# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** df0db7b1-a472-528b-8a54-734a0f86be45
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-02-27
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 27.02.2024 SB230033
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB230033_2024-02-27.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
I. Strafkammer  

Geschäfts-Nr.: SB230033-O/U/cwo

Mitwirkend: die Oberrichter lic. iur. S. Volken, Präsident, lic. iur. Ch. Prinz und 

lic. iur. K. Vogel sowie die Gerichtsschreiberin MLaw A. Donatsch

Urteil vom 27. Februar 2024

in Sachen

A._____, 
Beschuldigter und Berufungskläger

amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____

gegen

Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich, 
vertreten durch Staatsanwalt Dr. iur. B._____,

Anklägerin und Berufungsbeklagte sowie Anschlussberufungsklägerin

betreffend mehrfache ungetreue Geschäftsbesorgung etc. 
(Rückweisung der strafrechtlichen Abteilung des Schweiz. Bundesgerichts) 

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 9. Abteilung, 
vom 21. März 2018 (DG170241) 

Urteil der I. Strafkammer des Obergerichts des Kantons Zürich 
vom 21. April 2021 (SB180264) 

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Urteil der strafrechtlichen Abteilung des Schweiz. Bundesgerichts 
vom 9. Dezember 2022 (6B_1043/2021 und 6B_1060/2021)

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Anklage: 

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich vom 13. Septem-

ber 2017 ist diesem Urteil beigeheftet (Urk. 002001 ff., Hauptordner 1).

Urteil der Vorinstanz: 
(Urk. 90 S. 174 ff.)

"Es wird erkannt:

1. Der Beschuldigte ist schuldig

 der mehrfachen ungetreuen Geschäftsbesorgung im Sinne von Art. 158 Ziff. 1 

Abs. 1 StGB, teilweise in Verbindung mit Abs. 3 StGB,

 der mehrfachen Gläubigerschädigung durch Vermögensminderung im Sinne 

von Art. 164 Ziff. 1 StGB in Verbindung mit Art. 29 StGB,

 der Misswirtschaft im Sinne von Art. 165 Ziff. 1 StGB in Verbindung mit Art. 29 

StGB,

 der Unterlassung der Buchführung im Sinne von Art. 166 StGB sowie

 der groben Verletzung der Verkehrsregeln im Sinne von Art. 90 Abs. 2 SVG in 

Verbindung mit Art. 27 Abs. 1 SVG, Art. 32 Abs. 2 SVG und Art. 4a Abs. 1 und 

5 VRV.

2. Vom Vorwurf der Urkundenfälschung im Sinne von Art. 251 StGB wird der 

Beschuldigte freigesprochen.

3. Der Beschuldigte wird bestraft mit 27 Monaten Freiheitsstrafe (wovon bis und mit 

heute 31 Tage durch Haft erstanden sind) sowie mit einer Geldstrafe von 13 Tages-

sätzen zu CHF 30.

4. Die Freiheitsstrafe und die Geldstrafe werden vollzogen. 

5. Der Antrag der Staatsanwaltschaft auf Anordnung der Abnahme einer DNA-Probe 

und auf Erstellung eines DNA-Profils im Sinne von Art. 5 des DNA-Profil-Gesetzes 

sowie auf Erteilung eines entsprechenden Vollzugsauftrages wird abgewiesen.

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6. Das beschlagnahmte und bei der Kasse des Bezirksgerichts Zürich lagernde Mobil-

telefon der Marke Black-Berry (Typ SQN100) wird dem Beschuldigten nach Eintritt 

der Rechtskraft des Urteils auf erstes Verlangen herausgegeben. Bei Nichtabholung 

innert drei Monaten nach Eintritt der Rechtskraft wird das Mobiltelefon durch die 

Lagerbehörde vernichtet.

7. Über die im Vorverfahren geleistete Sicherheitsleistung wird mit separatem 

Beschluss entschieden.

8. Die Privatklägerin wird mit ihrem Schadenersatzbegehren auf den Weg des Zivilpro-

zesses verwiesen.

9. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:

CHF 10'000 ; die weiteren Auslagen betragen:

CHF 20'000   Gebühr Vorverfahren

CHF 9'709   Auslagen Untersuchung

CHF 491   Diverse Kosten

CHF 59'185.10   Amtliche Verteidigung

Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten.

10. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, ausgenommen die-

jenigen der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt.

11. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen; 

vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO. 

12. Rechtsanwalt lic. iur. X._____ wird für seine Bemühungen und Barauslagen als amt-

licher Verteidiger mit CHF 59'185.10 (inkl. MwSt., abzüglich der bereits erhaltenen 

Akontozahlungen in der Höhe von CHF 33'000) aus der Gerichtskasse entschädigt.

13. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin für das gesamte Verfahren eine 

Prozessentschädigung von CHF 25'662 (inkl. MwSt.) zu bezahlen.

14. (Mitteilungen)

15. (Rechtsmittel)"

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Berufungsanträge:
(Prot. II S. 6)

a) Der Verteidigung des Beschuldigten:

(Urk. 207 S. 2)

A._____ sei der mehrfachen Urkundenfälschung im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 

Abs. 3 StGB für nicht schuldig zu befinden und von diesem Vorwurf freizu-

sprechen;

unter Kosten- und Entschädigungsfolgen.

b) Der Staatsanwaltschaft:

(Urk. 211 S. 3)

1. A._____ sei anklagegemäss der mehrfachen Urkundenfälschung im Sinne 

von Art. 251 Ziff. 1 StGB schuldig zu sprechen.

2. A._____ sei zu bestrafen mit einer Freiheitsstrafe von 42 Monaten und einer 

Geldstrafe von 10 Tagessätzen zu Fr. 30, d.h. die mit Urteil vom 21. April 2021 

ausgefällte Freiheitsstrafe von 34 Monaten sei um 8 Monaten zu erhöhen, 

unter Anrechnung der Untersuchungshaft.

3. Die Freiheitsstrafe sei zu vollziehen. Der Vollzug der Geldstrafe sei unter 

Ansetzung einer Probezeit von 2 Jahren aufzuschieben.

Erwägungen:

I. Verfahrensgang

1.  Zum Verfahrensgang bis zum vorinstanzlichen Urteil kann zwecks Vermei-

dung von unnötigen Wiederholungen auf die zutreffenden Erwägungen der 

Vorinstanz im angefochtenen Entscheid verwiesen werden (Urk. 90 S. 6 f.).

2.  Mit Urteil der 9. Abteilung des Bezirksgerichts Zürich vom 21. März 2018 

wurde der Beschuldigte A._____ vom Vorwurf der Urkundenfälschung im Sinne von 

Art. 251 StGB freigesprochen, im Übrigen jedoch – mit einigen zeitlichen und be-

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tragsmässigen Einschränkungen – anklagegemäss schuldig gesprochen und mit 

einer unbedingten Freiheitsstrafe von 27 Monaten sowie einer unbedingten Gelds-

trafe von 13 Tagessätzen zu Fr. 30.– bestraft (Urk. 90).

3.  Gegen das Urteil erhoben der Beschuldigte Berufung (Urk. 85) und die Staats-

anwaltschaft III des Kantons Zürich in der Folge Anschlussberufung (Urk. 99). Mit 

Urteil vom 21. April 2021 stellte die hiesige Kammer das Verfahren betreffend 

Urkundenfälschung ein, bestätigete im Übrigen den Schuldspruch der Vorinstanz 

und bestrafte den Beschuldigten mit einer teilbedingten Freiheitsstrafe von 

34 Monaten und einer bedingten Geldstrafe von 10 Tagessätzen zu Fr. 30.– 

(Urk. 183).

4.  Gegen das Urteil der hiesigen Kammer erhoben sodann sowohl der 

Beschuldigte als auch die Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich Beschwerde 

in Strafsachen (Urk. 187; Urk. 188).

5.  Das Bundesgericht hiess in der Folge die Beschwerde der Oberstaatsanwalt-

schaft des Kantons Zürich mit Urteil vom 9. Dezember 2022 teilweise gut, hob das 

obergerichtliche Urteil vom 21. April 2021 auf und wies die Sache zur Neubeurtei-

lung an das Obergericht zurück (Urk. 197). 

6.  Nachdem die Parteien sich mit der schriftlichen Durchführung des vorliegen-

den Berufungsverfahrens einverstanden erklärt haben (Urk. 199), wurde mit Präsi-

dialverfügung vom 30. Januar 2023 die schriftliche Durchführung des Berufungs-

verfahrens angeordnet und dem Beschuldigten Frist angesetzt, Berufungsanträge 

zu stellen und zu begründen sowie letztmals Beweisanträge zu stellen (Urk. 200). 

Mit Eingabe vom 3. April 2023 liess der Beschuldigte die Berufungsbegründung 

einreichen (Urk. 207).

7.  Diese Berufungsbegründung wurde mit Präsidialverfügung vom 5. April 2023 

der Anklagebehörde zugestellt und ihr Frist zur Einreichung der Berufungsantwort 

gesetzt (Urk. 209). In der Folge reichte die Anklagebehörde am 19. April 2023 die 

Berufungsantwort ein (Urk. 211).

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8.  Diese wurde mit Präsidialverfügung vom 21. April 2023 dem Beschuldigten 

bzw. seiner Verteidigung zur freigestellten Stellungnahme zugestellt (Urk. 212). Mit 

Eingabe vom 26. Juni 2023 verzichtete die Verteidigung auf eine weitere 

Stellungahme (Urk. 218).

9.  Das Verfahren erweist sich als spruchreif.

II. Prozessuales

1. Rückweisung und Bindungswirkung

1.1. Das Bundesgericht wies die Beschwerde des Beschuldigten ab, soweit sie 

darauf eintrat. Gleichzeitig hiess es die Beschwerde der Oberstaatsanwaltschaft 

teilweise gut, hob das Urteil des Obergerichts des Kantons Zürich vom 21. April 

2021 in seiner Gesamtheit auf und wies die Sache zur neuen Beurteilung an das 

Obergericht zurück (Urk. 197 S. 18).

1.2. Entsprechend ist heute nochmals umfassend über alles zu entscheiden, was 

bereits Gegenstand des ersten Berufungsverfahrens war. Dabei darf sich das 

Berufungsgericht von Bundesrechts wegen nur noch mit jenen Punkten befassen, 

die das Bundesgericht kassierte. Die anderen Teile des Urteils haben Bestand und 

werden in das neue Urteil übernommen (JOSITSCH/SCHMID, Handbuch des 

schweizerischen Strafprozessrechts, 4. Aufl., Zürich/St. Gallen 2023, N 1713). 

Irrelevant ist, dass das Bundesgericht mit seinem Rückweisungsentscheid formell 

in der Regel das ganze angefochtene Urteil aufhebt. Entscheidend ist nicht das 

Dispositiv, sondern die materielle Tragweite des bundesgerichtlichen Entscheids. 

Die neue Entscheidung der Berufungskammer ist somit auf diejenige Thematik 

beschränkt, die sich aus den bundesgerichtlichen Erwägungen als Gegenstand der 

neuen Beurteilung ergibt. Das Verfahren wird nur insoweit neu in Gang gesetzt, als 

dies notwendig ist, um den verbindlichen Erwägungen des Bundesgerichts 

Rechnung zu tragen (BGE 143 IV 214 E. 5.2.1; BGE 148 I 127 E: 3.1; Urteile des 

Bundesgerichts 5A_392/2021 vom 20. Juli 2021 E. 2.1, 6B_998/2019 vom 

20. November 2020 E. 1.1). 

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1.3. Das Bundesgericht hielt fest, das hiesige Gericht habe Bundesrecht verletzt, 

indem es zum Schluss gekommen sei, die Anklage bringe den dem Beschuldigten 

gemachten Vorwurf der Urkundenfälschung unzureichend zum Ausdruck und 

genüge den Anforderungen des Anklagegrundsatzes nicht. Die Anklage enthalte 

konkrete Angaben zur Art und Weise der vermeintlichen Tatausführung bzw. -be-

gehung, zum Tatort und zur Tatzeit betreffend die dem Beschuldigten vorge-

worfene Urkundenfälschung in Bezug auf die Tatbestandsvariante des Gebrauchs 

einer inhaltlich unwahren Urkunde zur Täuschung im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 

Abs. 3 StGB. Entsprechend hiess es die Beschwerde der Anklagebehörde teilweise 

gut, soweit das Verfahren wegen Verletzung des Anklageprinzips eingestellt wurde, 

und wies das hiesige Gericht verbindlich an, im vorliegenden Verfahren zu prüfen, 

ob sich der Beschuldigte des Gebrauchs einer inhaltlich unwahren Urkunde 

(Art. 251 Ziff. 1 Abs. 3 StGB) schuldig gemacht hat (Urk. 197 E. 7 S. 13 ff.).

1.4. Prozessgegenstand bildet mithin nach der Rückweisung durch das Bundes-

gericht gemäss dessen Erwägungen der Vorwurf der Urkundenfälschung betref-

fend die Tatbestandsvariante des Gebrauchs einer inhaltlich unwahren Urkunde 

zur Täuschung im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 Abs. 3 StGB mit den entsprechenden 

Konsequenzen hinsichtlich Sanktion sowie Kosten- und Entschädigungsfolgen. 

Soweit die Anklagebehörde nun vorbringt, der Beschuldigte sei auch in der Er-

stellung der inhaltlich falschen Buchhaltung auf strafrechtlich relevante Art mit 

Tatmacht involviert gewesen und mithin auf eine Verurteilung betreffend Falsch-

beurkundung im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 Abs. 2 StGB zielt (Urk. 211 S. 3 ff.), ist 

dies nicht Gegenstand der neuen Beurteilung, weshalb darauf nicht weiter einzu-

gehen ist.

Im Übrigen hat das Urteil vom 21. April 2021 weiterhin Bestand und ist im neuer-

lichen Entscheid vollständig zu übernehmen. Gleiches gilt hinsichtlich des Vorab-

beschlusses betreffend das Nichteintreten auf den Antrag der Verteidigung betref-

fend Schadersatzansprüche der Privatklägerin und der Feststellung der in Rechts-

kraft erwachsenen Punkte. Um eine extensive Wiederholung der Erwägungen im 

aufgehobenen Entscheid zu vermeiden, kann hinsichtlich der unangefochten 

gebliebenen bzw. materiell nicht aufgehobenen Punkte deshalb in sinngemässer 

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Anwendung von Art. 82 Abs. 4 StPO vollständig auf die Erwägungen im Entscheid 

vom 21. April 2021 verwiesen werden (Urk. 183).

2. Umfang der Berufung

Im Sinne der vorangehenden Ausführungen ist mit Verweis auf die Erwägungen im 

Entscheid vom 21. April 2021 auf den Antrag der Verteidigung in Ziffer 3 erster 

Satzteil (Verweis des Schadenersatzbegehrens der Privatklägerin auf den Weg des 

Zivilprozesses; vgl. Urk. 90 S. 175) mangels Rechtsschutzinteresses nicht ein-

zutreten und es sind Dispositiv-Ziff. 5 (Verzicht auf Abnahme einer DNA-Probe), 

Dispositiv-Ziff. 6 (Herausgabe des beschlagnahmten Mobiltelefons) Dispositiv-

Ziff. 7 (Verweis auf Beschluss (Urk. 82)), Dispositiv-Ziff. 8 (Entscheid über Zivil-

forderungen), Dispositiv-Ziff. 9 (Kostenfestsetzung) und Dispositiv-Ziff. 12 (Fest-

setzung Honorar amtliche Verteidigung) unangefochten (Urk. 183 S. 8 f.) und damit 

in Rechtskraft erwachsen, was vorab mittels Beschlusses festzustellen ist (Urk. 183 

S. 8 f.; Art. 84 Abs. 4 StPO; Art. 404 Abs. 1 StPO).

3. Formelles

3.1. Soweit nachfolgend auf Erwägungen der Vorinstanz im angefochtenen 

Entscheid verwiesen wird, so erfolgt dies in Anwendung von Art. 82 Abs. 4 StPO, 

auch ohne dass dies jeweils explizit Erwähnung findet.

3.2. Im Übrigen ist an dieser Stelle darauf hinzuweisen, dass sich die urteilende 

Instanz nicht mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzen und jedes 

einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegen muss (BGE 146 IV 297, E. 2.2.7; 

BGE 141 IV 249, E. 1.3.1; BGE 139 IV 179, E. 2.2; BGE 138 IV 81, E. 2.2, je mit 

Hinweisen). Die Berufungsinstanz kann sich somit in der Begründung auf die für 

ihren Entscheid wesentlichen Punkte beschränken.

III. Sachverhalt

1. Ausgangslage

1.1. Das Bundesgericht erwog in seinem Entscheid, die Anklage enthalte konkrete 

Angaben zur Art und Weise der vermeintlichen Tatausführung bzw. -begehung, 

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zum Tatort und zur Tatzeit betreffend die dem Beschuldigten vorgeworfene Urkun-

denfälschung in Bezug auf die Tatbestandsvariante des Gebrauchs einer inhaltlich 

unwahren Urkunde zur Täuschung im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 Abs. 3 StGB. Sie 

sei in sachlicher, örtlicher und zeitlicher Hinsicht hinreichend konkret, indem sie 

Folgendes festhalte: Die offiziellen Bilanzen 2011 und 2012 und die zugrunde 

liegenden Buchhaltungen stellten die Vermögenslage der C._____ erheblich bes-

ser dar, als sie in Wirklichkeit gewesen sei (Anklage-Ziff. I. 16 S. 10-12). Dem Be-

schuldigten werde sodann konkret vorgeworfen, an der ordentlichen Generalver-

sammlung der C._____ vom 11. Oktober 2012 um 13.45 Uhr am Geschäftssitz der 

C._____ in Zürich in seiner Eigenschaft als Alleinaktionär und mithin Vertreter des 

gesamten Aktenkapitals der C._____ die (inhaltlich unwahre) Jahresrechnung per 

31. Dezember 2011 förmlich genehmigt zu haben. Zudem werde ihm vorgeworfen, 

D._____ dahingehend instruiert zu haben, die Bilanzen 2010-2012 dem 

Konkursamt Altstadt-Zürich zu übergeben, was dieser anlässlich der Konkursein-

vernahme vom 22. April 2013 (oder in deren Umfeld) getan habe. Des Weiteren 

werde ihm zur Last gelegt, anlässlich der Konkurseinvernahme vom 29. April 2013 

auf die von D._____ dem Konkursamt übergebene Buchhaltung verwiesen und 

ausgeführt zu haben, diese sei bis am 15. April 2013 geführt worden (Anklage-

Ziff. I. 15 S. 9 f.; Urk. 197 E. 7.5.2, S. 15 f.).

1.2. Auch in subjektiver Hinsicht erweise sich die Anklageschrift hinreichend klar, 

indem festgehalten werde, dass der Beschuldigte einerseits eine Buchhaltung 

gewollt habe, aus der sich keine Hinweise auf finanzielle Probleme der C._____ 

herleiten liessen, und D._____ entsprechend instruiert habe, und dass er 

andererseits sich durch eine vorteilhafte Buchhaltung das Verteidigungsargument 

habe verschaffen wollen, die Finanzlage der C._____ habe private Mittelentnahme 

und hohen Aufwand erlaubt (Anklage-Ziff. I. 18 S. 13). Als weitere "unlautere Ab-

sicht" halte die Anklageschrift fest, der Beschuldigte habe gewollt, dass D._____ 

die administrativen Formalitäten möglichst kostengünstig erledige und diesen aus 

diesem Grund instruiert, die Buchhaltung so oberflächlich und kostengünstig wie 

möglich zu führen (Anklage-Ziff. I. 19 S. 13). Der Beschuldigte habe sodann 

anlässlich der Konkurseinvernahme vom 29. April 2013 mit dem Hinweis auf die 

von D._____ dem Konkursamt übergebene (inhaltlich unwahre) Buchhaltung be-

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zweckt, dass das Konkursamt, die Konkursgläubiger und gegebenenfalls Strafver-

folgungs- und Gerichtsbehörden den Geschäftsgang der D._____ gestützt auf die 

Buchhaltung und die darauf beruhende Jahresrechnung beurteilen sollen (Anklage-

Ziff. I. 15 S. 10; Urk. 197 E. 7.5.3, S. 16).

2. Sachverhaltserstellung

2.1. Wie bereits im Urteil des hiesigen Gerichts vom 21. April 2021 festgehalten 

wurde, erweist sich die vorinstanzliche Beweiswürdigung betreffend Ziff. I 2. der 

Anklageschrift (unrichtige Finanzlage der C._____) als vollständig und zutreffend. 

Sie kann ohne Weiterung und mit Verweis auf die Erwägungen der Vorderrichter 

übernommen werden (Urk. 183 S. 16 ff.; Urk. 90 S. 38 ff.; vgl. auch Urk. 060178 ff. 

in Ordner 7). Nachfolgend sind die wichtigsten Punkte hierzu nochmals zu rekapi-

tulieren:

2.1.1. In Bezug auf die massgeblichen Bilanzkennzahlen kann vollumfänglich auf 

die durch die Vorinstanz abschliessend korrigierten und im angefochtenen Urteil 

wiedergegebenen Bilanzen der C._____ verwiesen werden, zumal diese weder von 

der Verteidigung noch von der Anklagebehörde im Beschwerdeverfahren vor 

Bundesgericht bzw. in den Berufungsverfahren vor dem hiesigen Gericht 

beanstandet wurden. 

2.1.2. Entsprechend ist erstellt, dass die offiziellen Bilanzen 2011 und 2012 und die 

zugrunde liegenden Buchhaltungen die Vermögenslage der C._____ erheblich 

besser darstellten, als sie in Wirklichkeit gewesen ist (vgl. Anklageziffer I.16). Ins-

besondere wurde das Darlehen der E._____ entgegen den Grundsätzen der ord-

nungsgemässen Buchführung im Sinne von Art. 957a ff. OR, insbesondere der 

Grundsätze der Bilanzwahrheit und der Bilanzvorsicht, nicht wertberichtigt, nach-

dem nie Zinszahlungen erfolgt sind und die (ebenfalls durch den Beschuldigten 

beherrschte) E._____ ihren Betrieb vollumfänglich einstellte. Sodann wurden beim 

Verkauf der Gutscheine keine Forderungen von Kunden in der Buchhaltung be-

rücksichtigt. Selbstredend wären überdies die Kreditoren vollständig zu erfassen 

gewesen, wozu der Beschuldigte entsprechend die laufenden Rechnungen zur 

buchhalterischen Erfassung an D._____ hätte weiterleiten müssen.

