# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8508fa0b-aabe-5d70-a978-61f885700401
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2011-08-16
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Schuldbetreibungs- und Konkurskammer 16.08.2011 KSK 2011 54
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_003_KSK-2011-54_2011-08-16.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

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Ref.: Chur, 16. August 2011 Schriftlich mitgeteilt am:
KSK 11 54

Verfügung
Schuldbetreibungs- und Konkurskammer

als Aufsichtsbehörde über Schuldbetreibung und Konkurs

Präsident Brunner

In der Schuldbetreibungs- und Konkursbeschwerde

des X., Beschwerdeführer, vertreten durch A., 

gegen

den Zahlungsbefehl des Betreibungsamtes Davos-Klosters vom 26. Oktober 2010, 
zugestellt am 10. November 2010, in Sachen der Y .  A G , Beschwerdegegner, 
gegen den Beschwerdeführer,

betreffend Zustellung des Zahlungsbefehls,

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wird nach Einsichtnahme in die Beschwerde vom 23. Juni 2011 (Poststempel), in 
die Stellungnahme des Betreibungsamtes Davos-Klosters vom 24. Juni 2011 samt 
mitgereichten Verfahrensakten, in dass von der Y. AG am 4. August 2011 zuge-
stellte Gläubigerdoppel des Zahlungsbefehls sowie nach Feststellung und in Er-
wägung,

– dass die Y. AG am 18. Oktober 2010 beim Betreibungsamt Davos gegen X. 
eine Betreibung mit einer Forderung von Fr. 728.50 zuzüglich Zinsen und Kos-
ten anhob, 

– dass das Betreibungsamt Davos den Zahlungsbefehl am 26. Oktober 2010 
ausstellte und ein erster Zustellversuch offenbar fehlschlug, sodass dem 
Schuldner am 8. November 2010 eine Abholungsaufforderung zugestellt wur-
de, 

– dass gemäss Bescheinigung auf dem Gläubigerdoppel des Zahlungsbefehls 
(Betreibungs-Nr. _) bescheinigt wurde, dass der Zahlungsbefehl dem Schuld-
ner am 10. November 2010 vom Betreibungsamt Davos zugestellt wurde,

– dass in der Folge kein Rechtsvorschlag erhoben wurde, sodass die Y. AG am 
17. Dezember 2010 das Fortsetzungsbegehren stellte, 

– dass der Schuldner am 11. Januar 2011 im Rahmen der Pfändung durch das 
Betreibungsamt Davos einvernommen werden konnte, 

– dass die Pfändungsurkunde am 22. Februar 2011 zugestellt wurde, 

– dass X. am 23. Juni 2011 beim Kantonsgericht von Graubünden als Auf-
sichtsbehörde über Schuldbetreibung und Konkurs Beschwerde einreichte und 
geltend machte, die verfügte Lohnpfändung sei nichtig, da der Zahlungsbefehl 
nicht gültig zugestellt worden sei,

– dass das Betreibungsamt Davos-Klosters am 24. Juni 2011 ausführte, dass 
der Zahlungsbefehl durch die Post nicht habe zugestellt werden können, so-
dass das Betreibungsamt dem Schuldner am 8. November 2010 eine Abho-
lungsaufforderung versendet habe und X. den Zahlungsbefehl am 10. Novem-
ber 2011 am Schalter des Betreibungsamtes entgegen genommen habe, 

– dass die Ehefrau von X. dies im Schreiben vom 24. Juni 2011 in Frage stellte, 

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– dass die Y. AG das Gläubigerdoppel des Zahlungsbefehls am 4. August 2011 
einreichte, auf welchem bescheinigt wurde, dass der Schuldner den Zah-
lungsbefehl am 10. November 2010 vom Betreibungsamt Davos Entgegen 
genommen hat,

– dass gemäss Art. 72 Abs. 2 SchKG bei der Abgabe des Zahlungsbefehls der 
Überbringer auf beiden Ausfertigungen zu bescheinigen hat, an welchem Tag 
und an wenn die Zustellung erfolgt ist, 

– dass diese Zustellungsbescheinigung vor allem Beweisfunktion hat und dieser 
Bescheinigung als öffentliche Urkunde im Sinne von Art. 9 ZGB für ihren Inhalt 
volle Beweiskraft zukommt, sofern der Gegenbeweis nicht erbracht werden 
kann (Karl Wütrich/Peter Schoch, in Staehelin/Bauer/Staehelin, Bundesgesetz 
über Schuldbetreibung und Konkurs I, II. Aufl., Basel 2010, N 13 zu Art. 72 
SchKG), 

– dass der Schuldner die gültige Zustellung des Zahlungsbefehls lediglich be-
streitet, indessen keine plausiblen Anhaltspunkte vorbringen kann, dass die 
vom Betreibungsamt Davos ausgestellte Zustellungsbescheinigung unkorrekt 
wäre, 

– dass der Zahlungsbefehl somit als rechtmässig zugestellt gilt und das Betrei-
bungsverfahren somit zu Recht fortgesetzt wurde, 

– dass in der Beschwerde keine Gründe vorgebracht werden, weshalb die Pfän-
dung mangelhaft sein sollte, 

– dass allenfalls dagegen gerichtete Einwendungen des Schuldners in seinem 
Schreiben vom 24. Juni 2011 verspätet wären, da keine Nichtigkeit der Pfän-
dungsverfügung ersichtlich ist, 

– dass die Beschwerde somit abzuweisen ist, 

– dass gemäss Art. 61 Abs. 2 lit. a der Gebührenverordnung zum SchKG das 
Beschwerdeverfahren für die Parteien unentgeltlich ist, sodass die Gerichts-
kosten vom Kanton Graubünden getragen werden, 

– dass gemäss Art. 62 der Gebührenverordnung keine Parteientschädigungen 
zugesprochen werden können, 

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– dass dieser Entscheid in Anwendung von Art. 18 Abs. 3 GOG in einzelrichter-
licher Kompetenz ergeht,

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verfügt

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 800.-- gehen zu Lasten des 
Kantons Graubünden. 

3. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 74 Abs. 2 lit. c/d des Bundes-
gerichtsgesetzes (BGG) Beschwerde in Zivilsachen an das Schweizerische 
Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, geführt werden. Die Beschwerde ist 
dem Bundesgericht schriftlich, innert 10 Tagen seit Eröffnung der vollstän-
digen Ausfertigung der Entscheidung in der gemäss Art. 42 f. BGG vorge-
schriebenen Weise einzureichen. Für die Zulässigkeit, die Beschwerdelegi-
timation, die weiteren Voraussetzungen und das Verfahren der Beschwerde 
gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und Art. 90 ff. BGG.

4. Mitteilung an: