# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** bad18e76-d6f7-502e-ba8d-ebc45dffa2bf
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-07-22
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 22.07.2009 E-4613/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-4613-2009_2009-07-22.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-4613/2009
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 2 .  J u l i  2 0 0 9

Einzelrichter Kurt Gysi, 
mit Zustimmung von Richter Fulvio Haefeli;
Gerichtsschreiber Christoph Berger.

A._______, geboren _______,
Guinea,
Beschwerdeführerin,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung;
Verfügung des BFM vom 10. Juli 2009 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-4613/2009

Das Bundesverwaltungsgericht, in Anwendung

der  Bundesverfassung  der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft  vom 
18. April 1999 (BV, SR 101), 

der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschen-
rechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101),

des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flücht-
linge [FK, SR 0.142.30]),

des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31),

des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungs-
verfahren (VwVG, SR 172.021),

des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesverwaltungs-
gericht (VGG, SR 173.32),

des  Bundesgesetzes  vom  17.  Juni  2005  über  das  Bundesgericht 
(BGG, SR 173.110),

des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerin-
nen und Ausländer (AuG, SR 142.20),

der  Asylverordnung  1  über  Verfahrensfragen  vom  11.  August  1999 
(AsylV 1, SR 142.311),

des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädi-
gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2),

stellt fest, 

dass die Beschwerdeführerin, eigenen Angaben aus Conakry, Guinea, 
stammend und der Ethnie der Susu zugehörend, zu ihrem am 29. Juni 
2008 in der Schweiz gestellten Asylgesuch anlässlich der Anhörungen 
im Wesentlichen geltend machte, ihr Schwager, bei dessen Familie sie 
zusammen mit einer weiteren Schwester gelebt habe, sei für das Mili-
tär  tätig  gewesen und eines  Tages unvermittelt  verschwunden,  ohne 
dass jemandem der Grund hiezu bekannt gewesen sei,

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dass eines Nachts Angehörige des Militärs erschienen seien und die 
Beschwerdeführerin geschlagen und vergewaltigt hätten,

dass einer Schwester die Flucht gelungen sei, während sie und die an-
dere Schwester in ein Militärcamp gebracht worden seien,

dass ihr nach zirka einer Woche ein Wärter zur Flucht verholfen und 
ihr Geld mitgegeben habe,

dass  sie  nach  einem  längeren  Aufenthalt  in  (...)  ein  Kind  geboren 
habe,

dass sie mit Hilfe eines weissen Mannes ihr Heimatland Richtung El-
fenbeinküste  habe  verlassen  können  und  auf  dem  Luftweg  in  die 
Schweiz gelangt sei,

dass bezüglich der weiteren Ausführungen der Beschwerdeführerin im 
Einzelnen auf die Akten zu verweisen ist,

dass  die  Beschwerdeführerin  trotz  Aufforderung  bisher  keine  Identi-
tätspapiere eingereicht hat,

dass  das  BFM mit  Verfügung vom 10. Juli  2009 in  Anwendung  von 
Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf das Asylgesuch nicht eintrat und die 
Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete,

dass das Bundesamt zur Begründung anführte, die Beschwerdeführe-
rin habe trotz entsprechender Aufforderung innerhalb von 48 Stunden 
nach  Einreichung  des  Asylgesuchs  keine  rechtsgenüglichen  Reise- 
oder Identitätspapiere im Sinne von Art. 1 Bst. b und c AsylV 1 abge-
geben und zum Fehlen solcher Papiere keine entschuldbaren Gründe 
glaubhaft machen können,

dass sie auch weder die Voraussetzungen von Art. 3 oder Art. 7 AsylG 
erfülle  noch  weiterer  Abklärungsbedarf  zur  Feststellung  der  Flücht-
lingseigenschaft oder zum Wegweisungsvollzug erkennbar sei,

dass deshalb gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf das Asylge-
such nicht einzutreten sei,

dass der Wegweisungsvollzug in das Heimatland der Beschwerdefüh-
rerin durchführbar (zulässig, zumutbar und möglich) sei,

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dass  die  Beschwerdeführerin  mit  Eingabe  vom 18.  Juli  2009  (Post-
stempel) beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde gegen die Ver-
fügung des BFM vom 10. Juli 2009 einreichte und beantragt, die ange-
fochtene Verfügung sei aufzuheben, es sei auf das Asylgesuch einzu-
treten, die Flüchtlingseigenschaft  anzuerkennen und Asyl  zu erteilen 
und es sei festzustellen, dass der Wegweisungsvollzug unzulässig, un-
zumutbar und unmöglich und die vorläufige Aufnahme anzuordnen sei,

dass in formeller Hinsicht sinngemäss um Gewährung der unentgeltli-
chen Rechtspflege und um Verzicht der Einforderung eines Kostenvor-
schusses ersucht wird,

dass zudem beantragt wird, der Beschwerdeführerin eine rechtskundi-
ge Person als Rechtsvertretung beizuordnen,

dass die aufschiebende Wirkung der Beschwerde wieder herzustellen 
sei,

dass die vorinstanzlichen Akten am 21. Juli 2009 beim Bundesverwal-
tungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG 
i.V.m. Art. 31 - 34 VGG und Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG),

dass die Beschwerdeführerin am Verfahren vor der Vorinstanz teilge-
nommen hat und durch die angefochtene Verfügung besonders berührt 
ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungswei-
se  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legiti-
miert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Be-
schwerde,  unter  Vorbehalt  nachfolgend  aufgezeigter  Einschränkung, 
einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 52 
VwVG),

dass der vorliegenden Beschwerde von Gesetzes wegen die aufschie-
bende Wirkung zukommt (Art. 55 Abs. 1 VwVG) und das BFM der Be-
schwerde die aufschiebende Wirkung nicht entzogen hat, weshalb der 
entsprechende Antrag gegenstandslos ist,

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dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das BFM ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu über-
prüfen (Art. 32-35 AsylG),  die Beurteilungskompetenz der Beschwer-
deinstanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz 
zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich die Beschwerdeinstanz - sofern sie den Nichteintretensent-
scheid  als  unrechtmässig  erachtet  -  einer  selbständigen  materiellen 
Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die Sache zu 
neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Entscheidun-
gen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission 
[EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1.),

dass indessen bei der Anwendung des Tatbestandes von Art. 32 Abs. 2 
Bst. a und Abs. 3 AsylG vorweg über das Bestehen beziehungsweise 
Nichtbestehen  der  Flüchtlingseigenschaft  abschliessend  materiell  zu 
entscheiden ist, soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung 
möglich ist,  wobei das Nichtbestehen der Flüchtlingseigenschaft  Vor-
aussetzung  zu  einem  Nichteintretensentscheid  nach  dieser  Bestim-
mung  bildet  (vgl.  Entscheide  des  Schweizerischen  Bundesverwal-
tungsgerichts BVGE 2007/8 insbes. E. 5.6.5),

dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfah-
ren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen 
Nichteintretensentscheides auch die Flüchtlingseigenschaft - allerdings 
nur hinsichtlich der Überprüfung deren offensichtlichen Fehlens - Pro-
zessgegenstand ist (vgl. a.a.O., E. 2.1),

dass jedoch die Gewährung von Asyl nicht Gegenstand des vorliegen-
den Verfahrens bildet,  weshalb auf den entsprechenden Antrag nicht 
einzutreten ist,

dass das BFM die Frage der Wegweisung und des Vollzugs nach dem 
Nichteintreten auf  ein Asylgesuch materiell  prüft,  weshalb  dem Bun-
desverwaltungsgericht diesbezüglich volle Kognition zukommt, 

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dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters oder einer 
zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG), und es sich 
vorliegend, wie nachfolgend  aufgezeigt, um eine solche handelt, wes-
halb  der  Beschwerdeentscheid nur  summarisch  zu  begründen  ist 
(vgl. Art. 111a Abs. 2 AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel 
verzichtet wurde,

dass auf ein Asylgesuch nicht eingetreten wird, wenn die asylsuchende 
Person den Behörden nicht  innert  48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgibt, ausser sie könne glaub-
haft  machen, sie  sei  dazu aus entschuldbaren Gründen nicht  in  der 
Lage, oder auf  Grund der Anhörung sowie gestützt auf  Art. 3 und 7 
AsylG die Flüchtlingseigenschaft festgestellt wird oder sich auf Grund 
der Anhörung erweist, dass zusätzliche Abklärungen zur Feststellung 
der Flüchtlingseigenschaft oder  eines Wegweisungsvollzugshindernis-
ses nötig sind (Art. 32 Abs. 2 Bst. a und 3 AsylG),

dass es sich gemäss BVGE 2007/7 beim Begriff "Reise- und Identitäts-
papiere"  um Dokumente  handelt,  die  "sowohl  die  einwandfreie  Fest-
stellung  der  Identität  als  auch  die  sichere  Durchführung  der  Rück-
schaffung ermöglichen" sollen (E. 6)  und unter  Vorbehalt  des Vorlie-
gens entschuldbarer Gründe ein Nichteintretensentscheid selbst dann 
zu erfolgen hätte, wenn trotz fehlender Ausweispapiere keine Zweifel 
über die Identität des oder der Asylsuchenden bestehen (E. 5.3. a.E.),

dass das BFM zu Recht zum Schluss gelangt ist, die Beschwerdefüh-
rerin  mache keine entschuldbaren Gründe für  das versäumte Einrei-
chen  von  Identitätspapieren  geltend  und  zur  Vermeidung  unnötiger 
Wiederholungen auf die zutreffenden Erwägungen in der angefochte-
nen Verfügung verwiesen werden kann,

dass die blosse Entgegnung in der Rechtmitteleingabe, sie wolle sich 
nun um deren Beschaffung bemühen,  für  das vorliegende Verfahren 
nicht hilfreich erscheint,

dass sie auch nicht hinreichend zu erklären vermag, dass sie sich bis 
anhin ernsthaft um die Beschaffung von tauglichen Identitätspapieren 
bemüht hätte,

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dass  aufgrund  dieser  Situation  die  Identität  der  Beschwerdeführerin 
nach wie vor nicht feststeht,

dass weiter - unter Beachtung der in BVGE 2007/8 aufgestellten Richt-
linien (E. 5.6) - zu prüfen ist, ob auf Grund der Anhörung (und der Ak-
ten)  weitere  Abklärungen  zur  Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft 
oder  von  Wegweisungsvollzugshindernissen nötig  sind  oder  gar  die 
Flüchtlingseigenschaft  festzustellen  ist  (Art.  32  Abs.  3  Bst.  b  und  c 
AsylG), oder ob bereits aufgrund einer summarischen Prüfung festge-
stellt  werden kann,  dass  die  asylsuchende Person die  Flüchtlingsei-
genschaft offensichtlich nicht erfüllt,

dass das Bundesverwaltungsgericht  im Rahmen einer  Gesamtwürdi-
gung der Anhörungsprotokolle in Bestätigung der vorinstanzlichen Er-
kenntnisse zum Schluss gelangt,  dass die Flüchtlingseigenschaft der 
Beschwerdeführerin offensichtlich nicht besteht und ohne besonderen 
Begründungsaufwand  ausgeschlossen  werden  kann  (vgl.  a.a.O., 
E. 5.6.6.), zumal sie in Bezug auf ihre angeblichen Erlebnisse in zent-
ralen  Aspekten weitgehend  substanzlose,  realitätsfremde  und  mithin 
unglaubhafte Angaben gemacht hat, 

dass auf die überzeugende vorinstanzliche Argumentation in der ange-
fochtenen Verfügung abgestellt  werden darf, sowohl in Bezug auf die 
Unglaubhaftigkeit der Verfolgungsgeschichte als auch hinsichtlich der 
fehlenden flüchtlingsrechtlichen Relevanz,

dass daran die Entgegnungen in der Rechtsmitteleingabe im Ergebnis 
nichts zu ändern vermögen, 

dass  in  Würdigung  der  gesamten  Aktenlage  das  Vorbringen  in  der 
Rechtsmitteleingabe, sie leide seit ihren schrecklichen Erlebnissen an 
einer Art Traumatisierung, habe oft Mühe, sich gedanklich geordnet zu 
orientieren und könne sich nicht  dagegen wehren,  was ihr  auch an-
lässlich der Anhörungen widerfahren sei, nicht zu überzeugen vermag,

dass der Einwand in  der Rechtsmitteleingabe,  wonach es anlässlich 
der  Anhörungen  Übersetzungsschwierigkeiten  gegeben  habe,  nicht 
gehört  werden  kann,  zumal  die  Beschwerdeführerin  anlässlich  der 
Erstbefragung zu Protokoll gab, den Dolmetscher sehr gut verstanden 
zu haben (A4/9 S. 7), beziehungsweise anlässlich der zusätzlichen Be-
fragung erklärte, diesen gut zu verstehen (A14/14 S. 2) und zudem je-

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weils die Richtigkeit und Vollständigkeit der Protokolle unterschriftlich 
bestätigte,

dass die  von der  Beschwerdeführerin  in  der  Beschwerdschrift  ange-
führten Korrekturen von Protokollstellen in entscheidwesentlicher Hin-
sicht nicht stichhaltig erscheinen,

dass  somit  den  wirklichen  Ausreisegründen  der  Beschwerdeführerin 
nicht aktenkundige Ursachen zu Grunde liegen dürften,

dass ihre Vorbringen bezüglich der Verfolgungs- und Fluchtgründe of-
fensichtlich die Voraussetzungen zur Anerkennung als Flüchtling nicht 
erfüllen und auch keine weiteren Abklärungen notwendig erscheinen,

dass deshalb keiner der drei in Art. 32 Abs. 3 AsylG aufgeführten, dem 
Regelfall des Nichteintretens bei Erfüllen des Tatbestandes von Art. 32 
Abs. 2 Bst. a AsylG entgegenstehenden Gründe vorliegt,  zumal,  wie 
sich im Folgenden zeigt, auch keine zusätzlichen Abklärungen zur Fest-
stellung von Wegweisungsvollzugshindernissen notwendig sind,

dass das BFM mithin zu Recht auf das Asylgesuch der Beschwerdefüh-
rerin nicht eingetreten ist,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend 
der  Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt  und die Beschwerde-
führerin keinen Anspruch auf Erteilung einer solchen hat, weshalb die 
verfügte Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen 
steht und vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das BFM das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Be-
stimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von  Ausländern  regelt, 
wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 
nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG),

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise des Ausländers in 
den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 
Abs. 3 AuG), und keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein 
Land  gezwungen  werden  darf,  in  dem ihr  Leib,  ihr  Leben  oder  ihre 
Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder 
in dem sie Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen 
zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; Art. 33 Abs. 1 FK),

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dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es der Beschwerdeführerin nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine im Heimat- oder Herkunftsstaat dro-
hende menschenrechtswidrige Behandlung im Sinne von Art. 3 EMRK 
oder Art. 3 FoK ersichtlich sind,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage im Heimatstaat der Beschwerdefüh-
rerin noch individuelle Gründe auf eine konkrete Gefährdung im Falle 
einer  Rückkehr schliessen lassen,  weshalb  der  Vollzug der  Wegwei-
sung vorliegend zumutbar ist,

dass auf die auch diesbezüglich zutreffenden Erwägungen in der an-
gefochtenen Verfügung verwiesen werden kann,

dass  die  Beschwerdeführerin  anlässlich  der  zusätzlichen  Anhörung 
geltend  machte,  sie  leide  an  einer  chronischen  Sinusitis  (A14/14 
S. 12),

dass die Beschwerdeführerin der Rechtsmitteleingabe ein "CONSTAT 
MEDICAL"  der  Genfer  Universitätsspitäler  (HUG)  vom 16.  Juli  2009 
beilegt, in dem festgehalten wird, sie leide seit mehreren Jahren an ei-
ner  chronischen  Krankheit  mit  akut  verlaufenden  Episoden,  befinde 
sich deshalb in regelmässiger Behandlung und es sei eine Kontrollkon-
sultation in etwa einem Monat vorgesehen,

dass im Weiteren als Beilage die Einladung der Kontrolluntersuchung 
auf den 27. August 2009 beim Service ORL (d'Oto-rhino-laryngologie) 
der HUG zu den Akten gereicht wird,

dass aufgrund dieser medizinischen Unterlagen nicht auf ein Wegwei-
sungshindernis im Sinne eines unzumutbaren Vollzuges geschlossen 
werden kann,

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dass die Beschwerdeführerin anlässlich der Anhörung durch das BFM 
vom 1. Juli 2009 ausführte, sie habe manchmal Kopfweh auf der gan-
zen  Seite  und  immer  eine  verstopfte  Nase,  müsse  oft  niessen  und 
habe machmal auch Schwierigkeiten beim Atmen,

dass sie manchmal in Genf zur Kontrolle gehe, aber bisher diese Leu-
te ihr noch keine Medizin gegeben hätten (A14/14 S. 12),

dass jedoch eine fachärztliche Verschreibung geeigneter Medikamente 
zu erwarten wäre, falls von einer die Beschwerdeführerin konkret ge-
fährdende Krankheit ausgegangen werden müsste,

dass diesfalls auch im Rahmen des eingereichten "CONSTAT MEDI-
CAL" ein entsprechender Hinweis des ärztlichen Personals zu erwar-
ten  gewesen wäre,  zumal  sich  die  Beschwerdeführerin  schon mehr-
mals  in  diesem  Zusammenhang  in  ärztliche  Kontrolluntersuchungen 
begeben habe,

dass der Vollzug der Wegweisung der Beschwerdeführerin in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es ihr obliegt, bei der Beschaffung gülti-
ger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 AsylG), was sie im Rah-
men der Rechtsmitteleingabe denn auch zugesichert hat,

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es der Beschwerdeführerin demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletze, den rechts-
erheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststelle oder un-
angemessen sei (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuwei-
sen ist,

dass die Beschwerdeführerin sinngemäss um Gewährung der unent-
geltlichen Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG und um unent-
geltliche Rechtsverbeiständung im Sinne von Art. 65 Abs. 2 VwVG er-
sucht, 

dass gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG von der Erhebung von Verfahrens-
kosten abgesehen werden kann, wenn die Partei nicht über die erfor-
derlichen Mittel  verfügt und die Begehren nicht aussichtslos erschei-
nen,

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dass sich die Beschwerdebegehren - wie vorstehend aufgezeigt - als 
aussichtslos erwiesen haben, weshalb schon deshalb, das heisst ohne 
Prüfung der geltend gemachten Bedürftigkeit, das Gesuch um Gewäh-
rung der unentgeltlichen Rechtspflege und um unentgeltliche Rechts-
verbeiständung  abzuweisen  und  die  Kosten  von  Fr.  600.− (Art.  16 
Abs. 1 Bst. a VGG i.V.m. Art. 2 und 3  VGKE) der Beschwerdeführerin 
aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG),

dass das Gesuch um Verzicht der Erhebung eines Kostenvorschusses 
gegenstandslos ist,

dass mit vorliegendem Urteil auch die Anträge 6 und 7 der Rechtsmit-
teleingabe gegenstandslos sind.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege und um 
Beiordnung einer unentgeltlichen Rechtsverbeiständung wird abgewie-
sen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  der  Beschwerdeführerin 
auferlegt. Der Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des vorliegenden 
Urteils zu Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil  geht  an die Beschwerdeführerin,  das BFM und die zu-
ständige kantonale Behörde.

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Kurt Gysi Christoph Berger

Versand:

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