Source: https://www.gesetze-im-internet.de/auv_2012/__24.html
Legislation: auv_2012

Title: § 24 Umzugsbeihilfe

Description:
Verordnung über die Umzugskostenvergütung bei Auslandsumzügen (AUV 2012)
Abschnitt 3 - Sonderfälle
§ 24 Umzugsbeihilfe

Paragraph: 24

Full Text:
Verordnung über die Umzugskostenvergütung bei Auslandsumzügen (AUV 2012)
Abschnitt 3 - Sonderfälle
§ 24 Umzugsbeihilfe

(1) Wenn einer berechtigten Person mit Dienstbezügen die
Umzugskostenvergütung zugesagt worden ist und sie nach dem
Dienstantritt am neuen ausländischen Dienstort heiratet oder eine
Lebenspartnerschaft begründet, können ihr für die Umzugsreise ihrer
Ehegattin oder ihres Ehegatten oder ihrer Lebenspartnerin oder ihres
Lebenspartners und der zu deren oder dessen häuslicher Gemeinschaft
gehörenden minderjährigen Kinder, die durch die Reise in die häusliche
Gemeinschaft der berechtigten Person aufgenommen werden, die
notwendigen Fahrtkosten erstattet werden. Fahrtkosten werden nur
erstattet bis zur Höhe der Kosten der billigsten Fahrkarte für ein
regelmäßig verkehrendes Beförderungsmittel für eine Reise vom Wohnort
der Ehegattin oder des Ehegatten oder der Lebenspartnerin oder des
Lebenspartners zum Dienstort der berechtigten Person, höchstens jedoch
für eine solche Reise vom letzten inländischen Dienstort der
berechtigten Person an deren neuen ausländischen Dienstort. Die
notwendigen Auslagen für das Befördern des Umzugsguts der Ehegattin
oder des Ehegatten oder der Lebenspartnerin oder des Lebenspartners
und des Umzugsguts ihrer oder seiner Kinder an den ausländischen
Dienstort können bis zur Höhe der Auslagen erstattet werden, die
entstanden wären, wenn das Umzugsgut vom letzten inländischen an den
ausländischen Dienstort befördert worden wäre. § 6 Absatz 1 und § 10
Absatz 6 sind entsprechend anzuwenden.

(2) Bei dauerhafter Trennung im Ausland und bei Beendigung der
Beurlaubung der berücksichtigungsfähigen Person nach § 2 Absatz 1 Satz
1 Nummer 1 oder Nummer 2 nach § 24 Absatz 2 des Gesetzes über den
Auswärtigen Dienst auf Betreiben des Dienstherrn der
berücksichtigungsfähigen Person ist Absatz 1 entsprechend anzuwenden,
wenn die berücksichtigungsfähige Person bis zur Trennung zur
häuslichen Gemeinschaft der berechtigten Person gehört hat. Die
Auslagen werden für die Reise und die Beförderungskosten vom
ausländischen Wohnort zum neuen Wohnort entsprechend erstattet,
höchstens jedoch bis zur Höhe der Kosten für eine Rückkehr an den
letzten inländischen Dienstort der berechtigten Person. Mehrkosten für
das getrennte Versenden von Umzugsgut (§ 5 Absatz 3) werden nicht
erstattet, wenn die berechtigte Person innerhalb von drei Monaten ins
Inland versetzt wird.

(3) Die Absätze 1 und 2 gelten entsprechend für minderjährige Kinder,
die erstmals zu dem in einem anderen Staat lebenden anderen Elternteil
übersiedeln, sowie einmalig für Kinder der berechtigten Person, für
die ein Anspruch auf Kindergeld besteht, bis längstens drei Monate
nach Wegfall des Anspruchs für einen Umzug vom Inland ins Ausland oder
im Ausland.

(4) Absatz 2 gilt entsprechend für berücksichtigungsfähige Kinder bei

1.  Rückkehr ins Inland innerhalb von 18 Monaten nach Abschluss der
    Schulausbildung am ausländischen Dienstort,

2.  Rückkehr ins Inland zur Fortsetzung der Schulausbildung, sofern es am
    Dienstort keine geeignete Schule gibt, oder

3.  erstmaliger Aufnahme einer Berufsausbildung oder eines Studiums im
    Ausland innerhalb von 18 Monaten nach Abschluss der Schulausbildung am
    ausländischen Dienstort bis zur Höhe der Kosten für eine Rückkehr an
    den letzten inländischen Dienstort.

Collections: bundestag_gesetze
AUV-2012
Level: 3.0