# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b749590d-81ca-54e0-b197-319ce6589d9b
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2020-09-17
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 17.09.2020 D-3087/2020
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-3087-2020_2020-09-17.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-3087/2020 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 7 .  S e p t e m b e r  2 0 2 0  

Besetzung 
 Richterin Nina Spälti Giannakitsas (Vorsitz), 

Richterin Emilia Antonioni Luftensteiner,  

Richter Walter Lang,    

Gerichtsschreiberin Sara Steiner. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Türkei,   

vertreten durch Derya Özgül,  

Beschwerdeführer,  

 

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Rechtsverzögerung (Asyl und Wegweisung) / N (…). 

 

 

 

D-3087/2020 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der Beschwerdeführer suchte am 2. August 2017 in der Schweiz um Asyl 

nach. Am 9. August 2017 wurde er summarisch zu seiner Person befragt.  

B.  

Mit Eingabe vom 12. September 2018 ersuchte er um Verfahrensbeschleu-

nigung und verwies auf seinen depressiven Zustand. 

C.  

Mit Schreiben vom 17. September 2018 kündigte das SEM an, dass der 

Beschwerdeführer demnächst zu einer Anhörung vorgeladen werde. 

D.  

Am 4. Juni 2019 wurde der Beschwerdeführer einlässlich angehört. 

E.  

Am 19. Oktober 2019 stellte die Tochter des Beschwerdeführers (geboren 

am 1. Juni 2002) ein Asylgesuch in der Schweiz. Am 29. Oktober 2019 

wurde sie summarisch befragt und am 27. November 2019 einlässlich an-

gehört. Mit Verfügung vom 3. Dezember 2019 wurde ihr mitgeteilt, dass ihr 

Asylgesuch im erweiterten Verfahren behandelt werde. 

F.  

Mit Eingabe vom 14. Januar 2020 ersuchte der Beschwerdeführer bald-

möglichst um einen Asylentscheid. Dabei verwies er auf eine Verfahrens-

standsanfrage vom 30. Oktober 2019, welche unbeantwortet geblieben 

sei. 

G.  

Unter Androhung einer Rechtsverzögerungsbeschwerde ersuchte der Be-

schwerdeführer mit Eingabe vom 25. Februar 2020 erneut um einen baldi-

gen Entscheid oder Informationen zum Verfahrensstand. 

H.  

Mit Eingabe vom 27. April 2020 ersuchte der Beschwerdeführer letztmals 

um einen unverzüglichen Asylentscheid. Aufgrund der Coronasituation sei 

bis anhin von einer Rechtsverzögerungsbeschwerde abgesehen worden. 

I.  

Mit Eingabe vom 15. Juni 2020 erhob der Beschwerdeführer – handelnd 

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Seite 3 

durch die rubrizierte Rechtsvertretung – Rechtsverzögerungsbeschwerde 

beim Bundesverwaltungsgericht. Er beantragte, dass sein Asylverfahren 

durch das SEM abzuschliessen und zügig ein Entscheid zu fällen sei. In 

formeller Hinsicht ersuchte er um Gewährung der unentgeltlichen Prozess-

führung und Verbeiständung sowie um Verzicht auf die Erhebung eines 

Kostenvorschusses.  

J.  

Mit Schreiben vom 16. Juni 2020 bestätigte das Bundesverwaltungsgericht 

den Eingang der Beschwerde. 

K.  

Mit Zwischenverfügung vom 3. Juli 2020 wurde das Gesuch um Gewäh-

rung der unentgeltlichen Prozessführung gutgeheissen und auf die Erhe-

bung eines Kostenvorschusses verzichtet. Das Gesuch um Gewährung 

der unentgeltlichen Verbeiständung wurde abgewiesen. 

L.  

In seiner Vernehmlassung vom 16. Juli 2020 beantragte das SEM die Ab-

weisung der Beschwerde.  

M.  

Mit Replik vom 29. Juli 2020 nahm der Beschwerdeführer zur Vernehmlas-

sung des SEM Stellung. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG ist das Bundesverwaltungsgericht zur Beurtei-

lung von Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG zuständig 

und entscheidet auf dem Gebiet des Asyls in der Regel – wie auch  

vorliegend – endgültig (Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG; Art. 105 AsylG 

[SR 142.31]). Gegen das unrechtmässige Verweigern oder Verzögern ei-

ner anfechtbaren Verfügung kann bei der Beschwerdeinstanz, die für die 

Behandlung einer Beschwerde gegen eine ordnungsgemäss ergangene 

Verfügung zuständig wäre, Beschwerde geführt werden (Art. 46a VwVG; 

vgl. dazu auch MARKUS MÜLLER, in: Auer/Müller/Schindler [Hrsg.], Kom-

mentar zum Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren [VwVG], 

2. Aufl. 2019, Rz. 3 zu Art. 46a). Das Bundesverwaltungsgericht ist damit 

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zur Beurteilung der vorliegenden Rechtsverzögerungsbeschwerde zustän-

dig. 

1.2 Rechtsverzögerungsbeschwerden richten sich gegen den Nichterlass 

einer anfechtbaren Verfügung. Die Beschwerdelegitimation setzt voraus, 

dass bei der zuständigen Behörde zuvor ein Begehren um Erlass einer 

Verfügung gestellt wurde und Anspruch darauf besteht. Ein Anspruch ist 

anzunehmen, wenn die Behörde verpflichtet ist, in Verfügungsform zu han-

deln und der ansprechenden Person nach Art. 6 i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG 

Parteistellung zukommt (vgl. BVGE 2008/15 E. 3.2 m.w.H.). 

Vorliegend ersuchte der Beschwerdeführer um Asyl. Über das Gesuch hat 

die Vorinstanz in Form einer anfechtbaren Verfügung zu befinden. Der Be-

schwerdeführer ist daher zur Beschwerdeführung legitimiert.  

1.3 Beschwerde gegen das unrechtmässige Verweigern oder Verzögern 

einer Verfügung kann jederzeit geführt werden (Art. 50 Abs. 2 VwVG). Die 

zeitliche Grenze bildet der Grundsatz von Treu und Glauben. Bietet eine 

bestimmte behördliche Handlung oder Äusserung objektiv begründeten 

Anlass für eine Rechtsverweigerungs- oder Rechtsverzögerungsbe-

schwerde, darf nicht beliebig lange zugewartet werden. Vielmehr muss die 

Beschwerde innert angemessener Frist erhoben werden. Was angemes-

sen ist, bemisst sich nach den konkreten Umständen, namentlich nach der 

der betroffenen Person zumutbaren Sorgfaltspflicht. Diese muss darlegen, 

dass sie zur Zeit der Beschwerdeeinreichung ein schutzwürdiges – mithin 

aktuelles und praktisches – Interesse an der Vornahme der verzögerten 

Amtshandlung respektive der Feststellung einer entsprechenden Rechts-

verzögerung hat (vgl. ANDRÉ MOSER/MICHAEL BEUSCH/LORENZ KNEUBÜH-

LER, Prozessieren vor dem Bundesverwaltungsgericht, 2. Aufl. 2013, 

Rz. 5.23).  

Mit Schreiben vom 30. Oktober 2019, 14. Januar 2020, 25. Februar 2020 

und 27. April 2020 fragte der Beschwerdeführer nach dem Verfahrens-

stand und bat um einen baldigen Entscheid. Diese Schreiben wurden vom 

SEM allesamt nicht beantwortet. Das Schreiben vom 30. Oktober 2019 

wurde nicht einmal zu den Akten genommen. Nachdem das SEM zudem 

weder weitere Instruktionsmassnahmen tätigte noch einen Entscheid er-

liess, durfte der Beschwerdeführer Mitte Juni 2020 nach Treu und Glauben 

annehmen, die Vorinstanz werde vorderhand keine anfechtbare Verfügung 

erlassen.  

