# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3512ee50-5e94-553e-80d7-86dd35b78d87
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-06-29
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 29.06.2023 720 22 323 / 153 (720 2022 323 / 153)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-22-323---153_2023-06-29.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom  29. Juni 2023 (720 22 323 / 153) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

IV-Rente; die Vorinstanz hat die Beschwerdeführerin zu Recht als nicht erwerbstätige 

Versicherte qualifiziert 

 

 
Besetzung Präsident Dieter Freiburghaus, Kantonsrichterin Susanne Afheldt, 

Kantonsrichter Jürg Pulver, Gerichtsschreiber Daniel Gfeller 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Dieter Roth, Advokat, 
Zeughausplatz 34, Postfach 375, 4410 Liestal 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Be-
schwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente  

 
 
 
A. Die 1981 geborene A.____ meldete sich im Juli 2019 unter Verweis auf eine schwere 
Depression, Herzrhythmusstörungen, Brust- und Rückenschmerzen, Angst- und  
Panikattacken sowie Schlaflosigkeit bei der IV-Stelle des Kantons Basel-Landschaft (IV-Stelle) 
zum Leistungsbezug an. Die IV-Stelle holte zur Klärung des medizinischen Sachverhalts ein bi-
disziplinäres psychiatrisch-rheumatologisches Gutachten bei Dr. med. B.____, FMH Psychiatrie 
und Psychotherapie (Teilgutachten vom 26. November 2021) und Dr. med. C.____, FMH Innere 

 

 
 
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Medizin und Rheumatologie (Teilgutachten vom 8. März 2022), ein und klärte auch die haushäl-
terischen Verhältnisse ab. In der Folge lehnte die IV-Stelle mit Verfügung vom 3. November 2022 
nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren einen Rentenanspruch von A.____ ab. 
 
B. Gegen diese Verfügung erhob A.____, vertreten durch Advokat Dieter Roth, mit Schrei-
ben vom 5. Dezember 2022 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung So-
zialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Darin beantragte sie, es sei die angefochtene Verfügung 
aufzuheben und ihr für den Zeitraum ab dem 1. November 2019 eine volle Invalidenrente, even-
tualiter die ihr gesetzlich zustehende Invalidenrente zuzusprechen. Eventualiter sei ein bidiszipli-
näres psychiatrisch-rheumatologisches Obergutachten in Auftrag zu geben. Subeventualiter sei 
die Vorinstanz anzuweisen, ein neues bidisziplinäres Gutachten einzuholen.  
 
C. Mit Vernehmlassung vom 18. Januar 2023 beantragte die IV-Stelle, die Beschwerde sei 
abzuweisen.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versicherungs-
gericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfah-
rens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständigkeit des 
Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b VPO beurteilt das Kan-
tonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden 
gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der vor-
liegenden Beschwerde zuständig. Auf die im Übrigen frist- und formgerecht erhobene Be-
schwerde vom 5. Dezember 2022 ist demnach einzutreten. 
 
1.2 Am 1. Januar 2022 trat die vom Gesetzgeber am 19. Juni 2020 beschlossene Änderung 
des IVG ("Weiterentwicklung der IV", WEIV) in Kraft. Die vorliegend angefochtene Verfügung 
erging nach dem 1. Januar 2022. Auf alle Rentenansprüche, die ab dem 1. Januar 2022 entste-
hen, finden grundsätzlich die Bestimmungen des IVG und diejenigen der Verordnung über die 
Invalidenversicherung (IVV) vom 17. Januar 1961 in der ab dem 1. Januar 2022 geltenden Fas-
sung Anwendung. Wird der Anspruch auf eine IV-Rente bzw. deren Ablehnung nach dem 1.  Ja-
nuar 2022 verfügt, gilt unter anderem folgendes: Liegen der Eintritt der Invalidität und der Beginn 
des Rentenanspruchs vor dem 1. Januar 2022, so bleiben die vor dem 1. Januar 2022 gültigen 
Bestimmungen anwendbar (Kreisschreiben über Invalidität und Rente in der Invalidenversiche-
rung [KSIR], gültig ab 1. Januar 2022, Rz. 9101). Vorliegend steht ein Rentenanspruch ab 1. Ja-
nuar 2020 (Eingang des Leistungsbegehrens bei der IV-Stelle am 10. Juli 2019) in Frage, wes-
halb die Bestimmungen des IVG und diejenigen der IVV in der bis zum 31. Dezember 2021 gültig 
gewesenen Fassung anwendbar sind. Sie werden im Folgenden jeweils in dieser Version wie-
dergegeben, zitiert und angewendet.  
 

 

 
 
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2. Streitig ist der Rentenanspruch der Beschwerdeführerin. Massgebend ist der Sachver-
halt, wie er sich bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom 3. November 2022 entwickelt 
hat. Dieser Zeitpunkt bildet rechtsprechungsgemäss die zeitliche Grenze der richterlichen Über-
prüfungsbefugnis (BGE 129 V 1 E. 1.2). 
2.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs-
fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein-
gliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während ei-
nes Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig ge-
wesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c).  
 
2.2 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung 
der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähig-
keit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer 
Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berück-
sichtigt (Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere 
Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Ge-
burtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der 
durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte 
und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust 
der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verste-
hen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach 
Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berück-
sichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht 
nicht überwindbar ist (Satz 2).  
 
2.3 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt abgestuft: 
Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70 %, auf 
eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindes-
tens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist.  
 
3.1 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG an-
wendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Er-
werbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und Durchführung der 
medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare 
Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Er-
werbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre. Dies ist die 
allgemeine Methode des Einkommensvergleichs (BGE 141 V 20 E. 3.2) mit den Untervarianten 
des Schätzungs- oder Prozentvergleichs (BGE 114 V 313 E. 3a) und der ausserordentlichen Me-
thode (BGE 128 V 29). 
 
3.2 Bei nicht erwerbstätigen Versicherten, die im Aufgabenbereich tätig sind und denen die 
Aufnahme einer Erwerbstätigkeit nicht zugemutet werden kann, wird für die Bemessung der In-
validität in Abweichung von Art. 16 ATSG darauf abgestellt, in welchem Masse sie unfähig sind, 

 

 
 
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sich im Aufgabenbereich zu betätigen (Art. 28a Abs. 2 IVG). Dies ist die spezifische Methode der 
Invaliditätsbemessung (Betätigungsvergleich; BGE 141 V 20 E. 3.2). 
 
3.3 Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des 
Ehegatten oder der Ehegattin mitarbeiten, wird für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG 
festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufgabenbereich tätig, so wird die Invalidität für diese 
Tätigkeit nach Absatz 2 festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit oder der 
unentgeltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit 
im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad in beiden Bereichen zu bemessen (Art. 
28a Abs. 3 IVG). Dies ist die gemischte Methode der Invaliditätsbemessung (BGE 141 V 20 f. 
E. 3.2 mit Hinweisen). Ist bei diesen Versicherten anzunehmen, dass sie im Zeitpunkt der Prüfung 
des Rentenanspruchs ohne Gesundheitsschaden ganztägig erwerbstätig wären, so ist die Inva-
liditätsbemessung ausschliesslich nach den Grundsätzen für Erwerbstätige zu bemessen (Art. 
27bis der Verordnung über die Invalidenversicherung [IVV] vom 17. Januar 1961).  
 
3.4 Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig oder als nichter-
werbstätig einzustufen ist, ergibt sich aus der Prüfung, was sie bei im Übrigen unveränderten 
Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträchtigung bestünde (BGE 141 V 20 E. 3.1). 
Entscheidend ist somit nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der versicherten Person im 
Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in welchem Pensum sie hypothetisch er-
werbstätig wäre (BGE 133 V 507 E. 3.3 mit Hinweisen). Bei im Haushalt tätigen Versicherten im 
Besonderen sind die persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse ebenso 
wie allfällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber Kindern, das Alter, die beruflichen 
Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die persönlichen Neigungen und Begabungen zu berück-
sichtigen (BGE 125 V 150 E. 2c).  
 
4. Das Administrativverfahren und der kantonale Sozialversicherungsprozess sind vom Un-
tersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben 
die Verwaltung und das Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und voll-
ständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungspflicht 
dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsa-
chen hinreichende Klarheit besteht (Urteil des Bundesgerichts vom 6. Februar 2008, 
8C_163/2007, E. 3.2). Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und Rechtslage. Gestützt 
auf den Untersuchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leis-
tungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschie-
den werden kann (Urteil des Bundesgerichts vom 7. März 2019, 9C_57/2019, E. 3.2).  
 
5.1 Die IV-Stelle ist davon ausgegangen, dass die Beschwerdeführerin bei guter Gesundheit 
weiterhin zu 100 % im Haushalt tätig wäre, während die Beschwerdeführerin geltend macht, dass 
sie zu 50 % einer Erwerbstätigkeit nachgehen würde. 
5.1.1 Im Bericht vom 12. Oktober 2020 über die Haushaltsabklärung vom 24. September 2020 
wird festgehalten, die Beschwerdeführerin wäre ohne gesundheitliche Einschränkungen wie bis-
her erwerbstätig. Es wird ausgeführt, der kaum erwerbstätige Ehemann begründe sein geringes 
Pensum damit, dass er sich stets auf Abruf in der Nähe seiner Ehefrau aufhalten müsse. Das 

 

 
 
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Ehepaar berichte, dass ohne gesundheitliche Einschränkungen eine "klassische" Rollenteilung 
bestehen würde, d.h. er wäre für das Haushaltseinkommen zuständig, während sie sich dem 
Haushalt und der Kinderbetreuung widmen würde. Im Bericht "Ermittlung der Erwerbstätigkeit", 
welcher von der Beschwerdeführerin und ihrem Ehemann unterzeichnet wurde, wird jedoch aus-
geführt, die Beschwerdeführerin wäre heute bei gleicher familiärer Situation und ohne gesund-
heitliche Einschränkungen in einem 50%-Pensum erwerbstätig. Dies aus finanziellen Gründen, 
um nicht weiter von der Sozialhilfe abhängig zu sein und ihre Schulden abzubauen. In ihrer Frei-
zeit würde sie sich um den Haushalt und die Kinderbetreuung kümmern. Während ihrer Abwe-
senheit würde sich ihr Ehemann um die Kinderbetreuung, insbesondere der drei jüngeren Kinder, 
kümmern. Kostenfreie Betreuungsmöglichkeiten der Kinder im näheren sozialen Umfeld würden 
nicht existieren. 
 
5.1.2 Aus den vorliegenden Akten ergibt sich, dass die Beschwerdeführerin die Grundschule 
(vier Jahre in D.____, drei Jahre in E.____) besucht und keine Berufsausbildung absolviert hat. 
Ihren Angaben im psychiatrischen Gutachten von Dr. B.____ zufolge ist sie im Jahr 1996 aus 
E.____ nach D.____ zurückgekehrt und hat dort während den nächsten acht Jahren gelebt. Diese 
Zeit sei sehr schön gewesen. Sie sei herumgesessen, habe TV gesehen und Spaziergänge un-
ternommen. Es sei ein gutes Leben gewesen. Sie habe weder im Haus noch auf dem Hof mithel-
fen müssen. Sie sei die Kleinste gewesen und immer von den Eltern und den Geschwistern ver-
wöhnt worden. Weiter ergibt sich aus dem IK-Auszug, dass sie lediglich im Jahr 2012, also im 
Alter von 31 Jahren, während höchstens vier Monaten gearbeitet hat. Gemäss ihren Angaben 
war sie als F.____ tätig. Unklar ist, in welchem Pensum sie gearbeitet hat. Während im psychiat-
rischen Gutachten angegeben wird, sie habe vier Stunden pro Woche gearbeitet, waren es ge-
mäss rheumatologischem Gutachten von Dr. C.____ vier Stunden pro Tag. Im Triage-Gespräch 
vom 20. August 2019 führte sie aus, sie habe im Jahr 2010 eine kurze Zeit als Reinigungsfach-
kraft zwei Stunden pro Woche gearbeitet. Es ist davon auszugehen, dass es sich wohl um ein 
Pensum von vier Stunden pro Woche gehandelt hat. Dies würde in Etwa dem im IK-Auszug fest-
gehaltenen Einkommen von Fr. 2'190.-- in vier Monaten entsprechen. Ansonsten ist die Be-
schwerdeführerin nie einer ausserhäuslichen Tätigkeit nachgegangen, auch nicht bis zur Geburt 
ihres ersten Kindes im Jahr 2005, als sie 24 Jahre alt war. Das Ehepaar hat vier schulpflichtige 
Kinder, geboren zwischen 2005 - 2011, und eine im Jahr 2018 geborene Tochter. Als Familien-
frau und Mutter betreue sie die jüngsten zwei Kinder täglich mit Spaziergängen und Spielplatz-
besuchen. Im bereits angeführten Triage-Gespräch hat die Beschwerdeführerin angegeben, sie 
könne einerseits wegen ihrer Kinder, andererseits auch aufgrund ihrer psychischen Situation 
nicht arbeiten. Der Ehemann selbst hat ausgeführt, er könne seine Ehefrau nicht allzu lange al-
leine lassen, er müsse immer erreichbar sein. Dies sei auch der Grund, weshalb er keiner regel-
mässigen Arbeit nachgehe. 
5.1.3 Es zeigt sich somit, dass die Beschwerdeführerin lediglich während rund vier Monaten 
im Jahr 2012 einer ausserhäuslichen Tätigkeit nachgegangen ist und dies im Umfang von vier 
Stunden pro Woche. Insbesondere war die Beschwerdeführerin auch in der Zeit zwischen Schul-
abschluss im Jahr 1996 und der Geburt ihres ersten Kindes im Jahr 2005 nicht berufstätig. Wäre 
die Beschwerdeführerin gesund, so könnte der Ehemann sein Pensum erhöhen und einer Voll-
zeittätigkeit nachgehen, um die finanzielle Situation zu verbessern. Dass es finanziell vorteilhaft 
wäre, wenn die Beschwerdeführerin dann ebenfalls erwerbstätig wäre, genügt nicht, um dies 

