# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f8e28f36-50ce-58d6-b5a0-1b3a5092b995
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-06-20
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 1. Kammer 20.06.2018 I 2017 76
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2017-76_2018-06-20.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I

I 2017 76

Entscheid vom 20. Juni 2018 

Besetzung lic.iur. Achilles Humbel, Präsident
Dr.med. Bernhard Zumsteg, Richter
Dr.med. Pierre Lichtenhahn, Richter
MLaw Stefan Getzmann, Gerichtsschreiber

Parteien A.________,
Kläger,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr.iur. S.________,

gegen

B.________ (Pensionskasse), 
Beklagte,

Gegenstand Berufliche Vorsorge

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Sachverhalt:

A. A.________ (geboren am _____ 1979) meldete sich am 26. Februar 2010 
(= Eingangsdatum bei der IV-Stelle Schwyz) wegen Drogensucht und Depressio-
nen bei der IV-Stelle Schwyz zum Leistungsbezug an (Kläg-act. 8 = IV-act 1). 

B. Ab 31. Mai 2010 arbeitete A.________ im (befristeten) Vollzeitpensum bei 
der C.________ AG ([nachstehend: Arbeitgeberin] Betrieb eines Sägewerks und 
Fabrikation von Holzpaletten) in T________. Für diese Zeit war er bei der Pensi-
onskasse D.________ (PK D.________ [für welche die AXA Winterthur als 
Durchführungsstelle fungierte]; per 1.1.2015 fusioniert mit der B.________ mit 
Sitz in Wallisellen) berufsvorsorgeversichert. 

Am 9. April 2011 zog sich A.________ beim Skaten einen Bänderriss am linken 
Fussgelenk zu, weswegen er in der Folge die Arbeit aussetzte (Kläg-act. 13). Mit 
Schreiben vom 25. Mai 2011 beendete die Arbeitgeberin das befristete Arbeits-
verhältnis per 21. Juni 2011 (Kläg-act. 15).

C. Die IV-Stelle Schwyz erachtete Frühinterventionsmassnahmen nicht als 
angezeigt (IV-act. 16), prüfte indessen berufliche Massnahmen sowie eine Ren-
te. Am 9. Juni 2011 gewährte die IV-Stelle Schwyz A.________ Berufsberatung 
im Hinblick auf die erstmalige berufliche Ausbildung und am 19. September 2011 
begann er in Absprache mit der IV-Stelle eine Primarlehrerausbildung im Sinne 
einer erstmaligen Ausbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich, welche 
er anfangs Dezember 2011 aus gesundheitlichen Gründen jedoch wieder ab-
brach (vgl. Kläg-act. 18 = IV-act. 28; IV-act. 47). 

Mit Verfügung vom 31. Mai 2012 sprach die IV-Stelle Schwyz A.________ bei 
seit der Adoleszenz bestehenden Einschränkungen rückwirkend eine ganze In-
validenrente für die Zeit ab 1. Juli 2011 bis 30. September 2011 und danach wie-
der ab 1. November 2011 zu. Die Dauer der Rentenzahlungen wurde gestützt auf 
Art. 29 Abs. 1 IVG festgelegt (IV-act. 51-2/3). Zwar sei eine Auszahlung bereits 
ab August 2010 möglich, doch habe der Versicherte von August 2010 bis Juni 
2011 ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen erzielt; während der  Zeit 
der (abgebrochenen) erstmaligen beruflichen Ausbildung (Oktober 2011) sei ein 
IV-Taggeld ausgerichtet worden. 

D. Mit Schreiben vom 28. September 2012 lehnte die Axa Winterthur eine 
Leistungspflicht ab, weil (sinngemäss) gemäss den medizinischen Akten die Ar-
beitsunfähigkeit spätestens am 29. April 2010 eingetreten sei und damit vor Be-
ginn des Versicherungsverhältnisses mit der Pensionskasse D.________ (Kläg-
act. 25).

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Am 23. März 2015 beantragte A.________ bei der AXA Winterthur, dass sie die 
Leistungspflicht anerkenne und ihm die zustehenden Leistungen ausrichte (Kläg-
act. 26). Nach weiteren Abklärungen bei der IV-Stelle Schwyz und der Arbeitge-
berin hielt die Axa Winterthur mit Schreiben vom 24. August 2015 an der Leis-
tungsablehnung fest (Kläg-act. 27). Am 20. Januar 2016 teilte der zwischenzeit-
lich beigezogene Rechtsvertreter von A.________ der AXA Winterthur mit, dass 
bei A.________ erst während der Deckungszeit bei der Pensionskasse 
D.________ eine relevante Verschlechterung der Arbeitsfähigkeit eingetreten sei. 
Gleichzeitig beantragte er, dass die AXA Winterthur ihre Vorleistungen gemäss 
Art. 26 Abs. 4 BVG erbringe (Kläg-act. 28). Mit Schreiben vom 5. April 2016 lehn-
te die AXA Winterthur ihre Leistungspflicht wiederum ab, da bereits vor Arbeits-
antritt bei der Arbeitgeberin eine relevante Arbeitsunfähigkeit bestanden habe 
(Kläg-act. 29). Weitere Schriftenwechsel erfolgten am 6. Juni 2016 und am 5. 
September 2016 (Kläg-act. 30+31).

E. Mit Eingabe vom 21. August 2017 lässt A.________ beim Verwaltungsge-
richt des Kantons Schwyz Klage gegen die B.________ einreichen mit den fol-
genden Anträgen:

1. Es sei die Beklagte zu verpflichten, dem Kläger für den Zeitraum vom 1.7.2011 
bis 30.9.2011 und mit Wirkung ab 1.11.2011 die gesetzlichen und reglementari-
schen Berufsvorsorgeleistungen bei Invalidität, insbesondere eine ganze Invali-
denrente in Höhe von mindestens CHF 851.30 pro Monat, zu entrichten, nebst 
Zins zu 5% p.a. auf den ausstehenden Leistungen ab jeweiligem Fälligkeitsda-
tum, frühestens ab Datum der Klageerhebung. 

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten. 

F. Mit Klageantwort vom 12. Oktober 2017 beantragt die Beklagte die Abwei-
sung der Klage vom 21. August 2017.

Am 6. Dezember 2017 lässt der Kläger eine Replik einreichen, in welcher er an 
den Klagebegehren festhält. Mit Duplik vom 6. Februar 2018 hält die Beklagte an 
der Klageabweisung fest. 

G. Das Verwaltungsgericht zog die IV-Akten bei, worüber die Parteien mit 
Schreiben vom 1. März 2018 informiert wurden. 

Mit Schreiben vom 13. März 2018 ersuchte das Verwaltungsgericht die Beklagte 
um die Zustellung des im Schreiben der AXA Winterthur vom 24. August 2015 
(Kläg-act. 27) erwähnten Schreibens der Arbeitgeberin vom 27. Juni 2015. Die-
ser Aufforderung leistet die Beklagte am 19. März 2018 Folge unter Beilage ei-
nes handschriftlichen Antwortschreibens der Arbeitgeberin an die Axa Winterthur 
vom 28. Juli 2015. 

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Hierzu nimmt der Kläger mit Eingabe vom 26. März 2018 Stellung. Am 28. März 
2018 setzte das Verwaltungsgericht der Beklagten Frist an, um zur Eingabe des 
Klägers vom 26. März 2018 Stellung zu nehmen und allenfalls ergänzende weite-
re Unterlagen (namentlich die vom Kläger in seiner Eingabe unter Bezugnahme 
auf das Antwortschreiben der Arbeitgeberin vom 28.7.2015 angesprochenen) 
einzureichen. 

Mit Schreiben vom 25. April 2018 reicht die Beklagte eine Stellungnahme samt 
weiteren Unterlagen ein. Hierzu äussert sich der Kläger mit Eingabe vom 9. Mai 
2018.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1.1  Auseinandersetzungen zwischen Vorsorgeeinrichtungen, Arbeitgebern und 
Anspruchsberechtigten sind im Verfahren nach Art. 73 des Bundesgesetzes über 
die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG; SR 831.40) 
vom 25. Juni 1982 auszutragen. Die Kantone haben ein einfaches, rasches und 
in der Regel kostenloses Verfahren vorzusehen; der Richter stellt den Sachver-
halt von Amtes wegen fest (Art. 73 Abs. 2 BVG). Gerichtsstand ist der schweize-
rische Sitz oder Wohnsitz des Beklagten oder der Ort des Betriebes, bei dem der 
Versicherte angestellt wurde (Art. 73 Abs. 3 BVG).

1.1.2  Gemäss § 4 Abs. 1 der Kantonalen Vollzugsverordnung zum Bundesge-
setz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge 
(VVzBVG; SRSZ 363.111) vom 27. September 1983 beurteilt im Kanton Schwyz 
das Verwaltungsgericht als einzige kantonale Instanz Streitigkeiten zwischen 
Vorsorgeeinrichtungen, Arbeitgebern und Anspruchsberechtigten gemäss Art. 73 
BVG. Das Verfahren richtet sich nach den Vorschriften über die verwaltungs-
rechtliche Klage gemäss den §§ 67 bis 70 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes 
(VRP; SRSZ 234.110) vom 6. Juni 1974. In der Regel wird nur ein Schriften-
wechsel durchgeführt (vgl. § 67 Abs. 1 lit. e VRP i.V.m. § 4 Abs. 2 VVzBVG).

1.1.3  Die obligatorische Versicherung beginnt mit dem Antritt des 
Arbeitsverhältnisses, für Bezüger von Taggeldern der Arbeitslosenversicherung 
mit dem Tag, für den erstmals eine Arbeitslosenentschädigung ausgerichtet wird 
(Art. 10 Abs. 1 BVG). Die Versicherungspflicht endet, wenn u.a. das ordentliche 
Rentenalter erreicht wird (Art. 10 Abs. 2 lit. a BVG) oder das Arbeitsverhältnis 
aufgelöst wird (Art. 10 Abs. 2 lit. a BVG). Für die Risiken Tod und Invalidität bleibt 
der Arbeitnehmer während eines Monats nach Auflösung des 
Vorsorgeverhältnisses bei der bisherigen Vorsorgeeinrichtung versichert. Wird 

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vorher ein neues Vorsorgeverhältnis begründet, so ist die neue 
Vorsorgeeinrichtung zuständig (Art. 10 Abs. 3 BVG)

1.2  Der Kläger klagt gegen die Beklagte gestützt auf den geltend gemachten 
Eintritt der Arbeitsunfähigkeit (deren Ursache zur Invalidität geführt hat) während 
des vorsorgerechtliches Versicherungsverhältnisses, in welchem er zur Beklag-
ten aufgrund seines (vom 31.5.2010 bis 21.6.2011 dauernden) Arbeitsverhältnis-
ses mit der Arbeitgeberin stand; letztere hat ihren Sitz unbestrittenermassen im 
Kanton Schwyz. Das Verwaltungsgericht ist deshalb örtlich wie auch sachlich für 
die Behandlung der vorliegenden Klage zuständig, was denn auch unbestritten 
ist. 

2. Zwischen den Parteien ist namentlich streitig, ob beim Kläger die dauernde 
Arbeitsunfähigkeit während der Dauer des Vorsorgeverhältnisses bei der 
Beklagten eingetreten ist (Standpunkt Kläger) oder nicht (Standpunkt Beklagte).

2.1 Der Anspruch auf Invalidenleistungen der (obligatorischen) beruflichen 
Vorsorge setzt voraus, dass die Arbeitsunfähigkeit, deren Ursache zur Invalidität 
geführt hat, während der Dauer des Vorsorgeverhältnisses (einschliesslich der 
Nachdeckungsfrist nach Art. 10 Abs. 3 BVG) eingetreten ist (Art. 23 lit. a BVG). 
Unter Arbeitsunfähigkeit ist die Einbusse an funktionellem Leistungsvermögen im 
bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zu verstehen. Kann vom Versicherten 
vernünftigerweise verlangt werden, dass er die ihm verbliebene Arbeitsfähigkeit 
in einem anderen Berufszweig verwertet, ist er unter Berücksichtigung der 
Arbeitsmarktlage und gegebenenfalls nach einer bestimmten Anpassungszeit 
nach der beruflichen Tätigkeit zu beurteilen, die er bei gutem Willen ausüben 
könnte  (vgl. BGE 134 V 23 Erw. 3.2.2 mit Hinweisen Erw. 5.3).

2.2.1 Invalidenleistungen der (obligatorischen) beruflichen Vorsorge werden von 
derjenigen Vorsorgeeinrichtung geschuldet, bei welcher die ansprechende 
Person bei Eintritt der Arbeitsunfähigkeit, deren Ursache zur Invalidität geführt 
hat, versichert war (Art. 23 lit. a BVG). Der Anspruch setzt einen engen zeitlichen 
und sachlichen Zusammenhang zwischen der während des 
Vorsorgeverhältnisses (einschliesslich Nachdeckungsfrist nach Art. 10 Abs. 3 
BVG) bestandenen Arbeitsunfähigkeit und der allenfalls erst später eingetretenen 
Invalidität voraus (Art. 28 und 29 IVG i.V.m. Art. 26 Abs. 1 BVG). 

2.2.2 Der sachliche Konnex ist gegeben, wenn der Gesundheitsschaden, 
welcher zur Arbeitsunfähigkeit geführt hat, im Wesentlichen derselbe ist, wie er 
der Erwerbsunfähigkeit zugrunde liegt (BGE 134 V 20 Erw. 3.2). 

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2.2.3 Der zeitliche Konnex ist gegeben, wenn bis zum Eintritt der Invalidität ohne 
wesentliche Unterbrechung (auch) in einer der gesundheitlichen 
Beeinträchtigung angepassten Tätigkeit eine Arbeitsunfähigkeit von wenigstens 
20% bestand. Die Erzielung eines rentenausschliessenden Einkommens 
bezogen auf die angestammte Tätigkeit genügt nicht, um den zeitlichen Konnex 
zwischen Arbeitsunfähigkeit und Invalidität zu unterbrechen. Erforderlich ist, dass 
in einer anderen dem Leiden besser angepassten Tätigkeit während einer 
bestimmten nach den Umständen zu bemessenden Zeitdauer eine (annähernd) 
vollständige Arbeitsfähigkeit von mindestens 80% besteht (Bundesgerichtsurteil 
9C_658 vom 3.3.2017 Erw. 4 mit zahlreichen Hinweisen, u.a. auf BGE 138 V 409 
Erw. 6.2; BGE 134 V 20 Erw. 3.2; 9C_370/2016 vom 12.9.2016 Erw. 3). Bei der 
Prüfung dieser Frage sind die gesamten Umstände des konkreten Einzelfalles zu 
berücksichtigen, namentlich die Art des Gesundheitsschadens, dessen 
prognostische Beurteilung durch den Arzt sowie die Beweggründe, welche die 
versicherte Person zur Wiederaufnahme oder Nichtwiederaufnahme der Arbeit 
veranlasst haben. Zu den für die Beurteilung des zeitlichen Konnexes relevanten 
Umständen zählen auch die in der Arbeitswelt nach aussen in Erscheinung 
tretenden Verhältnisse, wie etwa die Tatsache, dass ein Versicherter über 
längere Zeit hinweg als voll vermittlungsfähiger Stellensuchender Taggelder der 
Arbeitslosenversicherung bezieht. Allerdings kann solchen Zeiten nicht die 
gleiche Bedeutung beigemessen werden wie Zeiten effektiver Erwerbstätigkeit 
(BGE 134 V 20 Erw. 3.2.1).

Ein enger zeitlicher Zusammenhang liegt vor, wenn die versicherte Person nach 
Eintritt der Arbeitsunfähigkeit nicht während längerer Zeit, d.h. in der Regel 
während mindestens dreier Monate (vgl. Art. 88a Abs. 1 IVV [SR 831.201] vom 
17.1.1961), wieder (annähernd) vollständig arbeitsfähig war 
(Bundesgerichtsurteile 9C_98/2013 vom 4.72013 Erw. 4.1; 9C_656/2014 vom 
16.12.2015 Erw. 5.1.1; BGE 134 V 25 Erw. 5.1).

2.3 Der rechtsgenügliche Nachweis einer berufsvorsorgerechtlich relevanten 
Einbusse an funktionellem Leistungsvermögen erfordert nicht zwingend eine 
echtzeitlich ärztlich attestierte Arbeitsunfähigkeit. Nachträgliche Annahmen und 
spekulative Überlegungen, wie etwa eine erst nach Jahren rückwirkend 
festgelegte medizinisch-theoretische Arbeitsunfähigkeit, reichen aber nicht aus. 
Die gesundheitliche Beeinträchtigung muss sich auf das Arbeitsverhältnis 
sinnfällig auswirken oder ausgewirkt haben; die Einbusse an funktionellem 
Leistungsvermögen muss mit anderen Worten arbeitsrechtlich in Erscheinung 
getreten sein, etwa durch einen Abfall der Leistungen mit entsprechender 
Feststellung oder gar Ermahnung des Arbeitgebers oder durch gehäufte aus dem 

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Rahmen fallende gesundheitlich bedingte Arbeitsausfälle. Nur bei Vorliegen 
besonderer Umstände darf die Möglichkeit einer von der arbeitsrechtlich zu Tage 
getretenen Situation abweichenden Lage in Betracht gezogen werden, etwa in 
dem Sinne, dass ein Arbeitnehmer zwar zur Erbringung einer vollen 
Arbeitsleistung verpflichtet war und auch entsprechend entlöhnt wurde, 
tatsächlich aber doch keine volle Arbeitsleistung erbringen konnte 
(Bundesgerichtsurteile 9C_61/2014 vom 23.7.2014 Erw. 5.1 mit zahlreichen 
Hinweisen). Eine erst nach Jahren rückwirkend festgelegte medizinisch-
theoretische Arbeitsunfähigkeit, ohne dass der frühere Arbeitgeber die 
Leistungseinbusse bemerkt hätte, genügt nicht (vgl. Bundesgerichtsurteil 
9C_847/2009 vom 19.3.2010 Erw. 2.1 mit Hinweisen). Es gilt der Beweisgrad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 126 V 360 Erw. 5.b). 

2.4 Wo das Gesetz es nicht anders bestimmt, hat derjenige das Vorhandensein 
einer behaupteten Tatsache zu beweisen, der aus ihr Rechte ableitet (Art. 8 des 
Schweizerischen Zivilgesetzbuches [ZGB; SR 210] vom 10.12.1907). Diese 
Bestimmung verteilt die Beweislast für alle Forderungsstreitigkeiten gestützt auf 
Bundesrecht und legt fest, welche Partei die Folgen der Beweislosigkeit zu 
tragen hat (BGE 127 III 519 Erw. 2a). Überdies leitet sich daraus das Recht auf 
Beweis und Gegenbeweis von noch nicht erstellten rechtserheblichen Tatsachen 
ab (BGE 126 III 315 Erw. 4a S. 317; Urteil EVG 4C.39/2002 vom 30.5.2002 
Erw. 2a). Art. 8 ZGB regelt aber nicht die Beweiswürdigung und schliesst 
insbesondere eine antizipierende Beweiswürdigung nicht aus (BGE 127 III 519 
Erw. 2a S. 522, 126 III 315 Erw. 4a S. 317; Urteil 9C_649/2007 vom 23.5.2008 
Erw. 3). Im Berufsvorsorgeprozess ist der Sachverhalt von Amtes wegen 
festzustellen (Untersuchungsgrundsatz; Art. 73 Abs. 2 BVG); die materielle 
Beweislast beinhaltet daher keine Beweisführungslast (BGE 117 V 261 Erw. 3 S. 
264; Bundesgerichturteile 9C_915/2013 vom 3.4.2014 Erw. 2; 9C_381/2007 vom 
23.9.2008 Erw. 2.1).

Eine Vorsorgeeinrichtung, die ihre Leistungspflicht damit bestreitet, die 
Arbeitsfähigkeit sei bereits zu Beginn des Vorsorgeverhältnisses gesundheitlich 
bedingt eingeschränkt gewesen, ist diesbezüglich beweisbelastet, d.h. sie hat die 
Folgen von Beweislosigkeit zu tragen (Urteile 9C_658/2016 vom 3.3.2017 Erw. 
6.1; 9C_273/2012 vom 20.11.2012 Erw. 4.4.3 und 9C_394/2012 vom 18.7.2012 
Erw. 3.1.2).

2.5.1 Ein Entscheid der IV-Stelle ist für eine Einrichtung der beruflichen Vorsorge 
verbindlich, sofern sie in das invalidenversicherungsrechtliche Verfahren 
einbezogen wurde, die konkrete Fragestellung für die Beurteilung des 
Rentenanspruchs gegenüber der Invalidenversicherung entscheidend war und 

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die invalidenversicherungsrechtliche Betrachtungsweise aufgrund einer 
gesamthaften Prüfung der Akten nicht als offensichtlich unhaltbar erscheint (BGE 
133 V 67 Erw. 4.3.2; BGE 130 V 270 Erw. 3.1). Diese Bindungswirkung findet 
ihre positivrechtliche Grundlage in den Art. 23, 24 Abs. 1 und 26 Abs. 1 BVG, 
welche an die Regelung des IVG anknüpfen oder diese übernehmen. Die 
Orientierung an der Invalidenversicherung bezieht sich insbesondere auf die 
sachbezüglichen Voraussetzungen des Rentenanspruchs, die Rentenhöhe und 
den Rentenbeginn (BGE 133 V 67 Erw. 4.3.2; Bundesgerichtsurteil 9C_66/2015 
vom 9.6.2015 Erw. 1.3).  

