Source: https://www.gesetze-im-internet.de/lwlogausbv/__14.html
Legislation: lwlogausbv

Title: § 14 Abschlussprüfung

Description:
Verordnung über die Berufsausbildung im Lagerbereich in den Ausbildungsberufen Fachlagerist/Fachlageristin und Fachkraft für Lagerlogistik (LWLogAusbV)
Dritter Teil - Vorschriften für den Ausbildungsberuf Fachkraft für Lagerlogistik
§ 14 Abschlussprüfung

Paragraph: 14

Full Text:
Verordnung über die Berufsausbildung im Lagerbereich in den Ausbildungsberufen Fachlagerist/Fachlageristin und Fachkraft für Lagerlogistik (LWLogAusbV)
Dritter Teil - Vorschriften für den Ausbildungsberuf Fachkraft für Lagerlogistik
§ 14 Abschlussprüfung

(1) Die Abschlussprüfung erstreckt sich auf die in der Anlage 2
aufgeführten Fertigkeiten und Kenntnisse sowie auf den im
Berufsschulunterricht vermittelten Lehrstoff, soweit er für die
Berufsausbildung wesentlich ist.

(2) Die Abschlussprüfung besteht aus vier Prüfungsbereichen:

1.  Praktische Arbeitsaufgaben,

2.  Prozesse der Lagerlogistik,

3.  Rationeller und qualitätssichernder Güterumschlag,

4.  Wirtschafts- und Sozialkunde.

Die Prüfungen in den Prüfungsbereichen nach den Nummern 2 bis 4 sind
schriftlich durchzuführen.

(3) Der Prüfling soll im Prüfungsbereich Praktische Arbeitsaufgaben in
insgesamt höchstens fünf Stunden zwei Aufgaben aus verschiedenen
Prüfungsgebieten durchführen. Innerhalb dieser Zeit wird hierüber ein
insgesamt bis zu 15-minütiges Fachgespräch geführt. Der Prüfling soll
zeigen, dass er Arbeitsabläufe und Teilaufgaben zielorientiert unter
wirtschaftlichen, technischen, organisatorischen, rechtlichen und
zeitlichen Vorgaben selbständig planen, durchführen und kontrollieren
kann sowie Sicherheits- und Gesundheitsschutz bei der Arbeit, den
Umweltschutz sowie qualitätssichernde Maßnahmen berücksichtigen kann.
Als Prüfungsgebiete kommen insbesondere in Betracht:

1.  Erfassung von Güterbewegungen unter Anwendung betrieblicher
    Informations- und Kommunikationsmittel,

2.  Erstellen eines Beladeplans für unterschiedliche Güter unter
    Berücksichtigung eines Tourenplans,

3.  versandfertiges Verpacken von Gütern, Beladen und Sichern der Ladung,

4.  Ein-, Um- und Auslagern von Gütern unter Berücksichtigung der
    Umschlaghäufigkeit, der Güterbeschaffenheit und der Wegzeiten,

5.  Feststellen und Dokumentieren von Mängeln, Ergreifen von Maßnahmen zur
    Mängelbeseitigung.

(4) Im Prüfungsbereich Prozesse der Lagerlogistik soll der Prüfling in
höchstens 180 Minuten komplexe Aufgaben bearbeiten und dabei zeigen,
dass er Prozesse analysieren und Problemlösungen ergebnisorientiert
entwickeln kann. Dafür kommen insbesondere folgende Prüfungsgebiete in
Betracht:

1.  Annahme und Lagerung von Gütern,

2.  Kommissionierung und Verpackung,

3.  Versand.

(5) Im Prüfungsbereich Rationeller und qualitätssichernder
Güterumschlag soll der Prüfling in höchstens 90 Minuten praxisbezogene
Aufgaben bearbeiten. Dafür kommen insbesondere Aufgaben aus folgenden
Prüfungsgebieten in Betracht:

1.  Einsatz von Arbeitsmitteln,

2.  Erfassung und Dokumentation des Güterumschlages,

3.  Lager- und Transportorganisation, Arbeitsabläufe.

(6) In den Prüfungsbereichen Prozesse der Lagerlogistik und
Rationeller und qualitätssichernder Güterumschlag sind komplexe
lagerlogistische Abläufe mit verknüpften informationstechnischen,
organisatorischen, technologischen und mathematischen Sachverhalten
unter Berücksichtigung der Gütereigenschaften und rechtlicher,
betrieblicher sowie außenwirtschaftlicher Vorschriften zu analysieren,
zu bewerten und geeignete Lösungswege darzustellen.

(7) Im Prüfungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde soll der Prüfling
in höchstens 60 Minuten praxisbezogene Aufgaben bearbeiten und dabei
zeigen, dass er allgemeine wirtschaftliche und gesellschaftliche
Zusammenhänge der Berufs- und Arbeitswelt darstellen und beurteilen
kann.

(8) Sind die Prüfungsleistungen in bis zu zwei schriftlichen
Prüfungsbereichen mit "mangelhaft" und in den übrigen schriftlichen
Prüfungsbereichen mit mindestens "ausreichend" bewertet worden, so ist
auf Antrag des Prüflings oder nach Ermessen des Prüfungsausschusses in
einem der mit "mangelhaft" bewerteten Prüfungsbereiche die
schriftliche Prüfung durch eine mündliche Prüfung von etwa 15 Minuten
zu ergänzen, wenn diese für das Bestehen der Prüfung den Ausschlag
geben kann. Der Prüfungsbereich ist vom Prüfling zu bestimmen. Bei der
Ermittlung des Ergebnisses für diesen Prüfungsbereich sind die
Ergebnisse der schriftlichen Arbeit und der mündlichen
Ergänzungsprüfung im Verhältnis 2 : 1 zu gewichten.

(9) Bei der Ermittlung des Gesamtergebnisses haben die einzelnen
Prüfungsbereiche folgendes Gewicht:

*    *   1.

    *   Prüfungsbereich Praktische Arbeitsaufgaben

    *

*    *
    *   a)

    *   Aufgabe 1

    *   25 Prozent,

*    *
    *   b)

    *   Aufgabe 2

    *   25 Prozent,

*    *   2.

    *   Prüfungsbereich Prozesse in der Lagerlogistik

    *   25 Prozent,

*    *   3.

    *   Prüfungsbereich Rationeller und qualitätssichernder Güterumschlag

    *   15 Prozent,

*    *   4.

    *   Prüfungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde

    *   10 Prozent.

(10) Die Prüfung ist bestanden, wenn

1.  im Gesamtergebnis,

2.  im Prüfungsbereich Praktische Arbeitsaufgaben,

3.  im gewogenen Durchschnitt der schriftlichen Prüfungsbereiche und

4.  in mindestens zwei der schriftlichen Prüfungsbereiche

jeweils mindestens ausreichende Leistungen erbracht worden sind.
Werden die Prüfungsleistungen in einem schriftlichen Prüfungsbereich
oder in einer der Aufgaben des Prüfungsbereiches Praktische
Arbeitsaufgaben mit "ungenügend" bewertet, so ist die Abschlussprüfung
nicht bestanden.

Collections: bundestag_gesetze
LWLogAusbV
Level: 3.0