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**Case Identifier:** cfe6371b-9e0d-5382-8e81-d54a33bc877b
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-04-12
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 4. Kammer 12.04.2016 A 2015 22
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_004_A-2015-22_2016-04-12.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

A 15 22 und 23

4. Kammer 

Vorsitz Racioppi
Richter Stecher, Meisser 

Aktuar Gross

URTEIL

vom 12. April 2016

in der Streitsache

A._____,

B._____ AG,
beide vertreten durch Rechtsanwalt MLaw Christian Fey,

Beschwerdeführer
gegen 

Gemeinde X._____,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Duri Pally,

Beschwerdegegnerin

betreffend Anschlussgebühren

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1. Die Parzelle 2476 in X._____ ist durch Aufteilung der Stammparzelle 346 

in die Parzellen 346, 2455 und 2476 entstanden. Im Jahre 2009 wurden 

auf allen drei Parzellen Bauarbeiten bewilligt (Umbau Wohn- und Ge-

schäftshaus sowie Neubau Wohnhaus). Strittig sind die von der Gemein-

de für die Umbauarbeiten in Rechnung gestellten Anschlussgebühren auf 

der Parzelle 2476 (Eigentümer A._____ [Beschwerdeverfahren A 15 22]) 

und auf der Parzelle 346 (Eigentümerin B._____ AG [Beschwerdeverfah-

ren A 15 23]). Es geht um dieselbe Rechtsfrage, weshalb die beiden Be-

schwerdeverfahren A 15 22 und 23 durch Beschluss des Instruktionsrich-

ters vom 2. Juni 2015 prozessual zusammengelegt wurden und die Ange-

legenheit deshalb in einem einzigen Urteil zu entscheiden ist.

2. Auf Parzelle 2476 wurden reine Sanierungsarbeiten am Chalet von 

A._____ ausgeführt, weil – gemäss eigener Aussage – in den 35 Jahren 

zuvor praktisch nichts in diese Liegenschaft investiert worden sei.

3. Auf Parzelle 346 wurden Sanierungsarbeiten am bestehenden Wohnraum 

ausgeführt. Ergänzt wurde die Nutzung durch einen Anbau, welcher als 

Terrasse und für den Liftschacht dient. Gemäss der B._____ AG betrage 

diese Erweiterung 388.62 m2. Im Übrigen seien sowohl die Nutzung als 

auch das Volumen unverändert geblieben.

4. Die Umbauarbeiten sowohl auf Parzelle 346 als auch auf Parzelle 2476 

wurden im Jahre 2014 abgeschlossen. Die Bauabnahmen erfolgten am 

30. Juni 2014. Baubeginn der letzten Ausbauetappe der Gesamtüberbau-

ung, die sowohl die Parzelle 346 als auch die Parzelle 2476 betroffen hat, 

war laut Gemeinde aktenkundig der 15. April 2013. Die Eigentümer der 

Parzellen 346 und 2476 machen in der Beschwerde hingegen geltend, die 

Bauarbeiten hätten erst nach Inkrafttreten des neuen Rechts, also nach 

dem 1. Juli 2013 begonnen, ohne dies jedoch irgendwie zu belegen.

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5. Am 7. Januar 2013 stellte die Gemeinde die provisorische Anschlussge-

bühr in der Höhe von Fr. 426'500.-- (inkl. MWSt) in Rechnung (bestehend 

aus: Fr. 102'500.-- für Wasser und Fr. 324'000.-- für Abwasser). Grundla-

ge für die provisorische Veranlagung der Gebühren bildete der geschätzte 

Mehrwert für die Gesamtüberbauung von Fr. 10 Mio. Diese Rechnungen 

wurden beglichen.

6. Nach erfolgter Neuschätzung der Liegenschaften auf den Parzellen 346 

und 2476 erstellte die Gemeinde die definitiven Abrechnungen für die Ab-

geltung der Wasser- und Abwasseranschlussgebühren. Diese Abrech-

nungen wurden auf der Basis der Schätzung des Kantonalen Schätzungs-

bezirks 5 vom 3. November 2014 erstellt.

7. Die dagegen eingereichten Einsprachen wurden von der Gemeinde mit 

Entscheid vom 16. März 2015 abgewiesen. Gegen diesen Einspracheent-

scheid erhoben A._____ sowie die B._____ AG Beschwerde beim Ver-

waltungsgericht des Kantons Graubünden. Während A._____ die Aufhe-

bung des angefochtenen Entscheides und den Verzicht auf die Erhebung 

von Wasser- und Abwassergebühren beantragt, verlangt die B._____ AG 

die Aufhebung des angefochtenen Entscheids und eine Reduktion der 

Gebühren (nur) auf die neu hinzugekommenen 388.62 m2. 

A._____ und die B._____ AG (hiernach Beschwerdeführer genannt) ma-

chen geltend, dass die Gemeinde zu Unrecht im Einspracheentscheid 

festhalte, dass der massgebliche Zeitpunkt für die Erhebung der An-

schlussgebühren der Zeitpunkt der Erteilung der Baubewilligung (also das 

Jahr 2009) sei. Die Tatsache, dass eine provisorische Veranlagung erfolgt 

und bereits bezahlt worden sei, spiele keine Rolle. Gegen eine provisori-

sche Veranlagung habe ohnehin kein Rechtsmittel bestanden. Sowohl 

nach altem als auch nach neuem Recht könnten die nachträglichen An-

schlussgebühren erst nach der Bauabnahme und Neuschätzung erfolgen. 

