Source: https://www.gesetze-im-internet.de/spfv/__8.html
Legislation: spfv

Title: § 8 Prüfung

Description:
Verordnung über das Führen von Sportbooten (SpFV)
§ 8 Prüfung

Paragraph: 8

Full Text:
Verordnung über das Führen von Sportbooten (SpFV)
§ 8 Prüfung

(1) Die Befähigung zum Führen eines Sportbootes ist durch eine Prüfung
nachzuweisen, deren Inhalt sich nach Antriebsart und Geltungsbereich
des zu erwerbenden Sportbootführerscheins bestimmt. Die Prüfung
besteht in der Regel aus einem theoretischen Teil und einem
praktischen Teil. Die Teilprüfungen können zu verschiedenen
Zeitpunkten und bei unterschiedlichen Prüfungsausschüssen, auch des
jeweils anderen Verbands, absolviert werden. Die Einzelheiten der
theoretischen Prüfung ergeben sich aus der Anlage 3, die Einzelheiten
der praktischen Prüfung ergeben sich aus der Anlage 4.

(2) Der Leiter des Prüfungsausschusses bestimmt den Prüfungstermin und
beruft die Prüfungskommission ein, die die jeweiligen Prüfungen oder
Teilprüfungen abnimmt. Die Prüfungskommission besteht aus einem
Vorsitzenden und mindestens einem weiteren Prüfer. Alle Mitglieder der
Prüfungskommission müssen Inhaber des mit der Prüfung zu erwerbenden
Sportbootführerscheins für den entsprechenden Geltungsbereich und die
entsprechende Antriebsart sein.
Bei Teilprüfungen zu verschiedenen Zeitpunkten sind für die Abnahme
des theoretischen Teils mindestens zwei, für die Abnahme des
praktischen Teils mindestens ein Prüfer erforderlich.

(3) Eine Prüfungstätigkeit ist immer dann ausgeschlossen,

1.  wenn der Prüfer die Bewerber zuvor persönlich geschult hat oder

2.  die Bewerber in einer Ausbildungsstätte ausgebildet worden sind, der
    der Prüfer angehört.

(4) Bei mehr als einem Prüfer beschließen die Prüfer über das Ergebnis
mit Stimmenmehrheit. Bei Stimmengleichheit entscheidet der Vorsitzende
der Prüfungskommission. Über den Prüfungsverlauf ist ein Protokoll
anzufertigen.

(5) Für die Abnahme der praktischen Prüfung hat der Bewerber
regelmäßig ein geeignetes Sportboot mit Bootsführer zu stellen, das
den Anforderungen der Anlage 5 zu dieser Verordnung entspricht.

(6) Zum Bestehen der Prüfung müssen alle Prüfungsteile innerhalb eines
Jahres bestanden werden. Die Jahresfrist beginnt mit Antritt der
ersten Teilprüfung. Ein nicht bestandener Prüfungsteil kann nicht an
demselben Tag wiederholt werden.

(7) Inhaber eines internationalen Zertifikats, das nach der Resolution
Nr. 40 ECE von einem anderen Staat als der Bundesrepublik Deutschland
ordnungsgemäß ausgestellt wurde, sind beim Erwerb einer Fahrerlaubnis
für die jeweilige Antriebsart und den jeweiligen Geltungsbereich von
der praktischen Prüfung befreit.

(8) Hat der Bewerber in der Prüfung die Befähigung zum Führen eines
Sportbootes nachgewiesen, wird ihm die entsprechende Fahrerlaubnis
erteilt und ein entsprechender Sportbootführerschein unter Verwendung
des Musters der Anlage 1 ausgestellt. Sofern erforderlich, wird auf
Antrag des Bewerbers ein vorläufiger Sportbootführerschein nach dem
Muster der Anlage 9 ausgestellt.

(9) Besteht ein Bewerber die Prüfung nicht, hat ihm der Vorsitzende,
ein von ihm beauftragtes Mitglied der Prüfungskommission oder der
Prüfungsausschussleiter das Ergebnis fernmündlich, mündlich, per
E-Mail oder schriftlich innerhalb von 72 Stunden mitzuteilen. Die
Mitteilung erfolgt mit dem Hinweis, dass der Bewerber einen
schriftlichen Bescheid mit Gründen und Rechtsbehelfsbelehrung erhält.

(10) Die Prüfungen sind nicht öffentlich. Vertreter der nach § 16
zuständigen Stellen können die Prüfungen beaufsichtigen. Sie gehören
nicht der Prüfungskommission an.

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SpFV
Level: 2.0