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**Case Identifier:** c38d8818-7473-51ea-8403-be369b6205a9
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-03-02
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 02.03.2016 IV 2014/24
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2014-24_2016-03-02.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2014/24

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 10.10.2019

Entscheiddatum: 02.03.2016

Entscheid Versicherungsgericht, 02.03.2016
Art. 8 ATSG: Diagnosen u.a. einer mittelgradigen Depression und einer 
somatoformen Schmerzstörung sowie eines lumbospondylogenen 
Syndroms. Abstellen auf die psychiatrisch attestierte Arbeitsunfähigkeit von 
50 %. Die psychischen Beschwerden sind in gesamtheitlicher Betrachtung in 
Anbetracht ihrer Komplexität, ihres Zusammenhangs mit somatischen 
Beschwerden und ihrer Selbständigkeit invalidisierend (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 2. März 2016, IV 2014/24).

Besetzung

Präsidentin Lisbeth Mattle Frei, Versicherungsrichterinnen Monika

Gehrer-Hug und Marie-Theres Rüegg Haltinner; Gerichtsschreiberin Beatrix Zahner

Geschäftsnr.

IV 2014/24

Parteien

A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Gabriela Grob Hügli, c/o Procap Schweiz, 

Frohburgstrasse 4, Postfach, 4601 Olten,

gegen

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IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Rente

Sachverhalt

A. 

A.a  A.___ meldete sich am 25. März 2009 wegen Wirbelsäulenbeschwerden 

(Fibromyalgie, Bandscheibenoperation, angeborene Problematik) bei der 

schweizerischen Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an (IV-act. 1).

A.b Dr. med. B.___, Wirbelsäulenzentrum C.___, berichtete der IV-Stelle auf deren 

Ersuchen am 15. Juli 2009, als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit lägen 

eine Osteochondrose L4/5, L5/S1 mit Lumboischialgie sowie eine Fibromyalgie vor. Am 

22. Januar 2009 sei eine ventrale interkorporelle Spondylodese L4/5, L5/S1 sowie eine 

dorsale Stabilisation L4/5, L5/S1 (IV-act. 16-9) durchgeführt worden. Die 

Arbeitsunfähigkeit in kaufmännischer Tätigkeit habe bis 20. Januar 2009 70 %, vom 

21. Januar bis 20. April 2009 100 %, vom 21. April bis 15. Juni 2009 85 % und vom 

16. Juni bis 31. Juli 2009 80 % betragen. Ab 1. September 2009 prognostizierte er die 

bisherige Tätigkeit während 5 x 3 Std./Woche zumutbar. Dabei bestehe eine 

verminderte Leistungsfähigkeit durch eine Gewichtslimite von 5 kg und durch die 

Notwendigkeit vermehrter Pausen und Arbeitsunterbrüche. Die Arbeitsfähigkeit liege 

bei 30 %. In einer wechselbelastenden Tätigkeit bestehe während 3 Std./täglich eine 

100 %ige Leistungsfähigkeit. Rein sitzende oder stehende sowie vorwiegend im Gehen 

ausgeübte Tätigkeiten seien unzumutbar (IV-act. 16-1 ff.). Ab dem 7. September 2009 

attestierte Dr. B.___ eine Arbeitsfähigkeit von 3 x 3 Std./Woche bis auf weiteres (IV-

act. 19).

A.c  Die IV-Stelle teilte der Versicherten am 27. Juli 2009 mit, es werde ihr Beratung 

und Unterstützung beim Erhalt des derzeitigen Arbeitsplatzes gewährt (IV-act. 17).

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A.d Die innegehabte Teilzeitstelle (ca. 36 %) der Versicherten als Mitarbeiterin in der 

D.___ AG wurde per 30. September 2009 wegen starkem Auftragsrückgang 

aufgehoben (IV-act. 20-5).

A.e  Dr. med. E.___, Fachärztin FMH für Neurologie, untersuchte die von Dr. B.___ 

zugewiesene Versicherte am 10. November 2009. Sie stellte fest, die angegebenen 

Dysästhesien beider Hände und Missempfindungen bei stereotypen Hand- und 

Armpositionen seien zusammen mit den klinischen Befunden vereinbar mit einer 

intermittierenden Irritation des N. medianus im Carpalkanal beidseits. Ein 

Carpaltunnelsyndrom sei elektrodiagnostisch nicht nachweisbar. Seit mehreren Jahren 

klage die Versicherte über Sensibilitätsstörungen im Bereich der rechten Gesichtshälfte 

sowie fluktuierende handschuh- und sockenförmige, rechts betonte 

Sensibilitätsstörungen der Extremitäten. Deren Ätiologie sei nach wie vor unklar. Eine 

funktionelle Überlagerung im Rahmen des Fibromyalgie-Syndroms sei möglich (IV-

act. 26-5 f.).

A.f Die Eingliederungsverantwortliche schloss den Fall am 1./2. Dezember 2009 ab, da 

sich die Versicherte nicht arbeitsfähig fühlte (IV-act. 28; IV-act. 29). Die IV-Stelle 

verfügte am 22. Februar 2010 den Abschluss der Arbeitsvermittlung (IV-act. 37).

A.g Im Auftrag der IV-Stelle wurde die Versicherte durch das Ärztliche 

Begutachtungsinstitut GmbH, Basel (ABI), am 4. Mai 2010 polydisziplinär (internistisch, 

psychiatrisch, orthopädisch einschliesslich neurologischem Status) begutachtet 

(Gutachten vom 28. Juni 2010). Die Gutachter diagnostizierten im Wesentlichen mit 

Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit ein chronisches panvertebrales Schmerzsyndrom ohne 

radikuläre Symptomatik (ICD-10: M54.80) und ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit 

eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10: F45.4). Aufgrund der 

objektiven Befunde sei die Versicherte aus orthopädischer Sicht als Sekretärin wie 

auch für eine andere körperlich leichte, wechselbelastende Tätigkeit ab Mai 2010 zu 80 

% arbeitsfähig mit einem ganztägigen Pensum und vermehrten Pausen. Körperlich 

schwere und mittelschwere Tätigkeiten seien nicht mehr zumutbar. Aus psychiatrischer 

Sicht sei die Versicherte in ihrer Arbeitsfähigkeit nicht eingeschränkt (IV-act. 44-23 ff.).

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A.h Der regionale ärztliche Dienst (RAD) nahm am 2. Juli 2010 Stellung, auf das 

Gutachten könne vollumfänglich abgestellt werden. Es sei umfassend, kohärent, 

nachvollziehbar und in sich widerspruchsfrei (IV-act. 45).

A.i Im Fragebogen zur Rentenabklärung betreffend Erwerbstätigkeit/Haushalt und 

anlässlich der Abklärung vor Ort gab die Versicherte an, ohne die schon im Frühjahr 

2002 vorhandenen gesundheitlichen Beeinträchtigungen wäre sie vollzeitlich zu 100 % 

erwerbstätig gewesen (IV-act. 51-2).

A.j Im Verlaufsbericht vom 6. Dezember 2010 bezeichnete Dr. B.___ den 

Gesundheitszustand als stationär; es sollte eine rheumatologische Abklärung 

durchgeführt werden (IV-act. 57).

A.k  Mit Vorbescheid vom 14. Januar 2011 stellte die IV-Stelle der Versicherten die 

Abweisung des Rentengesuchs in Aussicht (IV-act. 65).

A.l Am 28. April 2011 erhob die Versicherte gegen den Vorbescheid Einwand (IV-

act. 73-1 ff.). Sie erklärte sich mit der Beurteilung im ABI-Gutachten nicht 

einverstanden und reichte einen Bericht von Dr. med. F.___, Facharzt FMH für 

Psychiatrie und Psychotherapie, vom 28. April 2011 ein, wonach aktuell ein 

mittelgradig depressives Syndrom bestehe (IV-act. 73-6 f.).

A.m  Gemäss Arztbericht vom 15. August 2011 diagnostizierte Dr. F.___ im 

Wesentlichen eine mittelgradige depressive Episode (ICD-10: F32.1) mit Somatisierung 

und akzentuierte Persönlichkeitszüge mit Verdacht auf krankheitsbedingte 

Wesensänderung (ICD-10: F62.9). Seit der ABI-Begutachtung habe sich der 

Gesundheitszustand deutlich verschlechtert. Die aktuelle Symptomatik gehe nicht mehr 

in der anlässlich der ABI-Begutachtung diagnostizierten somatoformen 

Schmerzstörung auf. Stattdessen bestehe aktuell eine mittelgradige depressive 

Episode. Die bisherige Tätigkeit als Sekretärin sei seit 28. März 2011 zu 40 % 

zumutbar. Eine wechselbelastende Tätigkeit ohne grosse körperliche Anstrengung mit 

ausreichenden Erholungspausen sei während 3.5 Std. täglich zumutbar (IV-act. 77).

A.n Im Verlaufsbericht vom 28. Februar 2012 schilderte Dr. F.___ den 

Gesundheitszustand als stationär. Der Versicherten sei die bisherige Tätigkeit nicht 

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mehr zumutbar. Andere Tätigkeiten seien zumutbar; Art und Leistungsfähigkeit 

müssten im Rahmen einer kompetenten Arbeits- und Belastungserprobung evaluiert 

werden (IV-act. 85).

A.o Im Auftrag der IV-Stelle wurde die Versicherte am 11. Juni 2012 bidisziplinär 

(rheumatologisch/psychiatrisch) durch Dr. med. G.___, Facharzt für Rheumatologie und 

Innere Medizin, sowie durch Dr. med. H.___, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, 

begutachtet (Gutachten vom 6. September 2012, IV-act. 94). Die Gutachter stellten im 

Wesentlichen folgende Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit: 

Lumbospondylogenes Syndrom beidseits, rechtsbetont (ICD-10: M54.4), depressive 

Episode, gegenwärtig mittelgradig mit somatischem Syndrom (ICD-10: F32.11), 

Verdacht auf akzentuierte Persönlichkeitszüge mit krankheitsbedingter 

Wesensänderung (ICD-10: F62.9), Differenzialdiagnose emotional instabile 

Persönlichkeitsstörung, Borderline Typus (ICD-10: F60.31), sowie eine somatoforme 

Schmerzstörung und Verdacht auf somatoforme autonome Funktionsstörung des 

unteren Gastrointestinaltraktes (ICD-10: F45.4, F45.32; IV-act. 94-17 f.). Aus 

bidisziplinärer Sicht liege die Arbeitsfähigkeit aufgrund der im psychiatrischen 

Fachgebiet gestellten Diagnosen bei 50 % in körperlich leicht belastenden Tätigkeiten 

im zuletzt ausgeübten beruflichen Umfeld, wobei aus psychiatrischer Sicht alle 

Tätigkeiten zumutbar seien, die keine starke Anforderung an Konzentration und 

Ausdauer forderten (IV-act. 94-21). Dies gelte ab Juni 2012 (IV-act. 94-24).

A.p Der RAD befand am 30. Oktober 2012, auf das Gutachten könne vollumfänglich 

abgestellt werden (IV-act. 96). Der Rechtsdienst der IV-Stelle nahm am 8. Januar 2013 

Stellung, es liege (aus verschiedenen, in den Erwägungen näher zu erörternden 

Gründen) keine invalidenversicherungsrechtlich relevante Gesundheitsbeeinträchtigung 

vor (IV-act. 101).

A.q  Mit Vorbescheid vom 21. Februar 2013 stellte die IV-Stelle der Versicherten die 

Abweisung des Rentenbegehrens in Aussicht (IV-act. 104). Mit Einwand vom 8. April 

2013/7. Mai 2013 beantragte die Versicherte die Aufhebung des Vorbescheids vom 

21. Februar 2013, die Zusprechung einer Teilrente und ein Arbeitstraining (IV-act. 108) 

bzw. eine die psychiatrische Einschätzung verifizierende Abklärung (IV-act. 110). Die 

Angelegenheit wurde nochmals dem Rechtsdienst (vgl. Stellungnahme vom 10. Juni 

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2013, IV-act. 119) und dem Gutachter Dr. H.___ (vgl. Stellungnahme vom 5. August 

2013, IV-act. 118) vorgelegt.

A.r Mit Verfügung vom 25. November 2013 wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren 

bei einem Invaliditätsgrad von 20 % ab. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung 

seien die Voraussetzungen zum Bezug einer IV-Rente trotz Vorliegens einer 

medizinisch-attestierten Arbeitsunfähigkeit von 50 % nicht erfüllt (IV-act. 125).

B.   

B.a  Mit Beschwerde vom 13. Januar 2014 beantragt die Beschwerdeführerin, vertreten 

durch Rechtsanwältin G. Grob Hügli, Procap Schweiz, die Verfügung vom 

25. November 2013 sei unter Kosten- und Entschädigungsfolge aufzuheben, es sei ihr 

mit Wirkung ab 1. Juli 2011 eine Viertelsrente, ab 1. Oktober 2011 eine Dreiviertelsrente 

und ab 1. Juni 2012 eine halbe Rente auszurichten. Eventualiter sei ein 

Gerichtsgutachten einzuholen. Bei der diagnostizierten Depression handle es sich um 

ein eigenständiges Leiden und nicht um eine Komorbidität zur (ebenfalls 

diagnostizierten) Schmerzstörung. Es liege

somit kein pathogenetisch ätiologisch unklarer syndromaler Zustand vor, auf den die 

Rechtsprechung der Überwindbarkeitsvermutung anzuwenden sei (act. G1).

B.b Die Beschwerdegegnerin beantragt in ihrer Beschwerdeantwort vom 14. März 2014 

die Abweisung der Beschwerde. Die Angaben der Beschwerdeführerin zeigten, dass 

die Depression entgegen der von Dr. H.___ vertretenen Meinung keine eigenständige 

Krankheit darstelle. Ob die Depression ausnahmsweise als invalidisierende 

Komorbidität anzusehen sei, sei eine frei überprüfbare Rechtsfrage. Von den (weiteren) 

massgebenden Kriterien sei keines erfüllt; insbesondere könne das 

lumbospondylogene Syndrom nicht als chronische körperliche Begleiterkrankung 

gelten, da es die anhaltende Schmerzstörung aufrechterhalte. Selbst wenn die 

Depression ein eigenständiges Leiden wäre, wäre sie nicht invalidisierend, da sie 

behandelbar und noch nicht austherapiert sei. Die Willensanstrengung könne nicht in 

einen zumutbaren und einen unzumutbaren Teil aufgeteilt werden. Eine durch einen 

Arzt angenommene teilweise Zumutbarkeit müsse im Sinne der Rechtsprechung in eine 

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volle Zumutbarkeit umgedeutet werden. Sodann sei das vorliegende Beschwerdebild 

wesentlich durch invaliditätsfremde psychosoziale Umstände geprägt (act. G 4).

B.c  In ihrer Replik vom 28. Mai 2014 hält die Beschwerdeführerin an ihrer Beschwerde 

vom 13. Januar 2014 fest. Der Gutachter spreche (bezüglich der Depression) von 

einem eigenständigen Leiden. Die Diagnose der somatoformen Schmerzstörung rücke 

dabei in den Hintergrund, insbesondere weil der Gutachter explizit darauf hinweise, 

dass es sich nicht um eine Komorbidität zur Schmerzstörung handle. Die 

Rechtsprechung zu den ätiologisch-pathogenetisch unklaren syndromalen 

Beschwerdebildern finde demnach keine Anwendung. Es sei Sache der Gutachter bzw. 

Ärzte, sich dazu zu äussern, ob eine psychische Komorbidität gegeben sei, und den 

psychischen Gesundheitszustand sowie das objektiv vorhandene Leistungspotential zu 

beurteilen. Der Gutachter führe nicht aus, dass lediglich rein invaliditätsfremde 

psychosoziale Umstände die psychische Gesundheit beeinträchtigten. Sie sei zwar 

noch nicht austherapiert, aber seit mindestens April 2011 in psychotherapeutischer 

Behandlung, von der auszugehen sei, dass sie lege artis durchgeführt werde. Die 

Empfehlung beruflicher Massnahmen beziehe sich auf die Restarbeitsfähigkeit von 50 

% (act. G 8).

B.d Die Beschwerdegegnerin verzichtet auf eine Duplik (act. G 10).

Erwägungen

1.

1.1  Gemäss Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 

831.20) haben Invalide oder von einer Invalidität (Art. 8 des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]) bedrohte 

Versicherte Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen, soweit diese notwendig und 

geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu 

betätigen, wieder herzustellen, zu erhalten und zu verbessern (lit. a) und die 

Voraussetzungen für den Anspruch auf die einzelnen Massnahmen erfüllt sind (lit. b).

1.2  Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die 

Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare 

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Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können, 

Anspruch auf eine Rente (lit. a), wenn sie während eines Jahres ohne wesentlichen 

Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und 

nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c). Bei einem 

Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei 

einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem 

Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und ab einem 

Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Invalidenrente (Art. 28 Abs. 2 

IVG).

1.3  Art. 8 ATSG definiert Invalidität als voraussichtlich bleibende oder längere Zeit 

dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Unter Erwerbsunfähigkeit versteht 

das Gesetz den durch die gesundheitliche Beeinträchtigung verursachten Verlust der 

Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt 

(Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind 

ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. 

Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht 

überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).

1.4  Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 

Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des 

Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung 

zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte 

Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen 

Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche 

Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 

261 E. 4 mit Hinweisen).

1.5  Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht 

für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, die 

geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) 

abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und der 

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medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten 

begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen).

2.

Aus somatischer (rheumatologischer/orthopädischer) Sicht wird der 

Beschwerdeführerin durch den Gutachter Dr. G.___ (Gutachten vom 6. September 

2012, IV-act. 94-21), sowie durch das ABI (Gutachten vom 28. Juni 2010) in der 

angestammten und in weiteren leicht belastenden Tätigkeiten seit Juni 2010 

übereinstimmend eine Arbeitsfähigkeit von 80 % attestiert. Diese Sichtweise ist 

aufgrund umfassender Untersuchungen und Befunderhebungen mit im Wesentlichen 

übereinstimmenden Diagnosen und Einschätzungen nachvollziehbar begründet und 

führt für sich alleine nicht zu einem anspruchsbegründenden Invaliditätsgrad. Zu prüfen 

und hauptsächlich umstritten ist, ob die psychischen Einschränkungen zu 

invalidenversicherungsrechtlichen Ansprüchen führen.

3.

3.1  Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 

IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt grundsätzlich eine lege artis auf die 

Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte psychiatrische 

Diagnose voraus. Eine solche Diagnose ist eine rechtlich notwendige, aber nicht 

hinreichende Bedingung für einen invalidisierenden Gesundheitsschaden. Zur Annahme 

einer Invalidität braucht es in jedem Fall ein medizinisches Substrat, das (fach-) 

ärztlicherseits schlüssig festgestellt wird und nachgewiesenermassen die Arbeits- und 

Erwerbsfähigkeit wesentlich beeinträchtigt. Insbesondere darf das klinische 

Beschwerdebild nicht einzig in Beeinträchtigungen bestehen, welche von belastenden 

soziokulturellen und psychosozialen Faktoren herrühren, sondern hat davon 

psychiatrisch zu unterscheidende Befunde zu umfassen, zum Beispiel eine von 

depressiven Verstimmungszuständen klar unterscheidbare andauernde Depression im 

fachmedizinischen Sinne oder einen damit vergleichbaren psychischen 

Leidenszustand. Entscheidend ist, ob und inwiefern, allenfalls bei geeigneter 

therapeutischer Behandlung, von der versicherten Person trotz des Leidens 

willensmässig erwartet werden kann zu arbeiten (BGE 127 V 294 E. 5a S. 299; Urteil 

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8C_302/2011 vom 20. September 2011 E. 2.5.1, in: SVR 2012 IV Nr. 22 S. 95). Diese 

Grundsätze gelten auch bei Vorliegen eines pathogenetisch-ätiologisch unklaren 

syndromalen Beschwerdebildes ohne nachweisbare organische Grundlage, bei dem 

sich in erster Linie die nach einem objektivierenden Massstab zu beurteilende Frage 

der Zumutbarkeit einer Erwerbstätigkeit trotz Schmerzen stellt (Art. 7 Abs. 2 ATSG; 

BGE 139 V 547 E. 8.2 S. 564). Eine depressive Störung stellt allerdings keinen solchen 

Zustand dar (zum Ganzen: Urteil des Bundesgerichts vom 8. Oktober 2014, 

9C_856/2013, E. 3.1 mit weiteren Verweisen).

3.2  Beim Zusammentreffen einer zuverlässig diagnostizierten depressiven Episode 

oder Störung mit einer Schmerzstörung sind in erster Linie die (fach-) ärztlichen 

Feststellungen zum Gesundheitszustand und zur Arbeitsfähigkeit massgeblich. Dabei 

stellt sich insbesondere die Frage, ob es sich bei der depressiven Problematik um ein 

vom Schmerzgeschehen losgelöstes selbständiges Leiden von erheblicher Schwere, 

Intensität, Ausprägung und Dauer handelt. Dazu ist fachärztlicherseits Stellung zu 

nehmen wie auch zur Bedeutung psychosozialer und soziokultureller 

Belastungsfaktoren im Kontext (vgl. Urteil 8C_162/2013 vom 17. Juli 2013 E. 4.2). 

Selbst wenn im Übrigen, rechtlich betrachtet, ein unklares syndromales 

Beschwerdebild vorliegt, muss fachärztlich geprüft werden, ob nicht ein anderes 

Störungsbild gegeben ist, das anhand klinischer und/oder anderweitiger 

Untersuchungen zuverlässig nachgewiesen werden kann (Urteil 8C_251/2013 vom 14. 

Februar 2014 E. 4.2.2, in: SVR 2014 IV Nr. 112 S. 47, mit Verweis auf BGE 139 V 547 E. 

9.4 S. 568; zum Ganzen: Urteil des Bundesgerichts vom 8. Oktober 2014, 

9C_856/2013, E. 3.2).

4.

4.1  Der psychiatrische Gutachter Dr. H.___ diagnostizierte sowohl eine depressive 

Episode als auch eine somatoforme Schmerzstörung und attestierte beiden Diagnosen 

einen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (IV-act. 95-8); er begründete mithin seine 

Einschätzung der 50 %igen Arbeitsunfähigkeit mit beiden Diagnosen. Zum 

Psychostatus notierte er, es seien leichte Einschränkungen der Aufmerksamkeit und 

der Konzentrationsfähigkeit feststellbar gewesen. Affektiv habe sich die 

Beschwerdeführerin dysthym verstimmt und eher resigniert gezeigt. Sie habe über 

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Stimmungsschwankungen und Stimmungslabilität berichtet. Vorherrschend seien 

Klagen über die wechselhafte gesundheitliche Situation gewesen. Allgemeine Sorgen 

der Existenzsicherung und vor einer ungewissen Zukunft seien vorhanden gewesen, 

ebenso Ängste in Bezug auf die körperliche Gesundheit (Zunahme der Schmerzen). 

Beklagt worden seien eine erhöhte Vergesslichkeit, erhöhte Reizbarkeit und ein sozialer 

Rückzug. Psychomotorisch habe eher eine Antriebsminderung bestanden, bei 

berichteter innerer Unruhe, Nervosität und Anspannung insbesondere bei 

Schmerzexazerbation. Psychovegetativ seien Einschlafstörungen mit Gedankenkreisen 

und Grübelzwang sowie schmerzbedingte Durchschlafstörungen berichtet worden (IV-

act. 95-7 f.). In der aktuellen Untersuchung habe das Vorliegen einer depressiven 

Störung nachvollzogen werden können, was aufgrund der vielfältigen belastenden 

Krankheiten, welche die Beschwerdeführerin schon lange begleiten würden, nicht 

verwunderlich sei (IV-act. 95-9). Zur Diagnose der somatoformen Schmerzstörung 

führte er aus, es sei wahrscheinlich, dass die Beschwerdeführerin einen Teil ihrer 

innerseelischen Konflikte äusserlich durch Schmerzen symbolisiere und somit eine 

Konversionsstörung vorliege. Diese habe sich zu den bestehenden körperlichen 

Schmerzen hinzu gesellt (IV-act. 95-10). In einer ergänzenden Stellungnahme vom 

5. August 2013 erklärte Dr. H.___ auf Nachfrage der Beschwerdegegnerin, aufgrund 

der erst im achtzehnten Lebensjahr entdeckten Gebärmutteratresie und der 

Unterleibsoperationen handle es sich bei der depressiven Erkrankung um ein 

eigenständiges Leiden. Es könne davon ausgegangen werden, dass die 

Identitätsbildung der Beschwerdeführerin als Frau nicht einfach gewesen sei. Das 

depressive Verarbeitungsmuster sei also nicht einfach nur eine Komorbidität zur 

Schmerzstörung (IV-act. 118-3). Der Gutachter stimmt darin überein mit dem 

behandelnden Dr. F.___, der im Arztbericht vom 15. August 2011 festgehalten hatte, 

symptomatisch im Vordergrund stünden die Stimmungsschwankungen mit 

Nebeneinander von Leergefühlen und explosiver Reizbarkeit sowie eine sehr 

eingeschränkte Belastbarkeit mit Müdigkeit und Konzentrationsstörungen. Er hatte 

depressive Symptome mit mittelgradiger Ausprägung beschrieben, die für sich 

genommen eine eingeschränkte Leistungsfähigkeit begründeten (IV-act. 77-2 f.). 

Seines Erachtens gehe die aktuelle Symptomatik in der zuvor vom ABI Basel gestellten 

Diagnose einer anhaltenden Schmerzstörung aus den aufgeführten Gründen nicht auf. 

Stattdessen bestehe nunmehr das klinische Bild einer mittelgradigen depressiven 

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Episode. Die aktuelle funktionelle Schmerzverstärkung durch das psychische Leiden 

deute er im Zusammenhang mit dieser depressiven Entwicklung. Eine anhaltende 

somatoforme Schmerzstörung könne zusätzlich bestehen (IV-act. 77-4). In seiner 

Stellungnahme vom 31. August 2011 hatte der RAD angeführt, Dr. F.___ habe 

nachvollziehbar erläutert, dass die depressive Erkrankung keine Komorbidität, sondern 

ein eigenständiges Leiden sei (IV-act. 78-2). Dr. H.___ führte in seiner ergänzenden 

Stellungnahme vom 5. August 2013 aus, gemäss anderen Diagnosemanualen würde 

eine „double depression“ diagnostiziert: einerseits seien eine abgrenzbare depressive 

Episode (aktuell mittelgradig mit somatischem Syndrom) und andererseits eine 

zugrunde liegende depressive Verstimmung (Dysthymie) vorhanden (IV-act. 118-1).

4.2  Die Diagnosestellungen von Dr. H.___ beruhen auf umfassenden Untersuchungen 

und sind in Anbetracht des jeweiligen Status bzw. der jeweiligen Befunde 

nachvollziehbar; offenkundige Widersprüche sind nicht zu erkennen. Entsprechend 

sind die Diagnosen auch nicht umstritten. Die Beschwerdegegnerin wendet hingegen 

ein, die Beschwerdeführerin habe angegeben, am meisten würden ihr die ständig 

wechselnden Schmerzen und die „damit verbundenen“ Stimmungsschwankungen zu 

schaffen machen, weshalb keine selbständige Erkrankung (Depression) vorliege 

(act. G 4 S. 4 mit Verweis auf IV-act. 95-7). Diese Äusserung der psychiatrisch nicht 

sachverständigen Beschwerdeführerin ist nicht geeignet, die fachärztliche Beurteilung 

in Frage zu stellen. Es ist auch nicht Sache des Rechtsdienstes, Feststellungen und 

Einschätzungen medizinischer Experten beiseite zu schieben und eigene 

Einschätzungen vorzunehmen. Es ist sodann nicht ersichtlich, dass die depressiven 

Episoden zur Hauptsache auf invaliditätsfremden Belastungsfaktoren beruhten. 

Vielmehr vollzog sich gemäss Dr. F.___ der Umschlag in eine depressive Entwicklung, 

als die Rückenoperation 2009 nicht das erhoffte Ergebnis zeitigte (IV-act. 73-6), und Dr. 

H.___ erwähnt als Ursprung mit der Gebärmutteratresie ebenfalls ein gesundheitliches 

Problem. Dass gemäss dem Gutachter allgemeine Sorgen der Existenzsicherung und 

vor einer ungewissen Zukunft vorhanden sind (IV-act. 95-8), vermag daran nichts zu 

ändern. Es ist mithin bei der fachärztlich diagnostizierten depressiven Erkrankung von 

einem eigenständigen Leiden einerseits und von einer somatoformen Schmerzstörung 

andererseits auszugehen.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/21

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4.3  Zur Behandelbarkeit des psychischen Leidens äusserte Dr. H.___ im Wesentlichen, 

medizin-theoretisch seien Depressionen behandelbar. Inwieweit dies jedoch bei der 

Beschwerdeführerin der Fall sei, sei durch den behandelnden Arzt zu beurteilen. Da die 

Beschwerdeführerin zum Gutachtenszeitpunkt keine antidepressive Medikation gehabt 

habe, könne davon ausgegangen werden, dass der Zustand noch nicht austherapiert 

sei (IV-act. 118-2). Die Behandelbarkeit einer psychischen Störung sagt indes für sich 

allein betrachtet nichts über deren invalidisierenden Charakter aus (Urteil des 

Bundesgerichts vom 19. Juni 2013, 9C_947/2012, E. 3.2.1 mit Hinweis auf BGE 127 V 

298 E. 4c). Das Bundesgericht hat sodann in der jüngeren Rechtsprechung klargestellt, 

dass die Behandelbarkeit eines psychischen Leidens sogar bei grundsätzlich guter 

Prognose einen - allenfalls befristeten - Rentenanspruch nicht zum Vorneherein 

ausschliesst (Urteil des Bundesgerichts vom 29. August 2014, 8C_148/2014 E. 3.1 mit 

Hinweis auf das Urteil des Bundesgerichts vom 17. Juni 2014, 8C_56/2014, E. 4.1). 

Würde der Behandelbarkeit wesentlicher Einfluss auf den invalidisierenden Charakter 

eines depressiven Leidens zugestanden, so würde dies einen rückwirkend befristeten 

Rentenanspruch für ein depressives Leiden, wie er etwa im Urteil des Bundesgerichts 

vom 3. September 2014, 9C_292/2014, E. 3.2 anerkannt wurde, ausschliessen (Urteil 

des Versicherungsgerichts St. Gallen vom 2. Juli 2015, IV 2013/204 E. 3.3.2).

5.

5.1  Aus dem Blickwinkel der somatoformen Schmerzstörung ist zu bemerken, dass 

das Bundesgericht die Vermutung, Schmerzsyndrome und vergleichbare 

psychosomatische Leiden seien überwindbar, in BGE 141 V 381 aufgegeben hat. An 

der Beurteilung der Zumutbarkeit und am Erfordernis einer objektivierten 

Beurteilungsgrundlage gemäss Art. 7 Abs. 2 ATSG ändere dies nichts. Es sei nach wie 

vor von der grundsätzlichen „Validität“ der die materielle Beweislast tragenden 

versicherten Person auszugehen (BGE 141 V 395 f., E. 3.7). Das funktionelle 

Leistungsvermögen sei anhand von Indikatoren zu beurteilen (BGE 141 V 296 f. E. 4.1 

und S. 298 ff., E. 4.3). Diese betreffen den Schweregrad einer Gesundheitsschädigung 

(Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde und Symptome, diagnose-inhärenter 

Mindestschweregrad, Behandlungserfolg oder -resistenz, Teilnahme an beruflichen 

Eingliederungs- und Integrationsmassnahmen, psychische und körperliche 

Begleiterkrankungen, Anzahl der nicht ausreichend organisch erklärten 

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Körperbeschwerden; zit. Urteil E. 4.3.1), die Persönlichkeit (Persönlichkeitsdiagnostik, 

persönliche Ressourcen, Persönlichkeitsentwicklung und -struktur; zit. Urteil E. 4.1.3, 

4.3.2), den sozialen Kontext (zit. Urteil E. 4.3.3) sowie die Konsistenz (Gleichmässigkeit 

der Einschränkung des Aktivitätsniveaus in allen vergleichbaren Lebensbereichen, 

sozialer Rückzug, soziale Aktivität vor Eintritt der Gesundheitsschädigung, 

Inanspruchnahme therapeutischer Optionen als Hinweis auf den tatsächlichen 

Leidendruck; zit. Urteil E. 4.4; vgl. zum Ganzen auch Bundesamt für 

Sozialversicherungen [BSV], IV-Rundschreiben Nr. 334 vom 7. Juli 2015, Anhang). 

Nach wie vor sind unklare symptomatische Beschwerden nur invalidisierend, wenn sie 

therapeutisch nicht (mehr) angehbar sind (zit. Urteil, E. 4.3.1.2). Die bisher einzelnen 

Kriterien der „psychiatrischen Komorbidität“ und der „körperlichen 

Begleiterkrankungen“ sind in einem Indikator zusammengefasst, wobei ersterer keine 

Vorrangstellung mehr zukommt (zit. Urteil, E. 4.3.1.3). Neben der auf die Erfassung von 

Persönlichkeitsstruktur und -störungen abzielenden Persönlichkeitsdiagnostik fällt auch 

das Konzept der sogenannten „komplexen Ich-Funktionen“ in Betracht (zit. Urteil, 

E. 4.3.2). Der medizinische Gutachter hat das Leistungsvermögen einzuschätzen und 

dabei den einschlägigen Indikatoren zu folgen. Die Rechtsanwender überprüfen die 

betreffenden Angaben frei, insbesondere dahin, ob die Ärzte sich an die 

massgebenden normativen Rahmenbedingungen gehalten haben, das heisst, ob sie 

ausschliesslich funktionelle Ausfälle berücksichtigt haben, welche Folgen der 

gesundheitlichen Beeinträchtigung sind (Art. 7 Abs. 2 erster Satz ATSG), sowie, ob die 

versicherungsmedizinische Zumutbarkeitsbeurteilung auf objektivierter Grundlage 

erfolgt ist (Art. 7 Abs. 2 zweiter Satz ATSG). Recht und Medizin tragen in diesem Sinn, 

je nach ihren fachlichen und funktionellen Zuständigkeiten, zur Feststellung ein und 

derselben Arbeitsunfähigkeit bei. Es gibt keine unterschiedlichen Regeln gehorchende, 

getrennte Prüfung einer medizinischen und einer rechtlichen Arbeitsfähigkeit (zit. Urteil, 

E. 5.2.2. und 5.2.3).

5.2  Dr. H.___ äusserte im psychiatrischen Teilgutachten vom 22. August 2012, die 

Auswirkung der somatoformen Schmerzstörung auf die Arbeitsfähigkeit sei anhand von 

drei Faktoren - Heredität und Biografie, Förster’sche Prognosekriterien, komplexe Ich-

Funktionen - zu beurteilen: In der Biografie der Beschwerdeführerin seien belastende 

Ereignisse aufgetreten, welche sie im Umgang mit ihren körperlichen Symptomen 

überforderten. Einige der Försterkriterien seien erfüllt (auffällige prämorbide 

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Persönlichkeitsstruktur bzw. -entwicklung, chronische körperliche 

Begleiterkrankungen, Arbeitsplatzverlust, primär chronifizierter Krankheitsverlauf ohne 

längerdauernde Remissionen), was einen prognostisch ungünstigen Verlauf der 

somatoformen Schmerzstörung erwarten lasse. Die komplexen Ich-Funktionen der 

Realitätsprüfung und Urteilsbildung, der Beziehungsfähigkeit und Kontaktgestaltung, 

Affektsteuerung und Impulskontrolle, Selbstwertregulation und Regressionsfähigkeit, 

Intentionalität und Antrieb sowie die Abwehrorganisation seien bei der 

Beschwerdeführerin eingeschränkt. Aufgrund dieser ungünstigen Konstellation habe 

die Somatisierungsstörung einen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit. Gleichwohl könne bei 

der Beschwerdeführerin ein Wille zur Schmerzüberwindung und zur Reintegration 

gefordert werden. Ab dem Zeitpunkt der Begutachtung betrage die Arbeitsfähigkeit aus 

psychiatrischer Sicht 50 % (IV-act. 95-10). In seiner ergänzenden Stellungnahme vom 

5. August 2013 hielt Dr. H.___ zur Überwindbarkeit der Schmerzen fest, als chronische 

körperliche Begleiterkrankung könne die im Gutachten erwähnte jahrelange 

Schmerzproblematik (Schmerzen seit der Kindheit, Gebärmutteratresie mit weiter be­

stehenden Abdominalbeschwerden) sowie ein Fibromyalgiesyndrom betrachtet 

werden. Ein sozialer Rückzug habe inzwischen stattgefunden. Der therapeutische 

Verlauf und das Behandlungsergebnis der Psychotherapie seien unklar. Zusätzlich 

müsse bedacht werden, dass neben der somatoformen Schmerzstörung auch eine 

somatoforme autonome Funktionsstörung des unteren Gastrointestinaltraktes 

vorzuliegen scheine, welche therapeutisch ausgesprochen schwierig zu behandeln sei. 

Ein primärer Krankheitsgewinn, welcher sich aus der Krankheit selbst ergebe, 

insbesondere Erleichterungen, Schonung, vermehrte Zuwendung aufgrund der 

Krankenrolle, sei sicherlich vorhanden. Eine Konversionsstörung, also ein primär 

intrapsychischer unlösbarer Konflikt, der auf ein körperliches Geschehen projiziert 

werde, habe sich daraus entwickelt und begründe seines Erachtens eine 

invalidisierende Arbeitsunfähigkeit (IV-act. 118-2 f.). Während das ABI-Gutachten vom 

28. Juni 2010 der noch alleine diagnostizierten somatoformen Schmerzstörungen keine 

über die somatisch begründete Arbeitsunfähigkeit hinausgehende Einschränkung der 

Arbeitsfähigkeit zuerkannt hatte (IV-act. 44-15, 24), führte Dr. F.___ im Arztbericht vom 

15. August 2011 aus, aus psychiatrischer Sicht bestehe bei der Beschwerdeführerin ein 

komplexes psychisches Leiden, welches sich auf dem Boden vielfältiger 

überfordernder Belastungen bereits vor vielen Jahren entwickelt habe und den 

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heutigen Umgang mit den aktuellen somatischen Beschwerden massgeblich 

mitbestimme. Die psychische Belastbarkeit und Widerstandskraft sei durch 

vorangegangene Rückschläge und daraus entstandene Ängste vermindert. (…). Die 

Beschwerdeführerin sei hier aufgrund ihrer belastenden Persönlichkeitsentwicklung 

sensibler und weniger anpassungsfähig als andere Menschen. Sie sehe sich schnell 

bedroht und glaube, sich verteidigen zu müssen. Dies zu überwinden liege nicht im 

Bereich ihrer Willenskraft. Der Befund habe sich gegenüber der Situation bei der ABI-

Begutachtung deutlich verschlechtert. Aus Sicht der Beschwerdeführerin bestehe das 

Hauptleiden nach wie vor in den unveränderten Rückenschmerzen und 

Gefühlsstörungen. Hinzugekommen seien jedoch nun auch subjektiv wahrnehmbare 

depressive Symptome mit mittelgradiger Ausprägung, die für sich genommen eine 

eingeschränkte Leistungsfähigkeit begründeten (IV-act. 77-2 f.).

5.3  Aus den Ausführungen von Dr. H.___ und Dr. F.___ geht hervor, dass sie die 

invalidisierende Wirkung der psychiatrischen Beeinträchtigungen nicht nur aus den 

psychiatrischen Befunden selbst, sondern mit der Komplexität und Vielfältigkeit der die 

Überwindbarkeit der Schmerzen beeinträchtigenden Belastungen begründen, 

namentlich auch mit der Therapieresistenz der Schmerzen. Insbesondere stützt Dr. 

H.___ seine Einschätzung der Arbeitsunfähigkeit nicht etwa darauf, dass mit der 

depressiven Episode eine schwere und therapieresistente psychische Komorbidität zur 

somatoformen Schmerzstörung vorliege, sondern er prüft weitere Kriterien bzw. 

Indikatoren des psychischen Leidens als Ganzes. So berücksichtigt er nebst den 

Förster’schen Prognosekriterien die Auswirkungen der Biografie und der komplexen 

Ich-Funktionen auf die Überwindbarkeit der Beschwerden. Dies entspricht einer 

umfassenden Würdigung dieser Frage im Einzelfall, wie sie die neue Rechtsprechung 

des Bundesgerichts fordert. Einer solchen gesamthaften Betrachtung würde im 

Übrigen nicht entsprechen, der Depression wegen Behandelbarkeit eine Auswirkung 

auf die Arbeitsfähigkeit abzusprechen und eine invalidisierende Wirkung ausschliesslich 

der somatoformen Schmerzstörung gestützt auf eine umfassende Würdigung aller 

Indikatoren zu bejahen.

5.4  Zusammenfassend beruht das Gutachten des Rheumatologen und Internisten 

Dr. G.___ und von Dr. H.___ auf umfassenden Untersuchungen, berücksichtigt die von 

der Beschwerdeführerin dargelegten Symptome und ist hinsichtlich der 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/21

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Diagnosestellung und der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit schlüssig und 

nachvollziehbar. Es ist daher darauf abzustellen und von einer 50 %igen 

Arbeitsunfähigkeit ab dem Zeitpunkt der gutachterlichen Untersuchung vom 11. Juni 

2012 (IV-act. 94-1, 21) auszugehen.

6.  

6.1  Die Beschwerdeführerin war infolge der Rückenoperation vom 20. Januar 2009 bis 

20. April 2009 zu 100 % arbeitsunfähig (IV-act. 12-1). Vom 21. April 2009 bis 15. Juni 

2009 attestierte ihr Dr. B.___ eine Arbeitsfähigkeit während 2 x 3 Stunden, vom 16. Juni 

bis 31. Juli 2009 von 3 x 3 Stunden, vom 1. bis 31. August 2009 von 4 x 3 Stunden und 

ab 1. September 2009 „wie früher“ von 5 x 3 Stunden pro Woche (IV-act. 14-6 f., 

Bericht vom 17. Juni 2009). Aufgrund der erhöhten Schmerzmedikation wurde jedoch 

am 3. September 2009 bis auf weiteres eine Arbeitsfähigkeit von 3 x 3 Wochenstunden 

bescheinigt (IV-act. 19; IV-act. 44-33), und erst ab 19. November 2009 war die 

Beschwerdeführerin wie ursprünglich vorgesehen für 5 x 3 Stunden pro Woche 

arbeitsfähig geschrieben (IV-act. 25; IV-act. 44-52). Dies entspricht - gemessen an 

einem Vollzeitpensum von 42 Stunden - einer Arbeitsunfähigkeit von noch rund 64 %. 

Gemäss ABI-Gutachten vom 28. Juni 2010 bestand ab Januar 2010 eine 

Arbeitsfähigkeit von mindestens 50 % (IV-act. 44-24). Damit war das Wartejahr mit 

durchschnittlicher Arbeitsunfähigkeit von (mindestens) 40 % (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) 

am 19. Januar 2010 bestanden. Zu diesem Zeitpunkt war auch die sechsmonatige Frist 

(Art. 29 Abs. 1 und 3 IVG) seit der Anmeldung am 25. März 2009 (IV-act. 1) abgelaufen.

6.2  Ab Mai 2010 schätzten die ABI-Gutachter die Arbeitsfähigkeit auf 80 % (IV-

act. 44-22). Dr. F.___ attestierte der Beschwerdeführerin am 15. August 2011 eine 

„Arbeitsunfähigkeit“ von „40 %“ ab Behandlungsbeginn am 28. März 2011 (IV-

act. 77-3, 4), wobei sich aus den Angaben in Ziff. 1.7 und 1.9 zum zumutbaren 

zeitlichen Rahmen ergibt, dass die Arbeitsfähigkeit 40 % beträgt und es sich bei den 

unter Ziff. 1.6 als Arbeitsunfähigkeit angegebenen 40 % um einen Verschrieb handelt. 

Damit übereinstimmend nahm der RAD am 31. August 2011 Stellung, es sei 

überwiegend wahrscheinlich, dass die 40 %ige Arbeitsfähigkeit für leichte 

kaufmännische Arbeiten seit Beginn 2011 vorliege (IV-act. 78-2). Dr. H.___ schreibt 

dazu, in der Begutachtung habe das Vorliegen einer depressiven Störung 

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nachvollzogen werden können und sei aufgrund der vielfältigen belastenden 

Krankheiten der Beschwerdeführerin nicht verwunderlich (IV-act. 95-9). Auch nach ihm 

ist somit auf Dr. F.___ abzustellen. Es ist folglich ab 1. Januar 2011 von einer 

Arbeitsunfähigkeit von 60 % auszugehen.

6.3  Gemäss Art. 29  der Verordnung über die Invalidenversicherung (SR 831.201; 

IVV) werden bei der Berechnung der Wartezeit nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG 

zurückliegende Wartezeiten angerechnet, wenn die Rente nach Verminderung des 

Invaliditätsgrades aufgehoben wird und dieser in den folgenden drei Jahren wegen 

einer auf dasselbe Leiden zurückzuführenden Arbeitsunfähigkeit erneut ein 

rentenbegründendes Ausmass erreicht. Da letztlich sowohl die bis Ende April 2010 

bestehende als auch die ab Januar 2011 attestierte Arbeitsunfähigkeit auf demselben 

Leidenskomplex beruhen, ist die genannte Bestimmung vorliegend anzuwenden mit 

der Folge, dass ab Januar 2011 nicht nochmals ein Wartejahr zu bestehen war (E. 6.4). 

Zusammenfassend war somit die Wartezeit für einen Rentenanspruch ab Januar 2010 

erfüllt. Ferner erscheint vom 1. Januar bis 30. April 2010 eine Arbeitsunfähigkeit von 50 

% (ABI-Gutachten, IV-act. 44-24), vom 1. Mai bis 31. Dezember 2010 von 20% (ABI-

Gutachten), ab 1. Januar 2011 von 60 % (Dr. F.___, RAD, Dr. H.___) und ab Juni 2012 

von 50 % (Gutachten Fachärzte G.___ und H.___) ausgewiesen.

7.

7.1  Im Fragebogen zur Rentenabklärung betreffend Erwerbstätigkeit/Haushalt gab die 

Beschwerdeführerin am 22. Juli 2010 an, dass sie seit Frühjahr 2002 unter gesundheit­

lichen Beeinträchtigungen leide, ohne die sie seit damals zu 100 % erwerbstätig wäre. 

Als Gründe dafür nannte sie soziale Kontakte, die Anwendung und Bestätigung des 

Erlernten sowie den finanziellen „Zustupf“ (IV-act. 51-2). Dies erscheint insoweit 

plausibel, als ab 2002 abdominale Schmerzen und ab 2005 entsprechende 

Abklärungen und Behandlungen aktenkundig sind (vgl. IV-act. 44-73; IV-act. 21-2 f.). 

Gemäss Abklärungsbericht Haushalt vom 19. Oktober 2010 führte die 

Beschwerdeführerin anlässlich der Abklärung vor Ort aus, sie würde seit dem 

Heimeintritt ihres Sohnes I.___ im Jahre 2006 zu 100 % im kaufmännischen Bereich 

arbeiten (IV-act. 56-1, 4). Mit Blick darauf, dass nicht relevant ist, ob die 

Beschwerdeführerin ohne Gesundheitsschaden bereits ab Frühjahr 2002 oder erst ab 

bis

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2006 vollzeitlich gearbeitet hätte, ist die durch die Beschwerdegegnerin 

vorgenommene Qualifikation als Vollerwerbstätige nicht zu beanstanden. Hinsichtlich 

des Einkommensvergleichs ist sowohl für die Validenkarriere als auch für das 

Invalideneinkommen von einer Tätigkeit im kaufmännischen Bereich und somit vom 

entsprechenden Tabellenlohn auszugehen. Es ist daher ein Prozentvergleich 

vorzunehmen; diesfalls entspricht der Invaliditätsgrad dem Grad der Arbeitsunfähigkeit, 

unter Berücksichtigung des Tabellenlohnabzuges (Urteil des Bundesgerichts vom 

4. Februar 2015, 9C_888/2014, E. 2; vgl. nachfolgend E. 7.2).

7.2  Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen 

Durchschnittswerten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert (Tabellenlohn) 

allenfalls zu kürzen. Damit soll der Tatsache Rechnung getragen werden, dass 

persönliche und berufliche Merkmale, wie Art und Ausmass der Behinderung, 

Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und 

Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können (BGE 124 V 321 E. 

3b/aa S. 323). Aufgrund dieser Faktoren kann die versicherte Person die verbliebene 

Arbeitsfähigkeit auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt möglicherweise nur mit 

unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten (BGE 126 V 75 E. 5b/aa in fine 

S. 80). Der Abzug soll aber nicht automatisch erfolgen. Er ist unter Würdigung der 

Umstände im Einzelfall nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen und 

darf 25 % nicht übersteigen (BGE 126 V 75 E. 5b/bb-cc S. 80; 134 V 322 E. 5.2 S. 327 

f.; Urteil 9C_368/2009 vom 17. Juli 2009 E. 2.1). Vorliegend fällt ein Tabellenlohnabzug 

- wenn überhaupt - von höchstens 10 % wegen des eingeschränkt möglichen 

Spektrums von leidensadaptierten Tätigkeiten in Betracht. Ein solch maximal möglicher 

Tabellenlohnabzug wirkt sich auf die Rentenhöhe nicht aus, weshalb nachfolgend der 

Invaliditätsgrad ohne solchen bemessen wird.

7.3  Damit ergibt sich ab Januar 2010 entsprechend der Arbeitsunfähigkeit von 50 % 

ein Anspruch auf eine halbe Rente. Gemäss ABI-Gutachten bestand ab Mai 2010 eine 

Arbeitsunfähigkeit von nur noch 20 %. In Anwendung von Art. 88a Abs. 1 IVV, wonach 

eine Verbesserung der Erwerbsfähigkeit in jedem Fall zu berücksichtigen ist, nachdem 

sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat und voraussichtlich 

weiterhin andauern wird, dauert der Anspruch auf eine halbe Rente bis Ende Juli 2010. 

Ab 1. Januar 2011 bis Ende August 2012 (ebenfalls gemäss Art. 88a Abs. 1 IVV) ergibt 

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sich, entsprechend der Arbeitsunfähigkeit von 60 %, ein Anspruch auf eine 

Dreiviertelsrente, und seit 1. September 2012 hat die Beschwerdeführerin bei einer 

Arbeitsunfähigkeit von 50 % wiederum Anspruch auf eine halbe Rente.

8.  

8.1  In Gutheissung der Beschwerde ist die Verfügung vom 25. November 2013 

aufzuheben und der Beschwerdeführerin mit Wirkung vom 1. Januar 2010 bis 31. Juli 

2010 eine halbe Rente, vom 1. Januar 2011 bis 31. August 2012 eine Dreiviertelsrente 

und ab 1. September 2012 eine halbe Rente zuzusprechen. Zur Festsetzung und 

Ausrichtung der Rentenleistung ist die Sache an die Beschwerdegegnerin 

zurückzuweisen.

8.2  Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis 

Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1  IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- 

erscheint als angemessen. Die Beschwerdegegnerin hat ausgangsgemäss die gesamte 

Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- zu bezahlen. Der von der Beschwerdeführerin geleistete 

Kostenvorschuss von Fr. 600.-- ist ihr zurückzuerstatten.

8.3  Bei diesem Verfahrensausgang hat die Beschwerdeführerin Anspruch auf eine 

Parteientschädigung. Diese ist vom Gericht ermessensweise festzusetzen, wobei 

insbesondere der Bedeutung der Streitsache und dem Aufwand Rechnung zu tragen 

ist (Art. 61 lit. g ATSG; vgl. auch Art. 98 ff. VRP/SG, sGS 951.1). In der vorliegenden 

Streitsache erscheint eine Parteientschädigung von pauschal Fr. 3'500.-- 

(einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) angemessen.

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1. 

In Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung vom 25. November 2013 

aufgehoben und der Beschwerdeführerin mit Wirkung vom 1. Januar 2010 bis 31. Juli 

2010 eine halbe Rente, vom 1. Januar 2011 bis 31. August 2012 eine Dreiviertelsrente 

bis

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und ab 1. September 2012 eine halbe Rente zugesprochen. Zur Festsetzung und 

Ausrichtung der Rentenleistung wird die Sache an die Beschwerdegegnerin 

zurückgewiesen.

2. 

Die Beschwerdegegnerin hat eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- zu bezahlen. Der von 

der Beschwerdeführerin geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- wird ihr 

zurückerstattet.

3. 

Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung von 

Fr. 3'500.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 02.03.2016
	Art. 8 ATSG: Diagnosen u.a. einer mittelgradigen Depression und einer somatoformen Schmerzstörung sowie eines lumbospondylogenen Syndroms. Abstellen auf die psychiatrisch attestierte Arbeitsunfähigkeit von 50 %. Die psychischen Beschwerden sind in gesamtheitlicher Betrachtung in Anbetracht ihrer Komplexität, ihres Zusammenhangs mit somatischen Beschwerden und ihrer Selbständigkeit invalidisierend (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 2. März 2016, IV 2014/24).

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