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**Case Identifier:** 3fb3310e-8e86-5fa9-908f-ccf77cd69804
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-10-14
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 14.10.2016 200 2015 328
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2015-328_2016-10-14.pdf

## Full Text

200 15 328 IV
LOU/PES/LAB

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 14. Oktober 2016

Verwaltungsrichter Loosli, Kammerpräsident
Verwaltungsrichterin Fuhrer, Verwaltungsrichter Ackermann
Gerichtsschreiber Peter

A.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 27. März 2015

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Okt. 2016, IV/15/328, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1953 geborene A.________ (nachfolgend Versicherte bzw. Beschwer-
deführerin) meldete sich im Januar 2011 bei der Invalidenversicherung zum 
Bezug von Leistungen an. Als gesundheitliche Beeinträchtigung nannte sie 
ein Burnout (Antwortbeilage [AB] 6). Im Januar 2012 teilte sie der IV-Stelle 
Bern (nachfolgend IV-Stelle bzw. Beschwerdegegnerin) mit, dass sie am 
16. Februar 2011 auf einem Fussgängerstreifen angefahren worden sei 
(AB 28). Die IV-Stelle holte in der Folge bei den behandelnden Ärzten me-
dizinische Berichte (AB 38, 43, 49, 53, 58 – 60) sowie bei der B.________ 
ein in deren Auftrag erstelltes Gutachten (inkl. Teilgutachten) der 
C.________ (MEDAS) vom 25. Januar 2013 (AB 66.2) ein. Gestützt auf 
diese Abklärungen stellte sie der Versicherten hiernach mit Vorbescheid 
vom 7. Oktober 2013 die Abweisung ihres Leistungsbegehrens in Aussicht 
(AB 70).

Hiergegen erhob die Versicherte, vertreten durch D.________, am 6. No-
vember 2013 vorsorglich Einwand (AB 77), welchen sie mit Arztzeugnis 
ihrer neuen Hausärztin Dr. med. E.________, Fachärztin für Allgemeine 
Innere Medizin FMH, vom 5. November 2013 (AB 79 S. 2 f.) begründen 
liess. Am 9. Dezember 2013 ging der IV-Stelle zudem ein ergänzender 
Bericht von med. pract. F.________ (AB 81 S. 2 f.) und am 25. April 2014 
ein Bericht der Klinik G.________ vom 14. April 2014 (AB 82) zu.

Die IV-Stelle unterbreitete das Dossier in der Folge ihrem Regionalen Ärzt-
lichen Dienst (RAD) zur Stellungnahme. Dieser kam zum Schluss, dass es 
für eine versicherungsmedizinische Beurteilung der Frage, inwieweit das 
somatische Zumutbarkeitsprofil gemäss MEDAS auch aus psychiatrischer 
Sicht zumutbar sei, einer psychiatrischen Begutachtung bedürfe (vgl. 
AB 83). Das hierauf von der IV-Stelle bei Dr. med. I.________, Fachärztin 
für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, in Auftrag gegebene Gutachten 
datiert vom 15. Januar 2015 (AB 88.1). Am 23. Januar 2015 erhielt die IV-
Stelle zudem einen Verlaufsbericht der Klinik G.________ vom 20. Januar 

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2015 bezüglich der Behandlung der Versicherten in deren Schmerzambu-
lanz (AB 89).

Mit neuem Vorbescheid vom 10. Februar 2015 stellte die IV-Stelle der Ver-
sicherten erneut die Abweisung ihres Leistungsbegehrens in Aussicht. Ins-
gesamt sei aufgrund der schlüssigen und beweiskräftigen medizinischen 
Aktenlage ein invalidisierender Gesundheitsschaden zu verneinen (AB 91). 
Trotz hiergegen erhobenen Einwands (AB 96, 98) hielt die IV-Stelle mit 
Verfügung vom 27. März 2015 an dieser Beurteilung fest und wies das 
Leistungsbegehren der Versicherten ab (AB 100).

B.

Mit Schreiben vom 8. April 2015 erklärte sich die Versicherte gegenüber 
der IV-Stelle mit diesem Entscheid nicht einverstanden und beantragte die 
Einholung weiterer Arztberichte (AB 102). Die IV-Stelle überwies das 
Schreiben in der Folge zur Behandlung als Beschwerde ans Verwaltungs-
gericht des Kantons Bern (AB 104). 

Mit Eingabe ans Gericht vom 7. Mai 2015 stellte die Versicherte ein Ge-
such um unentgeltliche Rechtspflege. Der Instruktionsrichter verzichtete in 
der Folge auf das Erheben eines Kostenvorschusses und holte eine Be-
schwerdeantwort ein. Darin beantragt die Beschwerdegegnerin die Abwei-
sung der Beschwerde.

Mit prozessleitender Verfügung vom 19. Mai 2016 erhielten die Parteien 
auch mit Blick auf die Praxisänderung des Bundesgerichts mit BGE 141 V 
281 Gelegenheit, bis am 20. Juni 2016 Schlussbemerkungen einzureichen. 

Im Rahmen ihrer Schlussbemerkungen hielt die Beschwerdegegnerin an 
ihrem Antrag auf Abweisung der Beschwerde fest, während sich die Be-
schwerdeführerin nicht vernehmen liess.

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Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversi-
cherung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 
vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten. 

1.2 Angefochten ist die Verfügung der IV-Stelle Bern vom 27. März 
2015 (AB 100). Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdeführerin An-
spruch auf eine Rente der Invalidenversicherung hat.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

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2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer 
Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen 
Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem 
nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 
ATSG).

2.2 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden kön-
nen auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. 
Art. 7 ATSG). Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens 
und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Ein-
schränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei 
Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu ver-
werten, abwenden könnte; das Mass des Forderbaren wird dabei weitge-
hend objektiv bestimmt (BGE 131 V 49 E. 1.2 S. 50, 130 V 352 E. 2.2.1 
S. 353; SVR 2014 IV Nr. 2 S. 5 E. 3.1).

Psychosoziale und soziokulturelle Faktoren lassen sich oft nicht klar vom 
medizinisch objektivierbaren Leiden trennen. Trotzdem können solche äus-
seren Umstände nicht als gesundheitliche Beeinträchtigungen im Sinne des 
Gesetzes verstanden werden, weil der gesetzliche Invaliditätsbegriff selber 
klar zwischen der versicherten Person als Trägerin des (invalidisierenden) 
Gesundheitsschadens und der durch ihn verursachten Erwerbsunfähigkeit 
unterscheidet. Infolgedessen können psychische Störungen, welche durch 
soziale Umstände verursacht werden und bei Wegfall der Belastung wieder 
verschwinden, nicht zur Invalidenrente berechtigen. Zwar kann einer fach-
gerecht diagnostizierten psychischen Krankheit der invalidisierende Cha-
rakter nicht mit dem blossen Hinweis auf eine bestehende psychosoziale 
Belastungssituation abgesprochen werden. Je stärker aber psychosoziale 
und soziokulturelle Faktoren im Einzelfall in den Vordergrund treten und 

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das Beschwerdebild mitbestimmen, desto ausgeprägter muss eine 
fachärztlich festgestellte psychische Störung von Krankheitswert vorhanden 
sein (BGE 127 V 294 E. 5a S. 299; SVR 2012 IV Nr. 52 S. 189 E. 3.2). Nur 
wenn und soweit psychosoziale und soziokulturelle Faktoren einen derart 
verselbstständigten Gesundheitsschaden aufrechterhalten oder seine – 
unabhängig von den invaliditätsfremden Elementen bestehenden – Folgen 
verschlimmern, können sie sich mittelbar invaliditätsbegründend auswirken 
(BGE 139 V 547 E. 3.2.2 S. 552; SVR 2010 IV Nr. 19 S. 59 E. 5.2). In die-
sem Sinn werden Wechselwirkungen zwischen sich körperlich und psy-
chisch manifestierenden Störungen und der sozialen Umwelt berücksich-
tigt, wenn auch bedeutend weniger stark als nach dem in der Medizin ver-
breiteten bio-psycho-sozialen Krankheitsmodell (SVR 2008 IV Nr. 62 
S. 204 E. 4.2).

2.3 Mit BGE 141 V 281 hat das Bundesgericht die Vermutung, wonach 
eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung oder ein vergleichbarer 
ätiologisch unklarer syndromaler Zustand mit zumutbarer Willensanstren-
gung überwindbar ist, aufgegeben (E. 3.5). Unverändert ist jedoch auch in 
Zukunft dem klaren Willen des Gesetzgebers gemäss Art. 7 Abs. 2 ATSG 
Rechnung zu tragen, wonach im Zuge einer objektivierten Betrachtungs-
weise von der grundsätzlichen „Validität" der versicherten Person auszuge-
hen ist (E. 3.7.2). Das bisherige Regel/Ausnahme-Modell wird – gemäss 
erwähntem Entscheid – durch einen strukturierten, normativen Prüfungs-
raster ersetzt. Anhand eines Kataloges von Indikatoren erfolgt eine ergeb-
nisoffene symmetrische Beurteilung des – unter Berücksichtigung leis-
tungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einerseits und Kompensati-
onspotentialen (Ressourcen) anderseits – tatsächlich erreichbaren Leis-
tungsvermögens (E. 3.6). Es gilt neu im Regelfall nach gemeinsamen Ei-
genschaften systematisierte Standardindikatoren zu beachten (E. 4.1.3), 
welche sich in die Kategorien „funktioneller Schweregrad“ (E. 4.3) und 
„Konsistenz“ einteilen lassen (E. 4.4). Der Prüfungsraster ist rechtlicher 
Natur (E. 5). Die Anerkennung eines rentenbegründenden Invaliditätsgra-
des ist nur zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der medizinisch 
festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand 
der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) 
überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es daran, hat 

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die Folgen der Beweislosigkeit nach wie vor die materiell beweisbelastete 
versicherte Person zu tragen (E. 6). 

2.4 Die sachverständige Person schätzt das Leistungsvermögen an-
hand der einschlägigen Indikatoren ein. Die Rechtsanwender überprüfen 
die betreffenden Angaben frei, insbesondere dahin, ob die Ärzte sich an die 
massgebenden normativen Rahmenbedingungen gehalten haben, das 
heisst, ob sie ausschliesslich funktionelle Ausfälle berücksichtigt haben, 
welche Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung sind (Art. 7 Abs. 2 
erster Satz ATSG), sowie, ob die versicherungsmedizinische Zumutbar-
keitsbeurteilung auf objektivierter Grundlage erfolgt ist (Art. 7 Abs. 2 zweiter 
Satz ATSG; BGE 141 V 281 E. 5.2.2 S. 307).

2.5 Nach altem Verfahrensstandard eingeholte Gutachten verlieren 
nicht per se ihren Beweiswert. Vielmehr ist im Rahmen einer gesamthaften 
Prüfung des Einzelfalls mit seinen spezifischen Gegebenheiten und den 
erhobenen Rügen entscheidend, ob ein abschliessendes Abstellen auf die 
vorhandenen Beweisgrundlagen vor Bundesrecht standhält. In sinngemäs-
ser Anwendung dieser in BGE 137 V 210 E. 6 S. 266 entwickelten Grund-
sätze auf die nunmehr materiell-beweisrechtlich geänderten Anforderungen 
ist in jedem einzelnen Fall zu prüfen, ob die beigezogenen administrativen 
und/oder gerichtlichen Sachverständigengutachten – gegebenenfalls im 
Kontext mit weiteren fachärztlichen Berichten – eine schlüssige Beurteilung 
im Lichte der massgeblichen Indikatoren erlauben oder nicht. Je nach Ab-
klärungstiefe und -dichte kann zudem unter Umständen eine punktuelle 
Ergänzung genügen (BGE 141 V 281 E. 8 S. 309).

2.6 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf 
eine Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgaben-
bereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätz-
lich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach Ab-
lauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b 
und c). Der Rentenanspruch entsteht gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG frühestens 
nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsan-
spruchs nach Art. 29 Abs. 1 ATSG, jedoch frühestens im Monat, der auf die 

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Vollendung des 18. Altersjahres folgt. Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht 
der Anspruch auf eine ganze Rente, wenn die versicherte Person mindes-
tens 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60% 
invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50% besteht An-
spruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 
40% ein solcher auf eine Viertelsrente.

2.7 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99). 

2.8 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von externen Spezia-
lärzten, welche auf Grund eingehender Beobachtungen und Untersuchun-
gen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörte-
rung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der Be-
weiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 
E. 3b bb S. 353; SVR 2009 IV Nr. 50 S. 154 E. 4.3). Die unterschiedliche 
Natur von Behandlungsauftrag des therapeutisch tätigen (Fach-)Arztes 

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einerseits und Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten fachmedizini-
schen Experten anderseits lässt es nicht zu, ein medizinisches Administra-
tiv- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass wei-
terer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte zu anders-
lautenden Einschätzungen gelangen. Vorbehalten bleiben Fälle, in denen 
sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die behandelnden 
Ärzte wichtige – und nicht rein subjektiver ärztlicher Interpretation entsprin-
gende – Aspekte benennen, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt 
oder ungewürdigt geblieben sind (SVR 2008 IV Nr. 15 S. 44 E. 2.2.1).

3.

3.1 Gemäss interdisziplinärem Gutachten der MEDAS vom 25. Januar 
2013 kam es anlässlich des PKW-Anpralltraumas vom 16. Februar 2011 
bei der Beschwerdeführerin zu einem Sturz mit Schädelkontusion, Kontusi-
on der Wirbelsäule und des Rumpfes und mit Wahrscheinlichkeit auch zu 
einer Distorsion der HWS. Darüber hinaus sei es zu einer Kontusion und 
einer fraglichen Distorsion der linken Schulter und des linken Kniegelenks 
gekommen. Eine tiefergreifende pathomorphologische Traumatisierung von 
Strukturen sei glücklicherweise nicht eingetreten (AB 66.2 S. 12 f.). Die 
schulterpathologischen Befunde links (Rotatorenmanschettenruptur einbe-
züglich einer transmuralen Ruptur der ventralen Supraspinatussehne sowie 
des kranialen Anteils der Subscapularissehne und Luxation der Bizepsseh-
ne aus dem Sulcus sowie eine beginnende Omarthrose; AB 66.2 S. 15) 
gründeten auf altersassoziierten und somit schicksalsmässigen Vorschädi-
gungen. Diese seien arthroskopisch respektive schulterchirurgisch saniert 
und die Beschwerden im Rahmen der nachfolgenden Rehabehandlung als 
weitestgehend regredient beschrieben worden (vgl. AB 66.2 S. 15 f.). In 
somatischer Hinsicht seien neben der Schultergelenkpathologie eine seg-
mentale cervicale Degeneration C5/6 ohne wesentliche klinische Relevanz, 
eine mediale Meniskusruptur des linken Kniegelenks ohne wesentliche 
funktionsrelevante Symptomatik sowie eine mittelkalibrige Varicosis beider 
Ober- und Unterschenkel bei einem Status nach Varizenoperation beider 
Beine im Lebensalter von 38 Jahren zu diagnostizieren (AB 66.2 S. 15). 
Wegen der Schultergelenkpathologie beidseits könnten anhaltende körper-

