# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f42803fe-77b3-592a-b07a-39549126cb60
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2009-10-20
**Language:** de
**Title:** Zürich Baurekursgericht 20.10.2009 BRKE II Nr. 0235/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Baurekurs/ZH_BRK_001_BRKE-II-Nr--0235-200_2009-10-20.pdf

## Full Text

BRKE II Nr. 0235/2009 vom 20. Oktober 2009 in BEZ 2010 Nr. 7

Im Streit lag ein privater Gestaltungsplan, der unter anderem auch Wohnnut-
zung vorsah. Die Zustimmung zu diesem Gestaltungsplan war vom Gemeinderat 
erteilt worden. Das Gestaltungsplangebiet lag gemäss Bau- und Zonenordnung in 
der Gewerbezone. Dort konnte alternativ zur Bau- und Zonenordnung auch nach in 
dieser enthaltenen Sonderbauvorschriften gebaut werden; dies aber nur in Verbin-
dung mit einem sich im Rahmen der Bau- und Zonenordnung und der Sonderbau-
vorschriften haltenden Gestaltungsplan. Gemäss den Sonderbauvorschriften war 
ausser den in der Gewerbezone zulässigen Nutzweisen insbesondere auch Wohn-
nutzung (mit einem Wohnanteil von maximal 40 Prozent) gestattet. 

Aus den Erwägungen:

4.2.3 Die Rekurrentschaft macht geltend, es sei nicht zulässig, das Wohnen in 
Gewerbezonen mittels Sonderbauvorschriften in Verbindung mit einem Gestaltungs-
plan, der nur der Zustimmung der Exekutive bedarf, zu ermöglichen. Mithin stellt sich 
die Frage, ob der vorliegend strittige private Gestaltungsplan von der Legislative 
hätte genehmigt werden müssen. 

Das Planungs- und Baugesetz sieht mit Bezug auf die Festsetzung von Gestal-
tungsplänen Folgendes vor: Private Gestaltungspläne bedürfen der Zustimmung des 
für den Erlass der Bau- und Zonenordnung zuständigen Organs. Überschreiten sie 
den für Arealüberbauungen im betreffenden Gebiet geltenden Rahmen nicht, genügt 
die Zustimmung des Gemeinderates (§ 86 PBG). Die Festsetzung von öffentlichen 
Gestaltungsplänen richtet sich nach § 88 PBG. Nach Absatz 1 dieser Bestimmung 
werden diese wie Bau- und Zonenordnungen und Sonderbauvorschriften von der
Gemeindelegislative erlassen, geändert oder aufgehoben. Diese Beschlüsse sowie 
die Zustimmungen zu privaten Gestaltungsplänen sind öffentlich bekanntzumachen 
und aufzulegen. Absatz 2 statuiert, dass Bau- und Zonenordnungen, Sonderbauvor-
schriften und nicht von der zuständigen Direktion festgesetzte Gestaltungspläne der 
– öffentlich bekanntzumachenden – Genehmigung bedürfen.

Das Verwaltungsgericht des Kantons Zürich hatte mit VB.2002.00376 über die 
Rechtmässigkeit von Art. 81a Abs. 7 BZO Zürich zu entscheiden. Nach dieser Be-
stimmung bedürfen Gestaltungspläne, die den Rahmen der Sonderbauvorschriften 
und der ergänzend anwendbaren allgemeinen Bau- und Zonenordnung nicht über-

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schreiten, lediglich der Zustimmung des Stadtrates. Die Beschwerdeführenden hat-
ten die Aufhebung dieser Bestimmung mit der Begründung beantragt, eine Delegati-
on an die Exekutive sei gemäss § 86 PBG nur dann zulässig, wenn der Gestal-
tungsplan den für Arealüberbauungen geltenden Rahmen einhalte. Das Bauen nach 
den Sonderbauvorschriften würde indes den in Art. 8 Abs. 5 BZO für Arealüberbau-
ungen geltenden Rahmen überschreiten. 

Das Verwaltungsgericht erwog, der Gestaltungsplan sei ein Sondernutzungs-
plan, der grundsätzlich im gleichen Verfahren wie die Bau- und Zonenordnung oder 
die Sonderbauvorschriften durch die Legislative zu erlassen sei. Eine Sonderrege-
lung kenne das Gesetz nur für den privaten Gestaltungsplan, soweit dieser den für 
Arealüberbauungen im betreffenden Gebiet geltenden Rahmen nicht überschreite. In 
diesen Fällen genüge die Zustimmung der Exekutive, da die grundsätzlich berufene 
Legislative bereits beim Erlass der Grundordnung die Rahmenbedingungen für eine 
Überbauung habe definieren können. Eine Zustimmung der Legislative zum privaten 
Gestaltungsplan sei nur dann verlangt, wenn dieser weitere, nicht von der ord-
nungsgemäss erlassenen Grundordnung gedeckte Überbauungsmöglichkeiten er-
öffne. Als Grundordnung habe dabei nicht nur die Regelbauweise zu gelten, sondern 
letztlich jede Bauweise, welche nach einer von der Legislative erlassenen Ordnung 
gestattet sei. Dazu gehöre auch das Bauen im Rahmen einer Arealüberbauung oder 
eben nach allfälligen Sonderbauvorschriften. Beide Bauweisen bewirkten keinen 
Zwang, nach den entsprechenden Vorschriften zu bauen, sondern eröffneten ledig-
lich eine neben der Regelbauweise bestehende Alternative. Werde das Bauen nach 
Sonderbauvorschriften im Rahmen einer von der zuständigen Legislative erlassenen 
Bau- und Zonenordnung geregelt, so bestehe kein Anlass dafür, dass privaten Ges-
taltungsplänen innerhalb dieses Rahmens ein zweites Mal von der Legislative zuge-
stimmt werden müsse. 

Im Übrigen präzisierte das Verwaltungsgericht, dass die überprüfte BZO-
Bestimmung nur für private und nicht auch für öffentliche Gestaltungspläne gelte.   

Auf Grund dieser Rechtsprechung genügt es, dass der angefochtene private 
Gestaltungsplan nur der Zustimmung der Exekutive unterlag. Insoweit erweist sich 
der Gestaltungsplan als rechtsbeständig. 

5.1 Die Rekurrierenden monieren alsdann, dass vorgängig der Zustimmung des 
Gemeinderates zum Gestaltungsplan keine Auflage und Anhörung nach § 7 PBG 
durchgeführt wurde. Dieser verfahrensrechtliche Verstoss müsse zur Aufhebung des 
Gestaltungsplanes führen. (…)

5.2.1 Die (…) Norm von § 7 Abs. 2 PBG lautet: «Die Pläne sind vor der Festset-
zung öffentlich aufzulegen. Innert 60 Tagen nach der Bekanntmachung kann sich 
jedermann bei der die Auflage verfügenden Instanz zum Planinhalt äussern.» Nach 
Absatz 3 wird über die nicht berücksichtigten Einwendungen gesamthaft bei der 
Planfestsetzung entschieden. Absatz 4 sieht vor, dass die Pläne und die Stellung-
nahme zu den nicht berücksichtigten Einwendungen hernach zur Einsichtnahme of-
fen stehen. Diese verfahrensrechtliche Regelung wurde – zusammen mit Absatz 1 
von § 7, wonach bei der Aufstellung und Änderung der Richt- und Nutzungspläne 
die nach- und nebengeordneten Planungsträger rechtzeitig anzuhören sind – mit der 

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Revision vom 1. September 1991 neu in das Planungs- und Baugesetz aufgenom-
men. 

Zu prüfen ist, ob diese Verfahrensvorschriften auch bei privaten Gestaltungs-
plänen im Sinne von § 86 Abs. 2 PBG zum Zuge kommen müssen, die lediglich der 
Zustimmung der Gemeindeexekutive bedürfen (nachfolgend Exekutivgestaltungs-
pläne genannt). Hierzu ist die Bestimmung von § 7 Abs. 2 PBG auszulegen. 

Gesetzesauslegung hat zum Ziel, den rechtsverbindlichen Sinn eines Rechts-
satzes, über dessen Tragweite Unklarheiten bestehen, zu ermitteln. Auslegung ist 
notwendig, wo der Gesetzeswortlaut nicht klar ist oder wo Zweifel bestehen, ob ein 
scheinbar klarer Wortlaut den wahren Sinn der Norm wiedergibt (U. Häfelin/G. Mül-
ler/F. Uhlmann, Allgemeines Verwaltungsrecht, 5. A., 2006, Rz. 214). Bei der Geset-
zesauslegung können verschiedene Auslegungsmethoden zum Zuge kommen. Aus-
gangspunkt jeder Auslegung ist die grammatikalische Auslegung, die auf den Wort-
laut, Wortsinn und den allgemeinen Sprachgebrauch abstellt. Vom klaren Wortlaut 
eines Rechtssatzes darf nur abgewichen werden, wenn triftige Gründe dafür beste-
hen, dass er nicht den wahren Sinn der Bestimmung wiedergibt. Solche triftigen 
Gründe können sich aus der Entstehungsgeschichte, aus dem Sinn und Zweck der 
Vorschrift und aus dem Zusammenhang mit andern Normen ergeben (U. Häfelin/W. 
Haller/H. Keller, Schweizerisches Bundesstaatsrecht, 7. A., 2008, Rz. 75 ff.).

5.2.2 Die private Rekursgegnerin verweist auf den Wortlaut von § 7 Abs. 2 
PBG, wonach die Pläne «vor deren Festsetzung» öffentlich aufzulegen sind. Sie 
macht geltend, private Gestaltungspläne im Sinne von § 86 Satz 2 PBG, die lediglich 
der Zustimmung der Gemeindexekutive bedürften, würden nicht «festgesetzt». Hier-
aus schliesst die private Rekursgegnerin, dass solche Gestaltungspläne nicht dem 
Einwendungsverfahren gemäss § 7 Abs. 2 PBG unterliegen. 

Dem kann nicht gefolgt werden. Der – rechtlich nicht definierte – Begriff der
«Festsetzung» passt auch auf die Zustimmungserteilung seitens der Gemeindeexe-
kutive, weil erst mit dieser (vorbehältlich der Genehmigung durch die Baudirektion) 
dem Gestaltungsplan Verbindlichkeit zukommt. Damit kann auch bei Exekutivgestal-
tungsplänen sehr wohl von «Festsetzung» gesprochen werden. Überdies werden in 
der Terminologie des Planungs- und Baugesetzes auch Gestaltungspläne, die in die 
Kompetenz der Gemeindelegislative fallen (nachfolgend Legislativgestaltungspläne), 
nicht etwa «festgesetzt», sondern «erlassen» (bzw. geändert  oder aufgehoben; § 
88 Abs. 1 PBG). Aus der Verwendung des Begriffs «Festsetzung» in § 7 Abs. 2 PBG 
kann somit keine Beschränkung des Einwendungsverfahrens auf Legislativgestal-
tungspläne abgeleitet werden kann. 

Der Begriff «Pläne» in Absatz 2 bezieht sich auf die in Absatz 1 von § 7 er-
wähnten «Richt- und Nutzungspläne». Zur «Nutzungsplanung» (vgl. die Überschrift 
des 3. Abschnitt des Gesetzes) bzw. zur kommunalen «Bau- und Zonenordnung» 
(vgl. die Überschrift zu lit. B des 3. Abschnittes des Gesetzes) gehören gesetzessys-
tematisch auch die Gestaltungspläne, ohne dass diese Zuordnung durch eine weite-
re Unterscheidung eingeschränkt würde. Damit sind, wie schon der Begriff selber 
schliessen lässt, auch in gesetzessystematischer Hinsicht unter den «Plänen» im 
Sinne von § 7 Abs. 2 PBG auch die Exekutivgestaltungspläne zu verstehen. Einzig 
die im Wesentlichen der Landumlegung und Erschliessung, nicht aber der Regelung 

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von Baumöglichkeiten dienenden Quartierpläne werden im Gesetz vom Verfahren 
gemäss § 7 PBG ausgenommen, indem deren Aufstellung, «Festsetzung» (durch die 
Exekutive; § 158 PBG) und Genehmigung im 4. Abschnitt des Gesetzes gesondert 
(und inhaltlich verschieden) geregelt werden.

5.2.3 Nachdem Wortlaut und Systematik des Gesetzes auf eine Befreiung der 
Exekutivgestaltungspläne vom Einwendungsverfahren auch nicht ansatzweise 
schliessen lassen und den Materialien zur Gesetzesrevision vom 1. September 1991 
diesbezüglich nichts zu entnehmen ist, ist zu prüfen, ob die einschlägige Regelung 
unter dem Aspekt ihres Sinnes und Zweckes oder anderer Gesichtspunkte abwei-
chende Schlüsse nahelegt. 

Hierbei stellt sich zunächst die Frage, ob das Einwendungsverfahren mit einer 
lediglich von der Exekutive ausgesprochenen Zustimmung überhaupt sinnvoll zu-
sammenspielen kann. Dies ist zweifellos zu bejahen. Darf die Gemeindeexekutive 
auf Grund von Einwendungen einen privaten Legislativgestaltungsplan vorgängig 
der Verabschiedung zu Handen der Gemeindeversammlung ändern, muss sie auch 
befugt sein, dies bei einem Exekutivgestaltungsplan vorgängig der eigenen Zustim-
mungserteilung zu tun oder aber die Zustimmung zu verweigern. Gleichermassen 
kann auch die Exekutive eine Stellungnahme zu den nicht berücksichtigten Einwen-
dungen beschliessen; auch dies bedarf keines Gesetzgebungsverfahrens. An dem 
Gesagten ändert alsdann auch nichts, dass bei der Darstellung des nutzungsplane-
rischen Verfahrensgangs in der Literatur (vgl. Ch. Fritzsche/P. Bösch, Zürcher Pla-
nungs- und Baurecht, 4. A., 2006, 3-3 und 3-9) davon ausgegangen wird, dass dem 
Einwendungsverfahren ein Legislativbeschluss folgt, bildet dies doch der häufigste 
Fall. Solche – ohnehin nur schematischen – Darstellungen lassen den Schluss, ei-
ner Exekutivzustimmung müsse kein Einwendungsverfahren vorangehen, nicht zu. 
Entsprechendes gilt im Übrigen auch für die Schrift «Das revidierte Planungs- und 
Baugesetz (PBG) des Kantons Zürich» (Bern 1992) von Robert Wolf und Erich Kull; 
unter Randziffer 48, auf welche Stelle die Vorinstanz verweist, wird lediglich auf die 
einschlägige kantonale Praxis hingewiesen, ohne dass diese Praxis auch nur an-
satzweise mit einer Begründung unterlegt würde.

Dass das Interesse Dritter an der Einsicht in einen anstehenden Gestaltungs-
plan und am Anbringen von Einwendungen von vornherein geringer ist, wenn es 
sich bloss um einen Exekutivgestaltungsplan handelt, kann offenkundig nicht be-
hauptet werden, können doch auch solche Gestaltungspläne grössere Gebiete 
betreffen und für ein Gemeinwesen raumplanerisch erheblich, ja sogar prägend sein,
was das schutzwürdige Bedürfnis nach planungsrechtlicher Partizipation im Rahmen 
eines Einwendungsverfahrens ohne weiteres ausweist. Dies gilt umso mehr, als die 
Partizipation im Rahmen des Abstimmungsverfahrens bei solchen Gestaltungsplä-
nen entfällt.

5.2.4 Für den Ausschluss von Exekutivgestaltungsplänen vom Einwendungs-
verfahren könnte der Umstand sprechen, dass sich solche Gestaltungspläne stets im 
Rahmen der Bau- und Zonenordnung einschliesslich Arealüberbauungs- und Son-
derbauvorschriften halten, die von der Legislative nach erfolgtem Einwendungsver-
fahren festgesetzt wurden. Hieraus könnte geschlossen werden, dass ein weiteres 
Einwendungsverfahren nur einen Zeitverlust darstelle. 

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Auch diese Auffassung erweist sich bei näherer Betrachtung kaum als stichhal-
tig; insbesondere entspricht sie nicht der Wertung, die sich aus dem Gesetz ergibt. 
Der Gesetzgeber hat den Unterschied zwischen (privaten) Legislativ- und Exekutiv-
gestaltungsplänen im Auge gehabt, indem er für letztere eine eigene, gegenüber 
dem Regelfall der Legislativkompetenz ausnahmehafte Festsetzungsmodalität schuf. 
Hat er im Übrigen ein minder qualifiziertes Prozedere, also den Verzicht auf das 
Einwendungsverfahren, nicht legiferiert, legt dies den Schluss nahe, dass er einen 
solchen Verzicht auch nicht wollte, andernfalls es ein Leichtes gewesen wäre, die für 
das Festsetzungsverfahren bereits bestehende Unterscheidung bei der Regelung 
des Einwendungsverfahrens fortzuführen. 

Namentlich fällt ins Gewicht, dass der Gesetzgeber auch die Exekutivgestal-
tungspläne – unstrittigermassen – der Pflicht zur Genehmigung durch die Baudirek-
tion unterstellt hat (§ 89 PBG), obwohl in diesem Zusammenhang nicht weniger ein-
gewendet werden könnte, dass mit Exekutivgestaltungsplänen die Baubefugnisse 
gegenüber der (bereits genehmigten) Grundordnung nicht erweitert, sondern nur 
konkretisiert werden. Hat der Gesetzgeber die Exekutivgestaltungspläne von der 
Genehmigungspflicht dennoch nicht ausgenommen, so zweifellos deswegen, weil 
auch mit solchen Gestaltungsplänen sehr grosse Gebiete erfasst werden können 
und es damit auch diesem Gestaltungsplantypus immanent ist, wesentlich raumwirk-
samer als die meisten unmittelbar auf der Grundordnung beruhenden Baubewilli-
gungen zu sein. Spricht dies für die Unterstellung unter die Genehmigungspflicht, so 
ist nicht einzusehen, weshalb sich dies beim Einwendungsverfahren – ohne jede 
Stütze im Wortlaut des Gesetzes – anders verhalten sollte. Was das zeitliche Mo-
ment anbelangt, kann festgestellt werden, dass Einwendungsverfahren im Regelfall
nicht allzu aufwendig sind, gegebenenfalls aber wesentlich länger dauernde 
Rechtsmittelverfahren damit abgewendet werden können.   

