# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 86988732-63da-534d-b62d-e80b08e5b29a
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-12-08
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 08.12.2010 C-5645/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-5645-2010_2010-12-08.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-5645/2010/mes
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  8 .  D e z e m b e r  2 0 1 0

Einzelrichter Stefan Mesmer, 
Gerichtsschreiberin Ingrid Künzli.

B._______,
Beschwerdeführerin,

gegen

Schweizerische Ausgleichskasse SAK,
avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 
1211 Genf 2,
Vorinstanz.

AHV, Einspracheentscheid vom 15. Juli 2010.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-5645/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass die Schweizerische Ausgleichskasse (SAK,  im Folgenden auch: 
Vorinstanz) mit  Verfügung vom 26. November  2009 die  Beiträge der 
Beschwerdeführerin  an  die  (freiwillige)  Alters-,  Hinterlassenen-  und 
Invalidenversicherung für das Jahr 2008 festgesetzt hat,

dass  die  Beschwerdeführerin  gegen  diese  Verfügung  mit  Schreiben 
vom 5. Mai 2010 bei der Vorinstanz Einsprache erhoben hat,

dass  die  Vorinstanz  mit  Entscheid  vom  15.  Juli  2010  auf  die  Ein-
sprache infolge Fristversäumnis nicht eingetreten ist,

dass  die  Beschwerdeführerin  diesen  Einspracheentscheid  mit  Be-
schwerde vom 3. August 2010 beim Bundesverwaltungsgericht ange-
fochten hat,

dass das Bundesverwaltungsgericht einen doppelten Schriftenwechsel 
durchführte,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht gemäss  Art.  31  des  Bundesge-
setzes vom 17. Juni 2006 über das Bundesverwaltungsgericht (VGG, 
SR 173.32) zur Beurteilung von Beschwerden gegen Verfügungen von 
Vorinstanzen  gemäss  Art.  33  VGG zuständig  ist,  sofern  keine  Aus-
nahme nach Art. 32 VGG vorliegt,

dass die SAK als Vorinstanz gemäss Art. 33 Bst. d VGG zu gelten hat 
und vorliegend keine Ausnahme von der Zuständigkeit auszumachen 
ist (vgl. auch Art. 85bis Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 
1946  über  die  Alters-  und  Hinterlassenenversicherung  [AHVG,  SR 
831.10]),  so  dass das Gericht  zur  Beurteilung der  vorliegenden Be-
schwerde zuständig ist,

dass die übrigen Prozessvoraussetzungen ohne Zweifel erfüllt sind, so 
dass auf die Beschwerde einzutreten ist,

dass  Gegenstand  des  vorliegenden  Verfahrens  einzig  die  formelle 
Frage ist, ob die Vorinstanz zur Recht auf die Einsprache vom 5. Mai 
2010 nicht  eingetreten ist  –  nicht  dagegen die inhaltliche,  materielle 
Frage, ob die Beitragsverfügung vom 26. November 2009 rechtmässig 
war,

Seite 2

C-5645/2010

dass gemäss Art. 52 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 
über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 
830.1) Einsprachen innert 30 Tagen einzureichen sind,

dass  diese  Frist  am  Tag  nach  der  Eröffnung,  also  dem  Erhalt  der 
anzufechtenden Verfügung zu laufen beginnt und dann eingehalten ist, 
wenn  die  Einsprache  am letzten Tag der  Frist  eingereicht  wird  (vgl.  
Art. 39 ATSG),

dass die Beschwerdeführerin der Vorinstanz mit E-Mail vom 4. Februar 
2010 mitgeteilt hat, sie habe die Beitragsverfügung für das Jahr 2008 
"in Zwischenzeit" erhalten (Beilage E [5] zur Replik vom 15. Oktober 
2010),

dass damit feststeht,  dass die Einsprachefrist  spätestens am 5. Feb-
ruar  2010  zu  laufen  begann  und  am  8.  März  2010  (Montag  nach 
ordentlichem Fristende) ablief,

dass damit  die Einsprache vom 5. Mai  2010 offensichtlich und ohne 
Zweifel verspätet eingereicht worden ist,

dass die Beschwerdeführerin allerdings geltend macht, die Verfügung 
vom 26. November 2009 habe keine Rechtsmittelbelehrung enthalten,

dass sich diese Rüge als reine Schutzbehauptung erweist, ist doch die 
der Beschwerdeführerin zugestellte, im Original edierte Verfügung vom 
26.  November  2009  durchaus  mit  einer  Rechtsmittelbelehrung  ver-
sehen (vgl. Rückseite der Verfügung; Beilage C [1] zur Eingabe vom 
25. November 2010),

dass Gründe für  eine Wiederherstellung der Frist  weder geltend ge-
macht  werden noch aus den Akten ersichtlich sind (vgl. Art. 24  des 
Bundesgesetzes  vom  20.  Dezember  1968  über  das  Verwaltungs-
verfahren (VwVG, SR 172.021),

dass  damit  feststeht,  dass  die  Vorinstanz  zu  Recht  wegen  Frist -
versäumnisses nicht auf die Einsprache vom 5. Mai 2010 eingetreten 
ist  und  sich  die  Beschwerde  vom 3.  August  2010  als  offensichtlich 
unbegründet erweist,

dass  die  Beschwerde  daher  im  einzelrichterlichen  Verfahren  abzu-
weisen ist (Art. 85bis Abs. 3 AHVG),

Seite 3

C-5645/2010

dass keine Verfahrenskosten zu erheben sind (Art. 85bis Abs. 2 AHVG) 
und keine Parteientschädigung zu sprechen ist (Art. 7 Abs. 3 des Reg-
lementes vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen 
vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]).

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben und es wird keine Partei-
entschädigung zugesprochen.

3.
Ein Doppel der Duplik der Vorinstanz vom 22. November 2010 geht zur 
Kenntnisnahme an die Beschwerdeführerin.

4.
Ein Doppel  der  Eingabe der  Beschwerdeführerin vom 25. November 
2010 geht zur Kenntnisnahme an die Beschwerdeführerin.

5.
Dieses Urteil geht an: 

- die  Beschwerdeführerin  (Einschreiben  mit  Rückschein;  Beilage: 
Doppel der Duplik)

- die Vorinstanz (Ref-Nr. _______; Beilage: Doppel der Eingabe der 
Beschwerdeführerin vom 25. November 2010)

- das Bundesamt für Sozialversicherungen

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Stefan Mesmer Ingrid Künzli

Seite 4

C-5645/2010

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. 
und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni  2005 [BGG, SR 
173.110]). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit  
Angabe  der  Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der 
angefochtene  Entscheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  die 
beschwerdeführende  Partei  in  Händen  hat,  beizulegen  (vgl.  Art.  42 
BGG).

Versand: 

Seite 5