# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8ab49cfd-31b2-586c-9c09-ef11a5800239
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 
**Language:** de
**Title:** RB250008-O2
**Docket/Reference:** RB250008-O2
**URL:** https://www.gerichte-zh.ch/fileadmin/user_upload/entscheide/oeffentlich/RB250008-O2.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
I. Zivilkammer  

Geschäfts-Nr.: RB250008-O/U

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. A. Huizinga, Vorsitzender, Oberrichterin 

Dr. D. Scherrer und Oberrichterin lic. iur. Ch. von Moos 

sowie Gerichtsschreiberin MLaw N. Paszehr

Urteil vom 20. Mai 2025

in Sachen

A._____ AG, 

Klägerin und Beschwerdeführerin

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____, 

gegen

Bezirksgericht Bülach, 

Beschwerdegegner

betreffend Bauhandwerkpfandrecht

Beschwerde gegen einen Beschluss des Bezirksgerichts Bülach, 

I. Abteilung, im ordentlichen Verfahren vom 7. April 2025 (CG250003-C)

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Erwägungen:

1.1. Am 14. Februar 2025 wurde von B._____ (Mitglied des Verwaltungsrats der 

Klägerin  und  Beschwerdeführerin  mit  Kollektivunterschrift  zu  zweien)  persönlich 

eine  Klage  betreffend  Bauhandwerkerpfandrecht  gegen  die  Beklagten  beim  Be-

zirksgericht Bülach (Vorinstanz und Beschwerdegegnerin) überbracht (Urk. 1). Mit 

Beschluss vom 21. Februar 2025 wurde der Klägerin (nebst der Aufforderung zur 

Leistung eines Kostenvorschusses) Frist angesetzt, um eine aktuelle, verfahrens-

spezifische und hinsichtlich Unterzeichnung leserliche Vollmacht zugunsten der die 

Klage unterzeichnenden Person (unter gleichzeitiger Bezeichnung dieser Person) 

einzureichen. Für den Säumnisfall wurde angedroht, dass die Klage als nicht erfolgt 

gelten würde (Urk. 4). Innert Frist bezeichnete Rechtsanwalt lic. iur. X._____ mit 

Eingabe vom 27. Februar 2025 die Personen, welche die Klage und die Vollmacht 

vom 24. November 2023 unterzeichnet haben, ohne eine neue Vollmacht einzurei-

chen (Urk. 10/A–B). Zudem leistete die Klägerin am 28. Februar 2025 den verlang-

ten Kostenvorschuss von Fr. 25'000.– (Urk. 11). Mit Beschluss vom 7. April 2025 

entschied  die  Vorinstanz,  dass  die  Klage  vom  14.  Februar  2025  als  nicht  erfolgt 

gelte und das Verfahren entsprechend abgeschrieben werde, unter Kostenfolgen 

zu Lasten von Rechtsanwalt lic. iur. X._____ (Urk. 19 S. 17 = Urk. 37 S. 17).

1.2. Dagegen erhob Rechtsanwalt lic. iur. X._____ namens der Klägerin (Urk. 37) 

mit Eingabe vom 29. April 2025 Beschwerde mit den folgenden Anträgen (Urk. 36):

"1. Es  sei  festzustellen,  dass  Dispositiv  Ziffer  1  des  Entscheids  des 
Bezirksgerichts Bülach vom 7. April 2025 im Verfahren CG250003-
C/U nichtig ist,

2.

3.

4.

Eventualiter  sei  der  Entscheid  des  Bezirksgerichts  Bülach  vom 
7. April 2025 im Verfahren CG250003-C/U aufzuheben;

Es  sei  die  Sache  zur  Anhandnahme  des  Verfahrens  an  die  Vor-
instanz zurückzuweisen;

Unter  Kosten-  und  Entschädigungsfolgen  zulasten  der  Staats-
kasse."

