Source: https://www.gesetze-im-internet.de/sachbezv_1978/__1.html
Legislation: sachbezv_1978

Title: § 1 Freie Kost und Wohnung

Description:
Verordnung über den Wert der Sachbezüge in der Sozialversicherung für das Kalenderjahr 1994 (SachBezV 1978)
§ 1 Freie Kost und Wohnung

Paragraph: 1

Full Text:
Verordnung über den Wert der Sachbezüge in der Sozialversicherung für das Kalenderjahr 1994 (SachBezV 1978)
§ 1 Freie Kost und Wohnung

(1) Der Wert der freien Kost und Wohnung einschließlich Heizung und
Beleuchtung wird auf monatlich 610,- DM festgesetzt. Für die
Berechnung des Wertes für kürzere Zeiträume als einen Monat sind für
jeden Tag ein Dreißigstel des Wertes nach Satz 1 zugrunde zu legen.
Für Jugendliche bis zur Vollendung des 18. Lebensjahrs und
Auszubildende vermindert sich der Wert nach Satz 1 um 15 vom Hundert.

(2) Wird freie Kost und Wohnung teilweise zur Verfügung gestellt, so
sind anzusetzen:

*    *   für die Wohnung

    *   34 vom Hundert,

*    *   für Heizung

    *   10 vom Hundert,

*    *   für Beleuchtung

    *   2 vom Hundert,

*    *   für Frühstück

    *   12 vom Hundert,

*    *   für Mittagessen

    *   21 vom Hundert,

*    *   für Abendessen

    *   21 vom Hundert

des Wertes nach Absatz 1.

(3) Ist mehreren Beschäftigten ein Wohnraum zur Verfügung gestellt, so
vermindert sich der für Wohnung, Heizung und Beleuchtung nach Absatz 2
in Verbindung mit Absatz 1 ergebende Wert

*    *   bei Belegung mit zwei Beschäftigten

    *   um 40 vom Hundert,

*    *   bei Belegung mit drei Beschäftigten

    *   um 50 vom Hundert,

*    *   bei Belegung mit mehr als drei Beschäftigten

    *   um 60 vom Hundert.

(4) Wird freie Kost und Wohnung nicht nur dem Beschäftigten, sondern
auch seinen nicht bei demselben Arbeitgeber beschäftigten
Familienangehörigen zur Verfügung gestellt, so erhöhen sich die nach
den Absätzen 1 bis 3 anzusetzenden Werte

*    *   für den Ehegatten

    *   um 80 vom Hundert,

*    *   für jedes Kind bis zum 6. Lebensjahr

    *   um 30 vom Hundert

*    *   und

    *

*    *   für jedes Kind über 6 Jahre

    *   um 40 vom Hundert.

Bei der Berechnung des Wertes für Kinder bleibt das Lebensalter des
Kindes im ersten Lohnzahlungszeitraum des Kalenderjahrs maßgebend.
Sind beide Ehegatten bei demselben Arbeitgeber beschäftigt, so sind
die Erhöhungswerte nach den Sätzen 1 und 2 für Kost und Wohnung der
Kinder beiden Ehegatten je zur Hälfte zuzurechnen.

(5) Wird als Sachbezug ausschließlich freie Wohnung zur Verfügung
gestellt, so ist für die Bewertung der Wohnung der ortsübliche
Mietpreis unter Berücksichtigung der sich aus der Lage der Wohnung zum
Betrieb ergebenden Beeinträchtigungen und für Heizung der übliche
Endpreis am Abgabeort anzusetzen. Satz 1 gilt auch, wenn dem
Beschäftigten neben freier Wohnung lediglich ein freies oder
verbilligtes Mittagessen im Betrieb (Kantinenessen) gewährt wird. Ist
im Einzelfall die Feststellung des ortsüblichen Mietpreises mit
außergewöhnlichen Schwierigkeiten verbunden, so ist die Wohnung mit
2,50 DM pro Quadratmeter monatlich, bei einfacher Ausstattung (ohne
Zentralheizung, fließendes Wasser oder Toilette) mit 1,50 DM pro
Quadratmeter monatlich, mindestens jedoch mit 34 vom Hundert des
Wertes nach Absatz 1, zu bewerten. Für Beleuchtung sind 2 vom Hundert
des Wertes nach Absatz 1 anzusetzen.

(6) Bei kürzeren Zeiträumen als einem Monat ist zunächst der Wert des
jeweiligen Sachbezugs für einen Tag zu ermitteln; dabei sind die
Prozentsätze der Absätze 2 bis 4 auf den Tageswert nach Absatz 1
anzuwenden. Die Berechnungen werden jeweils auf 2 Dezimalstellen
durchgeführt. Die nach den Absätzen 1 bis 5 anzusetzenden Werte sind
nach dem letzten Berechnungsschritt auf volle 10 Deutsche Pfennige
aufzurunden. Bei Mahlzeiten nach § 40 Abs. 2 Nr. 1 des
Einkommensteuergesetzes ist der Tageswert auf volle 10 Deutsche
Pfennige aufzurunden.

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SachBezV-1978
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