Source: https://www.gesetze-im-internet.de/abwv/__7.html
Legislation: abwv

Title: Anhang 15 Herstellung von Hautleim, Gelatine und Knochenleim

Description:
Verordnung über Anforderungen an das Einleiten von Abwasser in Gewässer (AbwV)
Anhang 15 Herstellung von Hautleim, Gelatine und Knochenleim

Paragraph: 7

Full Text:
Verordnung über Anforderungen an das Einleiten von Abwasser in Gewässer (AbwV)
Anhang 15 Herstellung von Hautleim, Gelatine und Knochenleim

(Fundstelle: BGBl. I 2004, 1129)

**A** **Anwendungsbereich**

(1) Dieser Anhang gilt für Abwasser, dessen Schadstofffracht im
Wesentlichen aus der Verarbeitung von tierischen
Schlachtnebenprodukten und Reststoffen der Lederherstellung zu
Hautleim, Knochenleim, Gelatine oder Naturin stammt.
(2) Dieser Anhang gilt nicht für Abwasser aus indirekten Kühlsystemen
und aus der Betriebswasseraufbereitung.

**B** **Allgemeine Anforderungen**

Es werden keine über § 3 hinausgehenden Anforderungen gestellt.

**C** **Anforderungen an das Abwasser für die Einleitungsstelle**

(1) An das Abwasser werden für die Einleitungsstelle in das Gewässer
folgende Anforderungen gestellt:

*    *
    *   Qualifizierte Stichprobe oder
        2-Stunden-Mischprobe
        mg/l

*    *   Biochemischer Sauerstoffbedarf in 5 Tagen (BSB
        5                       )

    *   25

*    *   Chemischer Sauerstoffbedarf (CSB)

    *   110

*    *   Ammoniumstickstoff (NH
        4                       -N)

    *   10

*    *   Stickstoff, gesamt, als Summe von Ammonium-, Nitrit- und
        Nitratstickstoff (N
        ges                       )

    *   30

*    *   Phosphor, gesamt

    *   2

(2) Die Anforderungen für Ammoniumstickstoff und Stickstoff, gesamt,
gelten bei einer Abwassertemperatur von 12 °C und größer im Ablauf des
biologischen Reaktors der Abwasserbehandlungsanlage und sofern die der
wasserrechtlichen Zulassung zugrunde liegende Rohfracht an Stickstoff,
gesamt, mehr als 100 kg je Tag beträgt. In der wasserrechtlichen
Zulassung kann für Stickstoff, gesamt, eine höhere Konzentration bis
zu 50 mg/l zugelassen werden, wenn die Verminderung der
Gesamtstickstofffracht mindestens 85 Prozent beträgt. Die Verminderung
bezieht sich auf das Verhältnis der Stickstofffracht im Zulauf zu
derjenigen im Ablauf in einem repräsentativen Zeitraum, der 24 Stunden
nicht überschreiten soll. Für die Frachten ist der gesamte gebundene
Stickstoff (TN
b             ) zugrunde zu legen.
(3) Die Anforderung für Phosphor, gesamt, gilt, wenn die der
wasserrechtlichen Zulassung zugrunde liegende Rohfracht an Phosphor,
gesamt, mehr als 20 kg je Tag beträgt.

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AbwV
Level: 2.0