# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a6e50b60-98e9-50ec-b38d-4a9d4b43b4bd
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-12-04
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 04.12.2008 D-8165/2007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-8165-2007_2008-12-04.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-8165/2007
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  4 .  D e z e m b e r  2 0 0 8

Richter Hans Schürch (Vorsitz), Richter Robert Galliker, 
Richter Gérard Scherrer, 
Gerichtsschreiberin Anna Dürmüller.

A._______, geboren _______,
Kongo (Kinshasa),
vertreten durch Theodor Mion, Advokat, _______,
Beschwerdeführerin,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 
31. Oktober 2007 / N _______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-8165/2007

Sachverhalt:

A.
A.a Die Beschwerdeführerin, eine Staatsangehörige von Kongo (Kin-
shasa) mit letztem Wohnsitz in (...), verliess ihren Heimatstaat eigenen 
Angaben  zufolge  am  5.  Oktober  2005  und  gelangte  zunächst  nach 
Brazzaville, wo sie ein Flugzeug nach Frankreich bestieg. Am 17. Ok-
tober 2005 sei sie von Frankreich herkommend in einem Auto in die 
Schweiz  eingereist.  Die  Beschwerdeführerin  stellte  gleichentags  im 
Empfangszentrum (...) ein Asylgesuch. Nach der Überführung ins Tran-
sitzentrum (...) wurde sie dort  am 27. Oktober 2005 summarisch be-
fragt und in der Folge für die Dauer des Verfahrens dem Kanton (...) 
zugewiesen. Die zuständige kantonale Behörde hörte die Beschwerde-
führerin am 8. Juni 2006 ausführlich zu ihren Asylgründen an. 

A.b Anlässlich der Befragungen führte die Beschwerdeführerin im We-
sentlichen aus, ihr Heimatland sei zur Zeit ihrer Ausreise von Joseph 
Kabila (Präsident) sowie vier ehemaligen Rebellenführern (Vizepräsi-
denten) geführt  worden (sogenannte Formel "1 plus 4"). Für den 30. 
Juni  2005 seien jedoch Neuwahlen vorgesehen gewesen. Die  Wahl-
kommission unter der Führung von Abbé Malu-Malu habe die Wahlen 
dann  aber  auf  das  nächste  Jahr  verschoben.  Aus  Unzufriedenheit 
darüber sowie über die Machthaber sei am 30. Juni 2005 ein Protest-
marsch durchgeführt worden.  Sie habe daran teilgenommen und sei 
zusammen  mit  anderen  Kundgebungsteilnehmern  verhaftet  und  ins 
Gefängnis Kin-Mazière gebracht worden, wo man sie verhört und ge-
schlagen habe. Man habe sie beschuldigt, die Sicherheit des Staates 
angegriffen  und  die  Bevölkerung  aufgewiegelt  zu  haben.  Nachdem 
sich die Menschenrechtsorganisation Voix sans Voix (VSV) für sie ein-
gesetzt habe, sei sie am 10. Juli 2005 freigelassen worden, jedoch mit 
der Auflage, sich alle fünfzehn Tage bei der Polizeistation (...) zu mel-
den. Aus Angst vor einer erneuten Festnahme habe sie diese Auflage 
nicht befolgt. Daraufhin habe sie nacheinander zwei Vorladungen er-
halten,  denen  sie  jedoch  keine  Folge  geleistet  habe.  Ende  August 
2005 habe sie nach längerer Krankheit  ihre Arbeit  als Beamtin beim 
(...)  wieder aufgenommen. Am 1. September 2005 habe sie mit  zwei 
Kollegen eine Warenkontrolle durchführen müssen. Dabei hätten sie in 
einem Container Waffen entdeckt. Die Händler hätten erklärt, die Waf-
fen seien dazu bestimmt, den Präsidenten und seine Gefolgsleute zu 
beseitigen, und hätten ihnen für ihr Stillschweigen Geld angeboten. Da 
sie schlecht verdient hätten und ebenfalls gegen die Regierung gewe-

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sen seien, hätten sie das Geld angenommen und ihrem Chef nichts 
gesagt. Am 15. September 2005 seien Soldaten ins (...)-Büro gekom-
men  und  hätten  sie  sowie  weitere  Mitarbeiter  festgenommen.  Man 
habe sie ins Gebäude der Groupe Litho Moboti (GLM) gebracht. Dort 
sei es zu einer Gegenüberstellung mit den Händlern gekommen. Diese 
hätten sie sowie ihre beiden Kollegen als diejenigen Beamten identifi-
ziert, welche am 1. September 2005 die Warenkontrolle durchgeführt 
hätten. Daraufhin habe man sie in eine Zelle gesperrt. Am 30. Septem-
ber 2005, als sie alleine in der Zelle gewesen sei, habe ein Wächter ihr 
mitgeteilt,  ihre  Kollegen  seien  umgebracht  worden. Der  Wächter  sei 
wie sie ein ethnischer Ngbaka gewesen und habe in der Folge auf ihre 
Bitte hin mit ihrem Bruder Kontakt aufgenommen. Nachdem ihr Bruder 
dem Wächter einen Geldbetrag ausgehändigt habe, hätten die Wäch-
ter sie in der Nacht vom 5. auf den 6. Oktober 2006 heimlich aus dem 
Gefängnis und in  einem Jeep nach Kingabwa gebracht. Dort  sei  sie 
von ihrem Bruder erwartet worden. Zusammen seien sie auf einer Pi-
roge nach Brazzaville hinübergefahren. Ein Freund ihres Bruders habe 
ihnen eine auf sie lautende Vorladung respektive einen Suchbefehl zu-
kommen  lassen.  Daher  habe  ihr  Bruder  für  sie  die  Flucht  in  die 
Schweiz organisiert. Sie sei in der Folge mit einem Begleiter nach Pa-
ris gefolgen. Von dort aus hätten zwei Männer sie in einem Auto in die 
Schweiz gefahren. Nach ihrer Ankunft in der Schweiz habe sie erfah-
ren, dass die Behörden im Kongo nach ihr suchten und dabei ihren Va-
ter  bedroht  hätten. Dieser sei  nun in die Provinz Equateur gezogen. 
Sie habe dies von ihrer in der Schweiz wohnhaften Schwester erfah-
ren, welche einmal mit der Familie im Kongo telefoniert habe. Sie be-
fürchte, bei einer Rückkehr ins Heimatland umgebracht zu werden. Die 
Beschwerdeführerin  machte  ausserdem geltend,  sie  sei  Mitglied  der 
Union pour la Démocratie et le Progrès Social (UDPS) gewesen. Sie 
habe sich aber abgesehen vom Erwähnten nicht politisch betätigt und 
wegen ihrer Parteimitgliedschaft auch keine Probleme gehabt. 

A.c In den Akten befinden sich folgende, im Verlauf des vorinstanzli-
chen Verfahrens abgegebene Beweismittel respektive Identitätspapie-
re: Bestätigung über Verlust der Identitätspapiere, Geburtsschein, zwei 
undatierte Vorladungen der Provinzinspektion der Stadt (...) sowie ein 
Suchbefehl  der  Nationalpolizei  vom 7. Oktober  2005 (alles  in  Kopie, 
wobei den Akten zu entnehmen ist, dass diese Dokumente alle im Ori-
ginal eingereicht worden sind).

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B.
Das  BFM  ersuchte  die  Schweizerische  Vertretung  in  Kinshasa  mit 
Schreiben vom 13. Juli 2007 um die Vornahme von Abklärungen. Mit 
Schreiben vom 21. August 2007, welchem der Bericht des Vertrauens-
anwaltes beilag,  beantwortete  die  Schweizerische Vertretung in  Kin-
shasa  diese Anfrage. Mit  Schreiben vom 3. Oktober  2007  gewährte 
das BFM der Beschwerdeführerin das rechtliche Gehör zum Inhalt der 
Botschaftsabklärung. 

C.
Die Beschwerdeführerin reichte am 12. Oktober 2007 eine diesbezügli-
che Stellungnahme ein und beantragte gleichzeitig Akteneinsicht so-
wie  die  Einräumung  einer  Frist  zur  Einreichung  einer  ergänzenden 
Stellungnahme. Mit  Schreiben vom 24. Oktober  2007 entsprach das 
BFM dem Akteneinsichtsgesuch, gewährte jedoch keine Frist zur Ein-
reichung  einer  weiteren  Stellungnahme,  sondern  wies  das  entspre-
chende Gesuch ab und verwies auf Art. 32 Abs. 2  des Bundesgeset-
zes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, 
SR 172.021) .

D.
Mit Verfügung vom 31. Oktober 2007 - eröffnet am 1. November 2007 - 
stellte das BFM fest, die Vorbringen der Beschwerdeführerin seien un-
glaubhaft.  Demzufolge  verneinte  es  ihre  Flüchtlingseigenschaft  und 
lehnte  das  Asylgesuch  ab. Gleichzeitig  verfügte  es  die  Wegweisung 
aus der Schweiz und ordnete den Vollzug an. 

E.
Mit Beschwerde vom 30. November 2007 (Poststempel) an das Bun-
desverwaltungsgericht  liess  die  Beschwerdeführerin  beantragen,  es 
sei ihr Asyl zu gewähren, eventuell sei sie infolge Unzulässigkeit und 
Unzumutbarkeit  des Wegweisungsvollzugs vorläufig aufzunehmen. In 
einer separaten Eingabe desselben Datums wurde ausserdem um Ge-
währung der vollumfänglichen unentgeltlichen Rechtspflege ersucht.

Den  beiden  Eingaben  lagen  folgende  Beweismittel  bei:  Unterstüt-
zungsbestätigung der  Heilsarmee Flüchtlingshilfe  vom 22. November 
2007,  vier  Zeichnungen  der  Beschwerdeführerin,  eine  Realkriterien-
analyse  von  SWISS-EXILE  vom 19.  November  2007,  Operationsbe-
richt vom 5. August 2007, provisorischer Austrittsbericht der Frauenkli-
nik des Spitalzentrums (...) vom 6. September 2007, Internetausdruck 

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eines Artikels von congointer.com vom 15. November 2007, drei Fotos 
des Cousins der Beschwerdeführerin.

F.
Der  Instruktionsrichter  verzichtete  mit  Verfügung  vom  5.  Dezember 
2007  auf  die  Erhebung  eines  Kostenvorschusses,  wies  das  Gesuch 
um amtliche Verbeiständung (Art. 65 Abs. 2 VwVG) ab und teilte der 
Beschwerdeführerin gleichzeitig mit, über das Gesuch um Gewährung 
der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1  VwVG 
werde  im  Endentscheid  befunden.  Das  Akteneinsichtsgesuch  wurde 
gutgeheissen, und der Beschwerdeführerin wurde eine Frist zur Einrei-
chung einer allfälligen Stellungnahme gesetzt. Ausserdem wurde sie 
aufgefordert, innert Frist den in der Beschwerde in Aussicht gestellten 
Arztbericht einzureichen. 

G.
Mit Eingabe vom 21. Dezember 2007 liess die Beschwerdeführerin im 
Zusammenhang mit der gewährten Akteneinsicht eine Stellungnahme 
einreichen. Darin wurden die in der Beschwerde gestellten Rechtsbe-
gehren bestätigt. Subeventualiter  wurde beantragt,  die  angefochtene 
Verfügung sei  aufzuheben,  und die  Sache sei  zur  Vervollständigung 
der Abklärungen an die Vorinstanz zurückzuweisen. Der Eingabe lagen 
weitere Beweismittel bei: Arztzeugnis sowie Ergänzung von Dr. med. A. 
G. vom 20. Dezember 2007, Bestätigung von Dr. med. J. J. M., Spital-
zentrum  (...),  vom  21. Dezember  2007,  Bericht  von  Amnesty 
International (AI) vom Oktober 2007.

H.
Mit Verfügung vom 8. Januar 2008 forderte der Instruktionsrichter die 
Beschwerdeführerin auf, innert Frist den in Aussicht gestellten Spital-
Austrittsbericht einzureichen.

I.
Die Beschwerdeführerin liess mit Eingabe vom 24. Januar 2008 eine 
ärztliche Stellungnahme von Dr. med. J. J. M. vom Spitalzentrum (...) 
zu den Akten reichen.

J.
Das BFM hielt in seiner Vernehmlassung vom 28. Februar 2008 voll-
umfänglich an seiner Verfügung fest.

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K.
In seiner Replik vom 20. März 2008 hielt der Rechtsvertreter der Be-
schwerdeführerin sinngemäss an seinen Anträgen fest und beantragte 
die Gutheissung der Beschwerde.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
1.1 Gemäss  Art. 31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 
2005  (VGG,  SR 173.32)  beurteilt  das  Bundesverwaltungsgericht  Be-
schwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM, welche in An-
wendung des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) er-
gangen sind; das Bundesverwaltungsgericht entscheidet in diesem Be-
reich  endgültig  (Art.  105 AsylG;  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesge-
richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).

1.2 Die  Beschwerde  ist  form-  und  fristgerecht  eingereicht.  Die  Be-
schwerdeführerin  ist durch  die  angefochtene  Verfügung  berührt  und 
hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungswei-
se Änderung. Sie ist daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert 
(Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 50 und 52 VwVG). Auf die 
Beschwerde ist einzutreten.

2.
Mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht können die Verlet-
zung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung 
des rechtserheblichen Sachverhalts sowie die Unangemessenheit ge-
rügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).

3.
3.1 Gemäss  Art.  2  Abs.  1  AsylG  gewährt  die  Schweiz  Flüchtlingen 
grundsätzlich Asyl. Als Flüchtling wird eine ausländische Person aner-
kannt, wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zuletzt 
wohnte, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu ei-
ner bestimmten sozialen Gruppe oder ihrer politischen Anschauungen 
wegen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt ist  oder begründete Furcht 
hat, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. Als ernsthafte Nachtei-
le gelten namentlich die Gefährdung von Leib, Leben oder Freiheit so-
wie Massnahmen, die einen unerträglichen psychischen Druck bewir-

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ken;  den  frauenspezifischen  Fluchtgründen  ist  Rechnung  zu  tragen 
(Art. 3 AsylG).

3.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachwei-
sen oder zumindest  glaubhaft  machen. Diese ist  glaubhaft  gemacht, 
wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrschein-
lichkeit  für  gegeben hält. Unglaubhaft  sind insbesondere Vorbringen, 
die in  wesentlichen Punkten zu wenig begründet  oder in sich wider-
sprüchlich  sind,  den  Tatsachen  nicht  entsprechen  oder  massgeblich 
auf gefälschte oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 
AsylG).

4.
4.1 Die  Vorinstanz  führte  zur  Begründung  ihres  ablehnenden  Ent-
scheids im Wesentlichen aus, die Vorbringen der Beschwerdeführerin 
seien nicht glaubhaft. Die Abklärungen durch die Schweizerische Ver-
tretung in Kinshasa hätten ergeben, dass lediglich die Familienange-
hörigen der Beschwerdeführerin, nicht jedoch die Nachbarn und weite-
re Anwohner  die angebliche Festnahme vom 30. Juni  2005 bestätigt 
hätten.  Der  Einwand  der  Beschwerdeführerin,  die  Nachbarn  seien 
darüber nicht informiert gewesen, überzeuge nicht, da sich namentlich 
im  Kulturkreis  der  Beschwerdeführerin  derartige  Nachrichten  rasch 
verbreiteten. Die Menschenrechtsorganisation VSV habe auf Nachfra-
ge  hin  ebenfalls  erklärt,  ihr  sei  die  Person  der  Beschwerdeführerin 
nicht bekannt, und sie habe bei deren Freilassung aus dem Gefängnis 
Kin-Mazière keine Hilfestellung geboten. Die von der Beschwerdefüh-
rerin geltend gemachte Festnahme am Arbeitsplatz am 15. September 
2005, von der auch noch weitere Mitarbeiter betroffen gewesen seien, 
sei durch den kontaktierten Beamten des (...) ebenfalls nicht bestätigt 
worden.  Ausserdem  enthielten  die  konsultierten  Gefangenenregister 
des Gefängnisses Kin-Mazière und des GLM-Gebäudes keinerlei  In-
formationen über die Beschwerdeführerin. Weder beim Unterkommis-
sariat von (...) noch beim Kommissariat von (...) sei ein Dossier über 
die  Beschwerdeführerin  eröffnet  worden.  Die  Beschwerdeführerin 
habe in ihrer Stellungnahme ausgeführt,  die fehlende Dokumentation 
sei  dadurch zu  erklären,  dass  ihr  Heimatstaat  kein  Rechtsstaat  und 
Korruption  dort  an  der  Tagesordnung sei.  Angesichts  der  gegen  die 
Beschwerdeführerin angeblich erhobenen, schweren Anschuldigungen 
wären die gegen sie eingeleiteten Massnahmen jedoch mit Sicherheit 
aktenkundig gemacht worden. Es wäre im Übrigen auch nicht logisch, 
wenn die Beschwerdeführerin zwar mittels offizieller  Dokumente vor-

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geladen respektive gesucht, aber gleichzeitig nicht registriert  worden 
wäre. Die beiden Vorladungen sowie der eingereichte Suchbefehl sei-
en daher als Gefälligkeitsschreiben zu erachten. Die Beschwerdefüh-
rerin habe vorgebracht, ihre in der Schweiz wohnhafte Schwester habe 
telefonisch erfahren, dass die Beschwerdeführerin zuhause behördlich 
gesucht werde und dass ihr Vater bedroht worden sei. Die Beschwer-
deführerin habe jedoch nicht angeben können, von wem diese Infor-
mationen stammten. Im Weiteren habe sie offensichtlich nie versucht, 
ihren Bruder zu kontaktieren, welcher ihr bei der Flucht geholfen habe. 
Insgesamt  seinen  die  Vorbringen  der  Beschwerdeführerin  als  tatsa-
chenwidrig, realitätsfremd und vage zu qualifizieren, weshalb die gel-
tend gemachte Verfolgungssituation nicht glaubhaft sei. 

4.2 In der Beschwerdeeingabe wird zunächst gerügt, das BFM habe in 
der Sachverhaltsdarstellung nicht erwähnt, dass die Beschwerdeführe-
rin eine ethnische Ngbaka sei. Dieses Sachverhaltselement sei jedoch 
von zentraler Bedeutung. Unter Bezugnahme auf die Botschaftsabklä-
rung wird anschliessend festgestellt, dass die Angaben der Beschwer-
deführerin  zu  ihrer  beruflichen  Tätigkeit,  ihrer  Identität  und Herkunft 
sowie ihres Wohnortes durch die Abklärungen bestätigt worden seien. 
Es sei nachvollziehbar, dass die Nachbarn nichts von der Festnahme 
der  Beschwerdeführerin  gewusst  hätten;  denn  im  Wohnquartier  der 
Beschwerdeführerin seien die Parzellen der Häuser mit Mauern oder 
Zäunen voneinander abgetrennt. Die Beschwerdeführerin habe höch-
stens flüchtige Kontakte zu den Nachbarn gehabt. Ausserdem handle 
es sich bei der Verhaftung eines Familienmitglieds um eine Informati-
on, welche die Familie der Beschwerdeführerin wohl für sich habe be-
halten wollen. Im Übrigen sei  nicht ersichtlich,  welche Nachbarn be-
fragt worden seien. Das Vorgehen der Botschaft sei somit nicht nach-
prüfbar. Mit der Aussage der Menschenrechtsorganisation VSV sei die 
Beschwerdeführerin  vorgängig  nicht  konfrontiert  worden.  Das  BFM 
habe dadurch das rechtliche Gehör verletzt. Da nicht bekannt sei, wer 
von der VSV durch die Botschaft kontaktiert  worden sei, könne auch 
keine Richtigstellung durch die VSV beschafft werden. Es sei durchaus 
möglich, dass sich die VSV pauschal für alle Kundgebungsteilnehmer 
eingesetzt habe und dadurch die Freilassung (auch) der Beschwerde-
führerin  bewirkt  habe. Es  sei  nicht  bekannt,  ob  auch dies  abgeklärt 
und von der VSV verneint worden sei. Der Beschwerdeführerin sei zur 
Aussage der VSV Akteneinsicht und das Recht zur Einreichung einer 
ergänzenden  Stellungnahme  zu  gewähren.  Ebenfalls  ungewiss  sei, 
wen die Botschaft  bei  ihren Abklärungen beim (...)  kontaktiert  habe. 

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Zweifellos seien der Chef d'equipe sowie der Chef du bureau über die 
Festnahme der  Beschwerdeführerin  im  Bild. Mit  Letzterem habe die 
Beschwerdeführerin  nach  der  Ankunft  in  die  Schweiz  nämlich 
telefonisch Kontakt gehabt. Möglicherweise habe das (...)  den Vorfall 
aber vertuschen wollen. Bei den beiden Haftanstalten Kin-Mazière und 
GLM-Gebäude handle es sich um illegale Gefängnisse. Ausserdem sei 
die  Beschwerdeführerin  unter  irregulären  Umständen  freigekommen. 
Dies erkläre, weshalb die Gefängnisse nicht bestätigt hätten, dass die 
Beschwerdeführerin  dort  inhaftiert  gewesen  sei.  Es  sei  im  Weiteren 
unwahrscheinlich, dass die Polizei Dossiers über die Festnahme von 
politisch  andersgesinnten  Personen  anlege.  Derartige  Festnahmen 
würden  vertuscht,  und  der  Staat  werde  kaum  Schweizer 
Botschaftsangestellten  respektive  deren  Beauftragten  Auskunft 
darüber  geben. Dasselbe  gelte  auch für  das  Unterkommissariat  (...) 
und das Kommissariat (...). Diese Behörden seien jedoch zweifellos in 
die illegalen Machenschaften des Staates verwickelt. Immerhin handle 
es  sich  bei  den  eingereichten  Dokumenten  (Suchbefehl  und 
Vorladungen) um Originale, welche korrekt ausgefüllt  und somit echt 
seien. Zum Vorwurf, die Beschwerdeführerin habe nicht gewusst, von 
wem die Informationen stammten, welche ihre Schwester per Telefon 
erhielt,  wird  ausgeführt,  die  Beschwerdeführerin  habe  nicht  daran 
gedacht,  ihre  Schwester  zu  fragen,  vom wem sie  die  Informationen 
habe. Ihren Bruder habe sie nicht kontaktieren können, weil sie nicht 
gewusst  habe,  wo  dieser  sei.  In  der  Beschwerde  wird  schliesslich 
gerügt,  das  BFM  habe  sich  bei  seinem  Entscheid  lediglich  auf  die 
Botschaftsauskunft  gestützt  und  die  Kernaussagen  der 
Beschwerdeführerin  gar  nicht  berücksichtigt. Es  sei  jedoch  bekannt, 
dass die Botschaftsauskünfte nicht immer den Tatsachen entsprächen. 
Ausserdem  sei  die  Vorgehensweise  unklar  und  intransparent.  Die 
Abklärungen  würden  bekanntlich  mit  ungeschultem  Personal 
durchgeführt.  Zahlreiche Elemente  sprächen für  die  Glaubwürdigkeit 
der  Beschwerdeführerin.  Sie  habe  verschiedene  Beweismittel 
eingereicht, darunter Zeichnungen von den Haftzellen. Sie habe auch 
versucht,  mit  den  Familien  ihrer  beiden  Kollegen  Kontakt 
aufzunehmen, was ihr aber nicht gelungen sei. Wie erwähnt habe sie 
nach der Ankunft in der Schweiz mit dem Chef du bureau telefoniert. 
Dieser habe ihr jedoch nur gesagt, ihre beiden Kollegen würden auch 
nicht mehr dort arbeiten. Darüber hinaus habe er sich geweigert, ihr zu 
helfen. Die Beschwerdeführerin habe ebenfalls versucht, ihren Vater zu 
kontaktieren.  Bisher  sei  ihr  dies  jedoch  nicht  gelungen.  Nach  ihrer 
ersten  Inhaftierung  sei  die  Beschwerdeführerin  im  Krankenhaus  in 

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Behandlung gewesen. Es sei jedoch zu heikel, dort ein Arztzeugnis zu 
verlangen,  da es  sich  um das Spital  für  (...)-Mitarbeiter  handle. Die 
beiden  Verhaftungen  hätten  bei  der  Beschwerdeführerin  psychische 
und  physische  Spuren  hinterlassen.  Diesbezüglich  werde  ein 
Arztzeugnis nachgereicht. Im Übrigen zeige auch die der Beschwerde 
beigelegte  Realkriterienanalyse  von  SWISS-EXILE,  dass  die 
Vorbringen  der  Beschwerdeführerin  mit  grosser  Wahrscheinlichkeit 
wahr  seien.  Bei  einer  Rückkehr  nach  Kongo  (Kinshasa)  müsse  die 
Beschwerdeführerin  befürchten,  wegen  Hochverrats  verhaftet  oder 
angeklagt  zu  werden.  Sie  habe  bereits  zwei  Inhaftierungen  erlebt, 
aufgrund derer ihre Flüchtlingseigenschaft festgestellt werden müsse. 

In  der  ergänzenden  Stellungnahme  vom  21.  Dezember  2007  wird 
überdies ausgeführt, aus dem Abklärungsbericht der Botschaft ergebe 
sich,  dass  der  Vertrauensanwalt  gar  nicht  nachgeprüft  habe,  ob  am 
30. Juni 2005 überhaupt eine Protestkundgebung stattgefunden habe. 
Ausserdem  seien  offensichtlich  in  Bezug  auf  die  Festnahme  vom 
30. Juni  2005 keine Abklärungen bei  den Behörden getätigt  worden. 
Die Festnahme vom 15. September 2005 scheine vom Vertrauensan-
walt überhaupt nicht thematisiert worden zu sein. Beispielsweise wäre 
es wesentlich zu wissen, ob die Nachbarn vom späteren Verschwinden 
der Beschwerdeführerin gewusst hätten. Da die Abklärungen somit lü-
ckenhaft und unpräzise seien, könne ihnen kein Gewicht beigemessen 
werden. Aus der Antwort der vom Vertrauensanwalt kontaktierten Di-
rektorin  des Personalbüros des  (...)  könne nur  geschlossen werden, 
dass diese offenbar ungenügend informiert gewesen sei. Auffallend sei 
zudem, dass der Vertrauensanwalt die Direktorin nur nach einer, nicht 
nach  zwei  Verhaftungen  gefragt  habe. Der  unmittelbare  Vorgesetzte 
hätte auf jeden Fall  mehr gewusst. Der Vertrauensanwalt habe somit 
klarerweise nicht mit den richtigen Personen gesprochen. Dem Abklä-
rungsbericht zufolge habe das (...) die Festnahme vom 15. September 
2005 nicht bestätigt. Es sei jedoch nicht ersichtlich, wer dazu vom Ver-
trauensanwalt  befragt  worden sei. Vermutlich  habe es sich  nicht  um 
den direkten Vorgesetzten der Beschwerdeführerin gehandelt. Ohnehin 
würde  das  (...)  wohl  kaum Informationen  über  Korruptionsaffären  in 
den eigenen Reihen an Drittpersonen geben. Wie bereits  in der Be-
schwerde erwähnt, sei es unwahrscheinlich, dass Kin-Mazière und das 
GLM-Gebäude die  Beschwerdeführerin  in  einem Gefangenenregister 
verzeichnet hätten. Bei der Aussage, wonach der Suchbefehl und die 
Vorladungen Gefälligkeitsschreiben seien, handle es sich offenbar um 
die Eigeninterpretation des Vertrauensanwalts. Es gebe jedoch in der 

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Regel keine Gefälligkeitsschreiben von Behörden. Falls man dennoch - 
wie  dies  der  Vertrauensanwalt  tue  -  einer  Behörde  unterstelle, 
Gefälligkeitsdokumente  auszustellen,  so  müsse  davon  ausgegangen 
werden,  dass  eine  derartige  Behörde  auch  imstande  wäre,  in  einer 
Angelegenheit  absichtlich  kein  Dossier  zu  eröffnen.  Insgesamt  sei 
festzustellen, dass die Antworten auf die Botschaftsanfrage lückenhaft 
und  unpräzise  und  daher  nicht  geeignet  seien,  die  Vorbringen  der 
Beschwerdeführerin  zu  entkräften.  Es  werde  beantragt,  ergänzende 
Abklärungen zu treffen. Insbesondere sei der direkte Vorgesetzte der 
Beschwerdeführerin  zu  den Vorfällen  zu  befragen. Ausserdem seien 
die  übrigen  Angestellten  der  (...)  zu  befragen,  welche  am  15. 
September 2005 gearbeitet hätten. Die Familien der beiden Kollegen 
der  Beschwerdeführerin  seien  ebenfalls  zu  kontaktieren,  und  es  sei 
eine  schriftliche Stellungnahme der  Polizei  zu  den Vorladungen und 
dem Suchbefehl einzuholen. In Bezug auf die im Begleitschreiben der 
Botschaft  erwähnte  Aussage  von  VSV  sei  festzustellen,  dass  die 
Beschwerdeführerin nie behauptet habe, sie habe direkten Kontakt zu 
dieser  Organisation  gehabt.  Ihr  sei  vom Gefängnispersonal  lediglich 
mitgeteilt worden, sie werde wegen VSV freigelassen. Die Antwort der 
VSV lasse offen, ob die Organisation nicht zumindest die Verhaftungen 
öffentlich  verurteilt  und  generell  zugunsten  aller 
Kundgebungsteilnehmer  Druck auf  die  Behörden ausgeübt  habe. Es 
seien entsprechende, ergänzende Abklärungen bei VSV vorzunehmen. 

4.3 In seiner Vernehmlassung äusserte sich das BFM lediglich in Be-
zug  auf  das  geltend  gemachte  medizinische  Wegweisungshindernis, 
nicht jedoch zum Asylpunkt.

4.4 In der Replik wird in Bezug auf den Asylpunkt gerügt, dem BFM 
fehlten entweder die Argumente oder es habe die Beschwerde nicht 
richtig zur Kenntnis genommen, da durchaus neue Beweismittel - bei-
spielsweise die Realkriterienanalyse - vorgelegt worden seien. Die Be-
schwerde sowie  die  ergänzende Stellungnahme setzten  sich  zudem 
eingehend mit  der Mangelhaftigkeit  der Botschaftsanfrage respektive 
der Antwort des Vertrauensanwaltes auseinander. Es seien auch ver-
schiedene ergänzende Beweiserhebungen beantragt worden. Die Vor-
instanz habe sich dazu jedoch nicht geäussert. 

5.
Seitens der Beschwerdeführerin  wird unter  anderem gerügt,  die Vor-
instanz habe den relevanten Sachverhalt  unvollständig und unrichtig 

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festgestellt, indem im angefochtenen Entscheid nicht erwähnt worden 
sei,  dass  die  Beschwerdeführerin  eine  Angehörige  der  Ethnie  der 
Ngbaka sei. Ausserdem seien die durch die Schweizerische Vertretung 
in  Kinshasa vorgenommenen Abklärungen lückenhaft  und unpräzise, 
weshalb weitere Abklärungen nötig seien. Diesbezüglich ist Folgendes 
festzustellen:

5.1 Entgegen der  in  der  Beschwerde vertretenen Auffassung ist  ge-
stützt auf die Akten nicht davon auszugehen, dass es sich bei der Eth-
nie  der  Beschwerdeführerin  um  ein  zentrales  Sachverhaltselement 
handelt, zumal die Beschwerdeführerin anlässlich der Anhörungen kei-
ne im Zusammenhang mit  ihrer  Ethnie stehenden Benachteiligungen 
geltend gemacht hat. Auch auf Beschwerdeebene wird nicht dargelegt, 
dass die Beschwerdeführerin infolge ihrer Ethnie ernsthafte und kon-
krete Nachteile erlitten hat respektive in Zukunft zu befürchten hätte. 
Der Vorwurf, wonach das BFM den relevanten Sachverhalt unvollstän-
dig  festgestellt  habe,  indem  es  die  Ethnie  der  Beschwerdeführerin 
nicht ausdrücklich erwähnt habe, erscheint daher unbegründet.

5.2 Wie die nachfolgenden Ausführungen zeigen,  erachtet  das  Bun-
desverwaltungsgericht den bestehenden Sachverhalt als liquid. Die be-
stehende Aktenlage erlaubt es ohne weiteres, die Glaubhaftigkeit der 
Asylvorbringen abschliessend zu beurteilen.  Namentlich  die  seitens 
der  Beschwerdeführerin  geäusserten  Zweifel  an  der  Zuverlässigkeit 
und Vollständigkeit  des Abklärungsberichts der Schweizerischen Ver-
tretung in Kinshasa erscheinen im Ergebnis unbegründet. Die Abklä-
rungen  wurden  grösstenteils  durch  einen  lokalen  Vertrauensanwalt 
vorgenommen,  und  nicht,  wie  in  der  Beschwerde  (S.  7)  suggeriert 
wird, von "ungeschultem Personal". Konkrete Hinweise dafür, dass die-
se Abklärungen unseriös durchgeführt  wurden,  bestehen nicht. Zwar 
trifft es zu, dass der Abklärungsbericht nicht besonders detailliert aus-
gefallen ist; mit Blick auf den vorliegenden Fall  kann er dennoch als 
hinreichend substanziiert und zuverlässig erachtet werden. Es spricht 
nichts dagegen, diesen Abklärungsbericht im Rahmen der Prüfung der 
Glaubhaftigkeit  der  Vorbringen  der  Beschwerdeführerin  als  wesentli-
ches Kriterium mit zu berücksichtigen. Entgegen der namentlich in der 
Stellungnahme  vom  21.  Dezember  2007  geäusserten  Auffassung 
drängt es sich daher nicht auf, vor Erlass des Beschwerdeentscheids 
weitere Abklärungen im Heimatland der Beschwerdeführerin zu veran-
lassen oder die Sache zwecks Vornahme weiterer Abklärungen an die 

Seite 12

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Vorinstanz  zurückzuweisen. Die  entsprechenden  Anträge  sind  daher 
abzuweisen.

6.
In Bezug auf die Rüge, wonach das BFM den Grundsatz des rechtli-
chen Gehörs  verletzt  habe,  indem die  Beschwerdeführerin  nicht  mit 
der  Aussage  von  VSV,  die  Beschwerdeführerin  sei  ihnen  nicht  be-
kannt, konfrontiert worden sei, ist Folgendes festzustellen: Es trifft zu, 
dass es das BFM den Akten zufolge unterlassen hat, der Beschwerde-
führerin  im  Rahmen  der  Gewährung  des  rechtlichen  Gehörs  (vgl. 
Schreiben des BFM vom 3. Oktober 2007) auch die fragliche Aussage 
der  Organisation  VSV zur  Stellungnahme zu unterbreiten (vgl. A10). 
Auf entsprechendes Gesuch der Beschwerdeführerin hin wurde ihr je-
doch mit Schreiben vom 24. Oktober 2007 - also noch vor Erlass der 
angefochtenen Verfügung -  Einsicht in die Verfahrensakten, darunter 
auch in die entsprechende Botschafsauskunft, gewährt (vgl. dazu A12 
und A13); dies zwar ohne Einräumung einer Frist zur Stellungnahme, 
aber immerhin unter Hinweis auf Art. 32 Abs. 2 VwVG. Die Beschwer-
deführerin hatte somit Kenntnis von der fraglichen Aussage der VSV 
und hätte theoretisch auch ausserhalb des damals bereits abgeschlos-
senen Schriftenwechsels, spätestens aber im Rahmen der Beschwer-
deerhebung darauf reagieren können. Unter diesen Umständen ist die 
festgestellte Unterlassung des BFM nicht als schwerwiegend zu erach-
ten. Schliesslich ist darauf hinzuweisen, dass der Beschwerdeführerin 
auf  Beschwerdeebene  erneut  Einsicht  in  die  Akten  betreffend  Bot-
schaftsanfrage  und  Botschaftsauskunft  gewährt  sowie  eine  Frist  zur 
Einreichung einer Stellungnahme eingeräumt wurde. Eine allfällige Ge-
hörsverletzung kann bei dieser Sachlage als geheilt erachtet werden. 

7.
Nachfolgend ist zu prüfen, ob die Beschwerdeführerin die Flüchtlings-
eigenschaft im Sinne von Art. 3 und 7 AsylG erfüllt.

7.1 Vorab ist festzustellen, dass die Beschwerdeführerin keine konkre-
ten Probleme im Zusammenhang mit ihrer angeblichen Mitgliedschaft 
bei  der  UDPS  geltend  machte  (vgl.  A1,  S.  5),  weshalb  auf  diesen 
Punkt nicht näher einzugehen ist. 

7.2 Es wird nicht bestritten, dass die von der Beschwerdeführerin er-
wähnte Demonstration vom 30. Juni 2008 in Kinshasa stattgefunden 
hat und unter Einsatz von Polizeigewalt aufgelöst wurde. Dagegen ist 
aufgrund der  Aktenlage zu bezweifeln,  dass  die  Beschwerdeführerin 

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tatsächlich  an  dieser  Kundgebung  teilgenommen  hat,  deswegen 
festgenommen,  später  auf  Intervention  von  VSV  hin  freigelassen 
wurde  und  in  der  Folge  zwei  Vorladungen  erhalten  hat.  Die 
Ausführungen  der  Beschwerdeführerin  zur  damaligen  politischen 
Situation in ihrem Heimatland und zu den Unruhen im Zusammenhang 
mit der Verschiebung der Wahlen sind relativ oberflächlich und gehen 
nicht über allgemein Bekanntes hinaus, sind daher per se kein Hinweis 
dafür, dass sich die Beschwerdeführerin effektiv an der Kundgebung 
vom  30.  Juni  2005  beteiligt  hat.  Ein  Hinweis  gegen  die  geltend 
gemachte  Kundgebungsteilnahme  ist  hingegen  darin  zu  erblicken, 
dass  sie  sich  in  Bezug  auf  die  Botschaft  ihres  Transparentes 
widersprochen hat:  Während  sie  in  der  Erstbefragung ausführte,  sie 
habe  ein  Transparent  mit  der  Aufschrift  "1+4=0"  getragen  (vgl.  A1, 
S. 4),  erklärte sie in der kantonalen Befragung, ihr Transparent habe 
die  Aufschrift  "1+4  sollen  die  Macht  verlassen"  getragen  (vgl.  A7, 
S. 11). In Bezug auf die geltend gemachte Inhaftierung im Anschluss 
an die angebliche Kundgebungsteilnahme ist Folgendes festzustellen: 
Die Beschwerdeführerin machte geltend, die Organisation VSV habe 
sich für sie eingesetzt und ihr zur Flucht verholfen (vgl. A1, S. 4 sowie 
A7, S. 12). Der vom BFM eingeholten Botschaftsauskunft ist jedoch zu 
entnehmen, dass die VSV die Beschwerdeführerin nicht kennt und ihr 
nicht  zur  Freilassung  verholfen  hat.  Entgegen  der  diesbezüglichen 
Argumentation  in  der  Beschwerde  respektive  der  ergänzenden 
Stellungnahme lässt diese Antwort durchaus darauf schliessen, dass 
die  VSV  überhaupt  nichts  mit  der  Freilassung  von 
Kundgebungsteilnehmern aus Kin-Mazière im genannten Zeitraum zu 
tun  hatte;  denn  falls  sich  die  VSV  beispielsweise  generell  für  die 
damals  festgenommenen  Personen  eingesetzt  hätte,  hätte  der 
Präsident  der  VSV  mit  überwiegender  Wahrscheinlichkeit  eine 
entsprechende  Bemerkung  gegenüber  dem  Vertrauensanwalt 
gemacht. Angesichts der aus diesem Grund unglaubhaften Vorbringen 
der  Beschwerdeführerin  zu  den  Umständen  ihrer  Freilassung  muss 
auch  die  Inhaftierung  an  sich  bezweifelt  werden.  Die 
Beschwerdeführerin brachte weiter vor, sie habe im Anschluss an ihre 
Freilassung  die  ihr  auferlegte  Meldepflicht  nicht  befolgt  und  in  der 
Folge zwei  Vorladungen erhalten. Deren Authentizität  ist  jedoch aus 
Folgenden Gründen ernsthaft  zu bezweifeln: Die Beschwerdeführerin 
machte geltend, sie habe die erste Vorladung ungefähr 15 Tage nach 
ihrer Entlassung aus dem Gefängnis (welche am 10. Juli 2005 erfolgt 
sei  [vgl. A1,  S. 4])  erhalten (vgl. A7,  S. 12). Dieser Aussage zufolge 
hätte  sie  die  erste  Vorladung  ungefähr  am  25.  Juli  2005  erhalten. 

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Allerdings  ist  festzustellen,  dass  die  Beschwerdeführerin  mittels  der 
ersten  Vorladung  für  den  18.  August  2005  vorgeladen  wurde.  In 
diesem  Zusammenhang  wurde  die  Beschwerdeführerin  zum 
Zeitintervall  zwischen  dem  Erhalt  der  Vorladung  und  dem  darin 
angegebenen Termin befragt. Die Beschwerdeführerin führte daraufhin 
sinngemäss  aus,  wenn  man  beispielsweise  für  einen  Montag 
vorgeladen werde,  erhalte  man die Vorladung am Freitag zuvor (vgl. 
A7,  S.  12).  Daraus  ist  zu  schliessen,  dass  die  Vorladungen  in  der 
Regel  relativ  kurz  vor  dem  Vorladungstermin  zugestellt  werden. 
Folglich  hätte  die  Beschwerdeführerin  die  erste  Vorladung  wenige 
Tage vor dem Vorladungstermin vom 18. August 2005 erhalten sollen. 
Ihre  Aussage,  wonach  sie  die  erste  Vorladung  bereits  ungefähr 
15 Tage  nach  ihrer  am  10.  Juli  2005  erfolgten  Entlassung  (somit 
ungefähr  am  25.  Juli  2005)  erhalten  habe,  erscheint  unter  diesen 
Umständen  unplausibel.  Im  Weiteren  fällt  auf,  dass  auf  der  ersten 
Vorladung steht "1ère convocation". Es ist indessen absolut unüblich, 
eine  Vorladung  als  "erste"  Vorladung  zu  bezeichnen;  denn  die 
ausstellende  Behörde  muss  und  will  nicht  damit  rechnen,  dass  es 
mehr als nur eine Vorladung braucht, bis die vorgeladene Person bei 
der Behörde erscheint. Die handschriftlich ergänzte Bezeichung "1ère" 
ist  daher  ein  Hinweis  dafür,  dass  die  beiden  Vorladungen  erst 
nachträglich  und  zwecks  Untermauerung  der  Asylvorbringen  der 
Beschwerdeführerin  hergestellt  wurden  und  somit  nicht  authentisch 
sind. Im Übrigen spricht auch das fehlende Ausstellungsdatum auf den 
Vorladungen gegen die Annahme, dass es sich dabei  um echte und 
von  den  zuständigen  Behörden  wahrheitsgetreu  ausgefüllte 
Dokumente handelt. 

7.3 Die Beschwerdeführerin machte ausserdem geltend, sie und ihre 
Kollegen hätten anlässlich einer Warenkontrolle Waffen entdeckt, hät-
ten  von  den  Händlern  Schweigegeld  kassiert,  seien  jedoch  später 
überführt,  festgenommen und inhaftiert  worden. In  der  Folge sei  sie 
aus  dem  Gefängnis  entkommen  und  nach  Brazzaville  geflüchtet. 
Nachdem sie Kenntnis von dem auf sie lautenden Suchbefehl erhalten 
habe, habe sie sich zur Flucht in die Schweiz entschlossen. Aufgrund 
der  Aktenlage  erscheinen  jedoch  auch  diese  Vorbringen  insgesamt 
wenig glaubhaft. Den Angaben der Beschwerdeführerin zufolge erklär-
ten die Händler, die Waffen seien dazu da, die Machthaber zu beseiti-
gen (vgl. A1, S. 4 sowie A7, S. 13). Es ist jedoch unrealistisch, dass 
Waffenschmuggler,  wenn sie von (...)  erwischt  werden,  von sich aus 
darlegen, wofür sie die Waffen benötigen. Weiter ist darauf hinzuwei-

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sen, dass die Beschwerdeführerin einerseits geltend machte, sie und 
ihre Kollegen seien mittels Gegenüberstellung mit den Händlern identi-
fiziert worden (vgl. A1, S. 5), andererseits jedoch aussagte, die Händ-
ler hätten den Behörden die Namen der damals anwesenden (...) ge-
nannt (vgl. A7, S. 16 und 17). Wenn aber die Behörden die Namen der 
Beschwerdeführerin und ihrer Kollegen bereits von den Händlern er-
fahren hätten, dann wäre eine Gegenüberstellung zwecks Identifizie-
rung der schuldigen Beamten völlig überflüssig gewesen. Die diesbe-
züglichen  Vorbringen  der  Beschwerdeführerin  sind  daher  unlogisch 
und  deshalb  wenig  glaubhaft.  Die  Beschwerdeführerin  widersprach 
sich ausserdem in Bezug auf die Frage, mit wem sie anlässlich der an-
geblichen zweiten Inhaftierung die Zelle teilen musste: Während sie in 
der Erstbefragung erklärte, sie sei mit Männern in einer Zelle gewesen 
(vgl. A1, S. 5), gab sie in der kantonalen Befragung zu Protokoll, sie 
sei  mit Männern und Frauen in einer Zelle gewesen (vgl. A7, S. 14). 
Überdies bestehen mehrere Ungereimtheiten in Bezug auf den als Be-
weismittel eingereichten Suchbefehl. Die Beschwerdeführerin führte in 
diesem Zusammenhang aus, ein Freund ihres Bruders habe ihr diesen 
Suchbefehl zukommen lassen, als sie bereits in Brazzaville gewesen 
sei (vgl. A1, S. 6 sowie A7, S. 6). Es ist allerdings aufgrund der Akten-
lage nicht nachvollziehbar, wie der Freund des Bruders der Beschwer-
deführerin in den Besitz des Suchbefehls gelangte, zumal es sich bei 
Suchbefehlen  naturgemäss  um  interne  Dokumente  handelt.  Ausser-
dem ist es eigenartig, dass sich der Suchbefehl, welcher angeblich am 
7. Oktober 2005, also kurz nach der angeblichen Flucht der Beschwer-
deführerin aus dem GLM-Gebäude, ausgestellt  wurde, seinem Inhalt 
zufolge nicht auf  die Waffen- und Schmiergeldangelegenheit  bezieht, 
sondern auf die Teilnahme an der Protestkundgebung (vgl. dazu die im 
fraglichen  Dokument  genannten  Anschuldigungen).  Ein  Suchbefehl 
wird in der Regel nur ausgestellt,  wenn eine Person nicht auffindbar 
ist.  Die  Beschwerdeführerin  befand  sich  indessen  eigenen  Angaben 
zufolge nach ihrer Entlassung aus der Haft im Zusammenhang mit der 
Protestkundgebung zunächst  zuhause,  später  am Arbeitsplatz  sowie 
zuhause und schliesslich bis zum 5. Oktober 2005 im GLM-Gebäude. 
Falls die Behörden tatsächlich daran interessiert gewesen wären, die 
Beschwerdeführerin erneut zu ihrer angeblichen Teilnahme an der Pro-
testkundgebung  zu  befragen  oder  festzunehmen,  so  hätten  sie  sie 
ohne weiteres  an den genannten (und den Behörden mit  Sicherheit 
bekannten)  Orten  aufgreifen  können.  Es  ist  daher  nicht  einsichtig, 
weshalb in dieser Angelegenheit am 7. Oktober 2005 ein Suchbefehl 
ausgestellt  wurde.  Schliesslich  ist  darauf  hinzuweisen,  dass  die  im 

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Suchbefehl  erwähnten  Anschuldigungen  und  die  darin  ebenfalls 
zitierten Gesetzesartikel nicht übereinstimmen. Den Erkenntnissen des 
Bundesverwaltungsgerichts  zufolge  geht  es  im  Art.  186  des 
Strafgesetzbuches von Kongo (Kinshasa) [StGB KK) um Landesverrat 
und  Spionage  und  in  Art.  199  StGB  KK  um  die  unrechtmässige 
Übernahme  oder  Beibehaltung  eines  militärischen  Kommandos. Der 
Beschwerdeführerin  werden  laut  Suchbefehl  jedoch  andere  Delikte 
vorgeworfen. Den im Suchbefehl ausserdem genannten Art. 242 gibt 
es im StGB KK überhaupt nicht. Überdies ist das Strafgesetzbuch von 
Kongo  (Kinshasa)  nur  in  zwei  Bücher  unterteilt;  das  im  Suchbefehl 
erwähnte Buch "XII" existiert also ebenfalls nicht. Aus diesen Gründen 
ist  ernsthaft  daran  zu  zweifeln,  dass  es  sich  beim  eingereichten 
Suchbefehl  um  ein  authentisches  Dokument  handelt.  Was  ebenfalls 
eigenartig  anmutet  ist  die  Tatsache,  dass  die  Beschwerdeführerin 
eigenen  Angaben  zufolge  nach  ihrer  Ankunft  in  der  Schweiz  nicht 
selber  versuchte,  mit  ihren  Angehörigen  im  Heimatland  Kontakt 
aufzunehmen,  beispielsweise  um  sich  nach  ihrem  Bruder  zu 
erkundigen, welcher ihr bei der Ausreise behilflich gewesen war, oder 
mehr  über  ihre  eigene,  angebliche  Bedrohungslage  in  Kongo 
(Kinshasa)  herauszufinden.  Die  Beschwerdeführerin  brachte 
diesbezüglich vor, sie wisse nicht, wo sich ihr Bruder zurzeit aufhalte. 
Umso eher wäre aber zu erwarten, dass sie sich bemüht hätte, dessen 
Aufenthaltsort herauszufinden. Den Akten zufolge machte sie sich aber 
nicht einmal die Mühe, in die Wohnung anzurufen, in der sie vor der 
Ausreise mit ihrem Bruder gelebt hatte (vgl. A7, S. 5), oder zumindest 
ihre Schwester zu fragen, mit wem sie denn telefoniert habe (vgl. A7, 
S. 7),  um dann gegebenenfalls selber auf  diese Nummer anzurufen. 
Dieses passive und wenig besorgte Verhalten der Beschwerdeführerin 
erscheint  unter  den  von  ihr  geltend  gemachten  Umständen 
realitätsfremd.

7.4 Die  Verfolgungsvorbringen  der  Beschwerdeführerin  sind  bereits 
angesichts der vorstehenden Erwägungen wenig glaubhaft. Die Tatsa-
che, dass die vom BFM in Auftrag gegebenen Abklärungen im Heimat-
land  der  Beschwerdeführerin  deren  Asylvorbringen  in  wesentlichen 
Punkten  nicht  bestätigen  konnten  (vgl.  nachfolgend)  verstärkt  diese 
Einschätzung. Aus dem fraglichen Abklärungsbericht des Vertrauens-
anwaltes ergibt sich, dass dieser mehrere Personen ("les agents") im 
(...)  kontaktiert  hat,  darunter offenbar auch die Direktorin des Perso-
nalbüros. Die angefragten Personen hatten jedoch dem Bericht zufolge 
allesamt  keine  Kenntnis  von  der  zweimaligen  Inhaftierung  der  Be-

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schwerdeführerin.  Insbesondere  konnte  niemand  die  von  der  Be-
schwerdeführerin  geltend gemachte  Festnahme im (...)-Büro  bestäti-
gen. Zumindest  dieser Umstand ist  geeignet,  weitere Zweifel  an der 
Darstellung der Beschwerdeführerin zu wecken; denn ihren Angaben 
zufolge  wurden  bei  der  angeblichen  Festnahme  vom 15. September 
2005 nicht nur sie allein, sondern zahlreiche (...)-Mitarbeiter verhaftet. 
Es ist  davon auszugehen, dass bei  einer derart  grossen Anzahl von 
Verhafteten insbesondere auch das vom Vertrauensanwalt kontaktierte 
Personalbüro von diesem Ereignis erfahren hätte. Bei einer so grossen 
Zahl  von  angeblich  festgenommenen  Mitarbeitern  wäre  ausserdem 
eine Vertuschung - wie auf Beschwerdeebene suggeriert  wird - völlig 
illusorisch.  Es  ist  kein  nachvollziehbarer  Grund  ersichtlich,  weshalb 
das (...) diese Festnahme nicht bestätigt hätte, falls sie sich tatsächlich 
zugetragen hätte. Dem Bericht ist weiter zu entnehmen, dass die Be-
schwerdeführerin in den Registern der beiden von ihr erwähnten Ge-
fängnissen nicht verzeichnet sei. Wie seitens der Beschwerdeführerin 
zu Recht bemerkt wird, ist diese Information indessen nicht sehr aus-
sagekräftig, da es sich bei den beiden Anstalten nicht um offizielle Ge-
fängnisse handelt. Die Auskunft, wonach in den beiden Polizeikommis-
sariaten, welche angeblich die Vorladungen respektive den Suchbefehl 
ausgestellt haben, keine Unterlagen zur Person der Beschwerdeführe-
rin vorhanden sind, ist hingegen durchaus erheblich. Es ist nämlich da-
von auszugehen, dass in einem Fall, in welchem schriftliche Vorladun-
gen  ausgestellt  und  ein  Suchbefehl  erlassen  werden,  auch  weitere 
schriftliche Akten vorhanden sind. Der Umstand, dass in den beiden 
Kommissariaten keine Unterlagen betreffend die  Beschwerdeführerin 
vorhanden sind, ist daher ein gewichtiges Indiz dafür, dass kein Ver-
fahren gegen die Beschwerdeführerin eröffnet wurde, sie nicht gesucht 
wird und es sich bei den eingereichten Dokumenten (Vorladungen und 
Suchbefehl) nicht um authentische Dokumente handelt. In diesem Zu-
sammenhang ist darauf hinzuweisen, dass oben rechts auf dem einge-
reichten Suchbefehl eine Fallnummer vermerkt ist. Wenn es sich tat-
sächlich um ein authentisches Dokument handeln würde, wäre somit 
in  Bezug  auf  die  Beschwerdeführerin  ein  Fall  unter  der  fraglichen 
Nummer eröffnet worden und es wären mit  Sicherheit  weitere Akten 
vorhanden. Da dies jedoch nicht der Fall ist, muss daraus geschlossen 
werden, dass es sich beim Suchbefehl um ein ge- oder zumindest ver-
fälschtes Dokument handelt. 

7.5 Gestützt  auf  die  vorstehenden Erwägungen kommt das Bundes-
verwaltungsgericht  zum Schluss, dass die Verfolgungsvorbringen der 

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Beschwerdeführerin  insgesamt  als  unglaubhaft  zu  qualifizieren  sind, 
weshalb ihr  die  Flüchtlingseigenschaft  nicht  zuerkannt  werden kann. 
Die  Vorinstanz  hat  das  Asylgesuch  somit  zu  Recht  abgelehnt.  An 
diesem  Ergebnis  vermögen  weder  die  weiteren  Ausführungen  auf 
Beschwerdeebene  noch die  dazu eingereichten,  bisher  nicht  explizit 
erwähnten  Beweismittel  (namentlich  die   Realkriterienanalyse  von 
SWISS-EXILE) etwas zu ändern, weshalb darauf an dieser Stelle nicht 
näher einzugehen ist. 

8.
8.1 Lehnt das Bundesamt das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht 
ein, so verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und 
ordnet den Vollzug an (Art. 44 Abs. 1 AsylG).

8.2 Die Beschwerdeführerin verfügt weder über eine ausländerrechtli-
che Aufenthaltsbewilligung noch hat sie Anspruch auf Erteilung einer 
solchen.  Die  Wegweisung  wurde  demnach  zu  Recht  angeordnet 
(Art. 44 Abs. 1 AsylG; vgl. auch Entscheidungen und Mitteilungen der 
Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2001 Nr. 21). 

9.
Ist  der  Vollzug  der  Wegweisung  nicht  zulässig,  nicht  zumutbar  oder 
nicht  möglich,  so  regelt  das  Bundesamt das  Anwesenheitsverhältnis 
nach den gesetzlichen Bestimmungen über  die vorläufige  Aufnahme 
von Ausländern (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bundesgeset-
zes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer 
[AuG, SR 142.20]).

9.1 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtun-
gen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Auslän-
ders in den Heimat-, Herkunfts- oder in einen Drittstaat entgegenste-
hen (Art. 83 Abs. 3 AuG). So darf keine Person in irgendeiner Form zur 
Ausreise in ein Land gezwungen werden, in dem ihr Leib, ihr Leben 
oder ihre Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet 
ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land ge-
zwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 
des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flücht-
linge [FK, SR 0.142.30]). Gemäss Art. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung 
der Schweizerischen Eidgenossenschaft  vom 18. April  1999 (BV, SR 
101), Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Fol-
ter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behand-
lung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 der Konven-

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tion  vom 4. November  1950  zum  Schutze  der  Menschenrechte  und 
Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) darf niemand in einen Staat ausge-
schafft  werden, in dem ihm Folter oder eine andere Art  unmenschli-
cher oder erniedrigender Strafe oder Behandlung droht.

Die Vorinstanz wies in der angefochtenen Verfügung zutreffend darauf 
hin, dass der Grundsatz der Nichtrückschiebung nur Personen schützt, 
welche  die  Flüchtlingseigenschaft  erfüllen  (vgl.  MARIO GATTIKER,  Das 
Asyl- und Wegweisungsverfahren,  3. Aufl.,  Bern  1999,  S. 89). Da es 
der Beschwerdeführerin nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebli-
che Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, kann das in 
Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refou-
lements  im  vorliegenden  Verfahren  keine  Anwendung  finden.  Eine 
Rückkehr der Beschwerdeführerin nach Kongo (Kinshasa) ist demnach 
unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG rechtmässig. Sodann ergeben sich 
weder aus den Aussagen der Beschwerdeführerin noch aus den Akten 
konkrete und glaubhafte Anhaltspunkte dafür, dass sie für den Fall ei-
ner Ausschaffung nach Kongo (Kinshasa) dort mit beachtlicher Wahr-
scheinlichkeit  einer  nach  Art.  3  EMRK  oder  Art.  1  FoK  verbotenen 
Strafe oder Behandlung ausgesetzt wäre. Gemäss Praxis des Europäi-
schen  Gerichtshofes  für  Menschenrechte  (EGMR)  sowie  jener  des 
UN-Anti-Folterausschusses müsste die Beschwerdeführerin eine kon-
krete Gefahr ("real risk") nachweisen oder glaubhaft machen, dass ihr 
im Fall  einer  Rückschiebung Folter  oder  unmenschliche Behandlung 
drohen würde (vgl. EMARK 2001 Nr. 16 S. 122, mit weiteren Hinwei-
sen).  Aufgrund  der  Akten  sowie  der  vorstehenden  Erwägungen  im 
Asylpunkt ist indessen nicht davon auszugehen, dass ihr im Falle einer 
Rückkehr ins Heimatland eine derartige Gefahr droht. Die allgemeine 
Menschenrechtssituation in Kongo (Kinshasa) lässt den Wegweisungs-
vollzug im heutigen Zeitpunkt  ebenfalls  nicht  als  unzulässig erschei-
nen. An dieser Einschätzung vermag auch der als Beweismittel einge-
reichte Bericht von AI vom Oktober 2007 nichts zu ändern, zumal sich 
dieser  Bericht  mit  der speziellen Situation während der Wahlperiode 
2006-2007 auseinandersetzt und die Befunde daher nicht verallgemei-
nert werden können. 

9.2 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG kann der Vollzug für Ausländerinnen 
und Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunfts-
staat  auf  Grund von Situationen wie  Krieg,  Bürgerkrieg,  allgemeiner 
Gewalt  und medizinischer Notlage konkret  gefährdet  sind. Wird eine 
konkrete Gefährdung festgestellt, ist - unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 

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7  AuG -  die  vorläufige  Aufnahme  zu  gewähren  (vgl.  Botschaft  zum 
Bundesgesetz  über  die  Ausländerinnen  und  Ausländer  vom 8. März 
2002, BBl 2002 3818).

9.2.1 Hinsichtlich der allgemeinen Lage in Kongo (Kinshasa) ist vorab 
auf die in EMARK 2004 Nr. 33 E. 8.3 publizierte Lageanalyse zu ver-
weisen. Ergänzend ist  anzufügen, dass es nach den Wahlen im Jahr 
2006 zwischen den Anhängern von Joseph Kabila, welcher die Wahlen 
für  sich  entscheiden  konnte,  und  den  Gefolgsleuten  des  damaligen 
Herausforderers  Jean-Pierre  Bemba  zu  blutigen  Auseinandersetzun-
gen gekommen ist, in deren Folge sich Bemba jedoch im Jahr 2007 in 
Richtung Portugal absetzte; inzwischen wurde er am 23. Mai 2008 in 
Belgien  verhaftet  und  dem  internationalen  Strafgerichtshof  in  Den 
Haag zugeführt. Anfang 2008 schlossen die Parteien ein Waffenstill-
standsabkommen, worauf  sich die allgemeine Lage vorab im Gross-
raum Kinshasa wieder beruhigte. Die aktuelle Regierung ist trotz der 
schwierigen Bedingungen bestrebt, für Stabilität und Sicherheit zu sor-
gen. Zwar ist es in den Krisenherden im Nordosten des Landes Anfang 
Oktober 2008 zu einem Wiederaufflammen von gewalttätigen Ausein-
andersetzungen gekommen, welche bis heute anhalten. Die im Westen 
liegende  Herkunftsregion  der  Beschwerdeführerin,  Kinshasa,  ist  von 
diesen  erneuten  Unruhen  jedoch  nicht  direkt  betroffen;  es  herrscht 
dort kein Bürgerkrieg und keine Situation allgemeiner Gewalt. 

9.2.2 In  den  Akten  finden  sich  auch  keine  konkreten  Anhaltspunkte 
dafür, dass die Beschwerdeführerin bei einer Rückkehr nach (...) aus 
individuellen  Gründen wirtschaftlicher,  sozialer  oder  gesundheitlicher 
Natur einer konkreten Gefährdung ausgesetzt wäre. Es ist insbesonde-
re  festzustellen,  dass  die  Beschwerdeführerin  nicht  einer  der  in 
EMARK 2004 Nr. 33 definierten Risikogruppen angehört. Zwar ist sie 
eine alleinstehende Frau,  aber  sie  verfügt  in  (...)  über ein familiäres 
Beziehungsnetz, da den Akten zufolge drei Brüder sowie eine Schwes-
ter dort wohnhaft sind und auch ihr Vater in der Regel in (...) lebt. Da 
sie von ihrer Geburt bis zur Ausreise in (...) wohnte, ist überdies davon 
auszugehen, dass die Beschwerdeführerin dort neben ihren Verwand-
ten auch über einige gute Freunde und Bekannte verfügt, welche sie 
bei einer Rückkehr unterstützen könnten. Die Beschwerdeführerin ist 
noch relativ jung, hat im Heimatland eine Hochschule für Finanzen ab-
solviert und war vor ihrer Ausreise erwerbstätig. Unter diesen Umstän-
den erscheint es wahrscheinlich, dass es ihr gelingen wird, bei einer 
Rückkehr ins Heimatland erneut eine Arbeitsstelle zu finden. Konkrete 

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Hinweise  darauf,  dass  die  Beschwerdeführerin  aufgrund  ihrer 
ethnischen Zugehörigkeit (Ngbaka) bei einer Rückkehr gefährdet wäre 
(vgl.  die  entsprechende  Bemerkung  in  der  Beschwerde),  sind  den 
Akten nicht zu entnehmen. Die Beschwerdeführerin machte denn auch 
nicht geltend, sie sei in der Vergangenheit deswegen behelligt worden. 
Die  eingereichten  Fotos  von  ihrem  verstorbenen  Cousin  sowie  der 
Internetartikel  von  congointer.com  über  Jean-Pierre  Bemba  und 
Joseph  Kabila  vermögen  ebenfalls  keine  relevante  Gefährdung 
glaubhaft  zu  machen.  Schliesslich  ist  festzustellen,  dass  sich  die 
Beschwerdeführerin  im heutigen Zeitpunkt  nicht  in einem schlechten 
gesundheitlichen  Zustand  befindet.  Den  auf  Beschwerdeebene 
eingereichten ärztlichen Berichten ist  zu entnehmen, dass sie am 5. 
August  2007  operiert  wurde  (Entfernung  des  entzündeten 
Wurmfortsatzes). In  der  Folge wurde sie  in  gutem Allgemeinzustand 
nach  Hause  entlassen.  Im  Dezember  2007  wurde  die 
Beschwerdeführerin  erneut  operiert,  diesmal  wegen 
Gebärmutterhalskrebses (vgl. die Bestätigung des Spitalzentrums (...) 
vom  21.  Dezember  2007  sowie  das  ärztliche  Schreiben  des 
Spitalzentrums  (...)  vom  18.  Januar  2008).  Dabei  blieb  offenbar 
krankes  Restgewebe  zurück,  weshalb  der  behandelnde  Arzt  einen 
weiteren  Eingriff  in  Aussicht  stellte.  Der  Replik  vom  20. März  2008 
kann  sinngemäss  entnommen  werden,  dass  diese  weitere(n) 
Operation(en) inzwischen stattgefunden hat  respektive haben. Es ist 
daher  davon  auszugehen,  dass  das  kranke  Gewebe  inzwischen 
vollständig  entfernt  wurde. Da seitens der  Beschwerdeführerin  keine 
weiteren  Arztberichte  eingereicht  wurden,  besteht  kein  Grund  zu 
Annahme,  dass  sich  die  gesundheitliche  Situation  der 
Beschwerdeführerin  in  der  Zwischenzeit  erneut  verschlechtert  hat. 
Vielmehr ist mangels gegenteiliger Hinweise davon auszugehen, dass 
der  Gebärmutterhalskrebs  der  Beschwerdeführerin  erfolgreich 
bekämpft werden konnte. Somit bestehen im heutigen Zeitpunkt auch 
keine medizinischen Wegweisungshindernisse.

9.2.3 Insgesamt bestehen demnach keine Anzeichen dafür, dass die 
Beschwerdeführerin bei einer Rückkehr in ihr Heimatland in eine exi-
stenzbedrohende  Situation  geraten  würde,  weshalb  der  Vollzug  der 
Wegweisung als zumutbar zu qualifizieren ist.

9.3 Schliesslich  obliegt  es  der  Beschwerdeführerin,  sich  bei  der  zu-
ständigen Vertretung des Heimatstaates die für eine Rückkehr notwen-
digen Reisedokumente zu beschaffen (Art. 8 Abs. 4 AsylG), weshalb 

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der Vollzug der Wegweisung auch als möglich zu bezeichnen ist (Art. 
83 Abs. 2 AuG).

9.4 Zusammenfassend ergibt  sich,  dass der  von der  Vorinstanz ver-
fügte Wegweisungsvollzug in Übereinstimmung mit den zu beachten-
den Bestimmungen steht  und zu bestätigen ist. Eine Anordnung der 
vorläufigen  Aufnahme  fällt  damit  ausser  Betracht  (Art. 83  Abs.  1-4 
AuG).

10.
Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 
Bundesrecht  nicht  verletzt,  den rechtserheblichen Sachverhalt  richtig 
und vollständig feststellt und angemessen ist (Art. 106 AsylG). Die Be-
schwerde ist demnach abzuweisen.

11.
Bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  wären  dessen  Kosten  der  Be-
schwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Nachdem aber 
aufgrund der Aktenlage nach wie vor von der prozessualen Bedürftig-
keit der Beschwerdeführerin auszugehen ist und die Beschwerde nicht 
als aussichtslos bezeichnet werden konnte, ist in Gutheissung des Ge-
suchs um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege von einer Kos-
tenauflage abzusehen (Art. 65 Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sin-
ne von Art. 65 Abs. 1 VwVG wird gutgeheissen.

3.
Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin (Einschreiben)
- das BFM, Abteilung Aufenthalt und Rückkehrförderung, mit den Ak-

ten Ref.-Nr. N _______ (per Kurier; in Kopie)
- den _______ (in Kopie)

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Hans Schürch Anna Dürmüller

Versand:

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