# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 20497a8b-e0b8-5ae6-a0b0-3b26a8208f05
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-06-06
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 06.06.2014 100 2013 277
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2013-277_2014-06-06.pdf

## Full Text

Eine gegen dieses Urteil erhobene Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten hat das Bundesgericht am 10. November 2014 abgewiesen, soweit 
darauf einzutreten war (2C_655/2014).

100.2013.277U
MUT/KUN/RAP

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 6. Juni 2014

Verwaltungsrichterin Herzog, präsidierendes Mitglied
Verwaltungsrichter Keller und Müller
Gerichtsschreiberin Kummler

1. A.________
2. B.________

gesetzlich vertreten durch ihre Mutter A.________
beide vertreten durch Fürsprecher …
Beschwerdeführerinnen

gegen

Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern
Kramgasse 20, 3011 Bern

sowie

Einwohnergemeinde Bern
Einwohnerdienste, Migration und Fremdenpolizei, Predigergasse 5, Postfach, 
3000 Bern 7

betreffend Widerruf der Niederlassungsbewilligung und Wegweisung infolge 
Straffälligkeit (Entscheid der Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern vom 4. 
Juli 2013; BD 140/12)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 06.06.2014, Nr. 100.2013.277U, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die dominikanisch-chilenische Doppelbürgerin A.________ kam am … 1990 in Zürich 
zur Welt und lebte anschliessend dort bei ihren in der Schweiz 
niederlassungsberechtigten Eltern, bis sie im Jahr  1992 zu ihrer Grossmutter 
mütterlicherseits in die Dominikanische Republik verbracht wurde. 1998 reiste 
A.________ im Familiennachzug erneut zu ihren Eltern in die Schweiz ein; im Jahr 
1999 wurde sie wiederum bei der Grossmutter in der Dominikanischen Republik unter-
gebracht. Nach der Scheidung ihrer Eltern reiste A.________ am 24. August 2006 als 
chilenische Touristin visumsfrei in die Schweiz ein und erhielt, obschon bereits die 
Abweisung des vorgängig eingereichten Familiennachzugsgesuchs in Aussicht gestellt 
worden war, zum Verbleib bei ihrer mittlerweile in Bern wohnhaften Mutter die 
Niederlassungsbewilligung. Am … 2011 brachte A.________ ihre Tochter B.________ 
zur Welt, deren Vater unbekannt ist. B.________ ist chilenische Staatsbürgerin; 
abgeleitet von jener der Mutter hat sie hier ebenfalls die Niederlassungsbewilligung 
erhalten. Am 17. August 2011 verurteilte das Regionalgericht Bern-Mittelland 
A.________ wegen Gehilfenschaft zu mehrfachen und mengenmässig qualifizierten 
Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz sowie wegen Widerhandlungen 
gegen das Ausländergesetz zu einer Freiheitsstrafe von 20 Monaten, bedingt 
vollziehbar bei einer Probezeit von zwei Jahren, sowie zu einer Busse von Fr. 210.--. 
Mit Verfügung vom 16. März 2012 widerrief die Einwohnergemeinde (EG) Bern, 
Einwohnerdienste, Migration und Fremdenpolizei (EMF), die 
Niederlassungsbewilligungen von A.________ und ihrer Tochter und wies sie unter 
Ansetzung einer Ausreisefrist aus der Schweiz weg. 

B.

Gegen diese Verfügung erhoben A.________ und B.________ am 16. April 2012 
Beschwerde bei der Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern (POM). Mit 
Entscheid vom 4. Juli 2013 wies diese das Rechtsmittel ab und setzte ihnen eine 
Ausreisefrist bis zum 15. August 2013 an. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 06.06.2014, Nr. 100.2013.277U, Seite 3

C.

Hiergegen haben A.________ und B.________ am 5. August 2013 
Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhoben mit dem Antrag, der angefochtene Entscheid 
sei aufzuheben. Gleichzeitig haben sie um unentgeltliche Rechtspflege unter 
Beiordnung ihres Rechtsvertreters als amtlicher Anwalt ersucht. 

Die POM beantragt mit Vernehmlassung vom 2. September 2013 die Abweisung der 
Beschwerde; zum Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege hat sie sich eines Antrags 
enthalten. Die EG Bern hat sich nicht vernehmen lassen.  

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als letzte kantonale 
Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Gesetzes vom 23. Mai 1989 
über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) zuständig. Die 
Beschwerdeführerinnen haben am vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen, sind 
durch den angefochtenen Entscheid besonders berührt und haben ein schutzwürdiges 
Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG). Auf die form- 
und fristgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten. 

1.2 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 VRPG).

2.

Umstritten sind der Widerruf der Niederlassungsbewilligungen der Be-
schwerdeführerinnen sowie deren Wegweisung aus der Schweiz.

2.1 Die heute 3-jährige Beschwerdeführerin 2, deren Niederlassungsberechtigung 
von derjenigen der Beschwerdeführerin 1 abgleitet ist (vgl. Art. 43 Abs. 3 des 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 06.06.2014, Nr. 100.2013.277U, Seite 4

Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer 
[AuG; SR 142.20]), teilt angesichts ihres jungen Alters grundsätzlich das 
Lebensschicksal ihrer sorge- und obhutsberechtigten Mutter und hat dieser 
gegebenenfalls ins Ausland zu folgen (BGer 2C_495/2013 vom 28.10.2013, E. 2.5, 
2C_364/2010 vom 23.9.2010, E. 2.2.2 mit Hinweisen; Art. 298 Abs. 1 und Art. 298a 
des Schweizerischen Zivilgesetzbuches [ZGB; SR 210]). Ihre Situation hängt daher 
massgeblich von der Rechtmässigkeit der gegen ihre Mutter ergriffenen Entfernungs-
massnahme ab. Die nachfolgenden Erwägungen beziehen sich deshalb in erster Linie 
auf den Widerruf der Niederlassungsbewilligung und die Wegweisung der 
Beschwerdeführerin 1; die der Tochter durch die strittige Massnahme drohenden 
Nachteile werden aber an gegebener Stelle separat berücksichtigt (vgl. hinten 
E. 4.4.4). 

2.2 Die Niederlassungsbewilligung wird unbefristet und ohne Bedingungen erteilt 
(Art. 34 Abs. 1 AuG). Sie kann widerrufen werden, wenn die Ausländerin oder der 
Ausländer zu einer längerfristigen Freiheitsstrafe, d.h. zu einer solchen von mehr als 
einem Jahr, verurteilt worden ist, wobei mehrere unterjährige Strafen nicht kumuliert 
werden dürfen und keine Rolle spielt, ob die Sanktion (teil-)bedingt oder unbedingt 
ausgesprochen wurde (Art. 63 Abs. 1 Bst. a i.V.m. Art. 62 Bst. b AuG; BGE 139 I 31 
E. 2.1, 16 E. 2.1). Vorausgesetzt ist, dass das Strafurteil in Rechtskraft erwachsen ist 
(BVR 2013 S. 543 E. 3.1). Am 17. August 2011 verurteilte das Regionalgericht Bern-
Mittelland die Beschwerdeführerin 1 zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 20 Monaten 
(vgl. hinten E. 3.2.1). Dieses Urteil ist in Rechtskraft erwachsen. Damit hat die 
Beschwerdeführerin 1 den Widerrufsgrund der längerfristigen Freiheitsstrafe gesetzt. 
Dies bestreitet sie zu Recht nicht. Hingegen erachtet sie die Entfernungsmassnahme 
als unverhältnismässig. – Der Widerruf einer Niederlassungsbewilligung ist nur zu-
lässig, wenn er aufgrund der im Einzelfall vorzunehmenden Interessenabwägung als 
verhältnismässig erscheint (Art. 5 Abs. 2 der Bundesverfassung [BV; SR 101] und 
Art. 96 AuG). Im Rahmen dieser Prüfung sind die öffentlichen Interessen an der 
Entfernungsmassnahme aus Gründen der öffentlichen Sicherheit und Ordnung und die 
privaten Interessen der betroffenen Person am weiteren Verbleib in der Schweiz 
gegeneinander abzuwägen. Zu berücksichtigen ist die Gesamtheit der 
rechtswesentlichen Umstände im Einzelfall (vgl. im Einzelnen BGE 139 I 31 E. 2.3.1, 
16 E. 2.2.1, 135 II 377 E. 4.3 und 4.5, 110 E. 2.1; BVR 2013 S. 543 E. 4.1, 2011 S. 289 
E. 5.1, 2008 S. 193 E. 2.2 und 5.1). Wird durch die Entfernungsmassnahme die weitere 
Pflege familiärer Beziehungen im Sinn von Art. 8 Ziff. 1 der Europäischen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 06.06.2014, Nr. 100.2013.277U, Seite 5

Menschenrechtskonvention (EMRK; SR 01.01) bzw. des inhaltlich deckungsgleichen 
Art. 13 Abs. 1 BV beeinträchtigt, bilden Grundlage dieser Interessenabwägung Art. 8 
Ziff. 2 EMRK und Art. 36 BV (vgl. BGE 139 I 145 E. 2.2 und 2.4, 16 E. 2.2.2 [mit 
Hinweisen auf die EGMR-Praxis], 137 I 247 E. 4.1, 135 I 143 E. 1.3.1 und 2.1, 134 II 1 
E. 2.2, 10 E. 4.1 [Pra 97/2008 Nr. 87]). Hat die betroffene Person minderjährige Kinder, 
sind in diese Prüfung ausserdem die nach dem Übereinkommen vom 20. November 
1989 über die Rechte des Kindes (KRK; SR 0.107) und Art. 11 BV zu 
berücksichtigenden Interessen im Zusammenhang mit dem Kindeswohl einzubeziehen 
(BGE 135 I 153 E. 2.2.2 mit Hinweisen; BVR 2013 S. 543 E. 4.1). 

