Source: https://www.gesetze-im-internet.de/nav/__19.html
Legislation: nav

Title: § 19 Betrieb von elektrischen Anlagen, Verbrauchsgeräten und Ladeeinrichtungen, Eigenanlagen

Description:
Verordnung über Allgemeine Bedingungen für den Netzanschluss und dessen Nutzung für die Elektrizitätsversorgung in Niederspannung (NAV)
Teil 4 - Gemeinsame Vorschriften
Abschnitt 1 - Anlagenbetrieb und Rechte des Netzbetreibers
§ 19 Betrieb von elektrischen Anlagen, Verbrauchsgeräten und Ladeeinrichtungen, Eigenanlagen

Paragraph: 19

Full Text:
Verordnung über Allgemeine Bedingungen für den Netzanschluss und dessen Nutzung für die Elektrizitätsversorgung in Niederspannung (NAV)
Teil 4 - Gemeinsame Vorschriften
Abschnitt 1 - Anlagenbetrieb und Rechte des Netzbetreibers
§ 19 Betrieb von elektrischen Anlagen, Verbrauchsgeräten und Ladeeinrichtungen, Eigenanlagen

(1) Anlage und Verbrauchsgeräte sind vom Anschlussnehmer oder -nutzer
so zu betreiben, dass Störungen anderer Anschlussnehmer oder -nutzer
und störende Rückwirkungen auf Einrichtungen des Netzbetreibers oder
Dritter ausgeschlossen sind.

(2) Erweiterungen und Änderungen von Anlagen sowie die Verwendung
zusätzlicher Verbrauchsgeräte sind dem Netzbetreiber mitzuteilen,
soweit sich dadurch die vorzuhaltende Leistung erhöht oder mit
Netzrückwirkungen zu rechnen ist. Auch Ladeeinrichtungen für
Elektrofahrzeuge sind dem Netzbetreiber vor deren Inbetriebnahme
mitzuteilen. Deren Inbetriebnahme bedarf darüber hinaus der vorherigen
Zustimmung des Netzbetreibers, sofern ihre Summen-Bemessungsleistung
12 Kilovoltampere je elektrischer Anlage überschreitet; der
Netzbetreiber ist in diesem Fall verpflichtet, sich innerhalb von zwei
Monaten nach Eingang der Mitteilung zu äußern. Stimmt der
Netzbetreiber nicht zu, hat er den Hinderungsgrund, mögliche
Abhilfemaßnahmen des Netzbetreibers und des Anschlussnehmers oder
-nutzers sowie einen hierfür beim Netzbetreiber erforderlichen
Zeitbedarf darzulegen. Einzelheiten über den Inhalt und die Form der
Mitteilungen kann der Netzbetreiber regeln.

(3) Vor der Errichtung einer Eigenanlage hat der Anschlussnehmer oder
-nutzer dem Netzbetreiber Mitteilung zu machen. Der Anschlussnehmer
oder -nutzer hat durch geeignete Maßnahmen sicherzustellen, dass von
seiner Eigenanlage keine schädlichen Rückwirkungen in das
Elektrizitätsversorgungsnetz möglich sind. Der Anschluss von
Eigenanlagen ist mit dem Netzbetreiber abzustimmen. Dieser kann den
Anschluss von der Einhaltung der von ihm nach § 20 festzulegenden
Maßnahmen zum Schutz vor Rückspannungen abhängig machen.

(4) Ab dem 1. Januar 2024 hat der Netzbetreiber sicherzustellen, dass
die nach den Absätzen 2 und 3 erforderlichen Mitteilungen des
Anschlussnehmers oder -nutzers auch auf seiner Internetseite erfolgen
können. Die Netzbetreiber stimmen hierfür untereinander einheitliche
Formate und Anforderungen an Inhalte ab.

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