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Hinzuweisen ist in diesem Zusammenhang, dass betreffend die Rolle des Beschul-

digten im Rahmen der C._____ und seine Einflussnahme auf die Buchhaltung im 

Entscheid des Bundesgerichts verbindlich festgehalten wurde, dass das hiesige 

Gericht zu Recht davon ausgegangen sei, dass der Beschuldigte als faktischer Ver-

waltungsrat zu betrachten sei (Urk. 197: Urteil 6B_1043/2021 und 6B_1060/2021 

vom 9. Dezember 2022 E. 3.3).

2.1.3. In Anbetracht des weiteren Beweisergebnisses, namentlich der Aussagen 

von D._____, ist sodann erstellt, dass die Buchhaltung der C._____ unter 

unmittelbarer Aufsicht und Verantwortung von D._____ erstellt und vom Beschul-

digten in Bezug auf deren wesentlichen Inhalt quartalsweise in Besprechungen mit 

D._____ gutgeheissen wurde (vgl. Anklageziffer I.13. + 15.; Urk. 050065, Ordner 

5). Auch wenn die Buchführung zur Hauptsache in der Verantwortung von D._____ 

lag, und auch wenn sich der Beschuldigte nur marginal um diese gekümmert zu 

haben scheint, erscheint es trotzdem wenig glaubhaft, wenn der Beschuldigte, wel-

cher als Hauptaktionär, Geschäftsführer und faktischer Verwaltungsrat (Urk. 197 

E. 3.3) die eigentlich zentrale Rolle innerhalb der C._____ einnahm, welche im Üb-

rigen dessen Haupteinnahmequelle darstellte, ausführt, dass die Buchhaltung wäh-

rend den beiden Jahren, in welchen D._____ formeller Verwaltungsrat der C._____ 

gewesen ist, nie mit diesem besprochen worden sei bzw. dass er diesbezüglich nie 

involviert gewesen sei (Urk. 050576 f., Ordner 6).

2.1.4. Ebenfalls erstellt ist, dass der Beschuldigte in seiner Eigenschaft als Allein-

aktionär der C._____ an der ordentlichen Generalversammlung vom 11. Oktober 

2012 die (inhaltlich unwahre) Jahresrechnung über das Geschäftsjahr 2011 förm-

lich genehmigte (vgl. Anklageziffer I.15; vgl. Protokoll in Urk. 230107 f., Ordner B-

5). 

2.1.5. Entgegen der Verteidigung (Urk. 207 S. 3) ist sodann gestützt auf die 

Aussagen von D._____ auch davon auszugehen, dass der Beschuldigte ihn instru-

iert hatte, die Bilanzen dem Konkursamt Altstadt-Zürich zu übergeben (vgl. 

Urk. 050596, Ordner 6). Unbestritten ist schliesslich, dass der Beschuldigte in der 

Konkurseinvernahme vom 29. April 2013 ausführte, die Buchhaltung sei bis zum 

15. April 2013 nachgeführt worden (Urk. 251436, Ordner B-24), und mithin auch in 

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jenem Zeitpunkt noch auf die entsprechenden Bilanzen verwiesen hat, womit er 

signalisierte, dass diese als wesentlich zu erachten sind (vgl. Anklageziffer I.15.).

2.2. In subjektiver Hinsicht ist mit Verweis auf die vorinstanzlichen Erwägungen 

erstellt, dass dem Beschuldigten spätestens Anfang 2011 bewusst gewesen sein 

musste, dass das Darlehen an E._____ wertberichtigt hätte werden müssen, nach-

dem nie Zinszahlungen erfolgt sind und die (ebenfalls durch den Beschuldigten be-

herrschte) E._____ ihren Betrieb vollumfänglich einstellte. Dem Beschuldigten war 

im Übrigen – zumindest im Sinne einer Parallelwertung in der Laiensphäre – sicher-

lich auch bewusst, dass der Verkauf von Gutscheinen Forderungen von Kunden 

entstehen lässt, die in der Buchhaltung berücksichtigt werden müssen. Selbstre-

dend war dem Beschuldigten auch klar, dass Kreditoren vollständig zu erfassen 

gewesen wären und dass er entsprechend die Rechnungen an D._____ hätte wei-

terleiten müssen, damit sie durch diesen in der Buchhaltung hätten erfasst werden 

können.

2.2.1. Aufgrund der Besprechungen mit D._____ und aufgrund seiner eigenen Tä-

tigkeiten für die C._____ wusste er darum, dass die vorgenannten Umstände nicht 

in der Buchhaltung der C._____ berücksichtigt wurden. Zufolge der Vielzahl und 

der Relevanz der konkreten buchhalterischen Verfehlungen kann dabei ohne Wei-

teres auch davon ausgegangen werden, dass der Beschuldigte zumindest in Kauf 

genommen hat, die Bilanzen der C._____ hierdurch vorteilhafter aussehen zu las-

sen als es der tatsächlichen wirtschaftlichen Situation des Unternehmens ent-

sprach (Urk. 90 S. 63). Insgesamt wusste der Beschuldigte mithin, dass die Bilan-

zen unwahr waren, und er wollte dies auch. 

2.2.2. In Anbetracht der gesamten Umstände, insbesondere mit Blick auf die im 

Zusammenhang mit dem Vorwurf der qualifizierten ungetreuen Geschäftsbe-

sorgung durch die Vorderrichter erwogene Motivation des Beschuldigten für sein 

Handeln (vgl. Urk. 90 S. 123), entsprach es zweifelsohne seinem Willen, dass aus 

der Buchhaltung keine Hinweise auf die finanziellen Probleme der C._____ herge-

leitet werden konnten. Indem er D._____ instruierte, diese – unzulässig – vorteil-

hafte Buchhaltung dem Konkursamt einzureichen, und in der Folge anlässlich der 

Konkurseinvernahme vom 29. April 2013 darauf Bezug nahm, lässt die Aktenlage 

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keinen anderen Schluss zu, als dass er hiermit bezweckte, sich das Argument für 

private Mittelentnahmen und hohen Aufwand zu verschaffen bzw. sich insofern 

besser zu stellen, als es dem Geschäftsgang und der Vermögenslage der C._____ 

entsprach. Sein diesbezügliches Verhalten sollte – sei es im Rahmen eines 

Konkursverfahrens oder in einem allfälligen Strafprozess – gestützt auf die für ihn 

vorteilhaftere und den effektiven Verhältnissen nicht entsprechende Buchhaltung 

beurteilt werden.

IV. Rechtliche Würdigung

1.  Der Urkundenfälschung im Sinne von Art. 251 StGB macht sich strafbar, wer 

in der Absicht, jemanden am Vermögen oder an anderen Rechten zu schädigen 

oder sich oder einem anderen einen unrechtmässigen Vorteil zu verschaffen, eine 

Urkunde fälscht oder verfälscht, die echte Unterschrift oder das echte Handzeichen 

eines anderen zur Herstellung einer unechten Urkunde benützt oder eine rechtlich 

erhebliche Tatsache unrichtig beurkundet bzw. beurkunden lässt. 

2.  In casu ist – wie bereits ausgeführt (vgl. Ziff. II. 1.4) – lediglich die Tatbe-

standsvariante des Gebrauchs einer inhaltlich unwahren Urkunde zur Täuschung 

im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 Abs. 3 StGB zu prüfen.

3.  In objektiver Hinsicht wird zunächst vorausgesetzt, dass sich das tatbestands-

mässige Verhalten auf eine Urkunde im Sinne von Art. 110 Abs. 4 StGB bezieht. 

