Source: https://www.gesetze-im-internet.de/ostrv/__8.html
Legislation: ostrv

Title: § 8 Unterweisung der Beschäftigten

Description:
Verordnung zum Schutz der Beschäftigten vor Gefährdungen durch künstliche optische Strahlung (OStrV)
Abschnitt 4 - Unterweisung der Beschäftigten bei Gefährdungen durch künstliche optische Strahlung; Beratung durch den Ausschuss für Betriebssicherheit
§ 8 Unterweisung der Beschäftigten

Paragraph: 8

Full Text:
Verordnung zum Schutz der Beschäftigten vor Gefährdungen durch künstliche optische Strahlung (OStrV)
Abschnitt 4 - Unterweisung der Beschäftigten bei Gefährdungen durch künstliche optische Strahlung; Beratung durch den Ausschuss für Betriebssicherheit
§ 8 Unterweisung der Beschäftigten

(1) Bei Gefährdungen der Beschäftigten durch künstliche optische
Strahlung am Arbeitsplatz stellt der Arbeitgeber sicher, dass die
betroffenen Beschäftigten eine Unterweisung erhalten, die auf den
Ergebnissen der Gefährdungsbeurteilung beruht und die Aufschluss über
die am Arbeitsplatz auftretenden Gefährdungen gibt. Sie muss vor
Aufnahme der Beschäftigung, danach in regelmäßigen Abständen,
mindestens jedoch jährlich, und sofort bei wesentlichen Änderungen der
gefährdenden Tätigkeit erfolgen. Die Unterweisung muss mindestens
folgende Informationen enthalten:

1.  die mit der Tätigkeit verbundenen Gefährdungen,

2.  die durchgeführten Maßnahmen zur Beseitigung oder zur Minimierung der
    Gefährdung unter Berücksichtigung der Arbeitsplatzbedingungen,

3.  die Expositionsgrenzwerte und ihre Bedeutung,

4.  die Ergebnisse der Expositionsermittlung zusammen mit der Erläuterung
    ihrer Bedeutung und der Bewertung der damit verbundenen möglichen
    Gefährdungen und gesundheitlichen Folgen,

5.  die Beschreibung sicherer Arbeitsverfahren zur Minimierung der
    Gefährdung auf Grund der Exposition durch künstliche optische
    Strahlung,

6.  die sachgerechte Verwendung der persönlichen Schutzausrüstung.

Die Unterweisung muss in einer für die Beschäftigten verständlichen
Form und Sprache erfolgen.

(2) Können bei Tätigkeiten am Arbeitsplatz die Grenzwerte nach § 6 für
künstliche optische Strahlung überschritten werden, stellt der
Arbeitgeber sicher, dass die betroffenen Beschäftigten
arbeitsmedizinisch beraten werden. Die Beschäftigten sind dabei auch
über den Zweck der arbeitsmedizinischen Vorsorgeuntersuchungen zu
informieren und darüber, unter welchen Voraussetzungen sie Anspruch
auf diese haben. Die Beratung kann im Rahmen der Unterweisung nach
Absatz 1 erfolgen. Falls erforderlich, hat der Arbeitgeber den Arzt
nach § 7 Absatz 1 der Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge zu
beteiligen.

Collections: bundestag_gesetze
OStrV
Level: 3.0