# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f33c3857-a648-5a5e-befa-be2956b32789
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-12-13
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 1. Kammer 13.12.2021 I 2021 72
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2021-72_2021-12-13.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I

I 2021 72

Entscheid vom 13. Dezember 2021 

Besetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
Dr.med. Bernhard Zumsteg, Richter
Dr.med. Urs Gössi, Richter
lic.iur. Anna Maria Rüesch, Gerichtsschreiberin

Parteien A.________,
Beschwerdeführerin,

gegen

B.________ AG,
Vorinstanz,
vertreten durch Rechtsanwältin lic.iur. C.________,

Gegenstand Unfallversicherung (Zwischenverfügung betreffend Gutachtenauf-
trag)

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Sachverhalt:

A. A.________ (Jg. 1969) ist Eigentümerin und Geschäftsführerin der 
D.________ AG und als solche bei der B.________ AG (nachfolgend 
B.________) obligatorisch unfallversichert. Ebenfalls bei der B.________ hat die 
Arbeitgeberin eine Kollektivkrankentaggeldversicherung abgeschlossen.

B.1 Am Morgen des 28. August 2019 suchte A.________ ihre Ärztin auf. Sie 
klagte über Durchschlafstörung, Verspannungsgefühl des gesamten Körpers, 
Punctum maximum im Nacken bds., immer wiederkehrende Kopfschmerzen und 
starke psychische Belastung aufgrund einer Lärmstörung durch Abriss des 
Nachbargebäudes. Die behandelnde Ärztin stellte die Diagnose einer psychi-
schen Überlastung und attestierte A.________ eine vollständige Arbeitsunfähig-
keit (nachfolgend AUF) vom 28. August 2019 bis 30. September 2019.

B.2 Nach Rückkehr von der Arztkonsultation zu ihrem Wohn- und Arbeitsort 
parkte A.________ ihren Wagen vor dem Haus, blieb im Wagen sitzen und tele-
fonierte noch, als ein rangierendes Drittfahrzeug gegen ihr Auto stiess. Noch am 
selben Tag um 17 Uhr suchte A.________ erneut ihre Ärztin auf, welche den Do-
kumentationsbogen für Erstkonsultation nach kranio-zervikalem Beschleuni-
gungstrauma ausfüllte. Eine Therapie wurde nicht angeordnet. Weiter hielt die 
Ärztin fest: "Wäre Frau A.________ nicht aus einem weiteren Grund krankge-
schrieben, dann wäre die Ausstellung einer AUF für zumindest die folgenden 3-5 
Tage erfolgt".

C.1 In der Folge war die Leistungspflicht des Unfallversicherers strittig. Mit Ver-
fügung vom 4. Dezember 2019 stellte die B.________ fest, zwischen dem Ereig-
nis vom 28. August 2019 und den geltend gemachten Beschwerden und Arbeits-
unfähigkeit bestehe keine natürliche Kausalität; die Leistungen gemäss UVG 
würden deshalb per 2. September 2019 eingestellt. Eine dagegen erhobene Ein-
sprache wies die B.________ mit Einspracheentscheid vom 4. August 2020 ab.

C.2 Am 3. September 2020 reichte A.________ Verwaltungsgerichtsbeschwer-
de ein. Mit VGE I 2020 70 vom 17. Mai 2021 hiess das Gericht die Beschwerde 
teilweise gut. Der Einspracheentscheid vom 4. August 2020 wurde aufgehoben 
und die Sache zur weiteren Beurteilung und neuem Entscheid im Sinne der Er-
wägungen an die Vorinstanz zurückgewiesen.

D.1 Noch bevor über die erwähnte Beschwerde entschieden wurde, erlitt 
A.________ am 11. März 2021 einen neuerlichen Autounfall. Sie wurde gleichen-

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tags ärztlich untersucht, wobei ihr der Arzt eine vollständige Arbeitsunfähigkeit ab 
dem 11. März 2021 attestierte.

D.2 Die B.________ gelangte für eine medizinische Prüfung des neuen Falles 
an ihren beratenden Arzt. Gestützt auf dessen Beurteilung teilte sie A.________ 
am 23. Juni 2021 mit, zur Klärung sei eine MRI-Untersuchung notwendig, für 
welche sie gestützt auf Art. 43 Abs. 3 Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil 
des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) vom 6. Oktober 2000 Hand zu 
bieten habe. Es wurde ihr - unter Androhung von Folgen gemäss Art. 43 Abs. 3 
ATSG - eine Frist gesetzt, um die MRI-Untersuchung zu vereinbaren. Taggelder 
würden noch bis am 11. Juni 2021 ausgerichtet, darüber hinaus ohne MRI-
Untersuchung hingegen nicht (Bf-act. 6). Am 30. Juni 2021 nahm A.________ 
Stellung zur Aufforderung der B.________ sowie zur Beurteilung des beratenden 
Arztes. Sie lehnte die Durchführung einer MRI-Untersuchung ab; ihrer Mitwir-
kungspflicht sei sie nachgekommen (Bf-act. 7).

E. Mit Schreiben vom 3. August 2021 informierte die B.________ A.________ 
über die Absicht, betreffend die Ereignisse vom 28. August 2019 und 11. März 
2021 bei der E.________ GmbH oder F.________ (________) ein neutrales 
Gutachten in den Disziplinen Orthopädie, Neurologie, Neuropsychologie und 
Psychiatrie einzuholen. Unterbreitet wurde ebenso der Entwurf eines Fragenka-
taloges. A.________ wurde Gelegenheit eingeräumt, sich zu den Gutachterstel-
len, den Personalien und zum Fragenkatalog zu äussern. Zudem wurde ein 
Mahn- und Bedenkzeitverfahren betreffend MRI-Untersuchung eingeleitet, indem 
A.________ eine Frist bis 27. August 2021 angesetzt wurde, um eine MRI-
Untersuchung zu vereinbaren (Bf-act. 27). Am 17. August 2021 nahm 
A.________ Stellung. Sie kritisierte das Vorgehen der B.________, stellte diver-
se Fragen, lehnte eine Begutachtung ab und ebenso eine MRI-Untersuchung, 
verlangte gleichzeitig eine Fristerstreckung von 30 Tagen, um nach Erhalt weite-
rer Auskünfte Stellung nehmen zu können (Bf-act. 3).

F. Mit Zwischenverfügung vom 22. September 2021 beschloss die 
B.________:

1. Mit der Durchführung der polydisziplinären Begutachtung wird die Gut-
achterstelle E.________ beauftragt.

2. Die Untersuchungen werden voraussichtlich durch folgende Spezialisten 
durchgeführt:
- Orthopädie: Dr.med. G.________
- Neurologie: Dr.med. H.________
- Neuropsychologie: Lic.phil. I.________
- Psychiatrie: Dr.med. J.________

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2.[sic] Die endgültige Auswahl der Disziplinen ist der Gutachterstelle überlassen.

G. Am 18. Oktober 2021 reicht A.________ beim Verwaltungsgericht des Kan-
tons Schwyz fristgerecht Beschwerde ein mit den Rechtsbegehren:

Basierend auf meinen bisherigen Ausführungen, die punktuell mit direktem 
Rechtsbezug hinterlegt worden sind, lautet mein Rechtsbegehren wie folgt:

3.1 Die Zwischenverfügung der B.________ sei aufgrund der verflossenen sechs 
Monate-Frist nach dem Unfall aufzuheben, gemäss BGE 134 V 109.

Eventualiter:

3.2 Die Zwischenverfügung der B.________ sei aufzuheben und gemäss Ihren 
Erwägungen neu zu beurteilen sowie an die B.________ zurückzuweisen.

3.3 Kosten zu Lasten der B.________.

H. Mit Eingabe vom 24. November 2021 beantragt die Vorinstanz:

1. Das Verfahren I 2021 72 ist auf die Eintretensfrage zu beschränken.

2. Auf die Beschwerde ist nicht einzutreten.

3. Die Frist zur Einreichung der Vernehmlassung ist abzunehmen, evt. nach dem 
Entscheid über die Eintretensfrage neu anzusetzen, damit sich die Beschwer-
degegnerin zur Sache äussern könnte.

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Beschwerdeführerin.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Vor Erlass eines Entscheides prüft das Verwaltungsgericht von Amtes we-
gen, ob die Voraussetzungen für einen Sachentscheid erfüllt sind. Es prüft u.a. 
die Zuständigkeit, die Rechtsmittelbefugnis, die Zulässigkeit des Rechtsmittels, 
die frist- und formgerechte Geltendmachung des Rechtsanspruches sowie die 
Rechtshängigkeit oder das Vorliegen eines rechtskräftigen Entscheides in der 
gleichen Sache (vgl. § 27 Abs. 1 lit. a, d, e, f, g Verwaltungsrechtspflegegesetz, 
VRP, SRSZ 234.110). Ist eine dieser Voraussetzungen nicht erfüllt, trifft das Ge-
richt einen Nichteintretensentscheid (§ 27 Abs. 2 VRP).

1.2 Die Vorinstanz plädiert auf Nichteintreten. Mit Zwischenverfügung vom 
22. September 2021 habe sie die E.________ als Gutachterstelle eingesetzt und 
mitgeteilt, welche Fachpersonen die Begutachtung voraussichtlich durchführen 
würden. Ein Rechtsmittel gegen eine Zwischenverfügung sei nur in den unter 
§ 36 Abs. 1 lit. b VRP aufgeführten Sachverhalten zulässig. In § 36 Abs. 1 lit. b 
Ziff. 2 würden Ausschliessungs- und Ablehnungsbegehren gemäss § 4 VRP ge-
nannt und diese Norm erkläre die Bestimmungen über den Ausstand im Justiz-
gesetz (JG; SRSZ 231.110) vom 18. November 2009 im Verfahren vor Verwal-
tungsgericht als anwendbar. Das JG seinerseits verweise bezüglich Ausstands-

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gründe auf die Schweizerische Zivilprozessordnung (Zivilprozessordnung, ZPO; 
SR 272) vom 19. Dezember 2008. Einen Ausstandsgrund nach Art. 47 ZPO ma-
che die Beschwerdeführerin weder im rechtlichen Gehör vom 17. August 2021 
noch in der Beschwerde vom 18. Oktober 2021 geltend. Auch mit der Kritik an 
den ausgewählten Fachrichtungen würden keine Ausstandsgründe geltend ge-
macht. Die Kritik der Beschwerdeführerin betreffend 'nicht wieder gutzumachen-
den Nachteil' betreffe die Anordnung der Begutachtung als solche, was indes 
nicht Gegenstand der Zwischenverfügung sei. Die Beschwerdeführerin gehe fäl-
schlicherweise davon aus, Gegenstand der Zwischenverfügung sei die Anord-
nung der Begutachtung. Dieser komme rechtsprechungsgemäss jedoch kein 
Verfügungscharakter zu. Zulässig seien einzig Einwendungen bezüglich der ge-
setzlichen Ausstandsgründe (BGE 132 V 93 Erw. 5 und 6). Die Beschwerdefüh-
rerin mache überhaupt keine Ausstandsgründe geltend.

1.3.1 Die von der Vorinstanz zitierte Rechtsprechung wurde indes vom Bundes-
gericht mit BGE 137 V 210 geändert. Die Anordnung eines mono- oder auch    
bidisziplinären Administrativgutachtens ist (bei fehlendem Konsens) nach neuer 
Rechtsprechung in die Form eines Zwischenentscheids zu kleiden, welcher sei-
nerseits beim kantonalen Gericht anfechtbar ist (BGE 137 V 210 Erw. 3.4.2.6 f.; 
BGE 139 V 349). Vor Anhandnahme der Begutachtung ist den Versicherten der 
Fragenkatalog zu unterbreiten; gleichzeitig ist ihnen das rechtliche Gehör zu ge-
währen und Gelegenheit zu geben, Zusatzfragen zu stellen (BGE 137 V 210 Erw. 
3.4.2.9, S. 258 ff.). Mit BGE 138 V 318 Erw. 6.1.4 stellte das Bundesgericht fest, 
dies gelte nicht nur im Bereich der IV, sondern ebenso für die Unfallversicherung; 
auch hier sei - bei Uneinigkeit - eine Begutachtung durch eine beim kantonalen 
Versicherungsgericht anfechtbare Zwischenverfügung anzuordnen. Das Bundes-
gericht erwog, die Eintretensvoraussetzung des nicht wieder gutzumachenden 
Nachteils für das erstinstanzliche Beschwerdeverfahren sei bei der Gutachten-
anordnung ohne weiteres zu bejahen (BGE 137 V 210 Erw. 3.4.2.7; vgl. auch 
VGE I 2018 16 vom 14.3.2018 Erw. 2).

1.3.2 Damit steht fest, dass es sich bei der Anordnung eines Gutachtens um ei-
nen Zwischenentscheid handelt. Zudem ist laut Bundesgericht die Eintretens-
voraussetzung des nicht wieder gutzumachenden Nachteils für das erstinstanzli-
che Beschwerdeverfahren zu bejahen (BGE 137 V 210 Erw. 3.4.2.7), womit es 
sich um einen anfechtbaren Zwischenentscheid handelt (vgl. § 36 Abs. 1 Ziff. 6 
VRP). 

1.4 Tatsächlich fällt auf, dass die Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung 
nicht die Begutachtung selbst ausdrücklich anordnet, sondern die Gutachterstelle 

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bezeichnet. Zum einen aber wäre eine fehlende anfechtbare Anordnung der Be-
gutachtung ohnehin ein Mangel und zum andern erscheint es nicht zweckmässig, 
eine Begutachtungsstelle zu bezeichnen, ohne dass nicht auch die Begutachtung 
selbst angeordnet wäre. Die Zwischenverfügung vom 22. September 2021 ist 
daher ohne weiteres auch als Anordnung der Begutachtung der Beschwerdefüh-
rerin zu werten. Diese kann vor Verwaltungsgericht angefochten werden. Entge-
gen der Auffassung der Vorinstanz ist die Eintretensvoraussetzung der anfecht-
baren Zwischenverfügung somit gegeben. Die Beschwerdeführerin kann nicht 
bloss Ausstands- und Ablehnungsgründe geltend machen, sondern die Begut-
achtung als solche anfechten.

Der vorinstanzliche Antrag auf Nichteintreten ist damit abzuweisen.

2. Ist auf die Beschwerde einzutreten, ersucht die Vorinstanz um Fristanset-
zung, um sich zur Sache äussern zu können. In casu kann indes auf einen weite-
ren Schriftenwechsel verzichtet werden, da sich die Beschwerde - wie nachfol-
gend aufzuzeigen sein wird - ohnehin als unbegründet erweist.

3.1 Vorauszuschicken ist, dass Gegenstand des vorliegenden Verfahrens die 
Anordnung der Begutachtung der Beschwerdeführerin durch die E.________ mit 
namentlich bezeichneten Spezialisten ist. Soweit sich die Beschwerdeführerin 
ausschweifend zu ihrer Betreuung durch die Vorinstanz, zur Kündigung der Ver-
sicherungsverträge durch die Vorinstanz, zur Schadenabwicklung durch Drittver-
sicherer oder zu Schuldfragen bezüglich erlittener Unfälle und anderem äussert, 
so bildet all dies weder Gegenstand des vorliegenden Verfahrens, noch ist es 
zweckdienlich für die Beurteilung der Rechtmässigkeit der Anordnung eines Gut-
achtens. Es ist darauf nicht weiter einzugehen.

3.2 Sodann gilt es zunächst auf die Rüge der Verletzung des rechtlichen 
Gehörs einzugehen, da dies formeller Natur ist (BGE 142 I 188 Erw. 3). Aus den 
von der Beschwerdeführerin eingereichten Akten ergibt sich, dass die Vorinstanz 
die Beschwerdeführerin über die jeweiligen Schritte informiert hat und die Be-
schwerdeführerin sich durchaus äussern konnte. In der Regel hat die Beschwer-
deführerin dabei das vorinstanzliche Vorgehen kritisiert und Fragen aufgeworfen, 
jedoch nicht konzis Stellung genommen. Dies gilt insbesondere auch in Bezug 
auf die vorliegend strittige Begutachtungsfrage.

Mit Schreiben vom 3. August 2021 hat die Vorinstanz über ihre Absicht infor-
miert, die Beschwerdeführerin gutachterlich untersuchen zu lassen (Bf-act. 27). 
Die Begutachtung wurde begründet mit den bestehenden medizinischen Unterla-
gen und der bisherigen Korrespondenz. In Anbetracht der stetigen Meinungsver-
schiedenheiten (wie auch vor dem Hintergrund des Rückweisungsentscheides 

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VGE I 2020 70 vom 17.5.2021) ist dies nachvollziehbar. Vorgeschlagen wurden 
zwei verschiedene Gutachterstellen mit namentlich genannten Gutachtern. Der 
Beschwerdeführerin wurde somit transparent offengelegt, wer für das Gutachten 
in Frage kommt und sie erhielt die Möglichkeit, auf die Auswahl wesentlichen 
Einfluss zu nehmen (vgl. BGE 146 V 9). Das Schreiben enthielt zudem den Ent-
wurf eines Fragenkataloges. Auch hierzu konnte sich die Beschwerdeführerin 
äussern und sie wurde explizit eingeladen, Zusatzfragen zu stellen. 

Am 17. August 2021 nahm die Beschwerdeführerin Stellung (Bf-act. 3). Dabei 
äusserte sie erneut lediglich allgemeine Kritik am Vorgehen der Vorinstanz und 
sie erklärte, weshalb keine Begutachtung notwendig sei. Sie kritisierte zwar die 
Auswahl möglicher Gutachterstellen, die vorgeschlagenen Fachdisziplinen und 
die Gutachter, allerdings blieb die Kritik unsubstantiiert und auf Gegenfragen be-
schränkt. Zusatzfragen wurden keine formuliert. Konkrete Ausstandsgründe oder 
konkrete Hinweise auf mangelnde Fähigkeit wurden keine genannt. In der Folge 
hielt die Vorinstanz an der Begutachtung fest und verfügte dies mit der angefoch-
tenen Zwischenverfügung. Dass die Beschwerdeführerin nicht miteinbezogen 
worden wäre, trifft nicht zu. Vielmehr hatte sie die Möglichkeit, sich konzis zur 
beabsichtigten Begutachtung zu äussern. Eine Verletzung des rechtlichen 
Gehörs liegt mithin nicht vor.

3.3.1 In der Beschwerde vom 18. Oktober 2021 betont die Beschwerdeführerin 
mehrfach, sie habe unverschuldeterweise einen Unfallschaden erlitten, für wel-
chen die Vorinstanz leistungspflichtig sei. Eine Beschwerde gegen die Leistungs-
verweigerung habe das Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz gutgeheissen, 
die Umsetzung dieses Entscheides sei bis heute ausstehend, die Vorinstanz 
weigere sich zu Unrecht, für den unverschuldeten Unfallschaden aufzukommen.

Damit verkennt die Beschwerdeführerin die Bedeutung von VGE I 2020 70 vom 
17. Mai 2021.

3.3.2 Das Verwaltungsgericht stellte im zitierten Entscheid u.a. fest, die Leis-
tungspflicht eines Unfallversicherers setze voraus, dass zwischen dem Unfaller-
eignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein natürli-
cher und adäquater Kausalzusammenhang bestehe. Die Kausalität müsse mit 
dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit feststehen. Für das Ge-
richt stand fest, dass es am 28. August 2019 um 12 Uhr auf dem Parkplatz der 
Liegenschaft der Beschwerdeführerin zu einer Kollision kam, wobei es sich um 
einen Zusammenstoss bagatellären Charakters mit geringer Wucht gehandelt 
habe, um einen leichten, wenig intensiven Unfall (Erw. 4.6 und 7.2). Rechtspre-
chungsgemäss könne aber aus medizinischer Sicht selbst bei scheinbar harmlo-

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sen Auffahrunfällen nicht von vornherein ausgeschlossen werden, dass eine für 
die Gesundheitsbeeinträchtigung ursächliche HWS-Verletzung vorliege. Umso 
wesentlicher sei es in solchen Fällen, dass die ärztliche Beurteilung nachvoll-
ziehbar und schlüssig auf die konkurrierenden Ursachen eingehe und begründet 
aufzeige, dass die unfallfremde Ursache mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 
allein verantwortlich für das Beschwerdebild zeichne (Erw. 7.1). Diesen Vorga-
ben vermochte die Beurteilung der die Vorinstanz beratenden Ärztin nicht zu 
genügen. Ihr Bericht war äusserst knapp, enthielt kaum eine Begründung und 
setzte sich mit den wesentlichen Akten, etwa zur Vorerkrankung der Beschwer-
deführerin, nicht auseinander. Das Gericht stellte daher zusammenfassend fest, 
dass mehr als nur geringe Zweifel an der überaus kurzen Beurteilung der bera-
tenden Ärztin bestünden, weshalb die Vorinstanz zu Unrecht darauf abgestellt 
habe. Weil zudem keine organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen nachge-
wiesen waren, ergänzte das Gericht, die Vorinstanz habe die Frage der adäqua-
ten Kausalität zu Unrecht ungeprüft gelassen. Entsprechend wurde der ange-
fochtene Einspracheentscheid aufgehoben und die Sache für weitere Abklärun-
gen und neuem Entscheid an die Vorinstanz zurückgewiesen.

Mithin hat das Verwaltungsgericht bloss den (leichten, wenig intensiven) Unfall 
vom 28. August 2019 bestätigt, jedoch keinerlei Aussagen zu einer unfallkausa-
len Gesundheitsbeeinträchtigung gemacht. Mitnichten stellte das Verwaltungsge-
richt fest, der Unfall habe die Beschwerdeführerin unverschuldet in ihrer Ge-
sundheit geschädigt und für diesen Schaden habe die Vorinstanz aufzukommen. 
Das Gericht stellte einzig fest, die Vorinstanz habe ihre Leistungspflicht zu Un-
recht basierend auf der Beurteilung der sie beratenden Ärztin abgelehnt, weil 
diese Beurteilung nicht beweiskräftig war. 

Die Vorinstanz wurde aufgefordert, die noch ungeklärte Frage, ob das Ereignis 
vom 28. August 2019 zumindest teilursächlich war für die geklagten Gesund-
heitsbeschwerden oder ob für das Beschwerdebild unfallfremde Ursachen allein 
verantwortlich sind, resp. den Wegfall jeglicher Unfallkausalität mittels ärztlicher 
Beurteilung, der volle Beweiskraft zuzukommen vermag, zu beantworten. 

3.3.3 Der Vorfall vom 11. März 2021 war im zitierten Entscheid wohl erwähnt 
(Erw. 5.15). Dies aber einzig der vollständigen Sachverhaltsdarstellung wegen. 
Ob es sich dabei um einen Unfall im Sinne von Art. 4 ATSG handelte, ob die Be-
schwerdeführerin Unfallfolgen davontrug und ggfs. welche, war nicht Gegenstand 
jenes Entscheides. Das Gericht äusserte sich hierzu nicht.

3.3.4 Hingegen hat das Gericht nicht nur die Vorinstanz mit weiteren Abklärun-
gen beauftragt, sondern gleichzeitig auch die Beschwerdeführerin auf ihre Mit-

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wirkungspflicht hingewiesen. Das Gericht schrieb explizit: "Wirkt sie [die Be-
schwerdeführerin] bei den weiteren Abklärungen nicht im geforderten Masse mit, 
indem etwa von der Vorinstanz angeordnete persönliche Untersuchungen abge-
lehnt werden, so kann die Vorinstanz Rechtsfolgen gemäss Art. 43 Abs. 3 ATSG 
beschliessen" (Erw. 7.8).

3.4 In Gutheissung der Beschwerde vom 3. September 2020 hatte das Verwal-
tungsgericht die Vorinstanz somit - entgegen der Darstellung der Beschwerde-
führerin - nicht zur Leistung von Versicherungsleistungen verpflichtet, sondern 
zur Einholung weiterer ärztlicher Beurteilungen, denen voller Beweiswert zuzu-
kommen vermag. Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entschei-
dend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Un-
tersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten bzw. der Anamnese abgegeben worden ist, in der Darlegung 
der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Si-
tuation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Fachperson begründet 
sind (BGE 134 V 231 Erw. 5.1). Den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens der 
UVG-Versicherer eingeholten Gutachten von externen Spezialärzten, welche auf 
Grund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in 
die umfassenden Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu 
schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der Beweiswürdigung volle Beweis-
kraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit 
der Expertise sprechen (BGE 137 V 210 Erw. 1.3.4).

Nachdem die Vorinstanz zu Unrecht auf eine Beurteilung einer sie beratenden 
Ärztin abgestellt hatte, drängte es sich vorliegend geradezu auf, dass die Vor-
instanz für die zu klärenden Fragen ein Gutachten von externen Spezialärzten 
nach Art. 44 ATSG einholt. Das Vorgehen der Vorinstanz ist daher nicht zu be-
anstanden.

3.5 Die Beschwerdeführerin greift verschiedentlich die Thematik der den Gut-
achtern zur Verfügung zu stellenden ärztlichen Berichte auf. Es versteht sich 
diesbezüglich von selbst, dass die Vorinstanz der Gutachterstelle die umfassen-
den medizinischen Akten zu übergeben hat. Denn beweiskräftig ist ein Gutachten 
nur, wenn es in Kenntnis der Vorakten bzw. Anamnese ergeht (BGE 134 V 231 
Erw. 5.1). In diesem Sinne liegt es im ureigenen Interesse der Vorinstanz, die 
Gutachterstelle umfassend zu dokumentieren, will sie nicht riskieren, dass dem 
Gutachten die Beweiskraft abgesprochen wird. In diesem Sinne ist vorliegend 
nicht zu beurteilen, ob das erst noch zu erstellende Gutachten überhaupt 
vollständig, nachvollziehbar und schlüssig sein kann. Schliesslich versteht sich 
von selbst, dass die Beschwerdeführerin gestützt auf das Akteneinsichtsrecht 

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(Art. 47 ATSG) Anrecht auf Einsicht in die der Gutachterstelle übergebenen Ak-
ten hat. Dass die Vorinstanz der Beschwerdeführerin dieses Recht verweigert 
hätte oder zu verweigern gedenkt, ergibt sich nicht aus den Akten. 

3.6 Die Beschwerdeführerin stellt auch die für die Begutachtung vorgesehenen 
Fachdisziplinen in Frage. Ohne ihre Vorwürfe zu substantiieren, wirft sie der Vor-
instanz sinngemäss vor, die Disziplinen willkürlich zusammengestellt zu haben. 
Der Vorwurf geht indes fehl.

Dem VGE I 2020 70 vom 17. Mai 2021 lässt sich entnehmen, dass die behan-
delnde Ärztin nach der Konsultation der Beschwerdeführerin vor dem Unfall am 
28. August 2019 als behandeltes Problem eine psychovegetative Erschöpfung 
dokumentierte (Erw. 5.1.1), als Diagnose nannte sie eine psychische Überlas-
tung (Erw. 5.1.3). Nach dem Unfall vom gleichen Tag füllte die Ärztin einen Do-
kumentationsbogen für Erstkonsultation nach kranio-zervikalem Beschleuni-
gungstrauma aus und kreuzte ein HWS-Distorsionstrauma Grad II als Verdachts-
diagnose und als Diagnose an (Erw. 5.2.2). Im November 2019 stellte sie die 
Diagnose HWS-Schleudertrauma (Erw. 5.7). Die beratende Ärztin (und mit dieser 
die Vorinstanz) bestritt das Vorliegen eines Schleudertraumas (Erw. 6.5). Mithin 
ist insbesondere auch strittig, ob die Beschwerdeführerin überhaupt ein HWS-
Distorsionstrauma erlitt. 

Auch beim Unfall vom 11. März 2021 - der nicht Gegenstand des zitierten Ent-
scheides bildete - handelte es sich um einen Auffahrunfall. Wiederum stellte sich 
die Frage des Vorliegens einer HWS-Distorsion (vgl. Bf-act. 6). 

Beim Schleudertrauma handelt es sich um ein komplexes Beschwerdebild mit ei-
ner Häufung von Beschwerden wie diffuse Kopfschmerzen, Schwindel, Konzen-
trations- und Gedächtnisstörungen, Übelkeit, rasche Ermüdbarkeit, Visusstörun-
gen, Reizbarkeit, Affektlabilität, Depression, Wesensveränderung usw.. Seine 
psychischen und physischen Komponenten sind dabei nicht leicht zu differenzie-
ren (BGE 134 V 109 Erw. 6.2.1). 

Zur Klärung der strittigen Fragen ist es angesichts des komplexen Beschwerde-
bildes geradezu angezeigt, ein polydisziplinäres Gutachten einzuholen. Die von 
der Vorinstanz genannten Disziplinen der Orthopädie (Wissenschaft des Stütz- 
und Bewegungsapparat), der Neurologie (Wissenschaft des Nervensystems), der 
Neuropsychologie (die sich mit den Funktionen des Gehirns beschäftigt) und der 
Psychiatrie (die sich mit der Vorbeugung, Diagnostik und Behandlung psychi-
scher Störungen beschäftigt) sind geeignet, für die zur Klärung des Beschwerde-
bildes relevanten Befunde zu erheben und Diagnosen zu stellen. Kommt hinzu, 
dass gemäss Zwischenverfügung die Gutachterstelle die endgültige Auswahl der 

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Disziplinen treffen soll. Zudem steht es Gutachtern frei, weitere Fachpersonen 
beizuziehen (vgl. BGE 146 V 9).

3.7 Die Beschwerdeführerin wirft der Vorinstanz vor, in nicht nachvollziehbarer 
Weise den Gutachtern die Fragen nach Anamnese, Beschwerden, Befunde und 
Diagnose zu stellen (vgl. Fragenkatalog Bf-act. 27). Es sei nicht nachvollziehbar, 
wie die Vorinstanz ein Gutachten in Auftrag geben und Fachdisziplinen bezeich-
nen wolle, wenn sie sich selbst über die Diagnose nicht im Klaren sei und die 
Diagnosestellung den Gutachtern überlasse. Dieser Vorwurf ist unhaltbar. 

