# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0b573682-344f-54e8-967b-c255072465d2
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2022-11-02
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 02.11.2022 F-81/2022
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_F-81-2022_2022-11-02.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung VI 

F-81/2022 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 .  N o v e m b e r  2 0 2 2  

Besetzung 
 Richterin Regula Schenker Senn (Vorsitz), 

Richter Yannick Antoniazza-Hafner, Richter Gregor Chatton,    

Gerichtsschreiberin Susanne Stockmeyer. 
 

 
 

Parteien 
 1. A._______,  

2. B._______,  

Beschwerdeführende,   

 
 

 
gegen 

 
 

Staatssekretariat für Migration SEM,  

Quellenweg 6, 3003 Bern,    

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 Schengen-Visum zu Besuchszwecken  

 

 

 

F-81/2022 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Am 1. April 2021 ersuchten die beiden Brüder X._______ (geb. […]; nach-

folgend: Gesuchsteller 1 bzw. Eingeladener 1) und Y._______ (geb. […]; 

nachfolgend: Gesuchsteller 2 bzw. Eingeladener 2), beide burundische 

Staatsangehörige, bei der Schweizerischen Botschaft in Nairobi um Aus-

stellung eines Schengen-Visums für einen Besuchsaufenthalt vom 7. April 

2021 bis 14. April 2021 bei dem im Kanton C._______ wohnhaften 

B._______ (nachfolgend Gastgeber 2 bzw. Beschwerdeführer 2; vgl. Akten 

[…] der Vorinstanz [SEM act. I] 8/120 und Akten […] der Vorinstanz [SEM 

act. II] 5/94). Grund für den Aufenthalt der beiden Brüder in der Schweiz 

sei die Teilnahme an der Beerdigung ihrer hierzulande aufenthaltsberech-

tigten und verstorbenen Schwester Z._____, wie sich aus dem Schriftver-

kehr zwischen A._______ (nachfolgend: Gastgeber 1 bzw. Beschwerde-

führer 1) und der Vorinstanz ergibt (SEM act. II 1/36).   

B.  

Mit Formular-Verfügung vom 9. April 2022 lehnte die Botschaft die Visums-

anträge ab, da die fristgerechte Wiederausreise der Gesuchstellenden aus 

dem Schengen-Raum nicht als hinreichend gesichert erscheine (SEM act. 

I 8/111, SEM act. II 5/85).   

C.  

Gegen diesen Entscheid erhoben sowohl B._______ (…) wie auch 

A._______ (…) am 1. Mai 2021 Einsprache (SEM act. I 3 und SEM act. II 

3). In der Folge liess das SEM durch die kantonale Migrationsbehörde wei-

tere Abklärungen zum Sachverhalt vornehmen (SEM act. I 6 und SEM act. 

II 9).  

D.  

Mit Entscheid vom 18. November 2022 wies die Vorinstanz die Einsprache 

ab. Zur Begründung führte sie im Wesentlichen aus, weder die allgemeine 

Lage in Burundi noch die persönliche Situation der Gesuchstellenden wür-

den Gewähr für eine fristgerechte und anstandslose Wiederausreise in ihr 

Heimatland bieten (SEM act. I 9 und SEM act. II 10). 

E.  

Mit Rechtsmitteleingabe an das Bundesverwaltungsgericht vom 7. Januar 

2022 stellten die Beschwerdeführenden sinngemäss die Begehren, die  

vorinstanzliche Verfügung sei aufzuheben und den Gesuchstellenden das 

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Seite 3 

beantragte Schengen-Visum auszustellen (Akten des Bundesverwaltungs-

gerichts [BVGer act.] 1).  

F.  

Auf Aufforderung des Gerichts hin teilten die Beschwerdeführenden mit 

Schreiben vom 10. Februar 2022 mit, dass zukünftige Entscheide und Ver-

fügungen dem Beschwerdeführer 2 zuzustellen seien. Gleichzeitig wurde 

die Zustellung eines weiteren Beweismittels in Aussicht gestellt (BVGer 

act. 5). Dieses wurde dem Gericht in der Folge eingereicht (BVGer act. 7).  

G.  

Die Vorinstanz schloss in ihrer Vernehmlassung vom 1. April 2022 auf Ab-

weisung der Beschwerde (BVGer act. 8). 

H.  

Die Beschwerdeführenden nahmen mit Replik vom 3. Mai 2022 Stellung 

(BVGer act. 10).  

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

 

1.1 Von der Vorinstanz erlassene Einspracheentscheide bezüglich Schen-

gen-Visa sind mit Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht anfechtbar 

(vgl. Art. 31 ff. VGG i.V.m. Art. 5 VwVG). Das Rechtsmittelverfahren richtet 

sich nach dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes bestimmt (Art. 37 

VGG). 

1.2 Die Beschwerdeführenden haben am vorangegangenen Einsprache-

verfahren teilgenommen und sind als Gastgeber der Gesuchstellenden 

durch den angefochtenen Entscheid besonders berührt. Obwohl der ur-

sprünglich angestrebte Besuchszeitraum inzwischen abgelaufen ist, muss 

auf ein fortbestehendes Rechtsschutzinteresse geschlossen werden. Dies 

belegt allein schon die Einreichung des Rechtsmittels. Die Beschwerdefüh-

renden sind daher zur Erhebung des Rechtsmittels legitimiert (Art. 48 

Abs.  1 VwVG). Auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Be-

schwerde ist einzutreten (vgl. Art. 50 und 52 VwVG). 

1.3 In der vorliegenden Beschwerdeangelegenheit entscheidet das Bun-

desverwaltungsgericht endgültig (Art. 83 Bst. c Ziff. 1 BGG).  

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Seite 4 

2.  

Mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht kann die Verletzung 

von Bundesrecht einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Er-

messens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheb-

lichen Sachverhalts und – sofern nicht eine kantonale Behörde als Be-

schwerdeinstanz verfügt hat – die Unangemessenheit gerügt werden 

(Art. 49 VwVG). Das Bundesverwaltungsgericht wendet im Beschwerde-

verfahren das Bundesrecht von Amtes wegen an. Es ist gemäss Art. 62 

Abs. 4 VwVG nicht an die Begründung der Begehren gebunden und kann 

die Beschwerde auch aus anderen als den geltend gemachten Gründen 

gutheissen oder abweisen. Massgebend sind grundsätzlich die tatsächli-

chen Verhältnisse zum Zeitpunkt seines Entscheides (vgl. BVGE 2014/1 

E. 2 m.H.). 

3.  

Der angefochtenen Verfügung liegt das Gesuch von zwei burundischen 

Staatsangehörigen um Erteilung eines Visums zu Besuchszwecken für die 

Schweiz zugrunde. Da sich die Gesuchstellenden nicht auf die EU/EFTA-

Personenfreizügigkeitsabkommen berufen können und die beabsichtigte 

Aufenthaltsdauer 90 Tage nicht überschreitet, fällt die vorliegende Streitsa-

che in den persönlichen und sachlichen Anwendungsbereich der Schen-

gen-Assoziierungsabkommen, mit denen die Schweiz den Schengen-Be-

sitzstand und die dazugehörigen gemeinschaftsrechtlichen Rechtsakte 

übernommen hat (BVGE 2014/1 E. 3; 2011/48 E. 3). Das Ausländer- und 

Integrationsgesetz (AIG, SR 142.20) und dessen Ausführungsbestimmun-

gen gelangen nur soweit zur Anwendung, als die Schengen-Assoziierungs-

abkommen keine abweichenden Bestimmungen enthalten (Art. 2 Abs. 4 

AIG).  

4.   

 

4.1 Drittstaatsangehörige dürfen über die Aussengrenzen des Schengen-

Raums für einen Aufenthalt von höchstens 90 Tagen innerhalb eines Zeit-

raums von 180 Tagen einreisen, wenn sie im Besitz eines Visums sind, falls 

ein solches nach Massgabe der Verordnung (EU) 2018/1806 des Europä-

ischen Parlaments und des Rates vom 14. November 2018 (Aufstellung 

der Liste der Drittländer, deren Staatsangehörige beim Überschreiten der 

Aussengrenzen im Besitz eines Visums sein müssen, sowie der Liste der 

Drittländer, deren Staatsangehörige von dieser Visumpflicht befreit sind 

[ABl. L 303/39 vom 28.11.2018; nachfolgend: Verordnung [EU] 2018/1806; 

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in Kraft seit 15. Februar 2019]) erforderlich ist (Art. 6 Abs. 1 Bst. b der Ver-

ordnung [EG] Nr. 2016/399 des Europäischen Parlaments und des Rates 

vom 9.  März 2016 über einen Gemeinschaftskodex für das Überschreiten 

der Grenzen durch Personen [Kodifizierter Text] [Schengener Grenzkodex, 

SGK, Abl. L 77/1 vom 23.03.2016]; Art. 6 Abs. 1 der Verordnung über die 

Einreise und die Visumserteilung vom 15. August 2018 [VEV], vgl. auch 

Art. 2 Ziff. 6 SGK; Art. 5 Abs. 1 Bst. a AIG). Als burundische Staatsangehö-

rige unterliegen die Gesuchstellenden unbestrittenermassen der Visums-

pflicht (Anhang I der bereits erwähnten Verordnung Nr. 2018/1806; Art. 8 

Abs. 1 VEV). 

4.2 Voraussetzung zur Visumserteilung und zur Einreise ist unter anderem, 

dass die drittstaatsangehörige Person keine Gefahr für die öffentliche Ord-

nung, die innere Sicherheit, die öffentliche Gesundheit oder die internatio-

nalen Beziehungen eines Mitgliedstaats darstellt (Art. 6 Abs. 1 Bst. e SGK) 

und Gewähr für die gesicherte Wiederausreise bietet (Art. 32 Abs. 1 Bst. b 

der Verordnung [EG] Nr. 810/2009 des Europäischen Parlaments und des 

Rates vom 13. Juli 2009 über einen Visakodex der Gemeinschaft [Visako-

dex, VK, ABl. L 243/1 vom 15.09.2009]; Art. 5 Abs. 2 AIG; BVGE 2011/48 

E. 4.5; 2009/27 E. 5.2). Wenn die betreffende Person nicht bereit ist, das 

Hoheitsgebiet des Schengen-Raums fristgerecht wieder zu verlassen, ist 

eine Gefahr für die öffentliche Ordnung im Sinne von Art. 6 Abs. 1 Bst. e 

SGK anzunehmen (BVGE 2014/1 E. 4.3 m.H.). Die Behörden haben daher 

zu prüfen und drittstaatsangehörige Personen zu belegen, dass die Gefahr 

einer rechtswidrigen Einwanderung oder einer nicht fristgerechten Aus-

reise nicht besteht respektive dass die gesuchstellende Person für die ge-

sicherte Wiederausreise Gewähr bietet (Art. 14 Abs. 1 Bst. d VK; Art. 21 

Abs. 1 VK; BVGE 2014/1 E. 4.4; Art. 5 Abs. 2 AIG; BVGE 2009/27 E. 5.2). 

4.3 Das schweizerische Ausländerrecht kennt weder ein allgemeines 

Recht auf Einreise noch gewährt es einen besonderen Anspruch auf Ertei-

lung eines Visums. Die Schweiz ist daher – wie andere Staaten auch – 

grundsätzlich nicht gehalten, Ausländerinnen und Ausländern die Einreise 

zu gestatten. Vorbehältlich völkerrechtlicher Verpflichtungen handelt es 

sich dabei um einen autonomen Entscheid (vgl. Botschaft zum Bundesge-

setz über Ausländerinnen und Ausländer vom 8. März 2002, BBl 2002 

3774; BGE 135 II 1 E. 1.1 m.H.). Das Schengen-Recht schränkt die natio-

nalstaatlichen Befugnisse insoweit ein, als es einheitliche Voraussetzun-

gen für Einreise und Visum aufstellt und die Mitgliedstaaten verpflichtet, die 

Einreise bzw. das Visum zu verweigern, wenn die Voraussetzungen nicht 

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erfüllt sind. Einen Anspruch auf Einreise bzw. Visumserteilung vermittelt 

auch das Schengen-Recht nicht (vgl. BVGE 2014/1 E. 4.1.5).  

4.4 Sind sämtliche Voraussetzungen für die Visumserteilung erfüllt, ist das 

Schengen-Visum auszustellen. Ist hingegen einer der in Art. 32 Abs. 1 VK 

(nicht abschliessend) aufgelisteten Tatbestände gegeben, darf ein einheit-

liches Visum nicht erteilt werden (vgl. Art. 21 Abs. 1 und Abs. 3 VK; Art. 32 

Abs. 1 VK; BVGE 2014/1 E. 4.5; 2011/48 E. 4.6; Urteil des BVGer 

F-7617/2016 E. 4.1). Das Schengen-Visum ist deshalb unter anderem zu 

verweigern, wenn Zweifel an der von der drittstaatsangehörigen Person 

bekundeten Absicht bestehen, das Hoheitsgebiet der Mitgliedstaaten vor 

Ablauf der Gültigkeit des beantragten Visums wieder zu verlassen (Art. 32 

Abs. 1 Bst. b VK; BVGE 2014/1 E. 4.4). Den Behörden kommt bei der Be-

urteilung, ob die Voraussetzungen für die Visumserteilung erfüllt sind, ein 

weiter Beurteilungsspielraum zu (BVGE 2014/1 E. 4.1.5 in fine; Urteil des 

BVGer F-7617/2016 E. 4.1).  

4.5 Sind – abgesehen vom Visum selbst – die Einreisevoraussetzungen 

nicht erfüllt, kann in Ausnahmefällen ein Visum mit räumlich beschränkter 

Gültigkeit erteilt werden, das nur für das Hoheitsgebiet des betreffenden 

Mitgliedstaats gilt. Von dieser Möglichkeit kann ein Mitgliedstaat unter an-

derem Gebrauch machen, wenn er es aus humanitären Gründen, aus sol-

chen des nationalen Interesses oder aufgrund internationaler Verpflichtun-

gen für erforderlich hält (vgl. Art. 3 Abs. 4 VEV; Art. 25 Abs. 1 Bst. a VK; 

Art. 6 Abs. 5 Bst. c SGK). 

5.   

 

5.1 Bei der Prüfung der Einreisevoraussetzungen nach Art. 6 Abs. 1 SGK 

ist die Frage der gesicherten Wiederausreise zentral. Eine solche erach-

tete das SEM vorliegend aufgrund der allgemeinen Situation im Heimat-

land und der persönlichen Verhältnisse der eingeladenen Personen als 

nicht genügend gewährleistet. 

5.2 In der Regel lassen sich keine gesicherten Feststellungen darüber tref-

fen, ob eine drittstaatsangehörige Person tatsächlich beabsichtigt, vor Ab-

lauf des Visums den Schengen-Raum zu verlassen, weshalb darüber eine 

Prognose zu erstellen ist. Hierzu sind alle Umstände des Einzelfalles zu 

würdigen. Die Beweisführungslast obliegt dabei der drittstaatsangehörigen 

Person (Art. 14 Abs. 1 Bst. d VK; Art. 14 Abs. 3 i.V.m. Anhang II VK; Art. 5 

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Abs. 1 Bst. c SGK; Art. 5 Abs. 2 AIG; BVGE 2014/1 E. 4.4 und E. 6.1). An-

haltspunkte zur Beurteilung der Gewähr für eine fristgerechte Wiederaus-

reise können sich zunächst aus der allgemeinen Situation im Herkunftsland 

der drittstaatsangehörigen Person ergeben. Ein Visum darf dabei nur erteilt 

werden, wenn keine begründeten Zweifel an der Absicht des Gesuchstel-

lers bestehen, den Schengen-Raum vor Ablauf des Visums zu verlassen 

(vgl. BVGE 2014/1 E. 4.4 m.H). Namentlich bei Einreisegesuchen von Per-

sonen aus Staaten bzw. Regionen mit politisch, wirtschaftlich und sozial 

ungünstigen Verhältnissen rechtfertigt sich eine strenge Praxis, da die per-

sönliche Interessenlage in solchen Fällen erfahrungsgemäss häufig nicht 

mit dem Ziel und Zweck einer zeitlich befristeten Einreisebewilligung im 

Einklang steht (BVGE 2014/1 E. 6.1 m.H.).  

5.3 Burundi gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Knapp 75 Prozent der 

Bevölkerung gelten dort als arm. Das Bevölkerungswachstum von über drei 

Prozent übersteigt das Wirtschaftswachstum deutlich, sodass selbst gut 

ausgebildete Fachkräfte keine berufliche Perspektive haben. Die humanitäre 

Situation im Land ist prekär. Die burundische Wirtschaft ist seit dem Beginn 

der Krise in eine schwere Rezession geschlittert. Der Bildungs- und Gesund-

heitssektor leiden unter massiven Ausgabenkürzungen, wie eine Malaria-

Epidemie mit 5,7 Mio. Betroffenen Anfang 2019 exemplarisch belegt. Trotz 

der Corona-Epidemie fanden die Präsidentschaftswahlen im Mai 2020 statt. 

Die politische Lage bleibt jedoch selbst nach dem erfolgten Regierungs-

wechsel infolge der langjährigen politischen Krise weiterhin angespannt 

(vgl. dazu https://www.aktion-deutschland-hilft.de/de/fachthemen/afrika/ 

burundi/ sowie https://www.bpb.de/themen/kriege-konflikte/dossier-kriege-

konflikte/212902/burundi/ abgerufen jeweils im Oktober 2022).  

5.4 Vor diesem Hintergrund ist grundsätzlich nicht zu beanstanden, dass 

die Vorinstanz das Risiko einer nicht fristgerechten Wiederausreise von 

Besucherinnen und Besuchern aus Burundi als grundsätzlich sehr hoch 

einschätzt. Allerdings wäre es zu schematisch und nicht haltbar, generell 

und ohne spezifische Anhaltspunkte ausschliesslich aufgrund der allgemei-

nen Lage in der Herkunftsregion auf eine nicht hinreichend gesicherte Wie-

derausreise zu schliessen. Es gilt vielmehr, über die Situation im Herkunfts-

land hinaus, die weiteren Umstände ebenfalls zu würdigen. Dabei sind in 

die Prognose über die Absicht einer gesuchstellenden Person, den Schen-

gen-Raum fristgerecht zu verlassen, deren persönliche, familiäre und be-

rufliche bzw. wirtschaftliche Situation sowie deren Interessenlage miteinzu-

beziehen (BVGE 2014/1 E. 6.3.1). Obliegt einer gesuchstellenden Person 

im Heimatland beispielsweise eine besondere berufliche, gesellschaftliche 

https://www.aktion-deutschland-hilft.de/de/fachthemen/afrika/%20burundi/
https://www.aktion-deutschland-hilft.de/de/fachthemen/afrika/%20burundi/
https://www.bpb.de/themen/kriege-konflikte/dossier-kriege-konflikte/212902/burundi/
https://www.bpb.de/themen/kriege-konflikte/dossier-kriege-konflikte/212902/burundi/

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oder familiäre Verantwortung, kann dies die Prognose für eine anstands-

lose Wiederausreise begünstigen. Umgekehrt muss bei Personen, die in 

ihrer Heimat keine besonderen Verpflichtungen haben, das Risiko eines 

ausländerrechtlich nicht regelkonformen Verhaltens nach einer bewilligten 

Einreise als hoch eingeschätzt werden (BVGE 2014/1 E. 6.3.1 m.H.; 

2009/27 E. 8).  

6.   

6.1 Den eingereichten Dokumenten lässt sich entnehmen, dass der Ge-

suchsteller 1 Vater eines im Jahr 2013 geborenen Kindes ist (Beilage         

Bd-1 zur Replik); beschwerdeweise wird darauf hingewiesen, dass er seine 

Hochzeit vorbereite (S. 4 ebenda). Mit Replik wird weiter ausgeführt, er 

gedenke, seine Verlobte im November 2022 zu heiraten (vgl. Replik S. 3). 

Belege dazu wurden hingegen keine eingereicht. Sein Bruder, der Gesuch-

steller 2, hat gemäss den Akten insgesamt sechs Kinder (vier davon min-

derjährig) mit zwei verschiedenen Frauen (vgl. Beilagen Bc-1 bis Bc-6 zur 

Replik). Mit Beschwerde wird zudem geltend gemacht, die Familie pflege 

mit der derzeitigen Regierung gute Beziehungen; dies sei anders gewesen, 

als die Schwester der Gesuchstellenden in die Schweiz gekommen sei; 

damals sei die Familie gezielt verfolgt worden; heute gäbe es keinen Grund 

mehr, nicht wieder nach Burundi zurückzureisen (Beschwerde S. 2). Die 

Gesuchstellenden verfügen sicherlich über gewisse familiäre Verpflichtun-

gen, wenn auch konkrete Angaben zum familiären Umfeld (Wohnsituation, 

Betreuung der Kinder usw.) fehlen. Es gilt jedoch zu bedenken, dass das 

Zurücklassen minderjähriger Kinder für sich allein noch keine Garantie für 

eine anstandslose und fristgerechte Wiederausreise nach einem Besuchs-

aufenthalt bildet. Die Erfahrung zeigt, dass es in der Regel vielmehr die 

individuell herrschenden wirtschaftlichen und sozialen Verhältnisse sind, 

die letztlich über Rückkehr oder Verbleib im Ausland entscheiden. Dass 

eine Familie vorübergehend getrennt wird, wird je nach Interessenlage in 

Kauf genommen. Dies umso eher, wenn die Betreuung der Kinder durch 

die Mutter sichergestellt ist und die Möglichkeit besteht, die Kinder allen-

falls später nachziehen zu können (vgl. bspw. Urteil des BVGer                          

F-4313/2019 vom 14. Februar 2020 E. 5.4). Die familiären und persönli-

chen Verpflichtungen sind daher nicht so beschaffen, dass sie die Gesuch-

stellenden in nachhaltiger Weise von einer Emigration abhalten könnten. 

Weiter sind weder den Akten noch den Vorbringen der Beschwerdeführen-

den Hinweise auf konkrete soziale Verpflichtungen der beiden Brüder in 

ihrem Heimatland zu entnehmen. Solche lassen sich auch nicht aus der 

pauschalen Aussage ableiten, die Fortführung des Projekts «[…]» bedinge 

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die Anwesenheit der Gesuchstellenden in ihrem Heimatland, welche Ver-

bindungen zu diversen namentlich erwähnten Persönlichkeiten hätten; 

dank dieser Verbindungen bestünde eine Chance, das Projekt weiter zu 

entwickeln (Beschwerde S. 3).  

6.2 Es gilt somit weiter die wirtschaftliche Situation der Gesuchstellenden 

in ihrem Heimatland zu prüfen.   

6.2.1 Der Gesuchsteller 1 gab in seinem Visumsantrag vom 1.  April 2021 

an, er sei «[…]» und arbeite bei «[…]» (SEM act. I 8/118; vgl. auch SEM 

act. I 2/55). Die Vorakten enthalten überdies Lohnabrechnungen, aus de-

nen sich ergibt, dass er im April 2020 BIF 162'766.- (ca. CHF 81.-), im Juni 

2020 BIF 156'726.- (ca. CHF 78.-), im Juli 2020 BIF 257'702.- (ca. CHF 

129.-) und im August 2020 BIF 257'093.- (ca. CHF 128.50) verdiente (SEM 

act. I 2/49 ff.). Diese Beträge finden sich auch auf einem eingereichten 

Kontoauszug wieder (SEM act.I 2/48). Mit Beschwerde wurde für die An-

stellung bei «[…]» ein Arbeitsvertrag, datiert vom 1. März 2010, eingereicht. 

Vereinbart wurde dort ein Grundgehalt von BIF 45'000.- (ca. CHF 22.50). 

Zu einem späteren Zeitpunkt wurde im vorliegenden Verfahren ein weite-

rer, erneuerter Vertrag vom 1. Januar 2022 über ein Anstellungsverhältnis 

des Gesuchstellers 1 bei «[…]» eingereicht. Vereinbart wurde dort ein Lohn 

von BIF 2'000'000.- (ca. CHF 1'000.-; BVGer act. 7). Erklärt wurde die 

Nachreichung des neuen Arbeitsvertrags mit dem Umstand, dass […] eine 

internationale Geschäftsfrau sei und des Öfteren nach Europa reise. Diese 

Reisetätigkeit seien denn auch, zusammen mit einer Erkrankung des Ge-

suchstellers 1, der Grund, dass der Arbeitsvertrag habe nachgeliefert wer-

den müssen; Frau L._______ unterhalte in O._______ zwei Arbeitsberei-

che, in denen der Gesuchsteller sich jeweils um die Administration und die 

Buchführung kümmere. Das Hauptgeschäft, welches auch wirtschaftlich 

erfolgreich arbeite, sei ein Betrieb, welcher Freizeitangebote führe. Das 

zweite Geschäft sei ein Sportclub, der es erlaube, jungen Talenten von 

Bujumbura das Fussballspiel zu ermöglichen und an Meisterschaften teil-

zunehmen. Diese Tätigkeit gleiche eher einem Sponsoring für sportliche 

Betätigung junger Menschen von O._______. Das seien die Hauptgründe, 

weshalb es zwei unterschiedliche Verträge gebe, wobei die Unternehmerin 

frei bestimme, wo und wann der Gesuchsteller 1 tätig sein solle (Replik 

S. 3). Aus dem mit der Replik eingereichten Kontoauszug ist zudem zu ent-

nehmen, dass in den Monaten Februar, März und April des Jahres 2022 je 

ein Betrag von BIF 2'000'000.- auf das Konto des Gesuchstellers 1 einbe-

zahlt wurde (Beilage Cd-1und Cd-2 zur Replik).  

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6.2.2 Die Eingaben der Beschwerdeführenden ergeben bezüglich der be-

ruflichen Situation des Gesuchstellers 1 kein hinreichend klares Bild. Ins-

besondere fällt auf, dass im zweiten Arbeitsvertrag vom 1.  Januar 2022 

ein Lohn aufgeführt wird, der um ein Vielfaches höher ist als derjenige im 

ersten Vertrag und dieser auch nicht im Einklang mit den im vorinstanzli-

chen Verfahren eingereichten Lohnabrechnungen steht. Wieso das Gehalt 

des Gesuchstellers 1 eine exorbitante Erhöhung erfahren hat, wurde nicht 

erläutert. Unklar ist auch, inwiefern «[…]» tatsächlich mit «[…]» verbunden 

ist. Gemäss einer einfachen Internetrecherche handelt es sich bei «[…]» 

um eine Handelsmarke einer Holdinggesellschaft. Weiter ist es der Name 

eines Fussballklubs (vgl. dazu […]). Ein Zusammenhang zwischen […] 

ergibt sich hingegen nicht.   

6.2.3 Der Gesuchsteller 2 gab auf seinem Visumsantrag vom 1. April 2021 

an, sein aktueller Beruf sei «[…] bei R._______ (SEM act. II 5/92). Einem 

Empfehlungsschreiben vom 21. März 2021 ist zu entnehmen, dass er dort 

Buchhalter sei (SEM act. II 5/79). Konkrete Angaben zum Anstellungsver-

hältnis und insbesondere zur Höhe des Lohnes sind den vorinstanzlichen 

Akten nicht zu entnehmen. Erst auf Beschwerdeebene wurde eine Lohn-

bescheinigung eingereicht. Gemäss dem entsprechenden Dokument vom 

5. Januar 2022 sei der Gesuchsteller 2 seit dem 1. Januar 2020 in der 

«[…]» als Buchhalter tätig und erhalte dort ein Gehalt von BIF 1'526'350.-. 

Ein ebenfalls mit Beschwerde eingereichter Arbeitsvertrag datiert vom  

5. Januar 2022 (vgl. unpaginierte Beschwerdebeilagen). Nachdem das 

SEM mit Vernehmlassung geltend gemacht hatte, es seien keine Belege 

über erfolgte Salärzahlungen eingereicht worden, stellten die Beschwerde-

führenden dem Gericht mit Replik einen Bankauszug zu. Daraus ergibt 

sich, dass der Gesuchsteller 2 in der Zeitspanne vom 1.  Februar 2022 bis 

30. April 2022 monatlich eine Zahlung über BIF 1'526'350.- (ca. CHF 609.-

) erhalten hat (Beilage Cc-2 der Replik).  

6.2.4 Dem SEM ist vorliegend nicht vorzuwerfen, dass es die Ansicht ver-

trat, es könne beim Gesuchsteller 2 nicht von guten wirtschaftlichen Ver-

hältnissen ausgegangen werden. Auch die im vorliegenden Verfahren ein-

gereichten Dokumente können die Unklarheiten nicht ausräumen, welche 

sich in Bezug auf das berufliche und wirtschaftliche Umfeld des Gesuch-

stellers 2 ergeben. So bleibt unklar, wieso er auf dem Visumsantrag als 

aktuellen Beruf «Diener Gottes (religiös)» angab, obwohl er gemäss einem 

Empfehlungsschreiben als Buchhalter arbeite. Der am 7.  April 2021 aus-

gestellten Geburtsurkunde seiner Tochter (…) ist wiederum zu entnehmen, 

dass er Chauffeur sei (Beilage Bc-6 zur Replik). Der erst mit Beschwerde 

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eingereichte Arbeitsvertrag wurde zudem am 5.  Januar 2022 ausgestellt. 

Eine über eine längere Zeit erfolgte Dokumentation der Lohnzahlung mit-

tels Lohnabrechnungen oder Bankauszügen – gemäss dem Vertrag sei der 

Gesuchsteller 2 seit dem 1. Januar 2020 beim gleichen Arbeitgeber tätig – 

erfolgte nicht. Insbesondere lassen die im Februar/März/April 2022 erhal-

tenen Lohnzahlungen nicht bereits auf solide berufliche Verhältnisse 

schliessen.  

6.3 Trotz der von den Beschwerdeführenden im vorliegenden Verfahren 

zusätzlich eingereichten Dokumente und Ausführungen bleibt die berufli-

che Situation der Gesuchstellenden im Sinne der obgenannten Erwägun-

gen unklar. Es versteht sich von selbst, dass damit nicht von vorteilhaften 

wirtschaftlichen Verhältnissen ausgegangen werden kann, welche sie 

nachhaltig von einer Emigration abzuhalten vermöchten.  

6.4 Schliesslich ist darauf hinzuweisen, dass ein gemeinsames Wirken am 

Projekt «[…]» zwischen dem Beschwerdeführer 1 und den Gesuchstellen-

den – entgegen den Ausführungen der Beschwerdeführenden (Replik S. 4 

f.; vgl. auch Beschwerdebeilage) – auch über moderne Kommunikations-

mittel sowie Besuche des Gastgebers in Burundi realisierbar wäre. Aus den 

Akten geht denn auch nicht hervor, inwiefern die Anwesenheit der Gesuch-

stellenden in der Schweiz dazu zwingend erforderlich wäre. Gleiches gilt 

auch für den Austausch allfälliger Familieninformationen (vgl. Beschwerde 

S. 4).  

6.5 Vor dem dargelegten allgemeinen und persönlichen Hintergrund der 

Gesuchstellenden durfte die Vorinstanz davon ausgehen, die Wiederaus-

reise der Eingeladenen sei im Sinne der massgeblichen Bestimmungen 

nicht gesichert. An der Richtigkeit dieser Einschätzung ändert selbst die 

Tatsache nichts, dass die Beschwerdeführenden gemäss den eingereich-

ten Unterlagen über einen guten Leumund verfügen. Entgegen ihren Vor-

bringen wird damit ihre Integrität keinesfalls angezweifelt (vgl. Beschwerde 

S. 3, Replik S. 1). Bei der Risikobeurteilung ist denn auch in erster Linie 

das mögliche Verhalten des Gastes selbst von Bedeutung. Gastgeber kön-

nen mit rechtlich verbindlicher Wirkung zwar für gewisse finanzielle Risiken 

im Zusammenhang mit dem Besuchsaufenthalt, nicht aber für ein bestimm-

tes Tun oder Unterlassen ihres Gastes einstehen (vgl. in diesem Zusam-

menhang auch BVGE 2009/27 E. 9). Insofern läuft auch das Angebot der 

Beschwerdeführenden ins Leere, dem SEM die (Retour-)Flugtickets der 

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Seite 12 

Gesuchstellenden in Kopie zuzustellen sowie täglich über ihren Aufent-

haltsort zu informieren und die Ausreise transparent zu gestalten (Be-

schwerde S. 2; Replik S. 1).  

6.6 Mit diesen Ausführungen fehlt es an einer unabdingbaren Vorausset-

zung für die Erteilung eines einheitlichen Visums für den Schengen-Raum.   

7.   

Weiter liegen keine Dokumente vor, welche eine enge Beziehung zwischen 

der verstorbenen Z._______ und den Gesuchstellenden dokumentieren 

würden. Dies obwohl den Beschwerdeführenden bereits von einem Mitar-

beiter der Schweizerischen Botschaft mitgeteilt wurde, dass sie den be-

haupteten engen Kontakt zwischen den Geschwistern nachweisen sollten 

(SEM act. II 5/75 f.). Dementsprechend machte auch das SEM in seiner 

Verfügung vom 18.  November 2021 geltend, Belege oder Nachweise, wel-

che Aufschluss über die Beziehung geben würden, seien keine eingereicht 

worden; es bleibe unklar, wie eng das Verhältnis zwischen den Geschwis-

tern gewesen sei, da die Schwester bereits 2006 in die Schweiz eingereist 

sei (SEM act. II 10/114). Im vorliegenden Verfahren wurde lediglich auf re-

gelmässige Telefonanrufe verwiesen (Beschwerde S. 3, Replik S. 5). Eine 

enge Beziehung zwischen den Geschwistern wurde somit weder konkret 

dargelegt noch belegt. Weitere Ausführungen bezüglich der Erteilung eines 

Visums mit räumlich beschränkter Gültigkeit erübrigen sich damit (vgl. 

E. 4.5).   

8.  

Aus diesen Darlegungen folgt, dass die angefochtene Verfügung im Lichte 

von Art. 49 VwVG nicht zu beanstanden ist. 

9.  

Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten den Beschwerdefüh-

renden aufzuerlegen (vgl. Art. 63 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 1 ff. des Regle-

ments vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor 

dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

 

 

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Seite 13 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 1'000.- werden den Beschwerdeführenden  

auferlegt. Sie sind von dem in gleicher Höhe einbezahlten Kostenvor-

schuss gedeckt.  

3.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführenden und die Vorinstanz. 

 

 

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Regula Schenker Senn Susanne Stockmeyer 

 

 

 

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