Source: https://www.gesetze-im-internet.de/karbv/__21.html
Legislation: karbv

Title: § 21 Bilanz

Description:
Verordnung über Inhalt, Umfang und Darstellung der Rechnungslegung von Sondervermögen, Investmentaktiengesellschaften und Investmentkommanditgesellschaften sowie über die Bewertung der zu dem Investmentvermögen gehörenden Vermögensgegenstände (KARBV)
Abschnitt 2 - Rechnungslegung
Unterabschnitt 3 - Investmentgesellschaft
§ 21 Bilanz

Paragraph: 21

Full Text:
Verordnung über Inhalt, Umfang und Darstellung der Rechnungslegung von Sondervermögen, Investmentaktiengesellschaften und Investmentkommanditgesellschaften sowie über die Bewertung der zu dem Investmentvermögen gehörenden Vermögensgegenstände (KARBV)
Abschnitt 2 - Rechnungslegung
Unterabschnitt 3 - Investmentgesellschaft
§ 21 Bilanz

(1) In der Bilanz der Investmentaktiengesellschaft (§ 120 Absatz 2
Satz 1 und § 148 Absatz 1 des Kapitalanlagegesetzbuches) und der
Investmentkommanditgesellschaft (§ 135 Absatz 3 Satz 1 und § 158 des
Kapitalanlagegesetzbuches) sind die für den Betrieb der intern
verwalteten Investmentgesellschaft notwendigen Vermögensgegenstände
und Schulden (Investmentbetriebsvermögen) und die dem Sondervermögen
vergleichbaren Vermögensgegenstände und Schulden
(Investmentanlagevermögen) gesondert auszuweisen. Sofern bei der
Investmentaktiengesellschaft mit veränderlichem Kapital oder bei der
offenen Investmentkommanditgesellschaft Teilgesellschaftsvermögen
gebildet wurden, ist die Bilanz darüber hinaus nach
Teilgesellschaftsvermögen aufzugliedern.

(2) Das Investmentbetriebsvermögen ist für Zwecke der Bilanzierung
sowie der Aktienpreisermittlung ausschließlich nach den Grundsätzen
des Dritten Buches des Handelsgesetzbuches anzusetzen und zu bewerten.
Der ermittelte Wert gilt als Verkehrswert im Sinne des § 168 Absatz 1
des Kapitalanlagegesetzbuches.

(3) Auf die Bewertung des Investmentanlagevermögens sind die §§ 26 bis
31 und 34 anzuwenden.

(4) Die Bilanz der Investmentaktiengesellschaft und der
Investmentkommanditgesellschaft ist wie folgt zu gliedern:

I.  Investmentbetriebsvermögen

    A.  Aktiva
        Vermögenswerte

    B.  Passiva
        Verbindlichkeiten

II. Investmentanlagevermögen

    A.  Aktiva

        1.  Sachanlagen

        2.  Anschaffungsnebenkosten

        3.  Beteiligungen

        4.  Wertpapiere

        5.  Barmittel und Barmitteläquivalente

            a)  Täglich verfügbare Bankguthaben

            b)  Kurzfristige liquide Anlagen

            c)  Andere

        6.  Forderungen

            a)  Forderungen aus der Bewirtschaftung

            b)  Forderungen an Beteiligungsgesellschaften

            c)  Zins- und Dividendenansprüche

            d)  Eingeforderte ausstehende Pflichteinlagen

            e)  Andere Forderungen

        7.  Sonstige Vermögensgegenstände

        8.  Aktive Rechnungsabgrenzung

    B.  Passiva

        1.  Rückstellungen

        2.  Kredite

            a)  von Kreditinstituten

            b)  von Gesellschaftern

            c)  Andere

        3.  Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

            a)  aus dem Erwerb von Investitionsgütern

            b)  aus anderen Lieferungen und Leistungen

            c)  aus der Rücknahme von Anteilen

        4.  Sonstige Verbindlichkeiten

            a)  gegenüber Gesellschaftern

            b)  aus Wertpapierleihegeschäften

            c)  aus Pensionsgeschäften

            d)  Andere

        5.  Passive Rechnungsabgrenzung

        6.  Eigenkapital

            a)  Kapitalanteile beziehungsweise gezeichnetes Kapital

            b)  Kapitalrücklage

            c)  Gewinnrücklage

                aa) Gesetzliche Rücklage

                bb) Rücklage für eigene Anteile

                cc) Satzungsmäßige Rücklagen

                dd) Andere Gewinnrücklagen

            d)  Nicht realisierte Gewinne/Verluste aus der Neubewertung

            e)  Gewinnvortrag/Verlustvortrag

            f)  Realisiertes Ergebnis des Geschäftsjahres.

Bei dem Eigenkapitalausweis der Investmentkommanditgesellschaft ist §
264c des Handelsgesetzbuches zu beachten.

(5) Die Bilanz darf auch unter Berücksichtigung der vollständigen
Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt werden. Dann tritt an die
Stelle des realisierten Ergebnisses des Geschäftsjahres
(Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag) und des Gewinn- oder
Verlustvortrags der Posten Bilanzgewinn oder Bilanzverlust; ein
vorhandener Gewinn- oder Verlustvortrag ist in den Posten Bilanzgewinn
oder Bilanzverlust einzubeziehen und in der Verwendungsrechnung und
Entwicklungsrechnung gesondert anzugeben.

Collections: bundestag_gesetze
KARBV
Level: 4.0