# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0f02373a-2638-5ede-bf21-268eb8e5bda7
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-02-18
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 18.02.2015 200 2014 760
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2014-760_2015-02-18.pdf

## Full Text

200 14 760 IV
SCI/ZID/WOL/KRK

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 18. Februar 2015

Verwaltungsrichter Schwegler, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Kölliker, Verwaltungsrichter Knapp
Gerichtsschreiber Zimmermann

A.________
vertreten durch Rechtsanwältin Dr. B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 10. Juli 2014

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Feb. 2015, IV/14/760, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1979 geborene A.________ (nachfolgend: Versicherter bzw. Be-
schwerdeführer) war seit dem 1. April 2007 bei der C.________ als ... in 
einem Pensum zu 100% angestellt. Im August 2010 meldete ihn seine Ar-
beitgeberin unter Hinweis auf eine Diskushernie, einen Bandscheibenvorfall 
sowie eine Operation im Juni 2010 und eine seit 17. September 2009 be-
stehende 100%-ige Arbeitsunfähigkeit bei der IV-Stelle Bern (nachfolgend: 
IVB bzw. Beschwerdegegnerin) zur Früherfassung (Akten der IVB, Ant-
wortbeilage [AB] 1).

Im September 2010 meldete sich der Versicherte bei der IVB zum Leis-
tungsbezug an (AB 6). In der Folge nahm die IVB erwerbliche und medizi-
nische Abklärungen vor (AB 9 ff.) und ordnete eine berufliche Abklärung 
vom 30. Mai bis zum 21. August 2011 bei der Abklärungsstelle 
M.________ an (AB 29). Diese wurde per 8. Juli 2011 abgebrochen 
(AB 38, 40). Nach Einholen eines weiteren Verlaufsberichts des behan-
delnden Arztes (AB 41) liess die IVB den Versicherten auf Empfehlung des 
Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD, AB 45/5) bei den Dres. med. 
D.________, Fachärztin für Neurochirurgie, und E.________, Facharzt für 
Psychiatrie und Psychotherapie, bidisziplinär abklären (Gutachten vom 
17. Oktober [AB 51] und 21. November 2011 [AB 57] sowie interdisziplinäre 
Beurteilung [AB 59]). Mit Vorbescheid vom 19. Dezember 2011 (AB 60) 
stellte die IVB bei einem ermittelten Invaliditätsgrad von 21% dem Versi-
cherten die Abweisung des Leistungsbegehrens in Aussicht. Damit zeigte 
sich der Versicherte mit Einwand vom 24. Januar 2012 nicht einverstanden 
und wies unter anderem auf laufende (rheumatologische) Abklärungen im 
Spital Q.________ hin (AB 63).

B.

Nach weiteren medizinischen Abklärungen (AB 66/4) und zwei Operationen 
wurde dem Versicherten eine mindestens sechsmonatige postoperative 

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volle Arbeitsunfähigkeit attestiert (AB 71/4, 82/2). Nach Konsultation des 
RAD (AB 85) stellte die IVB dem Versicherten mit Vorbescheid vom 10. Ok-
tober 2010 (AB 87) die Zusprache einer befristeten ganzen Invalidenrente 
für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2012 in Aussicht. Hierge-
gen erhob der Versicherte am 5. November 2012 Einwand (AB II 94) und 
verwies unter anderem auf eine auf den 9. November 2012 angesetzte 
Untersuchung wegen neu aufgetretener Schmerzen im Bereich der Hals-
wirbelsäule und eine seit dem 10. September 2010 bis auf weiteres attes-
tierte 50%-ige Arbeitsunfähigkeit (AB 94/14 f.). Eine weitere berufliche Ab-
klärung in der Abklärungsstelle S.________ vom 12. November 2012 bis 
zum 15. Februar 2013 (AB 96) konnte wegen einer erneuten ab 9. Novem-
ber 2012 attestierten 100%-igen Arbeitsunfähigkeit (AB 97/2) nicht angetre-
ten werden. Nach weiteren medizinischen Abklärungen (AB 98 f.) schloss 
die IVB die berufliche Eingliederung mit Mitteilung vom 29. Januar 2013 
(AB 100) ab. Auf Empfehlung des RAD hin (AB 110) ordnete die IVB am 
1. Juli 2013 eine neurochirurgische Verlaufsbegutachtung bei Dr. med. 
D.________ an (AB 112). Mit Eingabe vom 10. Juli 2013 verlangte der Ver-
sicherte die neurochirurgische Begutachtung durch eine andere Fachper-
son (AB 115), worauf Dr. med. F.________, Fachärztin für Neurochirurgie 
FMH, mit der Begutachtung beauftragt wurde (AB 119). Gestützt auf das 
neurochirurgische Gutachten vom 10. Dezember 2013 (AB 132.1) stellte 
die IVB dem Versicherten mit Vorbescheid vom 13. Februar 2014 (AB 133) 
die Zusprache einer befristeten ganzen Invalidenrente für die Zeit vom 
1. Januar 2012 bis zum 30. November 2013 in Aussicht. Auf Einwand hin 
(AB 136) verfügte die IVB am 10. Juli 2014 wie im Vorbescheid in Aussicht 
gestellt (AB 141).

C.

Gegen die Verfügung vom 10. Juli 2014 (AB 141) liess der Versicherte, 
vertreten durch Rechtsanwältin Dr. iur. B.________, am 18. August 2014 
Beschwerde erheben und folgende Rechtsbegehren stellen:

1. Die Verfügung vom 10. Juli 2014 sei insofern aufzuheben, als dem Versi-
cherten nicht vor dem 1. Januar 2012, d.h. ab 1. März 2011 eine Invali-
denrente ausgerichtet wird und insofern, als der Rentenanspruch am 
30. November 2013 aufhören soll.

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2. Es sei dem Beschwerdeführer bereits vor dem 1. Januar 2012, d.h. ab 
1. März 2011 eine Invalidenrente und über den 30. November 2013 hin-
aus eine Invalidenrente auszurichten.

3. Es sei dem Versicherten somit ab 1. März 2011 eine ganze Invalidenren-
te oder eine Invalidenrente nach richterlichem Ermessen auszurichten.

4. Es sei eine neurologische/orthopädische/neurochirurgische, pharmakolo-
gische und psychiatrische Begutachtung anzuordnen.

5. Die IV-Stelle habe die Verfahrenskosten zu tragen und dem Beschwerde-
führer eine Parteientschädigung auszurichten.

Zur Begründung wird im Wesentlichen geltend gemacht, auf die Gutachten 
der Dres. med. D.________ (AB 51) und F.________ (AB 132.1) könne 
nicht abgestellt werden, da diese auf die Auswirkungen des Methadons auf 
die Arbeitsfähigkeit, auf die seit Sommer 2013 bestehenden Kniebe-
schwerden sowie auf die psychische Situation des Beschwerdeführers 
nicht oder nicht in genügendem Mass eingehen würden. Die Arbeitsfähig-
keit massiv einschränkende Beschwerden hätten zudem schon vor dem 
1. Januar 2012 bestanden.

Mit Schreiben vom 1. Oktober 2014 reichte der Beschwerdeführer das in 
der Beschwerde in Aussicht gestellte Arztzeugnis (Akten des Beschwerde-
führers, Beschwerdebeilage [BB] 56) sowie weitere Berichte nach.

Mit Beschwerdeantwort vom 3. November 2011 schloss die Beschwerde-
gegnerin auf Abweisung der Beschwerde.

Der Beschwerdeführer liess in der unaufgefordert eingereichten Stellung-
nahme vom 17. November 2014 an der Beschwerde und deren Begrün-
dung festhalten.

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Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversi-
cherung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 
vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 10. Juli 2014 (AB 141). 
In anfechtungs- und streitgegenständlicher Hinsicht liegt ein Rechtsverhält-
nis vor, wenn rückwirkend eine abgestufte und/oder befristete IV-Rente 
zugesprochen wird. Wird nur die Abstufung oder die Befristung der Leis-
tungen angefochten, wird damit die richterliche Überprüfungsbefugnis nicht 
in dem Sinne eingeschränkt, dass die unbestritten gebliebenen Rentenbe-
zugszeiten von der richterlichen Prüfung ausgenommen blieben (BGE 125 
V 413; AHI 2001 S. 278 E. 1a). Folglich ist der Rentenanspruch des Be-
schwerdeführers umfassend zu prüfen.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

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1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können auch 
solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG). Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und 
damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschrän-
kungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung 
allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, ab-
wenden könnte; das Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend objektiv 
bestimmt (BGE 131 V 49 E. 1.2 S. 50, 130 V 352 E. 2.2.1 S. 353; 
SVR 2014 IV Nr. 2 S. 5 E. 3.1).

2.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine 
Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätz-
lich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach Ab-

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lauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b 
und c). Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70%, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60% invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und 
bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein solcher auf eine Vier-
telsrente.

2.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 132 V 93 E. 4 S. 99). 

2.4 Bei rückwirkender Zusprechung einer abgestuften oder befristeten 
IV-Rente sind die für die Rentenrevision geltenden Bestimmungen analog 
anzuwenden (BGE 109 V 125 E. 4a S. 127; AHI 1998 S. 121 E. 1b).

2.4.1 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines 
Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf 
Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufge-
hoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentli-
che Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den In-
validitätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen.

2.4.2 Bei einer Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder der Fähigkeit, 
sich im Aufgabenbereich zu betätigen, ist die anspruchsbeeinflussende 
Änderung für die Herabsetzung oder Aufhebung der Leistung von dem 
Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in dem angenommen werden kann, dass 
sie voraussichtlich längere Zeit dauern wird. Sie ist in jedem Fall zu 
berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Mona-
te angedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird (Art. 88a 
Abs. 1 der Verordnung über die Invalidenversicherung vom 17. Januar 

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1961 [IVV; SR 831.201]). Bei einer Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit 
oder der Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, ist die an-
spruchsbeeinflussende Änderung zu berücksichtigen, sobald sie ohne we-
sentliche Unterbrechung drei Monate angedauert hat (Art. 88a Abs. 2 IVV).

3.

3.1 Zum Gesundheitszustand bzw. zur Arbeits- und Leistungsfähigkeit 
des Beschwerdeführers lässt sich den Akten im Wesentlichen Folgendes 
entnehmen:

3.1.1 Im Bericht des Spitals N.________ vom 16. Oktober 2009 
(AB 15/23 ff.) hielt Dr. med. G.________, Facharzt für Rheumatologie so-
wie für Allgemeine Innere Medizin FMH, als Diagnose ein chronisch rezidi-
vierendes lumbovertebro- bis spondylogenes Syndrom mit/bei seit Jahren 
rezidivierenden selbstlimitierenden Lumbalgien, Wirbelsäulenfehlhaltung 
(Skoliose, Flachrücken), Insuffizienz lumbal betonter rumpfstabilisierender 
Muskulatur mit aktuell segmentaler Dysfunktion L4/5 und psychosozialen 
Kontextfaktoren (Trennung von Lebenspartnerin) fest. Seit ungefähr vier 
Wochen würden sich während der Arbeitstätigkeit in der ... allmählich inva-
lidisierende Kreuzschmerzen entwickeln, welche nicht dermatombezogen 
ins linke Bein ausstrahlten; seither sei der Beschwerdeführer zu 100% ar-
beitsunfähig. Ein Arbeitseinstieg sollte so rasch wie möglich angestrebt 
werden; eine sitzende leichte Tätigkeit sei ab sofort zu 100% zumutbar. Mit 
weiterem Bericht vom 11. November 2009 (AB 15/21 f.) hielt er zudem fest, 
die Wiederaufnahme der Arbeit in einem Pensum von 50% sei angeblich 
aus betriebsinternen Gründen nicht möglich; ab 16. November 2009 könne 
die Arbeitstätigkeit problemlos wieder zu 100% aufgenommen werden.

3.1.2 Im Sprechstundenbericht der Wirbelsäulenchirurgie des Spitals 
O.________ vom 22. April 2010 (AB 15/16 f.) diagnostizierte Prof. Dr. med. 
H.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 
Bewegungsapparates FMH, eine Lumboischialgie rechts bei hochgradiger 
Spinalstenose L4/L5 im Rahmen einer breitbasigen rechts betonten Band-
scheibenprotrusion. Anfangs 2010 sei es zu einer Exazerbation der 
Schmerzen im Sinne einer Lumboischialgie rechts gekommen, sodass eine 

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stationäre Behandlung (einhergehend mit einer epiduralen Infiltration) er-
folgt sei. Es sei eigentlich ein Dauerschmerz vorhanden; der Beschwerde-
führer sei 50% arbeitstätig. Aktuell sei der Wirbelsäulenbefund regelrecht, 
ohne Muskelverhärtung oder Blockaden. Ein eigentlicher Nervendehnungs-
schmerz bestehe nicht; die Muskeleigenreflexe seien gut auslösbar. Sub-
jektiv bestehe eine Hypästhesie im Ausbreitungsgebiet von L5 rechts. The-
rapeutisch empfehle sich die Durchführung einer Dekompression. Aufgrund 
der belasteten Vorgeschichte mit der Rückenschmerzanamnese sei eine 
alleinige Dekompression aber ungenügend, weshalb die Durchführung ei-
ner Discectomie von ventral und eine Ersatzoperation mittels einer Band-
scheibenprothese empfohlen werde. Dadurch bestehe eine sehr gute 
Chance, die Beinschmerzen zu kontrollieren und auch die Prognose bezüg-
lich der Rückenschmerzen sei recht positiv. Der Beschwerdeführer werde 
postoperativ ungefähr zwei Monate arbeitsunfähig sein. Bis dahin sei es 
angezeigt, die Arbeitstätigkeit mindestens teilzeitig beizubehalten und wenn 
möglich sogar auf 70% zu steigern.

Im Sprechstundenbericht vom 13. August 2010 (AB 10) nannte Prof. Dr. 
med. H.________ als Diagnose einen Zustand nach Discectomie und In-
terposition einer Bandscheibenprothese L4/L5 bei einer breitbasigen steno-
sierenden Bandscheibenhernierung vom 14. Juni 2010 (vgl. AB 15/14 f.). 
Die aktuelle Röntgenkontrolle zeige einen regelrechten Befund sowie eine 
unauffällige Situation im Bereich der Prothese und keine Veränderungen 
der Anschlusssegmente. Eine spondylogene Ursache sei eher unwahr-
scheinlich, gelegentlich fänden sich solche Phänomene nach Entlastung 
einer hochgradigen Stenose im Sinne von Regenerationssymptomen. Es 
bestehe eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit bis 5. September 2010. Am 
6. September 2010 werde die Arbeit wieder zu 50% aufgenommen und per 
4. Oktober 2010 sollte die Arbeitstätigkeit wieder in vollem Umfang möglich 
sein.

Aufgrund persistierender Lumbalgien bei Status nach Bandscheibenpro-
these L4/5 wurde zur Verifizierung der Schmerzen am 7. Oktober 2010 in 
der Wirbelsäulenchirurgie des Spitals O.________ eine tiefe Facettenge-
lenksinfiltration L4/5 beidseits vorgenommen und eine 100%-ige Arbeitsun-
fähigkeit bis 20. Oktober 2010 attestiert (AB 15/7 f.).

