# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 469298dd-41ac-5c58-a549-877998ce85df
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2011-11-29
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 29.11.2011 B-8009/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_B-8009-2010_2011-11-29.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

   

Abteilung II
B­8009/2010

U r t e i l   v om   2 9 .   No v embe r   2 0 1 1

Besetzung Richterin Eva Schneeberger (Vorsitz),
Richter Ronald Flury, Richterin Vera Marantelli,   
Gerichtsschreiber Michael Barnikol.

Parteien A._______, 
vertreten durch Rechtsanwalt Adrian Schmid, Haidlauf + 
Schmid, Hauptstrasse 13, Postfach 907, 4153 Reinach BL,
Beschwerdeführer, 

gegen

Eidgenössische Prüfungskommission für Ingenieur­
Geometerinnen und ­Geometer, c/o Bundesamt für 
Landestopografie SWISSTOPO, Seftigenstrasse 264, 
3084 Wabern,   
Vorinstanz. 

Gegenstand Staatsexamen für Ingenieur­Geometerinnen und ­Geometer.

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Sachverhalt:

A. 
Im  August  2010  legte  der  Beschwerdeführer  das  Staatsexamen  für 
Ingenieur­Geometerinnen  und  ­Geometer  im  Themenkreis  C 
(Landmanagement) ab. Bereits  im Jahr 2009 hatte er an dieser Prüfung 
teilgenommen,  sie  jedoch  nicht  bestanden.  Mit  Verfügung  vom  11. 
Oktober  2010  teilte  ihm  die  Eidgenössische  Prüfungskommission  für 
Ingenieur­Geometerinnen  und  ­Geometer  (Vorinstanz)  mit,  dass  er  die 
Prüfung nicht bestanden habe. Die schriftliche Prüfung, welche aus einer 
Hauptaufgabe  und  einer  schriftlichen  Kurzprüfung  bestand,  wurde  mit 
"ungenügend"  (3,5)  bewertet.  Für  die  mündliche  Prüfung  erhielt  der 
Beschwerdeführer ebenfalls die Note  "ungenügend". Dieser Prüfungsteil 
macht ¼ der Gesamtnote aus.

B. 
Gegen diese Verfügung erhebt der Beschwerdeführer am 15. November 
2010 Beschwerde vor dem Bundesverwaltungsgericht. Er beantragt,  die 
angefochtene  Verfügung  sei  aufzuheben  und  er  sei  noch  einmal 
kostenlos  zur  Staatsexamensprüfung  für  Ingenieur­Geometerinnen  und 
­Geometer im Themenkreis C zuzulassen. Weiterhin beantragt er Einsicht 
in  "sämtliche  interne  Reglemente  und  Beschlüsse  zum  Thema 
Durchführung  des  Staatsexamens",  insbesondere  in  das  "Merkblatt  2: 
Durchführung  des  Staatsexamens:  Kommissionsbeschlüsse"  des 
Geschäftsreglements  der  Vorinstanz.  Er  macht  die  Verletzung  von 
Ausstandsbestimmungen  geltend.  Zwei  der  Examinatoren  hätten  ihn 
bereits  im  Jahr  2009  bei  seiner  erfolglosen  ersten  Teilnahme  am 
Staatsexamen  geprüft.  Einer  dieser  beiden  Examinatoren  sei  auch 
während  der  Ausbildung  des  Beschwerdeführers  zum  Ingenieur  FH  an 
der  Fachhochschule  Muttenz  dessen  Dozent  gewesen  und  habe  ihn 
somit  gekannt.  Es  könne  nicht  ausgeschlossen  werden,  dass  sich  der 
Examinator  –  wenn  auch  unbewusst  –  bereits  im  Vorfeld  ein  Bild  des 
Beschwerdeführers  gemacht  habe,  welches  möglicherweise  geeignet 
gewesen  sei,  die  Bewertung  von  dessen  Leistung  negativ  zu 
beeinflussen.  Hierfür  spreche  auch,  dass  die  Examinatoren  in  der 
Entscheidbegründung  zur  Prüfung  im  Jahr  2009  ausgeführt  hätten,  der 
Beschwerdeführer  habe  eine  "plauderhafte"  Präsentation  abgeliefert. 
Diese Formulierung impliziere, dass die Examinatoren ihn nicht als ernst 
zu nehmend wahrgenommen hätten. Des Weiteren sei einer der beiden 
Examinatoren  Verwaltungsratsmitglied  der  drei  stärksten  Konkurrenten 
der Arbeitgeberin des Beschwerdeführers. Im Jahr 2004 hätten diese drei 

