# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e7cf4c29-76ae-54df-b25d-e53231aeec9c
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-04-28
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 28.04.2008 D-4623/2007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-4623-2007_2008-04-28.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-4623/2007
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 8 .  A p r i l  2 0 0 8

Richter Fulvio Haefeli (Vorsitz), Richter Walter Lang, 
Richter Daniel Schmid, 
Gerichtsschreiberin Gabriela Freihofer.

A._______, Irak,

Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 
3003 Bern
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 2. Juli 2007 / N   .

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-4623/2007

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass  der  Beschwerdeführer  eigenen  Angaben  zufolge  seinen 
Heimatstaat am 13. April 2007 verliess, am 8. Mai 2007 in die Schweiz 
einreiste und am folgenden Tag in der Schweiz um Asyl ersuchte,

dass er anlässlich der Kurzbefragung im Transitzentrum (...)  vom 31. 
Mai 2007 sowie der direkten Anhörung zu den Asylgründen durch das 
BFM vom 21. Juni 2007 im Wesentlichen geltend machte, er sei Kurde 
und stamme aus Suleymaniya, wo er als B._______ tätig gewesen sei 
und ein C._______ mit D._______ besessen habe,

dass er nie politisch aktiv oder interessiert gewesen sei,

dass er im    von einer Person den Auftrag erhalten habe, unter einem 
E._______ eine F._______ einzubauen,

dass  sein  Auftraggeber  in  der  Folge  auch  einen  anderen  Kunden 
gebracht  habe,  dem  er  eine  G._______  mit  einer  H._______  habe 
kreieren sollen,

dass  er  später  durch  einen  Bekannten  erfahren  habe,  diese 
G._______ sei zur Aufbewahrung von I._______ bestimmt gewesen,

dass er sich, nachdem seine Auftraggeber von ihm verlangt hätten, bei 
ihnen  zu  Hause  ein  Versteck  unter  dem  Boden  einzurichten, 
entschlossen  habe,  das  J._______  der  K._______,  welches  seinen 
Sitz schräg gegenüber C._______ gehabt habe, zu informieren,

dass seine Ansprechperson ihn angewiesen habe, weiterhin für seine 
Auftraggeber  –  offensichtlich  L._______  –  tätig  zu  sein  und  das 
J._______ über alles zu informieren, 

dass er fast täglich vor das J._______ zitiert worden sei, daher nicht 
mehr  richtig  seiner  Arbeit  habe  nachgehen  können  und  deshalb 
verlangt habe, nicht mehr belästigt zu werden und die Festnahme der 
L._______ gefordert habe,

dass die K._______ daraufhin beide L._______ verhaftet habe,

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dass einige Zeit danach Angehörige der beiden L._______ zweimal in 
sein  C._______  gekommen  seien  und  ihm  gedroht  hätten,  ihn 
umzubringen, sofern die beiden Verhafteten nicht bald frei kämen,

dass er auch mehrere Drohanrufe auf sein Handy erhalten habe,

dass  er  das  J._______  der  K._______  darüber  informiert  habe  und 
aufgefordert worden sei, bei ihnen zu übernachten, um sich allfälligen 
Übergriffen zu entziehen,

dass  er  sich  daraufhin  zur  Ausreise  entschlossen  habe,  da er  nicht 
immer bei der K._______ habe übernachten können und Angst gehabt 
habe, auswärtige Aufträge zu erledigen,

dass  er  B.______  am  13.  April  2007  verlassen,  zu  Fuss  ohne 
Dokumente von M._______ aus die Grenze N._______ passiert habe 
und in der Folge via unbekannte Länder in die Schweiz gelangt sei,

dass  der  Beschwerdeführer  am  9.  Mai  2007  und  am  31.  Mai  2007 
aufgefordert  wurde,  innert  48  Stunden  Reise-  oder 
Identitätsdokumente einzureichen, 

dass  der  Beschwerdeführer  innert  Frist  dieser  Aufforderung  nicht 
nachkam,

dass das  BFM mit  Verfügung vom 2. Juli  2007 -  eröffnet  am 5. Juli 
2007  -  in  Anwendung  von  Art.  32  Abs.  2  Bst.  a  AsylG  auf  das 
Asylgesuch nicht eintrat und die Wegweisung aus der Schweiz sowie 
den Vollzug anordnete,

dass  der  Beschwerdeführer mit  Eingabe  vom  5.  Juli  2007  gegen 
diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde erhob 
und dabei beantragte, die aufschiebende Wirkung der Beschwerde sei 
wiederherzustellen,  der  angefochtene Entscheid  sei  aufzuheben und 
die  vorinstanzliche  Behörde  sei  anzuweisen,  auf  das  Asylgesuch 
einzutreten, die unentgeltliche Rechtspflege sei ihm zu gewähren und 
es  sei  ihm allenfalls  eine  Nachfrist  zur  Beschwerdeverbesserung  zu 
bewilligen,

dass  der  zuständige  Instruktionsrichter  des 
Bundesverwaltungsgerichts mit Zwischenverfügung vom 10. Juli 2007 
das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege gemäss 

