Source: https://www.gesetze-im-internet.de/donauschpvanl_1993/__6.html
Legislation: donauschpvanl_1993

Title: § 6.10 Überholen

Description:
Anlage A zur Donauschiffahrtspolizeiverordnung (DonauSchPVAnl 1993)
Erster Teil - Grundsätzliche Bestimmungen für die Schiffahrt auf der Donau
Kapitel 6 - Fahrregeln
Abschnitt II. - Begegnen, Kreuzen und Überholen
§ 6.10 Überholen

Paragraph: 6

Full Text:
Anlage A zur Donauschiffahrtspolizeiverordnung (DonauSchPVAnl 1993)
Erster Teil - Grundsätzliche Bestimmungen für die Schiffahrt auf der Donau
Kapitel 6 - Fahrregeln
Abschnitt II. - Begegnen, Kreuzen und Überholen
§ 6.10 Überholen

1.  Sofern keine Gefahr eines Zusammenstoßes besteht, darf der Überholende
    an Backbord oder an Steuerbord des Vorausfahrenden überholen.

2.  Beim Überholvorgang zwischen zwei Fahrzeugen unter Segel muß der
    Überholende grundsätzlich an der Seite vorbeifahren, von der der
    Vorausfahrende den Wind hat. Diese Bestimmung gilt nicht, wenn ein
    Kleinfahrzeug von einem anderen Fahrzeug unter Segel überholt wird.
    Wird ein Fahrzeug von einem Fahrzeug unter Segel überholt, muß der
    Vorausfahrende das Überholen an der Seite erleichtern, von der der
    Überholende den Wind hat.

3.  Wenn das Überholen möglich ist, ohne daß der Vorausfahrende seinen
    Kurs oder seine Geschwindigkeit ändern muß, gibt der Überholende kein
    Schallzeichen.

4.  Wenn das Überholen nicht ausgeführt werden kann, ohne daß der
    Vorausfahrende seinen Kurs ändert, oder wenn zu befürchten ist, daß er
    die Absicht des Überholenden nicht erkannt hat und dadurch die Gefahr
    eines Zusammenstoßes entstehen kann, muß der Überholende folgende
    Schallzeichen geben:

    a)  "zwei lange und zwei kurze Töne", wenn er an Backbord des
        Vorausfahrenden überholen will;

    b)  "zwei lange Töne und einen kurzen Ton", wenn er an Steuerbord des
        Vorausfahrenden überholen will.

5.  Wenn der Vorausfahrende dem Verlangen des Überholenden nachkommen
    kann, muß er dem Überholenden an der gewünschten Seite genügend Raum
    lassen, indem er erforderlichenfalls nach der anderen Seite ausweicht,
    und folgende Schallzeichen geben:

    a)  "einen kurzen Ton", wenn das Überholen an Backbord stattfinden soll;

    b)  "zwei kurze Töne", wenn das Überholen an Steuerbord stattfinden soll.

6.  Ist das Überholen nicht an der vom Überholenden gewünschten, jedoch an
    der anderen Seite möglich, muß der Vorausfahrende folgende
    Schallzeichen geben:

    a)  "einen kurzen Ton", wenn das Überholen an Backbord möglich ist;

    b)  "zwei kurze Töne", wenn das Überholen an Steuerbord möglich ist.

    Der Überholende muß, wenn er unter diesen Umständen noch überholen
    will, folgende Schallzeichen geben:

    "zwei kurze Töne" im Falle des Buchstaben a oder

    "einen kurzen Ton" im Falle des Buchstaben b.

    Der Vorausfahrende muß dann dem Überholenden genügend Raum an der
    Seite lassen, an der das Überholen stattfinden soll, indem er
    erforderlichenfalls nach der anderen Seite ausweicht.

7.  Ist ein Überholen nicht ohne Gefahr eines Zusammenstoßes möglich, muß
    der Vorausfahrende "fünf kurze Töne" geben.

8.  Die Nummern 4 bis 7 gelten nicht für Kleinfahrzeuge gegenüber
    Fahrzeugen, die nicht Kleinfahrzeuge sind, und nicht für das Überholen
    von Kleinfahrzeugen untereinander.

Collections: bundestag_gesetze
DonauSchPVAnl-1993
Level: 5.0