# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e0df873f-c29d-50e4-8692-c20958d974ab
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-09-25
**Language:** de
**Title:** Bern Obergericht Beschwerdekammer in Strafsachen 25.09.2018 BK 2018 393
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_ZivilStraf/BE_OG_008_BK-2018-393_2018-09-25.pdf

## Full Text

Obergericht
des Kantons Bern

Beschwerdekammer in 
Strafsachen

Cour suprême
du canton de Berne

Chambre de recours pénale

Beschluss
BK 18 393

Hochschulstrasse 17
Postfach
3001 Bern
Telefon +41 31 635 48 09
Fax +41 31 634 50 54
obergericht-straf.bern@justice.be.ch
www.justice.be.ch/obergericht Bern, 25. September 2018

Besetzung Oberrichterin Schnell (Präsidentin), Oberrichter Stucki, Oberrich-
terin Bratschi
Gerichtsschreiberin Lauber 

Verfahrensbeteiligte A.________
a.v.d. Rechtsanwältin B.________

Beschuldigter/Beschwerdeführer

Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern, Maulbeerstras-
se 10, Postfach 6250, 3001 Bern
v.d. Staatsanwältin C.________, Regionale Staatsanwaltschaft 
Oberland, Scheibenstrasse 11, 3600 Thun

Gegenstand Anordnung Untersuchungshaft

Strafverfahren wegen gewerbsmässigen Diebstahls

Beschwerde gegen den Entscheid des Regionalen Zwangsmass-
nahmengerichts Oberland vom 31. August 2018 (ARR 18 95)

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Erwägungen:

1. Die Regionale Staatsanwaltschaft Oberland (nachfolgend: Staatsanwaltschaft) führt 
ein Strafverfahren gegen A.________ (nachfolgend: Beschwerdeführer) wegen 
gewerbsmässigen Diebstahls. Mit Entscheid vom 31. August 2018 ordnete das Re-
gionale Zwangsmassnahmengericht Oberland (nachfolgend: Zwangsmassnah-
mengericht) Untersuchungshaft für eine Dauer von drei Monaten an, d.h. bis zum 
28. November 2018. Hiergegen erhob der Beschwerdeführer, amtlich verteidigt 
durch Rechtsanwältin B.________, am 12. September 2018 Beschwerde. Er bean-
tragte die Aufhebung des Entscheids sowie die Entlassung aus der Untersu-
chungshaft. Die Generalstaatsanwaltschaft betraute am 13. September 2018 
Staatsanwältin C.________ mit der Wahrnehmung der staatsanwaltschaftlichen 
Aufgaben im Beschwerdeverfahren. Diese beantragte am 17. September 2018 die 
kostenfällige Abweisung der Beschwerde. Das Zwangsmassnahmengericht ver-
zichtete am 14. September 2018 auf eine Stellungnahme.

2. Gemäss Art. 222 i.V.m. Art. 393 Abs. 1 Bst. c der Schweizerischen Strafprozess-
ordnung (StPO; SR 312.0) können Entscheide über die Anordnung, Verlängerung 
und Aufhebung der Untersuchungshaft durch die verhaftete Person mit Beschwer-
de angefochten werden. Zuständig ist die Beschwerdekammer in Strafsachen 
(Art. 35 des Gesetzes über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft [GSOG; BSG 161.1] i.V.m. Art. 29 Abs. 2 des Organisationsregle-
ments des Obergerichts [OrR OG; BSG 162.11]). Der Beschwerdeführer ist durch 
die Anordnung der Untersuchungshaft unmittelbar in seinen rechtlich geschützten 
Interessen betroffen und somit zur Beschwerdeführung legitimiert (Art. 222 und 
Art. 382 Abs. 1 StPO). Auf die form- und fristgerechte Beschwerde ist einzutreten.

3.

3.1 Der Beschwerdeführer rügt vorab in formeller Hinsicht, das Zwangsmassnahmen-
gericht unterlasse es, die Anschuldigungen der Staatsanwaltschaft bzw. die fehlen-
den Belege kritisch zu hinterfragen und betrachte den von der Staatsanwaltschaft 
geschilderten Sachverhalt als korrekt, ohne eine eigene Würdigung einfliessen zu 
lassen. Mit den Argumenten des Beschwerdeführers setzte sich das Zwangsmass-
nahmengericht nicht auseinander. Damit rügt der Beschwerdeführer eine Verlet-
zung des rechtlichen Gehörs. 

3.2 Der Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der 
Schweizerischen Eidgenossenschaft [BV; SR 101]) verlangt, dass die Behörde die 
Vorbringen des am Entscheid in seiner Rechtsstellung Betroffenen auch tatsächlich 
hört, prüft und in der Entscheidfindung berücksichtigt. Daraus folgt die Verpflich-
tung der Behörde, ihren Entscheid zu begründen. Dabei ist es nicht erforderlich, 
dass sie sich mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzt und jedes 
einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegt. Vielmehr kann sie sich auf die für den 
Entscheid wesentlichen Punkte beschränken. Entscheidend ist, dass die Begrün-
dung dergestalt abgefasst ist, dass sich der Betroffene über die Tragweite des Ent-
scheids Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis der Sache an die höhere 
Instanz weiterziehen kann. In diesem Sinne müssen wenigstens kurz die Überle-

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gungen genannt werden, von denen sich die Behörde hat leiten lassen und auf die 
sich ihr Entscheid stützt (BGE 141 IV 249 E. 1.3.1; 141 III 28 E. 3.2.4; 139 IV 179 
E. 2.2; 138 I 232 E. 5.1; je mit Hinweisen). 

3.3 Der Beschwerdeführer hat in seiner Stellungnahme zum Haftanordnungsantrag 
diverse Einwände erhoben. Er macht insbesondere geltend, der Verdacht der rap-
portierten angeblichen Opferstockdiebstähle in der Zeitspanne bis zum 21. Juli 
2018 gründe einzig auf Beobachtungen der Polizei, welche schildere, dass «anzu-
nehmen sei, dass sogenannte Opferstockdiebstähle gemacht worden seien». Auch 
halte die Kantonspolizei fest, dass «die betroffenen Kirchen keine gesicherten An-
gaben bezüglich allfälliger Deliktsbeiträge hätten angeben können und bisher keine 
Strafanträge bestünden». Diese Beobachtungen genügten nicht, um von einem 
dringenden Tatverdacht des gewerbsmässigen Diebstahls auszugehen. Es sei un-
klar, ob überhaupt Geld fehle und um welche Beträge es sich handle. Auch fehle 
ein Strafantrag, was angesichts der Frage, ob der angebliche Deliktsbetrag 
CHF 300.00 übersteige, relevant sei. Gleich verhalte es sich betreffend die angeb-
lichen Ladendiebstähle. Zwar schildere die Polizei, wie angeblich Waren ohne Be-
zahlung aus den Einkaufsläden gebracht worden seien. Die im Nachgang kontak-
tierten Einkaufsläden hätten jedoch keinen Diebstahl bemerkt oder aufgezeichnet. 
Auch hier fehle der Strafantrag. Es sei unklar, welche Waren in welchem Wert ent-
wendet worden sein sollen. Die Anhaltung am 21. Juli 2018 gebe keine weiteren 
Anhaltspunkte her. Es sei unklar, ob es sich um Deliktsgut handle, welches sicher-
gestellt worden sei. 

Das Zwangsmassnahmengericht hat weder zu diesen Einwänden noch zu den wei-
teren Vorbringen des Beschwerdeführers Stellung genommen. Im Haftanord-
nungsentscheid wurde lediglich festgehalten, dass aufgrund der Antragsbegrün-
dung und den zugestellten, wesentlichen Verfahrensakten vom nachfolgend um-
schriebenen Sachverhalt ausgegangen werde. Aufgrund dieses Sachverhalts er-
achtete das Zwangsmassnahmengericht den dringenden Tatverdacht als gegeben. 
Auf welche konkreten Verfahrensakten abgestellt wurde, hat das Zwangsmass-
nahmengericht nicht dargelegt. Indem das Zwangsmassnahmengericht auf die 
Haupteinwände des Beschwerdeführers nicht eingegangen ist und insbesondere 
nicht in einem Punkt konkret begründet hat, weshalb die Vorbringen des Be-
schwerdeführers nicht stichhaltig sind, kam es seiner Begründungspflicht nicht aus-
reichend nach. Das Zwangsmassnahmengericht hätte sich zumindest mit den we-
sentlichen Einwänden in der Stellungnahme des Beschwerdeführers kurz ausein-
andersetzen und diese begründet widerlegen müssen. Da dies nicht erfolgt ist, er-
weist sich die Rüge der Verletzung des rechtlichen Gehörs als begründet. 

3.4 Die Verletzung des rechtlichen Gehörs führt grundsätzlich zur Aufhebung des an-
gefochtenen Entscheids. Der Beschwerdeführer konnte sich jedoch im Beschwer-
deverfahren ausführlich zu den geltend gemachten Haftgründen äussern. Die Be-
schwerdekammer in Strafsachen verfügt über volle Kognition. Es würde deshalb 
einem formalistischen Leerlauf gleichkommen und wäre mit dem Beschleunigungs-
gebot in Haftsachen nicht vereinbar, die Sache zur Gewährung des rechtlichen 
Gehörs resp. einlässlicheren Begründung an das Zwangsmassnahmengericht 
zurückzuweisen. Eine Rückweisung wurde auch vom Beschwerdeführer nicht be-

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antragt. Unter diesen Umständen kann die Gehörsverletzung als durch das Be-
schwerdeverfahren geheilt betrachtet werden. Sie ist jedoch im Dispositiv festzu-
halten und bei den Kostenfolgen entsprechend zu berücksichtigen (vgl. BGE 136 I 
274 E. 2.3 mit Hinweisen). 

4.

4.1 Die Untersuchungshaft setzt zunächst voraus, dass die beschuldigte Person eines 
Verbrechens oder Vergehens dringend verdächtig ist (Art. 221 Abs. 1 StPO). Bei 
der Überprüfung des dringenden Tatverdachts ist nach ständiger Rechtsprechung 
keine erschöpfende Abwägung sämtlicher belastender und entlastender Beweise 
vorzunehmen. Zu prüfen ist vielmehr, ob genügend konkrete Anhaltspunkte für eine 
Straftat und eine Beteiligung der betroffenen Person daran vorliegen, die Untersu-
chungsbehörden somit das Bestehen eines dringenden Tatverdachts mit vertretba-
ren Gründen bejahen durften. Im Haftprüfungsverfahren genügt der Nachweis von 
konkreten Verdachtsmomenten, wonach das inkriminierte Verhalten mit erheblicher 
Wahrscheinlichkeit die fraglichen Tatbestandsmerkmale erfüllen könnte. Das Be-
schleunigungsgebot in Haftsachen lässt keinen Raum für ausgedehnte Beweis-
massnahmen zu. Zur Frage des dringenden Tatverdachts hat das Haftgericht we-
der ein eigentliches Beweisverfahren durchzuführen, noch dem erkennenden 
Strafgericht vorzugreifen (vgl. zum Ganzen: BGE 137 IV 122 E. 3.2 mit Hinweisen). 
Die Anforderungen an den dringenden Tatverdacht sind zu Beginn der Strafunter-
suchung noch geringer, im Laufe des Verfahrens ist ein immer strengerer Massstab 
an die Erheblichkeit und Konkretheit des Tatverdachts zu stellen (vgl. Urteil des 
Bundesgerichts 1B_34/2007 vom 27. März 2007 E. 3.3 mit Hinweisen). 

4.2 Der Beschwerdeführer wird dringend verdächtigt, gemeinsam mit weiteren Be-
schuldigten in der Schweiz, insbesondere im Kanton Bern, gewerbsmässig Laden- 
und Opferstockdiebstähle begangen zu haben, um seinen Lebensunterhalt davon 
zu bestreiten. Er soll seit dem 10. Juli 2018 zusammen mit einem Kollegen täglich 
mit einem Fahrzeug mit britischem Kontrollschild in der Schweiz unterwegs gewe-
sen sein. Nebst Einkaufsläden hätten der Beschwerdeführer und seine Kollegen 
täglich mehrere, vorwiegend katholische Kirchen und Kapellen aufgesucht, in wel-
chen der Beschwerdeführer den Opferstöcken mithilfe einer besonderen Vorrich-
tung Geld entnommen habe. Der Beschwerdeführer (und auch sein Kollege) hätten 
in dieser Zeit mehrfach Geld aus der Schweiz in die Heimat überwiesen. Bei der 
Ausreise aus der Schweiz am 21. Juli 2018 seien sie durch das Grenzwachtkorps 
kontrolliert worden. Dabei seien in ihren Koffern zahlreiche hochwertige alkoholi-
sche Getränke, Elektronikgeräte, Parfums, Rasierklingen und Kaffee im Wert von 
ca. CHF 3‘500.00 sichergestellt worden, deren rechtmässiger Kauf nicht habe 
nachgewiesen werden können. 

4.3 Der Beschwerdeführer bestreitet den dringenden Tatverdacht. Er macht geltend, 
das Zwangsmassnahmengericht stütze sich auf teilweise unbelegte Schilderungen 
in Berichten der Kantonspolizei. Es genüge nicht, auf blosse Berichtsrapporte ab-
zustellen. Das Ergebnis der Observation vor dem 10. Juli 2018 könne nicht berück-
sichtigt werden. Bezüglich der Opferstockdiebstähle in der Zeitspanne bis zum 
21. Juli 2018 gründe der Verdacht einzig auf Beobachtungen der Polizei. Die be-

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troffenen Kirchen hätten keine gesicherten Angaben bezüglich allfälliger Deliktsbe-
träge angeben können und bisher keinen Strafantrag gestellt. Die Beobachtungen 
und Vermutungen der Polizei genügten nicht, um einen dringenden Tatverdacht 
des gewerbsmässigen Diebstahls zu begründen. Gleich verhalte es sich betreffend 
die angeblichen Ladendiebstähle. Der Beschwerdeführer habe nachweislich Geld 
in die Schweiz eingeführt, um damit Bussen zu bezahlen. Es sei nicht unüblich, 
dass ausländische Personen Geld von der Schweiz ins Ausland transferieren wür-
den, um z.B. ihre Verwandten zu unterstützen. Auch die nachgewiesenen Geldü-
berweisungen vermöchten demnach nicht als Beweis hinsichtlich des Vorwurfs des 
gewerbsmässigen Diebstahls zu dienen. Es lägen nicht genügend aktenmässig be-
legte Anhaltspunkte vor, die einen dringenden Tatverdacht ergeben würden, der 
eine Festnahme in Untersuchungshaft rechtfertige.

4.4 Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers liegen genügend konkrete An-
haltspunkte für die Annahme des dringenden Tatverdachts wegen gewerbsmässi-
gen Diebstahls vor. Die dem Zwangsmassnahmengericht resp. der Beschwerde-
kammer in Strafsachen zur Kenntnis gebrachten Akten vermögen im vorliegenden 
Verfahrensstadium (Anfang der Strafuntersuchung) den dringenden Tatverdacht 
ausreichend klar darzutun, auch wenn der Umfang des gewerbsmässigen Dieb-
stahls (zeitlich, mengenmässig, personell) derzeit noch ungeklärt ist. 

Aus den Berichtsrapporten der Kantonspolizei vom 12. Juli 2018 betreffend Antrag 
technische Überwachung und Observation sowie vom 13. August 2018 betreffend 
Antrag Edition Geldüberweisung ergibt sich, dass von der Polizei verdächtiges 
Verhalten im Zusammenhang mit dem Fahrzeug .________(Nr.) festgestellt wor-
den ist. Aufgrund dessen wurde dieses sowie die sich darin befindenden Personen 
(Beschwerdeführer; D.________) ab 10. Juli 2018 polizeilich observiert. Dabei 
wurde festgestellt, dass insbesondere der Beschwerdeführer neben Einkaufsläden 
wie Coop, Denner und Landi täglich mehrere vorwiegend katholische Kirchen und 
Kapellen aufgesucht hat. Der Beschwerdeführer hielt sich gemäss Angaben der 
Polizisten jeweils längere Zeit bei den Spendenkassen/Opferstöcken der Kirchen 
auf und hantierte mittels eines länglichen Gegenstandes im Spendenschlitz. Neben 
den erwähnten Kirchenbesuchen wurden gemäss Feststellung in den polizeilichen 
Berichtsrapporten vom 12. Juli und 13. August 2018 tagtäglich ebenfalls durch-
schnittlich sechs Einkaufsläden von Coop, Denner und Landi angefahren. Dabei 
konnte von der Polizei unter anderem mehrmals beobachtet werden, wie der Be-
schwerdeführer im entsprechenden Laden verschiedene Waren (Fleisch, Toiletten-
artikel, Elektronik, Geräte und hochprozentiger Alkohol) im mitgeführten Rucksack 
verstaute, um danach ohne diese Waren zu bezahlen nach draussen zum warten-
den Begleiter zurückzukehren. Während sich der Beschwerdeführer in den Kirchen 
und Geschäften aufhielt und mutmasslich Delikte beging, wartete D.________ je-
weils im Fahrzeug. 

Das lange Aufhalten bei den Opferstöcken sowie das Hantieren mittels eines läng-
lichen Gegenstandes im Spendenschlitz in den Kirchen deuten klar auf die Bege-
hung von Opferstockdiebstählen oder zumindest deren Versuch hin. Dass die be-
troffenen Kirchen keine gesicherten Angaben bezüglich fehlender Geldbeträge ma-
chen konnten, spricht nicht gegen die Begehung der Diebstähle. Dies ist bei Opfer-

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stockdiebstählen vielmehr immer so, da die Spenden der Gläubigen, welche sich in 
den Opferstöcken befinden, noch nicht gezählt worden sind und folglich die Kirchen 
keine Kenntnis von der Höhe der Spenden haben können. 

Im Berichtsrapport vom 13. August 2018 wurde festgehalten, dass einige der er-
wähnten Einkaufsläden im Anschluss an die Begehung der Diebstähle kontaktiert 
worden seien. Diese hätten indes keinen Diebstahl bemerkt oder aufgezeichnet. 
Hierzu ist zunächst festzuhalten, dass die Diebstähle von den Polizisten beobach-
tet worden sind und keine Anhaltspunkte vorliegen, weshalb diese Feststellungen 
in Frage gestellt werden sollten. Weiter kommt hinzu, dass es sich bei den Ein-
kaufsläden um Selbstbedienungsläden gehandelt hat, weshalb Diebstähle nicht 
ohne weiteres festgestellt werden können. Die Einkaufsläden sind zudem erfah-
rungsgemäss nicht in jedem Winkel videoüberwacht. Dass die Inhaber der Ein-
kaufsläden keinen Diebstahl festgestellt haben, spricht demnach nicht gegen die 
Beobachtungen der Polizisten. 

Die polizeilichen Berichtsrapporte sind detailliert und umschreiben die Feststellun-
gen der Polizisten betreffend die Opferstockdiebstähle und die Ladendiebstähle 
einlässlich. Darauf kann entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers abge-
stellt werden (vgl. Beschluss des Obergerichts des Kantons Bern BK 12 247 vom 
1. Oktober 2012 E. 3.6). Der Beschluss des Obergerichts des Kantons Bern BK 17 
509 vom 21. Dezember 2017 E. 4.5 ff., auf welchen der Beschwerdeführer ver-
weist, ist mit der vorliegenden Ausgangslage nicht vergleichbar, lag doch dort kein 
detaillierter Berichtsrapport vor. Ebenfalls ergibt sich entgegen der Auffassung des 
Beschwerdeführers aus dem Urteil des Bundesgerichts 6B_830/2013 vom 10. De-
zember 2013 E. 1.4, welches eine Nichtanhandnahmeverfügung betraf, nicht, dass 
es vorliegend an einem hinreichenden Tatverdacht fehlt. Die Polizisten haben keine 
Vermutungen geäussert, sondern umschrieben, was sie gesehen haben (insbe-
sondere die Diebstähle in den Einkaufsläden sowie das über eine lange Zeit Han-
tieren an den Opferstöcken). 

Soweit der Beschwerdeführer beanstandet, es fehlten Belege hinsichtlich der Aus-
führungen der Polizisten im Berichtsrapport vom 13. August 2018, wonach er be-
reits im März 2018 betreffend Opferstockdiebstählen verdächtigt worden sei, hin-
sichtlich der Verkehrskontrolle in E.________(Ortschaft) vom 5. April 2018, einem 
angeblichen Ladendiebstahl vom 26. Juni 2018 im F.________(Einkaufszentrum) 
sowie betreffend die Anhaltung vom 5. Juli 2018, ist ihm entgegenzuhalten, dass er 
den Ladendiebstahl vom 26. Juni 2018 selbst eingestanden hat (vgl. Z. 52 ff. des 
Einvernahmeprotokolls vom 30. August 2018). Hinsichtlich der Anhaltung vom 
5. Juli 2018 wurde dem Berichtsrapport zudem ein Überweisungsbeleg des Be-
schwerdeführers vom 4. Juli 2018 über einen Betrag von CHF 480.00 beigelegt, 
wodurch die Feststellungen der Polizei untermauert wurden.

Aus dem Berichtsrapport vom 13. August 2018 geht weiter hervor, dass der Be-
schwerdeführer, D.________ und eine weitere Person am 21. Juli 2018 bei der 
Ausreise mit dem Fahrzeug .________(Nr.) aus der Schweiz durch das 
Grenzwachtkorps kontrolliert wurden. Die Durchsuchung der Effekte ergab, dass 
sich in allen drei Rollkoffern, welche den vorgenannten Personen zugeordnet wer-
den konnten, insbesondere hochwertige alkoholische Getränke, Elektro- und Elek-

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tronikgeräte, Parfums, Rasierklingen sowie Kaffee im Wert von ca. CHF 3‘500.00 
befunden haben. Die drei Personen konnten keine Angaben über deren rechtmäs-
sigen Kauf machen. Auch dies stellt in Kombination mit den weiter vorliegenden 
konkreten Verdachtsmerkmalen einen Anhaltspunkt für die Annahme der Bege-
hung von gewerbsmässigem Diebstahl dar. 

Es dürfte in der Zeit der Observation auch mehrfach zu Geldüberweisungen in die 
Heimat des Beschwerdeführers gekommen sein. Namentlich ist bei der Observati-
on aufgefallen, dass der Beschwerdeführer den Kiosk G.________ an der 
H.________(Adresse) häufig aufgesucht hat (vgl. S. 3 des Berichtsrapports vom 
13. August 2018). Von dort stammen zwei Überweisungsbelege, welche der Be-
schwerdeführer mit sich geführt hat. Am 4. Juli 2018 hat der Beschwerdeführer ei-
nen Betrag von CHF 480.00 an I.________ sowie am 29. August 2018 einen Be-
trag CHF 900.00 an J.________ überwiesen. Gleichentags überwies auch 
D.________ CHF 790.00 an K.________, seine Partnerin in L.________(Land). 
Der Beschwerdeführer konnte hinsichtlich dieses Geldflusses keine plausiblen An-
gaben machen. Er gab anlässlich der delegierten Einvernahme am 29. August 
2018 an, mit CHF 1‘800.00 in die Schweiz gekommen zu sein. Davon habe er Bus-
sen bezahlt (Z. 97 f.; 109 ff. des Protokolls). Bei der Hafteröffnungseinvernahme 
vom 30. August 2018 hielt er fest, er habe davon eine Busse von ca. CHF 750.00 
und eine solche von CHF 600.00 bezahlt. Weiter habe er in E.________(Ortschaft) 
eine Busse von CHF 1'000.00 bezahlen wollen, die Polizei habe aber keine offene 
Rechnung im System finden können. Weil er das Geld für das Bezahlen der Bus-
sen ausgeliehen habe, habe er dieses wieder nach Hause geschickt. Es habe sich 
dabei um den Betrag von CHF 900.00 gehandelt. Zudem will der Beschwerdeführer 
ein Abonnement bei der SBB im Betrag von CHF 695.00 bezahlt haben, um mit 
dem Zug reisen zu können (Z. 74 ff.; 93 ff.; 99 f.; 115 f. des Protokolls). Wenn auf 
die Angaben des Beschwerdeführers abgestellt wird, er sei vor zwei Tagen mit 
CHF 1‘800.00 in die Schweiz gekommen, habe dann Bussen von insgesamt 
CHF 1‘350.00 bezahlt, eine Überweisung von CHF 900.00 nach L.________(Land) 
getätigt und den Betrag von CHF 695.00 an die SBB bezahlt, ist augenfällig, dass 
dies rechnerisch nicht aufgeht. Bei der Anhaltung durch die Polizei hatte der Be-
schwerdeführer noch knapp CHF 30.00, 35 Euro sowie 2 US Dollar bei sich. Die 
zwischenzeitlich bereits teilweise vorliegenden edierten Unterlagen bei den Geld-
transferinstitutionen erhärten den Tatverdacht. Aus diesen Unterlagen geht hervor, 
dass der Beschwerdeführer im März, Juni sowie Juli 2018 etliche Geldüberweisun-
gen im Gesamtbetrag von mehreren tausend Franken an diverse Personen in 
M.________(Ortschaft), dem Wohnort des Beschwerdeführers, insbesondere auch 
an D.________ (Mitbeschuldigter), getätigt hat. 

Von der Staatsanwaltschaft wurde in ihrer oberinstanzlichen Stellungnahme zu 
Recht darauf hingewiesen, dass der am 4. September 2018 angehaltene 
N.________ anlässlich seiner staatsanwaltschaftlichen Einvernahme vom 5. Sep-
tember 2018 den Beschwerdeführer belastete, Diebstähle begangen zu haben, 
womit auch von daher der dringende Tatverdacht des gewerbsmässigen Diebstahls 
gestützt wird. So gab N.________ etwa an, der Beschwerdeführer habe Getränke-
flaschen gestohlen (Z. 38 ff. des Protokolls). Die Getränke seien an mehreren Ta-
gen geklaut worden (Z. 142 ff. des Protokolls). Der Beschwerdeführer habe gesagt, 

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dass sie in die Schweiz fahren würden und versuchen würden, Flaschen mit Ge-
tränken zu stehlen. Sie seien in die Schweiz gekommen, um zu stehlen (Z. 52 ff. 
des Protokolls). Der Beschwerdeführer habe zu ihm gesagt, dass sie Werkzeuge 
stehlen gingen (Z. 66 ff. des Protokolls). Der Beschwerdeführer habe eine grosse 
Bohrmaschine gestohlen (Z. 159 ff. des Protokolls). Am 27. Juni 2018 seien sie 
ausgereist und ca. eine Stunde später wieder in die Schweiz eingereist. Der Be-
schwerdeführer habe gesagt, wenn sie das so machen würden, hätten sie keine 
Probleme, da sie im System als ausgereist gelten würden. Der Beschwerdeführer 
habe dann frisch und fröhlich Kleider, Hygieneartikel, Getränke etc. gestohlen 
(Z. 164 ff.; 180 ff. 199 ff.; 208 ff. des Protokolls). Anlässlich der Kontrolle vom 
21. Juli 2018 wurden solche Gegenstände wie von N.________ umschrieben, si-
chergestellt (vgl. die Erwägungen hiervor). 

Der Beschwerdeführer selbst machte nicht nur wenig glaubhafte Aussagen hin-
sichtlich der von ihm getätigten Geldüberweisungen, sondern er widersprach sich 
auch hinsichtlich der Frage, seit wann er sich in der Schweiz aufhalte. So gab er 
anlässlich der polizeilichen Befragung am 29. August 2018 noch an, dass er seit 
einem Monat auf dem Campingplatz in O.________(Ortschaft) sei (vgl. Z. 57 ff.; 92 
f. des Protokolls). Anlässlich der Hafteröffnung einen Tag später machte er demge-
genüber geltend, sich erst seit zwei Tagen in der Schweiz aufzuhalten (vgl. Z. 37 f. 
des Protokolls). Nach Vorhalten und der Frage, ob er schon länger als die zwei Ta-
ge in der Schweiz sei, antwortete er, «ja und nein», ohne dies weiter zu begründen 
(vgl. Z. 129 ff. des Protokolls). Die Fragen, was er in der Schweiz mache, ob er in 
der Schweiz gearbeitet habe, wie lange er in der Schweiz bleiben wolle und mit 
wem er im Juli 2018 in der Schweiz gewesen sei, antwortete er mit «das sei privat» 
(vgl. Z. 44 f.; 47 f.; 57 f.; 60 f. des Protokolls). 

Schliesslich ist auch zu berücksichtigen, dass der Beschwerdeführer bereits am 
6. August 2018 von der Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland wegen gewerbsmässi-
gen Diebstahls zu 60 Tagen unbedingter Freiheitsstrafe verurteilt worden ist (vgl. 
Eintrittsblatt des Regionalgefängnisses vom 29. August 2018). 

4.5 Gestützt auf die Feststellungen der Polizei, die nicht erklärbaren Geldüberweisun-
gen des Beschwerdeführers, die anlässlich der Durchsuchung der Effekte am 
21. Juli 2018 festgestellten Gegenstände im Gesamtwert von CHF 3‘500.00, deren 
rechtmässiger Verkauf nicht dargetan werden konnte, die erst kürzlich verzeichnete 
Vorstrafe des Beschwerdeführers wegen gewerbsmässigen Diebstahls, die wider-
sprüchlichen Aussagen des Beschwerdeführers sowie die derzeit als glaubhaft zu 
würdigenden Aussagen von N.________ bestehen im vorliegenden Verfahrenssta-
dium genügend konkrete Anhaltspunkte, dass der Beschwerdeführer gewerbsmäs-
sig Diebstähle in Einkaufsläden und Kirchen, namentlich bei Opferstöcken, began-
gen hat. Der dringende Tatverdacht ist mittels der detaillierten Polizeirapporte, wel-
cher die Feststellungen der Polizisten ausführlich umschreiben, sowie der Über-
weisungsbelege und der Einvernahmeprotokolle hinreichend belegt. Beim Tatbe-
stand des gewerbsmässigen Diebstahls ist zudem kein Strafantrag erforderlich 
(Art. 172ter Abs. 2 StGB). 

9

5.

5.1 Neben dem dringenden Tatverdacht setzt die Untersuchungshaft einen besonderen 
Haftgrund im Sinne von Art. 221 Abs. 1 Bst. a-c StPO voraus. Das Zwangsmass-
nahmengericht stützt sich u.a. auf den Haftgrund der Fluchtgefahr. Fluchtgefahr 
gemäss Art. 221 Abs. 1 Bst. a StPO liegt vor, wenn ernsthaft zu befürchten ist, 
dass sich die beschuldigte Person durch Flucht der Strafverfolgung oder der zu er-
wartenden Sanktion entzieht. Im Vordergrund steht dabei eine mögliche Flucht ins 
Ausland, denkbar ist jedoch auch ein Untertauchen im Inland (Urteil des Bundesge-
richts 1B_240/2017 vom 7. Juli 2017 E. 3.2). Bei der Bewertung, ob Fluchtgefahr 
besteht, sind die gesamten konkreten Verhältnisse zu berücksichtigen. Es müssen 
Gründe vorliegen, die eine Flucht nicht nur als möglich, sondern als wahrscheinlich 
erscheinen lassen. Die Schwere der drohenden Strafe darf als Indiz für die Flucht-
gefahr gewertet werden. Sie genügt jedoch für sich allein nicht, um den Haftgrund 
zu bejahen (BGE 125 I 60 E. 3a; Urteil des Bundesgerichts 1B_407/2016 vom 
28. November 2016 E. 3.1, auch zum Folgenden). Vielmehr müssen die konkreten 
Umstände, insbesondere die gesamten Lebensverhältnisse der beschuldigten Per-
son, in Betracht gezogen werden. So ist es zulässig, die familiären und sozialen 
Bindungen der inhaftierten Person, deren berufliche Situation und Schulden sowie 
private und geschäftliche Kontakte ins Ausland und Ähnliches mit zu berücksichti-
gen (FORSTER, in: Basler Kommentar, Schweizerische Strafprozessordnung, 
2. Aufl. 2014, N. 5 zu Art. 221 StPO). Bei einer Person ausländischer Nationalität 
sind ferner der Aufenthaltsstatus, die Anwesenheitsdauer in der Schweiz und die 
familiären Beziehungen von Bedeutung. Wer im Fall einer Haftentlassung von den 
Migrationsbehörden ausgewiesen wird, dürfte kaum mehr einen Anlass sehen, sich 
weiterhin dem Verfahren zu stellen, selbst wenn er eigentlich die Schweiz gar nicht 
verlassen will. Ein gewichtiges Indiz für Fluchtgefahr stellen auch unklare Wohn- 
und Arbeitsverhältnisse dar (HUG/SCHEIDEGGER, in: Kommentar zur Schweizeri-
schen Strafprozessordnung, 2. Aufl. 2014, N. 17 zu Art. 221 StPO).

5.2 Der Beschwerdeführer ist L.________(Land) Staatsangehöriger. Er hat eine Ehe-
frau sowie zwei kleine Kinder in L.________(Land) und wohnt mit diesen zusam-
men. Er befindet sich als angeblicher Tourist in der Schweiz und konnte nicht sa-
gen, wie lange er sich noch in der Schweiz aufhalten will. Er verfügt weder über ein 
Domizil noch über Verwandte oder Bekannte in der Schweiz. Auch hat er keine Ar-
beitsstelle oder eine andere gesicherte Einkunft in der Schweiz. Mithin hat er keine 
Bindung zur Schweiz. Es besteht der dringende Verdacht, dass der Beschwerde-
führer einzig zum Zweck der Verübung von Delikten in die Schweiz eingereist ist. 
Die persönlichen Verhältnisse lassen eine Fluchtgefahr nicht nur als möglich, son-
dern als sehr wahrscheinlich erscheinen. Dem Indiz der Schwere der drohenden 
Strafe kommt bei dieser Ausgangslage keine ausschlaggebende Bedeutung zu. 
Der Beschwerdeführer hat keinen Grund, länger in der Schweiz zu bleiben oder 
sich dem Strafverfahren zu stellen. Zwar hat er sich am 29. August 2018 selbstän-
dig bei der Polizei gemeldet. Zu diesem Zeitpunkt hatte er indes noch keine Kennt-
nis von dem gegen ihn geführten Strafverfahren. Zudem meldete er sich dort, um 
Gegenstände abzuholen und nicht, um sich zu stellen. Mit der Anordnung der Un-
tersuchungshaft soll verhindert werden, dass sich der Beschwerdeführer dem 
Strafverfahren sowie der zu erwartenden Sanktion entzieht. Das Strafverfahren be-

10

findet sich derzeit im Vorverfahren. Der Beschwerdeführer muss insbesondere 
noch mit den detaillierten Observationsergebnissen gemäss dem noch in Bearbei-
tung stehenden Observationsbericht konfrontiert werden. Seine Anwesenheit im 
Verfahren ist daher weiterhin notwendig. Das Zwangsmassnahmengericht hat so-
mit die Fluchtgefahr beim Beschwerdeführer zu Recht bejaht. Ausführungen zur 
Frage der Kollusionsgefahr erübrigen sich. 

6.

6.1 Nach Art. 212 Abs. 2 Bst. c StPO sind freiheitsentziehende Zwangsmassnahmen 
aufzuheben, sobald Ersatzmassnahmen nach Art. 237 StPO zum gleichen Ziel 
führen. Darüber hinaus hat eine in Haft gehaltene Person gemäss Art. 5 Ziff. 3 der 
Konvention zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK; 
SR 0.101) Anspruch darauf, innerhalb einer angemessenen Frist abgeurteilt oder 
während des Verfahrens aus der Haft entlassen zu werden. Dass eine an sich 
rechtmässige Haft nicht übermässig lange dauern darf, ergibt sich aus dem Verfas-
sungsrecht der persönlichen Freiheit. Eine übermässige Haft liegt dann vor, wenn 
die Haft die mutmassliche Dauer der zu erwartenden Strafe übersteigt (sog. Über-
haft; BGE 139 IV 270 E. 3.1). 

6.2 Der Beschwerdeführer wurde am 29. August 2018 festgenommen. Die Untersu-
chungshaft wurde für drei Monate angeordnet. Wie das Zwangsmassnahmenge-
richt zu Recht festhält, droht mit Blick auf den gegenüber dem Beschwerdeführer 
erhobenen Vorwurf des gewerbsmässigen Diebstahls (Art. 139 Ziff. 2 StGB; «Frei-
heitsstrafe bis zu zehn Jahren oder Geldstrafe nicht unter 90 Tagessätze») und der 
Berücksichtigung der Vorstrafe wegen gewerbsmässigen Diebstahls (unbedingte 
Freiheitsstrafe von 60 Tagen) noch keine Überhaft. Dies wird auch vom Beschwer-
deführer nicht geltend gemacht. Indes rügt er sinngemäss eine Verletzung des Be-
schleunigungsgebots durch mangelhaftes Vorantreiben des Verfahrens. Bereits vor 
zwei Monaten sei die Untersuchung gegen ihn eröffnet worden und er sei obser-
viert worden. Trotzdem könne die Staatsanwaltschaft keine konkreten Belastungen 
vorweisen und stütze sich vorwiegend auf Rapporte der Kantonspolizei ab, welche 
nicht aussagekräftig seien.

6.3 Eine Haftentlassung wegen Verletzung des Beschleunigungsgebots kommt nur bei 
besonders schwer wiegenden bzw. häufigen Versäumnissen in Frage, die 
erkennen lassen, dass die verantwortlichen Behörden nicht gewillt oder nicht in der 
Lage sind, dem Beschleunigungsgebot in Haftsachen Rechnung zu tragen (BGE 
137 IV 92 E. 3.1; 128 I 149 E. 2.2; je mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 
1B_498/2016 vom 24. Januar 2017 E. 2.3.2, OBERHOLZER, Grundzüge des 
Strafprozessrechts, 3. Aufl., N. 937). Davon kann vorliegend nicht die Rede sein. 
Es trifft zu, dass bereits Mitte Juli 2018 ein Strafverfahren gegen den 
Beschwerdeführer wegen gewerbsmässigen Diebstahls eröffnet worden ist. Der 
Beschwerdeführer wurde in der Folge observiert. Es versteht sich von selbst, dass 
in der Zeit der Observation keine Ermittlungshandlungen durchgeführt werden 
konnten, welche die Observation behindert hätten. Seit der Verhaftung des 
Beschwerdeführers am 29. August 2018 wurde er zweimal einvernommen. 
Ebenfalls erfolgten Einvernahmen der weiter verdächtigen Personen. Die 

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Staatsanwaltschaft hat zudem gleichentags mit der Verhaftung diverse 
Geldtransferinstitutionen zur Herausgabe von Unterlagen aufgefordert. Am 4. 
September 2018 erfolgte eine Durchsuchung des Zeltes auf dem Campingplatz in 
P.________(Ortschaft), welches vom Beschwerdeführer sowie anderen 
Beschuldigten bewohnt wurde (vgl. Hausdurchsuchungsbefehl vom 31. August 
2018). Sodann wurde die Polizei am 31. August 2018 aufgefordert, baldmöglichst 
einen detaillierten Amtsbericht über die Beobachtungen und Erkenntnisse aus der 
angeordneten Observation zukommen zu lassen. Dieser steht noch aus. 
Angesichts der vorstehend geschilderten Ermittlungshandlungen der 
Staatsanwaltschaft ergibt sich ohne Weiteres, dass das Verfahren beförderlich 
behandelt und das Beschleunigungsgebot nicht verletzt wurde. Hinsichtlich des 
hinreichenden Tatverdachts sowie der Berücksichtigung der polizeilichen 
Berichtsrapporte wird auf E. 4.4 hiervor verwiesen. 

6.4 Die Staatsanwaltschaft führt als geplante Ermittlungshandlungen aus, der 
Beschwerdeführer werde gestützt auf die durchgeführte Observation zu den 
konkreten Vorwürfen zu befragen sein. Weiter würden die Mobiltelefone 
ausgewertet. Zudem sei der Beschwerdeführer erkennungsdienstlich zu behandeln 
und es sei abzuwarten, ob sich daraus Hinweise auf weitere Strafteten ergeben 
würden, die ihm zugeordnet werden könnten. Nach Eingang der edierten 
Unterlagen betreffend Geldtransfer müsse beurteilt werden, inwiefern sich gestützt 
darauf weitere Ermittlungsansätze ergeben würden. Die Dauer der Anordnung der 
Untersuchungshaft von drei Monaten ist angesichts der noch durchzuführenden 
staatsanwaltschaftlichen Aufgaben nicht zu beanstanden. Die bereits vorliegenden 
edierten Unterlagen der Geldtransferinstitutionen deuten klar auf einen weiteren 
Ermittlungsbedarf hin. 

6.5 Ersatzmassnahmen, welche eine Flucht zu verhindern vermöchten, sind vorliegend 
nicht ersichtlich. Solche werden auch vom Beschwerdeführer nicht geltend ge-
macht. 

7. Nach dem Gesagten ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen. Es ist festzustellen 
dass das rechtliche Gehör des Beschwerdeführers verletzt worden ist. Soweit wei-
tergehend ist die Beschwerde abzuweisen.

8.

8.1 Der Beschwerdeführer dringt zwar mit seinem Antrag auf Haftentlassung nicht 
durch. Mit Blick auf die festgestellte Gehörsverletzung rechtfertigt sich jedoch, dass 
der Kanton Bern die Hälfte der Kosten des Beschwerdeverfahrens trägt. Diese 
werden bestimmt auf CHF 1‘600.00 und je zur Hälfte dem Beschwerdeführer und 
dem Kanton Bern auferlegt (Art. 428 Abs. 1 StPO).

8.2 Die Entschädigung der amtlichen Verteidigerin des Beschwerdeführers für ihre 
Aufwendungen im Beschwerdeverfahren ist am Ende des Verfahrens durch die 
Staatsanwaltschaft oder das urteilende Gericht festzusetzen (Art. 135 Abs. 2 
StPO). Die Hälfte dieser Entschädigung ist von einer Rück- und Nachzahlungs-
pflicht gemäss Art. 135 Abs. 4 Bst. a und b StPO ausgenommen. 

12

Die Beschwerdekammer in Strafsachen beschliesst:

1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Es wird festgestellt, dass das Zwangs-
massnahmengericht Oberland das rechtliche Gehör des Beschwerdeführers verletzt 
hat. Soweit weitergehend wird die Beschwerde abgewiesen. 

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens, bestimmt auf CHF 1‘600.00, werden zur Hälf-
te, ausmachend CHF 800.00, dem Beschwerdeführer auferlegt. Die andere Hälfte 
trägt der Kanton Bern.

3. Die amtliche Entschädigung für das Beschwerdeverfahren wird am Ende des Verfah-
rens durch die Staatsanwaltschaft oder das urteilende Gericht festgesetzt.

4. Zu eröffnen:
- dem Beschuldigten/Beschwerdeführer, a.v.d. Rechtsanwältin B.________
- dem Regionalen Zwangsmassnahmengericht Oberland, Gerichtspräsident 

Q.________ (mit den Akten)
- Staatsanwältin C.________, Regionale Staatsanwaltschaft Oberland

(mit den Akten)

Mitzuteilen:
- der Generalstaatsanwaltschaft

Bern, 25. September 2018 Im Namen der Beschwerdekammer
in Strafsachen

Die Präsidentin:

Oberrichterin Schnell

Die Gerichtsschreiberin:

Lauber

Die Kosten des Beschwerdeverfahrens werden durch die Beschwerdekammer in Strafsachen in Rechnung 
gestellt.

Rechtsmittelbelehrung
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung beim Bundesgericht, Av. du Tribunal fédéral 29, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in Strafsachen gemäss Art. 39 ff., 78 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 
17. Juni 2005 über das Bundesgericht (Bundesgerichtsgesetz, BGG; SR 173.110) geführt werden. Die Be-
schwerde muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entsprechen.