# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2507d0bd-7a0c-5b02-a542-edb45950f140
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-02-04
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 5. Kammer 04.02.2014 R 2013 186
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_005_R-2013-186_2014-02-04.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT
DES KANTONS GRAUBÜNDEN

R 13 186

5. Kammer 

bestehend aus

Präsident Meisser als Vorsitzender, Verwaltungsrichter Audétat 

und Verwaltungsrichterin Moser, Aktuar Simmen

URTEIL
vom 4. Februar 2014

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

A._____, 

Beschwerdeführer

gegen 

Gemeinde X._____, 

Beschwerdegegnerin

betreffend Verlängerung Baubewilligung

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1. Am 30. Juli 2012 stellte A._____ bei der Gemeinde Y._____ das Gesuch, 

das bestehende Wohnhaus und die Garage auf Parzelle 298 im Dorf 

Y._____ abzubrechen und darauf ein Mehrfamilienhaus zu erstellen. Die 

entsprechende Baubewilligung wurde am 24. August 2012 erteilt. Am 

5. Dezember 2012 ersuchte A._____ um eine Projektänderung, welche 

von der Gemeinde Y._____ am 11., mitgeteilt am 20. Dezember 2012, 

bewilligt wurde.

2. Am 1. Januar 2013 ist die Gemeinde Y._____ in der fusionierten Gemein-

de X._____ aufgegangen.

3. Am 18. Juli 2013 stellte A._____ bei der Gemeinde X._____ das Gesuch, 

die Baubewilligung vom 24. August bzw. vom 20. Dezember 2012 sei bis 

Ende 2015 zu verlängern. Mit Schreiben vom 30. Juli 2013 teilte der Ge-

meindevorstand X._____ A._____ mit, dass er keine Verlängerungen von 

Baubewilligungen für Zweitwohnungen gewähre, welche nach dem 

11. März 2012 erteilt worden seien. Eine Verlängerung von Baubewilli-

gungen, die zwischen dem 11. März und dem 31. Dezember 2012 erteilt 

worden seien, komme nur in Frage, wenn einzig Erstwohnungen oder 

bewirtschaftete Zweitwohnungen im Sinne von Art. 75b BV gebaut wür-

den und dies entsprechend garantiert sei. Würden innerhalb der gesetzli-

chen Frist die Bauarbeiten nicht in Angriff genommen, erlösche die Bau-

bewilligung, wobei ein Bauvorhaben mit der Schnurgerüstabnahme als 

begonnen gelte. Begründend führte die Gemeinde was folgt aus: 

• Die Verlängerung einer Baubewilligung sei ausgeschlossen, wenn sich 
die massgebenden rechtlichen oder tatsächlichen Verhältnisse seit dem 
Baubescheid wesentlich verändert hätten. Das Bundesgericht habe am 
22. Mai 2013 im Verfahren 1C_646/2012 einen Entscheid aus dem 
Kanton Graubünden aufgehoben, welcher eine Baubewilligung betrof-
fen habe, die nach dem 21. März 2012 (recte: 11. März 2012) beantragt 
und vor dem 31. Dezember 2012 erteilt worden sei. Das Bundesgericht 
habe entschieden, die Zweitwohnungsinitiative sei seit dem 11. März 

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2012 anwendbar. Die schriftliche Begründung stehe noch aus und eine 
abschliessende Bewertung für nicht genau gleich gelagerte Fälle sei 
schwierig. Die massgebenden rechtlichen Verhältnisse hätten sich inso-
fern geklärt und geändert, als entschieden worden sei, dass der Zweit-
wohnungsartikel in der BV ab dem 11. März 2012 anzuwenden sei und 
nicht erst ab dem 1. Januar 2013. Dies entspreche einem Bewilligungs-
verbot für Zweitwohnungen. Zudem lege der Verfassungstext fest, dass 
Bewilligungen für Zweitwohnungen ab dem 1. Januar 2013 in den be-
treffenden Gemeinden nichtig seien. Unklar sei bis zu diesem Bundes-
gerichtsentscheid gewesen, ob daraus der Umkehrschluss abgeleitet 
werden könne, dass solche Baubewilligungen 2012 noch hätten erteilt 
werden dürfen. 

• Weiter habe das Bundesgericht festgehalten, der Verein Helvetia No-
stra sei zur Beschwerdeeinreichung gegen Bauprojekte berechtigt. 
Demnach verfolge Art. 75b BV allgemeine Interessen des Landschafts-
schutzes, wie sie in Art. 78 Abs. 2 BV und in Art. 1 NHG umschrieben 
seien. Eine Verlängerung der Baubewilligung könnte demnach wesent-
liche öffentliche Interessen berühren und müsste publiziert werden.

• Da Baubewilligungen für Zweitwohnungen ab dem 1. Januar 2013 un-
gültig (recte: nichtig) seien, würden Verlängerungsgesuche für den Bau 
von Zweitwohnungen problematisch und könnten die Gemeinde in eine 
prekäre Situation wegen ihrer Verantwortlichkeit führen. 

• Gemäss Art. 75b BV werde nicht nur der Anteil Zweitwohnungen, son-
dern auch der Anteil der durch Zweitwohnungen genutzten BGF be-
schränkt. Solange ein Wiederaufbau nicht zu einer Erweiterung der 
Wohneinheiten oder der BGF für Zweitwohnungen führe, widerspreche 
dies nicht dieser Bestimmung. Hier sei jedoch eine vollständige Umnut-
zung zu Zweitwohnungen vorgesehen. 

4. Dagegen erhob A._____ (nachfolgend Beschwerdeführer) am 20. August 

2013 Beschwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden 

und beantragte, die angefochtene Verfügung vom 30. Juli 2013 sei zu wi-

derrufen und aufzuheben und dem Gesuch vom 18. Juli 2013 betreffend 

Verlängerung der Baubewilligung sei stattzugeben. Der Gemeinde 

X._____ sei vorab an die Beurteilung des vorliegenden Sachverhalts 

durch das Gericht die Möglichkeit einzuräumen, die Verfügung vom 

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30. Juli 2013 in Wiedererwägung zu ziehen. Begründend führte der Be-

schwerdeführer was folgt aus: 

• Sowohl die Baubewilligung als auch die Bewilligung der Projektände-
rung seien rechtskräftig. 

• In seinem Gesuch um Verlängerung der Baubewilligung vom 18. Juli 
2013 habe er auf den Umstand hingewiesen, wonach beim vorliegen-
den Projekt nur die bestehende Bausubstanz durch eine neue ersetzt 
werden solle. Zwar weise das neue Projekt in der Anzahl Wohnungen 
eine Mehrzahl gegenüber den bestehenden Gebäulichkeiten auf (fünf 
statt drei), die BGF des neuen Gebäudes betrage aber lediglich 19 m2 
mehr als bestehend. Auf diese Mehrfläche könnte mittels einer Projek-
tänderung verzichtet werden. Ebenso hätten die unternommenen Ver-
kaufsbemühungen bisher nicht den gewünschten Erfolg gebracht. 

• Im Erstreckungsgesuch sei die Gemeinde ersucht worden, vor Erlass 
einer Verfügung ein persönliches Gespräch mit dem Bauherrn zu 
führen zwecks Erörterung des Sachverhalts. Dabei hätte durchaus ver-
einbart werden können, dass beispielsweise eine Wohnung der Erst-
wohnungspflicht unterstellt werden solle. Davon sei nicht Gebrauch 
gemacht worden, obwohl dies mit dem Baufachchef vorgängig erörtert 
worden sei. Die Gemeinde habe eine willkürliche, pauschale, nicht 
genügend abgewogene und auf die konkrete Situation abgestützte Ent-
scheidung getroffen. Davon zeuge eine schriftliche Stellungnahme des 
zuständigen Baufachchefs, woraus ersichtlich sei, dass die Verfügung 
der Gemeinde vom 30. Juli 2013 ohne sein Wissen ergangen sei, ob-
wohl er Mitglied des Gemeindevorstands sei. Zudem sei die Feststel-
lung des Baubeginns bei Schnurgerüstabnahme vorliegend ebenfalls 
willkürlich. Zutreffender wäre die Feststellung des Baubeginns bei Be-
ginn des Totalabbruchs der bestehenden Gebäulichkeiten. Willkürlich 
erscheine auch die Feststellung der Gemeinde, wonach es sich beim 
Bauprojekt um eine vollständige Umnutzung zu Zweitwohnungen hand-
le. Das bestehende Gebäude sei seit Ende 2011 nicht mehr ganzjährig 
bewohnt und stehe seit Frühling 2012 leer.

• Das vorliegende Bauprojekt sei von Bauprojekten, welche eine 
vollständige Neuerstellung von Gebäulichkeiten auf bisher nicht bean-
spruchtem Bauland beabsichtigten, abzugrenzen, gehe es doch hier um 
den Wiederaufbau bestehender Bausubstanz. Es werde nicht neues 
Bauland vernichtet, sondern die bestehende alte Substanz ersetzt. Der 
Dorfkern würde ein in energetischer Sicht moderndes Gebäude erhal-
ten, welches dem Dorfcharakter eine Auffrischung gäbe. Hier stünde 
der Gemeinde ein pflichtgemässer Ermessensspielraum zu. 

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• Er habe das Verlängerungsgesuch genügend begründet, um eine an-
gemessene Verlängerung zu erhalten. Zwar bestehe kein Rechtsan-
spruch auf Verlängerung. Jedoch sollte auch die Gemeinde hier ein 
gewisses Interesse an einer Verlängerung haben. 

5. Am 26. August 2013 stellte der Beschwerdeführer ein Wiedererwägungs-

gesuch an die Gemeinde X._____. Dieser sei vorab der Beurteilung des 

vorliegenden Sachverhalts durch das Verwaltungsgericht die Möglichkeit 

einzuräumen, ihre Verfügung vom 30. Juli 2013 in Wiedererwägung zu 

ziehen. 

