Source: https://www.gesetze-im-internet.de/zappro/__87.html
Legislation: zappro

Title: § 87 Bescheid über die Feststellung der wesentlichen Unterschiede

Description:
Approbationsordnung für Zahnärzte und Zahnärztinnen (ZApprO)
Abschnitt 4 - Die Approbation
Unterabschnitt 1 - Allgemeine Bestimmungen
§ 87 Bescheid über die Feststellung der wesentlichen Unterschiede

Paragraph: 87

Full Text:
Approbationsordnung für Zahnärzte und Zahnärztinnen (ZApprO)
Abschnitt 4 - Die Approbation
Unterabschnitt 1 - Allgemeine Bestimmungen
§ 87 Bescheid über die Feststellung der wesentlichen Unterschiede

(1) Die nach § 16 Absatz 2 Satz 1 des Gesetzes über die Ausübung der
Zahnheilkunde zuständige Behörde erteilt der antragstellenden Person
den Bescheid über die Feststellung der wesentlichen Unterschiede nach
§ 2 Absatz 2 Satz 8 des Gesetzes über die Ausübung der Zahnheilkunde.
Der Bescheid hat folgende Angaben zu enthalten:

1.  das Niveau der in Deutschland verlangten Qualifikation und das Niveau
    der von der antragstellenden Person vorgelegten Qualifikation gemäß
    der Klassifizierung in Artikel 11 der Richtlinie 2005/36/EG des
    Europäischen Parlaments und des Rates vom 7. September 2005 über die
    Anerkennung von Berufsqualifikationen (ABl. L 255 vom 30.9.2005, S.
    22), die zuletzt durch den Delegierten Beschluss (EU) 2016/790 (ABl. L
    134 vom 24.5.2016, S. 135) geändert worden ist,

2.  die Fächer, bei denen wesentliche Unterschiede zwischen der Ausbildung
    der antragstellenden Person und der Ausbildung, die im Gesetz über die
    Ausübung der Zahnheilkunde und in dieser Verordnung geregelt ist,
    festgestellt wurden,

3.  eine inhaltliche Erläuterung der wesentlichen Unterschiede sowie die
    Begründung, warum die wesentlichen Unterschiede dazu führen, dass die
    antragstellende Person nicht in ausreichender Form über die in
    Deutschland zur Ausübung des zahnärztlichen Berufs notwendigen
    Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten verfügt, und

4.  eine Begründung, warum die wesentlichen Unterschiede nicht durch
    Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten ausgeglichen werden konnten,
    die die antragstellende Person im Rahmen ihrer zahnärztlichen
    Berufspraxis in Voll- oder Teilzeit oder durch lebenslanges Lernen im
    Sinne des § 2 Absatz 2 Satz 5 des Gesetzes über die Ausübung der
    Zahnheilkunde erworben hat.

(2) Wenn die antragstellende Person eine Eignungsprüfung nach § 2
Absatz 2 Satz 7 des Gesetzes über die Ausübung der Zahnheilkunde
abzulegen hat, hat der Bescheid über die Feststellung der wesentlichen
Unterschiede nach § 2 Absatz 2 Satz 8 des Gesetzes über die Ausübung
der Zahnheilkunde auch eine Angabe dazu zu enthalten, welche
Abschnitte der Eignungsprüfung die antragstellende Person abzulegen
hat und welche zahnärztlichen Leistungen gegebenenfalls von der
antragstellenden Person im praktischen Abschnitt der Eignungsprüfung
zu erbringen sind.

(3) Wenn die antragstellende Person eine Kenntnisprüfung nach § 2
Absatz 3 Satz 3 des Gesetzes über die Ausübung der Zahnheilkunde
abzulegen hat, hat der Bescheid über die Feststellung der wesentlichen
Unterschiede nach § 2 Absatz 2 Satz 8 des Gesetzes über die Ausübung
der Zahnheilkunde auch eine Angabe dazu zu enthalten, welches weitere
Fach oder welchen weiteren Querschnittsbereich die Kenntnisprüfung
gegebenenfalls nach § 107 Absatz 2 umfasst.

Collections: bundestag_gesetze
ZApprO
Level: 4.0