Source: https://www.gesetze-im-internet.de/afuv_2005/__19.html
Legislation: afuv_2005

Title: **B Zusätzliche Nutzungsbestimmungen**

Description:
Verordnung zum Gesetz über den Amateurfunk (AFuV 2005)
**B Zusätzliche Nutzungsbestimmungen**

Paragraph: 19

Full Text:
Verordnung zum Gesetz über den Amateurfunk (AFuV 2005)
**B Zusätzliche Nutzungsbestimmungen**

1.  Maximal zulässige belegte Bandbreite einer Amateurfunk-Aussendung: 800
    Hz.

2.  Die Betriebsorte sind bei der Bundesnetzagentur schriftlich oder
    elektronisch anzuzeigen. Die Sendeantenne ist gegenüber anderen
    Anlagen ausreichend zu entkoppeln. Werden Störungen bei
    Primärfunkdiensten auch in benachbarten Frequenzbereichen verursacht,
    ist der Betrieb einzustellen.

3.  Maximal zulässige belegte Bandbreite einer Amateurfunk-Aussendung: 2,7
    kHz.

4.  Maximal zulässige belegte Bandbreite einer Amateurfunk-Aussendung
    unterhalb 29 MHz: 7 kHz, oberhalb 29 MHz: 40 kHz.

5.  Amateurfunk-Aussendungen dürfen weder schädliche Störungen beim
    Rundfunkempfang verursachen noch Schutz vor Aussendungen des
    Rundfunkdienstes beanspruchen. Amateurfunk-Aussendungen im
    Frequenzband 50 – 52 MHz dürfen keine funktechnischen Störungen an
    Windprofilmessradaren verursachen. Sie können keinen Schutz vor
    Aussendungen dieser Radargeräte beanspruchen. Es sind ausschließlich
    Aussendungen mit horizontaler Polarisation zulässig. Die Nutzung ist
    auf ortsfeste Amateurfunkstellen beschränkt. Der Inhaber einer
    Rufzeichenzuteilung nach § 13 für eine 50-MHz-Bake muss sicherstellen,
    dass die entsprechende Funkbake jederzeit auf telefonische Anforderung
    abgeschaltet werden kann.

6.  Maximal zulässige belegte Bandbreite einer Amateurfunk-Aussendung: 40
    kHz.

7.  Maximal zulässige belegte Bandbreite einer Amateurfunk-Aussendung: 2
    MHz; bei amplitudenmodulierten Fernsehaussendungen: 7 MHz.

8.  Maximal zulässige belegte Bandbreite einer Amateurfunk-Aussendung: 2
    MHz; bei amplitudenmodulierten oder digitalen Fernsehaussendungen: 7
    MHz und bei frequenzmodulierten Fernsehaussendungen: 18 MHz.

9.  Maximal zulässige belegte Bandbreite einer Amateurfunk-Aussendung: 10
    MHz; bei Fernsehaussendungen: 20 MHz.

10. Der Betrieb von fernbedienten Amateurfunkstellen mit Ausnahme von
    Amateurfunkstellen im Remote-Betrieb ist nicht gestattet. Amateurfunk-
    Wettbewerbe (Contestbetrieb) dürfen in diesem Frequenzbereich nicht
    durchgeführt werden.

11. Im Teilbereich von 1 247 – 1 263 MHz ist die abgestrahlte Leistung auf
    maximal 3,05 Watt ERP beschränkt. Der Betrieb von fernbedienten und
    automatisch arbeitenden Amateurfunkstellen ist in diesem Bereich nicht
    zulässig.

12. Maximal zulässige Strahlungsleistung für automatisch arbeitende
    Amateurfunkstellen: 50 Watt ERP.

13. Die Frequenzbereiche 7 000 – 7 100 kHz, 14 000 – 14 250 kHz,
    18 068 – 18 168 kHz,
    21 000 – 21 450 kHz,                    24 890 – 24 990 kHz,
    28 – 29,7 MHz, 144 – 146 MHz, 24 – 24,05 GHz,
    47 – 47,2 GHz,                    134 – 136 GHz und
    248 – 250 GHz                    können auch für den Amateurfunkdienst
    über Satelliten genutzt werden; der Amateurfunkdienst über Satelliten
    ist dabei primärer Funkdienst.

