# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3a0ca3af-5457-5d13-ac3c-3ed89a3ac011
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-09-02
**Language:** de
**Title:** Auf das psychiatrische Gerichtsgutachten kann abgestellt werden; Anspruch auf eine ganze Rente bejaht und Kosten des Gutachtens der IV-Stelle auferlegt.
**Docket/Reference:** IV.2017.01054
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/IV.2017.01054.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
IV.2017.01054
I. Kammer
Sozialversicherungsrichterin Fehr, Vorsitzende
Sozialversicherungsrichter Bachofner
Sozialversicherungsrichterin Maurer Reiter
Gerichtsschreiber Würsch
Urteil
vom
2. September 2019
in Sachen
X.___
Beschwerdeführer
vertreten durch den Beistand
Y.___
dieser vertreten durch Rechtsanwältin Elda
Bugada
Aebli
Grieder
Bugada
Baumann Lerch, Rechtsanwälte
Badenerstrasse
21, Postfach, 8021 Zürich 1
gegen
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich
Beschwerdegegnerin
Sachverhalt:
1.
1.1
Der 1965 geborene
X.___
hat
eine kaufmännische Lehre
absolviert
und war
ab dem
2.
Dezember 1991 als Stellvertreter des Steuersekretärs bei der
Gemein
deverwaltung
Z.___
tätig (
Urk.
7/10, 7/82/4).
Zuvor hatte er sich am
28. Juni 1991
bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an
gemeldet
(
Urk.
7/1). Nach erwerblichen und medizinischen Abklärungen (vgl.
Urk.
7/2 ff., 7/10 und 7/13)
sprach die Ausgleichskasse des Kantons Zürich dem Versicherten mit Verfügungen vom 1
6.
Dezember 1992 rückwirkend vom
1.
Mai bis 3
0.
November 1991 eine ganze Rente und ab dem
1.
Dezember 1991 eine halbe Rente der Invalidenversicherung zu (
Urk.
7/22 f.).
1.2
Nachdem sich die gesundheitliche Situation des Versicherten gebessert hatte (vgl.
Urk.
7/26, 7/27/2)
,
hob die
nunmehr zuständige
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich,
IV-Stelle
,
die halbe Rente
nach durchgeführtem
Vorbescheidver
fahren
(
Urk.
7/34)
am
6.
November 1995 auf Ende des der Zustellung der Verfü
gung folgenden Monats auf (
Urk.
7/35).
1.3
Vom
1.
September 2011 bis 1
3.
Juni 2013
(letzter effektiver Arbeitstag)
war der Versicherte
als Registerführer Steuern bei der Gemeindeverwaltung
A.___
ange
stellt (
Urk.
7/47).
A
m 1
0.
Dezember 2014
meldete er sich
erneut bei der Invali
denversicherung zum Leistungsbezug an, wobei er auf eine
schizoaffektive
Stö
rung hinwies (
Urk.
7/41).
Die IV-Stelle holte nebst Auszügen aus dem individu
ellen Konto (IK-Auszug,
Urk.
7/37, 7/46) insbesondere einen Arbeitgeberbericht (
Urk.
7/47) sowie Arztberichte ein (
Urk.
7/62, 7/67 f.).
Ferner gab sie bei
Dr.
med.
B.___
,
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, ein psychiatrisches Gutachten in Auftrag, welches am
5.
August 2015 vorgelegt wurde (
Urk.
7/74).
Im weiteren Verlauf erteilte die IV-Stelle a
m 2
5.
November 2015
Kostengutspra
che für eine Arbeitsvermittlung plus (
Urk.
7/87), welche mit Mitteilung vom 2
0.
Januar 2016 wieder abgebrochen wurde (
Urk.
7/91).
Nach Eingang weiterer Arztberichte (
Urk.
7/100/4 ff.) sowie einer Stellungnahme von
Dr.
B.___
(
Urk.
