# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fff83bb0-39a8-5759-a48d-ecb55001b6e6
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-03-18
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 18.03.2013 SB120506
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB120506_2013-03-18.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer    
 
 

 
 

Geschäfts-Nr.: SB120506-O/U/eh 
 
 

Mitwirkend: Die Oberrichter Dr. F. Bollinger, Präsident, lic. iur. S. Volken und 

Oberrichterin lic. iur. L. Chitvanni sowie der Gerichtsschreiber  

lic. iur. P. Rietmann 

Urteil vom 18. März 2013 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Beschuldigter und I. Berufungskläger 

amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____ 

 

gegen 

 

Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland,  
vertreten durch Leitenden Staatsanwalt Dr. iur. R. Jäger,  

Anklägerin und II. Berufungsklägerin 

 

betreffend  

mehrfache vorsätzliche grobe Verletzung der Verkehrsregeln etc. 

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Bülach, II. Abteilung, vom  
14. August 2012 (DG120043) 

 

- 2 - 

Anklage: 

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 9. Mai 2012 

(Urk. 34) ist diesem Urteil beigeheftet. 

Urteil der Vorinstanz: 
(Urk. 55 und 57) 

"Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte ist schuldig der  

− mehrfach vorsätzlich begangenen groben Verletzung der Verkehrsregeln im Sinne 

von Art. 90 Ziff. 2 SVG in Verbindung mit 

− Art. 32 Abs. 1 SVG (Nicht den Umständen angepasste Geschwindigkeit) 

− Art. 32 Abs. 2 SVG und Art. 4a Abs. 1 lit. a VRV (Missachtung der gesetzlichen 

Höchstgeschwindigkeit in Ortschaften) 

− Art. 32 Abs. 2 SVG und Art. 4a Abs. 1 lit. d VRV (Missachtung der gesetzlichen 

Höchstgeschwindigkeit auf Autobahnen) 

− Art. 27 Abs. 1 SVG und Art. 22 Abs. 1 SSV (Missachtung der signalisierten 

Höchstgeschwindigkeit) 

− Art. 34 Abs. 4 SVG (Ungenügender Abstand beim Hintereinanderfahren) 

− Art. 35 Abs. 1 SVG (Rechtsüberholen) 

− Widerhandlung gegen das Strassenverkehrsgesetz im Sinne von Art. 99 Ziff. 3 SVG 

(Nichtmitführen der erforderlichen Ausweise) 

− mehrfachen Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes im Sinne von Art. 19a Ziff. 1 

BetmG 

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 36 Monaten Freiheitsstrafe, wovon 1 Tag durch Unter-

suchungshaft erstanden ist, sowie mit einer Busse von Fr. 500.–. 

3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird im Umfang von 18 Monaten aufgeschoben und die  

Probezeit auf 5 Jahre festgesetzt. Im Übrigen (18 Monate, abzüglich 1 Tag, der durch  

Untersuchungshaft erstanden ist) wird die Freiheitsstrafe vollzogen. Die Busse ist zu 

bezahlen. 

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4. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatz-

freiheitsstrafe von 5 Tagen. 

5. Das mit Verfügung vom 17. November 2010 von der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat  

beschlagnahmte und bei der Kantonspolizei Zürich unter der Lagernummer … aufbewahrte 

Minigrip-Säcklein mit 0.7 Gramm Kokain wird eingezogen und ist durch die Kantonspolizei 

Zürich zu vernichten. 

6. Das mit Verfügung vom 17. November 2010 von der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat,  

B-1/VAV 2010/45 beschlagnahmte Mobiltelefon Sony Ericsson (Lagerort: Kantonspolizei 

Zürich, RWU-D-DF, Kpl B._____, … [Adresse]) wird dem Beschuldigten herausgegeben. 

7. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 2'500.00 ; die weiteren Auslagen betragen: 

Fr. 5'000.00   Gebühr für die Strafuntersuchung 

Fr. 7'313.10   Auslagen Vorverfahren 

Fr. 412.00   Kosten der Kantonspolizei Zürich 

Fr.         amtl. Verteidigungskosten (ausstehend) 
 Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten. 

8. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden dem Beschuldigten 

auferlegt; davon ausgenommen sind die Kosten der amtlichen Verteidigung, welche 

einstweilen und unter dem Vorbehalt von Art. 135 Abs. 4 StPO von der Gerichtskasse 

übernommen werden. 

9. (Mitteilungen.) 

10. (Rechtsmittel)" 

Berufungsanträge: 

a) der Verteidigung des Beschuldigten (Urk. 72 S. 1 und Urk. 62 S. 6): 

Es sei in Gutheissung der Berufung Ziffer 2 und 3 des Urteils der Vorinstanz 

aufzuheben und der Beschuldigte mit einer Freiheitsstrafe von maximal 

18 Monaten und einer Busse von maximal CHF 200.– zu bestrafen. 

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Der Vollzug der Freiheitsstrafe sei aufzuschieben unter Ansetzung einer 

Probezeit von höchstens drei Jahren. 

Eventualiter sei im Fall der Verurteilung zu einer teilbedingten Freiheitsstrafe 

der unbedingte Teil auf höchstens 12 Monate festzusetzen. Für den beding-

ten Teil sei die Probezeit auf höchstens drei Jahre festzusetzen. 

b) des Vertreters der Staatsanwaltschaft (Urk. 73 S. 1f.): 

1. Der Beschuldigte sei zu bestrafen mit 42 Monaten Freiheitsstrafe sowie  

einer Busse von Fr. 500.–. 

2. Eventualiter sei die Freiheitsstrafe (vollumfänglich) zu vollziehen. 

3. Es sei eine Ersatzfreiheitsstrafe von fünf Tagen bei schuldhafter Nichtbe-

zahlung der Busse festzusetzen. 

Erwägungen: 

I. Prozessuales 

1. Nachdem der angefochtene erstinstanzliche Entscheid am 14. August 2012  

ergangen ist, gelten die Bestimmungen der schweizerischen Strafprozessordnung 

(Art. 448 und Art. 454 Abs. 1 StPO). 

2. Mit dem eingangs im Dispositiv wiedergegebenen Urteil der Vorinstanz vom 

14. August 2012 wurde der Beschuldigte A._____ anklagegemäss der mehrfa-

chen vorsätzlichen groben Verkehrsregelverletzung sowie des Betäubungsmittel-

konsums schuldig gesprochen und mit 36 Monaten Freiheitsstrafe sowie einer 

Busse bestraft, wobei ihm für die Hälfte der Freiheitsstrafe der bedingte Strafvoll-

zug gewährt wurde (Urk. 57 S. 25f.). Gegen diesen Entscheid meldeten sowohl 

die Anklagebehörde wie der amtliche Verteidiger des Beschuldigten gleichentags 

respektive am Folgetag und damit innert gesetzlicher Frist Berufung an (Urk. 51 

und 53; Art. 399 Abs. 1 StPO). Die Berufungserklärungen der appellierenden  

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Parteien gingen ebenfalls innert gesetzlicher Frist bei der Berufungsinstanz ein 

(Urk. 59 und 62; Art. 89ff. und Art. 399 Abs. 3 StPO). Beweisergänzungsanträge 

wurden im Berufungsverfahren nicht gestellt (Urk. 59 S. 1; Art. 389 Abs. 3 StPO). 

Beide appellierenden Parteien haben ihre Berufungen in ihren Berufungs-

erklärungen ausdrücklich auf den Sanktionspunkt beschränkt (Urk. 59 und 62;  

Art. 399 Abs. 4 StPO). 

