Source: https://www.gesetze-im-internet.de/btmvv_1998/__10.html
Legislation: btmvv_1998

Title: § 10 Betäubungsmittelanforderungsschein

Description:
Verordnung über das Verschreiben, die Abgabe und den Nachweis des Verbleibs von Betäubungsmitteln (BtMVV 1998)
§ 10 Betäubungsmittelanforderungsschein

Paragraph: 10

Full Text:
Verordnung über das Verschreiben, die Abgabe und den Nachweis des Verbleibs von Betäubungsmitteln (BtMVV 1998)
§ 10 Betäubungsmittelanforderungsschein

(1) Betäubungsmittel für den Stationsbedarf nach § 2 Absatz 3, § 3
Absatz 3 und § 4 Absatz 3, den Notfallbedarf nach § 5d und den
Rettungsdienstbedarf nach § 6 Absatz 1 dürfen nur auf einem
dreiteiligen amtlichen Formblatt (Betäubungsmittelanforderungsschein)
verschrieben werden. Die Teile I und II der Verschreibung für den
Stationsbedarf, den Notfallbedarf und den Rettungsdienstbedarf sind
zur Vorlage in der Apotheke bestimmt, Teil III verbleibt bei dem
verschreibungsberechtigten Arzt, Zahnarzt oder Tierarzt.

(2)  Betäubungsmittelanforderungsscheine werden vom Bundesinstitut für
Arzneimittel und Medizinprodukte auf Anforderung ausgegeben an:

1.  den Arzt oder Zahnarzt, der ein Krankenhaus oder eine
    Krankenhausabteilung leitet,

2.  den Tierarzt, der eine Tierklinik leitet,

3.  einen beauftragten Arzt nach § 5d Absatz 1 Satz 2 Nummer 1,

4.  den nach § 6 Absatz 2 beauftragten Arzt des Rettungsdienstes oder

5.  den zuständigen leitenden Notarzt nach § 6 Absatz 4.

(3) Die nummerierten Betäubungsmittelanforderungsscheine sind nur zur
Verwendung in der Einrichtung bestimmt, für die sie angefordert
wurden. Sie dürfen vom anfordernden Arzt, Zahnarzt oder Tierarzt an
Leiter von Teileinheiten oder an einen weiteren beauftragten Arzt nach
§ 5d Absatz 1 Satz 2 Nummer 1 weitergegeben werden. Über die
Weitergabe ist ein Nachweis zu führen.

(4) Teil III der Verschreibung für den Stationsbedarf, den
Notfallbedarf und den Rettungsdienstbedarf und die Teile I bis III von
fehlerhaft ausgefertigten Betäubungsmittelanforderungsscheinen sowie
die Nachweisunterlagen gemäß Absatz 3 sind vom anfordernden Arzt,
Zahnarzt oder Tierarzt drei Jahre, von der letzten Eintragung an
gerechnet, aufzubewahren und auf Verlangen der nach § 19 Abs. 1 Satz 3
des Betäubungsmittelgesetzes zuständigen Landesbehörde einzusenden
oder Beauftragten dieser Behörden vorzulegen.

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BtMVV-1998
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