# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6e4d9320-7188-5147-ba28-87e5c107a2f0
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-02-24
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 24.02.2025 SK.2025.4
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG/CH_BSTG_001_SK-2025-4_2025-02-24.pdf

## Full Text

Verfügung vom 24. Februar 2025 
Strafkammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Maric Demont, Einzelrichter 

Gerichtsschreiber Tornike Keshelava  

Parteien  BUNDESANWALTSCHAFT, vertreten durch Staatsan-

wältin des Bundes Simone Meyer-Burger 

 
gegen 

 

  
A., erbeten verteidigt durch Rechtsanwalt Urs Bänziger 

Gegenstand  
Rückzug der Einsprache 

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

Geschäftsnummer:  SK.2025.4 

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SK.2025.4 

Der Einzelrichter erwägt, dass: 

– die Bundesanwaltschaft am 22. November 2024 einen Strafbefehl gegen A. wegen 

mehrfacher Widerhandlung gegen das Güterkontrollgesetz (Art. 14 Abs. 1 lit. c GKG 

des Bundesgesetzes über die Kontrolle zivil und militärisch verwendbarer Güter, be-

sonderer militärischer Güter sowie strategischer Güter vom 13. Dezember 1996; 

GKG, SR 946.202) erliess; 

– A. am 12. Dezember 2024 Einsprache gegen den Strafbefehl erhob; 

– die Bundesanwaltschaft am Strafbefehl festhielt (Art. 355 Abs. 3 lit. a StPO) und am 

3. Februar 2025 dem hiesigen Gericht den Strafbefehl als Anklageschrift zwecks 

Durchführung eines Hauptverfahrens überwies (Art. 356 Abs. 1 StPO); 

– die Einsprache bis zum Schluss der Parteivorträge zurückgezogen werden kann 

(Art. 356 Abs. 3 StPO) und diesfalls der Strafbefehl zum Urteil wird und in Rechtskraft 

erwächst (DAPHINOFF, Basler Kommentar, 3. Aufl. 2023, Art. 356 StPO N. 24; 

GILLIÉRON/KILLIAS, Commentaire romand, Code de procédure pénale suisse, 2. Aufl. 

2019, Art. 356 N. 13); 

– A. mit Schreiben vom 17. Februar 2025 die Einsprache innert des genannten Zeit-

raums zurückzog; 

– der Rückzug unwiderruflich ist (DAPHINOFF, a.a.O., Art. 356 StPO N. 24; 

GILLIÉRON/KILLIAS, a.a.O., Art. 356 N. 13); 

– der Strafbefehl der Bundesanwaltschaft vom 22. November 2024 somit zum Urteil 

wird und in Rechtskraft erwächst;  

– das Verfahren SK.2025.4 infolgedessen als gegenstandslos abzuschreiben ist; 

– sich die Kosten des gerichtlichen Verfahrens und deren Verlegung nach  

Art. 422–428 StPO bestimmen; 

– zur Regelung der Kostenfolge bei der Gegenstandslosigkeit des Verfahrens grund-

sätzlich auf das allgemeine Kriterium abzustellen ist, wonach die entstandenen Ver-

fahrenskosten von jener Partei zu tragen sind, die das gegenstandslos gewordene 

Verfahren verursacht hat (vgl. Urteil des Bundesgerichts 2C_237/2009 vom 28. Sep-

tember 2009 E. 3.3); 

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SK.2025.4 

– wenn der Einspracherückzug nach Überweisung der Akten an das erstinstanzliche 

Gericht erfolgt (Art. 356 Abs. 1 StPO), die Rückzug erklärende Person die Kosten zu 

tragen hat (statt vieler: Verfügung des Bundesstrafgerichts SK.2023.45 vom 18. De-

zember 2023; DAPHINOFF, Das Strafbefehlsverfahren in der Schweizerischen Straf-

prozessordnung, Diss. 2012, S. 626; GILLÉRON/KILLIAS, a.a.O., Art. 356 N. 14); 

– A. demnach – neben den ihr im (nun rechtskräftigen) Strafbefehl auferlegten Kosten 

des Strafbefehlsverfahrens – die Gerichtskosten zu tragen hat; 

– der Rückzug der Einsprache kurz nach der Eröffnung des Gerichtsverfahrens erfolgte 

und der Aufwand des Gerichts minim war; 

– in Anwendung von Art. 73 Abs. 1 lit. a und b des Bundesgesetzes über die Organisa-

tion der Strafbehörden des Bundes vom 19. März 2010 (StBOG; SR 173.71) i.V.m. 

Art. 1 Abs. 4, Art. 5 und Art. 7 lit. a des Reglements des Bundesstrafgerichts vom 

31. August 2010 über die Kosten, Gebühren und Entschädigungen in Bundesstraf-

verfahren (BStKR; SR 173.713.162) eine minimale Pauschalgebühr von Fr. 200.– 

festzusetzen ist. 

 

 

  

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SK.2025.4 

Der Einzelrichter verfügt: 

1. Das Verfahren SK.2025.4 wird infolge Rückzugs der Einsprache als gegenstandslos 

abgeschrieben. 

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 200.– werden A. auferlegt. 

3. Diese Verfügung wird den Parteien schriftlich eröffnet. 

Im Namen der Strafkammer 

des Bundesstrafgerichts 

 

Der Einzelrichter Der Gerichtsschreiber 

 
 
 
 
 
 
Nach Eintritt der Rechtskraft mitzuteilen an 

- Bundesanwaltschaft als Vollzugsbehörde (vollständig) 

 
 
 
Rechtsmittelbelehrung 

Beschwerde an die Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts 

Gegen Verfügungen und Beschlüsse sowie die Verfahrenshandlungen der Strafkammer des Bundesstrafge-

richts als erstinstanzliches Gericht, ausgenommen verfahrensleitende Entscheide, kann innert 10 Tagen 

schriftlich und begründet Beschwerde bei der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts geführt werden 

(Art. 393 Abs. 1 lit. b und Art. 396 Abs. 1 StPO; Art. 37 Abs. 1 StBOG). 

 

Mit der Beschwerde können gerügt werden: a. Rechtsverletzungen, einschliesslich Überschreitung und Miss-

brauch des Ermessens, Rechtsverweigerung und Rechtsverzögerung; b. die unvollständige oder unrichtige 

Feststellung des Sachverhalts; c. Unangemessenheit (Art. 393 Abs. 2 StPO). 

Einhaltung der Fristen 

Eingaben müssen spätestens am letzten Tag der Frist bei der Strafbehörde abgegeben oder zu deren Handen 

der Schweizerischen Post, einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung oder, im 

Falle von inhaftierten Personen, der Anstaltsleitung übergeben werden (Art. 91 Abs. 2 StPO). 

 

 

 

Versand: 24. Februar 2025