# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7e69f813-34fe-521c-bb85-41491fc54c73
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-10-22
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 22.10.2010 B-2311/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_B-2311-2010_2010-10-22.pdf

## Full Text

Abtei lung II
B-2311/2010
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 2 .  O k t o b e r  2 0 1 0

Richter Frank Seethaler (Vorsitz), Richter Ronald Flury, 
Richterin Eva Schneeberger, 
Gerichtsschreiberin Marion Spori Fedail.

1. X._______ AG in Liquidation, 
2. Y._______ Aktiengesellschaft in Liquidation,
3. Z._______, 
alle vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. 
Catherine Weisser, Schulhausstrasse 19, 
9471 Buchs SG 1,
Beschwerdeführende,

gegen

Eidg. Finanzmarktaufsicht FINMA,
Einsteinstrasse 2, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Entgegennahme von Publikumseinlagen, 
Konkurseröffnung und Werbeverbot.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

B-2311/2010

Sachverhalt:

A.
Die  Beschwerdeführerin  1  wurde  am 17. Dezember 2001  gegründet. 
Seit  der  Gründung  unverändert  einzige  Verwaltungsrätin  und 
zeichnend mit Einzelunterschrift ist A. Die Gesellschaft hat ein Aktien-
kapital von Fr. 100'000.–. Der Beschwerdeführer 3 zeichnete anlässlich 
der Gründung 98 dieser Aktien. Gemäss Angaben des Beschwerde-
führers  3  ist  seit  Herbst 2009  Herr  B.  einziger  Aktionär  (wird  von 
Letzterem indessen  bestritten).  Er  hat  mit  dem Beschwerdeführer  3 
einen Mandatsvertrag abgeschlossen, welcher dessen Tätigkeit regelt.

Die  Beschwerdeführerin  2  wurde  am  20. April 1982  gegründet;  am 
30. März 2005 erhielt sie ihren jetzt gültigen Namen. Das Aktienkapital 
der Gesellschaft beträgt Fr. 50'000.–. Seit dem 6. September 2001 ist 
A.  als  einzige  Verwaltungsrätin  eingetragen.  Sie  übt  diese  Funktion 
treuhänderisch für den Beschwerdeführer 3 aus, welcher auch einzel -
zeichnungsberechtigter Direktor ist (ab 12. Dezember 2001). 

Die Firma C. Ltd., Zypern, tritt unter der Bezeichnung "C. Club" / "C." 
auf und bietet den "Clubmitgliedern" Ausbildung und begleitende Be-
treuung  bzw. Seminare  im  Bereich  Börsenhandel  an.  Die  Firma  C. 
Ges.m.b.H.,  Wien  (im  Folgenden: C.),  nimmt  für  den  "C. Club"  Ver-
waltungsaufgaben wahr. Als operatives Organ der C. handelt B.

Mit Datum vom 1. September 2009 schloss die Beschwerdeführerin 2 
mit  C. eine  Treuhandvereinbarung  ab,  welche  von  der  Beschwerde-
führerin 1 mitunterzeichnet wurde. Gemäss dieser Vereinbarung tritt C. 
als Treugeberin und die Beschwerdeführerin 2 als Treunehmerin auf. 
Treuhandgegenstand  stellen  die  von den  Börsenclub-Mitgliedern  auf 
ein  Treuhandkonto  der  Beschwerdeführerin  2  einzubezahlenden 
Gelder dar. Die Gelder werden auf Rechnung der Beschwerdeführerin 
1  einkassiert.  Der  Beschwerdeführerin  2  obliegen  die  Führung  und 
Verwaltung  des  Treuhandkontos  sowie  der  geplante  Transfer  des 
Geldes auf ein Brokerkonto. 

Ab dem 6. Oktober 2009 schloss  die  Beschwerdeführerin  1  mit  über 
850 Mitgliedern von C. je einen als Vermögensverwaltungsauftrag be-
zeichneten Vertrag über das Produkt  "Konto K."  ab. Darin wurde die 
Beschwerdeführerin 1 ermächtigt,  das je durch die Anleger getätigte 
Investment  von  EUR 3'000.– nach  freiem Ermessen  für  spekulative 

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Finanztransaktionen  zu  verwenden.  Für  Verluste  aus  den  Trans-
aktionen  wurde  die  Haftung  grundsätzlich  ausgeschlossen.  Vom 
6. Oktober 2009  bis  8. Januar 2010  wurden  auf  das  Bankkonto  der 
Beschwerdeführerin 2 Einlagen in der Höhe von insgesamt rund EUR 
2'567'350.– eingezahlt.

B.
Am 24. November 2009  verlangte  die  Vorinstanz  von  den  Be-
schwerdeführerinnen  Auskünfte  über  deren  Geschäftstätigkeit.  In 
einem  Schreiben  vom  21. Dezember 2009  hielt  die  Beschwerde-
führerin  1  fest,  sie  sei  ein  "inaktives"  Unternehmen; sie  habe  keine 
"Fremdgelder"  entgegen  genommen  und  über  keine  Finanzanlagen 
von  Dritten  entschieden.  Zwar  sei  ein  "Anlagemodell"  mit  der  C. in 
Vorbereitung,  welches  indessen  wohl  nicht  zustande  komme.  Im 
Übrigen wäre sie diesbezüglich lediglich Abrechnungsstelle gewesen. 
Dieses Schreiben wurde -  gemäss dessen eigenen Aussagen -  vom 
Beschwerdeführer 3 verfasst und von Frau A. unterschrieben. 

Mit superprovisorischer Verfügung vom 5. Januar 2010 erliess die Vor-
instanz gegenüber den Beschwerdeführerinnen 1 und 2 vorsorgliche 
Massnahmen  und  setzte  zur  weiteren  Abklärung  des  Sachverhaltes 
und zur Sicherung der Anlegergelder den Untersuchungsbeauftragten 
Sven  Lüscher,  Werder  Viganò  Anwälte,  ein.  Die  Beschwerde-
führerinnen 1 und 2 nahmen hierzu am 14. bzw. am 22. Januar 2010 
Stellung. 

Am  5. Februar 2010  reichte  der  Untersuchungsbeauftragte  seinen 
Untersuchungsbericht  ein.  Den  Beschwerdeführenden  wurde  das 
rechtliche  Gehör  gewährt.  Sie  reichten  am  20. Februar 2010  (Be-
schwerdeführerin  2)  bzw.  am  10. März 2010  (Beschwerdeführer  3) 
Stellungnahmen  ein.  Die  Beschwerdeführerin  1  liess  sich  nicht  ver-
nehmen. 

C.
Mit Verfügung vom 29. März 2010 stellte die Vorinstanz fest, dass die 
Beschwerdeführerinnen  1 und 2  als  Gruppe ("X. Gruppe")  gewerbs-
mässig  Publikumseinlagen  entgegen  nehmen  und  damit  gegen  das 
Bankengesetz  verstossen  (Ziffer  1  des  Dispositivs).  Die  Vorinstanz 
eröffnete über beide Gesellschaften den Konkurs und setzte als Zeit -
punkt  der  Konkurseröffnungen  den  30. März 2010,  08.00 Uhr 
(Dispositiv  Ziffer  2),  und als  Konkursort  den Sitz  der  beiden Gesell-
schaften fest (Dispositiv Ziffer 3). Der bisherige Untersuchungsbeauf-

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tragte wurde als Konkursliquidator eingesetzt (Dispositiv Ziffer 4), die 
Geschäftstätigkeiten beider  Firmen wurden eingestellt  und es wurde 
ihnen verboten, Auszahlungen zu leisten oder Zahlungen entgegen zu 
nehmen (Dispositiv Ziffer 5). Die Vorinstanz setzte die Publikation der 
Konkurseröffnungen  sowie  den  Erlass  des  Schuldenrufs  auf  den 
9. April 2010,  10.00 Uhr  fest  (Dispositiv  Ziffer  7)  und  wies  das  zu-
ständige  Handelsregister  an,  die  entsprechenden  Einträge  vorzu-
nehmen (Dispositiv  Ziffer  8).  Im Weitern  sprach  sie  gegenüber  dem 
Beschwerdeführer  3  ein  Werbeverbot  aus,  drohte  Sanktionen  im 
Widerhandlungsfall  an  und  ordnete  eine  Publikation  ab  Eintritt  der 
Rechtskraft an (Dispositiv Ziffern 9 - 11). Sie erklärte die Ziffern 2 - 8 
des  Dispositivs  als  sofort  vollstreckbar,  entzog  einer  allfälligen  Be-
schwerde  die  aufschiebende  Wirkung  und  beschränkte  die  Ver-
wertungshandlungen  bis  zum  Eintritt  der  Rechtskraft  auf  sichernde 
und werterhaltende Massnahmen (Dispositiv Ziffer 12). Die Kosten des 
Untersuchungsverfahrens von Fr. 27'008.30 wurden den Beschwerde-
führerinnen 1 und 2 solidarisch und unter Verrechnung mit den bereits 
bezogenen  Vorschüssen  auferlegt  (Dispositiv  Ziffer  13).  Dem  Be-
schwerdeführer 3 wurden Verfahrenskosten von Fr. 5'000.– (Dispositiv 
Ziffer 14), den Beschwerdeführerinnen 1 und 2 Verfahrenskosten von 
Fr. 10'000.– solidarisch auferlegt (Dispositiv Ziffer 15). 

