# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** aa8ad9b6-5fba-558c-a537-d1ada8ec1a74
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-02-09
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 09.02.2018 PQ170091
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PQ170091_2018-02-09.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer    
 
 

Geschäfts-Nr.: PQ170091-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. P. Diggelmann, Vorsitzender, Oberrichter 

Dr. P. Higi und Oberrichter Dr. S. Mazan sowie Gerichtsschreiberin 

MLaw R. Schneebeli 

Urteil vom 9. Februar 2018 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Beschwerdeführerin 

 

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. X._____ 

 

gegen 

 

B._____,  
Beschwerdegegner 

 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Y._____ 

 

betreffend Kontaktregelung 
 
Beschwerde gegen das Urteil Nr. 317 des Bezirksrates Bülach vom 5. Okto-
ber 2017 i. S. C._____, geb. tt.mm.2010; VO.2016.18 (Kindes- und Erwachse-
nenschutzbehörde Bülach Nord) 

- 2 - 

Erwägungen: 

I. 
(Übersicht zum Sachverhalt/Prozessgeschichte) 

1. C._____ kam als Tochter des Ehepaares B._____ und A'._____, geborene 
D._____, am tt.mm.2010 zur Welt. Beiden Eltern kommt die elterliche Sorge für 

ihre Tochter zu. 

1.1 Die Eltern trennten sich knapp neun Monate nach der Geburt von C._____. 
Auf Gesuch von A'._____, deren Familiennamen nach einer Wiederverheiratung 

anfangs des letzten Jahres nun A._____ lautet (vgl. act. 2 S. 3), kam es im Herbst 

2010 vor dem Kantonsgericht Schaffhausen zu einem Eheschutzverfahren (vgl. 

KESB-act. 3/3). Das Eheschutzverfahren wurde mit Verfügung vom 21. Dezember 

2010 abgeschlossen. Das Eheschutzgericht nahm darin Vormerk, dass die Par-

teien seit dem 10. Oktober 2010 getrennt leben. Grund für die Trennung der El-

tern waren finanzielle Fehleistungen bzw. Verfehlungen von B._____, durch die 

auch Familienangehörige von A._____ zu Schaden gekommen waren. 

 Das Eheschutzgericht wies in seiner Verfügung vom 21. Dezember 2010 

u.a. die einstige eheliche Wohnung in E._____/SH der Ehefrau zu, stellte C._____ 

unter die Obhut der Mutter und berechtigte den Vater, seine Tochter jeweils am 

ersten und dritten Donnerstagnachmittag sowie am zweiten und vierten Wochen-

ende eines jeden Monats zu sich auf Besuch zu nehmen. Die Regelung der De-

tails der Besuche überliess das Eheschutzgericht der Absprache zwischen den 

Parteien. Die Verfügung vom 21. Dezember 2010 wurde den Parteien zunächst 

unbegründet eröffnet; die begründete Fassung wurde am 14. März 2011 versandt 

(vgl. KESB-act. 3/3 S. 15). 

 Zehn Tage nach dem Versand der eheschutzrichterlichen Verfügung gelang-

te der damalige Rechtsvertreter von B._____ an den damaligen Rechtsvertreter 

von A._____ mit Vorschlägen zur Regelung der Besuchsrechtszeiten (vgl. KESB-

act. 3/4). Letzterer wies diese Vorschläge am 5. April 2011 im Auftrag von 

A._____ als zeitlich zu weitgehend zurück und schlug kürzere Zeiten vor, verbun-

den mit mütterlichen Bedingungen ("Vorausgesetzt wird") und Anliegen wie etwa, 

- 3 - 

das Besuchsrecht sei durch den Vater persönlich auszuüben und nicht bei den 

Grosseltern, der Vater habe sich ernsthaft um das Kind zu kümmern, insbesonde-

re was dessen Mittagsschlaf betreffe. Weiter wurden ausstehende Unterhaltszah-

lungen moniert und die Zahlung der Prozessentschädigung eingefordert (vgl. 

KESB-act. 3/5). 

 Am 13. April 2011 hatten sich die Rechtsvertreter der Eltern offenbar auf ei-

ne Regelung der Besuchszeiten geeinigt (vgl. KESB-act. 3/8). Mit der Umsetzung 

gab es indessen Probleme. So teilte B._____ z.B. am 26. April 2011 seinem 

Rechtsvertreter mit, er habe seine Tochter am vergangenen Donnerstag wieder 

nicht gesehen, weil C._____ krank sei, was ihm nie mitgeteilt worden sei (vgl. 

KESB-act. 3/10). 

1.2 - 1.2.1 Am 26. April 2011 führte A._____ bei der Vormundschaftsbehörde 
F._____/ZH ein Gespräch und erstattete dabei eine Gefährdungsmeldung (vgl. 

dazu KESB-act. 1 [= KESB-act. 3/11] S. 1). Zuvor hatte A._____ offenbar ihren 

Wohnsitz von E._____/SH über die Kantonsgrenze nach F._____/ZH zu ihrer 

Mutter verlegt (vgl. dazu a.a.O., S. 3: "A'._____-D._____, c/o G._____, … [Adres-

se]"). Nach dieser Vorsprache von A._____ und gestützt auf die dabei von ihr 

gemachten Aussagen sistierte der Gemeindepräsident von F._____/ZH am 

28. April 2011 das Besuchsrecht des Vaters superprovisorisch "für die Dauer des 

Strafverfahrens sowie des Änderungsverfahrens der Eheschutzmassnahmen" 

(vgl. KESB-act. 1 [= KESB-act. 3/11] S. 2).  

 Der Gemeindepräsident erwog im Wesentlichen (vgl. a.a.O., S. 1 f.), 

A._____ habe dargetan, dass B._____ fristlos entlassen worden sei, da er angeb-

lich straffällig geworden sei und Geld veruntreut habe, weswegen ein Strafverfah-

ren gegen ihn geführt werde. A._____ habe auch dargetan, nach ihren Feststel-

lungen sei C._____ nach Besuchen beim Vater apathisch und spreche kein Wort, 

schlafe nicht mehr gut und verhalte sich gegenüber Männern scheu; zudem sei 

das Kind immer frisch geduscht und in sauberen Kleidern, obwohl C._____ nur für 

ein paar Stunden beim Vater sei. A._____ habe ferner zu Protokoll gegeben, 

B._____ habe ihr und ihrer Mutter gegenüber ausgesagt, es gebe Eltern, die Kin-

der für sexuelle Handlungen ausliehen oder vermieteten. Weitere Besuche von 

C._____ beim Vater hätten danach nur noch in ihrer Begleitung stattgefunden. 

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A._____ habe zudem den Verdacht geäussert, dass sich B._____, obwohl er das 

Besuchsrecht seit zwei Monaten nicht mehr wahrnehme, mit C._____ ins Ausland 

absetzen werde. Es liege ein Antrag auf Alimentenbevorschussung vor, weil 

B._____ seinen finanziellen Verpflichtungen nicht nachkomme. A._____ habe be-

reits Kontakte mit der Kantonspolizei, dem Bezirksgericht sowie dem Jugendsek-

retariat. "Anlässlich dieser Aussagen" – so der Gemeindepräsident – "muss von 

einer Gefährdung des Kindeswohls ausgegangen werden. Da die Mutter in gros-

ser Angst um ihre Tochter C._____ ist, wird eine superprovisorische Präsidialver-

fügung erlassen" (a.a.O., S. 2). 

1.2.2 Nach Gesprächen mit beiden Parteien sowie vergeblichen Bemühungen, ei-
ne einvernehmliche Besuchsrechtsregelung zu erzielen, hob der Gemeinderat 

von F._____/ZH als Vormundschaftsbehörde am 31. Mai 2011 die Präsidialverfü-

gung vom 28. April 2011 ebenso auf wie die vom Kantonsgericht Schaffhausen 

am 21. Dezember 2010 getroffene Besuchsrechtsregelung. Neu berechtigte der 

Gemeinderat den Vater, seine Tochter C._____ "jeweils drei Stunden pro Woche 

zu sehen" (vgl. KESB-act. 3/2 S. 2). Zudem errichtete der Gemeinderat eine "Be-

suchsrechtsbeistandschaft nach [a]Art. 308 Abs. 2 ZGB", ernannte H._____ zur 

Beiständin und beauftragte diese u.a. damit, die Besuche des Vaters zu organi-

sieren und zu begleiten (vgl. a.a.O.). Im Wesentlichen erwog der Gemeinderat 

dazu (vgl. a.a.O., S. 1 f.), der Scheidungskampf zwischen den Eltern dürfe nicht 

auf Kosten des Kindeswohls ausgetragen werden; die Vorwürfe der Mutter an die 

Adresse des Vaters bezüglich sexueller Übergriffe oder Handlungen, die vor dem 

Februar 2011 stattgefunden haben sollen, aber erst im April 2011 bezeigt worden 

seien, seien nicht erwiesen; da der Vater die Tochter seit Februar 2011 nicht ge-

sehen habe, müsse davon ausgegangen werden, die Tochter habe sich mittler-

weile vom Vater entfremdet, was einen schrittweisen Aufbau der Kontakte in Be-

gleitung der Beiständin erfordere. 

 Auf Beschwerde von B._____ hin beschloss der Bezirksrat Bülach am 

24. August 2011 eine Ergänzung des Aufgabenkatalogs der Beiständin und be-

auftragte diese, innert drei Monaten der Vormundschaftsbehörde darüber Bericht 

zu erstatten, ob und inwieweit dannzumal bzw. schrittweise das Besuchsrecht ge-

ändert und ausgedehnt werden könne (vgl. KESB-act. 14). 

- 5 - 

1.3 - 1.3.1 Im Rahmen der begleiteten Besuche gelang es laut Bericht der Bei-
ständin vom 11. Januar 2012 (KESB-act. 22), die Beziehung zwischen Vater und 

Tochter wieder aufzubauen. C._____ freue sich auf die Besuche, die weiterzufüh-

ren seien. Die Situation zwischen den Eltern sei aber weiterhin gespannt. Es be-

stehe das Risiko, dass der Konflikt zwischen den Eltern die Beziehung von Vater 

und Tochter verhindere. Rückmeldungen der Mutter liessen darauf schliessen, 

dass deren Sorge wegen sexueller Übergriffe weiterhin bestehe (vgl. a.a.O., S. 2). 

 Die Vorgesetzte der Beiständin gab am 12. Januar 2012 zuhanden der Vor-

mundschaftsbehörde die Einschätzung ab, A._____ zeige sich "übermässig be-

sorgt um ihr Kind (Verdacht sex. Übergriffe, Kontrolle des Kindes nach Kontakten, 

Ängste ob gut geschaut werde etc.)" (KESB-act. 21). Zudem habe sie in den 

Schilderungen der Mutter sehr auffällig erlebt, wie sich diese vom Kindsvater be-

drängt oder gar verfolgt fühle. Sie sei besorgt, die Mutter könnte sich in etwas 

steigern (fast krankmachend), und frage sich auch, wie viel davon die Tochter 

miterlebe. Und sie äusserte Befürchtungen darüber, wie lange A._____ noch Tref-

fen zwischen Vater und Tochter zulasse (vgl. a.a.O.). Diese Einschätzung wie-

derholte die Beiständin anfangs März 2012 gegenüber der Vormundschaftsbe-

hörde, nachdem A._____ dieser beantragt hatte, es sei der Hausarzt von B._____ 

zu dessen psychischer Gesundheit zu befragen, weil dieser sich in einer Klinik 

hatte behandeln lassen (vgl. KESB-act. 31). 

1.3.2 In der Folge fand ein Elterngespräch mit einer Fachperson in Winterthur 
statt mit der Empfehlung an die Eltern, sich noch mehr Hilfe und Unterstützung zu 

holen, damit sie in der Lage seien, die Besuchskontakte auszuweiten und im Sin-

ne des Kindeswohls durchzuführen (vgl. KESB-act. 40, Blatt 1 - Rückseite). Auf 

eine einvernehmliche Ausweitung der Besuche konnten sich die Eltern indes ge-

mäss Mitteilung der Beiständin vom 15. Mai 2012 an die Vormundschaftsbehörde 

nicht einigen: Die Mutter wünscht Besuche nur in einem Besuchstreff (BBT), der 

Vater Besuche der Tochter über längere Zeit nicht in einem BBT, sondern bei sich 

zu Hause (vgl. KESB-act. 41). Die Rückmeldungen zu den Kontakten zwischen 

Vater und Tochter im Rahmen der begleiteten Besuche fielen weiterhin positiv 

aus (vgl. dazu auch KESB-act. 74: Berichte der Begleitpersonen I._____ und 

J._____ zu den Besuchen ab 30. September 2011 bis 4. Juli 2012). 

- 6 - 

1.3.3 Am 15. Mai 2012 beschwerte sich A._____ bei der Vormundschaftsbehörde 
darüber, dass sich C._____ während des Besuches beim Vater am 30. April 2012 

Prellungen zugezogen hatte und ihr die Begleitperson darüber nur knapp die Aus-

kunft gegeben habe, C._____ sei gestürzt. A._____ teilte mit, sie sei noch am 

gleichen Tag mit C._____ in die Notfallaufnahme des Spitals … gefahren und ha-

be am Folgetag das Kinderspital aufgesucht. Weiter stellte sie u.a. die Kompetenz 

der bei den Besuchen anwesenden Begleitpersonen in Frage sowie das, was die-

se der Beiständin jeweils rapportierten (vgl. KESB-act. 42). 

 B._____ verlangte am 28. Mai 2012 bei der Vormundschaftsbehörde die 

Aufhebung der superprovisorischen Verfügung vom 28. April 2011 und die Um-

setzung des Besuchsrechts gemäss Verfügung des Kantonsgerichts Schaffhau-

sen vom 21. Dezember 2010 (vgl. KESB-act. 47). Mit Schreiben vom 31. Mai 

2012 wies die Vormundschaftsbehörde B._____ darauf hin, dass mit Beschluss 

vom 31. Mai 2011 die superprovisorische Verfügung ebenso aufgehoben worden 

war wie die Besuchsrechtsregelung des Kantonsgerichts Schaffhausen. Es sei ei-

ne Beistandschaft errichtet worden, in deren Rahmen nun die Besuche mit Ein-

zelbegleitung stattfänden. Die zerrüttete Situation der Eltern sei ein wesentlicher 

Punkt, der für C._____ gar nicht förderlich sei. Man werde allerdings an der 

nächsten Sitzung einen Entscheid treffen (vgl. KESB-act. 50). 

1.3.4 Per Ende Mai 2012 verliess die Beiständin H._____ ihre Arbeitsstelle. Ab-
klärungen der Vormundschaftsbehörde ergaben, dass gegen B._____ ein Straf-

verfahren wegen Vernachlässigung der Unterhaltspflicht pendent war und allfälli-

ge weitere Vorwürfe gegen B._____ keinen Bezug zu C._____ aufwiesen. Der 

Gemeinderat F._____/ZH beschloss daher am 12. Juni 2012 im Wesentlichen 

(KESB-act. 57 S. 3 f.) 

- die Ausdehnung der bisherigen Beistandschaft auf eine Beistandschaft gemäss 

aArt. 308 Abs. 1 und 2 ZGB, 

- Regelungen zur Ablösung der bisherigen Beiständin, 

- die schrittweise Umsetzung des Besuchsrechts gemäss Verfügung des Kan-

tonsgerichts Schaffhausen bis zum 31. August 2012 mit entsprechender Auf-

tragserteilung an die Beiständin, darunter namentlich der Auftrag, die Überga-

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ben von C._____ durch die bereits involvierten Personen (Herr I._____ und 

Frau J._____) bis Ende August 2012 begleiten zu lassen, 

- die Eltern anzuweisen, den Einladungen der Beiständin Folge zu leisten und 

mit ihr zusammenzuarbeiten, 

- den Eltern zu empfehlen, im Interesse ihrer Tochter eine Mediation aufzusu-

chen. 