Eine Bindungswirkung bezüglich des Eintritts der rentenbegründenden 
Arbeitsunfähigkeit entfällt auch, wenn die IV wegen der vorgängigen 
Durchführung von Eingliederungsmassnahmen den Beginn der Wartefrist nicht 
exakt festlegen musste (Stauffer, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum So-
zialversicherungsrecht, Die berufliche Vorsorge, 3.Aufl. 2013, S. 59 mit Verweis 
auf SVR 2009 BVG Nr. 27 Erw. 2.2 [8C_539/2008]; vgl. auch 
Bundesgerichtsurteil 8C_180/2016 vom 29.6.2016 Erw. 3). 

2.5.2  Vorliegend wurde einerseits die Verfügung der IV-Stelle Schwyz vom 31. 
Mai 2012 der Beklagten nicht förmlich eröffnet (vgl. Klage S. 9 Ziff. 17 und S. 10 
Ziff. 19ff.; Klageantwort S. 5 unten; Kläg-act. 24); es besteht deshalb im 
vorliegenden Fall für die Beklagte keine Bindungswirkung an den Entscheid der 
IV-Stelle, was auch unbestritten ist. Ebenfalls ist unbestritten, dass vorliegend die 
Frage nach dem Eintritt der zur Invalidität führenden Arbeitsunfähigkeit einer 
freien Beweiswürdigung zu unterziehen ist. 

Anderseits erfolgte die IV-Anmeldung des Klägers verspätet. Angesichts der 
Anmeldung im Februar 2010 und daher einem frühestmöglichen Rentenanspruch 
ab August 2010 sowie angesichts der laut der Beurteilung der IV-Stelle seit 
seiner Adoleszenz bestehenden Einschänkungen hatte die IV-Stelle den Eintritt 
der Arbeitsunfähigkeit bzw. den Beginn der Wartefrist nicht genau zu eruieren. 
Auch aus diesem Grund fehlt es an einer Bindungswirkung für die Beklagte. Dies 
heisst indes nicht, dass die Beurteilung der IV nicht in die Beweiswürdigung 
einfliessen kann. 

2.5.3 Unbegründet ist die Rüge des Klägers, die Beklagte habe für die 
Leistungsablehnung zu Unrecht auf die IV-Verfügung vom 31. Mai 2012 
abgestellt. Mit Schreiben vom 28. September 2012 hat die Axa festgehalten, 
"aufgrund der medizinischen Unterlagen" sei die relevante Arbeitsunfähigkeit in 
Bezug auf die invalidisierende Diagnose spätestens seit dem 29. April 2010 
eingetreten (Kläg-act. 25; vgl. auch Schreiben der Axa vom 24.8.2015 = Kläg-

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act. 27). Mit (spätem Antwort-)Schreiben vom 23. März 2015 liess der Kläger 
entsprechend zu Recht auch nicht geltend machen, die Beklagte habe auf die IV-
Verfügung abgestellt (Kläg-act. 26). 

3. Den vorliegenden Akten lassen sich zur Ausbildung/beruflichen Laufbahn 
sowie zur Krankengeschichte des Klägers im Wesentlichen die folgenden 
Angaben entnehmen.

3.1.1 Der Kläger besuchte nach der Primarschule in ________ und der Sekun-
darschule in ________ und ________ die Mittelschule in ________, welche er im 
Jahr 2000 mit dem Erwerb des Maturadiploms (Typus E, Wirtschaft) abschloss. 
Ab 2001 studierte er zwei Semester an der Universität Zürich Rechtswissen-
schaften und danach von 2003 bis 2005 vier Semester an der Universität Luzern. 
Wegen diverser Probleme (Drogen/psychische Beschwerden) brach er das Stu-
dium vorzeitig ab. Im Jahr 2008 nahm er das Studium in Luzern wieder auf; nach 
einer nicht bestandenen Prüfung bei bekannter Prüfungsangst brach er dieses 
aber nach sechs Semestern ohne Abschluss ab (vgl. IV-act. 3-2/4; 8-36/37; 11-
1 f./9). 

3.1.2 In der Zeit zwischen 1995 bis 2010 versah der Kläger, teils während der 
Mittelschul- und Studienzeit, verschiedene Tätigkeiten. Seine letzten 
Arbeitseinsätze (ab 2006) erfolgten im Hotel .________ in ____ (2.7.2006-
3.8.2006), beim Säge- und Palettenwerk ______ in T.________ (29.8.2006-
11.12.2006), als Lagermitarbeiter bei _______ in T.________ (31.5.2007-
30.11.2007), bei Gartenbau _______ (1.5.2008-31.12.2008; 1.4.2009-31.12.2009 
[Auflösung des Arbeitsverhältnisses aus wirtschaftlichen Gründen bzw. infolge 
Arbeitsmangel]) (vgl. IV-act. 11-1 f./9; 17-1/26; 17-9 ff./26). 

Am 14. März 2010 hatte der Kläger einen Muskelabriss an der linken Schulter, 
weshalb ein geplanter Wiedereintritt in die Gartenbauunternehmung nicht in 
Frage kam (IV-act. 22-2/2). 

3.1.3 Ab dem 31. Mai 2010 bis zum 21. Juni 2011 arbeitete er als Hilfsarbeiter 
bei der Arbeitgeberin (vgl. vorstehend Ingress lit. B), wobei er infolge einer 
Verletzung des linken Fusses ab dem 9. April 2011 arbeitsunfähig war (vgl. 
nachstehend Erw. 3.2.11). 

3.2.1 In der Rekrutenschule wurde der Kläger, der hilflos und überfordert wirkte, 
am 14. Februar 2001 von Dr.med. E.________ (FMH Psychiatrie & 
Psychotherapie, Waffenplatzpsychiater Kloten) hinsichtlich seiner Dienstfähigkeit 
abgeklärt. Gemäss dessen Bericht vom 11. März 2001 erreichte der Kläger in 
einer Befindlichkeitsskala einen Wert von 2.28, wobei bei einem Wert über 2.2 

10

bei jüngeren Wehrmännern vom Vorliegen ernsthafter gesundheitlicher 
Störungen auszugehen ist. Bei einigen Tests habe der Kläger schlechter 
abgeschnitten, als man aufgrund seines Maturandenstatus hätte erwarten 
können. Es sei offenkundig gewesen, dass der Kläger bei der Testvornahme 
"völlig verwirrt" gewesen sei. 

Laut der Beurteilung sei es beim Kläger in der ersten Woche der Rekrutenschule 
zu einer psychischen Dekompensation gekommen. Der mit Bezug auf die 
Zukunft ratlose Maturand stamme aus emotional erheblich belastetem Milieu. 
Seine schwerst pathologische Vater-Sohn-Beziehung sei durch die RS quasi 
reaktualisiert worden und habe zu einer massiven Anpassungsstörung geführt, 
verbunden mit ernst zu nehmenden psychosomatischen Störungen. Der Kläger 
wurde in der Folge wegen NM [Nosologia militaris]-2690 (andere neurotische 
Störung) und NM-2610 (einfache abnorme psychische Reaktion im Frieden und 
Krieg) aus dem Militärdienst ausgemustert (Beklagt-act. 2 S. 4).

3.2.2 Mit Kurzbericht vom 29. März 2007 stellte Dr.med. F.________ (FMH 
Psychiatrie und Psychotherapie, T________) folgende Diagnosen (Kläg-act. 6):

Aktualachse: F34.1 Dysthymie im Sinne einer über zwei Jahre dauernden 
depressiven Entwicklung ohne das Ausmass einer major Depression. F45.2 
Dysmorphophobie im Sinne einer hypochondrischen Störung, F15.26 episodischer 
Extasy-abusus.

Persönlichkeitsachse: F60.6/F60.7 ängstlich-selbstunsichere und abhängig-
asthenische Persönlichkeit.

Körperachse: Diskrete Thoraxasymmetrie, wahrscheinlich bei entsprechender 
Torsionsskoliose im BWS-Bereich, Haltungsinsuffizienz, muskuläre 
Dekonditionierung.

Psychosoziale Belastungen: Zwei abgebrochene Studiengänge, Erwerbslosigkeit, 
soziale Isolation, traumatische Scheidung der Eltern, Vater und jüngerer Bruder mit 
Aspergersyndrom, Mutter mit Allopezia areata totalis [Haarausfall].

Funktionsniveau: deutlich reduziert wegen sozialem Vermeidungsverhalten 
aufgrund der Dysmorphophobie. 

Der Kläger habe ihn im Jahr 2005 aufgesucht, "um Unterstützung für eine 
chirurgische Korrektur seines Problems" (diskrete Thoraxasymmetrie) zu 
bekommen. Vom Juli 2005 bis Juni 2006 fanden zwölf Termine statt, worauf der 
Kläger etliche Termine platzen liess und unentschuldigt fernblieb. 

Unter Citalopram 40mg/täglich sei der Patient deutlich lockerer geworden und 
habe sich vermehrt wieder auf die berufliche Wiedereingliederung konzentrieren 
können. Leider habe die Compliance abgenommen, sodass er sich nie richtig auf 
einen therapeutischen Prozess habe einlassen können. Er habe kein Rüstzeug 
entwickeln können, um sein Vermeidungsverhalten und seine 

11

Wahrnehmungsstörung aufzugeben. Einer massierten Konfrontation (sich mit 
nacktem Oberkörper in der Badeanstalt zu zeigen) sei er aus dem Weg 
gegangen. Auch einem konsequenten Muskelaufbautraining und einer 
Haltungsharmonisierung wolle er sich nicht stellen. Eigentlich schlittere er in die 
Invalidisierung wie sein Vater und sein Bruder. Die Illusion, das Problem durch 
eine chirurgische Intervention lösen zu können, sollte nicht mit unrealistischen 
Versprechen genährt werden (Kläg-act. 6).

Am 28. März 2007 wurde eine Sonographie der Brustweichteile durchgeführt; 
Dr.med. G.________ (FMH Innere Medizin, T________) riet aufgrund der 
minimen Asymmetrie und der deutlichen psychischen Überlagerung von einem 
kosmetischen Eingriff ab (Kläg-act. 7).

3.2.3 Am 26. März 2010 liess der Kläger in Zürich eine Fettabsaugung an der 
Brust links vornehmen (IV-act. 13).

3.2.4 Dr. med. G.________ (Chefarzt Innere Medizin, Regionalspital T________) 
verwies mit IV-Bericht vom 16. März 2010 auf die von Dr. med. F.________ 
gestellten Diagnosen. Den Kläger hatte er selber in der Zeit vom 23. Februar 
2007 bis 16. Juni 2008 ambulant betreut (IV-act. 7-2 f./8). 

3.2.5 Am 7. Mai 2010 zeigte sich der Kläger betreffend einen Eintritt in die 
Psychiatrische Klinik Zugersee in Oberwil ambivalent; er wolle sich dies 
überlegen und werde sich wieder melden (IV-act. 22-2/2). Dass es in der Folge 
zu einem stationären Eintritt kam, ist nicht aktenkundig. 

3.2.6 Mit IV-Arztbericht vom 7. Juni 2010 (Eingangsdatum IV-Stelle) für die 
Beurteilung des Anspruches von Erwachsenen auf Massnahmen für die 
berufliche Eingliederung stellte Dr.med. F.________ folgende Diagnosen (IV-act. 
8-1/37): 

F45.21 schwere dysmorphobische Störung (mindestens seit 2000)

F61.0 kombinierte Persönlichkeitsstörung mit paranoiden, zwanghaften, 
narzisstischen und vermeidenden Zügen F60.0/F60.5/F60.80/F60.6 (seit 
Adoleszenz)

DD Schizotype Störung F21

Stat. nach Extasymissbrauch 2002-2007 F15

Bis jetzt habe keine eigentliche Behandlung stattgefunden. Der Patient melde 
sich nur, wenn es ihm sehr schlecht gehe, um dann wieder den Terminen 
unentschuldigt fern zu bleiben. Die letzte Kontrolle habe im Februar 2010 
stattgefunden. 

12

3.2.7 Am 26. Juli 2010 fand das Frühintervention- (FI) Erstgespräch zwischen 
dem Kläger und der IV-Stelle Schwyz statt (IV-act. 14-1/5). Der Kläger erneuerte 
seinen Wunsch, eine berufliche Erstausbildung zu machen. Ebenfalls ersuchte er 
die IV-Stelle um Übernahme der Kosten für eine (kosmetische) Operation der 
(leicht) asymmetrischen Brust. Gemäss dem Bericht zum Erstgespräch schloss 
der IV-Sachbearbeiter die FI-Massnahmen ab. Es bestehe keine 
Chronifizierungsgefahr, weil der Versicherte in einer Sägerei arbeite (IV-act. 14-
5/5). 

3.2.8 Am 27. September 2010 erstatteten Dr.med. H.________ und von Dr.med. 
I.________ (Leitende Ärztin bzw. Assistenzärztin, Sozialpsychiatrischer Dienst 
[SPD] des Kantons Schwyz, T________) einen Arztbericht zuhanden der IV-
Stelle Schwyz (Kläg-act. 9). Es wurden folgende Diagnosen gestellt: 

Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelschwere Episode ohne 
somatisches Syndrom (ICD-10 F33.10) 

Selbstunsichere, ängstlich akzentuierte Persönlichkeit (ICD-10 73.19) 

Diese Diagnosen seien anamnestisch seit 2001 bekannt (ambulante 
Behandlungen durch den SPD vom 21.2.2001 bis 7.5.2001, 4/2002 bis 6/2002); 
aktuell sei die Behandlung am 29. April 2010 (d.h. vor Beginn der Anstellung) 
wieder aufgenommen worden. Der Kläger arbeite seit dem 31. Mai 2010 in einem 
Sägewerk in T________ zu 100% als ungelernte Kraft, er gebe jedoch 
persistierende psychische Beschwerden an mit dem Wunsch nach einer 
beruflichen Umschulung. 

Die Ärzte des SPD fassten ausführlich die Anamnese des Klägers - wie sich aus 
den vorbestehenden Unterlagen und den Angaben des Klägers ergab - 
zusammen (Kläg-act. 9 = IV-act. 18) und gaben folgende Prognose:

Trotz der jetzt vorhandenen 100%-igen Anstellung als ungelernte Kraft besteht 
beim Patienten die Möglichkeit einer erneuten psychischen Dekompensation. Herr 
(…) ist aufgrund seiner akademischen Vorbildung für die jetzige Art von Tätigkeit 
überqualifiziert. Aufgrund einer ängstlich unsicheren Persönlichkeitsstruktur 
wünscht sich Herr (…) selbst eine Tätigkeit, in der er das bislang erreichte 
juristische Fachwissen in einer administrativen Tätigkeit ohne Leitungsfunktion 
ausüben könnte.

Der Patient habe am 16. September 2010 auf eigenen Wunsch die jetzige 
Behandlung abgeschlossen. Aktuell bestehe keine Medikation. Die Ärzte des 
SPD gaben die folgenden Empfehlungen für die zukünftige Therapie ab (sic!):

Es wurde dem Patienten empfohlen, trotz alledem für eine psychotherapeutische 
Begleitung, gegebenenfalls erneute Einstellung auf ein Antidepressiva die bisher 
erreichten Therapieziele bezüglich Erhalten und Aufbau einer geeigneten 
Tagesstruktur, Erhalten der Arbeitsfähigkeit zu stabilisieren. 

13

Die Frage, welche körperlichen, geistigen und/ oder psychischen 
Einschränkungen beim Kläger bestehen würden, beantworteten die Ärzte wie 
folgt:

Trotz vorhandener 100%-iger Arbeitsfähigkeit gibt es psychische Einschränkungen 
im Bereich der Konzentration, des Antriebes und der kognitiven Leistungsfunktion. 

Wie wirken sie sich bei der Arbeit aus?
Mit rascher Ermüdbarkeit, vermindertem Antrieb und allgemein reduziertem 
energetischen Level.

Ist die bisherige Tätigkeit aus medizinischer Sicht noch zumutbar?
Zumutbar ja, empfehlenswert nein.

Es bestehe keine verminderte Leistungsfähigkeit. Zum Schluss des Berichtes 
brachten die Ärzte des SPD die folgenden Ergänzungen an (S. 5):

Der Patient ist aktuell zwar nicht arbeitsunfähig, jedoch aufgrund einer chronischen 
depressiven Erkrankung, begründet durch recht schwierige, wenn nicht sogar 
desolate Familienverhältnisse nur eingeschränkt psychisch belastbar und benötigt 
dringend die Hilfestellung, um in einem seinem Ausbildungsstandard adäquaten 
Tätigkeit beruflich erfolgreich sich zu etablieren und seine Ziele bezüglich seiner 
beruflichen Qualifikation zu verwirklichen, zurzeit ist eine Bewerbung auf dem 
offenen Arbeitsmarkt erschwert durch das abgebrochene Jurastudium und diverse 
wechselnde Arbeitsstellen ohne Kontinuität im bisherigen Berufsleben. Es wäre 
dringend ratsam, dem Patienten geeignete Umschulungsmassnahmen 
vorzuschlagen oder ihn mit Hilfe einer Laufbahnberatung zu unterstützen. 

Das Konzentrationsvermögen des Klägers sei eingeschränkt (Dauer). Auch die 
Anpassungsfähigkeit sei eingeschränkt. Der Kläger sei nicht fähig, eine 
selbständige verantwortliche Tätigkeit mit aktivem Kundenkontakt zu 
übernehmen. Ebenfalls eingeschränkt sei die Belastbarkeit durch die 
rezidivierenden immer wieder auftretenden depressiven Verstimmungen. In 
solchen Phasen sei er wenig stressresistent, er brauche ein ruhiges Arbeitsfeld. 
Die Angaben würden seit 29. April 2010 gelten. 

3.2.9 Der RAD-Arzt Dr.med. J.________ (FMH Allgemeinmedizin) hielt in seiner 
Stellungnahme vom 19. Januar 2011 fest (Kläg-act. 16 = IV-act. 23-4/4), dass 
beim Kläger ein Gesundheitsschaden (Persönlichkeitsstörung) nachgewiesen 
sei. Es sei nachvollziehbar, dass der Versicherte aufgrund des 
Gesundheitsschadens das Studium abgebrochen, somit keine berufliche 
Erstausbildung habe und heute "nur" als Hilfsarbeiter tätig sei. Es stelle sich die 
Frage, unter welchen Voraussetzungen eine berufliche Erstausbildung auf 
tieferem als akademischem Niveau gelingen könne. Gemäss Dr.med. 
F.________ wäre dafür eine begleitende psychiatrische Behandlung notwendig; 
gemäss den Angaben des SPD sei die Therapie aber bereits wieder 
abgebrochen worden. Dr.med. J.________ schlug eine Anfrage an den 

14

psychiatrischen Dienst des RAD vor, ob im Rahmen der Mitwirkungspflicht des 
Versicherten eine Auflage zur begleitenden fachärztlich psychiatrischen 
Behandlung zu machen sei. 

3.2.10  Für den 1. und 2. Februar 2011 bescheinigte Dr.med. L.________ (FMH 
Allgemeinmedizin, T________) dem Kläger eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit 
(ohne Grundangabe). Vom 3. bis 7. Februar 2011 attestierte der Chiropraktiker 
Dr. K.________ dem Kläger eine vollständige und vom 10. bis 25. Februar 2011 
eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit (Kläg-act. 12). Termine beim Chiropraktiker sind 
für den 10., 12., 14. und 17. Februar 2011 belegt. 

3.2.11  Am 9. April 2011 erlitt der Kläger einen Unfall beim Skaten, bei dem er 
sich den linken Fuss verletzte (Knochenabsplitterung, Riss der Innen- und 
Aussenbänder). Er blieb in der Folge bis zur Beendigung seines befristeten 
Arbeitsverhältnisses als Hilfsarbeiter bei der Arbeitgeberin am 21. Juni 2011 
arbeitsunfähig (Klage S. 6, Klageantwort S. 4 oben; Schadenmeldung UVG, 
Kläg-act. 13). 

In den Akten findet sich zur Fussverletzung u.a. ein Bericht von Dr.med. 
M.________ [vis.] und Dr.med. N.________-Weinberger (Oberarzt bzw. 
Assistenzärztin, R.________) vom 25. April 2013. Es wird die folgende Diagnose 
gestellt (IV-act. 75-1/2): 

Persistierende Schmerzen linkes anteromediales OSG bei:
- Vernarbungen des Ligamentum tibiotalare posterius und 

überschiessender Periostreizung der medialen Talusschulter, 
intraartikulärer Osteophyt mediale Talusschulter links bei

- St. n. OSG-Arthroskopie und offener, lateraler Bandrekonstruktion, 
Entfernung eines accessorischen Knochens am medialen Malleolus, 
Rekonstruktion ventraler Anteil am Lig deltoideum links vom 12.08.2011 
bei: 

-  massiver OSG-Instabilität links nach rezidivierenden Distorsionstrau-
  mata 

-  schmerzhaften accessorischen Knochen medialer Malleolus links.

