# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5ba6a37d-a315-599a-b21b-46c1a90caea9
**Source:** Zürich Baurekursgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2011-11-25
**Language:** de
**Title:** Anforderungen an die lärmrechtliche Prüfung von Skateranlagen.
**Docket/Reference:** BRGE I Nr. 0236/2011
**URL:** https://www.baurekursgericht-zh.ch/media/entscheidauszug_aus_brge_i_nr._0236-2011.pdf

## Full Text

Baurekursgericht 
des Kantons Zürich 
1. Abteilung 

G.-Nr. 
BRGE I Nr. 

R1L.2011.00016 
0236/2011 

Entscheid vom 25. November 2011 

Mitwirkende 

Abteilungspräsident  Felix  Hess,  Baurichter  Bruno  Grossmann,  Baurichter 
Walter Baumann, Gerichtsschreiberin Elena Marioni-Quadranti     

in Sachen 

Rekurrent 

H. R., [......] 

vertreten durch Rechtsanwalt […..] 

gegen 

Rekursgegnerschaft 

1.  Ausschuss Bau und Planung des Stadtrates XY, […..]  
2.  Stadt XY, Abteilung Werke, […..] 

betreffend 

Beschluss des Ausschusses Bau und Planung vom 26. April 2011; Baube-
willigung für Skateranlage, Kat.-Nr. 8489, Zelgliweg, XY 
_______________________________________________________ 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
hat sich ergeben: 

A. 

Mit Beschluss vom 26. April 2011 erteilte der Ausschuss Bau und Planung 

der Stadt XY der Stadt XY, Werke, Versorgung und Anlagen die baurechtli-

che  Bewilligung  für  das  Erstellen  einer  Skateranlage  auf  dem  Grundstück 

Kat.-Nr. 8489 beim Schulhaus Zelgli in XY. 

B. 

Mit Eingabe vom 30. Mai 2011 reichte H. R. hiergegen Rekurs mit den fol-

genden Anträgen ein: 

"1.  Dispositivziffer I.2.3 des angefochtenen Beschlusses sei durch folgen-

den Wortlaut zu ersetzen: 

  Disp. Ziff. 1.2.3: 

Für den Skaterpark sind folgende Benutzungszeiten einzuhalten: 
-  Werk-  und  Samstage:  08.00  Uhr  bis  12.00  Uhr  und  14.00  Uhr  bis 

20.00 Uhr. 

-  Sonn- und allgemeine Feiertage: geschlossen 

(Eventualbegehren:  Sonn-  und  allgemeine  Feiertage:  09.00  bis 
12.00 und 14.00 bis 19.00 Uhr). 

  Das Abspielen von Musik und der Konsum von Alkohol sind innerhalb 

des Skaterareals unter Bussenandrohung verboten. 

  Der Skaterpark ist mit einem Zaun zu umgeben. 

  Mit einem Betriebsreglement ist  sicherzustellen, dass der Park jeweils 

auf den Betriebsschluss hin verschlossen wird. 

  Die  Betriebszeiten und das Musik- und Alkoholverbot sind auszuschil-

dern. 

2.  Eventuell sei der angefochtene Beschluss vollständig aufzuheben und 
die  Angelegenheit  sei  zur  Vervollständigung  des  Baubewilligungsver-
fahrens an die Vorinstanz zurückzuweisen. 

3.  Es sei ein Augenschein vor Ort durchzuführen. 

4.  Unter  Kosten-  und  Entschädigungsfolgen  zulasten  der  Rekursgegne-

rin." 

C. 

Die  Vorinstanz  reichte  am  25.  Juli  2011  ihre  Vernehmlassung  ein  und 

schloss  darin  auf  Abweisung  des  Rekurses  soweit  darauf  einzutreten  sei, 

unter Kostenfolge zulasten des Rekurrenten.  

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D. 

Am 8. August 2011 reichte der Rekurrent fristgerecht seine Replik ein. Mit 

Präsidialverfügung  vom  10.  August  2011  wurde  die  Rekursgegnerschaft 

eingeladen  zu  duplizieren.  Die  Vorinstanz  teilte  mit  Eingabe  vom  11.  Au-

gust 2011 ihren Verzicht auf Duplik mit. 

E. 

Mit Präsidialverfügung vom 7. September 2011 wurde der Rekurrent einge-

laden,  zu  den  nachträglich  eingereichten  Beilagen,  act.  17.1  -  17.3,  Stel-

lung zu nehmen. Am 19. September 2011 reichte der Rekurrent diese ein. 

Die Rekursgegnerschaft wurde mit Präsidialverfügung vom 23. September 

2011  eingeladen,  zur  rekurrentischen  Eingabe  Stellung  zu  nehmen.  Es 

ging seitens der Rekursgegnerschaft keine solche ein. 

F. 

Auf  die  Parteivorbringen  wird,  soweit  sie  für  die  Urteilsfällung  erforderlich 

sind, in den nachstehenden Erwägungen Bezug genommen.  

Es kommt in Betracht: 

1. 

Die Bauparzelle ist der Zone für öffentliche Bauten sowie der Empfindlich-

keitsstufe (ES) II zugeteilt und ist mit einem Schulhaus überstellt. Westlich 

davon  befinden  sich  Fussballplätze.  Im  Süden  und  Osten  befinden  sich 
überbaute,  einzig  durch  Strassenparzellen  von  der  Bauparzelle  getrennt, 

zur Wohnzone W3 und zur ES II gehörende Grundstücke. Die nördlich der 

Bauparzelle  gelegenen  Grundstücke  sind  der  Reservezone  zugeteilt.  Die 

Bauherrschaft  beabsichtigt,  nahe  der  nordwestlichen  Grundstücksecke  ei-
nen  Skaterpark  einzurichten,  welcher  eine  Fläche  von  rund  740  m2  ein-
nehmen  soll.  Gegen  Osten  ist  teilweise  die  Errichtung  einer  Lärmschutz-

wand  geplant.  Die  Vorinstanz  erteilte  gestützt  auf  ein  Lärmgutachten  die 
angefochtene  Baubewilligung.  Als  Öffnungszeiten  wurden  die  folgenden 

festgelegt: Werk- und Samstage 08.00 bis 22.00 Uhr sowie Sonn- und all-

gemeine Feiertage 10.00 bis 22.00 Uhr. 

