# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 92488ed8-4936-5bd4-9ece-710b33dc40ce
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-04-09
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 09.04.2025 D-875/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-875-2025_2025-04-09.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-875/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  9 .  A p r i l  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichterin Nina Spälti Giannakitsas, 

mit Zustimmung von Richterin Camilla Mariéthoz Wyssen;   

Gerichtsschreiberin Sara Steiner. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Türkei,   

vertreten durch MLaw Saban Murat Özten,  

(…),  

Beschwerdeführer,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung;  

Verfügung des SEM vom 6. Januar 2025 / N (…). 

 

 

 

D-875/2025 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass der Beschwerdeführer am 7. August 2022 ein Asylgesuch in der 

Schweiz stellte und an der Erstbefragung vom 26. August 2022 und an der 

Anhörung vom 23. September 2022 zur Begründung seines Gesuches im 

Wesentlichen geltend machte, sein Vater sowie dessen gesamte Ver-

wandtschaft sei für die HDP (Halkların Demokratik Partisi, Demokratische 

Partei der Völker) aktiv beziehungsweise deren Anhänger gewesen, 

dass er seinen Vater auch an zwei, drei Meetings der HDP begleitet habe, 

so beispielsweise zu einem HDP-Kongress in B._______, wovon er ein 

Foto in den sozialen Medien veröffentlicht habe, 

dass er am Gymnasium von Lehrern und insbesondere nationalistischen 

Mitschülern aufgrund seiner kurdischen Ethnie schikaniert, bedroht und als 

HDP-ler beschimpft worden sei, wobei ihm im (…) 2019 bei einer Schläge-

rei beide Arme gebrochen worden seien, woraufhin er im Spital mangelhaft 

versorgt worden sei, 

dass er aufgrund dieser Vorfälle zweimal die Schule habe wechseln müs-

sen, sie von den Behörden keine Hilfe erhalten hätten, und ihn seine Fa-

milie schlussendlich in die Schweiz geschickt habe, damit er eine Schulbil-

dung erhalten könne, 

dass er zur Stützung seiner Vorbringen unter anderem die Bestätigung der 

HDP-Mitgliedschaft und der Aktivitäten seines Vaters als Wahlbeobachter 

im Urnenkomittee, Versetzungsbestätigungen der Gymnasien sowie ärztli-

che Berichte bezüglich des Armbruchs zu den Akten reichte, 

dass das SEM mit Verfügung vom 4. Oktober 2022 das Asylgesuch des 

Beschwerdeführers im Rahmen des beschleunigten Verfahrens ablehnte 

und seine Wegweisung aus der Schweiz und deren Vollzug anordnete, 

dass der Beschwerdeführer am 2. November 2022 gegen diese Verfügung 

Beschwerde erhob und dabei neu geltend machte, aufgrund seiner pro-

kurdischen Posts in der Schweiz sei in der Türkei ein Suchbefehl zu seiner 

Festnahme erlassen worden,  

dass er im Laufe des Beschwerdeverfahrens diverse polizeiliche und 

staatsanwaltliche Dokumente in Zusammenhang mit einem im August 

2022 gegen ihn erhobenen Strafverfahren in der Türkei (darunter ein 

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Seite 3 

staatsanwaltschaftlicher «Verhaftungsantrag» und ein friedensrichterlicher 

«Festnahmebeschluss» vom (…) 2022) zu den Akten reichte, 

dass das Bundesverwaltungsgericht die Beschwerde mit Urteil  

D-5014/2022 vom 7. Juli 2023 guthiess und die Sache zur Neubeurteilung 

und Koordination mit dem Verfahren der zwischenzeitlich eingereisten Fa-

milienangehörigen des Beschwerdeführers (Verfahren D-876/2025) ans 

SEM zurückwies, 

dass der Beschwerdeführer mit Verfügung vom 25. August 2023 dem er-

weiterten Verfahren zugewiesen wurde, 

dass die beiden vom Beschwerdeführer eingereichten soeben erwähnten 

Dokumente vom (…) 2022 (Bezeichnung SEM: Antrag auf Ausstellung ei-

nes Vorführbefehls zwecks Inhaftierung wegen Mitgliedschaft in einer ge-

walttätigen Terrororganisation sowie Beschluss in sonstiger Sache wegen 

Mitgliedschaft in einer gewalttätigen Terrororganisation) aufgrund einer in-

ternen Dokumentenanalyse des SEM vom 27. September 2023 als ge-

fälscht erachtet wurden,  

dass dem Beschwerdeführer hierzu am 27. November 2024 das rechtliche 

Gehör gewährt wurde, worauf er mit Eingabe vom 12. Dezember 2024 aus-

