Source: https://www.gesetze-im-internet.de/fr_hv/__5.html
Legislation: fruehv

Title: § 5 Leistungen zur medizinischen Rehabilitation

Description:
Verordnung zur Früherkennung und Frühförderung behinderter und von Behinderung bedrohter Kinder (FrühV)
§ 5 Leistungen zur medizinischen Rehabilitation

Paragraph: 5

Full Text:
Verordnung zur Früherkennung und Frühförderung behinderter und von Behinderung bedrohter Kinder (FrühV)
§ 5 Leistungen zur medizinischen Rehabilitation

(1) Die im Rahmen von Leistungen zur medizinischen Rehabilitation nach
§ 46 des Neunten Buches Sozialgesetzbuch zur Früherkennung und
Frühförderung zu erbringenden medizinischen Leistungen umfassen
insbesondere

1.  ärztliche Behandlung einschließlich der zur Früherkennung und
    Diagnostik erforderlichen ärztlichen Tätigkeiten,

2.  nichtärztliche sozialpädiatrische Leistungen, psychologische,
    heilpädagogische und psychosoziale Leistungen, soweit und solange sie
    unter ärztlicher Verantwortung erbracht werden und erforderlich sind,
    um eine drohende oder bereits eingetretene Behinderung zum
    frühestmöglichen Zeitpunkt zu erkennen und einen individuellen Förder-
    und Behandlungsplan aufzustellen,

3.  medizinisch-therapeutische Leistungen, insbesondere physikalische
    Therapie, Physiotherapie, Stimm-, Sprech- und Sprachtherapie sowie
    Ergotherapie, soweit sie auf Grund des Förder- und Behandlungsplans
    nach § 7 erforderlich sind.

Die Erbringung von medizinisch-therapeutischen Leistungen im Rahmen
der Komplexleistung Frühförderung richtet sich grundsätzlich nicht
nach den Vorgaben der Heilmittelrichtlinien des Gemeinsamen
Bundesausschusses. Medizinisch-therapeutische Leistungen werden im
Rahmen der Komplexleistung Frühförderung nach Maßgabe und auf der
Grundlage des Förder- und Behandlungsplans erbracht.
(2) Die Leistungen nach Absatz 1 umfassen auch die Beratung der
Erziehungsberechtigten, insbesondere

1.  das Erstgespräch,

2.  anamnestische Gespräche mit Eltern und anderen Bezugspersonen,

3.  die Vermittlung der Diagnose,

4.  Erörterung und Beratung des Förder- und Behandlungsplans,

5.  Austausch über den Entwicklungs- und Förderprozess des Kindes
    einschließlich Verhaltens- und Beziehungsfragen,

6.  Anleitung und Hilfe bei der Gestaltung des Alltags,

7.  Anleitung zur Einbeziehung in Förderung und Behandlung,

8.  Hilfen zur Unterstützung der Bezugspersonen bei der Krankheits- und
    Behinderungsverarbeitung,

9.  Vermittlung von weiteren Hilfs- und Beratungsangeboten.

(3) Weiter gehende Vereinbarungen auf Landesebene bleiben unberührt.

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FrühV
Level: 2.0