# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** cd70f714-c2b6-5fa7-8efa-c24bb996a300
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-08-05
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 05.08.2014 200 2014 501
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2014-501_2014-08-05.pdf

## Full Text

200 14 501 IV
MAW/JAP/KRK

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 5. August 2014

Verwaltungsrichter Matti, Kammerpräsident
Verwaltungsrichterin Fuhrer, Verwaltungsrichter Knapp
Gerichtsschreiber Jakob

A.________
vertreten durch B.________, lic. iur. C.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 24. April 2014

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Aug. 2014, IV/14/501, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1960 geborene A.________ (fortan Versicherte bzw. Beschwerdeführe-
rin) meldete sich am 19. Oktober 2009 unter Hinweis auf rheumatische 
Fussschmerzen bei der IV-Stelle Bern (fortan IVB bzw. Beschwerdegegne-
rin) zum Leistungsbezug an (Akten der IVB, Antwortbeilage [AB] 2). Diese 
ermittelte nach erwerblichen sowie medizinischen Abklärungen unter der 
Annahme, die Versicherte wäre im Gesundheitsfall zu 80 % erwerbstätig 
bzw. zu 20 % im Haushalt beschäftigt, einen Invaliditätsgrad von 34 % und 
verneinte einen Anspruch auf eine Invalidenrente mit unangefochten ge-
bliebener Verfügung vom 16. August 2010 (AB 28).

B.

Nachdem die IVB vorerst in Aussicht gestellt hatte (vgl. AB 50), auf eine 
Neuanmeldung vom 15. November 2010 (AB 40) nicht einzutreten, veran-
lasste sie aufgrund neuer medizinischer Akten eine polydisziplinäre Begut-
achtung (vgl. AB 96, 98) und führte wiederum Erhebungen an Ort und Stel-
le durch (vgl. AB 105). Gestützt auf die Expertise der MEDAS D.________ 
(MEDAS) vom 21. November 2013 (AB 104.1) sowie den Abklärungsbe-
richt Haushalt vom 24. Januar 2014 (AB 105) ermittelte sie bei einem un-
veränderten Status wiederum einen Invaliditätsgrad von 34 % und stellte 
der Versicherten mit Vorbescheid vom 27. Januar 2014 (AB 106) die Ab-
weisung des Leistungsbegehrens hinsichtlich der Invalidenrente in Aus-
sicht.

Hiermit zeigte sich die Versicherte mit Scheiben vom 31. Januar 2014 
(AB 109) und 20. März 2014 (AB 115) nicht einverstanden, worauf die IVB 
nach Rücksprache mit ihrem Abklärungsdienst (AB 118) am Vorbescheid 
festhielt und einen Anspruch auf eine Invalidenrente mit Verfügung vom 
24. April 2014 (AB 119) verneinte.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Aug. 2014, IV/14/501, Seite 3

C.

Mit Eingabe vom 26. Mai 2014 erhob die Versicherte, vertreten durch 
lic. iur. C.________ vom B.________, Beschwerde und beantragte sinn-
gemäss, die angefochtene Verfügung sei kostenfällig aufzuheben und ihr 
eine Invalidenrente zuzusprechen. Zur Begründung machte sie im Wesent-
lichen geltend, dass sie im Gesundheitsfall in einem Vollpensum ausser-
häuslich erwerbstätig wäre, womit der Invaliditätsgrad nicht anhand der 
sog. gemischten Methode, sondern mittels Einkommensvergleich zu be-
rechnen sei. Zudem sei vom Tabellenlohn für das Invalideneinkommen ein 
leidensbedingter Abzug zwischen 15 % und 20 % zuzulassen.

In ihrer Beschwerdeantwort vom 20. Juni 2014 schloss die Beschwerde-
gegnerin auf Abweisung der Beschwerde.

Aufforderungsgemäss reichte die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin 
am 29. Juli 2014 ihre Kostennote ein.

Erwägungen:

1.

1.1 Die angefochtene Verfügung ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Verfügun-
gen. Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren 
Anträgen nicht durchgedrungen, durch die angefochtene Verfügung berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung, weshalb sie zur 
Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist gege-
ben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversiche-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Aug. 2014, IV/14/501, Seite 4

rung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 
vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 24. April 2014 
(AB 119). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Invalidenrente. 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). Die Spruchkör-
per urteilen bei Einstimmigkeit auf dem Zirkulationsweg. In Streitigkeiten, 
die weder von grundsätzlicher Bedeutung noch von grosser Tragweite sind, 
können sie auf dem Zirkulationsweg auch Mehrheitsbeschlüsse fassen 
(Art. 56 Abs. 5 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). 

2.2 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

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2.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 132 V 93 E. 4 S. 99). 

2.4 Wurde eine Rente wegen eines fehlenden oder zu geringen Invali-
ditätsgrades bereits einmal verweigert, so wird eine neue Anmeldung nur 
geprüft, wenn die versicherte Person glaubhaft macht, dass sich der Grad 
der Invalidität in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat 
(Art. 87 Abs. 2 und 3 der Verordnung über die Invalidenversicherung vom 
17. Januar 1961 [IVV; SR 831.201]). Diese Eintretensvoraussetzung soll 
verhindern, dass sich die Verwaltung immer wieder mit gleichlautenden und 
nicht näher begründeten, d.h. keine Veränderung des Sachverhalts darle-
genden Rentengesuchen befassen muss (BGE 133 V 108 E. 5.3.1 S. 112).

Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache mate-
riell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versicherten Per-
son glaubhaft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades auch tatsäch-
lich eingetreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie bei einem Revi-
sionsfall nach Art. 17 Abs. 1 ATSG vorzugehen (SVR 2011 IV Nr. 2 S. 8 
E. 3.2). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren 
rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie das 
neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zusätzlich noch zu prüfen, ob die fest-
gestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine rentenbegründende Inva-
lidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt 
die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 
E. 3a S. 198; SVR 2008 IV Nr. 35 S. 117 E. 2.1).

Ob eine anspruchsbegründende Änderung in den für den Invaliditätsgrad 
erheblichen Tatsachen eingetreten ist, beurteilt sich im Neuanmeldungsver-
fahren – analog zur Rentenrevision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG – durch Ver-
gleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der letzten materiellen Beur-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Aug. 2014, IV/14/501, Seite 6

teilung und rechtskräftigen Ablehnung bestanden hat, mit demjenigen zur 
Zeit der streitigen neuen Verfügung (BGE 133 V 108 E. 5.3 S. 112; 130 V 
71 E. 3.2.3 S. 77; AHI 1999 S. 84 E. 1b).

3.

3.1 Die Verwaltung ist auf die Neuanmeldung eingetreten (vgl. AB 64), 
weshalb die Eintretensfrage praxisgemäss nicht zu überprüfen ist 
(BGE 109 V 108 E. 2b S. 114). Streitig ist, ob die Beschwerdegegnerin zu 
Recht zum Schluss gelangte, die Beschwerdeführerin habe keinen An-
spruch auf eine Invalidenrente. Obwohl sich die Rügen der Beschwerdefüh-
rerin auf die Bemessung des Invaliditätsgrades und damit lediglich auf Teil-
aspekte des Rentenanspruchs beschränken, ist vorab zu prüfen, ob im 
Vergleich zur Sachlage, wie sie der Leistungsablehnung im Jahr 2010 (vgl. 
AB 28) zugrunde lag, im Zeitpunkt der vorliegend angefochtenen Verfü-
gung vom 24. April 2014 (AB 119) in den tatsächlichen Verhältnissen über-
haupt eine erhebliche Änderung eingetreten ist, die geeignet ist, den Invali-
ditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen (vgl. E. 2.4 hie-
vor). Gegebenenfalls ist anschliessend der Rentenanspruch allseitig frei zu 
beurteilen. 

3.2 Die rechtskräftige Verfügung vom 16. August 2010 (AB 28) basierte 
in medizinischer Hinsicht auf der Einschätzung von med. pract. 
E.________, Facharzt für Neurologie sowie Psychiatrie und Psychothera-
pie, des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD), welcher insbesondere die 
Angaben der behandelnden Dres. med. F.________, Fachärztin für Psych-
iatrie und Psychotherapie FMH (vgl. AB 15), und G.________, Fachärztin 
für Rheumatologie FMH und Allgemeine Innere Medizin FMH (vgl. AB 11), 
beurteilte. In seinem Bericht vom 17. Februar 2010 (AB 16) führte der RAD-
Arzt als hauptsächliche Diagnosen eine HLA B27 (Human Leukocyte Anti-
gen-B) assoziierte Oligoarthritis sowie eine rezidivierende depressive 
Störung, gegenwärtig leichte Episode mit somatischem Syndrom (ICD-10: 
F 33.01), auf. Er gelangte zum Schluss, dass somatisch in einer überwie-
gend sitzenden Tätigkeit mit Vermeiden von längerem Gehen und Stehen 
eine 50%ige bzw. für eine rein sitzende Tätigkeit sogar eine uneinge-

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schränkte Arbeitsfähigkeit bestehe und psychiatrisch ebenfalls mindestens 
von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit auszugehen sei. Insgesamt betrage die 
Arbeitsfähigkeit in einer leidensadaptierten Beschäftigung 50 % (AB 16/5).

3.3 Die vorliegend angefochtene Verfügung vom 24. April 2014 
(AB 119) stützte sich auf das polydisziplinäre MEDAS-Gutachten vom 
21. November 2013 (AB 104.1). Darin wurden die folgenden Diagnosen mit 
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit vermerkt (AB 104.1/27 Ziff. 5.1):

1. Chronische, HLA B27 assoziierte Oligoarthritis (ICD-10: 
M13.9)

2. Lateralbetonte Gonarthrose rechts (ICD-10: M17.1)
3. Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte Epi-

sode (ICD-10: F33.0)
4. Verminderte Belastbarkeit der linken Hand

Die Gutachter erklärten, in der angestammten Tätigkeit sowie in jeder an-
deren körperlich mittelschwer oder schwer belastenden Tätigkeit bestehe 
eine vollständige Arbeitsunfähigkeit. Für körperlich sehr leichte, mehrheit-
lich sitzend durchgeführte, geeignete Tätigkeiten liege eine Arbeits- und 
Leistungsfähigkeit von 50 % vor, wobei eine Verweisungstätigkeit idealer-
weise während zweimal zwei Stunden täglich verrichtet werde 
(AB 104.1/28 Ziff. 6.2, 104.1/30 Ziff. 6.9). 

3.4 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Die Feststellung einer revisionsbegründenden Veränderung erfolgt durch 
eine Gegenüberstellung eines vergangenen und des aktuellen Zustandes. 
Gegenstand des Beweises ist somit das Vorhandensein einer entschei-
dungserheblichen Differenz in den den medizinischen Unterlagen zu ent-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Aug. 2014, IV/14/501, Seite 8

nehmenden Tatsachen. Der Beweiswert eines zwecks Rentenrevision er-
stellten Gutachtens hängt folglich wesentlich davon ab, ob es sich ausrei-
chend auf das Beweisthema – erhebliche Änderung(en) des Sachverhalts – 
bezieht. Einer für sich allein betrachtet vollständigen, nachvollziehbaren 
und schlüssigen medizinischen Beurteilung, die im Hinblick auf eine erst-
malige Beurteilung der Rentenberechtigung beweisend wäre, mangelt es 
daher in der Regel am rechtlich erforderlichen Beweiswert, wenn sich die 
(von einer früheren abweichende) ärztliche Einschätzung nicht hinreichend 
darüber ausspricht, inwiefern eine effektive Veränderung des Gesundheits-
zustandes stattgefunden hat. Vorbehalten bleiben Sachlagen, in denen es 
evident ist, dass die gesundheitlichen Verhältnisse sich verändert haben 
(Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 25. Juli 2013, 8C_441/2012, 
E. 6.1.2).

3.5 Wenngleich das MEDAS-Gutachten vom 21. November 2013 
(AB 104.1) aufgrund des von der Beschwerdegegnerin formulierten Frage-
katalogs (vgl. AB 96/2) nicht spezifisch darauf fokussiert, ob zwischen dem 
Referenzzeitpunkt vom 16. August 2010 (vgl. AB 28) und der Exploration 
eine wesentliche Änderung eingetreten ist, erweist sich die Expertise den-
noch als tauglich zur Beurteilung dieses Beweisthemas. Die Schlüssigkeit 
des Gutachtens wird seitens der Parteien nicht in Frage gestellt und es 
erfüllt die vorerwähnten (vgl. E. 3.4 hievor) höchstrichterlichen Anforderun-
gen an den Beweiswert, womit darauf vorbehaltlos abzustellen ist.

Während die Beschwerdeführerin die Neuanmeldung mit einer «enormen 
Verschlechterung» ihres Gesundheitszustandes begründete (vgl. AB 40), 
wurde seitens der Beschwerdegegnerin zunächst von einer bloss leichten 
Verschlechterung (vgl. AB 59/2) und später insgesamt eher von einer Ver-
besserung des Zustandes (vgl. AB 82/2) ausgegangen. Das MEDAS-
Gutachten vom 21. November 2013 (AB 104.1) bestätigte schliesslich das 
Vorliegen neuer Diagnosen, attestierte jedoch unverändert eine medizi-
nisch-theoretische Restarbeitsfähigkeit von 50 %, was vorderhand nicht als 
materieller Revisionsgrund genügt. Indes ergab sich gegenüber der Situati-
on im Jahr 2010 insoweit ein eingeschränkteres medizinisches Anforde-
rungsprofil, als neu lediglich noch körperlich sehr leichte adaptierte Tätig-
keiten unter optimalen ergonomischen Arbeitsplatzbedingungen als zumut-

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bar erachtet wurden und die Experten ein Aufteilen des Rendements auf-
grund des regelmässigen Pausenbedarfs auf zwei tägliche Schichten von 
je zwei Stunden (womit offensichtlich ebenfalls ein 50%iges Pensum ge-
meint war) postulierten (vgl. AB 104.1/28 Ziff. 6.2, 104.1/30 Ziff. 6.9). Die-
ses neue Zumutbarkeitsprofil ist prinzipiell geeignet die Bemessung der 
Einschränkungen im Erwerb bzw. Haushalt zu beeinflussen. Selbst wenn 
für das Invalideneinkommen vom selben Tabellenlohn auszugehen wäre 
wie anlässlich der früheren Leistungsablehnung, könnten die erhöhten An-
forderungen hinsichtlich einer Verweisungstätigkeit zu einem anderen lei-
densbedingten Abzug führen (vgl. dazu E. 5.2.2 hienach), zudem könnten 
wegen den spezifischen funktionellen Beeinträchtigungen aus einem 
Betätigungsvergleich im Aufgabenbereich abweichende Resultate fliessen. 
Ein Revisionsgrund ist damit zu bejahen, wovon auch die Parteien implizit 
ausgehen. Damit kann der Rentenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher 
Hinsicht allseitig, d.h. unter Berücksichtigung des gesamten für die Leis-
tungsberechtigung ausschlaggebenden Tatsachenspektrums neu und ohne 
Bindung an frühere Invaliditätsschätzungen geprüft werden (vgl. BGE 117 
V 198 E. 4b S. 200; SVR 2011 IV Nr. 37 S. 109 E. 1.1). Dies betrifft insbe-
sondere die strittige Invaliditätsbemessungsmethode, denn bezüglich der 
Statusfrage trat zwischen den beiden Vergleichszeitpunkten keine Sach-
verhaltsänderung ein die für sich allein als Revisionsgrund hätte herange-
zogen werden können, vielmehr vertritt die Beschwerdeführerin sinn-
gemäss die Auffassung, bereits die rechtskräftige Verfügung vom 16. Au-
gust 2010 sei diesbezüglich von einer unrichtigen Annahme ausgegangen 
(vgl. Beschwerde S. 4 Ziff. IV Ziff. 1).

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Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Aug. 2014, IV/14/501, Seite 10

4.

4.1 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird bei einer erwerbs-
tätigen versicherten Person das Erwerbseinkommen, das sie nach Eintritt 
der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und 
allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit 
bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt 
zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid 
geworden wäre (Art. 16 ATSG). Bei nicht erwerbstätigen Versicherten, die 
im Aufgabenbereich tätig sind und denen die Aufnahme einer Erwerbstätig-
keit nicht zugemutet werden kann (Art. 5 Abs. 1 IVG und Art. 8 Abs. 3 
ATSG), wird für die Bemessung der Invalidität darauf abgestellt, in wel-
chem Mass sie unfähig sind, sich im Aufgabenbereich zu betätigen 
(Art. 28a Abs. 2 IVG; spezifische Methode; BGE 125 V 146 E. 2a S. 149). 
Als Aufgabenbereich der im Haushalt tätigen, nicht erwerbstätigen Perso-
nen gelten insbesondere die übliche Tätigkeit im Haushalt, die Erziehung 
der Kinder sowie gemeinnützige und künstlerische Tätigkeiten (Art. 27 
IVV).