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3.1.3 Dr. med. I.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH, 
nannte im Arztbericht vom 21. Oktober 2010 (AB 15/2 ff.) als Diagnose mit 
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein chronisches lumbovertebrales 
Schmerzsyndrom mit/bei lumboradikulärem Syndrom L5 rechts (Februar 
2010), Status nach epiduraler Infiltration L4/5 (März 2010), Status nach 
Discectomie L4/5, Dekompression des Spinalkanals, und Bandscheiben-
prothese (Juni 2010) sowie Status nach Facettengelenksinfiltration L4/5 
beidseits (Oktober 2010). Gemäss den subjektiven Angaben des Be-
schwerdeführers beständen trotz der Infiltration vom 8. Oktober 2010 per-
sistierende Schmerzen lumbal. In Anbetracht des bisherigen Verlaufs sei 
die Prognose in Bezug auf eine Wiedererlangung der Arbeitsfähigkeit im 
bisherigen Beruf ungünstig. Für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit bestehe seit 
dem 5. Oktober 2010 bis auf Weiteres eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit; er 
könne keine den Rücken (Lendenwirbelsäule) belastende Tätigkeit aus-
führen.

3.1.4 Im IV-Arztbericht vom 12. November 2010 (AB 17/1 f.) diagnostizier-
te Prof. Dr. med. H.________ ein chronisches Lumbalsyndrom sowie einen 
Zustand nach Discectomie und Interposition einer Bandscheibenprothese 
(Juni 2010). Bildgebend bestehe ein stabiler Zustand nach Discectomie 
und Bandscheibenprothesenimplantation. Für die zuletzt ausgeübte Tätig-
keit bestehe seit dem 5. Oktober 2010 bis auf Weiteres eine 100%-ige Ar-
beitsunfähigkeit. Die bisherige Tätigkeit werde durch ein schwerstes lokales 
lumbales Schmerzproblem und bilaterale Beinschmerzen eingeschränkt, 
weswegen aktuell eine Arbeitstätigkeit nicht möglich sei. Die Einschrän-
kungen liessen sich durch medizinische Massnahmen vermindern, so sollte 
primär versucht werden, im Rahmen einer stationären Rehabilitation eine 
bessere Charakterisierung der Schmerzproblematik zu erreichen, damit 
eine gezielte Behandlung derselben durchgeführt werden könne. Ansch-
liessend wäre eventuell eine Evaluation der beruflichen Möglichkeiten an-
gezeigt. 

Im Bericht vom selben Datum an den Hausarzt (AB 17/3 f.) äussert Prof. 
Dr. med. H.________ den Eindruck, dass vorliegend eine psychosomati-
sche Zusatzkomponente bestehe, welche bis anhin nicht beachtet worden 
sei. In der ersten postoperativen Phase sei der Verlauf recht positiv gewe-

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sen, mit der Wiederaufnahme der Arbeitstätigkeit sei "die Sache" jedoch 
dekompensiert. Auch die Tatsache, dass eine konstante, völlig therapiere-
fraktäre Situation bestehe, unterstreiche diese Problematik. Die präsentier-
te Symptomatik sei organisch schwer einzuordnen.

3.1.5 Im Bericht der Rehaklinik P.________ vom 3. Januar 2011 (AB 43/7 
ff.) wurden eine Anpassungsstörung aufgrund starker Schmerzbelastung 
und anstehender beruflicher Neuorientierung (ICD-10 F 42.2) und ein chro-
nisches Schmerzsyndrom diagnostiziert. Der Beschwerdeführer sei zur 
stationären psychosomatischen Rehabilitation zugewiesen worden, insbe-
sondere zur Schmerzlinderung sowie zur Wiedereingliederung in die Ar-
beitssituation und Evaluation derselben. Eine weitere psychotherapeutische 
Behandlung könnte grosse Gewinne bringen, es sei jedoch nicht sicher, ob 
und wie weit sich der Beschwerdeführer darauf einlassen könnte. Die 
Schmerzen seien weiterhin vorhanden, trotz einer Therapie mit Lyrica. 
Nach Berücksichtigung des Verlaufs und der Vorgeschichte werde wegen 
der notwendigen Belastbarkeit (Heben von Gewichten von z.T. über 80 kg) 
keine Möglichkeit gesehen, ihn wieder in seinen Beruf einzugliedern. Ein 
neuer Arbeitsplatz mit ergonomischen Vorrichtungen oder eine Umschu-
lung sollte in Betracht gezogen werden.

3.1.6 Am 17. Juli 2011 (AB 41/3) hielt Prof. Dr. med. H.________ fest, 
dass der postoperative Verlauf nach der Discectomie L4/L5 und der Inter-
position einer Bandscheibenprothese vor einem Jahr extrem mühsam sei 
und der Beschwerdeführer nebst lokalen Beschwerden auch Schmer-
zausstrahlungen ins rechte Bein angebe, entsprechend einer L5- oder S1-
Reizung. Die myelographische Darstellung des Spinalkanals zeige auf allen 
Etagen freie Verhältnisse. Auf Höhe L4/L5 sei eine diskrete Verminderung 
des Spinalkanals zu verzeichnen, eine Stenose bestehe aber nicht, auch 
nicht unter Belastung. Zusammenfassend könne kein strukturelles Korrelat 
definiert werden, welches die aktuellen Schmerzen erklären würde. Eine 
generelle Übersteuerung im Rahmen einer chronischen Schmerzkrankheit 
scheine das Problem zu sein. Von chirurgischer/organischer Seite könne 
keine Pathologie definiert werden, welche weiter angegangen werden 
könnte. Zu empfehlen sei der Versuch, in einem interdisziplinären 
Schmerzteam eine Verbesserung der Situation zu erreichen.

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Im ärztlichen Zwischenbericht vom 19. Juli 2011 (AB 41/2) diagnostizierte 
Prof. Dr. med. H.________ einen Verdacht auf eine generalisierte 
Schmerzstörung sowie einen Zustand nach Dekompression L4/L5 und In-
terposition einer Bandscheibenprothese bei stationärem Gesundheitszu-
stand. Aufgrund der bildgebenden Abklärung sei kein klares organisches 
Substrat fassbar, welches die Schmerzproblematik hinlänglich erklären 
würde. In der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit sei rein basierend auf den 
organischen Veränderungen festzuhalten, dass eine mittelschwere körper-
liche Tätigkeit uneingeschränkt zumutbar sei.

3.1.7 In der interdisziplinären (neurochirurgischen und psychiatrischen) 
Begutachtung durch die Dres. med. D.________ und E.________ vom 
27. September bzw. 12. Oktober 2011 (AB 59/2 ff.) wurden folgende Dia-
gnosen gestellt:

Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit

Chronisches lumbales und lumbofemoralgieformes/lumboischialgieformes 
Schmerzsyndrom rechts mit/bei
LWS-Fehlform/-haltung
degenerativen LWS-Veränderungen (erosive Osteochondrose L5/S1, keine 
relevante Spondylarthrose, keine neurokompressiv wirkende DH)
Status nach Discectomie L4/5, Dekompression des Spinalkanals und Implan-
tation einer Bandscheibenprothese Prodisc-L

Seitens des Fachgebietes Psychiatrie wurde keine Diagnose mit Auswirkung 
auf die Arbeitsfähigkeit vergeben.

Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit

Abhängigkeitssyndrom von mehreren psychotropen Substanzen (Heroin, Ko-
kain, Cannabis), seit Jahren stabil abstinent (ICD-10 F19.20). 