Die Vorinstanz hielt zur Begründung fest, die Beschwerdeführerinnen 1 
und  2  hätten,  ohne  im  Besitze  einer  entsprechenden  bankenrecht-
lichen Bewilligung zu sein, arbeitsteilig und in Zusammenarbeit mit der 
Firma C. in kurzer Zeit von über 850 Kunden Gelder im Betrag von je  
EUR  3'000.– (d.h.  insgesamt  von  rund  EUR  2'550'000.–)  entgegen 
genommen und auf einem Konto in der Schweiz "gepoolt". Entgegen 
der Vereinbarung mit den Kunden, die Gelder auf einem Handelskonto 
bei  einem Broker  zu  verwalten,  seien  diese  gar  nie  dorthin  weiter -
geleitet worden. Es liege kein Treuhandgeschäft der Kunden mit der X. 
Gruppe  vor,  denn  die  einzelnen  Kunden  hätten  keine  Treuhandver-
träge, sondern Vermögensverwaltungsverträge abgeschlossen und es 
fehle  an  der  für  Treuhandgeschäfte  unabdingbaren  Pflicht  zur 
individuellen  Abrechnung.  Damit  hätten  die  Beschwerdeführerinnen 
gegen  das  Bankengesetz  verstossen. Die  Voraussetzungen  für  eine 
nachträgliche  Bewilligungserteilung  lägen  nicht  vor  und  die  Be-
schwerdeführerinnen  verfolgten  keine  (Beschwerdeführerin  1)  oder 
keine  wesentlichen  (Beschwerdeführerin  2)  anderen  Aktivitäten.  Ge-
nehmigte Jahresrechnungen für  2008 und 2009 lägen nicht  vor,  und 
die  liquiden  Mittel  gestatteten  -  vorbehältlich  der  Rückzahlung  des 

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Aktionärsdarlehens und der Einbringung weiterer flüssiger Mittel - eine 
Bezahlung  der  laufenden  Verbindlichkeiten  (Beschwerdeführerin  1) 
beziehungsweise  eine  vollumfängliche  Rückzahlung  der  erhaltenen 
Kundengelder nicht (Beschwerdeführerin 2), weshalb von einer Über-
schuldung auszugehen und der Konkurs zu eröffnen sei.

D.
Am  8. April 2010  erhoben  die  Beschwerdeführenden  beim  Bundes-
verwaltungsgericht  Beschwerde  mit  den  Hauptanträgen  auf  voll-
umfängliche Aufhebung des angefochtenen Entscheids, auf Ansetzung 
einer  Nachfrist  zur  Nachreichung  einer  weitergehenden Begründung 
und auf Rückzahlung der Gelder, welche der Beschwerdeführerin 1 als 
Entgelt für die Leistungen der Vorinstanz entzogen worden seien. Des 
Weiteren  beantragten  sie  als   superprovisorische  bzw.  vorsorgliche 
Massnahmen  u.a.,  die  Anordnung  der  Konkurseröffnung  sei  aufzu-
heben, die Publikation der Konkurseröffnung sei zu verbieten und den 
Ziffern  3, 4, 5, 7, 8 und 13 der angefochtenen Verfügung sei die auf -
schiebende Wirkung zuzuerkennen.

Die Beschwerdeführenden begründeten ihre Beschwerde im Wesent-
lichen  damit,  die  streitbezogenen  Gelder  stammten  von  den  Mit -
gliedern eines privaten Clubs, die mit je einer einmaligen Einzahlung 
an  einem  Lehrgang  für  Grundkenntnisse  der  Börse  teilgenommen 
hätten, weshalb nicht von "Publikumseinlagen" beziehungsweise deren 
unrechtmässiger  Entgegennahme  gesprochen  werden  könne.  Diese 
Gelder seien zudem rein treuhänderisch von der Beschwerdeführerin 
2 entgegen genommen worden und hätten an einen englischen Broker 
weitergeleitet  werden  sollen,  was  indessen  aus  nicht  bei  den  Be-
schwerdeführerinnen liegenden Gründen nicht  möglich  gewesen sei. 
Die Gelder seien vollständig vorhanden und gesichert, was im Übrigen 
auch  die  Vorinstanz  anerkenne.  Die  Beschwerdeführerin  1  habe  zu 
keinem  Zeitpunkt  selber  Gelder  entgegengenommen.  Eine  Über-
schuldung  sei  zu  verneinen.  Es  dürfe  nicht  den  Beschwerde-
führerinnen angelastet werden, wenn die Vorinstanz für ihre (nach dem 
Gesagten  unnötigen)  Bemühungen  in  namhaftem  Umfang  Kunden-
gelder vom Treuhandkonto bezogen habe. Vielmehr habe sich die Be-
schwerdeführerin  2  rasch  um  eine  Rückzahlung  besagter  Kunden-
gelder  bemüht,  was  ihr  nunmehr  sogleich  und  ohne  aufwändige 
prozessuale Weiterungen zu gestatten sei.

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E.
Mit  Zwischenverfügung  vom  8. April 2010  wies  das  Bundesver-
waltungsgericht  das  Gesuch  der  Beschwerdeführenden  um  super-
provisorischen Erlass der beantragten vorsorglichen Massnahmen ab. 
In  der  Folge  wurde  über  die  Beschwerdeführerinnen  1  und  2  der 
Konkurs eröffnet. 

Am  6. Mai 2010  beantragte  die  Vorinstanz,  das  Gesuch  der  Be-
schwerdeführenden um vorsorgliche Massnahmen sei  vollumfänglich 
abzuweisen. 

Mit  Zwischenverfügung  vom  26. Mai 2010  wies  das  Bundesver-
waltungsgericht  das  Gesuch  um  Wiederherstellung  der  auf-
schiebenden Wirkung und um Erlass von vorsorglichen Massnahmen 
ab, soweit es darauf eintrat.

F.
Am 21. Mai 2010 reichte die Vorinstanz ihre Vernehmlassung ein. Sie 
beantragte,  die  Beschwerde  sei  vollumfänglich  abzuweisen,  unter 
Kostenfolge  zu  Lasten  der  Beschwerdeführenden.  Die  Beschwerde-
führerin 1 und die Beschwerdeführerin 2 seien aufsichtsrechtlich als 
Gruppe  ("X.  Gruppe")  zu  betrachten.  Sie  hätten  ihre  gemeinsame 
Tätigkeit  –  insbesondere  die  Entgegennahme von  Anlegergeldern  – 
arbeitsteilig  wahrgenommen.  Die  Geschäftsidee  habe  darin  be-
standen,  Mitglieder  des  C.-Clubs  für  eine  Einmaleinlage  von  EUR 
3'000.– zu  gewinnen,  welche  in  der  Folge  für  spekulative  Finanz-
transaktionen hätte verwendet werden sollen. Die Einlagen seien auf 
dem  "Treuhandkonto"  der  Beschwerdeführerin  2  gesammelt  worden 
und bis zum Einschreiten der FINMA während mehrerer Monate dort 
liegen  geblieben.  Zu  Gunsten  der  Anleger  habe  ein  Rückzahlungs-
anspruch  im  Umfang  ihres  jeweiligen  internen  Kontostandes  be-
standen. Die einbezahlten Gelder stellten somit Verbindlichkeiten der 
X. Gruppe dar, womit ihnen grundsätzlich Einlagecharakter zukomme. 
Das "Treuhandkonto"  sei  kein  Abwicklungskonto  zur  Abwicklung von 
Kundengeschäften (Hauptgeschäft), denn zum einen fehle es dafür an 
der notwendigen Kurzfristigkeit, zum andern bestehe effektiv gar kein 
Hauptgeschäft.  Zwar  gälten  Einlagen  bei  Vereinen  unter  gewissen 
Bedingungen  nicht  als  Publikumseinlagen. Vorliegend  seien die  Ein-
lagen  jedoch  mit  Hinsicht  auf  die  geplante  Investitionstätigkeit  für 
Rechnung  der  Einleger  erfolgt.  Die  Entgegennahme  solcher  Gelder 
begründe  immer  eine  Tätigkeit  im  Finanzbereich.  Die  Gewerbs-

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mässigkeit sei gegeben, da über 20 Personen Einlagen getätigt hätten 
und zusätzlich  auf  der  Internetseite  der  X. dafür  Werbung betrieben 
worden sei. Es bestehe ferner  kein Treuhandgeschäft  mit  Bezug auf 
die  Anlagegelder,  da  eine  Treuhandvereinbarung  zwischen  der  Be-
schwerdeführerin 2 und den Anlegern in den bestehenden Verträgen 
nirgends ersichtlich sei. Der Beschwerdeführer 3 sei für die effektive 
Geschäftsführung sowohl der Beschwerdeführerin 2 als auch der Be-
schwerdeführerin 1 zuständig gewesen. Somit sei er verantwortlich für 
die durch die beiden Gesellschaften vorgenommene Entgegennahme 
von Publikumseinlagen. Es bestehe die Gefahr, dass er auch in Zu-
kunft das Bankengesetz in irgendeiner Form verletzten könnte, zumal 
er sich als Schweizer "Treuhänder" bereits vorgängig für zweifelhafte 
Geschäfte im Finanzbereich zur Verfügung gestellt habe. Im Sinne des 
Anlegerschutzes sei es daher gerechtfertigt, dass die FINMA den das 
Werbeverbot betreffenden Teil des Dispositivs der angefochtenen Ver-
fügung veröffentliche.

G.
Mit Schreiben vom 3. Juni 2010 setzte das Bundesverwaltungsgericht 
die Beschwerdeführerin 1 davon in Kenntnis,  dass der eingeforderte 
Kostenvorschuss nicht geleistet worden war und auf ihre Beschwerde 
daher  unter  Kostenfolge  nicht  eingetreten  werden  könne.  Die  Be-
schwerdeführerin 1 liess sich hierzu nicht vernehmen. 

H.
Am  27. Juni 2010  reichten  die  Beschwerdeführerin  2  und  der  Be-
schwerdeführer  3  eine  Beschwerdeergänzung  bzw.  Replik  ein.  Sie 
beantragten weiterhin die Aufhebung der Ziffern 1, 9 bis 11 sowie 13 
bis 15 der angefochtenen Verfügung, erklärten aber ausdrücklich, die 
Beschwerde richte sich nicht mehr gegen die Konkurseröffnung (Ziff. 2 
bis  8  der  angefochtenen  Verfügung). Sie  führten  aus,  es  bestehe  – 
unabhängig davon, ob eine Gruppenbetrachtung erfolge oder nicht – 
kein Bankengeschäft und der Beschwerdeführer 3 habe zu keiner Zeit  
bankenrechtswidrige  Werbung  betrieben. Die  Beteiligten  des  hier  zu 
beurteilenden Geschäfts hätten nicht  mit  Geld handeln, sondern das 
Geld  der  Vereinsmitglieder  einsammeln  und  in  Sachwerten  (Aktien, 
Währungen, Devisen) anlegen wollen. Da nicht jede Entgegennahme 
von Geld mit einer Entgegennahme von Publikumseinlagen im Sinne 
des  Bankengesetzes  gleichzusetzen  sei,  sei  die  angefochtene  Ver-
fügung  mangels  diesbezüglicher  Abgrenzung  nicht  nachvollziehbar. 
Damit werde das rechtliche Gehör verletzt. Wesentliches Merkmal für 

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die  Entgegennahme  von  Publikumseinlagen  sei,  dass  ein  Unter-
nehmen für eigene Rechnung Verpflichtungen gegenüber Dritten ein-
gehe und aus diesem Geschäft zum Rückzahlungsschuldner der ent-
sprechenden  Leistung  werde.  Davon  zu  unterscheiden  sei  der 
obligatorische  Rückforderungsanspruch  einer  bereits  erbrachten 
Leistung  beim  später  nicht  verwirklichten  Vertrag.  Diese  zwingend 
notwendige  Unterscheidung  mache  die  Vorinstanz  nicht,  was  eine 
willkürliche Rechtsanwendung darstelle. Die vertragliche Verpflichtung 
der  Beschwerdeführerin  2  habe  darin  bestanden,  die  auf  dem Treu-
handkonto  eintreffenden  Gelder  nach  Weisung  von  C.  auf  ein 
Handelskonto  weiterzuleiten.  Bei  Vertragserfüllung  hätten  die  Be-
schwerdeführerin 2 keine Rückzahlungspflichten mehr getroffen. Das 
Treuhandkonto der Beschwerdeführerin 2 sei ein reines Abwicklungs-
konto gewesen, denn es sei allein aus diesem Zweck eröffnet und ge-
führt  worden.  Es  sei  nie  geplant  gewesen,  dass  die  Beschwerde-
führerinnen  1  oder  2  auf  eigene  Rechnung  Geschäfte  tätigten; viel-
mehr sollte für Rechnung der wirtschaftlichen Eigentümer der Gelder 
Sachwerte  gekauft  werden.  Die  Behauptung  der  Vorinstanz,  dieses 
Konto  sei  wegen  fehlender  zeitlicher  Kurzfristigkeit  des  Haupt-
geschäfts  nicht  als  Abwicklungskonto  zu  qualifizieren,  verletze  die 
Wirtschaftsfreiheit und das Willkürverbot (wird näher ausgeführt). Auch 
die  Ansicht  der  Vorinstanz,  es  bestehe  kein  Hauptgeschäft,  sei 
rechtsverletzend. Ob ein Hauptgeschäft vorliege, bestimme sich allein 
nach dem Parteiwillen bei Vertragsabschluss. Indem die Vorinstanz ein 
Hauptgeschäft  erst  annehmen  wolle,  wenn  dieses  vollständig  ab-
geschlossen  sei,  verfalle  sie  in  Willkür. Mit  der  Behauptung,  es  be-
stehe  die  Gefahr,  dass  der  Beschwerdeführer  3  seine  angeblich 
bankenrechtswidrige Tätigkeit weiterhin im Namen einer anderen Ge-
sellschaft oder unter Einbezug von Drittpersonen weiterführen könnte, 
werde der Grundsatz des rechtlichen Gehörs massiv verletzt. Die Vor-
instanz  nenne  für  diese  "Gefahr"  keinen  Anhaltspunkt,  geschweige 
denn einen Beweis.

Die  Vorinstanz  nahm  am  16. August 2010  Stellung  zu  den  Aus-
führungen der Beschwerdeführenden. Sie ging von der Annahme aus, 
dass  diese  den  Bestand  einer  Gruppe  im  aufsichtsrechtlichen  Sinn 
nicht mehr bestritten, und hielt im Übrigen an ihren Anträgen fest. Sie 
präzisierte ihre bisherigen Ausführungen hinsichtlich des Tatbestandes 
der Entgegennahme von Publikumseinlagen und des Vorliegens eines 
Bankgeschäftes  und  führte  insbesondere  aus,  eine  Qualifikation  als 
Abwicklungskonto  komme  nur  in  Frage,  wenn  das  entsprechende 

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Hauptgeschäft  finanzmarktrechtlich  zulässig  sei.  Mit  Bezug  auf  den 
Devisenhandel sei die Möglichkeit zur Führung von Abwicklungskonten 
ohne  bankenrechtliche  Bewilligung  zudem  aufgehoben  worden.  Die 
von den Anlegern über die Beschwerdeführerin 2 bei der X. Gruppe 
einbezahlten Gelder stellten für die Anleger auch keine Gegenleistung 
aus einem Vertrag auf  Übertragung des Eigentums dar. Das Werbe-
verbot  und dessen Veröffentlichung seien geeignet,  Schaden für  An-
leger  durch  Einlagen  beim  Beschwerdeführer  3  oder  von  ihm 
kontrollierten  Personen  zu  vermeiden. Die  Massnahme sei  erforder-
lich,  um das Ziel  eines effektiven Anlegerschutzes zu erreichen und 
müsse  auch  mit  Bezug  auf  die  negative  Publizitätswirkung  als  ver-
hältnismässig angesehen werden. 

Mit  "nachträglicher  Eingabe" vom 1. September 2010 hielten  die Be-
schwerdeführerin 2 und der Beschwerdeführer 3 fest, sie bestritten die 
Zugehörigkeit zu einer Gruppe im aufsichtsrechtlichen Sinn weiterhin. 
Der Kauf von Effekten und Devisen habe nach dem Parteiwillen nicht 
durch  die  Beschwerdeführerinnen  1  und  2  getätigt  werden  sollen, 
sondern  durch einen professionellen  Broker. Sollte  das Gericht  eine 
Gruppentätigkeit  in  der  Geschäftsabwicklung  bejahen,  müsse 
konsequenterweise die Gruppe in ihrer Gesamtheit betrachtet werden. 
Mithin  müsse  auch  der  Broker,  welcher  über  alle  notwendigen 
Lizenzen für den Effekten- und Devisenhandel verfüge, als Gruppen-
mitglied einbezogen werden. Das Vorhandensein dieser Bewilligungen 
müsse demnach der gesamten Gruppe angerechnet werden. Der Be-
schwerdeführer  3  sei  im  Übrigen  in  einem  früheren  Verfahren  –  in 
welchem zudem eine Verletzung des Bankengesetzes nie zur Debatte 
gestanden sei - durch das Bundesgericht von allen Anschuldigungen 
frei gesprochen worden. Es sei daher willkürlich, wenn die Vorinstanz 
aufgrund  eines  nie  erfüllten  Sachverhalts  eine  Wiederholungsgefahr 
annehmen wolle.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
Die Verfügung der Vorinstanz vom 29. März 2010 stellt eine Verfügung 
nach Art. 5 des Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfahren vom 
20. Dezember 1968  (VwVG,  SR  172.021)  dar.  Das  Bundesver-
waltungsgericht  ist  gemäss Art.  31  des Verwaltungsgerichtsgesetzes 
vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) Beschwerdeinstanz gegen Ver-
fügungen gemäss Art. 5  VwVG, die  u.a. von den Anstalten und Be-
trieben  des  Bundes  erlassen  werden  (vgl.  Art.  33  Bst.  e  VGG). 

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Darunter  fällt  die  vorliegende,  von  der  FINMA  erlassene  Verfügung 
(Art. 54 Abs. 1 des Finanzmarktaufsichtsgesetzes vom 22. Juni 2007 
[FINMAG;  SR  956.1]).  Das  Bundesverwaltungsgericht  ist  damit  zur 
Behandlung der Beschwerde gegen die vorinstanzliche Verfügung zu-
ständig.

1.1 Die Beschwerdeführerin 1 hat  den Kostenvorschuss für  das vor-
liegende  Verfahren  innert  der  vom  Bundesverwaltungsgericht 
gesetzten Frist nicht geleistet. 

Auf  ihre  Beschwerde ist  daher  – wie in  der  Zwischenverfügung vom 
13. April 2010 angedroht – unter Kostenfolge nicht einzutreten. Die von 
ihr zu tragenden Kosten werden auf Fr. 250.– festgelegt.

1.2 Die Beschwerdeführerin 2 und der Beschwerdeführer 3 haben den 
Kostenvorschuss fristgerecht einbezahlt (vgl. Art. 63 Abs. 4 VwVG). Sie 
haben vor der Vorinstanz am Verwaltungsverfahren teilgenommen und 
sind  Adressaten  der  angefochtenen  Verfügung.  Sie  sind  durch  die 
jeweils  sie  selbst  betreffenden  Feststellungen  und  Anordnungen  im 
Dispositiv der angefochtenen Verfügung besonders berührt und haben 
ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung (vgl. 
Art. 48 Abs. 1 Bst. a-c VwVG i.V.m. Art. 37 VGG). Sie sind daher in 
diesem Umfang zur Beschwerdeführung legitimiert.

Wird eine juristische Person im Kontext eines Unterstellungsverfahrens 
in  Liquidation  oder  Konkurs  versetzt,  so  fehlt  ihren  eigentlichen 
Organen  im  Zeitpunkt  der  Beschwerdeerhebung  regelmässig  die 
Zeichnungsberechtigung,  da  die  Vorinstanz  ihnen  bereits  vorher 
mittels  superprovisorischer  Verfügung  die  Vertretungsbefugnis  ent-
zogen und diese einem Untersuchungsbeauftragten übertragen hat. In 
dieser  Situation  wäre  es  aber  nicht  zulässig,  ihr  vorzuhalten,  sie 
müsste  durch  den  -  zur  Zeit  allein  zeichnungsberechtigten  -  Unter-
suchungsbeauftragten Beschwerde erheben, da das Rechtsbegehren 
in  direktem  Zusammenhang  mit  der  Einsetzung  dieses  Unter-
suchungsbeauftragten steht (vgl. EGMR, Credit and Industrial Bank v. 
the Czech Republic, Urteil  vom 21. Oktober 2003, Recueil des arrêts 
et décisions 2003-XI,  Ziff. 50 ff.). Gemäss ständiger Rechtsprechung 
des Bundesgerichts und des Bundesverwaltungsgerichts gelten daher 
die  nach  den  gesellschaftsinternen  Regeln  eingesetzten  Organe, 
welche  bis  zum  Erlass  der  superprovisorischen  Verfügung 
zeichnungsberechtigt waren, als befugt, die Verfügung der Vorinstanz, 
durch welche die juristische Person in Liquidation oder Konkurs ver-

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setzt wurde, im Namen der juristischen Person anzufechten (vgl. Urteil 
des Bundesgerichts 2A.332/2006 vom 6. März 2007 E. 2.3.1, mit Hin-
weis auf BGE 131 II 306 E. 1.2.1). 

Der  Beschwerdeführer  3  war  bis  zu  der  Einsetzung  des  Unter-
suchungsbeauftragten  einzelzeichnungsberechtigter  Direktor  der  Be-
schwerdeführerin 2. Er ist demnach im Sinne der dargestellten Recht-
sprechung zur Beschwerde im Namen der Beschwerdeführerin 2 be-
fugt. 

Eingabefrist  sowie  Anforderungen  an  Form  und  Inhalt  der  Be-
schwerdeschrift sind gewahrt (vgl. Art. 50 Abs. 1 und 52 Abs. 1 VwVG). 
Auch die übrigen Sachurteilsvoraussetzungen sind gegeben (vgl. Art. 
47 ff. VwVG). Auf die Beschwerden der Beschwerdeführerin 2 und des 
Beschwerdeführers 3 ist somit einzutreten.

2.
Der Sachverhalt  ist  weitgehend unbestritten und präsentiert  sich wie 
folgt (vgl. dazu den Untersuchungsbericht vom 5. Februar 2010 S. 6 ff., 
p. C 242 ff.): 

2.1 Im  Sommer  2009  trat  Herr  B.  -  gemäss  Darstellung  des  Be-
schwerdeführers 3 - mit der Idee an ihn heran, Gelder der Mitglieder 
des C. Clubs über eine Schweizer Gesellschaft  zu poolen,  dann bei 
einem  Broker  anzulegen  und  dort  mit  Hilfe  der  automatisierten 
Tradingsoftware der D. Ltd., Zypern, zu verwalten. 

Am 1. September 2009  schloss  die  Beschwerdeführerin  2  mit  C. zu 
diesem  Zweck  eine  Treuhandvereinbarung  ab,  welche  von  der  Be-
schwerdeführerin  1  mitunterzeichnet  wurde.  Gemäss  dieser  Verein-
barung tritt C. als Treugeberin und die Beschwerdeführerin 2 als Treu-
nehmerin auf. Die Beschwerdeführerin 1 betreut die Anleger bzw. Mit-
glieder des C. Clubs, welche mit einem Einsatz von EUR 3'000.– an 
einem  "Investmentprogramm"  teilnehmen.  Die  Beschwerdeführerin  2 
nimmt die Einzahlungen der Mitglieder für X. AG "auf deren Rechnung" 
entgegen.

Die Beschwerdeführerin 2 leitet die Gelder gemäss Instruktion der C. 
auf  das Handelskonto des Brokers weiter  bzw. nimmt die Rücküber-
weisung der Gelder an die Anleger vor. Dafür erhält sie eine pauschale 
Vergütung  von  3%  der  Treuhandbeträge.  Im  Falle  einer  Rückab-

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wicklung ist anstelle dieser Treuhandgebühr eine Pauschale von EUR 
50.– pro Kunde geschuldet. 

2.2 Ab Mitte September 2009 wurden die Mitglieder des C. Clubs für  
die Teilnahme am "Investmentprogramm" angeworben. 

Die Kontaktaufnahme erfolgte durch C. in Wien und über die lokalen 
"Clubbetreuer". Die  Anmeldung erfolgte  über  die  Website  X. AG an-
hand eines "Antrags zur X. Vermögensverwaltung Konto K.", welcher 
durch die Anleger unterzeichnet und an die C. gesandt werden musste 
(vgl.  p. C  154). Im Antrag wurde  die  Beschwerdeführerin  1  als  Ver-
mögensverwaltung  nach  Schweizer  Recht  unter  der  Aufsicht  der 
FINMA  vorgestellt.  Festgehalten  wurde  des  Weiteren,  dass  das 
Investment  von  EUR  3'000.– in  spekulative  Finanztransaktionen  in-
vestiert würde – verwaltet durch eine automatisierte Handelssoftware 
–, wobei Verluste, im theoretischen Fall gar ein Totalverlust und eine 
Nachschusspflicht resultieren könnten. Für die Beschwerdeführerin 1 
war  eine  Managementgebühr  von  6%  p.a.  sowie  eine  nach  Per-
formance abgestufte Erfolgsgebühr von bis zu 20% des Gewinns und 
eine  Nutzungsgebühr  Software  von  bis  zu  30%  des  Gewinns  vor-
gesehen. Die Anleger sollten ihren Anlagebetrag von EUR 3'000.– je 
auf  ein  von  der  Beschwerdeführerin  1  eröffnetes  Depot  einzahlen, 
wobei  die  Überweisung  auf  ein  von einem Treuhänder  kontrolliertes 
Konto erfolgen würde. Dem Anleger werde monatlich per E-Mail  der 
Kontostand mitgeteilt worden bzw. er hätte diesen über ein Login auf 
der Website X. AG jederzeit einsehen können. 

Ab dem 6. Oktober 2009 schloss  die  Beschwerdeführerin  1  mit  über 
850 Mitgliedern von C. einen Vermögensverwaltungsauftrag über das 
Produkt  "Konto  K.".  Die  Anleger  überwiesen  den  Betrag  von  EUR 
3'000.– auf das Konto der Beschwerdeführerin 2, welche die erfolgten 
Eingänge  an  C.  meldete  und  den  Anlegern  eine  Einzahlungs-
bestätigung zustellte. Die Verträge kamen durch die  Unterschrift  der 
Beschwerdeführerin  1  auf  dem oben genannten Antragsformular  zu-
stande. Diese Gegenzeichnung erfolgte in den Büros der C., welche zu 
diesem Zweck  über  einen  Firmenstempel  der  Beschwerdeführerin  1 
verfügte. Die Anleger erhielten sodann einen Newsletter, welcher von 
der C. erstellt und versandt worden war. 

Die Anwerbung der Anleger erfolgte, ohne dass zu jenem Zeitpunkt die 
internen Vorbereitungen betreffend die Einrichtung des Brokerkontos 
getroffen  worden  wären.  Die  Beschwerdeführerin  1  füllte  erst  im 

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Dezember  2009  Kontoeröffnungsformulare  für  die  Eröffnung  eines 
Brokerkontos aus, doch kam es in der Folge zu keiner Kontoeröffnung 
(vgl. p. C 102 - 104).

In  der  Zeit  vom 6. Oktober 2009  bis  10. Dezember 2009  gingen  auf 
das Konto der Beschwerdeführerin 2 Einzahlungen von 849 Anlegern 
über  EUR  2'547'628.61  ein.  Zwischen  29. Dezember 2009  und 
8. Januar 2010  zahlten  nochmals  6  Anleger  Geldbeträge  ein.  Nach 
Abschlussbuchungen  belief  sich  der  Kontosaldo  per  8. Januar 2010 
auf EUR 2'567'350.04 (855 Anleger).

Die  D. Ltd.  überwies  der  Beschwerdeführerin  2  im  Dezember  2009 
eine Treuhandkommission in der Höhe von EUR 30'000.– (Teilbetrag; 
geschuldet gewesen wäre ein Betrag von EUR 38'485.–; p. C 068).

In  den  Akten  befindet  sich  ein  Schreiben  des  Beschwerdeführers  3 
vom 27. November 2009 an Herrn B. (p. A1 220), worin er darauf hin-
weist,  dass  er  noch  kein  nachvollziehbares  "Handelskonto  bzw. 
Programm"  von  Herrn  B.  erhalten  habe  und  die  Homepage  der  X. 
Inhalte  aufweise,  welche  wahrheitswidrig  seien.  Er  verlangte  die 
Korrektur dieser Inhalte und stellte die Rückübertragung der Gelder an 
die Anleger in Aussicht. 

In  einem  Schreiben  vom  7. Dezember 2009  an  die  St.  Galler 
Kantonalbank  (p.  A1  123)  gab  der  Beschwerdeführer  3  –  bezug-
nehmend auf ein Gespräch mit der Bank – Erklärungen ab hinsichtlich 
der  Herkunft  der  Gelder  auf  dem Konto  der  Beschwerdeführerin  2. 
Darin hielt  er  fest,  er  wisse noch nicht,  wie  das Handelskonto  beim 
Broker  aussehen  werde.  Demgemäss  ging  er  zu  diesem  Zeitpunkt 
grundsätzlich noch vom Zustandekommen des Geschäfts aus. Erst in 
einem  weiteren  Schreiben  an  die  St.  Galler  Kantonalbank  vom 
16. Dezember 2009 (p. A1 151) führte der Beschwerdeführer 3 aus, ob 
das geplante Anlagemodell  zustande komme, sei unsicher, denn der 
Treugeber erwäge den Abbruch des Geschäfts aus unterschiedlichsten 
Gründen. 

Mit E-Mail vom 23. Dezember 2009 wurden die Anleger vom Absender 
info@d._______.com über den aktuellen Stand informiert,  wobei u.a. 
die Behauptung aufgestellt  wurde, dass für den Handelsbeginn alles 
bereit  sei  und lediglich noch der Transfer der Gelder vom Konto der 
Beschwerdeführerin  2  zum Broker  in  den  USA fehle  (p. C  064  und 
065). 

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Beim  Eintreffen  des  Untersuchungsbeauftragten  am  7. Januar 2010 
war der Beschwerdeführer 3 dabei, die Bankbelege zu ordnen, um – 
wie er geltend machte – die Rückzahlung vorzubereiten. 

3.
Die  Beschwerdeführenden  bestreiten,  dass  sie  in  einer  Gruppen-
struktur  tätig  gewesen seien. Die Vorinstanz hält  dem entgegen, die 
Beschwerdeführerinnen  1  und  2  hätten  ihre  gemeinsame  Tätigkeit 
arbeitsteilig  wahrgenommen  und  seien  in  personeller  Hinsicht  eng 
verflochten  gewesen.  Daher  sei  die  Qualifikation  als  Gruppe  an-
gemessen.

3.1 Nach  der  Praxis  des  Bundesverwaltungsgerichts  und  der  Vor-
instanz  sind  verschiedene  natürliche  und  juristische  Personen  in 
Bezug auf  die  Ausübung einer  bewilligungspflichtigen  Tätigkeit  dann 
aufsichtsrechtlich  als  Gesamtheit  zu  betrachten,  wenn  eine  derart 
enge  wirtschaftliche  Verflechtung  besteht,  dass  die  Gruppe  als  eine 
wirtschaftliche  Einheit  behandelt  werden muss (Urteile  des  Bundes-
verwaltungsgerichts B-8227/2007 vom 20. März 2009 E. 8.2 sowie B-
1645/2007  vom  17. Januar 2008  E.  5.2,  je  mit  Hinweisen).  Das 
Bundesgericht  hat  diese  Praxis  bestätigt  (vgl.  Urteile  des  Bundes-
gerichts  2A.332/2006 vom 6. März 2007 E. 5.2.4  sowie  2A.442/1999 
vom 21. Februar 2000 E. 3b/cc). 

Von  einer  Gruppe  in  diesem  Sinn  ist  dann  auszugehen,  wenn  die 
finanziellen  und  personellen  Verflechtungen  zwischen  zwei  oder 
mehreren Gesellschaften oder  zwischen natürlichen und juristischen 
Personen  derart  intensiv  sind,  dass  nur  eine  gesamthafte  Be-
trachtungsweise  den  faktischen  Gegebenheiten  gerecht  wird  und 
Gesetzesumgehungen verhindern kann (vgl. Urteil des Bundesgerichts 
2C_749/2008 vom 16. Juni 2009 E. 3.2; ferner: Urteil des Bundesver-
waltungsgerichts B-2474/2007 vom 4. Dezember 2007 E. 3.2). Dies ist 
insbesondere dann gegeben, wenn die Akteure im Hinblick auf die in 
Frage  stehende  bewilligungspflichtige  Tätigkeit  gegenüber  dem 
Publikum  einheitlich  auftreten,  indem  sie  sich  etwa  gemäss  den 
eigenen  Unterlagen  gegen  aussen  als  "Unternehmensgruppe"  dar-
stellen  (vgl.  Urteil  des  Bundesgerichts  2A.442/1999  vom 
21. Februar 2000  E.  2e  und  E.  3b/dd).  Ein  gruppenartiges  Zu-
sammenwirken  muss  sich  aber  nicht  zwingend  derart  öffentlich 
manifestieren; auch bloss intern wahrnehmbare personelle, wirtschaft-
liche  und  organisatorische  Verflechtungen  von  Gesellschaften  oder 

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natürlichen Personen untereinander können derart intensiv sein, dass 
eine Gruppenbetrachtung angezeigt  ist. Dies  ist  etwa dann der  Fall, 
wenn  die  verschiedenen  Akteure  im  Hinblick  auf  die  bewilligungs-
pflichtige  Tätigkeit  koordiniert  -  ausdrücklich  oder  stillschweigend 
arbeitsteilig  und zielgerichtet  -  zusammenwirken (Urteil  des Bundes-
verwaltungsgerichts  B-6715/2007  vom  3. September 2008  E.  4.2.2, 
Urteil des Bundesgerichts 2C_749/2008 vom 16. Juni 2009 E. 3.2).

Die  Annahme einer  Gruppe  hat  zur  Folge,  dass  die  aufsichtsrecht-
lichen Konsequenzen alle Mitglieder treffen, selbst wenn in Bezug auf 
einzelne davon -  isoliert  betrachtet  -  nicht  alle  Tatbestandselemente 
erfüllt  sind  oder  sie  selbst  überhaupt  keine  finanzmarktrechtlich 
relevanten  Tätigkeiten  ausgeübt  haben  (vgl.  Urteile  des  Bundesver-
waltungsgerichts B-6715/2007 vom 3. September 2008 E. 6.2 sowie B-
2474/2007 vom 4. Dezember 2007 E. 3.2).

3.2 Den Akten ist zu entnehmen, dass die Beschwerdeführerinnen 1 
und 2 im Rahmen des Geschäftes "C." zusammenwirkten (vgl. E. 2).  
Die  Kunden,  bzw.  Mitglieder  des  "C.  Clubs",  beauftragten  die  Be-
schwerdeführerin 1 mittels Vermögensverwaltungsvertrags (vgl. Akten 
p. C 070 bis  080),  die einbezahlten Vermögenswerte für  spekulative 
Finanztransaktionen mit Aktien, Währungen, Indizes und Derivaten zu 
verwenden.  Das  Geld  wurde  auf  ein  "Treuhand-Konto"  der  Be-
schwerdeführerin 2 bezahlt, welche es auf ein Handelskonto der Be-
schwerdeführerin  1  bei  einem  amerikanischen  Broker  hätte  weiter-
leiten sollen. Die vertragliche Grundlage der  Arbeitsteilung zwischen 
der  Beschwerdeführerin  1  und der  Beschwerdeführerin 2  bildet  eine 
"Treuhandvereinbarung"  zwischen der  Beschwerdeführerin  2  und C., 
welche  von  der  Beschwerdeführerin  1  mitunterzeichnet  worden  war 
(vgl. p. C 083 - 087). 

Diese Umstände machen deutlich, dass die Beschwerdeführerinnen 1 
und 2 im Hinblick auf das Geschäft  "C." koordiniert  und zielgerichtet 
zusammenwirkten. Zudem bestehen personelle Verflechtungen, indem 
in beiden Gesellschaften dieselbe (einzige) Verwaltungsrätin amtierte 
und die Geschäftsführung bei beiden – zumindest faktisch (vgl. p. C 
194, Frage 31 sowie C 138 f. Frage 30) – derselben Person, nämlich 
dem  Beschwerdeführer  3,  oblag.  Des  Weiteren  sind  beide  Gesell-
schaften an derselben Adresse domiziliert. 

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Unter den gegebenen Umständen war der Entscheid der Vorinstanz, 
die  Beschwerdeführerinnen  1  und  2  als  Gruppe  anzusehen,  recht-
mässig und ist nicht zu beanstanden.

4.
Die  Beschwerdeführenden  machen  geltend,  es  liege  kein  Banken-
geschäft  vor  und  sie  hätten  keine  Publikumseinlagen  entgegen  ge-
nommen. 

4.1 Gemäss  Art.  1  Abs.  2  Satz  1  BankG  ist  es  natürlichen  und 
juristischen  Personen,  die  nicht  dem  Bankengesetz  unterstehen, 
verboten, gewerbsmässig Publikumseinlagen entgegenzunehmen.

Die  Entgegennahme  von  Publikumseinlagen,  das  bankenmässige 
Passivgeschäft, besteht darin, dass ein Unternehmen gewerbsmässig 
Verpflichtungen  gegenüber  Dritten  eingeht,  d.h.  selber  zum  Rück-
zahlungsschuldner der entsprechenden Leistung wird (BGE 132 II 382 
E. 6.3.1, m.w.H.). Dabei gelten grundsätzlich alle Verbindlichkeiten als 
Einlagen  (FINMA-Rundschreiben  08/3:  Gewerbsmässige  Entgegen-
nahme  von  Publikumseinlagen  durch  Nichtbanken  im  Sinne  des 
Bankengesetzes, Rz. 10).

Nach Art. 1 Abs. 2 Satz 2 BankG kann der Bundesrat Ausnahmen vom 
Verbot vorsehen, ohne Bewilligung gewerbsmässig Publikumseinlagen 
entgegenzunehmen, sofern der Schutz der Einleger gewährleistet ist. 

Solche  Ausnahmen  hat  der  Bundesrat  in  Art.  3a  der  Bankenver-
ordnung vom 17. Mai 1972 (BankV, SR 952.02) festgesetzt. Nicht als 
Einlagen  gelten  danach  (unter  anderem)  "Gelder,  die  eine  Gegen-
leistung aus einem Vertrag auf Übertragung des Eigentums oder aus 
einem  Dienstleistungsvertrag  darstellen  oder  als  Sicherheitsleistung 
übertragen werden" (Art. 3a Abs. 3 Bst. a BankV) sowie "Habensaldi 
auf Kundenkonti von Effekten-, oder Edelmetallhändlern, Vermögens-
verwaltern oder ähnlichen Unternehmen, welche einzig der Abwicklung 
von Kundengeschäften dienen, wenn dafür kein Zins bezahlt wird" (Art. 
3a Abs. 3 Bst. c BankV). 

Nur  die  in  Art.  3a  Abs. 3  Bst.  a-d  BankV abschliessend  –  als  Aus-
nahmen  –  aufgezählten  Verbindlichkeiten  gelten  nicht  als  Einlagen 
(vgl.  ALOIS RIMLE,  Recht  des  schweizerischen  Finanzmarktes, 
Zürich/Basel/Genf  2004, S. 13). Die Umschreibung des Begriffs  Ein-
lagen erfolgt damit ausdrücklich negativ (DANIEL ZUBERBÜHLER, Revision 

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des Bankengesetzes vom 18. März 1994 und der Bankenverordnung, 
in: Aktuelle Rechtsprobleme des Finanz- und Börsenplatzes Schweiz, 
Bd. 3/1994, S. 18 f.).

Gewerbsmässig im Sinne des Bankengesetzes handelt, wer dauernd 
mehr  als  20  Publikumseinlagen  hält  (Art.  3a  Abs. 2  BankV)  oder  in 
Inseraten, Prospekten, Rundschreiben oder elektronischen Medien für 
die gewerbsmässige Entgegennahme von Geldern wirbt (Art. 3 Abs. 1 
BankV; BGE 132 II 382 E. 6.3.1).

4.2 Die Beschwerdeführenden bringen zunächst vor, die Beschwerde-
führerin 1 habe das Vermögen eines jeden Mitglieds des "Vereins C." 
auf  fremde  Rechnung,  nämlich  auf  die  jedes  einzelnen  Mitgliedes 
verwaltet.  Wesentliches  Merkmal  für  die  Entgegennahme  von 
Publikumseinlagen  sei,  dass  ein  Unternehmen für  eigene Rechnung 
Verpflichtungen gegenüber Dritten eingehe und aus diesem Geschäft 
zum  Rückzahlungsschuldner  der  entsprechenden  Leistung  werde. 
Davon  zu  unterscheiden  sei  der  obligatorische  Rückforderungs-
anspruch einer bereits erbrachten Leistung beim später nicht verwirk -
lichten  Vertrag.  Diese  zwingend  notwendige  Unterscheidung  mache 
die Vorinstanz nicht, was eine willkürliche Rechtsanwendung darstelle. 
Die Beschwerdeführerin 2 habe sich nur zur Weiterleitung, nicht aber 
zur Rückzahlung der entgegengenommenen Gelder verpflichtet. Auch 
im Verhältnis Beschwerdeführerin 1 zu den Kunden hätte bei gehöriger 
Vertragserfüllung immer nur der obligatorische Anspruch der Kunden 
auf Herausgabe der für sie gekauften Sachwerte (Aktien, Währungen, 
Derivate) bestanden. 

Vorab  ist  festzuhalten,  dass  –  entgegen  der  von  den  Beschwerde-
führenden  zum  Teil  verwendeten  Bezeichnung  "Verein  C."  –  keine 
Dokumente vorgelegt wurden, wonach es sich bei C. um einen Verein 
nach ausländischem Recht handelt. Welche Rechtsform C. zukommt, 
bleibt nach Aussagen der Vorinstanz daher unklar.

Im  Treuhandvertrag  vom 1. September 2009  wird  festgehalten,  dass 
die  Firma  Y. AG  die  Investmentgelder  der  Mitglieder  für  X.  AG auf 
deren Rechnung einkassiere (p. C 159, § 1). Es ist nicht eindeutig er-
stellt,  welche  Bedeutung  dieser  Formulierung   zuzumessen  ist. 
Während  der  Beschwerdeführer  3  anlässlich  seiner  Befragung  aus-
sagte, der Zusatz "auf deren Rechnung" beziehe sich auf die Anleger, 
hielten die Beschwerdeführenden in ihrer Replik, S. 19, Ziff. 1.3.3.b1, 

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fest, der Treuhandvertrag statuiere, dass die Beschwerdeführerin 2 die 
Gelder auf Rechnung der X. entgegen nehme. 

Kein Zweifel besteht jedoch am Umstand, dass die Kunden gegenüber 
der  Beschwerdeführerin  1  –  auch  bei  gehöriger  Vertragserfüllung  – 
einen  Anspruch  auf  Rückerstattung  ihrer  Habensaldi  (p.  C  074  und 
075) hatten. Wie die Vorinstanz zu Recht ausführt,  ist  für  die Quali -
fikation  als  Publikumseinlage  nicht  erforderlich,  dass  dieser  Saldo 
genau  den  einbezahlten  Einlagen  entspricht.  Dies  ist  aufgrund  von 
angelaufenen  Zinsen,  Kursschwankungen  und  sonstigen  Gewinnen 
und Verlusten gewöhnlich auch nicht zu erwarten. Da es im Rahmen 
der  Gruppenbetrachtung  keine  Rolle  spielt,  ob  der  Rückforderungs-
anspruch  gegenüber  der  Beschwerdeführerin  1  oder  2  entstand,  ist 
auch  die  Beschwerdeführerin  2  gegenüber  den  Anlegern  als  Rück-
zahlungsschuldnerin zu qualifizieren. 

Vorliegend handelt es sich zudem nicht um eine Ausnahme nach Art.  
3a Abs. 3. Bst. a BankV, wonach Gelder, die eine Gegenleistung aus 
einem  Vertrag  auf  Übertragung  des  Eigentums  oder  aus  einem 
Dienstleistungsvertrag  darstellen  oder  als  Sicherheitsleistung  über-
tragen werden, nicht als Einlagen gelten. Im Rahmen des Geschäftes 
C.  wurde  kein  individualisierbares  Eigentum  (vgl.  hierzu  Urteil  des 
BGer 2A.332/2006 vom 6. März 2007 E. 5.1.1. und 5.2.3) übertragen. 
Die Gelder der Anleger hätten beim ausländischen Broker gepoolt und 
von der  X. AG für  Rechnung der  Anleger  gemeinschaftlich verwaltet 
werden  sollen  (p.  C  241  und  242).  Den  Anlegern  hätte  daher  kein 
Eigentumsrecht  an  eventuell  erworbenen  Effekten,  sondern  lediglich 
eine  Forderung  zur  Auszahlung  des  jeweiligen  Habensaldos  zu-
gestanden. 

4.3 Die  Beschwerdeführenden  machen  des  Weiteren  geltend,  das 
Treuhandkonto der Beschwerdeführerin 2 sei ein reines Abwicklungs-
konto  gewesen. Es sei  nie  geplant  gewesen,  dass  die  Beschwerde-
führerin  1  oder  2  auf  eigene  Rechnung  Geschäfte  tätigen  würden; 
vielmehr  sollte  für  Rechnung  der  wirtschaftlichen  Eigentümer  der 
Gelder  Sachwerte  gekauft  werden.  Die  Behauptung  der  Vorinstanz, 
dieses Konto sei wegen fehlender zeitlicher Kurzfristigkeit des Haupt -
geschäfts  nicht  als  Abwicklungskonto  zu  qualifizieren,  verletze  die 
Wirtschaftsfreiheit und das Willkürverbot. Die Einzahlungen seien erst 
nach und nach erfolgt. Entgegen der Auffassung der Vorinstanz seien 
sie  demnach nicht  monatelang "herumgelegen". Den beteiligten Ver-

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tragsparteien stehe die freie Entscheidung zu, zu welchem Zeitpunkt 
sie in die Börse einsteigen wollten. Es gehe nicht an, dass eine Be-
hörde  den  Privaten  vorschreibe,  wann  sie  ihre  Aktien  an  der  Börse 
kaufen  sollten.  Auch  die  Ansicht  der  Vorinstanz,  es  bestehe  kein 
Hauptgeschäft,  sei  rechtsverletzend. Ob ein  Hauptgeschäft  vorliege, 
bestimme  sich  allein  nach  dem  Parteiwillen  bei  Vertragsabschluss. 
Indem die  Vorinstanz ein Hauptgeschäft  erst  annehmen wolle,  wenn 
dieses vollständig abgeschlossen sei, verfalle sie in Willkür. 

Nicht als Einlagen gelten "Habensaldi auf Kundenkonti von Effekten-, 
oder  Edelmetallhändlern,  Vermögensverwaltern  oder  ähnlichen 
Unternehmen,  welche  einzig  der  Abwicklung  von  Kundengeschäften 
dienen,  wenn  dafür  kein  Zins  bezahlt  wird"  (Art.  3a  Abs.  3  Bst.  c 
BankV).  Diese  Ausnahme  ist  auf  Konti  begrenzt,  die  einzig  dazu 
dienen, die notwendige Liquidität zur Abwicklung des im Vordergrund 
stehenden Hauptgeschäfts zur Verfügung zu stellen. Andere Kunden-
guthaben  bei  einem Finanzintermediär  werden  von  ihr  nicht  erfasst 
(RASHID BAHAR/ERIC STUPP,  in:  Rolf  Watter/Nedim  Peter  Vogt/Thomas 
Bauer/Christoph  Winzeler  [Hrsg.]  Basler  Kommentar  zum  Banken-
gesetz, Basel/Genf/München 2005, N. 13 zu Art. 1, vgl. auch FINMA-
RS 2008/3 Rz. 16). 

In der vorliegend zu beurteilenden Konstellation bestand, wie die Vor-
instanz  zu  Recht  geltend  macht,  (noch)  kein  Hauptgeschäft.  Weder 
war der Broker, an welchen die Gelder weitergeleitet werden sollten, 
definitiv bestimmt, noch wurde ein entsprechendes Konto eröffnet. Die 
Verwaltung der Kundengelder durch die automatische Software hatte 
damit  noch  nicht  einmal  ansatzweise  begonnen.  Somit  kann  beim 
"Treuhandkonto"  der  Beschwerdeführerin  2  nicht  von  einem  Ab-
wicklungskonto gesprochen werden. 

Den Ausführungen der Beschwerdeführenden ist zudem entgegen zu 
halten,  dass  es  den Anlegern  im Rahmen des Geschäfts  C. gerade 
nicht zustand, selbst zu bestimmen, zu welchem Zeitpunkt sie in die 
Börse "einsteigen" wollen. Auch jene Anleger, die ihr Einlage bereits 
im  Oktober 2009  leisteten,  konnten  mit  dem  "Trading"  durch  die 
Automatik-Software nicht sofort beginnen, sondern waren gezwungen 
zu  warten,  bis  die  Beschwerdeführerin  2  die  gepoolten  Gelder  auf 
Anweisung der C. hin dem Broker weiterleiten würde. 

Die Beschwerdeführenden machen geltend, die Entgegennahme und 
Weiterleitung der Gelder der Anleger sei ein reines Treuhandgeschäft 

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und kein Bankengeschäft. Die C. habe in indirekter Stellvertretung der 
Vereinsmitglieder  von  Börenpower  den  Treuhandvertrag  mit  der  Be-
schwerdeführerin 2 abgeschlossen. 

Wie die Vorinstanz zu Recht ausführte, besteht keine Treuhandverein-
barung  zwischen  der  Beschwerdeführerin  2,  welche  die  Gelder  auf 
ihrem  Konto  sammelte,  und  den  Anlegern.  Hingegen  wurde  eine 
Treuhandvereinbarung  zwischen  der  Beschwerdeführerin  2  und  C. 
geschlossen. Da C. an den einbezahlten Geldern nicht berechtigt war, 
konnte sie diesbezüglich indessen auch keine Vereinbarungen treffen. 
Es bestand demnach kein Treuhandgeschäft in Bezug auf die Anlage-
gelder. 

Auch bei der von den Beschwerdeführenden geltend gemachten "in-
direkten  Stellvertretung",  d.h.  wenn  der  "Vertreter"  den  Vertrag  in 
eigenem Namen, aber auf fremde Rechnung, also auf Rechnung des 
"Vertretenen"  im  Hintergrund  abschliesst,  wird  nicht  der  Vertretene, 
hier also die Anleger selber, sondern - mangels Offenlegung des Ver-
tretungsverhältnisses  -  nur  der  "Vertreter"  Vertragspartei  (vgl.  EUGEN 
BUCHER,  Schweizerisches  Obligationenrecht,  Allgemeiner  Teil,  2.  Auf-
lage, Zürich 1988, § 33, S. 598; VPB 66.10 E. 3b). Die Anleger haben 
demnach  auch  unter  dieser  Annahme  keinen Treuhandvertrag  ge-
schlossen. 

4.4 Soweit die Beschwerdeführenden eine Verletzung des Anspruchs 
auf rechtliches Gehör geltend machen, weil die Vorinstanz in der an-
gefochtenen  Verfügung  keine  klare  Abgrenzung  zwischen  der   Ent-
gegennahme  von  Geld  und  der  Entgegennahme  von  Publikumsein-
lagen im Sinne des Bankengesetzes gemacht habe, ist ihnen nicht zu 
folgen. Die Vorinstanz begründete ausreichend, inwiefern es sich bei 
den  von  der  X.  Gruppe  entgegengenommenen  Geldern  um 
Publikumseinlagen handle. Insbesondere erklärte sie auch, warum es 
sich  beim "Treuhandkonto"  der  Beschwerdeführerin  2  nicht  um eine 
Abwicklungskonto handle und warum keine Treuhandgeschäft vorliege 
(angefochtene Verfügung, Ziff. 32 ff.). 

4.5 Nach dem Gesagten liegt keine Ausnahme nach Art. 3a der BankV 
vor und es bestand auch kein Treuhandgeschäft in Bezug auf die An -
lagegelder. Somit sind die auf dem "Treuhandkonto" der Beschwerde-
führerin 2 gepoolten Gelder als Publikumseinlagen zu qualifizieren.

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Die Beschwerdeführenden handelten gewerbsmässig, da sie von über 
850 Personen Publikumseinlagen entgegen nahmen. Auch wurde auf 
der Internetseite der Beschwerdeführerin 1 dafür Werbung betrieben 
(Art. 3a Abs. 2 sowie Art. 3 Abs. 1 BankV). 

Die Beschwerdeführenden stellen sich auf den Standpunkt, wenn eine 
Gruppentätigkeit  in  der  Geschäftsabwicklung  bejaht  werde,  müsse 
konsequenterweise die Gruppe in ihrer Gesamtheit betrachtet werden. 
Mithin  müsse  auch  der  Broker,  welcher  über  alle  notwendigen 
Lizenzen für den Effekten- und Devisenhandel verfüge, als Gruppen-
mitglied einbezogen werden. Das Vorhandensein dieser Bewilligungen 
müsse demnach der gesamten Gruppe angerechnet werden.

In  ihrer  nachträglichen Eingabe  erklärten  die  Beschwerdeführenden, 
die Broker der Wahl seien entweder E. Inc. oder F. gewesen. In den 
Akten  finden  sich  Anträge  der  Beschwerdeführerin  2  zur  Eröffnung 
eines Kontos bei diesen Brokern (C 046 – C 014). Indessen wurde in 
der  Folge  weder  ein  solches  Konto  eröffnet  noch  eine  Geschäfts-
beziehung aufgenommen.

Eine zum Zeitpunkt der Entgegennahme der Publikumseinlagen nicht 
eindeutig bestimmte und noch nicht rechtsgültig in die Geschäftstätig-
keit  involvierte  Partei  kann  selbstredend  nicht  als  Gruppenmitglied 
qualifiziert  werden.  Das  entsprechende  Begehren  der  Beschwerde-
führenden ist daher abzulehnen. 

Die  X.  Gruppe  verfügte  somit  über  keine  Bewilligung  zur  gewerbs-
mässigen Entgegennahme von Publikumseinlagen,  weshalb  die  Vor-
instanz zu Recht eine Verletzung des Bankengesetzes feststellte. 

5.
Der  Beschwerdeführer  3  beantragt,  das  gegen  ihn  ausgesprochene 
Werbeverbot  und  dessen Publikation  seien aufzuheben.  Mit  der  Be-
hauptung,  es  bestehe  die  Gefahr,  dass  er  seine  angeblich  banken-
rechtswidrige Tätigkeit weiterhin im Namen einer anderen Gesellschaft 
oder  unter  Einbezug  von  Drittpersonen  als  Strohleute  weiterführen 
könnte, werde der Grundsatz des rechtlichen Gehörs massiv verletzt.  
Die  Vorinstanz  nenne  für  diese  "Gefahr"  keinen  Anhaltspunkt,  ge-
schweige denn einen Beweis.

5.1 Gegen den Beschwerdeführer wurde das Verbot ausgesprochen, 
unter jeglicher Bezeichnung selbst oder über Dritte Publikumseinlagen 

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gewerbsmässig entgegenzunehmen oder für die Entgegennahme von 
Publikumseinlagen in irgend einer Form Werbung zu betreiben. Für die 
Widerhandlung gegen das Verbot wurden ihm Konsequenzen gemäss 
Art. 48  FINMAG sowie  Art.  44  FINMAG und  Art. 46  und  49  BankG 
angedroht (Ziff. 9 und 10 der angefochtenen Verfügung). Nach Eintritt 
der  Rechtskraft  der  angefochtenen  Verfügung wird  das  Werbeverbot 
auf der Webseite der FINMA veröffentlicht (Ziff. 11 der angefochtenen 
Verfügung).

Gemäss  konstanter  Rechtsprechung  überprüft  das  Bundesver-
waltungsgericht,  ob  die  Auferlegung  eines  Tätigkeits-  und  Werbe-
verbots  im  Einzelfall  gerechtfertigt  und  verhältnismässig  war  (Ent-
scheid  des  Bundesverwaltungsgerichts  B-6837/2007  vom 
17. September 2008 E. 1.2 und 3.2). 

5.2 Der Beschwerdeführer 3 war in das Geschäft C. massgebend in-
volviert. Er war Geschäftsführer der Beschwerdeführerin 2 und mittels 
Mandatsvertrags  durch  B.  beauftragt,  die  Beschwerdeführerin  1  zu 
verwalten (p. C 097 bis  092). Der  Beschwerdeführer  nahm in dieser 
Funktion Publikumseinlagen entgegen, sammelte diese auf dem Konto 
der  Beschwerdeführerin  2  und  stellte  den  Anlegern  Eingangsbe-
stätigungen aus. Für diese Tätigkeiten bezog er ein Entgelt von EUR 
30'000.–. Des Weitern füllte  er  im Namen der  Beschwerdeführerin  1 
Formulare  für  die  Eröffnung  eines  Konto  bei  einem Broker  aus und 
liess sie durch A. unterschreiben (p. C 034 ff.; vgl. p. C 132, Antwort 
von A. auf Frage 78). 

Überdies  geht  aus  dem unveröffentlichten Urteil  des Bundesgerichts 
6P.124/2004 vom 25. Februar 2005 hervor, dass der Beschwerdeführer 
3  bereits  im Jahr  1995 Gehilfenschaft  zu  einem betrügerischen Ge-
schäft geleistet hatte, welches nur deshalb nicht als Betrug qualifiziert  
wurde,  weil  das  Tatbestandsmerkmal  der  Arglist  aufgrund  einer 
Opfermitverantwortung  nicht  erfüllt  war.  Der  Beschwerdeführer  3 
wurde aus diesem Grund in der Folge freigesprochen (vgl. auch Urteil  
6P.176/2006 vom 16. Februar 2007). Das Bundesgericht hielt hinsicht-
lich der Gehilfenschaft des Beschwerdeführers 3 fest, nach den Fest -
stellungen  der  Vorinstanz  habe  der  Umstand,  dass  die  Haupttäter 
einen  schweizerischen  Treuhänder  (den  Beschwerdeführer  3)  ein-
geschaltet  hätten,  in  dessen  Büroräumlichkeiten  die  Verträge  unter-
zeichnet  worden seien,  für  die  Anleger  einen zusätzlichen Anschein 
von  Sicherheit  und  Seriosität  bewirkt.  Damit  habe  der  Beschwerde-

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führer die Erfolgschancen des betrügerischen Geschäfts erhöht, womit 
die Voraussetzungen für die Annahme der Gehilfenschaft erfüllt seien. 
Dass der  Beschwerdeführer hier  lediglich neutrale Handlungen ohne 
deliktischen Sinnbezug bzw. ohne eine Solidarisierung mit den Haupt-
tätern begangen hätte, die ohne Weiteres auch anderweitig zugänglich 
gewesen wären, sei nicht ersichtlich (Urteil 6P.124/2004 E. 7.3).

5.3 Nachdem sich der Beschwerdeführer 3 demnach bereits zweimal 
für zweifelhafte Geschäfte im Finanzbereich zur Verfügung gestellt hat, 
sind die Befürchtungen der Vorinstanz, er könnte auch in Zukunft auf  
ähnliche Art und Weise tätig werden, nicht unberechtigt. 

Das Werbeverbot und dessen Publikation erweisen sich daher als er -
forderlich, um die Öffentlichkeit zu informieren und potentielle Anleger 
zu  schützen.  Da  der  Beschwerdeführer  keinerlei  Konsequenzen  zu 
befürchten hat, wenn er sich in Zukunft gesetzeskonform verhält, sind 
die  Anforderungen  an  die  Erteilung  eines  derartigen  Verbots  nicht 
hoch. Im Übrigen wiegen die Nachteile, welche der Beschwerdeführer 
durch  die  Veröffentlichung  zu  tragen  hat  (Rufschädigung),  weniger 
schwer als das Interesse der potentiellen Anleger und der Öffentlich-
keit.

Die  in  den  Ziffern  9  bis  11  der  angefochtenen  Verfügung  aus-
gesprochenen Massnahme erweisen sich daher als verhältnismässig. 

5.4 Der Beschwerdeführer 3 sieht eine Verletzung seines Anspruchs 
auf rechtliches Gehör darin, dass die Vorinstanz keinen Anhaltspunkt, 
geschweige denn einen Beweis genannt habe für die angebliche Ge-
fahr  einer  Weiterführung  bzw. Wiederaufnahme  einer  bankenrechts-
widrigen Tätigkeit. 

Die Vorinstanz begründete das Werbeverbot und dessen Publikation in 
der angefochtenen Verfügung nur rudimentär. Indessen finden sich in 
der  Vernehmlassung  vom  21. Mai 2010  und  in  der  Duplik  vom 
16. August 2010 eingehende Begründungen für  die verhängte  Mass-
nahme. Darin geht die Vorinstanz insbesondere auf deren Verhältnis-
mässigkeit  ein  sowie  -  unter  Bezugnahme  auf  die  oben  (E.  5.2) 
zitierten  Urteile  des  Bundesgerichts  -  auf  die  bestehende  "Wieder -
holungsgefahr". 

Ein Mangel  in  der Begründung wird als  behoben erachtet,  wenn die 
Rechtsmittelbehörde eine hinreichende Begründung liefert oder wenn 

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die  unterinstanzliche  Behörde  anlässlich  der  Anfechtung  ihres  Ent-
scheides eine genügende Begründung nachschiebt,  etwa in der Ver-
nehmlassung  (Urteile  des BVGer  A-1737/2006 vom 22. August 2007 
E. 2.2 sowie B-199/2009 vom 20. Oktober 2009 E. 3.3).

Falls  bezüglich  der  Begründung  des  Werbeverbotes  eine 
Gehörsverletzung statt gefunden hätte, wäre sie demnach im Rahmen 
des  vorliegenden  Beschwerdeverfahrens  vor  dem  Bundesver-
waltungsgericht als geheilt zu betrachten.

6.
Schliesslich beantragen die Beschwerdeführenden die Aufhebung der 
Ziffern 13, 14 und 15 der angefochtenen Verfügung (Auferlegung der 
Verfahrens-  und  Untersuchungskosten). Zur  Begründung  bringen  sie 
vor,  sie  hätten  keine  aufsichtsrechtlich  relevanten  Tätigkeiten  aus-
geübt,  weshalb  die  Vorinstanz  für  ein  Einschreiten  nicht  zuständig 
gewesen sei.  

6.1 Da die Vorinstanz allgemein über die Einhaltung der gesetzlichen 
Vorschriften im Bereich des Finanzmarktes zu wachen hat (vgl. Art. 1  
und 6 Abs. 1 FINMAG), ist ihre Aufsicht nicht auf die ihr bereits unter -
stellten  Betriebe  (insbesondere  Banken  und  diesen  gleichgestellte 
Unternehmen) beschränkt. Zu ihrem Aufgabenbereich gehört  ebenso 
die Abklärung der in Frage stehenden banken- bzw. finanzmarktrecht-
lichen  Bewilligungs-  und  Genehmigungspflichten  einer  Gesellschaft 
oder Person (vgl. Art. 1 und Art. 3 ff. BankG). Praxisgemäss kann sie 
daher  die  in  den  Gesetzen  vorgesehenen  Mittel  auch  gegenüber 
Instituten  bzw.  Personen  einsetzen,  deren  Unterstellungs-  oder  Be-
willigungspflicht  umstritten  ist  (BGE 132 II  382   E. 4.1). Liegen hin-
reichend  konkrete  Anhaltspunkte  dafür  vor,  dass  eine  bewilligungs-
pflichtige  Geschäftstätigkeit  ausgeübt  werden  könnte,  ist  die  Vor-
instanz von Gesetzes wegen befugt und verpflichtet, die zur Abklärung 
erforderlichen Informationen einzuholen und die nötigen Anordnungen 
zu treffen. Insbesondere kann die FINMA eine unabhängige und fach-
kundige  Person  damit  beauftragen,  bei  einer  oder  einem  Beauf-
sichtigten einen aufsichtsrechtlich relevanten Sachverhalt  abzuklären 
oder  von  ihr  angeordnete  aufsichtsrechtliche  Massnahmen  umzu-
setzen  (Untersuchungsbeauftragte  oder  Untersuchungsbeauftragter; 
Art. 36 Abs. 1 FINMAG).

Wie  oben  festgestellt,  haben  die  Beschwerdeführenden  unbewilligt 
Publikumseinlagen  entgegen  genommen. Die  Zuständigkeit  der  Vor-

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instanz  zur  Einleitung  eines  Verfahrens  und  zur  Einsetzung  eines 
Untersuchungsbeauftragten war demnach ohne Weiteres gegeben. Die 
Kosten  des  Untersuchungsbeauftragten  haben  gemäss  gesetzlicher 
Vorschrift die Beaufsichtigten zu tragen (Art. 36 Abs. 4 FINMAG).

6.2 Die Beschwerdeführenden rügen nicht, die ihnen auferlegten Ver-
fahrens-  oder  Untersuchungskosten  seien  zu  hoch.  Auch  für  das 
Bundesverwaltungsgericht  sind  keine  Anhaltspunkte  ersichtlich, 
wonach die Vorinstanz durch die Auferlegung der Kosten an die Be-
schwerdeführenden oder die Festsetzung der Höhe (Verfahrenskosten 
von  Fr. 15'000.–,  Untersuchungskosten  von  Fr. 27'008.30)  Bundes-
recht verletzt hätte. 

7.
Die Beschwerde erweist sich demnach in allen Teilen als unbegründet, 
weshalb sie vollumfänglich abzuweisen ist.

8.
Bei diesem Verfahrensausgang haben die Beschwerdeführenden nach 
Art. 63 Abs. 1 VwVG die Verfahrenskosten zu tragen und es wird ihnen 
gemäss Art. 64 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 7 Abs. 1 des Reglements vom 
21. Februar 2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem 
Bundesverwaltungsgericht  (VGKE,  SR 173.320.2)  keine  Parteient-
schädigung  ausgerichtet.  Die  Verfahrenskosten  werden  im  Rahmen 
von  Art. 4  VGKE  und  unter  Berücksichtigung  der  durch  die  Be-
schwerdeführenden  veranlassten  Zwischenverfügung  vom 
26. Mai 2010  auf  Fr. 2'000.– für  die  Beschwerdeführerin  2  und 
Fr. 2'000.– für  den  Beschwerdeführer  3,  somit  gesamthaft  auf 
Fr. 4'000.–,  festgelegt.  Die  Verfahrenskosten  werden  mit  den  ge-
leisteten Kostenvorschüssen in der Höhe von je Fr. 2'000.– (insgesamt 
Fr. 4'000.–) verrechnet. 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Auf die Beschwerde der Beschwerdeführerin 1 wird nicht eingetreten. 

2.
Die  Beschwerden  der  Beschwerdeführerin  2  und  des  Beschwerde-
führers 3 werden abgewiesen.

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3.
Der  Beschwerdeführerin  1  werden  Verfahrenskosten  von  Fr.  250.– 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert  30 Tagen nach Eintritt  der Rechts-
kraft  des  vorliegenden  Urteils  zu  Gunsten  der  Gerichtskasse  zu 
überweisen.  Die  Zustellung  des  Einzahlungsscheins  erfolgt  mit 
separater Post.

4.
Der Beschwerdeführerin 2 und dem Beschwerdeführer 3 werden  Ver-
fahrenskosten von je Fr. 2'000.–, insgesamt Fr. 4'000.–, auferlegt. Sie 
werden nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils mit den 
geleisteten Kostenvorschüssen von je Fr. 2'000.– verrechnet. 

5.
Es wird keine Parteientschädigung ausgerichtet. 

6.
Dieses Urteil geht an: 

- die Beschwerdeführenden (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Gerichtsurkunde)

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Frank Seethaler Marion Spori Fedail

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Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  1000  Lausanne  14,  Beschwerde  in  öffentlich-
rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 
des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). 
Die  Rechtsschrift  ist  in  einer  Amtssprache  abzufassen  und  hat  die 
Begehren,  deren  Begründung  mit  Angabe  der  Beweismittel  und  die 
Unterschrift  zu  enthalten.  Der  angefochtene  Entscheid  und  die  Be-
weismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen 
hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand: 28. Oktober 2010

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