7/103) kündigte sie dem Versicherten sodann mit Vorbescheid vom 2
4.
November 2016 die Abweisung des Leistungsbegehrens an (
Urk.
7/107), wogegen jener Einwand erhob (
Urk.
7/108, 7/116). Nachdem sie bei
Dr.
B.___
erneut eine Stellungnahme angefordert hatte (
Urk.
7/121), verfügte die IV-Stelle am 2
8.
August 2017 im angekündigten Sinne (
Urk.
7/125 =
Urk.
2).
2.
Dagegen erhob
X.___
am 2
8.
September 2017 Beschwerde mit dem Rechtsbegehren, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und ihm seien die gesetzlichen
Leistungen – namentlich eine Rente –
zuzusprechen. Eventualiter sei durch das Gericht ein psychiatrisches Gutachten einzuholen und gestützt darauf über den Anspruch auf die gesetzlichen Leistungen zu entscheiden (
Urk.
1 S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom
3.
November 2017 (
Urk.
6) schloss die IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde. Mit Replik vom 2
6.
Januar 2018 präzisierte der Ver
sicherte seine Anträge dahingehend, dass ihm unter Aufhebung der angefochte
nen Verfügung rückwirkend ab Juni 2015 die gesetzlichen Leistungen auszurich
ten seien. Die eventualiter beantragte psychiatrische Begutachtung sei nach Mass
gabe der neuesten Bundesgerichtspraxis zum strukturierten Beweisverfahren anzuordnen (
Urk.
12 S. 2).
Mit Eingabe vom 1
4.
Februar 2018 teilte die IV-Stelle mit, dass sie auf das Einreichen einer Duplik verzichte und an ihrem Antrag auf Abweisung der Beschwerde festhalte (
Urk.
15). Mit Eingabe vom 2
3.
Februar 2018 reichte der Versicherte weitere Beweismittel ein (
Urk.
17 und 18/1-7), wobei die IV-Stelle mit Schreiben vom 1
4.
März 2018 auf eine Stellungnahme hierzu ver
zichtete (
Urk.
20). Weitere mit Eingabe vom 1
6.
März 2018 vom
Versicherten
ein
gereichte Arztberichte (
Urk.
21 und 22/1-3) wurden der IV-Stelle mit Schreiben vom 1
9.
März 2018 zur Kenntnis gebracht
(
Urk.
23)
.
Mit Eingabe vom
4.
Februar 2019 reichte der Versicherte
wiederum
einen Arztbericht zu den Akten (
Urk.
24 f.).
Mit Beschluss vom
4.
März 2019 nahm das Gericht die Einholung eines psychi
atrischen Gutachtens bei
Dr.
med. C.___
, Fachärztin für Psychi
atrie und Psychotherapie, in Aussicht und gab den Parteien Gelegenheit, Ableh
nungsgründe gegen die Gutachterin zu nennen und Ergänzungen zur Fragestel
lung zu beantragen (
Urk.
27). Unter Hinweis darauf, dass sie an der Beweistaug
lichkeit des Gutachtens von
Dr.
B.___
festhalte,
teilte die IV-Stelle mit Ein
gabe vom 1
4.
März 2019 mit, weder Ablehnungsgründe noch Ergänzungen zur Fragestellung geltend zu machen
(
Urk.
28). In diesem Sinne äusserte sich auch der Versicherte mit Eingabe vom
2.
April 2019 (
Urk.
32), nachdem er zwischen
zeitlich am 2
1.
März 2019 einen weiteren Arztbericht eingereicht hatte (
Urk.
30 f.). Mit Beschluss vom 1
7.
April 2019 legte das Gericht den Fragenkatalog defi
nitiv fest und ernannte
Dr.
C.___
zur Gutachterin (
Urk.
33). Nachdem die
ser Beschluss unangefochten geblieben war, wurde der Gutachtensauftrag am
6.
Juni 2019 erteilt (
Urk.
35).
Am 1
4.
