Source: https://www.gesetze-im-internet.de/d_mv_2012/__11.html
Legislation: duemv_2012

Title: (auch mit weiteren Mindestgehalten für Sekundärnährstoffe)

Description:
Verordnung über das Inverkehrbringen von Düngemitteln, Bodenhilfsstoffen, Kultursubstraten und Pflanzenhilfsmitteln (DüMV 2012)
Mineralische Einnährstoffdünger
(auch mit weiteren Mindestgehalten für Sekundärnährstoffe)

Paragraph: 11

Full Text:
Verordnung über das Inverkehrbringen von Düngemitteln, Bodenhilfsstoffen, Kultursubstraten und Pflanzenhilfsmitteln (DüMV 2012)
Mineralische Einnährstoffdünger
(auch mit weiteren Mindestgehalten für Sekundärnährstoffe)

1\.1 Vorgaben für Stickstoffdünger

*    *
    *   Typenbezeichnung

    *   Mindestgehalte

    *   Typbestimmende
        Bestandteile;
        Nährstoffformen und
        Nährstofflöslichkeiten

    *   Angaben zur
        Nährstoffbewertung;
        weitere Erfordernisse

    *   Wesentliche Zusammensetzung;
        Art der Herstellung

    *   Besondere Bestimmungen, Hinweise

*    *
    *   1

    *   2

    *   3

    *   4

    *   5

    *   6

*    *   1.1.1

    *   Ammoniumsulfat

    *   20 % N

    *   Gesamtstickstoff,
        Ammoniumstickstoff

    *   Stickstoff bewertet als
        Ammoniumstickstoff
        Toleranz:
        N 0,3 %-Punkt

    *   Ammoniumsulfat;
        auch Zugabe von Calciumnitrat als Formulierungshilfsmittel

    *   Bei Zugabe von Calciumnitrat nach Spalte 5:

        –   Mindestgehalte nach Spalte 2:
            19,5 % (Gesamtstickstoff)

        –   Nährstoffbewertung nach Spalte 4:
            Stickstoff bewertet als Gesamtstickstoff

*    *   1.1.2

    *   Ammoniumnitrat

    *   20 % N

    *   Gesamtstickstoff,
        Ammoniumstickstoff,
        Nitratstickstoff

    *   Stickstoff bewertet als
        Ammonium- und Nitratstickstoff, beide Stickstoffformen ungefähr je zur
        Hälfte
        Toleranzen:
        bis 32 % N: 0,8 %-Punkt
        über 32 % N: 0,6 %-Punkt

    *   Ammoniumnitrat, auch Carbonate oder Sulfate des Calciums und
        Magnesiums;
        auch Umhüllung

    *   Enthält das Düngemittel mehr als 28 % Stickstoff, darf es nur in
        geschlossenen Packungen an den Anwender abgegeben werden. Das
        Düngemittel darf als „Kalkammonsalpeter“ bezeichnet sein, wenn

        –   neben Ammoniumnitrat nur Calciumcarbonat (z. B. Kalkstein) oder
            Calcium- und Mag-
            nesiumcarbonat (z. B. Dolomit) mit einem
            Mindestanteil von 20 % enthalten sind,

        –   diese Carbonate einen Reinheitsgrad
            von mindestens 90 % haben,

        –   das Düngemittel nicht umhüllt ist.

*    *   1.1.3

    *   Ammonium-
        sulfatsalpeter

    *   24 % N

    *   Gesamtstickstoff,
        Ammoniumstickstoff,
        Nitratstickstoff

    *   Stickstoff bewertet als
        Ammonium- und
        Nitratstickstoff;
        Mindestgehalt an
        Nitratstickstoff 5 % N,
        Magnesium bewertet als
        Gesamtmagnesiumoxid
        Toleranzen:
        N 0,8 %-Punkt
        MgO 0,9 %-Punkt
        Na 0,7 %-Punkt
        CaCO
        3                      2 %-Punkte

    *   Ammoniumnitrat,
        Ammoniumsulfat;
        auch Zugabe von:

        a)  Calcium-Magnesiumcarbonat, Magnesiumcarbonat,
            Magnesiumsulfat;

        b)  Magnesiumsulfat mit
            Natriumsalzen;

        c)  Calciumcarbonat;

        auch Umhüllung

    *   Bei Zugabe von Stoffen nach Spalte 5
        Buchstabe a:

        –   Mindestgehalte nach Spalte 2:
            22 % N, 2 % MgO,

        –   zusätzlich typbestimmender Bestandteil
            nach Spalte 3:
            Gesamt-Magnesiumoxid,

        –   Mindestgehalt an Nitratstickstoff nach
            Spalte 4: 3 % N.

        Bei Zugabe von Stoffen nach Spalte 5
        Buchstabe b:

        –   Typenbezeichnung nach Spalte 1:
            Ammoniumsulfatsalpeter mit Magnesium
            und Natrium,

        –   Mindestgehalt nach Spalte 2:
            14 % N, 3 % MgO, 6 % Na,

        –   zusätzlich typbestimmender Bestandteil
            nach Spalte 3:
            Gesamt-Magnesiumoxid, wasserlösliches
            Natrium,

        –   Mindestgehalt Nitratstickstoff nach Spalte 4:
            3 % N.

        Bei Zugabe von Stoffen nach Spalte 5
        Buchstabe c:

        –   Typenbezeichnung nach Spalte 1:
            Ammoniumsulfatsalpeter mit
            Calciumcarbonat,

        –   Mindestgehalt nach Spalte 2:
            22 % N, 8 % CaCO
            3                           ,

        –   zusätzlich typbestimmender Bestandteil
            nach Spalte 3: Calciumcarbonat.

*    *   1.1.4

    *   Harnstoff

    *   44 % N

    *   Gesamtstickstoff als
        Carbamidstickstoff

    *   Stickstoff bewertet als
        Gesamtstickstoff,
        ausgedrückt als
        Carbamidstickstoff;
        Höchstgehalt an
        Biuret 1,2 %
        Toleranzen:
        N 0,4 %-Punkt
        S 0,5 %-Punkt

    *   Carbamid;
        auch Zugabe von elementarem Schwefel,
        auch Umhüllung

    *   Bei Zugabe von elementarem Schwefel:

        –   Typenbezeichnung nach Spalte 1:
            Harnstoff mit Schwefel,

        –   Mindestgehalte nach Spalte 2:
            28 % N
            4 % S,

        –   zusätzlich typbestimmender Bestandteil
            nach Spalte 3:
            Schwefel,

        –   zusätzliche Nährstoffbewertung nach
            Spalte 4:
            Schwefel bewertet als S.

