Source: https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__1617d.html
Legislation: bgb

Title: § 1617d Name nach Scheidung der Eltern oder Tod eines Elternteils

Description:
Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)
Buch 4 - Familienrecht
Abschnitt 2 - Verwandtschaft
Titel 4 - Rechtsverhältnis zwischen den Eltern und dem Kind im Allgemeinen
§ 1617d Name nach Scheidung der Eltern oder Tod eines Elternteils

Paragraph: 1617d

Full Text:
Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)
Buch 4 - Familienrecht
Abschnitt 2 - Verwandtschaft
Titel 4 - Rechtsverhältnis zwischen den Eltern und dem Kind im Allgemeinen
§ 1617d Name nach Scheidung der Eltern oder Tod eines Elternteils

(1) Derjenige Elternteil, dessen Name nicht Ehename geworden ist, dem
die elterliche Sorge für ein Kind nach der Scheidung der Eltern allein
oder gemeinsam mit dem anderen Elternteil oder nach dem Tod des
anderen Elternteils allein zusteht und der das Kind in seinen Haushalt
aufgenommen hat, kann durch Erklärung gegenüber dem Standesamt dem
Kind einen der folgenden Namen als Geburtsnamen erteilen:

1.  seinen gemäß § 1355 Absatz 5 Satz 2 Nummer 1 und 2 wieder angenommenen
    Namen oder

2.  einen aus seinem wieder angenommenen Namen (Nummer 1) und dem von dem
    Kind zur Zeit der Erklärung geführten Geburtsnamen gebildeten
    Doppelnamen.

§ 1617 Absatz 1 Satz 2 und Absatz 2 gilt entsprechend.

(2) Wenn das Kind das fünfte Lebensjahr vollendet hat, bedarf die
Erteilung des Geburtsnamens nach Absatz 1 seiner Einwilligung; § 1617c
Absatz 1 Satz 2 gilt entsprechend. Im Fall der Scheidung der Eltern
bedarf die Erteilung des Geburtsnamens nach Absatz 1 auch der
Einwilligung des anderen Elternteils, wenn das Kind dessen Namen führt
oder diesem Elternteil die elterliche Sorge gemeinsam mit dem den
Namen erteilenden Elternteil zusteht. Das Familiengericht kann die
Einwilligung des anderen Elternteils ersetzen, wenn die Erteilung dem
Wohl des Kindes dient.

(3) Ein volljähriges Kind, dessen einer Elternteil nach Scheidung der
Eltern oder Tod des anderen Elternteils einen früheren Namen wieder
angenommen hat (§ 1355 Absatz 5 Satz 2), kann durch Erklärung
gegenüber dem Standesamt seinen Geburtsnamen neu bestimmen, indem es

1.  sich der Namensänderung dieses Elternteils anschließt oder

2.  aus seinem bisherigen Geburtsnamen und dem von diesem Elternteil
    wieder angenommenen Familiennamen einen Doppelnamen bildet.

Die Neubestimmung des Geburtsnamens bedarf der Einwilligung dieses
Elternteils. § 1617c Absatz 3 gilt entsprechend.

(4) Die Erklärungen müssen öffentlich beglaubigt werden.

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BGB
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