3. Demnach sind im Berufungsverfahren nicht angefochten: 

- der vorinstanzliche Schuldspruch (Urteilsdispositiv-Ziff. 1), 

- die vorinstanzliche Regelung betreffend die in der Untersuchung beschlag-

nahmten Gegenstände (Urteilsdispositiv-Ziff. 5 und 6) sowie  

- die vorinstanzliche Kostenregelung (Urteilsdispositiv-Ziff. 7 und 8). 

Vom Eintritt der Rechtskraft dieser Anordnungen ist vorab Vormerk zu nehmen 

(Art. 404 StPO). 

II. Sanktion 

1. Der Beschuldigte ist angeklagt, überführt, geständig und - wie vorstehend  

vorgemerkt - rechtskräftig schuldig erkannt, als Lenker des Personenwagens  

"VW Golf", … [Autokennzeichen], zwischen dem 18. Dezember 2009 und dem 

15. November 2010 an verschiedenen Örtlichkeiten insgesamt zehn verkehrsge-

fährdende Fahrten mit massiver bis extremer Überschreitung der zulässigen 

Höchstgeschwindigkeit begangen zu haben (Urk. HD 34 und ND 2-10), wofür er 

zu bestrafen ist. Die Vorinstanz hat dafür ein Strafmass von 36 Monaten Frei-

heitsstrafe ausgesprochen (Urk. 57 S. 21). Die Verteidigung beantragt namens 

des appellierenden Beschuldigten, dieser sei mit maximal 18 Monaten Freiheits-

strafe zu bestrafen (Urk. 62 S. 6). Die ebenfalls appellierende Anklagebehörde 

führt in der Berufungserklärung einerseits an, Bemessung und Vollzug der Frei-

heitsstrafe durch die Vorinstanz seien angefochten, ein konkreter Antrag wird im 

Anschluss lediglich hinsichtlich der Verweigerung des (teil-)bedingten Strafvoll-

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zugs gestellt (Urk. 59). Anlässlich der Berufungsverhandlung hat der Vertreter der 

Anklagebehörde beantragt, der Beschuldigte sei mit einer Freiheitsstrafe von 42 

Monaten sowie mit einer Busse von Fr. 500.– zu bestrafen (Urk. 73 S. 1). Ent-

sprechend steht vorliegend auch die Sanktionshöhe zur Disposition (Art. 391 

StPO; Art. 399 Abs. 4 StPO; Art. 404 StPO). 

2.1. Die Vorinstanz hat in ihren Erwägungen korrekt festgestellt, dass der Tat-

bestand der groben Verkehrsregelverletzung gemäss Art. 90 Ziff. 2 SVG einen 

oberen Strafrahmen von drei Jahren Freiheitsstrafe vorsieht und dass im Falle 

echter Ideal- und/oder Realkonkurrenz gemäss Art. 49 Abs. 1 StGB bei der Abgel-

tung sämtlicher Delikte das Höchstmass der für die schwerste Tat angedrohten 

Strafe nicht um mehr als die Hälfte überschritten werden darf (Urk. 57 S. 13;  

Art. 82 Abs. 4 StPO).   

Das Bundesgericht erwägt in seiner neueren Praxis, die tat- und täterange-

messene Strafe sei grundsätzlich innerhalb des ordentlichen Strafrahmens der 

(schwersten) anzuwendenden Strafbestimmung festzusetzen (SCHWARZEN-

EGGER/HUG/JOSITSCH, Strafen und Massnahmen, Zürich 2007, S. 74). Dieser 

Rahmen sei vom Gesetzgeber in aller Regel sehr weit gefasst worden, um sämtli-

chen konkreten Umständen Rechnung zu tragen. Entgegen einer auch in der 

Praxis verbreiteten Auffassung werde der ordentliche Strafrahmen durch Straf-

schärfungs- oder Strafmilderungsgründe nicht automatisch erweitert, worauf dann 

innerhalb dieses neuen Rahmens die Strafe nach den üblichen Zumessungskrite-

rien festzusetzen wäre (Urteil 6S.73/2006 vom 5. Februar 2007 E. 3.2). Zwar sei 

auch in der bundesgerichtlichen Rechtsprechung darauf hingewiesen worden, das 

Gesetz sehe eine Strafrahmenerweiterung vor (vgl. BGE 116 IV 300 E. 2a  

S. 302). Damit sollte aber nur ausgedrückt werden, dass der Richter infolge eines 

Strafschärfungs- bzw. Strafmilderungsgrundes nicht mehr in jedem Fall an die 

Grenze des ordentlichen Strafrahmens gebunden sei. Der ordentliche Rahmen 

sei nur zu verlassen, wenn aussergewöhnliche Umstände vorlägen und die für die 

betreffende Tat angedrohte Strafe im konkreten Fall zu hart bzw. zu milde er-

scheine (SCHWARZENEGGER/HUG/JOSITSCH, a.a.O.; BGE 136 IV 55 E. 5.8.). 

http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=str&query_words=BGE+136+IV+55+E.+5.8.&rank=0&highlight_docid=atf%3A%2F%2F116-IV-300%3Ade&number_of_ranks=0&azaclir=clir#page300

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2.2. In Nachachtung dieser bundesgerichtlichen Vorgabe kann der Beschuldigte 

vorliegend insgesamt mit einer Strafe belegt werden, die höher liegt als das  

Maximum des für die schwerste der zu beurteilenden Taten gültigen Strafmasses, 

wenn die konkreten Umstände als aussergewöhnlich qualifiziert werden. Die  

konkreten Umstände des vorliegend zu beurteilenden Falles sind nun in der Tat 

und dahingehend aussergewöhnlich, dass nicht eine deutlich schwerste Tat  

zusammen mit einer oder wenigen weiteren, leichter wiegenden Nebentat(en) zu 

sanktionieren ist. Vielmehr hat der Beschuldigte die Vielzahl von zehn Taten  

begangen, von welchen einige mit der sog. schwersten Tat verschuldensmässig 

durchaus vergleichbar sind.  

2.3. Zu den theoretischen Grundsätzen der richterlichen Strafzumessung kann auf 

die entsprechenden, seitens der Appellanten nicht beanstandeten Erwägungen 

der Vorinstanz (Urk. 57 S. 14ff.) sowie die aktuelle bundesgerichtliche Praxis ver-

wiesen werden (Urteil 6B_390/2009 E. 2.3.1. mit Verweisen; BGE 134 IV 17 

E. 2.1.).  

3.1. Die Vorinstanz hat als schwerste Tat im Sinne von Art. 49 Abs. 1 StGB  

zurecht den Sachverhalt gemäss ND 7 erkannt, gemäss welchem der Beschuldig-

te am 21. Februar 2010, nachts um 01.31 Uhr, die elektronische Fahrdynamikre-

gelung des vom ihm gelenkten VW Golf deaktivierte und den Wagen auf der  

Autobahn zwischen C._____ und D._____ parallel zu einem anderen Fahrzeug  

fahrend auf eine Höchstgeschwindigkeit von 243 km/h beschleunigte (Neben-

dossier 7). 

3.2. Zur Tatkomponente und dort zur objektiven Tatschwere hat die Vorinstanz 

erwogen, der Beschuldigte habe die gesetzliche Höchstgeschwindigkeit um mehr 

als das Doppelte überschritten, dies zu nächtlicher Stunde, bei deaktivierter Fahr-

dynamikregelung und im Rahmen eines Rennens mit zwei weiteren Lenkern,  

welche mit ähnlich übersetzter Geschwindigkeit unterwegs waren und auch  

zeitweise parallel zum Beschuldigten - und somit in dessen unmittelbarer Nähe - 

fuhren. Dadurch habe der Beschuldigte ein sehr hohes, zumindest abstraktes  

Gefahrenpotential geschaffen, welches im Falle eines auch nur minimalen Fahr-

fehlers eines der Beteiligten zu einem mit schwerster Verletzungs- bzw. gar  

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Todesfolge verbundenen Unfallereignis hätte führen können, wobei angesichts 

der hohen Geschwindigkeit wie der Rennsituation auch eine erhebliche Wahr-

scheinlichkeit eines solchen "Erfolges" bestanden habe. Durch das Fahren bei 

Nacht mit entsprechend eingeschränkten Sichtverhältnissen und das willentliche 

Ausschalten der Fahrdynamiksteuerung sei die Unfallwahrscheinlichkeit weiter 

erhöht worden. Einzig der Umstand, dass schlussendlich keine konkrete Gefahr 

entstanden sei oder es gar zu einem Unfall gekommen wäre, relativiere das  

objektive Verschulden ein wenig, welches aber nach wie vor als mittelschwer  

einzustufen sei und somit unter Berücksichtigung des bis zu 3 Jahren reichenden 

Strafrahmens zu einer vorläufigen Einsatzstrafe von rund 12 Monaten führe  

(Urk. 57 S. 16).  

Diese Erwägungen sind nur zum Teil zu übernehmen:  

Die inkriminierte Fahrt wurde vom Beifahrer des Beschuldigten mit der Kamera 

des Mobiltelefons des Beschuldigten aufgenommen. Die entsprechende Auf-

nahme konnte in der Untersuchung sichergestellt und ausgewertet werden. Die 

Visionierung dieser Aufnahme (Urk. 21/7, Datei MOV00688) ist ebenso eindrück-

lich wie beängstigend: Die Fahrt fand in dunkler Nacht auf einem ländlichen Auto-

bahnabschnitt ohne Strassenbeleuchtung und bei entsprechend schlechten Sicht-

verhältnissen statt. Der Beschuldigte und ein zweiter Wagen fuhren über eine 

längere Strecke und mit hoher Geschwindigkeit parallel nebeneinander auf den 

beiden Fahrspuren. Auch nur der kleinste Fahrfehler einer der beiden Lenker  

hätte unweigerlich zu einer Kollision geführt, nach welcher die Wagen bei dieser 

Geschwindigkeit in keiner Weise mehr zu kontrollieren gewesen wären. Wäre  

einer oder wären beide Wagen von der Strecke abgekommen, hätte dies ein 

mehrfaches Überschlagen mit schlimmsten Verletzungen, noch viel wahrscheinli-

cher mit dem Tod sämtlicher Wageninsassen zur Folge gehabt. Entgegen der  

Vorinstanz hat der Beschuldigte daher für seinen Beifahrer sowie den oder die  

Insassen des oder der weiteren beteiligten Fahrzeugs/Fahrzeuge nicht nur eine 

abstrakte, sondern vielmehr eine konkrete Gefahr für Leben und Gesundheit  

geschaffen. Eine massive, aber noch abstrakte Gefahr hat der Beschuldigte für 

sämtliche weiteren Verkehrsteilnehmer geschaffen. Auf der Video-Aufzeichnung 

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ist ersichtlich, dass die Strasse trotz der nächtlichen Stunde keineswegs men-

schenleer war. Der Beschuldigte hat bei der inkriminierten Fahrt mehrere Fahr-

zeuge, die sich regelkonform fortbewegten, mit sehr hoher Geschwindigkeit über-

holt. Die Lenker dieser Fahrzeuge mussten nicht damit rechnen, dass sich ihnen 

von hinten ein Fahrzeug derart schnell nähert; sie waren auch nicht in der Lage, 

dies in der Dunkelheit im Rückspiegel zu erkennen. Auch nur das kleinste, vom 

Beschuldigten nicht vorhergesehene und auch nicht vorhersehbare Manöver  

eines Drittfahrzeugs hätte hier ebenfalls sofort fatale Folgen gehabt. Dass dies 

nicht geschah, war reines Glück und relativiert die objektive Tatschwere entgegen 

der Vorinstanz kaum. Der Beschuldigte raste mit fast unglaublich übersetzter  

Geschwindigkeit durch die nächtliche Dunkelheit. Er konnte in keiner Weise  

davon ausgehen, einen verkehrsbehindernden Gegenstand oder ein solches 

Fahrzeug rechtzeitig zu erkennen und abbremsen zu können. Dass er die elekt-

ronische Fahrhilfe ausgeschaltet hat, wiegt mit der Vorinstanz zusätzlich erschwe-

rend. Der Beschuldigte hat sich zu einem Geschwindigkeitsexzess hinreissen  

lassen, bei welchem es seiner Kontrolle entzogen war, ob es zu einem gravieren-

den Zwischenfall kommt oder nicht. Damit hat er eine fast beispiellose Gewissen- 

und Verantwortungslosigkeit mit entsprechend grosser krimineller Energie an den 

Tag gelegt. Wer nachts mit über  240 km/h auf einer öffentlichen Strasse ein 

Fahrzeug lenkt, blendet sämtliche möglichen Dritteinflüsse schlicht aus. Wer sich 

entschliesst, auf solche Tempi zu beschleunigen, verdrängt das mögliche Vor-

handensein anderer Verkehrsteilnehmer aus seiner Wahrnehmung und nimmt 

entsprechend keinerlei Rücksicht auf Dritte. Die Mentalität, die der Beschuldigte 

bei der inkriminierten Fahrt zeigte, ist vergleichbar mit derjenigen eines Spielers 

an der Konsole eines elektronischen Auto-Renn-Spiels: Ohne Folgen kann jedes 

erdenkliche Risiko eingegangen und bei einer virtuellen Kollision das Spiel  

einfach wieder neu gestartet werden. In diesem Sinne hat der Beschuldigte mit 

seinem wie mit dem Leben sämtlicher Beteiligter sowie anderer Verkehrsteil-

nehmer ein äusserst gefährliches Spiel getrieben. Dies konzediert sinngemäss 

auch die Verteidigung (Urk. 62 S. 3). Diese Einstellung des Beschuldigten ist  

verwerflich.  

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Das Fahrverhalten des Beschuldigten anlässlich der inkriminierten Fahrt war  

eigentlich gemeingefährlich. Zu überbieten ist dies lediglich noch durch die (even-

tual-)vorsätzliche Herbeiführung von Lebensgefährdungen anderer Verkehrsteil-

nehmer, beispielsweise bei rücksichtslosen Fluchtfahrten vor polizeilicher Ver-

folgung. Solche Fahrten werden dann aber praxisgemäss zumindest als Gefähr-

dung des Lebens qualifiziert, welches Delikt eine entsprechend höhere Straf-

androhung als die grobe Verkehrsregelverletzung aufweist (vgl. Art. 129 StGB).  

Die objektive Tatschwere wiegt daher entgegen der Vorinstanz eher schwer als 

"mittelschwer". Selbst wenn man aber der Qualifikation der Vorinstanz folgen und 

diese noch als "mittelschwer" einstufen wollte (Urk. 57 S. 16), wäre die hypotheti-

sche Einsatzstrafe konsequenterweise in der Mitte des Strafrahmens, also bei 

rund 18 Monaten Freiheitsstrafe, und nicht am Ende des unteren Drittels bei  

12 Monaten anzusiedeln.  

In die gleiche Richtung zeigt ein Vergleich mit den Strafmassempfehlungen der 

Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich: Für eine Überschreitung der  

Geschwindigkeit von 120 km/h auf der Autobahn wird eine Geldstrafe von  

320 Tagessätzen (entsprechend rund 10 ½ Monaten Freiheitsstrafe) vorgeschla-

gen. Diese Sanktion bezieht sich jedoch auf eine Fahrt, bei welcher nebst der  

Geschwindigkeitsüberschreitung sämtliche weiteren erschwerenden Momente 

fehlen: Der Beschuldigte hingegen fuhr bei Nacht mit eingeschränkter Sichtweite, 

er überholte andere Fahrzeuge, die nicht mit seinem plötzlichen Auftauchen  

rechnen mussten und er lieferte sich ein Rennen mit einem oder sogar zwei ande-

ren Fahrzeugen, wobei eines dieser Fahrzeuge zeitweise mit geringem Seiten-

abstand parallel neben ihm fuhr. Das vorliegend konkret zu beurteilende Ver-

halten des Beschuldigten wird durch den zitierten Katalog der OStA somit in  

keiner Weise mehr abgedeckt. Die entsprechenden Ausführungen der Verteidi-

gung zu vermeintlich "ähnlich gelagerten Fällen" gehen am konkreten Fall schlicht 

vorbei (Urk. 62 S. 2). Lediglich vollständigkeitshalber ist zu betonen, dass die 

Strafmassempfehlungen der OStA für das Gericht keinen bindenden Charakter 

haben (Urteil des Bundesgerichts 6B_607/2011 E. 4.2.2.). Falsch ist im Übrigen 

auch die Darstellung der Verteidigung, die fragliche Strecke weise keine Kurven 

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und "Höhenveränderungen" auf (Urk. 62 S. 2f.). Erstens ist die Strecke dem  

Gericht bestens bekannt: Sie weist sehr wohl diverse langgezogene Kurven und 

auch "Höhenveränderungen" auf;  zweitens ergibt sich aus der Video-

Aufzeichnung indiskutabel, dass der Beschuldigte auch kurvige Strecken-

Abschnitte mit extrem hoher Geschwindigkeit durchfahren hat.  

3.3. Zur subjektiven Tatschwere: Der Beschuldigte war in keiner Weise in seiner 

Schuldfähigkeit eingeschränkt. Das Fahren unter Drogeneinfluss hat er klar  

verneint (Urk. 45 S. 21). Sein Tatmotiv lag zugegebenermassen einzig in seiner 

Geltungssucht, sich vor seinen gleichgesinnten Kollegen behaupten zu können 

(Urk 45 S. 14f., S. 18 und S. 23). Dem Argument des Verteidigers des Beschul-

digten, dass dieser mangelnde Anerkennung, seine schlechte berufliche Situation 

und den Verlust seiner Mutter habe kompensieren wollen und deshalb einer  

eigentlichen Geschwindigkeitssucht verfallen sei (Urk. 72 S. 1), kann deshalb 

nicht gefolgt werden. Allein aus Geltungssucht und somit aus einem nichtigen 

Grund die Gesundheit und das Leben einer Vielzahl von Verkehrsteilnehmern 

aufs Spiel zu setzen, ist verwerflich und zeugt von einer niederen charakterlichen 

Haltung. Mit der Vorinstanz überschritt der Beschuldigte die Höchstgeschwindig-

keit direktvorsätzlich und nahm eine (entgegen der Vorinstanz) konkrete Gefähr-

dung der anderen "Renn"-Beteiligten sowie eine abstrakte Gefährdung anderer 

Verkehrsteilnehmer zumindest in Kauf. Wenn die Verteidigung Fahrlässigkeit  

geltend macht, zitiert sie offensichtlich aus einer für den vorliegenden Fall  

unpassenden Literatur-Stelle (Urk. 62 S. 3): Diese bezieht sich auf die Frage des  

Tötungsvorsatzes von Fahrzeuglenkern, die Dritte nicht nur gefährdet, sondern 

konkret geschädigt haben.  

Die subjektive Tatschwere relativiert die Höhe der objektiven Tatschwere nicht. 

Nach der Beurteilung der Tatkomponente der schwersten Tat ist eine hypotheti-

sche Einsatzstrafe von 18 Monaten Freiheitsstrafe anzusetzen. Diese ist in Ab-

geltung der weiteren neun inkriminierten Taten angemessen zu erhöhen.  

3.4. Die Vorinstanz hat im angefochtenen Entscheid die Sachverhalte der neun 

weiteren deliktischen Fahrten wiedergegeben und anschliessend ohne weitere 

Begründung erwogen, dafür sei die Einsatzstrafe um 22 Monate Freiheitsstrafe zu 

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erhöhen (Urk. 57 S. 18ff.). Dies ist zu pauschal und hält den Anforderungen an 

die richterliche Begründungspflicht nicht stand (vgl. Urteile des Bundesgerichts 

6B_402/2010 E. 2.2.; 6B_236/2009; 6B_170/2011 E. 1.2.).  

Sämtliche Delikte wurden direktvorsätzlich, ohne Einschränkung der Schuldfähig-

keit und einzig mit dem Motiv, dem Geschwindigkeitsrausch zu frönen und die 

Kollegen zu beeindrucken, begangen. Im folgenden werden die einzelnen neun 

Delikte angeführt und jeweils in Klammer angemerkt, welche Sanktion gemäss 

den vorstehend zitierten Strafmassempfehlungen der Oberstaatsanwaltschaft  

Zürich für die jeweilige Verfehlung auszufällen wäre. Einmal mehr ist festzuhalten, 

dass die Strafe gemäss diesen Empfehlungen einzig die jeweilige tatsächliche 

Geschwindigkeitsüberschreitung sanktioniert, davon ausgehend, dass keine  

weiteren erschwerenden Momente vorliegen. Solche sind bei den Taten des  

Beschuldigten jedoch ausnahmslos und massiv vorhanden: Der Beschuldigte fuhr 

nachts bei eingeschränkten Sichtverhältnissen, in gefährlicher Interaktion mit  

anderen Fahrzeugen, ohne Rücksichtnahme auf andere Verkehrsteilnehmer und 

teils mit deaktivierter elektronischer Fahrhilfe. Die angemerkten Strafen sind somit 

eigentlich durchwegs zu tief angesetzt.  

-  Fahrt vom 15. November 2010 (Hauptdossier), Geschwindigkeit bis 172 km/h 

 anstelle der maximal signalisierten 100 km/h (80 Tagessätze Geldstrafe [im  
 Folgenden: TS GS]), Abstand zu Vorfahrzeug max. 2 Meter bei ca. 95 km/h  

 (45  TS GS) späteres Rechtsüberholen eines Drittfahrzeuges (20 TS GS). 

-  Fahrt vom 18. Dezember 2009 (Nebendossier 2), Geschwindigkeit bis  

 205 km/h anstelle der maximal erlaubten 120 km/h (110 TS GS). 

-  Fahrt vom 24. Dezember 2009 (Nebendossier 3), Geschwindigkeit bis  

 187 km/h anstelle der maximal erlaubten 120 km/h (65 TS GS) sowie 
 Rechtsüberholen  (20 TS GS). 