        Bei Umhüllung:

        –   Mindestgehalt nach Spalte 2: 40 % N.

*    *   1.1.5

    *   Harnstoff – Iso-
        butylidendiharnstoff

    *   32 % N

    *   Gesamtstickstoff,
        Carbamidstickstoff

    *   Stickstoff bewertet als
        Gesamtstickstoff,
        mindestens 70 % des
        angegebenen Gesamt-
        stickstoffs als Isobutylidendiharnstoff
        Toleranzen:
        N 0,5 %-Punkt

    *   Isobutylidendiharnstoff,
        Carbamid

    *

*    *   1.1.6

    *   Harnstoff – Form-
        aldehydharnstoff

    *   38 % N

    *   Gesamtstickstoff,
        Carbamidstickstoff

    *   Stickstoff bewertet als
        Gesamtstickstoff,
        mindestens 60 % des
        angegebenen Gesamt-
        stickstoffs als Form-
        aldehydharnstoff, davon
        mindestens 60 %
        heißwasserlöslich
        Toleranzen:
        N 0,5 %-Punkt

    *   Formaldehydharnstoff,
        Carbamid

    *

*    *   1.1.7

    *   Stickstoffdünger mit [Harnstoff-
        derivat]

    *   18 % N

    *   Gesamtstickstoff,
        Ammoniumstickstoff,
        Nitratstickstoff,
        Carbamidstickstoff,
        ein oder mehrere Harnstoffderivate nach Spalte 5,
        bei Formaldehydharnstoff:
        kaltwasser- und heißwasserlöslicher Stickstoff

    *   Stickstoff bewertet als
        Gesamtstickstoff, davon
        mindestens ein Drittel als
        Harnstoffderivate nach Spalte 5 Buchstabe a bis c, 10 % als
        Harnstoffderivat nach Spalte 5 Buchstabe d
        vom Formaldehydharnstoff mindestens 60 % heißwasserlöslich;
        Mindestgehalt an
        Ammonium-,
        Nitratstickstoff 3 % N,
        Carbamidstickstoff 1,5 % N,
        Höchstgehalt an Biuret:
        Carbamidstickstoff +
        Harnstoffderivat-
        Stickstoff x 0,026
        Toleranzen:
        N 0,5 %-Punkt

    *   Auf chemischem Wege gewon-
        nenes Erzeugnis, das jeweils
        ein Düngemittel nach Abschnitt 1 Nummer 1.1 – mit Ausnahme von
        Kalkstickstoff, Nitrathaltiger
        Kalkstickstoff, Ammoniumnitrat oder Kalkammonsalpeter – und

        a)  Crotonylidendiharnstoff oder

        b)  Isobutylidendiharnstoff oder

        c)  Formaldehydharnstoff oder

        d)  Acetylendiharnstoff

        enthält.

    *   In der Typenbezeichnung ist das Wort
        „Harnstoffderivat“ durch das jeweils verwendete Harnstoffderivat nach
        Spalte 5 zu ersetzen.
        Bei Ammonium-, Nitrat- oder Carbamidstickstoff muss der Gehalt
        angegeben sein, wenn er jeweils mindestens 1 % N beträgt.

*    *   1.1.8

    *   [Harnstoffderivat]

    *   28 % N

    *   Gesamtstickstoff,
        Nach Spalte 5
        Buchstabe a:
        Crotonylidendiharnstoff
        Nach Spalte 5
        Buchstabe b:
        Isobutylidendiharnstoff
        Nach Spalte 5
        Buchstabe c:
        Formaldehydharnstoff

        –   kaltwasserlöslicher Stickstoff,

        –   heißwasserlöslicher Stickstoff

        Nach Spalte 5
        Buchstabe d:
        Acetylendiharnstoff

    *   Stickstoff bewertet als Gesamtstickstoff;
        Nach Spalte 5
        Buchstabe a, b oder d:

        –   mindestens 25 %
            vom N in der jeweiligen
            Harnstoffform

        –   Höchstgehalt an
            Carbamidstickstoff 3 % N

        Nach Spalte 5
        Buchstabe c:

        –   Mindestgehalt an
            Formaldehydharnstoff
            31 % N;

        –   Höchstgehalt an
            Carbamidstickstoff 5 % N

        Toleranzen:
        N 0,5 %-Punkt

    *   Jeweils nur einer der
        nachfolgenden Ausgangsstoffe

        a)  Crotonylidendiharnstoff,

        b)  Isobutylidendiharnstoff,

        c)  Formaldehydharnstoff,

        d)  Acetylendiharnstoff

    *   In der Typenbezeichnung ist das Wort „Harnstoffderivate“ durch das
        jeweils verwendete Harnstoffderivat nach Spalte 5 zu ersetzen.
        Der Gehalt an Carbamidstickstoff muss angegeben sein, sofern sein
        Gehalt 1 % N erreicht.
        Bei Herstellung nach Spalte 5 Buchstabe c beträgt der Mindestgehalt
        nach Spalte 2: 36 % N.

*    *   1.1.9

    *   Kalksalpeter-
        Harnstoff flüssig

    *   10 % N

    *   Gesamtstickstoff,
        Carbamidstickstoff,
        Nitratstickstoff

    *   Stickstoff bewertet als
        Gesamtstickstoff oder
        als Carbamid- und Nitratstickstoff,
        mindestens 50 % des
        angegebenen Gesamtstickstoffs als Nitratstickstoff
        Toleranzen:
        N 0,6 %-Punkt

    *   Carbamid, Calciumnitrat,
        Calciumchlorid;
        auf chemischem Wege, durch
        Lösen oder Suspendieren in
        Wasser gewonnenes Erzeugnis

    *   Enthält das Düngemittel Calciumchlorid und
        entspricht dieses nicht der im Arzneibuch festgelegten Qualität, muss
        es mit dem Hinweis gekennzeichnet sein:
        „Anwendungsvorgabe: Nicht für Blattdüngung oder zum Benetzen von
        Früchten“.

*    *   1.1.10

    *   Oxamid

    *   28 % N

    *   Gesamtstickstoff

    *   Stickstoff bewertet als
        Gesamtstickstoff;
        Höchstgehalt an
        Ammonium- oder
        Nitratstickstoff 4 % N
        Toleranzen:
        N 0,5 %-Punkt

    *   Oxamid, auch Calciumsulfat und Ammonium- oder Calciumnitrat

    *   Der Gehalt an Kupfer darf 0,1 % Cu, der an wasserlöslichem Cyanid 2 mg
        je kg nicht
        überschreiten.
        Die Gehalte an Ammoniumstickstoff und
        Nitratstickstoff dürfen angegeben sein.

