# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c3016b0f-a44d-5490-be8a-913a2cd1fb21
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2018-10-11
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 11.10.2018 A-1702/2018
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-1702-2018_2018-10-11.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung I 

A-1702/2018 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  11 .  O k t o b e r  2 0 1 8  

Besetzung 
 Richterin Marianne Ryter (Vorsitz), 

Richterin Annie Rochat Pauchard, Richter Michael Beusch, 

Gerichtsschreiberin Tanja Petrik-Haltiner. 
 

 
 

Parteien 
 A._______, 

(…),   

Beschwerdeführerin,  

 
 

 
gegen 

 
 

Stiftung Auffangeinrichtung BVG, 

Rechtsdienst, 

Elias-Canetti-Strasse 2, Postfach, 8050 Zürich,    

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 Zwangsanschluss gemäss Art. 12 BVG. 

 

 

 

A-1702/2018 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A.a  Die Ausgleichskasse des Kantons B._______ meldete der Stiftung 

Auffangeinrichtung BVG (nachfolgend: Auffangeinrichtung) mit Schreiben 

vom 20. Juli 2017 unter Beilage diverser Lohnbescheinigungen, die 

A._______ habe es trotz entsprechender Mahnung unterlassen, einen An-

schluss an eine Vorsorgeeinrichtung für die Jahre 1985, 1989, 1990, 1997, 

1998, 2010, 2011 und 2013 nachzuweisen. 

A.b  Auf Anfrage vom 28. Juli 2017 übermittelte die Ausgleichskasse der 

Auffangeinrichtung zudem die Lohnbescheinigungen für die Jahre 1986 bis 

1988, 1991 bis 1996, 1999 bis 2009, 2012 sowie 2014 bis 2016. 

A.c  Die A._______ reichte der Auffangeinrichtung mit undatiertem Schrei-

ben eine Bestätigung der C._______ AG vom 24. Januar 2017 ein, wonach 

ihre Mitarbeitenden vom 1. Januar 1999 bis zum 31. Dezember 2008 bei 

vorgenannter Sammelstiftung im Rahmen der beruflichen Vorsorge versi-

chert gewesen seien. Weiter fügte sie an, keine Kenntnis von Einzahlungen 

in den Jahren 2010, 2011 und 2013 zu haben; ihrer Ansicht nach sei in 

diesem Zeitraum kein Personal beschäftigt worden, welches der berufli-

chen Vorsorge unterstellt gewesen sei. 

A.d  Mit Schreiben vom 11. und 16. August 2017 forderte die Auffangein-

richtung die A._______ unter Fristansetzung auf, ihr eine Kopie der rechts-

gültig unterzeichneten, per 1. Januar 1989 geltenden Anschlussvereinba-

rung zukommen zu lassen oder die fehlende Anschlussverpflichtung nach-

zuweisen. 

A.e  Daraufhin teilte die A._______ der Auffangeinrichtung mit undatiertem 

Schreiben mit, dass sie sicherlich seit 1985 Mitarbeitende im Teil- oder 

Stundenpensum beschäftigt habe. Ob einzelne dieser Mitarbeitenden im 

Rahmen der beruflichen Vorsorge zu versichern gewesen wären, könne 

nicht mehr überprüft werden. Im Jahr 2016 sei jedenfalls kein Personal be-

schäftigt worden, welches der beruflichen Vorsorge unterstellt gewesen 

sei. Sie bat die Auffangeinrichtung, ihre Lage neu zu beurteilen und die 

entsprechenden Massnahmen einzuleiten. 

A.f  Die Auffangeinrichtung antwortete der A._______ mit Schreiben vom 

11. Januar 2018, sie habe Vorsorgelücken für die Zeit vom 1. Januar 1989 

bis zum 31. Dezember 1998 und ab dem 1. Januar 2010 festgestellt. Für 

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Seite 3 

diese Periode sei ein Anschluss nötig. Sie ersuchte die A._______ um ent-

sprechenden Nachweis, ansonsten sie für die vorgenannte Periode bei ihr 

anzuschliessen sei. 