führte, bei den genannten Dokumenten würden es sich tatsächlich um Fäl-

schungen handeln, sich entschuldigte und auf die übrigen Dokumente ver-

wies, die echt seien, 

dass das SEM mit Verfügung vom 6. Januar 2025 – eröffnet am 9. Januar 

2025 – die Flüchtlingseigenschaft des Beschwerdeführers erneut ver-

neinte, dessen Asylgesuch ablehnte sowie seine Wegweisung aus der 

Schweiz und den Vollzug anordnete, 

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 10. Februar 2025 (Aufgabe-

datum) gegen diese Verfügung beim Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerde erhoben hat und darin die Aufhebung der angefochtenen Verfü-

gung, die Feststellung der Flüchtlingseigenschaft und die Asylgewährung, 

eventualiter die Feststellung der Unzulässigkeit beziehungsweise Unzu-

mutbarkeit des Wegweisungsvollzugs und die Erteilung einer vorläufigen 

Aufnahme sowie subeventualiter die Rückweisung der Sache an die Vo-

rinstanz zur Neubeurteilung beantragt,  

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Seite 4 

dass er in verfahrensrechtlicher Hinsicht um Gewährung der unentgeltli-

chen Prozessführung inklusive Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvor-

schusses und Beiordnung eines amtlichen Rechtsbeistands ersucht, 

dass schliesslich das vorliegende Beschwerdeverfahren mit jenem seiner 

Eltern zu koordinieren sei, 

dass die vorinstanzlichen Akten dem Bundesverwaltungsgericht am 

11. Februar 2025 in elektronischer Form vorlagen (vgl. Art. 109 Abs. 2 

AsylG), 

dass die Instruktionsrichterin das Gesuch um Gewährung der unentgeltli-

chen Prozessführung und Verbeiständung mit Zwischenverfügung vom 

24. Februar 2025 nach einer summarischen Prüfung aufgrund der Aus-

sichtslosigkeit der Begehren abwies und den Beschwerdeführer zur Zah-

lung eines Kostenvorschusses aufforderte,  

dass der verlangte Kostenvorschuss am 11. März 2025 geleistet wurde, 

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 13. März 2025 weitere Be-

weismittel zu den Akten reichte, 

 

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls – in der Re-

gel und auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen Verfügun-

gen (Art. 5 VwVG) des SEM entscheidet (Art. 105 AsylG [SR 142.31] i.V.m. 

Art. 31‒33 VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG),  

dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG richtet, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG), 

dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 

AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

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Seite 5 

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-

treten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG), nachdem der 

Kostenvorschuss fristgerecht geleistet wurde, 

dass die gleichzeitig erhobene Beschwerde der Eltern mit dem vorliegen-

den Verfahren im gleichzeitig ergehenden Urteil D-876/2025 koordiniert be-

handelt wird, 

dass sich die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen 

Rügen im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG richten, im Bereich des 

Ausländerrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5), 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich, 

wie nachfolgend aufgezeigt wird, um ein solches Rechtsmittel handelt, 

weshalb das Urteil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 

AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel ver-

zichtet wurde,  

dass das SEM den Sachverhalt vollständig und richtig festgestellt und die 

angefochtene Verfügung auch gehörig begründet hat, 

dass es seiner Aktenführungspflicht zwar nicht ordnungsgemäss nachge-

kommen ist, indem es bei der Fusion der Akten des Beschwerdeführers mit 

jenen seiner Eltern die Akten nicht chronologisch ablegte, dem Beschwer-

deführer daraus aber kein Rechtsnachteil erwächst, weshalb das rechtliche 

Gehör nicht verletzt ist, 

dass der Antrag um Rückweisung der Sache an die Vorinstanz damit ab-

zuweisen ist, 

dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 

AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG), 

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dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft 