1.4 - 1.4.1 Am 4. Juli 2012 rief A._____ die Vormundschaftsbehörde an, um die-
ser mitzuteilen, C._____ sage sich seit längerer Zeit selbst "K._____". A._____ 

teilte weiter mit, sie finde das sehr beunruhigend und möchte daher C._____ psy-

chologisch abklären lassen. Weiter erklärte sie, sie habe aus einer verlässlichen 

Quelle die Rückmeldung erhalten, B._____ sei mit seinem Auto über die …-

Strasse gerast; als Mitfahrerin von B._____ sei Frau J._____ erkannt worden. Sie 

habe Frau J._____ zur Rede gestellt und diese habe gesagt, sie sei nicht im Auto 

gesessen. A._____ fand diesen Umstand sehr beunruhigend, äusserte Angst, es 

könne einmal etwas passieren, und war sich zudem nicht sicher, ob Frau J._____ 

ihr die Wahrheit gesagt hat (vgl. KESB-act. 58). 

 Am 20. Juli 2012 fand der erste unbegleitete Besuch von C._____ beim Va-

ter statt (vgl. KESB-act. 63 S. 1). 

 Am 24. und 25. Juli 2012 kam es zu einem Austausch zwischen der Vor-

mundschaftsbehörde und den mit der Beistandschaft befassten Personen über 

eine Elternvereinbarung zu den Besuchen, welche mit den Eltern besprochen 

worden war. Der Behörde wurde mitgeteilt, B._____ habe die Vereinbarung un-

terzeichnet an die zuständige Person gesandt, A._____ nicht, weil sie vor der ers-

ten Übernachtung von C._____ beim Vater noch ein Elterngespräch wünsche. 

B._____ habe sich sodann zur Mediation angemeldet, was A._____ als Bedrän-

gung empfunden habe (vgl. KESB-act. 62). 

1.4.2 Am 27. Juli 2012 sprach A._____ um 16.45 Uhr bei der Gemeinde 
F._____/ZH vor "mit der Aussage, dass der erneute Verdacht besteht, dass die 

Tochter, C._____, durch den Vater, B._____, sexuell misshandelt wurde" (vgl. 

KESB-act. 63 S. 1). Sie berief sich dabei auf Aussagen von C._____, die diese 

vor der (begleiteten) Übergabe an den Vater ihr gegenüber in Anwesenheit der 

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Grossmutter gemacht haben soll, nämlich "B._____ schimpfe, B._____ nid schlä-

cke" (a.a.O.). Wiederum erliess der Gemeindepräsident von F._____/ZH als vor-

mundschaftliche Massnahme eine superprovisorische Verfügung und setzte auf 

"Grund dieser Vorwürfe […] das heutige Besuchsrecht vollständig" aus (a.a.O.). 

Die Kindsmutter, A._____, wurde zudem aufgefordert, umgehend Anzeige bei der 

Polizei zu erstatten (vgl. a.a.O.). 

 A._____ erstattete am 28. Juli 2012 Anzeige. Am 31. Juli 2012 wurde vom 

Vizepräsidenten der Gemeinde F._____/ZH im Sinne einer vorsorglichen Mass-

nahme das Besuchsrecht des Vaters, weil "nun ein Untersuchungsverfahren ge-

gen B._____ läuft, in welchem ihm sexuelle Handlungen gegenüber seiner Toch-

ter C._____ vorgeworfen werden" (KESB-act. 65 S. 1), für "die Dauer des polizei-

lichen und strafrechtlichen Untersuchungsverfahrens sistiert" (a.a.O.). Eine Gele-

genheit, sich zu äussern, hatte die Vormundschaftsbehörde B._____ bis dahin 

nicht geboten. B._____ beschwerte sich in der Folge beim Bezirksrat Bülach, der 

am 17. Oktober 2012 vorsorglich für die Dauer des Beschwerdeverfahrens ein 

wöchentliches dreistündiges Besuchsrecht in Begleitung anordnete (vgl. KESB-

act. 82). 

 Die polizeilichen Ermittlungen ergaben, dass B._____ den Besuch am 

20. Juli 2012, anlässlich dessen es zu den von A._____ angezeigten Handlungen 

gekommen sein soll, mit C._____ nach der Übergabe des Kindes durch die Be-

gleitperson bei seinen Eltern verbrachte und C._____ wieder rechtzeitig der Be-

gleitperson übergab; als mögliche Tatzeitpunkte kamen daher nur die Autofahrten 

von F._____ nach Schaffhausen und von dort zurück in Frage, die rund 25 Minu-

ten dauerten. Die Ermittlungen blieben im Übrigen ergebnislos und wurden Ende 

August 2012 abgeschlossen. Am 1. November 2012 verfügte die Staatsanwalt-

schaft die Nichtanhandnahme der Strafuntersuchung (vgl. KESB-act. 69 und 

KESB-act. 84/1 [= KESB-act. 90]). 

1.4.3 Am 16. Oktober 2012 wurde H._____ als Beiständin rückwirkend aus ihrem 
Amt entlassen und per 1. Oktober 2012 L._____, Sozialarbeiterin FH beim 

M._____, zur neuen Beiständin ernannt. Diese organisierte in der Folge die vom 

Bezirksrat angeordneten Besuche ab dem 19. November 2012 mit Frau J._____ 

als Begleitperson. 

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 Am 14. Dezember 2012 hiess der Bezirksrat Bülach die Beschwerde von 

B._____ gut und ordnete die schrittweise Umsetzung des vom Kantonsgericht 

Schaffhausen am 21. Dezember 2010 festgelegten Besuchsrechts gemäss Be-

schluss der Vormundschaftsbehörde F._____/ZH vom 12. Juni 2012 innerhalb 

von zwei Monaten an (vgl. KESB-act. 91, dort S. 4 f.). 

 Bis am 31. Januar 2013 fanden die Besuche von C._____ beim Vater nur in 

Begleitung statt; die Rückmeldungen der Begleitpersonen erwiesen sich stets als 

positiv (vgl. KESB-act. 94, 1. Blatt). Am 29. Januar 2013 teilte dafür N._____ vom 

O._____, das C._____ damals besuchte, der Gemeindeschreiberin von 

F._____/ZH mit, C._____ habe ihr gegenüber wiederholt erzählt, sie wolle nicht 

zum Vater, der böse sei und sie einsperre und sie auch schlecke, und zwar im 

Genitalbereich. Zudem gebe ihr der Vater Geschenke, was sie nicht wolle (vgl. 

KESB-act. 93, 2. Blatt [= KESB-act. 95]). Da mit dem 1. Januar 2013 die KESB 

Bülach Nord an die Stelle der Vormundschaftsbehörde der Gemeinde F._____/ZH 

getreten war, leitete die Gemeindeschreiberin das Schreiben an die KESB weiter. 

 In einem differenzierenden Bericht vom 6. März 2013 (KESB-act. 99/3) hielt 

die Beiständin u.a. fest, die Begleitpersonen von C._____ hätten erwähnt, dass 

das Kind seit Oktober 2012 unmittelbar nach dem Abholen bei der Mutter im Auto 

des Vaters sage, "Papa B._____ mich nicht einsperren" und "Papa B._____ mich 

nicht lecken". Auf Frage der Begleitperson, ob der Vater das denn mache, habe 

C._____ jeweils mit "Nein" geantwortet und einmal auch gesagt, dass ihre Mutter 

ihr das sage. Geschenke des Vaters nehme C._____ nicht mit nach Hause, weil 

die Mutter sie ihr bei der Übergabe wegnehme. Der Vater gehe sehr gut mit sei-

ner Tochter um; die Tochter habe auch schon geäussert, sie wolle nicht zur Mut-

ter zurück (vgl. a.a.O., S. 2). Vermerkt wurde ebenfalls, dass Frau N._____ nach 

eigenen Aussagen eine gute Zusammenarbeit mit A._____ habe. Manchmal höre 

Frau N._____, wie A._____ vor C._____ schlecht über den Vater rede (vgl. 

a.a.O., S. 3). 

1.5 - 1.5.1 Am 8. Januar 2013 hatte A._____ beim Bezirksgericht Bülach die Kla-
ge auf Scheidung eingereicht. Am 11. Februar 2013 ersuchte sie das Gericht um 

superprovisorische Anordnung begleiteter Besuche von C._____ beim Vater. Am 

14. Februar 2013 hiess das Gericht dieses Gesuch gut und ordnete einstweilen 

- 10 - 

wöchentliche Besuche von drei Stunden in Begleitung an (vgl. KESB-act. 98). Das 

Gericht wies dabei ausdrücklich darauf hin, dass sein Entscheid eine reine Vor-

sichtsmassnahme sei, die für den weiteren Verlauf des Scheidungsverfahrens 

keine präjudizielle Wirkung habe. Es lud die Parteien zudem zur Verhandlung vor 

(vgl. a.a.O., S. 6). 

Am 11. Oktober 2013 teilte die Beiständin dem Gericht mit, sie habe im Juli 

2013 C._____ und den Vater eingeladen und selbst beobachten können, dass 

das Kind, obwohl es den Vater nur drei Stunden pro Woche sehen könne, Freude 

und Vertrauen zu ihm zeige und ausgeglichen wirke. Seit August 2013 weigere 

sich C._____ aber vehement, den Vater zu besuchen. In einem weiteren Schrei-

ben vom gleichen Tag beantragte die Beiständin, für C._____ eine Vertretung im 

Scheidungsverfahren einzusetzen (vgl. KESB-act. 101/2). 

Am 21. Januar 2014 ordnete das Scheidungsgericht in Genehmigung einer 

Parteivereinbarung ein wöchentliches Besuchsrecht von Vater und Tochter an, 

vorab mit von N._____ begleiteten Übergaben; das Besuchsrecht war spätestens 

ab dem 1. März 2014 jeweils samstags von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr auszuüben 

(vgl. KESB-act. 103). 

1.5.2 Im Rahmen seines Verfahrens holte das Scheidungsgericht ein psychologi-
sches (Kurz-)Gutachten bei der P._____ (P._____) Bülach ein (vgl. KESB-act. 

126/2). Dieses Gutachten hielt u.a. fest, dass sich erstens ein Verhalten des Kin-

des feststellen lasse, das klar durch elterliches Verhalten der Mutter hervorgeru-

fen werde; von einer vollständigen Manipulation des Kindes könne nicht gespro-

chen werden, sicher sei jedoch eine Übertragung Mutter-Kind, teils bewusst oder 

unbewusst, vorhanden (a.a.O., S. 9). Zweitens gab es gemäss Gutachten hin-

sichtlich des Vorwurfs sexuellen Missbrauchs auch bei exaktesten diagnostischen 

Bemühungen nicht die geringsten Anzeichen oder Hinweise, die mit den schon 

vorliegenden strafrechtlichen Entscheiden (Nichtanhandnahme von Untersuchun-

gen) unvereinbar wären. Hingegen wurde vermerkt, das Kind habe sich in Anwe-

senheit der Mutter, als es zeigen sollte, was der Papi gemacht haben soll, gewis-

sermassen an ein mütterliches Regieprotokoll gehalten, dem es in der Sache aber 

nicht immer zu folgen vermochte habe (vgl. a.a.O., S. 10). 

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 Das Gutachten bejahte eine Obhutszuteilung an die Mutter unter zwingender 

Beibehaltung der Beistandschaft (a.a.O., S. 11), wöchentliche Besuchstage beim 

Vater und je nach deren Verlauf deren Erweiterung und die Erprobung von Nor-

malität, wofür die Beiständin mit entsprechenden Rechten auszustatten sei (vgl. 

a.a.O., S. 12). 

1.5.3 Mit Urteil vom 7. Juli 2014 (vgl. KESB-act. 111/1) wurde die Ehe der Partei-
en geschieden und C._____ unter der gemeinsamen elterlichen Sorge belassen. 

Die Obhut wurde der Mutter zugeteilt. Das Gericht genehmigte die von den Par-

teien unter dem Titel "Betreuungsregelung" getroffene Vereinbarung zum persön-

lichen Umgang von Vater und Tochter. Die Beistandschaft wurde beibehalten und 

es wurden der Beiständin diverse Aufgaben übertragen zur Regelung des persön-

lichen Umgangs von Vater und Tochter auch im elterlichen Konfliktfall sowie zur 

Verbesserung der elterlichen Kommunikation. 

 Das Urteil wurde unbegründet eröffnet und erwuchs per 22. August 2014 in 

Rechtskraft (vgl. a.a.O., Anhang nach S. 8). A._____ nahm nach der Scheidung 

wieder ihren früheren Familiennamen D._____ an (vgl. auch vorn Erw. I/1.1, a.A.). 

1.5.4 Die vom Scheidungsgericht genehmigte Vereinbarung der Parteien zum 
persönlichen Umgang von Vater und Tochter hat folgenden Wortlaut (vgl. 

act. 111/1). 

" Die Parteien einigen sich über die Aufteilung der Betreuung der Tochter wie 
folgt: 

Betreuung durch den Beklagten: 

- an jedem Samstag, jeweils von 10.00 bis 18.00 Uhr; 
- ab dem 1. September 2014 an jedem zweiten Wochenende, jeweils ab Samstag-

morgen, 10.00 Uhr, bis Sonntagabend, 18:00 Uhr; 
- frühestens ab dem 1. Januar 2015, spätestens jedoch ab dem 1. April 2015, an je-

dem zweiten Wochenende, jeweils ab Freitagabend, 18.00 Uhr, bis Sonntagabend, 
18.00 Uhr. Den konkreten Zeitpunkt legen die Parteien einvernehmlich fest; im 
Nichteinigungsfall entscheidet der Beistand I die Beiständin; 

Feiertags-/ Ferienbetreuung durch den Beklagten: 

- ab dem 1. September 2014 jeweils am zweiten Tag der Doppelfeiertage Weihnach-
ten und Neujahr; 

- 12 - 

- ab dem 1. September 2014 in Jahren mit gerader Jahreszahl von Karfreitag bis Os-
termontag und in Jahren mit ungerader Jahreszahl von Pfingstsamstag bis Pfingst-
montag; 

- ab dem 1. Januar 2015 während vier Wochen Ferien pro Jahr. Die Parteien sprechen 
sich betreffend die Ausübung der Ferienbetreuung des Beklagten mindestens drei 
Monate im Voraus ab. Im Nichteinigungsfall entscheidet der Beistand I die Beistän-
din. 

ln der übrigen Zeit wird die Tochter von der Klägerin betreut. 

Kann der Beklagte die Betreuungsverantwortung aus Gründen, die bei der Klägerin oder 
C._____ liegen, nicht wahrnehmen, so ist diese Betreuungszeit innerhalb der nächsten 
drei Monate nachzuholen. Im Nichteinigungsfall entscheidet der Beistand I die Beistän-
din. 

Weitergehende oder abweichende Wochenend-, Feiertags- oder Ferienkontakte nach 
gegenseitiger Absprache und unter Berücksichtigung der Wünsche der Tochter bleiben 
vorbehalten." 

1.6 - 1.6.1 Am 24. November 2014 erstattete die Beiständin der KESB Bülach 
Nord (fortan nur: KESB) einen Zwischenbericht (vgl. KESB-act. 116a/2), in dem 

sie u.a. festhielt, C._____ weigere sich seit August 2014, zum Vater auf Besuch 

zu gehen. Seit da sei es zu keinem persönlichen Umgang mehr zwischen Vater 

und Tochter gekommen (vgl. dazu aber KESB-act. 178/1, S. 2, S. 7/8, S. 12/13): 

Im Rahmen der Abklärungen von "Q._____" fanden 2015 noch zwei Besuche 

statt). Trotz der fehlenden Kontakte habe sie Freude gezeigt, als der Vater sie im 

Kindergarten besucht habe (vgl. a.a.O., S. 3). A._____ habe der Kindergärtnerin 

mitgeteilt, das dürfe nicht wieder vorkommen, weil C._____ Panik vor ihrem Vater 

habe und dieser sich vor dem Kind befriedige (vgl. a.a.O.). Weiter wurde festge-

halten, A._____ habe sowohl N._____ als auch der Kindergärtnerin berichtet, 

B._____ habe C._____ sexuell missbraucht (vgl. a.a.O., S. 4). Vor der Gerichts-

verhandlung habe die Beiständin von Dr. R._____, zu der C._____ in Therapie 

gehe, erfahren, dass C._____ erzählt habe, B._____ habe ihr den genitalen Be-

reich mit Schlagrahm eingestrichen und dann mit der Taschenlampe getrocknet. 

Der von der Beiständin darüber informierte Richter habe in der Verhandlung beide 

Eltern gefragt, was sie zu dieser Aussage der Tochter zu sagen hätten. A._____ 

habe geantwortet, dass das nicht mehr relevant sei (vgl. a.a.O., S. 3). 

 Die Beiständin erachtete das Kindeswohl als massiv gefährdet, im Wesentli-

chen weil sich die Kontakte der Eltern seit der Trennung schwierig gestalteten, 

- 13 - 

Fragen des Umgangs von Vater und Tochter u.a. auch mit den seit langem aus-

gebliebenen väterlichen Alimentenzahlungen vermischt werden (vgl. a.a.O., S. 3 

und S. 4) und C._____s Kontakte zum Vater von Spannungen und Unterbrüchen 

geprägt seien. Das Recht von C._____ auf Kontakt zu beiden Eltern werde igno-

riert (a.a.O., S. 5). C._____ höre von ihrer Mutter, seit sie ein Kleinkind sei, dass 

ihr Vater sie sexuell missbraucht habe, was sich traumatisch auswirke (a.a.O., 

S. 5). Sie – die Beiständin – und das Kinder- und Jugendhilfezentrum vermuteten, 

C._____ werde permanent psychischer Gewalt ausgesetzt (a.a.O.). 

 Die Beiständin empfahl daher eine zeitlich begrenzte Unterbringung von 

C._____ in einer geeigneten Institution, in der sie entlastet von der konfliktbelade-

nen Situation zu Hause sich entfalten könne sowie die Gelegenheit habe, mit bei-

den Eltern Kontakte zu pflegen. Als Alternative dazu empfahl sie eine intensive 

dreimonatige Abklärung von C._____ zu Hause durch zwei Fachpersonen sowie 

Beobachtungen von C._____ vor und nach dem Wochenende beim Vater. 

Schliesslich empfahl sie, ein psychiatrisches Gutachten über die Mutter einzuho-

len, das den psychischen Zustand der Mutter und dessen Auswirkungen auf das 

Kind abklärt (vgl. a.a.O., S. 5). 

1.6.2 Die KESB nahm diesen Zwischenbericht zum Anlass, die Kindesschutz-
massnahmen zu überprüfen. Die Eltern wurden angehört (vgl. KESB-act. 123 und 

125), das in Erw. I/1.5.2 knapp dargestellte (Kurz-)Gutachten des P._____ wurde 

beigezogen, die Kindergärtnerin wurde ebenso befragt (KESB-act. 143) wie 

Dr. med.  R._____, bei der C._____ in Therapie war und die nähere Kontakte nur 

mit A._____ pflegte (vgl. KESB-act. 145/2, 146/2 und 147), und es wurde die von 

der Beiständin als Alternative empfohlene Abklärung von C._____ in die Wege 

geleitet (vgl. etwa KESB-act. 161 [Gespräch mit den Eltern und der mit der Abklä-

rung beauftragten S._____ von der Sozialpädagogischen Familienbegleitung 

"Q._____"], 173). Im Verlauf dieses Verfahrens gelangte A._____ – die damals 

wie schon erwähnt den Familiennamen D._____ führte (vgl. Erw. I/1) – an die Be-

hörden mit dem Antrag, den Familiennamen C._____s von A'._____ auf D._____ 

zu ändern (vgl. etwa KESB-act. 127/1-2, 164-165). Das Gesuch wurde am 2. Feb-

ruar 2016 abgewiesen (vgl. KESB-act. 185). 

- 14 - 

 S._____ von "Q._____" nahm die von der Beiständin angeregten Abklärun-

gen in der Folge vor. Ihr schriftlicher Bericht dazu datiert vom 2. Dezember 2015 

(vgl. act. 178/1) und erfasst den Zeitraum vom 14. August 2015 bis zum Tag der 

Berichterstattung. Die Empfehlungen des Berichts wurden den Eltern zur Kenntnis 

gebracht. Es sind das im Wesentlichen (vgl. a.a.O., S. 17) die Empfehlung, die 

bisherige Beistandschaft fortzuführen, die Empfehlung, C._____ in einer stationä-

ren Einrichtung unterzubringen zur Abklärung ihrer Entwicklung, zur Abklärung 

der Rückkehr in den mütterlichen Haushalt bzw. allfälliger Alternativen und zur 

Ermöglichung unbelasteter Kontakte mit dem Vater, die Empfehlung, über 

A._____ ein psychiatrisches Gutachten erstellen zu lassen, die Empfehlung, die 

Lebenssituation von B._____ zu klären mit psychologischer Abklärung, ob weitere 

therapeutische Massnahmen erforderlich sind, und schliesslich die Empfehlung 

auf Herstellung und Weiterführung der Besuchskontakte zum Vater mit Unterstüt-

zung einer Familienbegleitung (zur Erarbeitung der Vaterrolle). Sollten diese Emp-

fehlungen für die KESB nicht in Frage kommen, hielt "Q._____" dafür, die Be-

suchskontakte der damals schon fast sechsjährigen C._____ mit dem Vater zu 

sistieren, bis sie "alt genug ist, dies für sich zu entscheiden" (vgl. a.a.O.). 

1.6.3 Die KESB gab den Parteien mit Schreiben vom 3. Februar 2016 die Gele-
genheit, sich bis zum 14. Februar 2016 schriftlich zum geplanten Entscheid der 

KESB zu äussern (vgl. KESB-act. 183). A._____ gelangte daraufhin bis zum März 

2016 wiederholt an die KESB, u.a. zwecks Akteneinsicht (siehe dazu KESB-act. 

186-188, 191-194). Mit Schreiben vom 28. März 2016 nahm sie dann Stellung 

zum Bericht von "Q._____" (vgl. KESB-act. 195) und fand dabei vorab, es sei ein 

riesiger Aufwand für ein minimales Ergebnis betrieben worden. Sie befürworte die 

Möglichkeit der Sistierung der Kontakte zum Kindsvater. Eine Fremdplatzierung 

von C._____ komme nicht in Frage, es gebe keinen triftigen Grund dafür, dass 

man ihr ständig damit drohe; alle, "die mit uns in Kontakt sind, sind klar der Mei-

nung, dass es C._____ gut geht" (vgl. a.a.O., S. 1). Weiter nahm A._____ den 

Standpunkt ein, seit fünf Jahren versuche sie vergeblich, die BBT in Betracht zu 

ziehen, sei aber immer abgeschmettert worden; sie biete dafür immer noch Hand 

an, jedoch nur unter Voraussetzungen. Als solche Voraussetzung bezeichnete sie 

u.a. erstens, "der Besuch in der BBT dauert zwei Jahre", offenbar einerseits 

- 15 - 

zwecks Aufbau der Vaterrolle sowie anderseits im Sinne "eine[r] Art Bewährung, 

so kommt Ruhe, Regelmässigkeit und Stabilität hinein für alle" (vgl. a.a.O.); zwei-

tens habe B._____ die Besuchskosten inklusive ihrer Fahrtkosten zu überneh-

men. A._____ schloss ihre Stellungnahme an die KESB wie folgt (vgl. a.a.O., 

S. 2): "Auch wenn ihre Zeit bei der KESB zu Ende geht, bitte ich darum keine 

Schnellschuss Lösung durch Boxen zu wollen". Mit demselben Satz schloss 

A._____ ein undatiertes Schreiben, das der KESB am 1. April 2016 zuging (vgl. 

KESB-act. 196). 

 B._____ äusserte sich offenbar am 4. Februar 2016 telefonisch zu den ihm 

bekannten Empfehlungen von "Q._____" (vgl. KESB-act. 184). Stellungnahmen 

zum Bericht selbst, der ihm aufgrund des Telefonats vom 4. Februar 2016 erst mit 

einem Brief vom 12. Februar 2016 zugestellt wurde (vgl. KESB-act. 189), finden 

sich in den Akten der KESB nicht. 

1.7 Am 26. April 2016 genehmigte die KESB den Rechenschaftsbericht der Bei-
ständin für die Periode 1. Juli 2013 bis 30. Juni 2015 und traf danach im Wesent-

lichen folgende Anordnungen (vgl. KESB-act. 200 [= act. 6/1] S. 5 f.): 

1. ... 

2. B._____ wird in Abänderung der bisher bestehenden Regelung berechtigt erklärt, 
C._____ am ersten und dritten Samstag im Monat von 10.00 bis 16.00 Uhr in Beglei-
tung einer Fachperson zu oder mit sich auf Besuch zu nehmen. 

3. Die Beistandschaft nach Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB für C._____ wird weitergeführt. 

4. L._____ wird in ihrem Amt als Beiständin bestätigt und zusätzlich zu den bestehenden 
Aufgaben beauftragt, 

a) die Besuchsbegleitung zu organisieren, zu begleiten und der KESB Bülach Nord spä-
testens am 31. Januar 2017 einen den Bericht mit Empfehlung über die Fortsetzung 
oder Änderung der Besuchsbegleitung einzureichen;  

b) der KESB Bülach Nord den ordentlichen Rechenschaftsbericht per 30. Juni 2017 ein-
zureichen. 

5. Die Fürsorgebehörde F._____ wird eingeladen, nach Zustellung der Kosteninformation 
durch die Beiständin Kostengutsprache für die Besuchsbegleitung durch eine Fach-
person zu erteilen. 

6.  Es wird eine Gebühr von Fr. 300.00, je Fr. 150.00 von jedem Elternteil, erhoben. 

(Rechtsmittelbelehrung/Mitteilungen.) 

- 16 - 

2. - 2.1 Über diesen Entscheid der KESB beschwerten sich sowohl B._____ (vgl. 
act. 6/2) als auch A._____ (vgl. act. 6/22/2) beim Bezirksrat Bülach. Dieser legte 

zwei Verfahren an und führte diese zunächst schriftlich durch. Die Parteien reich-

ten dabei unaufgefordert diverse Eingaben ein, so B._____ am 10. September 

2016 eine, in der er über einen Vorfall am ersten Schultag von C._____ berichte-

te, an dem er zusammen mit seiner Partnerin hatte teilnehmen wollen, was aber 

an der Haltung der Tochter und von A._____ gescheitert sei; abschliessend refe-

rierte B._____ auch noch zum Parental Alienation Syndrom (vgl. act. 6/11). Am 

26. Oktober 2016 äusserte sich A._____ ebenfalls zum Partental Alienation Syn-

drom (vgl. act. 6/16 f.). Und am 28. Dezember 2016 informierte B._____ über ei-

nen E-Mail-Verkehr zwischen den Eltern über die Weihnachtstage 2016, in dem 

ihm die A._____ mitgeteilt habe, C._____ wolle kein Geschenk von ihm, C._____ 

wolle von ihm in Ruhe gelassen werden, sie habe einen Papi und der heisse 

T._____; das seinen die Worte von C._____ (vgl. act. 6/18). 

2.2 Im Rahmen seiner zwei Verfahren lud der Bezirksrat die Parteien zu einer 
"Referentenaudienz" bzw. Anhörung vor, die offenbar am 15. Februar 2017 statt-

fand. Am 8. März 2017 fällte der Bezirksrat dann ein Urteil (vgl. act. 6/23), das im 

anschliessenden Rechtsmittelverfahren von der Kammer mit Urteil vom 8. Juni 

2017 (act. 6/30) aufgehoben wurde unter Rückweisung der Sache zur weiteren 

Behandlung und neuen Entscheidung an den Bezirksrat (vgl. a.a.O., S. 27). Der 

Bezirksrat ergänzte seine Verfahren (im Wesentlichen holte er von A._____ eine 

Duplik zur Beschwerde von B._____ ein), vereinigte die Verfahren am 5. Oktober 

2017, schrieb zugleich ein Gesuch von A._____ um Bewilligung der unentgeltli-

chen Rechtspflege ab und fällte zudem im Wesentlichen folgendes Urteil (act. 7 [= 

act. 6/44 = act. 3], S. 39 f.): 

II. Auf die Beschwerde von A._____ wird nicht eingetreten. 

III. ln teilweiser Gutheissung der Beschwerde von B._____ werden Dispositiv 
Ziffern 2 und 4a des Entscheids der KESB Bülach Nord vom 26. April 2016 
aufgehoben und wie folgt neu gefasst:  

"2.a) ln Abweichung von der Besuchsrechtsregelung gemäss Urteil des 
Bezirksgerichts Bülach vom 7. Juli 2014 wird für sechs Monate ab 
Rechtskraft dieses Entscheids ein begleitetes Besuchsrecht ange-
ordnet. Demgemäss wird B._____ berechtigt erklärt, C._____ am ers-

- 17 - 

ten und dritten Samstag im Monat von 10.00 bis 16.00 in Begleitung 
einer Fachperson zu sich oder mit sich auf Besuch zu nehmen oder 
C._____ an zwei Wochenendtagen im Monat von 10.00 bis 16.00 Uhr 
in einem Begleiteten Besuchstreff (BBT) im Kanton Zürich zu treffen. 
Nach Ablauf der sechs Monate gilt wieder die Besuchsrechtsregelung 
gemäss Urteil des Bezirksgerichts Bülach vom 7. Juli 2014, wobei die 
Übergaben durch eine Fachperson zu begleiten oder in einem BBT 
im Kanton Zürich durchzuführen sind. 

2.b) A._____ wird angewiesen, die Besuchskontakte gemäss Dispositiv 
Ziffer 2.a einzuhalten und alles zu unterlassen, was ein ungestörtes 
Besuchsrecht beeinträchtigen oder verhindern könnte. Für den Fall, 
dass sich A._____ nicht an diese Anordnung hält, wird ihr eine Be-
strafung nach Art. 292 StGB angedroht. Art. 292 StGB lautet wie 
folgt: 

Wer der von einer zuständigen Behörde oder einem zuständigen Be-
amten unter Hinweis auf die Strafdrohung dieses Artikels an ihn er-
lassenen Verfügung nicht Folge leistet, wird mit Busse bestraft. 

4.a) die Besuchsbegleitung bzw. die begleiteten Übergaben zu organisie-
ren, zu begleiten und der KESB Bülach Nord Bericht zu erstatten und 
Antrag zu stellen, soweit eine Änderung der Umstände eine erneute 
Überprüfung des Besuchsrechts erforderlich macht." 

Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen, soweit darauf eingetreten 
wird. 

IV. Die Entscheidgebühr von Fr. 1'000.00 wird A._____ auferlegt.  

V. Es werden keine Prozessentschädigungen zugesprochen.  

2.3 - 2.3.1 Unbestrittenermassen hat C._____ ihren Vater seit dem August 2014 
(vgl. Erw. I/1.6.1) nicht mehr gesehen. Am 7. bzw. 24. August 2017 (vgl. act. 6/40 

S. 4) erstattete die Beiständin der KESB ihren Rechenschaftsbericht (act. 6/40). 

Darin hielt sie im Wesentlichen fest, in der Berichtsperiode, die vom 1. Juli 2015 

bis zum 30. Juni 2016 dauerte, hätten keine persönlichen Kontakte zwischen der 

Beiständin und den Eltern bzw. C._____ stattgefunden. Aufgrund der laufenden 

Gerichtsprozesse fehle der Beiständin jegliche Handlungsfähigkeit. Hinzu komme, 

dass Frau A._____ keinen Grund sehe, mit ihr – der Beiständin – über die Situati-

on ihrer Tochter zu sprechen (vgl. a.a.O., S. 2). Alle Versuche der letzten Jahre, 

die das Ziel gehabt hätten, eine Annäherung zwischen Vater und Tochter zu er-

reichen, seien nicht erfolgreich gewesen. A._____ habe immer wieder die Annä-

herung zwischen C._____ und ihrem Vater verhindert, indem sie jeden behördli-

- 18 - 

chen Entscheid, der dies bezweckt habe, vor höherer Instanz angefochten habe. 

C._____ lehne (auch) die begleiteten Kontakte zu ihrem Vater ab. Ihre – der Bei-

ständin – Annahme sei, dass C._____ durch diese Situation kaum mehr positive 

Erinnerungen an den Vater habe. C._____ lebe nun mit ihrer Mutter und deren 

Ehemann zusammen, was eine anspruchsvolle Veränderung in ihrem Familien-

system sein könne. Hinzu komme, dass C._____ als Schülerin in einer Entwick-

lungsphase sei, in der sie sich immer mehr nach "aussen" orientiere und die Rolle 

der Familie sich abschwäche. Unter solchen Voraussetzungen werde die Gestal-

tung des Besuchsrechts immer schwieriger. Bei einer Besuchsregelung zu be-

rücksichtigen sei zudem, dass C._____ jahrelang unter Druck gesetzt worden sei, 

den Vater entweder sehen zu müssen oder den Vater nicht sehen zu dürfen (vgl. 

a.a.O., S. 3). 

 Die Beiständin erachtete die jahrelange Beistandschaft als gescheitert, weil 

eine einvernehmliche Zusammenarbeit zwischen ihr und den Eltern bzw. der Mut-

ter nicht möglich sei. Sie beantragte daher der KESB die Aufhebung der Bei-

standschaft gemäss Art. 308 Abs. 1 ZGB. Trotzdem brauche es – so die Beistän-

din – eine fachkundige ("professionelle") Person, die mit C._____ zweimal jährlich 

ein Gespräch führe um abzuklären, ob C._____ zu einem persönlichen Kontakt zu 

ihrem Vater bereit sei und unter welchen Voraussetzungen. Und sie beantragte, 

die Beistandschaft für C._____ gemäss Art. 308 Abs. 2 ZGB mit einem entspre-

chend eingeschränkten Aufgabenbereich weiter zu führen (vgl. a.a.O., S. 4).  

2.3.2 Die KESB hörte in der Folge sowohl B._____ als auch A._____ zu den An-
trägen der Beiständin an. A._____ reichte danach noch ein Schreiben zur Ergän-

zung ihrer Anhörung ein (vgl. act. 13 S. 2). Am 12. Dezember 2017 befand die 

KESB über die Anträge der Beiständin und hob die Beistandschaft gemäss 

Art. 308 Abs. 1 ZGB auf. Den Antrag der Beiständin, die Beistandschaft für 

C._____ nach Art. 308 Abs. 2 ZGB unter Anpassung der Aufträge weiter zu füh-

ren, wies die KESB demgegenüber ab. Die KESB erwog dazu, es sei nach dem 

Urteil des Bezirksrates vom 5. Oktober 2017 nicht angezeigt, auf ein Besuchs-

recht zu verzichten und die der Beiständin einst erteilten Aufträge abzuändern 

(vgl. act. 13 S. 6). 

- 19 - 

3. - 3.1 A._____ beschwerte sich mit Schriftsatz vom 7. November 2017 bei der 
Kammer über das Urteil des Bezirksrates vom 5. Oktober 2017 (vgl. act. 2 f.). Sie 

liess dabei die folgenden Anträge stellen:  

1. Es sei das Urteil des Bezirksrates Bülach, Nr. 317, vom 5. Oktober 
2017 aufzuheben und die Angelegenheit an den Bezirksrat zurückzu-
weisen. 

2a. Eventualiter sei das Urteil des Bezirksrat Bülach, Nr. 317, vom 5. Ok-
tober 2017, aufzuheben und das Besuchsrecht zwischen dem Be-
schwerdegegner und C._____, geb. tt.mm.2010, bis auf weiteres zu 
sistieren. 

2b. Sodann sei die Erziehungsbeistandschaft gemäss Art. 308 Abs. 1 ZGB 
aufzuheben und der Beiständin in Abänderung ihres bisherigen Auftra-
ges folgende Aufgaben zu übertragen: 

- mit C._____ mind. zwei Mal im Jahr zu sprechen und zu prüfen, wann 
und ob eine Wiederaufnahme des Kontaktes mit dem Vater möglich 
wäre,  

- über die Entwicklung und Befindlichkeit von C._____ informiert zu sein 
durch regelmässigen Kontakt mit Lehrpersonen und C._____s Thera-
peutin.  

3a. Subeventualiter sei Ziff. III, 2.a) des Urteils des Bezirksrates Bülach, 
Nr. 317, vom 5. Oktober 2017 so abzuändern, dass der Beschwerde-
gegner als berechtigt erklärt wird, C._____ während einem Jahr ab 
Rechtskraft des Entscheids an zwei Wochenendtagen im Monat von 
10.00 Uhr bis 16.00 Uhr in einem BBT im Kanton Zürich zu sehen. Da-
nach seien noch die Übergaben über das BBT vorzunehmen.  

Entsprechend sei Ziff. III, 4.a) des Urteils des Bezirksrates Bülach, Nr. 
317, vom 5. Oktober 2017 so abzuändern, dass die Beiständin beauf-
tragt wird, die Besuche im BBT zu organisieren und der Kesb Bülach 
Nord entsprechend Bericht zu erstatten, erstmals nach 6 Monaten ab 
Beginn der Besuche, und Antrag .zu stellen, soweit eine Änderung der 
Umstände eine erneute Überprüfung des Besuchsrechts erforderlich 
macht. 

3b. Ziff. III 2b) des Urteils des Bezirksrates Bülach, Nr. 317, vom 5. Okto-
ber 2017sei aufzuheben. 

4. Es seien die Kosten des vorinstanzlichen Verfahrens zu Lasten des 
Beschwerdegegners, eventualiter der Vorinstanz, zu verlegen. 

5. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MwSt.) zulasten 
des Beschwerdegegners. 

- 20 - 

 Die vorinstanzlichen Akten, zu denen auch die Akten der KESB gehören, 

wurden in der Folge von Amtes wegen beigezogen. Mit Verfügung vom 16. No-

vember 2017 wurde B._____ Frist angesetzt, um die Beschwerde zu beantwor-

ten. Die Beschwerdeantwort (act. 12) wurde fristgerecht erstattet, unter Beilage 

des Entscheides der KESB vom 12. Dezember 2017 (act. 13). Es wurden sodann 

folgende Anträge gestellt: 

1. Die Beschwerde sei abzuweisen. 

2. Der Beschwerde sei die aufschiebende Wirkung zu entziehen. 

3. Die Parteien seien zu einem Mediationsversuch aufzufordern. 

3.2 Mit begründeter Verfügung vom 20. Dezember 2017 wurde A._____ Frist an-
gesetzt, um zu den Anträgen 2 und 3 Stellung zu nehmen (vgl. act. 14). Diese 

Stellungnahme, die auf den 26. Dezember 2017 datiert und am 29. Dezember 

2017 der Post übergeben wurde, ging am 4. Januar 2018 bei der Kammer ein 

(vgl. act. 17) und wurde in der Folge B._____ zur Kenntnisnahme zugestellt (vgl. 

act. 20). Weil im Rechenschaftsbericht der Beiständin vom 24. August 2017 (vgl. 

Erw. I/2.3.1) festgehalten worden war, es sei in den letzten zwei Jahren zu keinen 

Gesprächen mit C._____ gekommen, erachtete die Kammer eine Anhörung des 

Kindes für sinnvoll und lud C._____ am 22. Dezember 2017 zum Gespräch auf 

den 17. Januar 2018 ein (vgl. act. 16/1 - 5). Dabei wurde den Parteivertretern zu-

gleich die Durchführung einer Instruktionsverhandlung in Aussicht gestellt. Diese 

Verhandlung, die im Wesentlichen dem Zweck der Gehörsgewährung diente, na-

mentlich der Entgegenahme der Stellungnahme der Parteien zur Anhörung des 

Kindes, konnte auf den 6. Februar 2018 terminiert werden (vgl. act. 18/1 - 2) und 

fand an diesem Tag auch statt (vgl. Prot. S. 8 ff.). Beide Parteien erklärten dabei, 

sie hätten sich abschliessend geäussert (a.a.O., S. 10); Vergleichsgespräche 

blieben erfolglos (vgl. Prot. S. 11). Bereits am 17. Januar 2018 war C._____ an-

gehört worden; den Parteien wurde danach das Protokoll zugestellt (vgl. act. 24 - 

26). Die Sache ist nunmehr spruchreif. Anzumerken bleibt noch, dass Ersatzober-

richter lic. iur. A. Huizinga, der am Beschluss vom 17. Januar 2017 mitgewirkt hat-

te, die Kammer inzwischen verlassen hat und im Spruchkörper durch Oberrichter 

Dr. iur. S. Mazan ersetzt wurde (vgl. auch Prot. S. 11). 

- 21 - 

 Das Gesuch des Vaters um Entzug der aufschiebenden Wirkung wurde mit 

Beschluss vom 17. Januar 2018 abgewiesen (vgl. act. 22), und zwar im Wesentli-

chen mit dem Hinweis darauf, dass zum einen ein Entscheid in der Sache bald 

anstehe und zum anderen einem allfälligen Rechtsmittel gegen das Urteil der 

Kammer von Gesetzes wegen keine aufschiebende Wirkung zukomme (vgl. 

a.a.O.).  

II. 
(Zur Beschwerde im Einzelnen) 

1. Das Beschwerdeverfahren in Kindes- und Erwachsenenschutzsachen ist im EG 
KESR geregelt, welches als kantonales Verfahrensrecht die Vorgaben der 

Art. 450 ff. ZGB zu befolgen hat (vgl. auch Art. 314 ZGB). Es sind die Vorschriften 

des EG KESR (insbes. die §§ 63, 65 ff. EG KESR) anzuwenden und – soweit das 

EG KESR etwas nicht regelt – ergänzend die Vorschriften des GOG sowie der 

ZPO als kantonales Recht zu beachten (vgl. § 40 EG KESR und dazu ebenfalls 

Art. 450f ZGB). Der Kanton Zürich kennt seit dem Inkrafttreten des revidierten 

Kindes- und Erwachsenenschutzrechtes im ZGB zwei gerichtliche Beschwer-

deinstanzen, als erste Beschwerdeinstanz den Bezirksrat und als zweite das 

Obergericht. Gegenstand des zweitinstanzlichen Beschwerdeverfahrens können 

daher stets nur Entscheide des Bezirksrates sein, nicht hingegen solche der 

KESB.  

 Mit der Beschwerde i.S. der §§ 64 ff. EG KESR i.V.m. den Art. 450-450c 

ZGB können eine Rechtsverletzung, die unrichtige oder unvollständige Feststel-

lung des rechtserheblichen Sachverhaltes, Unangemessenheit sowie Rechtsver-

weigerung und Rechtsverzögerung gerügt werden (vgl. Art. 450a ZGB). Für das 

zweitinstanzliche Beschwerdeverfahren gilt daher eine Rüge- bzw. Begrün-

dungsobliegenheit analog derjenigen in den Art. 308 ff. ZPO: Von der Beschwer-

de führenden Partei ist jeweils darzulegen, weshalb der angefochtene Entscheid 

des Bezirksrates unrichtig sein soll (vgl. auch Art. 446 ZGB, §§ 65 und 67 EG 

KESR sowie BGE 138 III 374, E. 4.3.1 und z.B. OGer ZH NQ110031 vom 9. Au-

gust 2011, E. 2, m.w.H. [= ZR 110/2011 Nr. 81]). Weiter gelten im zweitinstanzli-

che Verfahren Novenschranken, analog den Regeln des Art. 317 Abs. 1 ZPO 

- 22 - 

(aber unter Ausschluss einer analogen Anwendung von Art. 229 Abs. 3 ZPO; vgl. 

Urteil des BGer 5A_528/2015 vom 21. Januar 2016, dort E. 2 unter Verweis auf 

BGE 138 III 625 E. 2.2 S. 627 f.). Indes kommen in Kinderbelangen die Untersu-

chungs- und die Offizialmaxime zum Tragen (vgl. § 65 EG KESR, Art. 446 Abs. 1 

ZGB sowie Art. 296 Abs. 1 und 3 ZPO und Urteil des BGer 5A_528/2015 vom 

21. Januar 2016, E. 2). Die Beschwerdeinstanz wendet das Recht von Amtes we-

gen an und ist dabei namentlich weder an die Anträge noch an die Argumente der 

Parteien noch an die Begründung des vorinstanzlichen Entscheides gebunden. 

 Im Übrigen gelten für Beschwerden i.S. der §§ 64 ff. EG KESR i.V.m. den 

Art. 450-450c ZGB dieselben allgemeinen Prozessvoraussetzungen wie für die in 

der ZPO geregelten Rechtsmittel. Es sind daher insbesondere die Art. 59 f. ZPO 

zu beachten. 

2. - 2.1 Der Bezirksrat hat in Dispositivziffer I seines Urteils die zwei bei ihm hän-
gigen Beschwerdeverfahren vereinigt und in Dispositivziffer VI das Gesuch von 

A._____ um Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege abgeschrieben, weil 

A._____ dieses Gesuch zurückgezogen hatte (vgl. act. 6/37 S. 2). Mit ihrem Be-

schwerdeantrag 1 verlangt A._____ unbeschadet darum die Aufhebung des ge-

samten Urteils des Bezirksrates. Eine Beschwer von A._____ in beiden Punkten 

ist indessen nicht auszumachen. Auf ihre Beschwerde ist daher insoweit nicht 

einzutreten. 

2.2 Mit ihrem Antrag 1 auf gesamthafte Aufhebung des bezirksrätlichen Urteils 
verlangt A._____ ebenfalls, es sei dessen Dispositivziffer II aufzuheben, mit der 

der Bezirksrat auf ihre Beschwerde gegen den Entscheid der KESB vom  

26. April 2016 nicht eingetreten war. Der Bezirksrat erwog dazu im Wesentlichen, 

die anwaltlich vertretene A._____ (fortan: die Mutter) habe innert der gesetzlichen 

Beschwerdefrist eine unbegründete Beschwerde eingereicht. Auf diese sei des-

halb nicht einzutreten (vgl. act. 7, Erw. 2.2, S. 10 f.). 

 Die Beschwerdeführerin befasst sich in ihrer 30 Seiten langen Beschwerde-

schrift nicht mit diesen Erwägungen. Sie legt nicht dar, was an ihnen falsch sein 

soll und stellt insbesondere auch nicht in Abrede, dem Bezirksrat innert der ge-

setzlichen Beschwerdefrist von 30 Tagen lediglich eine unbegründete Beschwer-

- 23 - 

de zugestellt zu haben. Ihr Beschwerdeantrag 1 erweist sich somit in diesem 

Punkt als offensichtlich unbegründet. Auf Rechtsmittel, die keine Begründung ha-

ben, ist nicht einzutreten. Auf die Beschwerde der Mutter ist daher, soweit sie sich 

auch gegen Dispositivziffer II des Urteils vom 5. Oktober 2017 richtet, nicht einzu-

treten. 

 Es erübrigt sich daher schon fast der Hinweis, dass der Beschwerde der 

Mutter in diesem Punkt auch dann kein Erfolg beschieden wäre, wenn auf sie ein-

getreten werden könnte. Denn auch dann wäre die Beschwerde in der Sache un-

begründet geblieben. 

2.3 Die Mutter wirft dem Bezirksrat diverse Verfahrensmängel vor und begründet 
damit ihren Antrag auf Rückweisung (vgl. act. 2 S. 20 ff.). 

2.3.1 Die Mutter hält im Wesentlichen dafür, der Bezirksrat hätte die KESB zu ei-
ner Vernehmlassung zum Rechenschaftsbericht der Beiständin anhalten müssen, 

die Parteien hätten sich danach im bezirksrätlichen Verfahren dazu äussern sol-

len (vgl. a.a.O., S. 21); und sie geht weiter davon aus, die KESB werde sich "nicht 

mit dem Rechenschaftsbericht näher beschäftigen" (vgl. a.a.O., S. 21, unten). 

 Der Bezirksrat hat in seinem Urteil der Sache nach richtig darauf hingewie-
sen, dass es einen Instanzenzug gibt, an den er sich zu halten habe (vgl. act. 7  

S. 12/13). Dass die anwaltlich vertretene Mutter diese Auffassung für einen ver-

fahrensmässigen "Unsinn" hält (vgl. act. 2 S. 22, oben), spricht nicht dagegen. In 

der Tat obliegt es der KESB, über Rechenschaftsberichte der Beiständin sowie 

deren Anträge zu befinden (vgl. Art. 411 ZGB), und die KESB hat das – wie gese-

hen (vgl. Erw. I/2.3.2) – auch getan, nachdem sie vorher die Eltern dazu angehört 

hatte. Letzteres war der Mutter im Zeitpunkt des Verfassens ihrer Beschwerde-

schrift an die Kammer im Übrigen bekannt (vgl. act. 2 S. 21, unten). Von daher 

bestand für die Mutter kein schon nur im Ansatz begründeter Anlass für die Be-

hauptung, die KESB werde sich – letztlich in grober Verletzung ihrer Pflichten – 

nicht dem Rechenschaftsbericht befassen. Die Mutter vermag denn auch nichts 

vorzubringen, was ihre Behauptung nur im geringsten zu rechtfertigten vermöch-

te. Ihre Behauptung erschöpft sich somit in einer haltlosen Unterstellung gegen-

über der KESB und ist schlicht ungehörig. 

- 24 - 

 Die Mutter rügt, der Bezirksrat habe C._____ nicht angehört, obwohl sie das 

beantragt habe, und es sei der Bezirksrat seiner Abklärungspflicht nicht nachge-

kommen (vgl. act. 2 S. 22). C._____ wurde mittlerweile angehört, weshalb sich 

Weiteres zu dieser Rüge an sich erübrigt. Lediglich der Vollständigkeit halber sei 

angefügt, dass sich der Bezirksrat in seiner Begründung, weshalb er C._____ 

nicht anhörte (vgl. act. 7 S. 14 f. [Erw. 2.5.2]), sachliche Gründe anführte, die nicht 

als falsch bezeichnet werden können; der Bezirksrat bewegte sich damit im Rah-

men des ihm zustehenden Ermessens. Alleine die Tatsache, dass die Mutter dem 

Bezirksrat einen entsprechenden Antrag gestellt hatte, bildete demgegenüber 

keinen begründeten Anlass für die Anhörung. 

2.3.2 Auch sonst ist nichts ersichtlich, was eine Rückweisung der Sache an den 
Bezirksrat gebieten würde. Zu beurteilen ist heute das Recht von C._____ auf 

persönlichen Kontakt mit ihrem Vater bzw. des Vaters auf Kontakt mit ihr. Der da-

für massgebliche Sachverhalt ist grösstenteils unstrittig, auch wenn ihn die Eltern 

streckenweise anders werten oder in anderer Gewichtung vortragen (vgl. bei-

spielhaft etwa act. 6/11 S. 2 und dazu act. 2 S. 27). Im Übrigen ist der massgebli-

che Sachverhalt durch die vorliegenden Akten ausgewiesen und steht folglich 

insgesamt hinreichend fest. Es kann dazu auf die Erw. I/1 und I/2 (dort insbes. 

Erw. 2.3) verwiesen werden. 

 Die Standpunkte der Eltern sind zudem bekannt. Es besteht somit kein be-

gründeter Anlass für Weiterungen des Verfahrens, wie z.B. für eine persönliche 

Befragungen der Eltern oder Dritter (vgl. aber etwa act. 2 S. 27) oder für den Bei-

zug der Scheidungsakten bzw. des Scheidungsurteils aus dem Jahr 2014 (vgl. 

aber a.a.O., S. 24 f.). Die Beschwerde ist daher hinsichtlich des Antrages 1 abzu-

weisen, soweit darauf eingetreten werden kann. 

3. - 3.1 Der Bezirksrat hat in seinem Urteil die für die Beurteilung des persönli-
chen Umgangs von Vater und Mutter massgeblichen rechtlichen Gesichtspunkte 

auf den S. 24 ff. (Erw. 3.2) grundsätzlich zutreffend dargelegt. Beide Eltern stellen 

das deshalb in den act. 2 (Beschwerde) und act. 12 (Beschwerdeantwort) richtig-

erweise nicht in Abrede. Zur Vermeidung von Wiederholungen kann daher auf die 

entsprechenden Erwägungen im angefochtenen Urteil verwiesen werden, und es 

- 25 - 

sind allfällige Ergänzungen bzw. Präzisierungen dazu im Folgen nur noch dort 

anzubringen, wo das erforderlich erscheint. 

3.2 - 3.2.1 Der Bezirksrat kam im Ergebnis breiterer Überlegungen (vgl. act. 7  
S. 27 - 34), die hier der Kürze halber nicht nachzuzeichnen sind und in die er 

auch den Rechenschaftsbericht der Beiständin vom 24. August 2017 einbezog 

(act. 7 S. 34), zum Schuss, regelmässige Kontakte von C._____ zu ihrem Vater 

im Sinne des Scheidungsurteil seien einzig am Widerstand der Mutter gescheitert. 

Sie habe auch die bloss begleiteten Besuche torpediert, was zeige, dass es ihr 

nicht darum gegangen sei, C._____ vor ohnehin nicht nachgewiesenen sexuellen 

Übergriffen des Vaters zu bewahren, sondern darum, Besuche beim Beschwerde-

führer vollständig zu unterbinden. Dabei habe sie (ob bewusst oder unbewusst) 

zum einen C._____ massiv beeinflusst, so dass diese in einen Loyalitätskonflikt 

geraten sei. Zum anderen habe sie sich auch gegen Begleitpersonen und Fach-

personen von Q._____ gewandt und diesen die verschiedensten Vorwürfen ge-

macht (vgl. a.a.O., S. 34 f.). 

3.2.2 Der Vater schliesst sich dieser Sichtweise akzentuiert an: Die Akten beleg-
ten, so bringt er kurz zusammengefasst vor, dass die Mutter den persönlichen 

Kontakt zur Tochter immer wieder zu verhindern versucht bzw. bekämpft habe 

und dies bis heute tue (vgl. act. 12 Rz. 12, 16 und 18); sie schaffe dazu Fakten – 

wie z.B. mit der Sistierung des Kontakts wegen haltloser Missbrauchsvorwürfe – 

oder verhindere die Umsetzung ihr unliebsamer behördlicher Anordnungen unter 

Ausnützung aller legalen Möglichkeiten, wozu als aktuelles Beispiel ihr Hauptan-

trag auf Rückweisung der Sache an den Bezirksrat gelten könne (vgl. a.a.O., 

Rz. 12 f.). Sie beeinflusse die Tochter, in dem sie gegen deren Kontakt zum Vater 

arbeite, verletze so das Kindeswohl, und überbürde mit der Ansicht, dieses könne 

später einmal selbst entscheiden, ob es Kontakt zum Vater wolle, dem Kind Ver-

antwortung; damit verletze sie das Kindeswohl ebenfalls (vgl. a.a.O., Rz. 18).  

3.2.3 Die Mutter referiert in ihrer Beschwerde über weite Strecken den Sachver-
halt aus ihrer Sicht (vgl. act. 2 S. 4 - 20). Darauf kommt es hier nur schon mit Blick 

auf die die Mutter treffende Begründungsobliegenheit nicht an (vgl. vorn Erw. II/1), 

- 26 - 

aber auch sonst kommt es darauf ausschlaggebend nicht an, wie vorhin schon 

angemerkt wurde (vgl. Erw. II/2.3.2). 

 Auf die bezirksrätlichen Schlussfolgerungen, und damit auf die für das Urteil 

des Bezirksrates wesentlichen Erwägungen, geht die Mutter im Wesentlichen ab 

S. 23 ihrer Beschwerdeschrift ein. Sie hält es dabei – kurz zusammengefasst – für 

falsch und aktenwidrig, dass die regelmässigen Kontakte von Tochter und Vater 

einzig an ihrem Widerstand gescheitert seien, wie der Bezirksrat in Ziff. 3.4 seiner 

Erwägungen dartue, und es ihr vor allem darum gegangen sei, Besuche vollstän-

dig zu unterbinden. Als falsch und aktenwidrig erachtet die Mutter ebenso die An-

sicht des Bezirksrates, sie habe C._____ bewusst oder unbewusst beeinflusst, so 

dass C._____ in eine Loyalitätskonflikt geraten sei. Im Jahr 2013 sei bei ihr der 

Verdacht aufgekommen, dass die Begleitpersonen ihren Pflichten nicht genügend 

nachkämen und habe daher deren Auswechslung beantragt, ein Antrag, dem 

stattgegeben worden sei und der daher nicht unbegründet habe sein können (vgl. 

act. 2 S. 23 [Ziff. 9]). Die Klägerin verweist weiter auf ihre Bereitschaft im Januar 

2015, nachdem sich die Befürchtungen sexuellen Missbrauchs nicht erhärtet hät-

ten, Besuche durch Übergabe von C._____ via Krippe oder Grossmutter zu er-

möglichen, worauf C._____ die Besuche zu verweigert habe (vgl. a.a.O., S. 24). 

 Die Mutter räumt dann ein, dass sich ihre Vorwürfe sexuellen Missbrauchs 

nicht hätten erhärten lassen, fügt dem jedoch bei: Es sei darauf hinzuweisen, das 

C._____ mehrmals gegenüber verschiedenen Personen eigenartige Aussagen 

gemacht habe (vgl. a.a.O.). Und die Mutter hebt ihr fehlendes Vertrauen gegen-

über dem Vater hervor, das sie aufgrund ihrer Erfahrungen für berechtigt und ver-

ständlich hält (a.a.O., unten), als da sind die Verurteilung des Vaters im Jahr 2013 

wegen der 2010 begangenen finanziellen Verfehlungen; erwähnt wird auch, der 

Vater unternehme nichts dafür, um bei ihr Vertrauen aufzubauen, lege ihr keine 

Unterlagen zu seiner Erwerbstätigkeit vor und habe gegenüber dem Amt für Ju-

gend- und Berufsberatung Unterhaltsschulden (vgl. a.a.O., S. 25). 

 Falsch seien schliesslich die Zweifel des Bezirksrates an ihrer Aussage, sie 

habe die Trennung vom Vater in einer Therapie verarbeitet. Sie sei 2011 für ein 

halbes Jahr in Therapie gegangen bzw. bis März 2013 und damit ihre Vergan-

genheit aufgearbeitet und abgeschlossen (vgl. a.a.O., Ziff. 25). 

- 27 - 

 Schliesslich weist die Mutter auf die Weigerungshaltung von C._____ hin 

und hält fest, selbst wenn deren Gründe geklärt seien, würde das an der aktuellen 

Situation und Befindlichkeit von C._____ nichts ändern (vgl. a.a.O., S. 28). Durch 

den bezirksrätlichen Entscheid werde das Kindeswohl nicht geschützt (vgl. a.a.O., 

S. 26). C._____ habe sich gemäss ihrer Therapeutin stabilisiert. Ein erneuter 

Zwang auf C._____, um das Besuchsrecht durchzusetzen, sei mit dem Kindes-

wohl schlicht nicht vereinbar. Es sei daher auszusetzen, und es sei die Beistand-

schaft gemäss Art. 308 Abs. 1 ZGB hinfällig geworden (vgl. a.a.O., S. 28 f.). 

Eventualiter seien ihrem Anliegen, nur begleitete Besuche in einem BBT zuzulas-

sen, stattzugeben, und zwar wenigstens während 12 Monaten. Einzelbegleitun-

gen seien untauglich und hätten in der Vergangenheit nichts gebracht. Die ihr 

vom Bezirksrat angedrohten Vollstreckungsmassnahmen für den Fall, dass sie ihr 

Verhalten nicht ändere, seien aufzuheben. Die involvierten Fachpersonen hätten 

nie eine mangelnde Betreuung von C._____ beobachtet; die Fachpersonen hät-

ten zudem von einem Obhutswechsel dringend abgeraten, was anzumerken sei, 

auch wenn diese Frage nicht Gegenstand des angefochtenen Urteils sei (vgl. 

a.a.O., S. 29 f.). 

3.2.3 Es versteht sich von selbst, dass in einer Zusammenfassung nicht alle Vor-
bringen einer Partei erwähnt werden. Im Folgenden werden indessen alle Vor-

bringen der Parteien im zweitinstanzlichen Beschwerdeverfahren, namentlich in 

den act. 2 und 12, berücksichtigt, und zwar auch dann und dort, wenn und wo das 

nicht ausdrücklich vermerkt ist. 

3.3 - 3.3.1 Es geht um den persönlichen Kontakt bzw. Umgang von Vater und 
Tochter, das sog. Besuchsrecht. Der Bezirksrat hat sich zu den rechtlichen 

Grundlagen dazu in seinem Urteil grundsätzlich zutreffend geäussert (vgl. act. 7, 

S.  24 - 27 [Erw. 3.2]). Um unnötige Wiederholungen zu vermeiden, kann daher 

vorab darauf verwiesen werden. Verdeutlichend bzw. ergänzend ist dem hier bei-

zufügen, dass es nicht einfach um ein Recht des nicht obhutsberechtigen Eltern-

teils geht, sondern ebenso um ein Recht des Kindes, das diesem kraft seiner Per-

sönlichkeit zusteht. Der obhutsberechtige Elternteil hat deswegen die Pflicht, den 

Kontakt des Kindes zum anderen Elternteil wohlwollend zu begleiten bzw. zu för-

- 28 - 

dern, so dass ein regelmässiger, unbehinderter persönlicher Kontakt des Kindes 

mit dem Elternteil besteht, bei dem es nicht wohnt (vgl. dazu BGE 142 III 1, dort 

E. 3.4 m.w.H., ferner beispielhaft etwa BGer, Urteil 5A_457/2009 vom 9. Dezem-

ber 2009). Das gilt umso mehr, wenn die Eltern wie hier die elterliche Sorge ge-

meinsam tragen. Denn das verlangt u.a., dass der Elternteil, bei dem das Kind 

wohnt, dem anderen Elternteil (von sich aus) über alle wesentlichen Belange des 

Kindes berichtet, weil nur so die Grundlagen für die wichtigen, gemeinsam von 

den Eltern zu treffenden Entscheide im Leben des Kindes gegeben sein können. 

3.3.2 Die Mutter rügt die Schlussfolgerungen des Bezirksrats in Erw. 3.4 des an-
gefochtenen Urteils, sie habe den regelmässigen Kontakt von Tochter und Vater 

behindert und letztlich unterbunden, als falsch und aktenwidrig. Gleiches gilt für 

die weitere Schlussfolgerung des Bezirksrats, sie habe C._____ so beeinflusst, 

dass sie in einen Loyalitätskonflikt geraten sei. Nach ihrer Auffassung berücksich-

tigen die Schlussfolgerungen "die Akten nicht ausreichend" (vgl. act. 2 S. 23).  

 Bei den bezirksrätlichen Schlussfolgerungen handelt es sich um eine Würdi-

gung von Sachverhalten durch den Bezirksrat. In ihrer Kritik daran stellt die Mutter 

das richtigerweise nicht in Abrede, wie sie auch die Sachverhalte, die den bezirks-

rat zu seinen Schlussfolgerungen führte (vgl. act. 7 Erw. 3.3.1 - 3.3.7), nicht in Ab-

rede stellt, und das doch mit Fug. Die Mutter vermag in ihrer Beschwerde nämlich 

nicht aufzuzeigen, was genau aktenwidrig sein soll, sondern sie fügt ihren Rügen 

an den bezirksrätlichen Schlussfolgerungen lediglich an, was ihrer Meinung nach 

auch hätte gewürdigt werden müssen. Es sind das im Wesentlichen ihr im Laufe 

des Jahres 2013 aufgekommener Verdacht, Begleitpersonen kämen ihren Pflich-

ten nicht hinreichend nach (a.a.O.), ferner ihre Bemühungen um eine Wiederauf-

nahme von Kontakten im Jahr 2014, die daran scheiterten, dass C._____ sich 

weigerte, zum Vater zu gehen (vgl. a.a.O., S. 24) sowie ihr – der Mutter – fehlen-

des Vertrauen in den Vater aufgrund gemachter Erfahrungen (vgl. a.a.O.). Damit 

setzt sie der bezirksrätlichen Würdigung allerdings letztlich nur eigene Wertungen 

bzw. Gewichtungen entgegen. Das macht die bezirksrätliche Würdigung, die sich 

– wie gesehen – auf unbestrittene Sachverhalte abstützt, auf die hier zur Vermei-

dung von Wiederholungen verwiesen werden kann, in ihrer Gesamtheit nicht ein-

- 29 - 

fach falsch. Die Beschwerde erweist sich insoweit nicht als hinreichend begrün-

det. 

3.3.3 Die Schlussfolgerungen des Bezirksrates, die Mutter habe den persönlichen 
Kontakt von Kind und Vater behindert und letztlich unterbunden, erweisen sich 

zudem im Lichte des unbestritten gebliebenen Sachverhaltes sowie aufgrund der 

Sachverhaltsfeststellungen in den Erw. I/1.1 - 1.6 als zutreffend. Was die Mutter 

dagegen vorbringt, schlägt nicht durch. Das zeigt sich schon allein dann, wenn 

man gewisse Stationen des Sachverhaltes einfach nochmals Revue passieren 

lässt. 

- Die Parteien trennten sich im Herbst 2010. Bereits nach der Trennung der El-

tern kam es nicht zu vielen Kontakten von Vater und Tochter; ab Februar 2011 

sah der Vater die Tochter nicht mehr. Im April 2011 kam es dann zu einer kon-

kreten Absprache zwischen den Rechtsvertretern der Parteien, wie die Kontak-

te gepflegt werden sollen. Kurz danach gelangte die Mutter an die Vormund-

schaftsbehörde F._____, um sich über den Vater zu beschweren und die Aus-

setzung der Kontakte zur Tochter zu bewirken (vgl. vorn Erw. I/1.1 und 1.2.1). 

Wie in Erw. I/1.2.2 dargelegt, erhob die Mutter dabei auch Vorwürfe sexueller 

Übergriffe. Folgt man den Erwägungen der damaligen Vormundschaftsbehörde 

im Entscheid vom 31. Mai 2011, bezogen sich die Vorwürfe auf nicht näher be-

kannte Handlungen vor dem Februar 2011 (vgl. KESB-act. 3/2 S. 1 f.), waren 

die Vorwürfe entsprechend vage und objektiv durch nichts belegbar (vgl. 

a.a.O.). Am 31. Mai 2011 wurde eine Beistandschaft errichtet und der schritt-

weise Aufbau der Kontakte von Tochter und Vater mit der Anordnung begleite-

ter Besuche von jeweils wenigen Stunden pro Woche in die Wege geleitet. 

- Die Besuchskontakte entwickelten sich erfreulich (vgl. vorn Erw. I/1.3.2), wes-

halb die Vormundschaftsbehörde am 12. Juni 2012 deren schrittweise Ausdeh-

nung anordnete. Es kam dann zu einem unbegleiteten Besuch am 20. Juli 

2012 (vgl. KESB-act. 63 S. 1) und sieben Tage später, nämlich am 27. Juli 

2012 zu einer erneuten Vorsprache der Mutter bei ihrer Wohnortgemeinde, in 

der sie – wie in Erw. I/1.4.2 dargetan – erneut einen Verdacht sexueller Miss-

handlung vorbrachte und damit einen äusserst schwerwiegenden Vorwurf ge-

genüber dem Vater erhob. Erneut kam es wegen des von der Mutter geäusser-

- 30 - 

ten Verdachts zu einem Kontaktabbruch, superprovisorisch verfügt durch den 

Gemeindepräsidenten. Wiederum blieben die Vorwürfe der Mutter völlig unbe-

legt (vgl. vorn Erw. I/1.4.2).  

- Erst im Oktober 2012 erfolgte auf Beschwerde des Vaters hin die einstweilige 

Anordnung begleiteter Kontakte. Im Dezember 2012 wurde die Ausdehnung 

der Kontakte innert zweier Monate angeordnet. Bis am 31. Januar 2013 fanden 

begleitete Besuche statt mit positiven Rückmeldungen. Am 8. Januar 2013 

reichte die Mutter die Klage auf Scheidung ein. Am 11. Februar 2013 ersuchte 

sie das Scheidungsgericht um superprovisorische Anordnung begleiteter Besu-

che. Die Mutter machte dabei die Gefahr von Übergriffen das Vaters auf die 

Tochter geltend, unter Hinweis u.a. auf ein Schreiben der mit ihr bekannten Be-

treuerin (N._____) von C._____ im Kinderhaus vom 29. Januar 2013 zuhanden 

der Wohnortsgemeinde der Mutter, in dem Äusserungen der damals dreijähri-

gen C._____ thematisiert wurden (siehe dazu vorn Erw. I/1.5.1 sowie KESB-

act. 93 - 95 und KESB-act. 98 S. 4). Wie in Erw. I/1.6.1. festgestellt wurde, hat-

te die Mutter dieser Betreuerin und später der Kindergärtnerin berichtet, der 

Vater habe C._____ sexuell missbraucht, wiewohl dafür – wie gezeigt (vgl. 

auch Erw. I/1.5.2) – keine objektiv fassbaren Anhaltspunkte bestehen, sondern 

einzig mütterliche Verdächtigungen (vgl. dazu auch etwa KESB-act. 90), die 

bereits im zeitlichen Zusammenhang, in dem die entsprechenden Äusserungen 

gegenüber den Behörden jeweils stehen, erhebliche Zweifel an der Lauterkeit 

ihres Vorbringens erwecken. Dem verschloss sich im Ergebnis auch das 

Scheidungsgericht nicht. 

- Es blieb danach auf einstweilige Anordnung des Scheidungsgerichts vom 

14. Februar 2013 bei begleiteten Besuchen, gegen die sich C._____ im Som-

mer 2013 vorübergehend wehrte (vgl. Erw. I/1.5.1), nachdem im Rahmen des 

vom Scheidungsgericht in Auftrag gegebenen Gutachtens die Gutachter einen 

Besuch von C._____ beim Vater begleitet hatten (vgl. KESB-act. 126/2 S. 3: 

verlief positiv; danach missglückten die Versuche für weitere Besuche, weil 

C._____ bei jeder Übergabe angeblich in Panik geraten sei). Am 21. Januar 

2014 wurden die begleiteten Besuche durch das Scheidungsgericht zeitlich 

ausgedehnt. 

- 31 - 

- Am 7. Juli 2014 fällte das Scheidungsgericht sein Urteil und genehmigte darin 

eine Vereinbarung der Parteien, die unter dem Titel "Betreuungsregelung" dem 

Vater ein sog. gerichtsübliches Besuchsrecht einräumte (vgl. KESB-act. 111/1). 

Ab August 2014 weigerte sich C._____ dann wieder, den Vater zu sehen. 

 Ein mütterliches Bemühen um einen regelmässigen, unbehinderten persön-

lichen Kontakt des Kindes mit dem Elternteil, bei dem es nicht wohnt, lässt sich 

dem nicht entnehmen, sondern bloss das Gegenteil. 

3.3.4 Die Mutter erachtet es als falsch und aktenwidrig, wenn der Bezirksrat auch 
festhält, sie habe C._____ bewusst oder unbewusst massiv beeinflusst und damit 

in einen Loyalitätskonflikt gebracht. 

 Der Bezirksrat stützte sich bei der entsprechenden Folgerung u.a. auf gut-

achterliche Feststellungen in KESB-act. 126/2, dort S. 9 ("von einer vollständig 

bewussten Manipulation kann vielleicht nicht gesprochen werden, sicher ist je-

doch eine Übertragung Mutter-Kind, teils bewusst oder unbewusst, vorhanden") 

und S. 10 ("Das Kind handelt aus unserer Sicht wesentlich aus der Loyalität und 

weniger aus emotionalem Erleben"). Gutachterlich festgestellt wurde denn auch 

eine Instrumentalisierung des Kindes (vgl. a.a.O., S. 6). Auf Manipulatives weisen 

zudem die mütterlichen Regieanweisungen hin, die zu beobachten waren, als das 

Kind den Gutachtern zeigen sollte, was der Vater mit ihm gemacht habe (vgl. da-

zu vorn Erw. I/1.5.2 und act. 126/2 S. 10: "offensichtlich nach Regieprotokoll der 

Km"). Die Mutter macht zu Recht nicht geltend, diese gutachterlichen Beobach-

tungen und Feststellungen seien falsch. 

 Die mütterlichen Regieanweisungen standen im Kontext mit den Vorwürfen 

sexuellen Missbrauchs, die die Mutter gegenüber dem Vater erhoben hatte, Vor-

würfe, die vor allem auf Angaben der Mutter beruhten oder aber auf Äusserungen 

C._____s gegenüber Dritten wie z.B. gegenüber N._____ (vgl. vorn Erw. II/3.3.3). 

Letztere würdigte das Gutachten ebenfalls, indem es u.a. vermerkte, die Äusse-

rungen C._____s spiegelten – nur schon von der Wortwahl her – eher wenig ei-

nen erlebnisgestützten Vorgang, sondern mehr einen Vorgang, der einer Regie 

unterworfenen sei; das dreijährige Kind stütze sich da wohl eher auf ein geborgtes 

"Szenarium", dessen tiefere Bedeutung es nicht kenne (vgl. KESB-act.  126/2 

- 32 - 

S. 8). Diese vorsichtige, aber klare gutachterliche Wertung ist auch für Laien ohne 

Weiteres nachvollziehbar. In hohem Masse mit dieser Wertung vereinbar sind 

ebenfalls die in Erw. I/1.6.1 erwähnten Äusserungen C._____s gegenüber ihrer 

Therapeutin kurz vor der Verhandlung des Scheidungsgerichts im Juli 2014. 

 Geäussert hatte C._____ 2013 gegenüber N._____ u.a. auch, sie wolle nicht 

zum Vater, und der Vater mache ihr Geschenke, die sie nicht wolle (vgl. KESB-

act. 95). Gleiche Äusserungen gab es schon im Jahr 2012 den Personen gegen-

über, die die Übergaben bei den Besuchen von C._____ beim Vater begleiteten. 

Die Begleitpersonen vermerkten allerdings, C._____ nehme keine Geschenke 

des Vaters mit nach Hause (wie. z.B. eine Schiedsrichterpfeife, einen Ball, selbst-

gebackener Osterhase), weil die Mutter sie ihr bei der Übergabe jeweils wegneh-

me (vgl. KESB-act. 99/3 S. 2 und vorn Erw. I/1.4.3; vgl. ferner KESB-act. 74, 5. 

Blatt und 17. Blatt). Es ist insoweit nur schlüssig und begründet, dass die Bei-

ständin im März 2013 die Befürchtung hegte, die Mutter "manipuliere" das Kind 

(vgl. KESB-act. 99/3 S. 3 f.; vgl. auch KESB-act. 94). Die Befürchtung der Bei-

ständin deckt sich überdies mit der im September 2013 getroffenen gutachtlichen 

Beobachtung und Würdigung der plötzlichen Weigerung C._____s, den Vater zu 

besuchen (vgl. a.a.O., S. 9: "Vielmehr scheint sie die Botschaft der Mutter ver-

standen zu haben. Sie identifiziert sich mit den Gefühlen von Ängsten und Ableh-

nung des Vaters. Daraus resultiert eine massive Umgangsstörung mit dem Va-

ter"). Laut Angaben der Mutter gegenüber den Gutachtern geriet C._____ in Pa-

nik, lief davon und weigerte sich – wie die Gutachter vermerkten – "schreiend 

(Mutter liess uns Tonbandaufnahmen hören) anscheinend … zum Vater zu ge-

hen" (vgl. KESB-act.  126/2 S. 3). Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang 

vor allem, dass die Mutter überhaupt Tonbandaufnahmen von einem Schreien ih-

rer Tochter gemacht hatte. 

 Seit dem Sommer 2014, in dem C._____ das letzte Mal alleine zu Besuch 

beim Vater war, hat sich an der Situation nichts Grundlegendes geändert, sieht 

man davon ab, dass die Mutter seit 2015 auch Kontakte mit der Beiständin ab-

lehnt (vgl. vorn Erw. I/2.3.1 mit Verweis auf act. 6/40). Die Mutter macht eine kon-

stante Weigerung der Tochter geltend und Panik, wenn sie den Vater nur schon 

sieht (vgl. etwa act. 6/37 S. 5 und 6; siehe KESB-act. 116/2 S. 3 [unten]). Ein ur-

- 33 - 

sächlicher Zusammenhang mit väterlichem Verhalten gegenüber der Tochter im 

Rahmen von Besuchen seit dem Sommer 2014 ist dafür nicht ersichtlich und war 

zuvor nicht gegeben – der Bezirksrat hat zu Recht darauf hingewiesen, dass sich 

auch nach Unterbrüchen rasch wieder eine tragfähige Beziehung zwischen Toch-

ter und Vater anbahnen liess und es kann darauf verwiesen werden (vgl. act. 7  

S. 32, 35). Hingegen liegt ein solcher Zusammenhang mit dem Verhalten der Mut-

ter gegenüber der Tochter auf der Hand, soweit es jeweils um den Vater geht; das 

belegen die Beobachtungen der Besuche im Jahr 2015, die im Zusammenhang 

mit den Abklärungen von "Q._____" durchgeführt wurden (vgl. KESB-act. 178/1, 

dort S. 7 f. und S. 12 f.). Die Anhörung von C._____ am 17. Januar 2018 belegt 

das zudem in vielerlei Hinsicht (vgl. act. 24). So war es fast beklemmend, wie sich 

die zuvor und danach muntere C._____ zum Thema äusserte (vgl. a.a.O., S. 1; 

wortkarg, verschlossen, leise, fast flüsternd), und was sie dabei sagte. Fast ge-

betsmühlenhaft wiederholte C._____ nämlich, dass sie den Vater nicht sehen wol-

le. Und als Grund dafür, warum sie den Vater nicht sehen wolle, gab C._____ 

zum einen an, der Vater habe sie irgendwann einmal fest auf den Hinterkopf ge-

schlagen, ohne weitere Erinnerung an den Vorfall zu haben, über den sie aber mit 

der Mutter gesprochen hat (a.a.O., S. 1/2). Zum anderen gab sie an, der Vater 

habe einen Brief geschrieben, in dem er über sie gesagt habe, sie sei eine Lügne-

rin. Deswegen habe sie nun auch Angst, den Vater zu sehen, wenn er in die 

Schule komme. Den Brief des Vaters hat C._____ allerdings nie gesehen, was ihr 

ebenso zu glauben ist wie das, was sie sonst sagte, und C._____ weiss letztlich 

auch nicht, woher sie weiss, dass der Vater sie in einem Brief als Lügnerin be-

zeichnet hat (vgl. a.a.O., S. 2). C._____ wusste hingegen zu berichten, dass die 

Mutter ihr auf dem Weg zur Anhörung gesagt hatte, sie dürfe alles sagen, nur 

nicht lügen (a.a.O.). Diese mütterliche Ermahnung wirkt nicht nur im Kontext mit 

dem, was der Vater im Brief geschrieben haben soll und C._____ nun ängstigt, 

merkwürdig (warum sollte C._____ denn in der Anhörung lügen?). Die mütterliche 

Ermahnung zeigt ebenso eine Einflussnahme der Mutter auf das Kind, die dessen 

Aussageverhalten – C._____ stand in der Anhörung zum Thema unter einem 

massivem Druck, der fast greifbar war – zusätzlich erklärt und den Loyalitätskon-

flikt offenbart, in dem sich das Kind gegenüber der Mutter befindet. Denn dieser 

- 34 - 

Loyalitätskonflikt besteht, was die Mutter zu verkennen scheint, ausschliesslich 

darin, dass C._____ es mit ihr nicht verderben will (vgl. auch KESB-act. 178/1 

S. 16: kann die Beziehung als symbiotisch bezeichnet werden; vgl. ebenfalls 

act. 6/9 S. 20, wo die Mutter das erhellenderweise positiv hervorheben lässt). Von 

daher erstaunt es z.B. nicht, dass C._____ den neuen Ehemann der Mutter, mit 

dem sie auch schon über den Vater gesprochen hat, nun als Papi bezeichnet (vgl. 

act. 24 S. 2). Und es erstaunt ebenso wenig, dass C._____ sagt, die Mutter habe 

sie nie ermuntert, den Vater zu sehen, die Mutter habe aber nichts dagegen, 

wenn sie den Vater besuchen würde (vgl. a.a.O.). Denn damit gibt C._____ letzt-

lich nur die Facette einer seit Jahren festzustellenden Haltung ihrer Mutter wieder 

(vgl. etwa KESB-act. 123 S. 3), die der Vater durch seinen Rechtsvertreter heute 

als Lippenbekenntnisse deuten lässt (vgl. act. 12 S. 8 [Rz. 21]). 

 Unter solchen Umständen ist es für ein Kind äusserst schwierig, eigene An-

schauungen und Wünsche aus seinen Beobachtungen und Erfahrungen zu ge-

winnen und seine Anliegen zu formulieren, selbst wenn es über eine entspre-

chende altersbedingte Reife und die damit zusammenhängenden Fähigkeiten der 

Erkenntnisgewinnung verfügt. Das ist bei einem achtjährigen Kind wie C._____ al-

lerdings bekanntermassen noch nicht der Fall. Auch das scheint die Mutter zu 

verkennen, wenn sie – wie gesehen – einst und heute den Willen des Kindes als 

gewissermassen massgebliches Element für den Abbruch des persönlichen Um-

gangs des Kindes zu seinem Vater erwähnt. Und sie verkehrt streckenweise Ur-

sachen und Wirkungen, wenn sie geltend macht, das bezirksrätliche Urteil schüt-

ze das Kindeswohl nicht (vgl. act. 2 S. 26) und durch die Sistierung des Be-

suchsrechts werde C._____ vom auf ihr lastenden Druck entlastet (vgl. a.a.O., 

S. 28/29): Im Kindeswohl liegt – wie schon dargetan – der persönliche Kontakt zu 

beiden Eltern und ihren Familien als Teil der kindlichen Herkunft und Persönlich-

keit; nicht das Besuchsrecht und damit auch das Recht von C._____, persönli-

chen Kontakt zum Vater zu unterhalten, ist druckerzeugend, sondern ein seit Jah-

ren dagegen gerichtetes mütterliches Tun und die entsprechende mütterliche Ein-

stellung, der sich C._____ aus der für ein Kind nur verständlichen Loyalität zur 

Mutter gar nicht entziehen kann; und die Verantwortung dafür, dass es seit Jahren 

zu keiner geregelten persönlichen Kontaktpflege mehr gekommen ist, liegt nicht 

- 35 - 

im Willen und damit der Verantwortung von C._____, sondern in der mütterlichen 

Verantwortung. 

3.3.5 Wer als Elternteil das Recht des Kindes auf persönlichen Kontakt zum ande-
ren Elternteil nicht oder nicht hinreichend anerkennt, etwa indem er die Bereit-

schaft missen lässt, den persönlichen Umgang mit dem Kind zu pflegen, oder 

aber im Gegenzug den persönlichen Umgang nicht wohlwollend begleitet bzw. 

fördert, sondern allenfalls direkt oder indirekt, z.B. durch Einflussnahme auf das 

Kind, behindert oder gar verhindert (vgl. dazu Art. 274 Abs. 1 ZGB), handelt ge-

gen die Interessen und damit gegen das Wohl des Kindes; er handelt ebenfalls 

gegen die elterlichen Pflichten, im Fall der Behinderung bzw. Verhinderung des 

persönlichen Umgangs gar grob. Es ist dann die Aufgabe der Behörden, diesen 

Umgang durch geeignete Massnahmen sicherzustellen (vgl. wiederum etwa BGE 

142 III 1, dort insbes. E. 3.4), etwa indem dem Kind ein Beistand zur Seite gestellt 

wird, der ihm hilft, seine Interessen gegenüber den Eltern zu wahren, ferner durch 

eine klare Regelung des persönlichen Verkehrs sowie allenfalls durch Weisungen 

bzw. ergänzende Anordnungen (vgl. etwa BGE 142 III 197, E. 3.7, sowie die in 

nachstehender Erw. II/3.4.2 zitierte Rechtsprechung). Ziel hat stets der regelmäs-

sige, unbehinderte persönliche Verkehr des Kindes mit dem Elternteil zu sein, bei 

dem es nicht wohnt. Als Massstab für den Umfang der entsprechenden Kontakte 

hat das zu gelten, was aus der Sicht vernünftiger und loyaler Menschen unter den 

jeweils konkret gegebenen Umständen für das Kind wünschenswert, also ange-

messen ist (vgl. Art. 273 Abs. 1 ZGB; vgl. auch BGE 130 III 585 E. 2.1). Allfällige 

Interessen oder Einstellungen der Eltern auch gegenüber dem andern Elternteil 

haben dabei zurückzustehen. Das gilt selbstredend insbesondere dann, wenn das 

Kind selbst noch keine entsprechenden Wünsche frei zu bilden vermag, wie im 

Fall von C._____, die erst acht Jahre alt ist. Die Kammer hat die Parteien bereits 

mit Urteil vom 8. Juni 2017 im Verfahren PQ170033 darauf hingewiesen und der 

Bezirksrat hat das in seinem Urteil zutreffend erkannt. 

 Die Mutter verweigert sich in ihrer Beschwerde dieser Einsicht, wenn sie u.a. 

auf ihre Erfahrungen mit dem Vater verweist (vgl. act. 2 S. 24 f.). Diese haben al-

lerdings nichts mit dem Umgang des Vaters zum Kind zu tun. Und die Mutter wi-

derlegt damit zugleich ihre Behauptung, sie habe ihre Vergangenheit aufgearbei-

- 36 - 

tet und abgeschlossen (vgl. a.a.O., S. 25 [Ziff. 13]). Mit ihrer Haltung, die sie auch 

mit ihrer Beschwerde einnimmt und der sich C._____ – wie erwähnt – nicht ent-

ziehen kann, verletzt sie den Anspruch ihres Kindes auf Umgang mit dem Vater 

und ihre damit einhergehenden mütterlichen Pflichten und damit das Kindeswohl 

grob. Anzeichen für eine Änderung der mütterlichen Haltung sind zudem nicht zu 

erkennen. Das rechtfertigt indessen keine Sistierung des Besuchsrechts, wie es 

die Mutter will. Denn das hiesse, dem Kind den Vater vorzuenthalten, obwohl da-

für aus der Sicht verständiger und loyaler Dritter kein sachlich begründeter Anlass 

liegt. Zu verlangen ist vielmehr, dass die Mutter ihre Pflichten wahrnimmt. Das hat 

der Bezirksrat zutreffend erkannt, und es kann daher ergänzend auf die entspre-

chenden Erwägungen im angefochtenen Urteil verwiesen werden (vgl. act. 7  

S. 25 f. und S. 34 - 36). 

 Im Übrigen mag der Vater, das sei auch noch angemerkt, seine Fähigkeiten 

überschätzen und mit der Wahrheit Probleme haben, wie die Mutter vorbringt (vgl. 

a.a.O., S. 24) und etwa das Gutachten der P._____ sowie der Bericht von 

"Q._____" zeigen (vgl. KESB-act. 126/2 S. 4 unten, und KESB-act. 178/1 S. 5). 

Schwierigkeiten im Umgang mit Tatsachen hat immerhin zuweilen ebenso die 

Mutter; beispielhaft kann auf Erw. I/1.6.1 verwiesen werden (dort mit Verweis auf 

KESB-act.  116a/2 S.3 und 4) sowie auf KESB-act. 123 S. 5 (die Mutter erklärt 

gegenüber der KESB zum Inhalt des Gutachtens der P._____: "Es wurde be-

schrieben, dass wir eine heile Welt hätten und Herr B._____ ein Störfaktor sei") 

oder auf KESB-act. 178/1 (gemäss den Feststellungen auf S. 8 hat sich die Mutter 

beschwert, C._____ habe nicht telefoniert, ein Telefonat hat aber stattgefunden; 

auf S. 5 wird zur "Biografie-Arbeit" der Mutter festgehalten, diese habe eine sie-

benjährige Ehe mit einem Mann aus Sri Lanka verschwiegen, die ihr Bruder als 

Scheinehe erachtete). Das entkräftet die gegen den Vater gerichtete Argumenta-

tion der Mutter mit den von ihr gemachten Erfahrungen und verweist zudem auf 

eine andere Ebene des Problems, das zwischen den Eltern besteht, nämlich auf 

ihre Einstellungen und ihren Umgang zueinander. Auch dieses Problem rechtfer-

tigt aber keine Sistierung des Rechts des Kindes auf persönlichen Umgang mit 

dem Vater. Vernünftigerweise kann es einzig Anlass dafür sein, dass die Eltern 

- 37 - 

als Erwachsene im Interesse ihres gemeinsamen Kindes für eine Verbesserung 

ihrer Beziehung sorgen (vgl. dazu nachstehend Erw. II/3.4).  

 Andere Gründe, die es rechtfertigten, den persönlichen Verkehr von Kind 

und Vater zu sistieren oder gar abzuerkennen, sind nicht ersichtlich. Auch das hat 

der Bezirksrat richtig erkannt (vgl. a.a.O.). Zu prüfen ist daher, wie der persönliche 

Verkehr unter den gegebenen Umständen angemessen und sinnvoll auszugestal-

ten ist. Und es bleibt als Zwischenergebnis hier lediglich festzuhalten, dass die 

Beschwerde der Mutter im Hauptstandpunkt zur Sache (Antrag 2a; vgl. act. 2  

S. 2) abzuweisen ist. Damit entfällt sachgemäss auch eine nähere Befassung mit 

dem Antrag 2b der Mutter.  

3.4 - 3.4.1 Der Bezirksrat hat für eine erste Phase von sechs Monaten, die dem 
Wiederkennenlernen von Tochter und Vater dienen soll, zwei Kontakte pro Monat 

für sechs Stunden mit Begleitung vorgesehen, danach einen Wechsel zur Rege-

lung, die das Scheidungsgericht vorgesehen hat. Und er verknüpfte das ange-

sichts der mütterlichen Haltung gegenüber dem persönlichen Verkehr von Kind 

und Vater mit der Anordnung an die Mutter, diesen Verkehr nicht zu behindern; 

damit verband er die Androhung einer Strafe wegen Ungehorsams (diese Mass-

nahme hat das Bundesgericht übrigens erst jüngst wieder ausdrücklich gebilligt; 

vgl. Urteil 5A_167/2017 vom 11. September 2017, E. 6.1 m.w.H.; vgl. zudem die 

in nachstehender Erw. II/3.4.2.2 zitierte Rechtsprechung). Die Androhung einer 

Strafe wegen Ungehorsams ist aufgrund des mütterlichen Verhaltens und der feh-

lenden Anzeichen, die Mutter werde ihr Verhalten aus eigenem Antrieb ändern, 

durchaus angemessen, zumal die Anhörung von C._____ zeigte, dass die Mutter 

das Kind nie ermunterte, Kontakt mit dem Vater aufzunehmen bzw. zu pflegen 

(vgl. act. 24 S. 2), wie es ihre Pflicht zum Wohl des Kindes ist. Umstände, die eine 

mildere Massnahme nahe legten, sind nicht ersichtlich – die Mutter vermag selbst 

nichts vorzubringen, was es im Interesse des Kindes geböte, von der – wie sie es 

nennt (vgl. act. 2 S. 30) – "gewaltsamen Durchsetzung des Besuchsrechts" abzu-

sehen. Von einer wegen der Androhung der Ungehorsamsstrafe gewaltsamen 

Durchsetzung kann im Übrigen nicht die Rede sein: Von einer Partei, die ein Ge-

richt anruft wie hier die Mutter gleich zweifach (erfolglos wegen Fristversäumnis 

den Bezirksrat und danach die Kammer), darf erwartet werden, dass sie den ge-

- 38 - 

richtlichen Entscheid befolgt, und tut sie das, bleibt die Androhung für sie folgen-

los. Dem Antrag 3b der Mutter, mit dem sie ein Absehen von der Androhung ver-

langt (vgl. act. 2 S. 2), ist schon von daher kein Erfolg beschieden. 

 Die Mutter stellt den Subeventualantrag (Antrag 3a; vgl. act. 2 S. 2), die vom 

Bezirksrat angeordneten Besuche mit Begleitung seien auf ein Jahr auszudehnen 

und dürften nur in einem Besuchstreff stattfinden. Eine sachlich nachvollziehbare 

Begründung dafür vermag sie allerdings nicht vorzubringen (vgl. act. 2 S. 29  

[Rz. 18]). Sie wiederholt lediglich ihre schon früher eingenommene Sicht der Din-

ge, wie sie selbst zutreffend erklärt (vgl. a.a.O.; immer und immer wieder den 

Vorschlag), und hält dafür, bei der von ihr gewollten Regelung würde C._____ 

"einfach einen Nachmittag an einem kindergerechten Ort mit anderen Kindern 

verbringen und der Beschwerdegegner wäre auch anwesend" (a.a.O.). Das sagt 

alles über die Einstellung der Mutter zum Zweck des persönlichen Kontakts von 

Tochter und Vater aus, der ja nicht darin liegt, dass C._____ mit anderen Kindern 

spielt, und erhellt zusätzlich, weshalb die vom Bezirksrat vorgesehene Androhung 

der Ungehorsamsstrafe zum Wohl des Kindes angemessen ist, weil die Mutter zur 

Kooperation angehalten werden muss. Mit ihrem Hinweis auf das, was sie immer 

wieder als Vorschlag vorgebracht habe, übergeht die Mutter zudem nachgerade 

offensichtlich, dass sie einst im Scheidungsverfahren mit der Vereinbarung zur 

Kontaktregelung richtigerweise eine Lösung für angemessen hielt, die wesentlich 

anderes als blosses Spielen der Tochter mit anderen Kindern in Anwesenheit des 

Vaters beinhaltete (vgl. dazu vorn Erw. I/1.5.4). Seit da hat sich an dem nichts 

Grundlegendes geändert, ausser dass die Mutter die Kontakte verhinderte, die sie 

einst selbst für angemessen hielt. Den Folgen dieses Unterbruchs hat der Be-

zirksrat mit der auf sechs Monate beschränkten Phase, die dem Wiederaufbau 

der Beziehung der Tochter zum Vater dient, sodann bereits angemessen Rech-

nung getragen. 

3.4.2 Die bezirksrätliche Regelung nimmt indessen auf zwei im Kindeswohl lie-
gende Gesichtspunkte zu wenig Rücksicht. Es ist das zum einen der Druck,  

unter dem C._____ steht, der sich in Ängsten äussert (vgl. dazu auch vorn Erw. 

II/3.3.4), und es ist das zum anderen die Dauer des Unterbruchs. Beides verlangt 

- 39 - 

im Interesse des Kindes, einen gelungenen Wiederaufbau der Beziehung zum 

Vater zu ermöglichen, ergänzende Massnahmen. 

3.4.2.1 Zum Abbau der Ängste scheint es angebracht, die ersten drei Kontakte 
nur im Rahmen eines Besuchstreffs stattfinden zu lassen. Die Dauer von jeweils 

sechs Stunden ist dafür angemessen und wird von der Mutter (vgl. ihren Antrag 

3a) richtigerweise nicht in Frage gestellt. Danach kann die bezirksrätliche Rege-

lung gelten. In diesem Zusammenhang ist anzumerken, dass sich der Bezirksrat 

nicht dazu geäussert hat, wer die Kosten der Begleitung der Kontakte zu tragen 

hat. Grundsätzlich haben die Eltern die Kosten je hälftig zu tragen. Zu bedenken 

ist allerdings, dass ein persönlicher Kontakt von Tochter und Vater seit dem 

Sommer 2014 kaum mehr stattfand, aus Gründen, die der Vater nicht zu vertreten 

hat, sondern wie gezeigt die Mutter. Die für die Dauer von sechs Monaten anzu-

ordnenden Kontakte in Begleitung dienen sodann im Wesentlichen dem Wieder-

aufbau der Beziehung von Tochter und Vater und wären nicht angefallen, wenn 

der Kontakt seit dem Sommer 2014 so gepflegt worden wäre, wie es das Schei-

dungsgericht in Übernahme der Parteivereinbarung im Juli 2014 vorgesehen hat. 

Es rechtfertigt sich deshalb, dass die Mutter die Kosten der Begleitung für die ers-

ten sechs Monate trägt. Danach gilt die allgemeine Regel hälftiger Kostenteilung 

für Begleitungen. 

3.4.2.2 Eine zweite Massnahme hat der Rechtsvertreter des Vaters mit seinem 
Antrag auf Mediation angesprochen. Diese Massnahme ist indessen auch von 

Amtes wegen in Beachtung der massgeblichen Verfahrensmaximen zu prüfen 

(vgl. vorn Erw. II/1). 

 Es versteht sich von selbst, und wird von vernünftigen und loyalen Eltern 

auch ohne Weiteres beachtet, dass der persönliche Umgang eines Kindes zu 

dem Elternteil, bei dem es nicht wohnt, sich dann problemlos zu Wohl des Kindes 

gestaltet, wenn sich die Eltern einigermassen verstehen. Dieser Einsicht ver-

schliessen sich – und unter dem Gesichtspunkt des Kindeswohls: leider – Eltern 

manchmal, so wie hier die Mutter. Im Interesse des Kindes kann das allerdings 

nicht einfach hingenommen werden, gerade wenn die Eltern wie hier die gemein-

same Sorge tragen und sich deswegen über Wesentliches austauschen müssen, 

- 40 - 

wollen sie ihre Pflichten nicht vorsätzlich verletzen. Die Parteien haben sich of-

fenbar seit Jahren, nämlich seit ihrer Vereinbarung u.a. zum Besuchsrecht im 

Scheidungsverfahren, nicht mehr über das unterhalten, was sie zur Förderung 

des Wohles ihres gemeinsamen Kindes beitragen können. Beiden liegt indes, das 

ist unübersehbar, das Wohl ihres Kindes am Herzen, auch wenn sie streckenwei-

se zu verkennen scheinen, was alles dieses Wohl bestimmt und zu diesem Wohl 

auch der ungehinderte, wohlwollend begleitete persönliche Kontakt zu dem El-

ternteil gehört, bei dem das Kind nicht wohnt. Es ist ihnen daher die Möglichkeit 

zu geben, im Interesse ihres Kindes eine Verbesserung in ihrem Umgang zu er-

zielen. Sie sind daher gestützt auf Art. 307 ZGB zur Mediation aufzufordern; dass 

die Mutter das mit dem Hinweis auf die Weigerungshaltung von C._____ letztlich 

ablehnt (vgl. act. 17 S. 2), geht sowohl mit Blick auf die Umstände, die zu dieser 

Verweigerungshaltung führten, als auch mit Blick auf den Zweck der Mediation 

(Kommunikation zwischen den Eltern, um die Besuche für das Kind möglichst 

spannungsfrei zu gestalten) an der Sache vorbei; es spielt auch sonst keine Rolle 

(vgl. zum Ganzen ebenfalls BGer Urteile 5A_70/2017 vom 11. September 2017 

E. 3.4; 5A_506/2017 vom 19. Juli 2017 E. 2; 5A_65/2017 vom 24. Mai 2017 

E. 2.2. und 3.2; 5A_457/2009 vom 9. Dezember 2009 E. 4; 5A_411/2014 vom 

3. Februar 2015 E. 3.3.2.). 

 Bekanntlich ist aller Anfang schwer. Die Aufforderung an die Eltern zur Me-

diation ist daher inhaltlich so auszugestalten, dass der Versuch der Eltern, sich 

zur Entlastung des Kindes zu verständigen, nicht in einem Anlauf erschöpft, son-

dern über einige Zeit hinweg unternommen wird (wenigstens sechs Sitzungen). 

Selbstredend steht es den Parteien frei, und ist ihnen empfohlen, danach die Me-

diation von sich aus weiter zu pflegen. Die Aufforderung ist als Weisung zu formu-

lieren, die den Eltern die Möglichkeit gibt, innert nützlicher Frist selbstverantwort-

lich die Mediationsperson gemeinsam zu bestimmen. Für den Fall, dass sie das 

nicht tun, ist eine angemessene Ersatzlösung vorzusehen; die Weisung ist zudem 

mit der Androhung einer Ungehorsamsstrafe zu verbinden (vgl. BGer Urteil 

5A_522/2017 vom 22. November 2017 E. 4.7.3.2), die sich an beide Eltern zu 

richten hat. Das ist aus den vorhin erwähnten Gründen (Befolgung gerichtlicher 

Anordnungen darf erwartet werden) zudem nicht unverhältnismässig, zumal das 

- 41 - 

Ziel ja – wie ebenfalls schon erwähnt – darin besteht, mit Hilfe der Mediation die 

Besuche im Interesse des Kindes möglichst spannungsfrei durchzuführen. Die 

Kosten der Mediation sind daher von beiden Eltern zu tragen. 

 Bei der Mediation, zu der die Eltern aufzufordern sind, handelt es sich um 

eine Kindesschutzmassnahme, deren Einhaltung von der Beiständin im Rahmen 

ihres Mandates gemäss Art. 308 Abs. 2 ZGB zu überwachen ist. Der Aufgabenka-

talog ist daher entsprechend anzupassen. 

4. Der Bezirksrat hat eine zutreffende Reglung des Kontaktrechts aufgestellt, die 
in Beachtung der massgeblichen Verfahrensmaximen, namentlich der Offizialma-

xime, lediglich geringfügig anzupassen und in Bezug auf die Kostentragung sowie 

flankierender Massnahmen (Aufforderung zur Mediation) noch zu ergänzen ist. 

Das entspricht so auch nicht dem (Eventual-)Standpunkt der Mutter zur Sache; 

die Mutter unterliegt mit ihrer Beschwerde (siehe auch Erw. II/2) somit insgesamt.  

 Die bezirksrätliche Regelung des Kontaktrechts verweist teilweise auf das 

Scheidungsurteil aus dem Jahr 2014, das einen dem fortschreitenden Alter von 

C._____ entsprechenden Ausbau der Kontakte vorsieht. Die entsprechenden Ein-

zelheiten können dem bezirksrätlichen Urteil allerdings nicht entnommen werden. 

Die ab heute geltende Kontaktregelung ist daher aus Gründen der Klarheit und 

Verständlichkeit im Dispositiv durch Übernahme der aktuell dem Alter von 

C._____ entsprechenden scheidungsrichterlichen Regelung vollständig auszu-

formulieren. 

- 42 - 

III. 
(Kosten- und Entschädigungsfolgen) 

Die Mutter unterliegt mit ihrer Beschwerde vollständig. Diesem Ausgang des 

zweitinstanzlichen Beschwerdeverfahrens entsprechend sind die Prozesskosten 

des erst- und zweitinstanzlichen Beschwerdeverfahrens zu verlegen (Art. 106 

Abs. 1 ZPO). Die bezirksrätliche Kostenfestsetzung (vgl. act. 7 S. 39, Dispositiv-

ziffer IV) blieb unbeanstandet (vgl. act. 2), weshalb die in den Dispositivziffern IV 

und V des angefochtenen Urteils getroffene Regelung zu bestätigen ist. 

 Die Entscheidgebühr für das zweitinstanzliche Beschwerdeverfahren ist ge-

stützt auf § 12 Abs. 1 - 2 GebV OG gemäss § 5 Abs. 1 GebV OG zu bemessen. 

Dabei ist zu berücksichtigen, dass ein grundsätzlich noch leichter, aber wegen der 

Sachverhaltsfeststellung von Amtes wegen ein aktenmässig relativ aufwändiger 

Fall vorliegt. 

 Die Parteientschädigung ist gestützt auf § 13 AnwGebV gemäss § 5 Abs. 1 

AnwGebV zu bemessen; es ist von einem grundsätzlich noch leichten Fall auszu-

gehen, was zu einer Grundgebühr von Fr. 3'000.- führt, die noch im Jahr 2017 

angefallen ist. Für die Teilnahme an der Verhandlung vom 6. Februar 2018 fällt 

ein Zuschlag von gut 20% an (vgl. § 11 Abs. 2 AnwGebV). Da die Vertretung erst 

im zweitinstanzlichen Beschwerdeverfahren übernommen wurde, rechtfertigt sich 

keine Reduktion i.S. des § 13 Abs. 2 AnwGebV (vgl. § 12 Abs. 3 AnwGebV). 

Mehrwertsteuerersatz wurde verlangt und ist daher im Umfang von 8 % auf 

Fr. 3'000.- zuzusprechen, für die Leistungen nach dem 1. Januar 2018 im Umfang 

von 7.7 %. 

Es wird erkannt:  

1. Auf die Beschwerde wird, soweit mit ihr die Dispositivziffern I., II. und VI. des 

Urteils des Bezirksrates vom 5. Oktober 2017 angefochten werden, nicht 

eingetreten. 

- 43 - 

2. Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen und Dispositivziffer III. des Ur-

teils des Bezirksrates vom 5. Oktober 2017 durch die Anordnungen in den 

nachstehenden Dispositivziffern 3, 4 und 6 ersetzt. 

3. B._____ wird berechtigt, seine Tochter C._____, geboren am tt.mm.2010, 

wie folgt zu besuchen bzw. zu sich auf Besuch zu nehmen:  

3.1 für die Dauer von sechs Monaten ab Eröffnung dieses Urteils am ers-

ten und dritten Samstag eines jeden Monats von 10.00 Uhr bis 16.00; 

die ersten drei Besuche haben in einem Begleiteten Besuchstreff (BBT) 

im Kanton Zürich stattzufinden, die nachfolgenden in Begleitung einer 

Fachperson. 

 Die Kosten der Begleitung bzw. der Besuche in einem Begleiteten Be-

suchstreff trägt A._____. 

3.2 Nach Ablauf der sechs Monate auf seine Kosten gemäss Urteil des 

Bezirksgerichtes Bülach vom 7. Juli 2014  

a) an jedem zweiten Wochenende, jeweils ab Freitagabend, 18.00 Uhr, 

bis Sonntagabend, 18.00 Uhr. Den konkreten Zeitpunkt legen die 

Parteien einvernehmlich fest; im Nichteinigungsfall entscheidet der 

Beistand I die Beiständin; 

b) jeweils am zweiten Tag der Doppelfeiertage Weihnachten und Neu-

jahr sowie in Jahren mit gerader Jahreszahl von Karfreitag bis Os-

termontag und in Jahren mit ungerader Jahreszahl von Pfingstsams-

tag bis Pfingstmontag; 

c) während vier Wochen Ferien pro Jahr. Die Parteien sprechen sich 

betreffend die Ausübung der Ferienbetreuung des Beklagten min-

destens drei Monate im Voraus ab. Im Nichteinigungsfall entscheidet 

der Beistand I die Beiständin. 

Kann B._____ aus Gründen, die bei A._____ oder bei C._____ liegen, 

seine Besuchskontakte nicht wahrnehmen, so sind diese innerhalb der 

- 44 - 

nächsten drei Monate nachzuholen. Im Nichteinigungsfall entscheidet 

der Beistand I die Beiständin. 

Weitergehende oder abweichende Wochenend-, Feiertags- oder  

Ferienkontakte nach gegenseitiger Absprache und unter Berücksich-

tigung der Wünsche der Tochter bleiben vorbehalten. 

3.3 Die Übergaben für die Besuche gemäss vorstehender Dispositivzif-

fer 3.2 sind einstweilen durch eine Fachperson zu begleiten oder in ei-

nem Begleiteten Besuchstreff (BBT) im Kanton Zürich durchzuführen. 

Die Parteien tragen die Kosten dieser Übergaben je zur Hälfte. 

4. A._____ wird angewiesen, die Besuchskontakte gemäss vorstehender Dis-

positivziffer 3 einzuhalten und alles zu unterlassen, was ein ungestörtes Be-

suchsrecht beeinträchtigt oder verhindert. 

Für den Fall, dass sich A._____ nicht an diese Anordnung hält, wird ihr eine 

Bestrafung gestützt auf Art. 292 StGB angedroht. Art. 292 StGB lautet wie 

folgt: 

Wer der von einer zuständigen Behörde oder einem zuständi-

gen Beamten unter Hinweis auf die Strafandrohung dieses Arti-

kels an ihn erlassene Verfügung nicht Folge leistet, wird mit 

Busse bestraft. 

5. Den Parte