6. Die Gemeinde X._____ (nachfolgend Beschwerdegegnerin) beantragte in 

ihrer Vernehmlassung vom 17. September 2013 die Abweisung der Be-

schwerde.

• Es habe am 16. September 2013 eine Besprechung mit dem Be-
schwerdeführer stattgefunden. Dabei seien weder erhebliche neue Tat-
sachen namhaft gemacht worden, die zur Zeit der Verfügung bereits 
beständen hätten, noch seien neue Erwägungen in Betracht gezogen 
worden. Sie werde die angefochtene Verfügung nicht in Wiedererwä-
gung ziehen, weshalb das Verwaltungsgericht über die Beschwerde ur-
teilen solle. 

• In der jetzigen Nachbarschaft Y._____ sei das Baugesetz der Gemein-
de Y._____ vom 19. Juli 2011 weiterhin anwendbar, da noch kein ein-
heitliches Baugesetz für die Gemeinde X._____ bestehe. Das Grund-
buchamt habe eine neue Nummerierung der Grundstücke in der Ge-
meinde X._____ vorgenommen. Die ehemalige Parzelle 298 trage nun 
die Grundstücknummer 7298 in der Gemeinde X._____. 

• Im Übrigen verweise sie auf ihre Erwägungen im angefochtenen Ent-
scheid vom 30. Juli 2013.

7. Am 23. September 2013 hielt der Beschwerdeführer replicando an seinen 

Anträgen fest. 

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• Es stimme, dass an der Besprechung vom 16. September 2013 keine 
Einigung habe erzielt werden können. Die Gemeinde verweigere will-
kürlich die Zustimmung zum Verlängerungsgesuch. Er habe Kenntnis 
von Baubewilligungen für Zweitwohnungen, welche ebenfalls nach dem 
11. März 2012 erteilt und verlängert worden seien. Davon hätten auch 
die Vertreter der Gemeinde X._____ Kenntnis. 

• Der Baufachchef der Gemeinde X._____ habe anlässlich der Bespre-
chung vom 16. September 2013 Ausführungen gemacht, welche nicht 
kongruent mit seinen schriftlichen Ausführungen ihm gegenüber seien. 
Dies dürfe nicht einfach so hingenommen werden. 

• Anlässlich der Besprechung habe die Gemeinde ausgeführt, eine Ver-
längerung könnte auch dann nicht bewilligt werden, wenn das Projekt 
auf die BGF des bestehenden Gebäudes redimensioniert würde oder 
der Bauherr bereit wäre, eine Wohnung der Erstwohnungspflicht zu un-
terstellen. Die Gemeinde habe gesagt, er solle ein neues Baugesuch 
einreichen, welches eine Reduktion der BGF auf die bestehenden Mas-
se zum Inhalt hätte, welches wohl gestützt auf den Besitzstand geneh-
migt werden könnte. Dies sei für ihn nachteilig. Er hätte weitere Baube-
willigungsgebühren zu bezahlen und würde Gefahr laufen, dass zwei 
der fünf Wohnungen der Erstwohnungspflicht zu unterstellen wären 
(das bestehende Gebäude habe drei Wohnungen). Zudem bestehe die 
Gefahr von Baueinsprachen seitens der Nachbarschaft. 

• Hier werde ein bestehendes Gebäude am gleichen Ort wieder aufge-
baut. Es werde alte durch neue Bausubstanz ersetzt. Er verweise auf 
Art. 12 ff. des in der Vernehmlassung befindlichen ZwG, wonach alt-
rechtliche Wohnungen im Rahmen der vorbestandenen Hauptnutz-
fläche ohne Nutzungsbeschränkung erneuert, umgebaut oder wieder 
aufgebaut werden könnten. Auch eine geringfügige Erweiterung sei 
möglich. Zudem sei auf die Bestimmungen des Hofstattrechts hinge-
wiesen. 

8. Am 30. September 2013 hielt auch die Beschwerdegegnerin duplicando 

an ihren Anträgen fest. 

• Es sei nicht willkürlich entschieden worden. Sodann entspreche die Be-
hauptung des Beschwerdeführers, er habe Kenntnis von Baubewilli-
gungen für Zweitwohnungen, welche nach dem 11. März 2012 erteilt 
und auch verlängert worden seien, und die Behörde der Gemeinde 
X._____ hätte davon Kenntnis erhalten, was diese nicht abgestritten 
hätte, nicht den Tatsachen. Der Beschwerdeführer habe der Gemein-

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debehörde keinen konkreten Fall genannt, bei dem die Verlängerung 
einer solchen Bewilligung genehmigt worden sei und von dem er per-
sönlich Kenntnis habe. 

