Source: https://www.gesetze-im-internet.de/saatv/__49.html
Legislation: saatv

Title: Anlage 2 Anforderungen an den Feldbestand

Description:
Verordnung über den Verkehr mit Saatgut landwirtschaftlicher Arten und von Gemüsearten (SaatV)
Abschnitt 8 - Schlussvorschriften
Anlage 2 Anforderungen an den Feldbestand

Paragraph: 49

Full Text:
Verordnung über den Verkehr mit Saatgut landwirtschaftlicher Arten und von Gemüsearten (SaatV)
Abschnitt 8 - Schlussvorschriften
Anlage 2 Anforderungen an den Feldbestand

(Fundstelle: BGBl. I 2006, 362 - 371;
bzgl. der einzelnen Änderungen vgl. Fußnote)

**1** **Getreide außer Mais und Sorghum**

1.1 Fremdbesatz

1.1.1 Der Feldbestand darf im Durchschnitt der Auszählungen je 150 qm Fläche
    höchstens folgenden Fremdbesatz aufweisen:

*    *
    *
    *
    *
    *

*    *
    *
    *   Basissaatgut (Pflanzen)

    *   Zertifiziertes Saatgut, Zertifiziertes Saatgut erster Generation
        (Pflanzen)

    *   Zertifiziertes Saatgut zweiter Generation (Pflanzen)

*    *   1

    *   2

    *   3

    *   4

*    *   1.1.1.1

    *   Pflanzen, die

    *
    *
    *

*    *   1.1.1.1.1

    *   nicht hinreichend sortenecht sind oder einer anderen Sorte derselben
        Art oder einer anderen Art, deren Pollen zu Fremdbefruchtung führen
        können, zugehören:

    *
    *
    *

*    *
    *   bei Getreide außer Roggen

    *   5

    *   15

    *   30

*    *
    *   bei Roggen

    *   5

    *   15

    *

*    *   1.1.1.1.2

    *   im Fall von Hybridsorten hinsichtlich ihrer Erbkomponenten den bei der
        Zulassung der Sorte festgestellten Ausprägungen der wichtigen Merkmale
        nicht hinreichend entsprechen oder einer anderen Sorte, Hybridsorte
        oder Erbkomponente zugehören;

    *   5

    *   15

    *

*    *
    *   handelt es sich bei den Erbkomponenten um

    *
    *
    *

*    *
    *
        a)  eine CMS-Mutterlinie von Gerste,

    *   10

    *   15

    *

*    *
    *
        b)  eine CMS-Einfachhybride als mütterliche Komponente von Gerste,

    *
    *   30

    *

*    *
    *
        c)  eine CMS-Mutterlinie von Weichweizen, Hartweizen, Spelzweizen,

    *   10

    *   15

    *

*    *
    *
        d)  eine CMS-Einfachhybride als mütterliche Komponente von Weichweizen,
            Hartweizen, Spelzweizen,

    *
    *   30

    *

*    *
    *
        e)  einen Restorer von CMS-Hybridsorten von Weichweizen, Hartweizen und
            Spelzweizen,

    *   5

    *   15

    *

*    *
    *   die Anforderungen an CMS-Hybridsorten von Weichweizen, Hartweizen und
        Spelzweizen gelten bis zum Ablauf des 31. August 2029;

    *
    *
    *

*    *
    *   wird Zertifiziertes Saatgut einer Hybridsorte von Getreide in einer
        Mischung der mütterlichen und väterlichen Erbkomponente erzeugt, so
        gilt der Anteil der Pflanzen der väterlichen Erbkomponente nicht als
        Fremdbesatz

    *
    *
    *

*    *   1.1.1.2

    *   Pflanzen anderer Getreidearten, die zur Samenbildung gelangen

    *   2

    *   6

    *   6

*    *   1.1.1.3

    *   Pflanzen anderer Arten, deren Samen sich aus dem Saatgut nur schwer
        herausreinigen lassen,

    *   5

    *   10

    *   10

*    *
    *   davon Flughafer und Flughaferbastarde bei anderem Getreide als
        Nackthafer, Hafer, Rauhafer

    *   1

    *   2

    *   2

1.1.2 Der Feldbestand darf bei Nackthafer, Hafer, Rauhafer keinen Besatz mit
    Flughafer oder Flughaferbastarden aufweisen.

1.2 Gesundheitszustand

1.2.1 Der Anteil der Pflanzen, die jeweils von folgenden Krankheiten
    befallen sind, darf im Durchschnitt der Auszählungen je 150 qm Fläche
    höchstens betragen:

*    *
    *
    *
    *

*    *
    *
    *   Basissaatgut
        (Pflanzen)

    *   Zertifiziertes Saatgut
        (Pflanzen)

*    *   1

    *   2

    *   3

*    *   1.2.1.1

    *   Mutterkorn (Claviceps purpurea), soweit nicht nur der Rand des
        Feldbestandes befallen ist; gilt nicht für Hybridsorten von Roggen
        sowie für CMS-Hybridsorten von Gerste, Weichweizen, Hartweizen,
        Spelzweizen, Triticale

    *   10

    *   20

*    *   1.2.1.2

    *   Weizensteinbrand (Tilletia caries), Roggenstängelbrand (Urocystis
        occulta), Haferflugbrand (Ustilago avenae), Gerstenhartbrand (Ustilago
        hordei), Gerstenflugbrand (Ustilago nuda) und Weizenflugbrand
        (Ustilago tritici)

    *   3

    *   5

*    *   1.2.1.3

    *   Zwergsteinbrand (Tilletia controversa)

    *   1

    *   1

1.2.2 Aus dem Feldbestand dürfen flugbrandkranke Pflanzen nicht entfernt
    worden sein.

1.2.3 In dem Zeitraum, in dem der Feldbestand durch Flugbrand infizierbar
    ist, dürfen im Umkreis von 50 m benachbarte Bestände derselben
    Fruchtart im Durchschnitt der Auszählungen je 150 qm Fläche nicht mehr
    als 15 Flugbrandsporen abgebende Pflanzen aufweisen.

1.3 Mindestentfernungen

1.3.1 Folgende Mindestentfernungen müssen eingehalten sein:

*    *
    *
    *
    *
    *

*    *
    *
    *
    *   Basissaatgut
        (m)

    *   Zertifiziertes Saatgut
        (m)

*    *   1

    *   2

    *   3

*    *   1.3.1.1

    *   bei fremdbefruchtenden Arten zu gleichzeitig Pollen abgebenden
        Feldbeständen

    *
    *

*    *
    *   a)

    *   anderer Sorten derselben Art,

    *
    *

*    *
    *   b)

    *   derselben Sorte mit starker Unausgeglichenheit

    *
    *

*    *
    *
    *   und

    *
    *

*    *
    *   c)

    *   anderer Arten, deren Pollen zu Fremdbefruchtung führen können

    *   300

    *   250

*    *   1.3.1.2

    *   bei Wintergerste zu gleichzeitig Pollen abgebenden Feldbeständen von
        Wintergerstensorten mit anderer Zeiligkeit

    *   100

    *   50

*    *   1.3.1.3

    *   bei Hybridsorten von Getreide außer Weizen und Roggen zu Feldbeständen
        anderer Sorten oder Erbkomponenten derselben Art

    *   100

    *   50

*    *   1.3.1.3a

    *   bei Hybridsorten von Weizen

    *
    *

*    *
    *
        a)  bei Hybridsorten, außer der männlich sterilen Mutterlinie von CMS-
            Hybridsorten

    *   25

    *   25

*    *
    *
        b)  bei der männlich sterilen Mutterlinie von CMS-Hybridsorten von
            Weichweizen, Hartweizen und Spelzweizen;

    *   300

    *   25

*    *
    *   die Anforderungen an CMS-Hybridsorten von Weichweizen, Hartweizen und
        Spelzweizen gelten bis zum Ablauf des 31. August 2029

    *
    *

*    *   1.3.1.3b

    *   bei Hybridsorten von Roggen zu Feldbeständen

    *
    *

*    *
    *   a)

    *   anderer Sorten oder Erbkomponenten von Roggen,

    *
    *

*    *
    *   b)

    *   derselben Erbkomponente, die einen über der Norm liegenden Besatz mit
        nicht hinreichend sortenechten Pflanzen aufweisen, und

    *
    *

*    *
    *   c)

    *   anderer Arten, deren Pollen zu Fremdbefruchtung führen können,

    *
    *

*    *
    *   im Falle der Erzeugung mit einer männlich sterilen Erbkomponente

    *   1 000

    *   500

*    *
    *   bei Erzeugung der väterlichen Erbkomponente

    *   600

    *

*    *   1.3.1.4

    *   bei Triticale zu gleichzeitig Pollen abgebenden Feldbeständen anderer
        Sorten derselben Art

    *   50

    *   20

1.3.2 Eine Unterschreitung der Mindestentfernungen nach Nummer 1.3.1 ist
    zulässig, sofern der Feldbestand ausreichend gegen Fremdbefruchtung
    abgeschirmt ist.

1.3.3 Soweit nicht nach Nummer 1.3.1 eine größere Mindestentfernung
    einzuhalten ist, sind die Bestände zu allen benachbarten Beständen von
    Getreide durch einen Trennstreifen abzutrennen.

1.4 Befruchtungslenkung bei Hybridsorten

1.4.1 Bei Hybridsorten von Getreide außer Roggen, deren Saatgut unter
    Verwendung eines Gametozides erzeugt wird, muss die Hybridität
    mindestens 95 v. H. betragen. Wird die Hybridität bei der
    Saatgutuntersuchung bestimmt, kann auf ihre Bestimmung bei der
    Feldbesichtigung verzichtet werden.

1.4.2 Bei Hybridsorten von Roggen

1.4.2.1 muss bei der Erzeugung von Basissaatgut der mütterlichen Erbkomponente
    der Sterilitätsgrad der männlich sterilen Erbkomponente mindestens 98
    v. H. betragen,

1.4.2.2 darf bei der Erzeugung von Zertifiziertem Saatgut der Anteil der
    Pflanzen der väterlichen Erbkomponente das vom Züchter angegebene
    Mischungsverhältnis der mütterlichen und väterlichen Erbkomponenten
    zur Erzeugung von Zertifiziertem Saatgut nicht deutlich überschreiten.

1.4.3 Bei Hybridsorten von Gerste

1.4.3.1 muss bei der Erzeugung von Basissaatgut der mütterlichen Erbkomponente
    der Sterilitätsgrad der männlich sterilen Erbkomponente mindestens
    99,7 v. H. betragen,

1.4.3.2 muss bei der Erzeugung von Zertifiziertem Saatgut der Sterilitätsgrad
    der männlich sterilen Erbkomponente mindestens 99,5 v. H. betragen,

1.4.3.3 wird der Sterilitätsgrad der männlich sterilen Erbkomponente in jedem
    Fall in der Nachprüfung festgestellt.

1.4.4 Bis zum Ablauf des 31. August 2029 gilt bei CMS-Hybridsorten von
    Weichweizen, Hartweizen und Spelzweizen, dass

1.4.4.1 bei der Erzeugung von Basissaatgut der mütterlichen Erbkomponente der
    Sterilitätsgrad der männlich sterilen Erbkomponente mindestens 99,7 v.
    H. betragen muss,

1.4.4.2 bei der Erzeugung von Zertifiziertem Saatgut der Sterilitätsgrad der
    männlich sterilen Erbkomponente mindestens 99 v. H. betragen muss,

1.4.4.3 der Sterilitätsgrad der männlich sterilen Erbkomponente in jedem Fall
    in der Nachprüfung festgestellt wird.

**2** **Mais und Sorghum**

2.1 Fremdbesatz

2.1.1 Der Anteil an Pflanzen, die nicht hinreichend sortenecht sind oder im
    Falle von Hybridsorten in ihren Erbkomponenten den bei Zulassung der
    Sorte festgestellten Ausprägungen der wichtigen Merkmale nicht
    hinreichend entsprechen, oder die einer anderen Sorte derselben Art
    oder bei Hybridsorten einer anderen Erbkomponente zugehören, darf im
    Durchschnitt der Auszählungen höchstens betragen:

*    *
    *
    *
    *

*    *
    *
    *   Basissaatgut
        (v. H.)

    *   Zertifiziertes Saatgut
        (v. H.)

*    *   1

    *   2

    *   3

*    *   2.1.1.1

    *   bei Hybridsorten von Mais (im väterlichen Elternteil werden nur
        Pflanzen, die Pollen abgeben oder abgegeben haben, im mütterlichen
        Elternteil nur die bei der letzten Feldbesichtigung vorhandenen
        Pflanzen gezählt)

    *   0,1

    *   0,1

*    *   2.1.1.2

    *   bei frei abblühenden Sorten von Mais

    *   0,1

    *   0,5

*    *   2.1.1.3

    *   bei Hybridsorten von Sorghum

    *
    *

*    *
    *   in der Blütezeit, männliche Komponente

    *   0,1

    *   0,1

*    *
    *   in der Blütezeit, weibliche Komponente

    *   0,1

    *   0,3

*    *
    *   in der Reifezeit

    *   0,1

    *   0,1

*    *   2.1.1.4

    *   bei frei abblühenden oder synthetischen Sorten von Sorghum
        Anzahl Pflanzen je 150 m
        2                        Fläche

    *   5

    *   15

2.1.2 Bei der Prüfung der Kolben von Hybridsorten von Mais darf der Anteil
    der Kolben, die den bei Zulassung der Sorte festgelegten Merkmalen
    nicht hinreichend entsprechen, hinsichtlich der Kornmerkmale 0,2 v. H.
    und hinsichtlich der Kolbenmerkmale 0,1 v. H. nicht übersteigen.

2.2 Befruchtungslenkung bei Hybridsorten

2.2.1 Im Feldbestand darf der Anteil der Pflanzen des mütterlichen
    Elternteils, die Pollen abgeben oder abgegeben haben, höchstens
    betragen:

*    *   2.2.1.1

    *   in dem Zeitraum, in dem bei Mais mehr als 5 v. H. der Pflanzen des
        mütterlichen Elternteils empfängnisfähige Narben aufweisen,

    *

*    *
    *   bei einer Feldbesichtigung

    *   0,5 v. H.

*    *
    *   bei allen Feldbesichtigungen zusammen

    *   1   v. H.

*    *   2.2.1.2

    *   bei Sorghum

    *   0,1 v. H.

2.2.2 Die Pflanzen des väterlichen Elternteils müssen

2.2.2.1 in ausreichender Zahl vorhanden sein und

2.2.2.2 in dem Zeitraum, in dem die Pflanzen des mütterlichen Elternteils
    empfängnisfähige Narben aufweisen, ausreichend Pollen abgeben.

2.2.3 Ein Feldbestand zur Erzeugung von Zertifiziertem Saatgut, in dem der
    väterliche Elternteil die männliche Fruchtbarkeit des männlich
    sterilen mütterlichen Elternteils nicht wiederherstellt, muss in einem
    der Sorte entsprechenden Verhältnis auch männlich fruchtbare Pflanzen
    des mütterlichen Elternteils enthalten; dies gilt nicht, wenn
    sichergestellt ist, dass nach der Ernte Saatgut des männlich sterilen
    und männlich fruchtbaren mütterlichen Elternteils in einem der Sorte
    entsprechenden Verhältnis gemischt wird.

2.3 Gesundheitszustand

    Der Feldbestand von Mais darf nicht in größerem Ausmaß Maisbeulenbrand
    (Ustilago maydis) an den Kolben aufweisen; dies gilt nicht für
    Feldbestände von Inzuchtlinien.

2.4 Mindestentfernungen

2.4.1 Bei Hybridsorten von Mais muss zu allen Feldbeständen von Mais außer
    zu solchen Feldbeständen des väterlichen Elternteils der Sorte oder
    solchen Vermehrungsbeständen derselben Sorte und Kategorie, die die
    Anforderungen für die Anerkennung von Saatgut hinsichtlich des
    Fremdbesatzes und der Entfahnung erfüllen, eine Mindestentfernung von
    200 m eingehalten sein.

2.4.2 Bei frei abblühenden Maissorten muss zu Feldbeständen anderer
    Maissorten, zu Feldbeständen derselben Sorte mit starker
    Unausgeglichenheit und zu Feldbeständen anderer Arten, deren Pollen zu
    Fremdbefruchtung führen können, eine Mindestentfernung von 200 m
    eingehalten sein, sofern die Feldbestände in dem Zeitraum, in dem mehr
    als 5 v. H. der Pflanzen empfängnisfähige Narben aufweisen, Pollen
    abgeben.

2.4.3 Eine Unterschreitung der Mindestentfernungen nach den Nummern 2.4.1
    und 2.4.2 ist zulässig, sofern der Feldbestand ausreichend gegen
    unerwünschte Fremdbefruchtung abgeschirmt ist.

2.4.4 Überschreitet in benachbarten Vermehrungsbeständen derselben Sorte und
    Kategorie der Anteil nicht entfahnter Pflanzen des mütterlichen
    Elternteils nicht 10 v. H., so genügt als Mindestentfernung das
    Zehnfache in Metern des mit einer Dezimalstelle ausgedrückten
    Prozentsatzes der nicht entfahnten Pflanzen des mütterlichen
    Elternteils (z. B. bei 5,7 v. H. nicht entfahnter Pflanzen 57 m).

2.4.5 Bei Sorghum sind zu Feldbeständen von Sorghum, insbesondere zu
    Pollenquellen von Sorghum halepense, Mindestentfernungen wie folgt
    einzuhalten:

    a)  zur Erzeugung von Basissaatgut 400 m,

    b)  zur Erzeugung von Zertifiziertem Saatgut 200 m.

    In Gebieten, in denen durch das Vorhandensein von Sorghum halepense
    oder Sudangras ein besonderes Risiko der unerwünschten
    Fremdbefruchtung besteht, müssen Feldbestände zur Erzeugung von
    Basissaatgut von Sorghum oder dessen Hybriden mindestens 800 m,
    Feldbestände zur Erzeugung Zertifizierten Saatgutes von Sorghum oder
    dessen Hybriden mindestens 400 m von einer möglichen Pollenquelle
    entfernt sein.

**3** **Gräser, Leguminosen und sonstige Futterpflanzen**

3.1 Fremdbesatz

3.1.1 Der Feldbestand darf im Durchschnitt der Auszählungen je 150 qm Fläche
    höchstens folgenden Fremdbesatz aufweisen:

*    *
    *
    *
    *
    *

*    *
    *
    *   Basissaatgut
        (Pflanzen)

    *   Zertifiziertes Saatgut, Zertifiziertes Saatgut erster Generation
        (Pflanzen)

    *   Zertifiziertes Saatgut zweiter Generation
        (Pflanzen)

*    *   1

    *   2

    *   3

    *   4

*    *   3.1.1.1

    *   Pflanzen, die nicht hinreichend sortenecht sind, einer anderen Sorte
        derselben Art oder einer anderen Art, deren Pollen zu Fremdbefruchtung
        führen können oder deren Samen sich von dem Saatgut bei der
        Beschaffenheitsprüfung nur schwer unterscheiden lassen, zugehören:

    *
    *
    *

*    *
    *   bei Futtererbse, Ackerbohne

    *   5

    *   15

    *   30

*    *
    *   bei Weißer Lupine, Blauer Lupine, Schmalblättriger Lupine, Gelber
        Lupine, Blauer Luzerne, Pannonischer Wicke, Saatwicke und Zottelwicke

    *   5

    *   15

    *   15

*    *
    *   bei allen anderen Arten

    *   5

    *   15

    *

*    *   3.1.1.2

    *   Pflanzen anderer Arten, deren Samen sich aus dem Saatgut nur schwer
        herausreinigen lassen,

    *   10

    *   30

    *   30

*    *
    *   davon

    *
    *
    *

*    *
    *   Ackerfuchsschwanz, Flughafer (einschließlich Flughaferbastarde) und
        Ampferarten (außer Kleiner Sauerampfer und Strandampfer) bei
        Glatthafer, Schwingelarten, Festulolium, Weidelgräsern und Goldhafer

    *   je 3

    *   je 5

    *

*    *
    *   Weidelgräser anderer Arten bei Weidelgras

    *   3

    *   10

    *

*    *
    *   Weidelgräser und andere Sorten von Festulolium bei Festulolium

    *   3

    *   10

    *

*    *
    *   Ampferarten (außer Kleiner Sauerampfer und Strandampfer) bei
        kleinkörnigen Leguminosen

    *   3

    *   5

    *

3.1.2 Der Feldbestand darf keinen Besatz mit Seide und Kleewürger aufweisen.

3.2 Gesundheitszustand

3.2.1 Der Anteil der Pflanzen, die jeweils von folgenden Krankheiten
    befallen sind, darf im Durchschnitt der Auszählungen je 150 qm Fläche
    höchstens betragen:

*    *
    *
    *
    *

*    *
    *
    *   Basissaatgut
        (Pflanzen)

    *   Zertifiziertes Saatgut
        (Pflanzen)

*    *   1

    *   2

    *   3

*    *   3.2.1.1

    *   Brandkrankheiten bei Gräsern

    *   3

    *   15

*    *   3.2.1.2

    *   samenübertragbare Viruskrankheiten bei Leguminosen,
        Brennfleckenkrankheit bei Futtererbse, Ackerbohne und Wicken

    *   je 10

    *   je 30

*    *   3.2.1.3

    *   (weggefallen)

    *
    *

3.2.2 Der Feldbestand von Luzernen oder Klee darf nicht in größerem Ausmaß
    von Stengelbrenner befallen sein.

3.2.3 Der Feldbestand von Lupinen darf nicht in größerem Ausmaß von
    Anthraknose befallen sein.

3.3 Mindestentfernungen

3.3.1 Folgende Mindestentfernungen müssen eingehalten sein:

*    *
    *
    *
    *
    *
    *

*    *
    *
    *
    *
    *   Basissaatgut
        (m)

    *   Zertifiziertes Saatgut
        (m)

*    *   1

    *   2

    *   3

*    *   3.3.1.1

    *   zu gleichzeitig Pollen abgebenden Feldbeständen

    *
    *

*    *
    *   a)

    *   anderer Sorten derselben Art,

    *
    *

*    *
    *   b)

    *   derselben Sorte mit starker Unausgeglichenheit und

    *
    *

*    *
    *   c)

    *   anderer Arten, deren Pollen zu Fremdbefruchtung führen können,

    *
    *

*    *
    *
    *   bei Samenträgern von Kohlrübe und Futterkohl sowie bei Phazelie und
        Ölrettich

    *   400

    *   200

*    *
    *
    *   bei fremdbefruchtenden Arten,

    *
    *

*    *
    *
    *
    *   wenn die Vermehrungsfläche höchstens 2 ha groß ist

    *   200

    *   100

*    *
    *
    *
    *   wenn die Vermehrungsfläche größer als 2 ha ist

    *   100

    *   50

3.3.2 Eine Unterschreitung der Mindestentfernungen nach Nummer 3.3.1.1 ist
    zulässig, sofern der Feldbestand ausreichend gegen Fremdbefruchtung
    abgeschirmt ist.

3.3.3 Bei selbstbefruchtenden Arten muss zu allen benachbarten Beständen,
    bei fremdbefruchtenden Arten muss zu Beständen, die nicht unter Nummer
    3\.3.1.1 fallen, ein Trennstreifen vorhanden sein.

**4** **Öl- und Faserpflanzen außer Sonnenblume**

4.1 Fremdbesatz

4.1.1 Der Feldbestand darf im Durchschnitt der Auszählungen je 150 qm Fläche
    höchstens folgenden Fremdbesatz aufweisen:

*    *
    *
    *
    *

*    *
    *
    *   Basissaatgut
        (Pflanzen)

    *   Zertifiziertes Saatgut
        (Pflanzen)

*    *   1

    *   2

    *   3

*    *   4.1.1.1

    *   Pflanzen, die nicht hinreichend sortenecht sind, einer anderen Sorte
        derselben Art oder einer anderen Art, deren Pollen zu Fremdbefruchtung
        führen können oder deren Samen sich von dem Saatgut bei der
        Beschaffenheitsprüfung nur schwer unterscheiden lassen, zugehören

    *   5

    *   15

*    *   4.1.1.2

    *   Pflanzen anderer Arten, deren Samen sich aus dem Saatgut nur schwer
        herausreinigen lassen

    *   10

    *   25

*    *   4.1.1.3

    *   Ackerwinde, Gänsefuß, Knötericharten und Melde bei Lein

    *   je 10

    *   je 10

*    *   4.1.1.4

    *   Leindotter und Leinlolch bei Lein

    *   je 1

    *   je 2

4.1.2 Der Feldbestand darf bei Lein keinen Besatz mit Seide aufweisen.

4.1.3 Bei Hybridsorten von Raps darf der Anteil der Pflanzen, die den bei
    der Zulassung der Sorte festgestellten Ausprägungen der Erbkomponenten
    nicht hinreichend entsprechen oder die einer anderen Sorte oder
    Erbkomponente zugehören, im Durchschnitt der Auszählungen je 150 qm
    höchstens betragen:

*    *
    *
    *
    *

*    *
    *
    *   Basissaatgut
        (v. H.)

    *   Zertifiziertes Saatgut
        (v. H.)

*    *   1

    *   2

    *   3

*    *   4.1.3.1

    *   Inzuchtlinien

    *   0,1

    *

*    *   4.1.3.2

    *   Einfachhybriden bei der Verwendung als

    *
    *

*    *
    *   a) männliche Komponente

    *   0,1

    *   0,3

*    *   b) weibliche Komponente

    *   0,2

    *   1,0

4.1.4 Bei der Erzeugung von Basissaatgut einer Hybridsorte von Raps muss bei
    Verwendung einer männlich sterilen Erbkomponente die männliche
    Sterilität mindestens 99 v. H. und bei der Erzeugung von
    Zertifiziertem Saatgut mindestens 98 v. H. betragen.

*    *   4.2

    *   Gesundheitszustand

    *

*    *
    *   Bei Lein darf der Anteil der Pflanzen, die von folgenden Krankheiten
        befallen sind, im Durchschnitt der Auszählungen je 150 qm Fläche
        höchstens betragen:

    *

*    *   4.2.1

    *   Brennfleckenkrankheiten

    *   10 Pflanzen

*    *   4.2.2

    *   Welkekrankheiten

    *   10 Pflanzen

*    *   4.2.1.1

    *   Brennfleckenkrankheiten bei Lein

    *   10 Pflanzen

*    *   4.2.1.2

    *   Welkekrankheiten bei Lein

    *   10 Pflanzen

4.2.2 Der Feldbestand von Sojabohne darf nicht in größerem Ausmaß von
    Diaporthe phaseolorum var. caulivora oder var. sojae, Phialophora
    gregata, Phytophthora megasperma f. sp. glycinea oder Pseudomonas
    syringae pv. glycinea befallen sein.

4.3 Mindestentfernungen

4.3.1 Folgende Mindestentfernungen müssen eingehalten sein:

*    *
    *
    *
    *
    *

*    *
    *
    *   Basissaatgut
        (m)

    *   Zertifiziertes Saatgut
        (m)

*    *   1

    *   2

    *   3

*    *   4.3.1.1

    *   zu gleichzeitig Pollen abgebenden Feldbeständen

    *
    *

*    *
    *   a)

    *   anderer Sorten derselben Art,

    *
    *

*    *   b)

    *   derselben Sorte mit starker Unausgeglichenheit und

    *
    *

*    *   c)

    *   anderer Arten, deren Pollen zu Fremdbefruchtung führen können, bei
        Raps, außer Hybridsorten und Komponenten von Verbundsorten

    *   200

    *   100

*    *   Hybridsorten und Komponenten von Verbundsorten von Raps

    *   500

    *   300

*    *   monözischem Hanf

    *   5 000

    *   1 000

*    *   bei anderen fremdbefruchtenden Öl- und Faserpflanzen

    *   400

    *   200

4.3.2 Eine Unterschreitung der Mindestentfernungen nach Nummer 4.3.1.1 ist
    zulässig, sofern der Feldbestand ausreichend gegen Fremdbefruchtung
    abgeschirmt ist.

4.3.3 Bei selbstbefruchtenden Arten muss zu allen benachbarten Beständen,
    bei fremdbefruchtenden Arten muss zu Beständen, die nicht unter Nummer
    4\.3.1.1 fallen, ein Trennstreifen vorhanden sein.

**5** **Sonnenblume**

5.1 Fremdbesatz

5.1.1 Der Feldbestand frei abblühender Sorten darf im Durchschnitt der
    Auszählungen je 150 qm Fläche höchstens folgenden Fremdbesatz
    aufweisen:

    *        *
        *   Basissaatgut
            (Pflanzen)

        *   Zertifiziertes Saatgut
            (Pflanzen)

    *        *   1

        *   2

        *   3

    *        *   Pflanzen, die nicht hinreichend sortenecht sind, einer anderen Sorte
            derselben Art oder einer anderen Art, deren Pollen zu Fremdbefruchtung
            führen können oder deren Samen sich von dem Saatgut bei der
            Beschaffenheitsprüfung nur schwer unterscheiden lassen, zugehören

        *   2

        *   7

5.1.2 Bei Hybridsorten darf der Anteil der Pflanzen, die den bei der
    Zulassung der Sorte festgestellten Ausprägungen der Erbkomponenten
    nicht hinreichend entsprechen oder die einer anderen Sonnenblumensorte
    oder Erbkomponente zugehören, im Durchschnitt der Auszählungen
    höchstens betragen:

*    *
    *
    *
    *
    *

*    *
    *
    *   Basissaatgut
        (v. H.)

    *   Zertifiziertes Saatgut
        (v. H.)

*    *
    *   1

    *   2

    *   3

*    *   5.1.2.1

    *   Inzuchtlinien

    *   0,2

    *

*    *   5.1.2.2

    *   Einfachhybriden bei der Verwendung als

    *
    *

*    *
    *   a)

    *   männliche Erbkomponente (nur Pflanzen, die Pollen abgeben, sobald mehr
        als 2 v. H. der weiblichen Komponenten empfängnisfähige Blüten
        aufweisen, werden gezählt)

    *   0,2

    *

*    *   b)

    *   weibliche Erbkomponente (auch Pflanzen, die Pollen abgegeben haben
        oder Pollen abgeben, werden gezählt)

    *   0,5

    *

*    *   5.1.2.3

    *   Inzuchtlinien und Einfachhybriden bei der Verwendung als

    *
    *

*    *
    *   a)

    *   männliche Erbkomponente (nur Pflanzen, die Pollen abgeben, sobald mehr
        als 5 v. H. der weiblichen Komponenten empfängnisfähige Blüten
        aufweisen, werden gezählt)

    *   0,5

    *

*    *   b)

    *   weibliche Erbkomponente

    *   1,0

    *

5.2 Befruchtungslenkung bei Hybridsorten

5.2.1 Der Anteil pollenabgebender Pflanzen der weiblichen Erbkomponente darf
    im Feldbestand während der Blütezeit 0,5 v. H. nicht überschreiten.

5.2.2 Pflanzen der männlichen Komponente müssen in ausreichender Zahl
    vorhanden sein und während der Blütezeit der Pflanzen der weiblichen
    Komponente ausreichend Pollen abgeben.

5.2.3 Wird Zertifiziertes Saatgut mit einer männlich sterilen weiblichen
    Erbkomponente erzeugt, so muss in dem Hybridsaatgut die männliche
    Fertilität soweit wiederhergestellt werden, dass mindestens ein
    Drittel der daraus erwachsenden Pflanzen Pollen abgeben. Falls weniger
    als ein Drittel der erwachsenden Pflanzen Pollen abgeben, ist das von
    der männlich sterilen weiblichen Erbkomponente erzeugte Hybridsaatgut
    im Verhältnis von höchstens 2 : 1 mit Saatgut zu mischen, das mit
    einer männlich fruchtbaren Linie der weiblichen Erbkomponente erzeugt
    worden ist.

5.3 Gesundheitszustand

    Der Feldbestand darf nicht in größerem Ausmaß von Krankheiten befallen
    sein, die den Saatgutwert beeinträchtigen.

5.4 Mindestentfernungen

5.4.1 Folgende Mindestentfernungen müssen im Feldbestand zu anderen Sorten
    oder Erbkomponenten oder zu derselben Sorte oder Erbkomponente mit
    starker Unausgeglichenheit oder anderen Arten, deren Pollen zu
    Fremdbefruchtung führen können, eingehalten sein:

*    *
    *
    *
    *

*    *
    *
    *   Basissaatgut
        (m)

    *   Zertifiziertes Saatgut
        (m)

*    *
    *   1

    *   2

    *   3

*    *   5.4.1.1

    *   bei Hybridsorten

    *   1 500

    *   500

*    *   5.4.1.2

    *   bei anderen als Hybridsorten

    *   750

    *   500

5.4.2 Eine Unterschreitung der Mindestentfernungen nach Nummer 5.4.1 ist
    zulässig, sofern der Feldbestand ausreichend gegen unerwünschte
    Fremdbefruchtung abgeschirmt ist.

**6** **Rüben**

6.1 Fremdbesatz

6.1.1 Der Feldbestand darf im Durchschnitt der Auszählungen höchstens
    folgenden Fremdbesatz aufweisen:

*    *
    *
    *
    *

*    *
    *
    *   Basissaatgut
        (v. H.)

    *   Zertifiziertes Saatgut
        (v. H.)

*    *   1

    *   2

    *   3

*    *   6.1.1.1

    *   Pflanzen, die nicht hinreichend sortenecht sind, einer anderen Sorte
        derselben Art oder einer anderen Art, deren Pollen zu Fremdbefruchtung
        führen können oder deren Samen sich von dem Saatgut bei der
        Beschaffenheitsprüfung nur schwer unterscheiden lassen, zugehören

    *   0,5

    *   1

*    *
        *   davon Pflanzen mit anderer Rübenform oder Rübenfarbe

    *   0,1

    *   0,2

*    *   6.1.1.2

    *   Pflanzen anderer Arten, deren Samen sich aus dem Saatgut nur schwer
        herausreinigen lassen

    *   1

    *   1

6.2 Gesundheitszustand

    Der Feldbestand darf nicht in größerem Ausmaß von Krankheiten befallen
    sein, die den Saatgutwert beeinträchtigen.

6.3 Mindestentfernung

6.3.1 Folgende Mindestentfernungen müssen eingehalten sein:

*    *
    *
    *
    *

*    *
    *
    *
    *   (m)

*    *   1

    *
    *   2

*    *   6.3.1.1

    *   für die Erzeugung von Basissaatgut zu Bestäubungsquellen der Gattung
        Beta

    *
    *   1 000

*    *   6.3.1.2

    *   für die Erzeugung von Zertifiziertem Saatgut von Zuckerrübe

    *
    *

*    *   6.3.1.2.1

    *   zu diploiden Zuckerrübenbestäubungsquellen, wenn

    *
    *

*    *
    *
        a)  der vorgesehene Pollenspender ausschließlich tetraploid ist

    *
    *   600

*    *
    *
        b)  der vorgesehene Pollenspender oder einer der vorgesehenen
            Pollenspender diploid ist

    *
    *   300

*    *   6.3.1.2.2

    *   zu tetraploiden Zuckerrübenbestäubungsquellen, wenn

    *
    *

*    *
    *
        a)  der vorgesehene Pollenspender oder einer der vorgesehenen
            Pollenspender diploid ist

    *
    *   600

*    *
    *
        b)  der vorgesehene Pollenspender ausschließlich tetraploid ist

    *
    *   300

*    *   6.3.1.2.3

    *   zu Zuckerrübenbestäubungsquellen, bei denen der Ploidiegrad unbekannt
        ist

    *
    *   600

*    *   6.3.1.2.4

    *   zwischen zwei Vermehrungsflächen zur Erzeugung von Zuckerrübensaatgut
        ohne männliche Sterilität

    *
    *   300

*    *   6.3.1.2.5

    *   zu allen vorstehend nicht genannten Bestäubungsquellen der Gattung
        Beta

    *
    *   1 000

*    *   6.3.1.3

    *   Nummer 6.3.1.2 gilt entsprechend für die Erzeugung von Zertifiziertem
        Saatgut von Runkelrübe.

    *
    *

6.3.2 Eine Unterschreitung der Mindestentfernungen nach Nummer 6.3.1 ist
    zulässig, sofern der Feldbestand ausreichend gegen Fremdbefruchtung
    abgeschirmt ist.

6.3.3 Bei Feldbeständen von Samenträgern muss zu nicht unter die Nummer
    6\.3.1 fallenden benachbarten Beständen, bei Feldbeständen zur
    Erzeugung von Stecklingen muss zu allen benachbarten Beständen ein
    Trennstreifen von mindestens doppeltem Reihenabstand vorhanden sein.

**7** **Gemüse**

7.1 Fremdbesatz

    Der Feldbestand darf höchstens folgenden Fremdbesatz aufweisen:

7.1.1 Pflanzen, die nicht hinreichend sortenecht sind oder einer anderen
    Sorte derselben Art oder einer anderen Art, deren Pollen zu
    Fremdbefruchtung führen können, zugehören:

*    *
    *
    *
    *
    *
    *

*    *
    *
    *   in Drillsaat gesäte Bestände (im Durchschnitt der Auszählungen je 150
        qm)

    *   gepflanzte oder in Einzelkornablage gesäte Bestände

*    *   abweichende Typen (Pflanzen)

    *   andere Sorten (Pflanzen)

    *   abweichende Typen (v. H.)

    *   andere Sorten (v. H.)

*    *   1

    *   2

    *   3

    *   4

    *   5

*    *   7.1.1.1

    *   Zwiebel, Schnittlauch, Petersilie, Rettich, Radieschen

    *   20

    *   5

    *   1

    *   0,2

*    *   7.1.1.1a

    *   Schalotte, Winterheckenzwiebel, Knoblauch

    *   10

    *   1

    *   0,5

    *   0,1

*    *   7.1.1.2

    *   Porree, Kohlrabi, Grünkohl, Blumenkohl, Brokkoli, Weißkohl, Rotkohl,
        Wirsing, Rosenkohl, Chinakohl

    *   20

    *   2

    *   2

    *   0,2

*    *   7.1.1.3

    *   Sellerie, Paprika, Chili, Artischocke, Cardy, Tomate, Aubergine

    *
    *
    *   1

    *   0,2

*    *   7.1.1.4

    *   Mangold, Rote Rübe

    *
    *
    *   2

    *   0,2

*    *   7.1.1.5

    *   Herbstrübe, Mairübe, Möhre, Schwarzwurzel

    *   20

    *   5

    *   2

    *   0,2

*    *   7.1.1.6

    *   Kerbel, Endivie, Chicorée, Blattzichorie, Wurzelzichorie,
        Industriezichorie, Fenchel, Salat, Spinat, Feldsalat

    *   20

    *   5

    *   1

    *   0,1

*    *   7.1.1.7

    *   Wassermelone, Melone, Gurke, Riesenkürbis, Gartenkürbis, Ölkürbis,
        Zucchini, Spargel, Rhabarber,

    *
    *
    *   0,1

    *   0

*    *   7.1.1.8

    *   Prunkbohne, Buschbohne, Stangenbohne, Erbse, Dicke Bohne

    *   10

    *   1

    *
    *

*    *   7.1.1.9

    *   Zuckermais, Puffmais

    *
    *
    *
    *

*    *   7.1.1.9.1

    *   Hybridsorten

    *
    *
    *   0,1

    *   0,1

*    *   7.1.1.9.2

    *   frei abblühende Sorten

    *
    *
    *   0,5

    *   0,5

7.1.2 Der Feldbestand darf keinen Fremdbesatz mit Pflanzen anderer Arten
    aufweisen, deren Samen sich aus dem Saatgut nur schwer herausreinigen
    lassen oder von denen samenübertragbare Krankheiten übertragen werden
    können; zu den Samen, die sich aus dem Saatgut nur schwer
    herausreinigen lassen, gehört bei Möhre auch Seide.

7.1.3 Wird Erbse zusammen mit einer Stützfrucht angebaut, so muss die
    Beurteilung trotz Vorhandenseins der Stützfrucht möglich sein.

7.2 Gesundheitszustand

7.2.1 Bei Drillsaat darf die Zahl der Pflanzen, die von folgenden
    Krankheiten befallen sind, im Durchschnitt der Auszählungen je 150 qm
    Fläche höchstens betragen:

*    *   7.2.1.1

    *   Brennflecken Colletotrichum lindemuthianum an Prunkbohne, Buschbohne
        und Stangenbohne; Didymella pisi (Nebenfruchtform: Ascochyta pisi) an
        Erbse; Peyronellaea pinodella (Nebenfruchtform: Ascochyta pinodella,
        Phoma pinodella, Phoma medicaginis var. pinodella) an Erbse;
        Peyronellaea pinodes (Syn. Mycosphaerella pinodes, Didymella pinodes;
        Nebenfruchtform: Ascochyta pinodes) an Erbse, soweit dadurch eine
        Beeinträchtigung des Saatgutwertes zu erwarten ist

    *   25

*    *   7.2.1.2

    *   Fettflecken (Pseudomonas syringae pv. phaseolicola) bei Prunkbohne,
        Buschbohne und Stangenbohne, soweit dadurch eine Beeinträchtigung des
        Saatgutwertes zu erwarten ist

    *   10

7.2.2 Bei Pflanzung oder Einzelkornablage darf der Anteil der Pflanzen, die
    von folgenden Krankheiten befallen sind, höchstens betragen:

*    *   7.2.2.1

    *   Blattflecken (Septoria apiicola) bei Sellerie

    *   1 v. H.

*    *   7.2.2.2

    *   Bakterienwelke (Clavibacter michiganensis subsp. michiganensis) und
        Stängelfäule (Didymella lycopersici) bei Tomate

    *   0

7.2.3 In dem Feldbestand darf der Anteil der Pflanzen, die von folgenden
    Krankheiten befallen sind, höchstens betragen:

*    *   7.2.3.1

    *   Umfallkrankheit (Leptosphaeria maculans; Nebenfruchtform: Phoma
        lingam) bei Kohlrabi, Grünkohl, Blumenkohl, Rotkohl, Weißkohl,
        Wirsing, Rosenkohl

    *   0

*    *   7.2.3.2

    *   Adernschwärze (Xanthomonas campestris) bei Kohlrabi, Grünkohl,
        Blumenkohl, Rotkohl, Weißkohl, Wirsing, Rosenkohl

    *   1 v. H.

*    *   7.2.3.3

    *   Krätze (Cladosporium cucumerinum) oder Stängelfäule (Sclerotinia
        sclerotiorum) bei Gurke

    *   je 5 v. H.

*    *   7.2.3.4

    *   Bakterienwelke (Erwinia tracheiphila), Fusariumwelke (Fusarium
        oxysporum f. sp. cucumerinum) und Eckige Blattfleckenkrankheit
        (Pseudomonas syringae pv. lachrymans) bei Gurke

    *   0

7.2.4 Der Feldbestand darf bei Winterendivie, Salat, Prunkbohne, Buschbohne
    und Stangenbohne nicht in größerem Ausmaß von Viruskrankheiten
    befallen sein.

7.3 Mindestentfernungen

7.3.1 Folgende Mindestentfernungen müssen eingehalten sein:

*    *
    *
    *
    *

*    *
    *
    *   Basissaatgut
        (m)

    *   Zertifiziertes Saatgut
        (m)

*    *   1

    *   2

    *   3

*    *   7.3.1.1

    *   bei Roter Rübe

    *
    *

*    *   7.3.1.1.1

    *   zu Bestäubungsquellen von Sorten derselben Unterart und derselben
        Sortengruppe 1)

    *   600

    *   300

*    *   7.3.1.1.2

    *   zu Bestäubungsquellen von Sorten derselben Unterart und anderen
        Sortengruppen 1)

    *   1 000

    *   600

*    *   7.3.1.1.3

    *   zu Bestäubungsquellen von Sorten einer anderen Art der Gattung Beta

    *   1 000

    *   1 000

*    *   7.3.1.2

    *   bei Brassica-Arten zu Bestäubungsquellen anderer Sorten derselben Art
        und von Pflanzen anderer Brassica-Arten

    *   1 000

    *   600

*    *   7.3.1.3

    *   bei Wurzelzichorie, Industriezichorie

    *
    *

*    *   7.3.1.3.1

    *   zu Bestäubungsquellen von Sorten einer anderen Art der Gattung
        Cichorium oder einer anderen Unterart

    *   1 000

    *   1 000

*    *   7.3.1.3.2

    *   zu Bestäubungsquellen einer anderen Sorte derselben Unterart und
        derselben Sortengruppe

    *   600

    *   300

*    *   7.3.1.4

    *   bei anderen fremdbefruchtenden Arten zu Pflanzen anderer Sorten
        derselben Art und zu Pflanzen anderer Arten, deren Pollen zu
        Fremdbefruchtung führen können

    *   500

    *   300

*    *   7.3.1.5

    *   bei allen Arten zu Pflanzen, von denen Viruskrankheiten auf das
        Saatgut übertragen werden können

    *   500

    *   300

7.3.2 Eine Unterschreitung der Mindestentfernungen nach Nummer 7.3.1 ist
    zulässig, sofern der Feldbestand ausreichend gegen Fremdbefruchtung
    oder Übertragung von Viruskrankheiten abgeschirmt ist.

7.3.3 Feldbestände monözischer Spinatsorten müssen so isoliert sein, dass
    Fremdbefruchtung in größerem Ausmaß nicht eintreten kann.

-------
1)
Sortengruppen von Roter Rübe:

*    *   Gruppe

    *   Merkmale

*    *   1

    *   2

*    *   1

    *   Mit quer schmal elliptischer oder quer elliptischer Rübenform im
        Längsschnitt und roter oder purpurner Rübenfleischfarbe

*    *   2

    *   Mit runder oder breit elliptischer Rübenform im Längsschnitt und
        weißer Rübenfleischfarbe

*    *   3

    *   Mit runder oder breit elliptischer Rübenform im Längsschnitt und
        gelber Rübenfleischfarbe

*    *   4

    *   Mit runder oder breit elliptischer Rübenform im Längsschnitt und roter
        oder purpurner Rübenfleischfarbe

*    *   5

    *   Mit schmal rechteckiger Rübenform im Längsschnitt und roter oder
        purpurner Rübenfleischfarbe

*    *   6

    *   Mit schmal verkehrt dreieckiger Rübenform im Längsschnitt und roter
        oder purpurner Rübenfleischfarbe

(zu § 6 Satz 2, § 12 Abs. 3, § 20 Abs. 2, §§ 23, 26 Abs. 3 Satz 2)

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