# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5c9807b3-5caa-5bd8-9802-d7a31bed6639
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-09-08
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 08.09.2008 C-2764/2006
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-2764-2006_2008-09-08.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-2764/2006/frj/fas
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  8 .  S e p t e m b e r  2 0 0 8

Richter Johannes Frölicher (Vorsitz), 
Richter Francesco Parrino, 
Richterin Madeleine Hirsig, 
Gerichtsschreiberin Susanne Fankhauser.

M._______, 
Beschwerdeführerin,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 
1211 Genf 2,
Vorinstanz.

Invalidität (Einspracheentscheid vom 25. April 2006).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-2764/2006

Sachverhalt:

A.
M._______,  geboren 1950,  schweizerische Staatsangehörige,  war in 
der  Schweiz  als  Kranken-  und  Gesundheitsschwester  erwerbstätig. 
Seit ihrem Umzug in die Niederlande im Jahr 1989 ist sie freiwillig bei 
der  schweizerischen  Alters-,  Hinterlassenen-  und  Invalidenver-
sicherung  (AHV/IV) versichert  (IV-Akt. 8).  Im  April  2004  meldete  sie 
sich  unter  Hinweis  auf  eine  Polymyalgia  rheumatica  (seit  2001)  und 
eine Wirbelfraktur (April 2003) zum Leistungsbezug bei der schweize-
rischen Invalidenversicherung an (IV-Akt. 5). Da die Versicherte angab, 
nie  dem  niederländischen  Sozialversicherungssystem  unterstellt  ge-
wesen zu sein und seit 2001 (IV-Akt. 5) bzw. seit 1990 (IV-Akt. 12) als 
Hausfrau tätig zu sein, holte die IV-Stelle für Versicherte im Ausland 
(nachfolgend: IV-Stelle) zusätzlich zu den medizinischen Berichten den 
Fragebogen für  die im Haushalt  tätigen Versicherten ein (IV-Akt. 12). 
Zur  Prüfung der  medizinischen Anspruchsvoraussetzungen  legte  die 
IV-Stelle das Dossier Dr. med. B._______, medizinischer Dienst der IV-
Stelle, vor. Dieser ermittelte aufgrund eines Status nach Polymyalgia 
rheumatica und Status nach Wirbelfraktur BWK 12 sowie – als Neben-
diagnosen  –  Asthenie,  vegetative  Beschwerden,  keine  objektiven 
Befunde, welche die Leistungsfähigkeit beeinträchtigten. Er habe, „im 
Sinne  eines  Kompromisses“  den  Haushalt-Fragebogen  interpretiert 
und  eine  Leistungsverminderung  von  maximal  37%  errechnet  (IV-
Akt. 38). Mit  Verfügung vom 31. Oktober 2005 wies die IV-Stelle das 
Leistungsbegehren ab (IV-Akt. 39). Eine dagegen erhobene Einspra-
che wies sie – nachdem sie eine weitere Stellungnahme ihres medi-
zinischen  Dienstes  (Bericht  von  Frau  Dr. C._______  vom  13. April 
2006;  IV-Akt. 46)  eingeholt  hatte  –  mit  Einspracheentscheid  vom 
25. April 2006 ab (IV-Akt. 47).

B.
M._______  erhob  am  10. Mai  2006  Beschwerde  bei  der  Eidge-
nössischen  AHV/IV-Rekurskommission  für  Personen  im  Ausland 
(nachfolgend: Rekurskommission AHV/IV) und beantragte eine Nach-
frist zur Begründung der Beschwerde, weil sie erst jetzt die Akten zur 
Einsicht erhalten habe (Akt. 1). Unter Hinweis auf die gesetzlich vorge-
sehene kurze Nachfrist und der bundesgerichtlichen Rechtsprechung, 
wonach eine solche Nachfrist sehr knapp zu bemessen sei, gewährte 
die Kammerpräsidentin der Rekurskommission AHV/IV eine Frist von 
20 Tagen zur Begründung der Beschwerde (Akt. 2). Mit Eingabe vom 

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23. Mai 2006 stellte M._______ sinngemäss das Begehren, es sei ihr 
mindestens  eine halbe Invalidenrente  zuzusprechen (Akt. 4). Sowohl 
betreffend Verfahren als auch inhaltlich hätte sie zahlreiche Argumente 
einzubringen.  Da  sie  dafür  aber  weitere  medizinische  Berichte  (der 
Rheumatologin  und/oder  des  Orthopäden)  einholen  müsse,  was 
Wochen  bis  Monate  daure,  sei  es  ihr  nicht  möglich,  die  Begehren 
medizinisch  zu  begründen,  weshalb  sie  dafür  weitere  drei  Monate 
benötige. 

C.
Mit  Vernehmlassung vom 6. Juli  2006 beantragte die  Vorinstanz,  die 
Beschwerde sei abzuweisen (Akt. 6).

D.
Mit Eingabe vom 7. Juli 2006 verwies die Beschwerdeführerin auf ihr 
Schreiben vom 23. Mai  2006,  mit  welchem sie eine zusätzliche Frist 
beantragt habe, um ihre Begehren zu begründen, und rügte, dass sie 
darauf  nie  eine  Antwort  erhalten  habe  (Akt. 10).  Am  1. September 
2006 reichte sie unter Beilage zahlreicher Beilagen eine ausführliche 
Begründung  ihrer  Beschwerde  ein  (Akt. 12).  Sie  rügte  im  Wesentli-
chen,  Dr. B._______  sei  voreingenommen  gewesen,  habe  die 
medizinischen Berichte nicht zutreffend gewürdigt und die Ermittlung 
der Beeinträchtigung im Haushalt sei nicht rechtskonform durchgeführt 
worden. Im Übrigen habe sie  den Beruf  als  Krankenschwester  nicht 
freiwillig aufgegeben, sondern aus gesundheitlichen Gründen.

E.
In  ihrer  Stellungnahme  vom  6. November  2006  wiederholte  die  IV-
Stelle ihren Antrag, die Beschwerde sei abzuweisen, und verwies auf 
den neu eingeholten Bericht von Dr. B._______ vom 31. Oktober 2006 
(Akt. 19, IV-Akt. 50).

F.
Am 1. Januar 2007 ging das vorliegende Verfahren auf  das Bundes-
verwaltungsgericht über.

G.
Mit Eingabe vom 6. Januar 2007 hielt die Beschwerdeführerin an ihren 
Anträgen fest und äusserte sich zur Stellungnahme von Dr. B._______ 
vom  31. Oktober  2006.  Der  IV-Arzt  gehe  nur  ungenügend  auf  ihre 
Argumente  ein,  seine  Darstellungen  ergäben  ein  falsches  Bild  und 
seien zum Teil tendenziös. Bei der Beurteilung der Arbeitsunfähigkeit 

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hätten  auch  die  Beschwerden,  die  nicht  medizinisch  erklärt  werden 
könnten, berücksichtigt werden müssen (Akt. 19).

H.
Die  Vorinstanz  verzichtete  am  1. Februar  2007  darauf,  eine  weitere 
Stellungnahme einzureichen.

I.
Gegen  die  am  17. Juli  2008  mitgeteilte  Zusammensetzung  des 
Spruchkörpers wurden keine Einwände erhoben.

J.
Mit Verfügung vom 4. August 2008 zog das Bundesverwaltungsgericht 
die Akten der freiwilligen AHV/IV bei (Akt. 25).

K.
Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten 
wird,  soweit  für  die  Entscheidfindung  erforderlich,  im  Rahmen  der 
nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
Das Bundesverwaltungsgericht übernimmt, sofern es zuständig ist, die 
Beurteilung der am 1. Januar 2007 bei den Eidgenössischen Rekurs- 
oder  Schiedskommissionen  oder  bei  den  Beschwerdediensten  der 
Departemente  hängigen  Rechtsmittel.  Das  neue  Verfahrensrecht  ist 
anwendbar (vgl. Art. 53 Abs. 2 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 
17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]). 

1.1 Gemäss  Art.  31  VGG  beurteilt  das  Bundesverwaltungsgericht 
Beschwerden  gegen  Verfügungen  nach  Art.  5  des  Bundesgesetzes 
vom 20. Dezember  1968 über  das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 
172.021),  sofern  keine  Ausnahme  nach  Art.  32  VGG  vorliegt.  Als 
Vorinstanzen gelten die in Art. 33 und 34 VGG genannten Behörden. 
Die IV-Stelle des Bundes für Versicherte im Ausland ist eine Vorinstanz 
im Sinne von Art. 33  Bst. d  VGG. Die  Zuständigkeit  des  Bundesver-
waltungsgerichts  zur  Beurteilung von Beschwerden gegen Verfügun-
gen dieser  IV-Stelle  ist  zudem in  Art.  69  Abs. 1 Bst. b  des  Bundes-

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gesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung (IVG, SR 
831.20) ausdrücklich vorgesehen. 

1.2 Im  Streit  liegt  der  Einspracheentscheid  der  IV-Stelle  für  Versi-
cherte im Ausland vom 25. April 2006. Das Bundesverwaltungsgericht 
ist somit zur Beurteilung der Beschwerde zuständig. 

2.
Das  Verfahren  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  richtet  sich  nach 
dem  Verwaltungsverfahrensgesetz,  soweit  das  Verwaltungsgerichts-
gesetz  nichts  anderes  bestimmt  (Art. 37  VGG;  zur  Anwendung  des 
VwVG im Verfahren vor der Rekurskommission AHV/IV siehe  Art. 69 
Abs. 2  IVG  in  Verbindung  mit  Art. 85bis des  Bundesgesetzes  vom 
20. Dezember 1946 über die Alters-  und Hinterlassenenversicherung 
[AHVG, SR 831.10] in der bis Ende Dezember 2006 gültigen Fassung). 
Vorbehalten  bleiben  gemäss  Art. 3  Bst. dbis VwVG  die  besonderen 
Bestimmungen  des  Bundesgesetzes  über  den  Allgemeinen  Teil  des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1).

2.1 Die  Beschwerde  wurde  frist-  und  formgerecht  eingereicht  (vgl. 
Art. 38 ff. und Art. 60 ATSG, Art. 52 VwVG). Als Adressatin des ihre 
Einsprache  abweisenden  Entscheides  ist  die  Beschwerdeführerin 
durch die angefochtene Verfügung berührt und sie hat ein schutzwür-
diges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung (Art. 59 ATSG). 
Auf die Beschwerde ist daher einzutreten.

2.2 Die Beschwerdeführenden können im Rahmen des Beschwerde-
verfahrens die Verletzung von Bundesrecht unter Einschluss des Miss-
brauchs oder der Überschreitung des Ermessens, die unrichtige oder 
unvollständige Feststellung des  Sachverhalts  sowie die  Unangemes-
senheit des Entscheids rügen (Art. 49 VwVG).

3.
Zunächst sind die  die zur Beurteilung der Streitsache massgebenden 
gesetzlichen Grundlagen und die von der Rechtsprechung entwickel-
ten Grundsätze darzulegen.

3.1 Nach  der  Rechtsprechung  stellt  das  Sozialversicherungsgericht 
bei  der  Beurteilung einer  Streitsache  in  der  Regel  auf  den  bis  zum 
Zeitpunkt  des  Erlasses  des  streitigen  Einspracheentscheides  (hier: 
25. April 2006) eingetretenen Sachverhalt ab (BGE 129 V 1 E. 1.2 mit 
Hinweis).  Weiter  sind  in  zeitlicher  Hinsicht  grundsätzlich  diejenigen 

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Rechtssätze massgebend, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen 
führenden  Tatbestandes  Geltung  hatten  (BGE  130  V  329).  Für  das 
vorliegende  Verfahren  ist  deshalb  das  per  1. Januar  2003  in  Kraft 
getretene  Bundesgesetz  über  den  Allgemeinen  Teil  des  Sozialver-
sicherungsrechts  anwendbar.  Die  im  ATSG  enthaltenen  Formulie-
rungen der  Arbeitsunfähigkeit,  der Erwerbsunfähigkeit,  der  Invalidität 
und  der  Einkommensvergleichsmethode  entsprechen  den  bisherigen 
von der Rechtsprechung dazu entwickelten Begriffen in der Invaliden-
versicherung.  Demzufolge  haben  die  von  der  Rechtsprechung  dazu 
herausgebildeten Grundsätze unter der Herrschaft des ATSG weiterhin 
Geltung (BGE 130 V 343). 

Bei den materiellen Bestimmungen des IVG und der Verordnung vom 
17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung (IVV, SR 831.201) ist 
auf  die Fassung gemäss den am 1. Januar 2004 in Kraft  getretenen 
Änderungen (4. IV-Revision) abzustellen. Nicht zu berücksichtigen sind 
die  durch  die  5. IV-Revision  eingeführten  Änderungen,  welche  am 
1. Januar 2008 in Kraft  getreten sind (AS 2007 5129). Im Folgenden 
werden deshalb die ab 1. Januar 2004 (bis Ende 2007) gültig gewe-
senen Bestimmungen des IVG und der IVV zitiert.

3.2 Invalidität  ist  die  voraussichtlich  bleibende  oder  längere  Zeit 
dauernde  ganze  oder  teilweise  Erwerbsunfähigkeit  (Art. 8  Abs. 1 
ATSG).  Die  Invalidität  kann  Folge  von  Geburtsgebrechen,  Krankheit 
oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch 
Beeinträchtigung  der  körperlichen,  geistigen  oder  psychischen 
Gesundheit  verursachte  und  nach  zumutbarer  Behandlung  und  Ein-
gliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmög-
lichkeiten  auf  dem in  Betracht  kommenden  ausgeglichenen  Arbeits-
markt (Art. 7 ATSG, in der bis Ende 2007 gültigen Fassung). Arbeits-
unfähigkeit  ist  die  durch  eine  Beeinträchtigung  der  körperlichen, 
geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise 
Unfähigkeit,  im  bisherigen  Beruf  oder  Aufgabenbereich  zumutbare 
Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit 
in  einem anderen  Beruf  oder  Aufgabenbereich  berücksichtigt  (Art. 6 
ATSG).

3.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die 
ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu 
stellen  haben.  Aufgabe  des  Arztes  oder  der  Ärztin  ist  es,  den 

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Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen,  in 
welchem  Umfang  und  bezüglich  welcher  Tätigkeiten  die  versicherte 
Person arbeitsunfähig  ist. Im Weiteren  sind  die  ärztlichen  Auskünfte 
eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeits-
leistungen  der  versicherten  Person  noch  zugemutet  werden  können 
(BGE 125 V 256 E. 4,  BGE 115 V 133 E. 2; AHI-Praxis  2002 S. 62 
E. 4b/cc). 

3.4 Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbs-
tätig oder als nicht erwerbstätig einzustufen ist  – was je zur Anwen-
dung einer anderen Methode der Invaliditätsbemessung (Einkommens-
vergleich,  Betätigungsvergleich,  gemischte  Methode)  führt  –,  ergibt 
sich  aus  der  Prüfung,  was  diese  bei  im  Übrigen  unveränderten 
Umständen  täte,  wenn  keine  gesundheitliche  Beeinträchtigung 
bestünde. Bei  im Haushalt  tätigen Versicherten im Besonderen sind 
die  persönlichen,  familiären,  sozialen  und  erwerblichen  Verhältnisse 
ebenso wie allfällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber 
Kindern,  das  Alter,  die  beruflichen  Fähigkeiten  und  die  Ausbildung 
sowie  die  persönlichen  Neigungen  und  Begabungen  zu  berücksich-
tigen. Die  Statusfrage beurteilt  sich praxisgemäss nach den Verhält-
nissen,  wie  sie  sich  bis  zum  Erlass  der  Verwaltungsverfügung  ent-
wickelt haben, wobei für die hypothetische Annahme einer im Gesund-
heitsfall  ausgeübten  (Teil-)Erwerbstätigkeit  der  im  Sozialversiche-
rungsrecht übliche Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
erforderlich ist (BGE 125 V 146 E. 2c, BGE 133 V 477 E. 6.3, BGE 133 
V 504 E. 3.3, je mit Hinweisen).

3.5 Bei nicht erwerbstätigen Versicherten, welche im Aufgabenbereich 
tätig sind und denen die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit nicht zuge-
mutet werden kann, wird für die Bemessung der Invalidität in Abwei-
chung von Art. 16 ATSG darauf abgestellt, in welchem Mass sie behin-
dert sind, sich im Aufgabenbereich zu betätigen (Art. 28 Abs. 2bis IVG, 
spezifische Methode des Betätigungsvergleichs). Als Aufgabenbereich 
der im Haushalt tätigen Versicherten gelten insbesondere die übliche 
Tätigkeit im Haushalt, die Erziehung der Kinder sowie gemeinnützige 
und  künstlerische  Tätigkeiten  (Art. 27  IVV).  Mit  der 4.  IV-Revision, 
welche per 1. Januar 2004 in Kraft  getreten ist,  wurde der bisherige 
Art. 27  Abs. 1  IVV  aus  Gründen  der  formalen  Gleichbehandlung 
erwerbs-,  teilerwerbs- und nicht  erwerbstätiger Personen grossmehr-
heitlich  auf  Gesetzesstufe  gehoben.  Eine  materielle  Änderung  war 
damit aber nicht verbunden, weshalb die zu Art. 27 Abs. 1 IVV entwi-

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ckelte Rechtsprechung nach wie vor Gültigkeit hat (vgl. in BGE 134 V 9 
nicht  publizierte  E. 3.2  [Urteil  BGer  I 246/05  vom 30. Oktober  2007] 
mit Hinweisen).

3.6 Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG haben Versicherte Anspruch auf eine 
Viertelsrente,  wenn  sie  zu  mindestens  40  Prozent  invalid  sind,  bei 
einem  Invaliditätsgrad  von  mindestens  50 Prozent  besteht  ein 
Anspruch auf  eine halbe Rente, bei  mindestens 60 Prozent  auf  eine 
Dreiviertelsrente und bei mindestens 70 Prozent auf eine ganze Rente. 
Laut Abs. 1ter dieser Norm werden Renten, die einem Invaliditätsgrad 
von weniger  als  50  Prozent  entsprechen,  jedoch nur  an Versicherte 
ausgerichtet,  die  ihren  Wohnsitz  und  gewöhnlichen  Aufenthalt  (Art. 
13 ATSG) in der Schweiz haben, soweit nicht völkerrechtliche Verein-
barungen  eine  abweichende  Regelung  vorsehen.  Eine  solche 
Ausnahme gilt seit dem 1. Juni 2002 für die Staatsangehörigen eines 
Mitgliedstaates  der  Europäischen  Gemeinschaft  und  der  Schweiz, 
sofern  sie  in  einem  Mitgliedstaat  der  Europäischen  Gemeinschaft 
Wohnsitz haben (siehe BGE 130 V 253 E. 2.3 und E. 3.1).

3.7 Der Rentenanspruch entsteht gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG frühes-
tens in dem Zeitpunkt,  in dem die versicherte Person mindestens zu 
40 Prozent  bleibend  erwerbsunfähig  (Art. 7  ATSG)  geworden  ist 
(Bst. a)  oder  während  eines  Jahres  ohne  wesentlichen  Unterbruch 
durchschnittlich  mindestens  zu  40 Prozent  arbeitsunfähig  (Art. 6 
ATSG) gewesen war (Bst. b). 

3.8 Anspruch auf eine ordentliche Rente haben gemäss Art. 36 Abs. 1 
IVG die rentenberechtigten Versicherten, die bei Eintritt der Invalidität 
während  mindestens  eines  vollen  Jahres  Beiträge  an  die  schweize-
rische Sozialversicherung geleistet haben. Meldet sich ein Versicherter 
mehr als zwölf Monate nach Entstehen des Anspruchs an, so werden 
die Leistungen in Abweichung von Artikel 24 Absatz 1 ATSG lediglich 
für  die  zwölf  der  Anmeldung  vorangehenden  Monate  ausgerichtet 
(Art. 48 Abs. 2 IVG).

4.
Die Vorinstanz hat die Beschwerdeführerin als Nichterwerbstätige (mit 
Aufgabenbereich  Haushalt)  qualifiziert  und  deshalb  nur  die  Behin-
derung  im  Haushalt  ermittelt  und  auf  eine  Abklärung  der  Arbeits-
fähigkeit  als  Krankenschwester  verzichtet.  Es  ist  deshalb  zuerst  zu 
prüfen, ob diese Statusqualifikation richtig ist.

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4.1 In  der  Einsprache  hatte  die  Versicherte  vorgebracht,  sie  habe 
nach  ihrem  Umzug  in  die  Niederlande  ihren  Beruf  als  Kranken-
schwester  nicht  wieder  aufnehmen  können,  weil  sie  –  nach  einer 
schweren  Grippeerkrankung  und  Symptomen,  welche  der  Krankheit 
CFS  [Chronic  Fatigue  Syndrom] zugeschrieben  würden  –  aufgrund 
eines  sehr  labilen  Gesundheitszustandes  und  verschiedenen 
Beschwerden dazu nicht in der Lage gewesen sei. Bis 2001 – als sich 
ihr Gesundheitszustand durch die Polymyalgie verschlechterte – habe 
sie  deshalb  körperlich  wenig  belastende Beschäftigungen angenom-
men, meist in kleinen Pensen. 

4.2 Die  IV-Stelle  hat  daraufhin  bei  Frau  Dr. C._______  von  ihrem 
medizinischen Dienst eine Stellungnahme eingeholt zur Frage, ob es 
zutreffe,  dass  die  Versicherte  die  Tätigkeit  als  Krankenschwester  in 
den  Niederlanden  aus  gesundheitlichen  Gründen  nicht  mehr  habe 
aufnehmen können bzw. ob die vorhandenen Akten zur Beantwortung 
der  anwendbaren  Bemessungsmethode  genügten.  Gestützt  auf  die 
Stellungnahme der  IV-Stellenärztin  erwog  die  Verwaltung,  es  hätten 
nach  der  Übersiedlung  in  die  Niederlande  im  Jahre  1989  keine 
medizinisch  objektivierbaren  Leiden  bestanden,  welche  eine  voll-
schichtige Ausübung des Berufes als Krankenschwester verunmöglicht 
hätten.  Deshalb  könnten  die  Vorbringen,  sie  wäre  aus  gesundheit-
lichen Gründen nicht  erwerbstätig gewesen,  nicht akzeptiert  werden. 
Die  Invaliditätsbemessung  habe  deshalb  nach  der  für  Nichterwerbs-
tätige  vorgesehenen spezifischen Methode (Betätigungsvergleich) zu 
erfolgen.

4.3 Die vor Eintritt  des Gesundheitsschadens ausgeübte Tätigkeit ist 
ein  gewichtiges  Indiz  dafür,  dass  diese  Tätigkeit  im  Gesundheitsfall 
weitergeführt worden wäre. Im Übrigen gilt es zu berücksichtigen, dass 
praxisgemäss im Verlauf des Abklärungsverfahrens gemachte Aussa-
gen stärker zu gewichten sind als spätere, anders lautende Erklärun-
gen,  welche  von  Überlegungen  sozialversicherungsrechtlicher  Natur 
beeinflusst sein können (AHI 2000 S. 197 E. 2d; Urteil BGer I 584/06 
vom 24. April  2007 E. 3.2  mit  Hinweisen). Im Fragebogen für  die  im 
Haushalt tätigen Versicherten gab die Beschwerdeführerin an, sie sei 
seit  1990  Hausfrau;  Angaben  zu  einer  früher  ausgeübten  Teiler-
werbstätigkeit machte sie keine (IV-Akt. 12). Gegenüber der freiwilligen 
AHV/IV bezeichnete sie sich im Rahmen der Beitragsbemessungsver-
fahren stets als Nichterwerbstätige, die in einer eheähnlichen Gemein-
schaft  lebt (vgl. Akten freiwillige AHV) und bestätigte gegenüber der 

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IV-Stelle im Februar 2004, dass sie nie dem niederländischen Sozial-
versicherungssystem unterstellt  gewesen sei (IV-Akt. 3). Die Behaup-
tung  der  Beschwerdeführerin,  sie  habe  nach  ihrem  Umzug  in  die 
Niederlande im Rahmen ihrer Kräfte bis im Jahr 2001 teilweise eine 
Erwerbstätigkeit  ausgeübt,  findet  auch  in  den  vom  Bundesverwal-
tungsgericht  beigezogenen  Akten  der  freiwilligen  AHV keine  Stütze, 
weil die Versicherte ihre Beiträge als Nichterwerbstätige aufgrund des 
Vermögens und nicht  eines Erwerbseinkommens entrichtete. Ebenso 
wenig ergeben sich Anhaltspunkte dafür, dass gesundheitliche Gründe 
die Beschwerdeführerin daran gehindert hätten, ihre frühere Tätigkeit 
als  Krankenschwester  in  den  Niederlanden  wieder  aufzunehmen. 
Insbesondere bescheinigt die Hausärztin erst ab dem Jahr 2001 eine 
Arbeitsunfähigkeit, obwohl sie angibt, die Patientin stehe seit 1990 bei 
ihr in Behandlung und demnach die Krankengeschichte der Patientin 
in der fraglichen Zeit kannte (IV-Akt. 33). Allein aus der Tatsache, dass 
die Beschwerdeführerin  ihr  Diplom als Pflegefachfrau in den Nieder-
landen registrieren liess, kann noch nicht abgeleitet werden, sie hätte 
im Gesundheitsfall auch eine entsprechende Tätigkeit  aufgenommen. 
Vor diesem Hintergrund erscheint  nicht  überwiegend wahrscheinlich, 
dass  die  Beschwerdeführerin  ohne  Gesundheitsschaden  eine  (Teil-) 
Erwerbstätigkeit ausüben würde. Die IV-Stelle hat sie daher zu Recht 
als Nichterwerbstätige, die im Haushalt tätig ist, qualifiziert und nur die 
Einschränkung im Haushalt abgeklärt. 

5.
Die Beeinträchtigung im Haushalt ist durch einen Betätigungsvergleich 
zu  ermitteln,  welcher  auf  hinreichenden  medizinischen  Unterlagen 
beruhen muss. 

5.1 Die  Hausärztin  Dr. A._______  führte  in  ihrem  Bericht  vom 
25. Januar  2005  die  Diagnosen  Asthenie,  Lebensmittelunver-
träglichkeit,  Polymyalgia  rheumatica,  Wirbelkörperfraktur  Th  12  auf-
grund von Osteoporose, Osteoporose und Polyurie auf und attestierte 
der  Patientin  in  ihrem  früheren  Beruf  als  Krankenschwester  eine 
100%-ige  Arbeitsunfähigkeit  seit  Januar  2001.  Zur  Beurteilung  der 
Arbeitsfähigkeit  seien  weitere  Abklärungen  nötig.  Physisch  sei  sie 
nicht  mehr arbeitsfähig,  auch den eigenen Haushalt  könne sie nicht 
mehr besorgen (IV-Akt. 33). Aufgrund des Kraftverlusts in den Beinen 
könne  sie  nicht  mehr  Radfahren  oder  längere  Strecken  bzw.  nicht 
länger  als  eine  halbe  bis  eine  Stunde zu  Fuss  gehen (ergänzender 
Bericht  vom  22. August  2006;  Akt.  12/6).  Im  Übrigen  enthalten  die 

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medizinischen Berichte keine Angaben dazu, welche der im Haushalt 
anfallenden Tätigkeiten die Patientin noch ausüben könne und welche 
nicht.  Die  Rheumatologin,  Dr. De  D._______,  und  der  Internist, 
Dr. E._______, äussern sich in ihren Berichten an die Hausärztin nicht 
zur Frage der Arbeitsfähigkeit (vgl. IV-Akt. 24-28).

Die  Beschwerdeführerin  gab  im  Fragebogen  für  die  im  Haushalt 
tätigen Versicherten an,  sie  benötige  Hilfe  zur  Ausführung folgender 
Arbeiten: Zubereitung der Mahlzeiten, abwaschen, Putzarbeit, Bügeln, 
Betten machen, Tragen von Wäsche,  Einkaufen. Sie sei  noch in  der 
Lage,  Gemüse  zu  rüsten,  wenn  dies  wenig  Kraftaufwand  erfordere, 
teilweise  könne sie  auch Mahlzeiten  zubereiten,  Einkäufe  könne sie 
sehr beschränkt (Gewicht) selber erledigen. Die Wäsche könne sie mit 
der  Waschmaschine  selber  besorgen,  leichte  Wäschestücke  auf-
hängen und abnehmen,  bügeln  könne sie  nur  etwa 15 Minuten,  mit 
Mühe  könne  sie  kleine  Flickarbeiten  von  Hand  erledigen.  Die 
Reinigungsarbeiten  (Küche,  Wohnungspflege)  könne  sie  nicht  mehr 
selber ausführen (IV-Akt. 12).

Aus dem Bericht der Ergotherapie vom 5. August 2004 an die Haus-
ärztin  (IV-Akt. 22)  geht  hervor,  dass  der  Patientin  Massnahmen  zur 
Erhaltung und Verbesserung der  Leistungsfähigkeit  insbesondere  für 
die  Tätigkeit  im  Haushalt  aufgezeigt  wurden  (z.B.  Ergonomisches 
Arbeiten, Anschaffung von Hilfsmitteln, häufige Positionswechsel, ver-
schiedene Arbeiten  in  sitzender  Position  ausführen).  Eine Verbesse-
rung  der  Funktionsfähigkeit  und  der  Kraft  habe  durch  die  Therapie 
nicht erreicht werden können.

5.2 Gestützt auf die medizinischen Berichte und die Angaben der Ver-
sicherten  nahm  Dr. B._______  auf  Anfrage  der  IV-Stelle  am 
24. Oktober 2005 die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit im Haushalt vor 
(IV-Akt. 35  und  38).  Als  Diagnosen  führte  er  auf:  Status  nach 
Polymyalgia  rheumatica  (Diagnose  2001),  Status  nach  Wirbelfraktur 
BWK  12  im  Frühling  2003  (bei  Osteoporose,  vgl.  IV-Akt. 50);  unter 
Nebendiagnosen  wird  „Asthenie“  und  vegetative  Beschwerden 
genannt  (IV-Akt. 38).  Bei  den  in  den  Berichten  aufgeführten 
„Befunden“  handle  es  sich  –  mit  Ausnahme  des  Status  nach 
Wirbelfraktur BWK 12 – nicht um objektiv feststellbare pathologische 
Befunde, sondern um Wiedergaben subjektiver Klagen über vegetative 
Beschwerden.  Eine  objektiv  verminderte  Leistungsfähigkeit  für  die 
Tätigkeit im Haushalt bestehe nicht. Angesichts der subjektiven Klagen 

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habe er – im Sinne eines Kompromisses – den von der Versicherten 
ausgefüllten  Haushaltfragebogen entsprechend interpretiert  und eine 
Leistungsminderung  von  höchstens  37%  errechnet.  In  seiner 
Stellungnahme vom 31. Oktober  2006 hielt  er  an  seiner  Beurteilung 
fest  und ergänzte betreffend der  diagnostizierten  Osteoporose,  dass 
sich  daraus  für  die  zumutbaren  Tätigkeiten  im  Haushalt  keine 
zusätzlichen Einschränkungen ergäben (IV-Akt. 50).

5.3 Die  Beschwerdeführerin  kritisiert  die  Stellungnahmen  von 
Dr. B._______, auf welche die IV-Stelle ihren das Leistungsbegehren 
abweisenden Entscheid im Wesentlichen stützte,  als  tendenziös und 
nicht  mit  der  tatsächlichen  Situation  übereinstimmend.  Die  Berichte 
des IV-Stellenarztes erweckten den Eindruck der Voreingenommenheit. 

5.4 Aufgabe  des  medizinischen  Dienstes  der  IV-Stelle  ist  es,  den 
medizinischen Sachverhalt  zu Handen der  Verwaltung zusammenzu-
fassen und zu würdigen. 

5.4.1 Die  Beurteilung  der  Arbeitsfähigkeit  hat  nach  versicherungs-
medizinischen  Grundsätzen  zu  erfolgen  und  auch  die  Vorgaben  der 
Rechtsprechung  zu  berücksichtigen.  Dazu  gehört  zunächst,  dass 
subjektiv  erlebte  Beschwerden  grundsätzlich  durch  objektivierbare 
medizinische  Befunde  erklärbar  sein  müssen,  um eine  invalidenver-
sicherungsrechtlich erhebliche Beeinträchtigung der Leistungsfähigkeit 
bewirken zu können (vgl. BGE 130 V 352 E. 2.2.2). Deshalb begrün-
den eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung oder andere ver-
gleichbare pathogenetisch (ätiologisch) unklare syndromale Beschwer-
debilder ohne nachweisbare organische Grundlage (wie die Fibromy-
algie, die Neurasthenie oder das Chronic Fatigue Syndrom) als solche 
keine Invalidität. Vielmehr  besteht  eine Vermutung,  dass eine solche 
Störung  oder  ihre  Folgen  mit  einer  zumutbaren  Willensanstrengung 
überwindbar sind (BGE 130 V 352, BGE 132 V 65; Urteil BGer I 70/07 
vom 14. April 2008 E. 5; zur Beurteilung der Frage, ob ein Wiederein-
stieg  in  den  Arbeitsprozess  ausnahmsweise zumutbar  erscheint  vgl. 
auch  BGE 131  V  49  E. 1.2).  Weil  Schmerzen  das  funktionelle  Leis-
tungsvermögen grundsätzlich nicht aufheben, schliesst eine diagnos-
tizierte Polymyalgie ebensowenig wie eine somatoforme Schmerzstö-
rung oder eine Fibromyalgie aus, dass (zumindest) leichte Tätigkeiten 
ausgeübt  werden  können  (vgl.  Urteil  BGer  I 994/06  vom 29. August 
2007 E. 3.3). 

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5.4.2 Unter  Berücksichtigung  dieser  Grundsätze  können  die  Aus-
führungen  des  IV-Stellenarztes  –  insbesondere  zur  Abgrenzung  der 
subjektiven  Klagen  und  den  objektiven  Befunden  –  keineswegs  als 
tendenziös  bezeichnet  werden.  Der  Begriff  der  „subjektiven  Klagen“ 
sagt – entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin – nichts darüber 
aus,  ob  die  geklagten  Beschwerden  als  glaubhaft  erscheinen  oder 
nicht.  Vielmehr  gehört  es  grundsätzlich  zu  den  Aufgaben  medizini-
scher  Sachverständiger,  dass  sie  die  geklagten  Beschwerden  der 
Versicherten  zwar  berücksichtigen  (vgl.  BGE  125  V  351  E. 3a),  die 
Beurteilung  des  Leistungsvermögens  aber  nach  objektiveren  und 
nachvollziehbaren  Kriterien  vornehmen.  Ansonsten  liesse  sich  eine 
rechtsgleiche  Beurteilung  des  Rentenanspruchs  nicht  gewährleisten 
(vgl. BGE 130 V 352 E. 2.2.2). 

Aus  den  Berichten  des  IV-Stellenarztes  lassen  sich  auch  keine 
Umstände  erkennen,  welche  einen  Anschein  der  Befangenheit  oder 
eine Gefahr der Voreingenommenheit  als objektiv begründet erschei-
nen  lassen  könnten.  Dies  gilt  insbesondere  auch  für  die  von  der 
Beschwerdeführerin  kritisierte  Äusserung  im  Bericht  vom  23. Mai 
2005, seine Kenntnisse der holländischen Sprache genügten nicht, um 
sich in diesem Fall Klarheit zu verschaffen und insbesondere nicht, um 
eine  Ablehnung  zu  begründen,  weshalb  einzelne  Berichte  übersetzt 
werden  müssten. Nach Eingang  der  übersetzten  Berichte  hielt  er  in 
seiner Stellungnahme vom 24. Oktober 2005 fest, bei den angegebe-
nen Befunden handle es sich also tatsächlich – wie er schon vermutet 
habe – um Wiedergaben subjektiver Klagen über vegetative Beschwer-
den  und  nicht  um  objektive  Befunde.  Es  besteht  kein  Anlass  zu 
zweifeln,  dass er objektive Befunde, wenn sie in einem der Berichte 
ausgewiesen worden wären, nicht entsprechend berücksichtigt hätte.

5.5 Nicht  ohne  Weiteres  verständlich  ist,  weshalb  der  IV-Stellenarzt 
zunächst darauf hinweist, es bestehe keine objektiv verminderte Leis-
tungsfähigkeit für die Tätigkeit im Haushalt, dann aber – wenn auch als 
Kompromiss  bezeichnet  –  dennoch  eine  Leistungsbeeinträchtigung 
von  (maximal)  37%  attestiert.  Nachvollziehbar  wäre,  wenn  er  die 
Verrichtung schwerer Tätigkeiten als nicht mehr zumutbar bezeichnet 
hätte (vgl. E. 5.6.1). Insofern besteht, wie die Beschwerdeführerin zu 
Recht  vorbringt,  ein  Begründungsmangel,  zumal  sich  aufgrund  der 
Akten auch nicht  nachvollziehen lässt,  wie  der  Behinderungsgrad in 
den einzelnen Tätigkeitsbereichen des Haushalts ermittelt wurde. Wie 
sich  aus  dem  Folgenden  ergibt,  liegt  der  Invaliditätsgrad  aber 

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jedenfalls  deutlich  unter  den  rentenanspruchsbegründenden  40%, 
weshalb auf eine Rückweisung zu verzichten ist.

5.5.1 Dr. B._______  hat  die  Einschätzung  der  Behinderung  im 
Haushalt  gemäss  Kreisschreiben  über  Invalidität  und  Hilflosigkeit  in 
der  IV  [KSIH],  Rz. 3093  ff. vorgenommen.  Die  einzelnen 
Tätigkeitsbereiche  wurden  wie  folgt  gewichtet:  5%  Haushaltführung, 
40%  Ernährung,  10%  Wohnungspflege,  10%  Einkauf,  15%  Wäsche 
und  Kleiderpflege,  20%  Verschiedenes.  Diese  Gewichtung  wird  von 
der Beschwerdeführerin  nicht  bestritten. Im Bereich Haushaltführung 
hat  der  Arzt  keine  Einschränkung  ermittelt,  in  den  Bereichen 
Ernährung  40%,  Wohnungspflege  50%,  Einkauf  40%,  Wäsche  und 
Kleiderpflege  40%,  Verschiedenes  30%. Unter  Berücksichtigung  der 
Gewichtung der einzelnen Bereiche ergibt  dies einen Invaliditätsgrad 
von 37%.

Demgegenüber  bringt  die  Beschwerdeführerin  vor,  die  tatsächliche 
Einschränkung sei im Bereich Ernährung 60%, Wohnungspflege 70%, 
Einkauf  60%,  Wäsche  und  Kleiderpflege  60%,  was  einen 
Invaliditätsgrad  von  52%  ergebe  (Akt. 12/14[2]).  Selbst  wenn  diese 
Selbsteinschätzung  das  tatsächlich  bestehende  Leistungsvermögen 
zutreffender  wiedergeben  würde,  könnte  nicht  darauf  abgestellt 
werden,  denn  die  Beschwerdeführerin  scheint  von  der  falschen 
Annahme auszugehen, dass es bei der Beeinträchtigung im Haushalt 
um die Ermittlung der Arbeitsunfähigkeit im Sinne von Art. 6 ATSG und 
nicht  der  Invalidität  im Sinne  von Art. 8  ATSG geht.  Dies  zeigt  sich 
beispielsweise im Vorbringen,  es sei  auch der  grössere Zeitaufwand 
zur  Verrichtung  der  (ihr  noch  möglichen)  Hausarbeiten  zu  berück-
sichtigen,  weil  sie  immer  wieder  Ruhepausen  einlegen  müsse  (vgl. 
Akt. 12  S. 3  und  IV-Akt. 40  S. 2).  Ein  entscheidender  Unterschied 
zwischen  der  Arbeitsunfähigkeit  im  Sinne  von  Art. 6  ATSG und  der 
Invalidität  im  Sinne  von  Art. 8  ATSG  besteht  darin,  dass  bei  der 
Invalidität auch die den Versicherten obliegende Schadenminderungs-
pflicht zu berücksichtigen ist (vgl. BGE 130 V 97). 

5.5.2 Bei  der  Festlegung  der  anrechenbaren  Schadenminderungs-
pflicht  ist  vom  Grundsatz  auszugehen,  dass  der  leistungsanspre-
chenden  Person  Massnahmen  zuzumuten  sind,  die  ein  vernünftiger 
Mensch  in  der  gleichen  Lage  ergreifen  würde,  wenn  er  keinerlei 
Entschädigung  zu  erwarten  hätte.  Für  die  im  Haushalt  tätigen 
Versicherten bedeutet dies, dass sie Verhaltensweisen zu entwickeln 

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haben, welche die Auswirkungen der Behinderung im hauswirtschaft-
lichen Bereich reduzieren und ihnen eine möglichst  vollständige und 
unabhängige  Erledigung  der  Haushaltarbeiten  ermöglichen  (z.B. 
zweckmässige  Arbeitsweise,  Anschaffung  geeigneter  Haushaltsein-
richtungen und -maschinen). Kann die versicherte Person wegen ihrer 
Behinderung gewisse Haushaltarbeiten nur noch mühsam und mit viel 
höherem Zeitaufwand erledigen, so muss sie in erster Linie ihre Arbeit 
einteilen und in üblichem Umfang die Mithilfe von Familienangehörigen 
in  Anspruch  nehmen.  Ein  invaliditätsbedingter  Ausfall  darf  bei  im 
Haushalt tätigen Personen nur insoweit angenommen werden, als die 
Aufgaben,  welche  nicht  mehr  erfüllt  werden,  durch  Drittpersonen 
gegen  Entlöhnung  oder  durch  Angehörige  verrichtet  werden,  denen 
dadurch  nachgewiesenermassen  eine  Erwerbseinbusse  oder  doch 
eine  unverhältnismässige  Belastung  entsteht.  Die  im  Rahmen  der 
Invaliditätsbemessung  bei  einer  Hausfrau  zu  berücksichtigende 
Mithilfe  von  Familienangehörigen  geht  daher  weiter  als  die  ohne 
Gesundheitsschädigung  üblicherweise  zu  erwartende  Unterstützung 
(BGE 133 V 504 E. 4.2). 

5.5.3 Unter  Berücksichtigung  der  Tatsache,  dass  die  Versicherte 
zusammen mit  ihrem Lebenspartner  in einem Zweipersonenhaushalt 
lebt, zumindest leichte Arbeiten noch selber ausführen kann und der 
nach der Rechtsprechung zu beachtenden Schadenminderungspflicht 
erscheint selbst der von Dr. B._______ geschätzte Invaliditätsgrad von 
37% eher  als  zu  hoch. Der  von  der  Versicherten  geltend  gemachte 
Mehraufwand  wäre  bei  der  Invaliditätsbemessung  nur  dann  zu 
berücksichtigen,  wenn  sie  die  ihr  grundsätzlich  noch  möglichen 
Arbeiten nicht  mehr während einer zumutbaren Normalarbeitszeit  im 
Haushalt bewältigen könnte (ULRICH MEYER-BLASER, Rechtsprechung des 
Bundesgerichts  zum IVG,  Zürich  1997,  S. 223),  was angesichts  der 
Haushaltsgrösse kaum der Fall sein dürfte. 

5.6 Zusammenfassend ist  festzuhalten, dass die Beschwerdeführerin 
als  Hausfrau  jedenfalls  deutlich  unter  40%  invalid  ist  und  ein 
Rentenanspruch daher nicht besteht. 

5.7 An  diesem Ergebnis  vermag  auch  die  Rüge,  die  IV-Stelle  habe 
Rz. 3092  KSIH  missachtet  und  keine  Abklärung  an  Ort  und  Stelle 
durchgeführt, was einer rechtsungleichen Behandlung der im Ausland 
wohnenden Versicherten gleichkomme. Nach dem in Art. 8 Abs. 1 der 
Bundesverfassung  der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft  vom 

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18. April  1999  (BV,  SR  101)  verankerten  allgemeinen  Rechtsgleich-
heitsgebot ist  Gleiches nach Massgabe seiner Gleichheit  gleich oder 
Ungleiches nach Massgabe seiner Ungleichheit ungleich zu behandeln 
(vgl. BGE 131 I 1 E. 4.2). Ist eine unterschiedliche Behandlung sach-
lich gerechtfertigt, liegt kein Verstoss gegen Art. 8 Abs. 1 BV vor. Für 
die  Rechtsanwendung  bedeutet  das  Gleichbehandlungsgebot  insbe-
sondere,  dass  die  zuständige  Behörde  das  Gesetz  in  allen  gleich-
gelagerten Fällen in gleicher Weise anzuwenden hat (BGE 129 I 113 
E. 5.1).  Um  eine  rechtsgleiche  Rechtsanwendung  im  Bereich  der 
Invalidenversicherung  zu  gewährleisten,  hat  das  Bundesamt  für 
Sozialversicherung (BSV)  unter  anderem das KSIH erlassen. Die  in 
Rz. 3092 KSIH enthaltene Vorgabe,  wonach die Beeinträchtigung im 
Haushalt durch eine Abklärung an Ort und Stelle zu ermitteln sei, kann 
sich  aber  kaum  auch  auf  Versicherte  im  Ausland  beziehen.  Sonst 
müsste die IV-Stelle in der ganzen Welt entsprechend qualifizierte und 
erfahrene  Abklärungspersonen  einsetzen  können,  was  einen  unver-
hältnismässigen  Aufwand  darstellen  würde,  weil  in  diesem  Bereich 
nicht  ohne weiteres auf  lokale  Sachverständige zurückgegriffen wer-
den kann. Wesentlich  ist,  dass die Abklärungen bei  den im Ausland 
wohnenden  Versicherten  jeweils  von  der  darauf  spezialisierten  IV-
Stelle  (IVSTA)  vorgenommen  werden  (vgl.  Urteil  EVG  I 8/02  vom 
16. Juli 2002 E. 2.4) und insofern eine einheitliche Praxis gewährleistet 
ist. Indem die IV-Stelle  bei  den Versicherten mit  einem Formular  die 
Informationen  über  die  tatsächlichen  Verhältnisse  an  Ort  und  Stelle 
einholt und gestützt darauf die Beurteilung durch ihren medizinischen 
Dienst vornehmen lässt, hat sie eine Praxis entwickelt, welche auf die 
speziellen Umstände Rücksicht nimmt. 

5.8 Die  Beschwerde  ist  deshalb  abzuweisen  und  der  angefochtene 
Einspracheentscheid zu bestätigen.

6.
Zu befinden bleibt noch über die Verfahrenskosten und eine allfällige 
Parteientschädigung.

6.1 Im vorliegenden Verfahren geht  es  um eine Streitigkeit  über  die 
Bewilligung bzw. Verweigerung von Versicherungsleistungen. Die seit 
dem 1. Juli 2006 geltende Kostenpflicht für das Beschwerdeverfahren 
betreffend IV-Leistungen (Art. 69 Abs. 2 i.V.m. Abs. 1bis  IVG) kommt 
hier  nicht  zur  Anwendung,  da  die  Beschwerde  im  Zeitpunkt  des 
Inkrafttretens der Rechtsänderung bereits bei der Rekurskommission 

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AHV/IV anhängig war (vgl. Schlussbestimmungen vom 16. Dezember 
2005  zur  Änderung  des  IVG  [Massnahmen  zur  Verfahrensstraffung] 
Bst.  c).  Da  nach  der  bis  zum  30. Juni  2006  gültigen  Rechtslage  in 
diesen Fällen keine Verfahrenskosten zu erheben waren (vgl. Art. 61 
Bst. a  ATSG; Art. 4b  der  Verordnung  vom 10. September  1969  über 
Kosten und Entschädigungen im Verwaltungsverfahren [SR 172.041.0] 
in  der  bis  Ende April  2007 geltenden Fassung)  sind  auch im vorlie-
genden Verfahren keine Kosten zu erheben. 

6.2 Entsprechend  dem  Ausgang  des  Verfahrens  ist  keine  Partei-
entschädigung zuzusprechen (Art. 64 Abs. 1 VwVG e contrario).

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

3.
Dieses Urteil geht an: 

- die Beschwerdeführerin (Einschreiben mit Rückschein)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. ...)
- die Previs Personalvorsorgestiftung (Nr. ...)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Johannes Frölicher Susanne Fankhauser

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Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. 
und 100 des Bundesgerichtsgesetzes  vom 17. Juni  2005 [BGG, SR 
173.110]). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit 
Angabe  der  Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der 
angefochtene  Entscheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  die 
beschwerdeführende  Partei  in  Händen  hat,  beizulegen  (vgl.  Art.  42 
BGG).

Versand: 

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