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**Case Identifier:** 5c0173f7-0a5b-5e0e-a126-6a1884c74513
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2020-06-24
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 24.06.2020 C-2289/2020
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-2289-2020_2020-06-24.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung III 

C-2289/2020 

 

 
 

  A b s c h r e i b u n g s e n t s c h e i d   

v o m  2 4 .  J u n i  2 0 2 0  

Besetzung 
 Einzelrichter Christoph Rohrer, 

Gerichtsschreiber Michael Rutz. 
 

 
 

Parteien 
 1. A._______ AG,  

2. B._______ SA,  

3. C._______ AG,  

4. D._______ AG,  

2-4 vertreten durch A._______ AG,  

Beschwerdeführerinnen,  

 
 

 
gegen 

 
 

Spital E._______,  

Beschwerdegegnerin,  

 

Regierungsrat des Kantons Luzern,  

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 Krankenversicherung, Parteientschädigung im Verfahren be-

treffend Verlängerung eines Tarifvertrags 

(Beschluss Nr. 367 vom 7. April 2020). 

 

 

 

C-2289/2020 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, 

dass der Regierungsrat des Kantons Luzern mit Beschluss Nr. 367 vom 

7. April 2020 den Tarifvertrag zwischen dem Spital E._______ und der 

A._______ AG betreffend Leistungsabgeltung für stationäre psychiatrische 

Behandlungen gemäss KVG vom 4. Dezember 2018 um ein Jahr bis zum 

31. Dezember 2019 verlängerte (Dispositiv-Ziffer 1), anderslautende oder 

weitergehende Begehren abwies (Dispositiv-Ziffer 2), die amtlichen Kosten 

von Fr. 1'000.– je hälftig dem Spital E._______ und der A._______ AG auf-

erlegte (Dispositiv-Ziffer 3) sowie die A._______ AG verpflichtete, dem Spi-

tal E._______ (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) eine Parteientschädi-

gung von pauschal Fr. 1'000.– zu entrichten (Dispositiv-Ziffer 4), 

dass die A._______ AG in eigenem Namen wie auch als Vertreterin der 

B._______ AG, der C._______ AG und der D._______ AG (nachfolgend: 

Beschwerdeführerinnen) in deren Namen Beschwerde gegen Ziffer 4 des 

Beschlusses des Regierungsrats des Kantons Luzern (nachfolgend: Vo-

rinstanz) vom 7. April 2020 erhob,  

dass die Beschwerdeführerinnen in der Begründung ihrer Beschwerde 

ausdrücklich festhielten, Gegenstand des Beschwerdeverfahrens sei ein-

zig Ziffer 4 des angefochtenen Beschlusses vom 7. April 2020, worin die 

Beschwerdeführerinnen verpflichtet wurden, der Beschwerdegegnerin 

eine Parteientschädigung von Fr. 1'000.– zu bezahlen, die Ziffern 1-3 des 

Beschlusses vom 7. April 2020 dagegen nicht angefochten werden, 

dass die Beschwerdeführerinnen innerhalb der laufenden Beschwerdefrist 

aufforderungsgemäss am 12. Mai 2020 eine rechtsgenüglich unterzeich-

nete Beschwerde einreichten (BVGer-act. 4),  

dass die Beschwerdeführerinnen den mit Zwischenverfügung vom 1. Mai 

2020 eingeforderten Kostenvorschuss von Fr. 2'000.– (BVGer-act. 2) am 

20. Mai 2020 leisteten (BVGer-act. 5),  

dass die Vorinstanz mit Beschluss Nr. 742 vom 16. Juni 2020 die Ziffer 4 

ihres Beschlusses Nr. 367 vom 7. April 2020 pendente lite wiedererwä-

gungsweise aufgehoben hat,  

dass die Vorinstanz mit Eingabe vom 19. Juni 2020 und unter Hinweis auf 

den Beschluss Nr. 742 vom 16. Juni 2020 beim Bundesverwaltungsgericht 

die Abschreibung des vorliegenden Beschwerdeverfahrens infolge Gegen-

standslosigkeit aufgrund der erfolgten wiedererwägungsweisen Aufhebung 

C-2289/2020 

Seite 3 

von Ziffer 4 des Beschlusses Nr. 367 der Verfügung vom 12. August 2019 

beantragte (BVGer-act. 9),  

dass gegen Beschlüsse der Kantonsregierungen betreffend Verlängerung 

von Tarifverträgen gemäss Art. 47 Abs. 3 KVG beim Bundesverwaltungs-

gericht Beschwerde geführt werden kann (Art. 53 Abs. 1 KVG), 

dass die Vorinstanz im Beschwerdeverfahren bis zur ihrer Vernehmlassung 

den angefochtenen Beschluss in Anwendung von Art. 58 Abs. 1 VwVG in 

Wiedererwägung ziehen kann, 

dass die Beschwerdeinstanz die Behandlung der Beschwerde fortzusetzen 

hat, soweit diese durch den neuen Beschluss der Vorinstanz nicht gegen-

standslos geworden ist (Art. 58 Abs. 3 VwVG), 

dass durch den Wiedererwägungsbeschluss der Vorinstanz vom 16. Juni 

2020 die einzig angefochtene Ziffer 4 des Beschlusses vom 7. April 2020 

aufgehoben und damit dem Rechtsbegehren der Beschwerdeführerinnen 

vollumfänglich entsprochen wurde, 

dass das Beschwerdeverfahren daher im einzelrichterlichen Verfahren als 

durch Wiedererwägung vollumfänglich gegenstandslos geworden abzu-

schreiben ist (Art. 23 Abs. 1 Bst. a VGG), 

dass die Verfahrenskosten in der Regel jener Partei auferlegt werden, de-

ren Verhalten die Gegenstandslosigkeit bewirkt hat (Art. 5 des Reglements 

vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bun-

desverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]),  

dass die Gegenstandslosigkeit von der Vorinstanz zu verantworten ist, die-

ser aber keine Verfahrenskosten aufzuerlegen sind (Art. 5 VGKE i.V.m. 

Art. 63 Abs. 2 VwVG), 

dass im vorliegenden Fall folglich keine Verfahrenskosten zu erheben sind 

und den Beschwerdeführerinnen der geleistete Kostenvorschuss auf ein 

zu bezeichnendes Konto zurückzuerstatten ist, 

dass weder den nicht anwaltlich vertretenen Beschwerdeführerinnen, de-

nen keine verhältnismässig hohen Kosten entstanden sind, noch der Vo-

rinstanz eine Parteientschädigung zuzusprechen ist (Art. 64 Abs. 1 VwVG 

und Art. 7 Abs. 3 und 4 VGKE). 

C-2289/2020 

Seite 4 

 

Demnach verfügt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Das Beschwerdeverfahren wird als gegenstandslos geworden abgeschrie-

ben. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Den Beschwerdeführerinnen 

wird der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 2'000.– zurückerstattet.  

3.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

4.  

Dieser Entscheid geht an: 

– die Beschwerdeführerinnen (Gerichtsurkunde; Beilage: Doppel der 

Eingabe der Vorinstanz vom 19. Juni 2020 inkl. Beilage; Formular 

Zahladresse) 

– die Beschwerdegegnerin (Gerichtsurkunde; Beilage: Doppel der 

Eingabe der Vorinstanz vom 19. Juni 2020 inkl. Beilage) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. RRB Nr. 367; Gerichtsurkunde) 

 

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Christoph Rohrer Michael Rutz 

 

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