Source: https://www.gesetze-im-internet.de/kstg_1977/__8a.html
Legislation: kstg_1977

Title: § 8a Betriebsausgabenabzug für Zinsaufwendungen bei Körperschaften (Zinsschranke)

Description:
Körperschaftsteuergesetz (KStG 1977)
Zweiter Teil - Einkommen
Erstes Kapitel - Allgemeine Vorschriften
§ 8a Betriebsausgabenabzug für Zinsaufwendungen bei Körperschaften (Zinsschranke)

Paragraph: 8a

Full Text:
Körperschaftsteuergesetz (KStG 1977)
Zweiter Teil - Einkommen
Erstes Kapitel - Allgemeine Vorschriften
§ 8a Betriebsausgabenabzug für Zinsaufwendungen bei Körperschaften (Zinsschranke)

(1)
1             § 4h Abs. 1 Satz 2 des Einkommensteuergesetzes ist mit
der Maßgabe anzuwenden, dass anstelle des maßgeblichen Gewinns das
maßgebliche Einkommen tritt.
2             Maßgebliches Einkommen ist das nach den Vorschriften des
Einkommensteuergesetzes und dieses Gesetzes ermittelte Einkommen mit
Ausnahme der §§ 4h und 10d des Einkommensteuergesetzes und des § 9
Abs. 1 Nr. 2 dieses Gesetzes.
3             Die §§ 8c und 8d gelten für den Zinsvortrag nach § 4h
Absatz 1 Satz 5 des Einkommensteuergesetzes mit der Maßgabe
entsprechend, dass stille Reserven im Sinne des § 8c Absatz 1 Satz 6
nur zu berücksichtigen sind, soweit sie die nach § 8c Absatz 1 Satz 5
und § 8d Absatz 2 Satz 1 abziehbaren nicht genutzten Verluste
übersteigen.
4             Bei Steuerpflichtigen im Sinne dieses Gesetzes gelten
alle Einkünfte als in einem Betrieb im Sinne des § 4h Absatz 1 Satz 1
des Einkommensteuergesetzes erzielt.

(2) (weggefallen)

(3)
1             § 4h Absatz 2 Satz 1 Buchstabe c des
Einkommensteuergesetzes ist nur anzuwenden, wenn die Vergütungen für
Fremdkapital der Körperschaft oder eines anderen demselben Konzern
zugehörenden Rechtsträgers an zu mindestens einem Viertel unmittelbar
oder mittelbar am Kapital beteiligte Gesellschafter einer
konzernzugehörigen Gesellschaft, diesen nahestehende Personen (§ 1
Absatz 2 des Außensteuergesetzes) oder Dritte, die auf zu mindestens
einem Viertel am Kapital beteiligte Gesellschafter oder diesen
nahestehende Personen zurückgreifen können, bezogen auf den jeweiligen
Rechtsträger insgesamt nicht mehr als 10 Prozent der die Zinserträge
übersteigenden Zinsaufwendungen des Rechtsträgers im Sinne des § 4h
Absatz 3 des Einkommensteuergesetzes betragen und die Körperschaft
dies nachweist.
2             Satz 1 gilt nur für Zinsaufwendungen aus
Verbindlichkeiten, die in dem voll konsolidierten Konzernabschluss
nach § 4h Abs. 2 Satz 1 Buchstabe c des Einkommensteuergesetzes
ausgewiesen sind und bei Finanzierung durch einen Dritten einen
Rückgriff gegen einen nicht zum Konzern gehörenden Gesellschafter oder
eine diesem nahe stehende Person auslösen.

Collections: bundestag_gesetze
KStG-1977
Level: 4.0