1.3. Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen (Urk. 1–35). Da sich die Be-

schwerde – wie nachfolgend aufgezeigt wird – sogleich als offensichtlich unbegrün-

det erweist, kann auf weitere Prozesshandlungen verzichtet werden (vgl. Art. 322 

Abs. 1 ZPO).

- 3 -

2.1. Wie die Vorinstanz korrekt ausführte (Urk. 37 E. 7) ist im Falle der Abschrei-

bung  des  Verfahrens  gemäss  Art.  132  ZPO  einzig  zulässiges  Rechtsmittel  die 

Rechtsverzögerungs- 

bzw.  Rechtsverweigerungsbeschwerde 

(OGer  ZH 

RU240019 vom 19. September 2024 E. 3.1; OGer ZH PP190007 vom 19. Juli 2019 

E. 4; OFK ZPO-Jenny/Abegg, Art. 132 N 4; ZK ZPO-Bachofner, Art. 132 N 24; je 

m.w.H.). Die Rechtsverweigerungsbeschwerde richtet sich gegen die untätige Be-

hörde, weshalb als Beschwerdegegnerin die Vorinstanz im Rubrum aufgenommen 

wurde (OGer ZH RU240019 vom 19. September 2024 E. 3.4, m.w.H.).

2.2. Die  weiteren  Prozessvoraussetzungen  geben  zu  keinen  Bemerkungen  An-

lass. Die Beschwerde wurde innert der von der Vorinstanz belehrten Rechtsmittel-

frist von 30 Tagen eingereicht (Art. 52 Abs. 2 ZPO; Urk. 37 S. 17), sie enthält An-

träge  und  eine  Begründung.  Auf  die  Rechtsverweigerungsbeschwerde  ist  daher 

einzutreten (vgl. Art. 321 ZPO).

3.1. Die  Vorinstanz  erwog,  eine  Vertretungsvollmacht  habe  aktuell  und  verfah-

rensspezifisch zu sein. Das Gericht könne bei älteren oder unbestimmt formulierten 

Vertretungsvollmachten  jederzeit  die  Nachreichung  einer  aktualisierten  oder  ver-

fahrensspezifischen Vollmacht verlangen, ohne dass darin überspitzter Formalis-

mus zu erblicken wäre. Insbesondere wenn ein Gericht eine neue und spezifische 

Vollmacht  verlange,  dürfe  eine  Partei  nicht  darauf  vertrauen,  das  Gericht  werde 

eine alte – in einem früheren Verfahren nicht beanstandete – Vollmacht akzeptie-

ren. Daran ändere auch die Bezahlung des Kostenvorschusses nichts, zumal mit 

der Ansetzung einer Nachfrist zur Einreichung einer Vollmacht eine implizite Be-

vollmächtigung  ausgeschlossen  werde.  Ansonsten  dürften  die  Gerichte  zwar 

schriftliche Vollmachten verlangen, die Nichteinhaltung der entsprechenden Auffor-

derung bliebe aber ohne Konsequenzen. Damit läge es im Belieben der Partei, ob 

sie eine Vollmacht einreiche und ob sie sich an die Anordnungen des Gerichts hal-

ten wolle, womit Art. 132 Abs. 1 ZPO seines Gehalts entleert würde. Es bedeute 

denn  auch  keinen  grossen  Aufwand,  der  Aufforderung  zur  Nachreichung  einer 

neuen  Vollmacht  nachzukommen.  An  die  Spezifizierung  einer  Prozessvollmacht 

würden wegen ihrer Tragweite strenge Anforderungen gestellt; sie müsse eine Voll-

macht sein, die über den Willen des Auftraggebers, sich in einem bestimmten Pro-

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zessverfahren vertreten zu lassen, keinen Zweifel lasse. Setze das Gericht einer 

Partei eine Nachfrist zur Einreichung einer rechtsgültigen Vollmacht, könne die Par-

tei  nicht  nach  eigenem  Gutdünken  auf  die  Nachreichung  einer  neuen  Vollmacht 

verzichten (Urk. 37 E. 3).

Die  Klägerin  und  deren  mutmasslicher  Rechtsanwalt  seien  vorliegend  mit  Be-

schluss vom 21. Februar 2025 explizit darauf aufmerksam gemacht worden, dass 

die  Vollmacht  vom  24.  November  2023  betreffend  «Werklohnforderung  /  Pfand-

recht»  über  ein  Jahr  alt  sei  und  eine  vorliegend  nicht  eingeklagte  Gegenpartei 

(C._____ AG) nenne, weshalb sie weder als aktuell noch als verfahrensspezifisch 

gelten  könne  und  entsprechend  eine  rechtsgültige  Vollmacht  nachzureichen  sei. 

Zumal ausdrücklich eine andere als die eingeklagte Gegenpartei erwähnt werde, 

ergebe  sich  bereits  aus  der  Vollmacht  nicht  zweifelsfrei,  ob  davon  ein  Vorgehen 

gegen die vorliegend beklagten Parteien umfasst sei. Dies wäre jedoch aufgrund 

der hohen Anforderungen an eine Prozessvollmacht – insbesondere beim vorlie-

genden Streitwert – notwendig. Diese Zweifel verstärkten sich insofern, als sowohl 

die Klägerin als auch die C._____ AG namhafte Unternehmen in der Baubranche 

seien und entsprechend davon ausgegangen werden müsse, dass zwischen die-

sen beiden Parteien noch weitere Werkverträge neben dem vorliegend streitigen 

bestünden. Insbesondere in Anbetracht dessen könne die eingereichte Vollmacht 

nicht als verfahrensspezifisch gelten. Dies gelte umso mehr, als dass die Vollmacht 

auch noch über ein Jahr alt sei, mithin die Spezifizierung auch durch die zeitliche 

Komponente beeinträchtigt werde bzw. die Zweifel daran verstärkt würden, ob sich 

die Vollmacht tatsächlich auf die vorliegend streitige Werklohnforderung beziehe. 

Die Vollmacht vom 24. November 2023 erweise sich deshalb – wie bereits mit Be-

schluss vom 21. Februar 2025 angekündigt – als weder aktuell noch verfahrens-

spezifisch.  Inwiefern  die  mutmasslich  anwaltlich  vertretene  Klägerin  hätte  davon 

ausgehen können sollen, berechtigt zu sein, trotz expliziter Aufforderung des Ge-

richts nach eigenem Gutdünken auf die Einreichung einer neuen Vollmacht zu ver-

zichten, erschliesse sich nicht. Insbesondere lege Rechtsanwalt lic. iur. X._____ in 

seiner  Eingabe  vom  27. Februar  2025  nicht  einmal  dar,  ob  bzw.  weshalb  seiner 

Ansicht nach die gerichtlichen Zweifel gemäss Beschluss vom 21. Februar 2025 

nicht angezeigt seien. Der gerichtlichen Aufforderung nachzukommen, wäre denn 

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auch  ohne  Weiteres  bzw.  ohne  grösseren  Aufwand  möglich  gewesen.  Dass  der 

prozessführende Rechtsanwalt diesen – geringen – Aufwand nicht auf sich genom-

men habe, verstärke die Zweifel an der Gültigkeit der Vollmacht weiter. Im Ergebnis 

habe  die  Klägerin  bzw.  Rechtsanwalt  lic.  iur.  X._____  –  auch  innert  Nachfrist  – 

keine rechtsgültige Vollmacht der Klägerin zugunsten der die Klage unterzeichnen-

den Person eingereicht. Der durch die Klägerin geleistete Kostenvorschuss oder 

die  Tatsache,  dass  die  vorliegende  Vollmacht  mutmasslich  in  älteren  Verfahren 

noch akzeptiert worden sei, ändere daran gemäss vorzitierter bundesgerichtlicher 

Rechtsprechung nichts. Androhungsgemäss gelte die Klage vom 14. Februar 2025 

damit in Anwendung von Art. 132 ZPO als nicht erfolgt (Urk. 37 E. 4 f.).

3.2. Die Klägerin macht mit ihrer Beschwerde geltend, sie, und zwar in der Person 

von Verwaltungsrat und CFO B._____ persönlich, habe am 4. Dezember 2023 das 

Gesuch  um  superprovisorische  Eintragung  des  Pfandrechts  überbracht.  Diesem 

Gesuch  sei  die  Vollmacht  vom  24.  November  2023  beigelegt  gewesen,  die  nun 

Gegenstand des Beschwerdeverfahrens bilde. Die Vollmacht sei auf die C._____ 

AG, … [Adresse] (als Generalunternehmen) ausgestellt worden, aber es sei darauf 

erwähnt  worden,  dass  es  sich  um  ein  Verfahren  betreffend  «Werklohn/Pfand-

recht» handle, da in diesem Zeitpunkt nicht genau bekannt gewesen sei, wer die 

Grundeigentümer seien. Am 8. Dezember 2023 habe der Einzelrichter des Bezirks-

gerichts Bülach superprovisorisch die vorläufige Eintragung verfügt und sie gleich-

zeitig  aufgefordert,  zu  erklären,  wer  von  ihrer  Seite  die  Vollmacht  unterzeichnet 

habe.  Mit  Eingabe  vom  11.  Dezember  2023  habe  Rechtsanwalt  lic.  iur.  X._____ 

erklärt,  dass  diese  Vollmacht  vom  CEO  D._____  und  vom  CFO  B._____,  beide 

kollektiv zeichnungsberechtigt, stammen würde. Dies sei für das Einzelgericht of-

fenbar ausreichend gewesen. Sie habe damit ohne Weiteres davon ausgehen dür-

fen,  dass  es  keiner  weiteren  Erklärungen  und  auch  keiner  neuen  Vollmacht  be-

dürfe. Sie habe ferner noch ein zweites, praktisches identisches Verfahren unter 

der Nummer ES240051-C/U bei der Vorinstanz geführt, wobei die Parteien diesel-

ben gewesen seien und auch die in Frage stehende Vollmacht die Grundlage für 

die Rechtsvertretung gebildet habe. In diesem Verfahren sei die Vollmacht über-

haupt nicht in Frage gestellt worden (Urk. 36 Ziff. II.7.1 f.).

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Am 14. Februar 2025 habe sie fristgerecht die Klage auf definitive Eintragung der 

Pfandrechte eingereicht, wobei die Feststellung der Vorinstanz, wonach Rechtsan-

walt  lic.  iur.  X._____  in  ihrem  Namen  die  Klage  eingereicht  habe,  falsch  sei. 

B._____ habe die Klage persönlich überbracht, was auf der Klage auch so vermerkt 

worden  sei  (Urk.  36  Ziff.  II.7.3).  Weiter  heisse  es  im  vorinstanzlichen  Entscheid, 

dass sich die Unterzeichnung seitens der Klägerin "wiederum" als unleserlich er-

wiesen habe. Hätte sich die Vorinstanz auch nur die kleinste Mühe gemacht, die 

Akten  des  summarischen  Verfahrens,  die  ihr  angesichts  der  Formulierung  "wie-

derum" haben bekannt sein müssen, beizuziehen, hätte sie dort die Eingabe vom 

11. Dezember 2023 vorgefunden, sodass sie wohl keine Zweifel mehr an der Gül-

tigkeit der Vollmacht hätte haben können. Stattdessen habe sie sich in eine forma-

listische Verfügung verstiegen, indem sie völlig zu Unrecht, weil unnötig, mit Be-

schluss vom 21. Februar 2025 nebst einem Kostenvorschuss auch eine neue Voll-

macht  verlangt  habe.  Bei  ihren  Erwägungen,  die  eingereichte  Vollmacht  erweise 

sich weder als aktuell noch als verfahrensspezifisch, sei sie doch über ein Jahr alt 

und bezeichne eine nicht eingeklagte Gegenpartei, übersehe die Vorinstanz, dass 

es sich bei der Klage vom 14. Februar 2025 nicht um ein völlig neues Verfahren 

handle, sondern um die logische Fortsetzung eines Prozesses, der am 4. Dezem-

ber  2023  seinen  Anfang  genommen  habe,  und  in  dessen  ersten  Teil  (summari-

sches Verfahren) die Details der Vollmacht bereits geklärt worden seien (Urk. 36 

Ziff. II.7.4 f.).

Angesichts der Vorgeschichte und der geschilderten Umstände habe sie sich nicht 

veranlasst  gesehen,  eine  neue  Vollmacht  einzureichen,  sondern  sich  damit  be-

gnügt, das zu tun, was sie bereits im summarischen Verfahren getan habe und dort 

ausgereicht  habe,  nämlich  genau  zu  erklären,  wer  die  Vollmacht  unterzeichnet 

habe und wessen Unterschrift die Klage selber trage (Urk. 36 Ziff. II.7.6.).

Der vorinstanzliche Beschluss bzw. dessen Dispositivziffer 1 sei nichtig und selbst 

wenn dem nicht so sein sollte, habe die Vorinstanz das Recht falsch angewandt; 

so stütze sie sich auf Art. 132 Abs. 1 ZPO und gehe von einer nicht aktuellen und 

nicht verfahrensspezifischen Vollmacht aus. Dies sei jedoch aufgrund der darge-

legten Fakten, einerseits die Erklärung in Bezug auf die unterzeichnenden Perso-

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nen, andererseits die persönliche Einreichung durch B._____, der ganzen Vorge-

schichte des Verfahrens sowie der Tatsache eines parallelen Verfahrens nicht rich-

tig. Dagegen spreche auch nicht, dass es "ohne grösseren Aufwand" möglich ge-

wesen wäre, eine neue Vollmacht einzureichen, denn es gebe immer Umstände, 

die dies nicht so einfach machen würden (Unterzeichneter im Ausland, zwei Zeich-

nungsberechtigte und Unterzeichnung durch Mitarbeiter der Unterzeichneten). Dies 

sei letztlich aber nicht entscheidend, weil eben die Vollmacht in der vorliegenden 

Form durch das Handeln der Klägerin (klare Willensäusserung) als absolut genü-

gend betrachtet worden sei (Urk. 36 Ziff. II.8 f.).

3.3. Zu den Anforderungen an eine Prozessvollmacht im Sinne von Art. 68 Abs. 3 

ZPO kann zur Vermeidung von Wiederholungen auf die zutreffenden Erwägungen 

der Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 37 E. 3).

3.4. Richtig ist, dass die Klage am 4. Februar 2025 bei der Vorinstanz persönlich 

von B._____ (Mitglied des Verwaltungsrats der Klägerin mit Kollektivunterschrift zu 

zweien) abgegeben wurde (Urk. 1). Die Klage selbst wurde jedoch nicht von ihm 

unterzeichnet,  was  angesichts  des  Erfordernisses  einer  Kollektivunterschrift  zu 

zweien  ohnehin  nicht  ausreichend  gewesen  wäre.  Allein  durch  das  Überbringen 

lässt sich zudem keine eindeutige Aussage darüber treffen, ob die Person den In-

halt kennt oder ihm zustimmt. Entsprechend kann die Klägerin aus der persönlichen 

Überbringung durch B._____ nichts zu ihren Gunsten ableiten.

Weiter  übersieht  die  Klägerin,  dass  sich  das  von  der  Vorinstanz  erwähnte  "wie-

derum" nicht auf das summarische Verfahren, sondern auf die Klage vom 4. Fe-

bruar 2025 bezieht, welche wie die Vollmacht mit einer unleserlichen Unterschrift 

unterzeichnet wurde (Urk. 37 E. 1). Wie die Vorinstanz zutreffend festhielt, ist nicht 

von Bedeutung, dass dieselbe Vollmacht in anderen Verfahren – so u.a. in jenem 

auf vorläufige Eintragung des Pfandrechts – akzeptiert wurde. Jedes Gericht prüft 

selbst, ob die eingereichte Vollmacht für das konkrete Verfahren ausreichend ist 

(vgl.  BGer  5A_561/2016  vom  22.  September  2016  E.  3.3;  ZR  121/2022  Nr.  9 

E. 7.1). Entgegen der Ansicht der Klägerin, stellt das Verfahren auf definitive Ein-

tragung  des  Pfandrechts  auch  nicht  einfach  die  Fortsetzung  des  summarischen 

Verfahrens dar. Indem die Vorinstanz mit Beschluss vom 21. Februar 2025 ausdrü-

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cklich eine neue und spezifische Vollmacht verlangte (Urk. 4), durfte die Klägerin 

nicht darauf vertrauen, die Vorinstanz werde die eingereichte Vollmacht akzeptie-

ren (BGer 5A_561/2016 vom 22. September 2016 E. 3.3). Auf die Ausführungen 

der  Klägerin  zum  Verfahren  auf  vorläufige  Eintragung  des  Pfandrechts  ist  daher 

nicht weiter einzugehen. Einzig ist diesbezüglich anzumerken, dass der Klägerin 

aus diesem Verfahren die Grundeigentümer, mithin die Gegenparteien für die defi-

nitive Eintragung bekannt waren.

Der Vorinstanz ist weiter zuzustimmen, dass angesichts dessen, dass in der Voll-

macht nur die C._____ AG als Gegenpartei erwähnt wird und die Vollmacht vom 

24. November  2023  stammt,  Zweifel  bestehen,  ob  sich  die  Vollmacht  tatsächlich 

auf die vorliegende Streitigkeit bezieht. Daran ändert auch nicht, dass als Betreff in 

der Vollmacht nicht nur Werklohn sondern auch "Pfandrecht" genannt wird (Urk. 2), 

da  auch  andere  Pfandrechte  zwischen  der  Klägerin  und  der  C._____  AG  strittig 

sein können. Es ist daher nach dem Gesagten nicht zu beanstanden, dass die Vor-

instanz die eingereichte Vollmacht vom 24. November 2023 als nicht ausreichend 

verfahrensspezifisch und daher mangelhaft im Sinne von Art. 132 Abs. 1 ZPO be-

urteilte und die Klägerin mit Beschluss vom 21. Februar 2025 (Urk. 4) zur Einrei-

chung einer neuen Vollmacht aufforderte. Darin ist kein überspitzer Formalismus 

zu erblicken.

Wie die Vorinstanz weiter zutreffend ausführte, vermag auch die Leistung des Kos-

tenvorschusses  durch  die  Klägerin  den  Mangel  nicht  zu  heilen.  Indem  die  Vor-

instanz in ihrem Beschluss vom 21. Februar 2025 eine neue und verfahrensspezi-

fische Vollmacht verlangte, unter der Androhung, dass im Säumnisfall die Klage als 

nicht erfolgt gelte, brachte sie klar zum Ausdruck, dass es in erster Linie um die 

Nachreichung einer gültigen Vollmacht ging und die Leistung des Kostenvorschus-

ses allein nicht ausreichen würde, um die Auflagen gemäss Beschluss zum 21. Fe-

bruar 2025 zu erfüllen. Die Klägerin bzw. Rechtsanwalt lic. iur. X._____ konnte da-

her nicht nach eigenem Gutdünken auf die Nachreichung einer neuen Vollmacht 

verzichten (vgl. BGer 5A_561/2016 vom 22. September 2016 E. 3.3; ZR 121/2022 

Nr. 9 E. 7.5).

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Soweit die Klägerin sodann geltend macht, es sei gar nicht so einfach, eine neue 

Vollmacht beizubringen, zeigt sie nicht auf, worin vorliegend konkret die Schwierig-

keiten lagen. Ausserdem hätte sie derartige erschwerende Umstände bereits vor 

Vorinstanz vorbringen können.  Stattdessen  begnügte  sie  sich  damit,  lediglich  ei-

nem Teil der vorinstanzlichen Aufforderung nachzukommen, indem sie die die Kla-

geschrift vom 14. Februar 2025 und die Vollmacht von 24. November 2024 unter-

zeichnenden Personen nannte (Urk. 10/A–B). Dass für das Beschwerdeverfahren 

nunmehr eine verfahrensspezifische Vollmacht ("in Sachen A._____ AG, E._____, 

c. F._____ Stiftung, G._____ und weitere Stockwerkeigentümer 'H._____' ") einge-

reicht wurde (Urk. 38), zeigt sodann, dass solches durchaus zeitnah möglich ist.

3.5. Zusammenfassend ging die Vorinstanz damit zu Recht von einer fehlenden 

gültigen Vollmacht der Klägerin für das bei ihr anhängig gemachte Verfahren aus. 

Ihre Beschwerde erweist sich damit als unbegründet, weshalb sie abzuweisen ist.

4.1. Die vorinstanzliche Kosten- und Entschädigungsreglung wird von der Klägerin 

nicht beanstandet bzw. macht sie einzig geltend, dass im Falle der Aufhebung des 

vorinstanzlichen Entscheids die Kosten auf die Staatskasse und ihr eine Prozes-

sentschädigung  zuzusprechen  seien  (Urk.  36  Ziff.  10  f.).  Da  es  nach  dem  oben 

Ausgeführten beim Entscheid der Vorinstanz zu bleiben hat, gilt dies auch für die 

Kosten- und Entschädigungsfolgen.

4.2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens sind in Anwendung von § 4 Abs. 1 und 

Abs. 2, § 10 Abs. 1 sowie § 12 Abs. 1 GebV OG auf Fr. 3'000.– festzusetzen und 

ausgangsgemäss der unterliegenden Klägerin aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). 

Parteientschädigungen sind für das Beschwerdeverfahren keine zuzusprechen, der 

Klägerin zufolge ihres Unterliegens (Art. 106 Abs. 1 ZPO), dem Beschwerdegegner 

mangels relevanter Umtriebe (vgl. Art. 95 Abs. 3 ZPO).

Es wird erkannt:

Die Beschwerde wird abgewiesen.

Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 3'000.– festgesetzt.

1.

2.

- 10 -

3.

4.

Die Kosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden der Klägerin auferlegt.

Für das zweitinstanzliche Verfahren werden keine Parteientschädigungen zu-

gesprochen.

5.

Schriftliche  Mitteilung  an  die  Parteien  gegen  Empfangsschein  sowie  zur 

Kenntnisnahme an die Beklagten des vorinstanzlichen Verfahrens mit A-Post, 

an die Beschwerdegegnerin und die Beklagten je unter Beilage eines Doppels 

bzw. einer Kopie der Beschwerdeschrift (Urk. 36) samt Beilagenverzeichnis 

und Beilagen (Urk. 38, Urk. 39 und Urk. 40/2–6).

Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit-

telfrist an die Vorinstanz zurück.

6.

Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30  Tagen  von  der  Zustellung  an  beim  Schweizerischen  Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14,  einzureichen.  Zulässigkeit  und  Form  einer  solchen  Be-

schwerde  richten  sich  nach  Art. 72 ff.  (Beschwerde  in  Zivilsachen)  oder 

Art. 113 ff.  (subsidiäre  Verfassungsbeschwerde)  in  Verbindung  mit  Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).

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Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. 

Es  handelt  sich  um  eine  vermögensrechtliche  Angelegenheit.  Der  Streitwert  beträgt 
Fr. 1'623'239.–. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG.

Zürich, 20. Mai 2025

Obergericht des Kantons Zürich
I. Zivilkammer

Der Vorsitzende:

Die Gerichtsschreiberin:

lic. iur. A. Huizinga

MLaw N. Paszehr

versandt am:
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