3.2.12  Mit internem psychiatrischem Konzil vom 23. Mai 2011 hielt der RAD-Arzt 
Dr.med. O.________ (FMH Psychiatrie und Psychotherapie, zertifizierter 
medizinischer Gutachter SIM) fest, dass die Auferlegung einer begleitenden 
psychiatrisch/psychotherapeutischen Behandlung im Rahmen der 
Mitwirkungspflicht (des Klägers) während der Ausbildung sinnvoll und zumutbar 
sei. Eine erstmalige berufliche Ausbildung ohne psychotherapeutische 
Begleitung sei nicht ratsam (Kläg-act. 17).

15

3.2.13  Mit Mitteilung vom 9. Juni 2011 (IV-act. 28) gewährte die IV-Stelle 
Schwyz dem Kläger Berufsberatung im Hinblick auf eine erstmalige berufliche 
Ausbildung. Mit separatem Schreiben vom 9. Juni 2011 (IV-act. 30-1/4) forderte 
die IV-Stelle Schwyz den Kläger im Rahmen der Mitwirkungspflicht zur 
Durchführung einer regelmässigen psychiatrisch-psychotherapeutischen 
Behandlung auf. Im ersten halben Jahr seien alle zwei Monate Urinkontrollen auf 
illegale Suchtmittel vorzunehmen. 

Am 20. Juli 2011 teilte der Kläger der IV-Berufsberaterin mit, dass er sich bei 
Frau Dr.med. I.________ (SPD Lachen) in Psychotherapie begeben werde, der 
erste Termin sei am 29. Juli 2011 (IV-act. 34).

In Absprache mit der IV-Stelle startete der Kläger am 19. September 2011 eine 
Lehrerausbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich (PH Zürich) (IV-act. 
36-1/4). Im Zwischenbericht vom 12. Dezember 2011 wurde festgehalten, dass 
der Kläger sehr motiviert sei, die Ausbildung zum Primarlehrer erfolgreich zu 
absolvieren. Die PH Zürich sei nach einer längeren Eignungsabklärung zum 
Schluss gekommen, dass der Kläger für den Studiengang Primarstufe geeignet 
sei (IV-act. 371/2). Die IV-Stelle Schwyz erteilte am 21. Dezember 2011 
Kostengutsprache für die Ausbildung zum Primarlehrer und richtete ein IV-
Taggeld aus (IV-act. 40). Bereits zuvor hatte der Kläger diese Ausbildung wieder 
abgebrochen. Gemäss seiner Mitteilung mit E-Mail vom 12. Dezember 2011 litt er 
seit einigen Wochen an einem schweren Erschöpfungszustand als Folge einer 
Depression (IV-act. 46-4/4). 

3.2.14  In ihrem Bericht vom 31. Januar 2012 stellten Dr.med. P.________ und 
Dr.med. Q.________ (Chefarzt bzw. Assistenzärztin, SPD Kanton Schwyz) einen 
verschlechterten Gesundheitszustand des Klägers fest. Der Verlauf wurde wie 
folgt beschrieben (Kläg-act. 20 S. 1 f.):

Der Patient hat sich seit dem 27.07.2011 wieder zur psychotherapeutischen 
Begleitung in unserem Dienst eingefunden. Die durchgeführten Termine fanden in  
zwei- bis vierwöchigem Rhythmus statt. Zunächst zeigte sich Herr (…) sehr 
optimistisch bezüglich dem geplanten Beginn einer Ausbildung zum 
Primarschullehrer. Somatische Symptome wie die noch nicht ausgeheilte 
Bänderrissverletzung des Fusses mit Operation durch Herrn Dr. Pfister 
erschwerten die Strukturierung seines Tagesablaufes. Herr (…) kann bislang nicht 
wie gewohnt seinen sportlichen Aktivitäten nachgehen. Der stattgefundene Umzug 
mit seinem Bruder und seiner Mutter nach Lachen hat bezüglich des 
Zusammenlebens keine Verbesserung gebracht. Herr (…) berichtet immer wieder 
über auftretende Streitigkeiten zwischen ihm und seinem Bruder, wobei er eine 
eher protektive Haltung gegenüber der von ihm als schutzbedürftigen 
angesehenen Mutter einnimmt. Der Wunsch nach einer eigenen Wohnung und 
mehr Freiraum wird immer wieder überschattet von den Sorgen des Patienten, 
seine Mutter alleine mit dem Bruder zurückzulassen. Im Herbst 2011 traten dann 

16

nach Antritt des Studiums in Zürich wieder vermehrt Angstzustände mit 
sozialphobischen Inhalten begleitet von somatische Beschwerden auf, vor allem 
auf dem Weg zur Ausbildung erlitt der Patient wiederholt gastrointestinale 
Beschwerden wie Magenschmerzen, Übelkeit und Erbrechen, dies wurde 
gesprächstherapeutisch thematisiert, mit dem Patienten Strategien erarbeitet, nicht 
in sein gewohntes Vermeidungsverhalten zurückzufallen, jedoch quittierte Herr (…) 
im Dezember 2011 dann endgültig die Ausbildung. Ein medikamentöser Versuch 
mit antidepressiver/ anxiolytischer Medikation in Form von niedrig dosiertem 
Cipralex in Tropfenform (bislang 6 Tropfen/d) erbrachte keine ausreichende 
Wirkung. Die aufgrund der anhaltenden gastrointestinalen Beschwerden 
durchgeführte Gastroskopie ergab den Befund einer leichten Gastritis.

In einer gemeinsamen Untersuchung mit unserem Chefarzt Herrn P.________ 
wurde im Dezember 2011 gemeinsam eine Standortbestimmung durchgeführt. 
Aufgrund der bestehenden Konzentrationsstörungen und weiterhin ausgeprägt 
sozialphobischer Ängste sowie anhaltend depressiver Verstimmung wurde eine 
Umstellung auf das Antidepressivum Wellbutrin vereinbart. Die weiter vereinbarten 
Termine im Dezember 2011 und Januar 2012 wurden vom Patienten ausgesetzt 
mit dem Hinweis auf Müdigkeit, Erschöpfungssymptome und Depression. Wir 
erhielten auch keine Rückmeldung über den Erfolg der zuletzt erfolgten 
medikamentösen Umstellung. 

Psychopathologischer Befund vom Dezember 2011
Wacher, allseits orientierter Patient in schlankem Ernährungszustand und deutlich 
reduziertem Allgemeinzustand. Der formale Gedankengang ist weitschweifig, 
umständlich, inhaltlich eingeengt auf die derzeit als belastend erlebte 
Lebenssituation, es ist eine ausgesprochen depressive Stimmungslage zu 
verspüren mit Gedanken des Lebensüberdrusses ohne suizidale 
Handlungsabsichten, sozialem Rückzug, Vermeidungsverhalten, Phasen von 
verbaler Gereiztheit, Stimmungsschwankungen erhebliche Tagesmüdigkeit, 
bestehende Ein- und Durchschlafstörungen. Keine Hinweise auf psychotisches 
Erleben wie Wahn, Halluzinationen. Phobische Ängste im Sinne einer Sozialphobie 
bei eher unsicher, ängstlich akzentuierter Persönlichkeitsstruktur mit auch 
emotional instabilen Anteilen. Psychomotorisch deutlich angespannt wirkender 
Patient mit morgendlicher Antriebsstörung. Die Auffassung ist intakt, das 
Konzentrationsvermögen bei anhaltender Belastung deutlich eingeschränkt. Die 
Gedächtnisleistung bezüglich des Langzeitgedächtnisses phasenweise selektiv 
eingeschränkt. Keine akute Eigen- oder Fremdgefährdung.

4. Therapeutische Massnahmen / Prognose:
Wir empfehlen dringend als Mindestmassnahme die Weiterführung der hier 
begonnenen psychiatrischen Behandlung. (…). Eine zu Beginn der Behandlung 
vorgeschlagene stationäre Aufnahme in der Psychiatrischen Klinik Zugersee 
konnte mit dem Patienten nicht vereinbart werden. Dabei sind die immer wieder 
erwähnten sozialen Ängste des Patienten im Vordergrund, die zu auch hier 
Behandlungsunterbrüchen im Sinne eines Vermeidungsverhaltens führen. Der 
Patient ist unserer Einschätzung nach behandlungsmotiviert, leidet erheblich unter 
seinen Zuständen, findet aber nicht die Kraft veränderte Copingstrategien 
anzuwenden trotz rationaler Einsicht in die Notwendigkeit solcher Massnahmen. 
Die Weiterführung der hier begonnenen antidepressiven Einstellung sollte 
aufgrund der chronifizierten Störung weiter erfolgen. Die familiären 
Belastungssituationen, die seit Kindheit und Jugendzeit des Patienten bestehen 

17

und traumatischen Charakter haben, sind psychotherapeutisch noch nicht in 
ausreichendem Masse verarbeitet. Herr (…) befindet sich insgesamt in einer 
verzweifelten Lebenssituation, trotz gutem kognitivem Leistungsniveau bleibt er 
weit hinter seinen intellektuellen und beruflichen Möglichkeiten aufgrund seiner 
psychischen Beschwerden zurück. Gegenwärtig ist unserer Einschätzung nach 
eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit gegeben. Eine Prognose zur Steigerung einer 
möglichen Arbeitsfähigkeit auch unter beschützenden Rahmenbedingungen ist 
gegenwärtig nicht sicher einschätzbar, eher ungünstig zu beurteilen. Zunächst 
müsste der Patient psychisch ausreichend stabilisiert sein durch intensivierte 
therapeutische Behandlung, wie eingangs erwähnt z.B. durch ein tagesklinisches 
Setting.

Als Datum der letzten ärztlichen Kontrolle wurde der 16. Dezember 2011 
genannt. 

3.2.15  Im Verlaufsprotokoll zum Gespräch mit dem Versicherten vom 1. Februar 
2012 wies die Berufsberaterin der IV-Stelle unter anderem darauf hin (IV-act. 46-
1/4), dass der Kläger im Vergleich zum abgebrochenen Studium in der 
Primarlehrerausbildung deutlich enger betreut wurde, kleinere Klassengrössen, 
klarere Strukturen, bessere geregelte Tagesstruktur etc. hatte. Aber auch mit 
diesen klaren Strukturen und dem geregelten Setting habe er in der Ausbildung 
nicht bestehen können.

3.2.16  In seiner Stellungnahme vom 12. März 2012 (IV-act. 49-1/2) hielt RAD-
Arzt Dr.med. O.________ fest, beim Versicherten sei die Diagnose einer 
schweren Persönlichkeitsstörung ausgewiesen. Der Versuch einer 
Primarlehrerausbildung sei aus gesundheitlichen Gründen gescheitert. 
Intensivere therapeutische Massnahmen seien sicherlich angeraten. Der 
Versicherte sei diesbezüglich zwar einsichtig, gleichwohl aber ungenügend in der 
Lage, sich kooperativ zu verhalten. Die mangelnde Mitwirkung sei allerdings der 
Grunderkrankung geschuldet. (…). Als Fazit hielt Dr.med. O.________ fest, dass 
gegenwärtig von einer leidensbedingten vollständigen Arbeitsunfähigkeit in der 
freien Wirtschaft ausgegangen werden müsse. Auch für den geschützten 
Rahmen bestünden zur Zeit keine genügenden Ressourcen. (…). 

In seiner Stellungnahme vom 12. März 2012 hielt RAD-Arzt Dr.med. J.________ 
fest, es liege eine kombinierte Persönlichkeitsstörung mit ängstlich-
vermeidendem, paranoiden, zwanghaften und narzisstischen Anteilen (ICD-10 
F61.0, Code 646) vor (IV-act. 49-2/2). Der Versicherte sei für alle Tätigkeiten in 
der freien Wirtschaft und im geschützten Rahmen 100% arbeitsunfähig. Der 
Versicherte sei seit der Adoleszenz dauernd reduziert. Phasenweise habe eine 
Teilarbeitsfähigkeit als Hilfsarbeiter bestanden, mittlerweile bestehe eine 100%-
ige Arbeitsunfähigkeit. 

18

3.2.17  Im am 25. Mai 2016 erstellten Bericht von Dr. med. P.________ und 
Dr. med. Q.________ zuhanden des Rechtsvertreters des Klägers wird zur Frage 
nach der rückwirkenden Einschätzung der damals (2011) vorhandenen 
Arbeitsfähigkeit des Klägers folgendes ausgeführt (Kläg-act. 10):

Herr (…) ist seit dem 20.04.2010 in unserer fachärztlichen psychiatrischen 
Behandlung. (…). Herr (…) gab an, im September 2010 wieder Arbeit gefunden zu 
haben in einem Sägewerk im Raum T________ und so wurde die Behandlung 
erstmalig Ende 2010 abgeschlossen. Eine Arbeitsunfähigkeit wurde vom 
29.04.2010 bis 29.05.2010 für 31 Tage zu 100% ausgestellt. 

(…). 

Für das Jahr 2011 ist zusammenfassend von einer gravierend verminderten 
Belastbarkeit des Patienten auszugehen, die jedoch nicht formal durch uns mittels 
Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen deklariert wurde, gilt speziell für die geplante 
Ausbildung als Primarlehrer - teilweise erfolgten Krankschreibungen wohl laut 
Angaben des Patienten auch durch den Hausarzt, die aktuell detailliert nicht mehr 
durch uns nachvollziehbar sind. Die Ausprägung der Sozialphobie ist stark vom 
Kontext des Gruppengeschehens abhängig, so konnte der Patient im 
handwerklichen Bereich vorübergehend sehr wohl einer Arbeitstätigkeit 
nachgehen, im gewünschten akademischen Umfeld wurden aber wieder erhebliche 
Versagensängste des Patienten getriggert, sodass eine übergeordnete 
Einschätzung der Einsatzmöglichkeiten des Patienten sehr schwierig war und ist. 
Herr (…) ist weiterhin in unserer ambulanten Behandlung und ist aufgrund seiner 
kombinierten Persönlichkeitsstörung mit der beschriebenen erheblichen 
Angstsymptomatik und anderweitigen Störungen der Körperwahrnehmung sowie 
chronisch rezidivierenden Depressionen immer noch in einem sehr instabilen 
Zustand, so dass Fortschritte bezüglich einer erneuten Anbindung in eine höhere 
Ausbildung, die seinem Schulabschluss qualitativ entsprechen würde, nicht zu 
realisieren sind. Dies entspricht gegenwärtig einer 100%tigen Arbeitsunfähigkeit 
aus psychiatrischer Sicht, dem Zustand zum Zeitpunkt der damaligen 
Rentenzusprechung äquivalent.

3.3.1 Die Arbeitgeberin schätzte mit ihrem Bericht vom 28. Juli 2015 (vgl. 
vorstehend Ingress lit. G) die Leistungsfähigkeit des Klägers auf maximal 80% 
ein bzw. als er nur 50% arbeitsfähig gewesen sei sogar nur maximal 70% (Frage 
5). Der Kläger habe öfters frei haben wollen, den Arbeitsplatz verlassen, 
Therapien gehabt und sei krank gewesen oder sei verunfallt (Frage 4). Während 
der Arbeit habe er immer Musik gehört, habe mehrmals angesprochen werden 
müssen, bis er reagiert habe, und habe sich nicht ins Team einfügen können. Er 
sei ein Einzelgänger gewesen und habe laufend Sonderwünsche betreffend die 
Arbeitszeit geäussert (Frage 6). Die psychischen und Drogen-Probleme des 
Klägers seien ihnen bekannt gewesen. Er habe jedoch die Arbeit gewollt, 
weshalb ihm "aus Goodwill" eine Stelle angeboten worden sei, da sie zu jener 
Zeit gerade einen Ausfall eines Mitarbeiters gehabt hätten (Eintrag unter 
Bemerkungen). 

19

Unter den am 25. April 2018 eingereichten weiteren Akten (von der Arbeitgeberin 
unter Frage 4 erwähnte "Beilagen") befindet sich ein Schreiben des Klägers vom 
9. Februar 2011 an seine Arbeitgeberin. In diesem spricht er von seit rund zwei 
Wochen dauernden "Schmerzen im Kreuz", die nur mit Schmerzmitteln zu 
ertragen seien. Sein Hausarzt habe ihn deswegen an einen Chiropraktiker 
verwiesen. Es liege ihm sehr viel an einer Lösung; er habe ja geplant gehabt, bis 
Ende April bei seiner Arbeitgeberin zu arbeiten. 

Aus einem E-Mail der Arbeitgeberin vom 4. September 2012 sind verschiedene 
Absenzen (bzw. teils Arbeitszeitwünsche/Feierabend) des Klägers in der Zeit 
vom 9. Juni 2010 bis 10. Dezember 2010 ersichtlich. Vom 29. November 2010 
bis 1. Dezember 2010 sei der Kläger krank gewesen, habe jedoch kein 
Arztzeugnis eingereicht. 

3.3.2 Laut dem (undatierten) Arbeitszeugnis der Arbeitgeberin war der Kläger 
während seiner temporären Anstellung "als Hilfsmaschinist im 
Bretterstapelbereich" tätig. Er sei auch "anderweitig einsetzbar" gewesen und 
habe sich "stets willig und hilfsbereit" gezeigt. Die ihm übertragenen Arbeiten 
habe er "ordnungsgemäss und zu unserer vollen Zufriedenheit" verrichtet (Kläg-
act. 34). 

4.1 Gemäss der Rechtsprechung sind für die Festsetzung der 
Invalidenleistungen jene Reglementsbestimmungen massgebend, welche im 
Zeitpunkt der Entstehung des Leistungsanspruchs gelten und nicht jene, die bei 
Beginn der - in der Folge invalidisierenden - Arbeitsunfähigkeit (vgl. Art. 23, Art. 
26 Abs. 1 BVG) in Kraft waren (BGE 121 V 97; Bundesgerichtsurteil 
9C_502/2007 vom 22.4.2008 Erw. 2). 

Es ist unbestritten, dass das Reglement der Pensionskasse D.________, Erster 
Teil, Vorsorgeplan G, gültig ab 1. Januar 2006 (Kläg-act. 32; nachfolgend: PK-
Reglement 1) sowie das Reglement der Pensionskasse D.________, Zweiter 
Teil, Allgemeine Bestimmungen, gültig ab 1. Januar 2006 (Kläg-act. 33; 
nachfolgend: PK-Reglement 2) zur Anwendung kommen. 

4.2.1  Im PK-Reglement 2 wird unter Ziffer 3.2.2 der Beginn der Vorsorge wie 
folgt definiert (Kläg-act. 33 S. 7):

3.2.2.1 Für den Arbeitnehmer beginnt die Vorsorge am Tag, an dem er aufgrund 
der Anstellung die Arbeit antritt oder hätte antreten sollen, in jedem Fall 
aber im Zeitpunkt, in welchem er sich auf den Weg zur Arbeit begibt, 
frühestens am 1. Januar des 17. Altersjahres und frühestens am Tag des 
Anschlusses der Arbeitgeberin an die Pensionskasse.

20

4.2.2  Im PK-Reglement 2 werden unter Ziff. 5 die Vorsorgeleistungen geregelt. 
Im Abschnitt Invalidenrente  (Ziff. 5.1.3) findet sich die folgende Bestimmung: 

5.1.3.2 Invalidität liegt vor, wenn die versicherte Person wegen Krankheit 
(einschliesslich Zerfall der geistigen oder körperlichen Kräfte) oder Unfall 
vorübergehend oder dauernd nicht mehr fähig ist, ihren Beruf oder eine 
andere, ihr zumutbare Erwerbstätigkeit auszuüben (Arbeitsunfähigkeit). 
Zumutbar ist eine andere Tätigkeit nur dann, wenn sie den Kenntnissen, 
Fähigkeiten und der bisherigen Lebensstellung der versicherten Person 
angemessen ist. 

Nach Ziff. 5.1.3.3 PK-Reglement 2 hat die versicherte Person nur dann Anspruch 
auf eine Invalidenrente, sofern sie im Sinne der IV zu mindestens 40 Prozent 
invalid ist und bei Eintritt der Arbeitsunfähigkeit, deren Ursache zur Invalidität 
geführt hat, bei der Pensionskasse versichert war. Diese Regelung entspricht 
den gesetzlichen Vorgaben von Art. 23 lit. a BVG.

4.3 Der Kläger macht zusammengefasst geltend, gemäss der Beurteilung der 
behandelnden Fachärzte sei erst ab 2011 von einer gravierend verminderten 
Belastbarkeit des Klägers im Sinne einer Verminderung der funktionellen 
Leistungsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit auszugehen. Zuvor habe eine 
volle Arbeitsfähigkeit bestanden. Dass der Kläger in den ersten Monaten des 
Arbeitsverhältnisses zur Arbeitgeberin gerade nicht in seiner Arbeitsfähigkeit 
eingeschränkt gewesen sei, ergebe sich aus dem echtzeitlichen Arztbericht des 
SPD des Kantons Schwyz vom 27. September 2010 (Kläg-act. 9), wonach der 
Versicherte zum Berichtszeitpunkt für die damals ausgeübte Tätigkeit eine 100%-
ige Arbeitsfähigkeit aufgewiesen habe. Erst im Februar 2011 habe der Kläger die 
psychotherapeutische Behandlung infolge der Verschlechterung der psychischen 
Ängste und dysmorphoben Körperwahrnehmungsstörung bei anhaltender 
Depression wieder aufgenommen, welche bis heute andauere (Klage S. 13 
oben). Auf eine formale Deklaration der eingeschränkten Leistungsfähigkeit des 
Klägers mittels Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen wurde allein deshalb 
verzichtet, weil der Kläger zu diesem Zeitpunkt bereits aufgrund von 
Rückenbeschwerden (100% AUF vom 3.2.2011-7.2.2011, 50% AUF vom 
10.2.2.2011-25.2.2011; Kläg-act. 12) und unfallbedingt (Bänderriss; Kläg-act. 13 
und 14) ab 9. April 2011 nur noch eingeschränkt arbeitsfähig gewesen sei (Kläg-
act. S. 13 ab Mitte).

4.4 Die Beklagte macht demgegenüber zusammengefasst geltend, dass aus 
der Gesamtheit der Akten davon ausgegangen werden könne, dass mit Eintritt 
bei der Arbeitgeberin beim Kläger bereits eine psychische Beeinträchtigung mit 
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit vorhanden gewesen sei. Entscheidend sei 
jedoch, dass während der Versicherungszeit bei der Beklagten keine 

21

Verschlechterung der Arbeitsunfähigkeit aufgrund der psychischen Erkrankung 
stattgefunden habe (Klageantwort S. 5 Mitte). Für eine solche Verschlechterung 
bestünden keine echtzeitlichen medizinischen Nachweise. Hingegen zeigten die 
Anmeldung bei der IV-Stelle im Februar 2010 sowie die Aufnahme der 
ambulanten psychiatrischen Behandlung im April 2010 eine Einschränkung der 
Arbeitsfähigkeit bereits vor der Arbeitsaufnahme bei der Arbeitgeberin 
(Klageantwort S. 6 unten).

5.1 Im Falle des Klägers liegt die Schwierigkeit, den Eintritt der 
Arbeitsunfähigkeit, verstanden als die Einbusse an funktionellem 
Leistungsvermögen im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich (vgl. vorstehend 
Erw. 2.1) exakt zu bestimmen, zum einen zwar auch darin begründet, dass die 
medizinische Aktenlage bis zur Aufnahme seiner letzten Tätigkeit bei der 
Arbeitgeberin eher dürftig ist. Zum andern beruht diese Schwierigkeit jedoch 
insbesondere auf der Tatsache, dass dem Kläger mangels einer 
abgeschlossenen Erstausbildung weder ein bisheriger Beruf noch ein 
Aufgabenbereich zugeordnet werden kann. Folglich wurde daher ebensowenig 
eine für den Kläger (noch) zumutbare Verweisungstätigkeit festgelegt. Sofern 
und soweit von medizinischer Seite die Arbeitsfähigkeit des Klägers beurteilt 
wurde, erfolgte dies entsprechend grundsätzlich in abstrakter Weise und ohne 
Bezug auf eine konkrete Tätigkeit. Nachdem dem Kläger von der IV-Stelle 
Schwyz mit Verfügung vom 31. Mai 2012 eine ganze Invalidenrente infolge seit 
der Adoleszenz bestehender Einschränkungen zugesprochen wurde, bestand 
seitens der Invalidenversicherung auch kein Anlass mehr, zumutbare Tätigkeiten 
zu eruieren. Hinzu kommt die Tatsache, dass die Auswirkungen psychischer 
Leiden auf die Arbeitsfähigkeit grundsätzlich schwer zu bestimmen sind und 
regelmässig erheblichen Schwankungen unterliegen können. 

5.2 Aufgrund der vorstehend wiedergegebenen Kranken- und Ausbildungs-/ 
Tätigkeitsbiographie lässt sich für den Kläger ein gewissermassen typologischer 
Ablauf feststellen: Seit bestandener Matura war er (erhöhten) Anforderungen und 
Belastungen wiederholt nicht gewachsen und kam es in solchen Situationen zu 
psychischen Dekompensationen. Erstmals greifbar ist dies für die 
Rekrutenschule (vgl. vorstehend Erw. 3.2.1). In der Folge wurde der Kläger in 
den Jahren 2001 bis 2002 vom SPD behandelt, worüber sich in den Akten, 
soweit ersichtlich, jedoch keine Unterlagen befinden. Das Scheitern des Klägers 
bei drei Studienanläufen, zunächst in Zürich, dann in Luzern, über einen 
Zeitraum von rund sieben Jahren, ist ebenfalls im Zusammenhang mit der 
psychischen Verfassung zu sehen, wie die Arztberichte verdeutlichen. 

22

Dr.med. F.________, welchen der Kläger von Juli 2005 bis Juni 2006 zwölfmal 
konsultierte, prognostizierte mit dem Kurzbericht vom 29. März 2007 die Gefahr 
eines Abgleitens des Klägers in die Invalidisierung. Wie weit eine diesbezügliche 
familiäre Prädisposition besteht, lässt sich trotz eines entsprechenden Hinweises 
(wie der Vater und Bruder des Klägers) von Dr.med. F.________ (vgl. 
vorstehend Erw. 3.2.2) nicht sagen. Mit seinem IV-Arztbericht vom 7. Juni 2010 
bestätigte Dr.med. F.________ seine Diagnosen vom 29. März 2007, wobei sein 
Bericht eine Verschlechterung des gesundheitlichen Zustandes des Klägers 
erkennen lässt (nunmehr "schwere dysmorphische Störung"; "kombinierte 
Persönlichkeitsstörung"; vgl. vorstehend Erw. 3.2.6). Diese von Dr.med. 
F.________ gestellten Diagnosen wurden in der Folge im Wesentlichen auch von 
den weiteren, den Kläger beurteilenden Ärzten bestätigt. Der RAD-Arzt Dr.med. 
J.________ erachtete es als nachvollziehbar, dass der beim Kläger 
ausgewiesene Gesundheitsschaden (Persönlichkeitsstörung) für den Abbruch 
des Studiums kausal gewesen sei, und er warf die Frage auf, unter welchen 
Voraussetzungen eine berufliche Erstausbildung auf tieferem als akademischem 
Niveau gelingen könnte (vorstehend Erw. 3.2.9). Bestätigt worden war die 
Diagnose auch von Dr.med.  H.________ und Dr.med. I.________, welche am 
27. September 2010 von den anamnestisch bereits seit 2001 bekannten 
Diagnosen sprachen. Nach ihrer Beurteilung war trotz der im September 2010 
bestehenden 100%-igen Anstellung des Klägers die Möglichkeit einer erneuten 
Dekompensation nicht ausgeschlossen. In der Folge waren dieselben 
gesundheitlichen (psychischen) Störungen für den Abbruch der 
Primarlehrerausbildung bereits nach wenigen Tagen ausschlaggebend, wie aus 
den Berichten von RAD-Arzt Dr.med. O.________ und Dr.med. 
P.________/Dr.med. Q.________ hervorgeht (vgl. vorstehend Erw. 3.2.16 f.).

Es kann mithin kein Zweifel bestehen, dass einerseits der Gesundheitsschaden, 
welcher zur Invalidität des Klägers führte, bereits lange vor dem Stellenantritt des 
Klägers bei der Arbeitgeberin am 31. Mai 2010 eingetreten ist, und dass dieser 
Gesundheitsschaden anderseits ausschlaggebend war, dass der Kläger keine 
berufliche Erstausbildung abgeschlossen hat. Diesbezüglich ist indessen zu 
beachten, dass nur akademische Erstausbildungen in Angriff genommen wurden 
und auch die Invalidenversicherung - offensichtlich gestützt auf eine 
Eignungsabklärung der Pädagogischen Hochschule Zürich - nur eine Ausbildung 
zum Primarlehrer und nicht etwa eine Berufsausbildung in Betracht zog. 
Anzufügen ist, dass die Anmeldung des Klägers zum Leistungsbezug bei der IV 
am 26. Februar 2010 zeigt, dass er selber damals ebenfalls von einer 
eingeschränkten Arbeitsfähigkeit ausging. Indes ist damit noch nichts gewonnen 

23

für die vorliegend entscheidende Frage, wann eine aus BVG-rechtlicher Sicht 
massgebliche Einbusse an funktionellem Leistungsvermögen eingetreten ist. 

5.3 In den Jahren 2006 bis 2009 arbeitete der Kläger in verschiedenen Sparten 
bei verschiedenen Arbeitgebern jeweils bis maximal acht Monate (Gartenbau). 
Das letzte Arbeitsverhältnis im in besonderem Masse saisonalen Schwankungen 
des Arbeitsvolumens ausgesetzten Gartenbau wurde Ende 2009 aus 
wirtschaftlichen Gründen aufgehoben. Ein Wiedereintritt im März 2010 scheiterte 
infolge einer anderen, vorliegend nicht interessierenden Verletzung des Klägers 
(vgl. vorstehend Erw. 3.1.2). Sofern der Gesundheitsschaden bereits vor diesen 
Tätigkeiten, die als dem Leiden besser angepasste Tätigkeiten (als eine 
akademische Ausbildung) zu betrachten sind, eingetreten ist, wurde mithin der 
zeitliche Konnex unterbrochen. Dasselbe gilt grundsätzlich auch für die letzte 
Tätigkeit des Klägers bei der Arbeitgeberin. Ein zeitlicher Konnex wäre durch 
seine am 31. Mai 2010 begonnene und infolge der Fussverletzung am 9. April 
2011 (faktisch) beendete Tätigkeit unterbrochen worden. 

5.4 Die am 31. Mai 2010 vom Kläger in Angriff genommene Tätigkeit bei der 
Arbeitgeberin wurde (faktisch) infolge des Unfalls (Fussverletzung) des Klägers 
beim Skaten, welcher mit Blick auf die vorliegend zu beurteilende Frage ebenfalls 
bedeutungslos ist, beendet. Das gleiche gilt für die vom Chiropraktiker Dr. 
K.________, den der Kläger wegen Rückenproblemen konsultierte, im Februar 
2011 dem Kläger temporär attestierte teilweise Arbeitsunfähigkeit (vgl. 
vorstehend Erw. 3.2.10), dessen Arztzeugnis, das keine näheren Angaben zur 
Art des Leidens macht, sich zwangsläufig auf eine körperlich bedingte 
(vorübergehende) Teilarbeitsunfähigkeit beziehen muss. Eine allfällige 
psychische Beurteilung eines Chiropraktikers hätte naheliegenderweise 
unbeachtlich zu bleiben. 

Den medizinischen Angaben lassen sich keine Hinweise entnehmen, dass es 
während dieser Tätigkeit des Klägers bzw. bis zur förmlichen Auflösung des 
Arbeitsverhältnisses per 21. Juni 2011 oder innert der einmonatigen 
Nachdeckungsfrist zu einer (psychischen) Dekompensation des Klägers 
gekommen wäre, wie dies beim Abbruch der Rekrutenschule, beim Abbruch der 
drei Studienanläufe oder - später - bei Abbruch der Lehrerausbildung der Fall 
war. Hieran ändert die Tatsache, dass der Kläger grundsätzlich auch während 
dieser Dauer bei attestierter grundsätzlich voller Arbeitsfähigkeit nur 
eingeschränkt psychisch belastbar war, nichts. Jedenfalls bestehen keine 
medizinischen Hinweise, dass sich eine allfällige psychische Einschränkung (im 
Sinne einer Dekompensation) während der Anstellungszeit (und einen Monat 
darüber hinaus) in der Arbeitsfähigkeit des Klägers, die vorübergehend aus 

24

somatischen Gründen reduziert war, niedergeschlagen hat. Soweit Dr.med. 
H.________/Dr.med. I.________ am 27. September 2010 die Beurteilung einer 
eingeschränkten psychischen Belastbarkeit gaben, macht der Kontext klar, dass 
sie dies auf eine dem Ausbildungsstand des Klägers adäquate Tätigkeit bezogen 
(vgl. vorstehend Erw. 3.2.8). Im gleichen Sinne ist die Beurteilung des RAD-
Arztes Dr. med. J.________ vom 19. Januar 2011 zu verstehen (vgl. vorstehend 
Erw. 3.2.9), obwohl dieser Arzt auch den erfolgreichen Abschluss einer weniger 
anspruchsvollen Erstausbildung nicht für selbstverständlich erachtete. 

Dem weiteren Arztbericht von RAD-Arzt Dr.med. O.________ vom 23. Mai 2011, 
welcher somit aus der Zeit der Tätigkeit des Klägers bei der Arbeitgeberin datiert 
(vgl. vorstehend Erw. 3.2.12), lässt sich ebenfalls nichts entnehmen, wonach der 
Kläger seine Tätigkeit unbesehen der Fussverletzung aus psychischen Gründen 
einstellen musste und/oder dass es beim Kläger während dieser Zeit zu einer 
psychischen Dekompensation gekommen wäre. 

Dr.med. P.________/Dr.med. Q.________, bei denen sich der Kläger am 27. Juli 
2011 wieder zur psychotherapeutischen Begleitung eingefunden hatte, schätzten 
den Kläger mit ihrem Bericht vom 31. Januar 2012 (vgl. vorstehend Erw. 3.2.14) 
"gegenwärtig" als zu 100 % arbeitsunfähig ein. Die Bezugsgrösse dieser 
Arbeitsunfähigkeit wird jedoch nicht näher definiert. Auch diese Beurteilung wird 
vor dem Hintergrund der intellektuellen und beruflichen Möglichkeiten gemacht 
(hinter welchen der Kläger aufgrund seiner psychischen Beschwerden weit 
zurückbleibe). Zuhanden des Rechtsvertreters des Klägers gingen die gleichen 
Ärzte am 25. Mai 2016 von einer gravierend verminderten Belastbarkeit des 
Klägers im Jahr 2011 aus, was indessen nicht mittels 
Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen deklariert worden sei. Auch diese Angabe 
bezieht sich vorab auf eine Tätigkeit/Ausbildung im akademischen Umfeld, 
während bestätigt wird, dass der Kläger im handwerklichen Bereich "sehr wohl" 
einer Arbeitstätigkeit habe nachgehen können, was durch die faktische Tätigkeit 
des Klägers bei der Arbeitgeberin (abgesehen von der unfall-/somatisch 
bedingten vorübergehenden Arbeitsunfähigkeit) auch bestätigt wird. 

Die RAD-Ärzte Dr.med. O.________ und Dr.med. J.________ attestierten dem 
Kläger am 12. März 2012 zwar eine leidensbedingte Arbeitsunfähigkeit (vgl. 
vorstehend Erw. 3.2.16). Hieraus lassen sich jedoch keine Rückschlüsse auf die 
Zeit der Tätigkeit des Klägers bei der Arbeitgeberin unter Einschluss der 
einmonatigen Nachdeckungsfrist ziehen. Die von Dr.med. J.________ genannte 
phasenweise Teilarbeitsfähigkeit als Hilfsarbeiter wird nicht näher konkretisiert, 
weder bezüglich welcher Tätigkeiten des Klägers noch hinsichtlich des Anteils 
der Arbeits(un)fähigkeit noch deren (jeweilige) Dauer sie zu gelten hat. 

25

Insgesamt spricht nichts, jedenfalls nicht mit dem erforderlichen Beweisgrad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit, dafür, dass sich das (psychische) Leiden des 
Klägers während der Zeit seiner Tätigkeit bei der Arbeitgeberin unter Einschluss 
der Nachdeckungsfrist in berufsvorsorgerechtlich relevanter Weise auf sein 
(funktionelles) Leistungsvermögen auswirkte. Dies gilt selbst unter 
Berücksichtigung der vom Kläger am 27. Juli 2011 wieder aufgenommenen 
psychotherapeutischen Begleitung durch den SPD. Zum einen erfolgte diese 
Wiederaufnahme auf Veranlassung der IV-Stelle und im Zeichen der 
Mitwirkungspflicht des Klägers (vgl. vorstehend Erw. 3.2.12 f.); zum andern hatte 
der Kläger bereits in der Vergangenheit psychotherapeutische Unterstützung in 
Anspruch genommen (vgl. vorstehend Erw. 3.2.2.), wobei regelmässig die 
mangelhafte Compliance des Klägers reklamiert wurde (vgl. vorstehend 
Erw. 3.2.2; 3.2.5 f.; 3.2.14). Ebensowenig führt der von der Beklagten auf 
Verlangen des Gerichts ins Recht gelegte Bericht der Arbeitgeberin vom 28. Juli 
2015 zu einer anderen Beurteilung. Der Beweiswert dieses Berichts ist schon 
deshalb gering zu veranschlagen, weil er vier Jahre nach Beendigung des 
Arbeitsverhältnisses verfasst wurde und zudem in auffälligem Widerspruch zum 
(zeitechten) Arbeitszeugnis steht. Insbesondere kann indes die Beurteilung der 
Leistungsfähigkeit durch einen Arbeitgeber (als medizinischer Laie) eine 
fachärztliche Einschätzung nicht ersetzen. Bei dieser Beurteilung handelt es sich 
im Wesentlichen um blosse Rückschlüsse aufgrund des Verhaltens und der 
tatsächlichen Absenzen des Klägers. Insbesondere bestätigt die ebenfalls ins 
Recht gelegte E-Mail-Korrespondenz, dass die (vorübergehende) medizinisch 
bescheinigte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit körperlich und nicht psychisch 
bedingt war. 

5.5 Angesichts der dargelegten Rechts- und Sachlage kann der für den Eintritt 
der Arbeitsunfähigkeit beweisbelastete Kläger aus dem Argument, dass er 
infolge des Unfalles im April 2011 bei der Arbeitgeberin ohnehin nicht mehr habe 
arbeiten können, weshalb auf die Einholung formeller 
Arbeitsunfähigkeitszeugnisse aufgrund der psychischen Beschwerden habe 
verzichtet werden können, nichts zu seinen Gunsten ableiten. Diesbezüglich hat 
er die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen (Erw. 1.3).

5.6 Zusammenfassend kann im Sinne der vorstehenden Erwägungen somit 
nicht mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
gesagt werden, dass der Zeitpunkt des Eintritts der (psychisch bedingten = 
invalidisierenden) Arbeitsunfähigkeit des Klägers von mindestens 20% für die 
Tätigkeit als Hilfskraft im Sägewerk während des Vorsorgeverhältnisses (unter 
Einschluss der Nachdeckungsfrist) bei der Beklagten eingetreten ist. Hierfür 

26

fehlen einerseits echtzeitliche Arztberichte, die ihm während des 
Vorsorgeverhältnisses eine Arbeitsunfähigkeit infolge der psychischen 
Beeinträchtigungen attestieren. Anderseits spricht hiergegen auch die Tatsache, 
dass sich aufgrund der Aktenlage auf eine deutliche Verschlechterung des 
psychischen Gesundheitszustandes des Klägers erst für den Herbst 2011, nach 
Aufnahme des Primarlehrerstudiums, schliessen lässt. Die Klage ist somit 
abzuweisen. 

6. Das Klageverfahren nach Art. 73 BVG hat in der Regel kostenlos zu sein. 
Gründe, welche von diesem Grundsatz abzuweichen berechtigen könnten 
(mutwillige und leichtsinnige Prozessführung; vgl. BGE 124 V 285 Erw. 3a und 
4a), sind vorliegend nicht ersichtlich. Dem unterlegenen Kläger ist keine 
Parteientschädigung zuzusprechen (§ 74 Abs. 1 VRP). Im Übrigen steht der - 
überdies nicht beanwalteten - Beklagten als obsiegende Vorsorgeeinrichtung 
kein Anspruch auf eine Parteientschädigung zu (VGE I 2012 153 mit Verweis auf 
Ulrich Meyer/Laurence Uttinger in: Schneider/Geiser/Gächter, Handkommentar 
zum BVG und FZG, Art. 74 BVG N 90 mit Hinweisen).

27

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Klage wird im Sinne der Erwägungen abgewiesen. 

2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht, BGG, SR 173.110).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungs-
beschwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rech-
ten gerügt werden (Art. 113ff. BGG).

5. Zustellung an:
- den Vertreter des Klägers (2/R)
- die Beklagte (R)
- und das Bundesamt für Sozialversicherungen, Aufsicht berufliche Vor-

sorge, 3003 Bern (A). 

Schwyz, 20. Juni 2018

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Präsident:

Der Gerichtsschreiber:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 27. Juni 2018

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I