# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 853318fd-c7b8-5521-be4f-c7d1da902f89
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2011-11-17
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 17.11.2011 D-2025/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-2025-2010_2011-11-17.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

   

Abteilung IV
D­2025/2010

U r t e i l   v om   1 7 .   No v embe r   2 0 1 1

Besetzung Richterin Nina Spälti Giannakitsas (Vorsitz),
Richterin Muriel Beck Kadima, Richter Gérard Scherrer,   
Gerichtsschreiber Patrick Weber.

Parteien X._______, geboren am _______,
Sri Lanka,  
vertreten durch lic. iur. Fidan Köle, _______,
Beschwerdeführer, 

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,   
Vorinstanz. 

Gegenstand Asyl und Wegweisung;
Verfügung des BFM vom 25. Februar 2010 / N _______.

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Sachverhalt:

A. 
A.a.  Eigenen  Angaben  zufolge  verliess  der  Beschwerdeführer  seinen 
Heimatstaat am _______ und gelangte _______ am 20. Dezember 2009 
in  die  Schweiz,  wo  er  am  21.  Dezember  2009  ein  Asylgesuch  stellte. 
Dazu  wurde  er  am  5.  Januar  2010  summarisch  befragt.  Am  8.  Januar 
2010 führte das BFM eine Anhörung durch.

A.b.  Der  Beschwerdeführer  –  ein  Tamile  –  machte  geltend,  aus  dem 
Norden zu stammen und seit Januar 2004  in _______ gelebt zu haben. 
Dort  habe er  als  auszubildender  Journalist  bei  einer Zeitung gearbeitet. 
Er sei politisch nicht aktiv gewesen. Einer seiner Brüder sei Mitglied der 
LTTE gewesen und behördlich festgenommen worden. Offenbar aufgrund 
einer Aussage dieses Bruders sei er _______ ebenfalls verhaftet worden. 
Er habe vorerst  vermutet, wegen seiner Ausbildung zum Journalisten  in 
den Fokus der Behörden geraten zu sein. Er sei auf einen Polizeiposten 
gebracht,  zu Belangen  dieses Bruders  sowie  zum Aufenthaltsort  seines 
Vaters und seines anderen Bruders befragt worden. Beim Verhör hätten 
sie  herausfinden  wollen,  ob  er  oder  seine  Verwandten  die  LTTE 
unterstützten.  Nach  15  bis  20  Tagen  sei  er  vom  zuständigen  Gericht 
gegen Kaution  freigelassen worden. Wenig  später  hätten Unbekannte – 
mutmasslich CID­Beamte – wiederholt nach ihm gesucht und an seinem 
Arbeitsplatz  Nachforschungen  getätigt.  Auch  sein  anderer  Bruder  sei 
gesucht worden. Aus Angst  vor einer erneuten Festnahme sei er wenig 
später ausser Landes geflohen. 

A.c.  Als  Beweismittel  gab  der  Beschwerdeführer  einen  Auszug  aus 
seinem Reisepass  in Kopie und eine Geburtsurkunde samt beglaubigter 
Übersetzung zu den Akten. 

B. 
Mit Verfügung vom 25. Februar 2010 – am nächsten Tag eröffnet – stellte 
das  BFM  fest,  der  Beschwerdeführer  erfülle  die  Flüchtlingseigenschaft 
nicht,  und  lehnte  das  Asylgesuch  ab.  Gleichzeitig  verfügte  es  die 
Wegweisung  aus  der  Schweiz.  Die  Vorinstanz  begründete  ihren 
Entscheid  mit  der  fehlenden  Glaubhaftigkeit  der  Vorbringen.  Die 
angeblich 15 bis 20 Tage  lang dauernde Haft habe er nicht hinreichend 
substanziiert  darlegen  können.  Beweismittel  für  das  angeblich  Erlebte 
fehlten.  Auch  die  angebliche  Suche  nach  der  Haftentlassung  habe  er 
nicht  überzeugend  darzulegen  vermocht.  Er  sei  nicht  in  der  Lage 
gewesen  anzugeben,  wann  und  durch  wen  die  angebliche  Suche 

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stattgefunden  habe.  Ausserdem  sei  nicht  nachvollziehbar,  weshalb  er 
nach  der  geltend  gemachten  Freilassung  erneut  hätte  gesucht  werden 
sollen,  zumal  er  gemäss  seinen  Aussagen  keine  Beziehung  zur  LTTE 
gehabt  habe.  Gegen  die  geltend  gemachte  Suche  spreche  sodann  der 
Umstand,  wonach  ihm  unmittelbar  vor  der  Ausreise  ein  Pass,  mit 
welchem er  das  Land  legal  habe  verlassen  können,  ausgestellt worden 
sei.  Den  Vollzug  der  Wegweisung  erachtete  das  BFM  für  zulässig, 
zumutbar  und möglich.  Ein  solcher  in  den  Norden  des  Landes  komme 
zwar nicht in Betracht. Der Beschwerdeführer habe aber seit Januar 2004 
in _______ gelebt. Ein Vollzug dorthin sei nicht generell unzumutbar. Es 
sprächen auch keine individuellen Gründe gegen die Zumutbarkeit. Er sei 
in  _______  erwerbstätig  gewesen.  Es  sei  davon  auszugehen,  dass  er 
dort  über  einen  Bekanntenkreis  verfüge.  Ausserdem  habe  er  auch 
Kenntnisse  der  singhalesischen  Sprache.  Es  bestehe  demnach  ein 
soziales  Beziehungsnetz  und  eine  gesicherte  wirtschaftliche 
Lebensgrundlage vor Ort. 

C. 
C.a. 
Mit Eingabe vom 29. März 2010 beantragte der Beschwerdeführer beim 
Bundesverwaltungsgericht  durch  seine  Vertretung  die  Aufhebung  der 
angefochtenen Verfügung, die Feststellung seiner Flüchtlingseigenschaft, 
die Asylgewährung, die Feststellung der Unzulässigkeit beziehungsweise 
Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs verbunden mit der vorläufigen 
Aufnahme in der Schweiz sowie in prozessualer Hinsicht die Gewährung 
der  unentgeltlichen  Prozessführung  (Art.  65  Abs.  1  des 
Verwaltungsverfahrensgesetzes  vom  20. Dezember  1968  [VwVG, 
SR 172.021])  samt  Entbindung  von  der  Vorschussleistungspflicht 
beziehungsweise  die  Entrichtung  einer  Parteientschädigung.  Zur 
Begründung  machte  er  geltend,  die  Vorinstanz  habe  in  Verletzung  der 
Begründungspflicht  die  angebliche  Unglaubhaftigkeit  der  Vorbringen 
festgestellt.  Entgegen  der  Sichtweise  des  BFM  habe  er  durchaus 
konkrete Angaben  zu  seiner  Inhaftierung  gemacht. Beispielsweise  habe 
er  einen  Raum,  in  welchem  das  Verhör  stattgefunden  habe,  äusserst 
präzise  beschrieben;  zudem  sei  er  in  der  Lage  gewesen,  die 
Polizeistation  zeichnerisch  darzustellen.  Seine  Antworten  anlässlich  der 
Anhörung  seien  jeweils  konkret  und  widerspruchsfrei  erfolgt.  Den 
familiären  Hintergrund  der  Verfolgung  habe  er  anschaulich  dargelegt. 
Auch  sein  jüngerer  Bruder  habe  ins  Ausland  fliehen  müssen.  Die 
Verfolgung  nach  der  Freilassung  habe  er  in  nachvollziehbarer  Weise 
nicht weiter konkretisieren können, weil sie ihm lediglich via Drittpersonen 

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zu  Ohren  gekommen  sei.  Im  Weiteren  habe  er  bereits  im  Jahre  2004 
einen Reisepass gehabt; vor seiner Ausreise im September 2009 habe er 
diesen lediglich verlängern lassen müssen, was ohne weitere behördliche 
Abklärungen  möglich  gewesen  sei.  Dass  er  schon  kurz  nach  der 
Freilassung  erneut  ins  Visier  der  Behörden  geraten  sei,  liege  an  deren 
kompromisslosen Vorgehensweise gegen mutmassliche LTTE­Anhänger. 
Als  tamilischer  Journalist  aus  dem  Norden  mit  einem  Bruder  als 
festgenommenem  LTTE­Mitglied  sei  er  davon  besonders  betroffen.  Im 
Falle  der  Rückkehr  habe  er  begründete  Furcht  vor  ernsthaften 
Nachteilen.  Die  nunmehr  eingereichten  Beweismittel  bestätigten  seine 
Vorbringen.  Schliesslich würde  ein  allfälliger  Vollzug  der Wegweisung – 
_______ – gegen die relevanten gesetzlichen Bestimmungen verstossen. 

C.b. Als  Beweismittel  gab  der  Beschwerdeführer  einen  Haftbefehl  vom  
_______,  eine Haftbestätigung  vom  _______,  einen Arbeitsvertrag  vom 
10.  August  2004  (sämtliche  Dokumente  im Original),  eine  Kopie  seiner 
Identitätskarte  samt  englischsprachiger  Übersetzung  sowie  eine 
Fürsorgebestätigung zu den Akten. 

D. 
Mit  Zwischenverfügung  vom  1.  April   2010  verzichtete  das 
Bundesverwaltungsgericht  auf  die  Erhebung  eines  Kostenvorschusses 
und hiess das Gesuch im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG gut.

E. 
Mit  Vernehmlassung  vom  20.  April  2010  beantragte  das  BFM  die 
Abweisung der Beschwerde.  In der eingereichten Haftbestätigung werde 
als Grund der Festnahme "suspicion" angegeben. Es wären aber andere 
spezifische  Angaben  zu  erwarten  gewesen.  Im  Weiteren  sei  der 
Beschwerdeführer gemäss seinen Darlegungen einem Richter vorgeführt 
und  dann  gerichtlich  freigelassen  worden.  In  solchen  Fällen  werde  von 
den  srilankischen  Gerichten  eine  Haftentlassungsbestätigung 
ausgehändigt. Eine solche habe der Beschwerdeführer indes nicht zu den 
Akten  gereicht.  Beim  eingereichten  Haftbefehl  handle  es  sich  um  ein 
internes Dokument,  das nicht  für  die gesuchte Person bestimmt  sei. Es 
müsse  als  Blankofälschung  gewertet  werden.  Die  eingereichten 
unstimmigen  Dokumente  bestätigten  mithin  die  bereits  festgestellte 
Unglaubhaftigkeit der Vorbringen. 

F. 
Mit  Replik  vom  11.  Mai  2010  hielt  der  Beschwerdeführer  an  seinen 

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bisherigen  Darlegungen  fest.  Entgegen  den  Erwägungen  des  BFM  sei 
der  Vermerk  "suspicion"  im  Haftbefehl  nachvollziehbar,  da  dem 
Beschwerdeführer zu diesem Zeitpunkt nichts Konkretes zur Last gelegt 
worden  sei  und  die  srilankischen  Behörden  zudem  nicht  mit  der 
erforderlichen Genauigkeit  solche Dokumente  verfassten. Die  vom BFM 
erwähnte gerichtliche Haftbestätigung sei ihm nicht ausgehändigt worden. 
Im  vom  BFM  als  Totalfälschung  qualifizierten,  eingereichten  Haftbefehl 
werde er namentlich und mit Adresse aufgeführt, was das Entscheidende 
für  den  Beweiswert  sei.  Die  Umstände,  unter  welchen  der  Vater  des 
Beschwerdeführers das Beweismittel erlangt habe, würden  im Falle des 
Erhalts entsprechender Angaben noch konkretisiert. 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. 
1.1. Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
(VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden 
gegen  Verfügungen  nach  Art. 5  VwVG.  Das  BFM  gehört  zu  den 
Behörden  nach  Art. 33  VGG  und  ist  daher  eine  Vorinstanz  des 
Bundesverwaltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme 
im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht 
ist daher zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und 
entscheidet  auf  dem  Gebiet  des  Asyls  endgültig,  ausser  bei  Vorliegen 
eines  Auslieferungsersuchens  des  Staates,  vor  welchem  die 
beschwerdeführende  Person  Schutz  sucht  (Art. 105  des  Asylgesetzes 
vom  26. Juni  1998  [AsylG,  SR 142.31];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).

1.2. Das  Verfahren  richtet  sich  nach  dem  VwVG,  dem  VGG  und  dem 
BGG, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 
AsylG).

1.3.  Die  Beschwerde  ist  frist­  und  formgerecht  eingereicht.  Der 
Beschwerdeführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist 
durch  die  angefochtene  Verfügung  besonders  berührt  und  hat  ein 
schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  beziehungsweise 
Änderung.  Er  ist  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legitimiert 
(Art. 105 und Art. 108 Abs. 2 AsylG, Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 VwVG). 
Auf die Beschwerde ist einzutreten.

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2. 
Mit  Beschwerde  kann  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige 
oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und 
die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).

3. 
3.1.  Gemäss  Art. 2  Abs. 1  AsylG  gewährt  die  Schweiz  Flüchtlingen 
grundsätzlich  Asyl.  Flüchtlinge  sind  Personen,  die  in  ihrem Heimatstaat 
oder  im Land,  in dem sie zuletzt wohnten, wegen  ihrer Rasse, Religion, 
Nationalität,  Zugehörigkeit  zu  einer  bestimmten  sozialen  Gruppe  oder 
wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt 
sind  oder  begründete  Furcht  haben,  solchen  Nachteilen  ausgesetzt  zu 
werden. Als  ernsthafte Nachteile  gelten  namentlich  die Gefährdung  des 
Leibes,  des  Lebens  oder  der  Freiheit  sowie  Massnahmen,  die  einen 
unerträglichen psychischen Druck bewirken (Art. 3 AsylG).

3.2.  Wer  um  Asyl  nachsucht,  muss  die  Flüchtlingseigenschaft 
nachweisen  oder  zumindest  glaubhaft  machen  (Art.  7  Abs.  1  AsylG). 
Vorbringen sind dann glaubhaft, wenn sie genügend substantiiert, in sich 
schlüssig und plausibel sind; sie dürfen sich nicht in vagen Schilderungen 
erschöpfen  oder  den  Tatsachen  oder  der  allgemeinen  Erfahrung 
widersprechen und sie dürfen nicht widersprüchlich sein oder der inneren 
Logik  entbehren.  Darüber  hinaus  muss  die  asylsuchende  Person 
persönlich glaubwürdig erscheinen, was insbesondere dann nicht der Fall 
ist, wenn sie ihre Vorbringen auf gefälschte oder verfälschte Beweismittel 
abstützt  (Art. 7  Abs. 3  AsylG),  wichtige  Tatsachen  unterdrückt  oder 
bewusst  falsch  darstellt,  im  Laufe  des  Verfahrens  Vorbringen 
auswechselt  oder  unbegründet  nachschiebt,  mangelndes  Interesse  am 
Verfahren zeigt oder die nötige Mitwirkung verweigert. Glaubhaftmachung 
bedeutet  –  im  Gegensatz  zum  strikten  Beweis  –  ein  reduziertes 
Beweismass und lässt durchaus Raum für gewisse Einwände und Zweifel 
an den Vorbringen des Beschwerdeführers. Eine Behauptung gilt bereits 
als glaubhaft gemacht, wenn das Gericht von  ihrer Wahrheit nicht völlig 
überzeugt  ist,  sie  aber  überwiegend  für  wahr  hält,  obwohl  nicht  alle 
Zweifel  beseitigt  sind.  Für  die  Glaubhaftmachung  reicht  es 
demgegenüber  nicht  aus, wenn  der  Inhalt  der Vorbringen  zwar möglich 
ist,  aber  in  Würdigung  der  gesamten  Aspekte  wesentliche  und 
überwiegende  Umstände  gegen  die  vorgebrachte 
Sachverhaltsdarstellung  sprechen.  Entscheidend  ist  im  Sinne  einer 
Gesamtwürdigung,  ob  die  Gründe,  die  für  die  Richtigkeit  der 
Sachverhaltsdarstellung  sprechen,  überwiegen  oder  nicht;  dabei  ist  auf 

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eine  objektivierte  Sichtweise  abzustellen  (vgl.  die  von  der  vormaligen 
Beschwerdeinstanz  begründete Rechtsprechung  in Entscheidungen und 
Mitteilungen  der Schweizerischen Asylrekurskommission  [EMARK]  2005 
Nr.  21  E.  6.1  S.  190  f.  mit  weiteren  Hinweisen,  welche  vom 
Bundesverwaltungsgericht weitergeführt wird).

4. 
4.1.  Die  Vorinstanz  hat  die  Glaubhaftigkeit  der  Kernvorbringen  des 
Beschwerdeführers  verneint.  Diese  Sichtweise  vermag  im  Ergebnis  zu 
überzeugen.

4.2. Vorab ist festzuhalten, dass das BFM unter Hinweis auf Seitenzahlen 
des  Befragungs­  und  des  Anhörungsprotokolls  die  aus  seiner  Sicht 
bestehende Unglaubhaftigkeit des Vorgebrachten festhielt. Entgegen den 
Beschwerdevorbringen  ist  es  dadurch  der  Begründungspflicht 
hinreichend  nachgekommen.  Eine  Durchsicht  der  Aussagen  des 
Beschwerdeführers  ergibt  das  Bild  einer  in  wesentlichen  Punkten 
konstruiert  wirkenden  Schilderung.  Einzelne  etwas  substanziiertere 
Passagen  vermögen  entgegen  der  Argumentationsweise  der 
Rechtsvertretung darüber nicht hinwegzutäuschen. Bereits die Tatsache, 
dass der Beschwerdeführer die angeblich kurz vor der Ausreise erlittene 
Haft  in  zeitlicher  Hinsicht  vage  als  15  bis  20  Tage  lang  dauernd 
vorbrachte,  vermag  dem  Anspruch  auf  eine  hinreichend  konkrete 
Erlebnisschilderung  nicht  zu  genügen  (A  1/10  S.  5;  A  7/12  Antwort  8). 
Auch  seine Angaben  zu Befragungen und den Haftumständen während 
der  angeblich  mehr  als  vierzehntätigen  Inhaftierung  wirken  weitgehend 
stereotyp          (A 7/12 Antworten 8 und 28 ff.). Dasselbe trifft auf seine 
Aussage  zu,  wie  respektive  weshalb  seine  Journalistenkollegen  von 
seiner Haft  erfahren  haben  sollen  (A  7/12 Antwort  46). Dass  er  bei  der 
Anhörung  ein  Gebäude  –  den  angeblichen  Haftort  –  zeichnete,  belegt 
entgegen den Beschwerdevorbringen noch in keiner Weise, dass er darin 
tatsächlich  festgehalten  wurde,  zumal  seine  Schilderungen  des 
Haftalltags überdies kaum Realkennzeichen aufweisen. Auch die geltend 
gemachte  Einvernahme  durch  den Richter  vor  der  Haftentlassung  lässt 
keine  persönliche  Betroffenheit  des  Beschwerdeführers  erkennen. 
Abgesehen davon nannte er den genauen Namen des Gerichts nicht  (A 
1/10  S.  6;  A  7/12  Antwort  47).  Seine  weiteren  Schilderungen  zur 
angeblichen  Suche  trotz  der  vorgängigen  Freilassung  lassen  wiederum 
jegliche  Substanz  vermissen  und  sind  –  so  auch  mangels  stichhaltiger 
Beschwerdevorbringen  für  eine  andere  Sichtweise  –  im  Sinne  der 
vorinstanzlichen  Erwägungen  realitätsfremd  ausgefallen.  Dies  umso 

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mehr, als er am Schluss der Anhörung angab, gar nicht zu wissen, ob er 
in Sri Lanka überhaupt gesucht werde  (A 7/12 Antworten 66  ff.,  72 und 
81). 

4.3.  Die  eingereichten  Beweismittel  rechtfertigen  keine  andere 
Einschätzung.  Der  Haftbefehl  vom  _______  ist  vom  BFM  als 
Totalfälschung qualifiziert worden, weil es sich um ein internes Dokument 
handle. Diese Sichtweise ist nicht von der Hand zu weisen, auch wenn es 
einem  Betroffenen  unter  Umständen  gleichwohl  gelingen  könnte,  durch 
gewisse Kanäle an ein solches Beweismittel zu gelangen. Das Dokument 
datiert  indes  vom _______ und wäre demnach  zwei Tage  vor  der  legal 
erfolgten Ausreise des Beschwerdeführers _______ ausgestellt worden. 
Auch  in  Anbetracht  dieses  Umstandes  ist  es  mithin  nicht  hinreichend 
beweistauglich  für  die  angebliche  behördliche  Suche  im  Zeitpunkt  der 
Ausreise. Die ferner zu den Akten gereichte Haftbestätigung ist vom BFM 
zu Recht als ein in formaler Hinsicht mangelhaftes Dokument bezeichnet 
worden; in Anbetracht der zahlreichen Unglaubhaftigkeitselemente in den 
Vorbringen  ist  es  jedenfalls  nicht  hinreichend  beweistauglich  für  eine 
andere  Einschätzung  der  Kernvorbringen.  Dies  auch  deshalb,  weil  der 
Beschwerdeführer  die  vom  BFM  erwähnte  gerichtliche 
Haftentlassungsbestätigung nicht eingereicht hat. 

4.4. 
4.4.1.  Schliesslich  ist  auf  Folgendes  hinzuweisen:  Das 
Bundesverwaltungsgericht  hat  sich  im  zur  Publikation  vorgesehenen 
BVGE                  E­6220/2006 vom 27. Oktober 2011 eingehend mit der 
Situation  in Sri Lanka befasst und seine Praxis aktualisiert. Es kam zum 
Schluss,  dass  sich  die  Situation  vor  Ort  insgesamt  verbessert  habe, 
wobei  es  aber  zahlreiche  Einschränkungen  formulierte.  Oppositionelle 
müssten  nach  wie  vor  mit  Verfolgung  rechnen.  Es  gebe  verschiedene 
Risikogruppen. Darunter fielen Personen, welche auch nach Beendigung 
des Krieges verdächtigt würden, mit den LTTE  in Verbindung zu stehen 
beziehungsweise  gestanden  zu  sein.  Auch  unabhängige  Journalisten 
beziehungsweise  regierungskritische  Medienschaffende  hätten  ein 
erhöhtes  Risikoprofil.  Im  Weiteren  sei  bei  Opfern  und  Zeugen  von 
Menschenrechtsverletzungen  und  Personen,  die  entsprechende 
Übergriffe behördlich angezeigt hätten, mit erhöhter Verfolgungsgefahr zu 
rechnen.  Ausserdem  liefen  abgewiesene  tamilische  Asylsuchende  aus 
der  Schweiz  unter  Umständen  Gefahr,  bei  der  Rückkehr  behördlich 
belangt zu werden, weil ihnen Kontakte zu führenden LTTE­Kadern in der 
Schweiz  unterstellt  würden.  Wegen  drohender  Erpressung,  Kidnapping 

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und  anderen  Verfolgungshandlungen  bildeten  schliesslich  Personen, 
welche  über  beträchtliche  finanzielle  Mittel  verfügten,  eine  weitere 
Risikogruppe (a.a.O. insb. E. 8.).

4.4.2.  Der  Beschwerdeführer  macht  geltend,  einer  seiner  Brüder  sei 
Mitglied  der  LTTE  und  behördlich  festgenommen  worden.  Im  Falle  der 
Wahrheit  dieses  Vorbringens  wären  demzufolge  behördliche 
Überprüfungen in _______ seine Person betreffend nicht ausgeschlossen 
gewesen.  Dass  er  im  Sinne  seiner  Vorbringen  unter  den  geltend 
gemachten  Umständen  für mehr  als  vierzehn  Tage  inhaftiert  wurde,  ist 
aber  gemäss  vorstehenden  Erwägungen  nicht  glaubhaft.  Vielmehr  ist – 
namentlich auch in Berücksichtigung der erwähnten Ausreiseumstände – 
davon  auszugehen,  dass  gegen  ihn  im  Zweitpunkt  der  Ausreise  nichts 
vorlag  und  er  aufgrund  seines  Persönlichkeitsprofils  auch  keine 
begründete Furcht vor ernsthaften Nachteilen im Falle der Rückkehr hat. 
Die Behauptung  in der Beschwerde, er habe seinen Reisepass  lediglich 
verlängern  lassen müssen, was ohne  irgendwelche Abklärungen seitens 
der  Behörden  möglich  gewesen  sei,  überzeugt  in  Anbetracht  der 
generellen Sicherheitsbedenken der srilankischen Sicherheitskräfte nicht. 
Im Weiteren machte er nicht geltend, Bezüge zur LTTE gehabt oder sich 
politisch  beziehungsweise  journalistisch  exponiert  zu  haben.  Dem 
eingereichten  Arbeitsvertrag  kann  eine  solche  Exponierung  ebenfalls 
nicht  entnommen  werden.  Vor  diesem  Hintergrund  weist  er  kein 
Persönlichkeitsprofil,  welches  aktuell  im  Heimatland  mit  beachtlicher 
Wahrscheinlichkeit  zu  einer  relevanten  Gefährdung  führen  könnte,  auf. 
Auch  aufgrund  seiner  langen  Landesabwesenheit  respektive  des 
Aufenthalts  in  der Schweiz  ist  in Anbetracht  der  Fallumstände  nicht  auf 
eine entsprechende Gefährdung bei der Rückkehr zu schliessen. 

4.5.  Unter  Berücksichtigung  der  gesamten  Umstände  folgt,  dass  der 
Beschwerdeführer  keine  Gründe  nach  Art.  3  AsylG  nachweisen  oder 
glaubhaft machen  konnte. Die Vorinstanz  hat  die Flüchtlingseigenschaft 
demnach  zu  Recht  verneint  und  das  Asylgesuch  abgelehnt.  An  dieser 
Einschätzung vermögen weder die weiteren Ausführungen in der Eingabe 
noch die beigelegten Beweismittel etwas zu ändern.

5. 
5.1. Lehnt  das Bundesamt  das Asylgesuch  ab  oder  tritt  es  darauf  nicht 
ein,  so  verfügt  es  in  der  Regel  die Wegweisung  aus  der  Schweiz  und 
ordnet den Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit 
der Familie (Art. 44 Abs. 1 AsylG).

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5.2. Der Beschwerdeführer  verfügt weder  über  eine  ausländerrechtliche 
Aufenthaltsbewilligung  noch  über  einen  Anspruch  auf  Erteilung  einer 
solchen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht angeordnet (Art. 44 
Abs. 1 AsylG).

6. 
6.1.  Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 
nicht möglich, so regelt das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach 
den  gesetzlichen  Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von 
Ausländern  (Art. 44  Abs. 2  AsylG;  Art. 83  Abs. 1  des  Bundesgesetzes 
vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer  [AuG, 
SR 142.20]).

Bezüglich  der  Geltendmachung  von  Wegweisungshindernissen  gilt 
gemäss  ständiger  Praxis  des  Bundesverwaltungsgerichts  und  seiner 
Vorgängerorganisation  ARK  der  gleiche  Beweisstandard  wie  bei  der 
Flüchtlingseigenschaft, das heisst, sie sind zu beweisen, wenn der strikte 
Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft zu machen (vgl. 
WALTER  STÖCKLI,  Asyl,  in:  Uebersax/Rudin/Hugi  Yar/Geiser  [Hrsg.], 
Ausländerrecht, 2. Aufl., Basel 2009, Rz. 11.148).

6.2. Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen 
der  Schweiz  einer Weiterreise  der  Ausländerin  oder  des  Ausländers  in 
den  Heimat­,  Herkunfts­  oder  einen  Drittstaat  entgegenstehen  (Art.  83 
Abs. 3 AuG).

So  darf  keine  Person  in  irgendeiner  Form  zur  Ausreise  in  ein  Land 
gezwungen  werden,  in  dem  ihr  Leib,  ihr  Leben  oder  ihre  Freiheit  aus 
einem  Grund  nach  Art. 3  Abs. 1  AsylG  gefährdet  ist  oder  in  dem  sie 
Gefahr  läuft,  zur  Ausreise  in  ein  solches  Land  gezwungen  zu  werden 
(Art. 5  Abs. 1  AsylG;  vgl.  ebenso  Art. 33  Abs. 1  des  Abkommens  vom 
28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]).

Gemäss  Art. 25  Abs. 3  der  Bundesverfassung  der  Schweizerischen 
Eidgenossenschaft  vom  18. April  1999  (BV,  SR 101),  Art. 3  des 
Übereinkommens  vom  10. Dezember  1984  gegen  Folter  und  andere 
grausame,  unmenschliche  oder  erniedrigende  Behandlung  oder  Strafe 
(FoK,  SR 0.105)  und  der  Praxis  zu  Art. 3  der  Konvention  vom 
4. November 1950 zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten 
(EMRK,  SR 0.101)  darf  niemand  der  Folter  oder  unmenschlicher  oder 
erniedrigender Strafe oder Behandlung unterworfen werden.

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6.3.  Die  Vorinstanz  wies  in  ihrer  angefochtenen  Verfügung  zutreffend 
darauf hin, dass das Prinzip des  flüchtlingsrechtlichen Non­Refoulement 
nur Personen schützt, die die Flüchtlingseigenschaft erfüllen. Da es dem 
Beschwerdeführer  nicht  gelungen  ist,  eine  asylrechtlich  erhebliche 
Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, kann der  in Art. 5 
AsylG  verankerte  Grundsatz  der  Nichtrückschiebung  im  vorliegenden 
Verfahren  keine  Anwendung  finden.  Eine  Rückkehr  des 
Beschwerdeführers  in  den  Heimatstaat  ist  demnach  unter  dem  Aspekt 
von Art. 5 AsylG rechtmässig.

Sodann ergeben sich weder aus den Aussagen des Beschwerdeführers 
noch  aus  den  Akten  Anhaltspunkte  dafür,  dass  er  für  den  Fall  einer 
Ausschaffung in den Heimatstaat dort mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit 
einer  nach  Art. 3  EMRK  oder  Art. 1  FoK  verbotenen  Strafe  oder 
Behandlung  ausgesetzt  wäre.  Gemäss  Praxis  des  Europäischen 
Gerichtshofes  für  Menschenrechte  (EGMR)  sowie  jener  des  UN­Anti­
Folterausschusses  müsste  der  Beschwerdeführer  eine  konkrete  Gefahr 
("real  risk")  nachweisen  oder  glaubhaft machen,  dass  ihm  im Fall  einer 
Rückschiebung  Folter  oder  unmenschliche  Behandlung  drohen  würde 
(vgl.  EGMR  [Grosse  Kammer],  Saadi  gegen  Italien,  Urteil  vom 
28. Februar 2008, Beschwerde Nr. 37201/06, §§ 124 – 127, mit weiteren 
Hinweisen).  Dies  ist  ihm  gemäss  vorstehenden  Erwägungen  nicht 
gelungen.  Auch  die  allgemeine  Menschenrechtssituation  in  Sri  Lanka 
lässt den Wegweisungsvollzug zum heutigen Zeitpunkt nicht als generell 
unzulässig  erscheinen. Dies  ergibt  sich  unter  anderem aus dem bereits 
zitierten  BVGE  E­6220/2006  vom  27.  Oktober  2011  (vgl.  E.  10.4.  am 
Ende). Nach dem Gesagten  ist  der Vollzug der Wegweisung sowohl  im 
Sinne der asyl­ als auch der völkerrechtlichen Bestimmungen zulässig.

6.4.    Gemäss  Art. 83  Abs. 4  AuG  kann  der  Vollzug  für  Ausländerinnen 
und  Ausländer  unzumutbar  sein,  wenn  sie  im  Heimat­  oder 
Herkunftsstaat  auf  Grund  von  Situationen  wie  Krieg,  Bürgerkrieg, 
allgemeiner  Gewalt  und  medizinischer  Notlage  konkret  gefährdet  sind. 
Wird  eine  konkrete  Gefährdung  festgestellt,  ist  –  unter  Vorbehalt  von 
Art. 83 Abs. 7 AuG – die vorläufige Aufnahme zu gewähren.

6.4.1.  Im  obenstehend  erwähnten  Urteil  kommt  das 
Bundesverwaltungsgericht  mit  Einschränkungen  zum  Schluss,  die 
Menschenrechts­  und  Sicherheitslage  habe  sich  seit  dem  Ende  des 
bewaffneten  Konflikts  erheblich  verbessert.  Die  Lage  präsentiere  sich 
indes nicht  in allen Landesteilen gleich. Ein Vollzug der Wegweisung  in 

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die  Ostprovinz  sei  grundsätzlich  zumutbar.  Auch  der  Vollzug  in  die 
Nordprovinz  sei  unter  gewissen  Voraussetzungen  zumutbar.  Eine 
Ausnahme  bilde  das  Vanni­Gebiet.  Ein  Vollzug  dorthin  sei  weiterhin 
unzumutbar. Für Personen, die aus dem übrigen Staatsgebiet Sri Lankas 
(_______) stammten, sei der Vollzug grundsätzlich zumutbar (E. 12. und 
13). 

6.4.2.  Der  Beschwerdeführer  lebte  seit  Anfang  2004  bis  zum 
angegebenen Zeitpunkt  der Ausreise  und mithin während mehr  als  fünf 
Jahren in _______. Er verfügt über eine gute Schul­ und Ausbildung. Als 
angehender Journalist war er bei einem Medienunternehmen angestellt. 
Untergebracht  war  er  in  dessen  Personalhaus.  Bei  der  Anhörung 
erwähnte er Freunde vor Ort (A 1/10 S. 2 unten f.; A 7/12 Antworten 46 
und 69). Entgegen den Beschwerdevorbringen  ist demnach nicht davon 
auszugehen,  dass  er  nach  der  Rückkehr  nach  _______  in  eine 
existenzgefährdende Situation geraten wird. 

6.4.3.  Nach  dem  Gesagten  erweist  sich  der  Vollzug  der  Wegweisung 
auch als zumutbar.

6.5.  Schliesslich  obliegt  es  dem  Beschwerdeführer,  sich  bei  der 
zuständigen  Vertretung  des  Heimatstaates  die  für  eine  Rückkehr 
notwendigen  Reisedokumente  zu  beschaffen  (vgl.  Art. 8  Abs. 4  AsylG 
und dazu auch BVGE 2008/34 E. 12 S. 513 – 515), weshalb der Vollzug 
der  Wegweisung  auch  als  möglich  zu  bezeichnen  ist  (Art. 83  Abs. 2 
AuG).

6.6. Zusammenfassend  hat  die  Vorinstanz  den Wegweisungsvollzug  zu 
Recht als zulässig, zumutbar und möglich erachtet. Nach dem Gesagten 
fällt  eine  Anordnung  der  vorläufigen  Aufnahme  ausser  Betracht  (Art. 83 
Abs. 1 – 4 AuG).

7. 
Aus  diesen  Erwägungen  ergibt  sich,  dass  die  angefochtene  Verfügung 
Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und 
vollständig  feststellt  und  angemessen  ist  (Art. 106  AsylG).  Die 
Beschwerde ist nach dem Gesagten abzuweisen.

8. 
8.1. 
Bei diesem Ausgang des Verfahrens wären die Kosten grundsätzlich dem 
Beschwerdeführer aufzuerlegen  (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Da das Gesuch 

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im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG mit Zwischenverfügung vom 1. April 
2010 gutgeheissen wurde, ist von der Kostenauflage abzusehen.

8.2. 
Die  Entrichtung  einer  Parteientschädigung  kommt  bei  dieser  Sachlage 
nicht in Betracht. 

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. 
Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt. 

3. 
Es wird keine Parteientschädigung entrichtet. 

4. 
Dieses  Urteil  geht  an  den  Beschwerdeführer,  das  BFM  und  die 
zuständige kantonale Behörde.

Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber:

Nina Spälti Giannakitsas Patrick Weber

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