Source: https://www.gesetze-im-internet.de/geg/__71m.html
Legislation: geg

Title: § 71m Übergangsfrist bei einer Hallenheizung

Description:
Gesetz zur Einsparung von Energie und zur Nutzung erneuerbarer Energien zur Wärme- und Kälteerzeugung in Gebäuden (GEG)
Teil 4 - Anlagen der Heizungs-, Kühl- und Raumlufttechnik sowie der Warmwasserversorgung
Abschnitt 2 - Einbau und Ersatz
Unterabschnitt 4 - Anforderungen an Heizungsanlagen; Betriebsverbot für Heizkessel
§ 71m Übergangsfrist bei einer Hallenheizung

Paragraph: 71m

Full Text:
Gesetz zur Einsparung von Energie und zur Nutzung erneuerbarer Energien zur Wärme- und Kälteerzeugung in Gebäuden (GEG)
Teil 4 - Anlagen der Heizungs-, Kühl- und Raumlufttechnik sowie der Warmwasserversorgung
Abschnitt 2 - Einbau und Ersatz
Unterabschnitt 4 - Anforderungen an Heizungsanlagen; Betriebsverbot für Heizkessel
§ 71m Übergangsfrist bei einer Hallenheizung

(1) Abweichend von den Anforderungen des § 71 Absatz 1 kann höchstens
für zehn Jahre nach dem Austausch der ersten einzelnen dezentralen
Gebläse- oder Strahlungsheizung eine neue einzelne dezentrale Gebläse-
oder Strahlungsheizung in einem Bestandsgebäude zur Beheizung einer
Gebäudezone mit mehr als 4 Meter Raumhöhe zum Zweck der Inbetriebnahme
eingebaut oder aufgestellt und betrieben werden, sofern die neue
Anlage der besten verfügbaren Technik entspricht. Alle einzelnen
dezentralen Gebläse- oder Strahlungsheizungen der Halle oder eine
zentrale Heizungsanlage müssen spätestens innerhalb eines Jahres nach
Ablauf der Frist von Satz 1 die Anforderungen nach § 71 Absatz 1
erfüllen. § 71i Satz 2 ist entsprechend anzuwenden.

(2) Abweichend von den Anforderungen des § 71 Absatz 1 kann einmalig
und höchstens für zwei Jahre nach dem Austausch der Altanlage ein
dezentrales Heizsystem in Bestandsgebäuden zur Beheizung von
Gebäudezonen mit mehr als 4 Meter Raumhöhe zum Zweck der
Inbetriebnahme eingebaut oder aufgestellt und betrieben werden. Nach
Ablauf der zwei Jahre muss das neu aufgestellte oder eingebaute
dezentrale Heizsystem mit mindestens 65 Prozent erneuerbaren Energien
betrieben werden, sofern der Betreiber nicht nachweist, dass der
Endenergieverbrauch des Gebäudes für Raumwärme gegenüber dem
Endenergieverbrauch vor der Erneuerung des Heizungssystems über einen
Zeitraum von einem Jahr um mindestens 40 Prozent verringert wurde.
Wurde der Endenergieverbrauch nach Satz 2 um weniger als 40 Prozent,
mindestens aber 25 Prozent verringert, kann der fehlende Prozentsatz
in Bezug auf 40 Prozent Verringerung des Endenergieverbrauchs
ausgeglichen werden durch den gleichen Prozentsatz in Bezug auf die
Nutzung von 65 Prozent erneuerbaren Energien. § 71i Satz 2 ist
entsprechend anzuwenden.

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GEG
Level: 5.0