Nach Art. 28a Abs. 3 IVG wird bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbs-
tätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegat-
tin mitarbeiten, für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG festgelegt. 
Waren sie daneben auch im Aufgabenbereich tätig, so wird die Invalidität 
für diese Tätigkeit gestützt auf einen Betätigungsvergleich ermittelt 
(Art. 28a Abs. 2 IVG). In diesem Falle sind der Anteil der Erwerbstätigkeit 
beziehungsweise der unentgeltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten 
oder der Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzu-
legen und der Invaliditätsgrad in beiden Bereichen zu bemessen (sog. ge-
mischte Methode; BGE 125 V 146 E. 2a S. 150). 

4.2 Sowohl im Rahmen einer erstmaligen Prüfung des Rentenan-
spruchs als auch anlässlich einer Rentenrevision stellt sich unter dem Ge-
sichtspunkt von Art. 8 ATSG die Frage nach der anwendbaren Invaliditäts-
bemessungsmethode (Art. 16 ATSG sowie Art. 28a Abs. 2 und 3 IVG). Ob 
eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig Erwerbstätige oder 
als Nichterwerbstätige einzustufen ist – was je zur Anwendung einer ande-
ren Methode der Invaliditätsbemessung (Einkommensvergleich, Betäti-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Aug. 2014, IV/14/501, Seite 11

gungsvergleich, gemischte Methode) führt –, ergibt sich aus der Prüfung, 
was sie bei im Übrigen unveränderten Umständen täte, wenn keine ge-
sundheitliche Beeinträchtigung bestünde (BGE 125 V 146 E. 2c S. 150). 
Entscheidend ist nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der versi-
cherten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in 
welchem Pensum sie hypothetisch erwerbstätig wäre (BGE 133 V 504 
E. 3.3 S. 508). Bei einer im Haushalt tätigen versicherten Person im Be-
sonderen entscheidet sich die Frage, ob sie als ganztägig oder zeitweilig 
Erwerbstätige zu betrachten ist, nicht danach, ob sie vor ihrer Heirat er-
werbstätig war oder nicht. Es ist vielmehr zu prüfen, ob sie im Gesundheits-
fall mit Rücksicht auf die gesamten Umstände vorwiegend erwerbstätig 
oder im Haushalt beschäftigt wäre. Nebst den finanziellen Verhältnissen 
sind sämtliche weiteren Gegebenheiten des Einzelfalles zu berücksichti-
gen, wie allfällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber Kin-
dern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die 
persönlichen Neigungen und Begabungen der versicherten Person (BGE 
125 V 146 E. 2c S. 150; AHI 1997 S. 289 E. 2b). Dabei sind die konkrete 
Situation und die Vorbringen der versicherten Person nach Massgabe der 
allgemeinen Lebenserfahrung zu würdigen (BGE 117 V 194 E. 3b S. 195).

4.3 Die Beschwerdeführerin erlangte nach der obligatorischen Schulzeit 
keine Berufsbildung und erledigte von 1977 bis September 1984 stunden-
weise … im … ihres Vaters. Von 1978 bis 1981 war sie im Stundenlohn 
(angeblich mit einem Pensum von zirka 100 %) für die frühere Genossen-
schaft H.________ sowie von 1988 bis 1989 für den I.________ mit unbe-
kanntem Beschäftigungsgrad als … tätig. Vom 1. August 2001 bis 30. Sep-
tember 2007 stand sie schliesslich in einem Arbeitsverhältnis mit der 
J.________ und wurde in der Filiale … bzw. ab 1. Juli 2005 in der Filiale … 
als … eingesetzt, wobei sie nach eigenen Angaben in … «zu 100 % […] im 
Stundenlohn gearbeitet» habe bzw. das Wochenpensum gemäss Ab-
klärungsbericht Haushalt anfänglich zirka 50 % und zuletzt noch 8.2 Stun-
den betrug. Danach suchte sie erfolglos eine Teilzeitarbeit mit 50 %-
Pensum. Sie ist Mutter eines … geborenen Sohnes und seit … geschieden 
(vgl. AB 2/5 Ziff. 5.2 und 5.4, 3, 5, 9, 12, 17/3 Ziff. 3.2, 21/2, 63/3, 104.1/9 
Ziff. 3.1.2, 104.1/13 Ziff. 4.1.1.2). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Aug. 2014, IV/14/501, Seite 12

Während die Beschwerdeführerin im Rahmen der Haushaltsabklärung vom 
23. März 2010 noch angab, dass sie bei guter Gesundheit vollschichtig 
erwerbstätig wäre (vgl. AB 17/4 Ziff. 3.5), erklärte sie am 27. März 2012 
zunächst, sie könne die Frage nicht beantworten, führte aber schliesslich 
aus, dass sie 50 % erwerbstätig wäre und sich den Stress eines höheren 
Pensums nicht mehr antun würde, wobei sich zeigen würde, ob sie finanzi-
ell «über die Runden» käme (vgl. AB 105/4 Ziff. 3.5). Die Beschwerdegeg-
nerin erachtete eine hypothetische Vollzeiterwerbstätigkeit der Beschwer-
deführerin als eher unwahrscheinlich, da sie bereits im Zeitpunkt der Ehe-
scheidung einer Teilzeitbeschäftigung nachgegangen sei und das Arbeits-
pensum nicht erhöht habe, obwohl ihr Sohn damals bereits 16jährig gewe-
sen sei. Des Weiteren könne dem Auszug aus dem individuellen Konto 
(IK-Auszug) entnommen werden, dass sie nie ein hohes Pensum an aus-
serhäuslicher Tätigkeit erfüllt habe. Sie berechnete anhand des Finanzbe-
darfs nach den Richtlinien der Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe 
(SKOS), dass die Beschwerdeführerin auf ein 76 % Pensum angewiesen 
wäre, um ihren Lebensunterhalt zu decken, weshalb sie am Status von 
80 % Erwerb bzw. 20 % Haushalt festhielt (vgl. AB 105/5 Ziff. 3.5). Der Ab-
klärungsdienst der Beschwerdegegnerin fügte in seiner Stellungnahme 
vom 22. April 2014 (AB 118) an, die Beschwerdeführerin habe nicht aus 
gesundheitlichen Gründen seit 2005 auf ein höheres Pensum verzichtet, 
sei gemäss MEDAS-Gutachten doch erst ab Herbst 2009 eine 50%ige Ar-
beitsfähigkeit bestätigt worden. Zudem sei beim Erheben des Status auch 
der statistische Aufwand für Hausarbeiten berücksichtigt worden. 

4.4 Mit der Beschwerdeführerin (vgl. Beschwerde S. 3 Ziff. IV Ziff. 1) ist 
davon auszugehen, dass sie im Rahmen der Abklärung an Ort und Stelle 
(Art. 69 Abs. 2 IVV) vom 27. März 2012 die eigentliche Frage nach der fikti-
ven beruflichen Situation als Gesunde nicht beantwortete, sondern dartat, 
in welchem maximalen Ausmass sie trotz ihrer gesundheitlichen Beein-
trächtigung noch arbeiten würde (vgl. AB 105/4 Ziff. 3.5). Hingegen er-
scheint die initiale Aussage vom 23. März 2010, wonach sie aus finanziel-
len Gründen im Gesundheitsfall einem Vollpensum als … bzw. … nachgin-
ge (vgl. AB 17/4 Ziff. 3.5), nicht nur aufgrund der Beweismaxime der «Aus-
sage der ersten Stunde» (vgl. BGE 121 V 45 E. 2a S. 47, 115 V 133 E. 8c 
S. 143; RKUV 2004 U 515 S. 420 E. 1.2), sondern nach den gesamthaften 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Aug. 2014, IV/14/501, Seite 13

Umständen, als überwiegend wahrscheinlich. Dass die Beschwerdeführerin 
mit Blick auf den IK-Auszug (AB 9) vor ihrer Erkrankung faktisch kaum län-
gere Zeit einer 100%igen Erwerbstätigkeit nachgegangen sein dürfte, fällt 
dabei weniger stark ins Gewicht, da dies offenbar durch zeitlich begrenzte 
sachliche Aspekte begründet war. Nach dem Schulabschluss musste sie 
ihrem Vater im Geschäft aushelfen und während der von … bis … dauern-
den Ehe bzw. nach der Niederkunft ihres Sohnes wurde eine eher traditio-
nelle Aufgabenteilung gepflegt; ihr damaliger Ehegatte soll sich vollständig 
gegen eine Erwerbstätigkeit ausgesprochen haben (vgl. AB 17/3 Ziff. 3.2, 
104.1/12 Ziff. 4.1.1.2). Der Auffassung der Beschwerdegegnerin, dass nach 
der Trennung bzw. Ehescheidung keine gesundheitlichen Gründe gegen 
ein höheres Pensum gesprochen hätten (vgl. AB 118/3), steht die Aktenla-
ge entgegen. Zwar wurde im MEDAS-Gutachten (AB 104.1) tatsächlich 
bestätigt, dass ab Herbst 2009 eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit im ange-
stammten Beruf bestand, dies schliesst jedoch nicht aus, dass bereits zu 
einem früheren Zeitpunkt Gesundheitsbeschwerden vorlagen, die einer 
Erhöhung des Beschäftigungsgrades entgegengestanden hätten. So räum-
ten die MEDAS-Gutachter ein, dass es schwierig sei, die Arbeitsfähigkeit in 
adaptierten Tätigkeiten zu einem früheren Zeitpunkt retrospektiv gesehen 
mit Sicherheit zu beurteilen, weshalb sie angaben, ihre diesbezügliche Ein-
schätzung gelte jedenfalls seit der Exploration im September respektive 
Oktober 2013 (vgl. AB 104.1/29 Ziff. 6.3). Nach den Angaben der Be-
schwerdeführerin sollen die rheumatisch bedingten starken Schmerzen 
bereits seit der Geburt ihres Sohnes bestehen (vgl. AB 2/7 Ziff. 6.2 i.V.m. 
2/2 Ziff. 3.1). Gemäss den anamnestischen Angaben von Dr. med. 
G.________ im Bericht vom 24. Juli 2008 (AB 11/6-8) bestanden die chro-
nischen persistierenden Fersenschmerzen damals jedenfalls bereits seit 
ein bis zwei Jahren; im Bericht vom 9. November 2009 (AB 11) erklärte die 
Rheumatologin zudem, dass die Beschwerdeführerin «seit Jahren» an ver-
schiedenen Beschwerden im Bereich des Bewegungsapparates leide (vgl. 
AB 11/3 Ziff. 1.4). Zudem war die Beschwerdeführerin bereits im Jahr 2005 
in der Klinik K.________ hospitalisiert (vgl. AB 104.1/11 Ziff. 4.1.1.2, 
104.2/4). Hinzu kommt, dass die Beschwerdeführerin anlässlich der Unter-
suchung durch med. pract. E.________ (vgl. AB 63/3) sowie im Rahmen 
der polydisziplinären Exploration (vgl. 104.1/13 Ziff. 4.1.1.2) angab, sie sei 
in der J.________ in … zu 100 % als … im Stundenlohn tätig gewesen sei. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Aug. 2014, IV/14/501, Seite 14

Daraus ist zu schliessen, dass sie an sich bereit gewesen wäre, 100 % zu 
arbeiten. Da sie aber auf Abruf angestellt war und nur beschränkt aufgebo-
ten wurde (vgl. AB 17/4 Ziff. 3.5), arbeitete sich faktisch nicht vollschichtig, 
was sich auch in den abgerechneten Bruttolöhnen zeigt (vgl. AB 9). Der 
Beschwerdegegnerin kann nicht gefolgt werden, wenn sie zur Ermittlung 
des bei guter Gesundheit anzunehmenden Beschäftigungsgrades annimmt, 
die versicherte Person würde jeweils lediglich so viel arbeiten um die Sozi-
alhilfeabhängigkeit zu vermeiden. Diese Annahme trifft jedenfalls auf die 
Beschwerdeführerin nicht zu, gab sie doch gegenüber der Abklärungsper-
son am 23. März 2010 an, sie arbeite gerne (vgl. AB 17/4 Ziff. 3.5). 
Des Weiteren war die Beschwerdeführerin im Zeitpunkt der Verfügung vom 
24. April 2014 (AB 119) knapp 54jährig (vgl. AB 2/1 Ziff. 1.3), womit auch 
ihr Alter angesichts der verbleibenden Aktivitätsperiode von rund zehn Jah-
ren nicht gegen ein Vollpensum spricht. Schliesslich lässt sich auch nicht 
anhand des statistischer Aufwandes für die Haushaltsführung sinngemäss 
argumentieren, die versicherte Person verfüge über einen Aufgabenbe-
reich, der nur eine Teilzeittätigkeit erlaube (vgl. AB 118/3), denn – wie die 
Beschwerdegegnerin selbst aufzeigt – trifft auch eine vollzeitlich erwerbs-
tätige Person einen nicht unerheblichen Aufwand von über 16 Stunden 
wöchentlich zur Haushaltsführung (vgl. Bundesamt für Statistik [BFS], 
Schweizerische Arbeitskräfteerhebung [SAKE], Tabelle T 3.6.2.3, allein 
lebende Frauen, Haushaltstyp 1 [Einpersonenhaushalte], 45-63 Jahre, Er-
werbstätigkeit 90-100 %, Haus- und Familienarbeit insgesamt, Jahr 2013). 
Damit ist nach dem massgebenden Beweisgrad der überwiegenden Wahr-
scheinlichkeit (vgl. BGE 138 V 218 E. 6 S. 221) erstellt, dass die Be-
schwerdeführerin im hypothetischen Validitätsfall mit einem 100%igen Be-
schäftigungsgrad in einem Arbeitsverhältnis als … bzw. … stünde, womit 
der Invaliditätsgrad anhand eines Einkommensvergleichs zu ermitteln ist 
(vgl. E. 4.1 hievor). Nur am Rande sei erwähnt, dass die gemischte Metho-
de selbst dann nicht anwendbar wäre, wenn bloss von einer 80%igen Er-
werbstätigkeit auszugehen wäre, denn die alleinstehende Beschwerdefüh-
rerin ist augenscheinlich nicht in einem anerkannten Aufgabenbereich im 
Sinne von Art. 27 IVV tätig (vgl. BGE 131 V 51). Damit bleibt der Invali-
ditätsgrad anhand der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs zu 
prüfen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Aug. 2014, IV/14/501, Seite 15

5.

5.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30, 134 V 322 E. 
4.1 S. 325). Lässt sich aufgrund der tatsächlichen Verhältnisse das ohne 
gesundheitliche Beeinträchtigung realisierbare Einkommen nicht hinrei-
chend genau beziffern, ist auf Erfahrungs- und Durchschnittswerte gemäss 
Tabellenlohn abzustellen. Auf sie darf jedoch im Rahmen der Invaliditäts-
bemessung nur unter Mitberücksichtigung der für die Entlöhnung im Einzel-
fall gegebenenfalls relevanten persönlichen und beruflichen Faktoren ab-
gestellt werden (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30; Entscheid des Eidgenössi-
schen Versicherungsgerichts [EVG; heute: Bundesgericht] vom 30. Oktober 
2002, I 517/02, E. 1.2).

5.1.1 In der angefochtenen Verfügung vom 24. April 2014 (AB 119) ermit-
telte die Beschwerdegegnerin das Valideneinkommen basierend auf dem 
Tabellenlohn der vom Bundesamt für Statistik (BFS) herausgegebenen 
Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) für Frauen mit Anforde-
rungsniveau 3 (Berufs- und Fachkenntnisse vorausgesetzt) im … (vgl. 
AB 105/8 Ziff. 3.9 i.V.m. 119/2). In der Stellungnahme ihres Abklärungs-
dienstes vom 22. April 2014 (AB 118), auf welche in der Beschwerdeant-
wort vom 20. April 2014 verwiesen wurde, zog die Beschwerdegegnerin 
alternativ das Anforderungsniveau 4 (einfache und repetitive Tätigkeiten) 
heran (vgl. AB 118/3).

