# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c2d91e89-ff9f-5d82-b938-d6a129e40360
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-02-20
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 20.02.2023 S 2021 78
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2021-78_2023-02-20.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: lic. iur. Adrian Willimann, Vorsitz
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub und Dr. iur. Matthias Suter
Gerichtsschreiberin: MLaw Andrea Henggeler

U R T E I L  vom 20. Februar 2023 [rechtskräftig]
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
Beschwerdeführer
vertreten durch RA lic. iur. B.________

gegen

SUVA, Schweizerische Unfallversicherungsanstalt, Rechtsabteilung, Postfach 4358, 
6002 Luzern
Beschwerdegegnerin 

betreffend

Unfallversicherung 
(Leistungen)

S 2021 78

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Urteil S 2021 78

A. Der 1972 geborene A.________ war als Schreiner bei der C.________ AG 
angestellt und in dieser Eigenschaft obligatorisch bei der Suva gegen die Folgen von 
Unfällen versichert, als er am 29. Januar 2013 ausrutschte und sich dabei eine Distorsion 
des rechten oberen Sprunggelenks zuzog (vgl. Suva-act. 1), weshalb am 7. August 2013 
eine Arthroskopie mit intraartikulärem Débridement, partieller anteriorer Synovektomie und 
lateraler Bandrekonstruktion durchgeführt wurde (Suva-act. 17). Am 18. Dezember 2013 
konnte er die Arbeit zu 100 % wieder aufnehmen (vgl. Suva-act. 60). Nachdem dem 
Versicherten per 30. April 2015 schliesslich die Arbeitsstelle gekündigt worden war (Suva-
act. 260 S. 9), meldete er sich bei der IV-Stelle an (IV-Akten Anmeldung für Erwachsene: 
Berufliche Integration/Rente vom 24. Juni 2015). Am 16. Januar 2018 wurde der 
Versicherte erneut operiert (Suva-act. 154). Eine Arbeit nahm er nicht mehr auf. Die Suva 
erbrachte für die Folgen dieses Ereignisses die gesetzlichen Versicherungsleistungen. Mit 
Schreiben vom 26. März 2018 wurde dem Versicherten mitgeteilt, dass eine Behandlung 
nicht mehr notwendig sei, weshalb die Heilkostenleistungen mit dem 31. März 2018 und 
das Taggeld mit dem 30. April 2018 eingestellt würden (Suva-act. 170). Mit Verfügung 
vom 21. Januar 2021 verneinte die Suva mangels einer erheblichen unfallbedingten 
Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit einen Anspruch auf eine Invalidenrente, während 
für die verbliebenen Unfallfolgen eine Integritätsentschädigung von 20 % zugesprochen 
wurde (Suva-act. 266). Die dagegen erhobene Einsprache (Suva-act. 275) wies die Suva 
mit Einspracheentscheid vom 29. April 2021 ab (Suva-act. 294). 

B. Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 31. Mai 2021 liess A.________ 
beantragen, der Einspracheentscheid vom 29. April 2021 sei aufzuheben und die Sache 
an die Beschwerdegegnerin zur Ergänzung der Akten mit anschliessender Neubeurteilung 
der gesetzlichen Leistungen (Rente und Integritätsentschädigung) zurückzuweisen. Die 
Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, den medizinischen Sachverhalt sowie die 
Unfallkausalität der psychischen Beschwerden abzuklären, unter Beizug eines externen 
medizinischen Gutachters in den Disziplinen Orthopädie, Traumatologie inkl. 
Schmerztherapie sowie Psychiatrie. Eventualiter sei der medizinische Sachverhalt unter 
Beizug eines polydisziplinären Gerichtsgutachtens abzuklären. Nach erfolgten 
Abklärungen sei der Versicherungsanspruch nach UVG (Rente, Integritätsentschädigung) 
neu zu prüfen. Subeventualiter sei ihm eine Rente sowie eine höhere als die bisherige 
Integritätsentschädigung zuzusprechen; alles unter Entschädigungsfolge zulasten der 
Beschwerdegegnerin. In prozessualer Hinsicht liess der Beschwerdeführer die Sistierung 
des vorliegenden Verfahrens bis zur Erstattung des von der IV-Stelle Zug bei der ABI 

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Urteil S 2021 78

Aerztliches Begutachtungsinstitut GmbH (nachfolgend ABI) in Auftrag gegebenen 
Gutachtens sowie die Durchführung eines zweiten Schriftenwechsels beantragen (act. 1). 

C. Auf Aufforderung des Gerichts hin (act. 2) äusserte sich die Suva am 8. Juni 2021 
zunächst einzig zum Sistierungsantrag (act. 3). 

D. Mit Verfügung vom 14. Juni 2021 sistierte das Verwaltungsgericht das 
Beschwerdeverfahren bis zur Erstattung des von der Invalidenversicherung in Auftrag 
gegebenen Gutachtens (act. 6). 

E. Am 12. November 2021 erhielt das Gericht das polydisziplinäre Gutachten der 
ABI GmbH vom 10. Juni 2021 (act. 8). Angesichts dessen wurde die Sistierung 
gleichentags aufgehoben und der Suva eine Frist zur Vernehmlassung angesetzt (act. 9). 

F. Mit Vernehmlassung vom 2. Dezember 2021 beantragte die Suva die Abweisung 
der Beschwerde (act. 10). 

G. Im Rahmen eines zweiten Schriftenwechsels hielten die Parteien an ihren 
Anträgen und Begründungen fest (act. 14 und 16). Auf den Inhalt der Eingaben wird – 
soweit notwendig – erwägungsweise einzugehen sein.

H. Mit Schreiben vom 18. Mai 2022 forderte das Gericht die Suva auf, die im 
Einspracheentscheid zitierten, indes nicht im UV-Dossier enthaltenen Akten der IV-Stelle 
Zug einzureichen (act. 22). Am 30. Mai 2022 gingen die entsprechenden IV-Akten beim 
Gericht ein (act. 24), worüber der Beschwerdeführer gleichentags in Kenntnis gesetzt 
wurde (act. 25). 

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1. Das Verwaltungsgericht beurteilt als einzige kantonale Instanz Beschwerden aus 
dem Bereich der Sozialversicherung (Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen 
Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1] i.V.m. § 77 Abs. 1 des Verwaltungs-
rechtspflegegesetzes [VRG; BGS 162.1]). Örtlich zuständig ist das Versicherungsgericht 

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Urteil S 2021 78

desjenigen Kantons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung 
ihren Wohnsitz hat (Art. 58 Abs. 1 ATSG). Der Beschwerdeführer wohnt in der Gemeinde 
D.________, ZG. Damit ist das Verwaltungsgericht des Kantons Zug in Anwendung von 
§ 4 Abs. 1 lit. b der kantonalen Vollziehungsverordnung zum Bundesgesetz über die 
Unfallversicherung (BGS 842.5) örtlich und sachlich zuständig. Die Beschwerdegegnerin 
erliess den vorliegend angefochtenen Einspracheentscheid am 29. April 2021; dieser ging 
am 3. Mai 2021 beim Rechtsvertreter des Beschwerdeführers ein. Die Beschwerdeschrift 
wurde am 31. Mai 2021 der Post übergeben. Damit gilt die Beschwerde als rechtzeitig 
i.S.v. Art. 60 Abs. 1 ATSG eingereicht. Die Beschwerdeschrift entspricht sodann den 
formellen Anforderungen und der Beschwerdeführer ist als von der Verfügung des 
Unfallversicherers direkt Betroffener zur Beschwerde legitimiert. Somit ist die Beschwerde 
vom Gericht zu prüfen. Die Beurteilung erfolgt auf dem Zirkulationsweg gemäss § 29 der 
Geschäftsordnung des Verwaltungsgerichtes (GO VG; BGS 162.11).

2. Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung eines Falles 
grundsätzlich auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses des angefochtenen Entscheids (in 
casu 29. April 2021) eingetretenen Sachverhalt ab (vgl. auch BGE 121 V 362 E. 1b). 
Dabei sind in zeitlicher Hinsicht diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei der 
Verwirklichung des zu Rechtsfolgen führenden Sachverhalts in Geltung standen (BGE 130 
V 445 E. 1.2.1).

Am 1. Januar 2017 sind die am 25. September 2015 beziehungsweise am 9. Novem-
ber 2016 verabschiedeten geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die 
Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die Unfallversicherung 
(UVV; SR 832.202) in Kraft getreten. Entsprechend den allgemeinen übergangsrechtlichen 
Regeln sehen die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 des 
UVG vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 
ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, 
nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten 
Übergangsbestimmungen). Der hier zu beurteilende Unfall hat sich am 29. Januar 2013 
ereignet, weshalb die bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Normen auf den 
vorliegenden Fall Anwendung finden und in dieser Fassung zitiert werden.

