# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b76f8762-4bc1-5d86-88ce-b369a09d2478
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-12-20
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 20.12.2010 E-5052/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-5052-2008_2010-12-20.pdf

## Full Text

Bundesverwaltungsgericht

Tribunal administratif fédéral

Tribunale amministrativo federale

Tribunal administrativ federal

Abteilung V
E-5052/2008

Urteil vom 20. Dezember 2010 

Besetzung Richter Bruno Huber (Vorsitz),
Richter Martin Zoller, Richter Jean-Pierre Monnet,   
Gerichtsschreiber Nicholas Swain.

Parteien A._______, geboren am (…),
Sri Lanka,   
vertreten durch Michael Steiner, Rechtsanwalt, 
Beschwerdeführer, 

Gegen

Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern,  
Vorinstanz. 

Gegenstand Asyl und Flüchtlingseigenschaft; Verfügung des BFM vom 
1. Juli 2008 / N _______.

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Sachverhalt:

Der Beschwerdeführer verliess gemäss eigenen Angaben seinen Hei-
matstaat im Februar 2000 und gelangte nach einem dreimonatigen 
Auf�enthalt in Afrika und einem sechsjährigen in Frankreich im Januar 
2007 in die Schweiz, wo er am 26. Januar 2007 ein Asylgesuch stellte. 
Nach der Kurzbe�fragung im Empfangs- und Verfahrens�zentrum (EVZ) 
Chiasso vom 5. Februar 2007 wurde er für die Dauer des Ver�fahrens 
am 9. Februar 2007 dem Kanton B._______ zugeteilt. Am 14. 
Sep�tember 2007 fand eine direkte Anhörung durch das BFM statt.

. Der Beschwerdeführer brachte zur Begründung seines 
Asyl�gesuches vor, er sei tamilischer Ethnie und stamme aus 
C._______. In seiner Schulzeit sei er als Mitglied einer 
Stu�dentenvereinigung an der Orga�nisation von Anlässen der LTTE 
(Liberation Tigers of Tamil Eelam) betei�ligt ge�wesen. Ab 1998 habe er 
in D._______, einer Hoch�sicher�heitszone der sri-lankischen 
Sicherheitskräfte, ein Geschäft für Telekom�munikation betrieben, in 
welchem er zwei Telefonanschlüsse gegen Ent�gelt zur Benutzung 
angeboten habe. Diese seien auch von Angehörigen der LTTE zur 
Übermittlung von Bot�schaf�ten genutzt wor�den. Daher sei er im 
Dezember 1999 von der sri-lankischen Armee festgenommen und nach 
den Namen von Per�sonen gefragt wor�den, welche Anrufe für die 
LTTE gemacht hätten; er habe entsprechend informiert. Schliess�lich sei 
er auf�grund der Fürsprache des Dorfvorstehers freigelassen worden.

Da sein Geschäft sich in unmittelbarer Nähe eines Militär-Camps be-funden habe, sei er von den LTTE 
aufge�fordert worden, sie über die Be�wegungen des Militärs und insbeson�dere darüber, wann ein 
bestimmter hochrangiger Kommandant das Camp besuchen werde, zu informieren. In der Folge sei es zu 
einem Attentatsversuch von zwei LTTE-Angehö�rigen gekommen, wobei der eine angeschos�sen und 
gefangenge�nommen worden sei. Dieser habe den Beschwerdeführer als Kollaborateur be�nannt. Die 
LTTE wiederum hätten ihn beschuldigt, ein Verräter und an der Gefangennahme ihres Mitglieds schuld zu 
sein (vgl. Vorakten BFM A1 S. 5 f.). Er sei von den LTTE gezwungen worden, diesen seine Iden�titätskarte 
aus�zuhändigen. Kurz darauf sei ein LTTE-Kämpfer von der Armee getö�tet worden, welcher seine 
Identitätskarte mit ausgewechsel�tem Foto auf sich getragen habe. Daraufhin sei er von den LTTE 
beschuldigt worden, diesen Kämpfer verraten zu haben; er habe von den LTTE ein Warnschreiben erhalten 
(vgl. A16 S. 7 f.). 

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Aufgrund dieser Probleme habe er im Februar 2000 sein Heimatland verlassen und in Frankreich zwei 
Asylgesuche gestellt, welche je�doch beide abgewiesen worden seien. Er werde zur Zeit sowohl von der 
sri-lankischen Armee als auch von der EPDP (Eelam People's Democratic Party) gesucht. Die sri-
lan�kischen Streitkräfte glaubten, er ha�be sich den LTTE angeschlos�sen. Zudem habe sein Bruder, 
welcher sein Geschäft weiter betrieben ha�be, Schutzgeldzahlungen an die LTTE geleistet. Da das 
Geschäft wei�terhin auf des Beschwer�de�führers Namen betrieben wor�den sei, schreibe die Armee 
die Zah�lungen ihm zu. Von der EPDP wer�de er beschuldigt, von Frankreich aus die LTTE finanziell 
unterstützt zu haben. Die Armee habe sein Geschäft geschlossen und versiegelt; sein Bruder sei am 7. 
Sep�tember 2006 von Soldaten festgenommen und am 9. September 2006 getötet worden. Er gehe davon 
aus, dass das Vorgehen gegen seinen Bruder damit zusammenhänge, dass die�ser von der Armee und 
der EPDP ver�dächtigt worden sei, in die Ermordung von E._______, einem Mit�glied der EPDP, 
ver�wickelt gewesen zu sein. E._______ sei ein früherer Bekannter des Beschwerde�füh�rers und habe 
LTTE-Unter�stüt�zer an die Armee denun�ziert. Deswegen sei es zu Mei�nungsunterschieden zwischen 
ihm und E._______ gekommen. Seine Mut�ter habe sich wegen der Ermordung seines Bruders an 
ver�schiedene Men�schenrechts�organisationen gewandt und sei daraufhin von Armee�angehörigen 
gewarnt worden, man werde sie töten, wenn sie die Sol�daten, welche seinen Bruder getötet hät�ten, 
verrate. Im Übrigen sei�en seine Telefonanschlüsse mittlerweile von der sri-lan�ki�schen Telefonge-
sellschaft abgeschaltet worden.

Zur Stützung seiner Vorbringen reichte der Beschwerdeführer 
fol�gende Beweismittel zu den Akten:

– Identitätskarte und Militärausweis (in Kopie)

– beglaubigte Kopie der Geburtsurkunde

– Identitätskarte und Militärausweis des Bruders F._______ (in Kopie)

– Geburtsurkunde von F._______ (in Kopie)

– an den Beschwerdeführer adressierte Rechnung der Sri Lanka Tele�com 
vom 11. April 2006 betreffend Telefongebühren (in Kopie)

– Meldung des Dorfvorstehers und AGA (Acting Government Agent) vom 
8. September 2006 betreffend Verschleppung von F._______ (in Kopie)

– Zeitungsausschnitt: Virakesari vom 12. September 2006 und Zeitungsaus-
schnitt: Thinnakural vom 11.September 2006, beide betref�fend Festnahme, 
Verschwinden und Auffinden der Leiche von F._______

– Zeitungsausschnitt in Kopie: Uthayan Zeitung, Artikel betreffend Beschwer-
de der Mutter bei der Menschenrechtsorganisation

– Zeitungsausschnitt in Kopie: betreffend den Tod von F._______

– Todesschein betreffend F._______, ausgestellt am 9. Sep�tem�ber 2006 
(in Kopie)

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– Bestätigung des Todes von F._______, ausgestellt am Oktober 2006 (in 
Kopie)

– Formular des Centre for Peace & Reconciliation betreffend Auf�nah�me der 
Meldung des Todes von F._______ am 7. Ok�to�ber 2006

– Übermittlungsbericht betreffend Telefax-Sendung von Post G._______ an 
Fax-Nummer in C._______ vom 26. Juni 2007 und Quittung betreffend 
dieselbe Sendung

– Schreiben der Mutter an die Schweizerische Botschaft in Colombo vom 
9. September 2007, in Kopie.

Mit Verfügung vom 1. Juli 2008 – eröffnet am 4. Juli 2008 – wies das 
BFM das Asylgesuch des Beschwerdeführers ab und ordnete die 
Wegweisung aus der Schweiz an. Wegen Unzumutbarkeit des 
Wegweisungsvollzugs gewährte es dem Beschwerdeführer gleichzeitig 
die vorläufige Auf�nahme. Zur Begrün�dung führte das Bundesamt aus, 
die Vorbringen des Be�schwerdeführers vermöchten den Anforderungen 
an die Glaubhaftig�keit gemäss Art. 7 des Asylgesetzes vom 
26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) und an die Flüchtlingseigen�schaft 
gemäss Art. 3 AsylG nicht stand�zuhalten. Auf die detaillierte 
Begründung wird - soweit entscheidwesent�lich - in den nachstehenden 
Erwä�gungen ein-gegangen.

Mit Eingabe seines Rechtsvertreters vom 4. August 2008 erhob der 
Beschwerdeführer Beschwerde gegen diese Verfügung und beantragte in 
materieller Hinsicht deren Aufhebung sowie die Rückweisung der Sache 
zur Neubeurtei�lung an die Vorinstanz. Eventualiter sei ihm das Asyl zu 
gewähren, subeventualiter die Unzulässigkeit des Wegweisungsvollzugs 
festzu�stel�len. In prozessualer Hinsicht ersuchte der Beschwerdeführer 
um Akteneinsicht in die (BFM-) Aktenstücke A 17/1 und A18/1, 
eventualiter um Ge�wäh�rung des rechtlichen Gehörs zu diesen 
Dokumenten sowie um Ein�sicht in das Inhaltsverzeichnis der 
Dokumentenmappe A15 und in die Akten des von seiner Mutter 
H._______ (N _______) bei der Schwei�zerischen Botschaft in Colombo 
angehobenen Asylverfahrens. Ferner sei ihm Frist zur 
Beschwer�deergänzung und zur Einreichung wei�terer Beweismittel zu 
gewähren. Im Weiteren reichte der Beschwerde�führer zur Stützung 
sei�ner Vorbringen eine Kopie der Identitätskarte seiner Mutter, eine 
entspre�chenden Über�setzung und drei Schreiben seiner Mutter an die 

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Schwei�zerische Bot�schaft in Colombo vom 6. Juli 2008, 9. September 
2007 und 9. November 2007 ein.

Mit Zwischenverfügung vom 11. August 2008 forderte der 
Instruktions�richter den Beschwerdeführer zur Einzahlung eines 
Kos�ten�vor�schusses auf und gewährte ihm Frist zur 
Beschwerdeergänzung und Einreichung der in Aussicht gestellten 
Beweismittel. Ferner wurde ihm antragsgemäss ein Verzeichnis der 
Aktenmappe A15 zu�gestellt. Das Gesuch um Einsicht in die 
Aktenstücke A17 und A18 wurde abgewiesen.

Mit Eingabe vom 14. August 2008 reichte der Rechtsvertreter des 
Beschwerdeführers eine Kopie eines an das BFM gerichteten 
Schrei�bens betreffend das Asylverfahren seiner Mutter ein.

Der Kostenvorschuss wurde fristgerecht einbezahlt.

Mit Eingabe vom 26. August 2008 machte der Beschwerdeführer 
ergän�zende Ausführungen und ersuchte um Ansetzung einer Frist zur 
Ein�rei�chung weiterer Beweismittel.

Mit Zwischenverfügung vom 8. September 2008 wurde dem 
Beschwer�de�führer antragsgemäss Frist zur Einreichung der in 
Aussicht gestell�ten Beweismittel angesetzt.

Mit Eingaben vom 11 .September 2008 und 9. Oktober 2008 teilte der 
Rechtsvertreter des Beschwerdeführers mit, die Beschaffung der 
Doku�mente verzögere sich, und er ersuche darum, diese im Sinne von 
Art. 32 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das 
Verwa�l�tungsverfahren (VwVG, SR 172.021) trotz Verspätung zu 
berücksich�tigen.

In der Vernehmlassung vom 21. Oktober 2008 hielt die Vorinstanz an 
ihrer Verfügung fest und beantragte die Abweisung der Beschwerde. Die 
Vernehmlassung des BFM wurde dem Beschwerdeführer am 24. Oktober 
2008 zur Kenntnis gebracht.

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Mit Eingaben vom 11. und 14. November 2008 teilte der 
Rechts�ver�treter des Beschwerdeführers mit, dessen Mutter sei von 
der Schwei�ze�rischen Botschaft in Colombo für eine Anhörung 
vorgeladen worden. Er reichte eine Kopie des entsprechenden 
Schreibens der Botschaft vom 9. Oktober 2008 sowie eine Kopie eines 
das Verfahren der Mutter des Beschwe�rdeführers betreffenden und an 
die Botschaft gerichteten Schreibens vom 14. November 2008 ein.

Mit Eingabe vom 9. Dezember 2008 ersuchte der Rechtsvertreter des 
Beschwerdeführers um Zustellung sämtlicher das Verfahren seines 
Man�danten betreffenden Beweismittel an die Schweizerische Botschaft 
in Colombo.

Mit Schreiben vom 12. Dezember 2008 stellte der Instruk�tionsrichter 
dem Beschwerdeführer Kopien der von diesem eingereichten 
Beweismittel zu.

Mit Eingabe vom 31. Dezember 2008 reichte der Beschwerdeführer zwei 
vom Grama Officer von I._______ mitunterzeichnete 
Bestä�ti�gungs�schreiben vom 19. November 2008 (in Kopie) ein.

Mit Eingabe vom 28. Januar 2009 übersandte der Beschwerdeführer dem 
Gericht die Originale der Bestätigungsschreiben inklusive Zustellcouvert 
ein.

Mit Verfügung vom 24. März 2009 wies das BFM ein schriftliches 
Asyl�gesuch der weiterhin in Sri Lanka lebenden Mutter des 
Beschwerde�füh�rers (N _______) vom 9. September 2007 ab und 
bewilligte ihr die Ein�reise in die Schweiz nicht. Diese Verfügung 
erwuchs in der Folge unan�gefochten in Rechtskraft.

Mit Zwischenverfügung vom 29. Juli 2010 forderte der 
Ins�truktionsrichter den Beschwerdeführer in Anbetracht der seit dem 
letz�ten Schriftenwech�sel eingetretenen Veränderung der allgemeinen 

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Lage in Sri Lanka auf, innert Frist allfällige Veränderungen seiner 
per�sönlichen Situation anzu�zeigen.

Mit Eingabe seines Rechtsvertreters vom 3. September 2010 führte der 
Beschwerdeführer innert erstreckter Frist aus, dass sich seine 
per�sön�liche Situation nicht gebessert habe. Er werde weiterhin von 
den sri-lankischen Behörden gesucht und habe erfahren, dass sein Haus 
vom Militär beschlagnahmt worden sei. Ferner sei ein Freund seines 
Bruders mit vergleichbarem Profil in die Schweiz geflüchtet und 
zwi�schenzeitlich als Flüchtling anerkannt worden.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. 

1.1. Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
(VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden 
gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das Bundes�amt für Migration 
(BFM) gehört zu den Be�hörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine 
Vorinstanz des Bundes�verwaltungsgerichts. Eine das Sachgebiet 
betref�fende Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das 
Bun�des�verwaltungsgericht ist daher zuständig für die Beurteilung der 
vorliegen�den Beschwerde und entscheidet auf dem Gebiet des Asyls 
endgültig (Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).

1.2. Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht. Der 
Be�schwer�deführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz 
teilgenommen, ist durch die angefochtene Verfügung besonders berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung 
beziehungsweise Ände�rung; er ist daher zur Einreichung der 
Beschwerde legitimiert (Art. 108 AsylG sowie Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 
37 VGG und Art. 48 Abs. 1 und Art. 52 VwVG). Auf die Beschwerde ist 
einzutreten.

2. 
Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder 

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unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die 
Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).

3. 

3.1. Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen 
grund�sätzlich Asyl. Als Flüchtling wird eine ausländische Person 
aner�kannt, wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie 
zuletzt wohnte, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörig�keit 
zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen 
Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt ist oder begründete 
Furcht hat, sol�chen Nachteilen ausgesetzt zu werden. Als ernsthafte 
Nachteile gelten namentlich die Gefährdung von Leib, Leben oder 
Frei�heit und Mass�nah�men, die einen unerträglichen psychischen 
Druck bewirken (Art. 3 AsylG).

3.2. Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft 
nachwei�sen oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft 
gemacht, wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender 
Wahrschein�lichkeit für gegeben hält. Unglaubhaft sind insbesondere 
Vorbringen, die in wesent�lichen Punkten zu wenig begründet oder in 
sich wider�sprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder 
massgeblich auf gefälschte oder ver�fälschte Beweismittel abgestützt 
werden (Art. 7 AsylG).

4. 

4.1. Das Bundesamt führte zur Begründung der angefochtenen 
Verfü�gung aus, die vom Beschwerdeführer vorgebrachte Verfolgung 
durch die sri-lankische Armee und die EPDP sei als nicht glaubhaft zu 
erach�ten. Er habe die Umstände des Todes seines Bruders und den 
Zusam�menhang zwischen diesem Ereignis und seiner eigenen 
Gefähr�dung nicht detailliert zu schildern vermocht. Zudem wäre zu 
erwarten gewe�sen, dass er ein genaueres Bild über seine 
Gefähr�dungssituation machen könnte. Ferner vermöge er nicht 
detailliert dar�zulegen, wes�halb er von der EPDP ver�dächtigt werde, 
die LTTE unter�stützt zu haben, und wie er von dieser Unterstellung 
erfahren habe. Im Weiteren würden die vorgebrachten Behelligungen 
durch die LTTE, weil er Informationen über Mitglieder die�ser Bewegung 
an die Armee weiter�gegeben habe, den Anforderungen an die 
Flüchtlingseigenschaft nicht genügen. Diese Vorfälle hätten sich im Jahre 

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1999 ereignet und seien somit nicht mehr aktuell. Zudem habe der 
Beschwerde�führer selber ausgesagt, er werde derzeit von den LTTE 
nicht gesucht.

4.2. In seiner Beschwerdeeingabe rügte der Beschwerdeführer 
zu�nächst, ihm seien die Aktenstücke A18 und A17 nicht offengelegt 
wor�den und eine Überprüfung der eingereichten Beweismittel sei wegen 
des Fehlens eines Inhaltsverzeichnisses zur Beweismappe A 15 nicht 
möglich. Diese Mängel und der Umstand, dass die Vor�instanz den 
rechtserheblichen Sachverhalt nur unvollständig und bruch�stückhaft 
erfasst und wesentliche Elemente desselben in ihrer Ver�fügung nicht 
erwähnt und berücksichtigt habe, stellten eine Ver�letzung des 
rechtlichen Gehörs dar. 

Im Weiteren seien die eingereichten Beweismittel von grosser Be�deu�tung. Sofern als erstellt erachtet 
werde, dass das Geschäft des Beschwerde�führers wegen des Vorwurfs der Nutzung zu terroristischen 
Zwecken geschlossen worden sei, sei der Beweis für eine begründete Furcht vor zukünftiger Ver�fol�gung 
erbracht. Zudem sei zu berücksichtigen, dass die Mutter zwi�schenzeitlich bei der Schweizerischen 
Botschaft in Colombo ein Asylgesuch eingereicht habe. Die Akten dieses Verfahrens seien 
bei�zu�zie�hen und würden aufzeigen, dass sowohl der Beschwerdeführer selber als auch seine Mut�ter 
an Leib und Leben gefährdet seien. 

Das Bundesamt habe ferner nicht klar dargelegt, welche Teile seiner Vorbringen es als glaubhaft und 
welche es als unglaubhaft erachte. Der Beschwerdeführer habe chronologische Sprünge zwischen 
einzelnen, zeitlich weit ausein�anderliegenden Sachverhaltselementen gemacht, was ein typisches 
Realkennzeichen sei. Seine Vorbringen seien somit ent�gegen der Auf�fassung der Vorinstanz 
offenkundig glaubhaft und durch die zu den Akten gereichten Beweismittel belegt. Es sei nicht seine 
Oblie�genheit, die Logik des Handelns der staatlichen Behörden nachzuweisen, sondern nur, die 
Verfolgungshandlungen glaubhaft zu machen. Eine asyl�re�levante Verfolgung geschehe häufig aus 
unlogischen Gründen oder unter falschen Vorwänden. So handle es sich auch bei der Verwicklung seines 
Bruders in die Tötung von E._______ um einen Vorwand der Sicher�heitskräfte. Der Vorwurf, er habe die 
LTTE von Frankreich aus unter�stützt, sei von E._______ erhoben worden. Dieser habe erfah�ren, dass 
der in J._______ wohnhafte Bruder des Beschwer�de�füh�rers seine Familie in Sri Lanka finanziell 
unterstütze und die Familie gleich�zeitig Schutzgelder an die LTTE geleistet habe, teilweise auch mit dem 
aus J._______ überwiesenen Geld. E._______ habe daraus ge�schlossen, dass auch der 
Beschwerdeführer die LTTE unterstütze. Das BFM müsse sich im Rahmen der Neubeurteilung 
aus�führlich zu den Beweismitteln äussern, insbesondere dazu, ob es die Tötung sei�nes anderen 
Bruders F._______ als erstellt erachte. Sollte dies der Fall sein, könne auf�grund des Zusammenhanges 
der Situation von F._______ mit seinen eigenen Problemen das Bestehen einer begründeten Furcht vor 
Ver�folgung nicht verneint werden. Ferner seien weitere Sachver�halts�ab-klä�rungen ange�zeigt. Es 
sei eine Botschaftsabklärung betref�fend das Asylgesuch seiner Mutter und bezüglich der Schliessung 

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seines Geschäf�tes we�gen Nutzung zu terroristischen Zwecken durch�zu�führen. Darüber hin�aus 
werde bean�tragt, eine ergänzende Anhörung, namentlich zum Grund der Meinungs�verschiedenheit 
zwi�schen ihm und seinem Bekann�ten E._______, durchzuführen und eine Anfra�ge an die (…) 
Behörden zur Aner�kennung (Grund) seines Bruders als Flücht�ling in J._______ zu machen. Er müsse 
im Fal�le der Rückkehr nach Sri Lanka damit rechnen, verhaftet und miss�handelt zu werden, weil er 
beschuldigt werde, dafür verant�wortlich zu sein, dass sein Tele�kommuni�kations�geschäft auch nach 
seiner Ausrei�se für terroristische Zwecke benutzt worden sei.

Ferner sei aus der Formulierung in der vorinstanzlichen Verfügung zwing�end zu schliessen, dass dem 
Beschwerdeführer die vorläufige Auf�nahme aufgrund der gestützt auf seine Asylvorbringen festgestellten 
kon�kreten Gefähr�dungssituation erteilt worden sei. Es stelle sich vor diesem Hinter�grund die Frage, 
weshalb das Bestehen einer Gefährdung im Sinne von Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 zum 
Schutze der Men�schenrechte und Grundfrei�heiten (EMRK, SR 0.101) verneint worden sei. Das 
Bundesamt habe eine unkor�rekte Abgrenzung von Unzumutbarkeit, Unzulässigkeit und 
Flüchtlings�eigenschaft vorgenommen und Gefähr�dungselemente im Rahmen der Prüfung der 
Zumutbarkeit des Wegwei�sungsvollzugs gewürdigt, wel�che richtigerweise bei der Untersuchung der 
Zulässigkeit hätten berück�sichtigt werden sollen. Falls die Flüchtlings�eigenschaft nicht zuer�kannt 
werde, sei zwingend die vorläufige Aufnahme wegen Unzu�lässigkeit des Wegweisungsvollzugsvollzugs 
anzuordnen.

5. 

5.1. Soweit der Beschwerdeführer eine Verletzung des rechtlichen 
Gehörs durch mangelhafte Akteneinsicht rügt, ist festzustellen, dass ihm 
mit Zwischenverfügung des Gerichts vom 11. August 2008 ergän�zend 
Einsicht in das Verzeichnis der Aktenmappe A 15 gewährt wurde. Wie 
bereits in der Zwischenverfügung vom 11. August 2008 ausge�führt, hat 
das Bundesamt im Übrigen dem Beschwerdeführer zu Recht die 
Doku�mente A 17/1 und A 18/1 nicht offengelegt, da es sich um nicht 
ver�fah�rensrelevante beziehungsweise interne Dokumente han�delt. 
Soweit eine Verletzung des Rechts auf Akteneinsicht vorlag, wur�de 
diese damit auf Beschwerdeebene geheilt.

5.2. Sodann rügt der Beschwerdeführer, das BFM habe nicht alle we-
sentlichen Sachverhaltselemente in seiner Verfügung erwähnt und ge-
würdigt; er macht damit eine Verletzung der Begründungspflicht geltend. 
Die verfügende Behörde hat die Überlegungen zu nen�nen, von denen 
sie sich leiten liess und auf die sich ihr Entscheid stützt. Die 
Begrün�dungs�pflicht ist ein Element rationaler und transpa�ren�ter 
Entscheidfindung und dient nicht zuletzt auch der Selbstkon�trol�le der 
Behörden. Entsprechend bildet eine hinreichende Begründung die 

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Grundlage für eine sachge�rechte Anfechtung der Verfügung durch die 
Betroffenen und stellt gleich�zeitig eine unabdingbare Vorausset�zung 
für die Beurteilung ihrer Recht�mässigkeit durch die 
Beschwerde�in�stanz dar (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der 
Schweize�ri�schen Asylrekurskommission [EMARK] 1995 Nr. 12 E. 12c 
S. 114 f.; ALFRED KÖLZ/ISABELLE HÄNER, Verwaltungsverfah�ren und 
Ver�waltungs�rechts�pflege des Bundes, 2. Aufl., Zürich 1998, S. 119, 
Rz. 325 und S. 128, Rz. 354 f.). 

In casu ergibt eine Durchsicht der vorins�tanzlichen Verfügung, dass das Bundesamt entgegen der 
Auffassung des Beschwer�de�führers die wesentlichen Elemente der von ihm ge�schil�derten 
Gefährdung – wenn auch zum Teil in knapper Form – aufgenommen und in seinen Erwä-gungen 
berücksichtigt hat. Die Begründung in der ange�fochtenen Ver-fügung gibt in rechtsgenüglicher Weise 
Aufschluss darü�ber, aus welchen Gründen das BFM das Asylgesuch des Beschwerde�führers abgelehnt 
hat, was sich nicht zu�letzt auch daraus ersehen lässt, dass er in der Lage war, die Ver�fü�gung 
sachgerecht anzufechten. Die erhobene Rüge der Verletzung der Be�gründungspflicht ist daher als 
unbegründet zu bezeich�nen. Es besteht demnach keine Veranlassung, die Sache aus diesem Grund an 
die Vorinstanz zurückzuweisen.

6. . 

6.1. Ausgangspunkt für die Beurteilung der Flüchtlingseigenschaft ist die 
Frage nach der im Zeitpunkt der Ausreise vorhandenen Verfolgung oder 
begründeten Furcht vor einer solchen. Die Situation im Zeitpunkt des 
Asylentscheides ist jedoch im Rahmen der Prüfung nach der Aktualität 
der Verfolgungsfurcht ebenfalls wesentlich. Veränderungen der 
objektiven Situation im Heimatstaat zwischen Ausreise und Asylentscheid 
sind des�halb zugunsten und zulasten der ein Asylgesuch stel�lenden 
Person zu berücksichtigen (vgl. EMARK 2000 Nr. 2 E. 8b, EMARK 1994 
Nr. 24 E. 8a; WALTER KÄLIN, Grundriss des Asylverfahrens, 
Basel/Frankfurt a. M. 1990, S. 135 ff.).

6.2. Das Gericht kommt nach eingehender Prüfung der Akten zum 
Schluss, dass eine asylrechtlich relevante Vorverfolgung des 
Beschwer�deführers zu verneinen ist. So hat er zwar ausgesagt, im 
Dezember 1999 von der Armee wegen des Verdachts, sein 
Telefongeschäft werde von den LTTE zur Über�mittlung von Botschaften 
benutzt, festgenommen wor�den zu sein; er sei jedoch kurz darauf 
frei�gelassen worden, und die Sicherheitskräfte hätten ihm erklärt, dass 
er auf�grund dieser Angele�genheit nicht weiterverfolgt werde (vgl. A16    
S. 9). Den Akten ist nicht zu entnehmen, der Beschwer�de�führer wäre 

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bis zu seiner zwei Monate später erfolgten Ausreise aus dem Heimatland 
irgendwelchen weiteren Behelli�gungen seitens der sri-lan�kischen 
Behörden ausgesetzt gewesen. Zu den anderen 
Unterstützungsleistungen, zu welchen er angeblich von den LTTE 
gezwung�en wurde, und zu den Umständen, unter welchen die Armee 
davon Kennt�nis erlangt habe, hat der Beschwerdeführer in den 
Befragungen im erstinstanzlichen Verfahren divergierende Angaben 
gemacht. So führte er anlässlich der Kurzbefragung bei der 
Empfangs�stelle aus, die LTTE hätten ihn aufgefordert, ihnen über 
Bewegungen von Armeean�ge�hö�rigen im Militärcamp Bericht zu 
erstatten. Ein im Zusam�menhang mit einem Attentatsversuch 
festgenommener LTTE-Kämpfer habe ihn in der Folge als Kollaborateur 
benannt, und er sei daraufhin von den LTTE beschuldigt worden, diesen 
Kämpfer verraten zu haben (A1 S. 5f.). Im Rahmen der Anhörung durch 
das BFM gab er hingegen zu Protokoll, er sei von zwei LTTE-
Angehörigen gezwungen worden, ihnen seine Identitätskarte zu 
überlassen. Einer von den beiden sei kurz darauf von der Armee 
erschossen worden, und es sei die Identitätskarte des 
Be�schwer�deführers bei diesem gefunden worden. Er sei in der Folge 
von den LTTE beschuldigt worden, diese verraten zu haben (A16 S. 7f.). 
Aufgrund dieser massiv widersprüchlichen Anga�ben kann nicht geglaubt 
werden, der Beschwerdeführer habe vor seiner Ausreise aus Sri Lanka in 
der genannten Weise mit den LTTE kollaboriert oder er sei dessen 
beschuldigt worden.

6.3. Im Weiteren liegen auch keine konkreten Anhaltspunkte vor für eine 
dem Beschwerdeführer wegen der von ihm vorgebrachten, nach seiner 
Ausreise eingetretenen Ereignisse drohende Verfolgung.  

6.3.1. Mithin erscheint es nicht als überwiegend wahrscheinlich, dass der 
Beschwerdeführer wegen der Unterstützungszah�lungen an die LTTE, 
welche angeblich von seinem Bruder als Ge�schäfts�führer des im 
Namen des Beschwerdeführers weitergeführ�ten Geschäfts geleistet 
wurden, von den sri-lankischen Sicherheits�kräften gesucht wird. 
Aufgrund der Akten�lage ist zudem davon auszugehen, dass mit dem 
Geschäft des Beschwerdeführers nur ein geringer Ertrag erwirt�schaftet 
werden konnte, da die in Sri Lanka verbliebenen Famili�en�angehörigen 
auf die finanzielle Unterstützung durch den Bruder beziehungsweise 
Sohn in J._______ angewiesen waren. Daraus kann geschlossen 
wer�den, dass die von der Familie des Beschwerdeführers an die LTTE 
geleisteten Zahlungen nicht bedeutend gewesen sein können und im 

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Rahmen der Zahlungen lagen, wie sie von zahlreichen 
Geschäfts�inha�bern im Ein�flussbereich der LTTE in dieser Zeit 
geleis�tet oder erpresst wurden. Demnach besteht kein Grund zur 
Annahme, diese Unterstützungsleistungen hätten die beson�dere 
Aufmerksamkeit der Behör�den erregt und wären geeignet, ein 
Ver�folgungsinter�esse am Beschwerdeführer zu begründen.

6.3.2. Den Akten ist zu entnehmen, dass das Telekommunikationsge-
schäft des Beschwerdeführers von seinem Bruder F._______ bis ins Jahr 
2006 weitergeführt wurde. Da bereits vor der Ausreise des 
Beschwer�deführers im Jahre 2000 von Mitgliedern der LTTE Anrufe von 
seinem Geschäft aus getätigt wurden, ohne dass dies seitens der 
Behör�den asyl�rechtlich relevante Folgen für ihn hatte (vgl. vorstehend 
E. 6.2), erscheint eine Anordnung der Schliessung seines Geschäfts 
wegen des�sen Benut�zung zu terroristischen Zwecken sieben Jahre 
später nicht plausibel. Zudem hat der Beschwerdeführer dieses 
Vorbringen nicht über�zeu�gend zu substanziieren vermocht, und er 
vermag es auch mit den eingereich�ten Beweis�mitteln nicht glaubhaft 
zu belegen. Das Bestäti�gungsschreiben des Grama Officers vom 19. 
November 2008 bestätigt zwar die Schlies�sung des Geschäfts des 
Be�schwer�deführers, ohne aber den Grund hier�für zu nennen. 
Ohnehin hat dieses Schreiben nur geringe Beweiskraft, da es im Namen 
der Mutter des Beschwerde�füh�rers for�mu�liert und durch den 
Grama Officer lediglich unterzeichnet wur�de. Bei dem anläss�lich der 
Anhörung durch das BFM vom 14. Sep�tember 2007 genannten 
Beweis�stück 13 handelt es sich um einen Be�leg einer Telefax-
Sendung nach C._______, mit welcher der Beschwer�de�führer nach 
eigenen Anga�ben auf eine Vorladung durch die Sri Lanka Telecom im 
Zusammen�hang mit der Sperrung seiner Telefonan�schlüs�se 
geantwortet habe (vgl. A16 S. 5f.). Dieses Dokument vermag somit 
offensichtlich weder die Schlies�sung seines Geschäfts noch den vom 
Beschwerdeführer genann�ten Hinter�grund zu belegen. Mangels 
kon�kre�ter Hinweise auf einen asyl�rechtlich relevanten Sachverhalt ist 
im Übrigen der Antrag auf Durch�führung einer Botschaftsabklärung zu 
diesem Element der Vorbringen abzulehnen.

6.4. Zusammenfassend ergibt sich, dass der Beschwerdeführer nicht 
glaubhaft zu machen vermag, das er als Unterstützer oder 
Sympathi�sant der LTTE die besondere Aufmerksamkeit der Behörden 
erregt hät�te. Die glaubhaft gemachten Berührungspunkte des 
Beschwerde�füh�rers mit den LTTE durch deren zeitweilige Benutzung 

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seiner Telefon�anschlüsse und durch Geldspenden waren nur 
geringfügiger Natur und lassen nicht den Schluss auf ein gezieltes 
Verfolgungsinteresse der sri-lankischen Behör�den im heutigen Zeitpunkt 
zu.

6.5. An dieser Einschätzung vermögen auch die Ausführungen in der 
Stellungnahme des Beschwerdeführers vom 3. September 2010 nichts zu 
ändern. In seiner Eingabe vom 3. Sep�tember 2010 wird nicht aus-
geführt, wie er erfahren hat, dass er weiterhin gesucht werde sowie sein 
Haus beschlagnahmt worden sei, und es wur�den keine diesbezüglichen 
Beweismittel eingereicht. Dies muss somit als blosse und durch nichts 
gestützte Behauptung qualifiziert werden. Der Beschwerdeführer hat es 
auch unterlassen nähere Angaben zur Identität seines Freundes zu 
machen, welcher angeblich ein ähnliches Profil aufweise und in der 
Schweiz als Flüchtling anerkannt worden sei, weshalb diese Angaben 
nicht überprüft werden können.

6.6. Soweit der Beschwerdeführer vorbringt, er werde derzeit von der 
EPDP gesucht, ist Folgendes festzustellen.

Zu Recht und mit zutreffender Begründung hat die Vorinstanz die vom Beschwerdeführer vorgebrachte 
Verfolgung seitens der EPDP als un�glaub�haft erachtet. Namentlich vermochte er nicht nachvollziehbar 
zu schildern, worauf der Vorwurf der EPDP, er habe die LTTE von Frank�reich aus finanziell unterstützt, 
basiert, und wie er Kenntnis von die�ser Beschul�digungen erlangt habe. Weder aus den Ausführungen 
auf Beschwer�deebene noch aus den neu eingereichten Beweismitteln erge�ben sich diesbezüglich 
substanziiertere Angaben. Ebenso vermag der Beschwer�deführer nicht plausibel darzulegen, weshalb ein 
Zusam�menhang zwi�schen der Ermordung des EPDP-Mitglieds und der Festnahme und Tötung sei�nes 
Bruders F._______ bestehen soll. Bei den Aus�sagen des Be�schwer�deführers zu den Tätern der 
Ermordung seines Bruders und deren Motiv handelt es sich um blosse, nicht näher sub�stanziierte 
Ver�mutungen. Den beigezo�genen Akten des Asyl�verfahrens seiner Mutter lassen sich hierzu keine 
genaueren Angaben entneh�men, hat sie doch geäussert, dass es sich bei den Personen, welche ihren 
Sohn F._______ zu Hause festgenommen hätten, um uniformierte Män�ner gehandelt habe, wel�che sie 
aber nicht näher zu identifizieren ver�mochte. Ferner ist nicht nachvoll�zieh�bar, auf welche Weise der 
Be�schwer�de�führer Kenntnis des von ihm genannten Grundes für die Ermor�dung von F._______ 
erlangt haben will und weshalb sein Bruder ver�dächtigt wor�den sein sollte, E._______ ermordet zu 
haben. Insbesondere ist in keiner Wei�se plausibel, dass eine zeitlich weit zurück�liegende 
Mei�nungs�ver�schie�denheit zwi�schen E._______ und dem Beschwerdeführer Grund für diese 
Verdächtigung gewesen sein soll. Da zusammen�fas�send auf�grund der Aktenlage kei�ne gesicherten 
Aussagen zu den Urhebern der Ermordung von F._______ und zu deren Motiv möglich sind, kann der 
Auffassung des Beschwerdeführers, aufgrund dieses Umstands müs�se zwingend auf seine eigene 
Gefährdung geschlossen werden, nicht gefolgt wer�den. Einen an-deren Schluss lassen auch die 

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diesbe�züg�lich vom Be�schwer�deführer eingereichten Beweismittel (Todesschein, Bestäti�gung des 
Grama Officers, Zeitungsartikel) nicht zu, wel�che zwar den gewalt�samen Tod von F._______ 
bestätigen, aber keine genau�eren Angaben bezüg�lich der Täterschaft sowie deren Motiv enthalten.

6.7. Der Antrag auf Durchführung einer weiteren Befragung des 
Be�schwer�deführers ist abzuweisen, da der Sachverhalt aufgrund der 
beste�henden Aktenlage als hinreichend erstellt zu erachten ist. 
Eben�so abzu�lehnen ist der Antrag, es sei eine Anfrage an die (…) 
Behör�den bezüglich der Gründe für die Anerkennung eines seiner 
Brü�der als Flücht�ling zu machen. Der Beschwer�de�führer hat im 
Rahmen seiner Asyl�vorbringen nicht vorgebracht, wegen dieses 
Familienangehörigen irgend�welche Nachteile erlitten zu haben, und es 
ergeben sich aus den Akten auch keine sonstigen Hinweise auf eine 
allfällige zukünftige Gefährdung aus diesem Grun�de. Den 
beige�zogenen Akten des Asylver�fahrens der Mutter des 
Beschwer�deführers ist zu entnehmen, dass ihr Asyl�ge�such vom 
9. September 2007 mit unangefochten in Rechtskraft erwach�sener 
Ver�fügung des BFM vom 24. März 2009 mit Hinweis auf die fehlende 
Schutz�be�dürf�tigkeit im Sinne von Art. 3 AsylG abgewie�sen wurde. 
Der Beschwer�de�führer kann somit aus dem Asylbegehren seiner 
Mutter nichts zu sei�nen Gunsten ableiten, und es besteht demnach kein 
Anlass zu einer diesbezüglichen Botschaftsabklärung, weshalb der 
ent�sprechende Antrag des Beschwerdeführers abzuleh�nen ist.

6.8. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass es dem 
Beschwerde�füh�rer nicht gelungen ist, eine asylrelevante 
Verfolgungsgefahr nachzu�weisen oder glaubhaft darzutun. Es erübrigt 
sich, auf weitere Ausfüh�rungen in der Beschwerde einzugehen, da 
diese am Ergebnis nichts zu ändern vermö�gen. Somit hat die 
Vorinstanz zu Recht die Flücht�lingseigenschaft des Beschwerdeführers 
verneint und sein Asylgesuch abgewiesen.

7. 

7.1. Lehnt das Bundesamt das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht 
ein, so verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und 
ordnet den Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit 
der Familie (Art. 44 Abs. 1 AsylG).

7.2. Der Beschwerdeführer verfügt weder über eine ausländerrecht�liche 
Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Erteilung einer 

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solchen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht angeordnet (Art. 44 
Abs. 1 AsylG; vgl. EMARK 2001 Nr. 21). Allerdings hat die Vorinstanz, 
wie bereits erwähnt, im angefochtenen Entscheid we�gen 
Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs die vorläufige Aufnah�me des 
Beschwerdeführers angeordnet.

7.3. Die drei Bedingungen für einen Verzicht auf den Vollzug der 
Weg�weisung (Unzulässigkeit, Unzumutbarkeit, Unmöglichkeit) sind 
alterna�ti�ver Natur: Sobald eine von ihnen erfüllt ist, ist der Vollzug der 
Weg�wei�sung als undurchführbar zu betrachten und die weitere 
Anwesen�heit in der Schweiz gemäss den Bestimmungen über die 
vorläufige Aufnahme zu regeln (vgl. die weiterhin zutreffende Praxis in 
EMARK 2006 Nr. 6 E. 4.2 S. 54 f., EMARK 2001 Nr. 1 E. 6a S. 2). Gegen 
eine allfällige Auf�hebung der vorläufigen Aufnahme durch die 
Vorinstanz steht dem (ab- und weggewiesenen) Beschwerdeführer 
wiederum die Beschwer�de an das Bundesverwaltungsgericht offen (vgl. 
Art. 31 VGG i.V.m. Art. 44 Abs. 2 AsylG), wobei in jenem Verfahren 
sämtliche Vollzugshindernisse von Amtes wegen nach Massgabe der 
dannzumal herr�schen�den Verhältnisse (vgl. die weiterhin zutreffende 
Praxis in EMARK 1997 Nr. 27 S. 205 ff.) erneut zu prüfen sind. Da das 
BFM den Vollzug der Weg�weisung als unzumutbar erachtet hat, ist auf 
eine Prüfung der anderen Vollzugshin�dernisse zu verzichten und auf 
den diesbezüglichen Even�tualantrag um Anordnung der vorläufigen 
Aufnahme wegen Unzuläs�sig�keit des Wegwei�sungsvollzugs sowie 
die diesbezüglichen Ausführungen in der Beschwer�deschrift angesichts 
des fehlenden Rechtsschutz�inter�esses nicht einzu�treten.

8. 
Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 
Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und 
vollständig feststellt und angemessen ist (Art. 106 AsylG). Die Beschwerde 
ist nach dem Gesagten abzuweisen.

9. 
Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem 
Beschwer�de�führer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 und 5 VwVG) und auf 
insgesamt Fr. 600.– festzusetzen (Art. 1-3 des Reglements vom 
21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem 
Bundesverwal�tungs�gericht [VGKE, SR 173.320.2]) und mit dem in 
dieser Höhe einbe�zahl�ten Kos�tenvorschuss zu verrechnen.

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(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2. 
Die Verfahrenskosten von Fr. 600.– werden dem Beschwerdeführer 
auf�erlegt. Sie werden mit dem in gleicher Höhe einbezahlten 
Kostenvorschuss verrechnet.

3.  
Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und die zuständige 
kantonale Behörde.

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Bruno Huber Nicholas Swain

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