# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3fa9cb28-765e-57be-b44e-4e24855e51f7
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-03-28
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht II. Strafkammer 28.03.2013 SK2 2013 17
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_005_SK2-2013-17_2013-03-28.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

__________________________________________________________________________________________________

Ref.: Chur, 28. März 2013 Schriftlich mitgeteilt am:
SK2 13 17 28. März 2013

Verfügung
II. Strafkammer

Vorsitz Pritzi
Aktuarin Thöny

In der strafrechtlichen Beschwerde

des X., Beschwerdeführer, 

gegen

den Entscheid des Kantonalen Zwangsmassnahmengerichts vom 12. März 2013, 
mitgeteilt am 12. März 2013, in Sachen gegen den Beschwerdeführer,

betreffend Anordnung der Untersuchungshaft,

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A. Am 8. März 2013 wurde X. von der Kantonspolizei Obwalden festgenom-
men. Da er aufgrund eines Haftbefehls wegen Verdachts auf Diebstahl gemäss 
Art. 139 Ziff. 1 StGB, Sachbeschädigung gemäss Art. 144 Abs. 1 StGB sowie 
Hausfriedensbruch gemäss Art. 186 StGB gültig zur Verhaftung ausgeschrieben 
war, wurde er gleichentags an die zuständige Kantonspolizei Graubünden über-
führt (vgl. Dossier 2 act. 02). Mit Antrag vom 10. März 2013 ersuchte die Staats-
anwaltschaft Graubünden gestützt auf Art. 224 Abs. 2 StPO den Einzelrichter des 
kantonalen Zwangsmassnahmengerichts um Anordnung der Untersuchungshaft. 
Als Haftgrund wurde Fluchtgefahr gemäss Art. 221 Abs.1 lit. a StPO, Kollusions-
/Verdunkelungsgefahr gemäss Art. 221 Abs. 1 lit. b StPO und Wiederholungsge-
fahr gemäss Art. 221 Abs. 1 lit. c StPO geltend gemacht (vgl. Dossier 2 act. 05).

B. Da X. ausdrücklich auf eine mündliche Verhandlung verzichtete, führte der 
Einzelrichter des Zwangsmassnahmengerichts des Kantons Graubünden ein 
schriftliches Verfahren durch. Mit Entscheid vom 12. März 2013 erkannte er wie 
folgt:

„1. Das Gesuch wird gutgeheissen und die Untersuchungshaft wegen 
Fluchtgefahr, Kollusions-/Verdunkelungsgefahr und Wiederholungsge-
fahr bis längstens 7. Juni 2013 angeordnet.

2. Die beschuldigte Person kann jederzeit ein Gesuch um Entlassung 
aus der Untersuchungshaft stellen. Dieses ist bei der Staatsanwalt-
schaft mündlich zu Protokoll zu geben oder schriftlich zu stellen und 
kurz zu begründen. 

3. Die Verfahrenskosten von CHF 350.00 bleiben bei der Prozedur. Sie 
werden vorschussweise von der Staatsanwaltschaft Graubünden zu 
Lasten des Kantons übernommen und sind innert 30 Tagen auf das 
PC-Konto 70-3596-3 des Bezirksgerichts Plessur zu überweisen. 

4. (Rechtsmittelbelehrung).

5. (Mitteilung).“

C. Gegen diesen Entscheid des Einzelrichters des kantonalen Zwangsmass-
nahmengerichts erhob X. mit Eingabe vom 19. März 2013 (Poststempel) beim 
Kantonsgericht von Graubünden Beschwerde, wobei er sinngemäss die Aufhe-
bung des angefochtenen Entscheids und die sofortige Entlassung aus der Unter-
suchungshaft beantragte.

D. Mit Schreiben vom 20. März 2013 verzichtete der Einzelrichter des kantona-
len Zwangsmassnahmengerichts auf die Einreichung einer Vernehmlassung. Die 

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Staatsanwaltschaft Graubünden beantragt mit Vernehmlassung vom 25. März 
2013 die kostenfällige Abweisung der Beschwerde.

Auf die Begründung der Anträge und die Ausführungen im angefochtenen Ent-
scheid wird, soweit erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.

II. Erwägungen

1.a) Gemäss Art. 393 Abs. 1 lit. c StPO in Verbindung mit Art. 222 StPO kann 
gegen Entscheide über die Anordnung, die Verlängerung und die Aufhebung der 
Untersuchungs- oder Sicherheitshaft Beschwerde im Sinne von Art. 393 ff. StPO 
erhoben werden. Legitimiert dazu ist jede Partei, die ein rechtlich geschütztes In-
teresse an der Aufhebung oder Änderung des vorinstanzlichen Entscheids hat 
(Art. 382 StPO). Die Beschwerde gegen schriftlich oder mündlich eröffnete Ent-
scheide ist innert 10 Tagen schriftlich und begründet bei der Beschwerdeinstanz 
einzureichen (Art. 396 Abs. 1 StPO). Gestützt auf Art. 22 des Einführungsgesetzes 
zur Schweizerischen Strafprozessordnung (EGzZPO; BR 350.100) und Art. 10 
Abs. 1 der Kantonsgerichtsverordnung (KGV; BR 173.100) liegt die Zuständigkeit 
im vorliegenden Beschwerdeverfahren, zumal keine Ausnahme im Sinne von 
Art. 395 StPO vorliegt, bei der II. Strafkammer des Kantonsgerichts. Aufgrund der 
offensichtlichen Unbegründetheit des Rechtsmittels entscheidet der Vorsitzende 
gemäss Art. 18 Abs. 3 des Gerichtsorganisationsgesetzes (GOG; BR 173.000) in 
einzelrichterlicher Kompetenz. Mit dem angefochtenen Entscheid wurde der Be-
schwerdeführer in Untersuchungshaft versetzt, wodurch er offensichtlich be-
schwert ist. 

b) X. wurde zwar im Verfahren vor dem kantonalen Zwangsmassnahmenge-
richts nicht amtlich verteidigt, es wurde ihm jedoch ab dem elften Tag der Unter-
suchungshaft im Sinne von Art. 130 lit. a StPO ein amtlicher Verteidiger zur Seite 
gestellt. Im vorliegenden Beschwerdeverfahren tritt X. jedoch ohne seinen amtli-
chen Verteidiger auf. Gemäss herrschender Lehre muss die notwendige Verteidi-
gung grundsätzlich bis zum Abschluss des erstinstanzlichen Verfahrens bestehen. 
Sie gilt weiter, wenn die Staatsanwaltschaft das Urteil anficht oder aus anderen 
Gründen persönlich vor der Berufungsinstanz auftritt (Art. 130 lit. d StPO). Glei-
ches hat auch für Nebenverfahren wie Haftrekurse und Ähnliches zu gelten. Wer-
den solche Nebenverfahren nicht vom Beschuldigten initiiert, dann umfasst die 
notwendige Verteidigung wohl auch die Vertretung des Beschuldigten in diesen. 
Ergreift hingegen die beschuldigte Person in einem Nebenverfahren ein Rechts-

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mittel, so kann nur eine amtliche Verteidigung beantragt werden, wobei die vom 
Bundesgericht aufgestellten Regeln für die unentgeltliche Verteidigung in Rechts-
mittelverfahren (Bedürftigkeit und Nicht-Aussichtslosigkeit des Rechtsmittels) zur 
Anwendung kommen (vgl. Nicklaus Ruckstuhl, Basler Kommentar, Schweizeri-
sche Strafprozessordnung, Basel 2011, N. 6 ff. zu Art. 130). Nach dem Gesagten 
ist es X. als Beschwerdeführer im vorliegenden Rechtsmittelverfahren somit frei-
gestellt, sich selbst zu verteidigen.

Auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde vom 19. März 
2013 (Poststempel) kann demzufolge eingetreten werden.

2. Das Beschwerdeverfahren ist unter Vorbehalt von Art. 390 Abs. 5 StPO ein 
schriftliches und nicht öffentliches Verfahren (Art. 397 Abs. 1 StPO). Es richtet sich 
nach den Regeln der Art. 69 Abs. 3 lit. c und Art. 390 ff. StPO. Die Beschwerde 
stellt gemäss Art. 393 Abs. 2 StPO ein umfassendes ordentliches Rechtsmittel 
dar. Sie kann - wenn die entsprechende Verfahrenshandlung beschwerdefähig ist 
- ohne Einschränkung erhoben werden. Mit der Beschwerde können alle Mängel 
des angefochtenen Entscheids geltend gemacht werden. Die Rechtsmittelinstanz 
verfügt über eine volle Kognition und ist befugt und verpflichtet, die ihr unterbreite-
te Sache frei und umfassend zu prüfen (vgl. Stephenson/Thiriet, Basler Kommen-
tar, Schweizerische Strafprozessordnung, Basel 2011, N. 15 zu Art. 393).

3. Die Untersuchungshaft schränkt die persönliche Freiheit des Beschwerde-
führers ein (Art. 10 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 31 BV). Eine Einschränkung die-
ses Grundrechts ist zulässig, wenn sie auf einer gesetzlichen Grundlage beruht, 
im öffentlichen Interesse liegt und verhältnismässig ist; zudem darf sie den Kern-
gehalt des Grundrechts nicht beeinträchtigen (Art. 36 BV). Nach Art. 221 Abs. 1 
StPO ist Untersuchungshaft zulässig, wenn die beschuldigte Person eines Verbre-
chens oder Vergehens dringend verdächtigt wird. Zum allgemeinen Haftgrund des 
dringenden Tatverdachts muss ein besonderer Haftgrund nach Art. 221 Abs. 1 lit. 
a-c StPO hinzukommen, nämlich entweder Fluchtgefahr (lit. a), Kollusionsgefahr 
(lit. b) oder Wiederholungsgefahr (lit. c). Allgemeiner Haftgrund und besonderer 
Haftgrund müssen kumulativ erfüllt sein. Die besonderen Haftgründe sind unter-
einander alternativ. Das zuständige Gericht ordnet gemäss Art. 237 Abs. 1 StPO 
an Stelle der Untersuchungshaft eine oder mehrere mildere Massnahmen an, 
wenn sie den gleichen Zweck wie die Haft erfüllen (vgl. Forster, Basler Kommen-
tar, a.a.O., N. 1 und 16 zu Art. 221; Urteil des Bundesgericht 1B_148/2011 vom 
13. April 2011). Der Beschwerdeführer bestreitet das Vorliegen des allgemeinen 
Haftgrundes nicht. Ein dringender Tatverdacht im Sinne von Art. 221 Abs. 1 StPO 

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ist somit offensichtlich zu bejahen. Zu prüfen bleibt, ob neben dem allgemeinen 
Haftgrund des dringenden Tatverdachts auch ein besonderer Haftgrund nach 
Art. 221 Abs.1 lit. a-c StPO erfüllt ist.

4. Der Beschwerdeführer macht zunächst geltend, er sei vor seiner Festnah-
me sechs Wochen lang in Freiheit gewesen. Davon habe er vier Wochen im Aus-
land verbracht, sei danach aber wieder zurückgekehrt. Es bestehe daher keine 
Fluchtgefahr.

a) Beim Haftgrund der Fluchtgefahr gemäss Art. 221 Abs. 1 lit. a StPO geht es 
um die Sicherung der Anwesenheit der beschuldigten Person im Verfahren. Nach 
der Rechtsprechung des Bundesgerichts braucht es für die Annahme von Flucht-
gefahr eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass sich die beschuldigte Person, wenn 
sie in Freiheit wäre, der Strafverfolgung und dem Vollzug der Strafe durch Flucht 
entziehen würde. Im Vordergrund steht dabei eine mögliche Flucht ins Ausland, 
denkbar ist jedoch auch ein Untertauchen im Inland. Bei der Bewertung, ob 
Fluchtgefahr besteht, sind die gesamten konkreten Verhältnisse zu berücksichti-
gen. Es müssen Gründe bestehen, die eine Flucht nicht nur als möglich, sondern 
als wahrscheinlich erscheinen lassen. Die Schwere der drohenden Sanktionen 
darf als ein Indiz für Fluchtgefahr gewertet werden. Sie genügt jedoch für sich al-
lein nicht, um den Haftgrund zu bejahen. Vielmehr müssen die gesamten Lebens-
verhältnisse des Angeschuldigten in Betracht gezogen werden. So ist es zulässig, 
die familiären und sozialen Bindungen des Häftlings, dessen berufliche Situation 
und Schulden sowie private und geschäftliche Kontakte ins Ausland und Ähnliches 
mit einzubeziehen. Auch psychische Auffälligkeiten, die auf eine besondere Nei-
gung zu Impulsausbrüchen beziehungsweise Kurzschlusshandlungen schliessen 
lassen, können eine Fluchtneigung erhöhen. Als Fluchtneigung gilt auch das er-
höhte Risiko eines Untertauchens in der Schweiz (vgl. zum Ganzen Urteil des 
Bundesgerichts 1B_102/2011 vom 22. März 2011, E. 3.5; Forster, a.a.O., N. 5 zu 
Art. 221).

