# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** cccf46c4-ba79-5a4d-adfe-d022cb0881f0
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-03-21
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 21.03.2016 UV 2014/59
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2014-59_2016-03-21.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2014/59

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 21.03.2016

Entscheiddatum: 21.03.2016

Entscheid Versicherungsgericht, 21.03.2016
Art. 19 Abs. 1 UVG, Art. 21 Abs. 1 lit. a UVG: Wenn einerseits von der 
Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung im Sinne 
von Art. 19 Abs. 1 UVG mehr erwartet werden kann und anderseits die 
Voraussetzungen von Art. 21 Abs. 1 UVG nicht erfüllt sind, hat der 
Unfallversicherer keine Heilbehandlung zu übernehmen. An seine Stelle tritt 
der obligatorische Krankenpflegeversicherer. Die Voraussetzung des 
Rentenbezugs gemäss Art. 21 Abs. 1 UVG gilt auch für versicherte Personen, 
die unter einer Berufskrankheit leiden (Entscheid des Versicherungsgerichts 
des Kantons St. Gallen vom 21. März 2016, UV 2014/59).Entscheid vom 21. 
März 2016

Besetzung

Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz), Versicherungsrichterinnen 

Miriam Lendfers und Karin Huber Studerus; Gerichtsschreiber Markus Jakob

Geschäftsnr.

UV 2014/59

Parteien

A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Ronald Pedergnana, Rorschacher Strasse 21, 

Postfach 27, 9004 St. Gallen,

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gegen

SWICA Versicherungen AG, Römerstrasse 37, Postfach, 8401 Winterthur,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Versicherungsleistungen (Berufskrankheit)

Sachverhalt

A.       

A.a      A.___ (nachfolgend: Versicherte) war seit dem 4. August 1997 bei B.___ 

(Arbeitsort: C.___) als Floristin tätig und in dieser Eigenschaft bei der Swica 

Versicherungen AG (nachfolgend: Swica) gegen die Folgen von Berufs- und 

Nichtberufsunfällen sowie Berufskrankheiten versichert, als die Arbeitgeberin am 18. 

Januar 2012 eine Berufskrankheit meldete. Die Versicherte habe seit ca. einem Jahr 

Beschwerden bei der Arbeit in Form von Atemnot, einer laufenden Nase und geröteten 

Augen (act. G 3.1, act. G 3.8). Laut Arztzeugnis UVG von Dr. med. D.___, vom 24. 

Januar 2012 hatte diesbezüglich am 25. Oktober 2011 eine Erstbehandlung 

stattgefunden. Der Hausarzt diagnostizierte eine rezidivierende asthmoide Bronchitis 

bei Verdacht auf berufsbedingte Blütenstauballergie (act. G 3.2). Dr. med. E.___, 

Fachärztin FMH Pneumologie und Innere Medizin, bestätigte nach Durchführung einer 

pneumologischen und allergologischen Abklärung im Bericht vom 21. Februar 2012 die 

Diagnose eines allergischen Asthma bronchiale mit/bei Nachweis einer leichten 

bronchialen Hyperreagibilität, PD20 1.495mg Methacholin sowie Allergie auf Gräser, 

Frühblüher, Kräuter und Mittelblüher. Weiter vermerkte sie die Diagnose einer 

allergischen Rhinokonjunktivitis. Dr. E.___ stellte sodann die Frage nach einem 

berufsbedingten Asthma bronchiale, welches bei nachgewiesener Pollenallergie 

grundsätzlich allergischer Natur sei. Sicherlich sei der Beruf als Floristin für die 

Versicherte ungünstig. Sie habe ihre Arbeit innerbetrieblich wechseln können und 

arbeite nun an der Kasse (act. G 3.4). Am 16. März 2012 nahm Dr. E.___ zu den ihr von 

der Swica am 6. März 2012 zur Prüfung eines Leistungsanspruchs der Versicherten 

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gestellten Fragen Stellung (act. G 3.6 f.). Die Beschwerden seien vor allem bei der 

Arbeit bzw. Exposition gegenüber Blumen und Gräsern aufgetreten, am Wochenende 

und in den Ferien hingegen deutlich weniger. Eine allergische Rhinokonjunktivitis sei 

schon jahrelang bekannt und damit vorbestehend. Neu habe sich ein allergisches 

Asthma bronchiale manifestiert, welches sicherlich durch die berufliche Tätigkeit im 

Verkauf in der Blumenabteilung verstärkt worden sei. Es sei gut vorstellbar, dass die 

Versicherte durch den jahrelangen Kontakt mit Blumen und Pflanzen ein Asthma 

bronchiale entwickelt habe. Unter konsequenter Inhalationstherapie und des 

Arbeitsplatzwechsels intern bei B.___ sei es bereits zu einer deutlichen Verbesserung 

gekommen. Ein Asthma bronchiale sei jedoch eine chronische Erkrankung und bedürfe 

einer regelmässigen Inhalation. Die berufliche Tätigkeit als Floristin sei bei den 

vorliegenden Diagnosen ungünstig und nicht mehr zu empfehlen. In einer anderen 

beruflichen Tätigkeit sei die Versicherte hingegen zu 100% arbeitsfähig (act. G 3.7).

A.b     Gestützt auf eine Beurteilung ihres beratenden Arztes Dr. med. F.___, FMH 

Arbeitsmedizin und Allgemeinmedizin, vom 18. Mai 2012 anerkannte die Swica am 24. 

Mai 2012 das allergische Asthma bronchiale der Versicherten als Berufskrankheit (act. 

G 3.16 f.). Am 9. November 2012 erklärte die Schweizerische Unfallversicherung (Suva) 

die Versicherte rückwirkend auf den 1. Februar 2012 als nicht geeignet für Arbeiten mit 

Exposition zu Blumen und Pflanzen (act. G 3.28).

A.c      Mit Schreiben vom 29. Januar 2013 stellte die Swica gegenüber der 

Versicherten fest, dass ihr die Tätigkeit als Kassiererin zu 100% zumutbar sei. Die 

Gegenüberstellung der Löhne als Verkäuferin bzw. Rayonleiterin und des nach Erlass 

der Nichteignungsverfügung erzielten Lohnes als Kassiererin ergebe keinen Lohnausfall 

von mindestens 10%, womit kein Anspruch auf ein Übergangstaggeld bestehe (act. G 

3.31, vgl. auch act. G 3.8 und G 3.30). Die Swica übernahm hingegen weiterhin die 

Medikamenten- und Behandlungskosten für die Berufskrankheit, d.h. das Asthma (vgl. 

act. G 3.38, act. G 3.42).

A.d     Mit Verfügung vom 21. Februar 2014 verneinte die Swica mangels Erwartung 

einer namhaften Besserung des Gesundheitszustands der Versicherten durch die 

Fortsetzung der ärztlichen Behandlung und mangels einer durch die weitere 

Behandlung erzielbaren Verbesserung ihrer Arbeitsfähigkeit einen weiteren Anspruch 

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auf Heilbehandlung. Zur Prüfung einer allfälligen Leistungspflicht sei nun die 

Krankenversicherung zuständig (act. G 3.51).

B.       

Mit Einspracheentscheid vom 30. Juni 2014 (act. G 3.56) wies die Swica die 

Einsprachen der Versicherten und ihres Krankenversicherers (Sanitas 

Grundversicherungen AG) vom 26. Februar bzw. 20. März 2014 (act. G 3.52, act. G 

3.54) ab.

C.         

C.a      Gegen diesen Einspracheentscheid liess die Versicherte (nachfolgend: 

Beschwerdeführerin) durch ihren Rechtsvertreter, Rechtsanwalt Dr. iur. R. Pedergnana, 

St. Gallen, am 18. August 2014 Beschwerde erheben und beantragen, die Verfügung 

vom 21. Februar 2014 sei aufzuheben und die Medikamenten- und Behandlungskosten 

seien weiterhin durch die Swica (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) infolge der 

Berufskrankheit zu übernehmen. Eventualiter seien weitere medizinische Abklärungen 

vorzunehmen, unter Kosten- und Entschädigungsfolge (act. G 1). Zusammen mit der 

Beschwerde reichte der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin eine Stellungnahme 

von Dr. E.___ vom 14. Januar 2014 sowie einen Bericht vom 15. August 2014 über 

deren letzte Verlaufskontrolle bei der Versicherten vom 4. Juni 2014 ein (act. G 1.5).

C.b     Mit Beschwerdeantwort vom 4. September 2014 beantragte die 

Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde (act. G 3).

C.c      Mit Schreiben vom 8. Oktober 2014 verzichtete der Rechtsvertreter der 

Beschwerdeführerin auf die Einreichung einer Replik (act. G 5).

D.       

Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie die Ausführungen in den 

medizinischen sowie weiteren Akten wird, soweit entscheidnotwendig, in den 

nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Erwägungen

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1.        

1.1      Streitgegenstand der Beschwerde bildet die von der Beschwerdegegnerin 

verneinte Frage nach dem Anspruch der Beschwerdeführerin auf Kostenvergütung 

weiterer Heilbehandlung über den 21. Februar 2014 (vgl. Verfügungsdatum [act. G 

3.51]) hinaus.

1.2      Die Beschwerdeführerin leidet unbestrittenermassen unter einer Berufskrankheit 

im Sinne von Art. 9 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 

832.20), konkret unter einem allergischen Asthma bronchiale, das durch ihre 

langjährige Tätigkeit als Floristin verursacht wurde. Soweit nichts anderes bestimmt ist, 

sind Berufskrankheiten von ihrem Ausbruch an einem Berufsunfall gleichgestellt (Art. 9 

Abs. 3 UVG).

1.3      Die versicherte Person hat Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der 

Unfallfolgen (Art. 10 Abs. 1 UVG). Die Heilbehandlung zählt wie das in Art. 16 f. UVG 

geregelte Taggeld und anders als die als Dauerleistung geltende Invalidenrente gemäss 

Art. 18 ff. UVG zu den vorübergehenden Leistungen (vgl. BGE 133 V 63 ff. E. 6.6 und 

6.7 mit Hinweisen). Nach Gesetz und Rechtsprechung hat der Unfallversicherer - 

sofern allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen 

sind - die Heilbehandlung (und das Taggeld) nur solange zu gewähren, als von der 

Fortsetzung der ärztlichen Behandlung noch eine namhafte Besserung des 

Gesundheitszustandes erwartet werden kann. Trifft dies nicht mehr zu, ist der Fall unter 

Einstellung der vorübergehenden Leistungen mit gleichzeitiger Prüfung des Anspruchs 

auf eine Invalidenrente abzuschliessen (vgl. Art. 19 Abs. 1 UVG; BGE 137 V 201 E. 2.1, 

134 V 114 E. 4.1, 133 V 64 E. 6.6.2). Nach der Festsetzung der Rente werden dem 

Bezüger die Pflegeleistungen und Kostenvergütungen (Art. 10 - 13 UVG) gewährt wenn 

er: an einer Berufskrankheit leidet (Art. 21 Abs. 1 lit. a); unter einem Rückfall oder an 

Spätfolgen leidet und die Erwerbsfähigkeit durch medizinische Vorkehren wesentlich 

verbessert oder vor wesentlicher Beeinträchtigung bewahrt werden kann (lit. b); zur 

Erhaltung seiner verbleibenden Erwerbsfähigkeit dauernd der Behandlung und Pflege 

bedarf (lit. c); erwerbsunfähig ist und sein Gesundheitszustand durch medizinische 

Vorkehren wesentlich verbessert oder vor wesentlicher Beeinträchtigung bewahrt 

werden kann (lit. d).

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2.        

Zu prüfen ist zunächst, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht den Fall am 21. Februar 

2014 unter Einstellung der vorübergehenden Leistung „Heilbehandlung“ im Sinne von 

Art. 19 Abs. 1 UVG abgeschlossen hat.

2.1      Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin bringt vor, eine Asthmatherapie 

müsse über längere Dauer erfolgen, damit ein Erfolg verzeichnet werden könne. Mit 

einfachen Tests (Lungenfunktion) hätte festgestellt werden können, ob im Falle der 

Beschwerdeführerin weiterhin eine Besserung der Beschwerden stattfinde oder nicht. 

Die Beschwerdegegnerin habe den Untersuchungsgrundsatz gemäss Art. 43 des 

Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 

820.1) verletzt. Ihr Entscheid sei lediglich aufgrund der Tatsache erfolgt, dass die 

Beschwerdeführerin wieder zu 100% arbeitsfähig sei. Daraus sei der falsche Schluss 

gezogen worden, dass auch ihre Asthmatherapie abgeschlossen werden könne.

2.2      Die soziale Unfallversicherung ist ihrer Konzeption nach auf die erwerbstätigen 

Personen ausgerichtet. Ob durch die Fortsetzung der ärztlichen Behandlung noch eine 

namhafte Besserung des Gesundheitszustandes möglich ist, bestimmt sich demnach 

insbesondere nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung 

der Arbeitsfähigkeit, soweit diese unfallbedingt beeinträchtigt ist. Dabei verdeutlicht die 

Verwendung des Begriffs "namhaft" in Art. 19 Abs. 1 UVG, dass die durch weitere 

(zweckmässige) Heilbehandlung im Sinne von Art. 10 Abs. 1 UVG erhoffte Besserung 

ins Gewicht fallen muss. Weder eine weit entfernte Möglichkeit eines positiven 

Resultats einer Fortsetzung der ärztlichen Behandlung noch ein von weiteren 

Massnahmen zu erwartender geringfügiger therapeutischer Fortschritt verleihen 

Anspruch auf deren Durchführung (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 31. Juli 2013, 

8C_970/2012, E. 2.3, und vom 22. November 2010, 8C_188/2010, E. 3; Alfred Maurer, 

Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, 2. Aufl. Bern 1989, S. 274).

2.3      Es ist unbestritten, dass die Beschwerdeführerin in einer ihrem Asthma 

bronchiale angepassten Tätigkeit, d.h. entsprechend der Nichteignungsverfügung vom 

9. November 2012 in einer Tätigkeit ohne Exposition zu Blumen und Pflanzen (act. G 

3.28), zu 100% arbeitsfähig ist. Demgemäss arbeitete die Beschwerdeführerin ab 

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Januar 2012 als Kassiererin im 100%-Pensum bei B.___ (act. G 3.8). Im Weiteren stellte 

auch die Invalidenversicherung am 30. Oktober 2012 fest, dass bei der 

Beschwerdeführerin als Detailhandelsangestellte in einem anderen Bereich als im 

Bereich Blumen/Pflanzen eine volle Arbeitsfähigkeit bestehe (vgl. act. G 3.27). Eine 

namhafte Besserung des Gesundheitszustandes bzw. der Berufskrankheit der 

Beschwerdeführerin war also schon deshalb nicht mehr zu erwarten, weil die 

Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Beschäftigung bereits ab Januar 2012 

nicht mehr eingeschränkt war. Die Erklärungen von Dr. E.___ in ihrem Bericht vom 14. 

Januar 2014 (act. G 1.5) - die Beschwerdeführerin inhaliere seit Auftreten des 

berufsbedingten Asthma bronchiale regelmässig und konsequent mit 

Asthmamedikamenten, unter dieser regelmässigen Inhalationstherapie habe sie eine 

stabile Asthmasituation, ohne Inhalation komme es hingegen zu einer deutlichen 

Verschlechterung der Asthmasituation und der lungenfunktionellen Werte, weshalb die 

Beschwerdeführerin zur Erreichung einer länger erhaltenden konstanten Besserung von 

der Inhalationstherapie abhängig sei - erfüllen den Tatbestand einer namhaft zu 

erwartenden Besserung des Gesundheitszustandes nicht. Während der Begriff 

"Besserung" für einen Fortschritt bzw. eine Entwicklung steht, ist der Begriff 

"Erhaltung" durch die Konstanz eines Zustandes über die Zeit bestimmt. Den Begriffen 

"Erhaltung" und "Besserung" kommt mithin nicht dieselbe Bedeutung zu. Die 

Bewahrung vor einer wesentlichen Beeinträchtigung oder die Erhaltung der 

verbleibenden Erwerbsfähigkeit (vgl. dazu Art. 21 Abs. 1 lit. b und c UVG) sind nicht 

Inhalt von Art. 19 Abs. 1 UVG. Die Behandlungsphase strebt gerade die Stabilisierung 

des Gesundheitszustandes an. Ist die Stabilisierung des Gesundheitszustandes 

erreicht, erfolgt der Fallabschluss und es beginnt allenfalls die auf Dauer angelegte 

Rentenphase (vgl. Maurer, a.a.O., S. 274, 372). Anzufügen ist, dass es hier nicht um 

das Dahinfallen jeglichen Bedarfs an Heilbehandlung geht. Der Fallabschluss bedingt 

nicht, dass eine ärztliche Behandlung nicht länger erforderlich ist. Doch bestimmt sich 

der Zeitpunkt des Fallabschlusses danach, ob weitere ärztliche Behandlungen eine 

namhafte Besserung erwarten lassen. Dies muss im konkreten Fall verneint werden.

2.4      Nachdem ausserdem keine Eingliederungsmassnahmen der 

Invalidenversicherung zu berücksichtigen sind, deren Abschluss abzuwarten gewesen 

wäre (vgl. act. G 3.27), ist zusammenfassend festzuhalten, dass sich der Fallabschluss 

per 21. Februar 2014 damit als rechtens erweist und unter diesem Gesichtspunkt kein 

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weiterer Anspruch der Beschwerdeführerin auf Heilbehandlung gegenüber der 

Beschwerdegegnerin besteht.

3.        

Weiter zu prüfen ist ein Anspruch der Beschwerdeführerin auf 

Heilbehandlungsleistungen gemäss Art. 21 Abs. 1 UVG.

3.1      Die Regelung von Art. 21 Abs. 1 UVG schliesst nahtlos an diejenige von Art. 19 

Abs. 1 UVG an. Die Heilbehandlung soll nach Festsetzung der Rente durch den 

Unfallversicherer unter den Voraussetzungen von Art. 21 Abs. 1 lit. a - d gewährt 

werden. Da die Beschwerdeführerin unzweifelhaft an einer Berufskrankheit leidet, 

stünde vorliegend ein weiterer Anspruch auf Heilbehandlung gestützt auf Art. 21 Abs. 1 

lit. a UVG zur Diskussion.

3.2      Nach dem Wortlaut des ersten Satzes von Art. 21 Abs. 1 UVG wird 

vorausgesetzt, dass die entsprechenden Leistungen "nach der Festsetzung der Rente" 

einem "Bezüger" ausgerichtet werden. Anhand eines Falles zu lit. c hat das 

Bundesgericht diesen Satz ausgelegt. Die Bestimmung gemäss lit. c beziehe sich 

eindeutig auf Personen, die bereits eine Rente beziehen würden, aber noch 

erwerbsfähig seien, also einen Invaliditätsgrad zwischen 10% und weniger als 100% 

(für vollständige Erwerbsunfähige komme lit. d des Art. 21 Abs. 1 zur Anwendung; vgl. 

Maurer, a.a.O., S. 384) aufweisen würden. Diese Interpretation ergebe sich auch bei 

Konsultation der französischen "Lorsque la rente a été fixée, les prestations pour soins 

et remboursement de frais [Art. 10 à 13] sont accordées à son bénéficiaire dans les cas 

suivants: c. lorsqu'il a besoin de manière durable d'un traitement et de soins pour 

conserver sa capacité résiduelle de gain") und der italienischen (Determnata la rendita, 

le prestazioni sanitarie e il rimborso delle spese [art. 10 a 13] sono accordati se il 

beneficiario: c. abbisogna durevolmente di trattamento e cure per mantenere la 

capacità residua di guadagno") Fassung des Gesetzes. Es sei jeweils von einer 

Situation "nach der Rentenfestsetzung" die Rede. Andere Interpretationsmöglichkeiten 

bestünden nicht. Zum gleichen Ergebnis führe die Konsultation von Lehre und 

Rechtsprechung. Gemäss Maurer (a.a.O., S. 387) sei Art. 21 UVG nicht mehr 

anwendbar, sobald eine Rente eingestellt werde, weil sie beispielsweise revisionsweise 

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aufgehoben worden sei. Umso weniger bestehe der Anspruch einer versicherten 

Person, der gar nie eine Rente zugesprochen worden sei, weil sie keine (oder nur eine 

sehr geringe von weniger als 10%) Erwerbsunfähigkeit aufweise. Jean-Maurice 

Frésard/Margit Moser Szeless (Unfallversicherungsrecht, in Schweizerisches 

Bundesverwaltungsrecht [SBVR], 2. Aufl., N 211 ff. S. 910 Fn. 373 [in der 3. Aufl. nicht 

mehr erwähnt]) präzisierten sogar, dass eine Rentenverfügung in Rechtskraft 

erwachsen sein müsse, damit gegebenenfalls Leistungen auf Grund von Art. 21 Abs. 1 

UVG beansprucht werden könnten. Vorher bestehe allenfalls ein Anspruch gemäss Art. 

10 UVG (mit Hinweis auf Urteil U 252/01 des ehemaligen Eidgenössischen 

Versicherungsgerichts [EVG] vom 17. Juni 2002). Bei der Beurteilung eines anders 

gelagerten Sachverhaltes habe das EVG bereits mit Urteil U 368/01 vom 9. April 2002, 

E. 7b/bb, ausgeführt, dass Leistungen auf Grund von Art. 21 Abs. 1 lit. c UVG nicht in 

Frage kämen, da "der Versicherten bis anhin gar keine Invalidenrente ausgerichtet 

werde". Ebenso habe es im Urteil U 12/04 vom 28. Juli 2004, E. 3.2, bekräftigt, ein 

Anspruch auf Heilbehandlungsmassnahmen im Sinne von Art. 21 Abs. 1 lit. c UVG 

stehe nicht zur Diskussion, weil dem Versicherten kein Anspruch auf eine 

Invalidenrente nach UVG zustehe. Schliesslich werde in BGE 116 V 46 E. 3c 

ausgeführt, die anspruchsbegründenden Tatbestände des Art. 21 Abs. 1 lit. a – c UVG 

setzten voraus, dass ein Versicherter entweder an einer Berufskrankheit leide oder 

noch über eine teilweise Erwerbsfähigkeit verfüge. Das Bundesgericht schliesst ab, 

dass damit für eine Interpretation des Art. 21 Abs. 1 lit. c UVG, wonach eine 

Leistungspflicht des Unfallversicherers für den status quo erhaltende Heilbehandlung 

auch über den rentenausschliessenden Fallabschluss hinaus bestehe, kein Raum 

bleibe (vgl. SVR 2012 UV Nr. 6 S. 21 E. 5 [8C_191/2011, E. 5.2]; Urteil des 

Bundesgerichts vom 28. Januar 2014, 8C_616/2013, E. 3.1.1).

3.3      Im dazwischen liegenden Bereich, nämlich wenn einerseits von der Fortsetzung 

der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung im Sinne von Art. 19 Abs. 1 UVG 

mehr erwartet werden kann und mithin der Abschluss der vorübergehenden Leistungen 

erfolgt, und andererseits die Voraussetzungen von Art. 21 Abs. 1 UVG nicht erfüllt sind, 

hat der Unfallversicherer keine Heilbehandlung mehr zu übernehmen. An seine Stelle 

tritt der obligatorische Krankenpflegeversicherer (BGE 134 V 115 E. 4.2; Urteil des 

Bundesgerichts vom 16. September 2011, 8C_191/2011, E. 5.1; vgl. auch Urteil des 

Bundesgerichts vom 11. Oktober 2011, 8C_403/2011). Da im konkreten Fall der 

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Anspruch auf die vorübergehende Leistung der Heilbehandlung mit dem Fallabschluss 

(Verfügung vom 21. Februar 2014 [act. G 3.51]) dahingefallen ist und mangels 

Zusprechung einer Rente eine Übernahme auch nicht im Rahmen der (restriktiven) 

Voraussetzungen von Art. 21 UVG in Frage kommt, hat die Beschwerdeführerin keinen 

Anspruch auf Übernahme weiterer Medikamenten- und Behandlungskosten im 

Zusammenhang mit dem Asthma bronchiale.

3.4      Der Argumentationsfolge des Rechtsvertreters der Beschwerdeführerin - 

gemäss UVG gelte die Regel, dass die Behandlungskosten nach der Berentung 

grundsätzlich nicht mehr übernommen würden; der Ausnahmefall bilde der 

Rentenbezüger, der unter einen der in Art. 21 Abs. 1 lit. a - d UVG vorgesehenen 

Tatbestände falle; versicherte Personen mit einer Berufskrankheit hätten jedoch immer 

Anspruch auf (zweckmässige) Behandlung, selbst dann, wenn sie nicht berentet seien - 

kann nicht gefolgt werden. Seine Feststellung, bei einem klassischen Unfallgeschehen 

sei eine Behandlung solange notwendig bzw. habe die Unfallversicherung so lange für 

die Behandlung aufzukommen, als kein Endzustand gegeben sei, entspricht der 

Regelung in Art. 19 Abs. 1 UVG, wonach die Rente geprüft wird, wenn von der weiteren 

Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes mehr zu erwarten 

ist, und gilt ebenso, wenn die versicherte Person unter einer Berufskrankheit leidet. Die 

von ihm in Bezug auf Berufskrankheiten dargelegte Situation - die typische Folge einer 

Berufskrankheit sei die Nichteignungsverfügung, nämlich das Verbot, den Beruf weiter 

auszuüben; häufig sei man deshalb für einen anderen Beruf trotzdem geeignet; eine 

dauernde Rentenleistung im Sinne von Art. 19 ff. UVG stehe gar nicht zur Debatte - ist 

auch bei den Unfällen zu finden. Wie der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin 

selbst sagt, ist vorweg zu nehmen, dass die Berufskrankheit dem Unfall von Gesetzes 

wegen gleichgestellt ist (Art. 6 Abs. 1 UVG). Wie bei einer fortdauernden 

Berufskrankheit, ist auch bei fortdauernden Unfallrestfolgen im Zeitpunkt des 

Fallabschlusses (bzw. der Rentenprüfung) ein Rentenanspruch zu verneinen, wenn sich 

bei einer versicherten Person bei voller Arbeitsfähigkeit in einer zumutbaren Tätigkeit in 

einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich (vgl. dazu Art. 6 ATSG) keine 

rentenbegründende Erwerbsunfähigkeit ergibt (vgl. Art. 7 ATSG, Art. 18 UVG). Auch 

eine versicherte Person mit Unfallrestfolgen, beispielsweise im Bereich des Rückens, 

welche sich in der Situation befindet, in der sie weiterhin Medikamente zur 

Aufrechterhaltung der gesundheitlichen Situation benötigt, erhält keine Rente, wenn sie 

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in einer rückenadaptierten Tätigkeit ein rentenausschliessendes Einkommen zu erzielen 

vermag.

3.5      Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin mangels 

Erfüllens der gesetzlichen Voraussetzungen von Art. 21 Abs. 1 UVG über den Zeitpunkt 

des Fallabschlusses auch keine Heilbehandlung mehr gestützt auf diese Bestimmung 

zu übernehmen hat.

4.       

Im Sinn der vorstehenden Erwägung ist die Beschwerde unter Bestätigung des 

Einspracheentscheids vom 30. Juni 2014 abzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu 

erheben. Ein Anspruch auf eine Parteientschädigung besteht bei diesem 

Verfahrensausgang nicht.

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.                                                                                          

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.                                                                                          

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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