Source: https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__357.html
Legislation: bgb

Title: § 357 Rechtsfolgen des Widerrufs von außerhalb von Geschäftsräumen geschlossenen Verträgen und Fernabsatzverträgen mit Ausnahme von Verträgen über Finanzdienstleistungen

Description:
Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)
Buch 2 - Recht der Schuldverhältnisse
Abschnitt 3 - Schuldverhältnisse aus Verträgen
Titel 5 - Rücktritt; Widerrufsrecht bei Verbraucherverträgen
Untertitel 2 - Widerrufsrecht bei Verbraucherverträgen
§ 357 Rechtsfolgen des Widerrufs von außerhalb von Geschäftsräumen geschlossenen Verträgen und Fernabsatzverträgen mit Ausnahme von Verträgen über Finanzdienstleistungen

Paragraph: 357

Full Text:
Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)
Buch 2 - Recht der Schuldverhältnisse
Abschnitt 3 - Schuldverhältnisse aus Verträgen
Titel 5 - Rücktritt; Widerrufsrecht bei Verbraucherverträgen
Untertitel 2 - Widerrufsrecht bei Verbraucherverträgen
§ 357 Rechtsfolgen des Widerrufs von außerhalb von Geschäftsräumen geschlossenen Verträgen und Fernabsatzverträgen mit Ausnahme von Verträgen über Finanzdienstleistungen

(1) Die empfangenen Leistungen sind spätestens nach 14 Tagen
zurückzugewähren.

(2) Der Unternehmer muss auch etwaige Zahlungen des Verbrauchers für
die Lieferung zurückgewähren. Dies gilt nicht, soweit dem Verbraucher
zusätzliche Kosten entstanden sind, weil er sich für eine andere Art
der Lieferung als die vom Unternehmer angebotene günstigste
Standardlieferung entschieden hat.

(3) Für die Rückzahlung muss der Unternehmer dasselbe Zahlungsmittel
verwenden, das der Verbraucher bei der Zahlung verwendet hat. Satz 1
gilt nicht, wenn ausdrücklich etwas anderes vereinbart worden ist und
dem Verbraucher dadurch keine Kosten entstehen.

(4) Bei einem Verbrauchsgüterkauf kann der Unternehmer die Rückzahlung
verweigern, bis er die Waren zurückerhalten hat oder der Verbraucher
den Nachweis erbracht hat, dass er die Waren abgesandt hat. Dies gilt
nicht, wenn der Unternehmer angeboten hat, die Waren abzuholen.

(5) Der Verbraucher trägt die unmittelbaren Kosten der Rücksendung der
Waren, wenn der Unternehmer den Verbraucher nach Artikel 246a § 1
Absatz 2 Satz 1 Nummer 2 des Einführungsgesetzes zum Bürgerlichen
Gesetzbuche von dieser Pflicht unterrichtet hat. Satz 1 gilt nicht,
wenn der Unternehmer sich bereit erklärt hat, diese Kosten zu tragen.

(6) Der Verbraucher ist nicht verpflichtet, die Waren zurückzusenden,
wenn der Unternehmer angeboten hat, die Waren abzuholen.

(7) Bei außerhalb von Geschäftsräumen geschlossenen Verträgen, bei
denen die Waren zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses zur Wohnung des
Verbrauchers gebracht worden sind, ist der Unternehmer verpflichtet,
die Waren auf eigene Kosten abzuholen, wenn die Waren so beschaffen
sind, dass sie nicht per Post zurückgesandt werden können.

(8) Für die Rechtsfolgen des Widerrufs von Verträgen über die
Bereitstellung digitaler Produkte gilt ferner § 327p entsprechend.

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BGB
Level: 6.0