Source: https://www.gesetze-im-internet.de/kstoffverfmausbv_2012/__24.html
Legislation: kstoffverfmausbv_2012

Title: § 24 Teil 2 der Abschlussprüfung in der Fachrichtung Bauteile

Description:
Verordnung über die Berufsausbildung zum Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik und zur Verfahrensmechanikerin für Kunststoff- und Kautschuktechnik (KStoffVerfMAusbV 2012)
Teil 2 - Fachrichtungsspezifische Vorschriften
Teil 2.5 - Fachrichtung Bauteile
§ 24 Teil 2 der Abschlussprüfung in der Fachrichtung Bauteile

Paragraph: 24

Full Text:
Verordnung über die Berufsausbildung zum Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik und zur Verfahrensmechanikerin für Kunststoff- und Kautschuktechnik (KStoffVerfMAusbV 2012)
Teil 2 - Fachrichtungsspezifische Vorschriften
Teil 2.5 - Fachrichtung Bauteile
§ 24 Teil 2 der Abschlussprüfung in der Fachrichtung Bauteile

(1) Teil 2 der Abschlussprüfung erstreckt sich auf die in der Anlage
aufgeführten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sowie auf den im
Berufsschulunterricht zu vermittelnden Lehrstoff, soweit er für die
Berufsausbildung wesentlich ist.

(2) Teil 2 der Abschlussprüfung besteht aus den Prüfungsbereichen:

1.  Fertigungsauftrag,

2.  Reparieren und Instandsetzen,

3.  Fertigungstechnik und technische Kommunikation,

4.  Wirtschafts- und Sozialkunde.

(3) Für den Prüfungsbereich Fertigungsauftrag bestehen folgende
Vorgaben:

1.  Der Prüfling soll nachweisen, dass er

    a)  Produktionsaufträge nach Art und Umfang auswerten, Informationen für
        die Auftragsabwicklung beschaffen,

    b)  Arbeitsabläufe und Betriebsmitteleinsatz planen und strukturieren
        sowie die Fertigungsvoraussetzungen schaffen,

    c)  Produktionsaufträge, insbesondere unter Berücksichtigung technischer
        Dokumente, der Arbeitssicherheit und des Umweltschutzes, durchführen,

    d)  Fertigungseinrichtungen zur Herstellung von Bauteilen einrichten,
        steuern, überwachen, Fertigungsablauf optimieren sowie Maßnahmen zur
        Behebung von Störungen ergreifen,

    e)  betriebliche Qualitätssicherungssysteme im eigenen Arbeitsbereich
        anwenden, Ursachen von Qualitätsmängeln systematisch suchen,
        beseitigen und dokumentieren,

    f)  Prüfverfahren und Prüfmittel auswählen und anwenden, Prüfpläne und
        Prüfvorschriften anwenden, Ergebnisse bewerten und dokumentieren,

    g)  Bauteile nach technischen Zeichnungen herstellen und prüfen,

    h)  Abwicklungen konstruieren und Bauteile danach fertigen,

    i)  Konstruktions- und Fügemöglichkeiten bestimmen und festlegen,

    j)  Berechnungen zur Herstellung von Fertigungsaufträgen ausführen sowie

    k)  manuelle und maschinelle Bearbeitungsverfahren sowie lösbare und
        unlösbare Fügeverfahren anwenden, technische Parameter bestimmen

    kann;

2.  der Prüfling soll eine Arbeitsaufgabe durchführen und mit
    praxisbezogenen Unterlagen dokumentieren; bei der Aufgabenstellung ist
    der Bereich, in dem der Auszubildende überwiegend betrieblich
    ausgebildet wurde, zu berücksichtigen;

3.  die Prüfungszeit beträgt sieben Stunden.

(4) Für den Prüfungsbereich Reparieren und Instandsetzen bestehen
folgende Vorgaben:

1.  Der Prüfling soll nachweisen, dass er

    a)  Arbeitsaufträge planen, unter Berücksichtigung von Arbeitssicherheit
        und Umweltschutz durchführen, Arbeitsergebnisse kontrollieren und
        dokumentieren,

    b)  Sicherheitseinrichtungen auf ihre Wirksamkeit überprüfen,

    c)  Rohrleitungsteile oder -systeme, Bauteile oder Baugruppen prüfen,
        ausmessen, skizzieren und zeichnen,

    d)  Rohrleitungsteile oder -systeme, Bauteile oder Baugruppen herstellen,
        umbauen oder instand setzen und berufsbezogene Berechnungen
        durchführen sowie

    e)  den Bedarf an Werkzeugen, Maschinen, Geräten, Material und
        Hilfsmitteln bei Überprüfungs-, Einstell-, Umbau- und
        Instandsetzungsmaßnahmen ermitteln und dokumentieren; Arbeitsmittel
        bereitstellen und einsetzen

    kann;

2.  der Prüfling soll eine Arbeitsprobe durchführen und hierüber ein
    situatives Fachgespräch führen; bei der Aufgabenstellung ist der
    Bereich, in dem der Auszubildende überwiegend betrieblich ausgebildet
    wurde, zu berücksichtigen;

3.  die Prüfungszeit beträgt vier Stunden, innerhalb dieser Zeit soll das
    situative Fachgespräch höchstens 20 Minuten dauern.

(5) Für den Prüfungsbereich Fertigungstechnik und technische
Kommunikation bestehen folgende Vorgaben:

1.  Der Prüfling soll nachweisen, dass er

    a)  Be- und Verarbeitungsverfahren unterscheiden und nach technischen,
        betriebswirtschaftlichen und ökologischen Gesichtspunkten bewerten,
        auswählen und einsetzen,

    b)  Werkstoffe ermitteln, Werk- und Hilfsstoffe dem Verwendungszweck
        zuordnen und einsetzen,

    c)  qualitätssichernde Maßnahmen durchführen; Ergebnisse überprüfen und
        dokumentieren, Arbeitssicherheits- und Umweltschutzvorschriften
        anwenden sowie werkstoffliches Recycling durchführen,

    d)  Informationen für die Auftragsabwicklung beschaffen sowie diese mit
        vor- und nachgelagerten Bereichen abstimmen, Fertigungsabläufe
        koordinieren und optimieren und Arbeitspläne erstellen,

    e)  lösbare und unlösbare Fügeverfahren für polymere Werkstoffe
        unterscheiden und anwenden,

    f)  Gestaltungsmöglichkeiten von Konstruktionen mit polymeren Werkstoffen
        unterscheiden und anwenden,

    g)  Umformverfahren von polymeren Werkstoffen unterscheiden und anwenden,

    h)  isometrische Darstellungen, technische Zeichnungen und Abwicklungen
        von Rohrleitungen, Bauteilen und Baugruppen lesen und erstellen sowie

    i)  Berechnungen zur Fertigung von Rohrleitungen, Bauteilen und Baugruppen
        ausführen

    kann;

2.  der Prüfling soll praxisbezogene Aufgaben schriftlich bearbeiten;

3.  die Prüfungszeit beträgt 180 Minuten.

(6) Für den Prüfungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde bestehen
folgende Vorgaben:

1.  Der Prüfling soll nachweisen, dass er allgemeine wirtschaftliche und
    gesellschaftliche Zusammenhänge der Berufs- und Arbeitswelt darstellen
    und beurteilen kann;

2.  der Prüfling soll praxisbezogene Aufgaben schriftlich bearbeiten;

3.  die Prüfungszeit beträgt 60 Minuten.

Collections: bundestag_gesetze
KStoffVerfMAusbV-2012
Level: 4.0