A.g  In der Folge nahm die A._______ erneut Stellung und teilte der Auf-

fangeinrichtung mit, dass sie für die Jahre 1989, 1990, 1997, 1998, 2010, 

2011 und 2013 einer Vorsorgeeinrichtung angeschlossen hätte sein müs-

sen, von 1999 bis 2008 wie bestätigt bei der C._______ AG angeschlossen 

gewesen sei (vgl. vorne Sachverhalt Bst. A.c), sowie dass für die Jahre 

2012, 2014 bis 2016 kein Anschluss nötig sei. Weiter bat sie um Anschluss 

für das Jahr 2017. 

B.  

Mit Verfügung vom 9. Februar 2018 stellte die Auffangeinrichtung den 

zwangsweisen Anschluss der A._______ als Arbeitgeberin vom 1. Januar 

1989 bis zum 31. Dezember 1998 und ab dem 1. Januar 2010 fest (Ziff. I 

des Dispositivs). In Ziff. II des Dispositivs wurde sodann festgehalten, dass 

sich die Rechte und Pflichten aus dem Zwangsanschluss aus den im An-

hang beschriebenen Anschlussbedingungen ergäben, welche zusammen 

mit dem Kostenreglement zur Deckung ausserordentlicher administrativer 

Umtriebe integrierende Bestandteile der Verfügung bildeten. 

C.  

C.a  Mit an die Auffangeinrichtung adressiertem Schreiben vom 26. Feb-

ruar 2018 erhob die A._______ (nachfolgend: Beschwerdeführerin) „Ein-

sprache gegen die Verfügung vom 9. Februar 2018“. Es treffe zu, dass ihre 

langjährige Geschäftsführerin ausschliesslich vom 1. Januar 1998 bis zum 

31. Dezember 2008 bei der C._______ AG versichert gewesen sei und für 

die Jahre 1989 bis 1998 kein Anschluss bestanden habe. Weiter ersuchte 

sie die Auffangeinrichtung unter Hinweis auf ihren Antrag vom September 

2017 um Mitteilung, welchen Beitrag sie nach Abzug des Koordinationsbe-

trags entrichten müssten, unter den Prämissen, dass vom 1. Januar 2010 

bis zum 31. Dezember 2016 kein der beruflichen Vorsorge unterstelltes 

Personal beschäftigt worden sei, jedoch ab 2017 ein Anschluss für zwei 

Mitarbeitende benötigt werde. 

C.b  Die Auffangeinrichtung teilte der Beschwerdeführerin mit Schreiben 

vom 2. März 2018 unter Beilage der entsprechenden Lohnbescheinigun-

gen für die Jahre 1989 bis 1998 und ab 2010 mit, gemäss Information der 

zuständigen Ausgleichskasse hätte sie seit dem 1. Januar 1989 im Rah-

men der beruflichen Vorsorge zu versicherndes Personal beschäftigt. 

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Seite 4 

C.c  Der Wirtschaftsprüfer der Beschwerdeführerin wandte sich mit Schrei-

ben vom 12. März 2018 an die Auffangeinrichtung, führte die koordinierten 

Löhne auf und korrigierte die Anstellungsdauer einiger Mitarbeitender. 

C.d  In der Folge informierte ihn die Auffangeinrichtung telefonisch dar-

über, dass als Eintrittsschwelle für die Versicherungspflicht im Rahmen der 

beruflichen Vorsorge nicht der koordinierte, sondern der aufgerechnete 

Jahreslohn relevant sei und die Eingabe der Beschwerdeführerin ans Bun-

desverwaltungsgericht weitergeleitet werde. 

C.e  Mit Schreiben vom 20. März 2018 gelangte der Wirtschaftsprüfer der 

Beschwerdeführerin an die Ausgleichskasse des Kantons B._______ und 

bat um Korrektur der Anstellungsdauer einiger Mitarbeitenden. 

C.f  Die Auffangeinrichtung (nachfolgend: Vorinstanz) überwies dem Bun-

desverwaltungsgericht das Schreiben vom 26. Februar 2018 mit Eingabe 

vom 20. März 2018 zuständigkeitshalber. 

C.g  Auf Anfrage übermittelte die zuständige Ausgleichskasse der Vor-

instanz mit E-Mail vom 22. Mai 2018 die korrigierten Lohnlisten der Be-

schwerdeführerin sowie Kopien der Lohnabrechnungen für die Jahre 2010, 

2012, 2013 und 2016. Am 29. Mai 2018 stellte sie ihr zudem die Lohnbe-

scheinigungen 2017 zu. 

D.  

Die Vorinstanz beantragt mit Vernehmlassung vom 31. Mai 2018, die Be-

schwerde vom 26. Februar 2018 sei unter Kostenfolge zulasten der Be-

schwerdeführerin abzuweisen. Sie weist darauf hin, dass zusätzlich zu den 

Angaben gemäss Schreiben vom 2. März 2018 (vgl. vorne Sachverhalt 

Bst. C.b) eine weitere Arbeitnehmerin im Jahr 2014 einen versicherungs-

pflichtigen Lohn von Fr. 35‘985.– und im Jahr 2015 einen solchen von 

Fr. 33‘125.– erzielt habe. 

E.  

Die Beschwerdeführerin nimmt mit Schreiben vom 13. Juni 2018 Stellung 

und erklärt, die Voraussetzungen für den Zwangsanschluss würden nicht 

bestritten und seien auch nie in Frage gestellt worden. Unklar sei ihr einzig 

gewesen, wer für welchen Betrag beitragspflichtig sei. Nachdem sie der 

Vorinstanz die Lohnausweise von Frau D._______ sowie von Herrn 

E._______ je vom Jahr 2016 unterbreitet und die Vorinstanz auf eine Um-

rechnung dieser Löhne auf ein jährliches Einkommen verzichtet und die 

Liste der zu versichernden Personen mit ihrer Vernehmlassung korrigiert 

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Seite 5 

habe, sei die Angelegenheit für sie in Ordnung. Frau F._______ beziehe 

sodann seit dem Jahr 2006 eine Altersrente (Jahrgang 1942), weshalb sie 

nicht mehr im Rahmen der beruflichen Vorsorge beitragspflichtig sei. 

F.  

Auf weitere Ausführungen der Parteien sowie die eingereichten Unterlagen 

wird – soweit entscheidwesentlich – im Rahmen der nachfolgenden Erwä-

gungen eingegangen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1  Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 

(VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden 

gegen Verfügungen nach Art. 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 

20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021), sofern keine Ausnahme nach 

Art. 32 VGG gegeben ist. Eine solche liegt im vorliegenden Fall nicht vor 

und die Vorinstanz ist eine Behörde im Sinne von Art. 33 VGG, zumal sie 

öffentlich-rechtliche Aufgaben des Bundes erfüllt (Art. 33 Bst. h VGG i.V.m. 

Art. 60 Abs. 2bis BVG [SR 831.40]). Die Zuständigkeit des Bundesverwal-

tungsgerichts zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde ist somit ge-

geben. 

1.2  Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich nach 

dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG). Die 

Bestimmungen des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allge-

meinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1), insbeson-

dere dessen 2. Abschnitt über das Sozialversicherungsverfahren, sind für 

den Bereich des BVG mangels eines entsprechenden Verweises nicht an-

wendbar (Art. 2 ATSG e contrario). 

1.3  Die Beschwerdeführerin ist als Adressatin der angefochtenen Verfü-

gung durch diese besonders berührt und damit grundsätzlich nach Art. 48 

Abs. 1 VwVG zur Beschwerde legitimiert. Ob sie – nachdem sie mitgeteilt 

hat, die Voraussetzungen für den Zwangsanschluss nicht zu bestreiten und 

dass die Angelegenheit für sie nach der Korrektur der Liste ihres zu versi-

chernden Personals für sie nun in Ordnung sei (vgl. vorne Sachverhalt 

Bst. E) – noch über ein aktuelles schutzwürdiges Interesse an der Aufhe-

bung der angefochtenen Verfügung hat, braucht aufgrund nachfolgender 

Erwägungen nicht weiter erläutert zu werden. 

