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**Case Identifier:** 3c76e99d-615b-568e-810c-2706e57ca845
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2014-10-31
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 31.10.2014 C-5851/2013
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-5851-2013_2014-10-31.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung III 

C-5851/2013, C-5850/2013 

 

 

  U r t e i l  v o m  3 1 .  O k t o b e r  2 0 1 4  

Besetzung 

 
Richter David Weiss (Vorsitz), 

Richter Markus Metz,  

Richter Beat Weber,    

Gerichtsschreiber Roland Hochreutener. 
 

 
 

Parteien 

 
A._______,  

B._______,   

Beschwerdeführende,  

 
 

 
gegen 

 

 
Schweizerische Ausgleichskasse SAK, Avenue Edmond-

Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2,    

Vorinstanz.  

 

Gegenstand 

 
AHV, Altersrente, Einspracheentscheide vom 18. September 

2013. 

 

 

C-5851/2013, C-5850/2013 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A.a A._______, geboren am (…) 1947, Schweizerischer Staatsbürger (im 

Folgenden: Versicherter oder Beschwerdeführer), wohnhaft in (…), war 

gemäss Auszug aus dem Individuellen Konto (IK)  - mit Unterbrüchen - ab 

1965 bis September 1978 in der Schweiz erwerbstätig und entrichtete 

dabei obligatorische Beiträge an die schweizerische Alters-, Hinterlasse-

nen- und Invalidenversicherung (AHV/IV; Akten der Vorinstanz betreffend 

A._______ [im Folgenden: act. I] 35, S. 7). Von (…) unterstand er wäh-

rend 52 Monaten der Luxemburgischen Pensionsversicherung (act. I.26, 

S. 1). In der Zeit von (…leistete er als Erwerbstätiger beziehungsweise 

Arbeitsloser wieder in der Schweiz Beiträge an die AHV/IV. Von (…) bis 

(…) leistete er als Nichterwerbstätiger und von (…) bis (…) wieder als un-

selbstständig Erwerbstätiger Beiträge an die AHV/IV (IK-Auszug; act. I.35, 

S. 1-15; 58, S. 4).   

A.b Am 28. August 2009 (Eingang: 1. beziehungsweise 10. September 

2009) meldete sich der Versicherte bei der Ausgleichskasse Banken zum 

Vorbezug der Altersrente per 1. Januar 2011 an (act. I.39, S. 1-4). Mit Ver-

fügung vom 6. Januar 2011 sprach die Ausgleichskasse des Kantons Zü-

rich dem Versicherten mit Wirkung ab 1. Januar 2011 eine um zwei Jahre 

vorbezogene ordentliche Teilaltersrente von Fr. 1'390.- pro Monat zu 

(act. I.46, S. 1). Der Berechnung legte sie dabei ein massgebendes 

durchschnittliches Jahreseinkommen von Fr. 61'248.-, eine anrechenbare 

Beitragsdauer beziehungsweise Versicherungszeit von 32 Jahren und 10 

Monaten, bei einer Versicherungsdauer des Jahrganges von 42 Jahren, 

sowie die Rentenskala 35 zugrunde (act. I.45 f.).  

A.c Am 14. November 2012 teilte die Schweizerische Ausgleichskasse 

(im Folgenden: SAK oder Vorinstanz) dem Versicherten mit, dass sie auf-

grund eines Rentenantrages seiner Ehefrau mit Wohnsitz im Ausland neu 

auch für die Zahlung seiner AHV-Rente zuständig sei (act. I.51).  

A.d Nachdem er sich zum Bezug einer ordentlichen AHV-Rente ange-

meldet hatte (act. I.52 f.), teilte die SAK dem Versicherten am 12. De-

zember 2012 mit, dass er ab 1. Januar 2013, gestützt auf ein massge-

bendes durchschnittliches Jahreseinkommen von Fr. 61'776.- und in An-

wendung der Rentenskala 35, Anspruch auf eine ordentliche Altersrente 

von monatlich Fr. 1'402.- habe (act. I.55). 

C-5851/2013, C-5850/2013 

Seite 3 

A.e Mit Bescheid vom 20. Februar 2013 sprach die Nationale Pensions-

versicherungsanstalt von Luxemburg dem Versicherten ab dem 25. De-

zember 2012 eine Alterspension von monatlich EUR 574.94 zu (act. I.65, 

S. 4). 

A.f Mit Schreiben vom 20. Februar 2013 kündigte die SAK dem Versi-

cherten an, sie habe gestützt auf die um ein Jahr vorbezogene Altersren-

te der Ehefrau per 1. August 2013 eine Vorausberechnung seiner Alters-

rente vorgenommen. Sobald beide Ehegatten rentenberechtigt seien, 

werde sich die Höhe seiner Rentenleistung ab 1. August 2013 auf 

Fr. 1'328.- pro Monat belaufen (act. I.66, S. 1-3).  

A.g Mit Verfügung vom 26. Juli 2013 sprach die Vorinstanz dem Versi-

cherten - aufgrund der Neuberechnung wegen Eintritts des Versiche-

rungsfalles bei der Ehefrau des Beschwerdeführers - ab 1. August 2013 

eine ordentliche Teilaltersrente von Fr. 1'328.- pro Monat zu. Der Berech-

nung legte sie dabei ein massgebendes durchschnittliches Jahresein-

kommen von neu Fr. 54'756.- zugrunde; gestützt auf die Anerkennung 

von 33 vollen Versicherungsjahren und Versicherungsjahre des Jahrgan-

ges von 42 Jahren wurde die AHV-Rente auf Basis der Rentenskala 35 

ermittelt (act. I.67).  