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Art. 65 Abs. 1 VwVG ebenso abwies wie das Gesuch um Gewährung 
einer  Frist  zur  Beschwerdeverbesserung und dem Beschwerdeführer 
Frist ansetzte zur Leistung eines Kostenvorschusses in der Höhe von 
Fr. 600.--,

dass  der  Beschwerdführer  mit  Eingabe  vom  13.  Juli  2007  zwei 
Identitätsdokumente zu den Akten reichte,

dass der Beschwerdeführer den erhobenen Kostenvorschuss am 13. 
Juli 2007 leistete,

dass das BFM in seiner Vernehmlassung vom 13. September 2007 die 
Abweisung der Beschwerde beantragte,

und zieht in Erwägung,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  endgültig  über  Beschwerden 
gegen  Verfügungen  (Art.  5  des  Bundesgesetzes  vom  20. Dezember 
1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG; SR 172.021]) des BFM 
entscheidet (Art. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 
142.31] i.V.m.  Art.  31  -  34  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni  2005  [VGG;  SR  173.32];  Art.  83  Bst.  d  Ziff.  1  des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht die Verletzung 
von Bundesrecht,  die unrichtige oder unvollständige Feststellung des 
rechtserheblichen  Sachverhalts  und  die  Unangemessenheit  gerügt 
werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass  sich  die  vorliegend  zu  beurteilende  Beschwerde  gegen  eine 
Verfügung richtet, laut deren Dispositiv das BFM auf das Asylgesuch 
des  Beschwerdeführers  nicht  eingetreten  ist  (Ziffer  1  des 
Verfügungsdispositivs), 

dass  die  Verfügung  als  Anfechtungsgegenstand  in  der 
Bundesverwaltungsrechtspflege  den  äusseren  Rahmen  bildet,  inner-
halb  welchem  die  Parteien  der  Rechtsmittelinstanz  ein 
Rechtsverhältnis zur Beurteilung unterbreiten können,

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dass der  durch  die  Parteibegehren  definierte  Streitgegenstand  nicht 
über den Anfechtungsgegenstand hinaus reichen darf,

dass  Gegenstand  des  Beschwerdeverfahrens  grundsätzlich  nur  sein 
kann,  was  Gegenstand  des  erstinstanzlichen  Verfahrens  war  oder 
nach  richtiger  Gesetzesauslegung  hätte  sein  sollen  (vgl.  CHRISTOPH 
AUER,  Streitgegenstand  und  Rügeprinzip  im  Spannungsfeld  der 
verwaltungsrechtlichen  Prozessmaximen,  Bern  1997,  S.  63;  ALFRED 
KÖLZ/ISABELLE HÄNER, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege 
des Bundes, 2. Aufl., Zürich 1998, S. 149),

dass,  werden Nichteintretensentscheide,  mit  denen es das BFM der 
Form nach ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  mit  Beschwerde  angefochten, 
dementsprechend einzig zu beurteilen ist, ob die Vorinstanz zu Recht 
auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass die Beurteilungskompetenz der Beschwerdeinstanz mit anderen 
Worten  darauf  beschränkt  ist,  im  Fall  der  Begründetheit  des 
Rechtsmittels die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache 
zu  neuer  Entscheidung  an  die  Vorinstanz  zurückzuweisen  (vgl.  Ent-
scheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen 
Asylrekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass  dementsprechend  im  Beschwerdeverfahren  auch  die 
Flüchtlingseigenschaft  Prozessgegenstand  ist  (vgl.  BVGE  2007/8  E. 
2.1),

dass  mit  dem  am  1.  Januar  2007  in  Kraft  getretenen 
Nichteintretensgrund von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG der 
Gesetzgeber indes ein Summarverfahren geschaffen hat, in welchem 
über  das  Bestehen  bzw.  Nichtbestehen  der  Flüchtlingseigenschaft 
abschliessend  materiell  zu  entscheiden  ist,  soweit  dies  im  Rahmen 
einer  summarischen Prüfung möglich  ist  (vgl. BVGE 2007/8 insb. E. 
5.6.5),

dass  die  Beurteilungszuständigkeit  des  Bundesverwaltungsgerichts 
zudem  in  der  Frage  der  Wegweisung  und  deren  Vollzugs  nicht 
beschränkt ist, weil das BFM sich diesbezüglich gemäss Art. 44 AsylG 
in Verbindung mit Art. 14a ANAG materiell zur Sache zu äussern hat,

