# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1f3ad660-d35a-5b60-b695-f8848186784f
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-07-14
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 14.07.2014 200 2013 1080
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2013-1080_2014-07-14.pdf

## Full Text

200 13 1080 UV
MAW/SAW/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 14. Juli 2014

Verwaltungsrichter Matti, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Loosli
Gerichtsschreiberin Winiger

A.________
vertreten durch Fürsprecher Z.________
Beschwerdeführerin

gegen

Groupe Mutuel Versicherungen GMA AG
Rechtsdienst, Rue des Cèdres 5, 1920 Martigny
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 31. Oktober 2013

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Juli 2014, UV/13/1080, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1972 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) ist 
seit dem 31. August 2009 beim ... als ... in einer ... angestellt und dadurch 
bei der Groupe Mutuel Versicherungen GMA AG (GMA AG bzw. Be-
schwerdegegnerin) obligatorisch gegen Berufs- und Nichtberufsunfälle so-
wie Berufskrankheiten versichert (Akten der GMA AG [act. II] 1).

Gemäss dem Polizeibericht vom 26. Oktober 2011 kollidierte die Versicher-
te als Beifahrerin in einem Personenwagen am 28. September 2011 auf 
einer Autostrasse mit einem umgekippten Sachentransportanhänger (Akten 
der Versicherten [act. I] 3 S. 4 f.) und erlitt dadurch eine Becken- sowie 
eine linksseitige Thoraxkontusion (act. II 10). Im Versicherungsbericht der 
psychiatrischen Dienste des Spitals F.________ vom 18. Januar 2012 (act. 
II 12) wurde auf den Unfall bezogen zudem die Diagnose einer posttrauma-
tischen Belastungsstörung gestellt. In der Folge holte die GMA AG diverse 
medizinische Berichte ein und liess insbesondere ein Aktengutachten durch 
Dr. med. B.________, Facharzt für Neurologie FMH, vom 11. Mai 2013 
(act. II 38) erstellen. 

Mit Verfügung vom 18. Juni 2013 (act. II 42) schloss die GMA AG den Ver-
sicherungsfall ab und stellte die Versicherungsleistungen per 30. Juni 2013 
ein. Dabei verneinte sie sowohl den natürlichen wie auch den adäquaten 
Kausalzusammenhang. 

Die dagegen erhobene Einsprache (act. II 44) wies sie mit Entscheid vom 
31. Oktober 2013 ab (act. II 46), wobei sie das Vorliegen des adäquaten 
Kausalzusammenhangs verneinte.

B.

Hiergegen erhob die Versicherte, vertreten durch Fürsprecher Z.________, 
am 3. Dezember 2013 Beschwerde. Sie beantragt die kostenfällige Aufhe-
bung des Einspracheentscheides bzw. der Verfügung vom 18. Juni 2013 

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sowie die Anweisung an die Beschwerdegegnerin, das Verfahren wieder 
aufzunehmen und der gesetzlichen Leistungspflicht nachzukommen. 

Mit Beschwerdeantwort vom 21. Januar 2014 schliesst die Beschwerde-
gegnerin auf Abweisung der Beschwerde.

Die Parteien hielten in der Replik vom 4. März 2014 resp. in der Duplik vom 
2. April 2014 an den gestellten Anträgen fest.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 23. Mai 1989 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist grundsätzlich auf die Be-
schwerde einzutreten.

Insoweit als ebenfalls die Aufhebung der Verfügung vom 18. Juni 2013 
(act. II 42) beantragt wird, ist auf die Beschwerde nicht einzutreten. Anfech-
tungsgegenstand im kantonalen Beschwerdeverfahren bildet allein der Ein-
spracheentscheid. Dieser tritt an die Stelle der vorgängig erlassenen Ver-

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fügung, und zwar auch dann, wenn er sie bloss bestätigt (BGE 119 V 347 
E. 1b S. 350; RKUV 1998 U 308 S. 454 E. 2a).

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 31. Oktober 
2013 (act. II 46), mit welchem die Beschwerdegegnerin die Einstellung der 
Versicherungsleistungen per 30. Juni 2013 bestätigt hat. Streitig und zu 
prüfen ist, ob die Beschwerdeführerin aufgrund des Ereignisses vom 
28. September 2011 über den 30. Juni 2013 hinaus Anspruch auf Leistun-
gen der Unfallversicherung hat und dabei insbesondere, ob die weiterhin 
geklagten Beschwerden in einem natürlichen und adäquaten Kausalzu-
sammenhang zum besagten Unfall stehen.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). Sie beurteilen 
offensichtlich begründete oder offensichtlich unbegründete Fälle in Zweier-
besetzung (Art. 56 Abs. 3 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes über die Unfallversicherung vom 20. März 1981 [UVG; 
SR 832.20]). Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Ein-
wirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen 
Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychi-
schen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG). 

2.2 Der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung 
setzt nebst anderem einen natürlichen und adäquaten Kausalzusammen-
hang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus (BGE 
129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181; SVR 2012 UV Nr. 2 S. 6 E. 3.1).

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2.3 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne die der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 
nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht als zur gleichen Zeit eingetreten 
gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Beja-
hung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein 
Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen 
ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Be-
dingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person 
beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden 
kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele 
("conditio sine qua non"; BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181, 119 V 335 E. 1 
S. 337; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen 
Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, 
worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen 
der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungs-
recht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu be-
finden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhanges genügt für die 
Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 
S. 181; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

2.4 Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursa-
che eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der 
Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, 
einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt die-
ses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint 
(BGE 129 V 177 E. 3.2 S. 181, 125 V 456 E. 5a S. 461; SVR 2010 UV 
Nr. 30 S. 122 E. 5.2).

Ob beim Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammenhanges zwischen 
dem versicherten Ereignis und der eingetretenen gesundheitlichen Schädi-
gung auch der erforderliche adäquate, d.h. rechtserhebliche Kausalzu-
sammenhang besteht, ist eine Rechtsfrage, die nach den von Doktrin und 
Praxis entwickelten Regeln zu beurteilen ist. Dabei hat die Beantwortung 
der Frage nach der Adäquanz von Unfallfolgen als einer Rechtsfrage – im 
Gegensatz zur Frage nach dem natürlichen Kausalzusammenhang – nicht 

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nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu erfolgen 
(BGE 112 V 30 E. 1b S. 33).

2.4.1 Bei organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen deckt sich die 
adäquate Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die 
Adäquanz hat hier praktisch keine selbstständige Bedeutung (BGE 138 V 
248 E. 4 S. 250, 134 V 109 E. 2.1 S. 112). 

2.4.2 Bei organisch nicht objektiv ausgewiesenen Beschwerden ist für die 
Beurteilung der Adäquanz vom augenfälligen Geschehensablauf auszuge-
hen, und es sind je nachdem weitere unfallbezogene Kriterien einzubezie-
hen. Bei psychischen Fehlentwicklungen nach Unfall werden diese 
Adäquanzkriterien unter Ausschluss psychischer Aspekte geprüft (sog. 
Psycho-Praxis, BGE 115 V 133 E. 6c aa S. 140), während bei Schleuder-
traumen und äquivalenten Verletzungen der Halswirbelsäule sowie Schä-
del-Hirntraumen auf eine Differenzierung zwischen physischen und psychi-
schen Komponenten verzichtet wird (sog. Schleudertrauma-Praxis, BGE 
134 V 109 E. 2.1 S. 112; SVR 2012 UV Nr. 2 S. 6 E. 3.1). Dabei ist wie 
folgt zu differenzieren: Es ist zunächst abzuklären, ob die versicherte Per-
son beim Unfall ein Schleudertrauma der Halswirbelsäule, eine dem 
Schleudertrauma äquivalente Verletzung (SVR 1997 UV Nr. 95 S. 346 
E. 2a, 1995 UV Nr. 23 S. 67 E. 2) oder ein Schädel-Hirntrauma (BGE 117 V 
369 E. 4b S. 382; SVR 2001 UV Nr. 1 S. 2 E. 3) erlitten hat, wobei die 
Schleudertrauma-Praxis nur dann Anwendung findet, wenn sich innert der 
Latenzzeit von 24 bis 72 Stunden Beschwerden in der Halsregion und der 
Halswirbelsäule (HWS) manifestieren (SVR 2009 UV Nr. 30 S. 107 E. 5.2). 
Liegt keine der erwähnten Verletzungen vor, gelangt die Rechtsprechung 
gemäss BGE 115 V 133 für Unfälle mit psychischen Folgeschäden zur An-
wendung.

2.4.3 Bei psychischen Unfallfolgen setzt die Bejahung des adäquaten 
Kausalzusammenhangs grundsätzlich voraus, dass dem Unfallereignis für 
die Entstehung einer psychisch bedingten Erwerbsunfähigkeit eine mass-
gebende Bedeutung zukommt. Das trifft dann zu, wenn es objektiv eine 
gewisse Schwere aufweist oder mit anderen Worten ernsthaft ins Gewicht 
fällt. Für die Beurteilung dieser Frage ist gemäss BGE 115 V 133 E. 6 
S. 138 an das objektiv erfassbare Unfallereignis anzuknüpfen, wobei – 

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ausgehend vom augenfälligen Geschehensablauf mit den sich dabei entwi-
ckelnden Kräften (SVR 2013 UV Nr. 3 S. 8 E. 5.2) – eine Katalogisierung 
der Unfälle in leichte (banale), im mittleren Bereich liegende und schwere 
Unfälle vorzunehmen ist (BGE 129 V 177 E. 4.1 S. 183). Die erlittenen Ver-
letzungen können dabei Rückschlüsse auf die Kräfte, die sich beim Unfall 
entwickelt haben, gestatten (SVR 2011 UV Nr. 10 S. 36 E. 4.2.2). 

Während der adäquate Kausalzusammenhang in der Regel bei schweren 
Unfällen ohne Weiteres bejaht und bei leichten Unfällen verneint werden 
kann, lässt sich die Frage der Adäquanz bei Unfällen aus dem mittleren 
Bereich nicht aufgrund des Unfallgeschehens allein schlüssig beantworten. 
Das Bundesgericht hat daher festgestellt, dass weitere, objektiv erfassbare 
Umstände, welche unmittelbar mit dem Unfall im Zusammenhang stehen 
oder als direkte bzw. indirekte Folgen davon erscheinen, in eine Gesamt-
würdigung einzubeziehen sind. Als wichtigste Kriterien sind zu nennen 
(BGE 129 V 177 E. 4.1 S. 183, 115 V 133 E. 6c aa S. 140):

- besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklich-
keit des Unfalles;

- die Schwere oder besondere Art der erlittenen (somatischen) Verletzun-
gen, insbesondere ihre erfahrungsgemässe Eignung, psychische Feh-
lentwicklungen auszulösen;

- ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung;
- körperliche Dauerschmerzen;
- ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlim-

mert;
- schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen;
- Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit.

Der Einbezug sämtlicher objektiver Kriterien in die Gesamtwürdigung ist 
jedoch nicht in jedem Fall erforderlich. Je nach den konkreten Umständen 
kann für die Beurteilung des adäquaten Kausalzusammenhanges zwischen 
Unfall und psychisch bedingter Erwerbsunfähigkeit neben dem Unfall allen-
falls ein einziges Kriterium genügen. Dies trifft einerseits dann zu, wenn es 
sich um einen Unfall handelt, welcher zu den schwereren Fällen im mittle-
ren Bereich zu zählen ist oder sogar als Grenzfall zu einem schweren Un-
fall zu qualifizieren ist. Sowohl einem mittelschweren wie auch einem im 
Grenzbereich zu den leichten Unfällen liegenden Ereignis kommt nur dann 
im Sinne adäquater Kausalität massgebende Bedeutung für die aktuelle 

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Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit zu, wenn ein einzelnes der unfallbezoge-
nen Kriterien in besonders ausgeprägter Weise erfüllt ist oder aber diese in 
gehäufter oder auffallender Weise gegeben sind (RKUV 2005 U 548 S. 232 
E. 3.2.3). Liegt im eigentlichen mittleren Bereich keines der Einzelkriterien 
in besonders ausgeprägter oder auffallender Weise vor, so müssen für die 
Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs drei Kriterien erfüllt sein 
(SVR 2012 UV Nr. 2 S. 7 E. 3.5).

2.5 Gestützt auf Art. 19 Abs. 1 UVG sowie gemäss konstanter Recht-
sprechung hat der Versicherer – sofern allfällige Eingliederungsmassnah-
men der Invalidenversicherung abgeschlossen sind – die Heilbehandlung 
(und das Taggeld) nur solange zu gewähren, als von der Fortsetzung der 
ärztlichen Behandlung noch eine namhafte Besserung des Gesundheitszu-
standes erwartet werden kann. Trifft dies nicht mehr zu, ist der Fall unter 
Einstellung der vorübergehenden Leistungen mit gleichzeitiger Prüfung des 
Anspruchs auf eine Invalidenrente und auf eine Integritätsentschädigung 
abzuschliessen (BGE 137 V 199 E. 2.1 S. 201).

2.6 Um über den Leistungsanspruch entscheiden zu können, ist die 
Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewie-
sen, die Ärzte und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung 
zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesund-
heitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Um-
fang und bezüglich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig 
sind. Im Weiteren sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die 
Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch 
zugemutet werden können (BGE 132 V 93 E. 4 S. 99).

3.

3.1 Unbestritten und durch die Akten erstellt ist, dass die Beschwerde-
führerin am 28. September 2011 einen Unfall im Rechtssinne erlitten hatte 
(E. 2.1 hiervor) und die im Spital G.________ diagnostizierten somatischen 
Verletzungen (Becken- und linksseitige Thoraxkontusion, act. II 10) natür-
lich sowie adäquat kausale Folgen davon waren. Weiter steht zu Recht 
ausser Frage, dass diese Verletzungen zwischenzeitlich verheilt sind. So 

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folgten nach der analgetischen Behandlung (act. II 10 S. 2) diesbezüglich 
weder weitergehende Therapien noch wurden in den Untersuchungen oder 
Arztberichten Heilungsprobleme oder andere Einschränkungen themati-
siert. Bezüglich der Rippenproblematik teilte die Beschwerdeführerin denn 
auch explizit mit, diese sei verheilt (act. II 31 S. 1). Der in der Beschwerde 
genannte Einwand, es sei – wie dem Attest von Dr. med. C.________, In-
ternist (D), vom 2. Dezember 2013 (act. I 4) entnommen werden könne – 
eine Rippenfraktur übersehen worden, ist in Anbetracht des verheilten Ge-
sundheitszustandes ohne Belang. Zudem ist darauf hinzuweisen, dass 
Dr. med. C.________ lediglich den Verdacht auf eine Rippenfraktur dia-
gnostizierte.

3.2 Umstritten ist hingegen, ob die über den 30. Juni 2013 hinaus ge-
klagten gesundheitlichen Beschwerden in einem anspruchsbegründenden 
natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang zum Unfall vom 
28. September 2011 stehen. Die massgeblichen medizinischen Unterlagen 
zeigen diesbezüglich das folgende Bild:

3.2.1 Die Beschwerdeführerin war vom 28. September bis zum 1. Oktober 
2011 im Spital G.________ hospitalisiert. Im Bericht vom 11. Oktober 2011 
(act. II 10) wurden auf den Unfall bezogen eine Becken- sowie eine links-
seitige Thoraxkontusion diagnostiziert (S. 1). Des Weiteren wurde ver-
merkt, die Patientin sei bei Eintritt kreislaufstabil, orientiert und nach dem 
Unfall noch leicht unter Schock gewesen (S. 1 f.). Neurologisch seien keine 
Auffälligkeiten bemerkt worden. Zudem gaben die Ärzte an, die Halswir-
belsäule (HWS) sei druckindolent, ohne Stauchungsschmerzen sowie frei 
beweglich gewesen und die von der Patientin einmalig am 29. September 
2011 geklagte Makrohämaturie habe im Urinstatus nicht nachgewiesen 
werden können. Nach erfolgter analgetischer Schmerzbehandlung und 
ereignisloser Überwachung sei die Patientin am 1. Oktober 2011 in gebes-
sertem Allgemeinzustand nach Hause entlassen worden (S. 2).

3.2.2 Im Versicherungsbericht der psychiatrischen Dienste des Spitals 
F.________ vom 18. Januar 2012 (act. II 12) wurden folgende Diagnosen 
genannt: Posttraumatische Belastungsstörung nach Autounfall (teilremit-
tiert), Anpassungsstörung mit Störung verschiedener Gefühle bei Partner-
schaftsproblemen und unerfülltem Kinderwunsch sowie eine teilremittierte 

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leistungsorientierte und ängstlich akzentuierte Persönlichkeit mit hohem 
Kontrollbedürfnis (ICD-10 F: 43.1, F: 43.23, Z: 63.0; S. 1). Zur Ursache der 
Beschwerden wurde angegeben, die aktuelle psychopathologische Sym-
ptomatik sei nach dem Unfall aufgetreten, weshalb davon auszugehen sei, 
dass die traumatische Erfahrung dieses Ereignisses mit akuter Todes- und 
Erstickungsangst primäre Ursache der Symptomatik sei (S. 2 Ziffer 3). Zur 
Arbeitsfähigkeit wurde vermerkt, die Patientin habe am 16. Januar 2011 
ihre Arbeit stundenweise wieder aufgenommen, wobei eine Steigerung auf 
das ursprüngliche 40%-Pensum innert der nächsten zwei bis drei Wochen 
realistisch und zumutbar sei (S. 3 Ziffer 10 f.).

3.2.3 Vom 13. Februar bis zum 27. April 2012 sowie am 14. Mai 2012 
befand sich die Beschwerdeführerin in der Rehabilitation in der Rehaklinik 
H.________ (act. II 21, 31). Im Bericht vom 3. Mai 2012 wurden Muskel-
funktionsstörungen und eine erhebliche vegetative Labilität diagnostiziert 
(act. II 31 S. 1). Zum Befund bei Entlassung führten die untersuchenden 
Ärzte zudem aus, es bestünden neurologisch unauffällige Befunde. Die 
HWS sei frei beweglich und die lumbale Beweglichkeit gut. Es finde sich 
einzig im Bereich der oberen HWS eine einzelne leicht schmerzhafte Myo-
gelose, wobei der übrige muskuläre Befund unauffällig sei (S. 4). Diagnos-
tisch kamen sie überdies zum Schluss, dass keine posttraumatische Belas-
tungsstörung vorliege. Als Unfallfolge existiere auch keine Angststörung 
oder ein ängstliches Vermeidungsverhalten. Die sich immer wieder gezeig-
ten wechselnd ausgeprägten Phasen gedrückter Stimmung würden von 
den anhaltenden partnerschaftlichen Problemen herrühren und seien in 
keinem direkten Zusammenhang zum Unfall zu sehen (S. 3). Im Bericht 
vom 8. Juni 2012 (act. II 21 S. 1) wurde zudem dargelegt, dass die nach-
gewiesene Diskushernie C5/6 ein reiner Zufallsbefund sei. Nichts an der 
ganzen Klinik habe auf eine Bandscheibenerkrankung hingewiesen. 

3.2.4 Im Verlaufsbericht vom 5. Januar 2013 (act. II 30) hielt Dr. med. 
D.________ zusammenfassend fest, die psychologisch-psychiatrische Be-
treuung sei abgeschlossen worden, der rezidivierende Schwindel trete nur 
noch vereinzelt auf und die Patientin habe keine Synkopen mehr gehabt. 
Seit Mitte November 2012 arbeite die Patientin wieder voll, d.h. zu 60%.

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3.2.5 Im Aktengutachten vom 11. Mai 2013 (act. II 38) gab Dr. med. 
B.________ an, seit dem Unfall seien – anfänglich in gewissem Sinne 
nachvollziehbar – psychische Beschwerden bei der Verarbeitung des Un-
falles im Vordergrund gestanden. Des Weiteren vertrat er die Auffassung, 
dass die neun Monate nach dem Unfall beschriebene Diskushernie C5/6 
nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit unfallkausal sei. Dies weil zu-
erst weder HWS-Läsionen aktenkundig gewesen noch Beschwerden gel-
tend gemacht worden seien und die lange Latenz überdies auf einen rein 
zufälligen und nur zeitlichen Zusammenhang hindeute. Des Weiteren seien 
die wieder angegebenen Schwindelzustände vollkommen unspezifisch und 
würden eher als stark psychogen überlagerte Schwankschwindelbe-
schwerden imponieren; vonseiten der Halsmuskulatur finde sich keine Er-
klärung für die immer wieder angegebenen Schwindelzustände. Auch be-
züglich der rezidivierenden Synkopen, die rein vasodepressorisch erklärbar 
seien, kam Dr. med. B.________ zum Schluss, dass diese in keinem Zu-
sammenhang zum Unfallereignis stünden (S. 6). Die geklagten Kopf-
schmerzen stufte er als Spannungstypkopfschmerzen ein und erläuterte, 
hier sei ein Kausalzusammenhang zum Unfall vom 28. September 2011 
möglich, jedoch nicht überwiegend wahrscheinlich. Zudem seien diese der-
art gering ausgeprägt, dass kein Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit bestehe. 
Die Diagnose eines kranio-zervikalen Beschleunigungstraumas sei 
schliesslich nach den anfänglich fehlenden Nackenschmerzen als nicht 
relevant zu bezeichnen (S. 7). Dr. med. B.________ kam zum Schluss, 
dass mit überwiegender Wahrscheinlichkeit keine organisch nachweisba-
ren Unfallfolgen mehr vorlägen und von einer weiteren medizinischen Be-
handlung keine namhafte Besserung des aktuellen Gesundheitszustandes 
mehr erwartet werden könne (S. 7 Ziffer 3 f.).

3.2.6 Der Psychologe Dr. phil. E.________ reichte im Einwandverfahren 
am 28. Juni 2013 eine Stellungnahme ein und führte aus, seine Patientin 
werde seit dem 23. Mai 2013 mit einer Spezialmethode EMDR (Eye Mo-
vement Desensitization and Reprocessing) behandelt (act. II 43). Dadurch 
habe sich klar gezeigt, dass die Patientin durch den Unfall einen Schock-
zustand, verbunden mit phasenweise auftretenden Todesängsten, erlitten 
und deshalb im Spital G.________ vergessen habe, die HWS-Schmerzen 
anzugeben (S. 1). Gestützt auf die Befunde der EMDR-Therapie und der 

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Perspektive der Psychotraumatologie sei ein HWS-Distorsionstrauma er-
wiesen (S. 2). 

3.3 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

3.4 Vorliegend erfüllt das von Dr. med. B.________ erstellte Aktengut-
achten vom 11. Mai 2013 (act. II 38) die von der höchstrichterlichen Recht-
sprechung an den Beweiswert eines medizinischen Berichts gestellten An-
forderungen (E. 3.3 hiervor). Dr. med. B.________ hat sich in seiner Beur-
teilung in Kenntnis der medizinischen Vorakten sorgfältig mit den gesund-
heitlichen Einschränkungen der Beschwerdeführerin auseinandergesetzt 
und seine Schlussfolgerungen insbesondere auch gestützt auf die bildge-
benden Untersuchungen getroffen. Die Ausführungen in der Beurteilung 
der medizinischen Zusammenhänge sind einleuchtend und die gezogenen 
Schlussfolgerungen zum Gesundheitszustand und zur Kausalität nachvoll-
ziehbar begründet. Ferner ist das Gutachten für die streitigen Belange um-
fassend, so dass darauf abzustellen ist.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Juli 2014, UV/13/1080, Seite 13

3.4.1 Aus somatischer Sicht hat Dr. med. B.________ im Bericht vom 11. 
Mai 2013 (act. II 38) nachvollziehbar dargelegt, dass organisch objektiv 
ausgewiesen einzig eine Diskushernie C5/6 besteht, die lediglich in einem 
zufälligen und nur zeitlichen Zusammenhang zum Unfall vom 28. Septem-
ber 2011 steht. Diese Auffassung kongruiert mit der bildgebenden Untersu-
chung der HWS vom 17. November 2011 (act. II 6), bei welcher sich noch 
eine unauffällige HWS zeigte, und steht im Einklang mit dem Bericht der 
Rehaklinik H.________ vom 8. Juni 2012 (act. II 21 S. 1). Die Beschwerde-
führerin stellt denn auch nicht in Abrede, dass zwischen der Diskushernie 
C5/6 und dem Unfall mit überwiegender Wahrscheinlichkeit kein Zusam-
menhang besteht.

Ferner hat Dr. med. B.________ schlüssig begründet, dass den geklagten 
Schwindelzuständen, den Synkopen, sowie den Kopf- und Nackenschmer-
zen ein organisches Substrat im Sinne einer unfallbedingten strukturellen 
Veränderung fehlt. Zudem führte er naheliegen und plausibel aus, die 
Schwindelzustände und die Synkopen stünden in keinem Zusammenhang 
zum Unfallereignis, die Kopfschmerzen seien derart gering, dass sie die 
Arbeitsfähigkeit nicht beeinflussen würden und die Diagnose eines cranio-
zervikalen Beschleunigungstraumas müsse nach den anfänglich fehlenden 
Nackenschmerzen als nicht relevant bezeichnet werden (act. II 38 S. 6 f.). 
Darauf ist abzustellen. So ist diese Beurteilung nicht nur für sich alleine 
überzeugend, sondern stimmt mit den Befunden der Röntgenuntersuchung 
vom 17. November 2011, bei welcher konventionell-radiologisch keine 
Traumafolgen nachgewiesen werden konnten, überein (act. II 6). Des Wei-
teren findet sie im Bericht des Spitals G.________ vom 11. Oktober 2011 
(act. II 10 S. 2) ihren Rückhalt und wird durch die Ausführungen der Ärzte 
der Rehaklinik H.________ bestätigt (act. II 31 S. 4), da sich in den jeweils 
durchgeführten Untersuchungen stets neurologisch unauffällige Ergebnisse 
zeigten. Zudem gaben die Ärzte bezüglich der HWS an, diese sei druckin-
dolent, ohne Stauchungsschmerzen und frei beweglich. 

Soweit die Beschwerdeführerin geltend macht, sie habe im Spital 
G.________ keine Kopf- und Nackenschmerzen beklagt, weil anfänglich 
die Schmerzen im Thorax- und Beckenbereich dominiert hätten und sie 
noch unter Schock gewesen sei, kann ihr angesichts der bestehenden Ak-

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tenlage nicht gefolgt werden. Bezüglich des angeblichen Schockzustandes 
ist ihr entgegen zu halten, dass sie nach eigenen Angaben das Unfallfahr-
zeug selbstständig verlassen konnte (Beschwerde S. 2 Ziffer 1b) und – wie 
im Unfallbericht vom 26. Oktober 2011 festgehalten − nur leicht verletzt 
wurde (act. I 3 S. 3). Im Spital G.________ war sie bei Eintritt zudem kreis-
laufstabil, orientiert und gemäss den Ärzten nur noch leicht unter Schock 
(act. II 10 S. 1 f.). In Anbetracht dessen, dass die Beschwerdeführerin ein-
deutig über Becken- und linksseitige Thoraxschmerzen klagte, am 29. Sep-
tember 2011 – einen Tag nach dem Unfall – sogar von einer angeblich be-
obachteten Makrohämaturie berichtete und rund zweieinhalb Tage im Spi-
tal G.________ verbrachte, kann praktisch ausgeschlossen werden, dass 
sie aufgrund des Unfalles einen längerdauernden relevanten Schock erlit-
ten hatte, der sie daran gehindert hätte, auf allfällige Kopf- und Nacken-
schmerzen hinzuweisen. An diesem Ergebnis vermag das Schreiben des 
Psychologen Dr. phil. E.________ vom 28. Juni 2013 (act. II 43) nichts zu 
ändern. Dies insbesondere, weil er davon ausging, die Beschwerdeführerin 
habe einen Schockzustand, sogar verbunden mit Todesängsten, erlitten, 
was – wie gestützt auf die Akten dargelegt – nicht überzeugt. Ein HWS-
Distorsionstrauma ist somit nicht erwiesen.

3.4.2 Aus psychiatrischer Sicht nannte Dr. med. B.________ im Akten-
gutachten vom 11. Mai 2013 keine Diagnosen und hielt plausibel lediglich 
fest, seit dem Unfall seien psychische Beschwerden bei der Verarbeitung 
des Ereignisses im Vordergrund gestanden (act. II 38 S. 6 f.). Diese Auf-
fassung entspricht den Ansichten der Ärzte der Rehaklinik H.________ 
vom 3. Mai 2012, welche ebenfalls keine psychiatrischen Diagnosen nann-
ten (act. II 31 S. 1) und klar darlegten, dass als Unfallfolge weder eine post-
traumatische Belastungsstörung noch Angststörungen oder ein ängstliches 
Vermeidungsverhalten bestünden. Des Weiteren präzisierten sie, die sich 
immer wieder gezeigten wechselnd ausgeprägten Phasen gedrückter 
Stimmung würden von den anhaltenden partnerschaftlichen Problemen 
herrühren und in keinem direkten Zusammenhang mit dem Unfallereignis 
stehen (act. II 31 S. 3). Darauf ist abzustellen. Denn der dieser Auffassung 
entgegenstehende Bericht der psychiatrischen Dienste des Spitals 
F.________ vom 18. Januar 2012 (act. II 12) überzeugt nicht. Die darin 
gestellte Diagnose einer posttraumatischen Belastungsstörung beruht auf 

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der Annahme, die Beschwerdeführerin habe beim Unfall Todes- und Ersti-
ckungsangst erlitten (act. II 12 S. 2 Ziffer 3). Wie bereits ausgeführt, ist die-
se Annahme jedoch nicht plausibel und auch nicht erwiesen (E. 3.4.1 hier-
vor).

3.4.3 Aus dem Dargelegten folgt, dass die von der Beschwerdeführerin 
geklagten Beschwerden nicht auf einer organisch objektiv ausgewiesenen 
Unfallfolge beruhen. Des Weiteren ist erwiesen, dass mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit die geltend gemachten somatischen und psychischen 
Beschwerden in keinem natürlichen Kausalzusammenhang zum Unfall vom 
3. September 2011 stehen, sofern diese überhaupt noch in einem relevan-
ten Ausmass vorliegen. Denn Dr. med. D.________ hielt im Verlaufsbericht 
vom 5. Januar 2013 (act. II 30) fest, die psychologisch-psychiatrische Be-
treuung sei abgeschlossen worden, es seien keine Synkopen mehr aufge-
treten und der rezidivierende Schwindel komme nur noch vereinzelt vor. 
Ferner gab auch Dr. med. B.________ im Aktengutachten an, die Kopf-
schmerzen seien so gering ausgeprägt, dass sie ohne Einfluss auf die Ar-
beitsfähigkeit seien (act. II 38 S. 7). Gestützt auf dieses Ergebnis sind zu-
sätzliche medizinische Abklärungen – wie von der Beschwerdeführerin be-
antragt (Beschwerde S. 4 lit. b f.) – nicht notwendig, da von diesen keine 
entscheidrelevanten Ergebnisse zu erwarten sind (antizipierte Beweiswür-
digung; BGE 122 V 157 E. 1d S. 162).

Der Fallabschluss gestützt auf Art. 19 Abs. 1 UVG per 30. Juni 2013 (act. II 
42) ist somit nicht zu beanstanden, zumal auch allfällige Eingliederungs-
massnahmen der Invalidenversicherung − entgegen den Ausführungen in 
der Beschwerde (S. 4 lit. d) − nicht mehr benötigt resp. als abgeschlossen 
betrachtet werden können. Wie dem Bericht von Dr. med. D.________ vom 
5. Januar 2013 (act. II 30) zu entnehmen ist, arbeitet die Beschwerdeführe-
rin nämlich seit Mitte November 2012 zu 60%, was sogar das 40%-ige 
Pensum vor dem Umfall übersteigt (act. II 1 Ziffer 3). 

4. Der Vollständigkeit halber ist schliesslich darauf hinzuweisen, dass 
selbst bei Bestehen eines natürlichen Kausalzusammenhanges zwischen 
den noch geklagten Beschwerden und dem Unfallereignis, die Leistungs-
pflicht der Beschwerdegegnerin über den Fallabschluss per 30. Juni 2013 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Juli 2014, UV/13/1080, Seite 16

hinaus verneint werden müsste, da jedenfalls die adäquate Kausalität – wie 
sogleich darzulegen ist – nicht gegeben wäre.

4.1 Die Kollision vom 28. September 2011 führte – wie in Erwägung 
3.4.1 hiervor erwähnt – innert der Latenzzeit von 24 bis 72 Stunden nicht 
zu Beschwerden in der Halsregion. Damit ist zur Prüfung der Adäquanz 
sowohl für die geklagten psychischen als auch für die somatischen Be-
schwerden einzig die für psychische Fehlentwicklung geltende Rechtspre-
chung heranzuziehen (Psycho-Praxis, E. 2.4.2 hiervor).

4.2 Bezüglich der Schwere des erlittenen Unfalles (E. 2.4.3 hiervor) 
ging die Beschwerdegegnerin im angefochtenen Einspracheentscheid vom 
31. Oktober 2013 von einem mittelschweren Unfall im mittleren Bereich aus 
(act. II 46 S. 6. Ziffer 9), was unter Berücksichtigung der Akten und mit 
Blick auf die Rechtsprechung in ähnlich gelagerten Fällen (vgl. Entscheid 
des Bundesgerichts [BGer] vom 6. November 2012, 8C_398/2012, 
E. 5.2.2) nicht zu beanstanden ist. Klarerweise liegt – entgegen der Auffas-
sung der Beschwerdeführerin (Beschwerde S. 5 Ziffer 3a) – kein sog. 
schwerer Unfall vor. Dass das Fahrzeug der Beschwerdeführerin zurück-
geschleudert wurde und Totalschaden erlitt, genügt im Vergleich zu denje-
nigen Fällen, in welchen ein schwerer Unfall angenommen wurde, bei Wei-
tem nicht um eine Einstufung in diese Kategorie zu rechtfertigen (BGer 
8C_398/2012, E. 5.2.1).

4.3 Damit die Adäquanz bejaht werden könnte, müssten daher drei zu-
sätzliche Kriterien in der einfachen Form oder eines in ausgeprägter Weise 
erfüllt sein (E. 2.4.3 hiervor). Die Prüfung der einzelnen Adäquanzkriterien 
ergibt folgendes Bild:

Das Kriterium der besonders dramatischen Begleitumstände oder der be-
sonderen Eindrücklichkeit des Unfalls ist vorliegend klarerweise nicht er-
füllt. Denn dem Unfallbericht vom 26. Oktober 2011 sind solche Anhalts-
punkte in keiner Art und Weise zu entnehmen. Des Weiteren waren die im 
Spital G.________ diagnostizierten somatischen Verletzungen (Becken- 
und Thoraxkontusion, act. II 10) weder lebensbedrohlich noch schwer, 
weshalb das Kriterium der Schwere oder besonderen Art der erlittenen Ver-
letzungen ebenfalls zu verneinen ist. Soweit die Beschwerdeführerin gel-

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tend macht, an erheblichen psychischen Beschwerden mit einem anfängli-
chen posttraumatischen Belastungssyndrom zu leiden (Beschwerde S. 5 
Ziffer 3b), ist ihr entgegen zu halten, dass bei der Anwendung der Psycho-
Praxis – wie vorliegend − die Adäquanzkriterien unter Ausschluss der psy-
chischen Aspekte geprüft werden (E. 2.4.2 hiervor). Ihrem Einwand ist des-
halb nicht weiter zu folgen. Anhaltspunkte welche auf eine lange Dauer der 
somatischen Unfallfolgen, auf körperliche Dauerschmerzen, Komplikatio-
nen oder auf eine ärztliche Fehlbehandlung hinweisen würden, liegen 
ebenfalls nicht vor. Schliesslich muss – entgegnen den Ausführungen in 
der Beschwerde (S. 5 Ziffer 3c) – auch das Kriterium des Grades und der 
Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit als nicht erfüllt betrachtet 
werden. Aus den Akten ist zu entnehmen, dass die Beschwerdeführerin am 
16. Januar 2012 ihre Arbeit bereits wieder stundenweise aufgenommen hat 
(act. II 12 S. 3 Ziffer 10), was keiner langen Arbeitsunfähigkeit entspricht. 
Überdies ist aufgrund des komplikationsfreien Heilungsverlaufs davon aus-
zugehen, dass die Beschwerdeführerin aus somatischer Sicht bereits weit 
früher ein volles Arbeitspensum hätte leisten können.

4.4 Zusammenfassend ist somit festzuhalten, dass von den sieben re-
levanten Kriterien keines erfüllt ist. Die Adäquanz allfällig noch vorhandener 
unfallbedingter Beschwerden kann somit nicht bejaht werden. 

5.

Aus dem Dargelegten folgt, dass im Zeitpunkt des Fallabschlusses keine 
unfallkausalen, organisch objektiv ausgewiesenen Beschwerden mehr be-
standen. Des Weiteren ist erstellt, dass zwischen den anhaltend geltend 
gemachten Beschwerden und dem Unfall vom 28. September 2011 kein 
rechtsgenüglicher natürlicher resp. adäquater Kausalzusammenhang vor-
liegt. Die Leistungseinstellung per 30. Juni 2013 ist demnach nicht zu be-
anstanden und die Beschwerde deshalb als offensichtlich unbegründet 
abzuweisen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Juli 2014, UV/13/1080, Seite 18

6.

6.1 Verfahrenskosten sind keine zu erheben (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. 
Art. 61 lit. a ATSG).

6.2 Bei diesem Verfahrensausgang hat die unterliegende Beschwerde-
führerin keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Umkehrschluss 
aus Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch eine Parteientschä-
digung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- Fürsprecher Z.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- Groupe Mutuel Versicherungen GMA AG 
- Bundesamt für Gesundheit 

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.