
        und Kapazitätsplanungen,

    b)  Anwenden von Systemen für die Arbeitsablaufplanung,
        Materialflussgestaltung, Produktionsprogrammplanung und
        Auftragsdisposition, einschließlich der dazugehörigen Zeit- und
        Datenermittlung,

    c)  Anwenden von Informations- und Kommunikationssystemen,

    d)  Anwenden von Logistiksystemen, insbesondere im Rahmen der Produkt- und
        Materialdisposition,

    e)  Optimieren von Aufbau- und Ablaufstrukturen sowie Aktualisieren der
        Stammdaten für diese Systeme;

3.  im Qualifikationsschwerpunkt "Arbeits-, Umwelt- und Gesundheitsschutz"
    soll die Fähigkeit nachgewiesen werden, einschlägige Gesetze,
    Vorschriften und Bestimmungen in ihrer Bedeutung erkennen und ihre
    Einhaltung sicherstellen zu können. Die Fähigkeit umfasst, Gefahren
    vorzubeugen, Störungen zu erkennen und zu analysieren sowie Maßnahmen
    zu ihrer Vermeidung oder Beseitigung einzuleiten sowie
    sicherzustellen, dass sich die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen
    arbeits-, umwelt- und gesundheitsschutzbewusst verhalten und
    entsprechend handeln. In diesem Rahmen können folgende
    Qualifikationsinhalte in den Situationsaufgaben geprüft werden:

    a)  Planen, Vorschlagen, Einleiten und Überprüfen von Maßnahmen zur
        Verbesserung der Arbeitssicherheit zur Reduzierung und Vermeidung von
        Unfällen sowie von Umwelt- und Gesundheitsbelastungen,

    b)  Planen und Durchführen von Unterweisungen in der Arbeitssicherheit,
        des Arbeits-, Umwelt- und Gesundheitsschutzes,

    c)  Beurteilen, Überprüfen und Gewährleisten der Arbeitssicherheit, des
        Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutzes,

    d)  Überwachen der Lagerung von und des Umgangs mit umweltbelastenden und
        gesundheitsgefährdenden Stoffen und Betriebsmitteln,

    e)  Fördern des Bewusstseins der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen
        bezüglich der Arbeitssicherheit und des betrieblichen Arbeits-,
        Umwelt- und Gesundheitsschutzes.

(5) In der Situationsaufgabe aus dem Handlungsbereich "Führung und
Personal" sollen mindestens zwei der Qualifikationsschwerpunkte den
Kern der Situationsaufgabe bilden. Die Qualifikationsinhalte für diese
Situationsaufgabe sind etwa zur Hälfte diesen
Qualifikationsschwerpunkten zu entnehmen. Die Situationsaufgabe soll
darüber hinaus Qualifikationsinhalte aus den
Qualifikationsschwerpunkten der Handlungsbereiche "Technik" und
"Organisation" integrativ in annähernd gleichem Umfang
mitberücksichtigen. Diese integrativen Qualifikationsinhalte sollen
etwa die andere Hälfte aller Qualifikationsinhalte der
Situationsaufgabe ausmachen. Sie sind in annähernd gleichem Umfang den
Absätzen 3 und 4 zu entnehmen. Die integrativen Qualifikationsinhalte
des Handlungsbereiches "Organisation" sind aus mindestens zwei
Qualifikationsschwerpunkten dieses Handlungsbereiches zu entnehmen. Im
Einzelnen kann die Situationsaufgabe folgende Qualifikationsinhalte
aus dem Handlungsbereich "Führung und Personal" mit den Schwerpunkten
gemäß den Nummern 1 bis 3 umfassen:

1.  im Qualifikationsschwerpunkt "Personalführung" soll die Fähigkeit
    nachgewiesen werden, den Personalbedarf zu ermitteln und den
    Personaleinsatz entsprechend den Anforderungen sicherstellen sowie die
    Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zu verantwortlichem Handeln hinführen
    zu können. In diesem Rahmen können folgende Qualifikationsinhalte
    geprüft werden:

    a)  Ermitteln und Bestimmen des qualitativen und quantitativen
        Personalbedarfs unter Berücksichtigung technischer und
        organisatorischer Veränderungen,

    b)  Erstellen von Anforderungsprofilen, Stellenplanungen und
        -beschreibungen,

    c)  Auswählen und Einsetzen der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen unter
        Berücksichtigung ihrer persönlichen Daten, ihrer Eignung und
        Interessen sowie der betrieblichen Anforderungen,

    d)  Anwenden von Führungsmethoden und -mitteln zur Bewältigung
        betrieblicher Aufgaben und zum Lösen von Problemen und Konflikten,

    e)  Delegieren von Aufgaben und der damit verbundenen Verantwortung,

    f)  Beteiligen der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen am kontinuierlichen
        Verbesserungsprozess,

    g)  Einrichten, Moderieren und Steuern von Arbeits- und Projektgruppen,

    h)  Fördern der Kommunikations- und Kooperationsbereitschaft;

2.  im Qualifikationsschwerpunkt "Personalentwicklung" soll die Fähigkeit
    nachgewiesen werden, auf der Basis einer qualitativen und
    quantitativen Personalplanung eine systematische Personalentwicklung
    durchführen zu können. Dazu gehört, Personalentwicklungspotentiale
    einschätzen und Personalentwicklungs- und Qualifizierungsziele
    festlegen, entsprechende Maßnahmen planen, realisieren, deren
    Ergebnisse überprüfen und die Umsetzung im Betrieb fördern zu können.
    In diesem Rahmen können folgende Qualifikationsinhalte in den
    Situationsaufgaben geprüft werden:

    a)  Festlegen der Ziele der Personalentwicklung sowie der Kategorien für
        den Qualifizierungserfolg,

    b)  Durchführen von Personalbeurteilungen und Potentialeinschätzungen nach
        vorgegebenen Kriterien und unter Anwendung entsprechender Instrumente
        und Methoden,

    c)  Ermitteln des quantitativen und qualitativen
        Personalentwicklungsbedarfs,

    d)  Beraten, Unterstützen und Fördern von Mitarbeitern und
        Mitarbeiterinnen hinsichtlich ihrer beruflichen Entwicklung,

    e)  Fördern, Planen, Durchführen und Veranlassen von
        Personalentwicklungsmaßnahmen unter Berücksichtigung des betrieblichen
        Bedarfs und der Mitarbeiter- und Mitarbeiterinneninteressen,

    f)  Überprüfen der Ergebnisse von Personalentwicklungsmaßnahmen;

3.  im Qualifikationsschwerpunkt "Qualitätsmanagement" soll die Fähigkeit
    nachgewiesen werden, Qualitätsziele durch Anwendung entsprechender
    Methoden und Instrumente zu sichern. Dazu gehört, das
    Qualitätsbewusstsein der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zu fördern
    sowie bei der Implementierung eines Qualitätsmanagementsystems
    mitzuwirken und zu dessen Verbesserung und Weiterentwicklung
    beizutragen. In diesem Rahmen können folgende Qualifikationsinhalte
    geprüft werden:

    a)  Berücksichtigen des Einflusses des Qualitätsmanagementsystems auf das
        Unternehmen und auf die Handlungen in den Funktionsfeldern,

    b)  kontinuierliches Umsetzen der Qualitätsmanagementziele durch Planen,
        Sichern und Lenken von qualitätssichernden Maßnahmen,

    c)  Anwenden von Methoden zur Sicherung und Verbesserung der Qualität,
        insbesondere der Prozess- und Produktqualität sowie der
        Kundenzufriedenheit,

    d)  Beschreiben betrieblicher Prozesse zur Vorbereitung von
        Zertifizierungen,

    e)  Fördern des Qualitätsbewusstseins der Mitarbeiter und
        Mitarbeiterinnen.

(6) Im situationsbezogenen Fachgespräch soll die Fähigkeit
nachgewiesen werden, betriebliche Aufgabenstellungen analysieren,
strukturieren und einer begründeten Lösung zuführen zu können. Dazu
gehört, Lösungsvorschläge unter Einbeziehung von
Präsentationstechniken erläutern und erörtern zu können. Das
situationsbezogene Fachgespräch hat die gleiche Struktur wie eine
schriftliche Situationsaufgabe. Es stellt den Handlungsbereich in den
Mittelpunkt, der nicht Kern einer schriftlichen Situationsaufgabe ist,
und integriert insbesondere die Qualifikationsschwerpunkte, die nicht
schriftlich geprüft werden. Das situationsbezogene Fachgespräch soll
für die zu prüfende Person mindestens 45 Minuten und höchstens 60
Minuten dauern.

(7) Wurde in nicht mehr als einer schriftlichen Situationsaufgabe eine
mangelhafte Prüfungsleistung erbracht, ist in diesem Handlungsbereich
eine mündliche Ergänzungsprüfung anzubieten. Bei einer oder mehrerer
ungenügender schriftlicher Prüfungsleistungen besteht diese
Möglichkeit nicht. Die Ergänzungsprüfung soll in der Regel nicht
länger als 20 Minuten dauern. Die Bewertung der schriftlichen
Prüfungsleistung und die der mündlichen Ergänzungsprüfung werden zu
einer Prüfungsleistung zusammengefasst. Dabei wird die Bewertung der
schriftlichen Prüfungsleistung doppelt gewichtet.

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