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Seite 6 

1.4  Auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde 

(Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 VwVG) ist demnach einzutreten. 

2.  

Das Bundesverwaltungsgericht kann den angefochtenen Entscheid in vol-

lem Umfang überprüfen (vgl. Art. 49 VwVG). Streitgegenstand in der nach-

träglichen Verwaltungsrechtspflege ist das Rechtsverhältnis, welches Ge-

genstand der angefochtenen Verfügung bildet, soweit es umstritten ist. Im 

Lauf des Beschwerdeverfahrens darf der Streitgegenstand weder erweitert 

noch qualitativ verändert werden; er kann sich höchstens um nicht mehr 

streitige Punkte reduzieren (MOSER et al., Prozessieren vor dem Bundes-

verwaltungsgericht, 2. Aufl. 2013, Rz. 2.8 und Rz. 2.213 mit Hinweisen). 

Die Voraussetzungen des befristeten Zwangsanschlusses für die Zeit vom 

1. Januar 1989 bis zum 31. Dezember 1998 werden vorliegend nicht be-

stritten; die Beschwerdeführerin macht lediglich geltend, vom 1. Januar 

2010 bis zum 31. Dezember 2016 kein der beruflichen Vorsorge unterstell-

tes Personal beschäftigt zu haben, sondern erst ab 2017 wieder einen An-

schluss zu benötigen (vgl. vorne Sachverhalt Bst. C.a). Zu prüfen bleibt 

demnach lediglich, ob der unbefristete Zwangsanschluss ab dem 1. Januar 

2010 zu Recht festgestellt wurde (vgl. vorne Sachverhalt Bst. B). 

3.  

3.1  Grundsätzlich der obligatorischen Versicherung des BVG unterstellt 

sind die bei der Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV) versicherten 

Arbeitnehmenden (Art. 5 Abs. 1 BVG), die das 17. Altersjahr überschritten 

haben und bei einem Arbeitgeber mehr als den gesetzlichen Jahresmin-

destlohn (nachfolgend: Grenzbetrag) gemäss Art. 2 Abs. 1 BVG in Verbin-

dung mit Art. 5 der Verordnung vom 18. April 1984 über die berufliche Al-

ters-, Hinterlassenen und Invalidenvorsorge (BVV 2, SR 831.441.1) erzie-

len (vgl. statt vieler Urteil des BVGer A-777/2018 vom 9. August 2018 

E. 2.1 mit Hinweisen). Ist ein Arbeitnehmer weniger als ein Jahr lang bei 

einer Arbeitgeberin beschäftigt, so gilt derjenige Lohn, den er bei ganzjäh-

riger Beschäftigung erzielen würde, als Jahreslohn (Art. 2 Abs. 2 BVG). 

Gemäss Art. 7 Abs. 2 BVG entspricht der massgebende Lohn für die Un-

terstellung unter die BVG-Pflicht dem massgebenden Lohn nach dem Bun-

desgesetz vom 20. Dezember 1946 über die Alters- und Hinterlassenen-

versicherung (AHVG, SR 831.10), wobei der Bundesrat Abweichungen zu-

lassen kann. Die Vorinstanz ist demnach grundsätzlich an die Lohnbe-

scheinigungen der Ausgleichskasse gebunden und hat darauf abzustellen 

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Seite 7 

(statt vieler Urteil des BVGer A-5243/2017 vom 16. August 2018 E. 3.1.1 

mit Hinweis). 

3.2  

3.2.1  Beschäftigt eine Arbeitgeberin Arbeitnehmer, die obligatorisch zu 

versichern sind, muss sie eine in das Register für die berufliche Vorsorge 

eingetragene Vorsorgeeinrichtung errichten oder sich einer solchen an-

schliessen (Art. 11 Abs. 1 BVG). Der Anschluss erfolgt jeweils rückwirkend 

auf das Datum des Stellenantrittes der zu versichernden Person (Art. 11 

Abs. 3 BVG i.V.m. Art. 10 Abs. 1 BVG). 

