# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a6fe30e1-ce56-5ffc-b7d1-a3c3ff3d1789
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2023-07-18
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 18.07.2023 B-2931/2023
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_B-2931-2023_2023-07-18.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung II 

B-2931/2023 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 8 .  J u l i  2 0 2 3  

Besetzung 
 Einzelrichterin Vera Marantelli, 

Gerichtsschreiberin Katharina Niederberger. 
 

 
 

Parteien 
 A._______AG,  

Beschwerdeführerin,  

  
 

 
gegen 

 
 

Eidg. Pflanzenschutzdienst EPSD,  

Schwarzenburgstrasse 165, 3003 Bern,    

Vorinstanz.  

  
 

 
 

Gegenstand 
 Verfügung zur forstlichen Pflanzengesundheit. 

 

 

 

B-2931/2023 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, 

dass der Eidgenössische Pflanzenschutzdienst EPSD (nachfolgend: 

Vorinstanz) mit Verfügung vom 8. Mai 2023 gegenüber der A._______AG 

mit Sitz in (…) (nachfolgend: Beschwerdeführerin) beanstandete, diese 

habe im Rahmen der Erbringung einer Transportdienstleistung eine Holz-

palette verwendet, welche keine Kennzeichnung gemäss der International 

Plant Protection Convention (IPPC) aufweise, 

dass die Vorinstanz gemäss Verfügung vom 8. Mai 2023 gestützt auf 

Art. 35 und 36 der Verordnung über den Schutz von Pflanzen vor beson-

ders gefährlichen Schadorganismen vom 31. Oktober 2018 (Pflanzen-

schutzverordnung, PGesV, SR 916.20) in Verbindung mit Art. 4 und An-

hang Ziff. 3a Bst. c der Verordnung über die Gebühren des Bundesamtes 

für Umwelt vom 1. Januar 2005 (GebV-BAFU, SR 814.014) die «Freigabe 

der beanstandeten Holzpalette unter Vorbehalt der fachgerechten Entsor-

gung innerhalb von 10 Arbeitstagen» anordnete und der Beschwerdefüh-

rerin eine Pauschalgebühr im Betrag von Fr. 200.– auferlegte, 

dass die Beschwerdeführerin gestützt auf die Rechtsmittelbelehrung der 

Verfügung vom 8. Mai 2023 beim Bundesverwaltungsgericht am 22. Mai 

2023 innert der ihr genannten Rechtsmittelfrist Beschwerde erhoben hat,  

dass festzustellen ist, dass die Beschwerdeführerin den mit Verfügung vom 

23. Mai 2023 einverlangten Kostenvorschuss innert Frist nicht geleistet hat 

und sie mit Schreiben vom 25. Mai 2023 und 30. Mai 2023 sowie mit E-

Mail vom 19. Juni 2023, Telefonat vom 20. Juni 2023 und Schreiben vom 

3. Juli 2023 vorbringt, sie weise die übersendete Vorschussrechnung «der 

Form wegen» zurück, sie sei nur «passiver Empfänger der Sendung», ent-

sprechend sei sie «gar nicht passivlegitimiert mit Bezug auf die Verfügung 

des EPSD», sie widerspreche daher der Verfügung und bitte, sich gegebe-

nenfalls an den Versender oder den am Flughafen tätigen Spediteur zu 

wenden und ihr im Übrigen auch unverständlich sei, weshalb die 

Vorinstanz trotz ihrer Kontaktaufnahme vom 25. Juni 2023 den Vorgang 

nicht korrigiert und zurückgenommen habe, 

dass das Bundesverwaltungsgericht seine Zuständigkeit und die Zulässig-

keit der Beschwerde von Amtes wegen und mit freier Kognition prüft (Art. 7 

Abs. 1 VwVG; BVGE 2007/6 E. 1), 

B-2931/2023 

Seite 3 

dass gemäss Art. 31 VGG das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden 

gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG beurteilt, sofern keine Ausnahme 

nach Art. 32 VGG vorliegt, 

dass als Vorinstanzen die in Art. 33 VGG genannten Behörden gelten, 

dass gegen Verfügungen, die gestützt auf Art. 51 PGesV erlassen werden, 

innert zehn Tagen beim zuständigen Bundesamt für Umwelt BAFU Ein-

sprache erhoben werden kann (Art. 107 PGesV), 

dass das Bundesverwaltungsgericht die Vorinstanz daher mit Verfügung 

vom 7. Juli 2023 unter Ansetzung einer Frist eingeladen hat, sich zur Frage 

der Rechtgrundlagen der angefochtenen Verfügung und der Rechtsmittel-

zuständigkeit zu äussern, 

dass die Vorinstanz und das Bundesamt für Umwelt BAFU mit Schreiben 

vom 12. Juli 2023 innert Frist Stellung genommen haben und festhalten, 

die angefochtene Verfügung sei gestützt auf Art. 51 Abs. 1 Bst. b PGesV 

ergangen, wobei diese Norm «in der Verfügung nicht standardmässig auf-

geführt» werde und nach Art. 100 Abs. 2 PGesV das BAFU für den Vollzug 

der PGesV und der gestützt darauf erlassenen Vorschriften zuständig sei, 

dass nach Art. 35 Abs. 2 VwVG die Rechtsmittelbelehrung das zulässige 

ordentliche Rechtsmittel, die Rechtsmittelinstanz und die Rechtsmittelfrist 

nennen muss, wobei den Parteien aus mangelhafter Eröffnung einer Ver-

fügung kein Nachteil entstehen darf (Art. 38 VwVG),  

dass in der angefochtenen Verfügung die massgeblichen Rechtsnormen 

(Art. 51 Abs. 1 Bst. b PGesV und Art. 107 PGesV) nicht genannt werden 

und sich die vorinstanzliche Rechtsmittelbelehrung, wonach innert 30 Ta-

gen nach Eröffnung der Verfügung beim Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerde erhoben werden könne, als unrichtig sowohl hinsichtlich der 

Rechtsmittelinstanz als auch der Rechtsmittelfrist erweist, 

dass sich das Bundesverwaltungsgericht zur Behandlung der Beschwerde 

gegen die Verfügung vom 8. Mai 2023, welche unter anderem gestützt auf 

Art. 51 Abs. 1 Bst. b PGesV ergangen ist, nach Massgabe von Art. 107 

PGesV für unzuständig erachtet, 

dass die Sache daher von Amtes wegen zur weiteren Behandlung an das 

zuständige Bundesamt für Umwelt BAFU zu überweisen ist (vgl. Art. 8 

Abs. 1 VwVG), 

B-2931/2023 

Seite 4 

dass zur Vervollständigung der Akten je eine Kopie des Schreibens der 

Beschwerdeführerin vom 3. Juli 2023 und des Schreibens des Bundes-

amts für Landwirtschaft BLW vom 30. Juni 2023 zur Kenntnis an die 

Vorinstanz sowie je eine Kopie des Schreibens des Bundesamts für Land-

wirtschaft BLW vom 30. Juni 2023 sowie des Schreibens der Vorinstanz 

und des BAFU vom 12. Juli 2023 zur Kenntnis an die Beschwerdeführerin 

zu senden ist,  

dass unter diesen Umständen im einzelrichterlichen Verfahren auf die Be-

schwerde nicht einzutreten ist (Art. 23 Abs. 1 Bst. b VGG), 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens keine Verfahrenskosten aufzu-

erlegen sind und keine Parteientschädigung auszurichten ist (Art. 6 Bst. b 

des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigun-

gen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2] und Art. 7 

Abs. 1 und 3 VGKE). 

  

B-2931/2023 

Seite 5 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Je eine Kopie des Schreibens des Bundesamts für Landwirtschaft BLW 

vom 30. Juni 2023 und des Schreibens der Vorinstanz und des BAFU vom 

12. Juli 2023 geht zur Kenntnis an die Beschwerdeführerin. 

2.  

Je eine Kopie des Schreibens der Beschwerdeführerin vom 3. Juli 2023 

und des Schreibens des Bundesamts für Landwirtschaft BLW vom 30. Juni 

2023 geht zur Vervollständigung der Akten an die Vorinstanz. 

3.  

Die Eingabe der Beschwerdeführerin vom 22. Mai 2023 geht samt Beila-

gen zuständigkeitshalber an das Bundesamt für Umwelt BAFU. 

4.  

Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 

5.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

6.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.  

 

  

B-2931/2023 

Seite 6 

7.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerin, die Vorinstanz, an das Bun-

desamt für Umwelt BAFU und an das Eidgenössisches Departement für 

Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation UVEK.  

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Vera Marantelli Katharina Niederberger 

 

  

B-2931/2023 

Seite 7 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange-

legenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Frist ist 

gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten Tag der Frist beim 

Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen 

Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Ver-

tretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die Rechtsschrift ist in 

einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung 

mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der ange-

fochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerde-

führende Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

Versand: 18. Juli 2023 

  

B-2931/2023 

Seite 8 

Zustellung erfolgt an: 

– die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde; Beilagen: gemäss Ziff. 1) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. 004/301/23; Gerichtsurkunde;  

Beilage: gemäss Ziff. 2) 

– das Bundesamt für Umwelt BAFU (Gerichtsurkunde; Beilage: gemäss 

Ziff. 3) 

– das Eidgenössisches Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und 

Kommunikation UVEK (Gerichtsurkunde)