# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d58bf291-60c4-56cf-a65c-5cbdfb191555
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2012-03-13
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 13.03.2012 D-1281/2012
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-1281-2012_2012-03-13.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung IV 

D-1281/2012 

 

 

  U r t e i l  v o m  1 3 .  M ä r z  2 0 1 2  

Besetzung 

 
Einzelrichter Robert Galliker, 

mit Zustimmung von Richter Daniel Willisegger;   

Gerichtsschreiberin Daniela Brüschweiler. 

   Parteien 
 

A._______, geboren (…), 

Bosnien und Herzegowina,  

(…),   

Beschwerdeführer,  

 

  
gegen 

  
Bundesamt für Migration (BFM),  

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz.  

 

Gegenstand 

 
Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung;  

Verfügung des BFM vom 23. Februar 2012 / N (…). 

 

 

D-1281/2012 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge seinen Heimatstaat 

am 23. Oktober 2011 verliess und am 24. Oktober 2011 in der Schweiz 

um Asyl nachsuchte, 

dass er bei der Befragung zur Person im Empfangs- und Verfahrenszent-

rum (EVZ) B._______ vom 3. November 2011 sowie anlässlich der Anhö-

rung 30. Januar 2012 geltend machte, er habe gesundheitliche Probleme, 

zu deren Behandlung er in die Schweiz gekommen sei, 

dass die wirtschaftliche Situation in seinem Heimatland schlecht sei, er 

kein Einkommen gehabt habe und sich deshalb auch keine medizinische 

Behandlung habe leisten können, 

dass er zudem familiäre Probleme habe, da sein Vater Alkoholiker sei, 

dass bezüglich des weiteren Inhalts der Aussagen auf die Protokolle bei 

den Akten verwiesen wird, 

dass der Beschwerdeführer bei der Einreichung des Asylgesuches im 

EVZ B._______ schriftlich aufgefordert wurde, innert 48 Stunden ein Rei-

se- oder Identitätspapier einzureichen,  

dass das BFM mit Verfügung vom 23. Februar 2012 – eröffnet am 

27. Februar 2012 – in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 

des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylge-

such nicht eintrat und die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Voll-

zug anordnete, 

dass das BFM zur Begründung im Wesentlichen anführte, bei der Be-

gründung des Beschwerdeführers, weshalb er keine Identitätspapiere 

eingereicht habe, handle es sich offensichtlich um Schutzbehauptungen, 

nachdem es ihm angesichts der heutigen Kommunikationsmittel mit Be-

stimmtheit möglich gewesen wäre, allenfalls unter Einschaltung von 

Freunden, Bekannten oder Nachbarn, seine Identitätskarte aus der Hei-

mat nachreichen zu lassen, 

dass dem Beschwerdeführer überdies sehr wohl bewusst gewesen sei, 

dass er sich in jedem Gast- beziehungsweise Asylland rechtsgenügend 

werde ausweisen müssen, weshalb sich der Schluss aufdränge, dass er 

dem Bundesamt die Abgabe rechtsgenüglicher Reise- beziehungsweise 

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Identitätspapiere bewusst verweigert habe, um seine tatsächliche Identi-

tät zu verschleiern und/oder einen allfälligen Wegweisungsvollzug zu er-

schweren oder zu verhindern, 

dass demnach keine entschuldbaren Gründe vorlägen, die es dem Be-

schwerdeführer verunmöglicht hätten, dem BFM innerhalb von 48 Stun-

den Reise- oder Identitätspapiere einzureichen, 

dass sodann die allgemeinen politischen, wirtschaftlichen oder sozialen 

Lebensbedingungen im Heimatstaat des Beschwerdeführers keine asyl-

beachtliche Verfolgung im Sinne von Art. 3 AsylG darstellten, 

dass er demnach die Flüchtlingseigenschaft nicht erfülle und aufgrund 

der Aktenlage zusätzliche Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingsei-

