# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 39544d8f-aa2e-5f72-a2b8-f790853435db
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-08-22
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 22.08.2008 C-1206/2006
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-1206-2006_2008-08-22.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-1206/2006
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 2 .  A u g u s t  2 0 0 8

Richter Antonio Imoberdorf (Vorsitz), 
Richter Bernard Vaudan, Richterin Ruth Beutler, 
Gerichtsschreiber Daniel Grimm.

V._______,
vertreten durch Rechtsanwalt Gian Andrea Danuser, 
Freyastrasse 21, 8004 Zürich,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichtigerklärung der erleichterten Einbürgerung.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-1206/2006

Sachverhalt:

A.
Der am [...] geborene, aus Sri Lanka stammende V._______ (nachfol-
gend Beschwerdeführer)  gelangte am 4. September  1990 unter  dem 
Aliasnamen K._______  ein  erstes  Mal  in  die  Schweiz  und  ersuchte 
hier um Asyl. Mit  Schreiben vom 29. Januar 1996 gab er gegenüber 
dem damaligen  Bundesamt  für  Flüchtlinge  (BFF; heute: BFM)  seine 
wirkliche Identität  preis. Am 4. Februar  1997 zog er  das Asylgesuch 
zurück und kehrte zwei Monate später in sein Heimatland zurück.

B.
Am 25. Juli 1997 heiratete der Beschwerdeführer in Kandy (Sri Lanka) 
die vier  Jahre ältere Schweizer Bürgerin  P._______, welche er  noch 
vor seiner Rückkehr in seinen Herkunftsstaat kennengelernt hatte. Im 
Rahmen des Familiennachzugs reiste er im November 1997 wieder in 
die  Schweiz  ein  und  erhielt  eine  Jahresaufenthaltsbewilligung  zum 
Verbleib bei seiner im Kanton Zürich ansässigen Ehefrau.

C.
Gestützt auf seine Ehe stellte der Beschwerdeführer am 13. November 
2000 ein Gesuch um erleichterte Einbürgerung nach Art. 27 des Bür-
gerrechtsgesetzes vom 29. September 1952 (BüG, SR 141.0). Im Rah-
men des nachfolgenden Einbürgerungsverfahrens unterzeichneten die 
Eheleute am 6. Juni 2002 gemeinsam eine Erklärung, wonach sie in 
einer  tatsächlichen,  ungetrennten,  stabilen  Ehegemeinschaft  zusam-
menleben und weder Trennungs- noch Scheidungsabsichten bestehen 
würden. Gleichzeitig nahmen sie unterschriftlich zur Kenntnis, dass die 
erleichterte  Einbürgerung  nicht  möglich  ist,  wenn  vor  oder  während 
des Einbürgerungsverfahrens einer der Ehegatten die Trennung oder 
Scheidung  beantragt  hat  oder  keine  tatsächliche  eheliche  Gemein-
schaft mehr besteht. Ebenfalls bestätigten sie ihre Kenntnisnahme da-
von,  dass  die  Verheimlichung  dieser  Umstände  zur  Nichtigerklärung 
der Einbürgerung führen könne. Am 8. Juli 2002 wurde der Beschwer-
deführer  erleichtert  eingebürgert  und  erwarb  nebst  dem  Schweizer 
Bürgerrecht  die  kantonalen  Bürgerrechte  von  Thurgau  und  Freiburg 
sowie die Gemeindebürgerrechte von Bischofszell  (TG), Kerzers und 
Gempenach (beide FR).

D.
Am 19. September 2002 liess der Beschwerdeführer beim Bezirksge-

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richt Bülach durch einen früheren Parteivertreter Eheschutzmassnah-
men beantragen. Mit Schreiben vom 29. September 2002 wandte sich 
die  schweizerische  Ehefrau  daraufhin  an  das  Bundesamt  und  teilte 
diesem mit, ihr Mann habe sie am 12. September 2002 verlassen. Am 
23. November 2002 erklärte sie gegenüber dem zuständigen Zivilge-
richt schriftlich, sie akzeptiere die Trennung auf keinen Fall und wolle 
die Ehe unbedingt fortführen.

E.
Mit  Verfügung  vom  29.  November  2002  nahm  das  Bezirksgericht 
Bülach  davon  Vermerk,  dass  die  Parteien  seit  dem  12.  September 
2002 getrennt leben und bewilligte ihnen das Getrenntleben auf unbe-
stimmte Dauer. Gleichzeitig wurde die Gütertrennung mit Wirkung ab 
1. November 2002 angeordnet. Da sich die Ehegattin einer Scheidung 
weiterhin  widersetzte,  wartete  der  Beschwerdeführer  die  gesetzliche 
Trennungsfrist von zwei Jahren gemäss Art. 114 des Schweizerischen 
Zivilgesetzbuches vom 10. Dezember 1907 (ZGB, SR 210) ab und lei-
tete am 14. September 2004 das Ehescheidungsverfahren ein. Die kin-
derlos gebliebene Ehe wurde am 24. März 2005 geschieden.

F.
Aufgrund der dargelegten Umstände hatte das BFM bereits am 9. Juli 
2004 ein Verfahren betreffend Nichtigerklärung der erleichterten Ein-
bürgerung eröffnet.

F.a In diesem Verfahren machte der ehemalige Rechtsvertreter in ei-
ner ersten Stellungnahme vom 15. Juli 2004 geltend, er habe anläss-
lich der Eheschutzverhandlung vom 29. November 2002 dargelegt, die 
Ehefrau  sei  gegenüber  seinem  Mandanten  körperlich  derart  massiv 
tätlich geworden,  dass Letzterer  sich zu ambulanter  Behandlung ins 
Spital Uster habe begeben müssen. Zudem sei es die Ehegattin gewe-
sen, welche den Beschwerdeführer am 12. September 2002 aus der 
ehelichen Wohnung weggewiesen habe. Jener habe weder falsche An-
gaben gemacht noch erhebliche Tatsachen verheimlicht, sei für ihn am 
6. Juni 2002 doch nicht voraussehbar gewesen, dass ihn seine Partne-
rin am 12. September 2002 zur Wohnung hinauswerfen werde. Von ei-
nem Erschleichen des Bürgerrechts könne keine Rede sein.

F.b Mit Schreiben vom 6. Juli 2005 ersuchte das Bundesamt den Be-
schwerdeführer um nähere Ausführungen zu den Gründen für die Auf-
lösung der ehelichen Gemeinschaft. Dieser wiederholte in seiner Ant-
wort vom 14. Juli 2005, dass seine Ex-Gattin gegen ihn tätlich gewor-

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den sei. Nach diesem Vorfall habe sich die Situation wieder beruhigt. 
Weiter gab er an, von ihr am 12. September 2002 auf die Strasse ge-
stellt worden zu sein, weil er am Vorabend länger habe arbeiten müs-
sen und er deshalb später als üblich nach Hause gekommen sei, was 
sie ihm nicht geglaubt habe. In diesem Zusammenhang reichte der da-
malige Parteivertreter einen Bericht der Notfallstation des Spitals Us-
ter vom 17. Dezember 2000 und seine Plädoyernotizen der Gerichts-
verhandlung i.S. Eheschutz vom 29. November 2002 ein.

F.c Mit  Zustimmung des  Beschwerdeführers  nahm das  BFM im  Juli 
2005 Einsicht in die Gerichtsakten zum Eheschutz- und Scheidungs-
verfahren. Mit Schreiben vom 9. August 2005 teilte ihm die Vorinstanz 
danach mit, sie erachte die Voraussetzungen für die Nichtigerklärung 
der erleichterten Einbürgerung als erfüllt. Sie verwies hierbei nament-
lich auf die Akten des Bezirksgerichts Bülach, die im Eheschutz- und 
Scheidungsverfahren geltend gemachten ehelichen Zwistigkeiten, das 
Verhalten und Vorgehen der Parteien in besagtem Verfahren sowie die 
zeitliche Nähe zwischen erleichterter Einbürgerung und Aufhebung der 
ehelichen  Wohngemeinschaft  und  gelangte  gestützt  darauf  zum 
Schluss,  dass der  Einbürgerungsbehörde die in  der Ehe seit  Jahren 
bestehenden Schwierigkeiten verheimlicht worden seien und auf Sei-
ten  des  Beschwerdeführers  im Zeitpunkt  der  erleichterten  Einbürge-
rung kein intakter Ehewille mehr bestanden habe.

F.d In  seiner  abschliessenden  Stellungnahme  vom  15.  September 
2005 bestritt  der  ehemalige  Parteivertreter  die  tatsächlichen Annah-
men der Vorinstanz und fügte in Ergänzung seiner bisherigen Ausfüh-
rungen u.a. an, es sei Tatsache, dass die Ehegatten seit der Heirat im 
Jahre  1997  ununterbrochen  zusammengelebt  hätten.  Es  habe  aber 
nicht  nur  eine  tatsächliche  Ehegemeinschaft,  sondern  auch  ein  ge-
meinsamer Wille zu einer stabilen ehelichen Gemeinschaft bestanden. 
Zwar habe es in der Tat eheliche Probleme gegeben, diese hätten sich 
aber keineswegs derart  gravierend präsentiert,  dass daraus auf eine 
Instabilität der Ehe und einen mangelnden Ehewillen geschlossen wer-
den könne. Vor allem zu Beginn der Ehe seien zwischen den Ehegat-
ten  durch  die  unterschiedliche  kulturelle  Herkunft  bedingte  Abstim-
mungsprobleme entstanden. Ende 1999 habe sein Mandant deswegen 
einen Anwalt konsultiert, ohne danach rechtliche Schritte zu veranlas-
sen. Der Vorfall vom Dezember 2000 sei auf eine Eifersuchtsszene zu-
rückzuführen  gewesen.  Seither  habe  sich  kein  solches  Vorkommnis 
mehr zugetragen und die Eheleute hätten ihre Probleme in den Griff 

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bekommen. Bis zum 11./12. September 2002 hätten die Parteien viel-
mehr wissentlich und willentlich in einer intakten Ehegemeinschaft ge-
lebt,  was  zahlreiche  gemeinsame  Aktivitäten  wie  die  Teilnahme  an 
Hochzeitsfesten,  Kindergeburtstagen  und  familiären  Anlässen  oder 
das  häufige  Auswärtsessen  dokumentierten.  Zudem  habe  der  Be-
schwerdeführer  mit  der  Ex-Ehefrau,  manchmal  zusätzlich  in  Beglei-
tung ihrer beiden Kinder aus einer früheren Ehe, mehrmals Ferien im 
Ausland verbracht. Für November 2002 seien wiederum gemeinsame 
Ferien  geplant  gewesen,  was  ein  gewichtiges  Indiz  für  eine  intakte 
Ehegemeinschaft  darstelle.  Als  ihm die  Ex-Gattin  in  der  Nacht  vom 
11./12. September 2002 nach der Arbeit  eröffnet  habe,  er  sei  in der 
ehelichen Wohnung nicht mehr erwünscht, sei diese Reaktion für ihn 
völlig  unvorhergesehen und überraschend gekommen. Er  beantrage, 
befreundete  Ehepaare  und  Bekannte  als  Zeugen  zur  Stabilität  der 
ehelichen Gemeinschaft zu befragen.

F.e Am 10. Oktober 2006 gelangte die Vorinstanz an die zuständigen 
Behörden der Kantone Freiburg und Thurgau und ersuchte um Zustim-
mung  zur  Nichtigerklärung  der  erleichterten  Einbürgerung.  Entspre-
chende Erklärungen wurden am 13. Oktober  2006 bzw. 16. Oktober 
2006 abgegeben.

G.
Mit Verfügung vom 2. November 2006 erklärte das BFM die am 8. Juli 
2002  erfolgte  erleichterte  Einbürgerung  des  Beschwerdeführers  für 
nichtig. Zur Begründung wurde ausgeführt, aufgrund des sich aus den 
Akten ergebenden Geschehensablaufes bestehe die tatsächliche Ver-
mutung,  dass  die  Ehe  im  Zeitpunkt  der  erleichterten  Einbürgerung 
nicht  mehr  stabil  gewesen  sei.  Dem  Beschwerdeführer  gelinge  es 
nicht,  diese  Vermutung  umzustossen. Die  ehelichen  Schwierigkeiten 
müssten schon im Jahre 1999 ein grösseres Ausmass angenommen 
haben. Immerhin habe der Betroffene sich Ende 1999 veranlasst gese-
hen, deswegen einen Rechtsanwalt aufzusuchen. Rund ein Jahr spä-
ter sei die Ex-Gattin den Angaben des Beschwerdeführers zufolge der-
art  gegen ihn tätlich geworden, dass er sich in ärztliche Pflege habe 
begeben müssen. Besagtes Ereignis falle bereits in die Zeit des Ein-
bürgerungsverfahrens. Die Darstellung, dass sich die eheliche Situati-
on  später  wieder  beruhigt  habe  und  die  Ehegatten  bis  zum 
11./12. September 2002 in einer intakten Ehegemeinschaft gelebt hät-
ten,  überzeuge das Bundesamt  nicht. Insbesondere  erscheine  unter 
solchen Umständen nicht nachvollziehbar, warum der Beschwerdefüh-

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rer einen Ehestreit danach gleich zum Anlass genommen habe, um die 
gerichtliche Trennung zu verlangen. Aus den Akten ergebe sich zwei-
felsfrei, dass er es gewesen sei, welcher die Auflösung der ehelichen 
Gemeinschaft  nach  der  erleichterten  Einbürgerung  vorangetrieben 
habe. Seine  Ex-Gattin  habe  im  Eheschutzverfahren  hingegen  mehr-
fach zum Ausdruck gebracht, an der Ehe festhalten zu wollen und sich 
selbst nach Ablauf der zweijährigen Trennungszeit, zum Zeitpunkt der 
Einleitung  des  Scheidungsverfahrens,  noch  gegen  eine  Scheidung 
ausgesprochen. Angesichts der an den Tag gelegten Entschlossenheit 
des Beschwerdeführers zur Auslösung der Ehe kurz nach erfolgter er-
leichterter Einbürgerung vermöge er nicht erklärbar zu machen, dass 
die eheliche Gemeinschaft tatsächlich bis Mitte September 2002 intakt 
gewesen sei. Da der rechtserhebliche Sachverhalt nur schon aufgrund 
der Akten des Eheschutz- und Scheidungsverfahrens hinreichend er-
stellt sei, könne auf die Befragung der vom Parteivertreter aufgeführ-
ten Personen im Sinne einer antizipierten Beweiswürdigung verzichtet 
werden. Die materiellen Voraussetzungen für die Nichtigerklärung der 
erleichterten Einbürgerung seien damit gegeben.

H.
Mit Beschwerde vom 4. Dezember 2006 an das Eidgenössische Justiz- 
und  Polizeidepartement  (EJPD)  beantragt  der  Beschwerdeführer  die 
Aufhebung der angefochtenen Verfügung. Dazu lässt er durch den jet-
zigen Rechtsvertreter vorbringen, der angefochtene Entscheid beruhe 
auf einer unrichtigen und unvollständigen Sachverhaltsfeststellung und 
sei insgesamt unangemessen. Die geschiedene Frau seines Mandan-
ten habe im Eheschutzverfahren in einem Schreiben vom 23. Novem-
ber 2002 ausgeführt, dass es im Verlaufe des Jahres 2002 immer we-
niger zu Streitigkeiten gekommen sei und die Parteien eine gute Ehe 
geführt hätten. Deshalb habe sie im Juli 2002 das Gesuch um erleich-
terte  Einbürgerung  unterschrieben  und  bestätigt,  dass  keine  Tren-
nungs-  und Scheidungsabsichten bestünden. Auch der  Beschwerde-
führer  habe  immer  wieder  glaubhaft  dargetan,  dass  die  Parteien  im 
Zeitpunkt der Einbürgerung in einer ungetrennten, stabilen ehelichen 
Gemeinschaft an derselben Adresse zusammengelebt hätten. Von ent-
scheidender Bedeutung sei,  wessen Darstellung der Ereignisse rund 
um den 11./12. September 2002 zutreffe. Das Bundesamt stelle in die-
ser  Hinsicht  einseitig  auf  die Angaben der  früheren Ehefrau ab. Zur 
Klärung dieser Frage hätte unbedingt das Handprotokoll der Verhand-
lung beim Eheschutzrichter vom 29. November 2002 beigezogen wer-
den  müssen.  Ferner  wäre  abzuklären  gewesen,  bei  wem  der  Be-

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schwerdeführer herumgeprahlt habe, er sei jetzt ein freier Mann. Da-
für, dass im Zeitpunkt der erleichterten Einbürgerung auch sein Man-
dant von einer intakten Ehe ausgegangen sei, spreche sodann, dass 
er  vor seinem Hinauswurf  aus der Wohnung gemeinsame Ferien mit 
seiner Ex-Ehefrau und deren Sohn in Sri Lanka gebucht habe. Mit der 
Annullierung  dieser  teuren  Reise  habe  er  das  gesamte  einbezahlte 
Geld verloren. Die Vorinstanz habe es des Weiteren zu Unrecht abge-
lehnt,  die  vorgeschlagenen Personen zu befragen. Schliesslich  liege 
eine unzulässige Umkehr der Beweislast vor, ergebe sich aus dem Er-
eignisablauf doch in keiner Weise die tatsächliche Vermutung, der Be-
schwerdeführer habe die erleichterte Einbürgerung erschlichen.

I.
In ihrer Vernehmlassung vom 3. April 2007 hält die Vorinstanz an ihrer 
ablehnenden Verfügung fest. Sie hebt nochmals hervor, dass es den 
Eheschutz-  und  Scheidungsakten  zufolge  zwischen  den  Ehegatten 
schon lange vor der erleichterten Einbürgerung immer wieder zu Zwis-
tigkeiten gekommen sei. Aus dem zeitlichen Ereignisablauf ergebe sich 
daher die tatsächliche Vermutung, dass der Beschwerdeführer mit sei-
ner schweizerischen Ex-Ehefrau im Zeitpunkt der erleichterten Einbür-
gerung nicht  mehr  in  einer  intakten und stabilen ehelichen Gemein-
schaft gelebt und es ihm insbesondere an einem auf die Zukunft ge-
richteten Ehewillen gefehlt habe.

J.
Mit verfahrensleitender Verfügung vom 27. April 2007 räumte das Bun-
desverwaltungsgericht  dem  Beschwerdeführer  das  Replikrecht  ein. 
Gleichzeitig forderte es ihn auf, die Annullierung der nach der erleich-
terten Einbürgerung geplant gewesenen gemeinsamen Reise nach Sri 
Lanka mit entsprechenden Beweismitteln zu belegen.

K.
In der darauffolgenden Stellungnahme vom 29. Mai 2007 gab der Par-
teivertreter bekannt, dass sein Mandant keine schriftlichen Unterlagen 
über diese Reise mehr besitze. Die Reiseagentur, bei  welcher er die 
fragliche Buchung vorgenommen habe, sei  in der Zwischenzeit  liqui-
diert worden und existiere nicht mehr. Aus diesem Grunde beantrage 
der  Beschwerdeführer  die  Einvernahme  seiner  früheren  Ehefrau  als 
Zeugin  oder  Auskunftsperson.  Im  Übrigen  wurde  auf  die  bisherigen 
Ausführungen verwiesen.

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L.
Mit Zwischenverfügung vom 17. Juli 2007 gab das Bundesverwaltungs-
gericht dem Antrag auf Einvernahme der in der Beschwerdeschrift vom 
4. Dezember 2006 aufgeführten Personen als Zeugen nicht statt. Auch 
das Begehren um Einvernahme der Ex-Ehefrau als Zeugin oder Aus-
kunftsperson wurde abgelehnt.

Von der ihm stattdessen gewährten Möglichkeit, schriftliche Stellung-
nahmen  der  betreffenden  Personen  einzureichen,  machte  der  Be-
schwerdeführer  auch  nach  gewährter  Fristerstreckung  keinen  Ge-
brauch.

M.
Mit  Zustimmung des  Beschwerdeführers  beantragte  das  Bundesver-
waltungsgericht  am  4.  Januar  2008  beim  Bezirksgericht  Bülach  die 
Einsichtnahme in die Eheschutz- und Scheidungsakten.

N.
Auf den weiteren Akteninhalt  wird, soweit rechtserheblich, in den Er-
wägungen eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
1.1 Gemäss  Art.  31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 
2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht unter 
Vorbehalt der in Art. 32 VGG genannten Ausnahmen Beschwerden ge-
gen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 
1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021), welche von 
einer der in Art. 33 VGG aufgeführten Behörden erlassen wurden. Da-
runter fallen Verfügungen des BFM betreffend Nichtigerklärung der er-
leichterten Einbürgerung (Art. 41 Abs. 1 i.V.m. Art. 27 und 51 Abs. 1 
BüG).

1.2 Das  Bundesverwaltungsgericht  übernimmt  die  Beurteilung  der 
beim Inkrafttreten des Verwaltungsgerichtsgesetzes am 1. Januar 2007 
bei Eidgenössischen Rekurs- oder Schiedskommissionen oder bei Be-
schwerdediensten  der  Departemente  hängigen  Rechtsmittel. Für  die 
Beurteilung gilt das neue Verfahrensrecht (Art. 53 Abs. 2 VGG).

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1.3 Gemäss Art. 37 VGG richtet sich das Verfahren vor dem Bundes-
verwaltungsgericht nach dem VwVG, soweit das Verwaltungsgerichts-
gesetz nichts anderes bestimmt.

1.4 Der Beschwerdeführer ist als Verfügungsadressat zur Anfechtung 
legitimiert. Auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ist 
deshalb einzutreten (Art. 48 ff. VwVG).

2.
Mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht kann die Verletzung 
von Bundesrecht einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des 
Ermessens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechts-
erheblichen Sachverhaltes sowie die Unangemessenheit  gerügt  wer-
den, sofern nicht eine kantonale Behörde als Beschwerdeinstanz ver-
fügt hat (Art. 49 VwVG). Das Bundesverwaltungsgericht wendet im Be-
schwerdeverfahren das Bundesrecht von Amtes wegen an. Es ist ge-
mäss Art. 62 Abs. 4 VwVG an die Begründung der Begehren nicht ge-
bunden und kann die Beschwerde auch aus anderen als den geltend 
gemachten  Gründen  gutheissen  oder  abweisen.  Massgebend  ist 
grundsätzlich  die  Sach-  und  Rechtslage  zum  Zeitpunkt  seines  Ent-
scheides (vgl. E. 1.2 des in BGE 129 II 215 teilweise publizierten Ur-
teils des Bundesgerichts 2A.451/2002 vom 28. März 2003).

3.
Der Parteivertreter macht in der Rechtsmitteleingabe vom 4. Dezem-
ber 2006 u.a. geltend,  es hätte ebenfalls das Handprotokoll  der Ver-
handlung vor dem Eheschutzrichter vom 29. November 2002 beigezo-
gen werden müssen. 

3.1 Sowohl die Vorinstanz als auch das Bundesverwaltungsgericht ha-
ben mit  Zustimmung des Beschwerdeführers Einsicht in die entspre-
chenden Eheschutz- und Scheidungsakten genommen. Das fragliche 
Handprotokoll  befindet sich nicht darunter. Vorliegend besteht gleich-
wohl kein Grund zur Annahme, dass das Bezirksgericht Bülach nicht 
alle  zur  Edition  vorgesehenen  Akten  übermittelt  hat.  Das  Recht  auf 
Akteneinsicht ist nicht absolut (vgl. BGE 122 I 153 E. 6a S. 161 f. mit 
Hinweisen),  es erstreckt sich lediglich auf  die für den Entscheid we-
sentlichen Unterlagen,  d.h. auf  jene, die Grundlage des Entscheides 
bilden (BGE 121 I 225 E. 2a S. 227 mit Hinweisen). Nach der Praxis 
des Bundesgerichts besteht zudem weder nach der Akteneinsichtsord-
nung des VwVG noch auf Grund des verfassungsmässigen Mindest-

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schutzes gemäss Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizeri-
schen Eidgenossenschaft  (BV, SR 101) ein Anspruch auf  Einsicht in 
verwaltungsinterne  Akten.  Als  solche  gelten  namentlich  Unterlagen, 
denen für die Behandlung einer Angelegenheit  kein Beweischarakter 
zukommt,  sondern  die  ausschliesslich  der  verwaltungsinternen  Mei-
nungsbildung dienen bzw. für den verwaltungsinternen Gebrauch be-
stimmt  sind  (beispielsweise  Entwürfe,  Anträge,  Notizen,  Mitberichte 
und Hilfsbelege; vgl. hierzu BGE 112 l 153 E. 6a S. 161 f., BGE 115 V 
297 E. 2g S. 303 ff. oder  das  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts 
D-6316/2006 vom 4. April 2008 E. 3.1). Der Verfügung der Eheschutz-
richterin vom 29. November 2002 liegt ein förmliches Protokoll bei, das 
die Rechtsbegehren, prozessualen Anträge, Parteivereinbarungen und 
einzelrichterlichen Anordnungen enthält. Wohl  erwähnt  dieses  Proto-
koll die zusätzliche Existenz eines Handprotokolls über die Hauptver-
handlung, nur schon der Verweis auf die Fundstelle („Prot.-Heft Nr. XI, 
S.  64  ff.“)  deutet  jedoch  darauf  hin,  dass  jenem  Handprotokoll  die 
Funktion eines blossen Hilfsbelegs zukommt. Die Frage, ob es sich um 
ein internes Aktenstück handelt, braucht aber nicht abschliessend be-
antwortet zu werden, da sich bereits aus den zur Edition freigegebe-
nen  Akten  zweifelsfrei  ergibt,  dass  die  Vorkommnisse  rund  um den 
11./12. September 2002 von den Parteien unterschiedlich dargestellt 
werden.  Der  Beizug  des  Handprotokolls  würde  demnach  zu  keinen 
neuen entscheidrelevanten Erkenntnissen führen, weshalb dem dies-
bezüglichen Antrag nicht stattzugeben ist. Aus den gleichen Gründen 
erübrigt es sich abzuklären, bei wem der Beschwerdeführer nach der 
erleichterten  Einbürgerung  erzählt  haben  soll,  er  sei  jetzt  ein  freier 
Mann.

3.2 Die  übrigen  Beweisanträge  (Einvernahme  einer  Reihe  von  Ver-
wandten und Bekannten als Zeugen, Befragung der Ex-Gattin als Zeu-
gin oder Auskunftsperson) hat das Bundesverwaltungsgericht mit Zwi-
schenverfügung vom 17. Juli 2007 abgewiesen, da sich die entschei-
denden Umstände bereits aus den Akten ergeben. Der Beschwerde-
führer  erhielt  Gelegenheit,  schriftliche Äusserungen dieser  Personen 
zur Stabilität der Ehe bzw. Ergänzungen der schweizerischen Ex-Ehe-
frau  zur  geplant  gewesenen  Reise  nach  Sri  Lanka  nachzureichen, 
liess sich hierzu jedoch nicht mehr vernehmen.

4.
4.1 Nach  Art.  27  Abs.  1  BüG  kann  ein  Ausländer  nach  der  Ehe-
schliessung mit einer Schweizer Bürgerin ein Gesuch um erleichterte 

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Einbürgerung stellen, wenn er insgesamt fünf Jahre in der Schweiz ge-
wohnt hat, seit einem Jahr hier wohnt und seit drei Jahren in ehelicher 
Gemeinschaft  mit  der  Schweizer  Bürgerin  lebt.  Seine  Einbürgerung 
setzt gemäss Art. 26 Abs. 1 BüG zudem voraus, dass er in die schwei-
zerischen  Verhältnisse  eingegliedert  ist  (Bst.  a),  die  schweizerische 
Rechtsordnung beachtet (Bst. b) und die innere oder äussere Sicher-
heit der Schweiz nicht gefährdet (Bst. c). Sämtliche Einbürgerungsvor-
aussetzungen  müssen  sowohl  im Zeitpunkt  der  Gesuchseinreichung 
als auch anlässlich der Einbürgerungsverfügung erfüllt  sein. Fehlt  es 
im Zeitpunkt des Einbürgerungsentscheids an der ehelichen Gemein-
schaft, darf die erleichterte Einbürgerung nicht ausgesprochen werden 
(BGE 130 II 482 E. 2 S. 483 f., BGE 129 II 401 E. 2.2 S. 403, BGE 128 
II 97 E. 3a S. 98 f.).

4.2 Der Begriff  der  ehelichen Gemeinschaft  bedeutet  nach der  bun-
desgerichtlichen Rechtsprechung mehr als nur das formelle Bestehen 
einer  Ehe.  Verlangt  wird  vielmehr  eine  tatsächliche  Lebensgemein-
schaft, getragen vom Willen, die Ehe auch künftig aufrecht zu erhalten 
(BGE 130 ll 482 E. 2 S. 483 f., BGE 130 ll 169 E. 2.3.1 S. 171 f., BGE 
128 ll 97 E. 3a S. 98 f., BGE 121 ll 49 E. 2b S. 51 f.). Mit Art. 27 BüG 
wollte  der  Gesetzgeber  ausländischen  Ehepartnern  von  Schweizer 
Bürgern die erleichterte Einbürgerung ermöglichen, um die Einheit des 
Bürgerrechts der Ehegatten im Hinblick auf eine gemeinsame Zukunft 
zu fördern (vgl. Botschaft  des Bundesrats zur Änderung des Bürger-
rechtsgesetzes vom 26. August  1987,  BBl  1987 III  310). Zweifel  am 
Willen der Ehegatten, die eheliche Gemeinschaft aufrecht zu erhalten, 
sind beispielsweise angebracht, wenn kurze Zeit  nach der erleichter-
ten Einbürgerung die Trennung erfolgt oder die Scheidung eingeleitet 
wird (BGE 130 II 482 E. 2 S. 483 f.).

4.3 Gemäss Art. 41 Abs. 1 BüG kann die Einbürgerung vom Bundes-
amt mit Zustimmung der Behörde des Heimatkantons innert fünf Jah-
ren nichtig erklärt werden, wenn sie durch falsche Angaben oder Ver-
heimlichung erheblicher Tatsachen erschlichen, d.h. mit einem unlaute-
ren oder  täuschenden Verhalten  erwirkt  worden ist. Arglist  im Sinne 
des  strafrechtlichen  Betrugstatbestandes  wird  nicht  verlangt.  Es  ge-
nügt,  wenn der Betroffene bewusst  falsche Angaben macht  bzw. die 
Behörde bewusst in einem falschen Glauben lässt und so den Vorwurf 
auf sich zieht, es unterlassen zu haben, die Behörde über eine erhebli-
che Tatsache zu informieren (vgl. BGE 132 II 113 E. 3.1 S. 114 f. und 
BGE 130 II 482 E. 2 S. 483 f., je mit Hinweisen). Weiss der Betroffene, 

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dass die Voraussetzungen für  die erleichterte Einbürgerung auch im 
Zeitpunkt der Verfügung vorliegen müssen, so muss er die Behörden 
unaufgefordert  über  eine  nachträgliche  Änderung  der  Verhältnisse 
orientieren,  von  der  er  weiss  oder  wissen  muss,  dass  sie  einer 
Einbürgerung entgegegensteht. Die Pflicht dazu ergibt sich aus dem 
Grundsatz von Treu und Glauben und aus der verfahrensrechtlichen 
Mitwirkungspflicht  gemäss Art. 13 Abs. 1 Bst. a VwVG. Die Behörde 
darf  sich  ihrerseits  darauf  verlassen,  dass  die  vormals  erteilten 
Auskünfte bei passivem Verhalten des Gesuchstellers nach wie vor der 
Wirklichkeit entsprechen (vgl. BGE 132 II 113 E. 3.2 S. 115 f.).

5.
5.1 In der Bundesverwaltungsrechtspflege gilt der Grundsatz der frei-
en Beweiswürdigung (Art. 19 VwVG i.V.m. Art. 40 des Bundesgesetzes 
vom 4. Dezember 1947 über den Bundeszivilprozess [BZP; SR 273]). 
Frei ist die Beweiswürdigung darin, dass sie nicht an bestimmte starre 
Beweisregeln gebunden ist, welche der Behörde genau vorschreiben, 
wie ein gültiger Beweis zu Stande kommt und welchen Beweiswert die 
einzelnen Beweismittel im Verhältnis zueinander haben. Freie Beweis-
würdigung ist  aber nicht  mit  freiem Ermessen zu verwechseln (FRITZ 
GYGI, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Aufl. Bern 1983, S. 278/279; 
zu den Beweismitteln: BGE 130 ll 169 E. 2.3.2 ff.). Wenn ein Entscheid 
– wie im vorliegenden Fall  –  zum Nachteil  des Betroffenen in  seine 
Rechte eingreift, liegt die Beweislast bei der Behörde.

5.2 Bei der Nichtigerklärung einer erleichterten Einbürgerung ist  von 
der  Verwaltung  zu  untersuchen,  ob  die  Ehe  im  Zeitpunkt  der  Ge-
suchseinreichung  und  der  Einbürgerung  tatsächlich  gelebt  wurde 
(BGE 130 ll 169 E. 2.3.1 S. 172). Hierbei geht es im Wesentlichen um 
innere Vorgänge, die der Behörde oft nicht bekannt und schwierig zu 
beweisen sind. In derartigen Situationen ist es zulässig, von bekann-
ten  Tatsachen  (Vermutungsbasis)  auf  unbekannte  (Vermutungsfolge) 
zu schliessen. Solche tatsächlichen Vermutungen können sich in allen 
Bereichen der Rechtsanwendung ergeben, namentlich auch im öffent-
lichen Recht. Es handelt sich um Wahrscheinlichkeitsfolgerungen, die 
auf Grund der Lebenserfahrung gezogen werden  (ULRICH HÄFELIN, Ver-
mutungen im öffentlichen Recht, in: Festschrift für Kurt Eichenberger, 
Basel 1982, S. 625 ff., S. 626; vgl. auch PETER SUTTER, Die Beweislast-
regeln unter besonderer Berücksichtigung des verwaltungsrechtlichen 
Streitverfahrens,  Diss.  Zürich  1988,  S. 56 ff.  und  178 ff.,  und  GYGI, 

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a.a.O., S. 282 ff; zu Art. 8 ZGB vgl. MAX KUMMER, Berner Kommentar, N. 
362 f.).

5.3 Als Problem der Beweiswürdigung berührt die tatsächliche Vermu-
tung weder die Beweislast noch die das Verwaltungsverfahren beherr-
schende Untersuchungsmaxime. Letztere gebietet zwar, dass die Ver-
waltung auch nach entlastenden,  das heisst  die Vermutung erschüt-
ternden Elementen sucht. Bei  Sachverhalten  im Zusammenhang mit 
der erleichterten Einbürgerung liegt es aber in der Natur der Sache, 
dass solche entlastenden Elemente der Verwaltung oft nicht bekannt 
sein dürften und nur die Betroffenen darüber Bescheid wissen können. 
Es obliegt  daher dem erleichtert  Eingebürgerten,  der dazu nicht  nur 
aufgrund seiner Mitwirkungspflicht (Art. 13 VwVG) verpflichtet ist, son-
dern daran auch ein Eigeninteresse haben muss, die Vermutung durch 
den  Gegenbeweis  bzw.  erhebliche  Zweifel  umzustürzen,  indem  er 
Gründe oder Sachumstände aufzeigt, die es als überzeugend (nach-
vollziehbar) erscheinen lassen, dass eine angeblich noch wenige Mo-
nate  zuvor  bestehende,  ungetrennte  eheliche  Gemeinschaft  in  der 
Zwischenzeit  dergestalt  in  die  Brüche  gegangen  ist,  dass  es  zur 
Scheidung kam (BGE 130 II 482 E. 3.2 S. 485 f.).

6.
Das BFM geht  in  der  angefochtenen  Verfügung  davon aus,  der  Be-
schwerdeführer  habe sich  bei  seiner  Heirat  auch von zweckfremden 
Motiven,  nämlich der Sicherung des Aufenthaltsrechts und der Mög-
lichkeit der späteren Einbürgerung leiten lassen. Die bereits während 
der  Ehe  aufgetauchten  ehelichen  Schwierigkeiten  und  der  Gesche-
hensablauf  deuteten  darauf  hin,  dass  im Zeitpunkt  der  erleichterten 
Einbürgerung  kein  beidseitiger,  auf  die  Zukunft  gerichteter  Ehewille 
mehr vorhanden gewesen sei.

6.1 Aus den Akten ergibt sich, dass der Beschwerdeführer im Septem-
ber 1990 in die Schweiz einreiste und hier unter einem Falschnamen 
ein Asylgesuch stellte. Nachdem er im Nachhinein seine wahre Identi-
tät offen gelegt hatte, zog er das Asylgesuch am 4. Februar 1997 zu-
rück.  Die  Rückkehr  in  seinen  Herkunftsstaat  erfolgte  anfangs  April 
1997. Gemäss den übereinstimmenden Angaben der Parteien haben 
sie sich kurz vor der Ausreise des Beschwerdeführers kennengelernt. 
Nach Darstellung der Ex-Ehefrau (vgl. Schreiben vom 23. November 
2002) hat jener sie in der Folge gebeten, in sein Land zu kommen und 
ihn zu heiraten, damit er in die Schweiz zurückkehren könne. Als Ge-

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genleistung habe er  versprochen,  für  sie  und ihre  Kinder  aus erster 
Ehe zu sorgen. Im Juli 1997 sei sie nach Sri Lanka geflogen und habe 
sich in den zukünftigen Ehemann verliebt. Am 25. Juli 1997 heiratete 
der Beschwerdeführer in Kandy (Sri Lanka) seine Schweizer Freundin, 
worauf ihm im Rahmen des Familiennachzugs eine Aufenthaltsbewilli-
gung erteilt wurde.

Aktenmässig  erstellt  ist  des  Weiteren,  dass  es  bereits  während  der 
Ehe wiederholt  zu Spannungen und Streitigkeiten gekommen ist. Die 
zu  Tage  getretenen  Schwierigkeiten  wurden  in  einer  Stellungnahme 
vom 15. September 2005 zwar als blosse anfängliche Abstimmungs-
probleme zwischen Ehegatten unterschiedlicher Kulturkreise charakte-
risiert.  Der  erste  Rechtsvertreter  führte  im  Eheschutzverfahren  vor 
dem Bezirksgericht Bülach in einer Eingabe vom 19. September 2002 
dann aber aus, sein Mandant habe ihn schon Ende 1999 wegen eheli-
cher Schwierigkeiten aufgesucht. Wiederum ein Jahr später habe die 
Gattin  persönliche  Sachen  des  Beschwerdeführers  in  ihrem Besitze 
zurückbehalten,  sodass  deren  Herausgabe  habe  anbegehrt  werden 
müssen. Generell komme es zwischen den Parteien – nicht zuletzt we-
gen der Arbeitszeiten – immer wieder zu Zwistigkeiten. Diese hätten 
schon mehrfach die Aussperrung des Beschwerdeführers aus der ehe-
lichen Wohnung zur Folge gehabt. Der spätere Parteivertreter räumte 
ein, dass der Betroffene deswegen Ende 1999 einen Anwalt habe kon-
sultieren müssen,  konkrete rechtliche Schritte  seien jedoch nicht  er-
griffen worden. Auch die Plädoyernotizen der Verhandlung vom 29. No-
vember 2002 verweisen auf diverse eheliche Schwierigkeiten (vgl. Ak-
ten  des  Eheschutz-  und  Scheidungsverfahrens).  Die  schweizerische 
Ex-Ehefrau  bestätigte  dies  in  ihrem  Schreiben  vom  23.  November 
2002. Erstmals  am 29. November  2002  wurde überdies  geltend ge-
macht, die damalige Partnerin sei gegenüber dem Beschwerdeführer 
tätlich geworden. Laut  einem Bericht  des Spitals  Uster  vom 17. De-
zember 2000 meldete sich die betreffende Person an jenem Abend mit 
einer  leicht  blutenden  Schwellung der  rechten Ober-  und Unterlippe 
sowie einer geringen Schwellung der linken Wange auf der Notfallstati-
on und gab dort  an, von seiner Ehefrau geschlagen worden zu sein. 
Nach diesem Vorfall, der auf eine Eifersuchtsszene zurückzuführen ge-
wesen sein soll, hat sich die eheliche Situation nach Angaben beider 
Parteien beruhigt.

Am 13. November 2000 stellte der Beschwerdeführer ein Gesuch um 
erleichterte  Einbürgerung. Im Rahmen dieses Verfahrens unterzeich-

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neten die Ehegatten am 6. Juni 2002 die gemeinsame Erklärung über 
den Zustand ihrer Ehe und am 8. Juli 2002 wurde der Beschwerdefüh-
rer erleichtert eingebürgert. Bereits am 12. September 2002 wurde der 
gemeinsame Haushalt  faktisch  aufgelöst.  Der  Auslöser  für  die  Tren-
nung wird von den Parteien total  kontrovers dargestellt. Aktenkundig 
ist,  dass der Beschwerdeführer am 19. September 2002 durch einen 
Anwalt Eheschutzmassnahmen in die Wege leitete. Die schweizerische 
Ex-Ehefrau ihrerseits bat das BFM in einem Schreiben vom 29. Sep-
tember 2002 um Hilfe, weil ihr Mann sie am 12. September 2002 ver-
lassen habe. In einem Schreiben vom 23. November 2002 ergänzte sie 
gegenüber dem Bezirksgericht Bülach, sie akzeptiere die Trennung auf 
keinen Fall. Sie liebe ihren Mann, sei  jederzeit  für eine Eheberatung 
bereit und wolle die Ehe unbedingt fortführen. Am 29. November 2002 
fand eine eheschutzrichterliche Verhandlung statt, in deren Verlauf den 
Ehegatten das bereits vollzogene Getrenntleben bewilligt  wurde. Der 
Beschwerdeführer  machte  in  diesem Zusammenhang  geltend,  seine 
Ex-Gattin habe ihn am 12. September 2002 aus der Wohnung wegge-
wiesen. Nach Ablauf der gesetzlichen Trennungsfrist verlangte er am 
14. September 2004 beim Friedensrichteramt  Opfikon-Glattbrugg die 
Ehescheidung. Anlässlich der Sühneverhandlung vom 4. Oktober 2004 
sprach  sich  die  schweizerische  Ehefrau  nach  wie  vor  gegen  eine 
Scheidung  aus  (vgl.  die  Weisung des Friedensrichteramtes  Opfikon-
Glattbrugg  gleichen  Datums).  Am  18.  Oktober  2004  stellte  der  Be-
schwerdeführer  beim  Bezirksgericht  Bülach  in  der  Folge  ein  Schei-
dungsbegehren. Nach der gerichtlichen Anhörung vom 21. März 2005, 
in welcher die Beklagte nunmehr in die Scheidung einwilligte, wurde 
die Ehe mit Urteil vom 24. März 2005 geschieden.

6.2 Die  dargelegten  Eckdaten,  namentlich  die  Korrelation  zwischen 
dem  Asylverfahren  und  der  Aufnahme  einer  Beziehung  zu  einer 
Schweizerbürgerin  mit  nachfolgender  Heirat  nach  kurzer  Bekannt-
schaft, die zum Teil heftigen Auseinandersetzungen während der Ehe 
und die Auflösung der ehelichen Wohngemeinschaft gerade mal zwei 
Monate nach der erleichterten Einbürgerung sprechen gegen den Be-
schwerdeführer. Sie rechtfertigen die tatsächliche Vermutung, dass er 
mit seiner schweizerischen Ehegattin zum Zeitpunkt der gemeinsamen 
Erklärung vom 6. Juni 2002 bzw. der erleichterten Einbürgerung vom 
8. Juli  2002 nicht mehr in einer stabilen ehelichen Gemeinschaft  ge-
lebt hat (zur Bedeutung und Tragweite der tatsächlichen Vermutung im 
Verfahren  auf  Nichtigerklärung  der  erleichterten  Einbürgerung  vgl. 
grundlegend BGE 130 II 482 E. 3.2 S. 485 f.).

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7.
Nachfolgend ist  zu prüfen, ob der Beschwerdeführer in der Lage ist, 
die  eben beschriebene  tatsächliche Vermutung zu widerlegen. Dazu 
braucht er zwar nicht den Nachweis zu erbringen, dass die Ehe zum 
massgeblichen Zeitpunkt intakt war, denn eine tatsächliche Vermutung 
führt nicht zur Umkehr der Beweislast. Es genügt, wenn der Beschwer-
deführer eine plausible Alternative zur dargestellten Vermutungsfolge 
präsentieren kann. Er kann den Gegenbeweis erbringen, sei es indem 
er glaubhaft den Eintritt  eines ausserordentlichen Ereignisses dartut, 
das geeignet ist, den raschen Verfall der ehelichen Bande zu erklären, 
sei  es indem er in nachvollziehbarer Weise darlegt,  dass er sich der 
ehelichen Probleme nicht bewusst gewesen sei und dass er demzufol-
ge zum Zeitpunkt, als er die Erklärung unterzeichnete, den wirklichen 
Willen hatte, weiterhin eine stabile eheliche Beziehung aufrecht zu er-
halten (vgl. das oben zitierte Urteil sowie Urteile des Bundesgerichts 
5A.13/2005  vom  6.  September  2005  E.  4.2  und  5A.23/2005  vom 
22. November 2005 E. 5.2). Angesichts der Indizien, auf die sich die 
tatsächliche Vermutung vorliegend stützt,  sind  indessen keine gerin-
gen Anforderungen zu stellen, wenn es darum geht glaubhaft zu ma-
chen, dass die Ehe erst nach der erleichterten Einbürgerung in die Kri-
se kam und scheiterte.

7.1 Der jetzige Parteivertreter beruft sich vorweg auf die Eingabe der 
geschiedenen Frau vom 23. November 2002 im Eheschutzverfahren. 
Darin  liess  sie  u.a.  verlauten,  die  ehelichen  Schwierigkeiten  hätten 
sich im Verlaufe des Jahres 2002 zusehends gelegt und die Parteien 
hätten eine gute Ehe geführt. Dem ist entgegenzuhalten, dass es zwi-
schen den Eheleuten in  den Jahren zuvor wiederholt  zu ernsthaften 
Streitigkeiten bis hin zu Tätlichkeiten gekommen ist. Vor diesem Hinter-
grund erscheint  in  keiner  Weise plausibel,  warum in  der  Nacht  vom 
11./12.  September  2002  ausgerechnet  ein  eher  geringfügiges  Vor-
kommnis (gemäss Angaben des ehemaligen Rechtsvertreters ist sein 
Mandant damals später als üblich von der Arbeit  zurückgekehrt,  wo-
rauf die Ex-Ehefrau mit Eifersucht reagiert habe) den Ausschlag für die 
definitive Auflösung der ehelichen Gemeinschaft gegeben haben soll. 
Die  späteren  Versuche  des  Beschwerdeführers,  besagte  eheliche 
Probleme herunterzuspielen,  erweisen sich als  unbehelflich. Zum ei-
nen widersprechen sie den Eheschutz- und Scheidungsakten des Be-
zirksgerichts Bülach sowie dem Bericht des Spitals Uster vom 17. De-
zember 2000, zum andern hat sich die Partei frühere Ausführungen in 
einem  Scheidungsverfahren  auch  in  einem  nachfolgenden  anderen 

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Verfahren anrechnen zu lassen. Sie hat – so das Bundesgericht – „kei-
nen Anspruch darauf, je nach dem Zweck des Verfahrens im Hinblick 
auf dessen gewünschtes Ergebnis unterschiedliche Aussagen zu ma-
chen“ (vgl. BGE 128 II 97 ff.,  dort  unveröffentlichte E. 2b/dd). Da für 
das Scheitern der Ehe wie eben erwähnt Gründe vorgeschoben wer-
den, die – objektiv betrachtet – nicht geeignet sind, den Ehewillen ab-
rupt  und  unwiederbringlich  zu  zerstören,  sind  vorliegend  erhebliche 
Zweifel an der angeblich intakten Ehe angebracht.

7.2 Auf Beschwerdeebene wird sodann argumentiert, es sei von ent-
scheidender  Bedeutung,  wessen  Version  der  Vorfälle  rund  um  den 
11./12.  September  2002  zutreffe. Wie  aus  dem  Sachverhalt  hervor-
geht, machte der Beschwerdeführer geltend, er sei in jener Nacht von 
seiner Partnerin unvermittelt aus der Wohnung weggewiesen worden. 
Als Begründung hierfür nannte er im Nichtigkeitsverfahren die unver-
schuldet verspätete Heimkehr von der Arbeit bzw. Eifersucht. Die Ex-
Ehefrau beharrt derweil darauf, es sei der Beschwerdeführer gewesen, 
der sie an jenem Datum völlig unerwartet verlassen habe, um in Ruhe 
und Freiheit leben zu können.

Tatsache ist, dass die Ehegatten schon rund zwei Monate nach der er-
leichterten  Einbürgerung  nicht  mehr  zusammenlebten.  Die  Berechti-
gung  zum  Getrenntleben  wurde  im  Eheschutzverfahren  am  29.  No-
vember 2002, rückwirkend per 12. September 2002, verfügt. In Anbe-
tracht  des Umstandes,  dass das Erkennen des Scheiterns  der  Ehe, 
der  Trennungsentschluss  und  dessen  Umsetzung  einige  Zeit  brau-
chen, kann nicht angenommen werden, die Ehe sei aus der Sicht der 
Beteiligten  zum  Zeitpunkt  der  Unterzeichnung  der  Erklärung  vom 
6. Juni 2002 bzw. der erleichterten Einbürgerung am 8. Juli 2002 intakt 
gewesen  ist.  Noch  weniger  rechtfertigt  sich  eine  solche  Annahme, 
nachdem die Ehegatten – wie oben dargelegt – sich schon während 
der Ehe wiederholt gestritten haben. Von wem die Initiative zur Tren-
nung und Scheidung ausging, ist im Übrigen nicht ausschlaggebend, 
denn die erleichterte Einbürgerung kann nicht als „Belohnung“ für ei-
genes  eheliches  Wohlverhalten  betrachtet  werden.  Wie  an  anderer 
Stelle erwähnt, wollte der Gesetzgeber mit dem einheitlichen Bürger-
recht der Ehegatten vielmehr ihre gemeinsame Zukunft fördern (BGE 
130 II 482 E. 2 S. 483 f.). Abgesehen davon stehen die Ausführungen 
des  Beschwerdeführers  nicht  nur  in  Widerspruch  zu  den  Aussagen 
und dem Verhalten der Ex-Gattin, sondern sie lassen sich auch schwer 
mit  den Eheschutz-  und Scheidungsakten und insbesondere  seinem 

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Vorgehen,  welches er  in  diesen  beiden zivilrechtlichen Verfahren an 
den  Tage  legte,  vereinbaren.  Dass  er  nach  dem 11./12.  September 
2002 plötzlich konsequent und zielstrebig auf die Trennung und Auflö-
sung der Ehe hinarbeitete, erstaunt umso mehr, als er in der Vergan-
genheit wesentlich gravierendere Vorfälle nie zum Anlass für derartige 
Vorkehren genommen hat.  Unbeirrt  von der  Haltung  der  schweizeri-
schen  Ehefrau,  welche  sogar  zu  einer  Eheberatung  bereit  gewesen 
wäre und noch in der Sühneverhandlung vom 4. Oktober 2004 erklärt 
hatte, mit einer Scheidung nicht einverstanden zu sein, setzte er seine 
Pläne mit  Entschlossenheit  um. Dies erhärtet  die Vermutung für feh-
lende Zukunftsabsichten in der Ehe mit der Schweizerin. Hervorzuhe-
ben gilt es in diesem Zusammenhang nochmals, dass auf Seiten bei-
der Partner – in concreto also auch auf Seiten des Mannes – ein au-
thentischer  Ehewille  im Sinne  der  bundesgerichtlichen  Praxis  (siehe 
die vorangehende E. 4.2) vorliegen muss. Aufgrund des Gesagten be-
sass  jedenfalls  der  Beschwerdeführer  im  Zeitpunkt  der  erleichterten 
Einbürgerung keinen echten, auf eine gemeinsame Zukunft ausgerich-
teten Ehewillen mehr.

7.3 Zu keinem anderen Ergebnis führt, dass die Parteien vor der er-
leichterten  Einbürgerung  für  November  2002  gemeinsame  Ferien  in 
Sri Lanka geplant hatten (bestätigt im Schreiben der Ex-Ehefrau vom 
29. September  2002),  konnte  der  Beschwerdeführer  doch nicht  zum 
voraus wissen, wann sein Einbürgerungsverfahren abgeschlossen sein 
würde. Was die Annullation und deren Umstände anbelangt,  war der 
Betroffene allerdings nicht in der Lage, seine Behauptungen zu bele-
gen (vgl. Replik vom 29. Mai 2007). Auch unter dem Aspekt betrachtet, 
dass er seine mit der Einbürgerung einhergehenden Absichten vor der 
Behörde und der Ehegattin verbergen wollte, war es indessen keines-
wegs abwegig, mittels gemeinsamer (leicht rückgängig machbarer) Zu-
kunftpläne den Anschein einer stabilen Lebensgemeinschaft aufrecht 
zu erhalten. Aus besagtem Hinweis lässt sich folglich nichts zu seinen 
Gunsten ableiten.

7.4 Zusammenfassend  ist  festzustellen,  dass  der  Beschwerdeführer 
die  von  der  Vorinstanz  gezogenen  Schlussfolgerungen  nicht  hat  zu 
entkräften vermögen. Es ist davon auszugehen, dass er seine Ehe für 
ein Aufenthaltsrecht in der Schweiz instrumentalisierte und die Stabili-
tät der ehelichen Lebensgemeinschaft bereits während des Einbürge-
rungsverfahrens erheblich erschüttert war, was kurz nach der erfolgten 
erleichterten Einbürgerung am 8. Juli 2002 zur Trennung und späteren 

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Scheidung  der  Eheleute  führte.  Zumindest  aus  der  Warte  des  Be-
schwerdeführers handelte es sich bei der ehelichen Gemeinschaft mit 
der  schweizerischen  Ex-Ehefrau  im  massgebenden  Zeitraum  mithin 
nicht  mehr  um  eine  wirklich  intakte  Beziehung.  Mit  dem  bewussten 
Verheimlichen erheblicher Tatsachen hat er die erleichterte Einbürge-
rung erschlichen, weshalb diese zu Recht für nichtig erklärt wurde.

8.
Die  angefochtene  Verfügung  erweist  sich  demnach  als  rechtmässig 
(Art. 49 VwVG). Die Beschwerde ist folglich abzuweisen.

9.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind dem Beschwerdeführer die 
Kosten aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 1, Art. 2 und Art. 
3 Bst. b des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 
173.320.2]).

Dispositiv Seite 20

Seite 19

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die Verfahrenskosten von Fr. 800.- werden dem Beschwerdeführer auf-
erlegt.  Sie  werden  mit  dem in  gleicher  Höhe  geleisteten  Kostenvor-
schuss verrechnet. 

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde)
- Rechtsanwalt  Dr. Guido Hensch  (gemäss Schreiben  vom 19. No-

vember 2007 und Vollmacht vom 16. November 2007)
- die  Vorinstanz  (gegen  Empfangsbestätigung,  Akten  Ref-Nr.  [...] 

retour)
- das  Amt  für  Zivilstandswesen  und  Einbürgerungen  des  Kantons 

Freiburg, Postfach, 1701 Freiburg,
- das  Amt  für  Handelsregister  und  Zivilstandswesen  des  Kantons 

Thurgau, Bahnhofstrasse 53, 8510 Frauenfeld

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Antonio Imoberdorf Daniel Grimm

Seite 20

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Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  1000  Lausanne  14,  Beschwerde  in  öffentlich-rechtli-
chen Angelegenheiten geführt  werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die 
Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begeh-
ren,  deren Begründung mit  Angabe der  Beweismittel  und die Unter-
schrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel 
sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizu-
legen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand: 

Seite 21