# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5a2d7bd9-8e62-5b7b-adcf-f64b39d551c0
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-11-17
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 17.11.2025 S 2023 111
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2023-111_2025-11-17.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: lic. iur. Adrian Willimann, Vorsitz
lic. iur. Sarah Schneider und lic. iur. Judith Fischer
Gerichtsschreiber: MLaw Mauriz Müller

U R T E I L  vom 17. November 2025
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________ Pensionskasse
Beschwerdeführerin
vertreten durch RA lic. iur. Marta Mozar, HMV Rechtsanwälte, Seestrasse 6, 
8027 Zürich

gegen

IV-Stelle Zug
Beschwerdegegnerin

weiter verfahrensbeteiligt:

B.________
vertreten durch RA MLaw Mark A. Glavas, Advokatur Glavas AG, Dorfstras-
se 33, 9313 Muolen

betreffend

Invalidenversicherung
(Rente)

S 2023 111

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Urteil S 2023 111

A.
A.a Der 1978 geborene B.________ (fortan Versicherter) leidet seit der Jugend an ei-
ner psychischen Erkrankung, weshalb ihm die Invalidenversicherung (IV) ab 1993 wieder-
holt Leistungen zusprach (IV-act. 4/22, 4/28, 4/36–41, 4/45, 4/57 und 4/67). Im Rahmen 
der ersten Anmeldung bei der IV zum Leistungsbezug als Erwachsener im Februar 1996 
unter Hinweis auf eine Jugenddepression (IV-act. 4/59–64) absolvierte der Versicherte mit 
Unterstützung der IV eine Ausbildung zum kaufmännischen Angestellten und konnte im 
Anschluss eine Stelle antreten, sodass die IV ihn als rentenausschliessend eingegliedert 
erachtete und die beruflichen Massnahmen mit Verfügung vom 29. Januar 2003 abschloss 
(IV-act. 4/177–178). In der Folge war der Versicherte für verschiedene Arbeitgeber tätig 
(vgl. IK-Auszug vom 20. Oktober 2011; IV-act. 8). Im Jahr 2007 schloss er zudem eine 
Ausbildung zum Treuhänder mit eidgenössischem Fachausweis ab (IV-act. 178/4–5).

A.b Am 16. September 2011 (IV-act. 1) meldete sich der Versicherte unter Hinweis auf 
psychische Beeinträchtigungen erneut zum Leistungsbezug an. Die IV-Stelle holte u.a. bei 
Dr. med. C.________, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, ein Gutachten 
ein, das dieser am 27. Februar 2012 (IV-act. 20) erstattete. Er diagnostizierte eine anan-
kastische Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F60.5), eine Zwangsstörung mit überwiegenden 
Zwangshandlungen (ICD-10 F42.1) sowie einen Status nach rezidivierenden depressiven 
Episoden und protrahierter Adoleszentenkrise und attestierte dem Versicherten eine 
100%ige Arbeitsfähigkeit bei einer ungefähren Leistungsfähigkeit von 60 % (S. 6 f.). Ge-
stützt auf das Gutachten sprach die IV-Stelle dem Versicherten mit Verfügung vom 
18. September 2012 (IV-act. 39) bei einem errechneten Invaliditätsgrad von 46 % unter 
Berücksichtigung eines leidensbedingten Tabellenlohnabzuges von 10 % ab 1. März 2012 
eine Viertelsrente zu.

A.c Ab Juli 2012 war der Versicherte für die A.________ GmbH (fortan A.________) 
als Spezialist im Bereich Supply Chain Management and Inventory tätig (zuerst im Man-
datsverhältnis und ab September 2020 in Direktanstellung; vgl. IV-act. 177/1–7).

A.d Auf ein Rentenerhöhungsgesuch des Versicherten vom 7. Januar 2015 (IV-
act. 49) trat die IV-Stelle mit Verfügung vom 27. März 2015 (IV-act. 60) mangels Glaub-
haftmachens einer wesentlichen Veränderung nicht ein.

A.e Am 27. Oktober 2015 (IV-act. 68) wandte sich der Versicherte erneut an die IV-
Stelle und ersuchte um Massnahmen zum Arbeitsplatzerhalt bei der A.________. Zudem 

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Urteil S 2023 111

stellte er am 14. Februar 2016 (IV-act. 90) ein Gesuch um Rentenerhöhung. Mit Verfügung 
vom 18. April 2016 (IV-act. 100) sprach die IV-Stelle dem Versicherten Frühinterventions-
massnahmen in Form eines Job Coachings für die Zeit vom 18. April bis 17. Oktober 2016 
zu. Nach Beendigung des Job Coachings, welches darin mündete, dass die A.________ 
Bereitschaft zeigte, die Zusammenarbeit mit dem Versicherten fortzuführen (vgl. den Coa-
chingbericht vom 27. Oktober 2016 sowie das Verlaufsprotokoll Eingliederung vom 8. No-
vember 2016; IV-act. 116–117), hob die IV-Stelle die bisherige Rente mit Verfügung vom 
30. Januar 2017 (IV-act. 124) unter Berücksichtigung des tatsächlich erzielten Einkom-
mens bei einem errechneten Invaliditätsgrad von 4 % auf. Zur Begründung führte sie aus, 
dass der Versicherte trotz seines Gesundheitsschadens rentenausschliessend eingeglie-
dert sei. Die Verfügung erwuchs unangefochten in Rechtskraft.

A.f Der Versicherte stellte am 26. November 2020 (IV-act. 129/10–11) bei der IV-
Stelle ein Gesuch für ein "externes Job Coaching und/oder andere Massnah-
men/Unterstützungen zur Arbeitsplatzstabilisierung und zum Arbeitsplatzerhalt bei der 
A.________". Die IV-Stelle erteilte in der Folge am 8. Januar 2021 (IV-act. 138) eine Kos-
tengutsprache für ein Job Coaching im Sinne einer Massnahme der Frühintervention für 
die Zeit vom 6. Januar bis 5. Juli 2021. Am 5. August 2021 (IV-act. 143) teilte die IV-Stelle 
dem Versicherten mit, dass mit dem Coaching der Erhalt des Arbeitsplatzes erreicht wor-
den sei, kein weiterer Unterstützungsbedarf vorliege und sie das Dossier abschliesse. Die 
IV-Stelle wies zudem darauf hin, dass, sollte der Versicherte mit dem Entscheid nicht ein-
verstanden sein, er eine Verfügung verlangen könne, was er in der Folge nicht tat.

A.g Nach fristloser Kündigung bei der A.________ am 22. November 2021 (IV-
act. 147) stellte der Versicherte bei der IV am 23. November 2021 (IV-act. 146/1–2) ein 
Gesuch um Zusprache einer Invalidenrente. Die IV-Stelle tätigte in der Folge medizinische 
und erwerbliche Abklärungen. Am 21. Januar 2022 (IV-act 172) teilte sie ihm mit, dass sie 
ihn bei der Stellensuche unterstütze. Am 28. Februar 2022 (IV-act. 190) erteilte die IV-
Stelle eine Kostengutsprache für ein Job Coaching für die Zeit vom 9. März bis 8. Sep-
tember 2022, welche am 24. Mai 2022 (IV-act. 210) bis zum 22. November 2022 verlän-
gert wurde. Ein von 23. Mai bis 22. November 2022 angesetzter Arbeitsversuch als Fi-
nance Analyst JBS in einem 100 %-Pensum bei der D.________ GmbH International 
(fortan D.________) wurde am 28. Juli 2022 vorzeitig abgebrochen (vgl. IV-act. 211, 239 
S. 27–29). Auf Empfehlung des regional ärztlichen Dienstes (RAD; vgl. IV-act. 261) veran-
lasste die Beschwerdegegnerin die Einholung eines psychiatrischen Gutachtens bei 

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Urteil S 2023 111

Dr. med. E.________, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, welches dieser 
am 2. Juni 2023 (IV-act. 283) erstattete.

Nach ergangenem Vorbescheid (IV-act. 288) sprach die IV-Stelle dem Versicherten mit 
Verfügung vom 21. September 2023 (Bf-act. 2) mit der Begründung, seine Arbeitsfähigkeit 
sei derzeit auf dem ersten Arbeitsmarkt nicht verwertbar, ab 1. November 2022 eine ganze 
Rente zu.

B. Hiergegen erhob die A.________ Pensionskasse am 23. Oktober 2023 Be-
schwerde (act. 1) und beantragte, die Verfügung vom 21. September 2023 sei aufzuheben 
und es sei dem Versicherten eine Invalidenrente sowie eine Kinderrente gestützt auf einen 
IV-Grad von 46 % spätestens ab November 2021 zuzusprechen (S. 2).

C. Den ihr mit Verfügung vom 24. Oktober 2023 auferlegten Kostenvorschuss von 
Fr. 800.– bezahlte die Beschwerdeführerin innert Frist (act. 2–3).

D. Die IV-Stelle beantragte mit Vernehmlassung vom 8. Januar 2024 (act. 8) die Ab-
weisung der Beschwerde.

E. Im Rahmen des zweiten Schriftenwechsels hielten die Parteien replicando am 
26. Januar 2024 respektiv duplicando am 12. Februar 2024 an ihren Begehren fest 
(act. 10 und 12).

F. Am 8. April 2024 nahm der Versicherte Stellung zu den Eingaben der Parteien und 
beantragte die Abweisung der Beschwerde (act. 15). Zudem reichte er diverse Unterlagen 
ein (Ver-act. 2–5); u.a. einen Bericht der J.________ AG vom 29. Februar 2024. Die Stel-
lungnahme samt Beilagen wurde den Parteien zur Kenntnis zugestellt (act. 16).

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1. Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1), der Verordnung 
über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV; SR 830.11), des Bun-

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Urteil S 2023 111

desgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; 831.20) sowie der Verordnung über die 
Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) in Kraft getreten. In zeitlicher Hinsicht sind – vor-
behältlich besonderer übergangsrechtlicher Regelungen – grundsätzlich diejenigen 
Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfol-
gen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1 mit Hinweisen). Zwar 
datiert die vorliegend massgebliche Anmeldung zum Leistungsbezug vom 23. November 
2021 (Sachverhalt Ziff. A.g) und damit noch vor Inkrafttreten der geänderten Bestimmun-
gen, jedoch könnte ein allfälliger Rentenanspruch – entgegen der Ansicht der Beschwer-
deführerin, welche fälschlicherweise und ohne dies zu begründen von einer ausschlagge-
benden Anmeldung im November 2020 ausging (act. 1 S. 13) – allein schon wegen der 
rein formellen Karenzfrist nach Art. 29 Abs. 1 IVG frühestens ab Mai 2022 entstehen (vgl. 
zur formellen Karenzfrist Ulrich Meyer/Marco Reichmuth, Rechtsprechung des Bundesge-
richts zum Bundesgesetz über die Invalidenversicherung [IVG], 4. Aufl. 2022, Art. 29 N 2; 
vgl. sodann auch E. 4.4.3 nachstehend), weshalb die am 1. Januar 2022 in Kraft getrete-
nen Änderungen der gesetzlichen Bestimmungen auf den vorliegenden Fall Anwendung 
finden und in dieser Fassung zitiert werden.

2. Das Verwaltungsgericht beurteilt als einzige kantonale Instanz Beschwerden aus 
dem Bereich der Sozialversicherungen (Art. 57 ATSG i.V.m. § 77 Abs. 1 des Gesetzes 
über den Rechtsschutz in Verwaltungssachen [Verwaltungsrechtspflegegesetz, VRG; BGS 
162.1] und § 12 Abs. 1 lit. a des Einführungsgesetzes zu den Bundesgesetzen über die Al-
ters- und Hinterlassenenversicherung und die Invalidenversicherung [BGS 841.1]). Die ört-
liche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts des Kantons Zug ist vorliegend gestützt auf 
Art. 69 Abs. 1 lit. a IVG gegeben. Die angefochtene Verfügung datiert vom 21. September 
2023. Mit der am 23. Oktober 2023 der Schweizerischen Post übergebenen Beschwerde-
schrift ist die 30-tägige Frist gemäss Art. 60 Abs. 1 ATSG gewahrt. Die Beschwerdeführe-
rin ist als BVG-Versicherer des Versicherten unbestrittenermassen zur Beschwerde legiti-
miert (Art. 59 ATSG; vgl. zum selbständigen Beschwerderecht der BVG-Versicherer im 
IVG-Verfahren BGE 132 V 1 E. 2). Die Beschwerdeschrift enthält einen Antrag und eine 
Begründung, womit auch den formellen Anforderungen Genüge getan ist (Art. 61 lit. b 
ATSG). Die Beschwerde ist zu prüfen. Die Beurteilung erfolgt auf dem Zirkulationsweg 
gemäss § 29 der Geschäftsordnung des Verwaltungsgerichts (GO VG; BGS 162.11).

3.
3.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder 
teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein-

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trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und 
nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Ver-
lust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeits-
markt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit 
sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. 
Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht über-
windbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).

3.2 Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine Rente, die 
ihre Erwerbstätigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch 
zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern kön-
nen (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes-
tens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jah-
res zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c). Gemäss Art. 28b Abs. 1 IVG 
wird die Höhe des Rentenanspruchs in prozentualen Anteilen an einer ganzen Rente fest-
gelegt. Bei einem Invaliditätsgrad von 50–69 % entspricht der prozentuale Anteil dem In-
validitätsgrad (Abs. 2). Bei einem Invaliditätsgrad ab 70 % besteht Anspruch auf eine gan-
ze Rente (Abs. 3). Bei einem Invaliditätsgrad unter 50 % gelten genau festgelegte prozen-
tuale Anteile (Abs. 4).

3.3 Das trotz der gesundheitlichen Beeinträchtigung zumutbarerweise erzielbare Ein-
kommen ist bezogen auf einen ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu ermitteln (Art. 16 ATSG; 
BGE 138 V 457 E. 3.1 mit Hinweis). Dieser ist gekennzeichnet durch ein gewisses Gleich-
gewicht zwischen Angebot von und Nachfrage nach Arbeitskräften und weist einen Fächer 
verschiedenster Tätigkeiten auf. Das gilt sowohl bezüglich der dafür verlangten beruflichen 
und intellektuellen Voraussetzungen wie auch hinsichtlich des körperlichen Einsatzes 
(BGE 110 V 273 E. 4b; BGer 8C_458/2018 vom 23. Oktober 2018 E. 4.2). Dabei ist nicht 
von realitätsfremden Einsatzmöglichkeiten auszugehen. Es können nur Vorkehren ver-
langt werden, die unter Berücksichtigung der gesamten objektiven und subjektiven Gege-
benheiten des Einzelfalles zumutbar sind. An die Konkretisierung von Arbeitsgelegenhei-
ten und Verdienstaussichten sind jedoch rechtsprechungsgemäss keine übermässigen 
Anforderungen zu stellen (BGer 8C_369/2021 vom 28. Oktober 2021 E. 6.1 mit Hinwei-
sen; vgl. BGE 138 V 457 E. 3.1). Der ausgeglichene Arbeitsmarkt umfasst auch soge-
nannte Nischenarbeitsplätze, also Stellen- und Arbeitsangebote, bei denen Behinderte mit 
einem sozialen Entgegenkommen von Seiten des Arbeitgebers rechnen können. Es han-
delt sich beim ausgeglichenen Arbeitsmarkt um eine theoretische Grösse, so dass nicht 

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leichthin angenommen werden kann, die verbliebene Leistungsfähigkeit sei unverwertbar. 
Unverwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit ist aber anzunehmen, wenn die zumutbare 
Tätigkeit in nur so eingeschränkter Form möglich ist, dass sie der ausgeglichene Arbeits-
markt praktisch nicht kennt oder sie nur unter nicht realistischem Entgegenkommen eines 
durchschnittlichen Arbeitgebers möglich wäre und das Finden einer entsprechenden Stelle 
daher zum Vornherein als ausgeschlossen erscheint (BGE 148 V 174 E. 9.1; BGer 
9C_21/2022 vom 15. Juni 2022 E. 2.3.1; 9C_452/2022 vom 10. Januar 2023 E. 5.1; 
9C_15/2020 vom 10. Dezember 2020 E. 6.1).

Fehlt es an der wirtschaftlichen Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit auf dem ausgegli-
chenen Arbeitsmarkt, liegt eine vollständige Erwerbsunfähigkeit vor (BGer 9C_21/2022 
vom 15. Juni 2022 E. 3.2.3).

4.
4.1 Die IV-Stelle begründete ihre Verfügung vom 21. September 2023 (Bf-act. 2) da-
mit, dass unter Berücksichtigung sämtlicher in den letzten Jahren durchgeführten Einglie-
derungsmassnahmen die Beurteilung des Gutachters [Dr. E.________] aus Rechtsan-
wendersicht nicht nachvollziehbar sei. Das krankheitsbedingte Verhalten des Versicherten 
könne zu Irritation und stetig neuem Klärungsbedarf führen, was einem Arbeitgeber im 
ersten Arbeitsmarkt nicht längerfristig zugemutet werden könne. Die Anstellung bei 
A.________ sei ein Glücksfall gewesen. Mit einem verwertbaren Aufwand könne ein sol-
cher Nischenarbeitsplatz wohl kaum rasch wiedergefunden werden. Daher sei die Arbeits-
fähigkeit derzeit auf dem ersten Arbeitsmarkt nicht verwertbar. Somit sei ab November 
2021 von einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit auszugehen. Nach Ablauf der einjährigen 
Wartezeit bestehe ab November 2022 Anspruch auf eine ganze Rente (S. 5 f.; vgl. auch 
die Vernehmlassung vom 8. Januar 2024 [act. 8] sowie die Duplik vom 12. Februar 2024 
[act. 12]).

4.2 Die Beschwerdeführerin stellte sich demgegenüber in ihrer Beschwerde vom 
23. Oktober 2023 (act. 1) im Wesentlichen auf den Standpunkt, das Gutachten von 
Dr. E.________ erfülle die Voraussetzungen an ein beweiskräftiges Gutachten. Die Be-
schwerdegegnerin sei ohne nähere Begründung vom Gutachten abgewichen. Im Rahmen 
der Invaliditätsprüfung sei auf den ausgeglichenen Arbeitsmarkt abzustellen, welcher auch 
Nischenarbeitsplätze umfasse. Es könne nicht von einer Unverwertbarkeit der Restarbeits-
fähigkeit ausgegangen werden (S. 9 f. Ziff. 1). Die 40%ige Arbeitsunfähigkeit bestehe seit 
mindestens 2011 unverändert fort. Der Lohn bei der A.________ habe eine erhebliche 

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Sozialkomponente enthalten, welche bei der IV-Gradbemessung hätte ausgeklammert 
werden müssen. Die Renteneinstellung per Ende November 2016 sei daher zu Unrecht er-
folgt (S. 10–13 Ziff. 2 f.). Werde berücksichtigt, dass die Renteneinstellung allein wegen 
des rentenausschliessenden Einkommens erfolgt sei, so müsste spätestens bei dessen 
Entfallen ab November 2021 wieder eine Rente zugesprochen werden. Die Wartefrist sei 
zu diesem Zeitpunkt erfüllt gewesen. Demzufolge habe der Versicherte bereits sechs Mo-
nate nach Wiederanmeldung (November 2020) im Mai 2021 Anspruch auf eine Rente 
(S. 13 Ziff. 4 f.; vgl. auch die Replik vom 26. Januar 2024 [act. 10]).

4.3 In seiner Stellungnahme vom 8. April 2024 (act. 15) argumentierte der Versicherte, 
die Kündigung im November 2021 sei seinem herausfordernden Verhalten und nicht sei-
ner Arbeitsleistung geschuldet gewesen (S. 2–4 ad Ziff. 3./6 und 3./7). Die gutachterlichen 
Ausführungen von Dr. E.________ stünden im Kontrast zur tatsächlichen Situation, wes-
halb nicht darauf abgestellt werden könne. Die IV-Stelle habe schlüssig erklären können, 
weshalb die Verwertbarkeit der Arbeitsfähigkeit verneint werden müsse. Es sei von einer 
vollständigen Invalidität mit Beginn der Wartefrist per 1. November 2021 auszugehen 
(S. 4 f. ad Ziff. 4./1). Eine Invalidenrente müsse nicht nur bei einer gesundheitlichen Ver-
änderung eingestellt werden, sondern auch bei einer tatsächlichen Veränderung, die Ren-
teneinstellung sei daher zu Recht erfolgt (S. 5 f. ad Ziff. 4./2–4). Nachdem die dreijährige 
Frist nach Rentenaufhebung längst abgelaufen gewesen sei, habe die IV-Stelle den Be-
ginn der Wartefrist zu Recht per Anfangs November 2021 festgelegt (S. 6 ad Ziff. 4./5).

4.4
4.4.1 Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin dem Versicherten mit ihrer 
Verfügung vom 21. September 2023 (Bf-act. 2) zu Recht eine ganze Rente ab 1. Novem-
ber 2022 zusprach.

4.4.2 Dabei ist offenkundig, dass eine wesentliche Änderung in den tatsächlichen Ver-
hältnissen seit der rechtskräftigen Rentenaufhebung vom 30. Januar 2017 (IV-act. 124) 
vorliegt, welche geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beein-
flussen (Revisionsgrund; Art. 17 ATSG). So ist eine mit dem Verlust der Arbeitsstelle bei 
der A.________ wesentliche Veränderung der wirtschaftlichen Verhältnisse gegenüber 
dem Zeitpunkt der Verfügung vom 30. Januar 2017, welcher das Einkommen bei der 
A.________ im Rahmen des Mandatsverhältnisses über die F.________ AG als Invali-
deneinkommen zu Grunde gelegt wurde, ausgewiesen. Denn rechtsprechungsgemäss 
genügt es für die Annahme eines Revisionsgrundes, dass das Invalideneinkommen mit 

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der Aufgabe der Erwerbstätigkeit hypothetisch aufgrund von Durchschnittswerten festzu-
legen ist (BGer 9C_325/2013 vom 22. Oktober 2013 E. 3.4). Demnach ist der Leistungs-
anspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht ohne Bindung an frühere Beurteilungen 
zu prüfen (BGE 150 V 67 E. 4.3.1 mit Hinweisen).

Keine Rolle spielt dabei grundsätzlich die Frage über die Rechtsmässigkeit der rentenauf-
hebenden Verfügung vom 30. Januar 2017, was von der Beschwerdeführerin im Zusam-
menhang mit ihrer Argumentation, dass es sich beim A.________-Lohn um einen Sozial-
lohn gehandelt habe, vorgebracht wurde (E. 4.2). Die Verfügung ist unangefochten in 
Rechtskraft erwachsen und somit verbindlich, was auch für das dem Entscheid zugrunde 
gelegte Invalideneinkommen gilt. Zudem enthalten die Akten keinerlei Hinweise darauf, 
dass es sich beim A.________-Einkommen um einen Lohn mit Sozialkomponente gehan-
delt haben könnte. Vielmehr legen diese nahe, dass es sich dabei um einen der Arbeits-
leistung entsprechenden Lohn handelte und somit der Beizug als massgebliches Invali-
deneinkommen korrekt war. So wurde dem Versicherten als Arbeitnehmer der 
A.________ im Mandatsverhältnis durch die F.________ AG und G.________ GmbH 
ausgestellten Arbeitszeugnisse vom 23. März 2018 und vom 31. August 2020 eine in qual-
itativer und quantitativer Hinsicht stets gute Arbeit attestiert ("His independent and trust-
worthy working style made him carry out his assigned tasks to full satisfaction in terms of 
quality and quantity. […] His performance has been good at all times"; "[der Versicherte] 
was able to master his field of work and to carry out all jobs speedily and efficiently. […] 
We regret to lose [den Versicherten] since our client [A.________] offered him a perman-
ent position due to his excellent work"; Ver-act. 3–4).

4.4.3 Vorweg ist bezüglich des Beginns des Wartejahres nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG 
zudem anzumerken, dass sich die IV-Stelle – entgegen der Ansicht der Beschwerdeführe-
rin – zu Recht auf den Standpunkt stellte, dessen Beginn könne erst nach Verlust der Stel-
le bei der A.________ angenommen werden. Die gesetzliche Ordnung ist diesbezüglich 
unmissverständlich. Gemäss Art. 29bis IVV gilt, dass wenn die Rente nach Verminderung 
des Invaliditätsgrades aufgehoben wurde – wie es vorliegend der Fall mit der rechtskräfti-
gen Verfügung vom 30. Januar 2017 war (vgl. Sachverhalt Ziff. A.e) – dieser in den fol-
genden drei Jahren wegen einer auf dasselbe Leiden zurückzuführenden Arbeitsunfähig-
keit erneut ein rentenbegründendes Ausmass erreicht, bei der Berechnung der Wartezeit 
nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG früher zurückgelegte Zeiten angerechnet werden. Im Um-
kehrschluss bedeutet dies, dass bei einer Änderung des Invaliditätsgrades nach Ablauf 
der dreijährigen Frist – also nach dem 30. Januar 2020 – die Berechnung der Wartezeit 

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wieder von neuem beginnt, selbst wenn aufgrund desselben Leidens wieder ein rentenbe-
rechtigender Invaliditätsgrad resultieren sollte. Massgeblich für die Rentenaufhebung und 
somit den Invaliditätsgrad war das Einkommen bei der A.________. Frühestmöglicher Be-
ginn des Wartejahres ist demnach dessen Wegfall nach der fristlosen Kündigung per 
22. November 2021 (vgl. Sachverhalt Ziff. A.g) und ein Rentenanspruch konnte somit 
frühestens per 22. November 2022 respektive unter Beachtung von Art. 29 IVG per 1. No-
vember 2022 entstehen.

4.4.4 Im Vordergrund der Leistungsprüfung steht die Verwertbarkeit der Restarbeits-
fähigkeit. Zu beachten gilt es dabei, dass die medizinische Beurteilung der funktionellen 
Leistungsfähigkeit als Tatfrage in erster Linie Sache der medizinischen Fachpersonen ist 
und die Beurteilung der Verwertbarkeit der verbliebenen Restarbeitsfähigkeit als Rechts-
frage – gestützt auf die medizinischen Erkenntnisse – Sache des Rechtsanwenders.

Aufgabe des Arztes ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen (Befunderhebung, Dia-
gnosestellung) und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher 
Tätigkeiten die versicherte Person aus medizinisch-theoretischer Sicht arbeitsunfähig bzw. 
arbeitsfähig ist (BGE 132 V 93 E. 4 in fine; BGer 8C_809/2021 vom 24. Mai 2022 E. 5.4). 
Hiermit erfüllt der medizinisch Sachverständige seine genuine Aufgabe, wofür Verwaltung 
und im Streitfall Gericht nicht kompetent sind (BGE 140 V 193 E. 3.2).

Hingegen hat der Rechtsanwender zu prüfen, ob eine wirtschaftliche Verwertbarkeit der 
medizinisch attestierten Arbeitsfähigkeit, im Sinne der Möglichkeit, das verbliebene Leis-
tungsvermögen auf dem allgemein ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten, gegeben 
ist. Dies hängt von den konkreten Umständen des Einzelfalles ab. Massgebend sind dabei 
die Art und Beschaffenheit des Gesundheitsschadens und seiner Folgen, der absehbare 
Umstellungs- und Einarbeitungsaufwand und in diesem Zusammenhang auch die Persön-
lichkeitsstruktur, vorhandene Begabungen und Fertigkeiten, Ausbildung, beruflicher Wer-
degang oder die Anwendbarkeit von Berufserfahrung aus dem angestammten Bereich 
(BGer 9C_15/2020 vom 10. Dezember 2020 E. 6.1 mit Hinweisen).

5.
5.1 Nach vorzeitigem Abbruch des Arbeitsversuches des Versicherten als Finance 
Analyst JBS bei der D.________ am 28. Juli 2022 (vgl. Sachverhalt Ziff. A.g) wurde im 
Abschlussbericht Job Coaching vom 9. September 2022 (IV-act. 233) im Wesentlichen 
ausgeführt, im ersten Standortmeeting am 13. Juli 2022 hätten die beiden Vorgesetzten 

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des Versicherten bestätigt, dass sie absolut zufrieden seien mit der Entwicklung. Die Vor-
bereitungssitzung am 21. Juli 2022 für das auf Ende August 2022 geplante Mid-Term-
Meeting sei offenbar aus dem Ruder gelaufen. Der Versicherte habe da von seiner Klage 
gegen die A.________ erzählt. Die Arbeitgeberin habe daraufhin für eine Krisensitzung 
eingeladen, an welcher besprochen worden sei, dass der Arbeitsversuch abgebrochen 
werden müsse.

5.2 Im Eingliederungsbericht der IV-Stelle vom 14. September 2022 (IV-act. 239) fin-
den sich u.a. folgende Einträge:
- "25.07.22: Telefonanruf [vom Versicherten]

Er habe [seinem Vorgesetzten] mitteilen wollen, dass es trotz der vielen Email-
nachrichten an verschiedene Personen keinen Grund zur Sorge gebe. Es sei im 
Arbeitsversuch aber so, dass er keine Bezugsperson und auch keine Arbeit habe. 
[…] [Sein Vorgesetzter] habe ihm gesagt, dass er sich bis morgen entscheiden 
müsse, ob er den Arbeitsversuch zu den Bedingungen [der Arbeitgeberin] weiter-
führen wolle. Für ihn sei die Situation untragbar […]. Trotzdem fühle er sich im Be-
trieb enorm wohl. Für ihn seien diese Hierarchiesysteme schwierig, denn je nach 
Vorgesetzten funktioniere es besser oder schlechter. Es gehe ihm aber gut. […] 
Die ersten zwei Monate seien nicht ideal gewesen, jedoch wolle er den Arbeits-
versuch nicht abbrechen. Sein Anliegen sei, dass er enger begleitet werde. Er 
brauche eine Ansprechperson. […]"

- "25.07.22 Telefonanruf [von einem Mitarbeiter der Arbeitgeberin, HR-Abteilung]
Im Arbeitsversuch könne es so nicht weitergehen […]. [Der Versicherte] schicke 
Emailnachrichten herum. […]"

- "25.07.22 Videokonferenz mit [der Arbeitgeberin]
[Mitarbeiter, HR]: Man habe festgestellt, dass [der Versicherte] für den Arbeitsver-
such nicht bereit gewesen sei. Die Geschichte mit A.________ und damit verbun-
dene Gefühle seien noch zu präsent. Sein Bestreben bei jedem etwas zu bewir-
ken, überfordere die Mitarbeitenden.
[Vorgesetzter]: Arbeitstechnisch sei alles in Ordnung. Auch beim Gespräch vor 
zwei Wochen mit [dem Job Coach] sei noch alles bestens gewesen. In der ver-
gangenen Woche habe sich die Situation dann sehr schnell zugespitzt. […]
[Mitarbeiter Arbeitgeberin]: Möglicherweise sei eine derartig grosse Organisation 
nicht der ideale Arbeitsort für [den Versicherten]. […]"

Die IV-Stelle hielt in ihrer Stellungnahme zum Eingliederungsabschluss im Wesentlichen 
fest, der Versicherte habe sich seiner vertrauten Methode, durch E-Mailnachrichten auf 

12

Urteil S 2023 111

seine Situation aufmerksam zu machen, um eine Veränderung in seinem Sinne herbeizu-
führen, bedient. Obwohl er den Arbeitsversuch gerne zu anderen Rahmenbedingungen 
weitergeführt hätte, seien die anderen beteiligten Parteien zum Schluss gekommen, dass 
dies aufgrund der Kommunikation des Versicherten, welche offenbar bei verschiedenen 
Mitarbeitenden bei der D.________ für grosse Irritation gesorgt habe, nicht mehr möglich 
wäre. Der Arbeitsversuch sei von der IV-Eingliederungsberatung schliesslich per 28. Juli 
2022 vorzeitig abgebrochen worden. Seitens IV-Eingliederungsberatung werde die Beur-
teilung des Versicherten geteilt, dass ein Anstellungsverhältnis längerfristig nur dann mög-
lich sei, wenn die vorgesetzte Person mit seiner gesundheitlichen Einschränkung adäquat 
umzugehen wisse. Dies bedeute, dass viel Zeit für Gespräche eingesetzt werden müss-
ten. Eine vorgesetzte Person, aber auch ein gesamter Betrieb benötigten viel Toleranz 
und eine klare Haltung, wie damit umzugehen sei. Inzwischen werde seitens IV-
Eingliederungsberatung bezweifelt, dass dies im ersten Arbeitsmarkt längerfristig möglich 
sei. Somit müsse davon ausgegangen werden, dass dieser Aspekt mit einem festen An-
stellungsverhältnis kaum nachhaltig vereinbar sei. Die Zeit bei der A.________ mit einem 
Vorgesetzten, der damit erfolgreich habe umzugehen wissen und gleichzeitig vom Versi-
cherten auch akzeptiert worden sei, sei rückblickend ein Glücksfall. Es müsse deshalb von 
einem Nischenarbeitsplatz gesprochen werden, der mit einem vertretbaren Aufwand wohl 
kaum so rasch wieder gefunden werden könne. Es werde der Abschluss der Arbeitsver-
mittlung und Abklärung der beruflichen Eingliederungsmöglichkeiten beantragt (S. 27–29).

5.3 Doktor E.________ nannte in seinem von der Beschwerdegegnerin in Auftrag ge-
gebenem psychiatrischen Gutachten vom 2. Juni 2023 (IV-act. 283) als Diagnosen eine 
anankastische Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F60.5), eine Zwangsstörung mit überwie-
gend Zwangshandlungen (ICD-10 F42.1) und einen Status nach Anpassungsstörung (zu-
letzt im November 2021, Status nach ICD-10 F43.2) bzw. rezidivierende depressive 
Störung, gegenwärtig remittiert (ICD-10 F33.4; S. 39).

Doktor E.________ führte aus, bereits zur Zeit der Begutachtung durch Dr. C.________ 
seien Anpassungsstörungen bzw. eine rezidivierende depressive Störung bekannt gewe-
sen. Im Zusammenhang mit Konflikten und Belastungen am ehemaligen Arbeitsplatz (Ver-
lust einer Bezugs-/Führungsperson, Zunahme von Aufgaben mit Überstunden und Nacht-/ 
Wochenendarbeit, Konflikte/Kränkungen am Arbeitsplatz/hierarchische Degradierung im 
September 2020, Ferien nicht genehmigt am 20. Oktober 2021, fristlose Kündigung des 
Arbeitsverhältnisses am 22. November 2021) habe der Versicherte im November 2021 er-
neut in Form einer Anpassungsstörung dekompensiert. Bei Anpassungsstörungen handle 

13

Urteil S 2023 111

es sich um Zustände von subjektiver Bedrängnis und emotionaler Beeinträchtigung, die im 
Allgemeinen soziale Funktionen und Leistungen behinderten und nach einer entscheiden-
den Lebensveränderung oder nach belastenden Lebensereignissen (hier Konflikte und Be-
lastungen am ehemaligen Arbeitsplatz) auftreten würden. Die individuelle Prädisposition 
oder Vulnerabilität spiele bei dem möglichen Auftreten und bei der Form der Reaktion eine 
bedeutsame Rolle (hier die anankastische Persönlichkeitsstörung), es sei aber dennoch 
davon auszugehen, dass das Krankheitsbild ohne die Belastung nicht entstanden wäre. 
Die Anzeichen seien unterschiedlich und umfassten depressive Stimmung, Angst oder 
Sorge (oder eine Mischung von diesen, inkl. Kränkung wie beim Versicherten). Gegenwär-
tig sei objektiv eine Remission der Anpassungsstörung festzustellen. lm Vergleich zum 
Gutachten von Dr. C.________ könne keine wesentliche anhaltende Veränderung des 
Gesundheitszustands, das heisse beispielsweise eine objektive Zunahme oder tatsächli-
che Abnahme der Intensität, des Schweregrads und/oder der Ausprägung des Beschwer-
debilds festgestellt werden. Dies stehe in Übereinstimmung mit den fachärztlichen Beurtei-
lungen nach Februar 2012 bzw. November 2021 (S. 40 f.).

Weiter hielt Dr. E.________ fest, per 22. November 2021 sei die fristlose Kündigung des 
Anstellungsvertrags durch den Arbeitgeber im Rahmen eines rechtlichen Konflikts erfolgt, 
der andauere. Dies habe zu einer Anpassungsstörung geführt, die jedoch keine Minderung 
der Arbeitsfähigkeit begründe und remittiert sei. Zu den Umständen des Abbruchs des Ar-
beitsversuches bei der D.________ werde dokumentiert, dass der Versicherte einem Vor-
gesetzten gegenüber am 21. Juli 2022 vom Rechtsstreit mit dem ehemaligen Arbeitgeber 
erzählt habe, was zum Abbruch durch den neuen Arbeitgeber geführt habe. Dies lasse 
sich nicht krankheitsbedingt erklären. Darüber hinaus werde seitens IV-
Eingliederungsberatung und Job Coaching darauf aufmerksam gemacht, dass die Iangjäh-
rig bekannte, krankheitsbedingte dysfunktionale Kommunikation mit einer länger dauern-
den Zusammenarbeit bzw. einer längerfristigen Anstellung nicht vereinbar sei. Die Zeit bei 
der A.________ mit einem Vorgesetzten, der damit erfolgreich umzugehen gewusst habe 
und gleichzeitig vom Versicherten auch akzeptiert worden sei, sei rückblickend ein 
"Glücksfall" bzw. "Nischenarbeitsplatz" gewesen. Im Gegensatz zu dieser Einschätzung 
sei aus versicherungspsychiatrischer Sicht die rund 10-jährige Tätigkeit bei A.________ – 
trotz eines nicht förderlichen internationalen Umfelds und Iangjährig im Mandatsverhältnis 
– der gelungenen Anpassung zu verdanken, die u. a. im Gutachten von Dr. C.________ 
benannt werde (verständiger Arbeitgeber, zwischenmenschliche Kontakte, Tätigkeit nicht 
zu komplex sowie ausgesprochene Anerkennung, ein wohlwollendes Arbeitsumfeld, ohne 
Zeitdruck). Dies sei gemäss den Angaben in den Akten (vgl. Schlussbericht Jobcoaching 

14

Urteil S 2023 111

vom 9. September 2022, Verlaufsprotokoll Eingliederung vom 14. September 2022 
[E. 5.1 f.]) bis zum Konflikt am 21. Juli 2022 (vom Rechtsstreit mit dem ehemaligen Arbeit-
geber erzählt) auch bei der D.________ erfolgreich geboten worden (S. 43).

Abschliessend erklärte Dr. E.________, in der angestammten Tätigkeit als Treuhänder wie 
auch in sämtlichen dem Ausbildungsniveau entsprechenden Tätigkeiten sei gemäss Gut-
achten von Dr. C.________ eine Arbeitsfähigkeit von 60 % ausgewiesen. Mit überwiegen-
der Wahrscheinlichkeit könne bis heute unverändert davon ausgegangen werden. Die 
Tätigkeit bei der A.________ könne bis 2020 (Wechsel der Führungsperson) als optimal 
angepasste Tätigkeit eingeschätzt werden. In einer solchen Tätigkeit bestehe eine 
100%ige Arbeitsfähigkeit (S. 45–47).

6.
6.1 Das im Rahmen von Art. 44 ATSG eingeholte psychiatrische Gutachten von 
Dr. E.________ vom 2. Juni 2023 (E. 5.3) beruht auf den erforderlichen allseitigen klini-
schen Explorationen, einem eigens eingeholten Labor sowie einer testpsychologischen 
Untersuchung nach MADRS (IV-act. 283 S. 29–33). Es entspricht mit Anamneseerhebung, 
Symptomerfassung und Verhaltensbeobachtung bei der klinischen Exploration den bun-
desgerichtlichen Vorgaben an eine beweiskräftige psychiatrische Expertise (S. 25–33, 
BGer 8C_534/2021 vom 18. November 2021 E. 4.1 mit Hinweis). Das Gutachten wurde in 
Kenntnis der und in Auseinandersetzung mit den Vorakten – insbesondere auch mit den 
Eingliederungsunterlagen – erstattet (S. 3–29, S. 33–35 und S. 39–44 sowie E. 6.3 nach-
stehend). Das Gutachten berücksichtigt die geklagten Beschwerden und setzt sich mit 
diesen sowie dem Verhalten des Versicherten auseinander (S. 29–31 und S. 36–39). 
Dr. E.________ legte die medizinischen Zustände und Zusammenhänge aus psychiatri-
scher Sicht einleuchtend dar und begründete seine Schlussfolgerungen nachvollziehbar. 
Er zeigte im Lichte der massgebenden Indikatoren gestützt auf den von ihm erhobenen 
Befund (S. 31–33), unter Berücksichtigung der Persönlichkeit (S. 35 f.) sowie von Konsis-
tenz und Plausibilität (S. 36–39), unter Würdigung des bisherigen Therapieverlaufs (S. 42–
44) sowie der Fähigkeiten, Ressourcen und Belastungen (S. 44 f.) plausibel auf, dass der 
Versicherte aufgrund der anankastischen Persönlichkeitsstörung, welche bei belastenden 
Lebensereignissen – wie vorliegend im November 2021 mit Konflikten und Belastungen 
am ehemaligen Arbeitsplatz – zu Dekompensationen mit einer Anpassungsstörung führen 
kann, bei unverändertem Gesundheitszustand seit spätestens der Begutachtung durch 
Dr. C.________ im Jahr 2012 als Treuhänder zu 60 % und in einer optimal angepassten 

15

Urteil S 2023 111

Tätigkeit wie bei der A.________ (insbesondere geeignete Führungsperson) zu 100 % ar-
beitsfähig ist.

6.2 Der Beurteilung von Dr. E.________ entgegenstehende medizinische Unterlagen 
liegen keine vor. Insbesondere steht sie in Einklang mit dem Gutachten von 
Dr. C.________ vom 27. Februar 2012, welches der Verfügung vom 18. September 2012 
zugrunde lag (vgl. Sachverhalt Ziff. A.b). Auch ist sie vereinbar mit den seit der Neuan-
meldung im November 2021 bis zum Verfügungserlass am 21. September 2023 vorhan-
denen Berichten der behandelnden Fachärzte. Im Bericht der J.________ AG vom 
17. Dezember 2021 (IV-act. 167/7–8) über ein einmaliges Abklärungsgespräch am 
26. November 2021 hielten Dres. med. H.________ und I.________ fest, es hätten keine 
gravierenden Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit festgestellt und ein Arbeitsunfähig-
keitszeugnis habe nicht ausgestellt werden können. Die Symptomatik lasse sich im Rah-
men einer Anpassungsstörung interpretieren. Im Bericht der J.________ AG vom 27. Ok-
tober 2022 (IV-act. 258) über ein einmaliges Kriseninterventionsgespräch am 25. Juli 2022 
– anlässlich dessen der Versicherte darüber berichtet habe, dass ihm bei der K.________ 
[Arbeitsversuch bei der D.________] die Kollegen und Vorgesetzten nicht zuhörten, er 
sehr fleissig arbeite, was nicht anerkannt werde – wurde festgehalten, dass eine Arbeits-
unfähigkeit nicht attestiert worden sei und die Leistungsfähigkeit gegenwärtig nicht einge-
schätzt werden könne.

6.3 Die IV-Stelle erachtete das Gutachten von Dr. E.________ unter Berücksichtigung 
der über die Jahre durchgeführten Eingliederungsmassnahmen aus Rechtsanwendersicht 
nicht nachvollziehbar, womit sie grundsätzlich die Verwertbarkeit der verbliebenen Restar-
beitsfähigkeit als Rechtsfrage verneinte (E. 4.1; vgl. dazu E. 7 nachstehend). Dieser Mei-
nung schloss sich der Versicherte an (E. 4.3). Sofern sich die an der gutachterlichen Beur-
teilung mit Verweis auf die Eingliederungsgeschichte vorgebrachte Kritik durch die IV-
Stelle und den Versicherten (act. 8 S. 2–4; act. 15 S. 4 f.) auch auf den medizinischen 
Aussagewert des Gutachtens – dieses stehe in Kontrast zur tatsächlichen Situation – be-
ziehen sollte, vermag die Argumentation nicht zu überzeugen. Dabei ist daran zu erinnern, 
dass die medizinische Beurteilung der funktionellen Leistungsfähigkeit Sache der medizi-
nischen Fachpersonen ist und die Beurteilung der Verwertbarkeit der verbliebenen Resta-
rbeitsfähigkeit Sache des Rechtsanwenders (E. 4.4.4 vorstehend). Die Beurteilung von 
Dr. E.________ erging in Kenntnis der und in eingehender Auseinandersetzung mit der 
Eingliederungsgeschichte (IV-act. 283 S. 3–9, S. 11 f., S. 15–19, S. 27 f. und S. 42 f. so-
wie E. 5.3); insbesondere dem Bericht des Job Coachings vom 9. September 2022 und 

16

Urteil S 2023 111

dem Eingliederungsbericht der IV-Stelle vom 14. September 2022 (E. 5.1 f.). Seine medi-
zinische Beurteilung steht den Eingliederungserfahrungen nicht entgegen.

Doktor E.________ zeigte unter Berücksichtigung des beim Versicherten krankheitstypi-
schen Geschehens (Dekompensation in Form von Anpassungsstörungen bei belastenden 
Lebensereignissen vor dem Hintergrund der anankastischen Persönlichkeitsstörung) 
schlüssig auf, dass der von der IV-Stelle in den Eingliederungsberichten gezogene 
Schluss, dass die krankheitsbedingte dysfunktionale Kommunikation mit einer längerfristi-
gen Anstellung nicht vereinbar sei (E. 5.2), aus versicherungspsychiatrischer Sicht nicht 
überzeugt. Dazu erläuterte Dr. E.________ plausibel, dass die Anstellung bei der 
A.________ grundsätzlich nicht dem Zumutbarkeitsprofil, wie es bereits Dr. C.________ 
formuliert hatte (Tätigkeit nicht zu komplex sowie ausgesprochene Anerkennung, ein 
wohlwollendes Arbeitsumfeld, ohne Zeitdruck), entsprach, es dem Versicherte jedoch auf-
grund der gelungenen Anpassungen – gemeint ist hierbei insbesondere ein verständiger 
Arbeitgeber in Form einer entsprechenden Führungsperson – trotzdem möglich war, der 
Arbeit bei der A.________ über mehrere Jahre nachzugehen. Er erachtete die Stelle bei 
der A.________ daher auch nur bis zum Wechsel der Führungsperson als eine optimal 
angepasste Tätigkeit (E. 5.3 in fine). Der Vermerk von Dr. E.________, in den Eingliede-
rungsunterlagen zum Abbruch des Arbeitsversuches bei der D.________ sei dokumentiert 
worden, dass der Versicherte über den Rechtsstreit mit der A.________ berichtete habe, 
was zum Abbruch geführt habe, entspricht der Aussage im Abschlussbericht des Job 
Coachings vom 9. September 2022 (E. 5.1). Der Arbeitsversuch bei der D.________ wur-
de vom Versicherten selbst initiiert und nicht durch die Eingliederungsverantwortlichen der 
IV-Stelle aufgrund der Bedürfnisse des Versicherten und der entsprechenden medizini-
schen Adäquanz (Zumutbarkeitsprofil) ausgewählt (vgl. Schlussbericht Job Coaching vom 
9. September 2022 [IV-act. 233 S. 2 oben]). Wie die Arbeitsstelle bei der A.________ ent-
sprach die Tätigkeit im Arbeitsversuch bei der D.________ als Finance Analyst JBS in ei-
nem fordernden Umfeld eines grösseren Betriebes grundsätzlich nicht dem formulierten 
Zumutbarkeitsprofil (so auch die Schlussfolgerung der D.________, dass eine derartig 
grosse Organisation für den Versicherten nicht der ideale Arbeitsort sei; E. 5.2]), stellte je-
doch zumindest zeitweise eine valable angepasste Tätigkeit dar. So waren denn auch die 
Verantwortlichen mit der Entwicklung des Versicherten vorerst absolut zufrieden, weshalb 
der Hinweis von Dr. E.________, bis zum Konflikt am 21. Juli 2022 wären bei der 
D.________ die entsprechenden Vor-aussetzungen geboten worden, nicht unzutreffend ist 
(E. 5.3). Erst im Verlauf zeigte sich die Notwendigkeit einer engeren Bezugsperson bei der 
D.________, was der Versicherte denn auch ausdrücklich gegenüber der IV-Stelle am 

17

Urteil S 2023 111

25. Juli 2022 forderte. Damit erwies sich, dass es sich bei der Stelle bei der D.________ in 
der gebotenen Form doch nicht um eine optimal angepasste Tätigkeit handelte, da diese 
das dafür notwendige Setting (Bezugs- bzw. Führungsperson mit entsprechender Betreu-
ungsfunktion) langfristig nicht bieten konnte (E. 5.2). Die Schlussfolgerung von 
Dr. E.________ widerspiegelt diese Erfahrungen. Es kann nicht gesagt werden, er hätte 
das Ergebnis der Eingliederungsbemühungen nicht hinreichend berücksichtigt oder das 
Gutachten stünde in Kontrast zur tatsächlichen Situation. Das Gutachten von 
Dr. E.________ überzeugt demnach in medizinischer Hinsicht auch vor dem Hintergrund 
der Eingliederungserfahrungen.

6.4 Das Gutachten erfüllt die formalen Voraussetzungen an eine beweiskräftige 
psychiatrische Beurteilung (E. 6.1; vgl. BGE 134 V 231 E. 5.1), steht in Einklang mit den 
vorhandenen medizinischen Unterlagen (E. 6.2), und die allenfalls daran geäusserte Kritik 
vermag vor dem Hintergrund der Eingliederungsgeschichte an diesem in medizinischer 
Hinsicht keine Zweifel zu wecken (E. 6.3).

Im Zusammenhang mit dem vom Versicherten mit seiner Stellungnahme vom 8. April 2024 
(act. 15) eingereichten Bericht der J.________ AG vom 29. Februar 2024 (Ver-act. 5) ist 
darauf hinzuweisen, dass der Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung vom 21. September 
2023 verfahrensmässig den Endzeitpunkt des sachverhaltlich relevanten Geschehens bil-
det (BGer 9C_235/2025 vom 11. Juni 2025 E. 2 mit Hinweisen). Der Bericht datiert über 
fünf Monate später, äussert sich zu einem Gesundheitszustand nach dem massgeblichen 
Verfügungszeitpunkt und aus dem Bericht lassen sich auch keine Hinweise auf einen von 
der gutachterlichen Beurteilung abweichenden Gesundheitszustand bzw. auf eine Ver-
schlechterung bis zum Verfügungszeitpunkt entnehmen. Im Bericht ging es inhaltlich um 
eine Abklärung ohne Behandlung in der Zeit vom 2. Oktober bis zum 15. Dezember 2023 
nach einer notfallmässigen Einweisung bei Verdacht auf eine akute Suizidalität am 2. Ok-
tober 2023 vor dem Hintergrund der bekannten Persönlichkeitsstörung bei aktueller sozia-
ler Belastung und zeitweise depressiven Geschehens, wobei eine akute Selbst- oder 
Fremdgefährdung in der Abklärungsphase nicht beobachtet werden konnte. Für den vor-
liegenden zu prüfenden Rentenanspruch ist der Bericht damit nicht massgeblich.

Demnach ist gestützt auf das Gutachten von Dr. E.________ für die vorliegend relevante 
Zeit aus medizinischer Sicht von einer 60%igen Arbeitsfähigkeit als Treuhänder und in 
sämtlichen dem Ausbildungsniveau entsprechenden Tätigkeiten sowie einer 100%igen 
Arbeitsfähigkeit in einer optimal angepassten Tätigkeit mit Bedingungen, wie sie bei der 

18

Urteil S 2023 111

A.________ geboten waren, auszugehen. Wie der Verweis von Dr. E.________ auf das 
Gutachten von Dr. C.________ zeigt (E. 5.3 in fine), ist dabei auch für eine 60%ige Tätig-
keit als Treuhänder bzw. in sämtlichen dem Ausbildungsniveau entsprechenden Tätigkei-
ten zu beachten, dass dies unter den Voraussetzungen eines verständigen Arbeitgebers 
mit zwischenmenschlichen Kontakten, bezüglich einer nicht zu komplexen Tätigkeit und 
bei ausgesprochener Anerkennung sowie einem wohlwollenden Arbeitsumfeld ohne Zeit-
druck gilt (vgl. Gutachten von Dr. C.________ vom 27. Februar 2012; IV-act. 20 S. 7).

7.
7.1 Die IV-Stelle verneinte eine Verwertbarkeit der verbliebenen Restarbeitsfähigkeit 
mit der Begründung, dass unter Berücksichtigung der durchgeführten Eingliederungs-
massnahmen und beim krankheitsbedingten Verhalten des Versicherten, welches einem 
Arbeitgeber im ersten Arbeitsmarkt nicht längerfristig zugemutet werden könne, mit ver-
wertbarem Aufwand ein Nischenarbeitsplatz wie bei der A.________ kaum rasch wieder-
gefunden werden könne (E. 4.1). Der Versicherte schloss sich dieser Ansicht an (E. 4.3).

7.2
7.2.1 Der Versicherte schloss mit Unterstützung der IV-Stelle im Januar 2003 eine 
kaufmännische Lehre ab und absolvierte zudem selbständig eine Ausbildung zum 
Treuhänder mit eidgenössischem Fachausweis (Sachverhalt Ziff. A.a). Er war von August 
1998 bis Februar 2007 bei der L.________ AG sowie von März 2007 bis Mai 2010 bei der 
M.________ AG als Treuhand-Sachbearbeiter, von Juni bis Dezember 2010 als Mandats-
leiter Familiy Office/Treuhänder bei der N.________ AG, von Februar bis August 2011 als 
Mandatsleiter Treuhand bei der O.________ AG und schliesslich vom Juli 2012 bis zum 
22. November 2021 als Spezialist im Bereich Supply Chain Management and Inventory 
bei der A.________ arbeitstätig (IV-act. 2 S. 5 f.; Sachverhalt Ziff. A.c und A.g). Damit war 
der Versicherte nach Abschluss seiner Lehre im Jahr 2003 bis zum Verlust der Arbeitsstel-
le bei der A.________ im November 2021 abgesehen von einer kurzen Periode von Au-
gust 2011 bis Juli 2012 in 18 Jahren beinahe ununterbrochen arbeitstätig.

7.2.2 Aus der Eingliederungsgeschichte ergibt sich folgendes Bild: In der Zeit der Er-
werbstätigkeit ab dem Jahr 2003 unterstützte die IV-Stelle den Versicherten im Jahr 2012 
während zweieinhalb Monaten mit Arbeitsvermittlungsmassnahmen (IV-act. 22 und IV-
act. 25 S. 25 unten), wobei der Versicherte die Stelle bei der A.________ mit Beginn im 
Juli 2012 ohne Unterstützung der IV-Stelle in Eigeninitiative erlangte, und nach erneuter 
Anmeldung im Oktober 2015 vom 18. April bis zum 17. Oktober 2016 mit einem erfolgrei-

19

Urteil S 2023 111

chen Job Coaching, welches dazu führte, dass der Versicherte seine Stelle bei der 
A.________ weiterführen konnte (Sachverhalt Ziff. A.e). Dass es sich bei der Stelle bei der 
A.________ um eine nicht dem Zumutbarkeitsprofil entsprechende Tätigkeit handelte, 
musste der IV-Stelle spätestens bei ihrem rentenaufhebenden Entscheid vom 30. Januar 
2017 (IV-act. 124) bewusst gewesen sein, erwog sie darin ausdrücklich, dass der Versi-
cherte "trotz" des unveränderten Gesundheitszustandes rentenausschliessend eingeglie-
dert sei, und wies ihn darauf hin, dass er sich bei einer Änderung des Arbeitsverhältnisses 
zur erneuten Überprüfung umgehend bei der IV-Stelle zu melden habe. Sodann gewährte 
die IV-Stelle dem Versicherten ein Job Coaching vom 6. Januar bis zum 5. Juli 2021, wo-
nach dieser bis zur Kündigung im November 2021 weiterhin bei der A.________ arbeitete 
(Sachverhalt Ziff. A.f–g). Dies zu einem Zeitpunkt, an welchem die Tätigkeit bei der 
A.________, die ohnehin grundsätzlich nicht mit dem formulierten Zumutbarkeitsprofil ver-
einbar war, nach Wechsel der Führungsperson im Jahr 2020 auch nicht mehr einer opti-
mal angepassten Tätigkeit entsprach (E. 5.3 und E. 6.3 vorstehend). Schliesslich sprach 
die IV-Stelle dem Versicherten ein vom 9. März bis zum 22. November 2022 vorgesehe-
nes Job Coaching zu, bei praktisch parallel dazu angesetztem Arbeitsversuch bei der 
D.________ als Finance Analyst JBS (23. Mai bis 22. November2022), der jedoch am 
28. Juli 2022 vorzeitig abgebrochen wurde, woraufhin IV-Stelle die Eingliederungs-
bemühungen einstellte (Sachverhalt Ziff. A.g und E. 5.2 in fine). Dabei entsprach die vom 
Versicherten selbst organisierte Stelle bei der D.________ weder dem Zumutbarkeitsprofil 
noch einer optimal angepassten Tätigkeit (E. 5.3 und E. 6.3 vorstehend).

Insgesamt unterstützte die IV-Stelle den Versicherten in rund 19 Jahren seit Abschluss der 
kaufmännischen Ausbildung demnach mit zweieinhalbmonatigen Arbeitsvermittlungs-
massnahmen (2012), welche jedoch für den Erhalt der Stelle bei der A.________ ohne 
Belang waren, zweimal mit einem sechsmonatigen Job Coaching in der 9-jährigen Karrie-
re bei der A.________ (2016 und 2021), einer Tätigkeit die dem Zumutbarkeitsprofil ent-
gegenstand und beim zweiten Job Coaching aufgrund des Wechsels der Führungsperson 
nicht mehr einer optimal angepassten Tätigkeit entsprach, sowie im Jahr 2022 bis zu des-
sen Abbruch mit einem 4,5-monatigen Job Coaching, welches parallel zu einem rund 
zweimonatigen Arbeitsversuch bei der D.________, ebenfalls einer nicht dem Zumutbar-
keitsprofil entsprechenden Tätigkeit, lief. Gerade in den Jahren bis zum Wechsel der 
Führungsperson bei der A.________ hielten sich die durchgeführten Eingliederungsmass-
nahmen mit einer zweieinhalbmonatigen Arbeitsvermittlung 2012 und einem sechsmonati-
gen Job Coaching 2016 in 17 Jahren in einem überschaubaren Rahmen. Die danach 
durchgeführten Massnahmen erweisen sich vor dem Hintergrund der gesundheitlichen 

20

Urteil S 2023 111

Prädisposition und der dafür ungeeigneten Tätigkeiten – entgegen der Ansicht der IV-
Stelle – als nicht aussagekräftig im Hinblick auf die Verwertbarkeit der Restarbeitsfähig-
keit.

7.2.3 Der Versicherte verfügt über gute Sprachkenntnisse (Deutsch, Englisch, Franzö-
sisch) und über gute IT-Kenntnisse (IV-act. 176 S. 2). Seine Intelligenz liegt klinisch an der 
oberen Grenze der Norm (IV-act. 283 S. 30 unten). Zudem verfügt er durch seine vom 
Jahr 2003 bis November 2021 beinahe ununterbrochene Arbeitstätigkeit bei unterschiedli-
chen Arbeitgebern in verschiedenen Tätigkeiten über einen breiten Erfahrungsschatz, eig-
nete sich dabei vielseitige Begabungen sowie Fähigkeiten an und legte eine gute Umstel-
lungs- und Einarbeitungsbefähigung an den Tag. Gestützt auf das beweiskräftige Gutach-
ten von Dr. E.________ sind ihm vor dem Hintergrund der anankastischen Persönlich-
keitsstörung, welche bei belastenden Ereignissen zu Dekompensationen mit einer Anpas-
sungsstörung führen kann, seit mindestens dem Jahr 2012 (Begutachtung durch 
Dr. C.________) noch nicht zu komplexe Tätigkeiten ohne Zeitdruck bei einem verständi-
gen Arbeitgeber mit zwischenmenschlichen Kontakten sowie ausgesprochener Anerken-
nung und einem wohlwollenden Arbeitsumfeld in einem 60 %-Pensum möglich. Unter op-
timalen Bedingungen (ideale Führungsperson) ist es dem Versicherten möglich, selbst in 
einem Vollpensum in einer dem Zumutbarkeitsprofil grundsätzlich nicht entsprechenden 
Tätigkeit nachzugehen. Das Zumutbarkeitsprofil zielt zudem gerade darauf ab, Situatio-
nen, welche eine Dekompensation provozieren könnten und wie sie bei der A.________ 
mit der Überlastung aufgetreten sind (E. 5.3; vgl. auch die Replik des Versicherten im ar-
beitsrechtlichen Klageverfahren gegen die A.________ [Ver-act. 2 Ziff. 13, Ziff. 35 ff., 
Ziff. 129]), zu vermeiden. Dem Versicherten stehen damit auf dem ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt noch teilzeitliche – und unter optimalen Bedingungen gar vollzeitliche – kauf-
männischen Bürotätigkeiten, insbesondere auch im Bereich Treuhand, wie er sie praktisch 
ununterbrochen von 2003 bis 2021 ausübte, offen. Es ist nicht ersichtlich, dass die Rest-
verwertbarkeit der Arbeitsfähigkeit des Versicherten zumindest bei einer dem Zumutbar-
keitsprofil berücksichtigenden Tätigkeit, nicht umsetzbar wäre, indem auf dem ausgegli-
chenen Arbeitsmarkt keine entsprechenden Arbeitsstellen vorhanden wären.

Das Bundesgericht erachtete denn auch in Fällen mit in gesundheitlicher Hinsicht zumin-
dest annähernd vergleichbaren Konstellationen die Restarbeitsfähigkeit für verwertbar. So 
etwa im Fall eines Kochs mit eingeschränkter Leistungsfähigkeit, welcher unter akzentuier-
ten anankastischen Persönlichkeitszügen und einer emotional instabilen Persönlichkeitss-
törung vom Borderline-Typus litt, und dem noch Arbeiten möglichst allein oder in einem 

21

Urteil S 2023 111

kleinen wohlwollenden Team möglich waren (BGer 9C_1053/2010 vom 28. Januar 2011). 
Ebenso erachtete das Bundesgericht die Restarbeitsfähigkeit eines unter einer Persön-
lichkeitsstörung leidenden Versicherten als verwertbar, dem noch Tätigkeiten ohne erhöh-
ten Zeitdruck, ohne Übernahme einer erhöhten Verantwortung, ohne überwiegenden Pu-
blikumsverkehr und unter den Bedingungen eines wohlwollenden Arbeitgebers ausgeübt 
werden können, für zumutbar, wobei der Versicherte einer gewissen Führung bedurfte 
(BGer 8C_30/2020 vom 6. Mai 2020 vgl. insbesondere E. 3, E. 5.2.2 und E. 5.3). Kein 
massgebliches Thema für das Bundesgericht war die Verwertbarkeit der Restarbeitsfähig-
keit gar in einem Entscheid mit einer ursprünglich als Business Finance Manger tätigen 
Versicherten, welche neben somatischen Leiden – und bereits daher im Rendement redu-
zierter Leistungsfähigkeit – auch an einer psychischen Beeinträchtigung litt, die sich da-
durch bemerkbar machte, dass die Versicherte mit ihrer "dreinschiessenden" Arbeitsweise 
vermehrt Missverständnisse verursachte und dadurch die Betriebsabläufe störte (BGer 
8C_504/2018 vom 19. Oktober 2018); vergleichbar mit dem Versicherten, der lediglich in 
Krisensituationen zu einer krankheitsbedingten dysfunktionalen Kommunikation neigt, wel-
che sich dadurch äussert, dass er dann u.a. unzählige E-Mails verschickt (vgl. E. 5.2).

7.2.4 Bei unbestrittenermassen unveränderten gesundheitlichen Verhältnissen und der 
damit einhergehenden Einschränkungen seit mindestens dem Jahr 2012 (keine Zunahme 
der Intensität, des Schweregrades und/oder der Ausprägung des Beschwerdebildes; 
E. 5.3) ist es nach dem Dargelegten auch nicht nachvollziehbar, weshalb die IV-Stelle bei 
– abgesehen von der gesammelten Arbeitserfahrung in einer nicht dem Zumutbarkeitspro-
fil und seiner Ausbildung entsprechenden Tätigkeit als Spezialist im Bereich Supply Chain 
Management and Inventory bei der A.________, welche sich eher positiv auf die Verwert-
barkeit ausgewirkt haben dürfte – gleicher Ausgangslage nun von einer Unverwertbarkeit 
der Restarbeitsfähigkeit ausging. Dies, zumal sie selbst bei der Rentenprüfung im Jahr 
2012 – noch in Unkenntnis über die Anstellung bei der A.________ (vgl. Vorbescheid vom 
19. Juni 2012; IV-act. 26 f.) – bei derselben medizinischen Gegebenheit eine Verwertbar-
keit bejahte und dem Versicherten eine Viertelsrente zusprach (IV-act. 39). Das von der 
IV-Stelle vorgebrachte Argument, mit einem verwertbaren Aufwand könne ein Nischenar-
beitsplatz [wie bei der A.________] wohl kaum rasch wiedergefunden werden, verfängt 
nicht (E. 4.1). Es ist daran zu erinnern, dass die Unverwertbarkeit nur anzunehmen ist, 
wenn die zumutbare Tätigkeit in nur so eingeschränkter Form möglich ist, dass sie nur un-
ter nicht realistischem Entgegenkommen eines durchschnittlichen Arbeitgebers möglich 
wäre und das Finden einer entsprechenden Stelle daher zum Vornherein als ausgeschlos-
sen erscheint (E. 3.3 vorstehend). Dabei haben Verwaltung und Gericht nicht zu prüfen, 

22

Urteil S 2023 111

ob die versicherte Person tatsächlich eine entsprechende Arbeitsstelle erhält oder erhalten 
kann. Es reicht aus, dass solche auf dem Arbeitsmarkt vorhanden und nicht bloss theore-
tischer Natur sind (BGer 9C_837/2016 vom 13. Juni 2017 E. 4.1 mit Hinweisen). Vor dem 
Hintergrund der Erwerbsbiografie des Versicherten und den gegebenen Umständen ist 
dies anzunehmen.

7.2.5 Nach dem Gesagten ist angesichts der dargelegten Grundsätze (E. 3.3 und 
E. 4.4.4), der konkreten Umstände des vorliegend zu beurteilenden Einzelfalles (Erwerbs-
biografie mit nahezu ununterbrochenen Arbeitstätigkeit über 18 Jahre bei verschiedenen 
Arbeitgebern und in unterschiedlichen Tätigkeiten; Eingliederungsgeschichte mit Unter-
stützung in grossen zeitlichen Abständen oder bezüglich Tätigkeiten, welche nicht dem 
Zumutbarkeitsprofil entsprachen; gesundheitliche Einschränkungen, welche eine beinahe 
ununterbrochene Arbeitstätigkeit erlaubten und mit der Stelle bei der A.________ unter 
optimalen Bedingungen über 9 Jahre selbst eine Tätigkeit ohne Rücksicht auf das Zumut-
barkeitsprofil möglich war) und der relativ hohen Hürden, welche das Bundesgericht für die 
Unverwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit entwickelt hat, die wirtschaftliche Verwertbarkeit 
der Restarbeitsfähigkeit des Versicherten bei objektiver Betrachtung – entgegen der An-
sicht der IV-Stelle und des Versicherten – zu bejahen.

8.
8.1 Die Beschwerdegegnerin schloss aufgrund der von ihr angenommenen mangeln-
den Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit auf eine vollständige Arbeitsunfähigkeit und 
einen Anspruch auf eine ganze Rente (E. 4.1). Nachdem sich dies als unzutreffend erwie-
sen hat, ist im Folgenden zur Bestimmung des Invaliditätsgrades daher ein Einkommens-
vergleich vorzunehmen (Art. 16 ATSG i.V.m. Art. 28a Abs. 1 IVG). Dazu wird das Er-
werbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durch-
führung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch 
eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. In-
valideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könn-
te, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog. Valideneinkommen). Für den Einkommens-
vergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des (hypothetischen) Beginns des Rentenan-
spruchs im November 2022 (E. 4.4.3 vorstehend) massgebend (BGE 143 V 295 E. 4.1.3).

8.2 Mit Unterstützung der IV-Stelle absolvierte der Versicherte eine Ausbildung zum 
kaufmännischen Angestellten und bildete sich später selbständig zum Treuhänder mit eid-
genössischem Fachausweis weiter (Sachverhalt Ziff. A.a). Er war sodann zumindest zeit-

23

Urteil S 2023 111

weise als Treuhänder tätig (E. 7.2.1). Die IV-Stelle stützte sich daher in ihren Verfügungen 
vom 18. September 2012 (IV-act. 39; Zusprache einer Viertelsrente) und vom 30. Januar 
2017 (IV-act. 124; Aufhebung der Rente bei einem rentenausschliessenden Invaliditäts-
grad aufgrund des Einkommens bei der A.________), welche in Rechtskraft erwuchsen, 
für das Valideneinkommen auf die vom Bundesamt für Statistik herausgegebene Schwei-
zerische Lohnstrukturerhebung (LSE) Tabelle TA1 Finanz- und Versicherungsdienstleis-
tungen Kompetenzniveau 3 ab. Vor diesem Hintergrund ist das Abstellen auf die LSE-
Tabelle TA1_tirage_skill_level, mit dem Wert Finanz- und Versicherungsdienstleistungen 
(Ziff. 64–66), Kompetenzniveau 3, Männer, für das Valideneinkommen vorliegend ange-
zeigt. Nachdem der Versicherte seit dem Verlust der Arbeitsstelle bei der A.________ 
nicht mehr arbeitstätig war und weiterhin zu 60 % als Treuhänder arbeitsfähig ist, ist der 
gleiche Tabellenwert für das Invalideneinkommen beizuziehen. Da sowohl für das Validen- 
als auch das Invalideneinkommen auf dieselben LSE-Tabellenlöhne abzustellen ist, erüb-
rigt sich deren genaue Ermittlung. Der Invaliditätsgrad entspricht dem Grad der Arbeitsun-
fähigkeit unter Berücksichtigung des Abzuges vom Tabellenlohn (BGer 8C_365/2012 vom 
30. Juli 2012 E. 7).

Die im vorliegend massgeblichen Zeitpunkt im November 2022 von 1. Januar 2022 bis 
31. Dezember 2023 gültig gewesene Fassung von Art. 26bis Abs. 3 IVV sah lediglich einen 
Tabellenlohnabzug von 10 % bei einer Arbeitsfähigkeit von maximal 50 % vor, was das 
Bundesgericht als gesetzeswidrig erachtete und zur Korrektur auf die bisherigen Recht-
sprechungsgrundsätze zum Abzug vom Tabellenlohn verwies (BGE 150 V 410; BGer 
8C_424/2024 vom 6. Februar 2025 E. 6.2.2). Mit dem Abzug vom Tabellenlohn soll der 
Tatsache Rechnung getragen werden, dass persönliche und berufliche Merkmale, wie Art 
und Ausmass der Behinderung, Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltska-
tegorie und Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können und je 
nach Ausprägung die versicherte Person deswegen die verbliebene Arbeitsfähigkeit auch 
auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Er-
folg verwerten kann( BGE 146 V 16 E. 4.1). Weder die persönlichen oder beruflichen 
Merkmale noch das Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie geben 
vorliegend Anlass für einen Abzug. Was Art und Ausmass der Behinderung (Zumutbar-
keitsprofil) angeht, ist im Hinblick auf die Voraussetzung eines entgegenkommenden Ar-
beitgebers zu bemerken (verständiger Arbeitgeber, zwischenmenschliche Kontakte, aus-
gesprochene Anerkennung, wohlwollendes Arbeitsumfeld), dass diese keinen Abzug 
rechtfertigen. Denn rechtsprechungsgemäss gilt eine psychisch bedingte verstärkte Rück-
sichtnahme seitens Vorgesetzter und Arbeitskollegen nicht als eigenständiger Abzugs-

24

Urteil S 2023 111

grund (BGer 9C_233/2018 vom 11. April 2019 E. 3.2). Der reduzierten Leistungsfähigkeit 
(60 % Leistungsfähigkeit bei 100 % Tätigkeit) wird bereits mit der angegebenen Arbeits-
fähigkeit von 60 % Rechnung getragen, weshalb ein zusätzlicher Tabellenabzug für ein 
vermindertes Rendement nicht angezeigt ist, führte dies doch zu einer unzulässigen dop-
pelten Berücksichtigung (BGer 8C_586/2019 vom 24. Januar 2020 E. 5.3.2). Noch un-
berücksichtigt ist jedoch die qualitative Einschränkung einer nicht zu komplexen Tätigkeit 
ohne Zeitdruck. Die entsprechenden Limitierungen schränken das Spektrum der erwerbli-
chen Tätigkeiten ein und führen letztlich dazu, dass der Versicherte verglichen mit einem 
gesunden Mitbewerber nur bei Inkaufnahme einer Lohneinbusse reale Chancen auf eine 
Anstellung hätte. Dies gilt es zu beachten. Das Bundesgericht erachtete etwa in einem Fall 
einer kaufmännisch ausgebildeten Versicherten mit weiterreichenden Einschränkungen, 
welche noch zu 50 % arbeitsfähig war und, der nur noch Tätigkeiten ohne Stress und Zeit-
druck, ohne erhöhte Anforderungen an geteilte Aufmerksamkeit/Umstellungs- oder Anpas-
sungsfähigkeit/Konzentration/Reaktionsvermögen, in ruhigem Umfeld mit tragendem Be-
triebsklima sowie mit der Möglichkeit betriebsunüblicher Pausen möglich waren, ein Tabel-
lenlohnabzug von 10 % als angemessen (BGer 9C_955/2011 vom 7. November 2012 
E. 5.3). In der hier vorliegenden Konstellation rechtfertigt sich daher eine Reduktion um 
maximal 10 %.

Der Invaliditätsgrad entspricht dem Grad der Arbeitsunfähigkeit unter Berücksichtigung ei-
nes Abzugs von 10 % und damit 46 % (100 % - 60 % - [60 % x 0.1]), womit ab 1. Novem-
ber 2022 ein Anspruch auf 40 % einer ganzen Invalidenrente resultiert (Art. 28b Abs. 4 
IVG). Demnach ist in Gutheissung der Beschwerde die angefochtene Verfügung vom 
21. September 2023 insofern aufzuheben und festzustellen, als der Versicherte ab 1. No-
vember 2022 bei einem Invaliditätsgrad von 46 % Anspruch auf eine Rente von 40 % einer 
ganzen Invalidenrente hat.

9.
9.1 Die Kosten des Verfahrens sind auf Fr. 800.– festzulegen und ausgangsgemäss 
von der Beschwerdegegnerin zu tragen (Art. 69 Abs. 1bis IVG).

Der Kostenvorschuss der Beschwerdeführerin von Fr. 800.– ist ihr zurückzuerstatten.

9.2 Im Verfahren der Verwaltungsgerichtsbeschwerde darf obsiegenden Behörden 
oder mit öffentlich-rechtlichen Aufgaben betrauten Organisationen in der Regel keine Par-
teientschädigung zugesprochen werden. In Anwendung dieser Bestimmung hat das Bun-

25

Urteil S 2023 111

desgericht der Suva und den privaten UVG-Versicherern sowie – von Sonderfällen abge-
sehen – den Krankenkassen keine Parteientschädigungen zugesprochen, weil sie als Or-
ganisationen mit öffentlich-rechtlichen Aufgaben zu qualifizieren sind (BGE 112 V 356 
E. 6 mit Hinweisen). Das hat grundsätzlich auch für Trägerinnen oder Versicherer der be-
ruflichen Vorsorge gemäss BVG zu gelten (BGE 126 V 143 E. 4a mit Hinweis). Der im 
Grundsatz nach obsiegenden Beschwerdeführerin ist daher keine Parteientschädigung 
zuzusprechen.

26

Urteil S 2023 111

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. In Gutheissung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird die angefochtene Verfü-
gung vom 21. September 2023 insofern aufgehoben und festgestellt, als 
B.________ ab 1. November 2022 bei einem Invaliditätsgrad von 46 % Anspruch 
auf eine Rente von 40 % einer ganzen Invalidenrente hat.

2. Die IV-Stelle Zug hat eine Spruchgebühr von Fr. 800.– zu bezahlen. Der Be-
schwerdeführerin ist der Kostenvorschuss in nämlicher Höhe zurückzuerstatten.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin (im Doppel), den 
Rechtsvertreter des Versicherten (im Doppel), an die IV-Stelle des Kantons Zug 
(Rechnung folgt nach Rechtskraft des Urteils), an das Bundesamt für Sozialversi-
cherungen, Bern, und zum Vollzug von Ziffer 2 im Dispositiv an die Finanzverwal-
tung des Kantons Zug.

Zug, 17. November 2025

Im Namen der
SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Der Gerichtsschreiber

versandt am