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Unternehmen  eine  Beschwerde  gegen  eine  submissionsrechtliche 
Vergabe  an  seine  Arbeitgeberin  eingereicht,  u.a.  mit  der  Begründung, 
seine Arbeitgeberin verfüge nicht über genügend qualifiziertes Personal. 
Den  Prüfungsanwärtern  sei  im  Vorfeld  nicht  bekannt  gegeben  worden, 
wer  die  Prüfungen  abnehmen  werde.  Dies  habe  der  Beschwerdeführer 
erst am Morgen des Prüfungsbeginns feststellen können. Es sei ihm nicht 
zuzumuten gewesen, die Ausstandsgründe während der Prüfung geltend 
zu machen. Ferner bemängelt  der Beschwerdeführer das Vorgehen der 
Vorinstanz  anlässlich  einer  Akteneinsichtnahme  am  9. November  2010. 
Auf  mehrfache  Nachfrage  hin  sei  ihm  mitgeteilt  worden,  dass  es  kein 
Prüfungsreglement  im  eigentlichen  Sinn  gäbe,  die  Vorinstanz  aber 
verschiedentlich  gewisse  Verfahrensregeln  beschlossen  habe.  Was 
genau  beschlossen  worden  sei,  sei  dem  Beschwerdeführer  aber  nicht 
mitgeteilt  worden.  Die  Bestimmungen  seien  ihm  weder  ausgehändigt 
worden,  noch  habe  er  die  Möglichkeit  gehabt,  in  diese  Einsicht  zu 
nehmen.  Aus  einem  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  sei  zu 
entnehmen,  dass  ein  Merkblatt  existiere,  das  Prüfungsverfahrensregeln 
enthalte. Da ihm der Inhalt dieses Merkblatts nicht bekannt sei, könne er 
nicht  beurteilen,  ob  die  Prüfungen  reglementskonform  durchgeführt 
worden seien. Deshalb seien sämtliche Reglemente und Beschlüsse mit 
Bezug  zur  nicht  bestandenen  Prüfung  zum  Verfahren  beizuziehen  und 
ihm zur Einsicht zuzustellen. Ferner rügt er, dass ihm vor Prüfungsbeginn 
die Gewichtung der einzelnen Prüfungen nicht bekannt gegeben worden 
sei.  In dem genannten Urteil des Bundesverwaltungsgerichts werde dies 
als unzulässig beurteilt.

C.  
Mit Vernehmlassung vom 17. Januar 2011 beantragt die Vorinstanz, die 
Beschwerde  sei  abzuweisen.  Zur  Begründung  führt  sie  an,  es  sei  zwar 
zutreffend,  dass  der  Beschwerdeführer  in  beiden  Jahren  in  der 
mündlichen Prüfung von den selben Experten befragt worden sei. Da die 
Prüfungen in vier Themenkreisen und in den drei Landessprachen durch 
fachlich genügend qualifizierte Experten abgenommen werden müssten, 
sei  es  nicht  möglich,  für  Prüfungswiederholungen  neue  Expertenteams 
zusammenzustellen.  Aus  diesem  Umstand  könne  aber  nicht  die 
Schlussfolgerung  gezogen  werden,  dass  sich  der  betreffende 
Prüfungsexperte  im Vorfeld der Prüfung ein Bild des Beschwerdeführers 
gemacht habe, das geeignet sei, die Bewertung seiner Leistung negativ 
zu  beeinflussen.  Auch  aus  der  Begründung  des  Entscheids  über  die 
Prüfung des Jahres 2009, wonach die Kurzpräsentation als ungenügend 
zu  bewerten  sei,  da  "die  Präsentation  plauderhaft  und  nicht 

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adressatengerecht"  gewesen sei,  könne keine Voreingenommenheit  der 
Examinatoren  abgeleitet  werden.  Diese  Beurteilung  sei  nicht  auf  die 
Person  des  Beschwerdeführers,  sondern  auf  die  Art  seines  Vortrags 
gerichtet. Der Umstand, dass ein Prüfungsexperte seit Jahren in drei von 
fünf  im  Kanton  Basel­Landschaft  bestehenden  Geometerbüros  im 
Verwaltungsrat  tätig  sei,  begründe  ebenfalls  keinen  Anschein  der 
Befangenheit. Da der Beschwerdeführer erst  seit  Januar 2010  für  seine 
derzeitige  Arbeitgeberin  tätig  sei,  könne  er  mit  dem 
Beschwerdeverfahren, das die drei Konkurrenzunternehmen gegen sie in 
den Jahren 2004 und 2005 geführt hätten, nicht  in Verbindung gebracht 
werden.  Es  treffe  auch  nicht  zu,  dass  der  Beschwerdeführer  vor  der 
Prüfung nicht über die Gewichtung der einzelnen Prüfungsteile informiert 
worden sei. Der Prüfungsleiter habe zu Beginn seiner Erläuterungen zur 
Prüfung eine Folie aufgelegt, auf der die Gewichtung aufgeführt gewesen 
sei.

D. 
Nach Einsicht in die Vernehmlassung und deren Beilagen,  insbesondere 
auch  in  das  Merkblatt  2  zum  Geschäftsreglement  der  Vorinstanz 
(Durchführung  des  Staatsexamens;  Kommissionsbeschlüsse)  hält  der 
Beschwerdeführer  mit  Replik  vom  25.  Februar  2011  an  seinen 
Rechtsbegehren  fest.  Aufgrund  der  in  diesem  Merkblatt  vorgesehenen 
Verfahrensvorschriften  hätten  bei  der  Prüfung  von  Repetenten 
mindestens  zwei  Examinatoren  und  ein  zusätzlicher  Experte,  der  als 
Zuhörer  an  der  Prüfung  teilnehme,  anwesend  zu  sein.  Bei  seiner 
mündlichen  Prüfung  seien  jedoch  nur  zwei  Examinatoren  zugegen 
gewesen.  Weder  ein  dritter  Experte,  noch  der  Präsident  oder  ein 
Delegierter  hätten  an  der  Prüfung  teilgenommen.  Darin  sei  eine 
Verletzung verbindlicher Prüfungsverfahrensregelungen zu erblicken. Des 
Weiteren  sei  es  unzulässig,  wenn  die  Gewichtung  der  Prüfungen  erst 
unmittelbar  am  Tag  des  Prüfungsbeginns  mitgeteilt  werde,  da  dies  zur 
Folge  habe,  dass  diese  Informationen  im  Rahmen  der 
Prüfungsvorbereitung,  wo  sie  wichtig  wären,  nicht  mehr  berücksichtigt 
werden könnten.

E. 
Mit  Duplik  vom  11.  März  2011  bestätigt  die  Vorinstanz,  dass  die 
mündliche Prüfung des Beschwerdeführers  im Themenkreis C von zwei 
Experten  abgenommen wurde  und  keine  dritte  Person  dabei  anwesend 
gewesen  sei.  Sie  sieht  darin  jedoch  keinen Grund,  auf  ihren  Entscheid 

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zurückzukommen. Im Übrigen hält sie an ihrem Vorbringen vollumfänglich 
fest.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. 
Der Entscheid der Vorinstanz vom 11. Oktober 2010 stellt eine Verfügung 
im  Sinne  von  Art.  5  Abs.  1  des  Bundesgesetzes  über  das 
Verwaltungsverfahren vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021) dar. 
Nach Art. 31 und 33 Bst. f des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 
2005 (VGG, SR 173.32) i.V.m. Art. 5 und 44 VwVG können Verfügungen 
der  Vorinstanz  mit  Beschwerde  beim  Bundesverwaltungsgericht 
angefochten  werden.  Der  Beschwerdeführer  ist  als  Adressat  der 
angefochtenen  Verfügung  durch  diese  berührt  und  hat  somit  ein 
schutzwürdiges Interesse an ihrer Aufhebung oder Änderung. Er ist daher 
zur  Beschwerdeführung  legitimiert  (Art.  48  Abs.  1  VwVG).  Eingabefrist 
und  ­form  sind  gewahrt  (Art.  50  und  52  Abs.  1  VwVG),  der 
Kostenvorschuss wurde  fristgemäss bezahlt  (Art.  63 Abs. 4 VwVG) und 
es  liegt eine  rechtsgültige Vollmacht des Rechtsvertreters vor. Auch die 
übrigen Sachurteilsvoraussetzungen  sind  erfüllt.  Auf  die Beschwerde  ist 
daher einzutreten.

2. 
Zur selbständigen Ausführung von Arbeiten der amtlichen Vermessung ist 
berechtigt,  wer  das  eidgenössische  Staatsexamen  für  Ingenieur­
Geometerinnen  und  Ingenieur­Geometer  (nachfolgend:  Staatsexamen) 
erfolgreich bestanden hat und  im Register der  Ingenieur­Geometerinnen 
und  Ingenieur­Geometer  eingetragen  ist  (Art.  41  Abs.  1  des 
Bundesgesetzes  über  Geoinformation  vom  5.Oktober  2007 
[Geoinformationsgesetz,  GeoIG,  SR  510.62]).  Eine  aus  Vertreterinnen 
und  Vertretern  des  Bundes,  der  Kantone  und  der  Berufsorganisationen 
zusammengesetzte Behörde des Bundes  führt das Staatsexamen durch 
(Art.  42  Abs.  2 
GeoIG).  Gestützt  auf  Art.  29  Abs.  3  Bst.  b  und  c  sowie  Art.  41  Abs.  3 
GeoIG  enthält  die  Verordnung  über  die  Ingenieur­Geometerinnen  und 
Ingenieur­Geometer  vom  21.  Mai  2008  (Geometerverordnung,  GeomV, 
SR 211.432.261) Vorschriften über die Zulassung und die Durchführung 
des  Staatsexamens  für  Ingenieur­Geometerinnen  und  Ingenieur­

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Geometer  (Art.  2  ff.  und  9  ff.  GeomV).  Das  Staatsexamen  ist  eine 
anwendungsorientierte  Prüfung  in  den  Themenkreisen  amtliche 
Vermessung,  Geomatik,  Landmanagement  und  Unternehmensführung 
(Art. 9 Abs. 1 GeomV). Die Mitglieder der Geometerkommission sowie die 
beigezogenen  Expertinnen  und  Experten  stellen  für  jeden  Themenkreis 
fest,  ob die Prüfung bestanden oder nicht bestanden  ist  (Art.  13 Abs. 1 
GeomV).  Das  Staatsexamen  gilt  als  bestanden,  wenn  die  Prüfung  in 
jedem der vier Themenkreise bestanden ist (Art. 13 Abs. 2 GeomV). Das 
Staatsexamen kann einmal wiederholt werden, wobei nur Themenkreise 
wiederholt geprüft werden, die nicht bestanden wurden (Art. 15 GeomV).