Dies sei im Jahre 2014 gewesen, also über ein Jahr nach dem Inkrafttre-

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ten der neuen Bestimmungen. Im Jahre 2009 sei im Übrigen noch gar 

kein Mehrwert vorhanden gewesen, da die Bauarbeiten noch gar nicht 

ausgeführt worden seien. Solange ein Bauherr von einer Baubewilligung 

keinen Gebrauch mache, bestehe kein Mehrwert. Die Bauarbeiten seien 

erst nach Inkrafttreten des neuen Rechts ausgeführt und abgeschlossen 

worden. Daher sei das neue Recht anzuwenden, zumal dieses keine in-

tertemporale Regelung vorsehe, wonach schon bewilligte Bauvorhaben 

noch nach altem Recht zu beurteilen seien. Zusätzlich wird – quasi mit 

denselben Argumenten – eine Verletzung des Willkürverbots und des 

Gleichbehandlungsgebots geltend gemacht.

8. Mit Vernehmlassung vom 1. Juni 2015 beantragt die Gemeinde (hiernach 

Beschwerdegegnerin) die Abweisung der Beschwerden. Mit der letzten 

Bauetappe sei am 15. April 2013 begonnen worden. Weil das neue Recht 

keine intertemporale Regelung kenne, sei jene Bestimmung anwendbar, 

die im Zeitpunkt der Verwirklichung des die Gebührenpflicht begründen-

den Sachverhalts Geltung hatte. Bei Neubauten entstehe die Anschluss-

gebührenpflicht mit dem direkten oder indirekten Anschluss. Bei einem 

Neubau erfolge der "Anschluss" in der Regel im Rahmen der Baumeister-

arbeiten, d.h. im vorderen Drittel bzw. in der vorderen Hälfte der Bauar-

beiten und damit lange vor Bauvollendung. Die massgeblichen Sachver-

haltselemente seien Baubewilligung, Baubeginn und Anschluss. Diese 

Grundsätze würden keine unmittelbare Anwendung finden, wenn es um 

nachträgliche Umbauten gehe. Jedoch müssten dieselben Tatbestands-

elemente massgebend sein. Vorliegend finde kein neuer Anschluss statt, 

da dieser bereits bestehe. Daher löse der Baubeginn die Anschlussge-

bühr aus. Die Ansicht der Beschwerdeführer, wonach die streitigen Ge-

bührennachforderungen erst im Zeitpunkt der Bauvollendung bzw. nach 

Eingang der amtlichen Schätzung entstanden seien, sei zu verneinen. So 

halte auch das Bundesgericht fest, dass sich die rechtlichen Vorausset-

zungen für die Gebührenerhebung nach dem Zeitpunkt bestimmen wür-

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den, in dem der Anschluss vollzogen werde. Alle nach diesem Zeitpunkt 

eingetretenen Sachverhaltsdaten (Bauvollendung, Bauabnahme, amtliche 

Schätzung, etc.) seien nicht massgebend (BGE 103 Ia 26, S. 29).

9. In ihrer Replik machen die Beschwerdeführer noch geltend, dass bei der 

nachträglichen Anschlussgebühr der aus den baulichen Änderungen ent-

standene Mehrwert belastet werde. Es könne nur etwas mit einer Gebühr 

belastet werden, was vorhanden sei. Dieser Mehrwert entstehe erst mit 

der Vollendung des Bauwerks; bei Erteilung der Baubewilligung oder bei 

Baubeginn seien diese Werte auf den jeweiligen Grundstücken noch nicht 

realisiert worden.

10. In ihrer Duplik unterstreicht die Beschwerdegegnerin nochmals, dass der 
Zeitpunkt der Bauvollendung bzw. der darauf folgende amtliche Schätz-

wert nur für die Bestimmung des Umfangs der Abgabe relevant sei, nicht 

hingegen für die Begründung der Abgabepflicht. 

Auf die weiteren Vorbringen und Argumente der Parteien wird, soweit 

erforderlich, im Rahmen der Erwägungen noch eingetreten. 

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. a) Nach Art. 49 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 

(VRG; BR 370.100) beurteilt das Verwaltungsgericht Beschwerden gegen 

Entscheide von Gemeinden, soweit diese nicht bei einer anderen Instanz 

angefochten werden können oder nach kantonalem oder eidgenössi-

schem Recht endgültig sind. Der angefochtene Einspracheentscheid vom 

16. März 2015, mit welchem die Beschwerdegegnerin die Beschwerde-

führer definitiv mit Anschlussgebühren für die im Jahre 2014 getätigten 

Umbau- und Sanierungsarbeiten auf ihren Grundstücken (Parzelle 346 

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und 2476) veranlagte, ist weder endgültig noch kann er bei einer anderen 

Instanz angefochten werden. Der angefochtene Entscheid stellt damit ein 

taugliches Anfechtungsobjekt für ein Verfahren vor dem Verwaltungsge-

richt des Kantons Graubünden dar. Als Adressaten des Entscheids sind 

die Beschwerdeführer berührt und weisen ein schutzwürdiges Interesse 

an dessen Aufhebung auf (Art. 50 VRG). Auf die zudem frist- und formge-

recht eingereichte(n) Beschwerde(n) vom 23. April 2015 ist daher einzu-

treten. 

