# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 54725020-5e11-581b-9a3d-019bf4b0b1fa
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-08-26
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 26.08.2021 720 21 94/227
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-21-94-227_2021-08-26.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 26. August 2021 (720 21 94 / 227) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Rückweisung der Angelegenheit aufgrund der Notwendigkeit weiterer Abklärungen bezüg-

lich dem Verlauf der Arbeitsfähigkeit ab Juli 2018 sowie den aktuellen Einschränkungen 

bzw. dem Ausmass der aktuellen Beschwerden. 

 

 
 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichter Beat Hersberger, Kan-

tonsrichter Jürg Pulver, Gerichtsschreiberin Jeannine Gass 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Nicolai Fullin, Advokat, 
Spalenberg 20, Postfach 1460, 4001 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Be-
schwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente  

 
 
 
A. Der 1976 geborene A.____ erlitt am 20. Januar 2014 einen Unfall, als er auf einem Ge-
rüst stehend von Baumaterial getroffen wurde und daraufhin aus einer Höhe von rund drei Metern 
auf den Boden fiel, wobei er sich gemäss Austrittsbericht des Spitals B.____ vom 29. Januar 
2014 eine mehrfragmentäre dislozierte distale Humerusschaftfraktur links sowie eine Rippenprel-
lung zuzog. In der Folge erbrachte die Suva die gesetzlichen Leistungen. Mit Schreiben vom 13. 

 
 
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Juli 2016 teilte die Suva dem Versicherten mit, dass sie die vorübergehenden Leistungen per 31. 
August 2016 einstelle. Mit Verfügung vom 28. Juli 2016 sprach sie dem Versicherten für die ver-
bliebenen Beeinträchtigungen aus dem Unfall vom 20. Januar 2014 eine Invalidenrente basierend 
auf einer Erwerbsunfähigkeit von 14 % zu. Eine dagegen erhobene Einsprache wurde mit Ent-
scheid vom 14. September 2016 abgewiesen. Dieser Einspracheentscheid wurde sodann vom 
Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht), mit Ur-
teil vom 18. Mai 2017 bestätigt. 
 
Am 3. Oktober 2014 meldete sich A.____ unter Hinweis auf eine Fraktur des linken Oberarms, 
einer Schulterbeeinträchtigung, ein Schädel-Hirn-Trauma und eine Rückenverletzung zum Leis-
tungsbezug bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) an. Mit Vorbescheid vom 22. Ap-
ril 2020 lehnte die IV-Stelle Basel-Landschaft (IV-Stelle) den Leistungsanspruch des Versicherten 
bei einem Invaliditätsgrad (IV-Grad) von 32 % ab. In Folge Einwands des Beschwerdeführers 
vom 25. Mai 2020, vertreten durch Advokat Nicolai Fullin, bestätigte die IV-Stelle mit Verfügung 
vom 5. Februar 2021 die Ablehnung des Leistungsanspruchs. 
 
B. Gegen diese Verfügung erhob A.____, erneut vertreten durch Advokat Nicolai Fullin, mit 
Schreiben vom 10. März 2021 Beschwerde beim Kantonsgericht. Darin beantragte er, es sei die 
IV-Stelle unter Aufhebung der Verfügung vom 5. Februar 2021 zu verpflichten, ihm eine IV-Rente 
nach den gesetzlichen Bestimmungen, mindestens aber eine Viertelsrente zuzusprechen. Even-
tualiter seien weitere medizinische Abklärungen zum Gesundheitszustand und der Arbeitsunfä-
higkeit des Beschwerdeführers sowie deren Verlauf zu tätigen und gestützt darauf der Renten-
anspruch neu zu bestimmen; unter o/e-Kostenfolge. Als Begründung brachte er im Wesentlichen 
vor, dass die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit ohne Berücksichtigung der Berichte des langjähri-
gen Psychiaters, gemäss welchen eine erhebliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit aus psy-
chiatrischer Sicht gegeben sei, erfolgt sei. Dieser psychische Gesundheitsschaden müsse zudem 
zusätzlich zu den körperlichen Beeinträchtigungen bei der Ermittlung des Invalideneinkommens 
als Leidensabzug berücksichtigt werden. 
 
C. In ihrer Vernehmlassung vom 17. März 2021 schloss die IV-Stelle auf Abweisung der 
Beschwerde. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versicherungs-
gericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfah-
rens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständigkeit des 
Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die 
Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kan-
tonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden 

 
 
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gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der vor-
liegenden Beschwerde zuständig. Auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Be-
schwerde ist demnach einzutreten.  
 
2. Streitig und zu prüfen ist, ob die IV-Stelle den Anspruch des Beschwerdeführers auf eine 
IV-Rente zu Recht verneint hat. 
 
2.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs-
fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein-
gliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während ei-
nes Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig ge-
wesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c).  
 
2.2 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung 
der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähig-
keit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer 
Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berück-
sichtigt (Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere 
Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Ge-
burtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der 
durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte 
und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust 
der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verste-
hen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach 
Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berück-
sichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht 
nicht überwindbar ist (Satz 2). 
 
3.1 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt abgestuft: 
Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70 %, auf 
eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindes-
tens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist.  
 
3.2 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG an-
wendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Er-
werbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und Durchführung der 
medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare 
Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Er-
werbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre. Dies ist die 
allgemeine Methode des Einkommensvergleichs (BGE 141 V 20 E. 3.2) mit den Untervarianten 
des Schätzungs- oder Prozentvergleichs (BGE 114 V 313 E. 3a) und der ausserordentlichen Me-
thode (BGE 128 V 29). 
 

 
 
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3.3 Vorliegend hat die IV-Stelle den Invaliditätsgrad des Versicherten nach der allgemeinen 
Methode des Einkommensvergleichs bemessen, was vom Beschwerdeführer – zu Recht – nicht 
bestritten wird. 
 
4.1 Ausgangspunkt der Ermittlung des Invaliditätsgrades im Erwerbsbereich bildet die 
Frage, in welchem Ausmass die versicherte Person aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträch-
tigungen arbeitsunfähig ist. 
 
Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insbesondere auch bei der Beurteilung der 
Arbeitsfähigkeit einer versicherten Person ist die rechtsanwendende Behörde – die Verwaltung 
und im Streitfall das Gericht – auf Unterlagen angewiesen, die vorab von Ärztinnen und Ärzten 
zur Verfügung zu stellen sind. Deren Aufgabe ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und 
dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte 
Person arbeitsunfähig ist (BGE 115 V 134 E. 2, 114 V 314 E. 3c, 105 V 158 E. 1 in fine). Darüber 
hinaus bilden die ärztlichen Stellungnahmen eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Zu-
mutbarkeit, also der Frage, welche anderen Erwerbstätigkeiten als die zuletzt ausgeübte Berufs-
arbeit von der versicherten Person auf dem allgemeinen, ausgeglichenen und nach ihren persön-
lichen Verhältnissen in Frage kommenden Arbeitsmarkt zumutbarerweise noch verrichtet werden 
können (ULRICH MEYER-BLASER, Zur Prozentgenauigkeit in der Invaliditätsschätzung, in: Schaff-
hauser/Schlauri [Hrsg.], Rechtsfragen der Invalidität in der Sozialversicherung, St. Gallen 1999, 
S. 20 f. mit Hinweisen).  
 
4.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle ande-
ren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs ge-
statten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Pro-
zess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, 
warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des 
Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange 
umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berück-
sichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der me-
dizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 
ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 232 E. 
5.1; 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c).  
 
4.3 Dennoch erachtet es die Rechtsprechung mit dem Grundsatz der freien Beweis-würdi-
gung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richt-
linien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführlichen Zusammenstellungen dieser 
Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b und in AHI-Praxis 2001 S. 114 E. 3b, jeweils mit weiteren 
Hinweisen). In Bezug auf Berichte von behandelnden Ärzten darf und soll das Gericht der Erfah-

 
 
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rungstatsache Rechnung tragen, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Ver-
trauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen. Bei 
der Abschätzung des Beweiswerts im Rahmen einer freien und umfassenden Beweiswürdigung 
dürfen allerdings auch die potentiellen Stärken der Berichte behandelnder Ärzte nicht vergessen 
werden. Der Umstand allein, dass eine Einschätzung vom behandelnden Mediziner stammt, darf 
nicht dazu führen, sie als von vornherein unbeachtlich einzustufen; die einen längeren Zeitraum 
abdeckende und umfassende Betreuung durch behandelnde Ärzte bringt oft wertvolle Erkennt-
nisse hervor.  
 
Berichten und Gutachten versicherungsinterner Fachpersonen, zu welchen Berichte des RAD 
gehören, kommt nicht derselbe Beweiswert zu wie einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG ein-
geholten Gutachten externer Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgutachten. An die Be-
weiswürdigung sind deshalb strenge Anforderungen zu stellen, wenn ein Versicherungsfall ohne 
Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden soll. Bestehen auch nur geringe Zwei-
fel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, 
so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 470 E. 4.4 am Ende, mit Hinweis; 
Urteil des Bundesgerichts vom 26. März 2015, 8C_879/2014, E. 5.3). Der Beweiswert von RAD-
Berichten nach Art. 49 Abs. 2 IVV ist mit dem Beweiswert von externen medizinischen Sachver-
ständigengutachten (BGE 125 V 351 E. 3b/bb) vergleichbar, wenn sie den von der Rechtspre-
chung umschriebenen Anforderungen an ein ärztliches Gutachten genügen (SVR 2009 IV Nr. 56 
S. 174, 9C_323/2009 E. 4.3.2). Die IV-Stellen werden aber stets externe Gutachten einholen, 
wenn der ausgeprägt interdisziplinäre Charakter einer medizinischen Problemlage dies gebietet 
sowie wenn der RAD nicht über die fachlichen Ressourcen verfügt, um eine sich stellende Frage 
beantworten zu können. Dasselbe gilt, wenn zwischen RAD-Bericht und allgemeinem Tenor im 
medizinischen Dossier eine Differenz besteht, welche nicht offensichtlich auf unterschiedlichen 
versicherungsmedizinischen Prämissen (vgl. SVR 2007 IV Nr. 33 S. 117, I 738/05 E. 5.2) beruht 
(BGE 137 V 210, E. 1.2.1). 
 
5. Zur Beurteilung des Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers liegen seit dem im 
Jahre 2014 erlittenen Unfall zahlreiche medizinische Unterlagen vor, welche vom Gericht gewür-
digt wurden. Nachfolgend werden nur die wesentlichsten Arztberichte aufgeführt. 
 
5.1 Gemäss Austrittsbericht des Spitals B.____ vom 29. Januar 2014 erlitt der Beschwerde-
führer im Rahmen eines Arbeitsunfalls am 20. Januar 2014 eine mehrfragmentäre dislozierte 
distale Oberarmschaftfraktur links sowie eine Rippenprellung links, woraufhin am 22. Januar 
2014 eine Reposition des Humerus mit Plattenosteosynthese vorgenommen wurde. Der intra- 
und postoperative Verlauf habe sich komplikationslos gestaltet. Postoperativ habe sich ein regel-
rechter Befund mit reizlosen Wundverhältnissen gezeigt. 
 
5.2 Der behandelnde Hausarzt Dr. med. C.____, FMH Allgemeine Innere Medizin, stellte im 
Zwischenbericht der Suva vom 12. April 2014 fest, dass der Versicherte weiterhin über Schmer-
zen und eine eingeschränkte Beweglichkeit im linken Ellbogen und in der linken Schulter geklagt 
habe. Zudem kämen auch Schmerzen im Nackenbereich links und im Bereich der Brust- und 

 
 
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Lendenwirbelsäule hinzu, welche am ehesten muskulär bedingt auf eine Fehlhaltung zurückzu-
führen seien. 
 
5.3 Im Austrittsbericht der Rehaklinik D.____ vom 21. Juli 2014 diagnostizierten die invol-
vierten Ärzte sodann einen Verdacht auf ein zervikales/lumbales Schmerzsyndrom, bildgebend 
ohne Anhalt für posttraumatische Veränderungen der Hals- oder Lendenwirbelsäule (HWS/LWS) 
sowie degenerative Veränderungen ohne Hinweis auf eine Neurokompression. Des Weiteren sei 
eine Anpassungsstörung mit psychotraumatologischer Angstsymptomatik und differenzialdiag-
nostisch eine posttraumatische Belastungsstörung festgestellt worden. 
 
5.4 Am 4. Februar 2015 wurde sodann im Spital B.____ beim Beschwerdeführer die bei der 
Reposition des Humerus mit Plattenosteosynthese eingesetzte Metallplatte wieder vollständig 
entfernt und eine Neurolyse des Nervus radialis durchgeführt. Auch hier sei der intra- und posto-
perative Verlauf komplikationslos ausgefallen. 
 