• Die Baubehörde habe jedes ihr in diesem Jahr eingereichte Gesuch auf 
Verlängerung einer Baubewilligung für Zweitwohnungen, welche nach 
dem 11. März 2012 aber vor dem 1. Januar 2013 erteilt worden sei, oh-
ne Ausnahme abgelehnt und dies jeweils entsprechend begründet. Sie 
habe die Ablehnung der Verlängerungsgesuche auch damit begründet, 
dass Schaden von der Gemeinde abgewendet werden solle, der sich 
aus eventuellen Entschädigungsforderungen ergeben könnte, da sich 
Bewilligungsnehmer auf ihre Rechtssicherheit bzw. den Vertrauens-
schutz berufen könnten, falls eine entsprechende Verfügung zur Ver-
längerung der Baubewilligung auf Beschwerde hin aufgehoben werden 
sollte. Werde in einer anderen Gemeinde eine andere Praxis ange-
wandt, sei das deren Sache. 

• Gemäss Praxis des Verwaltungsgerichtes Graubünden des Jahres 
2012 hätten auch in Gemeinden, die den 20 % Zweitwohnungsanteil 
bereits überschritten hätten, bis zum 31. Dezember 2012 noch Baube-
willigungen für die Erstellung neuer Zweitwohnungen erteilt werden 
können. Auch der Gemeindevorstand Y._____ habe bis zum 1. Januar 
2013 noch das bisherige Recht angewendet. Zudem habe das Verwal-
tungsgericht entschieden, dass sowohl vor als auch nach dem 11. März 
2012 eingereichte Baugesuche nach altem Recht zu beurteilen seien. 
Die ZwVO enthalte keine Übergangsbestimmungen für Baubewilligun-
gen, die vor dem 1. Januar 2013 erteilt worden seien. Ab diesem Zeit-
punkt erteilte Bewilligungen seien gemäss Art. 197 Ziff. 9 Abs. 2 BV 
nichtig. Aufgrund dieser Rechtslage sei die Bewilligung am 24. August 
2012 erteilt worden. Das Bundesgericht habe in den Leitentscheiden 
vom 22. Mai 2013 unter anderem entschieden, Art. 75b Abs. 1 BV sei 
ab dem 11. März 2012 direkt anwendbar und enthalte ein Baubewilli-
gungsverbot für Zweitwohnungen in allen betreffenden Gemeinden. 
Dies habe zur Folge, dass Baubewilligungen für Zweitwohnungen, die 
zwischen dem 11. März 2012 und dem 31. Dezember 2012 in den be-
treffenden Gemeinden erstinstanzlich erteilt worden seien, anfechtbar 
und ab dem 1. Januar 2013 erteilte Baubewilligungen nichtig seien. Hier 
liege unstreitig eine Bewilligung für Zweitwohnungen vor und der 
Zweitwohnungsanteil in der ehemaligen Gemeinde Y._____ wie auch in 
der heutigen Gemeinde X._____ liege über 20 %. Die Gemeindebehör-
de X._____ habe sich bei der Verlängerung an das Recht zu halten, 
welches gemäss Bundesgerichtsentscheiden vom 22. Mai 2013 anzu-
wenden sei. Durch diese Entscheide habe sich die Rechtsanwendung 
gegenüber der Praxis des Verwaltungsgerichtes aus dem Jahr 2012 
entscheidend geändert. Diese Änderung bei der Rechtsanwendung gel-

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te auch für Entscheide der Gemeindebehörde X._____ betreffend Ver-
längerung der Baubewilligung für Zweitwohnungen. Beim Entscheid 
über die Verlängerung einer Baubewilligung habe die Behörde das zum 
Zeitpunkt des Entscheids gültige Recht anzuwenden. 

• Nach Inkrafttreten der Ausführungsgesetzgebung zu Art. 75b BV wür-
den sich die rechtlichen Voraussetzungen nochmals ändern. Sie könne 
aber nicht auf einen Entwurf des ZwG abstellen, das noch nicht in Kraft 
sei. Ebenso wenig könnten Diskussionsbeiträge in Zeitschriften als ge-
setzliches Recht gelten. Weil Aussicht bestehe, dass unter einem 
zukünftigen ZwG das beschwerdeführerische Bauprojekt realisierbar 
sein könnte, hätten die Gemeindevertreter dem Beschwerdeführer am 
16. September 2013 empfohlen, bis zum Inkrafttreten des ZwG zuzu-
warten, um sein Projekt eventuell realisieren zu können. 

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in ihren Rechtsschriften so-

wie in der angefochtenen Verfügung wird, soweit erforderlich, in den 

nachstehenden Erwägungen eingegangen. 

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. a) Anfechtungsobjekt des vorliegenden Beschwerdeverfahrens bildet die 

Verfügung vom 30. Juli 2013, mit welcher die Beschwerdegegnerin das 

Gesuch des Beschwerdeführers vom 18. Juli 2013 um Verlängerung der 

Baubewilligung vom 24. August bzw. vom 20. Dezember 2012 abgewie-

sen hat. Streitig und zu prüfen ist die Frage, ob das Verlängerungsgesuch 

des Beschwerdeführers von der Beschwerdegegnerin zu Recht abgewie-

sen wurde respektive ob die Weigerung der Beschwerdegegnerin, die 

Baubewilligung zu verlängern, sachlich vertretbar ist oder gegen allge-

meine Rechts- oder Verfassungsgrundsätze verstösst. Die Prozessvor-

aussetzungen geben vorliegend zu keinen Bemerkungen Anlass. Auf die 

Beschwerde ist - unter Vorbehalt der nachfolgenden Erwägungen 1b und 

1c - einzutreten.

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b) Zur Diskussion steht im vorliegenden Beschwerdeverfahren - wie gese-

hen - die Rechtmässigkeit der angefochtenen Verfügung vom 30. Juli 

2013. Der Beschwerdeführer beantragt in seiner Beschwerdeschrift vom 

20. August 2013 unter anderem auch den Widerruf der angefochtenen 

Verfügung. Ein Widerruf ist aber gemäss Art. 25 Abs. 1 des Gesetzes 

über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100) nur durch die Ver-

waltungsbehörde, mithin die Baubehörde X._____, in Bezug auf einen 

rechtskräftigen Entscheid möglich. Da ein solcher vorliegend aber gerade 

nicht vorliegt, und überdies das Verwaltungsgericht des Kantons 

Graubünden hierfür auch nicht zuständig wäre, kann auf den beschwer-

deführerischen Antrag auf Widerruf der angefochtenen Verfügung nicht 

eingetreten werden. 

c) Hinsichtlich des Antrags des Beschwerdeführers, der Gemeinde X._____ 

sei vorab der Beurteilung des Sachverhalts durch das Gericht die Mög-

lichkeit einzuräumen, die angefochtene Verfügung in Wiedererwägung zu 

ziehen, ist festzuhalten, dass diesem Antrag bereits stattgegeben wurde. 

So hat die Beschwerdegegnerin in ihrer Vernehmlassung vom 17. Sep-

tember 2013 hinsichtlich des beschwerdeführerischen Wiedererwägungs-

gesuchs vom 26. August 2013 ausgeführt, es habe am 16. September 

2013 eine Besprechung mit dem Beschwerdeführer stattgefunden, bei 

welcher keine erheblich neuen Tatsachen namhaft gemacht worden sei-

en, welche zurzeit der Verfügung bereits bestanden hätten. Auch seien 

keine neuen Erwägungen in Betracht gezogen worden, weshalb sie ihre 

angefochtene Verfügung nicht in Wiedererwägung ziehen werde. Vor die-

sem Hintergrund ist aber der beschwerdeführerische Antrag, der Ge-

meinde sei die Möglichkeit einzuräumen, ihren Entscheid in Wiedererwä-

gung zu ziehen, gegenstandslos geworden. Folglich erübrigen sich weite-

re diesbezügliche Ausführungen.

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2. a) Gemäss Art. 91 Abs. 2 des Raumplanungsgesetzes für den Kanton 

Graubünden (KRG; BR 801.100) erlöschen Baubewilligungen und BAB-

Bewilligungen, wenn mit den Bauarbeiten nicht innert Jahresfrist seit 

zulässigem Baubeginn begonnen worden ist. Bauvorhaben sind innert 

zwei Jahren nach Baubeginn zu vollenden. Die Bindung der 

Baubewilligung an eine bestimmte Geltungsdauer hat ihren berechtigten 

Grund. Die formell rechtskräftige Baubewilligung verschafft dem Bauherrn 

eine Vertrauensbasis, indem sie die Rechtslage stabilisiert. Auf der 

anderen Seite unterliegt aber das öffentliche Baurecht nicht selten starken 

Änderungen. Aus der Sicht der Öffentlichkeit besteht daher das Bedürfnis, 

nach einer bestimmten Zeit Klarheit darüber zu haben, ob das 

Bauvorhaben verwirklicht wird oder nicht. Analog sind in der Regel die 

Interessen der Nachbarn gelagert (vgl. ANDREAS BAUMANN, Das Baubewil-

ligungsverfahren nach aargauischem Recht, Zürich/Basel/Genf 2007, 

S. 140 f.; BALTHASAR HEER, St. Gallisches Bau- und Planungsrecht, Bern 

2003, Rz. 870 zu Art 88 des St. Gallischen Baugesetzes). Die für die Be-

willigung zuständige Behörde kann die Geltungsdauer der Baubewilligung 

auf begründetes Gesuch hin angemessen verlängern (Art. 91 Abs. 2 letz-

ter Satz KRG). Wenn sich aber die massgebenden rechtlichen oder 

tatsächlichen Verhältnisse seit dem Bauentscheid wesentlich verändert 

haben, ist die Verlängerung ausgeschlossen. Das KRG vermittelt den 

Gesuchstellern mit dieser "Kann-Vorschrift" auch bei einem begründeten 

Gesuch keinen Rechtsanspruch auf die Verlängerung einer Baubewilli-

gung. Der Entscheid, ob eine Verlängerung gewährt wird, liegt vielmehr 

im pflichtgemässen Ermessen der Behörde. Die Verwaltungsbehörden 

dürfen das ihnen gesetzlich gewährte Ermessen indessen nicht nach 

Belieben ausüben. Sie sind dabei an die ratio legis, an Sinn und Zweck 

des im konkreten Fall anzuwendenden Rechtssatzes sowie an allgemeine 

Rechtsgrundsätze gebunden. Auf Grund dieser Bindung haben sie alle 

sachdienlichen und -erheblichen Interessen zu berücksichtigen und 

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gegeneinander abzuwägen (BALTHASAR HEER, a.a.O., Rz. 875 zu Art 88 