A.h Gegen diese Verfügung erhob der Versicherte am 13. August 2013 

Einsprache mit dem Antrag, seine Altersrente sei in Anwendung der Ren-

tenskala 39 beziehungsweise 40 zu berechnen. Zur Begründung machte 

er im Wesentlichen geltend, die Vorinstanz habe zu Unrecht lediglich die 

schweizerischen Beitragsjahre berücksichtigt. Gestützt auf das Freizügig-

keitsabkommen zwischen der Schweiz und der EG sowie die einschlägi-

gen Verordnungen Nr. 883/2004 des Europäischen Parlaments und des 

Rates vom 29. April 2004 und Nr. 987/2009 des Europäischen Parla-

ments und des Rates vom 16. September 2009 hätten die in beiden Län-

dern abgerechneten Beitragszeiten von 52 (Luxemburg) und 406 Mona-

ten (Schweiz) zusammengerechnet und dementsprechend - aufgrund der 

Summe dieser Beitragszeiten - die Rentenskala 39 beziehungsweise 40 

ermittelt werden müssen (act. I.68). 

B.   

B.a B.______, geboren am (…) 1950, seit (…) 1984 verheiratet mit 

A._______, deutsch-schweizerische Doppelbürgerin (im Folgenden: Ver-

sicherte oder Beschwerdeführerin), wohnhaft in (…), war - mit Unterbrü-

C-5851/2013, C-5850/2013 

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chen - von (…) bis (…), von (…) bis (…) und von (…) bis (…) bei der 

deutschen Rentenversicherung versichert und erwarb während dieser 

Zeit Entgeltpunkte für 227 Monate deutsche Beitragszeit (Akten der Vor-

instanz betreffend B._______ [im Folgenden: act. II] 5, S. 1; act. II.31, S. 

132; II.77, S. 5). Von (…) bis (…) und von (…) bis (...) entrichtete sie in 

der Schweiz AHV-Beiträge als Erwerbstätige (vgl. dazu act. II.19 S. 2; vgl. 

dazu auch Angaben der Versicherten im Formular E 207, act. II.35, S. 7). 

B.b Gestützt auf einen Antrag auf Rentenvorausberechnung vom 11. 

September 2011 ermittelte die SAK am 7. November 2011 eine ordentli-

che AHV-Altersrente ab 1. August 2014 (recte wohl: 2013) in der Höhe 

von Fr. 489.- pro Monat (act. II.31, S. 2-5; II.49, S. 1 f.). 

B.c Mit Verfügung vom 26. Juli 2013 sprach die SAK der Versicherten per 

1. August 2013 eine um ein Jahr vorbezogene ordentliche Altersrente von 

Fr. 501.- pro Monat zu. Die Berechnung nahm sie dabei auf der Grundla-

ge eines massgebenden durchschnittlichen Jahreseinkommens von 

Fr. 70'200.-, einer Versicherungszeit von 10 Jahren und 7 Monaten, bei 

einer Versicherungsdauer des Jahrganges von 42 Jahren, und der Ren-

tenskala 11 vor (act. II.75, S. 1 ff.).  

B.d Gegen diese Verfügung erhob die Versicherte mit Eingabe vom 13. 

August 2013 (Posteingang SAK: 21. August 2013) Einsprache mit dem 

Antrag, die Rentenberechnung sei in Anwendung der Rentenskala 29 be-

ziehungsweise 30 vorzunehmen. Zur Begründung brachte sie - entspre-

chend der Argumentation ihres Ehemannes - vor, die SAK habe zu Un-

recht lediglich die schweizerischen Beitragsjahre berücksichtigt. Gestützt 

auf das Freizügigkeitsabkommen zwischen der Schweiz und der EG so-

wie die einschlägigen Verordnungen Nrn. 883/2004 des Europäischen 

Parlaments und des Rates vom 29. April 2004 und Nr. 987/2009 des Eu-

ropäischen Parlaments und des Rates vom 16. September 2009 hätten 

die in beiden Ländern abgerechneten Beitragszeiten von 227 (Deutsch-

land) und 118 Monaten (Schweiz) zusammengerechnet und die Renten-

skala dementsprechend in Anwendung der Summe der Beitragszeiten 

und der Skala 29 respektive 30 ermittelt werden müssen (act. II.77, 

S. 1 f.). 

B.e Mit (an die Ehefrau eröffnetem) Einspracheentscheid vom 18. Sep-

tember 2013 wies die SAK die Einsprachen der Versicherten ab und be-

stätigte die Verfügungen vom 26. Juli 2013. Zur Begründung führte sie 

aus, ausländische Versicherungszeiten könnten vorliegend nicht ange-

C-5851/2013, C-5850/2013 

Seite 5 

rechnet werden. Eine Ausnahmesituation liege lediglich vor, wenn die 

Mindestbeitragsdauer zur Erlangung eines Rentenanspruchs nicht erfüllt 

sei, was hier nicht zutreffe. Nach den einschlägigen Verordnungen zum 

Freizügigkeitsabkommen und der entsprechenden Praxis setze jedes 

Land die Rente aufgrund der eigenen Beitragszeiten fest. Zusammenfas-

send bestätigte sie, dass die Rentenberechnung für die beiden Versicher-

ten korrekt vorgenommen worden sei (act. II.79; vgl. auch Verfahren C-

5850/2013, BVGer act. 2).  

C.  

C.a Gegen diese Entscheide erhoben die Versicherten mit gemeinsamer 

Eingabe vom 14. Oktober 2013 Beschwerde beim Bundesverwaltungsge-

richt mit den Anträgen, für den Beschwerdeführer sei die AHV-Rente auf 

der Grundlage einer Beitragszeit von 462 Monaten (in Luxemburg und in 

der Schweiz) in Anwendung der Rentenskala 39 beziehungsweise 40 und 

für die Beschwerdeführerin gestützt auf eine gesamte Beitragszeit von 

345 Monaten (in Deutschland und in der Schweiz) und in Anwendung der 

Rentenskala 29 beziehungsweise 30 zu berechnen. Zur Begründung die-

ser Anträge hielten sie an der im Einspracheverfahren vorgebrachten Ar-

gumentation fest, indem sie eine Zusammenrechnung sämtlicher in den 

jeweiligen Ländern angerechneten Beitragszeiten forderten (Akten im Be-

schwerdeverfahren [im Folgenden: BVGer act.] 1).  

C.b Mit prozessleitender Verfügung vom 16. Oktober 2013 vereinigte das 

Bundesverwaltungsgericht die beiden Beschwerdeverfahren (C-

5851/2013 und C-5850/2013; BVGer act. 2, weitere Aktenführung im Ver-

fahren C-5851/2013). 

C.c Mit Vernehmlassung vom 5. November 2013 beantragte die SAK die 

Abweisung der Beschwerde und die Bestätigung des Einspracheent-

scheides. Neben der bereits im Einspracheentscheid vorgebrachten Be-

gründung führte sie ergänzend aus, die von den Beschwerdeführenden 

verlangte Zusammenrechnung der Beitragszeiten sei aufgrund der gel-

tenden Rechtslage nicht zulässig, zumal derzeit die beteiligten Staaten je 

eine Teilrente gewähren würden, so dass die Totalisierung zu einer dop-

pelten Anrechnung und damit zu klar überhöhten Renten führen würde 

(BVGer act. 3). 

C.d Mit Replik vom 15. Dezember 2013 hielten die Beschwerdeführenden 

an ihren Anträgen und ihrer Begründung fest (BVGer act. 5). 

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Seite 6 

C.e Mit Duplik vom 7. Januar 2014 hielt auch die Vorinstanz, unter Ver-

weis auf ihre Ausführungen in der Beschwerdevernehmlassung, an ihren 

Anträgen fest (BVGer act. 7).  

D.  

Auf weitere Vorbringen der Parteien und auf die eingereichten Akten wird, 

soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen einge-

gangen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1  Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 

(VGG, SR 173.32) in Verbindung mit Art. 33 lit. d VGG und Art. 85
bis

 

Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1946 über die Alters- und 

Hinterlassenenversicherung (AHVG, SR 831.10) beurteilt das Bundes-

verwaltungsgericht Beschwerden von Personen im Ausland gegen Verfü-

gungen der Schweizerischen Ausgleichskasse. Es liegt keine Ausnahme 

im Sinne von Art. 32 VGG vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist somit 

zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zuständig.  

1.2 Aufgrund von Art. 3 lit. d
bis

 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 

1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) findet das 

VwVG keine Anwendung auf das Verfahren in Sozialversicherungssa-

chen, soweit das Bundesgesetz vom 6. Oktober 2000 über den Allgemei-

nen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) anwendbar ist. 

Gemäss Art. 1 Abs. 1 AHVG sind die Bestimmungen des ATSG auf die im 

ersten Teil geregelte Alters- und Hinterlassenenversicherung anwendbar, 

soweit das AHVG nicht ausdrücklich eine Abweichung vom ATSG vor-

sieht. 

1.3 Die Beschwerdeführenden sind durch die angefochtenen Einsprache-

entscheide berührt und haben ein schutzwürdiges Interesse an deren 

Aufhebung oder Änderung, so dass sie im Sinne von Art. 59 ATSG be-

schwerdelegitimiert ist.  

1.4 Die Beschwerde ist innerhalb von 30 Tagen nach Eröffnung der Ver-

fügung oder des Einspracheentscheides einzureichen (Art. 60 Abs. 1 

ATSG, SR 830.1, vgl. auch Art. 50 Abs. 1 VwVG). Die angefochtenen 

Einspracheentscheide datieren vom 18. September 2013, und die Be-

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Seite 7 

schwerde wurde am 14. Oktober 2013 der Post übergeben (Beilage zu 

BVGer act. 1). Die Beschwerdefrist ist damit gewahrt. Da die Beschwerde 

auch formgerecht eingereicht wurde (Art. 52 VwVG), ist auf sie einzutre-

ten.  

2.  

2.1 Nach der Rechtsprechung stellt das Sozialversicherungsgericht bei 

der Beurteilung einer Streitsache in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt 

des Erlasses der streitigen Verwaltungsverfügung (hier: Einspracheent-

scheide vom 18. September 2013) eingetretenen Sachverhalt ab (BGE 

129 V 1 E. 1.2 mit Hinweis). Weiter sind in zeitlicher Hinsicht grundsätz-

lich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei der Erfüllung des zu 

Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung hatten (BGE 130 V 329).  

2.2 Die Beschwerdeführenden können im Rahmen des Beschwerdever-

fahrens die Verletzung von Bundesrecht unter Einschluss des Miss-

brauchs oder der Überschreitung des Ermessens, die unrichtige oder un-

vollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts sowie Un-

angemessenheit des Entscheids rügen (Art. 49 VwVG). 

3.  

Im Folgenden sind vorab die im vorliegenden Verfahren anwendbaren 

Normen und Rechtsgrundsätze darzustellen. 

3.1 Die Beschwerdeführenden machen auch im vorliegenden Beschwer-

deverfahren geltend, aufgrund des Abkommens vom 21. Juni 1999  zwi-

schen der Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der Euro-

päischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten anderseits (darunter 

auch Deutschland und Luxemburg) über die Freizügigkeit (im Folgenden: 

Freizügigkeitsabkommen; FZA; SR 0.142.112.681) hätten sie einen An-

spruch darauf, dass die ihnen in den ausländischen Staaten gutgeschrie-

benen Beiträge auch bei der Festsetzung der schweizerischen Altersren-

ten berücksichtigt werden.  

3.2 Das FZA ist am 1. Juni 2002 in Kraft getreten. Es fragt sich, ob dieses 

Abkommen, insbesondere sein Anhang II, der die Koordinierung der Sys-

teme der sozialen Sicherheit regelt, im vorliegenden Verfahren zu be-

rücksichtigen ist (BGE 128 V 315 E. 1) und ob der zu beurteilende Sach-

verhalt in seinen Anwendungsbereich fällt.   

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Seite 8 

3.2.1 Nach Art. 1 Abs. 1 des auf der Grundlage des Art. 8 FZA ausgear-

beiteten und Bestandteil des Abkommens bildenden (Art. 15 FZA ) An-

hangs II "Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit" des FZA in 

Verbindung mit Abschnitt A dieses Anhangs wenden die Vertragsparteien 

untereinander insbesondere die Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 des Ra-

tes vom 14. Juni 1971 zur Anwendung der Systeme der sozialen Sicher-

heit auf Arbeitnehmer und Selbstständige sowie deren Familienangehöri-

ge, die innerhalb der Gemeinschaft zu- und abwandern (im Folgenden: 

VO 1408/71), und die Verordnung (EWG) Nr. 574/72 des Rates vom 21. 

März 1972 über die Durchführung der Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 

über die Anwendung der Systeme der sozialen Sicherheit auf Arbeitneh-

mer und Selbstständige sowie deren Familienangehörige, die innerhalb 

der Gemeinschaft zu- und abwandern (im Folgenden: VO 574/72), oder 

gleichwertige Vorschriften an. Der am 1. Juni 2002 in Kraft getretene Art. 

153a AHVG verweist in Bst. a auf diese beiden Koordinierungsverord-

nungen (AS 2002 687). 

3.2.2 Durch den Beschluss Nr. 1/2012 des Gemischten Ausschusses vom 

31. März 2012 zur Ersetzung des Anhangs II des Abkommens über die 

Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit sind die Verordnun-

gen Nrn. 1408/71 und 574/72 per 1. April 2012 ersetzt worden (AS 2012 

2345; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts [BGer] 8C_455/2011 vom 4. 

Mai 2012 E. 2.1). Ab diesem Zeitpunkt wenden die Vertragsparteien un-

tereinander grundsätzlich die Verordnung (EG) Nr. 883/2004 des Europä-

ischen Parlaments und des Rates vom 29. April 2004 zur Koordinierung 

der Systeme der sozialen Sicherheit (SR 0.831.109.268.1; im Folgenden: 

VO 883/2004) und die Verordnung (EG) Nr. 987/2009 des Europäischen 

Parlaments und des Rates vom 16. September 2009 zur Festlegung der 

Modalitäten für die Durchführung der VO 883/2004 (SR 

0.831.109.268.11) oder gleichwertige Vorschriften an (im Folgenden: VO 

987/2009). Hiervon ausgenommen sind die besonderen Regelungen ge-

mäss den Übergangsbestimmungen in Art. 87 VO 883/2004 (vgl. dazu 

auch Ziff. 3.6 der Mitteilungen an die AHV-Ausgleichskassen und EL-

Durchführungsstellen Nr. 301 und Rz. 1010 des Kreisschreibens über das 

Verfahren der Leistungsfestsetzung in der AHV/IV [KSBIL]).   

3.2.3 Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung beruht die Ablösung 

einer einfachen Altersrente durch eine Ehepaar-Altersrente auf einem 

neuen Versicherungsfall (Erreichen des AHV-Alters der Ehefrau des Al-

tersrentners). Die ursprüngliche Rente wird durch eine neue Hauptrente 

abgelöst. Mit dem Eintritt des neuen Versicherungsfalles erfolgt somit die 

http://www.koordination.ch/fileadmin/files/abkommen/vo_574_72.pdf
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C-5851/2013, C-5850/2013 

Seite 9 

verfügungsweise Zusprechung einer anderen Rentenart (BGE 117 V 121 

E. 3). 

3.2.4  Die am (…) 1950 geborene Beschwerdeführerin erreichte das 63. 

Altersjahr und damit das Alter für die (ein Jahr vor dem ordentlichen Ren-

tenalter vorbezogene) Altersrente am (…) 2013. Die Rentenverfügung er-

ging am 26. Juli 2013 und der Rentenanspruch entstand per 1. August 

2013 (vgl. dazu Art. 40 Abs. 1 AHVG; in Kraft seit 1. Januar  1997; AS 

1996 2466; vgl. act. II.75). Dementsprechend ist in Bezug auf die Be-

schwerdeführerin die zeitliche Anwendbarkeit des am 1. April 2012 in 

Kraft getretenen Freizügigkeitsabkommens und der entsprechenden Ko-

ordinierungsverordnungen (VO 883/2004 und VO 987/2009) ohne weite-

res zu bejahen.  

In Bezug auf den Beschwerdeführer ist der erste Versicherungsfall - ge-

mäss Rentenverfügung vom 6. Januar 2011 - mit dem Erreichen des 63. 

Altersjahres am (…) 2010, der zum Rentenvorbezug per 1. Januar 2011 

berechtigt hat, eingetreten (vgl. act. I.46, S. 1). Mit der Ablösung der ur-

sprünglichen Altersrente durch die neue Hauptrente per 1. August 2013 

ist nach der vorstehend zitierten Rechtsprechung ein neuer Versiche-

rungsfall eingetreten. Damit ist der zeitliche Geltungsbereich des am 

1. April 2012 in Kraft getretenen Freizügigkeitsabkommens und der ent-

sprechenden Koordinierungsverordnungen (VO 883/2004 und 

VO 987/2009) auch bezüglich des Beschwerdeführers gegeben.  

Die genannten Verordnungen sind sodann auch in persönlicher Hinsicht 

auf die Beschwerdeführenden anwendbar, weil sie als Arbeitnehmer gel-

ten, welche Staatsangehörige eines Mitgliedstaats ist und für welche die 

Rechtsvorschriften eines oder mehrerer Mitgliedstaaten gelten oder gal-

ten (Art. 2 Abs. 1 VO 883/2004). Die hier zur Beurteilung stehenden AHV-

Renten werden zudem als Leistungen im Sinne von Art. 3 Abs. 1 Bst. d 

VO 883/2004 vom sachlichen Anwendungsbereich der Koordinierungs-

normen erfasst. Dementsprechend sind das Freizügigkeitsabkommen 

und die neuen Koordinationsverordnungen in der ab 1. April 2012 gelten-

den Version sowohl für die Beschwerdeführerin als auch für den Be-

schwerdeführer anwendbar.  

 

4.  

C-5851/2013, C-5850/2013 

Seite 10 

4.1 Die Beschwerdeführenden machen zur Begründung ihrer Anträge gel-

tend, für die korrekte Berechnung ihrer schweizerischen AHV-Altersrenten 

seien auch die ihnen in den Vertragsstaaten (Luxemburg beziehungswei-

se Deutschland) gutgeschriebenen Beitragszeiten zu berücksichtigen, 

weil die Koordinierungsverordnungen den Grundsatz der Zusammen-

rechnung der Beitragszeiten vorsehen würden (BVGer act. 1). 

Dagegen wendet die Vorinstanz ein, nach der geltenden Rechtslage set-

ze jedes Land die Rente aufgrund der eigenen Beitragszeiten fest. Eine 

globale Zusammenrechnung aller in der Schweiz und in einem Mitglied-

staat erworbenen Beitragszeiten sei jedenfalls nach dem derzeit gelten-

den Recht nicht vorgesehen. Jedes Land gewähre auch eigene Renten-

leistungen. Die von den Beschwerdeführenden geltend gemachte Zu-

sammenrechnung würde unter diesem Gesichtspunkt zu überhöhten und 

nicht gerechtfertigten Rentenleistungen führen (BVGer act. 3 und Beilage 

zu BVGer act. 1).  

4.2 Mit Urteil vom 9. Dezember 2003 (H 132/03, publiziert in: BGE 130 V 

51) hat das Eidgenössische Versicherungsgericht (EVG; ab 1. Januar 

2007: Sozialversicherungsrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts) - 

unter dem Geltungsbereich des bis zum 31. März 2012 geltenden Freizü-

gigkeitsabkommens und der entsprechenden Koordinationsverordnungen 

(VO 1408/71 und VO 574/72) - zur Frage der Berücksichtigung der in ei-

nem anderen Vertragsstaat zurückgelegten Versicherungszeiten bei der 

Berechnung einer schweizerischen AHV-Rente Stellung bezogen. Hierzu 

hat das Bundesgericht insbesondere ausgeführt, aufgrund von Art. 46 

Abs. 1 VO 1408/71 habe, falls die Voraussetzungen für den Leistungsan-

spruch nach den Rechtsvorschriften eines Mitgliedstaates auch ohne Be-

rücksichtigung von Versicherungszeiten anderer Mitgliedstaaten gemäss 

Art. 45 und Art. 40 Abs. 3 VO 1408/71 erfüllt seien, eine Vergleichsbe-

rechnung zu erfolgen: Zum einen sei die Rente allein nach innerstaatli-

chem Rentenrecht, das heisst vor allem nur unter Berücksichtigung der 

nach inländischem Rentenrecht anrechenbaren Zeiten, zu berechnen 

(Art. 46 Abs. 1 lit. a Ziff. i VO 1408/71). Zum zweiten sei die Rente ge-

meinschaftsrechtlich nach Art. 46 Abs. 2 VO 1408/71 zu berechnen (Art. 

