Source: https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__1600d.html
Legislation: bgb

Title: § 1600d Gerichtliche Feststellung der Vaterschaft

Description:
Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)
Buch 4 - Familienrecht
Abschnitt 2 - Verwandtschaft
Titel 2 - Abstammung
§ 1600d Gerichtliche Feststellung der Vaterschaft

Paragraph: 1600d

Full Text:
Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)
Buch 4 - Familienrecht
Abschnitt 2 - Verwandtschaft
Titel 2 - Abstammung
§ 1600d Gerichtliche Feststellung der Vaterschaft

(1) Besteht keine Vaterschaft nach § 1592 Nr. 1 und 2, § 1593, so ist
die Vaterschaft gerichtlich festzustellen.

(2) Im Verfahren auf gerichtliche Feststellung der Vaterschaft wird
als Vater vermutet, wer der Mutter während der Empfängniszeit
beigewohnt hat. Die Vermutung gilt nicht, wenn schwerwiegende Zweifel
an der Vaterschaft bestehen.

(3) Als Empfängniszeit gilt die Zeit von dem 300. bis zu dem 181. Tage
vor der Geburt des Kindes, mit Einschluss sowohl des 300. als auch des
181\. Tages. Steht fest, dass das Kind außerhalb des Zeitraums des
Satzes 1 empfangen worden ist, so gilt dieser abweichende Zeitraum als
Empfängniszeit.

(4) Ist das Kind durch eine ärztlich unterstützte künstliche
Befruchtung in einer Einrichtung der medizinischen Versorgung im Sinne
von § 1a Nummer 9 des Transplantationsgesetzes unter heterologer
Verwendung von Samen gezeugt worden, der vom Spender einer
Entnahmeeinrichtung im Sinne von § 2 Absatz 1 Satz 1 des
Samenspenderregistergesetzes zur Verfügung gestellt wurde, so kann der
Samenspender nicht als Vater dieses Kindes festgestellt werden.

(5) Die Rechtswirkungen der Vaterschaft können, soweit sich nicht aus
dem Gesetz anderes ergibt, erst vom Zeitpunkt ihrer Feststellung an
geltend gemacht werden.

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BGB
Level: 5.0