Abs. 3 des St. Gallischen Baugesetzes, das eine Art. 91 Abs. 2 KRG ent-

sprechende "Kann-Vorschrift" enthält). 

b) Art. 51 Abs. 1 VRG beschränkt die Überprüfungsbefugnis des Verwal-

tungsgerichtes auf Rechtsverletzungen einschliesslich Ermessensüber-

schreitung oder -missbrauch sowie auf die Überprüfung der Sachverhalts-

feststellung der Vorinstanz. Das Verwaltungsgericht kann nur dann ein-

greifen, wenn sich der angefochtene Entscheid als sachlich unvertretbar 

erweist oder gegen allgemeine Rechts- und Verfassungsgrundsätze ver-

stösst (vgl. zum Ganzen Urteile des Verwaltungsgerichtes des Kantons 

Graubünden R 08 93 vom 10. März 2009 E.2, R 07 1 vom 26. Juni 2007 

E.4). 

3. Zu prüfen ist nachfolgend wie einleitend erwähnt, ob die Weigerung der 

Gemeinde, die Baubewilligung vom 24. August bzw. vom 20. Dezember 

2012 zu verlängern, sachlich vertretbar ist oder gegen allgemeine Rechts- 

oder Verfassungsgrundsätze verstösst. 

a) Der Beschwerdeführer beruft sich einerseits auf den Besitzstand und 

macht geltend, dass beim vorliegenden Projekt nur die bestehende Bau-

substanz durch eine neue ersetzt werden solle. Der Beschwerdeführer 

räumt indessen selber ein, dass er sein Baugesuch nicht gestützt auf den 

Besitzstand respektive das Hofstattrecht gestellt hat. Den bei den Akten 

liegenden Unterlagen ist denn auch zu entnehmen, dass der Beschwer-

deführer am 30. Juli 2012 ein „normales“ Baugesuch eingereicht hat, wel-

ches zudem - wie der Beschwerdeführer in seiner Beschwerdeschrift sel-

ber einräumt - 19 m2 BGF mehr konsumiert und überdies zwei Wohnun-

gen mehr aufweist als der Besitzstand beinhaltet. Seine Behauptung, es 

werde im Endresultat bloss die bestehende Bausubstanz durch eine neue 

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ersetzt, belegt er zudem in keiner Weise. Vor diesem Hintergrund kann 

der Beschwerdeführer aber aus dem Besitzstand respektive dem Hofstatt-

recht nichts zu seinen Gunsten ableiten. 

b) Weiter beruft sich der Beschwerdeführer auf Treu und Glauben. Der Bau-

fachchef habe ihm gegenüber schriftliche Zusicherungen gemacht, wel-

che mit dem heutigen Verhalten der Gemeinde nicht kongruent seien. 

Dementsprechend ist nachfolgend zu prüfen, ob durch das Verhalten des 

Baufachchefs eine Vertrauensgrundlage geschaffen wurde, aufgrund de-

rer die ersuchte Verlängerung der Baubewilligung hätte erteilt werden 

müssen. 

Der Grundsatz des Vertrauensschutzes gemäss Art. 9 der Bundesverfas-

sung der Schweizerischen Eidgenossenschaft (BV; SR 101) bedeutet, 

dass die Privaten einen Anspruch darauf haben, in ihrem berechtigten 

Vertrauen in behördliche Zusicherungen oder in ein anderes, bestimmte 

Erwartungen begründendes Verhalten der Behörden geschützt zu werden 

(ULRICH HÄFELIN/GEORG MÜLLER/FELIX UHLMANN, Allgemeines Verwal-

tungsrecht, 6. Aufl., Zürich/St. Gallen 2010, Rz. 627). Auf Auskünfte, die 

sich hinterher als unzutreffend erweisen, darf sich der Empfänger berufen 

und die verantwortliche Behörde muss sich so verhalten, als ob die Aus-

kunft richtig gewesen wäre, wenn kumulativ folgende Voraussetzungen 

erfüllt sind: 

• (1) Die Auskunft wurde vorbehaltlos in einer konkreten Situation mit 

Bezug auf eine bestimmte Person erteilt;

• (2) Die Behörde war zur Auskunftserteilung zuständig oder der Bürger 

durfte sie aus zureichenden Gründen als zuständig betrachten;

• (3) Die Unrichtigkeit der Auskunft war nicht ohne weiteres erkennbar;

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• (4) Aufgrund der Auskunft wurden Dispositionen getroffen, die nicht 

ohne Nachteil rückgängig gemacht werden können; dabei muss die 

Auskunft für die nachteilige Disposition kausal gewesen sein;

• (5) Die relevante Rechts- und Sachlage hat seit der Auskunftserteilung 

keine Änderungen erfahren.

Doch selbst dann, wenn diese Voraussetzungen alle erfüllt sind, steht 

nicht fest, ob der Private mit seiner Berufung auf Treu und Glauben 

durchdringen kann. Es müssen das Interesse an der richtigen Durchset-

zung des objektiven Rechts und jenes des Vertrauensschutzes gegenein-

ander abgewogen werden. Überwiegt das öffentliche Interesse an der 

Anwendung des positiven Rechts, muss sich der Bürger diesem unterzie-

hen (ULRICH HÄFELIN/GEORG MÜLLER/FELIX UHLMANN, a.a.O., Rz. 668-696; 

PIERRE TSCHANNEN/ULRICH ZIMMERLI/MARKUS MÜLLER, Allgemeines Ver-

waltungsrecht, 3. Aufl., Bern 2009, § 22 Rz. 15; BGE 116 Ib 185 E.3c; Ur-

teil des Verwaltungsgerichtes des Kantons Graubünden R 09 22 vom 

8. Dezember 2009 E.2). 

Diese Voraussetzungen sind vorliegend nicht gegeben. Infolge fehlender 

Zuständigkeit des Baufachchefs zur Erteilung von Zusicherungen bezüg-

lich Verlängerung einer Baubewilligung könnte sich der Beschwerdeführer 

vorliegend selbst dann nicht auf den Vertrauensschutz berufen, wenn der 

Baufachchef - wie vom Beschwerdeführer behauptet - fehlerhafte Zusi-

cherungen erteilt hätte. Denn die für die Schaffung einer Vertrauens-

grundlage erforderliche behördliche Zuständigkeit ist nach Lehre und 

Rechtsprechung nur dann gegeben, wenn die Auskunft erteilende Behör-

de den Entscheid in der Sache hätte treffen können, oder wenn der Be-

schwerdeführer in guten Treuen davon ausgehen durfte, dies sei der Fall. 

Vorliegend erhellt, dass der Baufachchef als einzelnes Mitglied der Bau-

behörde für die Erteilung von Zusicherungen in Bezug auf die Verlänge-

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rung von Baubewilligungen nicht befugt und zuständig ist, und vom Be-

schwerdeführer auch nicht aus zureichenden Gründen als zuständig er-

achtet werden durfte, was vom Beschwerdeführer denn auch nicht gel-

tend gemacht wird (vgl. dazu Urteil des Verwaltungsgerichtes des Kan-

tons Graubünden R 08 53 vom 14. Juli 2009 E.3b; PVG 1996 Nr. 35 

E.2c). Überdies hat der Baufachchef gemäss Beilage 4 des Beschwerde-

führers lediglich Empfehlungen betreffend des weitere Vorgehens abge-

geben, nicht aber - wie vom Beschwerdeführer behauptet - Zusicherun-

gen. Zudem macht der Beschwerdeführer weder geltend noch weist er 

nach, dass er aufgrund des E-Mail-Verkehrs mit dem Baufachchef von 

Anfang August 2013 irgendwelche Dispositionen getroffen hat, die nicht 

ohne Nachteil rückgängig gemacht werden könnten. Dementsprechend 

liegt vorliegend offenkundig keine Verletzung des Gebots von Treu und 

Glauben in Form des Vertrauensschutzes im Sinne von Art. 9 BV vor. 

c) Schliesslich macht der Beschwerdeführer eine Ungleichbehandlung mit 

anderen Petenten für eine Baubewilligungsverlängerung geltend, indem 

er vorbringt, er habe Kenntnis von Baubewilligungen für Zweitwohnungen, 

welche ebenfalls nach dem 11. März 2012 erteilt und verlängert worden 

seien. Da der Beschwerdeführer seine diesbezügliche - von der Be-

schwerdegegnerin bestrittene - Behauptung indes weder substantiiert 

noch bewiesen hat, ist auf diese Behauptung nicht weiter einzugehen.

d) Offen gelassen werden kann sodann - weil für den Verfahrensausgang 

ohne jegliche Bedeutung - die Beurteilung der vom Beschwerdeführer er-

hobenen Rüge, wonach die Beschwerdegegnerin den Zeitpunkt des Bau-

beginns bei Schnurgerüstabnahme willkürlich festgelegt habe. Denn es 

geht im vorliegenden Beschwerdeverfahren einzig um die Frage der 

Rechtmässigkeit der Verfügung vom 30. Juli 2013, mit welcher das Ver-

längerungsgesuch des Beschwerdeführers von der Beschwerdegegnerin 

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abgewiesen wurde, und nicht um allfällige Fragen bezüglich verpasster 

Fristen. Ohne Belang sind schliesslich auch die Ausführungen des Be-

schwerdeführers, wonach der Dorfkern durch das geplante Bauprojekt in 

energetischer Sicht ein den Dorfcharakter auffrischendes, modernes Ge-

bäude erhalten würde sowie auch die vom Beschwerdeführer geltend 

gemachte Ungleichbehandlung mit Baugesuchen für die Neuerstellung 

von Gebäulichkeiten auf bisher nicht beanspruchtem Bauland. Denn es 

geht vorliegend nicht um die Erteilung einer Baubewilligung, sondern um 

die Erteilung einer Bewilligung für die Verlängerung einer Baubewilligung, 

wo aber die vom Beschwerdeführer vorgebrachten Argumente nicht 

massgebend sind. Ebenso ist klar, dass der Beschwerdeführer aus dem 

blossen Entwurf eines zukünftigen Zweitwohnungsgesetzes (ZwG) nichts 

für sich ableiten kann. 

4. a) Wie einleitend bereits dargestellt kann die für die Bewilligung zuständige 

Behörde die Geltungsdauer der Baubewilligung auf begründetes Gesuch 

hin gemäss Art. 91 Abs. 2 KRG angemessen verlängern. Haben sich in-

des die massgebenden rechtlichen oder tatsächlichen Verhältnisse seit 

dem Bauentscheid wesentlich verlängert, ist eine Baubewilligungsverlän-

gerung ausgeschlossen. 

b) Im vorliegenden Fall wurden die Bau- und die Projektänderungsbewilli-

gung am 24. August bzw. am 20. Dezember 2012 erstinstanzlich und 

rechtskräftig erteilt, somit im Zeitraum zwischen dem 11. März und 

31. Dezember 2012. Gegenüber dem Zeitpunkt der Bewilligungserteilung 

(24. August/20. Dezember 2012) haben sich weder die tatsächlichen Ver-

hältnisse noch die Rechtslage geändert. Geändert hat sich indessen die 

Auslegung der massgeblichen Verfassungsbestimmungen von Art. 75b 

und Art. 197 Ziff. 9 Abs. 2 BV. Entscheidend ist dabei, dass der schon seit 

dem 11. März 2012 geltende Art. 197 Ziff. 9 Abs. 2 BV die Vorschrift 

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enthält, dass Baubewilligungen für Zweitwohnungen, die zwischen dem 

1. Januar des auf die Annahme von Art. 75b BV folgenden Jahres (1. Ja-

nuar 2013) und dem Inkrafttreten der Ausführungsbestimmungen (noch 

unbestimmt) erteilt werden, nichtig sind. Die Baubewilligung vom 24. Au-

gust bzw. vom 20. Dezember 2012 enthält unstreitig keine Nutzungsbe-

schränkung in Bezug auf Zweitwohnungen. Ebenso unbestritten wurde 

sie zwischen dem 11. März und dem 31. Dezember 2012 erteilt. Unbe-

stritten ist weiter, dass das Gesuch um Verlängerung der Baubewilligung 

vom Beschwerdeführer am 18. Juli 2013 gestellt wurde und dass die Ge-

meinde X._____ unter den Geltungsbereich von Art. 75b BV fällt (vgl. An-

hang der Verordnung über Zweitwohnungen [ZwVG; SR 702]). Dement-

sprechend hätte aber die Baubewilligung vom 24. August bzw. vom 

20. Dezember 2012 im Jahr 2013 - ohne Nutzungsbeschränkung bezüg-

lich Zweitwohnungen - nicht mehr erteilt werden können und nach dem 

vorstehend Gesagten hinsichtlich Besitzstand bzw. Hofstattrecht sowie 

hinsichtlich der nicht vorliegenden Verletzung des Gebots von Treu und 

Glauben in Form des Vertrauensschutzes und der nicht gegebenen Un-

gleichbehandlung auch nicht erteilt werden müssen. Folglich lag es im 

Ermessen der Gemeinde, die Baubewilligung, welche zur Zeit des ange-

fochtenen Entscheides - wie gesehen - nicht mehr hätte erteilt werden 

dürfen, nicht zu verlängern. Ihre Entscheidung, das Gesuch um Verlänge-

rung der Baubewilligung diesbezüglich wie ein am 18. Juli 2013 gestelltes 

Baugesuch zu behandeln, ist sachlich vertretbar und verstösst nach dem 

Gesagten nicht gegen allgemeine Rechts- oder Verfassungsgrundsätze. 

5. Vor dem Hintergrund des vorstehend Gesagten erweist sich die ange-

fochtene Verfügung vom 30. Juli 2013 als rechtens, was zur Abweisung 

der Beschwerde führt. Bei diesem Ausgang des Verfahrens gehen die 

Gerichtskosten gestützt auf Art. 73 Abs. 1 VRG zulasten des Beschwer-

deführers. Gemäss Art. 78 Abs. 2 VRG wird Bund, Kanton und Gemein-

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den sowie mit öffentlich-rechtlichen Aufgaben betrauten Organisationen in 

der Regel keine Parteientschädigung zugesprochen, wenn sie in ihrem 

amtlichen Wirkungskreis obsiegen. Davon abzuweichen, besteht vorlie-

gend kein Anlass. 

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die Gerichtskosten, bestehend

- aus einer Staatsgebühr von Fr. 2‘000.--

- und den Kanzleiauslagen von Fr. 356.--

zusammen Fr. 2‘356.--

gehen zulasten von A._____ und sind innert 30 Tagen seit Zustellung die-

ses Entscheides an die Finanzverwaltung des Kantons Graubünden, Chur, 

zu bezahlen.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]