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2. 

Der Rekurrent ist Eigentümer der Parzelle Kat.-Nr. 8596, welche östlich des 

Baugrundstücks liegt und einzig durch eine Strassenparzelle von dieser ge-

trennt  sowie  mit  Wohnhäusern  überstellt  ist.  Das  Grundstück  ist  der 

Empfindlichkeitsstufe  II  zugeteilt.  Das  am  nächsten  gelegene  rekurrenti-

sche  Wohnhaus  weist  zur  geplanten  Anlage  eine  Distanz  von  rund  80  m 

auf. Der dazwischen liegende Bereich ist unüberbaut. Der Rekurrent macht 

übermässige  Lärmimmissionen  geltend.  Aufgrund  seiner  nachbarlichen 

Beziehung  und  der  vorgebrachten  Rügen  ist  der  Rekurrent  zweifelsohne 

zur  Rekurserhebung  legitimiert.  Da  auch  die  weiteren  Prozessvorausset-

zungen erfüllt sind, ist auf den Rekurs einzutreten. 

3. 

Es wird die Durchführung eines Augenscheins beantragt (vgl. § 7 des Ver-

waltungsrechtspflegegesetzes  [VRG]).  Das  Baurekursgericht  hat  unbese-

hen von Parteianträgen nur dann einen Augenschein durchzuführen, wenn 

die Verhältnisse vor Ort zwar entscheidrelevant, auf Grund der Akten aber 

noch unklar sind. Diese Voraussetzung ist vorliegend nicht erfüllt, so dass 

kein Augenschein durchzuführen war. 

4. 

Im der Vorinstanz vorgelegenen Gutachten wird davon ausgegangen, dass 

es sich bei der streitbetroffenen Skateranlage um eine neue Anlage hand-

le, welche die Planungswerte einzuhalten habe (vgl. Art. 7 der Lärmschutz-

verordnung  [LSV]).  Die  Anlage  wurde  in  der  Folge  sowohl  im  Lichte  von 

Anhang  6  der  Lärmschutzverordnung  (LSV;  Belastungsgrenzwerte  für  In-

dustrie- und Gewerbelärm) als auch unter Berücksichtigung der deutschen 
Sportanlagenlärmschutzverordnung (Achtzehnte Verordnung zur Durchfüh-

rung  des  Bundes-Immissionsschutzgesetzes  vom  18.  Juli  1991  [18. 

BlmSchV])  geprüft  und  als  rechtens  befunden.  Hinsichtlich  der  Einhaltung 

der  Anforderungen  der  18. BlmSchV  wird  im  Gutachten  folgendes  ausge-

führt:  Es  sei  davon  auszugehen,  dass  sich  auf  der  Skateranlage  durch-

schnittlich  15  bis  20  Personen  aufhalten  würden,  dass  die  Anlage  jedoch 
wegen ihrer Grösse und ihres Angebots an Elementen von höchstens fünf 

Fahrern  gleichzeitig  befahren  werden  könne.  Bei  einer  grösseren  Anzahl 

simultan fahrender Skater oder Inliner würden sich diese nämlich gegensei-

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tig  behindern.  Im  Übrigen  wechselten  sich  die  Fahrer  jeweils  ab,  da  sie 

zwischen den Fahrten kleine Pausen einlegten und sich miteinander unter-

hielten.  Im  Sinne  eines  "worst  case"  sei jedoch  an  mehreren  Zeitspannen 

pro Woche von einem Spitzenbetrieb mit 10 gleichzeitig fahrenden Perso-

nen ausgegangen und diese entsprechend gewichtet worden. Im Sommer-

halbjahr  werde  die  Skateranlage  tags  durchschnittlich  während  rund  30 

Stunden pro Woche und nachts während 21 Stunden pro Woche benutzt. 

Im  Winterhalbjahr  beschränke  sich  die  Benutzung  der  Anlage  wegen  der 

Lichtverhältnisse  auf  tags  rund  18  Stunden  pro  Woche.  Dies  ergebe  im 

Jahresmittel Betriebszeiten von 4,1 Stunden tags und 1,6 Stunden nachts.  

Aus  der  lärmtechnischen  Untersuchung  eines  Skaterparks  des  gleichen 

Herstellers sei ein Prognosemodell entwickelt worden, welches die Berech-

nung  der  voraussichtlichen  Lärmimmissionen  in  der  Umgebung  der  hier 

strittigen Skateranlage ermögliche. Mit Hilfe dieses Modells seien die Lärm-

immissionen (Leq) für den Betrieb mit 5 bis max. 10 (gelegentliche Spitze) 

gleichzeitig fahrenden Skatern tags bzw. maximal 5 gleichzeitig fahrenden 

Skaters  nachts  berechnet  worden,  wobei  die  abschirmende  Wirkung  der 

geplanten Lärmschutzwand anhand der DIN-Norm 18'500 ermittelt worden 

sei. Dies ergebe für das rekurrentische Grundstück (in einer Höhe von 8 m 

über Boden  und  dem  etwa  ab der Mitte der Anlage gemessenen Abstand 

von  91  m) einen  Leq  tags  und  nachts von 39.5 dB(A). Angesichts der bei 
Skateranlagen oft auftretenden Schlägen sei vom Taktmaximalpegel LAFTm 
mit  einer  Taktzeit  von  5  Sekunden  im  Sinne  des  Anhangs  BlmSchV 

Ziff. 1.3.3  und  nicht  vom  Mittelungspegel  Leq  auszugehen.  Der  Beurtei-

lungspegel  werde  dabei  aus  den  Taktmaximalpegeln  der  einzelnen  Lärm-

phasen  unter  Berücksichtigung  deren  Dauer  und  in  Bezug  zur  Dauer  des 

Beurteilungszeitraumes  Tr  berechnet.  Der  Taktmaximalpegel  an  den  ein-

zelnen Empfangspunkten sei aufgrund von Erfahrungswerten aus dem Mit-
telungspegel  Leq  durch  einen  Zuschlag  von  10  dB(A)  berechnet  worden. 

Als  Richtwerte  gälten  jene  der  allgemeinen  Wohnzone,  welche  tags 

55 dB(A),  für  die  Ruhezeit  tags  50  dB(A)  und  nachts  40  dB(A)  vorsehen 

würden.  

Für  das  rekurrentische  Grundstück  ergebe  die  Berechnung  werktags  am 

Tag  (8-20  Uhr)  45,1  dB(A),  für  die  Ruhezeit  tags  (20-22  Uhr)  46,8  dB(A) 
und  nachts  (22-6  Uhr)  0  dB(A).  Für  den  Sonntag  würden  sich  folgende 

Werte  ergeben:  Tag  (9-13  Uhr,  15-20  Uhr)  46,9  dB(A),  Ruhezeit  tags 
(13−15 Uhr) 49,5 dB(A), Ruhezeit tags (20-22 Uhr) 46,5 dB(A) und nachts 

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(22−7 Uhr) 0 dB(A). Der von den Fussballplätzen und des Allwetterplatzes 
(womit  wohl  ein  zur  Schulanlage  gehörender  Platz  gemeint  sein  dürfte) 

ausgehende  Lärm  bewirke  nur  unbedeutende  Veränderungen  der  Mess-

grössen  und  somit  des  Beurteilungspegels.  Die  Immissionsrichtwerte  wür-

den daher auch unter Einbezug des von der gesamten Sportanlage bei ih-

rer  ausserschulischen  Benützung  ausgehenden  Immissionen  eingehalten. 

Der  Schulsport  hingegen  sei  gemäss  der  deutschen  Verordnung  explizit 

nicht zu berücksichtigen. 

5.1. 

Der  Rekurrent  macht  hinsichtlich  seines  Hauptantrags  unter anderem  gel-

tend, dass die Vorinstanz ihrer lärmrechtlichen Beurteilung fälschlicherwei-

se  nicht  den  Beurteilungspegel,  sondern  die  viel  tiefere  Ausgangsgrösse 

zugrunde gelegt habe. Des Weiteren sei auch das Ruhebedürfnis der An-

wohner zur Mittags- und Abendzeit sowie an Sonn- und allgemeinen Feier-

tagen  zu  gewichten.  Derartige  Ruhezeiten  seien  sowohl  dem  cercle  bruit 

als  auch  der  deutschen  Sportanlagenlärmschutzverordnung  bekannt. 

Selbst wenn die Planungswerte eingehalten wären, so müsse gestützt auf 

das Vorsorgeprinzip der Anlagebetrieb über Mittag und in den Abendstun-

den  untersagt  werden.  Sodann  sei  die  Einhaltung  der  Öffnungszeiten  nur 

mittels  einer  Einzäunung  der  Anlage  sichergestellt.  Um  weitere  Immissio-

nen  zu  verhindern  sei sodann ein Alkohol- und Musikverbot zu statuieren. 

Zur  Begründung  seines  Eventualantrags  bringt  der  Rekurrent  sodann  vor, 

dass aus dem eingeholten Gutachten nicht hervorgehe, ob die darin erziel-

ten Werte aus einer Hochrechnung oder aus einer Messung bei einem Re-

ferenzobjekt  stammten.  Es  könne  daher  nicht  nachvollzogen  werden,  wie 

die darin enthaltenen Lärmwerte zustande gekommen seien. Sodann weise 

die  nächst  gelegene  Liegenschaft  des  Rekurrenten  einen  Abstand  von 
rund 71 m zur Skateranlage auf, während im Gutachten von 91 m ausge-

gangen werde. Es sei auch fälschlicherweise davon ausgegangen worden, 

dass die Skateranlage nicht hörbar sei, weshalb nebst den Zuschlägen K1 

und  K3  auf  den  Zuschlag  K2  für  schwach  hörbaren  Tongehalt  verzichtet 

worden sei (vgl. Anhang 6 LSV). Sodann werde im Gutachten zwar davon 

ausgegangen, dass sich durchschnittlich 15 bis 20 Personen auf der Anla-
ge befinden würden, dass aber jeweils lediglich fünf Skater gleichzeitig fah-

ren würden. Angesichts der Grösse und der Gestaltung der Anlage sei je-

doch damit zu rechnen, dass mehr als fünf Personen gleichzeitig die Anla-

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ge benützen würden. Der von der Schule und den Sportplätzen ausgehen-

de Lärm werde zu Unrecht ausgeklammert. Um die Zulässigkeit der stritti-

gen  Anlage  zu  prüfen, müsse daher zunächst eine lärmrechtliche Prüfung 

der Schule vorgenommen werden.  

5.2. 

Die  Vorinstanz  hält  den  rekurrentischen  Ausführungen  zusammengefasst 

entgegen,  dass  gemäss  Bundesgericht  für  die  Beurteilung  von  Sportanla-

gen die deutsche Sportanlagenlärmschutzverordnung (18. BlmSchV) unter 

Berücksichtigung  von  gewissen  Einschränkungen  und  der  Stellungnahme 

des  BAFU  beizuziehen  sei.  Gemäss  Auskunft  des  Leiters  der  Abteilung 

Lärmbekämpfung des BAFU sei es Aufgabe der Vollzugsbehörden und der 

Gerichte,  festzustellen,  ob  die  von  einer  Freizeitquelle  ausgehenden  Im-

missionen übermässig seien. Im Weiteren sei gestützt auf einen Entscheid 

der  Baurekurskommission  (URP  4/2004  S.  345)  davon  auszugehen,  dass 

selbst  grössere  Schulanlagen  im  Regelfall  keine  derartige  Intensität  er-

reichten,  die  zu  einer  erheblichen  Beeinträchtigung  des  Wohlbefindens 

führten. Das im Gutachten verwendete Berechnungsmodell sei im Rahmen 

einer vom Anlageplaner an eine deutsche Fachfirma vergebenen lärmtech-

nischen Untersuchung entwickelt worden und berücksichtige die besondere 

Konstruktionsweise  der  strittigen  Anlage.  Die  Unterlagen  zu  dieser  Unter-

suchung lägen dem Anlageplaner vor, eine Einsicht in diese Unterlagen sei 

vom Rekurrenten bisher aber nicht beantragt worden. Entscheidend für die 

Lärmbelastung der rekurrentischen Liegenschaft sei der Abstand derselben 

zum  Lärmentstehungsort,  dieser sei vorliegend  in  der Mitte  des  Parks an-

genommen worden. Die Annahme, dass maximal 5 Skater die Anlage ge-

meinsam  nutzten,  beruhe  auf  Angaben  des  erfahrenen  Anlageplaners, 

welcher  selber  seit  Jahren  ein  aktiver  Skater  sei.  Trotzdem  sei  in  der  Be-

rechnung  im  Sinne  eines  "worst  case"  von  einer  stärkeren  Belegung  aus-
gegangen  worden.  Des  Weiteren  seien  in  der  Sensitivitätsanalyse  die 

Auswirkungen einer höheren Belegung des Skaterparks aufgezeigt worden. 

Die vorgesehenen Öffnungszeiten seien  vernünftig. Da keine Beleuchtung 

vorgesehen sei, werde sich der Betrieb der Anlage bei Eintritt der Dunkel-

heit von selbst einstellen. Auf eine Einzäunung sei zu verzichten. 

5.3. 

Das dem Gutachten dienende Prognosemodell wurde im Rahmen einer in 

Deutschland  durchgeführten  schalltechnischen  Untersuchung  erarbeitet. 

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Diese  und  weitere  nachträglich  vom  Baurekursgericht  bei  der  Vorinstanz 

eingeholte Aktenstücke (act. 17.1-17.3) wurden dem Rekurrenten zur Stel-

lungnahme  zugestellt.  Dieser  führt  hierzu  aus,  dass  auch  aufgrund  dieser 

Unterlagen  die  Richtigkeit  des  Gutachtens  nicht  verifiziert  werden  könne. 

Das  Gutachten  habe  offensichtlich  den  Ausgangswert  Leq  der  besagten 

deutschen  Studie  entnommen.  Diese  halte  indes  selbst  fest,  dass  es  sich 

bei ihrer Berechnung um eine Faustformel handle, welche keine detaillierte 

schalltechnische  Untersuchung  ersetzen  könne.  Bei der schalltechnischen 

Untersuchung  hätten  sich  sodann  alle  Messpunkte  am  Rand  der  unter-

suchten  Anlagen  befunden,  während  vorliegend  von  einer  durchschnittli-

chen Quelle in der Mitte der Anlage ausgegangen worden sei. Des Weite-

ren  enthielten  die  in  der  deutschen  Untersuchung  enthaltenen  Werte  be-

reits einen Impulsgehalt, so dass diese bei der Anwendung der schweizeri-

schen Lärmschutzverordnung zuerst weggedacht  und hernach wieder hin-

zuaddiert werden müssten. Im Übrigen seien die im deutschen Bericht ent-

haltenen Messwerte noch nie von einer Behörde oder von einer Fachstelle 

als richtig anerkannt worden. Sodann habe die Vorinstanz selber wohl noch 

nie  Einsicht  in  den  Bericht  der  deutschen  Untersuchung  genommen,  son-

dern überlasse die erstmalige Prüfung des Baugesuchs dem Gericht, was 

nicht angehe. 

6.1. 

Für die Frage, ob von Skateranlagen übermässige Immissionen ausgehen, 

liegen  keine  vom  Bund  festgelegten  Belastungsgrenzwerte  vor.  Fehlen 

Grenzwerte,  so  sind  die  Emissionen  direkt  aufgrund  von  Art.  15  des  Um-

weltschutzgesetzes (USG) und Art. 40 Abs. 3 LSV zu beurteilen und so zu 

beschränken,  dass  die  Bevölkerung  -  unter  Berücksichtigung  der  Perso-

nengruppen  gemäss Art. 13 Abs. 2 LSV - in ihrem Wohlbefinden nicht er-
heblich gestört wird. Auf die besondere subjektive Empfindlichkeit einzelner 

Personen  ist  jedoch  nicht  abzustellen,  sondern  es  ist  ein objektiver Mass-

stab zu verwenden. Steht die Anwendung von Planungswerten in Frage, ist 

die  Grenze  der  zulässigen  Belastung  überdies  entsprechend  Art.  23  USG 

bereits unterhalb der Schwelle einer erheblichen Störung im Sinne von Art. 

