# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 659b474c-c51f-56f4-b44f-ee0b81dbacad
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-06-04
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 04.06.2021 200 2020 912
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2020-912_2021-06-04.pdf

## Full Text

200 20 912 IV
JAP/IMD/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 4. Juni 2021

Verwaltungsrichter Jakob, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Schütz, Verwaltungsrichterin Mauerhofer 
Gerichtsschreiber Imhasly

A.________
vertreten durch B.________ AG
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 13. November 2020

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. Juni 2021, IV/20/912, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1963 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) 
meldete sich am 30. Oktober 2019 unter Hinweis auf "Herzinsuffizienz, 
Herzkammerflimmern, Bypass-Operation, COPD, Niereninsuffizienz, 
Schmerzen Arm links sowie Bewegungseinschränkung" bei der Invaliden-
versicherung (IV) zum Leistungsbezug an (Akten der IV, Antwortbeilage 
[AB] 1). Die IV-Stelle Bern (IVB bzw. Beschwerdegegnerin) tätigte medizi-
nische sowie erwerbliche Abklärungen und legte das Dossier dem Regio-
nalen Ärztlichen Dienst (RAD) zur Beurteilung vor. Gestützt auf die Stel-
lungnahme des RAD-Arztes Dr. med. C.________, Facharzt für Allgemeine 
Innere Medizin, vom 28. Januar 2020 (AB 30) stellte die IVB mit Vorbe-
scheid vom 7. Februar 2020 (AB 32) die Verneinung eines Rentenan-
spruchs bei einem Invaliditätsgrad von 19 % in Aussicht. Nach dagegen 
vorgebrachten Einwänden (AB 35, 38, 42) und diesbezüglichen Stellung-
nahmen durch den RAD (AB 40, 49) verfügte die IVB am 13. November 
2020 (AB 50) wie angekündigt.

B.

Hiergegen erhob der Versicherte mit Eingabe vom 12. Dezember 2020 
Beschwerde mit dem sinngemässen Antrag auf Zusprache einer Invaliden-
rente. Des Weiteren stellte er ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege.

Mit prozessleitender Verfügung vom 15. Dezember 2020 forderte der In-
struktionsrichter den Beschwerdeführer zur Ergänzung des Gesuchs um 
unentgeltliche Rechtspflege auf.

Mit Eingabe vom 11. Januar 2021 zeigte die B.________ AG die Mandatie-
rung durch den Beschwerdeführer an, in dessen Namen sie das Gesuch 
um unentgeltliche Rechtspflege zurückzog und die Anträge stellte, die Be-
schwerdegegnerin sei zu verpflichten, die Verfügung vom 13. November 
2020 aufzuheben und die dem Beschwerdeführer zustehenden gesetzli-

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chen Versicherungsleistungen aus IVG auszurichten; eventualiter sei ein 
gerichtliches Gutachten in Auftrag zu geben; subeventualiter sei die Streit-
sache zur Ergänzung des Sachverhalts (Gutachten) und zur Neuverfügung 
im Sinne der Erwägungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. In 
formeller Hinsicht beantragte sie die Anordnung eines zweiten Schriften-
wechsels.

Die Beschwerdegegnerin beantragte mit Beschwerdeantwort vom 28. Ja-
nuar 2021 die Abweisung der Beschwerde.

Mit prozessleitender Verfügung vom 2. Februar 2021 schrieb der Instrukti-
onsrichter das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege vom Geschäftsver-
zeichnis ab.

Mit Replik vom 4. März 2021 nahm der Beschwerdeführer, vertreten durch 
die B.________ AG, Stellung zur Beschwerdeantwort. Mit einer weiteren 
Eingabe vom 15. April 2021 reichte er einen Arztbericht von Dr. med. 
D.________, Fachärztin für Kardiologie, vom 25. März 2021 zu den Akten.

Die Beschwerdegegnerin schloss mit Duplik vom 20. April 2021 auf Abwei-
sung der mit Eingabe vom 11. Januar 2021 und mit Replik vom 4. März 
2021 ergänzten Beschwerde vom 12. Dezember 2020, soweit darauf einzu-
treten sei.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-

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anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Auch die Bestimmungen über 
Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. 
Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungs-
rechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) sind eingehalten.