3.

Für die Beurteilung des öffentlichen Interesses am Widerruf der Nieder-
lassungsbewilligung sind die Schwere des Verschuldens, das Verhalten der 
ausländischen Person gegenüber der öffentlichen Ordnung und Sicherheit im 
Allgemeinen und die Rückfallgefahr zu berücksichtigen. 

3.1 Das Verschulden, welches die betroffene Person mit der der längerfristigen 
Freiheitsstrafe zugrunde liegenden Straftat auf sich geladen hat, ist Ausgangspunkt der 
Beurteilung des öffentlichen Interesses. Seine Schwere bemisst sich regelmässig nach 
der Höhe der vom Strafgericht verhängten Strafe (BGE 134 II 10 E. 4.2 [Pra 97/2008 
Nr. 87], 129 II 215 E. 3.1). Gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung sprechen 
Freiheitsstrafen ab 24 Monaten für ein schweres Verschulden, da diese Fälle bereits 
als so gravierend eingestuft werden, dass ein vollständiger Aufschub der Strafe nicht 
mehr in Frage kommt und mindestens ein Teil zwingend vollzogen werden muss. Auch 
aus fremdenpolizeilicher Sicht bedeutet danach eine Verurteilung zu einer 
Freiheitsstrafe von mehr als 24 Monaten in jedem Fall einen sehr schwerwiegenden 
Verstoss gegen die schweizerische Rechtsordnung (vgl. BGE 139 I 145 E. 2.3 und 3.4, 
135 II 377 E. 4.4 zur vorliegend infolge nicht mehr nur kurzer Aufenthaltsdauer zwar 
nicht direkt anwendbaren sog. «Reneja-Praxis»; in Bezug auf die Beurteilung des 
Verschuldens sind die Erwägungen aber dennoch massgeblich). 

3.2 Zum Verschulden der Beschwerdeführerin 1 ergibt sich was folgt: 

3.2.1 Die Beschwerdeführerin 1 wurde am 17. August 2011 wegen Gehilfenschaft zu 
mehrfachen und mengenmässig qualifizierten Widerhandlungen gegen das 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 06.06.2014, Nr. 100.2013.277U, Seite 6

Bundesgesetz vom 3. Oktober 1951 über die Betäubungsmittel und die psychotropen 
Stoffe (Betäubungsmittelgesetz, BetmG; SR 812.121), begangen von 21. März 2010 
bis 7. September 2010, sowie wegen Widerhandlungen gegen das AuG, begangen von 
1. Juni 2010 bis 31. August 2010, unter anderem zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 
20 Monaten verurteilt (vgl. Beschwerdebeilage [BB] 6; Vorakten EG Bern, pag. 120 und 
126). Sie hatte dem Haupttäter dabei geholfen, am 7. September 2010 3'038 Gramm 
Kokaingemisch bzw. 1'523 Gramm reines Kokain einzuführen und zu befördern sowie 
von Frühling 2010 bis September 2010 mindestens 50 Gramm Kokaingemisch zu 
verkaufen; ausserdem liess sie diesen von 30. August 2010 bis 7. September 2010 in 
ihrer Wohnung 117 Gramm Kokaingemisch bzw. 29,5 Gramm reines Kokain besitzen 
und aufbewahren (vgl. BB 6; Urteilsbegründung vom 18.1.2012 [Beilage 17 zu 
Beschwerde vom 16.4.2012; nachfolgend Urteilsbegründung], S. 22, 24, 30). Wie die 
POM zu Recht erwogen hat (vgl. E. 4b, auch zum Folgenden), hat die 
Beschwerdeführerin 1 hiermit ein schweres Verschulden auf sich geladen. Sie kann 
sich, anders als die Beschwerdeführerinnen meinen (vgl. Beschwerde, S. 7 und 9 f.), 
nicht damit entlasten, dass sie an den fraglichen Delikten nicht als Mittäterin, sondern 
«nur» als Gehilfin beteiligt war. Das Strafgericht hat diesen Umstand bei der Strafzu-
messung bereits berücksichtigt (vgl. auch BVR 2013 S. 543 E. 4.2.3 S. 549); für den 
Haupttäter hat es eine mehr als doppelt so lange Freiheitsstrafe ausgefällt (44 Monate; 
vgl. BB 6). Wie die POM zutreffend erwogen hat, fällt insbesondere die am 
7. September 2010 in Verkehr gesetzte Drogenmenge reinen Kokains von insgesamt 
rund 1,5 Kilogramm ins Gewicht, welche den Grenzwert eines mengenmässig 
schweren Falls (18 Gramm, vgl. BGE 120 IV 334 E. 2a mit Hinweisen) um mehr als 
das Achtzigfache überschreitet. Gemäss den Ausführungen des Strafgerichts konnte 
der Beschwerdeführerin 1 zwar nicht angelastet werden, dass sie die genaue Menge 
des eingeführten Kokains im Voraus kannte. Aufgrund der gesamten Umstände 
musste sie aber jedenfalls gewusst haben, dass der Haupttäter eine erhebliche Menge 
Drogen, mindestens mehrere 100 Gramm, in die Schweiz einführt (Urteilsbegründung, 
S. 22). Weiter ist ihr anzulasten, dass es sich bei ihrem Tun keineswegs nur um eine 
einmalige Verfehlung handelte; ihre mehrfachen Hilfeleistungen, welche mit der Be-
teiligung an der Einfuhr bzw. Beförderung der 1,5 Kilogramm reinen Kokains ihren 
Höhepunkt erreichten, zogen sich vielmehr von März 2010 bis zu ihrer Verhaftung im 
September 2010 über mehrere Monate hin. 

3.2.2  Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerinnen (vgl. Beschwerde, S. 7) 
hat die POM sodann auch zu Recht zu Ungunsten der Beschwerdeführerin 1 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 06.06.2014, Nr. 100.2013.277U, Seite 7

gewürdigt, dass sich diese bei der Deliktsbegehung nicht in einer persönlichen Notlage 
befunden hatte, sondern vielmehr rein finanzielle bzw. egoistische Motive für ihr 
Verhalten ursächlich gewesen waren. Es liegt zwar soweit die Beschwerdeführerin 1 
betreffend keine Urteilsbegründung vor, aus welcher die Beweggründe für ihr 
deliktisches Verhalten hervorgingen. Es ist aber eine eigentliche Notlage wie etwa 
eigene Drogensucht weder geltend gemacht noch ersichtlich, woraus mit der 
Vorinstanz auf rein egoistische Motive zu schliessen ist. Ausserdem war die 
Beschwerdeführerin 1 zum Zeitpunkt der Deliktsbegehung offenbar mit dem Haupttäter 
liiert und ging sie damals davon aus, dieser sei der Vater ihres ungeborenen Kindes 
(vgl. Beschwerde, S. 7 und 9; Vorakten EG Bern, pag. 81). Selbst wenn sie für ihren 
Tatbeitrag nicht finanziell entschädigt worden sein sollte, dürften insoweit dennoch 
egoistische und – wenn auch nur indirekt – finanzielle Motive für das deliktische 
Handeln ursächlich gewesen sein. Dass sie sich aus «jugendlichem Leichtsinn und aus 
Verliebtheit völlig naiv und kritiklos» an den «Machenschaften» ihres Ex-Freundes 
beteiligt haben soll (vgl. Beschwerde, S. 9), vermag ihr nicht entscheidend zu helfen, 
zumal ein eigentliches psychisches Abhängigkeitsverhältnis zu diesem nicht zur 
Diskussion steht. Schliesslich ist der Beschwerdeführerin 1 mit der POM auch 
anzulasten, dass sie nicht freiwillig von den Hilfeleistungen an den Drogengeschäften 
absah, sondern erst mit ihrer Verhaftung gestoppt werden konnte. Inwiefern 
diesbezüglich, wie geltend gemacht (vgl. Beschwerde, S. 7), der Sachverhalt 
unzutreffend festgestellt worden sein soll, ist nicht ersichtlich. 