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dass der Beschwerdeführer legitimiert  ist,  weshalb auf  die  frist-  und 
formgerecht  eingereichte  Beschwerde  - vorbehältlich  nachfolgender 
Erwägung - einzutreten ist (Art. 108a AsylG sowie Art. 6 AsylG i.V.m. 
Art. 48 Abs. 1 und 52 VwVG),

dass in  der  angefochtenen  Verfügung  einer  allfälligen  Beschwerde 
dagegen die aufschiebende Wirkung nicht  entzogen wurde,  weshalb 
auf  das  Begehren,  die  aufschiebende  Wirkung  der  Beschwerde  sei 
wiederherzustellen, nicht einzutreten ist,

dass  gemäss  Art. 32  Abs. 2  Bst. a  AsylG  auf  ein  Asylgesuch  nicht 
eingetreten  wird,  wenn  Asylsuchende  den  Behörden  nicht  innerhalb 
von  48  Stunden  nach  Einreichung  des  Gesuches  "Reise-  oder 
Identitätspapiere" abgeben,

dass diese Bestimmung keine Anwendung findet, wenn Asylsuchende 
entschuldbare Gründe für ein Unvermögen, innerhalb von 48 Stunden 
nach  Gesuchseinreichung  "Reise-  oder  Identitätspapieren" 
abzugeben, glaubhaft  machen können (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), 
wenn auf Grund der Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG 
die Flüchtlingseigenschaft festgestellt wird (Art. 32 Abs. 3 Bst. b AsylG) 
oder  wenn  sich  auf  Grund  der  Anhörung  die  Notwendigkeit 
zusätzlicher  Abklärungen  zur  Feststellung der  Flüchtlingseigenschaft 
oder  eines  Wegweisungsvollzugshindernisses  ergibt  (Art.  32  Abs.  3 
Bst. c AsylG),

dass  vor  Erlass  einer  Nichteintretensverfügung  nach  Art. 32  Abs.  2 
Bst.  a  AsylG  eine  Anhörung  nach  den  Artikeln  29  und  30  AsylG 
stattzufinden hat (vgl. Art. 36 Abs. 1 AsylG),

dass  der  Begriff  "Reise-  oder  Identitätspapiere",  wie  er  in  der 
revidierten  Bestimmung  von  Art.  32  Abs.  2  Bst.  a  AsylG  verwendet 
wird, mit Rücksicht auf die Zielsetzung der auf den 1. Januar 2007 in 
Kraft  getretenen  Gesetzesänderung  in  einem  engen  Sinne  zu 
verstehen ist,

dass  darunter  diejenigen  Dokumente  fallen,  welche  sowohl  eine 
zweifelsfreie  Identifizierung  als  auch  die  Rückschaffung  ohne  (gros-
sen) administrativen Aufwand ermöglichen,

dass  diesen  beiden  Anforderungen  in  der  Praxis  regelmässig 
Reisepässe und Identitätskarten genügen,

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dass  allgemein  von  der  neuen  Formulierung  insbesondere  jene 
Ausweise  erfasst  werden  sollen,  die  primär  zum  Zweck  des 
Identitätsnachweises  durch  die  heimatliche  Behörde  ausgestellt 
worden sind, zumal nur dann die Überprüfung der Identität vor der zu 
erfolgenden Ausstellung sichergestellt ist,

dass  nach  diesem - engen  -  Verständnis  demnach  Identitätspapiere 
vorliegen  müssen,  die  jemanden  als  bestimmte  Person  ausweisen 
beziehungsweise  die  Identität  nachweisen,  es  demgegenüber  nicht 
genügt, dass ein Schriftstück jemanden als einen in einer bestimmten 
Angelegenheit  Berechtigten  ausweist,  weil  in  solchen  Fällen  die 
Identität  nicht  Inhalt  des  Nachweises  ist  und  demnach  auch  nicht 
zweifelsfrei feststeht,

dass  unter  diesen  Voraussetzungen  neben  den  klassischen 
Identitätskarten  auch  andere  Ausweise  taugliche  Identitätspapiere 
darstellen können, wie zum Beispiel ein Inlandpass, andere Ausweise, 
die zwar Hinweise auf die Identität geben, jedoch in erster Linie einem 
anderen  Zweck  dienen,  wie  die  Bestätigung  namentlich  der 
Fahrfähigkeit, der Berufsfähigkeit, einer Geburt zu einem bestimmten 
Zeitpunkt  an  einem  bestimmten  Ort,  des  Schulbesuches  oder 
-abschlusses,  dagegen  keine  Identitätspapiere  im  Sinne  von Art.  32 
Abs. 2 Bst. a AsylG darstellen (vgl. zum Ganzen  BVGE 2007/7 E. 4-6),

dass der unveränderte Begriff der "entschuldbaren Gründe" im Sinne 
von Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG im Sinne der Praxis zum bisherigen 
Recht zu verstehen ist (vgl. BVGE 2007/8 E. 3.2, EMARK 1999 Nr. 16 
E. 5c.aa S. 109 f.),

dass  nicht  nur  in  Bezug  auf  die  Qualität  der  abzugebenden 
Identitätspapiere,  sondern  auch  hinsichtlich  der 
Beweismassanforderungen und des zulässigen Prüfungsumfangs mit 
der  Neuformulierung  des  Nichteintretensgrundes  der  Papierlosigkeit 
eine Verschärfung beabsichtigt wurde,

dass der Gesetzgeber mit den Bestimmungen von Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
und Abs. 3 AsylG ein Summarverfahren geschaffen hat,  in  welchem 
über  das  Bestehen  beziehungsweise  das  Nichtbestehen  der 
Flüchtlingseigenschaft  abschliessend materiell  befunden wird,  soweit 
dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist,

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dass nur dann auf  das Asylgesuch einzutreten ist,  wenn bereits  auf 
Grund einer summarischen Prüfung festgestellt werden kann, dass die 
asylsuchende  Person  die  Flüchtlingseigenschaft  im  Sinne  der 
Definition von Art. 3 AsylG offensichtlich erfüllt  (Art. 32 Abs. 3 Bst. b 
AsylG)  und demgegenüber  auf  das Asylgesuch nicht  einzutreten ist, 
wenn bereits auf Grund einer ebenso summarischen Prüfung festge-
stellt  werden  kann,  dass  die  asylsuchende  Person  die  Flüchtlings-
eigenschaft offensichtlich nicht erfüllt,

dass  die  Offensichtlichkeit  der  fehlenden  Flüchtlingseigenschaft  sich 
dabei  aus  der  Unglaubhaftigkeit  der  Vorbringen,  genauso aber  auch 
aus der fehlenden Asylrelevanz ergeben kann,

dass,  kann  auf  Grund  einer  summarischen  Prüfung  nicht 
abschliessend  festgestellt  werden,  ob  die  asylsuchende  Person 
offensichtlich Flüchtling ist  oder offensichtlich nicht Flüchtling ist,  auf 
das  Asylgesuch  zwecks  weiterer  im  ordentlichen  Verfahren 
vorzunehmender  Abklärungen  zur  Feststellung  der 
Flüchtlingseigenschaft einzutreten ist (vgl. BVGE 2007/8 E. 3-5),

dass  hinsichtlich  der  zur  Begründung  des  Asylgesuches  geltend 
gemachten  Vorbringen  des  Beschwerdeführers  vorweg  auf  die  im 
Transitzentrum (...)  am 31. Mai  2007 protokollierten Aussagen sowie 
auf  das  Protokoll  der  direkten  Anhörung  zu  den  Asylgründen  durch 
BFM vom 21. Juni 2007 zu verweisen ist,

dass  das  BFM  zur  Begründung  seiner  Nichteintretensverfügung  im 
Wesentlichen ausführte, es lägen keine entschuldbaren Gründe für die 
Nichtabgabe von Reise- oder Identitätspapieren vor, 

dass  seine  Aussagen  zudem  vage  und  ausweichend  sowie  der 
allgemeinen  Erfahrung  und  Logik  des  Handelns  widersprechend 
ausgefallen seien, weshalb die dargelegten Behauptungen, namentlich 
der  Verrat  seiner  Auftraggeber  an  die  K._______,  ihre  Verhaftungen 
und  die  damit  in  Zusammenhang  stehende  Bedrohung  durch  ihre 
Verwandten, nicht geglaubt würden,

dass der Beschwerdeführer die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 
und 7 AsylG nicht erfülle, zusätzliche Abklärungen zur Feststellung der 
Flüchtlingseigenschaft  oder  eines  Wegweisungsvollzugshindernisses 
aufgrund der Aktenlage nicht erforderlich seien,

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dass  vorliegend  die  Unterlassung  der  gesetzlich  vorgeschriebenen 
Abgabe der  Reise-  oder  Identitätspapiere  innerhalb  von 48 Stunden 
seit Einreichung des Asylgesuchs unbestritten ist,

dass  folglich  die  Gründe  für  die  Schriftenlosigkeit  im  Einzelfall  vom 
Asylsuchenden nachvollziehbar geschildert werden müssen, 

dass die Angaben des Beschwerdeführers bezüglich seiner Reise in 
die  Schweiz  (mit  Hilfe  eines  Schleppers  zu  Fuss  über  die  Grenze 
N._______  und  von  dort  mit  dem  Lastwagen  in  die  Schweiz,  ohne 
kontrolliert  worden zu sein)  und seine Aussage,  er  sei  ohne  Reise- 
oder  Identitätspapiere  in  die  Schweiz  gereist  und  habe  seine 
Identitätsdokumente  im  Irak  zurückgelassen,  nicht  unplausibel 
erscheinen,

dass  der  Beschwerdeführer  ferner  bereits  im  Transitzentrum  (...) 
anlässlich  der  Erstbefragung  erklärte,  seine  Identitätskarte  befinde 
sich zuhause, woraufhin er in Anwesenheit des Befragerteams seinen 
O._______ zuhause angerufen hat,  welcher noch während laufender 
Befragung  Kopien  der  Dokumente  (abgelaufene  Identitätskarte, 
Nationalitätenausweis) gefaxt hat, 

dass  der  Beschwerdeführer  zudem  auf  entsprechende  Frage 
bestätigte, er werde – sofern es ihm gelinge – nach dem Telefon die 
Originale nachkommen lassen (vgl. A1, S. 4),

dass  er  schliesslich  erklärte,  eines  der  vom O._______ zugestellten 
Dokumente  sei  die  Kopie  seiner  alten,  abgelaufenen Identitätskarte, 
und er  werde versuchen,  das  Original  der  aktuellen,  im Jahre  2003 
ausgestellten Identitätskarte beizubringen (vgl. A1, S. 5),

dass  er  in  der  Folge  die  aktuelle  Identitätskarte  sowie  den 
Nationalitätenausweis  im  Original  aus  dem  Irak  (Postaufgabe  im 
Irak:    )  zukommen  liess  und  mit  Eingabe  vom  13.  Juli  2007 
(Poststempel) zu den Akten reichte,

dass  nach  dem  Gesagten  entschuldbaren  Gründe  für  das 
Nichteinreichen von Reise- oder Identitätspapieren innert 48 Stunden 
im Sinne von Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG vorliegen,

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dass das BFM demnach zu Unrecht gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
i.V.m. Abs. 3 AsylG auf das Asylgesuch des  Beschwerdeführers nicht 
eingetreten ist und damit Bundesrecht verletzt hat,

dass  mithin  die  Beschwerde  gutzuheissen  ist,  die  angefochtene 
Verfügung  vom  2.  Juli  2007  aufzuheben  und  die  Sache  zur  neuen 
Beurteilung an das BFM zurückzuweisen ist,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  keine  Kosten  zu  erheben 
sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG), weshalb der am 13. Juli 2007 geleistete 
Kostenvorschuss  von  Fr.  600.--  dem  Beschwerdeführer 
zurückzuerstatten ist,

dass obsiegende Parteien Anspruch auf eine Parteientschädigung für 
die ihnen erwachsenen notwendigen Kosten haben (Art. 7 Abs. 1 des 
Reglements  vom  11.  Dezember  2006  über  die  Kosten  und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 
173.320.2]),

dass  im  vorliegenden  Fall  nicht  davon  auszugehen  ist,  dem 
Beschwerdeführer  seien  notwendige  Kosten  entstanden,  zumal  er 
rechtlich nicht vertreten ist, 

dass daher keine Parteientschädigung auszurichten ist.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird gutgeheissen, soweit darauf eingetreten wird.

2.
Die  Verfügung  des BFM vom 2. Juli  2007 wird  aufgehoben  und die 
Sache wird zur Neubeurteilung an das BFM zurückgewiesen.

3.
Es  werden  keine  Verfahrenskosten  auferlegt.  Der  geleistete 
Kostenvorschuss  von  Fr.  600.--  wird  dem  Beschwerdeführer 
zurückerstattet.

4.
Es wird keine Parteientschädigung ausgerichtet.

5.
Dieses Urteil geht an: 

- den  Beschwerdeführer (Einschreiben;  Beilage:  Formular 
"Zahladresse")

- das  BFM,  Abteilung  Aufenthalt  und  Rückkehrförderung,  mit  den 
Akten Ref.-Nr. N    (per Kurier; in Kopie)

- das   (in Kopie)

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Fulvio Haefeli Gabriela Freihofer

Versand: 

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