# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c5f4fca0-6517-5ab4-bd6b-4f6774db746f
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-09-22
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 3. Kammer 22.09.2020 S 2020 89
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_003_S-2020-89_2020-09-22.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

S 20 89

3. Kammer als Versicherungsgericht

Einzelrichterin Pedretti und Kuster als Aktuarin

URTEIL

vom 22. September 2020

in der versicherungsrechtlichen Streitsache

A._____ und B._____,

Beschwerdeführer

gegen 

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Graubünden,

Beschwerdegegnerin

betreffend Prämienverbilligung

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1. A._____ und B._____ unterzeichneten am 18. Dezember 2019 die Anmel-

dung zum Bezug der Prämienverbilligung für das Jahr 2019. Die Anmel-

dung ging am 30. Dezember 2019 bei der AHV-Ausgleichskasse des Kan-

tons Graubünden (nachfolgend: AHV-Ausgleichskasse) ein.

2. Mit Schreiben vom 16. April 2020 forderte die AHV-Ausgleichskasse 

A._____ dazu auf, bestimmte Dokumente einzureichen. In der Folge liess 

A._____ der AHV-Ausgleichskasse per E-Mail verschiedene Dokumente 

zukommen.

3. Mit Schreiben vom 28. April 2020 teilte die AHV-Ausgleichskasse A._____ 

folgendes mit: 

"Heute wenden wir uns mit einer wichtigen Erinnerung an Sie. Auf unser 
Schreiben vom 16. April 2020 haben wir Unterlagen erhalten, die für uns nicht 
lesbar sind. Diese reichen für eine Anspruchsprüfung nicht aus. Wir stellen 
Ihnen nochmals eine Kopie zu und bitten Sie, die Unterlagen und Angaben in 
den nächsten Tagen einzureichen."

Anfang Mai liess A._____ der AHV-Ausgleichskasse wiederum verschie-

dene Unterlagen zukommen.

4. Mit Einschreiben vom 8. Mai 2020 (zugestellt am 12. Mai 2020) teilte die 

AHV-Ausgleichskasse A._____ folgendes mit: 

"Auf unsere Schreiben vom 16. April 2020 und 28. April 2020 haben wir bis 
heute nicht alle eingeforderten Unterlagen erhalten. Folgende Belege fehlen 
noch für die Weiterbearbeitung: Alle Belege über Einkünfte von Ihnen und Ih-
rer Ehefrau für das ganze Jahr 2019. Wir bitten Sie, uns gut lesbare Kopien 
zuzustellen – Fotografien sind für die Prüfung der Prämienverbilligung nicht 
ausreichend."

Zudem wurde A._____ darauf hingewiesen, dass die Ansprüche auf indivi-

duelle Prämienverbilligung verwirkten, wenn die verlangten Dokumente 

nicht bis zum 28. Mai 2020 eingereicht würden. 

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5. Am 4. Juni 2020 verfügte die AHV-Ausgleichskasse, dass A._____ für das 

Jahr 2019 keine Beiträge an die Prämien der Krankenpflege-Grundversi-

cherung erhalte. Die wiederholt nachgeforderten Unterlagen seien nicht in-

nerhalb der angesetzten Frist bei ihr eingegangen. Gestützt auf Art. 10 lit. c 

KPVG sei der Anspruch von A._____ auf Prämienverbilligung für das 

Jahr 2019 daher verwirkt.

6. Hiergegen erhob A._____ am 15. Juni 2020 Einsprache. 

7. Mit Entscheid vom 30. Juni 2020 wies die AHV-Ausgleichskasse die Ein-

sprache ab. Sie hielt an ihrer Begründung in der Verfügung vom 

4. Juni 2020 fest.

8. Gegen den Einspracheentscheid vom 30. Juni 2020 erhoben A._____ und 

B._____ (nachfolgend: Beschwerdeführer) am 29. Juli 2020 Beschwerde 

beim Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden. Sie stellten folgende 

Anträge:

1. Es sei der Entscheid vom 30. Juni 2020 aufzuheben und uns die IPV für 
B._____, C._____ sowie A._____ zu gewähren.

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge.

Sie machten im Wesentlichen geltend, dass der Anspruch auf Prämienver-

billigung nicht verwirkt sei, da sie die Unterlagen eingereicht hätten. Sie 

hätten leider nicht bemerkt, dass die per E-Mail geschickten Unterlagen 

nicht lesbar gewesen seien. Auf die wiederholte Aufforderung hin hätten 

sie alle Unterlagen in den Briefkasten (der Sozialversicherungsanstalt des 

Kantons Graubünden [nachfolgend: SVA]) geworfen, da der Schalter schon 

zu gewesen sei. Einen Begleitbrief hätten sie nicht gemacht. Sie seien den 

Umgang mit Dokumenten nicht so gewohnt.

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9. In ihrer Vernehmlassung vom 6. August 2020 (Eingang) beantragte die 

AHV-Ausgleichskasse die Abweisung der Beschwerde. Sie verwies primär 

auf ihre Verfügung vom 4. Juni 2020 und den angefochtenen Einspra-

cheentscheid vom 30. Juni 2020. Ausserdem hielt sie u.a. fest, dass sich 

aus den vorliegenden Akten nicht ergebe, dass die Beschwerdeführer die 

nachgeforderten Unterlagen spätestens am 28. Mai 2020 in den Briefkas-

ten der SVA geworfen hätten; sie habe diese angeblich in den Briefkasten 

geworfenen Unterlagen nie erhalten. Insofern sei tatbestandlich davon aus-

zugehen, dass die Beschwerdeführer die nachgeforderten Unterlagen ent-

gegen ihrer Darstellung nicht in den Briefkasten der SVA geworfen haben.

10. Mit Schreiben vom 25. August 2020 (Poststempel) hielten die Beschwer-

deführer replicando an ihren Begehren fest und sie vertieften ihre bisherige 

Argumentation. 

11. Auch die AHV-Ausgleichskasse hielt mit Duplik vom 28. August 2020 (Ein-

gang) an ihren Begehren fest und vertiefte ihre bisherige Argumentation.

Auf die weiteren Ausführungen in den Rechtsschriften, den angefochtenen 

Einspracheentscheid sowie die übrigen Akten wird, soweit erforderlich, in 

den nachstehenden Erwägungen eingegangen.

Die Einzelrichterin zieht in Erwägung:

1.1. Gemäss Art. 19 Abs. 2 des Gesetzes über die Krankenversicherung und 

die Prämienverbilligung (KPVG; BR 542.100) kann gegen Einspracheent-

scheide der AHV-Ausgleichskasse innert 30 Tagen seit deren Mitteilung 

beim Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden schriftlich Beschwerde 

eingereicht werden. Der Einspracheentscheid vom 30. Juni 2020, mit wel-

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chem die AHV-Ausgleichskasse die Einsprache der Beschwerdeführer 

vom 15. Juni 2020 abgewiesen und damit ihre Verfügung vom 4. Juni 2020 

bestätigt hat, stellt demnach ein taugliches Anfechtungsobjekt für das Be-

schwerdeverfahren vor dem Verwaltungsgericht dar.

1.2. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ergibt sich aus Art. 49 

Abs. 2 lit. b des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; 

BR 370.100), wonach das Verwaltungsgericht als kantonales Versiche-

rungsgericht Beschwerden gegen Einspracheentscheide und Verfügungen 

im Bereich Krankenversicherung und Prämienverbilligung beurteilt, die 

gemäss kantonalem Recht der Beschwerde unterliegen. Das Verwaltungs-

gericht entscheidet in einzelrichterlicher Kompetenz, wenn ein Rechtsmittel 

offensichtlich unzulässig oder offensichtlich begründet oder unbegründet 

ist (Art. 43 Abs. 3 lit. b VRG). Als Adressaten des angefochtenen Einspra-

cheentscheids sind die Beschwerdeführer davon berührt und sie weisen 

ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung auf 

(Art. 59 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversi-

cherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Auf die im Übrigen frist- und formge-

recht eingereichte Beschwerde ist somit einzutreten.

2. Streitig und nachfolgend zu prüfen ist, ob die AHV-Ausgleichskasse den 

Anspruch der Beschwerdeführer auf Prämienverbilligung für das Jahr 2019 

zu Recht verneint hat. Umstritten ist dabei die Frage, ob die Beschwerde-

führer die von der AHV-Ausgleichskasse nachgeforderten Unterlagen 

tatsächlich nicht fristgerecht eingereicht haben, sodass der Anspruch auf 

Prämienverbilligung für das Jahr 2019 gestützt auf Art. 10 lit. c KPVG ver-

wirkt ist. Nach dieser Bestimmung verwirken Ansprüche auf individuelle 

Prämienverbilligung, wenn die nachgeforderten Unterlagen nicht fristge-

recht eingehen.

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3.1. Gemäss dem Formular für die Anmeldung zum Bezug der Prämienverbilli-

gung für das Jahr 2019 mussten der Anmeldung u.a. folgende Unterlagen 

zwingend beigelegt werden: Kopien der fremdenpolizeilichen Aufenthalts-

bewilligungen, Versicherungspolice 2019 der obligatorischen Krankenver-

sicherung nach KVG sowie sämtliche Belege zum Einkommen. Vorliegend 

ist unbestritten, dass die Beschwerdeführer ihrer Anmeldung zum Bezug 

der Prämienverbilligung für das Jahr 2019 nicht sämtliche erforderlichen 

Unterlagen beigelegt haben. Dementsprechend wurden sie mit Schreiben 

vom 16. April 2020 dazu aufgefordert, folgende Dokumente nachzurei-

chen: 

• "Kopie der Krankenkassen-Police gültig ab 1. Januar 2019 von Ihnen, Ihrer 
Ehefrau und Ihrer Tochter C._____. Daraus muss die Deckung der obliga-
torischen Krankenversicherung nach KVG ersichtlich sein. Die Kopien der 
Versicherungspolicen gültig ab 1. Januar 2020 und 1. August 2019 rei-
chen für eine Anspruchsprüfung nicht aus. 

• Alle Belege über Einkünfte wie Lohnabrechnungen, Arbeitslosenentschä-
digungen, Kranken- oder Unfall-Taggelder, Alimente In- und Ausland, 
usw., von Januar bis Dezember 2019 von Ihnen und Ihrer Ehefrau. Daraus 
müssen z.B. der Bruttolohn, allfällige Zulagen, die vollständige Adresse 
des Arbeitsgebers sowie seine Unterschrift ersichtlich sein. Haben Sie 
mehrere Arbeitgeber, so benötigen wir die vollständigen Abrechnungen 
pro Arbeitgeber."

3.2. Im Nachgang zu diesem Schreiben liessen die Beschwerdeführer der AHV-

Ausgleichskasse per E-Mail verschiedene Dokumente zukommen, worauf-

hin die AHV-Ausgleichskasse den Beschwerdeführern mit Schreiben vom 

28. April 2020 folgendes mitteilte:

"Heute wenden wir uns mit einer wichtigen Erinnerung an Sie. Auf unser 
Schreiben vom 16. April 2020 haben wir Unterlagen erhalten, die für uns nicht 
lesbar sind. Diese reichen für eine Anspruchsprüfung nicht aus. Wir stellen 
Ihnen nochmals eine Kopie zu und bitten Sie, die Unterlagen und Angaben in 
den nächsten Tagen einzureichen."

In ihrer Beschwerde halten die Beschwerdeführer fest, sie hätten leider 

nicht bemerkt, dass die per E-Mail geschickten Unterlagen nicht lesbar ge-

wesen seien. Vorliegend kann offenbleiben, ob die per E-Mail geschickten 

Unterlagen tatsächlich nicht lesbar waren. Dadurch, dass die AHV-Aus-

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gleichskasse die per E-Mail eingereichten Unterlagen als nicht lesbar er-

achtete, wurde den Beschwerdeführern der Rechtsweg nicht in unzulässi-

ger Weise versperrt. So wurde ihnen die Möglichkeit eingeräumt, die Un-

terlagen und Angaben in den nächsten Tagen (nochmals) einzureichen. 

3.3. Anfang Mai liessen die Beschwerdeführer der AHV-Ausgleichskasse die 

Krankenkassen-Policen 2019 zukommen. Mit Einschreiben vom 

8. Mai 2020 (zugestellt am 12. Mai 2020) teilte die AHV-Ausgleichskasse 

den Beschwerdeführern folgendes mit: 

"Auf unsere Schreiben vom 16. April 2020 und 28. April 2020 haben wir bis 
heute nicht alle eingeforderten Unterlagen erhalten. Folgende Belege fehlen 
noch für die Weiterbearbeitung: Alle Belege über Einkünfte von Ihnen und Ih-
rer Ehefrau für das ganze Jahr 2019. Wir bitten Sie, uns gut lesbare Kopien 
zuzustellen – Fotografien sind für die Prüfung der Prämienverbilligung nicht 
ausreichend."

Im Übrigen wurden die Beschwerdeführer darauf hingewiesen, dass die 

Ansprüche auf individuelle Prämienverbilligung verwirkten, wenn die ver-

langten Dokumente nicht bis 28. Mai 2020 eingereicht würden. 

3.3.1. Die Beschwerdeführer machen geltend, dass sie auf die wiederholte Auf-

forderung hin alle Unterlagen in den Briefkasten (der SVA) geworfen hät-

ten, da der Schalter schon zu gewesen sei. Einen Begleitbrief hätten sie 

nicht gemacht. Sie seien den Umgang mit Dokumenten nicht so gewohnt. 

Weiter bringen sie vor, dass Frau D._____ von der SVA am Telefon gesagt 

habe, sie sollten die Unterlagen in den Briefkasten werfen. Der Grund dafür 

sei der Lockdown gewesen. Sie hätten die Unterlagen nicht persönlich ab-

geben können, was sie gerne getan hätten. Sie könnten nur immer wieder 

sagen, dass sie alle Unterlagen in den Briefkasten der SVA geworfen hät-

ten. Wenn es nicht so wäre, könnten sie dies ja nicht sagen.

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3.3.2. Demgegenüber macht die AHV-Ausgleichskasse geltend, dass sich aus 

den vorliegenden Akten nicht ergebe, dass die Beschwerdeführer die nach-

geforderten Unterlagen spätestens am 28. Mai 2020 in den Briefkasten der 

SVA geworfen hätten; sie habe diese angeblich in den Briefkasten gewor-

fenen Unterlagen nie erhalten. Insofern sei tatbestandlich davon auszuge-

hen, dass die Beschwerdeführer die nachgeforderten Unterlagen entgegen 

ihrer Darstellung nicht in den Briefkasten der SVA geworfen hätten. Dies 

gelte umso mehr, als dass die Beschwerdeführer in der Einsprache vom 

15. Juni 2020 den nun in der Beschwerde neu geltend gemachten Einwurf 

der Unterlagen in den Briefkasten der SVA noch nicht vorgebracht hätten. 

Weiter hält die AHV-Ausgleichskasse fest, dass in Bezug auf das erwähnte 

Telefongespräch mit Frau D._____, welche notabene nicht im IPV-Team, 

sondern im Team Familienzulagen und Corona-Erwerbsersatzentschädi-

gung arbeite, lediglich anzufügen bleibe, dass dieses Telefongespräch mit 

dem von den Beschwerdeführern geltend gemachten Inhalt möglicher-

weise stattgefunden habe. Daraus könne aber nicht abgeleitet werden, 

dass die Beschwerdeführer die mit Schreiben vom 8. Mai 2020 nachgefor-

derten Unterlagen (Belege über die Einkünfte im Jahr 2019) tatsächlich 

fristgerecht (d.h. spätestens am 28. Mai 2020) in den Briefkasten der SVA 

geworfen hätten.

3.3.3. Gemäss Art. 39 Abs. 1 ATSG müssen schriftliche Eingaben spätestens am 

letzten Tag der Frist dem Versicherungsträger eingereicht oder zu dessen 

Handen der Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomati-

schen oder konsularischen Vertretung übergeben werden. Die unmittelbare 

Einreichung beim Versicherungsträger muss dabei nicht zwingend 

während der Bürozeiten erfolgen. Danach besteht nämlich immerhin noch 

die Möglichkeit, die Rechtsschrift in den Briefkasten des Versicherungsträ-

gers einzuwerfen (KIESER, ATSG-Kommentar, 4. Aufl., Zürich/Ba-

sel/Genf 2020, Art. 39 Rz. 9). Die Beweislast für die Rechtzeitigkeit einer 

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Parteihandlung im Verfahren trifft grundsätzlich die Partei, welche die be-

treffende Handlung vorzunehmen hat. Dem Absender obliegt somit der 

Nachweis, dass er seine Eingabe spätestens am letzten Tag der Frist in 

den Briefkasten des Versicherungsträgers eingeworfen hat. Er kann den 

entsprechenden Nachweis insbesondere mit dem Vermerk auf dem Brief-

umschlag erbringen, wonach die Eingabe vor Fristablauf in Anwesenheit 

von Zeugen in den Briefkasten gelegt worden ist (vgl. Urteil des Bundesge-

richts 1C_458/2015 vom 16. November 2015 E.2.1 m.w.H.).

Vorliegend vermögen die Beschwerdeführer nicht nachzuweisen, dass sie 

die nachgeforderten Unterlagen (rechtzeitig, d.h. bis spätestens am 

28. Mai 2020) in den Briefkasten der SVA eingeworfen haben. Selbst wenn 

sie die telefonische Auskunft erhalten hätten, dass sie die nachgeforderten 

Unterlagen in den Briefkasten der SVA einwerfen sollen, wäre damit das 

(rechtzeitige) Einwerfen der nachgeforderten Unterlagen in den Briefkasten 

der SVA nicht bewiesen. Hinzu kommt, dass die Beschwerdeführer in ihrer 

Einsprache vom 15. Juni 2020 das Einwerfen der nachgeforderten Unter-

lagen in den Briefkasten der SVA nicht vorgebracht hatten. Es ist somit 

davon auszugehen, dass die Beschwerdeführer die nachgeforderten Un-

terlagen nicht (fristgerecht) in den Briefkasten der SVA eingeworfen haben. 

Da darüber hinaus nicht ersichtlich ist, dass die Beschwerdeführer unver-

schuldeterweise davon abgehalten worden wären, binnen Frist zu handeln, 

ist der Anspruch auf Prämienverbilligung – wie von der AHV-Ausgleichs-

kasse in ihrem Schreiben vom 8. Mai 2020 angedroht – gestützt auf Art. 10 

lit. c KPVG verwirkt.

4. Nach dem Gesagten erweist sich der angefochtene Einspracheentscheid 

vom 30. Juni 2020 somit als rechtens. Die Beschwerde ist offensichtlich un-

begründet, weshalb sie abzuweisen ist.

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5. Gemäss Art. 61 lit. a ATSG ist das kantonale Beschwerdeverfahren in So-

zialversicherungssachen – ausser bei leichtsinniger oder mutwilliger Pro-

zessführung – kostenlos, weshalb für das vorliegende Verfahren keine 

Kosten erhoben werden. Der obsiegenden AHV-Ausgleichskasse steht 

kein Anspruch auf Ersatz der Parteikosten zu (Art. 61 lit. g ATSG e contra-

rio).

Demnach erkennt die Einzelrichterin:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

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