Source: https://www.gesetze-im-internet.de/enwg_2005/__17i.html
Legislation: enwg_2005

Title: § 17i Ermittlung der umlagefähigen Netzkosten von Offshore-Anbindungsleitungen

Description:
Gesetz über die Elektrizitäts- und Gasversorgung (EnWG 2005)
Teil 3 - Regulierung des Netzbetriebs
Abschnitt 2 - Netzanschluss
§ 17i Ermittlung der umlagefähigen Netzkosten von Offshore-Anbindungsleitungen

Paragraph: 17i

Full Text:
Gesetz über die Elektrizitäts- und Gasversorgung (EnWG 2005)
Teil 3 - Regulierung des Netzbetriebs
Abschnitt 2 - Netzanschluss
§ 17i Ermittlung der umlagefähigen Netzkosten von Offshore-Anbindungsleitungen

(1) Die Ermittlung der nach § 17f Absatz 1 Satz 1 Nummer 3 bis 6
umlagefähigen Netzkosten für die Errichtung und den Betrieb von
Offshore-Anbindungsleitungen erfolgt nach den von der
Regulierungsbehörde gemäß den §§ 21 und 21a festgelegten Regelungen
zur Netzkostenermittlung mit den Maßgaben des Absatzes 2, solange und
sofern die Regulierungsbehörde nicht eine Festlegung nach § 21 Absatz
3 Nummer 1 Buchstabe g erlassen hat. Die Ermittlung der Kosten nach
Satz 1 hat getrennt von den sonstigen Netzkosten zu erfolgen, die
nicht die Errichtung und den Betrieb von Offshore-Anbindungsleitungen
betreffen, solange und sofern die Regulierungsbehörde nicht eine
Festlegung nach § 21 Absatz 3 Satz 4 Nummer 1 Buchstabe g erlassen
hat.

(2) Netzkosten für die Errichtung und den Betrieb von Offshore-
Anbindungsleitungen, die nicht oder nicht vollständig in einer
separaten Gewinn- und Verlustrechnung für die Elektrizitätsübertragung
oder Elektrizitätsverteilung des letzten abgeschlossenen
Geschäftsjahres nach § 6b Absatz 3 erfasst sind, hat der Netzbetreiber
in vergleichbarer Weise darzulegen und auf Verlangen der
Bundesnetzagentur nachzuweisen. Bei der Ermittlung der Netzkosten nach
Absatz 1 ist im jeweiligen Kalenderjahr der Eigenkapitalzinssatz
zugrunde zu legen, der von der Regulierungsbehörde gemäß den §§ 21 und
21a für die jeweilige Regulierungsperiode für alle Netzbetreiber
festgelegt worden ist.

(3) Die für ein folgendes Kalenderjahr zu erwartenden Kosten sind
durch die Übertragungsnetzbetreiber unter Anwendung der Grundsätze des
Absatzes 1 und des § 17f Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 und 2
nachvollziehbar zu prognostizieren.

(4) Die Ausgaben folgen aus den nach Absatz 1 und § 17f Absatz 1 Satz
1 Nummer 1 und 2 ermittelten Kosten des jeweils vorangegangenen
Kalenderjahres.

(5) In die Einnahmen fließen insbesondere tatsächliche Erlöse ein

1.  auf Grund der finanziellen Verrechnung zwischen den
    Übertragungsnetzbetreibern nach § 17f Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 bis 5
    sowie aus den vereinnahmten Aufschlägen auf die Netzentgelte für die
    Netzkosten nach § 17d Absatz 1 und den §§ 17a und 17b in der bis zum
    Ablauf des 28. Dezember 2023 geltenden Fassung sowie

2.  für Kosten nach § 12b Absatz 1 Satz 4 Nummer 6 und des
    Flächenentwicklungsplans nach § 5 des Windenergie-auf-See-Gesetzes
    nach § 17f Absatz 1 Satz 1 Nummer 6.

(6) Der Übertragungsnetzbetreiber ermittelt jährlich den Saldo
zwischen den zulässigen Einnahmen nach Absatz 5 und den tatsächlichen
Ausgaben nach Absatz 4. Sofern bilanzielle oder kalkulatorische
Netzkosten für die Ermittlung der tatsächlichen Ausgaben nach Absatz 4
im Folgejahr noch nicht vorliegen, sind diese Netzkosten in dem Jahr
abzugleichen, in dem die für die Ermittlung der tatsächlichen
Netzkosten vorliegenden Daten zur Verfügung stehen. Der Saldo
einschließlich der Kosten für eine Zwischenfinanzierung wird gemäß §
17f im Folgejahr oder im Falle des Satzes 2 in einem der Folgejahre
über den Belastungsausgleich ausgeglichen.

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EnWG-2005
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