5.2.5 Gestaltungspläne können in gleicher Weise wie Sonderbauvorschriften 
aufgehoben werden (§ 87 Satz 1 PBG). Damit können sie frühestens fünf Jahre 
nach ihrem Inkrafttreten aufgehoben werden, wenn weder eine wesentliche Bautä-
tigkeit eingesetzt hat, die von den eingeräumten Möglichkeiten Gebrauch macht, 
noch entsprechende ernsthafte Bestrebungen nachgewiesen sind (§ 82 PBG). Wäh-
rend Sonderbauvorschriften keinen Zwang, nach Ihnen zu bauen, bewirken, verhält 
es sich bei Gestaltungsplänen mangels einer solchen Regelung gerade umgekehrt. 
Damit hat ein Gestaltungsplan, der die Möglichkeit einer Arealüberbauung aus-
schöpft, offenkundig eine andere Rechtswirkung als eine Baubewilligung für eine 
Arealüberbauung, indem mit der Rechtskraft eines solchen Gestaltungsplanes nur 
mehr in dem durch diesen konkretisierten Rahmen gebaut werden kann, die Grund-
ordnung also aufgehoben ist, was bei einer Baubewilligung nicht der Fall ist. Hinzu 
kommt, dass auch Exekutivgestaltungspläne unter bestimmten Voraussetzungen 
allgemeinverbindlich erklärt werden können (§ 85 Abs. 2 PBG).  

Vorliegend müssen die Sonderbauvorschriften, soll nach ihnen gebaut werden, 
mit einem Gestaltungsplan verbunden werden. Bewirkt der Gestaltungsplan einen 
Zwang, nach ihm zu bauen, so muss dies auch dann gelten, wenn er der Umsetzung 
von Sonderbauvorschriften dient. Damit kommt auch diesen, soweit sie durch den 
Gestaltungsplan umgesetzt werden, die entsprechende Verbindlichkeit zu. Mit der 
Festsetzung des vorliegend strittigen Gestaltungsplanes wird demnach aus der Ge-
werbezone grundeigentümerverbindlich die in der Bau- und Zonenordnung alternativ 

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legiferierte Zone mit gemischter Nutzung. Die Auffassung, dass es (auch) deswegen 
keines Einwendungsverfahrens bedürfe, weil mit dem strittigen Gestaltungsplan Nut-
zungen ermöglicht würden, die auch ohne Gestaltungsplan im Baubewilligungsver-
fahren hätten bewilligt werden können, fällt damit ohne weiteres ausser Betracht.

5.3 Gesamthaft betrachtet, sprechen nicht nur Wortlaut und Systematik des 
Gesetzes, sondern gleichermassen auch gewichtige Gründe inhaltlich-wertender 
Natur dafür, dass die Bestimmung von § 7 Abs. 2 PBG vorliegend die Durchführung 
eines Einwendungsverfahrens verlangt hätte. Mithin ist der Gestaltungsplan formell 
rechtsfehlerhaft ergangen. 

Besagter Mangel wird auch durch das Rechtsmittelverfahren nicht geheilt, weil 
in diesem anders als im Einwendungsverfahren nicht «jedermann», sondern nur ein 
vergleichsweise sehr eingeschränkter Personenkreis zugelassen ist (§ 338a Abs. 1 
PBG). Hinzu kommt, dass sich die Baurekurskommissionen bei der Überprüfung 
planerischer Akte auf Grund der Gemeindeautonomie Zurückhaltung auferlegen, von 
der mit § 20 VRG eingeräumten Kognition also nur eingeschränkt Gebrauch ma-
chen, womit dem Umstand, ob einem Einwand bereits im Festsetzungsverfahren 
Rechnung getragen wurde oder dieser erst Gegenstand einer rekursweise vorgetra-
genen Rüge ist, entscheidende Bedeutung zukommen kann.  

(Mit dieser Begründung wurde der angefochtene Gestaltungsplan aufgehoben.)