# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ecd40cab-3bd5-529b-8c7c-4c01b8a5db7f
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-10-29
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 29.10.2008 D-6744/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-6744-2008_2008-10-29.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-6744/2008/wif
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 9 .  O k t o b e r  2 0 0 8

Einzelrichter Richter Daniel Schmid, 
mit Zustimmung von Richterin Gabriela Freihofer;
Gerichtsschreiberin Milva Franceschi.

A._______, geboren (...),
dessen Ehefrau B._______, geboren (...),
und deren gemeinsame Kinder 
C._______, geboren (...),
D._______, geboren (...),
E._______, geboren (...),
F._______, geboren (...),
Kosovo,
Zentrum für Asylbewerber, (...)
Beschwerdeführende,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 17. Oktober 2008 / N (...)

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-6744/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass die Beschwerdeführenden – goranischer Volkszugehörigkeit und 
islamischen Glaubens – eigenen Angaben zufolge ihr Heimatland im 
Juni  2006  verliessen  und  kurz  danach  in  Österreich  um Asyl  nach-
suchten,

dass sie zusammen mit ihrer volljährigen Tochter G._______ (...) nach 
rechtskräftiger Ablehnung ihrer Asylgesuche in Österreich am 14. Au-
gust 2008 in die Schweiz gelangten, wo sie am  15. August 2008 er-
neut um Asyl nachsuchten,

dass  sie  anlässlich  den  Kurzbefragungen im Empfangs-  und Verfah-
renszentrum  H._______vom 26. August 2008 sowie den direkten An-
hörungen gemäss Art. 29 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, 
SR 142.31)  vom 14. Oktober 2008 zur Begründung ihrer Asylgesuche 
im  Wesentlichen  geltend  machten,  der  Beschwerdeführer  habe  vom 
März bis Juni 1999 Kriegsdienst in der serbischen Armee geleistet,

dass die Beschwerdeführenden in der Folge von Kosovo-Albanern be-
schimpft und bedroht worden seien, 

dass  die  Situation  der  goranischen  Minderheit  in  Kosovo  allgemein 
schwierig sei,

dass die Beschwerdeführerin und die 14-jährige Tochter sich den Vor-
bringen ihres Ehemannes beziehungsweise Vaters anschlossen,

dass  die  österreichischen  Behörden  am  3.  September  2008  einer 
Rückübernahme  der  Beschwerdeführenden  und  ihrer  volljährigen 
Tochter G._______ zustimmten,

dass  den  Beschwerdeführenden  anlässlich  der  Anhörung  zu  ihren 
Asylgründen vom 14. Oktober  2008 das  rechtliche  Gehör  zur  Rück-
übernahmezusicherung  der  österreichischen  Behörden  und  zur  Ab-
sicht  der  Vorinstanz,  auf  ihr  Asylgesuch  nicht  einzutreten,  gewährt 
wurde,

dass  das  BFM  mit  Verfügung  vom 17.  Oktober  2008  –  eröffnet  am 
22. Oktober 2008 – in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. a AsylG auf 

Seite 2

D-6744/2008

das Asylgesuch nicht eintrat und die Wegweisung aus der Schweiz so-
wie den Vollzug anordnete,

dass  das  BFM zur  Begründung  im Wesentlichen  anführte,  es  lägen 
keine  relevanten  Gründe  vor,  welche  gegen  eine  Rückkehr  der  Be-
schwerdeführer nach Österreich sprächen,

dass Österreich die Bedingungen von Art. 6a Abs. 2 Bst. b AsylG erfül-
le,  vom Bundesrat  als  sicherer  Drittstaat  anerkannt  worden  sei,  das 
Abkommen vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge 
(FK, SR 0.142.30) sowie die Konvention vom 4. November 1950 zum 
Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) 
ratifiziert habe beziehungsweise in der Praxis anwende und keine Hin-
weise  für  einen  fehlenden  effektiven  Schutz  vor  Rückschiebung  be-
stünden,

dass  nach  Vorliegen  der  Rückübernahmeerklärung  vom  3. Septem-
ber 2008 die Beschwerdeführenden in  den sicheren Drittstaat  Öster-
reich zurückkehren könnten, von wo sie in die Schweiz eingereist sei-
en,

dass ausser einer Schwester der Beschwerdeführerin keine Personen 
in der Schweiz lebten, zu welchen die Beschwerdeführenden eine en-
ge Beziehung hätten, 

dass die Gorani aus der Region I._______ zwar im Alltagsleben gewis-
sen Benachteiligungen ausgesetzt sein könnten, die aber – wie vorlie-
gend – mangels Intensität kein asylrelevantes Ausmass erreichten,

dass der Beschwerdeführer während sieben Jahren nach dem Kosovo-
krieg an seinem angestammten Ort gelebt habe, zwischen K._______ 
und  L._______ gependelt sei beziehungsweise die Kinder offensicht-
lich problemlos die Schule hätten besuchen können,

dass demzufolge die geltend gemachten Schwierigkeiten keine  Verfol-
gungsmassnahmen darstellten sowie die Flüchtlingseigenschaft  nach 
Art. 3 AsylG nicht offensichtlich zutage trete, 

dass die zu den Akten gereichten Beweismittel an dieser Einschätzung 
nichts zu ändern vermöchten,

Seite 3

D-6744/2008

dass die Beschwerdeführenden mit Eingabe vom 24. Oktober 2008 ge-
gen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde er-
hoben und beantragten, die vorinstanzliche Verfügung sei aufzuheben 
und auf die Asylgesuche sei einzutreten,

dass die Sache zur materiellen Prüfung an die Vorinstanz zurückzu-
weisen, eventualiter die Flüchtlingseigenschaft festzustellen sowie den 
Beschwerdeführenden Asyl zu gewähren sei beziehungsweise wegen 
Unzulässigkeit  und  Unzumutbarkeit  des  Wegweisungsvollzuges  die 
vorläufige Aufnahme zu gewähren sei,

dass sie in prozessrechtlicher Hinsicht um Gewährung der  unentgeltli-
chen Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1  des Bundesgesetzes vom 
20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG, 
SR 172.021) sowie der Rechtsverbeiständung nach Art. 65 Abs. 2 und 
um Befreiung von der Kostenvorschusspflicht ersuchten, 

dass für den Inhalt der Beschwerdebegründung auf die Akten zu ver-
weisen ist,

dass die vorinstanzlichen Akten am 28. Oktober 2008 beim Bundes-
verwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5  VwVG) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG 
i.V.m.  Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
[VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d  Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes 
vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass die Beschwerdeführenden durch die angefochtene Verfügung be-
rührt  sind,  ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung bezie-
hungsweise  Änderung  haben  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert sind (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Be-
schwerde einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 6 AsylG i.V.m. 
Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

Seite 4

D-6744/2008

dass die vorliegende Beschwerde – wie nachfolgend aufgezeigt – of-
fensichtlich unbegründet ist, weshalb darüber in einzelrichterlicher Zu-
ständigkeit  mit  Zustimmung eines zweiten  Richters  beziehungsweise 
einer zweiten Richterin zu entscheiden ist (Art. 111 Bst. e AsylG),

dass gleichzeitig auf einen Schriftenwechsel zu verzichten und der Be-
schwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 1 
und 2 AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichtein-
tretensentscheid als unrechtmässig erachtet – einer selbständigen ma-
teriellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die 
Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Ent-
scheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskom-
mission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass daher auf den Eventualantrag der Beschwerdeführenden, ihnen 
sei Asyl zu gewähren, nicht einzutreten ist, 

dass hingegen die Frage der offensichtlich bestehenden Flüchtlingsei-
genschaft im Rahmen des Art. 34 Abs. 3 Bst. b AsylG Prozessgegen-
stand bildet,

dass hinsichtlich der Frage der Wegweisung und des Vollzuges die Be-
urteilungszuständigkeit  des  Bundesverwaltungsgerichts  nicht  be-
schränkt ist, weil sich das BFM diesbezüglich auch materiell zur Sache 
zu äussern hatte,

dass gemäss Art. 34 Abs. 2 Bst. a AsylG auf ein Asylgesuch in der Re-
gel nicht eingetreten wird, wenn eine asylsuchende Person in einen si-
cheren  Drittstaat  (nach  Art.  6a  Abs.  2  Bst.  b  AsylG)  zurückkehren 
kann, in welchem sie sich vorher aufgehalten hat, 

dass dieser Bestimmung die Anwendung versagt bleiben muss, wenn 
Personen, zu denen die asylsuchende Person enge Beziehungen hat, 
oder  nahe  Angehörige  in  der  Schweiz  leben  (Art.  34  Abs.  3  Bst.  a 

Seite 5

D-6744/2008

AsylG), oder wenn die asylsuchende Person offensichtlich die Flücht-
lingseigenschaft nach Art. 3 AsylG erfüllt (Art. 34 Abs. 3 Bst. b AsylG), 
oder wenn Hinweise darauf bestehen, dass im Drittstaat kein effektiver 
Schutz vor Rückschiebung nach Art. 5 Abs. 1 AsylG besteht (Art. 34 
Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass die Beschwerdeführenden eigenen Angaben zufolge von Öster-
reich kommend in die Schweiz eingereist sind, es sich bei Österreich 
gemäss Beschluss des Bundesrates vom 14. Dezember 2007 (in Kraft 
seit dem 1. Januar 2008) um einen verfolgungssicheren Drittstaat im 
Sinne von Art. 6a Abs. 2 Bst. b AsylG handelt und die Bundesrepublik 
Österreich gemäss Erklärung der  zuständigen Behörde vom 3. Sep-
tember 2008 zu einer Rückübernahme der Beschwerdeführenden be-
reit ist, 

dass  damit  die  Grundvoraussetzungen  für  einen  Nichteintretensent-
scheid in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. a AsylG erfüllt sind, 

dass das BFM in seinem Entscheid zum Schluss gelangt, in vorliegen-
der Sache sei keiner der Gründe nach Art. 34 Abs. 3 Bst. a - c AsylG 
erfüllt,  welche  einen  Nichteintretensentscheid  gestützt  auf  Art.  34 
Abs. 2 Bst. a AsylG ausschliessen würden, 

dass die diesbezüglichen Erwägungen der Vorinstanz – auf welche an-
stelle  einer Wiederholung zu verweisen ist  – aufgrund der  Akten als 
zutreffend zu erkennen sind, 

dass die Beschwerdeführenden zwar geltend machen, eine Schwester 
der Beschwerdeführerin lebe in der Schweiz und es liege demzufolge 
eine Beziehung zur Schweiz vor, weshalb der Ausschlussgrund nach 
Art. 34 Abs. 3 Bst. a AsylG erfüllt sei, 

dass als "nahe Angehörige" in diesem Sinne im Regelfall vorab Ehe-
gatten und deren minderjährige Kinder zu gelten haben, wobei Partne-
rinnen und Partner sowie die in dauernder eheähnlicher Gemeinschaft 
zusammenlebenden  Personen  den  Ehegatten  gleichgestellt  werden 
(vgl. dazu EMARK 2000 Nr. 4 E. 5b S. 41 f. sowie Art. 1 Bst. e der Asyl-
verordnung 1 über Verfahrensfragen vom 11. August 1999 [AsylV 1]),

dass eine Ausdehnung dieses Personenkreises im Einzelfall zwar als 
gerechtfertigt erscheinen kann, die in der Schweiz wohnhafte Schwes-

Seite 6

D-6744/2008

ter der Beschwerdeführerin vorliegend jedoch nicht als nahe Angehöri-
ge im Sinne von Art. 34 Abs. 3 Bst. a AsylG zu bezeichnen ist,

dass nämlich  die Beschwerdeführenden nicht  weiter  ausführten,  wie 
sich die Beziehung zwischen ihnen und dieser Schwester manifestiert 
(gegenseitige Fürsorgepflichten, Intensität und Umfang der Beziehung 
usw.),

dass  die  Beschwerdeführenden  gemäss  den  Akten  in  anderen  Län-
dern  über  vergleichbare  familiäre  Anknüpfungspunkte  verfügen,  zu 
welchen sie mutmasslich in ähnlichem Rahmen gelegentliche Kontakte 
pflegen, 

dass in vorliegender Sache – vor dem Hintergrund der gesamten Ak-
tenlage – auf eine weitergehende Auseinandersetzung mit dem Begriff 
der „engen Beziehung“ verzichtet werden kann, da eine solche in Be-
zug auf die Schweiz klarerweise nicht ersichtlich ist, 

dass in casu die Flüchtlingseigenschaft zudem nicht offensichtlich zu-
tage tritt,

dass das BFM zu Recht und mit genügender Begründung davon aus-
geht, die Beschwerdeführenden erfüllten nicht offensichtlich die Flücht-
lingseigenschaft (vgl. dazu Art. 34 Abs. 3 Bst. b AsylG), 

dass die anders lautenden Vorbringen, die Familie hätte wegen ihrer 
goranischen  Volkszugehörigkeit  und  des  Kriegsdienstes  des  Be-
schwerdeführers in der serbischen Armee schwere Nachteile in ihrer 
Heimat zu befürchten, aufgrund der Akten in keiner Weise zu überzeu-
gen vermögen, 

dass schliesslich – wie insbesondere nachfolgend aufgezeigt  – auch 
kein Anlass zur Annahme besteht, die Beschwerdeführenden würden 
in Österreich keinen effektiven Schutz vor Rückschiebung nach Art. 5 
Abs. 1 AsylG geniessen (vgl. dazu Art. 34 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass  nach  vorstehenden  Erwägungen  keiner  der  Ausschlussgründe 
gemäss Art. 34 Abs. 3 erfüllt ist, weshalb der Nichteintretensentscheid 
in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. a AsylG zu bestätigen ist, 

dass die Anordnung der Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen 
Bestimmungen steht und zu bestätigen ist, da die Beschwerdeführen-

Seite 7

D-6744/2008

den  – abgesehen  vom  bisherigen  Asylbewerberstatus  –  über  keine 
Aufenthaltsbewilligungen verfügen und auch keine Ansprüche auf Er-
teilung haben (Art. 44 Abs. 1 AsylG; vgl. EMARK 2001 Nr. 21),

dass bei dieser Sachlage zu prüfen bleibt, ob es Gründe gibt, die dem 
Vollzug der Wegweisung entgegenstehen, da die Vorinstanz eine vor-
läufige Aufnahme von Ausländern anzuordnen hat,  wenn der Vollzug 
der Wegweisung als unzulässig, unzumutbar oder unmöglich zu erken-
nen ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG i.V.m. Art. 83 Abs. 1 AuG), 

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  in  Beachtung  der  massgebenden 
völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist,  da die Be-
schwerdeführenden  in  einen  Drittstaat  reisen  können,  in  dem  sie 
Schutz vor Rückschiebung im Sinne von Art. 5 Abs. 1 AsylG finden,

dass Österreich seinen aus der FK und der EMRK erwachsenen Ver-
pflichtungen nachkommt,

dass weder die in Österreich herrschende allgemeine Lage noch sons-
tige  Gründe  gegen  die  Zumutbarkeit  eines  Wegweisungsvollzuges 
nach Österreich sprechen,

dass  zudem die  Beschwerdeführenden  mit  ihrer  volljährigen  Tochter 
G._______ nach Österreich zurückkehren können, da ihre Beschwer-
de  (...) mit heutigem Datum ebenfalls abgewiesen wurde,

dass der Vollzug der  Wegweisung nach Österreich schliesslich  auch 
möglich  ist,  da  die  österreichischen  Behörden  eine  Rückübernahme 
der Beschwerdeführenden zugesichert haben,

dass bei dieser Sachlage der vom BFM verfügte Vollzug der Wegwei-
sung  nach  Österreich  zu  bestätigen  ist,  womit  die  Anordnung  einer 
vorläufigen Aufnahme ausser Betracht fällt, 

dass nach den vorstehenden Erwägungen die angefochtene Verfügung 
zu bestätigen und die eingereichte Beschwerde als offensichtlich un-
begründet abzuweisen ist, soweit darauf einzutreten ist,

dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege in-
klusive Verbeiständung im Sinne von Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG abzu-
weisen ist, da die Begehren aufgrund der vorstehenden Erwägungen – 

Seite 8

D-6744/2008

unabhängig einer allfälligen Bedürftigkeit der Beschwerdeführenden – 
als aussichtslos zu bezeichnen sind,

dass mit dem Entscheid in der Sache selbst das Gesuch um Verzicht 
auf die Erhebung eines Kostenvorschusses gegenstandslos geworden 
ist,

dass  demzufolge  die  Kosten  des  Verfahrens  von  Fr. 600.– den  Be-
schwerdeführenden  aufzuerlegen  sind  (Art. 63  Abs.  1  VwVG  sowie 
Art. 2 und 3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten 
und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2]).

(Dispositiv nächste Seite)

Seite 9

D-6744/2008

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege inklusi-
ve Verbeiständung im Sinne von Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG wird abge-
wiesen.

3.
Die Verfahrenskosten von Fr. 600.– werden den Beschwerdeführenden 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- die  Beschwerdeführenden  (Einschreiben; Beilage:  Einzahlungs-
schein)

- das BFM, Abteilung Aufenthalt und Rückkehrförderung, mit den Ak-
ten Ref.-Nr. N (...) (per Kurier; in Kopie)

- (...)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Daniel Schmid Milva Franceschi

Versand: 

Seite 10