Source: https://www.gesetze-im-internet.de/lehrerzvdbest_1/__7.html
Legislation: lehrerzvdbest_1

Title: § 7

Description:
Erste Durchführungsbestimmung zur Verordnung über die Pflichten und Rechte der Lehrkräfte und Erzieher - Arbeitsordnung für pädagogische Kräfte der Volksbildung - (LehrErzVDBest 1)
- - Pflichten und Rechte der Lehrkräfte und Erzieher
§ 7

Paragraph: 7

Full Text:
Erste Durchführungsbestimmung zur Verordnung über die Pflichten und Rechte der Lehrkräfte und Erzieher - Arbeitsordnung für pädagogische Kräfte der Volksbildung - (LehrErzVDBest 1)
- - Pflichten und Rechte der Lehrkräfte und Erzieher
§ 7

(1) Soweit nicht Festlegungen in der Stundentafel entgegenstehen,
dürfen Lehrer und Erzieher Schüler ab 7. Klasse sowie Lehrlinge in der
Regel ohne persönliche Begleitung Unterrichtswege zurücklegen oder
feststehende Warte- oder Pausenzeiten verbringen lassen, es sei denn,
daß der Direktor oder Leiter aus besonderen Gründen eine andere
Regelung trifft.

(2) Lehrkräfte und Erzieher haben das Recht, vom Direktor oder Leiter
der Einrichtung eine Entscheidung darüber zu erwirken, ob und
inwieweit auch Schüler bis zur 6. Klasse bei entsprechenden
Voraussetzungen ohne persönliche Begleitung durch den Lehrer oder
Erzieher Unterrichtswege zurücklegen oder bestimmte Warte- oder
Pausenzeiten verbringen können. Als Voraussetzungen hierfür gelten
gute, bewußte Disziplin der Klasse oder Gruppe sowie Wege und Orte
ohne besondere Gefahrenquellen usw.

(3) In jedem Fall, in dem eine unmittelbare persönliche Begleitung
nach vorstehender Regelung unterbleibt, sind die Schüler oder
Lehrlinge vorher eingehend zu belehren. Besonders geeignete Schüler
sind mit der Leitung der Klasse oder Gruppe zu beauftragen. Diese
Beauftragung soll in geeigneten Fällen nach Absprache mit Vertretern
der Jugend- und Kinderorganisation erfolgen.

(4) Lehrkräfte und Erzieher haben das Recht, im Rahmen der Erziehung
der Jugend zur Selbständigkeit einzelnen Kindern oder Jugendlichen
besondere Aufträge zu erteilen. Alter und Entwicklungsstand der Kinder
und Jugendlichen sind dabei, vor allem im Hinblick auf die Art des
Auftrages, sorgfältig zu berücksichtigen. Sollen Kinder oder
Jugendliche in den Wartezeiten Aufträge der Eltern ausführen, kann der
Lehrer und Erzieher, für Schüler bis zur 4. Klasse bei Vorliegen einer
schriftlichen Erklärung der Eltern, die Genehmigung dazu erteilen. In
jedem Fall sind diese Kinder und Jugendlichen umfassend zu
unterweisen.

(5) Besonders geeignete Schüler können im Interesse des Bildungs- und
Erziehungsprozesses mit der Leitung und Beaufsichtigung von
schulischen Veranstaltungen beauftragt werden. Der verantwortliche
Lehrer behält in diesem Fall die Oberaufsicht und hat folgende
Pflichten:

a)  sorgfältige Auswahl der Schüler (Mindestalter das vollendete 14.
    Lebensjahr),

b)  sorgfältige Einweisung und Belehrung,

c)  regelmäßige Anleitung und Kontrolle.

Collections: bundestag_gesetze
LehrErzVDBest-1
Level: 3.0