# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 50bfc010-5370-506e-bcce-d9b9bd2124e4
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-10-12
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 12.10.2015 IV 2013/249
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2013-249_2015-10-12.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2013/249

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 02.06.2020

Entscheiddatum: 12.10.2015

Entscheid Versicherungsgericht, 12.10.2015
Art. 16 ATSG; Art. 28 Abs. 2 IVG: Abstellen auf ein MEDAS-Gutachten. 
Vorhandene Berichte der behandelnden Ärzte vermögen den Beweiswert 
des den rechtlichen Anforderungen genügenden Gutachtens nicht in Frage 
zu stellen (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 
12. Oktober 2015, IV 2013/249).

Entscheid Versicherungsgericht, 12.10.2015

Entscheid vom 12. Oktober 2015

Besetzung

Vizepräsidentin Marie-Theres Rüegg Haltinner, Versicherungsrichterinnen Monika 

Gehrer-Hug und Marie Löhrer; Gerichtsschreiberin Beatrix Zahner

Geschäftsnr.

IV 2013/249

Parteien

A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Roland Zahner, Studer Anwälte AG, 

Hauptstrasse 11a, Postfach 2125, 8280 Kreuzlingen,

gegen

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IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Rente

Sachverhalt

A.       

A.a  A.___ meldete sich am 24. Juni 2010 bei der Invalidenversicherung (IV) zum 

Leistungsbezug an. Als gesundheitliche Beeinträchtigung nannte sie seit Oktober 2009 

bestehende sehr starke Rückenschmerzen, ständige Kopfschmerzen und Schwindel 

sowie starke Schmerzen in der linken Hand (IV-act. 1). Die Versicherte war seit 

23. November 2009 zu 100 % arbeitsunfähig gewesen. Am 31. Mai 2010 war ihr wegen 

Krankheit die Arbeitsstelle als Mitarbeiterin in der Packerei eines 

Fleischverarbeitungsbetriebes auf den 31. Juli 2010 gekündigt worden (IV-act. 11-9; IV-

act. 11-2 f., 6).

A.b  Mit Bericht vom 13. November 2008 hatte Dr. med. B.___, Spezialarzt FMH 

Neurochirurgie, dem Hausarzt der Versicherten, Dr. med. C.___, Arzt für Allgemeine 

Medizin FMH, die Diagnose einer linksseitigen Lumboischialgie mitgeteilt (IV-

act. 24-20). Seit dem 12. März 2009 vermerkte Dr. B.___ jeweils die Diagnosen einer 

chronischen Lumbago mit linksseitiger Lumboischialgie, einer intra- und 

extraforaminellen Bandscheibenprotrusion L3/4 sowie von Recessus lateralis-Stenosen 

L4/5 und L5/S1 linksseitig. Ein MRI vom November 2008 hatte eine leichte Resorption 

des Bandscheibenvorfalles L3/4 mit intra- und extraforamineller Komponente, 

Einengungen und spondylarthrotischen Veränderungen L4 bis S1 sowie Kompression 

der Nervenwurzel S1 gezeigt. Die Versicherte hatte im Wesentlichen einen deutlichen 

Reklinationsschmerz und eine Schmerzausstrahlung in den hinteren Oberschenkel 

sowie ein Brennen der linken Fusssohle angegeben. Infiltrationen der betroffenen 

Facettengelenke und des Iliosacralgelenks im Mai 2009, Februar 2010 und Juni 2010 

hatten zu einer teilweisen vorübergehenden Besserung der Beschwerden geführt (IV-

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act. 24-18 f.; IV-act. 24-8 f.; IV-act. 24-16 f.; IV-act. 24-4 f.; IV-act. 12-9 f.; IV-

act. 31-29 f.; IV-act. 31-23 f.).

A.c  Am 7. Januar 2010 hatte Dr. med. D.___, Spezialarzt orthopädische Chirurgie 

FMH, bei der Versicherten eine Ganglionexzision und Teilsynovektomie beim linken 

Daumen vorgenommen (IV-act. 24-10 ff.). Nach Berichten vom 13. Februar 2010 und 

16. März 2010 hatte er die Verdachtsdiagnose einer Sudeckdystrophie gestellt. Im 

zweitgenannten Bericht hatte er angemerkt, die Narben seien reizlos und es seien keine 

Schwellung, Schweissabsonderung oder livide Verfärbung der linken Hand 

festzustellen. Die komplette Extension der Finger und ein kompletter Faustschluss 

seien möglich (IV-act. 24-7; IV-act. 12-11). Am 20. April 2010 hatte Dr. D.___ einen 

Status nach Sudeckdystrophie sowie den Verdacht auf eine 

Schmerzverarbeitungsstörung diagnostiziert (IV-act. 31-37). Dr. med. E.___, FMH 

Chirurgie und Handchirurgie, hatte am 17. Juni 2010 von einer CRPS II (complex 

regional pain syndrome) nach Handgelenks- und Daumenoperation links berichtet. Es 

bestehe eine Schwellung und Überwärmung mit glänzender Haut über dem ganzen 

Daumenstrahl. Ein Einsatz der rechten (richtig: linken) Hand sei noch nicht möglich (IV-

act. 24-1; IV-act. 31-32).

A.d  Ein wegen starker Kopfschmerzen veranlasstes MRI des Neurocraniums hatte am 

25. März 2010 kein morphologisches Korrelat für die bestehende Symptomatik 

aufgezeigt (IV-act. 31-40).

A.e  Im Rahmen der Früherfassung teilte der Hausarzt Dr. C.___ dem regionalen 

ärztlichen Dienst (RAD) im Wesentlichen mit, die Schmerzen hätten sich chronifiziert. 

Die linke Hand sei und bleibe wahrscheinlich funktionsunfähig. Die Versicherte dürfe 

keine Lasten über 8 kg tragen, heben oder ziehen und nicht lange stehen oder sitzen. 

Solange die jetzigen Beschwerden beständen (bis auf Weiteres), sei es der 

Versicherten nicht möglich, sich in die Arbeitswelt zu integrieren (IV-act. 12-1; 

Posteingang 27. Juli 2010).

A.f   Es folgte eine Abklärung der Versicherten durch den RAD, Dr. med. F.___, 

Fachärztin für Arbeitsmedizin FMH. In ihrem Bericht vom 14. September 2010 führte 

Dr. F.___ nach Konsultation der seit 10. August 2010 (IV-act. 33-1) behandelnden 

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Psychiaterin Dr. med. G.___, Spezialärztin für Psychiatrie/Psychotherapie FMH, im 

Wesentlichen die bisherigen Diagnosen auf und erwähnte als neue Diagnose eine 

Anpassungsstörung mit depressiver Reaktion auf die Kündigung der Arbeitsstelle bei 

anankastischer Persönlichkeit. Sie folgerte, es sei derzeit für voraussichtlich drei 

Monate kein Eingliederungspotential und auch keine Arbeitsfähigkeit gegeben (IV-

act. 23). Am 20. September 2010 berichtete Dr. F.___ im Wesentlichen, es könne von 

einer leidensadaptierten Arbeitsfähigkeit von provisorisch 50 %, theoretisch steigerbar 

bis 100 %, ausgegangen werden (IV-act. 25).

A.g  Am 24. Oktober 2010 teilte die IV-Stelle der Versicherten mit, es seien zurzeit keine 

beruflichen Eingliederungsmassnahmen möglich (IV-act. 28).

A.h  Die Versicherte wurde am 7. Januar, 1. und 9. Februar 2011 im Neurologischen 

Zentrum H.___ untersucht. Es wurden im Wesentlichen folgende Diagnosen erhoben 

bzw. bestätigt: Chronic regional pain syndrome Typ II, generalisiertes Schmerzsyndrom 

(Differenzialdiagnosen: Polymyalgie, statininduziert), chronische Lumboischialgie und 

Lumbago, elektrophysiologisch ohne Zeichen aktiver Denervation L5/S1 links, 

Depressionen (Verdacht auf Schmerzverarbeitungsstörung), Labyrinthopathie mit 

Hochtonschwerhörigkeit links sowie chronische Cervicocephalgien (chronische 

Spannungskopfschmerzen mit migräniformer Komponente; IV-act. 31-3 ff.).

A.i    Dr. F.___ führte am 8. April 2011 aus, die Untersuchung des RAD und die 

Abklärungen im Neurologischen Zentrum H.___ hätten keine Befunde ergeben, die mit 

Sicherheit eine relevante Arbeitsunfähigkeit verursachten. Aus 

versicherungsmedizinischer Sicht sei die Versicherte sowohl in ihrer angestammten als 

auch in einer leidensadaptierten Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig (IV-act. 32).

A.j    Dr. G.___ erwähnte in ihrem Bericht vom 24. Mai 2011 mit Auswirkung auf die 

Arbeitsfähigkeit nebst den bisherigen Diagnosen eine schwere depressive Episode 

ohne psychotische Symptome (ICD-10: F32.2). Die Versicherte sei aufgrund ihrer 

Schmerzen und schweren Depression nicht imstande, einer geregelten Tätigkeit 

nachzugehen. Eine adaptierte Tätigkeit sei aus rein psychiatrischer Sicht während 2,5 

Stunden täglich möglich (IV-act. 33-1 ff.).

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A.k  Eine MRT-Arthografie der Schultergelenke vom 6. Januar 2012 ergab im Wesent­

lichen die Diagnose von beidseitigen Rupturen der Supraspinatussehnen lateroventral, 

übergreifend auf die Subscapularissehne bzw. einer degenerativen 

Rotatorenmanschettenläsion rechts mehr als links (IV-act. 65-25 ff.).

A.l    Vom 21. Februar bis 23. März 2012 war die Versicherte in der Psychiatrischen 

Klinik I.___ hospitalisiert. Dabei wurden eine schwere depressive Episode ohne 

psychotische Symptome (IC ICD-10: F32.2) und der Verdacht auf 

Somatisierungsstörung (ICD-10: F45.0) diagnostiziert. Während des Klinikaufenthalts 

konnte eine deutliche Verbesserung des Zustands erzielt werden (Bericht vom 17. April 

2012, IV-act. 62).

A.m  Dr. G.___ berichtete am 12. März 2012 im Wesentlichen, aufgrund von starken 

Rückenschmerzen, Schmerzen in beiden Schultern, der schweren Depression, des 

Zustands nach Sudeckatrophie, der chronischen Spannungskopfschmerzen und von 

Synkopen unklarer Genese sei die Versicherte nicht imstande, irgendeiner Tätigkeit 

nachzugehen. Nach Stabilisierung des Zustandes sei eine behinderungsangepasste 

Tätigkeit während 2,5 Stunden mit einer um 30% reduzierten Leistung möglich (IV 

58-3 f.).

A.n  Im Verlaufsbericht vom 11. Mai 2012 hielt Dr. med. J.___, c/o Praxis Dr. C.___, 

unter Nennung der bisherigen Diagnosen fest, der Gesundheitszustand habe sich 

verschlechtert (IV-act. 65-1).

A.o  Aufgrund einer Stellungnahme des RAD (IV-act. 66) beauftragte die IV-Stelle das 

Swiss Medical Assessment- and Business-Center (SMAB AG) mit einem 

polydisziplinären Gutachten (IV-act. 70), welches am 13. Dezember 2012 erstattet 

wurde (IV-act. 76). Die Gutachter diagnostizierten im Wesentlichen mit Auswirkung auf 

die Arbeitsfähigkeit ein lumbovertebrales Schmerzsyndrom bei sich langsam 

resorbierender und klinisch asymptomatischer Diskushernie L3/4 und 

rumpfmuskulärem Globaldefizit infolge Langzeitdekonditionierung sowie eine MRI-

gesicherte Rotatorenmanschettenruptur beider Schultergelenke ohne gravierende 

korrelierende klinische Pathologie. Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die 

Arbeitsfähigkeit wurden unter anderem der Status nach anamnestisch zweimaliger 

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operativer Revision eines Handgelenkganglions links mit anamnestisch berichtetem, 

derzeit vollständig regredientem CRPS II, vasomotorische Kopfschmerzen, Tinnitus, 

Schwerhörigkeit links, der Zustand nach wechselnd depressiven Episoden, 

überwiegend mittelgradig (ICD-10: F32.1) und Hinweise auf Symptomausweitung und 

Selbstlimitierung vermerkt. In ihrer angestammten Tätigkeit und in adaptierten 

Tätigkeiten sei bei der Versicherten seit der Kündigung im Jahre 2010 von einer 

Arbeitsfähigkeit von 80 % (volles Pensum und Minderung der Leistungsfähigkeit 20 %) 

bzw. der Zumutbarkeit eines 80 %-Niveaus auszugehen (IV-act. 76-26 ff.).

A.p  RAD-Ärztin Dr. med. K.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, 

beurteilte das Gutachten als umfassend und medizinisch nachvollziehbar. Einzig der 

Beginn der 20 %igen Arbeitsunfähigkeit ab Kündigung 2010 sei nicht verständlich, da 

die Versicherte ab Oktober 2009 unter zunehmenden Schmerzen gelitten habe und ab 

dem 23. November 2009 nicht mehr arbeitstätig gewesen sei (IV-act. 79).

A.q  Im Vorbescheidsverfahren brachte die Versicherte einwandweise im Wesentlichen 

vor, das Gutachten der SMAB AG vom 13. Dezember 2012 sei nicht beweistauglich, 

und sie reichte zur Untermauerung ihres Standpunktes weitere medizinische Berichte 

ein (IV-act. 90). Der RAD befand am 2. Mai 2013, mit dem Einwand würden keine neuen 

relevanten medizinischen Tatsachen geltend gemacht (IV-act. 92).

A.r   Mit Verfügung vom 3. Mai 2013 wies die IV-Stelle wie im Vorbescheid angekündigt 

(IV-act. 83), das Begehren um Ausrichtung einer Rente ab (IV-act. 96).

B.    

B.a  Gegen diese Verfügung lässt die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt Roland 

Zahner, Kreuzlingen, am 6. Juni 2013 Beschwerde erheben. Sie beantragt, es sei die 

Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 3. Mai 2013 unter Kosten- und 

Entschädigungsfolgen aufzuheben und es seien die ihr zustehenden Leistungen der IV 

zuzusprechen. Eventualiter seien weitere medizinische Untersuchungen (inklusive EFL-

Abklärung) vorzunehmen. Subeventualiter sei ihr eine befristete Rente zuzusprechen. 

Im Wesentlichen macht die Beschwerdeführerin geltend, das polydisziplinäre 

Gutachten der SMAB AG vom 13. Dezember 2012 sei nicht beweistauglich. Die 

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Beschwerdeführerin legt einen ergänzenden Bericht von Dr. G.___ vom 30. Mai 2013 

ins Recht. Danach sei nicht von einem kompensierten Zustand und einer 100 %igen 

Arbeitsfähigkeit auszugehen (act. G 1.2). Es sei auf die Beurteilungen der 

behandelnden Ärzteschaft, Dr. J.___, Dr. G.___ und Dr. B.___ abzustellen. Die 

Arbeitsfähigkeit betrage demgemäss höchstens 25 %. Selbst unter Berücksichtigung 

des SMAB-Gutachtens bestehe mindestens Anspruch auf eine befristete Invalidenrente 

(act. G1).

B.b  Mit Beschwerdeantwort vom 20. August 2013 beantragt die Beschwerdegegnerin 

die Abweisung der Beschwerde (act. G 5). In der Replik vom 8. Oktober 2013 hält die 

Beschwerdeführerin an ihren Standpunkten fest (act. G 9). Die Beschwerdegegnerin 

verzichtete auf eine Duplik (act. G 11).

Erwägungen

1.     

1.1   Nach Art. 28 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 

831.20) besteht Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte Person 

mindestens zu 70%, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie wenigstens zu 60% invalid ist, 

auf eine halbe Rente, wenn sie mindestens zu 50% invalid ist und auf eine 

Viertelsrente, wenn sie mindestens zu 40% invalid ist. Für die Bestimmung des 

Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach 

Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und 

allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei 

ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (zumutbares Invalideneinkommen), in 

Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht 

invalid geworden wäre (Valideneinkommen, Art. 16 ATSG).

1.2   Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 

Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des 

Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung 

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zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte 

Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4).

1.3   Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der 

Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, 

die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) 

abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und der 

medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten 

begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen). Im Sinne einer Richtlinie ist den 

im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten von externen 

Spezialärzten, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen 

sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde 

zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht 

konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 227 E. 

1.3.4; BGE 125 V 353 E. 3b/bb).

1.4   Im Sozialversicherungsprozess gelten die Grundsätze der Untersuchungspflicht 

und der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Demgemäss hat 

der Versicherungsträger bzw. im Beschwerdefall das Gericht den rechtserheblichen 

Sachverhalt von Amtes wegen abzuklären, ohne dabei an die Anträge der Parteien 

gebunden zu sein. Verwaltungsbehörden und Sozialversicherungsgerichte haben 

zusätzliche Abklärungen stets vorzunehmen, wenn hierzu aufgrund der 

Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten ergebender Anhaltspunkte 

hinreichender Anlass besteht (BGE 110 V 53 E. 4a am Schluss). Im Sinne einer 

Richtlinie ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten von 

externen Spezialärzten, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und 

Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der 

Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, volle Beweiskraft 

zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise 

sprechen (BGE 137 V 227 E. 1.3.4; BGE 125 V 353 E. 3b/bb). Sofern das Gutachten 

lege artis erstellt wurde, kann es nicht angehen, dieses stets dann in Frage zu stellen 

und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte zu 

unterschiedlichen Einschätzungen gelangen oder an vorgängig geäusserten 

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abweichenden Auffassungen festhalten. Anders verhält es sich hingegen, wenn die 

behandelnden Ärzte objektiv feststellbare Gesichtspunkte vorbringen, welche im 

Rahmen der Begutachtung unerkannt geblieben und die geeignet sind, zu einer 

abweichenden Beurteilung zu führen (Urteil des Eidgenössischen 

Versicherungsgerichts vom 18. April 2006, I 783/05, E. 2.2 mit Verweis).

2.        

2.1   Anlässlich der Untersuchungen durch die Gutachter erklärte die 

Beschwerdeführerin im Wesentlichen, sie leide unter permanenten tieflumbalen 

Rückenschmerzen mit Ausstrahlung in die Beine, unter Schmerzen an Schultern und 

Oberarmen und unter Beschwerden im Nacken und ständigem Kopfweh. Seit der 

Entfernung eines Ganglions am Daumengrundgelenk habe sie Beschwerden an der 

Hand und am Unterarm; sie könne diese nicht mehr einsetzen, es bestehe eine starke 

Überempfindlichkeit sowie eine Schmerzauslösung bei Druck auf das 

Daumengrundgelenk. Sie könne sich nicht vorstellen, je wieder regelmässig beruflich 

tätig sein zu können und sei nicht mehr in der Lage, frühere Hobbys auszuüben und 

den Haushalt ohne Hilfe zu besorgen (IV-act. 76-17, 19, 21, 22, 24 f., 36, 38, 42 ff., 51).

2.2   Der orthopädische Gutachter, Dr. med. L.___, Facharzt für Orthopädie und 

Traumatologie, fand keine Hinweise für ein florides vertebragenes 

Nervenwurzelkompressionssyndrom. Die aufgrund des MRI im Jahre 2010 gestellten 

Diagnosen im Bereich der Lendenwirbelsäule seien asymptomatisch. Für die 

Wirbelsäule sei ein globalmuskuläres Defizit festzustellen. Für die intensiv beklagten 

Beschwerden im Bereich der linken Hand und des linken Arms finde sich kein 

korrelierender pathologischer Befund. Insbesondere seien keine Aspekte eines 

persistierenden CRPS II auszumachen; die Ober- und Unterarmmuskulatur sei 

seitengleich mittelkräftig (IV-act. 76-22). Zudem berichtete er, beim Aus- und Ankleiden 

habe die Beschwerdeführerin die linke Hand fest schliessen und problemlos der 

rechten Gegenseite entsprechend einsetzen können (IV-act. 76-20). Die Arthro-MRI-

Ergebnisse (Rotatorenmanschettenrupturen beider Schultergelenke) seien klinisch 

weitgehend asymptomatisch. Der Beschwerdeführerin seien leichte, rückenadaptierte, 

wechselbelastende Tätigkeiten zumutbar. Zwangshaltungen wie vornübergebeugtes 

Stehen, Knien, Hocken oder Kauern, Torsionsbewegungen der Wirbelsäule, repetitive 

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Bewegungsanforderungen an den Rumpf, die oberen Extremitäten statisch belastende 

Arbeiten sowie Tätigkeiten in Überschulterhöhe seien zu vermeiden. Das Heben, 

Tragen und Bewegen von Lasten sei auf 10 kg limitiert (IV-act. 76-23). Die 

neurologische Gutachterin, Dr. med. M.___, Fachärztin für Neurologie FMH, hielt fest, 

es seien keine fachspezifischen Diagnosen mit Relevanz für die Arbeitsfähigkeit 

auszumachen gewesen. Bei der neurologischen Untersuchung hätten sich keine sicher 

verwertbaren Ausfälle gefunden. Die linke Körperseite sei schwierig untersuchbar, bei 

fehlenden Atrophien sei aber kaum eine sichere motorische neurologische Störung 

fassbar. Auch seien keine vertebragene neurogene Pathologie beziehungsweise keine 

neurologischen Ausfälle in Bezug auf die Pathologie am Rücken festzustellen. Zudem 

sei 2012 (richtig: 2011) eine neurologische und elektrophysiologische Abklärung erfolgt, 

welche normale Befunde ergeben habe. Die Kopfschmerzen seien am 

wahrscheinlichsten als vasomotorisch zu diagnostizieren; die Klassifizierung sei 

schwierig, die Befunde seien unauffällig. Die Diagnosen der vasomotorischen 

Kopfschmerzen, des Tinnitus sowie der Schwerhörigkeit links schränkten die 

Arbeitsfähigkeit nicht ein (IV-act. 76-23, 38 f.). Der linke Arm zeige keine Differenz zum 

rechten, weder in Bezug auf die Hautfarbe noch auf die Trophik. Die Gefühlsstörung 

am linken Arm werde nicht konstant angegeben. Die geklagten Missempfindungen 

oder die Hyperpathie seien schwierig einzuordnen. Bei Druck auf die radiale 

Daumenseite in der Grundgelenksgegend werde nach proximal ein elektrisierender 

Schmerz angegeben, so dass diagnostisch dort ein Neurom in Erwägung zu ziehen sei, 

welches unter Behandlung erträglich sein sollte und nicht zwingend eine 

Arbeitsunfähigkeit bewirke (IV-act. 76-38 ff.). Es bestehe längerfristig weder in der 

bisherigen Tätigkeit noch in alternativen Verweistätigkeiten eine Einschränkung der 

Arbeitsfähigkeit (IV-act. 76-23, 38 ff.). Die psychiatrische Gutachterin, Dr. med. N.___, 

Fachärztin für Psychiatrie und Psychologie, kam zum Schluss, anamnestisch seien 

keine Hinweise für eine schwere depressive Episode oder für eine affektive Erkrankung 

relevanten Ausmasses ersichtlich. Krankhafte Auslenkungen des Affekts zum 

depressiven oder aggressiven Pol, Suizidalität, Impulskontrollstörungen oder ein 

pathologischer Angstaffekt seien nicht feststellbar. Es zeigten sich deutliche Hinweise 

für eine Schmerzausweitung und Selbstlimitierung. Im Mittelpunkt der vorgetragenen 

Symptomatik stünden körperliche Beschwerden. Weitere störungsspezifische 

psychische Beschwerden, bis auf medikamentös gebesserte Schlafstörungen, habe 

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die Beschwerdeführerin auch bei mehrfacher Nachfrage nicht angeben können. Auch 

der trotz Behandlung völlig unverändert angegebene Verlauf lasse sich nicht 

nachvollziehen; in der Regel lasse sich eine Depression gut behandeln. Ohne Relevanz 

für die Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit seien anamnestisch ein Zustand nach 

wechselnd depressiven Episoden, überwiegend mittelgradig (ICD-10: F32.1) sowie 

Hinweise für Symptomausweitung und Selbstlimitierung zu diagnostizieren. Die 2012 

anlässlich einer stationären Behandlung in der Psychiatrischen Klinik I.___ gestellte 

Diagnose einer schweren depressiven Episode könne nicht nachvollzogen werden, da 

der Austrittsbericht keine entsprechende Befunde oder Symptomatik aufzeige. In 

jedem Fall lägen ausreichend Ressourcen vor, um eine einfache Routinetätigkeit zu 

bewältigen. Aus psychiatrischer Sicht bestehe sowohl in der bisherigen Tätigkeit als 

auch in einer Verweistätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 100 %. Die von Dr. G.___ unter 

Einbezug körperlicher und psychischer Faktoren attestierte 100 %ige 

Arbeitsunfähigkeit könne aus psychiatrischer Sicht nicht nachvollzogen werden (IV-

act. 76-25, 46 ff., 42 f.). Eine retrospektive Beurteilung sei schwierig, die jeweils 

zugesprochene hohe Arbeitsunfähigkeit sei nach dem Verlauf und der Würdigung der 

zurückliegenden psychischen Befunde und des jetzigen psychischen Befundes nicht 

nachvollziehbar und zu bezweifeln (IV-act. 76-48). Gemäss dem internistischen 

Gutachter, Dr. med. O.___, Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie FMH, 

waren keine Diagnosen mit Relevanz für die Arbeitsfähigkeit in der angestammten 

Tätigkeit zu stellen. Die medikamentöse Behandlung weise eine ausgesprochene 

Polypragmasie auf. Die Arbeitsfähigkeit sei weder in der bisherigen noch in einer 

Verweistätigkeit eingeschränkt (IV-act. 76-52 f.). In der Gesamtbeurteilung schätzten 

die Gutachter die Arbeitsfähigkeit sowohl in der bisherigen Tätigkeit als Verpackerin 

von Fleischprodukten als auch in einer adaptierten Tätigkeit seit der 

Arbeitsplatzkündigung 2010 durchgehend auf 80 % (volles Pensum und Minderung der 

Leistungsfähigkeit um 20 %, IV-act. 76-29, 32). Die bisherige Tätigkeit entspreche 

weitestgehend dem aktuell formulierten Belastungsprofil (IV-act. 76-30).

3.     

Die Beschwerdeführerin bringt vor, auf das Gutachten dürfe nicht abgestellt werden. 

Sie leide gemäss Diagnosen von Dr. B.___ nach wie vor an erheblichen organischen 

Beeinträchtigungen, begleitet von Schwindelanfällen. Eine Arbeitsfähigkeit bestehe aus 

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neurologischer Sicht höchstens zu 25 %. Im Übrigen sei für die Beurteilung der 

neurologisch bedingten Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit ein aktuelles MRI 

einzuholen (act. G 1-4 f.). Das orthopädische Gutachten erkläre wechselbelastende 

Arbeiten ohne Zwangshaltung, wie unter anderem vornübergebeugtes Stehen, für 

zumutbar. Die bisherige Tätigkeit als Abpackerin von Fleischwaren erfordere eine 

solche Zwangshaltung. Die gutachterlich attestierte Arbeitsfähigkeit von 100 % in ihrer 

angestammten Tätigkeit sei daher nicht nachvollziehbar. Aufgrund ihrer orthopädischen 

Beschwerden sei sie in ihrer angestammten Tätigkeit höchstens zu 25 % arbeitsfähig 

und die Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit sei erheblich vermindert 

(act. G 1-5). Das internistische Teilgutachten sei äusserst kurz und knapp und genüge 

den Anforderungen des Bundesgerichts nicht. Es sei stattdessen auf die Berichte des 

Hausarztes abzustellen, der ihr auch in internistischer Hinsicht keine Arbeitsfähigkeit 

attestiere (act. G 1-5). Die Dauer der psychiatrischen Untersuchung sei nicht 

ausreichend; entsprechend sei das Gutachten knapp und dürftig ausgefallen. Es seien 

daher die Berichte der behandelnden Dr. G.___ und der Austrittsbericht der 

Psychiatrischen Klinik I.___ vom 17. April 2012 massgebend. Gemäss Berichten von 

Dr. G.___ vom 19. März 2013 und vom 30. Mai 2013 sei ihr eine tägliche Präsenzzeit 

von 2,5 Stunden bei einer Leistungsfähigkeit von 70 %, entsprechend einer 

Arbeitsfähigkeit von höchstens 25 %, zumutbar (vgl. IV-act. 90-14 f.; act. G 1.2). 

Dr. J.___ habe in ihrem Bericht vom 28. März 2013 eine seit 23. November 2009 

bestehende 100 %ige Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit angenommen. 

Auch in einer leidensangepassten Tätigkeit sei nach Auffassung dieser Ärztin die 

Arbeitsfähigkeit nicht gegeben (vgl. IV-act. 90-28 f.). Die vorhandenen 

Einschränkungen, insbesondere die seit langem bestehenden Schmerzen im linken 

Arm, beeinflussten die Arbeitsfähigkeit massgeblich. Fliessbandarbeiten, wie bislang 

ausgeübt, könne sie dadurch nur stark verlangsamt ausführen. Zusammen mit dem 

chronischen cervicocephalen Syndrom sei die Schätzung einer 80 %igen 

Arbeitsfähigkeit nicht nachvollziehbar. Die Gesamtbeurteilung des SMAB-Gutachtens 

sei nicht beweistauglich; insgesamt sei höchstens eine 25 %ige Arbeitsfähigkeit 

zumutbar (act. G 1). Die Beschwerdegegnerin macht im Wesentlichen geltend, weitere 

medizinische Abklärungen erübrigten sich aufgrund der vorliegenden 

Untersuchungsergebnisse. Insgesamt sei das SMAB-Gutachten in Bezug auf den 

medizinischen Sachverhalt beweiskräftig (act. G 5).

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4.     

4.1   Dr. B.___ betreute die Beschwerdeführerin seit 13. November 2008 (IV-

act. 24-20 f.) und stellte im Verlauf der Behandlung die Diagnosen einer chronischen 

Lumbago mit linksseitiger Lumboischialgie, einer sich gemäss MRI-Befunden von 

2006, 2008 und 2010 zurückbildenden Bandscheibenprotrusion L3/L4 mit 

Nervenwurzelberührung und Einengung des Spinalkanals sowie von Recessus lateralis-

Stenosen L4/L5 und L5/S1 linksseitig. Im Mai 2009 sowie im Februar und Juni 2010 

wurden Infiltrationen der betroffenen Facettengelenke und des Iliosakralgelenks 

durchgeführt, welche schmerzlindernde Wirkung von unterschiedlicher Dauer zeigten 

(Berichte vom 12. März 2009, 8. Mai 2009, 15. Februar 2010, 26. Mai 2010, 9. Juni 

2010, 26. August 2010 und vom 4. November 2010, IV-act. 24-18 f., -16 f., -8 f.; -4 f.; 

IV-act. 12-9 f.; IV-act. 31-29 f., -23 f.). Am 19. November 2012 wurde von Dr. B.___ 

wegen ausstrahlender Kreuzschmerzen und Verspannungen im oberen BWS- und 

Halswirbelsäulenbereich nochmals eine Infiltration empfohlen (IV-act. 90-12 f.). Dass 

diese effektiv durchgeführt wurde, wird im Beschwerdeverfahren nicht geltend 

gemacht und insbesondere im Bericht der behandelnden Ärztin Dr. J.___ vom 28. März 

2013 (IV-act. 90-28 f.) nicht erwähnt. Selbst wenn die vorgesehene Infiltration 

durchgeführt worden ist, war diese Therapie zuvor offenbar während mehr als zwei 

Jahren nicht mehr notwendig gewesen. Auch neurologisch konnten keine die 

Rückenbeschwerden erklärenden Befunde erhoben werden. Es erscheint daher 

nachvollziehbar, dass im Lumbalbereich keine die Arbeitsfähigkeit massgeblich 

einschränkende Symptomatik vorliegt. Hinsichtlich der Kopfschmerzen 

(Cervicocephalgien) und des Schwindels wurden zwar anamnestische Befunde 

erhoben und Diagnosen gestellt. Indes zeigte ein MRI des Neurocraniums vom 

25. März 2010 kein fassbares Korrelat (IV-act. 31-40). Bei der Abklärung im 

Neurologischen Zentrum H.___ am 1. Februar 2011 wurden die Kopfschmerzen, 

welche die Beschwerdeführerin als vor allem bei Lärm, grellem Licht und progredient 

auftretend beschrieb, bei unauffälligem Neurostatus als am ehesten chronifizierter 

Spannungsschmerz mit Merkmalen einer Migräne diagnostiziert (IV-act. 31-5 f.). Somit 

vermögen die Berichte der behandelnden Ärzte das Gutachten, wonach für die Kopf- 

und Nackenbeschwerden keine erklärenden Befunde erhoben werden konnten, nicht 

zu entkräften.

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4.2   Hinsichtlich der Schmerzen in der linken Hand und im linken Arm erwähnte 

Dr. D.___ am 16. März 2010 zwar die Verdachtsdiagnose einer Sudeckdystrophie, 

erhob jedoch unauffällige Untersuchungsergebnisse der linken Hand (IV-act. 12-11). 

Dr. med. P.___, Facharzt FMH für Innere Medizin, der die Beschwerdeführerin für die 

Krankentaggeldversicherung untersuchte, hielt am 29. März 2010 eine 

Sudeckdystrophie für möglich und vermerkte eine Diskrepanz zwischen den objektiv 

geringen Befunden (Schwellungszustand im Bereich des Daumens, sehr diskret auch 

im Handrücken, sowie diskrete Einschränkung der Beweglichkeit im Handgelenk) und 

den starken sekundären Schmerzüberlagerungen (act. G 5.2-7 f.). Die Handchirurgin 

Dr. E.___ hielt am 17. Juni 2010 Anzeichen einer Sudeckdystrophie für gegeben, wies 

aber ebenfalls darauf hin, dass die Beschwerdeführerin zur Schmerzausweitung neige, 

weshalb nach wenigen Wochen eine Verlaufskontrolle durchzuführen sei (IV-act. 31-32; 

IV-act. 24-1). Das Neurologische Zentrum H.___ berichtete aufgrund der Untersuchung 

vom 7. Januar 2011, ein CRPS II sei "sicherlich" vorhanden; allerdings sei eine 

Nervenschädigung elektrophysiologisch nicht nachweisbar (IV-act. 31-15). In späteren 

Berichten erwähnte Dr. J.___ die Diagnose eines CRPS II (IV-act. 65-1), während Dres. 

G.___. und B.___ eine entsprechende Verdachtsdiagnose bzw. einen Zustand nach 

Operation am linken Handgelenk vermerkten (IV-act. 33-1; IV-act. 58-1; IV-act. 90-12). 

Aus dieser medizinischen Aktenlage geht hervor, dass zeitweise Anzeichen für ein 

CRPS bestanden, diese aber offenbar wieder abklangen. Im Übrigen beruht die 

Diagnose somit vor allem auf den angegebenen, nicht objektivierten Beschwerden. Die 

gutachterliche Diagnose eines Status nach anamnestisch zweimaliger operativer 

Revision eines Handgelenkganglions links mit anamnestisch berichtetem 

postoperativen CRPS II, derzeit klinisch vollständig regredient (IV-act. 76-26), ist damit 

nachvollziehbar.

4.3    

4.3.1         In Berichten vom 19. März 2013 (IV-act. 90-14 f.) und 30. Mai 2013 

(act. G 1.2) notierte Dr. G.___ als psychiatrische Diagnose eine rezidivierende 

depressive Störung, gegenwärtig mittel- bis schwergradige Episode ohne psychotische 

Symptome (ICD-10: F33.11), welche für die Arbeitsfähigkeit relevant sei. Es wundere 

sie, dass die psychiatrische Gutachterin anamnestisch einen Zustand nach wechselnd 

depressiven Episoden mit überwiegend mittlerem Grad und ohne Auswirkungen auf die 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/20

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Arbeitsfähigkeit diagnostiziere. Die Beschwerdeführerin sei vom 21. Februar bis 

23. März 2012 in der Psychiatrischen Klinik I.___ rund um die Uhr behandelt und 

beobachtet worden. Die dort gestellte Diagnose der schweren depressiven Episode 

und die verordnete antidepressive Medikation hätten dem Zustand der 

Beschwerdeführerin entsprochen (IV-act. 90-14 f.). Diese sei bereits im Jahre 2011 

aufgrund ihrer vertieften rezidivierenden depressiven Störung nicht in der Lage 

gewesen, mit öffentlichen Verkehrsmitteln von Q.___ nach R.___ oder S.___ zu fahren. 

Bei der psychiatrischen Begutachtung sei sie laut Gutachten nicht imstande gewesen, 

vorhandene störungsspezifische Beschwerden anzugeben. Es müsse jedoch 

berücksichtigt werden, dass sie sich, auch kulturell bedingt, lediglich über ihre 

Schmerzen, nicht aber über ihre Emotionen äussern könne. Die Depression sei bei ihr 

Teil des metabolischen Syndroms, was sich durch massiven sozialen Rückzug äussere. 

Im Gegensatz zur Gutachterin habe sie (Dr. G.___) deutliche Aufmerksamkeits- und 

Konzentrationsstörungen festgestellt. Kurz nach der Entlassung aus der 

Psychiatrischen Klinik I.___ seien erneut Symptome einer mittelgradigen Depression 

aufgetreten. Das Gutachten sei in sich widersprüchlich, da es einerseits feststelle, dass 

keine krankhaften Auslenkungen des Affekts zum depressiven oder aggressiven Pol 

vorhanden seien, und andererseits berichte, dass mit stark emotional getönter 

Sprechstimme starkes Leiden angezeigt worden sei. Es sei in Anbetracht der hoch 

dosierten Antidepressiva kaum anzunehmen, dass die Beschwerdeführerin im 

Zeitpunkt der gutachterlichen Untersuchung keine Symptome einer Depression gezeigt 

habe. Eine Aggravation oder Simulation habe sie im Gegensatz zur Gutachterin nicht 

festgestellt (act. G 1.2). Dr. G.___ schätzt die Arbeitsfähigkeit in ihrem Bericht vom 

19. März 2013 in der ursprünglichen Tätigkeit als völlig aufgehoben und in angepasster 

Tätigkeit auf täglich 2,5 Stunden bei einer Leistungsfähigkeit von 70 %; aufgrund der 

mittelgradigen depressiven Episode bestehe eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit 

aus psychiatrischer Sicht (IV-act. 90-14 f.). Im Bericht vom 30. Mai 2013 bekräftigt sie 

die Annahme, dass aus rein psychiatrischer Sicht nicht von einer 100%igen 

Arbeitsfähigkeit ausgegangen werden könne (act. G 1.2).

4.3.2         Aus dem Bericht der Psychiatrischen Klinik I.___ geht hervor, dass die 

Beschwerdeführerin zwar beim Eintritt den Diagnosekriterien einer depressiven 

Episode entsprechende Symptome aufwies (Gefühl der Nutzlosigkeit, Scham- und 

Schuldgefühle, zunehmende Vergesslichkeit, deutliche Antriebsminderung, 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/20

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vermindertes Selbstwertgefühl, negative und pessimistische Zukunftsperspektive, 

psychomotorische Hemmung; vgl. IV-act. 62-3). Beim Austritt war sie hingegen im 

Affekt unauffällig (IV-act. 62-5). Damit ist vereinbar, dass die psychiatrische Gutachterin 

rund sieben Monate später keine krankhaften Auslenkungen des Affektes zum 

depressiven Pol mehr feststellte. Die unterschiedliche Beurteilung durch Dr. G.___ und 

die Gutachterin scheint massgeblich darauf zu gründen, dass die depressiven 

Episoden, wenn auftretend, behandelbar sind, was die Gutachterin postuliert hat. 

Insofern ist plausibel, vermag aber das Gutachten nicht zu entkräften, dass Dr. G.___ 

jeweils vorübergehend Symptome einer Depression festgestellt hat. Weitere 

medizinische Tatsachen, welche die Beurteilung der psychiatrischen Gutachterin 

massgeblich in Frage zu stellen vermögen, führt Dr. G.___ nicht an. Dass für die 

psychiatrische Untersuchung lediglich eine Stunde eingeplant war, vermag den 

Beweiswert des psychiatrischen Gutachtens ebenfalls nicht zu tangieren, zumal diese 

Untersuchungsdauer nicht von Vornherein als unangemessen oder unüblich kurz 

erscheint und Gesetz oder Rechtsprechung nicht einen Anspruch auf eine bestimmte 

Untersuchungsdauer einräumen. Diese richtet sich nach den Anforderungen einer 

umfassenden, eine zuverlässige Einschätzung der Arbeitsfähigkeit erlaubenden 

Untersuchung im Einzelfall (Urteil des Bundesgerichts vom 5. Januar 2012, 

8C_639/2011 E. 4.3.1). Das Gutachten lässt nicht auf eine unvollständige 

Befunderhebung schliessen. Zu den von der Beschwerdeführerin verlangten 

psychologischen Testverfahren (act. G 1 S. 9) ist Folgendes zu bemerken: Zum einen 

kommt testpsychologischen Verfahren, welche nach bestimmten Skalen auf Angaben 

und Einschätzungen der zu untersuchenden Person selbst beruhen, gegenüber der 

klinischen Untersuchung lediglich ergänzende Funktion zu (Urteile des 

Eidgenössischen Versicherungsgerichts vom 9. August 2006, I 391/06, E. 3.2.2, und 

des Bundesgerichts vom 2. Juli 2012, 8C_266/2012, E. 4.1). Zum anderen ist es 

grundsätzlich der Gutachterperson überlassen, über Art und Umfang der aufgrund der 

konkreten Fragestellung erforderlichen Untersuchungen zu befinden (vgl. Urteile vom 

23. Mai 2014, 8C_96/2014, E. 4.3, und vom 24. Juli 2014, 8C_450/2014, E. 4.2).

4.4   Zusammenfassend ist festzuhalten, dass das Gutachten des SMAB auf 

ausreichend umfassenden Anamnesen und Untersuchungen gründet und die 

wesentlichen vorhandenen Akten und die von der Beschwerdeführerin geklagten 

Gesundheitsbeeinträchtigungen berücksichtigt. Die Darlegung der Befunde und die 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/20

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Beurteilung der Arbeitsfähigkeit durch die einzelnen medizinischen Fachexperten und 

im Gesamten erscheinen schlüssig und nachvollziehbar. Das internistische Gutachten 

ist zwar knapp ausgefallen, was jedoch darauf beruht, dass die geklagten 

Beschwerden in die übrigen Fachgebiete fallen und internistisch keine besonderen 

Befunde zu beurteilen waren. Aus somatischer Sicht kann eine Arbeitsunfähigkeit nur 

insoweit begründet werden, als subjektive Schmerzangaben der versicherten Person 

durch damit korrelierende, fachärztlich schlüssig feststellbare Befunde hinreichend 

erklärbar sind (BGE 130 V 399 E. 5.3.2 mit weiteren Hinweisen). Die von den 

Begutachtenden erhobenen Befunde sind weitgehend unauffällig oder asymptomatisch 

und erklären die von der Beschwerdeführerin angegebenen Schmerzen und 

Missempfindungen nicht in genügendem Ausmass. Folglich ist die Einschätzung der 

Arbeitsfähigkeit durch die Gutachter nachvollziehbar. Die Vorbringen der 

Beschwerdeführerin vermögen den Beweiswert des Gutachtens nicht zu entkräften. 

Die vorhandenen Berichte der behandelnden Ärzte gelangen zwar zu wesentlich 

höheren Einschätzungen der Arbeitsunfähigkeit als die Gutachter. Sie begründen dies 

jedoch nicht mit medizinischen Tatsachen, welche durch die Gutachter nicht 

berücksichtigt worden wären. Zudem muss die Erfahrungstatsache mitberücksichtigt 

werden, dass Hausärzte aufgrund des Auftragsverhältnisses zu ihren Patienten in 

Zweifelsfällen eher dazu neigen, zu Gunsten ihrer Patienten auszusagen (BGE 125 V 

351 E. 3b/cc). Es ist daher auf das SMAB-Gutachten vom 13. Dezember 2012 

abzustellen, womit von einer Arbeitsfähigkeit in adaptierten Tätigkeiten von 80 % 

auszugehen ist. Es besteht sodann kein Anlass, wie von der Beschwerdegegnerin in 

der Beschwerdeantwort dargetan (act. G 5 S. 9), in Abweichung vom Gutachten von 

einer vollen Arbeitsfähigkeit auszugehen, zumal gemäss Stellungnahme des RAD 

mässig gravierende krankhafte Befunde im Bereich der Lendenwirbelsäule, des 

Rumpfes sowie beider Schultergelenke vorliegen und die Arbeitsfähigkeitsbeurteilung 

des Gutachtens nachvollziehbar ist (IV-act. 79-2).

5.       

5.1   Die Beschwerdeführerin erzielte gemäss Auszug aus dem individuellen Konto im 

Jahr 2008 ein Lohneinkommen von Fr. 54'157.-- (IV-act. 8-1). Gemäss 

Lohnentwicklung des Bundesamtes für Statistik beträgt dieses teuerungsbereinigt für 

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das Jahr 2010 Fr. 55'891.-(Tabelle T39, Index Frauen 2008: 2499; Index 2010: 2579), 

sodass von einem Valideneinkommen in dieser Höhe auszugehen ist.

5.2   Grundlage des Invalideneinkommens bildet vorliegend der durchschnittliche 

Tabellenlohn für Hilfsarbeiten, LSE 2010, Anforderungsniveau 4, Frauen, von 

Fr. 52'728.-- .Bei einer Arbeitsfähigkeit von 80 % entspricht dies einem Jahreslohn von 

Fr. 42'182.--.

5.3   Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen 

Durchschnittswerten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert (Tabellenlohn) 

allenfalls zu kürzen. Damit soll der Tatsache Rechnung getragen werden, dass 

persönliche und berufliche Merkmale, wie Art und Ausmass der Behinderung, 

Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und 

Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können. Aufgrund dieser 

Faktoren kann die versicherte Person die verbliebene Arbeitsfähigkeit auch auf einem 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt möglicherweise nur mit unterdurchschnittlichem 

erwerblichem Erfolg verwerten. Der Abzug soll aber nicht automatisch erfolgen. Er ist 

unter Würdigung der Umstände im Einzelfall nach pflichtgemässem Ermessen 

gesamthaft zu schätzen und darf 25 % nicht übersteigen. Die Rechtsprechung gewährt 

insbesondere dann einen Abzug auf dem Invalideneinkommen, wenn eine versicherte 

Person selbst im Rahmen körperlich leichter Hilfsarbeitertätigkeit in ihrer 

Leistungsfähigkeit eingeschränkt ist. Sind hingegen leichte bis mittelschwere Arbeiten 

zumutbar, ist allein deswegen auch bei eingeschränkter Leistungsfähigkeit noch kein 

Abzug gerechtfertigt, weil der Tabellenlohn im Anforderungsniveau 4 bereits eine 

Vielzahl von leichten und mittelschweren Tätigkeiten umfasst. Allfällige bereits in der 

Beurteilung der medizinischen Arbeitsfähigkeit enthaltene gesundheitliche 

Einschränkungen dürfen nicht zusätzlich in die Bemessung des leidensbedingten 

Abzuges einfliessen und so zu einer doppelten Anrechnung desselben 

Gesichtspunktes führen (Urteile des Bundesgerichts vom 23. Dezember 2014, 

9C_630/2014, E. 2.1 mit Verweisen auf BGE 126 V 75 E. 5 a und 5 b und weitere und 

vom 22. Januar 2015, 9C_846/2014, E. 4.1.1).

5.4   Die Beschwerdegegnerin gewährte der Beschwerdeführerin unter 

Berücksichtigung ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigung und der zuletzt ausgeübten 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 19/20

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Tätigkeit im Vergleich zu einer dem Leiden angepassten Tätigkeit einen 

Tabellenlohnabzug von 10 % (IV-act. 93-3). Die Beschwerdeführerin macht geltend, es 

stehe ihr ein Tabellenlohnabzug von 20 % bis 25% zu. Aufgrund ihres Leistungsprofils 

und insbesondere ihrer erheblichen Einschränkungen psychischer Art - 

Schlafstörungen, Verlangsamung, grösserer Bedarf an Pausen und Erholungszeit 

wegen der Schmerzen - könne sie die ihr zumutbare Arbeitsfähigkeit nur in reduziertem 

Rahmen ausüben und das durchschnittliche Lohnniveau einer jüngeren und gesunden 

Mitarbeiterin nicht erreichen (act. G 1 S. 12; act. G 9 S. 6f.).

5.5   Für die bisherige Tätigkeit (Verpacken von Fleischwaren) erstellte der 

orthopädische Gutachter ein Belastungsprofil (E. 2.2; IV-act. 76-23) und attestierte eine 

Arbeitsfähigkeit von 80 % in Form einer Leistungseinschränkung von 20 % (IV-

act. 76-29). Die Einbusse der Leistungsfähigkeit durch Verlangsamung und erhöhten 

Pausenbedarf ist damit in der 80 %igen Arbeitsfähigkeit bereits berücksichtigt. 

Insoweit rechtfertigt es sich nicht, diese nochmals in einen Tabellenlohnabzug 

einfliessen zu lassen. In psychiatrischer Hinsicht diagnostizierte die Gutachterin einen 

Zustand nach wechselnd depressiven Episoden, überwiegend mittelgradig und ohne 

Relevanz für die Arbeitsfähigkeit (IV-act. 76-46). Auf das Gutachten ist abzustellen, und 

es enthält keine Anhaltspunkte dafür, dass psychische Beschwerden bestehen, welche 

die Arbeitsfähigkeit nicht einschränken, jedoch (zusätzlich zur Einschränkung der 

Arbeitsfähigkeit um 20 %) einen Tabellenlohnabzug rechtfertigen. Ein 

Tabellenlohnabzug wegen Teilzeiterwerbs kommt nicht in Betracht, da eine vollzeitliche 

Arbeitsfähigkeit besteht. Zu berücksichtigen sind im Wesentlichen die Einschränkungen 

aus dem Belastungsprofil, soweit sie nicht in der Einschränkung der Arbeitsfähigkeit 

enthalten sind, sowie das Alter der Beschwerdeführerin und ihre Abwesenheit vom 

Arbeitsmarkt. Insgesamt ist ein Tabellenlohnabzug von 10 % angemessen. Das 

Invalideneinkommen beträgt somit Fr. 37'964.-- (Fr. 42'182.-- x 0,9). Bei einem 

Valideneinkommen von Fr. 55'891.-- (E. 5.1) resultiert ein Invaliditätsgrad von 32 %, 

womit kein Rentenanspruch besteht.

6.     

6.1   Die Beschwerde ist somit abzuweisen.

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6.2   Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 

1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1  IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint 

als angemessen. Nach Art. 95 Abs. 1 VRP hat in Streitigkeiten jener Beteiligte die 

Kosten zu tragen, dessen Begehren ganz oder teilweise abgewiesen werden. 

Angesichts des vollen Unterliegens der Beschwerdeführerin sind ihr die Gerichtskosten 

unter Anrechnung des von ihr in selbiger Höhe geleisteten Kostenvorschusses 

gesamthaft aufzuerlegen. Aufgrund des Ausgangs des Verfahrens ist der 

Beschwerdeführerin keine Parteientschädigung zuzusprechen.        

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.                                                                                          

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.                                                                                          

Die Beschwerdeführerin hat die Gerichtskosten von Fr. 600.-- unter Anrechnung des 

von ihr geleisteten Kostenvorschusses in gleicher Höhe zu bezahlen.

bis

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	Entscheid Versicherungsgericht, 12.10.2015
	Art. 16 ATSG; Art. 28 Abs. 2 IVG: Abstellen auf ein MEDAS-Gutachten. Vorhandene Berichte der behandelnden Ärzte vermögen den Beweiswert des den rechtlichen Anforderungen genügenden Gutachtens nicht in Frage zu stellen (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 12. Oktober 2015, IV 2013/249).

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