# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7c233fba-40ac-5d4d-8258-4ff4564fefac
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-02-27
**Language:** de
**Title:** Neuanmeldung nach befristeter Rente; keine substituierte Begründung zu Gunsten der versicherten Person
**Docket/Reference:** IV.2013.00524
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/IV.2013.00524.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
IV.2013.00524
I. Kammer
Sozialversicherungsrichterin Grünig, Vorsitzende
Sozialversicherungsrichter Spitz
Ersatzrichter Wilhelm
Gerichtsschreiberin Gasser Küffer
Urteil
vom
27. Februar 2015
in Sachen
X.___
Beschwerdeführerin
vertreten durch Rechtsanwältin Susanne
Friedauer
Anwaltskanzlei
Kieser
Senn Partner
Ulrichstrasse 14, 8032 Zürich
gegen
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich
Beschwerdegegnerin
Sachverhalt:
1.
1.1
Nach einem Verkehrsunfall vom 10. Juni 2000 mit Verletzungen an beiden Füssen und mehreren
darauf folgenden
Operationen
des rech
t
en Fusses
(vgl. Sachverhalt im Urteil UV.2013.00099 vom 28. November 2014) absolvierte die 1975 geborene
X.___
auf Kosten der
Invalidenversicherung
v
om 18. Oktober 2001
bis 18. April 2002 eine Umschulung zur Kosmetikerin
(vgl.
Urk.
8/2/11, 8/5-6
). Nach Einholung eines interdisziplinären Gutachtens der MEDAS vom
31. März 2006
(
Urk.
8/18/3
-38) sprach die IV-Stelle des Kantons Graubünden
der Versicherten mit unangefochten in Rechtskraft erwachsenen Verfügungen vom 24. August 2007 vom 10. Juni bis 31. Oktober 2001 (Beginn Umschulung) bei einem Invaliditätsgrad von 62
%
eine halbe Invalidenrente und ab 1. April 2002
(Beendigung Umschulung)
bei einem
Inva
liditätsgrad
von 47
%
eine
Viertelsrente
zu (
Urk.
8/23 und 8/24). In Koordina
tion mit
dem Einspracheentscheid der Suva
vom 18. März 2005 (
Urk.
8/7/87
ff.) ging sie ab 1. Dezember 2004 von einem Invaliditätsgrad von 25
%
aus und stellte ihre Rentenzahlungen per 30. November 2004 ein (
Urk.
8/22/4, 8/24).
Am 2
2.
Oktober 2007 erlitt die Versicherte einen weiteren Unfall mit einer Kontu
sion des Kopfes; am 18. Juni 2009 unterzog sie sich einer
arthroskopi
schen
Rotatorenmanschettenrekonstruktion
links.
1.2
Mit bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
(im Folgen
den: IV-Stelle)
, am 7. Dezember 2009 eingegangen
em
Formular meldete sich die Versicherte, welche
vom
1. Februar 2007
bis 31. Januar 2008
bei der
Firma Y.___
zu
nächst zu 90
%
und ab Oktober 2007 zu
100
%
als Telefonistin angestellt war (vgl.
Urk.
8/
33
)
,
neuerlich zum Leistungsbezug an
(
Urk.
8/28). Im Zeitpunkt der Neuanmeldung
bezog
sie
, nachdem die Suva
ihre Leistungen
im Nachgang zum Unfall
vom 2
2.
Oktober 2007
per 31. Oktober 2008
eingestellt hatte
(
Urk.
8/32/19-20
, 8/35
)
, Krankentaggelder der He
lsana Versicherungen AG auf Basis
einer
100%igen Arbeitsunfähigkeit
(vgl.
Urk.
8/32/30). Die IV-Stelle klärte die beruflichen und medizinischen Verhält
nisse ab und holte die Akten der Helsana sowie der Suva ein (
Urk.
8/31-
39). Im Auftrag der IV-Stelle wurde die Versicherte im
Institut Z.___
am 7. Juni 2010 polydisziplinär
abgeklärt
(Gutachten vom 6. Juli 2010,
Urk.
8/44
; ergänzende Stellungnahme vom 4. Januar 2011,
Urk.
8/56
).
Am 24. November 2010 unterzog sich die Versicherte einer neuerli
chen operativen Versorgung des rechten Fusses in der
Klinik A.___
;
am 29. April 2011
folgte eine partielle
Osteosynthese
n
materialentfernung
(
OSME;
Urk.
8/54, 8/60). Vom 10. bis 1
2.
Oktober 2011
wurde die Versicherte in der
MEDAS
im Auftrag der IV-Stelle einer
weiteren
interdisziplinären
Begutachtung unterzogen (
Gutachten vom 30. November 2011,
Urk.
8/68)
. Mit Vorbescheid vom 14. März 2012 teilte die IV-Stelle der Versicherten mit, dass ihr Leistungsbegehren voraussichtlich abgelehnt werde (
Urk.
8/73), woran sie nach Durchführung des
Einwandverfahrens
mit ergänzenden Abklärungen
(vgl.
Urk.
8/79-86) am
3. Mai 2013
verfügungsweise
(
Urk.
2) festhielt. Am gleichen Tag teilte sie der Versicherten mit, dass
sie
auf ihr im Einwand
-
verfahren gestelltes Wiedererwägungsgesuch
(vgl.
Urk.
8/79/1)
nicht ein
trete
(
Urk.
8/88).
2.
Gegen die Verfügung vom 3.
Mai 2013 liess
X.___
a
m 5. Juni 2013 Beschwerde erheben mit dem Antrag auf Aufhebung des angefochtenen Ent
scheids und auf Zusprechung einer Invalidenrente ab einem vom Gericht fest
zusetzenden Zeitpunkt (
Urk.
1). Mit der Beschwerde liess sie ein Gutachten von
Dr.
med.
B.___
, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie, Medizinischer Gut
achter SIM, vom 7. Januar 2013 einreichen (
Urk.
3/3). Die Beschwerdegegnerin schloss in der Vernehmlassung vom 13. August 2013 auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
7).
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit für die
Entscheidfindung
erforderlich, nachfolgend eingegangen.
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmög
lichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berück
sichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28
Abs.
1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
destens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28
Abs.
2 IVG).
1.3
Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert, so wird nach Art. 87 Abs. 3 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss Abs. 2 dieser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisionsgesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität in einer für den Anspruch erhebli
chen Weise geändert hat. Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie bei einem Revisionsfall nach Art. 17 Abs. 1 ATSG vorzugehen (BGE 117 V 198 E. 3a, vgl. auch BGE 133 V 108 E. 5.2).
Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine anspruchsbegründende Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle
Prü
fungspflicht
auch dem Gericht (BGE 117 V 198 E. 3a, 109 V 108 E. 2b).
Das Gleiche gilt, wenn die Verwaltung rückwirkend eine Rente zugesprochen und diese befristet hat (BGE 133 V 263).
1.4
Versicherungsträger und Sozialversicherungsgerichte haben die Beweise frei, das heisst ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem
sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfüg
baren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines
Arztbe
richtes
ist also entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfas
send ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer
den berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grund
sätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gut
achten (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ist auf die Neuanmeldung der Beschwerdeführerin einge
treten und hat die Leistungsansprüche materiell geprüft.
Strittig und im
Folgenden zu prüfen ist
, ob sie sich gestützt auf die Aktenlage zu Recht auf den Standpunkt stellte, dass die Beschwerdeführerin sowohl in der zuletzt ausgeüb
ten Tätigkeit als
Rezeptionistin
/Telefonistin als auch im Umsch
ulungsberuf als Kosmetikerin sowie in jeder
anderen leidensangepassten Tät
igkeit zu 100
%
arbeitsfähig ist und sich ihr Gesundheitszustand folglich nicht in
anspruchsrele
vanter
Weise verschlechtert hat.
2.2
Den ursprünglichen Rentenzusprachen mit
Verfügungen vom 24. August 2007, mit welchen der Beschwerdeführerin
vom 10. Juni bis 31. Oktober 2001
ein
e
halbe Invalidenrente und vom
1. April 2002
bis 30. November 2004
bei einem Invaliditätsgrad von 47
%
eine
befristete
Viertelsrente
zugesprochen
wurde (
Urk.
8/23 und 8/24), lag in medizinischer Hinsicht im Wesentlichen das Gut
achten der
MEDAS
vom 31. März 2006
(
Urk.
8/18/3-39)
zugrunde
(vgl. Case Report,
Urk.
8/19):
Die orthopädische und die psychiatrische Begutachtung der Beschwerdeführerin führten zu folgenden Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit (
Urk.
8/18/14 f.; vgl. Aktenauszug m
it Übersetzung in
Urk.
8/68/2):
-
Chronische
Me
tatars
alg
ie
des rechten
Fusses bei
-
Status nach Fraktur und Luxation des
os
cuneo
metatarsale
rechts II am 10. Juni 2000
-
Status nach Reposition der Fraktur und der Luxation
tarso-metatarsal
und Osteosynthese
-
Status nach Morton-Neurom
intermetatarsal
II-III
-
Status nach Osteotomie
Me
tata
r
sale
II und III am 20. September 2001
-
Status nach
Arthrodese
des medialen
Lisfranc
-Gelenkes 15. November 2002
-
Chronisches
lumbovertebrales
Syndrom mit
sakrospinaler
Tendomyalgie
-
Chronisches
cervico
vertebrales
Syndrom mit
cervicoskapulären
Tendomyal
gien
.
Keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit massen die zuständigen ärztlichen
Fach
personen
unter anderem einem generalisierten Angstsyndrom und der Adipositas bei einem BMI von 31 kg/m
2
bei.
Nach einer im Anschluss an den Unfall vom 10. Juni 2000 zu bejahenden vollständigen Arbeitsunfähigkeit b
is
Ende Oktober 2000 sei die Beschwerdeführerin bis
zur Umschulung zur Kosme
tikerin als Verkäuferin
zu 50
%
arbeitsunfähig gewesen
. Seit
Beendigung der Umschulung, mithin ab
Juni 2004 (richtig: April 2002)
liege d
ie Arbeitsfähigkeit als Kosmetikerin
wie
auch in einer anderen adaptierten Tätigkeit
bei 70
%
(
Urk.
8/18/17).
Gestützt darauf g
ing die Beschwerdegegnerin für die Zeit ab erfüllter Warte
zeit am
10. Juni 2001 bis zum Beginn der Umschulung im Oktober 2001 von einer 50%igen
Arbeitsfähigkeit aus
; ab April 2002, mithin dem Monat des erfolgrei
chen Umschulungsabs
chlusses
, rechnete sie mit einer 70%igen
Restarbeitsfäh
ig
keit
.
G
estützt auf den Entscheid der Suva vom 18. März 2005, mit welchem der Beschwerdeführerin ausgehend von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in
einer
leichten, wechselbelastenden Tätigkeit ab 1. Dezember 2004 eine 25%ige Invali
denrente zugesprochen wurde (
Urk.
8/7/87
ff.), befristete die
Beschwerdegegne
rin
den Rentenanspruch per Ende November 2004 (
Urk.
8/19/14, 8/24). Die Beurteilung der Restarbeitsfähigkeit d
urch die
Suva basierte im Wesentlichen auf den kreisärztlichen Beurteilungen von
Dr.
med.
C.___
, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie, vom 14. Oktober 2004 (
Urk.
8/7/73) und von
Dr.
med.
D.___
, Facharzt FMH für Chirurgie, vom 17. Februar 2005 (
Urk.
8/7/109 f.). Beide gingen aus orthopädischer Sicht von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit  in einer leichten, wechselbelastenden, vorwiegend sitzenden Tätigkeit aus.
3.
3.1
Im Rahmen der Neuanmeldung vom 7. Dezember 2009
holte die Beschwerde
-
geg
nerin
unter anderem die Akten des Taggeldversicherers Helsana
und der Suva
ein
.
Die Helsana erbrachte im Anschluss an die Leistungseinstellung der Suva per
31. Oktober 2008 im Zusammenhang mit dem Unfall vom 2
2.
Oktober 2007
nach unklarer Synkope und wahrscheinlich erlittener
Commotio Cerebri
(
vgl.
Urk.
8/35/39 f.,
8/35/4 ff.
, 8/35/60, 8/35/87
)
ab 1. November 2008
Taggelder aufgrund einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit. Ab 1. Februar 2009 richtete si
e gestützt auf das Arztzeugnis
von
Dr.
med.
E.___
, Facharzt für Innere Medi
zin FMH (vgl.
Urk.
8/32/26), Taggelder aufgrund einer 50%igen Arbeitsfähigkeit
aus
, erhöhte diese aber
nach der Schulteroperation im Spital
F.___
vom 18. Juni 2009 (vgl. Operationsbericht,
Urk.
8/32/16) entsprechend den ärztlichen Bescheinigungen (
Urk.
8/32/25
f.) wieder auf 100
%
(vgl. Tag
-
geldabrechnungen
,
Urk.
8/32/
30
ff.).
Zwischenzeitlich vom 16. b
is 18. Juni 200
8 hatte
sich d
ie Beschwerdeführerin stationär
in die psychiatrische Klinik
G.___
begeben
. Die
Austrittsdiag
nosen
lauteten auf eine posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10: F43.1, Autounfall 2000), eine mittelgradige depressive Episode (ICD-10: F32.1) und eine
n Verdacht auf eine soziale Phob
ie (ICD-10: F40.1). Daneben stellten die zuständigen Ärztinnen eine Taubheit rechts (laut Patientin psychogen bedingt) und einen Zustand nach Autounfall 2000 mit Fussverletzung und chronischen Schmerzen fest (
Urk.
8/44/39 ff.)
Gemäss Beurteilung von
Dr.
E.___
vom 4. Januar 2010 sollten Arbeiten ohne grössere Schulterbelastungen in Zukunft möglich sein (
Urk.
8/34/6
f.)
.
Dr.
med.
H.___
, stellvertretender Chefarzt der Orthopädie der
Klinik A.___
, und der Assistenzarzt
Dr.
med.
I.___
stellten in einem von der Beschwerdegegnerin eingeholten Bericht vom
2.
Februar 2010 folgende Diag
nosen (
Urk.
8/38/4):
-
Chronisches Schmerzsyndrom des Nackens und der linken Schulter
-
Status nach
arth
r
oskopischer
subacromialer
Dekompression und
Supraspi
natussehnen-Reinsertion
links 18.6.2009 wegen gel
enk
seitiger
Supraspinatussehnenläsion
-
Chronisches
lumbospondylogenes
Schmerzsyndrom
-
Status nach Polytrauma bei Verkehrsunfall 2000
-
Luxationsfraktur Mittel-/
V
orfuss
beidseits,
Trü
mmerfraktur Os
Cuneiforme
I rechts; subkapitale Stauchungsfrakturen Os
metatarsale
II und III beidseits, links zusätzlich IV
-
Status nach offener Reposition, Osteosynthese und
Spongiosaplastik
Mittel- und
Vorfuss
beidseits 10.6.2000
.
Im Zeitpunkt der Untersuchung vom 20. Januar 2010 sei eine vollständige Arbeitsunfähigkeit vorgelegen, welche bis 20. Februar 20
10 bestätigt wurde. Ang
esichts der 10-jährigen Vorgeschichte mit insgesamt neun orthopädischen Eingriffen müsse die Arbeitsfähigkeit von einer neutralen Gutachterstelle ein
geschätzt werden.
3.2
Die hierauf veranlasste Begutachtung im
Institut Z.___
fand am 7. Juni 2010 statt.
Die Beschwerdeführerin wurde einer orthopädischen, psychiatrischen und
einer
all
gemeinmedizinischen
Untersuchung unterzogen. Anamnestisch erwähnte die Beschwerdeführerin in erster Linie Beschwerden im Bereich des Bewegungsap
parates in Form lumbaler Rückenschmerzen, beidseitiger Schulterschmerzen, links stärker
, und
Fussbeschwerden rechts. Im Weiteren leide sie seit dem Sturz von einem Bürostuhl vom 2
2.
Oktober 2007 an einer Taubheit am rechten Ohr (
Urk.
8/44/15, 8/44/25)
.
Die Untersuchungen führten zu folgenden Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeits
fähigkeit (
Urk.
8/44/32):
-
Chronische Fussschmerzen rechts (ICD-10 M79.67)
-
Pseudarthrose
TMT
III
-Gelenk und
mäss
iggradige
Arthrose des
Navikulo
k
uneiforme-Gelenks
(M96.0/M19.17)
-
Status nach OSME am 28.4.2004 nach
Arthrodese
TMT l-III vom 4.11.2002 (Z47.0/Z98.8)
-
Status nach
Helal
-Osteotomie II/III bei
Metatarsalgie
am 19.
9.2001 (Z98.8)
-
Status nach Exzision eine
s Morton-Neuroms interdigital II/III
am 20.07.2001 (Z98.8)
-
Status nach OSME
Cuneiforme
I
am 17.1.2001 sowie Status nach
Kirsch
nerdraht-Entfernung
, Wundrandmobilisation und Narbenkorrektur am 26.07.2000 (Z47.0)
-
Status nach offener Reposition, Transfixation
Metatarsale
-Basis l - III, tem
porärer
Kirschnerdraht-Arthrodese
TMT I
-Gelenk sowie
Spongiosa
plastik
und Schraubenosteosynthese
Cuneiforme
l am 10.6.2000 (Z98.8)
-
Status nach Stauchungstrauma des Vorfusses mit Luxations-Trümmerfrak
tur Os
cuneifo
rme
I
und wenig dislozierten subkapitalen
Metatarsale
-Frakturen II und III rechts bei Verkehrsunfall vom 10.6.2000 (T93.2/V42.5)
-
Chronische Schulterschmerzen links (ICD-10 M79.61)
-
klinischer Verdacht auf persistierende
Bizepssehnenpathologie
(M75.2)
-
Status nach Arthroskopie mit
subakromialer
Dekompression,
Supraspi
natussehnen-Reinsertion
und
Bizepstenodese
am 18.6.2009 (Z98.8)
.
Keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit mass der multidisziplinäre Konsensus  der Adipositas mit Body Mass Index 34.5 kg/m
2
, einer arteriellen Hypertonie,
einer Schmerzverarbeitungsstörung (ICD-10
:
F54), einer festgestellten Medika
menten-
lncompliance
und einem anamnestisch chronischen lumbal betonten panvertebralen Schmerzsyndrom ohne
radikuläre
Symptomatik, derzeit klinisch unauffällig (ICD-10 M54.80)
,
sowie dem Status nach konservativ behandelten, wenig dislozierten
Metatarsale
-Frakturen II-IV links vom 10.6.2000, aktuell weitestgehend beschwerdefrei, bei.
Die orthopädische Beurteilung lautete zusammenfassend dahingehend, dass sich zwar die von der Beschwerdeführerin angegebenen Beschwerden im rechten Fuss und der linken Schulter qualitativ grundsätzlich begründen liessen
,
ohne dass aber genauere Aussagen über deren Ausmass möglich seien. Der rechte Fuss weise trotz der persistierenden Strukturalterationen insgesamt eine recht gute Funktionalität auf. An der linken Schulter seien ebenfalls gewisse Ein
schränkungen feststellbar, doch ergäben sich dadurch für Bewegungen unter
halb der Horizontalen keine Einschränkungen. Die von der Beschwerdeführerin zumindest in der aktuellen Untersuchung in den Vordergrund gerückten
lum
balen Rückenschmerzen liessen sich klinisch nicht eindeutig zuordnen; vielmehr
würden
nichtorganische Faktoren eine nicht unerhebliche Rolle zu spielen
scheinen
. Die jüngsten Beurteilungen der
Klinik A.___
(vgl.
Urk.
8/44/42-52)
würden
diagnostisch
und in Bezug auf konservative Therapievorschläge
wie
Gewichtsreduktion und
Rekonditionierung
mit der Beurteilung
des
Instituts Z.___
im Wesentlichen überein
stimmen
. Nicht nachvollziehbar erscheine allerdings die bis Mitte Juni 2010 attestierte volle Arbeitsunfähigkeit (vgl.
Urk.
8/44/47), wel
che sich zumindest für gut adaptierte Tätigkeiten trotz der vorliegenden Befunde am Bewegungsapparat nicht ausreichend begründen lasse (
Urk.
8/44/31).
Die Konklusion des multidisziplinären Konsensus beurteilte die Frage nach der Arbeitsfähigkeit
gestützt auf die Erke
nntnisse der Einzelgutachten
dahingehend, dass in der ursprünglichen Tätigkeit als Verkäuferin
aufgrund der Pathologie am rechten Fuss
seit dem Unfall vom 10. Juni 2000 eine volle Arbeitsunfähig
keit vorliege. Für die Tätigkeiten als Telefonistin oder Kosmetikerin sowie für eine andere körperlich leichte, gut adaptierte Tätigkeit
(vorwiegend im Sitzen mit gelegentlichen Positionswechseln, keine Bewegungen der Arme oberhalb der Horizontalen oder hinter der Körperebene)
bestehe eine
Arbeits- und Leis
tungsfähigkeit von 100
%
.
In zeitlicher Hinsicht habe nach dem Sturz vom Bürostuhl im Oktober 2007 vorübergehend wieder eine volle Arbeitsunfähigkeit vorgelegen. Jedoch hätten
die verschiedenen Abklärungen schon bald keine objektivierbaren
Strukturalte
rationen
mehr gezeigt, weshalb rückblickend ab Februar 2008
, spätestens aber nach der kreisärztlichen Untersuchung vom 1
2.
Juni 2008
wieder von einer vollen Arbeitsfähigkeit in der damaligen Tätigkeit als Telefonis
tin/
Rezeptio
-
nistin
auszugehen sei
.
Im Zusammenhang mit den Schulterschmerzen links sei es offenbar im Novem
ber 2008 zu einer ersten hausärztlichen Kontrolle gekommen; ein damals kli
nisch postuliertes
Impingement
habe zwar in plausibler Weise zu Einschränkun
gen für Tätigkeiten mit vermehrten Anforderungen
am
linken Arm geführt, nicht aber für Aktivitäten unterhalb der Horizontalen. Daher könne erst ab der Operation vom 18. Juni 2009 von einer vollen Arbeitsunfähigkeit in jeder Tätigkeit ausgegangen werden. Üblicherweise führe ein derartiger Eingriff zu relevanten
Einschränkungen
während höchstens 6 Monaten, was auc
h hier
zugetroffen haben dürfte, habe doch der Operateur
J.___
eine Arbeits
unfähigkeit bis
2.
Dezember 2009 festgelegt. Spätestens ab Januar 2010, mit Sicherheit im Zeitpunkt der Begutachtung
am 6. Juni 2010
, dürfe daher wieder von einer vollen Arbeitsfähigkeit in angepasste
n Tätigkeiten ausgegangen wer
den.
Aus psychiatrischer Sicht seien retrospektive Beurteilungen immer mit einer gewissen Unsicherheit behaftet, da der Verlauf naturgemäss schwankend sein könne. Aus den vorliegenden Unterlagen sei allerdings nicht erkennbar, dass jemals über eine längere Zeit ein wesentlich anderes psychisches Zustandsbild vorgelegen h
abe
als das aktuelle. Zwar werde zwischenzeitlich eine depressive Störung beschrieben; diese habe sich jedoch unter entsprechender Behandlung offenbar innert nützlicher Frist zurückgebildet und sei heute nicht mehr nach
weisbar (
Urk.
