# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1d3f4b11-1c6e-58fd-95ed-fff79e722850
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-04-05
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 3. Kammer 05.04.2022 S 2022 11
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_003_S-2022-11_2022-04-05.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

S 22 11

3. Kammer als Versicherungsgericht

Vorsitz Pedretti

RichterIn von Salis und Audétat

Aktuar Gross

URTEIL         

vom 5. April 2022

in der versicherungsrechtlichen Streitsache

A._____,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Peter Portmann,

Beschwerdeführer

gegen

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Graubünden,

IV-Stelle, 

Beschwerdegegnerin

betreffend Versicherungsleistungen nach IVG

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I. Sachverhalt:

1. A._____, geboren B._____, ist Landwirt und meldete sich im April 2017 

unter Hinweis auf die bei einem Unfall am 10. August 2016 erlittenen Ober-

schenkel- und Beckenfrakturen bei der IV-Stelle des Kantons Graubünden 

(nachfolgend IV-Stelle) zum Leistungsbezug an. Diese tätigte erwerbliche 

und medizinische Abklärungen. Insbesondere liess sie A._____ bei der 

Swiss Medical Assessment- and Business (SMAB) AG monodisziplinär 

durch Dr. med. C._____, Fachärztin für orthopädische Chirurgie und 

Traumatologie des Bewegungsapparats, begutachten. In dem am 27. Mai 

2020 erstatteten Gutachten diagnostizierte sie eine Arthralgie und 

Beugekontraktur des rechten Hüftgelenks (knöchern konsolidierte 

subtrochantäre Fermurfraktur rechts), des vorderen Beckenrings rechts 

und beider Iliosakralgelenke mit Relevanz für die Arbeitsfähigkeit. Für 

körperlich leichte bis gelegentlich mittelschwere, wechselbelastende 

Tätigkeiten mit vermehrtem Sitzen und ohne häufiges Knien oder Hocken 

erachtete sie A._____ ab November 2018 zu 80 % arbeitsfähig. Ab dem 

Unfalltag am 10. August 2016 attestierte sie ihm keine und ab September 

2018 eine 50%ige Arbeitsfähigkeit mit monatlicher Steigerung um 15 %.

2. Nach Einholung der Abschlussbeurteilung durch RAD-Arzt Dr. med. 

D._____ stellte die IV-Stelle A._____ mit Vorbescheid vom 11. August 2020 

die Zusprache einer ganzen Invalidenrente vom 1. Oktober 2017 bis zum 

30. November 2018 und einer halben Invalidenrente vom 1. Dezember 

2018 bis zum 31. Januar 2019 in Aussicht. Dagegen liess A._____ am 14. 

September 2020, ergänzt mit Eingabe vom 6. November 2020, Einwand 

erheben. Gestützt darauf gelangte die IV-Stelle zur Auffassung, dass das 

SMAB-Gutachten von Dr. med. C._____ gewisse Ungereimtheiten enthalte 

und die gesundheitlichen Beschwerden möglicherweise nicht umfassend 

berücksichtigt habe. Sie beschloss, ein polydisziplinäres Gutachten in den 

Fachdisziplinen Allgemeine Innere Medizin, Neurologie, orthopädische 

Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparats sowie Psychiatrie 

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und Psychotherapie einzuholen, einschliesslich Durchführung einer 

Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit. Der Auftrag wurde der 

X._____ AG zugeteilt, wobei am 10. August 2021 bekannt gegeben wurde, 

dass für die Fachdisziplin orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 

Bewegungsapparats Dr. med. E._____, Facharzt für Rheumatologie, 

eingesetzt werde. Dies eröffnete die IV-Stelle tags darauf A._____ und gab 

ihm die Möglichkeit, innert 12 Tagen Zusatzfragen zu stellen und triftige 

Einwände zu erheben. Diese Frist wurde auf Gesuch hin mit Schreiben vom 

25. August 2021 um 20 Tage erstreckt. 

3. Mit Schreiben vom 17. September 2021 liess A._____ beantragen, zur 

Begutachtung in der Fachdisziplin orthopädische Chirurgie und 

Traumatologie des Bewegungsapparats sei anstelle von Dr. med. E._____ 

ein in der Schweiz ansässiger Facharzt mit Schwerpunkt chirurgische 

Orthopädie einzusetzen. Dazu führte er namentlich aus, seine 

Beschwerden seien überwiegend orthopädischer und nicht 

rheumatologischer Natur. Der vorgesehene Gutachter Dr. med. E._____ 

sei aufgrund seines beruflichen Schwerpunkts in der orthopädischen 

Rheumatologie nur bedingt geeignet zur Begutachtung in der 

orthopädischen Fachdisziplin. Zudem würden über den Umgang von Dr. 

med. E._____ mit Patienten im Internet diverse negative 

Erfahrungsberichte kursieren. Die teils ausführlichen Rezensionen auf 

Google zeigten, dass er scheinbar Mühe habe, auf die Leiden und 

Bedürfnisse seiner Patienten einzugehen, und seine 

zwischenmenschlichen und sozialen Fähigkeiten würden stark kritisiert. 

Insbesondere scheine er keine Geduld mit fremdsprachigen Patienten zu 

haben. Des Weiteren führte A._____ aus, er sei einfacher Landwirt und 

spreche einen F._____ Dialekt. Weder der Austausch noch der Ausdruck 

auf Schriftdeutsch seien ihm geläufig. Dies habe bereits in einer ersten 

Untersuchung durch eine deutsche Flugärztin zu erheblichen 

Missverständnissen geführt.

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4. Mit Schreiben vom 23. September 2021 bat die IV-Stelle die X._____ AG 

mit Blick auf den Beweiswert und die Akzeptanz des Gutachtens, Dr. med. 