46 Abs. 1 lit. a Ziff. ii VO 1408/71). Danach finde bei Beteiligung von zwei 

oder mehreren Staaten ein Totalisierungs- und Proratisierungsverfahren 

statt, auf Grund dessen die Höhe des Rentenbetrags jedes Staates im 

Verhältnis zwischen den dort zurückgelegten Versicherungszeiten und 

der Gesamtheit der in den verschiedenen Staaten zurückgelegten Versi-

cherungszeiten festgesetzt werde. Während die nach Art. 46 Abs. 2 Bst. a 

C-5851/2013, C-5850/2013 

Seite 11 

VO 1408/71 durchzuführende Berechnung darauf abziele, dem Arbeit-

nehmer den höchsten theoretischen Betrag zu sichern, den er beanspru-

chen könnte, wenn alle seine Versicherungszeiten nur in dem betreffen-

den Staat zurückgelegt worden wären, habe die nach Bst. b desselben 

Absatzes durchzuführende Berechnung nur den Zweck, die jeweilige Last 

der Leistungen nach dem Verhältnis der Dauer der in jedem dieser Mit-

gliedstaaten vor Eintritt des Versicherungsfalls zurückgelegten Versiche-

rungszeiten auf die Träger der beteiligten Mitgliedstaaten zu verteilen 

(BGE 130 V 51 E. 5.2).  

Gemäss Art. 46 Abs. 1 Bst. b VO 1408/71 könne auf die Berechnung 

nach der Totalisierungs- und Proratisierungsmethode verzichtet werden, 

wenn die Berechnung allein nach den nationalen Rechtsvorschriften zum 

gleichen oder zu einem besseren Ergebnis führe. Anhang IV, Teil C, der 

VO Nr. 1408/71 zähle die Fälle im Sinne von Art. 46 Abs. 1 Bst. b der 

Verordnung auf, in denen auf die Berechnung der Leistung gemäss Art. 

46 Abs. 2 der Verordnung verzichtet werden könne. 

Für die Schweiz sei die ergänzende Bestimmung von Ziff. 1 Bst. m An-

hang II, Abschnitt A, FZA massgebend, wonach alle Anträge auf Alters-, 

Hinterlassenen- und Invalidenrenten des Grundsystems sowie auf Alters-

renten des Systems der beruflichen Vorsorge als solche Fälle gelten wür-

den, in denen auf die Berechnung der Leistung gemäss Art. 46 Abs. 2 VO 

1408/71 verzichtet werden könne. Die Schweiz habe dementsprechend 

die autonome Rentenberechnung beibehalten können, da sie nicht gegen 

den EU-Grundsatz verstosse, wonach ein nach den nationalen Vorschrif-

ten errechneter Betrag nicht kleiner sein dürfe als der Betrag, der sich 

aus der Zusammenrechnung der Versicherungszeiten und der Pro-Rata-

Methode ergebe (BGE 130 V 51 E. 5.3 und 5.4).  

4.3 Wie vorstehend (vgl. E. 3.2.4 hiervor) dargelegt, sind für beide Be-

schwerdeführenden die am 1. April 2012 in Kraft getretenen VO Nrn. 

883/2004 und 987/2009 anwendbar. Bezüglich der hier interessierenden 

Frage der Berücksichtigung der in einem anderen Vertragsstaat zurück-

gelegten Versicherungszeiten bei der Berechnung einer schweizerischen 

AHV-Rente haben die neuen Verordnungen, wie nachfolgend darzulegen 

ist, an der bestehenden Rechtslage nichts geändert.   

4.3.1 Nach Art. 2 Abs. 1 VO 883/2004 gilt diese Verordnung insbesondere 

für Staatsangehörige eines Mitgliedstaates. Gemäss Art. 4 VO 883/2004 

haben Personen, für welche diese Verordnung gilt (sofern in dieser Ver-

C-5851/2013, C-5850/2013 

Seite 12 

ordnung nichts anderes bestimmt ist) die gleichen Rechte und Pflichten 

aufgrund der Rechtsvorschriften eines Mitgliedstaates wie die Staatsan-

gehörigen dieses Staates selbst, soweit besondere Bestimmungen dieser 

Verordnung nichts anderes vorsehen. Dabei ist im Rahmen des FZA und 

der Verordnung auch die Schweiz als „Mitgliedstaat“ zu betrachten (Art. 1 

Abs. 2 von Anhang II des FZA). Der Gleichbehandlungsgrundsatz gilt neu 

auch für alle Personen, die in den Anwendungsbereich der Verordnung 

fallen und die ausserhalb eines EU-Mitgliedstaates Wohnsitz haben 

(Art. 7 VO 883/2004). Bei schweizerischen Staatsangehörigen und 

Staatsangehörigen der Europäischen Union werden Leistungen der AHV 

demnach weltweit exportiert. Im Rahmen ihres Geltungsbereichs tritt die 

VO 883/2004 an die Stelle aller zwischen den Mitgliedstaaten geltenden 

Abkommen über soziale Sicherheit.  

Einzelne Bestimmungen von Abkommen über soziale Sicherheit, die von 

den Mitgliedstaaten vor dem Beginn der Anwendung dieser Verordnung 

geschlossen wurden, gelten jedoch fort, sofern sie für die Berechtigten 

günstiger sind oder sich aus besonderen historischen Umständen erge-

ben und ihre Geltung zeitlich begrenzt ist. Um weiterhin Anwendung zu 

finden, müssen diese Bestimmungen in Anhang II aufgeführt sein. Ist es 

aus objektiven Gründen nicht möglich, einige dieser Bestimmungen auf 

alle Personen auszudehnen, für die diese Verordnung gilt, so ist dies an-

zugeben (Art. 8 Abs. 1 VO 883/2004).  

4.3.2 In Bezug auf die Alters- und Hinterbliebenenrenten sieht Art. 50 

Abs. 1 VO 883/2004 vor, dass bei einem Leistungsantrag des Versicher-

ten alle zuständigen Träger die Leistungsansprüche nach den Rechtsvor-

schriften aller Mitgliedstaaten feststellen, die für die betreffende Person 

galten (Art. 50 Abs. 1 VO 883/2004). Der zuständige Träger berechnet 

den geschuldeten Leistungsbetrag grundsätzlich allein nach den für ihn 

geltenden Rechtsvorschriften, wenn die Voraussetzungen für den Leis-

tungsanspruch ausschliesslich nach nationalem Recht erfüllt wurden (au-

tonome Leistung), es sei denn, die betreffende Person beantrage aus-

drücklich, die Feststellung der nach den Rechtsvorschriften eines oder 

mehrerer Mitgliedstaaten erworbenen Ansprüche auf Leistungen bei Alter 

aufzuschieben (Art. 52 Abs. 1 VO 883/2004). Analog der bis 31. März 

2012 in Kraft gestandenen Regelung (vgl. hierzu E. 4.2 hiervor) sieht Art. 

52 Abs. 1 Bst. b VO 883/2004 vor, dass der zuständige Träger alsdann 

eine Vergleichsrechnung vornimmt, bei welcher er einen theoretischen 

Betrag und im Anschluss daran einen tatsächlichen Betrag (anteilige Leis-

tung) wie folgt berechnet: 

C-5851/2013, C-5850/2013 

Seite 13 

i) Der theoretische Betrag der Leistung entspricht der Leistung, auf die die betreffende Person An-

spruch hätte, wenn alle nach den Rechtsvorschriften der anderen Mitgliedstaaten zurückgelegten 

Versicherungs- und oder Wohnzeiten nach den für diesen Träger zum Zeitpunkt der Feststellung 

der Leistung geltenden Rechtsvorschriften zurückgelegt worden wären. Ist nach diesen Rechts-

vorschriften die Höhe der Leistung von der Dauer der zurückgelegten Zeiten unabhängig, so gilt 

dieser Betrag als theoretischer Betrag. 

ii) Der zuständige Träger ermittelt sodann den tatsächlichen Betrag der anteiligen Leistung auf der 

Grundlage des theoretischen Betrags nach dem Verhältnis zwischen den nach den für ihn gel-

tenden Rechtvorschriften vor Eintritt des Versicherungsfalls zurückgelegten Zeiten und den ge-

samten nach den Rechtsvorschriften aller beteiligten Mitgliedstaaten vor Eintritt des Versiche-

rungsfalls zurückgelegten Zeiten.   

Nach Art. 52 Abs. 4 VO 883/2004 kann auf diese Berechnung nach der 

Totalisierungs- und Proratisierungsmethode verzichtet werden, wenn die 

Berechnung allein nach den nationalen Rechtsvorschriften zum gleichen 

oder zu einem besseren Ergebnis führt als die nach Art. 52 Abs. 1 Bst. b 

VO 883/2004 berechnete anteilige Leistung; dieser Verzicht auf die Be-

rechnung der anteiligen Leistung nach dieser Methode steht allerdings 

unter der Bedingung, dass dieser Fall in Anhang VIII Teil 1 aufgeführt ist 

(Bst. i) und keine Doppelleistungsbestimmungen (im Sinne von Art. 54 

und 55 der VO 88/2004) anwendbar sind (Bst. ii) und Art. 57 in diesem 

bestimmten Fall nicht auf Zeiten anwendbar ist, die nach den Rechtsvor-

schriften eines anderen Mitgliedstaates zurückgelegt wurden (Bst. iii).  

4.3.3 Auch unter dem Geltungsbereich der ab 1. April 2012 anwendbaren 

Koordinationsvorschriften sind die Voraussetzungen für den Verzicht auf 

die (zusätzliche) Berechnung nach der Totalisierungs- und Proratisie-

rungsmethode erfüllt (Art. 52 Abs. 4 VO 883/2004), zumal in Anhang VIII 

Teil 1 der VO 883/04 für die Schweiz ausdrücklich (auch) die Anträge auf 

Ausrichtung einer Altersrente nach dem AHVG als Fälle aufgeführt wer-

den, in denen auf die zusätzliche Berechnung verzichtet wird, und die er-

wähnten Ausnahmetatbestände gemäss Bst. ii und Bst. iii des Art. 52 Abs. 

4 VO 883/2004 hier nicht vorliegen. Die schweizerische AHV-Rente wird - 

was die Beitragsdauer betrifft - gänzlich linear berechnet; es gibt somit 

nicht Beitragsjahre, welche ein höheres Gewicht als andere haben. Des-

halb kann die Schweiz entsprechend der Ausnahmebestimmung im An-

hang VIII Teil 1 auf die Durchführung des Totalisierungs- und Proratisie-

rungsverfahrens verzichten und die Berechnung autonom vornehmen.  

Die vorstehend dargelegte Rechtsprechung (vgl. E. 4.2 hiervor) entspricht 

damit nach wie vor der geltenden Praxis und hat auch unter dem Anwen-

dungsbereich des per 1. April 2012 revidierten Freizügigkeitsabkommens 

und der neuen Koordinierungsverordnungen Geltung. Daraus folgt, dass 

C-5851/2013, C-5850/2013 

Seite 14 

sich der Anspruch der Beschwerdeführenden auf eine Rente der AHV, 

insbesondere auch die Berechnung der Rentenhöhe, weiterhin aus-

schliesslich nach dem schweizerischen Recht richtet. Entgegen der Ar-

gumentation des Beschwerdeführers scheidet damit die Berücksichtigung 

der in Deutschland beziehungsweise in Luxemburg erworbenen Beitrags-

zeiten für die Rentenberechnung der schweizerischen AHV-Renten aus.  

Daraus folgt, dass sich der Anspruch der Beschwerdeführenden auf eine 

Rente der AHV, insbesondere auch die Berechnung der Rentenhöhe, wei-

terhin ausschliesslich nach dem internen schweizerischen Recht richtet 

und damit autonom ermittelt wird. Die schweizerische AHV-Rente ist so-

mit ausschliesslich gestützt auf die in der Schweiz zurückgelegten Versi-

cherungszeiten und die von ihnen geleisteten Beiträge nach dem AHVG 

und der Verordnung vom 31. Oktober 1947 über die Alters- und Hinterlas-

senenversicherung (AHVV, SR 831.101) zu ermitteln. 

5.  

Nach dem Gesagten steht fest, dass die von den Beschwerdeführenden 

geforderte Berücksichtigung der im Ausland erworbenen Versicherungs-

zeiten im Widerspruch zur geltenden Rechtslage steht und damit ausser 

Betracht fällt. Die AHV-Renten sind zu Recht autonom, das heisst aus-

schliesslich nach schweizerischen Rechtsvorschriften und Berechnungs-

grundlagen, ermittelt worden.  

Die Beschwerdeführenden haben zu Recht nicht behauptet, dass die von 

der Vorinstanz vorgenommene Berechnung der AHV-Renten gegen die 

schweizerischen Rechts- und Berechnungsvorschriften verstossen wür-

de. Eine summarische Prüfung der Rentenberechnungen durch das Bun-

desverwaltungsgericht ergibt denn auch, dass die SAK die Berechnungen 

auf der Basis der richtigen Berechnungsgrundlagen (schweizerische Ver-

sicherungsjahre, massgebendes durchschnittliches Einkommen und Auf-

wertungsfaktoren) korrekt vorgenommen hat. Die AHV-Renten sind dem-

entsprechend nicht zu beanstanden.  

6.  

Zusammenfassend ergibt sich, dass die Vorinstanz zu Recht von einer 

Berechnung nach der Totalisierungs- und Proratisierungsmethode abge-

sehen hat, weil die Berechnung der Altersrenten ausschliesslich nach den 

schweizerischen Rechtsvorschriften zum gleichen beziehungsweise zu 

einem besseren Ergebnis führt als die Berechnung nach der Totalisie-

rungs- und Proratisierungsmethode. Eine Kombination der beiden ge-

C-5851/2013, C-5850/2013 

Seite 15 

nannten Methoden ist weder staatsvertraglich noch nach schweizeri-

schem Recht vorgesehen, zumal diese - wie die Vorinstanz mit Recht 

einwendet (BVGer act. 3) - zu überhöhten Renten führen würde. Die von 

den Beschwerdeführenden geforderte Anrechnung der im Ausland erwor-

benen Versicherungszeiten fällt demnach ausser Betracht. Die AHV-

Rentenberechnungen wurden dementsprechend zu Recht ausschliesslich 

in Anwendung der in der Schweiz zurückgelegten Versicherungszeiten 

und der hier geleisteten Beiträge sowie nach Massgabe des AHVG und 

der AHVV ermittelt.  

Die Einspracheentscheide vom 18. September 2013 und die diesen 

zugrunde liegenden Verfügungen vom 26. Juli 2013 sind daher zu bestä-

tigen, und die Beschwerde ist abzuweisen. 

7.  

Zu befinden bleibt über die Verfahrenskosten und eine allfällige Parteient-

schädigung. 

7.1 Das Verfahren ist für die Parteien kostenlos (Art. 85
bis

 Abs. 2 AHVG), 

sodass keine Verfahrenskosten zu erheben sind. 

7.2 Der obsiegenden Partei kann von Amtes wegen oder auf Begehren 

eine Entschädigung für ihr erwachsene notwendige und verhältnismässig 

hohe Kosten zugesprochen werden (Art. 64 Abs. 1 VwVG). Als Bundes-

behörde hat die obsiegende Vorinstanz jedoch keinen Anspruch auf eine 

Parteientschädigung (Art. 7 Abs. 3 des Reglements vom 21. Februar 

2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwal-

tungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Den unterliegenden Beschwerde-

führenden ist entsprechend dem Verfahrensausgang keine Parteient-

schädigung zuzusprechen (Art. 64 Abs. 1 VwVG e contrario). 

 

 

 

 

 

(Für das Dispositiv wird auf die nächste Seite verwiesen).  

C-5851/2013, C-5850/2013 

Seite 16 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

3.  

Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– die Beschwerdeführenden (Einschreiben mit Rückschein) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr._______, Einschreiben) 

– das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben) 

 

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: 

  

David Weiss Roland Hochreutener 

 

 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des 

Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die 

Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Be-

weismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid 

und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen 

hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

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