# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5f09d3e0-224a-5c76-b23a-d7e434b6d356
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-05-05
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Versicherungsgericht 05.05.2025 VBE.2024.338
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_007_VBE-2024-338_2025-05-05.pdf

## Full Text

Versicherungsgericht 

2. Kammer 

 

VBE.2024.338 / ms / ss  
Art. 48 

 

Urteil vom 5. Mai 2025 
 

 

Besetzung  Oberrichterin Peterhans, Präsidentin  

Oberrichterin Hausherr  

Oberrichterin Fischer  

Gerichtsschreiber Schweizer          

 

 
   

Beschwerde- 

führer  

 A._____ 

vertreten durch lic. iur. Daniel Christe, Rechtsanwalt, Obergasse 32, Post-

fach, 8401 Winterthur    

     

 
   

Beschwerde-

gegnerin  

 SVA Aargau, IV-Stelle, Bahnhofplatz 3C, Postfach, 5001 Aarau   

     

 
   

Beigeladene   B._____ 

 

    
 

Gegenstand  Beschwerdeverfahren betreffend IVG Renten 

(Verfügung vom 21. Mai 2024) 
 

 

  

 - 2 - 

 

 

   

Das Versicherungsgericht entnimmt den Akten: 

 

1. 

1.1. 

Der 1965 geborene Beschwerdeführer meldete sich am 7. Juli 2014 (Post-

eingang 2. bzw. 5. September 2014) unter Hinweis auf Verletzungen in-

folge eines Arbeitsunfalls bei der Beschwerdegegnerin zum Bezug von 

Leistungen der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) an. Im Rah-

men der daraufhin getätigten Abklärungen zog die Beschwerdegegnerin 

unter anderem die Akten der Unfallversicherung bei und nahm Rückspra-

che mit dem Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD). Mit Verfügung vom 6. Au-

gust 2019 sprach sie dem Beschwerdeführer sodann rückwirkend ab dem 

1. März 2015 eine Viertels- bzw. ab dem 1. April 2018 eine Dreiviertelsrente 

zu. 

 

1.2. 

Im Rahmen eines im Februar 2020 eingeleiteten Revisionsverfahrens liess 

die Beschwerdegegnerin den Beschwerdeführer durch die 

Dres. med. C._____, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, und 

D._____, Facharzt für Rheumatologie, rheumatologisch-psychiatrisch be-

gutachten (Gutachten vom 17. Februar 2021). Mit Verfügung vom 1. Feb-

ruar 2022 bestätigte die Beschwerdegegnerin einen unveränderten An-

spruch auf die bisherige Dreiviertelsrente. In teilweiser Gutheissung der da-

gegen erhobenen Beschwerde hob das Versicherungsgericht die Verfü-

gung mit Urteil VBE.2022.82 vom 13. September 2022 auf und wies die 

Sache zur weiteren Abklärung des medizinischen Sachverhalts und zur an-

schliessenden Neuverfügung an die Beschwerdegegnerin zurück. 

 

1.3. 

In der Folge veranlasste die Beschwerdegegnerin auf Empfehlung des 

RAD eine polydisziplinäre Begutachtung (Gutachten der Swiss Medical As-

sessment- and Business-Center AG, Bern, [SMAB], vom 9. November 

2023). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren sowie Rücksprache 

mit dem RAD erhöhte die Beschwerdegegnerin mit Verfügung vom 21. Mai 

2024 die bisherige Dreiviertelsrente des Beschwerdeführers per 1. Sep-

tember 2021 auf eine ganze Rente und setzte diese per 1. Oktober 2022 

wieder auf eine Dreiviertelsrente herab. 

 

2. 

2.1. 

Gegen die Verfügung vom 21. Mai 2024 erhob der Beschwerdeführer mit 

Eingabe vom 18. Juni 2024 fristgerecht Beschwerde und stellte folgende 

Rechtsbegehren: 

 

" 1. Dem Beschwerdeführer sei mit Wirkung ab 1. September 2021 eine 
unbefristete ganze Invalidenrente zuzusprechen. 

 - 3 - 

 

 

 
 2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerde-

gegnerin." 

 

2.2. 

Die Beschwerdegegnerin beantragte mit Vernehmlassung vom 30. Juli 

2024 die Abweisung der Beschwerde. 

 

2.3. 

Mit instruktionsrichterlicher Verfügung vom 8. August 2024 wurde die be-

rufliche Vorsorgeeinrichtung des Beschwerdeführers im Verfahren beigela-

den, welche mit Eingabe vom 14. August 2024 auf eine Stellungnahme ver-

zichtete. 

 

 
   

Das Versicherungsgericht zieht in Erwägung: 

 

1. 

Strittig ist die Rechtmässigkeit der Herabsetzung der ganzen Rente auf 

eine Dreiviertelsrente per 1. Oktober 2022. Der Umstand, dass Umfang und 

allenfalls Dauer des Rentenanspruchs über den verfügungsweise geregel-

ten Zeitraum hinweg variieren, ist allerdings praxisgemäss unter anfech-

tungs- und streitgegenständlichem Gesichtspunkt belanglos. Wird nur die 

Abstufung oder die Befristung der Leistungen angefochten, wird damit die 

gerichtliche Überprüfungsbefugnis nicht in dem Sinne eingeschränkt, dass 

unbestritten gebliebene Bezugszeiten von der Beurteilung ausgeklammert 

bleiben (vgl. etwa Urteil des Bundesgerichts 9C_453/2020 vom 20. Novem-

ber 2020 E. 3.1 mit Hinweisen). Zu prüfen ist daher, ob die Beschwerde-

gegnerin die bisherige Dreiviertelsrente des Beschwerdeführers mit Verfü-

gung vom 21. Mai 2024 (Vernehmlassungsbeilage [VB] 245) zu Recht per 

1. September 2021 auf eine ganze Rente erhöht und per 1. Oktober 2022 

auf eine Dreiviertelsrente herabgesetzt hat. 

 

2. 

Die angefochtene Verfügung erging nach dem 1. Januar 2022. Indessen 

dreht sich der Rechtsstreit um einen möglichen bereits vor Inkrafttreten der 

Änderung bestehenden Rentenanspruch, sodass insoweit, entsprechend 

den allgemeinen intertemporalrechtlichen Grundsätzen, das bisherige 

Recht zur Anwendung gelangt (vgl. BGE 150 V 323 E. 4 S. 327 ff. sowie 

Urteil des Bundesgerichts 8C_543/2023 vom 20. März 2024 E. 2.2). Dieses 

gilt hier zudem auch für die Beurteilung des Rentenanspruchs in der Zeit 

nach dem 1. Januar 2022, da der Beschwerdeführer in diesem Zeitpunkt 

das 55. Altersjahr bereits vollendet hatte (vgl. lit. c der Übergangsbestim-

mungen des IVG zur Änderung vom 19. Juni 2020; Urteile des Bundesge-

richts 8C_621/2023 vom 7. August 2024 E. 3; 9C_572/2023 vom 18. Juni 

2024 E. 2.2 i.V.m. E. 4.5.2). 

 - 4 - 

 

 

 

3. 

3.1. 

Gemäss Art. 17 Abs. 1 ATSG wird die Rente von Amtes wegen oder auf 

Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufge-

hoben, wenn sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines 

Rentenbezügers erheblich ändert. Anlass zur Revision einer Invalidenrente 

im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG gibt jede wesentliche Änderung in den 

tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit 

den Rentenanspruch zu beeinflussen (BGE 134 V 131 E. 3 S. 132 mit Hin-

weisen). 

 

3.2. 

Den zeitlichen Referenzpunkt für die Prüfung einer anspruchserheblichen 

Änderung (vgl. E. 3.1. hiervor) bildet die letzte (der versicherten Person 

eröffnete) rechtskräftige Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung 

des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Be-

weiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs (bei An-

haltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Ge-

sundheitszustands) beruht (BGE 133 V 108 E. 5 S. 110 ff.). 

 

3.3. 

Die Beschwerdegegnerin zog in ihrer Verfügung vom 21. Mai 2024 als zeit-

lichen Referenzpunkt (vgl. E. 3.2. hiervor) die Verfügung vom 6. August 

2019 (VB 137) heran. Die Massgeblichkeit dieser Verfügung ist zwischen 

den Parteien zu Recht unumstritten. 

 

3.4. 

Der rentenzusprechenden Verfügung vom 6. August 2019 lagen in medizi-

nischer Hinsicht im Wesentlichen die Aktenbeurteilungen des RAD zu-

grunde. In somatischer Hinsicht stützte sich Dr. med. G._____, Facharzt 

für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, 

in seiner Stellungnahme vom 6. März 2019 auf die Schlussfolgerungen des 

Kreisarztes der Suva, wonach – zusammengefasst – die angestammte Tä-

tigkeit nicht mehr, an die (durch linksseitige Schulterbeschwerden beding-

ten) somatischen Einschränkungen angepasste Tätigkeiten hingegen 

ganztags zumutbar seien (vgl. kreisärztliche Beurteilung vom 18. Oktober 

2018 [VB 103.8 S. 9 f.]; VB 123 S. 2). Bezüglich der psychiatrischen Beur-

teilung verwies er auf die konsiliarische Aktenbeurteilung von Dr. med. 

H._____, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 5. März 2019. 

Dieser hielt die in der Beurteilung des Suva-Psychiaters vom 30. November 

2018 (vgl. VB 106.7) gestellte Diagnose einer "mittelgradigen depressiven 

Störung mit erheblichen Anteilen von Verbitterung (F32.1/2)" für medizi-

nisch nachvollziehbar; hingegen sei der Ausprägungsgrad einer schwer-

gradigen depressiven Störung nicht plausibel, ebenso wenig wie eine 

"chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren 

 - 5 - 

 

 

(F45.41)". Weiter wurde unter anderem ausgeführt, im Rahmen der psychi-

atrischen Untersuchung bei der Suva habe keine detaillierte Exploration 

des Tagesablaufs mit Angabe von Uhrzeiten stattgefunden. Es lägen ver-

schiedene belastende psychosoziale Faktoren vor und es sei davon aus-

zugehen, dass die Arbeitslosigkeit das Krankheitsgeschehen wesentlich 

beeinflusse. Der psychiatrische "SUVA-Gutachter" habe "kein ausserge-

wöhnliches Verdeutlichungsverhalten oder Aggravation" gesehen, wohin-

gegen anlässlich der kreisärztlichen Abschlussuntersuchung übertrieben 

demonstrierte Beschwerden und Inkonsistenzen beschrieben worden 

seien (VB 123 S. 3; 122 S. 4 f.). Die RAD-Ärzte attestierten dem Beschwer-

deführer in einer sowohl den somatischen als auch den psychischen Be-

schwerden angepassten Tätigkeit ab dem 30. April 2018 eine 50%ige Ar-

beitsfähigkeit. Zuvor habe aus psychiatrischer Sicht keine relevante Ein-

schränkung der Arbeitsfähigkeit vorgelegen (VB 123 S. 4).  

 

3.5. 

In der angefochtenen Verfügung vom 21. Mai 2024 stützte sich die Be-

schwerdegegnerin in medizinischer Hinsicht im Wesentlichen auf das 

SMAB-Gutachten vom 9. November 2023, welches eine orthopädische, in-

ternistische, kardiologische und psychiatrische Beurteilung vereint 

(VB 231.1). Die SMAB-Gutachter stellten folgende Diagnosen mit Auswir-

kung auf die Arbeitsfähigkeit (VB 231.1 S. 8): 

 

" 1. Chronische Schmerzen und Bewegungseinschränkung des linken 
Schultergelenkes nach mehrfachen operativen Eingriffen (ICD-10: 
M75.4) 

 
 2. Maximal mittelgradige depressive Episode (ICD-10: F32.1)". 

 

Die weiteren gestellten Diagnosen, u.a. der "Status nach Vorderwandin-

farkt im Juni 2021 (ICD-10: I21.0, akut PC mit Stentimplantation des RIVA, 

primärprophylaktische ICD-Implantation im Juni 2021", seien ohne Auswir-

kung auf die Arbeitsfähigkeit (VB 231.1 S. 8). Die SMAB-Gutachter attes-

tierten dem Beschwerdeführer in der angestammten Tätigkeit unverändert 

eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (VB 231.1 S. 10) und hielten folgende An-

forderungen an eine angepasste Tätigkeit fest: "Leichte Tätigkeiten, diese 

mit selbstgewählten Positionswechseln zu gleichen Anteilen im Stehen, 

Gehen und Sitzen. Keine Gerüst- und Leitertätigkeiten, keine Überkopftä-

tigkeiten, keine Tätigkeiten, die ein beidhändiges Hantieren erforderlich 

machen. Keine Zwangshaltung für die oberen Extremitäten. Tätigkeiten 

einfacher, geistiger Natur, mit geringer Verantwortung, ohne besonderen 

Zeitdruck und ohne besondere Anforderungen an die Konfliktfähigkeit." In 

einer solchen Tätigkeit bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 50 %. Zum zeitli-

chen Verlauf hielten die SMAB-Gutachter fest, aus psychiatrischer Sicht sei 

eine Arbeitsfähigkeit von 50 % seit 2018 ausgewiesen. Somatisch würden 

sich keine Hinweise ergeben, dass die Arbeitsfähigkeit in einer angepass-

ten Tätigkeit generell längerfristig beeinträchtigt gewesen sei, mit 

 - 6 - 

 

 

Ausnahme der entsprechenden operativen Massnahmen und einer Rekon-

valeszenz von jeweils drei Monaten bzw. der stationären Rehabilitations-

aufenthalte. Zudem müsse vom Zeitpunkt des Infarkts im Juni 2021 an eine 

Rekonvaleszenzzeit von sechs bis zwölf Monaten für die Erholung der 

Pumpfunktion und das Wiedererreichen einer ausreichenden körperlichen 

Belastbarkeit veranschlagt werden (VB 231.1 S. 11). 

 

4. 

Ausweislich der Akten ist zwischen den Parteien zu Recht unumstritten, 

dass sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers in somati-

scher Hinsicht mit dem Herzinfarkt vom Juni 2021 seit der letzten materiel-

len Beurteilung des Rentenanspruchs am 6. August 2019 in revisionsrecht-

lich relevanter Weise verändert hat, womit ein Revisionsgrund im Sinne von 

Art. 17 ATSG gegeben ist. Da ein Revisionsgrund vorliegt, ist der Renten-

anspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht umfassend zu prüfen 

(vgl. BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 10 f.).  

 

Weiter erfüllt das SMAB-Gutachten vom 9. November 2023 die gesetzli-

chen und rechtsprechungsgemässen Anforderungen an ein Gutachten 

(vgl. BGE 135 V 465 E. 4.4 S. 470; 125 V 351 E. 3b/bb S. 353) und ist für 

die Beurteilung der invalidenversicherungsrechtlichen Ansprüche des Be-

schwerdeführers in medizinischer Hinsicht umfassend, was vom Be-

schwerdeführer nicht bestritten wird. Es ist deshalb auf die darin attestierte 

Arbeitsfähigkeit abzustellen.  

 

5. 

5.1. 

Ausweislich der Akten ist angesichts der 100%igen Arbeitsunfähigkeit in 

jeglicher Tätigkeit ab dem 6. Juni 2021 (vgl. VB 231.1 S. 11) nicht zu bean-

standen, dass die Beschwerdegegnerin die Dreiviertelsrente des Be-

schwerdeführers per 1. September 2021 auf eine ganze Rente erhöhte 

(vgl. Art. 88a Abs. 2 IVV). Der Beschwerdeführer war im Zeitpunkt der ver-

fügten Rentenherabsetzung per Ende September 2022 über 55 Jahre alt. 

