Source: https://www.gesetze-im-internet.de/bbig_2005/__28.html
Legislation: bbig_2005

Title: § 28 Eignung von Ausbildenden und Ausbildern oder Ausbilderinnen

Description:
Berufsbildungsgesetz (BBiG 2005)
Teil 2 - Berufsbildung
Kapitel 1 - Berufsausbildung
Abschnitt 3 - Eignung von Ausbildungsstätte und Ausbildungspersonal
§ 28 Eignung von Ausbildenden und Ausbildern oder Ausbilderinnen

Paragraph: 28

Full Text:
Berufsbildungsgesetz (BBiG 2005)
Teil 2 - Berufsbildung
Kapitel 1 - Berufsausbildung
Abschnitt 3 - Eignung von Ausbildungsstätte und Ausbildungspersonal
§ 28 Eignung von Ausbildenden und Ausbildern oder Ausbilderinnen

(1) Auszubildende darf nur einstellen, wer persönlich geeignet ist.
Auszubildende darf nur ausbilden, wer persönlich und fachlich geeignet
ist.

(2) Wer fachlich nicht geeignet ist oder wer nicht selbst ausbildet,
darf Auszubildende nur dann einstellen, wenn er persönlich und
fachlich geeignete Ausbilder oder Ausbilderinnen bestellt, die die
Ausbildungsinhalte in der Ausbildungsstätte unmittelbar,
verantwortlich und in wesentlichem Umfang vermitteln. Eine
unmittelbare Vermittlung der Ausbildungsinhalte ist in angemessenem
Umfang auch als digitales mobiles Ausbilden ohne gleichzeitige
Anwesenheit der Auszubildenden und ihrer Ausbilder oder Ausbilderinnen
am gleichen Ort möglich, wenn

1.  für die Vermittlung Informationstechnik eingesetzt wird,

2.  die Ausbildungsinhalte und die Orte, an denen sich die Auszubildenden
    und ihre Ausbilder oder Ausbilderinnen jeweils aufhalten, für die
    Vermittlung von Ausbildungsinhalten auf Distanz geeignet sind und

3.  die Qualität der Vermittlung derjenigen bei gleichzeitiger Anwesenheit
    der Auszubildenden und ihrer Ausbilder oder Ausbilderinnen am gleichen
    Ort gleichwertig ist; dies ist insbesondere der Fall, wenn der
    Ausbilder oder die Ausbilderin jederzeit zu den betriebsüblichen
    Zeiten für den Auszubildenden oder die Auszubildende erreichbar ist,
    den Lernprozess steuert und begleitet sowie die Lernfortschritte
    kontrolliert.

Für die Ausgestaltung digitalen mobilen Ausbildens kann der
Hauptausschuss des Bundesinstituts für Berufsbildung Empfehlungen
beschließen.

(3) Unter der Verantwortung des Ausbilders oder der Ausbilderin kann
bei der Berufsausbildung mitwirken, wer selbst nicht Ausbilder oder
Ausbilderin ist, aber abweichend von den besonderen Voraussetzungen
des § 30 die für die Vermittlung von Ausbildungsinhalten
erforderlichen beruflichen Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten
besitzt und persönlich geeignet ist.

Collections: bundestag_gesetze
BBiG-2005
Level: 5.0