# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 31c3da01-8484-5223-b6cf-aa68deecfd02
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-07-05
**Language:** de
**Title:** Invalidenrente, Kurzurteil.
**Docket/Reference:** IV.2013.00036
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/IV.2013.00036.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
IV.2013.00036
III. Kammer
Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender
Sozialversicherungsrichterin Daubenmeyer
Sozialversicherungsrichterin Fehr
Gerichtsschreiberin Locher
Urteil
vom
5. Juli 2013
in Sachen
X.___
Beschwerdeführer
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Peter Stadler
Dufourstrasse
140, 8008 Zürich
gegen
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich
Beschwerdegegnerin
Sachverhalt:
1.
Mit Verfügung vom 28. November 2012 sprach die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
X.___
eine halbe Rente der Invalidenversicherung zu (Urk. 2).
2.
Dagegen erhob der Versicherte am 11. Januar 2013 Beschwerde (Urk. 1). Mit Beschwerdeantwort vom 20. März 2013 schloss die IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 7). Am 25. April 2013 erstattete der Beschwerdeführer die Replik (Urk. 11). Die Beschwerdegegnerin verzichtete
am 5. Juni 2013
auf Dup
lik (Urk. 14). Am 27. Juni 2013 wurde eine Instruktionsverhandlung
durchge
führt
(vgl. Urk. 15 und Protokoll S. 4), zu welcher der Beschwerdeführer in Begleitung von Rechtsanwalt Dr. Peter Stadler erschien (vgl. Vollmacht vom 24. Juni 2013 [Urk. 19]). Die Beschwerdegegnerin hatte am 20. Juni 2013 den Verzicht auf eine Teilnahme an der Instruktionsverhandlung erklärt (Urk. 17), nachdem ihr das persönliche Erscheinen freigestellt worden war (vgl. Urk. 15).
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
Aus medizinischer Sicht ist aufgrund des Gutachtens von Dr. med.
Y.___
, Fach
arzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 22. Dezember 2011 (Urk. 8/89) erstellt, dass der Beschwerdeführer in einer
behinderungsangepass
ten
Tätigkeit zu 50 % arbeitsfähig ist (S. 10). Dies wird auch von den Parteien anerkannt (Urk. 2 und Urk. 18).
2.
2.1
Strittig ist dagegen der von der Beschwerdegegnerin vorgenommene
Einkommens
vergleich
.
Bei der Ermittlung des
Valideneinkommen
s
ist entscheidend, was d
er Versi
cherte
im massgebenden Zeitpunkt nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde
r
tatsächlich verdienen würde. Die
Einkom
mensermittlung
hat so konkret wie möglich zu erfolgen (Urteil des damaligen Eidgenössischen Versicherungsgerichts I 835/02 vom 18. November 2003
E.
7.1.1 mit weiteren Hinweisen).
Die Beschwerdegegnerin ging
in
ihrer Beschwerdeantwort vom 20. März 2013 (Urk. 7) von einem monatlichen Bruttolohn
in der
Maschinenbau
-Branche
für männliche Arbeitskräfte an Arbeitsplätzen des Anforderungsniveaus 3 von Fr.
6‘392.-- aus
(vgl. Tabelle TA 1 der LSE 2010 [S. 26])
.
Aufgerechnet auf die
im Sektor 2
in den Bereichen Verarbeitendes Gewerbe/Herstellung von Waren – w
orunter auch die Tätigkeit als
Automatiker
fällt – gelten
de,
durchschnittliche betriebsübliche Arbeitszeit von 41.2 Stunden pro Woche im Jahr 2011 (Die Volkswirtschaft 06-2013, S. 90 Tabelle B 9.2) und angepasst an die Entwicklung der Nominallöhne der Männer von 2‘150 Punkte
n
im Jahre 2010 auf 2‘171 Punkte im Jahr 2011 (Die Volkswirtschaft 06-2013, S. 91 Tabelle B 10.3) ergibt dies ein
Valideneinkommen
von Fr. 79‘777.
-- im Jahr
.
2.2
Für die Bestimmung des
In
valideneinkommens
ist primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Der Beschwerdeführer arbeitet
e im Zeitpunkt der
Rentenzusprache
seit mehr als sieben
Jahren
bei der
Z.___
AG
als Monteur
(
vgl.
Urk.
8/71)
.
Aus diesem Grund ist das Invalideneinkommen nicht anhand von statistischen Tabellenlöhnen, sondern ausgehend vom effektiv erzielten Ein
kommen des Beschwerdeführers zu bemessen.
Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Arbeitgeberin zwar im Zeitpunkt des Rentenbeginns einen Lohn von monat
lich Fr. 3‘383.-- entrichtete, der indes nicht der tatsächlichen Arbeitsleistung des Beschwerdeführers entsprach (Urk. 8/71/2 Ziff. 2.10, Urk. 8/71/11) und des
halb als Soziallohn nicht angerechnet werden darf. Vielmehr ist vom der Arbeitsleistung entsprechenden Lohn von Fr. 2‘500.-- (Urk. 8/71/2 Ziff. 2.10) auszugehen,
was einem Jahreseinkommen (inklusive 13. Monatslohn) von
Fr.
32‘500.-- entspricht.
2.3
Bei einem Invalideneinkommen von Fr. 32‘500.-- resultiert im Vergleich zum
Valideneinkommen
von Fr. 79‘777.-- eine Erwerbseinbusse von Fr. 47‘277.--, was einem Invaliditätsgrad von 59 % entspricht (zur Rundung: BGE 130 V 121 E. 3.2) und Anspruch auf eine halbe Rente
der Invalidenversicherung gibt. Dies wi
rd auch vom Beschwerdeführer anerkannt (vgl. Urk.
20
).
3
.
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die angefochtene Verfügung im Ergeb
nis nicht zu beanstanden ist. Die Beschwerde ist daher im Sinne der Erwägun
gen abzuweisen.
Das Gericht erkennt:
1.
Die
Beschwerde
wird
im Sinne der Erwägungen
abgewiesen.
2.
Die Gerichtskosten von Fr.
200
.-- werden
dem Beschwerdeführer
auferlegt.
Rechnung und Einzahlungsschein werden
dem
Kostenpf
lichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.
3.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Rechtsanwalt Dr. Peter Stadler
unter
Beilage
der Urk. 17
und
von
S. 4
des Proto
kolls
-
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
, unter Beilage
der
Urk.
18
-20 und
von
S. 4
des Protokolls
-
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
-
Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
4.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes
gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu
stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit
tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin
GräubLocher
EG/CL/IKversandt