Source: https://www.gesetze-im-internet.de/lap-gehdaav_2004/__29.html
Legislation: lap-gehdaav_2004

Title: § 29 Schriftliche Prüfung

Description:
Verordnung über die Laufbahn, Ausbildung und Prüfung für den gehobenen Auswärtigen Dienst (LAP-gehDAAV 2004)
Kapitel 2 - Prüfungen
§ 29 Schriftliche Prüfung

Paragraph: 29

Full Text:
Verordnung über die Laufbahn, Ausbildung und Prüfung für den gehobenen Auswärtigen Dienst (LAP-gehDAAV 2004)
Kapitel 2 - Prüfungen
§ 29 Schriftliche Prüfung

(1) Die Prüfungsaufgaben bestimmt das Prüfungsamt; der Fachbereich
Auswärtige Angelegenheiten der Hochschule des Bundes für öffentliche
Verwaltung wird bei der Erarbeitung beteiligt. Die Aufgaben der vier
schriftlichen Arbeiten sind aus folgenden Prüfungsfächern auszuwählen,
von denen das Fach gemäß Nummer 1 zwingend ist:

1.  Bürgerliches Recht (§ 20 Abs. 3 Nr. 1 bis 5),

2.  Staatsrecht,

3.  Verwaltungsrecht,

4.  Konsularrecht,

5.  Recht des öffentlichen Dienstes,

6.  Staatsangehörigkeits- und Passrecht,

7.  Ausländerrecht,

8.  Volkswirtschaftslehre und

9.  Haushalts-, Kassen- und Rechnungswesen.

(1a) Die Hochschule kann mit Zustimmung des Auswärtigen Amts
festlegen, dass bis zum 31. Dezember 2024 die schriftlichen
Aufsichtsarbeiten mit Unterstützung durch Informationstechnik
durchgeführt werden.

(2) Für die Bearbeitung stehen jeweils vier Zeitstunden zur Verfügung.
Bei jeder Aufgabe werden die Hilfsmittel, die benutzt werden dürfen,
angegeben. Die Hilfsmittel werden in der Regel nicht von Amts wegen
zur Verfügung gestellt.

(2a) Die Hochschule kann mit Zustimmung des Auswärtigen Amts
festlegen, dass bis zum 31. Dezember 2024 die Bearbeitungszeit für die
schriftlichen Aufsichtsarbeiten verkürzt wird.

(3) An einem Tag wird nur eine Aufgabe gestellt. Die schriftlichen
Aufsichtsarbeiten werden an aufeinander folgenden Arbeitstagen
geschrieben; nach zwei Arbeitstagen wird ein freier Tag vorgesehen.

(3a) Die Hochschule kann mit Zustimmung des Auswärtigen Amts
festlegen, dass bis zum 31. Dezember 2024 die schriftlichen
Aufsichtsarbeiten – abweichend von Absatz 3 Satz 2 – nicht an
aufeinanderfolgenden Tagen geschrieben werden.

(4) Prüfungsvorschläge und -aufgaben sind bis zur Prüfung geheim zu
halten.

(5) Die Arbeiten werden anstelle des Namens mit einer für sämtliche
Arbeiten gleichen Kennziffer versehen. Die Kennziffern werden vor
Beginn der schriftlichen Prüfung nach dem Zufallsprinzip ermittelt. Es
wird eine Liste über die Kennziffern gefertigt, die geheim zu halten
ist. Die Liste darf den Prüfenden nicht vor der endgültigen Bewertung
der schriftlichen Arbeiten bekannt gegeben werden.

(6) Die schriftlichen Arbeiten werden unter Aufsicht gefertigt. Die
Aufsichtführenden fertigen an jedem Prüfungstag eine Niederschrift und
vermerken darin die Zeitpunkte des Beginns, der Unterbrechung und der
Abgabe der Arbeit, in Anspruch genommene Prüfungserleichterungen im
Sinne des § 42 sowie etwaige besondere Vorkommnisse und unterschreiben
die Niederschrift.

(7) Jede Aufsichtsarbeit wird von zwei Prüfenden unabhängig
voneinander nach § 34 bewertet. Die oder der Zweitprüfende kann
Kenntnis von der Bewertung der oder des Erstprüfenden haben. Weichen
die Bewertungen voneinander ab, entscheidet die Prüfungskommission mit
Stimmenmehrheit. Stimmenthaltung ist nicht zulässig. Wird die
geforderte Prüfungsarbeit nicht oder nicht rechtzeitig abgeliefert,
gilt sie als mit "ungenügend" (Rangpunkt 0) bewertet.

(7a) Die Hochschule kann mit Zustimmung des Auswärtigen Amts
festlegen, dass bis zum 31. Dezember 2024 jede schriftliche
Aufsichtsarbeit nur von einer oder einem Prüfenden bewertet wird. Ist
eine schriftliche Aufsichtsarbeit jedoch mit weniger als fünf
Rangpunkten bewertet worden, so ist sie zusätzlich von einer oder
einem Zweitprüfenden zu bewerten. In diesem Fall gilt Absatz 7 Satz 2
bis 4 entsprechend.

(8) Erscheinen Anwärterinnen und Anwärter verspätet zu einer
Aufsichtsarbeit und wird nicht nach § 32 verfahren, gilt die versäumte
Zeit als Bearbeitungszeit.

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LAP-gehDAAV-2004
Level: 3.0