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**Case Identifier:** a8f5d07b-aa17-543e-8329-a020d3279ec5
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-11-28
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 28.11.2018 200 2018 431
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2018-431_2018-11-28.pdf

## Full Text

200 18 431 IV
KOJ/GET/ARJ

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 28. November 2018

Verwaltungsrichter Kölliker, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Furrer, Verwaltungsrichterin Fuhrer
Gerichtsschreiber Germann

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 4. Mai 2018

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Nov. 2018, IV/18/431, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die … geborene A.________ (nachfolgend Versicherte bzw. Beschwerde-
führerin) ist gelernte .... Sie war in der Vergangenheit in verschiedenen, 
mehrheitlich kaufmännisch-administrativen Bereichen, aber auch als ..., 
erwerbstätig (Akten der IV-Stelle Bern [nachfolgend IVB bzw. Beschwerde-
gegnerin], [act. IIA] 84.4 S. 2 ff., 91.1 S. 18). 

Im Mai 2014 meldete sie sich unter Hinweis auf die Folgen von „5 Schleu-
dertraumas“ – zuletzt am 3. August 2013 bei einem Sturz auf die Nacken-
region beim ... – respektive wegen Rücken-, Nacken- und 
Schulterbeschwerden nach erfolgter operativer Revision des Processus 
spinosus HWK7, bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum 
Leistungsbezug an (Akten der IVB [act. II] 9; 14.5 S. 1; 14.3 S. 46; 14.3 
S. 10; 33.2 S. 2). Die IVB klärte den Sachverhalt in erwerblicher Hinsicht 
ab, zog die Akten des zuständigen obligatorischen Unfallversicherers 
(C.________ sowie Berichte der behandelnden Ärzte bei und nahm eine 
Stellungnahme von med. pract. D.________, Fachärztin für Physikalische 
Medizin und Rehabilitation, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD [act. II 34]), 
zu den Akten. Mit (unangefochten gebliebener) Verfügung vom 10. März 
2015 (act. II 36) verneinte die IVB einen Anspruch auf Leistungen der IV 
mit der Begründung, es liege kein Leiden mit Krankheitswert bzw. keine 
Invalidität vor. 

B.

Im Mai 2017 meldete sich die Versicherte wegen Beschwerden von Seiten 
der Lendenwirbelsäule (LWS) erneut bei der IV zum Leistungsbezug an 
(act. II 39; 55 S. 7). Gegen den von der IVB daraufhin erlassenen Vorbe-
scheid vom 23. Juni 2017 (act. II 49), mit welchem sie das Nichteintreten 
auf das Leistungsbegehren in Aussicht stellte, liess die Versicherte Ein-
wand erheben (act. II 55). In der Folge klärte die IVB den Sachverhalt in 
erwerblicher Hinsicht weiter ab, holte die Akten der C.________ sowie des 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Nov. 2018, IV/18/431, Seite 3

Krankentaggeldversicherers (E.________ AG), beinhaltend u.a. ein „Low 
Level Assessment“ von Dr. med. F.________, Facharzt für Allgemeine In-
nere Medizin und Rheumatologie, vom 12. Juni 2017 (act. IIA 77 S. 8 - 15) 
ein, und liess die Versicherte durch die Dres. med. G.________, Facharzt 
für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, 
und H.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, MEDAS 
I.________ (MEDAS) bidisziplinär begutachten (Expertise vom 20. Februar 
2018 [act. IIA 91.1]). Mit erneutem Vorbescheid vom 2. März 2018 (act. IIA 
93) stellte die IVB der Versicherten die Gewährung von beruflichen Einglie-
derungsmassnahmen sowie – bei einem Invaliditätsgrad von 10% – die 
Ablehnung eines Rentenanspruchs in Aussicht. Dagegen erhob die Versi-
cherte mündlich (und in Begleitung ihres Rechtsvertreters) Einwand (act. 
IIA 98) und reichte Berichte behandelnder Ärzte sowie eine Stellungnahme 
des Arbeitgebers ein (act. IIA 99), woraufhin die IVB ihrerseits bei der RAD-
Ärztin med. pract. D.________ eine Stellungnahme einholte (act. IIA 101). 
Mit Verfügung vom 4. Mai 2018 (act. IIA 102) entschied die IVB wie im Vor-
bescheid in Aussicht gestellt. 

C.

Dagegen liess die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt B.________, 
mit Eingabe vom 6. Juni 2018 Beschwerde erheben. Sie stellt die folgen-
den Anträge: 

1. Die Verfügung der IV-Stelle des Kantons Bern vom 4. Mai 2018 sei aufzu-
heben und das Leistungsbegehren der Beschwerdeführerin sei gutzuheis-
sen; eventualiter sei die Sache zur Vornahme der notwendigen 
Abklärungen und zum anschliessenden neuen Entscheid über die An-
sprüche der Beschwerdeführerin an die Beschwerdegegnerin zurückzu-
weisen. 

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (inklusive Mehrwertsteuerzu-
schlag).

Mit Beschwerdeantwort vom 8. August 2018 beantragt die Beschwerde-
gegnerin die Abweisung der Beschwerde, nachdem sie bei Dr. med. 
J.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 
Bewegungsapparates, RAD, eine Stellungnahme eingeholt hatte (vgl. act. 
IIA 107). 

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Mit prozessleitender Verfügung vom 29. Oktober 2018 gewährte der In-
struktionsrichter der Beschwerdeführerin die Möglichkeit zur Stellungnahme 
zum Bericht des RAD-Arztes Dr. med. J.________ vom 24. Mai 2018 (act. 
IIA 107).

Mit Eingabe vom 19. November 2018 hält die Beschwerdeführerin an ihren 
bisherigen Rechtsbegehren und Standpunkten fest. Weiter macht sie gel-
tend, der Bericht von Dr. med. J.________ dürfe nicht als Beweismittel an-
erkannt werden. Schliesslich beantragt sie die Einholung eines 
ergänzenden Berichts bei Dr. med. K.________, Facharzt für Neurochirur-
gie, sowie „gegebenenfalls“ beim Röntgeninstitut L.________. 

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten. 

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1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 4. Mai 2018 (act. IIA 
102). Darin hat die Beschwerdegegnerin einen Anspruch auf eine Invali-
denrente verneint, jenen auf berufliche Eingliederungsmassnahmen dage-
gen bejaht. Die Beschwerdeführerin beantragt, das (als solches 
bezeichnete) „Leistungsbegehren“ sei gutzuheissen. Wie aus den weiteren 
Ausführungen auf Seite 5 der Beschwerde jedoch klar hervorgeht, richtet 
sich diese allein gegen die Verweigerung der Rentenleistungen. Streitig 
und zu prüfen ist demnach der Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine 
Invalidenrente.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG). 

2.

2.1 Die Beschwerdeführerin rügt, die angefochtene Verfügung vom 4. 
Mai 2018 (act. IIA 102) sei „völlig unzureichend begründet“ und deshalb 
bereits aus formellen Gründen aufzuheben (Beschwerde, S. 9). 

2.2 Die Verfügungen sind zu begründen, wenn sie den Begehren der 
Parteien nicht voll entsprechen (Art. 49 Abs. 3 ATSG).

Die Begründungspflicht ist wesentlicher Bestandteil des Anspruchs auf 
rechtliches Gehör im Sinne von Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung (BV; 
SR 101). Sie soll verhindern, dass sich die Behörde von unsachlichen Mo-
tiven leiten lässt, und den Betroffenen ermöglichen, die Verfügung gegebe-
nenfalls sachgerecht anzufechten. Dies ist nur möglich, wenn sowohl die 
betroffene Person als auch die Rechtsmittelinstanz sich über die Tragweite 
des Entscheids ein Bild machen können. In diesem Sinne müssen wenigs-
tens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich die Behörde 
hat leiten lassen und auf welche sich ihre Verfügung stützt. Dies bedeutet 
indessen nicht, dass sie sich ausdrücklich mit jeder tatbeständlichen Be-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Nov. 2018, IV/18/431, Seite 6

hauptung und jedem rechtlichen Einwand auseinandersetzen muss. Viel-
mehr kann sie sich auf die für den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte 
beschränken (BGE 136 I 229 E. 5.2 S. 236, 124 V 180 E. 1a S. 181; SVR 
2017 KV Nr. 6 S. 30 E. 5).

2.3 Soweit die Beschwerdeführerin die Ausführungen der RAD-Ärztin 
med. pract. D.________ im Bericht vom 26. April 2018 (act. IIA 101) kriti-
siert und namentlich daraus auf eine ungenügende Begründung der ange-
fochtenen Verfügung zu schliessen versucht (Beschwerde, S. 9), kann ihr 
nicht gefolgt werden, beschlägt dieser Aspekt doch nicht den Anspruch der 
Beschwerdeführerin auf rechtliches Gehör, sondern den Beweiswert der 
RAD-ärztlichen Stellungnahme, welcher – soweit erforderlich – im Rahmen 
der Beweiswürdigung zu prüfen ist (vgl. jedoch E. 4.5.4 hinten). 

In der angefochtenen Verfügung vom 4. Mai 2018 (act. IIA 102) wird unter 
dem Titel „Abklärungsergebnis“ kurz die Verfahrensgeschichte, beginnend 
beim Nichteintretensvorbescheid vom 23. Juni 2017 (act. II 49) und der 
dagegen von der Beschwerdeführerin erhobenen Einwände, zusammenge-
fasst, wobei – anders als es die Beschwerdeführerin darstellt (Beschwerde, 
S. 6) – aus diesem Kontext ohne weiteres ersichtlich ist, dass mit den in 
der Folge erwähnten medizinischen Abklärungen bzw. den als solchen be-
zeichneten „erneuten Abklärungen“ das bidisziplinäre MEDAS-Gutachten 
der Dres. med. G.________ und H.________ vom 20. Februar 2018 (act. 
IIA 91.1) gemeint war. Weiter hat die Beschwerdegegnerin das ihres Erach-
tens massgebende Zumutbarkeitsprofil, welches sich auf das nämliche 
Gutachten stützt (S. 36), kurz wiedergegeben und die massgeblichen Be-
rechnungsparameter für die Ermittlung des Invaliditätsgrades dargelegt. 
Sodann hat sie – unter Hinweis auf die zum Bestandteil der Verfügung er-
klärte Stellungnahme der RAD-Ärztin med. pract. D.________ vom 26. 
April 2018 (act. IIA 101) – zusammengefasst festgehalten, dass sich aus 
den gegen den Vorbescheid vom 2. März 2018 (act. IIA 93) vorgebrachten 
Einwänden keine neuen medizinischen Fakten ergäben, welche an der 
Beurteilung (im Rahmen des Vorbescheids) etwas zu ändern vermöchten. 
Damit hat die Beschwerdegegnerin im Sinne der dargelegten Rechtspre-
chung ihre Überlegungen, von denen sie sich hinsichtlich des verneinten 
Rentenanspruchs hat leiten lassen und worauf sie ihre Verfügung stützt, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Nov. 2018, IV/18/431, Seite 7

hinreichend und mit adäquater Begründungsdichte dargelegt, womit sie 
den höchstrichterlichen Anforderungen an die Begründungspflicht nachge-
kommen ist (vgl. E. 2.2 vorne). Der Beschwerdeführerin war es in der Folge 
ohne weiteres möglich, die Verfügung vom 4. Mai 2018 sachgerecht anzu-
fechten. Daran ändert auch nichts, dass sich deren Dispositiv „Das Leis-
tungsbegehren wird abgewiesen“ insofern als widersprüchlich erweist, als 
sich die Abweisung offensichtlich allein auf den Rentenpunkt, nicht jedoch 
auch auf den gutgeheissenen Anspruch auf berufliche Eingliederungs-
massnahmen beziehen kann, ficht die Beschwerdeführerin doch ohnehin 
allein den Rentenpunkt an (vgl. E. 1.2 vorne). 

Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs liegt somit nicht vor und es besteht 
folglich kein Anlass, die angefochtene Verfügung bereits aus formellen 
Gründen aufzuheben.

2.4 Schliesslich besteht – entgegen der von der Beschwerdeführerin in 
der Eingabe vom 19. November 2018 vertretenen Auffassung – kein An-
lass, dem noch vor Anhebung des Beschwerdeverfahrens verfassten Be-
richt des RAD-Arztes Dr. med. J.________ vom 24. Mai 2018 (act. IIA 107) 
die Eigenschaft als Beweismittel abzuerkennen. Insbesondere gehört es 
gerade zu den Aufgaben des RAD, zu Handen der IV-Stelle den 
medizinischen Sachverhalt zusammenzufassen und zu würdigen (vgl. 
Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 3. September 2015, 
9C_858/2014, E. 3.3.3). Nichts anderes erfolgte vorliegend, weshalb der 
Bericht von Dr. med. J.________ vom 24. Mai 2018 nicht aus den Akten zu 
weisen ist. 

3.

3.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Nov. 2018, IV/18/431, Seite 8

Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen 
Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem 
nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 
ATSG). 

3.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben Versicherte Anspruch auf eine 
Rente, wenn sie ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufga-
benbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnah-
men wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während 
eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 
40% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf 
dieses Jahres zu mindestens 40% invalid (vgl. E. 3.1 vorne) sind (lit. c). 
Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, 
wenn die versicherte Person mindestens 70%, derjenige auf eine Dreivier-
telsrente, wenn sie mindestens 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad 
von mindestens 50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem 
Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein solcher auf eine Viertelsrente. 

3.3

3.3.1 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines 
Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf 
Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufge-
hoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Wurde eine Rente wegen eines zu geringen 
Invaliditätsgrades verweigert, so wird eine Neuanmeldung nur geprüft, 
wenn darin glaubhaft gemacht wird, dass sich der Grad der Invalidität in 
einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat (vgl. Art. 87 Abs. 2 
und 3 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung 
[IVV; SR 831.201]).

3.3.2 Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung oder das Revisionsge-
such ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewis-
sern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung 
des Invaliditätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist. Stellt sie fest, dass 
der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine 
Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls 
hat sie zusätzlich noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Nov. 2018, IV/18/431, Seite 9

um nunmehr eine rentenbegründende (bzw. anspruchsrelevant höhere) 
Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall 
obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 
198 E. 3a S. 198; SVR 2008 IV Nr. 35 S. 117 E. 2.1).

3.3.3 Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den 
tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit 
den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist u.a. bei einer 
wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes revidierbar (BGE 
141 V 9 E. 2.3 S. 10, 130 V 343 E. 3.5 S. 349).

Ob eine anspruchsbegründende Änderung in den für den Invaliditätsgrad 
erheblichen Tatsachen eingetreten ist, beurteilt sich im Neuanmeldungsver-
fahren – analog zur Rentenrevision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG – durch Ver-
gleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der letzten materiellen 
Beurteilung und rechtskräftigen Ablehnung bestanden hat, mit demjenigen 
zur Zeit der streitigen neuen Verfügung (BGE 133 V 108 E. 5.3 S. 112; 130 
V 71 E. 3.2.3 S. 77; AHI 1999 S. 84 E. 1b).

3.3.4 Liegt eine erhebliche Änderung des Sachverhalts vor, ist der Ren-
tenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig, d.h. unter 
Berücksichtigung des gesamten für die Leistungsberechtigung ausschlag-
gebenden Tatsachenspektrums neu und ohne Bindung an frühere Invali-
ditätsschätzungen zu prüfen (BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 11, 117 V 198 E. 4b 
S. 200; SVR 2017 IV Nr. 40 S. 122 E. 5.2.2).

3.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und be-
züglich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weite-
ren sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99).

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Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Nov. 2018, IV/18/431, Seite 10

4.

4.1 Die Verwaltung ist auf die Neuanmeldung vom Mai 2017 (act. II 
39) eingetreten, weshalb die Eintretensfrage praxisgemäss nicht zu über-
prüfen ist (BGE 109 V 108 E. 2b S. 114). Massgebende Vergleichszeit-
punkte bilden die Verfügung vom 10. März 2015 (act. II 36) – mit der ein 
Leistungsanspruch mangels Vorliegens einer Invalidität verneint wurde – 
und die nunmehr angefochtene Verfügung vom 4. Mai 2018 (vgl. E. 3.3.3 
vorne). 

4.2 Im Zeitpunkt der Verfügung vom 10. März 2015 (act. II 36) präsen-
tierte sich die medizinische Aktenlage im Wesentlichen wie folgt: 

4.2.1 Am … 2014 unterzog sich die Beschwerdeführerin einem operati-
ven Eingriff an der Halswirbelsäule im Bereich des HWK7 (act. II 14.3 S. 
10). Mit Bericht vom 8. Januar 2015 (act. IIA 66.18 S. 5) hielt Dr. med. 
M.________ in Vertretung des Operateurs, Dr. med. N.________, beides 
Fachärzte für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewe-
gungsapparates, fest, der Verlauf sei regelrecht. Mit der Beschwerdeführe-
rin sei eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit auf 80% ab dem 1. November 
2014 mit dem Ziel der Steigerung im Februar 2015 vereinbart worden. Ein 
bleibender Nachteil sei nicht zu erwarten. 

4.2.2 In der Stellungnahme vom 21. Januar 2015 (act. II 34) hielt die 
RAD-Ärztin med. pract. D.________ fest, nach Status der Revision des 
Processus spinosus HWK7 sowie der Re-Fixation des Ligamentum inter-
spinosum superior vom 19. Februar 2014 habe eine erneute Arbeitsun-
fähigkeit für eine administrative Tätigkeit von maximal drei Monaten 
bestanden. Danach sei die Beschwerdeführerin für die letzte Tätigkeit vor 
dem Unfall (vom 3. August 2013) in der Sachbearbeitung ohne Leistungs-
minderung wieder zu 100% arbeitsfähig gewesen. 

4.3 Bei Erlass der – zeitliche Grenze der gerichtlichen Prüfung 
bildenden – angefochtenen Verfügung vom 4. Mai 2018 (act. IIA 102; BGE 
131 V 242 E. 2.1 S. 243) präsentierte sich die medizinische Aktenlage im 
Wesentlichen wie folgt: 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Nov. 2018, IV/18/431, Seite 11

4.3.1 Am 5. Dezember 2016 erfolgte im Röntgeninstitut L.________ ein 
MRI der LWS (act. II 38.2 S. 18). Es wurde die folgende Beurteilung fest-
gehalten: „Deutliche rechtskonvexe Torsionsskoliose der LWS bei asym-
metrischer Teilsakralisation des 5. Lendenwirbels. Multiple degenerative 
Veränderungen der Bandscheiben und Facettengelenke.“

4.3.2 Im Bericht vom 7. Dezember 2016 (act. II 38.2 S. 17) hielt der be-
handelnde Chiropraktor Dr. O.________ fest, durch den Riss im Anulus 
Fibrosus habe sich eine massive Entzündung auch in den Nachbarseg-
menten aufgebaut. Als Sofortmassnahme habe die Beschwerdeführerin 
einen Termin für eine notfallmässige Infiltration in der Klinik P.________ 
vereinbart. Ein Riss in der Bandscheibe erfordere eine konsequente Aus-
heilungsphase. Die Arbeitsunfähigkeit von 100% müsse bis Ende Januar 
2017 strikte eingehalten werden. 

4.3.3 Dr. med. Q.________, Facharzt für Radiologie, diagnostizierte im 
Bericht vom 9. Dezember 2016 (act. II 38.2 S. 15 f.) akute, statisch-
mechanische, teils blockierende Lumboglutealgien bei rechtskonvexer Sko-
liose mit hypertropher, subluxierender und rechts aktivierter 
Spondylarthrose L3/4 und L4/5 sowie eine flache dorsomediane subliga-
mentäre, kaudal luxierte Diskushernie L4/5 ohne Neurokompression. Zu-
dem führte er eine perkutane, CT-fluoroskopiegesteuerte intraartikuläre 
Facettengelenksinfiltration L3/4 und L4/5 jeweils rechts durch. 

4.3.4 Im Bericht vom 7. Januar 2017 (act. II 38.2 S. 13 f.) hielt Dr. 
O.________ fest, die Beschwerdeführerin habe auf die Infiltration sehr gut 
angesprochen. Grund für die „massiven Schäden in der ganzen Wirbelsäu-
le“ sei eine juvenile Wachstumsskoliose mit einer Hemisakralisation. Gra-
vierend seien auch die multietageren Diskopathien mit Dehydration, sowie 
ein Riss im Anulus Fibrosus (S. 13). Höchste Priorität habe nun ein geziel-
tes, dem MRI-Befund entsprechendes Aufbau- und Stabilisierungspro-
gramm. Bis am 31. Januar 2017 bestehe eine 100%ige und bis zum 28. 
Februar 2017 eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit (S. 14).

Mit weiterem Bericht vom 24. März 2017 (act. II 38.2 S. 7) hielt Dr. 
O.________ fest, der Verlauf entwickle sich mühsam und schleppend, was 
bei Patienten mit analogem Röntgen-MRI-Befund nicht unüblich sei. Das 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Nov. 2018, IV/18/431, Seite 12

sei der Grund für die Anmeldung für eine zweite Infiltration bei Dr. med. 
Q.________. Für den (beruflichen) Wiedereinstieg sei ein Stellenwechsel 
dringend indiziert. Ein Pensum von 60-70% mit abwechslungsreicher Ar-
beit, d.h. stehen, sitzen, gehen, sei anzustreben. 

4.3.5 Am 30. März 2017 führte Dr. med. Q.________ im Bereich L4/5 
eine weitere Infiltration durch (act. II 38.2 S. 2 f.), welche komplikationslos 
verlief.

