Source: https://www.gesetze-im-internet.de/pstv/__44.html
Legislation: pstv

Title: § 44 Sterbefälle von Angehörigen der ehemaligen deutschen Wehrmacht

Description:
Verordnung zur Ausführung des Personenstandsgesetzes (PStV)
Kapitel 7 - Besondere Beurkundungs- und Registervorschriften
§ 44 Sterbefälle von Angehörigen der ehemaligen deutschen Wehrmacht

Paragraph: 44

Full Text:
Verordnung zur Ausführung des Personenstandsgesetzes (PStV)
Kapitel 7 - Besondere Beurkundungs- und Registervorschriften
§ 44 Sterbefälle von Angehörigen der ehemaligen deutschen Wehrmacht

(1) Sterbefälle von Angehörigen der ehemaligen deutschen Wehrmacht
oder diesen in personenstandsrechtlicher Hinsicht gleichgestellten
Personen aus Anlass des Zweiten Weltkrieges sind von dem Standesamt zu
beurkunden, in dessen Bezirk der Verstorbene seinen letzten Wohnsitz
oder gewöhnlichen Aufenthalt hatte; dies gilt für Sterbefälle im
Inland und im Ausland. Liegt der letzte Wohnsitz oder gewöhnliche
Aufenthalt des Verstorbenen nicht im Inland, so beurkundet das
Standesamt I in Berlin den Sterbefall; Gleiches gilt, wenn der letzte
Wohnsitz oder gewöhnliche Aufenthalt nicht bekannt ist.

(2) Die Anzeige der Sterbefälle obliegt dem Bundesarchiv. Geht dem
Bundesarchiv gleichzeitig eine Vielzahl von Daten Verstorbener zu,
reicht die Weitergabe dieser Daten als Anzeige aus. In diesem Fall
erfolgt eine Beurkundung nur dann, wenn der Ehegatte des Verstorbenen,
ein Vorfahre oder ein Abkömmling des Verstorbenen dies beantragt;
antragsberechtigt ist auch jede andere Person, die ein berechtigtes
Interesse an der Beurkundung geltend macht.

(3) Ist der Sterbefall im Inland eingetreten, kann die Anzeige auch
von jeder Person erstattet werden, die bei dem Tod zugegen war oder
von dem Sterbefall aus eigenem Wissen unterrichtet ist; in diesem Fall
ist der Sterbefall bei dem Standesamt anzuzeigen, in dessen Bezirk der
Tod eingetreten ist. Das Standesamt des Sterbeortes hat den Sterbefall
zu beurkunden.

Collections: bundestag_gesetze
PStV
Level: 3.0