E._____ durch einen chirurgischen Orthopäden zu ersetzen.

5. Die für den 24. November 2021 vorgesehene Begutachtung durch die 

X._____ AG in der Fachdisziplin orthopädische Chirurgie und 

Traumatologie des Bewegungsapparats wurde nicht durchgeführt, 

nachdem A._____ dort von Dr. med. E._____ empfangen worden war und 

er daraufhin erklärt hatte, sich nicht durch ihn begutachten zu lassen. Dies 

wurde gleichentags vom Rechtsvertreter von A._____ einem 

Sachbearbeiter der IV-Stelle telefonisch mitgeteilt.

6. Daraufhin erneuerte die IV-Stelle am 29. November 2021 ihre Bitte 

gegenüber der X._____ AG, die Begutachtung in der besagten 

Fachdisziplin nicht durch Dr. med. E._____, sondern durch einen 

chirurgischen Orthopäden mit Facharzttitel durchführen zu lassen.

7. Mit Nachricht vom 1. Dezember 2021 teilte Prof. Dr. med. G._____, 

Ärztlicher Leiter der X._____ AG, der IV-Stelle unter Beilage zweier 

Anerkennungsschreiben der Medizinalberufskommission mit, dass Dr. 

med. E._____ über den in der Schweiz anerkannten Facharzttitel 

orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates 

verfügt und somit dem Wunsch nach einer orthopädischen Untersuchung 

Genüge getan werde.

8. Mit Zwischenverfügung vom 16. Dezember 2021 hielt die IV-Stelle daran 

fest, dass die Begutachtung in der Fachdisziplin orthopädische Chirurgie 

und Traumatologie des Bewegungsapparats durch Dr. med. E._____ 

durchgeführt werde. Dieser weise mit dem in der Schweiz anerkannten 

Facharzttitel orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 

Bewegungsapparats offensichtlich die nötige Fachkompetenz auf. Weiter 

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sei darauf hinzuweisen, dass A._____ deutscher Muttersprache sei, seit 

jeher in der Deutschschweiz lebe, die deutschsprachige Schule besucht 

und zwei Ausbildungen erfolgreich absolviert habe. Unter diesen 

Umständen sei, auch wenn er im Alltag F._____ Dialekt spreche, ohne 

Weiteres davon auszugehen, dass er und der hochdeutsch sprechende 

Teilgutachter sich adäquat verständigen können. Zu den negativen 

Erfahrungsberichten im Internet bleibe anzufügen, dass es nicht 

ungewöhnlich sei, dass ein Teil der Patienten mit dem Arzt unzufrieden sei 

und negative Erfahrungsberichte ins Internet schrieben. Das bedeute aber 

noch lange nicht, dass daran zu zweifeln sei, dass Dr. med. E._____ den 

Gesundheitszustand von A._____ und dessen Auswirkungen auf die 

Arbeitsfähigkeit objektiv und fachlich kompetent beurteilen könne bzw. 

werde. Zusammenfassend fehlten (objektive) Anhaltspunkte dafür, dass 

das von Dr. med. E._____ zu erstellende Teilgutachten nicht korrekt zu 

Stande kommen werde.

9. Dagegen liess A._____ (nachfolgend Beschwerdeführer) am 1. Februar 

2022 Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden 

erheben und neben der Aufhebung der Zwischenverfügung vom 16. 

Dezember 2021 beantragen, es sei festzustellen, dass gegen den 

Gutachter Dr. med. E._____ ein Ablehnungsgrund bestehe. Die IV-Stelle 

sei entsprechend anzuweisen, einen anderen Gutachter zu bezeichnen. 

Zur Begründung führte er im Wesentlichen aus, bereits mit Schreiben vom 

17. September 2021 sei die Kompetenz von Dr. med. E._____, auf die 

Bedürfnisse seiner Patienten einzugehen, gestützt auf zahlreiche, auf 

Google veröffentlichte Erfahrungsberichte in Abrede gestellt worden. Der 

eingereichte Auszug sei nicht unbrauchbar, gehe daraus doch die 

Gesamtbewertung hervor, welche mit 2.9 Sternen bescheiden ausfalle und 

sehr wohl einen Rückschluss auf die Eignung des Gutachters zulasse. 

Sodann habe die IV-Stelle die X._____ AG zweimal aufgefordert, anstelle 

von Dr. med. E._____ einen anderen Gutachter zu bestimmen. Dadurch 

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habe sie selbst zum Ausdruck gebracht, dass sie die Zweifel an der 

Eignung von Dr. med. E._____ für die Begutachtung teile. Wenn sie nun 

plötzlich in der angefochtenen Verfügung ihren Standpunkt geändert habe 

und an der Begutachtung durch Dr. med. E._____ festhalte, verhalte sie 

sich widersprüchlich und verletze damit den Vertrauensgrundsatz. 

Schliesslich habe Dr. med. E._____ eine persönliche Ablehnung gegen ihn 

entwickelt, was sich bei der Begegnung zwischen ihnen anlässlich des 

ursprünglich vorgesehenen Begutachtungstermins am 24. November 2021 

manifestiert habe. Dr. med. E._____ habe dabei sofort und ohne zu zögern 

die Konfrontation gesucht und ihn mit unterschwelligem Vorwurf gefragt, 

was er denn eigentlich gegen ihn habe. Aufgrund dieses Vorkommnisses 

und der gegen den Gutachter vorgebrachten Vorbehalte sei der Anschein 

der Befangenheit erstellt. Daher sei festzustellen, dass ein 

Ablehnungsgrund gegen Dr. med. E._____ bestehe.