-  Fahrt vom 3. Januar 2010 (Nebendossier 4), Geschwindigkeit bis 150 km/h 

 anstelle der maximal erlaubten 60 km/h bzw. 80 km/h (300 TS GS). 

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-  Fahrt vom 7. Februar 2010 (Nebendossier 5), Geschwindigkeit bis 140 km/h  

 anstelle der maximal signalisierten 100 km/h (15 TS GS) sowie Rechtsüber-
 holen des "Rennpartners" (20 TS GS). 

-  Fahrt vom 17. Februar 2010 (Nebendossier 6), Geschwindigkeit bis 200 km/h 

 anstelle der maximal signalisierten 100 km/h (180 TS GS) sowie Rechtsvorbei
 ziehen am "Rennpartner" (20 TS GS). 

-  Fahrt vom 28. Februar 2010 (Nebendossier 8), Geschwindigkeit bis 218 km/h 

 anstelle der maximal erlaubten 120 km/h (150 TS GS). 

-  Fahrt vom 5. März 2010 (Nebendossier 9), Geschwindigkeit bis 209 km/h  

 anstelle der maximal erlaubten 120 km/h (130 TS GS). 

-  Fahrt vom 18. Dezember 2009 (Nebendossier 10), Geschwindigkeit bis  

 128 km/h anstelle der maximal signalisierten 60 km/h (90 TS GS). 

Wäre der Beschuldigte für sämtliche dieser neun Taten einzeln zur Rechenschaft 

gezogen worden, hätten daraus Strafen von total rund 1245 Tagessätzen Geld-
strafe, entsprechend rund 41 Monaten Freiheitsstrafe resultiert, und dies wie 
erwähnt bei einer in jedem einzelnen Fall sehr wohlwollenden Strafzumessung.  

Selbstverständlich gilt nun - wie auch vorliegend - im Fall echter Ideal- respektive 

Realkonkurrenz gemäss Art. 49 Abs. 1 StGB nicht das Kumulations-, sondern das 

Asperationsprinzip (vgl. Urteil des Bundesgerichts 6B_323/2010 E. 2.2.). In  

welchem Mass der Täter von einer umfassenden Beurteilung seiner sämtlichen 

Delikte gegenüber einer separaten Sanktionierung profitieren soll, wird weder in 

Gesetz, Lehre noch Praxis vorgegeben: Die Strafe für das schwerste Delikt ist 

angemessen zu erhöhen, das Höchstmass der Strafe des schwersten Delikts  

jedoch nicht um mehr als die Hälfte zu erhöhen (Art. 49 Abs. 1 StGB). Sodann 

misst das Gericht die Strafe nach dem Verschulden des Täters zu (wobei es das 

Vorleben und die persönlichen Verhältnisse sowie die Wirkung der Strafe auf das 

Leben des Täters berücksichtigt) und das Verschulden nach der Schwere der 

Verletzung oder Gefährdung des betroffenen Rechtsguts, nach der Verwerflichkeit 

des Handelns sowie den Beweggründen und Zielen des Täters (und danach, wie 

- 14 - 

weit der Täter nach den inneren und äusseren Umständen in der Lage war, die 

Gefährdung oder Verletzung zu vermeiden; Art. 47 StGB).  

Wenn die Vorinstanz - ohne nähere Begründung - die Einsatzstrafe des schwers-

ten Delikts um 22 Monate erhöht hat, hat sie dem Beschuldigten betreffend die 

Strafe der neun weiteren Delikte in Nachachtung des Asperationsgrundsatzes  

faktisch einen Bonus von nahezu 50 % gewährt, einzig weil diese neun Taten  

einerseits zusammen und andererseits zusammen mit einer vergleichsweise  

- etwas - massiveren Straftat zu beurteilen sind. Evidenterweise wird dies der 

Schwere der einzelnen Taten eigentlich nicht mehr gerecht. Vorliegend bilden  

Anzahl und Schwere der zusätzlich zur schwersten Tat zu beurteilenden Taten 

aussergewöhnliche Umstände im Sinne der vorstehend zitierten bundesgerichtli-

chen Praxis, die es nicht mehr zulassen, den Beschuldigten innerhalb des  

ordentlichen Strafrahmens der schwersten Tat schuldangemessen zu bestrafen. 

Selbst wenn jedoch mit der Vorinstanz die Einsatzstrafe der schwersten Tat tat-

sächlich um lediglich 22 Monate Freiheitsstrafe erhöht wird - was wie erwogen an 

sich unhaltbar milde ist - resultiert nach der Beurteilung der Tatkomponente  

sämtlicher Delikte eine Einsatzstrafe von rund 40 Monaten Freiheitsstrafe.  

3.5. Zur Täterkomponente hat die Vorinstanz den Werdegang und die persönli-

chen Verhältnisse des Beschuldigten angeführt, worauf zu verweisen ist (Urk. 57 

S. 17f.). Zur Aktualisierung führte der Beschuldigte anlässlich der Berufungsver-

handlung aus, dass er nach wie vor als Geschäftsführer bei der E._____ GmbH 

arbeite und dadurch einen monatlichen Nettoverdienst von etwa Fr. 4'500.– erzie-

le. Seine Schulden würden sich noch immer auf circa Fr. 20'000.– belaufen, ob-

wohl er bereits Abzahlungen geleistet habe, da die Gesamtschuld grösser gewe-

sen sei, als er vor Vorinstanz angenommen habe (Urk. 71 S. 1ff.). Die persönli-

chen Verhältnisse des Beschuldigten wirken sich bei der Strafzumessung neutral 

aus. Er weist keine erhöhte Strafempfindlichkeit auf. Sein Geständnis wirkt sich 

entgegen der Verteidigung nicht erheblich strafmindernd aus (Urk. 62 S. 3f.), da 

er mit der Vorinstanz aufgrund der objektiven belastenden Beweismittel weitest-

gehend gar keine Möglichkeit hatte, seine Taten überzeugend zu bestreiten. Der 

Beschuldigte weist zwei einschlägige Vorstrafen auf, welche beide auch vollzogen 

- 15 - 

wurden (Urk. 61; der entsprechende Eintrag im Strafregister einer "bedingt voll-

ziehbaren Busse" aus dem Jahr 2005 ist falsch: Die angesetzte Probezeit bezog 

sich auf die Löschbarkeit des Eintrags, vgl. Beizugsakten Urk. 10). Ganz offen-

sichtlich waren diese dem Beschuldigten keinerlei Lehre. Der automobilistische 

Leumund des Beschuldigten ist schwer getrübt (Urk. 30/4 und Urk. 45 S. 2f.). 

Auch wenn sich die zweite Vorstrafe vom 14. Juni 2010 lediglich auf die Strafe der 

Tat vom November 2010 auswirken kann, führen die Vorstrafen doch zu einer er-

heblichen Straferhöhung. Selbst wenn dem Beschuldigten seine aktuellen 

Reuebekundungen nicht zu widerlegen sind, überwiegen die erschwerenden Mo-

mente der Täterkomponente die erleichternden deutlich.  

3.6. Wenn die nach der Beurteilung der Tatkomponente bemessene hypotheti-

sche Einsatzstrafe von 40 Monaten Freiheitsstrafe nach der Beurteilung der  

Täterkomponente - mit der Vorinstanz - um lediglich 2 Monate erhöht wird, ist dies 

immer noch wohlwollend.  

3.7. Die vorinstanzlich ausgefällte Übertretungsbusse von Fr. 500.-- sanktioniert 

den immerhin über die Dauer eines Jahres erfolgten Kokainkonsum sowie das 

Nichtmitführen des Fahrzeugführerausweises vom 15. November 2010 entgegen 

der Verteidigung (Urk. 62 S. 5) angemessen und ist ohne Weiteres zu bestätigen.  

3.8. Demnach ist der Beschuldigte mit einer Freiheitsstrafe von 42 Monaten und 

einer Busse von Fr. 500.-- zu bestrafen.  

4. Bei dieser Sanktionshöhe steht die Gewährung des (teil-)bedingten Vollzugs 

der Freiheitsstrafe nicht zur Diskussion (Art. 42 Abs. 1 und 43 Abs. 1 StGB). Die 

Ersatzfreiheitsstrafe der Busse ist mit der Vorinstanz auf 5 Tage zu bemessen 

(Urk. 57 S. 21).  

5. Als obiter dictum schliesslich noch das Folgende: Der Beschuldigte spricht  

davon, den Führerausweis wieder erlangen zu wollen (Urk. 45 S. 3f.). Es fällt zwar 

nicht in die Kompetenz des hiesigen Gerichts, über diese Frage zu entscheiden. 

Angesichts des dermassen renitent-deliktischen Fahrverhaltens, für welches er 

heute zu sanktionieren ist, fehlt ihm jedoch offensichtlich jedes charakterliche  

Minimum, welches es erlauben würde, ihn - erneut - als Fahrzeuglenker am 

Strassenverkehr teilnehmen zu lassen. 

- 16 - 

III. Gutachten/Massnahme 

1. Der Verteidiger des Beschuldigten stellte anlässlich der Berufungsverhandlung 

den Antrag, hinsichtlich der Schuldfähigkeit des Beschuldigten und im Hinblick auf 

die allfällige Notwendigkeit einer Massnahme sei ein Gutachten zu erstellen 

(Urk. 72). 

2. Dass die Schuldfähigkeit des Beschuldigten in keiner Weise als eingeschränkt 

zu erachten ist, wurde bereits dargelegt (Ziff. II.3.3.). Bis zur Berufungsverhand-

lung erklärte der Beschuldigte stets, dass sein Tatmotiv darin bestanden habe, 

sich vor seinen gleichgesinnten Kollegen beweisen zu wollen (Urk 45 S. 14f., 

S. 18 und S. 23). Dem Argument des Verteidigers des Beschuldigten, dass dieser 

mangelnde Anerkennung, seine schlechte berufliche Situation und den Verlust 

seiner Mutter habe kompensieren wollen und deshalb einer eigentlichen  

Geschwindigkeitssucht verfallen sei, weshalb ernsthaft Anlass dazu bestehe, an 

dessen Schuldfähigkeit zu zweifeln (Urk. 72 S. 1f.), kann deshalb nicht gefolgt 

werden. Da keine Geschwindigkeitssucht im Sinne einer Abhängigkeit gemäss 

Art. 60 StGB bzw. Art. 63 StGB bejaht werden kann, welcher mit einer Sucht-

behandlung begegnet werden müsste, ist der Beschuldigte im Übrigen auch nicht 

als massnahmebedürftig zu erachten, weshalb sich eine Begutachtung auch in 

diesem Zusammenhang in keiner Art und Weise aufdrängt. An dieser Beurteilung 

vermag auch der durch den Verteidiger des Beschuldigten eingereichte, wenig 

überzeugende Therapiebericht des den Beschuldigten behandelnden Psycho-

Kinesiologen (Urk. 70) nichts zu ändern. Die Argumentation des Verteidigers  

erweist sich im Übrigen insofern als inkonsequent, als der Beschuldigte einerseits 

als massnahmebedürftig erachtet wird, wobei gleichzeitig festgehalten wird,  

dieser habe sich nachhaltig geändert und es könne ihm deshalb eine günstige  

Prognose gestellt werden (Urk. 72 S. 2f.). 

IV. Kosten  

1. Die Gerichtsgebühr des Berufungsverfahrens ist auf Fr. 3'000.-- festzusetzen. 

- 17 - 

2. Im Berufungsverfahren unterliegt der Beschuldigte und obsiegt die Anklage-

behörde je vollumfänglich. Daher sind die Kosten dieses Verfahrens exklusive 

Kosten der amtlichen Verteidigung dem Beschuldigten aufzuerlegen (Art. 428 

Abs. 1 StPO). Die Kosten der amtlichen Verteidigung sind auf die Gerichtskasse 

zu nehmen; eine Rückforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO ist vorzubehalten. 

Es wird beschlossen: 

1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Bülach, II. Abteilung, 

vom 14. August 2012 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:  

"1. Der Beschuldigte ist schuldig der  

− mehrfach vorsätzlich begangenen groben Verletzung der Verkehrsregeln im 

Sinne von Art. 90 Ziff. 2 SVG in Verbindung mit 

− Art. 32 Abs. 1 SVG (Nicht den Umständen angepasste Geschwindigkeit) 

− Art. 32 Abs. 2 SVG und Art. 4a Abs. 1 lit. a VRV (Missachtung der  

gesetzlichen Höchstgeschwindigkeit in Ortschaften) 

− Art. 32 Abs. 2 SVG und Art. 4a Abs. 1 lit. d VRV (Missachtung der  

gesetzlichen Höchstgeschwindigkeit auf Autobahnen) 

− Art. 27 Abs. 1 SVG und Art. 22 Abs. 1 SSV (Missachtung der signalisier-

ten Höchstgeschwindigkeit) 

− Art. 34 Abs. 4 SVG (Ungenügender Abstand beim Hintereinanderfahren) 

− Art. 35 Abs. 1 SVG (Rechtsüberholen) 

− Widerhandlung gegen das Strassenverkehrsgesetz im Sinne von  

Art. 99 Ziff. 3 SVG (Nichtmitführen der erforderlichen Ausweise) 

− mehrfachen Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes im Sinne von  

Art. 19a Ziff. 1 BetmG 

 2.-4. (…) 

−  5. Das mit Verfügung vom 17. November 2010 von der Staatsanwaltschaft Zürich-

Limmat beschlagnahmte und bei der Kantonspolizei Zürich unter der Lagernummer … 

- 18 - 

aufbewahrte Minigrip-Säcklein mit 0.7 Gramm Kokain wird eingezogen und ist durch die 

Kantonspolizei Zürich zu vernichten. 

− 6. Das mit Verfügung vom 17. November 2010 von der Staatsanwaltschaft  

Zürich-Limmat, B-1/VAV 2010/45 beschlagnahmte Mobiltelefon Sony Ericsson  

(Lagerort: Kantonspolizei Zürich, RWU-D-DF, Kpl B._____, … [Adresse]) wird dem 

Beschuldigten herausgegeben. 

− 7. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf: 

− 

 

− 2'500.00 − ; die weiteren Auslagen betragen: 

− 

 

− 5'000.00 −   Gebühr für die Strafuntersuchung 

− 

 

− 7'313.10 −   Auslagen Vorverfahren 

− 

 

− 412.00 −   Kosten der Kantonspolizei Zürich 

− 

 

−       −   amtl. Verteidigungskosten (ausstehend) 

  −  Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten. 

− 8. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden dem 

Beschuldigten auferlegt; davon ausgenommen sind die Kosten der amtlichen 

Verteidigung, welche einstweilen und unter dem Vorbehalt von Art. 135 Abs. 4 StPO 

von der Gerichtskasse übernommen werden. 

− 9. (Mitteilungen.) 

− 10. (Rechtsmittel.)" 

2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil. 

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte A._____ wird bestraft mit 3 Jahren und 6 Monaten Frei-

heitsstrafe (wovon 1 Tag durch Untersuchungshaft erstanden ist) sowie mit 

einer Busse von Fr.  500.--.  

2. Die Freiheitsstrafe wird vollzogen. Bezahlt der Beschuldigte die Busse 

schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von  

5 Tagen. 

- 19 - 

3. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 3'500.--  ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 4'654.25   amtliche Verteidigung 
  

4. Die Kosten des Berufungsverfahrens, exklusive derjenigen der amtlichen 

Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt. Die Kosten der amtli-

chen Verteidigung im Berufungsverfahren werden auf die Gerichtskasse  

genommen, wobei eine Rückforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO vor-

behalten wird. 

5. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an 

− den amtlichen Verteidiger, im Doppel für sich und zuhanden  
des Beschuldigten (übergeben) 

− die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland (übergeben) 

sowie in vollständiger Ausfertigung an 

− den amtlichen Verteidiger im Doppel für sich und zuhanden  
des Beschuldigten 

− die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland 

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung all-

fälliger Rechtsmittel an 

− die Vorinstanz 
− das Amt für Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- 

und Vollzugsdienste 
− das Migrationsamt des Kantons Zürich 
− das Strassenverkehrsamt des Kantons Zürich, Abteilung 

Administrativmassnahmen, 8090 Zürich 
− die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A 

6. Rechtsmittel: 

Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-
sachen erhoben werden. 

- 20 - 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 
begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundes-

gerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer 

 
 

Zürich, 18. März 2013 
 
 

Der Präsident: 
 
 
 

OR Dr. F. Bollinger 
 

Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 

lic. iur. P. Rietmann 
 

 

	Urteil vom 18. März 2013
	 Anklage:
	Urteil der Vorinstanz: (Urk. 55 und 57)
	"Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte ist schuldig der
	 mehrfach vorsätzlich begangenen groben Verletzung der Verkehrsregeln im Sinne von Art. 90 Ziff. 2 SVG in Verbindung mit
	 Art. 32 Abs. 1 SVG (Nicht den Umständen angepasste Geschwindigkeit)
	 Art. 32 Abs. 2 SVG und Art. 4a Abs. 1 lit. a VRV (Missachtung der gesetzlichen Höchstgeschwindigkeit in Ortschaften)
	 Art. 32 Abs. 2 SVG und Art. 4a Abs. 1 lit. d VRV (Missachtung der gesetzlichen Höchstgeschwindigkeit auf Autobahnen)
	 Art. 27 Abs. 1 SVG und Art. 22 Abs. 1 SSV (Missachtung der signalisierten Höchstgeschwindigkeit)
	 Art. 34 Abs. 4 SVG (Ungenügender Abstand beim Hintereinanderfahren)
	 Art. 35 Abs. 1 SVG (Rechtsüberholen)

	 Widerhandlung gegen das Strassenverkehrsgesetz im Sinne von Art. 99 Ziff. 3 SVG (Nichtmitführen der erforderlichen Ausweise)
	 mehrfachen Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes im Sinne von Art. 19a Ziff. 1 BetmG

	2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 36 Monaten Freiheitsstrafe, wovon 1 Tag durch Untersuchungshaft erstanden ist, sowie mit einer Busse von Fr. 500.–.
	3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird im Umfang von 18 Monaten aufgeschoben und die  Probezeit auf 5 Jahre festgesetzt. Im Übrigen (18 Monate, abzüglich 1 Tag, der durch  Untersuchungshaft erstanden ist) wird die Freiheitsstrafe vollzogen. Die Busse...
	4. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 5 Tagen.
	5. Das mit Verfügung vom 17. November 2010 von der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat  beschlagnahmte und bei der Kantonspolizei Zürich unter der Lagernummer … aufbewahrte Minigrip-Säcklein mit 0.7 Gramm Kokain wird eingezogen und ist durch die Kantonsp...
	6. Das mit Verfügung vom 17. November 2010 von der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat,  B-1/VAV 2010/45 beschlagnahmte Mobiltelefon Sony Ericsson (Lagerort: Kantonspolizei Zürich, RWU-D-DF, Kpl B._____, … [Adresse]) wird dem Beschuldigten herausgegeben.
	7. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf:
	8. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden dem Beschuldigten auferlegt; davon ausgenommen sind die Kosten der amtlichen Verteidigung, welche einstweilen und unter dem Vorbehalt von Art. 135 Abs. 4 StPO von der Gerichtskasse...
	9. (Mitteilungen.)
	10. (Rechtsmittel)"
	Berufungsanträge:
	Es sei in Gutheissung der Berufung Ziffer 2 und 3 des Urteils der Vorinstanz aufzuheben und der Beschuldigte mit einer Freiheitsstrafe von maximal 18 Monaten und einer Busse von maximal CHF 200.– zu bestrafen.
	Der Vollzug der Freiheitsstrafe sei aufzuschieben unter Ansetzung einer Probezeit von höchstens drei Jahren.
	Eventualiter sei im Fall der Verurteilung zu einer teilbedingten Freiheitsstrafe der unbedingte Teil auf höchstens 12 Monate festzusetzen. Für den bedingten Teil sei die Probezeit auf höchstens drei Jahre festzusetzen.
	b) des Vertreters der Staatsanwaltschaft (Urk. 73 S. 1f.):
	1. Der Beschuldigte sei zu bestrafen mit 42 Monaten Freiheitsstrafe sowie  einer Busse von Fr. 500.–.
	2. Eventualiter sei die Freiheitsstrafe (vollumfänglich) zu vollziehen.
	3. Es sei eine Ersatzfreiheitsstrafe von fünf Tagen bei schuldhafter Nichtbezahlung der Busse festzusetzen.
	Erwägungen:
	I. Prozessuales
	Vom Eintritt der Rechtskraft dieser Anordnungen ist vorab Vormerk zu nehmen (Art. 404 StPO).

	II. Sanktion
	1. Der Beschuldigte ist angeklagt, überführt, geständig und - wie vorstehend  vorgemerkt - rechtskräftig schuldig erkannt, als Lenker des Personenwagens  "VW Golf", … [Autokennzeichen], zwischen dem 18. Dezember 2009 und dem 15. November 2010 an versc...
	2.1. Die Vorinstanz hat in ihren Erwägungen korrekt festgestellt, dass der Tatbestand der groben Verkehrsregelverletzung gemäss Art. 90 Ziff. 2 SVG einen oberen Strafrahmen von drei Jahren Freiheitsstrafe vorsieht und dass im Falle echter Ideal- und/...
	Das Bundesgericht erwägt in seiner neueren Praxis, die tat- und täterangemessene Strafe sei grundsätzlich innerhalb des ordentlichen Strafrahmens der (schwersten) anzuwendenden Strafbestimmung festzusetzen (SCHWARZEN-EGGER/HUG/JOSITSCH, Strafen und M...
	Die inkriminierte Fahrt wurde vom Beifahrer des Beschuldigten mit der Kamera des Mobiltelefons des Beschuldigten aufgenommen. Die entsprechende Aufnahme konnte in der Untersuchung sichergestellt und ausgewertet werden. Die Visionierung dieser Aufnahm...
	-  Fahrt vom 15. November 2010 (Hauptdossier), Geschwindigkeit bis 172 km/h  anstelle der maximal signalisierten 100 km/h (80 Tagessätze Geldstrafe [im   Folgenden: TS GS]), Abstand zu Vorfahrzeug max. 2 Meter bei ca. 95 km/h   (45  TS GS) späteres Re...
	-  Fahrt vom 18. Dezember 2009 (Nebendossier 2), Geschwindigkeit bis   205 km/h anstelle der maximal erlaubten 120 km/h (110 TS GS).
	-  Fahrt vom 24. Dezember 2009 (Nebendossier 3), Geschwindigkeit bis   187 km/h anstelle der maximal erlaubten 120 km/h (65 TS GS) sowie  Rechtsüberholen  (20 TS GS).
	-  Fahrt vom 3. Januar 2010 (Nebendossier 4), Geschwindigkeit bis 150 km/h  anstelle der maximal erlaubten 60 km/h bzw. 80 km/h (300 TS GS).
	-  Fahrt vom 7. Februar 2010 (Nebendossier 5), Geschwindigkeit bis 140 km/h   anstelle der maximal signalisierten 100 km/h (15 TS GS) sowie Rechtsüber holen des "Rennpartners" (20 TS GS).
	-  Fahrt vom 17. Februar 2010 (Nebendossier 6), Geschwindigkeit bis 200 km/h  anstelle der maximal signalisierten 100 km/h (180 TS GS) sowie Rechtsvorbei ziehen am "Rennpartner" (20 TS GS).
	-  Fahrt vom 28. Februar 2010 (Nebendossier 8), Geschwindigkeit bis 218 km/h  anstelle der maximal erlaubten 120 km/h (150 TS GS).
	-  Fahrt vom 5. März 2010 (Nebendossier 9), Geschwindigkeit bis 209 km/h   anstelle der maximal erlaubten 120 km/h (130 TS GS).
	3.5. Zur Täterkomponente hat die Vorinstanz den Werdegang und die persönlichen Verhältnisse des Beschuldigten angeführt, worauf zu verweisen ist (Urk. 57 S. 17f.). Zur Aktualisierung führte der Beschuldigte anlässlich der Berufungsverhandlung aus, das...
	3.6. Wenn die nach der Beurteilung der Tatkomponente bemessene hypothetische Einsatzstrafe von 40 Monaten Freiheitsstrafe nach der Beurteilung der  Täterkomponente - mit der Vorinstanz - um lediglich 2 Monate erhöht wird, ist dies immer noch wohlwolle...
	3.7. Die vorinstanzlich ausgefällte Übertretungsbusse von Fr. 500.-- sanktioniert den immerhin über die Dauer eines Jahres erfolgten Kokainkonsum sowie das Nichtmitführen des Fahrzeugführerausweises vom 15. November 2010 entgegen der Verteidigung (Urk...
	3.8. Demnach ist der Beschuldigte mit einer Freiheitsstrafe von 42 Monaten und einer Busse von Fr. 500.-- zu bestrafen.
	4. Bei dieser Sanktionshöhe steht die Gewährung des (teil-)bedingten Vollzugs der Freiheitsstrafe nicht zur Diskussion (Art. 42 Abs. 1 und 43 Abs. 1 StGB). Die Ersatzfreiheitsstrafe der Busse ist mit der Vorinstanz auf 5 Tage zu bemessen (Urk. 57 S. 2...
	5. Als obiter dictum schliesslich noch das Folgende: Der Beschuldigte spricht  davon, den Führerausweis wieder erlangen zu wollen (Urk. 45 S. 3f.). Es fällt zwar nicht in die Kompetenz des hiesigen Gerichts, über diese Frage zu entscheiden. Angesichts...

	III. Gutachten/Massnahme
	1. Der Verteidiger des Beschuldigten stellte anlässlich der Berufungsverhandlung den Antrag, hinsichtlich der Schuldfähigkeit des Beschuldigten und im Hinblick auf die allfällige Notwendigkeit einer Massnahme sei ein Gutachten zu erstellen (Urk. 72).
	2. Dass die Schuldfähigkeit des Beschuldigten in keiner Weise als eingeschränkt zu erachten ist, wurde bereits dargelegt (Ziff. II.3.3.). Bis zur Berufungsverhandlung erklärte der Beschuldigte stets, dass sein Tatmotiv darin bestanden habe, sich vor s...

	IV. Kosten
	1. Die Gerichtsgebühr des Berufungsverfahrens ist auf Fr. 3'000.-- festzusetzen.
	2. Im Berufungsverfahren unterliegt der Beschuldigte und obsiegt die Anklagebehörde je vollumfänglich. Daher sind die Kosten dieses Verfahrens exklusive Kosten der amtlichen Verteidigung dem Beschuldigten aufzuerlegen (Art. 428 Abs. 1 StPO). Die Kost...

	Es wird beschlossen:
	1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Bülach, II. Abteilung, vom 14. August 2012 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:
	"1. Der Beschuldigte ist schuldig der
	 mehrfach vorsätzlich begangenen groben Verletzung der Verkehrsregeln im Sinne von Art. 90 Ziff. 2 SVG in Verbindung mit
	 Art. 32 Abs. 1 SVG (Nicht den Umständen angepasste Geschwindigkeit)
	 Art. 32 Abs. 2 SVG und Art. 4a Abs. 1 lit. a VRV (Missachtung der  gesetzlichen Höchstgeschwindigkeit in Ortschaften)
	 Art. 32 Abs. 2 SVG und Art. 4a Abs. 1 lit. d VRV (Missachtung der  gesetzlichen Höchstgeschwindigkeit auf Autobahnen)
	 Art. 27 Abs. 1 SVG und Art. 22 Abs. 1 SSV (Missachtung der signalisierten Höchstgeschwindigkeit)
	 Art. 34 Abs. 4 SVG (Ungenügender Abstand beim Hintereinanderfahren)
	 Art. 35 Abs. 1 SVG (Rechtsüberholen)

	 Widerhandlung gegen das Strassenverkehrsgesetz im Sinne von  Art. 99 Ziff. 3 SVG (Nichtmitführen der erforderlichen Ausweise)
	 mehrfachen Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes im Sinne von  Art. 19a Ziff. 1 BetmG

	2.-4. (…)
	2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.
	Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte A._____ wird bestraft mit 3 Jahren und 6 Monaten Freiheitsstrafe (wovon 1 Tag durch Untersuchungshaft erstanden ist) sowie mit einer Busse von Fr.  500.--.
	2. Die Freiheitsstrafe wird vollzogen. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von  5 Tagen.
	3. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	4. Die Kosten des Berufungsverfahrens, exklusive derjenigen der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt. Die Kosten der amtlichen Verteidigung im Berufungsverfahren werden auf die Gerichtskasse  genommen, wobei eine Rückforderung ge...
	5. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an
	 den amtlichen Verteidiger, im Doppel für sich und zuhanden  des Beschuldigten (übergeben)
	 die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland (übergeben)
	 den amtlichen Verteidiger im Doppel für sich und zuhanden  des Beschuldigten
	 die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland
	 die Vorinstanz
	 das Amt für Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und Vollzugsdienste
	 das Migrationsamt des Kantons Zürich
	 das Strassenverkehrsamt des Kantons Zürich, Abteilung Administrativmassnahmen, 8090 Zürich
	 die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A

	6. Rechtsmittel: Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.