Source: https://www.gesetze-im-internet.de/bgleig_2015/__16.html
Legislation: bgleig_2015

Title: § 16 Teilzeitbeschäftigung, Telearbeit, mobiles Arbeiten und Beurlaubung zur Wahrnehmung von Familien- oder Pflegeaufgaben

Description:
Gesetz für die Gleichstellung von Frauen und Männern in der Bundesverwaltung und in den Gerichten des Bundes (BGleiG 2015)
Abschnitt 4 - Vereinbarkeit von Familie oder Pflege mit der Berufstätigkeit
§ 16 Teilzeitbeschäftigung, Telearbeit, mobiles Arbeiten und Beurlaubung zur Wahrnehmung von Familien- oder Pflegeaufgaben

Paragraph: 16

Full Text:
Gesetz für die Gleichstellung von Frauen und Männern in der Bundesverwaltung und in den Gerichten des Bundes (BGleiG 2015)
Abschnitt 4 - Vereinbarkeit von Familie oder Pflege mit der Berufstätigkeit
§ 16 Teilzeitbeschäftigung, Telearbeit, mobiles Arbeiten und Beurlaubung zur Wahrnehmung von Familien- oder Pflegeaufgaben

(1) Die Dienststellen haben den Anträgen von Beschäftigten mit
Familien- oder Pflegeaufgaben auf familien- oder pflegebedingte
Teilzeitbeschäftigung oder auf Beurlaubung zu entsprechen, soweit
zwingende dienstliche Belange dem nicht entgegenstehen. Dies gilt auch
für Anträge von Beschäftigten in Führungspositionen ungeachtet der
Hierarchieebene.

(2) Im Rahmen der dienstlichen Möglichkeiten haben die Dienststellen
den Beschäftigten mit Familien- oder Pflegeaufgaben auch
Telearbeitsplätze, mobile Arbeit oder familien- oder pflegefreundliche
Arbeitszeit- und Präsenzzeitmodelle anzubieten.

(3) Die Ablehnung von Anträgen nach Absatz 1 oder 2 muss in Textform
begründet werden.

(4) Die Dienststellen müssen Beschäftigte, die einen Antrag auf
Teilzeitbeschäftigung, familien- oder pflegefreundliche
Arbeitszeitmodelle oder Beurlaubung zur Wahrnehmung von Familien- oder
Pflegeaufgaben stellen, frühzeitig in Textform hinweisen auf:

1.  die Folgen einer Bewilligung, insbesondere in beamten-, arbeits-,
    versorgungs- und rentenrechtlicher Hinsicht, sowie

2.  die Möglichkeit einer Befristung mit Verlängerungsoption und deren
    Folgen.

(5) Die Dienststellen haben darauf zu achten, dass

1.  Beschäftigte, deren Antrag auf Teilzeitbeschäftigung, familien- oder
    pflegefreundliche Arbeitszeitmodelle oder Beurlaubung zur Wahrnehmung
    von Familien- oder Pflegeaufgaben positiv entschieden wurde, eine
    ihrer ermäßigten Arbeitszeit entsprechende Entlastung von ihren
    dienstlichen Aufgaben erhalten und

2.  sich aus der ermäßigten Arbeitszeit keine dienstlichen Mehrbelastungen
    für andere Beschäftigte der Dienststelle ergeben.

(6) Die Vorschriften des Teilzeit- und Befristungsgesetzes zur
Teilzeitbeschäftigung sowie sonstige gesetzliche Regelungen zur
Teilzeitbeschäftigung oder zur Beurlaubung bleiben von den Absätzen 1
bis 5 unberührt.

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BGleiG-2015
Level: 3.0