# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ab7db930-ae6d-5fa6-86e6-deea94dd3a95
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-01-20
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 20.01.2014 UV 2013/44
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2013-44_2014-01-20.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2013/44

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 20.01.2014

Entscheiddatum: 20.01.2014

Entscheid Versicherungsgericht, 20.01.2014
Art. 6 UVG: Versicherungsinterner Aktenbericht für die Beantwortung der 
Frage des Dahinfallens der natürlichen Unfallkausalität nicht beweiskräftig. 
Rückweisung zu einer weiteren medizinischen Abklärung (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 20. Januar 2014, UV 
2013/44).

Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz), Versicherungsrichterinnen 

Miriam Lendfers und Marie Löhrer; Gerichtsschreiberin Vera Holenstein Werz

Entscheid vom 20. Januar 2014

in Sachen

A.___,

Beschwerdeführerin,

gegen

Helsana Unfall AG, Recht, Postfach, 8081 Zürich Helsana,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

Versicherungsleistungen

Sachverhalt:

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A.      

A.a  A.___ (nachfolgend: Versicherte) war seit dem 2. Juni 1986 als kaufmännische 

Angestellte bei der Versicherung B.___ angestellt und dadurch bei der Helsana 

Versicherungen AG (nachfolgend: Helsana) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen 

versichert, als sie gemäss Schadenmeldung vom 3. Juli 2012 am 14. Juni 2012 auf 

dem Weg zur Arbeit beim Überqueren eines Fussgängerstreifens über den Randstein 

stolperte und mit dem rechten Fuss seitlich einknickte (act. K1). Dr. med. C.___, 

Facharzt medizinische Radiologie FMH, an welchen die Versicherte von Dr. med. 

D.___, Innere Medizin, überwiesen worden war, nahm am 15. Juni 2012 eine MRI-

Untersuchung des Oberen Sprunggelenks (OSG) vor (act. M1). Wegen Schmerzen und 

Schwellung im rechten Vorfuss folgte am 12. September 2012 eine entsprechende 

weitere MRI-Untersuchung durch Dr. C.___ (act. M2). Am 30. November 2012 wurde 

die Versicherte wegen Ruhe- und Belastungsschmerzen sowie Schwellungen, primär 

lateral, aber auch im Bereich der Fussballen lokalisiert, durch Dr. med. E.___, 

Orthopädie, klinisch und radiologisch untersucht (act. M3).

A.b  Am 21. Februar 2013 unterbreitete die Helsana den Schadenfall ihrem beratenden 

Arzt, Prof. Dr. med. F.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 

Bewegungsapparates FMH (act. M6). Gestützt auf dessen gleichentags abgegebene 

Beurteilung (act. M6) eröffnete sie der Versicherten mit Verfügung vom 7. Mai 2013, 

dass sie die gesetzlichen Leistungen noch bis 31. August 2012 übernehme, da 

Behandlungen ab diesem Datum nicht mehr mit dem Ereignis vom 14. Juni 2012 in 

Zusammenhang stünden. Nach diesem Zeitpunkt bestehe kein Anspruch mehr auf 

Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung (act. K4).

B.    

Die gegen diese Verfügung erhobene Einsprache vom 21. Mai 2013 (act. K8) wurde mit 

Einspracheentscheid vom 2. Juli 2013 abgewiesen (act. K19).

C.      

C.a  Gegen diesen Entscheid erhob die Versicherte mit Eingabe vom 17. Juli 2013 

Beschwerde mit dem sinngemässen Antrag, der Einspracheentscheid sei aufzuheben 

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und ihr seien weiterhin die gesetzlichen Leistungen gemäss UVG zu erbringen. Zur 

Begründung führte sie an, die Beschwerdegegnerin habe medizinisch zu wenig 

abgeklärt (act. G 1).

C.b  Mit Beschwerdeantwort vom 9. September 2013 beantragte die 

Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde (act. G 3).

C.c  Mit Replik vom 4. Oktober 2013 (act. G 5) hielt die Beschwerdeführerin 

sinngemäss an ihrem Beschwerdeantrag fest und reichte eine hausärztliche 

Bestätigung von pract. med. G.___ vom 18. September 2013 (act. G 5.1) sowie eine 

Stellungnahme von Dr. E.___ vom 17. September 2013 (act. G 5.2) ein.

C.d  Mit Duplik vom 13. November 2013 bestätigte die Beschwerdegegnerin ihrerseits 

den Antrag auf Abweisung der Beschwerde (act. G 7).

C.e  Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften und die Ausführungen in 

den medizinischen Akten wird, soweit entscheidnotwendig, in den nachfolgenden 

Erwägungen eingegangen.

Erwägungen:

1.       

1.1   Die Beschwerdegegnerin legte im angefochtenen Einspracheentscheid die 

rechtliche Voraussetzung des für eine Leistungspflicht des Unfallversicherers 

erforderlichen natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen Unfall und in dessen Folge 

eingetretener Gesundheitsschädigungen (Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die 

Unfallversicherung [UVG; SR 832.20]; BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen) zutreffend 

dar. Darauf ist zu verweisen. Der kumulativ vorausgesetzte adäquate 

Kausalzusammenhang (vgl. dazu BGE 129 V 181 E. 3.2) hat bei physischen 

Unfallfolgen gegenüber dem natürlichen Kausalzusammenhang praktisch keine 

selbständige Bedeutung (BGE 118 V 291 f. E. 3a; vgl. BGE 117 V 365 unten E. 5d/bb, 

mit Hinweisen auf Lehre und Rechtsprechung). Bei einmal gegebener Unfallkausalität 

entfällt die Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, wenn der Unfall nicht mehr die 

natürliche und adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also 

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letzterer nur noch auf unfallfremden Tatsachen beruht. Wenn vor dem Unfall ein 

krankhafter bzw. degenerativer Vorzustand vorhanden war, stellt sich sodann 

insbesondere die Frage nach dem Erreichen des Status quo sine vel ante (SVR 2009 

UV Nr. 3 S. 9, 8C_354/2007, E. 2.2). Ebenfalls richtig gibt die Beschwerdegegnerin 

wieder, dass das Dahinfallen der kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen 

eines Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad 

der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein muss. Die blosse 

Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalls genügt 

nicht (SVR 2011 UV Nr. 4 S. 12, 8C_901/2009, E. 3.2 mit Hinweisen).

1.2   Die Beurteilung des natürlichen Kausalzusammenhangs erfolgt aufgrund der 

Feststellungen bei den medizinischen Untersuchungen und ist Aufgabe des Arztes oder 

der Ärztin. Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der 

Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, 

auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) 

abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in 

der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen 

des Experten oder der Expertin begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert 

eines ärztlichen Gutachtens ist grundsätzlich weder dessen Herkunft noch die 

Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht 

oder Gutachten (BGE 134 V 232 E. 5.1, BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen).

1.3   Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. 

Danach haben die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht von Amtes wegen für 

die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. 

Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in den 

Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 195 E. 2, BGE 122 V 158 E. 1a, je mit 

Hinweisen; vgl. auch BGE 130 I 183 f. E. 3.2). Der Untersuchungsgrundsatz schliesst 

die Beweislast im Sinn der Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. Im 

Sozialversicherungsprozess tragen mithin die Parteien in der Regel eine Beweislast nur 

insofern, als im Falle der Beweislosigkeit der Entscheid zuungunsten jener Partei 

ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Da 

es sich beim Dahinfallen der kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines 

Gesundheitsschadens um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die 

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Beweislast - anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher 

Kausalzusammenhang gegeben ist - nicht bei der versicherten Person, sondern beim 

Unfallversicherer (SVR 2011 UV Nr. 4 S. 12, 8C_901/2009, E. 3.2 mit Hinweisen). Die 

genannte Beweisregel greift allerdings erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, 

im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung einen 

Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der 

Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 138 V 222 E. 6, BGE 117 V 264 E. 3b, je mit 

Hinweisen; RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 E. 3b).

2.     

2.1   Laut Schadenmeldung vom 3. Juli 2012 stolperte die Beschwerdeführerin am 

14. Juni 2012 beim Überqueren eines Fussgängerstreifens über den Randstein und 

knickte mit dem rechten Fuss seitlich ein (act. K1). Der damalige Hausarzt der 

Beschwerdeführerin, Dr. D.___, stellte als Diagnose eine OSG-Distorsion bei 

Supinationstrauma rechts. Drei Jahre zuvor hatte die Beschwerdeführerin bereits 

einmal ein Supinationstrauma erlitten (act. M3 ff.).

2.2   Vorliegend anerkannte die Beschwerdegegnerin grundsätzlich ihre 

Leistungspflicht bezüglich des Unfalls vom 14. Juni 2012 und erbrachte entsprechende 

Versicherungsleistungen (Heilkosten- und Taggeldleistungen). Laut 

Einspracheentscheid vom 2. Juli 2013 erachtete sie jedoch die Kausalität zwischen den 

fortdauernd geklagten Beschwerden im Bereich des rechten Fusses und dem erlittenen 

Unfall lediglich bis 31. August 2012 als gegeben und stellte demnach ihre Leistungen 

per diesem Datum ein. Streitig ist, ob die vorgenannte Leistungseinstellung zu Recht 

erfolgte. Diese Frage wird von der Beschwerdegegnerin hauptsächlich gestützt auf die 

Beurteilung ihres beratenden Arztes Dr. F.___ bejaht (act. M6). Die Beschwerdeführerin 

macht demgegenüber geltend, der medizinische Sachverhalt sei damit zu wenig 

abgeklärt. Pract. med. G.___ sowie Dr. E.___ würden die über den Zeitpunkt der 

Leistungseinstellung hinausgehenden Heilbehandlungen als unfallkausal einstufen.

3.       

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3.1   Für die Annahme unfallkausaler somatischer Restfolgen wird im Regelfall eine 

strukturelle Läsion als objektivierbares Korrelat verlangt. Als objektiviert gilt eine solche 

Läsion, wenn sie durch einen entsprechenden radiologischen Untersuchungsbefund 

erhoben wird. Die am 15. Juni 2012 von Dr. C.___ durchgeführte MRI-Untersuchung 

des OSG zeigte als organisches und unbestrittenermassen einer OSG-Distorsion bzw. 

einem Supinationstrauma entsprechendes Substrat eine Zerrung des Ligamentum 

fibulotalare anterius und geringgradig auch fibulotalare posterius sowie 

fibulocalcaneare. Ansonsten war das Kernspintomogramm des rechten Sprunggelenk- 

und Fusswurzelbereichs sowie auch des Mittelfussbereichs normal; speziell ohne 

Fraktur und ohne weitergehende Weichteilverletzungen (act. M1). Die ebenfalls durch 

Dr. C.___ durchgeführte MRI-Untersuchung des rechten Vorfusses vom 12. September 

2012 brachte eine Fusion der Interphalangialgelenke IV und V, wahrscheinlich 

anlagebedingt, hervor. Ansonsten wurde jedoch ein normales Mittelfuss- und Vorfuss-

Skelett ohne Frakturnachweis und letztlich ohne morphologisch fassbare 

Schmerzursache erhoben (act. M2). Am 30. November 2012 wurde die 

Beschwerdeführerin durch Dr. E.___ untersucht. Als klinische Befunde erhob dieser 

eine Druckdolenz über den Peronealsehnen, im Sinus tarsi und zwischen den Köpfchen 

III und IV plantarseitig, nicht jedoch im OSG-Bereich. Die OSG-Beweglichkeit sei 

soweit auch gut mit einer Dorsalextension von über 20° bei gestrecktem und 30° bei 

gebogenem Knie. Bei diesen Bewegungsübungen bestünden keine Schmerzen. 

Zwischen Zehe IV und V bestehe eine Hyposensibilität, d.h. lateral vom Dreier und 

medial vom Vierer. Zu seiner MRI-Untersuchung hielt Dr. E.___ sodann im 

entsprechenden Untersuchungsbericht vom 4. Dezember 2012 fest, es sei lediglich 

auffällig, dass der Sinus tarsi, wo das Ligamentum interosseum liege, sehr klein sei und 

eine Vernarbung zeige. Das LFTA (= Ligamentum fibulotalare anterius) sei zwar gezerrt, 

aber vorhanden. Das Spring Ligament sei ebenfalls vorhanden. Es bestehe sodann 

weder eine Impingement Situation noch eine Ode (= Osteochondrosis dissecans). Als 

Diagnosen stellte er schliesslich ein Morton Neurom III, IV rechts nach 

Supinationstrauma, einen Verdacht auf ein Sinus tarsi-Syndrom rechts sowie eine 

leichte Tendovaginits der Peronealsehnen. Beurteilend hielt Dr. E.___ schliesslich fest, 

bei der Beschwerdeführerin finde man eigentlich drei Symptomenkomplexe, wobei das 

Morton Neurom relativ eindeutig sei. Hingegen zeige sich ein etwas aussergewöhnlich 

dünner und schmaler Sinus tarsi, der ebenfalls druckdolent sei und am meisten 

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Schmerzen mache. Am OSG selbst könnten keine Schmerzen ausgelöst werden, 

sodass wahrscheinlich eben nicht das Gelenk schuld sei, d.h. kein posttraumatisches 

Impingement vorhanden sei. Somit sei im ersten Schritt nur das Morton infiltriert 

worden. In einem zweiten Schritt werde nun auch noch der Sinus tarsi infiltriert, um die 

Vernarbung und damit auch die Schmerzen zu lösen (act. M3).

3.2   Laut Untersuchungsbefund von Dr. E.___ ist davon auszugehen, dass die 

anfänglich radiologisch erhobene Bänderzerrung im Bereich des OSG folgenlos verheilt 

ist und gegenteiliges auch von der Beschwerdeführerin nicht explizit geltend gemacht 

wird. Eine diesbezügliche Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin über den 

Leistungseinstellungszeitpunkt hinaus steht mithin nicht zur Diskussion. Ebenfalls 

unbestritten ist offensichtlich, dass das Morton Neurom - als eigentlich ebenfalls 

struktureller Gesundheitsschaden - keine Unfallfolge darstellt (vgl. dazu Pschyrembel, 

Klinisches Wörterbuch, 2013, 264. Aufl. Berlin 2012, S. 1359, 1458, unter "Morton-

Neuralgie" bzw. "Neurom"; Roche Lexikon Medizin, 5. Aufl. München 2003, S. 1245, 

1320, unter "Morton-Neuralgie" bzw. "Neurom"). In der Einsprache vom 21. Mai 2013 

erklärte die Beschwerdeführerin ausserdem, dass das Morton Syndrom nicht das 

Problem ihrer Beschwerden gewesen sei (act. K8). Diskutiert wird hingegen in den 

medizinischen Akten, ob der - insbesondere auch von der Beschwerdeführerin als 

zentral dargestellte (act. K8, act. G 5) - Schmerz im Bereich des Sinus tarsi auf das 

Unfallereignis vom 14. Juni 2012 zurückzuführen ist.

3.3   Dr. F.___ betrachtet in seiner Beurteilung vom 21. Februar 2013 einen 

Kausalzusammenhang zwischen dem Sinus tarsi-Schmerz und dem Unfallereignis vom 

14. Juni 2012 lediglich als möglich, nicht jedoch als überwiegend wahrscheinlich. Zur 

Begründung führt er an, eine Infiltration am 7. Dezember 2012 in den Sinus sei mit 

Beschwerdefreiheit quittiert worden. Da der Sinus nicht verletzt worden sei, sei auch 

keine Unfallkausalität zu begründen (act. M6). Dr. E.___ hält demgegenüber in seiner 

Stellungnahme vom 17. September 2013 fest, dass es sich primär um ein 

Unfallgeschehen handle, da der Sinus tarsi bzw. das Syndrom und die Einklemmung 

eindeutig vom Unfall her kämen, was auch in der Literatur bekannt sei. Es seien nun die 

Infiltration des Sinus tarsi sowie eine Röntgenkontrolle geplant. Der Sinus tarsi stehe 

für ihn im Vordergrund und sei als Folgeerscheinung nach einem Supinationstrauma 

eindeutig bekannt (act. G 5.2).

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3.4   Bei der Würdigung des Aktenberichts von Dr. F.___ ist zu beachten, dass es sich 

hierbei um eine versicherungsinterne ärztliche Stellungnahme handelt. Soll ein 

Versicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, sind 

an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe 

Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen 

Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 470 E. 4.4 

mit Hinweis; bestätigt in Urteil des Bundesgerichts vom 23. November 2012, 

8C_592/2012, E. 5.3).

3.5   Von Dr. F.___ offensichtlich nicht in Abrede gestellt wird, dass neben 

unfallfremden Prozessen gerade auch Traumen bzw. Verletzungen als Ursache von 

Schmerzen im Sinus tarsi in Frage kommen. Wie gesagt, erlitt die Beschwerdeführerin 

am 14. Juni 2012 eine OSG-Distorsion bei Supinationstrauma (act. M3 ff.). Explizit 

diese Unfalldiagnose bzw. dieser Unfallmechanismus wird von Dr. E.___ sowie in der 

Literatur (vgl. Roche Lexikon Medizin, a.a.O., S. 1707) als bekannte Ursache eines 

Sinus tarsi-Syndroms angeführt. Nicht ohne weiteres nachvollzogen werden kann 

sodann die Feststellung von Dr. F.___, der Sinus tarsi sei nicht verletzt worden. 

Immerhin erhob Dr. E.___ anlässlich seiner MRI-Untersuchung vom 4. Dezember 2012 

im Bereich des Sinus tarsi eine strukturelle Auffälligkeit, indem er den Sinus tarsi, wo 

das Ligamentum interosseum liege, als sehr klein bezeichnete und beim Sinus tarsi 

eine Vernarbung feststellte. Für die rechtsanwendende Behörde bzw. das Gericht lässt 

sich gestützt auf die gegebene Aktenlage nicht abschliessend beurteilen, ob es sich 

beim MRI-Befund von Dr. E.___ mit dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit um eine Folge des Unfalls vom 14. Juni 2012, eine Spätfolge eines 

früheren Unfalls oder um eine unfallfremde Gesundheitsschädigung handelt. In der 

Beurteilung von Dr. F.___ findet sich zumindest keine Auseinandersetzung mit dem 

Befund von Dr. E.___. Zu diesem Punkt sind mithin weitere Abklärungen erforderlich, 

zumal Dr. E.___ das Sinus tarsi-Syndrom in seiner Stellungnahme vom 17. September 

2013 ausdrücklich als vom Unfall herkommend bezeichnete und die medizinischen 

Akten damit gegensätzliche fachärztliche Auffassungen enthalten. Auch mit der 

Argumentation der Beschwerdegegnerin im angefochtenen Einspracheentscheid, 

bezüglich des Sinus tarsi liege lediglich eine Verdachtsdiagnose vor, welche nicht 

ausreiche, um eine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin auszulösen, lässt sich 

das Dahinfallen einer Unfallkausalität nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden 

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Wahrscheinlichkeit nachweisen (vgl. Th. Locher, Grundriss des 

Sozialversicherungsrecht, 3. Aufl. Bern 2003, S. 451 f.) bzw. keine zusätzliche Klarheit 

hinsichtlich Beurteilung des medizinischen Sachverhalts herstellen. Zwar ist in einer 

Verdachtsdiagnose grundsätzlich nur eine mögliche organische Ursache zu sehen, 

welche den Beweisanforderungen im Sozialversicherungsrecht nicht genügt (Locher, 

a.a.O., S. 452 f.). Allerdings kann die fragliche Verdachtsdiagnose im Zeitpunkt ihrer 

Erwähnung bzw. der Untersuchung vom 30. November 2012 durch Dr. E.___ in dem 

Sinn verstanden werden, als im damaligen Zeitpunkt noch keine Klarheit darüber 

bestand, ob die Schmerzen tatsächlich vom Sinus tarsi herrühren würden. So fand 

nämlich die Infiltration des Sinus tarsi erst am 7. Dezember 2012 statt (act. M4). 

Darüber besteht jedoch offensichtlich inzwischen - wie auch von Dr. F.___ bestätigt 

(act. M6) - Klarheit, womit wiederum noch die Frage zu prüfen ist, ob der Sinus tarsi 

unfallkausal verändert ist.

3.6   Als untauglich erweist sich schliesslich im konkreten Fall auch der Hinweis der 

Beschwerdegegnerin auf den Begriff "post hoc ergo propter hoc". Allgemein vermag 

dieser zwar juristisch gesehen nichts über eine allfällige Unfallkausalität auszusagen 

(vgl. dazu A. Maurer, Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, 2. Aufl. Bern 1989, 

S. 460 N 1205; SVR 2009 UV Nr. 13 S. 52, 8C_590/2007, E. 7.2.4 mit Hinweisen). Doch 

ist in Bezug auf den konkreten Fall zu berücksichtigen, dass die Beschwerdeführerin 

am 14. Juni 2012 einen Unfall durchmachte, der zu einem Sinus tarsi-Syndrom führen 

kann, über den 31. August 2012 hinaus unter Schmerzen im Bereich der 

Sprunggelenke gelitten hat und angesichts der vorliegenden medizinischen Akten 

Zweifel an der Schlüssigkeit der Feststellung von Dr. F.___ bestehen, der Sinus tarsi sei 

anlässlich des Unfalls vom 14. Juni 2012 nicht verletzt worden. Die blosse zeitliche 

Abfolge stellt nur in solchen Fällen einen ungenügenden Beweis dar, in denen das 

Vorliegen einer strukturellen Verletzung mit dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit verneint werden kann. Im konkreten Fall trifft dies, wie gesagt, nicht 

zu.

3.7   Nach dem Gesagten lässt die medizinische Aktenlage nicht darauf schliessen, 

dass das Unfallereignis vom 14. Juni 2012 mit dem erforderlichen Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit per 31. August 2012 jede - auch nur teilweise - 

kausale Bedeutung hinsichtlich der darüber hinaus von der Beschwerdeführerin 

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geklagten Fussbeschwerden rechts verloren hat. Die Sache ist daher zu einer 

unabhängigen spezialärztlichen Beurteilung der Unfallkausalität der ab 1. September 

2012 geklagten Beschwerden an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

4.       

4.1   Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Aufhebung des 

Einspracheentscheids vom 2. Juli 2013 teilweise gutzuheissen und die Streitsache zu 

ergänzender Abklärung im Sinn der Erwägungen und anschliessend neuer Verfügung 

an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

4.2   Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Eine 

Parteientschädigung ist der nicht durch einen Rechtsanwalt vertretenen 

Beschwerdeführerin nicht zuzusprechen.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 

VRP

entschieden:

1.      In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird der Einspracheentscheid vom 

2. Juli 2013 aufgehoben und die Streitsache zu ergänzenden medizinischen 

Abklärungen im Sinn der Erwägungen und anschliessend neuer Verfügung an die 

Beschwerdegegnerin zurückgewiesen.

2.      Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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