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**Case Identifier:** 779d3590-d94d-5273-baf9-1914570df434
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-05-24
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 24.05.2024 810 2024 101 (810 24 101)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-2024-101_2024-05-24.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 23. Mai 2024 (810 24 101) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Kindes- und Erwachsenenschutzrecht  

 

 

Prüfung von Kindesschutzmassnahmen / vorsorgliche Platzierung  

 

 
 

Besetzung Präsidentin Franziska Preiswerk-Vögtli, Gerichtsschreiber Sandro Jaisli 
 
 

Beteiligte A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Annalisa Landi, Advokatin 
  

 
gegen 
 
 

 Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde B.____, Vorinstanz 
 

 C.____, Beigeladene, vertreten durch Melek Kusoglu, Advokatin 
 

  
 

Betreff Prüfung von Kindesschutzmassnahmen / Vorsorgliche Platzierung 
(Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde B.____ vom  
2. April 2024) 

 

 

A. D.____ (geb. XX. XX. 2020) ist das gemeinsame Kind von C.____ (geb. XX. XX. 1998) 

und A.____ (geb. XX. XX. 1974). Der Vater stammt aus E.____ und die Mutter aus der F.____. 

Im Jahr 2022 reiste die Familie aus F.____ in die Schweiz und lebt seither mit Schutzstatus 

hierzulande. Die Kindseltern sind verheiratet, leben aber heute getrennt. 

 

B. Mit Schreiben vom 20. April 2023 machte das Universitäts-Kinderspital beider Basel 

(UKBB) eine Gefährdungsmeldung bei der Kindes- und Erwachsenschutzbehörde (KESB) 

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B.____, worin zusammengefasst ausgeführt wurde, dass zu befürchten sei, dass neben sozia-

ler Isolation, psychischen Belastungen und belasteter Paarbeziehung auch physische Gewalt in 

der Familie vorliegen könnte. Das UKBB bat deshalb um eine vertiefte Abklärung der Situation 

und um Prüfung geeigneter Massnahmen zur Wahrung des Kindeswohls. Die KESB beauftrag-

te daraufhin die sozialen Dienste G.____ mit der Abklärung der Situation. Mit Entscheid vom 

3. Oktober 2023 sah die KESB für den Moment von der Anordnung von Kindesschutzmass-

nahmen für D.____ ab.  

 

C. Am 28. November 2023 ging bei der KESB eine weitere Gefährdungsmeldung aus der 

Nachbarschaft der Familie ein (vgl. E-Mail von H.____ an die KESB vom 28. November 2023). 

Am 19. Dezember 2023 und 8. Februar 2024 reichte die Polizei Basel-Landschaft (Polizei) der 

KESB Berichte über mutmassliche Vorfälle häuslicher Gewalt ein und hielt darin fest, dass zum 

Schutz des Kindeswohls eine Überprüfung der Familienverhältnisse dringend angezeigt sei. Am 

22. Februar 2024 informierte die Polizei die KESB telefonisch über einen weiteren mutmassli-

chen Fall von häuslicher Gewalt und dass sie dem Kindsvater empfohlen habe, D.____ im Spi-

tal untersuchen zu lassen. Die Polizei teilte der KESB weiter mit, dass ihr die Kindsmutter in der 

folgenden Nacht die Meldung erstattet habe, dass der Vater mit D.____ und dessen Reisedo-

kumenten verschwunden sei. Ebenfalls am 22. Februar 2024 meldete das UKBB der KESB, 

dass der Vater mit D.____ auf den Notfall gekommen sei und dass man die Staatsanwaltschaft 

Basel-Landschaft (Staatsanwaltschaft) über den vom Vater geschilderten Sachverhalt informiert 

habe, welche gleichentags eine rechtsmedizinische Untersuchung des Kindes angeordnet ha-

be. Weil der Vater mit D.____ das Spital verlassen hatte, konnte die angeordnete rechtsmedizi-

nische Untersuchung nicht gleichentags durchgeführt werden.  

 

D. Mit Entscheid vom 22. Februar 2024 entzog die KESB den Eltern superprovisorisch 

das Aufenthaltsbestimmungsrecht und platzierte D.____ im UKBB. Die durch die Staatsanwalt-

schaft angeordnete rechtsmedizinische Untersuchung des Kindes fand am 23. Februar 2024 

statt. Mit superprovisorischem Entscheid vom 23. Februar 2024 wurde D.____ ins Kinderheim 

I.____ umplatziert, nachdem zuvor die Option einer Mutter-Kind-Heimplatzierung geprüft und 

verworfen worden war. In der Folge wurden die Eltern gemeinsam und einzeln durch die KESB 

angehört. Zudem schickte die Grossmutter mütterlicherseits mehrere Nachrichten an die KESB 

und bat darum, D.____ bei sich aufnehmen zu können sowie um Verständnis dafür, dass der 

F.____ Erziehungsstil anders sei.  