5.1.2 Zwar wird für die Anwendung des Anforderungsniveaus 3 in aller 
Regel eine abgeschlossene Berufslehre verlangt (vgl. Entscheide des BGer 
vom 21. Februar 2013, 8C_807/2012, E. 5.1.3, sowie vom 12. April 2012, 
8C_123/2012, E. 3), ein Berufsabschluss ist jedoch nicht in jedem Fall er-
forderlich (vgl. z.B. Entscheid des EVG vom 9. Januar 2003, I 465/02, 
E. 3.2). Vorliegend erlangte die Beschwerdeführerin durch ihre langjährige 
Beschäftigung als … in diesem Bereich zweifelsohne branchenspezifische 
Berufs- und Fachkenntnisse (vgl. AB 5/3 f.). Hinzu kommt, dass sich die 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Aug. 2014, IV/14/501, Seite 16

Beschwerdegegnerin widersprüchlich verhält, wenn sie einerseits bei der 
Statusfrage den Finanzbedarf zur Vermeidung der Sozialhilfebedürftigkeit 
anhand des Anforderungsniveaus 3 ermittelt (vgl. AB 105/5 Ziff. 3.5 i.V.m. 
105/8 Ziff. 3.9) und andererseits im Rahmen des Einkommensvergleichs 
dieses Anforderungsniveau wiederum in Frage stellt. Auszugehen ist somit 
von der in der Verfügung vom 24. April 2014 (AB 119) herangezogenen 
Berechnungsbasis, wobei sich bei einem hypothetischen Vollpensum ein 
Valideneinkommen von Fr. 55‘416.30 ergibt (Fr. 4‘360.-- [BFS, LSE 2010, 
Tabelle TA1, Frauen, Anforderungsniveau 3, Wirtschaftsabteilung Ziff. 47] x 
12 Monate / 40 Wochenarbeitsstunden x 41.7 Wochenarbeitsstunden [BFS, 
Statistik der betriebsüblichen Arbeitszeit {BUA}, Wirtschaftsabteilung 
Ziff. 47, 2011] / 100 x 101.6 [BFS, Lohnentwicklung 2012, Tabelle T1.1.10, 
Nominallohnindex nach Geschlecht, Frauen, Wirtschaftsabteilungen 45-47, 
Indexbasis 2010 bzw. Index 2011]).

5.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301; SVR 2011 IV Nr. 37 
S. 110 E. 4.1). Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheits-
schadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbs-
tätigkeit aufgenommen, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöh-
ne gemäss den vom BFS herausgegebenen LSE herangezogen werden 
(BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301; SVR 2010 IV Nr. 52 S. 162 E. 4.3.1). Es gilt 
zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, die 
selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich zu 
voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern lohn-
mässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurchschnittli-
chen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit einem Ab-
zug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 S. 327, 
129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). Die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabel-
lenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und be-
ruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Ein-
schränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Be-
schäftigungsgrad). Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invalidenein-
kommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wo-
bei der Abzug auf insgesamt höchstens 25 % zu begrenzen ist (BGE 135 V 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Aug. 2014, IV/14/501, Seite 17

297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 2011 IV Nr. 31 S. 91 
E. 4.1.1).

5.2.1 Für das Invalideneinkommen ging die Beschwerdegegnerin – unter 
Berücksichtigung der medizinisch-theoretischen Restarbeitsfähigkeit von 
50 % – vom Totalwert für Frauen im Anforderungsniveau 4 (einfache und 
repetitive Tätigkeiten) der LSE 2010 aus. Diese Berechnungsbasis wird 
seitens der Beschwerdeführerin nicht gerügt und ist nicht zu beanstanden. 
Umstritten ist hingegen, ob hiervon ein leidensbedingter Abzug zu ge-
währen ist, was die Beschwerdegegnerin verneinte (vgl. AB 118/3), 
während die Beschwerdeführerin einen solchen zwischen 15 % und 20 % 
fordert (vgl. Beschwerde S. 5 Ziff. IV Ziff. 2).

5.2.2 Die Beschwerdegegnerin beruft sich auf die in Rz. 3067.3 des vom 
Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) herausgegebenen und ab 
1. Januar 2014 gültigen Kreisschreibens über Invalidität und Hilflosigkeit in 
der Invalidenversicherung (KSIH) wiedergegebene Rechtsprechung (vgl. 
AB 118/3). Der darin erwähnte Entscheid des BGer vom 30. Mai 2011, 
9C_187/2011, ist hier indes nicht einschlägig, da in jenem Fall eine volle 
Arbeitsfähigkeit in einer Verweisungstätigkeit bestand (vgl. BGer 
9C_187/2011, E. 3), während vorliegend lediglich körperlich sehr leichte 
Arbeiten zumutbar bleiben, zusätzlich eine zeitliche Einschränkung besteht 
und die Arbeit idealerweise auf zwei tägliche Schichten aufgeteilt werden 
sollte (vgl. AB 104.1/30 Ziff. 6.9). Zwar wurde die Verwertung einer Restar-
beitsfähigkeit von 50 % bei einer geeigneten zeitlichen Einteilung von zwei 
Stunden vormittags und zwei Stunden nachmittags höchstrichterlich als 
zumutbar erachtet (vgl. Entscheid des EVG vom 18. Juli 2005, I 15/05, 
E. 6.4), in Kombination mit dem relativ eng formulierten Zumutbarkeitsprofil 
dürfte die Beschwerdeführerin hierbei jedoch Lohneinbussen in Kauf zu 
nehmen haben. Entgegen der Ansicht der Beschwerdegegnerin (vgl. 
AB 118/3) ist eine Kürzung des Tabellenlohns zuzulassen, wobei sich kein 
Abzug im beschwerdeweise geforderten Ausmass, sondern im Umfang von 
10 % rechtfertigt. Ein solcher Abzug wirkt sich indes leistungsmässig nicht 
aus, da sich so oder anders ein zu einer halben Invalidenrente berechti-
gender Invaliditätsgrad ergibt (vgl. E. 5.3 hienach). Das Invalideneinkom-
men beträgt somit Fr. 24‘055.50 (Fr. 4‘225.-- [BFS, LSE 2010, Tabelle TA1, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Aug. 2014, IV/14/501, Seite 18

Frauen, Anforderungsniveau 4, Total] x 12 Monate / 40 Wochenarbeits-
stunden x 41.7 Wochenarbeitsstunden [BFS, BUA, Total, 2011] / 100 x 
101.0 [BFS, Lohnentwicklung 2012, Tabelle T1.1.10, Nominallohnindex 
nach Geschlecht, Frauen, Total, Indexbasis 2010 bzw. Index 2011] x 0.5 
[Restarbeitsfähigkeit] ./. 10 % [leidensbedingter Abzug]).

5.3 Aus der Gegenüberstellung der beiden Vergleichseinkommen resul-
tiert ein aufzurundender (vgl. BGE 130 V 121 E. 3.2 und 3.3 S. 123) und zu 
einer halben Invalidenrente berechtigender Invaliditätsgrad von 57 % 
([Fr. 55‘416.30 ./. Fr. 24‘055.50] / Fr. 55‘416.30 x 100).

5.4 Im MEDAS-Gutachten vom 21. November 2013 (AB 104.1) wurde 
erklärt, die medizinisch-theoretische Restarbeitsfähigkeit bestehe wahr-
scheinlich bereits ab März 2010, mit Sicherheit jedoch ab dem Zeitpunkt 
der Exploration im September bzw. Oktober 2013 (vgl. AB 104.1/29 
Ziff. 6.3). Die Gutachter legten sich damit zwar nicht auf eine überwiegende 
Wahrscheinlichkeit fest, es ist jedoch ohne weiteres nachvollziehbar, dass 
die Einschränkung längere Zeit vor der Exploration bestanden hat. Da sie 
eine (zumindest) 50%ige Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit 
ab Herbst 2009 attestierten, lief das Wartejahr im Sinne von Art. 28 Abs. 1 
IVG für eine halbe Rente im Herbst 2010 ab. Ausgehend vom Datum der 
Neuanmeldung vom 15. November 2010 (AB 40) ist der Rentenbeginn auf 
den 1. Mai 2011 (vgl. Art. 29 Abs. 1 IVG) festzulegen. Die Beschwerde vom 
26. Mai 2014 ist in diesem Sinne gutzuheissen, die angefochtene Verfü-
gung vom 24. April 2014 (AB 119) aufzuheben und der Beschwerdeführerin 
ab 1. Mai 2011 eine halbe Invalidenrente auszurichten.

6.

6.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor 
dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung 
oder Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach 
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Aug. 2014, IV/14/501, Seite 19

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 700.--, hat bei diesem 
Ausgang des Verfahrens die unterliegende Beschwerdegegnerin zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG; BVR 2009 S. 186 E. 4). Der geleistete Kostenvor-
schuss von Fr. 700.-- ist der Beschwerdeführerin nach Eintritt der Rechts-
kraft des Urteils zurückzuerstatten.

6.2 Die obsiegende Beschwerde führende Person hat Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Diese werden vom Versicherungsgericht festge-
setzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streit-
sache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art. 61 lit. g 
ATSG). Gemäss der Praxis des Verwaltungsgerichts wird der Parteikos-
tenersatz bei gemeinnützig tätigen Rechtsberatungsstellen sowie Rechts-
schutzversicherungen, Gewerkschaften und Berufsverbänden aufgrund 
eines allgemeingültigen pauschalisierten Stundenansatzes festgesetzt, 
welcher im konkreten Fall mit dem gebotenen Aufwand multipliziert wird. 
Der Stundenansatz wird je nach fachlicher Qualifikation der Vertretung 
festgelegt, wobei als fachlich qualifizierte Vertretung diejenige durch Juris-
tinnen und Juristen sowie durch eidgenössisch diplomierte Sozialversiche-
rungsexpertinnen und -experten gilt. Als fachlich nicht qualifizierte Vertre-
tung gelten alle übrigen Parteivertreterinnen und -vertreter (vgl. Rund-
schreiben der Sozialversicherungsrechtlichen Abteilung und der Abteilung 
für französischsprachige Geschäfte des Verwaltungsgerichts des Kantons 
Bern vom 16. Dezember 2009, abrufbar unter <www.justice.be.ch>). Im 
Falle der Vertretung durch gemeinnützig tätige Rechtsberatungsstellen wird 
der Stundenansatz bei einer fachlich qualifizierten Vertretung auf Fr. 130.-- 
und bei einer fachlich nicht qualifizierten Vertretung auf Fr. 80.-- festgelegt.

Im vorliegenden Fall wird die Beschwerdeführerin durch lic. iur. 
C.________ vom B.________ vertreten. Deren Kostennote vom 29. Juli 
2014 ist nicht zu beanstanden. Entsprechend wird die Parteientschädigung 
auf Fr. 1‘170.-- (9 h x Fr. 130.--) zuzüglich Auslagen von Fr. 40.-- und 
Mehrwertsteuer (8 %) von Fr. 96.80, somit auf total Fr. 1‘308.80.--, festge-
setzt. Diesen Betrag hat die Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin 
zu ersetzen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Aug. 2014, IV/14/501, Seite 20

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung der 
IV-Stelle Bern vom 24. April 2014 aufgehoben und der Beschwerdefüh-
rerin ab 1. Mai 2011 eine halbe Invalidenrente zugesprochen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 700.-- werden der Beschwerdegegnerin 
zur Bezahlung auferlegt. Der von der Beschwerdeführerin geleistete 
Kostenvorschuss von Fr. 700.-- wird nach Rechtskraft des Urteils 
zurückerstattet.

3. Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin die Parteikosten, 
gerichtlich bestimmt auf Fr. 1‘306.80 (inkl. Auslagen und MWSt.), zu 
ersetzen.

4. Zu eröffnen (R):
- B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.