Source: https://www.gesetze-im-internet.de/seestro_1972/__1.html
Legislation: seestro_1972

Title: Regel 24 Schleppen und Schieben

Description:
Internationale Regeln von 1972 zur Verhütung von Zusammenstößen auf See (Anlage zu § 1 der Verordnung zu den Internationalen Regeln von 1972 zur Verhütung von Zusammenstößen auf See) (SeeStrO 1972)
Teil C - Lichter und Signalkörper
Regel 24 Schleppen und Schieben

Paragraph: 1

Full Text:
Internationale Regeln von 1972 zur Verhütung von Zusammenstößen auf See (Anlage zu § 1 der Verordnung zu den Internationalen Regeln von 1972 zur Verhütung von Zusammenstößen auf See) (SeeStrO 1972)
Teil C - Lichter und Signalkörper
Regel 24 Schleppen und Schieben

a) Ein schleppendes Maschinenfahrzeug muß führen

*
    i)  an Stelle des in Regel 23 Buchstabe a Ziffer i oder ii
        vorgeschriebenen Lichtes zwei Topplichter senkrecht übereinander. Wenn
        der Schleppzug vom Heck des schleppenden Fahrzeugs bis zum Ende des
        Anhangs länger als 200 Meter ist, drei solche Lichter senkrecht
        übereinander;

    ii) Seitenlichter;

    iii) ein Hecklicht;

    iv) ein Schlepplicht senkrecht über dem Hecklicht;

    v)  wenn der Schleppzug länger als 200 Meter ist, einen rhombusförmigen
        Signalkörper dort, wo er am besten gesehen werden kann.

b) Sind ein schiebendes und ein geschobenes Fahrzeug zu einer
zusammengesetzten Einheit starr miteinander verbunden, so gelten sie
als ein Maschinenfahrzeug und müssen die in Regel 23 vorgeschriebenen
Lichter führen.
c) Ein schiebendes oder längsseits schleppendes Maschinenfahrzeug muß,
ausgenommen im Fall einer zusammengesetzten Einheit, führen

*
    i)  an Stelle des in Regel 23 Buchstabe a Ziffer i oder ii
        vorgeschriebenen Lichtes zwei Topplichter senkrecht übereinander;

    ii) Seitenlichter;

    iii) ein Hecklicht.

d) Ein Maschinenfahrzeug, für das Buchstabe a oder c dieser Regel
gilt, muß auch Regel 23 Buchstabe a Ziffer ii befolgen.
e) Ein geschlepptes Fahrzeug oder ein geschleppter Gegenstand mit
Ausnahme der unter Buchstabe g genannten muß führen

*
    i)  Seitenlichter;

    ii) ein Hecklicht;

    iii) wenn der Schleppzug länger als 200 Meter ist, einen rhombusförmigen
        Signalkörper dort, wo er am besten gesehen werden kann.

f) In beliebiger Anzahl längsseits geschleppte oder in einer Gruppe
geschobene Fahrzeuge müssen die Lichter wie ein einzelnes Fahrzeug
führen, wobei

*
    i)  ein geschobenes Fahrzeug, das nicht Teil einer zusammengesetzten
        Einheit ist, vorn Seitenlichter führen muß;

    ii) ein längsseits geschlepptes Fahrzeug ein Hecklicht und vorn
        Seitenlichter führen muß.

g) Ein schwer erkennbares, teilweise getauchtes geschlepptes Fahrzeug
oder ein schwer erkennbarer, teilweise getauchter geschleppter
Gegenstand oder eine Kombination solcher Fahrzeuge oder Gegenstände
muß führen

*
    i)  bei einer Breite von weniger als 25 Meter je ein weißes Rundumlicht an
        oder nahe dem vorderen und hinteren Ende, wobei Transportschläuche das
        vordere Licht nicht zu führen brauchen;

    ii) bei einer Breite von 25 und mehr Meter zwei zusätzliche weiße
        Rundumlichter an oder nahe den Außenseiten;

    iii) bei einer Länge von mehr als 100 Meter zusätzliche weiße Rundumlichter
        zwischen den unter den Ziffern i und ii vorgeschriebenen Lichtern, so
        daß der Abstand zwischen den Lichtern nicht mehr als 100 Meter
        beträgt;

    iv) einen rhombusförmigen Signalkörper an oder nahe dem äußersten Ende des
        letzten geschleppten Fahrzeugs oder Gegenstands und, wenn der
        Schleppzug länger als 200 Meter ist, zusätzlich einen rhombusförmigen
        Signalkörper dort, wo er am besten gesehen werden kann, und so weit
        vorn wie möglich.

h) Kann ein geschlepptes Fahrzeug oder ein geschleppter Gegenstand die
unter Buchstabe e oder g vorgeschriebenen Lichter oder Signalkörper
aus einem vertretbaren Grund nicht führen, so müssen alle möglichen
Maßnahmen getroffen werden, um das geschleppte Fahrzeug oder den
geschleppten Gegenstand zu beleuchten oder die Anwesenheit eines
solchen Fahrzeugs oder Gegenstands zumindest erkennbar zu machen.
i) Kann ein üblicherweise nicht bei Schleppvorgängen eingesetztes
Fahrzeug aus einem vertretbaren Grund die unter Buchstabe a oder c
vorgeschriebenen Lichter nicht zeigen, so braucht es diese Lichter
nicht zu führen, wenn es ein anderes Fahrzeug schleppt, das sich in
Not befindet oder aus anderen Gründen Hilfe benötigt. Es müssen alle
nach Regel 36 zulässigen möglichen Maßnahmen getroffen werden, um die
Art der Verbindung zwischen dem schleppenden Fahrzeug und dem
geschleppten Fahrzeug erkennbar zu machen, insbesondere durch
Anleuchten der Schleppleine.

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SeeStrO-1972
Level: 3.0