genschaft oder eines Wegweisungsvollzugshindernisses nicht erforderlich 

seien, 

dass der Vollzug der Wegweisung zulässig, zumutbar und möglich sei, 

dass für die weitere Begründung auf die vorinstanzliche Verfügung zu 

verweisen ist, 

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 5. März 2012 gegen diesen 

Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und dabei 

in materieller Hinsicht beantragte, die Verfügung des BFM sei aufzuhe-

ben, es sei die Flüchtlingseigenschaft anzuerkennen und Asyl zu gewäh-

ren, es sei festzustellen, dass der Vollzug der Wegweisung unzulässig, 

unzumutbar und unmöglich sei und die vorläufige Aufnahme sei anzuord-

nen, 

dass er in verfahrensrechtlicher Hinsicht um Gewährung der unentgeltli-

chen Rechtspflege sowie Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvor-

schusses ersuchte, eventualiter sei die aufschiebende Wirkung wieder-

herzustellen und die zuständige Behörde vorsorglich anzuweisen, die 

Kontaktnahme mit den Behörden des Heimat- oder Herkunftsstaats sowie 

jegliche Datenweitergabe an dieselben zu unterlassen, eventuell sei bei 

bereits erfolgter Datenweitergabe die beschwerdeführende Person dar-

über in einer separaten Verfügung zu informieren, 

dass für den Inhalt der Beschwerde auf die Beschwerdeschrift zu verwei-

sen ist, 

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dass die vorinstanzlichen Akten am 8. März 2012 beim Bundesverwal-

tungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG), 

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig 

über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 des Verwaltungsverfah-

rensgesetzes vom 20. Dezember 1968 [VwVG, SR 172.021]) des BFM 

entscheidet, ausser bei Vorliegen eines Auslieferungsersuchens des 

Staates, vor welchem die beschwerdeführende Person Schutz sucht 

(Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31 – 33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 

17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesge-

richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),  

dass eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG nicht 

vorliegt, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet, 

dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist 

(Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde – un-

ter Vorbehalt der nachfolgenden Erwägungen – einzutreten ist (Art. 108 

Abs. 2 AsylG und Art. 52 VwVG), 

dass der Beschwerde aufschiebende Wirkung zukommt (Art. 55 Abs. 1 

VwVG) und die Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung einer allfälli-

gen Beschwerde die aufschiebende Wirkung nicht entzogen hat (Art. 55 

Abs. 2 VwVG), weshalb auf das Eventualbegehren, die aufschiebende 

Wirkung sei wiederherzustellen, nicht einzutreten ist, 

dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder 

unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die 

Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise 

einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es 

sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt, 

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Seite 5 

weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist 

(Art. 111a Abs. 2 AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schriften-

wechsel verzichtet wurde, 

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 

das BFM ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu über-

prüfen (Art. 32 – 35 AsylG), die Beurteilungskompetenz der Beschwerde-

instanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu 

Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist (vgl. BVGE 2011/9 E. 5 

S. 116), 

dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichteintre-

tensentscheid als unrechtmässig erachtet – einer selbstständigen mate-

riellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die Sa-

che zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. BVGE 

2007/8 E. 2.1 S. 73 m.H.a. Entscheidungen und Mitteilungen der Schwei-

zerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.), 

dass im Falle des Nichteintretens auf ein Asylgesuch gemäss Art. 32 

Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen der 

Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, soweit 

dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. BVGE 

2007/8 insb. E. 5.6.5 S. 90 f.), 

dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfahren 

ungeachtet der vorzunehmenden Überprüfung eines formellen 

Nichteintretensentscheides auch die Flüchtlingseigenschaft 

Prozessgegenstand bildet (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73), 

dass jedoch auf das Beschwerdebegehren nicht einzutreten ist, soweit 

darin beantragt wird, dem Beschwerdeführer sei Asyl zu gewähren, 

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-

riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 

Kognition zukommt, 

dass auf ein Asylgesuch nicht eingetreten wird, wenn Asylsuchende den 

Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des Gesuchs 

Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Abs. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG), 