Aufgrund der körperlichen Beeinträchtigungen resultiere eine verminderte 
Wirbelsäulenbelastbarkeit. Im Psychostatus hätten keine relevanten psy-
chopathologischen Befunde erhoben werden können und aufgrund der 
aktuellen Untersuchung lasse sich eine depressive Reaktion im Sinne einer 
Anpassungsstörung F43.2 ausschliessen. Für das Vorliegen einer anhal-
tenden somatoformen Schmerzstörung gemäss ICD-10-Kriterien ergäben 
sich keine Hinweise. Aus versicherungspsychiatrischer Sicht hätten beim 
Beschwerdeführer keine krankheitswertige psychische Störung, keine geis-
tigen und/oder psychischen Beeinträchtigungen mit Auswirkung auf die 

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Arbeitsfähigkeit festgestellt werden können. Zu benennen sei eine Abhän-
gigkeitserkrankung, welche symptomatisch vor Jahren einen erheblichen 
Konsum psychotroper Substanzen mit sich geführt habe. Gemäss den An-
gaben des Beschwerdeführers bezüglich einer, abgesehen von einem 
Päckchen Zigaretten pro Tag und sporadischem gesellschaftlichen Genuss 
von Alkohol, Abstinenz von psychotropen Substanzen in den letzten fünf 
Jahren, dürfe diesbezüglich somit von einer Abhängigkeitsstörung nach 
ICD-10, aktuell stabil abstinent seit fünf Jahren, ausgegangen werden.

Dem Beschwerdeführer seien körperlich leichte und mittelschwere, konse-
quent wechselbelastende Tätigkeiten in einem zeitlichen Rahmen von 
8.5 Stunden pro Tag an fünf Tagen der Woche zumutbar, dies ohne dabei 
bestehende verminderte Leistungsfähigkeit. Ausgeschlossen seien körper-
lich schwere Tätigkeiten, die LWS statisch belastende Tätigkeiten, Tätigkei-
ten mit Haltungs- und Positionsmonotonien der LWS, Tätigkeiten in 
Zwangshaltungen der LWS, insbesondere vornübergeneigte Tätigkeiten, 
Tätigkeiten mit repetitiven Rotationsbewegungen der LWS sowie Tätigkei-
ten mit Vibrationen und Schlägen auf das Achsenorgan. Repetitive Ge-
wichtsbelastungen seien mit 20 kg limitiert. Unter Berücksichtigung dieser 
Ausschlusskriterien werde aus neurochirurgischer Sicht in der zuletzt aus-
geübten Tätigkeit, bei welcher es sich um eine zumindest mittelschwere 
und mehrheitlich stehend und gehend auszuführende Tätigkeit handle, kei-
ne Arbeitsfähigkeit mehr gesehen. Aus psychiatrischer Sicht seien keine 
Anforderungen an ein spezifisches Arbeitsplatz-/Belastungsprofil zu stellen.

Hinsichtlich durchzuführender medizinischer Massnahmen werde keine 
Indikation für invasive Behandlungsmassnahmen sowie auch keine Indika-
tion für eine operative Behandlung gesehen. Damit verbleibe die Empfeh-
lung der Fortführung konservativer Behandlungsmassnahmen mit regel-
mässig eigentätig durchzuführendem Heimübungsprogramm, intermittie-
render krankengymnastischer Übungsbehandlung und flankierend balneo-
physikalischen Massnahmen und bedarfsweiser medikamentöser analgeti-
scher Behandlung. Aus versicherungspsychiatrischer Sicht bestehe kein 
Behandlungsbedarf.

3.1.8 Nach einer probatorischen Ruhigstellung mit perkutanem internem 
Fixateur (Operationsbericht Spital Q.________ vom 7. Februar 2012; 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Feb. 2015, IV/14/760, Seite 14

AB 66/3 f.) wurde am 28. März 2012 im Spital Q.________ eine Knochen-
anlagerung L4/L5 zur dorsalen Spondylodese sowie eine Dekompression 
C6/C7 und ventrale interkorperelle Spondylodese C6/C7 (CSLP, AACF 6 
mm) durchgeführt (Operationsbericht Spital Q.________ vom 30. März 
2012; AB 67/3 f.).

Anlässlich der klinisch-radiologischen Nachkontrolle vom 24. Mai 2012 
(AB 71/4 f.) wurde eine bezüglich der Halswirbelsäule deutliche Regredienz 
der Kribbelparästhesien im linken Arm festgehalten. Es beständen noch 
eine Muskelverspannung im Bereich der Halswirbelsäule sowie leichte 
Restschmerzen. Bezüglich der Lendenwirbelsäule habe der Beschwerde-
führer von der Stabilisation profitiert. Die Rückenschmerzen seien zurzeit 
unter Analgesie mit Tramal 2x täglich akzeptabel. Der Beschwerdeführer 
klage lediglich über persistierende Unruhe in beiden Oberschenkeln, wel-
che durch den Hausarzt mit Sifrol behandelt werde. Es bestehe die Ver-
dachtsdiagnose auf ein Restless-Legs-Syndrom. Insgesamt liege ein regel-
rechter Verlauf acht Wochen postoperativ vor. In Anbetracht der Gesamts-
ituation sei ein Arbeitsausfall von mindestens sechs Monaten ab der letzten 
Operation zu erwarten.

Am 22. Juni 2012 erfolgte im Spital Q.________ eine ambulante neurologi-
sche Untersuchung. Im Bericht vom 27. Juni 2012 (AB 77/2 f.) wurde fest-
gehalten, dass anamnestisch beim Beschwerdeführer nach der ersten Rü-
ckenoperation 2009 in beiden Beinen nachmittags und zunehmend gegen 
Abend unangenehme Missempfindungen aufgetreten seien. Auf Bewegung 
würden die Beschwerden kurzzeitig besser. Diese beschriebenen Sympto-
me würden gut zu einem Restless-Legs-Syndrom passen. Ein Kontext mit 
der Rückenoperation im 2009 erscheine eher unwahrscheinlich. Für eine 
Polyneuropathie ergäben sich anamnestisch und klinisch keine Hinweise, 
weshalb auf eine elektrophysiologische Untersuchung verzichtet werde. 

Gemäss Bericht des Spitals Q.________ vom 6. August 2012 (AB 82) 
beständen vier Monate postoperativ nach wie vor Schmerzen sowohl im 
BWS- als auch im HWS-Bereich. Die Anspruchshaltung des Beschwerde-
führers vier Monate nach der Operation sei zu gross. Die Arbeit als ... wer-
de wahrscheinlich auch in Zukunft nicht mehr möglich sein. Tätigkeiten mit 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Feb. 2015, IV/14/760, Seite 15

wechselnd sitzender und stehender Belastung sollten jedoch ab sechs Mo-
naten postoperativ möglich sein.

3.1.9 Der RAD-Arzt Dr. med. J.________, Facharzt für Physikalische Me-
dizin und Rehabilitation, Tropen- und Reisemedizin sowie Allgemeine Inne-
re Medizin FMH, führte in der Stellungnahme vom 5. Oktober 2012 (AB 85) 
aus, das im Gutachten (vgl. E. 3.1.7 hiervor) formulierte Zumutbarkeitsprofil 
habe weiterhin Gültigkeit. Die am 28. März 2012 vorgenommene Spondy-
lodese an der HWS (vgl. E. 3.1.8 hiervor) habe zu einer wesentlichen Ver-
besserung der Beschwerden geführt. Nach Ablauf einer gewissen Rehabili-
tationsphase bestehe keine andauernde zusätzliche Auswirkung mehr auf 
die Arbeitsfähigkeit.

