# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3a0f1034-fa0f-5d38-b76e-29db303c1ef5
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-06-24
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 2. Kammer 24.06.2020 II 2020 25
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_002_II-2020-25_2020-06-24.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer II

II 2020 25

Entscheid vom 24. Juni 2020 

Besetzung lic.iur. Achilles Humbel, Präsident
Dr.oec. Andreas Risi, Richter
Dr.iur. Frank Lampert, Richter
MLaw Aaron Steiner, a.o. Gerichtsschreiber

Parteien A.________,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwältin MLaw B.________,

gegen

Ausgleichskasse Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53, 
6431 Schwyz,
Vorinstanz,

Gegenstand Alters- und Hinterlassenenversicherung (Beitragsstatus und 
Beiträge 2013-2019; Verzugszinsen Beiträge 2013-2017)

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Sachverhalt:

A. Mit Verfügung vom 28. Dezember 2018 erliess die Ausgleichskasse 
Schwyz für A.________ (geboren 9.1.1959) und C.________ (geboren 
24.11.1955) je einzeln eine Beitragsverfügung für Nichterwerbstätige für das Jahr 
2013. In beiden Verfügungen wurde der Maximalbeitrag für Nichterwerbstätige im 
Jahr 2013 von Fr. 24'000.-- verfügt, gleichzeitig wurden Verzugszinsen von je 
Fr. 6'293.-- und Verwaltungskosten von je Fr. 1'200.-- verfügt. Grundlage der Ver-
fügung waren die von der Steuerverwaltung übermittelten Daten; um einer allfäl-
ligen Verjährung der Beiträge für das Jahr 2013 entgegenzuwirken, wurde der 
Maximalbetrag für Nichterwerbstätige verfügt (AK-act. FMP 2 und 3; AK-act. FM 
2 und 3).

B. Am 8. Januar 2019 verfügte die Ausgleichskasse Schwyz die folgenden 
provisorischen Beiträge für die Jahre 2014 bis 2019 (AK-act. FMP 7-12 und 19-

22; AK-act. FM 8-13 und 21-24):

    A.________  C.________

Jahr prov. Beitragshöhe Verzugszins prov. Beitragshöhe Verzugszins

2014 Fr. 23'505.70 Fr. 4'727.25 Fr. 24'810.65 Fr. 4'989.70

2015 Fr. 23'505.70 Fr. 3'551.95 Fr. 24'291.55 Fr. 3'670.70

2016 Fr. 23'408.90 Fr. 2'366.90 Fr. 24'772.15 Fr. 2'504.75

2017 Fr. 23'408.90 Fr. 1'196.45 Fr. 24'772.15 Fr. 1'266.15

2018 Fr. 23'408.90 ̶̶ Fr. 24'772.15 ̶

2019 Fr. 25'305.00 ̶ Fr. 23'195.85 ̶

Bereinigt und unter Berücksichtigung der bereits bezahlten Beiträge ergab sich 

folgende Zusammenstellung (AK-act. FMP 13-18; AK-act. FM 14-20):
A.________ C.________

Jahr bereinigter Beitrag bereinigter Beitrag

2013 Fr. 30'084.80 Fr. 31'493.00

2014 Fr. 28'232.95 Fr. 29'800.35

2015 Fr. 27'057.65 Fr. 27'962.25

2016 Fr. 25'775.80 Fr. 27'276.90

2017 Fr. 24'605.35 Fr. 26'038.30

2018 Fr. 23'408.90 Fr. 24'772.15

C. Mit Eingabe vom 25. Januar 2019 erhoben A.________ und C.________ 
rechtzeitig Einsprache gegen sämtliche Verfügungen vom 28. Dezember 2018 

und vom 8. Januar 2019 (AK-act. FMP 24; AK-act. FM 26).

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D. Am 9. Januar 2020 entschied die Ausgleichskasse Schwyz wie folgt (Ein-
spracheentscheid Nr. 1033+1034/19): 

1. Die beiden Einspracheverfahren Nr. 1033/19 und 1034/19 werden vereinigt.

2. Die Einsprachen vom 25. Januar 2019 werden im Sinne der Erwägungen 
abgewiesen.

3. Die Verfügungen vom 8. Januar 2019 und 6. Februar 2019 sowie die 
Verfügung vom 28. Dezember 2018 betreffend die Ehefrau werden bestätigt.

4. Die Verfügung vom 28. Dezember 2018 betreffend den Ehemann wird von 
Amtes wegen korrigiert: Die vom Ehemann zu entrichtenden Beiträge für 
Nichterwerbstätige für das Jahr 2013 werden auf Fr. 24'046.45 (inkl. 
Verfahrenskosten) und die für diese Beitragsnachforderung anfallenden 
Verzugszinsen auf Fr. 6'004.95 reduziert.

5. Das Verfahren ist kostenlos.

6. (Rechtsmittelbelehrung)

E. Gegen den Einspracheentscheid vom 9. Januar 2020 liessen die Be-
schwerdeführer rechtzeitig am 12. Februar 2020 (= Posteingang am Verwal-

tungsgericht) Beschwerde einreichen mit den folgenden Anträgen (Beschwerde 

S. 2):

1. Es sei der Einspracheentscheid der Ausgleichskasse Schwyz vom 9. Januar 
2020 betreffend die Beitragsjahre 2013 bis 2019 aufzuheben.

2. Es sei festzustellen, dass der Beschwerdeführer 1 im AHV-beitragsrechtlichen 
Sinne seit dem 01. Januar 2013 der Beitragspflicht von Erwerbstätigen 
untersteht und er nicht rückwirkend ab dem 01. Januar 2013 der 
Beitragspflicht von Nichterwerbstätigen zu unterstellen ist, mithin mit Wirkung 
ab dem 01. Januar 2013 kein Statuswechsel bzw. keine Qualifizierung des 
Beschwerdeführers 1 als Nichterwerbstätiger zu erfolgen hat.

3. Es sei festzustellen, dass die Beschwerdeführerin 2 im AHV-beitrags-
rechtlichen Sinne seit dem 01. Januar 2013 im Sinne von Art. 3 Abs. 3 lit. a 
AHVG von der Beitragspflicht befreit ist und sie nicht rückwirkend ab dem 01. 
Januar 2013 der Beitragspflicht von Nichterwerbstätigen zu unterstellen ist, 
mithin mit Wirkung ab dem 01. Januar 2013 kein Statuswechsel bzw. keine 
Qualifizierung des Beschwerdeführerin 2 als Nichterwerbstätige zu erfolgen 
hat.

4. Eventualiter sei in Aufhebung des vorinstanzlichen Einspracheentscheids vom 
09. Januar 2020 die Angelegenheit zur Neuprüfung an die Vorinstanz 
zurückzuweisen.

5. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Vorinstanz.

F. Mit Vernehmlassung vom 11. März 2020 beantragt die Vorinstanz, die Be-
schwerde sei abzuweisen und verweist im Wesentlichen auf den Einspracheent-

scheid vom 9. Januar 2020.

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G. Mit Stellungnahme vom 1. April 2020 führen die Beschwerdeführer aus, 
dass an der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vollumfänglich festgehalten werde.  

Die Vorinstanz verzichtet mit Eingabe vom 14. April 2020 auf eine weitere Stel-

lungnahme. 

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Alters- und Hinterlassenenver-
sicherung (AHVG, SR 831.10) bestimmt, dass die Bestimmungen des Bundes-
gesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversiche-
rungsrechts (ATSG) grundsätzlich auf die im ersten Teil geregelte Alters- und 
Hinterlassenenversicherung (AHV) und damit auf Art. 1a AHVG bis 101ter AHVG 
anwendbar sind (vgl. Kieser, Rechtsprechung zur AHV, 3.A., Art. 1 AHVG N 2). 

1.2 Nach Art. 52 Abs. 1 ATSG kann gegen Verfügungen innerhalb von 30 Ta-
gen bei der verfügenden Stelle Einsprache erhoben werden. Gegen Einspra-
cheentscheide kann innerhalb von 30 Tagen nach der Eröffnung des Einspra-
cheentscheides beim kantonalen Versicherungsgericht bzw. im Kanton Schwyz 
beim Verwaltungsgericht Beschwerde erhoben werden (vgl. Art. 56, 57 und 60 
ATSG, i.V.m. § 16 Abs. 2 des kantonalen Justizgesetzes, JG, SRSZ 231.110; 
siehe auch § 20 Abs. 1 des kantonalen Einführungsgesetzes zum AHVG und 
IVG, EGzAHVG/IVG, SRSZ 362.100).

1.3 Das Verfahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht bestimmt sich 
(unter Vorbehalt von Art. 1 Abs. 3 VwVG) nach Art. 61 ATSG grundsätzlich nach 
kantonalem Recht, wobei es den in Art. 61 lit. a bis lit. i ATSG enthaltenen Anfor-
derungen zu genügen hat (hinsichtlich der Anwendung des kantonalen Verwal-
tungsrechtspflegegesetzes, siehe auch § 20 Abs. 2 EGzAHVG/IVG).

2.1.1  Der AHV-Beitragspflicht unterliegt grundsätzlich, wer obligatorisch - bzw. 
freiwillig - versichert ist. Obligatorisch versichert sind nach Art. 1a Abs. 1 lit. a 
AHVG die natürlichen Personen, die in der Schweiz ihren zivilrechtlichen Wohn-
sitz haben. Gemäss Art. 1a Abs. 1 lit. b AHVG sind auch die natürlichen Perso-
nen versichert, die in der Schweiz eine Erwerbstätigkeit ausüben (auch wenn sie 
nicht hier wohnen, vgl. Maurer/ Scartazzini/ Hürzeler, Bundessozialversiche-
rungsrecht, 3.A., S. 101, N 30). 

2.1.2  Für Nichterwerbstätige beginnt die Beitragspflicht am 1. Januar nach Voll-
endung des 20. Altersjahres und dauert bis zum Ende des Monats, in welchem 
Frauen das 64. und Männer das 65. Altersjahr vollendet haben (vgl. Art. 3 Abs. 1 

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Satz 2 AHVG). Die Beiträge der Nichterwerbstätigen, für die nicht der jährliche 
Mindestbeitrag von aktuell 409 Franken (Art. 10 Abs. 2 AHVG; bzw. Fr. 496.-- 
AHV/IV/EO insgesamt) vorgesehen ist, bemessen sich nach Art. 28 Abs. 1 AHVV 
aufgrund ihres Vermögens und Renteneinkommens. Ist eine verheiratete Person 
als Nichterwerbstätige beitragspflichtig, so bemessen sich ihre Beiträge aufgrund 
der Hälfte des ehelichen Vermögens und Renteneinkommens (Art. 28 Abs. 4 
Satz 1 AHVV).

2.1.3  Für verheiratete Personen gilt nach Art. 3 Abs. 3 lit. a AHVG eine Beson-
derheit: Die eigenen Beiträge gelten als bezahlt, sofern der Ehegatte Beiträge 
von mindestens der doppelten Höhe des Mindestbeitrages bezahlt hat, insbe-
sondere bei nichterwerbstätigen Ehegatten von erwerbstätigen Versicherten. Mit 
diesem Gesetz schuf der Gesetzgeber eine Privilegierung von Ehepaaren, wel-
che zusammenhängt mit der Regelung, dass Einkommen während der Ehedauer 
gesplittet und den Ehegatten je zur Hälfte angerechnet werden. Diese Regelung 
gilt dort nicht, wo beide Ehegatten nichterwerbstätig sind, oder der erwerbstätige 
Ehegatte weniger bezahlt als den doppelten Mindestbeitrag, oder der nichter-
werbstätige Ehegatte nicht versichert ist (vgl. Kieser in: Schweizerisches Bun-
desverwaltungsrecht, Bd. XIV, 3.A., S. 1229, N 167 mit Hinweisen).

2.2.1  Als nichterwerbstätig gelten Personen, die entweder keine Erwerbstätigkeit 
ausüben oder aber Personen, die zwar erwerbstätig sind, diese Erwerbstätigkeit 
jedoch nicht dauernd voll ausüben und damit in einem Kalenderjahr nicht min-
destens die Hälfe des Minimalbeitrages abgeben (vgl. Art. 10 Abs. 1 AHVG 
i.V.m. Art. 28bis AHVV). 

2.2.2  Die Kategorie der nicht dauernd voll Erwerbstätigen sind zum einen durch 
eine Dauer der Erwerbstätigkeit von weniger als neun Monaten pro Kalenderjahr 
oder andererseits durch weniger als die Hälfte der üblichen Arbeitszeit charakte-
risiert (vgl. Wegleitung über die Beiträge der Selbständigerwerbenden und Nich-
terwerbstätigen in der AHV, IV und EO (zit. WSN), vom 1.1.2008, Stand 1.1.2020 
Rz. 2039). Es sind also Personen, die zwar dauernd, aber nicht voll, oder zwar 
voll, aber nicht dauernd erwerbstätig sind. Diese Personen müssen unter Um-
ständen, nach Vornahme einer Vergleichsrechnung, Beiträge wie Nichterwerbs-
tätige leisten (Rz. 2033 WSN). Das Nichtvorhandensein einer dieser Vorausset-
zungen (dauernd/voll) reicht schon aus, um von Nichterwerbstätigkeit auszuge-
hen. Die Erwerbstätigkeit dieser Personen ist also in zeitlicher und masslicher 
Hinsicht von untergeordneter Rolle.

2.2.3  Wenn Personen als nicht dauernd voll erwerbstätig eingestuft werden, 
muss eine Vergleichsrechnung zwischen den eingezahlten Beiträgen und der 

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Hälfte des hypothetischen Beitrags aufgrund der Vermögens- und Rentenver-
hältnisse vorgenommen werden, ist der hypothetische Beitrag höher, so gilt die 
Person als nichterwerbstätig (Art. 28bis AHVV; Rz. 2041 ff. WSN).

2.3.1  Im Falle eines im Vorruhestandsurlaub befindlichen Angehörigen des 
Grenzwachtkorps erwog das Bundesgericht, dass auch jene Personen als Nich-
terwerbstätige gelten, deren Erwerbstätigkeit in zeitlicher und masslicher Hinsicht 
nur unbedeutend ist (sogenannte Schwergewichtsmethode; BGE 139 V 12 
Erw. 4.2). Die Frage, ob ein Beitragspflichtiger überhaupt erwerbstätig ist, beur-
teilt sich nicht nach der Höhe der Beiträge nach Art. 10 Abs. 1 AHVG, sondern 
nach den tatsächlichen wirtschaftlichen Gegebenheiten (BGE 139 V 12 Erw. 5.2). 

2.3.2  Die bundesgerichtliche Rechtsprechung hält zur Qualifikation von Arbeits-
leistungen, welche ohne signifikanten oder gänzlich ohne Lohn geleistet werden 
und/oder wenn zusätzlich Teile der Arbeit nicht nur auf Erwerbsabsicht ausgelegt 
sind, folgendes fest: Zur Beurteilung der Frage, ob volle Erwerbstätigkeit gege-
ben ist, ist überall dort, wo nicht (nur) eine Erwerbsabsicht verfolgt, die Tätigkeit 
vielmehr (auch) als gemeinnütziges Ehrenamt oder aus persönlichem Interesse 
versehen wird, nicht die gesamte zeitliche Inanspruchnahme massgebend; der 
Zeitaufwand ist vielmehr nur im Umfang seiner Erwerbsorientierung zu berück-
sichtigen. Damit bei Betätigungen, denen sowohl eine ehrenamtliche wie auch 
eine erwerbliche Motivation zugrundeliegen, von voller Erwerbstätigkeit im Sinne 
von Art. 28bis Abs. 1 AHVV ausgegangen werden kann, muss für einen Teil, der 
mindestens der halben üblichen Arbeitszeit entspricht, Erwerbsabsicht zum Aus-
druck kommen. Dies geschieht in Form eines angemessenen Verhältnisses zwi-
schen Leistung und Entgelt. Im Bereich der Selbständigkeit darf die volle Er-
werbstätigkeit tatsächlich nicht schon aufgrund eines einfachen Vergleichs der 
erzielten Gewinne mit dem Durchschnittsverdienst aus einer entsprechenden un-
selbständigen Erwerbstätigkeit verneint werden, wo eine selbständige Betätigung 
erst nach längerer Zeit zu Einkünften führt oder vorübergehende Ertragsein-
brüche, Investitionen, Amortisationen oder Veränderungen im wirtschaftlichen 
Umfeld etc. die betriebliche Rechnung negativ beeinflussen. Sofern die tatsächli-
chen wirtschaftlichen Gegebenheiten nicht auf Nichterwerbstätigkeit, bloss vor-
gegebene Erwerbstätigkeit oder Erwerbstätigkeit unbedeutenden Umfangs 
schliessen lassen, ist die Erwerbsabsicht nicht in Frage gestellt. Das gilt auch für 
den (unselbständigerwerbenden) mitarbeitenden Alleinaktionär, der infolge 
schlechter Liquiditätslage teilweise auf sein Gehalt verzichtet. Von diesen Fällen 
unterscheidet sich das (Teil-)Ehrenamt oder etwa eine Tätigkeit kultureller Art, 
die sich vorwiegend als Liebhaberei darstellt, erheblich; denn hier wahrt der Ein-
kommens (teil)verzicht nicht die Aussichten, mit der gleichen Tätigkeit künftig ei-

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nen Erwerb erzielen zu können (BGE 140 V 338 Erw. 2.2.2, 2.2.3 und 2.3.1). In 
diesem Fall ging es um die Qualifikation bei gemischt ehrenamtlicher und er-
werbstätiger Arbeit einer Stiftungspräsidentin, die nicht nachzuweisen vermochte, 
dass bezüglich des von ihr zusätzlich geleisteten Pensums eine Erwerbstätigkeit 
und nicht etwa ehrenamtlicher Mehraufwand vorlag. 

2.3.3  Im Urteil des Bundesgerichtes 9C_428/2016 vom 22. Mai 2017 ging es um 
einen selbständigen Anwalt und Notar, der nachträglich als Nichterwerbstätiger 
respektive dessen Tätigkeit als Anwalt und Notar nachträglich als "Nebenerwerb" 
eingestuft wurde; dies aufgrund der Tatsache, dass er zwar einer Kanzlei ange-
schlossen war, er aber gleichzeitig noch mit seiner Ehefrau zusammen Kollektiv-
gesellschafter zu je 50 % einer Gesellschaft war, welche ein Hotel und zwei Re-
staurants betrieb, die aber konstant Verluste erwirtschaftete, sodass der Anwalt 
und Notar jeweils nur den Mindestbeitrag bei der Ausgleichskasse abliefern 
musste. Unter anderem bestätigte das Bundesgericht die vorerwähnten Erwä-
gungen und führte aus, wenn eine üblicherweise erwerbliche Tätigkeit auf Dauer 
ohne Gewinn ausgeübt werde, so lasse das Ausbleiben des finanziellen Erfolges 
regelmässig auf das Fehlen erwerblicher Zielsetzung schliessen; denn wer wirk-
lich eine Erwerbstätigkeit ausübe, werde sich in der Regel nach längeren berufli-
chen Misserfolgen von der Zwecklosigkeit seines Unterfangens überzeugen und 
die betreffende Tätigkeit aufgeben (Erw. 3.3.2). 

Bezüglich des Zeitraums in welchem Gewinn erzielt werden soll, äusserte sich 
das Bundesgericht wie folgt: Der Zeitraum, innert welchem zwingend Gewinne zu 
erwirtschaften sind, damit noch von einer Gewinnerzielungsabsicht ausgegangen 
werden kann, lässt sich nicht generell festlegen. Auch bei der im Steuerrecht 
mitunter herangezogenen 10-Jahres-Frist handelt es sich nur um eine grobe 
Faustregel. Im Einzelfall sind die Art der Tätigkeit und die konkreten Verhältnisse 
(wie beispielsweise die Gegebenheiten am Markt) entscheidend (Urteil des Bun-
desgerichtes 9C_427/2016 vom 22.5.2017 Erw. 4.2.4).

Auch für den Fall von nachträglich gemeldetem Einkommen, welches in keinem 
Verhältnis zum behaupteten Arbeitsaufwand und zur behaupteten Position stand, 
entschied das Bundesgericht, wie folgt: Richtig ist auch, dass dabei rechtspre-
chungsgemäss nicht die gesamte zeitliche Inanspruchnahme massgeblich ist, 
wenn nicht (nur) eine Erwerbsabsicht verfolgt, sondern die Tätigkeit etwa (auch) 
als gemeinnütziges Ehrenamt oder aus persönlichem Interesse versehen wird. 
Diesfalls ist der Zeitaufwand nur im Umfang seiner Erwerbsorientierung zu 
berücksichtigen. Für eine Qualifikation als erwerbstätig muss für einen Teil, der 
mindestens der halben üblichen Arbeitszeit entspricht, Erwerbsabsicht - in Form 
eines angemessenen Verhältnisses zwischen Leistung und Entgelt - zum Aus-

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druck kommen, wobei es bei der Bezeichnung für die Annahme einer vollen    
Erwerbstätigkeit um eine Rechtsfrage gehe (Urteil des Bundesgerichtes 
9C_699/2018 vom 25.3.2019 Erw. 3.2).

Der vorliegende Sachverhalt ist anhand dieser vom Bundesgericht entwickelten 
Kriterien zu prüfen.

3. Im vorliegenden Fall geht es um die Sozialversicherungsbeiträge der Be-
schwerdeführer für die Jahre 2013 bis 2019. Unbestritten und aktenmässig er-
stellt ist, dass

 im genannten Zeitraum von 2013 bis 2019 die Beschwerdeführer mitein-
ander verheiratet waren und ihren Wohnsitz immer in der Schweiz hatten,

 beide für diesen Zeitraum grundsätzlich nach Art. 3 Abs. 1 AHVG bei-
tragspflichtig waren, es sei denn, es liege eine Ausnahme nach Art. 3 
Abs. 3 lit. a AHVG für die Beschwerdeführerin vor,

 der Beschwerdeführer in den Jahren 2013 bis 2019 jeweils, basierend auf 
seinen gemeldeten Einkünften, Beiträge entrichtet hat (AK-act. FMP 23),

 der Beschwerdeführer in den Jahren 2013 bis 2019 dauernd erwerbstätig 
war (Verwaltungsratsmandat bei der M.F. AG und Vorstandsmitglieds-
chaft beim Verein zur Förderung der Wirtschaft und des Kulturschaffens) 
(AK-act. FMP 34; Beschwerde S. 8).

4.1 Zu prüfen ist vorliegend, ob der Beschwerdeführer als Erwerbstätiger 
(Standpunkt des Beschwerdeführers) oder Nichterwerbstätiger (Standpunkt der 
Vorinstanz) zu betrachten ist. Betreffend die Beschwerdeführerin hingegen ist er-
stellt, dass sie in den Jahren 2013 ff. nicht erwerbstätig bzw. nicht dauernd voll 
erwerbstätig war (vgl. Einspracheentscheid S. 8 Ziff. 13) und entsprechend als 
nichterwerbstätige Ehegattin zu gelten hat (vgl. Art. 3 AHVG, insbesondere Art. 3 
Abs. 3 lit. a AHVG; vorstehend Erw. 2.1.3). Ob sie von der Privilegierung des 
Ehegatten profitieren kann, hängt indes davon ab, ob dieser einerseits als Er-
werbstätiger zu qualifizieren ist und anderseits den doppelten Mindestbetrag, d.h. 
mindestens Fr. 818.-- (vgl. vorstehend Erw. 2.1.2) bezahlt hat. 

4.2 Die Vorinstanz führt in ihrem Einspracheentscheid vom 9. Januar 2020 im 
Wesentlichen aus, der Beschwerdeführer sei beitragspflichtig, er habe zwar dau-
ernd, wahrscheinlich aber nur in geringem Umfang gearbeitet. Zu dieser Er-
kenntnis gelangte die Vorinstanz aufgrund des IK-Auszugs (AK-act. FMP 23) des 
Beschwerdeführers. Dieser weist seit dem Jahr 2013 bis ins Jahr 2018 ein Ein-
kommen aus dem Verwaltungsratsmandat der M.F. AG in der Höhe von jährlich 
Fr. 10'666.-- aus und seit dem Jahr 2014 bis 2018 ein Honorar vom Verein zur 
Förderung der Wirtschaft, Schwyz in der Höhe von jährlich Fr. 5'000.-- aus (Ein-

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spracheentscheid, S. 6 Erw. 8.1). Aufgrund dieser relativ geringen abgerechne-
ten Bruttoeinkommen könne nicht von einem 50% Pensum ausgegangen werden 
(S. 8 Erw. 14.2). 

Der Beschwerdeführer stelle sich auf den Standpunkt, dass er seine Beitrags-
pflicht bereits erfüllt habe, weil er aufgrund seiner beiden Tätigkeiten den doppel-
ten Mindestbeitrag entrichtet habe. Gleichzeitig bringe er unter Verweis auf seine 
Tätigkeiten bei der D.________ und bei der E.________ vor, voll erwerbstätig zu 
sein. Bei der D.________ sei der Beschwerdeführer gemäss Handelsregister-
auszug Verwaltungsratsmitglied und seit dem 29. Juni 2018 Liquidator gewesen 
und bei der E.________ sei er Präsident des Verwaltungsrates. Bei beiden Fir-
men sei er gemäss eigenen Angaben zusätzlich Geschäftsführer gewesen 
(S. 8 f. Erw. 14.3 f.). 

Dass der Beschwerdeführer seit 2013 von keiner der beiden Firmen einen Lohn 
erhalten habe, stehe in grobem Missverhältnis zu den behaupteten Tätigkeiten. 
Die Erklärung des Beschwerdeführers, er habe Geld aus seinem Privatvermögen 
in die Firmen investieren müssen, lasse darauf schliessen, dass es sich hierbei 
um aus persönlichem Interesse ausgeführte Tätigkeiten handle. Hierfür spreche 
auch, dass er sich über viele Jahre hinweg noch nie einen Lohn habe ausbezah-
len lassen. Niemand mit Gewinnerzielungsabsichten verfolge über lange Zeit ei-
ne Tätigkeit, die nicht Gewinn abwerfe, wie es vorliegend der Fall sei (S. 9 
Erw. 14.5).

Daraus schloss die Vorinstanz, dass der Beschwerdeführer als nicht dauernd voll 
erwerbstätig zu qualifizieren sei, weshalb eine Vergleichsrechnung nach Art. 28bis 
Abs. 1 AHVV vorzunehmen sei. Die Vergleichsrechnung falle klar zugunsten der 
Nichterwerbstätigenbeiträge aus (S. 11 Erw. 17). Bezüglich Verwaltungskosten 
führte die Vorinstanz aus, sie sei berechtigt, Verwaltungskosten in der Höhe von 
5 % der Beitragssumme zu erheben und es seien keine Ausnahmen von diesem 
Grundsatz vorgesehen (S. 12 f. Erw. 19). Gleiches gelte bezüglich der Verzugs-
zinsen: diese seien ab dem 1. Januar nach Ablauf des Kalenderjahres, für wel-
ches die Beiträge geschuldet sind, zu entrichten, unabhängig der Gründe für den 
Verzug (S. 13 Erw. 20). Als Folge davon, dass der Beschwerdeführer nicht als 
dauernd voll erwerbstätig gelte und somit als Nichterwerbstätiger qualifiziert wer-
den müsse, könne die Beschwerdeführerin nicht von der Privilegierung nach 
Art. 3 Abs. 3 lit. a AHVG profitieren (Einspracheentscheid S. 9 Erw. 15). 

4.3 Die Beschwerdeführer bringen in der Beschwerde vom 10. Februar 2020 
zusammengefasst Folgendes vor: Der Beschwerdeführer sei fälschlicherweise 
als nichterwerbstätig qualifiziert worden und damit konsequenterweise seine Frau 
auch. Bezüglich der Statusfrage bringt er vor, er sei dauernd und voll bei der 

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D.________ und der E.________ erwerbstätig gewesen. Der D.________ sei ei-
ne grosse wirtschaftliche Bedeutung zuzusprechen, was mit einer Produkt- und 
Kundenliste belegt werde (Bf-act. 9-11). Neben den von der Vorinstanz aufgrund 
des Handelsregisters festgestellten Positionen (Bf-act. 4-7) nahm der Beschwer-
deführer nach eigener Darstellung auch noch die Position des Geschäftsführers 
der beiden Firmen ein (Beschwerde S. 10). Als Beleg hierfür legt er schriftliche 
Bestätigungen von ehemaligen Arbeitnehmern ins Recht (Bf-act. 12), welche be-
zeugen könnten, dass der Beschwerdeführer mindestens 45 Stunden pro Woche 
gearbeitet habe. Weiter legt er seinen Ar-beitskalender ins Recht, aus dem auch 
ersichtlich sei, dass er bei der D.________ mit einem Pensum von (über) 100 % 
gearbeitet habe (Bf-act. 13). Schliesslich legt er YouTube Videos ins Recht (Be-
schwerde S.11), welche belegen sollen, dass er als Projektleiter eines eigenen 
Produktes aktiv gewesen sei und dass er unter der Zuhilfenahme fremder Ar-
beitskräfte Produkte und Dienstleistungen des Unternehmens auf dem beste-
henden Markt förderte und diese weiterentwickelte. Zum Beleg der Markttätigkeit 
legt er eine Liste der Produkte der D.________ (Bf-act. 9), Kundenlisten der 
D.________ (Bf-act. 10) und die Debitorenliste der bf information systems ag (Bf-
act. 11) ins Recht. Weiter legt er die finanzielle Geschichte der D.________ und 
der E.________ ins Recht (Bf-act. 15). Er habe ein Verwaltungsratsmandat mit 
gleichzeitiger Wahrnehmung der Geschäftsführung innegehabt, was einer vollen 
Erwerbstätigkeit gleichkomme, wofür er auch in den Jahren 2007 bis 2012 ein er-
folgsabhängiges Entgelt bekommen habe. Danach sei es der Firma wirtschaftlich 
schlechter gegangen, weshalb das Honorar eingestellt worden sei, der Be-
schwerdeführer aber weiterhin dort gearbeitet habe. Der Beschwerdeführer habe 
massiv in beide Unternehmen investiert, was eine Gewinnstrebigkeit erblicken 
lasse. Es sei immer seine Absicht gewesen war, wieder einen Gewinn zu erzie-
len. Schliesslich sei, aufgrund der schlechten wirtschaftlichen Lage, die 
D.________ per 1. Juli 2018 in Liquidation gesetzt worden und die bm informati-
on system ag habe ihre Tätigkeiten ebenfalls beendet.

4.4 Der Beschwerdeführer arbeitete unbestrittenermassen "durchgehend", d.h. 
dauernd (Einspracheentscheid S. 6 Erw. 8.1). Fraglich aber und zu prüfen ist, ob 
es sich bei den übrigen angeführten Tätigkeiten des Beschwerdeführers insge-
samt um eine volle Erwerbstätigkeit handelte. 

5.1.1  Von der F.________ AG, bei welcher der Beschwerdeführer seit 1997 als 
Verwaltungsratsmitglied wirkt, bezog er erstmals 2005 einen Betrag von 
Fr. 3'193.--, der in den drei Folgejahren (bis 2008) unverändert blieb; seit 2009 
bezieht er rund Fr. 10'000.-- (vgl. auch vorstehend Erw. 4.2).

11

5.1.2  Der Beschwerdeführer übernahm 2006 die D.________. Diese Gesell-
schaft bezweckt die Entwicklung, die Fabrikation und den Handel von medizini-
schen Geräten, Hard- und Software. Der im verwaltungsgerichtlichen Verfahren 
eingereichten Übersicht über die finanzielle Situation und Entwicklung der Unter-
nehmung lassen sich folgende Angaben entnehmen (Beträge in Franken):

Jahr Betriebsertrag Gewinn/Verlust Eigenkapital Darlehen Bf Besoldung

2006 983'404 - 202'667 - 115'350 300'000 0.00
2007 982'707 - 122'707 - 238'057 330'000 37'200
2008 1'122'461 - 8'702 - 346'756 538'678 6'200
2009 593'209 - 127'909 - 375'668 543'811 9'806
2010 651'289 - 310'852 - 685'520 805'483 7'000
2011 748'676 - 285'949 - 971'469 1'084'004 7'500
2012 911'626 3'182 - 968'287 1'131'852 7'500
2013 895'523 - 74'240 - 1'042'527 1'151'852 0
2014 843'822 - 179'862 1'222'389 1'331'352 0
2015 569'924 - 165'234 - 1'387'623 1'399'352 0
2016 449'945 - 279'724 - 1'667'347 1'672'352 0
2017 304'859 - 392'503 - 2'059'850 1'990'352 0
2018 294'419 - 98'072 - 2'157'922 2'343'352 0

In einer weiteren Kolumne finden sich folgende Bemerkungen zum jeweiligen 
Geschäftsgang:

2006: Übernahme durch MP Felchlin zu 100%; 2007: neue mediff Generation im 
Hintertreff (eigenes Produkt); 2008: neue mediff Generation auf dem Markt, jedoch 3 
Vertretungen verloren; 2009: massiver Rückgang wegen den 3 verlorenen 
Vertretungen; 2010: neue Vertretung, deshalb grosse Beschaffungskosten; 2011: neue 
Vertretung, deshalb grosse Beschaffungskosten + 2 neue Verkäufer; 2012: 
Westschweiz wieder aufgebaut, jedoch Abbau von 2 Personen; 2013: Abgang von 
Topverkäufer, Einführung von neuem Verkäufer; 2014: Verlust von 
Dienstleistungsauftrag, Probleme mit Verkäufer; 2015: Rückgang von diversen 
Produktegruppen; 2016: weiterer Rückgang diverser Produktegruppen; 2017: 
Kündigung aller Mitarbeiter auf Mitte 2018; 2018: ab 1. Juli 2018 Liquidation und 
Räumung von Gebäude. 

Ebenfalls im Jahr 2006 übernahm der Beschwerdeführer die E.________, welche 
Entwicklung und Verkauf von Hard- und Software, im besonderen Informations-
Systeme, bezweckt. Diese Unternehmung beschäftigte keine Mitarbeiter. Die Li-
quidation erfolgte ebenfalls ab 1. Juli 2018. Ihr Betriebsertrag bewegte sich zwi-
schen rund Fr. 122'000.-- (2009) und Fr. 199'000.-- (2017); zwischen 2006 und 
2018 waren drei Verluste (rund Fr. 19'000.-- bis Fr. 46'000.--) und ansonsten ge-
ringfügige Gewinne von rund Fr. 900.-- bis Fr. 7'000.-- zu verzeichnen. Das Ei-
genkapitel bewegte sich zwischen rund Fr. 4'000.-- und minus Fr. 34'000.-- 
(2018). Das Darlehen des Beschwerdeführers erhöhte sich von Fr. 400'000.-- 
über Fr. 465'000.-- (2007) auf Fr. 1'285'000.-- (2014). 

12

5.1.3  Diese Angaben werden von der Vorinstanz nicht in Abrede gestellt. Es be-
steht auch kein Grund, an der Richtigkeit dieser Darstellung zu zweifeln. Dassel-
be gilt auch für die Angaben zu den Mitarbeitern der D.________ (Beschwerde 
S. 10 f. Rz. 29). Demgemäss wurden zeitweise bis zu zehn Angestellte beschäf-
tigt. Namentlich genannt werden eine Sekretärin (29.3.2010 bis 31.1.2014), eine 
Lernende (1.8.2015 bis 31.12.2017), ein Buchhalter (1.11.2000 bis 31.5.2018) 
sowie ein Software Engineer HF (1.8.1999 bis 30.6.2018). 

5.2 Vorab ist festzuhalten, dass gemäss der bundesgerichtlichen Rechtspre-
chung (Urteil BGer 9C_168/2016 vom 1.7.2016 Erw. 4.1) generell weder ein ho-
hes Renteneinkommen noch ein vergleichsweise tiefer Lohn gegen eine den 
Nichterwerbstätigen-Status ausschliessende Erwerbsabsicht im AHV-beitrags-
rechtlichen Sinne sprechen. Wer Beiträge in der Höhe des Minimalbeitrages oder 
mehr entrichtet, ist nach dem Willen des Gesetzgebers grundsätzlich stets als 
Erwerbstätiger zu erfassen, und zwar ohne Rücksicht darauf, ob er über Vermö-
gen oder Renteneinkommen verfügt und darauf mehr Beiträge als auf dem Er-
werbseinkommen zu bezahlen hätte (BGE 115 V 161 Erw. 6c-d). Die gegenteili-
ge Auffassung bedeutete, dass allen Versicherten, die es sich leisten könnten, 
überhaupt nicht (mehr) erwerbstätig zu sein, von vornherein der Erwerbstätigen-
status abzuerkennen wäre, was offensichtlich weder dem Wortlaut von Art. 4 
Abs. 1 AHVG (und Art. 6 Abs. 1 AHVV) noch Sinn und Zweck dieser Regelung 
entspräche. Im Übrigen erhöht grundsätzlich jedes Einkommen die wirtschaftli-
che Leistungsfähigkeit, wie gering es verglichen mit Einkünften aus einer ande-
ren erwerblichen Tätigkeit oder Erträgen aus (beweglichen oder unbeweglichem) 
Vermögen auch sein mag.  

5.3.1  Vorliegend ist es angesichts der Geschäftsverläufe und Geschäftszahlen 
der D.________ nachvollziehbar, wenn sich der Beschwerdeführer nach einem 
Bezug von Fr. 37'200.-- im ersten (vollen) Jahr seines Engagements seine Bezü-
ge in den folgenden fünf Jahren reduzierte und schliesslich im Jahr 2013 gänz-
lich einstellte. Allein hieraus lässt sich nicht der Schluss ziehen, dass der Be-
schwerdeführer keinen als im ahv-beitragsrechtlichen Sinne "voll" zu qualifizie-
renden Arbeitseinsatz erbrachte, zumal seine Bezüge bereits in den Vorjahren ab 
2008 sehr bescheiden waren, ohne dass ihm deswegen der Status als Erwerbs-
tätiger abgesprochen wurde.

Eine Reduktion der Bezüge war überdies gerade auch ahv-beitragsrechtlich ge-
boten, darf doch ein Unternehmen/Unternehmer, das/der sich in finanziellen 
Schwierigkeiten befindet, nur so viel Lohn ausbezahlen, dass ihm die Beglei-
chung der Sozialversicherungsbeiträge noch möglich ist. Andernfalls droht ihm 
im Falle einer Liquidation der Unternehmung infolge Zahlungsunfähigkeit unter 

13

Umständen eine Schadenersatzklage nach Art. 52 AHVG (vgl. VGE II 2013 155 
vom 15.5.2014 Erw. 2 und 3.4.3). Dass die Sozialversicherungsbeiträge der An-
gestellten nicht und/oder nicht fristgerecht bezahlt wurden, wird von der Vor-
instanz nicht geltend gemacht. 

Das Fehlen von (Lohn-)Bezügen ab 2013 kann vorliegend grundsätzlich auch 
weder mit einer fehlenden Gewinnerzielungsabsicht des Beschwerdeführers 
gleich gesetzt werden noch lässt sich hieraus ableiten, dass die (Erwerbs-)Tä-
tigkeit des Beschwerdeführers für den Betrieb nicht als eine volle qualifiziert wer-
den kann. Wenn sich der Beschwerdeführer dank seiner Vermögenslage eine 
länger dauernde Sanierungsphase seines Betriebes "leisten" konnte und eine 
Sanierung zu guter Letzt dennoch nicht zustande kam, kann ihm dies nicht ohne 
weiteres ahv-beitragsrechtlich nachteilig angelastet werden. Was diese Dauer 
anbelangt, ist zudem einerseits zu beachten, dass der Beschwerdeführer eine 
bereits angeschlagene Unternehmung übernahm, womit mit einer mehr oder we-
niger langen Sanierungsdauer zu rechnen war. Zum andern verbesserte sich der 
Betriebsertrag nach der Einrichtung einer neuen Vertretung im Jahr 2011 um 
rund einen Fünftel und wurde erstmals ein kleiner Gewinn erzielt (vgl. vorstehend 
Erw. 5.1.2). 

5.3.2  Es widerspricht im Weiteren der allgemeinen Lebenserfahrung, dass ein 
Unternehmer einem von ihm übernommenen Betrieb (KMU) insgesamt weit über 
Fr. 2 Mio. (bzw. über Fr. 3.5 Mio. in beide Unternehmungen) Darlehen verleiht, 
ohne dass dabei eine mittel- und langfristig ausgerichtete Gewinnerzielungsab-
sicht einhergeht und ohne dass er das hierfür erforderliche Engagement ein-
bringt. Die Führung eines Unternehmens mit Mitarbeitern lässt sich mithin 
grundsätzlich nicht mit einem blossen Hobby oder einer Tätigkeit aus blosser 
Liebhaberei vergleichen. 

5.3.3  Mit der vorstehend zitierten Kurzkommentierung der jeweiligen Jahreser-
gebnisse spricht der Beschwerdeführer die Schwierigkeiten an, mit denen die 
Unternehmung zu kämpfen hatte. Wettzumachen war namentlich der Verlust von 
Vertretungen, verbunden mit der Anstellung neuer Verkäufer, die es einzuführen 
galt; hinzu kamen auch Probleme mit Produkte(gruppen). 

Vor diesem Hintergrund ist auch den vom Beschwerdeführer angeführten Listen 
der Kunden, Lieferanten und Produkte sowie auch seinem Arbeitskalender ein 
Beweiswert zuzuerkennen. Zahlreiche Einträge betreffen offensichtlich Meetings 
und Besprechungen medizinischen Inhalts, haben Bezüge zu den eingereichten 
Listen/Produkten (z.B. Watch BP; vgl. Bf-act. 10 und 14), beinhalten Termine mit 
medizinischem Fachpersonal und Spitälern und nehmen konkret Bezug auf das 

14

vom Beschwerdeführer in der Kurzkommentierung auch erwähnte Produkt me-
diff. Der Tätigkeitsbereich der Unternehmung umfasste geographisch (nahezu) 
die gesamte Schweiz, was zwangsläufig auch entsprechende Fahrzeiten mit sich 
brachte, die ebenfalls der Arbeitszeit zuzurechnen sind. Selbst wenn der Be-
schwerdeführer bei seinem Einsatz für die D.________ keine 45 Stundenwoche 
ausgefüllt haben dürfte, wie dies von Mitarbeitern mit im Wesentlichen gleichlau-
tenden Schreiben bestätigt wurde (Bf-act. 12) und was sich auch aus dem Ar-
beitskalender nicht ohne weiteres ergibt, lässt sich das geschäftliche Engage-
ment des Beschwerdeführers allein für die D.________ mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit auf ein halbes Arbeitspensum oder mehr schätzen. 

5.4 Nach Massgabe des erforderlichen Beweisgrades der überwiegenden 
Wahrscheinlichkeit ist jedenfalls unter Einschluss der Tätigkeiten des Beschwer-
deführers für die F.________ AG sowie den Verein zur Förderung der Wirtschaft 
von einem vollen Arbeitspensum des Beschwerdeführers im ahv-beitrags-
rechtlichen Sinne auszugehen. Die Vorinstanz ihrerseits führt zu diesen beiden 
Tätigkeiten nur aus, es könne nicht davon ausgegangen werden, dass diese bei-
den Tätigkeiten zusammen mindestens einem 50 %-Pensum entsprechen (ange-
fochtener Einspracheentscheid S. 8 Erw. 14.2); dies bedeutet indessen, dass 
auch die Vorinstanz diesen beiden Engagements des Beschwerdeführers einen 
nicht zu vernachlässigenden Arbeitsaufwand beimisst, ohne diesen zu quantifi-
zieren. Bei einer Honorarhöhe von insgesamt rund Fr. 15'000.-- pro Jahr lassen 
sich auch diese Engagements auf einen Arbeitseinsatz von (mindestens) 10 % 
bis 15 % veranschlagen. 

5.5 In gebotener pflichtgemässer Würdigung der tatsächlichen wirtschaftlichen 
Verhältnisse und Gegebenheiten ist für das Verwaltungsgericht gestützt auf die 
vorstehenden Erwägungen mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein-
lichkeit erstellt, dass der Beschwerdeführer für den Zeitraum 2013 bis 2018 als 
dauernd voll erwerbstätig einzustufen ist. Für das Jahr 2018 ändert die Liquida-
tion der D.________ per Mitte Jahr angesichts der Funktion des Beschwerdefüh-
rers als Liquidator der Unternehmung nichts an dieser Beurteilung. 

Dies gilt indes nicht mehr für das Jahr 2019. Es bestehen weder Anhaltspunkte 
noch wird vom Beschwerdeführer geltend gemacht, dass im Jahr 2019 noch 
nennenswerte Liquidationshandlungen anstanden. Es verbleiben daher nur die 
Tätigkeiten für die F.________ AG und den Verein zur Förderung der Wirtschaft. 
Mit der Vorinstanz ist die Annahme berechtigt, dass es sich hierbei nicht um volle 
Erwerbstätigkeiten handelte, was auch vom Beschwerdeführer nicht, jedenfalls 
nicht substantiiert, bestritten wird. 

15

5.6.1  Die Beschwerde ist somit betreffend den Beitragsstatus des Beschwerde-
führers für die Beitragsjahre 2013 bis 2018 gutzuheissen. Die Vorinstanz wird die 
von ihm geschuldeten AHV/IV/EO-Beiträge gestützt auf sein Erwerbseinkommen 
in den Jahre 2013 bis 2018 neu zu verfügen haben. Betreffend das Beitragsjahr 
2019 wurde der Beschwerdeführer zu Recht als Nichterwerbstätiger qualifiziert, 
womit die Beschwerde insoweit abzuweisen ist.

5.6.2  Die auf dem Erwerbseinkommen des Beschwerdeführers zu erhebenden 
Beiträge werden den doppelten Mindestbeitrag von Fr. 409.-- (bzw. Fr. 496.-- 
AHV/IV/EO insgesamt), d.h. Fr. 818.-- (bzw. 992.--) zweifelsohne übersteigen. 
Die Beschwerdeführerin kommt daher in den Genuss der Privilegierung von 
Ehegatten, womit ihre Beiträge für die Jahre 2013 bis und mit 2018 als mitabge-
golten gelten (vgl. vorstehend Erw. 2.1.3). Insoweit ist die Beschwerde auch hin-
sichtlich der Beschwerdeführerin gutzuheissen. Für das Jahr 2019 (bzw. bis En-
de November 2019) gilt sie hingegen wie der Beschwerdeführer als Nichter-
werbstätige. Insoweit ist die Beschwerde hinsichtlich der Beschwerdeführerin ab-
zuweisen.  

6.1 Für das vorliegende Beschwerdeverfahren werden keine Verfahrenskosten 
erhoben (vgl. Art. 61 lit. a ATSG). 

6.2 Die Beschwerdeführer sind beanwaltet. Ihr Obsiegen ist auf sechs Siebtel 
zu veranschlagen, womit ihnen eine entsprechende (reduzierte) 
Parteientschädigung zuzusprechen ist (Art. 61 lit. g ATSG). Diese wird in 
Beachtung der Vorgaben von Art. 61 lit. g ATSG sowie des kantonalen 
Gebührentarifs für Rechtsanwälte vom 27. Januar 1975 (SRSZ 280.411), der 
ordentlicherweise für das Honorar in Verfahren vor dem Verwaltungsgericht in § 
14 einen Rahmen von Fr. 300.-- bis Fr. 8'400.-- vorsieht sowie in § 2 die 
Bemessungskriterien erwähnt, auf Fr. 1'800.-- festgelegt. 

16

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Der Einspracheentscheid 
Nr. 1033+1034/19 vom 9. Januar 2020 wird betreffend die Beitragsverfü-
gungen 2013 bis 2018 aufgehoben. Die Vorinstanz wird verpflichtet, die 
Beiträge des Beschwerdeführers und der Beschwerdeführerin für die Jahre 
2013 bis 2018 im Sinne der Erwägungen gestützt auf den Beitragsstatus 
des Beschwerdeführers als Erwerbstätiger neu zu verfügen. Im Übrigen 
(betreffend das Beitragsjahr 2019) wird die Beschwerde abgewiesen.

2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

3. Die Vorinstanz hat den beanwalteten Beschwerdeführern eine reduzierte 
Parteientschädigung von Fr. 1'800.-- (inkl. Barauslagen und MwSt) zu be-
zahlen. 

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

5. Zustellung an:
- die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführer (2/R; unter Beilage der Ein-

gabe der Vorinstanz vom 14.4.2020)
- die Vorinstanz (R)
- und das Bundesamt für Sozialversicherungen BSV, 3003 Bern (A). 

Schwyz, 24. Juni 2020

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Präsident:

Der a.o. Gerichtsschreiber:

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*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 17. Juli 2020