# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7dfa0095-dfcb-5a2b-9cc1-8bac1dc87100
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-06-29
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 29.06.2020 UV 2018/63
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2018-63_2020-06-29.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2018/63

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 02.11.2020

Entscheiddatum: 29.06.2020

Entscheid Versicherungsgericht, 29.06.2020
Art. 18, 19 und 24 UVG. Da von medizinischen Massnahmen keine Besserung 
der verbliebenen Schulterbeschwerden mehr erwartet werden kann, hat die 
Beschwerdegegnerin zu Recht die Taggeld- und Heilbehandlungsleistungen 
eingestellt. Die Unfalladäquanz der psychischen Beschwerden ist zu 
verneinen (Psycho-Praxis; BGE 115 V 133). Der Beschwerdeführer ist 
adaptiert voll arbeitsfähig und der errechnete Invaliditätsgrad nicht zu 
beanstanden. Kein Rentenanspruch und kein Anspruch auf eine höhere als 
die bereits von der Beschwerdegegnerin zugesprochene 
Integritätsentschädigung. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 29. Juni 2020, UV 
2018/63).

Entscheid vom 29. Juni 2020

Besetzung

Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz), Versicherungsrichter 

Joachim Huber und Versicherungsrichterin Miriam Lendfers; Gerichtsschreiberin Karin 

Kobelt

Geschäftsnr.

UV 2018/63

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

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St.Galler Gerichte

vertreten durch Rechtsanwalt Mag. iur. Samuel P. Ritter, Ritter Rechtsanwälte AG, 

Im Mühleholz 1, Postfach 731, 9490 Vaduz,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

vertreten durch Rechtsanwältin Dr. iur. Sabine Baumann Wey, Vetsch Rechtsanwälte 

AG, Pilatusstrasse 26, 6003 Luzern,

Gegenstand

Versicherungsleistungen

Sachverhalt

A.  

A.___ (nachfolgend: Versicherter) war aufgrund seiner Tätigkeit als Bauarbeiter für 

die B.___ AG (nachfolgend: Arbeitgeberin) bei der Schweizerischen 

Unfallversicherungsanstalt (nachfolgend: Suva) obligatorisch gegen die Folgen von 

Unfällen versichert, als er am 20. Mai 2015 während des Abschalens einer Decke 

stürzte und auf die rechte Schulter aufschlug (Suva-act. 2). Ab dem 21. Mai 2015 

attestierte ihm sein Hausarzt Dr. med. C.___ eine vollständige Arbeitsunfähigkeit (Suva-

act. 1). Ein MRT des rechten Schultergelenks vom 29. Mai 2015 ergab eine 

Partialruptur der Subscapularissehne kranial mit diskreter medialer Subluxation der 

langen Bizepssehne sowie vermehrt Flüssigkeit in der Bursa subacromialis/

subdeltoidea, fraglich eine zarte Unterflächenläsion auch im angrenzenden 

Supraspinatussehnenansatz, einen zarten Gelenkserguss, keinen Hinweis auf eine 

frische Fraktur und eine moderate AC-Gelenksarthrose (Suva-act. 13). Die Suva 

sicherte dem Versicherten am 12. Juni 2015 die gesetzlichen Leistungen 

(Heilbehandlung und Taggeld) für die Folgen des Berufsunfalls vom 20. Mai 2015 zu 

A.a. 

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(Suva-act. 4). Am 23. Juni 2015 besuchte der Versicherte die orthopädische 

Sprechstunde am Spital D.___. Aufgrund der fehlenden Subluxationsstellung der 

langen Bizepssehne und bei klinisch nur sehr diskreter Bizepssehnensymptomatik 

wurde der konservative Therapieweg eingeschlagen (Suva-act. 16). Dementsprechend 

wurde die rechte Schulter am 29. Juni 2015 intraartikulär infiltriert (Suva-act. 15) und 

der Versicherte wurde in der Folge mit Analgesie und Physiotherapie behandelt (vgl. 

Suva-act. 20). Ab dem 17. August 2015 war er wieder vollzeitlich arbeitstätig (Suva-act. 

21).

Per 25. April 2016 erhielt der Versicherte von der Arbeitgeberin die Kündigung (vgl. 

Suva-act. 62 S. 1). Während der Kündigungsfrist liess der Versicherte der Suva am 27. 

Mai 2016 durch die Arbeitgeberin einen Rückfall zum Unfall vom 20. Mai 2015 melden 

und mitteilen, dass er am 20. Mai 2016 beim Heben einer schweren Platte einen 

Schmerz in der rechten Schulter gespürt habe (Suva-act. 24 und 25). Er sei am 23. Mai 

2016 wieder zur Arbeit gegangen, habe aber immer noch Schmerzen gehabt (Suva-act. 

29). Ab diesem Datum wurde ihm von Dr. C.___ eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit 

attestiert (Suva-act. 28). Der Hausarzt wies den Versicherten dem Spital D.___ zur 

Abklärung zu. Am 31. Mai 2016 wurde er dort untersucht und es wurde eine neuerliche 

MRI-Untersuchung des rechten Schultergelenks angeordnet (vgl. Suva-act. 40), welche 

am 15. Juni 2016 vorgenommen wurde. Sie ergab den Verdacht auf eine superiore 

Labrumläsion mit Ausdehnung nach dorsal sowie eine Ansatztendinopathie der 

Supraspinatus- und weniger ausgeprägt der Subscapularissehne, einen diskreten 

intratendinösen Riss der Supraspinatussehne am footprint und eine hypertrophe AC-

Gelenksarthrose ohne Aktivierung oder Bursitis (Suva-act. 31).

A.b. 

Am 27. Juni 2016 legte die Suva den Fall einem Kreisarzt vor, welcher zum 

Schluss kam, dass die geltend gemachten Beschwerden an der rechten Schulter mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit auf das Ereignis vom 20. Mai 2015 zurückzuführen 

seien (Suva-act. 35). Gestützt darauf teilte sie dem Versicherten am 29. Juni 2016 mit, 

dass sie die Versicherungsleistungen für die Folgen des Rückfalls zum Berufsunfall 

vom 20. Mai 2015 übernehme (Suva-act. 36).

A.c. 

Am 7. Juli 2016 ging bei der Suva ein Bericht des Spitals D.___ vom 28. Juni 2016 

betreffend eine Schultersprechstunde vom 21. Juni 2016 mit der Diagnose 

A.d. 

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Ansatztendinopathie der Supraspinatus- und der Subscapularissehne mit AC-

Gelenksarthrose und Bursitis subacromialis rechts ein. In dieser Sprechstunde wurde 

dem berichtenden Arzt zufolge eine glenohumerale und subacromiale Infiltration rechts 

vorgenommen und Physiotherapie angeordnet (Suva-act. 39). Am 12. Juli 2016 

besuchte der Versicherte erneut die Schultersprechstunde am Spital D.___, anlässlich 

welcher ihm bei der Diagnose Tendinopathie der langen Bizepssehne Schulter rechts 

und wegen der Therapieresistenz der Schmerzen eine Schulterarthroskopie empfohlen 

wurde (Suva-act. 44). Diese wurde am 23. August 2016 im Spital D.___ von Dr. med. 

E.___, Arzt Chirurgie, mit Tenotomie der langen Bizepssehne, Teilsynovektomie, 

Acromioplastik und AC-Gelenksresektion durchgeführt (Suva-act. 52). Am 26. August 

2016 wurde der Versicherte bei der Diagnose Impingementsymptomatik mit 

Tendinopathie der langen Bizepssehne Schulter rechts in beschwerdearmem Zustand 

nach Hause entlassen (Suva-act. 53). Einem Bericht des Spitals D.___ vom 5. Oktober 

2016 betreffend "6-Wochen-Kontrolle" ist zu entnehmen, dass der Versicherte nach 

wie vor dieselben Schmerzen wie vor der Operation angebe. Das nach wie vor sehr 

schmerzhafte Schultergelenk sei möglicherweise darauf zurückzuführen, dass vorher 

eine längere Schmerzphase bestanden habe. Die Beweglichkeit sei nicht schlecht 

(Suva-act. 65).

Am 26. Oktober 2016 fand eine Besprechung zwischen dem Versicherten und 

einem Mitarbeiter der Suva statt (Suva-act. 59). Am 27. Oktober 2016 legte die Suva 

das Dossier "zur Sicherstellung der Kausalität" erneut einem Kreisarzt vor, welcher am 

28. Oktober 2016 die Kausalität bejahte und erklärte, das Ereignis vom 20. Mai 2015 

habe zu einer richtungsgebenden Verschlimmerung eines krankhaften Vorzustandes 

geführt (Suva-act. 60).

A.e. 

Am 8. November 2016 besuchte der Versicherte 11 Wochen nach der Operation 

erneut die Schultersprechstunde am Spital D.___. Dr. E.___ berichtete am 11. 

November 2016 gestützt darauf und unter Berücksichtigung von am 8. November 2016 

erstellten Röntgenbildern der rechten Schulter, der Versicherte mache einen sehr 

leidenden Eindruck. Er bekomme langsam den Eindruck, dass dieser gar nicht wirklich 

gesund werden wolle. Der Schmerz liege vermutlich im AC-Gelenk, er habe eine 

Infiltration dieses Gelenks vornehmen wollen, was der Versicherte abgelehnt habe. Er 

bitte um Prüfung einer stationären Rehabilitation (Suva-act. 69). Der bezüglich dem 

A.f. 

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Rehabilitationsaufenthalt befragte Kreisarzt bat Dr. E.___ mit Schreiben vom 25. 

November 2016, den Versicherten noch einmal aufzubieten, um die diagnostisch-

therapeutische Infiltration durchzuführen. Denn sollte diese zu einer deutlichen 

Schmerzverbesserung führen, wäre die Resektion des AC-Gelenks die geeignete 

Therapieform und die stationäre Rehabilitation würde lediglich das Schmerzbild 

verstärken (Suva-act. 74). Am 30. November 2016 wies die Suva den Versicherten in 

Zusammenhang mit dieser Infiltration auf seine Mitwirkungspflicht hin und forderte ihn 

auf, sich bei der Invalidenversicherung (IV) anzumelden (Suva-act. 75 bis 77). Letzteres 

tat der Versicherte am 5. Dezember 2016 (Suva-act. 80). Am 13. Dezember 2016 

berichtete Dr. E.___ über die zwischenzeitlich erfolgte Infiltration des AC-Gelenks. 

Dieses Gelenk sei arthrotisch deformiert, es habe sich bei der Infiltration aufgeweitet. 

Im Anschluss hätten die Beschwerden leicht gebessert. Er sei nach wie vor skeptisch, 

was den Willen des Versicherten betreffe, gesund zu werden (Suva-act. 84). Dem 

nächsten Schultersprechstundenbericht von Dr. E.___ vom 3. Januar 2017 ist zu 

entnehmen, dass die Infiltration vom 13. Dezember 2016 die Beschwerden für vier 

Tage vollständig zum Verschwinden gebracht habe. Aktuell sei das Schmerzniveau 

gleich wie vor der Operation. Anlässlich dieser Operation sei das AC-Gelenk nicht 

reseziert worden, da insbesondere auch im MRI keine entzündliche Läsion vorgelegen 

habe. Dies habe sich leider als falsch erwiesen. Der hartnäckige Schmerz müsse 

aufgrund der klinischen Untersuchung sowie des positiven wenn auch kurzfristigen 

Ansprechens auf die Infiltration dem AC-Gelenk zugeordnet werden. Deshalb empfehle 

er die Rearthroskopie mit Resektion des AC-Gelenks (Suva-act. 88). Diese fand am 24. 

Januar 2017 wiederum durch Dr. E.___ im Spital D.___ statt (Suva-act. 104 und 105).

Per 31. Januar 2017 endete das Arbeitsverhältnis zwischen der Arbeitgeberin und 

dem Versicherten (Suva-act. 92).

A.g. 

Anlässlich der sechs Wochen nach der Operation am 14. März 2017 erfolgten 

Kontrolle gab der Versicherte Dr. E.___ zufolge weiterhin säbelhiebförmige Schmerzen 

über dem AC-Gelenk an (Suva-act. 107). Bei der nächsten Kontrolle, welche am 11. 

April 2017 stattfand, stellte Dr. E.___ fest, der Versicherte habe nun doch Fortschritte 

gemacht. Allenfalls könnte eine stationäre Behandlung eine schnellere Rehabilitation 

nach sich ziehen (Suva-act. 111). Der von der Suva hierzu befragte Kreisarzt Dr. med. 

F.___, Facharzt für orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 

A.h. 

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Bewegungsapparates, erachtete am 24. April 2017 eine stationäre Reha als sinnvoll 

(Suva-act. 112). Diese absolvierte der Versicherte vom 8. Mai bis 13. Juni 2017 in der 

Rehaklinik Bellikon. Beim Austritt wurden von den dort behandelnden Ärzten die 

Diagnosen mittelgradig-schwere depressive Episode ohne psychotische Symptome, 

dilatative Kardiomyopathie, arterielle Hypertonie, Hyperlipidämie, Diabetes mellitus Typ 

2, COPD, Hyperurikämie und Adipositas Grad II gestellt. Die zu diesem Zeitpunkt noch 

vorhandenen Probleme wurden mit eingeschränkter Beweglichkeit der rechten 

Schulter, belastungs- und bewegungsabhängigen Schmerzen im rechten AC-Gelenk, 

druckdolentem Bizepssulkus, Kraftminderung der rechten Schulter sowie allgemeiner 

Dekonditionierung angegeben. Es werde eine Serie Medizinische Trainingstherapie, die 

Fortsetzung des instruierten Heimprogramms und die Aufnahme einer 

Ausdauersportart sowie einer psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlung 

empfohlen. Die festgestellte psychische Störung begründe aktuell eine mittelschwere 

arbeitsrelevante Leistungsminderung. Bis zur Stabilisierung der depressiven 

Symptomatik sei eine Beschäftigung mit reduzierter Leistungsanforderung zu 

empfehlen (Suva-act. 124 S. 1 f.). Aus unfallkausaler Sicht sei aktuell eine leichte bis 

mittelschwere, perspektivisch maximal mittelschwere Tätigkeit ganztags zumutbar. 

Aktuell dürfe diese keine Arbeiten über Schulterhöhe oder mit Ersteigen von Leitern/

Gerüsten beinhalten (Suva-act. 124 S. 3).

Dem Schultersprechstundenbericht von Dr. E.___ vom 21. Juni 2017 ist zu 

entnehmen, dass der Verlauf erfreulich sei. Ausstehend sei nun die berufliche 

Reintegration. Bei ihm seien keine weiteren Kontrollen geplant (Suva-act. 120).

A.i. 

Am 18. September 2017 fand eine kreisärztliche Untersuchung bei Dr. F.___ statt. 

Dieser berichtete in der Folge, es würden sich gewisse Hinweise auf eine 

Symptomausweitung zeigen. Die Schilderungen des Versicherten korrelierten nicht mit 

pathologischen objektivierbaren klinischen Befunden. Er empfehle den intensiven 

Versuch einer Mobilisierung der rechten Schulter im Rahmen weiterer konsequenter 

physiotherapeutischer Behandlungen und einen Termin zur Jahreskontrolle beim 

Operateur (Suva-act. 131). Am 30. Januar 2018 wurde der Versicherte auf Geheiss der 

Suva bei Dr. E.___ vorstellig, welcher am 2. Februar 2018 über persistierende 

Beschwerden des Versicherten im Bereich des rechten AC-Gelenks berichtete. Dieser 

mache einen depressiven Eindruck und die Bewegungen seien allesamt verlangsamt. 

A.j. 

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Im direkten Anschluss an die vorgenommene Infiltration sei keine wesentliche 

Besserung eingetreten (Suva-act. 148). Am 13. Februar 2018 fand eine 

Kontrolluntersuchung durch Dr. E.___ statt. Dem diesbezüglichen Bericht ist zu 

entnehmen, dass die Infiltration vom 30. Januar 2018 für zwei Tage zu einer Besserung 

geführt habe. Nun berichte der Versicherte über eine Verschlechterung des Zustands 

mit vermehrten Schmerzen. Eine weitere operative Intervention verbiete sich sicherlich. 

Er (Dr. E.___) habe nochmals eine Verordnung zur Physiotherapie ausgestellt, da der 

Versicherte berichtet habe, dass ihm die Therapie gutgetan habe. Er glaube kaum, 

dass damit eine deutliche Linderung eintreten werde (Suva-act. 147).

Am 12. März 2018 untersuchte Kreisarzt Dr. F.___ den Versicherten erneut (Suva-

act. 160 S. 1) und hielt im Anschluss fest, vergleichsweise zur letzten kreisärztlichen 

Untersuchung im September 2017 berichte der Versicherte über einen unveränderten 

Zustand der rechten Schulter trotz Physiotherapie und Infiltrationsbehandlung (Suva-

act. 160 S. 3). Auch aktuell liessen sich ihm zufolge die subjektiven Schilderungen nicht 

mit pathologisch objektivierbaren klinischen Befunden vereinbaren. Es empfehle sich 

eine versicherungsmedizinisch-psychiatrische Stellungnahme zur Beurteilung der 

somatisch beklagten Beschwerden. Es stünden keine weiteren medizinischen 

Massnahmen zur Verfügung, die zu einer Verbesserung des somatischen Zustands 

führen würden (Suva-act. 160 S. 4). Vergleichsweise zur klinischen Untersuchung in der 

Rehaklinik Bellikon sei keine wesentliche Besserung des Zustandes eingetreten, 

weshalb an jener Zumutbarkeitsbeurteilung festgehalten werden könne (Suva-act. 161 

S. 1). Am 5. April 2018 schätzte Dr. F.___ den vom Versicherten erlittenen 

Integritätsschaden auf 14%. Dies gestützt auf den Befund einer eingeschränkten, 

aktiven Schulterbeweglichkeit mit maximaler Abduktion von 90°, Anteversion 100° und 

aktiver Aussenrotationsfähigkeit bis maximal 35° (Suva-act. 163).

A.k. 

Mit Schreiben vom 9. April 2018 teilte die Suva dem Versicherten mit, dass sie die 

Taggelder und Heilkostenleistungen per 30. April 2018 einstelle, da von der 

Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Verbesserung der Unfallfolgen 

mehr erwartet werden könne (Suva-act. 164).

A.l. 

Am 19. April 2018 teilte die zuständige IV-Stelle dem Versicherten mit, dass er 

keinen Anspruch auf berufliche Massnahmen der IV habe, da er sich nicht in der Lage 

A.m. 

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B.  

C.  

fühle, wieder einer beruflichen Tätigkeit nachzugehen. Gemäss den medizinischen 

Abklärungen sei ihm jedoch eine dem Leiden angepasste Tätigkeit vollumfänglich 

zumutbar (Suva-act. 171).

Am 25. April 2018 verfügte die Suva, dass bei einer Einkommenseinbusse von 

5.15% kein Anspruch auf eine Invalidenrente und bei einer Integritätseinbusse von 

14% ein Anspruch auf eine Integritätsentschädigung von Fr. 17'640.-- bestehe (Suva-

act. 174).

A.n. 

Gegen diese Verfügung liess der Versicherte am 25. Mai 2018 durch seinen 

Rechtsvertreter Einsprache erheben und eine volle Invalidenrente und eine 

angemessene Integritätsentschädigung von mindestens 30% beantragen (Suva-act. 

180). Zusammen mit der Einsprache reichte er ein Schreiben von Dr. C.___ vom 23. 

Mai 2018 zu den Akten. Darin hatte Dr. C.___ festgehalten, dass er und die 

betreuenden Orthopäden die noch zumutbare Arbeitsleistung deutlich geringer 

einschätzen würden als die Suva. Er erachte die von der Suva gefolgerten möglichen 

Monatseinkommen als unrealistisch. Allenfalls seien sehr leichte bis leichte Arbeiten 

vollzeitig zumutbar. Neben den Tätigkeiten über Schulterhöhe sowie dem Besteigen 

von Leitern und Gerüsten erachte er auch repetitive Arbeiten und einseitig belastende 

Arbeiten als nicht zumutbar. Zudem müsse bei diesen Anforderungen von einer 

prognostisch ungünstigen Verschlechterung des Gesundheitszustandes ausgegangen 

werden (Suva-act. 182; vgl. auch Arztbericht vom 4. Juni 2018 in Suva-act. 191).

B.a. 

Am 29. Juni 2018 reichte der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers die 

Begründung seiner Einsprache ein (Suva-act. 188).

B.b. 

Mit Einspracheentscheid vom 13. Juli 2018 wies die Suva die Einsprache des 

Versicherten ab (Suva-act. 193).

B.c. 

Gegen diesen Einspracheentscheid richtet sich die vorliegend zu beurteilende 

Beschwerde vom 13. September 2018 mit den Anträgen, dem Versicherten 

(nachfolgend: Beschwerdeführer) seien unter Kosten- und Entschädigungsfolgen die 

C.a. 

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gesetzlichen Leistungen, insbesondere Taggeld- und Heilbehandlungsleistungen, 

rückwirkend ab dem 30. April 2018 weiterhin zu erbringen und es sei ab Erreichens des 

Endzustands eine Rente von mindestens 50% auszurichten sowie eine 

Integritätsentschädigung von mindestens 30% zu prüfen. Zur Begründung wurde 

vorgebracht, die Suva (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) hätte angesichts der sich 

widersprechenden medizinischen Einschätzungen eine Begutachtung anordnen 

müssen. Aufgrund der Stagnation und der nach wie vor vorhandenen Beschwerden 

müsse davon ausgegangen werden, dass der Zustand von vor dem Unfall nicht mehr 

erreicht werden könne. Da die Adäquanz zu bejahen sei, seien Rentenleistungen und 

eine angemessene Integritätsentschädigung zu prüfen. Da der Beschwerdeführer 

aufgrund der unfallbedingt eingeschränkten Leistungsfähigkeit seit dem 20. Mai 2015 

eine Lohneinbusse von 50% hinnehmen müsse, habe er bei Erreichen des 

Endzustands Anspruch auf Rentenleistungen auf der Basis von mindestens 50%. Bis 

zum noch gutachterlich abzuklärenden Erreichen des Endzustands habe die 

Beschwerdegegnerin das Taggeld im Rahmen der attestierten Arbeitsunfähigkeit zu 

erbringen. Für den Beschwerdeführer seien der Unfall und der ein Jahr darauf erfolgte 

neuerliche Unfall traumatisch gewesen und hätten ihn nachhaltig, gerade auch 

psychisch beeinträchtigt. Für die Beurteilung des Integritätsschadens habe sich die 

Beschwerdegegnerin lediglich auf den einen Bericht des Kreisarztes Dr. F.___ vom 5. 

April 2018 gestützt. Der langjährige behandelnde Arzt des Beschwerdeführers 

widerspreche dem kreisärztlichen Bericht klar (act. G 1).

Mit Beschwerdeantwort vom 14. Januar 2019 beantragte die Beschwerdegegnerin 

die Abweisung der Beschwerde und führte aus, der Fall sei per 30. April 2018 

abschlussreif gewesen. Die Adäquanzkriterien seien beim als mittelschwer 

einzustufenden Unfall vom 20. Mai 2015 nicht im erforderlichen Ausmass erfüllt. 

Demzufolge sei die Adäquanz der nicht auf einem organischen Substrat beruhenden 

bzw. psychischen Beschwerden nicht gegeben, weshalb sowohl die 

Zumutbarkeitsbeurteilung als auch die Beurteilung des Integritätsschadens zu Recht 

ausschliesslich anhand der auf einem unfallkausalen organischen Substrat beruhenden 

Folgen vorgenommen worden seien. Der Hausarzt differenziere in seinen Ausführungen 

nicht zwischen den auf einem organischen Substrat beruhenden Unfallfolgen sowie 

den weiteren Beschwerden, weshalb seine Ausführungen keine Zweifel an den 

C.b. 

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Erwägungen

1.

Am 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die 

Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die Unfallversicherung 

(UVV; SR 832.202) in Kraft getreten. Gemäss Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur 

Änderung vom 25. September 2015 werden Versicherungsleistungen für Unfälle, die 

sich vor deren Inkrafttreten ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem 

Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt. Vorliegend finden 

daher, nachdem ein Ereignis aus dem Jahr 2015 mit Rückfall im Jahr 2016 zur 

Diskussion steht, die bis 31. Dezember 2016 gültigen Bestimmungen Anwendung.

2.  

kreisärztlichen Beurteilungen oder an der Zumutbarkeitsbeurteilung der Rehaklinik 

Bellikon zu begründen vermöchten (act. G 11).

Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers verzichtete auf die Einreichung einer 

Replik (vgl. act. G 12 und 13)

C.c. 

Anfechtungsgegenstand der vorliegenden Beschwerde bildet der 

Einspracheentscheid vom 13. Juli 2018 (Suva-act. 193), dem die Verfügung vom 25. 

April 2018 (Suva-act. 174) zugrunde liegt. Darin erklärte die Beschwerdegegnerin 

zunächst, u.a. auf ihr Schreiben vom 9. April 2018 zurückzukommen, worin sie die 

Einstellung der Heilkosten- und Taggeldleistungen per 30. April 2018 angekündigt 

hatte, weil von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung 

der Unfallfolgen mehr erwartet werden könne. Anschliessend verneinte sie den 

Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Invalidenrente und sprach ihm eine 

Integritätsentschädigung von 14% zu (Suva-act. 164). Streitig ist, ob die im Nachgang 

zum Ereignis vom 20. Mai 2015 erbrachten Heilkosten- und Taggeldleistungen zu 

Recht per 30. April 2018 eingestellt wurden und, wenn ja, ob dem Beschwerdeführer 

für die Folgezeit eine Rente und eine höhere als die 14%ige Integritätsentschädigung 

zuzusprechen sind.

2.1. 

Ist die versicherte Person infolge des Unfalls voll oder teilweise arbeitsunfähig (Art. 

6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 

[ATSG; SR 830.1]), so hat sie Anspruch auf ein Taggeld (Art. 16 UVG). Sie hat zudem 

Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Art. 10 UVG). Ist die 

2.2. 

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versicherte Person infolge des Unfalls mindestens zu 10% invalid, so hat sie Anspruch 

auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Erleidet die versicherte Person durch den 

Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder 

psychischen Integrität, so hat sie Anspruch auf eine angemessene 

Integritätsentschädigung (Art. 24 Abs. 1 UVG). Nach Gesetz und Praxis ist der Fall 

unter Einstellung der vorübergehenden Leistungen (Heilbehandlung, Taggeld) und 

Prüfung des Anspruchs auf eine Invalidenrente abzuschliessen, wenn allfällige 

Eingliederungsmassnahmen der IV abgeschlossen sind und von der Fortsetzung der 

ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der 

versicherten Person mehr erwartet werden kann. Mit dem Rentenbeginn fallen die 

Heilbehandlung und die Taggeldleistungen dahin. Die Integritätsentschädigung wird mit 

der Invalidenrente festgesetzt oder, falls kein Rentenanspruch besteht, bei der 

Beendigung der ärztlichen Behandlung gewährt (Art. 24 Abs. 2 UVG). Das Erreichen 

des medizinischen Endzustandes bildet demgemäss die Voraussetzung für die Prüfung 

der Rentenfrage und der Integritätsentschädigung. Für die Bejahung des medizinischen 

Endzustands wird keine vollständige Schmerzfreiheit vorausgesetzt (Art. 19 Abs. 1 

UVG; BGE 134 V 112 ff. E. 3 und 4; Philipp Geertsen, in: Kommentar zum 

schweizerischen Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Unfallversicherung 

[UVG], Bern 2018 [nachfolgend: UVG Kommentar], N 11 ff. zu Art. 19 UVG ; BSK UVG-

Thomas Flückiger, Basel 2019, N 6 ff. zu Art. 19 UVG; Alexandra Rumo-Jungo/André 

Pierre Holzer, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 

Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2012, S. 143, 

145). Ebenfalls nicht verlangt wird, dass eine ärztliche Behandlung nicht länger 

erforderlich ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 4. November 2008, 8C_467/2008, 

E. 5.2.2.2). Angesichts des Gesagten kann also ein Endzustand auch in einem 

Gesundheitszustand mit unfallkausalen Restbeschwerden bestehen, der sich jedoch 

zumindest im Zeitpunkt des Fallabschlusses und damit der Rentenprüfung als stabil 

bzw. beständig darstellen muss. Dies in dem Sinn, dass Invalidität die voraussichtlich 

bleibende und längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit ist (Art. 8 

Abs. 1 ATSG).

 2.3. 

Angesichts der in Erwägung 2.2 angeführten gesetzlichen Bestimmungen bildet 

die Unfallkausalität Anspruchsvoraussetzung für jegliche Leistungen der 

Unfallversicherung. Eine Leistungspflicht des Unfallversicherers besteht demnach nur 

für Gesundheitsschäden, die natürlich und adäquat kausal mit einem versicherten 

Unfallereignis zusammenhängen (vgl. Art. 6 Abs. 1 UVG; BGE 129 V 181 E. 3; André 

2.3.1. 

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Nabold, in: UVG Kommentar, a.a.O., N 48 ff. zu Art. 6 UVG; BSK UVG-Irene Hofer, 

Basel 2019, N 63 ff. zu Art. 6 UVG; Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 53 ff.). Für die 

Beantwortung der Tatfrage nach dem Bestehen natürlicher Kausalzusammenhänge im 

Bereich der Medizin ist das Gericht in der Regel auf Angaben ärztlicher Experten und 

Expertinnen angewiesen. Die Frage nach dem adäquaten Kausalzusammenhang ist 

demgegenüber eine Rechtsfrage, die vom Gericht nach den von Doktrin und Praxis 

entwickelten Regeln zu beurteilen ist (Urteil des Bundesgerichts vom 21. August 2015, 

8C_331/2015, E. 2.3.1; UVG Kommentar-Nabold, a.a.O., N 53 und 59 zu Art. 6 UVG; 

BSK UVG-Hofer, a.a.O., N 66 und 74 zu Art. 6 UVG; Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 55, 

58). Bei physischen Unfallfolgen spielt die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der aus 

dem natürlichen Kausalzusammenhang sich ergebenden Haftung des 

Unfallversicherers praktisch keine Rolle (BGE 118 V 291 f. E. 3a, 117 V 365 mit 

Hinweisen; SVR 2000 UV Nr. 14 S. 45). Sind dagegen die Unfallfolgen organisch nicht 

(hinreichend) fassbar, bewirkt die Bejahung der natürlichen Kausalität nicht 

automatisch auch die Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs. In diesen 

Fällen ist eine eigenständige Adäquanzbeurteilung nach der Rechtsprechung gemäss 

BGE 115 V 133 E. 6c/aa vorzunehmen. Obwohl diese Rechtsprechung als "Psycho-

Praxis" bezeichnet wird, wird nicht nur die Adäquanz psychischer Unfallfolgen nach 

diesen Kriterien geprüft, sondern alle Fälle, in denen nicht objektivierbare Beschwerden 

bestehen (BSK UVG-Hofer, a.a.O., N 84 zu Art. 6 UVG; vgl. hierzu auch nachfolgend E. 

2.3.2). Das Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammenhangs muss sodann mit dem 

im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein (Thomas Locher/Thomas Gächter, Grundriss 

des Sozialversicherungsrechts, 4. Aufl. Bern 2014, § 70 N. 58 f.).

Für die Annahme unfallkausaler somatischer Restfolgen wird grundsätzlich eine 

strukturelle Läsion bzw. eine schlecht verheilte strukturelle Läsion als objektivierbares 

Korrelat verlangt. Objektivierbar sind Ergebnisse, die reproduzierbar und von der 

Person des Untersuchenden und den Angaben des Patienten bzw. der Patientin 

unabhängig sind. Folglich kann von objektiv ausgewiesenen organisch-strukturellen 

Unfallfolgen dann gesprochen werden, wenn die erhobenen Befunde mit - 

wissenschaftlich anerkannten - apparativen/bildgebenden Abklärungen (wie Röntgen, 

MRT, CT, EEG) bestätigt werden (vgl. BGE 134 V 121 E. 9, 134 V 232 E. 5.1 mit 

Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts vom 28. Oktober 2009, 8C_216/2009, E. 2; SVR 

2007 UV Nr. 25 S. 81 E. 5.4 mit Hinweisen [U 479/05]).

2.3.2. 

Gemäss Art. 11 UVV werden die Versicherungsleistungen auch für Rückfälle und 

Spätfolgen gewährt. Diese schliessen sich begrifflich an ein bestehendes Unfallereignis 

2.3.3. 

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3.

Vorab ist mithin zu prüfen, welche gesundheitlichen Beeinträchtigungen des 

Beschwerdeführers als Rückfall zum Unfall vom 20. Mai 2015 zu beurteilen und damit 

für die Festlegung seiner Ansprüche relevant sind.

an. Entsprechend können sie eine Leistungspflicht des Unfallversicherers nur auslösen, 

wenn zwischen den erneut geltend gemachten Beschwerden und der seinerzeit beim 

versicherten Unfall erlittenen Gesundheitsschädigung ein natürlicher und adäquater 

Kausalzusammenhang besteht (BGE 118 V 296 f. E. 2c).

Die separate Adäquanzprüfung (vgl. E. 2.3.1) ist bei Anwendung der Praxis 

gemäss BGE 115 V 133 in jenem Zeitpunkt vorzunehmen, in dem die sich in 

tatsächlicher Hinsicht stellenden Fragen bezüglich der Natur der gesundheitlichen 

Beeinträchtigung und des natürlichen Kausalzusammenhangs (gutachterlich) geklärt 

sind, von der Fortsetzung der auf die somatischen Leiden gerichteten ärztlichen 

Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitsschadens mehr erwartet 

werden kann und überdies allfällige Eingliederungsmassnahmen der IV abgeschlossen 

sind. Wie bereits erwähnt, entsteht in diesem Zeitpunkt ein allfälliger Rentenanspruch 

und es fallen die Heilbehandlung und die Taggeldleistungen dahin. Da beim 

Fallabschluss der Anspruch auf eine Invalidenrente und eine Integritätsentschädigung 

insgesamt zur prüfen ist, muss dieser für die psychischen und somatischen 

Beschwerden gleichzeitig erfolgen (BSK UVG-Hofer, a.a.O., N 85 zu Art. 6 UVG mit 

Hinweisen).

2.3.4. 

Es ist erstellt, dass der Beschwerdeführer anlässlich des Unfallereignisses vom 20. 

Mai 2015 eine Bizepssehnensubluxation infolge Subscapularisläsion mit sekundärer 

Veränderung des Bizepsankers erlitt (Suva-act. 13, 35). Er wurde konservativ behandelt 

(Suva-act. 20) und war ab dem 17. August 2015 wieder vollzeitlich arbeitstätig (Suva-

act. 21). Am 27. Mai 2016 liess er einen Rückfall zum Unfall vom 20. Mai 2015 melden 

(Suva-act. 24). Das nach der Rückfallmeldung erstellte MRI vom 15. Juni 2016 ergab 

den Verdacht auf eine superiore Labrumläsion mit Ausdehnung nach dorsal sowie eine 

Ansatztendinopathie der Supraspinatus- und weniger ausgeprägt der 

Subscapularissehne, einen diskreten intratendinösen Riss der Supraspinatussehne am 

footprint und eine hypertrophe AC-Gelenksarthrose ohne Aktivierung oder Bursitis 

(Suva-act. 31). Wegen der Therapieresistenz der Schmerzen wurde am 23. August 

2016 bei der Diagnose Tendinopathie der langen Bizepssehne Schulter rechts eine 

Arthroskopie mit Tenotomie der langen Bizepssehne, Teilsynovektomie, Acromioplastik 

und AC-Glenksresektion durchgeführt (Suva-act. 52). Nachfolgend persistierten 

3.1. 

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allerdings die Schmerzen, welche in der Folge dem AC-Gelenk zugeordnet werden 

konnten (Suva-act. 88). Infolgedessen wurde am 24. Januar 2017 eine Rearthroskopie 

mit Resektion des AC-Gelenks durchgeführt (Suva-act. 104 f.). Im Austrittsbericht der 

Rehaklinik Bellikon vom 3. Juli 2017 wurden eine eingeschränkte Beweglichkeit der 

rechten Schulter, Belastungs- und bewegungsabhängige Schmerzen AC-Gelenk 

rechts, ein druckdolenter Bizepssulkus sowie eine Kraftminderung der rechten Schulter 

festgestellt und die zumutbare Erwerbstätigkeit wurde durch physische, 

schulterbezogene Gesundheitsbeeinträchtigungen als qualitativ eingeschränkt 

beschrieben: die angestammte Tätigkeit sowie mehr als mittelschwere Tätigkeiten und 

Tätigkeiten über Schulterhöhe und mit Ersteigen von Leitern/Gerüsten wurden von der 

Zumutbarkeit ausgeschlossen (vgl. Suva-act. 124 S. 2 f.). Damit übereinstimmend 

stellte der Kreisarzt Dr. F.___ anlässlich der Untersuchung vom 18. September 2017 

eine verbliebene Bewegungseinschränkung der rechten Schulter mit 

Belastungsschmerzen sowie anlässlich der Abschlussuntersuchung vom 12. März 2018 

eine Bewegungseinschränkung der rechten Schulter mit Bewegungs- und 

Belastungsschmerzen fest (vgl. Suva-act. 131 S. 4 und 160 S. 3). In der 

Integritätsschadensschätzung vom 5. April 2018 nannte er als Befunde eine 

eingeschränkte, aktive Schulterbeweglichkeit mit maximaler Abduktion von 90°, 

Anteversion 100° und einer aktiven Aussenrotationsfähigkeit bis maximal 35° (Suva-act. 

163 S. 1 Ziff. 1). Die vom Beschwerdeführer beschriebenen und von Dr. C.___ in 

seinem Bericht vom 4. Juni 2018 wiedergegebenen Beschwerden an der rechten 

Schulter (Suva-act. 191) konnten vom Kreisarzt jedoch nicht vollumfänglich einem 

organischen Substrat zugeordnet werden resp. korrelierten nicht vollumfänglich mit 

pathologisch objektivierbaren klinischen Befunden (vgl. hierzu Suva-act. 131 S. 3 ff. 

sowie 160 S. 2 ff.). Hervorzuheben ist hinsichtlich der beiden kreisärztlichen 

Untersuchungen vom September 2017 und März 2018 in diesem Zusammenhang, 

dass am rechten Ober- und Unterarm seitenvergleichend kein auffallendes muskuläres 

Defizit auf eine chronische Minderbelastung des rechten Arms schliessen liess. 

Vielmehr stellte der Kreisarzt seitenvergleichend eine muskelkräftigere Mittelhand bei 

Rechtsdominanz fest, was gegen die vom Beschwerdeführer erwähnte 

Minderbelastung spreche (Suva-act. 160 S. 4). Und auch der behandelnde/operierende 

Dr. E.___ verweist in seinem Bericht vom 15. Februar 2018 auf die von Dr. F.___ 

festgestellte Symptomausweitung (Suva-act. 147), nachdem er bereits am 11. 

November und 13. Dezember 2016 den Willen des Beschwerdeführers, gesund zu 

werden, angezweifelt hatte (Suva-act. 69 und 84). Angesichts der vorgenannten 

medizinischen Akten liegen beim Beschwerdeführer also gewisse objektivierbare 

organische Gesundheitsschäden im Bereich des rechten Schulter vor, die dem 

Unfallereignis vom 20. Mai 2015 zuzuschreiben sind, was auch seitens der 

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Beschwerdegegnerin unbestritten ist (vgl. dazu auch nachfolgend E. 5.2 und 6.2). 

Darüber hinaus bestehen Beschwerden, welche sich keinem organischen Substrat 

zuordnen lassen (vgl. nachfolgend E. 3.2).

Im Folgenden ist zu überprüfen, ob die vom Beschwerdeführer über die 

Bewegungs- und Belastungsschmerzen hinausgehend geklagten Beschwerden im 

Bereich der rechten Schulter sowie die geltend gemachten psychischen 

Beeinträchtigungen in einem kausalen Zusammenhang mit dem Unfall vom 20. Mai 

2015 stehen.

3.2. 

Psychische Beschwerden des Beschwerdeführers sind lediglich dem 

Austrittsbericht der Rehaklinik Bellikon, dem zweitletzten Bericht von Dr. E.___ vom 2. 

Februar 2018 und dem Arztbericht von Dr. C.___ vom 4. Juni 2018 zu entnehmen 

(Suva-act. 124, 148 und 191). Einzig der erstgenannte Bericht stammt von einem 

Facharzt. Die dem Beschwerdeführer von den behandelnden Ärzten resp. der 

behandelnden Psychologin der Rehaklinik empfohlene psychiatrisch-

psychotherapeutische Behandlung hat er aktenkundig nie aufgenommen (vgl. Suva-

act. 124 S. 12). Ob natürlich kausale unfallbedingte psychische Störungen zu bejahen 

sind, kann - wie nachfolgende Erwägungen zeigen - mangels eines adäquaten 

Kausalzusammenhangs allerdings offengelassen werden.

3.2.1. 

Die Beschwerdegegnerin hat zu Recht per 30. April 2018 die Adäquanzprüfung 

nach BGE 115 V 133 vorgenommen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 13. Juli 2017, 

E. 2.2, sowie vorstehende E. 2.3.4). In diesem Zeitpunkt konnte von der Fortsetzung 

der auf die organisch nachgewiesenen Schulterbeschwerden rechts gerichteten, 

ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitsschadens mehr 

erwartet werden. Der die Schulter operierende und behandelnde Chirurg Dr. E.___ vom 

Spital D.___ hatte bereits im Juni 2017 erklärt, bei ihm seien keine weiteren Kontrollen 

geplant (Suva-act. 120). Die bei ihm dennoch erfolgte nochmalige Vorstellung des 

Versicherten im Januar 2018 mit Kontrolle im Februar 2018 geschah auf Veranlassung 

des Kreisarztes Dr. F.___ hin (Suva-act. 131). Nach der letzten aktenkundigen 

Schultersprechstunde vom 13. Februar 2018 hielt Dr. E.___ fest, eine weitere operative 

Intervention verbiete sich sicherlich. Er habe nochmals eine Physiotherapieverordnung 

ausgestellt, er glaube jedoch kaum, dass mit der Therapie eine deutliche Linderung 

eintreten werde (Suva-act. 147 S. 1). Dr. F.___ bestätigte nach einer Untersuchung des 

Versicherten vom 12. März 2018 die Feststellung des zuständigen Chirurgen, dass 

zurzeit keine weiteren medizinischen Massnahmen zur Verfügung stünden, die zu einer 

Verbesserung des somatischen Zustands führen könnten (Suva-act. 160 S. 4). Dies 

3.2.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/24

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korreliert mit dem Umstand, dass der Beschwerdeführer anlässlich der zweiten 

kreisärztlichen Untersuchung im März 2018 von einem im Vergleich zum ersten 

kreisärztlichen Untersuch vom September 2017 unveränderten Zustand der rechten 

Schulter berichtete (Suva-act. 160 S. 3). Im Übrigen spricht der Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers ebenfalls von einer Stagnation (act. G 1 S. 11). Die vom 

Beschwerdeführer in der Beschwerde als dem entgegenstehend angerufenen 

Einschätzungen der behandelnden Ärzte (vgl. act. G 1 S. 10 Ziff. 13) sind aus den 

Akten nicht ersichtlich. Dr. C.___ führte in seinen beiden aktenkundigen Schreiben vom 

23. Mai und 4. Juni 2018 weder medizinische Massnahmen an, die zu einer namhaften 

Besserung der Beschwerden an der rechten Schulter des Beschwerdeführers führen 

könnten, noch machte er geltend, dass der Beschwerdeführer medizinische 

Massnahmen ab Mai 2018 überhaupt noch in Anspruch genommen hätte (vgl. Suva-

act. 182 und 191). Der behandelnde Chirurg und der kreisärztlich untersuchende 

Orthopäde sind sich sodann wie vorstehend erwähnt darin einig, dass Unfallfolgen, die 

einer namhaften Besserung durch ärztliche Massnahmen noch zugänglich gewesen 

wären, im Frühjahr 2018 nicht mehr bestanden. Zu diesem Zeitpunkt waren auch die 

Eingliederungsmassnahmen der IV abgeschlossen (vgl. Suva-act. 171).

Ein adäquater Kausalzusammenhang zwischen den Beschwerden und dem 

Unfall besteht, wenn dem Unfall eine massgebende Bedeutung für die Entstehung der 

Beschwerden zukommt. In objektivierter Betrachtungsweise werden die Unfälle nach 

ihrer erfahrungsgemässen Eignung, psychische Beschwerden zu bewirken, eingeteilt in 

banale und leichte Unfälle einerseits, schwere Unfälle andererseits und in einen 

dazwischen liegenden Bereich der mittelschweren Unfälle. Bei banalen Unfällen kann 

der adäquate Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und psychischen 

Gesundheitsstörungen in der Regel ohne weiteres verneint werden, weil auf Grund der 

allgemeinen Lebenserfahrung davon ausgegangen werden kann, dass ein solcher 

Unfall nicht geeignet ist, einen invalidisierenden psychischen Gesundheitsschaden zu 

verursachen. Bei schweren Unfällen dagegen ist der adäquate Kausalzusammenhang 

in der Regel zu bejahen, denn nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der 

allgemeinen Lebenserfahrung sind solche Unfälle geeignet, invalidisierende psychische 

Gesundheitsschäden zu bewirken (BGE 115 V 139 ff. E. 6a f.).

3.2.3. 

Bei Unfällen im mittleren Bereich lässt sich die Frage, ob zwischen dem Unfall 

und der psychisch bedingten Erwerbsunfähigkeit ein adäquater Kausalzusammenhang 

besteht, nicht aufgrund des Unfalls allein schlüssig beantworten. Vielmehr sind weitere, 

objektiv fassbare Umstände, welche unmittelbar mit dem Unfall im Zusammenhang 

stehen oder als direkte bzw. indirekte Folge davon erscheinen, in eine 

3.2.4. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/24

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Gesamtwürdigung einzubeziehen. Die wichtigsten Kriterien sind dabei besonders 

dramatische Begleitumstände oder eine besondere Eindrücklichkeit des Unfalls; die 

Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzung, insbesondere ihre 

erfahrungsgemässe Eignung, psychische Fehlentwicklungen auszulösen; eine 

ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung; körperliche Dauerschmerzen; 

eine ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert; ein 

schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen sowie der Grad und die 

Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit. Im gesamten mittleren Bereich kann 

ein einziges Kriterium zur Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs genügen, 

wenn es in besonders ausgeprägter Weise erfüllt ist. Ansonsten bedarf es zur Erfüllung 

mehrerer Kriterien (BGE 115 V 140 f. E. 6b). Mit Urteil vom 29. Januar 2010 

(8C_897/2009 E. 4.5) hat das Bundesgericht die Rechtsprechung zur Anzahl der zu 

erfüllenden Adäquanzkriterien bei mittelschweren Unfällen präzisiert (Urteil des 

Bundesgerichts vom 3. September 2008, 8C_484/2007, E. 6.3; UVG Kommentar-

Nabold, a.a.O., N 53 zu Art. 6 UVG; BSK UVG-Hofer, a.a.O., Art. 6 N 88 ff.; Rumo-

Jungo/Holzer, a.a.O., S. 67). Bei der Prüfung der Kriterien nach der Psycho-Praxis sind 

psychische Aspekte ausser Acht zu lassen bzw. nur die organisch ausgewiesenen 

Unfallfolgen zu berücksichtigen (BGE 115 V 140 E. 6c/aa; Urteil des Bundesgerichts 

vom 29. April 2016, 8C_892/2015, E. 4.1 mit Hinweisen).

Der Beschwerdeführer ist am 20. Mai 2015 während des Abschalens einer Decke 

gestolpert und mit dem Abschalelement in den Händen aus 2.7 Metern Höhe auf den 

ausgestreckten rechten Arm gestürzt (vgl. Unfallschilderungen in Suva-act. 2, 29 und 

59 S. 1). Hierbei ist höchstens von einem mittelschweren Ereignis im engeren Sinne 

auszugehen (vgl. dazu auch die Rechtsprechung in Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 64 

ff.). Folglich müssen für die Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs 

mindestens drei der relevanten Kriterien oder ein einzelnes Kriterium in besonders 

ausgeprägter Weise erfüllt sein (Urteil des Bundesgerichts vom 3. September 2008, 

8C_484/2007, E. 6.3; UVG Kommentar-Nabold, a.a.O., N 53 zu Art. 6 UVG; BSK UVG-

Hofer, a.a.O., Art. 6 N 88 ff.; Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 67).

3.2.5. 

Der Beschwerdeführer macht geltend, der Unfall habe ihn traumatisiert (vgl. act. 

G 1 S. 12). Er vermag jedoch keine konkreten Umstände anzuführen, welche für die 

Erfüllung des Kriteriums der besonders dramatischen Begleitumstände oder der 

besonderen Eindrücklichkeit des Unfalls sprechen würden. Dem Sturz aus etwa 2.7 

Metern Höhe ist eine gewisse Eindrücklichkeit zwar nicht abzusprechen. Es ist jedoch 

zu beachten, dass den meisten mittelschweren Unfällen eine gewisse Eindrücklichkeit 

eigen ist, welche somit noch nicht für eine Bejahung des Kriteriums ausreichen kann 

3.2.6. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/24

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(vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 20. November 2008, 8C_39/2008, E. 5.2). Darüber 

hinaus sind bei der Beurteilung dieses Kriteriums objektive Massstäbe anzuwenden. 

Nicht was in der einzelnen betroffenen Person beim Unfall psychisch vorgeht, soll 

entscheidend sein, sondern die objektive Eignung solcher Begleitumstände, bei ihr 

psychische Vorgänge auszulösen (RKUV 1999 Nr. U 335 S. 209 E. 3b/cc). Vor diesem 

Hintergrund ist der Beschwerdegegnerin (vgl. Ausführungen in act. G 2 E. 5b) darin 

zuzustimmen, dass keine Umstände aktenkundig sind, die das Unfallereignis als 

besonders dramatisch oder besonders eindrücklich erscheinen liessen, weshalb das 

Kriterium zu verneinen ist. Auch das Kriterium der Schwere oder besonderen Art der 

erlittenen Verletzung an der rechten Schulter, insbesondere ihre erfahrungsgemässe 

Eignung, psychische Fehlentwicklungen auszulösen, ist nicht erfüllt. Eine ärztliche 

Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert hätte, ist nicht 

ersichtlich. Zu Recht weist die Beschwerdegegnerin in diesem Zusammenhang darauf 

hin (vgl. act. G 2 E. 5f), dass eine solche nicht bereits dann vorliegt, wenn eine 

Massnahme zweckmässigerweise bereits zu einem früheren Zeitpunkt hätte 

durchgeführt werden sollen - wie dies vorliegend gemäss dem behandelnden/

operierenden Chirurgen hinsichtlich der zweiten Operation rückblickend der Fall war 

(vgl. Suva-act. 88). Bezüglich des Kriteriums des schwierigen Heilungsverlaufs und 

erheblicher Komplikationen bedürfte es für die Erfüllung besonderer Gründe, welche 

die Heilung beeinträchtigt haben. Den Akten sind jedoch keine Hinweise auf besondere 

Komplikationen zu entnehmen. Die Einnahme vieler Medikamente und die 

Durchführung verschiedener Therapien genügen nicht zur Bejahung dieses Kriteriums. 

Gleiches gilt für den Umstand, dass trotz regelmässiger Therapien weder eine 

Beschwerdefreiheit noch eine (vollständige) Arbeitsfähigkeit in der angestammten 

Tätigkeit erreicht werden konnten (Urteil des Bundesgerichts vom 22. August 2008, 

8C_623/2007, E. 8.6). Das Kriterium wird deshalb nur selten bejaht (Rumo-Jungo/

Holzer, a.a.O., S. 72 f.). Hinsichtlich des Kriteriums der nach Grad und Dauer 

erheblichen, physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit erklärt die Beschwerdegegnerin zu 

Recht unter Hinweis auf ein Urteil des Bundesgerichts vom 18. Oktober 2012, 

8C_657/2012, E. 4, und mit Hinweis auf RKUV 2001 Nr. U 442 S. 544, U 56/00 E. 3d/

aa, dass dieses praxisgemäss in der Regel nicht erfüllt ist, wenn - wie vorliegend - die 

körperlichen Einschränkungen die Ausübung einer angepassten Tätigkeit im Rahmen 

einer vollen Arbeitsfähigkeit zulassen (act. G 2 E. 5g; vgl. nachstehend E. 5.2). Dieses 

Kriterium ist somit ebenfalls zu verneinen. Was das Kriterium der Dauerbeschwerden 

betrifft, so ist zu berücksichtigen, dass die als körperlich imponierenden, organisch 

jedoch nicht hinreichend erklärbaren Beschwerden bei der Prüfung der Adäquanz nach 

der Psycho-Praxis nicht in die Beurteilung miteinzubeziehen sind (vgl. Urteil des 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 19/24

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4.

Nach dem Gesagten sind nachfolgend lediglich die somatischen Beeinträchtigungen 

im Bereich der rechten Schulter zu berücksichtigen. Die Einstellung der 

Heilbehandlungs- und Taggeldleistungen und die Prüfung der Dauerleistungen 

bezüglich des Unfalls vom 20. Mai 2015 ist zu Recht per 30. April 2018 erfolgt.

Bundesgerichts vom 9. April 2009, 8C_825/2008, E. 4.6). In mehreren ärztlichen 

Berichten ist von einer Symptomausweitung die Rede und die vom Beschwerdeführer 

geklagten Beschwerden lassen sich mit den objektivierbaren Unfallfolgen nicht 

vollumfänglich erklären (vgl. vorstehend E. 3.1). Andererseits sind gewisse 

Restbeschwerden ausgewiesen, weshalb das Kriterium der Dauerbeschwerden 

möglichweise erfüllt sein könnte, jedoch mit Blick auf die medizinische Aktenlage 

jedenfalls nicht in besonders ausgeprägter Weise (vgl. vorstehend E. 3.1). Selbiges gilt 

hinsichtlich des Kriteriums der allenfalls ungewöhnlich langen Dauer der ärztlichen 

Behandlung. Der Beschwerdeführer befand sich nach dem Unfall vom 20. März 2015 

während einiger Monate und nach dem Rückfall vom 20. März 2016 während rund zwei 

Jahren in ärztlicher/therapeutischer Behandlung wegen seiner Schulterbeschwerden 

rechts. Es ist jedoch zu berücksichtigen, dass Abklärungsmassnahmen oder blossen 

ärztlichen Kontrollen, kreisärztlichen Untersuchungen oder bildgebenden 

Untersuchungen zur Klärung der Beschwerden nach der bundesgerichtlichen 

Rechtsprechung nicht die Qualität einer regelmässigen, zielgerichteten Behandlung 

zukommt, die zur Annahme einer besonders langen Dauer der ärztlichen Behandlung 

führen könnte. Für die Frage der Dauer der ärztlichen Behandlung wird auf die 

kontinuierliche, mit einer gewissen Planmässigkeit auf die Verbesserung des 

Gesundheitszustands gerichtete ärztliche Behandlung abgestellt (vgl. Urteil des 

Bundesgerichts vom 27. Februar 2008, U 11/07, E. 5.3.1 mit Hinweisen). Die Folgen 

der organisch nicht ausgewiesenen Beschwerden sind auch hier nicht in die 

Beurteilung einzubeziehen (Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 71). Das Kriterium könnte 

also möglicherweise erfüllt sein, jedoch unter Berücksichtigung der relevanten 

Arztberichte nicht in besonders ausgeprägter Weise. Zusammenfassend ist 

festzuhalten, dass höchstens zwei Adäquanzkriterien erfüllt sind, jedoch keines in 

ausgeprägter Weise. Ein adäquater Kausalzusammenhang zwischen dem 

Unfallereignis vom 20. Mai 2015 und den subjektiven Beschwerden ohne organisches 

Korrelat und den allenfalls vorhandenen psychischen Beschwerden ist deshalb zu 

verneinen. Infolgedessen hat die Beschwerdegegnerin zurecht auf die Einholung der 

von Dr. F.___ empfohlenen versicherungsmedizinisch-psychiatrischen Stellungnahme 

verzichtet (vgl. Suva-act. 160 S. 4).

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 20/24

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5.

Im Folgenden gilt es zu prüfen, ob der Beschwerdeführer wegen seiner somatischen 

Unfallrestfolgen Anspruch auf eine Invalidenrente im Sinn von Art. 18 ff. UVG hat.

Unter Invalidität wird laut Art. 8 Abs. 1 ATSG die voraussichtlich bleibende oder 

längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit verstanden. 

Erwerbsunfähigkeit ist dabei der durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, 

geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer 

Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf 

dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Der 

Grad der für den Rentenanspruch massgebenden Invalidität ist gemäss Art. 16 ATSG 

durch einen Einkommensvergleich zu ermitteln, bei dem das Einkommen, das die 

versicherte Person nach dem Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der 

medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 

zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte 

(Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt wird zum Erwerbseinkommen, das sie 

erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Grundlage 

der Bemessung des Invalideneinkommens bilden die Arbeitsfähigkeitsgradschätzung 

und die Umschreibung der trotz der Gesundheitsbeeinträchtigung noch möglichen und 

zumutbaren Tätigkeiten. Um das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit beurteilen zu können, 

ist die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die 

ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben 

(BGE 125 V 261 E. 4).

5.1. 

Der Beschwerdeführer liess in der Beschwerde ausführen, dass er aufgrund der 

unfallbedingt eingeschränkten Leistungsfähigkeit ab dem 20. Mai 2015 eine 

Lohneinbusse von 50% hinnehmen müsse (vgl. act. G 1 S. 11), und stellte sich damit 

sinngemäss auf den Standpunkt, zu 50% in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt zu 

sein. Die Beschwerdegegnerin erachtete den Beschwerdeführer demgegenüber 

gestützt auf die Beurteilung im Austrittsbericht der Rehaklinik Bellikon vom 3. Juli 2017 

in adaptierten Tätigkeiten als zu 100% arbeitsfähig (vgl. act. G 2 E. 7). Als 

Adaptationskriterien nannten die berichtenden Ärzte der Rehaklinik Bellikon leichte bis 

mittelschwere Tätigkeiten ohne Tätigkeiten über Schulterhöhe und ohne Ersteigen von 

Leitern/Gerüsten (Suva-act. 124 S. 3). Diese Zumutbarkeitsbeurteilung, welche auf 

einer gut fünfwöchigen Beobachtungszeit beruhte und die vom Beschwerdeführer 

geklagten Beschwerden sowie die objektivierten Unfallrestfolgen berücksichtigte, ist 

nachvollziehbar und schlüssig. Folglich verwies Dr. F.___ bezüglich des 

5.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 21/24

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Zumutbarkeitsprofils im Nachgang zu seiner ebenfalls nachvollziehbaren und 

überzeugenden kreisärztlichen Stellungnahme vom 19. März 2018 am 5. April 2018 zu 

Recht auf diese Einschätzung (Suva-act. 161). Dr. E.___ vom Spital D.___ äusserte sich 

aktenkundig nicht zur Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers. Dr. C.___ hielt in 

seiner "Einsprache" vom 23. Mai 2018 fest, allenfalls seien sehr leichte bis leichte 

Arbeiten vollzeitig zumutbar (Suva-act. 182 und 191). Der Beschwerdeführer verspüre 

jedoch weiterhin Schmerzen bereits beim unbelasteten Anheben des Armes. Auch bei 

Alltagstätigkeiten sei er beim Anheben vor allem von rechter Schulter/Arm 

schmerzgeplagt (Suva-act. 191). Allein die subjektiven Angaben des 

Beschwerdeführers dürften die Grundlage für die Einschätzung von Dr. C.___, repetitive 

Arbeiten und einseitig belastende Arbeiten seien dem Beschwerdeführer ebenfalls nicht 

zumutbar, darstellen. Denn von ihm erhobene Befunde sind seinen Berichten keine zu 

entnehmen. Darüber hinaus schied Dr. C.___ den allfälligen Einfluss psychischer 

Beschwerden und der über ein organisches Korrelat hinausgehenden körperlichen 

Beschwerden auf seine Beurteilung der Arbeitsfähigkeit nicht aus - wie die 

Beschwerdegegnerin zu Recht geltend macht (vgl. G 11 Ziff. 17). Die von Dr. C.___ als 

massgeblich erachtete prognostisch ungünstige Verschlechterung des 

Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers hat sodann unbeachtet zu bleiben, 

handelt es sich doch dabei nur um eine Vermutung und keine abschätzbare 

Verschlechterung. Konkrete Beanstandungen an der Zumutbarkeitsbeurteilung der 

Rehaklinik Bellikon oder an den Einschätzungen von Dr. F.___ äussert Dr. C.___ 

entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers nicht. Seine Ausführungen vermögen 

nach dem Gesagten weder an der Zumutbarkeitsbeurteilung der Rehaklinik Bellikon 

noch an der Einschätzung von Dr. F.___ Zweifel zu wecken. Weitere medizinische 

Abklärungen sind folglich nicht vonnöten. Dem Beschwerdeführer wäre 

zusammenfassend überwiegend wahrscheinlich eine Arbeit ohne Tätigkeiten über 

Schulterhöhe und ohne Ersteigen von Leitern/Gerüsten zu 100% zumutbar. Basierend 

auf dieser Arbeitsfähigkeit ist der Invaliditätsgrad zu ermitteln.

Für das Valideneinkommen ist massgebend, was die versicherte Person aufgrund 

ihrer beruflichen Fähigkeiten und ihrer persönlichen Umstände nach dem Beweisgrad 

der überwiegenden Wahrscheinlichkeit im massgebenden Zeitpunkt des allfälligen 

Rentenbeginns verdient hätte, wenn sie nicht invalid geworden wäre. Dabei ist in der 

Regel vom zuletzt - d.h. grundsätzlich vor dem Beginn der unfallbedingten ganzen oder 

teilweisen Arbeitsunfähigkeit - erzielten Verdienst auszugehen (BGE 139 V 30 E. 3.3.2, 

je mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts vom 18. März 2015, 8C_590/2014, E. 5.1). 

Die durch die Beschwerdegegnerin vorgenommene Festlegung des jährlichen 

Valideneinkommens auf Fr. 66'690.--, welche sich auf die Angaben der früheren 

5.3. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 22/24

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Arbeitgeberin bezüglich des hypothetischen Jahreslohnes des Beschwerdeführers im 

Jahr 2017 ohne erlittenen Unfall stützt (Suva-act. 100), ist grundsätzlich nicht zu 

beanstanden. Auch der Beschwerdeführer wendet gegen die Berechnung des 

Valideneinkommens nichts ein (vgl. act. G1). Da der hypothetische Rentenbeginn 

jedoch im Jahr 2018 liegt, ist die Nominallohnbereinigung (2017: 2249; 2018: 2260) 

vorzunehmen, was zu einem Valideneinkommen von Fr. 67'016.20 führt.

Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-

erwerblichen Situation auszugehen, in der die versicherte Person konkret steht. Ist kein 

solch tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die 

versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine 

an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können entweder LSE-

Tabellenlöhne oder die DAP-Zahlen herangezogen werden (BGE 129 V 475 E. 4.2.1 mit 

Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts vom 6. Januar 2010, 8C_579/2009, E. 2.1). Der 

Beizug von DAP-Zahlen zur Festsetzung des Invalidenlohns ist demnach vorliegend 

nicht zu beanstanden, nachdem der Beschwerdeführer nach der Kündigung seitens der 

Arbeitgeberin aktenkundig keine Arbeitstätigkeit mehr aufgenommen hat. Gegen die 

von der Beschwerdegegnerin ausgewählten DAP-Profile (1109: Hilfsarbeiter, 15350804: 

Mitarbeiter Komponenten / Vormontage Bestuhlung, 6894: Montagearbeiter, 9847: 

Mitarbeiter Sortierung und 7469: Wirbelsintern) mit einem durchschnittlichen Lohn von 

Fr. 63'257.70 (Suva-act. 170; Basis 2017) brachte der Beschwerdeführer keine 

konkreten Einwände vor. Da die ausgewählten Arbeitsplätze auch in Anbetracht der 

körperlichen Einschränkungen des Beschwerdeführers als angemessen und realisierbar 

erscheinen (alles sehr leichte oder leichte Tätigkeiten, welche keine Überkopfarbeiten 

und kein Ersteigen von Gerüsten/Treppen beinhalten), ist auf deren durchschnittlichen 

Lohn abzustellen. Hieran vermag das Vorbringen von Dr. C.___ in seiner Einsprache 

vom 23. Mai 2018, er erachte das mögliche jährliche Einkommen gemäss den 

Präferenzen (DAP) als unzulässig (Suva-act. 186), nichts zu ändern, begründete er doch 

bezüglich keiner der fünf ausgewählten Tätigkeiten ein Unvermögen des 

Beschwerdeführers. Der Vollständigkeit halber sei darauf hingewiesen, dass alle 

ausgewählten Arbeiten beidhändig ausübbar sind und damit auch einer steten 

Bewegungswiederholung entgegengewirkt werden kann (vgl. Suva-act. 170). 

Insgesamt spricht nichts gegen das von der Beschwerdegegnerin ermittelte 

Invalideneinkommen. Auch hier ist jedoch die Nominallohnbereinigung (2017: 2249; 

2018: 2260) vorzunehmen, was zu einem Invalideneinkommen von Fr. 63'567.10 führt.

5.4. 

Stellt man dem Valideneinkommen von Fr. 67'016.20 das Invalideneinkommen von 

Fr. 63'567.10 gegenüber, so resultiert eine Erwerbseinbusse von Fr. 3'449.10 und ein 

5.5. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 23/24

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6.

Weiter beantragt der Beschwerdeführer eine Integritätsentschädigung basierend auf 

einem Integritätsschaden von mindestens 30% statt den zugesprochenen 14%.

Invaliditätsgrad von 5.14% (3'449.10 x 100 / 67'016.20). Folglich besteht kein Anspruch 

auf eine Invalidenrente.

Erleidet die versicherte Person durch den Unfall eine dauernde erhebliche 

Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität, so hat sie 

Anspruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung (Art. 24 Abs. 1 UVG). Die 

Integritätsentschädigung wird gemäss Art. 25 Abs. 1 UVG entsprechend der Schwere 

des Integritätsschadens abgestuft. Bei gleichem medizinischem Befund ist der 

Integritätsschaden für alle Versicherten gleich; er wird abstrakt und egalitär bemessen. 

Spezielle Behinderungen der betroffenen Person bleiben dabei unberücksichtigt (BGE 

124 V 35 E. 3c, 113 V 221 E: 4b). Die Bemessung des Integritätsschadens hängt somit 

nicht von den besonderen Umständen des Einzelfalls ab; es geht vielmehr um die 

medizinisch-theoretische Ermittlung der Beeinträchtigung der körperlichen und/oder 

geistigen Integrität, wobei subjektive Faktoren ausser Acht zu lassen sind (BGE 115 V 

147 E. 1). Nach Art. 36 Abs. 2 UVV wird die Integritätsentschädigung gemäss den 

Richtlinien des Anhangs 3 zur UVV bemessen. Dieser Anhang enthält eine als 

gesetzmässig und nicht abschliessend anerkannte Skala. Die medizinische Abteilung 

der Suva hat in Weiterentwicklung der bundesrätlichen Skala zusätzliche 

Bemessungsgrundlagen in tabellarischer Form (sogenannte Feinraster) erarbeitet. 

Diese Tabellen enthalten Richtwerte, mit denen die Gleichbehandlung aller Versicherten 

gewährleistet werden soll; sie sind mit dem Anhang 3 zur UVV vereinbar (BGE 124 V 32 

E. 1c mit Hinweis).

6.1. 

Da beim Beschwerdeführer eine Bewegungseinschränkung der rechten Schulter 

mit Bewegungs- und Belastungsschmerzen verblieben ist, liegt eine dauerhafte 

Schädigung der körperlichen Integrität vor. Dr. F.___ befand anlässlich seiner 

Untersuchung vom 12. März 2018 eine klinisch vergleichsweise zur kreisärztlichen 

Untersuchung vom 18. September 2017 und zur ambulanten Untersuchung im Spital 

D.___ vom 30. Januar 2018 nahezu unverändert eingeschränkte, aktive 

Schulterbeweglichkeit mit maximaler Abduktion von 90°, Anteversion 100° und 

vergleichsweise zur kreisärztlichen Untersuchung vom September 2017 einer eher 

etwas geringeren aktiven Aussenrotationsfähigkeit bis maximal 35° (Suva-act. 163 S. 1 

Ziff. 1). Vor diesem Hintergrund schätzte er den Integritätsschaden am 5. April 2018 auf 

14%. Er verwies dabei auf die Suva-Tabelle 1 "Integritätsschaden bei 

6.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 24/24

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7.  

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

Funktionsstörungen an den oberen Extremitäten", gemäss welcher die eingeschränkte 

Beweglichkeit der Schulter bis zur Horizontalen mit 15% und 30° über der Horizontalen 

mit 10% bewertet wird. Beim Beschwerdeführer bestehe eine kombinierte 

Globalbeweglichkeit für Anteversion und Abduktion von 95°, was 5° über der 

Horizontalen liege (Suva-act. 163 S. 1 Ziff. 3). Diese Einschätzung ist nachvollziehbar 

und überzeugend. Eine höhere Integritätsentschädigung als zugesprochen fällt ausser 

Betracht. Entgegen der Angabe des Beschwerdeführers bringt Dr. C.___ auch 

diesbezüglich keine konkreten Einwendungen vor, ebensowenig der Beschwerdeführer 

selber. Auch hinsichtlich des Integritätsschadens erübrigen sich nach dem Gesagten 

weitere medizinische Abklärungen. Die Zusprache einer Integritätsentschädigung 

basierend auf einem Integritätsschaden von 14% ist damit nicht zu beanstanden.

Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde gegen den 

Einspracheentscheid vom 13. Juli 2018 abzuweisen.

7.1. 

Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).7.2. 

Ausgangsgemäss hat der Beschwerdeführer keinen Anspruch auf eine 

Parteientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG).

7.3. 

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	Entscheid Versicherungsgericht, 29.06.2020
	Art. 18, 19 und 24 UVG. Da von medizinischen Massnahmen keine Besserung der verbliebenen Schulterbeschwerden mehr erwartet werden kann, hat die Beschwerdegegnerin zu Recht die Taggeld- und Heilbehandlungsleistungen eingestellt. Die Unfalladäquanz der psychischen Beschwerden ist zu verneinen (Psycho-Praxis; BGE 115 V 133). Der Beschwerdeführer ist adaptiert voll arbeitsfähig und der errechnete Invaliditätsgrad nicht zu beanstanden. Kein Rentenanspruch und kein Anspruch auf eine höhere als die bereits von der Beschwerdegegnerin zugesprochene Integritätsentschädigung. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 29. Juni 2020, UV 2018/63).

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