b) Gestützt auf Art. 6 lit. a VRG sind die beiden Beschwerdeverfahren A 15 

22 und A 15 23 zum gleichen Rechtsgegenstand vom Instruktionsrichter 

am 2. Juni 2015 verfahrensrechtlich vereinigt worden, weshalb sie nun 

auch in einem Urteil materiell behandelt und entschieden werden können 

(s. dazu bereits im Sachverhalt Ziff. 1, hiervor).

c) Beschwerdethema ist vorliegend einzig die Frage nach dem anwendba-

ren Recht für die Erhebung der definitiven Anschlussgebühren für die 

Wasser- und Abwasserentsorgung, zumal die provisorischen Anschluss-

gebühren über Fr. 426‘500.-- für die Gesamtüberbauung von Fr. 10 Mio. 

schon bezahlt worden sind (Sachverhalt Ziff. 5). Während die Beschwer-

degegnerin die Anschlussgebühren gestützt auf Art. 40 ff. des Wasser-

versorgungsgesetzes (WVG) vom 26. März 2006 und auf Art. 38 ff. des 

Abwasserentsorgungsgesetzes (AbwG) vom 26. März 2006 festgesetzt 

hat, verlangen die Beschwerdeführer die Anwendung der beiden am 3. 

März 2013 revidierten Wasserversorgungs- und Abwasserentsorgungs-

gesetze (WVG/AbwG), die zeitgleich am 1. Juli 2013 in Kraft gesetzt wur-

den. Der Unterschied zwischen den Gesetzestexten besteht darin, dass 

das bisherige Recht (gültig bis 30. Juni 2013) Anschlussgebühren auch 

auf Umbauten vorsah, die keinen Einfluss auf das Volumen des Gebäu-

des hatten; während das neue Recht (Version gültig ab 1. Juli 2013) vor-

sieht, dass nachträgliche Anschlussgebühren bei Umbauten und Renova-

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tionen nur geschuldet sind, sofern sich das Gebäudevolumen ebenfalls 

verändert. Anzumerken bleibt noch, dass das neue Recht keine Überg-

angsbestimmung für die Regelung allfälliger Konfliktsituationen enthält. 

Die Streitfrage des hier anwendbaren Rechts ist somit anhand des Wort-

lauts der einzelnen Bestimmungen und des konkret zu beurteilenden 

Sachverhalts zu beantworten, zumal verschiedene Anknüpfungspunkte für 

die Erhebung der strittigen Anschlussgebühren denkbar sind, so z.B. der 

Zeitpunkt für die Erteilung der Baubewilligung, des Baubeginns, des Bau-

abschlusses, der Bauabnahme oder der amtlichen Schätzung des ge-

schaffenen Mehrwerts am Gesamtobjekt. Genau diesen korrekten Zeit-

punkt für die Festlegung der Fälligkeit der strittigen Anschlussgebühren 

gilt es nachfolgend zu klären und zu entscheiden.

2. a) Ausgangspunkt für die materielle Beurteilung des Falles müssen die ein-

schlägigen Gesetzesbestimmungen der vier möglicherweise zur Anwen-

dung gelangenden Wasserversorgung- und Abwasserentsorgungsgeset-

ze der Beschwerdegegnerin sein:

Art. 40 Ziff. 1-3 WVG – Anschlussgebühren (Version gültig bis 30. Juni 2013)
1 Für Neubauten und bestehende Bauten, die erstmals an die Wasserversor-

gungsanlagen der Gemeinde angeschlossen werden, haben die Grundei-
gentümer/Innen eine einmalige Anschlussgebühr von 1% des Neuwertes 
gemäss amtlicher Schätzung zu bezahlen.

2 Erhöht sich durch nachträgliche bauliche Vorkehren der Neuwert gegenüber 
dem früheren aufgrund des Gebäudeversicherungsindexes angepassten 
Wert, so ist auf diesen Mehrwert die Anschlussgebühr nachzuzahlen. An- 
und Aufbauten im Sinne von Erweiterungsbauten sowie der Wiederaufbau 
abgebrochener oder zerstörter Gebäude werden analog behandelt.

3 Jener Teil des Neuwerts, welcher auf unmittelbar der Gewinnung erneuer-
barer Energie dienenden Anlagen (ohne Kleinstanlagen wie Cheminées mit 
Umluftwärmerückgewinnung und dgl.) entfällt, ist von der Anschlussgebühr 
befreit.

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Art. 43 Ziff. 1-3 WVG – Fälligkeit Anschlussgebühr (Unverändert gültig)
1 Die Anschlussgebühren für Neubauten und nachträgliche bauliche Verände-

rungen werden mit dem Baubeginn, jene für bestehende Bauten mit dem 
Anschluss fällig.

2 Bei grossen Überbauungen mit mehreren Einzelbauten werden die An-
schlussgebühren bei Baubeginn der einzelnen Bauetappen fällig.

3 Die provisorisch veranlagten Gebühren sind bei Baubeginn, die übrigen Ge-
bühren innert 60 Tagen seit Zustellung der Rechnung zu bezahlen. Bei ver-
späteter Zahlung wird ein Verzugszins berechnet.

