# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** dc57700f-d349-50d7-890d-ec2f24b4e465
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-07-01
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 01.07.2010 D-4662/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-4662-2010_2010-07-01.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-4662/2010
sch/bah/cvv
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 .  J u l i  2 0 1 0

Einzelrichter Hans Schürch, 
mit Zustimmung von Richter Bruno Huber;
Gerichtsschreiber Christoph Basler.

A.__________, geboren (...),
Staatsangehörigkeit unbekannt,
(...)
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 25. Juni 2010 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-4662/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  der  Beschwerdeführer,  der eigenen  Angaben  zufolge 
Staatsangehöriger Senegals ist, seine Heimat im Jahr 2009 verliess, 
am 16. Mai 2010 erneut in die Schweiz gelangte und am 17. Mai 2010 
in der Schweiz um Asyl nachsuchte,

dass  er  bei  der  Kurzbefragung  im  Transitzentrum  Altstätten  vom 
27. Mai 2010 und der direkten Bundesanhörung vom 7. Juni 2010 im 
Wesentlichen geltend machte, er habe nach seiner Ankunft in Europa 
bis zu seiner Reise in die Schweiz in Portugal gelebt,

dass er in seiner Heimat (in Dakar) für einen Spanier gearbeitet habe, 
weshalb er Spanisch spreche,

dass er  in  dessen  Haus habe Fisch braten wollen,  wobei  ein  Stück 
Brennholz  heruntergefallen  sei,  weshalb  das  Haus  Feuer  gefangen 
habe und abgebrannt sei,

dass  sein  Arbeitgeber  gedroht  habe,  er  werde  ihn  töten  oder 
lebenslänglich ins Gefängnis bringen,

dass er deshalb seine Heimat verlassen habe,

dass  das  BFM  mit  gleichentags  eröffneter  Verfügung  vom 25.  Juni 
2010 in Anwendung von  Art. 32 Abs. 2 Bst. a des Asylgesetzes vom 
26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch nicht eintrat und 
die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete,

dass  das  BFM  zur  Begründung  im  Wesentlichen  anführte,  der  Be-
schwerdeführer habe nur ungenaue Angaben zu seinem Herkunftsort 
und  zum  Senegal  machen  können,  habe  er  doch  nur  eine  einzige 
Ortschaft in der Nähe des Herkunftsorts nennen können,

dass er nicht gewusst habe, zu welcher Region beziehungsweise zu 
welchem  Departement  und  Arrondissement  sein  Dorf  gehöre,  und 
weder grössere Ortschaften noch andere dort  lebende Ethnien habe 
angeben können,

dass er auch die Flagge Senegals nicht gekannt habe,

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dass erhebliche Zweifel an seiner Identität und an seiner Herkunft aus 
der Casamance beziehungsweise dem Senegal bestünden,

dass das geschilderte Desinteresse am Erhalt eines Passes oder einer 
Identitätskarte wenig plausibel erscheine,

dass er zudem widersprüchliche Angaben zum Besitz einer Identitäts-
karte und der allfälligen telefonischen Erreichbarkeit seiner Eltern ge-
macht habe,

dass seine Angaben zur Reise von Senegal nach Portugal und in die 
Schweiz  als  oberflächlich,  stereotyp  und  realitätsfremd  einzustufen 
seien,

dass  aufgrund  der  gesamten  Umstände  davon auszugehen  sei,  der 
Beschwerdeführer versuche die Umstände seiner Reise in die Schweiz 
und  seine  Identität  und  Herkunft  bewusst  zu  verschleiern  und  halte 
den  Asylbehörden  seine  Reise-  oder  Identitätspapiere  vor,  weshalb 
keine  entschuldbaren  Gründe  vorlägen,  die  es  ihm  verunmöglicht 
hätten, solche Papiere einzureichen,

dass  die  zweifelhaften  Angaben  zum  Reiseweg  und  die  unsub-
stanziierten Angaben zur Herkunft Zweifel an der Glaubhaftigkeit der 
genannten Ausreisegründe erweckten,

dass der Beschwerdeführer bei der Erstbefragung gesagt habe, er sei 
vor rund drei Jahren nach Dakar gekommen und habe Senegal im Jahr 
2009 verlassen, wogegen er bei der Anhörung angegeben habe, sich 
nicht daran erinnern zu können, in welchem Zeitraum er sich in Dakar 
aufgehalten und wann er Senegal verlassen habe,

dass er bei der Erstbefragung erklärt habe, sein Arbeitgeber habe ihn 
während des Brandes gefragt,  was er getan habe, worauf er diesem 
das Geschehnis geschildert  habe, während er bei der Anhörung be-
hauptet habe, er habe seinem Arbeitgeber nicht gesagt, dass er den 
Brand verursacht habe, dieser habe es aber gewusst,

dass der Beschwerdeführer bei zentralen Darstellungen wie dem Ver-
lauf des Brandes und der Auseinandersetzung mit seinem Arbeitgeber 
sehr unverbindlich, emotionslos und plakativ geblieben sei, was darauf 
hinweise, dass er sich bei seinen Schilderungen auf einen konstruier -
ten Sachverhalt und nicht auf tatsächlich Erlebtes stütze,

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dass er keine genauen Angaben zum Zeitpunkt des Brandes, zur geo-
graphischen  Lage  des  Hauses  und  zur  benutzten  Kochstelle  habe 
machen können,

dass schliesslich darauf zu verweisen sei, dass es sich um Übergriffe 
durch private Dritte handle, und der Beschwerdeführer es unterlassen 
habe, die Drohungen seines Arbeitgebers bei der Polizei zu melden, 
weshalb  Senegal  kein  mangelnder  Schutzwille  angelastet  werden 
könne,

dass es dem Arbeitgeber gar  nicht  möglich gewesen wäre,  den Be-
schwerdeführer ohne ordentliches Verfahren ins Gefängnis zu bringen, 

das  eine  gerichtliche  Untersuchung  des  Brandes  und  eine  allfällige 
Verurteilung  des  Beschwerdeführers  zu  einer  Gefängnisstrafe  einer 
legitimen rechtsstaatlichen Vorgehensweise entsprechen würde,

dass der Beschwerdeführer die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 
und 7 des Asylgesetzes nicht erfülle, und zusätzliche Abklärungen zur 
Feststellung der  Flüchtlingseigenschaft  oder  eines  Wegweisungsvoll-
zugshindernisses aufgrund der Aktenlage nicht notwendig seien,

dass  der  Beschwerdeführer mit  Eingabe  vom  28. Juni 2010  gegen 
diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde erhob 
und dabei  sinngemäss beantragte,  die  vorinstanzliche Verfügung sei 
zu prüfen und seine Beschwerde gutzuheissen,

dass für den Inhalt der Beschwerde auf die Akten zu verweisen und, 
soweit entscheidwesentlich, nachfolgend darauf einzugehen ist,

dass  die  vorinstanzlichen Akten am 29. Juni  2010  beim Bundesver-
waltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und zieht in Erwägung,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  im  Bereich  des  Asyls  endgültig 
über  Beschwerden  gegen  Verfügungen  (Art. 5  des  Bundesgesetzes 
vom  20. Dezember 1968  über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG, 
SR 172.021])  des  BFM entscheidet  (Art. 105  AsylG i.V.m.  Art. 31-33 
des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 2005  [VGG, 

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SR 173.32];  Art. 83  Bst.  d  Ziff.  1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass  der  Beschwerdeführer  am  Verfahren  der  Vorinstanz 
teilgenommen  hat,  durch  den  angefochtenen  Entscheid  besonders 
berührt  ist  und  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  dessen  Aufhebung 
beziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der 
Beschwerde  legitimiert  ist  (Art. 105  AsylG  i.V.m.  Art.  37  VGG  und 
Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ein-
zutreten ist  (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 
VGG und Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 52 VwVG),

dass  die  angefochtene  Verfügung  dem  Beschwerdeführer  gemäss 
Eröffnungs-  und  Empfangsbestätigung  am  25.  Juni  2010  eröffnet 
wurde (act. A16/1),  weshalb die  Beschwerdefrist  von 5  Arbeitstagen 
(Art. 108 Abs. 2 AsylG) am 2. Juli 2010 abläuft,

dass gemäss nach wie vor geltender Praxis der Schweizerischen Asyl -
rekurskommission  (ARK)  die  Fällung  eines  Urteils  während  noch 
laufender Beschwerdefrist möglich ist, sofern das Dispositiv vollständig 
angefochten wird, die Rechtsmitteleingabe eindeutig als abschliessend 
zu verstehen, die Vorakten in ihrer Gesamtheit  zur Verfügung stehen 
und  der  Sachverhalt  vollständig  festgestellt  ist  (vgl.  Entscheidungen 
und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 
1997 Nr. 13 E. 1, EMARK 1996 Nr. 19),

dass  vorliegend  die  Beschwerde,  mit  der  die  Verfügung als  Ganzes 
angefochten wird, als abschliessend und der Sachverhalt – soweit der 
Beschwerdeführer  bei  dessen  Erstellung  mitgewirkt  hat  –  als 
vollständig festgestellt zu beurteilen ist und die Akten vollständig sind,  
weshalb das Urteil vor Ablauf der Beschwerdefrist gefällt werden kann,

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-

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schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichtein-
tretensentscheid  als  unrechtmässig  erachtet  –  einer  selbständigen 
materiellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und 
die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. 
EMARK 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ge-
mäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen 
der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, 
soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. 
BVGE 2007/8 insb. E. 5.6.5 S. 90 f.),

dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfah-
ren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen 
Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozess-
gegenstand bildet (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 
Kognition zukommt,

dass über  offensichtlich  unbegründete  Beschwerden in  einzelrichter-
licher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  ent-
schieden  wird  (Art. 111  Bst. e  AsylG)  und  es  sich  vorliegend,  wie 
nachfolgend  aufgezeigt,  um  eine  solche  handelt,  weshalb  der  Be-
schwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art.  111a Abs. 2 
AsylG),

dass  gestützt  auf  Art. 111a  Abs. 1  AsylG  vorliegend  auf  einen 
Schriftenwechsel verzichtet wurde,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art.  32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG),

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet,  wenn Asyl-
suchende  glaubhaft  machen  können,  sie  seien  dazu  aus  entschuld-
baren  Gründen  nicht  in  der  Lage  (Art. 32  Abs. 3  Bst. a  AsylG),  auf 

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Grund der Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flücht-
lingseigenschaft  festgestellt  wird  (Art. 32  Abs. 3  Bst. b  AsylG)  oder 
sich auf  Grund der Anhörung erweist,  dass zusätzliche Abklärungen 
zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines Wegweisungs-
vollzugshindernisses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass  der  Beschwerdeführer  keine  entschuldbaren  Gründe  für  die 
Nichtabgabe eines beweistauglichen Identitätsdokuments (vgl. BVGE 
2007/7 E. 4-6) innerhalb der Frist von 48 Stunden nach Einreichen des 
Asylgesuchs  glaubhaft  zu  machen  vermag  (Art. 32  Abs. 3  Bst. a 
AsylG),

dass aufgrund der vom BFM dargelegten Unstimmigkeiten in den An-
gaben des Beschwerdeführers zu seiner Identität, zu seinem Herkunft-
sort und zu seinem Heimatland grundsätzliche Zweifel an der gel tend 
gemachten Herkunft bestehen,

dass das BFM berechtigterweise darauf hinwies, auch seine Angaben 
zum Reiseweg und den weiteren Modalitäten der Reise seien aufgrund 
seiner vagen und ausweichenden Antworten zweifelhaft,

dass  aufgrund  der  Art  der  Aussagen  des  Beschwerdeführers  der 
Eindruck entsteht, er sei nicht gewillt, der ihm gesetzlich obliegenden 
Mitwirkungspflicht (Art. 8 Abs. 1 Bstn. a - d AsylG) Folge zu leisten,

dass  die  Wiederholung  der  Aussagen  des  Beschwerdeführers  zum 
Vorhandensein von Identitätspapieren und zum Reiseweg in  der  Be-
schwerde diesen Eindruck nicht zu widerlegen vermögen,

dass das Bundesverwaltungsgericht  aus diesen Gründen die Auffas-
sung der Vorinstanz teilt, der Beschwerdeführer sei mit authentischen 
Identitäts- beziehungsweise Reisepapieren in die Schweiz gereist, die 
er den Asylbehörden indessen pflichtwidrig vorenthalte,

dass sodann im vorliegenden Fall aufgrund der Aktenlage, wie sie sich 
nach der Direktanhörung vom 31. Mai 2010 präsentierte, unter Verzicht 
auf  zusätzliche tatbestandliche oder  rechtliche Abklärungen im Rah-
men einer bloss summarischen Prüfung der Schluss gezogen werden 
konnte, der Beschwerdeführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft offen-
kundig nicht, und ebenso offenkundig stünden einem Vollzug der Weg-
weisung  keine  Hindernisse  entgegen  (Art. 32  Abs. 3  Bst. b  und c 
AsylG; vgl. BVGE 2007/8 E. 5.5. und 5.6.),

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dass unbesehen der Glaubhaftigkeit  der Aussagen des Beschwerde-
führers  einer  allfälligen  Verfolgung  durch  seinen  vormaligen  Arbeit-
geber keine der in Art. 3 AsylG abschliessend genannten Motive zu-
grunde  liegen  würde,  weshalb  schon  aus  diesem Grund  keine  Hin-
weise auf das Bestehen der Flüchtlingseigenschaft vorliegen,

dass  auch  einer  allfälligen  Verurteilung  des  Beschwerdeführers  in 
einem  Strafverfahren  wegen  des  Verursachens  eines  Hausbrandes 
keine asylrechtlich relevante Motivation zugrunde liegen würde, da den 
Akten keinerlei Hinweise dafür zu entnehmen sind, er würde von den 
staatlichen Behörden aufgrund  eines der  in  Art.  3  AsylG genannten 
Gründe einem sogenannten Politmalus ausgesetzt,

dass der Beschwerdeführer bereits bei der Kurzbefragung erklärte, er 
habe  mit  den  Behörden  seines  Heimatlandes  nie  Probleme  gehabt 
(act. A1/14 S. 6),

dass  die  Aussagen des Beschwerdeführers  zur  angeblich  bestehen-
den  Bedrohungslage  unter  Hinweis  auf  die  ausführliche  und  zu-
treffende Begründung des BFM als offensichtlich haltlos zu bezeichnen 
sind,

dass die Ausführungen in der Beschwerde, der Dolmetscher habe be-
treffend die Aussagen des Beschwerdeführers zu seinem Heimatland 
nicht  alles übersetzt  oder der Befrager habe nicht alles protokolliert, 
nicht  stichhaltig  sind,  da  er  beide  Befragungsprotokolle  nach  deren 
Rückübersetzung als korrekt und vollständig befand (act. A1/14 S. 12, 
A9/13 S. 12),

dass  die  sinngemässe  Behauptung  des  Beschwerdeführers,  der 
Dolmetscher  habe  ihm die  Protokolle  nicht  korrekt  rückübersetzt,  in 
den  Akten  keine  Stütze  findet,  wurde  doch  von  der  Hilfswerksver-
tretung einzig angemerkt,  es habe aufgrund der mangelnden Bereit -
schaft  des Beschwerdeführers zur Erfüllung seiner Mitwirkungspflicht 
zeitweise eine etwas angespannte Atmosphäre geherrscht, 

dass das BFM demnach zu Recht  gestützt  auf  Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
i.V.m. Art. 32 Abs. 3 AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers 
nicht eingetreten ist,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend 