15  USG  zu  ziehen.  Dabei  sind  der  Charakter  des  Lärms,  Zeitpunkt  und 
Häufigkeit  seines  Auftretens  sowie  in  sinngemässer  Anwendung  der  Re-

geln,  die  den  Belastungsgrenzwerten  der  LSV  zugrunde  liegen,  die  Lärm-

empfindlichkeit  bzw.  die  Lärmvorbelastung  der  Zone,  in  der  die  Immissio-

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nen  auftreten,  zu  berücksichtigen;  die  Lärmemissionen  müssen  im  Sinne 

der  Vorsorge  so  weit  begrenzt  werden,  als  dies  technisch  und  betrieblich 

möglich sowie wirtschaftlich tragbar ist (Art. 11 Abs. 2 USG). Das ist aller-

dings  nicht  so  zu  verstehen,  dass  jeder  im  strengen  Sinne  nicht  nötige 

Lärm  untersagt  werden  müsste.  Es  gibt  keinen  absoluten  Anspruch  auf 

Ruhe;  vielmehr  sind  geringfügige,  nicht  erhebliche  Störungen  hinzuneh-

men. Selbst wenn eine Beschränkung technisch möglich und wirtschaftlich 

tragbar  ist,  darf  sie  jedenfalls  nicht  in  einem  krassen  Missverhältnis  zum 

Nutzen  für  die  Umwelt  sein.  Besteht  ein  überwiegendes  öffentliches,  na-

mentlich  raumplanerisches  Interesse  an  der  Errichtung  einer  Neuanlage 

oder würde  die  Einhaltung  der Planungswerte  zu  einer unverhältnismässi-

gen  Belastung  für  das  Projekt  führen,  so  können  gemäss  Art.  25  Abs.  2 

USG im Einzelfall Erleichterungen gewährt werden, wobei die Obergrenze 

für solche Erleichterungen bei den Immissionsgrenzwerten liegt. 

Nicht zulässig ist der Beizug der Belastungsgrenzwerte anderer Lärmarten, 

etwa jener für Industrie- und Gewerbelärm (Anhang 6 LSV). Dies deshalb, 

weil  die  dort  erfassten  Grenzwerte  typisierbare  Situationen  voraussetzen, 

die  sich  auf  einfache  Weise  durch  akustische  Beschreibungsgrössen  zu-

verlässig  erfassen  lassen.  Diese  Voraussetzung  ist  bei  einer  Anwendung 

von  Grenzwerten,  die  andere  Tatbestände  betreffen,  nicht  erfüllt.  Soweit 

der Rekurrent daher die im Gutachten hinsichtlich des Anhangs 6 LSV ge-

machten Ausführungen als fehlerhaft rügt, ist auf die diesbezüglichen Aus-

führungen nicht weiter einzugehen. Hingegen können ausländische Regel-

werke  als  Entscheidungshilfe  herangezogen  werden.  Gemäss  ständiger 

Rechtsprechung  kann  bei  Skateranlagen  auf  die  deutsche  Sportanlagen-

lärmschutzverordnung (18. BlmSchV) zurückgegriffen werden (vgl. zu alle-

dem  VB.2005.00481  und  VB.2007.00240,  www.vgrzh.ch).  Das  BAFU  hat 

für diese ausländische Verordnung eine Vollzugshilfe ("Lärm von Sportan-
Lärmbelastung", 
lagen,  Vollzugshilfe 

die  Beurteilung 

der 

für 

www.bafu.admin.ch)  ausgearbeitet.  Diese  konkretisiert  unbestimmte 

Rechtsbegriffe  und  soll  eine  einheitliche  Vollzugspraxis fördern. Zwar liegt 

die  fragliche  Vollzugshilfe  noch  in  der  Form  eines  Entwurfes  vor,  jedoch 

kann sie gemäss BAFU bereits angewendet werden.  

6.2. 
Die  deutsche  Verordnung  kennt  im  Gegensatz  zur  LSV  fünf  Nutzungszo-

nen: das Gewerbegebiet, das Kerngebiet, Dorfgebiet und Mischgebiet, das 

allgemeine  Wohngebiet  und  Kleinsiedlungsgebiet,  das  reine  Wohngebiet 

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und  das  Kurgebiet  für  Krankenhäuser  und  Pflegeanstalten.  Beim  reinen 

Wohngebiet,  in  welchem  im  Vergleich  zum  allgemeinen  Wohngebiet  um 

5 dB(A)  tiefere  Richtwerte  gelten,  handelt  es  sich  um  eine  Wohnzone  mit 

einem überaus hohen Immissionsschutz. Gemäss der Vollzugshilfe handelt 

es  sich  beim  reinen  Wohngebiet  im  Sinne  der  deutschen  Sportanlagen-

lärmschutzverordnung  um  einen  Zwischenschritt  zwischen  der  schweizeri-

schen ES I und ES II. Deren Anwendung rechtfertige sich daher nur, wenn 

die  fragliche  Zone  ein  erhöhtes  Ruhebedürfnis aufweise.  Das  kann  vorlie-

gend  ausgeschlossen  werden,  handelt  es  sich  doch  um  eine  übliche 

Wohnzone, welche zudem an die Zone für öffentliche Bauten angrenzt. In 

der  allgemeinen  Wohnzone  gelten  folgende  Richtwerte  (§  2  Abs.  2  Ziff. 3 

18. BlmSchV), wobei diese durchaus den Planungswerten nach schweize-

rischem  Recht  gleichgesetzt  werden  können  (vgl.  Vollzugshilfe  und 

BGE 133 II 292 [Fall Würenlos]):  

tags ausserhalb der Ruhezeiten 
tags innerhalb der Ruhezeiten 
nachts 

55 dB(A) 
50 dB(A) 
40 dB(A) 

Wie  lange  die  Nacht-  bzw.  Tagperiode  dauert  und  welche  Zeitspanne  als 

Ruhezeiten  gilt,  ergibt  sich  aus  §  2  Abs.  5  18.  BlmSchV.  Der  Umstand, 

dass die schweizerische Lärmschutzgesetzgebung im Gegensatz zur deut-

schen  Verordnung  keine  Ruhezeiten  kennt,  steht  deren  Beachtung  nicht 

entgegen (BGE 133 Ii 292, E. 4.3 [Fall Würenlos]). 

6.3. 

Die  Bauparzelle  ist  bereits  mit  einem  Schulhaus  überstellt.  Bei  der  beste-

henden Schulanlage handelt es sich zweifelsohne um eine Anlage im Sin-

ne von Art. 7 Abs. 7 USG und Art. 2 Abs. 1 LSV. Die strittige Skateranlage 

soll in einem Abstand von rund 20 m zum nächst gelegenen Schulgebäude 

zu  stehen  kommen  (vgl.  act.  10.7.1).  Gemäss  dem  angefochtenen  Be-
schluss soll der Skaterpark auch während den Schulstunden geöffnet sein. 

Angesichts  der  nahen  räumlichen  Beziehung  des  Parks  zum  Schulareal 

kann eine Benutzung desselben durch Schüler während der Schulzeit nicht 

ausgeschlossen  werden.  In  diesem Sinne wäre von einer Erweiterung der 

bestehenden  Anlage  (nämlich  der  Schulanlage)  auszugehen.  Aus  den  re-

kurrentischen  Ausführungen  ist  zu  schliessen,  dass  die  Schulanlage  an 
sich bis anhin keine störenden Immissionen verursacht hat. Erst mit der In-

betriebnahme  des  Skaterparks  könnten  daher  mehr  als  geringfügige  Stö-

rungen auftreten. Ob es sich bei der Schulanlage um eine nach dem 1. Ja-

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Seite 10 

 
 
nuar 1985 (Datum der Inkraftsetzung des USG) bewilligte und erstellte An-

lage und somit um eine Neuanlage handelt, ist nicht massgeblich. Die Än-

derung  der Altanlage  müsste  nämlich bei dieser Betrachtungsweise ohne-

hin  den  Vorschriften  für  Neuanlagen  unterstellt  werden,  so  dass  die  Pla-

nungswerte  einzuhalten  wären  (vgl.  zu  alledem  Peter  Ettler,  Kommentar 

zum  Umweltschutzgesetz,  2.  Aufl.,  Hrsg. Vereinigung 

für  Umwelt-

recht/Helen Keller, Zürich 1998 ff., Art. 25 Rz. 39-46).  

Wie der Rekurrent zu Recht vorbringt, wäre dabei eine gesamthafte Würdi-

gung des Schulareals vorzunehmen. Entgegen den Ausführungen im Gut-

achten  wäre  dabei  der  vom  Schulsport  ausgehende  Lärm  nicht  auszu-

klammern.  Zwar trifft  es  zu,  dass  §  5  Abs.  3  der 18. BlmSchV bei der Er-

mittlung  der  Lärmimmissionen  die  dem  Schulsport  zuzurechnenden  Be-

triebszeiten ausser Betracht lässt. Das BAFU hat indes in seiner Vollzugs-

hilfe überzeugend dargelegt, dass dieser Ansatz aus Sicht des Schweizeri-

schen  Rechts falsch ist. Gemäss der Vollzugshilfe ist der Schulsport nicht 

auszuklammern,  sondern  es  ist  vielmehr  im  Sinne  einer  Interessenabwä-

gung das öffentliche Interesse an der Durchführung des Schulsports gegen 

das private Interesse an Immissionsschutz abzuwägen. Demnach wäre der 

Schulsport in  die  Lärmermittlung  mit  einzubeziehen, was sich gegebenen-

falls  auf  die  Betriebszeiten  der  Skateranlage  auswirken  könnte.  Entgegen 

den  rekurrentischen  Ausführungen  wären  hingegen  andere,  von  nicht  zur 

Schulanlage  gehörende  Anlagen  ausgehende  Immissionen  (bspw.  Fuss-

ballplätze) nicht zu beachten. Dies deshalb, weil die Planungswerte derart 

ausgerichtet sind, dass selbst beim Zusammentreffen von Lärm aus meh-

reren  Anlagen  keine  übermässige  Belastung  entsteht  (vgl.  Heribert 

Rausch/Peter  M.  Keller,  Kommentar  zum  Umweltschutzgesetz,  2.  Aufl., 

Hrsg.  Vereinigung  für  Umweltrecht/Helen  Keller,  Zürich  1998  ff.,  Art.  8 

Rz. 15). Falls hingegen die Skateranlage nicht zugleich auch den Schülern 
dienen sollte und sie somit nicht als Erweiterung der Schulanlage anzuse-

hen  wäre,  so  wäre  einzig  die  Skateranlage  einer  lärmrechtlichen  Prüfung 

zu  unterziehen,  wie  dies  im  vorliegenden  Gutachten  zufolge  Ausklamme-

rung  des  Schulsports geschehen  ist.  Auch  diesfalls  wäre von einer neuen 

Anlage auszugehen. Ob die Skateranlagen alleine oder unter Einbezug der 

gesamten  Schulanlage  zu  prüfen  ist,  muss  hier  nicht  genauer  abgeklärt 

werden, da die Sache wie nachfolgend zu zeigen sein wird, an die Vorins-
tanz zurückzuweisen ist.  

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Seite 11 

 
 
7. 

Im Gutachten wird davon ausgegangen, dass vorliegend die Richtwerte der 

allgemeinen  Wohnzone  und  des  Siedlungsgebiets  einzuhalten  seien,  was 

wie vorne dargelegt zutrifft und zu Recht nicht bestritten wurde. Im Anhang 

der deutschen Verordnung werden sodann u.a. die Beurteilungszeit sowie 

auch  die  Zuschläge  für Impulshaftigkeit  und/oder auffällige  Pegeländerun-
gen  geregelt.  Gemäss  Ziff.  1.3.3  des  Anhangs  ist  der  Wirkpegel  LAFTm,i 
nach dem Taktmaximalverfahren mit einer Taktzeit von 5 Sekunden zu be-

stimmen,  sofern  Impulse  und/oder auffällige  Pegeländerungen  in  der Teil-

zeit mehr als einmal pro Minute auftreten. Dieser Wirkpegel enthält bereits 

den  Zuschlag  für  Impulshaftigkeit  und/oder  auffällige  Pegeländerungen. 

Wenn daher im Gutachten für die Berechnung des Beurteilungspegels auf 

den  Taktmaximalpegel  abgestellt  wurde,  so  ist  dies  grundsätzlich  nicht  zu 

beanstanden.  Der  Taktmaximalpegel  ergibt  sich  wie  dargelegt  aus  dem 

Mittelungspegel  Leq  und  einem  Zuschlag  um  10  dB(A),  wobei  für  die  Be-

rechnung  des  ersteren  auf  die  schalltechnische  Untersuchung  zurückge-

griffen wurde. Wie der Rekurrent zu Recht ausführt, wird in der schalltech-

nischen  Untersuchung  (act.  17.3),  welche  dem  Gutachten  zugrunde  liegt, 

ausgeführt, dass die darin erarbeitete Formel für die Ermittlung der Schall-

leistungspegel  einzig  als  Faustformel  dienen  könne  und  eine  detaillierte 

Untersuchung nicht ersetze (vgl. act. 17.3 S. 6, Ziff. 3.2). Jedoch gilt es vor-

liegend  zu bedenken, dass die strittige Skateranlage noch nicht in Betrieb 

ist.  Die  von  der Skateranlage  ausgehende  Lärmbelastung  kann  daher ge-

zwungenermassen nur aufgrund von Berechnungen und somit gestützt auf 

bei anderen  gleichartigen Anlagen gemachten Messungen eruiert werden. 

Inwiefern  die  schalltechnische  Untersuchung fehlerhaft sein soll, wird vom 

Rekurrenten nicht ausgeführt, obschon er hierfür Gelegenheit gehabt hätte, 

so dass nicht weiter darauf einzugehen ist. 

Im  Rahmen  der  schalltechnischen  Untersuchung  wurden  bei  zwei  in 

Deutschland  bestehenden  Skateranlagen  mehrere  Messungen  durchge-

führt. Die eine Anlage befindet sich in Überlingen und die andere in Mark-

dorf,  wobei  letztere  von  demselben  Anlagebauer  erstellt  wurde,  welcher 

den hier streitbetroffenen Skaterpark errichten soll und die gleiche Bauwei-

se  wie  die  vorliegend  strittige  Anlage  aufweist.  Die  Messpunkte  lagen  alle 

am  Rand  der  Skateranlage  (vgl.  act.  17.3  Abbildung  2,  welche  jedoch 
fälschlicherweise  als  Skatepark  Überlingen  beschriftet  ist).  Die  gemesse-

nen  Werte  wurden  in  der  Folge  in  Raster  (vgl.  Anhang  zur  schalltechni-

schen Untersuchung) übertragen. Die drei erstellten Raster geben die freie 

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Schallausbreitung  ohne  Hindernisse,  die  Schallausbreitung  bei  einer  2 m 

hohen  Lärmschutzwand  in  2  m  Abstand  zur  befahrenen  Fläche  sowie  die 

Schallausbreitung  bei  einer  4  m  hohen  Lärmschutzwand  in  2  m  Abstand 

zur  befahrenen  Fläche  wieder.  Anhand  der  Raster  lässt  sich  jeweils  able-

sen, mit welchem Schallpegel in einem bestimmten Abstand zu rechnen ist, 

wobei  der  Nullpunkt  am  Rand  der  zu  befahrenden  Skatefläche  liegt  (vgl. 

hierzu act. 17.3, S. 5). Der abzulesende Wert entspricht jeweils der 100 % 

Nutzung  durch  eine  Person. Ausgehend von diesen Werten lässt sich an-

hand einer mathematischen  Formel der zu erwartende Pegel bei stärkerer 

Belastung berechnen. Das eingereichte Gutachten stützt sich gemäss den 

dortigen Erwägungen für die Ermittlung der beim Rekurrenten zu erwarten-

den Immissionen auf die schalltechnische Untersuchung. Im Gegensatz zu 

jener  wird  jedoch  die  Distanz  zur  rekurrentischen  Liegenschaft  nicht  vom 

Parkrand, sondern etwa von dessen Mitte aus gemessen. Es ist offenkun-

dig, dass die Werte, welche am Rand einer Anlage gemessen werden nicht 

dieselben sind, wie jene, welche in der Mitte einer Anlage anfallen, da hier 

die  von  den  verschiedenen  Hindernissen  ausgehenden  Immissionen  zu-

sammentreffen. Wenn im Gutachten daher ausgeführt wird, dass mit Hilfe 

der  genannten  schalltechnischen  Untersuchung  der  Mittelungspegel  (Leq) 

und  hernach  daraus  der Taktmaximalpegel berechnet worden sei, so wird 

im Gutachten von einem falschen, nämlich einem am Rand und nicht in der 

Mitte der Anlage, geltenden Pegel ausgegangen. Das Gutachten ist daher 

schon  aus  diesem  Grunde  mangelhaft.  Zudem  geht  aus  dem  Gutachten 

auch  nicht  hervor,  von  welchem  in  der  schalltechnischen  Untersuchung 

enthaltenen  Wert  bei  der  Berechnung  des  Mittelungspegels  Leq  ausge-

gangen  worden  ist,  so  dass  das  Gutachten  diesbezüglich  nicht  nachvoll-

ziehbar ist.  

Des  Weiteren  lässt  sich  dem  Gutachten  entnehmen,  dass  die  angenom-
mene  Belegung  der  Anlage  auf  Erfahrungen  mit  ähnlichen  Anlagen  bzw. 

auf  den  Angaben  des  Anlageplaners  basieren.  Dem  Gutachten  liegt  eine 

Tabelle über die Belegung der Anlage Tribschen bei. Zwar weist jene Anla-

ge etwa die gleiche Fläche auf wie die vorliegend strittige Anlage (vgl. hier-

zu  www.rawi.lu.ch).  Jedoch  scheint  die  Anlage  mit  weniger  Hindernissen 

ausgestattet zu sein, als die vorliegend zu beurteilende, weshalb die Bele-

gung der Anlage Tribschen nicht massgeblich sein kann. Welche weiteren 
Anlagen  als  Vergleichsobjekte  herangezogen  worden  sind  und  ob  deren 

Grösse  und  Ausstattung  mit  derjenigen  der  streitbetroffenen  Anlage  ver-

gleichbar sind, lässt sich dem Gutachten nicht entnehmen. Das Gutachten 

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ist  somit  auch  diesbezüglich  nicht  nachvollziehbar.  Es  kann  daher  festge-

halten  werden,  dass  das  Gutachten  bereits  aus  diesen  Gründen  als man-

gelhaft und nicht nachvollziehbar zu erachten ist und daher der angefoch-

tene Beschluss auf ungenügenden Sachverhaltsermittlungen basiert. 

Es  versteht  sich  von  selbst,  dass  es  dem  Baurekursgericht  nicht  möglich 

ist,  die  Rechtmässigkeit  der  angeordneten  Betriebszeiten  zu  überprüfen 

(wie  dies  der  Rekurrent  in  seinem  Hauptantrag  begehrt),  sondern  die  Sa-

che  vielmehr  der  Vorinstanz  zur  weiteren  Untersuchung  zurückzuweisen 

ist.  Im  Hinblick  auf  das  neu  einzuholende  Gutachten  sei  sodann  darauf 

hingewiesen,  dass  die  LSV  zwar  auf  einen  durchschnittlichen  Betrieb,  die 

deutsche  Verordnung indes auf den maximal zulässigen Tagesbetrieb ab-

stellt. Im vorliegenden Gutachten wurde gestützt auf die Belegung der An-

lage  Tribschen  ein  jährlicher  Durchschnittsbetrieb  berechnet,  wobei  die 

einzelnen Spitzenbetriebszeiten um den Faktor zwei stärker gewichtet wur-

den als der normale Betrieb. Das Abstellen auf Durchschnittswerte ist dem 

deutschen  Recht  zwar  nicht  grundsätzlich  fremd.  Indem  die  18. BlmSchV 

davon  aber  abweicht,  trägt  sie  offensichtlich  der  speziellen  Nutzung  und 

Störwirkung von Sportanlagen Rechnung. Ermittlungsmethode und Beurtei-

lungsrichtwerte  bilden  eine  Einheit,  welche  nicht  getrennt  werden  sollte. 

Wird  bei  der  Lärmprognose  daher  nicht  auf  den  maximal  zulässigen  Ta-
gesbetrieb  sondern  –  wie  in  der  LSV  festgelegt  –  auf  den  durchschnittli-
chen Jahresbetrieb abgestellt, besteht die Gefahr, dass entweder die Inte-

ressen der Anlagebetreiber oder diejenigen der Anwohner zu hoch gewich-

tet  werden  (vgl.  hierzu  Ziff.  3  der  Vollzugshilfe).  Ganz  abgesehen  davon, 

dass  nicht  nachvollziehbar ist,  weshalb  das  Gutachten  den  Spitzenbetrieb 

gerade  um  den  Faktor zwei höher gewichtet  als den  übrigen  Betrieb  bzw. 

auf  welche  Grundlagen  es  sich  diesbezüglich  stützt,  ist  grundsätzlich  von 

der Anwendung eines durschnittlichen Betriebs abzusehen und ist in Befol-
gung der 18. BlmSchV vom maximalen Tagesbetrieb auszugehen.  

8. 

Bemerkungsweise sei sodann auf das Begehren des Rekurrenten um den 

Erlass  eines  Musik-  und  Alkoholverbotes  und  auf  den  Antrag  um  Einzäu-

nung der Anlage einzugehen. Der Rekurrent führt hierzu aus, dass Skater-
anlagen bekanntermassen nicht nur Personen anziehen würden, die primär 

darauf Skaten wollten, sondern die sich dort zum Alkoholkonsum bei lauter 

Musik  treffen  wollten.  Ein  vorsorgliches  Musik-  und  Alkoholverbot  ist  nicht 

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angezeigt.  Sollte  sich  bei  der  Benutzung  der  Anlage  zeigen,  dass  durch 

das  Abspielen  von  Musik  die  einschlägigen  Richtwerte  überschritten  wür-

den, so wären dannzumal betriebliche Massnahmen zu treffen. Derartiges 

Verhalten kann nicht vorweggenommen werden.  

Der  Rekurrent  ist  sodann  der  Auffassung,  dass  nur  mittels  einer  Einzäu-

nung  das Einhalten der Betriebszeiten gewährleistet werden könne. Es ist 

davon  auszugehen,  dass  das  Einzäunen  der  Anlage  beachtliche  Kosten 

verursacht. Eine derartige Massnahme ist daher erst dann zu treffen, falls 

sich  beim  Betrieb  der  Anlage  zeigen  sollte,  dass  die  Betriebszeiten  nicht 

eingehalten werden und auch andere betriebliche Massnahmen (beispiels-

weise Betriebskontrollen) nichts fruchten. 

9. 

Zusammenfassend kann daher festgehalten werden, dass der angefochte-

ne  Beschluss  in  teilweiser  Gutheissung  des  Rekurses aufzuheben ist. Die 

Sache  ist  zur  weiteren  Untersuchung  im  Sinne  der  Erwägungen  und  zum 

Neuentscheid an die Vorinstanz zurückzuweisen.

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