5.5 Nach Durchsicht aller vorliegenden Akten diagnostizierte Dr. med. E.____, FMH Ortho-
pädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, anlässlich einer kreisärztlichen 
Untersuchung vom 28. Mai 2015 einen Status nach Arbeitsunfall am 20. Januar 2014 mit Ober-
armschaftfraktur links, ein Status nach offener Reposition und Plattenosteosynthese am linken 
Oberarm am 20. Januar 2014 (recte: 22. Januar 2014), ein Status nach Metallentfernung am lin-
ken Oberarm am 4. Februar 2015 sowie aktuell invalidisierende Beschwerden im Bereich des 
Kopfes, des Nackens, der linken Schulter und des gesamten linken Armes sowie des linken Brust-
korbs, wobei sich die Beurteilung der Beschwerden als schwierig erwiesen habe. Unstrittig sei, 
dass die Fraktur des linken distalen Oberarmschaftes überwiegend wahrscheinlich auf das Un-
fallereignis vom 20. Januar 2014 zurückzuführen sei. Diese sei allerdings in praktisch anatomi-
scher Stellung verheilt und das Metall entfernt. Darüber hinausgehende relevante Verletzungen 
an Weichteilstrukturen des Oberarms seien nicht nachgewiesen. Die Wiederherstellung der vol-
len Funktionalität des linken Armes sowie der Schulter und des Ellbogengelenks sei zu erwarten, 
wobei erfahrungsgemäss endgradige funktionelle Einschränkungen im Ellbogengelenk in einigen 
Fällen möglich seien. Befunde, welche zumindest überwiegend wahrscheinlich dem Unfallereig-
nis zugeordnet werden könnten, hätten bei wiederholter magnetresonanztomographischer Abklä-
rung der HWS und LWS nicht festgestellt werden können. Die Aufnahmen des Kopfes und der 
Wirbelsäule würden die Beschwerdesymptomatik des Versicherten nicht erklären, seien sie auch 
von den unfallunabhängigen, diskreten degenerativen Veränderungen her typisch für das Le-
bensalter des Versicherten. Zusammenfassend seien die Beschwerden von der Wirbelsäule aus-
gehend sowie im Kopfbereich bei nicht nachgewiesenen strukturellen Läsionen überwiegend 
wahrscheinlich unfallfremd. 
 
5.6 Mit Bericht vom 14. August 2015 beurteilte Dr. E.____ die Beschwerden an der linken 
Schulter im Bereich der LWS und HWS erneut – unter Hinweis auf seine kreisärztliche Beurteilung 
vom 28. Mai 2015 – als nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit in kausalem Zusammenhang 
mit dem Unfallereignis vom 20. Januar 2014 stehend, weil diese Region nicht in das primäre 
Unfallgeschehen involviert gewesen sei. Eine gewisse Restsymptomatik am Ellbogen komme bei 

 
 
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einer distalen Oberarmschaftfraktur gelegentlich im Sinne von endgradigen Funktionseinschrän-
kungen und Restbeschwerden vor, jedoch keinesfalls so, wie sie vom Versicherten im Rahmen 
der Kreisarztuntersuchung demonstriert worden seien. Die gezeigte Symptomatik lasse sich an-
hand der vorhandenen objektiven Befunde nicht erklären. Für den linken Arm seien dem Versi-
cherten leichte und mittelschwere Arbeiten ganztags zumutbar, für die übrigen Körperregionen 
gebe es keine unfallbedingten Einschränkungen der Zumutbarkeit. Ein entschädigungspflichtiger 
Integritätsschaden liege nicht vor. Von einer weiteren Behandlung sei aus unfallchirurgisch-or-
thopädischer Sicht kein namhaftes Besserungspotenzial ersichtlich. Am 24. November 2015 kor-
rigierte er sodann – aufgrund der neuen Kenntnis des Polizeirapports und der MRT vom 29. Ok-
tober 2015 – seine ursprüngliche Aussage. Er stellte fest, dass sich hinsichtlich der medizinischen 
Befunde prinzipiell nichts geändert habe. Allerdings stelle sich der Unfallhergang im Polizeirap-
port anders dar, als ursprünglich im Dossier dokumentiert. Dadurch seien die Beschwerden im 
Bereich der Wirbelsäule offensichtlich natürlich kausal zum Unfallereignis. Strukturale, unfallbe-
dingte Läsionen seien in der Wirbelsäule allerdings nicht nachgewiesen worden. Knapp zwei 
Jahre nach dem Unfall lägen damit aktuell keine Unfallfolgen mehr vor. Die minimalen differenten 
Befunde zwischen den beiden MRT der Schulter würden zudem eine erhebliche Einschränkung 
nicht erklären. 
 
5.7 Im Rahmen von weiteren Untersuchungen stellte Dr. med. F.____, FMH Orthopädische 
Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, am 16. Oktober 2016 fest, dass offen-
sichtlich wiederholt diverse und fassbare Inkonsistenzen vorliegen würden, die sich aus der Dis-
krepanz der subjektiven Beschwerden sowohl somatischer als auch psychischer Art ergeben 
würden, was auch von den medizinischen Institutionen des Unfallversicherers wie mehrheitlich 
auch von involvierten Behandlern bestätigt worden sei. Versicherungsmedizinisch könne deshalb 
weder unfallkausal noch unfallfremd zumindest in einer angepassten Tätigkeit eine massgebliche 
Limitierung der Arbeitsfähigkeit begründet werden. Bei genauerer versicherungsmedizinischer 
Auslegung sei auch in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit keine massgebliche Funktionseinschrän-
kung begründet. 
 
5.8 Nachdem das Kantonsgericht mit Entscheid vom 18. Mai 2017 (725 16 373) die medizi-
nische Sachlage als genügend abgeklärt erachtete, holte die IV-Stelle mit Schreiben vom 7. Feb-
ruar 2018 einen Bericht von Dr. med. G.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, ein. Darin 
hielt Dr. G.____ als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine schwergradige depres-
sive Episode mit psychotischen Symptomen seit Februar 2017 fest. Differenzialdiagnostisch sei 
zudem eine paranoide Schizophrenie festzustellen, deren Verlauf aufgrund des kurzen Beobach-
tungszeitraums nicht beurteilt werden könne. Dr. G.____ stellte im Weiteren fest, dass der Versi-
cherte sich aufgrund seiner Erkrankung weder konzentrieren noch irgendwelche kognitiven Leis-
tungen erbringen könne. Er sei so eingeschränkt, dass er weder die bisherige Tätigkeit noch eine 
behinderungsangepasste Tätigkeit ausführen könne. 
 
5.9 Infolge des Berichts von Dr. G.____ bat die IV-Stelle den RAD um eine kurze Stellung-
nahme. Mit Stellungnahme vom 12. April 2018 schätzte Dr. F.____ die gerichtlich als inadäquat 
unfallkausal eingestuften somatischen (persistierende Schmerzen am gesamten linken Arm, der 

 
 
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linken Schulter sowie der HWS und LWS) und psychischen Beschwerden (psychische Überlage-
rung bzw. Symptomausweitung, zuletzt schwere depressive Episode) unter anderem aufgrund 
des Berichts von Dr. G.____ vom 19. Februar 2018 als abklärungswürdig ein.  
 
5.10 Daraufhin wurde eine Begutachtung durch Dr. med. H.____, FMH Psychiatrie und Psy-
chotherapie, angeordnet. Dieser hielt in seinem psychiatrischen Gutachten vom 20. Juni 2018 
fest, dass keine Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit vorliege. Ohne Auswirkung auf 
die Arbeitsfähigkeit sei eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Fak-
toren zu diagnostizieren. Das Ausmass der geklagten Schmerzen und die subjektive Krankheits-
überzeugung, nicht mehr arbeiten zu können, könnten durch die somatischen Befunde nicht hin-
reichend objektiviert werden, sodass eine psychische Überlagerung angenommen werden 
müsse. Der Versicherte gab an, sich seit Januar 2017 in ambulanter psychiatrischer Behandlung 
zu befinden und mit Olanzapin (einem Neuroleptikum) behandelt zu werden. Er leide an angster-
regenden Träumen und habe an Gewicht verloren. Eine Blutuntersuchung zur Medikamenten-
compliance sei verweigert worden. Die Beziehung des Versicherten zu seinen Familienangehö-
rigen sei gut, er unternehme regelmässig Spaziergänge, treffe sich mit Verwandten seiner Ehe-
frau und sei im Januar 2018 alleine nach X.____ gereist. 
 
5.11 In Ergänzung zur psychiatrischen Begutachtung von Dr. H.____ wurde der Versicherte 
am 20. Juni 2018 und am 24. August 2018 durch Dr. med. I.____, FMH Innere Medizin und FMH 
Rheumatologie, rheumatologisch Untersucht. Das bidisziplinäre Gutachten von Dr. H.____ und 
Dr. I.____ wurde sodann am 15. Januar 2019 fertiggestellt. Als Diagnose mit Auswirkung auf die 
Arbeitsfähigkeit wurde einerseits ein akutes lumboradikuläres Schmerzsyndrom mit sensomoto-
rischem Ausfall S1 rechtsseitig seit Juli 2018 bei kernspintomographischer Osteochondrose 
LWK5/SWK1, grösserer nach kaudal luxierter Diskushernie postolateral rechts mit einem Sequ-
ester dorsal, klinischer Parese des Fusssenkers M4+ und Hypästhesie im Dermatom S1 rechts-
seitig, neu progredient seit Juli 2018, einem anamnestisch chronischen lumbovertebralen 
Schmerzsyndrom sowie andererseits ein chronifiziertes Nacken-/Schulter-/Armsyndrom links 
mit/bei Status nach Humerusschaftfraktur links, bei Zustand nach Plattenosteosynthese und Me-
tallentfernung und Neurolyse der Nervus radialis, ohne Anhaltspunkte für ein organisches Sub-
strat im linken Arm, bei kernspintomographisch leichtgradiger Tendinopathie der Supraspinatus-
sehne, ohne sichtbaren Einriss, diagnostiziert. Aus psychiatrischer Sicht könnten keine Diagno-
sen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit gestellt werden. Aus rheumatologischer Sicht handle es 
sich um zweierlei Problematik: Zum einen diejenige einer chronifizierten Schmerzsymptomatik 
nach erlittenem Arbeitsunfall, ohne organische posttraumatische Läsionen, vor dem Hintergrund 
einer Schmerzverarbeitungsstörung und zum anderen diejenige einer akuten radikulären Symp-
tomatik S1 rechtsseitig auf dem Grund einer massiven Bandscheibenherniation mit Luxatbildung 
auf Höhe LWK5/SWK1 mit Kompression der Wurzel S1 und S2 rechtsseitig seit Ende Juli 2018. 
Der klinische Zustand des Exploranden sei indes nicht genügend stabil, um definitiv die Beurtei-
lung der Arbeitsfähigkeit aus rheumatologischer Sicht durchzuführen. Aufgrund der dekompen-
sierten radikulären sensomotorischen Ausfall-Symptomatik der Wurzel S1 rechtsseitig sei von 
einer vollen Arbeitsunfähigkeit auszugehen. Eine erneute Beurteilung könne frühestens innerhalb 
von sechs bis neun Monaten diskutiert werden.  
 

 
 
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5.12 Der Beschwerdeführer wurde sodann am 30. und 31. Oktober 2019 sowie am 13. No-
vember 2019 von der medexperts AG in den Fachgebieten Orthopädie, Allgemeine Innere Medi-
zin, Psychiatrie und Psychotherapie, Neurologie und Neuropsychologie begutachtet. Als Diagno-
sen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit wurden im Gutachten vom 11. Dezember 2019 ein Kreuz-
beinschmerz rechts bei einem Bandscheibenvorfall und einer Abnützung L5/S1 mit Bedrängung 
der Nervenwurzel S1 rechts, Schmerzen an der HSW linksseitig, ein Zustand nach einem Ober-
armschaftbruch links im Rahmen eines Arbeitsunfalls am 20. Januar 2014, ein Schulteranpas-
sungssyndrom links sowie eine rezidivierende depressive Störung mit gegenwärtig leichtgradiger 
depressiver Episode festgestellt. Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit wurde eine chronische 
Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren diagnostiziert. 
 
5.13 Mit Schreiben vom 30. Januar 2020 nahm die medexperts AG zu den mit Schreiben vom 
19. Dezember 2019 gestellten Rückfragen zum Gutachten vom 11. Dezember 2019 bezüglich 
des retrospektiven Verlaufs der Arbeitsfähigkeit Stellung. Med. prakt. J.____, FMH Psychiatrie 
und Psychotherapie, führte diesbezüglich aus, dass die Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht 
im Zeitraum vom 20. Januar 2014 bis 15. Januar 2019 nicht eingeschränkt gewesen sei. Weiter 
bestünden keine Hinweise dafür, dass die Arbeitsfähigkeit vom 16. Januar 2019 bis zur Untersu-
chung am 31. Oktober 2019 eingeschränkt gewesen sei. Dr. med. univ. K.____, FMH Orthopädi-
sche Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparats, hielt fest, dass der Beschwerdefüh-
rer seit dem 20. Januar 2014 in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Mitarbeiter im Baugewerbe 
zu 100 % in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt sei. Hingegen würde in einer adaptierten Tä-
tigkeit seit dem 31. Oktober 2019 eine Arbeitsfähigkeit von 80 % bestehen. Retrospektiv gesehen 
habe zwischen dem 20. Januar 2014 bis zum 30. Oktober 2019 keine Einschränkung der Arbeits-
fähigkeit bestanden.   
 
5.14 Im Rahmen des Einwandverfahrens wurde der RAD aufgefordert, zu den im Einwand 
vom 5. Mai 2020 vorgebrachten Punkten Stellung zu nehmen. Mit Stellungnahme vom 17. August 
2020 wurde festgehalten, dass die Arbeitsunfähigkeit für die Vergangenheit im Zweifel anhand 
echtzeitlicher Beurteilungen vorzunehmen sei, weshalb der Beschwerdeführer in der Zeit vom 1. 
April 2015 bis mindestens Ende November 2016 Anspruch auf eine ganze Invalidenrente habe. 
Die ergänzenden Ausführungen der medexperts-Gutachter vom 30. Januar 2020 würden diesbe-
züglich nicht überzeugen, weil sie die Taggeldzahlungen und die echtzeitlichen Abklärungen der 
SUVA ausblenden würden. Im Sinne einer justiziablen Klärung sei mit den bezeichneten Gutach-
ten der medexperts AG, nämlich bei med. prakt. J.____ und bei Dr. K.____ erneut Rücksprache 
zu halten.  
 
5.15 Am 9. November 2020 wurde sodann aufgrund von Schmerzen an der HWS und an der 
Schulter rechts eine MRT der HWS durchgeführt. Dabei stellte Dr. med. L.____, FMH Radiologie, 
eine grössenprogrediente, bekannte mediolateral rechts gelegene Hernierung HWK 5/6 mit deut-
licher Hernierung in den Recessus C7 rechts mit gut möglicher Tangierung C7 rechts sowie eine 
Chondrose HWK 5/6 mit grössenprogredienter, flacher, mediolateral rechts gelegener Hernierung 
mit möglicher Tangierung am Beginn des Foramens mit beginnender Forminalstenose C6 rechts 
fest. 
 

 
 
Seite 10   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

5.16 Mit Schreiben vom 2. Dezember 2020 wurde die medexperts AG erneut aufgefordert, im 
Rahmen des Einwandsverfahrens zu den Fragen des RAD und des Rechtsvertreters des Be-
schwerdeführers Stellung zu nehmen. In der Folge hielt Dr. K.____ mit Schreiben vom 8. Januar 
2021 fest, dass im Zeitpunkt des Gutachtens (Dezember 2019) noch kein klinisches Korrelat für 
eine rechtsseitige Nervenwurzel-Bedrängung bestanden habe. Ausschliesslich auf Basis des re-
zenten MRT Befundes vom 19. November 2020, wo bei der Indikation ein Nackenarmschmerz 
rechts mit Ausstrahlung bis in den Unterarm angeführt sei, könne keine valide Einschätzung über 
etwaige Einschränkungen bzw. das aktuelle Ausmass der Beschwerden vorgenommen werden. 
Diesbezüglich seien fachärztliche Untersuchungsbefunde (neurologisch und orthopädisch) not-
wendig und gegebenenfalls auch eine erneute gutachterliche Untersuchung. 
 
5.17 Infolge erneuter Anfrage an den RAD vom 12. Januar 2021 hielt Dr. F.____ mit Schrei-
ben vom 25. Januar 2021 fest, dass im Zeitraum vom 20. Januar 2014 bis 17. Juli 2014 und vom 
4. Februar 2015 bis 27. Mai 2015 eine volle Arbeitsunfähigkeit vorlag. Im Zeitraum vom 28. Mai 
2015 bis 30. Oktober 2019 sei der Versicherte zu 100 % arbeitsfähig gewesen. Ab dem 31. Ok-
tober 2019 sei von einer 80%-igen Arbeitsfähigkeit auszugehen. Auf das polydisziplinäre Gutach-
ten vom 12. Dezember 2019 könne weiterhin abgestellt werden. Gestützt auf diese Ausführungen 
verfügte die IV-Stelle am 5. Februar 2021 die Ablehnung des Leistungsanspruchs.  
 
5.18 Mit der Replik wurde sodann eine Stellungnahme von Dr. G.____ vom 29. März 2021 
zum Gesundheitszustand und der Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers eingereicht. Darin 
wurde festgehalten, dass sich der Beschwerdeführer seit dem 13. Oktober 2014 mit kleinem Un-
terbruch und ab dem 3. Februar 2017 aufgrund von mittel- bis schwergradigen depressiven Epi-
soden mit psychotischen Symptomen in ambulanter psychiatrischer, psychotherapeutischer so-
wie medikamentöser Behandlung befinde. Durch eine Chronifizierung der Depression sei auch 
eine paranoide psychotische Symptomatik beim Versicherten festgestellt worden, wodurch eine 
neuroleptische Medikation mit Olanzapin, Aripiprazol und Risperidon verordnet und gegeben wor-
den sei. Es sei erstaunlich, dass, obwohl in den den Gutachtern zur Verfügung stehenden Be-
richten Befunde wie eine formale Denkstörung, Denkhemmung, Denkverlangsamung sowie in-
haltliche Denkstörungen wie kommentierende Stimmen beschrieben worden seien, Dr. H.____ 
und med. prakt. J.____ dieser Befunderhebung keine Relevanz zugeordnet hätten. An der fach-
psychiatrischen Begutachtung durch med. prakt. J.____ im Gutachten der medexperts AG vom 
12. Dezember 2019 sei zu bemängeln, dass der Versicherte als deutschsprachiger Explorand 
beschrieben werde, obwohl dieser überhaupt kein Deutsch verstehe. Auch sei nicht nachvollzieh-
bar, dass med. prakt. J.____ im Gutachten schreibe, dass keine Halluzinationen oder Wahnvor-
stellungen vorhanden seien, obwohl in den der IV-vorliegenden Berichten von Dr. G.____ explizit 
erwähnt werde, dass der Patient imperative Stimmen höre und an Gedankenentzug und Gedan-
keneingebungen leide. Die psychotische Symptomatik werde auch durch den Nachweis von O-
lanzapin im Blut des Versicherten bestätigt. Insgesamt entstehe der Eindruck, dass med. prakt. 
J.____ versuche, den Exploranden gesünder darzustellen als er ist. Fraglich und nicht nachvoll-
ziehbar sei im Weiteren, dass eine leichte depressive Episode neuropsychologische Defizite ver-
ursachen könne. Dies sei nicht möglich. Auch könnten die neuropsychologischen Defizite nicht 

 
 
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auf die Einnahme von Olanzapin und Temesta Expidet zurückgeführt werden, da es widersprüch-
lich sei, dass Medikamente, die im Blutspiegel lediglich unterhalb des Normbereichs nachgewie-
sen worden seien, neuropsychologische Defizite verursachten könnten.  
 
5.19 Mit Stellungnahme vom 14. April 2021 hielt Dr. M.____, FMH Psychiatrie und Psycho-
therapie, fest, dass Dr. G.____ in seinem Bericht vom 29. März 2021 nicht berücksichtige, dass 
beim Beschwerdeführer in erheblichem Masse maladaptives Verhalten ohne Krankheitswert eine 
Rolle spiele. Da die Symptomvalidierung gemäss psychiatrischem Teilgutachten von Dr. H.____ 
auffällig gewesen sei, habe die kognitive Leistungsfähigkeit nicht anhand der neuropsychologi-
schen Untersuchung beurteilt werden können. Daher sei der psychiatrische Gutachter auf den 
psychopathologischen Befund angewiesen gewesen, bei welchem lediglich aufgefallen sei, dass 
die Konzentration und Aufmerksamkeit am Ende des Gespräches etwas abgenommen hätten. 
Eine leichtgradige Ausprägung der neuropsychologischen Defizite sei daher nachvollziehbar. 
Entgegen der Darstellung von Dr. G.____ könne es zudem durchaus sein, dass die Medikamente 
Olanzapin und Temesta die kognitiven Funktionen leichtgradig beeinträchtigen würden, auch 
wenn sie – wie im vorliegenden Fall – deutlich unterhalb des therapeutischen Wirkspiegels liegen. 
Auch der Nachweis von Olanzapin im Blut des Versicherten bedeute nicht automatisch, dass 
jemals eine psychotische Symptomatik vorgelegen habe, denn obwohl das Antipsychotikum nicht 
im therapeutischen Wirkspiegelbereich lag, seien keine psychotischen Symptome im objektiven 
Befund festzustellen gewesen. Die Gutachten von Dr. H.____ vom 20. Juni 2018 und von med. 
prakt. J.____ vom 11. Dezember 2019 seien zudem kompatibel. Weiter hätten Dr. O.____, Dr. 
H.____ und med. prakt. J.____ entgegen den Ausführungen von Dr. G.____ festgestellt, dass 
der Beschwerdeführer über gute Deutschkenntnis verfüge und die Kommunikationsfähigkeit auf 
Deutsch ausreichend gegeben sei. Letztlich sei die von Dr. G.____ geäusserte Diagnose einer 
schwergradigen depressiven Episode mit psychotischen Symptomen nicht kompatibel mit dem 
von ihm verordneten Therapieumfang und der verordneten Medikation, erhalte der Versicherte 
doch keine Antidepressiva. Auch die Befunde von Dr. H.____ und med. prakt. J.____ entsprä-
chen nicht einer schwergradigen depressiven Episode. Auffällig sei zudem, dass Dr. G.____ in 
keinem seiner Berichte eine Schmerzsymptomatik erwähne und auch keine Schmerzstörung di-
agnostiziere. Zudem bestehe auch kein Widerspruch der gestellten Diagnosen zu der Einschät-
zung der Arbeitsfähigkeit. Zusammenfassend könne aus psychiatrischer Sicht auf das Gutachten 
von med. prakt. J.____ abgestellt und am bisherigen Entscheid festgehalten werden. 
 
6.1 Bei der Durchsicht der vorliegenden medizinischen Berichte und Gutachten fällt auf, 
dass im Gutachten vom 15. Januar 2019 aus rheumatologischer Sicht seit Juli 2018 eine voll-
ständige Arbeitsunfähigkeit sowohl in der angestammten als auch in einer angepassten Tätigkeit 
festgestellt wurde, wodurch der gesundheitliche Zustand als instabil zu beurteilen sei und eine 
erneute Begutachtung frühestens innerhalb von sechs bis neun Monaten diskutiert werden 
könne. Eine erneute Begutachtung erfolgte sodann erst Ende Oktober 2019. Daraus resultiert ein 
Zeitraum von fünfzehn Monaten, in dem die Arbeitsfähigkeit bzw. die Arbeitsunfähigkeit des Be-
schwerdeführers aus rheumatologischer Sicht nicht restlich geklärt ist. Auch wurde mit Schreiben 
von Dr. K.____ vom 8. Januar 2021 darauf hingewiesen, dass aktuell keine Einschätzung über 
etwaige Einschränkungen bzw. das aktuelle Ausmass der Beschwerden vorgenommen werden 
könne. Diesbezüglich seien weitere neurologische und orthopädische Untersuchungsbefunde 

 
 
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und gegebenenfalls eine erneute gutachterliche Untersuchung notwendig. Gemäss der vorlie-
genden Aktenlage wurden allerdings keine weiteren Untersuchungen durchgeführt und auf 
Grundlage der unvollständigen Aktenlage verfügt. Es wird nicht erklärt und es ist deshalb auch 
nicht nachvollziehbar, warum der Beschwerdeführer im Zeitraum vom 28. Mai 2015 bis 30. Okto-
ber 2019 zu 100 % arbeitsfähig und ab dem 31. Oktober 2019 zu 80 % arbeitsfähig sei, obwohl 
ab Ende Juli 2018 bis mindestens dem 15. Januar 2019 eine vollständige Arbeitsunfähigkeit vor-
lag und die aktuelle Arbeitsfähigkeit nicht restlos geklärt ist. 
 
Anzumerken bleibt, dass der Beschwerdeführer aus der Stellungnahme von Dr. G.____ vom 
29. März 2021 nichts zu seinen Gunsten abzuleiten vermag. Wie Dr. M.____ mit Stellungnahme 
vom 14. April 2021 zu Recht ausführt, wurden beim Beschwerdeführer mehrfach maladaptives 
Verhalten ohne Krankheitswert und aggravatorisches Verhalten diagnostiziert, was die Diagno-
seerhebung erheblich erschwerte. Auch konnte sie glaubhaft darlegen, dass eine schwere de-
pressive Episode nicht mit der Medikamentenverordnung übereinstimmt. Das Vorliegen psycho-
tischer Symptome scheint ebenso für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit nicht relevant, lag die 
Konzentration von Olanzapin im Blut des Versicherten deutlich unterhalb des therapeutischen 
Wirkspiegels. Zudem wurden in den Berichten von Dr. H.____ wie auch von med. prakt. J.____ 
keine psychotischen Symptome mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit festgestellt. Weiter wurde 
in mehreren ärztlichen Berichten festgehalten, dass der Beschwerdeführer über ausreichende 
Deutschkenntnisse verfügt, um die Fragen bei der Untersuchung adäquat und genau beantwor-
ten zu können. Insgesamt kann bezüglich der psychischen Gesundheitseinschränkung die medi-
zinische Sachlage aufgrund der fehlenden Widersprüchlichkeit der ärztlichen Berichte als voll-
ständig abgeklärt angesehen werden. Diesbezüglich sind keine weiteren gutachterlichen Unter-
suchungen durchzuführen und es kann unter ausschliesslicher Berücksichtigung der psychischen 
Beschwerden von einer 100%-igen Arbeitsfähigkeit ab dem 20. Januar 2014 bzw. 80%-igen Ar-
beitsfähigkeit ab dem 31. Oktober 2019 ausgegangen werden. 
 
6.2 Kann auf die vorhandenen Abklärungsberichte nicht abgestellt werden, so lässt sich die 
strittige Frage, in welchem Ausmass der Beschwerdeführer in seiner Arbeitsfähigkeit beeinträch-
tigt ist bzw. war, gestützt auf die vorhandene Aktenlage nicht beurteilen. Der Sachverhalt bedarf 
diesbezüglich weiterer Abklärung, wobei diese durch die Einholung eines neurologischen, ortho-
pädischen sowie rheumatologischen Gutachtens zu erfolgen haben wird. 
 
7. Weiter wird die Bemessung des Valideneinkommens und die Höhe des leidensbedingten 
Abzugs beanstandet. 
 
7.1 Nach Art. 16 ATSG wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Erwerbseinkom-
men, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizi-
nischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätig-
keit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung 
gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass 

 
 
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die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und ei-
nander gegenübergestellt werden. Aus der Einkommensdifferenz lässt sich der Invaliditätsgrad 
bestimmen (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 128 V 30 E. 1).  
 
7.2.1 Bei der Bemessung des hypothetischen Einkommens ohne Gesundheitsschädigung 
(Valideneinkommen) ist entscheidend, was die versicherte Person im massgebenden Zeitpunkt 
nach dem im Sozialversicherungsrecht anzuwendenden Beweisgrad der überwiegenden Wahr-
scheinlichkeit (BGE 115 V 142 E. 8b mit weiteren Hinweisen) als gesunde Person tatsächlich 
verdienen würde. Die Einkommensermittlung hat so konkret wie möglich zu erfolgen, weshalb in 
der Regel vom letzten Lohn, den die versicherte Person vor Eintritt der Gesundheitsschädigung 
erzielt hat, auszugehen ist (Urteil des Bundesgerichts vom 4. Januar 2010, 8C_647/2009, E. 4.3; 
vgl. auch: BGE 134 V 325 E. 4.1).  
 
7.2.2 Der Beschwerdeführer bringt erneut vor, dass sich die Beschwerdegegnerin bei er Be-
messung des Valideneinkommens zu Unrecht auf die Tabellenlöhne der Schweizerischen Lohn-
strukturerhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik und nicht auf den letzten, bei dem ehema-
ligen Arbeitgeber erzielten Lohn, stützt. Wie die Beschwerdegegnerin zu Recht ausführt, ist der 
letzte Arbeitgeber des Beschwerdeführers indessen zwischenzeitlich in Konkurs gefallen, so dass 
nicht davon ausgegangen werden kann, dass der Beschwerdeführer ohne Gesundheitsschädi-
gung noch bei ihm arbeiten würde (vgl. Urteil des Kantonsgerichts vom 18. Mai 2017, 725 16 373 
/ 133, E. 7.2.2 mit Verweis auf Urteile des Bundesgerichts vom 10. November 2014, 
8C_526/2014, E. 6.2 und vom 5. Juni 2012, 8C_183/2012, E. 8.3; vgl. auch: Urteil des Bundes-
gerichts vom 4. November 2016, 8C_586/2016, E. 6.1). Angesichts der im Übrigen schwanken-
den Einkommen des Beschwerdeführers im Jahr vor dem Unfall ist daher – wie bereits im Ver-
fahren 725 16 373 / 133 rechtskräftig entschieden – nicht zu beanstanden, dass die Beschwer-
degegnerin auf das Valideneinkommen gestützt auf die LSE-Tabellenlöhne ermittelt hat.  
 
7.3.1 Das Invalideneinkommen wurde von der IV-Stelle gestützt auf die Lohnstrukturerhebung 
der LSE (2014) festgelegt. Sie hat dabei auf die Tabelle TA 1, Privater Sektor, Total, Kompetenz-
niveau der Tätigkeit 1, Spalte Männer, Fr. 5'312.-- abgestellt und unter Berücksichtigung der No-
minallohnentwicklung sowie der bertriebsüblichen Arbeitszeit einen Jahresverdienst von Fr. 
67'052.-- bzw. ab 31. Oktober 2019 bei einer Arbeitsfähigkeit von 80 % gemäss LSE (2016) einen 
Jahresverdienst von Fr. 53'803.-- ermittelt. Der Besonderheit von Tabellenwerten wird rechtspre-
chungsgemäss dadurch Rechnung getragen, dass bei statistisch ausgewiesenen Zentralwerten 
bestimmte Korrekturen vorgenommen werden. Das anhand von Tabellenwerten ermittelte Invali-
deneinkommen kann nach Ermessen des Rechtsanwenders bzw. der Rechtsanwenderin dann 
reduziert werden, wenn anzunehmen ist, dass eine versicherte Person nach Eintritt des Gesund-
heitsschadens die ihr verbliebene Restarbeitsfähigkeit nur noch mit unterdurchschnittlichem Er-
folg verwerten kann. Für die Festlegung dieser behinderungebedingten Reduktion (sog. leidens-
bedingter Abzug) sind sämtliche Umstände des Einzelfalls zu berücksichtigen. Gemäss bundes-
gerichtlicher Rechtsprechung wird der maximale Abzug vom Tabellenlohn auf 25 % festgelegt. 
Diese Obergrenze wurde bis anhin beibehalten (BITTEL THOMAS, Festlegung des IV-Grades in 
Haftpflicht und Sozialversicherung / I. - II., in: Weber Stephan/Schmid Markus (Hrsg.), Personen-

 
 
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Schaden-Forum 2020, Zürich/Basel/Genf 2020, S. 183). Vorliegend wurde vom ermittelten Inva-
lideneinkommen ein leidensbedingter Abzug von 5 % vorgenommen, womit sich ab dem 20. Ja-
nuar 2014 ein Invalideneinkommen in Höhe von Fr. 63'700.-- und ab 31. Oktober 2019 in Höhe 
von Fr. 51'113.-- ergibt. 
 
Der Beschwerdeführer beantragt in Bezug auf das Invalideneinkommen, es sei entgegen der 
Auffassung der IV-Stelle nicht nur ein leidensbedingter Abzug von 5 %, sondern ein höherer Ab-
zug unter Berücksichtigung seiner psychischen Beschwerden vorzunehmen. 
 
7.3.2 Da sich der leidensbedingte Abzug anhand sämtlicher Umstände des Einzelfalls be-
misst, der medizinische Sachverhalt allerdings im vorliegenden Fall nicht abschliessend abgeklärt 
ist, kann die Frage, ob der leidensbedingte Abzug in Höhe von 5 % hier angemessen ist, bis zur 
vollständigen Abklärung des medizinischen Sachverhalts offengelassen werden.  
 
8. Aus dem Gesagten folgt zusammenfassend, dass die angefochtene Verfügung der IV-
Stelle vom 5. Februar 2021 aufgrund der Notwendigkeit weiterer Abklärungen bezüglich dem 
Verlauf der Arbeitsfähigkeit ab Juli 2018 sowie den aktuellen Einschränkungen bzw. dem Aus-
mass der aktuellen Beschwerden aufzuheben und die Angelegenheit an die IV-Stelle zurückzu-
weisen ist. Diese hat zur Ermittlung der Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerde-
führers ab Juli 2018 weitere Abklärungen vorzunehmen und darüber hinaus im Sinne der Aus-
führungen von Dr. K.____ im Schreiben vom 8. Januar 2021 (vgl. hierzu E. 5.16 und 6.1) die 
etwaigen Einschränkungen bzw. das aktuelle Ausmass der Beschwerden zu ermitteln. Anschlies-
send hat sie den Rentenanspruch des Versicherten gestützt auf die weitergehenden Abklärungen 
neu zu bemessen und zu verfügen. 
 
9. Abschliessend bleibt über die Kosten zu befinden.  
 
9.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1

bis
 IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Be-

willigung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert 
im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen 
ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfahrenskosten 
in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- fest. Nach 
§ 20 Abs. 3 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 
16. Dezember 1993 werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei in an-
gemessenem Ausmass auferlegt. Die ordentlichen Kosten sind neuerdings auch den unterliegen-
den Vorinstanzen zu auferlegen. Vorliegend ist die IV-Stelle mehrheitlich unterliegende Partei. 
Die ordentlichen Kosten von Fr. 800.-- werden somit ihr auferlegt und dem Beschwerdeführer der 
geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 800.-- zurückerstattet. 
 
9.2 Laut Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Da der Beschwerdeführer obsiegende Partei ist, ist ihm eine Parteient-
schädigung zu Lasten der IV-Stelle zuzusprechen. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers 
hat in seiner Honorarnote vom 26. April 2021 für das vorliegende Beschwerdeverfahren einen 

 
 
Seite 15   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Aufwand von 7 Stunden und 20 Minuten sowie Auslagen in Höhe von Fr. 47.90 zuzüglich Mehr-
wertsteuer geltend gemacht. Diese Kostennote ist in Anbetracht der sich stellenden Sachverhalts- 
und Rechtsfragen nicht zu beanstanden. Die Bemühungen sind zu dem in Sozialversicherungs-
prozessen praxisgemäss zur Anwendung gelangenden Stundenansatz von Fr. 250.-- zu entschä-
digen. Dem Beschwerdeführer ist folglich für den Aufwand von Rechtsanwalt Nicolai Fullin eine 
Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 2'026.10 (7 Stunden und 20 Minuten à Fr. 250.-- + Aus-
lagen von Fr. 47.90 zuzüglich 7,7 % Mehrwertsteuer) zu Lasten der IV-Stelle zuzusprechen. 
 
10.1 Des Weiteren beantragt der Beschwerdeführer, es seien die Kosten für den eingeholten 
medizinischen Bericht bei Dr. G.____ in Höhe von Fr. 700.-- von der IV-Stelle zu erstatten. 
 
10.2 Der Versicherungsträger hat die Kosten der Abklärung zu übernehmen, soweit er die 
Massnahmen angeordnet hat (vgl. Art. 45 Abs. 1 ATSG). Erfolgte keine Anordnung von Mass-
nahmen, so übernimmt er deren Kosten dennoch, wenn die Massnahmen für die Beurteilung des 
Anspruchs unerlässlich waren (vgl. UELI KIESER, ATSG-Kommentar, Zürich/Basel/Genf 2020, 
N 30 zu Art. 45). Im vorliegenden Beschwerdeverfahren wäre das Kantonsgericht auch ohne den 
Bericht von Dr. G.____ zum gleichen Schluss gekommen, zumal die Angelegenheit aufgrund der 
unvollständigen neurologischen sowie orthopädischen fachärztlichen Untersuchungsbefunde an 
die Vorinstanz zurückgewiesen wird. Die psychiatrische Beurteilung durch die medexperts wird 
indessen nicht beanstandet. Mit anderen Worten war der Bericht von Dr. G.____ zum Gutachten 
der medexperts für den Entscheid des Gerichts nicht unerlässlich, weshalb von einer Überbin-
dung der Kosten an die IV-Stelle abzusehen ist. 
 
11. Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 17. Juni 2005 
ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht zulässig ge-
gen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbstständig eröffnete Zwischenentscheide 
sind – mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Ausgangsbegeh-
ren (vgl. Art. 92 BGG) – nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten anfechtbar, 
wenn sie einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewirken können (Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG) 
oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen und damit 
einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren ersparen 
würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung handelt es sich 
bei einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger zur Aktenergänzung und an-
schliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern um einen Zwischenent-
scheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen Rückweisungsentscheid, mit 
dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiellrechtlichen Anspruchsvorausset-
zungen) beantwortet wird (BGE 133 V 477 E.4.2). 
 
Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es sich somit um einen Zwischenentscheid 
im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegen-
heiten an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Voraussetzungen 
zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bundesgericht. Die nachstehende Rechtsmittel-
belehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. 
 

 
 
Seite 16   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

 
 
Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als die angefochtene 
Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft vom 5. Februar 2021 aufge-
hoben und die Angelegenheit zur erneuten Abklärung im Sinne der Er-
wägungen und zum Erlass einer neuen Verfügung an die Vorinstanz zu-
rückgewiesen wird. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden der IV-Stelle 
Basel-Landschaft auferlegt. 

Dem Beschwerdeführer wird der geleistete Kostenvorschuss in der 
Höhe von Fr. 800.-- zurückerstattet. 

 3. Der Antrag des Versicherten, die Kosten für das Parteigutachten von Dr. 
G.____ vom 29. März 2021 in Höhe von Fr. 700.-- seien der IV-Stelle 
Basel-Landschaft aufzuerlegen, wird abgelehnt. 

 4. Die IV-Stelle Basel-Landschaft hat dem Beschwerdeführer eine Partei-
entschädigung in der Höhe von Fr. 2'026.10 (inkl. Auslagen und 7,7 % 
Mehrwertsteuer) zu bezahlen.