b) Der Beschwerdeführer muss im Falle einer Verurteilung mit einer Freiheits-
strafe rechnen, zumal der Vorwurf des mehrfachen Diebstahls im Raum steht und 
er zudem einschlägig vorbestraft ist. Er hat gemäss eigenen Angaben seit 10-15 
Jahren keinen festen Wohnsitz in der Schweiz. Anlässlich der polizeilichen Ein-
vernahme vom 20. März 2013 (act. D.3) bestätigte er zudem, dass er im Ausland 
einen Wohnsitz habe. Unter diesen Umständen erscheint es als wahrscheinlich, 
dass er sich im Falle einer Freilassung ins Ausland absetzen würde. Kommt hinzu, 
dass X. selbst in seiner Beschwerdeschrift ausführte, er habe von den sechs Wo-

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chen seit seiner Freilassung im Kanton Bern vier Wochen im Ausland verbracht. 
Unter diesen Voraussetzungen muss die Fluchtgefahr im Sinne von Art. 221 Abs. 
1 lit. a StPO bejaht werden.

5. Des Weiteren bringt der Beschwerdeführer vor, auch die von der Staatsan-
waltschaft geltend gemachte Kollusionsgefahr sei ausgeschlossen, da er seit der 
Haftentlassung sechs Wochen Zeit gehabt hätte, um Absprachen zu treffen.

a) Kollusion bedeutet, dass sich der Beschuldigte mit Zeugen, Auskunftsper-
sonen, Sachverständigen oder Mitbeschuldigten ins Einvernehmen setzt oder sie 
zu wahrheitswidrigen Aussagen veranlasst. Die Untersuchungshaft wegen Kollu-
sionsgefahr soll verhindern, dass ein Beschuldigter die Freiheit dazu missbraucht, 
die wahrheitsgetreue Abklärung des Sachverhalts zu vereiteln oder zu gefährden. 
Dabei genügt nach der Rechtsprechung die theoretische Möglichkeit, dass der 
Beschuldigte in Freiheit kolludieren könnte, nicht, um die Fortsetzung der Haft un-
ter diesem Titel zu rechtfertigen, vielmehr müssen konkrete Indizien für eine sol-
che Gefahr sprechen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 1B_81/2012 vom 5. März 
2012 E. 3.1 mit Hinweis auf BGE 123 I 31 E. 3c S. 35).

b) Wie sich aus den Akten ergibt (vgl. Dossier 2 act. 9; act. D.5), sind gegen X. 
mehrere Strafverfahren in verschiedenen Kantonen hängig. Was die ihm vorge-
worfenen Delikte im Kanton Graubünden betreffen, verweigerte der Beschwerde-
führer bis anhin jede Aussage (vgl. Dossier 2 act. 4; act. D.3). Zum jetzigen Zeit-
punkt sind der genaue Tathergang und allfällige Mittäterschaften noch nicht restlos 
geklärt, weshalb eine erhöhte Gefahr besteht, dass der Beschwerdeführer im Falle 
einer Freilassung allfällige Mittäter beeinflussen und Beweismittel beseitigen könn-
te. Überdies ist zu berücksichtigen, dass auch in den anderen Kantonen die Er-
mittlungen bezüglich weiterer Diebstähle laufen, bei welchen sich der Beschwer-
deführer möglicherweise aktiv beteiligt haben könnte. Auch diesbezüglich gilt es 
zu verhindern, dass X. Einfluss auf den Gang der Untersuchungen nehmen kann. 
Da die Mitwirkung des Beschwerdeführers an mehreren Diebstählen in Frage 
steht und die Beweiserhebungen noch nicht abgeschlossen sind, erscheint die 
Weiterführung der Untersuchungshaft auch unter dem Gesichtspunkt der Kollusi-
onsgefahr als geboten.

6. Schliesslich macht der Beschwerdeführer geltend, es sei auch keine Wie-
derholungsgefahr gegeben. Er hätte ja in den sechs Wochen in Freiheit genügend 
Zeit gehabt, um zu delinquieren, was er aber nicht der Fall gewesen sei. Auch se-

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he er nicht ein, was für schwere Verbrechen er begehen sollte, um andere zu ge-
fährden. Er sei 65 Jahre lang ein friedlicher Mensch gewesen.

a) Sinn und Zweck der Anordnung von Haft wegen Wiederholungs- bezie-
hungsweise Fortsetzungsgefahr ist die Verhütung von Delikten. Die Haft ist somit 
überwiegend Präventivhaft. Die Notwendigkeit, die beschuldigte Person an der 
Begehung einer strafbaren Handlung zu hindern, anerkennt Art. 5 Ziff. 1 lit. c 
EMRK ausdrücklich als Haftgrund. Die Anordnung von Haft wegen Wiederho-
lungsgefahr dient auch dem strafprozessualen Ziel der Beschleunigung, indem 
verhindert wird, dass sich das Verfahren durch immer neue Delikte kompliziert und 
in die Länge zieht. Der Haftgrund der Wiederholungsgefahr ist restriktiv zu hand-
haben. Art. 221 Abs. 1 lit. c StPO setzt die ernsthafte Befürchtung voraus, dass 
die beschuldigte Person durch schwere Verbrechen oder Vergehen die Sicherheit 
anderer erheblich gefährdet, nachdem sie bereits früher gleichartige Strafen ver-
übt hat. Verlangt ist mithin eine ernsthafte und erhebliche Gefährdung der Sicher-
heit anderer durch „schwere Verbrechen oder Vergehen“ im Sinne von Art. 10 
Abs. 2 und 3 StGB. Die Begehung dieser Delikte muss ernsthaft zu befürchten 
sein. Erforderlich ist eine sehr ungünstige Rückfallprognose; dabei sind insbeson-
dere die Häufigkeit und Intensität der untersuchten Delikte sowie die einschlägigen 
Vorstrafen zu berücksichtigen. Das Gesetz verlangt als weitere Voraussetzung der 
Präventivhaft wegen Wiederholungsgefahr, dass die beschuldigte Person bereits 
früher gleichartige Vortaten verübt hat. Auch bei den Vortaten muss es sich um 
Verbrechen oder schwere Vergehen gegen gleiche oder gleichartige Rechtsgüter 
gehandelt haben. Die früher begangenen Straftaten können sich aus rechtskräftig 
abgeschlossenen früheren Strafverfahren ergeben. Sie können jedoch auch Ge-
genstand eines noch hängigen Strafverfahrens bilden, in dem sich die Frage der 
Untersuchungs- und Sicherheitshaft stellt. Das Gesetz spricht von verübten Straf-
taten und nicht bloss einem Verdacht, sodass dieser Haftgrund nur bejaht werden 
kann, wenn mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit feststeht, dass die 
beschuldigte Person solche Straftaten begangen hat. Neben einer rechtskräftigen 
Verurteilung gilt der Nachweis auch bei einem glaubhaften Geständnis oder einer 
erdrückenden Beweislage als erbracht (vgl. Urteil des Bundesgerichts 
1B_126/2011 vom 6. April 2011, E. 3.2 mit weiteren Hinweisen).

b) Den Akten ist zu entnehmen, dass X. in dringendem Verdacht steht, in den 
vergangenen rund sieben Jahren in Graubünden mehrere Einbruchdiebstähle be-
gangen zu haben (vgl. Dossier 2 act. 4). Des Weiteren werden dem Beschwerde-
führer nach einer Auswertung des DNA-Spurenmaterials verschiedene Einbruch-
diebstähle in mehreren Kantonen spurenmässig angelastet. Diese erstrecken sich 

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über den Zeitraum von Januar 2001 bis August 2012. Diese zahlreichen Straftaten 
lassen durchaus Rückschlüsse auf eine Wiederholungsgefahr zu und führen zu 
einer sehr ungünstigen Rückfallprognose. Hinzu kommt, dass er sich im bisheri-
gen Verfahren nicht kooperativ zeigte und keine Hinweise darauf bestehen, dass 
er sich inskünftig an das Gesetz halten will. Insofern ist auf die bundesgerichtliche 
Rechtsprechung zu verweisen, wonach die Anordnung der Haft auch dem Be-
schleunigungsgebot dient, indem der Verfahrensabschluss nicht durch das Hinzu-
kommen weiterer Delikte verzögert wird. Unbehelflich ist der Einwand des Be-
schwerdeführers, er sei im Januar 2013 im Kanton Bern freigelassen worden. Wie 
die Staatsanwaltschaft in ihrer Stellungnahme zurecht ausführt, wurde die Auswer-
tung des DNA-Spurenmaterials erst nach seiner Haftentlassung durchgeführt. Die 
Entlassung aus der Untersuchungshaft erfolgte somit in Unkenntnis der weiteren, 
ihm zwischenzeitlich zur Last gelegten Delikte. Die Tatsache, dass der Beschwer-
deführer damals entlassen wurde, bildet keinen Anhaltspunkt dafür, dass im jetzi-
gen Zeitpunkt die Voraussetzungen für eine Untersuchungshaft nicht erfüllt sind. 
Unter Berücksichtigung sämtlicher Umstände ist festzuhalten, dass die Vorinstanz 
auch den Haftgrund der Wiederholungsgefahr zu Recht bejaht hat.

7. Gemäss Art. 197 Abs. 1 lit. c StPO können Zwangsmassnahmen, worunter 
auch die Untersuchungshaft fällt, nur ergriffen werden, wenn die damit angestreb-
ten Ziele nicht durch mildere Massnahmen erreicht werden können. Nach Art. 212 
Abs. 2 lit. c StPO sind freiheitsentziehende Zwangsmassnahmen aufzuheben, so-
bald Ersatzmassnahmen zum gleichen Ziel führen. Diese Bestimmungen ergeben 
sich aus dem Grundsatz der Verhältnismässigkeit und werden in Art. 237 StPO 
konkretisiert. Untersuchungs- und Sicherheitshaft sind danach unzulässig, wenn 
ihr Zweck - die Verhinderung von Flucht, Kollusion, Wiederholung oder Aus-
führung der Tat - durch mildere Massnahmen erreicht werden kann. Der Be-
schwerdeführer zeigte sich im bisherigen Strafverfahren gegenüber den Behörden 
nicht kooperativ. So bestreitet er den Tatvorwurf trotz erdrückender Beweislage. 
Ausserdem sind gegen ihn auch in anderen Kantonen Strafverfahren hängig. Aus 
seiner Beschwerdeschrift geht des Weiteren hervor, dass er sich aktuell mehrheit-
lich im Ausland aufhält. Aufgrund dieser Tatsachen muss davon ausgegangen 
werden, dass er nicht gewillt ist, sich an gesetzliche Bestimmungen und Auflagen 
zu halten. Unter diesen Umständen fällt die Anordnung einer Ersatzmassnahme 
von Vornherein ausser Betracht. Im vorliegenden Fall kann der Flucht- wie auch 
der Kollusions- und der Wiederholungsgefahr nicht mit einer milderen Ersatz-
massnahme nach Art. 237 StPO begegnet werden. 

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8. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass im Falle von X. sowohl die Flucht-
gefahr gemäss Art. 221 Abs. 1 lit. a StPO wie auch die Kollusionsgefahr gemäss 
Art. 221 Abs. 1 lit. b StPO und die Wiederholungsgefahr gemäss Art. 221 Abs. 1 
lit. c StPO gegeben sind und Ersatzmassnahmen im Sinne von Art. 237 StPO zur 
Erreichung des Haftzwecks nicht genügen würden. Die Vorinstanz hat somit das 
Gesuch der Staatsanwaltschaft zu Recht gutgeheissen und eine Untersuchungs-
haft angeordnet. Demzufolge ist die vorliegende Beschwerde abzuweisen. 

9. Bei diesem Ausgang des Verfahrens gehen die Kosten zu Lasten des Be-
schwerdeführers (Art. 428 Abs. 1 StPO).

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III. Demnach wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 1‘500.-- gehen zu Lasten 
des Beschwerdeführers.

3. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 78 ff. des Bundesgesetzes 
vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (Bundesgerichtsgesetz, BGG; 
SR 173.110) Beschwerde in Strafsachen an das Bundesgericht geführt 
werden. Die Beschwerde ist dem Schweizerischen Bundesgericht, 1000 
Lausanne 14, schriftlich innert 30 Tagen seit Eröffnung der vollständigen 
Ausfertigung der Entscheidung in der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschrie-
benen Weise einzureichen. Für die Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimati-
on, die weiteren Voraussetzungen und das Verfahren der Beschwerde gel-
ten die Art. 29 ff., 78 ff. und 90 ff. BGG.

4. Mitteilung an: