# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ee2a0561-926a-5709-a61c-1e3a8eee3e58
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-12-23
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 23.12.2008 E-7910/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-7910-2008_2008-12-23.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-7910/2008/
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 3 .  D e z e m b e r  2 0 0 8

Einzelrichterin Marianne Teuscher, 
mit Zustimmung von Richter Kurt Gysi;
Gerichtsschreiber Marco Abbühl.

A._______, Gambia,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung;
Verfügung des BFM vom 2. Dezember 2008 / N_______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-7910/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge seinen Heimat-
staat im Frühjahr 2008 verliess und über Senegal, Libyen und Italien 
am 3. November 2008 illegal in der Schweiz einreiste, wo er noch am 
gleichen  Tag  im  Empfangs-  und  Verfahrenszentrum  B._______  um 
Asyl ersuchte,

dass  am 11.  November  2008  die  Erstbefragung  im  EVZ  B._______ 
stattfand und  am 20. November  2008  die  direkte  Anhörung  gemäss 
Art. 29 Abs. 1 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) 
durchgeführt wurde,

dass  der  Beschwerdeführer  dabei  im  Wesentlichen  vorbrachte,  er 
stamme aus C._______, Gambia,

dass  er  im  Jahre  2007  an  seinem  Arbeitsplatz  D._______  die 
Bekanntschaft mit einem Hotelgast, E._______, gemacht habe,

dass dieser ihm Geld für intime Kontakte angeboten und er zu diesem 
während zwei Monaten – aus finanziellen Gründen – eine intime Be-
ziehung unterhalten habe,

dass ihre Beziehung schliesslich bekannt geworden und er von seiner 
Familie unter Todesandrohung aufgefordert worden sei, diese zu been-
den,

dass  E._______  versprochen  habe,  ihm  bei  seiner  Ausreise  nach 
England behilflich zu sein, um ihm dort ein besseres Leben zu ermög-
lichen,

dass  er  seine  Arbeit  aufgegeben  habe  und  zu  E._______  in  ein 
Appartement  nach F._______ gezogen sei,  wo sie über  eine Woche 
zusammen verbracht hätten, bevor er von einem Freund, G._______, 
erfahren habe, dass sein Vater nach ihm suche, um ihn zu töten,

dass E._______ wegen verbotener  homosexueller  Kontakte  von den 
Behörden gesucht worden sei,

dass er von E._______ Geld für die Ausreise erhalten und Gambia in 

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der  darauffolgenden  Nacht  via  Banjul  auf  dem Seeweg  in  Richtung 
Senegal verlassen habe,

dass er in Senegal rund drei Wochen an einem ihm unbekannten Ort 
verbracht  habe,  bevor er  mit  einem Fischerboot  nach Libyen gereist 
sei, wo er weitere zwei Wochen zugebracht habe,

dass er auf dem Seeweg nach Italien gelangt und dort zunächst vom 
Roten Kreuz aufgenommen und beherbergt worden sei,

dass er vom Roten Kreuz entlassen worden sei und er in der Folge ei-
nige Tage in Mailand auf der Strasse verbracht habe, 

dass  er  einen  unbekannten  Schwarzen  getroffen  habe,  welcher  ihm 
ein Ticket in die Schweiz finanziert habe,

dass er in seinem Heimatstaat nie irgendwelche offiziellen Dokumente 
besessen habe und auf seiner Reise nie kontrolliert worden sei,

dass er sich keine Dokumente beschaffen könne, da er Probleme mit 
seiner Familie habe,

dass das BFM mit Verfügung vom 2. Dezember 2008 – eröffnet am 4. 
Dezember 2008 –  in Anwendung von  Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf 
das Asylgesuch nicht eintrat und die Wegweisung aus der Schweiz so-
wie den Vollzug anordnete,

dass  das  BFM zur  Begründung  im Wesentlichen anführte,  dass  der 
Beschwerdeführer trotz wiederholter Aufforderung innerhalb der einge-
räumten Frist keine Reise- oder Identitätspapiere abgegeben habe,

dass es sich bei den Schilderungen des Beschwerdeführers zu seiner 
Ausreise aus dem Heimatstaat um stereotype und realitätsfremde Aus-
sagen handle, welche darauf schliessen lassen würden, dieser versu-
che die wahren Umstände seiner Ausreise und den Besitz von Identi-
tätspapieren zu verschleiern, 

dass keine entschuldbaren Gründe vorliegen würden, die es dem Be-
schwerdeführer verunmöglichen würden, Reise- oder Identitätspapiere 
einzureichen,

dass der Beschwerdeführer nicht in der Lage sei, die Ereignisse chro-

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nologisch geordnet und widerspruchsfrei zu schildern, weshalb seine 
Ausführungen den Anforderungen an die Glaubhaftigkeit gemäss Art. 7 
AsylG nicht standhalten würden,

dass der Beschwerdeführer die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 
und 7 AsylG nicht erfülle und zusätzliche Abklärungen zur Feststellung 
der Flüchtlingseigenschaft oder eines Wegweisungsvollzugshindernis-
ses aufgrund der Aktenlage nicht erforderlich seien,

dass weder  die im Heimatstaat  des Beschwerdeführers herrschende 
politische Situation noch andere Gründe gegen die Zumutbarkeit sei-
ner Rückkehr in den Heimatstaat sprechen würden und der Wegwei-
sungsvollzug technisch möglich und praktisch durchführbar sei,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 10. Dezember 2008 ge-
gen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde er-
hob und dabei  beantragte,  die  Verfügung des  BFM sei  aufzuheben, 
ihm sei die Flüchtlingseigenschaft zuzuerkennen und Asyl zu gewäh-
ren, es sei die Unzulässigkeit, Unzumutbarkeit und Unmöglichkeit des 
Vollzugs  der  Wegweisung festzustellen  und die  vorläufige  Aufnahme 
anzuordnen, ferner sei  ihm die unentgeltliche Prozessführung zu ge-
währen, ein Rechtsbeistand beizugeben und auf die Erhebung eines 
Kostenvorschusses zu verzichten,  eventualiter  sei  die aufschiebende 
Wirkung der Beschwerde wiederherzustellen und die zuständige Be-
hörde vorsorglich anzuweisen, die Kontaktnahme mit den heimatlichen 
Behörden sowie jegliche Datenweitergabe an dieselben zu unterlas-
sen, eventualiter sei der Beschwerdeführer – bei erfolgter Datenweiter-
gabe – in einer separaten Verfügung darüber zu orientieren,

dass auf die Begründung – soweit  für den Entscheid wesentlich – in 
den Erwägungen eingegangen wird,

dass die vorinstanzlichen Akten am 12. Dezember 2008 beim Bundes-
verwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  ent-

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scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt 
ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungswei-
se  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legiti-
miert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Be-
schwerde einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 6 AsylG i.V.m. 
Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichtein-
tretensentscheid als unrechtmässig erachtet – einer selbständigen ma-
teriellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die 
Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Ent-
scheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskom-
mission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ge-
mäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen 
der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, 
soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. 
BVGE 2007/8 insb. E. 5.6.5 S. 90 f.),

dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfah-
ren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen 
Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozess-
gegenstand bildet (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

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dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 
Kognition zukommt,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG),

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), auf Grund der 
Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigen-
schaft  festgestellt  wird  (Art.  32  Abs.  3  Bst.  b  AsylG)  oder  sich  auf 
Grund der Anhörung erweist, dass zusätzliche Abklärungen zur Fest-
stellung der Flüchtlingseigenschaft  oder eines Wegweisungsvollzugs-
hindernisses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass die Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG eine summari-
sche  materielle  Prüfung  der  Glaubwürdigkeit  der  gesuchstellenden 
Person voraussetzt,  aus der sich das offensichtliche Fehlen von Hin-
weisen auf  die Erfüllung der Flüchtlingseigenschaft  beziehungsweise 
der  Voraussetzungen für  die  Gewährung vorübergehenden Schutzes 
ergeben muss (vgl. EMARK 2004 Nr. 22 S. 147 ff.),

dass im Rahmen von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG lediglich – wie von 
der Vorinstanz korrekt vorgenommen – eine summarische Glaubhaftig-
keitsprüfung der Verfolgungsvorbringen vorzunehmen ist,

dass hinsichtlich  der  zur  Begründung des Asylgesuches geltend ge-
machten  Vorbringen  des  Beschwerdeführers  vorweg  auf  dessen  im 
Rahmen  der  Erstbefragung  vom  11.  November  2008  im  EVZ 

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B._______  protokollierten  Aussagen  sowie  auf  das  Protokoll  der 
direkten Bundesanhörung vom 20. November 2008 zu verweisen ist,

dass  zunächst  zu  prüfen ist,  ob  für  das  Nichteinreichen  von Reise- 
oder Identitätspapieren entschuldbare Gründe vorliegen,

dass der Beschwerdeführer diesbezüglich vorbrachte, er besitze eine 
Geburtsurkunde, welche sich bei seiner Mutter befinde (vgl. A4/ S. 4),

dass er sich keine Dokumente Beschaffen könne, da er Probleme mit 
seiner Familie habe (vgl. A4/ S. 5 und A7/ S. 3),

dass der Beschwerdeführer somit bei den heimatlichen Behörden re-
gistriert  ist  und er  gemäss eigenen Aussagen mit  den Behörden nie 
persönlich Probleme gehabt hat (vgl. A4/ S. 6 f.),

dass es ihm folglich zumutbar gewesen wäre, sich beispielsweise über 
seinen Freund G._______ ein Duplikat seiner Geburtsurkunde zu be-
schaffen,

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge keine Anstren-
gungen  unternommen  hat,  sich  in  seinem  Heimatstaat  Reise-  oder 
Identitätspapiere zu beschaffen (vgl. A7/ S. 4),

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  aufgrund der  Ausführungen des 
Beschwerdeführers davon ausgeht, er habe für seine Reise authenti-
sche Identitäts- und Reisepapiere verwendet, welche er jedoch innert 
48  Stunden  und  bis  heute  in  Verletzung  seiner  gesetzlichen  Mitwir-
kungspflicht (vgl. Art. 8 Abs. 1 Bst. b AsylG) den schweizerischen Be-
hörden nicht aushändigte, zumal in der Beschwerde nichts geltend ge-
macht  wird,  was diesbezüglich  zu  einer  anderen  Beurteilung  führen 
könnte,

dass im Übrigen auf die entsprechenden Erwägungen der Vorinstanz 
verwiesen werden kann, ohne diese im Einzelnen zu wiederholen,

dass sich die Vorbringen in der knapp gehaltenen Beschwerdeschrift 
sodann nicht mit den vorinstanzlichen Erwägungen in der angefochte-
nen Verfügung vom 2. Dezember 2008 auseinandersetzen,

dass  somit  keine  entschuldbaren  Gründe  für  das  Nichtvorlegen  von 

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Reise- oder Identitätspapieren ersichtlich sind und die Vorinstanz das 
Vorliegen solcher Gründe zu Recht verneint hat,

dass mithin zu prüfen bleibt, ob die Vorinstanz aufgrund der Anhörung 
zu Recht  weder die Flüchtlingseigenschaft  festgestellt  noch zusätzli-
che Abklärungen zu deren Feststellung beziehungsweise zur Feststel-
lung  von  Wegweisungsvollzugshindernissen  als  erforderlich  erachtet 
hat,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  im Urteil  BVGE 2007/8  festhält, 
dass auf ein Asylgesuch nicht einzutreten sei, wenn bereits auf Grund 
einer summarischen Prüfung festgestellt werden könne, dass die asyl-
suchende Person die Flüchtlingseigenschaft  nicht  erfülle,  wobei  sich 
die Offensichtlichkeit der fehlenden Flüchtlingseigenschaft aus der Un-
glaubhaftigkeit der Vorbringen, aber auch aus der fehlenden Asylrele-
vanz ergeben könne,

dass Eingriffe in  Leib, Leben oder Freiheit  eine bestimmte Intensität 
aufweisen müssen, um als asylrelevant angesehen zu werden und le-
diglich  geringe  Beeinträchtigungen  dazu  nicht  genügen,  zumal  das 
Asylrecht nicht Opfer jeglichen Unrechts schützen will (vgl. ACHERMANN/ 
HAUSAMMANN, Handbuch des Asylrechts, 2. vollständig überarbeitete Auf-
lage, Bern/Stuttgart 1991, S. 77),

dass  der  Beschwerdeführer  vorliegend  keine  konkreten  Eingriffe  in 
Leib, Leben oder Freiheit geltend macht,

dass zu prüfen bleibt, ob aus den geltend gemachten Nachstellungen 
für den Beschwerdeführer ein unerträglicher psychischer Druck resul-
tiert, welcher den Verbleib im Heimatstaat als objektiv unzumutbar er-
scheinen lässt,

dass dabei Ausgangspunkt immer ein konkreter Eingriff sein muss, der 
stattgefunden hat oder mit solcher Wahrscheinlichkeit droht, dass die 
Furcht  vor  ihm als  begründet  erscheint  (vgl.  ACHERMANN/  HAUSAMMANN, 
Handbuch  des  Asylrechts,  2.  vollständig  überarbeitete  Auflage, 
Bern/Stuttgart 1991, S. 79),

dass der Beschwerdeführer – wie bereits ausgeführt – keinen konkre-
ten Eingriff geltend macht,

dass er sich auch nach Bekanntwerden seiner intimen Beziehung zu 

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E._______ noch während über einer Woche in F._______ aufgehalten 
hat und sich unbehelligt in der Öffentlichkeit Bewegen konnte (vgl. A7/ 
S. 11),

dass  angesichts  dieser  Umstände  auch  eine  Furcht  vor  zukünftiger 
Verfolgung objektiv nicht begründet erscheint, zumal hierfür keine tat-
sächlichen Anhaltspunkte ersichtlich sind,

dass die Vorbringen des Beschwerdeführers nach dem Gesagten, ab-
gesehen von der  seitens  der  Vorinstanz zu Recht  festgestellten  Un-
glaubhaftigkeit  der  Vorbringen,  bereits  wegen fehlender  Asylrelevanz 
den Anforderungen an die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 AsylG 
nicht genügen und auch die Argumentation in der Beschwerdeschrift 
nichts  enthält,  was  als  Indiz  für  die  Erfüllung  der  Flüchtlingseigen-
schaft oder die Notwendigkeit zusätzlicher Abklärungen im Sinne von 
Art. 32 Abs. 3 Bst. b und c AsylG betrachtet werden könnte,

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG 
zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten 
ist,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer sol-
chen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegwei-
sung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und dem-
nach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-

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zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK,  SR 
0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
ersichtlich sind, die dem Beschwerdeführer im Heimat- oder Herkunfts-
staat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage im Heimat- bzw. Herkunftsstaat des 
Beschwerdeführers  noch  individuelle  Gründe  auf  eine  konkrete  Ge-
fährdung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen, weshalb der Voll-
zug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei 
der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (Art.  8  Abs.  4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass  der  Beschwerdeführer  in  der  Rechtsmitteleingabe weiter  bean-
tragte,  die zuständige Behörde sei  vorsorglich  anzuweisen,  die Kon-
taktaufnahme mit  den  Behörden  des  Heimat-  oder  Herkunftsstaates 
sowie jegliche Datenweitergabe an dieselben zu unterlassen, eventuell 
sei  sie  bei  bereits  erfolgter  Datenweitergabe  darüber  in  einer 
separaten Verfügung zu informieren,

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dass angesichts  des offensichtlichen Fehlens  einer  Gefährdung kein 
Anlass für eine vorsorgliche Anweisung an das BFM bestand und im 
jetzigen Zeitpunkt der Antrag hinfällig geworden ist,

dass es der Beschwerdeführerin demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, 

dass die Beschwerde aufgrund der vorstehenden Erwägungen als aus-
sichtslos zu qualifizieren ist, weshalb das Gesuch um Gewährung der 
unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG 
abzuweisen ist,

dass mit der Fällung des vorliegenden Urteils das Gesuch um Verzicht 
auf die Erhebung eines Kostenvorschusses hinfällig wird,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  der  Beschwerdeführerin  aufzuerlegen  sind  (Art. 63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege gemäss 
Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG wird abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr.  600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)
- das BFM, Abteilung Aufenthalt und Rückkehrförderung, mit den Ak-

ten Ref.-Nr. N_______ (per Kurier; in Kopie)
- das Amt für öffentliche Sicherheit, H._______ (per Telefax)

Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber:

Marianne Teuscher Marco Abbühl

Versand: 

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