gemacht werden muss (Art. 7 Abs. 1 AsylG), 

dass die Flüchtlingseigenschaft glaubhaft gemacht ist, wenn die Behörde 

ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für gegeben hält, 

und Vorbringen insbesondere dann unglaubhaft sind, wenn sie in wesent-

lichen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den 

Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder ver-

fälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 Abs. 2 und 3 AsylG), 

dass das SEM in seiner Verfügung mit überzeugender Begründung zur Er-

kenntnis gelangt ist, die Vorbringen des Beschwerdeführers würden den 

Anforderungen von Art. 7 AsylG an das Glaubhaftmachen eines Asyl be-

gründenden Sachverhalts und jenen von Art. 3 AsylG an die flüchtlings-

rechtliche Beachtlichkeit nicht genügen,  

dass auf die Erwägungen des SEM verwiesen werden kann und es dem 

Beschwerdeführer nicht gelingt, diesen Argumenten Stichhaltiges entge-

genzusetzen, 

dass dabei insbesondere hervorzuheben ist, dass die vom Beschwerde-

führer beschriebenen Schikanen, welche die kurdische Bevölkerung in der 

Türkei im Allgemeinen erleidet, kein asylrelevantes Ausmass erreichen,  

dass das SEM den Beschwerdeführer bezüglich der Übergriffe der natio-

nalistischen Mitschüler zu Recht auf den Schutz der türkischen Behörden 

verwies, welche entgegen den Vorbringen in der Beschwerde, auch gegen 

Angehörige der Grauen Wölfe schutzfähig und schutzwillig sind, wobei die 

Behauptung in der Beschwerde, letztere würden als parastaatliche Akteure 

agieren insbesondere angesichts dessen, dass es sich bei den Tätern 

bloss um Mitschüler des Beschwerdeführers handelte, von der Hand zu 

weisen ist, 

dass die Eltern denn auch bei der Polizei Anzeige erstatten konnten, wobei 

das SEM diese zu Recht aufgrund der Faktenlage (Aussage des Be-

schwerdeführers gegen die der Mitschüler) als allenfalls berechtigterweise 

handlungsfähig sah, und auch gewisse Schutzmassnahmen getroffen wur-

den, indem der Beschwerdeführer zweimal die Schule wechseln konnte, 

dass das SEM bezüglich der angeblich angehobenen Ermittlungsverfahren 

aufgrund der in der Schweiz getätigten pro-kurdischen Posts in den sozia-

len Medien weiter richtig geschlossen hat, aus den eingereichten 

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Beweismitteln ergebe sich keine dem Beschwerdeführer bei einer Rück-

kehr mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit drohende langjährige Haftstrafe, 

dass sich der eingereichte staatsanwaltschaftliche «Verhaftungsantrag» 

und der friedensrichterliche «Festnahmebeschluss» vom (…) 2022 wegen 

Mitgliedschaft in einer gewalttätigen Terrororganisation gemäss interner 

Dokumentenanalyse des SEM als Fälschungen erwiesen, was der Be-

schwerdeführer in seiner Stellungnahme auch eingestand,  

dass das SEM nach Einreichung dieser gefälschten Dokumente auch be-

züglich der Authentizität der übrigen zu diesem Verfahren eingereichten 

Dokumente, in welchen weitere Ungereimtheiten festgestellt wurden, zu 

Recht seine Zweifel äusserte,  

dass es deshalb das Verfahren wegen Mitgliedschaft in einer gewalttätigen 

Terrororganisation zu Recht als unglaubhaft bewertete, und der Vorwurf in 

der Beschwerde, diese Schlussfolgerung der Vorinstanz sei angesichts 

des jugendlichen Alters des Beschwerdeführers unverhältnismässig, nicht 

zu hören ist, 

dass damit auch begründete Zweifel an der vom SEM explizit offen gelas-

senen Echtheit der Dokumente im Verfahren wegen Terrorpropaganda und 

Präsidentenbeleidigung bestehen,  

dass sämtliche vom Beschwerdeführer im ersten Beschwerdeverfahren 

eingereichten Dokumente aber ohnehin lediglich von der Polizei und der 

Staatsanwaltschaft, nicht aber von einem Strafgericht stammen,  

dass dies auch für die diversen bis ins Jahr 2024 reichenden Dokumente 

(darunter auch ein Vorführbefehl vom […] 2023) gilt, welche der Beschwer-

deführer, nachdem er seit der Einreichung der gefälschten Dokumente im 

Januar 2023 keine weiteren Verfahrensdokumente aus der Türkei mehr 

eingereicht hatte, mit der vorliegenden Beschwerde ohne weitere Erklä-

rung zu den Akten reichte,  

dass der Vorführbefehl vom (…) 2023 – welcher überdies gemäss Angaben 

in der Beschwerde nicht in UYAP ersichtlich sei – entgegen den weiteren 

Behauptungen in der Beschwerde kein Haftbefehl darstellt und lediglich 

zwecks Einvernahme des Beschwerdeführers ausgestellt wurde, und da-

ran das in der Beschwerde geltend gemachte Fehlen des expliziten Hin-

weises, der Beschwerdeführer sei nach der Befragung freizulassen, nichts 

zu ändern vermag und auch die angebliche Einstellung und 

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Wiederaufnahme des Verfahrens zu keiner anderen Schlussfolgerung zu 

