Source: https://www.gesetze-im-internet.de/aeausglv/__3.html
Legislation: aeausglv

Title: § 3 Ermittlung der Personen-Kilometer für die Berechnung des Ausgleichs

Description:
Verordnung über den Ausgleich gemeinwirtschaftlicher Leistungen im Eisenbahnverkehr (AEAusglV)
§ 3 Ermittlung der Personen-Kilometer für die Berechnung des Ausgleichs

Paragraph: 3

Full Text:
Verordnung über den Ausgleich gemeinwirtschaftlicher Leistungen im Eisenbahnverkehr (AEAusglV)
§ 3 Ermittlung der Personen-Kilometer für die Berechnung des Ausgleichs

(1) Personen-Kilometer werden durch Multiplikation der
Beförderungsfälle mit der mittleren Reiseweite ermittelt.

(2) Die Zahl der Beförderungsfälle ist nach den verkauften Wochen-,
Monats- und Jahreszeitfahrausweisen im Ausbildungsverkehr zu
errechnen. Für die Ausnutzung der Zeitfahrausweise sind 2,3 Fahrten je
Gültigkeitstag zugrunde zu legen. Dabei ist Woche mit höchstens 6
Tagen, der Monat mit höchstens 26 Tagen und das Jahr mit höchstens 240
Tagen anzusetzen; diese Werte können unterschritten werden, soweit
Fahrplanangebote nicht vorhanden sind oder tarifliche Einschränkungen
bestehen oder nur ausbildungsnotwendige Tage berücksichtigt werden
sollen. Jeder Beförderungsfall ist nur einmal zu zählen, auch wenn mit
einem Zeitfahrausweis mehrere Verkehrsmittel benutzt werden.

(3) Besteht ein von einer Eisenbahn mit Unternehmern des
Straßenpersonenverkehrs oder von mehreren Eisenbahnen gebildetes
zusammenhängendes Liniennetz mit einheitlichen oder verbundenen
Tarifen und wird je Beförderungsfall nur ein Fahrausweis ausgegeben,
ist die nach Absatz 2 errechnete Zahl der Beförderungsfälle um 10 vom
Hundert zu erhöhen.

(4) Als Durchschnittswert für die mittlere Reiseweite sind acht
Kilometer zugrunde zu legen.

(5) Wird nachgewiesen, daß von den Durchschnittswerten für
die Ausnutzung der Zeitfahrausweise nach Absatz 2 Satz 2 oder
die Erhöhung der Beförderungsfälle um 10 vom Hundert nach Absatz 3
oder
die mittlere Reiseweite im Ausbildungsverkehr nach Absatz 4
jeweils um mehr als 25 vom Hundert abgewichen wird, sind der
Berechnung des Ausgleichsbetrags die nachgewiesenen Werte zugrunde zu
legen.
Die Abweichungen von dem Durchschnittswert für die Ausnutzung der
Zeitfahrausweise und von der Erhöhung der Beförderungsfälle sind durch
Verkehrszählung oder in anderer geeigneter Weise nachzuweisen. Die
Abweichung von dem Durchschnittswert für die mittlere Reiseweite ist
nachzuweisen

1.  auf Grund der verkauften Streckenfahrausweise nach den erfaßten
    tatsächlichen Entfernungen oder nach den mittleren Werten der
    Entfernungsstufen der genehmigten Tarife oder

2.  durch Verkehrszählung oder

3.  in sonstiger geeigneter Weise.

(6) (weggefallen)

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