Source: https://www.gesetze-im-internet.de/pflaprv/__43a.html
Legislation: pflaprv

Title: § 43a Erforderliche Unterlagen

Description:
Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für die Pflegeberufe (PflAPrV)
Teil 4 - Sonstige Vorschriften
Abschnitt 2 - Anerkennung von ausländischen Berufsabschlüssen, erforderliche Anpassungsmaßnahmen und Erbringung von Dienstleistungen
§ 43a Erforderliche Unterlagen

Paragraph: 43a

Full Text:
Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für die Pflegeberufe (PflAPrV)
Teil 4 - Sonstige Vorschriften
Abschnitt 2 - Anerkennung von ausländischen Berufsabschlüssen, erforderliche Anpassungsmaßnahmen und Erbringung von Dienstleistungen
§ 43a Erforderliche Unterlagen

(1) Personen, die die Erlaubnis zum Führen der Berufsbezeichnung nach
§ 1 des Pflegeberufegesetzes auf Grund einer außerhalb des
Geltungsbereichs des Pflegeberufegesetzes erworbenen
Berufsqualifikation beantragen, haben dem Antrag folgende Unterlagen
beizufügen:

1.  eine tabellarische Aufstellung der absolvierten Ausbildungsgänge und
    der ausgeübten Erwerbstätigkeit in deutscher Sprache,

2.  einen Identitätsnachweis,

3.  eine Bescheinigung über die erworbene Berufsqualifikation und die
    Ausbildungsnachweise, die den Erwerb dieser Berufsqualifikation
    belegen,

4.  sofern vorhanden, eine Bescheinigung über die erworbene
    Berufserfahrung oder Nachweise über Kenntnisse und Fähigkeiten, die
    durch lebenslanges Lernen erworben worden sind,

5.  eine Erklärung, dass bisher noch kein Antrag auf Feststellung der
    Gleichwertigkeit gestellt wurde, und

6.  sofern vorhanden, einen Nachweis über die Kenntnisse der deutschen
    Sprache der antragstellenden Person.

Für den Fall, dass die außerhalb des Geltungsbereichs des
Pflegeberufegesetzes erworbene Berufsqualifikation der automatischen
Anerkennung unterliegt, sind die in § 41 Absatz 1 des
Pflegeberufegesetzes genannten Nachweise und Bescheinigungen oder
solche Nachweise vorzulegen, die geeignet sind, die in § 41 Absatz 1
des Pflegeberufegesetzes genannten Voraussetzungen zu belegen.

(2) Die Unterlagen nach Absatz 1 Satz 1 Nummer 2 bis 4 und Satz 2 sind
der zuständigen Behörde in Form von Abschriften vorzulegen oder
elektronisch zu übermitteln. Von den Unterlagen nach Absatz 1 Satz 1
Nummer 3 und 4 und Satz 2 sind Übersetzungen in deutscher Sprache
vorzulegen. Darüber hinaus kann die zuständige Behörde von allen
nachgereichten Unterlagen Übersetzungen in deutscher Sprache
verlangen. Die Übersetzungen sind von einer öffentlich bestellten oder
beeidigten Übersetzerin oder einem öffentlich bestellten oder
beeidigten Übersetzer erstellen zu lassen.

(3) Die zuständige Behörde kann abweichend von Absatz 2 eine andere
Form für die vorzulegenden Dokumente zulassen. Sie kann auf die
Übersetzung der Unterlagen in deutscher Sprache verzichten sowie eine
Übersetzung der Unterlagen in englischer Sprache zulassen.

(4) Die zuständige Behörde kann die antragstellende Person auffordern,
innerhalb einer angemessenen Frist Informationen zum Inhalt und zur
Dauer der im Ausland absolvierten Berufsbildung sowie zu sonstigen
Berufsqualifikationen vorzulegen, soweit dies zur Bewertung der
Voraussetzungen für die automatische Anerkennung einer
Berufsqualifikation nach § 41 Absatz 1 des Pflegeberufegesetzes oder
zur Bewertung der Voraussetzungen nach § 40 Absatz 2 und 3 des
Pflegeberufegesetzes erforderlich ist. Soweit die Ausbildung in einem
Mitgliedstaat der Europäischen Union, in einem Vertragsstaat des
Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum oder in der Schweiz
absolviert wurde, kann sich die zuständige Behörde an die zuständige
Stelle des Ausbildungsstaats wenden.

(5) Bestehen begründete Zweifel an der Echtheit oder der inhaltlichen
Richtigkeit der vorgelegten Unterlagen, kann die zuständige Behörde
die antragstellende Person auffordern, innerhalb einer angemessenen
Frist Originale, beglaubigte Abschriften oder weitere geeignete
Unterlagen vorzulegen. Bei Unterlagen, die in einem Mitgliedstaat der
Europäischen Union, einem Vertragsstaat des Abkommens über den
Europäischen Wirtschaftsraum oder in der Schweiz ausgestellt oder
anerkannt wurden, kann sich die zuständige Behörde im Fall begründeter
Zweifel an der Echtheit der Unterlagen sowohl an die zuständige Stelle
des Ausbildungs- oder Anerkennungsstaats wenden als auch die
antragstellende Person auffordern, beglaubigte Abschriften vorzulegen.
Eine solche Aufforderung hemmt nicht den Fristlauf nach § 43 Absatz 3.

(6) Die antragstellende Person hat durch geeignete Unterlagen
darzulegen, im Inland eine Erwerbstätigkeit ausüben zu wollen.
Geeignete Unterlagen sind insbesondere

1.  der Nachweis einer Kontaktaufnahme mit potenziellen Arbeitgebern,

2.  ein Geschäftskonzept oder

3.  der Vermerk über eine Standortberatung der Zentralen Servicestelle
    Berufsanerkennung.

Die zuständige Behörde darf nicht zwingend einen Vermerk über eine
Standortberatung nach Satz 1 Nummer 3 fordern, wenn durch andere
Unterlagen die Erwerbsabsicht dargelegt wurde. Für antragstellende
Personen mit Wohnsitz in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union,
in einem Vertragsstaat des Abkommens über den Europäischen
Wirtschaftsraum oder in der Schweiz sowie für Staatsangehörige dieser
Staaten ist diese Darlegung entbehrlich, sofern keine besonderen
Gründe gegen eine entsprechende Absicht sprechen.

Collections: bundestag_gesetze
PflAPrV
Level: 4.0