# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 58b59995-e8ed-5263-b43b-4810c3a208c3
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2024-03-04
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 04.03.2024 D-1237/2024
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-1237-2024_2024-03-04.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-1237/2024 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  4 .  M ä r z  2 0 2 4  

Besetzung 
 Einzelrichterin Nina Spälti Giannakitsas, 

mit Zustimmung von Richterin Susanne Genner,    

Gerichtsschreiberin Sara Steiner. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

B._______, geboren am (…), 

C._______, geboren am (…), 

Türkei,  

(…),   

Beschwerdeführende,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung  

(Dublin-Verfahren - Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG);  

Verfügung des SEM vom 16. Februar 2024 / N (…). 

 

 

D-1237/2024 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass die Beschwerdeführenden am 20. Dezember 2023 in der Schweiz um 

Asyl nachsuchten, 

dass das SEM mit Verfügung vom 16. Februar 2024 – eröffnet am 19. Feb-

ruar 2024 – in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG (SR 142.31) 

auf das Asylgesuch nicht eintrat, die Wegweisung aus der Schweiz nach 

Kroatien anordnete und die Beschwerdeführenden aufforderte, die 

Schweiz spätestens am Tag nach Ablauf der Beschwerdefrist zu verlassen, 

dass es gleichzeitig feststellte, einer allfälligen Beschwerde gegen den Ent-

scheid komme keine aufschiebende Wirkung zu, und die Aushändigung 

der editionspflichtigen Akten gemäss Aktenverzeichnis an die Beschwerde-

führenden verfügte, 

dass die zugewiesene Rechtsvertretung das Mandat am 19. Februar 2024 

beendete, 

dass die Beschwerdeführenden mit Eingabe vom 26. Februar 2024 gegen 

diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhoben 

und dabei beantragten, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und 

das SEM anzuweisen, auf das Asylgesuch einzutreten, eventualiter sei die 

Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen, 

dass sie in prozessualer Hinsicht um Gewährung der aufschiebenden Wir-

kung und der unentgeltlichen Prozessführung inklusive Verzicht auf einen 

Kostenvorschuss ersuchten, 

dass die vorinstanzlichen Akten dem Bundesverwaltungsgericht am 

27. Februar 2024 in elektronischer Form vorlagen (vgl. Art. 109 Abs. Abs. 3 

AsylG), 

dass durch das Gericht am 27. Februar 2024 im Sinne einer superproviso-

rischen Massnahme ein Vollzugsstopp angeordnet wurde, 

dass die Beschwerdeführenden am 28. Februar 2024 einen Arztbericht 

vom 23. Februar 2024 betreffend die Beschwerdeführerin zu den Akten 

reichten, 

 

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Seite 3 

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls – in der Re-

gel und auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen Verfügun-

gen (Art. 5 VwVG) des SEM entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31‒33 

VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG), 

dass die Beschwerdeführenden am Verfahren vor der Vorinstanz teilge-

nommen haben, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt 

sind, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise 

Änderung haben und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert 

sind (Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-

treten ist (Art. 108 Abs. 3 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG), 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich, 

wie nachfolgend aufgezeigt wird, um ein solches Rechtsmittel handelt, 

weshalb das Urteil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 

AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel ver-

zichtet wurde, 

dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich 

Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige und 

unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt 

werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),  

dass in der Beschwerde geltend gemacht wird, das SEM habe das rechtli-

che Gehör und die Pflicht zur Feststellung des Sachverhaltes verletzt, in-

dem es sich weder ausreichend mit der individuellen Gefahr, welcher die 

Beschwerdeführenden in Kroatien ausgesetzt wären, noch den systemi-

schen Schwachstellen in Kroatien auseinandergesetzt habe, 

dass das SEM in seiner Verfügung die Erkenntnisse aus den Abklärungen 

in Kroatien zu den systemischen Schwachstellen wiedergegeben und 

nachvollziehbar aufgezeigt hat, von welchen Überlegungen es sich hat lei-

ten lassen, 

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dass es dabei auch die Behandlung, welcher die Beschwerdeführenden in 

Kroatien ausgesetzt waren, hat miteinfliessen lassen, 

dass die Tatsache, dass die Beschwerdeführenden bezüglich der Verhält-

nisse in Kroatien offenbar eine andere Meinung als die Vorinstanz vertre-

ten, die Feststellung einer Gehörsverletzung jedenfalls nicht zu rechtferti-

gen vermag,  

dass der Antrag auf Rückweisung der Sache ans SEM nach dem Gesagten 

abzuweisen ist, 

dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asylsu-

chende in einen Drittstaat ausreisen können, der für die Durchführung des 

Asyl- und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist (Art. 31a 

Abs. 1 Bst. b AsylG), 

dass diesbezüglich die Verordnung (EU) Nr. 604/2013 des Europäischen 

Parlaments und des Rates vom 26. Juni 2013 zur Festlegung der Kriterien 

und Verfahren zur Bestimmung des Mitgliedstaats, der für die Prüfung ei-

nes von einem Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen in einem Mit-

gliedstaat gestellten Antrags auf internationalen Schutz zuständig ist, 

(nachfolgend: Dublin-III-VO) zur Anwendung kommt, 

dass gemäss Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO jeder Asylantrag von einem einzi-

gen Mitgliedstaat geprüft wird, der nach den Kriterien des Kapitels III 

(Art. 8–15 Dublin-III-VO) als zuständiger Staat bestimmt wird (vgl. auch 

Art. 7 Abs. 1 Dublin-III-VO), 

dass ein Abgleich der Fingerabdrücke der Beschwerdeführenden mit der 

"Eurodac"-Datenbank ergab, dass diese am 9. November 2023 in Kroatien 

ein Asylgesuch eingereicht hatten, 

dass das SEM die kroatischen Behörden am 8. Januar 2024 um Wieder-

aufnahme der Beschwerdeführenden gestützt auf Art. 23 Dublin-III-VO er-

suchte, 

dass die kroatischen Behörden dem Gesuch um Wiederaufnahme am 

17. und 22. Januar 2024 zustimmten, 

dass die grundsätzliche Zuständigkeit Kroatiens unbestritten blieb,  

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dass die Vorinstanz zutreffend und in Übereinstimmung mit der publizierten 

Praxis dargelegt hat, dass aktuell, auch unter Würdigung von kritischen 

Berichten nationaler und internationaler Organisationen bezüglich des kro-

atischen Asylverfahrens, keine Gründe für die Annahme vorliegen, das 

Asylverfahren und die Aufnahmebedingungen für Antragstellende in Kroa-

tien würden systemische Schwachstellen im Sinne von Art. 3 Abs. 2 

Sätze 2 und 3 Dublin-III-VO aufweisen (vgl. Referenzurteil E-1488/2020 

vom 22. März 2023 E. 9), 

dass das Gericht in seiner Praxis festhält, der Verdacht eines Gefährdungs-

zusammenhangs zwischen den sogenannten Push-backs und der Dublin-

Rückkehr lasse sich nicht erhärten und es bestehe insbesondere keine be-

achtliche Wahrscheinlichkeit, Dublin-Rückkehrende würden systematisch 

ohne Durchführung eines Asylverfahrens aus Kroatien rechtswidrig ausge-

schafft, 

dass die Beschwerdeführenden persönlich keine "push-backs" geltend ma-

chen, in Kroatien als Asylsuchende registriert wurden und trotz der anfäng-

lichen Inhaftierung der Beschwerdeführenden nicht davon auszugehen ist, 

Kroatien verstosse systematisch gegen seine vertraglichen Verpflichtun-

gen, zumal die Beschwerdeführenden vor ihrer Weiterreise in eine Aufnah-

mestruktur umziehen konnten, 

dass an diesen Schlussfolgerungen die auf Beschwerdeebene vertretene 

abweichende Meinung und die zitierten Berichte nichts zu ändern vermö-

gen und sich die Beschwerdeführenden überdies, wie vom SEM richtig 

festgehalten, bei einer allfälligen vorübergehenden Einschränkung der 

ihnen zustehenden Rechte an die kroatischen Behörden wenden und ihre 

Rechte auf dem Rechtsweg einfordern könnten, 

dass das SEM zur Inhaftierung der Beschwerdeführenden und den dabei 

erlittenen Belästigungen denn auch zu Recht festhielt, gemäss dem AIDA 

Report 2021 werde eine Inhaftierung bei Familie stets nur vorübergehend 

sowie im Einklang mit den internationalen Verpflichtungen Kroatiens ange-

ordnet und aus dem Fehlverhalten einzelner Mitarbeitenden der kroati-

schen Sicherheitskräfte lasse sich keine systematische Anwendung von 

Gewalt ableiten, 

dass es zudem unter Nennung konkreter Wege aufgezeigt hat, dass gegen 

fehlbare Beamte Anzeige erstattet werden könne, wobei allein der Um-

stand, dass solche Schritte in Kroatien allenfalls mit grösseren Schwierig-

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keiten verbunden seien, noch keine systemischen Schwachstellen zu be-

gründen vermögen,  

dass jeder Mitgliedstaat abweichend von Art. 3 Abs. 1 beschliessen kann, 

einen bei ihm von einem Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen gestell-

ten Antrag auf internationalen Schutz zu prüfen, auch wenn er nach den in 

dieser Verordnung festgelegten Kriterien nicht für die Prüfung zuständig ist 

(Art. 17 Abs. 1 Satz 1 Dublin-III-VO), 

dass dieses sogenannte Selbsteintrittsrecht im Landesrecht durch Art. 29a 

Abs. 3 der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 (AsylV 1, SR 142.311) 

konkretisiert wird und das SEM das Asylgesuch gemäss dieser Bestim-

mung "aus humanitären Gründen" auch dann behandeln kann, wenn dafür 

gemäss Dublin-III-VO ein anderer Staat zuständig wäre, 

dass die Beschwerdeführenden mit ihrem Verweis auf die schlechte Be-

handlung in Kroatien sowie ihre medizinische Situation die Anwendung von 

Art. 17 Abs. 1 Dublin-III-VO respektive Art. 29a Abs. 3 AsylV 1 fordern,  

dass Kroatien Signatarstaat der EMRK, des Übereinkommens vom 10. De-

zember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder er-

niedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und des Abkommens 

vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK, SR 

0.142.30) sowie des Zusatzprotokolls der FK vom 31. Januar 1967 (SR 

0.142.301) ist und seinen diesbezüglichen völkerrechtlichen Verpflichtun-

gen nachkommt, 

dass auch davon ausgegangen werden darf, dieser Staat anerkenne und 

schütze die Rechte, die sich für Schutzsuchende aus den Richtlinien des 

Europäischen Parlaments und des Rates 2013/32/EU vom 26. Juni 2013 

zu gemeinsamen Verfahren für die Zuerkennung und Aberkennung des in-

ternationalen Schutzes (Verfahrensrichtlinie) sowie 2013/33/EU vom 

26. Juni 2013 zur Festlegung von Normen für die Aufnahme von Personen, 

die internationalen Schutz beantragen (Aufnahmerichtlinie) ergeben, 

dass die Beschwerdeführenden kein konkretes und ernsthaftes Risiko dar-

getan haben, die kroatischen Behörden würden sich weigern sie wieder 

aufzunehmen und ihren Antrag auf internationalen Schutz unter Einhaltung 

der Regeln der erwähnten Richtlinien zu prüfen, 

dass den Akten auch keine Gründe für die Annahme zu entnehmen sind, 

Kroatien werde in ihrem Fall den Grundsatz des Non-Refoulement 

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missachten und sie zur Ausreise in ein Land zwingen, in dem ihr Leib, ihr 

Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefähr-

det ist oder in dem sie Gefahr laufen würden, zur Ausreise in ein solches 

Land gezwungen zu werden, 

dass die Beschwerdeführenden auch keine konkreten Hinweise für die An-

nahme dargetan haben, Kroatien würde ihnen dauerhaft die ihnen gemäss 

Aufnahmerichtlinie zustehenden minimalen Lebensbedingungen vorent-

halten, und sie sich bei einer vorübergehenden Einschränkung im Übrigen 

auch diesbezüglich nötigenfalls an die kroatischen Behörden wenden und 

die ihnen zustehenden Aufnahmebedingungen auf dem Rechtsweg einfor-

dern könnten (vgl. Art. 26 Aufnahmerichtlinie), 

dass das SEM diesbezüglich darauf hinwies, gemäss dem AIDA Report 

2021 verfüge das Empfangszentrum in Jezevo über zwei separate Haft- 

beziehungsweise Aufenthaltsräume, welche durchaus adäquate Bedin-

gungen für vulnerable Personen, inklusive Familien vorweisen würden, 

dass sich die Beschwerdeführenden zudem gemäss ihren Angaben nach 

ihrer Haftentlassung nur wenige Tage in Kroatien aufgehalten haben und 

die Aufnahmestruktur sofort wieder verlassen hätten, weil es Käfer gehabt 

habe, ansonsten aber keine weiteren Beanstandungen machen, 

dass auch der Gesundheitszustand der Beschwerdeführenden nicht gegen 

eine Überstellung nach Kroatien spricht, 

dass eine zwangsweise Rückweisung von Personen mit gesundheitlichen 

Problemen nur ganz ausnahmsweise einen Verstoss gegen Art. 3 EMRK 

darstellen kann und dies insbesondere dann der Fall ist, wenn die be-

troffene Person sich in einem fortgeschrittenen oder terminalen Krankheits-

stadium und bereits in Todesnähe befindet, nach einer Überstellung mit 

dem sicheren Tod rechnen müsste und dabei keinerlei soziale Unterstüt-

zung erwarten könnte (vgl. BVGE 2011/9 E. 7 mit Hinweisen auf die dama-

lige Praxis des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte [EGMR]), 

dass eine solche Situation vorliegend angesichts der geltend gemachten 

gesundheitlichen Probleme nicht gegeben ist, 

dass das SEM grundsätzlich zu Recht festgestellt hat, dass Kroatien über 

eine ausreichende medizinische Infrastruktur verfügt (vgl. auch das Refe-

renzurteil des BVGer E-1488/2020 vom 22. März 2023 E. 10.2), 

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dass die in der Beschwerde diesbezüglich anders dargelegte Situation der 

allgemeinen Gesundheitsversorgung in Kroatien an dieser Einschätzung 

nichts zu ändern vermag, 

dass vor diesem Hintergrund von der Behandelbarkeit der vom Beschwer-

deführer geltend gemachten Diabetes und den leichten psychischen Be-

schwerden in Kroatien auszugehen ist, wobei der Beschwerdeführer zu 

letzteren keine näheren Angaben macht, sodass auch der psychiatrische 

Termin nicht abgewartet werden muss, 

dass die Beschwerdeführerin geltend macht, sie leide an einer bipolaren 

Störung, welche aber schon in der Türkei behandelt worden ist, wobei sie 

offenbar auch einen Medikamentenstock auf die Flucht mitnahm, sodass 

davon auszugehen ist, die offenbar bereits gut etablierte Behandlung 

könne auch in Kroatien weitergeführt werden, zumal die Beschwerdefüh-

rerin verschiedentlich darauf hinweist, dass es ihr gutgehe, wenn sie ihre 

Medikamente regelmässig einnehme, 

dass die Beschwerdeführerin zudem an schweren Depressionen leide und 

sich ihr Zustand in Kroatien extrem verschlechtert habe, sodass sie nach 

ihrer Ankunft in der Schweiz wegen suizidaler Äusserungen in stationärer 

Behandlung war, woraus sie gemäss Arztbericht vom 23. Januar 2024 aber 

nach dreieinhalb Wochen in deutlich stabilisiertem Zustand wieder hat ent-

lassen werden können,  

dass sie offenbar nach Ergehen des negativen Entscheids des SEM durch 

Tablettenintoxikation einen Selbstmordversuch unternommen hat und sich 

gemäss Eintrittsbericht vom 23. Februar 2024 seither erneut in stationärer 

Behandlung befindet,  

dass dem Bericht zu entnehmen ist, sie habe in den letzten Tagen verges-

sen, ihre Medikamente einzunehmen und die letzten Nächte nicht geschla-

fen,  

dass insgesamt davon ausgegangen werden kann, ihr Zustand könne sich 

wieder stabilisieren, zumal auch aus dem eingereichten Eintrittsbericht 

diesbezüglich nichts Konkretes beziehungsweise nichts Gegenteiliges her-

vorgeht und die Beschwerdeführerin im stationären Setting bezüglich Sui-

zidabsichten absprachefähig sei, 

dass es zwar nachvollziehbar ist, dass die Situation für die Beschwerde-

führenden insgesamt sehr belastend ist, hinsichtlich einer allfälligen Gefahr 

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der Suizidalität bei einem zwangsweisen Wegweisungsvollzug aber darauf 

hinzuweisen ist, dass vom Vollzug der Wegweisung gemäss konstanter 

Rechtsprechung nicht Abstand zu nehmen ist, solange Massnahmen zur 

Verhütung der Umsetzung einer Suiziddrohung getroffen werden können, 

dass der geltend gemachten Suizidalität der Beschwerdeführerin deshalb 

durch geeignete Massnahmen bei der Rückführung Rechnung zu tragen 

ist, 

dass die Situation zwar auch für den Sohn belastend ist, aufgrund der Ak-

ten aber davon auszugehen ist, dass er grundsätzlich gesund ist und nicht 

an schwerwiegenden und anhaltenden psychischen Problemen leidet,  

dass die schweizerischen Behörden, die mit dem Vollzug der angefochten 

Verfügung beauftragt sind, den medizinischen Umständen bei der Bestim-

mung der konkreten Modalitäten der Überstellung der Beschwerde-

führenden Rechnung tragen und die kroatischen Behörden vorgängig in 

geeigneter Weise über die spezifischen medizinischen Umstände informie-

ren werden (vgl. Art. 31 f. Dublin-III-VO), 

dass dem SEM bei der Anwendung von Art. 29a Abs. 3 AsylV 1 Ermessen 

zukommt (vgl. BVGE 2015/9 E. 7 f.) und den Akten keine Hinweise auf eine 

gesetzeswidrige Ermessensausübung (vgl. Art. 106 Abs. 1 Bst. a AsylG) 

durch die Vorinstanz zu entnehmen sind, 

dass das Bundesverwaltungsgericht sich unter diesen Umständen weiterer 

Ausführungen zur Frage eines Selbsteintritts enthält, 

dass das SEM demnach zu Recht in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b 

AsylG auf das Asylgesuch der Beschwerdeführenden nicht eingetreten ist 

und – weil die Beschwerdeführenden nicht im Besitz einer gültigen Aufent-

halts- oder Niederlassungsbewilligung sind – in Anwendung von Art. 44 

AsylG die Überstellung nach Kroatien angeordnet hat (Art. 32 Bst. a 

AsylV 1),  

dass die Beschwerde aus diesen Gründen abzuweisen ist,  

dass das Beschwerdeverfahren mit vorliegendem Urteil abgeschlossen ist, 

weshalb sich der Antrag auf Gewährung der aufschiebenden Wirkung als 

gegenstandslos erweist und der angeordnete Vollzugsstopp aufzuheben 

ist, 

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dass das mit der Beschwerde gestellte Gesuch um Gewährung der unent-

geltlichen Prozessführung abzuweisen ist, da die Begehren – wie sich aus 

den vorstehenden Erwägungen ergibt – als aussichtlos zu bezeichnen wa-

ren, weshalb die Voraussetzungen von Art. 65 Abs. 1 VwVG nicht erfüllt 

sind, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr.  750.– (Art. 1‒

3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädi-

gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) den 

Beschwerdeführenden aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG). 

 

(Dispositiv nächste Seite)  

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Der am 27. Februar 2024 angeordnete Vollzugsstopp wird aufgehoben. 

3.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung wird ab-

gewiesen. 

4.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden den Beschwerdeführenden 

auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zuguns-

ten der Gerichtskasse zu überweisen. 

5.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführenden, das SEM und die kanto-

nale Migrationsbehörde. 

 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Nina Spälti Giannakitsas Sara Steiner