Source: https://www.gesetze-im-internet.de/natphharzv/__2.html
Legislation: natphharzv

Title: § 2 Flächenbeschreibung und Abgrenzung

Description:
Verordnung über die Festsetzung des Nationalparks Hochharz (NatPHHarzV)
§ 2 Flächenbeschreibung und Abgrenzung

Paragraph: 2

Full Text:
Verordnung über die Festsetzung des Nationalparks Hochharz (NatPHHarzV)
§ 2 Flächenbeschreibung und Abgrenzung

(1) Der Nationalpark umfaßt wesentliche Teile des Granitbereiches im
Brockenmassiv und Teile der angrenzenden Kontaktzone zwischen 500 m
und 1.142 m ü. NN. Das Gebiet wird beherrscht von Bergfichtenwäldern,
so dem Bärlapp-Block-Fichtenwald, dem Reitgras-Fichtenwald und
Moorfichtenwäldern. Eingestreut in die Fichtenwälder sind Kamm- und
Sattelmoore sowie ein im mitteleuropäischen Maßstab einmaliger Komplex
von Hangmooren. Die subalpine Mattenvegetation konzentriert sich auf
den Bereich der Brockenkuppe oberhalb der Waldgrenze. Im Bereich des
Bergfichtenwaldes und der waldfreien Vegetationseinheiten treten noch
artenreiche Moos- und Flechtengesellschaften auf. Mit zahlreichen
Fließgewässern bildet der Nationalpark wichtige Einzugsgebiete der
Bode, Ilse und Ecker. Das Gebiet ist Refugium gefährdeter, zum Teil
nur im Harz vorkommender Pflanzen- und Tierarten. In den randlichen
Lagen finden sich Fichtenforste, Buchenwälder und Schluchtwälder.

(2) Der Nationalpark wird wie folgt begrenzt:

1.  Die **Südgrenze**                    bildet - von der Grenze zu
    Niedersachsen an - die Winterberg-Linie, die gleichzeitig die
    Reviergrenze zwischen den Forstrevieren Winterberg und Barenberg
    darstellt. Sie verläuft dann nördlich von Schierke entlang der
    Waldgrenze in Richtung Osten der Straße folgend über Schierker Stern,
    Feuersteinwiesen unter Einschluß des Workmetales südlich der Straße
    nach Drei-Annen-Hohne.

2.  Die **Ostgrenze**                    wird durch die Forststraße von
    Drei-Annen-Hohne in Richtung Steinerne Renne gebildet; sie biegt an
    der Steinernen Renne in Richtung Molkenhaus zum Molkenhausstern ab.

3.  Die **Nordgrenze**                    in Richtung Westen erfolgt über
    den Schlüsieweg, das Ilsetal, das Große Sandtal bis zur Eckertalsperre
    an der Grenze zu Niedersachsen.

4.  Im **Westen**                    grenzt der Nationalpark an die
    niedersächsische Landesgrenze unmittelbar an.

5.  Dementsprechend ist die Begrenzung des Nationalparkes mit folgenden
    Forstabteilungslinien identisch (die benannten Abteilungen befinden
    sich im Nationalpark):

    599, 501, 512, 517, 637, 627, 626, 625, 657, 656, 655, 652, 133, 222,
    132, 149, 162, 163, 174, 175, 177, 187, 399, 300, 301, 303, 304, 315,
    439, 440, 445, 448, 449, 450, 588, 587, 583, 582, 581, 592, 593, 595,
    596, 899, 702, 711, 713, 710.

(3) Der Hohnehof, einschließlich seines umzäunten Umgriffs, gehört
nicht zum Nationalpark.

(4) Die Grenze des Nationalparkes ist in einer Karte M 1:50.000, die
als Anlage Bestandteil dieser Verordnung ist, dargestellt. Die Grenze
des Nationalparkes ist in Forstkarten M 1:10.000 rot eingetragen, die
bei der obersten Naturschutzbehörde archivmäßig verwahrt werden und
auf die Bezug genommen wird. Weitere Ausfertigungen befinden sich bei
der Kreisverwaltung Wernigerode und bei der Nationalparkverwaltung.
Bei den genannten Behörden sind die Karten während der Sprechzeiten
allgemein zugänglich.

Collections: bundestag_gesetze
NatPHHarzV
Level: 2.0