Source: https://www.gesetze-im-internet.de/fahrlausbv/__1.html
Legislation: fahrlausbv

Title: § 1 Ort und Ablauf der Ausbildung

Description:
Fahrlehrer-Ausbildungsverordnung (FahrlAusbV)
§ 1 Ort und Ablauf der Ausbildung

Paragraph: 1

Full Text:
Fahrlehrer-Ausbildungsverordnung (FahrlAusbV)
§ 1 Ort und Ablauf der Ausbildung

(1) Die Ausbildung zum Fahrlehrer erfolgt in einer amtlich anerkannten
Fahrlehrerausbildungsstätte und in einer Ausbildungsfahrschule. Sie
erfolgt in Unterrichtseinheiten zu je 45 Minuten. Die Ausbildung in
der Fahrlehrerausbildungsstätte erfolgt für die
Fahrlehrerlaubnisklassen BE und A in geschlossenen Kursen und darf
vorbehaltlich arbeitsschutzrechtlicher, mutterschutzrechtlicher und
urlaubsrechtlicher Bestimmungen nicht unterbrochen werden. Die
Regelung des § 44 Absatz 2 des Fahrlehrergesetzes bleibt unberührt.

(2) Der Fahrlehreranwärter auf eine Fahrlehrerlaubnis der Klasse BE
hat zu Beginn der Ausbildung eine einmonatige Einführungsphase mit
mindestens 104 Unterrichtseinheiten zu absolvieren. Sie setzt sich aus
einer einwöchigen Einführung mit mindestens 32 Unterrichtseinheiten in
einer Fahrlehrerausbildungsstätte und einer anschließenden
zweiwöchigen Hospitationsphase mit mindestens 20 Unterrichtseinheiten
je Ausbildungswoche in einer Ausbildungsfahrschule zusammen. Sie endet
mit einer einwöchigen Auswertungsphase von mindestens 32
Unterrichtseinheiten in der Fahrlehrerausbildungsstätte.

(3) Im Anschluss an die Ausbildung nach Absatz 2 hat der
Fahrlehreranwärter an einem mindestens siebenmonatigen Lehrgang im
Umfang von mindestens 1 100 Unterrichtseinheiten in einer
Fahrlehrerausbildungsstätte teilzunehmen. Während des 1 080
Unterrichtseinheiten umfassenden Lehrgangs nach Anlage 1 in der
Fahrlehrerausbildungsstätte erfolgt im vierten Monat eine einwöchige
Hospitation in einer Ausbildungsfahrschule. Der Umfang der Hospitation
beträgt mindestens 20 Unterrichtseinheiten.

(4) Im Anschluss an den Lehrgang nach Absatz 3 hat der
Fahrlehreranwärter eine mindestens viermonatige Ausbildung im Umfang
von mindestens 330 Unterrichtseinheiten in Form eines Lehrpraktikums
in einer Ausbildungsfahrschule zu absolvieren. Während des
Lehrpraktikums finden

1.  möglichst am Ende des zweiten Monats zwei Reflexionstage im Umfang von
    jeweils acht Unterrichtseinheiten und

2.  am Ende des vierten Monats eine Reflexionswoche mit mindestens 32
    Unterrichtseinheiten in der Fahrlehrerausbildungsstätte

statt. Die Unterrichtseinheiten nach Satz 1 Nummer 1 und 2 sind nicht
auf die in Satz 1 vorgegebenen Unterrichtseinheiten anzurechnen.

(5) Der Lehrgang in der Fahrlehrerausbildungsstätte setzt die Präsenz
der Fahrlehreranwärter voraus. Ist Präsenzunterricht in begründeten
Ausnahmefällen nicht oder nur eingeschränkt möglich, kann der Lehrgang
mit Genehmigung der nach Landesrecht zuständigen Behörden auch in
digitaler Form stattfinden. In den Fällen des Satzes 2 sind die
Anforderungen nach Anlage 2a zu § 4 der Durchführungsverordnung zum
Fahrlehrergesetz entsprechend zu erfüllen. Der digitale Lehrgang ist
synchron durchzuführen, alle Teilnehmer sind zeitgleich am Lehrgang zu
beteiligen. Die nach Landesrecht zuständige Behörde kann die
Genehmigung nach Satz 2 von weiteren Anforderungen abhängig machen,
soweit dies erforderlich ist, einen ordnungsgemäßen Lehrgang zu
gewährleisten.

(6) Der Bewerber um eine Fahrlehrerlaubnis der Klasse A hat sich
zusätzlich einer einmonatigen Ausbildung, der Bewerber um eine
Fahrlehrerlaubnis der Klassen CE oder DE einer zweimonatigen
Ausbildung in einer Fahrlehrerausbildungsstätte zu unterziehen. § 7
Absatz 3 Satz 2 des Fahrlehrergesetzes bleibt unberührt.

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FahrlAusbV
Level: 2.0