3.

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Urteil S 2021 78

3.1 Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG werden – soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt 
– die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und 
Berufskrankheiten gewährt.

3.2 Nach Art. 10 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf die 
zweckmässige Behandlung ihrer Unfallfolgen. Ist sie infolge des Unfalls voll oder teilweise 
arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG), so hat sie Anspruch auf ein Taggeld (Art. 16 Abs. 1 UVG). 
Wird sie infolge des Unfalles zu mindestens 10 % invalid (Art. 8 ATSG), so hat sie 
Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Der Rentenanspruch entsteht, 
wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des 
Gesundheitszustandes mehr erwartet werden kann und allfällige 
Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind. Mit dem 
Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die Taggeldleistungen im Regelfalle dahin 
(Art. 19 Abs. 1 UVG).

3.3 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt zunächst voraus, 
dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, 
Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen 
Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene 
Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur 
gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für 
die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall 
die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass 
das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder 
geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit anderen 
Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche 
Störung entfiele. Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen 
Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die 
Verwaltung bzw. im Beschwerdefall der Richter im Rahmen der ihm obliegenden 
Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines 
Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 
177 E. 3.1). 

3.4

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3.4.1 Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass 
zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater 
Kausalzusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als 
adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der 
Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von 
der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das 
Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2). Mit der Theorie des 
adäquaten Kausalzusammenhangs wird dem rechtlich bestehenden Bedürfnis nach 
Eingrenzung und Auswahl von Tatsachen aus der natürlichen Kausalkette Rechnung 
getragen (BGE 123 V 98 E. 3b). Der Prüfung des adäquaten Kausalzusammenhangs als 
einer Rechtsfrage kommt somit die Funktion einer Haftungsbegrenzung zu (BGE 117 V 
369 E. 4a; 115 V 133 E. 7).

3.4.2 Bei organisch nachweisbaren Unfallfolgen spielt indessen die Adäquanz als 
rechtliche Eingrenzung der aus dem natürlichen Kausalzusammenhang sich ergebenden 
Haftung praktisch keine Rolle, da sich hier die adäquate weitgehend mit der natürlichen 
Kausalität deckt (BGE 134 V 109 E. 2.1). Von organisch objektiv ausgewiesenen 
Unfallfolgen kann erst dann gesprochen werden, wenn die erhobenen Befunde mit 
apparativen/bildgebenden Abklärungen bestätigt werden (BGE 138 V 248 E. 5.1).

3.4.3 Bei der Beurteilung der Adäquanz von Unfallfolgeschäden, für die ein natürlicher 
Kausalzusammenhang medizinisch zwar angenommen wird, jedoch nicht oder nicht 
hinreichend organisch nachweisbar ist (vgl. BGE 123 V 98 E. 3b), ist demgegenüber 
zunächst abzuklären, ob die versicherte Person beim Unfall ein Schleudertrauma der 
HWS, eine dem Schleudertrauma äquivalente Verletzung (SVR 1995 UV Nr. 23 S. 67 
E. 2) oder ein Schädelhirntrauma erlitten hat. Ist dies der Fall, muss beurteilt werden, ob 
die zum typischen Beschwerdebild einer solchen Verletzung gehörenden 
Beeinträchtigungen wie diffuse Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrations- und 
Gedächtnisstörungen, Übelkeit, rasche Ermüdbarkeit, Visusstörungen, Reizbarkeit, 
Affektlabilität, Depression, Wesensveränderung usw. vorliegen (vgl. dazu BGE 134 V 109 
E. 6.2.1; 119 V 335 E. 1; 117 V 359 E. 4b). Trifft dies zu, gelangt die HWS-Praxis zur 
Anwendung (sog. Schleudertrauma-Praxis); andernfalls erfolgt die Beurteilung der 
Adäquanz nach der Psycho-Praxis gemäss BGE 115 V 133.

3.4.4 Kommt die Psycho-Praxis zur Anwendung ist zunächst zu ermitteln, ob der Unfall 
als leicht oder als schwer zu betrachten ist oder ob er dem mittleren Bereich angehört. Der 

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adäquate Kausalzusammenhang zwischen Unfall und gesundheitlicher Beeinträchtigung 
ist bei leichten Unfällen in der Regel ohne weiteres zu verneinen und bei schweren 
Unfällen ohne weiteres zu bejahen, wogegen sich die Frage, ob zwischen Unfall und 
Folgen ein adäquater Kausalzusammenhang besteht, bei Unfällen des mittleren Bereichs 
nicht aufgrund des Unfalles allein schlüssig beantworten lässt. Es sind daher weitere, 
objektiv erfassbare Umstände, welche unmittelbar mit dem Unfall im Zusammenhang 
stehen oder als direkte beziehungsweise indirekte Folgen davon erscheinen, in eine 
Gesamtwürdigung einzubeziehen. Gemäss Bundesgericht handelt es sich dabei um 
folgende sieben Kriterien: 

- besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit des Unfalls;
- die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen, insbesondere ihre 

erfahrungsgemässe Eignung, psychische Fehlentwicklungen auszulösen;
- ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung;
- körperliche Dauerschmerzen;
- ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert;
- schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen;
- Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit.

Diese Kriterien werden unter Ausschluss psychischer Aspekte geprüft bzw. einzig die 
physischen Komponenten sind zu berücksichtigen (BGer U 394/06 vom 19. Februar 2008 
E. 2.1 und 6.1). Der Einbezug sämtlicher objektiver Kriterien in die Gesamtwürdigung ist 
nicht in jedem Fall erforderlich. Je nach den konkreten Umständen kann für die 
Beurteilung des adäquaten Kausalzusammenhangs ein einziges Kriterium genügen. Dies 
trifft einerseits dann zu, wenn es sich um einen Unfall handelt, welcher zu den schwereren 
Fällen im mittleren Bereich zu zählen oder sogar als Grenzfall zu einem schweren Unfall 
zu qualifizieren ist. Anderseits kann im gesamten mittleren Bereich ein einziges Kriterium 
genügen, wenn es in besonders ausgeprägter Weise erfüllt ist. Kommt keinem 
Einzelkriterium besonderes bzw. ausschlaggebendes Gewicht zu, so müssen mehrere 
unfallbezogene Kriterien herangezogen werden. Dies gilt umso mehr, je leichter der Unfall 
ist. Handelt es sich beispielsweise um einen Unfall im mittleren Bereich, der aber dem 
Grenzbereich zu den leichten Unfällen zuzuordnen ist, müssen die weiteren zu 
berücksichtigenden Kriterien in gehäufter oder auffallender Weise erfüllt sein, damit die 
Adäquanz bejaht werden kann. Diese Würdigung des Unfalles zusammen mit den 
objektiven Kriterien führt zur Bejahung oder Verneinung der Adäquanz. Damit entfällt die 
Notwendigkeit, nach anderen Ursachen zu forschen, die möglicherweise die psychisch 

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bedingte Erwerbsunfähigkeit mitbegünstigt haben könnten (vgl. zum Ganzen BGE 115 V 
133 E. 6). 

3.5 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für 
die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die 
geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben 
worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung 
der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Experten 
begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a). Nach der Rechtsprechung 
kommt auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärztinnen und Ärzte 
Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in 
sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen 
(BGE 125 V 351 E. 3b/ee).

4. Unbestritten und durch die Akten belegt ist, dass der Beschwerdeführer am 
29. Januar 2013 einen Unfall im Rechtssinne erlitten hat und danach unfallkausale 
Beschwerden aufgetreten sind. Als erstellt gilt sodann, dass die Suva ihre Leistungspflicht 
anerkannte und für die Folgen des Unfalles aufkam. Streitig ist hingegen, ob die 
Beschwerdegegnerin berechtigt war, die Heilbehandlungs- und Taggeldleistungen mit 
Schreiben vom 26. März 2018 einzustellen und den Anspruch auf eine Rente und 
Integritätsentschädigung zu prüfen. Es stellt sich diesbezüglich somit die Frage, ob von 
der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung noch eine Besserung des 
Gesundheitszustandes erwartet werden konnte. Darüber hinaus ist zwischen den Parteien 
streitig, ob der Beschwerdeführer Anspruch auf eine Invalidenrente nach UVG und/oder 
eine höhere Integritätsentschädigung als bereits gewährt hat.

5. Vorab ist zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin den Fall zu früh abgeschlossen 
hat, wie das der Beschwerdeführer rügt.

5.1 Nach konstanter Rechtsprechung zu Art. 19 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer 
– sofern allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen 
sind – die Heilbehandlung und das Taggeld nur solange zu gewähren, als von der 
Fortsetzung der ärztlichen Behandlung noch eine namhafte Besserung des 
Gesundheitszustandes erwartet werden kann. Trifft dies nicht mehr zu, ist der Fall unter 
Einstellung der vor-übergehenden Leistungen mit gleichzeitiger Prüfung des Anspruchs 
auf eine Invalidenrente und auf eine Integritätsentschädigung abzuschliessen (BGE 134 V 

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109 E. 4.1). Ob eine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes noch möglich ist, 
bestimmt sich namentlich nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder 
Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit, soweit diese unfallbedingt beeinträchtigt ist. Dabei 
verdeutlicht die Verwendung des Begriffes "namhaft" durch den Gesetzgeber, dass die 
durch weitere Heilbehandlung zu erwartende Besserung ins Gewicht fallen muss. 
Unbedeutende Verbesserungen genügen nicht (BGE 134 V 109 E. 4.3).

5.2 Hinsichtlich der IV-Eingliederungsmassnahmen zeigt sich, dass ab dem 8. Januar 
2018 ein Belastbarkeitstraining durchgeführt wurde, welches indes per 14. Januar 2018 
abgebrochen werden musste, da kurzfristig eine Operation mit anschliessendem Ausfall 
für mindestens zwei Monate angesetzt wurde (vgl. IV-Akten Antrag Eingliederung vom 
29. Januar 2018). Dieser vorerst letzte operative Eingriff (Arthroskopisches Débridement 
mit partieller Synovektomie, mediale und laterale Bandrekonstruktion, Neurektomie mit 
Neuromentfernung OSG rechts) erfolgte am 16. Januar 2018 (vgl. Suva-act. 154). Der 
intraoperative und früh postoperative Verlauf zeigte sich komplikationslos (vgl. Suva-
act. 166). Privatdozent Dr. med. E.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, rechnete am 26. Februar 2018 mit der 
Wiederaufnahme der Arbeit in ca. 2–3 Wochen (vgl. Suva-act. 158). Anlässlich der 
kreisärztlichen Untersuchung vom 15. März 2018 wurde der Verlauf als zeitgerecht 
beurteilt und Dr. med. F.________, Facharzt für Chirurgie, hielt den Versicherten aufgrund 
der Fussbeschwerden ab sofort für leichte körperliche Tätigkeiten als ganztags 
arbeitsfähig. Von weiteren medizinischen Massnahmen konnte keine namhafte Besserung 
des unfallbedingten Gesundheitszustandes mehr erwartet werden (vgl. Suva-act. 162). 
Gestützt darauf stellte die Suva die Heilkostenleistungen per 31. März 2018 und das 
Taggeld per 30. April 2018 ein (vgl. Suva-act. 170). Wie das soeben Ausgeführte zeigt, 
waren zum Zeitpunkt des Fallabschlusses keine konkreten Eingliederungsmassnahmen 
der IV-Stelle mehr hängig. Zudem wurden nach der Operation vom 16. Januar 2018 nur 
noch Verlaufskontrollen, Beurteilungen und Untersuchungen durchgeführt. Darüber hinaus 
besuchte der Beschwerdeführer die Schmerztherapie. Schlüssige und nachvollziehbare 
Behandlungsvorschläge oder -prozedere, um eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit zu 
erreichen, können den aktenkundigen Berichten jedoch nicht entnommen werden. 
Vielmehr wies bereits PD Dr. E.________ am 28. Mai 2018 darauf hin, dass aus 
orthopädischer Sicht aktuell kein weiteres Vorgehen indiziert sei (vgl. Suva-act. 186). 
Daraufhin merkte auch Dr. med. G.________ mit Sprechstundenbericht vom 9. August 
2018 an, dass dem Patienten aus orthopädischer Sicht aktuell keine weitere Option 
angeboten werden könne. Er empfahl eine spezifische schmerztherapeutische 

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Behandlung (vgl. Suva-act. 192). Da der Beschwerdeführer von orthopädischer Seite 
somit austherapiert war, stellte er sich in der Folge in der Schmerzsprechstunde von 
Dr. med. H.________, Leitender Arzt der Schmerzklinik des Kantonsspitals I.________, 
vor. Als Behandlungsmöglichkeiten zählte Dr. H.________ im Bericht vom 17. September 
2018 folgende auf: Diagnostisch therapeutische Interventionen an den Endästen des 
Nervus ischiadicus; Einsatz von antineuropathisch wirksamen Medikamenten und 
multimodale Schmerztherapie (vgl. Suva-act. 195). Wie dem Bericht von Dr. H.________ 
vom 16. Januar 2019 entnommen werden kann, ergab sich auch durch die Interventionen 
im Bereich des Nervus ischiadicus keine anhaltende Verbesserung. Der Schmerzspezialist 
merkte an, dass grundsätzlich noch die Option einer medikamentösen 
antineuropathischen Behandlung im Raum stehe. Der Patient könne sich aber nicht 
vorstellen, längerfristig orientiert Analgetika einzunehmen, weshalb er aktuell auf diese 
Option verzichten möchte. Dem Versicherten könne daher im Moment nichts weiter 
Erfolgsversprechendes zur Verbesserung der Situation angeboten werden. 
Dementsprechend waren in der Folge auch keine weiteren Termine mehr bei 
Dr. H.________ geplant (vgl. Suva-act. 201). Nach der Sprechstunde vom 3. Dezember 
2019 empfahl auch Dr. med. J.________, Leitender Arzt der Klinik für Orthopädie und 
Traumatologie des Kantonsspitals I.________, lediglich noch schmerztherapeutische 
Massnahmen. Der Patient werde versuchen, durch Analgetika haltige Salben eine 
Beschwerdelinderung zu erzielen (vgl. Suva-act. 218). Weitere Therapievorschläge lassen 
sich auch dem Bericht vom 7. Oktober 2020 nicht entnehmen (vgl. Suva-act. 232). Nichts 
anderes hat schliesslich für den Sprechstundenbericht vom 16. März 2021 zu gelten. Darin 
wird explizit erwähnt, dass keine Aussicht auf eine wegweisende Besserung des 
derzeitigen Zustandes bestehe. Doktor J.________ zeigte sich zudem sehr zurückhaltend 
betreffend eine weitere Operation und empfahl dem Beschwerdeführer, die derzeitige 
Situation zu akzeptieren und seine Arbeits- und Freizeitaktivitäten den Gegebenheiten 
anzupassen (vgl. Suva-act. 287). Schliesslich ist mit der Beschwerdegegnerin einig zu 
gehen, dass auch dem ABI-Gutachten keine Vorschläge für eine weitere Behandlung des 
rechten Sprunggelenks entnommen werden können, mit denen die realistische Aussicht 
auf eine ins Gewicht fallende Besserung verbunden gewesen wäre. Auch wenn es nach 
dem Fallabschluss also zu weiteren ärztlichen Konsultationen und insbesondere 
schmerztherapeutischen Behandlungen gekommen ist, haben diese mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit der Stabilisierung des erreichten Gesundheitszustandes und nicht der 
namhaften Verbesserung desselben gedient. Den aktenkundigen Berichten können 
jedenfalls keine Therapiemassnahmen entnommen werden, von denen eine namhafte 
Verbesserung des Gesundheitszustandes zu erwarten gewesen wäre. In Anbetracht 

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dessen ist es nicht zu beanstanden, wenn Kreisarzt Dr. F.________ mit Bericht vom 
16. März 2018 von weiteren medizinischen Massnahmen keine namhafte Besserung des 
unfallbedingten Gesundheitszustandes mehr erwartete und seitens der Suva somit der 
Fallabschluss erfolgte, da der Endzustand erreicht war. Dies erscheint jedenfalls 
nachvollziehbar, insbesondere auch deshalb, weil der Fallabschluss lediglich voraussetzt, 
dass von weiteren medizinischen Massnahmen keine erhebliche Verbesserung mehr 
erwartet werden kann, nicht aber, dass eine ärztliche Behandlung nicht länger erforderlich 
ist (BGer 8C_727/2012 vom 21. Dezember 2012 E. 3.2.2 und 8C_585/2010 vom 
5. November 2010 E. 8). Zu guter Letzt ist der Beschwerdegegnerin Recht zu geben, dass 
sich der in Art. 19 Abs. 1 Satz 1 UVG vorbehaltene Abschluss allfälliger 
Eingliederungsmassnahmen der IV, soweit es um berufliche Massnahmen geht, 
rechtsprechungsgemäss nur auf Vorkehren beziehen kann, welche geeignet sind, den der 
Invalidenrente der Unfallversicherung zugrunde zu legenden Invaliditätsgrad zu 
beeinflussen (BGer 8C_374/2021 vom 13. August 2021 E. 4.3.1). Angesichts dessen kam 
die Beschwerdegegnerin korrekterweise zum Schluss, dass die Aussicht auf die 
Zusprache einer Rente der Invalidenversicherung für die Beantwortung des 
Fallabschlusses unbeachtlich ist. 

6. Als nächstes ist zu klären, welche gesundheitlichen Beeinträchtigungen als 
unfallkausal zu beurteilen und damit für die Festlegung der strittigen Ansprüche relevant 
sind.

6.1 Diesbezüglich hat die Beschwerdegegnerin unter Erwägung 3 ihres 
angefochtenen Einspracheentscheids unter Hinweis auf den aktuellsten Bericht der Klinik 
für Orthopädie und Traumatologie des Kantonsspitals I.________ vom 16. März 2021 
(Suva-act. 287) sowie das Arztzeugnis des behandelnden Psychiaters vom 5. April 2021 
(Suva-act. 289) eingehend dargelegt, unter welchen gesundheitlichen Beeinträchtigungen 
der Beschwerdeführer leidet. Es sind dies neben der Instabilität des oberen 
Sprunggelenks rechts insbesondere eine Rücken- und Schulterproblematik sowie die 
psychiatrische Beeinträchtigung. Würdigend kam die Beschwerdegegnerin zum Schluss, 
dass lediglich die Instabilität des oberen Sprunggelenks rechts als Unfallfolge gelten 
könne. Dass ein Kausalzusammenhang zwischen dem Ereignis vom 29. Januar 2013 und 
dem Gesundheitsschaden im Bereich des rechten Sprunggelenks besteht, ist zwischen 
den Parteien unbestritten. Damit erübrigen sich Weiterungen hierzu und es ist in der Folge 
lediglich auf die darüber hinaus geltend gemachten Gesundheitsprobleme des 
Beschwerdeführers einzugehen. 

12

Urteil S 2021 78

6.2 Was das chronifizierte zerviko- und lumbospondylogene Schmerzsyndrom 
anbelangt, stellt der Beschwerdeführer nicht in Abrede, dass Rückenbeschwerden bereits 
vor dem Unfall aktenkundig waren. Er stellt sich jedoch auf den Standpunkt, dass sich die 
unfallkausale OSG-Instabilität rechts auch auf den Rücken auswirke, sodass die aktuellen 
Rückenbeschwerden zumindest teilweise in unfallkausalem Zusammenhang stünden. 
Dieser Zusammenhang sei den ABI-Gutachtern zur Abklärung unterbreitet worden. Wie 
die Beschwerdegegnerin im Rahmen der Vernehmlassung zutreffend festgestellt hat, 
ergibt sich aus dem rheumatologischen Teilgutachten, dass von den somatischen 
Gesundheitsschäden lediglich jene im Bereich des rechten Sprunggelenks zumindest 
teilweise als unfallbedingt betrachtet werden können. Eine Unfallkausalität der 
Rückenbeschwerden kann dem genannten Teilgutachten gerade nicht entnommen 
werden. Damit bleibt es bei den Feststellungen der Suva (vgl. E. 3.1 des angefochtenen 
Entscheids). 

6.3 Hinsichtlich Schulterproblematik stellte die Suva im angefochtenen 
Einspracheentscheid fest, dass im Sprechstundenbericht von Dr. J.________ vom 
16. März 2021 zwar ein Schultergelenkskontusionstrauma rechts im Rahmen eines 
Leitersturzes in der Freizeit von April 2018 genannt, ihr jedoch kein entsprechendes 
Unfallereignis gemeldet worden sei. Angesichts dessen liess sie offen, ob der 
Beschwerdeführer zum entsprechenden Zeitpunkt überhaupt noch nach UVG versichert 
war und ob zwischen einem solchen Ereignis und den nun beschriebenen Pathologien ein 
Kausalzusammenhang besteht. Dagegen wendet der Beschwerdeführer im Rahmen der 
Replik ein, dass der Sturz von der Leiter und als Folge davon die noch heute 
behandlungsbedürftige Schulterverletzung der Beschwerdegegnerin bekannt gewesen sei 
und der Sturz im Zusammenhang mit den unbestrittenen Unfallfolgen 
(Sprunggelenksverletzung) stehe. Wie ein Blick in die Akten zeigt, wird ein Unfallereignis 
mit Beteiligung der rechten Schulter erstmals erst im Sprechstundenbericht vom 16. März 
2021 genannt (vgl. Suva-act. 287). Sämtliche vorangegangenen medizinischen Akten 
enthalten keinerlei Hinweise auf einen im April 2018 erlittenen Leitersturz und eine sich 
dabei zugezogene Schultergelenkskontusion rechts. Insbesondere war auch anlässlich 
der kreisärztlichen Abschlussuntersuchung vom 10. November 2020 ein Unfallereignis mit 
Beteiligung der rechten Schulter ebenso wenig Thema wie daraus resultierende 
Schulterbeschwerden (vgl. Suva-act. 243). Angesichts dessen ist der 
Beschwerdegegnerin Recht zu geben, dass weder eine zeitnahe Unfallmeldung erfolgte 
noch das angeblich erlittene Unfallereignis anderweitig echtzeitlich dokumentiert ist. Liess 

13

Urteil S 2021 78

die Beschwerdegegnerin unter diesen Umständen die Frage offen, ob ein solches Ereignis 
überhaupt einen Anspruch auf Versicherungsleistungen begründen würde, ist dies nach 
dem soeben Dargelegten nicht zu beanstanden. An der Tatsache, dass ein Unfallereignis 
mit Beteiligung der rechten Schulter nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 
nachgewiesen ist, ändert jedenfalls auch der Sprechstundenbericht des Kantonsspitals 
I.________ vom 1. Februar 2022 (Bf-act. 13) nichts. Daher erübrigen sich diesbezüglich 
auch Abklärungen zum geltend gemachten Kausalzusammenhang. 

6.4 Betreffend die vom Beschwerdeführer geklagten psychischen Beeinträchtigungen 
– gemäss Arztzeugnis vom 5. April 2021 besteht eine mittelgradige bis schwere 
depressive Episode mit somatischem Syndrom (vgl. Suva-act. 289) – hat die 
Beschwerdegegnerin die Adäquanzprüfung nach der sogenannten Psycho-Praxis gemäss 
BGE 115 V 133 vorgenommen. Dies ist nicht zu beanstanden, zumal auch der 
Beschwerdeführer dagegen keine Einwände vorbringt. 

6.4.1 Wie in Erwägung 3.4.4 vorstehend ausgeführt, ist diese Prüfung unter Ausschluss 
psychischer Aspekte vorzunehmen bzw. sind einzig die physischen Komponenten zu 
berücksichtigen. Zu diesem Zweck tragen Informationen über einen psychischen 
Gesundheitsschaden und dessen Beurteilung nichts bei. Auch die psychiatrischen 
Berichte enthalten jeweils nur Vermutungen über die Ursache von psychischen 
Beschwerden und es ist ja gerade Sinn der vom Bundesgericht entwickelten Psycho-
Praxis, die Beurteilung der Adäquanz nicht organisch objektiv nachweisbarer Unfallfolgen 
ausschliesslich aufgrund objektiv erfassbarer Umstände vorzunehmen. Das hat die 
Beschwerdegegnerin denn auch gemacht.

6.4.2 Für die Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfall 
und den psychischen Gesundheitsschädigungen ist zunächst im Einzelfall zu verlangen, 
dass dem Unfall für die Entstehung der Arbeits- bzw. Erwerbsunfähigkeit eine 
massgebende Bedeutung zukommt. Dies trifft dann zu, wenn er objektiv eine gewisse 
Schwere aufweist oder mit anderen Worten ernsthaft ins Gewicht fällt (BGE 115 V 133 
E. 7). Für die Beurteilung dieser Frage ist an das Unfallereignis anzuknüpfen, wobei – 
ausgehend vom augenfälligen Geschehensablauf – zwischen leichten Unfällen einerseits, 
schweren Unfällen andererseits und schliesslich den dazwischenliegenden mittelschweren 
Unfällen unterschieden wird (vgl. E. 3.4.4 hiervor).

14

Urteil S 2021 78

6.4.3 Aus den Akten geht hervor, dass der Beschwerdeführer am 29. Januar 2013 auf 
einen Gegenstand getreten und mit dem rechten Fuss umgeknickt ist (vgl. Suva-act. 15). 
Dabei erlitt er ein Distorsionstrauma des oberen Sprunggelenks rechts. Angesichts des 
objektiv erfassbaren Unfallhergangs ist mit der Beschwerdegegnerin von einem leichten 
Unfall auszugehen. Die Unfallschwere höher einzustufen rechtfertigt sich vorliegend 
jedenfalls nicht, zumal auch der Beschwerdeführer selbst nicht weiter begründet, weshalb 
entgegen der Auffassung der Suva von einem Unfall im mittelschweren Bereich 
auszugehen sei (vgl. act. 14 Ziff. 5.3). Daraus folgt, dass gemäss Rechtsprechung der 
adäquate Kausalzusammenhang ohne Weiteres verneint werden kann, weil aufgrund der 
allgemeinen Lebenserfahrung aber auch unter Einbezug unfallmedizinischer Erkenntnisse 
davon ausgegangen werden darf, dass ein solcher Unfall nicht geeignet ist, einen 
invalidisierenden psychischen Gesundheitsschaden zu verursachen (BGE 115 V 133 
E. 6a). Angesichts dessen kann offenbleiben, ob diese Beschwerden in einem natürlichen 
Kausalzusammenhang zum Unfallereignis stehen. Gemäss der Rechtsprechung des 
Bundesgerichts kann jedenfalls auf weitere Beweisvorkehren zum natürlichen 
Kausalzusammenhang verzichtet werden, wenn der adäquate Kausalzusammenhang 
ohnehin zu verneinen ist (BGer 8C_346/2021 vom 11. November 2021 E. 3.1). Weitere 
Ausführungen betreffend natürliche Kausalität erübrigen sich somit. Insofern ist auch die 
Beurteilung des behandelnden Psychiaters (u.a. Bf-act. 8), der gemäss den Ausführungen 
des Beschwerdeführers eine Kausalität zwischen den psychischen Beschwerden und dem 
Unfallereignis bejaht, für den vorliegenden Fall nicht entscheidend, ist doch bereits der 
adäquate Kausalzusammenhang, der wiederum ausschliesslich aufgrund objektiv 
erfassbarer Umstände und gerade nicht gestützt auf psychiatrische Berichte beurteilt wird, 
zu verneinen. Eine weitere Auseinandersetzung mit den aktenkundigen psychiatrischen 
Berichten erübrigt sich dementsprechend ebenso wie eine neuerliche psychiatrische 
Begutachtung des Beschwerdeführers. 

7. Da somit auch die psychischen Beschwerden des Beschwerdeführers nicht 
unfallkausal sind, ist die Beurteilung der Restarbeitsfähigkeit allein aufgrund der aus dem 
Unfall vom 29. Januar 2013 resultierenden körperlichen Restbeschwerden im Bereich des 
rechten Sprunggelenks vorzunehmen.

7.1 Die Suva stützte sich im angefochtenen Einspracheentscheid in medizinischer 
Hinsicht auf die kreisärztliche Beurteilung von Dr. med. K.________, Facharzt für 
Chirurgie sowie für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 
Bewegungsapparates, vom 12. November 2020. Darin hielt Dr. K.________ folgende 

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Urteil S 2021 78

Diagnosen fest: Status nach mehrfachen OSG-Distorsionstraumen rechts; Status nach 
zweifacher lateraler Bandrekonstruktion rechtes OSG 2013/2018; chronische Instabilität 
rechtes OSG; Status nach OSG-Arthroskopie, Débridement und partieller anteriorer 
Synovektomie mit Bandrekonstruktion lateral nach Broström und Gould August 2013; 
schmerzhaftes Neurom rechter Fuss Dezember 2015; Status nach arthroskopischem 
Débridement mit partieller Synovektomie, medialer und lateraler Bandrekonstruktion, 
Neurektomie mit Neuromentfernung rechtes OSG Januar 2018, Neuropathische 
Narbenbeschwerden N. peroneus superficialis rechts und Rotationsinstabilität rechtes 
OSG. Beurteilend führte der Kreisarzt aus, der Versicherte beklage anhaltende 
Schmerzen seitens des rechten oberen Sprunggelenks, dessen Instabilität, eine Zunahme 
der Beschwerden nach Gehen und Autofahren, eine Minderung der Sensibilität an der 
lateralen Seite des rechten Rückfusses und eine Beeinträchtigung der Funktion des 
rechten Beines. Die klinische Untersuchung habe reizlose Weichteilverhältnisse des 
rechten Sprunggelenks und Fusses, primär verheilte Narben im Bereich des rechten 
Sprunggelenks, eine Druckschmerzhaftigkeit bei der Palpation der Narben im Bereich des 
Innenknöchels, eine Minderung der Hautsensibilität sowohl im Bereich der medialen als 
auch der lateralen Narbe des rechten oberen Sprunggelenks, eine Druckschmerzhaftigkeit 
auf Höhe der ventralen Kante des Aussenknöchels, eine tastbare Weichteilvorwölbung 
zwischen der lateralen Kante der distalen Tibia und der Vorderkante des Aussenknöchels, 
eine eingeschränkte Beweglichkeit des rechten oberen Sprunggelenks, eine laterale 
Aufklappbarkeit des rechten Sprunggelenks, einen Vorschub beider oberen 
Sprunggelenke (rechts mehr als links), eine Beeinträchtigung der physiologischen 
Funktionen des rechten Beines, eine leichte Minderung der groben Kraft des rechten 
Beines und bildgebend nachgewiesene Veränderungen des rechten Sprunggelenks 
ergeben. Unter Berücksichtigung der ärztlichen Berichte, bildgebenden Diagnostik und 
kreisärztlichen Untersuchung könne festgehalten werden, dass ein stabiler 
Gesundheitszustand seitens des rechten Sprunggelenks vorliege, somit könne 
administrativ der Fallabschluss erfolgen. Unter Berücksichtigung des nachstehenden 
Belastungsprofils (kein Arbeiten in der Höhe – auf Dächern, Leitern, Gerüsten etc.; kein 
Arbeiten auf unebenem Boden; kein Arbeiten mit permanentem Treppab- und 
Treppaufgehen; kein Arbeiten mit Tragen von Gegenständen, die schwerer als 20 kg sind; 
kein Arbeiten unter Einfluss von Stössen und Vibrationen, die sich negativ auf das rechte 
Sprunggelenk auswirken würden) wäre medizinisch-theoretisch auf dem unfallchirurgisch-
orthopädischen Fachgebiet eine 100%ige Arbeitsfähigkeit ganztags gegeben (Suva-
act. 243). Auf Nachfrage der Suva teilte der Kreisarzt am 29. Dezember 2020 mit, dass 
sich der Zustand des Versicherten seit der letzten kreisärztlichen Untersuchung vom 

16

Urteil S 2021 78

15. März 2018 bis zu jener vom 10. November 2020 nicht wesentlich verändert habe. Das 
im Abschlussbericht vom 12. November 2020 formulierte Belastbarkeitsprofil habe schon 
damals angewendet werden können (Suva-act. 248). 

7.2 Fest steht, dass sich der Beschwerdeführer am 29. Januar 2013 eine Distorsion 
des rechten oberen Sprunggelenks zugezogen hat und als Folge dessen Beschwerden im 
Bereich des rechten Sprunggelenks bestehen. Unbestritten ist sodann, dass der 
Beschwerdeführer aufgrund dieses Leidens seine angestammte Tätigkeit als Schreiner 
nicht mehr ausüben kann. Vor dem Hintergrund dieses Leidens formulierte 
Dr. K.________ das bereits wiedergegebene Belastbarkeitsprofil (vgl. E. 7.1 hiervor). 
Unter Berücksichtigung dessen geht er in einer leichten bis mittelschweren körperlichen 
Tätigkeit von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit aus (vgl. dazu auch Suva-act. 248 i.V.m. 
162).

Diese Beurteilung überzeugt. Der kreisärztliche Bericht entspricht den höchstrichterlichen 
Anforderungen an einen Arztbericht mit voller Beweiskraft, da er umfassend ist, die vom 
Beschwerdeführer geklagten Beschwerden berücksichtigt, auf eigenen, umfassenden 
Untersuchungen beruht, in Kenntnis der gesamten Vorakten erging und schliesslich in der 
Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge bzw. der medizinischen Situation 
einleuchtet und die Schlussfolgerungen für das Gericht nachvollziehbar begründet sind. 
Darüber hinaus ist zu berücksichtigen, dass sich keinem der sich im UV-Dossier 
befindenden Arztberichte eine begründete Aussage zur Arbeitsfähigkeit in einer 
leidensangepassten Tätigkeit entnehmen lässt. Dementsprechend liegen auch keinerlei 
Berichte vor, die auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der 
kreisärztlichen Beurteilung aufkommen lassen, zumal selbst der Beschwerdeführer keine 
divergierenden ärztlichen Berichte betreffend Beurteilung der unfallbedingten 
Leistungsfähigkeit benennt bzw. im Rahmen des vorliegenden Beschwerdeverfahrens 
auflegt. Für das Gericht gibt es somit keine haltbaren Gründe, die vom Kreisarzt 
festgestellte volle Arbeitsfähigkeit bzw. das von ihm formulierte Zumutbarkeitsprofil in 
Zweifel zu ziehen. Vielmehr ist festzustellen, dass die Beurteilung von Dr. K.________ 
durch das rheumatologische Teilgutachten des ABI schliesslich noch bestätigt wurde. Der 
rheumatologische Teilgutachter schloss sich der Umschreibung einer angepassten 
Tätigkeit durch Dr. K.________ an und hielt fest, dass unter Berücksichtigung der 
Fusssymptomatik für eine solche adaptierte Tätigkeit eine 100%ige Arbeitsfähigkeit 
bestehe (vgl. Bf-act. 11 S. 50 und 52). Dementsprechend ist es nicht zu beanstanden, 
dass die Suva zur Beurteilung der unfallbedingt verbleibenden funktionellen 

17

Urteil S 2021 78

Leistungsfähigkeit auf die kreisärztliche Beurteilung abgestellt hat. Daran ändert – 
entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers – auch der Umstand nichts, dass die 
gutachterliche Beurteilung durch einen Rheumatologen und nicht durch einen Orthopäden 
erfolgte. Zu berücksichtigen ist, dass mit der beweiskräftigen kreisärztlichen Einschätzung 
von Dr. K.________ bereits eine fachärztliche Beurteilung – Dr. K.________ ist Facharzt 
für Chirurgie sowie für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 
Bewegungsapparates – vorlag, auf die die Beschwerdegegnerin abstellen durfte. Sowohl 
für die Beschwerdegegnerin wie auch das hiesige Gericht gab bzw. gibt es daher keinen 
Grund, in orthopädischer Hinsicht weitere Abklärungen vorzunehmen bzw. ein 
entsprechendes Gutachten in Auftrag zu geben. Das rheumatologische Teilgutachten 
bestätigte somit letztlich lediglich, was bereits in fachärztlich orthopädischer Hinsicht 
festgestellt wurde. Zusammenfassend ergibt sich dementsprechend, dass der 
Beschwerdeführer aufgrund der unfallbedingten Beschwerden in seiner bisherigen 
Tätigkeit als Schreiner zwar nicht mehr arbeitsfähig ist, ihm indes gestützt auf die 
beweiskräftige kreisärztliche Beurteilung eine leidensangepasste Tätigkeit zu 100 % 
zumutbar ist.

8. Zu prüfen bleibt, wie sich die verbleibenden Unfallfolgen in erwerblicher Hinsicht 
auswirken. Strittig ist die von der Beschwerdegegnerin vorgenommene 
Invaliditätsbemessung.

8.1 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird gemäss Art. 16 ATSG das 
Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen 
durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte 
(Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen 
könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen).

8.2
8.2.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was die versicherte 
Person im massgebenden Zeitpunkt nach dem Beweisgrad der überwiegenden 
Wahrscheinlichkeit als gesunde Person tatsächlich verdienen würde. Dabei wird in der 
Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensent-
wicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es der Erfahrung entspricht, dass die 
bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Ausnahmen müs-
sen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 129 V 222 E. 4.3.1). Erfolgte 

18

Urteil S 2021 78

der Stellenverlust aus invaliditätsfremden Gründen, ist der Validenlohn anhand von 
Durchschnittswerten zu bestimmen (BGer 9C_212/2015 vom 9. Juni 2015 E. 5.4). 

8.2.2 Der Beschwerdeführer arbeitete seit Ende November 2010 als Schreiner bei der 
C.________ AG. Am 19. Februar 2015 wurde das Arbeitsverhältnis durch die 
Arbeitgeberin per 30. April 2015 gekündigt. Als Grund für die Kündigung wurde im 
Fragebogen für Arbeitgebende ein Burnout wegen Scheidung usw. angegeben. Dem 
Kündigungsschreiben selbst kann der Grund der Kündigung nicht entnommen werden 
(vgl. Suva-act. 260). Anhaltspunkte, dass die Unfallfolgen im Bereich des rechten 
Sprunggelenks für die Kündigung eine Rolle gespielt hätten, finden sich in den genannten 
Unterlagen keine. Angesichts dessen ist mit der Beschwerdegegnerin mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer seine Arbeitsstelle aus 
unfallfremden Gründen verloren hat. Dementsprechend hat die Beschwerdegegnerin bei 
der Ermittlung des Valideneinkommens zu Recht nicht auf den letzten vom 
Beschwerdeführer bei der C.________ AG effektiv erzielten Lohn abgestellt. In einer 
Konstellation wie der dargelegten ist das Valideneinkommen anhand von 
Durchschnittswerten zu bestimmen, weshalb entgegen der Auffassung des 
Beschwerdeführers nicht zu beanstanden ist, dass die Beschwerdegegnerin für die 
Ermittlung des Valideneinkommens die Tabellenlöhne der Schweizerischen 
Lohnstrukturerhebung (LSE) herangezogen hat. Angesichts dessen erübrigen sich die in 
diesem Zusammenhang beantragten Zeugeneinvernahmen, sind die konkreten Umstände 
bei der C.________ AG für die Berechnung des Valideneinkommens im vorliegenden Fall 
nach dem Gesagten doch irrelevant. Geleistete Überstunden dürfen bei der Bemessung 
des Valideneinkommens sodann lediglich dann berücksichtigt werden, soweit sie auch für 
die Zukunft zu erwarten gewesen wären (BGer 8C_744/2012 vom 20. Dezember 2012 
E. 2), was vorliegend angesichts des unfallfremden Erlöschens des Arbeitsverhältnisses 
bei der C.________ AG nicht der Fall ist. Ebenso wenig bestehen konkrete Hinweise für 
das behauptete berufliche Fortkommen. Da der Beschwerdeführer mehrheitlich in seinem 
Lehrberuf gearbeitet hat (vgl. Suva-act. 259), ist mit der Beschwerdegegnerin vom 
Durchschnittslohn für Männer, Wirtschaftszweig 16–18 "Herst. v. Holzwaren u. Papier; 
Druckerzeugnisse", Kompetenzniveau 2, auszugehen. Dieser betrug im Jahr 2018 
Fr. 5'889.–. Angepasst an die betriebsübliche Arbeitszeit von wöchentlich 41,8 Stunden 
ergibt sich ein Monatslohn von Fr. 6'154.01 bzw. hochgerechnet auf ein Jahr das von der 
Suva angenommene Valideneinkommen von Fr. 73'848.12. Soweit der Beschwerdeführer 
dagegen einwendet, die IV-Stelle habe das Valideneinkommen abweichend davon mit 
Fr. 75'040.– bzw. Fr. 77'288.– bemessen, kann er daraus nichts zu seinen Gunsten 

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Urteil S 2021 78

ableiten. Zunächst ist mit der Beschwerdegegnerin darauf hinzuweisen, dass die 
Invaliditätsschätzung der Invalidenversicherung gegenüber dem Unfallversicherer keine 
Bindungswirkung entfaltet (BGer 8C_563/2020 vom 7. Dezember 2020 E. 4.2.5 mit 
Verweis auf BGE 131 V 362). Sodann ist noch einmal in Erinnerung zu rufen, dass der 
Beschwerdeführer seine Arbeitsstelle bei der C.________ AG mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit aus unfallfremden Gründen verloren hat, weshalb es sich im Bereich 
der Unfallversicherung – im Unterschied zur Invalidenversicherung –, wie bereits 
dargelegt, gerade nicht rechtfertigt, auf den letzten bei der C.________ AG erzielten Lohn 
abzustellen. Für das Gericht besteht daher keine Veranlassung, vom Valideneinkommen, 
welches die Suva mit gerundet Fr. 73'848.– bemessen hat, abzuweichen. 

8.3 Bezüglich des Invalideneinkommens ist festzustellen, dass der Beschwerdeführer 
nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine zumutbare leidensangepasste 
Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, weshalb sich auch das Invalideneinkommen gestützt 
auf die Tabellenlöhne der LSE berechnet. Dabei ging die Beschwerdegegnerin zu Recht 
vom Durchschnittslohn der Männer, Tabelle TA1, ganzer privater Sektor, 
Kompetenzniveau 1, aus. Bei einer betriebsüblichen Arbeitszeit von wöchentlich 41,7 
Stunden beträgt der Monatslohn Fr. 5'647.22 bzw. hochgerechnet auf ein Jahr 
Fr. 67'766.64. 

Der Beschwerdeführer stellt nicht in Abrede, dass das Invalideneinkommen anhand der 
Tabellenlöhne der LSE zu berechnen ist. Er ist hingegen der Ansicht, dass nach Kenntnis 
der gutachterlichen Einschätzung der Unfallfolgen der Leidensabzug neu zu beurteilen sei. 
Eine weitergehende Begründung sucht man in seinen Eingaben jedoch vergebens. Stellen 
des Kompetenzniveaus 1 werden grundsätzlich unbesehen von Alter, Nationalität und 
Dienstjahren vergeben. Bei Zumutbarkeit der Verweistätigkeit im Vollpensum und einem 
Beschwerdeführer, der das Schweizer Bürgerrecht besitzt (vgl. Suva-act. 259 S. 2), 
verlangen auch die Kriterien Nationalität bzw. Aufenthaltskategorie und 
Beschäftigungsgrad keine entsprechende Berücksichtigung. Wie die Beschwerdegegnerin 
schliesslich zu Recht darauf hingewiesen hat, ergibt sich aus dem rheumatologischen 
Teilgutachten, dass die Beschwerden im Bereich des rechten Sprunggelenks nur teilweise 
als unfallbedingt betrachtet werden können. Nach dem Dargelegten erscheint die 
Verneinung eines leidensbedingten Abzugs rechtmässig, weshalb auch das von der 
Beschwerdegegnerin errechnete Invalideneinkommen von gerundet Fr. 67'767 nicht zu 
beanstanden ist. 

20

Urteil S 2021 78

8.4 Aus der Gegenüberstellung der beiden Vergleichseinkommen von Fr. 73'848.– 
und Fr. 67'767.– resultiert eine Einkommenseinbusse von Fr. 6'081.– und damit ein 
Invaliditätsgrad von gerundet 8 %. In diesem Punkt erweist sich die Beschwerde somit als 
unbegründet und ist abzuweisen.

9. Schliesslich ist noch die von der Beschwerdegegnerin zugesprochene 
Integritätsentschädigung in der Höhe von 20 % zu überprüfen.

9.1
9.1.1 Nach Art. 24 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine 
angemessene Integritätsentschädigung, wenn sie durch den Unfall eine dauernde 
erhebliche Schädigung der körperlichen oder geistigen Integrität erleidet. Die 
Entschädigung wird gleichzeitig mit der Rente festgesetzt oder, falls kein Rentenanspruch 
besteht, bei Beendigung der ärztlichen Behandlung (Abs. 2). Die Schädigung im Sinne der 
obgenannten Bestimmung besteht in der Regel in einem anatomischen, funktionellen oder 
geistigen bzw. psychischen Defizit. Die abstrakt-egalitäre Bemessung dieses Schadens 
nach dem medizinischen Befund schliesst aus, dass eine allfällige Korrektur des 
Schadens durch Hilfsmittel berücksichtigt wird. Ziel der Entschädigung ist es nämlich, den 
körperlichen oder geistigen Gesundheitsschaden finanziell auszugleichen (Rumo-
Jungo/Holzer, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 
Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. Aufl. 2012, S. 161 f.). 

9.1.2 Die Integritätsentschädigung wird nach Art. 25 Abs. 1 UVG in Form einer 
Kapitalleistung gewährt. Sie darf den am Unfalltag geltenden Höchstbetrag des 
versicherten Jahresverdienstes nicht übersteigen und wird nach der Schwere des 
Schadens abgestuft. Nach Art. 25 Abs. 2 UVG regelt der Bundesrat die Bemessung der 
Entschädigung. Von dieser Befugnis hat er in Art. 36 UVV Gebrauch gemacht. Gemäss 
Abs. 2 dieser Vorschrift gelten für die Bemessung der Integritätsentschädigung die 
Richtlinien des Anhangs 3. Darin wiederum hat der Bundesrat in einer als gesetzmässig 
erkannten, nicht abschliessenden Skala häufig vorkommende und typische Schäden 
prozentual gewichtet (BGE 113 V 218 E. 2a; RKUV 1988 Nr. U 48 S. 236 E. 2a mit 
Hinweisen). Für die im Anhang 3 zur UVV genannten Integritätsschäden entspricht die 
Entschädigung im Regelfall dem angegebenen Prozentsatz des Höchstbetrages des 
versicherten Verdienstes (Ziff. 1 Abs. 1). Die Entschädigung für spezielle oder nicht 
aufgeführte Integritätsschäden wird nach dem Grad der Schwere vom Skalenwert 
abgeleitet (Ziff. 1 Abs. 2). In diesem Zusammenhang hat die Suva in Weiterentwicklung 

http://relevancy.bger.ch/php/clir/http/index.php?lang=de&type=show_document&page=1&from_date=&to_date=&from_year=1954&to_year=2013&sort=relevance&insertion_date=&from_date_push=&top_subcollection_clir=bge&query_words=&part=all&de_fr=&de_it=&fr_de=&fr_it=&it_de=&it_fr=&orig=&translation=&rank=0&highlight_docid=atf%3A%2F%2F113-V-218%3Ade&number_of_ranks=0&azaclir=clir#page219

21

Urteil S 2021 78

der bundesrätlichen Skala weitere Bemessungsgrundlagen in tabellarischer Form 
erarbeitet. Diese in den Mitteilungen der Medizinischen Abteilung der Suva 
herausgegebenen Tabellen sind, soweit sie lediglich Richtwerte enthalten, mit denen die 
Gleichbehandlung aller Versicherten gewährleistet werden soll, mit dem Anhang 3 zur 
UVV vereinbar (BGE 116 V 156 E. 3a mit Hinweis; zum Ganzen: BGE 124 V 29 E. 1b und 
1c). 

9.2 Die Beschwerdegegnerin legte den Integritätsschaden von 20 % gestützt auf die 
Beurteilung von Dr. K.________ vom 12. November 2020 fest. Darin erhob Kreisarzt 
Dr. K.________ folgenden Befund: "Reizlose Weichteilverhältnisse des rechten 
Sprunggelenkes und Fusses, primär verheilte Narben im Bereich des rechten 
Sprunggelenkes, eine Druckschmerzhaftigkeit bei der Palpation der Narben im Bereich 
des Innenknöchels, eine Minderung der Hautsensibilität sowohl im Bereich der medialen 
als auch der lateralen Narbe des rechten oberen Sprunggelenkes, eine 
Druckschmerzhaftigkeit auf Höhe der ventralen Kante des Aussenknöchels, eine tastbare 
Weichteilvorwölbung zwischen der lateralen Kante der distalen Tibia und der Vorderkante 
des Aussenknöchels, eine eingeschränkte Beweglichkeit des rechten oberen 
Sprunggelenkes, eine laterale Aufklappbarkeit des rechten Sprunggelenkes (wobei eine 
Laxität des linken oberen Sprunggelenkes ebenfalls vorliegt, sodass auch an der linken 
Seite eine laterale Aufklappbarkeit und ein Talusvorschub vorliegen), einen Vorschub 
beider oberen Sprunggelenke (rechts mehr als links), eine Beeinträchtigung der 
physiologischen Funktionen des rechten Beines, eine leichte Minderung der groben Kraft 
des rechten Beines und bildgebend nachgewiesene Veränderungen des rechten 
Sprunggelenkes". Ausgehend davon schätzte Dr. K.________ den Integritätsschaden auf 
20 % und begründete dies mit dem Hinweis auf die Suva-Tabellen 2.2 und 5.2 (Suva-act. 
244).

9.3 Auf die soeben dargelegte Beurteilung von Dr. K.________ kann abgestellt 
werden. Auch wenn dem Beschwerdeführer zuzustimmen ist, dass die Begründung der 
Bemessung des Integritätsschadens etwas knapp ausgefallen ist, geht aus der Beurteilung 
doch klar hervor, welche Befunde berücksichtigt wurden und welche Tabellen der 
Kreisarzt herangezogen hat. Nachdem beim Beschwerdeführer unbestrittenermassen eine 
eingeschränkte Beweglichkeit des rechten Sprunggelenks besteht, erscheint ein Abstellen 
des Kreisarztes auf die Tabelle 2 nachvollziehbar. Mit dem zusätzlichen Abstellen auf die 
Tabelle 5 hat der Kreisarzt sodann dem Arthroserisiko Rechnung getragen. In Anbetracht 
der Tatsache, dass der Beschwerdeführer den vom Kreisarzt erhobenen Befund nicht in 

http://relevancy.bger.ch/php/clir/http/index.php?lang=de&type=show_document&page=1&from_date=&to_date=&from_year=1954&to_year=2013&sort=relevance&insertion_date=&from_date_push=&top_subcollection_clir=bge&query_words=&part=all&de_fr=&de_it=&fr_de=&fr_it=&it_de=&it_fr=&orig=&translation=&rank=0&highlight_docid=atf%3A%2F%2F116-V-156%3Ade&number_of_ranks=0&azaclir=clir#page157

22

Urteil S 2021 78

Frage stellt, ist die angenommene Integritätseinbusse von 20 % nicht zu beanstanden. 
Hierfür spricht auch der Umstand, dass der Beschwerdeführer die Höhe der 
zugesprochenen Integritätsentschädigung beanstandet, ohne näher zu begründen, 
weshalb die Beurteilung von Dr. K.________ nicht zutreffen sollte bzw. ohne seine 
Ausführungen mit fachärztlichen Berichten zu untermauern, welche Hinweise für die 
Zusprache einer höheren Integritätsentschädigung enthalten würden. Auch im Übrigen 
stehen der Bemessung des Integritätsschadens durch Kreisarzt Dr. K.________ keine 
medizinisch begründeten anderslautenden Einschätzungen entgegen. Vielmehr ist in 
diesem Zusammenhang auf die zutreffenden Feststellungen der Beschwerdegegnerin zu 
verweisen, wonach mit Bericht vom 3. Dezember 2019 eine grundlegende strukturelle 
Schädigung des rechten Sprunggelenks habe ausgeschlossen werden können (vgl. Suva-
act. 218 S. 2) und die Magnetresonanztomografie vom 9. September 2020 im 
Wesentlichen unveränderte Befunde gezeigt habe. Eine zusätzliche Schädigung des 
Sprunggelenks konnte jedenfalls nicht festgestellt werden (vgl. Suva-act. 240 f.). Darüber 
hinaus ist zu berücksichtigen, dass die Einschätzung des Integritätsschadens auf 20 % 
durch den rheumatologischen Teilgutachter des ABI bestätigt wurde (vgl. Bf-act. 11 S. 52). 
Dass diese Bestätigung durch einen Rheumatologen erfolgte, tut der Beweiskraft keinen 
Abbruch. Der Beschwerdeführer scheint in diesem Zusammenhang zu übersehen, dass 
mit dem Bericht von Dr. K.________ vom 12. November 2020 eine fachärztliche 
Beurteilung aus orthopädischer Hinsicht vorliegt, an dessen Zuverlässigkeit und 
Schlüssigkeit es nach dem bereits Ausgeführten keine auch nur geringen Zweifel gibt. 
Doktor K.________ als Facharzt für Chirurgie sowie Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates war aufgrund seiner Kenntnisse und 
Erfahrungen denn auch ohne weiteres in der Lage, den Integritätsschaden sachgemäss zu 
beurteilen. Im Übrigen darf nicht unberücksichtigt bleiben, dass die Schätzung der 
Integritätseinbusse einer versicherten Person ein Ermessensentscheid ist (vgl. VGer SG 
UV 2014/74 vom 15. April 2016 E. 1.5). Dem Arzt bzw. der Ärztin steht bei der Beurteilung 
der Integritätseinbusse somit ein gewisser Ermessensspielraum zu. Vorliegend gibt es 
weder Anhaltspunkte für einen Ermessensmissbrauch noch für eine Ermessensüber- oder 
-unterschreitung durch den Kreisarzt. Vielmehr ist noch einmal darauf hinzuweisen, dass 
Kreisarzt Dr. K.________ aufgrund seiner Kenntnisse und Erfahrungen ohne weiteres in 
der Lage war, den beim Beschwerdeführer im Bereich des rechten Sprunggelenks 
entstandenen Integritätsschaden sachgemäss zu beurteilen und abzuschätzen, mit wieviel 
Prozent dieser zu veranschlagen ist. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers ist 
dabei die geltend gemachte psychische Beeinträchtigung mangels adäquaten 
Kausalzusammenhangs mit dem Unfall ausser Acht zu lassen. Nachdem die 

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Urteil S 2021 78

medizinischen Akten auch keine Anhaltspunkte für eine überwiegend wahrscheinlich 
nachgewiesene Verschlimmerung enthalten, geht auch dieser Einwand des 
Beschwerdeführers fehl. Eine Integritätseinbusse von 20 % erscheint nach dem Gesagten 
als angemessen und nicht willkürlich. Die Beschwerde ist somit auch in diesem Punkte 
abzuweisen.

10. Zusammenfassend ist festzustellen, dass sich der angefochtene 
Einspracheentscheid vom 29. April 2021 in sämtlichen Punkten als rechtens erweist, 
weshalb die dagegen erhobene Beschwerde vollumfänglich abzuweisen ist.

11. Führen die von Amtes wegen vorzunehmenden Abklärungen die Verwaltung 
und/oder das Gericht bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Überzeugung, ein 
bestimmter Sachverhalt sei überwiegend wahrscheinlich und weitere Beweismassnahmen 
könnten an diesem feststehenden Ergebnis nichts mehr ändern, kann auf die Abnahme 
weiterer Beweise in antizipierter Beweiswürdigung verzichtet werden (BGE 122 V 157 
E. 1d). 

In Berücksichtigung sämtlicher Akten ist noch einmal festzustellen, dass der 
Beschwerdeführer genügend medizinisch abgeklärt wurde, konnten aus den 
entsprechenden medizinischen Unterlagen doch Schlussfolgerungen gezogen werden, die 
in ihrer Begründung zu überzeugen vermögen. Auch für die Beschwerdegegnerin gab es 
keinen Grund mehr, weitere Abklärungen einzuholen, durfte sie doch – wie oben 
ausführlich dargelegt – auf die ihr vorliegenden Akten, insbesondere auf den 
Kreisarztbericht von Dr. K.________ abstellen, weshalb es keine weiteren Abklärungen, 
insbesondere eine orthopädische Begutachtung bedarf und der Beschwerdegegnerin 
keine Verletzung der Abklärungspflicht gemäss Art. 43 Abs. 1 ATSG vorzuwerfen ist. In 
Anwendung der antizipierten Beweiswürdigung ist dem Antrag des Beschwerdeführers auf 
polydisziplinäre Begutachtung somit nicht stattzugeben. Da im Übrigen die psychischen 
Beschwerden nicht adäquat kausal auf das Unfallereignis zurückzuführen sind (vgl. E. 6.4 
hiervor), erübrigen sich weitere Abklärungen hierzu ebenso. Schliesslich hat die Anfrage 
des Gerichts vom 19. April 2022 (act. 17) sowie 4. Mai 2022 (act. 19) ergeben, dass auf 
eine eigentliche öffentliche Verhandlung im Sinne von Art. 6 Ziff. 1 EMRK verzichtet wird. 
Eine öffentliche Verhandlung ist somit mangels Antrags ebenfalls nicht durchzuführen. 
Zum Antrag auf Zeugeneinvernahmen wurde bereits Stellung genommen (vgl. E. 8.2.2 
hiervor), weshalb sich weitere Ausführungen an dieser Stelle erübrigen. 

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Urteil S 2021 78

12. Mangels einer entsprechenden Bestimmung im UVG ist das Verfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht kostenlos (Art. 61 lit. fbis ATSG) und eine Parteient-
schädigung ist – bei vollständigem Unterliegen – nicht zuzusprechen (vgl. Art. 61 lit. g 
ATSG). Dem obsiegenden Sozialversicherer ist in Übereinstimmung mit Art. 61 lit. g ATSG 
– welcher nur für die obsiegende Beschwerde führende Partei eine Entschädigung 
vorsieht – ebenfalls keine Parteientschädigung zuzusprechen.

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Urteil S 2021 78

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen. 

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (im Doppel), an die 
Beschwerdegegnerin sowie an das Bundesamt für Gesundheit, Bern.

Zug, 20. Februar 2023

Im Namen der
SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Die Gerichtsschreiberin

versandt am