Source: https://www.gesetze-im-internet.de/_appro_2002/__43.html
Legislation: aeappro_2002

Title: § 43 Abweichende Regelungen für die Prüfungen

Description:
Approbationsordnung für Ärzte (ÄApprO 2002)
Siebenter Abschnitt - Übergangsregelungen
§ 43 Abweichende Regelungen für die Prüfungen

Paragraph: 43

Full Text:
Approbationsordnung für Ärzte (ÄApprO 2002)
Siebenter Abschnitt - Übergangsregelungen
§ 43 Abweichende Regelungen für die Prüfungen

(1) Studierende nach § 42, die am 1. Oktober 2003 die Ärztliche
Vorprüfung noch nicht bestanden haben, legen diese bis zum 30. April
2006 nach der Approbationsordnung für Ärzte in der Fassung der
Bekanntmachung vom 14. Juli 1987 (BGBl. I S. 1593), zuletzt geändert
durch Artikel 8 des Gesetzes vom 27. April 2002 (BGBl. I S. 1467), ab.
Für das weitere Studium nach Bestehen der Ärztlichen Vorprüfung gelten
die Vorschriften dieser Verordnung. Ist eine Berechnung der
Bestehensgrenzen nach § 14 Abs. 6 der Approbationsordnung für Ärzte in
der Fassung der Bekanntmachung vom 14. Juli 1987 (BGBl. I S. 1593),
zuletzt geändert durch Artikel 8 des Gesetzes vom 27. April 2002
(BGBl. I S. 1467), für Studierende nach Satz 1 nicht mehr möglich,
weil nicht mehr als 15 Prozent der Prüfungsteilnehmer nach der
Mindeststudienzeit von zwei Jahren die Ärztliche Vorprüfung zu diesem
Zeitpunkt ablegen, so ist die Ärztliche Vorprüfung bestanden, wenn der
Prüfling mindestens 60 Prozent der gestellten Prüfungsfragen
zutreffend beantwortet hat oder wenn die Zahl der vom Prüfling
zutreffend beantworteten Fragen um nicht mehr als 12 Prozent die
durchschnittlichen Prüfungsleistungen aller Prüflinge des betreffenden
Prüfungsdurchgangs unterschreitet.

(2) Studierende nach § 42, die am 1. Oktober 2003 die Ärztliche
Vorprüfung bereits bestanden haben, den Ersten Abschnitt der
Ärztlichen Prüfung aber noch nicht bestanden haben, legen diesen bis
zum 1. Oktober 2005 nach der Approbationsordnung für Ärzte in der
Fassung der Bekanntmachung vom 14. Juli 1987 (BGBl. I S. 1593),
zuletzt geändert durch Artikel 8 des Gesetzes vom 27. April 2002
(BGBl. I S. 1467), ab. Für das weitere Studium nach Bestehen des
Ersten Abschnitts der Ärztlichen Prüfung gelten die Vorschriften
dieser Verordnung, wobei sich die Endnote wie folgt zusammensetzt:
Der Zahlenwert für den Zweiten Abschnitt wird mit fünf vervielfacht
und zu der Note für den Ersten Abschnitt addiert. Die Zahlenwerte für
den Zweiten und für den Dritten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung
werden jeweils mit fünf vervielfacht und zu dem verdoppelten
Zahlenwert für den Ersten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung addiert.
Die Summe der so gewonnenen Zahlenwerte wird durch zwölf geteilt. § 25
Satz 4 gilt entsprechend. Über das Bestehen der Ärztlichen Prüfung
wird ein Zeugnis nach dem Muster der Anlage 12 zu dieser Verordnung
erteilt. Für die Zulassung zum Zweiten Abschnitt der Ärztlichen
Prüfung kann die nach Landesrecht zuständige Stelle bereits erbrachte
Leistungsnachweise nach Bestehen der Ärztlichen Vorprüfung anerkennen.
Die nach Landesrecht zuständige Stelle kann Ausnahmen für den Nachweis
entsprechender Leistungsnachweise vorsehen, soweit sie durch den
Wechsel des anzuwendenden Rechts bedingt sind. Ist eine Berechnung der
Bestehensgrenzen nach § 14 Abs. 6 der Approbationsordnung für Ärzte in
der Fassung der Bekanntmachung vom 14. Juli 1987 (BGBl. I S. 1593),
zuletzt geändert durch Artikel 8 des Gesetzes vom 27. April 2002
(BGBl. I S. 1467), für Studierende nach Satz 1 nicht mehr möglich,
weil nicht mehr als 15 Prozent der Prüfungsteilnehmer nach der
Mindeststudienzeit von drei Jahren den Ersten Abschnitt der Ärztlichen
Prüfung zu diesem Zeitpunkt ablegen, so ist der Erste Abschnitt der
Ärztlichen Prüfung bestanden, wenn der Prüfling mindestens 60 Prozent
der gestellten Prüfungsfragen zutreffend beantwortet hat oder wenn die
Zahl der vom Prüfling zutreffend beantworteten Fragen um nicht mehr
als 12 Prozent die durchschnittlichen Prüfungsleistungen aller
Prüflinge des betreffenden Prüfungsdurchgangs unterschreitet.

(3) Studierende nach § 42, die am 1. Oktober 2003 die Ärztliche
Vorprüfung bereits bestanden haben, den Ersten Abschnitt der
Ärztlichen Prüfung bis zum 1. Oktober 2005 nach der
Approbationsordnung für Ärzte in der Fassung der Bekanntmachung vom
14\. Juli 1987 (BGBl. I S. 1593), zuletzt geändert durch Artikel 8 des
Gesetzes vom 27. April 2002 (BGBl. I S. 1467), aber nicht bestanden
haben, setzen das Studium nach den Vorschriften dieser Verordnung
fort. Eine Gesamtnote wird nicht gebildet. Absatz 2 Satz 8 und 9 gilt
entsprechend.

(4) Studierende nach § 42, die am 1. Oktober 2003 den Ersten Abschnitt
der Ärztlichen Prüfung bereits bestanden haben, den Zweiten Abschnitt
der Ärztlichen Prüfung aber noch nicht bestanden haben, legen diesen
bis zum 1. Oktober 2006 nach der Approbationsordnung für Ärzte in der
Fassung der Bekanntmachung vom 14. Juli 1987 (BGBl. I S. 1593),
zuletzt geändert durch Artikel 8 des Gesetzes vom 27. April 2002
(BGBl. I S. 1467), ab. Nach dem 30. September 2006 legen diese
Studierenden den Zweiten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung nach dem
Recht dieser Verordnung ab. Für die Bildung der Endnote gilt Absatz 2
Satz 3 bis 6 entsprechend. Ist eine Berechnung der Bestehensgrenzen
nach § 14 Abs. 6 der Approbationsordnung für Ärzte in der Fassung der
Bekanntmachung vom 14. Juli 1987 (BGBl. I S. 1593), zuletzt geändert
durch Artikel 8 des Gesetzes vom 27. April 2002 (BGBl. I S. 1467), für
Studierende nach Satz 1 nicht mehr möglich, weil nicht mehr als 15
Prozent der Prüfungsteilnehmer nach der Mindeststudienzeit von fünf
Jahren den Zweiten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung zu diesem
Zeitpunkt ablegen, so ist der Zweite Abschnitt der Ärztlichen Prüfung
bestanden, wenn der Prüfling mindestens 60 Prozent der gestellten
Prüfungsfragen zutreffend beantwortet hat oder wenn die Zahl der vom
Prüfling zutreffend beantworteten Fragen um nicht mehr als 12 Prozent
die durchschnittlichen Prüfungsleistungen aller Prüflinge des
betreffenden Prüfungsdurchgangs unterschreitet. Absatz 2 Satz 7 bis 9
gilt entsprechend.

(5) Für Studierende nach § 42, die bis zum 1. Oktober 2006 den Zweiten
Abschnitt der Ärztlichen Prüfung nach der Approbationsordnung für
Ärzte in der Fassung der Bekanntmachung vom 14. Juli 1987 (BGBl. I S.
1593), zuletzt geändert durch Artikel 8 des Gesetzes vom 27. April
2002 (BGBl. I S. 1467), abgelegt haben, gilt die Approbationsordnung
für Ärzte in der Fassung der Bekanntmachung vom 14. Juli 1987 (BGBl. I
S. 1593), zuletzt geändert durch Artikel 8 des Gesetzes vom 27. April
2002 (BGBl. I S. 1467), auch für das weitere Studium.

(6) Studierende nach § 42, die am 1. Oktober 2003 den Zweiten
Abschnitt der Ärztlichen Prüfung bereits bestanden haben, legen den
Dritten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung nach der Approbationsordnung
für Ärzte in der Fassung der Bekanntmachung vom 14. Juli 1987 (BGBl. I
S. 1593), zuletzt geändert durch Artikel 8 des Gesetzes vom 27. April
2002 (BGBl. I S. 1467), ab.

(7) Studierende, die unter die Absätze 1 bis 6 fallen, können die
einzelnen Abschnitte der Ärztlichen Prüfung nur insgesamt zweimal
wiederholen. Im Übrigen gelten die Vorschriften des § 20 Abs. 1
entsprechend.

(8) Der Zweite und Dritte Abschnitt der Ärztlichen Prüfung nach § 1
Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 und 3 wird ab dem 1. Oktober 2006 durchgeführt.

(9) Für Studierende, die die Ausbildung nach § 3 Absatz 1 spätestens
in der zweiten Hälfte des Monats August 2013 aufgenommen haben, gilt
die Approbationsordnung für Ärzte in der vor dem 1. Januar 2014
geltenden Fassung mit Ausnahme des § 14 Absatz 6.

(10) Ist eine Berechnung der Bestehensgrenzen nach § 14 Absatz 6 noch
nicht möglich, weil nicht mehr als 15 Prozent der Prüfungsteilnehmer
nach der Mindeststudienzeit von fünf Jahren den Zweiten Abschnitt der
Ärztlichen Prüfung zu diesem Zeitpunkt ablegen, so ist dieser
Prüfungsabschnitt bestanden, wenn der Prüfling mindestens 60 Prozent
der gestellten Prüfungsfragen zutreffend beantwortet hat oder wenn die
Zahl der vom Prüfling zutreffend beantworteten Fragen um nicht mehr
als 15 Prozent die durchschnittlichen Prüfungsleistungen aller
Prüflinge des betreffenden Prüfungsdurchgangs unterschreitet.

(11) § 14 Absatz 6 ist für Studierende, die die Ausbildung nach § 3
Absatz 1 spätestens in der zweiten Hälfte des Monats August 2013
aufgenommen haben, mit der Maßgabe anzuwenden, dass die
durchschnittlichen Prüfungsleistungen der Prüflinge zugrunde zu legen
sind, die nach der Mindeststudienzeit von sechs Jahren erstmals an dem
Zweiten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung teilgenommen haben. Satz 2
gilt entsprechend für Studierende in einem Modellstudiengang nach §
41, in dem der Zweite Abschnitt der Ärztlichen Prüfung frühestens nach
einem Medizinstudium von sechs Jahren abzulegen ist. Ist eine
Berechnung der Bestehensgrenzen nach § 14 Absatz 6 für Studierende
nach den Sätzen 1 und 2 nicht mehr möglich, weil nicht mehr als 15
Prozent der Prüfungsteilnehmer nach der Mindeststudienzeit von sechs
Jahren den Zweiten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung zu diesem
Zeitpunkt ablegen, so ist dieser Prüfungsteil bestanden, wenn der
Prüfling mindestens 60 Prozent der gestellten Prüfungsfragen
zutreffend beantwortet hat. Bis einschließlich 31. Dezember 2015 ist
der Prüfungsteil nach Satz 3 auch bestanden, wenn die Zahl der vom
Prüfling zutreffend beantworteten Fragen um nicht mehr als 15 Prozent
die durchschnittlichen Prüfungsleistungen aller Prüflinge des
betreffenden Prüfungsdurchgangs unterschreitet.

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