3. 
Nach Art. 49 VwVG kann mit der Verwaltungsbeschwerde die Verletzung 
von Bundesrecht, einschliesslich die Überschreitung oder der Missbrauch 
des  Ermessens,  die  unrichtige  oder  unvollständige  Feststellung  des 
rechtserheblichen  Sachverhaltes  sowie  die  Unangemessenheit  der 
angefochtenen Verfügung gerügt werden. Wie der Bundesrat (VPB 62.62 
E. 3, 56.16 E. 2.1) und das Bundesgericht (BGE 131 I 467 E. 3.1, 121 I 
225  E. 4b,  118  Ia  488  E.  4c,  106  Ia  1  E.  3c)  auferlegt  sich  auch  das 
Bundesverwaltungsgericht  bei  der  Überprüfung  von  Examensleistungen 
selbst bei Vorliegen eigener Fachkenntnisse Zurückhaltung,  indem es  in 
Fragen,  die  seitens  der  Verwaltungsbehörden  naturgemäss  schwer 
überprüfbar sind, nicht ohne Not von der Beurteilung der erstinstanzlichen 
Prüfungsorgane  und  Experten  abweicht.  Dies  erfolgt,  weil  der 
Rechtsmittelbehörde  zumeist  nicht  alle  massgebenden  Faktoren  der 
Bewertung bekannt sind und es ihr in der Regel nicht möglich ist, sich ein 
zuverlässiges  Bild  über  die  Gesamtheit  der  Leistungen  des 
Beschwerdeführers  in  der  Prüfung  und  der  Leistungen  der  übrigen 
Kandidaten zu machen. Überdies haben Prüfungen häufig Spezialgebiete 
zum Gegenstand,  in denen die Rechtsmittelbehörde über keine eigenen 
Fachkenntnisse  verfügt.  Eine  freie  und  umfassende  Überprüfung  der 
Examensbewertung würde zudem die Gefahr von Ungerechtigkeiten und 
Ungleichheiten  gegenüber  anderen  Kandidaten  in  sich  bergen.  Diese 
Zurückhaltung  rechtfertigt  sich  allerdings  nur  bei  der  Bewertung  von 
fachlichen  Prüfungsleistungen.  Sind  demgegenüber  die  Auslegung  und 
Anwendung  von  Rechtsvorschriften  streitig  oder  werden 
Verfahrensmängel im Prüfungsablauf gerügt, hat die Rechtsmittelbehörde 
die  erhobenen  Einwendungen mit  uneingeschränkter  Prüfungsdichte  zu 
prüfen. Andernfalls würde sie eine formelle Rechtsverweigerung begehen 
(BVGE 2007/6 E. 3).

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4. 
Der  Beschwerdeführer  macht  vorliegend  allein  das  Vorliegen  von 
Verfahrensmängeln  im  Prüfungsablauf  des  Themenkreises  C  geltend. 
Konkret  rügt  er  die  Verletzung  von  Ausstandsbestimmungen  durch  die 
Examinatoren  der  mündlichen  Prüfung,  die  Abwesenheit  eines  dritten 
Experten  bei  dieser  Prüfung  und,  dass  die  Gewichtung  der  einzelnen 
Prüfungsteile nicht rechtzeitig bekannt gegeben worden sei.

4.1.  Mängel  im  Prüfungsablauf  stellen  grundsätzlich  nur  dann  einen 
rechtserheblichen Verfahrensmangel dar, wenn sie das Prüfungsergebnis 
eines  Kandidaten  in  kausaler Weise  entscheidend  beeinflussen  können 
oder  beeinflusst  haben  (Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts 
B­6256/2009  vom  14.  Juni  2010  E.  5.1).  Bei  Bestimmungen  über  die 
Zusammensetzung  eines  Prüfungsgremiums  handelt  es  sich  indessen 
um  wichtige  Verfahrensregeln,  die  im  Hinblick  auf  die  prozedurale 
Rechtssicherheit  streng  zu  befolgen  sind  und  deren  Verletzung  einen 
besonders  schwerwiegenden  Verfahrensfehler  begründet.  Im 
Zusammenhang  mit  der  Rüge  derartiger  Mängel  muss  eine  kausale 
Auswirkung  auf  das  Prüfungsergebnis  daher  nicht  konkret  dargetan 
werden  (vgl.  Urteil  des  Bundesgerichts  2P.26/2003  vom  1.  September 
2003 E. 3.4).

4.2.  Nach  ständiger  Praxis  des  Bundesgerichts,  des 
Bundesverwaltungsgerichts  sowie  seiner  Vorgängerorganisation,  der 
Rekurskommission  des  Eidgenössischen  Volkswirtschaftsdepartements, 
sind  behauptete Mängel  im  Prüfungsablauf,  soweit möglich,  sofort,  d.h. 
unmittelbar  nach Kenntnisnahme geltend  zu machen. Ansonsten  ist  der 
Anspruch  auf  deren  Anrufung  verwirkt  (vgl.  Urteil  des  Bundesgerichts 
2D_7/2011  vom  19.  Mai  2011  E.  4.6;  Urteil  des 
Bundesverwaltungsgerichts  B­2204/2006  vom  28. März  2007  E.  7,  mit 
Hinweisen).  Es  kann  rechtsmissbräuchlich  sein  und  gegen  den 
allgemeinen  Verfassungsgrundsatz  des  Handelns  nach  Treu  und 
Glauben  verstossen,  wenn  ein  Verfahrensfehler  nicht  unverzüglich 
vorgebracht  wird,  nachdem  die  betreffende  Person  von  ihm  Kenntnis 
erlangt hat.

4.3. Gestützt  auf  die  Kompetenz  zur  Durchführung  des  Staatsexamens 
(vgl. Art. 42 Abs. 2 GeoIG und Art. 10 GeomV) hat die Vorinstanz zwar 
kein  formelles  Prüfungsreglement,  wohl  aber  das  "Merkblatt  2: 
Durchführung  des  Staatsexamens:  Kommissionsbeschlüsse" 
(nachfolgend:  Merkblatt  2)  erlassen  und  in  den  Anhang  ihres 

http://links.weblaw.ch/BVGer-B-2204/2006

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Geschäftsreglements  vom  1. September  2010  aufgenommen.  Dieses 
Merkblatt  ist  kein  allgemeinverbindlicher  Erlass,  sondern  lediglich  eine 
interne Verwaltungsverordnung ohne direkte Aussenwirkung. 

Verwaltungsverordnungen  sollen  eine  einheitliche,  gleichmässige  und 
sachrichtige  Praxis  des  Gesetzesvollzugs  insbesondere  im 
Ermessensbereich  sicherstellen  (vgl.  BGE  128  I  167  E.  4.3,  mit 
Hinweisen).  Als  solche  sind  sie  für  die  als  eigentliche  Adressaten 
figurierenden  Verwaltungsbehörden  verbindlich,  wenn  sie  nicht 
klarerweise  einen  verfassungs­  oder  gesetzeswidrigen  Inhalt  aufweisen 
(MICHAEL BEUSCH,  in:  Martin  Zweifel/Peter  Athanas  [Hrsg.],  Kommentar 
zum Schweizerischen Steuerrecht, Teil  I/Bd. 2b, Bundesgesetz über die 
direkte Bundessteuer  [DBG], 2. Aufl., Basel 2008, Rz. 15  ff. zu Art. 102 
DBG);  nicht  verbindlich  sind  sie  dagegen  für  die  Justizbehörden.  Die 
Gerichtsbehörden  sollen  Verwaltungsverordnungen  bei  ihrer 
Entscheidung  allerdings  mitberücksichtigen,  sofern  diese  eine  dem 
Einzelfall  angepasste  und  gerecht  werdende  Auslegung  der 
anwendbaren  gesetzlichen  Bestimmungen  zulassen.  Entsprechend  ist 
festzuhalten, dass Verwaltungsverordnungen – wie namentlich auch das 
im  vorliegenden  Fall  erlassene  Merkblatt  –  nicht  als  verbindliche 
Rechtssätze und damit nicht als Bundesrecht im Sinne von Art. 49 Bst. a 
VwVG gelten. Hält sich eine Verwaltungsbehörde hingegen  im Einzelfall 
zu  Ungunsten  eines  Beschwerdeführers  nicht  an  eine  derartige 
Verwaltungsverordnung,  so  liegt  darin  in  der Regel  ein  Verstoss  gegen 
eine konstante Praxis und damit ein Verstoss gegen den Grundsatz der 
rechtsgleichen Behandlung (vgl. dazu anstatt vieler: BEUSCH, a.a.O., Rz. 
15  ff.  zu Art.  102 DBG; ULRICH HÄFELIN/GEORG MÜLLER/FELIX UHLMANN, 
Allgemeines  Verwaltungsrecht,  6. Aufl.,  Zürich/St.  Gallen/Basel/Genf. 
2010, Rz. 507 ff.).

Auch wenn das Merkblatt 2 kein eigentliches Prüfungsreglement darstellt, 
kann  ein  Verstoss  der  Vorinstanz  gegen  Bestimmungen  dieses 
Merkblatts  daher  einen  Verfahrensfehler  darstellen  (vgl.  Urteil  des 
Bundesverwaltungsgerichts B­6871/2009 vom 16. Juli 2010).

4.4. Gemäss den Bestimmungen des Merkblatts sind an den mündlichen 
Prüfungen  mindestens  zwei  Examinatoren  oder  Examinatorinnen 
anwesend  (Abschnitt 5 S. 1 des Merkblatts). Abschnitt 4 des Merkblatts 
lautet:

"Bei mündlichen Prüfungen von Repetent/innen  ist ein zusätzlicher Experte 
resp. eine zusätzliche Expertin im Hintergrund als Zuhörer/in anwesend. Dies 

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ist  eine  zusätzliche  Gewährleistung  einer  unabhängigen,  fairen 
Prüfungsführung.  Der  resp.  die  Kandidat/in  ist  zu  Beginn  der  mündlichen 
Prüfung zu informieren. […]"

4.5. In sachverhaltlicher Hinsicht ist unbestritten, dass bei der mündlichen 
Prüfung  im  Themenkreis  Landmanagement  kein  dritter  Experte  als 
Zuhörer anwesend war, obwohl der Beschwerdeführer diese Prüfung als 
Repetent ablegte. 

4.6.  Somit  liegt  ein  klarer  Verstoss  gegen  diese  Bestimmung  des 
Merkblatts 2 und damit ein Fehler im Prüfungsablauf vor. Dass der dritte 
Prüfungsexperte  lediglich  die  Funktion  eines  Zuhörers  gehabt  hätte, 
vermag  daran  nichts  zu  ändern.  Bei  der  Festlegung  der 
Prüfungsbedingungen  ist  die  Chancengleichheit  aller  Kandidaten  zu 
gewährleisten.  Die  Anwesenheit  eines  dritten  Experten  bezweckt,  eine 
faire  und  unabhängige  Prüfungsführung  in  besonderem  Mass 
sicherzustellen, wie auch das Merkblatt selbst ausdrücklich feststellt. Die 
Chancengleichheit aller Repetenten wäre nicht gegeben, wenn in einigen 
Prüfungsverfahren solche besonderen Vorkehrungen getroffen würden, in 
anderen Verfahren  jedoch nicht. Die Nichteinhaltung dieser Bestimmung 
stellt  daher  einen  Verstoss  gegen  den  Grundsatz  der  rechtsgleichen 
Behandlung und somit einen relevanten Verfahrensfehler dar. 

4.7. Der Beschwerdeführer hat von den Bestimmungen des Merkblattes 2 
erst Kenntnis erlangt, nachdem ihm die Beilagen zur Vernehmlassung am 
19. Januar 2011 zugesandt wurden. Seine Rüge, das Prüfungsgremium 
sei  in  reglementswidriger Weise  unterbesetzt  gewesen,  erscheint  daher 
nicht als verspätet, obwohl er sie erstmals in seiner Replik erhoben hat. 

5. 
Verfahrensfehler  im  Prüfungsablauf  können  nur  dazu  führen,  dass  ein 
Beschwerdeführer den betroffenen Prüfungsteil gebührenfrei wiederholen 
darf, nicht aber zur Erteilung des Prüfungsausweises. Der Grund hierfür 
besteht  darin,  dass  für  die  Erteilung  eines  Diploms  in  jedem  Fall  ein 
gültiges und genügendes Prüfungsresultat Voraussetzung ist. Es besteht 
ein  gewichtiges  öffentliches  Interesse  daran,  dass  nur  Kandidaten  den 
entsprechenden Ausweis erhalten, welche den damit verbundenen hohen 
Erwartungen auch nachgewiesenermassen entsprechen. Nach ständiger 
Praxis  des  Bundesverwaltungsgerichts  und  seiner 
Vorgängerorganisationen  ist  deshalb  ein  gültiges  und  nachweislich 
genügendes  Prüfungsresultat  grundsätzliche  Voraussetzung  für  die 
Erteilung  eines Prüfungsausweises.  Liegt wegen Verfahrensfehlern  kein 

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gültiges  Prüfungsergebnis  vor,  so  ist  diese  Voraussetzung  nicht  erfüllt 
und  es  bleibt  in  der  Regel  keine  andere  Lösung,  als  die  betreffende 
Prüfung durch den Betroffenen wiederholen zu lassen (BVGE 2010/21 E. 
8.1).

Beantragt  ein  Beschwerdeführer  –  wie  im  vorliegenden  Fall  –  lediglich 
eine  kostenlose  Wiederholung  eines  Prüfungsteils,  so  spielt  es  daher 
rechtlich  keine Rolle,  ob  sich  von  seinen Rügen nur  eine oder mehrere 
als begründet erweisen. 

In Anbetracht der Ausführungen der Vorinstanz erscheint es indessen als 
wahrscheinlich,  dass  sich  die  gleichen  Fragen,  welche  Gegenstand 
dieser Rügen sind, anlässlich der Wiederholung der mündlichen Prüfung 
im  Themenkreis  C  erneut  stellen  werden.  Aus  Gründen  der 
Prozessökonomie rechtfertigt es sich daher, auch darauf – wenn auch nur 
obiter dictu – kurz einzugehen:

5.1.  Keine  Befangenheit  liegt  bei  Examinatoren  vor,  die  einen 
Examenskandidaten nach einem Misserfolg zum zweiten Mal prüfen (vgl. 
BGE 121 I 225 E. 3; VPB 68.122 E. 3b/cc). Allein der Umstand, dass der 
Beschwerdeführer  von  den  selben  Experten  wiederholt  geprüft  wurde, 
begründet daher noch nicht den Anschein der Befangenheit.

5.2. Negative Äusserungen, die sich gegen eine Verfahrenspartei richten, 
können  unter  Umständen  den  Anschein  der  Befangenheit  begründen 
(z.B.  BGE  127  I  196  E.  2d/e;  Urteile  des  Bundesgerichts  1P.273/2000 
vom 19. Juli 2000 E. 2; 1P.208/2001 vom 16. Juli 2001 E. 3b). 

Im  vorliegenden  Fall  hatten  die  Examinatoren  anlässlich  der  nicht 
bestandenen Prüfung des Jahres 2009 ausgeführt, die Präsentation des 
Beschwerdeführers sei "plauderhaft" gewesen. Diese Wertung bezog sich 
nicht  auf  die  Person  des  Beschwerdeführers,  sondern  auf  seine 
Prüfungsleistung.  Die  Formulierung  ist  nicht  an  sich  unsachlich  oder 
ehrverletzend.  Je  nach  Prüfungsleistung  kann  eine  derartige 
Beschreibung  durchaus  Teil  einer  unvoreingenommenen  und  fachlich 
nachvollziehbaren  Begründung  der  Bewertung  sein.  Die  Verwendung 
einer  derartigen  Formulierung  an  sich  ist  daher  nicht  geeignet,  den 
betreffenden Prüfungsexaminator als befangen erscheinen zu lassen.

5.3. Der Beschwerdeführer rügt weiter, einer der beiden Examinatoren sei 
Verwaltungsratsmitglied  der  drei  stärksten  Konkurrenten  der 
Arbeitgeberin des Beschwerdeführers. 

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Wie bereits dargelegt, müssen Verfahrensfehler unverzüglich vorgebracht 
werden, nachdem die betreffende Person von ihnen Kenntnis erlangt hat 
(vgl.  E.  4.2).  Auf  die  Ausstandspflicht  eines  Examinators  hätte  sich  der 
Beschwerdeführer  ab  dem  Zeitpunkt  berufen  können,  in  dem  ihm  die 
Besetzung der Prüfungskommission bekannt gemacht wurde. Zwar kann 
von  einem  Kandidaten  nicht  erwartet  werden,  dass  er  unmittelbar  zu 
Beginn  einer  mündlichen  Prüfung  Einspruch  gegen  die  anwesenden 
Examinatoren erhebt oder sonstige Verfahrensmängel geltend macht, da 
er in diesem Fall zumindest subjektiv befürchten müsste, er werde in der 
Folge  bei  der Prüfung  einen Nachteil  zu  erleiden  haben  (vgl. Urteil  des 
Bundesgerichts  2P.26/2003  vom  1.  September  2003  E.  3.4).  Auch  in 
einem derartigen Fall  sind Verfahrensmängel  indessen unmittelbar nach 
der  mündlichen  Prüfung  und  nicht  erst  nach  Erhalt  der  negativen 
Prüfungsresultate  zu  rügen  (vgl.  Urteil  des  Bundesgerichts  2D_7/2011 
vom 19. Mai 2011 E. 5.4 f). 

Wirtschaftliche  Interessen  im  Rahmen  eines  Konkurrenzverhältnisses 
können den Anschein der Befangenheit wecken, sofern objektive Gründe 
auf  eine  gewisse  Intensität  hindeuten  (BGE  119 V  456 E.  5c;  STEPHAN 
BREITENMOSER/MARION  SPORI  FEDAIL,  in:  Bernhard  Waldmann/Philippe 
Weissenberger  [Hrsg.],  VwVG  Praxiskommentar,  Zürich/Basel/Genf 
2009,  Art.  10  Rz.  82).  Aus  dem  unbestrittenen  Vorbringen  des 
Beschwerdeführers  ergibt  sich,  dass  der  relevante  Markt  für  Geometer 
sich  im  Wesentlichen  auf  den  jeweiligen  Kanton  beschränkt.  Es  kann 
daher  davon  ausgegangen  werden,  dass  im  Kanton  Basel­Landschaft 
zwischen  den  Unternehmen,  bei  denen  der  Examinator  B._______ 
Organstellung  hat,  und  der  Arbeitgeberin  des  Beschwerdeführers  eine 
erhebliche Konkurrenzsituation besteht. 

Sollte  der  Beschwerdeführer  bei  der  Wiederholung  der  in  Frage 
stehenden  Prüfung  erneut  –  und  diesmal  rechtzeitig  –  entsprechende 
Rügen  vorbringen,  so  hätte  die  Vorinstanz  konkret  zu  prüfen,  ob  diese 
Konkurrenzsituation  derart  ausgeprägt  ist,  dass  der  Examinator 
B._______  im  Fall  des  Beschwerdeführers  als  befangen  angesehen 
werden  und  in  den  Ausstand  treten  müsste.  Die  im  vorliegenden 
Beschwerdeverfahren angeführten Gründe der Arbeitsökonomie und der 
Wirtschaftlichkeit sind in diesem Zusammenhang dagegen nicht relevant. 

5.4. Was die Rüge des Beschwerdeführers,  ihm sei die Gewichtung der 
Einzelprüfungen  zu  spät  bekanntgegeben  worden,  betrifft,  ist  diese 
offensichtlich  unbegründet.  Gemäss  dem  eindeutigen  Wortlaut  des 

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Merkblatts  muss  die  Gewichtung  "zu  Beginn  jeder  Prüfung  eines 
Themenkreises resp. eines Tages" bekanntgegeben werden (Merkblatt 2, 
1.  Abschnitt).  Da  dies  unstreitig  erfolgt  ist,  liegt  insofern  kein  Verstoss 
gegen das Reglement vor. 

Der Beschwerdeführer macht zwar geltend, es sei unzulässig, wenn die 
Gewichtung der Prüfungen erst unmittelbar am Tag des Prüfungsbeginns 
mitgeteilt würden,  da dies  zur Folge habe,  dass diese  Informationen  im 
Rahmen  der  Prüfungsvorbereitung,  wo  sie  wichtig  wären,  nicht  mehr 
berücksichtigt werden könnten. Diesbezüglich  ist  indessen  festzustellen, 
dass der Beschwerdeführer nicht geltend macht, er habe sich im Vorfeld 
der  Prüfung  vergeblich  darum  bemüht,  von  der  Prüfungskommission 
diesbezügliche Informationen zu erhalten, und diese seien ihm verweigert 
worden.  Selbst  wenn  diese  Rüge  begründet  wäre,  wäre  sie  daher 
offensichtlich verspätet.

5.5.    Weitere  Rügen  –  insbesondere  im  Hinblick  auf  die  schriftliche 
Prüfung  des  Themenkreises  C  –  hat  der  Beschwerdeführer  nicht 
substantiiert geltend gemacht.

6. 
Soweit die mündliche Prüfung des Themenkreises C betreffend, erweist 
sich die Beschwerde somit als begründet. Der angefochtene Entscheid ist 
daher aufzuheben und die Sache  ist an die Vorinstanz zurückzuweisen, 
damit  sie  dem  Beschwerdeführer  Gelegenheit  gebe,  die  mündliche 
Prüfung  im  Themenkreis  C,  Landmanagement,  kostenlos  und  unter 
korrekten  Prüfungsbedingungen  erneut  abzulegen,  und  anschliessend 
erneut  über  Bestehen  oder  Nichtbestehen  des  Staatsexamens  für 
Ingenieur­Geometerinnen und ­Geometer entscheide.

7. 
Bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  gilt  der  Beschwerdeführer  als 
teilweise obsiegende Partei. Die Verfahrenskosten sind in der Regel von 
der  unterliegenden  Partei  zu  tragen  (Art.  63  Abs.  1  VwVG).  Keine 
Verfahrenskosten werden Vorinstanzen auferlegt (Art. 63 Abs. 2 VwVG). 
Somit  sind  reduzierte  Verfahrenskosten  in  der  Höhe  von  Fr.  400.­  zu 
erheben.  Diese  sind  mit  dem  vom  Beschwerdeführer  geleistete 
Kostenvorschuss von Fr. 1'000.­ zu verrechnen. Der Restbetrag von Fr. 
600.­ ist ihm zurückzuerstatten.

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8. 
Die Beschwerdeinstanz kann der teilweise obsiegenden Partei von Amtes 
wegen oder  auf Begehren  eine Parteientschädigung  für  ihr  erwachsene 
notwendige  und  verhältnismässig  hohe  Kosten  zusprechen  (Art.  64 
Abs. 1  VwVG  und  Art.  7  Abs.  2  des  Reglements  über  die  Kosten  und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  vom  21.  Februar 
2008  [VGKE,  SR  173.320.2]).  Die  Parteientschädigung  umfasst  die 
Kosten  der Vertretung  sowie  allfällige weitere  notwendige Auslagen  der 
Partei  (Art. 8 VGKE). Der  teilweise obsiegende Beschwerdeführer  ist  im 
vorliegenden  Verfahren  anwaltlich  vertreten.  Ihm  ist  daher  eine 
entsprechend  reduzierte  Parteientschädigung  zuzusprechen.  Da  der 
Rechtsvertreter  keine  Kostennote  eingereicht  hat,  ist  die 
Parteientschädigung  aufgrund  der  Akten  festzusetzen  (Art.  14  Abs.  2 
Satz 2 VGKE). Eine reduzierte Parteientschädigung  in der Höhe von Fr. 
2'000.­ (inkl. MWST und Auslagen) erscheint als angemessen.

9. 
Dieses  Urteil  kann  nicht  mit  Beschwerde  an  das  Bundesgericht 
weitergezogen werden  (Art.  83  Bst.  t  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Es ist somit endgültig.

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die  Beschwerde  wird  teilweise  gutgeheissen.  Die  Verfügung  der 
Vorinstanz  vom 11. Oktober  2010 wird  aufgehoben  und  die Streitsache 
wird  an  die  Vorinstanz  zurückgewiesen  mit  der  Weisung,  dem 
Beschwerdeführer  die  Möglichkeit  zu  geben,  die  mündliche  Prüfung  im 
Themenkreis  C,  Landmanagement,  erneut,  unter  korrekten 
Prüfungsbedingungen  und  kostenlos  abzulegen  und  anschliessend 
erneut  über  das  Bestehen  oder  Nichtbestehen  des  Staatsexamens  für 
Ingenieur­Geometerinnen und ­Geometer zu entscheiden.

2. 
Dem Beschwerdeführer werden reduzierte Verfahrenskosten in der Höhe 
von  Fr.  400.­  auferlegt  und  mit  dem  geleisteten  Kostenvorschuss  von 
Fr. 1'000.­  verrechnet.  Der  Restbetrag  von  Fr.  600.­  wird  dem 
Beschwerdeführer  nach Eintritt  der Rechtskraft  des  vorliegenden Urteils 
zurückerstattet.

3. 
Dem  Beschwerdeführer  wird  eine  reduzierte  Parteientschädigung  von 
Fr. 2'000.­ zu Lasten der Vorinstanz zugesprochen.

4. 
Dieses Urteil geht an:

– den  Beschwerdeführer  (Einschreiben;  Beilage:  Rückerstattungs­
formular; Beschwerdebeilagen zurück)

– die Vorinstanz (Ref­Nr. […]; Einschreiben; Vorakten zurück)

Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber:

Eva Schneeberger Michael Barnikol

Versand: 1. Dezember 2011