Source: https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__1751.html
Legislation: bgb

Title: § 1751 Wirkung der elterlichen Einwilligung, Verpflichtung zum Unterhalt

Description:
Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)
Buch 4 - Familienrecht
Abschnitt 2 - Verwandtschaft
Titel 7 - Annahme als Kind
Untertitel 1 - Annahme Minderjähriger
§ 1751 Wirkung der elterlichen Einwilligung, Verpflichtung zum Unterhalt

Paragraph: 1751

Full Text:
Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)
Buch 4 - Familienrecht
Abschnitt 2 - Verwandtschaft
Titel 7 - Annahme als Kind
Untertitel 1 - Annahme Minderjähriger
§ 1751 Wirkung der elterlichen Einwilligung, Verpflichtung zum Unterhalt

(1) Mit der Einwilligung eines Elternteils in die Annahme ruht die
elterliche Sorge dieses Elternteils; die Befugnis zum persönlichen
Umgang mit dem Kind darf nicht ausgeübt werden. Das Jugendamt wird
Vormund; dies gilt nicht, wenn der andere Elternteil die elterliche
Sorge allein ausübt oder wenn bereits ein Vormund bestellt ist. Eine
bestehende Pflegschaft bleibt unberührt. Für den Annehmenden gilt
während der Zeit der Adoptionspflege § 1688 Abs. 1 und 3 entsprechend.

(2) Absatz 1 ist nicht anzuwenden auf einen Ehegatten, dessen Kind vom
anderen Ehegatten angenommen wird.

(3) Hat die Einwilligung eines Elternteils ihre Kraft verloren, so hat
das Familiengericht die elterliche Sorge dem Elternteil zu übertragen,
wenn und soweit dies dem Wohl des Kindes nicht widerspricht.

(4) Der Annehmende ist dem Kind vor den Verwandten des Kindes zur
Gewährung des Unterhalts verpflichtet, sobald die Eltern des Kindes
die erforderliche Einwilligung erteilt haben und das Kind in die Obhut
des Annehmenden mit dem Ziel der Annahme aufgenommen ist. Will ein
Ehegatte ein Kind seines Ehegatten annehmen, so sind die Ehegatten dem
Kind vor den anderen Verwandten des Kindes zur Gewährung des
Unterhalts verpflichtet, sobald die erforderliche Einwilligung der
Eltern des Kindes erteilt und das Kind in die Obhut der Ehegatten
aufgenommen ist.

Collections: bundestag_gesetze
BGB
Level: 6.0