Source: https://www.gesetze-im-internet.de/fzmechausbv/__8.html
Legislation: fzmechausbv

Title: § 8 Teil 1 der Abschluss- oder Gesellenprüfung

Description:
Verordnung über die Berufsausbildung zum Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker und zur Karosserie- und Fahrzeugbaumechanikerin (FzMechAusbV)
§ 8 Teil 1 der Abschluss- oder Gesellenprüfung

Paragraph: 8

Full Text:
Verordnung über die Berufsausbildung zum Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker und zur Karosserie- und Fahrzeugbaumechanikerin (FzMechAusbV)
§ 8 Teil 1 der Abschluss- oder Gesellenprüfung

(1) Teil 1 der Abschluss- oder Gesellenprüfung erstreckt sich auf

1.  die in der Anlage für die ersten drei Ausbildungshalbjahre genannten
    Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sowie

2.  den Lehrstoff des Berufsschulunterrichts der ersten drei
    Ausbildungshalbjahre, soweit der Lehrstoff für die Berufsausbildung
    wesentlich ist.

(2) Teil 1 der Abschluss- oder Gesellenprüfung besteht aus den
folgenden Prüfungsbereichen:

1.  Arbeitsauftrag und

2.  Auftragsplanung.

(3) Für den Prüfungsbereich Arbeitsauftrag bestehen folgende Vorgaben:

1.  der Prüfling soll nachweisen, dass er in der Lage ist,

    a)  Arbeitsmittel und Messgeräte auszuwählen, Messungen und Beurteilungen
        durchzuführen, Daten zu recherchieren,

    b)  Schaltpläne sowie Zeichnungen und technische Unterlagen anzuwenden,

    c)  Fertigungsabläufe umzusetzen sowie Sicherheits- und
        Schutzeinrichtungen einzusetzen,

    d)  manuelle und maschinelle Be- und Verarbeitungsverfahren, Füge- und
        Umformtechniken anzuwenden,

    e)  elektrische und elektronische Bauteile nach Schalt- und
        Funktionsplänen zu verbinden und eine Funktionsprüfung durchzuführen,

    f)  ein Prüf- und Messprotokoll anzufertigen sowie

    g)  fachbezogene Probleme und deren Lösungen darzustellen sowie seine
        Vorgehensweise zu begründen;

2.  für den Nachweis nach Nummer 1 sind folgende Tätigkeiten zugrunde zu
    legen:

    a)  Anfertigen und Prüfen eines funktionsfähigen Bauteils sowie

    b)  Anschließen und Prüfen eines elektrischen oder elektronischen Systems;

3.  der Prüfling soll ein Prüfungsprodukt herstellen, das aus mehreren
    Teilprodukten bestehen kann und einem Kundenauftrag entspricht;

4.  mit dem Prüfling soll ein auftragsbezogenes Fachgespräch über das
    Prüfungsprodukt geführt werden;

5.  die Prüfungszeit beträgt für das Prüfungsprodukt sechs Stunden und für
    das auftragsbezogene Fachgespräch höchstens 15 Minuten.

(4) Für den Prüfungsbereich Auftragsplanung bestehen folgende
Vorgaben:

1.  der Prüfling soll nachweisen, dass er in der Lage ist,

    a)  Arbeitsabläufe unter Beachtung der Werkstoffeigenschaften zu planen,

    b)  Arbeitssicherheits-, Umweltschutz- und Gesundheitsschutzbestimmungen
        zu berücksichtigen,

    c)  die für die Herstellung erforderlichen Bauteile, Werkzeuge, Maschinen
        und Hilfsmittel festzulegen und dabei die technischen Regeln und die
        Werkstoffeigenschaften zu beachten sowie

    d)  informationstechnische, technologische und mathematische Sachverhalte
        zu bewerten und Lösungswege darzustellen;

2.  der Prüfling soll Aufgaben schriftlich bearbeiten, die sich auf den
    Prüfungsbereich Arbeitsauftrag nach Absatz 3 beziehen;

3.  die Prüfungszeit beträgt 90 Minuten.

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FzMechAusbV
Level: 2.0