Source: https://www.gesetze-im-internet.de/eeg_2014/__37d.html
Legislation: eeg_2014

Title: § 37d Besonderes Zuschlagsverfahren für Solaranlagen des ersten Segments

Description:
Gesetz für den Ausbau erneuerbarer Energien (EEG 2014)
Teil 3 - Zahlung von Marktprämie und Einspeisevergütung
Abschnitt 3 - Ausschreibungen
Unterabschnitt 3 - Ausschreibungen für Solaranlagen des ersten Segments
§ 37d Besonderes Zuschlagsverfahren für Solaranlagen des ersten Segments

Paragraph: 37d

Full Text:
Gesetz für den Ausbau erneuerbarer Energien (EEG 2014)
Teil 3 - Zahlung von Marktprämie und Einspeisevergütung
Abschnitt 3 - Ausschreibungen
Unterabschnitt 3 - Ausschreibungen für Solaranlagen des ersten Segments
§ 37d Besonderes Zuschlagsverfahren für Solaranlagen des ersten Segments

(1) Abweichend von § 32 Absatz 1 führt die Bundesnetzagentur für
Solaranlagen des ersten Segments folgendes zweistufiges
Zuschlagsverfahren durch, wobei sie

1.  zunächst nach Maßgabe von Absatz 2 Zuschläge erteilt für besondere
    Solaranlagen nach § 37 Absatz 1 Nummer 3 bis zur Höhe eines jeweils
    gleichmäßig auf die verbleibenden Gebotstermine eines Kalenderjahres
    zu verteilenden Volumens von

    a)  im Jahr 2024 300 Megawatt zu installierender Leistung,

    b)  im Jahr 2025 800 Megawatt zu installierender Leistung,

    c)  im Jahr 2026 1 200 Megawatt zu installierender Leistung,

    d)  im Jahr 2027 1 500 Megawatt zu installierender Leistung,

    e)  im Jahr 2028 2 000 Megawatt zu installierender Leistung,

    f)  im Jahr 2029 2 075 Megawatt zu installierender Leistung und

2.  anschließend nach Maßgabe von Absatz 3 Zuschläge für die übrigen
    Gebote in Höhe des verbleibenden Ausschreibungsvolumens nach § 28a
    dieses Gesetzes erteilt.

Besondere Solaranlagen nach § 37 Absatz 1 Nummer 3 Buchstabe a bis c
berücksichtigt die Bundesnetzagentur bei der Zuschlagserteilung nach
Satz 1 Nummer 1 nur unter der zusätzlichen Voraussetzung, dass diese
Solaranlagen bei ausschließlich senkrecht ausgerichteten Solaranlagen
insgesamt mit einer lichten Höhe von mindestens 0,80 Metern und sonst
insgesamt mit einer lichten Höhe von mindestens 2,10 Metern
aufgeständert werden sollen.

(2) Die Bundesnetzagentur öffnet die fristgerecht eingegangenen Gebote
nach dem Gebotstermin und prüft die Zulässigkeit der Gebote nach den
§§ 33 und 34. Anschließend separiert die Bundesnetzagentur die Gebote
nach § 37 Absatz 1 Nummer 3 Buchstabe d. Die Bundesnetzagentur
sortiert die nach Satz 2 separierten Gebote nach Maßgabe des § 32
Absatz 1 Satz 3. Den zulässigen Geboten für Anlagen nach § 37 Absatz 1
Nummer 3 Buchstabe d erteilt die Bundesnetzagentur in der Reihenfolge
nach Satz 3 einen Zuschlag im Umfang ihres Gebots, bis das Volumen
nach Absatz 1 Nummer 1 erstmals durch den Zuschlag zu einem Gebot
erreicht oder überschritten ist. Wenn durch die Zuschläge nach Satz 4
das Volumen nach Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 nicht erreicht wird,
separiert die Bundesnetzagentur die übrigen zulässigen Gebote für
besondere Solaranlagen nach § 37 Absatz 1 Nummer 3 unter
entsprechender Anwendung des Absatzes 1 Satz 2 und sortiert sie nach
Maßgabe des § 32 Absatz 1 Satz 3. Sodann bezuschlagt die
Bundesnetzagentur die Gebote nach Satz 5, bis das Volumen nach Absatz
1 Satz 1 Nummer 1 erstmals durch den Zuschlag zu einem Gebot erreicht
oder überschritten ist.

(3) Anschließend sortiert die Bundesnetzagentur die zulässigen Gebote,
die keinen Zuschlag nach Absatz 2 erlangt haben und deren Gebotswert
den Höchstwert nach § 37b Absatz 1 nicht überschreitet, nach Maßgabe
des § 32 Absatz 1 Satz 3. Diesen Geboten erteilt die Bundesnetzagentur
in der Reihenfolge nach Satz 1 einen Zuschlag im Umfang ihres Gebots,
bis das Ausschreibungsvolumen erstmals durch den Zuschlag zu einem
Gebot erreicht oder überschritten ist. Maßgeblich ist das nach § 28a
ermittelte Ausschreibungsvolumen abzüglich des bereits nach Absatz 2
bezuschlagten Volumens. Geboten oberhalb der Zuschlagsgrenze wird kein
Zuschlag erteilt.

Collections: bundestag_gesetze
EEG-2014
Level: 5.0