Source: https://www.gesetze-im-internet.de/bimschv_26/__3.html
Legislation: bimschv_26

Title: § 3 Niederfrequenzanlagen

Description:
Sechsundzwanzigste Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (BImSchV 26)
§ 3 Niederfrequenzanlagen

Paragraph: 3

Full Text:
Sechsundzwanzigste Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (BImSchV 26)
§ 3 Niederfrequenzanlagen

(1) Zum Schutz vor schädlichen Umwelteinwirkungen sind
Niederfrequenzanlagen, die vor dem 22. August 2013 errichtet worden
sind, so zu betreiben, dass sie in ihrem Einwirkungsbereich an Orten,
die zum nicht nur vorübergehenden Aufenthalt von Menschen bestimmt
sind, bei höchster betrieblicher Anlagenauslastung die im Anhang 1a
genannten Grenzwerte nicht überschreiten, wobei Niederfrequenzanlagen
mit einer Frequenz von 50 Hertz die Hälfte des in Anhang 1a genannten
Grenzwertes der magnetischen Flussdichte nicht überschreiten dürfen.
Dabei bleiben, soweit nicht im Einzelfall hinreichende Anhaltspunkte
für insbesondere durch Berührungsspannungen hervorgerufene
Belästigungen bestehen, die nach Art, Ausmaß oder Dauer für die
Nachbarschaft unzumutbar sind, außer Betracht

1.  kurzzeitige Überschreitungen der Grenzwerte nach Satz 1 in Verbindung
    mit Anhang 1a um nicht mehr als 100 Prozent mit einer Dauer von nicht
    mehr als 5 Prozent eines Beurteilungszeitraumes von einem Tag und

2.  kleinräumige Überschreitungen der Grenzwerte der elektrischen
    Feldstärke nach Satz 1 in Verbindung mit Anhang 1a um nicht mehr als
    100 Prozent außerhalb von Gebäuden.

(2) Zum Schutz vor schädlichen Umwelteinwirkungen sind
Niederfrequenzanlagen, die nach dem 22. August 2013 errichtet werden,
so zu errichten und zu betreiben, dass sie bei höchster betrieblicher
Anlagenauslastung in ihrem Einwirkungsbereich an Orten, die zum nicht
nur vorübergehenden Aufenthalt von Menschen bestimmt sind, die im
Anhang 1a genannten Grenzwerte nicht überschreiten, wobei
Niederfrequenzanlagen mit einer Frequenz von 50 Hertz die Hälfte des
in Anhang 1a genannten Grenzwertes der magnetischen Flussdichte nicht
überschreiten dürfen. Bestehende Genehmigungen und
Planfeststellungsbeschlüsse bleiben unberührt.

(3) Bei der Ermittlung der elektrischen Feldstärke und der
magnetischen Flussdichte nach Absatz 1 und Absatz 2 sind alle
Immissionen zu berücksichtigen, die durch andere Niederfrequenzanlagen
sowie durch ortsfeste Hochfrequenzanlagen mit Frequenzen zwischen 9
Kilohertz und 10 Megahertz, die einer Standortbescheinigung nach §§ 4
und 5 der Verordnung über das Nachweisverfahren zur Begrenzung
elektromagnetischer Felder bedürfen, gemäß Anhang 2a entstehen.

(4) Wirkungen wie Funkenentladungen auch zwischen Personen und
leitfähigen Objekten sind zu vermeiden, wenn sie zu erheblichen
Belästigungen oder Schäden führen können.

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BImSchV-26
Level: 2.0