Source: https://www.gesetze-im-internet.de/zo-zahn_rzte/__32.html
Legislation: zo-zahnaerzte

Title: § 32

Description:
Zulassungsverordnung für Vertragszahnärzte (ZO-Zahnärzte)
Abschnitt IX - Vertreter, Assistenten, angestellte Zahnärzte und Berufsausübungsgemeinschaft
§ 32

Paragraph: 32

Full Text:
Zulassungsverordnung für Vertragszahnärzte (ZO-Zahnärzte)
Abschnitt IX - Vertreter, Assistenten, angestellte Zahnärzte und Berufsausübungsgemeinschaft
§ 32

(1) Der Vertragszahnarzt hat die vertragszahnärztliche Tätigkeit
persönlich in freier Praxis auszuüben. Bei Krankheit, Urlaub oder
Teilnahme an zahnärztlicher Fortbildung oder an einer Wehrübung kann
er sich innerhalb von zwölf Monaten bis zur Dauer von drei Monaten
vertreten lassen. Eine Vertragszahnärztin kann sich in unmittelbarem
zeitlichen Zusammenhang mit einer Entbindung bis zu einer Dauer von
zwölf Monaten vertreten lassen. Dauert die Vertretung länger als eine
Woche, so ist sie der Kassenzahnärztlichen Vereinigung mitzuteilen.
Der Vertragszahnarzt darf sich nur durch einen Vertragszahnarzt oder
einen Zahnarzt vertreten lassen, der die Voraussetzungen des § 3 Abs.
3 Satz 1 zweiter Halbsatz nachweisen kann. § 3 Abs. 4 gilt.
Überschreitet innerhalb von zwölf Monaten die Dauer der Vertretung
einen Monat, kann die Kassenzahnärztliche Vereinigung beim
Vertragszahnarzt oder beim Vertreter überprüfen, ob der Vertreter die
Voraussetzungen nach Satz 5 erfüllt und keine Ungeeignetheit nach § 21
vorliegt.

(2) Die Beschäftigung eines Assistenten nach § 3 Abs. 3 bedarf der
Genehmigung der Kassenzahnärztlichen Vereinigung. Im Übrigen darf der
Vertragszahnarzt einen Vertreter oder einen Assistenten mit vorheriger
Genehmigung der Kassenzahnärztlichen Vereinigung nur beschäftigen

1.  aus Gründen der Sicherstellung der vertragszahnärztlichen Versorgung,

2.  während Zeiten der Erziehung von Kindern bis zu einer Dauer von 36
    Monaten, wobei dieser Zeitraum nicht zusammenhängend genommen werden
    muss,

3.  während der Pflege eines pflegebedürftigen nahen Angehörigen in
    häuslicher Umgebung bis zu einer Dauer von sechs Monaten.

Die Kassenzahnärztliche Vereinigung kann die genannten Zeiträume
verlängern. Die Dauer der Beschäftigung ist zu befristen. Die
Genehmigung ist zu widerrufen, wenn die Beschäftigung eines Vertreters
oder Assistenten nicht mehr begründet ist; sie kann widerrufen werden,
wenn in der Person des Vertreters oder Assistenten Gründe liegen,
welche beim Vertragszahnarzt zur Entziehung der Zulassung führen
können.

(3) Die Beschäftigung eines Assistenten darf nicht der Vergrößerung
der Kassenpraxis oder der Aufrechterhaltung eines übergroßen
Praxisumfangs dienen.

(4) Der Vertragszahnarzt hat Vertreter und Assistenten zur Erfüllung
der vertragszahnärztlichen Pflichten anzuhalten.

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