# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b5273e6c-621c-5398-82a8-73ed7f8f758f
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-05-28
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 28.05.2018 200 2018 3
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2018-3_2018-05-28.pdf

## Full Text

200 18 3 IV
FUE/BRM/ARJ

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 28. Mai 2018

Verwaltungsrichter Furrer, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Grütter, Verwaltungsrichter Scheidegger
Gerichtsschreiber Braune

A.________
vertreten durch B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 16. November 2017

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Mai 2018, IV/18/3, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1965 geborene A.________, gelernte ..., meldete sich am 20. März 
2006 (Eingang bei der Verwaltung: 31. März 2006) unter Hinweis auf psy-
chische und orthopädische Beschwerden bei der IV-Stelle Bern (IVB) zum 
Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung in Form von Berufsbera-
tung, Umschulung auf eine neue Tätigkeit sowie Hilfsmittel an (Akten der 
IVB [act. II] 1 ff.). Nach entsprechenden Abklärungen, insbesondere einer 
psychiatrischen Begutachtung durch Dr. med. C.________, Fachärztin für 
Psychiatrie und Psychotherapie, vom 6. Juni 2007 (act. II 19) gewährte die 
IVB Wiedereingliederung in den bisherigen Beruf (act. II 24). Am 19. De-
zember 2007 zog die Versicherte ihr Gesuch um Leistungen der Invaliden-
versicherung vorbehaltlos zurück (act. II 32), worauf die IVB dieses als ge-
genstandslos abschrieb (act. II 33). 

Am 20. Mai 2012 (Eingang bei der IVB: 7. Juni 2012) suchte die Versicher-
te erneut um Leistungen nach, namentlich beantragte sie Umschulung auf 
eine neue Tätigkeit sowie Arbeitsvermittlung (act. II 35). Die in der Folge 
gewährte Arbeitsvermittlung (vgl. act. II 55) schloss die IVB am 18. Januar 
2014 ab, nachdem sich die Versicherte mit einem eigenen … selbständig 
gemacht hatte (act. II 57).

Eine neuerliche Anmeldung für Berufliche Integration/Rente vom 14. Okto-
ber 2015 ging am 19. Oktober 2015 bei der IVB ein; zur gesundheitlichen 
Beeinträchtigung gab die Versicherte einen Rückfall der Depression sowie 
Überforderung/Burnout an (act. II 58). Die IVB führte ein Erstgespräch mit 
der Versicherten durch (act. II 66, 73), holte medizinische (act. II 67, 68) 
sowie erwerbliche (act. II 70) Unterlagen ein und ordnete auf Empfehlung 
des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD), Dr. med. D.________, Fachärz-
tin für Psychiatrie und Psychotherapie (vgl. act. II 77 S. 5 f.), in der MEDAS 
E.________ (MEDAS), unter Beteiligung der Fachgebiete Allgemeine Inne-
re Medizin, Orthopädie, Psychiatrie, Urologie und Neurologie eine polydis-
ziplinäre Begutachtung an (act. II 82, 88). Das Gutachten wurde am 27. 
September 2016 erstattet (act. II 91.1). Sodann liess die IVB einen Ab-

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klärungsbericht für Selbständigerwerbende erstellen (Bericht vom 28. April 
2017; act. II 98 S. 2 ff.). Gestützt auf diese Abklärungen stellte die IVB der 
Versicherten bei einem ermittelten Invaliditätsgrad von 20% mit Vorbe-
scheid vom 9. Mai 2017 die Abweisung des Leistungsbegehrens in Aus-
sicht (act. II 99). Hiergegen liess die Versicherte, vertreten durch die 
F.________, G.________, Sozialarbeiterin FH, am 26. Juni 2017 Einwand 
erheben mit den Anträgen, der Versicherten sei eine ganze Invalidenrente 
zuzusprechen und es sei eine berufliche/arbeitsmedizinische Abklärung der 
Leistungsfähigkeit vorzunehmen; unter Hinweis auf Berichte der behan-
delnden Psychiaterin sowie des behandelnden Internisten wurde dabei 
geltend gemacht, dass die Leistungseinschränkungen in diesen Fachgebie-
ten im Gutachten zu gering eingeschätzt worden seien (act. II 106). Hierzu 
liess die IVB den RAD, Dr. med. H.________, Fachärztin für Psychiatrie 
und Psychotherapie, Stellung nehmen (act. II 110) und verfügte am 16. 
November 2017 entsprechend dem Vorbescheid (act. II 111). 

B.

Mit Beschwerde vom 27. Dezember 2017 lässt die Versicherte, vertreten 
durch die B.________, I.________, beantragen, die angefochtene Verfü-
gung sei aufzuheben und die IVB sei anzuweisen, den Sachverhalt näher 
abzuklären, insbesondere eine berufliche/arbeitsmedizinische Abklärung 
der Leistungsfähigkeit vorzunehmen, sowie der Beschwerdeführerin eine 
ganze Invalidenrente zuzusprechen. Zur Begründung wird – unter Berufung 
auf die bereits im Vorbescheidverfahren vorgelegten Berichte der behan-
delnden Ärzte – im Wesentlichen geltend gemacht, dass die gutachterliche 
Einschätzung der Arbeitsfähigkeit nicht schlüssig sei und es diesbezüglich 
weiterer Abklärungen bedürfe, wobei auch die geänderte Praxis des Bun-
desgerichts zur Beurteilung psychischer Beschwerden zu berücksichtigen 
sei. 

In ihrer Beschwerdeantwort vom 27. Februar 2018 beantragt die IVB die 
Abweisung der Beschwerde.

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Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Angefochten ist die Verfügung der IVB vom 16. November 2017 
(act. II 111). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch der Beschwerdeführe-
rin auf eine Invalidenrente.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

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2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können auch 
solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG). Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und 
damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschrän-
kungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung 
allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, ab-
wenden könnte; das Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend objektiv 
bestimmt (BGE 131 V 49 E. 1.2 S. 50, 130 V 352 E. 2.2.1 S. 353; SVR 
2014 IV Nr. 2 S. 5 E. 3.1).

2.2 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem IV-Grad 
von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei ei-
nem IV-Grad von mindestens 40 % ein solcher auf eine Viertelsrente.

2.3 Für die Bestimmung des IV-Grades wird bei einer erwerbstätigen 
versicherten Person das Erwerbseinkommen, das sie nach Eintritt der Inva-
lidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 
Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausge-
glichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Er-
werbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden 
wäre (Art. 16 ATSG).

2.4 Um den IV-Grad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 
Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und 
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. 
Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu be-

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urteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich 
welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren sind 
ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, 
welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden können 
(BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99). 

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass das 
Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, unab-
hängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

3.

3.1 Vorab ist festzuhalten, dass es sich vorliegend – auch wenn sich die 
Beschwerdeführerin bereits früher zum Leistungsbezug bei der Invaliden-
versicherung angemeldet hatte – nicht um eine Neuanmeldung in dem Sin-
ne handelt, dass sich die Änderung in den für den Invaliditätsgrad erhebli-
chen Tatsachen analog zur Rentenrevision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG beur-
teilen würde. Die Regeln der Neuanmeldung beziehen sich nämlich nur auf 

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gleichlautende Leistungsgesuche (vgl. Urteil des Bundesgerichts [BGer] 
vom 6. Januar 2006, I 581/05, E. 4.2), was hier nicht der Fall ist; zudem 
fand bisher keine umfassende materielle Prüfung des Rentenanspruchs 
statt.  

3.2 In medizinischer Hinsicht lässt sich den Akten im Wesentlichen Fol-
gendes entnehmen:

3.2.1 Im Gutachten vom 6. Juni 2007 hielt Dr. med. C.________ als 
psychiatrische Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine rezi-
divierende depressive Störung, derzeit leicht bis mittelgradig mit somati-
schem Syndrom (ICD-10: F33.11) fest. In der bisherigen Tätigkeit bestehe 
initial eine Arbeitsfähigkeit von 50% ohne Leistungseinbusse, die nach ge-
lungener Eingliederung bis 80% gesteigert werden könne (reale Leistung 
inkl. Haushaltführung und Kinderbetreuung; act. II 19 S. 9 ff.).

3.2.2 Der Hausarzt der Beschwerdeführerin, Dr. med. J.________, Fach-
arzt für Innere Medizin, führte in seinem Bericht vom 4. Dezember 2015 als 
Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine chronische De-
pression, einen Status nach iatrogener Ureterläsion rechts (nach laparo-
skopischer Adnexektomie 2011), eine Adipositas sowie chronische Rück-
schmerzen auf; ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit bestehe eine ar-
terielle Hypertonie sowie eine Hypercholesterinämie. Er attestierte eine 
Arbeitsfähigkeit von 50% ab 1. Januar 2015 bis auf weiteres; zufolge zu-
nehmender Erschöpfung bei der Arbeit (Konzentrationsschwäche, Müdig-
keit, Schmerzen in Rücken und Beinen) könne als selbständige ... – wobei 
der Arbeitsplatz im eigenen Geschäft ideal sei – knapp ein Pensum von 
50% bewältigt werden (act. II 67).

3.2.3 Die behandelnde Psychiaterin Dr. med. K.________, Fachärztin für 
Psychiatrie und Psychotherapie, diagnostizierte im Bericht vom 7. Dezem-
ber 2015 zuhanden der IVB aus ihrem Fachgebiet eine rezidivierende de-
pressive Störung, mittelgradige Episode (ICD-10: F33.11) sowie eine Pa-
nikstörung (ICD-10: F41); sie empfahl die Fortsetzung der medikamentösen 
Therapie sowie der integrierten psychiatrisch-psychotherapeutischen Be-
handlung und ging von einer seit Juli 2015 bestehenden Restarbeitsfähig-
keit von 50% aus (act. II 68 S. 1 - 6). 

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3.2.4 Im MEDAS-Gutachten vom 27. September 2016 wurde als Diagno-
se mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine rezidivierende depressive 
Störung, gegenwärtig leichte bis mittelgradige Episode (ICD-10: F33.0, 
F33.1) erhoben. Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit bestünden ein chro-
nisch rezidivierendes thorakovertebrales Schmerzsyndrom, ein metaboli-
sches Syndrom, Knick-Senk-Spreizfüsse beidseits, eine konstitutionell 
vermehrte Bandlaxizität, eine exzessive Tagesschläfrigkeit, eine Migräne 
ohne Aura, ein Status nach iatrogener distaler Ureterläsion rechts bei lapa-
roskopischer Adnexektomie 2011, eine Belastungsinkontinenz, ein Zustand 
nach rezidivierenden Harnwegsinfektionen sowie leicht erhöhte Entzün-
dungsparameter. Aus interdisziplinärer Sicht sei die Explorandin für körper-
lich andauernd schwere Tätigkeiten voll arbeitsunfähig, dagegen bestehe 
für körperlich leichte bis mittelschwere, angepasste Tätigkeiten ebenso wie 
für die angestammte Tätigkeit als ... eine Arbeits- und Leistungsfähigkeit 
von 80% (ganztags realisierbar). Über den Verlauf gemittelt dürfte die aktu-
ell festgestellte Einschränkung – mit Ausnahme zwischen Juli 2011 und Juli 
2012 aufgrund der multiplen Eingriffe – seit 2006 bestanden haben. Aus 
psychiatrischer wie auch aus somatischer Sicht könne die Selbsteinschät-
zung der Explorandin nicht nachvollzogen und durch die erhobenen Befun-
de nicht objektiviert werden (act. II 91.1, insbesondere S. 25 ff.).

3.2.5 In seiner Stellungnahme vom 19. Juni 2017 zum MEDAS-Gutachten 
hielt Dr. med. J.________ fest, es könnten keine wesentlichen Mängel der 
fachärztlichen Untersuchungen nachgewiesen werden und die Spezialisten 
hätten die objektivierbaren Befunde korrekt wiedergegeben. Dagegen ba-
gatellisiere die psychiatrische Beurteilung seines Erachtens die Schwere 
der depressiven Verstimmung sowie die konsekutive Leistungseinschrän-
kung massiv und auch „die orthopädische Beurteilung“ schätze die Ein-
schränkung der objektiven Befunde auf die Leistungsfähigkeit wesentlich 
zu gering ein. Aufgrund der chronischen Rücken- und Fussbeschwerden 
sowie der Adipositas sei die Beschwerdeführerin nicht in der Lage, in ihrem 
mittelschwer belastenden Beruf über 50% zu leisten (act. II 106 S. 6).

3.2.6 Am 24. Juni 2017 wandte Dr. med. K.________ gegen das MEDAS-
Gutachten ein, dass die Beschwerdeführerin immer wieder versucht habe, 
in ihrem Beruf erfolgreich Fuss zu fassen, was ihr wegen der rezidivieren-

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den depressiven Störung nicht gelungen sei. Auch hätten noch verschiede-
ne somatische Probleme den Aufbau des Arbeitspensums verunmöglicht 
(act. II 106 S. 3). Der Beruf der ... sei mit langem Stehen verbunden und 
das Arbeiten auf Schulterhöhe sei üblich; zudem könne es beim Einkauf 
und Einräumen von Material zum Tragen von schweren Lasten kommen. 
Eine arbeitsmedizinische Beurteilung wäre zwingend durchzuführen und 
notwendig. Seit der Begutachtung seien die invalidisierenden Symptome 
unverändert, die Beschwerdeführerin sei zurzeit 100% arbeitsunfähig (act. 
II 106 S. 4).

3.2.7 Die RAD-Ärztin Dr. med. H.________ stellte in ihrer Stellungnahme 
vom 7. November 2017 fest, dass anlässlich der psychiatrischen Begutach-
tung vorwiegend unter Zugrundlegung der anamnestischen Angaben eine 
rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte bis mittelgradige 
Episode (ICD-10: F33.0, F33.1) mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 
diagnostiziert und damit eine Einschränkung in der Arbeitsfähigkeit von 
20% begründet worden sei. Gegen das Vorliegen einer leistungsrelevanten 
affektiven Störung spreche jedoch das Auftreten der Stimmungsschwan-
kungen in zeitnahem Zusammenhang zu psychosozialen (u.a. finanziellen) 
Belastungen und hiermit verbundener hoher Verausgabungsbereitschaft. 
Die Versicherte reagiere in Affekt und Stimmung situativ, was ebenfalls 
gegen die Diagnose einer depressiven Episode nach ICD-10 spreche, 
ebenso wie das von ihr anlässlich der Begutachtung geschilderte Interes-
sen- und Aktivitätsspektrum. Unter Berücksichtigung einer adäquaten Ein-
stellung des Blutdrucks sowie der Vorbeugung einer Gewichtszunahme 
durch regelmässige körperliche Bewegung bestehe eine qualitative Leis-
tungseinschränkung in Bezug auf körperlich schwere Arbeit und Wechsel-
schichttätigkeit sowie regelmässige Nachtschicht; quantitative Leistungs-
einschränkungen bestünden nicht, sodass am MEDAS-Gutachten festge-
halten werden könne (act. II 110 S. 4).

3.2.8 Dr. med. J.________ führte in seinem Schreiben vom 9. Dezember 
2017 an die IVB aus, die Einschätzung der RAD-Ärztin Dr. med. 
H.________ sei „absolut falsch“, da die Beschwerdeführerin von ihrer 
Psychiaterin zu 100% arbeitsunfähig geschrieben worden sei. Diese 
vollständige Arbeitsunfähigkeit könne er als Hausarzt bestätigen, sei doch 

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die Patientin bei all den hausärztlichen Kontakten schwerst depressiv ver-
stimmt gewesen und keinesfalls zu einer auch noch so leichten Tätigkeit 
fähig (Beschwerdebeilage [act. I] 3).

3.2.9 In ihrer Stellungnahme vom 12. Dezember 2017 bemerkt Dr. med. 
K.________, dass das MEDAS-Gutachten in psychiatrischer Hinsicht ver-
schiedene Ungereimtheiten aufweise; namentlich sei nicht ersichtlich, ob 
bei der psychiatrischen Begutachtung auch qualitative oder quantitative 
Beurteilungskriterien – wie z.B. ein Beck-Depressions-Inventar (BDI), eine 
Hamilton rating scale for depression (Hamilton-Skala) oder eine Persön-
lichkeitstestung – angewendet worden seien. Trotz adäquater psychia-
trisch-psychotherapeutischer Behandlung über mehrere Jahre habe keine 
nachhaltige Leistungsfähigkeit und Berufstätigkeit erreicht werden können; 
vielmehr sei es mit den Jahren zu einer Verschlechterung und häufigeren 
Rezidiven der depressiven Erkrankung gekommen. Es bestehe weiterhin 
von psychiatrischer Seite 100% Arbeitsunfähigkeit (act. I 4). 

3.3 Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von externen 
Spezialärzten, welche auf Grund eingehender Beobachtungen und Unter-
suchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der 
Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der 
Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 
E. 3b bb S. 353; SVR 2016 IV Nr. 2 S. 5 E. 4.1).

Das oben erwähnte polydisziplinäre Gutachten samt interdisziplinärer Beur-
teilung (vgl. E. 3.2.4 hiervor) erfüllt die nach der geltenden höchstrichterli-
chen Rechtsprechung an eine Expertise gestellten Anforderungen. Es ist 
für die streitigen Belange umfassend, beruht auf einlässlichen gutachterli-
chen Untersuchungen und wurde in Kenntnis der Vorakten sowie in 
Berücksichtigung der geklagten Beschwerden abgegeben. Es überzeugt 
auch inhaltlich, indem es in der Darlegung der medizinischen Zusammen-
hänge und der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und die 
Schlussfolgerungen nachvollziehbar begründet sind (vgl. E. 2.4 hiervor). 
Namentlich beruht die Beurteilung des Gesundheitszustandes der Be-
schwerdeführerin auf umfassenden Erhebungen. Die gutachterlichen Fest-
stellungen wurden sodann unter Einbezug der aktenkundigen Arztberichte 

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diskutiert sowie gestützt darauf die aktuelle Arbeitsfähigkeit überzeugend 
und mit einlässlicher Begründung dargestellt. 

In psychiatrischer Hinsicht ist festzustellen, dass die vom MEDAS-
Gutachter erhobene Diagnose weitgehend derjenigen von Dr. med. 
C.________ im Vorgutachten vom 6. Juni 2007 (vgl. E. 3.2.1 hiervor) ent-
spricht. Der psychiatrische Gutachter legt ferner einleuchtend und schlüssig 
dar, weshalb die Voraussetzungen für die Diagnose eine Panikstörung 
nicht erfüllt sind (act. II 91.1 S. 12 ff.). Auch was die Einschätzung der Ar-
beitsfähigkeit (80% arbeitsfähig) anbelangt, stimmt er mit der Vorgutachte-
rin weitestgehend überein (80% arbeitsfähig nach gelungener Eingliede-
rung). Die anderslautenden Einschätzungen der behandelnden Dres. med. 
K.________ und J.________ vermögen keine Zweifel an der gutachterli-
chen Beurteilung zu wecken: Soweit sich der Internist Dr. med. J.________ 
in seinen Berichten, die teilweise die gebotene Objektivität vermissen las-
sen, zu den psychischen Beschwerden äussert, ist dessen Einschätzung – 
mangels entsprechender fachärztlicher Qualifikation – von vornherein un-
geeignet, die Beurteilung des MEDAS-Psychiaters betreffend Gesundheits-
zustand und Arbeitsfähigkeit zu entkräften (vgl. Entscheid des Bundesge-
richts [BGer] vom 16. März 2009, 9C_942/2008, E. 5.3). In diesem Zu-
sammenhang ist zudem auf den eingeschränkten Beweiswert der Ein-
schätzung von behandelnden Ärzten hinzuweisen; in Bezug auf Atteste von 
Hausärzten darf und soll das Gericht der Erfahrungstatsache Rechnung 
tragen, dass Hausärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Ver-
trauensstellung in Zweifelsfällen eher zugunsten ihrer Patienten aussagen 
(BGE 125 V 351 E. 3b cc S. 353; SVR 2015 IV Nr. 26 S. 80 E. 5.3.3.3). Mit 
Blick auf die Berichte von Dr. med. K.________ ist ferner festzuhalten, 
dass es die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag des therapeu-
tisch tätigen (Fach-)Arztes einerseits und Begutachtungsauftrag des amt-
lich bestellten fachmedizinischen Experten andererseits nicht zulässt, ein 
Administrativgutachten stets in Frage zu stellen und dies zum Anlass zu 
nehmen, weitere Abklärungen zu verlangen, wenn die behandelnden Ärzte 
zu anderslautenden Einschätzungen gelangen. Vorbehalten bleiben dabei 
Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die be-
handelnden Ärzte wichtige – und nicht rein subjektiver ärztlicher Interpreta-
tion entspringende – Aspekte benennen, die im Rahmen der Begutachtung 

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unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (Entscheid des Eidgenössi-
schen Versicherungsgerichts [EVG] vom 25. Mai 2007, I 514/06, E. 2.2.1 
mit Hinweisen, in: SVR 2008 IV Nr. 15 S. 44). Solche Aspekte vermag die 
behandelnde Psychiaterin vorliegend nicht aufzuzeigen. Mit dem Hinweis 
auf die diagnostischen Leitlinien der mittelgradigen depressiven Episode, 
wonach ein Patient mit einer mittelgradigen depressiven Episode soziale, 
häusliche und berufliche Aktivitäten nur unter erheblichen Schwierigkeiten 
fortsetzen kann (Dilling/Mombour/Schmidt, Internationale Klassifikation 
psychischer Störungen, 10. Auflage, S. 173), ist – anders als von Dr. med. 
K.________ dargestellt – kein Widerspruch zur gutachterlichen Beurteilung 
zu erblicken, geht doch der Experte lediglich von einer leichten bis mittel-
gradigen Episode aus (act. II 91.1 S. 25). Es stellt entgegen der Auffassung 
der behandelnden Psychiaterin ferner keinen Mangel dar, wenn aus den 
Unterlagen nicht ersichtlich ist, ob bei der psychiatrischen Begutachtung 
auch qualitative und quantitative Beurteilungskriterien wie z.B. ein BDI, eine 
Hamilton-Skala oder eine Persönlichkeitstestung angewendet worden sind: 
Sie verkennt bei ihrer Argumentation, dass einem testmässigen Erfassen 
der Psychopathologie im Rahmen einer psychiatrischen Exploration gene-
rell nur ergänzende Funktion zukommt; entscheidend bleibt vielmehr die 
klinische Untersuchung mit Anamneseerhebung, Symptomerfassung und 
Verhaltensbeobachtung (Entscheid des BGer vom 23. September 2008, 
9C_458/2008, E. 4.2). Ob und gegebenenfalls welche Testverfahren sie 
durchführen will, liegt im Ermessen der medizinischen Fachperson (Ent-
scheid des BGer vom 9. November 2017, 8C_466/2017, E. 5.1). Aus die-
sen Gründen ist es dem Beweiswert des psychiatrischen Teilgutachtens 
nicht abträglich, wenn es nicht mit Ergebnissen aus Testungen unterlegt 
wurde. Schliesslich ist nicht von Bedeutung, dass dem Gutachten nichts 
zum Inhalt der von der Beschwerdeführerin betriebenen Blogs bzw. den 
früher geführten Chats zu entnehmen ist, stand doch für die dortigen Be-
trachtungen das Aktivitätsniveau und weniger der Inhalt dieser Aktivitäten 
im Vordergrund.

Ebensowenig sind aus somatischer Sicht Aspekte ausgewiesen, die den 
Beweiswert des MEDAS-Gutachtens in Frage stellen würden. Dies räumt 
auch der Hausarzt der Beschwerdeführerin Dr. med. J.________ ein, wenn 
er in seiner Stellungnahme vom 19. Juni 2017 ausführt, es bestünden we-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Mai 2018, IV/18/3, Seite 13

der grobe Fehler, Widersprüche oder Ungereimtheiten im Gutachten noch 
könnten bei den Untersuchungen der Spezialisten wesentliche Mängel 
nachgewiesen werden; die objektivierbaren Befunde seien korrekt wieder-
gegeben. Soweit er die orthopädische Einschätzung der Arbeits- und Leis-
tungsfähigkeit für wesentlich zu gering hält, äussert er sich – wie bereits in 
psychiatrischer Hinsicht (vgl. oben) – zu ausserhalb seines Fachgebietes 
liegendem Geschehen, sodass diesbezüglich der fundierten fachärztlichen 
Beurteilung des Gutachters der Vorzug gebührt. Abgesehen davon, dass 
die Einschätzung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit von der Natur der 
Sache her unausweichlich Ermessenszüge trägt (BGE 137 V 210 E. 3.4.2.3 
S. 253), stützt sich Dr. med. J.________ in seiner abweichenden Beurtei-
lung auf die subjektiven Schmerzangaben seiner Patientin und – im Ge-
gensatz zum orthopädischen Gutachter – nicht auf objektive Befunde, was 
den Beweiswert seiner Berichte zusätzlich schmälert. In ihrer Stellungnah-
me vom 7. November 2017 (act. II 110 S. 4) legt die RAD-Ärztin Dr. med. 
H.________ im Übrigen überzeugend dar, dass und warum auf die gutach-
terlichen Schlüsse abzustellen ist. Den medizinischen Grundlagen, auf wel-
che sich die Beschwerdegegnerin in ihrer Verfügung stützt, kommt nach 
dem Gesagten voller Beweiswert zu.

Unter diesen Umständen kann entgegen dem Begehren der Beschwerde-
führerin in antizipierter Beweiswürdigung (BGE 122 V 157 E. 1d S. 162) auf 
die Durchführung einer arbeitsmedizinischen Abklärung verzichtet werden. 

Auch sind weitere medizinische Abklärungen mit Blick auf die von der Be-
schwerdeführerin angerufenen, mit den Entscheiden BGE 143 V 409 und 
BGE 143 V 418 vom Bundesgericht vorgenommene, Praxisänderung nicht 
angezeigt. Das MEDAS-Gutachten wurde gemäss den Vorgaben des IV-
Kreisschreibens Nr. 339 vom 9. September 2015 (abrufbar unter: htt-
ps://www.bsvlive.admin.ch/vollzug/documents/view/4379/lang:deu/category
:35) erstellt. Damit erfolgte die psychiatrische Begutachtung bereits unter 
Berücksichtigung der Standardindikatoren entsprechend BGE 141 V 281 
(vgl. act. II 91.1 S. 14 f. Ziff. 4.1.10). Die Durchführung eines strukturierten 
Beweisverfahrens gemäss BGE 141 V 281 ist vorliegend entbehrlich, da 
nach dem schlüssigen und beweiskräftigen MEDAS-Gutachten lediglich 

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eine geringgradige Arbeitsunfähigkeit attestiert wird (vgl. Entscheid des 
BGer vom 16. Januar 2018, 9C_580/2017, E. 3.2). 

3.4 Für die Bemessung der Invalidität hat die IVB sowohl das Validen- 
als auch das Invalideneinkommen auf der Basis desselben Lohnes gemäss 
Gewerbe-Statistik des Schweizerischen Gewerbeverbandes festgelegt (vgl. 
act. II 98 S. 3 f.). Dies ist angesichts der Tatsache, dass die Zahlen des IK-
Auszuges nicht aussagekräftig sind, nachdem die Beschwerdeführerin seit 
Jahren kein Vollpensum mehr ausgeübt hat (act. II 91.1 S. 12; vgl. Ent-
scheid des BGer vom 10. Februar 2009, 8C_576/2008, E. 6.3 e contrario), 
nicht zu beanstanden und ist auch unbestritten geblieben. Bei dieser Aus-
gangslage entspricht der Invaliditätsgrad dem Grad der Arbeitsunfähigkeit 
(Entscheid des EVG vom 15. April 2003, I 1/03, E. 5.2). 

Damit ist die angefochtene Verfügung nicht zu beanstanden und die dage-
gen erhobene Beschwerde abzuweisen.

4.

4.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.— bis Fr. 1’000.— festzulegen. 

Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens werden die Verfahrenskosten, 
gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.—, der unterliegenden Beschwerdeführerin 
auferlegt (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Sie werden dem in gleicher Höhe geleis-
teten Kostenvorschuss entnommen.

4.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht kein Anspruch auf eine 
Parteientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG [Umkehrschluss]).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Mai 2018, IV/18/3, Seite 15

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.— werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.