# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2fb8b217-0c6f-53e1-b2f3-977f21a62e51
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-10-23
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 1. Kammer 23.10.2018 I 2018 39
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2018-39_2018-10-23.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I

I 2018 39

Entscheid vom 23. Oktober 2018 

Besetzung lic.iur. Gion Tomaschett, Vizepräsident
Dr.med. Bernhard Zumsteg, Richter
Dr.med. Urs Gössi, Richter
MLaw Stefan Getzmann, Gerichtsschreiber

Parteien A.________,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwältin Dr.iur. B.________,

gegen

IV-Stelle Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53, 6431 Schwyz,
Vorinstanz,

Gegenstand Invalidenversicherung (Leistungen)

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Sachverhalt:

A. A.________ (aus Deutschland, geb. ________1966, seit 2000 Bürgerin der 
Gemeinde C.________) hat eine sozialpädagogische sowie eine kaufmännische 
Ausbildung absolviert. Seit 1985 lebt und arbeitet sie in der Schweiz (UV-act. 2-
33/167/ IV-act. 44-2/11). Nach der Heirat wurde sie Mutter einer Tochter        
(D.________, geb. .________1994). Mit Urteil vom 4. März 2003 hat der Einzel-
richter des Bezirks _____ die Ehe geschieden sowie die Tochter D.________ un-
ter die elterliche Sorge der Mutter gestellt (IV-act. 11ff.).

B. Bei Stallarbeiten im Pferdepensionsbetrieb ihre Ex-Ehemannes verspürte 
sie am 28. Dezember 2004 plötzlich einen "starken Zwick in der Schulter links" 
(als sie mit dem sogenannten Stallboy im Stall Pferdekot eingesammelt und da-
bei rund 10 kg Pferdekot mit dem linken Arm schwungvoll in eine Garette geho-
ben hatte). Seither wies A.________ (belastungsabhängige) Schulterprobleme 
(Schulterschmerzen) auf (UV-act. 2-130/167). Die Unfallversicherung (_____) er-
brachte zunächst Versicherungsleistungen. In der Folge lehnte sie mit Verfügung 
vom 24. April 2008 die Leistungspflicht für das Ereignis vom 28. Dezember 2004 
ab (UV-act. 2-13/167). Eine Einsprache wurde vom Unfallversicherer abgewie-
sen. Die dagegen erhobene Beschwerde hat das Verwaltungsgericht mit Ent-
scheid I 2008 235 vom 19. Dezember 2008 abgewiesen (Protokollband 2008 K I, 
S. 3430ff.). Dieser Entscheid ist unangefochten in Rechtskraft erwachsen.

C. Seit Februar 2006 arbeitete A.________ als kaufmännische Angestellte für 
die Garage AC.________ (mit einem vereinbarten Beschäftigungsgrad von 95% 
bzw. 40 Stunden pro Woche, UV-act. 2-83/167). Am 30. April 2008 meldete sich 
A.________ bei der IV zum Bezug von Leistungen. Die IV-Stelle gelangte mit 
Verfügung vom 4. November 2008 zum Ergebnis, dass in einer körperlich leich-
ten Tätigkeit eine volle Arbeitsfähigkeit bestehe, weshalb das Leistungsbegehren 
abgewiesen sowie die Arbeitsvermittlung abgeschlossen werde (IV-act. 39). Da-
gegen beschwerte sich A.________ beim Verwaltungsgericht. Mit Entscheid 
VGE I 2008 279 vom 12. Mai 2009 hat das Verwaltungsgericht die Beschwerde 
insoweit gutgeheissen, als die angefochtene Verfügung aufgehoben und die Sa-
che zur Sachverhaltsabklärung und neuem Entscheid an die IV-Stelle zurückge-
wiesen wurde (IV-act. 44).

D. In der Folge liess sich A.________ vom 11. bis 20. Dezember 2008 in der 
Klinik AD.________ behandeln (Cloward-Spondylodese C5-7, vgl. IV-act. 48-
2ff./6). Am 24. Mai 2010 verfügte die IV-Stelle, dass das Leistungsbegehren ab-
gewiesen werde (IV-act. 53). Diese Verfügung blieb unangefochten.

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E. Am 8. März 2016 ging bei der IV-Stelle erneut eine Anmeldung zum Bezug 
von IV-Leistungen ein (IV-act. 54). Die gesundheitlichen Probleme umschrieb 
A.________ wie folgt (IV-act. 54-6/8, Ziff. 6.1):

- Chronische Schmerzen HWS und Rücken, Fibromyalgie
- Andauernde ISG-Blockaden/Ischias-Problematik
- Psychische Überlastung (Burn out), Überforderung im Alltag
- Schmerzmittel-/Medikamentenunverträglichkeit
- Hüftgelenksersatz rechts am 30.12.2015

Zur Klärung der Leistungsansprüche veranlasste die IV-Stelle eine polydisziplinä-
re medizinische Untersuchung. Der Begutachtungsauftrag wurde der 
AE.________ AG (.________) zugelost (IV-act. 76). Das MEDAS-Gutachten 
wurde am 5. Dezember 2016 erstattet (IV-act. 80). Mit Schreiben vom 7. März 
2017 unterbreitete die IV-Stelle den AE._____-Gutachtern neue Befundberichte, 
welche im Januar 2017 eingegangen waren (IV-act. 86). Dazu nahmen die Gut-
achter am 21. April 2017 Stellung (IV-act. 88).

In der Zwischenzeit hatte A.________ am 8. März 2017 der IV-Stelle mitgeteilt, 
dass nun auch die zweite, linke Hüfte mit einer Prothese ersetzt werden müsse 
(mit Operation am 19.4.2017, IV-act. 87). Der Operationsbericht ging am 9. Mai 
2017 bei der IV-Stelle ein (IV-act. 90). Im Rahmen eines Hausbesuches vom 11. 
Oktober 2017 erfolgte eine Abklärung vor Ort (IV-act. 108).

Nach einer Beurteilung der Aktenlage durch den RAD-Arzt AF.________ (Fach-
arzt für Allgemeine Innere Medizin, IV-act. 91-6f./7) kündigte die IV-Stelle mit 
Vorbescheid vom 15. November 2017 an, bei einem ermittelten IV-Grad von 20% 
das Leistungsbegehren abzuweisen (IV-act. 96). 

Mit Eingabe vom 18. Dezember 2017 erhob A.________ Einwände gegen den 
Vorbescheid (IV-act. 101). 

F. Am 23. März 2018 verfügte die IV-Stelle, dass kein Anspruch auf eine IV-
Rente bestehe (IV-act. 110).

G. Gegen diese am 28. März 2018 eingegangene Verfügung liess A.________ 
(unter Berücksichtigung des Fristenstillstandes nach Art. 38 Abs. 4 lit. a ATSG 
i.V.m. Art. 60 ATSG) rechtzeitig am 3. Mai 2018 beim Verwaltungsgericht Be-
schwerde erheben mit den folgenden Rechtsbegehren:

1. In Gutheissung der Beschwerde sei die Verfügung der IV-Stelle Schwyz vom 
23. März 2018 aufzuheben und es seien der Beschwerdeführerin Leistungen 
aus IVG zuzusprechen, insbesondere eine halbe Invalidenrente.

2. Eventuell sei ein gerichtliches Obergutachten zu veranlassen und danach über 
den Leistungsanspruch zu entscheiden.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Beschwerdegegnerin.

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H. Mit Vernehmlassung vom 20. Juni 2018 beantragte die IV-Stelle, die Be-
schwerde sei abzuweisen, unter Kostenfolge zu Lasten der Beschwerdeführerin. 
Dazu nahm die Beschwerdeführerin in einer Eingabe vom 4. Juli 2018 Stellung.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Nach Art. 4 Abs. 1 des Invalidenversicherungsgesetzes (IVG; SR 831.20) 
in Verbindung mit Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil 
des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) gilt als Invalidität die durch 
einen körperlichen oder geistigen Gesundheitsschaden verursachte, voraussicht-
lich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähig-
keit. Gemäss Art. 7 Abs. 2 ATSG sind für die Beurteilung des Vorliegens einer 
Erwerbsunfähigkeit ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchti-
gung zu berücksichtigen; eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie 
aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist.

1.2 Die versicherte Person hat nach Art. 28 Abs. 2 IVG
- Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie mindestens zu 70 Prozent, 
- Anspruch auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60 Prozent, 
- Anspruch auf eine halbe Rente, wenn sie mindestens zu 50 Prozent, 
- und Anspruch auf eine Viertelsrente, wenn sie mindestens zu 40 Prozent 

invalid ist. 

1.3 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist 
Art. 16 ATSG massgebend (Art. 28a Abs. 1 Satz 1 IVG). Zur Ermittlung des Inva-
liditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Ein-
tritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und all-
fälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus-
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (= sog. hypothetisches Invaliden-
einkommen), zum Erwerbseinkommen in Beziehung gesetzt, das sie erzielen 
könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (= sog. hypothetisches Validenein-
kommen). Die Invalidität ist auf der Grundlage desjenigen Erwerbseinkommens 
zu bemessen, das die versicherte Person durch eine ihr zumutbare Tätigkeit 
erzielen könnte. Nicht entscheidend ist für die Invaliditätsbemessung, ob die ver-
sicherte Person ihre (Rest-)Arbeitsfähigkeit erwerblich verwertet, d.h. von der ihr 
verbliebenen Erwerbsfähigkeit (ganz oder teilweise) Gebrauch macht. Vielmehr 
ist die Invalidität stets auf der Grundlage desjenigen Erwerbseinkommens zu 
bemessen, das die versicherte Person durch eine ihr zumutbare Tätigkeit er-
zielen könnte (vgl. Ulrich Meyer/Marco Reichmuth, Rechtsprechung des Bundes-
gerichts zum IVG, 3. Aufl. 2014, N 27 zu Art. 28a IVG). 

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1.4 Wie der Versicherten bereits im VGE I 2008 279 vom 12. Mai 2009 darge-
legt wurde, sind Verwaltung und im Beschwerdefall der Richter bei der Bemes-
sung des IV-Grades auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe 
dieser Fachleute ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung 
zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die 
versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 Erw. 4). Diese ärztlichen 
Angaben dienen als wichtige Grundlage für die juristische Beurteilung der Frage, 
welche Arbeitsleistungen der Person noch zugemutet werden können (vgl. BGE 
141 V 281 Erw. 5.2.1; 140 V 193 Erw. 3.2; 132 V 93 Erw. 4, je mit weiteren 
Hinweisen).

1.5.1  In der Würdigung der Beweise ist der Sozialversicherungsrichter frei 
(Art. 61 lit. c ATSG). Er hat die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Be-
weisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Er hat alle Be-
weismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und da-
nach zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Be-
urteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Für den Beweiswert eines 
Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend 
ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden 
berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden ist, in der Beurtei-
lung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizini-
schen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten be-
gründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist somit grundsätzlich weder 
die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 
Erw. 5.1). 

1.5.2  In Bezug auf Berichte behandelnder Ärzte darf und soll der Richter der 
Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass allgemein praktizierende Hausärzte 
wie behandelnde Spezialärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche 
Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen, 
weshalb den (unabhängigen) Fachärzten grundsätzlich mehr Gewicht zukommt 
(vgl. BGE 125 V 351 Erw. 3b/cc; BGE 135 V 465 Erw. 4.5; Urteil des Bundes-
gerichts 9C_395/2016 vom 25.8.2016 Erw. 4.1; 9C_11/2016 vom 22.2.2016 
Erw. 4.3.2). Mit Blick auf die Verschiedenheit von Behandlungs- und 
Begutachtungsauftrag kann daher im Streitfall regelmässig nicht auf die Sicht des 
behandelnden (Fach-)Arztes abgestellt werden (siehe Urteile 9C_419/2008 vom 
12.3.2008 Erw. 3.3; I 701/05 vom 5.1.2007 Erw. 2 mit Hinweisen).

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1.6 Führen die von Amtes wegen vorzunehmenden Abklärungen die Verwal-
tung oder das Gericht bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Überzeugung, 
ein bestimmter Sachverhalt sei als überwiegend wahrscheinlich zu betrachten 
und es könnten weitere Beweismassnahmen an diesem feststehenden Ergebnis 
nichts mehr ändern, so ist auf die Abnahme weiterer Beweise zu verzichten (an-
tizipierte Beweiswürdigung; vgl. Ueli Kieser, Das Verwaltungsverfahren in der 
Sozialversicherung, 1999, Rz. 450; BGE 122 II 469 Erw. 4a; Urteil 8C_424/2010 
vom 19.7.2010 Erw. 3.2.3 mit Verweis auf BGE 134 I 148 Erw. 5.3).

2.1 Im ersten Gerichtsentscheid VGE I 2008 279 vom 12. Mai 2009, welcher 
die Invalidenversicherung betraf, hat das Verwaltungsgericht die medizinischen 
Unterlagen wie folgt zusammengefasst (zit. VGE, ab Erw. 4.1ff., Kursiv-Druck 
nicht im Original):

4.1 Am 8. Juni 2005 wurde bei der Versicherten eine MRI-Untersuchung am 
AG.________, durchgeführt. Dem Bericht von Dr.med. E.________ vom 13. Juni 
2005 (…) kann entnommen werden:

Klinische Angaben:
Plötzlich aufgetretener Sensibilitätsausfall des III. Fingers rechts ulnar und 
des IV-Fingers radial. St. n. Dekompression Karpaltunnel bds. Chronisch 
lumbale Schmerzen mit Ausstrahlung ins rechte Bein. Elektromyographisch 
leichte Störungen der Nerven medialis und ulnaris rechts auf Höhe des 
Handgelenkes vereinbar mit St.n. Kompressionssyndrom. (…)

4.2 Im Rahmen einer MRI-Untersuchung vom 10. Mai 2006 wurde bei der Ver-
sicherten eine Partialruptur der Bicepssehne intraartikulär diagnostiziert (…). In der 
Folge wurde die Versicherte am 13. Juli 2006 von Dr.med. F.________ operiert bei 
der Diagnose "LBS-Partial-Ruptur links" (…). Nach der Operation wurde der Versi-
cherten bis am 27. August 2006 eine volle und danach bis zum 19. Oktober 2006 
eine 50%-ige Arbeitsunfähigkeit attestiert (…). Ab 20. Oktober 2006 attestiert der 
behandelnde Arzt wieder eine volle Arbeitsfähigkeit (…).

4.3 Wegen eines ständigen Schweregefühls im linken Arm seit der Operation 
wurde die Versicherte am 12. Oktober 2006 durch den Neurologen Dr.med. 
AH.________ untersucht. Dieser hielt in seiner Beurteilung fest (…):

Die klinischen und neurophysiologischen Befunde sind mit pseudoradi-
kulären Beschwerden vereinbar. Bei subjektiver Angabe von einem ständi-
gen Schweregefühl des gesamten linken Armes, wird in der heutigen Unter-
suchung am gesamten linken Arm eine normale maximale Kraft gemessen. 
Es finden sich keine Faszikulationen und keine Atrophien. Die Hyposensibi-
lität folgt keinem neurologischen Verteilungsmuster und ist am Vorderarm, 
weniger auch der linken Hand vorhanden. Die Elektromyographie zeigt we-
der akute noch chronische Denervationszeichen. 

Zusammengefasst gibt es keine Hinweise für eine neurogene Ursache der 
geschilderten Beschwerden. Ich habe der Patientin geraten den Arm nach 
Massgabe ihrer Beschwerden möglichst normal im Alltag einzusetzen. 

4.4 Am 14. Dezember 2006 wurde die Versicherte nochmals an der linken 
Schulter operiert (AC-Gelenks-Resektion links; …). In der Folge attestierte der be-

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handelnde Arzt eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit bis zum 9. Februar 2007. Die 
Frage, ob bleibende Nachteile zu erwarten seien, verneinte der behandelnde Arzt 
mit Zeugnis vom 26. Juni 2007 (…). 

4.5 Am 13. Juni 2007 wurde bei der Versicherten eine Ganzkörperskelett-
Szintigraphie durchgeführt. Dr.med. G.________, Fachärztin für Nuklearmedizin, 
hielt in ihrer Beurteilung fest (…):

Umschriebener Prozess mit erhöhtem Knochenumbau und leichter Hyperä-
mie im linken AC-Gelenk respektive im lateralen Clavicula-Ende; bei fehlen-
der Umgebungsreaktion ist ein Infekt jedoch sehr unwahrscheinlich. Die dif-
fus leicht erhöhte ossäre Aufnahme in der gesamten linken Schulterregion 
dürfte reaktiv bedingt sein. 

4.6 Wegen persistierender Schulterbeschwerden wurde die Versicherte am 11. 
Juli 2007 durch den PD Dr.med. H.________, FMH orthopädische Chirurgie 
(Teamleiter Schulter-Ellbogen, ________) untersucht. Dieser hielt in seiner Beur-
teilung fest (…):

Residuelle Schulterbeschwerden, welche strikt im Zusammenhang mit oder 
nach Schulterbelastung auftreten. Da keine Ruhe- und Nachtschmerzen 
vorhanden sind, denke ist, ist ein Lowgrad-Infekt sehr unwahrscheinlich. Die 
Schmerzen können klinisch und bildgebend nicht genau lokalisiert werden, 
können am ehesten mit einem schmerzhaften Schnappen anteromedial im 
Schulterbereich anterodistal des AC-Gelenkes lokalisiert werden. Dies ist al-
lenfalls mit einer postoperativen Narbenbildung vereinbar, allerdings wären 
diese Narben nicht derart ausgeprägt, um auf dem MRI lokalisiert werden zu 
können. (…). Ich denke mir, dass das Problem bei der etwas laxen Schulter 
gut in einer muskulären Dekompensation liegen könnte und dementspre-
chend mit vorsichtig aufbauender Kräftigung der Schulter die Beschwerden 
allenfalls reduziert werden können. (…). Keine AUF. 

4.7 Wegen weiterhin andauernder Schmerzen im Bereich linke Schulter/ linker 
Arm attestierte Dr.med. I.________ der Versicherten ab dem 28. Februar 2008 ei-
ne 50%-ige Arbeitsunfähigkeit (…). 

4.8 Der Hausarzt der Versicherten, Dr.med. J.________ stellte mit Arztbericht 
vom 23. Mai 2008 folgende Diagnosen (…):

1.1 Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
St.n. Schulterdistorsion links
St.n. Schulterarthroskopie li. mit Bicepstendodese
St.n. Schulterarthroskopie und AC-Resektion li.
persistierende Schulterschmerzsymptomatik

1.2 Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
rezidivierende Lumbalgien
upper airway resistance syndrome bei Septumdeviation

Im Weiteren hielt Dr.med. J.________ zu den Fragen der IV fest:
3.4 Von der versicherten Person angegebene Beschwerden
Schmerzen in der linken Schulter bei vermehrter Bewegung, ungünstiger 
Schlafposition und vor allem bei Druck auf den Oberarm in cranialer Rich-
tung, wie er üblicherweise bei Schreibtischtätigkeiten besteht. Bei hängen-
dem Arm oder leichtem Zug nach unten keine Beschwerden. 

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3.5 Ärztlich erhobene Befunde
passiv weitgehend freie Schulterbeweglichkeit mit Impingementsymptomatik. 
Druckschmerz über AC-Gelenk und ventraler Schulter. 

Als kaufmännische Angestellte attestierte Dr.med. J.________ der Versicherten 
weiterhin eine 50%-ige Arbeitsunfähigkeit. 

4.9 Der RAD-Arzt Dr.med. K.________ hielt mit Stellungnahme vom 27. Juli 
2008 fest (…):

Kommentar: Es finden sich gemäss subjektiven Angaben Restbeschwerden 
im Bereich der linken Schulter, welche keiner eindeutigen Pathologie zuzu-
ordnen sind. Die objektiven Befunde sind weitgehend unauffällig. Von den 
behandelnden Orthopäden (_______) wurde im Hinblick auf die Befunde 
und die jetzt ausgeübte körperlich leichte Tätigkeit als kaufmännische Ange-
stellte keine AUF attestiert. Dies ist schlüssig. 
Erst 2/08 wird nun vom Hausarzt/ Komplementärmediziner eine AUF attes-
tiert. 
Fazit: Der klinisch radiologische Befund rechtfertigt keine AUF in einer kör-
perlich leichten Tätigkeit. Die V. ist 100% arbeitsfähig als kaufmännische 
Angestellte bzw. auch Sozialpädagogin zu betrachten.

Für die frühere Tätigkeit "Betriebsleiterin Pferdepensionsstall" ist der GS 
whsch zu akzeptieren, da die V. gemäss Akten auch schwerere Arbeiten 
ausführen musste (Stall ausmisten, Pferde führen, etc.). 

4.10 Am 17. Oktober 2008 wurde eine weitere MRI-Untersuchung im P.________ 
(Institut) durchgeführt. Der Beurteilung von Dr.med. L.________, Fachärztin FMH 
Radiologie vom 17. Oktober 2008 kann entnommen werden (…):

Komprimierung der Wurzel C6 recessal und intraforaminal links durch Dis-
kusprolaps wie oben beschrieben auf Höhe C5/C6, diskret progredient zu 
den Voraufnahmen. Übrige degenerative Veränderungen wie oben be-
schrieben, weitgehend unverändert. 

4.11 In den Akten findet sich im Weiteren ein Bericht des Orthopäden Dr.med. 
M.________ vom 20. Oktober 2008. In diesem äussert sich Dr.med. M.________ 
zur Frage nach der Unfallkausalität der Beschwerden. In der Beurteilung finden 
sich jedoch keine Angaben zu Art und Umfang der Beschwerden und zur Frage 
der Arbeitsfähigkeit (…).

4.12 Der RAD-Arzt Dr.med. N.________ äusserte sich in der Folge zu den neu 
einge-brachten medizinischen Akten am 3. November 2008 wie folgt (…):

Die bisherige Aktenlage wurde vom RAD bereits am 29.07.2008 beurteilt. 
Hier resultierte eine vollständige Arbeitsfähigkeit in angepasster Arbeit, wozu 
auch die zuletzt ausgeübte im kaufmännischen Bereich zählt. 
(…).
Die beklagten Beschwerden liessen sich keinem organischen Korrelat zu-
ordnen. Die objektiven Befunde waren weitgehend unauffällig. 

Dr. J.________ (Chirurg) (recte wohl Dr. H.________) attestierte für ange-
passte Arbeiten eine volle AF. Der neu beigebrachte Bericht von Dr. 
M.________ vom 20.10.2006 (recte 2008) fasst lediglich die bereits bekann-
ten Fakten zusammen und äussert sich schliesslich zur Kausalitätsfrage. Für 
die zumutbare Arbeitsfähigkeit ergibt sich nichts Neues. Auch der Bericht 

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von Dr. L.________ (Radiologie, 17.10.2008) bringt nichts Unbekanntes. Be-
reits aus den Voruntersuchungen (z.B. Radiologiebericht des AG.________ 
vom 13.06.2005) sind die degenerativen Veränderungen der HWS mit Ein-
engungen auf mehreren Etagen bekannt. 
Insgesamt kann am Entscheid festgehalten werden. Es liegen keine neuen 
medizinischen Fakten vor. Es ist medizinisch nicht begründbar und nach-
vollziehbar, dass die Versicherte ihre bisherige leichte und sehr gut ange-
passte Arbeit nicht vollschichtig soll ausführen können. 

4.13 Im Rahmen des verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahrens (I 2008 279) 
reichte die Versicherte einen Bericht von Dr.med. O.________, FMH orthopädi-
sche Chirurgie, vom 5. November 2008 ein. Dem kann entnommen werden:

Diagnose/Anamnese
Wie Sie wissen, leidet die Patientin seit mehreren Monaten an einem Cer-
vicobrachialsyndrom linksbetont mit auch occipitalen Ausstrahlungen bei auf 
den Funktions-Röntgenaufnahmen sowie MRI der HWS vom 4.11.08 resp. 
10.10.08 zweietagerer Osteochondrose und Diskushernie C5-6 und C6-7, 
welche die nun invalidisierende Beschwerdesymptomatik erläutert. Zu er-
wähnen ist ebenfalls ein St.n. Schulteroperation links sowie eine Osteo-
chondrose L3-4 mit ventralen osteophytären Ausziehungen sowie im MRI 
der LWS vom 2005 multietageren Diskusprotrusionen. 
(…)
Beurteilung und Procedere
Im Vordergrund stehen die cervicobrachialen Schmerzen linksbetont, welche 
invalidisierenden Charakter haben.  Bei oben erwähntem korrelierendem  
Befund würden wir hier bei leider nicht Ansprechen auf die konservativen 
Massnahmen eine Coward-Spondylodese C5-6 und C6-7 empfehlen, wozu 
die Patientin sich allenfalls bei uns melden würde. 

Dem Bericht liegt ein MRI-Befund vom 4. November 2008 des R.________ (Zen-
trum) bei, dem in Bezug auf die HWS entnommen werden kann:

Mässige Osteochondrose der cervicalen Bandscheiben auf Höhe von C4-
C7. Betonte Spondylarthrose in der ganzen Länge der dargestellten Wir-
belsäule. Bei Inklination und Reklination kein signifikantes Ventro- oder Re-
troglissement. Normale Knochenstruktur.

2.2 Nach einer Würdigung dieser medizinischen Unterlagen erwog das Verwal-
tungsgericht im erwähnten Entscheid I 2008 279 unter anderem, dass die Versi-
cherte zunächst v.a. unter Beschwerden in der linken Schulter gelitten hatte, wo-
bei für die Schmerzursache objektive Befunde im Schulterbereich eruiert werden 
konnten. Trotz (wiederholter) operativer Behandlungen der Schulter persistierten 
die Beschwerden in der Schulter. Der Orthopäde Dr.med. O.________ stellte im 
November 2008 Diskushernien im Bereich C5-6 und C6-7 fest, deren Auswirkun-
gen auf den Arbeitsfähigkeitsgrad unklar blieben. Auch wenn die Versicherte als 
Büroangestellte eine körperlich leichte Arbeit ausführe, sei es nicht auszuschlies-
sen, dass die damit verbundenen Tätigkeiten, bei welchen Schulter und Arme 
von gewissen Zwangshaltungen betroffen seien, nur mehr eingeschränkt zumut-
bar seien, weshalb nicht unbesehen auf die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit 

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durch den Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) abgestellt werden könne. Im Er-
gebnis wies das Gericht die Sache zur vertiefteren Sachverhaltsabklärung an die 
IV-Stelle zurück (IV-act. 44-11/11). 

2.3 In einem Bericht vom 30. Juli 2009 teilte der Orthopäde Dr.med. 
O.________ (Spital AD.________) der IV-Stelle mit, dass die Versicherte sich im 
Oktober 2008 wegen eines anhaltenden therapieresistenten Cerviko-
Brachialsyndrom links (bei eindeutiger grosser Diskushernie) gemeldet habe, 
worauf am 12. Dezember 2008 eine Cloward-Spondylodese C5-7 durchgeführt 
worden sei, mit Erfolg, was die Brachialgien betreffe. Jedoch habe sich postope-
rativ herausgestellt, dass immer noch belastungsbedingte Trapeziusverspannun-
gen vorhanden seien. Als 2. Schmerzursprung sei die Lendenwirbelsäule zu 
nennen, wo im MRI von Januar 2009 ein Facettenerguss L3-4 vorliege sowie os-
teophytäre Ausziehungen, was auf eine lokale Osteochondrose L3-4 hindeute, 
welche bei Nichtansprechen auf konservative Massnahmen eventuell mittels 
Spondylodese und PLIF L3-4 saniert werden müsste. Diese zwei Wirbelsäulen-
probleme ergäben folgendes Arbeitsprofil: Verminderte Belastbarkeit der Wir-
belsäule mit Meiden von monotonen Stellungen sowie Meiden von Lasten über 
10 kg. Ansonsten sei die Prognose hinsichtlich der Wirbelsäule günstig und in 
angepasster Tätigkeit wäre die Versicherte auch wieder einsetzbar, wobei offen-
bar derzeit psychische und rheumatologische Beschwerden im Vordergrund 
stünden, welche bei Dr. Q.________ behandelt würden. Was die Wirbelsäule 
anbelange habe er einen erneuten Arbeitsversuch zu 100% in angepasster 
Tätigkeit ab 22. Mai 2009 festgelegt (mit Verlaufskontrolle in 6 Monaten). Ge-
samthaft veranschlagte Dr.med. O.________ für den Zeitraum vom 27. Oktober 
2008 bis 11. Dezember 2008 eine Arbeitsfähigkeit von 50%, anschliessend bis 
28. Februar 2009 eine vollständige Arbeitsunfähigkeit sowie ab 1. März 2009 bis 
21. Mai 2009 eine Arbeitsfähigkeit von 50%, welche sich ab 22. Mai 2009 erhöhe 
bzw. einen erneuten Arbeitsversuch in angepasster Tätigkeit zulasse (IV-act. 48).

2.4 Dr.med. Q.________ (FMH Rheumatologie) stellte in seinem Bericht vom 
10. März 2010 an die IV-Stelle folgende Diagnosen (IV-act. 49):

1. Chronisches zervikospondylogenes Syndrom beidseits mit/bei:
- St.n. Cloward-Spondylodese C5/6 und C6/7 mit Implant-Design-Cage 

12/08 (Diskusprothesen) bei zervikoradikulärem Syndrom links
2. Schulter links: St.n. AC-Gelenksresektion, LBS-Tenodese, beide Operatio-

nen 2006
3. St.n. CTS-Operationen beidseits
4. Chronisches lumbovertebrales, intermittierend-spondylogenes Syndrom 

mit/bei
- mehrsegmentären mässigen degenerativen Veränderungen ohne Ner-

venwurzelbeeinträchtigung

11

Zur Arbeitsfähigkeit äusserte sich Dr.med. Q.________ am 10. März 2010 wie 
folgt (IV-act. 49):

Postoperativ 2008 bestand von Seiten des zervikal operierenden Dr. O.________ 
eine längerfristige Arbeitsunfähigkeit. Aufgrund der multifokalen Beschwerdepro-
blematik mit Dysthymie Einschluss in unserem ambulanten interdisziplinären 
Schmerzprogramm (Dr.med. Q.________, Dr.med. S.________, physiotherapeu-
tisch T.________). Ziel war bei der chronischen Schmerzproblematik mit multiplen 
operativen Eingriffen Erreichen einer Rekonditionierung mit Verbesserung der Be-
lastbarkeit mit dem Ziel einer Reintegration in die berufliche Tätigkeit. Das Pro-
gramm wurde von der Patientin mit guter Compliance und adäquater Steigerung 
der Belastbarkeit durchgeführt. Entsprechend konnte das von der Patientin auto-
matisch reduzierte Arbeitspensum in ihrer angestammten Tätigkeit zu 50% weiter-
geführt werden (kaufmännische Angestellte Garage AC.________). Eine Steige-
rung der Arbeitsfähigkeit dort war aufgrund der wirtschaftlichen Krise nicht mehr 
möglich. Die Patientin nahm ab Mitte Juni gleichzeitig einer 30%ige Beschäftigung 
in einer Zweitstelle im Spital AI._____ an. Somit besteht eine 80%ige Arbeitsfähig-
keit ab 16.6.2010, welche von der Patientin durchgehend beibehalten werden 
konnte. Die Patientin ist mit dem Arbeitspensum von 80% zufrieden, es bestehen 
aktuell keine Versicherungsansprüche auf Taggeld oder Versicherungsansprüche 
an die IV.

2.5 In der Folge verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 24. Mai 2010 einen 
Anspruch auf eine IV-Rente (IV-act. 53). Dieses Ergebnis hat die Versicherte 
konkludent akzeptiert, indem sie keine Beschwerde gegen diese Verfügung er-
hoben hat.

3. In der am 7. März 2016 unterzeichneten und am 8. März 2016 eingegan-
genen neuen IV-Anmeldung erwähnte die Versicherte folgende gesundheitlichen 
Probleme (IV-act. 54-6/8): 

- Chronische Schmerzen HWS und Rücken, Fibromyalgie
- Andauernde ISG-Blockaden/Ischias-Problematik
- Psychische Überlastung (Burn out), Überforderung im Alltag
- Schmerzmittel-/Medikamentenunverträglichkeit
- Hüftgelenksersatz rechts am 30.12.2015

3.1 Dr.med. Q.________ fasste die Diagnosen in seinem Bericht vom 5. April 
2016 wie folgt zusammen (IV-act. 63-1/2):

1. Chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren 
(F45.41)

2. Chronische Beckenschmerzen rechts mit/bei 
- chronischem, lumbosakralem Syndrom rechts mit rezidivierenden 

ISG-Dysfunktionen
- St.n. Hüft-TP Dezember 2015 bei Coxarthrose, residuelle Periarthro-

pathie coxae
3. Chronisches cervicospondylogenes Syndrom DD intermittierend radikuläre 

Reizkomponente mit/bei:

12

- St.n. Cloward-Spondylodese C5/6 und C7 mit Implantation künstlicher 
Bandscheiben 12/08 (fecit Dr.med. O.________)

- St.n. postoperativ rezidivierend auftretendem, cervikoradikulärem 
Reizsyndrom bei Verdacht auf Mikroinstabilität (szintigraphische 
Mehranreicherung) und persistierend foraminaler Stenose C5/6 links 
(CT)

4. St.n. AC-Gelenkresektion links und St.n. Schulteroperation mit Bicepsseh-
nentenodese 2006

5. St.n. CTS-Operation bds.

Des Weiteren führte Dr.med. Q.________ u.a. aus, im Rahmen einer psychoso-
zialen Belastungssituation sei es zu exazerbierenden Schmerzen cervicobrachial 
und v.a. auch im Beckenbereich gekommen. Neben myofaszial dominierenden 
Schmerzen cervikal und lumbosakral sei auch immer wieder die Hüfte im Vorder-
grund gewesen, welche zunächst auf eine einmalige Hüftinfiltration (V.________) 
im Oktober (2015) sehr gut reagiert habe, aber im Dezember sei die Problematik 
erneut aufgetreten. Von Seiten Dr.med. V.________ sei die Einlage einer Hüft-
TP erfolgt. Postinterventionell sei zwar der Verlauf von Seiten der Hüften in Ord-
nung gewesen, die Schmerzproblematik im Beckenbereich, lumbosakral aber 
auch cervikal sei gleich geblieben. Die Versicherte sei von rein coxogener Seite 
her vom Orthopäden Dr. V.________ noch bis am 1. Mai 2016 100% arbeitsun-
fähig geschrieben (IV-act. 63-1/2 unten).

3.2 Auf Zuweisung von Dr.med. Q.________ nahm PD Dr.med. W.________ 
(FAMH Radiologie) am 1. Juni 2016 eine MRT-Abklärung der LWS und ISG vor. 
Das Ergebnis beurteilte er wie folgt (IV-act. 73-2/2):

Diskusprotrusionen L1-L5 ohne Beeinträchtigung der Nervenwurzeln
Diskrete Modic Typ I Osteochondrosen L3/4 und L4/5
Reizzustand der dorsalen Elemente der Segmente L4/5 und L5/S1
Leichtgradige ISG-Arthrose ohne Reizzustand/ entzündliche Veränderungen.

3.3.1  Das interdisziplinäre MEDAS-Gutachten der AE.________ AG wurde von 
folgenden Fachärzten unterzeichnet: AH.______ (Facharzt für Orthopädie u. 
Traumatologie des Bewegungsapparates/ federführend); Dr.med. X.________ 
(Facharzt für Allgem. Innere Medizin), Dr.med. Y.________ (Facharzt für Psych-
iatrie), Dr.med. Z.________ (Facharzt für Physikalische Medizin und Rehabilitati-
on/ Allgem. Innere Medizin und Arbeitsmedizin) sowie von Dr.med. AA.________ 
(Mitglied der Geschäftsleitung/ medizinische Verantwortung, vgl. IV-act. 80-
27/59). 

3.3.2  Als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit führten die Gutach-
ter rezidivierende depressive Störungen, zurzeit als leichte Episode (F33.0) an 

13

(IV-act. 80-18/59 oben). Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 
erwähnten die Gutachter (IV-act. 80-18/59 Ziff. 2):

2. Chronische Schmerzstörung mit psychischen und somatischen Beschwer-
den

3. Chronisches zervikospondylogenes Schmerzsyndrom links im Zustand nach 
Cloward-Spondylodeses C5/6, C6/7 mit Implant Design Cage vom 
12.12.2008 mit Pseudoarthrose C6/7

4. Fortbestehende Lumbocoxalgie rechts bei Zustand nach Implantation einer 
Hüft-Endoprothese mit guter Funktion und guter muskulärer Führung

5. Rezidivierende Arthralgie linke Schulter im Zustand nach zweimaliger Ope-
ration und mittelgradiger Instabilität

6. Chronische Gastritis bei chronischem Analgetikakonsum

7. Zustand nach Nasen-Septumplastik 2008

3.3.3  Das zumutbare Belastungs-/ Ressourcenprofil der Versicherten fassten die 
Gutachter im polydisziplinären Konsens wie folgt zusammen (IV-act. 80-19/59 
unten): 

Die Versicherte ist in der Lage, körperlich leichte Tätigkeiten mit Heben und Tra-
gen von Lasten bis zu 10 kg durchzuführen. Tätigkeiten in knieender und kauern-
der Stellung, Tätigkeiten in Zwangshaltung, über Kopf-Arbeiten und ständiger Vor-
neige sollten vermieden werden. Darüber hinaus sind Tätigkeiten, die ein erhöhtes 
Mass an Standsicherheit erfordern wie auf Treppen, Leitern und Gerüsten sowie 
auf unebenem Gelände, zu vermeiden.
Wegen der im Vordergrund stehenden, affektiven Störungen besteht verminderte 
Belastbarkeit. So ist die Versicherte nicht in der Lage, Schichtarbeit oder Arbeiten 
mit Publikumsverkehr zu leisten. 
(…)
In der bisherigen Tätigkeit beträgt die Arbeitsfähigkeit aktuell 80%, die durch spezi-
fische Massnahmen gebessert werden kann.
(…)
In einer leidensadaptierten Tätigkeit besteht aktuell ebenfalls eine Arbeitsfähigkeit 
von 80%, die durch spezifische Massnahmen gebessert werden kann.
(…)
Retrospektiv wird die Arbeitsfähigkeit von Ende 2015 bis heute auf 80% einge-
schätzt.
Aus orthopädischer Sicht ist nach einer ventralen Fusionsoperation mit Diskekto-
mie in 2 Etagen mit einer Arbeitsunfähigkeit von etwa vier Monaten zu rechnen. 
Die Arthroskopien der Kniegelenke ziehen jeweils für sich genommen eine Ar-
beitsunfähigkeit von etwa drei bis vier Wochen nach sich. Seitens der Hüft-
Endoprothese ist ebenfalls mit einer drei- bis viermonatigen Arbeitsunfähigkeit zu 
rechnen.

Prognose im polydisziplinären Konsens
Die psychiatrische Behandlung der depressiven Störung steht im Vordergrund, z.B. 
eine Intensivierung der antidepressiven Medikation sowie die Stärkung des Ver-

14

trauens in die Selbstwirksamkeit, um insbesondere die körperlichen Symptome zu 
bewältigen und die Schmerzen zu reduzieren, ohne dass erneut invasive Mass-
nahmen durchgeführt werden müssen. Darüber hinaus erscheint bei schwerer 
Ausprägung der Depression eine stationäre Behandlung mit intensiver Psychothe-
rapie und körperorientierten Massnahmen angebracht.
Orthopädisch ist mittelfristig mit einer Revisionsoperation der HWS zu rechnen, die 
jedoch vom klinischen Erscheinungsbild und einer möglichen, neurologischen 
Wurzelreiz- und/oder Defizitsymptomatik abhängt. 

3.4 Nach Erstattung des MEDAS-Gutachtens (vom 5.12.2016) erfolgten wegen 
einer schmerzhaften Coxarthrose links am 14. sowie am 28. Dezember 2016 
Hüftgelenksinfiltrationen links (vgl. IV-act. 82-3/4 und 82-4/4). 

3.5 Die Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie U.________, welche die 
Versicherte seit April 2016 behandelt, stellte in ihrem Bericht vom 17. Februar 
2017 an die IV-Stelle folgende Diagnosen (IV-act. 85-1/6):

Chronische Schmerzstörung, multilokulär mit somatischen und psychischen Antei-
len ICD 10 F45.41
Rezidivierend depressive Störung, aktuell leicht ICD 10 F33.0
Persönlichkeitsstörung kombiniert vorwiegend emotional instabil ICD 10 F61.0

In ihrer Beurteilung führte die behandelnde Psychiaterin aus, es bestehe eine 
"Mehrfach-Problematik", die sich überlagere. Die Persönlichkeit befinde sich auf 
keinem Niveau, welches eine ausreichende ICH-Stärke aufweise. Es bestünden 
wenig psychische Ressourcen und ungünstige Bewältigungsmechanismen. Das 
Angebot, die Schmerzproblematik anders als somatisch zu erklären, stosse auf 
grosse Abwehr. Die depressive Symptomatik schwanke. Die auch körperlich be-
gründbaren Schmerzen würden die Versicherte zermürben und destabilisieren. 
Die zumutbare Arbeitsfähigkeit veranschlagte die behandelnde Psychiaterin auf 
50% seit Behandlungsbeginn in einem angepassten Umfeld, wie es beispielswei-
se die aktuelle 50%-Stelle im Spital AI.________ sei. Bei Pensumerhöhung sei 
die soziale Teilhabe durch erhöhte Erschöpfbarkeit nicht mehr gewährleistet und 
es sei dann mit einer Symptomverschlechterung zu rechnen (IV-act. 85-2f./6).

3.6 Am 21. April 2017 nahmen die von der IV-Stelle aufgeforderten MEDAS-
Gutachter zu den neu eingereichten Befundberichten Stellung und beurteilten die 
im Dezember 2016 vorgenommenen Hüftgelenksinfiltrationen als nicht angemes-
sen. Vielmehr sollten zunächst andere konservative Behandlungsmethoden im 
Vordergrund stehen. Der Unmut des früher behandelnden Psychiaters Dr.med. 
AB.________, wonach sich die Versicherte erneut einer Hüftintervention unter-
zogen habe, obwohl der Psychiater die Schmerzen psychogen beurteilt habe, 
könne nachvollzogen werden. Aus orthopädischer Sicht würden die neuen Be-
richte keine veränderte Einschätzung zum MEDAS-Gutachten ergeben (zur wei-

15

teren Beurteilung der psychisch bedingten Einschränkungen siehe nachfolgend, 
Erwägung 4.5.6).

3.7 Wegen zunehmenden Hüftschmerzen wurde die Versicherte am 19. April 
2017 von Dr.med. V.________ im Spital AI.________ operiert (zementfreie Hüft-
TP links, vgl. IV-act. 90). 

3.8 In einem Bericht vom 12. Dezember 2017 präzisierte die behandelnde 
Psychiaterin U.________ die im Bericht vom 17. Februar 2017 angeführten Dia-
gnosen wie folgt (IV-act. 104-1/2):

Chronifizierte Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Anteilen (ICD 10 
F45.41)
Rezidivierend depressive Störung, aktuell leichtgradig (ICD 10 F33.8)
Komibinierte Persönlichkeitsstörung mit emotional instabilen und zwanghaften An-
teilen (ICD 10 F61)

Des Weiteren ergänzte die behandelnde Psychiaterin u.a., auf Symptomebene 
sei das Zustandsbild stets affektiv schwankend. Die chronifizierte Schmerzsym-
ptomatik multilokulär sei dauerhaft vorhanden mit Schmerzspitzen bei Belastun-
gen. Es bestünden Einschlaf- und Durchschlafstörungen, eine Tagesmüdigkeit, 
Fatigue und schnelle psychophysische Erschöpfbarkeit. Die psychische Situation 
schwanke auch durch die Persönlichkeitsproblematik (zwanghaft, emotional in-
stabil). Die Komorbiditäten würden sich gegenseitig verstärken. Die Versicherte 
arbeite nach wie vor zu 50% im Spital AI.________ (administrative Aufgaben). 
Nach Erfüllung des Pensums nehme die Leistungsfähigkeit ab, sie brauche Erho-
lungszeit. In der Vergangenheit seien etliche Umstellungen der Psychopharma-
ka/ Schmerzmittel ohne grossen Erfolg durchgeführt worden.

3.9 Dr.med. V.________, welcher die Versicherte am 19. April 2017 an der lin-
ken Hüfte operiert hatte, schilderte den weiteren Verlauf dahingehend, dass die 
Arbeitsfähigkeit aus orthopädischer Sicht ab 1. August 2017 wieder uneinge-
schränkt gegeben war (IV-act. 106-1/2 unten). Bei der Verlaufskontrolle 6 Monate 
nach der Operation vermerkte Dr.med. V.________ noch teilweise wechselnde 
Beschwerden im Leistenbereich und dass die Versicherte seit August wieder rei-
te. Bei der Kontrolle vom 28. November 2017 führte dieser Arzt aus, seit einem 
Monat bestünden Beschwerden im Hüftbereich rechts und seit wenigen Tagen 
auch im Lumbalbereich. Die Versicherte habe einen Fersenkeil rechts von 1 cm, 
was helfe; wenn sie ihn herausnehme, würden links wieder Probleme auftreten. 
Bei der Kontrolle vom 22. Dezember 2017 schilderte Dr.med. V.________ Be-
schwerden am Oberschenkel rechts lateral v.a. beim Treppengehen bzw. beim 
Bergaufgehen; Beschwerden würden auch beim Liegen auf der rechten Seite 
bestehen (IV-at. 106-2/2).

16

4. Eine gerichtliche Würdigung der vorliegenden Angaben und Unterlagen zei-
tigt die nachfolgend dargelegten Ergebnisse.

4.1 Die Parteien sind sich einig, dass die Versicherte ungeachtet ihrer gesund-
heitlichen Beeinträchtigungen für körperlich leichte, wechselbelastende Tätigkei-
ten eine erhebliche Restarbeitsfähigkeit aufweist. Streitig ist insbesondere das 
Ausmass dieser zumutbaren Arbeitsfähigkeit. Während die Vorinstanz gestützt 
auf das vorliegende MEDAS-Gutachten von einer Arbeitsfähigkeit von 80% aus-
geht, macht die Beschwerdeführerin gestützt auf die Einschätzung ihrer behan-
delnden Psychiaterin U.________ eine verbliebene Arbeitsfähigkeit von maximal 
50% geltend (vgl. Beschwerde S. 15, Ziff. 67). 

4.2.1  Einigkeit besteht sodann grundsätzlich hinsichtlich der Fragestellung, ob 
somatische oder psychische Aspekte die Arbeitsfähigkeit der Versicherten mass-
geblich bzw. in einem IV-relevanten Ausmass limitieren. Aus den medizinischen 
Akten sind zwar somatische Befunde zu entnehmen, welche den HWS-, den (lin-
ken) Schulter- sowie den Hüftbereich (beidseits) betreffen und insofern auch 
Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit haben, als beispielsweise das Heben und 
Tragen von Lasten über 10 kg, oder Tätigkeiten in kauernder Stellung, auf Trep-
pen oder Leitern/ Gerüsten sowie Über-Kopf-Arbeiten etc. ungünstig sind und 
deswegen ausscheiden (IV-act. 80-18/59 Ziff. 2 i.V.m. IV-act. 80-19/59 unten). 
Indessen begründen diese somatischen Befunde grundsätzlich keine relevante 
Beeinträchtigung für entsprechend angepasste leichtere Tätigkeiten wie die ak-
tuelle Arbeit im Ärztesekretariat eines Spitals. Dafür spricht namentlich, dass die 
Beschwerdeführerin vor Gericht ihre Einschränkungen ausschliesslich mit den 
Angaben und der Einschätzung ihrer Psychiaterin untermauert und sich nicht auf 
eine Arbeitsunfähigkeit infolge operativer Eingriffe beruft. Im Einklang damit steht 
im Übrigen auch, dass die Versicherte im 4. Monat nach der letzten Operation 
(Hüft-Totalendoprothese vom 19.4.2017) wieder in der Lage war, zu reiten (vgl. 
IV-act. 106-2/2: "Patientin reitet schon seit August wieder"). Zudem wurde im vor-
liegenden MEDAS-Gutachten ausdrücklich betont, dass die Arbeitsfähigkeit der 
Versicherten ab Ende 2015 "aus psychiatrischer Sicht um 20% eingeschränkt 
angesehen" werde (IV-act. 80-26/59; vgl. auch IV-act. 80-20/59).

4.2.2  Bei dieser Sachlage verhält es sich so, dass die Versicherte jedenfalls in 
somatischer Hinsicht grundsätzlich hinreichend abgeklärt worden ist und diesbe-
züglich kein Anlass besteht, zur Evaluation der zumutbaren Arbeitsfähigkeit in ei-
ner körperlich leichten Tätigkeit (namentlich im kaufmännischen Sektor) weitere 
Abklärungen zu treffen bzw. ein Obergutachten einzuholen. Daran vermag ferner 
auch der Hinweis der behandelnden Psychiaterin im nach dem Erlass der ange-

17

fochtenen Verfügung (vom 23.3.2018) am 25. April 2018 erstatteten Bericht, wo-
nach die Versicherte seit anfangs 2018 stärkere Schmerzen im Rückenbereich 
(v.a. LWS) habe, grundsätzlich nichts zu ändern, zumal in der Beschwerde vom 
3. Mai 2018 sowie in der Eingabe vom 4. Juli 2018 nicht geltend gemacht wird, 
solche Rückenschmerzen würden die bisherige Tätigkeit im Ärztesekretariat des 
Spitals AI.________ (zwischenzeitlich) massgeblich einschränken. 

4.3.1  Bei der psychiatrischen Beurteilung fällt zunächst ins Gewicht, dass eine 
psychiatrische Exploration von der Natur der Sache her nicht ermessensfrei er-
folgen kann und dem medizinischen Sachverständigen deshalb praktisch immer 
einen gewissen Spielraum eröffnet, innerhalb welchem verschiedene Interpreta-
tionen möglich, zulässig und im Rahmen einer Exploration lege artis zu respek-
tieren sind (vgl. Urteil 9C_550/2016 vom 30.12.2016, Erw. 4.2.1 mit Hinweisen). 
Es stellt sich damit die Frage, ob und gegebenenfalls inwieweit die Divergenzen 
zwischen der behandelnden Psychiaterin (Arbeitsfähigkeit von 50%) und dem 
begutachtenden Psychiater (Arbeitsfähigkeit von 80%) dem Beurteilungsspiel-
raum des psychiatrischen Gutachters zuzuordnen sind.

4.3.2  Wie in der Beschwerde zutreffend darauf hingewiesen wurde, hat das 
Bundesgericht seine Rechtsprechung zur Beurteilung von Erkrankungen aus 
dem depressiven Formenkreis im Urteil 8C_130/2017 vom 30. November 2017 
(BGE 143 V 418) dahingehend geändert, dass auch diesbezüglich grundsätzlich 
das strukturierte Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zur Anwendung kommt. 
Für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Störungen definiert das 
für somatoforme Leiden entwickelte strukturierte Beweisverfahren systematisierte 
Indikatoren, die - unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belas-
tungsfaktoren einerseits und von Kompensationspotentialen (Ressourcen) an-
derseits - erlauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschät-
zen (BGE 141 V 281 Erw. 2, 3.4 - 3.6 und 4.1). Das strukturierte 
Beweisverfahren bleibt entbehrlich, wenn im Rahmen beweiswertiger 
fachärztlicher Berichte (vgl. BGE 125 V 351) eine Arbeitsunfähigkeit in 
nachvollziehbar begründeter Weise verneint wird und allfälligen gegenteiligen 
Einschätzungen mangels fachärztlicher Qualifikation oder aus anderen Gründen 
kein Beweiswert beigemessen werden kann (BGE 143 V 409 Erw. 4.5 S. 415). 

4.3.3  Das vorliegende MEDAS-Gutachten vom 5. Dezember 2016 ist in Un-
kenntnis der später geänderten Rechtsprechung des Bundesgerichts verfasst 
worden. Nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung verlieren jedoch nach altem 
Verfahrensstandard eingeholte Gutachten nicht per se ihren Beweiswert. 
Vielmehr ist im Rahmen einer gesamthaften Prüfung des Einzelfalls mit seinen 

18

spezifischen Gegebenheiten und den erhobenen Rügen entscheidend, ob ein 
abschliessendes Abstellen auf die vorhandenen Beweisgrundlagen vor 
Bundesrecht standhält (BGE 141 v 281 Erw. 8; Urteil 9C_45/2017 v. 7.2.2018 
Erw. 4.2).

4.4  Der MEDAS-Psychiater (Dr.med. Y.________, Facharzt für Psychiatrie) 
gliederte sein Gutachten wie folgt (IV-act. 80-46ff./59):

1. Ausgangssituation (Problemstellung)
2. Anamnese
2.1 Subjektive Angaben der versicherten Person

Jetziges Leiden, Einschränkung auf die Alltagsbewältigung
Detaillierter Tagesablauf und Freizeitgestaltung
Krankheitsentwicklung
Aktuelle Behandlung
Aktuelle Medikation

2.2 Familienanamnese
2.3 Persönliche Anamnese
2.4 Biographische und Sozialanamnese
2.5 Berufsanamnese

Beruflicher Werdegang
Aktuelle Arbeitsanamnese
Subjektive Angaben der versicherten Person zu den konkreten krank-
heitsbedingen Einschränkungen am letzten Arbeitsplatz
Selbsteinschätzung der versicherten Person in Bezug auf Krankheitskon-
zept, Arbeitsfähigkeit und Wiedereingliederung

2.6 Fremdanamnese
3. Psychiatrischer Befund

Allgemeines
Erscheinen
Äusseres
Kontaktverhalten
Aufmerksamkeit und Konzentration
Orientierung
Denken, Sprache, Sprechen und Wahrnehmung
Gedächtnis
Ich-Bewusstsein
Intelligenz
Willen und Antrieb
Psychomotorik
Affektivität
Zwänge und Phobien
Persönlichkeit
Realitätsorientierung
Motivation
Grundbedürfnisse

4. Psychiatrische Diagnosen mit Relevanz für die Arbeitsfähigkeit (letzte Tätig-
keit)
Psychiatrische Diagnosen ohne Relevanz für die Arbeitsfähigkeit (letzte Tätig-
keit)

19

5. Epikrise und Beurteilung der Arbeitsfähigkeit im Fachgebiet Psychiatrie
Diagnose nach Klassifikation (z.B. ICD-10) und deren Herleitung, auch 
anhand der diagnoseinhärenten Schweregrade der Befunde
Ausschluss einer Invalidität bei Aggravation oder ähnlichen, allenfalls (bei 
verselbständigten Gesundheitsschädigungen) Bereinigung im Umfang 
der Aggravation
A. Kategorie "funktioneller Schweregrade"
B. Kategorie "Konsistenz" (Gesichtspunkte des Verhaltens)
Belastungsprofil
Quintessenz für die Interdisziplinäre Begutachtung
Würdigung der Akten
Retrospektiver Verlauf der Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit
Retrospektiver Verlauf der Arbeitsfähigkeit in einer leidensadaptierten 
Tätigkeit
Prognose

4.5  Bei der Prüfung der Angaben des begutachtenden Psychiaters fallen unter 
anderem namentlich die nachfolgend aufgeführten Aspekte auf. 

4.5.1  Der ursprünglich von der Versicherten ab Januar 2009 konsultierte Psych-
iater Dr. AJ.________ erwähnte in einem Bericht vom 6. Dezember 2015 an den 
Krankenversicherer (= UV-act. 3-10f./11), dass aus psychiatrischer Sicht keine 
Arbeitsunfähigkeit attestiert werden könne, was im Gutachten unter Ausgangssi-
tuation angeführt wurde (IV-act. 80-46/59, Ziff. 1). 

4.5.2  Hinsichtlich subjektiver Angaben ist vorab zu erwähnen, dass der Beginn 
der psychiatrischen Behandlung im Zeitraum erfolgte, als sich der Ehemann we-
gen einer anderen Frau von der Versicherten trennte (vgl. IV-act. 80-47/59: "Er 
habe sie quasi vor die Tür gesetzt, und eine Welt sei für sie zusammengebro-
chen. Sie habe die gemeinsame Wohnung mit dem sechsjährigen Kind verlassen 
müssen, habe unter Geldnot gelitten, habe ihre Pferde irgendwo unterbringen 
müssen… Seit dieser Zeit gehe sie regelmässig zum Psychiater…").

4.5.3  Des Weiteren schilderte die Versicherte dem begutachtenden Psychiater 
unter anderem (IV-act. 80-47f./59):

- dass nach langer Einsamkeit sie vor zwei Jahren wieder eine neue Beziehung 
begonnen habe, diese Beziehung anfangs sehr schwierig gewesen sei, da sich 
ihr aktueller Partner von seiner Frau trennen musste ("es sei immer hin und her 
gegangen, was sie stark belastet habe. Dann habe die Ex-Frau versucht, ihr 
Schwierigkeiten zu machen…");

- dass sie sich von den Ärzten nicht mehr ernst genommen gefühlt habe und im 
Frühjahr 2016 den Psychiater gewechselt habe;

- dass sie morgens um 07.00 Uhr aufstehe, matt und traurig sei, zunächst mit 
den Hunden bis zu einer Stunde spazieren gehe, nach dem Duschen/ 
Frühstück sich um den Haushalt kümmere ("Sie müsse sich in der Wohnung 
um alles kümmern, putze, wasche und räume auf"), um 11.30 Uhr nochmals 

20

mit den Hunden spazieren gehe, um 13.00 Uhr mit der Arbeit im Spitalbüro 
beginne (Anfragen bearbeiten und Akten archivieren, was sie sehr anstrenge), 
zwischen 17.30 Uhr und 18.00 Uhr heimkomme und wieder mit den Hunden 
spazieren gehe, um 19.00 Uhr mit dem Partner das Nachtessen einnehme 
(was ihr sehr wichtig sei, "sie habe immer wieder extreme Verlustängste ge-
habt, die jetzt ein wenig besser geworden seien") und gegen 22.30 Uhr zu Bett 
gehe;

- dass ihr Partner sehr viel Sport betreibe, während sie lieber zu Hause bleibe;
- dass sie wenig Kontakte zu Kollegen habe;
- dass sie in diesem Jahr mit dem Partner Ferien in Spanien und in der Toskana 

verbracht habe;
- dass sie beruflich anhaltend überlastet sei;
- dass sie zum Einkaufen und auch zu Behörden gehe, weil sie dies müsse, in-

des falle ihr alles sehr schwer;
- dass sie auch Auto fahre (zur Untersuchung sei sie mit dem Auto angereist, 

eine einfache Strecke habe 1 Stunde und 50 Minuten betragen);
- dass es ihr in den letzten zwei Jahren immer schlechter gegangen sei;
- dass sie unter immer neuen Problemen leide, obwohl der Terror durch die Ex-

Frau aktuell etwas abgeklungen sei;
- dass sie ihren Job [Garage AC.________] verloren und starke körperliche 

Schmerzen habe;
- dass sie seit ca. 10 Jahren zweimal pro Woche zur Physiotherapie und alle 

zwei Wochen zur Psychiaterin gehe, zu welcher sie grosses Vertrauen habe;
- dass die Medikation seit Jahren Trittico für die Nacht umfasse und täglich Re-

balance 500mg sowie Voltaren 2x75 mg und ein Mittel gegen Magengeschwü-
re (andere Mittel gegen Depressionen hätten nichts geholfen);

- dass sie keine Suchtstoffe konsumiere;
- und dass sie in ihrer Familie das jüngste, unerwünschte dritte Kind gewesen 

sei; als sie 3-jährig gewesen sei, habe die Mutter die Familie verlassen.

4.5.4  Was die psychiatrischen Befunde anbelangt, hielt der Gutachter u.a. fest, 
dass die Versicherte kooperativ, pünktlich, im Kontaktverhalten zunächst etwas 
zurückhaltend sowie während des ganzen Explorationsgesprächs (75 Minuten) 
aufmerksam und konzentriert war. Hinweise für Aggravationen oder Simulation 
waren nicht feststellbar, auch nicht Anhaltspunkte für inhaltliche und formale 
Denkstörungen, für Wortfindungsstörungen und für Gedächtnisprobleme (etc.). 
Problemlösendes Denken und Handeln wirkten gemäss Gutachter als intakt, hin-
gegen wurde der Antrieb als merklich gemindert beurteilt ("sie schildert eine an-
haltende Mattigkeit und Energielosigkeit"). Immer wieder komme es zu Affektlabi-
lität mit Weinerlichkeit, den ernsten Gesamteindruck verstärkend. Die Stimmung 
sei zum depressiven Pol gerückt; sie wirke anhaltend traurig, die Stimmung sei 
gedrückt, die emotionale Resonanz sei merklich eingeschränkt, sie wirke affekt-
labil und weinerlich, hingegen wurde eine akute Suizidalität verneint. Zwänge von 
Phobien wurden nicht geschildert. In der Primärpersönlichkeit wirke die Versi-

21

cherte empfindsam und ängstlich. Eine Persönlichkeitsstörung nach ICD 10 lasse 
sich nicht diagnostizieren. Die Frustrationstoleranz und die Impulskontrolle wür-
den ausreichend intakt erscheinen. Die Versicherte habe unter den anhaltenden 
Schmerzen und der Unruhe eine Dyssomnie, eine Libidominderung sowie ein 
Morgentief geschildert, wobei Stimmung und Antrieb in der zweiten Tageshälfte 
etwas besser werde.

4.5.5  In seiner Beurteilung führte der begutachtende Psychiater unter anderem 
aus:

(…) Aktuell deutet der psychopathologische Befund auf eine leichtgradige, rezidi-
vierende depressive Störung mit Antriebsminderung und deutlichen Stimmungs-
schwankungen mit Morgentief hin. Hinweise für Aggravation oder Simulation ha-
ben sich während der psychiatrischen Untersuchung nicht ergeben. Durch die de-
pressive Symptomatik mit erhöhter Vulnerabilität und eingeschränkter Belastbar-
keit ist die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt. Die Ausprägung der Depression ist aktu-
ell leicht- bis höchstens mittelgradig, und schränkt die Fähigkeiten im Beruf und All-
tag nur wenig ein. Die Versicherte geht weiterhin ambulant zur Psychiaterin, was 
sie stabilisiere.
Die derzeitige Behandlung mit 500 mg Johanniskrautextrakt und Trazodon 50 mg 
zur Nacht erscheint aber hinsichtlich der depressiven Symptomatik nicht ausrei-
chend.
Die Versicherte bemüht sich, ihr derzeitiges Aktivitätsniveau zu halten und die be-
ruflichen Belastungen zu bewältigen. Neben der chronischen Schmerzstörung mit 
psychischen und körperlichen Beschwerden besteht eine relevante psychiatrische 
Komorbidität in Form von rezidivierenden depressiven Störungen. In der Persön-
lichkeit fällt eine gewisse Dünnhäutigkeit und Empfindsamkeit auf, was sich subjek-
tiv in einer gewissen Abhängigkeit vom Partner und in sogenannten Verlustängsten 
äussert. Eine Persönlichkeitsstörung selbst kann aber nicht diagnostiziert werden. 
Das stabile Verhältnis zum Partner sowie die Beschäftigung mit den beiden Hun-
den werden als Hauptressource angegeben.
Im sozialen Kontakt fällt eine gewisse Rückzugstendenz auf. Die Kontakte zur als 
lieblos empfundenen Mutter sind selten und belastend, auch zur Tochter habe sie 
regelmässigen, aber relativ seltenen Kontakt, so dass sie daraus wenig Hilfe und 
Unterstützung ableiten kann. Es besteht eine diskrepante Einschränkung des Akti-
vitätenniveaus, im familiären Rahmen kann sie die allfälligen Anforderungen gut 
bewältigen, während sie im beruflichen Umfeld merkliche Einschränkungen berich-
tet. Somit erscheinen die Beschwerden inkonsistent. Die regelmässigen Konsulta-
tionen der Psychiaterin und ihre Bemühungen, sich körperlich zu aktivieren und die 
Schmerzen damit zu lindern, deuten auf einen mässigen Leidensdruck hin. 
(…)

Insgesamt gelangte der begutachtende Psychiater zum Ergebnis, wonach eine 
depressive Störung mit aktuell leichtgradiger Ausprägung, anamnestisch auch 
mittelgradig. Die antidepressive Medikation deute auf einen mässigen Leidens-
druck hin, da die Versicherte eine leichte, nebenwirkungsarme Medikation bevor-
zuge und nicht bereit sei, zur Symptombesserung Nebenwirkungen zu ertragen. 
Im Vordergrund stünden affektive Störungen und die verminderte Belastbarkeit. 

22

Die Versicherte leide unter einem Schmerzsyndrom, unter einer relevanten affek-
tiven Störung mit immer wiederkehrender Traurigkeit, Antriebsminderung und In-
teressenlosigkeit sowie vielen körperlichen Beschwerden. Angesichts des psy-
chopathologischen Befunds sei die Arbeitsfähigkeit auf 80% zu veranschlagen 
(IV-act. 80-55/59). 

4.5.6  Der Argumentation der behandelnden Psychiaterin, wonach neben den 
bekannten Depressionen emotional instabile Persönlichkeitsmerkmale im Vor-
dergrund stünden, die den Alltag der Versicherten erschweren und dadurch zu 
starken Stimmungsschwankungen, somatischen Belastungsreaktionen und Ver-
stimmungen führen würden, hielten die MEDAS-Gutachter in einer zusätzlichen 
Stellungnahme vom 21. April 2017 entgegen, dass die Versicherte ihre alltägli-
chen Pflichten durchführen könne. Die Arbeit selbst stelle einen stabilisierenden 
Faktor dar und sei letztlich auch eine Ressource, um die emotionale Instabilität 
zu lindern. Der subjektive Leidensdruck sei beim aktuellen Untersuchungsbefund 
vorhanden gewesen, jedoch würden sich keine Hinweise für die Notwendigkeit 
einer stationären Behandlung oder einer intensiveren Pharmakotherapie oder ei-
ner speziellen dialektisch behavioralen Therapie ergeben. Offenbar sei auch kei-
ne derartige Augmentation der Behandlung geplant, so dass an einer Einschät-
zung der Arbeitsfähigkeit von 80% festgehalten werde (IV-act. 88).

4.6 Im Lichte all dieser Ausführungen ist im Einklang mit der Argumentation der 
Vorinstanz in ihrer Vernehmlassung (S. 3) festzuhalten, dass der erwähnten Indi-
katorenrechtsprechung des Bundesgerichts hinreichend Rechnung getragen 
wurde. Im Rahmen der Begutachtung erfolgten ausführliche Angaben zum Ge-
sundheitsschaden und eine Berücksichtigung von Komorbiditäten (psychiatrische 
Komorbidität in Form einer rezidivierenden depressiven Störung mit Auswirkung 
auf die Arbeitsfähigkeit, daneben eine somatoforme Schmerzstörung). Es liegt 
eine Beurteilung der Ausprägung und Schwere der objektiven Befunde vor. Na-
mentlich wurde der soziale Kontext (Kontakte zu Arbeitskolleginnen und Partner 
intakt, zu Mutter und Tochter selten) berücksichtigt. Was die Frage hinsichtlich 
Ressourcen anbelangt, steht gemäss Gutachter die stabile Beziehung zu ihrem 
Partner im Vordergrund (vgl. IV-80-55/59 oben). Hinzu kommt die regelmässige 
und ausgiebige Beschäftigung mit Tieren (vgl. den oben geschilderten Alltagsver-
lauf; siehe aber auch die Feststellung der behandelnden Psychiaterin: "Patientin 
findet eine Ressource bei Tieren", siehe IV-act. 85-2/6 = Bericht vom 17.2.2017; 
siehe zusätzlich auch IV-act. 106-2/2, wonach gemäss Vermerk von Dr.med. 
V.________ vom 10. Oktober 2017: "Patientin reitet schon seit August wieder"). 
In diesem Zusammenhang fällt auf, dass die Beschwerdeführerin gegenüber 
dem begutachtenden Psychiater ihre Beschäftigung mit Reiten verschwiegen hat 

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(auch beispielsweise nicht geltend gemacht, dass sie den früher ausgeübten 
Reitsport aufgegeben habe), hingegen gegenüber dem Operateur Dr.med. 
V.________ das wieder aufgenommene Reiten erwähnt hat. Sodann wurde eine 
Konsistenzprüfung vorgenommen. Diesbezüglich und zu den weiteren Aspekten 
kann auf die Ausführungen der Vorinstanz in ihrer Vernehmlassung (S. 3) ver-
wiesen werden, welchen uneingeschränkt beizupflichten ist.

4.7 Soweit in der Beschwerdeschrift (S. 12) auf den von der behandelnden 
Psychiaterin eingereichten ADP-Fragebogen mit Auswertung verwiesen wird, hat 
die Vorinstanz in ihrer Vernehmlassung (S. 2) überzeugend dargelegt, dass es 
sich dabei um ein selbstbeurteilendes Testverfahren handelt, welches sich nicht 
für eine Begutachtung mit versicherungspsychiatrischer Fragestellung eignet. In 
diesem Sinne widerspiegeln die Testergebnisse lediglich das Bild, welches die 
Explorandin von sich selbst hat. Daraus, dass sich diese Selbstbeurteilung nicht 
mit der Fremdbeurteilung durch eine unabhängige Fachperson deckt, kann die 
Beschwerdeführerin hier nichts zu ihren Gunsten ableiten. Richtig ist auch der 
Einwand der Vorinstanz, wonach im Übrigen die Rechtsprechung solchen Tests 
höchstens ergänzende Funktion zubilligt, während die klinische Untersuchung 
mit Anamneseerhebung, Symptomerfassung und Verhaltensbeobachtung aus-
schlaggebend bleibt (vgl. Urteil 9C_566/2013 vom 23.9.2013 Erw. 3 in fine mit 
weiteren Hinweisen). 

4.8 Hinzu kommt, dass bei Divergenzen hinsichtlich des Ausmasses einer an 
sich anerkannten (gewissen) Einschränkung der Arbeitsfähigkeit es die unter-
schiedliche Natur von Behandlungsauftrag der therapeutisch tätigen Fachperson 
einerseits und Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten fachmedizinischen 
Experten andererseits (BGE 124 I 170 Erw. 4, S. 175) nicht zulässt, ein MEDAS-
Gutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu 
nehmen, wenn die behandelnden Arztpersonen zu anderslautenden Einschät-
zungen gelangen (vgl. Urteil 8C_909/2017 vom 26.6.2018 Erw. 9). Dies gilt erst 
recht, wenn der erstbehandelnde Psychiater für die diagnostizierte chronische 
Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren eine Arbeitsun-
fähigkeit aus psychiatrischer Sicht explizit verneint hat (vgl. UV-act. 3-10f./11 und 
dabei der Versicherten empfohlen hat, "sich von einem weiteren Abklärungs- und 
Behandlungscrescendo" zu verabschieden), worauf die Versicherte den Psychia-
ter gewechselt und eine Fachperson gesucht hat, welche ihr im Ergebnis einen - 
trotz regelmässigen Konsultationen und entsprechender therapeutischer Behand-
lung - anhaltend höheren Arbeitsunfähigkeitsgrad bescheinigt.

24

4.9 Zusammenfassend ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz bei der 
Beurteilung der Arbeitsfähigkeit auf das vorliegende MEDAS-Gutachten abge-
stellt hat. Das Gutachten beruht auf den Vorakten und einer umfassenden poly-
disziplinären Abklärung, berücksichtigt die geklagten Beschwerden und begrün-
det die darin enthaltenen Schlussfolgerungen. Aus den weiteren medizinischen 
Akten ergeben sich keine Anhaltspunkte dafür, dass die medizinischen Gutachter 
relevante funktionelle Einschränkungen übersehen hätten. Eine weitere Begut-
achtung ist nicht erforderlich. Daran vermögen die weiteren Vorbringen in der 
Beschwerde nichts zu ändern. Unbehelflich ist namentlich auch der Einwand der 
Beschwerdeführerin, die Schmerzsymptomatik sei chronisch sowie austherapiert 
und stehe in ungünstiger Wechselwirkung zur Depression (bei einer Persönlich-
keitsstörung).

5. Streitig sind im Weiteren die erwerblichen Auswirkungen der gesundheitli-
chen Einschränkungen. Soweit die Beschwerdeführerin sinngemäss einwendet, 
dass sie im kaufmännischen Sektor nur über eine Anlehre verfüge und deswegen 
beim Tabellenlohn auf einen tieferen Wert abzustellen sei, als in der angefochte-
nen Verfügung berücksichtigt wurde, ist ihr entgegenzuhalten, dass sie nach der 
Aktenlage seit vielen Jahren im kaufmännischen Bereich erwerbstätig ist, wes-
halb die vorinstanzliche Vorgehensweise nicht zu beanstanden ist. Beizupflichten 
ist auch der überzeugenden Argumentation in der Vernehmlassung (Ziffer 4), 
wonach das Alter der Versicherten und die Teilzeittätigkeit hier bei der Ermittlung 
des massgebenden Invalideneinkommens keinen leidensbedingten Abzug zu 
begründen vermögen. Soweit schliesslich die psychisch bedingte verminderte 
Belastbarkeit zu einer Herabsetzung des zumutbaren Arbeitsfähigkeitsgrades 
führte, kann dieser Aspekt nicht nochmals bei der Prüfung eines leidensbeding-
ten Abzuges berücksichtigt werden. Und selbst wenn - entgegen den vorstehen-
den Erwägungen, an welchen weiterhin festzuhalten ist - ein gewisser leidensbe-
dingter Abzug (aus welchen Gründen auch immer) zugestanden würde, bliebe es 
dabei, dass ein rentenbegründender IV-Grad von mindestens 40% nicht erreicht 
würde. 

6. Aus all diesen Gründen gibt das vorinstanzliche Ergebnis, wonach weiter-
hin kein Anspruch auf eine IV-Rente besteht, entgegen der Auffassung der Be-
schwerdeführerin keinen Anlass zur Beanstandung. Die Beschwerde erweist sich 
als unbegründet, weshalb sie abgewiesen wird. Diesem Ergebnis entsprechend 
werden die Verfahrenskosten der Beschwerdeführerin auferlegt. Eine Parteien-
tschädigung fällt ausser Betracht.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) 
werden auf Fr. 500.-- festgelegt und der Beschwerdeführerin auferlegt. Sie 
hat einen Kostenvorschuss von Fr. 500.-- bezahlt, so dass die Rechnung 
ausgeglichen ist.

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungs-
beschwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rech-
ten gerügt werden (Art. 113ff. BGG).

4. Zustellung an:
- die Vertreterin der Beschwerdeführerin (2/R)
- die Vorinstanz (R)
- und das Bundesamt für Sozialversicherungen (A).

Schwyz, 23. Oktober 2018

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Der Gerichtsschreiber:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 25. Oktober 2018