# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c0af0297-9e37-5970-8d47-2a642af18cb3
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2011-11-04
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 04.11.2011 D-5216/2011
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-5216-2011_2011-11-04.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

   

Abteilung IV
D­5216/2011

U r t e i l   v om   4 .   No v embe r   2 0 1 1

Besetzung Richterin Nina Spälti Giannakitsas (Vorsitz),
Richterin Gabriela Freihofer, Richter Gérard Scherrer,
Gerichtsschreiber Patrick Weber.

Parteien X._______, 
geboren am _______,
Kuba, 
_______,  
Beschwerdeführer, 

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,   
Vorinstanz. 

Gegenstand Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung;
Verfügung des BFM vom 5. September 2011 / _______.

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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass  der  Beschwerdeführer  am  _______  in  seinem  Heimatland  eine 
schweizerische Staatsbürgerin heiratete und ihm in der Folge die Einreise 
in die Schweiz bewilligt wurde, 

dass  er  in  die  Schweiz  gelangte  und  die  Ehe  am  _______  geschieden 
wurde, 

dass  die  ihm  erteilte Niederlassungsbewilligung C  durch  die  zuständige 
kantonale  Behörde  wegen  wiederholter  Straffälligkeit  am  _______ 
widerrufen wurde, 

dass  dieser  Entscheid  durch  die  kantonalen  Rekursinstanzen  bestätigt 
wurde (vgl. Urteil des _______ Verwaltungsgerichts vom _______),

dass  der  Beschwerdeführer  am  25.  Mai  2010  (schriftliche  Eingabe) 
beziehungsweise 11. Juni 2010 in der Schweiz ein Gesuch um Erteilung 
einer Aufenthaltsbewilligung beziehungsweise ein Asylgesuch stellte und 
dazu am 16. Juni 2010 vom BFM summarisch befragt wurde, 

dass er geltend machte, sein Heimatland am _______ legal verlassen zu 
haben und am _______ legal in die Schweiz gelangt zu sein, 

dass er im Jahre _______ seinen Militärdienst hätte leisten müssen, 

dass  es  ihm  mittels  Bestechung  eines  Mitglieds  der 
Rekrutierungsbehörden  gelungen  sei,  als  dienstuntauglich  eingestuft  zu 
werden, 

dass  seine  Bestechung  behördlich  bekannt  geworden  sei,  weshalb  ihn 
die Polizei wiederholt zuhause gesucht habe, 

dass er zu diesem Zeitpunkt bereits in der Schweiz gewesen sei, 

dass er wegen der Refraktion in Kuba als Dissident qualifiziert werde, 

dass  er  aufgrund  des  Entzugs  seiner  Niederlassungsbewilligung  in  der 
Schweiz in eine prekäre Lage geraten sei und ihm im Heimatland an sich 
eine Gefängnisstrafe drohe, 

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dass in Anbetracht seiner Situation aber auch von der Unmöglichkeit des 
Wegweisungsvollzugs  nach Kuba auszugehen und er  entsprechend auf 
ein Aufenthaltsrecht in der Schweiz angewiesen sei, 

dass  der  Eingabe  vom  25.  Mai  2010  ein  Bestätigungsschreiben  der 
kubanischen Behörden beilag, 

dass  das  BFM  das  Asylgesuch  des  Beschwerdeführers  wegen  dessen 
unbekannten Aufenthalts am 16. Juli 2010 als gegenstandslos geworden 
abschrieb, 

dass  der  Beschwerdeführer  am  22.  Februar  2011  in  _______  sein 
Asylbegehren erneuerte, 

dass das BFM das Asylverfahren am 10. März 2011 gestützt auf Art. 35a 
Abs.  1  des  Asylgesetzes  vom  26. Juni 1998  (AsylG,  SR 142.31)  wieder 
aufnahm  und  den  Beschwerdeführer  am  selben  Datum  summarisch 
befragte, 

dass er dabei an seinen bisherigen Aussagen festhielt, 

dass er mehr als 11 Monate ausserhalb Kubas gelebt und dadurch seine 
Staatsbürgerschaft verloren habe, 

dass eine Rückkehr ins Heimatland mithin unmöglich sei, 

dass das BFM den Beschwerdeführer mit Vorladung vom 3. August 2011 
zu einer Anhörung in _______ auf den 4. August, 13.30 Uhr, aufbot, 

dass der Beschwerdeführer den Anhörungstermin nicht befolgte, 

dass ihm das BFM diesbezüglich mit Schreiben vom 15. August 2011 das 
rechtliche Gehör gewährte, 

dass der Beschwerdeführer auf das Schreiben nicht reagierte, 

dass das BFM auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers mit Verfügung 
vom  5.  September  2011  –  eröffnet  9.  September  2011  –  gestützt  auf     
Art.  32  Abs.  2  Bst.  c  AsylG  nicht  eintrat  und  die Wegweisung  aus  der 
Schweiz sowie den Wegweisungsvollzug anordnete,

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dass  die  Vorinstanz  zur  Begründung  anführte,  der  Beschwerdeführer 
habe  die  Vorladung  zur  Anhörung  ohne  Angabe  eines  Grundes  nicht 
befolgt und dadurch seine Mitwirkungspflicht schuldhaft  in grober Weise 
verletzt, 

dass die Frist zur Stellungnahme ungenutzt geblieben sei, 

dass  davon  auszugehen  sei,  er  sei  an  einer  Fortsetzung  des 
Asylverfahrens nicht interessiert, 

dass der Vollzug der Wegweisung zulässig, zumutbar und möglich sei, 

dass  der  Beschwerdeführer  die  Verfügung  mit  Eingabe  vom  16. 
September 2011 beim Bundesverwaltungsgericht anfocht,

dass  er  geltend machte,  die  Vorladung  zur  Anhörung  erst  am  Tag  der 
geplanten Anhörung erhalten zu haben,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  mit  Zwischenverfügung  vom          
22.  September  2011  auf  die  Erhebung  eines  Kostenvorschusses 
verzichtete, 

dass  das  BFM  mit  Vernehmlassung  vom  30.  September  2011  die 
Abweisung der Beschwerde beantragte, 

dass die Vorinstanz darlegte, die Vorladung zur Anhörung sei kurzfristig, 
nämlich einen Tag vor dem angesetzten Anhörungstermin, nochmals (an 
die aktuelle Wohnadresse) verschickt worden, 

dass die Zustellung per Telefax erfolgt sei, 

dass entsprechend davon auszugehen sei, die Vorladung sei am Tag vor 
der  Anhörung  bereits  im  Aufenthaltszentrum  des  Beschwerdeführers 
eingegangen, 

dass der Beschwerdeführer zudem gehalten gewesen wäre, sich mit Hilfe 
der Zentrumsleitung  beim BFM zu melden und  sein Nichterscheinen  zu 
erklären, hätte er die Vorladung im Sinne seiner Ausführungen tatsächlich 
erst am Tag der geplanten Anhörung erhalten, 

dass er dies unterlassen und auch die Gelegenheit zur Stellungnahme im 
Rahmen des gewährten rechtlichen Gehörs nicht genutzt habe, 

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dass  aus  der  Verhaltensweise  des  Beschwerdeführers  geschlossen 
werden müsse,  es  sei  für  ihn  nicht  wichtig  gewesen,  an  der  Anhörung 
teilzunehmen  beziehungsweise  den  Grund  für  sein  Nichterscheinen  zu 
erläutern, 

dass  davon  auszugehen  sei,  er  habe  so  seine  Mitwirkungspflicht  in 
grober Weise verletzt, 

dass der Beschwerdeführer mit Replik vom 18. Oktober 2011 an seinen 
bisherigen  Vorbringen  festhielt  und  sein  bestehendes  Interesse  an  der 
Fortführung des Asylverfahrens bekundete, 

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  auf  dem  Gebiet  des  Asyls  in  der 
Regel  –  so  auch  vorliegend  –  endgültig  über  Beschwerden  gegen 
Verfügungen  (Art. 5  des Bundesgesetzes  vom 20. Dezember 1968 über 
das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR  172.021])  des  BFM  entscheidet 
(Art. 105  AsylG  i. V. m.  Art. 31 – 33  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes 
vom  17. Juni  2005  [VGG,  SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass  der  Beschwerdeführer  durch  die  angefochtene  Verfügung 
besonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung 
beziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der 
Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 
Abs. 1 VwVG),

dass  somit  auf  die  frist­  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde 
einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG; Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG 
und Art. 52 VwVG),

dass  mit  Beschwerde  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige 
oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und 
die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass  bei  Beschwerden  gegen  Nichteintretensentscheide,  mit  denen  es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art.  32­35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der 
Beschwerdein­stanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass  sich  die  Beschwerdeinstanz  –  sofern  sie  den  Nichteintretensent­
scheid  als  unrechtmässig  erachtet  –  einer  selbständigen  materiellen 

