# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9fbfb811-7015-5c07-8e94-fcd47740c568
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2010-08-24
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 24.08.2010 B 2010/126
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2010-126_2010-08-24.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2010/126

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 24.08.2010

Entscheiddatum: 24.08.2010

Urteil des Verwaltungsgerichts vom 24. Augsut 2010
Ausländerrecht, Art. 62 lit. b AuG (SR 142.20). Rechtmässigkeit des Widerrufs 
der Aufenthaltsbewilligung eines 1985 geborenen, seit 1990 in der Schweiz 
lebenden Staatsangehörigen aus Mazedonien, der wegen verschiedener 
Delikte zu Freiheitsstrafen von insgesamt 20 Monaten und vier Wochen 
verurteilt wurde (Verwaltungsgericht, B 2010/126)

Anwesend: Präsident Prof. Dr. U. Cavelti; Verwaltungsrichter lic. iur. A. Linder, 

Dr. B. Heer, lic. iur. A. Rufener, Dr. S. Bietenharder-Künzle; Gerichtsschreiber lic. iur. 

Th. Vögeli

_______________

 

In Sachen

M. R., 

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. S.

gegen

 

Sicherheits- und Justizdepartement des Kantons St. Gallen,Moosbruggstrasse 11, 

9001 St. Gallen,

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Vorinstanz,

 

betreffend

Widerruf der Aufenthaltsbewilligung

 

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:

A./ M. R., geb. 1985, ist Staatsangehöriger von Mazedonien. Er gelangte am 21. 

Oktober 1990 im Rahmen des Familiennachzugs in die Schweiz und erhielt in der Folge 

eine ordentliche Aufenthaltsbewilligung.

Zwischen 2003 und 2009 wurde M. R. wiederholt straffällig und wegen zahlreicher 

verschiedener Delikte zu Bussen, Geldstrafen und Freiheitsstrafen verurteilt.

Gemäss Betreibungsregisterauszug vom 13. November 2009 ist M. R. beim 

Betreibungsamt S. mit laufenden Betreibungen von Fr. 14'840.80 und mit zwölf 

Verlustscheinen von insgesamt Fr. 23'010.-- verzeichnet.

Das Ausländeramt verwarnte M. R. mehrfach. Eine erste Verwarnung, verbunden mit 

der Androhung, dass die Aufenthaltsbewilligung widerrufen würde, sollte er sich künftig 

nicht in jeder Beziehung klaglos verhalten, erfolgte am 11. Februar 2004. Am 5. 

Oktober 2007 verwarnte das Ausländeramt M. R. erneut und verlängerte ihm die 

Aufenthaltsbewilligung nur noch auf Zusehen und Wohlverhalten hin. Er wurde 

wiederum ausdrücklich zu einem künftig in jeder Beziehung klaglosen Verhalten 

angehalten, ansonsten er mit einer Nichtverlängerung bzw. dem Widerruf der 

Aufenthaltsbewilligung rechnen müsse. Mit Verfügung vom 23. Oktober 2008 wies das 

Ausländeramt das Gesuch von M. R. um Erteilung einer Niederlassungsbewilligung ab, 

verlängerte aber die Aufenthaltsbewilligung um ein weiteres Jahr. Am 29. September 

2009 wurde die Aufenthaltsbewilligung erneut nur auf Zusehen und Wohlverhalten hin 

um ein weiteres Jahr verlängert unter der Bedingung, dass M. R. keine weiteren 

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Straftaten begehe, seine Schulden tilge, keine neuen Schulden verursache und seinen 

finanziellen Verpflichtungen ordnungsgemäss nachkomme. Nach einer erneuten 

Verurteilung im November 2009 teilte das Ausländeramt M. R. mit Schreiben vom 18. 

Januar 2010 schliesslich seine Absicht mit, die Aufenthaltsbewilligung zu widerrufen, 

und gab ihm Gelegenheit zur Stellungnahme. Davon machte M. R. mit Eingabe vom 

1. März 2010 Gebrauch.

Mit Verfügung vom 15. März 2010 widerrief das Ausländeramt die 

Aufenthaltsbewilligung von M. R. und wies diesen an, die Schweiz bis spätestens 31. 

Mai 2010 zu verlassen. Zur Begründung führte es an, M. R. habe zu schweren Klagen 

Anlass gegeben. Sein Verschulden wiege aus fremdenpolizeilicher Sicht schwer. Das 

öffentliche Interesse an seiner Fernhaltung überwiege sein privates Interesse, in der 

Schweiz bleiben zu können.

B./ Gegen die Verfügung des Ausländeramts erhob M. R. durch seinen Rechtsvertreter 

mit Eingabe vom 30. März 2010 Rekurs, der vom Sicherheits- und Justizdepartement 

mit Entscheid vom 10. Mai 2010 abgewiesen wurde.

C./ Mit Eingabe seines Rechtsvertreters vom 25. Mai 2010 erhob M. R. Beschwerde 

beim Verwaltungsgericht mit dem Antrag, der Entscheid vom 10. Mai 2010 sei 

aufzuheben und die Aufenthaltsbewilligung um ein weiteres Jahr zu verlängern, und 

infolge Mittellosigkeit sei ihm für das Beschwerdeverfahren die unentgeltliche 

Prozessführung sowie die unentgeltliche Rechtsverbeiständung zu gewähren, alles 

unter Kosten- und Entschädigungsfolgen. Zur Begründung wird im wesentlichen 

vorgebracht, M. R. sei lediglich zu Freiheitsstrafen von siebzehn Monaten und vier 

Wochen verurteilt worden, welche die Voraussetzungen nach Art. 62 lit. b des 

Bundesgesetzes über die Ausländerinnen und Ausländer (SR 142.20, abgekürzt AuG) 

nicht erfüllten. Ebenfalls nicht zutreffend sei, dass – wie die Vorinstanz angenommen 

habe – sowohl die Voraussetzungen von Art. 63 lit. d AuG (recte: Art. 62 lit. d AuG) als 

auch von Art. 62 lit. c AuG erfüllt seien. Zudem sei der Widerruf der 

Aufenthaltsbewilligung unverhältnismässig. Auf die weiteren Vorbringen wird, soweit 

wesentlich, in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.

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Die Vorinstanz beantragte in ihrer Vernehmlassung vom 27. Mai 2010 unter Verweis auf 

die Erwägungen im angefochtenen Entscheid die kostenfällige Abweisung der 

Beschwerde.

Mit Verfügung vom 31. Mai 2010 verweigerte der Präsident des Verwaltungsgerichts 

die unentgeltliche Prozessführung wegen Aussichtslosigkeit des Rechtsmittels und 

forderte M. R. zur Leistung eines Kostenvorschusses von Fr. 2'000.-- auf. Ferner teilt er 

ihm mit, dass kein weiterer Schriftenwechsel stattfinden werde. M. R. leistete den 

Kostenvorschuss innert erstreckter Frist.

Darüber wird in Erwägung gezogen:

1. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59bis Abs. 1 

des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt VRP). Der 

Beschwerdeführer ist zur Ergreifung des Rechtsmittels legitimiert (Art. 64 Abs. 1 in 

Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Die Beschwerdeeingabe vom 25. Mai 2010 

entspricht zeitlich, formal und inhaltlich den gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 Abs. 1 

in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 VRP). Auf die Beschwerde ist 

einzutreten.

2. Nach Art. 62 AuG kann die zuständige Behörde die Aufenthaltsbewilligung unter 

anderem dann widerrufen, wenn der Ausländer zu einer längerfristigen Freiheitsstrafe 

verurteilt wurde oder gegen ihn eine strafrechtliche Massnahme im Sinne von Art. 64 

oder Art. 61 des Strafgesetzbuches angeordnet wurde (lit. b). Ausserdem kann die 

Aufenthaltsbewilligung widerrufen werden, wenn der Ausländer erheblich und 

wiederholt gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung in der Schweiz oder im 

Ausland verstossen hat oder diese gefährdet (lit. c) sowie wenn er eine mit der 

Verfügung verbundene Bedingung nicht einhält (lit. d).

2.1. Die Vorinstanz stützte ihren Entscheid unter anderem auf Art. 62 lit. b AuG. 

Freiheitsstrafen von mehr als einem Jahr gelten nach der Rechtsprechung des 

Bundesgerichts als längere Freiheitsstrafen im Sinne dieser Bestimmung und bilden 

einen Grund für den Widerruf der Aufenthaltsbewilligung (BGE 135 II 377 vom 25. 

September 2009, E. 4.2; vgl. auch VerwGE B 2008/199 vom 9. Juli 2009, in: 

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www.gerichte.sg.ch). Der Beschwerdeführer wurde seit 2003 wiederholt straffällig. 

Unter anderem wurde er am 16. September 2003 wegen Angriffs zu einer bedingten 

Gefängnisstrafe von vier Wochen verurteilt. Am 7. September 2004 folgte eine 

Verurteilung wegen mehrfachen Diebstahls zu einer Gefängnisstrafe von einem Monat, 

verbunden mit einer Busse von Fr. 200.--. Mit Entscheid des Kreisgerichts 

Werdenberg-Sargans vom 4. Juli 2007 wurde der Beschwerdeführer wegen schwerer 

Körperverletzung, mehrfacher Verletzung der Verkehrsregeln sowie mehrfacher 

Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz zu einer Freiheitsstrafe von zwölf 

Monaten und einer Busse von Fr. 1'500.-- verurteilt. Am 2. November 2009 folgte eine 

weitere Verurteilung durch das Fürstliche Landgericht Liechtenstein wegen schwerer 

Körperverletzung zu einer Freiheitsstrafe von sieben Monaten, wovon drei Monate in 

eine Geldstrafe von 180 Tagessätzen umgewandelt wurden. Auch wenn keine der 

Freiheitsstrafen über einem Jahr liegt, ergibt sich insgesamt doch eine Dauer von 

zwanzig Monaten und vier Wochen. Unbehelflich ist der Einwand des 

Beschwerdeführers, es handle sich vorliegend nur um Freiheitsstrafen von insgesamt 

siebzehn Monaten und vier Wochen. Selbst wenn die drei Monate, welche das 

Fürstliche Landgericht in eine Geldstrafe von 180 Tagessätzen umgewandelt hat, nicht 

berücksichtigt werden, würde die gesamte Strafdauer deutlich über einem Jahr liegen. 

Der Widerrufsgrund nach Art. 62 lit. b AuG ist beim Beschwerdeführer somit erfüllt.

Soweit der Beschwerdeführer auf die Ausführungen des Bundesgerichts zur 

sogenannten "Zweijahresregel" verweist und daraus ableitet, dass ein Widerruf der 

Aufenthaltsbewilligung gestützt auf Art. 62 lit. b AuG nicht bereits bei einer 

Freiheitsstrafe von zwölf, sondern in der Regel erst bei 24 Monaten erfolgen muss, 

erweisen sich seine Vorbringen als unzutreffend. Die genannte Rechtsprechung bezieht 

sich auf die sogenannte Reneja-Praxis, wonach einem mit einer Schweizer Bürgerin 

verheirateten Ausländer, der erstmals oder nach bloss kurzer Aufenthaltsdauer um die 

Erneuerung seiner Bewilligung ersucht, im Falle einer Verurteilung zu einer 

Freiheitsstrafe von zwei Jahren in der Regel selbst dann kein Aufenthaltstitel mehr zu 

erteilen ist, wenn der schweizerischen Ehepartnerin die Ausreise nicht oder nur schwer 

zuzumuten ist (vgl. BGE 135 II 377, E. 4.4). Für den vorliegenden Fall ist diese 

Rechtsprechung offensichtlich nicht relevant.

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2.2. Obwohl bereits die strafrechtlichen Verurteilungen an sich den Widerruf der 

Aufenthaltsbewilligung zu rechtfertigen vermögen, erwog die Vorinstanz im weiteren, 

dass auch der Widerrufsgrund nach Art. 62 lit. c AuG bestehe. Ein Verstoss gegen die 

öffentliche Sicherheit und Ordnung im Sinne von Art. 62 lit. c AuG liegt nach Art. 80 

Abs. 1 der Verordnung über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit (SR 142.201, 

abgekürzt VZAE) unter anderem vor bei einer Missachtung von gesetzlichen 

Vorschriften und behördlichen Verfügungen (lit. a) und bei mutwilliger Nichterfüllung der 

öffentlich- oder privatrechtlichen Verpflichtungen (lit. b). Eine Gefährdung der 

öffentlichen Sicherheit und Ordnung ist anzunehmen, wenn konkrete Anhaltspunkte 

dafür bestehen, dass der Aufenthalt des Ausländers in der Schweiz mit erheblicher 

Wahrscheinlichkeit zu einem Verstoss gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung 

führt (Art. 80 Abs. 2 VZAE). Die offene Formulierung von Art. 80 Abs. 1 lit. a VZAE bringt 

zum Ausdruck, dass auch die Summierung von Verstössen, die für sich genommen 

einen Widerruf nicht rechtfertigen, Grund für einen Bewilligungsentzug sein kann, wenn 

der Ausländer mit seinem Verhalten zeigt, dass er sich aufgrund seiner fehlenden 

Integrationsfähigkeit und –bereitschaft auch zukünftig nicht in die geltende 

Rechtsordnung einordnen wird. Dies kann sich unter anderem durch gehäufte 

Verurteilungen zu geringfügigeren Freiheits- oder Geldstrafen äussern. In solchen 

Fällen kann deshalb ein gewichtiges öffentliches Interesse an der Entfernung und 

Fernhaltung des Ausländers bestehen (Zünd/Arquint Hill, in: Uebersax/Rudin/Hugi Yar/

Geiser [Hrsg.], Ausländerrecht, 2. Aufl., Basel 2009, Rz. 8.29; Weisungen und 

Kreisschreiben des Bundesamts für Migration, I. Ausländerbereich, Ziff. 8.2.1.5.1, 

Version 1.7.09, S. 9 f.; BGE 2C_793/2008 vom 27. März 2009 E. 2.1).

