# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 411ef3b3-6eb4-5d19-bfa8-590b096fd979
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-03-26
**Language:** de
**Title:** Zug Obergericht Beschwerdeabteilung 26.03.2024 BA 2024 2
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Obergericht/ZG_OG_003_BA-2024-2_2024-03-26.pdf

## Full Text

20240307_115158_ANOM.docx

II. Beschwerdeabteilung
Aufsichtsbehörde über Schuldbetreibung und Konkurs

BA 2024 2

Oberrichter St. Scherer, Abteilungspräsident
Oberrichter M. Siegwart
Oberrichter A. Sidler
Gerichtsschreiberin D. Huber Stüdli

Urteil vom 26. März 2024 [rechtskräftig]

in Sachen

A.________ Inc., 
vertreten durch Rechtsanwalt B.________ und/oder Rechtsanwalt C.________, 
Beschwerdeführerin,

gegen

Konkursamt Zug, Aabachstrasse 5, 6301 Zug,

betreffend

Verteilung (Nachkonkurs)

Seite 2/10

Sachverhalt

1. Konkursverfahren

1.1 Am 3. November 2008 eröffnete der Einzelrichter am Kantonsgericht Zug den Konkurs über 
die D.________ AG (act. 1/8). 

1.2 Eine der Hauptgläubigerinnen im Konkurs der D.________ AG ist die A.________ Inc., 
________, USA (nachfolgend: Beschwerdeführerin). Mit Verfügung des Konkursamtes Zug 
vom 13. Januar 2010 wurde die Beschwerdeführerin mit einer Forderung in Höhe von 
CHF 10'594'410.00 in der dritten Klasse zugelassen. Die Forderung der Beschwerdeführerin 
entstammt ihrer Geschäftsbeziehung mit der D.________ AG sowie deren deutscher Toch-
tergesellschaft, der D.________ GmbH. Die Beschwerdeführerin war von diesen beiden Ge-
sellschaften mit der Entwicklung und Lieferung von Bestandteilen für die damals bei 
D.________ in Entwicklung befindlichen Flugzeugtypen ________ und ________ beauftragt 
worden (act. 1 Rz 21-23, act. 1/9-10). 

1.3 Das Konkursamt Zug liess im Laufe des Konkursverfahrens nachträglich namentlich eine 
Forderung der E.________ Limited in Höhe von umgerechnet CHF 58'941'200.00 in der 
3. Klasse zu und passte den Kollokationsplan entsprechend an. Dagegen reichte die Be-
schwerdeführerin eine negative Kollokationsklage ein. Mit Urteil vom 17. Oktober 2011 hiess 
das Kantonsgericht Zug die Klage gut und hielt fest, dass die Forderung von 
CHF 58'941'200.00 aus dem neu aufgelegten und ergänzenden Kollokationsplan vom 6. Au-
gust 2010 zu streichen sei (act. 1 Rz 24-26, act. 1/11-13). Auf ihrer zugelassenen Forderung 
(CHF 10'594'410.00) sowie dem Betrag der erfolgreichen negativen Kollokationsklage 
(CHF 58'941'200.00) erhielt die Beschwerdeführerin im Jahr 2012 Konkursdividenden von 
CHF 158'813.70 und CHF 883'548.15 (act. 1 Rz 27-29, act. 1/14-15). 

1.4 Der Einzelrichter am Kantonsgericht Zug schloss das Konkursverfahren am 9. Februar 2012 
(act. 1 Rz 30, act. 1/7-8). Erst am 8. März 2021 stellte das Konkursamt Zug der Beschwerde-
führerin den Verlustschein vom 3. Februar 2012 zu. Darin wurde angeführt, dass die zuge-
lassene Konkursforderung der Beschwerdeführerin CHF 10'594'410.00 betrage und sich der 
ausbezahlte Betrag (Treffnis) auf CHF 158'813.70 belaufe. Die weitere Konkursdividende, 
die darauf gründete, dass die Beschwerdeführerin mit Entscheid des Kantonsgerichts Zug 
vom 17. Oktober 2011 die nachträgliche Zulassung der E.________ Limited erfolgreich ab-
gewehrt hatte, wurde nicht erwähnt (act. 1 Rz 31-32, act. 1/16). 

