# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3c45c013-0df2-51d9-8995-5f546f10fa2c
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-05-20
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 20.05.2008 D-2993/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-2993-2008_2008-05-20.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-2993/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 0 .  M a i  2 0 0 8

Einzelrichter Daniel Schmid, 
mit Zustimmung von Richter Hans Schürch, 
Gerichtsschreiberin Milva Franceschi.

A._______, geboren (...),
Libyen, zurzeit im Transitbereich des Flughafens 
B._______
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 
3003 Bern,
Vorinstanz.

Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 
30. April 2008 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-2993/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der  Beschwerdeführer  am 10. April  2008  von seinem Wohnort 
C._______ über den Flughafen B._______ nach D._______ flog, wo er 
nach B._______ zurückgewiesen wurde,

dass er am 13. April 2008 dort am Flughafen ein Asylgesuch einreich-
te, 

dass er am 16. April 2008 kurz befragt und am 21. April 2008 im Bei-
sein eines Hilfswerkvertreters einlässlich angehört wurde, 

dass der Beschwerdeführer zur Begründung des Asylgesuchs im We-
sentlichen geltend machte, seine Schwester sei mit einem Mann ver-
kehrt, von dem sie geschwängert worden sei,

dass der ältere Bruder des Beschwerdeführers – um die verletzte Ehre 
der Familie wieder herzustellen – den Liebhaber im April 2007 getötet 
habe, 

dass der Bruder darauffolgend untergetaucht sei,

dass die ganze Familie zu einem Verwandten in einen anderen Vorort 
von  C._______  gezogen  sei,  um  sich  einer  möglichen  Rache  zu 
entziehen,

dass nach dem Umzug das Elternhaus von der Familie des Opfers in 
Brand gesteckt worden sei,

dass  er  im  Oktober  2007  –  er  habe  als  Taxichauffeur  gearbeitet  – 
einen  unbekannten  Händler  mit  seiner  Ware  von  C._______ nach 
E._______ transportiert habe,

dass  ihn  der  Händler  zusätzlich  aufgefordert  habe,  etwas  in  einem 
ländlichen isolierten  Gebiet  abzuholen und er  sein  Taxi in  der  Nähe 
von F._______ vor einem alleinstehenden Haus angehalten habe,

dass  während  er  im  Auto  gewartet  habe,  der  Händler  ins  Haus 
gegangen und anschliessend mit zwei jungen Männern zurückgekom-
men  sei,  wobei  einer  der  Bruder  des  getöteten  Liebhabers  der 
Schwester gewesen sei,

Seite 2

D-2993/2008

dass ihn die Männer festgehalten und in ein gegrabenes Loch hinter 
dem Haus geworfen hätten,

dass jedoch plötzlich ein Polizeiauto herangefahren sei, woraufhin die 
Männer geflohen seien,

dass ihn die Polizei befreit,  auf den Polizeiposten mitgenommen und 
ihn nach einer Nacht nach C._______ zurückgebracht hätten,

dass ihm die Polizei erklärt habe, sie könne in Fällen von Ehrenmor-
den nichts unternehmen,

dass er aus Angst weiter verfolgt zu werden beschlossen habe, sein 
Taxi zu verkaufen und seinen Heimatstaat zu verlassen,

dass das BFM das Asylgesuch des Beschwerdeführers mit Verfügung 
vom 30. April 2008 – eröffnet am 1. Mai 2008 – abwies und die Weg-
weisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete,

dass das BFM zur Begründung im Wesentlichen anführte, bei den gel-
tend gemachten Übergriffen handle es sich um eine Verfolgung durch 
Drittpersonen,

dass  eine  asylrelevante  Verfolgung  bei  Übergriffen  Dritter  nur  dann 
vorliege, wenn der Staat trotz bestehender Schutzpflicht und Schutz-
fähigkeit den erforderlichen Schutz nicht gewährte,

dass wie in den meisten durch den Islam geprägten Gesellschaften es 
auch in Libyen mit Blutrache verbundene Konflikte gebe und Familien-
mitglieder oder mehrere Angehörige einer Familie  deswegen verfolgt 
werden könnten,

dass viele dieser Konflikte jedoch mittels Verhandlungen zwischen den 
beteiligten Parteien und durch Zahlung einer Geldsumme gelöst wür-
den,

dass ausserdem die Behörden den Betroffenen ihren Schutz anbieten 
und auf die Verfolger Druck ausüben würden, um eine friedliche Beile-
gung des Streits herbeizuführen,

dass demzufolge auch im vorliegenden Fall davon auszugehen sei, die 
libysche Polizei übernehme ihre Schutzfunktion und entsprechend kön-

Seite 3

D-2993/2008

ne nicht geglaubt werden, die Polizei habe keine Massnahmen ergrif-
fen, 

dass es sich weiter beim Beschwerdeführer nicht um eine landesweit 
bekannte Persönlichkeit handle und nicht davon auszugehen sei, die 
Verfolger würden ihn auf nationaler Ebene suchen,

dass diese kaum in der Lage wären, den Beschwerdeführer an einem 
beliebigen Ort in Libyen ausfindig zu machen,

dass  der  Beschwerdeführer  keinen  Gebrauch  der  innerstaatlichen 
Wohnsitzalternative (recte: Fluchtalternative) gemacht habe,

dass er Nachteile geltend mache, die sich aus lokal oder regional be-
schränkten  Verfolgungsmassnahmen  ableiteten  und  er  sich  dieser 
Verfolgung durch den Wegzug in einen anderen Teil seines Heimatlan-
des entziehen könne und nicht auf den Schutz der Schweiz angewie-
sen sei, 

dass die Vorbringen des Beschwerdeführers den Anforderungen an die 
Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 AsylG nicht standhielten,

dass bei offensichtlich fehlender Asylrelevanz darauf verzichtet werden 
könne, auf allfällige Unglaubhaftigkeitselemente in den Vorbringen des 
Beschwerdeführers einzugehen,

dass jedoch die vom Beschwerdeführer geltend gemachten Vorbringen 
zudem nicht zu überzeugen vermögen,

dass der Beschwerdeführer keinerlei Details über die Beziehung habe 
angeben können, die seine Schwester mit ihrem Freund gepflegt habe,

dass er weiter nicht habe erklären können, auf welche Art sein Bruder 
den Liebhaber getötet habe,

dass  die  Entführung  und  die  unerwartete  Intervention  der  Polizei  in 
F._______ stereotyp wirkten,

dass unglaubhaft sei, die Polizei habe nichts unternommen, als das El-
ternhaus von der Familie des Opfers in Brand gesteckt worden sei,

Seite 4

D-2993/2008

dass schliesslich  nicht  nachvollziebar  sei,  weshalb  der  Beschwerde-
führer bis März beziehungsweise April 2008 gewartet habe, bis er sei-
nen Heimatstaat verlassen habe,

dass der  Beschwerdeführer am 7. Mai 2008 bei  der Flughafenpolizei 
B._______ –  zuhanden  des  Bundesverwaltungsgerichts  –  eine  Be-
schwerde einreichte und sinngemäss die Aufhebung der angefochte-
nen Verfügung und die Gewährung von Asyl beantragte,

dass  zudem  ein  Schriftstück  der  G._______ und  drei  Fotos  vom 
angeblichen Zuhause eingereicht wurden,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  aufgrund  der  Dringlichkeit  des 
Flughafenverfahrens sowohl die fremdsprachige Beschwerde wie auch 
das Schriftstück von Amtes wegen übersetzen liess,

dass soweit für den Entscheid wesentlich, in den nachfolgenden Erwä-
gungen eingegangen wird,

dass  die  vollständigen  Akten  am  8.  Mai  2008  beim  Bundes-
verwaltungsgericht eintrafen (vgl. Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  ent-
scheidet  (Art. 105  des  Asylgesetzes  vom  26. Juni 1998  [AsylG, 
SR 142.31]  i.V.m.  Art. 31-34  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesge-
richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt 
ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungswei-
se  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legiti-
miert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ein-
zutreten ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 50 ff. VwVG),

Seite 5

D-2993/2008

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass die vorliegende Beschwerde – wie nachfolgend aufgezeigt – of-
fensichtlich unbegründet ist, weshalb darüber in einzelrichterlicher Zu-
ständigkeit  mit  Zustimmung eines zweiten  Richters  beziehungsweise 
einer zweiten Richterin zu entscheiden ist (Art. 111 Bst. e AsylG),

dass bei  dieser Sachlage zudem auf  einen Schriftenwechsel  zu ver-
zichten und der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen 
ist (Art. 111a AsylG),

dass  die  Schweiz  Flüchtlingen  grundsätzlich  Asyl  gewährt  (Art. 2 
Abs. 1  AsylG),  wobei  als  Flüchtling  eine  ausländische  Person  aner-
kannt wird, wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie 
zuletzt wohnte, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität,  Zugehörig-
keit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen 
Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt ist oder begründete 
Furcht  hat,  solchen  Nachteilen  ausgesetzt  zu  werden  (Art. 3  Abs. 1 
AsylG),

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaub-
haft gemacht werden muss (Art. 7 AsylG),

dass mit der Vorinstanz festzustellen ist, die Vorbringen des Beschwer-
deführers  könnten  den  Anforderungen  an  die  Flüchtlingseigenschaft 
gemäss Art. 3 AsylG nicht standhalten,

dass  in  casu  die  Vorinstanz  zutreffend  argumentierte,  der  familiäre 
Konflikt  sei  eine  Verfolgung  durch  Dritte  und  der  Beschwerdeführer 
hätte  sich  an die  libysche Polizei  wenden müssen,  da aufgrund der 
Subsidiarität des flüchtlingsrechtlichen Schutzes die Flüchtlingseigen-
schaft nicht erfüllt,  wer in seinem Heimatland Schutz vor nichtstaatli-
cher Verfolgung finden kann (vgl. EMARK 2006 Nr. 18 Erw. 10.2),

dass der Beschwerdeführer zudem selber erklärte, sein Leben sei im 
Haus eines Mannes im ungefähr 15 Kilometer entfernten Ort  seines 
ursprünglichen Wohnortes  H._______ grundsätzlich vor der Blutrache 
geschützt (A12/7),

Seite 6

D-2993/2008

dass somit für den Beschwerdeführer ausserhalb des Einzugsgebietes 
von  C._______ verschiedene  Fluchtalternativen  bestehen,  wo  er 
Schutz vor den Übergriffen der Dritten finden kann, 

dass weiter der zeitliche Kausalzusammenhang zwischen dem Vorfall 
im Sommer 2006, als dem Beschwerdeführer sein Bart abrasiert wor-
den sei, und der Flucht aus seinem Heimatland im April 2008 nicht ge-
geben ist,

dass die Ausführungen in der Rechtsmitteleingabe im Wesentlichen in 
Wiederholungen  und  allgemeinen  Aussagen  über  die  politische 
Situation in Libyen bestehen,

dass auch das zusammen mit der Beschwerde eingereichte Dokument 
der  G._______ –  welches  im  Wesentlichen  die  Vorbringen  des 
Beschwerdeführers  bestätigt  -  keine  andere  Beurteilung 
herbeizuführen vermag, 

dass im Weiteren anstelle einer Wiederholung auf die zutreffenden Er-
wägungen der Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung zu verwei-
sen ist (vgl. Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 109 Abs. 3 BGG),

dass demzufolge die Vorbringen des Beschwerdeführers die Anforde-
rungen  an  die  Flüchtlingseigenschaft  gemäss  Art.  3  AsylG  nicht 
erfüllen und somit deren Glaubhaftigkeit nicht zu prüfen ist, 

dass das Bundesamt das Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer sol-
chen besteht  (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der  Schweizeri-
schen Asylrekurskommission [EMARK] 2001 Nr. 21), weshalb die ver-
fügte  Wegweisung  im  Einklang  mit  den  gesetzlichen  Bestimmungen 
steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist  (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-

Seite 7

D-2993/2008

desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK,  SR 
0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
ersichtlich sind, die im Heimat- oder Herkunftsstaat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage im Heimat- bzw. Herkunftsstaat des 
Beschwerdeführers  noch  individuelle  Gründe  auf  eine  konkrete  Ge-
fährdung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen, weshalb der Voll-
zug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist,

dass  nämlich  der  Beschwerdeführer  eigenen  Angaben  zufolge  über 
einen  Hochschulabschluss  in  J._______ verfügt  und seit  dem Jahre 
2005 als Taxifahrer seinen Lebensunterhalt verdiente,

dass der Beschwerdeführer zudem über ein verwandtschaftliches Be-
ziehungsnetz in Libyen verfügt,

Seite 8

D-2993/2008

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), 

dass  der  Beschwerdeführer  zudem  über  einen  gültigen  libyschen 
Reisepass verfügt,

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, 

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 1-3  des  Reglements  vom 11. Dezember  2006  über  die  Kosten 
und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art. 63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

Seite 9

D-2993/2008

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den  Beschwerdeführer  durch  Vermittlung  der  Flughafenpolizei 
B._______ (Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)

- das BFM, Dienststelle Flughafenverfahren [per Telefax; zu den Ak-
ten Ref.-Nr. N (...) (anschliessend per Kurier; in Kopie)]

- die  Flughafenpolizei  B._______,  Grenzpolizeiliche 
Massnahmen/Asyl  (per  Telefax;  mit  der  Bitte  um  Eröffnung  des 
Urteils  an  den  Beschwerdeführer  und  um  Zustellung  der 
beiliegenden  Empfangsbestätigung  an  das 
Bundesverwaltungsgericht)

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Daniel Schmid Milva Franceschi

Versand:

Seite 10