Art. 38 Ziff. 1-3 AbwG – Anschlussgebühren (Version gültig bis 30. Juni 2013)  
1 Für Neubauten und bestehende Bauten, die erstmals an die Abwasseranla-

gen der Gemeinde angeschlossen werden, haben die Grundeigentü-
mer/Innen eine einmalige Anschlussgebühr von 3% des Neuwertes gemäss 
amtlicher Schätzung zu bezahlen. 

2 Erhöht sich durch nachträgliche bauliche Vorkehren der Neuwert gegenüber 
dem früheren aufgrund des Gebäudeversicherungsindexes angepassten 
Wert, so ist für diesen Wert die Anschlussgebühr nachzuzahlen. An- und 
Aufbauten im Sinne von Erweiterungsbauten sowie der Wiederaufbau ab-
gebrochener oder zerstörter Gebäude werden analog behandelt.

3 Jener Teil des Neuwerts, welcher auf unmittelbar der Gewinnung erneuer-
barer Energie dienenden Anlagen (ohne Kleinstanlagen wie Cheminées mit 
Umluftwärmerückgewinnung und dgl.) entfällt, ist von der Anschlussgebühr 
befreit.

Art. 41 Ziff. 1-3 AbwG – Fälligkeit Anschlussgebühren (Unverändert gültig)  
1 Die Anschlussgebühren für Neubauten und nachträgliche bauliche Verände-

rungen werden mit Baubeginn, jene für bestehende Veränderungen mit dem 
Abschluss fällig.

2 Bei grossen Überbauungen mit mehreren Einzelbauten werden die An-
schlussgebühren bei Baubeginn der einzelnen Bauetappen fällig.

3 Die provisorisch veranlagten Gebühren sind bei Baubeginn, die übrigen Ge-
bühren innert 60 Tagen seit Zustellung der Rechnung zu bezahlen. Bei ver-
späteter Zahlung wird ein Verzugszins berechnet.

Laut rechtskräftiger Teilrevision des Wasserversorgungs- und Abwasser-

entsorgungsgesetzes vom 3. März 2013 wurden nur nachfolgende Be-

stimmungen inhaltlich abgeändert und neu wie folgt formuliert und er-

gänzt:

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Art. 40 Ziff. 2-4 WVG – Anschlussgebühren (Neuversion gültig ab 1. Juli 2013)
1 [Unverändert]
2 Erhöht sich durch nachträgliche bauliche Vorkehren der Neuwert gegenüber 

dem früheren aufgrund des Gebäudeversicherungsindexes angepassten 
Wert, so sind unter dem Vorbehalt von Abs. 3 und 4 für diesen Mehrwert die 
Anschlussgebühren nachzuzahlen. Diese Regelung findet bei Wiederauf-
bauten und Ersatzbauten analog Anwendung.

3 Werden bestehende funktionsfähige Gebäude bei gleichem Volumen und 
bei gleicher Nutzung renoviert oder umgebaut und resultieren daraus höhe-
re Neuwerte, so entfällt die Nachzahlungspflicht. Werden in diesem Zu-
sammenhang auch Anbauten erstellt, so wird nur deren Neuwert für die An-
schlussgebühren erfasst. 

4 Generell befreit sind jene Teile von Gebäuden, welche dazu dienen, über 
die gesetzlichen Vorgaben hinaus Energie einzusparen. Die Werte der be-
freiten Teile sind vor der definitiven Veranlagung bzw. vor Eingang der amt-
lichen Schätzung unaufgefordert nachzuweisen.

Art. 38 Ziff. 2-4 AbwG - Anschlussgebühren (Neuversion gültig ab 1. Juli 2013)
1 [Unverändert]
2 Erhöht sich durch nachträgliche bauliche Vorkehren der Neuwert gegenüber 

dem früheren aufgrund des Gebäudeversicherungsindexes angepassten 
Wert, so sind unter dem Vorbehalt von Abs. 3 und 4 für diesen Mehrwert die 
Anschlussgebühren nachzuzahlen. Diese Regelung findet bei Wiederauf-
bauten und Ersatzbauten analog Anwendung.

3 Werden bestehende funktionsfähige Gebäude bei gleichem Volumen und 
bei gleicher Nutzung renoviert oder umgebaut und resultieren daraus höhe-
re Neuwerte, so entfällt die Nachzahlungspflicht. Werden in diesem Zu-
sammenhang auch Anbauten erstellt, so wird nur deren Neuwert für die An-
schlussgebühren erfasst. 

4 Generell befreit sind jene Teile von Gebäuden, welche dazu dienen, über 
die gesetzlichen Vorgaben hinaus Energie einzusparen. Die Werte der be-
freiten Teile sind vor der definitiven Veranlagung bzw. vor Eingang der amt-
lichen Schätzung unaufgefordert nachzuweisen.

Am Ende des teilrevidierten Wasserversorgung- und Abwasserentsor-

gungsgesetzes wurde jeweils unter dem Titel Übergangsbestimmungen 

zur Revision bloss noch bestimmt: „Die Neuregelung der Anschluss- und 

Benutzungsgebühren gelangt erstmals per 1. Juli 2013 zur Anwendung.“

Mangels ausdrücklicher Übergangsregelung der hier interessierenden 

Streitfrage, ob auf den zu beurteilenden Sachverhalt noch das bis zum 

30. Juni 2013 gültige Recht (Meinung Beschwerdegegnerin) oder eben 

bereits das neu ab dem 1. Juli 2013 gültige Recht (Meinung Beschwerde-

führer) zur Anwendung komme, muss diese Frage aufgrund der allgemein 

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im Verwaltungsrecht gültigen Prinzipien über das jeweils anwendbare 

Recht entschieden werden.

b) Das Interesse am Schutz des Vertrauens der Betroffenen auf die Weiter-

geltung des bisherigen Rechts und an der Rechtssicherheit wird am bes-

ten gewahrt, wenn das im Zeitpunkt der Einleitung des Verfahrens gelten-

de Recht angewendet wird (HÄFELIN/ MÜLLER/UHLMANN, Allgemeines Ver-

waltungsrecht, 7. Aufl., Zürich/St.Gallen 2016, Rz. 292 f., S. 68). Gemäss 

neuerer Rechtsprechung des Bundesgerichts sollen jene Bestimmungen 

auf hängige Verfahren Anwendung finden, welche im Zeitpunkt der Ver-

wirklichung des Sachverhaltes Geltung haben. Dabei sei nur auf jenen 

Sachverhalt bzw. Tatbestand abzustellen, der rechtlich zu würdigen ist 

oder der zur Rechtsfolge führt (WIEDERKEHR/RICHLI, Praxis des allgemei-

nen Verwaltungsrechts, Band 1, Bern 2012, Rz. 777 und 783 mit ausführ-

lichem Verweis auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung; BGE 137 V 

105 E.5.3.1 = Pra. 100 [2011] Nr. 110 E.5.3.1; BGE 130 V 329 E.2.2 u. 

E.2.3 = Pra. 94 [2005] Nr. 95 E.2.2 u. E.2.3; BGE 129 V 1 E.1.2). Eine 

Ausnahme sei nur zu machen, wenn sich die Anwendung des neuen 

Rechts aus zwingenden Gründen – vor allem um der öffentlichen Ord-

nung willen – aufdränge, wie das namentlich bei neuen Bestimmungen im 

Bereich des Umweltschutzes der Fall ist (BGE 127 II 306 E.7c; BGE 126 

II 522 E.3b/aa; BGE 125 II 591 E.5e/aa mit weiteren Hinweisen). Betref-

fend die Erhebung von Kanalisationsgebühren hat das Bundesgericht 

schon entschieden, dass sich deren rechtliche Voraussetzungen nach 

dem Zeitpunkt, in dem der Anschluss vollzogen wird, bestimmen sollten. 

Die Entstehung des Anspruchs auf Erhebung der Anschlussgebühr richtet 

sich folglich nach der Erfüllung der gesetzlichen Voraussetzungen (Eintritt 

des Baubeginns), während die Veranlagung der Höhe der Anschlussge-

bühr erst später im Zuge der Vollstreckung der gesetzlichen Verpflichtung 

zur Anwendung gelangt (vgl. BGE 103 Ia 26 E.2). Dieser höchstrichterli-

chen Rechtsprechung gilt es auch hier gebührend Rechnung zu tragen.

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c) Bei einem Neubau ist klar, dass der Anschluss vor der Beendigung der 

Bauarbeiten erfolgt, noch sicherer vor der Bauabnahme und erst recht 

zeitlich vor der Neuschätzung. Massgeblicher Anknüpfungspunkt ist bei 

einem Neubau derjenige Zeitpunkt, in dem der Anschluss vollzogen wird 

(so BGE 103 Ia 26 E.2). Daran ändert auch nichts, wenn das alte und das 

neue Gebührengesetz der Beschwerdegegnerin bei Neubauten für die 

Fälligkeit der Forderung auf den Baubeginn abstellen (s. Art. 43 Ziff. 1 

WVG bzw. [Unverändert] neu Art. 40 Ziff. 1 WVG; sowie Art. 41 Ziff. 1 

AbwG bzw. [Unverändert] neu Art. 38 Ziff. 1 AbwG). Der Grund für die 

Festlegung des Fälligkeitszeitpunkts auf den Baubeginn dürfte aber einzig 

und allein darin liegen, dass überhaupt eine provisorische Veranlagung 

und eine Verzinsung der fälligen Forderung bei Nichtbezahlung der defini-

tiv festgelegten Anschlussgebühren erfolgen können.

3. a) Im konkreten Fall steht allerdings fest, dass weder auf Parzelle 346 (Sa-

nierungsarbeiten plus Anbau [für Terrasse/Liftschacht]) noch auf Parzelle 

2476 (Totalsanierung Chalet) ein Neubau erfolgt ist, weshalb auch nicht 

unbesehen auf den Baubeginn mit dem erstmaligen Anschluss der erfor-

derlichen Infrastrukturanlagen (für die Frischwasserversorgung und die 

Abwasserentsorgung) abgestellt werden kann, sondern offenkundig auf 

einen späteren Zeitpunkt im Sinne des "Vollzugs bzw. der konkreten Ge-

brauchsfähigkeit der erneuerten und/oder ergänzten Hausinfrastrukturan-

lagen" abzustellen ist. Bei einer Renovation wie auch bei einem Umbau/ 

Ausbau besteht schon ein Anschluss. Folglich ist hier festzulegen, in wel-

chem Zeitpunkt genau die Forderung entsteht. Es bestehen für die Be-

stimmung des Fälligkeitszeitpunkts verschiedene denkbare Anknüpfungs-

punkte, welche es nachfolgend im Detail zu erörtern und zu prüfen gilt.

