Source: https://www.gesetze-im-internet.de/bimschv_44/__21.html
Legislation: bimschv_44

Title: § 21 Messungen an mittelgroßen Feuerungsanlagen bei Einsatz von festen Brennstoffen

Description:
Vierundvierzigste Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (BImSchV 44)
Abschnitt 3 - Messung und Überwachung
§ 21 Messungen an mittelgroßen Feuerungsanlagen bei Einsatz von festen Brennstoffen

Paragraph: 21

Full Text:
Vierundvierzigste Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (BImSchV 44)
Abschnitt 3 - Messung und Überwachung
§ 21 Messungen an mittelgroßen Feuerungsanlagen bei Einsatz von festen Brennstoffen

(1) Der Betreiber hat bei Einsatz von festen Brennstoffen in
Feuerungsanlagen mit einer Feuerungswärmeleistung von 25 Megawatt oder
mehr die Massenkonzentration der Gesamtstaubemissionen kontinuierlich
zu ermitteln. Der Betreiber hat bei Einsatz von festen Brennstoffen in
Feuerungsanlagen mit einer Feuerungswärmeleistung von 20 Megawatt bis
weniger als 25 Megawatt die Massenkonzentration der
Gesamtstaubemissionen jährlich zu ermitteln.

(2) Der Betreiber hat bei Einsatz von festen Brennstoffen in
Feuerungsanlagen mit einer Feuerungswärmeleistung von 5 Megawatt bis
weniger als 25 Megawatt die Massenkonzentration der
Gesamtstaubemissionen qualitativ kontinuierlich zu ermitteln. Absatz 7
bleibt unberührt.

(3) Für Feuerungsanlagen mit einer Feuerungswärmeleistung von weniger
als 5 Megawatt, die mit einer Abgasreinigungseinrichtung für
Gesamtstaub ausgerüstet sind, gilt Absatz 2 Satz 1 entsprechend.
Abweichend von Satz 1 kann der Betreiber statt einer qualitativ
kontinuierlichen Messung auch Nachweise über den kontinuierlichen
effektiven Betrieb des Staubabscheiders führen, sobald hierfür ein
Verfahren nach dem Stand der Technik zur Verfügung steht. Absatz 7
bleibt unberührt.

(4) Der Betreiber hat bei Feuerungsanlagen mit einer
Feuerungswärmeleistung von 2,5 Megawatt oder mehr die
Massenkonzentration der Emissionen an Kohlenmonoxid kontinuierlich zu
ermitteln. Abweichend von Satz 1 hat der Betreiber bei
Einzelfeuerungen in Altanlagen im Sinne von Nummer 2.10 der
Technischen Anleitung zur Reinhaltung der Luft mit einer
Feuerungswärmeleistung von weniger als 20 Megawatt die Emissionen an
Kohlenmonoxid alle drei Jahre zu ermitteln.

(5) Der Betreiber hat bei Feuerungsanlagen, die Entschwefelungsanlagen
einsetzen, die Massenkonzentration der Emissionen an Schwefeloxiden
kontinuierlich zu ermitteln oder den effektiven kontinuierlichen
Betrieb der Entschwefelungsanlage anderweitig nachzuweisen.

(6) Der Betreiber hat bei Feuerungsanlagen mit einer
Feuerungswärmeleistung von 20 Megawatt oder mehr folgende Emissionen
jährlich zu ermitteln: die Emissionen an

1.  Stickstoffmonoxid und Stickstoffdioxid, anzugeben als
    Stickstoffdioxid;

2.  Schwefeldioxid und Schwefeltrioxid, sofern die Feuerungsanlage nicht
    ausschließlich mit naturbelassenem Holz oder Holzabfällen betrieben
    wird.

(7) Der Betreiber hat bei Feuerungsanlagen mit einer
Feuerungswärmeleistung von weniger als 20 Megawatt folgende Emissionen
alle drei Jahre zu ermitteln: die Emissionen an

1.  Gesamtstaub;

2.  Stickstoffmonoxid und Stickstoffdioxid, anzugeben als
    Stickstoffdioxid;

3.  Schwefeldioxid und Schwefeltrioxid, sofern die Feuerungsanlage nicht
    ausschließlich mit naturbelassenem Holz oder Holzabfällen betrieben
    wird.

(8) Der Betreiber hat bei Feuerungsanlagen mit einer
Feuerungswärmeleistung von weniger als 2,5 Megawatt, deren Emissionen
an Kohlenmonoxid nicht kontinuierlich gemessen werden müssen, die
Emissionen an Kohlenmonoxid alle drei Jahre zu ermitteln.

(9) Der Betreiber hat die Emissionen an gasförmigen anorganischen
Chlorverbindungen, Quecksilber und seinen Verbindungen sowie an
organischen Stoffen nach § 10 Absatz 8, 10 und 11 Nummer 3 alle drei
Jahre zu ermitteln.

Collections: bundestag_gesetze
BImSchV-44
Level: 3.0