3.1.10 Im Sprechstundenbericht des Spitals Q.________ vom 13. Januar 
2013 (AB 99/8 f.) diagnostizierte Dr. med. K.________, Facharzt für Or-
thopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, 
exazerbierte cervikothorakale Schmerzen bei Status nach Fusion C6/7 im 
März 2012 sowie einen Status nach Spondylodese-Anlagerung nach pro-
batorischer Ruhigstellung L4/5 nach Diskusprothesenimplantation. Es 
beständen weiterhin starke Schmerzen zervikal sowie lumbal mit Schmer-
zausstrahlung ins rechte Bein. Intermittierend würden insbesondere abends 
auch Kribbelparästhesien in beiden Armen auftreten. Ein MRI der ganzen 
Wirbelsäule vom 16. November 2012 zeige einen Status nach ventraler 
interkorporeller Spondylodese C6/7 sowie einen Status nach Spondylodese 
L4/5 nach Diskusprothesenimplantation L4/5. Es zeige keine Spinalkanals-
tenose oder Myelopathie und es bestehe kein Hinweis für eine Neurokom-
pression. Ein objektivierbares, bildmorphologisches Korrelat liege nicht vor. 
Aus chirurgischer Sicht könne dem Beschwerdeführer daher aktuell keine 
Verbesserung der jetzigen Situation angeboten werden. Am ehesten ziel-
führend sei aktuell eine stationäre Rehabilitation mit ganzheitlicher Behand-
lung der Beschwerdesituation. Die Zuweisung in eine psychosomatische 
Beurteilung durch das Spital R._______ werde besprochen. Bis dahin be-
stehe eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit.

3.1.11 Im Rahmen einer multimodalen Schmerztherapie bei chronischer 
Schmerzstörung im Spital R._______ wurden im Austrittsbericht vom 
28. August 2013 (AB 122) eine chronische Schmerzstörung mit somati-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Feb. 2015, IV/14/760, Seite 16

schen und psychischen Faktoren, ein Opiatabhängigkeitssyndrom (Heroin 
1998-2000), gegenwärtig abstinent, ein Nikotinabhängigkeitssyndrom, 
ständiger Substanzgebrauch, eine Vitamin D-Hypovitaminose (40 nmol/L), 
eine Vitamin B12-Hypovitaminose (200 pmol/L), der Verdacht auf eine me-
diale Meniskushinterhornläsion des Kniegelenks rechts und der Verdacht 
auf eine Dupuytren-Kontraktur Dig. V Hand links diagnostiziert. Als Neben-
diagnose wurde ein Restless-Legs-Syndrom aufgeführt. Im Rahmen einer 
anästhesiologischen Beurteilung sei die Umstellung auf Methadon empfoh-
len worden. Diese habe mit vorsichtiger Dosissteigerung vollzogen werden 
können und bewirke eine deutliche Schmerzminderung bei anfänglich er-
heblichem Vomitus. Die Schmerzlinderung habe eine aktivere Teilnahme 
an den bewegungsorientierten Therapieangeboten ermöglicht. In den psy-
chologischen und ärztlichen Gesprächen sei immer wieder die Kränkung 
durch die IV-rechtlichen Auseinandersetzungen deutlich geworden. Der 
Beschwerdeführer habe im Rahmen der stationären Therapie durchaus 
Selbstwirksamkeit entwickeln und die Steigerung des Aktivitätsniveaus 
auch hinsichtlich des Selbstwertgefühls, der Besserung der körperlichen 
Leistungsfähigkeit usw. als langfristige Therapie definieren können. Eine 
Reintegration wäre auch hinsichtlich der Tagesstruktur wünschenswert, 
allerdings sei vorgängig die Klärung der sozialrechtlichen Konstellation 
notwendig. 

3.1.12 Im Sprechstundenbericht Kniechirurgie des Spitals Q.________ 
vom 2. September 2013 (AB 127/2) wurden eine medial beginnende Dege-
neration sowie ein Hoffa-Impingement am rechten Knie diagnostiziert. Es 
beständen mediale und retropatellär Schmerzen, welche mit den radiologi-
schen Befunden korrelierten. Prinzipiell stehe ein konservatives wie auch 
ein operatives Regime zur Verfügung. Das Kniegelenk dürfe nach Massga-
be der Beschwerden belastet werden, übermässiges Heben und impaktar-
tige Belastungen seien nicht zu empfehlen.

3.1.13 Im neurochirurgischen Gutachten vom 10. Dezember 2013 
(AB 132.1) diagnostizierte Dr. med. F.________ mit Auswirkung auf die 
Arbeitsfähigkeit:

1. Zervikozephales Schmerzsyndrom mit nächtlicher Gefühlstörung Arme 
mit/bei

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Feb. 2015, IV/14/760, Seite 17

- Status nach Dekompression und ventraler interkorporeller Spon
dylodese C6/7

- neurologisch:
• gute Beweglichkeit HWS
• kein neurologisches Defizit

- radiologisch/neuroradiologisch (zusammengefasst):
• freier Spinalkanal nach Spondylodese C6/7 bei intaktem 

Osteosynthesematerial
• flache dorsale Discushernie C5/6 und Th2/3 ohne Neu-

rokompression
• leichtgradige degenerative Veränderungen multietager

2. Lumbovertebrales Schmerzsyndrom mit rezidivierenden Beinbeschwer-
den beidseits mit/bei

- Status nach Discectomie und Bandscheibenprothese L4/5
- Status nach probatorischer Stabilisierung mit fixateur externe
- Status nach Knochenanlagerung und dorsaler Spondylodese 

L4/5
- Status nach Facetteninfiltration
- neurologisch:

• gute Beweglichkeit LWS
• Sensibilitätsstörung rechtes Bein lateral und median 

(ohne neurologische Zuordnungsmöglichkeit)
• kein motorisches Defizit oder Reflexstörung

- radiologisch/neuroradiologisch (zusammengefasst):
• intaktes Osteosynthesematerial L4/5
• leichte degenerative Veränderungen mehrerer Etagen
• keine Fehlhaltung

Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit wurden ein Status 
nach Appendektomie, Claviculafraktur rechts, Meniscusläsion rechts, 
leichtgradige Hämorrhoiden, ein Status nach Opiatabhängigkeit (aktuell 
abstinent), ein Restless-Legs-Syndrom sowie ein Nikotinabusus genannt.

Für die vom Beschwerdeführer geschilderten Schmerzen im zervikalen und 
lumbalen Wirbelsäulenabschnitt sowie für die Arm- und Beinbeschwerden 
habe kein neurologisches oder radiologisch/neuroradiologisches Korrelat 
gefunden werden können. Der bildgebende postoperative Befund der HWS 
und LWS habe korrekte Verhältnisse ergeben, neurologisch könne von 
einem sehr guten postoperativen Resultat ausgegangen werden bei guter 
Beweglichkeit des zervikalen und lumbalen Wirbelsäulenabschnittes ohne 
radikuläre Störung. Die Sensibilitätsstörung der linken unteren Extremitäten 
entspreche keiner radikulären Störung und stelle kein sich funktionell aus-
wirkendes Defizit dar. Somit liege eine verminderte Belastbarkeit der Wir-
belsäule vor, welche eine körperlich belastende Tätigkeit nicht zulasse. 
Eine leichte angepasste Tätigkeit sei jedoch ganztags während 8.5 Stun-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Feb. 2015, IV/14/760, Seite 18

den an fünf Wochentagen zumutbar. Wegen zusätzlicher kurzer Locke-
rungspausen müsste mit einer Leistungseinbusse von maximal 15 bis 20% 
gerechnet werden. Zumutbar seien weiterhin leichte Arbeiten mit Gewichte 
heben und tragen von 10 bis 12 kg; Stehdauer, Sitzdauer und Gehstrecke 
lägen bei gut einer Stunde. Eine einschränkende Einwirkung im Sinne einer 
Konzentrationsstörung sei weder vom Beschwerdeführer erwähnt noch 
während der Untersuchung festgestellt worden. Prognostische Angaben 
seien schwierig zu machen, aufgrund der aktuellen Befunde müsse in 
nächster Zeit jedoch nicht mit einer akuten Verschlechterung des wir-
belsäulenbedingten Gesundheitszustandes gerechnet werden, da keine 
wesentlichen degenerativen Veränderungen der Anschlusssegmente der 
Operationszonen vorlägen. Medizinische Massnahmen drängten sich 
– abgesehen von einer aufbauenden Rückengymnastik – aktuell keine auf.

