# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 156833ff-3be3-5efc-b5de-05c7fedbeb6b
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-05-26
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 26.05.2020 RT200057
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_RT200057_2020-05-26.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: RT200057-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin Dr. D. Scherrer, Vorsitzende, Oberrichter  

lic. iur. M. Spahn und Oberrichter lic. iur. A. Huizinga sowie  

Gerichtsschreiberin lic. iur. P. Kunz Bucheli 

Beschluss vom 26. Mai 2020 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Gesuchsgegner und Beschwerdeführer 

 

gegen 

 

B._____,  
Gesuchsteller und Beschwerdegegner 

 

betreffend Rechtsöffnung 
 
Beschwerde gegen ein Urteil des Einzelgerichts Audienz am Bezirksgericht 
Zürich vom 10. März 2020 (EB200037-L) 
 

- 2 - 

Erwägungen: 

1. Mit Urteil vom 10. März 2020 erteilte die Vorinstanz dem Gesuchsteller 

und Beschwerdegegner (fortan Gesuchsteller) in der Betreibung Nr. … des Be-

treibungsamtes Zürich 4, Zahlungsbefehl vom 6. Januar 2020, definitive Rechts-

öffnung für Fr. 500.– (Urk. 16 S. 3, Dispositiv-Ziffer 1). 

2. Mit nicht unterzeichneter Eingabe vom 30. April 2020, zur Post gege-

ben am 8. Mai 2020, erhob der Gesuchsgegner und Beschwerdeführer (fortan 

Gesuchsgegner) vor Vorinstanz Beschwerde gegen das erwähnte Urteil, welche 

die Eingabe des Gesuchsgegners samt Akten an die Kammer weiterleitete (Urk. 

14 = Urk. 15). 

3. Eingaben an das Gericht sind stets zu unterzeichnen (Art. 130 Abs. 1 

ZPO). Bei fehlender Unterschrift ist der Partei grundsätzlich gestützt auf Art. 132 

Abs. 1 ZPO Frist zur Verbesserung anzusetzen. Da im vorliegenden Fall auf die 

Beschwerde des Gesuchgegners aber - wie zu zeigen sein wird - aus einem an-

deren Grund nicht eingetreten werden kann, ist von der Ansetzung einer Nachfrist 

zur Verbesserung seiner Eingabe abzusehen. 

4. Gemäss Art. 321 Abs. 2 ZPO beträgt die Beschwerdefrist im summari-

schen Verfahren - und um ein solches handelt es sich vorliegend (vgl. Art. 251 

lit. a ZPO) - 10 Tage. Dies wurde in der Rechtsmittelbelehrung des angefochte-

nen Urteils auch zutreffend so festgehalten (Urk. 16 S. 3, Dispositiv-Ziffer 5). Aus 

den vorinstanzlichen Akten ergibt sich, dass das Urteil vom 10. März 2020 vom 

Gesuchsgegner am 23. April 2020 in Empfang genommen wurde (Urk. 12b). Die 

Beschwerdefrist lief daher - unter Berücksichtigung des Wochenendes - am 

4. Mai 2020 ab. Die Beschwerdeschrift des Gesuchsgegners datiert zwar vom 

30. April 2020, wurde indessen erst am 8. Mai 2020 von der schweizerischen Post 

abgestempelt (Urk. 15, angehefteter Umschlag). Damit hat der Gesuchsgegner 

den Nachweis der rechtzeitigen Postaufgabe (Art. 143 Abs. 1 ZPO) nicht erbracht. 

Seine Beschwerde ist daher verspätet, weshalb darauf nicht einzutreten ist. Auf 

die Ausführungen des Gesuchsgegners in seiner Beschwerdeschrift ist aus die-

sem Grund nicht näher einzugehen. 

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5. Da sich die Beschwerde des Gesuchsgegners sogleich als unzulässig 

erweist, kann vom Einholen einer Beschwerdeantwort abgesehen werden 

(Art. 322 Abs. 1 ZPO). 

6. Umständehalber ist für das Beschwerdeverfahren auf die Erhebung 

von Gerichtskosten zu verzichten. Für das Beschwerdeverfahren sind sodann 

keine Parteientschädigungen zuzusprechen, dem Gesuchsgegner infolge seines 

Unterliegens, dem Gesuchsteller mangels erheblicher Umtriebe (Art. 95 Abs. 3 

ZPO). 

Es wird beschlossen: 

1. Auf die Beschwerde des Gesuchsgegners wird nicht eingetreten. 

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben. 

3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an den Gesuchsteller unter Beilage 

eines Doppels von Urk. 15, sowie an die Vorinstanz, je gegen Empfangs-

schein. 

Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit-

telfrist an die Vorinstanz zurück. 

5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 
30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG.  

Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt 
Fr. 500.–. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG. 

- 4 - 

 
Zürich, 26. Mai 2020 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

I. Zivilkammer 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

lic. iur. P. Kunz Bucheli 
 
 
versandt am: 
am 
 

	Beschluss vom 26. Mai 2020
	Erwägungen:
	Es wird beschlossen:
	1. Auf die Beschwerde des Gesuchsgegners wird nicht eingetreten.
	2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.
	3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an den Gesuchsteller unter Beilage eines Doppels von Urk. 15, sowie an die Vorinstanz, je gegen Empfangsschein.
	5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...