 

 
 
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auch als überwiegend wahrscheinlich erscheinen zu lassen. Zudem haben die Beschwerdefüh-
rerin und ihr Ehemann im Formular "Ermittlung der Erwerbstätigkeit" angegeben, im näheren so-
zialen Umfeld würden keine kostenfreien Betreuungsmöglichkeiten für die Kinder zur Verfügung 
stehen. Wenn nun in der Beschwerdeschrift angegeben wird, eine Schwägerin der Beschwerde-
führerin würde sich um die Kinder kümmern, so steht dies im Widerspruch zur Aussage im For-
mular "Ermittlung der Erwerbstätigkeit", weshalb darauf nicht abgestellt werden kann. Gestützt 
auf diesen Sachverhalt ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin davon ausge-
gangen ist, die Beschwerdeführerin würde sich bei guter Gesundheit mit überwiegender Wahr-
scheinlichkeit vollumfänglich dem Haushalt und der Kinderbetreuung widmen. 
 
5.2. Des Weiteren ist die Beschwerdegegnerin davon ausgegangen, dass die Beschwerde-
führerin in ihrem bisherigen Aufgabenbereich als Mutter und Hausfrau nicht eingeschränkt sei. 
Diese Einschätzung erfolgte gestützt auf die Gutachter Dr. B.____ und Dr. C.____, welche in 
ihrem Gutachten ausführen, dass die Beschwerdeführerin in ihrer Tätigkeit als Hausfrau nicht 
eingeschränkt sei. Im Haushaltsabklärungsbericht wird hingegen eine Einschränkung von 11,2 % 
festgehalten, wobei die Abklärungsperson bzw. die IV-Stelle die vom Ehemann oder den älteren 
Kindern übernommenen schwereren Haushaltstätigkeiten als übliche Unterstützung durch die 
Familie berücksichtigt hat.  
 
5.2.1 Die Beschwerdeführerin macht geltend, die Diskrepanz zwischen der Beurteilung des 
Abklärungsdienstes und derjenigen der Gutachter sei nicht nachvollziehbar.  
 
Die von einer qualifizierten Person durchgeführte Abklärung vor Ort (nach Massgabe des Art. 69 
Abs. 2 IVV; vgl. auch Rz. 3084 ff. des Kreisschreibens des BSV über Invalidität und Hilflosigkeit 
in der Invalidenversicherung [KSIH]) stellt für gewöhnlich die geeignete und genügende Vorkehr 
zur Bestimmung der gesundheitlichen Einschränkung im Haushalt dar (Urteil des Bundesgerichts 
vom 14. Dezember 2022, 8C_258/2022, E. 3.2.3 mit Hinweis). Hinsichtlich des Beweiswerts der 
entsprechenden Berichterstattung ist wesentlich, dass sie durch eine qualifizierte Person erfolgt, 
die Kenntnis der örtlichen und räumlichen Verhältnisse sowie der aus den medizinischen Diag-
nosen sich ergebenden Beeinträchtigungen und Behinderungen hat (Urteil des Bundesgerichts 
vom 23. September 2022, 8C_230/2022, E. 6.2.1 mit Hinweis). Weiter sind die Angaben der ver-
sicherten Person zu berücksichtigen, wobei divergierende Meinungen der Beteiligten im Bericht 
aufzuzeigen sind. Der Berichtstext schliesslich muss plausibel, begründet und angemessen de-
tailliert bezüglich der einzelnen Einschränkungen sein sowie in Übereinstimmung mit den an Ort 
und Stelle erhobenen Angaben stehen (Urteile des Bundesgerichts vom 14. Dezember 2022, 
8C_258/2022, E. 3.2.3 und vom 16. Juni 2021, 9C_80/2021, E. 3.2 mit Hinweisen). Zwar ist der 
Abklärungsbericht seiner Natur nach in erster Linie auf die Ermittlung des Ausmasses physisch 
bedingter Beeinträchtigungen zugeschnitten, weshalb seine grundsätzliche Massgeblichkeit un-
ter Umständen Einschränkungen erfahren kann, wenn die versicherte Person an psychischen 
Beschwerden leidet. Prinzipiell jedoch stellt er auch dann eine beweistaugliche Grundlage dar, 
wenn es um die Bemessung einer psychisch bedingten Invalidität geht, d.h. wenn die Beurteilung 
psychischer Erkrankungen im Vordergrund steht. Widersprechen sich in solchen Fällen die Er-
gebnisse der Abklärung vor Ort und die fachmedizinischen Feststellungen zur Fähigkeit der ver-