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liche Tätigkeiten mit Positionierung der Arme in Überschulterhöhe Schul-
terbeschwerden auslösen. Anhaltende Inklinationspositionen und auch an-
haltende repetitive Bewegungen der HWS könnten zudem Nackenbe-
schwerden verursachen. Aufgrund der linksseitigen Kniegelenkspathologie 
seien zudem kniende, hockende oder kauernde Tätigkeiten für die Be-
schwerdeführerin ungeeignet, wobei derartige Belastungen in einer Tätig-
keit als … auch nicht üblich seien. Die Tätigkeit als … werde überwiegend 
stehend ausgeübt, was bei der vorliegenden chronisch-venösen Insuffizi-
enz (Status nach Varizenoperation und persistierende mittelkalibrige Vari-
cosis beidseits) die präventive Empfehlung des konsequenten Tragens von 
Kompressionsstrümpfen nach sich ziehe (AB 66.2 S. 21). Die neurologi-
sche Untersuchung habe einen vollkommen normalen neurologischen Sta-
tus ergeben. Die von der Beschwerdeführerin geklagten Schmerzen hätten 
von neurologischer Seite her nicht zugeordnet werden können. Aufgrund 
des Umstandes, dass die Beschwerdeführerin kaum noch eine entspre-
chende Medikation brauche, sei gemäss Neurologin zudem von einem 
Rückgang des Schmerzzustandes auszugehen. Eine Arbeitsunfähigkeit 
lasse sich von neurologischer Seite her nicht begründen (vgl. AB 66.2 
S. 29 f.). Aus interdisziplinärer somatischer Sicht sei der Beschwerdeführe-
rin ein Vollzeitpensum prinzipiell möglich. Dabei sei das Arbeitstempo und 
damit die Leistungsfähigkeit beschwerdebedingt um schätzungsweise 20% 
gemindert. Es resultiere somit eine globale Arbeitsfähigkeit von 80%. Dabei 
sollte die Beschwerdeführerin gemäss den Gutachtern nicht nur Stehen 
müssen, sondern als … gelegentlich auch z.B. auf einem neben dem Kun-
densitz höhengerecht positionierten Arbeitsstuhl (Barhocker) Absitzen kön-
nen. Die Arme sollte sie nicht langfristig bzw. ausschliesslich in Überschul-
terhöhe positionieren müssen und ihre Schultergelenke gelegentlich aktiv 
durchbewegen, um die Schmerzen zu mindern. Anhaltende Inklinationspo-
sitionen und anhaltende repetitive Bewegungen der HWS und des Nackens 
seien zu vermeiden. Zwischen der Bedienung der einzelnen Kunden sollte 
die Beschwerdeführerin gemäss den Gutachtern aktive Bewegungsübun-
gen für die HWS und für beide Schultern durchführen und angesichts der 
chronisch-venösen Insuffizienz bei überwiegend stehendem Arbeiten prä-
ventiv auf das konsequente Tragen von Kompressionsstrümpfen achten. 
Bei Beachtung dieser Vorgaben sei ihr eine Arbeitstätigkeit als … zu 8.5 

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Stunden arbeitstäglich an fünf Arbeitstagen pro Woche mit einer Leis-
tungsminderung von 20% zumutbar (AB 66.2 S. 21 f.).

3.2 Die psychiatrische Begutachtung durch Dr. med. I.________ vom 
11. Dezember 2014 ergab bei der Beschwerdeführerin vergleichsweise 
diskrete, aber deutlich auf ein depressives Geschehen hinweisende psy-
chopathologische Befunde (vgl. AB 88.1 S. 8). Vor Eintreten des Unfall-
ereignisses vom 16. Februar 2011 könne die psychopathologische Sym-
ptomatik gemäss Gutachterin rückblickend als rezidivierende depressive 
Verstimmung mit Tendenz zur paranoiden Entgleisung umschrieben wer-
den. Mit Eintreten des Unfalls habe das Kompensationssystem der Be-
schwerdeführerin zunehmend versagt und ihre Strategie der forcierten Au-
tonomie sei durch „bremsende Schmerzen“ ausgehebelt worden. Hier liege 
der primäre Krankheitsgewinn der psychosomatischen Schmerzwahrneh-
mung, indem die Beschwerdeführerin quasi „von aussen“ daran gehindert 
werde, den Schein zu wahren. Damit einhergehend habe sie das Gefühl 
entwickelt, im Stich gelassen zu werden, keine Unterstützung zu erfahren, 
obschon doch ihrer Meinung nach „endlich“ ein Anspruch auf Versorgung, 
Unterstützung etc. anerkannt werden müsste. Diagnostisch habe sich nach 
dem Unfallereignis vom 16. Februar 2011 aus psychiatrischer Sicht eine 
anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10: F45.4) mit klarem psy-
chodynamischem Hintergrund entwickelt. Zudem bestehe eine leichte de-
pressive Symptomatik mit klarer affektiver Beeinträchtigung, jedoch ohne 
objektivierbare kognitiv-intellektuelle Einbussen und ohne Beeinträchtigung 
der Psychomotorik. Es sei jedoch anzumerken, dass die Beschwerdeführe-
rin eine enorme Dissimulationstendenz aufweise und für die Untersuchung 
ihre ganzen Kräfte und Stressachsen mobilisiert haben dürfte, um bestehen 
zu können. Es sei klar, dass sie, sobald der massive Druck von aussen 
nachlasse, deutlich gravierendere psychopathologische Befunde zeigen 
würde bzw. werde. Das Kaschieren des psychischen Leidens bzw. der 
psychopathologischen Befunde sei für die beschriebene Konfliktsituation 
typisch und schlage sich im vorliegenden medizinischen Dossier ebenfalls 
nieder, indem sämtliche somatisch tätigen Kolleginnen und Kollegen psy-
chische Befunde gänzlich skotomisiert (verneint) hätten und sich der psych-
iatrische Kollege – zu Recht – schwer getan habe, eine gravierende, 
schwere Diagnose zu stellen und stattdessen – objektiv nachvollziehbar 

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und fachlich korrekt – von einer Anpassungsstörung spreche (AB 88.1 
S. 9). Zusammenfassend vertrete sie die Ansicht, dass die Beschwerdefüh-
rerin deutlich kränker sei, als diese selbst und das Dossier zu belegen bzw. 
darzustellen wüssten. Aus versicherungspsychiatrischer Sicht könne primär 
davon ausgegangen werden, dass die somatoforme Schmerzstörung sinn-
gemäss der Somatisierung der Überforderung und Erschöpfung entspreche 
und in diesem Sinne einer depressiv-regressiven Reaktion gleichkomme. 
Die „Wahl der Symptomatik“ im somatischen Wahrnehmungsbereich habe 
für die Beschwerdeführerin den Vorteil, sich die Illusion der psychisch-
geistigen Unversehrtheit aufrechterhalten zu können. Fakt sei, dass auch 
dieses Kompensationsmodell zunehmend in Schräglage gerate, indem die 
Beschwerdeführerin durchaus psychische und objektivierbare Befunde de-
pressiver Prägung aufweise. Die Dekompensation in Richtung Psychopa-
thologie im Sinne einer klinisch relevanten depressiven Symptomatik sei im 
Gange und werde ihren Fortgang nehmen, wenn der Circulus vitiosus nicht 
unterbrochen werden könne. In diesem Sinne teile sie die Ansicht der be-
handelnden Ärzte, dass hinsichtlich einer vollständigen und dauerhaften 
Invalidität „Gefahr im Verzug“ sei. Es erscheine unsinnig, auf das Eintreten 
einer schweren depressiven Symptomatik zu warten und die Versicherte 
diesem Schicksal quasi auszuliefern. Aufgrund der Gesamtkonstellation 
von somatisierten, depressiven Anteilen, beginnender klinisch relevanter 
Depression und geschilderter Lebensführungsstrategie bei zunehmend 
schwindenden Ressourcen (sozialer, finanzieller, psychischer Flexibilität) 
könne abgeleitet werden, dass eine Zumutbarkeit für eine Fortführung einer 
die körperlichen Fähigkeiten überstrapazierenden Belastung (das heisse, 
mehr als 30%) nicht gegeben sei bzw. von der Beschwerdeführerin – ihren 
aktuellen psychopathologischen Befund und Zustand berücksichtigend – 
nicht wieder werde erbracht werden können. Eine Trendumkehr sei nicht 
abzusehen. Es könne psychiatrisch-prognostisch davon ausgegangen wer-
den, dass die Leistungsminderung in den kommenden Jahren zu- bzw. die 
Restarbeitsfähigkeit abnehmen werde (AB 88.1 S. 10). Es liege bei der 
Beschwerdeführerin ein sich verselbständigendes Schmerzerleben und 
zusätzlich eine leichte bis mittelgradige depressive Symptomatik vor. Die 
therapeutischen Möglichkeiten seien weitgehend ausgeschöpft. Eventuell 
lohne sich ein Behandlungsversuch mit schmerzmodulierenden Medika-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Okt. 2016, IV/15/328, Seite 13

menten vom Typ Amitriptylin. Eine Verbesserung der Arbeitsfähigkeit sei 
aber auch davon nicht zu erwarten (AB 88.1 S. 11).

4.

4.1 In somatischer Hinsicht erfüllt das interdisziplinäre Gutachten der 
MEDAS vom 25. Januar 2013 (AB 66.2) sämtliche der unter Erwägung 2.8 
hiervor genannten, von der Rechtsprechung an medizinische Expertisen 
gestellten Anforderungen. Es beruht auf allseitigen somatischen Untersu-
chungen, berücksichtigt die geklagten Beschwerden, ist in Kenntnis der 
Vorakten abgegeben worden und ist in der Darlegung der medizinischen 
Zusammenhänge und in der Beurteilung der somatischen Situation ein-
leuchtend und die getätigten Schlussfolgerungen sind begründet. Konkrete 
Indizien, die gegen die Zuverlässigkeit des Gutachtens sprechen würden, 
sind keine ersichtlich und werden denn auch nicht geltend gemacht. Dass 
die behandelnden Ärzte der Beschwerdeführerin in ihrem gemeinsamen 
Bericht vom 14. April 2014 (AB 82) – wie davor schon einzeln – eine deut-
lich höhere Arbeitsunfähigkeit attestieren, als die Gutachter der MEDAS, 
vermag deren Beurteilung nicht in Zweifel zu ziehen, zumal die behandeln-
den Ärzte darin keine Aspekte zu benennen vermögen, die von den Gut-
achtern unerkannt oder ungewürdigt geblieben wären. Für eine höhere 
Arbeitsunfähigkeit aus somatischen Gründen, als von den Gutachtern der 
MEDAS attestiert, findet sich in keinem der Berichte der behandelnden 
Ärzte eine nachvollziehbare Begründung. Auch unter Berücksichtigung der 
Erfahrungstatsache, dass behandelnde Ärzte mitunter im Hinblick auf ihre 
auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zugunsten ihrer 
Patienten aussagen (vgl. BGE 125 V 351 E. 3b cc S. 353; SVR 2015 IV 
Nr. 26 S. 80 E. 5.3.3.3 sowie Entscheid des EVG vom 20. März 2006, 
I 655/05, E. 5.4), sind deren Berichte damit vorliegend nicht geeignet, das 
Gutachten der MEDAS in somatischer Hinsicht in Frage zu stellen und zum 
Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen. Dem Gutachten der MEDAS vom 
25. Januar 2013 kommt in somatischer Hinsicht volle Beweiskraft zu. Da 
von weitergehenden Abklärungen in dieser Hinsicht keine neuen Erkennt-
nisse mehr zu erwarten sind, ist auf solche in antizipierter Beweiswürdi-
gung zu verzichten (BGE 122 V 157 E. 1d S. 162). Damit ist nach dem 

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Dargelegten mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
erstellt, dass die Beschwerdeführerin aus somatischen Gründen zu 20% 
(und nicht, wie die behandelnden Ärzte postulieren, zu 70%) in ihrer Ar-
beits- und Leistungsfähigkeit eingeschränkt ist (vgl. E. 3.1 hiervor).

4.2 In psychiatrischer Hinsicht wurden bei der Beschwerdeführerin von 
Dr. med. I.________ in ihrem Gutachten vom 15. Januar 2015 (AB 88.1) 
eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10: F45.4) sowie eine 
rezidivierende depressive Störung, derzeit leicht bis mittelgradig ausge-
prägt (ICD-10: F33.1), diagnostiziert. Bis zu diesem Zeitpunkt lautete die 
psychiatrische Diagnose Anpassungsstörung (ICD-10: F43.2; AB 59) re-
spektive reaktive Depression (AB 79 S. 2; siehe auch AB 81 S. 3). Die be-
gutachtende Psychiaterin legt in ihrem Gutachten vom 15. Januar 2015 
schlüssig dar, wie sich nach dem Unfallereignis vom 16. Februar 2011 bei 
der Beschwerdeführerin diagnostisch eine anhaltende somatoforme 
Schmerzstörung (ICD-10: F45.4) mit klarem psychodynamischem Hinter-
grund entwickelt hat (AB 88.1 S. 9). Gestützt auf die medizinischen Akten 
sind bei der Beschwerdeführerin die klassifikatorischen Merkmale einer 
anhaltenden somatoformen Schmerzstörung ausgewiesen. Die Diagnose 
hält auch unter dem Gesichtspunkt der Ausschlussgründe nach BGE 131 V 
49 stand. Bei Vorliegen einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung 
ist deren Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit im Lichte der neuen Rechts-
praxis gemäss BGE 141 V 281 zu beurteilen (vgl. E. 2.3 hiervor). Dabei ist 
zunächst zu prüfen, ob das psychiatrische Gutachten von Dr. med. 
I.________ zusammen mit den übrigen medizinischen Akten im Lichte der 
gemäss geltender Rechtspraxis massgeblichen Indikatoren eine schlüssige 
Beurteilung der Arbeitsfähigkeit erlaubt oder nicht (vgl. E. 2.5 hiervor). Dies 
ist vorliegend zu bejahen. Gemäss Gutachten leidet die Beschwerdeführe-
rin bei einem vergleichsweise diskreten, aber deutlich auf ein depressives 
Geschehen hinweisenden psychopathologischen Befund seit Februar 2011 
an einer psychosomatischen Schmerzwahrnehmung (AB 88.1 S. 8 f.). Auch 
wenn die Beschwerdeführerin gemäss Verlaufsbericht der Klinik 
G.________ vom 20. Januar 2015 (AB 89) dank der durchgeführten Thera-
pien und Übungen eine Verbesserung der Schmerzproblematik erlebt hat – 
wobei auch der im damaligen Zeitpunkt in Aussicht gestandene Woh-
nungswechsel mit neuen Lebensperspektiven in einem Wohnprojekt in … 

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zu einer Verbesserung der Situation beigetragen haben dürfte –, ist im Fal-
le der Beschwerdeführerin von einem chronifizierten Schmerzerleben aus-
zugehen, zumal auch im betreffenden Verlaufsbericht weiterhin hartnäckig 
bestehende Schmerzen konstatiert werden (AB 89 S. 1). Die Behandlungs-
intensität mit sozialpsychiatrischen Konsultationen nach Bedarf und bloss 
geringfügiger Schmerzmedikation – obwohl die Beschwerdeführerin 
gemäss Akten auf beides anspricht (vgl. AB 88.1 S. 5 f. sowie AB 81 S. 3, 
AB 82 S. 3 und AB 89) – lässt demgegenüber auch unter Berücksichtigung 
der zwischenzeitlich regelmässig in Anspruch genommenen Craniosakral-
therapie, der Massagen und der gelegentlichen Wassergymnastik (vgl. 
AB 89 S. 1) nicht auf einen massiven Leidensdruck seitens der diagnosti-
zierten Gesundheitsschädigung schliessen. Dass die psychiatrische Gut-
achterin die therapeutischen Möglichkeiten insofern als weitgehend ausge-
schöpft erachtet, als sie sich von ihnen keine Verbesserung der Arbeits-
fähigkeit verspricht, ändert daran nichts. Gemäss Gutachterin entspricht die 
somatoforme Schmerzstörung bei der Beschwerdeführerin sinngemäss der 
Somatisierung ihrer Überforderung und Erschöpfung, die die Gutachterin – 
gleich wie die behandelnden Ärzte – zumindest zu einem wesentlichen Teil 
auf die starke psychosoziale Belastung mit familiären Problemen seit vielen 
Jahren, zwei psychiatrisch erkrankten Söhnen und mittlerweile auch finan-
ziellen Problemen zurückführt. Dies komme einer depressiv-regressiven 
Reaktion gleich (vgl. AB 88.1 S. 10 sowie AB 59, 81, 82 S. 2, 89 S. 2). Die 
Dekompensation in Richtung einer klinisch relevanten depressiven Sym-
ptomatik werde ihren Fortgang nehmen, wenn der Circulus vitiosus nicht 
unterbrochen werden könne (AB 88.1 S. 10). Auch wenn aufgrund des in 
der Medizin verbreiteten bio-psycho-sozialen Krankheitsmodells nachvoll-
ziehbar ist, dass ohne Wegfall zumindest eines Teils der psychosozialen 
Belastungsfaktoren keine Verbesserung der Arbeitsfähigkeit der Be-
schwerdeführerin zu erwarten ist, sind die durch die enorme psychosoziale 
Belastungssituation verursachten Funktionseinschränkungen für die Invali-
ditätsbemessung unbeachtlich (vgl. E. 2.2 Absatz 2 hiervor) und von der 
Gutachterin in ihrer versicherungsmedizinischen Zumutbarkeitsbeurteilung 
somit zu Unrecht berücksichtigt worden. Daran ändert die festgestellte 
enorme Dissimulationstendenz der Beschwerdeführerin nichts (vgl. AB 88.1 
S. 9). Auch wenn die Symptomatologie stärker sein dürfte, als von der Be-
schwerdeführerin gezeigt, ist sie unstrittig zumindest zu einem grossen Teil 

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durch die psychosozialen Belastungsfaktoren verursacht und damit unbe-
achtlich. Unabhängig davon sind leichte bis höchstens mittelschwere 
Störungen aus dem depressiven Formenkreis regelmässig nicht invalidisie-
rend (SVR 2016 IV Nr. 30 S. 93 E. 4.1.3.1), was auch hier gilt. Die festge-
stellte depressive Symptomatik stellt vorliegend somit keine relevante Ko-
morbidität dar und auch die körperlichen Begleiterkrankungen sind zu ge-
ring, um die Ressourcen der Beschwerdeführerin über das somatisch aner-
kannte Ausmass von 20% hinaus zu mindern (vgl. E. 3.1 und 4.1 hiervor). 
Der Komplex der Persönlichkeit spricht vorliegend ebenfalls nicht für eine 
relevante Einschränkung der Arbeitsfähigkeit durch die anhaltende somato-
forme Schmerzstörung. Bei der Beschwerdeführerin liegen weder Ich-
Störungen vor noch fanden sich anlässlich der Begutachtung Hinweise für 
anderweitige Persönlichkeitsstörungen (siehe AB 88.1 S. 8). Auch die Ar-
beitsanamnese mit zumindest teilzeitlicher Weiterführung ihres Geschäfts 
als … trotz der enormen psychosozialen Belastungsfaktoren lässt in psy-
chischer Hinsicht auf nicht unerhebliche Ressourcen schliessen (vgl. 
AB 88.1 S. 6). Dass die anhaltende psychosoziale Belastungssituation die 
Beschwerdeführerin trotzdem an ihre Grenzen führt, hat als invaliditäts-
fremder, nicht versicherter Faktor ausser Acht zu bleiben. Der gesamte 
Beschwerdekomplex hat angesichts der Arbeitsanamnese jedenfalls zu 
keiner die Ressourcen weiter einschränkenden sozialen Isolation geführt. 
Mit Blick auf die massgebenden Indikatoren sind vorliegend funktionelle 
Auswirkungen der psychiatrischen Beschwerden der Beschwerdeführerin 
nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ausgewiesen. Die geklagten 
Einschränkungen sind nach dem Dargelegten – soweit somatisch nicht 
erklärbar (vgl. E. 3.1 hiervor) – vielmehr Folge der enormen, iv-rechtlich 
aber nicht relevanten psychosozialen Belastungssituation der Beschwerde-
führerin, wobei mit Blick auf die Beschwerde vom 8. April 2015 explizit fest-
zuhalten ist, dass ihr von keiner Seite her eine Aggravation oder Simulation 
dieser psychosozial bedingten Einschränkungen unterstellt wird.

4.3 Zusammenfassend ist vorliegend von dem von den Gutachtern der 
MEDAS in ihrem Gutachten vom 25. Januar 2013 (AB 66.2) formulierten 
Zumutbarkeitsprofil und damit von einer globalen Arbeitsfähigkeit der Be-
schwerdeführerin in der angestammten Tätigkeit als … von 80% auszuge-
hen (vgl. E. 3.1 und 4.1 hiervor). Die in der Folge resultierende Erwerbsun-

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fähigkeit von 20% begründet keinen Anspruch auf eine Invalidenrente (vgl. 
E. 2.6 hiervor). Die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 27. März 2015 
(AB 100) ist damit im Ergebnis nicht zu beanstanden und die dagegen er-
hobene Beschwerde somit abzuweisen.

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor 
dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung 
oder Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach 
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1‘000.-- festzulegen. 

Die Verfahrenskosten sind vorliegend auf Fr. 700.-- festzusetzen und – 
unter Vorbehalt der unentgeltlichen Rechtspflege – der unterliegenden Be-
schwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 108 Abs. 1 VRPG).

5.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht kein Anspruch auf 
eine Parteientschädigung (Art. 1 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 61 lit. g 
ATSG [Umkehrschluss]).

5.3 Zu prüfen bleibt das Gesuch der Beschwerdeführerin um unent-
geltliche Rechtspflege.

5.3.1 Auf Gesuch hin befreit die Verwaltungsjustizbehörde eine Partei 
von den Kosten- und allfälligen Vorschuss- sowie Sicherstellungspflichten, 
wenn die Partei nicht über die erforderlichen Mittel verfügt und ihr Rechts-
begehren nicht aussichtslos erscheint (Art. 111 Abs. 1 VRPG).

5.3.2 Aufgrund des zum Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege einge-
reichten Sozialhilfebudgets (Beschwerdebeilage [BB] 2) ist die Prozessbe-
dürftigkeit der Beschwerdeführerin erstellt. Das vorliegende Beschwerde-
verfahren war auch nicht als von vornherein aussichtslos zu bezeichnen. 
Damit sind die Voraussetzungen zur Gewährung der unentgeltlichen 
Rechtspflege erfüllt. Das Gesuch ist somit gutzuheissen. Die Beschwerde-
führerin ist folglich – unter Vorbehalt der Nachzahlungspflicht gemäss 
Art. 123 der Schweizerischen Zivilprozessordnung vom 19. Dezember 2008 

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(Zivilprozessordnung, ZPO; SR 272) – von der Zahlungspflicht betreffend 
die Verfahrenskosten zu befreien (Art. 113 VRPG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird gutgeheissen.

3. Die Verfahrenskosten von Fr. 700.-- werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt. Aufgrund der gewährten unentgeltlichen 
Rechtspflege wird die Beschwerdeführerin – unter Vorbehalt der Nach-
zahlungspflicht gemäss Art. 123 ZPO – jedoch von der Zahlungspflicht 
befreit.

4. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

5. Zu eröffnen (R):
- A.________
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 
- Steuerverwaltung des Kantons Bern, Bereich Inkasso, Postfach 8334, 

3001 Bern

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.