Source: https://www.gesetze-im-internet.de/seelotg/__28.html
Legislation: seelotg

Title: § 28

Description:
Gesetz über das Seelotswesen (SeelotG)
Zweiter Abschnitt - Seelotswesen der Seelotsreviere
4. - Lotsenbrüderschaften
§ 28

Paragraph: 28

Full Text:
Gesetz über das Seelotswesen (SeelotG)
Zweiter Abschnitt - Seelotswesen der Seelotsreviere
4. - Lotsenbrüderschaften
§ 28

(1) Der Lotsenbrüderschaft obliegt es insbesondere,

1.  die Erfüllung der Berufspflichten zu überwachen und durch oder auf
    Grund der Satzung (§ 29) weitere Regelungen über die Berufspflichten
    im Rahmen der §§ 22 bis 26 zu treffen;

2.  die Ausbildung und Fortbildung der Seelotsinnen und Seelotsen zu
    fördern;

3.  durch eine Börtordnung die Dienstfolge zu regeln;

4.  Bestimmungen über den inneren Dienstbetrieb zu treffen;

4a. eine Ordnung zur Ahndung von Verstößen der Mitglieder gegen Regelungen
    der inneren Ordnung in den Brüderschaften zu beschließen; als Sanktion
    können die Verwarnung, der Verweis und die Geldbuße in Höhe von bis zu
    eintausend Euro vorgesehen werden;

5.  auf Antrag bei Streitigkeiten zwischen Mitgliedern zu vermitteln;

6.  Maßnahmen zu treffen, die eine ausreichende Versorgung der
    Seelotsinnen und Seelotsen und ihrer Hinterbliebenen für den Fall des
    Alters, der Berufsunfähigkeit und Todes gewährleisten, und die
    Durchführung dieser Maßnahmen zu überwachen;

7.  die Aufsichtsbehörde bei der Erfüllung ihrer Aufgaben auf dem Gebiet
    des Seelotswesens zu beraten und durch die notwendige
    Berichterstattung zu unterstützen;

8.  die Lotsgelder für Rechnung der Seelotsinnen und Seelotsen
    einzunehmen;

9.  von den eingenommenen Lotsgeldern

    a)  die Beträge einzubehalten, die nach Nummer 2, nach § 27 Absatz 3 und
        nach § 35 Absatz 2 Nummer 6 sowie für die Versorgung der Seelotsinnen
        und Seelotsen und die Zahlung von Unterhaltsbeiträgen an die
        Seelotsenanwärterinnen und Seelotsenanwärter erforderlich sind,

    b)  die einbehaltenen Versorgungsbeiträge an die dafür zuständigen Stellen
        abzuführen,

    c)  die einbehaltenen Unterhaltsbeiträge für die brüderschaftsbezogene
        Ausbildung an die Seelotsenanwärterinnen und Seelotsenanwärter
        auszuzahlen,

    d)  die einbehaltenen Beträge für die revierübergreifende und die
        revierbezogene Ausbildung an die Bundeslotsenkammer abzuführen,

    sowie den Rest der Lotsgelder nach Maßgabe einer Verteilungsordnung an
    die Seelotsinnen und Seelotsen zu verteilen.

(2) Die Börtordnung bedarf der Genehmigung der Aufsichtsbehörde.

(3) Die Verteilungsordnung hat die Anteile der Seelotsin oder des
Seelotsen für den Fall einer Erkrankung, einer vorläufigen oder
vorübergehenden Untersagung der Berufsausübung sowie für die
Finanzierung der revierübergreifenden und revierbezogenen Ausbildung
zu regeln. Sie kann dabei von der sonst vorgesehenen Verteilung
abweichen. Die Verteilungsordnungen der Brüderschaften haben die
Anteile des Lotsgeldes, die von der Brüderschaft für die Finanzierung
der revierübergreifenden und revierbezogenen Ausbildung der
Seelotsinnen und Seelotsen in den ersten fünf Jahren nach deren
Bestallung einzubehalten sind, gleichartig auszugestalten.

(4) Die Lotsenbrüderschaften können Aufgaben nach Absatz 1 Nr. 6 der
Bundeslotsenkammer übertragen, soweit diese zustimmt.

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SeelotG
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