# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 605e410d-c775-53a0-aed1-b4ea260404ce
**Source:** Bundesstrafgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2016-05-13
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 13.05.2016 BG.2016.11
**Docket/Reference:** BG.2016.11
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG_001_BG-2016-11_2016-05-13

## Full Text

Anfechtung des Gerichtsstands (Art. 41 Abs. 2 StPO).;;Anfechtung des Gerichtsstands (Art. 41 Abs. 2 StPO).;;Anfechtung des Gerichtsstands (Art. 41 Abs. 2 StPO).;;Anfechtung des Gerichtsstands (Art. 41 Abs. 2 StPO).

Beschluss vom 13. Mai 2016 
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Stephan Blättler, Vorsitz, 

Andreas J. Keller und Tito Ponti,  

Gerichtsschreiberin Santina Pizzonia  

   
Parteien   

A.,  

Beschwerdeführerin 

 

 gegen 

   

1. KANTON BASEL-STADT,  

 

2. KANTON BASEL-LANDSCHAFT,  

Beschwerdegegner 

 

Gegenstand  Anfechtung des Gerichtsstands (Art. 41 Abs. 2 

StPO) 

 
 
  

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

 

Geschäftsnummer: BG.2016.11 

 

 

 

- 2 - 

 

 

Die Beschwerdekammer hält fest, dass: 

 

- die Staatsanwaltschaft des Kantons Landschaft (nachfolgend "STA BL") eine 

Strafuntersuchung gegen A. wegen Drohung und Nötigung führte (act. 1.12);  

 

- mit Schreiben vom 5. April 2016 die STA BL die Staatsanwaltschaft des Kan-

tons Basel-Stadt (nachfolgend "STA BS") um Verfahrensübernahme er-

suchte (act. 1.12); die STA BL ihre Gerichtsstandsanfrage auf Art. 31 Abs. 1 

StPO stützte und zur Begründung ausführte, A. habe alle möglicherweise 

relevanten Handlungen im Kanton Basel-Stadt vorgenommen (act. 1.12);  

 

- am 28. April 2016 die STA BS die Übernahme des im Kanton Basel-Land-

schaft gegen A. geführten Strafverfahrens verfügte (act. 1.1);  

 

- gegen die obgenannte Verfügung A. mit Eingabe vom 9. Mai 2016 unter Bei-

lage diverser Unterlagen Beschwerde bei der Beschwerdekammer des Bun-

desstrafgerichts erhebt (act. 1);  

 

- in Anwendung von Art. 390 Abs. 2 StPO auf die Durchführung eines Schrif-

tenwechsels verzichtet wurde. 

 

 

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass:  

 

- sich die Parteien gegen die von den beteiligten Staatsanwaltschaften ge-

troffene Entscheidung über den Gerichtsstand (Art. 39 Abs. 2) innert 10 Ta-

gen bei der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts beschweren kön-

nen (Art. 41 Abs. 2 Satz 1 StPO i.V.m. Art. 37 Abs. 1 StBOG);  

   

- gemäss Art. 31 Abs. 1 Satz 1 StPO für die Verfolgung und Beurteilung einer 

Tat die Behörden des Ortes zuständig sind, an dem die Tat verübt worden 

ist; der Gerichtsstand des Ortes, an dem die Tat verübt wurde (forum delicti 

commissi), als primärer Gerichtsstand allen anderen möglichen Gerichts-

ständen vorgeht (s. auch Beschluss des Bundesstrafgerichts BG.2012.26 

vom 25. September 2012, E. 2.1); 

 

- die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde den Tatort Basel-Stadt unter 

Beilage entsprechender Belege ausdrücklich anerkennt (act. 1 S. 1);  

 

- die Beschwerdekammer einen anderen als den in den Artikeln 31 – 37 StPO 

vorgesehenen Gerichtsstand festlegen kann, wenn der Schwerpunkt der de-

liktischen Tätigkeit oder die persönlichen Verhältnisse der beschuldigten 

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Person es erfordern oder andere triftige Gründe vorliegen (Art. 40 Abs. 3 

StPO);  

 

- die Beschwerdeführerin die Anfechtung der Verfahrensübernahme durch die 

STA BS im Wesentlichen damit begründet, der Kanton Basel-Landschaft 

wolle sich durch dieses Vorgehen seiner Aufgaben entledigen; das Strafver-

fahren sei von diesem Kanton eröffnet worden und daher dort zu beurteilen; 

sie des Weiteren die ihr gegenüber erhobenen Strafvorwürfe bestreitet 

(act. 1);  

  

- mit diesen Einwendungen die Beschwerdeführerin nichts Gerichtsstandsre-

levantes vorbringt; die von ihr genannten Umstände keinen triftigen Grund 

darstellen, welche ein Abweichen vom gesetzlichen Gerichtsstand rechtfer-

tigen würden; 

   

- sich die Beschwerde gegen die Übernahmeverfügung daher insgesamt als 

unbegründet erweist und abzuweisen ist;  

  

- bei diesem Ausgang des Verfahrens die Gerichtskosten der Beschwerde-

führerin aufzuerlegen sind (Art. 428 Abs. 1 StPO); 

 

- die Gerichtsgebühr auf Fr. 300.-- festzusetzen ist (Art. 73 StBOG sowie Art. 5 

und Art. 8 Abs. 1 des Reglements des Bundesstrafgerichts vom 31. August 

2010 über die Kosten, Gebühren und Entschädigungen in Bundesstrafver-

fahren, BStKR; SR 173.713.162).   

 

 

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Demnach erkennt die Beschwerdekammer: 

 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 

2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 300.-- wird der Beschwerdeführerin auferlegt. 

 

 

Bellinzona, 17. Mai 2016 

 

Im Namen der Beschwerdekammer 

des Bundesstrafgerichts 

 

Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin:  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zustellung an 

 

- A. 

- Staatsanwaltschaft des Kantons Basel-Stadt 

- Staatsanwaltschaft des Kantons Basel-Landschaft 

 

 

 

Rechtsmittelbelehrung 

Gegen diesen Entscheid ist kein ordentliches Rechtsmittel gegeben.