Source: https://www.gesetze-im-internet.de/notsan-aprv/__26.html
Legislation: notsan-aprv

Title: Anlage 3 Praktische Ausbildung in geeigneten Krankenhäusern

Description:
Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter (NotSan-APrV)
Abschnitt 6 - Übergangs- und Schlussvorschriften
Anlage 3 Praktische Ausbildung in geeigneten Krankenhäusern

Paragraph: 26

Full Text:
Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter (NotSan-APrV)
Abschnitt 6 - Übergangs- und Schlussvorschriften
Anlage 3 Praktische Ausbildung in geeigneten Krankenhäusern

(Fundstelle: BGBl. I 2013, 4294 - 4295;
bzgl. der einzelnen Änderungen vgl. Fußnote)

Die praktische Ausbildung in geeigneten Krankenhäusern umfasst
folgende Funktionsbereiche:

*    *
    *
    *
    *   Stunden

*    *   **1.**

    *   **Pflegeabteilung**

    *   **80**

*    *
    *   Die Schülerinnen und Schüler sind zu befähigen,

    *

*    *
    *   a)

    *   bei der Grund- und Behandlungspflege mitzuwirken,

    *

*    *
    *   b)

    *   bei der Pflege spezieller Patientengruppen mitzuwirken.

    *

*    *   **2.**

    *   **Interdisziplinäre Notfallaufnahme**

    *   **120**

*    *
    *   Die Schülerinnen und Schüler sind zu befähigen,

    *

*    *
    *   a)

    *   Maßnahmen der klinischen Erstuntersuchung unter Berücksichtigung
        patientenbezogener und situativer Besonderheiten unter Anleitung
        durchzuführen,

    *

*    *
    *   b)

    *   diagnostische Maßnahmen selbständig oder unter Anleitung
        durchzuführen,

    *

*    *
    *   c)

    *   Maßnahmen zur Vorbereitung der Erstversorgung durchzuführen,

    *

*    *
    *   d)

    *   bei der Durchführung der Erstversorgung mitzuwirken.

    *

*    *
    *   Wenn die Ausbildung nicht vollständig in einer interdisziplinären
        Notfallaufnahme absolviert werden kann, sind 80 Stunden in einer
        internistischen Notfallaufnahme und 40 Stunden in einer chirurgischen
        Notfallaufnahme zu absolvieren.

    *

*    *   **3.**

    *   **Anästhesie- und OP-Abteilung**

    *   **280**

*    *
    *   Die Schülerinnen und Schüler sind zu befähigen,

    *

*    *
    *   a)

    *   mit sterilen Materialien umzugehen,

    *

*    *
    *   b)

    *   Maßnahmen der Narkoseeinleitung unter Anleitung durchzuführen,

    *

*    *
    *   c)

    *   einen periphervenösen Zugang zu legen,

    *

*    *
    *   d)

    *   beim Anlegen zentralvenöser Zugänge und arterieller Messsysteme
        mitzuwirken,

    *

*    *
    *   e)

    *   einen freien Atemweg bei narkotisierten Patientinnen und Patienten zu
        schaffen,

    *

*    *
    *   f)

    *   Maßnahmen zum oralen und nasalen Absaugen durchzuführen.

    *

*    *
    *   Kann der Einsatz in der Anästhesie- und OP-Abteilung nicht vollständig
        im direkten Patientenkontakt in einem Krankenhaus sichergestellt
        werden, hat die Schule oder das Krankenhaus ein dem Krankenhausumfeld
        gleichwertiges, simulatorgestütztes Training anzubieten. Das
        simulatorgestützte Training darf nicht mehr als 70 Stunden umfassen.
        Die Schule und die jeweilige Einrichtung der praktischen Ausbildung
        wirken bei der Entwicklung und Durchführung des simulatorgestützten
        Trainings auf der Grundlage von Kooperationsverträgen zusammen.

    *

*    *   **4.**

    *   **Intensivmedizinische Abteilung**

    *   **120**

*    *
    *   Die Schülerinnen und Schüler sind zu befähigen,

    *

*    *
    *   a)

    *   Spritzenpumpen anwenden zu können,

    *

*    *
    *   b)

    *   Kontrolle und den Wechsel von Drainagen, Sonden und Verbänden
        durchzuführen,

    *

*    *
    *   c)

    *   einen periphervenösen Zugang zu legen,

    *

*    *
    *   d)

    *   beim Anlegen zentralvenöser Zugänge und arterieller Messsysteme
        mitzuwirken,

    *

*    *
    *   e)

    *   Maßnahmen zur Anwendung von Beatmungsformen selbständig oder unter
        Anleitung durchzuführen,

    *

*    *
    *   f)

    *   Maßnahmen zum oralen und nasalen Absaugen selbständig oder unter
        Anleitung durchzuführen.

    *

*    *
    *   Kann der Einsatz in der intensivmedizinischen Abteilung nicht
        vollständig im direkten Patientenkontakt in einem Krankenhaus
        sichergestellt werden, hat die Schule oder das Krankenhaus ein dem
        Krankenhausumfeld gleichwertiges, simulatorgestütztes Training
        anzubieten. Das simulatorgestützte Training darf nicht mehr als 30
        Stunden umfassen. Die Schule und die jeweilige Einrichtung der
        praktischen Ausbildung wirken bei der Entwicklung und Durchführung des
        simulatorgestützten Trainings auf der Grundlage von
        Kooperationsverträgen zusammen.

    *

*    *   **5.**

    *   **Geburtshilfliche, pädiatrische oder kinderchirurgische
        Fachabteilung/Intensivstation oder Station mit entsprechenden
        Patientinnen und Patienten**

    *   **40**

*    *
    *   Die Schülerinnen und Schüler sind zu befähigen,

    *

*    *
    *   a)

    *   bei der Versorgung bei fachspezifischen Krankheitsbildern mitzuwirken,

    *

*    *
    *   b)

    *   unter Anleitung die Pflege von Neugeborenen, Säuglingen und Kindern
        durchzuführen,

    *

*    *
    *   c)

    *   bei der Kontrolle und dem Wechsel von Drainagen, Sonden und Verbänden
        mitzuwirken.

    *

*    *
    *   Kann der Einsatz in einer entsprechenden klinischen Einrichtung nicht
        sichergestellt werden, hat die Schule ein simulatorgestütztes Training
        anzubieten, das den unter 5. genannten Anforderungen genügt.

    *

*    *   **6.**

    *   **Psychiatrische, gerontopsychiatrische oder gerontologische
        Fachabteilung**

    *   **80**

*    *
    *   Die Schülerinnen und Schüler sind zu befähigen,

    *

*    *
    *   a)

    *   bei der Versorgung bei fachspezifischen Krankheitsbildern mitzuwirken,

    *

*    *
    *   b)

    *   unter Anleitung die Pflege von Patientinnen und Patienten der
        Fachabteilung durchzuführen,

    *

*    *
    *   c)

    *   bei der Kontrolle und dem Wechsel von Drainagen, Sonden und Verbänden
        mitzuwirken.

    *

*    *   Stundenzahl insgesamt

    *   **720**

*    *   Die praktische Ausbildung beinhaltet in allen Funktionsbereichen die
        Grundregeln der Hygiene und des Infektionsschutzes, Maßnahmen der
        Krankenbeobachtung und Patientenüberwachung inklusive der dazu
        notwendigen Geräte, den Umgang mit Medikamenten sowie Maßnahmen zu
        ihrer Vorbereitung und Applikation, den Ablauf einer allgemeinen
        Patientenaufnahme sowie der Patientenübergabe, die Dokumentation, den
        Dienstablauf und die räumlichen Besonderheiten. Die Schülerinnen und
        Schüler sind in allen Funktionsbereichen zu befähigen, in dem für den
        Notfallsanitäterberuf erforderlichen Umfang die hierzu notwendigen
        Maßnahmen zu kennen und selbständig oder unter Anleitung
        durchzuführen.

(zu § 1 Absatz 3)

Collections: bundestag_gesetze
NotSan-APrV
Level: 3.0