Source: https://www.gesetze-im-internet.de/pflaprv/__61.html
Legislation: pflaprv

Title: § 61 Übergangsvorschriften

Description:
Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für die Pflegeberufe (PflAPrV)
Teil 4 - Sonstige Vorschriften
Abschnitt 4 - Übergangs- und Schlussvorschriften
§ 61 Übergangsvorschriften

Paragraph: 61

Full Text:
Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für die Pflegeberufe (PflAPrV)
Teil 4 - Sonstige Vorschriften
Abschnitt 4 - Übergangs- und Schlussvorschriften
§ 61 Übergangsvorschriften

(1) Für Ausbildungen, die nach dem Krankenpflegegesetz vor Ablauf des
31\. Dezember 2019 begonnen wurden, ist bis zum 31. Dezember 2024 die
Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für die Berufe in der
Krankenpflege in der am 31. Dezember 2019 geltenden Fassung nach
Maßgabe der Absätze 1a bis 1f anzuwenden.

(1a) Hinsichtlich § 1 Absatz 2 der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung
für die Berufe in der Krankenpflege in der am 31. Dezember 2019
geltenden Fassung gilt, dass Lehrformate, die selbstgesteuertes Lernen
oder E-Learning beinhalten, als pädagogische Hilfsmittel bei der
Konzeption des theoretischen und praktischen Unterrichts in einem
angemessenen Umfang berücksichtigt werden können. Die Teilnahme an
Lehrformaten nach Satz 1 ist von den Schülerinnen und Schülern
gegenüber der Schule nachzuweisen. Das Nähere regeln die Länder.

(1b) Im schriftlichen Teil der Prüfung nach den §§ 13 und 16 der
Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für die Berufe in der
Krankenpflege in der am 31. Dezember 2019 geltenden Fassung ist, wenn
die Prüfung nach dem 15. Dezember 2023 durchgeführt wird, jede
Aufsichtsarbeit von zwei Fachprüferinnen oder Fachprüfern zu benoten.
Aus den Noten der Fachprüferinnen oder Fachprüfer für jede
Aufsichtsarbeitet bildet die oder der Vorsitzende des
Prüfungsausschusses die Note für die einzelne Aufsichtsarbeit als das
arithmetische Mittel. Aus den Noten der drei Aufsichtsarbeiten bildet
die oder der Vorsitzende des Prüfungsausschusses die Prüfungsnote für
den schriftlichen Teil der Prüfung als das arithmetische Mittel. Die
Berechnung der Noten nach den Sätzen 2 und 3 erfolgt auf zwei Stellen
nach dem Komma ohne Rundung. Dem berechneten Zahlenwert ist die
entsprechende Note nach § 7 der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung
für die Berufe in der Krankenpflege in der am 31. Dezember 2019
geltenden Fassung zuzuordnen.

(1c) Im mündlichen Teil der Prüfung nach den §§ 14 und 17 der
Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für die Berufe in der
Krankenpflege in der am 31. Dezember 2019 geltenden Fassung wird, wenn
die Prüfung nach dem 15. Dezember 2023 durchgeführt wird, die Prüfung
zu jedem Themenbereich von zwei Fachprüferinnen oder Fachprüfern
abgenommen und benotet. Die oder der Vorsitzende des
Prüfungsausschusses ist berechtigt, am mündlichen Teil der Prüfung
teilzunehmen; ihr oder ihm steht kein Fragerecht zu. Aus den Noten der
Fachprüferinnen oder Fachprüfer zu jedem Themenbereich bildet die oder
der Vorsitzende des Prüfungsausschusses die Note für den jeweiligen
Themenbereich als das arithmetische Mittel. Aus den einzelnen Noten
der Themenbereiche bildet die oder der Vorsitzende des
Prüfungsausschusses die Prüfungsnote für den mündlichen Teil der
Prüfung als das arithmetische Mittel. Die Berechnung nach den Sätzen 3
und 4 erfolgt auf zwei Stellen nach dem Komma ohne Rundung. Dem
berechneten Zahlenwert ist die entsprechende Note nach § 7 der
Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für die Berufe in der
Krankenpflege in der am 31. Dezember 2019 geltenden Fassung
zuzuordnen.

(1d) Der praktische Teil der Prüfung nach den §§ 15 und 18 der
Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für die Berufe in der
Krankenpflege in der am 31. Dezember 2019 geltenden Fassung wird, wenn
die Prüfung nach dem 15. Dezember 2023 durchgeführt wird, von einer
Fachprüferin oder einem Fachprüfer nach § 4 Absatz 1 Satz 1 Nummer 3
Buchstabe a der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für die Berufe in
der Krankenpflege in der am 31. Dezember 2019 geltenden Fassung und
einer Fachprüferin oder einem Fachprüfer nach § 4 Absatz 1 Satz 1
Nummer 4 der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für die Berufe in der
Krankenpflege in der am 31. Dezember 2019 geltenden Fassung abgenommen
und benotet. Die oder der Vorsitzende des Prüfungsausschusses ist
berechtigt, am mündlichen Teil der Prüfung teilzunehmen; ihr oder ihm
steht kein Fragerecht zu. Aus den Noten der Fachprüferinnen oder
Fachprüfer für die in der Prüfung erbrachte Leistung bildet die oder
der Vorsitzende des Prüfungsausschusses die Prüfungsnote für den
praktischen Teil der Prüfung als das arithmetische Mittel. Die
Berechnung erfolgt auf zwei Stellen nach dem Komma ohne Rundung. Dem
berechneten Zahlenwert ist die entsprechende Note nach § 7 der
Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für die Berufe in der
Krankenpflege in der am 31. Dezember 2019 geltenden Fassung
zuzuordnen.

(1e) Für die Eignungsprüfung nach § 20a Absatz 3 der Ausbildungs- und
Prüfungsverordnung für die Berufe in der Krankenpflege in der am 31.
Dezember 2019 geltenden Fassung, die nach dem 15. Dezember 2023
durchgeführt wird, gilt, dass die Leistung entweder mit „bestanden“
oder mit „nicht bestanden“ bewertet wird. Mit „bestanden“ wird sie
bewertet, wenn sie den Anforderungen genügt, also mindestens der Note
„ausreichend (4)“ entspricht. Die Eignungsprüfung ist bestanden, wenn
alle Fachprüferinnen und Fachprüfer die in jeder Pflegesituation
erbrachte Leistung mit „bestanden“ bewerten.

(1f) Für den mündlichen und den praktischen Teil der Kenntnisprüfung
nach § 20b Absatz 4 und 5 der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für
die Berufe in der Krankenpflege in der am 31. Dezember 2019 geltenden
Fassung, der nach dem 15. Dezember 2023 durchgeführt wird, gilt, dass
die Leistung entweder mit „bestanden“ oder mit „nicht bestanden“
bewertet wird. Mit „bestanden“ wird sie bewertet, wenn sie den
Anforderungen genügt, also mindestens der Note „ausreichend (4)“
entspricht. Der mündliche Teil der Kenntnisprüfung ist bestanden, wenn
alle Fachprüferinnen und Fachprüfer die erbrachte Leistung mit
„bestanden“ bewerten. Der praktische Teil der Kenntnisprüfung ist
bestanden, wenn alle Fachprüferinnen und Fachprüfer die in jeder
Pflegesituation erbrachte Leistung mit „bestanden“ bewerten.

(2) Für Ausbildungen, die nach dem Altenpflegegesetz vor Ablauf des
31\. Dezember 2019 begonnen wurden, ist bis zum 31. Dezember 2024 die
Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für den Beruf der Altenpflegerin
und des Altenpflegers in der am 31. Dezember 2019 geltenden Fassung
nach Maßgabe der Absätze 2a bis 2e anzuwenden.

(2a) Hinsichtlich § 1 Absatz 1 der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung
für den Beruf der Altenpflegerin und des Altenpflegers in der am 31.
Dezember 2019 geltenden Fassung gilt, dass Lehrformate, die
selbstgesteuertes Lernen oder E-Learning beinhalten, als pädagogische
Hilfsmittel bei der Konzeption des theoretischen und praktischen
Unterrichts in einem angemessenen Umfang berücksichtigt werden können.
Die Teilnahme an Lehrformaten nach Satz 1 ist von den Schülerinnen und
Schülern gegenüber der Schule nachzuweisen. Das Nähere regeln die
Länder.

(2b) Im schriftlichen Teil der Prüfung nach § 10 der Ausbildungs- und
Prüfungsverordnung für den Beruf der Altenpflegerin und des
Altenpflegers in der am 31. Dezember 2019 geltenden Fassung bildet die
oder der Vorsitzende des Prüfungsausschusses, wenn die Prüfung nach
dem 15. Dezember 2023 durchgeführt wird, die jeweiligen Noten für die
einzelnen Aufsichtsarbeiten als das arithmetische Mittel der Noten der
beiden Fachprüferinnen oder Fachprüfer für jede Aufsichtsarbeit. Die
Note für den schriftlichen Teil der Prüfung bildet die oder der
Vorsitzende des Prüfungsausschusses als das arithmetische Mittel der
Noten nach Satz 1 und der Vornoten gemäß § 9 Absatz 1 und 2 der
Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für den Beruf der Altenpflegerin
und des Altenpflegers in der am 31. Dezember 2019 geltenden Fassung.
Die Berechnung der Noten nach den Sätzen 1 und 2 erfolgt auf zwei
Stellen nach dem Komma ohne Rundung. Dem berechneten Zahlenwert ist
die entsprechende Note nach § 4 der der Ausbildungs- und
Prüfungsverordnung für den Beruf der Altenpflegerin und des
Altenpflegers in der am 31. Dezember 2019 geltenden Fassung
zuzuordnen.

