# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4ad88d66-cee3-5088-9bc2-90c52200f764
**Source:** Zürich Steuerrekursgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-01-21
**Language:** de
**Title:** Rückerstattung der Quellensteuer 2009
**Docket/Reference:** QS.2012.5
**URL:** https://www.strgzh.ch/assets/entscheide/StRG_QS_2012_5_op.pdf

## Full Text

Steuerrekursgericht  
des Kantons Zürich 

1. Abteilung 

1 QS.2012.5 

Entscheid 

21. Januar 2013 

Mitwirkend: 

Einzelrichter Anton Tobler und Gerichtsschreiber Hans Heinrich Knüsli 

A ,    

vertreten durch Tax Partner AG,  
Talstrasse 80, 8001 Zürich,  

In Sachen 

gegen 

Rekurrent,  

S t a a t   Z ü r i c h ,    

vertreten durch das kant. Steueramt,  
Dienstabteilung Quellensteuer,  
Bändliweg 21, Postfach, 8090 Zürich,  

Rekursgegner,  

betreffend 

Rückerstattung der Quellensteuer 2009 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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hat sich ergeben: 

A.  A  (nachfolgend  der  Pflichtige)  ist  bei  der  B  AG  in  der  Gemeinde  C  ange-

stellt.  Seinen  Wohnsitz  hat  er  in  Deutschland,  wo  er  über  ein  Eigenheim  verfügt  und 

zusammen  mit  seiner  Familie  (Ehefrau  und  zwei  Kinder)  lebt.  An  der  …….strasse  in 

der Gemeinde C bewohnte er unter der Woche eine möblierte 2-Zimmwerwohnung und 

ab  1.  August  2009  eine möblierte 3½-Zimmerwohnung.  An den Wochenenden kehrte 

er zu seiner Familie nach Deutschland zurück. Als internationaler Wochenaufenthalter 

unterliegt er hier für sein Salär von der B AG der Quellenbesteuerung. 

Mit  Eingabe  vom  25.  März  2010  verlangte  der  Pflichtige  die  Rückerstattung 

von  zu  viel  bezahlter  Quellensteuer  der  Steuerperiode  2009.  Nach  Einforderung  von 

Unterlagen verfügte das kantonale Steueramt am 30. Juni 2011 die Rückerstattung der 

Quellensteuer im Umfang von Fr. 783.65. Dabei zog es vom Bruttolohn des Pflichtigen 

einen Teil der hiesigen Mietkosten von Fr. 503.82 pro Monat ab.  

B. Hiergegen liess der Pflichtige am 14. Juli 2011 Einsprache erheben und um 

Reduktion  des  Bruttolohns  für  Mietkosten  von  Fr.  1'500.-  ersuchen.  Das  kantonale 

Steueramt hiess die Einsprache am 20. August 2012 teilweise gut, indem es die Miet-

kosten  mit  monatlich  Fr.  567.-  berücksichtigte  und  die  zurückzuerstattende  Quel-

lensteuer auf Fr. 849.80 erhöhte.  

C. Mit Rekurs vom 19. September 2012 liess der Pflichtige den Einsprachean-

trag wiederholen, eventualiter seien die Mietkosten mit Fr. 1'220.- (Januar - Juli 2009) 

bzw. Fr. 1'133.- (August - Dezember 2009) pro Monat zu berücksichtigen. Zudem ver-

langte er die Zusprechung einer Parteientschädigung.  

Das  kantonale  Steueramt  schloss  am  9.  November  2012  auf  teilweise  Gut-

heissung  des  Rekurses,  indem  Mietkosten  von  monatlich  Fr.  910.80  (Januar  -  Ju-

li 2009)  bzw.  Fr.  728.75  (August  -  Dezember  2009)  abzuziehen  seien,  was  eine  zu-

rückzuerstattende Quellensteuer von Fr. 2'197.40 ergebe. 

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Im  angeordneten  zweiten  Schriftenwechsel  hielten  die  Parteien  an  ihren  An-

trägen fest. 

Der vom Pflichtigen verlangte Kostenvorschuss wurde geleistet. 

Der Einzelrichter zieht in Erwägung: 

1. Vorliegend ist nicht streitig, dass der Pflichtige als internationaler Wochen-

aufenthalter mit ausländischem Wohnsitz für sein im Kanton Zürich von  der  B AG er-

zieltes Einkommen aus unselbstständiger Erwerbstätigkeit nach Art. 91 des Bundesge-

setzes  über  die  direkte Bundessteuer  vom  14.  Dezember 1990  (DBG)  bzw.  §  94  des 

Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 (StG) der Quellensteuerbesteuerung unterliegt.  

Die Quellensteuer von solchen Personen wird gemäss diesen Bestimmungen 

nach den Art. 83 - 86 DBG bzw. §§ 88 - 90 StG ermittelt. 

2.  a)  Laut  Art.  84  Abs.  1  DBG  bzw.  §  88  Abs.  1  StG  wird  die  Quellensteuer 

(aus  Gründen  der  Praktikabilität)  von  den  Bruttoeinkünften  berechnet  (Richner/Frei/ 

Kaufmann/Meuter, Handkommentar zum DBG, 2. A., 2009 Art. 84 N 4 DBG und Kom-

mentar  zum  harmonisierten  Zürcher  Steuergesetz,  2.  A.,  2006,  §  88  N  5  StG,  beide 

auch zum Folgenden).  

Die  Gewinnungskosten  und  andere  Abzüge  werden  jedoch  im  Tarif  berück-

sichtigt.  Damit  wird  dem  in  Art.  85  Abs.  1  DBG  bzw.  §  89  Abs.  1  StG  verankerten 

Grundsatz  Rechnung getragen,  dass  die Belastung  eines  Ansässigen  mit  einer  Quel-

lensteuer,  die  entsprechend  deren  Ausgestaltung  als  echte  Quellensteuer  grundsätz-

lich  definitiver  Natur  ist,  nicht  wesentlich  anders  ausfallen  darf,  als  diejenige  einer  im 

ordentlichen Verfahren veranlagten steuerpflichtigen Person (Gleichbehandlungsgebot 

gemäss Art. 8 Abs. 1 und 127 Abs. 2 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 [BV)], 

BGE 136 II 124 = Pra 99, 819). Wird daher die Quellensteuer von den Bruttoeinkünften 

berechnet,  ist  den  Abzügen,  wie  sie  den  ordentlich  veranlagten  Steuerpflichtigen  zu-

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stehen, bei Berechnung der Quellensteuer angemessen Rechnung zu tragen. Es sind 

daher vorab unterschiedliche Tarife für Alleinstehende, Verheiratete etc. vorzusehen. 

b) Art. 86 Abs. 1 DBG und § 90 Abs. 1 StG schreiben vor, dass bei Festset-

zung der Steuertarife weiter Pauschalen für Berufskosten (Art. 26 DBG, § 26 StG) und 

Versicherungsprämien (Art. 33 Abs. 1 lit. d, f und g DBG, § 31 Abs. 1 lit. d, f und g StG) 

sowie  Abzüge  für  Familienlasten  (Art.  35  und  36  DBG,  §  34  und  35  StG)  zu  berück-

sichtigen sind. Auch ist dem Abzug von Zweiverdienerehepaaren (Art. 33 Abs. 2 DBG, 

§ 31 Abs. 2 StG) pauschal Rechnung zu tragen (Art. 86 Abs. 2 DBG, § 90 Abs. 2 StG). 

Diese gesetzliche Regelung hat seine Grundlage in Art. 33 des Bundesgesetzes über 

die  Harmonisierung  der  direkten  Steuern  der  Kantone  und  Gemeinden  vom  14.  De-

zember  1990  (StHG),  wonach  Berufskosten,  Versicherungsprämien  sowie  der  Abzug 

für  Familienlasten  und  bei  Erwerbstätigkeit  beider  Ehegatten  pauschal  berücksichtigt 

werden.  

Diese Vorgaben des Gesetzgebers hat die beauftragte Eidgenössische Steu-

erverwaltung bzw. die Finanzdirektion (vgl. Art. 85 Abs. 1 DBG, § 89 Abs. 1 StG) zur 

Bildung  von  vier  Tarifen  geführt,  und  zwar  für  Alleinstehende  (Tarif  A),  Verheiratete 

(Tarif B), verheiratete Zweiverdiener (Tarif C) und im Nebenerwerb Erwerbstätige (Ta-

rif D). Die Tarife sind in den Quellensteuerverordnungen des Bundes und des Kantons 

bzw. den Anhängen dazu enthalten (Verordnung über die Quellensteuer bei der direk-

ten  Bundessteuer  vom  19.  Oktober  1993,  SR  642.118.2  und  kantonale  Verordnung 

über  die  Quellensteuer  für  ausländische  Arbeitnehmer  vom  2.  Februar  1994,  ZStB  I 

Nr. 28/011). Bei den Tarifen A  - C wird der Umstand, dass die quellensteuerpflichtige 

Person  mit  Kindern  und  Unterstützungsbedürftigen  zusammen  lebt,  durch  entspre-

chende Tarifstufen berücksichtigt. 

c) Der individuellen Situation der quellensteuerpflichtigen Person ist aber nicht 

nur  mittels  der  Tarife  und  der  entsprechenden  Tarifstufen  Rechnung  zu  tragen,  son-

dern analog den Verhältnissen bei der ordentlichen Besteuerung auch damit, dass die 

quellensteuerpflichtige  Person  Aufwendungen  und  Auslagen  hat,  die  ihr  steuerbares 

Einkommen beeinflussen.  

Ein  Teil  der  Aufwendungen  werden  aber  nicht  durch  entsprechende  Abzüge 

berücksichtigt, sondern – da die Quellenbesteuerung an die Bruttoeinkünfte anknüpft – 

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wiederum nur in den Tarifen selber. Zu diesem Zweck werden die betroffenen abzugs-

fähigen Aufwendungen in pauschalierter Form in die Quellensteuertarife eingerechnet 

(Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, Art. 86 N 10 DBG, § 90 N 6 StG). In den Tarifen A - C 

sind dabei aufgrund der abschliessenden Aufzählung in Art. 86 Abs. 1 DBG bzw. § 90 

Abs. 1 StG u.a. die Berufskosten nach Art. 26 DBG bzw. § 26 StG, die Versicherungs-

prämien  gemäss  Art.  33  Abs.  lit.  d,  f,  g  DBG  bzw.  §  31  Abs.  1  lit.  d,  f,  g  StG,  der  

Kinder-, Unterstützungs- und Verheiratetenabzug nach Art. 213 Abs. 1 DBG bzw. § 34 

Abs.  1 StG  sowie  der  Grund-/Verheiratetentarif gemäss Art.  214  DBG  bzw.  § 35  StG 

und im Tarif C der Zweiverdienerabzug laut Art. 212 Abs. 2 DBG bzw. § 31 Abs. 2 StG 

eingebaut. 

All  diese  Abzüge  können  grundsätzlich  individuell  nicht  mehr  in  Abzug  ge-

bracht  werden,  da  sie  vorschriftsgemäss  in  den  Tarifen  enthalten  sind  (Art.  87  DBG, 

§ 91  StG).  Immerhin sind  noch Tarifkorrekturen  möglich.  Bei  unüblich grossen Ausla-

gen  der  steuerpflichtigen  Person  muss  daher  allenfalls  eine  Speziallösung  getroffen 

werden,  so  z.B.  bei  Einkäufen  in  die  berufliche  Vorsorge  (Richner/Frei/Kaufmann/ 

Meuter, Art. 86 N 14 DBG, § 90 N 9 StG). Alle andern Abzüge sind jedoch zusätzlich 

abzugsfähig,  da  sie  in  den  Tarifen  nicht  enthalten  sind.  Es  handelt  sich  dabei  um 

Schuldzinsen,  Alimente,  Krankheits-,  Unfall-,  Behindertenkosten,  und  Zuwendungen 

oder  Beiträge  an  die  gebundene  Selbstvorsorge  (Säule  3a;  Richner/Frei/Kauf-

mann/Meuter, Art. 86 N 15 DBG, § 90 N 10 StG).  

Zu  berücksichtigen  ist  schliesslich  auch  die  Konfessionszugehörigkeit  einer 

quellensteuerpflichtigen  Person;  im  Kanton  Zürich  gelangt  ein  tieferer  Tarif  ohne  Kir-

chensteueranteil zur Anwendung (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, § 90 N 12 StG). 

3. a) Vorliegend geht es um die Berücksichtigung von Mietkosten des Pflichti-

gen als internationaler Wochenaufenthalter, welche diesem für das Wohnen am hiesi-

gen Arbeitsort in der Gemeinde C unter der Woche erwachsen sind. Dabei handelt es 

sich um abzugsfähige Berufsauslagen im Sinn von Art. 26 DBG bzw. § 26 StG (Art. 9 

Abs. 3 der Verordnung des EFD über den Abzug von Berufskosten der unselbständi-

gen  Erwerbstätigkeit  bei  der  direkten  Bundessteuer  vom  10.  Februar  1993  [VBK,  SR 

642.118.1], welche Verordnung auch für die Staats- und Gemeindesteuern anwendbar 

ist).  

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b) Berufsauslagen sind nach dem Gesagten aufgrund ausdrücklicher gesetzli-

cher Bestimmung von Art. 86 Abs. 1 DBG und § 90 Abs. 1 StG schon pauschal in den 

anzuwendenden  Quellensteuertarifen  eingerechnet,  sodass  die  streitigen  Mietkosten 

des Pflichtigen für die hiesige Wohnstätte an sich vom Bruttolohn individuell nicht mehr 

in Abzug gebracht werden könnten. Allerdings besteht zwischen den Parteien Einigkeit 

darüber, dass diese Kosten im Sinn einer Tarifkorrektur trotzdem zusätzlich zu berück-

sichtigen sind, in der Annahme, dass es sich um unübliche Auslagen handelt, für wel-

che eine Speziallösung zu treffen ist. Dem ist insofern  beizupflichten, als die Mietkos-

ten  von  Wochenaufenthaltern  am  Arbeitsort  auch  bei  den  im  ordentlichen  Verfahren 

veranlagten Personen in der allgemeinen Berufspauschale gemäss Art. 26 Abs. 1 lit. c 

DBG bzw. § 26 Abs. 1 lit. c StG nicht enthalten sind, sondern zusätzlich zu dieser gel-

tend gemacht werden können (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, Art. 26 N 50 DBG, § 26 

N 44 StG). Damit muss aber auch den der Quellenbesteuerung unterliegenden Perso-

nen  ein  entsprechender  zusätzlicher  Abzug  offen  stehen,  da  diese  –  wie  erwähnt  – 

Anspruch auf Gleichbehandlung gegenüber den im ordentlichen Verfahren veranlagten 

Steuerpflichtigen haben.  

Demnach steht dem Pflichtigen der streitige Abzug für die hiesigen Mietkosten 

zusätzlich zu den bereits im anwendbaren Tarif (B2 mit Kirchensteuer) berücksichtigten 

weiteren Berufsauslagen grundsätzlich zu. Dies ist nicht streitig. 

4.  a)  Nach  der  bundesgerichtlichen  Praxis  gelten als  Gewinnungskosten  die-

jenigen  Auslagen,  deren  Vermeidung  der  steuerpflichtigen  Person  nicht  zumutbar  ist 

(BGE  124  II  29  E.  3a)  und  die wesentlich  durch die Erzielung  von  Einkommen  verur-

sacht  bzw.  veranlasst  sind  (Urteil  vom  26.  Oktober  2004,  2A.224/2004,  E.  6.3, 

www.bger.ch  mit  Hinweisen;  vgl.  auch  Urteil  vom  25.  Januar  2007,  2P_251/2006, 

E. 3.1,  www.bger.ch).  Gemäss  der  vorliegend  analog  anwendbaren  VBK  (Art.  9)  sind 

bei  auswärtigem Wochenaufenthalt  als  solche  Gewinnungskosten  die  Mehrkosten  für 

den  auswärtigen  Aufenthalt  abziehbar  (Abs.  1).  Für  die  Unterkunft  können  dabei  die 

ortsüblichen Auslagen für ein Zimmer geltend gemacht werden (Abs. 3).  

Auch wenn nur die (ortsüblichen) Kosten für ein Zimmer abziehbar sind, ist es 

der  steuerpflichtigen  Person  unbenommen,  eine  ganze  Wohnung  am  Wochenaufent-

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haltsort  zu  mieten.  Bei  den  Kosten,  welche  diejenigen  eines  Zimmers  übersteigen, 

handelt  es  sich  dann  aber  um  nicht  abzugsfähige  Lebenshaltungskosten  (Rich-

ner/Frei/Kaufmann/Meuter, Art. 26 N 50 DBG). Nach Rechtsprechung des Bundesge-

richts 

ist  sodann  unter  dem  Begriff  "Zimmer"  gemäss  VBK  unstreitig  eine  

1-Zimmerwohnung  bzw.  ein  Studio  mit  Nasszelle  und  Kochgelegenheit  zu  verstehen 

(BGr, 25. März 2011, 2C_728/2010, E. 2.1, www.bger.ch). Mithin ist bei Ermittlung der 

abzugsfähigen Kosten für ein Zimmer in einer grösseren Wohnung ein Betrag festzule-

gen, der höher liegt als der Anteil für ein Zimmer ohne diese Nebenräume (z.B. für ein 

Arbeitszimmer).  Anzuknüpfen  ist  dabei  an  den  tatsächlichen  Kosten,  d.h.  an  denjeni-

gen für die ganze Wohnung, da nicht "Sollkosten", sondern nur die tatsächlichen Kos-

ten  abzugsfähig  sind  (BGr,  22.  April  2009,  2C_14/2009,  www.bger.ch).  Demnach  ist 

von der gesamten Wohnungsmiete der Anteil für ein Zimmer samt den erwähnten Ne-

benräumen auszuscheiden. Dies ist ebenfalls nicht streitig. Die Meinungen der Partei-

en gehen lediglich darüber auseinander, wie dieser Anteil zu berechnen ist.  

b)  Der  Pflichtige  wohnte  in  der  Steuerperiode  2009  bis  Ende  Juli  an  der 

……….strasse  in  der  Gemeinde  C  vorerst  in einer  möblierten  2-Zimmerwohnung  und 

wechselte  danach  an  der  gleichen  Adresse  in  eine  möblierte  3  1/2-Zimmerwohnung. 

Für das erste Objekt bezahlte er eine Monatsmiete von Fr. 2'024.- und für das zweite 

eine solche von Fr. 2'834.-, je inkl. Nebenkosten. 

Der  Pflichtige  verficht  einen  Abzug  von  monatlich  Fr.  1'500.-,  weil  dies  der 

ortsüblichen Miete für eine 1-Zimmerwohnung bzw. ein Studio mit Bad und Kochgele-

genheit in der Gemeinde C entspreche. Demgegenüber beantragt das kantonale Steu-

eramt im vorliegenden Verfahren, den Abzug wie folgt neu zu berechnen: Von der mo-

natlichen  Bruttomiete  von  Fr.  2'024.-  bzw.  Fr.  2'834.-  sei  ein  Abzug  von  10%  für 

Nebenkosten vorzunehmen und der Rest von Fr. 1'821.60 bzw. Fr. 2'550.60 durch die 

Anzahl Zimmer, d.h. durch 2 bzw. 3,5 zu teilen. Ein Abzug für die Möblierung sei dage-

gen  nicht  angebracht.  Damit  ermittelt  es  einen  Abzug  von  monatlich  Fr.  910.80  bzw.  

Fr. 728.75. 

c) aa) Das Bundesgericht hat die Art der Berechnung der abzugsfähigen Miet-

kosten  für  ein  Zimmer  bei  Wochenaufenthaltern  mit  einer  Mehrzimmerwohnung  un-

längst  klargestellt  (Entscheid  vom  25.  März  2011,  2C_728/2010,  www.bger.ch).  Da-

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nach ist von der Bruttomiete, d.h. der Miete inkl. Nebenkosten auszugehen und diese 

durch die Anzahl Zimmer zu teilen (E. 2.2).  

Die  Begründung  des  Bundesgerichts  dazu  leuchtet  ein:  Indem  der  gesamte 

Mietzins anteilsmässig auf die Anzahl der Wohnzimmer verlegt wird, wird auch ein An-

teil  an  der  Küche  und  am  Badezimmer  der  Wohnung  mitberücksichtigt  (dies  etwa  im 

Unterschied  zur  Berechnung  der  Kosten  eines  blossen  Arbeitszimmers,  wo  die  Kü-

chen- bzw. Badbenützung keine Rolle spielt und deshalb zur Bestimmung des Divisors 

die  Anzahl  der  Wohnzimmer  um  gewisse  Einheiten  erhöht  wird).  Dass  das  Badezim-

mer und die Küche auf diese Weise nicht vollumfänglich sondern eben nur anteilsmäs-

sig abgesetzt werden können, erscheint nicht als stossend, zumal diese Räumlichkei-

ten in Mehrzimmerwohnungen oftmals grösser und besser ausgestattet sind, als dies in 

einem Studio oder in einer 1-Zimmerwohnung der Fall ist. Mithin erweist sich das ent-

sprechend  beantragte  Vorgehen  des  kantonalen  Steueramts  in  der  Rekursantwort 

grundsätzlich als sachgerecht.  

bb)  Nicht  zu  folgen  ist  dem  Pflichtigen  bzw.  dessen  Vertreter,  welcher  die 

ortsübliche  Miete  einer  1-Zimmerwohnung  bzw.  eines  Studios  (von  Fr.  1'500.-)  abge-

zogen haben will. Mit dem Bundesgericht ist festzuhalten, dass es für die Bemessung 

der Mehrkosten für die auswärtige Unterkunft eben stets auf die tatsächlichen Kosten 

ankommt  und  nicht  auf  hypothetische  Vergleichskosten  (E.  2.3  des  erwähnten  Bun-

desgerichtsentscheids). Zu verwerfen ist aber auch die vom Pflichtigen mit dem Even-

tualantrag  verfochtene  alternative  Berechnungsweise,  die  Mitbenützung  von  Bad  und 

Küche  mit  folgender  Formel  zu  berücksichtigen:  (Monatsmiete  :  Anzahl  Zimmer  +  1) 

x 2. Denn damit würde ein zu hoher Anteil für die Benützung von Bad und Küche bzw. 

ein  gleich  hoher  Abzug  wie  derjenige  für  zwei  Arbeitszimmer  resultieren,  was  nicht 

sachgerecht ist. 

Dass  sodann  die gemäss  Bundesgericht  anzuwendende  Berechnung  bei  der 

2-Zimmerwohnung  zu einem  höheren  Abzug führt  als  bei  der  3½-Zimmerwohnung  ist 

hinzunehmen,  hängt  dies  doch  lediglich  damit  zusammen,  dass  die  Miete  für  eine 

grössere  Wohnung  regelmässig  nicht  einfach  im  Verhältnis  der  zusätzlichen  Zimmer 

höher ausfällt. Insofern sind wiederum nur die tatsächlichen Kosten massgebend. 

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d)  Das  kantonale  Steueramt  will  die  Bruttowohnungsmiete  von  monatlich 

Fr. 2'034.-  bzw.  Fr.  2'834.-  für  die  Berechnung  des  abzugsfähigen  Zimmeranteils  so-

dann um die Nebenkosten von (geschätzten) 10% reduzieren. Dem ist nicht zu folgen, 

handelt es sich doch bei den Nebenkosten um mit der Unterkunft unmittelbar zusam-

menhängende  Auslagen,  so  insbesondere  bei  den  schwergewichtig  anfallenden  Hei-

zungskosten. Dementsprechend hat denn auch das Bundesgericht im erwähnten Ent-

scheid vom 25. März 2011 die Berechnung ohne Abzug der Nebenkosten als rechtens 

erklärt. 

Das kantonale Steueramt verzichtete im Einspracheverfahren demgegenüber 

auf einen Abzug von der Bruttomiete (von 10%) für die Möblierung der Wohnungen des 

Pflichtigen, offenbar in der Meinung, dass den diesbezüglichen Kosten die Qualität von 

abzugsfähigen  Unterkunftskosten  bzw.  Berufsauslagen  zukomme.  Dem  ist  wiederum 

nicht zuzustimmen, sieht die VBK den Abzug doch nur für Kosten eines Zimmers und 

nicht eines möblierten Zimmers vor. Demnach handelt es sich beim Mietanteil, der auf 

die Möblierung des Zimmers entfällt, um nicht abzugsfähige Kosten der Lebenshaltung 

(Wohnungseinrichtung) und müssen diese damit bei der fraglichen Berechnung ausser 

Acht bleiben. 

e) Im Ergebnis erweist sich die Berechnung des kantonalen Steueramts damit 

gleichwohl als gesetzmässig, da der nicht zulässige Abzug für Nebenkosten durch den-

jenigen  für  die  Möblierung  ersetzt  wird.  Die  Schätzung  des  Letzteren  mit  10%  blieb 

vom Pflichtigen (im Einspracheverfahren) unbestritten. 

An  diesem  Ergebnis  vermag  auch  nichts  zu  ändern,  dass  andere  Kantone 

allenfalls  eine  grosszügigere  Regelung  kennen,  und  dass  auch  eine  andere  Berech-

nung der absetzbaren Kosten für die auswärtige Unterkunft bundesrechtskonform sein 

kann (BGr, 25. März 2011, 2C_728/2010, E. 2.4, www.bger.ch). 

f)  Die  aufgrund  des  höheren  Abzugs  für  die  Kosten  der  auswärtigen  Unter-

kunft von monatlich Fr. 910.80 (Januar - Juli 2009) bzw. Fr. 728.75 (August - Dezem-

ber  2009)  zurückzuerstattende  Quellensteuer  beläuft  sich  gemäss  korrekter  Berech-

nung des kantonalen Steueramts auf Fr. 2'197.40 und ist unbestritten geblieben. 

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5. Diese Erwägungen führen zur teilweisen Gutheissung des Rekurses. Aus-

gangsgemäss  sind  die  Kosten  des  Verfahrens  den  Parteien  anteilsmässig  aufzuerle-

gen (§ 151 Abs. 1 StG). Eine Parteientschädigung ist dem Pflichtigen nicht zuzuspre-

chen,  da  er  nur  zum geringeren Teil  (1/4)  obsiegt  (§ 152 StG  i.V.m.  § 17  Abs.  2  des 

Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997). 

Demgemäss erkennt der Einzelrichter: 

1.  Der  Rekurs  wird  teilweise  gutgeheissen.  Die  Quellensteuer  für  die  Steuerperio-

de 2009 wird dem Rekurrenten im Umfang von Fr. 2'197.40 zurückerstattet. 

[…] 

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