b) Mit Sicherheit kann nicht der Zeitpunkt der Baubewilligung (2009) mass-

geblich für die Entstehung der Gebührenforderung sein. Dieser Zeitpunkt 

kommt schon deswegen nicht in Frage, weil die Bauherrschaft unter Um-

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ständen trotz Baubewilligung in der Folge auf den Umbau/Anbau oder die 

Renovation verzichten kann. Allenfalls wäre es aber denkbar, dass ein 

Mehrwert entsteht, für Umbauten im Innern eines Gebäudes, für welche 

keine Baubewilligung nötig wäre (z.B. Art. 86 Abs. 2 des Raumplanungs-

gesetzes für den Kanton Graubünden [KRG; BR 801.100] in Verbindung 

mit Art. 40 der Raumplanungsverordnung für den Kanton Graubünden 

[KRVO; BR 801.110] = nicht bewilligungspflichtige Bauvorhaben; oder le-

diglich ‚Meldeverfahren‘ gestützt auf Art. 50/51 KRVO vorgeschrieben). 

Ein Anknüpfen der Entstehung der Gebührenforderung an die Baubewilli-

gung würde in solchen Fällen also schon scheitern, weil gar keine Bau-

bewilligung besteht oder von der Baubewilligung kein Gebrauch gemacht 

wird. Dieser Anknüpfungspunkt – von der Beschwerdegegnerin zunächst 

im Einspracheentscheid vom 16. März 2015 noch selbst geltend gemacht 

– ist in der Praxis offensichtlich untauglich und deshalb falsch. Zu diesem 

Schluss ist die Beschwerdegegnerin in ihrer Vernehmlassung vom 1. Juni 

2015 bereits selber gelangt, da sie darin neuerdings an die letzte Bau-

etappe des Gesamtprojekts (April 2013) anknüpfte. Dieser nachträgliche 

Wechsel der Begründung für den massgebenden Zeitpunkt der Entste-

hung der Gebührenforderung wird allenfalls bei der Auferlegung der Ge-

richts- und Anwaltskosten zu berücksichtigen sein, weil die falsche Be-

gründung im Einspracheentscheid wohl erst zur Beschwerdeerhebung ge-

führt haben dürfte; umgekehrt hätte die abgeänderte Begründung in der 

erwähnten Vernehmlassung die Beschwerdeführer dazu veranlassen 

können, ihre Beschwerden zurückzuziehen. Dieser Ereignis- und Verfah-

rensablauf wird bei der Kostenverteilung einzubeziehen sein. 

c) Die Beschwerdeführer machen für ihren Standpunkt insbesondere gel-

tend, dass der massgebliche Zeitpunkt für die Entstehung der Gebühren-

forderung bei Abschluss der Arbeiten bzw. bei der Bauabnahme oder bei 

der Neuschätzung anzusiedeln sei. Dieser Argumentation kann nicht ge-

folgt werden. Die Neuschätzung ist wesentlicher Bestandteil zur Ermitt-

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lung der effektiven Höhe der geschuldeten Anschlussgebühren. Sie ist 

daher die Grundlage, ob die definitive Gebührenrechnung erlassen wer-

den kann. Die Entstehung der Forderung, welche die Basis für den Erlass 

der provisorischen Gebührenrechnung bildet, muss auf der Zeitachse 

damit früher angesiedelt werden. Die Beschwerdeführer vermischen diese 

unterschiedlichen Anknüpfungspunkte offensichtlich zu Unrecht.

d) Laut Wortlaut von Art. 43 Ziff. 1  WVG (in Version gültig bis 30. Juni 2013) 

bzw. neu Art. 40 Ziff. 1 WVG (Unverändert - Gültig ab 1. Juli 2013) sowie 

dem ebenfalls identischen Wortlaut von Art. 41 Ziff. 1 AbwG (alt) bzw. neu 

Art. 38 Ziff. 1 AbwG sind die Anschlussgebühren für Neubauten und für 

nachträgliche bauliche Veränderungen mit Baubeginn fällig. Wenn nun al-

so gemäss eindeutiger gesetzlicher Formulierung bei Umbauten die An-

schlussgebühren mit Baubeginn fällig werden, spricht dies durchaus 

dafür, dass die Forderung spätestens mit Baubeginn entsteht. Dies gilt 

bestimmt für alle Umbauten und Renovationsarbeiten an bereits beste-

henden Gebäuden. Wie bereits erwähnt, wird die Fälligkeit an den Bau-

beginn geknüpft, damit eine provisorische Veranlagung erfolgen kann, 

was beide Gesetze (WVG und AbwG) der Beschwerdegegnerin aus-

drücklich vorsehen. Ohne Fälligkeit könnte keine provisorische Rechnung 

erstellt werden und es würde bei Nichtbezahlung oder bei verspäteter Be-

zahlung keine Verzinsung erfolgen. Trotzdem erachtet das Gericht die 

Formulierung in den eingangs zitierten Gesetzen als zusätzliches Argu-

ment dafür, dass der Baubeginn als Zeitpunkt der Entstehung der Ge-

bührenforderung zu gelten hat. Die Tatsache, dass erst nach Bauab-

schluss und Neuschätzung die definitive Veranlagung erfolgen kann, hat 

keinen Einfluss auf den Zeitpunkt der Entstehung der Forderung (siehe 

E.2b am Ende, hiervor).