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dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-

chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 

Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), wenn auf Grund 

der Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigen-

schaft festgestellt wird (Art. 32 Abs. 3 Bst. b AsylG) oder sich auf Grund 

der Anhörung erweist, dass zusätzliche Abklärungen zur Feststellung der 

Flüchtlingseigenschaft oder eines Wegweisungsvollzugshindernisses nö-

tig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG), 

dass der Beschwerdeführer innert der gesetzlichen Frist von 48 Stunden 

nach Einreichung seines Asylgesuchs keine Papiere eingereicht hat, wo-

mit die Grundvoraussetzung für einen Nichteintretensentscheid in An-

wendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG erfüllt ist, 

dass das BFM in der angefochtenen Verfügung zutreffend und mit hinrei-

chender Begründung dargelegt hat, weshalb das Vorliegen entschuldba-

rer Gründe, die es dem Beschwerdeführer verunmöglicht hätten, den Be-

hörden innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des Asylgesuches 

Identitätsdokumente einzureichen, zu verneinen ist, 

dass der Beschwerdeführer den vorinstanzlichen Erwägungen in der 

Rechtsmitteleingabe nichts Substanzielles entgegenhält, sondern sich auf 

die Wiederholung seiner im vorinstanzlichen Verfahren gemachten Anga-

ben beschränkt, 

dass das Bundesverwaltungsgericht ebenfalls zum Schluss gelangt, das 

Verhalten des Beschwerdeführers lasse nicht darauf schliessen, er habe 

sich umgehend und ernsthaft um die Beschaffung seiner Reise- oder 

Identitätspapiere bemüht, weshalb die in Aussicht gestellte Identitätskarte 

nicht abzuwarten ist, 

dass mithin zu prüfen bleibt, ob das BFM aufgrund der Anhörung zu 

Recht weder die Flüchtlingseigenschaft festgestellt noch zusätzliche Ab-

klärungen zu deren Feststellung beziehungsweise derjenigen von Weg-

weisungsvollzugshindernissen als erforderlich erachtet hat, 

dass sich der Beschwerdeführer auch diesen Argumenten des Bundes-

amtes nichts Stichhaltiges entgegenhält, sondern sich darauf beschränkt, 

nochmals auf die schwierige Situation in seinem Heimatland zu verwei-

sen, 

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dass er damit die vorinstanzlichen Ausführungen nicht zu entkräften ver-

mag, 

dass gestützt auf die Aktenlage und die vorstehenden Erwägungen das 

Nichtbestehen der Flüchtlingseigenschaft nach Art. 3 und 7 AsylG und – 

wie sich aus den nachfolgenden Erwägungen zum Vollzug der Wegwei-

sung ergibt – das Fehlen von Wegweisungsvollzugshindernissen offen-

kundig erscheinen und sich aus den Akten keine Anhaltspunkte für die 

Annahme ergeben, das BFM habe eine mehr als bloss summarische ma-

terielle Prüfung vorgenommen oder zusätzliche Abklärungen getroffen, 

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG 

i.V.m. Art. 32 Abs. 3 AsylG zu Recht auf das Asylgesuch des 

Beschwerdeführers nicht eingetreten ist, 

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegweisung 

aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kan-

ton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf 

Erteilung einer solchen besteht (vgl. BVGE 2009/50 E. 9 S. 733 m.H.a. 

EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegweisung im Einklang mit 

den gesetzlichen Bestimmungen steht und demnach vom Bundesamt zu 

Recht angeordnet wurde (BVGE 2008/34 E. 9.2), 

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen 

Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern regelt, 

wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 

nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bundesgesetzes 

vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, 

SR 142.20]), 

dass bezüglich der Geltendmachung von Wegweisungshindernissen ge-

mäss ständiger Praxis des Bundesverwaltungsgerichts und seiner Vor-

gängerorganisation ARK der gleiche Beweisstandard wie bei der Flücht-

lingseigenschaft gilt, das heisst, sie sind zu beweisen, wenn der strikte 

Beweis möglich ist und andernfalls wenigstens glaubhaft zu machen (vgl. 

WALTER STÖCKLI, Asyl, in: Uebersax/Rudin/Hugi Yar/Geiser [Hrsg.], Aus-

länderrecht, 2. Aufl., Basel 2009, Rz. 11.148), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-

che Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder 

des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entge-

genstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG), 

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dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwun-

gen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem 

Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, 

zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 

AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über 

die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]), 

dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung dieser mass-

geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da es 

dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche 

Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, weshalb das in 

Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-

Refoulement im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet und kei-

ne Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung im Sinne 

von Art. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenos-

senschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), von Art. 3 des Übereinkom-

mens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, un-

menschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) 

und der Praxis zu Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 zum 

Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) er-

sichtlich sind, die dem Beschwerdeführer im Heimatland droht, 

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar 

erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von Situatio-

nen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notla-

ge konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG), 

dass weder die allgemeine Lage im Heimatstaat des Beschwerdeführers 

noch individuelle Gründe auf eine konkrete Gefährdung im Falle einer 

Rückkehr schliessen lassen,  

dass insbesondere bloss soziale und wirtschaftliche Schwierigkeiten, von 

denen die ansässige Bevölkerung im Allgemeinen betroffen ist, nicht ge-

nügen, um eine konkrete Gefährdung im Sinne von Art. 83 Abs. 4 AuG 

darzustellen (vgl. BVGE 2008/34 E. 11.2.2), 

dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist und das BFM 

zudem zutreffend dargelegt hat, weshalb die gesundheitliche Situation 

des Beschwerdeführers nicht zu einem anderen Resultat führt, 

dass der Vollzug der Wegweisung dem Beschwerdeführer in den Heimat-

staat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse bestehen 

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Seite 9 

(Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei der Be-

schaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und 

dazu auch BVGE 2008/34 E. 12 S. 513 - 515), 

dass nach dem Gesagten der vom Bundesamt verfügte Vollzug der 

Wegweisung zu bestätigen ist, 

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 

inwiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletzt, den rechts-

erheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststellt oder unan-

gemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen ist, 

soweit darauf einzutreten ist,  

dass mit vorliegendem Urteil das Beschwerdeverfahren abgeschlossen 

ist, weshalb sich die Anträge auf Verzicht auf die Erhebung eines Kosten-

vorschusses und Unterlassung der Datenweitergabe an die Behörden 

des Heimatstaates, welche ohnehin nur für die Dauer des Beschwerde-

verfahrens wirksam sind, als gegenstandslos erweisen, 

dass im Übrigen aus den dem Gericht vorliegenden Akten nicht hervor-

geht, die Vorinstanz habe den Beschwerdeführer betreffende Daten an 

den Heimatstaat weitergegeben, weshalb auf das Eventualbegehren, es 

sei bei bereits erfolgter Datenweitergabe der Beschwerdeführer darüber 

in einer separaten Verfügung zu informieren, mangels Rechtsschutzinte-

resses im Rahmen dieses Verfahrens nicht einzutreten ist, 

dass das mit der Beschwerde gestellte Gesuch um Gewährung der un-

entgeltlichen Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG abzuwei-

sen ist, da die Begehren – wie sich aus den vorstehenden Erwägungen 

ergibt – als aussichtslos zu bezeichnen waren, weshalb die kumulativen 

Voraussetzungen für die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege 

nicht erfüllt sind, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.– 

(Art. 1 – 3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 

Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 

SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 

und 5 VwVG). 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

2.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird ab-

gewiesen. 

3.   

Die Verfahrenskosten von Fr. 600.-- werden dem Beschwerdeführer auf-

erlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu Guns-

ten der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und die zuständi-

ge kantonale Behörde. 

 

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Robert Galliker Daniela Brüschweiler 

 

 

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