# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 72e35cda-1e6b-56a1-8841-9a28283da6e6
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-10-11
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 2. Kammer 11.10.2016 S 2016 30
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_002_S-2016-30_2016-10-11.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

S 16 30

2. Kammer als Versicherungsgericht

Vorsitz Moser
Richter Meisser, Racioppi

Aktuarin ad hoc Christen

URTEIL

vom 11. Oktober 2016

in der versicherungsrechtlichen Streitsache

A._____,

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Karin Caviezel,

Beschwerdeführer

gegen 

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA),

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Beat Frischkopf,

Beschwerdegegnerin

betreffend Versicherungsleistungen nach UVG

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1. A._____ erlitt am 27. August 1996 während der Arbeit als Hilfsarbeiter 

einer Bauunternehmung bei einem Sturz auf den rechten Arm eine 

komplexe Handgelenksverletzung. Der Unfall wurde der Schweizerischen 

Unfallversicherungsanstalt (nachfolgend: Suva) gemeldet. Wegen 

anhaltender Schmerzen und Komplikationen blieb A._____ in der Folge 

während längerer Zeit arbeitsunfähig. Auf die ärztliche Behandlung und 

eine Ergotherapie folgten mehrere Operationen. Die Suva richtete die 

gesetzlichen Versicherungsleistungen aus. Da A._____ die bisherige 

Arbeit auf dem Bau nicht wieder aufnehmen konnte, sprach ihm die 

Invalidenversicherung mit Verfügung vom 30. Juni 1998 berufliche 

Massnahmen zu, sodass er von Mai bis September 1998 eine 

Umschulung zum Taxichauffeur absolvieren konnte. Danach arbeitete 

A._____ als Taxichauffeur und bezog ab dem 1. November 2000 eine 

Invalidenrente der Suva auf der Basis einer Erwerbsunfähigkeit von 20 %. 

Ebenso wurde ihm eine Integritätsentschädigung für eine 

Integritätseinbusse von 10 % ausgerichtet. Auf Einsprache hin wurde die 

Integritätsentschädigung auf 15 % erhöht. Weitergehende 

Einsprachebegehren wurden abgewiesen. Der in der Folge angefochtene 

Einspracheentscheid der Suva vom 3. Juli 2001 wurde am 15. Januar 

2002 durch das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden (Urteil S 01 

221) und am 13. Februar 2004 durch das Eidgenössische 

Versicherungsgericht (Urteil U 125/02) bestätigt. 

2. In den Jahren 2008 und 2009 klagte A._____ über diverse Beschwerden 

im rechten Arm. Insbesondere litt er seit dem Frühjahr 2008 an einer 

Epicondylitis humeri radialis und ab September 2009 zusätzlich an einer 

Verletzung des rechten Daumengrundgelenkes. Zudem wurden ein 

Carpaltunnelsyndrom und der Verdacht auf degenerative 

Wirbelsäulenveränderungen als Diagnosen gestellt. Mit Schadenmeldung 

vom 19. März 2008 machte A._____ bei der Suva in Bezug auf die 

erneuten Beschwerden am rechten Arm einen Rückfall zum Schadenfall 

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vom 27. August 1996 geltend. Nach weiteren Abklärungen, insbesondere 

einer kreisärztlichen Untersuchung am 3. März 2011, kam die Suva am 9. 

Mai 2011 zum Schluss, dass es sich bei den Beschwerden am rechten 

Handgelenk mit der mindestens erforderlichen Wahrscheinlichkeit um 

Unfallfolgen handle. Die Behandlung des Carpaltunnelsyndroms rechts 

werde daher übernommen. Hingegen seien die Beschwerden am rechten 

Ellbogen und an der Halswirbelsäule nicht unfallkausal, weshalb die 

Behandlung dieser Beschwerden über die Krankenkasse abzurechnen 

sei.

3. Am 21. September 2011 wurde A._____ bei einer Kontrolluntersuchung 

am Kantonsspital Graubünden insbesondere wegen des 

Carpaltunnelsyndroms rechts die Dekompression des Nervus medianus 

rechts und eine Entfernung der Arthrodeseplatte bei konsolidierter 

Arthrodese empfohlen. Am 3. November 2011 wurde sodann am rechten 

Handgelenk die Dekompression vorgenommen und das 

Osteosynthesematerial operativ vollständig entfernt. In der Nachkontrolle 

vom 10. Februar 2012 stellten die Ärzte eine konsolidierte 

Handgelenksarthrodese mit Status nach Metallentfernung und eine 

Rhizarthrose Grad I - II fest. Die Arbeitsfähigkeit zu 100 % sei ab dem 13. 

Februar 2012 wieder gegeben. 

4. Anlässlich der kreisärztlichen Untersuchung vom 14. März 2012 hielt Dr. 

med. B._____ fest, dass die chronische Epicondylitis humeri radialis 

definitiv nicht unfallkausal sei. Im Vordergrund stehe die wahrscheinlich 

unfallkausale leichte Rhizarthrose am rechten Daumen. Seitens der 

Handgelenkarthrose und des operierten Carpaltunnelsyndroms bestehe 

eine stabile und unveränderte Situation beziehungsweise bestünden 

keine Beschwerden. Ab dem 16. April 2012 sei bei A._____ wieder von 

einer vollen Arbeitsfähigkeit auszugehen.

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5. Mit Verfügung vom 26. April 2012 sprach die Suva eine 

Integritätsentschädigung von 5 % aufgrund der durch den Rückfall 

entstandenen rechtserheblichen Vergrösserung des Integritätsschadens 

zu. Diese Verfügung erwuchs unangefochten in Rechtskraft. 

6. Anlässlich einer weiteren Nachkontrolle im Kantonsspital Graubünden am 

25. April 2012 attestierte Dr. med. C._____ bis am 29. April 2012 eine 

Arbeitsunfähigkeit von 100 % und ab dem 30. April 2012 bis auf weiteres 

eine solche von 75 %. Der behandelnde Arzt, Dr. med. D._____, 

bestätigte dies in der Folge.

7. Von der Suva für eine Zweitmeinung angefragt, gab Dr. med. E._____ mit 

Bericht vom 18. Juni 2012 an, als Taxichauffeur sei A._____ zu 100 % 

arbeitsfähig. Dieser Einschätzung schloss sich am 20. Juni 2012 der 

Kreisarzt Dr. med. B._____ an. Letzterer führte in seiner Beurteilung vom 

6. Juli 2012 zudem aus, dass sich aufgrund der minimalen Befunde keine 

wesentliche Zustandsverschlimmerung ergeben habe. Die Situation 

bezüglich Arthrodese im rechten Handgelenk sei unverändert und die 

Arthrodese stabil durchgebaut. Damit ergebe sich keine Änderung der 

bisher festgelegten Zumutbarkeit.

8. Mit Verfügung vom 13. Juli 2012 hielt die Suva fest, dass sich keine 

erhebliche Änderung der Zumutbarkeit ergeben habe. A._____ sei ab 

dem 1. August 2012 im Rahmen der bestehenden Rente voll arbeits- und 

vermittlungsfähig. Ab dem 1. August 2012 würden die Taggeldleistungen 

eingestellt. Die Kosten der noch notwendigen Behandlung würden 

weiterhin übernommen.

9. Die gegen diese Verfügung erhobene Einsprache wies die Suva mit 

Einspracheentscheid vom 4. Oktober 2012 ab. Die hiergegen erhobene 

Beschwerde hiess das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden mit 

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Urteil S 12 123 vom 23. April 2013 gut. Der angefochtene 

Einspracheentscheid wurde aufgehoben und die Suva angewiesen, ein 

versicherungsexternes Gutachten einzuholen, welches Stellung zu 

nehmen habe zur Frage der zumutbaren Arbeitsfähigkeit ab dem 1. 

August 2012. 

10. Die in der Folge von der Suva mit der Begutachtung beauftragte Dr. med. 

F._____ hielt mit Gutachten vom 19. Mai 2014 fest, die Arbeitsfähigkeit 

als Taxichauffeur mit einem Schaltgetriebefahrzeug sei wegen 

verminderter Beweglichkeit und Kraft auf 25 % reduziert. Bei einem 

Fahrzeug mit Automatikgetriebe könnte der Arbeitseinsatz als Taxifahrer 

wahrscheinlich auf fünf Tage zu vier Stunden gesteigert werden. Rein 

theoretisch seien alle manuell nicht belastenden und auch nicht 

repetitiven Tätigkeiten denkbar, wobei die rechte Hand in erster Linie als 

Hilfshand eingesetzt werden könne.

11. Mit Ergänzungsgutachten vom 10. März 2015 diagnostizierte Dr. med. 

F._____ eine unvollständig durchgebaute Handgelenksarthrodese rechts 

mit fehlendem Durchbau zwischen Radius und Lunatum und Lunatum 

und Capitum sowie eine traumatisierte beginnende CMC-Arthrose bei 

erneutem Sturz auf das Handgelenk im September 2013. Die 

Arbeitsfähigkeit liege seit dem 1. August 2012 als Taxifahrer mit 

Automatikgetriebe oder in einer anderen Tätigkeit mit leichter, 

wechselnder manueller Belastung bei 40 %. Nicht manuelle Belastungen 

wie Überwachungsarbeiten mit kurzem Schreiben am Computer wären 

ganztags möglich. 

12. Mit Verfügung vom 16. Juni 2015 teilte die Suva A._____ mit, die 

Voraussetzungen für eine Erhöhung der seit November 2000 aufgrund 

eines Invaliditätsgrades von 20 % ausgerichteten Invalidenrente seien 

nicht erfüllt. Bei einer Tätigkeit ohne manuelle Belastung sei ein Einsatz 

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ganztags möglich. Gestützt auf die LSE sei von einem 

Invalideneinkommen von Fr. 56‘685.-- auszugehen. Das 

Valideneinkommen, ermittelt aufgrund der Angaben von fünf 

Baubetrieben in der Region X._____, liege bei Fr. 68‘724.--. So ergebe 

sich ein Invaliditätsgrad von 17.51 %. Gegen diese Verfügung erhob 

A._____ am 22. Juli 2015 Einsprache.

13. Mit Verfügung vom 15. September 2015 sprach die Suva A._____ eine 

Integritätsentschädigung von Fr. 9‘720.-- zu. Auf Einsprache hin hob die 

Suva diese Verfügung am 3. November 2015 auf und erhöhte die 

Integritätsentschädigung auf Fr. 11‘160.--. Diese Verfügung erwuchs 

unangefochten in Rechtskraft.

14. Mit Entscheid vom 27. Januar 2016 wies die Suva die Einsprache gegen 

die Verfügung vom 16. Juni 2015 ab. Sie hielt an der Bemessung des 

Invalideneinkommens anhand eines vollen Arbeitspensums in einer 

einfachen Tätigkeit ohne manuelle Belastung und anhand von 

Tabellenlöhnen fest.

15. Gegen diesen Einspracheentscheid erhob A._____ am 29. Februar 2016 

Beschwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden. Er 

beantragte, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und es sei ihm 

mit Wirkung ab dem 1. August 2012 bei einem Invaliditätsgrad von 63 % 

eine Rente von monatlich Fr. 2‘276.-- zuzusprechen. Zur Begründung 

machte der Beschwerdeführer im Wesentlichen geltend, der 

Invaliditätsgrad sei anhand des tatsächlich erzielten Verdienstes als 

Taxifahrer mit einem 40%igen Pensum zu ermitteln, oder anhand der 

LSE, Bereich „Verkehr und Lagerei“, ebenfalls bei einem 40%igen 

Pensum. Falls dennoch von einem vollen Pensum ausgegangen werde, 

sei der Leidensabzug auf 25 % zu erhöhen.

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16. Mit Beschwerdeantwort vom 4. Mai 2016 hielt die Suva an ihrem 

Entscheid fest und beantragte die vollumfängliche Abweisung der 

Beschwerde. Mit Replik vom 23. Mai 2016 vertiefte der Beschwerdeführer 

seinen Standpunkt und mit Schreiben vom 3. Juni 2016 verzichtete die 

Suva auf eine Duplik.

 Auf die weiteren Ausführungen im angefochtenen Entscheid, in den 

Rechtsschriften und in den medizinischen Akten wird soweit erforderlich 

in den Erwägungen eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Gemäss Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung 

(UVG; SR 832.20) i.V.m. Art. 56 Abs. 1 und Art. 58 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG; 

SR 830.1) kann gegen Einspracheentscheide Beschwerde beim 

Versicherungsgericht desjenigen Kantons erhoben werden, in dem die 

versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung Wohnsitz hat. 

Vorliegend hat der Beschwerdeführer Wohnsitz in X._____ (GR), weshalb 

die örtliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichtes des Kantons 

Graubünden gegeben ist. Dessen sachliche Zuständigkeit ergibt sich aus 

Art. 57 ATSG i.V.m. Art. 49 Abs. 2 lit. a des Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100), wonach das 

Verwaltungsgericht als kantonales Versicherungsgericht Beschwerden 

gegen Einspracheentscheide und Verfügungen in 

Sozialversicherungssachen beurteilt, die gemäss Bundesrecht der 

Beschwerde unterliegen. Der angefochtene Einspracheentscheid vom 27. 

Januar 2016, mit welchem die Suva die Einsprache des heutigen 

Beschwerdeführers abgewiesen hat, stellt demnach ein taugliches 

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Anfechtungsobjekt für ein Verfahren vor dem Verwaltungsgericht dar. Als 

formeller und materieller Adressat des angefochtenen 

Einspracheentscheids ist der Beschwerdeführer berührt und weist ein 

schutzwürdiges Interesse an dessen gerichtlicher Überprüfung auf (Art. 

59 ATSG). Auf die zudem frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde 

ist somit einzutreten. 

2. Streitig ist, ob für die Zeit ab dem 1. August 2012 die Voraussetzungen für 

eine Revision der Rente gemäss Art. 17 ATSG erfüllt sind, 

beziehungsweise ob dem Beschwerdeführer ab dem 1. August 2012 nach 

wie vor eine Rente aufgrund eines Invaliditätsgrades von 20 % zusteht, 

oder ob er Anspruch auf eine höhere Rente hat. Die streitigen Tatfragen 

sind dabei nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad 

der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu klären (BGE 129 V 177 E.3.1).

3. a) Gemäss Art. 18 Abs. 1 UVG hat eine versicherte Person Anspruch auf 

eine Invalidenrente, wenn sie infolge eines Unfalles mindestens zu 10 

Prozent invalid ist. Als Invalidität gilt bei erwerbstätigen Versicherten die 

voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde Erwerbsunfähigkeit 

(Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung 

der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und 

nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder 

teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen-

den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Zur Bestimmung 

des Invaliditätsgrades wird gemäss Art. 16 ATSG das Erwerbseinkom-

men, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 

Durchführung allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine 

zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte 

(In-valideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, 

das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Validen-

einkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu 

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erfolgen, dass Validen- und Invalideneinkommen ziffernmässig möglichst 

genau ermittelt und einander gegenüber gestellt werden, worauf sich aus 

der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (BGE 130 

V 343 E.3.4.2). 

b) Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so 

wirddie Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft 

entspre-chend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art.17 Abs.1 

ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt nach der Rechtsprechung jede 

wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet 

ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. 

Die Invalidenrente ist daher vor allem bei einer wesentlichen Veränderung 

des Gesundheitszustandes revidierbar. Zudem kann eine Revision 

geboten sein, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich 

gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben 

oder eine andere Art der Invaliditätsbemessung zur Anwendung gelangt 

(BGE 130 V 343 E.3.5).

c) Als Vergleichsbasis für die Beurteilung der Frage, ob eine 

anspruchserhebliche Änderung des Invaliditätsgrades im Sinne von Art. 

17 Abs. 1 ATSG eingetreten ist, dient die letzte rechtskräftige Verfügung, 

welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit 

rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und 

Durchführung eines Einkommensvergleichs beruht (BGE 134 V 131 E.3). 

Wird bei dieser Gegenüberstellung festgestellt, dass im zur Beurteilung 

stehenden Zeitraum keine rechtserhebliche Änderung stattgefunden hat, 

bleibt es beim bisherigen Rechtszustand (Urteil des Bundesgerichts 

8C_441/2012 vom 25. Juli 2013 E.3.1.3). Andernfalls ist das Vorliegen 

eines Revisionsgrundes zu bejahen und die zugesprochene Rente 

entsprechend der festgestellten Sachverhaltsveränderung abzuändern 

(MEYER/REICHMUTH, in: STAUFFER/CARDINAUX [Hrsg.], Rechtsprechung des 

Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die 

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Invalidenversicherung, 3. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2014, Art. 30 – 31 N. 

13). Vorliegend wurde dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 6. 

November 2000 eine Invalidenrente bei einem Erwerbsunfähigkeitsgrad 

von 20 % zugesprochen (Suva-act. 206). Diese Verfügung wurde in ihrem 

Ergebnis bestätigt durch den Entscheid S 01 221 des 

Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden und durch den Entscheid 

U 125/02 vom 13. Februar 2004 des Eidgenössischen 

Versicherungsgerichts. Eine Rentenrevision fand bisher nicht statt. Ob die 

tatsächlichen Verhältnisse eine revisionsrechtlich relevante Änderung 

erfahren haben, beurteilt sich demnach durch den Vergleich des 

Sachverhalts, welcher der Verfügung vom 6. November 2000 zugrunde 

lag, mit jenem Sachverhalt, der sich bis zum Erlass des angefochtenen 

Einspracheentscheids vom 27. Januar 2016 verwirklicht hat. 

4. a) Um beurteilen zu können, ob sich der Gesundheitszustand des Be-

schwerdeführers in rentenrelevanter Weise geändert hat, sind die Ver-

waltung und das im Beschwerdefall angerufene Gericht auf Unterlagen 

angewiesen, die ärztliche Fachleute zur Verfügung stellen. Dabei besteht 

die Aufgabe des Arztes darin, den Gesundheitszustand der versicherten 

Person zu beurteilen und Stellung zu nehmen zu der Frage, in welchem 

Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten diese arbeitsunfähig ist 

(BGE 132 V 93 E.4, 125 V 261 E.4). Arztberichte unterliegen wie 

sämtliche Beweismittel in sozialversicherungsrechtlichen Verfahren der 

freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG). Der Beweiswert der 

ärztlichen Stellungnahmen hängt deshalb nach der bundesgerichtlichen 

Rechtsprechung davon ab, ob sie für die streitigen Belange umfassend 

sind, auf allseitigen Untersuchungen beruhen, die geklagten 

Beschwerden berücksichtigen, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) 

abgegeben wurden, in der Beurteilung der medizinischen 

Zusammenhänge und der medizinischen Situation einleuchten und in den 

daraus gezogenen Schlussfolgerungen zu überzeugen vermögen. 

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Ausschlaggebend für den Beweiswert ärztlicher Stellungnahmen ist 

folglich grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels noch 

dessen Bezeichnung als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 E.5.1). 

Dennoch hat es das Bundesgericht mit dem Grundsatz der freien 

Beweiswürdigung als vereinbar erachtet, in Bezug auf bestimmte Formen 

medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die 

Beweiswürdigung aufzustellen. Danach darf das Gericht den von 

Versicherungsträgern im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholten 

Gutachten externer Spezialärzte vollen Beweiswert zuerkennen, solange 

nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen 

(BGE 135 V 465 E.4.4, BGE 125 V 351 E.3b/bb).

b) Vorliegend hat das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden die 

Suva mit dem Urteil S 12 123 vom 23. April 2013 angewiesen, in Bezug 

auf die Handgelenksproblematik des Beschwerdeführers ein 

versicherungsexternes Gutachten zur Frage der zumutbaren 

Arbeitsfähigkeit ab dem 1. August 2012 einzuholen. Dieser Anweisung ist 

die Suva nachgekommen, indem sie Dr. med. F._____, Leitende Ärztin 

Handchirurgie, mit der Erstellung des Gutachtens beauftragt hat. Dabei 

hat die Suva dem Beschwerdeführer die Gelegenheit gegeben, zur 

gewählten Gutachterin Stellung zu nehmen und Anregungen zum 

Fragenkatalog zu machen (Suva-act. 436, 470, 474, 479, 482, 483, 485). 

Damit hat die Suva die in Art. 44 ATSG statuierten Verfahrensrechte des 

Beschwerdeführers gewahrt (vgl. auch BGE 138 V 318 E.6.1.4). Vom 

Beschwerdeführer werden diesbezüglich denn auch zu Recht keine 

Beanstandungen erhoben.

c) Dr. med. F._____ verfasste ein Gutachten vom 19. Mai 2014 (Suva-act. 

463) und ein Ergänzungsgutachten vom 10. März 2015 (Suva-act. 508). 

Darin diagnostizierte sie im Wesentlichen eine unvollständig 

durchgebaute Handgelenksarthrodese rechs mit fehlendem Durchbau 

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zwischen Radius und Lunatum und Lunatum und Capitum, eine 

traumatisierte beginnende CMC-Arthrose bei erneutem Sturz auf das 

Handgelenk im September 2013 und einen Status nach DRUG-

Arthrodese im Sinne einer Sauvé-Kapandji-Operation 1997 mit Instabilität 

des Ulnastumpfs (Suva-act. 508 S. 4). Zur Kausalität führte sie aus, die 

Hauptbeschwerden im Bereich des Os lunatum seien mit Sicherheit auf 

den Unfall vom 27. August 1996 zurückzuführen, ebenso die ulnarseitigen 

Beschwerden mit Instabilität des proximalen Ulnastumpfes. Die 

Schmerzen im Bereich des ersten Strahls seien durch eine diskrete 

Rhizarthrose bedingt, welche mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 

ebenfalls Folge des Unfalles vom 27. August 1996 sei, wobei hier noch 

eine erneute Traumatisierung am 8. September 2009 hinzu komme 

(Suva-act. 508 S. 5). Zur Frage der unfallbedingten Einschränkungen 

führte Dr. med. F._____ aus, der Patient sei im Wesentlichen lediglich 

durch Schmerzen, fehlende Beweglichkeit des rechten Handgelenks und 

vor allem durch den deutlichen Kraftverlust der rechten Hand 

eingeschränkt. Manchmal habe er etwas Schulterbeschwerden, die aber 

nach Physiotherapie wieder besserten. Sitzen, Stehen und Gehen sei 

nicht eingeschränkt. Schwere manuelle Belastungen und auch repetitive 

manuelle Belastungen der rechten Hand seien nicht möglich. 

Überkopfarbeiten seien nicht sinnvoll, da dies eine weitere Überlastung 

der Schulter zur Folge hätte. Das Zumutbarkeitsprofil legte Dr. med. 

F._____ für die Zeit ab dem 1. August 2012 wie folgt fest:

- 40%ige Arbeitsfähigkeit als Taxifahrer mit Automatikgetriebe, 

Arbeitszeit maximal 4 Stunden pro Tag (Suva-act. 508 S. 6, 463 S. 5)

- 40%ige Arbeitsfähigkeit für Tätigkeiten mit leichter, wechselnder 

manueller Belastung, die kein bewegliches Handgelenk erfordern; 

ohne Überkopfarbeiten, ohne Schläge und ohne längeres Heben 

schwerer Lasten (Traglimite bei kurzzeitigem Heben ca. 30 kg; Suva-

act. 508 S. 7)

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- 100%ige Arbeitsfähigkeit für nichtmanuelle Tätigkeiten wie 

Überwachungsarbeiten mit kurzem Schreiben am Computer und 

Ähnliches (Suva-act. 508 S. 7, 463 S. 5).

d) Auf die Beurteilung von Dr. med. F._____ kann abgestellt werden. Dr. 

med. F._____ hat den Beschwerdeführer am 24. Februar 2014 und am 

18. Februar 2015 persönlich untersucht. Sie hatte Einblick in alle 

relevanten Vorakten und konnte ihre Beurteilung auf aktuelle Röntgen-, 

Ultraschall- und MRI-Aufnahmen abstützen (Suva-act. 508 S. 3). 

Insbesondere im Ergänzungsgutachten legte sie die medizinischen 

Fakten im Hinblick auf alle streitigen Belange umfassend und 

nachvollziehbar dar und ihre Schlussfolgerungen sind verständlich und 

überzeugend. Konkrete Indizien, die gegen die Zuverlässigkeit der 

Expertisen sprechen würden, liegen nicht vor, und auch die Parteien 

beanstanden die Beurteilung von Dr. med. F._____ zu Recht nicht. Dem 

Gutachten und dem Ergänzungsgutachten kommen deshalb voller 

Beweiswert zu (vgl. vorne E.4a).

e) Die ursprüngliche, rentenzusprechende Verfügung vom 6. November 

2000 basierte auf dem Bericht zur kreisärztlichen Untersuchung vom 14. 

September 2000 (Suva-act. 190). Während die Arbeitsfähigkeit als 

Taxichauffeur damals mit 100 % angegeben wurde, legte Dr. med. 

F._____ diese nun auf nur noch 40 % fest. Diese Veränderung erklärte 

Dr. med. F._____ in ihrem Ergänzungsgutachten damit, dass es durchaus 

nachvollziehbar sei, dass bei unvollständig durchgebauter Arthrodese die 

Beschwerden im Bereich des Lunatum nach der Entfernung der Platte im 

Jahr 2011 zugenommen hätten. Zudem sei die Rhizarthrose erst im 

weiteren Verlauf aufgetreten, verstärkt nach dem erneuten Trauma im 

2009 (Suva-act. 508 S. 7). Damit steht fest, dass sich der 

Gesundheitszustand des Beschwerdeführers verändert hat, so dass die 

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Suva seinen Rentenanspruch im Rahmen von Art. 17 Abs. 1 ATSG zu 

überprüfen hatte.

5. a) Gestützt auf das Gutachten von Dr. med. F._____ geht die Suva bei der 

Bemessung des Invalideneinkommens von einem ganztägigen Einsatz in 

einer nichtmanuellen Tätigkeit aus, wie zum Beispiel einer 

Überwachungsarbeit mit kurzem Schreiben am Computer oder einer 

ähnlichen Tätigkeit. Die Suva stellt auf die vom Bundesamt für Statistik 

herausgegebene Lohnstrukturerhebung ab und errechnet ein 

Invalideneinkommen von Fr. 56‘685.-- (LSE 2012, Tabelle TA 1, 

Kompetenzniveau 1, Leidensabzug 15 %). Der Beschwerdeführer ist mit 

diesem Vorgehen in verschiedenen Punkten nicht einverstanden, so dass 

die Bemessung des Invalideneinkommens nachfolgend umfassend zu 

prüfen ist.

b) Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist nach der 

Rechtsprechung primär von der beruflich-erwerblichen Situation 

auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Übt sie 

nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der - kumulativ - 

besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, 

dass sie die ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll 

ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung 

als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich 

erzielte Verdienst als Invalidenlohn (BGE 139 V 592 E.2.3). Vorliegend 

arbeitet der Beschwerdeführer an fünf Tagen pro Woche für je vier 

Stunden pro Tag als Taxifahrer, was einem 40%igen Arbeitspensum 

entspricht. Nach eigener Aussage kann der Beschwerdeführer damit rund 

Fr. 15‘600.-- pro Jahr verdienen. Das ist offensichtlich weniger als er in 

einer leidensangepassten, nichtmanuellen Tätigkeit verdienen könnte, wo 

gemäss dem Gutachten von Dr. med. F._____ aus gesundheitlicher Sicht 

ein 100%-Pensum möglich wäre (Suva-act. 508 S. 7, 463 S. 5).

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c) Das Invalideneinkommen wird gemäss Art. 16 ATSG auf der Grundlage 

eines ausgeglichenen Arbeitsmarktes ermittelt. Der ausgeglichene 

Arbeitsmarkt ist ein theoretischer und abstrakter Begriff. Er berücksichtigt 

die konkrete Arbeitsmarktlage nicht, umfasst in wirtschaftlich schwierigen 

Zeiten auch tatsächlich nicht vorhandene Stellenangebote und sieht von 

den fehlenden oder verringerten Chancen Teilinvalider, eine zumutbare 

und geeignete Arbeitsstelle zu finden, ab (BGE 134 V 64 E.4.2.1). Bei der 

Bemessung des Invalideneinkommens ist somit nicht massgeblich, ob die 

invalide Person unter den konkreten Arbeitsmarktverhältnissen vermittelt 

werden kann. Vielmehr ist im Sinne einer abstrakten Annahme 

anzunehmen, es bestehe eine Nachfrage nach Arbeit, wie sie die 

versicherte Person trotz ihres Gesundheitsschadens noch zu leisten 

vermag (Urteil des Bundesgerichts 9C_485/2014 vom 28. November 

2014 E.2.2). An der Massgeblichkeit des theoretisch ausgeglichenen 

Arbeitsmarktes vermag auch der Umstand nichts zu ändern, dass es für 

die versicherte Person im Einzelfall schwierig oder gar unmöglich ist, im 

tatsächlichen Arbeitsmarkt eine entsprechende Stelle zu finden (Urteil des 

Bundesgerichts 9C_485/2014 vom 28. November 2014 E.3.3.1). 

Allerdings ist nicht von realitätsfremden Einsatzmöglichkeiten 

auszugehen, sondern nur von Tätigkeiten, die unter Berücksichtigung der 

gesamten objektiven und subjektiven Gegebenheiten des Einzelfalles 

zumutbar sind. An die Konkretisierung von Arbeitsgelegenheiten und 

Verdienstaussichten sind jedoch rechtsprechungsgemäss keine 

übermässigen Anforderungen zu stellen (Urteil des Bundesgerichts 

9C_485/2014 vom 28. November 2014 E.2.2). 

d) Die Suva geht davon aus, dass es für den Beschwerdeführer auf dem 

fiktiven ausgeglichenen Arbeitsmarkt genügend leidensangepasste 

Tätigkeiten gibt. Dem kann gefolgt werden. Nach der Rechtsprechung 

bietet der ausgeglichene Arbeitsmarkt nämlich sogar für Personen, 

- 16 -

welche funktionell als Einarmige zu betrachten sind und überdies nur 

noch leichte Arbeiten verrichten können, genügend realistische 

Beschäftigungsmöglichkeiten (Urteile des Bundesgerichts 8C_217/2015 

vom 28. August 2015 E.2.2.1, 8C_94/2012 vom 29. März 2012 E.3.2 und 

8C_207/2009 vom 8. September 2009 E.3.2). Für den vorliegenden Fall 

aufschlussreich ist insbesondere das Urteil 8C_217/2015, in welchem das 

Bundesgericht die Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit bei einem 

ehemaligen angelernten Bauarbeiter bejahte, der seine verletzte Hand 

gar nicht mehr einsetzen konnte, dem aber aus medizinischer Sicht 

jegliche leichte Tätigkeit ohne Einsatz der verletzten Hand zeitlich und 

leistungsmässig uneingeschränkt zumutbar war. Vorliegend ist der 

Beschwerdeführer aufgrund des Gutachtens von Dr. med. F._____ nicht 

als funktionell Einhändiger zu betrachten, kann er doch die rechte Hand 

als Hilfshand einsetzen, wenn auch mit Einschränkungen bezüglich 

Beweglichkeit und Kraft (vgl. vorne E.4c). Damit sind die 

Einschränkungen des Beschwerdeführers nicht so gravierend wie 

diejenigen einer funktionell einhändigen Person. Entsprechend ist umso 

mehr davon auszugehen, dass für ihn genügend realistische 

Beschäftigungsmöglichkeiten auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt 

bestehen. Zu denken ist dabei an alle jene Tätigkeiten, welche nach der 

Rechtsprechung für funktionell Einhändige in Frage kommen, nämlich 

einfache Überwachungs-, Prüf- und Kontrolltätigkeiten, sowie an die 

Bedienung und Überwachung von halbautomatischen oder automatischen 

Maschinen oder Produktionseinheiten, die nicht den Einsatz beider Arme 

und beider Hände voraussetzen (Urteile des Bundesgerichts 

8C_217/2015 vom 28. August 2015 E.2.2.1, 8C_94/2012 vom 29. März 

2012 E.3.2 und 8C_207/2009 vom 8. September 2009 E.3.2). An diesem 

Ergebnis vermögen die Vorbringen des Beschwerdeführers - wie 

nachstehend gezeigt wird - nichts zu ändern. Der Beschwerdeführer 

macht geltend, der Arbeitsmarkt verlange nach Arbeitskräften, die im 

Vollbesitz ihrer körperlichen und mentalen Fähigkeiten sind. Personen mit 

- 17 -

Einschränkungen  seien bei der heutigen Arbeitsmarktlage praktisch ganz 

ausgeschlossen. Dabei verkennt er, dass im Zusammenhang mit der 

Frage der Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit nicht der konkrete 

Arbeitsmarkt massgeblich ist, sondern der hypothetisch ausgeglichene 

Arbeitsmarkt. Letzterer bildet eben gerade nicht die Realität ab, sondern 

dient als theoretischer und abstrakter Begriff dazu, den Leistungsbereich 

der Unfallversicherung von demjenigen der Arbeitslosenversicherung 

abzugrenzen (Urteil des Bundesgerichts 9C_192/2014 vom 23. 

September 2014 E.3.1). Das Argument des Beschwerdeführers, die Suva 

hätte konkret aufzeigen müssen, dass Arbeitsstellen für 

Überwachungstätigkeiten, die dem Zumutbarkeitsprofil entsprächen, in 

der Region vorhanden seien, geht deshalb ins Leere. Gleiches gilt für 

seine Auffassung, die Suva müsse nachweisen, dass bei diesen 

Arbeitsstellen eine Fluktuationsrate bestehe.

e) Nach der Rechtsprechung sind bei der Frage der Verwertbarkeit der 

Restarbeitsfähigkeit nebst den invaliditätsbedingten Einschränkungen 

auch persönliche und berufliche Gegebenheiten zu berücksichtigen (BGE 

138 V 457 E.3.1). Vorliegend beeinträchtigen diese invaliditätsfremden 

Faktoren die theoretischen Einsatzmöglichkeiten des Beschwerdeführers 

auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt nicht wesentlich. Der 

Beschwerdeführer war bei Erlass des angefochtenen 

Einspracheentscheids am 27. Januar 2016 55 Jahre alt. Er macht 

geltend, mit 55 Jahren sei ein Berufswechsel von der langjährigen 

Tätigkeit als Taxifahrer in eine angepasste Verweistätigkeit kaum mehr zu 

bewerkstelligen. Dem kann nicht gefolgt werden. Die bundesgerichtliche 

Rechtsprechung hat relativ hohe Hürden für die Unverwertbarkeit der 

Restarbeitsfähigkeit älterer Menschen entwickelt (Urteil des 

Bundesgerichts 9C_168/2015 vom 13. April 2016 E.7.6). Nach der 

Rechtsprechung lässt sich der Einfluss des Lebensalters auf die 

Möglichkeit, das verbliebene Leistungsvermögen auf dem ausgeglichenen 

Arbeitsmarkt zu verwerten, nicht nach einer allgemeinen Regel 

- 18 -

bemessen, sondern hängt von den Umständen des Einzelfalls ab (BGE 

138 V 457 E.3.1). Anerkannt wurde ein entscheidender Einfluss des 

Alters auf die Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit indessen in der 

Regel nur bei Versicherten, die über 60 Jahre alt waren (Urteil des 

Bundesgerichts 9C_918/2008 vom 28. Mai 2009 E.4.2.2). Vor diesem 

Hintergrund stellt ein Alter von 55 Jahren im Bereich der vorliegend 

relevanten, körperlich leichten und einfachen Tätigkeiten kein Hindernis 

dar. Zudem erfordern diese Tätigkeiten in aller Regel nur eine kurze 

Einarbeitungszeit. Eine solche ist dem Beschwerdeführer, der zum 

massgeblichen Zeitpunkt noch eine zehnjährige Aktivitätsdauer vor sich 

hatte, ohne weiteres zumutbar. Aus den gesamten Umständen hat die 

Suva sodann zu Recht geschlossen, dass der Beschwerdeführer über 

genügende Kenntnisse der deutschen Sprache verfügt. Er lebt seit 1980 

in der Schweiz und war zunächst als Bauarbeiter und seit der 

Umschulung durch die Invalidenversicherung im Jahr 1998 als 

Taxichauffeur tätig. Nach eigener Aussage (Replik vom 23. Mai 2016 S. 3 

Ziff. 3) beherrscht er die deutsche Sprache mündlich, nicht aber im 

Schriftverkehr. Entsprechend hat die Suva nur solche Verweistätigkeiten 

in Betracht gezogen, welche höchstens nebenbei gewisse minimale 

schriftliche Fähigkeiten verlangen, über welche der Beschwerdeführer als 

langjähriger, mit einfachen administrativen Tätigkeiten vertrauter 

Taxichauffeur sicherlich verfügt. Zusammenfassend kann somit 

festgehalten werden, dass weder die invaliditätsbedingten 

Einschränkungen noch die persönlichen Verhältnisse des 

Beschwerdeführers gegen die von der Suva angenommene 

Verwertbarkeit seiner Restarbeitsfähigkeit auf dem ausgeglichenen 

Arbeitsmarkt sprechen. Die Suva hat deshalb zu Recht ein 

hypothetisches Invalideneinkommen auf der Basis einer 100%igen, nicht 

manuellen Tätigkeit ermittelt.

- 19 -

f) Kann - wie vorliegend - bei der Bemessung des Invalideneinkommens 

nicht auf das tatsächlich erzielte Erwerbseinkommen abgestellt werden, 

weil die versicherte Person die ihr verbleibende Restarbeitsfähigkeit nicht 

in zumutbarer Weise voll ausschöpft, so können nach der 

Rechtsprechung entweder Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt 

für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) 

oder die Zahlen der Dokumentation von Arbeitsplätzen (DAP) der Suva 

herangezogen werden (BGE 139 V 592 E.2.3). Keiner Methode kommt 

ein genereller Vorrang zu (BGE 129 V 478 E.4.2.1), so dass vorliegend 

nicht zu beanstanden ist, dass die Suva auf die LSE abgestellt hat.

g) Die LSE umfasst zahlreiche Tabellen, in welchen nach 

Wirtschaftszweigen, beruflicher Stellung, Geschlecht sowie zwischen 

privatem und öffentlichem Sektor differenziert wird. Bei der Bemessung 

des Invalideneinkommens ist nach der Rechtsprechung in der Regel auf 

die Tabelle TA1 (Privater Sektor) abzustellen und der durchschnittliche 

Monatslohn aller Wirtschaftszweige gemäss der Zeile "Total" anzuwenden 

(BGE 124 V 321 E.3b/aa; Urteil des Bundesgerichts 9C_237/2007 vom 

24. August 2007 E.5.1). Auf den Wert "Total“ des privaten Sektors 

abzustellen rechtfertigt sich namentlich dort, wo es der versicherten 

Person zumutbar ist, ihre Restarbeitsfähigkeit in einer neuen Tätigkeit zu 

verwerten, wobei grundsätzlich der ganze Bereich des Arbeitsmarktes zur 

Verfügung steht (Urteil des Bundesgerichts 9C_237/2007 vom 24. August 

2007 E.5.2). Entsprechend hat die Suva vorliegend gestützt auf die 

Tabelle TA 1 der LSE 2012 auf den Total-Wert für Männer mit 

Kompetenzniveau 1 von Fr. 5‘210.-- abgestellt. Dieses Vorgehen ist nicht 

zu beanstanden. 

h) Wird das Invalideneinkommen wie vorliegend auf der Grundlage von 

statistischen Durchschnittswerten ermittelt, ist der entsprechende 

Ausgangswert allenfalls zu kürzen. Damit soll der Tatsache Rechnung 

http://links.weblaw.ch/de/BGE-139-V-592

- 20 -

getragen werden, dass persönliche und berufliche Merkmale der 

versicherten Person, wie Art und Ausmass der Behinderung, Alter, Dauer 

der Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie 

Beschäf-tigungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können. Der 

so ge-nannte Leidensabzug soll aber nicht automatisch, sondern nur 

dann er-folgen, wenn im Einzelfall Anhaltspunkte dafür bestehen, dass 

die versi-cherte Person wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale ihre 

Restar-beitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit 

unterdurch-schnittlichem Einkommen verwerten kann. Bei der 

Bestimmung des Lei-densabzugs ist der Einfluss aller Merkmale auf das 

Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im Einzelfall 

massgebend, wobei der Ab-zug vom statistischen Lohn auf insgesamt 

höchstens 25 % zu begrenzen ist (BGE 134 V 322 E.5.2, 126 V 75 E.5). 

Die Frage, ob ein Leidensabzug vorzunehmen ist, stellt eine Rechtsfrage 

dar, während es sich bei jener nach der Höhe des Abzuges um eine 

typische Ermessensfrage handelt. Bei der Überprüfung des 

Leidensabzugs erstreckt sich die Kognition des kantonalen 

Versicherungsgerichts auch auf die Beurteilung der Angemessenheit 

(BGE 137 V 71 E.5.2). Allerdings darf das Sozialversicherungsgericht 

sein Ermessen nicht ohne triftigen Grund an die Stelle desjenigen der 

Verwaltung setzen. Vielmehr muss es sich auf Gegebenheiten abstützen 

können, welche seine abweichende Ermessensausübung als nahe 

liegender erscheinen lassen (BGE 126 V 75 E.6).

i) Vorliegend hat die Suva einen Leidensabzug von 15 % gewährt. Diesen 

hat sie mit den behinderungsbedingten Einschränkungen gemäss dem 

Zumutbarkeitsprofil von Dr. med. F._____ begründet (vgl. vorne E.4c). 

Der Beschwerdeführer verlangt demgegenüber einen Leidensabzug von 

25 %, weil er früher schwere handwerkliche Arbeit verrichtet habe, seit 

1998 nur noch als Taxichauffeur tätig sei und in einer 

Überwachungstätigkeit keine Dienstjahre aufzuweisen und keine 

- 21 -

Berufserfahrung habe, überdies schon 55 Jahre alt sei und die deutsche 

Sprache nicht in Wort und Schrift beherrsche. Dieser Auffassung kann 

teilweise gefolgt werden. Mit Urteil U 125/02 vom 13. Februar 2004 hat 

das Eidgenössische Versicherungsgericht die erstmalige 

Rentenzusprache an den heutigen Beschwerdeführer überprüft. Dabei hat 

es im Zusammenhang mit dem Leidensabzug in Ziff. 3.4.2. ausgeführt, 

insgesamt sei die Schätzung eines Invaliditätsgrades von 20 % - was 

einem Abzug vom Tabellenlohn von etwas mehr als 21 % entspreche – 

auch im Lichte der Angemessenheitskontrolle nicht zu beanstanden. 

Aufgrund dieser bundesgerichtlichen Ausführungen ist vorliegend ein 

Leidensabzug von 20 % angemessen. Für einen höheren Leidensabzug 

gibt es entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers indessen keinen 

Anlass. Das fortgeschrittene Alter ist nicht zu berücksichtigen, weil 

Hilfsarbeiten auf dem massgeblichen hypothetisch ausgeglichenen 

Arbeitsmarkt grundsätzlich altersunabhängig nachgefragt werden und 

sich das Alter in diesen Tätigkeiten nicht lohnsenkend auswirkt (Urteil des 

Bundesgerichts 9C_134/2016 vom 12. April 2016 E.5.2). Auch der 

Migrationshintergrund führt nicht zur Annahme, dass der 

Beschwerdeführer schlechtere Chancen auf dem Arbeitsmarkt hätte. Zum 

einen lebt er schon seit 1980 in der Schweiz und beherrscht die deutsche 

Sprache mündlich recht gut, und zum anderen kann die Nationalität 

ohnehin vernachlässigt werden, weil die statistischen Löhne aufgrund der 

Einkommen der schweizerischen und der ausländischen 

Wohnbevölkerung erfasst werden (Urteil des Bundesgerichts I 39/04 vom 

20. Juli 2004 E.2.4). Und schliesslich sind die aktuellen 

behinderungsbedingten Einschränkungen zwar etwas grösser als 

diejenigen bei der erstmaligen Rentenzusprechung im Jahr 2000, 

indessen nicht so gewichtig, dass sie den maximalen Leidensabzug von 

25 % rechtfertigen würden.

- 22 -

j) Das von der Suva ermittelte Invalideneinkommens ist somit insofern zu 

korrigieren, als ein Leidensabzug von 20 % statt von 15 % zu 

berücksichtigen ist. Gestützt auf die LSE 2012, Tabelle TA1, Position 

„Total“, Kompetenzniveau 1 ist – wie dies die Suva getan hat - von einem 

Wert von Fr. 5‘210.-- auszugehen. Unter Berücksichtigung der 

betriebsüblichen wöchentlichen Arbeitszeit von 41.7 Stunden sowie der 

Nominallohnsteigerung (0.7 % für das Jahr 2013, 0.8 % für 2014 und 

2015) und eines Leidensabzugs von 20 % ergibt sich ein 

Invalideneinkommen von Fr. 53‘350.-- (Fr. 5‘210.-- x 12 Monate : 40 

h/Woche x 41.7 h/Woche x 1.007 x 1.008 x 1.008 x 0.8 = Fr. 53‘350.--).

6. Das Valideneinkommen hat die Suva gestützt auf die Angaben von fünf 

Baubetrieben in der Region X._____ auf Fr. 68‘724.-- festgelegt. Der 

Beschwerdeführer ist demgegenüber der Ansicht, das Valideneinkommen 

sei wie das Invalideneinkommen gestützt auf die LSE zu ermitteln, womit 

ein Valideneinkommen von Fr. 69‘504.-- resultiere. Die Frage, ob das 

Valideneinkommen auf Fr. 68‘724.-- oder auf Fr. 69‘504.-- festzulegen ist, 

kann indessen offen gelassen werden, da sie - wie im Folgenden gezeigt 

wird - nicht entscheidrelevant ist.

7. a) Stellt man gemäss Art. 16 ATSG dem korrigierten Invalideneinkommen 

von Fr. 53‘350.-- das von der Suva ermittelte Valideneinkommen von Fr. 

68‘724.-- gegenüber, so ergibt sich ein Invaliditätsgrad von 22 % 

(abgerundet von 22.37 %; vgl. BGE 130 V 121 E.3.2). Rechnet man mit 

dem vom Beschwerdeführer geltend gemachten Valideneinkommen 

gemäss LSE von Fr. 69‘504.--, ergibt sich ein Invaliditätsgrad von 23 % 

(abgerundet von 23.24 %). 

b) Die Revision einer Invalidenrente setzt voraus, dass sich der 

Invaliditätsgrad erheblich geändert hat (Art. 17 Abs. 1 ATSG, vgl. vorne 

E.3b). Bei den prozentgenauen Renten nach UVG wird die Erheblichkeit 

- 23 -

einer Änderung nach der Rechtsprechung dann angenommen, wenn sich 

der Invaliditätsgrad um mindestens 5 % ändert (BGE 133 V 545 E.6.2; 

Urteil des Bundesgerichts 8C_475/2016 vom 4. Oktober 2016 E.2.2; 

RUMO-JUNGO/HOLZER, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum 

Sozialversicherungsrecht – Bundesgesetz über die Unfallversicherung 

(UVG), 4. Auflage, 2012, S. 152). Dieser Grenzwert wird vorliegend nicht 

erreicht. Der Beschwerdeführer bezieht eine Rente, welche ihm mit 

Verfügung vom 6. November 2000 auf der Basis eines Invaliditätsgrades 

von 20 % zugesprochen wurde (Suva-act. 206; vgl. vorne E.3c). 

Gegenüber diesem ursprünglichen Invaliditätsgrad ergibt sich nun eine 

Abweichung von nur 2 % beziehungsweise 3 %. Somit liegt keine 

rechtserhebliche Änderung vor und es bleibt beim bisherigen 

Rechtszustand (Urteil des Bundesgerichts 8C_441/2012 vom 25. Juli 

2013 E.3.1.3).

8. Damit ergibt sich, dass die Suva eine Rentenerhöhung zu Recht 

verweigert hat. Der angefochtene Einspracheentscheid erweist sich somit 

als rechtmässig und die dagegen erhobene Beschwerde ist abzuweisen. 

Gerichtskosten werden keine erhoben, da das kantonale 

Beschwerdeverfahren nach Art. 61 lit. a ATSG grundsätzlich kostenlos ist. 

Eine aussergerichtliche Entschädigung steht der obsiegenden 

Beschwerdegegnerin nicht zu (Art. 61 lit. g ATSG e contrario). 

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

- 24 -

4. [Mitteilungen]