Source: https://www.gesetze-im-internet.de/fspersav/__7.html
Legislation: fspersav

Title: § 7 Medizinische Tauglichkeit

Description:
Verordnung über das erlaubnispflichtige Personal der Flugsicherung und seine Ausbildung (FSPersAV)
Abschnitt 2 - Fluglotsen und deren Ausbilder
Unterabschnitt 1 - Pflichten, Lizenzen und Ausbildungsvoraussetzungen
§ 7 Medizinische Tauglichkeit

Paragraph: 7

Full Text:
Verordnung über das erlaubnispflichtige Personal der Flugsicherung und seine Ausbildung (FSPersAV)
Abschnitt 2 - Fluglotsen und deren Ausbilder
Unterabschnitt 1 - Pflichten, Lizenzen und Ausbildungsvoraussetzungen
§ 7 Medizinische Tauglichkeit

(1) Die medizinische Tauglichkeit ist regelmäßig wiederkehrend durch
Vorlage von Tauglichkeitszeugnissen nachzuweisen.
Tauglichkeitszeugnisse werden entweder durch ein anerkanntes
flugmedizinisches Zentrum oder einen anerkannten Flugmediziner
ausgestellt. Die Untersuchung zur erstmaligen Erteilung eines
Tauglichkeitszeugnisses (Erstuntersuchung) ist durch ein anerkanntes
flugmedizinisches Zentrum oder durch einen anerkannten Flugmediziner,
der der direkten Qualitätskontrolle eines flugmedizinischen Zentrums
untersteht, durchzuführen. Nachuntersuchungen
(Wiederholungsuntersuchungen) sind von einem anerkannten
flugmedizinischen Zentrum oder einem anerkannten Flugmediziner
durchzuführen. Das Ergebnis der Untersuchung ist dem Betroffenen und
der Aufsichtsbehörde mitzuteilen.

(2) Das Tauglichkeitszeugnis wird gemäß Anlage 10 dieser Verordnung
durch das untersuchende anerkannte flugmedizinische Zentrum oder den
untersuchenden anerkannten Flugmediziner ausgestellt. Die Tauglichkeit
kann auch nur eingeschränkt festgestellt werden.

(3) Die Gültigkeitsdauer des Tauglichkeitszeugnisses beträgt bis zum
vollendeten 40. Lebensjahr 24 Monate und oberhalb dieser Altersgrenze
zwölf Monate. Die Gültigkeitsdauer des Tauglichkeitszeugnisses kann
verkürzt werden.

(4) Die Gültigkeitsdauer des Tauglichkeitszeugnisses beginnt mit
Ablauf der Gültigkeitsdauer des bisherigen Tauglichkeitszeugnisses,
wenn die Nachuntersuchung innerhalb der letzten 45 Tage vor diesem
Zeitpunkt durchgeführt worden ist. Anderenfalls beginnt die
Gültigkeitsdauer mit dem Tag der Ausstellung des Zeugnisses. Liegen
Tatsachen vor, die Zweifel an der medizinischen Tauglichkeit
begründen, ist der Fluglotse zu einer vorzeitigen Nachuntersuchung
verpflichtet. Die vorzeitige Nachuntersuchung wird vom Fluglotsen oder
von der Flugsicherungsorganisation veranlasst. Die Aufsichtsbehörde
ist hiervon in Kenntnis zu setzen.

(5) Der Bewerber um ein Tauglichkeitszeugnis oder die
Flugsicherungsorganisation können bei der Aufsichtsbehörde eine
Überprüfung des Ergebnisses der Tauglichkeitsuntersuchung durch ein
anerkanntes flugmedizinisches Zentrum beantragen. Weisen Erstergebnis
und Überprüfung unterschiedliche Aussagen zur Tauglichkeit oder
Nichttauglichkeit eines Bewerbers um ein Tauglichkeitszeugnis aus,
führt die Aufsichtsbehörde eine abschließende Klärung durch
Hinzuziehung eines anerkannten flugmedizinischen Zentrums herbei.

(6) Die flugmedizinischen Zentren und die Flugmediziner bedürfen für
die Durchführung von medizinischen Tauglichkeitsuntersuchungen der
Fluglotsen und für die Erteilung der Tauglichkeitszeugnisse der
Anerkennung. Diese Anerkennung wird von der Aufsichtsbehörde auf der
Grundlage von Anlage 10 erteilt.

(7) Anerkannte flugmedizinische Zentren und anerkannte Flugmediziner
unterliegen hinsichtlich Art und Umfang der Untersuchungen sowie der
anzuwendenden Standards der Aufsicht durch die Aufsichtsbehörde; diese
kann hierzu unter Berücksichtigung der Bestimmungen des Anhangs I des
ICAO-Abkommens und den Anforderungen des Eurocontrol-Dokuments
„Requirements for European Class 3 Medical Certification of Air
Traffic Controllers“ nähere Bestimmungen erlassen. Bei medizinischen
Fragestellungen kann sich die Aufsichtsbehörde der Fachkompetenz von
anerkannten flugmedizinischen Zentren bedienen.

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Level: 4.0