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**Case Identifier:** d64209d1-e40e-538d-95f4-13e6c7b3b968
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-03-11
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 11.03.2022 200 2021 883
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2021-883_2022-03-11.pdf

## Full Text

200 21 883 UV
FUE/SCC/WSI

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 11. März 2022

Verwaltungsrichter Furrer, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Kölliker, Verwaltungsrichter Knapp
Gerichtsschreiberin Schertenleib Gamero

A.________
vertreten durch B.________, Rechtsanwältin C.________
Beschwerdeführer

gegen

Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG 
Litigation Hauptbranchen, Postfach, 8085 Zürich
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 13. Dezember 2021

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. März 2022, UV/21/883, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1992 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) war 
ab September 2019 für die D.________ (Arbeitgeberin) tätig und dadurch 
bei der Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG (Zürich Versicherung bzw. 
Beschwerdegegnerin) obligatorisch unfallversichert (Akten der Zürich Ver-
sicherung [act. II] 1, 18, 23). Gemäss „Fragebogen Unfallhergang“ hatte der 
Versicherte am 22. November 2020 (22.00-22.30 Uhr) mit dem Vorgesetz-
ten einen Streit, wobei dieser ihn packte, ihm mit der Faust ins linke Auge 
schlug, ihn würgte und schliesslich gegen einen Tisch stiess, wobei der 
Versicherte mit dem Rücken auf die Tischkante fiel (act. II 18; vgl. auch act. 
II 23). Am 23. November 2020 (00.25 Uhr) erfolgte eine Erstbehandlung in 
der Notfallstation des Spital E.________ (act. II 19, 28) und die Arbeitgebe-
rin erstattete am 30. Dezember 2020 eine Schadenmeldung (act. II 1). Der 
beratende Arzt der Zürich Versicherung, PD Dr. med. F.________, Fach-
arzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsappa-
rates, nahm am 21. Juni 2021 eine versicherungsmedizinische Beurteilung 
vor (act. II 49). Gestützt darauf stellte die Zürich Versicherung mit Verfü-
gung vom 13. Oktober 2021 die Versicherungsleistungen (Heilbehandlung 
und Taggelder) im Zusammenhang mit den Rückenbeschwerden per 
31. März 2021 ein (act. II 63). Die vom Versicherten dagegen erhobene 
Einsprache (act. II 70, 73) wies die Zürich Versicherung mit Entscheid vom 
13. Dezember 2021 ab (act. II 77).

B.

Am 24. Dezember 2021 erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsan-
wältin C.________, beim Verwaltungsgericht des Kantons Bern Beschwer-
de und beantragte, es seien ihm auch für den Zeitraum nach dem 31. März 
2021 Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung auszurichten, ins-
besondere auch betreffend die Rückenbeschwerden. Das gleichentags 
eingereichte Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege zog der Beschwerde-
führer am 13. Januar 2022 zurück.

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Mit Beschwerdeantwort vom 25. Januar 2022 schloss die Beschwerdegeg-
nerin auf Abweisung der Beschwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 6. 
Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde grundsätz-
lich einzutreten (vgl. allerdings E. 1.2).

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 13. Dezem-
ber 2021 (act. II 77). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf Leistungen 
der obligatorischen Unfallversicherung über den 31. März 2021 hinaus und 
dabei, ob die geklagten Rückenbeschwerden noch kausal zum Ereignis 
vom 22. November 2020 waren. 

Soweit der Beschwerdeführer – indem er eine Weiterausrichtung der UVG-
Leistungen „auch“ in Bezug auf die Rückenbeschwerden beantragt (vgl. 
Beschwerde S. 2, Rechtsbegehren Ziff. I/2) – Leistungsansprüche betref-

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fend den Augen- und psychischen Beschwerden geltend macht (Be-
schwerde S. 4, 6), ist auf die Beschwerde nicht einzutreten, weil in der zu-
grundeliegenden Verfügung vom 13. Oktober 2021 nicht darüber befunden 
wurde und das Einspracheverfahren nicht übersprungen werden darf. Mit 
Blick darauf hat die Beschwerdegegnerin auch im angefochtenen Einspra-
cheentscheid vom 13. Dezember 2021 richtigerweise einzig über die gel-
tend gemachten Rückenbeschwerden befunden, womit es insoweit an ei-
nem Anfechtungsobjekt fehlt (vgl. auch E. 3.1 hiernach).

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 UVG). 
Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines 
ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine 
Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit 
oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG). 

2.2 Der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung 
setzt nebst anderem einen natürlichen und adäquaten Kausalzusammen-
hang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus (BGE 
147 V 161 E. 3.1 S. 162, 129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181).

2.2.1 Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitli-
chen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tat-
frage, worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im 
Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversi-
cherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 

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zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhanges genügt für 
die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 142 V 435 E. 1 
S. 438, 129 V 177 E. 3.1 S. 181; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

2.2.2 Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusam-
menhang muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbe-
dingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversiche-
rungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahr-
scheinlichkeit nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich 
fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalles genügt nicht. Da es sich 
hierbei um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweis-
last – anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher 
Kausalzusammenhang gegeben ist – nicht bei der versicherten Person, 
sondern beim Unfallversicherer (BGE 146 V 51 E. 5.1 S. 56).

2.3 Zur Klärung der Leistungspflicht des Unfallversicherers, insbeson-
dere der Frage der natürlichen Kausalität, ist die Verwaltung (und im Be-
schwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und gege-
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe 
des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen 
und dazu Stellung zu nehmen (vgl. BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 
E. 4 S. 99; SVR 2018 IV Nr. 27 S. 87 E. 4.2.1).

3.

3.1 Vorab rügt der Beschwerdeführer, die Beschwerdegegnerin habe 
sich lediglich zu den Rückenbeschwerden geäussert, nicht aber zu den 
weiteren Beschwerden, insbesondere den Augen- und psychischen Be-
schwerden. Deshalb sei unklar, welche Leistungen eingestellt werden sol-
len (Beschwerde S. 4 Ziff. IV/1). Wie sich jedoch bereits aus den Dispositiv-
Ziffern 3.1 und 3.2 der Verfügung vom 13. Oktober 2021 (act. II 63) ergibt, 
lehnte die Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht ab 1. April 2020 (ein-
zig) „im Zusammenhang mit den Rückenbeschwerden“ ab; der Einwand, es 
sei unklar, welche Leistungen genau eingestellt werden sollten, ist folglich 
unbegründet. 

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Der Beschwerdeführer beanstandet weiter, die Beschwerdegegnerin habe 
zu Unrecht gesondert über die Leistungspflicht bezüglich der Rückenbe-
schwerden verfügt bzw. insoweit die Leistungen per 31. März 2021 einge-
stellt. Rechtsprechungsgemäss müsse über die gesamten Beschwerden – 
hier nebst den Rückenbeschwerden auch die Augen- und psychischen Be-
schwerden – stets ein integraler Gesamtentscheid gefällt werden mit Prü-
fung des Anspruchs auf eine Invalidenrente und eine Integritätsentschädi-
gung (Beschwerde S. 4 Ziff. IV/2 ff.). Dem Beschwerdeführer ist insoweit 
beizupflichten, als in gewissen Konstellationen, namentlich wenn eine 
Adäquanzprüfung psychischer Beschwerden vorzunehmen ist, ein separa-
ter Fallabschluss einerseits für psychische und (ein zeitlich nachgelagerter 
Fallabschluss) andererseits für somatische Beschwerden nicht in Betracht 
fällt, weil der Zeitpunkt bzw. die konkrete Prüfung der einzelnen Adäquanz-
kriterien von den somatischen Unfallfolgen beeinflusst wird (illustrativ dazu 
Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 17. Juli 2018, 8C_210/2018, 
E. 3.2). Hier verhält es sich – wie die Beschwerdegegnerin zutreffend be-
merkt (Beschwerdeantwort S. 4 Ziff. 2b) – jedoch anders: Als erstes wurde 
über die natürliche Kausalität eines einzelnen, von den übrigen Beschwer-
den klar abgrenzbaren somatischen Beschwerdebilds in Form von Rü-
ckenbeschwerden und damit über eine frühere, gesonderte Leistungsein-
stellung entschieden. Weshalb diese separate Beurteilung, die im Ergebnis 
und einzig betreffend dieses Beschwerdebild einen Anspruch auf Dauer-
leistungen ausschliesst, unzulässig sein sollte, legt der Beschwerdeführer 
nicht substanziiert dar und ist auch nicht erkennbar. Müsste die Beschwer-
degegnerin abwarten, bis alle Ansprüche "spruchreif" sind, hätte sie unter 
Umständen weiterhin Leistungen auch für längst nicht mehr natürlich kau-
sal zum Unfall stehende somatische Beschwerden zu erbringen, weshalb 
der Beschwerdegegnerin beizupflichten ist, dass die Pflicht eines integralen 
Gesamtentscheids im Zeitpunkt (erst) bei "Spruchreife aller Ansprüche" 
nicht praktikabel wäre. 

3.2 Es ist zu Recht unbestritten, dass das Ereignis vom 22. November 
2020, bei dem der Beschwerdeführer gemäss Fragebogen zum Unfallher-
gang von seinem Vorgesetzten gepackt und mit der Faust ins linke Auge 
geschlagen und in der Folge gegen einen Tisch gestossen wurde, wobei er 
mit dem Rücken auf die Tischkante fiel (act. II 18 Ziff. 2.1), einen Unfall im 

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Rechtssinne (E. 2.1 hiervor) darstellt und dass der Beschwerdeführer in der 
Folge namentlich unter Rückenbeschwerden litt (vgl. E. 3.3 hiernach). Ent-
sprechend hat die Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht anerkannt und 
die gesetzlichen Leistungen in Form von Heilbehandlung bis zum 31. März 
2021 erbracht (act. II 23 S. 2). Folglich ist zu prüfen, ob die natürliche Kau-
salität zwischen dem Ereignis vom 22. November 2020 und den über den 
31. März 2021 hinaus geklagten Rückenbeschwerden weggefallen ist, 
wofür die Beweislast bei der Beschwerdegegnerin liegt (vgl. E. 2.2.2 hier-
vor).

3.3 Den Akten ist aus medizinischer Sicht im Wesentlichen das Folgen-
de zu entnehmen:

3.3.1 Im Konsultationsbericht vom 23. November 2020 führte Dr. med. 
G.________, Notfallstation des Spitals E.________, aus, der Beschwerde-
führer sei vom Vorgesetzten während 20 Sekunden am Hals stark gewürgt 
worden, und er sei zur Feststellung der Schläge erschienen (act. II 28). Der 
körperliche Status wurde wie folgt beschrieben: Leichte Hämatome von 
einigen Millimetern am seitlichen Rand der linken Augenhöhle, multiple 
Kratzspuren seitlich links am Hals, unregelmässiges Erythem in ovaler 
Form mit ungefähr 2,5 cm Durchmesser auf der Höhe Th10, multiple ery-
thematöse Spuren, besonders links (act. II 19).

3.3.2 Dr. med. H.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates, diagnostizierte im Bericht vom 3. 
Februar 2021 persistierend lumbospondylogene, fraglich zusätzlich lumbo-
radikuläre Schmerzen rechts nach Kontusion des Rückens im Streit mit 
dem Chef. Dieser habe den Beschwerdeführer nach hinten geschleudert 
und Letzterer sei mit dem Rücken gegen einen Tisch gestossen. Seither 
bestünden persistierende Schmerzen im Kreuz, ab und zu via rechte Ge-
säss-/Hüftregion etwas in den Oberschenkel rechts ausstrahlend. Kraft und 
Sensibilität seien subjektiv erhalten. Die Schmerzen lägen vor allem beim 
Gehen und Sitzen vor. Beim Liegen und nachts sei es besser (act. II 32).

3.3.3 Im Bericht vom 4. Februar 2021 legte Dr. med. I.________, Fach-
arzt für Radiologie, Klinik J.________, gestützt auf eine Röntgenaufnahme 
und ein MRI der LWS vom gleichen Tag dar, es liege kein Nachweis von 

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frischen traumatischen ossären Veränderungen vor; es bestünden kleine, 
breitbasige mediane Vorwölbungen der Bandscheiben TH11/12 und L1/2, 
ohne signifikante Spinalkanalverengung oder Nervenwurzelkompression. 
Im Übrigen bestehe ein normaler radiographischer und MR-
tomographischer Befund der LWS (act. II 27).

3.3.4 Im Bericht vom 9. Februar 2021 führte Dr. med. H.________ aus, 
der Beschwerdeführer leide noch an lumbospondylogenen Beschwerden 
und es sei in der durchgeführten radiologischen Abklärung eine Diskuspro-
trusion BWK11/12 und LWK1/2 mit Diskopathiezone ohne Neurokompres-
sion festgestellt worden. Zusätzlich bestehe ein möglicher Zustand nach 
fraglichen Deckplattenfrakturen BWK12 und LWK1, zum aktuellen Zeit-
punkt absolut abgeheilt und ohne jegliche Anreicherung in der Kontrastmit-
telaufnahme. Daneben liege auch eine Hyperlordose lumbosakral vor. Die-
se Befunde habe er dem Patienten anhand der Röntgen- und MRI-Bilder 
erklärt. Eine Operationsindikation bestehe nicht und eine relevante Neuro-
kompression bestehe ebenfalls nicht. Die beschriebenen pathologischen 
Veränderungen an den Segmenten BWK11 bis LWK2 seien möglicherwei-
se Unfallfolgen und könnten zu gewissen Restbeschwerden führen. Er 
empfehle als Therapiegrundlage eine physiotherapeutisch durchgeführte 
Rücken-/Haltungsschulung sowie Instruktion zur Rumpfmuskelisometrie 
und stelle dazu eine Verordnung aus. Dann empfehle er dem Patienten, 
baldmöglichst eine Arbeitstätigkeit wiederaufzunehmen. Weitere Nachkon-
trollen seien bei ihm nicht vorgesehen. Sollte die verordnete Physiotherapie 
die Beschwerden nicht genügend lindern und damit die Arbeitsfähigkeit des 
Patienten nicht gegeben sein, so empfehle er nach spätestens einem Mo-
nat zusätzlich die Durchführung einer periduralen Infiltration durch einen 
Anästhesisten (act. II 33). 

3.3.5 In der versicherungsmedizinischen Beurteilung vom 21. Juni 2021 
hielt PD Dr. med. F.________ fest, spätestens nach Vorliegen der MRI-
Abklärung vom 4. Februar 2021 sei klar, dass die Attacke vom 23. Novem-
ber 2020 (richtig: 22. November 2020) keine strukturellen Verletzungen in 
der unteren Wirbelsäule zur Folge gehabt habe. Somit dürfe von einer Kon-
tusion bzw. Distorsion der Wirbelsäule infolge Unfall gesprochen werden, 

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deren Folgen spätestens per Ende März 2021 komplett abgeheilt seien 
(act. II 49).

3.4

3.4.1 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

3.4.2 Auch reine Aktengutachten können beweiskräftig sein, sofern ein 
lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die fachärztli-
che Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts 
geht, mithin die direkte ärztliche Befassung mit der versicherten Person in 
den Hintergrund rückt (vgl. SVR 2020 IV Nr. 38 S. 134 E. 4.3).

3.4.3 Urteilt das Gericht indessen abschliessend gestützt auf Beweis-
grundlagen, die aus dem Verfahren vor dem Sozialversicherungsträger 
stammen, sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. 
Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssig-
keit der ärztlichen Feststellungen, sind ergänzende Abklärungen vorzu-
nehmen (BGE 142 V 58 E. 5.1 S. 65, 135 V 465 E. 4.4 S. 470, 122 V 157 
E. 1d S. 162).

3.5 Der Bericht von PD Dr. med. F.________ vom 15. Juni 2021 (act. II 
49) erfüllt die Anforderungen an den Beweiswert einer Aktenbeurteilung 
(vgl. E. 3.4.2 hiervor). PD Dr. med. F.________ hatte namentlich Kenntnis 
der Berichte der erstbehandelnden Dr. med. G.________, des behandeln-
den Dr. med. H.________ sowie der bildgebenden Abklärungen. Dass er 
keine eigene Untersuchung vorgenommen hat, schmälert – entgegen der 
Ansicht des Beschwerdeführers (Beschwerde S. 5 Ziff. IV/7) – den Be-

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weiswert seines Berichts nicht. Eine klinische Exploration war entbehrlich, 
konnte er sich doch gestützt auf die vorgelegten Berichte und die Bildge-
bung ein gesamthaft lückenloses Bild verschaffen. Zudem kann insbeson-
dere die Kausalität im Rahmen eines Aktenberichts erörtert werden (vgl. 
Entscheid des BGer vom 9. November 2011, 8C_383/2011, E. 4.2). 
Schliesslich musste er sich, entsprechend seinem Fachgebiet als orthopä-
discher Chirurge, nur zu den Rückenbeschwerden äussern (Beschwerde S. 
5 Ziff. IV/7).

PD Dr. med. F.________ hat zwar kurz und knapp, indes nachvollziehbar 
und schlüssig mit Bezug auf die Akten, die bildgebenden Befunde und den 
Unfallhergang begründet, weshalb der Status quo sine vel ante per Ende 
März 2021 erreicht bzw. – im Umkehrschluss – die weiterhin geklagten 
Rückenbeschwerden nicht mehr im Zusammenhang mit dem Unfall vom 
22. November 2020 stehen. Er begründete dies mit dem Umstand, dass 
weder im LWS-MRI noch im Röntgen vom 4. Februar 2021 Hinweise auf 
frische Traumafolgen vorlagen, mithin es durch die Attacke vom 22. No-
vember 2020 zu keinen strukturellen Verletzungen der unteren Wirbelsäule 
gekommen ist. Nachvollziehbar und einleuchtend ging PD Dr. med. 
F.________ von einer Kontusion bzw. Distorsion der Wirbelsäule aus, wo-
bei deren Folgen spätestens per Ende März 2021 ausgeheilt seien (act. II 
49). Die Einschätzung von PD Dr. med. F.________ steht auch im Einklang 
mit der Rechtsprechung, wonach in Fällen, in denen ein degenerativer Vor-
zustand der Wirbelsäule (hier namentlich Diskusprotrusionen BWK11/12 
und LWK1/2) durch einen Unfall nur aktiviert (aber nicht verursacht) wird, 
das Erreichen des Status quo sine bei posttraumatischen Lumbalgien und 
Lumboischialgien nach drei bis vier Monaten erwartet werden kann (Ent-
scheid des BGer vom 27. April 2021, 8C_19/2021, E. 7.2). 

Der Bericht des Dr. med. H.________ vom 9. Februar 2021, auf den sich 
der Beschwerdeführer beruft (Beschwerde S. 5 Ziff. IV/8), vermag keinen 
auch nur geringen Zweifel an der Aktenbeurteilung des PD Dr. med. 
F.________ zu wecken (vgl. E. 3.4.3 hiervor). Soweit der behandelnde Arzt 
postulierte, die in der Bildgebung vom 4. Februar 2021 beschriebenen pa-
thologischen Veränderungen an den Segmenten BWK11 bis LWK2 seien 
"möglicherweise Unfallfolgen" und könnten zu gewissen Restbeschwerden 

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führen, ist erstens festzustellen, dass die blosse Möglichkeit den Anforde-
rungen an den hier massgebenden Beweisgrad der überwiegenden Wahr-
scheinlichkeit (vgl. BGE 144 V 427 E. 3.2 S. 429) nicht genügt und zwei-
tens, dass Dr. med. I.________, der im Gegensatz zu Dr. med. 
H.________ über eine fachärztliche Befähigung in Radiologie verfügt, im 
Bericht vom 4 Februar 2021 eine solche These nicht äusserte (act. II 27). 

Zusammenfassend hat die Beschwerdegegnerin den Nachweis erbracht, 
dass kein natürlicher Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vom 
22. November 2020 und den nach dem 31. März 2021 geklagten Rücken-
beschwerden besteht. Der Sachverhalt ist hinreichend abgeklärt. Weitere 
medizinische Sachverhaltserhebungen erübrigen sich in antizipierter Be-
weiswürdigung (vgl. BGE 144 V 361 E. 6.5 S. 368, 124 V 90 E. 4b S. 94, 
122 V 157 E. 1d S. 162; SVR 2019 IV Nr. 50 S. 163 E. 4).

3.6 Nach dem Dargelegten ist der angefochtene Einspracheentscheid 
vom 13. Dezember 2021 (act. II 77) nicht zu beanstanden und die Be-
schwerde ist abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.

4.

4.1 Das Verfahren betreffend das Gesuch um unentgeltliche Rechts-
pflege unter Beiordnung von Rechtsanwältin C.________ als amtliche An-
wältin ist infolge Rückzugs vom Geschäftsverzeichnis abzuschreiben.

4.2 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. fbis ATSG 
(Umkehrschluss; vgl. auch BBl 2018 1639) sind keine Verfahrenskosten zu 
erheben.

4.3 Es ist keine Parteientschädigung zuzusprechen (Art. 1 Abs. 1 UVG 
i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG [Umkehrschluss]).

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Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Das Verfahren betreffend das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege 
und Beiordnung von Rechtsanwältin C.________ als amtliche Anwältin 
wird vom Geschäftsverzeichnis abgeschrieben.

3. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Parteien-
tschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwältin C.________ z.H. des Beschwerdeführers
- Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG, Litigation Hauptbranchen 
- Bundesamt für Gesundheit

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-

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desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.