(2c) Der mündliche Teil der Prüfung nach § 11 der Ausbildungs- und
Prüfungsverordnung für den Beruf der Altenpflegerin und des
Altenpflegers in der am 31. Dezember 2019 geltenden Fassung ist, wenn
die Prüfung nach dem 15. Dezember 2023 durchgeführt wird, durch zwei
Fachprüferinnen oder Fachprüfer abzunehmen und zu benoten. Das
vorsitzende Mitglied des Prüfungsausschusses ist berechtigt, am
mündlichen Teil der Prüfung teilzunehmen; ihr oder ihm steht kein
Fragerecht zu. Aus den Noten der Fachprüferinnen oder Fachprüfer
bildet die oder der Vorsitzende des Prüfungsausschusses die Note der
einzelnen in der Prüfung erbrachten Leistungen zu § 11 Absatz 1 Nummer
1 bis 3 der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für den Beruf der
Altenpflegerin und des Altenpflegers in der am 31. Dezember 2019
geltenden Fassung als das arithmetische Mittel. Die Note für den
mündlichen Teil der Prüfung bildet die oder der Vorsitzende des
Prüfungsausschusses als das arithmetische Mittel der Noten nach Satz 3
und der Vornoten gemäß § 9 Absatz 1 und 2 der Ausbildungs- und
Prüfungsverordnung für den Beruf der Altenpflegerin und des
Altenpflegers in der am 31. Dezember 2019 geltenden Fassung. Die
Berechnung nach den Sätzen 3 und 4 erfolgt auf zwei Stellen nach dem
Komma ohne Rundung. Dem berechneten Zahlenwert ist die entsprechende
Note nach § 4 der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für den Beruf
der Altenpflegerin und des Altenpflegers in der am 31. Dezember 2019
geltenden Fassung zuzuordnen.

(2d) Der praktische Teil der Prüfung nach § 12 der Ausbildungs- und
Prüfungsverordnung für den Beruf der Altenpflegerin und des
Altenpflegers in der am 31. Dezember 2019 geltenden Fassung ist, wenn
die Prüfung nach dem 15. Dezember 2023 durchgeführt wird, durch zwei
Fachprüferinnen oder Fachprüfer abzunehmen und zu benoten. Das
vorsitzende Mitglied des Prüfungsausschusses ist berechtigt, am
praktischen Teil der Prüfung teilzunehmen; ihr oder ihm steht kein
Fragerecht zu. Aus den Noten der Fachprüferinnen oder Fachprüfer
bildet die oder der Vorsitzende des Prüfungsausschusses die Note für
die in der praktischen Prüfung erbrachte Leistung als das
arithmetische Mittel. Die Note für den praktischen Teil der Prüfung
bildet die oder der Vorsitzende des Prüfungsausschusses als das
arithmetische Mittel aus der Note für die in der praktischen Prüfung
erbrachte Leistung und den Vornoten gemäß § 9 Absatz 1 und 2 der
Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für den Beruf der Altenpflegerin
und des Altenpflegers in der am 31. Dezember 2019 geltenden Fassung.
Die Berechnung nach den Sätzen 3 und 4 erfolgt auf zwei Stellen nach
dem Komma ohne Rundung. Dem berechneten Zahlenwert ist die
entsprechende Note nach § 4 der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung
für den Beruf der Altenpflegerin und des Altenpflegers in der am 31.
Dezember 2019 geltenden Fassung zuzuordnen.

(2e) Beim praktischen Teil der Prüfung kann nach § 12 Absatz 4 der
Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für den Beruf der Altenpflegerin
und des Altenpflegers in der am 31. Dezember 2019 geltenden Fassung
eine Praxisanleiterin oder ein Praxisanleiter zur Abnahme der Prüfung,
nicht jedoch zur Benotung, in beratender Funktion hinzugezogen werden,
wenn die Prüfung nach dem 15. Dezember 2023 durchgeführt wird.

(3) Sofern die staatlichen Prüfungen der beruflichen und der
hochschulischen Pflegeausbildung nach Teil 1 Abschnitt 2, Teil 2 und
Teil 3 sowie der Eignungs- und Kenntnisprüfungen nach Teil 4 Abschnitt
2 auf Grundlage dieser Verordnung in der am 15. Dezember 2023
geltenden Fassung begonnen wurden, können sie auf dieser Grundlage
abgeschlossen werden.

(4) Für Ausbildungen, die nach dem Pflegeberufegesetz vor Ablauf des
31\. Dezember 2024 begonnen wurden, ist bis zum 31. Dezember 2029 die
Pflegeberufe-Ausbildungs- und -Prüfungsverordnung in der am 31.
Dezember 2024 geltenden Fassung anzuwenden.

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PflAPrV
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