*    *   1.1.11

    *   Ammoniak
        flüssig

    *   10 % N

    *   Ammoniumstickstoff

    *   Stickstoff bewertet als
        Ammoniumstickstoff
        Toleranzen:
        N 0,6 %-Punkt

    *   Ammoniak;
        auch lösen in Wasser

    *   Das Düngemittel muss mit einem Hinweis
        gekennzeichnet sein, dass es unverdünnt nicht zur Oberflächendüngung
        geeignet ist.

*    *   1.1.12

    *   Ammonium-
        sulfat-Lösung aus [Bezeichnung nach Anlage 2 Tabelle 6 Spalte 1]

    *   5 % N
        6 % S

    *   Ammoniumstickstoff,
        wasserlöslicher Schwefel

    *   Stickstoff bewertet als
        Ammoniumstickstoff,
        Schwefel bewertet als S
        Toleranzen:
        N 0,5 %-Punkt
        S 0,5 %-Punkt

    *   Ammoniumsulfat;
        nur ein Ausgangsstoff nach
        Anlage 2 Tabelle 6.1,
        unter Verwendung von

        –   konzentrierter Schwefelsäure
            in technischer Qualität

        oder

        –   Calciumsulfat (CaSO
            4                           )
            nach der Verordnung (EG)
            Nr. 2003/2003

    *   In der Typenbezeichnung ist der Klammerausdruck durch die Bezeichnung
        nach Anlage 2 Tabelle 6.1 zu ersetzen.
        Der pH-Wert ist zu kennzeichnen.
        Bei einem pH-Wert < 4,0 zusätzlicher Hinweis
        zur sachgerechten Anwendung: „Nicht zur
        Blattdüngung geeignet!“.
        Es gelten die Werte nach Anlage 2 Tabelle 1.4 Spalte 2 und 4 jeweils x
        0,5.
        Bei Verwendung von gebrauchter Ammonium-
        sulfat-Lösung nach Anlage 2 Tabelle 6
        Zeile 6.1.9:

        –   Mindestgehalt nach Spalte 2: 1,5 % N,
            2 % S,

        –   es gelten die Kennzeichnungs- und
            Grenzwerte nach Anlage 2 Tabelle 1.4
            Spalte 2 und 4 jeweils x 0,25,

        –   bei Verwendung von Schwefelsäure ist ein
            in Anlage 2 Tabelle 6.1 Spalte 2 beschrie-
            benes Herstellungsverfahren anzugeben.

        Ergänzung der Kennzeichnung:
        „Unter Verwendung von Schwefelsäure aus
        [Herstellungsverfahren]“.

*    *   1.1.13

    *   Ammoniumsulfat – Harnstoff

    *   30 % N
        5 % S

    *   Gesamtstickstoff,
        Carbamidstickstoff,
        Ammoniumstickstoff
        wasserlöslicher Schwefel

    *   Stickstoff bewertet als
        Carbamid- und
        Ammoniumstickstoff
        Kalk bewertet als
        Calciumcarbonat
        Mindestgehalt an
        Ammoniumstickstoff 4 % N
        Höchstgehalt an
        Biuret: 0,9 %
        Toleranzen:
        N    0,5 %-Punkt
        S    0,5 %-Punkt
        CaCO
        3                      2 %-Punkte

    *   Carbamid, Ammoniumsulfat;
        auch Zugabe von Kohlensaurem Kalk aus Meeralgen

    *   Das Düngemittel darf mit dem Hinweis
        „biuretarm“ gekennzeichnet sein, wenn der
        Biuretgehalt 0,2 % nicht überschreitet.
        Bei Zugabe von Kohlensaurem Kalk aus
        Meeralgen

        –   Typbezeichnung nach Spalte 1:
            „Ammoniumsulfat-Harnstoff mit
            Kohlensaurem Kalk aus Meeralgen,

        –   Mindestgehalt nach Spalte 2:
            20 % N
            3 % S
            8 % CaCO
            3

        –   zusätzlicher typbestimmender Bestandteil
            nach Spalte 3: Calciumcarbonat.

*    *   1.1.14

    *   Stickstoff –
        Magnesium

    *   19 % N
        5 % MgO

    *   Gesamtstickstoff,
        Nitratstickstoff,
        Ammoniumstickstoff
        wasserlösliches
        Magnesiumoxid

    *   Stickstoff bewertet als
        Nitrat- und Ammonium-
        stickstoff,
        wasserlösliches
        Magnesiumoxid;
        Mindestgehalt an
        Nitratstickstoff 6 % N
        Toleranzen:
        N 0,8 %-Punkt
        MgO 0,9 %-Punkt
        Na 0,7 %-Punkt

    *   Nitrate, Ammoniumverbindungen, Magnesiumsulfat;
        auch Zugabe von Natriumsalzen

    *   Bei Zugabe von Natriumsalzen:

        –   Typbezeichnung nach Spalte 1:
            „Stickstoff-Magnesiumsulfat mit Natrium“,

        –   Mindestgehalte nach Spalte 2:
            14 % N, 3 % MgO, 6 % Na,

        –   zusätzlich typbestimmende Bestandteile
            nach Spalte 3: wasserlösliches Natrium,

        –   Bewertung und weitere Erfordernisse
            nach Spalte 4: Mindestgehalt an
            Nitratstickstoff 4 % N;
            Natrium in Form wasserlöslicher Salze
            ausgedrückt als Natrium.

*    *   1.1.15

    *   Stickstoff – Calcium

    *   10 % N
        10 % Ca

    *   Gesamtstickstoff,
        Nitratstickstoff
        Carbamidstickstoff
        Calcium

    *   Stickstoff bewertet als
        Gesamtstickstoff oder
        als Nitrat- und
        Carbamidstickstoff
        Mindestgehalt an
        Nitratstickstoff 2 % N
        Calcium bewertet als Ca
        Toleranzen:
        N   0,4 %-Punkt
        Ca 0,7 %-Punkt

    *   Calciumnitrat, Carbamid,
        auch Calciumchlorid

    *   Enthält das Düngemittel Calciumchlorid und entspricht dieses nicht der
        im Arzneibuch festgelegten Qualität, muss es mit dem Hinweis
        gekennzeichnet sein: „Nicht für Blattdüngung oder zum Benetzen von
        Früchten“.

*    *   1.1.16

    *   Stickstoffdünger-Lösung

    *   15 % N

    *   Gesamtstickstoff,
        Carbamidstickstoff,
        Ammoniumstickstoff,
        Nitratstickstoff

    *   Stickstoff bewertet als
        Gesamtstickstoff oder als
        Carbamid-, Ammonium-
        oder Nitratstickstoff;
        Höchstgehalt an Biuret:
        Gehalt an Carbamid-
        stickstoff x 0,026,
        für Ammoniumnitrat-
        Harnstoff-Lösung 0,5 %
        Toleranzen:
        N 0,6 %-Punkt

    *   Auf chemischem Wege oder
        durch Lösen in Wasser gewon-
        nenes, unter Atmosphärendruck beständiges Erzeugnis,
        ohne Zusatz von Nährstoffen
        tierischen oder pflanzlichen
        Ursprungs

    *   Das Düngemittel darf mit dem Hinweis
        „biuretarm“ gekennzeichnet sein, wenn der
        Gehalt an Biuret 0,2 % nicht überschreitet.
        Kennzeichnung von Carbamidstickstoff,
        Ammoniumstickstoff oder Nitratstickstoff, sofern deren Gehalte
        mindestens 1 % N betragen.
        Erfordernisse für eine Bezeichnung als
        Ammoniumnitrat-Harnstoff-Lösung:

        –   Mindestgehalt nach Spalte 2:
            26 % N,

        –   weitere Erfordernisse nach Spalte 4:
            ungefähr die Hälfte des angegebenen
            Gesamtstickstoffs als Carbamidstickstoff.

1\.2 Vorgaben für Phosphatdünger

*    *
    *   Typenbezeichnung

    *   Mindestgehalte

    *   Typbestimmende
        Bestandteile;
        Nährstoffformen und
        Nährstofflöslichkeiten

    *   Angaben zur
        Nährstoffbewertung;
        weitere Erfordernisse

    *   Wesentliche Zusammensetzung;
        Art der Herstellung

    *   Besondere Bestimmungen, Hinweise

*    *
    *   1

    *   2

    *   3

    *   4

    *   5

    *   6

*    *   1.2.1

    *   Dicalciumphosphat mit Magnesium

    *   20 % P
        2                     O
        5
        6 % MgO

    *   Alkalisch-ammoncitrat-
        lösliches Phosphat
        Gesamtmagnesiumoxid

    *   Phosphat bewertet als
        alkalisch-ammoncitrat-
        lösliches P
        2                     O
        5                     ;
        Siebdurchgang:
        98 % bei 0,63 mm
        90 % bei 0,16 mm
        Toleranzen:
        P
        2                     O
        5                      0,8 %-Punkt
        MgO 0,9 %-Punkt

    *   Dicalciumphosphat,
        Magnesiumphosphat;
        Fällen mineralischer Phosphate, auch von aus Knochen gelöster
        Phosphorsäure
        Zugabe von
        Magnesiumcarbonat
        Magnesiumsulfat

    *   Der Gehalt an wasserlöslichem Magnesiumoxid darf angegeben sein.

*    *   1.2.2

    *   Dicalciumphosphat
        mit Tricalciumphosphat

    *   8 % P
        2                     O
        5

    *   Gesamtphosphat

    *   Phosphat bewertet als
        Gesamtphosphat
        Toleranzen:
        P
        2                     O
        5                      0,8 %-Punkt

    *   Dicalciumphosphat,
        Tricalciumphosphat;
        Fällen mineralischer Phosphate

    *

*    *   1.2.3

    *   Phosphat mit
        Silicium

    *   8 % P
        2                     O
        5

    *   Gesamtphosphat,
        wasserlösliches Phosphat

    *   Phosphat bewertet als
        Gesamtphosphat,
        50 % des angegebenen
        Gehaltes an P
        2                     O
        5
        wasserlöslich
        Toleranzen:
        Gesamtphosphat:
        0,8 %-Punkt
        wasserlösliches Phosphat:
        0,9 %-Punkt

    *   Siliciumoxide,
        Natriumhydrogenphosphate,
        Calciumphosphate, Natriumsulfat, Natriumsilicat;
        Aufschluss von Wasserglas mit Schwefel- und Phosphorsäure

    *   Mindestgehalt an Silicat 20 %.

*    *   1.2.4

    *   Teilaufgeschlossenes Rohphosphat mit Magnesium

    *   16 % P
        2                     O
        5
        6 % MgO

    *   Gesamtphosphat,
        wasserlösliches Phosphat,
        Gesamtmagnesiumoxid

    *   Phosphat bewertet als
        Gesamtphosphat,
        mindestens 40 % des
        angegebenen Gehalts an
        P
        2                     O
        5                      wasserlöslich
        Siebdurchgang:
        98 % bei 0,63 mm
        90 % bei 0,16 mm
        Toleranzen:
        Gesamtphosphat:
        0,8 %-Punkt
        wasserlösliches Phosphat:
        0,9 %-Punkt
        MgO 0,9 %-Punkt

    *   Mono-, Tricalciumphosphat,
        Calciumsulfat, Magnesiumsulfat;
        Teilaufschließen gemahlenen Rohphosphats mit Schwefel-
        oder Phosphorsäure,
        Zugabe von
        Magnesiumsulfat
        Magnesiumoxid
        Magnesiumcarbonat
        Calcium-Magnesium-Carbonat

    *   Ein Gehalt an wasserlöslichem Magnesiumoxid darf angegeben sein.

*    *   1.2.5

    *   Rohphosphat mit
        wasserlöslichem Anteil

    *   23 % P
        2                     O
        5

    *   Gesamtphosphat,
        in 2 %iger Ameisensäure lösliches Phosphat,
        wasserlösliches Phosphat

    *   Phosphat bewertet als
        Gesamtphosphat,
        mindestens 45 % des
        angegebenen Gehalts
        an P
        2                     O
        5                      in 2 %iger
        Ameisensäure löslich,
        mindestens 20 % des
        angegebenen Gehalts
        an P
        2                     O
        5                      wasserlöslich
        Toleranzen:
        Gesamt-P
        2                     O
        5                     :
        0,8 %-Punkt,
        in Ameisensäure
        lösliches P
        2                     O
        5                     :
        höchstens 2 %-Punkte,
        wasserlösliches P
        2                     O
        5                     :
        0,9 %-Punkt,
        die für Phosphat fest-
        gesetzte Toleranz darf
        insgesamt nicht überschritten werden.

    *   Mono-, Tricalciumphosphat,
        Calciumsulfat;
        Teilaufschließen gemahlenen Rohphosphats mit Schwefelsäure

    *

*    *   1.2.6

    *   Rohphosphat

    *   23 % P
        2                     O
        5

    *   Gesamtphosphat,
        in 2 %iger Ameisensäure lösliches Phosphat

    *   Rohphosphat bewertet als
        Gesamtphosphat,
        mindestens 40 % des
        angegebenen Gehalts an
        P
        2                     O
        5                      in 2 %iger
        Ameisensäure löslich;
        Siebdurchgang:
        98 % bei 0,315 mm
        90 % bei 0,16 mm
        Toleranzen:
        Gesamt-P
        2                     O
        5                     :
        0,8 %-Punkt,
        in Ameisensäure
        lösliches P
        2                     O
        5                     :
        höchstens 2 %-Punkte,
        die für Phosphat fest-
        gesetzte Toleranz darf
        insgesamt nicht überschritten werden

    *   Tricalciumphosphat,
        Calciumcarbonat, aus
        weicherdigem Rohphosphat;
        vermahlen

    *   Siebdurchgang bei 0,16 mm muss angegeben sein.

*    *   1.2.7

    *   Weicherdiges Rohphosphat mit Magnesium

    *   16 % P
        2                     O
        5
        6 % MgO

    *   Gesamtphosphat,
        in 2 %iger Ameisensäure lösliches Phosphat
        Gesamt-Magnesiumoxid

    *   Phosphat bewertet als
        Gesamtphosphat;
        mindestens 55 % des
        angegebenen Gehalts
        an P
        2                     O
        5                      in 2 %iger
        Ameisensäure löslich,
        Siebdurchgang:
        99 % bei 0,125 mm
        90 % bei 0,063 mm
        Toleranzen:
        Gesamtphosphat:
        0,8 %-Punkt,
        in Ameisensäure
        lösliches Phosphat:
        höchstens 2 %-Punkte,
        die für Phosphat festgesetzte Toleranz darf insgesamt nicht
        überschritten werden,
        MgO: 0,9 %-Punkt

    *   Tricalciumphosphat,
        Calciumcarbonat,
        Magnesiumsulfat;
        Vermahlen weicherdigen Rohphosphats,
        Zugabe von
        Magnesiumsulfat,
        Magnesiumoxid,
        Magnesiumcarbonat,
        Calcium-Magnesium-Carbonat

    *   Der Siebdurchgang bei 0,063 mm muss
        angegeben sein.

*    *   1.2.8

    *   Phosphatdünger-Lösung

    *   20 % P
        2                     O
        5

    *   wasserlösliches Phosphat

    *   Phosphat bewertet als
        wasserlösliches Phosphat;
        pH-Wert der Lösung:
        4,6 bis 5,2
        Toleranzen:
        P
        2                     O
        5                      0,9 %-Punkt

    *   Durch Mischen von
        Phosphorsäure mit Natronlauge gewonnenes Erzeugnis

    *   Das Düngemittel darf nur in geeigneten
        Behältern in den Verkehr gebracht werden.

*    *   1.2.9

    *   Phosphatdünger aus [Bezeichnung nach Anlage 2,
        Tabelle 6.2]

    *   10 % P
        2                     O
        5

    *   Gesamtphosphat

    *   Phosphat bewertet als
        Gesamtphosphat
        Siebdurchgang:
        98 % bei 0,63 mm
        90 % bei 0,16 mm
        Toleranzen:
        Gesamtphosphat: 0,8 %-Punkt

    *   Phosphathaltige Ausgangsstoffe nach Anlage 2 Tabelle 6.2;
        aus nur einem Stoff nach Anlage 2 Tabelle 6.2

    *   In der Typenbezeichnung ist der Klammerausdruck durch die Bezeichnung
        nach Anlage 2 Tabelle 6.2 Spalte 1 zu ersetzen.
        Das Herstellungsverfahren nach Anlage 2
        Tabelle 6.2 Spalte 2 ist anzugeben.

1\.3 Vorgaben für Kaliumdünger

*    *
    *   Typenbezeichnung

    *   Mindestgehalte

    *   Typbestimmende
        Bestandteile;
        Nährstoffformen und
        Nährstofflöslichkeiten

    *   Angaben zur
        Nährstoffbewertung;
        weitere Erfordernisse

    *   Wesentliche Zusammensetzung;
        Art der Herstellung

    *   Besondere Bestimmungen, Hinweise

*    *
    *   1

    *   2

    *   3

    *   4

    *   5

    *   6

*    *   1.3.1

    *   Kaliumsulfat

    *   35 % K
        2                     O

    *   wasserlösliches
        Kaliumoxid

    *   Kalium bewertet als
        wasserlösliches K
        2                     O;
        Gehalt an Chlorid
        höchstens 3 % Cl
        Toleranzen:
        K
        2                     O 0,5 %-Punkt

    *   Kaliumsulfat; umhüllt

    *

*    *   1.3.2

    *   Kaliumdünger-
        Lösung

    *   20 % K
        2                     O

    *   wasserlösliches
        Kaliumoxid

    *   Kali bewertet als
        wasserlösliches K
        2                     O
        Toleranzen:
        K
        2                     O 1 %-Punkt

    *   Kaliumhydroxid, Kaliumformiat;
        Lösen in Wasser

    *   Das Düngemittel darf nur in geeigneten
        Behältern in den Verkehr gebracht werden.

*    *   1.3.3

    *   Kaliumsulfat-
        Lösung

    *   6 % K
        2                     O
        6 % S

    *   wasserlösliches
        Kaliumoxid;
        wasserlöslicher Schwefel

    *   Kali bewertet als
        wasserlösliches K
        2                     O;
        Schwefel bewertet als S
        Toleranzen:
        K
        2                     O 1 %-Punkt
        S 0,5 %-Punkt

    *   Kaliumsulfat; Schwefelsäure;
        durch Mischen gewonnenes
        Erzeugnis

    *   Das Düngemittel darf nur in geeigneten
        Behältern in den Verkehr gebracht werden.

*    *   1.3.4

    *   Kaliumdünger aus
        [Bezeichnung nach Anlage 2 Tabelle 6.3 Spalte 1]

    *   10 % K
        2                     O

    *   wasserlösliches
        Kaliumoxid

    *   Kali bewertet als
        wasserlösliches K
        2                     O
        Toleranzen:
        K
        2                     O 1 %-Punkt,
        bei ausschließlicher
        Verwendung von Vinasse für K
        2                     O 3 % Punkte.

    *   Kaliumsalze;
        nur ein Ausgangsstoff nach
        Anlage 2 Tabelle 6.3 Spalte 1,
        auch als Lösung

    *   In der Typenbezeichnung ist der Klammerausdruck durch die Bezeichnung
        nach Anlage 2 Tabelle 6.3 Spalte 1 zu ersetzen.
        Das Herstellungsverfahren nach Anlage 2
        Tabelle 6.3 Spalte 2 ist anzugeben.

1\.4 Vorgaben für Kalkdünger
**Vorbemerkungen und Hinweise**

1   Düngemitteln dieses Abschnittes dürfen Düngemittel nach Abschnitt 1
    oder mineralische Einnährstoffdünger nach der Verordnung (EG) Nr.
    2003/2003 zugegeben sein. Von der Möglichkeit nach Satz 1 sind
    ausgenommen:

1.1 die Zugabe von Ausgangsstoffen nach Anlage 2 Tabelle 6.4 Ziffern 6.4.7
    bis 6.4.16,

1.2 die Zugabe von Ammoniumstickstoff enthaltenden Stickstoffdüngern,
    vorbehaltlich einer abweichenden Regelung für einzelne
    Düngemitteltypen.

2   Kalkdünger, die bereits aus einer Kombination nach Nummer 1 bestehen,
    dürfen nicht erneut zur Mischung verwendet sein.

3   Die Mindestgehalte nach Spalte 2 des jeweiligen Ausgangstyps
    reduzieren sich im Falle einer Mischung nach Nummer 1 für das
    jeweilige Endprodukt um ein Drittel, soweit nicht ausschließlich eine
    Zugabe von Magnesiumdüngern erfolgt.

4   Für Kalkdünger gelten die Mindestgehalte nach Spalte 2 und,
    vorbehaltlich der besonderen Bestimmungen in Spalte 6, die angegebenen
    Gehalte an CaO oder CaCO
    3                    auch dann als erreicht, wenn das Düngemittel
    anstelle eines Teiles CaO einen Teil MgO und anstelle eines Teiles
    CaCO
    3                    einen Teil MgCO
    3                    enthält.

*    *
    *   Typenbezeichnung

    *   Mindestgehalte

    *   Typbestimmende
        Bestandteile;
        Nährstoffformen und
        Nährstofflöslichkeiten

    *   Angaben zur
        Nährstoffbewertung;
        weitere Erfordernisse

    *   Wesentliche Zusammensetzung;
        Art der Herstellung

    *   Besondere Bestimmungen, Hinweise

*    *
    *   1

    *   2

    *   3

    *   4

    *   5

    *   6

*    *   1.4.1

    *   Kohlensaurer Kalk

    *   75 % CaCO
        3

    *   Calciumcarbonat

    *   Kalk bewertet als CaCO
        3                       ;
        Siebdurchgang:
        97 % bei 3,15 mm
        70 % bei 1,0 mm
        Reaktivität, bewertet nach
        Umsetzung in verdünnter
        Salzsäure, mindestens 30 %, ab einem Gehalt von 25 % MgCO
        3                        mindestens 10 %
        Toleranzen:
        CaCO
        3                        4 %-Punkte,
        MgCO
        3                        2,5 %-Punkte nach unten und
        5 %-Punkte nach oben,
        insgesamt (CaCO
        3                        + MgCO
        3                       ) 4 %-Punkte

    *   Calciumcarbonat, daneben
        auch Magnesiumcarbonat;
        aus Kreide, Kalkstein, Dolomit
        natürlicher Lagerstätten; auch
        als Mischung
        oder
        aus Meeralgen;
        auch Zugabe von

        a)  Magnesiumcarbonat

        b)  Azotobakter auf Torf, wenn
            1 000 wirksame Azoto-
            bakterzellen je Gramm
            Endprodukt erreicht werden

        c)  Brennraumaschen
            nach Anlage 2 Tabelle 7
            Zeile 7.3.16

    *   Das Düngemittel darf als „Kohlensaurer
        Magnesiumkalk“ bezeichnet sein, wenn der
        Gehalt an MgCO
        3                        und MgO mehr als 15 % beträgt.
        Das Düngemittel darf mit dem Hinweis „leicht umsetzbar“ gekennzeichnet
        sein, wenn die
        Reaktivität mindestens 80 % beträgt.
        Bei der Herstellung aus Meeralgen:

        –   Mindestgehalt nach Spalte 2: 65 % CaCO
            3                             ,

        –   keine Mischung mit anderen kohlensauren
            Kalken,

        –   das Düngemittel muss als „Kohlensaurer
            Kalk aus Meeralgen“ bezeichnet sein.

        Bei Herstellung aus holozänen Kalken:

        –   Mindestgehalt nach Spalte 2: 60 % CaCO
            3                             ,

        –   keine Mischung mit anderen kohlensauren
            Kalken,

        –   das Düngemittel muss als „Kohlensaurer
            Kalk aus holozänem Kalk“ bezeichnet sein.

        Bei der Zugabe von Azotobakter nach
        Buchstabe b Spalte 5 darf das Düngemittel
        zusätzlich als AZ-Kalk bezeichnet sein, wenn
        es mindestens 1 000 wirksame Azotobakter-
        zellen je g, bewertet nach ihrem Wachstum
        auf Agarplatten, enthält.
        Bei der Zugabe von Brennraumasche
        nach Buchstabe c Spalte 5:

        –   maximal 30 % Brennraumasche und nur
            von unbehandelten Pflanzenteilen,

        –   Mindestgehalt nach Spalte 2: 70 % CaCO
            3                             ,

        –   das Düngemittel muss mit dem Hinweis
            „Enthält basisch wirksame Pflanzenasche“ gekennzeichnet sein.

*    *   1.4.2

    *   Branntkalk

    *   65 % CaO

    *   Calciumoxid

    *   Kalk bewertet als CaO;
        beim Inverkehrbringen dürfen nicht mehr als 9 % CaO
        als Carbonat vorliegen,
        Siebdurchgang:
        97 % bei 6,3 mm
        Toleranzen:
        CaO 4 %-Punkte,
        MgO 2,5 %-Punkte nach unten und
        5 %-Punkte nach oben,
        insgesamt (CaO + MgO) 4 %-Punkte

    *   Calciumoxid, daneben auch
        Magnesiumoxid;
        aus Kalkstein, Dolomit oder
        Kreide natürlicher Lagerstätten; auch Mischen untereinander
        durch Brennen

    *   Das Düngemittel darf als „Branntkalk, körnig“
        oder „Magnesium-Branntkalk, körnig“ bezeichnet
        sein, wenn es zusätzlich folgenden Anforderungen entspricht:
        Siebdurchgang: bis zu 5 % bei 0,4 mm
        Im Rahmen der Hinweise zur sachgerechten Anwendung Kennzeichnung mit
        dem Hinweis: „Bei der Anwendung in der Forstwirtschaft die hohe
        Wirkungsintensität beachten“.

*    *   1.4.3

    *   Mischkalk

    *   50 % CaO

    *   Calciumoxid

    *   Kalk bewertet als CaO;
        höchstens 75 % des CaO
        als Carbonat
        Siebdurchgang:
        97 % bei 4,0 mm
        50 % bei 0,8 mm
        Toleranzen:
        CaO 4 %-Punkte,
        MgO 2,5 %-Punkte nach unten und
        5 %-Punkte nach oben,
        insgesamt (CaO + MgO) 4 %-Punkte

    *   Calciumcarbonat, -hydroxid
        oder -oxid, daneben auch
        Magnesiumcarbonat, -hydroxid oder -oxid, aus Kalkstein,
        Dolomit oder Kreide natürlicher Lagerstätten;
        durch Mischen oder Brennen, auch teilweises Brennen,
        auch Zugabe von Wasser zur Staubbindung

    *   Bezeichnung nach Spalte 1 gilt auch für recarbonatisierten Branntkalk.
        Im Rahmen der Hinweise zur sachgerechten Anwendung Kennzeichnung mit
        dem Hinweis: „Bei der Anwendung in der Forstwirtschaft die hohe
        Wirkungsintensität beachten“.
        Bei Zugabe von Wasser zur Staubbindung
        im Rahmen der Hinweise zur sachgerechten
        Anwendung Kennzeichnung mit dem Hinweis:
        „Bei längerer Lagerung verringerte Wirkungs-
        geschwindigkeit durch Recarbonatisierung
        möglich“.

*    *   1.4.4

    *   Hüttenkalk

    *   42 % CaO

    *   Calciumoxid

    *   Kalk bewertet als CaO;
        Siebdurchgang

        a)  97 % bei 1,0 mm
            80 % bei 0,315 mm

        oder

        b)  97 % bei 3,15 mm

        Toleranzen:
        CaO 3 %-Punkte
        MgO 1,5 %-Punkte
        insgesamt (CaO + MgO) 3 %-Punkte

    *   Silikate von Calcium und
        Magnesium;
        aus Hochofenschlacke

    *   Bei Siebdurchgang nach Spalte 4 Buchstabe b muss das Düngemittel mit
        einem Hinweis auf eine stark verlangsamte Wirkung gekennzeichnet sein.

*    *   1.4.5

    *   Konverterkalk

    *   40 % CaO

    *   Calciumoxid

    *   Kalk bewertet als CaO;
        Siebdurchgang bei Herstellung nach Spalte 5 Buchstabe

    *   Silikate und Oxide von
        Calcium und Magnesium aus der Herstellung unlegierter Stähle;
        auch Zugabe von

        –   phosphathaltigen Aschen nach Anlage 2 Tabelle 6.2 Nummer 6.2.2 und
            6\.2.3,

        –   Rohphosphat

        jeweils in die flüssige Schmelze (*                        1 400 °C);

    *   Ausgangsstoffe und Art der Herstellung nach Spalte 5 müssen angegeben
        sein.
        Bei Zugabe phosphathaltiger Stoffe nach Spalte 5:

        –   Mindestgehalte nach Spalte 2: 30 % CaO, 3 % P
            2                             O
            5

        Kennzeichnung der Phosphatlöslichkeiten nach Anlage 2 Tabelle 4 Nummer
        4\.2.11, 4.2.1 und 4.2.2

*    *
    *
    *
    *
    *
        a)  97 % bei 1,0 mm
            80 % bei 0,315 mm

        b)  97 % bei 3,15 mm
            40 % bei 0,315 mm

        c)  97 % bei 0,63 mm
            75 % bei 0,16 mm.

*    *
    *
    *
    *
    *   Bei Siebdurchgang nach Buchstabe b:
        Löslichkeit von Calcium und Magnesium, bewertet nach Umsetzung in
        verdünnter Salzsäure, mindestens 30 %
        Toleranzen:
        CaO 3 %-Punkte,
        MgO 1,5 %-Punkte,
        insgesamt (CaO + MgO)
        3 %-Punkte
        P
        2                       O
        5                        0,8 %-Punkt

    *
        a)  Vermahlen von Konverterschlacke

        b)  Absieben zerfallener Konverterschlacke und Pfannenschlacke

        c)  Vermahlen von Konverterschlacke nach Zugabe von phosphathaltigen
            Stoffen in die Schlackenschmelze

    *

*    *   1.4.6

    *   Kalkdünger aus [Bezeichnung nach Anlage 2 Tabelle 6.4 Spalte 1]

    *   30 % CaO
        in der TM

    *   Calciumoxid

    *   Kalk bewertet als CaO,
        Reaktivität:
        Reaktivität, bewertet nach
        Umsetzung in verdünnter
        Salzsäure, mindestens 30 %, ab einem Gehalt von 25 % MgCO
        3                        mindestens 10 %
        Toleranzen:
        CaO 3 %-Punkte,
        MgO 2,5 %-Punkte nach unten und 5 %-Punkte nach oben,
        insgesamt (CaO + MgO) 4 %-Punkte

    *   Oxide, Hydroxide, Silicate oder Carbonate von Calcium und
        Magnesium;
        aus nur einem Stoff nach Anlage 2 Tabelle 6.4

    *   In der Typenbezeichnung ist der Klammerausdruck durch die Bezeichnung
        nach Anlage 2 Tabelle 6.4 Spalte 1 zu ersetzen.
        Bei ausschließlicher Verwendung von Aschen pflanzlicher Herkunft nach
        Anlage 2 Tabelle 7.3 Zeile 7.3.16 Mindestgehalt nach Spalte 2:
        15 % CaO in der TM.
        Kalke nach Anlage 2 Tabelle 6 Nummer 6.4.12 und 6.4.13 dürfen
        abweichend von den Vorgaben zur Herstellung nach Spalte 5 auch mit
        Kalken nach Tabelle 6 Nummer 6.4.2, 6.4.4 und 6.4.6 gemischt sein.

1\.5 Vorgaben für Sekundärnährstoffdünger

*    *
    *   Typenbezeichnung

    *   Mindestgehalte

    *   Typbestimmende
        Bestandteile;
        Nährstoffformen und
        Nährstofflöslichkeiten

    *   Angaben zur
        Nährstoffbewertung;
        weitere Erfordernisse

    *   Wesentliche Zusammensetzung;
        Art der Herstellung

    *   Besondere Bestimmungen, Hinweise

*    *
    *   1

    *   2

    *   3

    *   4

    *   5

    *   6

*    *   1.5.1

    *   Calciumchlorid

    *   15 % Ca

    *   Calcium

    *   Calcium bewertet als
        wasserlösliches Ca
        Toleranzen:
        Ca 0,7 %-Punkt

    *   Calciumchlorid

    *

*    *   1.5.2

    *   Calciumformiat

    *   27 % Ca

    *   Calcium

    *   Calcium bewertet als
        wasserlösliches Ca
        Toleranzen:
        Ca 0,7 %-Punkt

    *   Calciumformiat;
        auch Suspendieren oder Lösen
        in Wasser

    *   Bei Suspendieren oder Lösen in Wasser:

        –   Bezeichnung nach Spalte 1:
            „Calciumformiat-flüssig“,

        –   Mindestgehalt nach Spalte 2: 15 % Ca.

*    *   1.5.3

    *   Magnesium-
        carbonat

    *   70 % MgCO
        3

    *   Magnesiumcarbonat

    *   Magnesium bewertet als
        Magnesiumcarbonat;
        Siebdurchgang:
        97 % bei 0,2 mm
        Toleranzen:
        MgCO
        3                        2 %-Punkte
        Angabe der basisch wirksamen Bestandteile in % CaCO
        3
        Reaktivität: Reaktivität,
        bewertet nach Umsetzung
        in verdünnter Salzsäure,
        mindestens 10 %

    *   Magnesiumcarbonat;
        mechanisches Aufbereiten
        von Magnesit

    *   Das Düngemittel darf auch als „Magnesit“
        bezeichnet sein.

*    *   1.5.4

    *   Magnesiumoxid

    *   70 % MgO

    *   Magnesiumoxid

    *   Magnesium bewertet als
        Magnesiumoxid;
        Siebdurchgang:
        97 % bei 4,0 mm
        Toleranzen:
        MgO 0,9 %-Punkt

    *   Magnesiumoxid
        Brennen von Magnesit nur bei einer Brenntemperatur
        *                        1 800 °C

    *

*    *   1.5.5

    *   Magnesiumsilikat

    *   20 % MgO

    *   Magnesiumoxid

    *   Magnesium bewertet als
        Gesamt-Magnesiumoxid;
        Siebdurchgang:
        97 % bei 0,2 mm
        65 % bei 0,032 mm
        Toleranzen:
        MgO 0,9 %-Punkt

    *   Magnesiumsilikate;
        mechanisches Aufbereiten
        magnesiumhaltiger Gesteine

    *

*    *   1.5.6

    *   Kieserit mit
        Magnesium-
        carbonat

    *   20 % MgO

    *   Magnesiumoxid

    *   Magnesium bewertet als
        Magnesiumoxid; mindestens
        60 % des angegebenen Gehaltes an MgO wasserlöslich
        Siebdurchgang:
        Magnesit: 97 % bei 0,2 mm

    *   Magnesiumsulfat-Monohydrat, Magnesiumcarbonat;
        Kieserit in Mischung mit Dolomit und Magnesit,
        auch unter Zugabe von Kaliumsulfat

    *   Bei Zugabe von Kaliumsulfat:

        –   Typenbezeichnung nach Spalte 1:
            Kieserit mit Kali und Magnesiumcarbonat

        –   Mindestgehalte nach Spalte 2:
            8 % MgO, 6 % K
            2                             O, insgesamt 20 %

*    *
    *
    *
    *
    *   Dolomit: 97 % bei 3,15 mm
        und 70 % bei 1 mm
        Reaktivität: Reaktivität,
        bewertet nach Umsetzung
        in verdünnter Salzsäure,
        mindestens 10 %
        Toleranzen:
        MgO 0,9 %-Punkt
        K
        2                       O 1 %-Punkt

    *
    *
        –   Weiterer typbestimmender Bestandteil nach
            Spalte 3: wasserlösliches Kaliumoxid

        –   Weitere Erfordernisse nach Spalte 4:
            Kalium bewertet als wasserlöslichen
            K
            2                             O, Höchstgehalt an Chlorid
            im zugegebenen Kaliumsulfat: 3 % Cl.

*    *   1.5.7

    *   Magnesiumdünger-Suspension

    *   15 % MgO

    *   Magnesiumoxid

    *   Magnesium bewertet als
        Magnesiumoxid
        Toleranzen:
        MgO 0,9 %-Punkt

    *   Magnesiumoxid, -hydroxid
        oder Magnesiumsalze;
        Suspendieren in Wasser

    *

*    *   1.5.9

    *   Elementarer Schwefel

    *   *fest:*
        80 % S
        *flüssig:*
        40 % S

    *   Schwefel

    *   Schwefel bewertet als S
        Siebdurchgang:
        97 % bei 0,1 mm
        Toleranz:
        S 0,5 %-Punkt

    *   Schwefel aus Natur- oder
        Industrieherkünften

    *

*    *   1.5.10

    *   Schwefel-
        Magnesiumdünger

    *   6 % S
        6 % MgO

    *   Schwefel;
        Magnesiumoxid

    *   Schwefel bewertet als S;
        Magnesium bewertet als
        Magnesiumoxid;
        Siebdurchgang:
        97 % bei 2 mm
        Toleranzen:
        MgO 0,9 %-Punkt
        Ca 0,7 %-Punkt
        S 0,5 %-Punkt

    *   Sulfate, Sulfite, Hydroxide,
        Carbonate oder Oxide von Calcium oder Magnesium aus Natur- und
        Industrieherkünften

    *

*    *   1.5.11

    *   Schwefel-
        Calciumdünger

    *   11 % S
        25 % Ca

    *   Schwefel;
        Calcium

    *   Schwefel bewertet als S,
        Calcium bewertet als Ca;
        Siebdurchgang:
        97 % bei 1 mm
        80 % bei 0,315 mm
        Toleranzen:
        Ca 0,7 %-Punkt
        S 0,5 %-Punkt

    *   Sulfate, Sulfite, Hydroxide, Oxide oder Carbonate von Calcium;
        aus Sprühabsorptionsverfahren
        bei der Monoverbrennung von Steinkohle

    *   Im Rahmen der Hinweise zur sachgerechten Anwendung Ergänzung der
        Kennzeichnung um die Worte „Bei der Bemessung der Düngung auf den
        Schwefelbedarf achten“.

Collections: bundestag_gesetze
DüMV-2012
Level: 3.0