Bei Versicherten, die bei der revisions- oder wiedererwägungsweisen Her-

absetzung oder Aufhebung der Invalidenrente das 55. Altersjahr vollendet 

haben oder die eine Rentenbezugsdauer von mindestens 15 Jahren auf-

weisen, ist – von Ausnahmen abgesehen – eine Selbsteingliederung grund-

sätzlich nicht zumutbar (Urteile des Bundesgerichts 9C_491/2017 vom 

26. September 2017 E. 4.3; 9C_228/2010 vom 26. April 2011 E. 3 mit Hin-

weisen, in: SVR 2011 IV Nr. 73 S. 220; 9C_231/2015 vom 7. September 

2015 E. 2; Zusammenstellung der Rechtsprechung in: Petra Fleischanderl, 

Behandlung der Eingliederungsfrage im Falle der Revision einer langjährig 

ausgerichteten Invalidenrente, in: SZS 2012 S. 360 ff.). Grundsätzlich sind 

daher vor einer allfälligen Rentenaufhebung/Rentenherabsetzung Einglie-

derungsmassnahmen durchzuführen (BGE 145 V 209 E. 5.1 S. 2011 mit 

 - 7 - 

 

 

Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 9C_396/2019, 9C_397/2019 vom 2. 

März 2020 E. 5.1 mit Hinweisen). 

 

Rechtsprechungsgemäss liegt unter anderem eine Ausnahme von der 

grundsätzlich anzunehmenden Unzumutbarkeit der Selbsteingliederung 

vor, wenn die langjährige Absenz vom Arbeitsmarkt einer versicherten Per-

son auf invaliditätsfremde Gründe zurückzuführen ist (vgl. Urteil des Bun-

desgerichts 8C_826/2018 vom 14. August 2019 E. 3.2.2). 

 

5.2. 

Die Beschwerdegegnerin führte in der angefochtenen Verfügung hierzu 

aus, dass die zumutbare Restarbeitsfähigkeit auf dem Weg der Selbstein-

gliederung zu verwerten sei. Die Desintegration vom Arbeitsmarkt habe der 

Beschwerdeführer selbst zu verantworten, habe dieser seine Restarbeits-

fähigkeit doch schon vor Eintritt der vorübergehenden gesundheitlichen 

Verschlechterung nicht verwertet (VB 245 S. 5 f.). 

 

Der Beschwerdeführer bringt demgegenüber vor, die Zumutbarkeit der 

Selbsteingliederung nach dem Wiedererlangen der 50%igen Arbeitsfähig-

keit in einer angepassten Tätigkeit sei zu verneinen. Er habe 30 Jahre prak-

tisch ausnahmslos im Garten- und Landschaftsbau gearbeitet und verfüge 

über keine anderen Berufserfahrungen. Er habe trotz den seit dem Unfall 

vom 24. Januar 2014 bestehenden körperlichen Beeinträchtigungen erfolg-

los versucht, in seinem angestammten Beruf weiterzuarbeiten. Das Arbeits-

verhältnis beim langjährigen Arbeitgeber sei von diesem aber per Ende 

Juni 2018 gekündigt worden, da eine weitere Anstellung aus Sicht des Be-

triebes nicht mehr gewinnbringend gewesen sei. Auch der Arbeitsversuch 

in der Firma seines Sohnes im Jahr 2019 sei nicht zielführend gewesen. 

Die seither bestehende Absenz vom Arbeitsmarkt sei somit nicht auf inva-

liditätsfremde Gründe zurückzuführen (Beschwerde S. 5 f.). 

 

5.3. 

Ausweislich der Akten ist dem Beschwerdeführer die ursprünglich ausge-

übte Tätigkeit im Gartenbau seit dem Arbeitsunfall im Jahr 2014 nicht mehr 

zumutbar (vgl. VB 231.1 S. 10). Insofern kann der Beschwerdeführer aus 

der Tatsache, dass er seine angestammte Tätigkeit nicht mehr längerfristig 

ausüben konnte, nichts zu seinen Gunsten ableiten. Sodann bezog er be-

reits im Zeitraum vom 1. April 2018 bis zum 31. August 2021 eine Dreivier-

telsrente. Ausweislich der Akten verwertete er die ihm in diesem Zeitraum 

zumutbare 50%ige Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit aber 

nicht. So ist im Auszug aus dem Individuellen Konto (IK-Auszug) lediglich 

ein im Jahr 2019 von April bis Dezember erzieltes Einkommen von gesamt-

haft Fr. 11'880.00 verzeichnet (VB 218 S. 2) und der Beschwerdeführer 

gab anlässlich der Begutachtung durch die SMAB im August 2023 an, seit 

seiner Kündigung per Ende 2019 habe er keine Erwerbstätigkeit mehr aus-

geübt (VB 231.3 S. 4). Den Herzinfarkt, welcher zu einer vorübergehenden 

 - 8 - 

 

 

100%igen Arbeitsunfähigkeit auch in einer angepassten Tätigkeit führte, 

erlitt er zudem erst im Juni 2021 (vgl. VB 231.1 S. 5), weshalb die Absenz 

vom Arbeitsmarkt entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers nicht inva-

liditätsbedingt war. 

 

Weiter führte der Beschwerdeführer gegenüber den Gutachtern aus, dass 

eine berufliche Tätigkeit für ihn nicht mehr in Betracht komme. Es gehe ihm 

zu schlecht (VB 231.6 S. 8). Zudem gab er an, keine Zukunftsvorstellungen 

mehr zu haben (VB 231.3 S. 5; 231.5 S. 4). Er könne sich eine berufliche 

Tätigkeit, auch stundenweise, nicht vorstellen. Er strebe eine "100%ige IV-

Rente" an (VB 231.4 S. 4). Folglich ist auch die subjektive Eingliederungs-

fähigkeit zu verneinen (vgl. hierzu Urteil des Bundesgerichts 8C_138/2021 

vom 7. Juni 2021 E. 5.1 mit Hinweisen) und die Beschwerdegegnerin hat 

zu Recht auf die Durchführung von beruflichen Eingliederungsmassnah-

men vor Herabsetzung der ganzen Rente auf eine Dreiviertelsrente per 

1. Oktober 2022 verzichtet. 

 

6. 

6.1. 

Nach dem Dargelegten ist die Beschwerde abzuweisen. 

 

6.2. 

Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Kosten 

werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im 

Rahmen von Fr. 200.00 bis Fr. 1'000.00 festgesetzt. Für das vorliegende 

Verfahren betragen diese Fr. 800.00. Sie sind gemäss dem Verfahrensaus-

gang dem Beschwerdeführer aufzuerlegen.  

 

6.3. 

Dem Beschwerdeführer steht nach dem Ausgang des Verfahrens (Art. 61 

lit. g ATSG) und der Beschwerdegegnerin aufgrund ihrer Stellung als Sozi-

alversicherungsträgerin (BGE 126 V 143 E. 4 S. 149 ff.) kein Anspruch auf 

Parteientschädigung zu.  

 

 
   

Das Versicherungsgericht erkennt: 

 

1. 

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 

2. 

Die Verfahrenskosten von Fr. 800.00 werden dem Beschwerdeführer auf-

erlegt.  

 

3. 

Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

 - 9 - 

 

 

 

 
   

Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 

 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim 

Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung 

mit Art. 90 ff. BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom sieb-

ten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli 

bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar 

(Art. 46 BGG).  

 

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 

Luzern, zuzustellen. 

 

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe 

der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines 

Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweis-

mittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Hän-

den hat (Art. 42 BGG). 

 

 
   

Aarau, 5. Mai 2025 

 

Versicherungsgericht des Kantons Aargau 

2. Kammer 

Die Präsidentin:    Der Gerichtsschreiber: 

 

 

 

Peterhans    Schweizer