8/44/34 ff.)
.
3.3
Dem Bericht der Orthopädie der
Klinik A.___
vom 27. September 2010 ist zu entnehmen, dass sich die Beschwerdeführerin am 15. April und am 18. Juni 2010 therapeutischen Schulterinfiltrationen unterzogen hatte, welche insgesamt zu einer
Schmerzregredienz
geführt hätten. Auch der rechte Mittelfuss sei mit zufriedenstellender Schmerzreduktion infiltriert worden
. Die Beschwerdeführe
rin wurde bis 31. August 2010 zu 100
%
arbeitsunfähig geschrieben. Der Ver
lauf des ab 1. September 2010 gestarteten 50%igen Arbeitsversuch
s
bleibe für die Beurteilung der Belastbarkeit a
bzuwarten (
Urk.
8/51/1-3).
Am 24. November 2010 fand eine weitere operative Versorgung des rechten Fusses mittels einer Interpositions-
Arthrodese
mit Knochenentnahme
am
Beckenkamm rechts statt (
Urk.
8/54/3). In einer aufgrund entsprechender Ein
wände der Beschwerdeführerin eingeholten ergänzenden Stellungnahme des
Instituts Z.___
vom 4. Januar 2011 hielten die involvierten Ärzte an ihrer Beurteilung fest und ergänzten sie dahingehend, dass vom zwischenzeitlich erfolgten Eingriff kein Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit gemäss dem von ihnen formulierten Belastungsprofil zu erwarten sei; allenfalls erweitere sich das Spektrum der zumutbaren Tätigkeiten dadurch (
Urk.
8/56/1-3)
Gemäss Verlaufsbericht der
Klinik A.___
vom 3. März 2011 zeig
t
e sich insgesamt e
in regelrechter Verlauf mit eingetretener
Konsolidation. Das
Osteo
synthesenmaterial
werde entfernt, sobald das geplante CT eine sichere Konsoli
dation nachweise. Von Seiten der Berufstätigkeit sei die Beschwerdeführerin noch deutlich eingeschränkt. Sie sei aktuell nicht berufstätig und werde in der Rekonvaleszenz nur schwer eine Arbeit finden als Kosmetikerin oder im Büro, so dass sie aktuell noch eingeschränkt arbeitsfähig sei. In der Zeit der
OSME
werde nochmalig eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestehen, weshalb sie aktuell funktionell zu 100
%
arbeitsunfähig sei (
Urk.
8/58).
Die rückwirkende Beurteilung durch die
Klinik A.___
vom 2
2.
Juli 2011 lautete dahingehend, dass der Eingriff vom 29. April 2011 erfolgreich gewesen sei, jedoch im Bereich des Operationsgebietes und der Narbe Beschwerden per
sistieren würden.
Bis 10. Juni 2011 sei die Beschwerdeführerin zu 100
%
arbeitsunfähig gewesen, vom 11. Ju
ni bis 11. Juli 2011 zu 50
%
. Sollten die Beschwerden progredient sein, wäre
auch ab
1
2.
Juli 2011 keine 100%ige Arbeitsfähigkeit möglich. Die Beurteilung obläge
diesfalls
dem Hausarzt (
Urk.
8/61/2-3). Bei der Jahreskontrolle in der
Klinik A.___
vom
24. November 2011 erklärte die Beschwerdeführerin, dass es insgesamt zu einer Verschlechterung der Situation gekommen sei, seit sie eine 50%-Stelle
als Aussendienstmitarbeiterin einer Kosmetikfirma
angenommen habe
(vgl. dazu:
Urk.
8/68/16)
, welche mit häufigen Autofahrten verbunden sei. Die ärztliche Beurteilung lautete auf eine insgesamt verbesserte Situation durch die OSME (
Urk.
8/67).
3.4
Vom 10. bis 1
2.
Oktober 2011
fand die Abklärung
in
der
MEDAS
statt
.
Die psychiatrische Teilbegutachtung (
Urk.
8/68/35 ff.) schloss
einzig
auf das Vorliegen
einer Schmerzverarbeitungsstörung ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit.
Ab März 2008 habe möglicherweise
eine d
epressive Störung vorgelegen
und gemäss Aktenlage eine
posttraumatische
Belastung
s
s
törung
. In dieser Periode sei sie
wohl
für
zirka
3-4 Monate zu 50
%
arbeitsunfähig gewe
sen.
Im Verlauf des Jahres 2009 habe sich die psychische Situation gebessert.
Im Juni 20
10
werde von den
Ärzten in Basel die Situation beschrieben, wie sie heute vorliege.
Aus neurologischer Sicht wurde eine relevante
Krankheit ausgeschlos
sen. Die Vermutung, dass der
im
Jahr 2007 eingetretene Bewusstseinsverlust mit einer Epilepsie im Zusammenhang gestanden sei, habe mit
grosser Sicherheit ausge
schlos
sen werden können (
Urk.
8/68/56 ff.)
Der Rheumatologe
Dr.
med.
K.___
schloss gestützt auf seine Untersuchung, die Akten und die Anamnese
in den Hauptdiagnosen
auf
ein chronisches
Pan
vert
ebralsyndrom
mit linkseitiger
z
ervikolumbospondylogener
Komponente,
eine
Periarthropathia
humerosc
apularis
beidseits linksbetont, chronische
Fuss
schmerzen
rechts bei einem Status nach wiederholten orthopädisch chirurgi
schen Fussoperationen, Spreizfüsse beidseits und eine Adipositas (
Urk.
8/68/53 f.)
Die Gesamtbeurteilung der Arbeitsfähigkeit lautete auf eine 100%ige Arbeitsfähig
keit
ab 1
2.
Juli 2011
in einer angepassten Tätigkeit entsprechend dem von
Dr.
K.___
definierten Belastungsprofil (
Urk.
8/68/31). Zum Verlauf der Restarbeitsfähigkeit hielten die zuständigen Ärzte fest, dass bei der Beurtei
lung im März 2006 in der
MEDAS
eine 70%ige Arbeitsfähigkeit als Kosmetikerin attestiert worden
sei. Im Jahr 2007
habe die Beschwerdeführerin eine Stelle als Telefonistin gefunden und ein Arbeitspensum von 90
%
bewäl
tigt. Sie habe zu dieser Zeit mehr unter der zeitlichen Belastung gelitten, als unter physischen und psychisch
en Problemen. Eine Synkope im
Oktober 2007 habe zum Verlust der Arbeitsstelle und einer psychischen Verschlechterung geführt. Diese Periode sei schlecht dokumentiert; Aussagen zur Arbeitsfähi
gkeit könnten daher nur schwer
gemacht werden. Aktuell sei übereinstimmend mit der Beurteilung des
Instituts Z.___
von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit aus psychiatri
scher Sicht auszugehen. Aus rheumatologischer Sicht sei es durch eine zusätzli
che Schulterpathologie, welche zu einer
Impingemet
-Operation im Juni 2009 geführt habe, zu
einer Verschlechterung gekommen
. Diese Operation habe vorübergehend zu einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit
geführt
. Jedoch sei ent
sprechend der Beurteilung des
Instituts Z.___
nicht von einer anhaltenden
Arbeitsunfähig
keit auszugehen, fielen doch weder als Kosmetikerin noch als Telefonistin
Über
kopfarbeiten
an.
Ab September 2009 wäre ein Einsatz als Kosmetikerin oder T
elefonistin möglich gewesen
. Im November 2010 habe sich die Beschwerdeführerin einer
Interposi
tionsarthrodese
am rechten Fuss unterzogen. Die dorsale Platte habe wegen Schmerzen im April 2011 entfernt werden müssen. Die Fussoperationen hätten zirka dreimonatige 100%ige Arbeitsunfähigkeiten ab November 2010 bis Feb
ruar 2011 und von April bis Juni 2011 nach sich gezogen. Ab Juni 2011 habe die Beschwerdeführerin
ihre neue Tätigkeit im Aussendienst
zu 50
%
angetre
ten; ab Juli 2011 wäre eine 100%ige Arbeitstätigkeit in einer optimal ange
passten Tätigkeit möglich gewesen (
Urk.
8/68/31 ff.). Ergänzend erklärte die
MEDAS
am 31. Juli 2012 auf entsprechende Rückfrage der Beschwerdegegnerin, dass es sich bei der Gesamtbeurteilung der Arbeitsfähig
keit um eine andere Beurteilung eines leicht veränderten medizinischen Sach
verhaltes handle (
Urk.
8/82)
.
Dr.
B.___
untersuchte die Beschwerdeführerin in deren Auftrag am 4. Oktober 201
2.
Gemäss sein
er orthopädischen Beurteilung kom
men den schweren post
traumatischen Veränderungen des rechten Mittel- und Vorfusses wegen der verminderten Belastbarkeit ebenso wie den Veränderungen der
Rotatorenma
schette
und des
Akromio-Klavikulargelenkes
wegen der funktionellen Beein
t
r
ächtigung mehr Bedeutung zu, als in den Vorgutachten zugestanden. Zwar hätten insbesondere die letzten chirurgischen Eingriffe zu einer verbesserten Stabilität des rechten Fusses geführt, welche einen stockfreien Gang über kür
zere Strecken gestatte. Jedoch habe sich die Leistungsfähigkeit und damit die Arbeitsfähigkeit sei
t
2006 insgesamt verschlechtert, da progrediente, vorläufig mässig ausgeprägte unfallbedingte Veränderungen dazugekommen seien. Obwohl die Beschwerdeführerin nach der
Gastric
-Banding-Operation ihr Kör
pergewicht auf
65 Kilogramm reduziert habe, hätten
sich das Beschwerdebild sowie die Belastbarkeit und Ausdauer nicht verbessert (
Urk.
3/3/19 f.) Nach wie vor bestünden Einschränkungen in der Ausdauer bei mittlerer Belastung auf
grund der gegen Ende des Nachmittags regelmässig auftretenden Fuss
s
chmerzen und Sch
wellungen, welche ab Mitte Woche immer mit einem länger dauernden Überhang einhergingen, so dass 3 Arbeitstage pro Woche die Grenze der Belast
barkeit etwas übersc
hreit
en würden. Insgesamt
beurteilte
er die aktuelle Tätig
keit als Kosmetikerin im Aussendienst als angepasst und zu 50
%
möglich (
Urk.
3/3/19).
Am 1
2.
April 2013 unter
zog sich die Beschwerdeführerin
eine
r
weiteren OSME am medialen
Fussrand
rechts. Die ab Operationsdatum von der
Klinik A.___
attestierte Arbeitsunfähigkeit wurde bei Erstellung des Verlaufsberichts vom 16. Mai 2013 weiterhin bescheinigt. Ab der Folgewoche liege eine Arbeitsfähigkeit von 50
%
im Aussendienst vor (
Urk.
8/90).
4.
4.1
Vor
de
m Vergleich der im Neuanmeldeverfahren eingegangenen medizinischen Unterlagen mit den unter E. 2.2 dargelegten, der b
is 30. November 2004 befris
teten
Rentenzusprache
mit Verfügung
vom 24. August 2007 zugrunde gelegten, stellt sich die Frage nach dem
Zeitpunkt des
frühest
möglichen Rentenbeginn
s
aufgrund der Neuanmeldung und damit nach dem
für die Prüfung relevanten Vergleichszeitraum.
4.2
4.2.1
Der Rentenanspruch entsteht gemäss Art. 29 IVG frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach Artikel 29
Abs.
1 ATSG, jedoch frühestens im Monat, der auf die Vollendung des 18. Altersjahres folgt (
Abs.
1). Die Rente wird vom Beginn des Monats an ausbe
zahlt, in dem der Rentenanspruch entsteht (
Abs.
3).
Wurde die Rente nach Verminderung des Invaliditätsgrades aufgehoben, erreicht dieser jedoch in den folgenden drei Jahren wegen einer auf dasselbe Leiden zurückzuführenden Arbeitsunfähigkeit erneut ein rentenbegründendes Ausmass, so werden gemäss Art. 29
bis
IVV
bei der Berechnung der Wartezeit nach Art. 28
Abs.
1
lit
. b IVG früher zurückgelegte Zeiten angerechnet.
4.2.2
Im hier zu beurteilenden Fall wurde die mit Verfügung vom 24. August 2007 rückwirkend zugesprochene
Viertelsrente
per 30. November 2004 befristet. Die undatierte Neunanmeldung der Beschwerdeführerin (
Urk.
8/33) ging am
7. Dezember 2009 bei der Beschwerdegegnerin ein.
Damit erfolgte die erneute Anmeldung zum Rentenbezug nicht innert drei Jahren nach Aufhebung der Invalidenrente, weshalb die sechsmonatige Wartezeit nach Art. 29
Abs.
1 IVG zum Zuge kommt (vgl.
Meyer, Bundesgesetz über
die Invalidenversicherung (IVG),
2.
Auflage 2010, S. 415) und ein allfälliger Rentenanspruch
frühest
mög
lich per 1. Juni 2010 (Art. 29
Abs.
1 und 3 IVG) entstehen kann.
4.2.3
Daran ändern die
Vorbringen der Beschwer
deführerin
hierzu unter den Titeln
der Wiedererwägung gemäss Art. 53
Abs.
2 ATSG und zur substituierten Begründung (vgl.
Urk.
1 S. 7 f.)
nichts, gilt doch diesbezüglich
, dass g
emäss einem allgemeinen Grundsatz des
S
ozialversiche
r
ungsrechts
die Verwaltung formell rechtskräftige Verfügungen oder
Einspracheentscheide
, die nicht Gegenstand materieller richterli
cher Beurteilung waren, in Wiedererwägung zie
hen
kann
, wenn sie zweifellos unrichtig sind und ihre Berichtigung von er
hebli
cher Bedeutung ist (Art. 53
Abs.
2 ATSG). Dieses Zurückkommen liegt - beim Fehlen eigentlicher Revisionsgründe (vgl. Art. 53
Abs.
1 ATSG) - im Ermessen des Versicherungsträgers. Es be
steht demnach kein ge
richtlich durchsetzbarer An
spruch auf Wiedererwägung. Verfü
gungen, mit denen das Ein
tre
ten auf ein Wiedererwägungsgesuch abge
lehnt wird, sind grund
sätz
lich weder beschwerde- noch
einspracheweise
anfechtbar (BGE 133 V 50).
Auf das im
Einwandverfahren
mit ergänzender Stellungnahme vom 13. Juni 2012 gestellte Gesuch um Wiedererwägung der Verfügung vom 24. August 2007 ist die Beschwerdegegnerin mit Schreiben vom 3. Mai 2013 nicht einge
treten (
Urk.
8/79/1, 8/88), weshalb ein wiedererwägungsweises Zurückkommen auf die  rentenbefristende Verfügung vom 24. August 2007 ausser Diskussion steht.
Das von der Beschwerdeführerin  angerufene Rechtsinstitut der substituierten Begründung wegen
zweifelloser Unrichtigkeit der ursprünglichen
Rentenverfü
gung
hilft im
Zusammenhang mit der Frage nach der zeitlichen Wirkung einer allfälligen
Rentenzusprache
aufgrund der Neuanmeldung ebenfalls nicht weiter. Die substituierte Begründung ist gemäss Rechtsprechung
(BGE 125 V 368 E. 2 mit Hinweisen; vgl. auch BGE 128 V 272 E. 5b/
bb
; Urteile des Bundesgerichts 9C_121/
2014 vom 3. September 2014
E. 3.2.2, 9C_762/2013 vom 24. Juni 2014 E. 4.2 und 9C_562/2008 vom 3. November
2008 E. 2.2, je mit Hinweisen)
in erster Linie für Fälle gedacht, in denen sich die Unrichtigkeit der ursprünglichen Verfügung zu Ungunsten des Versicherten (Herabsetzung oder Aufhebung der Rente) auswirkt.
Die Abänderung einer (aktuellen) Rentenverfügung zu Gunsten einer versicher
ten Person kann ausnahmsweise dann in Betracht gezogen werden, wenn
infolge Mangelhaftigkeit der ursprünglichen Rentenverfügung erst gar nicht überprüft werden kann, ob sich seither der Invaliditätsgrad erheblich verändert hat
(Urteil des Bundesgerichts
9C_602/2007 vom 11. April 2008 E. 5.1 f.).
Dies
falls
könnte eine
Rentenverfügung
ausnahmseise
zu Gunst
en einer v
ersicherten
Person
im Sinne einer
Zusprache
einer (höheren) Rente
abgeändert werden
, selbst wenn die Revisionsvorausse
t
zungen nicht nachzuweisen sind.
Nicht möglich ist dagegen diese Begründungslinie zur Rechtfertigung
eine
r rück
wirkenden
Rentenzusprache
, würde eine solche doch
im Ergebnis zur gerichtlichen Wiedererwägung und damit
zum Zwang der Verwaltung,
ihre
ursprüngliche
Verfügung in Wiedererwägung zu ziehen,
führen,
was
rechtspre
chungsgemäss
unzulässig w
äre (BGE 133 V 50 E. 4.2.1
).
Entsprechend
kann im hier zu beurteilenden Fall
ein
allfälliger Rentenanspruch
frühest
möglich per 1. Juni 2010 (Art. 29
Abs.
1 und 3 IVG) entstehen, was für den neuanmeldungsrechtlich relevanten Vergleichszeitraum bedeutet, dass die einjährige Wartezeit gemäss Art. 28
Abs.
1
lit
. b IVG
erst
ab
10.
Juni 2009
von Interesse ist, weshalb die Beurteilung des Gesundheitszustandes zwischen der Renteneinste
llung vom 30. November 2004 bis
Juni 2009 zwar für die Einschät
zung des Verlaufs von Bedeutung ist, nicht aber hinsichtlich der Entstehung eines Rentenanspruchs.
5.
5.1
Im Lichte dessen
ist zunächst zu prüfen, ob
d
ie
ursprüngliche Renteneinstellung per 30. November 2004 mit Verfügung vom 24. August 2007
auf einer nach
vollziehbaren Beurteilung der Arbeitsfähigkeit
beruht und entsprechend
unter revisionsrechtlichen Gesichtspunkten
beurteilbar ist,
ob sich seither die Arbeitsfähigkeit und der Invaliditätsgrad verändert haben.
Wie unter E. 2.2 festgehalten, stützte die Beschwe
rdegegnerin
in der ursprüngli
chen Verfügung
zwar die befristete
Rentenzusprache
ab 1. April 2002
auf das Gutachten der
MEDAS
vom 31. März 2006 und die darin attestierte 70%ige Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigke
it (vgl.
Urk.
8/18/17, 8/19/14);
Grundlage der Renteneinstellung per Ende November 2004 bildete dagegen der Entscheid der S
uva
vom 18. März 2005 und
d
eren
Einschätzung
der
Restar
beitsfähigkeit
gestützt auf die unter E. 2.2 zitierten kreisärztlichen Beurteilun
gen, welche beide von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit ausgingen (
Urk.
8/7/73, 8/7/109).
Gemäss Protokolleintrag im Case Report der IV-Stelle Graubünden vom  1
2.
Dezember 2006
hing
die Zulässigkeit der Koordination mit dem Entscheid der Suva unter anderem von der Frage ab, ob die Einschränkung der Arbeitsfä
higkeit rein unfallbedingt sei, was letztlich
visiert und damit bejaht wurde
(vgl.
Urk.
8/19/14).
Dieses Vorgehen erweist sich in formaler Hinsicht als
durchaus nachvollziehbar
und lässt die
Überprüfung einer seitherigen Veränderung zu.
Ob
die ursprüngli
che, unangefochten in Rechtskraft erwachsene Rentenverfügung
inhaltlich einer gerichtlichen Beurteilung standgehalten hätte, kann und muss hier nicht beur
teilt werden.
Der Umstand aber,
dass die Beschwerdeführerin am 1. Februar 2007 ihre Arbeit
als Telefonistin bei der
Firma Y.___
an
treten konnte
und ihr Pen
sum von
zunächst
90
%
per 1. Oktober 2007 a
uf 100
%
erhöhte
(vgl.
Urk.
8/33
/2
)
, lässt die Einschätzung der Beschwerdegegnerin zumindest
in Bezug auf den Gesundheitszustand
im Verfügungszeitpunkt
August 2007
als
vertretbar erscheinen.
5.2
Der
Vergleich der im Neuanmeldeverfahren eingegangenen medizinischen Unter
lagen mi
t den unter E. 2.2 dargelegten, der Rentenbefristung zugrunde gelegten Berichten
zeigt auf, d
ass sich der Gesundheitszustand
der Beschwer
deführerin seit Erlass der ursprünglichen Verfügung
bis zum Erlass des hier angefoc
htenen Entscheids verändert hat und in rheumatologischer Hinsicht zusätzliche Diagnosen im Zusammenhang mit der Schulterproblematik hinzu
getreten sind.
Was den Zustand des unfallversehrten rechten Fusses
anbelangt
,
macht
der Ver
gleich der Unterlagen
deutlich, dass in diagnostischer Hinsicht von keiner Ver
besserung auszugehen ist.
H
insichtlich der
relevanten
Befunde
lassen die Akten
aber
darauf schliessen, dass
nach der Infiltration
im Jahr 2010 und der am
24. November 2010 erfolgten Interpositions-
Arthrodese
(vgl.
Urk.
8/54/3) mit
Teil
m
aterialentfernung
am 29. April 2011 (vgl.
Urk.
8/67)
im Vergleich zum von
Dr.
C.___
am 14. Oktober 2004 beurteilten Zustand ehe
r eine Verbesserung ein
getreten ist
.
Dr.
C.___
sprach noch von einer hochgradigen Einschränkung für anhaltende Fuss- und repetitive Beinbelastungen, einem stark eingeschränkten Fussabrollvermögen und rascher Ermüdbarkeit (
Urk.
8/7/73), wohingegen
Dr.
K.___
die Situation aufgrund der von ihm im Oktober 2011 erhobenen Befunde dahingehend einschätzte, dass zwar noch hochgradige passive
Bewe
gungseinschränkungen
im Sprunggelenk mit vorwiegend Endphasenschmerzen vorlägen;  jedoch erachtete er unter anderem häufiges Gehen bis zu 50 Meter als zumutbar (
Urk.
8/68/49, 53,54)
, was letztlich auf ei
ne insgesamt leicht ver
besserte
Situation im Bereich des rechten
Fusses schliessen lässt. Kein anderer
Schluss drängt sich aufgrund der neuesten Berichte der
Klinik A.___
zur O
SME vom 1
2.
April 2013 auf. Diese
r
Eingriff war
offensichtlich nach der erheblichen Gewichtsabnahme der Beschwerdeführerin, welche dazu geführt hatte, dass nunmehr die Platte am rechten
Fussrand
deutlich prominent und dadurch
dru
ckdolent
war, angezeigt
(
Urk.
8/85/2).
Abgesehen von der
Druck
dolenz
finden sich in beiden Berichten keine Hinweise auf erheblich einschrän
kende weitere Beschwerden im rechten Fuss. Gemäss Bericht vom 16. Mai 2013 belastete die Beschwerdeführerin zu diesem Zeitpunkt, mithin kurz nach Erlass des hier angefochtenen Entscheides, bereits wieder problemlos voll in
Konfekti
onsschuhen
(
Urk.
8/90/2).
Eine klare Verschlechterung des Gesundheitszustandes resultiert dagegen aus der neu hinzugetretenen Schulterpathologie, welche
r
im Rahmen der ursprüng
lichen befristeten
Rentenzusprache
noch keine Bedeutung
zukam
.
Die
Schulter
beschwerden
führten im Juni 2009 zum operativen Eingriff im Spital
F.___
, am 15. April und 18. Juni 2011 zu Schulterinfiltrationen und letztlich zur Diag
nose einer
Per
i
arth
ropathia
h
umeroscapularis
beidseits linksbetont
im Gutach
ten der
MEDAS
vom 30. November 2011. Dass die Beschwerdefüh
rerin dadurch
insbesondere im Bereich Überkopfarbeiten
zusätzlich einge
schränkt ist, liegt auf der Hand.
Keine wesentlichen Änderungen ergeben sich aus
dem
Vergleich der Diagnosen
der beiden Gutachten der
MEDAS
hinsichtlich der panvertebralen Beschwerden (vgl. dazu insbesondere
Urk.
8/68/2 und
Urk.
8/68/49 f.)
. Weiter
hin fehlt es diesbezüglich an Hinweisen auf eine
radikuläre
oder erhebliche degenerative Thematik.
Nachdem die
ärztlicherseits insbesondere in diesem Zusammenhang wiederholt
empfohlene Gewichtsreduktion
(vgl. unter anderem
Urk.
8/44/37
)
nach einer
am 23. Januar 2011
durchgeführten
Magenbypass-Operation
zwischenzeitlich eingetreten ist
und die Beschwerdeführerin ihr
Gewicht gemäss
Systemanemnese
im Gutachten von
Dr.
B.___
vom 7. Januar 2013 von 100 auf 65 Kilogramm reduzieren konnte, klagte sie anlässlich der Untersuchung bei
Dr.
B.___
noch
über
einen dorsalen Schmerz im
Beckenbe
reich
von mittlerer Schwere, im Übrigen jedoch lediglich
über
diffuse Rücken
schmerzen (
Urk.
3/3 S. 14). Die diesbezüglichen Befunde waren denn auch sehr diskret (
Urk.
3/3 S. 17).
Dr.
B.___
stellte neu nur noch die Diagnose eines chronischen
Lumbovertebralsyndroms
; die zervikale Problematik
fand in seinem Gutachten keine Erwähnung mehr (
vgl.
Urk.
3/3 S. 19 und S. 23; vgl. auch Bericht der
Klinik A.___
vom 21. März 2013,
Urk.
8/85).
Diesbezüglich hat sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin offensichtlich verbessert.
Unbestritten und aufgrund der diesbezüglich im Wesentlichen übereinstimmen
den Beurteilungen des
Instituts Z.___
, der
MEDAS
sowie von
Dr.
B.___
ist davon auszugehen, dass im hier relevanten Vergleichszeitraum v
on Juni 2009
bis zum Erlass des angefochtenen Entscheids vom 3. Mai 2013, welcher recht
sprechungsgemäss die Grenze der richterlichen Überprüfungsbefugnis bildet (BGE 132 V 215 E. 3.1.1, 129 V 167 E. 1)
,
keine psychische Krankheit mit Aus
wirkungen auf die Arbeitsfähigkeit (mehr) vorlag.
Zusammenfassend folgt aus dem oben Gesagten, dass sich der Gesundheitszu
stand der Beschwerdeführerin seit der ursprünglichen Verfügung vom
25. August 2007 bis zum Erlass des hier angefochtenen Entscheids insofern verän
dert hat, als in Bezug auf den Zustand des rechten Fusses und
der
cervico
ver
tebralen
Beschwerden
tendenziell
eine Besserung
eingetreten ist, jedoch die
Schulterpathologie
neu
hinzugekommen ist. Zu prüfen bleiben die Auswirkun
gen der
Gesundheitsstörungen auf die Arbeitsfähigkeit ab Juni 2009.
5.2
5.2.1
Einig sind sich sämtliche beteiligten ärztlichen Fachpersonen darin, dass eine Arbeitstätigkeit in der ursprünglichen Tätigkeit im Verkauf
aufgrund der Beschwerden im rechten Fuss
we
iterhin nicht zumutbar ist.
Die Konklusionen in den Gutachten des
Instituts Z.___
vom 6. Juli 2010 und der
MEDAS
vom 30. November 2011 lauteten beide auf eine 100%ige
Restar
beitsfähigkeit
in den Tätigkeiten als Telefonistin oder Kosmetikerin sowie für andere körperlich leichte
,
gut adaptierte Tätigkeiten.
Insbesondere im Gutachten des
Instituts Z.___
wird in überzeugender Weise dargelegt, dass es der Beschwerdeführerin rein medizinisch-theoretisch grundsätzlich möglich wäre, einer kör
perlich leichten Tätigkeit,
vorwiegend im Sitzen mit gelegentlic
hen Positionswechseln,
keine
n
Bewegungen der Arme oberhalb der Horizontalen oder
hinter der
Kör
perebene
uneingeschränkt nachzukommen (
Urk.
8/44/36). Diese grundsätzlich
überzeugenden und sich deckenden Beurteilungen werden durch die abwei
chende Meinung von
Dr.
B.___
nicht in Frage gestellt.
Dr.
B.___
sprach sich für eine nur 50%ige Arbeitsfähigkeit in der von ihm als geeignet erachteten Aussendienst
t
ätigkeit der Beschwerdeführerin aus, wobei er ausführte, dass sich die Fussschmerzen und Schwellungen im Laufe der Tage stets verstärkten, wes
halb bereits 3 Arbeitstage pro Woche das zumutbare Mass überschreiten würden (
Urk.
3/3 S. 24
). D
er beruflichen Anamnese
ist
zu entnehmen, dass die
Aussen
diensttätigkeit
der Beschwerdeführerin mit langen Autofahrten verbunden ist (
Urk.
3/3S. 12). Dass längere Autofahrten aufgrund der
notwendigen Bedienung der Fusspedale mit dem rechten Fuss und der fehlenden Möglichkeit zu
Positi
onswechseln
de
m Profil zumutbarer Tätigkeiten
nicht entsprechen
, liegt auf der Hand. So findet sich denn auch i
m Bericht der
Klinik A.___
vo
m 29. November 2011 der Hinweis
, dass es anamnestisch zu einer Verschlechterung seit Aufnahme dieser
Tätigkeit, bei welcher d
ie
Beschwerdeführerin
häufig Auto fahren müsse, gekommen sei (
Urk.
8/67/2). Da sich die Beurteilung der
Restar
beitsfähigkeit
von
Dr.
B.___
auf die aktuell ausgeübte Tätigkeit beschränkt, kann ihr letztlich kein Gewicht beigemessen werden.
5.2.2
Hinsichtlich des Verlaufs der Restarbeitsfähigkeit im hier interessierenden Zeit
raum von Juni 2009 bis 3. Mai 2013 sprachen sich die beteiligten
Ärzte
des
Instituts Z.___
wie auch der
MEDAS
dafür aus, dass
die jeweiligen Eingriffe teil
weise mehrmonatige Arbeitsunfähigkeiten nach sich gezogen hätten, dazwi
schen und gemäss Beurteilung der
MEDAS
ab Juli 2011 durchge
hend
jedoch
eine 100%ige Restarbeitsfähigkeit vorgelegen habe
(
Urk.
8/44
/
35, 8/68/32).
Im Anschluss an die
Impingement
-Operation vom 18. Juni 2009 gingen beide
Gutachterstellen
von einer zunächst 100%igen Arbeitsunfähigkeit aus, wobei das
Institut Z.___
eine
höchstens 6
-
mon
atige Rekonvaleszenz als angemessen
erachtete
(
Urk.
8/44/35); die
MEDAS
stellte sich auf den Standpunkt, ein Ein
satz als Telefonistin oder Kosmetikerin hätte medizinisch-theoretisch
bereits
nach drei Monaten möglich sein müssen (
Urk.
8/68/34). Den zeitechten ärztli
chen Berich
ten ist zu entnehmen, dass die
Klinik L.___
zunächst
von einer vo
raussichtlichen
vollständigen
Arbeitsunfähigkeit bis Ende Oktober 2009 und ab November von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit ausging (
Urk.
8/32/29)
.
Dr.
med.
J.___
attestierte mit Zeugnis vom 17. November 2009 sodann eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bis
2.
Dezember 2009 (
Urk.
8/32/13). Mit Bericht vom
4. Januar 2010 erklärte
Dr.
E.___
, dass Arbeiten ohne grössere Schulter
-
belas
tungen
zukünftig möglich sein sollten, verwies jedoch
für die abschliessende Einschätzung
auf die noch ausstehende Beurteilung der
Klinik A.___
(
Urk.
8/34/7
).
Diese bescheinigte am
2.
Februar 2010 eine 100%ige Arbeitsunfä
higkeit seit der einmaligen Behandlung/Untersuchung vom 20. Januar 2010 bis 20. Februar 2010 (
Urk.
8/38/4-5
). Nach der
subacromialen
Schulterinfiltration vom 15. April  2010 und
einer orthopädischen
Schuh
-
anpassung wurde mit Bericht vom 26. April 2010 eine weitere Arbeits
-
unfähigkeit bis 15. Juni 2010 attestiert (
Urk.
8/44/46 f.).
Die Untersuchung im
Institut Z.___
fand am 7. Juni 2010 statt; mithin rechtfertigt es sich
,
spätestens ab Anfang Juni 2010 vom Erreichen der 100%igen
Restarbeitsfähig
keit
auszugehen.
Die abweichend
e
Einschätzung der
Klinik A.___
, welche im Bericht vom 29. September 2010 rückwirkend eine vollständige Arbeitsunfä
higkeit
gar
bis 31. August 2010 attestierte und darauf hinwies, dass sich die Belastbarkeit der Beschwerdeführerin erst im Verlauf des ab 1. September 2010 angetretenen
,
nicht weiter dokumentierten
50%igen Arbeitsversuchs in rein sitzender Tätigkeit erweisen werde (
Urk.
8/51/3), ändert hieran nichts, ist doch diesbezüglich dem Umstand Rechnung zu tragen, dass behandelnde Ärzte
im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zugunsten ihrer Patienten aussagen, weshalb ihre Berichte mit Vorbehalt zu würdigen si
nd (BGE 135 V 465 E. 4.5
).
Nach dem operativen Eingriff vom 24. November 2010 mit
Interpositions-Arthro
dese
bei im CT festgestellter Arthrose des TMT III Gelenks (
Urk.
8/54/3-4)
und partieller OSME am 29. April 2011
schrieb die
Klinik A.___
die Beschwerdeführerin letztlich bis 10. Juni 2
011 zu 100
%
arbeitsunfähig
mit
anschliessender 50%iger Arbeitsunfähigkeit bis 11. Juli 2011
(vgl.
Urk.
8/58/-61). Die Schlussfolgerung im Gutachten der
MEDAS
vom 30. November 2011, wonach ab Juli 2011 wiederum von einer 100%igen
Restar
beitsfähigkeit
auszugehen sei, trägt
dem
Rechnung.
Zusammenfassend folgt hieraus
, dass die Beschwerdeführerin ab Beginn des
Wartejahr
es
im Sinne von Art. 28
Abs.
1
lit
. b IVG
(10. Juni 2009)
bis höchstens zum Zeitpunkt der Begutachtung im
Institut Z.___
am 7. Juni
2010 ganz oder teilweise eingeschrä
nkt war in ihrer Restarbeitsfähigkeit
.
Direkt im Anschluss an das Wartejahr
bis zur Operation vom 24. November 2010
war sie
aber
zu 100% arbeitsfähig
in einer angepassten Tätigkeit. Vom 24. November 2010 bis Ende Juni 2011 folgte
neuerlich eine Phase ganzer und teilweiser
Arbeitsunfäh
igkeit mit neuerlich
100%iger Restarbeitsfähigkeit ab Juli 2011.
Mit
der
OSME vom 1
2.
April 2013 ging eine weitere Arbeitsunfähigkeit einher (
Urk.
8/90
).
6.
Zu prüfen bleiben die erwerblichen Auswirkungen dieser Einschränkungen.
Die Beschwerdegegnerin verzichtete
auf Durchführung eines
Einkommensver
gleichs
mit der Argumentation, es liege keine gesundheitliche Beeinträchtigung im Sinne des ATSG vor (
Urk.
2), was nicht zutrifft, ist doch die Beschwerdefüh
rerin in ihrer angestammten Tätigkeit im Verkauf weiterhin arbeitsunfähig und weist folglich eine Krankheit im Sinne von Art. 3
Abs.
1 ATSG auf.
Angesichts des Umstandes, dass die Beschwerdeführerin aber
weiterhin
über eine 100
%
ige
Restarbeitsfähigkeit in
einer körperlich leichten T
ätigkeit
, wie zum Beispiel
in
derjenigen als Telefonistin oder Kosmetikerin verfügt un
d als Telefo
nistin im Jahr 2009 gemäss Angaben
der
Firma M.___
Fr.
62‘400.--
hätte verdienen können (vgl.
Urk.
8/33/2), erübrigen sich angesichts des der ur
-
sprünglichen
Verfügung zugrunde gelegten
Valideneinkommens
von Fr. 55‘791.40 für das Jahr 2005 weitere Erwägungen oder Abklärungen hierzu. Der Vergleich führt offensichtlich zu keinem anspruchsbegründenden
Invalidi
tätsgrad
.
Im Anschluss an das Wartejahr gemäss
Art.
28
Abs.
1
lit
. b IVG im
Juni 2010
fehlte es folglich am Vorliegen einer mindestens 40%igen Invalidität gemäss
Art.
28
Abs.
1
lit
. c IVG
. Angesichts der darauf folgenden Phase einer mehrmo
natigen 100%igen Restarbeitsfähigkeit, welche als wesentlicher Unterbruch der Arbeitsunfähigkeit im Sinne von
Art.
28
Abs.
1
lit
. b IVG in Verbindung mit
Art.
29
ter
IVV
zu qualifizieren ist,
hätte die Beschwerdeführerin
die jährige Wartezeit neuerlich zu bestehen gehabt, um einen
zumindest befristeten
Ren
tenanspruch zu begründen. Die weitere Phase der Arbeitsunfähigkeit von
November 2010 bis Juni 2011 genügte hierfür nicht.
Dasselbe
gilt für
die
mit dem Eingriff vom 1
2.
April 2013 einhergegangene Arbeit
s
unfähigkeit, welche bis zum Erlass des hier angefochtenen Entscheides nur wenige Wochen andau
erte.
Damit erweist sich der angefochtene Entscheid im Ergebnis als zutreffend
. Die Beschwerde ist abzuweisen
.
7.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem
Verfahrens
aufwand
und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG in der seit dem 1. Juli 2006 in Kraft stehenden Fassung) und ermessensweise auf Fr. 700.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der Beschwerdeführerin aufzuerlegen.
Das Gericht erkennt:
1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.
2.
Die Gerichtskosten von
Fr.
700
.-- werden
der Beschwerdeführerin
auferlegt.
Rechnung und Einzahlungsschein werden
der
Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zuge
stellt.
3.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Rechtsanwältin Susanne
Friedauer
-
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
-
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
-
Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
4.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (
Art.
82 ff. in Verbindung mit
Art.
90 ff. des Bundes
gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1
5.
Juli bis und mit 1
5.
August sowie vom 1
8.
Dezember bis und mit dem
2.
Januar (
Art.
46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu
stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit
tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu
enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (
Art.
42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Die VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin
GrünigGasser Küffer