4.3.6 Dr. med. K.________ hielt im Bericht vom 4. Mai 2017 (act. II 38.2 
S. 1) fest, für eine Cage-Operation sei die Beschwerdeführerin zu jung. 
Wegen der schweren multiplen Veränderungen in der ganzen Wirbelsäule 
könne keine Garantie für Schmerzfreiheit nach einer Diskushernien-
Operation gegeben werden. Andererseits dürfe eine notfallmässige Opera-
tion bei diesen ausgeprägten Schäden nicht ausgeschlossen werden, so 
z.B. bei einer akuten Fussheberparese. Höchste Priorität habe die Prophy-
laxe mit jeglicher Vermeidung einer weiteren Progredienz, d.h. vorerst ein 
konservatives Aufbauprogramm.

4.3.7 Im zu Handen der E.________ AG verfassten „Low Level As-
sessment“ vom 12. Juni 2017 (act. IIA 77 S. 8 - 15) hielt Dr. med. 
F.________ als Diagnose „mit möglicherweise langdauernder Auswirkung 
auf die Arbeitsfähigkeit“ ein Hypermobilitätssyndrom fest (S. 12). Befragt 
nach den Beschwerden, habe die Beschwerdeführerin angegeben, der 
Grund für ihre derzeitige Arbeitsunfähigkeit, die ihr seit dem 2. Dezember 
2016 zumeist in einem Ausmass von 100% bestätigt werde, seien Schmer-
zen betont im unteren Rückenbereich, die in die Rückseite des rechten 
Oberschenkels und in die Leisten beidseits ausstrahlten. Die beiden Infiltra-
tionen hätten diese Schmerzen vorübergehend lindern können. Diese 
Schmerzen seien seit Dezember 2016 permanent, tags- wie nachtsüber. 
Sie versuche, einen Muskelaufbau durchzuführen und werde regelmässig 
von einem Chiropraktor behandelt (S. 9). In der Beurteilung hielt Dr. med. 
F.________ fest, aufgrund der klinischen Befunde und der Angaben der 
Beschwerdeführerin gehe er derzeit von einem Hypermobilitätssyndrom 
aus, bei dem die lumbospondylogene Komponente im Vordergrund stehe. 
Klinisch dürfte eine Instabilität des Beckenringes vorliegen (S. 13). Derzeit 
könne er rein formal für die zuletzt ausgeübte berufliche Tätigkeit im admi-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Nov. 2018, IV/18/431, Seite 13

nistrativen Bereich eine Arbeitsunfähigkeit von 50% begründen (S. 14). Bei 
Umsetzung der von ihm empfohlenen Massnahmen (vgl. S. 14) erwarte er 
eine deutliche Beschwerdenlinderung, so dass die Arbeitsleistung für Büro-
arbeiten rasch bis wahrscheinlich hin zu einem vollen Arbeitspensum stei-
gerbar sein dürfte (S. 15). 

4.3.8 Im Bericht vom 6. Juli 2017 (act. IIA 84.3 S. 3 f.) hielt Dr. med. 
Q.________ fest, eine Arbeitstätigkeit insbesondere mit statisch-
mechanischer Belastung der Wirbelsäule (längeres Sitzen und/oder Ste-
hen) sollte zumindest vor konsequenter Rumpfstabilisationstherapie mit 
gutem Augenmass und vermutlich am besten in einem Teilzeitpensum zu-
gemutet werden (S. 4).

4.3.9 Am 8. Februar 2018 erfolgte im Röntgeninstitut L.________ zu 
Handen des MEDAS-Gutachters Dr. med. G.________ ein weiteres MRI 
der LWS (act. IIA 99 S. 9). Es wurde die folgende Beurteilung festgehalten: 
„Im Vergleich zur Voruntersuchung vom 05.12.2016 im lumbosakralen 
Übergang neu aufgetretene, rechts paramediane nach kaudal herabhän-
gende Diskushernie. Es ist denkbar, dass unter Belastung die rechte S1-
Wurzel irritiert wird. Sonst keine weitere, relevante Befundänderung.“

4.3.10 Im bidisziplinären orthopädisch-psychiatrischen Gutachten der 
MEDAS vom 20. Februar 2018 (act. IIA 91.1) stellten die Dres. med. 
G.________ und H.________ interdisziplinär die folgenden Diagnosen 
(S. 36): 

Mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:

Lumboischialgie rechts bei rechtskonvexer Torsionsskoliose und Hemisacrali-
sation L5 links mit mässiger Spondylarthrose L3 bis L5 und Diskushernie 
L5/S1 mit Tangieren der Nervenwurzel S1 rechts.

Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:

Anpassungsstörungen mit Angst und depressiver Reaktion gemischt, ICD-10 
F43.22

Der begutachtende Orthopäde Dr. med. G.________ hielt fest, die Be-
schwerdeführerin glaube nicht, mehr als ein (seit Juli 2017 bei der 
R.________ AG als ... ausgeübtes [vgl. act. IIA 99 S. 6]) Arbeitspensum 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Nov. 2018, IV/18/431, Seite 14

von 30% arbeiten zu können (act. IIA 91.1 S. 4). In der Beurteilung führte 
Dr. med. G.________ aus, die Schmerzen in der LWS und die abnormen 
Untersuchungsbefunde derselben könnten grösstenteils auf die im MRI 
sichtbaren Spondylarthrosen L3 bis L5 sowie die Diskushernie L5/S1 mit 
Tangieren der Nervenwurzel S1 rechts zurückgeführt werden. Das Aus-
mass der subjektiven Einschränkung der körperlichen Leistungsfähigkeit 
sei durch diesen Befund aber nicht vollständig objektiviert (S. 7).

Im polydisziplinären Konsens hielten die Dres. med. G.________ und 
H.________ fest, die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin als ... in einer 
..., für ihre Bedürfnisse adaptiert, körperlich leicht und in temperierten 
Räumen, abwechselnd sitzend und stehend, aber mit häufig inklinierter 
Körperhaltung, betrage aufgrund der leichten Spondylarthrose L2 bis L5 mit 
Diskushernie L4/5 ohne neurale Kompression sowie rechtskonvexen Skoli-
ose und Hemisacralisation L5 links seit Dezember 2016 gesamthaft bei 
voller Stundenpräsenz 80% (Arbeitsunfähigkeit 20%). Die Arbeitsfähigkeit 
als ... in einer ... betrage aufgrund der Lumboischialgie rechts bei mässiger 
Spondylarthrose L3 bis L5 und Diskushernie L5/S1 mit Tangieren der Ner-
venwurzel S1 rechts seit dem Zeitpunkt der jetzigen Begutachtung gesamt-
haft bei voller Stundenpräsenz 70% (Arbeitsunfähigkeit 30%). 

Körperlich leichte Tätigkeiten in temperierten Räumen, abwechselnd sit-
zend und stehend, ohne häufige inklinierte, reklinierte und rotierte Körper-
haltungen, könnten seit jeher gesamthaft bei voller Stundenpräsenz zu 
100% (Arbeitsunfähigkeit 0%) zugemutet werden (S. 36). 

4.3.11 Dr. O.________ hielt im zu Handen des Rechtsvertreters der Be-
schwerdeführerin verfassten Bericht vom 19. März 2018 (act. IIA 99 S. 4 f.) 
fest, am 12. März 2018 sei eine „Dringende Konsultation mit neurologischer 
Nachuntersuchung“ erfolgt: Im Gangbild habe die Beschwerdeführerin eine 
ausgeprägte antalgisch fixierte Torsion der LWS sowie einen leichten 
Steppergang rechts gezeigt, was für eine wahrscheinliche Fussheber-
schwäche spreche. Auffallend sei, dass beide Nervenwurzeln beteiligt sei-
en (S. 4).