 

E. Mit Stellungnahmen vom 28. Februar 2024 und 19. März 2024 beantragte die Kinds-

mutter, vertreten durch Melek Kusoglu, Advokatin in Basel, die umgehende Aufhebung der 

Platzierung sowie die Unterstellung von D.____ unter ihre Obhut und eventualiter die umge-

hende Ausweitung der Besuche. Mit E-Mail vom 27. März 2024 zeigte Serife Can-Sazpinar, 

Advokatin in Basel, der KESB ihre Rechtsvertretung des Kindsvaters an, wobei sich dieser nicht 

vernehmen liess.  

 

F. Mit Entscheid der KESB vom 2. April 2024 wurde D.____ vorsorglich im Kinderheim 

I.____ platziert. Es wurde zudem entschieden, dass den Kindseltern das Aufenthaltsbestim-

mungsrecht vorsorglich entzogen und ihr Kontakt zu D.____ vorsorglich beschränkt bleibt, und 

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zwar auf einen Vormittag pro Elternteil pro Woche. Weiter wurde angeordnet, dass die Kontakte 

zwischen D.____ und seiner Mutter beziehungsweise seinem Vater separat und begleitet im 

Kinderheim I.____ zu erfolgen haben. Die KESB erteilte den Kindseltern zudem die Weisung, 

D.____ nicht ausser Land zu bringen respektive nicht wegbringen zu lassen. Schliesslich wurde 

für D.____ eine Erziehungsbeistandschaft errichtet und J.____, Sozialdienst G.____, als Bei-

ständin bestätigt. Einer allfälligen Beschwerde wurde die aufschiebende Wirkung entzogen.  

 

G. Dagegen erhob A.____, vertreten durch Serife Can-Sazpinar, mit Eingabe vom 

15. April 2024 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 

(Kantonsgericht), und beantragt unter o/e-Kostenfolge: (1) Es sei der Entzug des Aufenthalts-

bestimmungsrechts des Beschwerdeführers über D.____ per sofort aufzuheben. (2) Eventuali-

ter sei der Entzug des Aufenthaltsbestimmungsrechts des Beschwerdeführers auf die Dauer 

von maximal zwei Monaten zu beschränken. (3) D.____ sei unter die Obhut des Beschwerde-

führers zu stellen unter gleichzeitiger Anordnung einer sozialpädagogischen Familienbeglei-

tung. (4) Eventualiter seien die begleiteten Besuche im Kinderheim in I.____ umgehend auf 

mindestens drei Vormittage pro Woche auszudehnen. (5) Dem Beschwerdeführer sei unter 

Beiordnung der unterzeichneten Advokatin als unentgeltliche Rechtsbeiständin die unentgeltli-

che Rechtspflege zu gewähren. In verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragt der Beschwerdefüh-

rer weiter: (1) Es sei die aufschiebende Wirkung der Beschwerde wiederherzustellen respektive 

es sei D.____ umgehend aus dem Kinderheim I.____ zu entlassen. (2) Es seien die Akten der 

KESB beizuziehen.  

 

H. Mit Verfügung vom 18. April 2024 wurde der Antrag des Beschwerdeführers auf Ertei-

lung der aufschiebenden Wirkung superprovisorisch abgewiesen.  

 

I. Mit Schreiben vom 19. April 2024 reicht Serife Can-Sazpinar ihre Honorarnote ein und 

teilt dem Kantonsgericht mit, dass sie den Beschwerdeführer nicht mehr vertrete. 

 

J. Mit Schreiben vom 23. April 2024 teilt Annalisa Landi, Advokatin in Allschwil, dem Kan-

tonsgericht mit, dass sie der Beschwerdeführer mit der Wahrung seiner Interessen beauftragt 

hat. 

 

K. Mit Eingabe vom 26. April 2024 lässt sich die KESB vernehmen und beantragt die Ab-

weisung der Beschwerde. Auf die weiteren Ausführungen wird soweit erforderlich in den nach-

folgenden Erwägungen eingegangen.  

 

L. Mit Schreiben vom 3. Mai 2024 reicht Serife Can-Sazpinar das Formular ʺGesuch um 

unentgeltliche Rechtspflegeʺ mit Beilagen dazu ein und teilt mit, dass sie vom Beschwerdefüh-

rer keine weiteren Unterlagen habe einholen können.  

 

 

Die Präsidentin zieht  i n  E r w ä g u n g : 

 

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1. Gemäss Art. 450 Abs. 1 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (ZGB) vom 

10. Dezember 1907 in Verbindung mit Art. 314 Abs.1 ZGB kann gegen Entscheide der Kindes- 

und Erwachsenenschutzbehörde Beschwerde beim zuständigen Gericht erhoben werden. Von 

Bundesrechts wegen anfechtbar sind sämtliche Endentscheide (Art. 450 Abs. 1 ZGB) sowie 

Zwischenentscheide über vorsorgliche Massnahmen (Art. 445 Abs. 3 ZGB). Beim angefochte-

nen Entscheid, welcher die Anordnung vorsorglicher Massnahmen zum Gegenstand hat, han-

delt es sich um einen Zwischenentscheid im Sinne von Art. 445 Abs. 3 ZGB. Die Zuständigkeit 

zur Beurteilung der vorliegenden Streitsache liegt demnach in analoger Anwendung von § 43 

Abs. 2bis lit. f des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 

16. Dezember 1993 bei der präsidierenden Person (§ 66 Abs. 2 des Gesetzes über die Einfüh-

rung des Zivilgesetzbuches [EG ZGB] vom 16. November 2006 in Verbindung mit § 1 Abs. 3 

lit. f VPO). Da auch die weiteren Prozessvoraussetzungen erfüllt sind, kann auf die Beschwerde 

eingetreten werden.  

 

2. Gemäss Art. 450a Abs. 1 ZGB können mit der Beschwerde Rechtsverletzungen 

(Ziff. 1), die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts (Ziff. 2) sowie die Un-

angemessenheit (Ziff. 3) gerügt werden. Dem Kantonsgericht kommt bei der Beurteilung der 

vorliegenden Beschwerde somit volle Kognition zu. 

 

3.1 Die Vorinstanz kommt im angefochtenen Entscheid im Ergebnis zum Schluss, dass 

eine akute Gefährdung des Kindeswohls von D.____ vorliege. Einerseits stünden Vorwürfe ge-

gen die Kindsmutter im Raum, wonach diese physische Übergriffe auf ihr Kind begangen habe. 

Andererseits habe der Vater psychischen Druck auf sein Kind ausgeübt, Aussagen gegen seine 

Mutter zu machen, die nicht altersgerecht seien und welche das Kind deshalb gar nicht verste-

hen und einordnen könne. Der Kindsvater involviere sein Kind in den elterlichen Konflikt und 

bringe es dadurch in einen Loyalitätskonflikt. Des Weiteren hätten die Eltern ihre regelmässigen 

und teilweise massiven Konflikte mit gegenseitigen Tätlichkeiten offen vor dem Kind ausgetra-

gen. Es scheine, als hätten die Kindseltern kein Bewusstsein dafür, wie sich ihr Verhalten auf 

das Kind auswirke, weshalb ihnen der Fokus auf das Wohl ihres Kindes derzeit abhandenge-

kommen sei. Vielmehr seien sie stattdessen mit sich selbst respektive ihrem Konflikt unterei-

nander beschäftigt. Der Kindsvater habe zudem dringliche Abklärungen vereitelt, was daran 

zweifeln lasse, dass es ihm tatsächlich um das Wohl seines Kindes gehe. Die Mutter wirke 

ebenfalls nicht genügend sicher und in der Lage, das Kindeswohl zu wahren und unbegleitet 

das Kind zu betreuen. 

 

3.2 Gemäss dem heutigen Stand der Dinge sei nicht ersichtlich, dass sich seit der super-

provisorischen Verfügung der KESB an der beschriebenen Situation etwas wesentlich verändert 

habe. Vielmehr bestehe die Konfliktsituation auf Elternebene fort. Nach wie vor beschuldigten 

beide Elternteile den jeweils anderen Elternteil, falsch zu handeln und das Kind zu gefährden. 

Es bleibe deshalb abzuwarten, ob respektive wie sich die Kindseltern nachhaltig neu organisie-

ren und ob es ihnen gelinge, sich bei ihrem Handeln am Wohl ihres Kindes zu orientieren. Auf-

grund der Schwere der Auseinandersetzungen erscheine es aus heutiger Sicht allerdings un-

wahrscheinlich, dass die Eltern auch mittelfristig gemeinsam ihr Kind betreuen könnten, ohne 

dass das Kind gefährdet wäre. Zwar sei gemäss Angaben der Kindseltern inzwischen eine 

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räumliche Trennung erfolgt, wobei von einer geklärten Situation noch nicht die Rede sein kön-

ne. Entsprechend reiche die Trennung alleine zur Normalisierung der familiären Situation nicht 

aus, zumal lediglich die räumliche Separierung der Eltern noch keine Gewähr dafür biete, dass 

es nicht wieder zu akut kindswohlgefährdenden Situationen komme. Es sei deshalb aktuell of-

fen, welcher Elternteil wirklich angemessen zur Betreuung in der Lage wäre und welche konkre-

ten Unterstützungsangebote es jeweils dafür bräuchte. Die Beantwortung dieser Fragen benöti-

ge sorgfältige Abklärungen und Einschätzungen der Fachpersonen, die derzeit noch nicht vor-

lägen. 

 

4.1 Der Beschwerdeführer macht unter Verweisung auf die Berichte des UKBB vom 

14. April 2023 sowie 18. Dezember 2023 geltend, dass für das Vorliegen von physischen Über-

griffen ausgehend von der Kindsmutter gegenüber dem Kind hinreichende Beweismittel vorlä-

gen. Daraus werde ersichtlich, dass das Kindeswohl durch die Mutter klar gefährdet sei und 

dass der Beschwerdeführer selber Opfer von häuslicher Gewalt durch seine Frau geworden sei. 

Der Kindsvater sei dagegen gegenüber seinem Sohn nie gewalttätig gewesen. Die KESB gehe 

zu Unrecht davon aus, dass er psychischen Druck auf D.____ ausgeübt habe. Zudem sei der 

Vorwurf, dass er notwendige medizinische Untersuchungen von D.____ vereitelt habe, unbe-

rechtigt. Es sei weiter aktenkundig, dass die Mutter aus F.____ stamme und angedroht habe, 

sich scheiden zu lassen und mit D.____ nach F.____ zurückzugehen. Er selber stamme aus 

E.____ und habe keinerlei Interesse in sein Heimatland auszureisen, zumal die Lebensbedin-

gungen dort nicht einladend seien. Die Beschwerdegegnerin übertrage die Gefahren, welche 

von der Kindsmutter ausgingen, ohne ihn gesondert zu betrachten und damit in unzulässiger 

Weise auf den Beschwerdeführer, womit der Sachverhalt unrichtig festgestellt worden sei. 

 

4.2 Der angefochtene Entscheid sei zudem unverhältnismässig. Die Kindseltern wohnten 

nun seit dem 20. Februar 2024 nicht mehr zusammen. Das entsprechende Eheschutzgesuch 

sei seitens der unterzeichnender Anwältin am 4. März 2024 beim Zivilkreisgericht Basel-

Landschaft (Zivilkreisgericht) eingereicht worden. Mit der Trennung der Eltern werde es auch 

keinen Konflikt mehr zwischen ihnen geben. Die Konflikte seien stets entfacht, weil die Kinds-

mutter gegenüber dem gemeinsamen Kind gewalttätig gewesen sei und der Vater versucht ha-

be, das Kind zu schützen. Die Beschwerdegegnerin habe es zu Unrecht nicht in Betracht gezo-

gen, D.____ beim Vater leben zu lassen. 

 

5.1 Die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde ist gemäss Art. 445 Abs. 1 ZGB zustän-

dig, die für die Dauer des Verfahrens notwendigen vorsorglichen Massnahmen zu treffen. Sie 

kann insbesondere eine Massnahme des Kindesschutzes vorsorglich anordnen. Vorsorgliche 

Massnahmen müssen unumgänglich, d.h. so dringlich sein, dass der ordentliche, spätere Ent-

scheid nicht abgewartet werden kann, ohne einen erheblichen Nachteil für die betroffene Per-

son in Kauf zu nehmen (CHRISTOPH HÄFELI, Grundriss zum Kindes- und Erwachsenenschutz-

recht, 3. Auflage, Bern 2021, S. 323). Sie ergehen gestützt auf eine bloss summarische Prüfung 

der Sach- und Rechtslage, wobei für deren Anordnung das Beweismass der Glaubhaftmachung 

genügt (Urteil des Kantonsgerichts, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht [KGE VV], 

vom 17. Januar 2023 [810 22 272] E. 4.1; LUCA MARANTA, in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Bas-

ler Kommentar zum Zivilgesetzbuch I, Basel 2022, N 11 zu Art. 445 ZGB). 

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5.2 In materieller Hinsicht ist von Art. 310 Abs. 1 ZGB auszugehen, wonach die Kindes-

schutzbehörde, wenn einer Gefährdung des Kindes nicht anders begegnet werden kann, dieses 

den Eltern wegzunehmen und in angemessener Weise unterzubringen hat. Die Gefährdung 

muss darin liegen, dass das Kind in der elterlichen Obhut nicht so geschützt und gefördert wird, 

wie es für seine körperliche, geistige und sittliche Entfaltung nötig wäre. Unerheblich ist, auf 

welche Ursachen die Gefährdung zurückzuführen ist: Sie können in den Anlagen oder in einem 

Fehlverhalten des Kindes, der Eltern oder der weiteren Umgebung liegen. Desgleichen spielt 

keine Rolle, ob die Eltern ein Verschulden an der Gefährdung trifft. Massgebend sind die Ver-

hältnisse im Zeitpunkt der Entziehung. Alle Kindesschutzmassnahmen müssen erforderlich sein 

(Subsidiarität), und es ist immer die mildeste Erfolg versprechende Massnahme anzuordnen 

(Proportionalität); diese sollen elterliche Bemühungen nicht ersetzen, sondern ergänzen (Kom-

plementarität). Der Entzug der elterlichen Obhut ist daher nur zulässig, wenn andere Massnah-

men ohne Erfolg geblieben sind oder von vornherein als ungenügend erscheinen (Urteil des 

Bundesgerichts 5A_561/2013 vom 10. Januar 2014 E. 7.2). Ein Entzug des Aufenthaltsbestim-

mungsrechts kann etwa angezeigt sein bei einem Defizit an erzieherischer/elterlicher Kompe-

tenz: Alle Formen der Misshandlung und sexuellen Ausbeutung, Unfähigkeit der Eltern, sich 

adäquat um das Kind zu kümmern, weil sie durch persönliche oder eheliche Probleme über-

mässig absorbiert sind; allgemeine Überforderung, adäquat auf entwicklungsbedingte Notlagen 

und Bedürfnisse zu reagieren; dysfunktionale Familienorganisation (CHRISTOPH HÄFELI, a.a.O., 

S. 438).  

 

6.1 Den Verfahrensakten ist zu entnehmen, dass bei der KESB mehrfach Gefährdungs-

meldungen eingegangen sind. Auch nachdem die sozialen Dienste G.____ den Sachverhalt 

abgeklärt und empfohlen haben, die Mütter- und Väterberatung in Anspruch zu nehmen 

(vgl. Bericht vom 28. August 2023), hat sich die Situation nicht beruhigt. Die sich in den Akten 

befindenden Polizeiberichte bestätigen einerseits das von der KESB beschriebene Zerwürfnis 

der Kindseltern und andererseits die widersprüchlichen Aussagen und Vorwürfe der Kindseltern 

untereinander. Die vorliegend zwischen den Kindseltern verfahrene Situation wird aus dem Po-

lizeibericht und der entsprechenden Aktennotiz vom 22. Februar 2024 augenscheinlich 

(vgl. zum Ganzen auch das Gesprächsprotokoll der Anhörung der Kindseltern durch die KESB 

vom 23. Februar 2024). Der Beschwerdeführer beschuldigt die Kindsmutter der häuslichen Ge-

walt und wirft ihr vor, ihn geschlagen und D.____ gebissen zu haben. Die Kindsmutter bestreitet 

dagegen sämtliche Vorwürfe und führt aus, dass sie sich von ihrem Mann trennen wolle, womit 

dieser nicht klarkomme und sie deshalb permanent und massiv provoziere. Aus dem Bericht 

des Institutes für Rechtsmedizin der Universität Basel vom 4. März 2024 wird ersichtlich, dass 

die Verletzungen von D.____ nicht auf eine Dritteinwirkung zurückzuführen sind, womit die 

Vorwürfe gegenüber der Kindsmutter (zumindest was die angeblichen Tätlichkeiten gegenüber 

D.____ betrifft) grundsätzlich nicht erhärtet werden konnten. Trotzdem ist darauf hinzuweisen, 

dass gemäss den vorinstanzlichen Erwägungen das entsprechende Strafverfahren nach wie vor 

hängig ist. Unabhängig davon geht aus der Stellungnahme vom 26. April 2024 schliesslich her-

vor, dass die KESB aufgrund der bisher gewonnenen Erkenntnisse der Ansicht ist, dass das 

Kindeswohl nicht nur durch die Kindsmutter, sondern mutmasslich auch durch den Kindsvater 

gefährdet werde. 

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6.2 Für die Beurteilung des Kindeswohls von D.____ im heutigen Zeitpunkt ist die Beant-

wortung dieser ʺSchuldfrageʺ im elterlichen Konflikt denn auch nicht von Relevanz. Die Gefähr-

dung des Kindeswohls ergibt sich vielmehr aus dem elterlichen Konflikt selbst beziehungsweise 

aus dem Umstand, dass die Eltern diesen nicht in einer dem Kindeswohl entsprechenden Art 

und Weise handhaben und lösen können. Die KESB wurde vom Zivilkreisgericht mit Verfügung 

vom 5. März 2024 über das durch den Kindsvater eingeleitete Eheschutzverfahren informiert. 

