# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3073e75d-e67d-5807-8c3d-e2d3d080778d
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2011-10-21
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 21.10.2011 D-5593/2011
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-5593-2011_2011-10-21.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

Abteilung IV
D­5593/2011
law/joc

U r t e i l   v om   2 1 .   O k t ob e r   2 0 1 1

Besetzung Einzelrichter Walter Lang,
mit Zustimmung von Richterin Gabriela Freihofer; 
Gerichtsschreiberin Claudia Jorns Morgenegg.

Parteien A._______, geboren am (…),
Jordanien,  
vertreten durch lic.iur. Susanne Sadri, LL.M., (..),
Beschwerdeführer, 

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern,   
Vorinstanz. 

Gegenstand Asyl und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 5. September 2011 / N (..).

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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  der  Beschwerdeführer,  ein  jordanischer  Staatsbürger  islamischen 
Glaubens, eigenen Angaben zufolge am 2. Juli 2011 in die Schweiz ein­
reiste, wo er am gleichen Tag um Asyl nachsuchte,

dass das BFM am 18. Juli 2011 im Empfangs­ und Verfahrenszentrum 
Basel  (EVZ)  die  Personalien  des  Beschwerdeführers  erhob  und  ihn 
summarisch  zum  Reiseweg  und  zu  den  Gründen  für  das  Verlassen 
des Heimatlandes befragte,

dass das BFM den Beschwerdeführer am 5. August 2011 zu den Asyl­
gründen anhörte,

dass  das  BFM  das  Asylgesuch  des  Beschwerdeführers  mit  Verfügung 
vom  5.  September  2011–  eröffnet  am  12.  September  2011  –  ablehnte, 
die Wegweisung aus der Schweiz verfügte und deren Vollzug anordnete,

dass  der  Beschwerdeführer  mit  Eingabe  seiner  Rechtsvertreterin  vom 
10. Oktober  2011  gegen  diesen  Entscheid  beim 
Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde  erhebt  und  dabei  beantragt,  die 
angefochtene  Verfügung  sei  aufzuheben,  es  sei  die 
Flüchtlingseigenschaft  festzustellen  und  es  sei  ihm  Asyl  zu  gewähren 
sowie  es  sei  die  Unzulässigkeit  und Unzumutbarkeit  des  Vollzuges  der 
Wegweisung festzustellen,

dass  er  in  verfahrensrechtlicher  Hinsicht  um  Gewährung  der 
unentgeltlichen  Rechtspflege  und  um  Erlass  von  der 
Kostenvorschusspflicht ersucht, 

und zieht in Erwägung,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  auf  dem  Gebiet  des  Asyls  in  der 
Regel  –  so  auch  vorliegend  –  endgültig  über  Beschwerden  gegen 
Verfügungen  (Art. 5  des Bundesgesetzes  vom 20. Dezember 1968 über 
das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR  172.021])  des  BFM  entscheidet 
(Art. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31] i. V. m. 
Art. 31 –33  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  [VGG, 
SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

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dass  der  Beschwerdeführer  am  Verfahren  vor  der  Vorinstanz 
teilgenommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt 
ist,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an deren Aufhebung beziehungsweise 
Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legitimiert  ist 
(Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass  somit  auf  die  frist­  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde 
einzutreten  ist  (Art. 108 Abs. 1 AsylG;  Art. 105 AsylG  i.V.m. Art. 37 VGG 
und Art. 52 Abs. 1 VwVG),

dass  mit  Beschwerde  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige 
oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und 
die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 
Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  beziehungsweise 
einer  zweiten Richterin  entschieden wird  (Art. 111 Bst. e AsylG)  und  es 
sich  vorliegend,  wie  nachfolgend  aufgezeigt,  um  eine  solche  handelt, 
weshalb  der  Beschwerdeentscheid  nur  summarisch  zu  begründen  ist 
(Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass  gestützt  auf  Art. 111a  Abs. 1  AsylG  vorliegend  auf  einen 
Schriftenwechsel verzichtet wurde,

dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl  gewährt  (Art. 2 Abs. 1 
AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die  in  ihrem Heimatstaat oder 
im  Land,  in  dem  sie  zuletzt  wohnten,  wegen  ihrer  Rasse,  Religion, 
Nationalität,  Zugehörigkeit  zu  einer  bestimmten  sozialen  Gruppe  oder 
wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt 
sind  oder  begründete  Furcht  haben,  solchen  Nachteilen  ausgesetzt  zu 
werden (Art. 3 Abs. 1 AsylG),

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft 
gemacht werden muss (Art. 7 AsylG),

dass die Flüchtlingseigenschaft glaubhaft gemacht ist, wenn die Behörde 
ihr  Vorhandensein  mit  überwiegender  Wahrscheinlichkeit  für  gegeben 
hält,

dass  Vorbringen  insbesondere  dann  unglaubhaft  sind,  wenn  sie  in 
wesentlichen  Punkten  zu  wenig  begründet  oder  in  sich  widersprüchlich 

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sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte 
oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden,

dass  der  Beschwerdeführer  zur  Begründung  seines  Asylgesuches  im 
Kern  vorbrachte,  in  Jordanien  eine  sexuelle  Beziehung  zu  einer 
verheirateten  Frau  unterhalten  zu  haben  und  deswegen  von  deren 
Angehörigen mit dem Tode bedroht worden zu sein, 

dass  für  die  weiteren  Einzelheiten  des  zur  Begründung  des  Asyl­
gesuchs  geltend  gemachten  Sachverhalts,  auf  die  Protokolle  der 
Befragung  vom  18. Juli  2011  und  der  Anhörung  vom  5. August  2011 
sowie auf die angefochtene Verfügung zu verweisen ist,

dass das BFM  in der angefochtenen Verfügung zu Recht  folgerte, er­
wähnte  Fluchtgründe  seien  zufolge  widersprüchlicher,  tatsachen­
widriger und nicht nachvollziehbarer Angaben als nicht glaubhaft zu er­
achten,

dass  der  Beschwerdeführer  an  der  Befragung  im  EVZ  vorbrachte, 
nachdem er und seine Freundin durch deren Schwester und Schwägerin 
am 21. Juni 2011 beim Geschlechtsverkehr erwischt worden seien, sei er 
zur Polizei gegangen und Angehörige seiner Freundin hätten am selben 
sowie am folgenden Tag sein Elternhaus umzingelt und ihn in der Folge 
per SMS bedroht (vgl. act. A15/10 S. 6 f.), 

dass er indessen im Rahmen der Anhörung zunächst verneinte, nachdem 
er und seine Freundin erwischt worden seien, direkt bedroht worden zu 
sein,  sondern  lediglich  erwähnte,  das  Haus  sei  in  seiner  Abwesenheit 
umzingelt  worden  und  er  habe  sich  nach Verlassen  des  Polizeipostens 
direkt zum Flughafen begeben (vgl. act. A15/10 S. 9 f.), 

dass  er  zudem  einerseits  behauptete,  sich  auf  dem  Polizeiposten 
befunden  zu  haben,  als  ihn  sein  Bruder  telefonisch  darüber  informiert 
habe, Angehörige  seiner Freundin hätten  sein Haus umzingelt  (vgl.  act. 
A5/9  S.  6),  an  anderer  Stelle  jedoch  zu  Protokoll  gab,  er  habe  diese 
Nachricht von seinem Bruder erhalten, als er sich zusammen mit seiner 
Freundin in der Cafeteria aufgehalten habe (vgl. act. A9/12 S. 2),  

dass  der  Beschwerdeführer  bei  der  Befragung  im  EVZ  einzig  davon 
sprach,  sich  aus  Angst  am  21.  Juni  2011  auf  einen  Polizeiposten 
begeben zu haben, wo man  ihm  für 48 Stunden Schutz gewährt  haben 
soll (vgl. act. A5/9 S. 6), im Gegensatz dazu an der Anhörung ausführte, 

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er  habe  sich  zusammen  mit  seiner  Freundin  auf  den  Polizeiposten 
B._______ begeben, wo man  ihnen erklärt habe, die Frau, nicht  jedoch 
ihn, schützen zu können (vgl. act. A9/12 S. 2), 

dass  letzteres  Vorbringen  wiederum  nicht  in  Einklang  steht,  mit  seiner 
weiteren  Erklärung,  er  sei  sich  nicht  sicher,  aber  seine  Freundin  sei 
aufgrund des Ehebruchs nicht gefährdet, da sie entgegnen könnte, er sei 
zu  ihr  gegangen,  sie  habe  nicht  zu  ihm  gehen  wollen  (vgl.  act.  A9/12 
S. 9), 

dass  trotz  der  Intervention  des  jordanischen  Königshauses  im  Kampf 
gegen  Ehrverbrechen  respektive  Ehrenmorde  weiterhin  verheiratete 
Frauen,  die  eine  aussereheliche  sexuelle  Beziehung  mit  einem  Mann 
führen,  in  Jordanien  gefährdet  sein  können,  seitens  ihres  Ehemannes 
respektive  dessen  oder  ihren  eigenen  Familienangehörigen 
Vergeltungsmassnahmen  in  Form  von  Gewalt  bis  hin  zur  Tötung  zu 
erfahren, 

dass  in  diesem  Kontext  erwähnter  Einwand  des  Beschwerdeführers, 
seine Freundin befinde sich  in Jordanien als Ehebrecherin wohl nicht  in 
Gefahr, wenig plausibel ist, 

dass  der  Beschwerdeführer  im  Rahmen  der  Befragung  im  EVZ  zudem 
darlegte,  seine  Freundin  Ende  2009  kennengelernt  zu  haben  (vgl.  act. 
A5/10, S. 6), während er an der einlässlichen Anhörung angab, er habe 
diese  bereits  anfangs  des  Jahres  2008  an  seinem  Arbeitsplatz  in  der 
Cafeteria  in  C._______  kennengelernt  und  sie  habe  ihn  danach 
angerufen, und "es" habe so begonnen (vgl. act. A9/12 S. 9),

dass  er  diesen Widerspruch mit  der  nicht  nachvollziehbaren  Erklärung, 
zirka  ein  Jahr  lang  nur  Telefongespräche  mit  ihr  geführt  zu  haben, 
erfolglos aufzulösen versuchte (vgl. act. A9/12 S. 10), 

dass  der  vom  Beschwerdeführer  im  Rahmen  des  vorinstanzlichen 
Verfahrens am 27. Juli 2011 eingereichte Polizeirapport (vgl. act. A8 Nr. 
1) nicht geeignet ist, erwähnte Unglaubhaftigkeitselemente zu entkräften, 
sondern  dieser  vielmehr  weitere  Widersprüche  und  Unstimmigkeiten  in 
den Aussagen des Beschwerdeführers entstehen lässt, 

dass  –  ungeachtet  der  Frage  nach  dessen  Authentizität  –  dem 
polizeilichen  Schreiben  zu  entnehmen  ist,  dass  der  Beschwerdeführer 
vom  21. Juni  bis  am  23.  Juni  2011  aufgrund  einer  Anzeige  seiner 

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Freundin  wegen  des  Vorwurfes  des  sexuellen  Übergriffs  unter  Arrest 
genommen,  infolge  Rückzugs  der  Anzeige  jedoch  wieder  freigelassen 
worden sein soll, 

dass  dieser  Inhalt  in  massivem Widerspruch  mit  jenen  Vorbringen  des 
Beschwerdeführers  steht,  wonach  gegen  ihn  keine  Anzeige  erstattet 
worden  sei  und  er  sich  am  21.  Juni  2011  auf  einen  Polizeiposten 
begeben  habe,  um  dort  Schutz  zu  erhalten,  was  in  der  Folge  für  48 
Stunden geschehen sei (vgl. act. A5/9 S. 6, act. 9/12 S. 2 f.), 

dass  angesichts  dieser  Fülle  von  Ungereimtheiten,  das  vom 
Beschwerdeführer  im Weiteren  zu  den  vorinstanzlichen Akten  gereichte 
undatierte, handschriftliche Schreiben seines Bruders (vgl. act. A8 Nr. 2), 
in  dem  dieser  auf  Schwierigkeiten  mit  der  Familie  der  Freundin  des 
Beschwerdeführers  und  in  diesem Zusammenhang  auf  eine Entführung 
einer Frau hinweist, als reines Gefälligkeitsschreiben zu erachten ist, 

dass vor diesem Hintergrund auch die  in der Beschwerde angepasste 
Darstellung  des  Sachverhalts,  wonach  der  Beschwerdeführer  und 
seine  Freundin  auf  Anraten  des  Bruders  des  Beschwerdeführers  bei 
der  Polizei  Schutz  gesucht  hätten,  wobei  die  Freundin  auf  Vorschlag 
der Polizei eine Anzeige gegen den Beschwerdeführer erstattet habe, 
nicht zu überzeugen vermag, 

dass  in  der  Beschwerde  auch  sonst  nichts  Stichhaltiges  geltend 
gemacht  wird,  was  allenfalls  zu  einer  anderen  Beurteilung  führen 
könnte,  zumal  sich  die  darin  enthaltenen  Ausführungen  darin  er­
schöpfen,  bisherige  Sachverhaltsvorbringen  zu  wiederholen  und  auf 
die  erwähnten Schreiben der Polizei  und des Bruders  respektive  den 
darin  erwähnten  Umstand  zu  verweisen,  dass  eine  Angehörige  res­
pektive Cousine entführt worden sei, 

dass  es  dem  Beschwerdeführer  somit  nicht  gelingt,  die 
Flüchtlingseigenschaft  nachzuweisen  oder  zumindest  glaubhaft  zu 
machen,  weshalb  das  Bundesamt  das  Asylgesuch  zu  Recht  abgelehnt 
hat,

dass  die  Ablehnung  eines  Asylgesuchs  oder  das Nichteintreten  auf  ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat 
(Art. 44  Abs. 1  AsylG),  vorliegend  der  Kanton  keine 
Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung 
einer  solchen  besteht  (vgl.  BVGE 2009/50 E. 9 S. 733; Entscheidungen 

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und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission  [EMARK] 
2001  Nr. 21),  weshalb  die  verfügte  Wegweisung  im  Einklang  mit  den 
gesetzlichen  Bestimmungen  steht  und  demnach  vom  Bundesamt  zu 
Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen 
Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von  Ausländern  regelt, 
wenn  der  Vollzug  der Wegweisung  nicht  zulässig,  nicht  zumutbar  oder 
nicht  möglich  ist  (Art. 44  Abs. 2  AsylG;  Art. 83  Abs. 1  des 
Bundesgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]),

dass  bezüglich  der  Geltendmachung  von  Wegweisungshindernissen 
gemäss  ständiger  Praxis  der  gleiche  Beweisstandard  wie  bei  der 
Flüchtlingseigenschaft  gilt,  das  heisst,  sie  sind  zu  beweisen,  wenn  der 
strikte  Beweis  möglich  ist,  und  andernfalls  wenigstens  glaubhaft  zu 
machen (vgl. WALTER STÖCKLI, Asyl,  in: Uebersax/Rudin/Hugi Yar/Geiser 
[Hrsg.], Ausländerrecht, 2. Aufl., Basel 2009, Rz. 11.148),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  nicht  zulässig  ist,  wenn 
völkerrechtliche  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der 
Ausländerin oder des Ausländers  in den Heimat­, Herkunfts­ oder einen 
Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass  keine  Person  in  irgendeiner  Form  zur  Ausreise  in  ein  Land 
gezwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem  Grund  nach  Art. 3  Abs. 1  AsylG  gefährdet  ist  oder  in  dem  sie 
Gefahr  läuft,  zur  Ausreise  in  ein  solches  Land  gezwungen  zu  werden 
(Art. 5  Abs. 1  AsylG;  vgl.  ebenso  Art. 33  Abs. 1  des  Abkommens  vom 
28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker­ und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, 
da  es  dem  Beschwerdeführer  nicht  gelungen  ist,  eine  asylrechtlich 
erhebliche  Gefährdung  nachzuweisen  oder  glaubhaft  zu  machen, 
weshalb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non­Refoulement  im  vorliegenden  Verfahren  keine  Anwendung  findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung im 
Sinne  von  Art. 25  Abs. 3  der  Bundesverfassung  der  Schweizerischen 
Eidgenossenschaft  vom  18. April  1999  (BV,  SR 101),  von  Art. 3  des 
Übereinkommens  vom  10. Dezember  1984  gegen  Folter  und  andere 

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grausame,  unmenschliche  oder  erniedrigende  Behandlung  oder  Strafe 
(FoK,  SR 0.105)  und  der  Praxis  zu  Art. 3  der  Konvention  vom 
4. November 1950 zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten 
(EMRK,  SR 0.101)  ersichtlich  sind,  die  dem  Beschwerdeführer  in 
Jordanien droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar 
erweist,  wenn  sie  im  Heimat­  oder  Herkunftsstaat  auf  Grund  von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer 
Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder  die  allgemeine  Lage  in  Jordanien  noch  individuelle Gründe 
auf  eine  konkrete Gefährdung  des  jungen  und  –  soweit  aus  den  Akten 
ersichtlich  –  gesunden  sowie  in  Jordanien  über  ein  tragfähiges 
Beziehungsnetz verfügenden Beschwerdeführers im Falle einer Rückkehr 
schliessen  lassen,  weshalb  der  Vollzug  der  Wegweisung  nicht 
unzumutbar ist,

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  des  Beschwerdeführers  in  den 
Heimatstaat  schliesslich  möglich  ist,  da  keine  Vollzugshindernisse 
bestehen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei 
der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (vgl.  Art. 8  Abs. 4 
AsylG und dazu auch BVGE 2008/34 E. 12 S. 513 ff.),

dass  es  dem  Beschwerdeführer  demnach  nicht  gelungen  ist  darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig  feststellt oder 
unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen 
ist,

dass  das  Gesuch  um  Verzicht  auf  die  Erhebung  eines 
Kostenvorschusses  zufolge  des  direkten  Entscheids  in  der  Hauptsache 
gegenstandslos wird,

dass  das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege 
gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG abzuweisen ist, da sich die Beschwerde als 
aussichtslos darstellte,

dass  bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr. 600.– 
(Art. 1 – 3  des Reglements  vom  21. Februar  2008  über  die  Kosten  und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 

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SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 
VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. 
Das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  wird 
abgewiesen. 

3.  
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.–  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt.  Dieser  Betrag  ist  innert  30  Tagen  ab  Versand  des  Urteils  zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4. 
Dieses  Urteil  geht  an  den  Beschwerdeführer,  das  BFM  und  die 
zuständige kantonale Behörde.

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Walter Lang Claudia Jorns Morgenegg

Versand: