# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4acd4462-7139-59f1-9e4c-48aa69c175f2
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2009-07-13
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 13.07.2009 ZK1 2009 12
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2009-12_2009-07-13.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

___________________________________________________________________________________________________

Ref.: Chur, 13. Juli 2009 Schriftlich mitgeteilt am:
ZK1 09 12

(Die gegen dieses Urteil beim Bundesgericht erhobenen Beschwerden sind mit 
Urteil vom 31. März 2010 abgewiesen worden).

Urteil 
I. Zivilkammer

Vorsitz Michael Dürst
Richter Brunner und Schlenker
Redaktion Aktuar ad hoc Pers

In der zivilrechtlichen Berufung

des B., Kläger und Berufungskläger, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Titus 
Marty, Obere Bahnhofstrasse 11, 9500 Wil SG, 

gegen

das Urteil des Bezirksgerichts Landquart vom 14. Januar 2009, mitgeteilt am 23. 
Februar 2009, in Sachen des Berufungsklägers gegen A., Beklagte und 
Berufungsbeklagte, vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Nicole Nobs, 
Kornhausstrasse 26, 9001 St. Gallen,

betreffend Abänderung Scheidungsurteil

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A. A., Bürgerin von Z., geboren am _, und B., Bürger von Z., geboren am _, 
heirateten am 25. Mai 1973 vor dem Zivilstandsamt Y.. Der Ehe entsprangen drei 
Kinder, die heute alle erwachsen sind. Mit Urteil des Bezirksgerichts Y. vom 22. 
Dezember 1989 wurde die Ehe der Parteien geschieden und B. zur Bezahlung 
einer Rente im Sinne des damaligen Art. 151 ZGB an A. verpflichtet. Im 
Berufungsverfahren vor Kantonsgericht St. Gallen wurde die von B. an seine 
geschiedene Ehefrau zu leistende Rente mit Urteil vom 22. Mai 1991, mitgeteilt 
am 16. Juli 1991, auf Fr. 2'500.-- bis zum 30. Juni 2000 und anschliessend auf Fr. 
2'800.-- festgesetzt; eine Indexierung wurde nur für die erste Phase vorgesehen. 

B. Am 7. Februar 2008 meldete B. beim Vermittleramt des Kreises Fünf Dörfer 
eine Klage auf Änderung des Scheidungsurteils des Kantonsgerichts St. Gallen 
vom 22. Mai 1991 bzw. auf Aufhebung der Rentenzahlungspflicht  an. Nach 
erfolglos verlaufener Sühneverhandlung vom 4. März 2008 bezog er den am 
gleichen Tag ausgefertigten Leitschein, welchen er mit Prozesseingabe vom 7. 
April 2008 mit folgendem Rechtsbegehren an das Bezirksgericht Landquart 
prosequierte:

„1. Es sei in Änderung des Urteils des Kantonsgerichts St. Gallen, 1. 
Zivilkammer, vom 22.5.1991 (Z1 16/1990) die Pflicht des Klägers zu 
einer Rentenzahlung an die Beklagte aufzuheben, eventuell die Höhe 
weiterhin zu bezahlender Rente angemessen herabzusetzen.

2. Es sei als vorsorgliche Massnahme für die Dauer des Verfahrens der 
vorliegenden Klage die Rentenzahlungspflicht des Klägers an die 
Beklagte aufzuheben, evtl. zu sistieren.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Beklagten.“

Zur Begründung liess er ausführen, dass sich seit dem Urteil des Kantonsgerichts 
St. Gallen verschiedene, teils altersbedingte Veränderungen seiner finanziellen 
Verhältnisse ergeben hätten, welche zu einer massiven Verringerung seiner 
Einkünfte geführt hätten. Seit dem 1. November 2007 bestehe sein Einkommen 
praktisch nurmehr aus der AHV-Rente und aus dem Eigenmietwert seines 
Einfamilienhauses, welches sich zudem durch anfallenden Verlust seiner C. AG 
vermindere. Er verfüge daher nicht mehr über die erforderliche Leistungsfähigkeit, 
um nebst einer Deckung seines eigenen Grundbedarfs der Beklagten weiterhin 
Rentenzahlungen leisten zu können. 

C. Die Beklagte beantragte mit Klageantwort vom 26. Mai 2008 die 
kostenfällige Abweisung der Klage sowie des Begehrens um vorsorgliche 

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Massnahmen. Für den Kläger hätten sich weder das Einkommen noch die 
Ausgaben negativ entwickelt und er lebe heute in besseren finanziellen 
Verhältnissen als zum Scheidungszeitpunkt. Doch selbst wenn eine 
Verschlechterung der Einkommenssituation eingetreten wäre, würde dies keinen 
Abänderungsgrund darstellen. Die Tatsache, dass der Kläger nach Aufgabe seiner 
Erwerbstätigkeit den Unterhaltsbeitrag nicht mehr mittels seines Einkommens 
bezahlen könne, sondern diesen aus seinem Vermögen finanzieren müsse, sei 
bereits im Scheidungsurteil vorhergesehen worden.

D. Auf Gesuch des Klägers vom 28. Mai 2008 wurde ein zweiter 
Schriftenwechsel durchgeführt. Mit Replik vom 7. Juli 2008 und Duplik vom 22. 
September 2008 hielten beide Parteien an ihren Rechtsbegehren fest.

E. Mit Verfügung vom 8. Januar 2009, mitgeteilt am 9. Januar 2009, wies der 
Bezirksgerichtspräsident Landquart das mit der Klage eingereichte Gesuch um 
Erlass vorsorglicher Massnahmen ab, wobei er die Kosten des vorsorglichen 
Massnahmeverfahrens einstweilen bei der Prozedur beliess. 

F. Mit Urteil vom 14. Januar 2009, mitgeteilt am 23. Februar 2009, erkannte 
das Bezirksgericht Landquart wie folgt:

„1. Die Klage wird vollumfänglich abgewiesen.

2. Die Kosten des Vermittlungsverfahrens vor dem Kreispräsidenten Fünf 
Dörfer in Höhe von Fr. 250.-- sowie die Kosten des Verfahrens vor 
Bezirksgericht Landquart, bestehend aus:

- einer Gerichtsgebühr von Fr. 2'495.--

- einer Schreibgebühr von Fr.    575.--

- den Barauslagen von Fr.    430.--

- den Kosten des vorsorgl. Massnahmeverfahrens Fr.    500.--

- sowie einem Streitwertzuschlag von Fr. 4'000.--

  total somit Fr. 8'000.--

werden dem Kläger auferlegt, welcher zudem gerichtlich verpflichtet 
wird, der Beklagten eine ausseramtliche Entschädigung von Fr. 
11'969.40 (Mehrwertsteuer darin enthalten) zu bezahlen.

3. (Rechtsmittelbelehrung).

4. (Mitteilung).“

G. Gegen dieses Urteil erhob B. mit Eingabe vom 16. März 2009 Berufung 
beim Kantonsgericht von Graubünden mit folgenden Anträgen:

„1. Es sei das Urteil des Bezirksgerichts Landquart vom 14. Januar 2009 
in allen Ziffern aufzuheben.

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2. Es sei die Klage gemäss Rechtsbegehren vor erster Instanz 
gutzuheissen, ev. sei die Streitsache zu neuer Beurteilung an die 
Vorinstanz zurückzuweisen.

 3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Beklagten.“

Weiter verlangte er eine Abnahme des in der Replik gestellten Beweisantrags auf 
Zeugeneinvernahme von D. und E. betreffend die Unverkäuflichkeit der 
Fabrikliegenschaft. Diesen Antrag lehnte die Vorsitzende der I. Zivilkammer des 
Kantonsgerichts von Graubünden nach Einholung der Stellungnahme der 
Berufungsbeklagten mit Verfügung vom 2. Juni 2009 ab. 

H. Am 13. Juli 2009 fand die mündliche Berufungsverhandlung vor dem 
Kantonsgericht Graubünden statt. Anwesend waren die beiden Rechtsvertreter 
sowie die Berufungsbeklagte. Einleitend verlas die Vorsitzende die Anträge der 
Berufung. Einwände gegen die Zuständigkeit und die Zusammensetzung des 
Gerichts wurden nicht erhoben, woraufhin die Vorsitzende das Gericht für 
legitimiert erklärte. Im Rahmen der Bereinigung des Beweisverfahrens schlug die 
Vorsitzende für den Fall des Festhaltens an der beantragten Zeugeneinvernahme 
vor, dass sich die Parteivertreter im Rahmen der Plädoyers dazu äussern, womit 
sich diese einverstanden erklärten. Folglich konnte das Beweisverfahren unter 
dem erwähnten Vorbehalt geschlossen werden. Im Anschluss nahmen die 
Rechtsvertreter der Parteien in ihren Plädoyers zur Berufung Stellung. 
Rechtsanwalt Marty hielt in seinem Parteivortrag an den Anträgen gemäss 
Berufungserklärung vom 16. März 2009 fest, wobei er auch seinen Beweisantrag 
erneuerte. Rechtsanwältin Nobs beantragte die kostenfällige Abweisung der 
Berufung. Unter Hinweis auf die Ausführungen in der Replik im vorinstanzlichen 
Verfahren verzichtete Rechtsanwalt Marty anschliessend auf eine Replik, womit 
auch die Duplik entfiel. Beide Rechtsvertreter gaben je eine Abschrift ihrer 
mündlichen Plädoyers zu Handen des Aktuars ab.  Die Rechtsvertreterin der 
Berufungsbeklagten reichte ausserdem ihre Honorarnote ein.

Auf die Erwägungen im angefochtenen Urteil sowie auf die Ausführungen 
der Rechtsvertreter der Parteien in den Rechtsschriften und anlässlich der 
Berufungsverhandlung wird, soweit erforderlich, in den nachstehenden 
Erwägungen eingegangen. 

II. Erwägungen

1. Gegen Urteile der Bezirksgerichte im Sinne von Art. 19 der 
Zivilprozessordnung des Kantons Graubünden (ZPO; BR 320.000) kann die 

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Berufung an das Kantonsgericht ergriffen werden (Art. 218 Abs. 1 ZPO). 
Streitgegenstand im vorliegenden Fall bildet eine unbefristete Frauenrente von Fr. 
2'800.-- im Monat, womit es sich um eine vermögensrechtliche Streitigkeit im 
Betrage von über Fr. 8'000.-- im Sinne von Art. 19 Ziff. 1 ZPO handelt. Gemäss 
Art. 219 Abs. 1 ZPO ist die Berufung innert der peremptorischen Frist von 20 
Tagen, von der schriftlichen Mitteilung des begründeten Urteils an, dem 
Präsidenten der ersten Instanz in dreifacher Ausfertigung zu erklären. Sie hat die 
formulierten Anträge auf Abänderung des erstinstanzlichen Urteils und der 
Beiurteile sowie neue Einreden, soweit solche noch zulässig sind, zu enthalten. 
Das Kantonsgericht ist in der Beweiswürdigung und in der rechtlichen Beurteilung 
frei (Art. 229 Abs. 1 ZPO). Da die vorliegende Berufung fristgerecht eingereicht 
wurde und im Übrigen den Formerfordernissen entspricht, ist darauf einzutreten.

2. Nachdem der Berufungskläger an den bereits mit der Berufungserklärung 
beantragten Zeugeneinvernahmen festgehalten hat, hat das Gericht vorweg über 
diesen Beweisantrag zu befinden. Dabei handelt es sich um einen gemäss Art. 
226 Abs. 1 Satz 2 ZPO grundsätzlich zulässigen Beweisantrag, der auch eine - 
wenn auch äusserst knappe – Begründung enthält, so dass die formellen 
Voraussetzungen für eine Beweisabnahme im Berufungsverfahren an sich erfüllt 
wären (PKG 1987 Nr. 6 E. 1). Letztere setzt allerdings voraus, dass der 
Beweisantrag im vorinstanzlichen Verfahren nicht bloss fristgerecht, sondern auch 
formgültig gestellt wurde. Diesbezüglich hat es der klägerische Rechtsvertreter in 
Missachtung von Art. 82 Abs. 2 Ziff. 3 ZPO versäumt, seiner Replik ein 
Zeugenfragethema beizulegen. Immerhin ergibt sich indessen aus dem 
Gesamtzusammenhang mit hinreichender Deutlichkeit, zu welchem Sachverhalt 
die beiden Zeugen befragt werden sollen, erfolgte der erwähnte Antrag doch 
unmittelbar im Anschluss an die Ausführungen zu den bisherigen erfolglosen 
Verkaufsbemühungen und zusammen mit der Einlegung des Verkaufsprospekts 
der Firma F.. Die Frage, ob - wie vom Berufungskläger geltend gemacht - die 
Ablehnung der Zeugeneinvernahmen einzig wegen des fehlenden 
Zeugenfragethemas gegen das Verbot des überspitzten Formalismus verstossen 
würde, kann im vorliegenden Fall jedoch offen bleiben, kommt doch nach Ansicht 
des Gerichts den allfälligen Aussagen der Zeugen ohnehin keine 
entscheidrelevante Bedeutung zu (vgl. dazu unten Erw. 5g). Dies wurde zu Recht 
auch schon vom Bezirksgerichtspräsidenten Landquart in seiner Beweisverfügung 
vom 10. November 2008 so erkannt. Aus diesem Grund ist die Ablehnung des 
Antrags auf Zeugeneinvernahme zu bestätigen, wobei dann aber selbstredend 
dem Berufungskläger nicht - wie dies die Vorinstanz getan hat - entgegengehalten 

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werden darf, er habe für die Unverkäuflichkeit der Fabrikliegenschaft keinen 
rechtsgenüglichen Nachweis erbracht.

3. Wie die Vorinstanz zutreffend erkannt hat, beurteilt sich die Abänderbarkeit 
der mit Urteil des Kantonsgerichts St. Gallen vom 22. Mai 1991 zugesprochenen 
Frauenrente gestützt auf Art. 7a Abs. 3 des Schlusstitels des Schweizerischen 
Zivilgesetzbuchs (SchlT ZGB; SR 210) nach dem bis zum 1. Januar 2000 
geltenden Ehescheidungsrecht, mithin nach Art. 153 aZGB. Gemäss dieser 
Bestimmung  wird eine wegen Bedürftigkeit ausgesetzte Rente auf Verlangen des 
pflichtigen Ehegatten aufgehoben oder herabgesetzt, wenn die Bedürftigkeit nicht 
mehr besteht oder in erheblichem Masse abgenommen hat, sowie wenn die 
Vermögensverhältnisse des Pflichtigen der Höhe der Rente nicht mehr 
entsprechen. Obgleich der Gesetzestext nur von der Bedürftigkeitsrente handelt, 
geht die Gerichtspraxis auch von der Anwendbarkeit auf die Unterhaltsersatzrente 
gemäss Art. 151 Abs. 1 aZGB aus (vgl. Lüchinger/Geiser, Kommentar zum 
Schweizerischen Privatrecht, Schweizerisches Zivilgesetzbuch, Art. 1 – 359 ZGB, 
Basel 1996, N 6 zu Art. 153 ZGB). Eine Verschlechterung der wirtschaftlichen 
Verhältnisse der pflichtigen Partei kann dabei nur berücksichtigt werden, wenn die 
Veränderung erheblich und dauernd und nicht schon bei der Festsetzung der 
Rente berücksichtigt worden ist. Grundsätzlich ist auf das tatsächlich erzielte 
Einkommen abzustellen. Wie bei der Festsetzung der Rente muss aber 
gegebenenfalls auch auf das Einkommen abgestellt werden, das bei gutem Willen 
erzielt werden könnte, sofern dies als zumutbar erscheint. Art. 153 Abs. 2 aZGB 
erlaubt nur eine Anpassung, nicht eine vollständige Neufestsetzung der Rente. 
Vermindert sich die Leistungskraft der pflichtigen Partei, so ist die Rente 
grundsätzlich verhältnismässig herabzusetzen (vgl. Lüchinger/Geiser, a.a.O., N 13 
ff. zu Art. 153 ZGB).

4.a) Im vorliegenden Berufungsverfahren bleibt demnach einzig zu prüfen, ob 
beim Berufungskläger eine bei der Rentenfestsetzung nicht vorhergesehene, 
erhebliche und dauernde Verschlechterung der wirtschaftlichen Verhältnisse 
eingetreten ist. In diesem Zusammenhang rügt der Berufungskläger zunächst, 
dass die Vorinstanz das Urteil des Kantonsgerichtes St. Gallen völlig falsch 
interpretiert habe, wenn sie annehme, dass für die Zeit nach seiner Pensionierung 
gegebenenfalls ein Vermögensverzehr als zumutbar erachtet worden sei. Vorab 
zu untersuchen ist daher, von welchen wirtschaftlichen Verhältnissen des 
Berufungsklägers im Scheidungsurteil ausgegangen wurde.

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b) Gemäss den Feststellungen im Scheidungsurteil des Kantonsgerichts St. 
Gallen vom 22. Mai 1991 (S. 8 ff.) war der damals knapp 56-jährige 
Berufungskläger zu jener Zeit Alleinaktionär und Geschäftsführer der Firma C. AG 
mit rund 20 Angestellten. Er lebte in seinem Einfamilienhaus in Y. und besass 
daneben noch ein Vierfamilienhaus in X.. Gemäss den Berechnungen des 
Kantonsgerichts St. Gallen setzte sich das Einkommen des Berufungsklägers im 
Zeitpunkt der Scheidung wie folgt zusammen: Nettolohn als Geschäftsführer der 
C. AG (Fr. 56'790.--), Ertrag der Liegenschaft in X. (Fr. 33'290.-- nach Abzug der 
Unterhalts- und Verwaltungskosten), Eigenmietwert des selbstbewohnten 
Einfamilienhauses in Y. (Fr. 14'080.-- ebenfalls nach Abzug der Unterhaltskosten), 
Ertrag aus beweglichem Vermögen (Fr. 7'199.--) sowie durchschnittlicher 
Reinertrag der C. AG (Fr. 18'951.--) abzüglich der Schuldzinsen für die beiden 
Liegenschaften (Fr. 35'754.--), total somit Fr. 94'556.--. Gestützt auf diesen Betrag 
ging das Kantonsgericht St. Gallen von einem monatlichen Einkommen von Fr. 
8'000.-- aus, wovon dem Berufungskläger nach Abzug der bis 1993, 1994 und 
1996 geschuldeten Kinderalimente rund Fr. 6'000.-- verblieben. Weiter stellte das 
Kantonsgericht St. Gallen fest, dass der Berufungskläger über ein steuerbares 
Vermögen von Fr. 1'054'000.-- verfüge und hielt abschliessend fest, dass er in 
sehr guten finanziellen Verhältnissen  lebe. Aus dem Urteil geht sodann deutlich 
hervor, dass schon bei der Rentenfestsetzung die möglichen Auswirkungen der 
Pensionierung des Berufungsklägers auf dessen Leistungsfähigkeit berücksichtigt 
wurden. Insbesondere finden sich darin in Zusammenhang mit den weiteren 
Bemessungskriterien und einer allfälligen Befristung der Rente folgende 
Erwägungen (vgl. Urteil S. 11): 

"Anderseits ist zu bemerken, dass dem Beklagten selbst nach einem 
allfälligen Verkauf seines Betriebes als Folge seiner Pensionierung 
genügend Mittel zur Verfügung stehen, um seinen bisherigen 
Lebensstandard aufrechtzuerhalten. So kann er mit einer bedeutend 
höheren Altersrente als die Klägerin rechnen (…), und es wird ihm dereinst 
eine maximale AHV-Rente ausbezahlt. Ebenso stellen seine beiden 
Liegenschaften in X. und Y. einen bedeutenden Vermögenswert dar, 
welcher sich ohne weiteres durch Verkauf realisieren lässt.

Angesichts der Ehedauer, des Alters der Klägerin, der Scheidungsschuld 
und der finanziellen Verhältnisse der Parteien ist ferner darauf 
hinzuweisen, dass einzig eine unbefristete Rente in Frage kommt (…). Eine 
solche ist dem Beklagten wirtschaftlich durchaus zumutbar. Ein Grenzfall, 
wie der Beklagte an Schranken ausführen lässt, liegt nicht vor. Die Rente 
ist damit ohne zeitliche Befristung zuzusprechen."

Offenkundig hat das Kantonsgericht St. Gallen demnach nebst dem Einkommen 
(AHV-Rente, BVG-Altersrente) dem Vermögen des Berufungsklägers 

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entscheidendes Gewicht beigemessen und auf den Zeitpunkt seiner 
Pensionierung mit der Möglichkeit eines Verkaufs der C. AG sowie der 
Realisierung der in den privaten Liegenschaften gebundenen Vermögenswerte 
gerechnet. Allein schon der Umstand, dass das Kantonsgericht St. Gallen im 
Wissen darum, dass mit der Pensionierung des Berufungsklägers voraussichtlich 
auch der Betrieb der C. AG aufgegeben wird und damit ein erheblicher Teil der 
Einkommensquellen wegfällt, der Beklagten dennoch eine unbefristete Rente 
zugesprochen hat, kann nichts anderes bedeuten, als dass es für den 
Berufungskläger gegebenenfalls auch eine Anzehrung seines Vermögens als 
zumutbar erachtete. Andenfalls hätten sich auch die Überlegungen zu einem 
möglichen Verkauf der Privatliegenschaften erübrigt, welche nur im Hinblick auf 
einen Vermögensverzehr Sinn machen. Die gegenteilige Auffassung des 
Berufungsklägers findet deshalb im Urteil des Kantonsgerichts St. Gallen keine 
Stütze. 

c) Als Zwischenfazit kann somit festgehalten werden, dass im vorliegenden 
Fall die Frage einer erheblichen und dauernden Verschlechterung der 
wirtschaftlichen Verhältnisse nicht allein unter dem Aspekt der 
Einkommensverminderung beurteilt werden kann, sondern auch die 
Vermögenssituation des Berufungsklägers in die Beurteilung einzubeziehen ist 
und eine Herabsetzung oder gar Aufhebung der Frauenrente insoweit 
ausgeschlossen ist, als dem Berufungskläger ein Vermögensverzehr zuzumuten 
ist. Dass die Parteien unter dem Güterstand der Gütertrennung gelebt haben, 
steht einem solchen Vermögensverzehr nicht entgegen, zumal der 
Berufungskläger bei den gegebenen wirtschaftlichen Verhältnissen im Alter wohl 
auch ohne Scheidung auf das Vermögen hätte zurückgreifen müssen, um den 
gemeinsamen Lebensunterhalt bestreiten zu können. Entgegen der Auffassung 
des Berufungsklägers (vgl. Plädoyer RA Marty S. 3 f.) kann daher von einer 
systemwidrigen Zuführung seines Vermögens an die Berufungsbeklagte mit dem 
Ziel, die Gütertrennung zu unterlaufen, keine Rede sein.

5.a) Nachdem feststeht, dass bei der Beurteilung der Frage, ob sich die 
wirtschaftlichen Verhältnisse des Berufungsklägers erheblich und dauernd 
verschlechtert haben, nicht allein dessen Einkommensverhältnisse, sondern auch 
seine Vermögensverhältnisse zu berücksichtigen sind, bleibt zu prüfen, wie sich 
diese seit dem Urteil des Kantonsgerichtes St. Gallen entwickelt haben. 

b) Der Berufungskläger hat sich im vorinstanzlichen Verfahren in erster Linie 
zu seiner Einkommenssituation geäussert und geltend gemacht, dass sich sein 

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anrechenbares Jahreseinkommen im Vergleich zu den im Scheidungsurteil 
angenommenen Einkünften von Fr. 94'556.-- um Fr. 51'983.-- auf nunmehr Fr. 
42'573.-- verringert habe (vgl. vorinstanzliches Plädoyer RA Marty S. 4 ff.). Diese 
Verringerung des Einkommens sei als Folge mehrerer Veränderungen 
eingetreten. So habe er per 1. Juli 1998 den Betrieb der C. AG und damit seine 
Erwerbstätigkeit aufgegeben. Anstelle des Erwerbseinkommens beziehe er seit 
dem 1. August 2000 die Rentenzahlungen der AHV. Die C. AG sei nach dem 
Verkauf des Giessereibetriebs an die G. AG unter gleichzeitiger Verpachtung der 
Fabrikliegenschaft als Immobilien-AG weitergeführt worden. Der bis anhin noch 
erzielte Ertrag der C. AG entfalle zufolge Kündigung des bisherigen Pachtvertrags 
mit einem Jahreszins von Fr. 120'000.-- per 31. Oktober 2007 und Neuvermietung 
der Halle für nurmehr Fr. 20'400.-- ab diesem Zeitpunkt vollständig; in Zukunft sei 
mit Verlusten von über Fr. 90'000.-- pro Jahr zu rechnen (vgl. Prozesseingabe S. 4 
f.). Weiter sei die im Juli 2000 erhaltene BVG-Kapitalauszahlung von Fr. 
232'074.75 bzw. nach Abzug der Kapitalabfindungssteuer von Fr. 216'525.35 
vorübergehend in eine Liegenschaft in Y. investiert und zwischenzeitlich 
aufgebraucht worden. Ihm könne dafür aber ein hypothetisches Einkommen von 
jährlich Fr. 10'800.-- angerechnet werden (vgl. Replik S. 4 und 7). Sodann sei die 
Liegenschaft in X. bereits im Jahr 1994 verkauft und der Reinerlös in Form eines 
in der Zwischenzeit durch Privatbezüge abgetragenen Aktionärsdarlehens in die 
C. AG eingebracht worden, um eine bauliche Erweiterung der Giessereihalle zu 
finanzieren (vgl. Replik S. 15). Den Ausführungen des Berufungsklägers zufolge 
besteht sein aktuelles Einkommen demnach nur noch aus der AHV-Rente (Fr. 
26'520.--), dem um die Unterhaltskosten und die Schuldzinsen reduzierten 
Eigenmietwert des Einfamilienhauses in Y. (Fr. 22'000.-- ./. Fr. 4'400.-- ./. Fr. 
14'914.-- = Fr. 2'686.--) und dem Ertrag aus beweglichem Vermögen (Fr. 2'567.--), 
was zusammen mit dem hypothetischen Ertrag aus der BVG-Kapitalzahlung (Fr. 
10'800.--) ein anrechenbares Einkommen von Fr. 42'573.-- ergibt. Zu seiner 
Vermögenssituation hat der Berufungskläger erst in seiner Replik nähere Angaben 
gemacht. Dabei legte er unter Hinweis auf die Steuererklärung 2007 dar, dass er 
per 31. Dezember 2007 noch über ein Reinvermögen von Fr. 653'407.-- bzw. ein 
steuerbares Vermögen von Fr. 578'407.-- verfügt habe, welches sich zur 
Hauptsache aus den Steuerwerten der C. AG und des Einfamilienhauses in Y. 
zusammensetzte (vgl. Replik S. 5 f.); dieser Vermögensrückgang sei darauf 
zurückzuführen, dass er bereits in der Vergangenheit sein Vermögen habe 
anzehren müssen, um die Alimente an die Beklagte bezahlen zu können (vgl. 
Replik S. 4 und 12). An der Hauptverhandlung hielt der Berufungskläger daran 
fest, dass sein Vermögen praktisch vollständig in der AG und dem Einfamilienhaus 

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gebunden sei und er folglich nicht über liquide Mittel verfüge, um nebst der 
Bestreitung seines Lebensunterhaltes weiterhin Rentenzahlungen an die Beklagte 
bezahlen zu können (vgl. Plädoyer RA Marty S. 8). In Zusammenhang mit der 
geltend gemachten Vermögensverminderung verwies der Berufungskläger sodann 
auf den in der Steuerveranlagung 2006 (kläg. act. 28) ausgewiesenen 
Vermögensstand von Fr. 990'520.--, wobei er allerdings anmerkte, dass das 
Vermögen nur dank dem zwischenzeitlich ausbezahlten BVG-Alterskapital so 
hoch gewesen sei und ohne dasselbe nurmehr Fr. 774'020.-- betragen hätte. 

c) Dass sich bei den vom Kantonsgericht St. Gallen berücksichtigten 
Einkommensquellen erhebliche Veränderungen ergeben haben, ist weitgehend 
ausgewiesen. So geht insbesondere aus den eingereichten Steuerunterlagen 
hervor (kläg. act. 10, 28 und 29) hervor, dass der Berufungskläger kein 
Erwerbseinkommen mehr erzielt und ab 2007 zufolge seines Rücktritts als 
Verwaltungsratspräsident der C. AG (act. 7) auch das entsprechende Honorar 
weggefallen ist. Im Jahre 2007 beschränkten sich daher die tatsächlichen 
Einkünfte des Berufungsklägers auf die AHV-Rente in Höhe von Fr. 26'520.-- 
sowie die Wertschriftenerträge von Fr. 2'567.--. Ebenfalls durch die 
Steuerunterlagen belegt ist der vom Berufungskläger geltend gemachte 
Eigenmietwert von netto Fr. 2'686.--. Ausgewiesen ist sodann, dass sich der 
Berufungskläger sein BVG-Alterskapital im Jahre 2000 hat auszahlen lassen (kläg. 
act. 6) und er folglich keine BVG-Rente bezieht. Strittig war im vorinstanzlichen 
Verfahren dagegen, ob dem Berufungskläger trotz des ebenfalls ausgewiesenen 
Wegfalls des im Jahre 1998 gleichzeitig mit dem Verkauf des Giessereibetriebes 
an die G. AG abgeschlossenen Pachtvertrages (kläg. act. 4, 5 und 8) weiterhin 
gewisse Bezüge aus der C. AG als Einkommen anzurechnen sind. Die Vorinstanz 
scheint in diesem Punkt zumindest teilweise den Argumenten der 
Berufungsbeklagten gefolgt zu sein (vgl. angefochtenes Urteil S. 8 f.). Mit der 

Überlegung, dass dem Berufungskläger aufgrund der Erwägungen im Urteil 
des Kantonsgerichts St. Gallen auch ein Vermögensverzehr zuzumuten ist, hat es 
die von der Berufungsbeklagten aufgeworfenen Fragen letztlich aber offen 
gelassen und sich stattdessen mit der Feststellung begnügt, dass der 
Berufungskläger mit rund Fr. 990'000.-- immer noch über ein Vermögen von knapp 
einer Million verfüge, so dass sich in dieser Hinsicht seit dem Scheidungsurteil 
keine wesentliche Reduktion ergeben habe. Bei entsprechender Anlagestrategie 
könne er aus seinem Vermögen von knapp einer Million Franken eine jährliche 
durchschnittliche Rendite von 5 % erzielen, womit er über ein jährliches 
Einkommen von insgesamt rund Fr. 92'000.-- (Fr. 42'573.-- zuzüglich Fr. 50'000.-- 

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Vermögensertrag) verfügen würde. Dabei handle es sich praktisch um dasselbe 
Einkommen wie jenes, von welchem das Kantonsgericht St. Gallen im Jahre 1991 
ausgegangen sei, ohne dass dabei das Vermögen des Berufungsklägers 
angezehrt würde. Selbst bei einer Rendite von 4 % verbleibe dem 
Berufungskläger immer noch ein Gesamteinkommen von über Fr. 80'000.--, 
welches er unter sehr geringem Vermögensverzehr problemlos bis ins (sehr) hohe 
Alter auf die früheren rund Fr. 94'000.-- ergänzen könnte. Auch bezüglich des 
gebundenen Vermögens bestünden Möglichkeiten, dieses herauszulösen, sei es 
durch eine Vermietung oder einen Verkauf seiner Wohnliegenschaft bei 
gleichzeitigem Bezug einer angemessenen Altersresidenz, sei es durch den 
Verkauf der C. AG. Das Vermögen des Klägers stelle nach den Vorgaben des 
Kantonsgerichts St. Gallen Altersvorsorge dar und es könne ihm zugemutet 
werden, die Substanz für seinen Lebensunterhalt anzuzehren bzw. gar 
aufzubrauchen, wozu gegebenenfalls auch der Verkauf seines Betriebs gehöre. 
Selbst bei einer massiv erhöhten Lebenserwartung von 94 Jahren könne der 
Kläger jedes Jahr Fr. 50'000.-- seines Vermögens verbrauchen, bis dieses nach 
rund 20 Jahren rein rechnerisch aufgebraucht wäre. Bei entsprechender 
Vorgehensweise sei der Kläger durchaus in der Lage, unter Beibehaltung des 
bisherigen Lebensstandards inklusive Bezahlung der Rente an die Beklagte sein 
Vermögen in grossen Teilen zu erhalten, weshalb die Voraussetzung einer 
unvorhergesehenen, erheblichen und dauernden Verschlechterung der 
wirtschaftlichen Verhältnisse nicht erfüllt sei (vgl. angefochtenes Urteil S. 10 ff.).

d) Diese auf einer hypothetischen Einkommensaufrechnung basierende 
Argumentation der Vorinstanz wird vom Berufungskläger zu Recht als offenkundig 
falsch und unhaltbar kritisiert (vgl. Plädoyer RA Marty S. 9 ff.). So trifft es 
insbesondere zu, dass die Vorinstanz mit der Aufrechung einer hypothetischen 
Verzinsung auf dem gesamten Vermögen völlig ausser Acht gelassen hat, dass 
bereits im vom Berufungskläger anerkannten Einkommen von Fr. 42'573.-- 
gewisse Vermögenserträge enthalten sind. In der Tat ist in besagtem Betrag nicht 
bloss der auf dem vorhandenen beweglichen Vermögen (ohne C. AG) erzielte 
Ertrag (Fr. 2'567.-- auf Fr. 52'696.--; vgl. kläg. act. 22) enthalten, sondern mit dem 
Eigenmietwert von netto Fr. 2'682.-- wird dem Berufungskläger auch auf dem im 
Einfamilienhaus gebundenen Vermögen (Steuerwert Fr. 645'000.-- ./. Hypothek Fr. 
497'127.-- = Fr. 147’873.--; vgl. kläg. act. 23 und 24) ein hypothetischer Ertrag 
angerechnet. Soweit man - wie die Vorinstanz - von einem hypothetisch 
erzielbaren Ertrag von 4 bis 5 % auf dem gesamten Vermögen ausgehen wollte, 
dürfte dieser hypothetische Ertrag jedenfalls nicht zusätzlich zum tatsächlichen 

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Ertrag bzw. zum Eigenmietwert der selbst bewohnten Liegenschaft als 
Einkommen angerechnet werden. Ansonsten würde für dieselben Vermögensteile 
eine doppelte Einkommensaufrechnung erfolgen. Dasselbe gilt mit Bezug auf das 
hypothetische Einkommen von Fr. 10'800.-- aus der BVG-Kapitalauszahlung in 
Höhe von Fr. 216'525.--. Letztere wurde zwar gemäss den Angaben des 
Berufungsklägers zwischenzeitlich vollständig aufgebraucht. Soweit sich der 
Berufungskläger dafür aber ein hypothetisches Einkommen (von notabene 
ebenfalls rund 5 %) anrechnen lässt, darf auf dem entsprechenden Teil des noch 
vorhandenen Vermögens nicht nochmals ein hypothetischer Ertrag in derselben 
Höhe angerechnet werden, zumal ohne die Kapitalauszahlung auch das 
Vermögen einen entsprechend tieferen Stand aufweisen würde. Entgegen den 
Ausführungen der Vorinstanz hat der Berufungskläger sodann zu keinem 
Zeitpunkt zugestanden, dass er heute bzw. im Zeitpunkt der Urteilsfällung noch 
über ein Vermögen von Fr. 990'000.-- verfüge. Sein Rechtsvertreter hat in seinem 
Plädoyer im vorinstanzlichen Verfahren lediglich dargelegt, dass sich das 
Vermögen des Berufungsklägers von Fr. 1'054'000.-- gemäss Steuererklärung des 
Jahres 1989 auf Fr. 990'520.-- gemäss Steuerveranlagung 2006 (vgl. kläg. act. 28) 
reduziert habe. Bereits dazumal hat er aber ausdrücklich angemerkt, dass es ohne 
das zwischenzeitlich ausbezahlte BVG-Alterskapital nurmehr Fr. 774'020.-- 
betragen würde. Anerkannt wurde ausserdem der Vermögensstand per 31. 
Dezember 2006, keineswegs aber ein aktuelles Vermögen in dieser Höhe. In 
seiner Replik (S. 5 f.) hatte der Berufungskläger bezüglich seines Vermögens 
vielmehr ausdrücklich auf die Steuererklärung 2007 (kläg. act. 10) verwiesen, 
worin per 31. Dezember 2007 noch ein Reinvermögen von Fr. 653'407.-- 
(bestehend aus Wertschriften und Guthaben in Höhe von Fr. 522'696.-- sowie dem 
Steuerwert der Liegenschaft in Höhe von Fr. 645'000.-- abzüglich der Schulden 
von 514'289.--) deklariert worden war. Auch wenn ein derart massiver 
Vermögensrückgang innert Jahresfrist nicht vollständig nachvollziehbar sein mag - 
zumindest zu einem gewissen Teil dürfte er durch den erforderlichen 
Vermögensverzehr zur Bestreitung des Lebensunterhalts (vgl. dazu unten Erw. 
7e) und eine Neubewertung der C. AG (vgl. kläg. act. 22) zu erklären sein -, geht 
es nicht an, einfach auf den höheren Vermögensstand per Ende des Jahres 2006 
abzustellen, würde man dem Berufungskläger damit doch eine 
Steuerhinterziehung unterstellen, wofür vorliegend konkrete Anhaltspunkte fehlen.  

e) Dem Berufungskläger ist ferner darin zuzustimmen, dass die Anrechnung 
einer angeblich möglichen Anlagerendite von 4 - 5 % sachlich falsch und daher 
unzulässig ist. Wie er richtig festhält, ist unter den gegebenen Umständen von 

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einer sicheren und nicht spekulativen Anlagestrategie auszugehen, welche zudem 
auch die Möglichkeit zu einem Verbrauch im Bedarfsfall gewährleisten muss (vgl. 
Plädoyer RA Marty S. 10). In Frage kommen daher nur kurz- bis mittelfristige 
Vermögensanlagen, weshalb - gerade auch in Anbetracht der neuesten 
Entwicklungen auf dem Finanzmarkt - maximal von einer Rendite von 3 % 
ausgegangen werden dürfte. Jede Anrechnung eines hypothetischen 
Vermögensertrages setzt im Übrigen voraus, dass das vorhandene Vermögen für 
eine bessere Vermögensanlage überhaupt verfügbar ist. Entsprechendes gilt für 
einen alljährlichen Vermögensverzehr, wie ihn die Vorinstanz als Möglichkeit zur 
Deckung eines allfälligen Einkommensfehlbetrages in Betracht gezogen hat. Das 
Vermögen des Berufungsklägers ist jedoch nachweislich fast vollständig in seiner 
selbst bewohnten Liegenschaft sowie den Aktien der C. AG gebunden; vom in der 
Steuererklärung ausgewiesenen Wertschriftenvermögen in Höhe von Fr. 522'696.-
- entfällt nämlich ein Betrag von Fr. 470'000.-- auf den Steuerwert der Aktien der 
C. AG (vgl. kläg. act. 10 sowie 22-24). Damit stellt sich die Frage, ob die 
Vorinstanz zu Recht davon ausgegangen ist, dass eine Realisierung des 
gebundenen Vermögens ohne weiteres möglich ist und der Berufungskläger 
nötigenfalls auch zu einer solchen Realisierung gehalten ist, um der bestehenden 
Unterhaltsverpflichtung gegenüber der Berufungsbeklagten nachkommen zu 
können. 

f) Was den Verkauf seines Einfamilienhauses in Y. betrifft, wendet der 
Berufungskläger ein, dass dasselbe einen Vermögenswert von maximal rund Fr. 
149'800.-- darstelle und ihm daraus mit dem Eigenmietwert ein hypothetisches 
Einkommen von rund Fr. 2'700.-- angerechnet werde. Ein Verkauf dieses 
Einfamilienhauses führe nach Abzug von Verkaufskosten sowie einer anfallenden 
Grundstückgewinnsteuer in einem Gesamtbetrag von schätzungsweise Fr. 
50'000.-- zu einem Nettoerlös von nicht über Fr. 100'000.--, worauf sich selbst bei 
einer guten Anlagerendite von derzeit nicht über 3 % und nach Steuern nicht 
wesentlich mehr als der bereits zum Einkommen gerechnete Betrag von rund Fr. 
2'700.-- erzielen liesse (vgl. Plädoyer RA Marty S. 7). Der Berufungskläger macht 
damit sinngemäss geltend, dass ein Verkauf der Liegenschaft wirtschaftlich keinen 
Sinn machen würde. Dabei verkennt er indessen, dass vorliegend nicht allein 
seine Einkommenssituation zu berücksichtigen ist, sondern ihm gegebenenfalls 
eben auch ein Vermögensverzehr zuzumuten ist. Die Verkäuflichkeit der 
Liegenschaft wird vom Berufungskläger nicht bestritten. Mit einem Verkauf kann 
selbst nach den Berechnungen des Berufungsklägers ein Erlös von mindestens 
Fr. 150'000.-- (nach Abzug der auf der Liegenschaft lastenden Hypothek) erzielt 

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werden. Nachdem der Steuerwert von Liegenschaften erfahrungsgemäss eher 
unter dem effektiven Marktwert liegt, dürfte gar ein noch höherer Erlös resultieren. 
Für die Höhe der geltend gemachten Handänderungskosten (einschliesslich der 
Grundstückgewinnsteuern) ist der Berufungskläger jeden Beweis schuldig 
geblieben. Damit darf ohne weiteres davon ausgegangen werden, dass mit einem 
Verkauf der Liegenschaft liquide Mittel in der Grössenordnung von Fr. 150'000.-- 
generiert werden könnten. Ein solcher Verkauf ist im Urteil des Kantonsgerichts 
St. Gallen sodann ausdrücklich in Betracht gezogen worden, so dass auch die 
Zumutbarkeit einer Veräusserung offensichtlich zu bejahen ist, soweit eine solche 
für die Erfüllung seiner Unterhaltsverpflichtung notwendig werden sollte. In diesem 
Punkt kann dem Berufungskläger demnach nicht gefolgt werden.

g) Zu prüfen bleibt die Realisierbarkeit des in der C. AG gebundenen 
Vermögens. Diesbezüglich führt der Berufungskläger aus, es sei reines 
Wunschdenken der Berufungsbeklagten und der Vorinstanz, die C. AG bzw. deren 
Fabrikliegenschaft überhaupt, geschweige denn zu einem Preis von rund Fr. 
800'000.-- netto, wie er in der von der Vorinstanz als massgeblich erklärten 
Steuerveranlagung 2006 noch enthalten sei, ohne weiteres verkaufen zu können. 
Er habe sich seit der im Oktober 2005 erfolgten Aufkündigung des 
Mietverhältnisses durch die G. AG nicht nur um eine möglichst gleichwertige 
Wiedervermietung, sondern um einen bestmöglichen Verkauf intensiv bemüht. 
Faktum sei jedoch, dass sich die Liegenschaft im heutigen Zustand und zum 
bilanzierten Wert bisher als unverkäuflich erwiesen habe und auch in Zukunft mit 
keinem solchen Verkauf gerechnet werden könne. Ihm werde wohl nichts anderes 
übrig bleiben, als unter entsprechender massiver Abschreibung entweder das 
Gebäude selbst abzubrechen und das Land zu verkaufen, oder das Grundstück 
mit dem Gebäude als Abbruchobjekt zum reinen Landwert und unter Abzug der 
Abbruchkosten zu verkaufen und anschliessend die AG zu liquidieren, wobei in 
beiden Fällen keinerlei Liquidationsgewinn zu erwarten sei. Sinngemäss macht 
der Berufungskläger damit geltend, dass die C. AG (und damit die in seinem 
Eigentum stehenden Aktien) zufolge der Unverkäuflichkeit der Fabrikliegenschaft 
gar keinen Vermögenswert mehr aufweisen würde. Dass sich der Berufungskläger 
um einen Verkauf der Fabrikliegenschaft bemüht hat, kann - zumindest für die Zeit 
ab Mai 2007 - durch den Verkaufsprospekt der F. (kläg. act. 26) als erstellt gelten. 
Insoweit erübrigt sich eine zusätzliche Einvernahme der vom Berufungskläger 
beantragten Zeugen. Ebenso ist erstellt, dass die Verkaufsbemühungen bisher 
nicht zum Erfolg führten. Damit bestehen tatsächlich Anhaltspunkte für eine 
erschwerte Verkäuflichkeit der Liegenschaft. Daraus auf eine dauernde 

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Unverkäuflichkeit zu schliessen, ginge indessen zu weit, zumal zur Liegenschaft 
auch noch rund 1'000 m2 erschlossenes Industrieland gehört (vgl. kläg. act. 25 S. 
9), welches unter Umständen als eigene Parzelle verkauft werden kann. Auch die 
beiden Zeugen könnten lediglich Angaben zu den bisherigen, erfolglos 
gebliebenen Verkaufsbemühungen machen, während sie zur zukünftigen 
Entwicklung nur Vermutungen äussern könnten. Diesbezüglich wären von den 
Zeugen somit gar keine zuverlässigen Aussagen erhältlich, so dass auch aus 
diesem Grund von deren Einvernahme abzusehen ist. Ist es für die Annahme 
einer dauernden Unverkäuflichkeit aber noch zu früh, kann auch keine Rede 
davon sein, dass die Aktien der C. AG im vorliegenden Verfahren als Nonvaleur 
zu qualifizieren wären. Fraglich kann höchstens sein, mit welchem Wert die C. AG 
im vorliegenden Verfahren zu berücksichtigen ist. In diesem Punkt ist dem 
Berufungskläger darin beizustimmen, dass eine Bewertung mit rund Fr. 800'000.--, 
wie sie der Steuerveranlagung 2006 (kläg. act. 28) zugrunde gelegen hat, nicht 
mehr realistisch sein dürfte. Gemäss der als Beilage zur Steuererklärung 2007 
eingereichten Bewertung durch die H. AG (kläg. act. 22) belief sich der 
Unternehmenswert der C. AG per 31.12.2007 auf knapp Fr. 480'000.--. Dabei ist 
zwar zu berücksichtigen, dass sich in diesem Wert die sich verschlechternde 
Ertragslage der C. AG niedergeschlagen hat und der Substanzwert nach wie vor 
auf Fr. 798'634.-- beziffert wurde. In letzterem waren indessen - basierend auf der 
Differenz zwischen Steuer- und Buchwert der Fabrikliegenschaft - noch stille 
Reserven von netto Fr. 240'000.-- eingerechnet. Dass der Verkehrswert der 
Fabrikliegenschaft heute noch um Fr. 300'000.-- über dem in den 
Jahresrechnungen (kläg. act. 11 und 30) aufgeführten Wert von Fr. 1'000'000.-- 
liegt, erscheint jedoch in Anbetracht der im Mai 2005 durch die damalige Pächterin 
eingeholten Grundstücksbewertung der I. AG (kläg. act. 25), in welcher ein 
Verkehrswert von lediglich Fr. 820'000.-- ermittelt wurde, als eher 
unwahrscheinlich. Unter diesen Umständen bestehen ernsthafte Zweifel an der 
Realisierbarkeit der in Frage stehenden stillen Reserven, sodass vorliegend - 
basierend auf dem bilanzierten Wert der Liegenschaft - von einem entsprechend 
reduzierten Substanzwert von rund Fr. 560'000.-- auszugehen ist. Selbst im Falle 
einer Wertberichtigung der Liegenschaft auf den von der I. AG ermittelten Wert 
ergäbe sich im Übrigen noch ein Substanzwert von rund Fr. 450'000.--, zumal in 
der Bewertung der I. AG ein Abzug von Fr. 100'000.-- für bauliche 
Sofortmassnahmen enthalten ist und folglich die im Geschäftsjahr 2006/07 für den 
Liegenschaftsunterhalt gebildeten Rückstellungen von Fr. 70'000.-- (kläg. act. 11) 
wieder aufgelöst werden könnten. Zusammenfassend ist somit festzuhalten, dass 
die C. AG trotz der erschwerten Verkäuflichkeit der Fabrikliegenschaft und einer 

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allenfalls nötigen Wertberichtigung nach wie vor einen Substanzwert von 
mindestens Fr. 450'000.-- aufweist, welcher dem Berufungskläger folglich als 
Vermögen anzurechnen ist. Aufgrund der erschwerten Verkäuflichkeit der 
Fabrikliegenschaft, welche sich offensichtlich auch auf die Verkäuflichkeit der AG 
als ganzes auswirkt, ist dieses Vermögen allerdings vorderhand gebunden. Es 
stellt sich daher die Frage, ob dem Berufungskläger - wie von der 
Berufungsbeklagten geltend gemacht - dennoch gewisse aus der AG generierbare 
Mittel anzurechnen sind, welche er für die Finanzierung der Unterhaltszahlungen 
an die Berufungsbeklagte wie auch für seinen eigenen Lebensunterhalt einsetzen 
könnte. 

6.a) Im diesem Zusammenhang stellt sich die Berufungsbeklagte zunächst auf 
den Standpunkt, dass im vorliegenden Verfahren das Einkommen des 
Berufungsklägers genau gleich zu berechnen sei wie im Urteil des 
Kantonsgerichts St. Gallen, weshalb ebenfalls der durchschnittliche Reingewinn 
der letzten vier Jahre zu berücksichtigten sei. Dieser habe bei Annahme eines 
Ertragsausfalls bzw. Verlusts im Geschäftsjahr 2007/08 Fr. 47'721.54 betragen, so 
dass zusammen mit dem vom Berufungskläger anerkannten Einkommen praktisch 
nach wie vor das im Scheidungsurteil angenommene Einkommen resultiere. 
Diesem Einwand ist entgegenzuhalten, dass die in der Vergangenheit erzielten 
Erträge bei der Beurteilung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit eines 
Unterhaltspflichtigen nur insoweit massgebend sein können, als damit gerechnet 
werden kann, dass solche auch in Zukunft anfallen werden. Dies war im Zeitpunkt 
des Scheidungsurteils offensichtlich der Fall, weshalb das Kantonsgericht St. 
Gallen ohne weiteres auf die Erträge der letzten vier Geschäftsjahre abstellen 
durfte. Im Gegensatz dazu ist vorliegend nachgewiesen, dass der im April 1998 
abgeschlossene Mietvertrag für die Fabrikliegenschaft per 31. Oktober 2007 
gekündigt wurde (kläg. act. 5 und 8). Damit steht fest, dass der bis anhin erzielte 
Mietzins von jährlich Fr. 120'000.-- und damit der grösste Teil der Einnahmen der 
C. AG entfällt. Ein Abstellen auf die in der Vergangenheit erzielten Erträge kann 
daher von vornherein nur insoweit in Frage kommen, als mit einer Neuvermietung 
zu den gleichen Konditionen gerechnet werden könnte. Dies ist vorliegend nicht 
der Fall. Zwar ist der Berufungsbeklagten darin beizupflichten, dass der im neuen 
Mietvertrag vereinbarte Mietzins von jährlich noch Fr. 20'400.-- (kläg. act. 9) 
unverhältnismässig tief erscheint. Zu berücksichtigen ist anderseits, dass die 
Liegenschaft einen gewissen Sanierungsbedarf aufweist (vgl. kläg. act. 25 S. 6) 
und im Hinblick auf den geplanten Verkauf derselben kein langfristiger Mietvertrag 
mehr abgeschlossen werden kann. Im vorliegenden Fall kann daher bestenfalls 

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von der Erzielbarkeit eines Mietzinses in der Grössenordnung des von der I. AG 
geschätzten marktorientierten Mietwert von Fr. 80'000.-- (kläg. act. 25 S. 7) 
ausgegangen werden. Damit wird der Liegenschaftsertrag in Zukunft dauerhaft um 
mindestens Fr. 40'000.-- zurückgehen. Dazu kommt, dass in den 
Jahresrechnungen 2003/04 und 2004/05 (kläg. act. 20 Pos. 6110 und 6120) 
ausserordentliche Gewinne zufolge Anlagen- und Immobilienverkauf in Höhe von 
Fr. 133'127.-- und Fr. 77'000.-- ausgewiesen sind, welche in den kommenden 
Jahren mit Sicherheit nicht mehr anfallen werden. Auch aus diesem Grund 
verbietet sich eine Anrechnung des Durchschnittsertrages der letzten vier Jahre 
für die Zukunft. Vielmehr wären diese ausserordentlichen Gewinne bei der 
Berechnung des Durchschnittsertrages auszuklammern, so dass für die 
Geschäftsjahre 2003/04 bis 2006/07 noch ein durchschnittlicher Ertrag von ca. Fr. 
6'130.-- resultieren würde (kläg. act. 11 und 20). Selbst wenn man im Gegenzug 
auch die im Geschäftsjahr 2006/07 (kläg. act. 11) verbuchten (ausserordentlichen) 
Rückstellungen für den Liegenschaftsunterhalt in Höhe von Fr. 70'000.-- ausser 
Betracht liesse, würde sich der massgebliche Durchschnittsertrag auf nicht einmal 
Fr. 25'000.-- erhöhen. Damit liegt auf der Hand, dass die C. AG zufolge der 
Kündigung des Mietvertrages mit der C. AG voraussichtlich Verluste wird 
verzeichnen müssen, zumal selbst bei einer Vermietung der Liegenschaft zu 
einem Preis von Fr. 80'000.-- der Ertragsrückgang in Höhe von Fr. 40'000.-- kaum 
vollständig durch Aufwandsminderungen kompensiert werden könnte. Ein 
jährlicher (ordentlicher) Reinertrag von beinahe Fr. 40'000.-- bis Fr. 50'000.--, wie 
er von der Berufungsbeklagten geltend gemacht wird, kann demnach in Zukunft 
mit Sicherheit nicht mehr erwartet werden. 

b) Dass die C. AG in Zukunft voraussichtlich Verluste erleiden wird, wie dies 
im Übrigen im Geschäftsjahr 2007/08 bereits der Fall war (kläg. act. 30), bedeutet 
nun allerdings entgegen der Auffassung des Berufungsklägers nicht, dass er diese 
Verluste von seinem Einkommen in Abzug bringen könnte (vgl. Prozesseingabe S. 
5). Wie die Berufungsbeklagte richtig festgehalten hat, fallen die Verluste nämlich 
nicht bei ihm persönlich, sondern bei der C. AG an, bei welcher sich der in der 
Bilanz ausgewiesene Gewinnvortrag entsprechend vermindert. Damit führen die 
Verluste beim Berufungskläger wohl zu einer Vermögensminderung, nicht aber zu 
einer direkten Einkommensverminderung. Ebenso wenig schliessen die zu 
erwartenden Verluste der C. AG aus, dass sich der Berufungskläger die zur 
Aufstockung seines Einkommens erforderlichen Mittel ausschütten lassen kann. 
Wie aus den Akten zu entnehmen ist, hat der Berufungskläger in den 
Geschäftsjahren 2003/04 bis 2006/07 jeweils den gesamten Jahresgewinn in der 

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C. AG belassen, was dazu führte, dass per 30. Juni 2007 zusätzlich zu den bereits 
vorher gebildeten freien Reserven in Höhe von Fr. 100'000.-- ein Bilanzgewinn von 
Fr. 312'634.75 ausgewiesen wurde (kläg. act. 11 und 20). Bei dieser Sachlage 
weist die Berufungsbeklagte zu Recht darauf hin, dass zulasten der genannten 
Positionen des Eigenkapitals eine Gesellschaft auch dann eine Dividende 
ausschütten kann, wenn ein Jahresverlust vorliegt (vgl. Kurer, Basler Kommentar, 
Obligationenrecht II, 3. Aufl., Basel 2008, N 14 und 21 zu Art. 675). Der 
Berufungskläger als Alleinaktionär ist somit in der Lage, sich auch in allfälligen 
Verlustjahren Mittel zukommen zu lassen und damit sein in der AG gebundenes 
Vermögen wenigstens teilweise zu realisieren. Dass es auch der AG an den hiefür 
erforderlichen Mitteln fehlen würde, wie der Berufungskläger in seiner Replik (S. 
11) unter Hinweis auf die in der Jahresrechnung 2006/07 ausgewiesenen 
Kontoguthaben von lediglich Fr. 4'490.-- geltend gemacht hat, trifft offensichtlich 
nicht zu. Wie nämlich aus der Bilanz 2007/08 (kläg. act. 30 Pos. 1440 und 1441) 
hervorgeht, verfügt die C. AG über Darlehensforderungen gegenüber Dritten in 
Höhe von Fr. 149'000.--, welche bei Bedarf wohl gekündigt werden können. 
Ausserdem besteht gemäss Anhang zur Jahresrechnung (kläg. act. 30 S. 5) die 
Möglichkeit zur Inanspruchnahme der grundpfandgesicherten Kreditlimite von Fr. 
750'000.--, welche per 30.6.2008 erst im Betrage von Fr. 541'426.65 ausgeschöpft 
war. Dass eine Dividendenausschüttung letztlich zu einer weiteren Verminderung 
des Unternehmenswerts der AG und damit auch des Vermögens des 
Berufungsklägers führt, ist in Anbetracht des bereits im Scheidungsurteil als 
zumutbar erachteten Vermögensverzehrs unerheblich. 

7.a) Nebst der Anrechnung möglicher Bezüge aus der AG macht die 
Berufungsbeklagte schliesslich geltend, dass dem Berufungskläger in den letzten 
14 Jahren aus oder über seine AG zusätzliche Mittel von mindestens rund Fr. 
1'000'000.-- zugeflossen seien, bezüglich derer nicht nachvollzogen werden 
könne, wie diese verwendet worden seien. So sei ihm durch den Verkauf der 
Liegenschaft in X., die Auszahlung des BVG-Alterskapitals, die Rückzahlung eines 
Darlehens im Geschäftsjahr 2004/05 und die im Zusammenhang mit dem Verkauf 
der Geschäftsliegenschaft in Y. überwiesenen Mittel insgesamt ein Betrag von Fr. 
1'262’000.-- zugeflossen, was einem jährlichen Einkommen von rund Fr. 90'000.-- 
bzw. einem Monatseinkommen von Fr. 7'511.-- entspreche. Da der 
Berufungskläger nicht dargelegt habe, wie dieser Betrag verwendet worden sei, 
sei ihm ein entsprechendes Einkommen bzw. Vermögen anzurechnen (vgl. 
Plädoyer RA Nobs S. 4 ff.).

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b) Die Vorinstanz hat sich mit diesen Argumenten der Berufungsbeklagten nur 
am Rande befasst und dabei namentlich die Entscheidung des Berufungsklägers, 
seine Liegenschaft in X. zu verkaufen und den Erlös in eine Betriebserweiterung 
der C. AG zu investieren, hinterfragt (vgl. angefochtenes Urteil S. 8 f.); von einer 
Anrechnung des damaligen Nettoverkaufserlöses an das mit der 
Steuerveranlagung 2006 ausgewiesene Vermögen hat sie letztlich aber 
abgesehen, weil auch das vom Berufungskläger zugestandene Vermögen nur 
geringfügig unter dem im Scheidungszeitpunkt vorhandenen Vermögen läge und 
für die Finanzierung des eigenen Lebensunterhalts und der Frauenrente ausreiche 
(vgl. Urteil S. 10 f.). Wie nachfolgend aufzuzeigen ist, rechtfertigt sich indessen 
weder für den Erlös aus der Liegenschaft X. noch für die weiteren von der 
Berufungsbeklagten angeführten Transaktionen eine Einkommens- oder 
Vermögensaufrechnung. 