Der Beschwerdeführer führt weiter aus, dass das Ehepaar bereits seit dem 20. Februar 2024 

nicht mehr zusammenwohne. Andere oder nähere Angaben zu seiner neuen Wohnsituation 

beziehungsweise Wohnform macht der Beschwerdeführer dagegen keine. Aus den Ausführun-

gen der Rechtsvertreterin zum Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ergibt sich, dass der 

Arbeitgeber dem Beschwerdeführer aufgrund der aktuellen Situation der Trennung und häusli-

cher Gewalt unverständlicherweise die Kündigung angedroht habe. Die neue Wohnadresse der 

Mutter muss umständebedingt geheim gehalten werden. Dieser konfliktbelasteten und in vieler-

lei Hinsicht unklaren und ungeregelten Lebens- und Wohnsituation beider Eltern steht das aktu-

elle Setting für D.____ im Kinderheim I.____ gegenüber. Dort befindet sich D.____ seit der su-

perprovisorischen Platzierung vom 23. Februar 2024. Im Kinderheim I.____ besteht für D.____ 

eine professionelle und gut überwachte Struktur, die ihm einen geregelten Tagesablauf gewähr-

leistet und ihn vor den unkontrollierten Eskalationen in den elterlichen Konflikten schützt. Zu-

dem ist durch diese Struktur eine begleitete Ausübung der Kontakte zu seinen Eltern sicherge-

stellt. Aus den Akten ergibt sich denn auch, dass die Wahrnehmung dieser elterlichen Kontakte, 

und zwar sowohl durch die Kindsmutter als auch durch den Beschwerdeführer, mittlerweile gut 

funktioniert.  

 

6.3 D.____ ist erst dreijährig, weshalb die Platzierung an einem neuen und unbekannten 

Ort für ihn im Vergleich zu seinem bisherigen Lebensalltag unbestrittenermassen eine schwere 

Zäsur darstellt. Auf der anderen Seite ist ein Kind in seinem Alter vollständig von seinem Be-

treuungsumfeld abhängig und damit äussert verletzlich beziehungsweise durch schädigendes 

Verhalten rasch stark gefährdet. Aus den Akten wird ersichtlich, dass die Kindseltern aktuell 

nicht in der Lage sind, D.____ hinreichend zu schützen beziehungsweise die Wahrung seines 

Kindeswohls sicherzustellen. Die Platzierung bewirkt zumindest, dass D.____ aus der akuten 

elterlichen Konfliktsituation herauskommt und durch das aktuelle Setting ein vertrauensvolles 

Umfeld, Ruhe, Geborgenheit und eine geregelte Alltagsstruktur erleben kann. Diese Grundvo-

raussetzungen an das Kindeswohl eines dreijährigen Kindes waren vor seiner Fremdplatzierung 

offensichtlich nicht mehr erfüllt und wären bei einer sofortigen Aufhebung der vorsorglich ange-

ordneten Kindesschutzmassnahen zum heutigen Zeitpunkt weder durch die Eltern gemeinsam 

noch durch einen der beiden Elternteile alleine in hinreichender Form sichergestellt. Vielmehr 

muss der Kontakt der Kindseltern mit D.____ derzeit durch Fachpersonen beaufsichtigt werden 

und es sei gemäss der KESB angezeigt, dass auch der Entwicklungs- und Gesundheitszustand 

des Kindes, die Kind-Elternbeziehung sowie deren Betreuungsverhalten durch Fachpersonen 

beobachtet und begleitet werden. All dies ist zurzeit augenscheinlich nur im Rahmen der aktuel-

len vorsorglichen Platzierung möglich, zumal bei beiden Elternteilen in Bezug auf die abzuklä-

renden Betreuungsfragen gleichermassen Fragezeichen bestehen. Aus dem Gesagten ergibt 

sich, dass die provisorisch angeordneten Kindesschutzmassnahmen als vorläufiger Rechts-

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schutz ihrem Zweck entsprechend andauern müssen, bis die aktuell laufenden Abklärungen 

hinreichende Ergebnisse zur Beantwortung der Fragen liefern, wie sich einerseits die individuel-

le Situation bei jedem einzelnen Elternteil aktuell und in absehbarer Zukunft präsentiert und ob 

andererseits eine nachhaltige Verbesserung der Kooperation und Konfliktlösung auf Elternebe-

ne erreicht werden kann.  

 

6.4 Ein weiterer zentraler Punkt bildet der Umstand, dass diese Abklärungen und Be-

obachtungen für eine umfassende Einschätzung der Situation einen Prozess darstellen, der 

aufgrund der Natur der Sache und Komplexität der Verhältnisse eine gewisse Zeitdauer erfor-

dert. Die Vorinstanz führt aus, dass bis anhin noch nicht habe abgeklärt werden können, ob und 

wie der Beschwerdeführer das Kind alleine oder zusammen mit der Kindsmutter ausreichend 

schützen könne. Die Trennung sei in diesem Zusammenhang ein notwendiger nicht aber hinrei-

chender Schritt. Wie hiervor dargelegt, wurden durch die bisherige Dauer der vorsorglichen 

Massnahmen in tatsächlicher Hinsicht Fakten geschaffen. Der Aspekt der Kontinuität der Ver-

hältnisse spricht dabei grundsätzlich für eine grosse Zurückhaltung bei der Aufenthaltsverände-

rung während des laufenden Abklärungsverfahrens. Ein dem Kind schädliches Hin und Her gilt 

es zu vermeiden, so etwa wenn ein faktisch bereits geschaffener Zustand im Rechtsmittelver-

fahren überprüft wird (KGE VV vom 22. Dezember 2015 [810 15 306] E. 7.3). Dies muss umso 

mehr dann gelten, wenn der behördlich organsierten professionellen Fremdplatzierung eine 

unklare und ungeregelte Situation der Kindseltern gegenübersteht. Es ist schliesslich auch zu 

berücksichtigen, dass sich die Kindsmutter, welche von den vorsorglichen Massnahmen gleich-

ermassen betroffen ist, nicht gegen den vom Beschwerdeführer angefochtenen Entscheid ge-

wehrt hatte. Es liegt somit vorliegend klar im Kindeswohl von D.____, die gegenwärtige Situati-

on für die Dauer der weiteren erforderlichen Abklärungen durch die Vorinstanz und die involvier-

ten Fachpersonen aufrechtzuerhalten.  

 

6.5 Durch die behördlich angeordnete Platzierung erhält D.____ klare Strukturen und ein 

altersadäquates Wohn- und Betreuungsangebot. Die Unterbringung bezweckt, eine umfassen-

de Abklärung zu tätigen, um eine passende Anschlusslösung zu organisieren. Die Vorinstanz 

war verpflichtet, vorübergehend geeignete Massnahmen zum Schutz des Kindswohls von 

D.____ zu treffen. Mit anderen Worten machte die zugespitzte Situation ein sofortiges behördli-

ches Eingreifen erforderlich. Insofern ist mit der Vorinstanz davon auszugehen, dass eine ande-

re Massnahme schon von vornherein als ungenügend betrachtet werden musste, um den an-

gestrebten Zweck zu erreichen. Dies gilt vorliegend insbesondere auch für die Bitte der in 

K.____ wohnhaften Grossmutter mütterlicherseits, D.____ bei sich aufnehmen zu können. 

Demzufolge erweist sich die vorsorgliche Platzierung für die Dauer der Abklärungen im Kinder-

heim I.____ sowohl zum Zeitpunkt der Platzierung als auch gegenwärtig als geeignet, erforder-

lich und verhältnismässig im engeren Sinne.  

 

6.6 Schliesslich ist noch die Eignung des Unterbringungsorts zu prüfen. Die Eignung der 

Anstalt beurteilt sich unter dem Blickwinkel der spezifisch kindesrechtlichen Gefährdungslage 

und ist zu bejahen, wenn die betreffende Anstalt dem eingewiesenen Kind Hilfe bei der Lösung 

seiner Probleme zu leisten vermag, so dass Aussicht besteht, seine Entwicklung in geordnete 

Bahnen zu lenken (Urteil des Bundesgerichts 5C.258/2006 vom 22. Dezember 2006 E. 3.1). 

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Der Beschwerdeführer stellt die grundsätzliche Geeignetheit des Unterbringungsorts nicht in 

Abrede. Das Kinderheim I.____ erweist sich ohne Weiteres als geeignet für die Platzierung von 

D.____ und die Erreichung des Aufenthaltszwecks.  

 

7. Nach dem Gesagten erweisen sich der vorsorglich angeordnete Entzug des Aufent-

haltsbestimmungsrechts und die damit verbundene Platzierung von D.____ gestützt auf die 

gebotene summarische Würdigung der Sach- und Rechtslage als verhältnismässig und ange-

messen. Angesichts der Schwere des damit verbundenen Eingriffs in die Persönlichkeitsrechte 

des Beschwerdeführers (und der Beigeladenen) hat die Vorinstanz die weiteren Abklärungen in 

Zusammenarbeit mit der Beiständin umgehend vorzunehmen und alsdann den Hauptentscheid 

zu treffen. Die Beschwerde ist demnach vollumfänglich abzuweisen. Mit dem vorliegenden Ent-

scheid in der Hauptsache wird das Gesuch um Erteilung der aufschiebenden Wirkung gegen-

standslos.  

 

8.1 Es bleibt über die Kosten des vorliegenden Verfahrens zu befinden. Gemäss § 20 

Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor dem Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten 

werden in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt. Vorlie-

gend werden Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- erhoben. Der Beschwerdeführer er-

sucht in seiner Beschwerdeeingabe sowie mit dem nachträglich eingereichten Formular 

ʺGesuch um unentgeltliche Rechtspflegeʺ (vgl. Sachverhalt lit. L hiervor) um unentgeltliche Pro-

zessführung und Verbeiständung. Gemäss § 22 Abs. 1 VPO wird eine Partei auf ihr Begehren 

von der Bezahlung der Verfahrenskosten und der Kosten von Beweismassnahmen befreit, so-

fern ihr die nötigen Mittel fehlen und ihr Begehren nicht offensichtlich als aussichtslos erscheint. 

Kumulativ zur Bedürftigkeit wird die Nichtaussichtslosigkeit der Sache vorausgesetzt. Als aus-

sichtslos sind Prozessbegehren anzusehen, bei denen die Gewinnaussichten beträchtlich ge-

ringer sind als die Verlustgefahren und die deshalb kaum als ernsthaft bezeichnet werden kön-

nen. Dagegen gilt ein Begehren nicht als aussichtslos, wenn sich Gewinnaussichten und Ver-

lustgefahren ungefähr die Waage halten oder jene nur wenig geringer sind als diese. Massge-

bend ist, ob eine Partei, die über die nötigen finanziellen Mittel verfügt, sich bei vernünftiger 

Überlegung zu einem Prozess entschliessen würde; eine Partei soll einen Prozess, den sie auf 

eigene Rechnung und Gefahr nicht führen würde, nicht deshalb anstrengen können, weil er sie 

nichts kostet (KGE VV vom 18. Juni 2020 [810 19 218] E. 9.2; BGE 142 III 138 E. 5.1; BGE 139 

III 475 E. 2.2).  

 

8.2 Vor dem Hintergrund der vorstehenden Erwägungen konnten die Gewinnaussichten für 

die vorliegende Beschwerde kaum als ernsthaft bezeichnet werden, zumal sich der Beschwer-

deführer in seiner Argumentation inhaltlich darauf beschränkt, zu behaupten, dass die elterli-

chen Konflikte einzig daraus resultierten, dass die Kindsmutter gegenüber D.____ gewalttätig 

gewesen sei und er als Vater versucht habe, das Kind zu schützen. Dagegen zeigt der Be-

schwerdeführer aus der erforderlichen Perspektive des Kindeswohls nicht ansatzweise substan-

tiiert auf, inwiefern er durch seine aktuelle persönliche (berufliche und private) Situation die Inte-

ressen von D.____ besser beziehungsweise zumindest gleichermassen zu schützen in der La-

ge ist, wie dies das professionelle behördliche Setting gegenwärtig erwiesenermassen tut. Auf 

die Frage ob und falls ja wie die Lösung der akuten elterlichen Konflikte beziehungsweise die 

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nachhaltige minimale elterliche Kooperation in Kinderbelangen aussehen soll oder könnte, geht 

der Beschwerdeführer gar nicht erst ein. Bei dieser Ausgangslage ist zudem zu berücksichti-

gen, dass die vor der Vorinstanz ebenfalls anwaltlich vertretene und vom vorsorglichen Mass-

nahmeentscheid gleichermassen betroffene Kindsmutter auf die Ergreifung eines Rechtsmittels 

verzichtet hatte. Nach dem Gesagten kann somit nicht von intakten Prozesschancen im hiervor 

beschriebenen Sinne ausgegangen werden. Damit erübrigt sich eine separate Prüfung der Be-

dürftigkeit des Beschwerdeführers, womit das Gesuch um Bewilligung der unentgeltlichen 

Rechtspflege zufolge Aussichtslosigkeit abzuweisen ist.  

 

8.3 Demzufolge werden die Verfahrenskosten in der Höhe von insgesamt Fr. 800.-- aus-

gangsgemäss dem Beschwerdeführer auferlegt. Die Parteikosten sind wettzuschlagen (§ 21 

VPO). 
  

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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen.  

   

 2. Das Gesuch des Beschwerdeführers um unentgeltliche Rechtspflege 

wird abgewiesen. 

   

 3. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden dem  

Beschwerdeführer auferlegt. 

   

 4. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. 

 

 

 

 

 

 

Präsidentin 
 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiber 
 
 
 
 
 
 

 

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