Source: https://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__59a.html
Legislation: stgb

Title: § 59a Bewährungszeit, Auflagen und Weisungen

Description:
Strafgesetzbuch (StGB)
Allgemeiner Teil -
Dritter Abschnitt - Rechtsfolgen der Tat
Fünfter Titel - Absehen von Strafe
§ 59a Bewährungszeit, Auflagen und Weisungen

Paragraph: 59a

Full Text:
Strafgesetzbuch (StGB)
Allgemeiner Teil -
Dritter Abschnitt - Rechtsfolgen der Tat
Fünfter Titel - Absehen von Strafe
§ 59a Bewährungszeit, Auflagen und Weisungen

(1) Das Gericht bestimmt die Dauer der Bewährungszeit. Sie darf zwei
Jahre nicht überschreiten und ein Jahr nicht unterschreiten.

(2) Das Gericht kann den Verwarnten anweisen,

1.  sich zu bemühen, einen Ausgleich mit dem Verletzten zu erreichen oder
    sonst den durch die Tat verursachten Schaden wiedergutzumachen,

2.  seinen Unterhaltspflichten nachzukommen,

3.  einen Geldbetrag zugunsten einer gemeinnützigen Einrichtung oder der
    Staatskasse zu zahlen,

4.  sonst gemeinnützige Leistungen zu erbringen,

5.  sich einer ambulanten Heilbehandlung oder einer ambulanten
    Entziehungskur zu unterziehen, einschließlich sich psychiatrisch,
    psycho- oder sozialtherapeutisch betreuen und behandeln zu lassen
    (Therapieweisung),

6.  an einem sozialen Trainingskurs teilzunehmen oder

7.  an einem Verkehrsunterricht teilzunehmen.

Das Gericht kann dem Verwarnten weitere Weisungen erteilen, wenn er
dieser Hilfe bedarf, um keine Straftaten mehr zu begehen. An die
Lebensführung des Verwarnten dürfen bei Auflagen und Weisungen keine
unzumutbaren Anforderungen gestellt werden; auch dürfen die Auflagen
und Weisungen nach Satz 1 Nummer 3 bis 7 und Satz 2 zur Bedeutung der
vom Täter begangenen Tat nicht außer Verhältnis stehen. § 56c Abs. 3
und 4 und § 56e gelten entsprechend.

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StGB
Level: 5.0