Entgegen der Argumentation der Beschwerdegegnerin besteht kein Grund, 
auf die Vorbringen des Beschwerdeführers in der Eingabe vom 11. Januar 
2021 sowie der Replik vom 4. März 2021 nicht einzutreten, weil sie "auf 
einem Versäumnis des Beschwerdeführers im Rahmen der ihm gesetzlich 
zustehenden, 30tägigen Rechtsmittelfrist beruhen" (Duplik S. 2 lit. C lit. b 
Ziff. 5). Zwar müssen Antrag und Begründung innerhalb der Rechtsmittel-
frist vorliegen, wobei das Rechtsbegehren nicht ausdrücklich formuliert sein 
muss (vgl. UELI KIESER, Kommentar zum ATSG, 4. Aufl. 2020, Art. 61 N. 88 
f.; SUSANNE BOLLINGER, in FRÉSARD-FELLAY/KLETT/LEUZINGER [Hrsg.], Bas-
ler Kommentar zum ATSG, 1. Aufl. 2019, Art. 61 N. 29 f.). Eine spätere 
Präzisierung der Rechtsbegehren oder das Einbringen neuer Tatsachen 
und Beweismittel in das Verfahren sind indes grundsätzlich ebenso zuläs-
sig wie – unter den Kautelen der Schweizerischen Zivilprozessordnung 
vom 19. Dezember 2008 (SR 272) – eine Änderung der Rechtsbegehren 
(vgl. Art. 61 Ingress ATSG i.V.m. Art. 25 f. VRPG; MICHEL DAUM, in
HERZOG/DAUM [Hrsg.], Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, 
Art. 26 N. 2 f.). Vorliegend erfüllte die Laieneingabe des Beschwerdefüh-
rers vom 12. Dezember 2020, aus welcher implizit hervorging, dass er mit 
der angefochtenen Verfügung vom 13. November 2020 (AB 50) nicht ein-
verstanden ist und eine Berentung verlangt, den Mindestanforderungen an 
eine Beschwerde, weshalb sich eine Rückweisung zur Verbesserung im 
Sinne von Art. 61 lit. b Satz 2 ATSG erübrigte. Nach der Mandatierung der 
B.________ AG hat er am 11. Januar 2021 sowie mit Replik vom 4. März 
2021 bekräftigt, dass er prinzipaliter verlangt, dass ihm in Aufhebung der 
angefochtenen Verfügung vom 13. November 2020 (AB 50) eine Invaliden-

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rente zuzusprechen sei, können sich "die gesetzlichen Versicherungsleis-
tungen aus IVG" in Anbetracht des Anfechtungsgegenstandes (BGE 131 V 
164 E. 2.1 S. 164; SVR 2011 UV Nr. 4 S. 13 E. 2.1) doch einzig auf eine 
Rente beziehen. Zusätzlich hat er eventualiter die Rückweisung der Sache 
an die Beschwerdegegnerin zur weiteren Sachverhaltserhebung gefordert 
und einen (Eventual-)Beweisantrag gestellt, wonach ein medizinisches Ge-
richtsgutachten anzuordnen sei. Damit liegt höchstens eine ohne weiteres 
zulässige Präzisierung der Rechtsbegehren mit neuem Beweisantrag vor. 
Auf die Beschwerde ist folglich einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 13. November 2020 
(AB 50). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf 
eine Rente der Invalidenversicherung.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

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2.2 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.3 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

2.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2018 IV 
Nr. 27 S. 87 E. 4.2.1).

3.

3.1 In medizinischer Hinsicht ist den Akten – soweit entscheidwesent-
lich – das Folgende zu entnehmen:

3.1.1 Dr. med. E.________, Facharzt für Kardiologie, diagnostizierte im 
Bericht vom 18. Juli 2019 (AB 4 S. 25 ff.) eine schwere koronare Dreige-
fässerkrankung mit normaler linksventrikulärer Funktion, einen Status nach 
schwer eingeschränkter linksventrikulärer Funktion (Erstdiagnose 
03.09.2018), ein tachykardes Vorhofflimmern (Erstdiagnose 02.09.2018), 

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eine Niereninsuffizienz, einen Verdacht auf eine chronische obstruktive 
Lungenerkrankung (COPD), Alkoholkonsum und eine subklinische Hypo-
thyreose. Aufgrund des im Rahmen der durchgeführten Koronar-
angiographie festgestellten Befundes werde dringend eine aorto-koronare 
Bypassoperation empfohlen.

3.1.2 Aus dem Austrittsbericht der Klinik F.________ des Spitals 
G.________ vom 8. August 2019 (AB 4 S. 13 ff.) betreffend Hospitalisation 
vom 1. bis 7. August 2019 geht hervor, dass am 2. August 2019 eine vier-
fache aorto-koronare Bypassoperation durchgeführt worden ist. Postopera-
tiv seien keine myokardialen oder cerebralen Ischämien aufgetreten. Be-
handlungsbedürftige Rhythmusstörungen seien keine beobachtet worden. 
Das Vorhofflimmern sei lediglich initial postoperativ aufgetreten und der 
Patient sei anschliessend im Sinusrhythmus gewesen. Unter Abbau der 
Herzinsuffizienztherapie habe sich eine leichte Verschlechterung der Nie-
renwerte gezeigt. Nach Anpassung der Medikation habe bei Austritt eine 
Verbesserung der Nierenfunktion beobachtet werden können.

3.1.3 Dr. med. H.________, Fachärztin für Chirurgie und für Gefässchir-
urgie, führte im Bericht vom 25. November 2019 (AB 25 S. 2) aus, nach 
Entnahme der Vena saphena magna (VSM) am linken Unterschenkel im 
August 2019 sei es im postoperativen Verlauf zu Wunddehiszenzen sowie 
Lymphfisteln gekommen. Die infizierten Wunden seien am 3. September 
2019 exzidiert worden. Aktuell sei die proximalere der beiden Wunden 
komplett verheilt, die distale bis auf ein kleinstes Areal von 3 mm Durch-
messer komplett epithelialisiert. Beide Wunden seien trocken. Die Wund-
heilung sei nun nahezu abgeschlossen, die Lymphsekretion habe sistiert.

