Source: https://www.gesetze-im-internet.de/esanmv/__4.html
Legislation: esanmv

Title: 6.4 Brennstoffzellen

Description:
Verordnung zur Bestimmung von Mindestanforderungen für energetische Maßnahmen bei zu eigenen Wohnzwecken genutzten Gebäuden nach § 35c des Einkommensteuergesetzes (ESanMV)
6.4 Brennstoffzellen

Paragraph: 4

Full Text:
Verordnung zur Bestimmung von Mindestanforderungen für energetische Maßnahmen bei zu eigenen Wohnzwecken genutzten Gebäuden nach § 35c des Einkommensteuergesetzes (ESanMV)
6.4 Brennstoffzellen

Gegenstand der Steuerermäßigung ist der Einbau von stationären
Brennstoffzellensystemen. Förderfähig sind sowohl integrierte Geräte
als auch Beistellgeräte. Die Gesamtkosten des Brennstoffzellensystems
setzen sich zusammen aus den Kosten für den Erwerb und Einbau der
Brennstoffzelle und gegebenenfalls des zusätzlichen Wärmeerzeugers
sowie den weiteren Kosten wie zum Beispiel für einen Pufferspeicher
und für einen fest vereinbarten Vollwartungsvertrag. Integrierte
Geräte sind Geräte, die mit einem zusätzlichen Wärmeerzeuger verbunden
sind und somit eine technische Einheit bilden. Beistellgeräte sind
Geräte, die individuell durch weitere Wärmeerzeuger (zum Beispiel
Brennwertkessel) ergänzt werden müssen, um den notwendigen Wärmebedarf
zu decken.

Die folgenden Anforderungen sind zu erfüllen:

Die Brennstoffzellen-Heizsysteme dürfen ausschließlich mit grünem oder
blauem Wasserstoff nach § 3 Absatz 1 Nummer 4a und 13b des
Gebäudeenergiegesetzes oder Biomethan betrieben werden. Ausgaben für
die Herstellung des Wasserstoffs sind nicht förderfähig (zum Beispiel
Ausgaben für Elektrolyseure). Die Brennstoffzelle ist in die Wärme-
und Stromversorgung des Gebäudes einzubinden.

Zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme der Brennstoffzelle muss der
Gesamtwirkungsgrad η*              0,82 und der elektrische
Wirkungsgrad η
el*              0,32 betragen.

Der Hersteller stellt – zum Beispiel über die Verfügbarkeit von
Ersatzteilen – einen Betrieb der Brennstoffzelle für einen Zeitraum
von zehn Jahren sicher.

Für die Brennstoffzelle ist eine Vollwartung über mindestens zehn
Jahre zu vereinbaren, die dem Käufer einen elektrischen Wirkungsgrad
von mindestens η
el*              0,26 sowie die Reparatur und Wiederinbetriebnahme im
Fall von Störungen zusichert.

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