 

 
 
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sicherten Person, ihre gewohnten Aufgaben zu erfüllen, ist aber in der Regel den ärztlichen Stel-
lungnahmen mehr Gewicht einzuräumen als dem Bericht über die Haushaltsabklärung, weil es 
der Abklärungsperson regelmässig nur beschränkt möglich ist, das Ausmass des psychischen 
Leidens und der damit verbundenen Einschränkungen zu erkennen (Urteile des Bundesgerichts 
vom 12. Juli 2018, 9C_671/2017, E. 4.2, vom 28. Mai 2014, 8C_817/2013 ,E. 5.1 und vom 5. 
September 2011, 9C_201/2011, E. 2 mit diversen Hinweisen).   
 
5.2.2 Gestützt auf diese Ausführungen ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz auf die 
Angaben im Gutachten abgestellt hat, wonach die Beschwerdeführerin in ihrer Tätigkeit als Haus-
frau nicht eingeschränkt sei. Selbst wenn aber auf den Abklärungsbericht vom 12. Oktober 2020 
abgestellt würde, wonach die Beschwerdeführerin im Haushaltsbereich zu 11,2 % eingeschränkt 
sei, würde sich im Ergebnis nichts ändern. Dabei ist festzuhalten, dass die Vorinstanz die im 
Haushaltsbereich berücksichtigte Hilfe und Unterstützung der Familie, insbesondere durch den 
Ehemann und die älteren Kinder, zurecht als üblich qualifiziert hat (vgl. dazu BGE 133 V 509). 
 
5.3 Gestützt auf diese Ausführungen ergibt sich zusammenfassend, dass die Beschwerde-
führerin auch bei guter Gesundheit zu 100 % als Hausfrau und Mutter tätig wäre und sie in dieser 
Tätigkeit nicht bzw. höchstens zu 11,2 % eingeschränkt wäre.  
 
6. Im Folgenden ist auf die vorliegende medizinische Aktenlage insbesondere auf das rheu-
matologisch-psychiatrische Gutachten einzugehen.  
 
6.1 Der ehemals behandelnde Psychiater Dr. med. G.____, FMH Psychiatrie und Psycho-
therapie, hält in seinen Berichten vom 14. Januar 2020 und vom 21. Juni 2021 folgende Diagno-
sen fest: Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode, eine Agorapho-
bie mit Panikstörung, eine Panikstörung, eine generalisierte Angststörung, psychische Verhal-
tensstörungen durch Sedative oder Hypnotika sowie ein Abhängigkeitssyndrom. Die Behandlung 
sei abgebrochen worden, da die Beschwerdeführerin sich keiner stationären Therapie habe un-
terziehen wollen.  
 
6.2 Die IV-Stelle hat zur Ermittlung der Arbeitsfähigkeit ein bidisziplinäres psychiatrisch-
rheumatologisches Gutachten bei Dr. B.____ und Dr. C.____ in Auftrag gegeben.  
 
6.2.1 Im rheumatologischen Teilgutachten von Dr. C.____ vom 8. März 2022 werden keine 
Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit aufgeführt. Dr. C.____ hält fest, dass die Be-
schwerdeführerin in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit wie auch in einer angepassten Tätigkeit acht 
Stunden pro Tag arbeitsfähig sei. Es bestehe folglich eine 100%ige Arbeitsfähigkeit. Im Vorder-
grund würden nicht rheumatologische Faktoren stehen. Einzig zu beachten sei eine qualitative 
Einschränkung, wobei es sich eigentlich nicht um eine Verminderung der Leistungsfähigkeit im 
engeren Sinn, sondern eher um eine ernst zu nehmende Vorsichtsmassnahme handeln würde. 
Danach sollten Tätigkeiten, welche das Betreten von Leitern, Treppen oder Gerüsten bzw. die 
Arbeit mit gefährlichen Maschinen aufgrund einer Neigung zum unspezifischen "Schwindelanfall" 
vermieden werden. 
 

 

 
 
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6.2.2 Dr. B.____ diagnostiziert im psychiatrischen Teilgutachten vom 26. November 2021 mit 
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine Panikstörung, eine rezidivierende depressive Störung, 
gegenwärtig leichte Episode, sowie eine Benzodiazepinabhängigkeit. Ohne Auswirkung auf die 
Arbeitsfähigkeit hält er eine Schmerzverarbeitungsstörung fest. In Bezug auf die Arbeitsfähigkeit 
in der bisherigen Tätigkeit gelangt Dr. B.____ zum Schluss, dass die Explorandin in der zuletzt 
ausgeübten, ausserhäuslichen Tätigkeit während sieben bis acht Stunden pro Tag anwesend 
sein könne. In der Tätigkeit als Hausfrau würden keine Einschränkungen bestehen. Die Be-
schwerdeführerin sei durch die depressiven Verstimmungen, die durch die Benzodiazepine aus-
gelöste Müdigkeit und Schläfrigkeit und die eher selten auftretenden Panikattacken belastet. Zu 
berücksichtigen sei vorliegend aber ein erzielter sekundärer Krankheitsgewinn. Es würden sich 
keine Hinweise auf eine schwere depressive Störung oder eine schwere Panikstörung finden 
lassen. Die Versicherte leiste leichtere Arbeiten im Haushalt, pflege regelmässig Kontakte zu 
Verwandten und kümmere sich um die beiden kleineren von insgesamt fünf Kindern. Auch habe 
sie inkonsistente Angaben gemacht. Einmal habe sie berichtet, dass sie wöchentlich zwei- bis 
dreimal eine Panikattacke habe, kurze Zeit später habe sie erwähnt, dass sie die letzte Panikat-
tacke vor zwei Monaten gehabt habe. Durch medizinische Massnahmen, wie einen stationären 
Benzodiazepin-Entzug und verhaltenstherapeutische Massnahmen, könnte innert zwei bis drei 
Monaten eine deutliche Verbesserung der leichten Panikstörung und der leichten depressiven 
Störung erzielt werden.  
 
6.3 Die behandelnde Psychiaterin Dr. med. H.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, 
diagnostiziert in ihrer Stellungnahme vom 2. Juni 2022 eine mittelschwere depressive Störung, 
eine schwere Agoraphobie und eine Benzodiazepinabhängigkeit. Ihres Erachtens liege eine 
100%ige Arbeitsunfähigkeit vor. Sie vertritt die Auffassung, dass eine ambulante Behandlung zu 
wenig bewirke und eine stationäre Behandlung indiziert sei.  
 
7.1.1 Die Beschwerdeführerin bringt in Bezug auf das rheumatologische Gutachten vor, die-
ses sei dahingehend unklar, als einerseits zufolge einer bestehenden Neigung zu Schwindel eine 
Tätigkeit mit Betreten von Leitern, Treppen, Gerüsten oder das Bedienen von gefährlichen Ma-
schinen zu vermeiden seien, dies aber andererseits keine Verminderung der Leistungsfähigkeit 
darstellen solle. 
 
7.1.2 Das rheumatologische Gutachten von Dr. C.____ wurde in Kenntnis und Berücksichti-
gung aller relevanten Akten erstellt. Es wird unter anderem auf die rheumatologische Beurteilung 
im Februar 2020 durch Dr. med. I.____, FMH Rheumatologie, verwiesen, wonach dieser die gel-
tend gemachten Einschränkungen nicht objektivieren konnte. Auch wurden bildgebende Befunde 
berücksichtigt (MRT aus den Jahren 2019, 2021 sowie 2022) und Dr. C.____ hat die Beschwer-
deführerin untersucht. Gemäss dem Gutachter liegt nach wie vor keine rheumatologische Diag-
nose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit vor. Im Vordergrund liege eine Schmerzverarbei-
tungsstörung, die seit Jahren bestehe und in einer psychischen Komorbidität wurzle. Der Be-
schwerdeführerin ist insofern zuzustimmen, als vorliegend in der Tat ungewöhnlich ist, dass der 
Gutachter eine 100%ige Arbeitsfähigkeit attestiert, aber gleichzeitig gewisse Vorsichtsmassnah-
men im Arbeitsprofil empfiehlt (das Betreten von Leitern, Treppen, Gerüsten oder das Bedienen 
von gefährlichen Maschinen sei zu vermeiden), diese aber nicht als qualitative Einschränkung 

 

 
 
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verstanden haben will. Diese Vorsichtsmassnahmen bewirken sehr wohl eine qualitative Ein-
schränkung des Arbeitsprofils. Dies ist aber nicht weiter relevant, da der IV-Grad im vorliegenden 
Fall nach der Einschränkung im Haushaltsbereich zu ermitteln ist. In diesem Bereich liegt aber 
gemäss den Gutachtern keine Einschränkung vor. Im Übrigen wären Tätigkeiten, welche die ge-
nannten Vorsichtsmassnahmen berücksichtigen, zweifellos vorhanden und könnten von der Be-
schwerdeführerin in einem 100%-Pensum ausgeübt werden. Das Gutachten von Dr. C.____, wel-
ches insgesamt nachvollziehbar, schlüssig und überzeugend ausfällt, ist somit im Ergebnis nicht 
zu beanstanden.  
 
7.2.1 In Bezug auf das Gutachten von Dr. B.____ bemängelt die Beschwerdeführerin zunächst 
die kurze Explorationsdauer von lediglich 70 Minuten. Weiter beruft sich die Beschwerdeführerin 
auf die Beurteilung des ehemals behandelnden Psychiaters Dr. G.____, wonach seit Jahren eine 
schwere Agoraphobie mit Panikstörung vorliege. Der Gutachter habe sich lediglich mit der Diag-
nose der Panikstörung auseinandergesetzt und fälschlicherweise behauptet, Panikstörungen 
würden unabhängig vom Ort und auch zuhause auftreten, obwohl Agoraphoriker die phobischen 
Situationen meiden könnten. Gemäss Dr. H.____ zeige die Beschwerdeführerin ein ausgeprägtes 
Vermeidungsverhalten, indem sie fast immer zuhause sei, von ihrem Mann begleitet werde oder 
jederzeit einen Fluchtweg nach Hause offenhalte. Diese Strategie erlaube aber keine Erwerbstä-
tigkeit. Zudem unterstelle der Gutachter der Beschwerdeführerin, dass sie früher verwöhnt wor-
den sei und nun auf einen sekundären Krankheitsgewinn abziele. Dies obwohl sie fünf Kinder 
und wegen ihrer Beschwerden massive finanzielle Einbussen habe, da der Ehemann sein Ar-
beitspensum habe reduzieren müssen. Auch nehme sie seit Jahren starke Psychopharmaka, was 
durch den Blutspiegel belegt werde. Die Einschränkungen würden seit bald einem Jahrzehnt be-
stehen und seien nicht behandelbar, da bisherige stationäre Behandlungen aufgrund ihrer pani-
schen Ängste hätten abgebrochen werden müssen. 
 
7.2.2 Die Beurteilung durch Dr. B.____ erscheint grundsätzlich nachvollziehbar begründet. 
Eine Voreingenommenheit lässt sich nicht erkennen und auch die Dauer der Untersuchung 
spricht nicht gegen die Zuverlässigkeit des Gutachtens (Urteile des Bundesgerichts vom 7. Ok-
tober 2020, 8C_447/2020, E. 6.2; vom 19. Mai 2020, 8C_767/2019, E. 3.4). Die Aussage, dass 
die Beschwerdeführerin als Kind als Kleinste von Eltern und Geschwistern immer verwöhnt wor-
den sei, stammt von ihr selbst und ist keine Unterstellung durch den Gutachter. Dr. B.____ weist 
in seiner Beurteilung lediglich und zulässigerweise auf einen erzielten sekundären Krankheitsge-
winn hin, indem sich aufgrund ihrer Krankheit Ehemann und Kinder sehr intensiv um sie küm-
mern. Nachvollziehbar ist auch die Beurteilung durch Dr. B.____, dass eine stationäre Behand-
lung wichtig wäre, damit die Beschwerdeführerin aus ihrer passiven regressiven Lebensweise, 
welche wesentlich durch die intensive Fürsorge ihrer Familie begünstigt wird, herausfindet. Im 
Übrigen unterstützt auch Dr. H.____ diese Sichtweise. Zu Recht weist Dr. B.____ daraufhin, dass 
die Panikattacken nur selten und nie zuhause auftreten, weshalb zweifellos von einer leichten 
Ausprägung auszugehen ist. Aus dem von der Beschwerdeführerin geschilderten Tagesablauf 
ergibt sich, dass sie mit den Kindern spielt, gemeinsam mit ihrem Mann kocht, mit ihm die Ein-
käufe erledigt, dies vor allem wegen Rückenbeschwerden. Sie kann jedoch selbst aufräumen. 
Bei der Wäsche würden ihr Ehemann und Kinder helfen, da sie einmal dabei gestürzt sei. Sie sei 
einmal auf der Treppe und einmal auf dem Spielplatz gestürzt. Die genannten Einschränkungen 

 

 
 
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liegen gemäss ihrer Schilderung hauptsächlich in den Rückenbeschwerden, die sich aber rheu-
matologisch nicht erklären lassen. Was die von Dr. B.____ aufgeführten Diagnosen mit Auswir-
kung auf die Arbeitsfähigkeit anbelangt, ist das Gutachten schlüssig und nachvollziehbar begrün-
det. Fraglich ist hingegen, ob die von Dr. G.____ und Dr. H.____ gestellte Diagnose einer Ago-
raphobie genügend geprüft und gewürdigt wurde. Der Beschwerdeführerin ist insofern rechtzu-
geben, dass sich der Gutachter nicht konkret mit dieser Diagnose auseinandersetzt. Wie sich aus 
den Ausführungen in Ziff. 5 ff. hiervor ergibt, ist jedoch davon auszugehen, dass die Beschwer-
deführerin bei guter Gesundheit zu 100 % als Hausfrau und Mutter tätig wäre und keiner ausser-
häuslichen Erwerbstätigkeit nachgehen würde. Demzufolge müsste sich die psychische Ein-
schränkung im Haushaltsbereich auswirken und zu einer Einschränkung in der Haushaltstätigkeit 
führen, damit dies vorliegend in Bezug auf den Invaliditätsgrad relevant wäre. Da die Beschwer-
deführerin selbst ausführt, zuhause keine Panikattacken zu haben, und in der Beschwerde darauf 
hinweist, dass die Vermeidung der phobischen Situationen für Agoraphobiker im Vordergrund 
stehe, hat die Diagnose vorliegend keinen Einfluss auf die häusliche Tätigkeit. Zudem könnte die 
Beschwerdeführerin ihre Situation verbessern, indem sie sich in eine stationäre Therapie bege-
ben würde. Diesbezüglich ist davon auszugehen, dass auch Dr. G.____ eine solche als zumutbar 
erachtet hat, da er die Behandlung der Beschwerdeführerin beendet hat, weil diese nicht bereit 
war, sich stationär behandeln zu lassen. Gleiches gilt für Dr. H.____, welche in ihrer Stellung-
nahme vom 2. Juni 2022 angibt, sie erachte die Beschwerdeführerin im ambulanten Setting als 
therapieresistent und sehe als Ausweg ebenfalls nur eine stationäre Behandlung. Insgesamt ist 
davon auszugehen, dass die psychiatrischen Störungen lediglich leicht und ohne Einfluss auf die 
häusliche Tätigkeit sind und ausserdem die Situation der Beschwerdeführerin durch eine statio-
näre Therapie noch zusätzlich verbessert werden könnte.  
 
7.3 Gestützt auf die obigen Ausführungen ergibt sich, dass das Gutachten von Dr. B.____ 
gewisse Mängel aufweist, die sich aber vorliegend auf den Invaliditätsgrad nicht auswirken, da 
die Beschwerdeführerin bei guter Gesundheit zu 100 % im Haushalt tätig wäre und in dieser Tä-
tigkeit gemäss den Gutachtern nicht bzw. allenfalls um 11,2 % (gemäss Haushaltsabklärung) ein-
geschränkt ist. Demzufolge liegt der IV-Grad jedenfalls unter 40 %, weshalb die IV-Stelle einen 
Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine Invalidenrente zu Recht abgelehnt hat. Die vorlie-
gende Beschwerde ist folglich abzuweisen.  
 
8. Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG sind Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweige-
rung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten 
werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von  
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen ein durchschnitt-
licher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfahrenskosten in Berücksich-
tigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- fest. Nach § 20 Abs. 3 
VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem 
Ausmass auferlegt. Vorliegend ist die Beschwerdeführerin unterliegende Partei, weshalb die Ver-
fahrenskosten ihr zu auferlegen sind. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens wird keine 
Parteientschädigung zugesprochen (Art. 61 lit. g ATSG).  
  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden der Beschwer-
deführerin auferlegt.  

 3. Es wird keine Parteientschädigung ausgerichtet. 
 

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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