3.2.3 Bei dieser Sachlage ist schliesslich nicht von ausschlaggebender Bedeutung, 
dass das verhängte Strafmass noch unter der im Rahmen der «Reneja-Praxis» 
massgeblichen Grenze von 24 Monaten liegt. Es kommt der Zweijahresgrenze nahe 
und spricht damit eher für als gegen die Schwere des Verschuldens; im Übrigen stellt 
diese Zweijahresregel ohnehin keine fixe Grenze dar, welche für eine 
Entfernungsmassnahme zwingend erreicht werden müsste (vgl. statt vieler BGE 139 I 
145 E. 2.3). Inwiefern aus der 20-monatigen Freiheitsstrafe aus anderen Gründen (vgl. 
Beschwerde, S. 10) nicht auf ein schweres Verschulden geschlossen werden darf, 
erscheint nicht nachvollziehbar. Das Bundesgericht verfolgt bei schweren Straftaten, 
darunter erhebliche Betäubungsmitteldelikte, ausländerrechtlich eine strenge Praxis. 
Demgemäss wird das Interesse an der Fernhaltung von ausländischen Personen, die 
sich wie die Beschwerdeführerin 1 eines schweren Betäubungsmitteldelikts schuldig 
gemacht haben, als bedeutend eingestuft (vgl. BGE 125 II 521 E. 4a/aa, 
BGer 2C_733/2012 vom 24.1.2013, E. 7.2; BVR 2013 S. 543 E. 4.2.3 a.E.). Entgegen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 06.06.2014, Nr. 100.2013.277U, Seite 8

der Auffassung der Beschwerdeführerinnen (vgl. Beschwerde, S. 7) ist mit der POM 
damit von einem erheblichen Verschulden der Beschwerdeführerin 1 auszugehen. 

3.3 Zu berücksichtigen ist sodann das Verhalten gegenüber der öffentlichen 
Ordnung und Sicherheit im Allgemeinen. Bei Personen, die mehrfach oder sogar 
regelmässig delinquiert haben, besteht aufgrund ihrer Einsichtslosigkeit ein erhebliches 
sicherheitspolizeiliches Interesse, sie aus der Schweiz wegzuweisen. Wiederholte oder 
gar notorische Delinquenz zeigt in besonderer Weise, dass sich die betreffende Person 
von Strafurteilen nicht hat beeindrucken lassen, und führt zum Schluss, dass sie nicht 
willens oder fähig ist, sich an die hiesige Rechtsordnung zu halten (BGE 137 II 297 E. 
3.3; BVR 2013 S. 543 E. 4.3 mit weiteren Hinweisen; VGE 2013/58 vom 15.8.2013, 
E. 4.2 [bestätigt durch BGer 2C_841/2013 vom 18.11.2013]). – Die 
Beschwerdeführerin 1 hat bereits mit den der Verurteilung vom 17. August 2011 
zugrunde liegenden Straftaten mehrfach gegen die schweizerische Rechtsordnung 
verstossen. Hinzu kommt weiteres deliktisches Handeln: Am 2. Februar 2012 wurde 
sie wegen Diebstahls zu einer Geldstrafe von 8 Tagessätzen zu Fr. 30.-- verurteilt (vgl. 
Beilage 15 zur Beschwerde vom 16.4.2012); aus ihrer Jugendzeit sind sodann eine 
Verurteilung vom 3. November 2008 wegen Diebstahls von geringem Vermögenswert 
(begangen am 3.11.2008) sowie eine Anzeige wegen Ladendiebstahls vom Mai 2007 
aktenkundig (vgl. Vorakten EG Bern, pag. 63 und 68). Es trifft entgegen der Auffassung 
der Beschwerdeführerinnen (vgl. Beschwerde, S. 7) nicht zu, dass vorliegend allein der 
Strafregisterauszug zum Zeitpunkt der Verurteilung vom August 2011 massgebend ist 
(vgl. auch BVR 2013 S. 543 E. 4.3.1). Auch wenn der Beschwerdeführerin 1 keine 
notorische Delinquenz unterstellt werden kann, ist aber doch eine Mehrfachdelinquenz 
gegeben, welche zu ihren Ungunsten zu würdigen ist. Die POM hat, anders als die 
Beschwerdeführerinnen meinen (Beschwerde, S. 5 ff.), zu Recht auch die teilweise aus 
dem Jugendalter stammenden Verurteilungen wegen eher geringfügiger Delikte in die 
Beurteilung des öffentlichen Interesses an der strittigen Massnahme miteinbezogen 
(vgl. E. 4c). Wenn diese angesichts des Zeitablaufs und des damals jugendlichen 
Alters der Beschwerdeführerin 1 auch nicht stark gewichten, zeigen sie jedoch eine 
gewisse «Aggravierungstendenz» in deren deliktischem Verhalten; der der Verurteilung 
vom November 2012 zugrunde liegende Diebstahl ist insoweit von Bedeutung, als die 
Beschwerdeführerin 1 ihn unbestrittenermassen während laufender Probezeit 
begangen hat. Gerade die jüngste Delinquenz zeigt, dass es der Beschwerdeführerin 1 
offensichtlich schwerfällt, sich an die hiesige Rechtsordnung zu halten, hat sie doch 
selbst der drohende Widerruf des bedingt ausgesprochenen Strafvollzugs der 20-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 06.06.2014, Nr. 100.2013.277U, Seite 9

monatigen Freiheitsstrafe nicht vom Delinquieren abgehalten. Damit besteht ein 
erhöhtes sicherheitspolitisches Interesse am Widerruf der Niederlassungsbewilligung. 
Inwieweit die Vorinstanz diesbezüglich den Sachverhalt fehlerhaft festgestellt haben 
soll (vgl. hierzu Beschwerde, S. 4 ff.), ist nicht ersichtlich. Die Vorinstanz hat zudem bei 
der Würdigung der Verurteilung vom 2. Februar 2012 keine Gehörsverletzung (vgl. 
hierzu Beschwerde, S. 5 f.) begangen. Die fragliche Verurteilung ergibt sich aus dem 
von der Beschwerdeführerin 1 selber eingereichten Strafregisterauszug (Beilage 15 zur 
Beschwerde vom 16.4.2012); sie hätte sich damit ohne weiteres dazu äussern können. 
Dass die POM fälschlicherweise davon ausgegangen ist, es sei bei Begehen des 
jüngsten Diebstahls ein strafrechtliches Widerrufsverfahren hängig gewesen (vgl. 
hierzu Beschwerde, S. 7), trifft zwar möglicherweise zu. Die Beschwerdeführerinnen 
können daraus aber nichts Wesentliches zu ihren Gunsten ableiten, zumal der 
Beschwerdeführerin 1 der während laufender Probezeit begangene Diebstahl 
unabhängig von einem Widerrufsverfahren anzulasten ist. 

3.4 Mit Blick auf die Zukunft ist schliesslich die Rückfallgefahr zu beurteilen. 

3.4.1 Bei schweren Straftaten, wozu unter anderem erhebliche Betäu-
bungsmitteldelikte zählen, muss angesichts der von diesen Delikten ausgehenden 
potentiellen Gefahr für die Gesellschaft ausländerrechtlich selbst ein relativ geringes 
Rückfallrisiko nicht hingenommen werden (vgl. BGE 139 I 31 E. 2.3.2, 16 E. 2.2.1, 137 
II 233 E. 5.2.2; BVR 2013 S. 543 E 4.4.1 f.). Der konkreten Prognose über das 
Wohlverhalten (und somit der Rückfallgefahr) sowie dem Resozialisierungsgedanken 
des Strafrechts ist zwar im Rahmen der umfassenden fremdenpolizeilichen 
Interessenabwägung ebenfalls Rechnung zu tragen; die beiden Umstände geben aber 
nicht den Ausschlag (BGE 136 II 5 E. 4.2, 134 II 10 E. 4.3 [Pra 97/2008 Nr. 87], 130 II 
176 E. 4.2). Vielmehr dürfen auch generalpräventive Überlegungen mitberücksichtigt 
werden (vgl. zum Ganzen BVR 2013 S. 543 E. 4.4.1, 2011 S. 289 E. 5.3.1 mit 
Hinweisen; BGer 2C_259/2013 vom 29.7.2013, E. 3.6). 

3.4.2 Es ist zwar grundsätzlich positiv zu werten, dass die Beschwerdeführerin 1 seit 
den schweren Betäubungsmitteldelikten keine vergleichbaren Delikte mehr begangen 
hat. Wie die POM richtig festgestellt hat (vgl. E. 4c, auch zum Folgenden), kann aber 
insbesondere angesichts der Verurteilung vom 2. Februar 2012 wegen Diebstahls von 
einem seitherigen «absoluten Wohlverhalten» (Beschwerde, S. 5 f.) keine Rede sein; 
im Gegenteil ist aus der erneuten Straffälligkeit während laufender Probezeit wie 
erwähnt zu schliessen, dass es der Beschwerdeführerin 1 schwer fällt, die hiesige 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 06.06.2014, Nr. 100.2013.277U, Seite 10

Rechtsordnung zu respektieren (vgl. E. 3.3 hiervor). Zwar handelt es sich nicht um 
schwere Betäubungsmitteldelikte; indes ist dieser Umstand auch vor dem Hintergrund 
der auf zwei Jahre angesetzten Probezeit (vgl. BB 6) sowie des drohenden 
ausländerrechtlichen Bewilligungswiderrufs zu relativieren. Klagloses Verhalten wird in 
der Probezeit allgemein erwartet und erlaubt kaum Rückschlüsse auf die Bewährung 
nach Ablauf dieser Zeitspanne (vgl. BGE 134 II 10 E. 4.3 [Pra 97/2008 Nr. 87]; 
BGer 2C_586/2013 vom 3.12.2013, E. 3.2.1). Es ist damit auch der seit Begehen der 
schweren Drogendelikte vergangene Zeitraum von mittlerweile (knapp) vier Jahren 
(vgl. hierzu Beschwerde, S. 9) nicht entscheidend zu Gunsten der Beschwerdeführerin 
1 zu berücksichtigen; es kann den Beschwerdeführerinnen übrigens nicht gefolgt 
werden, wenn sie in diesem Zusammenhang aus der Zeitdauer zwischen 
Deliktsbegehung und Urteilszeitpunkt von rund einem Jahr etwas zu ihren Gunsten 
ableiten wollen (vgl. Beschwerde, S. 9). Ausserdem zeigte sich die Beschwerdeführerin 
1, wie die POM zutreffend festgehalten hat, im Strafverfahren keineswegs kooperativ 
und einsichtig, hat sie doch die ihr zur Last gelegten Taten bis zum Schluss bestritten 
(vgl. Urteilsbegründung, S. 7, 22, 24), und zeigt sie bis heute eine gewisse Tendenz zu 
deren Bagatellisierung (vgl. E. 3.2 hiervor). Die POM durfte bei dieser Ausgangslage 
ein gewisses Rückfallrisiko annehmen. Ein solches ist – anders als die 
Beschwerdeführerinnen einwenden (vgl. Beschwerde, S. 8 f.) – angesichts der 
Schwere der verübten Delikte nicht hinzunehmen. 

3.4.3 Zu keinem anderen Ergebnis führt der Hinweis der Beschwerdeführerinnen, es 
sei der Beschwerdeführerin 1 vom Strafgericht eine günstige Legalprognose gestellt 
worden und diese habe sich aus strafrechtlicher Sicht mittlerweile bestätigt (vgl. 
Beschwerde, S. 10 und 5). Sie verkennen, dass ausländerrechtlich ein strengerer 
Beurteilungsmassstab anzulegen ist als im Strafverfahren (vgl. E. 3.4.1 hiervor). 
Sodann vermag der Beschwerdeführerin 1, wie bereits die POM zutreffend erkannt hat, 
auch ihre aktuelle berufliche Situation nicht zu helfen (vgl. hierzu Beschwerde, S. 5 f.): 
Die Beschwerdeführerin 1 wird seit ihrer (Wieder-)Einreise in die Schweiz im Jahr 2006 
von der Sozialhilfe unterstützt (vgl. zum Ganzen hinten E. 4.3.1); im Jahr 2010 
absolvierte sie nach dreijährigem Integrationsklassenunterricht ein fünfmonatiges 
Praktikum in einem ...büro, welches sich jedenfalls teilweise mit ihrer 
Betäubungsmitteldelinquenz (März bis September 2010) überschnitten haben muss. 
Es war damit bei der Deliktsbegehung ihr Lebensunterhalt finanziell gewährleistet und 
es standen ihr auch potentiell stabilisierende Strukturen zur Verfügung. Inwiefern die 
Umstände heute – die Beschwerdeführerin 1 befindet sich derzeit nach Absolvieren 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 06.06.2014, Nr. 100.2013.277U, Seite 11

eines weiteren Praktikums in einer einjährigen Vorlehre – wesentlich günstiger sein 
sollen, ist nicht ersichtlich. Sie war ausserdem zum Zeitpunkt ihrer 
Betäubungsmitteldelinquenz bereits schwanger; den jüngsten Diebstahl hat sie 
begangen, als ihre Tochter schon auf der Welt war. Es hat sie somit auch ihre 
Mutterschaft nicht von ihrem deliktischen Verhalten abhalten können. Die Würdigung 
der POM, wonach nicht auszuschliessen ist, dass die Beschwerdeführerin 1 aus 
egoistischen Gründen weitere Straftaten begeht, ist somit nicht zu beanstanden. Im 
Übrigen dürfen – entgegen dem unzutreffenden Einwand der Beschwerdeführerinnen 
(Beschwerde, S. 8) – auch generalpräventive Überlegungen mitberücksichtigt werden 
(vgl. E. 3.4.1 hiervor). 

3.5 Die POM ist damit zu Recht aufgrund des schweren Verschuldens, der 
mehrfachen Delinquenz sowie der nicht auszuschliessenden Rückfallgefahr von einem 
wesentlichen sicherheitspolizeilichen und generalpräventiven Interesse und insoweit 
von einem beträchtlichen öffentlichen Interesse an der gegenüber der 
Beschwerdeführerin 1 und ihrer Tochter verfügten Entfernungsmassnahme 
ausgegangen (vgl. E. 4d und 8). 

4. 

Diesem öffentlichen Interesse sind die privaten Interessen der Beschwerdeführerin 1 
am Verbleib in der Schweiz gegenüberzustellen, wobei die Dauer der Anwesenheit und 
die Integration in der Schweiz sowie die ihr und ihrer Familie – insbesondere ihrer 
Tochter (vgl. vorne E. 2.1) – drohenden Nachteile zu berücksichtigen sind. 

4.1 Je länger eine ausländische Person in der Schweiz anwesend war, desto 
strengere Anforderungen sind grundsätzlich an die Anordnung eines Widerrufs der 
Niederlassungsbewilligung zu stellen. Die Aufenthaltsdauer ist insofern zu relativieren, 
als die Jahre, welche die ausländische Person in Illegalität, im Strafvollzug oder 
aufgrund einer vorläufigen Duldung verbracht hat, für die Interessenabwägung nicht 
ausschlaggebend sein können (BGE 137 II 1 E. 4.3, 134 II 10 E. 4.3 [Pra 97/2008 Nr. 
87). Zu berücksichtigen ist auch, in welchem Alter die ausländische Person in die 
Schweiz eingereist ist. Selbst bei einer ausländischen Person, welche bereits hier 
geboren ist und ihr ganzes bisheriges Leben in der Schweiz verbracht hat (Ausländerin 
oder Ausländer der «zweiten Generation»), ist der Widerruf der 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 06.06.2014, Nr. 100.2013.277U, Seite 12

Niederlassungsbewilligung nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung nicht 
ausgeschlossen. Umso mehr gilt dies für ausländische Personen, die erst als Kind oder 
Jugendliche in die Schweiz gelangt sind. Bei schweren Straftaten, darunter erhebliche 
Drogendelikte, und erst recht bei wiederholter Delinquenz besteht hieran ein 
wesentliches öffentliches Interesse (vgl. BGE 139 I 31 E. 2.3.1, 16 E. 2.2.1, 135 II 110 
E. 2.1, 125 II 521 E. 2b; BGer 2C_733/2012 vom 24.1.2013, E. 7.2, 2C_28/2012 vom 
18.7.2012, E. 3.2 f.). Der Widerruf der Niederlassungsbewilligung ist auch nach 
längerem Aufenthalt in der Schweiz eher zulässig, wenn die ausländische Person in 
der Schweiz nicht integriert ist (BGer 2A.119/2001 vom 15.10.2001, E. 2b; zum 
Ganzen BVR 2013 S. 543 E. 5.1; VGE 2009/315 vom 13.10.2010 [bestätigt durch 
BGer 2C_893/2010 vom 24.3.2011], E. 5.1). 

4.2 Die heute 23-jährige Beschwerdeführerin 1 hat nach ihrer Geburt in Zürich zwei 
Jahre bei ihren Eltern in der Schweiz gelebt, bis sie 1992 zu ihrer Grossmutter 
mütterlicherseits in die Dominikanische Republik verbracht wurde (vgl. Vorakten EG 
Bern, pag. 117 f.). Anschliessend lebte sie 1998/1999 während (höchstens) eines 
Jahres wieder in der Schweiz (vgl. Vorakten EG Bern, pag. 23, 41, 48; 118, auch zum 
Folgenden); nach ihrer Rückkehr in die Dominikanische Republik reiste sie im August 
2006 im Alter von knapp 16 Jahren wieder in die Schweiz ein (vgl. Vorakten EG Bern, 
pag. 55). Wie die POM anerkannt hat (vgl. E. 5a), fällt die bisherige Aufenthaltsdauer 
der Beschwerdeführerin 1 mit insgesamt rund 11 Jahren lang aus. Sie ist aber, auch 
wenn die Beschwerdeführerin 1 hier geboren ist (vgl. hierzu Beschwerde, S. 8), nicht in 
vergleichbarer Weise zu gewichten wie bei einer Ausländerin bzw. einem Ausländer 
der «zweiten Generation». Die prägenden Abschnitte ihrer Kindheit und teilweise 
Adoleszenz verbrachte die Beschwerdeführerin 1 in der Dominikanischen Republik, wo 
sie nach eigener Darstellung nebst dem Kindergarten acht Jahre Primar- und 
Sekundarschule und damit den grössten Teil der obligatorischen Schulzeit durchlief 
(vgl. Vorakten EG Bern pag. 118); den in der Schweiz insbesondere als Kleinkind und 
junge Erwachsene verbrachten Zeitspannen kommt demgegenüber untergeordnete 
Bedeutung zu. Zu keinem anderen Schluss führt der Hinweis der Beschwerde-
führerinnen, die Beschwerdeführerin 1 sei einzig aufgrund der Entscheidung ihrer 
Eltern bzw. der Eheprobleme der Mutter in der Dominikanischen Republik «fremd-
platziert» worden und sie habe es nicht zu vertreten, dass die Anwesenheitsdauer in 
der Schweiz nicht länger ausfällt (vgl. Beschwerde, S. 5; vgl. auch Vorakten EG Bern, 
pag. 1, 41): Für die Verbundenheit der Beschwerdeführerin 1 mit der Schweiz ist einzig 
die in der Schweiz (effektiv) verbrachte Zeitdauer entscheidend, welche je länger sie 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 06.06.2014, Nr. 100.2013.277U, Seite 13

gedauert hat, umso prägender ist. Im Betäubungsmittelhandel wurde die Beschwerde-
führerin 1 nach bloss 4-jähriger Anwesenheit in der Schweiz aktiv. Die POM hat die 
anrechenbare Aufenthaltsdauer in der Schweiz sodann zu Recht um die Zeitspanne 
reduziert, welche die Beschwerdeführerin 1 kraft aufschiebender Wirkung der gegen 
den Widerruf der Niederlassungsbewilligung ergriffenen Rechtsmittel hier verbringt. 

4.3 Mit Blick auf die Integration der Beschwerdeführerin 1 ergibt sich was folgt: 

4.3.1 Die Beschwerdeführerin 1 hat nach ihrer Wiedereinreise in die Schweiz im Jahr 
2006 zunächst während drei Jahren Integrationsklassenunterricht besucht; per Ende 
2009 hat sie diesen offenbar abgebrochen, um im Jahr 2010 in einem ...büro ein 
fünfmonatiges Praktikum zu absolvieren (vgl. Vorakten EG Bern, pag. 117 f.). Von 
September 2011 bis Dezember 2012 nahm sie im … der Stadt Bern mit einem Pensum 
von 20 % am Projekt «…» teil, wo sie unter anderem Unterricht in Deutsch und 
Mathematik besuchte (vgl. BB 4). Schliesslich absolvierte sie ab Januar 2013 mit 
einem Pensum von 80 % ein sechsmonatiges Praktikum beim «…» in Bern; dort war 
ihr per August 2013 eine Praktikumsstelle im Rahmen der einjährigen Vorlehre für 
Erwachsene (heute «Vorlehre 25Plus») der Berufs-, Fach- und Fortbildungsschule 
(BFF) Bern zugesichert (BB 3, 4 und 7). Abgesehen von diesen einzelnen 
Arbeitseinsätzen war die Beschwerdeführerin 1 über längere Zeit arbeitslos (vgl. 
Vorakten EG Bern, pag. 117 f.). Nach ihrer Einreise in die Schweiz im Jahr 2006 war 
sie zunächst im Sozialhilfebudget ihrer Mutter eingeschlossen; seit Januar 2009 
bezieht sie in eigenem Namen für sich bzw. für sich und ihre Tochter Sozialhilfe in der 
Stadt Bern. Die von ihr selber bezogenen Sozialhilfeleistungen beliefen sich per 
25. März 2013 auf insgesamt Fr. 143'934.70 (vgl. Vorakten EG Bern, pag. 134, Beilage 
11 zur Beschwerde vom 16.4.2012). Im Betreibungsregister des Betreibungsamts 
Bern-Mittelland ist die Beschwerdeführerin 1 per 14. März 2013 mit Betreibungen im 
Betrag von total Fr. 14'427.80 und offenen Verlustscheinen von Fr. 24'475.50 
verzeichnet (Beilage 14 zur Beschwerde vom 16.4.2012). 

4.3.2 Selbst wenn – was allerdings unbelegt geblieben ist – zu Gunsten der 
Beschwerdeführerin 1 davon ausgegangen wird, dass sie die für Sommer 2013 
zugesicherte Stelle tatsächlich angetreten hat und ihre Ausbildung nunmehr im 
Sommer 2014 abschliessen wird, ist der Schluss der POM, ihre Integration lasse in 
beruflich-wirtschaftlicher Hinsicht «erheblich zu wünschen übrig» (E. 5b, auch zum 
Folgenden), nicht zu beanstanden: Zwar sind gerade die jüngsten Bemühungen der 
Beschwerdeführerin 1, durch Absolvieren von Kursen, Praktika und einer Ausbildung 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 06.06.2014, Nr. 100.2013.277U, Seite 14

künftig die wirtschaftliche Selbständigkeit zu erlangen (vgl. hierzu Beschwerde, S. 5 f.), 
durchaus anzuerkennen. Gemessen an der bisherigen Aufenthaltsdauer begründet 
aber auch die aktuelle Ausbildungssituation nach Antritt einer Vorlehre keine 
fortgeschrittene berufliche Integration, welche für den Verbleib der Beschwerdeführerin 
1 in der Schweiz sprechen würde. Hinsichtlich der erheblichen Sozialhilfeabhängigkeit 
hat die POM zwar zutreffend darauf hingewiesen, dass diese der Beschwerdeführerin 
1 seit der Geburt ihrer Tochter wohl kaum mehr zum Vorwurf gemacht werden kann. 
Sie lässt aber – ebenso wie die während des Sozialhilfebezugs entstandene 
Verschuldenssituation mit offenen Verlustscheinen – durchaus auf eine mangelhafte 
wirtschaftliche Integration in die hiesigen Verhältnisse schliessen. 

4.3.3 Wie die POM weiter zutreffend ausführt, stellt insbesondere auch die 
Respektierung der rechtsstaatlichen Ordnung ein wichtiger Aspekt jeglicher Integration 
dar (vgl. Art. 4 Bst. a der Verordnung vom 24.10.2007 über die Integration von 
Ausländerinnen und Ausländer [VIntA; SR 142.205]). Die mehrfache, teilweise 
erhebliche Delinquenz deutet demnach klar auf eine mangelhafte soziale Integration 
der Beschwerdeführerin 1 hin. Es erscheint überdies fraglich, ob sie ausserhalb der 
Familie vertiefte soziale Kontakte pflegt; zwar benannte sie im vorinstanzlichen 
Verfahren einzelne (unbelegte) Kontakte (vgl. Vorakten POM, pag. 27 f.), hatte aber 
bei früherer Gelegenheit eingeräumt, sie habe aufgrund des häufigen Wohnortwech-
sels «nie grosse Freundschaften schliessen können» (Vorakten EG Bern, pag. 118). 
Wie es sich damit verhält, kann indes – wie bereits im vorinstanzlichen Verfahren – 
offenbleiben. Denn selbst für den Fall, dass man zu Gunsten der 
Beschwerdeführerinnen vom Vorhandensein einzelner vertiefter sozialer Kontakte 
ausginge, hat die POM richtig erkannt, dass die Eingliederung der Beschwerdeführerin 
1 insgesamt nicht dem entspricht, was nach einem mehrjährigen Aufenthalt in der 
Schweiz erwartet werden darf (vgl. E. 5c). Damit ist auch gesagt, dass von einer 
drohenden «völligen Entwurzelung» (Beschwerde, S. 9) nicht gesprochen werden 
kann. Dass die Beschwerdeführerin 1 sowohl aufgrund ihrer eigenen Situation als 
junge, alleinerziehende Mutter ohne Ausbildung als auch aufgrund ihrer Vergangenheit 
(schwierige Kindheit mit Platzierung bei der Grossmutter im Ausland, elterliche 
Scheidung, erhebliche Sozialhilfeabhängigkeit der Mutter) keine günstigen 
Voraussetzungen für eine erfolgreiche Eingliederung in die schweizerische 
Gesellschaft hatte (vgl. Beschwerde, S. 5 f.), vermag daran nichts zu ändern.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 06.06.2014, Nr. 100.2013.277U, Seite 15

4.4 Zu würdigen sind schliesslich die Auswirkungen der Entfernungsmassnahme 
auf die Beschwerdeführerin 1 und ihre Familie: 

4.4.1 Die Vorinstanz hat sowohl eine Rückkehr der Beschwerdeführerin 1 in die 
Dominikanische Republik wie auch nach Chile – sie besitzt beide Bürgerrechte, ihre 
Tochter die chilenische Staatsbürgerschaft (vgl. vorne Bst. A) – als zumutbar erachtet 
(vgl. E. 6b, auch zum Folgenden). Entgegen der Auffassung der 
Beschwerdeführerinnen (Beschwerde, S. 6) hat sie zunächst durchaus zutreffend auf 
hinreichende Bezüge der Beschwerdeführerin 1 zu diesen beiden Ländern 
geschlossen: Die Beschwerdeführerin 1 spricht unbestrittenermassen Spanisch (vgl. 
etwa BB 5), die Landessprache ihrer beiden Heimatländer. Sie hat weiter in der Domi-
nikanischen Republik fast ihre gesamte Kindheit sowie einen wesentlichen Teil der 
Jugendjahre verbracht. Mit der POM ist davon auszugehen, dass die Bindung zu 
diesem Heimatland immer noch eng und die Beschwerdeführerin 1 mit den dortigen 
kulturellen und gesellschaftlichen Gepflogenheiten nach wie vor vertraut ist. Es dürften 
ihr damit auch die Verhältnisse in Chile, auch wenn sie dort selber nie gelebt hat, nicht 
gänzlich fremd sein, zumal von einer gewissen kulturellen und gesellschaftlichen 
Ähnlichkeit dieser beiden lateinamerikanischen Länder auszugehen ist. Es lebt sodann 
in der Dominikanischen Republik die mit rund 71 Jahren (vgl. Vorakten EG Bern, 
pag. 57) wenn auch bereits etwas ältere, jedoch noch nicht «hochbetagte» (vgl. 
Beschwerde, S. 6) Grossmutter mütterlicherseits, bei welcher die 
Beschwerdeführerin 1 aufgewachsen ist. Es ist der POM beizupflichten, dass diese für 
sie nach wie vor eine enge Bezugsperson darstellen dürfte. Zudem erscheint ohne 
weiteres denkbar, dass die Beschwerdeführerin 1 an frühere soziale Kontakte von der 
Kindheit bzw. Schulzeit her anknüpfen kann, welche ihr bei der Wiedereingliederung 
helfen können; im Übrigen ist nicht ersichtlich, weshalb es ihr im Alter von 23 Jahren in 
ihrem Heimatland, wo sie grösstenteils aufgewachsen ist, nicht gelingen soll, neue 
Beziehungen aufzubauen. Auch in Chile, wo ihre Grossmutter väterlicherseits lebt, 
kann die Beschwerdeführerin 1 schliesslich immerhin auf ein gewisses familiäres 
Umfeld zurückgreifen; ausserdem kann sie grundsätzlich auch dort neue Kontakte 
knüpfen. Inwiefern die Vorinstanz in diesem Zusammenhang den Sachverhalt unrichtig 
festgestellt haben soll (vgl. Beschwerde, S. 6), ist nicht erkennbar. Ob die – 
anerkanntermassen erfolgten – Besuchsaufenthalte der Beschwerdeführerin 1 in der 
Dominikanischen Republik in den Jahren 2007, 2008 und 2011 bzw. in Chile im Jahr 
2006 (vgl. Beschwerde, S. 5 f., auch zum Folgenden; Vorakten POM, pag. 28) bei der 
Prüfung der Rückkehrmöglichkeiten mitberücksichtigt werden können, kann bei diesem 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 06.06.2014, Nr. 100.2013.277U, Seite 16

Ergebnis dahingestellt bleiben. Ebenso kann offenbleiben, inwiefern der 
Beschwerdeführerin 1 ihr in der Dominikanischen Republik lebender Exmann, mit dem 
sie von 2008 bis 2013 verheiratet war und für welchen ursprünglich ein 
Familiennachzug zur Diskussion stand (vgl. BB 2; Vorakten EG Bern, pag. 72), bei der 
Wiedereingliederung behilflich sein kann. Dementsprechend erübrigen sich auch 
Weiterungen zur Frage, ob die POM diesbezüglich den Sachverhalt unvollständig bzw. 
unrichtig festgestellt hat (vgl. Beschwerde, S. 4 f.). 

4.4.2 Die Beschwerdeführerinnen weisen sodann auf die Situation der 
Beschwerdeführerin 1 als alleinerziehende Mutter hin: Dass die (Wieder-)Eingliederung 
in einem ihrer Heimatländer für die alleinerziehende Beschwerdeführerin 1 
insbesondere in wirtschaftlich-beruflicher Hinsicht nicht einfach sein dürfte, ist nicht 
abzustreiten. Wie die POM richtig erwogen hat, liegt hierin jedoch kein 
Unzumutbarkeitsgrund, zumal weder geltend gemacht noch ersichtlich ist, dass die 
Beschwerdeführerin 1 deshalb bei einer Rückkehr in die Heimat mit ernsthaften 
Schwierigkeiten konfrontiert wäre. Für einen alleinerziehenden Elternteil ist die 
Situation allgemein schwierig; die Beschwerdeführerin 1 hat denn auch in der Schweiz 
mit entsprechenden Schwierigkeiten zu kämpfen, wo ihr bis heute die berufliche 
Integration und wirtschaftliche Unabhängigkeit nicht gelungen ist (vorne E. 4.3.1 f.). 
Dass sie in der Heimat bei der Kinderbetreuung ohne die Unterstützung ihrer Eltern 
bzw. des «momentanen Partners» auskommen müsste (vgl. Beschwerde, S. 6; 
Beilage 18 zur Beschwerde vom 16.4.2012), ist nicht von auschlaggebender 
Bedeutung. Dasselbe gilt hinsichtlich der dort wohl insgesamt schwierigeren 
Lebensbedingungen und schlechteren sozialstaatlichen Einrichtungen: Hiervon ist nicht 
sie allein, sondern die gesamte dort lebende Bevölkerung in ihrer Situation betroffen 
(vgl. BGer 2C_374/2013 vom 8.1.2014, E. 2.6; VGE 2013/309 vom 19.12.2013, 
E. 4.3.1). Im Übrigen besteht auch die Möglichkeit, dass ihre Eltern die 
Beschwerdeführerin 1 von der Schweiz aus im Rahmen ihrer eigenen Möglichkeiten 
unterstützen (vgl. auch Vorakten EG Bern, pag. 41, 57). Die Beschwerdeführerin 1 ist 
abgesehen davon als arbeitsfähige gesunde junge Frau, die einen grossen Teil der 
Grundschule in der Dominikanischen Republik absolviert hat und Spanisch spricht, 
grundsätzlich in der Lage, in ihrer Heimat einer Arbeit nachzugehen. Ihre in der 
Schweiz absolvierten Ausbildungen können ihr den Einstieg in das Berufsleben mög-
licherweise zusätzlich erleichtern. Schliesslich ist davon auszugehen, dass ihr 
hinsichtlich der Betreuung ihrer Tochter die aus der Zusammenarbeit mit den hiesigen 
Fachbehörden (insb. Elternberatung, ambulante Jugendhilfe; vgl. Vorakten MIP, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 06.06.2014, Nr. 100.2013.277U, Seite 17

pag. 117; BB 3; Beilage 18 zur Beschwerde vom 16.4.2012) gewonnenen Erkenntnisse 
und Erfahrungen auch für die Zukunft zu Gute kommen. Es stehen einer Rückkehr in 
die Heimat somit auch insoweit keine unüberwindbaren Hindernisse entgegen. Andere 
Gründe, weshalb die Rückkehr in die Dominikanische Republik oder allenfalls nach 
Chile unzumutbar wäre, sind weder geltend gemacht noch ersichtlich.

4.4.3 In familiärer Hinsicht ist zunächst Folgendes festzuhalten: Die Be-
schwerdeführerinnen weisen zwar darauf hin, dass die Beschwerdeführerin 1 bei der 
Betreuung ihrer Tochter nebst der Unterstützung durch ihre Eltern auf diejenige ihres 
«momentanen Partners» angewiesen sei (vgl. E. 4.4.2 hiervor). Abgesehen davon ist 
aber von einer Paarbeziehung keine Rede, so dass von einer gefestigten 
partnerschaftlichen Beziehung, welche entscheidend zu Gunsten der 
Beschwerdeführerin 1 zu berücksichtigen wäre, nicht gesprochen werden kann. Was 
die persönlichen Kontakte zu ihren hier niedergelassenen Eltern anbelangt, wären mit 
der Entfernungsmassnahme zwar erhebliche Einschränkungen verbunden. Wie die 
POM zutreffend festgehalten hat (E. 7c), sind diese Beziehungen jedoch nicht von 
Art. 8 EMRK bzw. Art. 13 Abs. 1 BV geschützt und fallen daher nicht ins Gewicht: Die 
Eltern gehören – wie die Beschwerdeführerinnen implizit anerkennen (vgl. 
Beschwerde, S. 8) – nicht der Kernfamilie der volljährigen Beschwerdeführerin 1 an; 
zudem liegt kein besonderes, über die normalen affektiven Beziehungen 
hinausgehendes Abhängigkeitsverhältnis vor, wie es ausserhalb der Kernfamilie für 
einen konventions- bzw. verfassungsmässigen Schutz erforderlich wäre (vgl. etwa 
BGE 139 II 393 E. 5.1; BGer 2C_844/2013 vom 6.3.2014, E. 5.2). Die geltend 
gemachte Unterstützung der Eltern bei der Kinderbetreuung vermag daran nichts zu 
ändern, zumal die Tochter, als die Beschwerdeführerin 1 anfangs 2013 ihr Praktikum 
antrat, (mindestens) im Umfang des Arbeitspensums ihrer Mutter (80 %) durch die 
Kindertagesstätte (KITA) betreut wurde (vgl. Beilage 18 zur Beschwerde vom 
16.4.2012; vgl. auch BB 3); es kann auch insoweit von einem Abhängigkeitsverhältnis 
zwischen der volljährigen Beschwerdeführerin 1 und ihren Eltern keine Rede sein. Im 
Übrigen ist es sich die Beschwerdeführerin 1 seit früher Kindheit gewohnt, getrennt von 
ihren Eltern zu leben, und können diese Kontakte durch herkömmliche Kommuni-
kationsmittel und gegenseitige Besuche in einem gewissen Rahmen auch vom 
Ausland her gepflegt werden. 

4.4.4 Die Beschwerdeführerin 1 beruft sich weiter auf die Beziehung zu ihrer in der 
Schweiz ebenfalls niederlassungsberechtigten Tochter. – Soweit sie sich auf den sog. 

http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=Kernfamilie+Abh%E4ngigkeitsverh%E4ltnis+minderj%E4hrig&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F139-II-393%3Ade&number_of_ranks=0#page393

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 06.06.2014, Nr. 100.2013.277U, Seite 18

«umgekehrten Familiennachzug» beruft, wonach sich das Bleiberecht des sorge- bzw. 
obhutsberechtigten Elternteils aus dem Schweizer Bürgerrecht des Kindes ergeben 
kann, gilt Folgendes: Es genügt in Fällen wie dem vorliegenden die Zumutbarkeit der 
Ausreise des Kindes für eine Bewilligungsverweigerung an den sorge- bzw. obhuts-
berechtigten Elternteil, da bei (bloss) aufenthaltsberechtigten oder niedergelassenen 
ausländischen Kindern wie der Beschwerdeführerin 2 keine spezifischen 
bürgerrechtlichen Überlegungen (Niederlassungsfreiheit, Ausweisungsverbot, späteres 
Wiedereinreiserecht usw.) zu berücksichtigen sind (BGE 137 I 247 E. 4.2.3; BGer 
2C_792/2013 vom 11.2.2014, E. 5.1, je mit Hinweisen). Wie die POM zutreffend 
erkannt hat, befindet sich die knapp dreijährige B.________ in einem 
anpassungsfähigen Alter und verfügt in der Schweiz, ausser zu ihrer Mutter, über keine 
engen familiären Beziehungen; ihren leiblichen Vater kennt sie nicht und die Beziehung 
zu den Grosseltern fällt auch bei ihr nicht ins Gewicht (vgl. E. 4.4.3 hiervor). Mit der 
POM ist damit anzunehmen, dass es ihr ohne weiteres zumutbar ist, ihrer sorge- und 
obhutsberechtigten Mutter ins Ausland zu folgen. Dass der nicht bekannte leibliche 
Vater von B.________ möglicherweise über ein gefestigtes Anwesenheitsrecht in der 
Schweiz – darunter das Schweizer Bürgerrecht – verfügt (vgl. Beschwerde, S. 5), ist in 
diesem Zusammenhang ohne Bedeutung. Für diesen rein hypothetischen Sachverhalt 
– der ehemalige Freund sowie der Exmann der Beschwerdeführerin 1 scheiden 
offenbar beide als Vater aus und weitere potentielle Erzeuger sind nicht bekannt (vgl. 
Beschwerde, S. 5; Vorakten POM, pag. 29; Beilage 18 zur Beschwerde vom 
16.4.2012) – sind keinerlei Anhaltspunkte vorhanden; auf bloss theoretisch mögliche 
Tatsachen kann nicht abgestellt werden. Es wäre im Rahmen der ihr obliegenden 
Mitwirkungspflicht (Art. 90 AuG; vgl. auch Art. 20 VRPG) an der Beschwerdeführerin 1, 
den Vater ihrer Tochter zu benennen und ein gefestigtes Anwesenheitsrecht sowie ein 
entsprechendes Besuchsrecht geltend zu machen, zumal es sich hierbei um einen 
Umstand aus ihrem Lebensbereich handelt, welchen nur sie selber kennt, die 
kantonale Behörde dagegen ohne ihre Mitwirkung nicht ermitteln kann. Kommt sie 
dieser Obliegenheit nicht nach, ist die Behörde nicht gehalten, weitere Abklärungen zu 
treffen (vgl. BVR 2010 S. 541 E. 4.2.3 mit weiteren Hinweisen). Soweit die 
Beschwerdeführerinnen mit ihrem Hinweis, «von Amtes wegen müsste nun die 
Erwachsenen- und Kindesschutzbehörde die Vaterschaft über die 
Beschwerdeführerin 2 etablieren» (Beschwerde, S. 5), implizit einen Beweisantrag auf 
Feststellung der Vaterschaft stellen, wird dieser damit abgewiesen. Im Übrigen werden 
von Art. 8 EMRK bzw. Art. 13 Abs. 1 BV ohnehin nur nahe, echte und tatsächlich ge-
lebte familiäre Beziehungen geschützt (vgl. etwa BGE 139 I 330 E. 2.1), wie sie 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 06.06.2014, Nr. 100.2013.277U, Seite 19

vorliegend unstrittig nicht gegeben sind. Ob die (nur) von der Mutter abgeleitete 
Niederlassungsberechtigung der Beschwerdeführerin 2 (vgl. vorne E. 2.1) überhaupt 
ein (eigenes) gefestigtes Anwesenheitsrecht im Sinn der erwähnten Rechtsprechung 
zu den Eingriffsvoraussetzungen darstellt, wie die POM annimmt, braucht unter diesen 
Umständen nicht entschieden zu werden. Die POM hat so oder anders den familiären 
Interessen am Verbleib der Beschwerdeführerin 1 und ihrer Tochter in der Schweiz 
richtigerweise kein bedeutendes Gewicht beigemessen. 

4.5 Mit Blick auf die privaten Interessen ist festzuhalten, dass die gesamte 
Anwesenheitsdauer der Beschwerdeführerin 1 zwar nicht mehr als kurz bezeichnet 
werden kann, deren Integration aber insgesamt nicht gelungen ist. Es stehen der 
Rückkehr in die Dominikanische Republik bzw. nach Chile keine unüberwindbaren 
Hindernisse entgegen; den in familiärer Hinsicht angesichts der 
Entfernungsmassnahme drohenden Nachteilen kommt keine wesentliche Bedeutung 
zu. 

5. 

5.1 Die Abwägung der massgeblichen öffentlichen und privaten Interessen ergibt 
Folgendes: Die Beschwerdeführerin 1 hat ihrem damaligen Freund von März bis 
September 2010 dabei geholfen, rund 3 Kilogramm Kokaingemisch einzuführen und zu 
befördern sowie mindestens 50 Gramm Kokain zu verkaufen; ausserdem liess sie 
diesen in ihrer Wohnung 117 Gramm Kokaingemisch besitzen und aufbewahren. Sie 
wurde deswegen sowie wegen Widerhandlungen gegen das AuG unter anderem zu 
einer bedingten Freiheitsstrafe von 20 Monaten verurteilt, was ein schweres Ver-
schulden und eine erhebliche kriminelle Energie zum Ausdruck bringt. Die 
schwerwiegende Straffälligkeit der Beschwerdeführerin 1 begründet ein gewichtiges 
öffentliches Interesse an der Beendigung ihrer Anwesenheit in der Schweiz. Hinzu 
kommt weiteres deliktisches Verhalten: Nachdem die Beschwerdeführerin 1 bereits als 
Jugendliche strafrechtlich in Erscheinung getreten war, haben sie auch die erwähnte 
Verurteilung sowie der bedingt gewährte Strafvollzug nicht davon abgehalten, erneut 
zu delinquieren. Insbesondere der während laufender Probezeit begangene Diebstahl 
verleiht dem öffentlichen Interesse an der Fernhaltung zusätzliches Gewicht. Es kann 
unter diesen Umständen eine Rückfallgefahr nicht ausgeschlossen werden, was 
angesichts der schweren Delinquenz nicht hingenommen werden muss. Die Interessen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 06.06.2014, Nr. 100.2013.277U, Seite 20

an einem Verbleib der Beschwerdeführerin 1 und ihrer Tochter in der Schweiz haben 
dagegen zurückzustehen: Zwar erscheint die Zeit, welche die Beschwerdeführerin 1 
insgesamt in der Schweiz verbracht hat, nicht mehr als kurz; sie hat aber die 
prägenden Jahre der Kindheit und Jugend grösstenteils nicht in der Schweiz verbracht 
und sich nicht nur wegen ihrer erheblichen Straffälligkeit, sondern auch in beruflich-
wirtschaftlicher Hinsicht nicht der Aufenthaltsdauer entsprechend integrieren können. 
Es ist der Beschwerdeführerin 1 sodann insbesondere die Rückkehr in die 
Dominikanische Republik zumutbar; alternativ fällt auch ein Leben in Chile in Betracht. 
Ins Gewicht fällt hier, dass sie prägende Abschnitte ihres Lebens in der 
Dominikanischen Republik verbracht hat, abgesehen von der Sprache auch mit den 
dortigen kulturellen und gesellschaftlichen Gepflogenheiten nach wie vor vertraut ist 
und mit der Grossmutter mütterlicherseits, bei welcher sie aufgewachsen ist, eine enge 
Verwandte von ihr dort lebt. Angesichts dieser Verbundenheit mit der Dominikanischen 
Republik dürften ihr auch die Verhältnisse in Chile nicht gänzlich fremd sein; 
ausserdem lebt dort ihre Grossmutter väterlicherseits. Es ist zwar nicht von der Hand 
zu weisen, dass für sie als alleinerziehende Mutter eine (Wieder-)Eingliederung in der 
Heimat insbesondere in wirtschaftlich-beruflicher Hinsicht nicht einfach sein dürfte. Es 
ist aber nicht davon auszugehen, dass sie dort aufgrund ihrer Situation ernsthaften 
Schwierigkeiten ausgesetzt wäre; den Verlust der hier wohl allgemein einfacheren 
Lebensbedingungen und gegebenenfalls auch besseren sozialen Strukturen hat sie 
sich selber zuzuschreiben. Es dürften ihr immerhin die hier absolvierten Praktika und 
Kurse den Einstieg ins Erwerbsleben erleichtern. Schliesslich stehen der Rückkehr 
auch keine bedeutenden familiären Verhältnisse entgegen. Es ist zwar von der Ent-
fernungsmassnahme gegen die Beschwerdeführerin 1 auch deren dreijährige Tochter 
mitbetroffen. Dieser ist es aber insbesondere angesichts ihres anpassungsfähigen 
Alters ohne weiteres zumutbar, ihrer sorge- und obhutsberechtigten Mutter ins Ausland 
zu folgen. Der Widerruf der Niederlassungsbewilligungen und die Wegweisung der 
Beschwerdeführerinnen aus der Schweiz erweisen sich somit auch im Licht von Art. 8 
EMRK bzw. Art. 13 Abs. 1 BV – diese sind vorliegend gar nicht erst betroffen – sowie 
der KRK als verhältnismässig. 

5.2 Zu keinem anderen Schluss führt der Hinweis der Beschwerdeführerinnen auf 
BGE 139 I 16, vor dessen Hintergrund die Interessenabwägung vorliegend zu ihren 
Gunsten ausfallen solle (vgl. Beschwerde, S. 8 ff.). Das Bundesgericht beurteilte in 
jenem Fall die Entfernungsmassnahme gegen einen hier niederlassungsberechtigten 
25-jährigen Mazedonier als unverhältnismässig, welcher wegen qualifizierter 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 06.06.2014, Nr. 100.2013.277U, Seite 21

Widerhandlung gegen das BetmG zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 18 Monaten 
verurteilt worden war. Abgesehen davon, dass bereits das Strafmass tiefer als bei der 
Beschwerdeführerin 1 ausfiel, hat sich der betroffene Ausländer sowohl vor wie auch 
nach seiner Verurteilung strafrechtlich nichts zuschulden kommen lassen; ausserdem 
standen weder Sozialhilfeabhängigkeit noch betreibungsrechtliche Auffälligkeiten zur 
Diskussion. Er hielt sich sodann bereits seit dem siebten Lebensjahr in der Schweiz 
auf, hatte hier die Schulen besucht und nach einer Anlehre als Maler und 
Erwerbstätigkeit zusammen mit seinem Vater ein eigenes Malergeschäft gegründet; 
zudem war er mit einer hier geborenen, niederlassungsberechtigten Landsfrau verlobt, 
verfügte im Heimatland – anders als in der Schweiz – über keine Verwandten und 
beherrschte auch die dortige Landessprache nicht. Die dem angerufenen Entscheid 
zugrunde liegende Konstellation unterscheidet sich damit – selbst wenn kein Kleinkind 
von der Entfernungsmassnahme mitbetroffen war (vgl. Beschwerde, S. 9 f.) – sowohl 
hinsichtlich der öffentlichen wie auch der privaten Interessen grundlegend vom 
vorliegenden Fall; ein abweichendes Ergebnis der Verhältnismässigkeitsprüfung ist 
somit gerechtfertigt. 

5.3 Die Beschwerde erweist sich somit als unbegründet und ist abzuweisen. Da die 
von der Vorinstanz angesetzte Ausreisefrist abgelaufen ist, ist praxisgemäss eine neue 
festzulegen. Mit Rücksicht auf die bis im Sommer 2014 dauernde Vorlehre (vgl. vorne 
E. 4.3.1) ist diese Frist ausnahmsweise sehr grosszügig zu bemessen. 

6.

Bei diesem Ausgang des Verfahrens werden die Beschwerdeführerinnen grundsätzlich 
kostenpflichtig und haben keinen Anspruch auf Parteikostenersatz (Art. 108 Abs. 1 und 
3 i.V.m. Art. 104 Abs. 1 VRPG). Sie haben indessen für das verwaltungsgerichtliche 
Verfahren um unentgeltliche Rechtspflege ersucht. 

6.1 Auf Gesuch hin befreit die Verwaltungsjustizbehörde eine Partei von den 
Verfahrenskosten, wenn sie ihre Prozessbedürftigkeit nachweist und das Verfahren 
nicht von vornherein aussichtslos ist (Art. 111 Abs. 1 VRPG; vgl. auch Art. 117 der 
Schweizerischen Zivilprozessordnung vom 19. Dezember 2008 [Zivilprozessordnung, 
ZPO; SR 272]). Ein Prozess ist nicht aussichtslos, wenn berechtigte Hoffnung besteht, 
ihn zu gewinnen, das heisst wenn Gewinnaussichten und Verlustgefahren sich 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 06.06.2014, Nr. 100.2013.277U, Seite 22

ungefähr die Waage halten oder jene nur wenig geringer sind als diese. Als 
aussichtslos sind nach der bundesgerichtlichen Praxis demgegenüber 
Prozessbegehren anzusehen, bei denen die Gewinnaussichten beträchtlich geringer 
sind als die Verlustgefahren und deshalb kaum als ernsthaft bezeichnet werden 
können. Massgebend ist dabei, ob eine Partei, die über die nötigen Mittel verfügt, sich 
bei vernünftiger Überlegung zu einem Prozess entschliessen oder aber davon absehen 
würde; eine Partei soll einen Prozess, den sie auf eigene Rechnung und Gefahr nicht 
führen würde, nicht deshalb austragen können, weil er sie nichts kostet (BVR 2008 
S. 97 E. 5.2; BGE 129 I 129 E. 2.3.1, 128 I 225 E. 2.5.3).

6.2 Diese Voraussetzungen sind hier erfüllt: Angesichts der Sozialhilfeabhängigkeit 
der Beschwerdeführerin 1 (vgl. vorne E. 4.3.1) ist ohne weiteres von ihrer 
Prozessbedürftigkeit auszugehen. Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde kann sodann 
angesichts der vorliegend insgesamt auf dem Spiel stehenden öffentlichen und 
privaten Interessen nicht als von vornherein aussichtslos bezeichnet werden. Der 
Beizug eines Rechtsvertreters erscheint hinsichtlich der sich stellenden Fragen als 
sachlich geboten. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist daher gutzuheissen 
und den Beschwerdeführerinnen ist für das verwaltungsgerichtliche 
Beschwerdeverfahren ihr Rechtsanwalt als amtlicher Anwalt beizuordnen. 

6.3 Die Verfahrenskosten sind demnach unter Vorbehalt der Nachzahlungspflicht 
der Beschwerdeführerinnen vorläufig vom Kanton Bern zu tragen (Art. 113 VRPG 
i.V.m. Art. 123 ZPO). In Bezug auf die Parteikosten gibt die Kostennote des 
Rechtsanwalts vom 14. Mai 2014 im Licht von Art. 104 Abs. 1 VRPG i.V.m. Art. 41 
Abs. 3 des Kantonalen Anwaltsgesetzes vom 28. März 2006 (KAG; BSG 168.11) und 
Art. 1 und 11 ff. der Verordnung vom 17. Mai 2006 über die Bemessung des Partei-
kostenersatzes (PKV; BSG 168.811) zu keinen Bemerkungen Anlass. Entsprechend ist 
der tarifmässige Parteikostenersatz auf Fr. 4'270.--, zuzüglich Fr. 57.-- Auslagen und 
Fr. 346.15 MWSt (8 % von Fr. 4'327.--), insgesamt Fr. 4'673.15, festzusetzen. Die 
amtliche Entschädigung ist bei einem massgeblichen Zeitaufwand von 17.08 Stunden 
gestützt auf Art. 112 Abs. 1 VRPG i.V.m. Art. 42 KAG und Art. 1 der Verordnung vom 
20. Oktober 2010 über die Entschädigung der amtlichen Anwältinnen und Anwälte 
(EAV; BSG 168.711) auf Fr. 3'416.-- (17.08 x 200.--) zuzüglich Fr. 57.-- Auslagen und 
Fr. 277.85 MWSt (8 % von Fr. 3'473.--), insgesamt Fr. 3'750.85, festzusetzen. Der 
Rechtsvertreter ist vorerst aus der Gerichtskasse zu entschädigen. Die 
Beschwerdeführerinnen sind gegenüber dem Kanton bzw. dem Rechtsvertreter zur 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 06.06.2014, Nr. 100.2013.277U, Seite 23

Nachzahlung verpflichtet, sobald er dazu in der Lage ist (Art. 113 VRPG i.V.m. Art. 42a 
Abs. 2 KAG und Art. 123 ZPO).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. Den Beschwerdeführerinnen wird eine neue 
Ausreisefrist gesetzt auf den 31. Juli 2014. 

2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird gutgeheissen. 

3. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf eine 
Pauschalgebühr von Fr. 2'500.--, werden den Beschwerdeführerinnen auferlegt. Die 
Kosten trägt vorerst der Kanton Bern. Vorbehalten bleibt die Nachzahlungspflicht 
der Beschwerdeführerinnen.

4. Für das Verfahren vor dem Verwaltungsgericht wird den Beschwerdeführerinnen 
Rechtsanwalt Stephan Schmidli, Bern, als amtlicher Anwalt beigeordnet. Der 
tarifmässige Parteikostenersatz wird in diesem Verfahren auf Fr. 4'673.15 (inkl. 
Auslagen und MWSt) festgesetzt. Davon wird Rechtsanwalt … aus der 
Gerichtskasse eine auf Fr. 3'750.85 (inkl. Auslagen und MWSt) festgesetzte 
Entschädigung vergütet. Vorbehalten bleibt die Nachzahlungspflicht der 
Beschwerdeführerinnen.

5. Zu eröffnen:
- den Beschwerdeführerinnen
- der Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern 
- der Einwohnergemeinde Bern 
- dem Bundesamt für Migration 

Das präsidierende Mitglied: Die Gerichtsschreiberin:

i.V.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 06.06.2014, Nr. 100.2013.277U, Seite 24

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begründung beim 
Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 
gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das 
Bundesgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.