Source: https://www.gesetze-im-internet.de/fev_2010/__25.html
Legislation: fev_2010

Title: § 25 Ausfertigung des Führerscheins

Description:
Verordnung über die Zulassung von Personen zum Straßenverkehr (FeV 2010)
II. - Führen von Kraftfahrzeugen
3. - Verfahren bei der Erteilung einer Fahrerlaubnis
§ 25 Ausfertigung des Führerscheins

Paragraph: 25

Full Text:
Verordnung über die Zulassung von Personen zum Straßenverkehr (FeV 2010)
II. - Führen von Kraftfahrzeugen
3. - Verfahren bei der Erteilung einer Fahrerlaubnis
§ 25 Ausfertigung des Führerscheins

(1) Der Führerschein wird nach Muster 1 der Anlage 8 ausgefertigt. Er
darf nur ausgestellt werden, wenn der Antragsteller

1.  seinen ordentlichen Wohnsitz im Sinne des § 7 Absatz 1 oder 2 in der
    Bundesrepublik Deutschland hat,

2.  zu dem in § 7 Absatz 3 genannten Personenkreis gehört oder

3.  seinen ordentlichen Wohnsitz in einem Staat hat, der nicht
    Mitgliedstaat der Europäischen Union oder Vertragsstaat des Abkommens
    über den Europäischen Wirtschaftsraum ist und im Besitz einer
    deutschen Fahrerlaubnis ist.

(2) Bei einer Erweiterung oder Verlängerung der Fahrerlaubnis oder
Änderungen der Angaben auf dem Führerschein ist ein neuer Führerschein
auszufertigen. Bei einer Erweiterung der Fahrerlaubnis auf eine andere
Klasse ist auf dem Führerschein der Tag zu vermerken, an dem die EU-
oder EWR-Fahrerlaubnis für die bisher vorhandenen Klassen erteilt
worden ist.

(3) Bei Eintragungen auf dem Führerschein, die nicht bereits im Muster
vorgesehen sind, insbesondere auf Grund von Beschränkungen und
Auflagen, sind die in Anlage 9 festgelegten Schlüsselzahlen zu
verwenden.

(3a) Ist die Gültigkeit des Führerscheins abgelaufen, hat der Inhaber
einen neuen Führerschein zu beantragen, es sei denn, er verzichtet auf
die Fahrerlaubnis. Absatz 4 Satz 2 gilt entsprechend.

(4) Ist ein Führerschein abhandengekommen oder vernichtet worden, hat
der bisherige Inhaber den Verlust unverzüglich anzuzeigen und sich ein
Ersatzdokument ausstellen zu lassen, sofern er nicht auf die
Fahrerlaubnis verzichtet. Wird ein Ersatzführerschein für einen
abhandengekommenen ausgestellt, hat sich die Fahrerlaubnisbehörde auf
Kosten des Antragstellers durch die Einholung einer Auskunft aus dem
Zentralen Fahrerlaubnisregister und aus dem Fahreignungsregister zu
vergewissern, dass der Antragsteller die entsprechende Fahrerlaubnis
besitzt. Sie kann außerdem – in der Regel über das Kraftfahrt-
Bundesamt – auf seine Kosten eine Auskunft aus den entsprechenden
ausländischen Registern einholen.

(5) Bei der Aushändigung eines neuen Führerscheins ist der bisherige
Führerschein einzuziehen oder ungültig zu machen. Auf Wunsch des
Inhabers der Fahrerlaubnis kann dieser den bisherigen Führerschein
behalten. Hierzu ist der Führerschein durch die nach Landesrecht
zuständige Behörde sichtbar und dauerhaft zu entwerten. Im Falle der
Vorlage eines nach dem 1. Januar 1999 als Kartenführerschein
ausgestellten Führerscheins ist der Führerschein durch eine Lochung in
der unteren rechten Ecke der Vorderseite zu entwerten. Er verliert mit
Aushändigung des neuen Führerscheins seine Gültigkeit. Wird der
bisherige Führerschein nach Aushändigung des neuen wieder aufgefunden,
ist er unverzüglich der zuständigen Fahrerlaubnisbehörde abzuliefern.

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FeV-2010
Level: 4.0