# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** eeb7dfbb-e956-5c55-9aaa-fd18389d106e
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-02-19
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 3. Kammer 19.02.2013 S 2012 63
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_003_S-2012-63_2013-02-19.pdf

## Full Text

S 12 63

2. Kammer als Versicherungsgericht

URTEIL
vom 19. Februar 2013

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

betreffend Versicherungsleistungen nach UVG

1. …, Jahrgang 1979 (Beschwerdeführerin), arbeitete seit Januar 2006 zu 100 % 

als Pflegefachfrau in der Klinik Valens und war bei der … Kranken- und 

Unfallversicherungen AG (Beschwerdegegnerin) obligatorisch unfallversichert. 

Am 1. August 2010 stürzte sie mit dem Fahrrad, weil sie nicht aus der Klick-

Bindung kam, und fiel auf das linke Handgelenk. Die behandelnden Ärzte des 

Kantonsspitals Graubünden, Dr. med. …und Dr. med. .., diagnostizierten 

gleichentags eine vertikal verlaufende, extraartikuläre Fraktur des distalen 

Radius links. Der Bruch wurde konservativ mit einer Gipsfixation behandelt. Die 

Gipsentfernung erfolgte am 13. September 2010. Ab dem 16. September 2010 

war … wieder voll arbeitsfähig.

2. Am 15. November 2011 wurde am linken Handgelenk von … im Kantonsspital 

Graubünden eine MRI-Untersuchung durchgeführt. Gemäss dem MRI-Bericht 

seien neue radiocarpale Schmerzen aufgetreten. Am 23. November 2011 kam 

es im Kantonsspital Graubünden zu einer Nachuntersuchung, da es zu einem 

kurzen schmerzhaften Intervall im Bereich des dorsalen Handgelenksganglions 

an der rechten Hand gekommen sei. In ihrem Bericht vom 24. November 2011 

hielten Dr. med. … und Dr. med. … fest, dass das Arthro-MRI des linken 

Handgelenks unauffällig sei; es habe keine Pathologie des linken Handgelenks 

darstellen können. Zur Stabilisierung des rechten und linken Handgelenks bei 

insgesamt laxalen Gelenken wurden ergotherapeutische Massnahmen 

empfohlen.

3. Mit Schreiben vom 14. Dezember 2011 lehnte die Beschwerdegegnerin die 

Kostenübernahme für die Ergotherapie an der rechten Hand ab. Die 

Beschwerdeführerin habe sich am 1. August 2010 eine Radiusfraktur links 

zugezogen. Die jetzige Behandlung betreffe jedoch Beschwerden an der 

rechten Hand, wofür sie als Unfallversicherer nicht zuständig sei; die 

Kostengutsprache sei an die zuständige Krankenversicherung zu richten. 

Gemäss Aktennotiz der … vom 20. Dezember 2011 teilte die behandelnde 

Ergotherapeutin anlässlich eines Telefonats der Beschwerdegegnerin mit, dass 

die Beschwerdeführerin betreffend die linke Hand (Radiusfraktur) bei ihr in 

Behandlung sei. Der diesbezügliche Fallabschluss sei ihr bekannt, die 

Beschwerdeführerin habe jedoch erneute Beschwerden (Spätfolgen) und 

komme deshalb wieder zu ihr in Behandlung. Die rechte Hand sei momentan 

gar nicht relevant. Die Beschwerdegegnerin wies die Ergotherapeutin darauf 

hin, dass gemäss des Berichts des Kantonsspitals Graubünden nur die 

Beschwerden der rechten Hand (Ganglion) beschrieben seien.

4. Gestützt auf die Beurteilung von Dr. med. …, Vertrauensarzt der 

Beschwerdegegnerin, vom 30. Dezember 2011, wonach ein 

Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und den aktuell beklagten 

Beschwerden „eher nicht“ respektive „nur möglich“ sei, lehnte die 

Beschwerdegegnerin mit Verfügung vom 11. Januar 2012 weitere Leistungen 

aus der Unfallversicherung ab.

5. Am 19. Januar 2012 teilte die Hausärztin der Beschwerdeführerin, Dr. med. …, 

der Beschwerdegegnerin mit, dass sie und ihre Patientin mit der Verfügung 

nicht einverstanden seien. Vor allem treffe die darin enthaltene Aussage nicht 

zu, dass die Behandlung am 14. Dezember 2010 abgeschlossen worden sei. 

Die Beschwerdeführerin sei an diesem Tag das letzte Mal bei ihr in Behandlung 

gewesen. Sie habe damals immer noch Beschwerden angegeben, habe jedoch 

noch etwas abwarten und sich wieder melden wollen, falls die Beschwerden 

schlimmer würden. Sie habe deshalb auf dem Unfallschein nicht das 

Abschlussdatum ausgefüllt, da sie dies noch habe offen halten wollen. Im 

September 2011 habe sich die Beschwerdeführerin dann wieder bei ihr 

gemeldet, da die Beschwerden nicht gebessert hätten.