b) Aus dem Verkauf der Liegenschaft in X. hat der Berufungskläger gemäss 
Kaufvertrag vom 25. März 1993 (vgl. Editionen) nach Abzug der 
Grundpfandschulden einen Erlös von Fr. 623'000.-- (vor Steuern etc.) erzielt. 
Dieser soll nach der Darstellung des Berufungsklägers in Form eines 
Aktionärsdarlehens für eine bauliche Erweiterung der Giessereihalle in die C. AG 
eingebracht und in den Folgejahren sukzessive durch Verrechnung von 
Privatbezügen abgetragen worden sein. Beweise für diese Darstellung hat der 
Berufungskläger - abgesehen dafür, dass eine bauliche Erweiterung tatsächlich 
erfolgt ist (kläg. act. 16 bis 18) - keine ins Recht gelegt, was jedoch irrelevant ist, 
nachdem er ja zugesteht, dass das Geld in der Folge vollständig an ihn 
zurückgeflossen ist. Unter diesen Umständen erübrigen sich auch jegliche 
Spekulationen und Wertungen darüber, ob der damalige Investitionsentscheid des 
Berufungsklägers sinnvoll war oder nicht, wie dies die Vorinstanz getan hat.

c) Ebenfalls ausgewiesen ist, dass sich der Berufungskläger sein BVG-
Alterskapital von Fr. 236'260.-- (vor Steuern) im Jahre 2000 auf ein Konto der C. 
AG hat ausbezahlen lassen (kläg. act. 6 und 19). Ob damit der Erwerb der 
Geschäftsliegenschaft in Y. durch die C. AG finanziert wurde, wie der 
Berufungskläger anfänglich geltend machte, oder ob dies schon vom zeitlichen 
Ablauf her ausgeschlossen war, kann wiederum dahingestellt bleiben, nachdem 
der Berufungskläger auch bezüglich des Alterskapitals geltend macht, dieses 
sukzessive aufgebraucht bzw. das ihm durch die Auszahlung an die C. AG 
zustehende Guthaben - genau gleich wie das Aktionärsdarlehen aus dem Verkauf 
der Liegenschaft in X. - in den Folgejahren abgetragen zu haben.

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d) Die Geschäftsliegenschaft in Y. hat die C. AG mit Kaufvertrag vom 2. 
September 1999 (vgl. Editionen) erworben, wobei dieser Kauf gemäss der als 
Aktenergänzung im Sinne von Art. 98 ZPO eingereichten Zusammenstellung (act. 
1) im Umfang von Fr. 330'000.-- über eine auf der Privatliegenschaft des 
Berufungsklägers errichtete Hypothek finanziert worden sein soll. Ein direkter 
Beweis für diese Finanzierung fehlt, ausgewiesen ist aber immerhin, dass die auf 
dem Einfamilienhaus des Berufungsklägers lastende Hypothek per 31. Dezember 
2007 einen Stand von Fr. 497'127.-- aufwies (kläg. act. 24), während die 
Privatliegenschaft bei der Scheidung bzw. per 1. Januar 1989 nur mit Fr. 350'000.-
- belastet war (beklagt. act. 2 und 6 S. 7). Ebenso ausgewiesen ist, dass dem 
Berufungskläger per 30. Juni 2004 eine Darlehensforderung von Fr. 300'000.-- 
gegen die C. AG zustand (kläg. act. 20 Pos. 2509). Dieses Guthaben wurde dem 
Berufungskläger in der Folge - entgegen den Ausführungen der 
Berufungsbeklagten - nicht zurückbezahlt, sondern anlässlich der Übernahme der 
Geschäftsliegenschaft Y. durch den Berufungskläger im September 2004 (vgl. 
Editionen) mit dem von letzterem zu bezahlenden Kaufpreis verrechnet, wobei der 
Rest der Kaufpreisforderung von Fr. 170'000.-- als Darlehensschuld des 
Berufungsklägers stehen gelassen wurde (kläg. act. 20 Pos. 1445). Erst anlässlich 
des Verkaufs der Liegenschaft an die J. AG im Mai 2006 (vgl. Editionen) hat der 
Berufungskläger die zuvor in die C. AG investierten Eigenmittel wieder realisiert, 
wobei er vom gesamten Erlös aus diesem Geschäft (Fr. 540'000.-- abzüglich 
Handänderungskosten und Steuern) einen Betrag von Fr. 386'000.-- erneut in die 
C. AG einbrachte (vgl. act. 1 und 2 der Aktenergänzung gemäss Art. 98 ZPO). 
Dadurch wurde einerseits die Darlehensschuld von Fr. 170'000.-- getilgt und 
anderseits der damals bestehende Negativsaldo auf dem Aktionärskonto 
ausgeglichen bzw. vorübergehend in ein Guthaben von ca. Fr. 57'000.-- 
umgewandelt, welches bis zum Ende des Geschäftsjahres 2006/07 durch 
Privatbezüge bis auf Fr. 207.90 abgetragen wurde (vgl. kläg. act. 11 sowie act. 3 
der Aktenergänzung gemäss Art. 98 ZPO).

e) Aus dem Gesagten erhellt, dass dem Berufungskläger durch die von der 
Berufungsbeklagten angeführten Vorgänge kein zusätzliches Einkommen 
zugeflossen ist, sondern es sich dabei um Rückzahlungen von zuvor 
eingebrachten Eigenmitteln aus dem Privatvermögen des Berufungsklägers 
handelte, und zwar insgesamt um einen Betrag von rund Fr. 1'100'000.-- 
(Nettoerlös aus dem Verkauf der Liegenschaft in X. ca. Fr. 600'000.--, BVG-
Alterskapital ca. Fr. 210'000.--, Nettoerlös aus dem Liegenschaftsgeschäft Y. ca. 
Fr. 300'000.--, wobei dessen erneute Einbringung in die C. AG mit 

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anschliessendem Bezug nicht doppelt angerechnet werden kann). Damit stellt sich 
die Frage, was mit den an den Berufungskläger zurückgeflossenen Eigenmitteln 
geschehen ist. Während er selber geltend macht, dass die in die AG 
eingebrachten Mittel sukzessive durch Privatbezüge für den eigenen 
Lebensunterhalt und zur Finanzierung der Frauenrente abgetragen worden seien 
(vgl. Replik S. 4, 7 und 12), stellt sich die Berufungsklägerin - wie bereits erwähnt - 
auf den Standpunkt, dass ihm diese Mittel zusätzlich zu einem Einkommen von 
beinahe Fr. 7'000.-- pro Monat zugeflossen seien und die entsprechenden Werte 
mangels konkreter Angaben und Beweise zu deren Verbleib zu seinem 
Einkommen bzw. Vermögen gezählt werden müssten (vgl. Plädoyer RA Nobs S. 
4). Im Rahmen des Schriftenwechsels hatte sie zudem den Verdacht geäussert, 
dass der Berufungskläger in Liechtenstein über unversteuerte Vermögenswerte 
verfüge (vgl. Duplik S. 6 f.). Diesen Ausführungen der Berufungsbeklagten ist 
entgegenzuhalten, dass es sich bei dem von ihr errechneten Einkommen von 
monatlich Fr. 6'824.29 (vgl. vorinstanzliches Plädoyer RA Nobs S. 4) um einen 
rein hypothetischen Betrag handelt, welcher verschiedene (rechnerische) 
Positionen beinhaltet, die dem Berufungskläger nachweislich gar nicht 
zugeflossen sind. So ist insbesondere für den Reingewinn der letzten vier Jahre 
ausgewiesen, dass dieser dem Berufungskläger nicht ausgeschüttet wurde, 
sondern er jeweils – wie übrigens schon vor der Scheidung – in der AG belassen 
und auf die neue Rechnung vorgetragen wurde (kläg. act. 11 und 20). Ebenfalls in 
Wirklichkeit nicht zugeflossen sind dem Berufungskläger der Eigenmietwert seiner 
Privatliegenschaft sowie das hypothetische Einkommen aus dem BVG-
Alterskapital. Effektiv verfügte der Berufungskläger nach der Scheidung – nebst 
allfälligen, seiner früheren Unternehmenspolitik allerdings widersprechenden 
Dividendenausschüttungen der C. AG und der ab 1993 weggefallenen Erträge aus 
der Liegenschaft X. – nur über seinen Unternehmerlohn, welcher mit der 
Geschäftsaufgabe im Jahre 1998 – abgesehen vom offenbar bis im Jahre 2006 
bezogenen VR-Honorar von Fr. 6'000.-- (vgl. Replik S. 11 sowie kläg. act. 28) – 
gänzlich entfiel und erst ab Mitte 2000 durch das AHV-Einkommen in Höhe von 
rund Fr. 26'000.— ersetzt wurde. Seit der Pensionierung des Berufungsklägers 
deckten seine tatsächlichen Einkünfte daher nicht einmal mehr die 
Unterhaltszahlungen an seine Frau von jährlich Fr. 33'600.—, geschweige denn 
seinen eigenen Lebensunterhalt. Unter diesen Umständen erscheint es glaubhaft, 
dass die in Frage stehenden Eigenmittel von ca. Fr. 1'100'000.— zwischenzeitlich 
weitgehend aufgebraucht worden sind, zumal dies auf einen Zeitraum von 14 
Jahren einem jährlichen Verbrauch von lediglich knapp Fr. 80'000.— entspricht. 
Zumindest für die nach dem Verkauf der Liegenschaft Y. wieder in die AG 

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eingebrachten Eigenmittel ist zudem auch nachgewiesen, dass diese bis Mitte 
2007 durch die laufenden Bezüge des Berufungsklägers vollständig abgetragen 
wurden (vgl. act. 3 der Aktenergänzung gemäss Art. 98 ZPO). Für eine 
Aufrechnung dieser Mittel – sei dies als hypothetisch auch in Zukunft anfallendes 
Einkommen oder als hypothetisches Vermögen – bleibt unter diesen Umständen 
kein Raum. Für die seitens der Rechtsvertreterin der Berufungsbeklagten 
andeutungsweise behauptete Steuerhinterziehung wäre im Übrigen gestützt auf 
Art. 8 ZGB ohnehin die Berufungsbeklagte - und nicht wie von ihr geltend gemacht 
der Berufungskläger – beweispflichtig, ist sie doch diejenige, die daraus Rechte 
ableitet.

8. Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass das Vermögen des 
Berufungsklägers zur Beurteilung seiner aktuellen und zukünftigen 
Leistungsfähigkeit miteinzubeziehen ist und ihm aufgrund des Scheidungsurteils - 
wie bereits erwähnt - eben auch ein gewisser Vermögensverzehr zuzumuten ist. 
Allerdings ging das Kantonsgericht St. Gallen in seinem Urteil davon aus, der 
Berufungskläger könne nach seiner Pensionierung die C. AG verkaufen und 
dadurch liquide Mittel generieren, was in der Folge jedoch nicht eingetreten ist und 
voraussichtlich in näherer Zukunft auch nicht eintreten wird. Angesichts dessen, 
dass die Fabrikliegenschaft aufgrund deren spezifischer Ausgestaltung als 
Giessereibetrieb zu anderen Nutzungen nur begrenzt geeignet ist und zudem 
einen erheblichen Sanierungsbedarf aufweist, erscheinen die vom 
Berufungskläger vorgebrachten Schwierigkeiten, einen Käufer zu finden, durchaus 
glaubhaft und nachvollziehbar. Nicht ohne Grund wird sich denn auch die G. AG 
als Betriebsnachfolgerin dazu entschieden haben, den Mietvertrag zu kündigen 
und trotz eingeräumtem Vorkaufsrecht auf eine Übernahme der Liegenschaft zu 
verzichten und stattdessen in unmittelbarer Nähe einen eigenen Neubau zu 
errichten. Darüber hinaus steht aufgrund der Aktenlage fest, dass der 
Berufungskläger seit dem Scheidungsurteil bereits einen stattlichen Teil des 
Vermögens aufbrauchen musste. Wie erwähnt, ging das Kantonsgericht St. Gallen 
zwar klarerweise von einem gewissen Vermögensverzehr aus, in welcher Höhe es 
einen solchen als zumutbar erachtete, geht aus seinem Urteil indessen nicht 
hervor. Zum aktuellen Zeitpunkt, d.h. gut zehn Jahre nach der Pensionierung des 
Berufungsklägers, sind rund zwei Fünftel seines Vermögens aufgezehrt und auch 
sein (teilweise hypothetisches) Einkommen hat sich seit dem Scheidungsurteil 
mehr als halbiert. Gesamthaft betrachtet hat in den vergangenen Jahren somit ein 
recht erheblicher Vermögensverzehr stattgefunden, mit welchem zum Zeitpunkt 
des Scheidungsurteils nicht gerechnet wurde und der wohl auch vom 

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Kantonsgericht St. Gallen nicht in einem derartigen Ausmass erwartet wurde. 
Unter diesen Umständen ist die Voraussetzung einer unvorhergesehenen, 
erheblichen und dauernden Verschlechterung der wirtschaftlichen Verhältnisse 
des Berufungsklägers als erfüllt zu betrachten. Auf der anderen Seite ist zu 
berücksichtigen, dass der Berufungskläger trotz allem immer noch ein Vermögen 
von über Fr. 600'000.-- besitzt, welches trotz der erschwerten Verkäuflichkeit der 
C. AG bzw. deren Fabrikliegenschaft zumindest teilweise realisiert werden kann. 
So kann sich der Berufungskläger insbesondere die in der Vergangenheit in der 
AG belassenen Erträge, welche zu einem Bilanzgewinn und freien Reserven von 
zusammen über Fr. 400'000.-- geführt haben, ausschütten lassen. Zudem könnte 
er durch einen Verkauf des Einfamilienhauses weitere liquide Mittel in der 
Grössenordnung von Fr. 150'000.-- realisieren. Angesichts dieser trotz allem 
immer noch recht komfortablen finanziellen Situation fällt eine gänzliche 
Aufhebung der Rentenzahlungspflicht nicht in Betracht. Vielmehr erscheint dem 
Gericht eine Herabsetzung der monatlich zu entrichtenden Rente an die 
Berufungsbeklagte auf Fr. 2'000.-- als angemessen, wobei wie bis anhin von einer 
Indexierung der Rente abzusehen ist. Dadurch wird zum einen dem bereits 
erfolgten Vermögensverzehr des Berufungsklägers Rechnung getragen und zum 
anderen verfügt die Berufungsbeklagte, welche ihren Angaben an der 
vorinstanzlichen Hauptverhandlung zufolge ansonsten nur eine AHV-Rente von 
Fr. 1'909.-- und eine bescheidene Pension von Fr. 297.60 bezieht, damit immer 
noch über ein ausreichendes Einkommen von rund Fr. 4'200.-- im Monat. Im Sinne 
der vorangehenden Ausführungen wird die Berufung daher teilweise 
gutgeheissen, das vorinstanzliche Urteil aufgehoben und die die mit Urteil des 
Kantonsgerichts St. Gallen vom 22. Mai 1991 festgelegte Rente von derzeit Fr. 
2'800.-- auf Fr. 2'000.-- im Monat herabgesetzt. Diese Abänderung entfaltet ihre 
Wirkung praxisgemäss auf den Zeitpunkt der Klageeinreichung, zumal der 
Abänderungsgrund zu jenem Zeitpunkt bereits eingetreten war und vorliegend 
keine besonderen Umstände ersichtlich sind, welche die Rückerstattung der 
während der Dauer des Prozesses zuviel geleisteten Unterhaltsbeiträge als 
geradezu unbillig erscheinen liessen. Vielmehr musste die Berufungsbeklagte seit 
der Klageanhebung mit einer allfälligen Rückerstattung rechnen und sich folglich 
auch darauf einrichten (vgl. BGE 117 II 368 sowie Lüchinger/Geiser, a.a.O., N 17 
zu Art. 153 ZGB).

9.a) Der Berufungskläger beantragte sowohl im vorinstanzlichen Verfahren als 
auch im Berufungsverfahren die Aufhebung der Rentenzahlungspflicht an die 
Berufungsbeklagte, eventualiter die angemessene Herabsetzung weiterhin zu 

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bezahlender Rentenzahlungen. Das Rechtsbegehren der Berufungsbeklagten 
dagegen lautete auf Abweisung der Klage bzw. der Berufung. Da die Rente mit 
vorliegendem Urteil von monatlich Fr. 2'800.-- auf Fr. 2'000.-- herabgesetzt wird, 
ist der Berufungskläger mit seinem Rechtsbegehren zu gut einem Viertel 
durchgedrungen.

b) Bei diesem Ausgang des Verfahrens gehen die Kosten des 
Vermittlungsverfahrens von Fr. 250.-- sowie des vorinstanzlichen Verfahrens von 
Fr. 8'000.-- gemäss Art. 122 Abs. 1 ZPO zu ¾ zu Lasten des Klägers und zu ¼ zu 
Lasten der Beklagten. Die aussergerichtlichen Kosten können nach den gleichen 
Grundsätzen wie die gerichtlichen verteilt werden (Art. 122 Abs. 2 ZPO). Dabei 
erscheint die von Rechtsanwalt Titus Marty eingereichte Honorarnote von Fr. 
17'580.90 im Vergleich zum geltend gemachten Honorar von Rechtsanwältin 
Nicole Nobs in Höhe von Fr. 11'969.40 als sehr hoch, weshalb das Gericht eine 
Anpassung des Honorars auf einen Betrag in der Grössenordnung von Fr. 
12'000.-- für gerechtfertig hält. Dies erscheint auch unter Berücksichtigung des 
notwendigen Aufwands und der Schwierigkeit der Sache als angemessen. Der 
Kläger hat somit ¾ der aussergerichtlichen Kosten der Beklagten zu tragen, die 
Beklagte dagegen ¼ der aussergerichtlichen Kosten des Klägers. Infolge 
Verrechnung hat der Kläger die Beklagte für das vorinstanzliche Verfahren mit Fr. 
6'000.-- (inkl. 7,6 % MWSt) aussergerichtlich zu entschädigen.

c) Die Kosten des Berufungsverfahrens von Fr. 6'000.-- (inkl. Schreibgebühren) 
gehen ebenfalls zu ¾ zu Lasten des Berufungsklägers und zu ¼ zu Lasten der 
Berufungsbeklagten. Betreffend die aussergerichtliche Entschädigung für das 
Berufungsverfahren wird mangels Einreichung einer Honorarnote seitens von 
Rechtsanwalt Titus Marty auf die von Rechtsanwältin Nicole Nobs eingereichte 
Honorarnote in der Höhe von Fr. 3'590.83 abgestellt, die angesichts des für das 
vorliegende Verfahren notwendigen Aufwands als angemessen erachtet wird. 
Nach oben erwähntem Grundsatz der Kostenzuteilung hat der Berufungskläger 
die Berufungsbeklagte zufolge Verrechnung mit Fr. 1'800.-- (inkl. 7,6 % MWSt) 
aussergerichtlich zu entschädigen.

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III. Demnach wird erkannt:

1. Die Berufung wird teilweise gutgeheissen und das angefochtene Urteil wird 
aufgehoben.

2. Die Klage wird teilweise gutgeheissen und die mit Urteil des 
Kantonsgerichts St. Gallen vom 22. Mai 1991 festgelegte Rente gemäss 
Art. 151 aZGB von derzeit Fr. 2'800.-- wird mit Wirkung ab 8. Februar 2008 
auf Fr. 2'000.-- im Monat herabgesetzt.

3. Die Kosten des Vermittlungsverfahrens von Fr. 250.-- sowie die Kosten des 
vorinstanzlichen Verfahrens von Fr. 8'000.-- gehen zu ¼ zu Lasten der 
Beklagten und zu ¾ zu Lasten des Klägers. Der Kläger hat die Beklagte 
zudem mit Fr. 6'000.-- (inkl. 7,6 % MWSt) aussergerichtlich zu 
entschädigen.

4. Die Kosten des Berufungsverfahrens von Fr. 6'000.-- gehen zu ¼ zu Lasten 
der Berufungsbeklagten und zu ¾ zu Lasten des Berufungsklägers. Der 
Berufungskläger hat die Berufungsbeklagte zudem mit Fr. 1'800.-- (inkl. 7,6 
% MWSt) aussergerichtlich zu entschädigen.  

5. Gegen diese, einen Streitwert von mindestens 30'000 Franken betreffende 
Entscheidung kann gemäss Art. 72, Art. 74 Abs. 1 lit. b des 
Bundesgerichtsgesetzes (BGG) Beschwerde in Zivilsachen an das 
Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, geführt werden. Die 
Beschwerde ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 Tagen seit 
Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in der gemäss 
Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die Zulässigkeit, 
die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen und das 
Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und Art. 90 ff. BGG.

6. Mitteilung an: