Source: https://www.gesetze-im-internet.de/honigv_2004/__7.html
Legislation: honigv_2004

Title: Anlage 2 Anforderungen an die Beschaffenheit

Description:
Honigverordnung (HonigV 2004)
Anlage 2 Anforderungen an die Beschaffenheit

Paragraph: 7

Full Text:
Honigverordnung (HonigV 2004)
Anlage 2 Anforderungen an die Beschaffenheit

Abschnitt I
Allgemeine Anforderungen
Honig dürfen keine anderen Stoffe als Honig zugefügt werden.
Honig muss, soweit möglich, frei von organischen und anorganischen
honigfremden Stoffen sein. Honig dürfen jedoch weder Pollen noch
andere honigeigene Stoffe entzogen werden, soweit dies beim Entfernen
von anorganischen oder organischen honigfremden Stoffen nicht
unvermeidbar ist. Abweichend davon dürfen gefiltertem Honig Pollen
entzogen worden sein.
Honig darf keinen künstlich veränderten Säuregrad aufweisen. Honig
darf mit Ausnahme von Backhonig keinen fremden Geschmack oder Geruch
aufweisen, nicht in Gärung übergegangen oder gegoren sein oder so
stark erhitzt worden sein, dass die Enzyme erheblich oder vollständig
inaktiviert wurden.

Abschnitt II
Spezifische Anforderungen

*    *   1.

    *   Zuckergehalt

*    *   1.1.

    *   Fructose- und Glucosegehalt (Summe)

*    *   a)

    *   Blütenhonig

    *   mindestens 60 g/100 g,

*    *   b)

    *   Honigtauhonig, allein oder in Mischung mit Blütenhonig

    *   mindestens 45 g/100 g,

*    *   1.2.

    *   Saccharosegehalt

*    *   a)

    *   Im Allgemeinen

    *   höchstens 5 g/100 g,

*    *   b)

    *   Honig von Robinie (Robinia pseudoacacia), Luzerne (Medicago sativa),
        Banksia menziesii, Süßklee (Hedysarum), Roter Eukalyptus (Eucalyptus
        camadulensis), Eucryphia lucida, Eucryphia milliganii, Citrus spp.

    *   höchstens 10 g/100 g,

*    *   c)

    *   Honig von Lavendel (Lavandula spp.), Borretsch (Borago officinalis)

    *   höchstens 15 g/100 g.

*    *   2.

    *   Wassergehalt

*    *   a)

    *   Im Allgemeinen

    *   höchstens 20%,

*    *   b)

    *   Honig von Heidekraut(Calluna) und Backhonig im Allgemeinen

    *   höchstens 23%,

*    *   c)

    *   Backhonig von Heidekraut (Calluna)

    *   höchstens 25%.

*    *   3.

    *   Gehalt an wasserunlöslichen Stoffen

*    *   a)

    *   Im Allgemeinen

    *   höchstens 0,1 g/100 g,

*    *   b)

    *   Presshonig

    *   höchstens 0,5 g/100 g.

*    *   4.

    *   Elektrische Leitfähigkeit

*    *   a)

    *   Honigarten im Allgemeinen und Mischungen dieser Honigarten

    *   höchstens 0,8 mS/cm,

*    *   b)

    *   Honigtauhonig und Kastanienhonig und Mischungen dieser Honigarten

    *   mindestens 0,8 mS/cm.

*    *   Den unter den Buchstaben a und b festgelegten Anforderungen müssen die
        nachfolgend genannten Honigarten sowie Mischungen mit diesen
        Honigarten nicht entsprechen:

*    *   Honige von Erdbeerbaum (Arbutus unedo), Glockenheide (Erica),
        Eukalyptus, Linden (Tilia spp.), Heidekraut (Calluna vulgaris),
        Leptospermum, Teebaum (Melaleuca spp.).

*    *   5.

    *   Gehalt an freien Säuren

*    *   a)

    *   Im Allgemeinen

    *   höchstens 50 Milliäquivalente Säure pro kg,

*    *   b)

    *   Backhonig

    *   höchstens 80 Milliäquivalente Säure pro kg.

*    *   6.

    *   Hydroxymethylfurfuralgehalt (HMF), bestimmt nach Behandlung und
        Mischung

*    *   a)

    *   Im Allgemeinen, mit Ausnahme von Backhonig

    *   höchstens 40 mg/kg (vorbehaltlich der Bestimmungen unter Nr. 7
        Buchstabe b),

*    *   b)

    *   Honig mit angegebenem Ursprung in Regionen mit tropischem Klima und
        Mischungen solcher Honigarten untereinander

    *   höchstens 80 mg/kg.

*    *   7.

    *   Diastase-Zahl nach Schade, bestimmt nach Behandlung und Mischung

*    *   a)

    *   Im Allgemeinen mit Ausnahme von Backhonig

    *   mindestens 8,

*    *   b)

    *   Honigarten mit einemgeringen natürlichen Enzymgehalt (z. B.
        Zitrushonig) und einem HMF-Gehalt von höchstens 15 mg/kg

    *   mindestens 3.

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HonigV-2004
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