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Prüfung enthält,  die angefochtene Verfügung aufhebt  und die Sache zu 
neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist  (vgl. Entscheidungen 
und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission  [EMARK] 
2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass auf ein Asylgesuch nicht eingetreten wird, wenn Asylsuchende auf 
andere Weise als den  in Art. 32 Abs. 2 Bstn. a und b AsylG genannten 
Gründen ihre Mitwirkungspflicht schuldhaft und in grober Weise verletzen 
(Art. 32 Abs. 2 Bst. c AsylG),

dass eine Verletzung der Mitwirkungspflicht dann als grob zu bezeichnen 
ist, wenn dadurch die Abklärungen des Falles erheblich erschwert werden 
(vgl. EMARK 1995 Nr. 18 E. 3c S. 187 f.),

dass das Nichterscheinen an einer Anhörung, zu der ein Asylsuchender 
ordnungsgemäss eingeladen worden  ist,  als Verhinderung einer konkret 
vorgesehenen  Verfahrenshandlung  gelten  muss  und  eine  grobe 
Verletzung  der  Mitwirkungspflicht  im  Sinne  von  Art.  32  Abs.  2  Bst.  c 
AsylG darstellt (vgl. EMARK 2000 Nr. 8 E. 7a S. 69 f.; EMARK 2003 Nr. 
22 E. 4a S. 142 f.; zur Qualifizierung einer Mitwirkungspflicht als grob vgl. 
auch EMARK 2001 Nr.  19 E. 4a S.  142, EMARK 2003 Nr.  21 E.  3d S. 
136),

dass  die  grobe  Verletzung  der Mitwirkungspflicht  in  schuldhafter Weise 
erfolgt sein muss (vgl. EMARK 2000 Nr. 8 E. 5a S. 68 f.),

dass unter einer schuldhaften Mitwirkungspflichtverletzung im Gegensatz 
zur  strafrechtlichen  Terminologie  eine  solche  zu  verstehen  ist,  bei 
welcher  die  betreffende  Person  durch  aktives  Handeln  zur  Verletzung 
beiträgt oder ein Handeln unterlässt,  das  ihr aufgrund  ihres Alters,  ihrer 
Ausbildung,  ihrer  beruflichen  und  sozialen  Stellung  vernünftigerweise 
zugemutet werden kann,

dass  im  vorliegenden  Fall  nicht  von  einer  schuldhaften 
Mitwirkungspflichtverletzung  im Sinne  dieser  Praxis  gesprochen werden 
kann,

dass  der  Beschwerdeführer  vorliegend  nämlich  nicht  ordnungsgemäss 
zur  Anhörung  aufgeboten  worden  ist,  weshalb  ihm  nicht  angelastet 
werden  kann,  er  habe  eine  konkret  vorgesehene  Verfahrenshandlung 
schuldhaft verhindert, 

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dass  bei  der  versuchten  Zustellung  der  Vorladung  an  den 
Beschwerdeführer  offensichtlich  Probleme,  welche  nicht  von  ihm  zu 
verantworten waren, aufgetreten sind, 

dass  sich  in  den  vorinstanzlichen  Akten  eine  Vorladung  vom  27.  April 
2011 für eine Anhörung am 13. Mai 2011 befindet (vgl. A 59/2), 

dass  sich  weder  den  Akten  noch  der  angefochtenen  Verfügung 
entnehmen lässt, weshalb diese Anhörung nicht stattfand,

dass  das BFM den Beschwerdeführer mit Vorladung  vom 15.  Juli  2011 
erneut  zu  einer  Anhörung  in  _______  auf  den  4.  August,  13.30  Uhr, 
aufbot, 

dass die Sendung an _______ adressiert war, 

dass besagte Vorladung von der Post an das BFM retourniert wurde mit 
dem Vermerk "nicht abgeholt",

dass  die  besagte  Adresse  gemäss  vorinstanzlicher  Vernehmlassung 
offenbar nicht mehr die aktuelle des Beschwerdeführers war, 

dass  das  BFM  den  Beschwerdeführer  mit  erneuter  Vorladung  vom  3. 
August 2011 zu einer Anhörung in _______ auf den 4. August, 13.30 Uhr, 
aufbot, 

dass  die  Sendung  an  _______  adressiert  war  und  per  Express 
beziehungsweise Telefax vom 2. August 2011 verschickt wurde, 

dass  eine  bloss  eintägige  Frist  bis  zum  Anhörungstermin  jedoch  als 
unangemessen kurz zu bezeichnen ist, zumal der Beschwerdeführer wie 
erwähnt nicht am Ort der geplanten Anhörung, sondern ordnungsgemäss 
im  ihm  zugewiesenen  Domizil  in  einiger  Entfernung  von  _______ 
wohnhaft war, 

dass Behörden gehalten  sind,  nach Treu und Glauben zu handeln,  und 
eine  derart  kurze  Frist,  die  objektiv  kaum  eingehalten  werden  kann, 
diesem Grundsatz offensichtlich widerspricht, 

dass  dem  Beschwerdeführer  das  Erscheinen  am  4.  August  2011 
demnach vernünftigerweise nicht zugemutet werden konnte,

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dass  dabei  unerheblich  ist,  ob  der  Beschwerdeführer  die Einladung  zur 
Anhörung noch am 3. August 2011 erhalten hat – was  im Übrigen vom 
BFM  unbewiesen  geblieben  ist  (vgl.  ANDRÉ  MOSER/MICHAEL 
BEUSCH/LORENZ  KNEUBÜHLER,  Prozessieren  vor  dem 
Bundesverwaltungsgericht, Basel 2008, Rz. 3.150, S. 166 f.) – oder, wie 
vom Beschwerdeführer angegeben, erst am Tag der Anhörung selber,

dass  das  BFM  das Nichterscheinen  zur  Anhörung  nach  dem Gesagten 
fälschlicherweise  als  schuldhafte  Verletzung  der  Mitwirkungspflicht 
wertete,

dass  daran  auch  nichts  zu  ändern  vermag,  dass  der Beschwerdeführer 
nach Erhalt der Vorladung oder im Rahmen des rechtlichen Gehörs keine 
Erklärung  zum  Nichterscheinen  abgab,  zumal  diese  Unterlassungen 
offensichtlich  nicht  als  grobe  Mitwirkungspflichtverletzung  im  Sinne  der 
Praxis qualifiziert werden kann, 

dass  das  BFM  demnach  zu Unrecht  in  Anwendung  von  Art.  32  Abs.  2  
Bst. c AsylG auf das Asylgesuch nicht eintrat, 

dass  die  Beschwerde  nach  dem  Gesagten  gutzuheissen,  die 
angefochtene Verfügung des BFM vom 5. September 2011 aufzuheben 
und  die  Sache  zur  Fortsetzung  beziehungsweise Wiederaufnahme  des 
Asylverfahrens an die Vorinstanz zurückzuweisen ist,

dass  bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  keine  Kosten  aufzuerlegen 
sind (Art. 63 Abs. 1 und 2 VwVG),

dass obsiegende Parteien Anspruch auf eine Parteientschädigung für die 
ihnen  erwachsenen  notwendigen  Kosten  haben  (Art.  7  Abs.  1  des 
Reglements vom 11. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen 
vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]),

dass der Beschwerdeführer keine Rechtsvertretung mandatierte, weshalb 
nicht von notwendigen Kosten im oben erwähnten Sinne auszugehen und 
keine Parteientschädigung zu sprechen ist.

(Dispositiv nächste Seite

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird im Sinne der Erwägungen gutgeheissen.

2. 
Die vorinstanzliche Verfügung vom 5. September 2011 wird aufgehoben. 
Das  BFM  wird  angewiesen,  das  Asylverfahren  des  Beschwerdeführers 
wiederaufzunehmen. 

3.  
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

4. 
Es wird keine Parteientschädigung entrichtet.

5. 
Dieses  Urteil  geht  an  den  Beschwerdeführer,  das  BFM  und  die 
zuständige kantonale Behörde.

Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber:

Nina Spälti Giannakitsas Patrick Weber

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