Mit weiterem, zu Handen des Rechtsvertreters der Beschwerdeführerin 
verfassten Bericht vom 21. März 2018 (act. IIA 99 S. 8) hielt Dr. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Nov. 2018, IV/18/431, Seite 15

O.________ fest, mit dem Erhalt des MRI-Befundes (vom 8. Februar 2018) 
habe sich „die Situation völlig verändert. […]. Die Kombination von einer 
Diskusprotrusion L4-5 und einer DH von L5-S1“ erfordere eine fundierte 
Neubeurteilung. Es müsse auf den Bericht von Dr. med. K.________ vom 
4. Mai 2017 (vgl. act. II 38.2 S. 1) hingewiesen werden. 

Mit zu Handen der Beschwerdegegnerin verfasstem Bericht vom 22. Mai 
2018 (act. IIA 103) hielt Dr. O.________ fest, mit Blick auf den MRI-Befund 
„von ...“ sei darauf hinzuweisen, dass zwischen einer Wurzelirritation und 
einem Wurzelkontakt „keine grossen Welten“ lägen. Dies erkläre eindeutig 
das massive Rezidiv nach dem „lobenswerten und gut gemeinten Versuch“ 
der Beschwerdeführerin, das Arbeitspensum (von 30%) auf 70% zu stei-
gern (S. 2).

4.4

4.4.1 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

4.4.2 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Nov. 2018, IV/18/431, Seite 16

4.4.3 Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von externen 
Spezialärzten, welche auf Grund eingehender Beobachtungen und Unter-
suchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der 
Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der 
Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 
E. 3b bb S. 353; SVR 2016 IV Nr. 2 S. 5 E. 4.1). 

4.5 Entgegen dem Eindruck, den die Beschwerdeführerin in der Be-
schwerde vermittelt, stützte sich die Beschwerdegegnerin in der angefoch-
tenen Verfügung vom 4. Mai 2018 (act. IIA 102) für die Beurteilung des 
Rentenanspruchs nicht auf den RAD-Bericht von med. pract. D.________ 
vom 26. April 2018 (act. IIA 101), sondern in erster Linie auf das Gutachten 
der MEDAS vom 20. Februar 2018 (act. IIA 91.1). Dieses erfüllt die Vor-
aussetzungen der Rechtsprechung an Expertisen und erbringt vollen Be-
weis (vgl. E. 4.4.2 f. vorne). Es ist nachvollziehbar und die 
Schlussfolgerungen sind überzeugend begründet. Danach liegt in soma-
tisch-orthopädischer Hinsicht eine Lumboischialgie rechts bei rechtskonve-
xer Torsionsskoliose und Hemisacralisation L5 links mit mässiger 
Spondylarthrose L3 bis L5 und einer Diskushernie L5/S1 mit Tangieren der 
Nervenwurzel S1 rechts vor, wobei hinsichtlich einer körperlich angepass-
ten Tätigkeit keine Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit bestehen. In psy-
chischer Hinsicht liegt keine gesundheitliche Einschränkung mit 
Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit vor (S. 36). 

Was die Beschwerdeführerin dagegen vorbringt, dringt nicht durch: 

4.5.1 Zunächst trifft es zwar zu, dass das MRI der LWS vom 8. Februar 
2018 (act. IIA 99 S. 9) im Vergleich zu jenem vom 5. Dezember 2016 (act. 
II 38.2 S. 18) insoweit einen neuen Befund zu Tage förderte, als – im Ver-
gleich zur Voruntersuchung – im lumbosakralen Übergang neu eine rechts 
paramediane nach kaudal herabhängende Diskushernie festgestellt und 
eine Irritation der rechten S1-Wurzel „unter Belastung“ als „denkbar“ beur-
teilt wurde. Entgegen der offenbaren Auffassung der Beschwerdeführerin 
(vgl. Beschwerde, S. 7 und 17), erlauben jedoch radiologisch sichtbare 
Veränderungen für sich allein keinen direkten Rückschluss auf das Aus-
mass von Schmerzen und daraus resultierende funktionelle Einschränkun-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Nov. 2018, IV/18/431, Seite 17

gen respektive das Vorliegen einer Arbeitsunfähigkeit (vgl. Entscheide des 
BGer vom 26. Januar 2018, 9C_78/2017, E. 5.3 und vom 19. Mai 2016, 
9C_646/2015, E. 4.2). 

Soweit die Beschwerdeführerin sodann vorbringt, die Ergebnisse der neuen 
bildgebenden Untersuchungen seien im MEDAS-Gutachten „de facto über-
haupt nicht gewürdigt“ worden (Beschwerde, S. 16), verkennt sie, dass das 
neue MRI vom 8. Februar 2018 von Dr. med. G.________ und damit offen-
sichtlich zum Zweck der Begutachtung in Auftrag gegeben wurde. Entge-
gen der Darstellung in der Beschwerde flossen die daraus gewonnenen 
Erkenntnisse denn auch in die orthopädische Einschätzung des Experten 
(act. IIA 91.1 S. 8 f.) und in der Folge in den polydisziplinären Konsens ein 
(S. 33). Dabei nahm Dr. med. G.________ ausdrücklich Bezug auf den im 
MRI dargestellten Befund und hielt fest, dass das Ausmass der subjektiven 
Einschränkung der körperlichen Leistungsfähigkeit durch diese Befunde 
nicht vollständig objektiviert sei, anerkannte jedoch sehr wohl, dass das 
funktionelle Leistungsvermögen dadurch qualitativ eingeschränkt werde 
(S. 33). Diese Einschätzung überzeugt, wobei mit Blick auf die Vorbringen 
der Beschwerdeführerin namentlich darauf hinzuweisen ist, dass der 
Lasègue-Test – ein positives Lasègue-Zeichen weist auf eine Entzündung 
im Bereich der Nervenwurzel hin, z.B. im Rahmen eines 
Bandscheibenvorfalls (vgl. flexikon.docchek.com/de) – rechts und links 
unauffällig war (S. 6). Dass – wie der RAD-Arzt Dr. med. J.________ im 
Bericht vom 24. Mai 2018 (act. IIA 107) ausführt und worauf die 
Beschwerdeführerin in ihrer Eingabe vom 19. November 2018 (S. 1) 
verweist – eine Diskushernie je nach Lokalisation für eine bestimmte Reiz- 
oder Ausfallssymptomatik verantwortlich sein kann (act. IIA 107 S. 1), 
begründet keine Zweifel am Beweiswert des MEDAS-Gutachtens. Denn 
massgebend ist der konkrete medizinische Sachverhalt, welcher – wie 
dargelegt und worauf auch Dr. med. J.________ hinweist (vgl. S. 2) – unter 
ausdrücklicher Bezugnahme auf das (vom orthopädischen Gutachter selber 
veranlasste) MRI vom 8. Februar 2018 erhoben wurde, wohingegen die 
abstrakte Möglichkeit einer durch bildgebend dargestellte Befunde 
potentiell in Frage kommenden Beeinträchtigung des funktionellen 
Leistungsvermögens nicht ausschlaggebend ist. 

https://flexikon.doccheck.com/de/Entz%C3%BCndung
https://flexikon.doccheck.com/de/Bandscheibenvorfall

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Nov. 2018, IV/18/431, Seite 18

Schliesslich hat Dr. med. G.________ auch begründet, weshalb er von der 
von Dr. med. F.________ in seinem „Low Level Assessment“ postulierten 
und mit einem Hypermobilitätssyndrom begründeten, bei geeigneten thera-
peutischen Massnahmen jedoch rasch steigerbaren Arbeitsfähigkeit von 
50% abgerückt ist und stattdessen in Bezug auf eine den Leiden angepass-
te Tätigkeit eine „seit jeher“ bestehende volle Arbeitsfähigkeit bescheinigte 
(S. 8). Diese Einschätzung überzeugt auch in zeitlicher Hinsicht, konnte 
sich Dr. med. G.________ doch (auch) auf die Ergebnisse des MRI’s vom 
5. Dezember 2016 (act. II 38.2 S. 18) und damit auf einen – in Bezug auf 
den gesamten, sich vorliegend von der Neuanmeldung im Mai 2017 (act. II 
39) bis zur angefochtenen Verfügung vom 4. Mai 2018 (act. II 102) erstre-
ckenden Beurteilungszeitraum – lückenlos dokumentierten Befund stützen.

4.5.2 Was ferner die Einschätzungen der behandelnden Ärzte anbe-
langt, ist vorauszuschicken, dass keiner ihrer Berichte konkret Bezug auf 
das MEDAS-Gutachten vom 20. Februar 2018 nimmt, geschweige denn – 
in Auseinandersetzung mit demselben – Aspekte benennt, welche im 
Rahmen der Begutachtung allenfalls ausser Acht geblieben wären. Im Ein-
zelnen ergibt sich was folgt: 

Was zunächst die Berichte des Radiologen Dr. med. Q.________ betrifft, 
so ergeben sich hinsichtlich der Einschätzung der medizinischen Situation 
im Vergleich zu jener im orthopädischen Teilgutachten von Dr. med. 
G.________ keine erheblichen Differenzen (vgl. Bericht von Dr. med. 
Q.________ vom 9. Dezember 2016 [act. II 38.2 S. 15]). In Bezug auf die 
Folgeabschätzung bzw. die Arbeitsfähigkeit hielt Dr. med. Q.________ so-
dann fest, dass zumindest vor konsequenter Rumpfstabilisationstherapie 
„mit gutem Augenmass“ und „vermutlich am besten“ ein Teilzeitpensum 
zugemutet werden könne (IIA 84.3 S. 3 S. 4), welche vage Formulierung 
die vom orthopädischen Gutachter vorgenommene und anderslautende 
Einschätzung der Arbeitsfähigkeit nicht in Frage zu stellen vermag. Nichts 
anderes ergibt sich aus dem zu Handen des Rechtsvertreters der Be-
schwerdeführerin verfassten Bericht von Dr. med. Q.________ vom 21. 
Dezember 2017 (act. IIA 106 S. 34 f.), welcher massgeblich als Antwort auf 
die (im krankenversicherungsrechtlichen Verfahren [vgl. KV/200/2018/82] 
abgegebene) Stellungnahme von Dr. med. F.________ vom 11. Oktober 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Nov. 2018, IV/18/431, Seite 19

2017 (act. IIA 84.3 S. 1) zu betrachten ist, wobei auf die zwischen ihm und 
Dr. med. Q.________ geführte Kontroverse, ob und wenn ja inwieweit es 
die Fachrichtung der Radiologie erlaubt, beweiswertige Angaben zum Be-
stand und Ausmass einer gesundheitlichen Beeinträchtigung sowie zum 
funktionellen Leistungsvermögen zu machen, unter den gegebenen Um-
ständen nicht eingegangen zu werden braucht. Denn entscheidend ist, 
dass Dr. med. Q.________ im Bericht vom 21. Dezember 2017 (act. IIA 
106 S. 34 f.) lediglich und in allgemeiner Weise festhielt, eine Arbeitsfähig-
keit nicht grundsätzlich ausgeschlossen zu haben, gleichzeitig aber ein-
räumte, seine Schlussfolgerungen seien nicht einer versicherungs-
medizinischen Beurteilung gleichgekommen (act. IIA 106 S. 35). Damit 
stellen seine Einschätzungen jedenfalls keine konkreten Indizien gegen 
den Beweiswert des MEDAS-Gutachtens dar, nachdem – wie dargelegt – 
in Bezug auf die medizinische Beurteilung keine wesentlichen Diskrepan-
zen bestehen. 

Soweit Dr. O.________ im Bericht vom 19. März 2018 (act. IIA 99 S. 4 f.) in 
Bezug auf das am 12. März 2018 geltend gemachte Schmerzrezidiv so-
dann offenbar von einer neu aufgetretenen Beteiligung der Nervenwurzeln 
hinsichtlich der von der Beschwerdeführerin geklagten Beschwerden aus-
geht, ist Folgendes festzuhalten: Der RAD-Arzt Dr. med. J.________ hat im 
Rahmen seiner Stellungnahme vom 24. Mai 2018 (act. IIA 107) die nämli-
chen Ausführungen aus orthopädischer Sicht als „nicht glaubwürdig“ be-
zeichnet und darauf hingewiesen, dass eine L5-Parese mit einer 
Sensibilitätsstörung im entsprechenden Dermatom vergesellschaftet sein 
müsste (S. 2), was aus dem Bericht von Dr. O.________ nicht hervorgeht. 
In der Folge hat denn auch – soweit aus den Akten ersichtlich – keine wei-
tere (orthopädische oder neurologische) Untersuchung stattgefunden, wel-
che die vom behandelnden Chiropraktor postulierten, im Rahmen des 
geltend gemachten Schmerzrezidivs neu aufgetretenen Einschränkungen 
mit einer mutmasslichen Nervenwurzelirritation bestätigt hätten. Derglei-
chen macht denn auch die Beschwerdeführerin – weder in der Beschwerde 
noch in der Stellungnahme vom 19. November 2018 – geltend. Die Berich-
te von Dr. O.________ vom 19.  und 21. März 2018 sowie wie auch jener 
vom 22. Mai 2018 (act. IIA 103), worin er postuliert, der MRI-Befund „von 
...“ erkläre eindeutig das „massive Rezidiv“ nach dem „lobenswerten und 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Nov. 2018, IV/18/431, Seite 20

gut gemeinten Versuch“ der Beschwerdeführerin, das Arbeitspensum (von 
30%) auf 70% zu steigern (S. 2), vermag demnach – auch aus den bereits 
dargelegten Gründen (vgl. E. 4.5.1 vorne) – den Beweiswert des MEDAS-
Gutachtens nicht zu schmälern. Selbst jedoch, wenn Dr. O.________ fol-
gend mit dem geltend gemachten Schmerzrezidiv eine objektive Änderung 
des Gesundheitszustandes mit einer Verschlechterung der Erwerbsfähig-
keit einherginge, so bliebe sie mit Blick auf den dem vorliegenden Verfah-
ren zugrundeliegenden Beurteilungszeitraum (vgl. E. 4.3 vorne) 
unbeachtlich, hätte eine allfällige Verschlechterung des Gesundheitszu-
standes doch im massgeblichen Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung 
vom 4. Mai 2018 noch nicht drei Monate gedauert (Art. 88a Abs. 2 IVV). Bei 
diesem Ergebnis kann offen bleiben, wie es sich – unter dem Blickwinkel 
des Beweiswertes der Berichte von Dr. O.________ – mit dem Umstand 
verhält, dass er weder im Medizinalberuferegister des Bundesamts für 
Gesundheit (www. medregom.admin.ch) noch bei ChiroSuisse, dem 
Verband der Schweizer Chiropraktorinnen und Chiropraktoren (vgl. www. 
chirosuisse.ch/de), als Chiropraktor registriert ist. 

Sodann lässt sich auch aus dem Bericht von Dr. med. K.________ vom 
4. Mai 2017 (act. II 38.2 S. 1) nichts gegen den Beweiswert des MEDAS-
Gutachtens vom 20. Februar 2018 ins Feld führen: Dieser Bericht listet 
allein die Diagnosen auf und äussert sich zu den Erfolgsaussichten thera-
peutischer Optionen, nicht jedoch zum funktionellen Leistungsvermögen 
bzw. zur Arbeitsfähigkeit, weshalb die Beschwerdeführerin nichts zu ihren 
Gunsten daraus ableiten kann. 

4.5.3 Schliesslich handelt es sich beim auf Beobachtungen und der 
Wiedergabe von Schmerzangaben der Beschwerdeführerin beruhenden 
Bericht der R.________ AG vom 23. März 2018 (act. IIA 99 S. 6 f.) nicht 
um eine ärztliche Einschätzung, sondern um eine solche des Arbeitgebers, 
weshalb daraus keine objektiven Rückschlüsse hinsichtlich der (invaliden-
versicherungsrechtlich allein massgeblichen) zumutbaren Arbeitsfähigkeit 
gezogen werden können.

4.5.4 Demnach ergeben sich aus den Vorbringen der Beschwerdeführe-
rin sowie aus den Berichten der behandelnden Ärzte keine konkreten Indi-
zien, welche gegen die Zuverlässigkeit des MEDAS-Gutachtens vom 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Nov. 2018, IV/18/431, Seite 21

20. Februar 2018 sprechen (vgl. E. 4.4.3 vorne). Der rechtserhebliche 
Sachverhalt erweist sich somit als hinreichend abgeklärt und der eventuali-
ter beantragten Rückweisung zur weiteren Abklärung (Rechtsbegehren, 
Ziffer 1, zweiter Teilsatz) bzw. der in der Eingabe vom 19. November 2018 
(S. 2) beantragten Einholung ergänzender medizinischer Berichte bedarf es 
nicht. Bei diesem Ergebnis kann offen bleiben, wie es sich mit dem von der 
Beschwerdeführerin an die Adresse von med. pract. D.________ geäusser-
ten Vorwurf der Befangenheit (Beschwerde, S. 8) sowie hinsichtlich des 
(von der Beschwerdeführerin abgesprochenen) Beweiswertes ihrer RAD-
ärztlichen Stellungnahme vom 26. April 2018 (act. IIA 101) verhält, kommt 
derselben doch keine Entscheidrelevanz zu. 

4.6 Aus dem Dargelegten ergibt sich somit Folgendes:

4.6.1 Was zunächst den Revisionsgrund anbelangt (vgl. E. 3.3.3 vorne), 
so steht fest, dass der Verfügung vom 10. März 2015 (act. II 36) eine HWS-
Problematik zugrunde lag (vgl. E. 4.2 vorne), wohingegen ab Dezember 
2016 (vgl. act. IIA 77 S. 9) bzw. ab dem Zeitpunkt der Neuanmeldung aus-
schliesslich Beschwerden von Seiten der LWS geltend gemacht werden, 
die auch Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit zeitigen. Demnach liegt – 
was unbestritten ist – ein Revisionsgrund vor mit der Folge, dass der stritti-
ge Rentenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht umfassend zu 
prüfen ist (vgl. E. 3.3.4 vorne). 

4.6.2 In Bezug auf die Arbeitsfähigkeit sind gestützt auf das MEDAS-
Gutachten vom 20. Februar 2018 (act. IIA 91.1) in somatischer Hinsicht die 
bisherige Tätigkeit als ... in einer ... nur noch eingeschränkt (zu 80 bzw. 
70%), körperlich leichte Tätigkeiten in temperierten Räumen, abwechselnd 
sitzend und stehend, ohne häufige inklinierte, reklinierte und rotierte Kör-
perhaltungen, jedoch zu 100% (Arbeitsunfähigkeit 0%) zumutbar. Diese 
Einschätzung gilt für den gesamten Beurteilungszeitraum, nachdem die 
Gutachter dieses Zumutbarkeitsprofil als „seit jeher“ massgeblich erachte-
ten (S. 36). In psychischer Hinsicht besteht medizinisch-theoretisch keine 
Arbeitsunfähigkeit (S. 36), welche Beurteilung auch in rechtlicher Hinsicht 
massgebend ist respektive es unter den gegebenen Umständen keiner 
Indikatorenprüfung (BGE 143 V 418) bedarf (vgl. Entscheid des BGer vom 
5. Juni 2018, 9C_197/2018, E. 7).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Nov. 2018, IV/18/431, Seite 22

Auf dieser Grundlage ist nachfolgend der Invaliditätsgrad zu ermitteln. 

5.

5.1 Für die Bestimmung des lnvaliditätsgrades nach Massgabe der 
Einkommensvergleichsmethode (Art. 16 ATSG) wird bei einer erwerbstäti-
gen versicherten Person das Erwerbseinkommen, das sie nach Eintritt der 
Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und all-
fälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei 
ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt 
zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid 
geworden wäre.

5.1.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30, 134 V 322 E. 
4.1 S. 325). Lässt sich aufgrund der tatsächlichen Verhältnisse das ohne 
gesundheitliche Beeinträchtigung realisierbare Einkommen nicht hinrei-
chend genau beziffern, ist auf Erfahrungs- und Durchschnittswerte gemäss 
den vom Bundesamt für Statistik (BFS) herausgegebenen Tabellenlöhnen 
der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) abzustellen (BGE 139 V 
28 E. 3.3.2 S. 30; Entscheid des Eidgenössischen Versicherungsgerichts 
[EVG, heute BGer] vom 30. Oktober 2002, I 517/02, E. 1.2).

5.1.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 139 V 592 E. 2.3 S. 593; SVR 2016 UV Nr. 13 
S. 40 E. 2.2). Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheits-
schadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbs-
tätigkeit aufgenommen, so können nach der Rechtsprechung 
Tabellenlöhne gemäss der vom BFS herausgegebenen LSE herangezogen 
werden (BGE 139 V 592 E. 2.3 S. 593; SVR 2014 IV Nr. 37 S. 133 E. 7.1). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Nov. 2018, IV/18/431, Seite 23

5.2

5.2.1 Hinsichtlich des Valideneinkommens hat die Beschwerdegegnerin 
in der angefochtenen Verfügung vom 4. Mai 2018 (act. IIA 102) auf Tabel-
lenlöhne gemäss LSE abgestellt (vgl. E. 5.1.1 vorne). Dies ist nicht zu be-
anstanden: Die Beschwerdeführerin verrichtete in der Vergangenheit 
jeweils bei verschiedenen und häufig wechselnden Arbeitgebern gleichzei-
tig Teilzeitpensen und bezog auch wiederholt Arbeitslosenentschädigung 
(vgl. act. IIA 68 S. 2). Ferner hat die Beschwerdegegnerin Tabelle T17 
berücksichtigt und dabei innerhalb der als massgeblich erachteten Position 
44 (Sonstige Bürokräfte und verwandte Berufe) auf den Totalwert von 
Fr. 5‘482.-- abgestellt. Auch wenn die Beschwerdeführerin – wie aktuell 
(vgl. act. IIA 99 S. 6 f.; 91.1. S. 18) – bisweilen auch als ... erwerbstätig 
war, so verrichtete sie in der Vergangenheit doch überwiegend kaufmän-
nisch-administrative Tätigkeiten (vgl. act. IIA 84.4 S. 2 f.), weshalb kein 
Anlass für eine andere Beurteilung besteht. Im Übrigen wirkt sich die dem 
Valideneinkommen zugrunde gelegte Tabellenposition 44 in Anbetracht der 
bisher erzielten jährlichen Einkommen, welche den Betrag von Fr. 60‘000.-- 
einzig im Jahr 2012 überstiegen, im Übrigen aber (teils deutlich) darunter 
lagen (vgl. act. IIA 68 S. 1), durchaus zu Gunsten der Beschwerdeführerin 
aus, wie sogleich zu zeigen ist. 

Weiter hat die Beschwerdegegnerin zu Recht berücksichtigt, dass das Va-
lideneinkommen der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung 
anzupassen ist, wobei auf den Nominallohnindex gemäss der entspre-
chenden Erhebung des BFS abzustellen ist (vgl. Entscheid des BGer vom 
10. Mai 2013, 8C_67/2013, E. 3.3.5). Ferner trug sie der Rechtsprechung 
auch dahingehend Rechnung, als das auf Tabellenlöhnen beruhende Ein-
kommen rechtsprechungsgemäss nach Massgabe der betriebsüblichen 
durchschnittlichen Arbeitszeit anzupassen ist (vgl. BGE 126 V 75 E. 3b bb 
S. 77; BFS, Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen). Das 
dergestalt ermittelte Valideneinkommen von Fr. 69‘609.-- (act. IIA 102 S. 1) 
ist unbestritten und es besteht kein Anlass für Weiterungen (BGE 119 V 
347 E. 1a S. 349). 

5.2.2 Indem die Beschwerdeführerin beim aktuellen Arbeitgeber allein 
ein Pensum von 30-60% versieht (vgl. act. IIA 99 S. 6 f.), schöpft sie die ihr 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Nov. 2018, IV/18/431, Seite 24

zumutbare Arbeits- bzw. Erwerbsfähigkeit, welche in einer den Leiden an-
gepassten Tätigkeit 100% beträgt (vgl. E. 4.6.2 vorne), nicht aus, weshalb 
die Beschwerdegegnerin auch in Bezug auf das Invalideneinkommen zu 
Recht auf Tabellenlöhne gemäss LSE abgestellt hat (vgl. E. 5.1.2 vorne). 
Dabei hat sie denselben Tabellenwert (Tabelle T17, Position 44, Frauen, 
Total) berücksichtigt wie beim Valideneinkommen. 

Praxisgemäss ist beim anhand der LSE vorgenommenen 
Einkommensvergleich von der Tabellengruppe A (standardisierte 
Bruttolöhne) auszugehen. Üblich ist die Tabelle TA1. Dieser Grundsatz gilt 
jedoch nicht absolut, sondern kennt Ausnahmen und es kann sich 
durchaus rechtfertigen, auf die Tabelle TA7 respektive T17 (ab 2012) 
abzustellen, wenn dies eine genauere Festsetzung des 
Invalideneinkommens erlaubt und wenn der versicherten Person der 
öffentliche Sektor auch offensteht (Entscheid des BGer vom 13. Juni 2018, 
8C_212/2018, E. 4.4.1). 

Der Beschwerdeführerin waren und sind körperlich leichte Tätigkeiten in 
temperierten Räumen, abwechselnd sitzend und stehend, ohne häufige 
inklinierte, reklinierte und rotierte Körperhaltungen zumutbar (vgl. E. 4.6.2 
vorne), welches Zumutbarkeitsprofil insbesondere auch auf Büroarbeiten 
zutrifft. Zudem war die Beschwerdeführerin – wie in E. 5.2.1 hiervor darge-
legt – in der Vergangenheit überwiegend im kaufmännisch-administrativen 
Bereich tätig und es sind keine Gründe ersichtlich, weshalb ihr nicht auch 
der öffentliche Sektor offen stehen sollte. Das von der Beschwerdegegnerin 
dergestalt sowie unter Berücksichtigung eines nicht zu beanstandenden 
leidensbedingten Abzugs (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 
S. 327) von 10% ermittelte Invalideneinkommen von Fr. 62‘648.-- 
(Fr. 69‘609.-- x 0.9) lässt sich folglich nicht beanstanden und wird auch von 
der Beschwerdeführerin nicht in Frage gestellt. 

5.2.3 Sind Validen- und Invalideneinkommen ausgehend vom gleichen 
Tabellenlohn zu berechnen, entspricht der Invaliditätsgrad dem Grad der 
Arbeitsunfähigkeit (von hier 0%) unter Berücksichtigung des Abzugs vom 
Tabellenlohn von 10% (act. IIA 102 S. 1), womit die Beschwerdeführerin 
(bei einem Invaliditätsgrad von 10%) keinen Anspruch auf eine Invaliden-
rente hat (vgl. E. 3.2 vorne). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Nov. 2018, IV/18/431, Seite 25

5.3 Doch selbst wenn in Bezug auf das Invalideneinkommen auf die 
Tabelle TA1 abgestellt würde, könnte die Beschwerdeführerin daraus 
nichts zu ihren Gunsten ableiten. Denn mit Blick auf die während vieler 
Jahre erworbenen beruflichen Kenntnisse, auf welche die 
Beschwerdeführerin weiterhin zurückgreifen kann, wäre jedenfalls nicht 
vom tiefsten Kompetenzniveau 1 (einfache Tätigkeiten körperlicher oder 
handwerklicher Art), sondern vom Kompetenzniveau 2 (u.a. praktische 
Tätigkeiten wie Verkauf, Pflege, Datenverarbeitung oder Administration) 
auszugehen. Diesfalls betrüge das Invalideneinkommen Fr. 55‘073.80 
(Fr. 4‘808.-- x 12 / 40 x 41.7 / 103.6 x 105.4 [BFS, T1.2.10 Nominallohnin-
dex, Frauen 2011 - 2017, Abschnitt B-S] x 0.9), was – bei einer 
Einkommensdifferenz von Fr. 14‘535.20 (Fr. 69‘609.-- - Fr. 55‘073.80) – 
auch bei den für die Beschwerdeführerin günstigsten Annahmen einen 
ebenso rentenausschliessenden Invaliditätsgrad von gerundet (zur Run-
dung: vgl. BGE 130 V 121 E. 3.2 S. 123) 20% ergäbe (Fr. 14‘535.20 / 
Fr. 69‘609.-- x 100). 

5.4 Zusammenfassend ist die angefochtene Verfügung nicht zu bean-
standen und die Beschwerde abzuweisen. 

6.

6.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor 
dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung 
oder Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach 
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. 

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die unterliegende Beschwerdefüh-
rerin die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, zu tragen. 
Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss gleicher Höhe entnom-
men. 

6.2 Gemäss Art. 1 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 61 lit. g ATSG 
(Umkehrschluss) besteht kein Anspruch auf eine Parteientschädigung. Die 
obsiegende Beschwerdegegnerin hat als Sozialversicherungsträgerin nach 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Nov. 2018, IV/18/431, Seite 26

allgemeinem sozialversicherungsrechtlichem Prozessgrundsatz keinen 
Anspruch auf eine Parteientschädigung (vgl. BGE 128 V 124 E. 5b S. 133).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin 
auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe ent-
nommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern (samt Eingabe der Beschwerdeführerin vom 19. No-

vember 2018)
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des 
Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) 
geführt werden.