# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4cdb7aa9-0ec7-5e25-8b75-19f94856b10a
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2014-11-20
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 20.11.2014 E-6450/2014
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-6450-2014_2014-11-20.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung V 

E-6450/2014 

 

 

  U r t e i l  v o m  2 0 .  N o v e m b e r  2 0 1 4   

Besetzung 

 
Richterin Gabriela Freihofer (Vorsitz), 

Richter Bendicht Tellenbach, Richter Markus König,    

Gerichtsschreiber Simon Thurnheer. 

   Parteien 
 

A._______, 

Kamerun,  

Gesuchsteller,  

 

  
 

 

Gegenstand 

 
Revision; Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 

21. Oktober 2014 / E-5439/2014. 

 

 

E-6450/2014 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Am 12. Oktober 2007 stellte der Beschwerdeführer ein erstes Asylgesuch 

in der Schweiz, welches das BFM mit Verfügung vom 15. Juli 2010 unter 

gleichzeitiger Anordnung der Wegweisung und des Wegweisungsvollzugs 

abwies. Auf eine Beschwerde gegen diese Verfügung trat das Bundes-

verwaltungsgericht mit Entscheid E-5809/2010 vom 27. September 2010 

nicht ein, nachdem der einverlangte Kostenvorschuss nicht geleistet wor-

den war. Am 31. Januar 2012 stellte der Beschwerdeführer ein weiteres 

Asylgesuch, welches das BFM mit Verfügung vom 3. Mai 2012 abwies. 

Auf eine verspätet eingereichte Beschwerde gegen diese Verfügung trat 

das Bundesverwaltungsgericht mit Urteil E-3045/2012 vom 15. Juni 2012 

nicht ein.  

B.  

Am 19. Juni 2014 liess der Beschwerdeführer durch seinen damaligen 

Rechtsvertreter beim BFM eine als Wiedererwägungsgesuch betitelte 

Eingabe einreichen, welche das BFM als Mehrfachgesuch entgegennahm 

und mit Verfügung vom 22. August 2014 ablehnte. Gleichzeitig ordnete es 

die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Wegweisungsvollzug an und 

erhob eine Gebühr in der Höhe von Fr. 600.–.  

C.  

Auf eine gegen diese Verfügung erhobene Beschwerde trat das Bundes-

verwaltungsgericht mit Entscheid E-5439/2014 vom 21. Oktober 2014 

nicht ein, nachdem der mit Zwischenverfügung vom 29. September 2014 

einverlangte Kostenvorschuss nicht geleistet worden war.    

D.  

Mit Eingabe datiert vom 3. November 2014 (Poststempel: 4. November 

2014) machte der Beschwerdeführer geltend, entgegen dem Urteil vom 

21. Oktober 2014 den [mit Zwischenverfügung vom 29. September 2014 

einverlangten] Kostenvorschuss fristgerecht, aber irrtümlich ans BFM be-

zahlt zu haben. Zur Untermauerung dieser Tatsachenbehauptung legte er 

die Kopie eines Zahlungsbelegs zu den Akten.  

 

 

 

E-6450/2014 

Seite 3 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet gemäss Art. 105 AsylG 

(SR 142.31) auf dem Gebiet des Asyls in der Regel endgültig über Be-

schwerden gegen Verfügungen des BFM (vgl. zur Ausnahme Art. 83 

Bst. d Ziff. 1 BGG). Es ist ausserdem zuständig für die Revision von Urtei-

len, die es in seiner Funktion als Beschwerdeinstanz gefällt hat (vgl. 

BVGE 2007/21 E. 2.1). 

1.2 Gemäss Art. 45 VGG gelten für die Revision von Urteilen des Bun-

desverwaltungsgerichts die Art. 121–128 BGG sinngemäss. Nach Art. 47 

VGG findet auf Inhalt, Form und Ergänzung des Revisionsgesuches 

Art. 67 Abs. 3 VwVG Anwendung. 

1.3 Das Revisionsgesuch ist ein ausserordentliches Rechtsmittel, das 

sich gegen einen rechtskräftigen Beschwerdeentscheid richtet. Wird das 

Gesuch gutgeheissen, beseitigt dies die Rechtskraft des angefochtenen 

Urteils, und die bereits entschiedene Streitsache ist neu zu beurteilen 

(vgl. MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, Prozessieren vor dem Bundesverwal-

tungsgericht, 2. Aufl. 2013, S. 303 Rz. 5.36). 

1.4 Das Bundesverwaltungsgericht zieht auf Gesuch hin seine Urteile aus 

den in Art. 121–123 BGG aufgeführten Gründen in Revision (Art. 45 

VGG). Nicht als Revisionsgründe gelten Gründe, welche die Partei, die 

um Revision nachsucht, bereits im ordentlichen Beschwerdeverfahren 

hätte geltend machen können (sinngemäss Art. 46 VGG). 

2.  

2.1 Im Revisionsgesuch ist insbesondere der angerufene Revisionsgrund 

anzugeben und die Rechtzeitigkeit des Revisionsbegehrens im Sinne von 

Art. 124 BGG darzutun. 

2.2 Der Gesuchsteller macht sinngemäss den Revisionsgrund neue Be-

weismittel (Art. 123 Abs. 2 Bst. a BGG) geltend und zeigt ausserdem die 

Rechtzeitigkeit des Revisionsbegehrens auf. Auf das frist- und formge-

recht eingereichte Revisionsgesuch ist deshalb einzutreten. 

3.  

Der Beschwerdeführer macht geltend, entgegen dem Urteil vom 21. Ok-

tober 2014 den im dortigen Beschwerdeverfahren einverlangten Kosten-

vorschuss fristgerecht, aber irrtümlich ans BFM bezahlt zu haben. Beim 

E-6450/2014 

Seite 4 

als Beweismittel eingereichten Zahlungsbeleg handelt es sich aber um 

eine zu Recht ans BFM erfolgte Zahlung der Verfahrenskosten aus dem 

erstinstanzlichen Wiedererwägungs-/Mehrfachgesuchsverfahren, die dem 

Beschwerdeführer mit der Verfügung des BFM vom 22. August 2014 auf-

erlegt worden waren, und entgegen dem Revisionsgesuch nicht um dem 

vom Gericht einverlangten Kostenvorschuss im Beschwerdeverfahren. 

Damit erweist sich das eingereichte Beweismittel als untauglich zum 

Nachweis der angeblichen Bezahlung des Kostenvorschusses. Diese 

bleibt unbewiesen.  

4.  

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass keine revisionsrechtlich relevan-

ten Gründe dargetan sind. Das Gesuch um Revision des Urteils des Bun-

desverwaltungsgerichts vom 21. Oktober 2014 ist demzufolge abzuwei-

sen. 

5.  

Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten von Fr. 1200.- dem 

Gesuchsteller aufzuerlegen (Art. 37 VGG i.V.m. Art. 63 Abs. 1 VwVG; 

Art. 1 – 3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 

Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 

173.320.2]).   

(Dispositiv nächste Seite) 

  

E-6450/2014 

Seite 5 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Das Revisionsgesuch wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 1200.- werden dem Gesuchsteller auferlegt. 

Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand dieses Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

3.  

Dieses Urteil geht an den Gesuchsteller, das BFM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber: 

  

Gabriela Freihofer Simon Thurnheer 

 

 

Versand: