# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e7428c23-3d8e-504c-a0df-3d2ebe1e1fd0
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-10-29
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 29.10.2010 D-7542/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-7542-2010_2010-10-29.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-7542/2010
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 9 .  O k t o b e r  2 0 1 0

Einzelrichter Thomas Wespi, 
mit Zustimmung von Richter Walter Lang;
Gerichtsschreiber Daniel Stadelmann.

A._______, geboren X._______,
Sierra Leone,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung (Dublin-
Verfahren); Verfügung des BFM vom 18. Oktober 2010 / 
N_______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-7542/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  der  Beschwerdeführer  am 10. August 2010  in  der  Schweiz  um 
Asyl nachsuchte,

dass  dem Beschwerdeführer  gestützt  auf  die  Tatsache,  dass  er  am 
16. Oktober 2008 in Italien registriert beziehungsweise daktyloskopiert 
worden war  und in  B._______ ein  Asylgesuch eingereicht  hatte,  am 
30. August 2010 anlässlich der Befragung im C._______ das rechtliche 
Gehör  zum bevorstehenden Nichteintretensentscheid,  zur  Zuständig-
keit  Italiens  für  das  Asylverfahren  und  zur  Wegweisung  nach  Italien 
gewährt wurde,

dass er dabei aussagte, er habe in Italien keine Wohnung und keine 
Arbeit,

dass das BFM gestützt auf den oben erwähnten EURODAC-Treffer am 
21. September 2010 an Italien ein Ersuchen um Übernahme des Be-
schwerdeführers stellte,

dass Italien bis zum Fristablauf am 6. Oktober 2010 keine Antwort auf  
das Ersuchen erteilte,

dass  das  BFM mit  Verfügung  vom 18.  Oktober  2010  –  eröffnet  am 
20. Oktober 2010 – in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. d des Asyl-
gesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31)  auf das Asylgesuch 
nicht eintrat und die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug 
anordnete,

dass  das  BFM  den  Beschwerdeführer  gleichzeitig  aufforderte,  die 
Schweiz spätestens am Tag nach Ablauf der Beschwerdefrist zu ver-
lassen, und festhielt, einer Beschwerde gegen diese Verfügung komme 
keine aufschiebende Wirkung zu,

dass  das  BFM  zur  Begründung  im  Wesentlichen  anführte,  der  Be-
schwerdeführer sei am 16. Oktober 2008 in Italien daktyloskopisch er -
fasst worden und habe in B._______ ein Asylgesuch gestellt,

dass Italien gestützt  auf  das Abkommen vom 26. Oktober  2004 zwi-
schen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Europäischen 
Gemeinschaft  über  die  Kriterien  und Verfahren zur  Bestimmung des 

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zuständigen Staates für die Prüfung eines in einem Mitgliedstaat oder 
in  der  Schweiz  gestellten  Asylantrags  (Dublin-Assoziierungsabkom-
men  [DAA,  SR  0.142.392.68])  und  auf  das  Übereinkommen  vom 
17. Dezember  2004  zwischen  der  Schweizerischen  Eidgenossen-
schaft,  der  Republik  Island  und dem Königreich  Norwegen über  die 
Umsetzung, Anwendung und Entwicklung des Schengen-Besitzstands 
und über die Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des zuständigen 
Staates für die Prüfung eines in der Schweiz, in Island oder in Norwe-
gen gestellten Asylantrags (Übereinkommen vom 17. Dezember 2004, 
SR 0.362.32) für die Durchführung des Asylverfahrens zuständig sei,

dass Italien den Antrag auf Übernahme des Beschwerdeführers nicht 
beantwortet  habe,  der  Termin  für  die  Stellungnahme am 6. Oktober 
2010 verfristet sei und das BFM deshalb davon ausgehe, dass Italien 
dem Gesuch zustimme,

dass sich die Aussagen des Beschwerdeführers im Rahmen des recht-
lichen Gehörs lediglich auf seine wirtschaftliche Lage in Italien bezie -
hen würden und diese somit kein Hindernis für den Vollzug der Weg-
weisung  nach  Italien  darstellten,  da  Italien  ein  Rechtsstaat  und  ge-
mäss Dublin-Abkommen zur Rückübernahme und zur Behandlung des 
entsprechenden Asylgesuchs verpflichtet sei,

dass auf das Asylgesuch somit nicht einzutreten sei,

dass der Wegweisungsvollzug durchführbar sei,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 22. Oktober 2010 gegen 
diesen  Entscheid  beim  Bundesverwaltungsgericht  eine  in  englischer 
Sprache  abgefasste  Formularbeschwerde  mit  handschriftlichen  –  in 
deutscher Sprache abgefassten – Ergänzungen erhob und dabei be-
antragte, die vorinstanzliche Verfügung sei aufzuheben, es sei ihm die 
Flüchtlingseigenschaft zuzuerkennen und Asyl zu gewähren,

dass weiter festzustellen sei, der Wegweisungsvollzug sei unzulässig, 
unzumutbar und unmöglich und er sei vorläufig aufzunehmen,

dass der  Beschwerdeführer  in  prozessualer  Hinsicht  um Gewährung 
der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 und 2 
des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungs-
verfahren (VwVG, SR 172.021) sowie um Verzicht auf die Erhebung ei-
nes Kostenvorschusses ersuchte,

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dass er  die  Behörden im Eventualantrag schliesslich  um Wiederher-
stellung der aufschiebenden Wirkung ersuchte,

dass er zur Begründung seiner Beschwerde sinngemäss ausführte, er 
wisse nicht, warum auf sein Asylgesuch nicht eingetreten werde, finde 
das "Dublin-System" eine absolute Katastrophe und wolle, dass sein 
Asylgesuch von den Behörden ernst genommen werde,

dass er nicht nach Italien zurückgehen wolle, da er dort – weil er kein  
Dach  über  dem Kopf  habe  –  auf  der  Strasse  schlafen  müsse,  kein 
Geld habe und verhungern werde,

dass Italien kein sicheres Drittland sei,

dass man ihn nicht in ein Drittland abschieben dürfe, wo er nicht ein -
mal seine Grundbedürfnisse decken könne,

dass er auf die Hilfe der Schweizerischen Asylbehörden hoffe, da ihm 
in Italien sicher nicht geholfen werde,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  mit  Zwischenverfügung  vom 
25. Oktober  2010  den  Vollzug  der  Wegweisung  gestützt  auf  Art.  56 
VwVG vorläufig aussetzte,

dass die vorinstanzlichen Akten am 26. Oktober 2010 beim Bundes-
verwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgül-
tig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM ent-
scheidet  (Art. 105  AsylG  i.V.m.  Art. 31-33  des  Verwaltungsgerichts-
gesetzes vom 17. Juni 2005  [VGG,  SR 173.32];  Art. 83  Bst.  d  Ziff.  1 
des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung beson-
ders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung be-
ziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 
Abs. 1 VwVG),

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dass die Beschwerde zumindest  nicht  ausschliesslich in einer Amts-
sprache des Bundes abgefasst ist (Art. 70 Abs. 1 der Bundesverfas-
sung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 [BV, 
SR 101]),

dass  auf  die  Ansetzung einer  Frist  zur  Beschwerdeverbesserung  in-
dessen verzichtet werden kann, da der teilweise in Englisch vorliegen-
den  Formularbeschwerde  genügend  klare  Rechtsbegehren  und  der 
eingereichten – in deutscher Sprache abgefassten – handschriftlichen 
Ergänzung  eine  diesbezüglich  rechtsgenügliche  Begründung  zu  ent-
nehmen sind,

dass somit auf die – abgesehen vom sprachlichen Mangel – frist- und 
formgerecht eingereichte Beschwerde einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 
AsylG und Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichtein-
tretensentscheid als unrechtmässig erachtet – einer selbständigen ma-
teriellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die 
Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Ent -
scheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurs-
kommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass nach dem Gesagten auf das Rechtsbegehren in Ziff. 2 der Be-
schwerde, soweit die Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft und die 
Gewährung von Asyl beantragt wird, nicht einzutreten ist,

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell  prüfte,  weshalb  dem  Bundesverwaltungsgericht  diesbezüglich 
grundsätzlich volle Kognition zukommt, wobei sich diese Fragen – na-
mentlich diejenigen hinsichtlich des Bestehens von Vollzugshindernis-

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sen (Durchführbarkeit der Überstellung an den zuständigen Staat) – in 
den Dublin-Verfahren bereits  vor  Erlass  des Nichteintretensentschei-
des stellen,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art.  111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asyl -
suchende in einen Drittstaat ausreisen können, welcher für die Durch-
führung  des  Asyl-  und  Wegweisungsverfahrens  staatsvertraglich  zu-
ständig ist (Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG),

dass aufgrund der Abklärungen des BFM bei  der EURODAC Daten-
bank  die  Asylgesuchseinreichung  des  Beschwerdeführers  in  Italien 
feststeht und er diese auch nicht bestreitet,

dass  somit  Italien  für  die  Prüfung  des  vom  Beschwerdeführer  am 
9. Mai  2010  in  der  Schweiz  eingereichten  Asylantrags  zuständig  ist 
(vgl. vorstehend  S. 3  DAA sowie  die  Bestimmungen der  Verordnung 
[EG] Nr. 343/2003 des Rates vom 18. Februar 2003 [Dublin-II-Verord-
nung] zur Festlegung von Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des 
Mitgliedstaats, der für die Prüfung eines von einem Drittstaatsangehö-
rigen in einem Mitgliedstaat gestellten Asylantrags zuständig ist, und 
die Verordnung [EG] Nr. 1560/2003 der Kommission vom 2. September 
2003  mit  Durchführungsbestimmungen  zur  Dublin-II-Verordnung  des 
Rates [DVO Dublin], insbes. Art. 10 Abs. 1 Dublin-II-Verordnung),

dass die italienischen Behörden das Ersuchen der Schweizer Behör-
den um Rückübernahme des Beschwerdeführers innert Frist nicht be-
antwortet  haben,  womit  die  Zuständigkeit  Italiens  gemäss  Dubliner 
Verfahrensregelung aufgrund der so genannten Verfristung definitiv ge-
worden ist (vgl. Art. 20 Abs. 1 Dublin-II-Verordnung),

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dass Asylsuchende in Italien zwar bei der Unterkunft, der Arbeit und 
dem Zugang zur medizinischen Infrastruktur gewissen Schwierigkeiten 
ausgesetzt sein können,

dass Italien aber sowohl  Signatarstaat  des Abkommens vom 28. Juli 
1951 über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge (FK,  SR 0.142.30)  als 
auch der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Men-
schenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) ist,

dass  keine  konkreten  Anhaltspunkte  vorliegen,  wonach  sich  Italien 
nicht  an  die  daraus  resultierenden  völkerrechtlichen  Verpflichtungen 
hält,

dass Dublin-Rückkehrende betreffend Unterbringung von den italieni-
schen Behörden bevorzugt  behandelt  werden und sich – neben den 
staatlichen  Strukturen  –  auch  zahlreiche  private  Hilfsorganisationen 
der Betreuung von Asylsuchenden und Flüchtlingen annehmen,

dass die  Organisation  "Arci  con Fraternità"  seit  dem 1. Januar  2009 
die Betreuung der Flüchtlinge im Flughafen Fiumicino (Rom) organi-
siert  und dort  den Asylsuchenden kostenlose Rechtsberatung anbie-
tet,

dass unter diesen Umständen keine konkreten Anhaltspunkte dafür er -
sichtlich  sind,  der  Beschwerdeführer  würde  im Falle  einer  Rückkehr 
nach Italien in eine existenzielle Notlage geraten,

dass in der Beschwerde nichts vorgebracht wird (siehe vorne), das zu 
einer anderen Einschätzung führen würde,

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG 
zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten 
ist,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat  (Art. 44  Abs. 1 AsylG),  vorliegend der  Kanton keine Aufenthalts-
bewilligung  erteilt  hat  und  zudem kein  Anspruch auf  Erteilung einer 
solchen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Weg-
weisung  im  Einklang  mit  den  gesetzlichen  Bestimmungen steht  und 
demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

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dass im Rahmen des Dublin-Verfahrens, bei dem es sich um ein Über-
stellungsverfahren in den für die Prüfung des Asylgesuches zuständi -
gen Staat  handelt,  systembedingt  kein  Raum bleibt  für  Ersatzmass-
nahmen im Sinne von Art. 44 Abs. 2 AsylG i.V.m. Art. 83 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen 
und Ausländer [AuG, SR 142.20]),

dass eine entsprechende Prüfung soweit  notwendig vielmehr  bereits 
im Rahmen des Dublin-Verfahrens stattfinden muss (vgl. vorgehende 
Erwägungen),

dass  in  diesem  Sinne  die  Vorinstanz  den  Vollzug  der  Wegweisung 
nach Italien zu Recht als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnete,

dass es sich erübrigt, auf die weiteren Vorbringen in der Beschwerde 
einzugehen,  da diese  an  der  Würdigung  des  vorliegenden  Sachver-
halts nichts zu ändern vermögen,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, soweit auf diese einzutreten ist,

dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im 
Sinne von Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG abzuweisen ist, da die Begehren 
– wie sich aus den vorliegenden Erwägungen ergibt – als aussichtslos 
zu bezeichnen sind, weshalb die kumulativen Voraussetzungen für die 
Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege nicht erfüllt sind,

dass mit dem direkten Entscheid in der Hauptsache die Verfahrensan-
träge um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses und die 
Wiederherstellung  der  aufschiebenden  Wirkung  gegenstandslos  ge-
worden sind,

dass  bei  diesem Ausgang  die  Kosten  des  Verfahrens  von  Fr. 600.-- 
(Art. 16 Abs. 1 Bst. a VGG i.V.m. Art. 1-3 des Reglements vom 21. Fe-
bruar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesver-
waltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzu-
erlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG).

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege gemäss 
Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG wird abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.-- werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)
- das BFM,  Abteilung Aufenthalt,  mit  den Akten Ref.-Nr. N_______ 

(per Kurier; in Kopie)
- das Amt für Migration des Kantons Luzern ad LU 312 443 (in Kopie)

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Thomas Wespi Daniel Stadelmann

Versand:

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