# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b7bf6b05-5088-51e6-9021-1ea787cd5b99
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-01-27
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 27.01.2014 SB130406
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB130406_2014-01-27.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer    

 
 

 
 

Geschäfts-Nr.: SB130406-O/U/eh 
 
 

Mitwirkend: Die Oberrichter Dr. F. Bollinger, Präsident, und lic. iur. S. Volken, 

Oberrichterin lic. iur. Ch. von Moos sowie die Gerichtsschreiberin 

lic. iur. S. Maurer 

Urteil vom 27. Januar 2014 

 

in Sachen 

 

Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich,  
vertreten durch Staatsanwältin lic. iur. B. Groth,  

 

Anklägerin und I. Berufungsklägerin 

 

sowie 

 

A._____,  
 

Privatkläger und II. Berufungskläger (Rückzug) 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____,  

 

 

gegen 

 

B._____,  
 

Beschuldigter und Berufungsbeklagter 

amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt Dr. iur. Y._____,  

 

betreffend 

- 2 - 

versuchte schwere Körperverletzung 
 
Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 8. Abteilung, vom 
12. Juli 2013 (DG130050) 

Anklage: 

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 25. Februar 

2013 (Urk. 22) ist diesem Urteil beigeheftet. 

 

Urteil der Vorinstanz: 
(Urk. 49 S. 69ff.) 

Es wird erkannt: 

1.   Der Beschuldigte ist schuldig 

- der versuchten einfachen Körperverletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 1 

Abs. 1 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB. 

2.   Der versuchten schweren Körperverletzung im Sinne von Art. 122 Abs. 1 und 2 

StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB sowie eines anderen Deliktes ist der 

Beschuldigte nicht schuldig und wird freigesprochen. 

3.   Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu Fr. 60.–. 

4.   Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf zwei Jahre 

festgesetzt. 

5.   Der Privatkläger A._____ wird mit seinem Schadenersatzbegehren auf den Weg 

des Zivilprozesses verwiesen. 

6.   Der Beschuldigte wird gemäss seiner Anerkennung verpflichtet, dem Privatkläger 

A._____ Fr. 2'000.– zuzüglich 5 % Zins ab 4. Februar 2012 als Genugtuung zu 

bezahlen. Im Mehrbetrag wird das Genugtuungsbegehren abgewiesen. 

7.    Die Gerichtsgebühr wird angesetzt auf Fr. 5'000.–. Die übrigen Kosten betragen:  

- 3 - 

Fr. 4'000.– Gebühr für das Vorverfahren 

Fr. 8.20 Auslagen (Untersuchung) 

Fr. 12'180.60 amtliche Verteidigung gemäss Disp. Ziff. 9 

Allfällige weitere Kosten bleiben vorbehalten. 

8.    Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden zu einem 

Drittel dem Beschuldigten auferlegt und zu zwei Drittel auf die Gerichtskasse  

genommen.  

9.   Der amtliche Verteidiger Rechtsanwalt Dr. iur. Y._____ wird für seine  

Bemühungen und Auslagen (inkl. Mehrwertsteuer) mit Fr. 12'180.60 aus der  

Gerichtskasse entschädigt.  

10.   Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen; 

vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO im Umfang 

von einem Drittel. 

11.   Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger A._____ für das gesamte 

Verfahren eine reduzierte Prozessentschädigung von Fr. 2'000.– zu bezahlen. 

12.   (Mitteilungen) 

13.   (Rechtsmittel) 

Berufungsanträge: 
(Prot. II S. 4f.) 

a) Der Verteidigung des Beschuldigten: 

 (Urk. 71 S. 1) 

1. Die Berufung sei abzuweisen und das erstinstanzliche Urteil zu bestätigen.  

2. Die Kosten des Berufungsverfahrens seien auf die Staatskasse zu nehmen.  

3. Der amtliche Verteidiger sei für das erstinstanzliche Verfahren sowie für das 

Berufungsverfahren angemessen aus der Staatskasse zu entschädigen. 

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b) Der Vertreterin der Staatsanwaltschaft: 

(Urk. 70 S. 1) 

1. Der Beschuldigte sei der versuchten schweren Körperverletzung im Sinne 

von Art. 122 StGB i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB schuldig zu sprechen.  

2. Der Beschuldigte sei mit 3 Jahren Freiheitsstrafe zu bestrafen. 

3. Die Freiheitsstrafe sei im Umfang von 12 Monaten zu vollziehen. Für die 

restlichen 24 Monate Freiheitsstrafe sei dem Beschuldigten unter Ansetzung 

einer Probezeit von 2 Jahren der bedingte Vollzug zu gewähren.  

4. Die Kosten des Verfahrens seien dem Beschuldigten aufzuerlegen. 

Erwägungen: 

I. Prozessuales 

1. Mit dem eingangs im Dispositiv wiedergegebenen Urteil der Vorinstanz vom 

12. Juli 2013 wurde der Beschuldigte B._____ der versuchten einfachen 

Körperverletzung schuldig gesprochen und mit einer bedingten Geldstrafe bestraft 

(Urk. 49 S. 69). Gegen diesen Entscheid meldeten die Anklagebehörde und der 

Privatkläger A._____ mit Eingaben vom 17. respektive 22. Juli 2013 innert 

gesetzlicher Frist Berufung an (Art. 399 Abs. 1 StPO; Urk. 41 und 42). Die 

Berufungserklärungen der Appellanten gingen ebenfalls innert gesetzlicher Frist 

bei der  

Berufungsinstanz ein (Art. 399 Abs. 3 StPO; Urk. 50 und 52). Die Verteidigung 

des Beschuldigten hat mit Eingabe vom 18. Oktober 2013 innert Frist mitgeteilt, 

dass auf Anschlussberufung verzichtet wird (Urk. 60; Art. 400 Abs. 2f. und 

Art. 401 StPO). Beweisergänzungsanträge wurden im Rahmen der Berufungs-

erklärungen nicht gestellt (Art. 389 Abs. 3 StPO; Urk. 50 und 52). Anklagebehörde 

und Privatkläger haben ihre Berufungen in ihren Berufungserklärungen 

ausdrücklich auf den Schuld- und Strafpunkt sowie auf die Kostenauflage 

- 5 - 

beschränkt (Urk. 50 und 52; Art. 399 Abs. 4 StPO). Die Verteidigung beantragt die 

Bestätigung des angefochtenen Entscheides (Urk. 60; Urk. 70). Mit Eingabe vom 

8. Januar 2014 zog der Rechtsvertreter des Privatklägers dessen Berufung  

zurück (Urk. 65). Davon ist Vormerk zu nehmen. 

2. Demnach sind im Berufungsverfahren nicht angefochten  

− die vorinstanzliche Regelung der Zivilansprüche des Privatklägers A._____ 

(Urteilsdispositiv-Ziff. 5. und 6.)  

− die vorinstanzliche Kostenfestsetzung (Urteilsdispositiv-Ziff. 7) 

− die Regelung der Kosten der amtlichen Verteidigung (Urteilsdispositiv-Ziff. 9. 

und 10.) sowie 

− die Verpflichtung des Beschuldigten zur Leistung einer reduzierten 

Prozessentschädigung an den Privatkläger (Urteilsdispositiv-Ziff. 11.). 

Vom Eintritt der Rechtskraft dieser Anordnungen ist vorab Vormerk zu nehmen 

(Art. 404 StPO). 

3. Obwohl die Anklagebehörde in der Berufungsverhandlung die Frage der 

Verfahrensleitung nach Beweisanträgen zunächst verneinte hatte (Prot. II S. 5), 

stellte sie sodann im Rahmen ihres Plädoyers gestützt auf Art. 343 Abs. 2 StPO 

den Antrag, C._____, D._____ und E._____ nochmals in der  

gesetzlich vorgeschriebenen Form zu befragen (Urk. 70 S. 8). Nachdem das  

Berufungsgericht anlässlich der Sachverhaltserstellung bzw. den Erwägungen 

zum Schuldpunkt zur Auffassung gelangen wird, dass ein Tritt des Beschuldigten 

gegen den Kopf des Privatklägers – unabhängig von der Verwertbarkeit der  

Aussagen C._____s – nicht erstellt werden kann (er schilderte nur in seiner ersten 

Einvernahme einen Tritt an den Kopf [vgl. hinten Ziffer II. 3.3.6.]), erübrigen sich 

die von der Anklagebehörde beantragten Einvernahmen.  

- 6 - 

II. Schuldpunkt 

1.1. In der Anklageschrift der Anklagebehörde vom 25. Februar 2013 wird dem 

Beschuldigten B._____ zusammengefasst zur Last gelegt, am 4. Februar 2012,  

ca. um 03.45 Uhr, auf der …strasse in … Zürich im Rahmen einer erst verbalen 

und hernach tätlichen Auseinandersetzung dem Privatkläger A._____  

unvermittelt einen Faustschlag gegen das rechte Auge sowie einen Faustschlag 

gegen die Nase versetzt zu haben, worauf der Privatkläger zu Boden gegangen 

sei. Anschliessend habe der Beschuldigte den Privatkläger vom Boden aufge-

hoben, auf die Beine gestellt und gegen ein Auto oder ein Metallgeländer 

gestossen, worauf der Privatkläger erneut zu Boden gefallen sei. In der Folge 

hätten der Beschuldigte und seine Begleiter F._____, G._____ und H._____ zwei 

bis drei Mal mit voller Kraft mit den Füssen gegen die Beine und den Oberkörper 

des am Boden liegenden Privatklägers getreten. Der Beschuldigte habe zudem 

mindestens einmal mit voller Kraft gegen den Kopf des Privatklägers getreten. Als 

Folge habe der Privatkläger eine Gehirnerschütterung mit mehrfachem 

Nasenbeinbruch  

sowie Prellungen an der linken Hüfte und dem rechten Schlüsselbein erlitten,  

welche Verletzungen weder lebensgefährlich waren noch zu einem bleibenden 

Nachteil führten. Subjektiv habe sich der Beschuldigte bewusst und gewollt aktiv 

am Angriff auf den Privatkläger beteiligt und bei den Tritten gegen Oberkörper 

und Kopf des Privatklägers um mögliche schwere Verletzungsfolgen gewusst  

und eine schwere oder lebensgefährliche Verletzung des Privatklägers dabei  

zumindest in Kauf genommen (Urk. 22 S. 2f.). 

1.2. Der Beschuldigte anerkennt zusammengefasst, an der fraglichen 

Auseinandersetzung beteiligt gewesen zu sein und dem Privatkläger einen Schlag 

ins  

Gesicht versetzt und dadurch den durch den Privatkläger erlittenen 

Nasenbeinbruch sowie "eventuell" das Hämatom am Auge verursacht zu haben. 

Hingegen sei er zuerst vom Privatkläger geschlagen worden, er habe den 

Privatkläger nicht vom Boden aufgehoben und gegen ein Auto oder 

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Metallgeländer gestossen und auch nicht auf ihn eingetreten (Urk. 34 S. 4-8; 

Urk. 69 S. 7f.).  

1.3. Vorab ist auf eine problematische Formulierung in der Sachdarstellung der 

Anklageschrift hinzuweisen: Wenn gemäss Anklageschrift "der Beschuldigte  

B._____ sowie F._____, G._____ und H._____ zwei bis drei Mal mit den Füssen 

gegen den am Boden liegenden Geschädigten traten" (Urk. 22 S. 2f.), ist nicht 

klar, ob die Anklagebehörde behauptet, jeder der vier Genannten habe zwei- bis 

dreimal getreten, oder es sei insgesamt zwei bis drei Mal getreten worden. 

Letztere – von der Anklagebehörde mutmasslich vertretene – Version erweist sich 

sofort als unmöglich, können doch vier Personen nicht zwei bis dreimal treten; 

somit hätten eine oder (zugunsten der Beteiligten) zwei Personen nicht getreten. 

Die Verteidigung hat an dieser Anklageformulierung keinen Anstoss genommen 

(Urk. 38; Urk. 71). Die Vorinstanz erwog in ihrer Beweiswürdigung, der in der 

Anklageschrift geschilderte Angriff des Beschuldigten, F._____, H._____ und 

G._____ auf den wehrlos am Boden liegenden Geschädigten sei nicht erstellbar. 

Im Weiteren hat sie sich damit auseinander gesetzt, ob dem Beschuldigten 

generell ein Treten gegen den Beschuldigten (auch gemäss der expliziten 

Anklageschilderung, der Beschuldigte habe einmal gegen den Kopf des 

Privatklägers getreten) nachzuweisen sei (Urk. 49 S. 42ff.). Die Anklagebehörde 

macht in ihrer Berufungsbegründung – und in ihrem Plädoyer anlässlich der 

Berufungsverhandlung - geltend, es sei erstellt, dass der Beschuldigte und auch 

seine Kollegen mit den Füssen gegen den am Boden liegenden Geschädigten 

getreten hätten (Urk. 50 S. 4f.; Urk. 70 S. 6). Zudem sei erstellt, dass der 

Beschuldigte dem Geschädigten einmal gegen den Kopf getreten habe (Urk. 50 

S. 6; Urk. 70 S. 9). Ob dies bzw. was erstellt werden kann, ergibt sich aus den 

nachstehenden Erwägungen (vgl. Ziffern II.2.1.- II.3.5.). 

1.4. Die Vorinstanz hat zutreffend erwogen, dass zur Erstellung des strittigen 

Sachverhalts vorliegend die Aussagen des Beschuldigten, des Privatklägers, ihrer 

jeweiligen Begleiter anlässlich der inkriminierten Auseinandersetzung sowie  

zweier unbeteiligter Zeugen als Beweismittel zu würdigen sind (Urk. 49 S. 9). Sie 

hat in der Folge sämtliche diese Aussagen, wie sie im bisherigen Verfahren  

- 8 - 

deponiert wurden, ausführlich wiedergegeben (Urk. 49 S. 9-42), worauf zur  

Vermeidung von Wiederholungen vorab zu verweisen ist (Art. 82 Abs. 4 StPO).   

1.5. In ihrer Beweiswürdigung hat die Vorinstanz zum äusseren Sachverhalt  

zusammengefasst erwogen, es sei – mit dem Geständnis des Beschuldigten –  

erstellt, dass dieser dem Geschädigten einen Faustschlag ins Gesicht versetzt 

habe, welcher den Geschädigten niedergestreckt habe. Es sei – eigentlich ent-

gegen der Anerkennung des Beschuldigten, welcher solches nicht ausschliesst – 

aber nicht erstellt, dass der Beschuldigte dem Geschädigten einen zweiten 

Faustschlag ins Gesicht versetzt habe. Erstellt sei hingegen – entgegen den 

Bestreitungen des Beschuldigten –, dass er den Geschädigten vom Boden 

aufgehoben und gegen ein Auto oder eine metallene Abschrankung gestossen 

habe, worauf der Geschädigte erneut zu Boden gefallen sei. Erstellt sei 

schliesslich – entgegen der Bestreitung des Beschuldigten –, dass er dem am 

Boden liegenden Geschädigten einen Fusstritt gegen den Oberkörper versetzt 

habe. Nicht erstellt sei  

jedoch, dass der Beschuldigte den Geschädigten gegen den Kopf getreten habe; 

betreffend den erstellten Fusstritt gegen den Oberkörper des Geschädigten sei 

nicht erstellt, dass der Beschuldigte mit voller Wucht getreten habe. Erstellt sei 

sodann der in der Anklage nicht umschriebene Umstand, dass der Geschädigte 

den Beschuldigten zuerst gegen die Brust geschlagen habe, bevor dieser dem 

Geschädigten ins Gesicht geschlagen habe. Betreffend den durch den 

Geschädigten erlittenen Nasenbeinbruch sei davon auszugehen, dass der 

Beschuldigte diesen durch seinen – erstellten – Faustschlag ins Gesicht des 

Geschädigten verursacht habe. Betreffend die durch den Geschädigten erlittene 

Gehirnerschütterung sei davon auszugehen, dass diese vom Beschuldigten 

verursacht worden sei, wobei jedoch nicht klar sei, in welchem Stadium der 

tätlichen Auseinandersetzung (Urk. 49 S. 42-52). 

2.1. Soweit die Vorinstanz in ihrer Beweiswürdigung den Anklagesachverhalt 

entgegen den Bestreitungen des Beschuldigten als erstellt taxiert und auf ein 

strafbares Verhalten des Beschuldigten erkannt hat, ist zu vermerken, dass der 

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Beschuldigte den vorinstanzlichen Entscheid nicht angefochten, sondern dessen 

Bestätigung beantragt hat (Urk. 60; Urk. 71). 

2.2. Die Anklagebehörde macht sowohl in ihrer Berufungserklärung als auch in 

der -begründung geltend, der Beschuldigte habe widersprüchlich ausgesagt, 

weshalb auf seine Sachdarstellung nicht abzustellen sei. Vielmehr sei auf die 

Schilderung des Geschädigten abzustellen, wonach er vom Beschuldigten  

unvermittelt und zweimal mit der Faust ins Gesicht geschlagen worden sei. Die 

Aussagen des Geschädigten würden gestützt durch die Aussagen der als Zeugen 

befragten Sicherheitsangestellten. Entsprechend sei als Schutzbehauptung 

widerlegt, dass der Beschuldigte zuerst vom Geschädigten gegen die Brust 

geschlagen worden sei, bevor er seinerseits dem Geschädigten einen 

Faustschlag versetzt habe (Urk. 50 S. 2f.; Urk. 70 S. 2f.). Gestützt auf die 

Aussagen der Sicherheitsleute sei auch erstellt, dass der Beschuldigte und seine 

Kollegen auf den am  

Boden liegenden Geschädigten eingetreten hätten (Urk. 50 S. 4f.; Urk. 70 S. 5f.). 

Gestützt auf die Aussage von C._____ sei schliesslich erstellt, dass der 

Beschuldigte dem am Boden liegenden Geschädigten auch gegen den Kopf  

getreten habe. Entgegen den Erwägungen der Vorinstanz sei C._____ zurecht als 

Zeuge und nicht als Auskunftsperson einvernommen worden und seine Aussage 

sei als Beweismittel prozessual verwertbar (Urk. 50 S. 5f.; Urk. 70 S. 6ff.). Die  

entlastenden Aussagen der Kollegen des Beschuldigten seien nicht glaubhaft; der 

Anklagesachverhalt sei zweifelsfrei erfüllt (Urk. 50 S. 6; Urk. 70 S. 9).  

2.3. Die Verteidigung entgegnet der Berufung der Anklagebehörde, sie würdige 

die Beweismittel falsch und halte daran eisern fest; die Beweismittelwürdigung der 

Vorinstanz, wonach im Zweifel zu Gunsten des Beschuldigten davon auszugehen 

sei, dass der Beschuldigte vom Zivilkläger zuerst gegen die Brust geschlagen 

wurde, sei zulässig und richtig. Dasselbe gelte für die Rüge der 

Staatsanwaltschaft, die Vorinstanz sei zu Unrecht davon ausgegangen, dass der 

Beschuldigte dem Zivilkläger nur einen Faustschlag versetzt habe. Unbegründet 

sei auch der Einwand, wonach die von der Vorinstanz festgestellte 

- 10 - 

Unverwertbarkeit der Aussagen der Kollegen des Zivilklägers nicht gegeben sei 

(Urk. 71 S. 4ff.).  

3.1. Zu den allgemeinen Grundsätzen der richterlichen Beweiswürdigung ist auf 

die entsprechenden Ausführungen der Vorinstanz zu verweisen (Urk. 49 S. 6f.; 

Art. 82 Abs. 4 StPO). 

3.2. Zur Glaubwürdigkeit der aussagenden Personen ist wesentlich, dass die 

meisten entweder der Gruppe des Beschuldigten (der Beschuldigte selber, 

F._____, G._____, H._____ und I._____) oder der Gruppe des  

Privatklägers (der Privatkläger selber, D._____, E._____ und C._____) 

zuzurechnen sind. Bei der Gruppe des Beschuldigten ist ein Motiv, den 

Beschuldigten (und allenfalls sich selber) zu entlasten, offensichtlich. Bei der 

Gruppe des Privatklägers ist im Gegensatz ein Motiv, den Beschuldigten nach 

Kräften zu belasten, nicht leichtfertig von der Hand zu weisen (allenfalls ebenfalls 

aus der Absicht heraus, einen allfälligen eigenen Tatbeitrag zu beschönigen).  

Unabhängige Augenzeugen des Vorfalls waren einzig der Sicherheitsangestellte 

J._____ und K._____. Den Aussagen der Letztgenannten kommt  

daher zweifellos eine gesteigerte Bedeutung zu.  

3.3.1. Mit der Vorinstanz ist gestützt auf die entsprechenden 

übereinstimmenden Belastungen der Zeugen J._____ und K._____ erstellt, dass 

der Beschuldigte dem Privatkläger zumindest einmal mit der Faust ins Gesicht 

geschlagen hat,  

wobei der Schlag so stark war, dass der Privatkläger zu Boden ging (Urk. 49 

S. 51), was der Beschuldigte anerkennt (Urk. 34 S. 5f.; Urk. 69 S. 7).  

3.3.2. Die Vorinstanz hat einen zweiten Faustschlag des Beschuldigten  

ins Gesicht des Privatklägers als nicht erstellt erachtet (Urk. 49 S. 43). Die  

appellierende Anklagebehörde geht davon aus, der fragliche zweite Faustschlag 

sei aufgrund der überzeugenden ersten Aussage des Privatklägers ebenfalls  

erstellt (Urk. 50 S. 3; Urk. 70 S. 3f.). Wohl hat der Privatkläger in seiner ersten  

– polizeilichen – Einvernahme zwei Boxschläge geschildert (Urk. 10/1 S. 1). In 

seiner staatsanwaltschaftlichen Einvernahme konnte er sich dann jedoch 

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ausdrücklich nicht an einen zweiten Faustschlag erinnern (Urk. 10/3 S. 5). Wenn 

die Vorinstanz gestützt darauf lediglich einen Faustschlag als rechtsgenügend 

erstellt erachtete, ist dies zu übernehmen, namentlich da auch die unbeteiligten 

Zeugen K._____ und J._____ nicht konkret von zwei Faustschlägen des 

Beschuldigten in das Gesicht des Privatklägers sprachen (Urk. 11/19 S. 7; 

Urk. 11/25 S. 7). Der Zeuge J._____ gab vielmehr an, der Beschuldigte habe 

blitzschnell zugeschlagen und der Privatkläger sei sofort zu Boden gegangen 

(Urk. 11/25 S. 8). 

3.3.3. Die Vorinstanz ging zugunsten des Beschuldigten davon aus, dass er 

vom Privatkläger gegen die Brust geschlagen wurde, bevor er dem Privatkläger 

ins Gesicht geschlagen habe (Urk. 49 S. 50f.). Die appellierende Anklagebehörde 

widerspricht dem mit dem Argument, die Aussagen des Beschuldigten seien  

widersprüchlich und wenig glaubhaft, es sei in allen Punkten nicht darauf 

abzustellen; seine Behauptung, zuerst geschlagen worden zu sein, sei daher 

widerlegt. Es sei vielmehr auf die Schilderung des Privatklägers abzustellen, 

wonach er den Beschuldigten nicht geschlagen habe, da sich diese mit den 

Aussagen seiner Kollegen und denjenigen der Sicherheitsleute decke (Urk. 50 

S. 2f.). Der  

Beschuldigte hat in sämtlichen Einvernahmen konstant angegeben, zuerst vom 

Privatkläger geschlagen worden zu sein (Urk. 5/1 S. 3; Urk. 5/3 S. 2; Urk. 34 S. 5; 

Urk. 69 S. 2 und S. 7). Die Tatsache, dass er belegtermassen verschiedentlich 

falsch aussagt, bedeutet natürlich entgegen der Anklagebehörde noch nicht, dass 

rundweg keiner seiner Aussagen zu glauben ist. Der Privatkläger sagte in seiner 

ersten Einvernahme aus, er sei vom Beschuldigten gestossen und dann 

geschlagen worden. Die Frage, ob auch er gestossen oder geschlagen habe, 

wurde ihm nicht gestellt (Urk. 10/1 S. 1). In seiner zweiten Einvernahme konnte 

sich der  

Privatkläger kaum an Details des Tatablaufs erinnern (Urk. 10/3 S. 4ff.). Entgegen 

der Anklagebehörde werden die Aussagen des Privatklägers durch die Aussagen 

der Sicherheitsleute nicht entscheidend gestützt und teilweise sogar widerlegt: 

Der Zeuge K._____ sagte aus, bevor der Beschuldigte zugeschlagen habe, 

hätten sich ca. 10 junge Leute schreiend herumgestossen. Unmittelbar vor dem 

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Schlag des Beschuldigten habe er, der Zeuge, keinen Schlag des Privatklägers 

gegen den Beschuldigten gesehen. Ob dieser früher geschlagen habe, wisse er 

nicht (Urk. 11/16 S. 2 und S. 4). Später sagte K._____ aus, er habe nicht 

gesehen, ob der Privatkläger zuerst zugeschlagen habe. Der Zeuge machte 

jedoch in der gesamten Einvernahme grosse Erinnerungsschwierigkeiten geltend 

(Urk. 11/19 S. 11). Der Zeuge J._____ sagte aus, "ein Blonder (der Beschuldigte) 

und ein Kleiner" (der Privatkläger) waren sehr aggressiv und wollten aufeinander 

losgehen; die Kollegen hielten sie aber zurück" (Urk. 11/22 S. 1). Der Kleine habe 

nicht geschlagen; der Zeuge habe den Ursprung der Auseinandersetzung aus  

einer Distanz von ca. 70 Metern beobachtet (Urk. 11/22 S. 3). Am Anfang hätten 

sich die Gruppen herumgestossen; der Privatkläger sei auch aggressiv gewesen; 

er sei auf den Beschuldigten losgegangen (Urk. 11/25 S. 4, S. 7 und S. 12). Aus 

den Aussagen der unbeteiligten Zeugen ergibt sich somit immerhin, dass der  

Privatkläger entgegen seinen Aussagen gegen den Beschuldigten sehr aggressiv 

auftrat und die Gruppen der beiden Hauptakteure sich gegenseitig 

herumschubsten. Dass der Beschuldigte vom Privatkläger dabei gestossen 

wurde, allenfalls auch gegen die Brust, allenfalls sogar in einer Art, die der 

Beschuldigte auch als Schlag empfinden konnte (vgl. Urk. 69 S. 7 und S. 9), ist 

daher zugunsten des Beschuldigten nicht auszuschliessen.  

3.3.4. Wiederum mit der Vorinstanz ist gestützt auf die entsprechenden über-

einstimmenden Belastungen der Zeugen J._____ und K._____ erstellt, dass der  

Beschuldigte den Privatkläger nach dem Niederschlag aufgehoben und gegen ein 

Auto oder ein Metallgeländer gestossen hat, worauf der Privatkläger wiederum zu 

Boden ging (Urk. 49 S. 44f.), was der Beschuldigte im Übrigen nicht angefochten 

hat. Ebenfalls erstellt ist entgegen den anfänglichen Bestreitungen des 

Beschuldigten, dass dieser mindestens einmal gegen den Oberkörper des am 

Boden  

liegenden Privatklägers getreten hat (Urk. 49 S. 48f.). Auch dies hat der 

Beschuldigte nicht angefochten. 

3.3.5. Zur Intensität dieses erstellten Tritts des Beschuldigten gegen den 

Oberkörper des Privatklägers hat die Vorinstanz erwogen, diese sei nicht 

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erstellbar. Es sei nicht im Sinne der Schilderung in der Anklageschrift erstellt, 

dass der  

Beschuldigte "mit voller Kraft" gegen den Oberkörper des Privatklägers getreten 

habe (Urk. 49 S. 49 und S. 51). Die Zeugen K._____ und J._____ haben 

übereinstimmend ausgesagt, der Beschuldigte sei sehr aggressiv gewesen. 

Namentlich der Zeuge J._____ hat sodann detailliert geschildert, der Beschuldigte 

habe mit der Faust blitzschnell und derart heftig zugeschlagen, dass der 

Privatkläger sofort umgefallen sei (Urk. 11/25 S. 8). Anschliessend hat der 

Beschuldigte den bereits niedergeschlagenen Privatkläger aufgehoben und derart 

heftig gestossen, dass  

er wiederum zu Boden ging, worauf er ihm noch einen Tritt versetzte. Dieses 

Vorgehen demonstriert eindrücklich, mit welcher Aggressivität und Intensität der  

Beschuldigte gegen den Privatkläger vorging, auch als dieser bereits schwer  

angeschlagen, wenn nicht gar komplett kampfunfähig, war. Das Niederschlagen 

des Privatklägers, das Aufheben und erneute zu Boden-Schicken sowie der 

nachfolgende Tritt erfolgten gemäss den Zeugen in einem raschen, dynamischen 

Tatablauf. Es ist lebensfremd und auszuschliessen, dass der Beschuldigte den  

Privatkläger heftig niederschlägt, wieder aufhebt und nochmals zu Boden schickt, 

und dann sachte und behutsam zutritt. Der Beschuldigte handelte offensichtlich in 

einem eigentlichen Aggressions- und Gewaltausbruch, weshalb zwingend 

anzunehmen ist, dass der Tritt gegen den Oberkörper des Privatklägers jedenfalls  

heftig oder stark geführt wurde. Ob der Beschuldigte "mit voller Kraft" getreten 

hat, kann offenbleiben. Dieses Beweisresultat wird zwanglos durch die 

Schilderung des Zeugen J._____ gestützt, wonach der Beschuldigte wie beim 

Fussball  

zugetreten habe (Urk. 11/22 S. 2). Auch ein Fussballspieler, welcher ausholt und 

den Ball tritt und nicht nur schiebt, geht mit einiger Kraft vor. Daran wurde der  

Beschuldigte – entgegen seinem Vorbringen – auch von der Fussoperation (im 

November 2011) bzw. der entsprechende Verletzung nicht gehindert, zumal er die 

Krücken im Januar 2012 hat abgeben können (vgl. Urk. 34 S. 6). 

3.3.6. Schliesslich ist die Frage zu klären, ob der Beschuldigte den Privatkläger 

– wie in der Anklageschrift behauptet – konkret gegen den Kopf getreten hat. Die 

- 14 - 

Vorinstanz hat erwogen, dies sei nicht erstellt (Urk. 49 S. 48f.). Die appellierende 

Anklagebehörde argumentiert im Berufungsverfahren, ein Tritt des Beschuldigten 

gegen den Kopf des Privatklägers sei gestützt auf die glaubhaften Aussagen des 

Zeugen C._____ zweifelsfrei erstellt (Urk. 50 S. 6; Urk. 70 S. 6ff.). Die Vorinstanz 

hat erwogen, aus den Zeugenaussagen K._____ und J._____ ergäbe sich nicht 

zweifelsfrei ein Tritt des Beschuldigten gegen den Kopf des Privatklägers (Urk. 49 

S. 49), was die Anklagebehörde nicht bemängelt (Urk. 50; Urk. 70). C._____ 

sagte – mit der Anklagebehörde – polizeilich (als Auskunftsperson) befragt aus, 

der Beschuldigte habe dem Privatkläger einmal gegen den Kopf getreten 

(Urk. 11/11 S. 2). Mit der Vorinstanz hat er dies in seiner 

untersuchungsrichterlichen Einvernahme nicht wiederholt (Urk. 11/14 S. 6). Die 

Vorinstanz hat in formeller Hinsicht Erwägungen über die prozessuale 

Verwertbarkeit der untersuchungsrichterlichen Einvernahme von C._____ 

angestellt, da dieser als Zeuge und nicht als Auskunftsperson einvernommen 

worden sei (Urk. 49 S. 49 mit Verweisen). Die Anklagebehörde macht dazu im 

Berufungsverfahren geltend, die Einvernahme als Zeuge sei prozessual korrekt 

gewesen (Urk. 50 S. 5; Urk. 70 S. 6ff.). Diese Diskussion ist indessen müssig, da 

die einzige belastende Aussage von C._____ zur konkret interessierenden Frage 

als Auskunftsperson (bei der Polizei) erfolgt ist und seine Aussagen als Zeuge 

(bei der Staatsanwaltschaft) den Beschuldigten diesbezüglich gar nicht belasten, 

sondern vielmehr seine frühere Aussage entkräften und den Beschuldigten damit 

eigentlich entlasten. So hat C._____ in seiner untersuchungsrichterlichen 

Befragung seine frühere Aussage, der Beschuldigte habe gegen den Kopf des 

Privatklägers getreten, nicht einfach nicht wiederholen können. Er hat vielmehr 

detailliert ausgesagt, der Beschuldigte habe dorthin getreten, "wohin er es gerade 

geschafft hat. Ob es der Bauch oder der Arm war". Er, C._____, habe gesehen, 

dass der Beschuldigte geschlagen habe, aber nicht genau, wohin. Er könne nicht 

sagen, ob es der Bauch oder der Kopf oder ein anderer Körperteil gewesen sei. 

Es könne – lediglich – sein, dass der Beschuldigte den Kopf des Privatklägers 

getroffen habe (Urk. 11/14 S. 5f.). Illustrativ ist die Aussage von C._____, er habe 

– bei Schlägereien – auch schon schlimmere Sachen gesehen (Urk. 11/14 S. 6). 

Dies spricht dagegen, dass er einen wuchtigen Tritt gegen den Kopf des 

- 15 - 

Privatklägers (was durchaus als "schlimm" zu bezeichnen wäre) bewusst 

wahrgenommen hat. Gegebenenfalls wäre zu erwarten, dass sich C._____ daran 

erinnern könnte und dies entsprechend schildern würde. Mithin ist mit der 

Vorinstanz in der Tat nicht zweifelsfrei erstellt, dass der Beschuldigte konkret 

gegen den Kopf des Privatklägers getreten hat.  

3.4. Die Feststellungen der Vorinstanz zum inneren Sachverhalt betreffend den 

wie vorstehend erstellten äusseren Sachverhalt (Urk. 49 S. 52) bemängelt die  

appellierende Anklagebehörde nicht (Urk. 50; Urk. 70). Es ist daher auf diese  

zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz abzustellen (Art. 82 Abs. 4 StPO). 

3.5. Demnach ist zusammengefasst rechtsgenügend erstellt, dass der Privat-

kläger den Beschuldigten gegen die Brust gestossen oder allenfalls geschlagen 

hat, dass der Beschuldigte in der Folge den Privatkläger mit einem starken 

Faustschlag ins Gesicht niederstreckte, er den Privatkläger anschliessend aufhob 

und gegen ein Auto oder ein Metallgeländer stiess, worauf der Privatkläger 

wiederum zu Boden ging, und der Beschuldigte schliesslich heftig gegen den 

Oberkörper des Privatklägers trat. Dabei war er sich bewusst, dass sowohl ein 

starker Faustschlag ins Gesicht wie ein heftiger Fusstritt gegen den Oberkörper 

zu Verletzungen führen kann.  

Der Privatkläger erlitt einen Nasenbeinbruch, eine Gehirnerschütterung sowie 

Prellungen am Rumpf (Urk. 14/10). Der Beschuldigte anerkennt, für den 

Nasenbeinbruch verantwortlich zu sein (Urk. 34 S. 8; Urk. 69 S. 8; vgl. auch 

Urk. 38 S. 14). Dass der Beschuldigte den Nasenbeinbruch des Privatklägers 

verursacht hat, erscheint ohne Weiteres erstellt, ist dies doch eine typische Folge 

eines Faustschlags in das Gesicht eines Kontrahenten, wie der Beschuldigte ihn 

geführt hat. Dass die Gehirnerschütterung und die Rumpf-Prellungen ebenfalls 

vom  

Verhalten des Beschuldigten herrühren (Faustschlag ins Gesicht mit Hinfallen, 

Aufheben und Wegstossen mit erneutem Hinfallen, Tritt gegen den Oberkörper), 

ist wahrscheinlich. Da der Privatkläger jedoch gemäss den Aussagen der Zeugen 

K._____ und J._____ auch noch von weiteren Personen getreten wurde, lässt 

sich dies nicht zweifelsfrei und damit rechtsgenügend erstellen. Der Privatkläger 

- 16 - 

hat schliesslich belegtermassen ein Hämatom am rechten Auge erlitten (vgl. 

Urk. 11/20), dessen Verursachung der Beschuldigte in der Hauptverhandlung 

zwar anerkannte (Urk. 34 S. 8), in der Berufungsverhandlung erklärte er indessen, 

er wisse nicht, ob er für das Hämatom verantwortlich sei (Urk. 69 S. 8). Diese 

Blessur fand jedoch keinen Eingang in die Anklageschrift (Urk. 22).  

4.1. Die Vorinstanz hat in ihrer rechtlichen Würdigung erwogen, der eingeklagte 

Tritt gegen den Kopf des Privatklägers sei nicht erstellt und aufgrund der 

erstellten Übergriffe (Faustschlag ins Gesicht, Stossen gegen eine Abschrankung 

oder ein Auto sowie Tritt gegen den Oberkörper) könne noch nicht geschlossen  

werden, der Beschuldigte habe eine schwere oder lebensgefährliche Verletzung 

des Privatklägers gewollt oder in Kauf genommen (Urk. 49 S. 53). Dies ist vor-

liegend zu übernehmen: Die Anklagebehörde geht betreffend sämtliche der  

geschilderten, gewalttätigen Aktionen des Beschuldigten von Tateinheit aus. Sie 

stützt ihre rechtliche Qualifikation der versuchten schweren Körperverletzung (vgl. 

Urk. 35 S. 9) auf den Tatvorwurf eines Tritts gegen den Kopf des Privatklägers 

(was nicht erstellt ist) sowie mehrerer Tritte gegen den Oberkörper des Privat-

klägers (wovon lediglich ein Tritt erstellt ist). Betreffend diesen Tritt ist sodann 

gemäss vorstehendem Beweisergebnis wohl davon auszugehen, dass er mit  

einer gewissen Heftigkeit geführt wurde; es ist jedoch völlig offen, gegen welchen 

Teil des Oberkörpers er erfolgte. So kann z.B. ein harter Tritt in die Nierengegend 

durchaus zur Verletzung innerer Organe, verbunden mit starken Blutungen und 

einer Lebensgefahr führen. Hingegen führt ein Tritt z.B. gegen die Schulterpartie 

(wobei es sich ebenfalls um einen Bereich des Oberkörpers handelt) eines am 

Boden Liegenden keinesfalls zu einer Lebensgefahr (zum Eventualvorsatz  

vgl. sodann BGE 137 IV 1 E. 4.2.3 mit Hinweis; Art. 12 Abs. 2 StGB). 

4.2. Weiter hat die Vorinstanz korrekt erwogen, dass der Beschuldigte den 

Tatbestand der einfachen Körperverletzung erfüllt hat, indem er dem Privatkläger 

mit einem heftigen Faustschlag in dessen Gesicht die Nase gebrochen hat 

(Urk. 49 S. 53-55). Dagegen hat auch die Verteidigung nichts einzuwenden 

(Urk. 38 S. 14; vgl. auch Urk. 71).  

http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=str&query_words=6B_388%2F2012&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F137-IV-1%3Ade&number_of_ranks=0#page1

- 17 - 

4.3. In der Folge hat die Vorinstanz erwogen, es sei davon auszugehen, dass die 

tätliche Auseinandersetzung zwischen dem Beschuldigten und dem Privatkläger 

mit dem Schlag des Privatklägers gegen die Brust des Beschuldigten begonnen 

habe. Es könne nicht gesagt werden, dass der Faustschlag des Beschuldigten ein 

unangemessenes Abwehrmittel gewesen sei. Es könne dem Beschuldigten 

aufgrund der Beweislage auch nicht unterstellt werden, er habe den Schlag gegen 

die Brust durch den Privatkläger absichtlich provoziert oder seinen eigenen 

Faustschlag nicht mit Verteidigungswille geführt. Der Faustschlag ins Gesicht des 

Privatklägers und dessen Folgen (erstes zu Bodengehen des Privatklägers und 

dessen Nasenbeinbruch) seien damit als im Sinne von Art. 15 StGB gerechtfertigt 

anzusehen (Urk. 49 S. 56).  

Dies ist zu verwerfen. Bemerkenswerterweise wurde Solches im Hauptverfahren 

nicht einmal durch die Verteidigung geltend gemacht (Urk. 38). Wie die Vorinstanz 

selber – und richtig – erwägt, standen sich gemäss den überzeugenden 

Zeugenaussagen K._____ und J._____ zwei rivalisierende Gruppen gegenüber 

(Urk. 49 S. 56). Sowohl der Privatkläger wie auch der Beschuldigte seien 

aggressiv  

gewesen und hätten aufeinander losgehen wollen (Urk. 11/22 S. 1). Es sei ein 

Herumstossen gewesen (Urk. 11/16 S. 2 und S. 4). Der Privatkläger wird 

durchwegs als kleiner und körperlich schwächer als der Beschuldigte beschrieben 

(Urk. 11/25 S. 14). Selbst der Beschuldigte räumt dies ein (Urk. 69 S. 9). Der 

Zeuge J._____ äusserte die Vermutung, angesichts des wütenden Verhaltens des 

Beschuldigten habe der Privatkläger diesen wohl vorgängig beleidigt (Urk. 11/25 

S. 9). Entgegen der Vorinstanz drohte dem Beschuldigten somit kein Angriff des 

Privatklägers, welcher eine gewaltsame Abwehr durch den Beschuldigten  

erfordert hätte. Solches lässt sich auch nicht aus einem Stossen oder gar einem 

Schlag des Privatklägers gegen die Brust des Beschuldigten ableiten. Entgegen 

der Vorinstanz ist offensichtlich, dass der Beschuldigte "den Faustschlag nicht mit 

Verteidigungswille geführt" hat: Gemäss den Zeugen K._____ und J._____ schlug 

er blitzschnell zu und attackierte den bereits nach dem ersten Schlag ausser  

Gefecht gesetzten Privatkläger sofort massiv weiter. Der Beschuldigte fühlte sich 

durch den Privatkläger schlicht provoziert und liess sich zu einem durch nichts zu 

- 18 - 

rechtfertigenden Wut- und Gewaltausbruch hinreissen. Eine Notwehrsituation lag 

nicht vor und eine Notwehrhandlung des Beschuldigten ist aufgrund seiner 

Vorgehensweise zweifellos auszuschliessen. Der Beschuldigte handelte ohne 

Rechtfertigungsgrund im Sinne von Art. 15 StGB.  

4.4. Wie vorstehend erwogen, können den nach dem Faustschlag erfolgten  

Gewalthandlungen des Beschuldigten (Aufheben des Privatklägers vom Boden 

und gegen ein Auto oder ein Metallgeländer stossen, Tritt gegen den Oberkörper) 

keine körperlichen Blessuren des Privatklägers konkret zugeordnet werden. 

Selbst wenn dies so wäre, wäre aufgrund des Vorgehens des Beschuldigten in 

einem raschen, dynamischen Tatablauf nicht auf mehrfache Tatbegehung zu  

erkennen. Wie bereits vorstehend erwogen, geht auch die Anklagebehörde von 

einer Tateinheit aus. Somit ist der Beschuldigte – lediglich – der einfachen  

Körperverletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 1 Abs. 1 StGB schuldig zu sprechen. 

Dass der Beschuldigte den Privatkläger nicht nur mit der Faust geschlagen,  

sondern auch noch durch einen Stoss zu Fall gebracht und in den Oberkörper  

getreten hat, ist bei der nachfolgenden Strafzumessung zu berücksichtigen.  

4.5. Die Anklagebehörde hat einen einheitlichen Tatablauf als versuchte schwere 

Körperverletzung qualifiziert (Urk. 22). Mit der Vorinstanz ist der wesentliche Teil 

des Anklagesachverhalts, welcher zum Tatvorwurf der versuchten schweren  

Körperverletzung führte (Tritt gegen den Kopf des Privatklägers), nicht erstellt. 

Wenn der Beschuldigte heute – lediglich – der einfachen Körperverletzung  

schuldig gesprochen wird, bezieht sich dies auf einen anderen Vorhalt 

(namentlich Faustschlag in das Gesicht des Privatklägers) und es handelt sich 

nicht  

einfach um eine von derjenigen der Anklagebehörde abweichende rechtliche 

Würdigung. Der vorinstanzliche Freispruch des Beschuldigten vom Vorwurf der 

versuchten schweren Körperverletzung ist daher zu bestätigen.  

- 19 - 

III. Sanktion 

1. Einfache Körperverletzung wird gemäss Art. 123 Ziff. 1 Abs. 1 StGB mit 

Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren bestraft. Der konkret anwend-

bare Strafrahmen wird weder durch Strafschärfungs- noch durch 

Strafmilderungsgründe erweitert (Art. 48a und 49 StGB). Ein Versuch (Art. 22 

StGB) liegt entgegen der Vorinstanz nicht vor. Infolge Tateinheit ist auch nicht von 

mehrfacher Tatbegehung auszugehen (Art. 49 StGB). Zur seitens des 

Beschuldigten geltend gemachten verminderten Schuldfähigkeit infolge 

Alkoholisierung (Art. 19 StGB; Urk. 38 S. 15) kann auf die diesbezüglich 

zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 49 S. 58f.): 

Gemäss den Aussagen der Beteiligten und namentlich des Beschuldigten selber 

ist eine relevante Berauschung des Beschuldigten im Sinne der bundesgerichtlich 

geforderten Intensität auszuschliessen. Mit der Vorinstanz ist seine 

alkoholbedingte Enthemmung jedoch  

innerhalb des Strafrahmens strafmindernd zu berücksichtigen.  

Die Vorinstanz hat die allgemeinen Grundsätze der richterlichen Strafzumessung 

angeführt (Urk. 49 S. 60; vgl. Entscheid des Bundesgerichts 6B_390/2009 

E. 2.3.1. mit Verweisen auf die weitere bundesgerichtliche Praxis; BGE 134 IV 17 

E. 2.1.). Auf diese ist zu verweisen. 

2.1. Zur Tatkomponente und dort zur objektiven Tatschwere: Der Beschuldigte 

hat den Privatkläger unvermittelt und hart mit der Faust ins Gesicht geschlagen. 

Wie hart der Schlag geführt wurde, geht schon daraus hervor, dass der Privat-

kläger davon einen doppelten Nasenbeinbruch erlitt und sofort zu Boden ging. 

Allein dies zeugt von erheblicher krimineller Energie; der Beschuldigte hat diesen 

Eindruck jedoch noch massiv verstärkt, indem er den bereits benommenen  

Privatkläger vom Boden hochhob, um ihn erneut durch einen Stoss zu Boden zu 

schicken und anschliessend mindestens einmal mit dem Fuss heftig gegen den 

Oberkörper des Privatklägers zu treten. Wer auf einen wehrlos am Boden 

Liegenden eintritt, demonstriert ohne Wenn und Aber eine bedenkliche 

charakterliche Einstellung. Bleibende Schäden sind dem Privatkläger aus dem 

- 20 - 

Nasenbeinbruch nicht erwachsen. Immerhin wurde ihm indes vom 25. September 

2012 bis zum 12. Oktober 2012 eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit attestiert 

(Urk. 14/5). Es ist daher davon auszugehen, dass er durch den Nasenbeinbruch 

und die Hirnerschütterung über eine gewisse Zeit Schmerzen erlitt und in seinem 

Wohlbefinden und Aussehen beeinträchtigt war. Die objektive Tatschwere wiegt 

demgemäss nicht mehr leicht.  

2.2. Zur subjektiven Tatschwere: Der Beschuldigte war zum Tatzeitpunkt in  

seiner Steuerungsfähigkeit nicht im Sinne eines Strafmilderungsgrundes 

vermindert. Hingegen ist zu seinen Gunsten aufgrund einer doch merklichen 

Alkoholisierung von einer Enthemmung und gesteigerten Reizbarkeit 

auszugehen. Was  

genau die Ursache für die tätliche Auseinandersetzung war, ist unklar. Es ist 

 jedoch anzunehmen, dass der Beschuldigte sich durch den Privatkläger – wohl 

im Zusammenhang mit Frauen (vgl. Urk. 69 S. 10) – provoziert gefühlt hat. Eine  

Provokation seitens des Privatklägers vermag den Beschuldigten jedoch einzig 

betreffend den inkriminierten Faustschlag überhaupt in gewisser Weise zu ent-

lasten. Dass der Beschuldigte den bereits kampfunfähigen Privatkläger, der schon 

einen doppelten Nasenbeinbruch erlitten hatte, aufhob, wiederum zu Boden stiess 

und noch auf ihn eintrat, ist nicht nachvollziehbar und durch nichts zu 

entschuldigen. Als Motiv kommt einzig Imponiergehabe und ein Kontrollverlust als 

völlig  

unangemessene Reaktion auf eine allfällige Provokation des Privatklägers in  

Frage. Die Tat war vollkommen sinnlos. Vor diesem Hintergrund erübrigt sich 

auch die Diskussion, ob die Auseinandersetzung einen ethnischen Hintergrund 

hatte, wie dies seitens des Beschuldigten heute vorgebracht wird (Urk. 69 S. 6; 

Urk. 71 S. 3 und S. 5). Animositäten spielten unter Umständen eine gewisse  

Rolle, sie waren für das vorliegend zu beurteilende Verhalten jedoch nicht  

relevant. Es wirft im Übrigen ein schlechtes Licht auf den Beschuldigten, dass er 

sich zum Abreagieren seiner Imponiergelüste und/oder Frustration einen gemäss 

den Aussagen Dritter deutlich kleineren und physisch schwächeren Gegner 

ausgesucht hat. Auch die subjektive Tatschwere wiegt daher nicht mehr leicht.  

- 21 - 

2.3. Das Verschulden wiegt insgesamt nicht mehr leicht. Nach der Beurteilung 

der Tatkomponente ist eine hypothetische Einsatzstrafe noch knapp am oberen 

Ende des unteren Drittels des Strafrahmens, somit eine Geldstrafe von ca. 300 

bis 330 Tagessätzen, anzusetzen.  

2.4. Zur Täterkomponente hat die Vorinstanz den Werdegang und die 

persönlichen Verhältnisse des Beschuldigten angeführt (Urk. 49 S. 62). Anlässlich 

der  

Berufungsverhandlung wurde aktualisiert, dass er zurzeit unfallbedingt arbeits-

unfähig ist. Vor dem Unfall habe er temporär bei der L._____ in … zu einem 

Stundenlohn von Fr. 33.– gearbeitet. Sobald er die Fahrprüfung absolviert habe, 

habe er eine Stelle als Sanitär in Aussicht. Dort könne er auch die Lehre  

abschliessen bzw. die Prüfung wiederholen (Urk. 69 S. 3). Weitere Änderungen 

ergaben sich nicht.  

Die persönlichen Verhältnisse des Beschuldigten wirken sich bei der Strafzu-

messung neutral aus. Eine erhöhte Strafempfindlichkeit weist er nicht auf. 

Ebenfalls neutral wiegt seine Vorstrafenlosigkeit (Urk. 54). Unter dem Titel 

Nachtatverhalten wiegt das zögerliche und bis heute unvollständige Geständnis 

nur  

marginal strafmindernd. Der Beschuldigte macht nach wie vor geltend, er und  

seine Begleiter hätten sich gegen einen Angriff des Privatklägers und dessen  

Begleiter zur Wehr setzen müssen. Das schwer wiegende Eintreten auf den am 

Boden liegenden Privatkläger bestreitet er auch heute noch. Jedenfalls kann der 

Beschuldigte keinesfalls Reue und Einsicht strafmindernd für sich reklamieren.  

2.5. Die Täterkomponente relativiert somit das Verschulden nur leicht. Die nach 

der Beurteilung der Tatkomponente bemessene hypothetische Einsatzstrafe von 

ca. 330 Tagessätzen Geldstrafe ist daher auf 300 Tagessätze Geldstrafe zu  

senken. In dieser Höhe ist der Beschuldigte zu bestrafen. Da der Beschuldigte 

Ersttäter ist, muss noch keine schwerer wiegende Strafart in Betracht gezogen 

werden (vgl. Entscheid des Bundesgerichts 6B_449/2011 vom 12. September 

2011 E. 3.6.1.). Der Beschuldigte ist demzufolge mit einer Geldstrafe von  

300 Tagessätzen zu bestrafen.  

- 22 - 

2.6. Die Ausführungen der Vorinstanz zur Höhe des Tagessatzes sind über-

zeugend und werden weder durch die Verteidigung noch durch die appellierende 

Anklagebehörde substantiiert beanstandet (Urk. 50 und Urk. 70; Urk. 71). 

Anlässlich der heutigen Berufungsverhandlung erklärte der Beschuldigte, zurzeit 

aufgrund eines Kreuzbandrisses am linken Knie arbeitsunfähig zu sein und 

deshalb (lediglich) eine monatliche SUVA-Rente von Fr. 3'050.– zu erhalten 

(Urk. 69 S. 2f.). Er führte jedoch auch aus, er rechne mit einer Arbeitsunfähigkeit 

von (bloss) weiteren ein bis zwei Monaten und werde nach Abschluss der Lehre, 

es fehle nur noch die Lehrabschlussprüfung, ca. Fr. 4'200.– bis Fr. 4'300.– netto  

verdienen (Urk. 69 S. 3ff.). Angesichts dieser Umstände drängt sich eine 

Abweichung von der vorinstanzlich festgesetzten Höhe des Tagessatzes von 

Fr. 60.– nicht auf.  

3. Die Vorinstanz hat dem Beschuldigten aufgrund seiner Eigenschaft als 

Ersttäter zu Recht den bedingten Strafvollzug gewährt unter Ansetzung der 

gesetzlich minimalen Probezeit (Urk. 54; Urk. 49 S. 64f.). Dies ist zu übernehmen.  

4. Da auf den Beschuldigten als Folge des vorliegenden Strafverfahrens  

empfindliche finanzielle Forderungen zukommen werden, ist auf die Festsetzung 

einer Busse zur bedingten Geldstrafe als zusätzliche, spürbare Sanktion bzw. 

"Denkzettel" zu verzichten, zumal die Anklagebehörde auch keine Busse 

beantragt (Art. 42 Abs. 4 StGB; vgl. BGE 134 IV 1 E. 4.5.2.; Urk. 50 S. 6f. und 

Urk. 70 S. 1).  

IV. Kosten- und Entschädigungsfolgen 

1. Ausgangsgemäss sind die Kosten der Untersuchung und des 

erstinstanzlichen bzw. Hauptverfahrens (exklusive Kosten der amtlichen 

Verteidigung) dem Beschuldigten zur Hälfte aufzuerlegen und zur Hälfte auf die 

Gerichtskasse zu nehmen. Konsequenterweise müsste dies auch zur Folge 

haben, dass betreffend die Hälfte (und nicht nur einen Drittel) der auf die 

Gerichtskasse zu nehmenden Kosten der amtlichen Verteidigung eine 

Rückforderung vorzumerken wäre. Die Anklagebehörde hat jedoch die 

- 23 - 

entsprechende Ziffer (Dispositiv-Ziff. 10.) des vorinstanzlichen Urteils ausdrücklich 

nicht angefochten (Urk. 50), weshalb sie in Rechtskraft erwachsen ist (vgl. vorne 

Ausführungen zu Ziffer I.2.).  

2. Die Gerichtsgebühr für das Berufungsverfahren ist auf Fr. 3'000.– festzu-

setzen. 

3. Im Berufungsverfahren unterliegt die appellierende Anklagebehörde mit  

ihren Anträgen teilweise. Sie unterlag zwar weitgehend im Schuldpunkt 

(Freispruch vom Vorwurf der versuchten schweren Körperverletzung, jedoch 

Schuldspruch wegen [vollendeter] einfacher Körperverletzung), erreichte indessen 

eine deutliche Erhöhung der von der Vorinstanz ausgefällten (Geld-)Strafe von 90 

auf 300 Tagessätze. Die Kosten dieses Verfahrens (exklusive Kosten der 

amtlichen Verteidigung) sind dem Beschuldigten daher zur Hälfte aufzuerlegen 

und zur  

Hälfte auf die Gerichtskasse zu nehmen. Die Kosten der amtlichen Verteidigung 

im Berufungsverfahren sind auf die Gerichtskasse zu nehmen, wobei betreffend  

deren Hälfte eine Rückforderung nach Art. 135 Abs. 4 StPO vorzubehalten ist.  

Von der Verpflichtung des Beschuldigten zur Bezahlung einer (reduzierten)  

Prozessentschädigung für den Privatkläger für das Berufungsverfahren ist 

abzusehen, zumal in der Eingabe des Privatklägers betreffend Berufungsrückzug 

vom 8. Januar 2014 keine solche geltend gemacht wurde (Urk. 65).  

4. Der amtliche Verteidiger des Beschuldigten, Rechtsanwalt Dr. Y._____, 

reichte vor der Berufungsverhandlung eine Honorarnote betreffend  

seine Aufwendungen und Auslagen im vorliegenden Berufungsverfahren ein. Den 

Zeitaufwand für die Teilnahme an der Berufungsverhandlung inklusive 

Vorbesprechung mit dem Beschuldigten schätzte er – zutreffend (Dauer der 

Berufungsverhandlung inkl. Weg, zusätzlich Nachbesprechung mit dem 

Beschuldigten) – auf 240 Minuten (Urk. 68). Rechtsanwalt Dr. Y._____ ist 

demgemäss  

als amtlicher Verteidiger des Beschuldigten im Berufungsverfahren für seine 

Aufwendungen und Auslagen mit Fr. 4'327.55 zu entschädigen. 

- 24 - 

Es wird beschlossen: 

1. Vom Rückzug der Berufung des Privatklägers wird Vormerk genommen. 

2. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 8. Abteilung, 

vom 12. Juli 2013 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:  

"1. ... 

 2. … 

 3. … 

 4. … 

 5. Der Privatkläger A._____ wird mit seinem Schadenersatzbegehren auf den Weg des 

Zivilprozesses verwiesen. 

 6. Der Beschuldigte wird gemäss seiner Anerkennung verpflichtet, dem Privatkläger  

A._____ Fr. 2'000.– zuzüglich 5 % Zins ab 4. Februar 2012 als Genugtuung zu  

bezahlen. Im Mehrbetrag wird das Genugtuungsbegehren abgewiesen. 

 7. Die Gerichtsgebühr wird angesetzt auf Fr. 5'000.–. Die übrigen Kosten betragen:  

Fr. 4'000.– Gebühr für das Vorverfahren 

Fr. 8.20 Auslagen (Untersuchung) 

Fr. 12'180.60 amtliche Verteidigung gemäss Disp. Ziff. 9 

Allfällige weitere Kosten bleiben vorbehalten. 

 8. … 

 9. Der amtliche Verteidiger Rechtsanwalt Dr. iur. Y._____ wird für seine Bemühungen 

und Auslagen (inkl. Mehrwertsteuer) mit Fr. 12'180.60 aus der Gerichtskasse 

entschädigt.  

 10. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen; 

vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO im Umfang von 

einem Drittel. 

 11. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger A._____ für das gesamte 

Verfahren eine reduzierte Prozessentschädigung von Fr. 2'000.– zu bezahlen." 

- 25 - 

3. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil. 

4. Gegen Ziff. 1 dieses Beschlusses kann bundesrechtliche Beschwerde in 
Strafsachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang der vollständigen,  
begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundes-

gerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des 

Bundesgerichtsgesetzes. 

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte B._____ ist schuldig der einfachen Körperverletzung im 

Sinne von Art. 123 Ziff. 1 Abs. 1 StGB. 

2. Der Beschuldigte wird freigesprochen vom Vorwurf der versuchten schweren 

Körperverletzung im Sinne von Art. 122 Abs. 1 und 2 StGB in Verbindung 

mit Art. 22 Abs. 1 StGB. 

3. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Geldstrafe von 300 Tagessätzen zu 

Fr. 60.–. 

4. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre 

festgesetzt.  

5. Die Kosten der Untersuchung und des Hauptverfahrens (exklusive Kosten 

der amtlichen Verteidigung) werden dem Beschuldigten zur Hälfte auferlegt 

und zur Hälfte auf die Gerichtskasse genommen.  

6. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

- 26 - 

Fr. 3'000.– ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 4'327.55   amtliche Verteidigung 

7. Die Kosten des Berufungsverfahrens, exklusive der Kosten der amtlichen 

Verteidigung, werden zur Hälfte dem Beschuldigten auferlegt und zur Hälfte 

auf die Gerichtskasse genommen. Die Kosten der amtlichen Verteidigung 

werden auf die Gerichtskasse genommen. Die Rückzahlungspflicht im 
Umfang der Hälfte der Kosten der amtlichen Verteidigung bleibt 
vorbehalten (Art. 135 Abs. 4 StPO). 

8. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden  
des Beschuldigten (übergeben) 

− die Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich (übergeben) 
− den Vertreter des Privatklägers im Doppel für sich und zuhanden  

des Privatklägers (versandt)  

sowie in vollständiger Ausfertigung an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden  
des Beschuldigten  

− die Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich 
− den Vertreter des Privatklägers im Doppel für sich und zuhanden  

des Privatklägers  

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung all-

fälliger Rechtsmittel an 

− die Vorinstanz 
− die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A 
− die Kantonspolizei Zürich, KIA-ZA, mit separatem Schreiben  

(§ 54a Abs. 1 PolG). 

9. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-
sachen erhoben werden. 

- 27 - 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 
begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundes-

gerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

 

 

 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des 

Bundesgerichtsgesetzes. 

 

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer 

 
 

Zürich, 27. Januar 2014 
 
 

Der Präsident: 
 
 
 

Oberrichter Dr. F. Bollinger 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

lic. iur. S. Maurer 
 

 
 
 

- 28 - 

Zur Beachtung: 

Der/die Verurteilte wird auf die Folgen der Nichtbewährung während der Probezeit aufmerksam 

gemacht: 

Wurde der Vollzug einer Geldstrafe unter Ansetzung einer Probezeit aufgeschoben, muss sie 

vorerst nicht bezahlt werden. Bewährt sich der/die Verurteilte bis zum Ablauf der Probezeit, muss 

er/sie die Geldstrafe definitiv nicht mehr bezahlen (Art. 45 StGB); Analoges gilt für die bedingte 

Freiheitsstrafe. 

Eine bedingte Strafe bzw. der bedingte Teil einer Strafe kann im Übrigen vollzogen werden 

(Art. 46 Abs. 1 bzw. Abs. 4 StGB), 

- wenn der/die Verurteilte während der Probezeit ein Verbrechen oder Vergehen begeht, 

- wenn der/die Verurteilte sich der Bewährungshilfe entzieht oder die Weisungen missachtet. 

	Urteil vom 27. Januar 2014
	Anklage:
	Urteil der Vorinstanz: (Urk. 49 S. 69ff.)
	Es wird erkannt:
	1.   Der Beschuldigte ist schuldig
	- der versuchten einfachen Körperverletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 1 Abs. 1 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB.

	2.   Der versuchten schweren Körperverletzung im Sinne von Art. 122 Abs. 1 und 2 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB sowie eines anderen Deliktes ist der Beschuldigte nicht schuldig und wird freigesprochen.
	3.   Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu Fr. 60.–.
	4.   Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf zwei Jahre festgesetzt.
	5.   Der Privatkläger A._____ wird mit seinem Schadenersatzbegehren auf den Weg des Zivilprozesses verwiesen.
	6.   Der Beschuldigte wird gemäss seiner Anerkennung verpflichtet, dem Privatkläger A._____ Fr. 2'000.– zuzüglich 5 % Zins ab 4. Februar 2012 als Genugtuung zu bezahlen. Im Mehrbetrag wird das Genugtuungsbegehren abgewiesen.
	7.    Die Gerichtsgebühr wird angesetzt auf Fr. 5'000.–. Die übrigen Kosten betragen:
	Allfällige weitere Kosten bleiben vorbehalten.
	8.    Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden zu einem Drittel dem Beschuldigten auferlegt und zu zwei Drittel auf die Gerichtskasse  genommen.
	9.   Der amtliche Verteidiger Rechtsanwalt Dr. iur. Y._____ wird für seine  Bemühungen und Auslagen (inkl. Mehrwertsteuer) mit Fr. 12'180.60 aus der  Gerichtskasse entschädigt.
	10.   Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen; vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO im Umfang von einem Drittel.
	11.   Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger A._____ für das gesamte Verfahren eine reduzierte Prozessentschädigung von Fr. 2'000.– zu bezahlen.
	12.   (Mitteilungen)
	13.   (Rechtsmittel)
	Berufungsanträge: (Prot. II S. 4f.)
	1. Die Berufung sei abzuweisen und das erstinstanzliche Urteil zu bestätigen.
	2. Die Kosten des Berufungsverfahrens seien auf die Staatskasse zu nehmen.
	3. Der amtliche Verteidiger sei für das erstinstanzliche Verfahren sowie für das Berufungsverfahren angemessen aus der Staatskasse zu entschädigen.
	1. Der Beschuldigte sei der versuchten schweren Körperverletzung im Sinne von Art. 122 StGB i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB schuldig zu sprechen.
	2. Der Beschuldigte sei mit 3 Jahren Freiheitsstrafe zu bestrafen.
	3. Die Freiheitsstrafe sei im Umfang von 12 Monaten zu vollziehen. Für die restlichen 24 Monate Freiheitsstrafe sei dem Beschuldigten unter Ansetzung einer Probezeit von 2 Jahren der bedingte Vollzug zu gewähren.
	4. Die Kosten des Verfahrens seien dem Beschuldigten aufzuerlegen.
	Erwägungen:
	I.  Prozessuales
	 die vorinstanzliche Regelung der Zivilansprüche des Privatklägers A._____ (Urteilsdispositiv-Ziff. 5. und 6.)
	 die vorinstanzliche Kostenfestsetzung (Urteilsdispositiv-Ziff. 7)
	 die Regelung der Kosten der amtlichen Verteidigung (Urteilsdispositiv-Ziff. 9. und 10.) sowie
	 die Verpflichtung des Beschuldigten zur Leistung einer reduzierten Prozessentschädigung an den Privatkläger (Urteilsdispositiv-Ziff. 11.).
	Vom Eintritt der Rechtskraft dieser Anordnungen ist vorab Vormerk zu nehmen (Art. 404 StPO).
	3. Obwohl die Anklagebehörde in der Berufungsverhandlung die Frage der Verfahrensleitung nach Beweisanträgen zunächst verneinte hatte (Prot. II S. 5), stellte sie sodann im Rahmen ihres Plädoyers gestützt auf Art. 343 Abs. 2 StPO den Antrag, C._____, ...

	II.  Schuldpunkt
	1.1. In der Anklageschrift der Anklagebehörde vom 25. Februar 2013 wird dem Beschuldigten B._____ zusammengefasst zur Last gelegt, am 4. Februar 2012,  ca. um 03.45 Uhr, auf der …strasse in … Zürich im Rahmen einer erst verbalen und hernach tätlichen ...
	1.2. Der Beschuldigte anerkennt zusammengefasst, an der fraglichen Auseinandersetzung beteiligt gewesen zu sein und dem Privatkläger einen Schlag ins  Gesicht versetzt und dadurch den durch den Privatkläger erlittenen Nasenbeinbruch sowie "eventuell" ...
	1.3. Vorab ist auf eine problematische Formulierung in der Sachdarstellung der Anklageschrift hinzuweisen: Wenn gemäss Anklageschrift "der Beschuldigte  B._____ sowie F._____, G._____ und H._____ zwei bis drei Mal mit den Füssen gegen den am Boden lie...
	1.4. Die Vorinstanz hat zutreffend erwogen, dass zur Erstellung des strittigen Sachverhalts vorliegend die Aussagen des Beschuldigten, des Privatklägers, ihrer jeweiligen Begleiter anlässlich der inkriminierten Auseinandersetzung sowie  zweier unbetei...
	1.5. In ihrer Beweiswürdigung hat die Vorinstanz zum äusseren Sachverhalt  zusammengefasst erwogen, es sei – mit dem Geständnis des Beschuldigten –  erstellt, dass dieser dem Geschädigten einen Faustschlag ins Gesicht versetzt habe, welcher den Geschä...

	III.  Sanktion
	IV.  Kosten- und Entschädigungsfolgen

	Es wird beschlossen:
	1. Vom Rückzug der Berufung des Privatklägers wird Vormerk genommen.
	2. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 8. Abteilung, vom 12. Juli 2013 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:
	"1. ...
	2. …
	3. …
	4. …
	5. Der Privatkläger A._____ wird mit seinem Schadenersatzbegehren auf den Weg des Zivilprozesses verwiesen.
	6. Der Beschuldigte wird gemäss seiner Anerkennung verpflichtet, dem Privatkläger  A._____ Fr. 2'000.– zuzüglich 5 % Zins ab 4. Februar 2012 als Genugtuung zu  bezahlen. Im Mehrbetrag wird das Genugtuungsbegehren abgewiesen.
	7. Die Gerichtsgebühr wird angesetzt auf Fr. 5'000.–. Die übrigen Kosten betragen:
	Allfällige weitere Kosten bleiben vorbehalten.
	8. …
	9. Der amtliche Verteidiger Rechtsanwalt Dr. iur. Y._____ wird für seine Bemühungen und Auslagen (inkl. Mehrwertsteuer) mit Fr. 12'180.60 aus der Gerichtskasse entschädigt.
	10. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen; vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO im Umfang von einem Drittel.
	11. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger A._____ für das gesamte Verfahren eine reduzierte Prozessentschädigung von Fr. 2'000.– zu bezahlen."
	3. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.
	4. Gegen Ziff. 1 dieses Beschlusses kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.
	Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichtsgesetzes.
	Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte B._____ ist schuldig der einfachen Körperverletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 1 Abs. 1 StGB.
	2. Der Beschuldigte wird freigesprochen vom Vorwurf der versuchten schweren Körperverletzung im Sinne von Art. 122 Abs. 1 und 2 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB.
	3. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Geldstrafe von 300 Tagessätzen zu Fr. 60.–.
	4. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt.
	5. Die Kosten der Untersuchung und des Hauptverfahrens (exklusive Kosten der amtlichen Verteidigung) werden dem Beschuldigten zur Hälfte auferlegt und zur Hälfte auf die Gerichtskasse genommen.
	6. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	7. Die Kosten des Berufungsverfahrens, exklusive der Kosten der amtlichen Verteidigung, werden zur Hälfte dem Beschuldigten auferlegt und zur Hälfte auf die Gerichtskasse genommen. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse gen...
	8. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden  des Beschuldigten (übergeben)
	 die Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich (übergeben)
	 den Vertreter des Privatklägers im Doppel für sich und zuhanden  des Privatklägers (versandt)
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden  des Beschuldigten
	 die Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich
	 den Vertreter des Privatklägers im Doppel für sich und zuhanden  des Privatklägers
	 die Vorinstanz
	 die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A
	 die Kantonspolizei Zürich, KIA-ZA, mit separatem Schreiben  (§ 54a Abs. 1 PolG).

	9. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.
	Zur Beachtung:
	- wenn der/die Verurteilte sich der Bewährungshilfe entzieht oder die Weisungen missachtet.