# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6c72ffde-38a4-53c6-8701-67220c04b54a
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-04-08
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 08.04.2022 100 2022 90
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2022-90_2022-04-08.pdf

## Full Text

100.2022.90
HAM/GRS/SPR

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil des Einzelrichters vom 8. April 2022

Verwaltungsrichter Häusler 
Gerichtsschreiber Grossrieder 

A.________, geb. 01.01.2002 (alias A.________, 
geb. 1.1.2005, A.________, geb. 1.1.2003)
zzt. Regionalgefängnis Moutier, Rue du Château 30b, 2740 Moutier
vertreten durch Rechtsanwältin …
Beschwerdeführer

gegen

Amt für Bevölkerungsdienste des Kantons Bern
Migrationsdienst, Ostermundigenstrasse 99B, 3006 Bern

und

Kantonales Zwangsmassnahmengericht
Hodlerstrasse 7, 3011 Bern

betreffend Anordnung der Ausschaffungshaft (Entscheid des kantonalen 
Zwangsmassnahmengerichts vom 18. März 2022; KZM 22 331)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 08.04.2022, Nr. 100.2022.90U, 
Seite 2

Sachverhalt:

A.

A.________, afghanischer Staatsangehöriger, ersuchte am 16. Oktober 
2021 in der Schweiz um Asyl. Abklärungen des Staatssekretariats für Migra-
tion (SEM) ergaben, dass er bereits am 21. März 2019 in Griechenland ein 
Asylgesuch gestellt hatte und ihm dort subsidiärer Schutz gewährt worden 
war. In der Folge entsprachen die griechischen Behörden dem Ersuchen des 
SEM um Rückübernahme von A.________. Mit Verfügung vom 17. De-
zember 2021 trat das SEM daher auf das Asylgesuch von A.________ nicht 
ein und wies ihn aus der Schweiz weg. Zugleich passte es das Geburtsdatum 
von A.________ im zentralen Migrationsinformationssystem (ZEMIS) auf 
den 1. Januar 2022 an. Gegen die Verfügung erhob A.________ am 
4. Januar 2022 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht. In 
abgetrennten Verfahren trat das Bundesverwaltungsgericht am 6. Januar 
2022 nicht auf die Beschwerde ein (betreffend das Nichteintreten des SEM 
auf das Asylgesuch und die Wegweisung nach Griechenland) bzw. wies es 
diese am 17. März 2022 ab (betreffend die ZEMIS-Berichtigung). Ebenfalls 
am 17. März 2022 wurde A.________ im Rückkehrzentrum … angehalten. 
Das Amt für Bevölkerungsdienste des Kantons Bern (ABEV), 
Migrationsdienst (MIDI), ordnete gleichentags Ausschaffungshaft für die 
Dauer von zwei Monaten an und ersuchte das kantonale Zwangsmassnah-
mengericht (ZMG) um Prüfung und Gutheissung von deren Rechtmässigkeit 
und Angemessenheit. 

B.

Nach Durchführung einer mündlichen Verhandlung hiess das ZMG den An-
trag mit Entscheid vom 18. März 2022 gut und bestätigte die Ausschaffungs-
haft bis zum 16. Mai 2022. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 08.04.2022, Nr. 100.2022.90U, 
Seite 3

C.

Dagegen hat A.________ 28. März 2022 Verwaltungsgerichtsbeschwerde 
erhoben. Er beantragt, der Entscheid des ZMG vom 18. März 2022 sei 
aufzuheben und er sei unverzüglich aus der Haft zu entlassen. Eventuell sei 
festzustellen, dass die Haft rechtswidrig gewesen sei. Weiter ersucht er für 
das Verfahren vor Verwaltungsgericht um unentgeltliche Rechtspflege unter 
Beiordnung seiner substituierten Rechtsbeiständin als amtliche Anwältin. 

Der Beschwerdeführer hat am 30. März 2022 eine Beschwerdeergänzung 
eingereicht. Auf Aufforderung des Instruktionsrichters hat sich das ABEV am 
4. April 2022 erneut zur Sache geäussert, wogegen das ZMG mit Eingabe 
vom 1. April 2022 unter Verweis auf den angefochtenen Entscheid auf eine 
Stellungnahme verzichtet hat. Am 6. April 2022 hat der Beschwerdeführer 
eine «Replik» eingereicht. Darin ergänzt er sein Eventualbegehren insoweit, 
als festzuhalten sei, die Haft sei in jedem Fall vom 17. März 2022 bis am 
21. März 2022 widerrechtlich gewesen. 

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als letzte 
kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Gesetzes 
vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) 
zuständig (vgl. auch Art. 31 Abs. 2 des Einführungsgesetzes vom 9. Dezem-
ber 2019 zum Ausländer- und Integrationsgesetz sowie zum Asylgesetz [EG 
AIG und AsylG; BSG 122.20]). Der Beschwerdeführer hat am vorinstanzli-
chen Verfahren teilgenommen, ist durch den angefochtenen Entscheid be-
sonders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung 
oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG). 

1.2 Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist schriftlich und unter Beach-
tung der Formvorschriften von Art. 32 VRPG zu erheben (Art. 31 Abs. 3 
EG AIG und AsylG i.V.m. Art. 81 Abs. 1 VRPG). Die Eingabe muss danach 
unter anderem eine Unterschrift enthalten (Art. 32 Abs. 2 VRPG). Die hier zu 

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beurteilende Beschwerde ist durch eine Rechtsanwältin unterzeichnet. Zur 
Parteivertretung berechtigt ist nach Art. 7 Abs. 1 des Kantonalen Anwaltsge-
setzes vom 28. März 2006 (KAG; BSG 168.11), wer im Anwaltsregister des 
Kantons Bern eingetragen ist oder Freizügigkeit nach dem Bundesgesetz 
vom 23. Juni 2000 über die Freizügigkeit der Anwältinnen und Anwälte (An-
waltsgesetz, BGFA; SR 935.61) geniesst (sog. Anwaltsmonopol). Der Regis-
tereintrag setzt als persönliche Voraussetzung unter anderem voraus, dass 
die Anwältinnen und Anwälte in der Lage sind, den Anwaltsberuf unabhängig 
auszuüben; sie können Angestellte nur von Personen sein, die ihrerseits in 
einem kantonalen Register eingetragen sind (Art. 8 Abs. 1 Bst. d BGFA). Im 
Sinn einer Ausnahme vom Unabhängigkeitserfordernis können sich Anwäl-
tinnen und Anwälte, die bei anerkannten gemeinnützigen Organisationen an-
gestellt sind, ins Register eintragen lassen, sofern die übrigen persönlichen 
Voraussetzungen erfüllt sind und sich die Tätigkeit der Parteivertretung 
strikte auf Mandate im Rahmen des von der betroffenen Organisation ver-
folgten Zwecks beschränkt (Art. 8 Abs. 2 BGFA). – Der Beschwerdeführer 
hat laut Vollmacht vom 24. März 2022 sämtliche Rechtsvertreterinnen und 
Rechtsvertreter von B.________ zur Vertretung in asyl- und 
ausländerrechtlichen Verfahren beauftragt (Akten Verwaltungsgericht 
act. 1C). Sinngemäss hat er damit den Verein B.________ mit der Wahrung 
seiner Interessen beauftragt, auch wenn die Vollmacht «insbesondere» auf 
die Rechtsanwältinnen … und … lautet (vgl. VGE 2021/387 vom 21.1.2022 
E. 1.3, 2021/377 vom 21.1.2022 E. 1.2.2; zu den Vertragsbedingungen von 
B.________ vgl. die Allgemeinen Geschäftsbedingungen, Stand 10.12.2019, 
einsehbar unter <www.B.________.ch>, Rubrik «Impressum»). 
Unterschrieben ist seine Beschwerde von Rechtsanwältin …, die ebenfalls 
Mitglied des Vereins B.________ ist und durch … substituiert worden ist 
(Akten Verwaltungsgericht act. 1C). Das Verwaltungsgericht hat in seiner 
jüngeren Rechtsprechung wiederholt darauf hingewiesen, dass es sich bei 
B.________ um eine gemeinnützige Organisation handelt, dass sich die 
Rechtsvertretung in Verfahren betreffend Administrativhaft innerhalb des 
Vereinszwecks bewegt und dass die Rechtsvertretung in einem kantonalen 
Anwaltsregister eingetragen sein muss, was hier der Fall ist (zum Ganzen je 
mit zahlreichen Hinweisen VGE 2021/387 vom 21.1.2022 E. 1.3 und 2, 
2021/377 vom 21.1.2022 E. 1.2, 2021/292 vom 15.10.2021 E. 1.2 f., 
2021/361 vom 21.1.2022 E. 1.4, 2021/292 vom 15.10.2021 E. 1.3). Die 

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unterzeichnende Rechtsvertreterin ist demnach zur Prozessvertretung 
befugt. Die Bestimmungen über die Form sind eingehalten.

1.3 Weil die Beschwerdefrist ebenfalls gewahrt ist (vgl. Art. 81 i.V.m. 
Art. 32 VRPG sowie Art. 31 Abs. 3 Bst. a EG AIG und AsylG), ist auf die Be-
schwerde einzutreten. Dies gilt auch in Bezug auf die Eventualbegehren, die 
Unrechtmässigkeit der Haft festzustellen (vorne Bst. C): Sollte der Be-
schwerdeführer während des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens ausge-
schafft werden, bliebe (trotz Wegfalls des aktuellen, praktischen Interesses 
an der Beschwerdeführung) seine Beschwerde gegen die haftrichterliche 
Genehmigung der ausländerrechtlichen Festhaltung zulässig und materiell 
zu prüfen, da er darin ausreichend begründet und inhaltlich in vertretbarer 
Weise («griefs défendables») rügt, unter Verletzung von Art. 5 Ziff. 1 der Eu-
ropäischen Menschenrechtskonvention (EMRK; SR 0.101) in Haft gesetzt 
worden zu sein (Beschwerde S. 6.; BGE 142 I 135 E. 1.3.1 f.; 
BGer 2C_278/2021 vom 27.7.2021 E. 1.2.1 f., 2C_961/2021 vom 24.3.2021 
E. 1.2.1 f.; BVR 2018 S. 310 E. 7.3, 2016 S. 529 E. 1.2.2). 

1.4 Der vorliegende Entscheid fällt in die einzelrichterliche Zuständigkeit 
(Art. 57 Abs. 2 Bst. e des Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die Organisation 
der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft [GSOG; BSG 161.1]).

1.5 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 Bst. a und b VRPG).

2.

2.1 Wurde ein erstinstanzlicher Weg- oder Ausweisungsentscheid eröff-
net, kann die zuständige Behörde zur Sicherstellung des Vollzugs die aus-
ländische Person in Ausschaffungshaft nehmen, wenn die Voraussetzungen 
von Art. 76 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Auslän-
derinnen und Ausländer und über die Integration (Ausländer- und Integra-
tionsgesetz, AIG; SR 142.20) erfüllt sind. Dabei muss einer der in Art. 76 
Abs. 1 AIG genannten Haftgründe bestehen und der Vollzug der Wegwei-
sung mit dem nötigen Nachdruck verfolgt werden (Beschleunigungsgebot; 
Art. 76 Abs. 4 AIG). Die Administrativhaft hat insgesamt den sich aus dem 

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Verhältnismässigkeitsprinzip ergebenden Erfordernissen zu genügen 
(Art. 36 Abs. 3 der Bundesverfassung [BV; SR 101]; Art. 28 Abs. 3 der Ver-
fassung des Kantons Bern [KV; BSG 101.1]), es dürfen keine Haftbeendi-
gungsgründe vorliegen (Art. 80 Abs. 6 AIG) und es ist die maximal zulässige 
Haftdauer zu beachten (Art. 79 AIG).

2.2 Die Rechtmässigkeit und die Angemessenheit der Haft sind gemäss 
Art. 80 Abs. 2 AIG spätestens nach 96 Stunden durch eine richterliche Be-
hörde aufgrund einer mündlichen Verhandlung zu überprüfen. Der Be-
schwerdeführer wurde am Morgen des 17. März 2022 polizeilich angehalten 
und in Ausschaffungshaft versetzt. Das ZMG führte am 18. März 2022 eine 
mündliche Verhandlung durch und bestätigte die Ausschaffungshaft. Die ge-
setzliche Frist von 96 Stunden ist damit eingehalten worden.

3.

3.1 Der Beschwerdeführer macht zunächst geltend, die Vorinstanz habe 
die Verhältnismässigkeit der Haft nicht geprüft und damit das rechtliche Ge-
hör verletzt (Beschwerde S. 6).