2. Nachkonkursverfahren 

2.1 Mit Zirkularschreiben vom 15. Mai 2018 teilte das Konkursamt Zug den Gläubigern mit, es sei 
ihm mit Schreiben vom 1. November 2017 angezeigt worden, dass ein Interesse bestehe, 
gewisse Immaterialgüterrechte – SPN-Assets der D.________ AG – aus der Konkursmasse 
der D.________ AG heraus zu erwerben. Es liege eine verbindliche Kaufofferte über 
CHF 250'000.00 vor (act. 1 RZ 35-40, act. 1/6-7). Eine dagegen erhobene Beschwerde wies 
das Obergericht des Kantons Zug mit Urteil vom 12. Juli 2018 ab (Verfahren BA 2018 25). 

Seite 3/10

2.2 Im März 2020 verkaufte das Konkursamt Zug die SPN-Assets der D.________ AG an den in-
teressierten Dritten. Der Verkaufserlös betrug CHF 250'000.00 (vgl. act. 1 Rz 40, act. 1/6). 

2.3 Am 4. Januar 2024 stellte das Konkursamt Zug der Beschwerdeführerin den Verlustausweis 
vom 3. Januar 2024 zu. Darin wurde die zugelassene Forderung der Beschwerdeführerin mit 
CHF 10'594'410.00, das Konkurstreffnis vom 30. Januar 2012 mit CHF 158'813.70 und das 
Konkurstreffnis Nachverteilung mit CHF 83'746.45 angegeben. Am 5. Januar 2024 wurde der 
Beschwerdeführerin der Betrag von CHF 83'746.45 ausbezahlt (vgl. act. 1 Rz 41-47, act. 1/4, 
1/14). 

3. Dagegen reichte die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 15. Januar 2024 Beschwerde bei 
der II. Beschwerdeabteilung des Obergerichts Zug als Aufsichtsbehörde über Schuldbetrei-
bung und Konkurs ein und stellte folgende Anträge (act. 1): 

1. Es seien sämtliche Verfügungen des Konkursamts Zug im Zusammenhang mit der Verteilung 
des Erlöses aus dem Nachkonkurs der D.________ AG in Liquidation aufzuheben. 

2. a) Es sei das Konkursamt Zug anzuweisen, die Verteilung des Erlöses aus dem Nachkonkurs der 
D.________ AG in Liquidation nochmals durchzuführen und gestützt darauf an die Beschwerde-
führerin eine Nachkonkursdividende von insgesamt CHF 195'745.88 – eventualiter von insge-
samt CHF 184'858.22 – auszurichten. 

b) Es sei das Konkursamt Zug anzuweisen, der Beschwerdeführerin den restlichen Betrag von 
CHF 111'999.43 – eventualiter von CHF 101'111.77 – aus der ihr zustehenden Nachkonkurs-
dividende auszuzahlen.

c) Eventualiter sei festzustellen, dass die durch das Konkursamt Zug vorgenommene Verteilung 
des Erlöses im Nachkonkurs der D.________ AG in Liquidation rechtswidrig war und die der 
Beschwerdeführerin zustehende Nachkonkursdividende insgesamt CHF 195'745.88 – eventuali-
ter insgesamt CHF 184'858.22 – beträgt und davon der Beschwerdeführerin durch das Konkur-
samt Zug noch CHF 111'999.43 – eventualiter CHF 101'111.77 – auszuzahlen sind. 

3. a) Das Konkursamt sei anzuweisen, der Beschwerdeführerin auf der Nachkonkursdividende von 
CHF 195'745.88 – eventualiter von CHF 184'858.22 – Verzugszins von 5 % p.a. seit 1. April 
2020 zu zahlen. 

b) Eventualiter sei festzustellen, dass der Beschwerdeführerin auf der Nachkonkursdividende von 
CHF 195'745.88 – eventualiter von CHF 184'858.22 – ein Verzugszins von 5 % p.a. seit 1. April 
2020 zustehe. 

4. Es sei das Konkursamt Zug anzuweisen, der Beschwerdeführerin einen Verlustausweis mit 
einem Konkurstreffnis Nachverteilung in Höhe von CHF 195'745.88 – eventualiter von 
CHF 184'858.22 – auszustellen. 

In prozessualer Hinsicht beantragte die Beschwerdeführerin, es seien die Konkursakten der 
D.________ AG in Liquidation, einschliesslich der Akten des Nachkonkursverfahrens, beizu-
ziehen. 

Seite 4/10

4. In der Beschwerdeantwort vom 25. Januar 2024 beantragte das Konkursamt Zug die Abwei-
sung der Beschwerde (act. 3). 

5. In der (unaufgefordert eingereichten) Replik vom 5. Februar 2024 hielt die Beschwerdeführe-
rin vollumfänglich an ihren Anträgen und Ausführungen in der Beschwerde fest (act. 4). 

6. Das Konkursamt Zug verzichtete auf eine weitere Stellungnahme zur Eingabe der Beschwer-
deführerin vom 5. Februar 2024 (act. 5). 

7. Die Akten des Konkurs- und des Nachkonkursverfahrens der D.________ AG wurden beige-
zogen. 

Erwägungen

1. Gemäss Art. 17 Abs. 1 SchKG kann gegen Verfügungen eines Betreibungs- oder Konkur-
samtes bei der Aufsichtsbehörde Beschwerde wegen Gesetzesverletzung oder Unangemes-
senheit geführt werden. 

Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen die Verteilung des Erlöses an die Gläubiger 
im Nachkonkursverfahren der D.________ AG, aus welcher die Beschwerdeführerin 
ihrer Ansicht nach eine zu tiefe Nachkonkursdividende erhalten hat, sowie gegen den Ver-
lustausweis vom 3. Januar 2024, wonach der Beschwerdeführerin aus dem Nachkonkurs der 
D.________ AG ein Konkurstreffnis von lediglich CHF 83'746.45 zusteht (vgl. act. 1 Rz 5). 
Sowohl bei der Verteilung des Erlöses aus dem Nachkonkurs als auch beim Verlustausweis 
handelt es sich um behördliche Handlungen in einem konkreten zwangsvollstreckungsrecht-
lichen Verfahren, die in Ausübung amtlicher Funktion ergangen sind und das Verfahren in 
rechtlicher Hinsicht beeinflussen. Zudem wirken sie nach aussen und bezwecken, das Ver-
fahren voranzutreiben oder abzuschliessen (vgl. BGE 142 III 425 E. 3.3). Auf die Beschwer-
de ist mithin einzutreten. 

2. Umstritten ist, wie hoch die Nachkonkursdividende der Beschwerdeführerin ausfällt.  

2.1 Dazu bringt die Beschwerdeführerin Folgendes vor (act. 1 Rz 45 und 52 ff.): 

2.1.1 Mangels (nachvollziehbarer) Begründung bestreite sie, dass nur CHF 236'094.65 statt 
CHF 250'000.00 für die Verteilung an die Gläubiger zur Verfügung stünden. Den Gläubigern 
der dritten Klasse sei der Betrag von CHF 250'000.00 als Nachkonkursdividende auszurich-
ten. Im Eventualstandpunkt seien zumindest die vom Konkursamt konzedierten 
CHF 236'094.65 korrekt an die Gläubiger zu verteilen. Bei der Verteilung des Erlöses im 
Nachkonkurs sei nicht bloss zu berücksichtigen, dass sie (die Beschwerdeführerin) Inhaberin 
einer in der dritten Klasse zugelassenen Forderung sei, sondern auch zu beachten, dass sie 
mit Urteil des Kantonsgerichts Zug vom 17. Oktober 2011 die Zulassung der Forderung von 
E.________ Limited in Höhe von CHF 58'941'200.00 erfolgreich abgewehrt habe und ihre 
Nachkonkursdividende entsprechend höher ausfalle. Bei einem Erlös von CHF 250'000.00 
habe sie Anspruch auf eine Nachkonkursdividende in der Höhe von CHF 195'745.88. Abzüg-

Seite 5/10

lich der am 5. Januar 2024 bereits erfolgten Auszahlung von CHF 83'746.45 verbleibe ein 
geschuldeter Betrag von CHF 111'999.43. Im Eventualstandpunkt habe sie bei einem Erlös 
von CHF 236'094.65 Anspruch auf eine Nachkonkursdividende von CHF 184'858.22. Abzüg-
lich der am 5. Januar 2024 bereits erfolgten Auszahlung von CHF 83'746.45 verbleibe ein 
geschuldeter Betrag von CHF 101'111.77. 

2.1.2 Für die Verteilung im Nachkonkurs seien die gleichen Regeln wie im vorhergehenden Kon-
kursverfahren anwendbar (Art. 269 Abs. 1 SchKG). Der Nachkonkurs stelle nicht etwa ein 
neues, selbständiges Konkursverfahren dar, sondern beschränke sich auf eine nachgeholte 
Verwertung des neu entdeckten Vermögenswertes sowie die Verteilung des daraus erzielten 
Erlöses nach dem bestehenden Kollokationsplan durch das Konkursamt. Bei Gutheissung 
einer negativen Kollokationsklage diene der Betrag, um den der Anteil des Beklagten an der 
Konkursmasse herabgesetzt werde, zur Befriedigung des Klägers bis zur vollen Deckung 
seiner Forderung einschliesslich der Prozesskosten (Art. 250 Abs. 2 SchKG). Ein Über-
schuss werde nach dem berichtigten Kollokationsplan verteilt. Das gutheissende Urteil be-
wirke somit, dass der Kollokationsplan abgeändert werde. Die Zuweisung des Prozessge-
winns erfolge in der Verteilungsliste. Der obsiegende Kläger erhalte die Dividende, die ihm 
ohnehin auf seine Forderung zukomme, sowie den Prozessgewinn bis zur Höhe seiner kollo-
zierten Forderung. Damit berechne sich ihre Konkursdividende entsprechend dem Vertei-
lungsplan vom Februar 2012 nach ihrer zugelassenen Konkursforderung in der dritten Klasse 
von CHF 10'594'410.00 im Verhältnis zu den anderen zugelassenen Konkursforderungen der 
dritten Klasse und zusätzlich nach dem Anteil am Konkurserlös, der auf die aus dem Kolloka-
tionsplan gestrichene Forderung der E.________ Limited von CHF 58'941'200.00 gefallen 
wäre. 

2.2 Das Konkursamt hält dem entgegen, es habe die angefochtene Nachverteilung gemäss dem 
rechtskräftigen Kollokationsplan nach den gleichen Regeln wie im Hauptkonkursverfahren 
vorgenommen und die Rangordnung der Gläubiger berücksichtigt. Die Zuweisung des Pro-
zessgewinns gemäss Art. 250 SchKG erfolge erst in der Verteilungsliste und sei bei der 
Nachverteilung nicht noch einmal zu berücksichtigen. Das Vorzugsrecht nach Art. 250 
SchKG gelte nur für das (Haupt-)Konkursverfahren, weil der Gläubiger, der eine Kollokati-
onsklage gegen die Anmeldung der Forderung eines anderen Gläubigers erhebe, im Rah-
men des ordentlichen Konkursverfahrens im Voraus auf Grundlage der zu diesem Zeitpunkt 
verfügbaren Vermögenswerte berechnen könne, wie hoch sein Prozessgewinn sein könnte. 
Das Prinzip der Gleichbehandlung rechtfertige es aber nicht, dass ein Gläubiger, der in ei-
nem früheren Stadium des Konkursverfahrens einmal bevorzugt behandelt worden sei, die-
ses Vorzugsrecht auch später wieder geltend machen könne (vgl. act. 4). 

2.3 Gemäss Art. 269 Abs. 1 SchKG hat das Konkursamt im Nachkonkurs die Verwertung und die 
Verteilung des Erlöses an die zu Verlust gekommenen Gläubiger nach deren Rangordnung 
zu besorgen. Für die Verteilung sind die gleichen Regeln wie im vorhergehenden Konkurs-
verfahren anwendbar: Vorab sind die Kosten des Nachkonkurses zu decken. Dazu gehören 
auch die Erkundungskosten, welche für die Errichtung der Vermögenswerte aufgewendet 
werden mussten. Dann sind die nicht voll befriedigten Massegläubiger (inbegriffen die Kon-
kursverwaltung für ungedeckte Kosten) zu befriedigen. Sodann sind aufgrund des rechtskräf-
tigen Kollokationsplanes diejenigen Gläubiger festzustellen, welche im Konkurs zu Verlust 
gekommen sind. Für die Rangordnung ist der rechtskräftige Kollokationsplan massgebend 

Seite 6/10

(vgl. Näf, in: Hunkeler [Hrsg.], Kurzkommentar SchKG, 2. A. 2014, Art. 269 SchKG N 7; 
Schober, in: Kren/Kostkiewicz/Vock [Hrsg.], Kommentar zum Bundesgesetz über Schuldbe-
treibung und Konkurs, 4. A. 2017, Art. 269 SchKG N 13 f.; Staehelin/Stojiljković, Basler 
Kommentar, 3. A. 2021, Art. 269 SchKG N 17).  

Nach Art. 250 Abs. 2 SchKG dient bei Gutheissung einer Wegweisungsklage (negative Kol-
lokationsklage) der Betrag, um den der Anteil des Beklagten an der Konkursmasse herabge-
setzt wird, zur Befriedigung des Klägers bis zur vollen Deckung seiner Forderung einsch-
liesslich der Prozesskosten. Der obsiegende Gläubiger kann den Prozessgewinn für sich be-
anspruchen. Der Prozessgewinn des obsiegenden Klägers besteht aus der Differenz jener 
Beträge, die der beklagte Mitgläubiger gemäss dem ursprünglichen Kollokationsplan einer-
seits und dem nach dem Prozess berichtigten Kollokationsplan andererseits erhalten würde. 
Bleibt nach der vollständigen Befriedigung des Klägers mit Einschluss seiner Prozesskosten 
noch ein Überschuss, wird dieser nach Massgabe des berichtigten Kollokationsplans an alle 
anderen Gläubiger verteilt. Die Zuweisung des Prozessgewinns erfolgt in der Verteilungsliste. 
Der obsiegende Kläger erhält die Dividende, die ihm ohnehin auf seine Forderung zukommt, 
sowie den Prozessgewinn bis zur Höhe seiner kollozierten Forderung (vgl. Hierholzer/Sogo, 
Basler Kommentar, a.a.O., Art. 250 SchKG N 84-84b und 92). 

In der Rechtsprechung wird betont, dass zwei Gläubiger des gleichen Konkursiten – weil sie 
in einer späteren Phase um neues Vermögen desselben konkurrieren können – ein schüt-
zenswertes Interesse haben, um eine unberechtigte Forderung mit Blick sowohl auf den Ver-
lustschein als auch den Nachkonkurs wegzuweisen, zumal der Kollokationsplan auch für den 
Nachkonkurs verbindlich ist ([Hervorhebung hinzugefügt], vgl. BGE 146 III 113 E. 3.3.4 m.H.; 
Beschluss und Urteil des Obergerichts des Kantons Zürich PP200026-O/U vom 7. Septem-
ber 2021 E. 3.3). Umgekehrt ergibt sich daraus, dass ein Gläubiger, der mit der Wegwei-
sungsklage gemäss Art. 250 Abs. 2 SchKG erfolgreich ist, nicht nur im Konkurs, sondern 
auch in einem allfälligen Nachkonkurs bevorzugt ist. 

Im vorliegenden Fall muss demnach bei der Verteilung des Erlöses aus dem Nachkonkurs 
berücksichtigt werden, dass die Beschwerdeführerin im Wegweisungsprozess gegen die 
E.________ Limited obsiegt hat. Entsprechend ist ihr auch eine höhere Nachkonkursdividen-
de auszuzahlen. 

2.4 Die Argumentation des Konkursamtes überzeugt nicht. 

2.4.1 Zunächst trifft es nicht zu, dass das Konkursamt die vorliegend angefochtene Nachverteilung 
gemäss dem rechtskräftigen Kollokationsplan nach den gleichen Regeln wie im Hauptkon-
kursverfahren vorgenommen hat. Der ursprüngliche Kollokationsplan vom 13. Januar 2010 
(act. 1/9) wurde nach der erfolgreichen Wegweisungsklage gegen die E.________ Limited 
neu aufgelegt (act. 1/11) und der Beschwerdeführerin ein entsprechend höherer Anteil am 
Erlös zugestanden (act. 1/14-15). Dieser Umstand ist auch im Nachkonkurs zu berücksichti-
gen. 

2.4.2 Für den Standpunkt, wonach Art. 250 SchKG nur im Hauptkonkursverfahren, nicht jedoch im 
Nachkonkursverfahren anwendbar sei, weil als Basis für die Berechnung der Höhe des Vor-
zugsrechts ausschliesslich diejenigen Vermögenswerte dienten, die im Zeitpunkt der Erhe-

Seite 7/10

bung der Wegweisungsklage in der Konkursmasse vorhanden seien, findet sich weder im 
Gesetz noch in der Lehre oder in der Rechtsprechung eine Grundlage. Die Nichtberücksich-
tigung des Prozessgewinns gemäss Art. 250 Abs. 2 SchKG bei der Verteilung im Nachkon-
kurs beruht im Übrigen auch nicht auf einer langjährigen Praxis des Konkursamtes. 

2.4.3 Entgegen der Ansicht des Konkursamtes wird ein Gläubiger, der gedenkt, eine Kollokations-
klage gegen einen anderen Gläubiger anzustreben, nicht nur aufgrund der im Konkursverfah-
ren zu diesem Zeitpunkt vorhandenen Vermögenswerte berechnen, wie hoch sein Prozess-
gewinn sein könnte. Vielmehr hat er auch ein Interesse daran, eine unberechtigte Forderung 
mit Blick auf einen allfälligen Nachkonkurs wegzuweisen (vgl. E. 2.3). Im Zeitpunkt der Ein-
reichung einer Wegweisungsklage ist nicht vorhersehbar, ob sich die Anzahl und Höhe der 
Konkursforderungen zum Vor- oder Nachteil der Gläubiger noch verändern wird, wie hoch 
die Konkursmasse und damit der Verwertungserlös sein wird und ob allenfalls noch ein 
Nachkonkurs durchgeführt wird. Es wäre nicht sachgerecht, wenn je nachdem, ob Vermö-
genswerte des Schuldners während des Konkursverfahrens durch das Konkursamt ins Inven-
tar aufgenommen oder erst nach Schluss des Konkursverfahrens entdeckt würden, der Pro-
zessgewinn nach Art. 250 Abs. 2 SchKG in der Konkursdividende berücksichtigt würde oder 
nicht. 

2.4.4 Folglich bleibt es dabei, dass die Beschwerdeführerin, die im (negativen) Kollokationsprozess 
nach Art. 250 Abs. 2 SchKG (Wegweisungsprozess) obsiegt hat, auch im Nachkonkurs be-
vorzugt ist. 

2.5 Die Nachkonkursdividende der Beschwerdeführerin berechnet sich wie folgt: 

Wie dem Protokoll bzw. der Gebühren- und Auslagenrechnung im Nachkonkurs der 
D.________ AG zu entnehmen ist, belaufen sich die Auslagen und Gebühren auf total 
CHF 13'905.35 (CHF 8'719.35 [Gebühren] + CHF 5'186.00 [Auslagen]; vgl. Nachkonkursver-
fahren, Ordner 3). Werden diese Kosten vom erzielten Erlös von CHF 250'000.00 (vgl. Nach-
konkursverfahren, Ordner 3, act. 143, "Vertrag über den Freihandverkauf von Immaterial-
güterrechten und anderen Vermögenswerten" vom 10. März 2020) in Abzug gebracht, resul-
tiert ein zu verteilender Erlös von CHF 236'094.65. Im Konkurs der D.________ AG 
resultierte ein Gesamterlös von CHF 1'928'325.31, wovon der dritten Klasse total 
CHF 1'331'269.40 (CHF 883'548.15 [Prozessgewinn] + CHF 447'721.25 [3. Klasse]) zur 
Verfügung standen (vgl. Konkursverfahren, Verteilungsplan vom 30. Januar 2012, S. 3). Die-
ser Betrag wurde unter den Gläubigern wie folgt aufgeteilt: CHF 883'548.15 (66.37 %) für die 
erfolgreiche negative Kollokationsklage der Beschwerdeführerin, CHF 158'813.70 (11.93 %) 
für die Hauptforderung der Beschwerdeführerin und CHF 288'907.55 (21.70 %) für die übri-
gen Gläubiger der dritten Klasse. Im gleichen Verhältnis ist auch der im Nachkonkurs erzielte 
Erlös von CHF 236'094.65 zu verteilen, d.h. CHF 184'862.11 (78.30 % [66.37 % + 11.93 %]) 
für die Beschwerdeführerin und CHF 51'232.54 (21.70 %) für die übrigen Gläubiger der drit-
ten Klasse. Der Beschwerdeführerin wurden bereits CHF 83'746.45 ausbezahlt (vgl. act. 1/5), 
so dass ihr noch ein Betrag von CHF 101'115.66 (CHF 184'862.11 ./. CHF 83'746.45) zuste-
hen würde. Im Rechtsbegehren verlangt die Beschwerdeführerin allerdings – für den Fall, 
dass der Nachkonkurserlös (nach Abzug der Kosten) CHF 236'094.65 betragen sollte – eine 
Nachkonkursdividende von insgesamt CHF 184'858.22 und einen auszuzahlenden Restbe-
trag von CHF 101'111.77 (CHF 184'858.22 ./. 83'746.45). An diese Anträge ist die Be-

Seite 8/10

schwerdeabteilung gebunden, da auch im SchKG-Beschwerdeverfahren die Dispositionsma-
xime gilt. Die Aufsichtsbehörde darf nicht über die Anträge der Parteien hinausgehen (vgl. 
Art. 20a Abs. 2 Ziff. 3 Halbsatz 2 SchKG; Cometta/Möckli, Basler Kommentar, a.a.O., 
Art. 20a SchKG N 14). Folglich bleibt es für die Beschwerdeführerin bei einer Nachkonkurs-
dividende von total CHF 184'858.22, wovon ihr ein Restbetrag von CHF 101'111.77 auszu-
zahlen ist. 

2.6 Nach dem Gesagten sind sämtliche Verfügungen des Konkursamtes Zug im Zusammenhang 
mit der Verteilung des Erlöses aus dem Nachkonkurs der D.________ AG aufzuheben. Das 
Konkursamt Zug ist anzuweisen, i) die Verteilung des Erlöses aus dem Nachkonkurs der 
D.________ AG nochmals durchzuführen und gestützt darauf der Beschwerdeführerin eine 
Nachkonkursdividende von insgesamt CHF 184'858.22 zuzuweisen, ii) der Beschwerdeführe-
rin den restlichen Betrag von CHF 101'111.77 aus der ihr zustehenden Nachkonkurs-
dividende auszuzahlen und iii) der Beschwerdeführerin einen Verlustausweis mit einem Kon-
kurstreffnis in Höhe von CHF 184'858.22 auszustellen.

3. Zu prüfen bleibt, ob der Beschwerdeführerin auf der ihr zustehenden Nachkonkursdividende 
ein Verzugszins von 5 % seit dem 1. April 2020 zu zahlen ist. 

3.1 Die Beschwerdeführerin bringt vor, das Konkursamt habe gemäss eigenen Angaben den 
Verkaufserlös aus dem Freihandverkauf der Aktiven im Nachkonkursverfahren bereits im 
März 2020 vereinnahmt. Bei ordnungsgemässer Durchführung des Nachkonkurses hätte die 
Verteilung Ende März 2020 – und nicht erst fast vier Jahre später – abgeschlossen werden 
müssen. Das Konkursamt sei folglich mit der Auszahlung der Nachkonkursdividende seit 
April 2020 in Verzug. Dies gelte umso mehr, als das Konkursamt ihr auf entsprechende An-
frage hin am 6. November 2020 wahrheitswidrig mitgeteilt habe, es habe sich seit der letzten 
Anfrage vom 24./27. Juni 2019 nichts verändert, obwohl das Konkursamt – wie sie erst jetzt 
durch dessen Mitteilung vom 5. und 11. Januar 2024 erfahren habe – bereits rund acht Mo-
nate zuvor, im März 2020 den Betrag von CHF 250'000.00 erhalten habe. Das Konkursamt 
habe ihr daher den gesetzlichen Verzugszins von 5 % p.a. seit 1. April 2020 auf die Nach-
konkursdividende von insgesamt CHF 195'745.88 (eventualiter von CHF 184'858.22) zu zah-
len (vgl. act. 1 Rz 71 ff.). 

3.2 Das Konkursamt wendet ein, das in der Konkursmasse vorhandene Vermögen werde nach 
Abzug der Verfahrenskosten gemäss rechtskräftigem Kollokationsplan an die Gläubiger ver-
teilt. Im vorliegenden Fall hätten die Gläubiger im Rahmen der Nachverteilung eine weitere 
Dividende auf ihre Forderungen erhalten, wobei diese nicht zu 100 % habe gedeckt werden 
können. Für die Ausrichtung eines Verzugszinses seien damit keine Vermögenswerte vor-
handen. Sodann fehle für die Ausrichtung eines Verzugszinses eine gesetzliche Grundlage 
(vgl. act. 3 Rz 7). 

3.3 Gemäss Art. 209 Abs. 1 SchKG hört mit der Eröffnung des Konkurses gegenüber dem 
Schuldner der Zinsenlauf auf. Damit hört auch gegenüber der Masse der Lauf der vertragli-
chen und gesetzlichen Zinsen (wie der Verzugszins nach Art. 104 OR) auf. Wird ein Akti-
venüberschuss erzielt, ist dieser zunächst dafür zu verwenden, die vertraglich oder gesetz-
lich geschuldeten Zinsforderungen der Gläubiger ab der Konkurseröffnung bis zum Datum 
der vollständigen Bezahlung der Konkursforderungen anhand der für die Hauptforderung gel-

Seite 9/10

tenden Rangordnung (Art. 219 Abs. 4 SchKG) zu bedienen (vgl. Schwob/Fischer, Basler 
Kommentar, a.a.O., Art. 209 SchKG N 3 f. m.H.). Die Grundsatzfrage, ob bzw. dass der Akti-
venüberschuss zur Deckung von Zinsforderungen zu verwenden ist, ist eine vollstreckungs-
rechtliche Frage, weshalb die SchKG-Aufsichtsbehörden im Beschwerdeverfahren (Art. 17 ff. 
SchKG) darüber entscheiden können. Für welche Forderungen überhaupt und in welcher 
Höhe (allenfalls) Zinsen auszurichten sind, richtet sich dagegen nach dem materiellen Recht 
(vgl. Lorandi, Aktivenüberschuss in der Generalexekution – wenn der Glücksfall zum Pro-
blemfall wird, in: BlSchK 2013 S. 219 m.H.).  

3.4 Im vorliegenden Fall besteht kein Aktivenüberschuss. Folglich stellt sich die Grundsatzfrage, 
ob der Aktivenüberschuss zur Deckung der Zinsen für die Zeit zwischen dem Insolvenzereig-
nis und der vollständigen Bezahlung der Insolvenzforderungen zu verwenden ist, nicht. An 
diesem Ergebnis ändert auch das Verhalten des Konkursamtes nichts. Es gibt keine rechtli-
che Grundlage für die Auszahlung von Zinsen, insbesondere wenn kein Aktivenüberschuss 
vorliegt. Der Antrag auf Zinszahlung wie auch das subsidiäre Feststellungsbegehren sind 
daher abzuweisen. 

4. Das Verfahren vor der Aufsichtsbehörde ist, von hier nicht interessierenden Ausnahmen ab-
gesehen, kostenlos und es werden keine Entschädigungen zugesprochen (Art. 20a Abs. 2 
Ziff. 5 SchKG; Art. 62 Abs. 2 GebV SchKG).

Urteilsspruch

1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde werden sämtliche Verfügungen des Konkursamtes 
Zug im Zusammenhang mit der Verteilung des Erlöses aus dem Nachkonkurs der 
D.________ AG aufgehoben. 

2.1 Das Konkursamt Zug wird angewiesen, die Verteilung des Erlöses aus dem Nachkonkurs der 
D.________ AG nochmals durchzuführen und gestützt darauf der Beschwerdeführerin eine 
Nachkonkursdividende von insgesamt CHF 184'858.22 zuzuweisen. 

2.2 Das Konkursamt Zug wird angewiesen, der Beschwerdeführerin den restlichen Betrag von 
CHF 101'111.77 aus der ihr zustehenden Nachkonkursdividende auszuzahlen. 

3. Das Konkursamt Zug wird angewiesen, der Beschwerdeführerin einen Verlustausweis mit 
einem Konkurstreffnis Nachverteilung in Höhe von CHF 184'858.22 auszustellen.

4. Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen.

5. Es werden keine Kosten erhoben. 

Seite 10/10

6. Gegen diesen Entscheid ist die Beschwerde in Zivilsachen nach den Art. 72 ff. des Bundes-
gerichtsgesetzes (BGG) zulässig; die Beschwerdegründe richten sich nach den Art. 95 ff. 
BGG. Eine allfällige Beschwerde ist innert 10 Tagen seit Zustellung des Entscheids schriftlich 
begründet und mit bestimmten Anträgen sowie unter Beilage des Entscheids und der Be-
weismittel (vgl. Art. 42 BGG) beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, ein-
zureichen. Die Beschwerde hat nach Art. 103 Abs. 1 BGG in der Regel keine aufschiebende 
Wirkung.

7. Mitteilung an:
- Beschwerdeführerin
- Konkursamt Zug

Obergericht des Kantons Zug 
II. Beschwerdeabteilung
Aufsichtsbehörde über Schuldbetreibung und Konkurs

St. Scherer D. Huber Stüdli
Abteilungspräsident Gerichtsschreiberin

versandt am: