# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8e101d1d-1af7-5906-97eb-462ff7ea6004
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-03-26
**Language:** de
**Title:** Schwyz Kantonsgericht Strafkammer 26.03.2024 STK 2022 42
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Gerichte/SZ_KG_003_STK-2022-42_2024-03-26.pdf

## Full Text

Kantonsgericht Schwyz

Urteil vom 26. März 2024
STK 2022 42

Mitwirkend Kantonsgerichtspräsident Reto Heizmann,
Kantonsrichter Walter Züger, Reto Fedrizzi,
Bettina Krienbühl und Stephan Zurfluh,
Gerichtsschreiber Noah Thurnherr.

In Sachen Staatsanwaltschaft, 3. Abteilung, Postfach 128, Bahnhofstrasse 4, 
8832 Wollerau,
Anklagebehörde und Berufungsführerin,
vertreten durch Staatsanwalt A.________,

gegen

B.________,
Beschuldigter und Berufungsgegner,
amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt C.________,

betreffend Betrug, Urkundenfälschung und aCovid-19-SBüV
(Berufung gegen das Urteil des Einzelrichters am Strafgericht vom 
12. Mai 2022, SEO 2021 9);-

hat die Strafkammer,

Kantonsgericht Schwyz 2

nachdem sich ergeben:

A. Die Anklagebehörde erliess am 2. September 2021 einen Strafbefehl 
gegen den Beschuldigten wegen Betrugs im Sinne von Art. 146 Abs. 1 StGB 
und Urkundenfälschung im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 Abs. 1 und Abs. 2 StGB 
(U-act. 15.1.001). Dagegen erhob der Beschuldigte am 10. September 2021 
Einsprache (U-act. 15.1.003). Mit berichtigtem Strafbefehl vom 
8. November 2021 (Anhang zu Vi-act. 1) sprach die Anklagebehörde den Be-
schuldigten schuldig des Betrugs im Sinne von Art. 146 Abs. 1 StGB und der 
Urkundenfälschung im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 Abs. 1 und Abs. 2 StGB. Sie 
bestrafte ihn mit einer Geldstrafe von 70 Tagessätzen zu Fr. 160.00, bedingt 
vollziehbar bei einer Probezeit von zwei Jahren und einer Busse von 
Fr. 2’800.00. Dem Beschuldigten wird folgender Sachverhalt zur Last gelegt:

Einleitung
Die D.________ GmbH (nachfolgend: Kreditnehmerin) wurde am 
________ (SHAB-Dat.) mit Domizil an der E.________strasse xx mit 
einem Stammkapital von CHF 20’000.00 ins Handelsregister des 
Kantons Zürich eingetragen. Per ________ erfolgte die Sitzverlegung 
nach F.________ (Domiziladresse seit 08.08.2016: G.________strasse 
yy). B.________ (nachfolgend: Beschuldigter) ist seit Gründung der 
Kreditnehmerin einziger geschäftsführender Gesellschafter mit Einzelun-
terschrift.

Irreführung sowie Urkundenqualität und inhaltliche Falschheit der Urkun-
de
Der Beschuldigte füllte an der Domiziladresse der Kreditnehmerin das 
Formular “COVID-19-KREDIT (Kreditvereinbarung)” für einen zinslosen 
Kredit mit Bundesdeckung mit einer Laufzeit von fünf Jahren gemäss 
Art. 3 und Art. 13 Abs. 1 und Abs. 3 Bst. a der COVID-19-Solidarbürg-
schaftsverordnung für die Kreditnehmerin aus, versah es mit der Ortsan-
gabe “H.________” und dem Datum “26.03.2020”, unterschrieb es als 
Organ der Kreditnehmerin und liess es der Kreditgeberin I.________ 
(Bank I) (nachfolgend: Bank) zukommen, wo es am 26.03.2020 einging. 
Die Kreditvereinbarung enthielt folgende Angaben:

- Geschätzte Nettolohnsumme für ein Geschäftsjahr: CHF 175’000.00;
- Geschätzter Umsatzerlös= 3 x angegebene Nettolohnsumme; 

min. CHF 100’000.00; max. CHF 500’000.00: CHF 500’000.00.
- Kreditbetrag: Maximalbetrag CHF 50’000.00; 10% des 

Umsatzerlöses oder geschätzten Umsatzerlöses, max. CHF 500’000.

Kantonsgericht Schwyz 3

- Beantragter Kreditbetrag: CHF 50’000.00.
- Die Kreditnehmerin hat noch keinen Kredit nach der COVID-19-

Solidarbürgschaftsverordnung erhalten.
- Die Kreditnehmerin hat keine anderen hängigen Anträge für nach der 

COVID-19-Solidarbürgschaftsverordnung verbürgte Kredite.
- Die Kreditnehmerin sichert zu, dass sie zum Zeitpunkt der Antragstel-

lung nicht bereits Liquiditätssicherungen gestützt auf andere no-
trechtrechtlichen Regelungen des Bundes in den Bereichen Sport 
und Kultur erhalten hat.

- Die Kreditnehmerin wurde vor dem 01.03.2020 gegründet.
- Zum Zeitpunkt der Einreichung dieser Kreditvereinbarung befindet 

sich die Kreditnehmerin nicht in einem Konkurs- oder Nachlassver-
fahren oder in Liquidation.

- Die Kreditnehmerin ist aufgrund der COVID-19-Pandemie namentlich 
hinsichtlich ihres Umsatzes wirtschaftlich erheblich beeinträchtigt.

- Die Kreditnehmerin wird den unter dieser Kreditvereinbarung gewähr-
ten Kreditbetrag ausschliesslich zur Sicherung ihrer laufenden Liqui-
ditätsbedürfnisse verwenden. Nicht zulässig sind insbesondere: neue 
Investitionen ins Anlagevermögen, die nicht Ersatzinvestitionen sind; 
während der Dauer der Solidarbürgschaft Dividenden oder 
Tantiemen auszuschütten und Kapitaleinlagen zurückzuerstatten; 
Aktivdarlehen zu gewähren; Privat- und Aktionärsdarlehen zu 
refinanzieren; Gruppendarlehen zurückzuführen; oder die Kreditmittel 
an eine mit dem Gesuchsteller oder der Gesuchstellerin direkt oder 
indirekt verbundene ausländische Gruppengesellschaft zu übertra-
gen. Zulässig ist die Refinanzierung von seit dem 23. März 2020 auf-
gelaufenen Kontoüberzügen bei derjenigen Bank, die nach dieser 
Verordnung verbürgte Kredite gewährt.

- Alle Angaben zum Umsatzerlös des Unternehmens basieren auf dem 
Einzelabschluss (keine Konzernbetrachtung).

- Die Kreditnehmerin bestätigt, dass alle Angaben vollständig sind und 
der Wahrheit entsprechen.

- Der Kreditnehmerin ist bekannt, dass sie durch unrichtige oder un-
vollständige Angaben wegen Betrugs (Art. 146 Strafgesetzbuch), 
Urkundenfälschung (Art. 251 Strafgesetzbuch) etc. strafrechtlich zur 
Verantwortung gezogen werden und mit Freiheitsstrafe bis zu fünf 
Jahren oder Geldstrafe bestraft werden kann. Zudem wird mit Busse 
bis 100 000 Franken bestraft, wer vorsätzlich mit falschen Angaben 
einen Kredit nach der COVID-19-Solidarbürgschaftsverordnung er-
wirkt oder die Kreditmittel nicht zur Sicherung der oben erwähnten 
Liquiditätsbedürfnisse verwendet.

Der Kreditantrag war bestimmt und geeignet, diese für die Gewährung 
des Kredits und der Solidarbürgschaft wesentlichen Tatsachen zu bewei-
sen. Art. 3 Abs. 3 der COVID-19-Solidarbürgschaftsverordnung be-
schreibt die Bedeutung dieses Dokumentes wie folgt:

“Kredite nach Absatz 1, zuzüglich eines Jahreszinses gemäss 
Artikel 13, gelten ohne Weiteres als von der Bürgschaftsorganisa-

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tion verbürgt, wenn die kreditgebende Bank die vom Gesuchsteller  
oder der Gesuchstellerin unterzeichnete Kreditvereinbarung 
gemäss Anhang 2 erhalten hat und die Kreditvereinbarung an die 
von den Bürgschaftsorganisationen bezeichnete Zentralstelle ver-
sandt oder den entsprechenden Kreditbetrag dem Kunden oder 
der Kundin freigegeben hat.”

Art. 11 Abs. 2 der COVID-19-Solidarbürgschaftsverordnung statuiert eine 
Wahrheitspflicht in Bezug auf den Inhalt dieses Dokumentes:

“Der Gesuchsteller oder die Gesuchstellerin bestätigt schriftlich 
oder in einer Form, die den Nachweis durch Text ermöglicht, dass 
alle Angaben im eingereichten Gesuchformular vollständig und 
wahr sind.”

Durch diese Verordnungsbestimmungen bestand eine objektive Garantie 
für die inhaltliche Richtigkeit der Angaben in der Kreditvereinbarung.

Die Kreditvereinbarung enthielt die folgenden falschen Angaben, was der 
Beschuldigte wusste und wollte oder zumindest ernsthaft für möglich hielt 
und in Kauf nahm:

Der Beschuldigte füllte auf dem Antragsformular den Block 2 aus, wel-
cher gemäss Angaben auf dem Antragsformular nur dann auszufüllen 
war, falls keine Angaben zu Block 1 vorhanden waren (“nur falls keine 
Angaben zu Block 1 “). Block 1 war auszufüllen bei Vorliegen des “defini-
tiven Umsatzerlöses 2019, wenn nicht vorhanden: provisorischer Umsat-
zerlös 2019, wenn auch nicht vorhanden: Umsatzerlös 2018”. Im Block 2 
war die geschätzte Nettolohnsumme für ein Geschäftsjahr anzugeben, 
welche sodann multipliziert mit 3 den geschätzten Umsatzerlös von max. 
CHF 500’000.00 ergab. Block 2 war für Kredite bis CHF 50’000.00 für 
sehr junge Unternehmen vorgesehen, die im Zeitpunkt der Antragsstel-
lung über keine Erfahrungszahlen verfügten. Die Kreditnehmerin hinge-
gen verfügte im Zeitpunkt der Antragsstellung über entsprechende Erfah-
rungszahlen. Gemäss ihren nicht revidierten Erfolgsrechnungen erwirt-
schaftete die Kreditnehmerin folgende Umsatzerlöse, d.h. Erträge aus 
operativer Tätigkeit (Nettoerlös aus Lieferungen und Leistungen): 2018: 
CHF 244’172.00; 2019: CHF 192’159.00. Selbst wenn die Jahresab-
schlüsse für die Geschäftsjahre 2018 und 2019 im Zeitpunkt der Antrags-
stellung noch nicht erstellt waren, führte der Beschuldigte die Buchhal-
tung der Kreditnehmerin mittels einer cloudbasierten IT-Plattform selber, 
weshalb er diese zwecks Überprüfung des Umsatzerlöses 2018 und 
2019 ohne weiteres hätte heranziehen können und müssen. Dabei hätte 
der Beschuldigte insbesondere anhand der Summe aller Gutschriften auf 
den beiden Geschäftskonten (IBAN: vv sowie ww) den Umsatzerlös der 
Kreditnehmerin für die Geschäftsjahre 2018 sowie 2019 ohne weiteres 
ermitteln können (Umsatzerlös = Summe aller Gutschriften aller Konten, 
abzüglich interne Überträge von anderen Konten/Kassenbüchern, abzüg-
lich (grössere) nicht operative Gutschriften, namentlich Darlehen, Versi-

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cherungsleistungen, u. dergl.). Der Umsatzerlös der höheren der beiden 
Kennzahlen der Jahre 2018/2019 indizierte dabei einen maximalen Kre-
ditbetrag von CHF 24’417.20. Durch das Ausfüllen von Block 2 statt 
Block 1 – entgegen der klaren Anweisungen auf dem Antragsformular – 
täuschte der Beschuldigte konkludent vor, dass die Kreditnehmerin im 
Zeitpunkt der Antragsstellung über keine Erfahrungszahlen bezüglich 
Umsatzerlöse 2018 und 2019 verfügte und die Kreditnehmerin somit die 
Voraussetzungen für eine Schätzung des Umsatzerlöses gemäss Block 2 
anhand der geschätzten Nettolohnsumme für ein Geschäftsjahr erfülle. 
Damit täuschte der Beschuldigte vor, die Kreditnehmerin erfülle die Vor-
aussetzungen für einen Kredit nach der COVID-19-
Solidarbürgschaftsverordnung gemäss Block 2 und folglich in einem um 
CHF 25’582.80 höherem Betrag als bei korrekter Angabe des Umsatzer-
löses 2018 im Block 1.

Ferner war auch die vom Beschuldigten im Block 2 angegebene ge-
schätzte Nettolohnsumme von CHF 175’000.00, welche sodann mit 
3 multipliziert wurde, falsch. Die Nettolohnsumme der Kreditnehmerin be-
trug in den Geschäftsjahren 2018: CHF 75’968.00; 2019: CHF 61’024.00. 
In den Monaten Januar und Februar 2020 zahlte die Kreditnehmerin 
ihren Angestellten Lohn von total CHF 12’571.40 aus (Beschuldigter: 
57’000.00 / 6 = 9’500.00 + J.________: 32’250.00 / 10,5 = 3’071.40). 
Allfälligen saisonalen Schwankungen hätte der Beschuldigte dadurch 
Rechnung tragen können, dass er die auf vorgenannten Erfahrungswer-
ten für die künftigen Monate März bis Dezember 2020 hochgerechneten 
Löhne mit einem Faktor von 1,2 (20%) gewichtet hätte. Auf dieser Grund-
lage liess sich die Nettolohnsumme für das laufende Jahr 2020 auf 
höchstens CHF 88’000.00 schätzen. Entsprechend war auch die vom 
Beschuldigten im Kreditantrag im Block 2 angegebene geschätzte Netto-
lohnsumme falsch und führte in der Folge zu einem geschätzten Umsat-
zerlös, der um CHF 236’000.00 höher war als gemäss einer richtigen 
Schätzung. Der korrekt geschätzte Umsatzerlös indizierte indes einen 
maximalen Kreditbetrag von CHF 26’400.00. Durch die falschen Angaben 
im Block 2 täuschte der Beschuldigte somit auch vor, die Voraussetzun-
gen für einen Kredit nach der COVID-19-Solidarbürgschaftsverordnung in 
einem um CHF 23’600.00 höheren Betrag zu erfüllen.

Arglist
Der Beschuldigte sah voraus, dass das Personal der Bank und der Bürg-
schaftsorganisation die Überprüfung der falschen Angaben unterlassen 
würde. Diese Prognose des Beschuldigten beruhte auf den klaren Rege-
lungen der COVID-19-Solidarbürgschaftsverordnung und der Kreditver-
einbarung: Art. 3 Abs. 1 dieser Verordnung schreibt vor, dass die Bürg-
schaftsorganisationen auf blosse Tatsachenerklärung der Kreditnehmer 
“formlos eine einmalige Solidarbürgschaft für Bankkredite in der Höhe bis 
zu 500 000 Franken” gewähren. Art. 3 Abs. 3 der Verordnung legt fest, 
dass Kredite nach Absatz 1, zuzüglich eines Jahreszinses gemäss Artikel 
13, ohne weiteres als von der Bürgschaftsorganisation verbürgt gelten, 
wenn die kreditgebende Bank die vom Gesuchsteller oder der Gesuch-

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stellerin unterzeichnete Kreditvereinbarung gemäss Anhang 2 erhalten 
hat und die Kreditvereinbarung an die von den Bürgschaftsorganisatio-
nen bezeichnete Zentralstelle versandt oder den entsprechenden Kredit-
betrag dem Kunden oder der Kundin freigegeben hat. Art. 11 Abs. 2 der 
Verordnung unterstellt den Gesuchsteller in Bezug auf die Angaben in 
der Kreditvereinbarung einer qualifizierten Wahrheitspflicht, um eine 
Grundlage für ein erhöhtes Vertrauen des Personals der Bank und der 
Bürgschaftsorganisation zu schaffen. Art. 11 Abs. 3 der Verordnung ver-
pflichtet die Bürgschaftsorganisationen, die Gesuche für Solidarbürg-
schaften auf Vollständigkeit und auf formelle Korrektheit zu überprüfen, 
entlastet sie jedoch durch qualifiziertes Schweigen von der Überprüfung 
der inhaltlichen Richtigkeit.

Irrtum
Das Personal der Bank und der Bürgschaftsorganisation verliess sich 
entsprechend der COVID-19-Solidarbürgschaftsverordnung und den dort 
enthaltenen objektiven Garantien für die Richtigkeit der schriftlichen Er-
klärungen der Gesuchstellerinnen und Gesuchsteller darauf, dass die 
Angaben des Beschuldigten in der Kreditvereinbarung korrekt waren, und 
verfiel entsprechend dem vom Beschuldigten wissentlich und willentlich 
herbeigeführten Irrtum.

Vermögensdisposition
Die Bank schrieb am 27.03.2020 den Kreditbetrag von CHF 50’000.00 
dem Konto IBAN vv der Kreditnehmerin gut, wofür sie durch die Schwei-
zerische Nationalbank gemäss Art. 20 der COVID-19-
Solidarbürgschaftsverordnung refinanziert wurde.

Durch diese Freigabe des Kreditbetrages gestützt auf die vom Beschul-
digten unterzeichnete Kreditvereinbarung wurde der Kredit gemäss 
Art. 3 Abs. 3 der Verordnung durch die Bürgschaftsorganisation verbürgt. 
Dies hatte zur Folge, dass dieser Bürgschaftsbetrag und die Verwal-
tungskosten der Bürgschaftsorganisation ebenfalls unter die hundertpro-
zentige Deckungsgarantie des Bundes gemäss Art. 8 der Verordnung 
fielen.

Schaden
Die Vermögensdisposition belastete das Vermögen des Bundes, d.h. der 
Schweizerischen Eidgenossenschaft. Denn der durch die COVID-19-
Solidarbürgschaftsverordnung geschaffene Automatismus verknüpft den 
ausgezahlten Kreditbetrag, dessen Refinanzierung durch die National-
bank (SNB), die Solidarbürgschaft der Bürgschaftsorganisationen und die 
Deckungsgarantie des Bundes zu einer untrennbaren Einheit, die insge-
samt den Vermögenswert des Bundes bildet, den die Kreditnehmerin ab-
sichtsgemäss zu ihrer unrechtmässigen Bereicherung erhalten hat.

Der Bund muss der mit der Deckungsgarantie für die Solidarbürgschaft 
einhergehenden Gefährdung seines Vermögens durch Rückstellungen 
Rechnung tragen. Zur Übernahme dieses Risikos war der Bund nur be-

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reit, um seinen durch die COVID-19-Solidarbürgschaftsverordnung be-
stimmten Beitrag zur Linderung der durch die COVID-19-Pandemie ver-
ursachten wirtschaftlichen Not zu leisten. Da die Voraussetzungen im 
Teilbetrag von CHF 25’582.80, zumindest aber im Teilbetrag von 
CHF 23’600.00, nicht erfüllt waren, gereichte dem Bund die Gewährung 
dieser Deckungsgarantie zum Schaden, was der Beschuldigte wusste 
und wollte oder zumindest ernsthaft für möglich hielt und in Kauf nahm.

Absicht unrechtmässiger Bereicherung, Täuschungs- sowie Vorteilsab-
sicht
Der Beschuldigte machte die falschen Angaben, da er für die Kreditneh-
merin einen zinsfreien, fünfjährigen Kredit mit Bundesdeckung gemäss 
Art. 3 und Art. 13 Abs. 1 und Abs. 3 Bst. a der COVID-19-
Solidarbürgschaftsverordnung im Betrag von CHF 50’000.00 erlangen 
wollte und er wusste, dass er mit den wahren Angaben diesen Kredit nur 
im Betrag von CHF 24’418.20, maximal aber im Betrag von 
CHF 26’400.00, erhalten hätte, da die Kreditnehmerin die Bedingungen 
der COVID-19-Solidarbürgschaftsverordnung nicht für den ganzen bean-
tragten Kreditbetrag erfüllte. Der Beschuldigte beabsichtigte, mit der in-
haltlich falsch ausgefüllten Kreditvereinbarung der Bank zu deren Scha-
den und zum Schaden des Bundes vorzuspiegeln, die Kreditnehmerin er-
fülle die Voraussetzungen.

Die Anklagebehörde überwies diesen berichtigten Strafbefehl am 26. Novem-
ber 2021 dem Strafgericht als Anklageschrift zur Beurteilung 
(Vi-act. 1). An der Hauptverhandlung vom 12. Mai 2022 wurde der Beschuldig-
te zu seiner Person und zur Sache befragt. Der Beschuldigte beantragte, er 
sei von den Vorwürfen des Betrugs und der Urkundenfälschung freizuspre-
chen und es sei ihm eine Parteientschädigung zu entrichten (Vi-act. 20). Mit 
Urteil vom 12. Mai 2022 erkannte der Einzelrichter des Strafgerichts Folgen-
des (Vi-act. 22, 31):

1. B.________ wird der vorsätzlichen Übertretung von Art. 23 aCovid-
19-SBüV schuldig gesprochen, begangen am 26. März 2020.

2. B.________ wird mit einer Busse von Fr. 3’000.-- bestraft.

3. Die Busse ist zu bezahlen. Bei schuldhaftem Nichtbezahlen der 
Busse tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 30 Tagen.

4. Die Kosten des Verfahrens, bestehend aus:
den Untersuchungs- und Anklagekosten Fr. 2’210.00
den Gerichtskosten (inkl. Gerichtsgebühr) Fr. 2’542.00
Total Fr. 4’752.00

Kantonsgericht Schwyz 8

werden B.________ auferlegt.

5. B.________ wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

6.-7. [Zustellung und Rechtsmittel]

B. Die Anklagebehörde meldete am 18. Mai 2022 die Berufung an 
(KG-act. 2) und stellte mit Berufungserklärung vom 10. August 2022 folgende 
Anträge (KG-act. 3):

1. In Aufhebung von Dispositiv-Ziffer 1 des angefochtenen Urteils sei 
B.________ schuldig zu sprechen des Betrugs im Sinne von 
Art. 146 Abs. 1 StGB sowie der Urkundenfälschung im Sinne von 
Art. 251 Ziff. 1 Abs. 1 und 2 StGB.

2. In Aufhebung von Dispositiv-Ziffern 2 und 3 des angefochtenen 
Urteils sei B.________ zu bestrafen mit einer Geldstrafe von 
70 Tagessätzen zu CHF 160.00, total CHF 11’200.00, und einer 
Busse von CHF 2’800.00. Der Vollzug der Geldstrafe sei aufzu-
schieben und die Probezeit auf zwei Jahre festzusetzen. Die 
Busse sei zu bezahlen und die Ersatzfreiheitsstrafe bei schuldhaf-
tem Nichtbezahlen der Busse auf 18 Tage festzulegen.

3. Unter Kostenfolge für das Berufungsverfahren zulasten des Be-
schuldigten.

Die Verfahrensleitung der Strafkammer des Kantonsgerichts ordnete am 
24. Oktober 2022 das schriftliche Verfahren an und setzte der Berufungsführe-
rin eine Frist zur Einreichung der Berufungsbegründung (KG-act. 6).

Am 26. Oktober 2022 reichte der Beschuldigte unaufgefordert eine Eingabe 
mit Beilagen ein (KG-act. 7).

Die Anklagebehörde hielt mit der Berufungsbegründung vom 
11. November 2022 an ihren Anträgen fest (KG-act. 9).

Kantonsgericht Schwyz 9

Mit Berufungsantwort vom 2. September 2022 beantragte der Beschuldigte 
sinngemäss, er sei von Schuld und Strafe freizusprechen, unter Kosten- und 
Entschädigungsfolge zu Lasten des Staates (KG-act. 11, 13).

Am 25. Juli 2023 wurde dem Beschuldigten im Hinblick auf die nun vorgese-
hene mündliche Berufungsverhandlung ein amtlicher Verteidiger bestellt 
(KG-act. 25).

An der Berufungsverhandlung vom 26. März 2024 hielt die Anklagebehörde 
an ihren Anträgen fest (KG-act. 35/1). Der Beschuldigte beantragte die vollum-
fängliche Abweisung der Berufung und die Bestätigung des erstinstanzlichen 
Urteils, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Staates 
(KG-act. 35/2). Abgesehen von allgemeinen Ausführungen verweigerte der 
Beschuldigte seine Aussagen (KG-act. 35, S. 5 ff.).

und in Erwägung:

1. Des Betrugs macht sich schuldig, wer in der Absicht, sich oder eine an-
dere Person unrechtmässig zu bereichern, jemanden durch Vorspiegelung 
oder Unterdrückung von Tatsachen arglistig irreführt oder eine Person in ei-
nem Irrtum arglistig bestärkt und so die irrende Person zu einem Verhalten 
bestimmt, wodurch diese sich selbst oder eine andere Person am Vermögen 
schädigt (Art. 146 Abs. 1 StGB).

a) Der Beschuldigte unterzeichnete am 26. März 2020 als einziger Gesell-
schafter und Geschäftsführer der D.________ GmbH (U-act. 8.1.003, Beilage 
12) das Formular COVID-19-Kredit (Kreditvereinbarung; U-act. 8.1.003). Er 
sagte aus, das Formular ausgefüllt und der I.________ (Bank I) zukommen 
lassen zu haben (U-act. 10.1.001, Fragen 9-11). In Ziffer 3 des Formulars be-

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treffend den Kreditbetrag füllte er den Block 2 mit einer Nettolohnsumme von 
Fr. 175’000.00 und einem geschätzten Umsatzerlös von Fr. 500’000.00 aus, 
was zu einem beantragten Kreditbetrag von Fr. 50’000.00 führte. Die 
D.________ GmbH erzielte indessen im Jahr 2018 einen Lohnaufwand von 
Fr. 75’968.41 und einen Gesamtertrag von Fr. 244’129.71 
(U-act. 8.1.003, Beilage 6) sowie im Jahr 2019 einen Lohnaufwand von 
Fr. 55’025.00 und einen Gesamtertrag von Fr. 195’682.95 
(U-act. 8.1.003, Beilage 8). Mit den falschen Angaben auf dem Kreditantrag 
täuschte der Beschuldigte die kreditgebende Bank über die Voraussetzungen 
für den Kreditbetrag. Die I.________ (Bank I) (Kreditgeberin) bestätigte den 
COVID-19-Kredit mit Schreiben vom 28. März 2020 (U-act. 8.1.003, Beilage 
11) und der Betrag von Fr. 50’000.00 wurde der D.________ GmbH gutge-
schrieben (U-act. 8.1.004 f.). Damit war die erforderliche Vermögensdispositi-
on erfolgt. Umstritten ist zunächst das Tatbestandsmerkmal der Arglist.

b) Die Vorinstanz erwog zur Arglist, der Beschuldigte habe auf dem Kredit-
formular den Block 2 ausgefüllt, der für Gesellschaften mit einer Aufnahme der 
Geschäftstätigkeit per 1. Januar 2020 oder später konzipiert worden sei. Dass 
es sich beim Unternehmen des Beschuldigten mitnichten um ein Startup 
handle, liege in Nachachtung der Gesellschaftsgründung vom ________ auf 
der Hand und sei der Hausbank bekannt gewesen. Eine kreditgebende Bank 
habe die Kreditgewährung zu verweigern, wenn der Antrag nicht vollständig 
ausgefüllt worden sei oder Missbrauch vermuten lasse bzw. Auffälligkeiten 
aufweise. Die Erläuterungen zur Covid-19-SBüV sprächen von einem summa-
rischen Prüfverfahren. In der Botschaft zum Bundesgesetz über Kredite infol-
ge des Coronavirus sei von einer Prüfung der formellen Voraussetzungen die 
Rede. Eine branchenübliche Kreditprüfung sei nicht erforderlich gewesen, 
gleichwohl habe die Kreditvergabe nicht gänzlich ohne Überprüfung der An-
gaben erfolgen dürfen. Der kreditgebenden Bank hätte in ihrer Eigenschaft als 
Hausbank auf den ersten Blick auffallen müssen, dass ein Kredit gestützt auf 
den ausgefüllten Block 2 nicht gewährt werden dürfe, weil es sich bei der 

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D.________ GmbH nicht um ein Startup gehandelt habe. In dubio pro reo sei 
davon auszugehen, dass aus leichtfertigen Gründen keine Beanstandung er-
folgt sei, weshalb das Verhalten des Beschuldigten nicht als arglistig bezeich-
net werden könne. Nachdem der Beschuldigte den Kreditantrag über seine 
Hausbank eingereicht habe, könne von einer die Arglist begründenden 
Raffinesse oder Durchtriebenheit nicht die Rede sein (angef. Urteil, E. II.4).

Die Anklagebehörde macht insbesondere geltend, die Covid-Kredite würden 
eine schnelle und unbürokratische Hilfe in einer Notsituation darstellen. Die 
Vergabe sei gestützt auf die Selbstdeklaration der gesuchstellenden Unter-
nehmen weitestgehend ohne Prüfung der Voraussetzungen oder der Verwen-
dungsabsicht erfolgt. Es habe eine Soforthilfe in einer absoluten Notsituation 
geschaffen werden sollen, die lediglich kurzfristig eine standardisierte Kredit-
vergabe erlaubt habe. Dies sei nur durch Entgegenbringung eines besonderen 
Vertrauens gegenüber den Kreditnehmern möglich gewesen. Demzufolge sei 
auch allen klar gewesen bzw. hätte allen unabhängig von der tatsächlichen 
Kenntnis der Verordnungsbestimmungen oder dem Wissen über die Anzahl 
eingehender Kreditanträge klar sein müssen, dass die Angaben auf den An-
tragsformularen so gut wie nicht überprüft würden. Damit, dass bei einer 
Grossbank eine sehr grosse Anzahl Kreditanträge eingehe, sei ohne Weiteres 
zu rechnen gewesen. Das zu erwartende Fehlen einer näheren Überprüfung 
der fraglichen Angaben habe bereits im Zeitraum des Verordnungserlasses 
eine notorische Tatsache dargestellt. Dem Beschuldigten sei bekannt gewe-
sen, dass die I.________ (Bank I) seine Angaben keiner näheren Überprüfung 
unterziehe und habe hierauf vertraut. Dass der Beschuldigte zu raffinierten 
Täuschungshandlungen im Zusammenhang mit unternehmensbasierten 
Kennzahlen fähig sei, habe er auch gegenüber der Vorinstanz durchblicken 
lassen. In einem Versuch, seine Schätzung betreffend Nettolohnsumme für 
das Jahr 2020 glaubhaft zu machen, habe er die Jahresrechnung nachge-
reicht. Darin weise die D.________ GmbH einen Lohnaufwand von 
Fr. 177’225.00 aus, was eine Punktlandung bezüglich der im Antragsformular 

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geschätzten Nettolohnsumme suggeriere. Ein Abgleich mit der gegenüber der 
Ausgleichskasse ausgewiesenen Lohnsumme sowie den angestiegenen tran-
sitorischen Passiven/Rückstellungen hätten Zweifel geweckt. Nach Edition 
von Kontenblättern habe sich erhellt, dass der Beschuldigte nach Beendigung 
des Geschäftsjahres 2020 zusätzlichen Lohnaufwand von Fr. 60’000.00 kre-
iert habe, was offenkundig einzig dem Zweck gedient habe, die falsche 
Schätzung der Nettolohnsumme gegenüber der Vorinstanz zu plausibilisieren. 
Zudem sei vorgesehen gewesen, dass die Bank die Kreditgewährung nur 
dann verweigere, wenn der Antrag nicht vollständig ausgefüllt worden sei. Das 
SECO-Prüfkonzept sei unbeachtlich, weil dieses erst am 15. Mai 2020 verab-
schiedet worden sei und im Zeitpunkt der Kreditgewährung nicht vorgelegen 
habe. Die Leitlinien zum Umgang mit COVID-19-Krediten von Swiss Banking 
seien in der ursprünglichen Fassung zum Zeitpunkt der Kreditgewährung nicht 
auffindbar. Eine Überprüfung der Angaben in den zahlreich eingegangenen 
Kreditanträgen hätte gewisse Nachforschungen notwendig gemacht und wäre 
nicht ohne wesentlichen Aufwand möglich gewesen, was einen langwierigen 
Prozess nach sich gezogen hätte, womit das Ziel einer schnellen und unbüro-
kratischen Soforthilfe nicht erreichbar gewesen wäre. Den Unternehmen sei 
ein besonderes Vertrauen entgegengebracht worden. Die Mitarbeitenden der 
I.________ (Bank I) hätten zum Zeitpunkt der Antragsstellung nicht abklären 
müssen, ob die D.________ GmbH ihre Geschäftstätigkeit erst auf den 1. Ja-
nuar 2020 aufgenommen habe, hätten deshalb einzig kontrollieren müssen, 
ob der Antrag vollständig ausgefüllt worden sei. Von einer Opfermitverant-
wortung der I.________ (Bank I) könne keine Rede sein (KG-act. 9, S. 2-5; 
KG-act. 35/1, S. 3-7).

c) Arglist liegt u.a. vor, wenn die Überprüfung einfacher falscher Angaben 
nicht oder nur mit besonderer Mühe möglich oder wenn sie nicht zumutbar ist, 
wenn die beschuldigte Person das Opfer von der möglichen Überprüfung ab-
hält oder wenn sie nach den Umständen voraussieht, dass es die Überprüfung 

Kantonsgericht Schwyz 13

der Angaben aufgrund eines besonderen Vertrauensverhältnisses unterlassen 
werde (BGE 147 IV 73 E. 3.2).

d) Die Verordnung zur Gewährung von Krediten und Solidarbürgschaften in 
Folge des Coronavirus (COVID-19-Solidarbürgschaftsverordnung, vom 
25. März 2020, Stand 26. März 2020, SR 951.261; Covid-19-SBüV) trat am 
26. März 2020 in Kraft (Art. 25 Abs. 1 Covid-19-SBüV), sodass die Kredite ab 
diesem Datum beantragt werden konnten. Der Beschuldigte reichte das Ge-
such am 26. März 2020, d.h. am erstmöglichen Tag ein. Abgesehen von der 
COVID-19-Solidarbürgschaftsverordnung vom 25. März 2020, den dazugehö-
rigen Erläuterungen vom 25. März 2020 und der Medienmitteilung vom 
25. März 2020 waren an diesem Tag keine weiteren Informationen oder An-
weisungen, insbesondere an die Banken, verfügbar. Das Prüfkonzept zur 
Missbrauchsbekämpfung betreffend COVID-19-Solidarbürgschaften des 
Staatssekretariats für Wirtschaft war erst am 12. Mai 2020 in einer finalisierten 
Fassung vorhanden (vgl. Änderungsgeschichte im Anhang des Prüfkonzepts), 
weshalb es nicht berücksichtigt werden kann. Ob die Leitlinien zum Umgang 
mit COVID-19-Krediten von Swiss Banking am 26. März 2020 bereits bestan-
den, blieb ungeklärt, spielt aber insofern keine Rolle, weil es sich dabei ledig-
lich um Leitlinien der Schweizerischen Bankiervereinigung handelt, die sich an 
die Vorschriften betreffend die formlose Gewährung der Kredite in der 
COVID-19-Solidarbürgschaftsverordnung halten müssen.

e) Die Kreditgesuche für Bankkredite bis Fr. 500’000.00 waren mit dem der 
Verordnung angehängten Formular (Kreditvereinbarung) der kreditgebenden 
Bank einzureichen (vgl. Art. 3 Abs. 1 i.V.m. Abs. 3 und 
Art. 11 Abs. 1 Covid-19-SBüV). Der Verordnung sind keine Kriterien zu ent-
nehmen, nach denen die Bank die Gesuche zu prüfen hatte. Gemäss den 
Erläuterungen zur Solidarbürgschaftsverordnung sollte bei Krediten bis 
Fr. 500’000.00 aber ein erleichtertes Verfahren zur Anwendung gelangen 
(Erläuterung, Stand 25. März 2020, S. 2). Um das Verfahren rasch und 

Kantonsgericht Schwyz 14

unbürokratisch abwickeln zu können, waren die Voraussetzungen bewusst 
einfach gehalten und basierten auf Selbstdeklaration (Erläuterung, S. 3). Die 
Unternehmen konnten die Kreditgesuche bei ihrer Hausbank einreichen. Die 
Bank prüfte, ob die Antragstellerin Kundin ist und gemäss Selbstdeklaration 
die Voraussetzungen für einen COVID-Kredit erfüllt. Weitergehende Kreditprü-
fungen wurden nicht gemacht (Erläuterungen, S. 4). Die Bank hatte die unter-
zeichnete Kreditvereinbarung (Formulargesuch) umgehend, im Idealfall am 
gleichen Tag, an dem die Bank diese erhalten hatte, an die von den Bürg-
schaftsorganisationen bezeichnete Zentralstelle weiterzuleiten (Erläuterungen, 
S. 7). Die Bürgschaftsorganisationen prüften die Gesuche nur auf Vollständig-
keit und formelle Korrektheit (Art. 11 Abs. 3 Covid-19-SBüV; Erläuterungen, 
S. 12) und gewährten die Solidarbürgschaft formlos 
(vgl. Art. 3 Abs. 1 Covid-19-SBüV). Gemäss Art. 3 Abs. 3 Covid-19-SBüV 
gelten Kredite nach Abs. 1 ohne Weiteres als von der Bürgschaftsorganisation 
verbürgt, wenn die kreditgebende Bank die vom Gesuchsteller oder der Ge-
suchstellerin unterzeichnete Kreditvereinbarung erhielt und diese an die von 
den Bürgschaftsorganisationen bezeichnete Zentralstelle versandte oder den 
entsprechenden Kreditbetrag dem Kunden oder der Kundin freigab. Im 
Anhang 1 der Covid-19-SBüV werden die Rahmenbedingungen für 
Covid-19-Kredite bis Fr. 500’000.00 für die beteiligten Banken festgelegt. Un-
ter dem Titel „Rechte und Pflichten der Bank“ wird in Ziffer 2.3 festgelegt, dass 
die Bank die Kreditgewährung verweigert, wenn der Antrag des Kreditneh-
mers nicht vollständig ausgefüllt wurde (Ziffer 2.3 Anhang 1 Covid-19-SBüV). 
Wie bereits erwähnt überprüften gemäss Art. 11 Abs. 3 Covid-19-SBüV auch 
die Bürgschaftsorganisationen Gesuche für Solidarbürgschaften lediglich auf 
Vollständigkeit und auf formelle Korrektheit.

f) Die Tathandlung besteht vorliegend darin, dass der Beschuldigte den 
Kreditantrag mit falschen Angaben bezüglich der Nettolohnsumme und des 
geschätzten Umsatzerlöses in Block 2 anstatt des definitiven oder provisori-
schen Umsatzerlöses 2019 oder 2018 in Block 1 ausfüllte, diesen unterzeich-

Kantonsgericht Schwyz 15

nete und einreichte. Der Beschuldigte errichtete weder ein ganzes Lügenge-
bäude noch bediente er sich besonderer Machenschaften, weshalb zu prüfen 
ist, ob die Falschangaben arglistig erfolgten. Der Beschuldigte hielt die 
getäuschte Bank von der Überprüfung der Angaben nicht ab, sondern entband 
mit der Unterzeichnung des Kreditantrags sogar die Bank, die Bürgschaftsor-
ganisation, die Schweizerische Nationalbank sowie die zuständigen Amtsstel-
len des Bundes, der Kantone und der Gemeinden von den Geheimhaltungs-
vorschriften (U-act. 8.1.003, unten). Die Überprüfung der Angaben war nicht 
unmöglich, nur mit besonderer Mühe möglich oder unzumutbar. Die Entbin-
dung von den Geheimhaltungsvorschriften würde es grundsätzlich erlauben, 
die Angaben entweder durch Konsultation bereits vorliegender früherer Ge-
schäftsabschlüsse oder durch Nachfrage beispielsweise beim Steueramt ohne 
grossen Aufwand zu überprüfen. Indessen geht aus den Regelungen der Co-
vid-19-SBüV hervor, dass es sich bei den Covid-19-Krediten bis 
Fr. 500’000.00 um eine schnelle und unbürokratische Hilfe handelte. Aufgrund 
der durch die Covid-19-Pandemie entstandenen Ausnahmesituation und des 
vom Bund verhängten Lockdowns galt es, eine drohende wirtschaftliche Kata-
strophe abzuwenden und insbesondere kleine und mittlere Unternehmen vor 
dem Konkurs zu retten. Die Vergabe der Covid-19-Kredite erfolgte dement-
sprechend standardisiert gestützt auf die Selbstdeklaration der gesuchstellen-
den Unternehmen, weitestgehend ohne eine Prüfung der Voraussetzungen 
oder der Verwendungsabsicht als Soforthilfe in einer Notsituation, was nur 
durch Eingehung eines besonderen Vertrauensverhältnisses mit den kredit-
nehmenden Unternehmen möglich war. Aus dem Umstand, dass der Bund vor 
dem Hintergrund der Notsituation und der besonderen Vertrauensverhältnisse 
diese Nothilfelösung ermöglichte, war auch ohne detaillierte Kenntnis der Ver-
ordnungsbestimmungen klar, dass einerseits mit zahlreichen Kreditanträgen 
zuhanden der teilnehmenden Banken zu rechnen war und anderseits die An-
gaben auf den Antragsformularen durch die mit Bürgschaften des Bundes 
abgesicherten Institutionen so gut wie nicht überprüft würden, damit die 
sofortigen Hilfen für alle kreditberechtigten Unternehmen sichergestellt werden 

Kantonsgericht Schwyz 16

konnten (vgl. zum Ganzen: Urteil KG SZ STK 2022 59 vom 
19. September 2023 E. 3.b.cc; Urteil OGer ZH SB210497-O/U/cwo vom 
10. Februar 2022 E. III.1.2.3).

g) Der Beschuldigte konnte somit voraussehen, dass die Bank seine An-
gaben keiner näheren Prüfung unterziehen wird. Klar musste ihm zudem sein, 
dass es sich bei der Covid-19-Kreditvergabe um eine spezielle Kreditvergabe 
aufgrund einer Ausnahmesituation handelte, was schon daraus hervorgeht, 
dass der Kredit durch blosses Ausfüllen des Kreditantrags, ohne Einreichen 
weiterer Unterlagen und ohne Gegenzeichnung der Bank, erlangt werden 
konnte. Dass der Bund dem Kreditnehmer mit dieser Lösung ein sehr grosses 
Vertrauen entgegenbrachte, liegt auf der Hand, was somit für den Beschuldig-
ten erkennbar sein musste. Hinzu kommt, dass er im Kreditantrag u.a. folgen-
de Zusicherung abgab (U-act. 8.1.003, Ziffer 4): „Dem Kreditnehmer ist be-
kannt, dass er durch unrichtige oder unvollständige Angaben wegen Betrugs 
(Art. 146 Strafgesetzbuch), Urkundenfälschung (Art. 251 Strafgesetzbuch) etc. 
strafrechtlich zur Verantwortung gezogen werden und mit Freiheitsstrafe bis 
zu fünf Jahren oder Geldstrafe bestraft werden kann. Zudem wird mit Busse 
bis 100’000.00 Franken bestraft, wer vorsätzlich mit falschen Angaben einen 
Kredit nach der Covid-19-Solidarbürgschaftsverordnung erwirkt oder die 
Kreditmittel nicht zur Sicherung der oben erwähnten Liquiditätsbedürfnisse 
verwendet.“ Aus all diesen Gründen konnte der Beschuldigte davon ausge-
hen, dass seine Angaben nicht überprüft würden.

h) Arglist liegt grundsätzlich dann nicht vor, wenn das Täuschungsopfer 
den Irrtum mit einem Mindestmass an Aufmerksamkeit hätte vermeiden kön-
nen (sog. Opfermitverantwortung). Das Mass der vom Täuschungsopfer zu 
erwartenden zumutbaren Selbstschutzmöglichkeiten beurteilt sich nach einem 
individuellen Massstab, der den besonderen Verhältnissen des Täuschungs-
opfers Rechnung trägt. Ob das täuschende Verhalten der beschuldigten 
Person als arglistig und das Opferverhalten als leichtfertig erscheint und 

Kantonsgericht Schwyz 17

letzterem allenfalls überwiegendes Gewicht zukommt, lässt sich nur unter 
Berücksichtigung der näheren Umstände, unter denen die Täuschung erfolgte, 
sowie der persönlichen Beziehungen zwischen den beteiligten Personen 
schlüssig beantworten. Auch unter dem Gesichtspunkt der Opfermitverant-
wortung erfordert die Erfüllung des Tatbestands nicht, dass das Täuschungs-
opfer die grösstmögliche Sorgfalt walten lässt und alle erdenklichen Vorkeh-
rungen trifft. Als Ausgangspunkt gilt in jedem Fall, dass beim Abschluss eines 
Vertrags ein Minimum an Redlichkeit vorausgesetzt werden kann und der an-
deren Vertragspartei nicht grundsätzlich mit Misstrauen begegnet werden 
muss. Arglist scheidet lediglich aus, wenn das Täuschungsopfer die grundle-
gendsten Vorsichtsmassnahmen nicht beachtet. Entsprechend entfällt der 
strafrechtliche Schutz nicht bei jeder Fahrlässigkeit des Opfers, sondern nur 
bei einer Leichtfertigkeit, die das betrügerische Verhalten der beschuldigten 
Person in den Hintergrund treten lässt (BGE 147 IV 73 E. 3.2 m.H.). Es reicht 
nicht zu fragen, wie eine vernünftige und erfahrene Person auf die Täuschung 
reagiert hätte, sondern es ist auch die besondere Lage des Opfers zu berück-
sichtigen, soweit die beschuldigte Person sie kennt und ausnützt. Als Beispie-
le nennt das Bundesgericht Geistesschwäche, Unerfahrenheit oder Sensibi-
lität, aber auch ein Zustand der Abhängigkeit, der Unterordnung oder der Not-
lage, aufgrund dessen das Opfer kaum in der Lage ist, der beschuldigten Per-
son zu misstrauen (BGE 135 IV 76 E. 5.2; BGE 128 IV 18 = Pra 91 [2002] 
Nr. 60 E. 3.a). Auch bei Banken bedarf es zur Verneinung der Arglist einer 
geradezu leichtfertigen Verhaltensweise, wie z.B. der Akzeptanz einer offen-
sichtlich abgeänderten Urkunde (etwa die handschriftliche Abänderung von 
Zahlen eines in Maschinenschrift gehaltenen Dokuments; Urteil 
BGer 7B_274/2022 vom 1. März 2024 E. 3.2.1).

Im Zusammenhang mit der Covid-19-Kreditvergabe ist die dargestellte ge-
samtgesellschaftliche Notsituation auch bei der Frage der Opfermitverant-
wortung zu berücksichtigen. Vorgesehen war eine kurzfristige und standardi-
sierte Kreditvergabe, bei der die Banken die Kreditgewährung verweigern, 

Kantonsgericht Schwyz 18

wenn der Antrag des Kreditnehmers nicht vollständig ausgefüllt wurde. Eine 
inhaltliche Prüfung war indessen nicht vorgesehen 
(Ziff. 2.3 Anhang 1 Covid-19-SBüV). Diese Lösung wurde aufgrund der ver-
hängten Massnahmen und der deswegen zu erwartenden zahlreichen Kredit-
anträge notwendig, um das Ziel einer schnellen und unbürokratischen Sofort-
hilfe zu erreichen. Insofern lag eine besondere Notsituation vor, in der den 
Kreditnehmern ein besonderes Vertrauen entgegengebracht wurde 
(vgl. zum Ganzen: OGer ZH Urteil SB210497-O/U/cwo vom 10. Februar 2022 
E. III.1.3.2).

Auch wenn in retrospektiver Betrachtung Lösungen denkbar gewesen wären, 
die trotz Vorliegens der Notsituation zumindest eine minimale inhaltliche 
Prüfung vorgesehen hätten, muss dem Umstand Rechnung getragen werden, 
dass der Bund aufgrund der gesamten Situation sehr schnell handeln musste. 
Dass dabei nicht die in jeder Hinsicht bestmögliche Lösung gefunden wurde, 
lässt vorliegend das Verhalten des Beschuldigten nicht in den Hintergrund 
treten. Vielmehr nutzte er die Notsituation und das mit der vom Bund auch 
gegenüber ihm entgegengebrachte Vertrauen aktiv aus, indem er in seinem 
Kreditantrag eine zu hohe Nettolohnsumme und einen zu hohen Umsatzerlös 
schätzte, anstatt den definitiven oder mindestens provisorischen Umsatzerlös 
2019 oder 2018 anzugeben. Von einer fehlenden Wahrnehmung der Opfer-
mitverantwortung kann angesichts dieser Gesamtsituation nicht die Rede sein. 
War den Banken bloss die formale Feststellung der Vollständigkeit des 
Kreditantragsformulars zumutbar, so kann entgegen der Ansicht des Beschul-
digten (KG-act. 35, S. 3) auch nicht verlangt werden, dass sie hätten prüfen 
sollen, ob es sich beim gesuchstellenden Unternehmen um ein Startup oder 
ein langjähriges Unternehmen handelt. Vorliegend ist gemäss den vorstehen-
den Erwägungen die Arglist zu bejahen.

i) Der Beschuldigte macht geltend, es liege kein Vermögensschaden vor, 
weil er den Kredit vollständig zurückgezahlt habe (KG-act. 13, S. 3). Der Be-

Kantonsgericht Schwyz 19

schuldigte beauftragte die I.________ (Bank I) am 18. Februar 2021 mit der 
Rückzahlung des Covid-Kredits über Fr. 50’000.00 (U-act. 2.1.002). Am 
24. Februar 2021 hob die Anklagebehörde die Beschlagnahme dieses Betrags 
auf dem Geschäftskonto der D.________ GmbH auf (U-act. 5.1.004). Mit 
E-Mail vom 26. Februar 2021 bestätigte die I.________ (Bank I) die 
Liberierung des Covid-19-Kredits und entliess die Bürgschaftsorganisation aus 
der Bürgschaft (U-act. 3.1.003, Beilage). Damit ist erstellt, dass der Kredit 
vollständig zurückgezahlt wurde.

aa) Ein Vermögensschaden liegt grundsätzlich vor bei tatsächlicher Schädi-
gung durch Verminderung der Aktiven, Vermehrung der Passiven, Nichtver-
minderung der Passiven oder Nichtvermehrung der Aktiven sowie dann, wenn 
das Vermögen in einem Masse gefährdet wird, dass es in seinem wirtschaftli-
chen Wert vermindert ist (BGE 142 IV 346 E. 3.2; Urteil BGer 7B_134/2022 
vom 14. August 2023 E. 3.2.3). Ein Kreditbetrug besteht darin, dass die kre-
ditnehmende Person beim Abschluss des Darlehensvertrags über ihre Kredit-
würdigkeit und damit über die Sicherheit der Forderung oder über ihren Rück-
zahlungswillen täuscht. Werden der kreditgebenden Person nicht vorhandene 
Sicherheiten vorgetäuscht, ist das ganz oder teilweise ungesicherte Darlehen 
weniger wert als diese meint. Der Vermögensschaden ist in solchen Fällen 
nicht erst bei einem definitiven Ausfall der Forderung gegeben. Er tritt bereits 
dann ein, wenn eine qualifizierte Vermögensgefährdung (sog. Gefährdungs-
schaden) vorliegt. Freilich ist der Betrug ein Verletzungs- und nicht ein Ge-
fährdungsdelikt. Ein Gefährdungsschaden darf deshalb nicht leichthin ange-
nommen werden. Das Vermögen muss in einem Masse gefährdet sein, dass 
es in seinem wirtschaftlichen Wert vermindert ist. Dies trifft nach ständiger 
Rechtsprechung zu, wenn der Gefährdung im Rahmen einer sorgfältigen 
Bilanzierung durch Wertberichtigung oder Rückstellung Rechnung getragen 
werden muss, weil ein objektivierbares Ausfallrisiko besteht. Massgebend für 
den Zeitpunkt der Schädigung – und die Vollendung des Betrugs – ist das 
Verpflichtungsgeschäft. Bereits ab diesem Moment hätte die Darlehensforde-

Kantonsgericht Schwyz 20

rung bedeutend leichter und besser an eine Drittperson abgetreten werden 
können, wären die Angaben wahr gewesen. Eine vorübergehende Schädi-
gung genügt. Späterer Ersatz schliesst Betrug mithin nicht aus. Selbst eine 
vertragsgemässe Rückzahlung kann die schon beim Vertragsabschluss einge-
tretene Vermögensverminderung nicht ungeschehen machen 
(Urteil BGer 6B_480/2018 vom 13. September 2019 E. 1.1.2; 
vgl. Urteil BGer 6B_813/2023 vom 24. Januar 2024 E. 2.3.6).

bb) Die Höhe des Covid-19-Kredits bemass sich an der Grösse des Unter-
nehmens. Als Bemessungsgrundlage diente der Umsatzerlös. Der Überbrü-
ckungskredit sollte höchstens 10 % des Umsatzerlöses eines Jahres betragen 
(Erläuterungen, S. 3; vgl. U-act. 8.1.003, Ziffer 3, unter dem Titel „Kreditbe-
trag“). Der Beschuldigte gab im Kreditformular eine geschätzte Lohnsumme 
von Fr. 175’000.00 und einen geschätzten Umsatzerlös von Fr. 500’000.00 
an, was zu einem Kreditbetrag von Fr. 50’000.00 führte (U-act. 8.1.003). Im 
Jahr 2019 betrug der Gesamtertrag jedoch nur Fr. 195’682.95 
(U-act. 8.1.003, Beilage 8), sodass der D.________ GmbH bei korrekten An-
gaben höchstens ein Kreditbetrag von Fr. 19’568.30 (10 % des Umsatzerlö-
ses) gewährt worden wäre. Die falschen Angaben des Beschuldigten im Kre-
ditformular führten also dazu, dass ein zu hoher Kredit ausgezahlt wurde. Für 
die Differenz zwischen dem ausbezahlten Kreditbetrag und demjenigen, den 
die D.________ GmbH bei Angabe des korrekten Umsatzerlöses bekommen 
hätte, täuschte der Beschuldigte eine nicht vorhandene Sicherheit vor. 
Sodann sagte der Beschuldigte selbst aus, die wirtschaftliche Lage sei 
schlecht gewesen und sie hätten Zahlungsausfälle gehabt (U-at. 10.1.001, 
Frage 14, vgl. Frage 8; vgl. Vi-act. 20, Frage 40). Deswegen und angesichts 
der unsicheren wirtschaftlichen Gesamtlage im März 2020 war die Rückzah-
lung des Kredits gefährdet. Weil eine vorübergehende Schädigung des Ver-
mögens genügt, ändert auch die nachträgliche vollständige Rückzahlung des 
Kredits nichts am Vermögensschaden, den der Bund durch die Täuschung 
erlitt. Der Einwand des Beschuldigten ist somit abzuweisen.

Kantonsgericht Schwyz 21

j) In subjektiver Hinsicht erfordert der Tatbestand des Betrugs Vorsatz und 
die Absicht unrechtmässiger Bereicherung. Vorsätzlich handelt, wer die Tat 
mit Wissen und Willen ausführt oder wer die Verwirklichung der Tat für mög-
lich hält und sie in Kauf nimmt (Art. 12 Abs. 2 StGB). Als Bereicherung gilt 
jede wirtschaftliche Besserstellung, auch wenn sie bloss vorübergehend ist. 
Auch ein Rückerstattungsanspruch der geschädigten Person schliesst eine 
Bereicherung nicht aus (Niggli/Riedo, in: Niggli/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler 
Kommentar, Strafrecht II, 4. A. 2019, Vor Art. 137 StGB N 78; Trech-
sel/Crameri, in: Trechsel/Pieth [Hrsg.], Schweizerisches Strafgesetzbuch, Pra-
xiskommentar, 4. A. 2021, Vor Art. 137 StGB N 12 und 14). Unrechtmässig ist 
die Bereicherung, wenn das Recht die Vermögensverschiebung missbilligt 
(Trechsel/Crameri, in: Trechsel/Pieth [Hrsg.], Schweizerisches Strafgesetz-
buch, Praxiskommentar, 4. A. 2021, Vor Art. 137 StGB N 15).

aa) Der Beschuldigte war und ist der einzige Gesellschafter und Geschäfts-
führer der D.________ GmbH (Handelsregisterauszug: U-act. 8.1.003, Beila-
ge 12). Er ist gemäss seiner eigenen Aussage nebst einem Freelancer und 
K.________ von der L.________ GmbH, der den Abschluss mache, in die 
Buchhaltung involviert (Vi-act. 20, Frage 30). Aus den Aussagen des Beschul-
digten kann gefolgert werden, dass K.________ nach Ansicht des Beschuldig-
ten der Buchhalter der D.________ GmbH war (vgl. Vi-act. 20, Frage 33). 
K.________ erklärte jedoch mit Schreiben vom 17. August 2021, die 
D.________ GmbH habe die Buchhaltung selbst erstellt. Ihr Auftrag habe dar-
in bestanden, die Abstimmungen der Konti, Personaldeklarationen, den Jah-
resabschluss und die Steuererklärung zu erstellen (U-act. 6.2.002). Demzufol-
ge musste der Beschuldigte, nebst dem Freelancer, für die laufende Buchhal-
tung verantwortlich gewesen sein; zumindest musste er Einsicht in die ent-
sprechenden Unterlagen gehabt haben. Seinen Aussagen ist denn auch zu 
entnehmen, dass er sich mit den laufenden Einnahmen und Ausgaben der 
Unternehmung auskannte (U-act. 10.1.001, Frage 29: er könne jederzeit ent-
scheiden, für was er Geld ausgebe; U-act. 10.1.001, Frage 30: der 

Kantonsgericht Schwyz 22

Beschuldigte wusste, bei welchen Positionen in der Erfolgsrechnung Einspa-
rungen hätten getätigt werden können). Er sagte sogar aus, er könne selbst 
entscheiden, wo er das Geld (gemeint: die Einnahmen) investiere 
(Vi-act. 20, Frage 38). Auch wenn die definitiven Geschäftsabschlüsse 2018 
und 2019 im Tatzeitpunkt noch nicht vorhanden waren (vgl. U-act. 6.2.002), 
musste der Beschuldigte die provisorischen Umsätze dieser Jahre kennen. Er 
füllte trotzdem nicht den Block 1 in Ziffer 3 des Kreditantragsformulars aus 
(U-act. 8.1.003). Der Block 2 in Ziffer 3 war nur für Unternehmen gedacht, die 
erst im Verlauf des Jahrs 2019 ihre Geschäftstätigkeit aufnahmen oder ge-
gründet wurden, d.h. für Startups/Jungunternehmen (Erläuterungen zur 
COVID-19-SBüV vom 25. März 2020, S. 10; KG-act. 15/1). Dies hätte der Be-
schuldigte erkennen müssen, zumal im Titel zu Block 2 des Kreditantragsfor-
mulars steht: „(nur falls keine Angaben zu Block 2)“. Dies war nicht so zu ver-
stehen, dass Block 2 auszufüllen war, wenn die für den Block 1 notwendigen 
Umsatzzahlen (noch) nicht vorhanden waren. Abgesehen davon gab der Be-
schuldigte in Block 2 auch eine zu hohe Lohnsumme an. Er macht zwar gel-
tend, weil die D.________ GmbH im Jahr 2020 das neue Produkt M.________ 
lanciert habe, habe die Lohnschätzung auf einer realitätsnahen Erwartungs-
haltung beruht (KG-act. 11, S. 2; vgl. KG-act. 35, S. 4). Im entsprechenden 
Businessplan (U-act. 8.1.003, Seite 4) wurde allerdings eine Umsatzerwartung 
für das Jahr 2020 von Fr. 250’000.00 festgehalten, was der Hälfte des ge-
schätzten Umsatzerlöses im Kreditantragsformular entspricht. Hinzu kommt, 
dass die D.________ GmbH gegenüber der Ausgleichskasse am 19. März 
2020, d.h. kurz vor der Einreichung des Covid-19-Kreditantrags, eine ausbe-
zahlte Lohnsumme für das Jahr 2019 von Fr. 61’380.00 und eine voraussicht-
liche Lohnsumme für das Jahr 2020 von Fr. 60’000.00 deklarierte 
(U-act. 14.2.003). Gemäss diesen Angaben rechnete die Unternehmung somit 
nicht mit einer Erhöhung der Lohnsumme im Jahr 2020 aufgrund des neuen 
Softwareprodukts. Ausserdem beschrieb der Beschuldigte, dass die 
Covid-19-Pandemie negative Auswirkungen auf die finanzielle Situation der 
D.________ GmbH gehabt habe. So sagte er beispielsweise, Kunden hätten 

Kantonsgericht Schwyz 23

ihre Abonnements gekündigt und andere hätten die Rechnungen nicht mehr 
bezahlt (U-act. 10.1.001, Frage 8). Die wirtschaftliche Lage sei schlecht ge-
wesen und sie hätten Zahlungsausfälle gehabt (U-act. 10.1.001, Frage 14). 
Auch wenn in der Vergangenheit neue Softwareprodukte zu einem „Auf-
schwung“ führten (Vi-act. 20, Frage 42), konnte der Beschuldigte in dieser 
wirtschaftlichen Krisenlage nicht mit gegenüber dem Vorjahr massiv höheren 
Lohnzahlungen rechnen. Im Übrigen konnte der Beschuldigte nicht angeben, 
wie er die Lohnsumme von Fr. 175’000.00 berechnete 
(vgl. U-act. 10.1.001, Frage 27; Vi-act. 20, Frage 37). Vor diesem Hintergrund 
ist die Behauptung des Beschuldigten, die Lohnschätzung sei realitätsnah 
gewesen, unglaubhaft. Vielmehr muss er bewusst und willentlich eine zu hohe 
Lohnsumme angegeben haben.

bb) Der Beschuldigte beantragte den Kredit zur Sicherheit, um die laufenden 
Kosten bezahlen zu können, falls es Schwierigkeiten gäbe 
(U-act. 10.1.001, Frage 14). Sie hätten gewisse Verluste gehabt und gedacht, 
dass sie diesen Kredit zur Deckung der Liquidität bräuchten 
(Vi-act. 20, Frage 31, vgl. Frage 40). Er habe damals wirklich Angst gehabt, 
dass sie diesen Kredit für die Liquidität benötigen würden 
(Vi-act. 20, Frage 41). Der Beschuldigte wollte sich somit durch den Kredit 
eine Sicherheit für die laufenden Ausgaben, d.h. einen wirtschaftlichen Vorteil, 
verschaffen. Durch die Auszahlung des Kredits erwirkte er diesen Vorteil und 
solange der Betrag auf dem Konto der D.________ GmbH vorhanden war, 
kam ihm dieser auch zu. Dass es sich dabei um einen vorübergehenden Vor-
teil handelte, spielt nach dem Gesagten keine Rolle. Selbst die Rückzahlung 
des Kredits ändert nichts daran, dass der D.________ GmbH vorübergehend 
ein wirtschaftlicher Vorteil zukam. Aufgrund der soeben zitierten Aussagen 
des Beschuldigten ist nicht glaubhaft, dass er den Kredit von Anfang an nicht 
habe gebrauchen wollen (vgl. Vi-act. 20, Frage 41). Sodann genügt eine 
vorübergehende Bereicherung, weshalb sich nichts an der Bereicherungsab-
sicht ändert, soweit der Beschuldigte bereits von Anfang an den Kredit 

Kantonsgericht Schwyz 24

vollständig hätte zurückzahlen wollen (vgl. Vi-act. 20, Frage 41). Ihm wird 
denn auch nicht vorgeworfen, den Kredit bezogen, sondern durch falsche An-
gaben einen zu hohen Kredit beantragt zu haben. Weil die D.________ GmbH 
bei korrekter Angabe des Umsatzes oder der Lohnsumme nur Anspruch auf 
einen geringeren Kreditbetrag gehabt hätte, ist die Bereicherung unrechtmäs-
sig. Der subjektive Tatbestand ist demnach erfüllt.

k) Zusammenfassend machte sich der Beschuldigte des Betrugs im Sinne 
von Art. 146 Abs. 1 StGB schuldig.

2. Der Urkundenfälschung macht sich insbesondere schuldig, wer in der 
Absicht, eine Person am Vermögen oder an anderen Rechten zu schädigen 
oder sich oder einer anderen Person einen unrechtmässigen Vorteil zu ver-
schaffen, eine Urkunde fälscht oder verfälscht (Art. 251 Ziff. 1 Abs. 1 und 
Abs. 2 StGB).

a) Die Vorinstanz erwog, aufgrund der bloss summarischen Überprüfung 
der Covid-19-Kreditanträge komme diesem Dokument praxisgemäss eine er-
höhte Glaubwürdigkeit und damit Urkundenqualität zu. Vorliegend wäre aber 
bei einer summarischen Prüfung durch die Hausbank sofort zu bemerken ge-
wesen, dass Block 2 ausgefüllt worden sei, obschon es sich bei der 
D.________ GmbH nicht um ein Startup gehandelt habe. Deshalb lasse sich 
dem Schriftstück keine erhöhte Glaubwürdigkeit bzw. Urkundenqualität attes-
tieren. Zudem lasse einerseits der Umstand, wonach sich der Aussteller für 
die Wahrheit seiner Erklärung verbürge, die einfache nicht zu einer qualifizier-
ten schriftlichen Lüge mutieren. Andererseits vermöge am fehlenden Urkun-
dencharakter nichts zu ändern, dass der Beschuldigten einen zu hohen Um-
satzerlös angegeben habe. Dieser Umstand wäre nur relevant gewesen, wenn 
der zu hohe Umsatz auf Block 1 niedergeschrieben worden wäre. Dann wäre 
nicht ohne Weiteres festzustellen gewesen, dass es sich um eine Falschan-
gabe handle. Weil es der kreditgebenden Bank oblegen habe, den nicht 

Kantonsgericht Schwyz 25

korrekten Kreditantrag zurückzuweisen, lasse sich nicht nachweisen, dass auf 
einem neuerlichen Kreditgesuch unter Block 1 wiederum ein zu hoher Umsat-
zerlös aufgeführt worden wäre (angef. Urteil, E. II.5).

Die Anklagebehörde führte aus, dem Kreditantrag komme bei 
Covid-19-Krediten eine erhöhte Glaubwürdigkeit zu, weil der Antrag mit des-
sen Annahme durch die Kreditgeberin gemäss der gesetzlichen Regelung 
zum Kreditvertrag werde. Dass eine nähere Überprüfung der Angaben 
gemäss Gesetz in aller Regel unterbleiben müsse, ziehe zwangsläufig eine 
erhöhte Glaubwürdigkeit der Angaben nach sich. Der Erklärung brächten die 
Adressaten besonderes Vertrauen entgegen. Die Banken hätten sich auf den 
beurkundeten Inhalt verlassen dürfen und müssen (KG-act. 9, S. 5; 
KG-act. 35/1, S. 8 f.).

b) Urkunden sind Schriften, die bestimmt und geeignet sind, oder Zeichen, 
die bestimmt sind, eine Tatsache von rechtlicher Bedeutung zu beweisen. Die 
Aufzeichnung auf Bild- und Datenträgern steht der Schriftform gleich, sofern 
sie demselben Zweck dient (Art. 110 Abs. 4 StGB). Die Beweisbestimmung 
eines Schriftstücks kann sich einerseits unmittelbar aus dem Gesetz ergeben 
und andererseits aus dessen Sinn oder Natur abgeleitet werden. Ebenfalls 
nach Gesetz oder aber nach der Verkehrsübung bestimmt sich, ob und inwie-
weit einer Schrift Beweiseignung zukommt (BGE 125 IV 17 E. 2.a.aa; 
BGE 123 IV 61 E. 5.a m.H.). Die Tatbestände des Urkundenstrafrechts 
schützen das Vertrauen, das im Rechtsverkehr einer Urkunde als Beweismit-
tel entgegengebracht wird (BGE 148 IV 170 E. 3.5.1). Die Falschbeurkundung 
betrifft die Errichtung einer echten, aber unwahren Urkunde, bei welcher der 
wirkliche und der aus der Urkunde ersichtliche Sachverhalt nicht übereinstim-
men. Sie erfordert eine qualifizierte schriftliche Lüge. Eine solche wird nur an-
genommen, wenn der Urkunde eine erhöhte Glaubwürdigkeit zukommt und 
die adressierte Person ihr daher ein besonderes Vertrauen entgegenbringt. 
Dies ist der Fall, wenn allgemeingültige objektive Garantien die Wahrheit der 

Kantonsgericht Schwyz 26

Erklärung gegenüber Drittpersonen gewährleisten (BGE 144 IV 13 E. 2.2.2; 
Urteil BGer 6B_1028/2022 vom 15. Februar 2023 E. 2.2.1). Eine objektive 
Garantie für die Wahrheit der Erklärung kann sich unter anderem aus der 
Existenz gesetzlicher Bestimmungen, die den Inhalt bestimmter Schriftstücke 
näher festlegen, ergeben (Urteil BGer 7B_274/2022 vom 1. März 2024 
E. 4.1.2 m.H.). Keine erhöhte Glaubwürdigkeit kommt in der Regel einseitigen 
Erklärungen zu, welche die ausstellende Person in eigenem Interesse macht, 
etwa Selbstauskünften gegenüber Kreditinstituten (BGE 144 IV 13 E. 2.2.3).

Das Bundesgericht bestätigte im Urteil 7B_274/2022 den von der Vorinstanz 
bejahten Urkundencharakter von Covid-19-Kreditantragsformularen (E. 4.3). 
Es erklärte, der Kreditantrag enthalte rechtserhebliche Tatsachen, indem er 
die gesetzlichen Bedingungen und Auflagen für die Kreditgewährung wieder-
gebe. Die Beweisbestimmung und Beweiseignung dieser Angaben ergebe 
sich demnach daraus, dass sich die Kontrolle der Kreditgeberin bei der 
Kreditgewährung darauf beschränkte, dass gemäss den von der ersuchenden 
Person gemachten Angaben die Bedingungen für die Kreditvergabe erfüllt 
seien. Eine weitere Kontrolle habe nicht stattgefunden; vielmehr habe die 
Kreditvergabe auf der Selbstdeklaration der antragstellenden Person beruht. 
Entsprechend sei das ausgefüllte Formular bei Genehmigung des Kredits 
direkt zum Kreditvertrag geworden. Angesichts dieser besonderen rechtlichen 
und tatsächlichen Rahmenbedingungen bei der Kreditvergabe scheine es ge-
rechtfertigt, vom Grundsatz, wonach Selbstdeklarationen gegenüber Banken 
grundsätzlich keine erhöhte Glaubwürdigkeit zukomme, abzuweichen. Das 
ausgefüllte Kreditantragsformular sei bestimmt und geeignet, eine Tatsache 
von rechtlicher Bedeutung, nämlich den Anspruch auf einen Überbrückungs-
kredit, zu beweisen, und es ziehe erhebliche Rechtsfolgen nach sich, weshalb 
es eine Urkunde im Sinne von Art. 110 Abs. 4 StGB darstelle 
(Urteil BGer 7B_274/2022 vom 1. März 2024 E. 4.3).

Kantonsgericht Schwyz 27

c) Nach dem Gesagten gilt der vom Beschuldigten ausgefüllte Kreditantrag 
vom 26. März 2020 (U-act. 8.1.003) als Urkunde im Sinne von 
Art. 110 Abs. 4 StGB). Indem der Beschuldigte eine zu hohe geschätzte 
Lohnsumme und einen zu hohen geschätzten Umsatzerlös im Formular für 
das Jahr 2020 eintrug, beurkundete er diesen Sachverhalt falsch, d.h. unwahr. 
Der objektive Tatbestand der Falschbeurkundung ist damit erfüllt.

d) In subjektiver Hinsicht muss die beschuldigte Person nebst einem vor-
sätzlichen Vorgehen alternativ in Täuschungs- oder Vorteilsabsicht handeln 
(Boog, in: Niggli/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kommentar, Strafrecht II, 
4. A. 2019, Art. 251 StGB N 182 und 193). Hier gilt das zum Betrug Erwogene 
ebenso betreffend Falschbeurkundung: Der Beschuldigte musste um die Un-
wahrheit seiner Angaben wissen. Aufgrund der besonderen Ausgestaltung der 
Kreditvergabe bei den Covid-19-Krediten und der expliziten Kenntnisnahme 
der möglichen Straffolgen durch Ankreuzen des entsprechenden Hinweises 
wusste der Beschuldigte um die erhöhte Glaubwürdigkeit des Kreditantrags. 
Indem er den Kreditantrag dennoch unterzeichnete und einreichte, handelte er 
auch betreffend die Falschbeurkundung vorsätzlich. Der Beschuldigte wollte 
die D.________ GmbH durch den zu hohen Kredit unrechtmässig bereichern. 
Auch der subjektive Tatbestand der Falschbeurkundung ist damit erfüllt.

e) Folglich machte sich der Beschuldigte der Urkundenfälschung im Sinne 
von Art. 251 Ziff. 1 Abs. 1 und Abs. 2 StGB schuldig.

3. Weil der Beschuldigte des Betrugs (Art. 146 Abs. 1 StGB) sowie der 
Urkundenfälschung (Art. 251 Ziff. 1 Abs. 1 und Abs. 2 StGB), d.h. wegen Ver-
brechen (Art. 10 Abs. 3 StGB), zu verurteilen ist, kommt der Übertretungstat-
bestand von Art. 23 Covid-19-SBüV gemäss dessen Wortlaut nicht zur An-
wendung.

Kantonsgericht Schwyz 28

4. Die Anklagebehörde verlangt die Bestrafung des Beschuldigten mit einer 
Geldstrafe von 70 Tagessätzen zu Fr. 160.00, bedingt vollziehbar bei einer 
Probezeit von zwei Jahren, und einer Busse von Fr. 2’800.00 (KG-act. 35/1).

a) Das Gericht misst die Strafe nach dem Verschulden der verurteilten 
Person zu. Es berücksichtigt das Vorleben und die persönlichen Verhältnisse 
sowie die Wirkung der Strafe auf deren Leben (Art. yy Abs. 1 StGB). Das Ver-
schulden wird nach der Schwere der Verletzung oder Gefährdung des betrof-
fenen Rechtsguts, nach der Verwerflichkeit des Handelns, den Beweggründen 
und Zielen der verurteilten Person sowie danach bestimmt, wie weit sie nach 
den inneren und äusseren Umständen in der Lage war, die Gefährdung oder 
Verletzung zu vermeiden (Art. yy Abs. 2 StGB).

Erfüllt die schuldige Person durch eine oder mehrere Handlungen die Voraus-
setzungen für mehrere gleichartige Strafen, so verurteilt das Gericht sie zu 
einer Gesamtstrafe (vgl. Art. 49 Abs. 1 StGB; Mathys, Leitfaden Strafzumes-
sung, 2. A. 2019, Rz. 480). Die Bildung einer Gesamtstrafe im Sinne von 
Art. 49 Abs. 1 StGB ist nur bei gleichartigen Strafen möglich. Geldstrafe und 
Freiheitsstrafe sind keine gleichartigen Strafen. Ungleichartige Strafen sind 
kumulativ zu verhängen (Urteil BGer 6B_382/2021 vom 25. Juli 2022, 
E. 2.4.2). Die Frage, ob im Einzelfall eine Geld- oder Freiheitsstrafe auszu-
sprechen ist, beurteilt sich gemäss Art. yy StGB und der Praxis nach dem 
Ausmass des (Einzeltat-)Verschuldens, wobei die Geldstrafe gegenüber der 
Freiheitsstrafe als mildere Sanktion gilt. Das Gericht trägt bei der Wahl der 
Strafart neben dem Verschulden der verurteilten Person, der Zweckmässigkeit 
der Strafe, ihren Auswirkungen auf die Täterschaft und auf ihr soziales Umfeld 
sowie ihrer Wirksamkeit unter dem Gesichtswinkel der Prävention Rechnung. 
Dabei berücksichtigt es, dass bei alternativ zur Verfügung stehenden und hin-
sichtlich des Schuldausgleichs äquivalenten Sanktionen im Regelfall diejenige 
gewählt werden soll, die weniger stark in die persönliche Freiheit der betroffe-

Kantonsgericht Schwyz 29

nen Person eingreift bzw. die sie am wenigsten hart trifft (Urteil 
BGer 6B_382/2021 vom 25. Juli 2022 E. 2.6 m.H.).

b) Der Strafrahmen sowohl für den Betrug (Art. 146 Abs. 1 StGB) als auch 
für die Urkundenfälschung (Art. 251 Ziff. 1 Abs. 1 und Abs. 2 StGB) beträgt 
Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe. Bei einem besonders leich-
ten Fall der Urkundenfälschung würde der Strafrahmen Freiheitsstrafe bis zu 
drei Jahren oder Geldstrafe betragen (Art. 251 Ziff. 2 StGB). Ob ein besonders 
leichter Fall vorliegt, hängt von den gesamten Umständen des Einzelfalls ab. 
Das Verhalten muss in objektiver und in subjektiver Hinsicht Bagatellcharakter 
aufweisen, wobei ein strenger Massstab angelegt wird (Boog, in: Nigg-
li/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kommentar, Strafrecht II, 4. A. 2019, 
Art. 251 StGB N 217; Trechsel/Erni, in: Trechsel/Pieth [Hrsg.], Schweizeri-
sches Strafgesetzbuch, Praxiskommentar, 4. A. 2021, Art. 251 StGB N 18). 
Kriterien sind die Bedeutung des gefälschten Dokuments im Rechtsverkehr, 
das Mass der Abweichung der Fälschung von der wahren Sachlage, Art und 
Umfang des angestrebten Vorteils bzw. der beabsichtigten Schädigung sowie 
die Tatmotive (Boog, in: Niggli/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kommentar, Straf-
recht II, 4. A. 2019, Art. 251 StGB N 217). Der Covid-19-Kreditantrag führte 
direkt, ohne weitere Prüfung der Angaben, zur Gewährung eines Kredits, so-
dass den darin enthaltenen Angaben grosse Bedeutung zukam. Der Delikts-
betrag von ca. Fr. 25’000.00 liegt wesentlich über dem Betrag von Fr. 300.00, 
der noch als geringfügig zu qualifizieren wäre (Art. 172ter Abs. 1 StGB; 
Weissenberger, in: Niggli/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kommentar, Straf-
recht II, 4. A. 2019, Art. 172ter StGB N 29) und der Beschuldigte nutzte eine 
ausserordentliche Notsituation aus. Damit handelt es sich nicht um ein Delikt 
mit Bagatellcharakter, weshalb kein besonders leichter Fall vorliegt und der 
geringere Strafrahmen von Art. 251 Ziff. 2 StGB nicht zur Anwendung gelangt. 
Jedoch weist der Strafregisterauszug des Beschuldigten keine Vorstrafen auf 
(KG-act. 32; vgl. U-act. 1.1.006). Die Verurteilung für beide Delikte erfolgt auf-
grund falscher Angaben zur Lohnsumme und dem Umsatzerlös im Kreditan-

Kantonsgericht Schwyz 30

tragsformular, ohne dass der Beschuldigte hierzu weitere Urkunden einrei-
chen musste oder weitere Tathandlungen vornahm. Wie noch festzustellen 
sein wird, ist das Tatverschulden bei beiden Delikten nicht schwer. Eine Frei-
heitsstrafe erscheint weder als im Hinblick auf das Tatverschulden verhältnis-
mässig noch als spezialpräventiv notwendig, sodass für beide Schuldsprüche 
eine weniger eingreifende Geldstrafe auszusprechen ist. Die Urkundenfäl-
schung ist als Mittel zum im Vordergrund der Tathandlung stehenden Betrug 
anzusehen, sodass die Einsatzstrafe für den Betrug festzulegen ist.

c) Wegen Betrugs wird der Beschuldigte in objektiver Hinsicht für die An-
gabe einer zu hohen Lohnsumme und eines zu hohen geschätzten Umsatzes 
anstatt des provisorischen Umsatzes des Vorjahres verurteilt. Der dadurch 
erwirkte Kredit war ungefähr doppelt so hoch wie der rechtmässige Anspruch. 
Die Deliktssumme von rund Fr. 25’000.00 ist zwar nicht gering (s.o., E. 1.a). 
Indessen bestand die Tathandlung lediglich in der nicht weiter dokumentierten 
Angabe von zwei falschen Zahlen in einem Formular, sodass die aufgewandte 
kriminelle Energie klein war. Ebenso wirkt verschuldensmindernd, dass der 
Beschuldigte den Kredit vollständig zurückbezahlte (U-act. 2.1.002). In subjek-
tiver Hinsicht ist dem Beschuldigten zugute zu halten, dass er als einziger Ge-
sellschafter und Geschäftsführer der D.________ GmbH (U-act. 8.1.003, Bei-
lage 12) in einer wirtschaftlich schwierigen Situation handelte 
(vgl. U-act. 10.1.01, Fragen 14 f.; Vi-act. 20, Frage 40). Insgesamt kann das 
Verschulden als noch leicht bezeichnet werden, sodass eine Einsatzstrafe von 
70 Tagessätzen angemessen erscheint.

d) Sodann ist die Straferhöhung für die Urkundenfälschung nach 
Art. 251 Ziff. 1 Abs. 1 und Abs. 2 StGB festzulegen. Dabei ist zu berücksichti-
gen, dass der Beschuldigte mit derselben Tathandlung sowohl den Tatbe-
stand des Betrugs als auch denjenigen der Urkundenfälschung erfüllte, 
weshalb das Verschulden grösstenteils bereits durch die Strafe für den Betrug 
abgegolten ist. Dennoch beging der Beschuldigte den Betrug anhand eines 

Kantonsgericht Schwyz 31

Dokuments, das erhöhte Glaubwürdigkeit geniesst, was ein weitergehendes 
Verschulden darstellt. Sodann ist auch hier einerseits die nicht geringe De-
liktssumme sowie andererseits die vollständige Rückzahlung des Kredits 
sowie die wirtschaftliche schwierige Gesamtsituation zu berücksichtigen. 
Insgesamt ist das Verschulden als leicht zu qualifizieren, weshalb eine 
Erhöhung der Strafe um 15 Tagessätze angemessen erscheint.

e) Die Gesamtstrafe beträgt damit xx Tagessätze. Ein Tagessatz beträgt in 
der Regel mindestens Fr. 30.00 und höchstens Fr. 3’000.00. Das Gericht be-
stimmt die Höhe des Tagessatzes nach den persönlichen und wirtschaftlichen 
Verhältnissen der verurteilten Person zum Zeitpunkt des Urteils, namentlich 
nach Einkommen und Vermögen, Lebensaufwand, allfälligen Familien- und 
Unterstützungspflichten sowie nach dem Existenzminimum 
(Art. 34 Abs. 2 StGB). Der Beschuldigte ist Softwareentwickler und arbeitet als 
einziger Gesellschafter und Geschäftsführer der D.________ GmbH 
(U-act. 8.1.003, Beilage 12). Der aktuellste Einkommensbeleg weist ein 
Nettoeinkommen von Fr. 75’968.00 im Jahr 2018 aus (Lohnausweis, 
U-act. 6.2.003, S. 9), was netto Fr. 6’330.65 pro Monat ergibt. Der Beschuldig-
te lebt alleine (vgl. Vi-act. 20, Frage 22), hat kein nennenswertes Vermögen 
(vgl. KG-act. 33/1, S. 5), aber Schulden bei seinem vorherigen Rechtsanwalt 
in unbekannter Höhe und Kreditkartenschulden von ca. Fr. 12’000.00 
(Vi-act. 20, Frage 20). Bei einem massgebenden Einkommen von rund 
Fr. 6’000.00 und einem Pauschalabzug von 20 % für Krankenkasse, Steuern 
etc. ergibt sich eine Tagessatzhöhe von Fr. 160.00.

f) Den bedingten Vollzug der Geldstrafe moniert die Anklagebehörde nicht 
(KG-act. 35/1) und dieser erscheint angesichts der Vorstrafenlosigkeit 
(U-act. 1.1.001) sowie im Hinblick auf das leichte Verschulden angemessen. 
Hingegen ist die von der Anklagebehörde beantragte Verbindungsbusse zu 
prüfen.

Kantonsgericht Schwyz 32

aa) Eine bedingte Strafe kann mit einer Busse verbunden werden 
(Art. 42 Abs. 4 StGB). Eine Verbindungsbusse kommt insbesondere in Be-
tracht, wenn das Gericht der beschuldigten Person den bedingten Strafvollzug 
gewährt, ihr aber dennoch einen spürbaren Denkzettel erteilen will 
(BGE 135 IV 188 E. 3.3). Die Strafenkombination dient hier spezialpräventiven 
Zwecken. Das Hauptgewicht soll auf der bedingten Hauptstrafe liegen, 
während der unbedingten Verbindungsbusse nur untergeordnete Bedeutung 
zukommt. Die Verbindungsbusse darf nicht zu einer Straferhöhung führen 
oder eine zusätzliche Strafe ermöglichen. Sie erlaubt lediglich innerhalb der 
schuldangemessenen Strafe eine täter- und tatangemessene Sanktion, wobei 
die bedingte Hauptstrafe und die damit verbundene Busse in ihrer Summe 
schuldangemessen sein müssen (vgl. BGE 146 IV 145 E. 2.2). Um dem 
akzessorischen Charakter der Verbindungsbusse gerecht zu werden, darf 
diese höchstens einen Fünftel der in der Summe schuldangemessenen Sank-
tion – bestehend aus einer bedingt ausgesprochenen Hauptstrafe kombiniert 
mit einer Verbindungsbusse – betragen (BGE 149 IV 321 E. 1.3.2).

bb) Der Beschuldigte ist der Ansicht, dass er nicht betrogen habe. Er ver-
stehe nicht, weshalb er einen Betrug begangen haben soll (Vi-act. 20, Frage 
28). Auf Nachfrage hin gab er zwar zu, einen Fehler gemacht zu haben. 
Gleichzeitig sagte er aber auch, er sehe den Straftatbestand des Betrugs und 
der Urkundenfälschung nicht als erfüllt an (Vi-act. 20, Frage 49). Er sei kein 
Betrüger und kein Formularfälscher (Vi-act. 20, Frage 51). Die Einsicht des 
Beschuldigten in das Unrecht seiner Handlung ist demnach begrenzt. Es er-
scheint deshalb notwendig, ihm die Strafbarkeit seines Vorgehens klar vor 
Augen zu führen und ihm mithin einen Denkzettel aufzuerlegen. Angemessen 
erscheint eine Verbindungsbusse von einem Fünftel der schuldangemessenen 
Sanktion, sodass die Geldstrafe auf 68 Tagessätze à Fr. 160.00 zu reduzieren 
und die Busse auf Fr. 2’720.00 (17 x Fr. 160.00) festzulegen ist.

Kantonsgericht Schwyz 33

5. Die Berufung ist gutzuheissen und der Beschuldigte ist wegen Betrugs 
(Art. 146 Abs. 1 StGB) sowie wegen Urkundenfälschung 
(Art. 251 Ziff. 1 Abs. 1 und Abs. 2 StGB) schuldig zu sprechen. Bei diesem 
Verfahrensausgang bleibt es bei der vorinstanzlichen Kostenverteilung zu 
Lasten des Beschuldigten (Art. 426 Abs. 1 StPO; angef. Verfügung, Disposi-
tivziffer 4 und 5). Die Kosten des Berufungsverfahrens sind dem unterliegen-
den Beschuldigten aufzuerlegen (Art. 428 Abs. 1 StPO). Der amtliche Vertei-
diger ist einstweilen aus der Kantonsgerichtskasse zu entschädigen 
(vgl. Art. 135 Abs. 1 StPO). Im Berufungsverfahren beträgt das Honorar 
Fr. 300.00 bis Fr. 12’000.00 (§ 13 lit. c GebTRA). Die eingereichte Kostennote 
über total Fr. 3’655.75 (inkl. Auslagen und MWST) enthält einen geschätzten 
Aufwand für die Berufungsverhandlung von 180 Minuten (exkl. Hin-/Rückfahrt 
und Vor-/Nachbesprechung). Diese dauerte jedoch nur knapp 90 Minuten 
(KG-act. 35). Zudem erscheint der Aufwand für das Studium und die Bespre-
chung des begründeten Urteils von total 125 Minuten eher hoch. Insgesamt ist 
eine Entschädigung von pauschal Fr. 3’500.00 angemessen (inkl. Auslagen 
und MWST; § 6 Abs. 1 und § 2 Abs. 1 GebTRA);-

Kantonsgericht Schwyz 34

erkannt:

1. B.________ ist schuldig

a) des Betrugs im Sinne von Art. 146 Abs. 1 StGB;

b) der Urkundenfälschung im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 Abs. 1 und 
Abs. 2 StGB.

2. B.________ wird bestraft mit einer Geldstrafe von 68 Tagessätzen zu 
Fr. 160.00 und einer Busse von Fr. 2’720.00.

3. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 
2 Jahre festgesetzt.

4. Die Busse ist zu bezahlen. Bei schuldhaftem Nichtbezahlen der Busse 
tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 17 Tagen.

5. Die erstinstanzlichen Verfahrenskosten von total Fr. 4’752.00 
(bestehend aus den Untersuchungs- und Anklagekosten von 
Fr. 2’210.00 und Gerichtskosten von Fr. 2’542.00) werden B.________ 
auferlegt.

6. Die Kosten des Berufungsverfahrens von Fr. 3’980.00 (inkl. Kosten der 
Anklagevertretung von Fr. 980.00) werden B.________ auferlegt.

7. Der amtliche Verteidiger, Rechtsanwalt C.________, wird aus der 
Kantonsgerichtskasse einstweilen mit Fr. 3’500.00 (inkl. Auslagen und 
MWST) entschädigt. Vorbehalten bleibt die Rückzahlungspflicht von 
B.________ nach Art. 135 Abs. 4 lit. a StPO.

Kantonsgericht Schwyz 35

8. Zufertigung an die Staatsanwaltschaft (1/A an die 3. Abteilung und 1/R 
an die Amtsleitung/Zentraler Dienst), Rechtsanwalt C.________ (2/R), 
die Vorinstanz (1/ü) sowie nach definitiver Erledigung an die Vorinstanz 
(1/ES, unter Rückgabe der Akten), das Amt für Justizvollzug (1/R, in-
kl. Dispositivkopie des angefochtenen Urteils), die Meldestelle für Geld-
wäscherei des Bundesamts für Polizei fedpol (1/R), die Kantonsge-
richtskasse (1/ü, im Dispositiv) und mit Formular an die KOST.

Namens der Strafkammer
Der Kantonsgerichtspräsident Der Gerichtsschreiber

Versand 4. Juni 2024  amu