Source: https://www.gesetze-im-internet.de/blutarmv_2010/__10.html
Legislation: blutarmv_2010

Title: § 10 Sperrbezirk

Description:
Verordnung zum Schutz gegen die Ansteckende Blutarmut der Einhufer (BlutArmV 2010)
Abschnitt 3 - Besondere Schutzmaßregeln
Unterabschnitt 2 - Schutzmaßnahmen nach amtlicher Feststellung der Einhufer-Blutarmut
§ 10 Sperrbezirk

Paragraph: 10

Full Text:
Verordnung zum Schutz gegen die Ansteckende Blutarmut der Einhufer (BlutArmV 2010)
Abschnitt 3 - Besondere Schutzmaßregeln
Unterabschnitt 2 - Schutzmaßnahmen nach amtlicher Feststellung der Einhufer-Blutarmut
§ 10 Sperrbezirk

(1) Ist der Ausbruch der Einhufer-Blutarmut in einem Betrieb amtlich
festgestellt, so legt die zuständige Behörde ein Gebiet um den
Seuchenbetrieb mit einem Radius von mindestens einem Kilometer als
Sperrbezirk fest. Hierbei berücksichtigt sie die Ergebnisse
epidemiologischer Untersuchungen, das Vorkommen von Einhufern und
blutsaugenden Insekten, natürliche Grenzen und
Überwachungsmöglichkeiten. Satz 1 gilt nicht, soweit in dem Gebiet mit
einem Radius von einem Kilometer um den Seuchenbetrieb keine Einhufer
gehalten werden oder sonstige Umstände vorliegen, die die Annahme
rechtfertigen, dass eine Gefahr der Verbreitung der Einhufer-Blutarmut
nicht besteht.

(2) Die zuständige Behörde bringt an den Hauptzufahrtswegen zu dem
Sperrbezirk Schilder mit der deutlichen und haltbaren Aufschrift
„Einhufer-Blutarmut – Sperrbezirk“ an.

(3) Mit Bekanntgabe der Festlegung des Sperrbezirks haben Tierhalter
im Sperrbezirk

1.  der zuständigen Behörde unverzüglich die Anzahl der

    a)  gehaltenen Einhufer unter Angabe der Nutzungsrichtung und des
        Standortes,

    b)  verendeten oder erkrankten Einhufer

    sowie jede Änderung anzuzeigen und

2.  sämtliche Einhufer aufzustallen.

(4) Die zuständige Behörde führt innerhalb von sieben Tagen eine
klinische und eine serologische Untersuchung auf die Einhufer-
Blutarmut aller Einhufer durch, die in dem Sperrbezirk gehalten
werden.

(5) Einhufer dürfen nur mit Genehmigung der zuständigen Behörde aus
dem Sperrbezirk verbracht werden. Die Genehmigung ist zu erteilen,
wenn sie drei Monate nach der Untersuchung nach Absatz 4 mit negativem
Ergebnis auf die Einhufer-Blutarmut untersucht worden sind.

(6) Einhufersamen, -eizellen und -embryonen dürfen aus dem Sperrbezirk
nur mit Genehmigung der zuständigen Behörde verbracht werden. Die
Genehmigung ist zu erteilen, wenn sie von Einhufern stammen, die drei
Monate nach der Untersuchung nach Absatz 4 mit negativem Ergebnis auf
die Einhufer-Blutarmut untersucht worden sind.

(7) Hengste aus dem Sperrbezirk dürfen zur Bedeckung oder
Samengewinnung nur herangezogen werden, wenn sie drei Monate nach der
Untersuchung nach Absatz 4 mit negativem Ergebnis auf die Einhufer-
Blutarmut untersucht worden sind. Für den Samen von Hengsten aus dem
Sperrbezirk gilt Satz 1 entsprechend.

(8) Stuten im Sperrbezirk dürfen nur besamt werden, wenn sie drei
Monate nach der Untersuchung nach Absatz 4 mit negativem Ergebnis auf
die Einhufer-Blutarmut untersucht worden sind.

(9) Ausstellungen, Märkte und Veranstaltungen ähnlicher Art mit
Einhufern innerhalb des Sperrbezirks sind verboten. Einhufer, die im
Sperrbezirk gehalten werden, dürfen nicht an Ausstellungen, Märkten
und Veranstaltungen ähnlicher Art mit Einhufern außerhalb des
Sperrbezirks teilnehmen.

(10) Fahrzeuge, die für den Transport von Einhufern, die im
Sperrbezirk gehalten werden, verwendet worden sind, müssen vor
weiterem Gebrauch nach Anweisung der zuständigen Behörde gereinigt und
desinfiziert werden.

Collections: bundestag_gesetze
BlutArmV-2010
Level: 4.0