6. Am 23. Januar 2012 erhob … Einsprache gegen die Verfügung der … vom 11. 

Januar 2012. Dass die Behandlung am 14. Dezember 2010 abgeschlossen 

worden sei, sei nicht korrekt. Das in diesem Zusammenhang geführte Telefonat 

habe nicht mit der behandelnden Ärztin, Dr. med. …, sondern mit der 

medizinischen Praxisassistentin stattgefunden. Aus diesem Telefonat könne 

nicht geschlossen werden, dass die Behandlung abgeschlossen sei.

7. Im Rahmen des Einspracheverfahrens nahm Dr. med. …, Vertrauensarzt der 

…, am 22. Februar 2012 eine Aktenbeurteilung vor bezüglich der Frage, ob es 

sich bei den von … im Herbst 2011 geltend gemachten Beschwerden um einen 

Rückfall oder eventuell fortlaufende Folgen des Unfallereignisses vom 1. 

August 2010 handeln könne. Dr. med. … kam zum Schluss, dass sich die 

Wahrscheinlichkeit der natürlichen Kausalität der im Herbst 2011 geltend 

gemachten Beschwerden (inkl. Verlauf) mit der am 1. August 2010 

zugezogenen distalen Radiusfraktur lediglich mit „eventuell möglich“, aber 

keineswegs als „überwiegend wahrscheinlich“ einschätzen lasse.

8. Mit Einspracheentscheid vom 23. April 2012 lehnte die … die Einsprache von 

… ab.

9. Gegen diesen Entscheid erhob … (nachfolgend: Beschwerdeführerin) am 22. 

Mai 2012 Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden und 

beantragte die Aufhebung des Einspracheentscheides vom 23. April 2013. Die 

Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, die Kosten für die Behandlung der 

Folgen des Unfalls vom 1. August 2010 seit September 2011 zu übernehmen. 

Die Beschwerdegegnerin stelle sich auf den Standpunkt, der Fall sei Ende 2010 

abgeschlossen worden, was jedoch nicht zutreffe. Die Schmerzen seien immer 

existent gewesen und hätten sie im September 2011 wieder zur Ärztin geführt. 

Der status quo sine oder ante sei bis heute nicht eingetreten. Die 

Beschwerdegegnerin habe den Fall denn auch nie mit einer Verfügung 

abgeschlossen. Die erste und einzige Verfügung habe sie von ihr am 11. 

Januar 2012 erhalten. Der Fall sei deshalb nicht abgeschlossen gewesen, was 

Auswirkungen auf die Beweislast habe. Selbst wenn wegen der nicht erfolgten 

Arztkontakte zwischen anfangs Januar 2011 und September 2011 von einem 

Rückfall auszugehen wäre, bliebe die Beschwerdegegnerin nach Art. 11 UVV 

zur Gewährung von Versicherungsleistungen verpflichtet. Die Beurteilung durch 

die Vertrauensärzte der Beschwerdegegnerin (Dr. med. … und Dr. med. …) 

erweise sich als ungenügend. Es habe nie ein persönlicher Kontakt 

stattgefunden und sie sei nicht von ihnen selbst untersucht worden. Diese 

hätten denn auch übersehen, dass die Schwangerschaft mit der Geburt des 

Kindes schon im November 2010 zu Ende gegangen sei und sie, die 

Beschwerdeführerin, bis zur Konsultation der Hausärztin im September 2011 

nicht wieder schwanger geworden sei und damit auch keine hormonell bedingte 

Laxizität der Gelenke vorliegen könne. Hinzu komme, dass keiner der Ver-

trauensärzte ausgewiesenes Fachwissen in Hand- und Unfallchirurgie habe. Es 

sei deshalb in höchstem Masse zweifelhaft, ob sie in der Lage seien, die 

Ursachen für die von ihr geklagten Beschwerden zuverlässig zu klären. Ihre 

Berichte genügten den Beweisanforderungen nicht. Die vorhandenen 

medizinischen Akten liessen keinen klaren Entscheid darüber zu, inwieweit 

hinsichtlich der im September 2011 gemeldeten Beschwerden und dem Unfall 

vom 1. August 2010 ein natürlicher Kausalzusammenhang bestehe oder ob sie 

uneingeschränkt auf die neu gestellte, unfallfremde Diagnose einer hormonell 

bedingten Laxizität der Gelenke zurückzuführen sei. Ein Sachverhalt, von dem 

mit überwiegender Wahrscheinlichkeit anzunehmen wäre, er treffe zu, könne 

demzufolge vorliegend nicht als ausgewiesen gelten. Die Beschwerdegegnerin 

wäre in dieser Situation verpflichtet gewesen, eine umfassende medizinische 

Begutachtung zu veranlassen und davor bei den behandelnden Ärzten Berichte 

einzuholen.

10. In ihrer Vernehmlassung vom 6. Juli 2012 beantragte die Beschwerdegegnerin 

die Abweisung der Beschwerde. Es handle sich vorliegend um einen Rückfall, 

die Behandlung sei abgeschlossen gewesen. Zwischen Dezember 2010 und 

November 2011 seien keine medizinischen Leistungen in Anspruch genommen 

worden. Die Behauptung, dass die Beschwerdeführerin immer unter Schmerzen 

am Handgelenk gelitten habe, finde in den Akten keine Stütze. Der 

medizinische Sachverhalt sei ausreichend abgeklärt worden. Weil von einem 

Rückfall auszugehen sei, müsse mit dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit erstellt sein, dass die nunmehr geklagten Beschwerden auf 

das Unfallereignis zurückzuführen seien, was vorliegend nicht zutreffe. Die 

geklagten Beschwerden seien vielmehr krankhafter Natur und stünden mit dem 

Unfallereignis vom 1. August 2010 in keinem natürlichen 

Kausalzusammenhang.

11. In ihrer Replik vom 22. August 2012 hielt die Beschwerdeführerin vollumfänglich 

an ihren Vorbringen fest. Sie verlangte ergänzend die Vornahme einer 

Arthroskopie, um der Vermutung von Dr. med. …, Handchirurgie im 

Kantonsspital Graubünden, wonach auf dem MRI nicht erkennbare 

Narbenstränge die geklagten Beschwerden verursachen könnten, nachgehen 

zu können. 

12. In ihrer Duplik vom 12. September 2012 hielt die Beschwerdegegnerin an ihren 

Vorbringen fest. Die Angaben der behandelnden Ärzte und die angefertigten 

Bilder des Handgelenks hätten den Vertrauensärzten eine Beurteilung ohne 

Untersuchung der Beschwerdeführerin ermöglicht. Sie sei deshalb ihrer 

Abklärungspflicht rechtsgenüglich nachgekommen. Die angeblichen Aussagen 

von Dr. med. …, wonach Narbenstränge die Ursache der Schmerzen sein 

könnten, seien ihr nicht bekannt. Es sei schleierhaft, weshalb die 

Beschwerdeführerin Dokumente, die solche Aussagen enthalten würden, nicht 

offen lege. Die Beschwerdeführerin komme ihrer Mitwirkungspflicht nicht nach 

und es könne ihr nicht ungenügende Abklärung des Sachverhalts vorgeworfen 

werden. Dass Narbenstränge Ursache der Beschwerde seien, werde 

ausdrücklich bestritten.

13. Auf Begehren der Beschwerdeführerin wurde deren Krankengeschichte bei Dr. 

med. … und beim Kantonsspital Graubünden zur Edition verlangt. In ihrer 

Stellungnahme dazu vom 27. November 2012 beantragte die 

Beschwerdeführerin, es sei ein neutrales Gutachten zur Unfallkausalität der 

Schmerzen einzuholen. Im Übrigen hielt sie an den bereits vorgebrachten 

Rügen fest. Die Beschwerdegegnerin machte in ihrer Stellungnahme vom 3. 

Dezember 2012 geltend, der Krankengeschichte sei zu entnehmen, dass kein 

behandelnder Arzt einen Kausalzusammenhang zwischen den geklagten 

Beschwerden und dem Unfallereignis am 1. August 2010 behauptet habe. 

Vielmehr werde auf einen vollständig ausgeheilten Bruch hingewiesen. Neue 

Erkenntnisse lägen nicht vor, weshalb die Beschwerde abzuweisen sei.

Auf die weiteren Vorbringen der Parteien sowie auf den angefochtenen 

Entscheid wird, soweit erforderlich, im Rahmen der Erwägungen eigegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Anfechtungsobjekt im vorliegenden Verfahren bildet der Einspracheentscheid 

der Beschwerdegegnerin vom 23. April 2012. Strittig und zu prüfen ist, ob die 

Beschwerdegegnerin als Unfallversicherer zu Recht ihre Leistungspflicht im 

Zusammenhang mit den ab Herbst 2011 am linken Handgelenk der 

Beschwerdeführerin aufgetretenen Beschwerden verneint hat. Zu klären gilt es 

hierbei namentlich, ob diese Beschwerden im Zusammenhang stehen mit dem 

Unfallereignis vom 1. August 2010, für dessen Behandlung die 

Beschwerdegegnerin die Kosten nach den Bestimmungen des Bundesgesetzes 

über die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) übernommen hatte.

2. a) Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers setzt nach dem Bundesgesetz 

über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) 

sowie der Spezialgesetzgebung im Unfallversicherungsrecht (UVG; SR 832.20) 

zunächst voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem geklagten 

Gesundheitsschaden ein natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang 

besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhanges sind alle 

Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als 

verwirklicht gedacht werden kann. Ob zwischen einem schädigenden Ereignis 

und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang 

bestehe, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung und im Beschwerdefall der 

Richter nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit 

eines Sachzusammenhanges genügt für die Begründung eines 

Leistungsanspruches noch nicht (vgl. BGE 129 V 177 E.3.1; 118 V 286 E.1b; 

117 V 369 E.3a; Sozialversicherungsrecht Rechtsprechung [SVR] 8-9/2003 

Unfallversicherung [UV] Nr. 11 E.3.1; SVR 8-9/2003 UV Nr. 12 E.3.1.1).

b) Als adäquate oder rechtserhebliche Ursache eines Erfolges hat ein Ereignis 

dann zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der 

allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des 

eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das 

Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E.3.2; 125 V 456 

E.5a; 123 V 137 E.3c; 122 V 415 E.2a; 121 V 45 E.3a; SVR 8-9/2003 UV Nr. 12 

E.3.2.1; SVR 8-9/2003 UV Nr. 11 E.3.2). Der Voraussetzung des adäquaten 

Kausalzusammenhanges kommt die Funktion einer Haftungsbegrenzung zu 

(BGE 129 V 177 E.3.3; 125 V 456 E.5c; 123 V 98 E.3b). Sie hat bei allen 

Gesundheitsschädigungen, die aus ärztlicher Sicht mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit als natürliche Unfallfolgen gelten, Platz zu greifen (SVR 

9/2002 UV Nr. 11 E.2b). Die Frage der Adäquanz ist eine Rechtsfrage (vgl. 

BGE 117 V 369 E.4a); sie ist nicht von medizinischen Sachverständigen, 

sondern vom Richter zu beurteilen.

c) Gemäss Art. 11 der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV; SR 

832.202) werden die Versicherungsleistungen auch für Rückfälle und 

Spätfolgen gewährt. Laut Rechtsprechung handelt es sich bei einem Rückfall 

um das Wiederaufflackern einer vermeintlich geheilten Verletzung, sodass es 

zu ärztlicher Behandlung, möglicherweise zu weiterer Arbeitsunfähigkeit kommt 

(BGE 105 V 35 E.1c; 118 V 293 E.2c; vgl. auch RUMO-JUNGO, Rechtsprechung 

des Bundesgerichts zum UVG, Zürich 1991, S. 41). Von Spätfolgen spricht 

man, wenn ein scheinbar geheiltes Leiden im Verlaufe längerer Zeit organische 

oder psychische Veränderungen bewirkt, die zu einem anders gearteten 

Krankheitsbild führen können. Rückfälle und Spätfolgen schliessen somit 

begrifflich an ein bestehendes Unfallereignis an. Entsprechend können sie eine 

Leistungspflicht des Unfallversicherers nur auslösen, wenn zwischen den 

erneut geltend gemachten Beschwerden und der seinerzeit beim versicherten 

Unfall erlittenen Gesundheitsschädigungen ein natürlicher und adäquater 

Kausalzusammenhang bejaht werden kann (SVR 8-9/2003 UV Nr. 14 E.4 S. 43; 

BGE 118 V 296 E.2c; RKUV 1994 Nr. U 206 S. 326 E.2).

Bei Rückfällen und Spätfolgen obliegt es der versicherten Person, das 

Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen dem neuen 

Beschwerdebild und dem Unfall mit dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit nachzuweisen. Je grösser der zeitliche Abstand zwischen 

dem Unfall und dem Auftreten der gesundheitlichen Beeinträchtigung ist, desto 

strengere Anforderungen sind an den Wahrscheinlichkeitsbeweis des 

natürlichen Kausalzusammenhangs zu stellen (RKUV 1997 Nr. U 275 S. 191 

E.1c in fine). Bei Beweislosigkeit fällt der Entscheid zu Lasten der versicherten 

Person aus (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 E.3b). Werden durch den Unfall 

Beschwerden verursacht, übernimmt die Unfallversicherung den durch das 

Unfallereignis verursachten Schaden, spätere Gesundheitsstörungen dagegen 

nur, wenn eindeutige Brückensymptome gegeben sind (Urteil des 

Eidgenössischen Versicherungsgerichts U 293/01 vom 17. Mai 2002 E.1, mit 

Hinweisen auf die Literatur).

d) Standen zu einem bestimmten Zeitpunkt keine Leistungen mehr zur Diskussion, 

kann ein Rückfall auch vorliegen, ohne dass der versicherten Person mitgeteilt 

wurde, der Versicherer schliesse den Fall ab und stelle die Leistungen ein (vgl. 

hierzu Urteile des Bundesgerichts 8C_433/2007 vom 26. August 2008 E.2.3; 

8C_102/2008 vom 26. September 2008 E.4.1). In dieser Konstellation ist 

entscheidend, ob zum damaligen Zeitpunkt davon ausgegangen werden 

konnte, es werde keine Behandlungsbedürftigkeit und/oder Arbeitsunfähigkeit 

mehr auftreten. Dies ist im Rahmen einer ex-ante-Betrachtung unter 

Berücksichtigung der konkreten Umstände zu beurteilen. Dabei kommt der Art 

der Verletzung und dem bisherigen Verlauf eine entscheidende Rolle zu: Lag 

ein vergleichsweise harmloser Unfall mit günstigem Heilungsverlauf vor, 

welcher nur während relativ kurzer Zeit einen Anspruch auf Leistungen 

begründete, wird tendenziell eher von einem stillschweigend erfolgten 

Abschluss auszugehen sein als nach einem kompliziert verlaufenen 

Heilungsprozess. Andererseits ist der Leistungsanspruch unter dem Aspekt des 

Grundfalls und nicht unter demjenigen eines Rückfalls zu prüfen, wenn die 

versicherte Person während der leistungsfreien Zeit weiterhin an den nach dem 

Unfall aufgetretenen Beschwerden litt (vgl. Urteil des Bundesgerichts 

8C_433/2007 vom 26. August 2008 E.2.3).

3. a) Zu entscheiden ist zunächst, ob bei den von der Beschwerdeführerin im Herbst 

2011 geklagten Beschwerden ein Rückfall im unter E.2 beschriebenen Sinn 

vorliegt oder ob vom Grundfall im Zusammenhang mit dem Unfallereignis vom 

1. August 2010 auszugehen ist. Unbestritten ist, dass die Beschwerdeführerin 

wegen des am 1. August 2010 erfolgten Unfalls im Herbst/Winter 2010 in 

ärztlicher Behandlung war. Nach der Geburt ihrer Tochter (24. November 2010) 

konnte die Beschwerdeführerin gemäss der Krankengeschichte ihrer Hausärztin 

nicht mehr in die Ergotherapie gehen, obwohl sie angeblich noch Schmerzen 

hatte. 

Gemäss Aktennotiz der Beschwerdegegnerin vom 15. Dezember 2010 teilte ihr 

die Beschwerdeführerin mit, dass sie noch Schmerzen beim Aufstützen des 

Handgelenks und bei Belastungen habe. Sie werde mit ihrer Hausärztin, Dr. 

med. …, Kontakt aufnehmen und das weitere Vorgehen besprechen. Sie 

denke, dass es bis zur Heilung noch Zeit brauche. Die Beschwerdegegnerin 

macht weiter geltend, gemäss eigener Aktennotiz vom 18. Januar 2011 habe ihr 

die Praxisassistentin von Dr. med. … mitgeteilt, dass die Behandlung der 

Beschwerdeführerin am 14. Dezember 2010 abgeschlossen worden sei. Die 

Beschwerdeführerin wendet dagegen ein, dass am 14. Dezember 2010 nicht 

die Behandlung abgeschlossen worden sei, sondern die (vorläufig) letzte 

Behandlung stattgefunden habe. Mit ihrer Hausärztin sei sie so verblieben, dass 

sie sich im Januar 2011 wieder melden würde, falls die Fortsetzung der 

Ergotherapie nötig wäre.

In welcher Weise die Beschwerdegegnerin von der Hausärztin der 

Beschwerdeführerin bzw. deren Praxisassistentin informiert wurde, kann 

vorliegend offen gelassen werden. Denn fest steht, dass die 

Beschwerdeführerin ihrer Hausärztin am 6. Januar 2011 mitteilte, es gehe ihr 

soweit gut bzw. dass sie sich wieder melden würde, falls eine erneute 

Verschlechterung eintreten würde. Dahingehend wurde auch die 

Beschwerdegegnerin informiert. Der nächste Eintrag in der Krankengeschichte 

datiert vom 27. September 2011, als sich die Beschwerdeführerin wegen der 

geklagten Beschwerden erneut in Behandlung begab. Gestützt auf die 

Krankengeschichte der Hausärztin ergibt sich somit, dass im Jahr 2011 

während mehrerer Monate keine Arztkonsultationen bezüglich der geklagten 

Schmerzen stattfanden.

b) Was den Fallabschluss betrifft, so erfolgte dieser – jedenfalls was den Zeitraum 

betrifft, in dem keine Arztkonsultationen stattfanden – nicht mittels formeller 

Verfügung. Eine solche wurde von der Beschwerdegegnerin erst am 11. Januar 

2012 erlassen, nachdem sie mit Schreiben vom 14. Dezember 2012 die 

Kostenübernahme für die Ergotherapie an der rechten Hand ab Herbst 2011 

abgelehnt hatte. Die Beschwerdeführerin ist deshalb der Auffassung, dass kein 

Fallabschluss erfolgt sei und die im Herbst 2011 geklagten Beschwerden nicht 

als Rückfall zu werten, sondern im Rahmen des Grundfalles zu behandeln 

seien. Die Beweislast, dass zwischen diesen Beschwerden und dem 

Unfallereignis kein Kausalzusammenhang bestehe, obliege deshalb der 

Beschwerdegegnerin und nicht ihr.

Massgeblich ist jedoch nicht, ob der Fallabschluss mittels formeller Verfügung 

erfolgte, sondern ob aufgrund einer ex-ante-Betrachtung gesagt werden kann, 

dass der Grundfall abgeschlossen sei. Gemäss den Akten, insbesondere 

gemäss der Krankengeschichte von Dr. med. …, standen keine weiteren 

Leistungen mehr zur Diskussion, nachdem ihr die Beschwerdeführerin am 6. 

Januar 2011 gemeldet hatte, es gehe ihr soweit gut. Angesichts der gesamten 

Umstände, namentlich dem nicht allzu gravierenden Unfallereignis, der kurzen 

Behandlungsdauer, der kurzen Dauer der Arbeitsunfähigkeit (Unfall am 1. 

August 2010, seit 16. September 2010 wieder voll arbeitsfähig), konnte 

angenommen werden, dass die Unfallfolgen geheilt und weder eine 

Behandlungsbedürftigkeit noch eine Arbeitsunfähigkeit auftreten würden. Es 

fehlt im Weiteren an aktenkundigen, fortdauernden Beschwerden während der 

rund neun Monaten ohne Arztkonsultation. Demgegenüber ging die Hausärztin 

der Beschwerdeführerin, wie ihrer Stellungnahme vom 2. Mai 2012 zu 

entnehmen ist, selbst von einem Rückfall aus. Wie einer Aktennotiz der 

Beschwerdegegnerin vom 20. Dezember 2011 zu entnehmen ist, ging auch die 

Ergotherapeutin der Beschwerdeführerin bei den im Herbst 2011 aufgetretenen 

Schmerzen von erneuten Beschwerden aus, welche die Beschwerdeführerin 

wieder in Behandlung geführt hätten. Die Beschwerdeführerin macht in diesem 

Zusammenhang zwar geltend, die Beschwerden hätten immer bestanden, seien 

aber aufgrund der schwangerschaftsbedingten körperlichen Schonung nicht 

zutage getreten. Die Mitteilung der Beschwerdeführerin an ihre Hausärztin, es 

gehe ihr soweit gut (6. Januar 2011), erfolgte jedoch nach der Geburt ihrer 

Tochter (24. November 2010). Es kann angenommen werden, dass sie zu 

jenem Zeitpunkt körperlich wieder voll belastbar war und sich insbesondere 

auch gelegentlich auf die linke Hand abstützte, zumal es sich dabei um einen 

ganz alltäglichen Vorgang handelt. Die beschriebene Bewegung gab die 

Beschwerdeführerin im Herbst 2011 als schmerzverursachend an. In der 

Zwischenzeit sind keine Beschwerden aktenkundig, weshalb davon 

ausgegangen werden kann, dass solche während der rund neunmonatigen Zeit 

ohne Arztkonsultation nicht bestanden. Die ab September 2011 geltend 

gemachten Beschwerden sind somit – auch ohne Mitteilung des 

Fallabschlusses an die Beschwerdeführerin – unter dem Gesichtspunkt des 

Rückfalls (und nicht des Grundfalls) zu prüfen.

4. a) Liegt ein Rückfall vor, so obliegt es, wie bereits erwähnt, der versicherten 

Person, das Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen dem 

neuen Beschwerdebild und dem Unfall mit dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit nachzuweisen. Ein bloss möglicher Zusammenhang reicht 

demnach nicht aus, weshalb bei einem solchen keine Leistungspflicht für die 

Versicherung besteht.

b) Bezüglich der ab September 2011 geltend gemachten Beschwerden am linken 

Handgelenk kann dem Bericht von Dr. med. … vom 27. Oktober 2011 

zusammenfassend entnommen werden, dass betreffend das linke Handgelenk 

Beschwerden dorsal über dem SL-Intervall bei Flexion und Extension vorlägen. 

Sowohl das linke als auch das rechte Handgelenk würden eine klinisch leichte 

radiocarpale Instabilität aufweisen, midcarpal seien sie jedoch stabil. 

Durchblutung und Sensibilität seien jeweils ohne Pathologie. Radiologisch 

würden beide Handgelenke ein normales carpales Alignement zeigen. Der 

Arztbericht von Dr. med. … und Dr. med. … vom 24. November 2011 erwähnt, 

dass mit ergotherapeutischen Massnahmen zur Stabilisierung des rechten und 

linken Handgelenks bei insgesamt laxalen Gelenken begonnen werde. Dr. med. 

… und Dr. med. … gehen somit von beidseitig laxalen Handgelenken aus. In 

ihrem Bericht werden in diesem Zusammenhang weder die Schwangerschaft 

noch der Unfall erwähnt.