führen vermögen, 

dass sich die Verfahren gegen den Beschwerdeführer vor Erlass der Zwi-

schenverfügung vom 24. Februar 2025 somit lediglich in der Ermittlungs-

phase befanden und zu diesem Zeitpunkt deshalb – entgegen der diesbe-

züglich pauschal in der Beschwerde vorgebrachten Bestreitung – offen 

war, ob die Staatsanwaltschaft überhaupt Anklage erheben wird,  

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 13. März 2025 weitere Be-

weismittel in Form von UYAP-Auszügen sowie einer Anklageschrift vom 

(…) 2025 und eines Eingangsbeschluss vom (…) 2025 des Kinderstrafge-

richts zu den Akten reichte, womit sich das Verfahren allenfalls in einem 

sehr frühen Beginn der Prozessphase befinden würde, wobei an der Echt-

heit dieser Beweismittel nach obigen Ausführungen und aufgrund des Zeit-

punkts der Einreichung aber ebenfalls Zweifel zu äussern sind,  

dass aber ohnehin weiterhin offen bleibt, ob das Gericht eine solche An-

klage als begründet erachten und ein Gerichtsverfahren gegen den straf-

rechtlich unbescholtenen Beschwerdeführer eröffnet würde, ob er in der 

Folge (aus flüchtlingsrechtlich relevanten Motiven) zu einer Strafe (flücht-

lingsrechtlich relevanter Intensität) verurteilt würde und ob ein solches Ur-

teil vor den türkischen Rechtsmittelinstanzen bestehen könnte, zumal in 

den letzten Jahren lediglich in etwa einem Drittel aller von türkischen Straf-

gerichten wegen Terrorpropaganda geführten Strafverfahren ein Schuld-

spruch erfolgte und es keine stichhaltigen Gründe für die Annahme gibt, 

Personen, die in der Türkei von Ermittlungsverfahren betreffend Terrorpro-

paganda betroffen sind, hätten im Rahmen der Ermittlungs- und Strafver-

fahren generell einen Politmalus im absoluten oder relativen Sinn zu be-

fürchten (vgl. dazu Referenzurteil des Bundesverwaltungsgerichts E-

4103/2024 vom 8. November 2024 E. 8 sowie auch Urteile des Bundesver-

waltungsgerichts E-2092/2024 vom 1. Juli 2024 E. 5.4 und E-3593/2021 

vom 8. Juni 2023 E. 6), 

dass sich im vorliegenden Fall auch keine Hinweise auf einen individuellen 

Politmalus ergeben und dabei insbesondere darauf hinzuweisen ist, dass 

der Beschwerdeführer entgegen der Ansicht in der Beschwerde angesichts 

seines eigenen nicht weiter spezifizierten Engagements für die HDP, wobei 

er bis anhin gar nicht geltend gemacht hatte, Mitglied zu sein, und vom 

Vater lediglich zwei- dreimal an Meetings mitgenommen worden sei, nicht 

über ein besonders exponiertes politisches Profil verfügt,  

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dass die allgemeinen Ausführungen in der Beschwerde zum Gefährdungs-

profil von HDP-Angehörigen an diesen Schlussfolgerungen nichts ändern,  

dass das SEM auch richtig darauf hinwies, dass die Aktivitäten des Be-

schwerdeführers in den sozialen Medien nicht den Eindruck eines politi-

schen Aktivisten vermitteln würden und auch nicht auf grosse Resonanz 

gestossen seien, wobei das Vorbringen in der Beschwerde, viele Men-

schen hätten die Beiträge gelesen aber aus Angst nicht geliked, nicht zu 

überzeugen vermag, 

dass auch die Mitgliedschaft und das extrem niederschwellige Engage-

ments des Vaters ohne besondere Funktion innerhalb der HDP oder be-

sondere Exposition sowie die angebliche Anhängerschaft von dessen Fa-

milie für die HDP das politische Profil des Beschwerdeführers nicht genü-

gend zu schärfen vermögen, und das SEM diesbezüglich überdies auch 

richtig auf die fehlende Gefahr einer Reflexverfolgung geschlossen hat, 

dass die allgemeinen Ausführungen zur politischen Lage in der Türkei, zur 

Überwachung politischer Aktivitäten türkischer Staatsangehöriger in der 

Schweiz sowie die in der Beschwerde neu geltend gemachten und mit zwei 

Fotos belegten exilpolitischen Aktivitäten des Beschwerdeführers in der 

Schweiz an diesen Schlussfolgerungen nichts zu ändern vermögen, zumal 

letztere nachgeschoben wirken und sich im extrem niederschwelligen Be-

reich (Teilnahme an Demonstrationen) bewegen, 

dass angesichts dieser Erwägungen die Ausführungen des SEM zum 

Rechtsmissbrauch sowie der Legitimität der Strafverfolgung und zur inner-

staatlichen Fluchtalternative sowie die entsprechenden Entgegnungen in 

der Beschwerde offengelassen werden können, 

dass an diesen Schlussfolgerungen auch das persönliche Schreiben der 

Mutter des Beschwerdeführers vom 9. März 2025 nichts zu ändern ver-

mag, in welchem sie lediglich noch einmal die Situation der Familie darlegt 

und um Schutz bittet, 

dass es dem Beschwerdeführer somit nicht gelingt, die Flüchtlingseigen-

schaft nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen, weshalb das 

Staatssekretariat das Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat, 

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 

Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat 

(Art. 44 AsylG), vorliegend insbesondere der Kanton keine 

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Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung 

einer solchen besteht (vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.), 

weshalb die verfügte Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Best-

immungen steht und demnach vom Staatssekretariat ebenfalls zu Recht 

angeordnet wurde, 

dass das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestim-

mungen über die vorläufige Aufnahme regelt, wenn der Vollzug der Weg-

weisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 

AsylG; Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]), 

dass beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen ge-

mäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard 

wie bei der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, sie sind zu 

beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens 

glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtliche 

Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des 

Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenste-

hen (Art. 83 Abs. 3 AIG), 

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwun-

gen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem 

Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, 

zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 

AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über 

die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]), 

dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung dieser mass-

geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da es 

dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche 

Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, weshalb das in 

Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoule-

ment im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet,  

dass sodann keine Anhaltspunkte für eine im Heimat- oder Herkunftsstaat 

drohende menschenrechtswidrige Behandlung im Sinne von Art. 25 Abs. 3 

BV, von Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter 

und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung 

oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 EMRK ersichtlich sind,  

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dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar 

erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat aufgrund von Situationen 

wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage kon-

kret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AIG), 

dass weder die allgemeine Lage im Heimat- beziehungsweise Herkunfts-

staat des Beschwerdeführers noch individuelle Gründe auf eine konkrete 

Gefährdung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen,  

dass das SEM gemäss konstanter Praxis nicht von einer Situation allge-

meiner Gewalt in der Türkei ausging und zu Recht festgestellt hat, die Zu-

mutbarkeit des Wegweisungsvollzugs in die von den Erdbeben betroffenen 

Provinzen – wo der Beschwerdeführer herstamme – sei individuell in jedem 

Einzelfall zu prüfen, wobei die Familie des Beschwerdeführers vorliegend 

über ein Haus, welches beim Erdbeben offenbar nicht zerstört worden sei, 

sowie ein breites Beziehungsnetz verfüge, und davon auszugehen sei, 

dass der Beschwerdeführer, dessen Eltern zeitgleich weggewiesen wür-

den, von seinem Vater weiterhin finanziell unterstützt werde, und es ihm 

auch selber zuzumuten sei, in der Türkei die Schule abzuschliessen und 

sich um Arbeit zu bemühen, 

dass die in der Beschwerde neu geltend gemachte Depression und post-

traumatische Belastungsstörung, welche im Arztbericht vom 31. Januar 

2025 nach einer kurzen Anamnese ohne Begründung diagnostiziert wird, 

nachgeschoben wirkt und in der Türkei praxisgemäss ohnehin behandel-

bar ist,  

dass auch die geltend gemachte Integration des Beschwerdeführers in der 

Schweiz einem Vollzug der Wegweisung praxisgemäss nicht entgegen-

steht, und die diesbezüglich eingereichten Beweismittel somit ebenfalls 

nicht beachtlich sind, 

dass der Vollzug der Wegweisung deshalb vorliegend zumutbar ist, 

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Heimat-

staat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse bestehen 

(Art. 83 Abs. 2 AIG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei der Be-

schaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und 

dazu auch BVGE 2008/34 E. 12), 

dass nach dem Gesagten der vom Staatssekretariat verfügte Vollzug der 

Wegweisung zu bestätigen ist, 

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Seite 12 

dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechts-

erheblichen Sachverhalt richtig sowie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 

AsylG) und – soweit überprüfbar – angemessen ist, weshalb die Be-

schwerde abzuweisen ist, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 750.– (Art. 1–

3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädi-

gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem 

Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG), 

dass der in gleicher Höhe geleistete Kostenvorschuss zur Begleichung der 

Verfahrenskosten zu verwenden ist. 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Seite 13 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Der in gleicher Höhe geleistete Kostenvorschuss wird zur Begleichung 

der Verfahrenskosten verwendet. 

3.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Nina Spälti Giannakitsas Sara Steiner 

 

 

Versand: