Source: https://www.gesetze-im-internet.de/schwbwv/__9.html
Legislation: schwbwv

Title: § 9 Werkstattleiter, Fachpersonal zur Arbeits- und Berufsförderung

Description:
Werkstättenverordnung (SchwbWV)
Erster Abschnitt - Fachliche Anforderungen an die Werkstatt für behinderte Menschen
§ 9 Werkstattleiter, Fachpersonal zur Arbeits- und Berufsförderung

Paragraph: 9

Full Text:
Werkstättenverordnung (SchwbWV)
Erster Abschnitt - Fachliche Anforderungen an die Werkstatt für behinderte Menschen
§ 9 Werkstattleiter, Fachpersonal zur Arbeits- und Berufsförderung

(1) Die Werkstatt muß über die Fachkräfte verfügen, die erforderlich
sind, um ihre Aufgaben entsprechend den jeweiligen Bedürfnissen der
behinderten Menschen, insbesondere unter Berücksichtigung der
Notwendigkeit einer individuellen Förderung von behinderten Menschen,
erfüllen zu können.

(2) Der Werkstattleiter soll in der Regel über einen
Fachhochschulabschluß im kaufmännischen oder technischen Bereich oder
einen gleichwertigen Bildungsstand, über ausreichende Berufserfahrung
und eine sonderpädagogische Zusatzqualifikation verfügen.
Entsprechende Berufsqualifikationen aus dem sozialen Bereich reichen
aus, wenn die zur Leitung einer Werkstatt erforderlichen Kenntnisse
und Fähigkeiten im kaufmännischen und technischen Bereich anderweitig
erworben worden sind. Die sonderpädagogische Zusatzqualifikation kann
in angemessener Zeit durch Teilnahme an geeigneten
Fortbildungsmaßnahmen nachgeholt werden.

(3) Die Zahl der Fachkräfte zur Arbeits- und Berufsförderung im
Berufsbildungs- und Arbeitsbereich richtet sich nach der Zahl und der
Zusammensetzung der behinderten Menschen sowie der Art der
Beschäftigung und der technischen Ausstattung des Arbeitsbereichs. Das
Zahlenverhältnis von Fachkräften zu behinderten Menschen soll im
Berufsbildungsbereich 1:6, im Arbeitsbereich 1:12 betragen. Die
Fachkräfte sollen in der Regel Facharbeiter, Gesellen oder Meister mit
einer mindestens zweijährigen Berufserfahrung in Industrie oder
Handwerk sein; sie müssen pädagogisch geeignet sein und über eine
sonderpädagogische Zusatzqualifikation verfügen. Entsprechende
Berufsqualifikationen aus dem pädagogischen oder sozialen Bereich
reichen aus, wenn die für eine Tätigkeit als Fachkraft erforderlichen
sonstigen Kenntnisse und Fähigkeiten für den Berufsbildungs- und
Arbeitsbereich anderweitig erworben worden sind. Absatz 2 Satz 3 gilt
entsprechend.

(4) Zur Durchführung des Eingangsverfahrens sollen Fachkräfte des
Berufsbildungsbereichs und der begleitenden Dienste eingesetzt werden,
sofern der zuständige Rehabilitationsträger keine höheren
Anforderungen stellt.

Collections: bundestag_gesetze
SchwbWV
Level: 3.0