3.2 Das rechtliche Gehör nach Art. 29 Abs. 2 BV verlangt, dass die Be-
hörde die Vorbringen des von einem Entscheid in seiner Rechtsstellung Be-
troffenen auch tatsächlich hört, prüft und in seiner Entscheidfindung berück-
sichtigt. Es müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von 
denen sich die Behörde hat leiten lassen und auf die sich ihr Entscheid stützt 
(statt vieler BGE 140 II 262 E. 6.2; BVR 2018 S. 341 E. 3.4.2). Bezogen auf 
die Verhältnismässigkeit muss demnach ersichtlich sein, weshalb die verfü-
gende Behörde die Ausschaffungshaft für den Vollzug der Entfernungsmass-
nahme als geeignet, erforderlich und zumutbar erachtet. Dabei sind unter 
anderem alternative (Zwangs-)Massnahmen, die familiären Verhältnisse, die 
Umstände des Haftvollzugs sowie die Hafterstehungsfähigkeit von Bedeu-
tung (vgl. weitergehend zur Verhältnismässigkeit hinten E. 5).

3.3 Die Vorinstanz hat zur Verhältnismässigkeit ausgeführt, bei der rich-
terlichen Überprüfung müsse generell untersucht werden, ob die Haftanord-
nung verhältnismässig sei (Hafterstehungsfähigkeit/Vollzug tatsächlich und 

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rechtlich möglich). Dies sei hier der Fall (angefochtener Entscheid S. 3). An-
ders als es der Beschwerdeführer darstellt, hat es die Vorinstanz aber nicht 
bei diesen Ausführungen bewenden lassen. Sie hat weiter darauf hinge-
wiesen, dass sich die Prüfungspflicht und die Prüfungsbefugnis des ZMG 
hinsichtlich der rechtlichen oder tatsächlichen Undurchführbarkeit oder 
Unzumutbarkeit des Vollzugs der Wegweisung auf offensichtliche Fälle 
beschränke. Als solche hat sie die Covid-19-Pandemie erwähnt und festge-
halten, diese würde nicht gegen den Vollzug der Wegweisung nach Grie-
chenland sprechen. Im Weiteren hat sie auch festgehalten, die familiären 
Verhältnisse des Beschwerdeführers würden einer Haftanordnung nicht ent-
gegenstehen und Haftbeendigungsgründe seien nicht ersichtlich. Die Aus-
schaffungshaft sei geeignet, den Beschwerdeführer den Behörden zur Ver-
fügung zu halten und sicherzustellen, dass er deren Anordnungen Folge leis-
tet. Ersatzmassnahmen seien nicht ersichtlich. Schliesslich würden die künf-
tigen Haftbedingungen zu keinen Beanstandungen Anlass geben und der 
Beschwerdeführer habe Kenntnis davon, dass er medizinische Betreuung in 
Anspruch nehmen könne (zum Ganzen angefochtener Entscheid S. 3 und 
4). Die Vorinstanz hat damit ausreichend dargelegt, von welchen Überlegun-
gen sie sich hat leiten lassen und weshalb sie die Haft als verhältnismässig 
erachtet. Sie ist ihrer Begründungspflicht nachgekommen und hat das recht-
liche Gehör des Beschwerdeführers nicht verletzt. 

4.

Der Beschwerdeführer bestreitet weiter das Vorliegen eines Haftgrunds.

4.1 Das ZMG hat den Haftgrund gemäss Art. 76 Abs. 1 Bst. b Ziff. 3 und 
Ziff. 4 AIG der (tatsächlichen) Untertauchensgefahr als gegeben erachtet. 
Eine Untertauchensgefahr liegt nach dem Gesetzestext vor, wenn konkrete 
Anzeichen befürchten lassen, dass die betroffene Person sich der Ausschaf-
fung entziehen will, insbesondere weil sie der Mitwirkungspflicht nach 
Art. 90 AIG und Art. 8 Abs. 1 Bst. a oder Abs. 4 des Asylgesetzes vom 
26. Juni 1998 (AsylG; SR 142.31) nicht nachkommt (Ziff. 3) oder wenn ihr 
bisheriges Verhalten darauf schliessen lässt, dass sie sich behördlichen An-
ordnungen widersetzt (Ziff. 4). Ob eine derartige Untertauchensgefahr vor-

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liegt, muss aufgrund der gesamten Umstände des Einzelfalls beurteilt wer-
den (BGE 130 II 56 E. 3.1; VGE 2021/226 vom 11.8.2021 E. 3.1).

4.2 Die Vorinstanz hat erwogen, der Beschwerdeführer habe sich unter 
falschen Angaben als Minderjähriger ausgegeben, als er in der Schweiz um 
Asyl ersuchte. Dadurch habe er seine Mitwirkungspflicht verletzt. Weiter 
habe er vom 22. Dezember 2021 bis am 1. März 2022 als untergetaucht ge-
golten. Demzufolge bestünden erhebliche Anzeichen für die Gefahr des Un-
tertauchens (angefochtener Entscheid S. 3). Dem hält der Beschwerdeführer 
entgegen, die durchgeführte Altersanalyse sei einerseits nicht zuverlässig 
und habe andererseits eine Minderjährigkeit nicht ausgeschlossen. Es könne 
demnach nicht davon ausgegangen werden, dass er volljährig sei. Jedenfalls 
habe er keine Täuschungsabsicht gehabt. Überdies sei er nie untergetaucht, 
sondern habe sich immer zur Verfügung der Behörden gehalten. Als er Ende 
Dezember das Bundesasylzentrum vorübergehend verlassen habe, habe er 
sich ordnungsgemäss abgemeldet. Letztlich sei er freiwillig ins Bundesasyl-
zentrum zurückgekehrt. Sein Verhalten zeige somit seine Kooperationsbe-
reitschaft (Beschwerde S. 5 f.).

4.3 Der Beschwerdeführer hielt sich Ende 2021 im Bundesasylzentrum 
in … auf, wo er gemäss dem Kontrollblatt des SEM am 22. Dezember 2021 
verschwand (in unpag. Haftakten KZM 22 331). Der MIDI ersuchte daher die 
Kantonspolizei Bern am 4. Januar 2022, den Beschwerdeführer im 
automatisierten Polizeifahndungssystem (RIPOL) ausschreiben zu lassen 
(Vorakten ABEV pag. 39 f.). Als er am 1. März 2022 an einem Schalter des 
MIDI um Nothilfe ersuchte, erachtete der MIDI den Beschwerdeführer als 
wiederaufgetaucht und liess die Ausschreibung im RIPOL revozieren (ange-
fochtener Entscheid S. 2; Anordnung Ausschaffungshaft ABEV vom 
17.3.2022, in unpag. Haftakten KZM 22 33). Im Verlauf des verwaltungsge-
richtlichen Verfahrens hat sich herausgestellt, dass dem Beschwerdeführer 
für seine vorübergehende Abwesenheit im Bundeasylzentrum ein Sonder-
ausgang genehmigt wurde und der Eintrag auf dem Kontrollblatt («BAZ Kap-
pelen: AS verschwunden seit 22.12.2021», Akten ABEV pag. 185) Folge ei-
nes Missverständnisses war. Der Beschwerdeführer hatte während des Son-
derausgangs eine Kontaktadresse hinterlassen und war Anfang Januar ins 
Bundesasylzentrum zurückgekehrt (vgl. insbesondere Stellungnahme ABEV 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 08.04.2022, Nr. 100.2022.90U, 
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vom 4.4.2022 mit Beilagen, Akten Verwaltungsgericht act. 8 und 8A). Das 
ABEV räumt denn auch ein, dass zwischen dem SEM und dem MIDI der 
«Dokumentationsfluss [...] nicht korrekt [war]» und der MIDI fälschicherweise 
von einem Verschwinden des Beschwerdeführers ausgegangen ist (Stel-
lungnahme ABEV vom 4.4.2022, Akten Verwaltungsgericht act. 8). Entge-
gen den Ausführungen im angefochtenen Entscheid und in der Haftanord-
nung des ABEV vom 17. März 2022 war der Beschwerdeführer somit nicht 
verschwunden. Inwieweit diese falsche Sachverhaltsannahme der Vor-
instanzen Einfluss auf die Rechtmässigkeit der Inhaftierung und namentlich 
auf das Vorliegen eines Haftgrunds hat, ist nachfolgend zu prüfen:

4.4 Der MIDI erachtete den Beschwerdeführer ab dem 1. März 2022 als 
«wiederaufgetaucht», doch das ABEV erliess die Haftanordnung erst am 
17. März 2022. Die Inhaftierung war damit nicht unmittelbare Reaktion auf 
das angebliche Verschwinden, andernfalls hätten ihn die Behörden direkt 
nach dem vermeintlichen Wiederauftauchen verhaften lassen. Vielmehr 
steht die Haft in einem engen zeitlichen Zusammenhang mit der geplanten 
Überstellung nach Griechenland am 22. März 2022. Das ABEV führte mit 
dem Beschwerdeführer am 17. März 2022 unmittelbar nach der Inhaftierung 
ein Vorbereitungsgespräch für die Ausreise durch und teilte ihm mit, für ihn 
sei am 22. März 2022 ein Flug gebucht (Akten ABEV pag. 203). Wie vom 
ABEV mittlerweile bestätigt, ist mit dem Beschwerdeführer davon auszuge-
hen, dass die angeordnete Inhaftierung aufgrund des vermeintlichen Ver-
schwindens des Beschwerdeführers nicht hätte angeordnet werden dürfen 
(vgl. «Replik» des Beschwerdeführers vom 6.4.2022 Akten Verwaltungsge-
richt act. 11; Stellungnahme ABEV vom 4.4.2022, Akten Verwaltungsgericht 
act. 8). Es stellt sich demnach die Frage, ob zu diesem Zeitpunkt andere 
Gründe vorlagen, die eine Gefahr des Untertauchens des Beschwerdefüh-
rers nahelegten. – Das ABEV und das ZMG führen übereinstimmend aus, 
das vermeintliche Untertauchen sei nicht einziger Haftgrund gewesen, son-
dern der Beschwerdeführer habe mit falschen Angaben zu seinem Alter ver-
sucht, die Behörden zu täuschen (Haftanordnung des ABEV vom 17.3.2022 
S. 2, in unpag. Haftakten KZM 22 331; angefochtener Entscheid S. 3 ), worin 
sie eine zusätzliche Gefahr, dass der Beschwerdeführer untertauchen 
könnte, erblickten. Die Haft erweist sich vor dem Hintergrund, dass die 
Haftanordnung nicht ausschliesslich aufgrund der falschen Annahmen zum 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 08.04.2022, Nr. 100.2022.90U, 
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Verschwinden des Beschwerdeführers ergangen war, nicht zum Vornherein 
als unzulässig oder rechtswidrig (vgl. «Replik» des Beschwerdeführers vom 
6.4.2022 Akten Verwaltungsgericht act. 11; Stellungnahme ABEV vom 
4.4.2022, Akten Verwaltungsgericht act. 8).

4.5 Der Beschwerdeführer gibt vor, am 14. Januar 2005 geboren und da-
mit minderjährig zu sein. Die griechischen Behörden hätten sein Geburtsda-
tum auf den 1. Januar 2003 festgesetzt, ohne dass er sich dagegen hätte 
wehren können (Verfügung SEM vom 17.12.2021 S. 4, in unpag. Haftakten 
KZM 22 331; vgl. auch Beschwerde S. 5). Das SEM erachtete die Angaben 
des Beschwerdeführers als nicht glaubhaft («vage und ungenau», Verfügung 
SEM vom 17.12.2021 S. 3 und 5, in unpag. Haftakten KZM 22 331) und ver-
anlasste ein Altersgutachten mit radiologischen und zahnärztlichen Untersu-
chungen (3-Säulen-Modell-Analyse). Das Gutachten attestierte dem Be-
schwerdeführer ein durchschnittliches Alter von ca. 21 Jahren bei einem zu 
berücksichtigenden Mindestalter von 19 Jahren. Das vom Beschwerdeführer 
geltend gemachte Alter von 16 Jahren und zehn Monaten erscheine nicht 
plausibel (Verfügung SEM vom 17.12.2021 S. 5, in unpag. Haftakten 
KZM 22 331). Das SEM passte daraufhin mit Verfügung vom 17. Dezember 
2021 das Geburtsdatum des Beschwerdeführers im ZEMIS auf den 1. Ja-
nuar 2002 an. Das Bundesverwaltungsgericht hat mit Urteil vom 17. März 
2022 die Rechtmässigkeit dieser Anpassung bestätigt (Vorakten ABEV 
pag. 217 ff.). Die Frage der ZEMIS-Berichtigung ist nicht Gegenstand des 
Verfahrens vor Verwaltungsgericht; im vorliegenden Fall geht es einzig um 
die Rechtmässigkeit der Ausschaffungshaft. Das Verwaltungsgericht stützt 
sich daher auf den aktuellen ZEMIS-Eintrag, der Folge der Feststellungen 
des SEM zum Alter des Beschwerdeführers ist. Dies rechtfertigt sich umso 
mehr, als die Anpassung wie dargelegt auf einer sorgfältigen Abklärung des 
SEM beruht und durch das Bundesverwaltungsgericht bestätigt worden ist 
(vgl. auch VGE 2021/351 vom 14.12.2021 E. 4 [noch nicht rechtskräftig]). 
Beim Alter handelt es sich um eine wesentliche Tatsache für die Regelung 
des Aufenthalts, da das asyl- und ausländerrechtliche Verfahren für Minder-
jährige zahlreiche Spezialbestimmungen kennt. So darf die Ausschaffung 
von unbegleiteten minderjährigen Ausländerinnen und Ausländern beispiels-
weise nur erfolgen, wenn die zuständige Behörde sicherstellt, dass diese im 
Rückkehrstaat einem Familienmitglied, einem Vormund oder einer Aufnah-

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meeinrichtung übergeben werden, welche den Schutz des Kindes gewähr-
leisten (Art. 69 Abs. 4 AIG). Dass sich der Beschwerdeführer entgegen dem 
Eintrag im ZEMIS und nach Ansicht des SEM sowie des Bundesverwaltungs-
gerichts mit nicht plausiblen Angaben als Minderjähriger ausgibt und so von 
den strengeren Voraussetzungen, die eine Rückführung verhindern können, 
zu profitieren versucht, ist ein Indiz dafür, dass er sich der Ausschaffung ent-
ziehen will. 

4.6 Gleiches ergibt sich aus dem Verhalten des Beschwerdeführers vor 
dem Haftgericht, wo er bekräftigte, für eine Rückkehr nach Griechenland 
nicht bereit zu sein (Verhandlungsprotokoll ZMG S. 3, unpag. Haftakten 
22 331 S. 3). Als der Beschwerdeführer mit einem zwischenzeitlich gebuch-
ten Flug am 22. März 2022 nach Griechenland zurückkehren sollte, hat er 
sodann in seiner Zelle randaliert und dafür gesorgt hat, dass der Flug annul-
liert werden musste (Akten ABEV pag. 203, 214, 215 f., 249). Der Beschwer-
deführer bestreitet in seiner Replik vom 6. April 2022 das Ausmass seines 
Randalierens und bemerkt, dass es dafür keinerlei Beweise dafür gäbe. 
Gleichzeitig fügt er an, dass eine drohende Rückführung eine derartige psy-
chische Belastung darstelle, dass eine allfällige Zerstörung einer Zelle nicht 
ohne weiteres als Verweigerungshaltung gewertet werden dürfe («Replik» 
des Beschwerdeführers vom 6.4.2022 S .2, Akten Verwaltungsgericht 
act 11). Der Beschwerdeführer bringt indessen nichts Konkretes vor, was die 
glaubhaften Ausführungen des ABEV (insb. Stellungnahme vom 4.4.2022, 
Akten Verwaltungsgericht act. 10) und des Regionalgefängnisses Bern (Ak-
ten ABEV pag. 216) zum renitenten Verhalten in Frage stellen würde. Viel-
mehr ist davon auszugehen, dass die Rückführung ohne das unkooperative 
Verhalten des Beschwerdeführers, zu welchem auch das mutwillige Zerstö-
ren der Zelle gehört, damals hätte vollzogen werden können. Mit diesem Ver-
halten hat sich der Beschwerdeführer einer behördlichen Anordnung konkret 
widersetzt und die Überstellung unterlaufen, was auf eine ernsthafte Unter-
tauchensgefahr hindeutet (BGer 2C_620/2021 vom 14.9.2021 E. 4; VGE 
2021/387 vom 21.1.2022 E. 4.3, 2021/377 vom 21.1.2022 E. 4.3). 

4.7 Die widersprüchlichen und unkorrekten Angaben zur angeblichen 
Minderjährigkeit sowie das renitente Verhalten können nicht anders verstan-
den werden, als dass sich der Beschwerdeführer einer Überstellung entzie-

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hen will. Er ist offensichtlich nicht gewillt, den Rückflug nach Griechenland 
freiwillig anzutreten, womit eine ernsthafte Untertauchensgefahr vorliegt. Es 
kann daher auch nicht gesagt werden, der Beschwerdeführer habe die Be-
hörden mit seinen Altersangaben nicht täuschen wollen. Vor diesem Hinter-
grund hätte das vermeintliche Verschwinden des Beschwerdeführers die Un-
tertauchensgefahr somit lediglich bestätigt; so oder anders lagen aufgrund 
der widersprüchlichen und unkorrekten Angaben zu seinem Alter und der 
damit einhergehenden Täuschungsabsicht ernsthafte Hinweise für eine Un-
tertauchensgefahr vor. Im Ergebnis ist es daher nicht zu beanstanden, dass 
die Vorinstanz bereits am 17. März 2022 von einem genügenden Haftgrund 
ausgegangen ist.

5.

5.1 Die Zulässigkeit der Ausschaffungshaft setzt ferner deren Verhältnis-
mässigkeit voraus, wobei namentlich den familiären Verhältnissen der inhaf-
tierten Person und den Umständen des Haftvollzugs Rechnung zu tragen ist 
(Art. 80 Abs. 4 AIG). Es ist zudem zu prüfen, ob die ausländische Person 
hafterstehungsfähig ist (vgl. BVR 2010 S. 541 E. 4.5.1). Weiter ist das Be-
schleunigungsgebot (Art. 76 Abs. 4 AIG) zu beachten und es dürfen keine 
Haftbeendigungsgründe vorliegen (Art. 80 Abs. 6 AIG).

5.2 Der Beschwerdeführer macht geltend, die Vorinstanz habe die Ver-
hältnismässigkeit der Haft nicht geprüft und damit das rechtliche Gehör ver-
letzt. Dies ist nach dem Gesagten nicht der Fall (vorne E. 3). Darüber hinaus 
führt der Beschwerdeführer nicht aus, inwiefern die Haft unverhältnismässig 
sein soll. Gründe für eine Unverhältnismässigkeit sind denn auch nicht er-
sichtlich: 

5.3 Nach eigenen Angaben des Beschwerdeführers lebt ein Cousin von 
ihm in der Schweiz (Verhandlungsprotokoll ZMG S. 3, unpag. Haftakten 
22 331 S. 3; Erstbefragung vom 27.10.2021 Ziff. 3.02, Vorakten ABEV 
pag. 30). Es ist jedoch weder geltend gemacht noch ersichtlich, inwiefern 
dieser Umstand der Ausschaffungshaft entgegenstehen könnte. Die familiä-
ren Verhältnisse des Beschwerdeführers lassen die Ausschaffungshaft somit 

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nicht unverhältnismässig erscheinen. Auch liegen keine konkreten Hinweise 
vor, dass der Beschwerdeführer nicht hafterstehungsfähig wäre. An der 
mündlichen Haftverhandlung hat er zwar ausgeführt, es gehe ihm gesund-
heitlich «sehr schlecht» und er leide unter psychischen und physischen 
Schmerzen (Verhandlungsprotokoll ZMG S. 3, unpag. Haftakten 22 331 
S. 3). Physische oder psychische Erkrankungen führen nicht ohne weiteres 
zur Haftentlassung. Erst wenn die Haft aufgrund des Krankheitszustands 
vollends unzumutbar wird, fällt eine solche in Betracht. Die Behörden haben 
jedoch jederzeit angemessene Haftbedingungen zu gewährleisten 
(Art. 81 AIG). Entsprechend haben sie die Entwicklung des Gesundheitszu-
stands der inhaftierten Person im Auge zu behalten (vgl. BVR 2010 S. 541 
E. 4.5.1 mit zahlreichen Hinweisen). Der Beschwerdeführer machte anläss-
lich der Haftverhandlung keine genauen Angaben zu seinen gesundheitli-
chen Einschränkungen. In der Beschwerde an das Verwaltungsgericht er-
wähnt er diese überhaupt nicht mehr. Aus den eingeholten Vorakten des 
ABEV und den Beilagen zur Stellungnahme des Beschwerdeführers vom 
30. März 2022 ergibt sich jedoch, dass es sich dabei namentlich um Alb-
träume, Rücken- und Halsschmerzen sowie Juckreiz im Intimbereich han-
deln dürfte (Erstbefragung vom 27.10.2021 Ziff. 8.02, Vorakten ABEV 
pag. 34; medizinische Dokumentation Bundesasylzentrum, Beilage 7 zur 
Stellungnahme vom 30.3.2022, Akten Verwaltungsgericht act. 5A). Eine all-
fällige medizinische Versorgung während der Haft kann hier als sicherge-
stellt gelten; der Beschwerdeführer ist damit hafterstehungsfähig. Weiter be-
stehen keine milderen, gleich geeigneten (Zwangs-)Massnahmen: Ange-
sichts der Untertauchensgefahr wäre bei einer Haftentlassung ernsthaft zu 
befürchten, dass sich der Beschwerdeführer dem Vollzug der Wegweisung 
entzieht. Haftalternativen wie eine regelmässige Meldepflicht bei den Migra-
tionsbehörden (Art. 64e Bst. a AIG) oder die Eingrenzung auf ein bestimm-
tes Gebiet (Art. 74 Abs. 1 Bst. b AIG) vermögen ein Untertauchen des Be-
schwerdeführers nicht zu verhindern und kommen daher im vorliegenden 
Fall nicht in Betracht (VGE 2017/85 vom 30.3.2017 E. 5.1 [bestätigt durch 
BGer 2C_400/2017 vom 3.5.2017]). Eine Verletzung des Beschleunigungs-
gebots ist ebenfalls nicht erkennbar (Art. 76 Abs. 4 AIG) und auch die zuläs-
sige Haftdauer ist nicht überschritten (vgl. Art. 79 Abs. 1 AIG). Schliesslich 
liegen keine Haftbeendigungsgründe vor (Art. 80 Abs. 6 AIG) und es ist nicht 
ersichtlich, dass die Haftbedingungen nicht den gesetzlichen Anforderungen 

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entsprechen sollen. Die pauschale Aussage des Beschwerdeführers, die 
Haftbedingungen seien «sehr schlecht», vermögen eine solche auf keinen 
Fall ausreichend zu begründen (Verhandlungsprotokoll ZMG S. 3, unpag. 
Haftakten 22 331 S. 4). Die Haftanordnung erweist sich somit insgesamt als 
verhältnismässig.

6.

6.1 Nach dem Gesagten hält der angefochtene Entscheid der Rechts-
kontrolle stand. Die Beschwerde erweist sich sowohl in Bezug auf das Haupt- 
als auch die Eventualbegehren als unbegründet und ist abzuweisen. Der un-
terliegende Beschwerdeführer wird bei diesem Verfahrensausgang an sich 
kostenpflichtig und hat seine Parteikosten selber zu tragen (Art. 108 Abs. 1 
und 3 VRPG). Er hat für das verwaltungsgerichtliche Verfahren indes um 
unentgeltliche Rechtspflege unter Beiordnung seiner substituierten Rechts-
vertreterin als amtliche Anwältin ersucht (vorne Bst. C).

6.2 Auf Gesuch hin befreit die Verwaltungsjustizbehörde eine Partei von 
den Verfahrenskosten, wenn sie nicht über die erforderlichen Mittel verfügt 
und ihr Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheint (Art. 111 Abs. 1 VRPG; 
vgl. auch Art. 117 der Schweizerischen Zivilprozessordnung vom 19. De-
zember 2008 [Zivilprozessordnung, ZPO; SR 272]). Unter den gleichen Vo-
raussetzungen kann einer Partei überdies eine Anwältin oder ein Anwalt bei-
geordnet werden, wenn die tatsächlichen und rechtlichen Verhältnisse es 
rechtfertigen (Art. 111 Abs. 2 VRPG). Ein Prozess ist nicht aussichtslos, 
wenn berechtigte Hoffnung besteht, ihn zu gewinnen, das heisst wenn Ge-
winnaussichten und Verlustgefahren sich ungefähr die Waage halten oder 
jene nur wenig geringer sind als diese (BVR 2019 S. 128 E.4.1; Lucie von 
Büren, in Herzog/Daum [Hrsg.], Kommentar zum bernischen VRPG, 
2. Aufl. 2020, Art. 111 N. 29 f.). 

6.3 Die Beschwerde kann insbesondere aufgrund der unzutreffenden 
Annahmen der Vorinstanzen, der Beschwerdeführer sei bereits einmal un-
tergetaucht, nicht als von vornherein aussichtslos bezeichnet werden. Die 
Prozessarmut des Beschwerdeführers ergibt sich aus den Akten und den 

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Umständen. Die Verhältnisse rechtfertigten überdies den Beizug einer 
Rechtsanwältin oder eines Rechtsanwalts. Wie dargelegt, ist die (substi-
tuierte) Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers zur Prozessvertretung be-
fugt (vorne E. 1.2) und die Verbeiständung im Rahmen der unentgeltlichen 
Rechtspflege ist grundsätzlich möglich (VGE 2021/351 vom 14.12.2021 
E. 7.2.3 mit Hinweisen [noch nicht rechtskräftig]). Somit ist das Gesuch um 
unentgeltliche Rechtspflege für das verwaltungsgerichtliche Verfahren gut-
zuheissen und dem Beschwerdeführer ist für das verwaltungsgerichtliche 
Verfahren seine Rechtsvertreterin als amtliche Anwältin beizuordnen. 

6.4 Die Verfahrenskosten sind folglich unter Vorbehalt der Nachzah-
lungspflicht des Beschwerdeführers vorläufig vom Kanton Bern zu tragen 
(Art. 113 Abs. 1 VRPG i.V.m. Art. 123 ZPO).

6.5 Wie beim Parteikostenersatz setzt auch die amtliche Entschädigung 
grundsätzlich voraus, dass der Partei aufgrund der Prozessführung durch 
eine berufsmässige Parteivertretung ein finanzieller Aufwand entstanden ist 
(Konzept des Aufwandersatzes; vgl. Art. 104 Abs. 1 Satz 1 VRPG; 
BVR 2020 S. 476 E. 3.1; Ruth Herzog, in Herzog/Daum [Hrsg.], Kommentar 
zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 104 N. 7; zur Ausnahme vom Kon-
zept des Aufwandersatzes bei kostenloser Rechtsvertretung im sozialrecht-
lichen Bereich durch eine bei einer gemeinnützigen Organisation angestellte 
Rechtsanwältin vgl. BVR 2012 S. 424 E. 5.2.1 ff.). Gemäss Ziff. 4 der 
«B.________ Internal Regulation on Mandate Management» vom 21. Fe-
bruar 2020 stellt B.________ der Klientschaft die Rechtsvertretung in 
Rechnung (Stundenansatz Fr. 110.-- bis Fr. 220.--), wenn das Gericht die 
unentgeltliche Rechtspflege und amtliche Beiordnung der Rechtsvertreterin 
bzw. des Rechtsvertreters verweigert hat. Ist die Klientschaft nicht 
zahlungsfähig, werden «special forms of payment» vereinbart. Es ist somit 
davon auszugehen, dass dem Beschwerdeführer aus der Vertretung ein 
entsprechender Aufwand entstanden ist. Die beigeordnete Anwältin hat 
somit Anspruch auf eine amtliche Entschädigung.

6.6 Es bleibt zu prüfen, wie diese zu bemessen ist: Das Verwaltungsge-
richt hat in seiner früheren Rechtsprechung bei Rechtsvertreterinnen und 
Rechtsvertretern, die Mandate für B.________ geführt haben, den 
Parteikostenersatz und die amtliche Entschädigung jeweils unpräjudiziell wie 

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bei freiberuflich tätigen Anwältinnen und Anwälten nach Massgabe der 
kantonalen Anwaltsgesetzgebung festgesetzt, dazu aber eine 
Praxisfestlegung der erweiterten Abteilungskonferenz in Aussicht gestellt 
(VGE 2021/292 vom 15.10.2021 E. 5.5 mit Hinweisen; vgl. Art. 22 Abs. 2 
Bst. a des Organisationsreglements des Verwaltungsgerichts vom 
22. September 2010 [OrR VG; BSG 162.621]). Diese hat am 11. Januar 
2022 beschlossen, den Parteikostenersatz und die amtliche Entschädigung 
bei einer Vertretung durch Rechtsanwältinnen und -anwälte, die für 
B.________ tätig sind, nach dem für gemeinnützige Organisationen 
geltenden einheitlichen Stundenansatz von Fr. 130.-- festzusetzen. Sie liess 
sich dabei von folgenden Überlegungen leiten (zum Ganzen und auch zum 
Nachfolgenden VGE 2021/387 vom 21.1.2022 E. 5.4 ff. und 6.3 ff., 2021/377 
vom 21.1.2022 E. 5.4 ff. und 6.3 ff.):

6.6.1 Die Bevollmächtigten führen den Prozess nicht als direkt manda-
tierte, freiberuflich tätige Anwältin oder Anwalt, sondern als Erfüllungsgehilfin 
bzw. Erfüllungsgehilfe des mandatierten Vereins B.________ (vorne E. 1.2; 
VGE 2021/387 vom 21.1.2022 E. 1.3 f., 5.5.1 und 5.5.3, 2021/377 vom 
21.1.2022 E. 1.2.2 f., 5.5.1 und 5.5.3). B.________ ist gemäss Art. 1 und 4 
der Statuten vom 22. September 2019 ein nichtgewinnorientierter Verein 
ohne kommerziellen Zweck. Er verfolgt ausschliesslich gemeinnützige 
Zwecke und ist deshalb steuerbefreit (vgl. Verzeichnis steuerbefreiter 
Institutionen des Kantons Zürich, einsehbar unter: <www.zh.ch>, Rubriken 
«Steuern & Finanzen/Steuern/Juristische Personen/Steuerwissen»). Nach 
Art. 6 der Vereinsstatuten bestehen die Mittel des Vereins aus den 
ordentlichen oder ausserordentlichen Mitgliederbeiträgen, Zuwendungen 
oder Vermächtnissen, dem Erlös aus den Vereinsaktivitäten und 
gegebenenfalls aus Subventionen von öffentlichen Stellen. Es ist überdies 
dem Gericht bekannt, dass die in Gerichtsverfahren zugesprochene 
Entschädigungen (Parteikostenersatz und amtliche Entschädigungen) als 
weitere Mittel vollumfänglich an den Verein fliessen (VGE 2021/387 vom 
21.1.2022 E.5.5.1, 2021/377 vom 21.1.2022 E. 5.5.1).

6.6.2 Mit Urteil vom 20. Januar 2012 (BVR 2012 S. 424) hat das Verwal-
tungsgericht in einem sozialhilferechtlichen Streit, in welchem sich der Be-
schwerdeführer durch eine bei einer gemeinnützigen Organisation angestell-

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te Rechtsanwältin vertreten liess, Folgendes erwogen: Es gibt sachliche 
Gründe, bei derartigen Vertretungsverhältnissen den für den Parteikostener-
satz und die amtliche Entschädigung massgeblichen Stundenansatz tiefer 
anzusetzen als bei Anwältinnen und Anwälten, die ein Mandat in freiberufli-
cher Tätigkeit führen. Gemeinnützige Organisationen haben keine Gewinn-
absicht und müssen darauf bedacht sein, die Selbstkosten gering zu halten. 
Ausserdem finanzieren sie sich zu einem massgeblichen Teil über Mitglie-
derbeiträge und Spenden und teilweise aus öffentlichen Geldern, tragen also 
kein volles unternehmerisches Risiko. Diese Faktoren sprechen gegen eine 
generelle entschädigungsrechtliche Gleichstellung mit freiberuflich tätigen 
Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälten, was bei der Bemessung des Par-
teikostenersatzes und der amtlichen Entschädigung zu berücksichtigen ist. 
Das Verwaltungsgericht hat daher im genannten Fall einen reduzierten Stun-
denansatz von Fr. 130.-- sowohl für die Festsetzung des Parteikostenersat-
zes, als auch für die amtliche Entschädigung als sachgerecht erachtet 
(BVR 2012 S. 424 E. 5.3.2 ff. mit Hinweis auf die bundesgerichtliche Recht-
sprechung).

6.6.3 Diese Überlegungen gelten hier gleichermassen. Insbesondere spielt 
es entschädigungsrechtlich keine Rolle, ob B.________ das Mandat durch 
angestellte und nach Art. 8 Abs. 2 BGFA im Register eingetragene 
Anwältinnen und Anwälte führen lässt, oder ob der Verein als 
Erfüllungsgehilfinnen und -gehilfen ansonsten freiberuflich tätige 
Anwältinnen oder Anwälte beizieht. So oder anders gründet der den 
Beschwerdeführenden anfallende finanzielle Aufwand im Auftragsverhältnis 
zu B.________; in beiden Fällen fliessen die zugesprochenen 
Entschädigungen vollumfänglich an den Verein (vorne E. 6.6.1). Weiter gibt 
es keinen Grund, die Rechtsprechung zu den reduzierten 
Entschädigungsansätzen bei gemeinnützigen Organisationen einzig auf 
kostenlose Rechtsvertretungen (so der Fall in BVR 2012 S. 424) zu be-
schränken. Die Qualifikation einer Organisation als «gemeinnützig» schliesst 
nicht aus, dass im Einzelfall Leistungen in Rechnung gestellt werden. Dies 
ändert nichts daran, dass solche Mandatsverhältnisse wegen der genannten 
Faktoren (geringe Selbstkosten, keine Gewinnabsicht, kein volles unterneh-
merisches Risiko) entschädigungsrechtlich anders zu behandeln sind als 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 08.04.2022, Nr. 100.2022.90U, 
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Mandatsverhältnisse zu freiberuflich tätigen Rechtsanwältinnen und -anwäl-
ten.

6.7 Aus dem Gesagten ergibt sich, dass im vorliegenden Fall die amtliche 
Entschädigung der Rechtsvertreterin in Anwendung eines pauschalen Stun-
denansatzes von Fr. 130.-- festzusetzen ist für ihren eigenen Aufwand. Für 
die Arbeit der Praktikantin oder des Praktikanten veranschlagt die Rechts-
vertreterin Fr. 110.-- und damit die Hälfte ihres geltend gemachten Stunden-
ansatzes von Fr. 220.-- (Kostennote vom 6.4.2022, Akten Verwaltungsge-
richt act. 11A). Der Ansatz der Praktikantin oder des Praktikanten ist daher 
auf die Hälfte des festgesetzten Ansatzes der Rechtsanwältin zu kürzen, d.h. 
auf Fr.  65.-- pro Stunde. Der ausgewiesene Zeitaufwand von 9,5 Stunden 
(Rechtsanwältin …: 8,84 Stunden; Praktikantin oder Praktikant: 0,66 
Stunden) gibt zu keinen Bemerkungen Anlass (Kostennote vom 6.4.2022, 
Akten Verwaltungsgericht act. 11A). Der tarifmässige Parteikostenersatz ist 
demnach auf Fr. 1'192.10, zuzüglich Fr. 28.90 Auslagen, ausmachend 
insgesamt Fr. 1'221.--, festzusetzen. Die Rechtsvertreterin ist vorerst durch 
den Kanton Bern zu entschädigen. Der Beschwerdeführer ist gegenüber 
dem Kanton zur Nachzahlung verpflichtet, sobald er dazu in der Lage ist 
(Art. 113 VRPG i.V.m. Art. 42a Abs. 2 KAG und Art. 123 ZPO).

Demnach entscheidet der Einzelrichter:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird gutgeheissen.

3. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf 
eine Pauschalgebühr von Fr. 800.--, werden dem Beschwerdeführer auf-
erlegt. Die Kosten trägt vorerst der Kanton Bern. Vorbehalten bleibt die 
Nachzahlungspflicht des Beschwerdeführers.

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4. Für das Verfahren vor dem Verwaltungsgericht wird dem Beschwerdefüh-
rer Rechtsanwältin … beigeordnet. Ihr wird aus der Gerichtskasse eine 
Entschädigung von Fr. 1'221.-- (inkl. Auslagen) vergütet. Vorbehalten 
bleibt die Nachzahlungspflicht des Beschwerdeführers. 

5. Zu eröffnen:
- Beschwerdeführer
- Amt für Bevölkerungsdienste des Kantons Bern (Beilage: «Replik» vom 

6. April 2022)
- Kantonales Zwangsmassnahmengericht (Beilage: «Replik» vom 6. Ap-

ril 2022)
- Staatssekretariat für Migration

und mitzuteilen:
- Regionalgefängnis Moutier

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Eröffnung beim Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss 
Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bun-
desgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.