Der Beginn der Arbeitsfähigkeit für eine angepasste Tätigkeit dürfte theore-
tisch seit dem 1. Januar 2013 bestehen, sei jedoch infolge von Schmerz-
schüben und dem Spitalaufenthalt im Spital R._______ nicht realisierbar 
gewesen. Was eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit vor der Begutachtung 
durch Dr. med. D.________ (vgl. E. 3.1.7 hiervor) anbelange, lägen für 
diese Zeit vor der Abklärung keine neurologischen Befunde einer zervika-
len Neurokompression vor, weshalb sich auch keine Arbeitsunfähigkeit 
rückwirkend für den Zeitraum vor der Begutachtung durch Dr. med. 
D.________ bestätigen lasse. Von Dr. med. K.________ sei am 28. August 
bzw. 22. Oktober 2010 eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit bestätigt worden, 
am 13. Januar 2013 sei diese bis zum Eintritt ins Spital R._______ verlän-
gert worden (vgl. E. 3.1.10 hiervor). Nach Austritt aus dem Spital 
R._______ am 7. August 2013 sollte ein Einsatz für eine leichte angepass-
te Tätigkeit zu 80 bis 85% möglich sein.

3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Feb. 2015, IV/14/760, Seite 19

ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a).

3.2.1 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

3.2.2 Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von externen 
Spezialärzten, welche auf Grund eingehender Beobachtungen und Unter-
suchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der 
Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der 
Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 
E. 3b bb S. 353; SVR 2009 IV Nr. 50 S. 154 E. 4.3).

Eine von anderen mit der versicherten Person befassten Ärzten abwei-
chende Beurteilung vermag die Objektivität des Experten nicht in Frage zu 
stellen. Es gehört vielmehr zu den Pflichten eines Gutachters, sich kritisch 
mit dem Aktenmaterial auseinanderzusetzen und eine eigenständige Beur-
teilung abzugeben. Auf welche Einschätzung letztlich abgestellt werden 
kann, ist eine im Verwaltungs- und allenfalls Gerichtsverfahren zu klärende 
Frage der Beweiswürdigung (BGE 132 V 93 E. 7.2.2 S. 110).

3.3 Bei Erlass der angefochtenen Verfügung vom 10. Juli 2014 
(AB 141) stützte sich die Beschwerdegegnerin massgeblich auf das inter-
disziplinäre Gutachten der Dres. med. D.________ und E.________ 
(AB 59.2) sowie jenes von Dr. med. F.________ (AB 132.1).

Die Gutachten erfüllen die von der Rechtsprechung an den Beweiswert von 
ärztlichen Berichten und Gutachten gestellten Anforderungen (vgl. E. 3.2.1 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Feb. 2015, IV/14/760, Seite 20

hiervor), weshalb ihnen volle Beweiskraft zukommt (vgl. E. 3.2.2 hiervor). 
Sie beruhen auf eigens durchgeführten Untersuchungen, sind für die strei-
tigen Belange umfassend und wurden in Kenntnis der Vorakten (Anamne-
se) abgegeben. Im Weiteren sind sie in der Darlegung der medizinischen 
Zusammenhänge einleuchtend und die Schlussfolgerungen sind begrün-
det. Die Gutachten decken sich im Übrigen mit den übrigen Berichten der 
behandelnden Ärzte was Befunderhebung und Diagnostik betrifft, insbe-
sondere aber auch hinsichtlich des (medizinischen) Verlaufs. 

Daraus ergibt sich, dass die Behandlung der seit 2009 bestehenden Pro-
blematik der degenerativen LWS-Veränderungen im Bereich L4/5 und 
L5/S1 zunächst mit gutem Resultat erfolgte (vgl. E. 3.1.2 f. hiervor). Die 
(jeweils) weiterhin geklagten Beschwerden (vgl. etwa E. 3.1.4 ff. hiervor) 
konnten in der Folge weder von den (je ihr Segment) der Wirbelsäule be-
handelnden Ärzten noch den Gutachtern (vgl. E. 3.1.7 und 3.1.13 hiervor) 
somatisch erklärt werden. In diesem Sinne war denn auch der vom Be-
schwerdeführer gegenüber dem psychiatrischen Gutachter geschilderte 
Tagesablauf (AB 57/14) keineswegs derart, dass hieraus die geltend ge-
machten Einschränkungen abgeleitet werden könnten bzw. diese sich darin 
spiegeln würden, gab er doch an, (kleinere) Haushaltstätigkeiten wie auch 
sonstige (körperliche) Tätigkeiten ausführen zu können, dies nebst leiden-
schaftlichem (intensiven) Gamen. Die alsdann im November 2012 neu ge-
klagten Beschwerden konnten dem Bereich C6/7 zugeordnet werden, wor-
aufhin am 28. März 2012 eine entsprechende Dekompression und ventrale 
interkorporelle Spondylodese durchgeführt wurden (vgl. E. 3.1.8 hiervor). 
Das Gutachten von Dr. med. F.________ (AB 132.1) berücksichtigt die 
nach der ersten Begutachtung neu festgestellte behandlungsbedürftige 
Problematik im Bereich C6/7 wie auch die Resultate der entsprechenden 
operativen Versorgung. Nachvollziehbar und überzeugend hat die Gutach-
terin diese in den Gesamtkontext gestellt.

Die gutachterliche Beurteilung, wonach eine angepasste leichte bis mittel-
schwere Tätigkeit vollschichtig (bei einer Leistungseinbusse infolge Locke-
rungspausen von maximal 15 bis 20%; vgl. E. 3.1.13 hiervor) möglich ist, 
wurde nachvollziehbar begründet und stimmt im Ergebnis auch mit den 
sonstigen Arztberichten überein. Dass inzwischen und nach Verfügungser-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Feb. 2015, IV/14/760, Seite 21

lass eine Depression aufgetreten sein soll (vgl. Beschwerde S. 43) – nach-
dem zuvor der Gutachter in unbestrittener Weise eine psychische Störung 
ausgeschlossen hatte (AB 59/3; vgl. auch E. 3.1.7 hiervor) – , ist im vorlie-
genden Verfahren nicht entscheidwesentlich und kann im Übrigen auch 
nicht dem im Beschwerdeverfahren eingereichten Schreiben vom 29. Sep-
tember 2014 (BB 56) von lic. phil. L.________, Psychologin FSP, entnom-
men werden. Gleiches gilt für die am 27. Oktober 2014 komplikationslos 
verlaufene Knieoperation (BB 58), zumal in dieser Hinsicht für angepasste 
Arbeiten zu keinem Zeitpunkt eine längere Arbeitsunfähigkeit attestiert 
worden ist (vgl. BB 57). In dieses Bild passt letztlich, dass der Beschwerde-
führer zwischenzeitlich im Spital R._______ psychosomatisch betreut wur-
de. Dafür, dass vor Verfügungserlass eine nicht überwindbare psychische 
Störung bestanden hätte, liegen nach dem Dargelegten keine Anhaltspunk-
te vor.

Dass ferner die Gutachterin Dr. med. F.________ ihr Gutachten in Kenntnis 
der Methadoneinnahme zur Schmerzlinderung verfasst hat (vgl. 
AB 132.1/16 ff.), ohne diesem Umstand einen Einfluss auf die Arbeitsfähig-
keit beizumessen, ist ebenfalls nicht zu beanstanden, zumal Konzentrati-
onsstörungen weder vom Beschwerdeführer erwähnt noch während der 
Untersuchung festgestellt wurden und der Beschwerdeführer sich gemäss 
seinen Schilderungen sehr wohl auf seine Hobbys konzentrieren kann. 
Ausserdem wird das Methadon im Rahmen einer ärztlichen Behandlung 
abgegeben.

Weiter ist dem beschwerdeweise vorgebrachten Einwand, die Gutachterin 
Dr. med. D.________ habe die Probleme an der Halswirbelsäule nicht er-
wähnt bzw. nicht erkannt (vgl. Beschwerde S. 19 ff.), nicht zu folgen, zumal 
der Beschwerdeführer selbst diese anlässlich der neurochirurgischen Un-
tersuchung vom 17. Oktober 2011 nicht angab, nannte er doch lediglich 
bewegungs- und belastungsverstärkte lokale lumbale Rückenschmerzen im 
Bereich der mittleren/unteren Lendenwirbelsäule, welche in das rechte Bein 
ausstrahlten (AB 51/13). Diese Angaben decken sich denn auch weitge-
hend mit dem kurz vor der Begutachtung erstellten Bericht von Prof. Dr. 
med. H.________ vom 17. Juli 2011 (vgl. E. 3.1.6 hiervor) und jenem der 
Orthopädie des Spitals O.________ vom 8. Juli 2011 (AB 43/10). Dass die 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Feb. 2015, IV/14/760, Seite 22

cervicalen Beschwerden im Zeitpunkt der Untersuchung bereits bestanden 
hätten, lässt sich den Akten so jedenfalls nicht entnehmen. Zum gleichen 
Resultat kommt auch die Gutachterin Dr. med. F.________ (AB 132.1/26). 
Auch dass Dr. med. D.________ trotz Kenntnis der Kribbelempfindungen 
kein MRI der Halswirbelsäule durchgeführt hat, ändert an der Beweiskraft 
des Gutachtens nichts, konnten doch auch die jeweiligen Fachärzte diese 
nicht zuordnen.

Schliesslich ist die Kritik, welche der Beschwerdeführer an den RAD-
Berichten vorbringen lässt (vgl. Beschwerde S. 17 f., 19, 23), von vornher-
ein unbehilflich, weil diesen für die Beurteilung im vorliegenden Fall keine 
massgebliche Bedeutung zukommt. Da somit auf sämtliche Gutachten 
abgestellt werden kann, erübrigen sich weitere Begutachtungen (neurologi-
sche/orthopädische/neurochirurgische, pharmakologische und psychiatri-
sche; vgl. Beschwerde S. 2).

3.4 Den Gutachtern zufolge sind dem Beschwerdeführer körperlich 
schwere Tätigkeiten nicht mehr zumutbar, immerhin aber noch körperlich 
leichtere Tätigkeiten, wobei die Grenze bei einer Gewichtsbelastung von 
10 bis 12 kg (so Dr. med. F.________; vgl. E. 3.1.13 hiervor) bzw. 20 kg 
(so Dres. med. D.________ und E.________ noch vor der letzten Operati-
on; vgl. E. 3.1.7 hiervor) liegt. Im Rahmen dieses Belastungsprofils erachte-
ten die Gutachter den Beschwerdeführer übereinstimmend zu 100% (ganz-
tags während 8.5 Stunden an fünf Wochentagen) arbeitsfähig. Nach An-
sicht der Dres. med. D.________ und E.________ bestand dabei keine 
verminderte Leistungsfähigkeit (vgl. E. 3.1.7 hiervor), wogegen Dr. med. 
F.________ aktuell von einer Leistungseinbusse von maximal 15 bis 20% 
wegen zusätzlicher kurzer Lockerungspausen ausgeht (vgl. E. 3.1.13 hier-
vor). Den gutachterlichen Einschätzungen zufolge war der Beschwerdefüh-
rer demnach ab dem Jahr 2010 (AB 51/24 Ziff. 6) für körperlich leichtere 
Tätigkeiten voll und ohne Leistungseinbusse arbeitsfähig. Nach der medizi-
nisch begründeten befristeten Arbeitsunfähigkeit für jegliche Tätigkeit nach 
Operation und Rekonvaleszenz (AB 141; vgl. auch AB 132.1/24 Ziff. 6) ist 
er nun mit vollem Pensum bei einer Leistungseinbusse von 15 bis 20% 
bzw. gemittelt 17.5% arbeitsfähig. Gestützt darauf ist nachfolgend der Inva-
liditätsgrad zu bemessen. Dabei ändert sich nichts am Ergebnis, wenn die 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Feb. 2015, IV/14/760, Seite 23

Leistungseinbusse von gemittelt 17.5% bei vollschichtig möglicher Er-
werbstätigkeit bereits ab frühestmöglichem Rentenbeginn berücksichtigt 
würde.

3.5 Nicht zu beanstanden ist die Annahme der Beschwerdegegnerin, 
die einjährige Wartefrist gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. a IVG habe im Septem-
ber 2009 begonnen und damit im September 2010 geendet (vgl. AB 141/4). 
Ab diesem Zeitpunkt war die (volle) Arbeitsfähigkeit im ursprünglichen 
Tätigkeitsbereich als ... für schwere Arbeiten in … nicht mehr gegeben (vgl. 
AB 13/2). Die IV-Anmeldung erfolgte im September 2010 (AB 6), weshalb 
ein Rentenanspruch frühestens ab März 2011 bestehen kann (Art. 29 
Abs. 1 IVG). Gegen Ende 2010 war dem Beschwerdeführer eine angepass-
te Tätigkeit wieder vollschichtig zumutbar (vgl. AB 15/9 f.). Auf dieser Basis 
ist der Invaliditätsgrad zu berechnen.

4.

4.1 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass 
die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst 
genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus 
der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt. Insoweit die 
fraglichen Erwerbseinkommen ziffernmässig nicht genau ermittelt werden 
können, sind sie nach Massgabe der im Einzelfall bekannten Umstände zu 
schätzen und die so gewonnenen Annäherungswerte miteinander zu ver-
gleichen (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 128 V 29 
E. 1 S. 30, 104 V 135 E. 2b S. 136).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Feb. 2015, IV/14/760, Seite 24

4.1.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30, 134 V 322 E. 
4.1 S. 325)

4.1.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301; SVR 2011 IV Nr. 37 
S. 110 E. 4.1). Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheits-
schadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbs-
tätigkeit aufgenommen, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöh-
ne gemäss den vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Lohnstruk-
turerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301; 
SVR 2010 IV Nr. 52 S. 162 E. 4.3.1). 

Es gilt zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, 
die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich 
zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern 
lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurch-
schnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit ei-
nem Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 
S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). Die Frage, ob und in welchem Ausmass 
Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und 
beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Ein-
schränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Be-
schäftigungsgrad). Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invalidenein-
kommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wo-
bei der Abzug auf insgesamt höchstens 25% zu begrenzen ist (BGE 135 V 
297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 2011 IV Nr. 31 S. 91 
E. 4.1.1).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Feb. 2015, IV/14/760, Seite 25

4.2

4.2.1 Gemäss den Lohnabrechnungen der ehemaligen Arbeitgeberin des 
Beschwerdeführers betrug dessen monatlicher Verdienst im Jahr 2010 
Fr. 4'508.-- zuzüglich einer Schichtzulage in der Höhe von Fr. 901.60 
(AB 3), was einem Jahreslohn von Fr. 69'423.20 ([13 x Fr. 4'508.--] + [12 x 
Fr. 901.60]) entspricht. Soweit der Beschwerdeführer bereits ab März 2011 
(vgl. E. 3.5 hiervor) eine Rente beantragt, ist dieser Jahreslohn auf das 
Jahr 2011 zu indexieren, womit ein Valideneinkommen von Fr. 70'048.30 
(Fr. 69'423.20 / 100 x 100.9 [BFS, Tabelle T1.1.10, Nominallohnindex, 
Männer, Wirtschaftszweig C {Verarbeitendes Gewerbe/Herstellung von 
Waren}, Index 2010: 100 Punkte, Index 2011: 100.9 Punkte]) resultiert. Die 
Abweichung zur Berechnung der Beschwerdegegnerin, welche von einem 
Valideneinkommen von Fr. 70'101.-- ausging (AB 141/4), ist minim und liegt 
im statistischen Streubereich. Im Ergebnis spielt es letztlich keine Rolle, auf 
welchen Wert abgestellt wird.

Bezüglich der vom Beschwerdeführer geforderten Rente über den 30. No-
vember 2013 hinaus wäre dieses Valideneinkommen (wie dann auch das 
Invalideneinkommen; vgl. E. 4.2.2 nachfolgend) auf das Jahr 2013 aufzuin-
dexieren, wobei allein die Indexierung auf den so berechneten Invaliditäts-
grad jedenfalls keine rentenrelevante Auswirkung haben kann, weshalb auf 
eine erneute Berechnung der Indexierung verzichtet werden kann.

4.2.2 Da der Beschwerdeführer keine Verweistätigkeit im zumutbaren 
Rahmen aufgenommen hat, ist das Invalideneinkommen aufgrund des Ta-
bellenlohns zu bestimmen (vgl. E. 4.1.2 hiervor). Gemäss der Tabelle TA1 
der LSE für das Jahr 2010 beträgt der massgebliche monatliche Bruttolohn 
(Anforderungsniveau 4, Total, Männer) Fr. 4'901.--. Aufgerechnet auf ein 
Jahr (Fr. 4'901.-- x 12 = Fr. 58'812.--), arbeitszeitbereinigt (Fr. 58'812.-- / 40 
x 41.7 [BFS, Betriebsübliche Arbeitszeit, Total] = Fr. 61'311.50) und nach 
Vornahme der Indexierung (Fr. 61'311.50 / 100 x 101.0 [BFS, T1.1.10, No-
minallohnindex, Männer, Total, Index 2010: 100 Punkte, Index 2011: 
101 Punkte) beträgt das lohnstatistische Jahreseinkommen bei einem vol-
len Pensum somit Fr. 61'924.60. Unter Berücksichtigung der gutachterlich 
attestierten Leistungseinbusse von gemittelt 17.5% bei einer vollschichtig 
möglichen Erwerbstätigkeit (vgl. E. 3.4 hiervor) ergibt dies ein Einkommen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Feb. 2015, IV/14/760, Seite 26

von Fr. 51'087.80 (Fr. 61'924.60 x 0.825). Da den medizinischen Ein-
schränkungen bereits mit der reduzierten Arbeits- bzw. Leistungsfähigkeit 
Rechnung getragen wird, ist ein eigentlicher behinderungsbedingter Abzug 
nicht vorzunehmen (Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 5. Juli 
2011, 8C_261/2011, E. 7.3). Auch andere invaliditätsfremde Gründe sind 
zu verneinen; der Beschwerdeführer ist Schweizer Bürger und noch nicht 
einmal 40 Jahre alt (vgl. E. 4.1.2 hiervor).

4.2.3 Aus der Gegenüberstellung der beiden Vergleichseinkommen (zu 
Gunsten des Beschwerdeführers wird auf das von der Beschwerdegegne-
rin berechnete [höhere] Valideneinkommen von Fr. 70'101.-- abgestellt) 
resultiert bestenfalls ein Invaliditätsgrad von 27.12% (zur Rundung: 
BGE 130 V 121 E. 3.2 und 3.3 S. 123).

Damit bestand mangels eines rentenberechtigenden Invaliditätsgrads von 
40% (vgl. E. 2.2 hiervor) weder für die Zeit vor (d.h. vom 1. März bis 
31. Dezember 2011) noch nach (d.h. ab 1. Dezember 2013) der befristeten 
Rentenzusprechung (vom 1. Januar 2012 bis 30. November 2013) ein An-
spruch auf eine Invalidenrente, weshalb die Beschwerdegegnerin dem Be-
schwerdeführer zu Recht allein eine befristete Rente zugesprochen hat 
(vgl. hierzu gleich E. 4.3).

4.3 Für die Zeit vom 1. Januar 2012 bis zum 30. November 2013 bejah-
te die Beschwerdegegnerin den Anspruch auf eine ganze Invalidenrente 
(AB 141/5). Grund dafür war die Feststellung einer neuen Problematik im 
Bereich C6/7 (vgl. z.B. AB 63/17). Wird berücksichtigt, dass eine Ver-
schlechterung des Gesundheitszustandes grundsätzlich drei Monate nach 
Eintritt rentenrelevant ist (vgl. E. 2.4.2 hiervor), so ist die Annahme einer 
100%-igen Invalidität ab Januar 2012 angesichts der gutachterlichen Un-
tersuchung durch Dr. med. D.________ am 27. September 2011, in der die 
entsprechende Problematik noch nicht erhoben werden konnte, zweifellos 
nicht zu Ungunsten des Beschwerdeführers. Im März 2012 erfolgte eine 
Operation mit anschliessender Rekonvaleszenz (AB 132.1/12). Die An-
nahme einer Einschränkung zu 100% in diesem Zusammenhang ist nicht 
zu beanstanden. Gleichermassen nicht zu beanstanden ist die Annahme 
der Beschwerdegegnerin, die Restarbeitsfähigkeit sei auf jeden Fall im Au-
gust 2013 wieder eingetreten, dies mit der Folge, dass die Voraussetzun-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Feb. 2015, IV/14/760, Seite 27

gen für eine Rentenzusprache nicht mehr erfüllt seien, zumal die somati-
schen Beschwerden bereits früher wieder zurückgegangen waren und 
Dr. med. F.________ im neurochirurgischen Gutachten ausgeführt hatte, 
seit dem 1. Januar 2013 sei er in einer angepassten Tätigkeit wieder ar-
beitsfähig (AB 132.1/26). Der Aufenthalt zur allein psychosomatischen Be-
handlung im Spital R._______ hatte an sich invalidenversicherungsrecht-
lich keine Bedeutung. Dass die Rente somit nach dreimonatiger Frist erst 
auf Ende November 2013 aufgehoben wurde (AB 141/5), ist deshalb sicher 
nicht zu Ungunsten des Beschwerdeführers.

4.4 Nach dem Ausgeführten erweist sich die befristet zugesprochene 
ganze Rente für die Zeit vom 1. Januar 2012 bis zum 30. November 2013 
als korrekt. Die dagegen erhobene Beschwerde vom 18. August 2014 ist 
demnach unbegründet und somit abzuweisen.

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. 

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der unterliegende Beschwerdefüh-
rer die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 1'000.-- zu tragen. 
Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss gleicher Höhe entnom-
men.

5.2 Bei vorliegendem Verfahrensausgang besteht kein Anspruch auf 
eine Parteientschädigung (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG [Um-
kehrschluss]).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Feb. 2015, IV/14/760, Seite 28

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 1'000.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwältin Dr. B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.