    Die Frequenzbereiche 435 – 438 MHz, 1 260 – 1 270 MHz,
    2 400 – 2 450 MHz, 5 650 – 5 670 MHz,
    5 830 – 5 850 MHz,                    10,45 – 10,50 GHz, 76 – 81 GHz,
    136 – 141 GHz und 241 – 248 GHz können auch für Amateurfunkdienst über
    Satelliten genutzt werden; der Amateurfunkdienst über Satelliten ist
    dabei sekundärer Funkdienst.

    In den Frequenzbereichen 435 – 438 MHz, 1 260 – 1 270 MHz,
    2 400 – 2 450 MHz und 5 650 – 5 670 MHz sind andere sekundäre
    Funkdienste gegenüber dem Amateurfunkdienst über Satelliten
    bevorrechtigt. Weltraumfunkstellen des Amateurfunkdienstes über
    Satelliten, die in diesen Frequenzbereichen arbeiten, müssen über
    geeignete Vorrichtungen verfügen, die es im Fall von Störungen
    erlauben, die Amateurfunk-Aussendungen dieser Weltraumfunkstellen zu
    steuern, damit Störungen bei anderen Funkdiensten in diesen
    Frequenzbereichen sofort beseitigt werden können.

    Die Nutzung der Frequenzbereiche 1 260 – 1 270 MHz und 5 650 – 5 670
    MHz ist auf die Senderichtung Erde – Weltraum und im Frequenzbereich
    5 830 – 5 850 MHz auf die Senderichtung Weltraum – Erde beschränkt.

14. Die Frequenzbereiche 444 – 453 GHz, 510 – 546 GHz, 711 – 730 GHz,
    909 – 926 GHz, 945 – 951 GHz und Frequenzen oberhalb von 956 GHz
    können durch den Amateurfunkdienst genutzt werden. Amateurfunkstellen
    können keinen Schutz vor Störungen durch andere Frequenznutzungen
    beanspruchen. Die Nutzungsbedingungen legt die Bundesnetzagentur fest
    und veröffentlicht sie in ihrem Amtsblatt.

15. Abweichend von den besonderen Nutzungsbestimmungen ist an Wochenenden
    bei Nutzung der Frequenzbereiche 1 850 – 1 890 kHz und
    1 890 – 2 000 kHz die Verwendung einer Sendeleistung von maximal 750
    Watt PEP durch Inhaber einer Zulassung zur Teilnahme am
    Amateurfunkdienst mit dem Berechtigungsumfang der Klasse A und die
    Verwendung einer Sendeleistung von maximal 100 Watt PEP durch Inhaber
    einer Zulassung zur Teilnahme am Amateurfunkdienst der Klasse E
    zugelassen. An Wochenenden dürfen abweichend von der zusätzlichen
    Nutzungsbestimmung Nummer 10 Amateurfunk-Wettbewerbe (Contestbetrieb)
    durchgeführt werden.

16. Maximal zulässige belegte Bandbreite einer Amateurfunk-Aussendung: 12
    kHz.

17. Linkstrecken fernbedienter oder automatisch arbeitender
    Amateurfunkstellen können in besonders begründeten Fällen mit einer
    Strahlungsleistung von bis zu 1 000 W ERP betrieben werden.

[^F830284_01_BJNR024200005BJNE002203123]:     P: Amateurfunkdienst ist primärer Funkdienst, S: Amateurfunkdienst ist
    sekundärer Funkdienst gemäß Frequenzverordnung vom 27. August 2013
    (BGBl. I S. 3326), die zuletzt durch Artikel 1 der Verordnung vom 3.
    Juni 2021 (BGBl. I S. 1372) geändert worden ist. Die mit „P“
    gekennzeichneten Frequenzbereiche können gleichzeitig auch anderen
    primären Funkdiensten zugewiesen sein.
[^F830284_02_BJNR024200005BJNE002203123]:     PEP: Spitzenleistung (§ 2 Nr. 7); ERP: effektive Strahlungsleistung (§
    2 Nr. 8)

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