# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e2bc5123-c625-549c-a686-845e7e650f1d
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-05-07
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 07.05.2008 E-2801/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-2801-2008_2008-05-07.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-2801/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  7 .  M a i  2 0 0 8

Einzelrichterin Marianne Teuscher, 
mit Zustimmung von Richter François Badoud,
Gerichtsschreiber Marco Abbühl

A._______, Nigeria,
vertreten durch Felicity Oliver, 
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 
3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung;
Verfügung des BFM vom 24. April 2008 / N_______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-2801/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge seinen Heimat-
staat am 3. Februar 2008 verliess und zunächst auf dem Seeweg in 
ein  ihm unbekanntes  Land gelangte,  bevor  er  am 1. März  2008 mit 
dem Zug illegal in die Schweiz einreiste, wo er noch am gleichen Tag 
im Empfangs- und Verfahrenszentrum B._______ um Asyl ersuchte,

dass  der  Beschwerdeführer  am  20.  März  2008  im  Transitzentrum 
C._______ zu seinen Asylgründen befragt worden ist und am 10. April 
2008 die Bundesanhörung stattgefunden hat,

dass er dabei im Wesentlichen vorbrachte, er gehöre zur Volksgruppe 
der Ijo (auch Ijaw genannt) und stamme aus D._______, Delta State,

dass sein Vater Gemeindeoberhaupt von D._______ gewesen sei und 
es  im  Mai  2004  wegen  der  auf  dem  Land  der  Ijaw-Gemeinschaft 
entdeckten Ölvorkommen zu Kämpfen mit  den benachbarten Ishekiri 
(auch Itsekiri genannt) gekommen sei,

dass sein Vater einen Angriff auf den Polizeiposten in Ishekiri geplant 
und durchgeführt habe, wobei zahlreiche Polizisten und Zivilisten um-
gebracht worden seien,

dass er (der Beschwerdeführer) sich ebenfalls am Angriff beteiligt und 
dabei Leute umgebracht habe,

dass  die  Ishekiri  zwischen  dem 20. und  25.  Mai  2004  ihr  Haus  mit 
Benzinbomben  angegriffen  und  dabei  seine  Eltern  und  Geschwister 
getötet hätten,

dass er zu seinem Onkel und Pastor nach E._______, geflüchtet sei,

dass er sich bis Mitte des Jahres 2006 in dessen Kirche versteckt und 
diese nie verlassen habe,

dass  es  zu  Auseinandersetzungen zwischen Muslimen und Christen 
gekommen sei, wobei sein Onkel getötet worden sei,

dass die  Polizei  ihn  wegen seiner  Beteiligung an den Kämpfen vom 
Mai 2004 gesucht habe, weshalb er via Saria nach Niger geflohen sei,

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dass er schliesslich nach Italien geflohen sei, wo er um Asyl ersucht 
habe,

dass sein Asylgesuch abgelehnt wurde und er am 15. Dezember 2007 
mit Hilfe eines Pastors per Flugzeug nach Nigeria zurückgekehrt sei,

dass  er  seit  dem  20.  Dezember  2007  bei  seiner  Grossmutter  in 
F._______ gelebt habe, 

dass die Polizei Mitte Januar 2008 zum Hause seiner Grossmutter ge-
kommen sei und nach ihm gesucht habe,

dass der Pastor ihn zum Hafen gebracht und einem Südafrikaner vor-
gestellt habe, welcher ihn auf ein Schiff geschleust habe,

dass er  seinen Heimatstaat am 1. beziehungsweise 3. Februar 2008 
erneut verlassen habe,

dass er sich nie politisch betätigt habe und auch sonst nie Probleme 
mit Behörden oder Dritten gehabt habe,

dass das BFM mit  Verfügung vom 24. April  2008 in  Anwendung von 
Art. 32  Abs.  2  Bst.  a  des  Asylgesetzes  vom  26. Juni 1998  (AsylG, 
SR 142.31) auf das Asylgesuch nicht eintrat und die Wegweisung aus 
der Schweiz sowie den Vollzug anordnete,

dass  das  BFM  zur  Begründung  im  Wesentlichen  anführte,  der  Be-
schwerdeführer  habe  innerhalb  der  eingeräumten  Frist  keine  Reise- 
oder Identitätspapiere abgegeben und seine Schilderungen der Reise-
wege seien als unrealistisch und damit offenkundig unglaubhaft zu be-
zeichnen,  weshalb darauf  geschlossen werden müsse,  dieser  versu-
che sowohl  die wahren Umstände seiner Ausreise als  auch die Ver-
wendung von Reisepapieren zu verheimlichen,

dass deshalb keine entschuldbaren Gründe vorliegen würden, die es 
dem  Beschwerdeführer  verunmöglicht  hätten,  den  schweizerischen 
Behörden Reise- oder Identitätspapiere einzureichen,

dass  sich  den  widersprüchlichen  und  tatsachenwidrigen  Vorbringen 
sodann keine Hinweise auf  Verfolgung entnehmen liessen und auch 
keine zusätzlichen Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigen-
schaft oder eines Wegweisungsvollzugshindernisses nötig seien,

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dass weder die allgemeinen Lage in Nigeria oder die dort herrschen-
den politischen Situation noch individuelle Gründe gegen einen Weg-
weisungsvollzug sprechen würden und ein solcher technisch möglich 
und praktisch durchführbar sei,  weshalb sich eine Rückkehr des Be-
schwerdeführers in seinen Heimatstaat als zumutbar erweise,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 29. April 2008 gegen die-
sen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und 
dabei unter anderem beantragte, es sei ihm die unentgeltliche Rechts-
pflege zu gewähren,

dass die vorinstanzlichen Akten am 30. Mai 2008 beim Bundesverwal-
tungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt 
ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungswei-
se  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legiti-
miert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Be-
schwerde einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 6 AsylG i.V.m. 
Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM   ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-

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schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichteintretensent-
scheid  als  unrechtmässig  erachtet  – einer  selbständigen materiellen 
Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die Sache zu 
neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Entscheidun-
gen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission 
[EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ge-
mäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen 
der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, 
soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. 
BVGE 2007/8 insb. E. 5.6.5 S. 90 f.),

dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfah-
ren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen 
Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozess-
gegenstand ist (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 
Kognition zukommt, 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG),

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 

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Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), auf Grund der 
Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigen-
schaft  festgestellt  wird  (Art.  32  Abs.  3  Bst.  b  AsylG)  oder  sich  auf 
Grund der Anhörung erweist, dass zusätzliche Abklärungen zur Fest-
stellung der Flüchtlingseigenschaft  oder eines Wegweisungsvollzugs-
hindernisses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass die Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG eine summari-
sche  materielle  Prüfung  der  Glaubwürdigkeit  der  gesuchstellenden 
Person voraussetzt,  aus der sich das offensichtliche Fehlen von Hin-
weisen auf  die Erfüllung der Flüchtlingseigenschaft  beziehungsweise 
der  Voraussetzungen für  die  Gewährung vorübergehenden Schutzes 
ergeben muss (vgl. EMARK 2004 Nr. 22 S. 147 ff.),

dass im Rahmen von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG lediglich - wie von der 
Vorinstanz korrekt vorgenommen - eine summarische Glaubhaftigkeits-
prüfung der Verfolgungsvorbringen vorzunehmen ist,

dass hinsichtlich  der  zur  Begründung des Asylgesuches geltend ge-
machten  Vorbringen  des  Beschwerdeführers  vorweg  auf  dessen  im 
Transitzentrum C._______ am 20. März 2008 protokollierten Aussagen 
sowie  auf  das Protokoll  der  direkten Bundesanhörung vom 10. April 
2008 zu verweisen ist,

dass  zunächst  zu  prüfen ist,  ob  für  das  Nichteinreichen  von Reise- 
oder Identitätspapieren entschuldbare Gründe vorliegen,

dass vorliegend die Nichtabgabe von Reise- oder Identitätspapieren im 
Sinne von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG innerhalb von 48 Stunden nach 
Einreichung des Asylgesuchs nicht bestritten ist,

dass der Beschwerdeführer sodann aufgrund des in Italien durchlaufe-
nen Asylverfahrens wissen musste, dass er den schweizerischen Be-
hörden im Rahmen eines Asylverfahrens Reise- oder Identitätspapiere 
vorzuweisen hat,

dass  vorliegend  nicht  geglaubt  werden  kann,  der  Beschwerdeführer 
habe nie einen Geburtsschein oder  sonst  irgendwelche Identitätspa-
piere besessen,

dass er sodann keine erkennbaren Anstrengungen unternommen hat, 
sich im Heimatstaat Reise- oder Identitätspapiere zu beschaffen, ob-

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schon  seine  Grossmutter  eigenen  Angaben  zufolge  in  F._______ 
wohnt,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  aufgrund der  Ausführungen des 
Beschwerdeführers davon ausgeht, er habe für seine Reise authenti-
sche Identitäts- und Reisepapiere verwendet, welche er jedoch innert 
48  Stunden  und  bis  heute  in  Verletzung  seiner  gesetzlichen  Mitwir-
kungspflicht (vgl. Art. 8 Abs. 1 Bst. b AsylG) den schweizerischen Be-
hörden nicht aushändigte, zumal in der Beschwerde nichts geltend ge-
macht wird, was diesbezüglich allenfalls zu einer anderen Beurteilung 
führen könnte,

dass im Übrigen auf die entsprechenden Erwägungen der Vorinstanz 
verwiesen werden kann, ohne diese im Einzelnen zu wiederholen,

dass sich die Vorbringen in der Beschwerdeschrift sodann lediglich auf 
eine Wiederholung der bereits vor der Vorinstanz gemachten Aussa-
gen beschränken, ohne sich jedoch konkret mit deren Ausführungen in 
den Erwägungen der Verfügung vom 24. April 2008 auseinanderzuset-
zen,

dass  somit  keine  entschuldbaren  Gründe  für  das  Nichtvorlegen  von 
Reise- oder Identitätspapieren ersichtlich sind und die Vorinstanz das 
Vorliegen solcher Gründe zu Recht verneint hat,

dass mithin zu prüfen bleibt, ob die Vorinstanz aufgrund der Anhörung 
zu Recht  weder die Flüchtlingseigenschaft  festgestellt  noch zusätzli-
che Abklärungen zu deren Feststellung beziehungsweise zur Feststel-
lung  von  Wegweisungsvollzugshindernissen  als  erforderlich  erachtet 
hat,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  im Urteil  BVGE 2007/8  festhält, 
dass auf ein Asylgesuch nicht einzutreten sei, wenn bereits auf Grund 
einer summarischen Prüfung festgestellt werden könne, dass die asyl-
suchende Person die Flüchtlingseigenschaft  nicht  erfülle,  wobei  sich 
die Offensichtlichkeit der fehlenden Flüchtlingseigenschaft aus der Un-
glaubhaftigkeit der Vorbringen, aber auch aus der fehlenden Asylrele-
vanz ergeben könne,

dass die Vorbringen des Beschwerdeführers betreffend die Ereignisse 
vom  Mai  2006  den  Anforderungen  an  die  Aktualität  der  Verfolgung 
nicht zu genügen vermögen,

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dass die geltend gemachte Verfolgung durch die Polizei im Zusammen-
hang mit den vom Beschwerdeführer begangenen Tötungsdelikte und 
damit  im  Zusammenhang  mit  einem  gemeinrechtlichen  Delikt  steht, 
weshalb dieser keine asylrelevanten Motive zu Grunde liegen,

dass  der  Beschwerdeführer  sodann  aussagte,  im  Herkunftsstaat 
ansonsten nie irgendwelche Probleme mit  Behörden,  Organisationen 
oder weiteren Personen gehabt zu haben (vgl. EVZ-Prot., S. 5 f.),

dass  die  Vorbringen  des  Beschwerdeführers  somit  wegen  fehlender 
Asylrelevanz den Anforderungen an die Flüchtlingseigenschaft gemäss 
Art.  3 AsylG nicht genügen, 

dass der Beschwerdeführer nach dem Gesagten keine Vorbringen gel-
tend macht, die geeignet wären, die Flüchtlingseigenschaft zu begrün-
den und auch keine weiteren Abklärungen im Sinne von Art. 32 Abs. 2 
Bst. c AsylG vorzunehmen sind, weshalb es sich erübrigt, auf die übri-
gen Vorbringen in der Beschwerde einzugehen,

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst a AsylG 
zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten 
ist,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer sol-
chen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegwei-
sung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und dem-
nach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

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dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK,  SR 
0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
ersichtlich sind, die dem Beschwerdeführer im Heimat- oder Herkunfts-
staat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage im Heimat- bzw. Herkunftsstaat des 
Beschwerdeführers  noch  individuelle  Gründe  auf  eine  konkrete  Ge-
fährdung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen, weshalb der Voll-
zug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei 
der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (Art.  8  Abs.  4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, 

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dass die Beschwerde aufgrund der vorstehenden Erwägungen als aus-
sichtslos im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG zu qualifizieren ist, wes-
halb das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege ab-
zuweisen ist,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art.  1-3  des  Reglements  vom 11. Dezember  2006  über  die  Kosten 
und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 
173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 
VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege gemäss 
Art. 65 Abs. 1 VwVG wird abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- die  Rechtsvertreterin  des  Beschwerdeführers  (vorab  per  Telefax; 
Einschreiben,  Beilagen: Originalverfügung des BFM vom 24. April 
2008, Einzahlungsschein)

- das  BFM,  Transitzentrum  C._______  (per  Telefax,  zu  den  Akten 
Ref.-Nr. N_______)

- G._______ (per Telefax)

Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber:

Marianne Teuscher Marco Abbühl

Versand: 

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