Source: https://www.gesetze-im-internet.de/hwirtmeistprv/__4.html
Legislation: hwirtmeistprv

Title: § 4 Prüfungsanforderungen im Teil "Hauswirtschaftliche Versorgungs- und Betreuungsleistungen"

Description:
Verordnung über die Anforderungen in der Meisterprüfung für den Beruf Hauswirtschafter/Hauswirtschafterin (HWirtMeistPrV)
§ 4 Prüfungsanforderungen im Teil "Hauswirtschaftliche Versorgungs- und Betreuungsleistungen"

Paragraph: 4

Full Text:
Verordnung über die Anforderungen in der Meisterprüfung für den Beruf Hauswirtschafter/Hauswirtschafterin (HWirtMeistPrV)
§ 4 Prüfungsanforderungen im Teil "Hauswirtschaftliche Versorgungs- und Betreuungsleistungen"

(1) Der Prüfling soll nachweisen, dass er hauswirtschaftliche
Versorgungs- und Betreuungsleistungen in einem betrieblichen Kontext
planen, diese umsetzen und steuern sowie die Ergebnisse beurteilen
kann. Als Versorgungs- und Betreuungsleistungen kommen insbesondere
die folgenden Bereiche in Betracht:

1.  Speisenzubereitung, Verpflegung und Service,

2.  Gestalten, Reinigen und Pflegen von Wohn- und Betriebsräumen sowie des
    Umfeldes,

3.  Reinigen und Pflegen von Textilien,

4.  Strukturieren und Gestalten des Alltags von Personen und
    Personengruppen.

Hierbei soll der Prüfling zeigen, dass er die entsprechenden Maßnahmen
qualitätsorientiert und wirtschaftlich sowie unter Beachtung des
Umweltschutzes, der Arbeitssicherheit, der Hygiene und berufsbezogener
Rechtsvorschriften durchführen kann.

(2) Die Prüfung erstreckt sich auf folgende Inhalte:

1.  Erfassen und Bewerten hauswirtschaftlicher Versorgungs- und
    Betreuungsleistungen in ihrem betrieblichen Kontext,

2.  Entwickeln hauswirtschaftlicher Produkte und Leistungen unter
    Berücksichtigung der Anlass- und Personenorientierung sowie der
    betrieblichen Rahmenbedingungen,

3.  Entwickeln, Umsetzen und Steuern hauswirtschaftlicher Prozesse unter
    Berücksichtigung des Personal- und Materialeinsatzes sowie der
    Arbeitsorganisation,

4.  Herstellen hauswirtschaftlicher Produkte und Erbringen
    hauswirtschaftlicher Leistungen,

5.  Festlegen und Sichern der Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität,

6.  Präsentieren und Vermarkten hauswirtschaftlicher Versorgungs- und
    Betreuungsleistungen.

(3) Die Prüfung besteht aus einem Arbeitsprojekt gemäß Absatz 4 und
einer schriftlichen Prüfung gemäß Absatz 5.

(4) Bei dem Arbeitsprojekt soll der Prüfling nachweisen, dass er,
ausgehend von konkreten betrieblichen Situationen, Zusammenhänge in
einem komplexen Sinne erfassen, analysieren, beurteilen sowie
Lösungsvorschläge erstellen und umsetzen kann. Der Prüfling erarbeitet
einen Vorschlag für das Arbeitsprojekt. Der Prüfungsausschuss
entscheidet über die endgültige Aufgabenstellung. Die Planung, der
Verlauf der Bearbeitung und die Ergebnisse sind zu dokumentieren, in
einem Prüfungsgespräch zu präsentieren und zu erläutern. Für die
Durchführung des Arbeitsprojektes steht ein Zeitraum von sechs Monaten
zur Verfügung. Das Prüfungsgespräch erstreckt sich auf das
Arbeitsprojekt sowie auf die dafür relevanten Inhalte des Absatzes 2.
Die Präsentation des Arbeitsprojektes und das Prüfungsgespräch sollen
insgesamt nicht länger als 60 Minuten dauern.

(5) Die schriftliche Prüfung besteht aus einer unter Aufsicht
anzufertigenden Arbeit zu komplexen praxisbezogenen Fragestellungen
aus den in Absatz 2 aufgeführten Inhalten und soll nicht länger als
180 Minuten dauern. Sie ist durch eine mündliche Prüfung zu ergänzen,
wenn diese für das Bestehen der Prüfung von Bedeutung ist. Im Falle
einer ungenügenden Leistung in der schriftlichen Prüfung besteht diese
Möglichkeit nicht. Die Ergänzungsprüfung soll je Prüfling nicht länger
als 30 Minuten dauern.

Collections: bundestag_gesetze
HWirtMeistPrV
Level: 2.0