Source: https://www.gesetze-im-internet.de/chemindmeistprv_2004/__5.html
Legislation: chemindmeistprv_2004

Title: § 5 Handlungsspezifische Qualifikationen

Description:
Verordnung über die Prüfung zum anerkannten Abschluss Geprüfter Industriemeister/Geprüfte Industriemeisterin - Fachrichtung Chemie (ChemIndMeistPrV 2004)
§ 5 Handlungsspezifische Qualifikationen

Paragraph: 5

Full Text:
Verordnung über die Prüfung zum anerkannten Abschluss Geprüfter Industriemeister/Geprüfte Industriemeisterin - Fachrichtung Chemie (ChemIndMeistPrV 2004)
§ 5 Handlungsspezifische Qualifikationen

(1) Der Prüfungsteil "Handlungsspezifische Qualifikationen" umfasst
die Handlungsbereiche:

1.  Chemische Produktion;

2.  Organisation, Führung und Kommunikation;

3.  Spezialisierungsgebiete.

(2) Der Handlungsbereich "Chemische Produktion" gliedert sich in
folgende Qualifikationsschwerpunkte:

1.  Verfahrens- und Anlagentechnik;

2.  Chemische Prozesse und Verfahren;

3.  Prozessleittechnik.

(3) Der Handlungsbereich "Organisation, Führung und Kommunikation"
gliedert sich in folgende Qualifikationsschwerpunkte:

1.  Personalführung und -entwicklung;

2.  Betriebliches Kostenwesen;

3.  Verantwortliches Handeln im Betrieb (Responsible Care);

4.  Qualitätsmanagement;

5.  Information und Kommunikation.

(4) Der Handlungsbereich "Spezialisierungsgebiete" gliedert sich in
folgende Wahlqualifikationsschwerpunkte:

1.  Syntheseplanung;

2.  Automatisierungs- und Prozessleittechnik;

3.  Technologie;

4.  Betriebscontrolling.

(5) Im Handlungsbereich "Chemische Produktion" wird unter
Berücksichtigung der fachrichtungsübergreifenden Basisqualifikationen
die Situationsaufgabe I gemäß Absatz 6 und im Handlungsbereich
"Organisation, Führung und Kommunikation" unter Berücksichtigung der
fachrichtungsübergreifenden Basisqualifikationen die Situationsaufgabe
II gemäß Absatz 7 gestellt. Die Situationsaufgabe I und die
Situationsaufgabe II sind so zu gestalten, dass die
Qualifikationsschwerpunkte der Handlungsbereiche gemäß Absatz 1 Nr. 1
und 2 mindestens einmal thematisiert werden. Im Handlungsbereich
"Spezialisierungsgebiete" ist eine schriftliche Ausarbeitung gemäß
Absatz 8 anzufertigen. Die Prüfungsdauer für die Bearbeitung der
schriftlichen Situationsaufgabe I beträgt mindestens vier Stunden. Die
Prüfungsdauer für die Bearbeitung der schriftlichen Aufgabenstellung
in der Situationsaufgabe II beträgt mindestens zwei Stunden und für
das Fachgespräch mindestens 30 Minuten, höchstens 45 Minuten; für das
Fachgespräch sind 45 Minuten Vorbereitungszeit einzuräumen. Die
Prüfungsdauer für die Situationsaufgaben I und II darf insgesamt nicht
mehr als acht Stunden betragen. Die Prüfungsdauer für die schriftliche
Ausarbeitung im Handlungsbereich "Spezialisierungsgebiete" beträgt
mindestens 75 und höchstens 90 Minuten.

(6) Kern der Situationsaufgabe I ist mit etwa zwei Dritteln der
Handlungsbereich "Chemische Produktion", wobei der
Qualifikationsschwerpunkt "Verfahrens- und Anlagentechnik" den
Kernpunkt bilden soll. Qualifikationsschwerpunkte des
Handlungsbereiches "Organisation, Führung und Kommunikation" sind mit
bis zu einem Drittel integrativ einzubeziehen. Im Einzelnen kann die
Situationsaufgabe I folgende Qualifikationsinhalte aus dem
Handlungsbereich "Chemische Produktion" mit den Schwerpunkten gemäß
den folgenden Nummern 1 bis 3 umfassen:

1.  Im Qualifikationsschwerpunkt "Verfahrens- und Anlagentechnik" soll die
    Fähigkeit nachgewiesen werden, verfahrenstechnische Prozesse bei der
    Herstellung von Produkten unter Berücksichtigung von
    Arbeitssicherheit, Umweltschutz, Anlagensicherheit sowie
    Qualitätssicherung planen, organisieren und überwachen zu können. Dazu
    gehört, unter Berücksichtigung naturwissenschaftlich-technischer und
    mathematischer Gesetzmäßigkeiten, Zusammenhänge und
    Optimierungsmöglichkeiten des verfahrenstechnischen Prozesses zu
    erkennen und zweckentsprechende Maßnahmen einzuleiten. Weiterhin soll
    die Fähigkeit nachgewiesen werden, beim Einsatz neuer Maschinen und
    Anlagenteile sowie bei Veränderung von Stoffen und Stoffparametern die
    Auswirkungen auf den Verfahrensprozess erkennen und berücksichtigen zu
    können. In diesem Rahmen können folgende Qualifikationsinhalte geprüft
    werden:

    a)  Erstellen von Mengenströmen und Energiebilanzen,

    b)  Beurteilen von Aufbau, Funktionsprinzip und Einsatzmöglichkeiten von
        Apparaten, Maschinen und technischen Hilfseinrichtungen sowie deren
        sachgerechter Verwendung,

    c)  Auswählen der Maschinen und Anlagebauteile unter Berücksichtigung von
        Wechselwirkungen zwischen Roh-, Hilfs-, Betriebs- und Werkstoffen,

    d)  Mitwirken bei der Auswahl von Maschinen, Apparaten, technischen
        Hilfseinrichtungen, Energien und Stoffen unter Beachtung von
        technischen und wirtschaftlichen Gegebenheiten,

    e)  Organisieren und Veranlassen von Maßnahmen zur Behebung von Störungen,

    f)  Veranlassen der vorbeugenden Instandhaltung sowie Organisieren,
        Überwachen und Koordinieren von Maßnahmen der Instandhaltung,

    g)  Koordinieren und Optimieren des Anfahrens, Betreibens und Abfahrens
        von Anlagen.

2.  Im Qualifikationsschwerpunkt "Chemische Prozesse und Verfahren" soll
    die Fähigkeit nachgewiesen werden, unter Berücksichtigung von
    naturwissenschaftlich-technischen und mathematischen
    Gesetzmäßigkeiten, Arbeitssicherheit und Umweltschutz,
    Anlagensicherheit und Qualitätssicherung, chemische Reaktionen führen
    sowie produktionstechnische Zusammenhänge und
    Optimierungsmöglichkeiten der Prozesse erkennen und zweckentsprechende
    Maßnahmen einleiten zu können. Dazu gehört, die Auswirkungen bei
    Änderungen der Prozessparameter beurteilen zu können. In diesem Rahmen
    können folgende Qualifikationsinhalte geprüft werden:

    a)  Auswählen produktionstechnischer Einrichtungen und Verfahren unter
        Beachtung verschiedener Reaktionstypen,

    b)  Bewerten und Beurteilen von Stoffen und Stoffgemischen hinsichtlich
        ihrer Eigenschaften und ihres Gefährdungspotentials,

    c)  Erfassen und Berechnen von Stoff- und Energiebilanzen,

    d)  Einleiten von Maßnahmen zur rationellen Nutzung von Energie und
        Ressourcen sowie Führen von Energie- und Stoffströmen,

    e)  Führen von chemischen Reaktionen und Auswählen geeigneter Methoden zur
        Prozesskontrolle,

    f)  Beurteilen der Auswirkungen von Prozessen auf die Umwelt und
        Sicherstellen von Umweltschutzmaßnahmen; Auswählen und Einsetzen
        geeigneter Verfahren.

3.  Im Qualifikationsschwerpunkt "Prozessleittechnik" soll die Fähigkeit
    nachgewiesen werden, unter Berücksichtigung naturwissenschaftlich-
    technischer und mathematischer Gesetzmäßigkeiten mit Hilfe von mess-,
    steuerungs- und regelungstechnischen Einrichtungen Prozesse bewerten
    und optimieren zu können. In diesem Rahmen können folgende
    Qualifikationsinhalte geprüft werden:

    a)  Bewerten und Optimieren des Einsatzes von Messeinrichtungen,

    b)  Einsetzen von Steuerungs- und Regelungssystemen zur
        Prozessoptimierung,

    c)  Veranlassen und Organisieren von Maßnahmen zur Behebung von Störungen,

    d)  Sicherstellen der Einhaltung von Vorschriften des Arbeits- und
        Umweltschutzes,

    e)  Darstellen von Steuerungs- und Regelungsprozessen.

(7) Kern der schriftlichen Aufgabenstellung in der Situationsaufgabe
II ist mit etwa zwei Dritteln der Handlungsbereich "Organisation,
Führung und Kommunikation", wobei der Qualifikationsschwerpunkt
"Personalführung und -entwicklung" besondere Berücksichtigung finden
soll. Qualifikationsschwerpunkte des Handlungsbereiches "Chemische
Produktion" sind mit bis zu einem Drittel einzubeziehen. Grundlage des
Fachgespräches ist die schriftlich gelöste Aufgabenstellung in der
Situationsaufgabe II. Dabei soll unter Einsatz von
Präsentationstechniken die Fähigkeit nachgewiesen werden,
Arbeitsaufgaben zu analysieren, zu strukturieren und einer begründeten
Lösung zuführen zu können. Im Einzelnen kann die Situationsaufgabe II
folgende Qualifikationsinhalte aus dem Handlungsbereich "Organisation,
Führung und Kommunikation" mit den Schwerpunkten gemäß den folgenden
Nummern 1 bis 5 umfassen:

1.  Im Qualifikationsschwerpunkt "Personalführung und -entwicklung" soll
    die Fähigkeit nachgewiesen werden, Personal einsetzen, führen,
    beurteilen und unter Beachtung der Qualifikationsanforderungen des
    Betriebes geeignete Maßnahmen zur weiteren beruflichen Entwicklung
    vorschlagen zu können. In diesem Rahmen können folgende
    Qualifikationsinhalte geprüft werden:

    a)  Ermitteln des qualitativen und quantitativen Personalbedarfs,

    b)  Auswählen und Einsetzen von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen,

    c)  Führen von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen,

    d)  Beurteilen von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen nach vorgegebenen
        Beurteilungssystemen,

    e)  Durchführen von Mitarbeitergesprächen und Festlegen von
        Zielvereinbarungen,

    f)  Anfertigen von Stellenbeschreibungen,

    g)  Ergreifen von Maßnahmen zur Qualifizierung der Mitarbeiter und
        Mitarbeiterinnen.

2.  Im Qualifikationsschwerpunkt "Betriebliches Kostenwesen" soll die
    Fähigkeit nachgewiesen werden, Kostenverantwortung übernehmen zu
    können. Dazu gehört, kostenrelevante Einflussfaktoren hinsichtlich der
    Entstehung von Kosten, der Entwicklung von Kostenstrukturen, der
    Kalkulation von Kosten sowie der Kostenplanung beurteilen zu können.
    In diesem Rahmen können folgende Qualifikationsinhalte geprüft werden:

    a)  Erkennen und Beurteilen von Zusammenhängen des betrieblichen
        Rechnungswesens, insbesondere Kostenarten-, Kostenstellen-,
        Kostenträger- und Prozesskostenrechnung,

    b)  Anwenden von Kalkulationsverfahren,

    c)  Ermitteln von Zielgrößen, insbesondere Betriebsergebnis,
        Deckungsbeitrag und Kennzahlen,

    d)  Durchführen von Kostenkontrollen,

    e)  Einleiten von Maßnahmen zur Kostenbeeinflussung.

3.  Im Qualifikationsschwerpunkt "Verantwortliches Handeln im Betrieb
    (Responsible Care)" soll die Fähigkeit nachgewiesen werden, die
    Vernetzung ökonomischer, ökologischer und sozialer Faktoren
    berücksichtigen zu können. Dazu gehört, in den Bereichen Arbeits- und
    Anlagensicherheit sowie Gesundheits- und Umweltschutz im Rahmen
    gesetzlicher Vorschriften und betrieblicher Vorgaben verantwortlich
    handeln zu können. In diesem Rahmen können folgende
    Qualifikationsinhalte geprüft werden:

    a)  Überprüfen und Gewährleisten der Arbeits- und Anlagensicherheit sowie
        des Gesundheits- und Umweltschutzes,

    b)  Erkennen von Schwachstellen im Bereich Arbeits- und Anlagensicherheit,
        Gesundheits- und Umweltschutz sowie Einleiten vorbeugender Maßnahmen,

    c)  Fördern des verantwortlichen Handelns von Mitarbeitern und
        Mitarbeiterinnen im Betrieb,

    d)  Planen und Durchführen von Unterweisungen zur Arbeits- und
        Anlagensicherheit sowie zum Gesundheits- und Umweltschutz,

    e)  Gewährleisten des Informationsaustausches über sicherheits- und
        umweltrelevante Vorgänge.

4.  Im Qualifikationsschwerpunkt "Qualitätsmanagement" soll die Fähigkeit
    nachgewiesen werden, Methoden und Techniken anwenden zu können, um
    qualitätsbewusst handeln und das Qualitätsmanagement weiter entwickeln
    zu können. In diesem Rahmen können folgende Qualifikationsinhalte
    geprüft werden:

    a)  Umsetzen von Kundenforderungen in Qualitätsziele und
        Qualitätsvorgaben,

    b)  Berücksichtigen rechtlicher und betrieblicher Vorgaben und
        Qualitätsnormen sowie deren Einhaltung im eigenen
        Verantwortungsbereich sicherstellen,

    c)  Beschreiben betrieblicher Prozesse und Vorbereiten von Audits und
        Zertifizierungen,

    d)  Nutzen von Instrumenten des Qualitätsmanagements zur kontinuierlichen
        Qualitätsverbesserung und Prozessoptimierung.

5.  Im Qualifikationsschwerpunkt "Information und Kommunikation" soll die
    Fähigkeit nachgewiesen werden, Methoden und Systeme der Information
    und Kommunikation im Betrieb anwenden zu können. In diesem Rahmen
    können folgende Qualifikationsinhalte geprüft werden:

    a)  Einsetzen von Planungs- und Steuerungssystemen zur Produktions-,
        Mengen-, Kapazitäts- und Terminplanung,

    b)  Vermitteln von Informationen und Anweisungen der Betriebsleitung,

    c)  Durchführen von Unterweisungen und Qualifizierungsmaßnahmen,

    d)  Kommunizieren mit Kunden,

    e)  Schaffen und Sicherstellen von Rahmenbedingungen für eine effiziente
        Kommunikation in der Gruppe.

(8) Im Handlungsbereich "Spezialisierungsgebiete" ist in Form einer
anwendungsbezogenen schriftlichen Ausarbeitung, die eine oder mehrere
Aufgaben umfassen soll, zu prüfen. Dabei soll die Fähigkeit
nachgewiesen werden, diese analysieren, strukturieren und einer
begründeten Lösung zuführen zu können. Die zu prüfende Person bestimmt
einen der nachfolgend genannten Wahlqualifikationsschwerpunkte, in dem
geprüft werden soll. In der Ausarbeitung sind alle
Qualifikationsinhalte des ausgewählten Schwerpunktes zu
berücksichtigen. Im Einzelnen kann die Ausarbeitung folgende
Qualifikationsinhalte des Handlungsbereiches "Spezialisierungsgebiete"
mit den Schwerpunkten gemäß den folgenden Nummern 1 bis 4 umfassen:

1.  Im Wahlqualifikationsschwerpunkt "Syntheseplanung" soll die Fähigkeit
    nachgewiesen werden, chemische Reaktionen optimieren zu können. In
    diesem Rahmen werden folgende Qualifikationsinhalte geprüft:

    a)  Planen von Synthesen,

    b)  Beurteilen der Abläufe von elektrochemischen Reaktionen und
        Mechanismen organischer Reaktionen,

    c)  Beurteilen von Möglichkeiten zur Beeinflussung von chemischen
        Reaktionen,

    d)  Beschreiben der Abläufe bei homogener und heterogener Katalyse.

2.  Im Wahlqualifikationsschwerpunkt "Automatisierungs- und
    Prozessleittechnik" soll die Fähigkeit nachgewiesen werden,
    Prozessleitsysteme zur Produktion oder Verarbeitung von Stoffen und
    Stoffgemischen einsetzen und optimieren zu können. In diesem Rahmen
    werden folgende Qualifikationsinhalte geprüft:

    a)  Mitwirken bei der Auswahl von Steuerungs-, Regelungs- und
        Prozessleitsystemen,

    b)  Sicherstellen der Kommunikation an der Schnittstelle zwischen
        Verfahrenstechnik und Prozessleittechnik unter Beachtung der
        Hierarchieebenen des Systems,

    c)  Optimieren von Steuerungs-, Regelungs- und Prozessleitsystemen.

3.  Im Wahlqualifikationsschwerpunkt "Technologie" soll die Fähigkeit
    nachgewiesen werden, die Entwicklung einer Produktionskette, ausgehend
    vom Rohstoff bis zum Produkt, darstellen zu können. In diesem Rahmen
    werden folgende Qualifikationsinhalte geprüft:

    a)  Umsetzen vom Labor- in den Produktionsmaßstab (Scale up) und
        Entwickeln von Lösungsvorschlägen bei Problemen,

    b)  Bewerten der Substitution von Roh-, Hilfs-, Betriebs- und Werkstoffen,

    c)  Auswählen von geeigneten Verfahrensvorschlägen zum Führen von
        technologischen Prozessen sowie zur Produktaufarbeitung und
        -modifikation.

4.  Im Wahlqualifikationsschwerpunkt "Betriebscontrolling" soll die
    Fähigkeit nachgewiesen werden, betriebswirtschaftlich handeln zu
    können. In diesem Rahmen werden folgende Qualifikationsinhalte
    geprüft:

    a)  Darstellen betriebswirtschaftlicher Abläufe anhand von
        Geschäftsprozessen und Wertschöpfungsketten sowie Entwickeln von
        Optimierungsvorschlägen,

    b)  Nutzen betriebswirtschaftlicher Kennzahlen als Informations- und
        Steuerungsinstrument, insbesondere unter Beachtung von
        produktionswirtschaftlichen, personalwirtschaftlichen und logistischen
        Aspekten,

    c)  Ergreifen von Maßnahmen zur Kosten- und Leistungsbeeinflussung.

(9) Ist in der schriftlichen Situationsaufgabe I gemäß Absatz 6 oder
in der schriftlichen Ausarbeitung gemäß Absatz 8 eine mangelhafte
Prüfungsleistung erbracht worden, ist eine mündliche Ergänzungsprüfung
anzubieten. Bei einer oder mehrerer ungenügender schriftlicher
Prüfungsleistungen ist eine Ergänzungsprüfung nicht anzubieten. Die
Ergänzungsprüfung soll handlungsspezifisch und integriert durchgeführt
werden und nicht länger als 20 Minuten dauern. Die Bewertung der
schriftlichen Prüfungsleistung und die der mündlichen
Ergänzungsprüfung werden zu einer Bewertung der Prüfungsleistung
zusammengefasst. Dabei wird die Bewertung der schriftlichen
Prüfungsleistung doppelt gewichtet.

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