Source: https://www.gesetze-im-internet.de/inso/__190.html
Legislation: inso

Title: § 190 Berücksichtigung absonderungsberechtigter Gläubiger

Description:
Insolvenzordnung (InsO)
Fünfter Teil - Befriedigung der Insolvenzgläubiger. Einstellung des Verfahrens
Zweiter Abschnitt - Verteilung
§ 190 Berücksichtigung absonderungsberechtigter Gläubiger

Paragraph: 190

Full Text:
Insolvenzordnung (InsO)
Fünfter Teil - Befriedigung der Insolvenzgläubiger. Einstellung des Verfahrens
Zweiter Abschnitt - Verteilung
§ 190 Berücksichtigung absonderungsberechtigter Gläubiger

(1) Ein Gläubiger, der zur abgesonderten Befriedigung berechtigt ist,
hat spätestens innerhalb der in § 189 Abs. 1 vorgesehenen
Ausschlußfrist dem Insolvenzverwalter nachzuweisen, daß und für
welchen Betrag er auf abgesonderte Befriedigung verzichtet hat oder
bei ihr ausgefallen ist. Wird der Nachweis nicht rechtzeitig geführt,
so wird die Forderung bei der Verteilung nicht berücksichtigt.

(2) Zur Berücksichtigung bei einer Abschlagsverteilung genügt es, wenn
der Gläubiger spätestens innerhalb der Ausschlußfrist dem Verwalter
nachweist, daß die Verwertung des Gegenstands betrieben wird, an dem
das Absonderungsrecht besteht, und den Betrag des mutmaßlichen
Ausfalls glaubhaft macht. In diesem Fall wird der auf die Forderung
entfallende Anteil bei der Verteilung zurückbehalten. Sind die
Voraussetzungen des Absatzes 1 bei der Schlußverteilung nicht erfüllt,
so wird der zurückbehaltene Anteil für die Schlußverteilung frei.

(3) Ist nur der Verwalter zur Verwertung des Gegenstands berechtigt,
an dem das Absonderungsrecht besteht, so sind die Absätze 1 und 2
nicht anzuwenden. Bei einer Abschlagsverteilung hat der Verwalter,
wenn er den Gegenstand noch nicht verwertet hat, den Ausfall des
Gläubigers zu schätzen und den auf die Forderung entfallenden Anteil
zurückzubehalten.

Collections: bundestag_gesetze
InsO
Level: 4.0