Gemäss dieser Bestimmung sind Urkunden Schriften, die bestimmt und geeignet 

sind, oder Zeichen, die bestimmt sind, eine Tatsache von rechtlicher Bedeutung zu 

beweisen. Als Urkunden kommen ausschliesslich Aufzeichnungen menschlicher 

Gedankenäusserungen (sog. Erklärungen), welche an Dritte gerichtet sind, in 

Betracht. Massgebend für den Urkundencharakter einer Aufzeichnung ist indessen 

nicht, wie sie hergestellt worden ist, sondern lediglich, ob sie einem bestimmten 

Urheber als Ergebnis einer Gedankenäusserung zugerechnet werden kann. Um 

Urkundenqualität zu haben, muss die Aufzeichnung beweiserheblich, d.h. zum 

Beweis von rechtserheblichen Tatsachen bestimmt und geeignet, sein (vgl. 

Donatsch/Thommen/Wohlers, Strafrecht IV, 5. Auflage, Zürich 2017, S. 139 ff., 

m.w.H.). Beweiseignung meint die objektive Beweistauglichkeit, d.h. die generelle 

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Fähigkeit der Urkunde zur Erbringung eines Beweises hinsichtlich einer ausser 

ihrer selbst liegenden Tatsache. Zum Beweis geeignet ist dabei jede Tatsache, die 

im Rechtsverkehr nicht völlig bedeutungslos ist. Das Merkmal der Beweisbestim-

mung ist ein im Ausgangspunkt subjektives Erfordernis; wesentlich ist der Wille des 

Ausstellers oder einer Drittperson, die Aufzeichnung nicht nur für den internen 

Gebrauch zu verwenden, sondern mit ihr im Rechtsverkehr ein Beweismittel zu 

schaffen oder sie als solches zu nutzen (subjektive Zwecksetzung). Die Beweisbe-

stimmung muss objektiv erkennbar sein; sie muss sich mithin auf die Beweis-

eignung beziehen. Die Beweisbestimmung einer falschen Urkunde steht jedoch in 

der Regel nicht in Frage, da wohl nur gefälscht wird, um mit der falschen Urkunde 

etwas zu beweisen (BOOG, in: Niggli/Wiprächtiger, BSK StGB, 4. Aufl. 2019, 

Art. 110 N 32).

4.  Dabei wird bei einer echten, aber inhaltlich unwahren Urkunde vorausgesetzt, 

dass sich diese zur rechtserheblichen Tatsache überhaupt äussert. Insofern er-

bringt die Schrift nur Beweis für den in ihr selbst unmittelbar bezeugten Sachverhalt 

(vgl. z.B. BGE 133 IV 36 E. 4.2). Enthält die Urkunde eine Aussage zum Sachver-

halt, fragt sich, ob sich deren Beweisfunktion auch auf die Wahrheit der Erklärung 

erstreckt. Damit eine Falschbeurkundung und nicht bloss eine schriftliche Lüge 

vorliegt, muss der Urkunde eine im Verhältnis zur gewöhnlichen schriftlichen Äus-

serung erhöhte Überzeugungskraft oder Glaubwürdigkeit zukommen und der 

Adressat muss der Erklärung aufgrund der Glaubwürdigkeit im Rechtsverkehr ein 

besonderes Vertrauen entgegenbringen. Dies ist der Fall, wenn allgemein gültige 

objektive Garantien die Wahrheit der Erklärung gegenüber Dritten gewährleisten, 

wie sie unter anderem in der Prüfungspflicht einer Urkundsperson oder in gesetz-

lichen Bestimmungen über die ordnungsgemässe Rechnungslegung des Aktien-

rechts in Art. 662a ff. OR und in den Bilanzvorschriften in Art. 957a ff. OR bestehen, 

die gerade den Inhalt bestimmter Schriftstücke näher festlegen (BGE 146 IV 258 

E. 1.1; BGE 132 IV 12 E. 8.1 m.w.H.). Blosse Erfahrungsregeln hinsichtlich der 

Glaubwürdigkeit irgendwelcher schriftlicher Äusserungen genügen dagegen nicht, 

mögen sie auch zur Folge haben, dass sich der Geschäftsverkehr in gewissem 

Umfang auf entsprechende Angaben verlässt (Urteil des Bundesgerichts 

6B_624/2007 vom 14. November 2007, E. 4.1 und 4.3, m.w.H.; BGE 117 IV 35 E. 1; 

- 16 -

WEDER in: Donatsch/Heimgartner/Isenring/Weder, StGB-Kommentar, 21. Aufl. 

2022, Art. 251 N 21 ff.).

5.  Die Bilanzen der C._____ stellen – mit der Vorinstanz (Urk. 90 S. 137 f.) – 

ohne Zweifel echte Urkunden dar, deren Inhalt aufgrund der Unterlassung der Wert-

berichtigung des Darlehens E._____ und der transitorischen Aktiven sowie auf-

grund der fehlenden bzw. unvollständigen Erfassung der Kunden- bzw. Lieferan-

tenkreditoren in teilweiser Hinsicht als unwahr zu erachten sind (vgl. Ziff. III 2.1.2 

vorstehend). Die diesbezüglich in der Bilanz bezeugten Sachverhalte stimmten an 

den entsprechenden Bilanzstichtagen ab Ende 2011 in wesentlichem Ausmass 

nicht mit den wirklichen finanziellen Verhältnissen der C._____ überein. Die Bilan-

zen der C._____ sind dabei ohne Weiteres als geeignet zu erachten, rechtserheb-

liche Tatsachen zu beweisen, nämlich in welcher konkreten finanziellen Lage sich 

die C._____ an den jeweiligen Bilanzstichtagen befunden hat. Dabei ist – im Hin-

blick auf die für eine Falschbeurkundung strengeren Anforderungen – auch festzu-

halten, dass einer Bilanz eine erhöhte Überzeugungskraft und Glaubwürdigkeit zu-

kommt und dass die Adressaten einer solchen ein besonderes Vertrauen entge-

genbringen, ist die Bilanzierung doch nach den strengen Vorschriften der Art. 957a 

ff. OR vorzunehmen, welche eine objektive Garantie hinsichtlich der Wahrheit der 

verbrieften Erklärungen gewährleisten sollen. Sowohl einer Bilanz als auch einer 

Zwischenbilanz kommt im Rahmen einer Falschbeurkundung fraglos Urkunden-

qualität im Sinne von Art. 110 Abs. 4 StGB zu (vgl. WEDER in: Donatsch/Heimgart-

ner/ Isenring/Weder, StGB-Kommentar, 21. Aufl. 2022, Art. 251 N 26; BOOG, in: 

Niggli/Wiprächtiger, BSK StGB, 4. Aufl. 2019, Art. 251 N 87 ff.).

6.  Gebrauch im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 Abs. 3 StGB ist die Benutzung im 

Rechtsverkehr. Hierbei muss die unechte oder – wie in casu – die unwahre Urkunde 

der zu täuschenden Person zur sinnlichen Wahrnehmung zugänglich gemacht 

werden, das heisst in deren Machtbereich gelangen (BGE 120 IV 122 E. 5.cc); 

Donatsch/Thommen/Wohlers, Strafrecht IV, 5. Auflage, Zürich 2017, S. 162; BOOG, 

in: Niggli/Wiprächtiger, BSK StGB, 4. Aufl. 2019, Art. 251 N 163 f.; WEDER in: 

Donatsch/Heimgartner/Isenring/Weder, StGB-Kommentar, 21. Aufl. 2022, Art. 251 

N 36 ff.). 

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7. Das Verhalten des Beschuldigten – er sorgte dafür, dass das Konkursamt in 

den Besitz der unwahren Buchführung kam, und berief sich in der Folge anlässlich 

der Konkurseinvernahme darauf – ist gesamthaft – entgegen der Verteidigung 

(Urk. 207 S. 3 f.) – unter den Tatbestand des Gebrauchs einer unwahren Urkunde 

zu subsumieren. Eine eigenhändige Übergabe ist – mit der Anklagebehörde 

(Urk. 211 S. 6) – nicht erforderlich.

8.  Der subjektive Tatbestand der Urkundenfälschung verlangt zunächst Vorsatz 

in Bezug auf alle objektiven Merkmale, wobei Eventualvorsatz genügt (BGE 138 

IV 130 E. 3.2.1). Darüber hinaus erfordert er ein Handeln in der Absicht, jemanden 

am Vermögen oder anderen Rechten zu schädigen (Schädigungsabsicht) oder sich 

oder einem andern einen unrechtmässigen Vorteil zu verschaffen (Vorteilsabsicht). 

Weiter muss der Täter die Urkunde im Rechtsverkehr als wahr verwenden wollen. 

Dies setzt eine Täuschungsabsicht voraus. Dabei muss sich der erstrebte Vorteil 

bzw. die Schädigung gerade aus dem Gebrauch der unechten bzw. unwahren 

Urkunde ergeben (BGE 138 IV 130 E. 3.2.4 mit Hinweisen); die Täuschung muss 

mithin auf die Hervorrufung einer falschen Vorstellung über die Echtheit oder Wahr-

heit der Urkunde gerichtet sein. Nach der Rechtsprechung liegt der täuschende 

Gebrauch der Urkunde schon darin, dass sie in den Rechtsverkehr gebracht wird 

(BGE 141 IV 369 E. 7.4; BGE 113 IV 77 E. 4). Dass eine Person tatsächlich 

getäuscht wird, ist zufolge der Einordnung der Urkundenfälschung als abstraktes 

Gefährdungsdelikt nicht erforderlich (BOOG, in: Niggli/Wiprächtiger, BSK StGB, 4. 

Aufl. 2019 Art. 251 N 166, 182; WEDER in: Donatsch/Heimgartner/Isenring/Weder, 

StGB-Kommentar, 21. Aufl. 2022, Art. 251 N 44). Als Vorteil gilt jegliche Besser-

stellung, sei sie vermögensrechtlicher oder sonstiger Natur (BGE 141 IV 369 E. 7.4; 

BGE 118 IV 254 E. 5 m.H.)

9.  In subjektiver Hinsicht war dem Beschuldigten, gestützt auf den erstellten 

Sachverhalt, spätestens anfangs 2011 bewusst, dass die Buchhaltung bzw. die 

Bilanzen nicht mit den wirklichen finanziellen Verhältnissen der C._____ überein-

stimmten, und er wollte dies auch (vgl. Urk. 90 S. 141). Er wollte, dass sich gestützt 

auf die Buchhaltung keine Hinweise auf finanzielle Probleme der C._____ herleiten 

liessen. Auch in Bezug auf die Gebrauchshandlung – Instruktionshandlung betref-

- 18 -

fend Einreichen der Urkunden und eigene Bezugnahme darauf – handelte er vor-

sätzlich. Mit seinem Verhalten beabsichtigte er sodann, dass das Konkursamt, die 

Konkursgläubiger sowie gegebenenfalls Strafverfolgungs- und Gerichtsbehörden 

die Finanzlage der C._____ positiver beurteilten, als sich diese in Wahrheit präsen-

tierte, was ihm – in rechtswidriger Weise – eine bessere Position in einem allfälligen 

Konkurs- oder auch Strafverfahren verschaffen sollte. Entsprechend handelte er 

sowohl in Täuschungs- als auch in Vorteilsabsicht (vgl. auch BGE 118 IV 254 E. 5 

sowie BGE 120 IV 361 E. 2d, wonach die unrechtmässige Vorteilsabsicht – trotz 

der Straflosigkeit der Selbstbegünstigung – auch bspw. im Abwenden eines 

befürchteten Strafverfahrens liegen kann).

10.  Der Beschuldigte hat mithin sämtliche objektiven und subjektiven Tat-

bestandsmerkmale sowie die besonderen Absichten der Tatbestandsvariante des 

Gebrauchs einer inhaltlich unwahren Urkunde erfüllt und ist – da Rechtfertigungs- 

oder Schuldausschlussgründe nicht ersichtlich sind – der Urkundenfälschung im 

Sinne von Art. 251 Ziff. 1 Abs. 3 StGB schuldig zu sprechen.

11.  Entgegen der Anklagebehörde (Urk. 211 S. 6) liegt keine mehrfache Tatbe-

gehung vor. Das dem Beschuldigten vorgeworfene Verhalten beruht auf einem 

einheitlichen Willensakt und ist als (natürliche) Handlungseinheit zu verstehen 

(Urteil 6B_543/2016 vom 22. September 2016 E. 4.3; BGE 133 IV 256 E. 4.5.3 

m.w.H.).

12.  Die Frage der Konkurrenzen zwischen dem Tatbestand der Urkunden-

fälschung im Sinne von Art. 251 StGB und demjenigen der Unterlassung der Buch-

führung im Sinne von Art. 166 StGB ist umstritten. Ein Teil der Lehre spricht sich 

dafür aus, dass die Unterlassung der Buchführung vom Urkundendelikt konsumiert 

wird, was indes angesichts der unterschiedlichen Rechtsgüter nicht ohne weiteres 

nachvollziehbar ist. Eine anderer Teil im Schrifttum vertritt demgegenüber die Auf-

fassung, dass eine Unterscheidung vorzunehmen ist. Wenn der Grundsatz der 

Wahrheit verletzt ist, soll die Unterlassung der Buchführung durch die Urkunden-

fälschung konsumiert werden. Werden jedoch weitere Erfordernisse der ordnungs-

gemässen Buchführung verletzt, soll zwischen den beiden Tatbeständen echte 

Konkurrenz bestehen (HAGENSTEIN, in: Niggli/Wiprächtiger, BSK StGB, 4. Aufl. 

- 19 -

2019, Art. 166 N 56 f.). In Anbetracht dieser Ausführungen zur Konkurrenzthematik 

zwischen den beiden Tatbeständen sowie der konkreten Umstände im vorliegen-

den Fall – der Vorwurf der Urkundenfälschung betrifft die Tatbestandsvariante des 

Gebrauchs einer inhaltlich unwahren Urkunde i.S.v. von Art. 251 Ziff. 1 Abs. 3 StGB 

und verfolgt im Wesentlichen einen anderen Schutzzweck als der Tatbestand der 

Unterlassung der Buchführung i.S.v. Art. 166 StGB – ist in casu von echter Konkur-

renz auszugehen. 

V. Strafzumessung

1.  Betreffend die theoretischen Grundsätze der Strafzumessung und die dies-

bezügliche bundesgerichtliche Praxis ist mit Urteil vom 21. April auf die vorinstanz-

lichen Erwägungen zu verweisen (Urk. 183 S. 69; Urk. 90 S. 142 ff.). Gleiches gilt 

für Ausführungen zum Strafrahmen, zur Strafart und zur Gesamtstrafe (Urk. 183 

S. 69; Urk. 90 S. 148 ff.).

2.  In sinngemässer Anwendung von Art. 82 Abs. 4 StPO ist sodann zur konkre-

ten Strafzumessung betreffend das Hauptdelikt (mehrfache qualifizierte ungetreue 

Geschäftsbesorgung) und die weiteren Nebendelikte (Gläubigerschädigung durch 

Vermögensminderung, Misswirtschaft, Unterlassung der Buchführung sowie grobe 

Verletzung der Verkehrsregeln) vollständig auf die Erwägungen im Entscheid vom 

21. April 2021 zu verweisen (Urk. 183 S. 69 ff.).

3.  Für die neu zu beurteilende Urkundenfälschung ist in der Folge eine (zu 

asperierende) Strafe festzusetzen.

3.1.  Was die objektive Tatschwere anbelangt, ist zu berücksichtigen, dass der 

Beschuldigte dafür sorgte, dass die unwahre Buchhaltung den Konkursbehörden 

zugespielt wurde, und er sich in der Folge darauf berief. Die objektive Tatschwere 

ist vor diesem Hintergrund, innerhalb des für den Tatbestand der Urkunden-

fälschung stehenden Strafrahmens und damit auch im Vergleich mit anderen 

derartigen Delikten als sehr leicht bis leicht einzustufen.

3.2.  In subjektiver Hinsicht ist zu vermerken, dass der Beschuldigte mit direktem 

Vorsatz und aus rein egoistischen Motiven gehandelt hat. Eine Verschuldensre-

- 20 -

lativierung ergibt sich daher nicht. Es liegen sodann in subjektiver Hinsicht keine 

Anhaltspunkte dafür vor, dass der Beschuldigte im Tatzeitpunkt in seiner Einsichts- 

und/oder Handlungsfähigkeit eingeschränkt gewesen sein könnte, ebenso wenig in 

seiner Entscheidungsfreiheit.

3.3.  Unter Berücksichtigung der Tatschwere erscheint es angemessen, die 

bisherige hypothetische Einsatzstrafe in Anwendung des Asperationsprinzips um 

3 Monate Freiheitsstrafe zu erhöhen.

4.  Auch betreffend den Werdegang und die persönlichen Verhältnisse des 

Beschuldigten kann auf die Erwägungen im Entscheid vom 21. April 2021 und die 

Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 183 S. 74 f.; Urk. 90 S. 158 f.).

5.  Zum Leumund des Beschuldigten ist ebenfalls vollständig auf die Erwägungen 

im Entscheid vom 21. April 2021 zu verweisen (Urk. 183 S. 75 f.), zumal die Um-

stände sich nicht geändert haben.

6.  Seit der Tatbegehung sind mittlerweile rund 11 Jahre vergangen, in welchen 

sich der Beschuldigte nichts mehr hat zu Schulden kommen lassen (vgl. Urk. 198). 

Gemäss Art. 48 lit. e StGB mildert das Gericht die Strafe, wenn das Strafbedürfnis 

in Anbetracht der seit der Tat verstrichenen Zeit deutlich vermindert ist und der 

Täter sich in dieser Zeit wohl verhalten hat. "Verhältnismässig lange Zeit" im Sinne 

dieser Bestimmung ist grundsätzlich verstrichen, wenn zwei Drittel der Verfolgungs-

verjährungsfrist abgelaufen sind (BGE 132 IV 1 E. 6.2.1; HEIMGARTNER in: 

Donatsch/Heimgartner/Isenring/Weder, StGB-Kommentar, 21. Aufl. 2022, Art. 48 

N 10), was vorliegend der Fall ist (vgl. Art. 97 Abs. 1 lit. b StGB;die Verfolgungsver-

jährungsfrist beträgt vorliegend 15 Jahre), weshalb es angemessen erscheint, unter 

diesem Titel eine leichte Strafminderung vorzunehmen.

7.  Auch wenn im vorliegenden Verfahren keine grösseren Bearbeitungslücken 

auszumachen sind und keine Verletzung des Beschleunigungsgebots vorliegt 

(vgl. Urk. 183 S. 76; Urk. 197 S. 7 f.), ist auch dem Umstand Rechnung zu tragen, 

dass das Verfahren insgesamt sehr lange gedauert hat – die Anzeigeerstattung 

bzw. die Eröffnung des Strafverfahrens datieren vom August 2013 (vgl. 

- 21 -

Urk. 020001 ff., Ordner 1; 031012 ff., Ordner 2) und die Anklage vom September 

2017 (Urk. 002001 ff., Hauptordner 1) – und für den Beschuldigten eine erhebliche 

Belastung bedeutete. 

8.  Schliesslich sind keine weiteren strafzumessungsrelevanten Faktoren ersicht-

lich (vgl. auch Urk. 183 S. 76).

9.  Zusammenfassend ist die hypothetische Einsatzstrafe für das Hauptdelikt von 

15 Monate in Anwendung des Asperationsprinzips für die bereits beurteilten 

Nebendelikte um 14 Monate (5 Monate für die mehrfache Gläubigerschädigung, 

5 Monate für die Misswirtschaft, 4 Monate für die Unterlassung der Buchführung) 

und für die neu zu beurteilende Urkundenfälschung um weitere 3 Monate auf ins-

gesamt 32 Monate zu erhöhen. Unter Berücksichtigung der Täterkomponente und 

dort aufgrund der einschlägigen Vorstrafe, ist eine erhebliche Straferhöhung um 

rund 5 Monate angezeigt. Schliesslich ist eine leichte Strafmilderung gestützt auf 

Art. 48 lit. e StGB sowie die lange Verfahrensdauer zu berücksichtigen.

10.  Damit erscheint insgesamt unter Berücksichtigung aller massgeblicher Straf-

zumessungsfaktoren eine Gesamtfreiheitsstrafe von 35 Monaten als angemessen.

11.  Betreffend die Geldstrafe von 10 Tagessätzen zu Fr. 30.– ist vollumfänglich 

auf die Erwägungen im Entscheid vom 21. April 2021 zu verweisen (Urk. 183 

S. 77). 

VI. Strafvollzug

1.  Mit Verweis auf Erwägungen im Entscheid vom 21. April 2021 ist dem 

Beschuldigten betreffend die Freiheitsstrafe der teilbedingte Vollzug unter Anset-

zung einer Probezeit von 4 Jahren zu gewähren (Urk. 183 S. 78 ff.). In Anbetracht 

der gesamten Umstände erscheint es angemessen, die Freiheitsstrafe im Umfang 

von 15 Monaten zu vollziehen und im Umfang von 20 Monaten aufzuschieben.

2.  Was die Vollzugsform der Geldstrafe betrifft, kann vollumfänglich auf die 

Erwägungen im Entscheid vom 21. April 2021 verwiesen werden (Urk. 183 S. 80). 

- 22 -

VII. Kosten- und Entschädigungsfolgen

1.  Ausgangsgemäss ist die vorinstanzliche Kostenauflage zu bestätigen 

(Art. 426 StPO).

2. Angesichts des Ausgangs des zweiten Berufungsverfahrens, wonach der 

Beschuldigte mit seiner Berufung nach wie vor praktisch vollumfänglich unterliegt 

und die Anklagebehörde insofern teilweise obsiegt, als eine Verurteilung wegen 

Urkundenfälschung erfolgte sowie eine höhere Sanktion ausgesprochen wurde, 

hingegen in Bezug auf die beantragte Ausdehnung der Schuldsprüche in zeitlicher 

Hinsicht vollumfänglich unterliegt, erscheint es gerechtfertigt, die Kosten des ersten 

Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der amtlichen Verteidigung, dem 

Beschuldigten zu 4/5 aufzuerlegen und im Umfang von 1/5 auf die Gerichtskasse 

zu nehmen (Art. 428 Abs. 1 StPO). 

Die Kosten der amtlichen Verteidigung für das erste Berufungsverfahren sind auf 

die Gerichtskasse zu nehmen. Die Rückzahlungspflicht des Beschuldigten ist im 

Umfang von 4/5 gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO vorzubehalten.

Mit Verweis auf den Entscheid vom 21. April 2021 ist Rechtsanwalt lic. iur. X._____ 

für das erste Berufungsverfahren mit pauschal Fr. 15'000.– (inkl. MwSt.) aus der 

Gerichtskasse zu entschädigen (Urk. 183 S. 81 f.; Urk. 178).

3.  Dass infolge Rückweisung durch das Bundesgericht ein zweites Berufungs-

verfahren durchgeführt werden musste, hat nicht der Beschuldigte zu vertreten. 

Demnach fallen die Gerichtsgebühren für das zweite Berufungsverfahren ausser 

Ansatz und die weiteren Kosten (Kosten für die amtliche Verteidigung) sind auf die 

Gerichtskasse zu nehmen.

In Anwendung von § 18 Abs. 1 i.V.m. § 17 AnwGebV ist für das Anwaltshonorar 

der amtlichen Verteidigung für das zweite Berufungsverfahren wiederum eine 

Pauschale festzusetzen. Dabei erscheint mit Blick auf die massgeblichen Faktoren 

eine Pauschale von Fr. 3'000.– (inkl. MwSt.) als angemessen (vgl. Urk. 219).

- 23 -

4. Betreffend die Prozessentschädigung an die Privatklägerin F._____ kann voll-

umfänglich auf die Erwägungen im Entscheid von 21. April 2021 verwiesen werden 

(Urk. 183 S. 80 ff.).

5.  Ausgangsgemäss hat der Beschuldigte keinen Anspruch auf eine Genug-

tuung (vgl. Art. 429 Abs. 1 lit. c StPO).

Es wird beschlossen:

1. Auf den in Ziff. 3 erster Satzteil gestellten Antrag der Verteidigung betreffend 

Schadenersatzansprüche der Privatklägerin wird nicht eingetreten.

2. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 9. Abteilung, 

vom 21. März 2018 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:

"Es wird erkannt:

1.-4. (…)

5. Der Antrag der Staatsanwaltschaft auf Anordnung der Abnahme einer DNA-

Probe und auf Erstellung eines DNA-Profils im Sinne von Art. 5 des DNA-Profil-

Gesetzes sowie auf Erteilung eines entsprechenden Vollzugsauftrages wird 

abgewiesen.

6. Das beschlagnahmte und bei der Kasse des Bezirksgerichts Zürich lagernde 

Mobiltelefon der Marke Black-Berry (Typ SQN100) wird dem Beschuldigten 

nach Eintritt der Rechtskraft des Urteils auf erstes Verlangen herausgegeben. 

Bei Nichtabholung innert drei Monaten nach Eintritt der Rechtskraft wird das 

Mobiltelefon durch die Lagerbehörde vernichtet.

7. Über die im Vorverfahren geleistete Sicherheitsleistung wird mit separatem 

Beschluss entschieden.

8. Die Privatklägerin wird mit ihrem Schadenersatzbegehren auf den Weg des 

Zivilprozesses verwiesen.

9. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:

- 24 -

CHF 10'000 ; die weiteren Auslagen betragen:

CHF 20'000   Gebühr Vorverfahren

CHF 9'709   Auslagen Untersuchung

CHF 491   Diverse Kosten

CHF 59'185.10   Amtliche Verteidigung

Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten.

10-11. (…)

12. Rechtsanwalt lic. iur. X._____ wird für seine Bemühungen und Barauslagen als 

amtlicher Verteidiger mit CHF 59'185.10 (inkl. MwSt., abzüglich der bereits er-

haltenen Akontozahlungen in der Höhe von CHF 33'000) aus der Gerichts-

kasse entschädigt.

13. (…)

14. (Mitteilungen)

15. (Rechtsmittel)"

3. Schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil. 

Es wird erkannt:

1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig

 der mehrfachen ungetreuen Geschäftsbesorgung im Sinne von Art. 158 

Ziff. 1 Abs. 1 StGB, teilweise in Verbindung mit Abs. 3 StGB,

 der mehrfachen Gläubigerschädigung durch Vermögensminderung im 

Sinne von Art. 164 Ziff. 1 StGB in Verbindung mit Art. 29 StGB,

 der Misswirtschaft im Sinne von Art. 165 Ziff. 1 StGB in Verbindung mit 

Art. 29 StGB,

 der Unterlassung der Buchführung im Sinne von Art. 166 StGB,

 der Urkundenfälschung im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 Abs. 3 StGB sowie

- 25 -

 der groben Verletzung der Verkehrsregeln im Sinne von Art. 90 Abs. 2 

SVG in Verbindung mit Art. 27 Abs. 1 SVG, Art. 32 Abs. 2 SVG und 

Art. 4a Abs. 1 und 5 VRV.

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 35 Monaten Freiheitsstrafe (wovon bis und 

mit heute 31 Tage durch Haft erstanden sind) sowie mit einer Geldstrafe von 

10 Tagessätzen zu Fr. 30.–.

3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird im Umfang von 20 Monaten aufgescho-

ben und die Probezeit auf 4 Jahre festgesetzt. Im Übrigen (15 Monate) wird 

die Freiheitsstrafe vollzogen.

Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre 

festgesetzt.

4. Das erstinstanzliche Kosten- und Entschädigungsdispositiv (Ziff. 10, 11 und 

13) wird bestätigt.

5. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr für das erste Berufungsverfahren wird 

festgesetzt auf:

Fr. 10'000.00 ; die weiteren Kosten betragen:

Fr. 15'000.00
  amtliche Verteidigung 
  (inkl. MwSt.; bereits erhaltene Akontozahlung in der 
  Höhe von Fr. 10'000.–)

6. Die Kosten des ersten Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der 

amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten im Umfang von 4/5 auf-

erlegt und im Umfang von 1/5 auf die Gerichtskasse genommen.

7. Die Kosten der amtlichen Verteidigung für das erste Berufungsverfahren 

werden auf die Gerichtskasse genommen. Die Rückzahlungspflicht des 

Beschuldigten bleibt im Umfang von 4/5 gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO vorbe-

halten.

8. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr für das zweite Berufungsverfahren fällt 

ausser Ansatz.

- 26 -

; die weiteren Kosten betragen:

Fr. 3'000.00   amtliche Verteidigung

9. Die Kosten des zweiten Berufungsverfahrens werden auf die Gerichtskasse 

genommen.

10. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin für das Berufungsverfah-

ren eine Prozessentschädigung von Fr. 1'401.70 (inkl. MwSt.) zu bezahlen.

11. Schriftliche Mitteilung in vollständiger Ausfertigung an

 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten

 die Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich
 den Vertreter der Privatklägerschaft im Doppel für sich und zuhanden 

der Privatklägerin
und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung allfälliger 
Rechtsmittel an
 die Vorinstanz
 den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und 

Vollzugsdienste
 das Migrationsamt des Kantons Zürich
 das Strassenverkehrsamt des Kantons Zürich, Abteilung Administrativ-

massnahmen, Richterliche Fahrverbote, 8090 Zürich
 die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A 
 die KOST Zürich mit dem Formular "Löschung des DNA-Profils und 

Vernichtung des ED-Materials"

12. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-
sachen erhoben werden.

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 
begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundes-

gerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen.

- 27 -

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes.

Obergericht des Kantons Zürich
I. Strafkammer

Zürich, 27. Februar 2024

Der Präsident:

lic. iur. S. Volken

Die Gerichtsschreiberin:

MLaw A. Donatsch

Zur Beachtung:

Der/die Verurteilte wird auf die Folgen der Nichtbewährung während der Probezeit aufmerksam ge-

macht:

Wurde der Vollzug einer Geldstrafe unter Ansetzung einer Probezeit aufgeschoben, muss sie vor-

erst nicht bezahlt werden. Bewährt sich der/die Verurteilte bis zum Ablauf der Probezeit, muss er/sie 

die Geldstrafe definitiv nicht mehr bezahlen (Art. 45 StGB); Analoges gilt für die bedingte Freiheits-

strafe.

Eine bedingte Strafe bzw. der bedingte Teil einer Strafe kann im Übrigen vollzogen werden (Art. 46 

Abs. 1 bzw. Abs. 4 StGB),

- wenn der/die Verurteilte während der Probezeit ein Verbrechen oder Vergehen begeht,

- wenn der/die Verurteilte sich der Bewährungshilfe entzieht oder die Weisungen missachtet.