Source: https://www.gesetze-im-internet.de/weinv_1995/__15.html
Legislation: weinv_1995

Title: § 15 (zu § 15 Nummer 1, 3 bis 5 des Weingesetzes)

Description:
Weinverordnung (WeinV 1995)
Abschnitt 3 - Verarbeitung
§ 15 (zu § 15 Nummer 1, 3 bis 5 des Weingesetzes)

Paragraph: 15

Full Text:
Weinverordnung (WeinV 1995)
Abschnitt 3 - Verarbeitung
§ 15 (zu § 15 Nummer 1, 3 bis 5 des Weingesetzes)

(1) Der im gärfähig befüllten Behältnis festgestellte natürliche
Alkoholgehalt von gemaischten Rotweintrauben, Traubenmost, teilweise
gegorenem Traubenmost und Jungwein, soweit diese Erzeugnisse aus nach
§ 8 des Weingesetzes klassifizierten Rebsorten hergestellt worden
sind, sowie Wein darf nach Maßgabe des Anhangs VIII Teil I Abschnitt A
und B der Verordnung (EU) Nr. 1308/2013 erhöht werden. Abweichend von
Anhang VIII Teil I Abschnitt B Nummer 6 der Verordnung (EU) Nr.
1308/2013 darf, soweit der natürliche Alkoholgehalt nach Satz 1 erhöht
worden ist, der Gesamtalkoholgehalt bei Rotwein 12 Volumenprozent in
der Weinbauzone A und 12,5 Volumenprozent in der Weinbauzone B nicht
übersteigen.

(2) Der im gärfähig befüllten Behältnis festgestellte natürliche
Alkoholgehalt von gemaischten Rotweintrauben, Traubenmost, teilweise
gegorenem Traubenmost, Jungwein und Wein, soweit diese Erzeugnisse zur
Erzeugung von Qualitätswein geeignet sind, darf nach Maßgabe des
Anhangs VIII Teil I Abschnitt A und B der Verordnung (EU) Nr.
1308/2013 erhöht werden. Abweichend von Anhang VIII Teil I Abschnitt B
Nummer 6 der Verordnung (EU) Nr. 1308/2013 darf, soweit der natürliche
Alkoholgehalt nach Satz 1 erhöht worden ist, bei Qualitätswein der
Gesamtalkoholgehalt 15 Volumenprozent nicht übersteigen.

(2a) Der im gärfähig befüllten Behältnis festgestellte natürliche
Alkoholgehalt von gemaischten Rotweintrauben, Traubenmost, teilweise
gegorenem Traubenmost, Jungwein und Wein darf, soweit diese
Erzeugnisse zur Erzeugung von Wein geschützter geografischer Angabe
geeignet sind, nach Maßgabe des Anhangs VIII Teil I Abschnitt A und B
der Verordnung (EU) Nr. 1308/2013 erhöht werden. Abweichend von Anhang
VIII Teil I Abschnitt B Nummer 6 der Verordnung (EU) Nr. 1308/2013
darf, soweit der natürliche Alkoholgehalt nach Satz 1 erhöht worden
ist, bei Wein mit geschützter geografischer Angabe der
Gesamtalkoholgehalt bei Weißwein 12,5 Volumenprozent in der
Weinbauzone A und 13 Volumenprozent in der Weinbauzone B sowie bei
Rotwein 13 Volumenprozent in der Weinbauzone A und 13,5 Volumenprozent
in der Weinbauzone B nicht übersteigen.

(3) Die Erhöhung des natürlichen Alkoholgehaltes darf bei

1.  Erzeugnissen, die zur Herstellung von Landwein geeignet und bestimmt
    sind, nicht mit konzentriertem Traubenmost oder

2.  den in Absatz 2 genannten Erzeugnissen nicht mit konzentriertem
    Traubenmost oder durch Konzentrierung durch Kälte

vorgenommen werden.

(3a) Vor der nach Anhang VIII Teil I Abschnitt A Nummer 3 der
Verordnung (EU) Nr. 1308/2013 in Jahren mit außergewöhnlich
ungünstigen Witterungsverhältnissen zulässigen Entscheidung über die
Erhöhung der Grenzwerte für die Erhöhung des natürlichen
Alkoholgehalts (erhöhte Anreicherung) um bis zu 0,5
Volumenprozentpunkte übersendet die für die betroffene Region oder im
Falle mehrerer Länder die für den größeren Teil der betroffenen Region
zuständige Landesstelle der Bundesanstalt für Landwirtschaft und
Ernährung einen Antrag auf erhöhte Anreicherung mit den nach Anlage 1
erforderlichen Grundsätzen. Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und
Ernährung unterrichtet die Europäische Kommission nach Abstimmung mit
dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft vor einer
positiven Entscheidung über den Antrag auf erhöhte Anreicherung.
Spätestens eine Woche nach der Unterrichtung nach Satz 2 wird die
getroffene Entscheidung im Bundesanzeiger veröffentlicht.

(4) Die Anreicherung der Cuvée am Herstellungsort der Schaumweine wird
nach Maßgabe des Anhangs II Abschnitt A Nummer 4 der Delegierten
Verordnung (EU) 2019/934 zugelassen.

Süßung

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WeinV-1995
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