3.2.2  Gemäss Art. 11 Abs. 4 BVG überprüft die Ausgleichskasse, ob die 

von ihr erfassten Arbeitgeber einer registrierten Vorsorgeeinrichtung ange-

schlossen sind. Sie fordert Arbeitgeber, die ihrer Anschlusspflicht nicht 

nachkommen, auf, sich innerhalb von zwei Monaten einer registrierten Vor-

sorgeeinrichtung anzuschliessen (Art. 11 Abs. 5 BVG). Kommt der Arbeit-

geber der Aufforderung der Ausgleichskasse nicht fristgemäss nach, so 

meldet ihn diese der Auffangeinrichtung rückwirkend zum Anschluss 

(Art. 11 Abs. 6 BVG). 

3.2.3  Die Auffangeinrichtung ist eine Vorsorgeeinrichtung (Art. 60 Abs. 1 

BVG) und verpflichtet, Arbeitgeber, die ihrer Anschlusspflicht nicht nach-

kommen, anzuschliessen (Art. 60 Abs. 2 Bst. a BVG). Gemäss Art. 60 

Abs. 2bis BVG kann die Auffangeinrichtung zur Erfüllung ihrer Aufgaben 

nach Art. 60 Abs. 2 Bst. a und b BVG Verfügungen erlassen. Wie der 

rechtsgestaltende Zwangsanschluss nach Art. 60 Abs. 2 Bst. a BVG erfolgt 

der Anschluss ex lege nach Art. 60 Abs. 2 Bst. d BVG i.V.m. Art. 2 Abs. 1 

der Verordnung vom 28. August 1985 über die Ansprüche der Auffangein-

richtung der beruflichen Vorsorge (SR 831.434), der feststellenden Cha-

rakter hat und den Fall betrifft, in welchem ein gesetzlicher Anspruch ei-

nes Arbeitnehmers auf Versicherungs- oder Freizügigkeitsleistung zu ei-

nem Zeitpunkt entsteht, an dem seine Arbeitgeberin noch keiner Vorsorge-

einrichtung angeschlossen ist, rückwirkend auf den Zeitpunkt, in welchem 

zu versicherndes Personal erstmals seine Stelle antritt (vgl. ausführlich Ur-

teil des BVGer A-6709/2017 vom 20. Juni 2018 gesamte E. 3.3 mit Hinwei-

sen). Der Zwangsanschluss erfolgt in der Regel unbefristet. Ein befristeter 

Anschluss wird in der Praxis (nur) dann verfügt, wenn sich eine Arbeitge-

berin zwar einer Vorsorgeeinrichtung angeschlossen hat, für eine be-

stimmte Zeitspanne aber eine Lücke besteht (vgl. statt vieler Urteil des 

BVGer A-777/2018 vom 9. August 2018 E. 2.3.1 mit weiteren Hinweisen). 

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Seite 8 

3.3  Die Grenzbeträge beliefen sich für die fraglichen Jahre auf 

Fr. 20‘520.– (2010), Fr. 20‘880.– (2011, 2012), Fr. 21‘060.– (2013), 

Fr. 21‘150.– (2016, 2017; Art. 5 BVV 2 in der jeweils geltenden Fassung; 

