# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 23715a48-565c-5cc9-8072-2a25f9e582b5
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-10-22
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 22.10.2009 E-6384/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-6384-2009_2009-10-22.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-6384/2009
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 2 .  O k t o b e r  2 0 0 9

Einzelrichterin Gabriela Freihofer, 
mit Zustimmung von Richter Robert Galliker;
Gerichtsschreiber Jan Feichtinger.

A._______, geboren (...),
Kamerun,
Beschwerdeführerin,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 2. Oktober 2009 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-6384/2009

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  die  Beschwerdeführerin,  eine  kamerunische  Staatsangehörige 
mit  letztem  Wohnsitz  in  B._______,  am  10. Juli 2009  von  der 
Kantonspolizei  C._______  anlässlich  einer  Hausdurchsuchung  in 
anderer  Sache  ohne  Ausweispapiere  aufgegriffen  und  in  der  Folge 
wegen illegalen Aufenthalts festgenommen wurde,  

dass sie anlässlich der gleichentags durchgeführten polizeilichen Ein-
vernahme zu Protokoll gab, in der Schweiz ein Asylgesuch stellen zu 
wollen,

dass  am  17. Juli 2009  im  Empfangs-  und  Verfahrenszentrum 
D._______ eine Kurzbefragung und am 29. Juli 2009 die Anhörung zu 
ihren Asylgründen durch das BFM stattfanden,

dass  sie  dabei  zur  Begründung  ihres  Asylgesuchs  im  Wesentlichen 
geltend machte, dass sie seit dem Tod ihres Ehemannes im Jahr 1996 
von  Angehörigen  ihrer  Schwiegerfamilie  belästigt,  schikaniert  und 
weitgehend enteignet worden sei, da diese ihr die Schuld am Tod ihres 
Mannes geben würden,

dass  sie  zudem an  E._______ leide  und  deshalb  2007 in  Kamerun 
operiert worden sei, wobei ihr Schwager für die Kosten der Operation 
aufgekommen sei,

dass er das geliehene Geld etwa einen Monat nach der Operation zu-
rückverlangt und sie – da sie zur Rückzahlung nicht imstande gewesen 
sei – vergewaltigt und von ihr verlangt habe, dass sie ihn heirate,

dass sie am 27. März 2009 legal mit einem Visum in die Schweiz ein-
gereist  sei,  um  ihren  in  H._______  wohnhaften  F._______  zu 
besuchen, 

dass ihr F._______ sie nach Ablauf des Visums am 10. April 2009 zum 
Flughafen nach G._______ begleitet habe, wo sie ihre Rückreise nach 
Kamerun  hätte  antreten  sollen,  sie  sich  stattdessen  aber  weiterhin 
illegal in der Schweiz aufgehalten habe und bei einem in G._______ 
wohnhaften weissen Mann untergekommen sei, den sie an diesem Tag 
kennengelernt habe, 

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dass es nach zwei  Monaten zu Streitigkeiten  zwischen ihr  und dem 
weissen Mann gekommen sei, weshalb sie zurück nach H._______ ge-
reist und dort auf dem Bahnhofsgelände eingeschlafen sei, nachdem 
sie ihre Tasche mit ihrem Pass und dem Flugticket neben sich abge-
stellt habe,

dass sie die Tasche, als sie wieder aufgewacht sei, einige Meter ent-
fernt  vorgefunden  und  festgestellt  habe,  dass  sämtliche  Dokumente 
bis auf ihren Geburtsschein entwendet worden seien,

dass sie hierauf im Zug nach C._______ gereist sei, wo sie eine Frau 
kennengelernt habe, bei der sie übernachtet habe und deren Wohnung 
am folgenden Tag von der Polizei durchsucht worden sei,

dass das BFM mit Verfügung vom 2. Oktober 2009 – gleichentags er-
öffnet  –  in  Anwendung  von  Art. 33 des  Asylgesetzes  vom 
26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch nicht eintrat und 
die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete,

dass es zur Begründung im Wesentlichen anführte, die Beschwerde-
führerin  bezwecke mit  der  Einreichung ihres Asylgesuchs offensicht-
lich,  den drohenden Vollzug ihrer  Wegweisung zu vermeiden,  zumal 
sie es erst im Rahmen der behördlichen Einvernahme zu ihrem illega-
len Afenthalt in der Schweiz, mithin in engstem zeitlichen Zusammen-
hang  mit  der  Verhaftung  und  dem  drohenden  Wegweisungsvollzug 
eingereicht habe, 

dass  es  ihr  möglich  und zumutbar  gewesen wäre,  bereits  zu  einem 
früheren Zeitpunkt um Asyl nachzusuchen, zumal eine Person, die in 
ihrem  Heimatstaat  tatsächlich  verfolgt  worden  und  deshalb  in  die 
Schweiz geflüchtet wäre, mit Bestimmtheit unmittelbar nach der Einrei-
se um Asyl nachgesucht hätte,

dass  die  diesbezüglichen  Rechtfertigungsversuche  der  Beschwerde-
führerin, wonach sie gehört habe, dass es ein Haus gäbe, wo einem 
geholfen werde, sie dieses aber nicht habe finden können, nicht stich-
haltig seien und in keinster Weise zu überzeugen vermöchten, zumal 
ihr F._______ oder ihre Bekanntschaften in G._______ und C._______ 
ihr dabei hätten behilflich sein können,

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dass sie im Übrigen selber ausgesagt habe, sie habe zum Zeitpunkt 
der Einreise nicht vorgehabt, ein Asylgesuch zu stellen, vielmehr habe 
sie sich erst anlässlich ihrer Verhaftung hierzu entschieden,

dass sich zudem keine Hinweise auf eine asylbeachtliche Verfolgung 
ergäben, da die Belästigungen durch die Schwiegerfamilie den Anfor-
derungen von Art. 3 AsylG nicht zu genügen vermöchten,

dass sie die angeblichen Bedrohungen und die behauptete Vergewalti-
gung durch ihren Schwager  nicht  substantiiert  zu  schildern  gewusst 
habe  und ihre  Vorbringen infolge  fehlenden  zeitlichen  Kausalzusam-
menhangs zur Ausreise auch nicht asylrelevant seien, 

dass  im  Zusammenhang  mit  ihren  medizinischen  Vorbringen 
(E._______,  [...])  festzustellen  sei,  dass  sie  in  Kamerun 
aussagegemäss wegen der genannten Leiden in Behandlung gewesen 
sei und entsprechende Medikamente bekommen habe,

dass deshalb auf  das Asylgesuch in  Anwendung von Art. 33 Abs. 1 
AsylG nicht einzutreten sei, 

dass ferner keine Anhaltspunkte für eine der Beschwerdeführerin dro-
hende,  gegen  Art.  3  der  Konvention  vom  4. November  1950  zum 
Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) 
verstossende Strafe oder Behandlung vorlägen und weder die allge-
meine  Lage  im  Heimatstaat  noch  individuelle  Gründe  gegen  eine 
Rückkehr der Beschwerdeführerin nach Kamerun sprächen,

dass sich mithin ein Vollzug der Wegweisung als zulässig,  zumutbar 
und möglich erweise, 

dass  die  Beschwerdeführerin  mit  an  das  Bundesverwaltungsgericht 
gerichteter  Eingabe  vom 9. Oktober 2009  (Poststempel)  mitteilte,  sie 
sei mit der Verfügung des BFM vom 2. Oktober 2009 nicht einverstan-
den und sinngemäss um Fristerstreckung zur  Einreichung einer  Re-
kursschrift ersuchte, 

dass die zuständige Instruktionsrichterin mit  Zwischenverfügung vom 
14. Oktober 2009  feststellte,  die  Beschwerdeschrift  genüge  den  ge-
setzlichen Anforderungen nicht, da sie nicht handschriftlich unterzeich-
net  sei  und  überdies  weder  Rechtsbegehren noch eine Begründung 
enthalte, und der Beschwerdeführerin Frist zur Beschwerdeverbesse-

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rung ansetzte mit der Androhung, andernfalls werde auf die Beschwer-
de nicht eingetreten,

dass die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 18. Oktober 2009 frist-
gerecht eine Beschwerdeverbesserung einreichte und sinngemäss be-
antragte, die Verfügung des BFM sei aufzuheben und die Sache zur 
Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen; eventualiter sei der 
Vollzug  der  Wegweisung  infolge  Unzulässigkeit  und  Unzumutbarkeit 
zugunsten einer vorläufigen Aufnahme auszusetzen, 

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-33 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass  die  Beschwerdeführerin  durch  die  angefochtene  Verfügung 
besonders  berührt  ist,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren 
Aufhebung beziehungsweise Änderung hat und daher zur Einreichung 
der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und 
Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Be-
schwerde einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG, Art. 105 AsylG i.V.m. 
Art. 37 VGG und Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

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dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichtein-
tretensentscheid als unrechtmässig erachtet – einer selbständigen ma-
teriellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die 
Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Ent-
scheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskom-
mission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 
Kognition zukommt,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass auf das Asylgesuch einer Person, die sich illegal in der Schweiz 
aufhält,  nicht eingetreten wird, wenn sie offensichtlich bezweckt,  den 
drohenden Vollzug einer Wegweisung oder Ausweisung zu vermeiden 
(Art. 33 Abs. 1 AsylG),

dass  mithin  jene  Asylgesuche  erfasst  werden,  die  von  einer  in  der 
Schweiz  nicht  aufenthaltsberechtigten  Person  einzig  zum Zweck der 
Verzögerung einer allfällig drohenden Weg- oder Ausweisung gestellt 
werden,

dass ein solcher Zweck zu vermuten ist, wenn das Gesuch in engem 
zeitlichem Zusammenhang mit einer Verhaftung, einem Strafverfahren, 
dem Vollzug  einer  Strafe  oder  dem Erlass  einer  Wegweisungsverfü-
gung eingereicht wird (Art. 33 Abs. 2 AsylG),

dass diese Missbrauchsvermutung umgestossen werden kann,  wenn 
eine frühere Einreichung des Gesuches nicht  möglich oder nicht  zu-
mutbar war oder sich Hinweise auf eine Verfolgung ergeben (Art. 33 
Abs. 3 AsylG),

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dass das BFM in der angefochtenen Verfügung dargelegt hat, weshalb 
die  Voraussetzungen  für  einen  Nichteintretensentscheid  gemäss 
Art. 33 AsylG gegeben sind und weshalb die Wegweisung zu verfügen 
und der Vollzug anzuordnen ist, 

dass  die  Beschwerdeführerin  das  vorliegende  Asylgesuch  erst  am 
10. Juli 2009, am Tag ihrer Verhaftung, angekündigt und dasselbe erst 
anlässlich  der  hierauf  erfolgten  Erstbefragung  vom 13. Juli 2009  ge-
stellt hat, 

dass somit – wie von der Vorinstanz zutreffend festgestellt – ein enger 
zeitlicher  Zusammenhang  zwischen  der  Verhaftung,  der  drohenden 
Rückführung in das Heimatland und der Asylgesuchseinreichung be-
steht, 

dass es der Beschwerdeführerin möglich und zumutbar gewesen wäre, 
ihr Asylgesuch früher zu stellen, hielt  sie sich doch bereits seit  dem 
27. März 2009 in der Schweiz auf (vgl. Art. 33 Abs. 3 Bst. a),

dass der Erklärungs- und Entkräftungsversuch der Beschwerdeführe-
rin anlässlich der Erstbefragung, wonach sie nicht gewusst habe, dass 
man ein Asylgesuch gleich stellen müsse und auch die entsprechende 
Adresse nicht gefunden habe (A1 S. 6),  nicht geeignet ist,  diese Er-
kenntnis umzustossen, zumal ihr  F._______ und ihre in der Schweiz 
wohnhaften Bekannten ihr dabei hätten zur Hand gehen können,

dass sie überdies im Widerspruch zur vorstehenden Darstellung aus-
gesagt hat, sie habe sich erst anlässlich ihrer Verhaftung entschieden, 
in der Schweiz um Asyl nachzusuchen (A1 S. 5),

dass sodann aus den Aussagen der Beschwerdeführerin - wie die Vor-
instanz zutreffend festgestellt hat - auch bei Anwendung eines tiefen, 
gegenüber der Glaubhaftmachung nochmals reduzierten Beweismass-
stabes (vgl. EMARK 1999 Nr. 16 E. 4 S. 107 f.) vorliegend keine Hin-
weise auf Verfolgung ersichtlich sind, 

dass bei  der  Prüfung von Hinweisen auf  Verfolgung gemäss Art. 33 
Abs. 3 Bst. b AsylG nach Praxis derselbe weite Verfolgungsbegriff wie 
in Art. 18, Art. 23 Abs. 3 und Art. 34 Abs. 2 AsylG zur Anwendung ge-
langt  (vgl.  EMARK 2004  Nr. 35  E. 4.3.  S. 247),  welcher  nicht  bloss 
ernsthafte  Nachteile  nach Art.  3  AsylG,  sondern  auch die von Men-
schenhand  verursachten  Wegweisungshindernisse  im  Sinne  von 

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Art. 44 Abs. 2 AsylG i.V.m. Art. 83 Abs. 3 und 4  des Bundesgesetzes 
vom  16.  Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und  Ausländer 
(AuG, SR 142.20) umfasst (vgl. EMARK 2004 Nr. 5 E. 3c.aa S. 35 f., 
EMARK 2004 Nr. 35 ebenda),

dass  die  Vorbringen  der  Beschwerdeführerin  zu  den  geltend 
gemachten Behelligungen durch ihre Verwandten und inbesondere ih-
ren Schwager äusserst vage und substanzarm ausgefallen sind (A1 S. 
7, A18 S. 5), mithin klarerweise unglaubhaft erscheinen, 

dass infolge offensichtlicher  Unglaubhaftigkeit  der  Aussagen der Be-
schwerdeführerin  eine Prüfung von deren Asylrelevanz grundsätzlich 
entbehrlich  ist,  jedoch  ergänzend  anzumerken  ist,  dass Übergriffe 
durch Dritte oder Befürchtungen, künftig solchen ausgesetzt zu sein, 
nur dann asylrelevant sind, wenn der Staat seiner Schutzpflicht nicht 
nachkommt oder nicht in der Lage ist, Schutz zu gewähren, 

dass die asylsuchende Person für die Annahme fehlenden Schutzwil-
lens  beziehungsweise  fehlender  Schutzfähigkeit  des  Staates  dessen 
Organe konkret um Schutz ersucht haben muss, 

dass die Beschwerdeführerin  in casu die Behörden nicht  um Schutz 
ersucht  hat,  obschon sie  ausführte,  vorgängig  nie  Probleme mit  der 
Polizei gehabt zu haben (A1 S. 8),

dass  dem  kamerunischen  Staat  bereits  deshalb  nicht  fehlender 
Schutzwille  oder  fehlende Schutzfähigkeit  vorgeworfen werden kann, 
womit den entsprechenden Vorbringen keine Asylrelevanz zukommt,

dass  zudem die  geltend  gemachte,  von Juli 2007  datierende  Verge-
waltigung durch den Schwager  asylrechtlich auch insoweit  irrelevant 
ist,  als  kein  zeitlicher  Kausalzusammenhang  zur  zwei  Jahre  später 
erfolgten Ausreise vorliegt, 

dass das Vorbringen der  Beschwerdeführerin  auf  Beschwerdeebene, 
wonach  sie  in  Kamerun  im  Gefängnis  gewesen  sei  ("j'ai  beaucoup 
souffert,  la  prison et  tout"),  als nachgeschobene Sachverhaltsanpas-
sung zu werten ist, da sie zuvor zu Protokoll gegeben hatte, sie sei nie 
inhaftiert  gewesen,  habe  niemals  vor  Gericht  gestanden  und  auch 
sonst keine Probleme mit Polizei und Behörden gehabt (A1, S. 8), 

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dass es sich zudem bei der geltend gemachten Bedrohung um lokal 
beschränkte  Verfolgungsmassnahmen handelt,  welchen  sich  die  Be-
schwerdeführerin durch Wohnsitznahme in einem anderen Landesteil 
–  insbesondere  in  Yaoundé oder  Nfou,  wo ihre Geschwister  leben – 
hätte  entziehen  können,  sie  mithin  über  eine  innerstaatliche  Aufent-
haltsalternative verfügt und gemäss dem Subsidiaritätsprinzip nicht auf 
den Schutz eines Drittstaates angewiesen ist,

dass zusammenfassend selbst bei Wahrunterstellung der geltend ge-
machten Fluchtgründe deren Asylrelevanz zu verneinen wäre,

dass zur Vermeidung von Wiederholungen ausserdem auf die zutref-
fenden Erwägungen in der angefochtenen Verfügung zu verweisen ist, 

dass auch die Vorbringen in der Beschwerdeschrift, in welchen im We-
sentlichen  auf  die  schlechte  körperliche  und  psychische  Verfassung 
der  Beschwerdeführerin  hingewiesen  wird,  die  Vermutung  der  miss-
bräuchlichen Asylgesuchseinreichung nicht umzustossen vermögen, 

dass das BFM damit  zu Recht  in Anwendung von Art. 33 AsylG auf 
das Asylgesuch der Beschwerdeführerin nicht eingetreten ist, 

dass die Anordnung der Wegweisung die gesetzliche Regelfolge des 
Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ist  (Art.  44  Abs. 1  AsylG),  wenn 
sich der Asylsuchende nicht im Besitz einer fremdenpolizeilichen Auf-
enthaltsbewilligung befindet, 

dass die Beschwerdeführerin über keine derartige Bewilligung verfügt 
und auch keinen Anspruch auf eine solche geltend machen kann, wes-
halb die von der Vorinstanz ausgesprochene Wegweisung im Einklang 
mit  den gesetzlichen Bestimmungen steht und zu bestätigen ist (vgl. 
EMARK 2001 Nr. 21), 

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG),

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise des Ausländers in 
den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 
Abs. 3 AuG),

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dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK, 
SR 0.142.30]),

dass der Wegweisungsvollzug vorliegend in Beachtung dieser völker- 
und  landesrechtlichen  Bestimmungen  zulässig  ist,  da  es  der  Be-
schwerdeführerin nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche Ge-
fährdung  nachzuweisen  oder  glaubhaft  zu  machen,  weshalb  das  in 
Art. 5 Abs. 1 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-
Refoulements  keine  Anwendung  findet  und  keine  Anhaltspunkte  für 
eine menschenrechtswidrige Behandlung im Sinne von Art. 3 der Kon-
vention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte und 
Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) ersichtlich sind, die ihr in Kamerun 
droht,

dass sich der Vollzug der Wegweisung für Ausländer als unzumutbar 
erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von Situa-
tionen wie Krieg, Bürgerkrieg,  allgemeiner Gewalt  und medizinischer 
Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG), 

dass  in  Kamerun  keine  Situation  allgemeiner  Gewalt  im  Sinne  von 
Art. 83 Abs. 4 AuG herrscht,

dass die von der Beschwerdeführerin vorgebrachten gesundheitlichen 
Probleme nicht dokumentiert sind und nicht derart gravierend erschei-
nen,  dass  sie  es  rechtfertigen würden,  den Wegweisungsvollzug als 
unzumutbar zu bezeichnen, 

dass  sie  überdies  infolge  ihrer  (...)  auf  ihren  Gesundheitszustand 
untersucht wurde, wobei der untersuchende Arzt die Beschwerden als 
Bagatelle  bezeichnet  und  von  weiteren  medizinischen  Massnahmen 
abgesehen hat (A9 S. 1),

dass der Vollzug der Wegweisung auch möglich ist, da keine Vollzugs-
hindernisse bestehen (Art. 83 Abs. 2 AuG),  und es der Beschwerde-
führerin obliegt, bei der Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken 
(Art. 8 Abs. 4 AsylG),

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dass somit keine Wegweisungshindernisse vorliegen, weshalb die An-
ordnung der vorläufigen Aufnahme nicht in Betracht fällt und der Voll-
zug der Wegweisung zu bestätigen ist,

dass  die  angefochtene  Verfügung  demnach  weder  Bundesrecht  ver-
letzt noch unangemessen ist und der rechtserhebliche Sachverhalt von 
der  Vorinstanz  richtig  und  vollständig  festgestellt  wurde  (Art. 106 
AsylG),  weshalb  sie  zu  bestätigen  und die  Beschwerde abzuweisen 
ist,

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens dessen Kosten von Fr. 600.– 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  der  Beschwerdeführerin  aufzuerlegen  sind  (Art. 63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.–  werden  der  Beschwerdeführerin 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerin, das BFM und das (...). 

Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber:

Gabriela Freihofer Jan Feichtinger

Versand: 

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