# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6f5617a3-b1a2-5dba-b636-ebc6f1b05724
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-12-04
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 04.12.2008 E-7525/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-7525-2008_2008-12-04.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-7525/2008/ame
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  4 .  D e z e m b e r  2 0 0 8

Einzelrichterin Gabriela Freihofer, 
mit Zustimmung von Richterin Nina Spälti Giannakitsas;
Gerichtsschreiber Jan Feichtinger.

A._______, geboren (...),
Afghanistan,
(...),
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; Verfü-
gung des BFM vom 18. November 2008 / N_______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-7525/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer – ein afghanischer Staatsbürger tadschiki-
scher  Volkszugehörigkeit  aus  der  Stadt  Herat  in  der  gleichnamigen 
Provinz – sein Heimatland eigenen Angaben zufolge am 6. Juli 2002 
verliess  und  am 24. Oktober 2002  erstmals  in  der  Schweiz  um Asyl 
nachsuchte,

dass  das  damalige  Bundesamt  für  Flüchtlinge  (heute:  BFM)  dieses 
erste  Asylgesuch  des  Beschwerdeführers  mit  Verfügung  vom 5. De-
zember 2003  ablehnte  und  die  Wegweisung  aus  der  Schweiz  sowie 
deren Vollzug anordnete,

dass  die  damalige  Schweizerische  Asylrekurskommission  (ARK)  die 
gegen  diese Verfügung gerichtete  Beschwerde vom 29. Januar 2004 
mit Urteil vom 6. Juni 2006 abwies,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 26. Dezember 2006 um 
Wiedererwägung des Asylentscheides ersuchte,

dass  das  BFM  diese  Eingabe  sowie  die  ergänzende  Eingabe  vom 
13. Januar 2007 mit Schreiben vom 17. Januar 2007 als Revisionsge-
such an das Bundesverwaltungsgericht überwies,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  auf  dieses  Revisionsgesuch  mit 
Urteil vom 14. März 2007 nicht eintrat,

dass der Beschwerdeführer mit als Wiedererwägungsgesuch bezeich-
neter Eingabe vom 10. Oktober 2008 an das BFM gelangte und bean-
tragte, die Verfügung des BFM vom 5. Dezember 2003 sei aufzuheben, 
es  sei  festzustellen,  dass  seit  Erlass  der  angefochtenen  Verfügung 
eine wiedererwägungsrechtlich massgebliche Änderung der Sachlage 
eingetreten sei, es sei die Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs 
festzustellen  und  die  vorläufige  Aufnahme  anzuordnen,  es  sei  dem 
Gesuch die aufschiebende Wirkung zu gewähren und es sei von der 
Erhebung eines Kostenvorschusses abzusehen,

dass er zur Begründung des Gesuchs im Wesentlichen geltend mach-
te, die Sicherheitslage in Afghanistan habe sich in den letzten Mona-
ten stetig verschlimmert,  so dass heute von einer allgemeinen, auch 

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die  angeblich  ruhigen  Provinzen  betreffenden,  Bürgerkriegssituation 
gesprochen werden könne, 

dass  er  ausserdem von  zwei  Verwandten  zwei  Dokumente  erhalten 
habe,  welche  bestätigen  würden,  dass  die  Sicherheitsdienste  ihn 
suchten, da er der früheren Kollaboration mit den Taliban verdächtigt 
werde,

dass der Beschwerdeführer ein  "Schreiben der Direktion der nationa-
len  Sicherheit"  vom  (...)  2008  und  ein  "Schreiben  der  Sicherheits-
abteilung  der  Stadt  Herat"  vom  (...) 2008  jeweils  in  Kopie  mit 
deutschen Übersetzungen zu den Akten reichte,

dass das BFM diese Eingabe als zweites Asylgesuch entgegennahm 
und mit  Schreiben vom 20. Oktober 2008 unter  Hinweis auf  Art. 17b 
Abs. 4 AsylG einen Kostenvorschuss von Fr. 600.- erhob, welche der 
Beschwerdeführer in der Folge fristgerecht leistete, 

dass das BFM mit Verfügung vom 18. November 2008 auf das zweite 
Asylgesuch in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. e des Asylgesetzes 
vom 26. Juni  1998 (AsylG,  SR 142.31)  nicht  eintrat,  und erneut  die 
Wegweisung aus der Schweiz sowie deren Vollzug anordnete,

dass das BFM zur Begründung im Wesentlichen anführte, es ergäben 
sich keine Hinweise dafür, dass nach dem Abschluss des letzten Asyl-
verfahrens  Ereignisse  eingetreten  seien,  welche  geeignet  seien,  die 
Flüchtlingseigenschaft zu begründen oder die für die Gewährung vorü-
bergehenden Schutzes relevant seien,

dass  das  Vorbringen  des  Beschwerdeführers,  er  werde  plötzlich 
– nach sechs Jahren Landesabwesenheit – von den Sicherheitsbehör-
den von Herat der Ermordung von Regierungsmitgliedern und der Zu-
sammenarbeit mit den Taliban verdächtigt, als nicht plausibel zu erach-
ten sei, zumal er in seinem ersten Asylverfahren nie eine Verbindung 
zu den Taliban geltend gemacht habe,

dass es sich bei den eingereichten Dokumenten lediglich um Kopien 
handle, deren Beweiskraft ohnehin als gering einzustufen sei und die 
auf dem Schwarzmarkt leicht beschaffbar seien,

dass den Dokumenten überdies nicht zu entnehmen sei, wann und wo 
sich die fraglichen Ermordungen ereignet haben sollen,

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dass  schliesslich  die  schwierige  Sicherheitslage  in  Afghanistan  die 
Flüchtlingseigenschaft  des  Beschwerdeführers  nicht  zu  begründen 
vermöge, 

dass der Vollzug der Wegweisung zulässig, zumutbar und möglich sei,

dass  insbesondere  der  Vollzug  entgegen  den  Vorbringen  des  Be-
schwerdeführers zumutbar sei,  da nicht von einer Situation allgemei-
ner Gewalt ausgegangen werden könne und die Situation in der Pro-
vinz Herat als sicher einzustufen sei,

dass auf die Begründung im Einzelnen, soweit entscheidwesentlich, in 
den nachfolgenden Erwägungen eingegangen wird,

dass  der  Beschwerdeführer  mit  Eingabe  vom  25. November 2008 
(Poststempel)  gegen  diesen  Entscheid  beim  Bundesverwaltungsge-
richt Beschwerde erhob und dabei beantragte, die angefochtene Verfü-
gung sei aufzuheben, die Sache sei bezüglich der Frage der Flücht-
lingseigenschaft  und  der  Asylgewährung  zur  Neubeurteilung  an  die 
Vorinstanz  zurückzuweisen,  es  sei  die  Unzulässigkeit  respektive  die 
Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs festzustellen und dem Be-
schwerdeführer von Amtes wegen die vorläufige Aufnahme zu gewäh-
ren, 

dass  in  prozessualer  Hinsicht  um  Gewährung  der  unentgeltlichen 
Rechtspflege (Art. 65 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 
1968  über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR  172.021])  und  um 
Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses ersucht wurde,

dass der Beschwerde die Originale der im erstinstanzlichen Verfahren 
in Kopie eingereichten Dokumente beilagen,

dass die vorinstanzlichen Akten am 2. Dezember 2008 beim Bundes-
verwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

 und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5  VwVG) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG 
i.V.m.  Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 

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[VGG,  SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes 
vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung beson-
ders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung be-
ziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass  somit  auf  die  form-  und  fristgerecht  eingereichte  Beschwerde 
einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG i.V.m. Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass das BFM den Nichteintretensentscheid gestützt auf Art. 32 Abs. 2 
Bst. e AsylG getroffen hat,

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, die gestützt 
auf Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG getroffen wurden, die Beurteilungszu-
ständigkeit  der  Beschwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  be-
schränkt ist, ob die Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht ein-
getreten ist, 

dass die angefochtene Verfügung bei  Begründetheit  der Beschwerde 
aufzuheben und die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zu-
rückzuweisen ist (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der Schweize-
rischen Asylrekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 24 E. 2.1. S. 240 f.),

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dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 
Kognition zukommt,

dass gemäss Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG auf ein Asylgesuch nicht ein-
getreten wird, wenn Asylsuchende in der Schweiz bereits ein Asylver-
fahren erfolglos durchlaufen haben oder während des hängigen Asyl-
verfahrens in den Heimat- oder Herkunftsstaat zurückgekehrt sind, au-
sser es gebe Hinweise, dass in der Zwischenzeit Ereignisse eingetre-
ten sind,  die geeignet  sind,  die Flüchtlingseigenschaft  zu begründen 
oder die für die Gewährung vorübergehenden Schutzes relevant sind,

dass vorab festzustellen ist,  dass das in Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG 
statuierte formelle Erfordernis in Form der ersten Tatbestandsvariante 
des in der Schweiz erfolglos durchlaufenen Asylverfahrens als gege-
ben zu betrachten ist,

dass sich sodann die Aktenlage in Bezug auf das materielle Erforder-
nis des Fehlens von Hinweisen auf  zwischenzeitlich relevante Ereig-
nisse klar präsentiert,

dass das BFM zwar zu Unrecht festgestellt hat, der Beschwerdeführer 
habe  in  seinem  ersten  Asylverfahren  nie  eine  Verbindung  zu  den 
Taliban geltend gemacht  und er  vielmehr  schon da vorgebracht  hat, 
der Kollaboration mit den Taliban verdächtigt worden zu sein ( A1 S. 5; 
A11, S. 7),

dass  jedoch  die  ARK  in  ihrem  Urteil  vom  6. Juni 2006  (S.  12) 
rechtskräftig  festgestellt  hat,  dass  dem  Beschwerdeführer  bei  einer 
Rückkehr  in  sein  Heimatland  seitens  der  lokalen  Machthaber  keine 
asylrelevante Verfolgung aufgrund einer vermuteten Zusammenarbeit 
mit den Taliban drohe, zumal er sich selber nie politisch betätigt habe 
und  eine  Verfolgung  aufgrund  seiner  tadschikischen  Volkszugehörig-
keit  ausgeschlossen  werden  könne,  womit  er  keiner  der  in  EMARK 
2003 Nr. 10 zitierten "Risikogruppen" angehöre, 

dass die zu den Akten gereichten Dokumente auch im Original keine 
neuen  Beweismittel  darstellen,  welche  die  zutreffende  und  auf  eine 
einheitliche Rechtsprechung abgestützte Feststellung der ARK umzu-
stossen  vermag,  da  nach  den  Erkenntnissen  des  Bundesverwal-
tungsgerichts diese Art  von Dokumenten leicht nachzuahmen und in 

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Afghanistan problemlos erhältlich sind, weshalb ihr Beweiswert schon 
aufgrund ihrer Beschaffenheit als gering einzustufen ist,

dass  auch  der  Inhalt  der  Dokumente  erhebliche  Zweifel  an  deren 
Authentizität weckt, 

dass  nämlich  –  wie  das  BFM  zutreffend  festgehalten  hat  –  die 
Dokumente  untypischerweise  äusserst  vage  und  detailarm  gehalten 
sind und etwa dem "Schreiben der Direktion der nationalen Sicherheit" 
vom  8. April  2008  einzig  zu  entnehmen  ist,  der  Beschwerdeführer 
stehe "seit  einiger Zeit"  unter Verdacht "einige Regierungsmitglieder" 
getötet  zu  haben,  ohne dass Ort  und Zeit  der  Tötungen angegeben 
oder die getöteten Personen namentlich genannt würden, 

dass  überdies  hinsichtlich  dieses  Schreibens  wenig  wahrscheinlich 
erscheint, dass die Direktion der nationalen Sicherheit – immerhin eine 
staatliche  Behörde  – ein  Schreiben  aus  dem  Jahr  2008  mit  einem 
Stempel von 2005 versehen würde, 

dass im Zusammenhang mit dem "Schreiben der Sicherheitsabteilung 
der Stadt Herat" vom 10. April 2008 nicht einzusehen ist, weshalb eine 
staatliche Sicherheitsabteilung, welche eine Person der Zusammenar-
beit mit den Taliban bezichtigt, die Suche nach dieser Person erst jetzt 
–  mithin sieben Jahre nach der  Entmachtung der Taliban – eröffnen 
und überdies nicht registriert haben sollte, dass die gesuchte Person 
bereits  seit  sechs  Jahren  nicht  mehr  an  der  genannten  Adresse 
wohnhaft ist,

dass  das  BFM schliesslich  zu  Recht  festgestellt  hat,  dass  auch die 
geltend gemachte schwierige Sicherheitslage in Afghanistan respekti-
ve in der Provinz Herat die Flüchtlingseigenschaft des Beschwerdefüh-
rers nicht zu begründen vermag und für die Gewährung vorübergehen-
den Schutzes nicht relevant ist, 

dass sich somit aus den Vorbringen des Beschwerdeführers keine Hin-
weise  auf  neue,  für  die  Flüchtlingseigenschaft  oder  die  Gewährung 
vorübergehenden  Schutzes  relevante  Ereignisse  ergeben  und  das 
BFM daher zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht 
eingetreten  ist,  zumal  die  unsubstanziierten  Beschwerdevorbringen 
nicht  geeignet  sind,  zu  einer  von  der  Vorinstanz  abweichenden 
Betrachtungsweise zu führen,

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dass die Ablehnung eines Asylgesuches oder das Nichteintreten auf 
ein  Asylgesuch  in  der  Regel  die  Wegweisung  aus  der  Schweiz  zur 
Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufent-
haltsbewilligung  erteilt  hat  und  der  Beschwerdeführer  zudem keinen 
Anspruch auf Erteilung einer solchen hat (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), 
weshalb  die  verfügte  Wegweisung im Einklang  mit  den gesetzlichen 
Bestimmungen  steht  und  demnach  vom  Bundesamt  zu  Recht  an-
geordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen  Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von  Ausländern 
regelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumut-
bar  oder  nicht  möglich  ist  (Art. 44  Abs. 2  AsylG; Art. 83  Abs. 1  des 
Bundesgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen 
und Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK,  SR 
0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen nicht un-
zulässig  ist,  da  aus  den  Ausführungen  des  Beschwerdeführers  und 
den übrigen Akten keine Hinweise auf eine Verfolgung im Sinne von 
Art.  3  AsylG oder  eine  anderweitig  menschenrechtswidrige  Behand-
lung ersichtlich sind, die ihm in Afghanistan droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

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dass  die  ARK  in  ihrem  unter  EMARK  2006  Nr.  9  publizierten  und 
weiterhin zutreffenden Urteil aufgrund der politischen Entwicklung seit 
dem  Sturz  des  Taliban-Regimes  eine  differenzierte  Lagebeurteilung 
vornahm und nach EMARK 2003 Nr. 10 und EMARK Nr. 30 erneut die 
Zumutbarkeit des Vollzugs der Wegweisung nach Afghanistan prüfte,

dass sie zum Schluss gelangte, der Vollzug der Wegweisung sei nur in 
Regionen als zumutbar zu bezeichnen, in denen seit  2004 keine be-
deutenden militärischen Aktivitäten mehr zu verzeichnen sind oder kei-
ne dauernde Instabilität besteht,

dass darunter die Provinz Kabul (vgl. bereits EMARK 2003 Nr. 10), die 
nördlich der  Hauptstadt  gelegenen Provinzen Parwan, Baghlan,  Tak-
har, Badakhshan, Kunduz, Balkh, Sari Pul sowie die Gebiete um Sa-
mangan, die nicht zum Hazarajat gehören (traditionelles Siedlungsge-
biet der Hazara, vgl. EMARK 2003 Nr. 30 E. 7a S. 193) sowie die Pro-
vinz Herat im Westen des Landes fallen,

dass der Vollzug der Wegweisung bei einer differenzierten Beurteilung 
der individuellen Zumutbarkeitskriterien im Weiteren nur für Personen 
als zumutbar zu erachten ist, die aus diesen Regionen stammen oder 
dort über ein tragfähiges Beziehungsnetz verfügen und konkrete Mög-
lichkeiten der Sicherung des Existenzminimums und der Wohnsituation 
bestehen  (vgl.  dazu  EMARK  2003  Nr.  10  E.  10b.cc  S. 68,  EMARK 
Nr. 30 E. 7b S. 193 f.),

dass zudem die Rückkehr in diese Provinzen nur bei jungen, unverhei-
rateten Personen oder kinderlosen Paaren ohne schwere gesundheitli-
che Probleme zumutbar ist,  

dass  schliesslich  die  Stadt  Herat  entgegen  den  Ausführungen  des 
Beschwerdeführers betreffend jüngste Veränderungen der Sicherheits-
lage im Übrigen auch vom UNHCR aktuell  als sicher eingestuft  wird 
(Afghanistan  Security  Update  Relating  to  Complementary  Forms  of 
Protection vom 22. Oktober 2008),

dass  es  sich  beim  Beschwerdeführer  um  einen  (...)  Jahre  jungen, 
gemäss  Aktenlage  gesunden  Mann  handelt,  der  in  der  Stadt  Herat 
geboren ist und bis zur Ausreise dort gelebt hat (A1 S. 1, 3),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  des  Beschwerdeführers  nach 
Afghanistan schliesslich auch nicht unmöglich ist,  da keine Vollzugs-

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hindernisse bestehen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerde-
führer obliegt, bei der Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken 
(Art. 8 Abs. 4 AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, 

dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege ge-
mäss Art. 65 Abs. 1 VwVG abzuweisen ist, da sich die Beschwerde als 
aussichtslos darstellte,

dass mit Ergehen des vorliegenden Urteils der Antrag auf  Verzicht auf 
die Erhebung eines Kostenvorschusses gegenstandslos geworden ist,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art. 63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege gemäss 
Art. 65 Abs. 1 VwVG wird abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)
- das  BFM,  Abteilung  Aufenthalt  und  Rückkehrförderung,  mit  den 

Akten Ref.-Nr. N_______ (per Kurier; in Kopie)
- (...) (in Kopie)

Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber:

Gabriela Freihofer Jan Feichtinger

Versand: 

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