Source: https://www.gesetze-im-internet.de/binschstro_2012/__6.html
Legislation: binschstro_2012

Title: § 6.23 Verhalten der Fähren

Description:
Binnenschifffahrtsstraßen-Ordnung (BinSchStrO 2012)
Erster Teil - Gemeinsame Bestimmungen für alle Binnenschifffahrtsstraßen
Kapitel 6 - Fahrregeln
Abschnitt IV. - Fähren
§ 6.23 Verhalten der Fähren

Paragraph: 6

Full Text:
Binnenschifffahrtsstraßen-Ordnung (BinSchStrO 2012)
Erster Teil - Gemeinsame Bestimmungen für alle Binnenschifffahrtsstraßen
Kapitel 6 - Fahrregeln
Abschnitt IV. - Fähren
§ 6.23 Verhalten der Fähren

1.  Eine Fähre darf eine Wasserstraße nur überqueren, wenn sie sich
    vergewissert hat, dass der übrige Verkehr eine gefahrlose Überfahrt
    zulässt und ein anderes Fahrzeug nicht gezwungen wird, unvermittelt
    seinen Kurs oder seine Geschwindigkeit zu ändern.

2.  Für eine nicht frei fahrende Fähre gilt außerdem Folgendes:

    a)  solange eine Fähre nicht in Betrieb ist, muss sie den Liegeplatz
        einnehmen, den ihr die zuständige Behörde zugewiesen hat; ist ihr ein
        Liegeplatz nicht zugewiesen, muss sie so liegen, dass das Fahrwasser
        frei bleibt;

    b)  eine Fähre mit Längsseil, die so verankert ist, dass sie das
        Fahrwasser sperren kann, darf auf der Fahrwasserseite, die der
        Verankerung des Seils gegenüber liegt, nur so lange liegen, wie dies
        zum Ein- und Ausladen unbedingt erforderlich ist; während dieser Zeit
        kann ein näherkommendes Fahrzeug, ausgenommen ein Kleinfahrzeug oder
        ein Verband, der ausschließlich aus Kleinfahrzeugen besteht, von der
        Fähre das Freimachen des Fahrwassers verlangen, indem es oder er
        rechtzeitig „einen langen Ton“ gibt;

    c)  die Fähre darf sich nicht länger im Fahrwasser aufhalten, als der
        Betrieb es erfordert.

Collections: bundestag_gesetze
BinSchStrO-2012
Level: 5.0