Diese Einschätzung steht in Einklang mit dem Bericht von Dr. med. …, 

Leitender Arzt Radiologie im Kantonsspital Graubünden, über die Arthro-MRI-

Untersuchung des linken Handgelenks vom 15. November 2011. Dr. med. … 

stellte vereinzelte artefizielle Lufteinschlüsse intraartikulär, ein homogenes 

Knochenmarksignal, keine Ödemzonen, normales carpales Allignement, 

reguläre Knorpelbeläge sowie eine normale Darstellung der intrinsischen 

Ligamente (insbesondere des SL-Bandes bei normaler scarpholunärer Distanz) 

fest. Es bestehe kein Nachweis einer ganglionverdächtigen Struktur. Der TFCC 

(triangulärer fibrokartilaginärer Komplex) sei ohne Rissbildung und normal. Die 

Darstellung der Flexoren- und Extensorensehnen sei unauffällig. Das Arthro-

MRI des linken Handgelenkes erweise sich als unauffällig und es bestehe 

insbesondere kein Ganglionnachweis. Die distale Radiusfraktur sei vollständig 

konsolidiert.

Keiner der behandelnden Ärzte stellte demnach einen Kausalzusammenhang 

zwischen den geklagten Beschwerden und dem Unfall her. Vielmehr wurde 

übereinstimmend festgehalten, dass die unfallbedingte Radiusfraktur an der 

linken Hand vollständig ausgeheilt sei und die geklagten Schmerzen auf 

insgesamt laxale Gelenke zurückzuführen seien. Ein Zusammenhang zwischen 

diesen Schmerzen und dem Unfall wurde weder festgestellt noch auch nur in 

Erwägung gezogen. Ob die geschilderte Laxizität der Gelenke hormonell 

bedingt und allenfalls mit der Schwangerschaft der Beschwerdeführerin in 

Verbindung zu bringen ist, kann vorliegend offen gelassen werden. In 

Anbetracht der obigen Feststellungen lässt sich jedenfalls kein natürlicher 

Kausalzusammenhang zwischen den ab September 2011 geklagten 

Beschwerden und dem Unfallereignis am 1. August 2010 mit dem Beweisgrad 

der überwiegenden Wahrscheinlichkeit belegen.

c) Die Beschwerdeführerin rügt, dass die Beurteilung durch den Vertrauensarzt 

der Beschwerdegegnerin, Dr. med. …, ohne persönliche Untersuchung erfolgt 

sei, und beantragt ein neutrales Gutachten. Ein Aktengutachten bzw. eine 

aktengestützte Beurteilung ist indes nach der Rechtsprechung zulässig. 

Entscheidend ist, ob genügend Unterlagen vorliegen, was dann der Fall ist, 

wenn die Akten ein vollständiges Bild über Anamnese, Verlauf und 

gegenwärtigen Status ergeben, so dass sich der Experte gesamthaft ein 

lückenloses Bild machen kann (vgl. Urteile des Bundesgerichts U 330/02 vom 

5. Dezember 2003 E.2.3; U 277/01 vom 29. April 2002 E.3c).

aa) Dr. med. … kam in seiner Beurteilung vom 27. Februar 2012 zum Schluss, dass 

anhand des Verlaufs respektive der Beschreibung der Verletzung von einer 

korrekt behandelten und mindestens in ossärem Sinne folgenlos ausgeheilten 

banalen Fraktur des distalen Radius links auszugehen sei. Objektivierbare 

Spätfolgen dieser Fraktur seien weder mit bildgebendem Verfahren noch mit 

klinischer Untersuchung zu erheben. Die von der Handchirurgie des 

Kantonsspitals Graubünden erwogenen und verordneten Massnahmen im 

November 2011 würden auf eine durch Gelenkinstabilität bedingte Problematik 

und nicht auf mögliche Folgen einer früher stattgefundenen, ausgeheilten 

Radiusfraktur zielen. Über die Beschwerden zwischen Dezember 2010 und die 

erste medizinische Behandlung im Herbst 2011 würden nur Selbstangaben der 

Beschwerdeführerin vorliegen. Die Frakturschwere und die Unkompliziertheit 

der Nachbehandlung liessen sich auch anhand der raschen vollen 

Arbeitsaufnahme am 16. September 2010 illustrieren. Anhand dieser Tatsachen 

lasse sich die Wahrscheinlichkeit der natürlichen Kausalität der im Herbst 2011 

geltend gemachten Beschwerden (inkl. Verlauf) mit der am 1. August 2010 

zugezogenen distalen Radiusfraktur lediglich mit „eventuell möglich“, aber 

keineswegs als „überwiegend wahrscheinlich“ einschätzen. Gemäss der 

Beurteilung im Kantonsspital Graubünden vom 24. November 2011 sei die 

krankheitsbedingte Kausalität sogar als wahrscheinlicher einzuschätzen 

(erhöhte Laxizität beider Handgelenke, hormonell bedingte Zunahme der 

Laxizität der Gelenke gegen Ende der Schwangerschaft etc.). Medizinisch 

gesehen sei die damalige Fraktur als folgenlos ausgeheilt zu betrachten.

bb) Die Beschwerdegegnerin macht geltend, Dr. med. … sei am 27. Februar 2012 

mit überzeugender Begründung zum Schluss gekommen, dass die Unfallfolgen 

vollständig ausgeheilt seien. Die jetzigen Beschwerden seien auf die Laxizität 

der Gelenke zurückzuführen. Aufgrund dieser schlüssigen Beurteilung habe für 

sie keine Veranlassung bestanden, weitere Abklärungen zu treffen, zumal sie 

im Einklang mit dem MRI vom 15. November 2011 und den Ausführungen der 

Handchirurgen des Kantonsspitals Graubünden vom 24. November 2011 

gestanden hätten. Die Beurteilung des MRI vom 15. November 2011 durch Dr. 

med. … lasse keine Fragen offen. Demnach gehe deutlich hervor, dass das 

Unfallereignis vollständig ausgeheilt sei. Es sei von einer vollständig 

konsolidierten distalen Radiusfraktur die Rede. Laut Dr. med. … und Dr. med. 

… habe das MRI vom 15. November 2011 keine Pathologie des linken 

Handgelenks darstellen können. Angeordnet worden seien ergotherapeutische 

Massnahmen zur Stabilisierung des rechten und linken Handgelenks bei 

insgesamt laxalen Gelenken. Die Problematik habe an beiden Handgelenken in 

gleicher Weise bestanden. Ursächlich seien die laxalen Gelenke gewesen.

cc) Aufgrund der gesamten Aktenlage erscheint die Beurteilung von Dr. med. … 

schlüssig und nachvollziehbar. Ihm lagen sowohl das MRI des Kantonsspitals 

Graubünden vom 15. November 2011 als auch die übrigen medizinischen 

Akten für seine Beurteilung vor. Dr. med. … konnte sich so ein lückenloses Bild 

über Anamnese, Verlauf und gegenwärtigen Status machen, weshalb seine 

Beurteilung nicht zu beanstanden ist. Für die Beschwerdegegnerin bestand 

somit auch keine Veranlassung, weitere Abklärungen anzuordnen. Sie ist damit, 

entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin, ihrer Abklärungspflicht 

nachgekommen.

d) Die Beschwerdeführerin rügt im Weiteren, die Vertrauensärzte der 

Beschwerdegegnerin, auf deren Beurteilung sich die Beschwerdegegnerin 

stützt, seien keine Fachärzte für Handchirurgie, womit sie deren Beurteilung in 

Zweifel zieht. Die Argumentation der Beschwerdeführerin erweist sich jedoch 

als widersprüchlich und unbehelflich. Denn zum einen beanstandet sie das 

(angeblich) fehlende Fachwissen der Vertrauensärzte, zum anderen kritisiert 

sie, dass sich die Vertrauensärzte nur auf die Fachärzte des Kantonsspitals 

Graubünden – allesamt Handchirurgen – und nicht auch auf die Vorbringen der 

Hausärztin verlassen hätten. Festzuhalten ist jedoch erneut, dass sich die auch 

den Vertrauensärzten der Beschwerdegegnerin vorgelegene medizinische 

Aktenlage als in sich widerspruchsfrei und schlüssig darstellte. Dr. med. … zog 

diese nicht in Zweifel, sondern stützte sich in seinem Bericht vom 27. Februar 

2012 auf die Einschätzungen der Fachärzte des Kantonsspital Graubünden. 

Seine Beurteilung erscheint insofern nachvollziehbar und ist nicht zu 

beanstanden.

e) Die Beschwerdeführerin rügt in ihrer Replik, die Beschwerdegegnerin gehe in 

der Vernehmlassung nicht darauf ein, dass die Schmerzen, wie Dr. med. … 

vermute, auf den Einfluss von Narbensträngen, die auf dem MRI nicht 

erkennbar seien, zurückgehen könnten. Um diese Verdachtsdiagnose, welche 

die Unfallkausalität belegen würde, verifizieren zu können, sei eine Arthroskopie 

vorzunehmen. Hinweise auf eine solche „Verdachtsdiagnose“ ergeben sich aus 

den Akten jedoch nicht, und ein Dokument, welches eine solche Aussage 

enthalten könnte, hat die Beschwerdeführerin auch nicht eingereicht. Somit 

besteht auch in dieser Hinsicht keine Veranlassung für weitere Abklärungen.

5. Insgesamt lassen sich die ab September 2011 geklagten Beschwerden am 

linken Handgelenk nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf den Unfall 

vom 1. August 2010 zurückführen. Die Beschwerdegegnerin hat den 

natürlichen Kausalzusammenhang und die Leistungspflicht für die geklagten 

Beschwerden somit zu Recht verneint. Die Beschwerde ist deshalb 

abzuweisen.

Das Verfahren ist kostenlos (Art. 61 lit. a ATSG). Die Beschwerdegegnerin hat 

keinen Anspruch auf eine aussergerichtliche Parteientschädigung (Art. 61 lit. g 

ATSG e contrario).

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.