3.1.4 Im Bericht vom 28. Januar 2020 (AB 30) hielt der RAD-Arzt Dr. 
med. C.________ fest, eine Arbeitsunfähigkeit von mindestens 20 % be-
stehe seit ca. September 2018. Vorübergehend habe eine deutliche Ein-
schränkung der Leistungsfähigkeit durch eine Herzdekompensation im 
Rahmen einer schweren koronaren 3-Gefässerkrankung mit nachfolgender 
Bypassoperation und Wundheilungsstörung im Bereich der Venenentnah-
mestelle am linken Unterschenkel bestanden. Im Hinblick auf die Wundhei-
lungsstörung sei eine weitgehend abgeschlossene Wundheilung und eine 
sistierte Lymphsekretion Ende November 2019 beschrieben worden. Somit 

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könne davon ausgegangen werden, dass spätestens ab Dezember 2019 
eine schrittweise Reintegration in das Berufsleben im Rahmen des nach-
folgenden Zumutbarkeitsprofils wieder möglich gewesen sei: Zumutbar sei 
eine körperlich leichte bis mittelschwere wechselbelastende Tätigkeit, 
ganztags zu 8.5 Stunden mit einer Leistungsminderung von 20 % aufgrund 
vermehrten Pausenbedarfs. Zu vermeiden seien repetitives Heben und 
Tragen von Gewichten, Zwangshaltungen, vorwiegendes Bücken, Knien 
und Kauern, vorwiegendes Stehen und Gehen, Steigen auf Leitern und 
Gerüste, häufiges Treppensteigen, Tätigkeiten in Kälte und Hitze oder un-
ter starken Temperaturschwankungen, Tätigkeiten mit gestörtem Tag-
/Nacht-Rhythmus, unter atmosphärischem Über/Unterdruck sowie (bei An-
tikoagulantientherapie) mit überdurchschnittlicher Verletzungsgefahr.

3.1.5 Dem Austrittsbericht der Klinik F.________ vom 15. Juni 2020 
(AB 38 S. 2 ff.) betreffend Hospitalisation vom 2. bis 6. Juni 2020 ist zu 
entnehmen, dass nach zunächst problemlosem Verlauf im Anschluss an 
die im August 2019 durchgeführte chirurgische Revaskularisation seit eini-
ger Zeit belastungsabhängige Schmerzen im Bereich der Sternotomie und 
das Gefühl, dass es bei Bewegung knacke, aufgetreten seien. Klinisch ha-
be eine Instabilität im Bereich des gesamten Sternums imponiert, weswe-
gen die Indikation zur Re-Sternotomie und Sternumrefixation gestellt wor-
den sei. Der am 2. Juni 2020 durchgeführte entsprechende Eingriff sei pro-
blemlos verlaufen. Für die folgenden drei Monate dürfe der Patient keine 
Lasten mit einem Gewicht von über fünf Kilogramm heben und tragen.

3.1.6 Aus dem Bericht des Zentrums I.________ des Spitals 
G.________ vom 24. Juni 2020 (AB 42 S. 2 ff.) geht hervor, dass der Pati-
ent wegen unklarer Wesensveränderung notfallmässig per Ambulanz zu-
gewiesen wurde. Die Ursachen der rezidivierenden Verwirrtheitszustände 
mit lateralem Zungenbiss seien am ehesten rezidivierende epileptische 
Anfälle bzw. ein postikaler Zustand. Anamnestisch habe der Patient in den 
letzten zehn Jahren mehrere ähnliche Episoden erlitten. Computertomo-
graphisch hätten sich keine Hinweise auf eine frische Ischämie oder Blu-
tung gezeigt. 

3.1.7 Im Bericht vom 2. Juli 2020 (AB 40) führte der RAD-Arzt Dr. med. 
C.________ aus, im Hinblick auf die kardio-pulmonale Situation sei am 

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28. Januar 2020 definierten Zumutbarkeitsprofil mit Ausnahme der Hebe- 
und Tragelimite von fünf kg bis Mitte September 2020 festzuhalten. Bis zur 
endgültigen Festlegung sollten noch die weiteren Befunde der Epilepsie-
sprechstunde mit entsprechender Diagnostik eingeholt werden.

3.1.8 PD Dr. med. J.________, Facharzt für Neurologie, diagnostizierte 
im Bericht vom 28. Juli 2020 (AB 44 S. 2 ff.) u.a. einen Verdacht auf Epi-
lepsie. Seit dem Jahr 2009 sei es am ehesten zu drei bis vier epileptischen 
Anfällen gekommen. Das letzte Anfallsereignis am 24. Juni 2020 sei aus 
seiner Sicht nicht sicher provoziert gewesen. Das vorletzte Ereignis liege 
wahrscheinlich über drei Jahre zurück. Das aktuelle Elektroenzephalo-
gramm sowie der Neurostatus seien unauffällig gewesen.

3.1.9 Im Bericht vom 10. November 2020 (AB 49) bestätigte der RAD-
Arzt Dr. med. C.________ das in seinen früheren Berichten definierte Zu-
mutbarkeitsprofil. Aufgrund der aktuell vorliegenden objektiven Befunde 
ergebe sich derzeit keine Änderung der medizinischen Beurteilung. Bezüg-
lich der von der Ehefrau des Versicherten per E-Mail (vom 3. August 2020 
[AB 44 S. 1]) angekündigten Finger-Operation liege bislang kein fachärztli-
cher Bericht vor. Bei der berichteten Problematik handle es sich wohl um 
einen "springenden" Mittelfinger und Daumen rechts. Nach Operation der-
selben sollte im Verlauf keine relevante Funktionseinschränkung zurück-
bleiben. Diesbezüglich sei Rücksprache mit dem RAD-Arzt Dr. med. 
K.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 
Bewegungsapparates, genommen worden.

3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

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3.3 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweis-
wert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet 
sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverläs-
sigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem An-
stellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf 
mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Gleiches gilt, 
wenn ein frei praktizierender Arzt von einer Versicherung wiederholt für die 
Erstellung von Gutachten beigezogen wird (SVR 2008 IV Nr. 22 S. 70 
E. 2.4). Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen 
in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen 
lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten 
im Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gut-
achters allerdings ein strenger Massstab anzulegen (BGE 125 V 351 E. 3b 
ee S. 354).

3.4 Die Beschwerdegegnerin stützte die hier angefochtene Verfügung 
vom 13. November 2020 (AB 50) in medizinischer Hinsicht auf die Berichte 
des RAD-Arztes Dr. med. C.________ vom 28. Januar (AB 30), 2. Juli 
(AB 40) und 10. November 2020 (AB 49). Diese erfüllen die vorerwähnten 
höchstrichterlichen Beweisanforderungen und erbringen vollen Beweis. Der 
RAD-Arzt setzte sich in Kenntnis der Aktenlage mit den vom Beschwerde-
führer geklagten Beschwerden auseinander. Er legte dabei nachvollziehbar 
und schlüssig dar, dass nach der Bypassoperation vom 2. August 2019 
(AB 14 S. 12 ff.) und der anschliessend aufgetretenen Wundheilungs-

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störung ab Dezember 2019 eine schrittweise Reintegration in das Berufsle-
ben wieder möglich gewesen ist. Das von ihm definierte Zumutbarkeitsprofil 
in einer körperlich leichten bis mittelschweren wechselbelastenden Tätig-
keit mit einer Leistungsminderung von 20 % aufgrund vermehrten Pausen-
bedarfs überzeugt. Eine klinische Exploration war nicht erforderlich, lag 
dem RAD-Arzt bei seiner Beurteilung doch ein lückenloser Befund vor 
(SVR 2020 IV Nr. 38 S. 134 E. 4.3; vgl. auch Beschwerdeantwort S. 3 lit. C 
lit. b Ziff. 11 f.). Divergierende ärztliche Berichte, die auch nur geringe Zwei-
fel an den überzeugenden Schlussfolgerungen des RAD-Arztes zu begrün-
den vermögen, liegen nicht vor. Was der Beschwerdeführer darüber hinaus 
gegen die Beweiskraft der Berichte des RAD-Arztes vorbringt, führt zu kei-
nem anderen Ergebnis:

3.4.1 Die gemäss Beschwerdeführer für den 8. März 2021 vorgesehene 
Operation an der rechten Hand (Replik S. 4 Ziff. II lit. B Ziff. 7.1; AB 44 S. 1, 
46 S. 1) beschlägt den Zeitraum ausserhalb des gerichtlichen Überprü-
fungshorizonts, welcher sich bis zum Zeitpunkt des Erlasses der angefoch-
tenen Verfügung erstreckt (BGE 131 V 242 E. 2.1 S. 243, 130 V 138 E. 2.1 
S. 140). Dementsprechend wirkt sich der Umstand, dass der Inhalt der Be-
sprechung mit dem RAD-Arzt Dr. med. K.________ (vgl. AB 49 S. 7 Ziff. 2) 
in den Akten nicht dokumentiert worden ist, nicht aus. Zwar trat eine gewis-
se Beschwerdesymptomatik bereits vor Verfügungserlass auf, diese be-
schränkte sich aber auf "Lähmungserscheinungen" und "Springen" des 
Mittelfingers (Dig. III) bzw. des Daumens (Dig. I) der rechten Hand (AB 47 
S. 1). Es wird weder geltend gemacht noch ergeben sich aus den Akten 
Hinweise, dass der Beschwerdeführer die rechte Hand nur noch als Hilfs- 
oder Zudienhand hätte einsetzen können, geschweige denn, dass er als 
"faktischer Einhänder" zu qualifizieren gewesen wäre. Mithin hätten sich die 
funktionellen Einschränkungen höchstens qualitativ im Zumutbarkeitsprofil, 
nicht aber quantitativ in der Arbeitsfähigkeit niedergeschlagen.

3.4.2 Es ist entgegen der entsprechenden Rüge des Beschwerdeführers 
(Replik S. 4 Ziff. II lit. B Ziff. 7.3) nicht zu beanstanden, dass die nachvoll-
ziehbaren Beurteilungen des Dr. med. C.________ lediglich aus allgemein-
internistischer Optik erfolgten. Der behandelnde Dr. med. L.________, 
Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und für Kardiologie, prognostizierte 

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bereits am 20. Dezember 2019, dass aus rein kardiologischer Sicht eine 
Reintegration in die Arbeitswelt und eine volle Arbeitsfähigkeit wieder mög-
lich sein sollte (AB 28 S. 5 Ziff. 2.7). Zudem ging PD Dr. med. J.________ 
im Konsiliarbericht an den Hausarzt vom 28. Juli 2020 (AB 44 S. 2 ff.) – 
unter Berücksichtigung der eingehenden Zusatzabklärungen im Spital 
G.________ (mit Computertomographie des Schädels [AB 42 S. 9] und 
Laborbefund [AB 42 S. 7]) – im Sinne einer Verdachtsdiagnose von einer 
Epilepsie aus, was sozialversicherungsrechtlich nicht genügt, ist doch da-
mit das Vorliegen dieser Krankheit nicht mit überwiegender Wahrschein-
lichkeit erstellt (vgl. Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 17. Februar 
2021, 8C_739/2020, E. 5.2 mit weiteren Hinweisen). Darüber hinaus soll es 
innerhalb von elf Jahren lediglich zu drei bis vier epileptischen Anfällen 
gekommen sein und präsentierten sich das aktuelle Elektroenzephalo-
gramm sowie der Neurostatus unauffällig, womit daraus ohnehin nicht auf 
eine längerdauernde Arbeitsunfähigkeit geschlossen werden könnte.

3.4.3 Erst im Rahmen des vorliegenden Beschwerdeverfahrens postu-
lierte Dr. med. D.________ am 25. März 2021 (Akten des Beschwerdefüh-
rers, Beschwerdebeilage [BB] 4) gegenüber der Rechtsvertretung des Be-
schwerdeführers eine Restarbeitsfähigkeit von 40 %, wobei sie dies nicht 
mittels entsprechender Befunde bzw. mittels eines spezifischen Zumutbar-
keitsprofils begründete. Sie gab bloss an, die Arbeitsfähigkeit sei "wegen 
der Rückenprobleme" sowie der Sternuminstabilität mit erneuter Re-
Operation am Sternum reduziert. Rückenprobleme sind demgegenüber in 
den Akten nirgends dokumentiert und die (vorübergehende) Arbeitsun-
fähigkeit im Zusammenhang mit dem Eingriff am Sternum vom 2. Juni 2020 
(AB 38 S. 6) wurde vom RAD-Arzt Dr. med. C.________ – ebenso wie der 
Unterbruch der Arbeitsfähigkeit wegen des Krampfanfalls (AB 42 S. 3) – 
bereits berücksichtigt (AB 49 S. 7). Die kardiologische Verlaufskontrolle in 
der Klinik F.________ des Spitals G.________ vom 5. Juni 2020 bei Status 
nach Sternumfixation am 2. Juni 2020 ergab im Übrigen normale systoli-
sche links- bzw. rechtsventrikuläre Funktionen und es war kein Perikarder-
guss nachweisbar (AB 38 S. 8). Bei Austritt war das Sternum stabil und es 
wurde im Sinne einer Sicherungsaufklärung für drei Monate eine auf fünf 
Kilogramm limitierte Lastenhandhabung empfohlen (AB 38 S. 3).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. Juni 2021, IV/20/912, Seite 13

3.4.4 Schliesslich ist auch die Rüge unbegründet, die Beschwerdegeg-
nerin habe den Untersuchungsgrundsatz (vgl. Art 43 Abs. 1 ATSG) verletzt, 
indem sie die Auswirkungen der diagnostizierten COPD und des übermäs-
sigen Alkoholkonsums nicht abgeklärt habe (Replik S. 4 Ziff. II lit. B 
Ziff. 7.1). Einerseits ist diesbezüglich von den behandelnden Ärzten keine 
Arbeitsunfähigkeit attestiert worden, andererseits hat der RAD-Arzt Dr. 
med. C.________ das diagnostizierte COPD (vgl. AB 25 S. 4) bei der For-
mulierung des Zumutbarkeitsprofils berücksichtigt, indem er Tätigkeiten 
unter atmosphärischem Über- bzw. Unterdruck als nicht zumutbar beurteil-
te (AB 30 S. 7 Ziff. 4).

3.4.5 Nach dem Dargelegten hat die Beschwerdegegnerin den Sach-
verhalt genügend abgeklärt. Von zusätzlichen medizinischen Sachver-
haltserhebungen sind keine weiteren Erkenntnisse zu erwarten, weshalb 
darauf in antizipierter Beweiswürdigung (vgl. BGE 144 V 361 E. 6.5 S. 368, 
124 V 90 E. 4b S. 94, 122 V 157 E. 1d S. 162; SVR 2019 IV Nr. 50 S. 163 
E. 4) verzichtet werden kann. Auszugehen ist damit von einer medizinisch-
theoretischen Restarbeitsfähigkeit von 80 % (volle Präsenzzeit mit einer 
Leistungsminderung von 20 %) ab Dezember 2019. Gestützt hierauf ist 
nachfolgend die Invaliditätsbemessung vorzunehmen.

4.

4.1 Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt 
des (hypothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei 
Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erhe-
ben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen 
bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 143 V 295 E. 4.1.3 
S. 300, 129 V 222). Mit Blick auf die am 30. Oktober 2019 erfolgte Anmel-
dung zum Leistungsbezug (AB 1) fällt der frühestmögliche Rentenbeginn 
allein unter Berücksichtigung der Karenzfrist von Art. 29 Abs. 1 IVG auf den 
1. April 2020. Ob damals die Wartezeit gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG 
erfüllt war, ist unerheblich, da jedenfalls zu jenem Zeitpunkt kein rentenbe-
gründender Invaliditätsgrad bestand, was nachfolgend aufzuzeigen ist.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. Juni 2021, IV/20/912, Seite 14

4.2 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 144 I 103 E. 5.3 S. 110, 134 V 322 E. 
4.1 S. 325; SVR 2017 IV Nr. 52 S. 157 E. 5.1). Lässt sich aufgrund der 
tatsächlichen Verhältnisse das ohne gesundheitliche Beeinträchtigung rea-
lisierbare Einkommen nicht hinreichend genau beziffern, ist auf Erfahrungs- 
und Durchschnittswerte gemäss Tabellenlohn nach den vom Bundesamt 
für Statistik herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) abzustellen. 
Auf sie darf jedoch im Rahmen der Invaliditätsbemessung nur unter Mit-
berücksichtigung der für die Entlöhnung im Einzelfall gegebenenfalls rele-
vanten persönlichen und beruflichen Faktoren abgestellt werden (BGE 144 
I 103 E. 5.3 S. 110; Entscheid des Eidgenössischen Versicherungsgerichts 
[EVG; heute Bundesgericht] vom 30. Oktober 2002, I 517/02, E. 1.2).

4.2.1 Der Beschwerdeführer hat eine Lehre als ... abgeschlossen (AB 3 
S. 2) und arbeitete im Verlauf seiner Berufskarriere nur teilweise auf die-
sem Beruf (AB 22 S. 2-4). Von Juni 2011 bis Oktober 2016 figurierte er als 
... der "M.________ GmbH", über welche per TT. MM. 2016 der Konkurs 
eröffnet wurde, im Handelsregister (vgl. Schweizerisches Handelsamtsblatt 
SHAB Nr. ... vom TT. MM. 2011, Nr. ... vom TT. MM. 2016, Nr. ... vom TT. 
MM. 2016). Zudem war er seit 2003 selbstständigerwerbend und bot als 
Einzelunternehmer unter der Firmierung "N.________" Produkte und 
Dienstleistungen an (vgl. Einträge auf diversen Unternehmensportalen im 
Internet, auffindbar via <www.google.com>; AB 22 S. 4). Gemäss Auszug 
aus dem individuellen Konto (IK) erzielte er dabei seit 2007 kein beitrags-
pflichtiges Einkommen (AB 13 S. 1). Nach eigenen Angaben ist der Be-
schwerdeführer seit September 2018 arbeitsunfähig, wobei er seine Er-
werbstätigkeit bereits vorher aufgab (AB 21 S. 3).

4.2.2 Mangels Erwerbstätigkeit vor Eintritt der Arbeitsunfähigkeit hat die 
Beschwerdegegnerin für die Bestimmung des Valideneinkommens korrek-
terweise auf einen Tabellenlohn gemäss LSE abgestellt (AB 50 S. 2). Aller-
dings überzeugt die Wahl des NOGA-Wirtschaftszweigs Ziff. 31-33 ("Herst. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. Juni 2021, IV/20/912, Seite 15

v. Möbeln u. v. sonst. Waren; Rep. u. Install. Maschinen") nicht, ist doch die 
Installation von Ausrüstungen, die einen festen Bestandteil eines Gebäu-
des oder eines Bauwerks bilden, beispielsweise die elektrische Verkabe-
lung – was der Ausbildung des Beschwerdeführers entspricht –, dem 
NOGA-Wirtschaftszweig Ziff. 41-43 Baugewerbe zuzuordnen (vgl. Bundes-
amt für Statistik, NOGA 2008, Allgemeine Systematik der Wirtschaftszwei-
ge, Erläuterungen [BFS, Erläuterungen], S. 106). Für die selbstständig 
ausgeübte Tätigkeit im Bereich … ist demgegenüber am ehesten NOGA-
Wirtschaftszweigs Ziff. 77, 79-82 ("Sonst. wirtschaftliche Dienstl. [ohne 
78]") einschlägig (vgl. BFS, Erläuterungen, S. 206 [Ziff. 802000: Sicher-
heitsdienste mithilfe von Überwachungs- und Alarmsystemen]). Angesichts 
der unsteten Erwerbsbiographie des Beschwerdeführers ist fraglich, ob 
nicht statt auf einen bestimmten NOGA-Wirtschaftszweig auf den Totalwert 
der Tabelle TA1 der LSE abzustellen wäre. Dies ist letztlich jedoch nicht 
entscheidend, da selbst bei Abstellen auf den für den Beschwerdeführer 
günstigsten – weil höchsten – Wert (NOGA-Wirtschaftszweig Ziff. 41-43) 
kein rentenbegründender Invaliditätsgrad resultiert. Dabei ist angesichts 
der Ausbildung des Beschwerdeführers allerdings nicht auf das Kompe-
tenzniveau 1 ("Einfache Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher Art"), 
sondern auf das Kompetenzniveau 2 ("Praktische Tätigkeiten wie Ver-
kauf/Pflege/Datenverarbeitung und Administration/Bedienen von Maschi-
nen und elektronischen Geräten/Sicherheitsdienst/Fahrdienst") abzustellen.

Entgegen der Vorgehensweise der Beschwerdegegnerin ist vorliegend 
nicht die Tabelle TA1 der LSE 2016, sondern diejenige der am 21. April 
2020 und damit vor Erlass der Verfügung vom 13. November 2020 (AB 50) 
publizierten LSE 2018 heranzuziehen (vgl. BGE 143 V 295 E. 2.3 S. 297; 
Entscheid des BGer vom 27. November 2019, 8C_64/2019, E. 6.2.1). Aus-
gehend von Tabelle TA1 der LSE 2018, Männer, Ziffer 41-43, Kompetenz-
niveau 2, und unter Berücksichtigung der betriebsüblichen Wochenarbeits-
zeit sowie der Nominallohnentwicklung resultiert ein Valideneinkommen 
von Fr. 75'183.-- (Fr. 5'962.-- x 12 / 40 x 41.3 [BUA, Ziff. 41-43, 2020] / 
101.2 x 103 [Tabelle T1.1.15, Nominallohnindex, Männer, 2016-2020, 
Ziff. 41-43 {Baugewerbe/Bau}, Indices 2018 bzw. 2020]).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. Juni 2021, IV/20/912, Seite 16

4.3 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 296). Hat die versicherte 
Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine 
ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen, so können 
nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss LSE herangezogen wer-
den (BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 297).

Es gilt zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, 
die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich 
zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern 
lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurch-
schnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit ei-
nem Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 
S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). Die Frage, ob und in welchem Ausmass 
Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und 
beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Ein-
schränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Be-
schäftigungsgrad). Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invalidenein-
kommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wo-
bei der Abzug auf insgesamt höchstens 25 % zu begrenzen ist (BGE 135 V 
297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 2018 IV Nr. 46 S. 148 
E. 3.3). Zu beachten ist, dass allfällige bereits in der Beurteilung der medi-
zinischen Arbeitsfähigkeit enthaltene gesundheitliche Einschränkungen 
nicht zusätzlich in die Bemessung des leidensbedingten Abzugs einfliessen 
und so zu einer doppelten Anrechnung desselben Gesichtspunkts führen 
dürfen (SVR 2018 IV Nr. 45 S. 145 E. 2.2).

4.3.1 Gestützt auf das medizinische Zumutbarkeitsprofil (vgl. E. 3.1.4 
hiervor) ist der Beschwerdeführer seit Dezember 2019 in der Lage, seine 
verbliebene Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 80 % in einer körperlich 
leichten bis mittelschweren wechselbelastenden Tätigkeit zu verwerten. 
Soweit er geltend macht, aufgrund der schweren körperlichen Beschwer-
den und seines Alters sei dies nicht möglich (Replik S. 5 f. Ziff. II lit. B 
Ziff. 9), ist ihm nicht zu folgen. Der 1963 geborene Beschwerdeführer war 
im hier massgebenden Zeitpunkt, d.h. im Zeitpunkt, in welchem die medizi-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. Juni 2021, IV/20/912, Seite 17

nische Zumutbarkeit einer (Teil)Erwerbstätigkeit feststand (vgl. BGE 146 V 
16 E. 7.1 S. 25, 138 V 457 E. 3.2 S. 460 und E. 3.3 S. 462; SVR 2020 IV 
Nr. 5 S. 20 E. 7.1 und Nr. 44 S. 156 E. 4.2) – hier am 28. Januar 2020 
(AB 30) – 56 Jahre alt und hatte damit noch eine mehrjährige Aktivitäts-
dauer vor sich. Damit führt das Alter nicht von vornherein zu einer Vernei-
nung der Zumutbarkeit der Verwertung der Restarbeitsfähigkeit (vgl.
BGE 145 V 2 E. 5.3.1 S. 16, 138 V 457 E. 3.1 S. 460; SVR 2020 IV Nr. 5 S. 
20 E. 7.1). Der relevante hypothetisch ausgeglichene – und nicht der
effektive – Arbeitsmarkt (vgl. hierzu BGE 138 V 457 E. 3.1 S. 459; SVR 
2019 IV Nr. 21 S. 66 E. 4.2) hält einen Fächer verschiedenartiger Stellen 
bereit, wobei Hilfsarbeiten grundsätzlich altersunabhängig nachgefragt 
werden (vgl. Entscheid des BGer vom 29. Juni 2018, 9C_862/2017, 
E. 3.3.3). Zudem sind die dem Beschwerdeführer noch möglichen Verwei-
sungstätigkeiten zwar limitiert (vgl. AB 30 S. 7 Ziff. 4), doch besteht nach 
wie vor eine vollzeitliche Arbeitsfähigkeit (mit einer Leistungsminderung von 
20 %).

4.3.2 Da der Beschwerdeführer seine medizinisch-theoretische Restar-
beitsfähigkeit (vgl. E. 3.4.1 hiervor) nicht verwertet, ist das Invalidenein-
kommen wie das Valideneinkommen anhand eines LSE-Tabellenlohnes zu 
bestimmen. Gestützt auf Tabelle TA1 der LSE 2018, Männer, Total, Kom-
petenzniveau 1, und unter Berücksichtigung der betriebsüblichen Wochen-
arbeitszeit, der Nominallohnentwicklung sowie der ärztlich festgestellten 
Leistungsminderung von 20 % ergibt sich ein Invalideneinkommen von 
Fr. 55'121.-- (Fr. 5'417.-- x 12 / 40 x 41.7 [BUA, Total, 2020] / 101.5 x 103.2 
[Tabelle T1.1.15, Nominallohnindex, Männer, 2016-2020, Total, Indices 
2018 bzw. 2020] x 0.8).

4.3.3 Die Beschwerdegegnerin nahm keinen Abzug vom Tabellenlohn 
vor (AB 50 S. 2), was korrekt ist. Beim 56-jährigen (vgl. hierzu E. 4.3.1 
hiervor) Beschwerdeführer mit schweizerischer Staatsbürgerschaft sind 
keine Abzüge mit der Begründung des fortgeschrittenen Alters bzw. unter 
dem Titel "Nationalität/Aufenthaltskategorie" gerechtfertigt, zumal diese 
invaliditätsfremden Gesichtspunkte auch bei der Festlegung des – eben-
falls statistisch erhobenen – Valideneinkommens zu berücksichtigen wären 
(vgl. Entscheid des BGer vom 19. Januar 2009, 8C_42/2008, E. 5). Die 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. Juni 2021, IV/20/912, Seite 18

vom RAD-Arzt Dr. med. C.________ attestierte Leistungsfähigkeit von 
80 % kann im Rahmen einer ganztägigen Anwesenheit verwertet werden 
(AB 30 S. 7), womit auch unter dem Titel "Beschäftigungsgrad" kein Abzug 
vorzunehmen ist (Entscheid des BGer vom 8. Mai 2018, 8C_211/2018, 
E. 4.4). Der herangezogene Tabellenlohn berücksichtigt die leidensbeding-
ten körperlichen Einschränkungen des Beschwerdeführers angemessen, 
sodass schliesslich unter diesem Gesichtspunkt ebenfalls kein zusätzlicher 
Abzug vom Tabellenlohn vorzunehmen ist (vgl. BGE 146 V 16 E. 4.1 
S. 20).

4.4 Aus der Gegenüberstellung der beiden Vergleichseinkommen von 
Fr. 75'183.-- (vgl. E. 4.2.2 hiervor) und Fr. 55'121.-- (vgl. E. 4.3.2 hiervor) 
resultiert ein Invaliditätsgrad von 27 % ([Fr. 75'183.-- ./. Fr. 55'121.--] / 
Fr. 75'183.-- x 100), was nicht zu einer Invalidenrente berechtigt (vgl. E. 2.2 
hiervor).

4.5 Durch die Sternumoperation vom 2. Juni 2020 mit Hospitalisation 
bis zum 6. Juni 2020 (AB 38 S. 2 ff.) sowie durch den Krampfanfall vom 
24. Juni 2020 mit notfallmässiger ambulanter Untersuchung gleichentags 
im Zentrum I.________ des Spitals G.________ (AB 42 S. 2 ff.) wurde die 
vom RAD-Arzt Dr. med. C.________ attestierte Restarbeitsfähigkeit von 
80 % (AB 30) nicht während mindestens drei Monaten unterbrochen. Folg-
lich ist darin gestützt auf Art. 88a Abs. 2 der Verordnung vom 17. Januar 
1961 über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) kein materieller 
Revisionsgrund zu erblicken, welcher eine weitere Invaliditätsbemessung 
nach sich ziehen würde.

4.6 Nach dem Dargelegten ist die angefochtene Verfügung vom 
13. November 2020 (AB 50) im Ergebnis nicht zu beanstanden und die 
dagegen erhobene Beschwerde ist abzuweisen. 

5.

5.1 Gemäss aArt. 69 Abs. 1bis IVG in der bis 31. Dezember 2020 gültig 
gewesenen und hier anwendbaren Fassung (vgl. Art. 83 ATSG) ist das 
Beschwerdeverfahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitig-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. Juni 2021, IV/20/912, Seite 19

keiten um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen kosten-
pflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig 
vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzulegen.

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, werden entspre-
chend dem Ausgang des Verfahrens dem Beschwerdeführer zur Bezah-
lung auferlegt (Art. 108 Abs. 1 VRPG) und dem geleisteten Kostenvor-
schuss in gleicher Höhe entnommen.

5.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht kein Anspruch auf 
eine Parteientschädigung (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG [Um-
kehrschluss]).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer 
auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe ent-
nommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- B.________ AG z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern  
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. Juni 2021, IV/20/912, Seite 20

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.