Der Beschwerdeführer hat seit 2003 regelmässig delinquiert, wobei es sich in der 

Mehrzahl der Fälle um Gewaltdelikte handelte, und er ist deswegen zu zahlreichen 

Bussen, Geldstrafen und Freiheitsstrafen verurteilt worden – letztmals im November 

2009. Sowohl die wiederholten Verwarnungen des Ausländeramtes als auch die 

Verweigerung der Niederlassungsbewilligung am 23. Oktober 2008 blieben ohne 

Wirkung auf den Beschwerdeführer oder hielten ihn von weiteren Straftaten ab.

Der Beschwerdeführer bringt diesbezüglich vor, die Vorinstanz habe ihre Beurteilung in 

bezug auf Art. 62 lit. c AuG im wesentlichen mit den Schulden, für welche er betrieben 

worden sei, und den Krankenkassenprämien, welche er nicht bezahlt habe, begründet. 

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Diesbezüglich wendet er ein, dass die Betreibungen vor allem im Zusammenhang mit 

den Alimentenbevorschussungen für das Kind A. stünden, von welchem er – wie sich 

mittlerweile herausgestellt habe – nicht der leibliche Vater sei. Wäre er diesbezüglich 

nicht zu Unrecht betrieben worden, hätte er seine Schulden, seit er fest angestellt sei, 

ohne weiteres bezahlen können. Ferner macht der Beschwerdeführer geltend, er habe 

bis Ende 2008 auch seine Eltern finanziell unterstützen müssen, da deren Einkommen 

bei weitem nicht für die Deckung der Lebenshaltungskosten ausgereicht habe.

Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers hat die Vorinstanz ihrer Beurteilung in 

bezug auf den Widerrufsgrund nach Art. 62 lit. c AuG nicht etwa nur dessen Schulden 

zugrunde gelegt, sondern sein gesamtes Verhalten über die vergangenen Jahre 

gewürdigt. Selbst unter Berücksichtigung der Tatsache, dass der Beschwerdeführer 

nicht der leibliche Vater von A. ist, für deren Unterhalt er unter anderem betrieben 

wurde, hat er mit seinem übrigen Verhalten mehrfach zum Ausdruck gebracht, dass er 

nicht gewillt bzw. nicht fähig ist, sich an die geltende Ordnung zu halten. Ebensowenig 

kann der Beschwerdeführer aus dem Umstand, dass er seine Eltern nach eigenen 

Angaben finanziell unterstützt hat - was er übrigens in keiner Weise belegt -, etwas zu 

seinen Gunsten ableiten. Somit ist die Vorinstanz zu Recht davon ausgegangen, dass 

auch der Widerrufsgrund nach Art. 62 lit. c AuG beim Beschwerdeführer erfüllt ist.

2.3. Sodann erachtete die Vorinstanz auch den Widerrufsgrund nach Art. 62 lit. d AuG 

als erfüllt. Gemäss Art. 33 Abs. 2 AuG erfolgt die Erteilung der Aufenthaltsbewilligung 

für einen bestimmten Aufenthaltszweck und kann mit weiteren Bedingungen verbunden 

werden (Abs. 2). Hält die Ausländerin oder der Ausländer eine derart mit der Verfügung 

verbundene Bedingung nicht ein, kann die Aufenthaltsbewilligung widerrufen werden 

(Art. 62 lit. d AuG)

Der Beschwerdeführer stellt sich auf den Standpunkt, dass das Ausländeramt 

anlässlich der Verlängerung seiner Aufenthaltsbewilligung am 29. September 2009 

bereits Kenntnis von der Strafanzeige gegen ihn bei der zuständigen 

Staatsanwaltschaft des Fürstentums Liechtenstein hatte und gestützt auf die 

Untersuchungsakten mit grosser Wahrscheinlichkeit davon ausgehen musste, dass es 

zu einer Verurteilung kommen werde. Aus diesem Grund könne kein Widerrufsgrund 

nach Art. 62 lit. d AuG vorliegen, da gegebenenfalls zu erwarten gewesen wäre, dass 

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das Ausländeramt zuerst den Strafbescheid des zuständigen Gerichtes abgewartet und 

erst dann über die Verlängerung entschieden hätte.

Mit Gesuch vom 24. September 2009 beantragte der Beschwerdeführer die 

Verlängerung seiner bis zum 1. Oktober 2009 gültigen Aufenthaltsbewilligung. Das 

Ausländeramt entsprach dem Ersuchen des Beschwerdeführers und verlängerte die 

Aufenthaltsbewilligung um ein weiteres Jahr bis zum 1. Oktober 2010. Die 

Verlängerung wurde indes ausdrücklich nur unter der Bedingung gewährt, dass der 

Beschwerdeführer seine Schulden tilgen, keine neuen Schulden verursachen sowie 

seinen finanziellen Verpflichtungen nachkommen würde. Im weiteren verlangte das 

Ausländeramt, dass es zu keinen weiteren strafrechtlichen Verurteilungen kommen und 

dass sich der Beschwerdeführer wohlverhalten würde. Es ist richtig, dass das 

Ausländeramt zu diesem Zeitpunkt bereits Kenntnis von der Strafanzeige bei der 

zuständigen Staatsanwaltschaft im Fürstentum Liechtenstein hatte und dass der 

Beschwerdeführer aufgrund der Aktenlage als dringend tatverdächtig erschien. Dessen 

ungeachtet war das Ausländeramt jedoch nicht gehalten, einen Strafbescheid des 

zuständigen Gerichts abzuwarten, sondern es durfte die Aufenthaltsbewilligung erteilen 

und mit den genannten Bedingungen verknüpfen. Dies muss umso mehr gelten, als 

das Ausländeramt keine Kenntnis über den weiteren Gang und die Dauer des 

Verfahrens im Fürstentum Liechtenstein hatte und der Beschwerdeführer bis zu einer 

rechtskräftigen Verurteilung als unschuldig zu betrachten war. Da das Ausländeramt 

ferner nicht einfach davon ausgehen durfte, dass der Beschwerdeführer ein allenfalls 

zu seinen Ungunsten ausfallendes Urteil nicht anfechten würde, war nicht 

auszuschliessen, dass bis zu seiner rechtskräftigen Verurteilung gar mehr als ein Jahr 

verstreichen würde. Im übrigen ist darauf hinzuweisen, dass der Beschwerdeführer 

auch nach der Verlängerung seiner Aufenthaltsbewilligung am 29. September 2009 

weiterhin seine Krankenkassenprämien nicht bezahlte, weshalb er ungeachtet der 

strafrechtlichen Verurteilung im Fürstentum Liechtenstein die Bedingungen der 

Bewilligungserteilung verletzt hat. Die Vorinstanz ist deshalb zu Recht davon 

ausgegangen, dass auch der Widerrufsgrund gemäss Art. 62 lit. d AuG besteht.

2.4. Art. 62 AuG gewährt der zuständigen Behörde beim Entscheid über den Widerruf 

der Aufenthaltsbewilligung einen Ermessensspielraum. Der Tatbestand ist als "Kann-

Bestimmung" formuliert. Das Gesetz schreibt nicht zwingend den Widerruf der 

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Aufenthaltsbewilligung vor, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind, 

sondern erlaubt der zuständigen Behörde das Treffen einer sachgemässen 

Entscheidung im Einzelfall. Das Verwaltungsgericht hat diesen Spielraum zu 

respektieren und sich nach Art. 61 Abs. 1 VRP auf die Rechtskontrolle zu beschränken 

(Cavelti/Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen, St. Gallen 2003, Rz. 

739 f.). Bei der Ermessensausübung hat die zuständige Behörde gemäss Art. 96 Abs. 1 

AuG die öffentlichen Interessen und die persönlichen Verhältnisse sowie den Grad der 

Integration des Ausländers zu berücksichtigen, wobei namentlich die Schwere des 

Verschuldens, die Dauer der Anwesenheit in der Schweiz sowie die dem Ausländer und 

seiner Familie drohenden Nachteile ins Gewicht fallen (Weisungen des Bundesamts für 

Migration, a.a.O., Ziff. 8.2.1.5). Dabei sind umso strengere Anforderungen an den 

Widerruf einer Aufenthaltsbewilligung bzw. an eine Wegweisung zu stellen, je länger ein 

Ausländer in der Schweiz anwesend war. Es ist aber in Betracht zu ziehen, dass der 

Widerruf der Aufenthaltsbewilligung und die Wegweisung selbst gegenüber Ausländern 

der zweiten Generation, welche ihr gesamtes Leben in der Schweiz verbracht haben, 

grundsätzlich zulässig ist (Weisungen des Bundesamts für Migration, a.a.O., Ziff. 

8.2.1.5.1. mit Hinweis auf BGE 130 II 190 vom 7. April 2004, E. 4.4.2). Nach der Praxis 

des Bundesgerichts ist eine Wegweisung im übrigen umso eher zulässig, wenn der 

Ausländer selbst nach längerer Anwesenheit in der Schweiz sich nicht oder nur wenig 

integriert hat, hauptsächlich mit Landsleuten zusammen ist, enge Beziehungen zu 

seinem Heimatland pflegt sowie dessen Sprache spricht (vgl. BGE 2A.540/2001 vom 

4. März 2002, E. 2b).

2.5. In strafrechtlicher Hinsicht ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer wiederholt 

delinquierte und mehrfach bestraft wurde. Erstmals als Volljähriger wurde er im Jahre 

2003 verurteilt. Damals bestrafte ihn die Staatsanwaltschaft St. Gallen wegen Angriffs 

mit einer bedingten Gefängnisstrafe von vier Wochen unter Ansetzung einer Probezeit 

von drei Jahren. Der Verurteilung lag ein Angriff auf einen Skinhead durch eine Gruppe 

von Ausländern zugrunde. Das Opfer wurde mit meterlangen Holzstücken 

zusammengeschlagen, und es wurden ihm dabei vier Finger gebrochen. Am 7. 

September 2004 folgte eine Verurteilung wegen mehrfachen Diebstahls zu einer 

bedingten Gefängnisstrafe von einem Monat, verbunden mit einer Busse von Fr. 200.-- 

unter erneuter Ansetzung einer Probezeit von drei Jahren. Der Beschwerdeführer hatte, 

nicht einmal zwei Monate nach der Verwarnung durch das Ausländeramt am 11. 

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Februar 2004 und der Androhung des Widerrufs der Aufenthaltsbewilligung, zusammen 

mit zwei Mittätern aus zahlreichen Personenwagen diverse Gegenstände entwendet. 

Mit Entscheid vom 4. Juli 2007 wurde er wegen schwerer Körperverletzung, 

mehrfacher Verletzung der Verkehrsregeln sowie mehrfacher Widerhandlung gegen das 

Betäubungsmittelgesetz zu einer Freiheitsstrafe von zwölf Monaten und einer Busse 

von Fr. 1'500.-- verurteilt. Wiederum wurde ihm eine Probezeit von drei Jahren 

angesetzt. Das Kreisgericht führte in seinem Urteil aus, es stehe fest, dass der 

Beschwerdeführer am 31. März 2005 das damals wenige Monate alte Kind A. 

geschüttelt habe. Als Folge des Schüttelns erlitt das Mädchen eine schwere Schädel-

Hirnverletzung. Die behandelnde Ärztin stellte rund eineinhalb Jahre später fest, dass 

unklar sei, ob mit einer bleibenden Schädigung gerechnet werden müsse. Die im 

selben Entscheid ausgesprochene Verurteilung wegen mehrfacher 

Verkehrsregelverletzung erfolgte wegen Nichtbeachtung eines Verbotsschildes, 

Überschreitung der maximal zulässigen Höchstgeschwindigkeit innerorts um rechtlich 

relevante 16 km/h, nicht an die Verhältnisse angepasste Fahrweise sowie wegen 

mehrfachen Führens eines Motorfahrzeuges ohne Führerausweis. Das Kreisgericht 

erachtete das Verschulden des Beschwerdeführers hinsichtlich der dem Kind 

zugefügten schweren Körperverletzung als schwer. Ebenfalls nicht zu verharmlosen 

seien die Verstösse gegen das Strassenverkehrsgesetz. Mit Bussenverfügung vom 31. 

Dezember 2008 wurde der Beschwerdeführer wegen Widerhandlung gegen das 

Transportgesetzmit Fr. 60.-- gebüsst. Am 2. November 2009 folgte eine weitere 

Verurteilung durch das Fürstliche Landgericht Liechtenstein wegen schwerer 

Körperverletzung zu einer Freiheitsstrafe von sieben Monaten, wovon drei Monate in 

eine Geldstrafe von 180 Tagessätzen umgewandelt wurden. Der Beschwerdeführer 

hatte erneut während noch laufender Probezeit und, nachdem er durch das 

Ausländeramt am 5. Oktober 2007 zum zweiten Mal verwarnt und ihm der Widerruf der 

Aufenthaltsbewilligung angedroht worden war, delinquiert. Gemäss dem Urteil des 

Fürstlichen Landgerichts hatte der Beschwerdeführer am 18. Januar 2009 eine andere 

Person mit einem Faustschlag in deren rechte Gesichtshälfte und mindestens zwei 

Fusstritten gegen deren Brustbereich vorsätzlich schwer verletzt. 

Der Beschwerdeführer macht geltend, dass es sich bei den früheren Delikten, mit 

Ausnahme der schweren Körperverletzung, um Jugendsünden handle. Er sei damals in 

schlechte Gesellschaft geraten und habe in der Folge mit seinen Kollegen mehrere 

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strafbare Handlungen begangen. Sein Verschulden könne deshalb höchstens als 

mittelschwer bezeichnet werden. Des weiteren liege die letzte strafbare Handlung mehr 

als sechzehn Monate zurück und er habe eingesehen, dass er sich nichts mehr 

zuschulden kommen lassen dürfe, weshalb ihm eine gute Prognose gestellt werden 

könne. Das Verwaltungsgericht kann sich dieser Beurteilung nicht anschliessen. Zwar 

ist richtig, dass der Beschwerdeführer zum Zeitpunkt der ersten Delikte zwischen 18 

und 21 Jahre alt war. Nichtsdestotrotz vermag dies die Schwere seines Verschuldens 

angesichts seiner wiederholten, auch nach dem 21. Lebensjahr fortgesetzten 

Delinquenz nicht zu mildern. Nebst der hohen Anzahl der verübten Straftaten fällt dabei 

insbesondere ins Gewicht, dass den Verurteilungen, mit Ausnahme des mehrfachen 

Diebstahls im Jahre 2004, durchwegs Gewaltdelikte zugrunde lagen. Erschwerend 

kommt hinzu, dass der Beschwerdeführer trotz laufender Probezeiten delinquierte und 

dass er sich auch von den wiederholten Verwarnungen durch das Ausländeramt nicht 

beeindrucken liess. Vor diesem Hintergrund und angesichts der Freiheitsstrafe von 

insgesamt zwanzig Monaten und vier Wochen muss das öffentliche Interesse am 

Widerruf der Aufenthaltsbewilligung des Beschwerdeführers als hoch eingestuft 

werden. Zwar wurde der Beschwerdeführer seit nunmehr sechzehn Monaten nicht 

mehr verurteilt. Gleichwohl gab er aber in bezug auf die ordnungsgemässe Erfüllung 

seiner finanziellen Verpflichtungen nach wie vor Anlass zu Beanstandungen. Aufgrund 

des gesamten bisherigen Verhaltens, insbesondere seiner ausgeprägten und 

wiederholten Gewalttätigkeit, kann ihm in bezug auf das künftige Wohlverhalten keine 

günstige Prognose gestellt werden.

2.6. Fest steht, dass der Beschwerdeführer bereits seit 1990 und damit seit rund 

zwanzig Jahren in der Schweiz ansässig ist. Er ist als Fünfjähriger im Rahmen des 

Familiennachzugs in die Schweiz eingereist. Die lange Aufenthaltsdauer ist 

unbestrittenermassen zu seinen Gunsten zu berücksichtigen. Dem steht jedoch 

gegenüber, dass er bereits als Jugendlicher im Jahre 2001 straffällig geworden ist und 

seit 2003 als junger Erwachsener regelmässig delinquierte. Bis im Sommer 2008 war er 

zudem wiederholt arbeitslos und arbeitete unregelmässig und lediglich temporär bei 

verschiedenen Firmen. Zugunsten des Beschwerdeführers kann dagegen 

berücksichtigt werden, dass er seit Juli 2008 bei der Firma T. in einer Festanstellung als 

Schleifer/Maschinenbediener arbeitet und sein Arbeitgeber ihm ein gutes Zeugnis 

ausstellt. Unter wirtschaftlichen bzw. arbeitsmarktlichen Aspekten liegen aufgrund der 

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Tätigkeit des Beschwerdeführers dennoch keine zwingenden Gründe vor, die gegen 

einen Widerruf der Aufenthaltsbewilligung sprechen.

Der Beschwerdeführer bringt weiter vor, dass - mit Ausnahme eines Bruders, der in 

Italien lebt – seine gesamte Familie in der Schweiz lebe. In Mazedonien habe er nur 

noch einen Onkel mütterlicherseits, zu dem er keinen Kontakt habe. Die weiteren 

Verwandten würden im Ausland leben. In der Schweiz habe er fast sein ganzes Leben 

verbracht, den Kindergarten und die obligatorische Schule besucht und verfüge über 

einen grossen Kolleginnen- und Kollegenkreis, wobei der grösste Teil davon 

Schweizerinnen und Schweizer seien. In Mazedonien habe er keine Kolleginnen und 

Kollegen. Er habe somit kein soziales Netz, das ihn auffangen könnte, falls er in sein 

Heimatland zurückkehren müsste. Ferner hätte er auch keine bewohnbare Bleibe in 

Mazedonien. Seine Eltern würden zwar ein altes Haus in einem abgelegenen Dorf 

besitzen, dieses sei aber nicht bewohnbar. Ausserdem habe er keine Beziehung zu 

seinem Heimatland, da er nur unregelmässig dort gewesen sei, und wenn, dann sei das 

jeweils nur ferienhalber gewesen und für nicht mehr als zwei Wochen pro Jahr.

Der volljährige Beschwerdeführer hat keine besonders nahe und enge Beziehung zu 

seinen Eltern und seinen in der Schweiz lebenden Geschwistern, die über die normalen 

familiären Bande hinausgeht. Während das Bestehen solcher Beziehungen für die 

Kernfamilie, d.h. Eltern und ihre minderjährigen Kinder, vermutet wird, ist sie für den 

erweiterten Familienkreis besonders nachzuweisen (vgl. Achermann/Caroni, in: 

Uebersax/Rudin/Hugi Yar/Geiser, a.a.O., Rz. 6.27). Dies hat der Beschwerdeführer 

offensichtlich nicht getan. Er kann sich daher nicht auf das Recht auf Privat- und 

Familienleben berufen. Aufgrund der Akten ist ferner nicht ersichtlich, dass er enge 

Kontakte mit Schweizerinnen und Schweizern pflegt. Fest steht hingegen, dass er 

sowohl den Angriff im Jahre 2003 als auch den mehrfachen Diebstahl im Jahre 2004 

gemeinsam mit Personen aus dem ehemaligen Jugoslawien begangen hat. Zudem war 

er auch am 18. Januar 2009, als er sich erneut einer schweren Körperverletzung 

schuldig machte, mit Kolleginnen und Kollegen aus dem ehemaligen Jugoslawien 

unterwegs.

Aus dem Gesagten ergibt sich, dass der Beschwerdeführer in der Schweiz trotz seines 

langen Aufenthalts schlecht integriert ist. Dem ledigen und – wie sich mittlerweile 

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herausgestellt hat – kinderlosen Beschwerdeführer ist es somit zumutbar, die Schweiz 

zu verlassen und in sein Heimatland zurückzukehren, wo er die ersten Jahre 

aufgewachsen ist und welches ihm aufgrund seiner regelmässigen Aufenthalte dort 

nicht unbekannt ist. Als jungem Erwachsenen, der über keine familiären 

Verpflichtungen verfügt, erwachsen dem Beschwerdeführer keine übermässigen 

Schwierigkeiten durch die Rückkehr in sein Heimatland. Er ist diesbezüglich in einer 

ähnlichen Situation wie zahlreiche seiner Landsleute, die nach einem langen, mehrere 

Jahre dauernden Aufenthalt in der Schweiz zwangsweise in ihr Heimatland 

zurückkehren müssen. Zudem lebt nach wie vor ein Onkel des Beschwerdeführers, mit 

dem er wieder Kontakt aufnehmen kann und der ihm allenfalls über die ersten 

Schwierigkeiten hinweghelfen könnte, in Mazedonien. Des weiteren besteht offenbar 

auch Grundeigentum seiner Eltern. Selbst wenn das Haus in dem vom 

Beschwerdeführer behaupteten schlechten Zustand ist, bestehen somit genügend 

Anknüpfungspunkte, die ihm die Rückkehr in sein Heimatland erleichtern werden.

2.7. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass sich aus den Vorbringen des 

Beschwerdeführers und den Akten keine Hinweise ergeben, dass die Vorinstanz mit 

ihrem Entscheid die öffentlichen Interessen und die persönlichen Interessen des 

Beschwerdeführers sowie dessen Grad an Integration nicht ausreichend berücksichtigt 

und damit ihr Ermessen überschritten oder gar missbraucht haben sollte. Die über 

Jahre andauernde, ungeachtet von Probezeiten und Verwarnungen fortgesetzte 

Delinquenz, die wiederholten schweren Körperverletzungen bzw. die Freiheitsstrafe von 

insgesamt zwanzig Monaten und vier Wochen rechtfertigen trotz des sehr langen 

Aufenthalts in der Schweiz einen Widerruf der Aufenthaltsbewilligung, zumal der 

Beschwerdeführer über keine familiären Bindungen in der Schweiz verfügt, die eine 

Berufung auf das Recht auf Privat- oder Familienleben zulassen, und eine Rückkehr 

nach Mazedonien zumutbar ist, auch wenn diese mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten 

verbunden sein sollte. Folglich ist die Beschwerde als unbegründet abzuweisen.

3. Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten des 

Beschwerdeverfahrens dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine 

Entscheidgebühr von Fr. 2'000.-- ist angemessen (Art. 13 Ziff. 622 Gerichtskostentarif, 

sGS 941.12). Sie ist mit dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe zu 

verrechnen.

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Ausseramtliche Entschädigungen sind nicht zuzusprechen (Art. 98bis VRP).

 

Demnach hat das Verwaltungsgericht

zu Recht erkannt:

1./ Die Beschwerde wird abgewiesen.

2./ Die amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 2'000.-- bezahlt der 

Beschwerdeführer unter Verrechnung des geleisteten Kostenvorschusses in gleicher 

Höhe.

3./ Ausseramtliche Kosten werden nicht entschädigt.

 

V.          R.           W.

 

Der Präsident:             Der Gerichtsschreiber:

 

Versand dieses Entscheides an:

-   den Beschwerdeführer (durch Rechtsanwalt lic. iur. S.)

-   die Vorinstanz

 

am:

 

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Rechtsmittelbelehrung:

Sofern eine Rechtsverletzung nach Art. 116 BGG geltend gemacht wird, kann gegen 

diesen Entscheid gestützt auf Art. 113 ff. BGG innert 30 Tagen nach Eröffnung beim 

Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde erhoben werden.

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	Urteil des Verwaltungsgerichts vom 24. Augsut 2010
	Ausländerrecht, Art. 62 lit. b AuG (SR 142.20). Rechtmässigkeit des Widerrufs der Aufenthaltsbewilligung eines 1985 geborenen, seit 1990 in der Schweiz lebenden Staatsangehörigen aus Mazedonien, der wegen verschiedener Delikte zu Freiheitsstrafen von insgesamt 20 Monaten und vier Wochen verurteilt wurde (Verwaltungsgericht, B 2010/126)

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		2025-07-19T13:28:18+0200
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