AS 2008 4725, AS 2010 4587, AS 2012 6347 und AS 2014 3343; vgl. auch 

vorne E. 3.1). Ausgehend von den seitens der zuständigen Ausgleichs-

kasse korrigierten Lohnlisten der Beschwerdeführerin (vgl. vorne Sachver-

halt Bst. C.g) erklärt die Vorinstanz in ihrer Vernehmlassung, die Arbeitneh-

merin G._______ habe 2009 und 2010 nicht der BVG-Versicherungspflicht 

unterstanden. Selbst wenn nun deren Versicherungspflicht entfällt und mit 

der Beschwerdeführerin davon auszugehen wäre, dass dies auch bei 

F._______ der Fall wäre (vgl. vorne Sachverhalt Bst. E), so hat die Be-

schwerdeführerin ab dem 1. Januar 2010 eine weitere Mitarbeiterin zu ei-

nem jährlichen Lohn von Fr. 21‘288.– und damit zumindest eine versiche-

rungspflichtige Person beschäftigt, womit ab vorgenanntem Zeitpunkt eine 

Anschlusspflicht zu bejahen ist (vgl. vorne E. 3.2.1). In den darauffolgen-

den Jahren wurden aktenkundig und unbestrittenermassen teilweise eben-

falls versicherungspflichtige Arbeitnehmer beschäftigt, so z.B. 2013, 2016 

und 2017. Ausnahmen von der Versicherungspflicht nach Art. 1j BVV 2 

sind nicht ersichtlich. Die Beschwerdeführerin war jedoch lediglich vom 

1. Januar 1999 bis zum 31. Dezember 2008 einer Vorsorgeeinrichtung an-

geschlossen (vgl. vorne Sachverhalt Bst. A.c, A.g. und C.a). Diverse Ar-

beitnehmer haben die Beschwerdeführerin sodann aktenkundig bereits 

wieder verlassen und damit Anspruch auf eine Freizügigkeitsleistung er-

worben (vgl. auch vorangehende E. 3.2.3).  

Eine weitergehende Sachverhaltsabklärung kann unterbleiben: Auch wenn 

die Beschwerdeführerin in den Jahren 2012, 2014 und 2015 kein obligato-

risch zu versicherndes Personal beschäftigt hätte, so bestünde der An-

schluss ohne Kündigung seitens der Vorinstanz bzw. ohne neuen An-

schluss der Beschwerdeführerin an eine andere Vorsorgeeinrichtung wei-

ter, wobei in dieser Zeit keine Beiträge zu entrichten wären (vgl. statt vieler 

Urteil des BGer 9C_141/2013 vom 7. April 2013 E. 2 und Urteil des BVGer 

C-3460/2011 vom 17. September 2013 E. 3.3.2 mit weiteren Hinweisen). 

3.4  Somit wurde der Zwangsanschluss auch für die Periode ab 1. Januar 

2010 zu Recht festgestellt. Die Beschwerde ist demnach abzuweisen. 

4.  

Ausgangsgemäss hat die Beschwerdeführerin die Verfahrenskosten vor 

dem Bundesverwaltungsgericht zu tragen (vgl. Art. 63 Abs. 1 VwVG), 

Diese sind auf Fr. 600.– festzusetzen (vgl. Art. 2 Abs. 1 i.V.m. Art. 4 des 

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Seite 9 

Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen 

vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE; SR 173.320.2]). Dieser Betrag 

ist dem Kostenvorschuss zu entnehmen und der Restbetrag von Fr. 200.– 

der Beschwerdeführerin zurückzuerstatten. 

Entsprechend dem Prozessausgang ist der ohnehin nicht anwaltlich ver-

tretenen Beschwerdeführerin keine Parteientschädigung zuzusprechen 

(Art. 64 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 7 Abs. 1 VGKE e contrario). Die Vorinstanz 

hat gemäss Art. 7 Abs. 2 VGKE sodann keinen Anspruch auf Entrichtung 

einer Parteientschädigung. 

 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 600.– werden der Beschwerdeführerin aufer-

legt. Dieser Betrag wird dem Kostenvorschuss entnommen. Der Restbe-

trag von Fr. 200.– wird der Beschwerdeführerin zurückerstattet. 

3.  

Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Gerichtsurkunde) 

– das Bundesamt für Sozialversicherungen (Gerichtsurkunde) 

– die Oberaufsichtskommission BVG (Gerichtsurkunde) 

 

 

 

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Seite 10 

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Marianne Ryter Tanja Petrik-Haltiner 

 

 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 

BGG). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die 

Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unter-

schrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel 

sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen 

(Art. 42 BGG). 

 

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