Source: https://www.gesetze-im-internet.de/baf_g/__15a.html
Legislation: bafoeg

Title: § 15a Förderungshöchstdauer, Verordnungsermächtigung

Description:
Bundesgesetz über individuelle Förderung der Ausbildung (BAföG)
Abschnitt III - Leistungen
§ 15a Förderungshöchstdauer, Verordnungsermächtigung

Paragraph: 15a

Full Text:
Bundesgesetz über individuelle Förderung der Ausbildung (BAföG)
Abschnitt III - Leistungen
§ 15a Förderungshöchstdauer, Verordnungsermächtigung

(1) Die Förderungshöchstdauer entspricht vorbehaltlich der Absätze 1a
und 1b der Regelstudienzeit nach § 10 Absatz 2 des
Hochschulrahmengesetzes oder einer vergleichbaren Festsetzung.

(1a) Für die Bestimmung der Förderungshöchstdauer sind Verlängerungen
der Regelstudienzeit nicht zu berücksichtigen, die als Ausnahme von
hochschulrechtlichen Vorgaben zur Berücksichtigung vorübergehender
außergewöhnlicher Beeinträchtigungen des Lehrbetriebs festgesetzt
werden.

(1b) Die Bundesregierung darf abweichend von Absatz 1 durch
Rechtsverordnung mit Zustimmung des Bundesrates bestimmen, dass die
Förderungshöchstdauer über die Regelstudienzeit nach Absatz 1 hinaus
um einen bestimmten Zeitraum verlängert wird, soweit der Studien- und
Lehrbetrieb an Ausbildungsstätten gemäß § 2 Absatz 1 Nummer 6
erheblich beeinträchtigt ist.

(2) Auf die Förderungshöchstdauer sind anzurechnen

1.  Zeiten, die der Auszubildende vor Förderungsbeginn in der zu
    fördernden Ausbildung verbracht hat,

2.  Zeiten, die durch die zuständige Stelle auf Grund einer
    vorangegangenen Ausbildung oder berufspraktischen Tätigkeit oder eines
    vorangegangenen Praktikums für die zu fördernde Ausbildung anerkannt
    werden,

3.  in Fällen der Förderung eines nach dem 31. Dezember 2007 aufgenommenen
    Masterstudiengangs nach § 5 Absatz 2 Nummer 1 und 3 Zeiten, die der
    Auszubildende in einem gemäß § 7 Absatz 1a Nummer 1 als einem
    Bachelorabschluss entsprechend anerkannten einstufigen Studiengang
    über das achte Fachsemester hinaus verbracht hat.

Zeiten, in denen der Auszubildende eine Teilzeitausbildung
durchgeführt hat, sind in Vollzeitausbildungszeiten umzurechnen. Legt
der Auszubildende eine Anerkennungsentscheidung im Sinne des Satzes 1
Nummer 2 nicht vor, setzt das Amt für Ausbildungsförderung die
anzurechnenden Zeiten unter Berücksichtigung der jeweiligen Studien-
und Prüfungsordnungen sowie der Umstände des Einzelfalles fest. Weicht
eine spätere Anerkennungsentscheidung der zuständigen Stelle von der
Festsetzung nach Satz 3 ab, so ist sie zu berücksichtigen, wenn der
Auszubildende nachweist, dass er den Antrag auf Anerkennung zu dem für
ihn frühestmöglichen Zeitpunkt gestellt hat.

(3) Setzt ein Studiengang Sprachkenntnisse über die Sprachen Deutsch,
Englisch, Französisch oder Latein hinaus voraus und werden diese
Kenntnisse von dem Auszubildenden während des Besuchs der Hochschule
erworben, verlängert sich die Förderungshöchstdauer für jede Sprache
um ein Semester. Satz 1 gilt für Auszubildende, die die
Hochschulzugangsberechtigung vor dem 1. Oktober 2001 in dem in Artikel
3 des Einigungsvertrages genannten Gebiet erworben haben, mit der
Maßgabe, dass auch der Erwerb erforderlicher Lateinkenntnisse während
des Besuchs der Hochschule zu einer Verlängerung der
Förderungshöchstdauer führt.

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BAföG
Level: 3.0