# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b799db60-af6f-53a2-b918-00f1921a1ad6
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2002-02-19
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 19.02.2002 ZF 2001 75
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZF-2001-75_2002-02-19.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
  Tribunale cantonale dei Grigioni
  Dretgira chantunala dal Grischun

Ref.: Chur, 19. Februar 2002 Schriftlich mitgeteilt am: 
ZF 01 75

Urteil
(Erläuterung)

Zivilkammer

Kantonsrichter Rehli (Vorsitz), Heinz-Bommer, Tomaschett-Murer, Schäfer und Vi-
tal, Aktuar ad hoc Walder.

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In der zivilrechtlichen Berufung

des A., Beklagter, Berufungskläger, Berufungsbeklagter, Anschlussberufungsbe-
klagter und Gesuchsteller, vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. Stefan Metzger, Via 
Retica 26, Samedan,

gegen

das Urteil des Bezirksgerichts Maloja vom 27. Juni 2000, mitgeteilt am 14. Juli 2000, 
in Sachen der S t W E G  B . , Klägerin, Berufungsbeklagte, Berufungsklägerin, An-
schlussberufungsklägerin und Gesuchsgegnerin, vertreten durch Rechtsanwalt 
Dr.iur. Duri Pally, Bahnhofstrasse 7, Chur, gegen den Beklagten und Berufungsklä-
ger, 

mit Streitverkündung der Klägerin an C., vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. Martin 
Buchli, Masanserstrasse 35, Chur, (am Berufungsverfahren nicht mehr beteiligt),

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betreffend Nachbarrecht (Erläuterungsgesuch),

hat sich ergeben:

A. Zwischen den Parteien ist eine zivilrechtliche Auseinandersetzung im 
Gange, bei der es im wesentlichen um die Frage geht, ob A. als Eigentümer der 5-
Zimmerwohnung im Attikageschoss des Mehrfamlienhauses B. in D. in Überschrei-
tung seiner Rechte als Stockwerkeigentümer Veränderungen an der Dachterrasse 
vorgenommen hat, welche einerseits im ungedeckten äusseren Teil zu einer Über-
belastung der Decke und im inneren, gedeckten Teil wegen nicht den Regeln der 
Baukunde entsprechender Ausführung der Arbeiten zu Problemen mit der Wasser-
dichte des Daches geführt haben. Das Kantonsgericht hiess mit Urteil vom 18. Juni 
2001 die von der Stockwerkeigentümergemeinschaft eingereichte Klage teilweise 
gut und verpflichtete den Beklagten in Ziffer 2 Abs. 1 des Urteilsdispositivs,

„den inneren Teil der Flachdachterrasse seiner Attikawohnung Nr. 
xxx. in der B. (Parzelle Nr. yyy., Plan zzz., D., Grundbuchblatt Nr. 
yyy.) in der Weise zu sanieren, dass entlang der Aussenwände 
zwei Plattenreihen und der Plattensockel entfernt werden, auf ei-
ner Breite von 50 cm entlang der Aussenwand der Überzug vor-
sichtig abgespitzt wird, eine neue Dachpappe auf die alte abge-
schweisst, an der Wand hochgezogen und mit Winkelblech und 
Silikon abgeschlossen sowie der Zementüberzug neu eingebracht 
wird und die Platten wieder verlegt werden.“

Unter der Ziffer 4 des Dispositivs verpflichtete das Kantonsgericht sodann 
den Beklagten, der Klägerin unter anderem für die Kosten eines begehbaren Bela-
ges (Kies, Sand, Betonplatten) Fr. 21´968.— nebst 5 % Zins seit dem 3. Dezember 
1996 zu zahlen.

B. Am 29. November 2001 reichte der Beklagte beim Kantonsgerichtspräsi-
dium Graubünden ein Gesuch um Erläuterung im Sinne von Art. 238 ff. ZPO ein, 
das folgende Anträge enthält:

„1. Es seien in Erläuterung des Entscheides des Kantonsgerichts von 
Graubünden vom 18. Juni 2001 (ZF 00 61 / 62) Ziffer 2 und 4 des 
Urteilsdispositivs vom 18. Juni 2001 wie folgt zu formulieren:

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2. Die Klage wird teilweise gutgeheissen und der Beklagte verpflich-
tet, den inneren Teil der Flachdachterrasse seiner Attikawohnung 
Nr. xxx. in der B. (Parzelle Nr. yyy., Plan zzz., D., Grundbuchblatt 
Nr. yyy.) in der Weise zu sanieren, dass die abgefrästen Bitumen-
streifen in den Bereichen ausserhalb des Bereichs des von der 
Klägerin ersetzten Dachwasserablaufes fachgerecht wieder ange-
bracht und durch Winkelbleche, Steinplatten oder durch Verputz 
mit Netz geschützt werden.

Wird das Urteil während der ersten acht Monate eines Jahres 
rechtskräftig, so sind die baulichen Massnahmen bis Ende Sep-
tember desselben Jahres auszuführen; wird das Urteil zwischen 
dem 9. und dem 12. Monat eines Jahres rechtskräftig, so sind die 
baulichen Massnahmen bis Ende Juni des folgenden Jahres aus-
zuführen.

4. Der Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin CHF 15´848.— nebst 
5% Zins seit dem 3. Dezember 1996 zu zahlen.

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich 7,6 % MwSt zu-
lasten der Gesuchsgegnerin.“

Zur Vernehmlassung aufgefordert, stellte die Gesuchsgegnerin in ihrer Ein-
gabe vom 4. Januar 2002 folgende Rechtsbegehren:

„1. Das Erläuterungsgesuch sei abzuweisen, soweit darauf einzutre-
ten ist.

2. Allenfalls sei formell festzuhalten, dass die in Ziff. 2 Abs. 1 Urteils-
dispositiv angeordnete Sanierungsverpflichtung (entsprechend 
der inhaltlich unmissverständlichen Erwägung auf S. 19 f.) für den 
Bereich unterhalb der Kastentür, wo sich der Wasserablauf befin-
det, nicht gilt.

3. Das Verfahren sei möglichst beförderlich abzuwickeln und allen-
falls gestützt auf Art. 62 Abs. 2 Ziff. 5 für dringlich zu erklären.

4. Unter voller Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten des Ge-
suchstellers.“

Auf die Ausführungen der Parteien zur Begründung ihrer Anträge wird, so-
weit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.

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Die Zivilkammer zieht in Erwägung :

I. Die Erläuterung ist ein Rechtsbehelf, mit dessen Hilfe eine Prozesspartei 
die Aufhellung unklarer richterlicher Entscheide oder einzelner Teile davon verlan-
gen kann. Eine zu berichtigende Unklarheit kann sich durch einen Widerspruch zwi-
schen den Entscheidungsgründen und dem Dispositiv ergeben. Zwar erfolgt die 
Entscheidung durch das Dispositiv, doch sind zu dessen Auslegung auch die Ent-
scheidungsgründe heranzuziehen (Guldener, Schweizerisches Zivilprozessrecht, 
Zürich 1979, S. 535 Anm. 2). Die bündnerische Zivilprozessordnung regelt die Er-
läuterung in den Art. 238 ff. Nach diesen Bestimmungen ist ein Erläuterungsgesuch 
innerhalb eines Jahres nach schriftlicher Mitteilung des Urteils beim Präsidenten 
des Gerichts, von welchem das fragliche Urteil ausging, einzureichen. Es hat kurz 
und genau anzugeben, über welche Punkte und in welchem Sinne Erläuterung ver-
langt wird. Eine mündliche Verhandlung findet nur ausnahmsweise statt. Eine sol-
che wurde im zu beurteilenden Fall weder beantragt noch drängt sie sich auf. Der 
Gesuchsteller hat hinreichend klar dargelegt, inwiefern er das Urteil des Kantons-
gerichts für interpretationsbedürftig hält, und die Gesuchstellerin hatte Gelegenheit, 
sich zu den entsprechenden Begehren zu äussern. Damit kann über die Zulässigkeit 
der gestellten Anträge befunden werden, ohne dass die Parteien zusätzlich zur 
mündlichen Begründung ihrer Rechtsbegehren vorgeladen werden müssten.

1.a) Der Gesuchsteller macht geltend, es bestehe ein unüberbrückbarer ers-
ter Widerspruch zwischen der Ziffer 2 Abs. 1 des Urteilsdispositivs, durch welche er 
ohne örtliche Präzisierung verpflichtet werde, entlang der Aussenwände Sanie-
rungsmassnahmen zu treffen, und den Erwägungen auf Seite 20 des Urteils, wo 
zum Ausdruck gebracht werde, dass sich diese Anordnung nicht auch auf den Be-
reich des Dachwasserablaufs beziehe. Es trifft zu, dass – wenn das Dispositiv des 
Urteils vom 18. Juni 2001 isoliert betrachtet wird – aus der Formulierung in Ziffer 2 
Abs. 1 der Schluss zu ziehen ist, A. habe die im Übrigen genau umschriebenen 
Arbeiten im gesamten inneren Bereich der Flachdachterrasse ausführen zu lassen. 
Dies entspricht nach den Urteilserwägungen in der Tat nicht der Meinung des Ge-
richts. Das konnte allerdings auch für den Gesuchsteller nicht zweifelhaft sein. Er 
selbst führt in der Begründung unter Hinweis auf Guldener (a.a.O. S. 535) aus, zur 
Auslegung des im Dispositiv zum Ausdruck gebrachten Entscheides seien auch die 
Entscheidungsgründe heranzuziehen. In diesen wird an mehreren, vom Beklagten 
zum Teil selbst zitierten Stellen ganz klar darauf hingewiesen, dass die Klägerin den 
ihr obliegenden Beweis dafür, dass der Beklagte die Wasserabdichtung auch im 
Bereiche des Dachwasserablaufs entfernt habe, nicht zu erbringen vermocht habe 
und folglich nicht zur Behebung des Mangels in diesem Bereiche verpflichtet werden 

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könne. Die Gesuchsgegnerin hat in ihrer Vernehmlassung unter Hinweis auf ver-
schiedene Stellen der Erwägungen darauf hingewiesen, dass für sie absolut klar 
sei, was mit dem Entscheid des Kantonsgerichts gemeint gewesen sei, da die Er-
wägungen diesbezüglich klar und unmissverständlich seien. Auch wenn das Kan-
tonsgericht diese Auffassung teilt, ist zuzugestehen, dass der geltend gemachte Wi-
derspruch zwischen Urteilsdispositiv und Erwägungen besteht. Damit auch wirklich 
für jedermann alle Zweifel ausgeschlossen sind, wird Ziffer 2 Abs. 1 des Dispositivs 
daher dahin präzisiert, dass die vom Beklagten vorzunehmende Sanierung des in-
neren Teils der Flachdachterrasse unter Ausschluss des Bereichs des Dachwas-
serablaufs auszuführen ist.

b) Der Gesuchsteller sieht einen zweiten Widerspruch zwischen Urteilserwä-
gungen und Dispositiv offenbar darin, dass ihm im Dispositiv vorgeschrieben werde, 
entlang der Aussenwände zwei Plattenreihen und den Plattensockel zu entfernen, 
auf einer Breite von 50 cm entlang der Aussenwand den Überzug vorsichtig abzu-
spitzen, eine neue Dachpappe auf die alte abzuschweissen, an der Wand hochzu-
ziehen und mit Winkelblech und Silikon abzuschliessen sowie den Zementüberzug 
neu einzubringen und die Platten wieder zu verlegen, während er in den Erwägun-
gen verpflichtet werde, den durch das Abfräsen der Winkelbleche und das Ab-
schneiden der Dachpappe geschaffenen rechtswidrigen Zustand zu beheben, und 
zwar durch das Wiederanbringen des abgefrästen Streifens der Dichtungsschicht 
aus Dachpappe und deren Schutz mit Winkelblechen, Steinplatten oder durch Ver-
putz mit Netz. - In diesem Punkt kann von einer durch eine Erläuterung zu beseiti-
genden Unklarheit, beziehungsweise einem Widerspruch zwischen Begründung 
und Urteilsspruch keine Rede sein. Der Gesuchsteller greift nach Belieben aus den 
Erwägungen verschiedene Satzteile heraus, bei denen es sich teils um die Wieder-
gabe seiner eigenen Äusserungen („und seien auf diesem Niveau bodeneben weg-
gefräst ...worden“), beziehungsweise solcher des Spenglers G. („...diese durch Mar-
morsockel zu ersetzen.“) und des Gutachters („...mit Winkelblechen, Steinplatten 
oder durch Verputz mit Netz...“) und teils um eigene Feststellungen des Gerichts 
(„...den durch das Abfräsen oder Winkelbleche und das Abschneiden der Dach-
pappe geschaffenen rechtswidrigen Zustand zu beheben....“) handelt; und er fügt 
diese Zitate willkürlich zu einem scheinbaren Ganzen zusammen, das er dann der 
Formulierung im Dispositiv gegenüberstellt. Durch dieses wirre Vermischen von Zi-
taten verschiedener Herkunft versucht der Gesuchsteller darzustellen, das Kantons-
gericht habe ihn im Urteilsdispositiv  zu einer anderen Art der Sanierung verpflichtet 
als in den Erwägungen dargelegt worden sei. Dies trifft nicht zu. Das Gericht hat 
festgestellt, der Gutachter F. habe anlässlich des Augenscheins klar dargelegt, dass 

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die an den Wänden hochgezogene Dichtungsschicht aus Dachpappe im inneren 
Teil der Dachterrasse trotz der Überdachung erforderlich sei, um Wasserschäden 
zu vermeiden; diese hochgezogene Dichtungsschicht müsse mit Winkelblechen, 
Steinplatten oder durch Verputz mit Netz geschützt werden. Der Experte hat damit 
drei mögliche Varianten zum Schutz der Dichtungsschicht gegeben, von denen das 
Kantonsgericht sich nach seinen Ausführungen auf Seite 20, oben, mit der Ver-
pflichtung des Beklagten zur Sanierung gemäss der vom Gutachter F. im Zusatzbe-
richt vom 6. April 2000 umschriebenen Sanierungsvariante 3 für den Schutz der 
Dichtungsschicht durch Winkelbleche entschieden und dies genau so ins Dispositiv 
aufgenommen hat. Was der Gesuchsteller mit seinem Rechtsbegehren in dieser 
Beziehung verlangt, stellt nicht ein Gesuch um Erläuterung dar, sondern zielt auf 
die Abänderung einer ihm offenbar nicht genehmen Anordnung hinaus. Mit der von 
ihm gewählten Formulierung übergeht er denn auch die übrigen im Dispositiv ge-
stützt auf die Umschreibung der Sanierungsarbeiten durch den Gutachter erwähn-
ten und oben wörtlich wiedergegebenen Ausführungsanweisungen und beantragt 
eine vom Entscheid des Kantonsgerichts wesentlich abweichende - weder von der 
Klägerin noch vom Beklagten jemals anbegehrte - neue Sanierungsvariante ohne 
die vom Experten für notwendig erachteten und genau beschriebenen Massnah-
men. Das Erläuterungsverfahren ist aber nicht dazu da, eine materielle Änderung 
des Urteils herbeizuführen. Das Kantonsgericht hat in dieser Frage einen Entscheid 
gefällt, der in den Augen des Beklagten richtig oder falsch sein mag, im vorliegen-
den Verfahren aber nicht zur Diskussion gestellt und folglich hier nicht neu beurteilt 
werden kann. Hier konnte es nur darum gehen, die Übereinstimmung des Disposi-
tivs mit den Erwägungen zu überprüfen, was zu einem positiven Ergebnis geführt 
hat. Wenn dem Beklagten die vom Kantonsgericht angeordneten Massnahmen als 
solche unrichtig erscheinen, mag er dies im Verfahren vor Bundesgericht geltend 
machen. Auf seinen auf eine materielle Änderung des kantonsgerichtlichen Urteils 
abzielenden Antrag kann im Rahmen einer Erläuterung hingegen nicht eingetreten 
werden.

2. Der Rechtsvertreter des Gesuchstellers behauptet schliesslich, es bestehe 
ein Widerspruch zwischen der in Ziffer 4 des Dispositivs enthaltenen Verurteilung 
seines Mandanten zur Zahlung eines Betrages von Fr. 6'120.-- (als eines Teilbetra-
ges der Summe von Fr. 21'968.--, zu deren Bezahlung A. verpflichtet wurde), sowie 
der Ziffer 3 des Dispositivs, wo vom Abbruch des Zementbodens nicht die Rede sei, 
und den Ausführungen in den Erwägungen, wo im Gegensatz dazu recht konfus 
vom Abbruch des partiellen Unterlagsbodens und dem Instandstellen der Schutz-
schicht gesprochen werde. Damit bestehe ein unüberbrückbarer Widerspruch zwi-

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schen dem Dispositiv, das von Kosten einer Erstellung eines Gehbelages ausgehe, 
mit dem unbestrittenen Vorhandensein eines Gehbelages in Form eines durchge-
henden Zementbodens, der nicht abzubrechen sei. Mit seinem durch diese Aus-
führungen begründeten Rechtsbegehren, er sei entgegen der Ziffer 4 des Disposi-
tivs des Urteils des Kantonsgerichts lediglich zur Zahlung eines Betrages von Fr. 
15‘848.-- zu verpflichten, zielt der Berufungskläger auf die materielle Abänderung 
des Urteils vom 18. Juni 2001 ab, was im Rahmen eines Erläuterungsverfahrens 
unzulässig ist. Das Gericht hat auf Seite 26/27 des Urteils begründet, dass und 
warum nach seiner Auffassung der Klägerin für die Kosten der Wiederherstellung 
des Gehbelages durch Einbringen von Kies, Sand und Betonplatten eine Ersatzfor-
derung von Fr. 6'120.-- zugesprochen wird. Ob die diesbezügliche Begründung 
schlüssig ist, beschlägt offenkundig nicht eine der Erläuterung zugängliche Frage, 
sondern die materielle Richtigkeit des Urteils, die nur auf dem Rechtsmittelweg 
überprüft werden kann. Auf das Erläuterungsgesuch kann daher auch in diesem 
Punkt nicht eingetreten werden, ohne dass auf die umfangreichen Ausführungen 
des Gesuchstellers, die eine im Erläuterungsverfahren unzulässige appellatorische 
Urteilskritik darstellen, im einzelnen einzugehen ist.

II. Der Gesuchsteller hat  in drei Punkten eine Erläuterung bezüglich nach 
seiner Meinung im Urteil vom 18. Juni 2001 enthaltener Widersprüche verlangt. In 
zwei Fällen erwiesen sich seine Begehren als unzulässig und es konnte auf sie nicht 
eingetreten werden. Einzig hinsichtlich der Frage, ob die Sanierungsarbeiten im in-
neren Teil der Dachterrasse entlang der ganzen Aussenwand, oder nicht vielmehr 
lediglich ausserhalb des Bereichs des Dachwasserablaufs vorzunehmen seien, war 
eine Präzisierung grundsätzlich angebracht. Dabei ist allerdings festzuhalten, dass 
auch in diesem Punkt aufgrund der Erwägungen überhaupt keine Zweifel darüber 
bestehen konnten, wie das Dispositiv zu interpretieren ist. Die Gesuchsgegnerin 
stellt sich daher nicht ganz zu Unrecht die Frage, ob es notwendig und prozessual 
zulässig sei, dass der für (fast) jedermann  klare Urteilsinhalt nochmals formell fest-
gehalten werde. Das Kantonsgericht hält das letztere für möglich, berücksichtigt 
diese berechtigten Zweifel an der Notwendigkeit des Erläuterungsgesuchs in die-
sem Punkt hingegen im Rahmen der Kostenverteilung. In diesem Sinne werden die 
Kosten des Gerichts der Gesuchsgegnerin lediglich zu einem Viertel, dem Gesuch-
steller hingegen zu drei Vierteln auferlegt. Der letztere hat die Stockwerkeigentü-
mergemeinschaft zudem aussergerichtlich in reduziertem Masse angemessen zu 
entschädigen. 

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Demnach erkennt die Zivilkammer :

1. Das Erläuterungsgesuch wird teilweise gutgeheissen und Ziffer 2 Abs. 1 des 
Urteils des Kantonsgerichts vom 18. Juni 2001 wie folgt präzisiert:

Die Klage wird teilweise gutgeheissen und der Beklagte verpflich-
tet, den inneren Teil der Flachdachterrasse seiner Attikawohnung 
Nr. xxx. in der B. (Parzelle Nr. yyy., Plan zzz., D., Grundbuchblatt 
Nr. yyy.) in der Weise zu sanieren, dass unter Ausschluss des Be-
reichs des Dachwasserablaufs entlang der Aussenwände zwei 
Plattenreihen und der Plattensockel entfernt werden, auf einer 
Breite von 50 cm entlang der Aussenwand der Überzug vorsichtig 
abgespitzt wird, eine neue Dachpappe auf die alte abgeschweisst, 
an der Wand hochgezogen und mit Winkelblech und Silikon abge-
schlossen sowie der Zementüberzug neu eingebracht wird und die 
Platten wieder verlegt werden.

Im Übrigen wird auf das Erläuterungsgesuch nicht eingetreten.

2. Die Kosten des Erläuterungsverfahrens, bestehend aus einer Gerichtsge-
bühr von Fr. 2´000.--  und einer Schreibgebühr von Fr. 126.--, total somit Fr. 
2‘126.-- zu einem Viertel zu Lasten der Gesuchsgegnerin und zu drei Vierteln 
zu Lasten des Gesuchstellers, der die Gesuchsgegnerin aussergerichtlich 
mit 1´000 Franken zu entschädigen hat.

3. Mitteilung an :
__________

Für die Zivilkammer des Kantonsgerichts von Graubünden
Der Vorsitzende Der Aktuar ad hoc