Source: https://www.gesetze-im-internet.de/wiprpr_fv/__29.html
Legislation: wiprpruefv

Title: § 29 Schriftliche Prüfung

Description:
Prüfungsverordnung für Wirtschaftsprüfer nach §§ 14 und 131l der Wirtschaftsprüferordnung (WiPrPrüfV)
Zweiter Teil - Prüfungsverfahren nach § 131l der Wirtschaftsprüferordnung
§ 29 Schriftliche Prüfung

Paragraph: 29

Full Text:
Prüfungsverordnung für Wirtschaftsprüfer nach §§ 14 und 131l der Wirtschaftsprüferordnung (WiPrPrüfV)
Zweiter Teil - Prüfungsverfahren nach § 131l der Wirtschaftsprüferordnung
§ 29 Schriftliche Prüfung

(1) Die schriftliche Prüfung besteht aus zwei unter Aufsicht
anzufertigenden Arbeiten (Aufsichtsarbeiten). Die Aufgaben für die
Aufsichtsarbeiten sind aus der Berufsarbeit der Wirtschaftsprüfer und
Wirtschaftsprüferinnen zu entnehmen; die zuständigen Kommissionen sind
die nach den §§ 8 und 9.

(2) Für jede Aufsichtsarbeit stehen vier bis sechs Stunden zur
Verfügung. Behinderten Menschen kann die Frist verlängert werden; die
Verlängerung soll zwei Stunden nicht überschreiten. Die Prüfungsstelle
soll im Fall des Satzes 2 die Vorlage eines amtsärztlichen Zeugnisses
verlangen. Hilfsmittel und die Inanspruchnahme von Hilfeleistungen
Dritter, die die besonderen Verhältnisse behinderter Menschen
berücksichtigen, sollen von der Prüfungsstelle zugelassen werden.

(3) Es sind zu bearbeiten je eine Aufgabe aus dem Gebiet des
Wirtschaftsrechts (§ 27 Absatz 1 Nummer 1) und des Steuerrechts I (§
27 Absatz 1 Nummer 2), und zwar jeweils eine Aufgabe an je einem Tag.
Für die Aufgaben können zwei Themen zur Wahl gestellt werden. § 10
gilt entsprechend.

(4) Jede Aufsichtsarbeit ist von zwei nach § 26 Abs. 2 berufenen
Mitgliedern der Prüfungskommission, die nicht an der mündlichen
Prüfung teilnehmen müssen, selbstständig mit "genügt den
Anforderungen" oder "genügt nicht den Anforderungen" zu bewerten. Die
beiden Bewertungen können gegenseitig mitgeteilt werden. Eine nicht
abgegebene Arbeit ist mit "genügt nicht den Anforderungen" zu
bewerten. Die bei der mündlichen Prüfung mitwirkenden Mitglieder der
Prüfungskommission haben das Recht, die Arbeit einzusehen. Weichen die
Bewertungen einer Arbeit voneinander ab und einigen sich die beiden
die Arbeit bewertenden Personen nicht, so ist die Arbeit zusätzlich
durch ein Mitglied der Prüfungskommission, das nicht an der mündlichen
Prüfung teilnehmen muss und von der Prüfungsstelle bestimmt wird, zu
bewerten. Die Aufsichtsarbeit genügt in diesem Fall den Anforderungen,
wenn mindestens zwei der die Arbeit bewertenden Personen die Arbeit so
bewerten.

Collections: bundestag_gesetze
WiPrPrüfV
Level: 3.0