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Seite 5 

1.4 Gestützt auf die vorstehenden Erwägungen ist auf die formgerecht ein-

gereichte (Art. 52 Abs. 1 VwVG) Rechtsverzögerungsbeschwerde einzu-

treten. 

1.5 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG). 

1.6 Für das vorliegende Verfahren gilt nach der am 1. März 2019 in Kraft 

getretenen Änderung des AsylG das bisherige Recht (vgl. Abs. 1 der Über-

gangsbestimmungen zur Änderung des AsylG vom 25. September 2015). 

2.  

Die Prüfungsbefugnis des Bundesverwaltungsgerichts beschränkt sich 

vorliegend auf die Frage, ob die Vorinstanz das Rechtsverzögerungsverbot 

verletzt hat. Im Falle einer Gutheissung der Beschwerde weist es die Sa-

che mit verbindlichen Weisungen an die Vorinstanz zurück (Art. 61 Abs. 1 

VwVG). Hingegen ist das Gericht nicht dazu befugt, sich dazu zu äussern, 

wie ein unrechtmässig verzögerter Entscheid inhaltlich hätte ausfallen sol-

len, da es – Spezialkonstellationen vorbehalten – nicht anstelle der untätig 

gebliebenen Behörde entscheiden darf, andernfalls der Instanzenzug ver-

kürzt und möglicherweise Rechte der Verfahrensbeteiligten verletzt würden 

(vgl. BVGE 2008/15 E. 3.1.2, m.w.H.). 

3.   

3.1 Zur Begründung seiner Beschwerde führte der Beschwerdeführer aus, 

sein Asylgesuch vom 2. August 2017 sei bis heute pendent und das Ver-

fahren sei nicht fortgesetzt worden. Das Verfahren dauere nun bald drei 

Jahre an. Es sei gegenüber dem SEM dargelegt worden, dass ihn die lange 

Wartezeit sehr belaste. Aufgrund aller Dokumente die dem SEM einge-

reicht worden seien, könne nicht ernsthaft bezweifelt werden, dass er in 

der Türkei an Leib und Leben gefährdet sei. Er habe alle relevanten Unter-

lagen bereits beim SEM eingereicht. Die Aktenlage sei klar. Die Vorinstanz 

habe zugesichert, dass nötige Übersetzungen von ihr übernommen wür-

den. Abklärungsbedürfnisse seien vom SEM auch nicht geltend gemacht 

worden. Die Anfragen betreffend Weiterführung des Verfahrens seien vom 

SEM nicht beantwortet worden.  

3.2 In seiner Vernehmlassung hielt das SEM fest, es sei unbestritten, dass 

aus Sicht des Einzelfalles eine Verfahrensdauer von knapp drei Jahren un-

befriedigend sei. Aufgrund der hohen Gesuchszahlen in den Jahren 2015 

und 2016 seien aber viele Asylgesuche noch pendent, die vor demjenigen 

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Seite 6 

des Beschwerdeführers gestellt worden seien. Aufgrund der geltenden Pri-

oritätenordnung sei es deshalb noch nicht möglich gewesen, vorliegend 

einen Entscheid zu fällen. Ein Entscheid bis Ende des Monats September 

2020 könne aber in Aussicht gestellt werde.  

3.3 In seiner Replik hielt der Beschwerdeführer fest, die Vorinstanz stimme 

der Rechtsverzögerung zu und stelle einen Asylentscheid bis spätestens 

September 2020 in Aussicht. Jedoch habe sie es vier Mal unterlassen, ihm 

dies mitzuteilen. Die Vorinstanz berufe sich lediglich auf ihre hohe Arbeits-

belastung, welche nicht zu Lasten seiner Rechte gehen könne. 

4.  

4.1 Das Verbot der Rechtsverzögerung ergibt sich als Teilgehalt aus der 

allgemeinen Verfahrensgarantie von Art. 29 Abs. 1 BV. Danach hat jede 

Person Anspruch auf eine Beurteilung ihrer Sache innert angemessener 

Frist. Diese Verfassungsgarantie gilt für alle Sachbereiche und alle Akte 

der Rechtsanwendung (vgl. BGE 130 I 174 E. 2.2 m.w.H.). Von einer 

Rechtsverzögerung im Sinne des Gesetzes ist nach Lehre und Praxis aus-

zugehen, wenn behördliches Handeln zwar nicht (wie bei einer Rechtsver-

weigerung) grundsätzlich infrage steht, aber die Behörde nicht innert der 

Frist handelt, die nach der Natur der Sache objektiv noch als angemessen 

erscheint. Die Angemessenheit der Dauer eines Verfahrens ist im Einzelfall 

unter Berücksichtigung der gesamten Umstände zu beurteilen. In Betracht 

zu ziehen sind dabei namentlich die Komplexität der Sache, das Verhalten 

der betroffenen Beteiligten und der Behörden, die Bedeutung des Verfah-

rens für die betroffene Partei sowie einzelfallspezifische Entscheidungsab-

läufe (vgl. zum Ganzen BGE 130 I 312 E. 5.1 f. m.w.H. auf Lehre und Pra-

xis). Ein Verschulden der Behörde an der Verzögerung wird nicht voraus-

gesetzt, weshalb sie das Rechtsverzögerungsverbot auch dann verletzt, 

wenn sie wegen Personalmangels oder Überlastung nicht innert angemes-

sener Frist handelt (vgl. BGE 138 II 513 E. 6.4; 107 Ib 160 E. 3c; 103 V 

190 E. 5c). Spezialgesetzliche Behandlungsfristen sind bei der Beurteilung 

der Angemessenheit der Verfahrensdauer zu berücksichtigen (vgl. zum 

Ganzen auch das Urteil des BVGer E-1438/2018 vom 5. April 2018 E. 3.2 

m.w.H.). 

4.2 Gemäss aArt. 29 Abs. 1 Bst. b AsylG hört das SEM die Asylsuchenden 

innerhalb von 20 Tagen nach dem Entscheid über die Zuweisung in den 

Kanton zu den Asylgründen an. Materiell ist über Asylgesuche erstinstanz-

lich in der Regel innerhalb von zehn Arbeitstagen nach der Gesuchstellung 

zu entscheiden (aArt. 37 Abs. 2 AsylG). 

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Seite 7 

4.3 Das Bundesverwaltungsgericht ist in Kenntnis der Pendenzenzahl 

beim SEM. Es ist unvermeidbar und auch nachvollziehbar, dass gewisse 

Verfahren nicht innerhalb der Behandlungsfristen von aArt. 37 Abs. 2 

AsylG abgeschlossen werden können, insbesondere dann, wenn sich noch 

Abklärungsmassnahmen aufdrängen. Vorliegend kann von einer gerecht-

fertigten Verfahrensverzögerung indes nicht ausgegangen werden, zumal 

Personalmangel eine Verzögerung eben nicht rechtfertigt (vgl. BGE 138 II 

513, E 6.4). Der Beschwerdeführer suchte am 2. August 2017 um Asyl 

nach. Am 9. August 2017 wurde er summarisch zu seiner Person befragt. 

Mit Eingabe vom 12. September 2018 ersuchte er um Verfahrensbeschleu-

nigung und verwies auf seinen depressiven Zustand. Am 4. Juni 2019 

wurde er einlässlich angehört. Mit Schreiben vom 30. Oktober 2019, 

14. Januar 2020, 25. Februar 2020 und 27. April 2020 fragte er nach dem 

Verfahrensstand und bat um einen baldigen Entscheid. Diese Schreiben 

blieben unbeantwortet. Das Schreiben vom 30. Oktober 2019 wurde nicht 

einmal zu den Akten genommen. Im Rahmen der Vernehmlassung wurde 

lediglich allgemein auf die grosse Geschäftslast hingewiesen. Bis zum heu-

tigen Zeitpunkt wurden vom SEM keine weiteren Instruktionsmassnahmen 

durchgeführt und es wurde kein Entscheid gefällt. Gemäss Ausführungen 

in der Vernehmlassung wird das Verfahren denn auch als spruchreif ange-

sehen. Seit Einreichung des Asylgesuchs sind zwischenzeitlich drei Jahre 

vergangen. Im Zeitpunkt der Beschwerdeerhebung war die Vorinstanz ein 

Jahr untätig geblieben. In seiner Vernehmlassung stellt sie zwar nun einen 

Entscheid bis Ende September 2020 in Aussicht. Das Dossier wurde bis 

anhin aber beim Bundesverwaltungsgericht nicht bestellt, weshalb eine Be-

handlung in dieser Frist unrealistisch scheint. Eine Nichtbehandlung wäh-

rend einer solch langen Zeit ist unbesehen allfälliger anderer prioritärer 

Verfahren und insbesondere auch mit Hinweis auf den geltend gemachten 

depressiven Zustand grundsätzlich zu lange. Das Beschleunigungsgebot 

von Art. 29 Abs. 1 BV ist somit verletzt. Die Rüge der Rechtsverzögerung 

erweist sich als begründet.  

5.  

Die Beschwerde ist gutzuheissen. Die Akten gehen an die Vorinstanz zu-

rück, verbunden mit der Anweisung, das Asylgesuch des Beschwerdefüh-

rers vom 2. August 2017 zu behandeln und die Sache rasch einem Ent-

scheid zuzuführen. 

6.  

6.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind keine Verfahrenskosten auf-

zuerlegen (Art. 63 VwVG).  

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Seite 8 

Obsiegende oder teilweise obsiegende Parteien haben Anspruch auf eine 

Parteientschädigung für die ihnen erwachsenen notwendigen und verhält-

nismässig hohen Kosten (Art. 64 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 7 des Regle-

ments vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor 

dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Dem vertretenen 

Beschwerdeführer ist zulasten der Vorinstanz eine Parteientschädigung für 

die ihm erwachsenen notwendigen Kosten zuzusprechen (Art. 64 Abs. 1 

VwVG i.V.m. Art. 7 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten 

und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 

173.320.2]). In der mit der Beschwerde eingereichten Kostennote wird bei 

einem Zeitaufwand von vier Stunden und einem Stundenansatz von 

Fr. 185.– sowie Auslagen ein Gesamtaufwand von Fr. 752.60 geltend ge-

macht. Der Aufwand scheint in zeitlicher Hinsicht etwas überhöht und ist 

entsprechend zu kürzen. Die von der Vorinstanz zu entrichtende Parteient-

schädigung ist von Amtes wegen und in Berücksichtigung der massgebli-

chen Bemessungsfaktoren (Art. 8 ff. VGKE) auf Fr. 600.- (inkl. allfällige 

Auslagen und Mehrwertsteuer) festzusetzen. 

(Dispositiv nächste Seite)  

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Seite 9 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird gutgeheissen. 

2.  

Die Vorinstanz wird angewiesen, das Asylgesuch des Beschwerdeführers 

zügig einem Entscheid zuzuführen. 

3.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

4.  

Die Vorinstanz wird angewiesen, dem Beschwerdeführer für das Verfahren 

vor dem Bundesverwaltungsgericht eine Parteientschädigung von insge-

samt Fr. 600.– auszurichten. 

5.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer und das SEM. 

 

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Nina Spälti Giannakitsas Sara Steiner 

 

 

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