# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** abb57108-30d6-536e-97fa-836194b2dca2
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-04-22
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 22.04.2024 PD240011
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PD240011_2024-04-22.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer  

Geschäfts-Nr.: PD240011-O/U

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden, Vorsitzende, 

Ersatzrichterin lic. iur. N. Jeker und Ersatzrichterin Dr. C. Schoder 

sowie Gerichtsschreiberin lic. iur. A. Götschi

Urteil vom 22. April 2024

in Sachen

A._____, 
Kläger und Beschwerdeführer

gegen

1. B._____, 
2. C._____,
Beklagte und Beschwerdegegner

betreffend Kündigungsschutz / Anfechtung / Erstreckung / Kostenvorschuss

Beschwerde gegen eine Verfügung des Mietgerichtes Dietikon vom 28. März 
2024 (MJ240004)

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Erwägungen:

1.1 Der Kläger und Beschwerdeführer (nachfolgend: Beschwerdeführer) reichte 

beim Mietgericht Dietikon (nachfolgend: Vorinstanz) am 31. Januar 2024 mündlich 

eine Klage betreffend Kündigungsschutz (Anfechtung / Erstreckung) gegen die 

Beklagten und Beschwerdegegner (nachfolgend: Beschwerdegegner) ein 

(vgl. act. 5/1). Da der Beschwerdeführer die Klagebewilligung vom 8. Januar 2024 

(act. 5/3) nicht mehr finden konnte, wurde diese von der Vorinstanz beigezogen 

(vgl. act. 5/2).

1.2 Mit Beschluss vom 27. Februar 2024 (act. 5/6) setzte die Vorinstanz dem 

Beschwerdeführer eine Frist zur Leistung eines Kostenvorschusses von 

Fr. 2'000.– an. Da er den Vorschuss innerhalb der Frist nicht leistete (vgl. 

act. 5/7/3), wurde ihm mit Verfügung vom 28. März 2024 (act. 5/8 = act. 3 [Ak-

tenexemplar]) eine Nachfrist hierfür angesetzt. Bei Säumnis drohte die Vorinstanz 

ihm das Nichteintreten auf seine Klage an (a.a.O. Dispositiv-Ziffer 1).

1.3 Dagegen erhebt der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 5. April 2024 (Da-

tum des Poststempels) rechtzeitig Beschwerde (act. 1).

1.4 Die vorinstanzlichen Akten wurden von Amtes wegen beigezogen (vgl. 

act. 5/1-8). Auf das Einholen einer Beschwerdeantwort kann verzichtet werden 

(vgl. Art. 322 Abs. 1 ZPO). Das Verfahren ist spruchreif.

2.1 Entscheide über die Leistung von Vorschüssen sind mit Beschwerde an-

fechtbar (Art. 103 ZPO i.V.m. Art. 319 lit. b Ziff. 1 ZPO). Die Beschwerde ist inner-

halb der Rechtsmittelfrist schriftlich, begründet und mit Rechtsmittelanträgen ver-

sehen einzureichen (Art. 321 Abs. 1 ZPO). Bei Rechtsmitteleingaben von Laien 

genügt als Antrag eine Formulierung, aus der sich mit gutem Willen herauslesen 

lässt, wie das Obergericht entscheiden soll. Als Begründung reicht es aus, wenn 

auch nur rudimentär zum Ausdruck kommt, weshalb der angefochtene Entscheid 

nach Auffassung der Beschwerde führenden Partei unrichtig sein soll. Die Be-

schwerde führende Partei muss sich mit der Begründung des vorinstanzlichen 

Entscheides auseinandersetzen und die behaupteten Mängel wenigstens in gro-

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ben Zügen aufzeigen. Sind auch diese Voraussetzungen nicht gegeben, wird auf 

eine Beschwerde nicht eingetreten (vgl. statt vieler: OGer ZH PF130050 vom 

25. Oktober 2013 E. II./2.1; PF190033 vom 14. August 2019 E. II/3.1).

2.2 Der Beschwerdeführer bringt gegen die angefochtene Kostenvorschussver-

fügung der Vorinstanz im Wesentlichen vor, das Schlichtungsverfahren sei kos-

tenlos. Dabei übersieht er, dass er sich nicht mehr im Schlichtungsverfahren be-

findet; dieses wurde mit der Ausstellung der Klagebewilligung beendet. Seit seiner 

Klageerhebung bei der Vorinstanz befindet sich der Beschwerdeführer in einem 

Gerichtsverfahren und diese sind grundsätzlich kostenpflichtig. So auch seine 

Klage betreffend Kündigungsschutz (vgl. Art. 114 ZPO). Das Gesetz sieht in Art. 

98 ZPO entsprechend vor, dass das Gericht von einer klagenden Partei einen 

Kostenvorschuss (bis zur Höhe der mutmasslichen Gerichtskosten) verlangen 

kann; darauf hat die Vorinstanz bei der ersten Fristansetzung bereits hingewiesen 

(vgl. act. 5/6). Die Vorinstanz erhob somit zu Recht einen Kostenvorschuss ge-

stützt auf Art. 98 ZPO. Dessen Höhe beanstandet der Beschwerdeführer nicht, 

weshalb darauf nicht weiter einzugehen ist. Bleibt anzufügen, dass auch für allfäl-

lige Beweiserhebungen Kostenvorschüsse verlangt werden können (vgl. Art. 102 

ZPO). 

2.3 Die Beschwerde ist abzuweisen. 

2.4 Die Beschwerde hemmt die Rechtskraft und Vollstreckbarkeit des angefoch-

tenen Entscheids nicht (vgl. Art. 325 Abs. 1 ZPO), weshalb die von der Vorin-

stanz angesetzte Nachfrist zur Leistung des Kostenvorschusses trotz Rechtsmit-

telerhebung weiterlief. Die Beschwerde des Beschwerdeführers gegen die vorin-

stanzliche Kostenvorschussverfügung ist jedoch sinngemäss als eventuelles Frist-

erstreckungsgesuch zu verstehen (vgl. etwa OGer ZH PP170025 vom 14. Juli 

2017; PP220019 vom 1. Juli 2022 E. 3.4 ). Daher ist dem Beschwerdeführer die 

Nachfrist zur Leistung des Kostenvorschusses von Fr. 2'000.– mit dem vorliegen-

den Urteil neu anzusetzen. Im Falle des unbenützten Ablaufs der neu angesetz-

ten Nachfrist hätte die Vorinstanz sodann auf die Klage des Beschwerdeführers 

nicht einzutreten.

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3. Da im Beschwerdeverfahren nur ein geringer Aufwand entstanden ist, sind 

ausnahmsweise keine Kosten zu erheben. Parteientschädigungen sind keine zu-

zusprechen: dem Beschwerdeführer nicht, weil er mit seiner Beschwerde unter-

liegt, und den Beschwerdegegnern nicht, weil ihnen keine Aufwendungen entstan-

den sind, die zu entschädigen wären.

Es wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Dem Kläger und Beschwerdeführer wird eine Nachfrist von 5 Tagen ab Zu-
stellung dieses Urteils angesetzt, um für die ihn allenfalls treffenden Ge-

richtskosten bei der Bezirksgerichtskasse Dietikon (Postkonto IBAN 
CH91 0900 0000 8540 3306 8) einen Kostenvorschuss von Fr. 2'000.– zu 
leisten. Sofern für die Einzahlung des Kostenvorschusses nicht der von der 

Vorinstanz beigelegte Einzahlungsschein verwendet wird, ist als Zahlungs-

zweck zwingend die "Geschäfts-Nr. MJ240004-M" anzugeben.

Bei Säumnis tritt die Vorinstanz auf die Klage nicht ein.

3. Kosten werden keine erhoben.

4. Parteientschädigungen werden keine zugesprochen.

5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Beschwerdegegner unter 

Beilage einer Kopie der Beschwerdeschrift (act. 2), sowie unter 

Rücksendung der erstinstanzlichen Akten an das Mietgericht Dietikon, je ge-

gen Empfangsschein.

6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist in-
nert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).

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Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. 

Es handelt sich um eine mietrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt 
Fr. 2'000.00.

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung.

Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer

Die Gerichtsschreiberin:

lic. iur. A. Götschi

versandt am:
22. April 2024