Source: https://www.gesetze-im-internet.de/binschpersv/__142.html
Legislation: binschpersv

Title: **Teil II. Elbe – von km 50,00 (Anlegestellen Fahrgastschifffahrt)

Description:
Verordnung über die Besatzung und über die Befähigungen der Besatzung von Fahrzeugen in der Binnenschifffahrt (BinSchPersV)
**Teil II. Elbe – von km 50,00 (Anlegestellen Fahrgastschifffahrt)

Paragraph: 142

Full Text:
Verordnung über die Besatzung und über die Befähigungen der Besatzung von Fahrzeugen in der Binnenschifffahrt (BinSchPersV)
**Teil II. Elbe – von km 50,00 (Anlegestellen Fahrgastschifffahrt)

bis km 60,60 (oberhalb der Hafenmündung Alberthafen), von km 322,90
(Abzweig Alte Elbe) bis km 329,85 (oberhalb Einfahrt Handelshafen) und
von km 502,25 (Mündung der Alten Löcknitz) bis km 568,90 (Hohnstorfer
Brücke)**

Zusätzliche Befähigung

Der Schiffsführer, der diesen Binnenwasserstraßenabschnitt mit
besonderen Risiken befährt, benötigt zum sicheren Befahren Kenntnisse
über die Eigenschaften und Örtlichkeiten dieses
Binnenwasserstraßenabschnitts.

1.  Er muss den Fahrweg in der Berg- und in der Talfahrt beschreiben
    können.

2.  Er muss zusätzlich verfügen über

    a)  detaillierte Kenntnisse der Streckencharakteristika,

    b)  detaillierte Kenntnisse der Abmessungen der Schifffahrtsstraße;

3.  Zusätzlich muss der Schiffsführer

    a)  Kenntnisse haben über die Strömungsmuster und -geschwindigkeiten auf
        diesem Binnenwasserstraßenabschnitt und er muss wissen, wie er sein
        Fahrverhalten vor Ort darauf einstellen muss. Hierzu zählen Kenntnisse
        über

        (1) starke Schwankung der Wasserstände zwischen den niedrigsten und
            höchsten schiffbaren Wasserständen um streckenweise fast 7 m

        (2) Verlauf der Fahrrinne im Strom und Lage der Buhnen bei Hochwasser

        (3) Lage aller Fehltiefen und -breiten bei Niedrigwasser

        (4) Strömungsverlauf bei Hochwasser, insbesondere unterhalb von Torgau

        (5) Veränderung des Fluss- und Landschaftsbildes durch stark schwankende
            Wasserstände, insbesondere seenartige Verbreiterung des Flusses bei
            Hochwasser

        (6) Veränderungen der Abflussmengen und -geschwindigkeiten bei Hoch- und
            Niedrigwasser

        (7) starke Querströmungen im Bereich von Km 324,5 – 327,2; Notwendigkeit
            einer Vorspann-Schlepperhilfe bei niedrigen Wasserständen und
            schwacher Motorenleistung in der Bergfahrt

    b)  die hydromorphologischen Eigenschaften dieses Wasserstraßenabschnittes
        kennen und wissen, wie er darauf zu reagieren hat. Hierzu zählen
        insbesondere Kenntnisse über

        (1) vielfach fehlende Begegnungs- und Überholmöglichkeiten von größeren
            Fahrzeugen/Verbänden

        (2) die geringe Wasserführung über die meiste Zeit des Jahres

        (3) die große Anzahl der Gierseilfähren

        (4) nur einschiffig durchfahrbare Brücken

        (5) lokale Verkehrsregelungen

Collections: bundestag_gesetze
BinSchPersV
Level: 2.0