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Legislation: publg

Title: § 6 Prüfung durch die Abschlußprüfer

Description:
Gesetz über die Rechnungslegung von bestimmten Unternehmen und Konzernen (PublG)
Erster Abschnitt - Rechnungslegung von Unternehmen
§ 6 Prüfung durch die Abschlußprüfer

Paragraph: 6

Full Text:
Gesetz über die Rechnungslegung von bestimmten Unternehmen und Konzernen (PublG)
Erster Abschnitt - Rechnungslegung von Unternehmen
§ 6 Prüfung durch die Abschlußprüfer

(1) Der Jahresabschluß und der Lagebericht sind durch einen
Abschlußprüfer zu prüfen. Soweit in den Absätzen 2 und 3 nichts
anderes bestimmt ist, gelten § 316 Absatz 3, § 317 Absatz 1, 2 Satz 1
bis 3, Absatz 3a, 4a bis 6, § 318 Absatz 1, 1a, 3 bis 8, § 319 Absatz
1 bis 4, § 319b Absatz 1, § 320 Absatz 1, 2 und 4 sowie die §§ 321 bis
324 des Handelsgesetzbuchs über die Prüfung des Jahresabschlusses
sinngemäß, bei einem Unternehmen, das ein Unternehmen von öffentlichem
Interesse nach § 316a Satz 2 Nummer 1 des Handelsgesetzbuchs ist,
jedoch nur insoweit, als nicht die Verordnung (EU) Nr. 537/2014 des
Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. April 2014 über
spezifische Anforderungen an die Abschlussprüfung bei Unternehmen von
öffentlichem Interesse und zur Aufhebung des Beschlusses 2005/909/EG
der Kommission (ABl. L 158 vom 27.5.2014, S. 77; L 170 vom 11.6.2014,
S. 66) anzuwenden ist. Die Sätze 1 und 2 gelten auch für einen
Einzelabschluss nach § 9 Absatz 1 Satz 1 in Verbindung mit § 325
Absatz 2a des Handelsgesetzbuchs.

(2) Handelt es sich um das Unternehmen einer
Personenhandelsgesellschaft oder eines Einzelkaufmanns, so hat sich
die Prüfung auch darauf zu erstrecken, ob § 5 Abs. 4 beachtet worden
ist.

(3) Der Abschlußprüfer wird bei Personenhandelsgesellschaften, soweit
nicht das Gesetz, die Satzung oder der Gesellschaftsvertrag etwas
anderes vorsehen, von den Gesellschaftern gewählt. Handelt es sich um
das Unternehmen eines Einzelkaufmanns, so bestellt dieser den
Abschlußprüfer. Bei anderen Unternehmen wird der Abschlußprüfer,
sofern über seine Bestellung nichts anderes bestimmt ist, vom
Aufsichtsrat gewählt; hat das Unternehmen keinen Aufsichtsrat, so
bestellen die gesetzlichen Vertreter den Abschlußprüfer. Bei einem
Unternehmen, das ein Unternehmen von öffentlichem Interesse nach §
316a Satz 2 Nummer 1 des Handelsgesetzbuchs ist, ist der Vorschlag zur
Wahl des Abschlussprüfers auf die Empfehlung des Prüfungsausschusses
zu stützen.

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