10. In ihrer Vernehmlassung vom 22. Februar 2022 schloss die IV-Stelle 

(nachfolgend Beschwerdegegnerin) auf Abweisung der Beschwerde. Dazu 

führte sie namentlich aus, dass sie aufgrund der Mitteilung der MED@P 

fälschlicherweise davon ausgegangen sei, dass Dr. med. E._____ ein in 

der Schweiz nicht anerkannter Facharzt für Rheumatologie sei. Dieser 

Irrtum sei vom ärztlichen Leiter der X._____ AG am 1. Dezember 2021 

unter Beilage zweier Anerkennungsbestätigungen aufgelöst worden. 

Zudem vermöchten die in der Beschwerde geltend gemachten Umstände 

bei objektiver Betrachtung weder den Anschein der Befangenheit noch die 

Gefahr der Voreingenommenheit zu erwecken. Wenn Dr. med. E._____ 

den Beschwerdeführer aufgrund dessen Weigerung, sich begutachten zu 

lassen, offenbar gefragt habe, was er denn eigentlich gegen ihn habe, sei 

diese (allfällige) Reaktion verhältnismässig. Es sei daran festzuhalten, dass 

bei objektiver Betrachtung keine Umstände vorlägen, die eine objektive, 

ergebnisoffene Untersuchung durch Dr. med. E._____ in Frage stellten.

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11. Der Beschwerdeführer hielt am 21. März 2022 replicando an seinen 

Rechtsbegehren fest und vertiefte seinen Standpunkt punktuell.

12. Die Beschwerdegegnerin verzichtete mit Eingabe vom 24. März 2022 auf 

die Einreichung einer Duplik.

Auf die weiteren Vorbringen der Parteien in den Rechtsschriften, die ange-

fochtene Zwischenverfügung und die weiteren Akten wird, sofern erforder-

lich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

II. Das Gericht zieht in Erwägung:

1.1. Anfechtungsobjekt der vorliegenden Beschwerde ist die Zwischenverfü-

gung der Beschwerdegegnerin vom 16. Dezember 2021, mit welcher der 

Antrag des Beschwerdeführers, die Begutachtung in der Fachdisziplin or-

thopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparats durch 

eine andere, in der Schweiz ansässige Fachperson durchführen zu lassen, 

abgewiesen wurde. Eine solche Anordnung, die laut Bundesrecht der Be-

schwerde an das Versicherungsgericht am Ort der verfügenden IV-Stelle 

unterliegt, kann beim Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden als 

das örtlich und sachlich zuständige Versicherungsgericht angefochten 

werden (vgl. Art. 49 Abs. 2 lit. a des Gesetzes über die Verwaltungsrechts-

pflege [VRG; BR 370.100] in Verbindung mit Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bun-

desgesetzes über die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20] sowie 

Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversi-

cherungsrechts [ATSG; SR 830.1]).

1.2. Massgebend für die Zulässigkeit der Beschwerde gegen eine 

Zwischenverfügung ist – kraft Verweises auf das kantonale Recht in Art. 

61 Ingress ATSG – in erster Linie Art. 49 Abs. 4 VRG. Danach sind 

verfahrensleitende Anordnungen und vorsorgliche Massnahmen sowie 

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andere Zwischenentscheide nur anfechtbar, wenn sie für die betroffene 

Partei einen Nachteil zur Folge haben, der sich später voraussichtlich nicht 

mehr beheben lässt (lit. a), oder ausdrücklich als selbstständig anfechtbar 

erlassen werden, wenn sich das Verfahren dadurch möglicherweise 

vereinfachen lässt (lit. b). Für die Prüfung, ob hier ein nicht wieder 

gutzumachender Nachteil vorliegt, ist zwar nicht direkt, aber doch 

ergänzend auf die Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (bzw. 

des Bundesgerichts) bezüglich der Anfechtbarkeit von 

Zwischenverfügungen nach Art. 45 f. des Verwaltungsverfahrensgesetzes 

[VwVG; SR 172.021]) abzustellen (vgl. BGE 139 V 492 E.4.1, 138 V 271 

E.1.2.1 ff. und 3.2, 137 V 210 E.3.4.2.7; Urteil des Eidgenössischen 

Versicherungsgerichts H 111/06 vom 22. November 2006 E.3.4 ff.; Urteile 

des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden [VGU] S 20 121 vom 

22. Dezember 2020 E.2, U 20 71 vom 21. September 2020 E.1, S 17 106 

vom 31. Oktober 2017 E.1b, S 17 119 vom 31. Oktober 2017 E.1b, S 17 

66 vom 13. September 2017 E.1c und S 13 8 vom 5. November 2013 E.1a; 

KIESER, ATSG-Kommentar, 4. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2020, Art. 56 

Rz. 26). Für die Annahme eines nicht wieder gutzumachenden Nachteils 

im Sinne von Art. 46 Abs. 1 lit. a VwVG genügt ein tatsächliches, 

insbesondere auch ein wirtschaftliches Interesse (siehe BGE 130 II 149 

E.1.1, 127 II 132 E.2a; Urteil des Bundesgerichts 2C_86/2008 vom 

23. April 2008 E.3.2; Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts 

H 111/06 vom 22. November 2006 E.4.1; Urteile des 

Bundesverwaltungsgerichts B-6595/2017 vom 24. Mai 2018 E.1.2.1, E-

3276/2014 vom 13. Februar 2015 E.4.1, C-4224/2014 vom 12. Februar 

2015 E.3.2 und C-4163/2013 vom 2. Juni 2014 E.2.1.1; KIESER, a.a.O., 

Art. 56 Rz. 23). Das Bundesgericht hat im Kontext von 

Gutachtensanordnungen die Anfechtbarkeitsvoraussetzung des nicht 

wieder gutzumachenden Nachteils für das erstinstanzliche 

Beschwerdeverfahren in IV-Angelegenheiten bejaht, zumal die nicht 

sachgerechte Begutachtung in der Regel einen rechtlichen und nicht nur 

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tatsächlichen Nachteil bewirkt. Damit trug es namentlich dem Umstand 

Rechnung, dass das Sachverständigengutachten im 

Rechtsmittelverfahren mit Blick auf die fachfremde Materie faktisch nur 

beschränkt überprüfbar ist: Der Rechtsanwender sieht sich mangels 

ausreichender Fachkenntnisse kaum in der Lage, in formal korrekt 

abgefassten Gutachten objektivfachliche Mängel zu erkennen. Zugleich 

steht die faktisch vorentscheidende Bedeutung der medizinischen 

Gutachten für den Leistungsentscheid in einem Spannungsverhältnis zur 

grossen Streubreite der Möglichkeiten, einen Fall medizinisch zu 

beurteilen, und zur entsprechend geringen Vorbestimmtheit der 

Ergebnisse. Hinzu kommt, dass die mit medizinischen Untersuchungen 

einhergehenden Belastungen zuweilen einen erheblichen Eingriff in die 

physische oder psychische Integrität bedeuten (BGE 138 V 271 E.1.2 und 

137 V 210 E.3.4.2.7 und E.2.5). Nach dem Gesagten stellt die von der 

Beschwerdegegnerin erlassene Zwischenverfügung vom 16. Dezember 

2021 ein taugliches Anfechtungsobjekt im Sinne von Art. 61 Ingress ATSG 

i.V.m. Art. 49 Abs. 4 VRG dar.

1.3. Als formeller und materieller Verfügungsadressat ist der 

Beschwerdeführer von der angefochtenen Zwischenverfügung unmittelbar 

betroffen und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder 

Änderung. Er ist folglich zur Beschwerdeerhebung legitimiert (Art. 1 Abs. 1 

IVG i.V.m. Art. 59 ATSG). Die Beschwerde wurde zudem frist- und 

formgerecht eingereicht (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 60 Abs. 1 und 2 

ATSG, Art. 38 f. sowie Art. 61 lit. b ATSG). Darauf ist somit einzutreten.

2. Streitgegenstand bildet die Frage, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht 

an der Begutachtung des Beschwerdeführers durch Dr. med. E._____ in 

der Fachdisziplin orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewe-

gungsapparats im Rahmen der polydisziplinären Begutachtung durch die 

X._____ AG festgehalten hat.

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2.1. Muss der Versicherungsträger zur Abklärung des Sachverhaltes ein Gut-

achten einer oder eines unabhängigen Sachverständigen einholen, so gibt 

er der Partei deren oder dessen Namen bekannt. Diese kann den Gutach-

ter aus triftigen Gründen ablehnen und kann Gegenvorschläge machen 

(Art. 44 Abs. 1 ATSG in der hier anwendbaren bis zum 31. Dezember 2021 

geltenden Fassung [nachfolgend: aArt. 44 ATSG]). Triftige Gründe im 

Sinne von aArt. 44 ATSG liegen einerseits vor, wenn Ausstands- oder Ab-

lehnungsgründe bestehen, andererseits wenn materielle Einwände gegen 

die als Sachverständige vorgeschlagene Person erhoben werden. Letz-

tere beziehen sich zwar ebenfalls auf die Person des Gutachters. Sie be-

schlagen jedoch nicht dessen Unparteilichkeit. Oft sind sie von der Sorge 

getragen, das Gutachten könne mangelhaft ausfallen, wobei dabei na-

mentlich die fehlende fachliche Kompetenz geltend gemacht wird (vgl. 

BGE 132 V 93 E.6.4 f.). Personen, die Entscheidungen über Rechte und 

Pflichten zu treffen oder vorzubereiten haben, darunter auch Sachverstän-

dige, müssen im Verwaltungsverfahren in den Ausstand treten, wenn sie 

in der Sache ein persönliches Interesse haben oder aus anderen Gründen 

befangen sein könnten (Art. 29 Abs. 1 BV; Art. 36 Abs. 1 ATSG; vgl. auch 

Art. 10 Abs. 1 VwVG und Art. 34 BGG i.V.m. Art. 19 VwVG und Art. 58 

Abs. 1 BZP; BGE 137 V 210 E.2.1.3; Urteil des Bundesgerichts 

8C_62/2019 vom 9. August 2019 E.5.1). Für Sachverständige gelten 

rechtsprechungsgemäss grundsätzlich die gleichen Ausstands- und Ab-

lehnungsgründe, wie sie für Richterinnen und Richter vorgesehen sind. 

Danach ist Befangenheit anzunehmen, wenn Umstände vorliegen, die ge-

eignet sind, Misstrauen in die Unparteilichkeit zu erwecken. Da es bei der 

Befangenheit um einen nur schwer beweisbaren inneren Zustand geht, 

erfordert die Ablehnung keinen Nachweis tatsächlicher Befangenheit. Viel-

mehr genügt es, wenn Umstände vorliegen, die den Anschein der Befan-

genheit und die Gefahr der Voreingenommenheit zu begründen vermö-

gen. Bei der Beurteilung des Befangenheitsanscheins und der Gewichtung 

solcher Umstände kann jedoch nicht auf das subjektive Empfinden einer 

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Partei abgestellt werden, sondern das Misstrauen muss in objektiver 

Weise als begründet erscheinen. Angesichts der erheblichen Bedeutung, 

die den medizinischen Gutachten im Sozialversicherungsrecht zukommt, 

ist an die Unparteilichkeit des Gutachters ein strenger Massstab anzuset-

zen (Urteile des Bundesgerichts 8C_296/2021 vom 22. Juni 2021 E.3, 

9C_226/2020 vom 13. August 2020 E.4.1.1, 9C_718/2019 vom 13. August 

2020 E.2.3 und 9C_775/2019 vom 26. Mai 2020 E.3.2).         

2.2. Anders als noch im Verwaltungsverfahren lehnt der Beschwerdeführer im 

vorliegenden Rechtsmittelverfahren Dr. med. E._____ nicht mehr mangels 

fachlicher Qualifikation ab. Vielmehr räumt er in der Beschwerde ein, Dr. 

med. E._____ habe sich durch die Vorlage der entsprechenden 

Anerkennungsbescheinigungen in fachlicher Hinsicht ausweisen können 

(S. 8). So geht aus den Akten hervor, dass Dr. med. E._____ ein in der 

Schweiz anerkannter Facharzt für orthopädische Chirurgie und 

Traumatologie des Bewegungsapparats ist (vgl. Akten der 

Beschwerdegegnerin [Bg-act.] 136 f.) und somit über die fachliche 

Eignung verfügt, um die vom Beschwerdeführer beklagten Beschwerden 

im Rahmen eines Gutachtens zu beurteilen. Im Übrigen würde die 

angeblich fehlende Sachkunde eines Sachverständigen keinen 

besonderen Umstand bilden, der Misstrauen in die Unparteilichkeit des 

Gutachters erweckte (vgl. BGE 132 V 93 E.6.5).

2.3. Ebenfalls nicht mehr geltend macht der Beschwerdeführer, dass es 

anlässlich der monodisziplinären orthopädisch-traumatologischen 

Begutachtung durch Dr. med. C._____ zu erheblichen 

Kommunikationsschwierigkeiten zwischen ihm und der deutschen 

Gutachterin gekommen sei und er im Alltag einen "F._____ Dialekt" 

spreche, wobei ihm weder der Ausdruck noch der Austausch in 

Schriftdeutsch geläufig seien (vgl. Schreiben vom 17. September 2021 

[Bg-act. 130 S. 4] und Einwand vom 14. September 2020 [Bg-act. 99 S. 3 

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f.] sowie Ergänzung vom 6. November 2020 [Bg-act. 106 S. 3, S. 6 und S. 

10]). Diesem Vorbringen entgegnete die Beschwerdegegnerin in der 

angefochtenen Verfügung überzeugend, dass der Beschwerdeführer 

deutscher Muttersprache sei, seit jeher in der Deutschschweiz lebe, die 

deutschsprachige Schule besucht und zwei Ausbildungen (Landwirt und 

Schreiner) erfolgreich absolviert habe, weshalb ohne Weiteres davon 

auszugehen sei, dass er sich mit dem hochdeutsch sprechenden 

Teilgutachter adäquat verständigen könne, auch wenn er im Alltag 

F._____ Dialekt spreche (Bg-act. 139 S. 2). Dies wurde vom 

Beschwerdeführer im jetzigen Verfahren nicht in Abrede gestellt. Hinzu 

kommt, dass sich die vom Beschwerdeführer geschilderten 

Verständigungsschwierigkeiten nicht auf Dr. med. E._____ bezogen, 

sondern auf die orthopädisch-traumatologische Gutachterin Dr. med. 

C._____, wobei die Kommunikationsprobleme nach seinen eigenen 

Angaben wesentlich damit zu tun hatten, dass die Gutachterin in einem für 

ihn kaum verständlichen hochdeutschen Dialekt gesprochen hat (vgl. 

Beschwerde vom 1. Februar 2022 S. 3, Einwand vom 14. September 2020 

[Bg-act. 99 S. 4] sowie Ergänzung vom 6. November 2020 [Bg-act. 106 S. 

3 und S. 10]). Dass dies auch auf Dr. med. E._____ zutreffen würde, wurde 

weder geltend gemacht noch ist dies ersichtlich. 

2.4. Der Beschwerdeführer beruft sich im vorliegenden Verfahren erneut auf 

die auf Google publizierten negativen Erfahrungsberichte über Dr. med. 

E._____ und erblickt darin einen Ablehnungsgrund. Dazu bringt er 

namentlich vor, in seiner Stellungnahme vom 17. September 2021 seien 

insbesondere die Kompetenz des Gutachters, auf die Bedürfnisse seiner 

Patienten einzugehen, in Abrede gestellt worden. Bei der Anamnese sei 

erforderlich, dass auf die Äusserungen der Patienten eingegangen werde 

und diese im Gutachten auch entsprechend wiedergegeben würden. Sein 

Einwand ist somit von der Sorge getragen, das Gutachten könnte 

mangelhaft ausfallen und die angeblichen Fehlleistungen des 

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vorgesehenen Sachverständigen würden ihn um ein faires 

Abklärungsverfahren bringen. Abgesehen davon, dass die formelle 

Ablehnung eines Gutachters regelmässig nicht allein mit strukturellen 

Umständen begründet werden kann (BGE 138 V 271 E.2.2.2 m.H.), ist 

sein Vorbringen allgemeiner Natur. Der Beschwerdeführer macht keine 

spezifisch auf seinen Fall bezogenen Ablehnungsgründe gegen den 

vorgesehenen Sachverständigen geltend. Mit anderen Worten zielt die 

von ihm kritisierte angeblich fehlende Kompetenz von Dr. med. E._____, 

auf die Bedürfnisse seiner Patienten einzugehen, nicht auf einen 

personenbezogenen Ablehnungsgrund ab, der seinen Ursprung im 

Verhältnis zwischen ihm und dem Gutachter hat und sich aus den 

konkreten Verhältnissen des Einzelfalls ergibt (vgl. Urteil des 

Bundesgerichts 8C_296/2021 vom 22. Juni 2021 E.2.3, 9C_344/2020 vom 

22. Februar 2021 E.4.2.2, 8C_445/2018 vom 6. November 2018 E.3.2). 

Zudem führte bereits die Beschwerdegegnerin in der angefochtenen 

Verfügung überzeugend aus, dass es nicht ungewöhnlich sei, dass ein Teil 

der Patienten negative Erfahrungsberichte über ihren Arzt ins Internet 

schreiben würden, was jedoch nicht bedeute, dass Dr. med. E._____ den 

Gesundheitszustand des Beschwerdeführers und dessen Auswirkungen 

auf die Arbeitsfähigkeit nicht objektiv und fachlich kompetent beurteilen 

könne und werde (Bg-act. 139 S. 2). Zudem stellte sie zu Recht fest, dass 

der vom Beschwerdeführer mit Schreiben vom 17. September 2021 

eingereichte Internetauszug mit der Bemerkung "Auswahl an negativ 

behafteten Rezensionen" nur negative Bewertungen enthält (vgl. Bg-act. 

130 S. 47 ff.) während die positiven ausser Acht gelassen worden seien. 

Dass auf dem Auszug auch die Gesamtbewertung von 2.9 Sternen 

ersichtlich ist (Bg-act. 130 S. 47), welche nach Auffassung des 

Beschwerdeführers bescheiden ausfalle, vermag nicht über den Umstand 

hinwegzutäuschen, dass die angeführten Rezensionen ein einseitig 

negatives Bild unter Ausblendung der positiven Rückmeldungen 

vermitteln. Ohnehin kann es nicht angehen, gestützt auf negative 

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Bewertungen und Erfahrungsberichte von anderen Patienten über den 

vorgesehenen Sachverständigen und dessen Einfühlungsvermögen aus 

dem Internet einen triftigen Grund für dessen Ablehnung im vorliegenden 

Fall zu bejahen. Anders zu entscheiden bedeutete, die 

Ablehnungsmöglichkeiten über Gebühr auszuweiten und es dem 

Beschwerdeführer zu ermöglichen, nicht genehme Gutachter ersetzen zu 

lassen, ohne dass in objektiver Hinsicht ein in den konkreten Verhältnissen 

des vorliegenden Falls und in der Beziehung zum Sachverständigen 

begründeter Ablehnungsgrund vorläge (vgl. Urteil 9C_344/2020 vom 22. 

Februar 2021 E.4.2.3, sowie insbesondere Urteil I 876/06 vom 28. 

September 2007 E.5.4).

2.5. Nicht gefolgt kann dem Beschwerdeführer des Weiteren, soweit er der 

Beschwerdegegnerin widersprüchliches Verhalten und eine Verletzung 

des Vertrauensgrundsatzes vorwirft, weil diese die X._____ AG zunächst 

zweimal aufgefordert habe, anstelle von Dr. med. E._____ einen anderen 

Gutachter zu bestimmen, in der angefochtenen Zwischenverfügung 

sodann aber plötzlich ihren Standpunkt geändert und an der Begutachtung 

durch Dr. med. E._____ festgehalten habe. Dagegen brachte die 

Beschwerdegegnerin in der Vernehmlassung vor, es sei zwar richtig, dass 

sie die X._____ AG mit Blick auf den Beweiswert und die Akzeptanz des 

Gutachtens zweimal gebeten habe, Dr. med. E._____ durch einen 

chirurgischen Orthopäden zu ersetzen. Damals sei sie aber 

fälschlicherweise davon ausgegangen, dass Dr. med. E._____ ein in der 

Schweiz nicht anerkannter Facharzt für Rheumatologie sei. Diese 

Erklärung erweist sich als plausibel, geht doch aus der E-Mail der MED@P 

vom 10. August 2021, mit welcher die Namen der Gutachterinnen und 

Gutachter der X.______ AG bekannt gegeben wurden, hervor, dass für 

die Fachdisziplin orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 

Bewegungsapparats Dr. med. E._____, Facharzt für Rheumatologie, 

vorgesehen war (Bg-act. 122). Da die vom Beschwerdeführer beklagten 

- 15 -

Beschwerden nach seinen Angaben indes überwiegend orthopädischer 

Natur sind (vgl. Schreiben vom 17. September 2021 [Bg-act. 130 S. 4]), 

kam die Beschwerdegegnerin letztlich seiner Forderung nach, wenn sie 

mit Schreiben vom 23. September 2021 und 29. November 2021 die 

X.______ AG jeweils darum bat, Dr. med. E._____ durch einen 

chirurgischen Orthopäden mit Facharzttitel zu ersetzen (Bg-act. 131 und 

135). Dass es sich bei der Bezeichnung des Facharzttitels von Dr. med. 

E._____ in der E-Mail der MED@P vom 10. August 2021 aber um einen 

Irrtum handelte, stellte letztlich Prof. Dr. med. G._____ der X._______ AG 

in seiner Nachricht vom 1. Dezember 2021 klar (Bg-act. 136). Insoweit 

kann der Beschwerdeführer aus den beiden Schreiben der 

Beschwerdegegnerin vom 23. September 2021 und 29. November 2021 

nichts zu seinen Gunsten ableiten, auch wenn die Beschwerdegegnerin in 

Letzterem – als sie noch dem Irrtum hinsichtlich der fachärztlichen 

Qualifikation von Dr. med. E._____ unterlag – die Weigerung des 

Beschwerdeführers, sich durch diesen begutachten zu lassen, nicht als 

unverständlich bezeichnete (Bg-act. 135 S. 1). Insbesondere ergibt sich 

entgegen seiner Auffassung daraus aber nicht, dass die 

Beschwerdegegnerin die von ihm namentlich aufgrund der negativen 

Rezensionen oder der Verständigungsschwierigkeiten auf Hochdeutsch 

an der Eignung von Dr. med. E._____ für die Begutachtung geäusserten 

Zweifel geteilt hätte (vgl. dazu Schreiben vom 17. September 2021 [Bg-

act. 130 S. 3 ff.]). Dasselbe gilt für die Bezugnahme auf die erhobenen 

Einwände im Schreiben vom 23. September 2021 (Bg-act. 131): Daraus 

abzuleiten, die Beschwerdegegnerin hätte die vom Beschwerdeführer 

gegen den vorgesehenen Experten erhobenen Vorbehalte in ihrer 

Gesamtheit anerkannt, geht fehl, bat sie darin doch um die Einsetzung 

eines chirurgischen Orthopäden mit entsprechendem Facharzttitel, was 

ihren eigentlichen Beweggrund verdeutlicht. Insgesamt unterlag sie 

hinsichtlich des von Dr. med. E._____ geführten Facharzttitels 

aktenkundigerweise einem Irrtum, weshalb ihre Bitten um dessen 

- 16 -

Auswechslung nicht aufgrund der vom Beschwerdeführer erhobenen, 

anderen Einwände, sondern mangels der fälschlicherweise 

angenommenen ungenügenden fachärztlichen Qualifikation erfolgte. 

Dass die Begutachtungsstelle nach Auflösung des Irrtums an Dr. med. 

E._____ festhielt (Bg-act. 136 S. 2), ist angesichts seiner fachlichen 

Eignung für die Erstattung des nachgesuchten Teilgutachtens in der 

Fachdisziplin orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 

Bewegungsapparats nachvollziehbar. Die Behauptung des 

Beschwerdeführers, wonach sich die X.______ AG vehement gegen die 

Auswechslung von Dr. med. E._____ gewehrt hätte, weil es diesem ein 

persönliches Anliegen zu sein scheine, den Beschwerdeführer unbedingt 

selber zu begutachten, entbehrt jeder Grundlage. Entsprechend zielt auch 

sein Einwand, wonach bereits diesbezüglich eine Gefahr der 

Voreingenommenheit bestehe, ins Leere.

2.6. Der Beschwerdeführer bringt in der Beschwerde schliesslich vor, es sei 

davon auszugehen, dass Dr. med. E._____ aufgrund der gegen ihn 

angebrachten Vorbehalte bereits eine persönliche Ablehnung gegen ihn 

entwickelt habe, was sich bei ihrer Begegnung anlässlich des ursprünglich 

vorgesehenen Begutachtungstermins am 24. November 2021 manifestiert 

habe. Dr. med. E._____ habe dabei sofort und ohne zu zögern die 

Konfrontation mit ihm gesucht und ihn mit unterschwelligem Vorwurf 

gefragt, was er denn eigentlich gegen ihn habe. Aufgrund dieses 

Vorkommnisses sei der Anschein der Befangenheit erstellt. Auch würden 

die angebrachten Vorbehalte unweigerlich einen Einfluss auf die 

Erkenntnisse im Gutachten haben, weshalb der Gutachter 

voreingenommen sei. Wenn die Beschwerdegegnerin an der 

Begutachtung durch Dr. med. E._____ festhalte, verletze sie aArt. 44 

i.V.m. Art. 36 Abs. 1 ATSG.

- 17 -

2.7. Der Beschwerdeführer bringt diesen Ausstandsgrund der persönlichen 

Abneigung des Gutachters ihm gegenüber erstmals in seiner Beschwerde 

vom 1. Februar 2022 vor. Anlass dazu bestand aber bereits nach der 

Begegnung anlässlich des ursprünglich vorgesehenen 

Begutachtungstermins am 24. November 2021. Denn Ausstands- und 

Ablehnungsgründe sind unverzüglich, d.h. binnen sechs bis sieben Tage 

nach erstmaliger Kenntnisnahme durch die versicherte Person geltend zu 

machen, ansonsten das Recht auf Geltendmachung verwirkt (Urteil des 

Bundesgerichts 8C_828/2019 vom 17. April 2020 E.3.2 m.H.a.; BGE 143 

V 66 E.4.3, BGE 138 I 1 E.2.2 und BGE 132 II 485 E.4.3). Indem er den 

vorgenannten Einwand erst im vorliegenden Verfahren mit 

Beschwerdeeingabe am 1. Februar 2022 erhob, erfolgte er verspätet, 

weshalb er nicht zu hören ist.

2.8. Obschon es damit im Prinzip sein Bewenden hätte, ist festzuhalten, dass 

die Umstände nach der letztendlich nicht durchgeführten Begutachtung 

am 24. November 2021 nicht für die vom Beschwerdeführer geschilderten 

Geschehnisse anlässlich der Begegnung zwischen ihm und Dr. med. 

E._____ sprechen. Aus der Aktennotiz betreffend das Telefongespräch 

zwischen dem Rechtsvertreter des Beschwerdeführers und dem 

Sachbearbeiter der Beschwerdegegnerin am 24. November 2021 gehen 

keine vom Beschwerdeführer gegen den Gutachter erhobenen Vorwürfe 

hervor, insbesondere nicht, wonach dieser sofort die Konfrontation 

gesucht habe und ihn mit unterschwelligem Vorwurf gefragt haben soll, 

was er denn eigentlich gegen ihn habe, bzw. wonach dieser ohne 

Ausschweifungen sofort auf die ihm gegenüber erhobenen Vorwürfe 

fokussiert habe. Hätte es sich tatsächlich so zugetragen, wäre es 

nahegelegen, dass diese Vorkommnisse der Beschwerdegegnerin 

anlässlich des noch am selben Tag wie die Begegnung stattgefundenen 

Telefonats mit dem Sachbearbeiter zur Kenntnis gebracht worden wären. 

Stattdessen geht aus der Aktennotiz namentlich hervor, dass der 

- 18 -

Beschwerdeführer pünktlich zum vereinbarten Abklärungstermin 

erschienen und dort entgegen seinen Erwartungen von Dr. med. E._____ 

empfangen worden sei. Der Beschwerdeführer habe den Gutachter und 

anschliessend auch den Leiter der Gutachterstelle damit konfrontiert, dass 

er sich nicht von Dr. med. E._____ begutachten lassen werde. Auf das 

Vorzeigen des Schreibens der Beschwerdegegnerin vom 23. September 

2021 (mit der Bitte, Dr. med. E._____ durch einen chirurgischen 

Orthopäden zu ersetzen) habe man von Seiten der Gutachterstelle 

gemeint, dass sie dies als Empfehlung sähen und nicht gezwungen seien, 

sich daran zu halten. Der Beschwerdeführer sei anschliessend ohne die 

Begutachtung nach Hause gegangen. Er sei ziemlich enttäuscht über die 

gesamte Situation, zeige dies doch einmal mehr, dass die Anliegen von 

der Gutachterstelle nicht ernst genommen würden (Bg-act. 132). Aus 

diesen Ausführungen lassen sich keine Hinweise entnehmen, die darauf 

schliessen liessen, der Beschwerdeführer habe den Eindruck gehabt, 

dass Dr. med. E._____ eine persönliche Abneigung oder Antipathie gegen 

ihn entwickelt habe, was in den vorgenannten Vorkommnissen zum 

Ausdruck gekommen sei. Dass die erwähnte Aktennotiz den Inhalt des 

Telefongesprächs vom 24. November 2021 zwischen dem Rechtsvertreter 

des Beschwerdeführers und dem Sachbearbeiter der 

Beschwerdegegnerin nicht korrekt wiedergibt, macht der 

Beschwerdeführer nicht geltend. Vielmehr nimmt er in der Beschwerde 

Bezug darauf und führt dazu lediglich aus, sein Rechtsvertreter bzw. 

dessen Mitarbeiter habe dabei der Beschwerdegegnerin die 

Geschehnisse geschildert, verbunden mit der Bitte um Klärung und 

Information über das weitere Vorgehen (vgl. Beschwerde S. 5). Insofern 

liegt weder nahe, dass Dr. med. E._____ die vom Beschwerdeführer 

behauptete Frage, was dieser denn eigentlich gegen ihn habe, gestellt hat, 

noch ist von einem angeblichen vorwurfsvollen Ton und konfrontativen 

Verhalten des Sachverständigen auszugehen. Folglich liegen entgegen 

der Auffassung des Beschwerdeführers bei objektiver Betrachtungsweise 

- 19 -

keine Umstände vor, die eine objektive, ergebnisoffene Begutachtung 

durch Dr. med. E._____ in Frage stellen und den Anschein der 

Befangenheit oder die Gefahr der Voreingenommenheit erwecken.

2.9. Insgesamt ergibt sich, dass aus rechtlicher Sicht nicht zu beanstanden ist, 

wenn die Beschwerdegegnerin das Vorliegen von Ausstands- und 

Ablehnungsgründe sowie von anderen gegen den vorgesehenen 

Sachverständigen erhobenen Einwendungen verneinte.

2.10. Die Beschwerde erweist sich somit als unbegründet und ist abzuweisen. 

3.1. Laut Art. 69 Abs. 1bis IVG i.V.m. Art. 61 lit. fbis ATSG ist das 

Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um Leistungen aus der 

Invalidenversicherung vor dem kantonalen Versicherungsgericht 

kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und 

unabhängig vom Streitwert im Rahmen von CHF 200.-- bis CHF 1'000.-- 

festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen ein durchschnittlicher 

Aufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Kosten in Berücksichtigung 

des bundesrechtlichen Kostenrahmens auf CHF 700.-- fest. Diese sind vom 

unterliegenden Beschwerdeführer zu tragen. 

3.2. Der obsiegenden Beschwerdegegnerin steht kein Anspruch auf Ersatz der 

Parteikosten zu (vgl. Art. 61 lit. g ATSG e contrario).

4. Im Hinblick auf einen möglichen Weiterzug dieses Urteils an das 

Bundesgericht ist darauf hinzuweisen, dass Zwischenentscheide vor 

Bundesgericht nur unter den im Gesetz in Art. 92 f. BGG abschliessend 

aufgezählten Voraussetzungen selbstständig angefochten werden können. 

Kantonale Entscheide und solche des Bundesverwaltungsgerichts über 

Beschwerden gegen Verfügungen der IV-Stellen betreffend die Einholung 

von medizinischen Gutachten sind nicht an das Bundesgericht 

- 20 -

weiterziehbar, sofern nicht Ausstandsgründe beurteilt worden sind (BGE 

138 V 318 E.6.2.1 und BGE 138 V 271, insbesondere E.3 f.). Bezüglich 

anderer Aspekte der Gutachtensanordnung prüft das Bundesgericht die 

Bundesrechtskonformität gegebenenfalls zusammen mit dem 

Endentscheid (Art. 93 Abs. 3 BGG; statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 

8C_296/2021 vom 22. Juni 2021 E.2.2).

III. Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.  

2. Die Kosten von CHF 700.-- gehen zulasten von A._____. 

3. Es wird keine Parteientschädigung gesprochen. 

4. [Rechtsmittelbelehrung]

5. [Mitteilungen]