# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a6a330a8-18c5-5aae-b12b-7fe9504e71db
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-06-20
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 20.06.2019 UV 2017/29
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2017-29_2019-06-20.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2017/29

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 02.08.2019

Entscheiddatum: 20.06.2019

Entscheid Versicherungsgericht, 20.06.2019
Art. 6 UVG: Verneinung objektivierbarer struktureller Verletzungen bzw. 
schlecht verheilter Verletzungen zum Zeitpunkt der Leistungseinstellung. 
Adäquanzprüfung nach Psycho-Praxis. Verneinung der Adäquanz und damit 
Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des 
Kantons St. Gallen vom 20. Juni 2019, UV 2017/29).

Entscheid vom 20. Juni 2019

Besetzung                                                                      

Präsident Joachim Huber, Versicherungsrichterinnen Christiane Gallati Schneider und 

Miriam Lendfers; Gerichtsschreiber Markus Lorenzi            

Geschäftsnr.     

UV 2017/29             

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Kurt Gemperli, advokatur am brühl, 

Scheffelstrasse 2, 9000 St. Gallen,

gegen

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Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand                                                                   

Versicherungsleistungen

 

Sachverhalt

A.   

A.a  A.___ (nachfolgend: Versicherter) war seit Februar 2004 als Kranführer bei der 

B.___ AG tätig und dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt 

(nachfolgend: Suva) gegen die Folgen von Unfällen versichert. Am 26. Februar 2015 

erlitt er einen Unfall auf einer Baustelle. Gemäss Schadenmeldung vom gleichen Tag 

war der Versicherte von einem umfallenden Wandschalenelement erfasst und zwischen 

diesem und der Baugrubensicherung eingeklemmt worden (Suva-act. 1, 198-2).

A.b  Vom 26. Februar bis 2. März 2015 war der Versicherte im Kantonsspital St. Gallen 

(KSSG) hospitalisiert. Mit Austrittsbericht vom 10. März 2015 diagnostizierten die 

involvierten Ärzte 1. ein Thoraxtrauma (- gering dislozierte Fraktur Costa I rechts 

ventral; - gering dislozierte Frakturen Costae I links ventral und dorsal sowie II links 

ventrolateral; - mehrfragmentäre, gering dislozierte, intraartikuläre mediale 

Claviculafraktur links; - gering dislozierte Abrissfraktur der Rippe im Costosternalgelenk 

I rechts; - umschriebenes kleinvolumiges Mediastinalhämatom [4.7 x 2 cm] mit 

Emphysem im vorderern Mediastinum; - kleine Lungenlazeration links apikal; - 

kleinvolumiger Pneumothorax links apikal und basal parakardial; - kleinvolumiger 

Hämatothorax bds. [rechts > links] mit angrenzenden Minderbelüftungen), 2. horizontal 

verlaufende Frakturen der Processus spinosi BWK 6 und 7 sowie 3. eine oberflächliche 

Abschürfung präfrontal. Unter konservativer Behandlung war es während des 

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stationären Aufenthalts zu einer raschen Besserung der Beschwerden gekommen 

(Suva-act. 13).

A.c  Vom 8. bis 12. Juni 2015 wurde der Versicherte im Spital C.___ bei chronischen 

Schmerzen mit/bei Lumboischialgie und beginnendem subacromialem Impingement 

rechts stationär behandelt (Suva-act. 29). Im Anschluss daran hielt sich der Versicherte 

vom 16. Juni bis 7. Juli 2015 in der Rehaklinik Bellikon auf. Im Austrittsbericht vom 3. 

Juli 2015 attestierten ihm die fallführende Psychologin FSP, D.___, und die Fachärztin 

Chirurgie FMH, Dr. med. E.___, ab 8. Juli eine 50%-ige und ab 10. August eine 25%-

ige Arbeitsunfähigkeit. Per 24. August 2015 bescheinigten sie keine Arbeitsunfähigkeit 

mehr (Suva-act. 39).

A.d  Am 7. August 2015 nahm der Versicherte seine Arbeit halbtags auf. Anlässlich 

einer Besprechung vom 13. August 2015 wurden folgende Arbeitsfähigkeiten 

festgelegt: 0% vom 26. Februar bis 15. Juli, 50% während der Ferien vom 16. Juli bis 

2. August, 0% vom 3. bis 6. August, 33 1/3% ab 7. August 2015 (Suva-act. 44). 

Nachdem diese Leistung im Folgenden nicht erbracht werden konnte, einigte sich die 

Suva mit der Arbeitgeberin des Versicherten auf eine Arbeitsunfähigkeit von 75% vom 

1. bis 10. September 2015, danach von 100% (Suva-act. 52, 62, 86).

A.e  Bei anhaltenden Beschwerden wurden weitere Untersuchungen insbesondere am 

KSSG veranlasst (vgl. u.a. Suva-act. 69, 74, 82, 96, 101, 105). Am 11. Januar 2016 

wurde der Versicherte von med. pract. F.___, Fachärztin für Chirurgie FMH, 

kreisärztlich untersucht. In ihrem Bericht diagnostizierte sie nebst den bekannten 

Befunden (vgl. dazu vorstehende lit. A.b) aktuell eine unklare linksbetonte 

Brachiocephalgie sowie eine Lumbago (Suva-act. 107-7). Bei der klinischen 

Untersuchung sei vor allem die linke Schulter schmerzhaft hervorgestochen. Das 

diesbezügliche weitere Vorgehen müsse abgewartet werden. Grundsätzlich seien die 

beklagten Beschwerden organisch jedoch nicht mehr ganz nachvollziehbar, vor allem 

nicht im beklagten Ausmass. Eine gewisse nicht organische Komponente könne dem 

Versicherten sicherlich nicht abgesprochen werden. Sollten die weiteren Abklärungen 

der Schulter keine Ursache für die beklagten Beschwerden hervorbringen, müsse im 

weiteren Verlauf eine fixe Wiederaufnahme der Tätigkeit als Kranführer besprochen 

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werden. Weitere Abklärungen und Behandlungsmassnahmen würden sich nicht 

aufdrängen (Suva-act. 107-8).

A.f  Am 22. Februar 2016 wurde ein Arthro-MRI der linken Schulter durchgeführt (Suva-

act. 121). Dieses ergab keine relevanten Befunde (Suva-act. 119). Am 29. Februar 2016 

wurde der Versicherte neuropsychologisch untersucht, wobei die Befunde bei 

ausgeprägten Diskrepanzen zwischen Funktions- und Fähigkeitsebene als nicht valide 

eingeschätzt wurden (Suva-act. 122-5). Der Untersuch im Muskelzentrum des KSSG 

vom 9. Mai 2016 durch Dr. med. G.___, Facharzt für Neurologie, ergab eine 

chronifizierte Cervicobrachialgie links, am ehesten im Rahmen einer oberen 

Plexopathie nach Kontusionstrauma mit neuropathischer Schmerz-Komponente (Suva-

act. 135).

A.g  Mit Bericht vom 24. Mai 2016 gab Dr. med. H.___, Facharzt für Neurologie, vom 

Kompetenzzentrum der Suva seine Beurteilung ab (Suva-act. 138). Zusammengefasst 

kam er zum Schluss, dass die Schlussfolgerungen von Dr. G.___ nicht nachvollziehbar 

seien. Sie seien in sich widersprüchlich und stünden zudem im Widerspruch zur 

echtzeitlichen Unfalldokumentation und den nachfolgend erhobenen ärztlichen 

Untersuchungsbefunden. Eine Schädigung des linken Plexus cervicobrachialis liege mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht vor. Das Beschwerdebild des Versicherten sei 

durch die von Dr. G.___ angenommene Diagnose zudem nicht zu erklären (Suva-act. 

138-10).

A.h  Mit Verfügung vom 6. Juni 2016 stellte die Suva die Versicherungsleistungen aus 

der obligatorischen Unfallversicherung per 1. Juli 2016 ein, da gemäss Beurteilung der 

eigenen Fachmedizin spätestens ab dann kein sicherer oder wahrscheinlicher 

Kausalzusammenhang zwischen dem Ereignis vom 26. Februar 2015 und den 

gemeldeten Beschwerden mehr hergestellt werden könne. Soweit psychische Gründe 

dafür verantwortlich sein sollten, könnten auch diese nicht ursächlich dem Unfall 

angelastet werden (Suva-act. 144).

B.   

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B.a  Am 20. Juni 2016 liess der Versicherte gegen die Verfügung vom 6. Juni 2016 

durch die Unia Ostschweiz Einsprache erheben (Suva-act. 148). Am 30. August 2016 

reichte der neu mandatierte Rechtsvertreter des Versicherten, Rechtsanwalt Kurt 

Gemperle, St. Gallen, die Einsprachebegründung ein (Suva-act. 157). In diesem 

Zusammenhang legte er mehrere medizinische Berichte ins Recht (Suva-act. 157-4 ff., 

163 ff.). In der Folge holte auch die Suva mehrere Berichte der behandelnden 

Fachpersonen ein (Suva-act. 180 ff., 192 ff.).

B.b  Vom 6. September bis 8. Oktober 2016 wurde der Versicherte im 

Rehabilitationszentrum in Valens behandelt. Gemäss Bericht vom 17. Oktober 2016 

wurde unter anderem bei zervikobrachialem Syndrom links ein Verdacht auf Irritation 

des Nervus suprascapularis links geäussert (Suva-act. 170-1). Aufgrund dieses 

Verdachts wurde der Versicherte am 30. November 2016 operiert (Nervus 

suprascapularis-Neurolyse; Suva-act. 187).

B.c  Der Fall wurde nochmals Dr. H.___ vorgelegt, welcher mit Beurteilung vom 8. März 

2017 zum Schluss gelangte, dass der diagnostizierte Verdacht auf eine Kompression 

des Nervus suprascapularis links nicht überwiegend wahrscheinlich unfallkausal sei 

(Suva-act. 197-6).

B.d  Am 15. März 2017 wies die Suva die Einsprache ab. Es sei gestützt auf die 

medizinische Aktenlage davon auszugehen, dass die vom Versicherten geklagten 

Beschwerden nicht auf einem unfallbedingten, objektivierbaren organischen Substrat 

im Sinne einer strukturellen Veränderung beruhten. Nachdem zwischen dem Unfall und 

den noch geklagten psychischen bzw. organisch nicht hinreichend nachweisbaren 

Beschwerden kein adäquater Kausalzusammenhang bestehe, seien die 

Versicherungsleistungen zu Recht per 30. Juni 2016 eingestellt worden. Bei diesem 

Ergebnis bestehe auch kein Anspruch auf weitere Geldleistungen in Form einer 

Invalidenrente und/oder Integritätsentschädigung (Suva-198).

C.  

C.a Gegen den Einspracheentscheid vom 15. März 2017 liess der Versicherte 

(nachfolgend: Beschwerdeführer) am 1. Mai 2017 Beschwerde erheben mit folgendem 

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Rechtsbegehren: Der Einspracheentscheid der Suva (nachfolgend: 

Beschwerdegegnerin) vom 15. März 2017 sei aufzuheben und die Beschwerdegegnerin 

zu verpflichten, ihre Leistungen über den 30. Juni 2016 hinaus weiter auszurichten; 

unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (act. G 1). Am 15. Mai 2017 reichte der 

Rechtsvertreter des Beschwerdeführers einen Arztbericht von Dr. med. I.___, Chefarzt 

der Klinik für Hand-, Plastische- und Wiederherstellungschirurgie des KSSG, vom 5. 

Mai 2017 ein (act. G 3).

C.b In der Beschwerdeantwort vom 30. Mai 2017 beantragte die Beschwerdegegnerin 

die Abweisung der Beschwerde (act. G 5).

C.c Mit Replik vom 6. November 2017 liess der Beschwerdeführer unverändert an 

seinen Anträgen festhalten. Zusätzlich liess er weitere medizinische Berichte einreichen 

(act. G 13).

C.d Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf eine umfassende Duplik und reichte am 6. 

Dezember 2017 eine kurze Stellungnahme ein. Am Antrag auf Beschwerdeabweisung 

hielt sie unverändert fest (act. G 15).

C.e Am 29. bzw. 30. November 2018 reichten die Parteien ein von der IV-Stelle 

veranlasstes Gutachten des Ärztlichen Begutachtungsinstitutes (ABI), Basel, sowie die 

Rentenverfügung der IV-Stelle vom 23. November 2018 ein (act. G 17 f.).

C.f  Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie die Ausführungen in 

den medizinischen Akten wird, soweit entscheidnotwendig, in den nachfolgenden 

Erwägungen eingegangen.

 

Erwägungen

1.   

Am 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die 

Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die Unfallversicherung 

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(UVV; SR 832.202) in Kraft getreten. Gemäss den Übergangsbestimmungen werden 

Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor Inkrafttreten der Änderung ereignet 

haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach 

bisherigem Recht gewährt. Vorliegend stehen Folgen eines Unfalls vom 26. Februar 

2015 zur Diskussion. Es finden daher die bis 31. Dezember 2016 gültigen 

Bestimmungen Anwendung.

2.   

Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin aufgrund des Unfalls des 

Beschwerdeführers vom 26. Februar 2015 nach dem 30. Juni 2016 weiterhin 

leistungspflichtig ist.

3.   

Im angefochtenen Entscheid vom 15. März 2017 sind die Bestimmungen über den 

Anspruch auf Leistungen der Unfallversicherung (Art. 6 Abs. 1 UVG) sowie die 

Grundsätze über den für die Leistungspflicht des Unfallversicherers nebst anderem 

vorausgesetzten natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang zwischen dem 

Unfall und dem eingetretenen Schaden (BGE 129 V 181 E. 3.1 und 3.2 mit Hinweisen) 

zutreffend dargelegt. Gleiches gilt für die Ausführungen zur Sachverhaltsabklärung, zur 

antizipierten Beweiswürdigung und zum Beweiswert von Arztberichten (Suva-act. 198). 

Darauf wird verwiesen. Zu ergänzen ist, dass auch Berichte und Gutachten, welche die 

Versicherungen während des Administrativverfahrens von ihren eigenen Ärzten und 

Ärztinnen einholen, beweistauglich sein können. An deren Beweiswürdigung sind indes 

strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der 

Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, 

so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 470 f. E. 4.4 mit Hinweis; 

bestätigt in Urteil des Bundesgerichts vom 23. November 2012, 8C_592/2012, E. 5.3).

4.   

4.1  Vorerst ist zu prüfen, ob zum Zeitpunkt der Leistungseinstellung organisch 

objektivierbare Unfallfolgen vorhanden waren, welche die fortdauernd geklagten 

Beschwerden bzw. einen Dauerschaden erklären können.

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4.2  Für die Annahme unfallkausaler somatischer Restfolgen wird im Regelfall eine 

strukturelle Läsion bzw. eine schlecht verheilte strukturelle Läsion als objektivierbares 

Korrelat verlangt. Von organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen kann erst 

gesprochen werden, wenn die erhobenen Befunde mit – wissenschaftlich anerkannten 

(BGE 134 V 231) – apparativen/bildgebenden Abklärungen (wie Röntgen, 

Computertomogramm, MRI) bestätigt werden (Urteil des Bundesgerichts vom 28. 

Oktober 2009, 8C_216/2009, E. 2).

4.3  Beim Unfall vom 26. Februar 2015 zog sich der Beschwerdeführer 

unbestrittenermassen die in vorstehender lit. A.b erwähnten Verletzungen zu. 

Diesbezüglich anerkannte die Beschwerdegegnerin einen Anspruch des 

Beschwerdeführers und erbrachte die gesetzlichen Leistungen (Heilbehandlung und 

Taggeld). Zum Zeitpunkt der Leistungseinstellung (30. Juni 2016) sind die initial 

gestellten Diagnosen (Suva-act. 13) bzw. die initial objektivierbaren Unfallfolgen 

(namentlich die erlittenen Frakturen) und die damit einhergehenden Beschwerden 

konsolidiert bzw. abgeheilt und der Status quo sine/ante diesbezüglich erreicht 

gewesen (vgl. dazu Suva-act. 138-8 ff. und die darin zitierten medizinischen Berichte). 

Bildgebende Erklärungen für die über den Zeitpunkt der Leistungseinstellung geklagten 

Beschwerden des Beschwerdeführers sind nicht ersichtlich (vgl. dazu die 

durchgeführten MRI-Berichte in Suva-act. 29-6, 69-2, 74-2, 82, 96, 119, 121, 163, 179). 

Dies gilt auch in Bezug auf die im Raum stehende Plexopathie (Schädigung des Plexus 

cervicobrachialis links [Suva-act. 135-2]). Entsprechende Neurographien blieben 

unauffällig (Suva-act. 135-5, 157-13). Auch die diagnostizierte Nervus 

supraclavicularis-Kompression linke Schulter (Suva-act. 174-2) war – sofern überhaupt 

rechtsgenüglich ausgewiesen (Suva-act. 197-5, act. G 17.1 S. 52) – überwiegend 

wahrscheinlich nicht für die über das Leistungseinstellungsdatum hinausgehenden 

Beschwerden verantwortlich, nachdem es nach der Dekompression zu keiner 

Beschwerdelinderung kam (Suva-act. 185). Gestützt auf das Gesagte leuchten die 

Beurteilungen von Dr. H.___, wonach kein unfallkausales objektivierbares Korrelat 

(mehr) für die Beschwerden ersichtlich ist, ein. Dr. H.___ berücksichtigte und würdigte 

sämtliche medizinischen Vorakten. Auch die Berichte der behandelnden Ärzte 

vermögen daran nichts zu ändern bzw. auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit 

und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen zu wecken. Auch 

diese liefern keine auf strukturellen Läsionen beruhende Erklärung für die über die 

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Leistungseinstellung geklagten Beschwerden, sondern erwähnen lediglich 

Verdachtsdiagnosen (Plexopathie, Nervus supraclavicularis-Kompression) als mögliche 

Ursache für die anhaltenden Beschwerden, ohne sich diesbezüglich indes zu einer 

allfälligen Unfallkausalität zu äussern bzw. deren Ursächlichkeit für die Beschwerden zu 

eruieren.

4.4  Die im Recht liegenden ärztlichen Berichte verschiedenster Fachrichtungen lassen 

entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers (vgl. dazu act. G 13 S. 3) eine 

schlüssige Gesamtbeurteilung zu. Der Sachverhalt erweist sich in medizinischer 

Hinsicht als genügend abgeklärt, und von weiteren Abklärungen bzw. einer 

Begutachtung sind keine neuen Erkenntnisse, welche am Ergebnis dieses Verfahrens 

etwas änderten, zu erwarten. Deshalb wird darauf in antizipierter Beweiswürdigung 

verzichtet (vgl. u.a. BGE 124 V 94 E. 4b und 136 I 236 f. E. 5.3). Zu erwähnen bleibt, 

dass die durch die IV-Stelle im Januar 2018 veranlasste polydisziplinäre Begutachtung 

(act. G 17.1) keine Hinweise liefert, dass durch den Unfall ausgelöste Schädigungen 

unerkannt geblieben oder zu Ungunsten des Beschwerdeführers falsch beurteilt 

worden wären.

5.   

5.1  Nach dem Gesagten liegt für die nach der Leistungseinstellung noch geklagte 

Schmerzsymptomatik überwiegend wahrscheinlich kein organisches Korrelat vor. Das 

schliesst zwar die natürliche Unfallkausalität der Beschwerden nicht aus, bedingt aber 

eine besondere Prüfung des adäquaten Kausalzusammenhangs (Urteil des 

Bundesgerichts vom 4. November 2016, 8C_586/2016, E. 5.2). Diese hat nach den für 

psychische Fehlentwicklungen nach Unfall entwickelten Grundsätzen zu erfolgen. 

Dabei kann praxisgemäss die Frage nach einer natürlichen Kausalität der 

entsprechenden Beschwerden zum versicherten Unfallereignis offen bleiben, wenn ein 

allfälliger Kausalzusammenhang nicht adäquat und damit nicht rechtsgenüglich wäre 

(BGE 135 V 472 E. 5.1).

5.2  Wie bereits erwähnt (vgl. vorstehende E. 4.3), waren zum Zeitpunkt der 

Leistungseinstellung die initial objektivierbaren Unfallfolgen abgeheilt. Die daran 

anschliessenden Untersuchungen brachten kein organisches Korrelat für die 

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Schmerzproblematik zum Vorschein. Aus somatischer Sicht lagen damit spätestens am 

30. Juni 2016 keine Unfallfolgen mehr vor. Sodann standen keine 

Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung zur Diskussion. Deshalb steht 

auch der Adäquanzbeurteilung zu diesem Zeitpunkt nichts entgegen (vgl. Urteil des 

Bundesgerichts vom 9. Februar 2015, 8C_765/2014, E. 9).

6.   

6.1  Für die Beurteilung des adäquaten Kausalzusammenhangs ist an das (objektiv 

erfassbare) Unfallereignis anzuknüpfen. Zu prüfen ist im Rahmen einer objektivierten 

Betrachtungsweise, ob der Unfall eher als leicht, als mittelschwer oder als schwer 

erscheint, wobei im mittleren Bereich gegebenenfalls eine weitere Differenzierung nach 

der Nähe zu den leichten oder schweren Unfällen erfolgt. Massgebend ist der 

augenfällige Geschehensablauf mit den sich dabei entwickelnden Kräften, nicht jedoch 

Folgen des Unfalles oder Begleitumstände, die nicht direkt dem Unfallgeschehen 

zugeordnet werden können (BGE 115 V 139 ff. E. 6).

6.2  Der Beschwerdeführer kletterte an einem Wandschalenelement hoch und wollte 

dieses an einem Kran anhängen. Bei diesem Vorgang rutsche er aus und wollte sich an 

einem anderen Element festhalten. Dabei fiel er zu Boden an eine Böschung, wobei 

beide Wandschalenelemente mit einem Gesamtgewicht von rund 330 Kilogramm auf 

seinen Oberkörper stürzten und auf ihm liegen blieben. Aufgrund der Böschung wirkte 

nicht die ganze Last auf den Beschwerdeführer. Mithilfe von Arbeitskollegen konnte er 

innert fünf bis zehn Minuten befreit werden (Suva-act. 1, 65 f.). Als Folge davon 

resultierten die unter lit. A.b erwähnten Verletzungen, namentlich mehrere Frakturen im 

Oberkörperbereich. Dieser Unfallhergang erweist sich bei objektiver Betrachtung als 

schwerwiegender als jene Unfallereignisse, welche gemäss Bundesgericht den 

mittelschweren Ereignissen im engeren Sinn zugeordnet werden (vgl. dazu die 

Beispiele der Rechtsprechung in ALEXANDRA RUMO-JUNGO/ANDRÉ PIERRE 

HOLZER, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 

Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2012, S. 65 ff.). 

Gestützt auf die Kasuistik ist damit von einem mittelschweren Unfall im Grenzbereich 

zu den schweren Ereignissen auszugehen (vgl. dazu die entsprechenden Beispiele in 

RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., S. 67 ff.; vgl. insbesondere dabei die in ihrer Schwere 

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ähnlichen Unfallereignisse in den Urteilen des Eidgenössischen Versicherungsgerichts 

vom 10. Juli 2000, U 89/99, und vom 7. April 2005, U 458/04).

6.3  Die Adäquanz des Kausalzusammenhangs wäre somit zu bejahen, wenn von den 

massgeblichen Kriterien (1. besonders dramatische Begleitumstände oder besondere 

Eindrücklichkeit des Unfalls; 2. die Schwere oder besondere Art der erlittenen 

Verletzungen, insbesondere ihre erfahrungsgemässe Eignung, psychische 

Fehlentwicklungen auszulösen; 3. ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen 

Behandlung; 4. körperliche Dauerschmerzen; 5. ärztliche Fehlbehandlung, welche die 

Unfallfolgen erheblich verschlimmert; 6. schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche 

Komplikationen; 7. Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit) 

mindestens eines in einfacher Form gegeben ist (vgl. nebst vielen Urteil des 

Bundesgerichts vom 3. September 2008, 8C_484/2007, E. 6.3; vgl. ferner RUMO-

JUNGO/HOLZER, a.a.O., S. 67).

6.3.1      Das Kriterium der besonders dramatischen Begleitumstände oder besonderen 

Eindrücklichkeit (1.) ist objektiv zu beurteilen und nicht aufgrund des subjektiven 

Empfindens bzw. des Angstgefühls der versicherten Person. Zu beachten ist auch, 

dass jedem mindestens mittelschweren Unfall eine gewisse Eindrücklichkeit eigen ist, 

welche somit noch nicht für die Bejahung des Kriteriums ausreichen kann (RUMO-

JUNGO/HOLZER, a.a.O., S. 69, mit Verweis auf die Rechtsprechung). Besonders 

dramatische Begleitumstände oder eine besondere Eindrücklichkeit sind nicht 

ersichtlich. Es bestand keine akute Lebensgefahr. Weiter wirkte nicht das gesamte 

Gewicht der Wandschalenelemente auf den Oberkörper des Beschwerdeführers ein. 

Die Arbeitskollegen eilten dem Beschwerdeführer sofort zur Hilfe und die Ambulanz traf 

innert relativ kurzer Zeit ein. Der Beschwerdeführer war jederzeit bei vollem 

Bewusstsein und konnte den Arbeitskollegen Anweisungen für seine Rettung geben 

(Suva-act. 65 f.). Nur am Rande sei erwähnt, dass keinerlei Anzeichen dafür bestehen, 

dass der Beschwerdeführer den Unfall als über das übliche Mass hinaus traumatisch 

erlebt hätte. Auch wurde der Unfall vom Beschwerdeführer gemäss Aktenlage kaum 

thematisiert.

6.3.2      Das Kriterium der Schwere oder besonderen Art der erlittenen Verletzungen 

(2.) ist vorliegend nicht erfüllt. Der Beschwerdeführer konnte unter konservativer 

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Behandlung und rascher Besserung der objektivierbaren Beschwerden nach fünf 

Tagen aus dem Spital entlassen werden (Suva-act. 13). Auch waren die objektivierten 

Verletzungen keinesfalls geeignet, Fehlentwicklungen auszulösen. Eine ärztliche 

Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert hätte (3.), ist nicht 

ersichtlich; dieses Kriterium ist damit auch nicht erfüllt. Bei der Prüfung der übrigen 

Kriterien – ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung (3.), körperliche 

Dauerschmerzen (4.), schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen (6.) 

sowie Grad und Dauer der Arbeitsunfähigkeit (7.) – ist von Relevanz, dass diese unter 

Ausschluss der organisch nicht ausgewiesenen Beschwerden zu erfolgen hat und 

deshalb bereits aufgrund der zeitlichen Komponente nicht erfüllt sind.

6.4  Nach dem Gesagten ist kein Kriterium, auch nicht in einfacher Form, erfüllt. Damit 

hat die Beschwerdegegnerin mangels adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen 

dem Unfall vom 26. Februar 2015 und den über den 30. Juni 2016 hinaus beklagten 

Beschwerden eine Leistungspflicht über dieses Datum hinaus zu Recht verneint.

7.   

Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist der Einspracheentscheid vom 15. März 

2017 nicht zu beanstanden und die dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen. 

Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG). Ausgangsgemäss hat der 

Beschwerdeführer keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung.

 

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.   

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.   

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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		2025-07-19T04:57:21+0200
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