e) Wenn bei einem bestehenden, bereits angeschlossenen Gebäude mit 

dem Umbau begonnen wird, so entsteht damit folgerichtig auch die Ge-

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bührenforderung. Der sinngemässe Einwand der Beschwerdeführer, wo-

nach zu diesem Zeitpunkt die Höhe der Forderung noch nicht bekannt sei, 

geht fehl. Denn auch bei einem Neubau – wo erst der Anschluss die For-

derung entstehen lässt –  ist beim Anschluss noch nicht klar, wie hoch die 

Gebühr letztlich sein wird; da beim Anschluss des Gebäudes dasselbe in 

der Regel ebenfalls noch nicht fertiggestellt ist.

f) Der Argumentation der Beschwerdegegnerin im Beschwerdeverfahren – 

also in ihrer Vernehmlassung vom 1. Juni 2015 (Abstellen auf Baubeginn 

der letzten Ausbauetappe [im April 2013]); nicht aber derjenigen im Ein-

spracheverfahren (Abstellen auf Erhalt der Baubewilligung [2009]) – kann 

infolgedessen zugestimmt werden; bei einem als Einheit zu betrachtenden 

Umbau wäre es sogar zulässig auf den Baubeginn der ersten Etappe ab-

zustellen. Ein anderer Zeitpunkt für die Entstehung der Leistungspflicht 

der Anschlussgebühr bei Umbau oder Renovationen von bestehenden 

Gebäuden, welche bereits angeschlossen sind bzw. deren Anschluss 

schon früher vollzogen wurde, ist nach Ansicht des streitberufenen Ge-

richts hingegen – ohne ausdrückliche gesetzliche Regelung – nicht denk-

bar. Aus diesen Überlegungen kann die Entstehung der Gebührenforde-

rung auch nicht auf den späteren Abschluss der Bauarbeiten (inkl. förmli-

cher Bauabnahme) oder sogar auf die noch spätere Neuschätzung durch 

das Amt für Schätzungswesen zurückdatiert werden, da dafür allein der 

Baubeginn – je nach Ausführungsstadium bei Umbauen und Renovatio-

nen somit der Beginn der letzten Bauetappe – in Frage kommen kann. Al-

le andern Anknüpfungspunkte erweisen sich entweder als zu früh oder als 

zu spät, um den tatsächlichen Verhältnissen in der volatilen Bauwirtschaft 

gerecht zu werden.

g) Daran ändert nichts, dass es in der Schweiz auch Gemeinden gibt, wel-

che – gestützt auf eine ausdrückliche gesetzliche Regelung – bei Nach-

zahlungen auf die Vollendung der Umbauten/Renovationen abstellen (so 

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z.B. die Zürcher Gemeinden Rüti, Dinhard und Oberrieden). Es gibt also 

durchaus auch Gemeinden, die die Nachzahlungspflicht erst bei Ab-

schluss der Umbauarbeiten und Renovationsmassnahmen entstehen las-

sen. Die anders angewandte Auslegung der Beschwerdegegnerin in ihrer 

Vernehmlassung vom 1. Juni 2015 betreffend Fälligkeitszeitpunkt er-

scheint dem Gericht korrekt und keineswegs willkürlich, zumal der vorlie-

gende Streitfall nicht ausdrücklich gesetzlich (WVG; AbwG) geregelt wird 

und die Beschwerdegegnerin für die Fälligkeit üblicherweise auf den Bau-

beginn abstellt. Dem steht hier auch nicht entgegen, dass im Kanton 

Graubünden häufig die Lösung mit der provisorischen Veranlagung bei 

Erteilung der Baubewilligung anhand des voraussichtlichen Wertes bzw. 

Mehrwertes gewählt wurde. 

h) Aus dem soeben Gesagten ergibt sich, dass die Anschlussgebühren für 

die schon angeschlossenen Gebäude, die nun auf Parzelle 346 und 2476 

total saniert und renoviert, umgebaut und teils gar noch ergänzt wurden, 

mit „Baubeginn“ entstanden sind. Als Baubeginn wurde dabei zu Recht an 

den „Beginn der letzten Bauetappe“ (N.B. Bei Baueinheit wäre sogar be-

reits die erste Ausführungsetappe ausreichend) für die gebäudetechnisch 

schon voll erschlossenen Gebäude angeknüpft, wobei dieser Zeitpunkt laut 

Bauakten der Beschwerdegegnerin auf den 15. April 2013 fiel (vgl. Beila-

ge 1a der Beschwerdegegnerin). Dieses Fortsetzungsdatum für die Be-

endigung der letzten Ausbauphase konnte von den Beschwerdeführern 

nicht widerlegt oder falsifiziert werden, weshalb fallentscheidend auf die-

ses Datum abzustellen ist, was zur Konsequenz hat, dass auf den vorlie-

genden Fall das bis zum 30. Juni 2013 geltende Recht anzuwenden ist. 

Der Baubeginn der bereits im 2009 bewilligten Bauarbeiten ist damit aber 

auch noch vor dem Regimewechsel der beiden erst per 1. Juli 2013 zu 

Gunsten der Bauherrschaft geänderten Gebührengesetze (siehe neu Art. 

40 Ziff. 2-4 WVG sowie Art. 38 Ziff. 2-4 AbwG) erfolgt, was bedeutet, dass 

im konkreten Fall noch die bis zum 30. Juni 2013 gültigen Gebührenge-

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setze (also konkret Art. 40 Ziff. 2 WVG sowie Art. 38 Ziff. 2 AbwG) zur 

Anwendung gelangen, wonach die Anschlussgebühren ohne Erweiterung 

des Gebäudevolumens geschuldet sind und damit die Nachzahlung der 

gesetzlichen Anschlussgebühren allein schon aufgrund des geschaffenen 

Mehrwerts eingefordert werden konnte. Mit ihrer Rüge der unzutreffenden 

Rechtsanwendung dringen die Beschwerdeführer infolgedessen hier nicht 

durch.

i) Der angefochtene Entscheid vom 16. März 2015 ist demnach im Resultat 

rechtens und schützenswert, obwohl die darin (zunächst) enthaltene Be-

gründung falsch war und erst mit der behördlichen Vernehmlassung vom 

1. Juni 2015 korrekt nachgereicht wurde. Dieser Tatsache muss bei der 

Kostenaufteilung gebührend Rechnung getragen werden. Die Beschwer-

den erweisen sich indes materiell als unbegründet und sind abzuweisen.

4. a) Die Gerichtskosten sind gestützt auf Art.  73 Abs. 1 VRG im Grundsatz 

jeweils von der unterliegenden Partei zu tragen. Aufgrund des Umstands, 

dass die Beschwerdegegnerin im Einspracheentscheid aber eine falsche 

Begründung geliefert hat, verletzte sie den Anspruch der Beschwerdefüh-

rer auf rechtliches Gehör, womit sie das vorliegende Beschwerdeverfah-

ren – zumindest bis zur Einreichung der entsprechend korrigierten Ver-

nehmlassung – offensichtlich provoziert hat. Diese anfängliche Fehlleis-

tung der Beschwerdegegnerin rechtfertigt es im konkreten Fall - trotz Ob-

siegens – ihr die Hälfte (50%) der Gerichts- und Verfahrenskosten aufzu-

erlegen. Die restlichen Kosten sind je hälftig (à 25%) dem Beschwerde-

führer (Verfahren A 15 22) sowie der Beschwerdeführerin (Verfahren A 15 

23) aufzuerlegen, wobei die Beschwerdeführer unter sich nicht solidarisch 

für ihre Kostenanteile haften.

b) Aussergerichtlich hat die Beschwerdegegnerin – aus demselben Grund 

wie in E.4a, hiervor angeführt – den Beschwerdeführer (Verfahren A 15 

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22) sowie die Beschwerdeführerin (Verfahren A 15 23) noch angemessen 

gestützt auf Art. 78 Abs. 1 VRG zu entschädigen. Es kann dabei von den 

Honorarnoten vom 25. Juni 2015 des Anwalts des Beschwerdeführers in 

der Höhe von total Fr. 1‘792.10 sowie der Beschwerdeführerin über total 

Fr. 2‘017.40 ausgegangen werden, wobei die Beschwerdegegnerin auch 

diesbezüglich nur zu 50% für die anwaltlich notwendigerweise verursach-

ten Kosten zu Gunsten des Beschwerdeführers (50% von Fr. 1‘792.10 = 

Fr. 896.05) respektive der Beschwerdeführerin (50% von Fr. 2‘017.40 = 

Fr. 1‘008.70) aufzukommen hat. Sowohl in der Entschädigung für den Be-

schwerdeführer über Fr. 896.05 als auch im Besonderen in derjenigen für 

die Beschwerdeführerin über Fr. 1'008.70 ist die Mehrwertsteuer (plus 8% 

MWST) jeweils bereits mitenthalten, da beide Beschwerdeführer im UID-

Register nicht als MWST-pflichtig vermerkt sind (vgl. Leiturteil des Verwal-

tungsgerichts des Kantons Graubünden [VGU] R 2014 87 vom 14. April 

2015 E.4). Insbesondere bei der Beschwerdeführerin wurde dazu aufge-

zeigt, dass diese nicht berechtigt ist, die Mehrwertsteuer als Vorsteuerab-

zug geltend zu machen. Umgekehrt steht der Beschwerdegegnerin nach 

Art. 78 Abs. 2 VRG keine Entschädigung zu, da sie lediglich in ihrem amt-

lichen Wirkungskreis obsiegte.

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerden werden abgewiesen.

2. Die Gerichtskosten, bestehend

- aus einer Staatsgebühr von Fr. 3'000.--

- und den Kanzleiauslagen von Fr. 356.--

zusammen Fr. 3'356.--

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gehen zu 50 % zulasten Gemeinde X._____ und zu jeweils 25 % zulasten 

von A._____ sowie der B._____ AG und sind innert 30 Tagen seit Zustel-

lung dieses Entscheides an die Finanzverwaltung des Kantons Graubün-

den, Chur, zu bezahlen.

3. Aussergerichtlich hat die Gemeinde X._____ A._____ mit insgesamt Fr. 

896.05 (inkl. MWST) sowie die B._____ AG mit total Fr. 1'008.70 (inkl. 

MWST) zu entschädigen.  

4. [Rechtsmittelbelehrung]

5. [Mitteilungen]

Die an das Bundesgericht erhobene Beschwerde wurde mit Urteil vom 29. No-

vember 2016 abgewiesen (2C_581/2016).