Juli 2019 erstattete
Dr.
C.___
ihr Gutachten (
Urk.
38). Der Versi
cherte beantragte auf der Grundlage des Gerichtsgutachtens mit Stellungnahme vom 3
0.
Juli
2019 die Gutheissung seiner Rechtsbegehren, insbesondere des Antrags auf Ausrichtung einer ganzen Rente spätestens ab dem
1.
Juni 2015 (
Urk.
42). Mit Eingabe vom 3
1.
Juli 2019 verzichtete die IV-Stelle auf eine Stel
lungnahme (
Urk.
43). Mit Schreiben vom
5.
August 2019 wurde
den
Partei
en
die jeweilige Eingabe der Gegenpartei zur Kenntnisnahme zugestellt (Urk. 44).
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des
Sozialversicherungsrechts; ATSG
). Sie kann Folge von Geburts
gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über
die Invalidenversicherung; IVG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegliche
nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein
trächtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier
telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Rechtsprechungsgemäss ist bei psychi
schen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein psychischer Gesundheitsschaden mit Krankheitswert besteht, welcher die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen zu erzielen (vgl.
BGE 139 V 547
E. 5,
131 V 49
E. 1.2,
130 V 352
E. 2.2.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_125/2015 vom 1
8.
November 2015 E. 5.4).
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege
artis
auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281
E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E.
6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Ein
zelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 143 V 409 E. 4.2.1,
141
V
281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c, je mit Hinweisen; vgl.
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Erkrankungen im Regelfall beachtlichen Standardindikatoren (BGE 143 V 418, 143 V 409, 141 V 281) hat das Bundesgericht wie folgt systematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.3.1):
-
Kategorie «funktioneller Schweregrad» (E. 4.3)
-
Komplex «Gesundheitsschädigung» (E. 4.3.1)
-
Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1)
-
Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz (E. 4.3.1.2)
-
Komorbiditäten (E. 4.3.1.3)
-
Komplex «Persönlichkeit» (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res
sourcen, E. 4.3.2)
-
Komplex «Sozialer Kontext» (E. 4.3.3)
-
Kategorie «Konsistenz» (Gesichtspunkte des Verhaltens, E. 4.4)
-
gleichmässige Einschränkung des
Aktivitätenniveaus
in allen vergleich
baren Lebensbereichen (E. 4.4.1)
-
behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens
druck (E. 4.4.2)
Beweisrechtlich entscheidend ist der verhaltensbezogene Aspekt der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_604/
2017 vom 1
5.
März 2018 E. 7.4).
1.4
1.4.1
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusam
menhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
1.4.2
Bei Gerichtsgutachten weicht das Gericht nach der Pra
xis nicht ohne zwingende Gründe von der Einschätzung der medizinischen Fachleute ab, deren Aufgabe es ist, ihre Fachkenntnisse der Gerichtsbarkeit zur Verfügung zu stellen, um einen bestimmten Sachverhalt medizinisch zu erfassen. Ein Grund zum Abweichen kann vorliegen, wenn die Gerichtsexpertise widersprüchlich ist
oder
wenn ein vom Gericht eingeholtes Obergutachten in überzeugender Weise zu andern Schlussfolgerungen gelangt. Abweichende Beurteilung kann ferner gerechtfertigt sein, wenn gegensätzliche Meinungsäusserungen anderer Fachleute dem Gericht als triftig genug erscheinen, die Schlüssigkeit des Gerichtsgutachtens in Frage zu stellen, sei es, dass es die Überprüfung durch eine weitere Fachperson im Rahmen einer Oberexpertise für angezeigt hält, sei es, dass es ohne eine solche vom Ergebnis des Gerichtsgutachtens abweichende Schlussfolgerungen zieht (BGE 125 V 351 E. 3b/
aa
).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin stellte sich in der angefochtenen Verfügung vom 28. August 2017 (
Urk.
2)
sowie in ihrer Beschwerdeantwort vom
3.
November 2017 (
Urk.
6)
zusammengefasst auf den Standpunkt,
dass ein Anspruch auf eine Invalidenrente entstehe, falls während mindestens eines Jahres durchschnittlich eine 40%ige Arbeitsunfähigkeit vorgelegen habe. Abgesehen von den Klinikau
fenthalten, während denen jeweils eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden habe, sei dem Beschwerdeführer gemäss Beurteilung von
Dr.
B.___
eine Tätigkeit im angestammten
Beruf als kaufmännischer Angestellter
zu 70-80
% zumutbar
gewesen
. Folglich sei das Wartejahr nicht erfüllt. Darüber hinaus stelle die
diagnostizierte
bipolare affektive Störung keinen invalidenversicherungs
rechtlich relevanten Gesundheitsschaden dar.
2.2
Dieser Argumentation hielt der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde
schrift
vom 28. September 201
7 sowie in seiner Replik vom 2
6.
Januar 2018 im Wesent
lichen entgegen, dass auf das psychiatrische Gutachten von
Dr.
B.___
nicht abgestellt werden könne.
Der Gutachter habe die Anamnese unvollständig erho
ben, die Symptome und Auswirkungen der schweren psychischen Erkrankung verkannt, die Diagnosen nicht korrekt ermittelt und sich nicht mit den
Vorakten
auseinandergesetzt. Darüber hinaus fehle es an einer einzelfallgerechten Gesamt
betrachtung unter Berücksichtigung der vom
Bundesgericht für massgeblich erachteten Standardindikatoren. Sofern nicht bereits anhand der vorliegenden medizinischen Berichte eine hohe und andauernde Arbeitsunfähigkeit ausgewie
sen sei, werde beantragt, ein Gerichtsgutachten einzuholen und danach über den
gesetzlichen
Leistungsanspruch
neu
zu befinden
(
Urk.
1 S. 4
und
Urk.
12 S. 19 f
.).
3.
Das hiesige Gericht gab am
6.
Juni 2019 bei
Dr.
C.___
ein psychiatrisches Gutachten in Auftrag (
Urk.
35), welches am 1
4.
Juli 2019 erstattet wurde (Urk. 38). Die Gutachterin stellte folgende Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit (
Urk.
38 S. 33):
-
schizoaffektive
Störung, gegenwärtig depressiv (ICD-10 F25.1)
-
Benzodiazepinabhängigkeit
(ICD-10 F13.2)
Im Rahmen der Exploration habe der Beschwerdeführer berichtet, dass es ihm im Wohnheim noch schlechter gehe als zuvor und dass er sich eigentlich ständig bedroht fühle.
Geplant sei gewesen, dass er ganztags in der geschützten Werkstatt arbeite. Momentan arbeite er jedoch jeweils nur vormittags, da sich seine Symp
tome ansonsten verstärken würden. Er leide eigentlich andauernd an einer Psy
chose, wobei er manchmal realisiere, dass seine Wahrnehmung nicht der Realität entspreche. Oft sei es aber so, dass dies für ihn die Realität sei und er sich dann sehr fürchte. Er habe permanent das Gefühl, dass unter anderem im Wohnheim und in der Werkstatt schlecht über ihn gesprochen werde. Er glaube auch, dass er irgendwann abgeholt, gefoltert und getötet werde. Dies wegen all der schreck
lichen Dinge, die er
in der Vergangenheit getan habe. B
eispielsweise habe er in Krankheitsphasen immer wieder seine Frau betrogen und sei nicht für seine Kin
der dagewesen.
Im Wohnheim habe er
unregelmässig Gespräche mit seiner Bezugsperson. Es würden ihm auch Medikamente abgegeben, die er regelmässig einnehme. Damit sei zumindest der Schlaf besser und er fühle sich dadurch auch weniger angespannt und bedroht. Ausser dem Schlaf sei jedoch sein ganzes Leben schwierig. Er befinde sich in einem Zustand der «Vorhölle» und mache einfach das, was von ihm verlangt werde.
Wenn niemand etwas von ihm wolle, dann liege er auf dem Bett und denke nach, wobei er nicht sagen könne, worüber. Er habe das Gefühl, dass ihn auch im Heim alle hassen würden. Die Menschen seien ihm gegenüber aggressiv und er sei froh, dass er genügend Raum habe, um sich zurückzuziehen. Er könne sich an überhaupt nichts erfreuen; dazu sei sein Leben viel zu schrecklich (
Urk.
38 S. 25 f.).
Aus psychiatrischer Sicht sei der Beschwerdeführer bewusstseinsklar und allseits voll orientiert gewesen. Bei guter Auffassungsgabe sei ihm die Beantwortung der Fragen oft schwergefallen. Gewisse Einschränkungen der Gedächtnisleistungen hätten sich in Bezug auf den Krankheitsverlauf der früheren Jahre und die Wie
dergabe diverser biographischer Daten ergeben. Deutlich reduziert gewesen sei die Konzentrationsfähigkeit, die nach rund einer Stunde Exploration deutlich abgefallen sei. Im Weiteren seien das Denken insgesamt verlangsamt und der Sprachfluss deutlich vermindert erschienen.
Eine Spontanansprache im eigentli
chen Sinne sei kaum vorhanden gewesen und ein Dialog sei beinahe kaum zustande gekommen. Insgesamt habe der Beschwerdeführer auch sehr misstrau
isch gewirkt. Er habe überwiegend auf den Boden geschaut; ein Blickkontakt sei kaum möglich gewesen. Viele Wahrnehmungen im Alltag beziehe er ängstlich und unsicher auf die eigene Person und unterstelle anderen Menschen häufig eine feindliche Grundhaltung. Anamnestisch und auch aktuell würden Verfolgungs
ideen bis hin zu einer Wahnstimmung auftreten. Die affektive Schwingungsfä
higkeit sei ebenfalls deutlich eingeschränkt. Der Beschwerdeführer habe sich gesamthaft sehr affektstarr und ohne jegliche Schwingung gezeigt. Mimik, Gestik und Psychomotorik seien kaum vorhanden gewesen. Darüber hinaus seien die Vitalgefühle deutlich gestört. Der Beschwerdeführer habe berichtet, eigentlich nicht zu leben, sondern lediglich zu erfüllen, was von ihm erwartet werde. Die Stimmungslage erscheine insgesamt deutlich depressiv, gemischt mit einer gros
sen Grundängstlichkeit. Hypomanisch euphorische Züge, wie sie in der Vergan
genheit beschrieben worden seien, hätten sich aktuell nicht eruieren lassen.
Es bestehe eine ausgesprochene Antriebsarmut mit Mangel an Energie, Initiative und Anteilnahme. Der Tagesablauf gestalte sich rudimentär ohne Aktivitäten, die über den therapeutischen Kontext hinausgehen
würden. Nicht zuletzt im Zusammen
hang mit dem Wahnerleben liege ein deutlicher sozialer Rückzug vor. Jegliche Form von Sozialkontakten werde praktisch nur innerhalb der Ursprungsfamilie gepflegt, begleitet von einzelnen Telefonaten mit langjährigen Freunden, die der Beschwerdeführer aber nicht treffe. Überdies habe in der Vergangenheit über lange Phasen hinweg eine deutliche Suizidalität bestanden, die momentan im Hintergrund stehe. Ein passiver Lebensüberdruss sei aber auch aktuell deutlich wahrnehmbar
, allerdings ohne konkrete Suizidideen
(
Urk.
38 S. 28 f.).
In Anbetracht der Untersuchungsergebnisse, der zahlreich vorliegenden ärztli
chen Berichte der letzten Jahre und nicht zuletzt der fremdanamnestischen Angaben des aktuell behandelnden Psychiaters sowie der Ex-
F
rau des Beschwer
deführers bestehe grundsätzlich kein Zweifel an der Diagnosestellung einer
schi
zoaffektiven
Störung
. Aktuell stehe – wie bereits in den vergangenen Jahren – eine deutlich depressive Symptomatik im Vordergrund, welche sich unter ande
rem durch gedrückte Stimmung, Interessensverlust, schwere Antriebsminderung, reduzierte
kognitive
Leistungen sowie teilweise vorhandene
n
Lebensüberdruss auszeichne. Daneben seien deutlich schizophrene Symptome wie anhaltende Wahngedanken, vereinzelt auftretende Halluzinationen, verflachte Affekte, aus
geprägter sozialer Rückzug und ausgesprochen verminderte soziale Leistungsfä
higkeit vorhanden. Aufgrund der langjährigen Einnahme von Benzodiazepinen im Kontext der psychiatrischen Grunderkrankung könne ausserdem die Diagnose eines Abhängigkeitssyndroms von Benzodiazepinen gestellt werden (
Urk.
38 S. 33 f.).
Beim Beschwerdeführer verhalte es sich aus psychiatrischer Sicht so, dass sowohl der aktuelle psychopathologische Befund, der inzwischen bereits seit mehreren Monaten
,
wenn nicht gar Jahren anhalte, konstant so ausgeprägt sei, dass eine Arbeitsfähigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt nicht in Betracht gezogen werden könne.
Aktuell bestehe eine
floride
psychotische Symptomatik mit Sinnestäu
schungen, Verfolgungswahn sowie einer ausgeprägten Negativsymptomatik ver
bunden mit einer ausgesprochenen Stressintoleranz, massiv gestörter sozialer Beziehungsfähigkeit mit komplettem sozialem Rückzug und ausgeprägten depres
siven Symptomen bis hin zu
r
Suizidalität. Diese Symptomatik sei trotz intensiver psychiatrisch-p
sychotherapeutischer Begleitung und
Adaption der Medikation sogar im geschützten Rahmen anhaltend vorhanden.
Mit Blick auf alle zur Ver
fügung stehenden Informationen inklusive der zahlreichen Arztberichte sei davon auszugehen, dass die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit mindestens seit
Mai 2013 bestehe (
Urk.
38 S. 36
f
f.).
4.
4.1
Das Gutachten von
Dr.
C.___
basiert auf einer ausführlichen Aktenanam
nese (
Urk.
38 S. 4 ff.) und
einer eingehenden Befragung des Beschwerdeführers zu diversen Themenkomplexen wie seiner Lebensgeschichte, dem Krankheitsver
lauf sowie den aktuellen Beschwerden
(
Urk.
38 S. 20 ff.). Nebst einer standardi
sierten Befunderhebung nach dem AMDP-System führte
die Gutachterin
zudem ein fremdanamnestisches Gespräch mit dem aktuell behandelnden Psychiater sowie der Ex-
F
rau de
s Beschwerdeführers durch (Urk.
38 S. 28 ff.).
Die psychiat
rischen Diagnosen wurden mit einlässlicher Begründung hergeleitet, wobei auch die aus medizinischer Sicht resultierenden Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit dargelegt und erläutert wurden (
Urk.
38 S. 33 ff.). Im Rahmen der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit nahm
Dr.
C.___
ausserdem auf die
gemäss bundesgericht
licher Rechtsprechung massgebenden Standardindikatoren Bezug (vgl. E. 1.3;
Urk.
38 S. 45 ff.). Überdies setzte sie sich detailliert mit den vorangegangenen ärztlichen Beurteilungen – insbesondere dem psychiatrischen Gutachten von
Dr.
B.___
vom
5.
August 2015 (
Urk.
7/74 und ferner Urk. 7/103 und 7/121) – auseinander.
Die Expertise von Dr.
C.___
erfüllt somit
insgesamt
die von der Rechtsprechung an ein beweistaugliches Gerichtsgutachten gestellten
Anfor
derungen
(vgl. E. 1.4).
4.2
Die Parteien stell
en die Beweiskraft des Gerichtsgutachtens nicht in Frage (vgl.
Urk.
42 f.)
.
Dr.
C.___
hielt
unter expliziter Bezugnahme auf die massgebli
chen Indikatoren
in nachvollziehbarer und überzeugender Weise fest, weshalb die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers im ersten Arbeitsmarkt gänzlich einge
schränkt ist
. In ihre Beurteilung bezog sie namentlich mit ein, dass
ein schweres psychiatrisches Krankheitsbild mit sowohl deutlich depressiven als auch schizo
phrenen Symptomen vorliegt (
Urk.
38 S. 33 f. und 45).
Sie berücksichtigte aus
serdem, dass der Beschwerdeführer in der Vergangenheit
mindestens neunzehn Mal
hospitalisiert werden musste
, teilweise freiwillig, aber auch gegen seinen Willen bei ausgeprägten manischen Phasen mit psychotischen Symptomen und mangelnder Krankheitseinsicht.
N
unmehr
lebt er
in einem geschützten Rahmen
,
um eine psychische Dekompensation und Selbstgefährdung zu vermeiden (
Urk.
38 S. 24 f. und 45).
Des Weiteren
legte sie
eindrücklich
dar,
dass es sich beim Beschwerdeführer um eine sozial stark isolierte Person handelt, de
r
en Emo
tionalität geprägt ist von wahnhaft gefärbtem Misstrauen in seine Mitmenschen, grossen Ängsten und immer wiederkehrender Suizidalität aufgrund der depressi
ven Symptomatik (
Urk.
38 S.
36 f. und
46
)
. Vor diesem Hintergrund ist
mit über
wiegender Wahrscheinlichkeit
ausgewiesen
, dass der Beschwerdeführer kaum auf Ressourcen zurückgreifen kann
und seine berufliche Leistungsfähigkeit
in erheb
licher Weise
beeinträchtigt ist.
Dr.
C.___
hat überdies detailliert und schlüssig aufgezeigt
(
Urk.
38 S. 41 ff.)
, aus welchen Gründen – entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin (vgl.
Urk.
2, 6 und 28) –
nicht auf das psychiatrische Gutachten von
Dr.
B.___
und dessen ergänzende
Stellungnahmen (
Urk.
7/74, 7/103 und 7/121) abgestellt werden kann.
Ihr ist
namentlich dahingehend
beizupflichten,
dass
Dr.
B.___
das Krankheitsbild des Beschwerdeführers und die Anamnese nur oberflächlich und lückenhaft erfasst hat
(vgl.
Urk.
7/74/
2 ff.)
. Eine hinreichende Auseinander
setzung mit den Einschätzungen der behandelnden Fachpersonen fand ebenfalls nicht statt
(vgl.
Urk.
7/74/
11)
, was
jedoch
insbesondere angesichts der
unter
schiedlichen
Diagnosestellung und
der erheblich divergierenden
Beurteilung der Arbeitsfähigkeit zu erwarten gewesen wäre.
Im Übrigen unterliess es
Dr.
B.___
trotz Vorliegens einer schubförmig verlaufenden Erkrankung, welche mit häufi
gen
Hospitalisationen
einherging, den zeitlichen Verlauf der psychischen Störung mit zunehmender Dekompensation angemessen in seine Beurteilung einfliessen zu lassen.
4.3
Gemäss der
sorgfältig hergeleiteten und
überzeugenden Einschätzung von
Dr.
C.___
ist der Beschwerdeführer mindestens seit Mai 2013 in seiner angestammten Tätigkeit vollumfänglich arbeitsunfähig. Gleiches gilt in Bezug auf jegliche Verweistätigkeit
(
Urk.
38 S. 36 ff.
und 47). Der Rentenanspruch entsteht indes frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leis
tungsanspruchs (
Art.
29
Abs.
1 IVG).
Da sich der Beschwerdeführer im Dezember 2014
wieder
zum Leistungsbezug angemeldet hatte (
Urk.
7/41), ist ihm ab dem
1.
Juni 2015 bei einem Invaliditätsgrad von 100 % eine ganze Rente der Invali
denversicherung
zuzusprechen
.
5.
Nach dem Gesagten ist
die angefochtene Verfügung vom 2
8.
August 2017
(Urk.
2)
in Gutheissung der Beschwerde mit der Feststellung aufzuheben, dass der Beschwerdeführer ab dem
1.
Juni 2015 Anspruch auf eine ganze Rente der Inva
lidenversicherung hat.
6.
6.1
Gestützt auf
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG ist das Beschwerdeverfahren kostenpflichtig. Die Kosten sind unabhängig vom Streitwert nach dem Verfahrensaufwand fest
zulegen
und auf
Fr.
1'000.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfah
rens sind sie der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
6.2
Was die Kosten des Gerichtsgutachtens betrifft, so können
diese rechtsprechungs
gemäss der IV-Stelle auferlegt werden, wenn diese den Sachverhalt mangelhaft untersucht hat und die Einholung eines Gutachtens daher notwendig war (BGE 143 V 269 E. 3.3 mit Hinweis auf BGE 139 V 496).
Diese Voraussetzungen sind vorliegend erfüll
t. Da sich das psychiatrische Gut
achten von
Dr.
B.___
in diversen Punkten als unzureichend
beziehungsweise nicht schlüssig
erwies und
darauf
mangels Beweiskraft
nicht
abgestellt werden konnte (vgl. E. 4.2)
, war die Einholung eines
Gerichtsgutachtens
erforderlich.
Die Kosten im Betrag von Fr.
8'
7
00.-- gemäss der Rechnung von
Dr.
C.___
vom 1
5.
Juli 2019 (Urk. 39
) sin
d als angemessen zu beurteilen und der Beschwer
degegnerin aufzuerlegen.
6.3
Nach
Art.
61
lit
. g ATSG in Verbindung mit
§
34
Abs.
1
des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (GSVGer)
hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozes
ses und dem Mass des Obsiegens bemessen (
§
34
Abs.
3 GSVGer).
Unter Berücksichtigung der genannten Kriterien ist die von der Beschwerdegeg
nerin an den obsiegenden Beschwerdeführer zu zahlende Prozessentschädigung
ermessensweise
auf
Fr.
4'300.--
(inkl. Mehrwertsteuer und Barauslagen) festzule
gen.
Das Gericht erkennt:
1.
In Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, vom 2
8.
August 2017 aufgehoben und es wird festgestellt, dass der Beschwerdeführer ab dem
1.
Juni 2015
Anspruch auf eine ganze Rente der Invalidenversicherung hat.
2.
2.1
Die Gerichtskosten von
Fr.
1’000
.-- werden
der Beschwerdegegnerin
auferlegt.
2.2
Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, der Gerichtskasse die Gutachtenskosten im Betrag von
Fr.
8'700.--
zurückzuerstatten. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.
3.
Die Beschwerdegegnerin wird
verpflichtet,
dem Beschwerdeführer
eine Prozessentschä
digung von
Fr.
4’300
.-- (inkl. Barauslagen und MWSt) zu bezahlen.
4.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Rechtsanwältin Elda
Bugada
Aebli
-
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
, unter Beilage je einer Kopie von
Urk.
24 und 25
und 39
-
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
-
Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
5.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (
Art.
82 ff. in Verbindung mit
Art.
90 ff. des Bundesge
setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1
5.
Juli bis und mit 1
5.
August sowie vom 1
8.
Dezember bis und mit dem
2.
Januar (
Art.
46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu
stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit
tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu
legen, soweit die Partei sie in Händen hat (
Art.
42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Die VorsitzendeDer Gerichtsschreiber
FehrWürsch