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der Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein An-
spruch auf Erteilung einer solchen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), 
weshalb  die  verfügte  Wegweisung im Einklang  mit  den gesetzlichen 
Bestimmungen steht  und demnach vom Bundesamt zu Recht  ange-
ordnet wurde,

dass  das  Bundesamt  das  Anwesenheitsverhältnis  nach  den  gesetz-
lichen Bestimmungen über  die  vorläufige  Aufnahme von Ausländern 
regelt,  wenn  der  Vollzug  der  Wegweisung  nicht  zulässig,  nicht  zu-
mutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen 
und Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass  bezüglich  der  Geltendmachung  von  Wegweisungshindernissen 
gemäss  ständiger  Praxis  des  Bundesverwaltungsgerichts  und  der 
ARK der  gleiche  Beweisstandard  wie  bei  der  Flüchtlingseigenschaft 
gilt, dass heisst, sie sind zu beweisen, wenn der strikte Beweis mög-
lich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft zu machen (vgl.  WALTER 
STÖCKLI,  Asyl,  in:  Uebersax/Rudin/Hugi  Yar/Geiser,  Ausländerrecht, 
2. Auflage, Basel, Rz. 11.148, 

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  nicht  zulässig  ist,  wenn  völker-
rechtliche  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Aus-
länderin oder des Ausländers in  den Heimat-,  Herkunfts-  oder einen 
Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK, 
SR 0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche  Gefährdung  nachzuweisen  oder  glaubhaft  zu  machen, 
weshalb  das  in  Art.  5  AsylG  verankerte  Prinzip  des  flüchtlings-
rechtlichen  Non-Refoulements  im  vorliegenden  Verfahren  keine  An-
wendung  findet  und  keine  Anhaltspunkte  für  eine  menschenrechts-

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widrige  Behandlung  ersichtlich  sind,  die  dem  Beschwerdeführer  im 
angeblichen Heimat- oder Herkunftsstaat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen  wie  Krieg,  Bürgerkrieg,  allgemeiner  Gewalt  und  medi-
zinischer Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass aufgrund der Aktenlage nicht davon ausgegangen werden kann, 
die  allgemeine  Lage  im  Heimat-  beziehungsweise  Herkunftsstaat 
stelle für den Beschwerdeführer im Falle einer Rückkehr eine konkrete 
Gefährdung dar,

dass es sich beim Beschwerdeführer um einen jungen und – soweit  
den  Akten  zu  entnehmen  –  gesunden  Mann  handelt,  der  in  seiner 
Heimat eigenen Angaben gemäss über  ein verwandtschaftliches Be-
ziehungsnetz verfügt, weshalb der Vollzug der Wegweisung vorliegend 
zumutbar ist,

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  des  Beschwerdeführers  in  den 
Heimat-  oder  Herkunftsstaat  schliesslich  möglich  ist,  da  keine  Voll -
zugshindernisse bestehen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es ihm obliegt, bei 
der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (Art.  8  Abs.  4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt  
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, 

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.– 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art.  63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.–  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den  Beschwerdeführer durch  Vermittlung  des  Transitzentrums 
Altstätten (Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)

- das BFM, Transitzentrum Altstätten (per Telefax zu den Akten Ref.-
Nr.  N  (...),  mit  der  Bitte  um  Eröffnung  des  Urteils  an  den 
Beschwerdeführer und um Zustellung der beiliegenden Empfangs-
bestätigung an das Bundesverwaltungsgericht)

- (zuständige kantonale Behörde) (per Telefax)

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Hans Schürch Christoph Basler

Versand: 

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