Source: https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__1868.html
Legislation: bgb

Title: § 1868 Entlassung des Betreuers

Description:
Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)
Buch 4 - Familienrecht
Abschnitt 3 - Vormundschaft, Pflegschaft für Minderjährige, rechtliche Betreuung, sonstige Pflegschaft
Titel 3 - Rechtliche Betreuung
Untertitel 4 - Beendigung, Aufhebung oder Änderung von Betreuung und Einwilligungsvorbehalt
§ 1868 Entlassung des Betreuers

Paragraph: 1868

Full Text:
Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)
Buch 4 - Familienrecht
Abschnitt 3 - Vormundschaft, Pflegschaft für Minderjährige, rechtliche Betreuung, sonstige Pflegschaft
Titel 3 - Rechtliche Betreuung
Untertitel 4 - Beendigung, Aufhebung oder Änderung von Betreuung und Einwilligungsvorbehalt
§ 1868 Entlassung des Betreuers

(1) Das Betreuungsgericht hat den Betreuer zu entlassen, wenn dessen
Eignung, die Angelegenheiten des Betreuten zu besorgen, nicht oder
nicht mehr gewährleistet ist oder ein anderer wichtiger Grund für die
Entlassung vorliegt. Ein wichtiger Grund liegt auch vor, wenn der
Betreuer eine erforderliche Abrechnung vorsätzlich falsch erteilt oder
den erforderlichen persönlichen Kontakt zum Betreuten nicht gehalten
hat.

(2) Das Betreuungsgericht hat den beruflichen Betreuer zu entlassen,
wenn dessen Registrierung nach § 27 Absatz 1 und 2 des
Betreuungsorganisationsgesetzes widerrufen oder zurückgenommen wurde.

(3) Das Betreuungsgericht soll den beruflichen Betreuer, den
Betreuungsverein, den Behördenbetreuer oder die Betreuungsbehörde
entlassen, wenn der Betreute zukünftig ehrenamtlich betreut werden
kann.

(4) Das Betreuungsgericht entlässt den Betreuer auf dessen Verlangen,
wenn nach dessen Bestellung Umstände eingetreten sind, aufgrund derer
ihm die Führung der Betreuung nicht mehr zugemutet werden kann.

(5) Das Betreuungsgericht kann den Betreuer entlassen, wenn der
Betreute eine mindestens gleich geeignete Person, die zur Übernahme
der Betreuung bereit ist, als neuen Betreuer vorschlägt.

(6) Der Vereinsbetreuer ist auch dann zu entlassen, wenn der
Betreuungsverein dies beantragt. Wünscht der Betreute die Fortführung
der Betreuung durch den bisherigen Vereinsbetreuer, so kann das
Betreuungsgericht statt der Entlassung des Vereinsbetreuers mit dessen
Einverständnis feststellen, dass dieser die Betreuung künftig als
Privatperson weiterführt. Die Sätze 1 und 2 gelten für den
Behördenbetreuer entsprechend.

(7) Der Betreuungsverein oder die Betreuungsbehörde ist als Betreuer
zu entlassen, sobald der Betreute durch eine oder mehrere natürliche
Personen hinreichend betreut werden kann. Dies gilt für den
Betreuungsverein nicht, wenn der Wunsch des Betreuten dem
entgegensteht.

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BGB
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