Dokumentiert sind zwei Auffahrunfälle. Aktenkundig ist ebenso die Diagnose ei-
ner HWS-Distorsion Grad II (durch die behandelnde Ärztin) und deren Bestrei-
tung durch die beratende Ärztin. Im Raum steht ebenso die Diagnose einer psy-
chischen Überlastung. Strittig ist gerade auch die Diagnose (vgl. zuvor Erw. 3.6), 
wobei - wie erwähnt - ein diffuses Beschwerdebild gegeben ist. Aus diesem 
Grunde rechtfertigt sich denn auch ein polydisziplinäres Gutachten. Es muss ge-
rade Auftrag der Gutachter sein - anhand der vorliegenden medizinischen Akten 
(welche sich selbstverständlich auch zu Diagnosen äussern und die der Vor-
instanz bekannt sind) sowie ergänzender Abklärungen (etwa der Bildgebung) 
und persönlicher Untersuchungen - eine Anamnese und Befunde zu erheben 
sowie eine Diagnose zu stellen. Neben der Beantwortung der fallspezifischen 
Fragen gehört dies geradezu zum Kernauftrag eines umfassenden Gutachtens 
(vgl. Furrer, Rechtliche und praktische Aspekte auf dem Weg zum Gerichtsgut-
achten in der Invalidenversicherung, SZS 2019 S. 3 ff., S.9; Rüedi, Erwartungen 
des Sozialversicherungsrichters an den Arzt, in: Riemer Kafka [Hrsg.], Medizini-
sche Gutachten, 2005, S. 77).

3.8 Die Beschwerdeführerin verweist auf Arbeitsunfähigkeitsatteste ihres be-
handelnden Arztes. Damit sei der Nachweis erbracht und eine Begutachtung 
nicht notwendig. Dem kann nicht gefolgt werden.

Vorab ist auf die Erfahrungstatsache hinzuweisen, wonach behandelnde Ärzte in 
Zweifelsfällen mitunter eher zugunsten ihrer Patienten aussagen (Urteil BGer 
8C_68/2020 vom 11.3.2020 Erw. 5.1). Sodann werden entsprechende Arztzeug-
nisse regelmässig ohne Begründung ausgestellt, weshalb allein gestützt auf die-
se eine Beurteilung der Leistungspflicht ausgeschlossen ist. Was das Einholen 
von Auskünften beim behandelnden Arzt anbelangt, kann auf die vorerwähnte 
Erfahrungstatsache verwiesen werden, weshalb regelmässig weitere Abklärun-
gen notwendig sind. Schliesslich setzt sich ein behandelnder Arzt mit der in der 
Unfallversicherung zentralen Frage der Kausalität in aller Regel nicht auseinan-
der. Weitere Abklärungen sind daher notwendig und müssen durch den Unfall-

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versicherer aufgrund des Untersuchungsgrundsatzes (Art. 43 Abs. 1 ATSG) 
getätigt werden. 

Vorliegend sticht sodann ins Auge, dass das Arbeitsunfähigkeitszeugnis von 
Dr.med. K.________ vom 15. März 2021 damit begründet wird, der Beschwerde-
führerin werde "auf Grund meiner Untersuchung folgende Arbeitsunfähigkeit be-
scheinigt", wogegen derselbe Arzt am 22. und 30. März 2021 ausführt, die Ar-
beitsunfähigkeit werde "nach Angaben des/r Patienten/in bescheinigt" (Bf-act. 
17). Die Zeugnisse von Dr.med. L.________ enthalten diesbezüglich überhaupt 
keine Begründung (Bf-act. 18). Die Beweiskraft dieser Zeugnisse ist daher gering 
(vgl. Urteil BGer 4A_12/2020 vom 2.6.2021 Erw. 4.1). Ausführlicher sind zwar die 
ärztlichen Berichte (Bf-act. 19); es ist jedoch nicht Gegenstand des vorliegenden 
Verfahrens, gestützt auf diese Berichte über die Leistungspflicht zu befinden. Die 
angeordnete Begutachtung vermögen diese mitnichten nicht in Frage zu stellen. 
Es wird den Gutachtern obliegen, die von den behandelnden Ärzten ausgestell-
ten Berichte und Zeugnisse in die Begutachtung miteinzubeziehen und entspre-
chend zu würdigen. 

3.9 Wenn die Beschwerdeführerin geltend macht, ein Gutachten hätte innert 
sechs Monaten seit Unfall (11.3.2021) durchgeführt werden müssen, weshalb die 
Anordnung durch die Vorinstanz zu spät erfolge und das Gutachten somit un-
tauglich sei, so ist dem entgegen zu halten, dass VGE I 2020 70, mit welchem 
die Vorinstanz zu weiteren Abklärungen angehalten wurde, am 17. Mai 2021 er-
ging, am 25. Mai 2021 versandt wurde und erst 30 Tage nach Zustellung in 
Rechtskraft erwuchs, dass die Vorinstanz die Beschwerdeführerin seit Juni 2021 
zu einer MRT-Untersuchung anhielt und im August 2021 das Gutachten anord-
nen wollte, die Umsetzung bislang jedoch an der Opposition der Beschwerdefüh-
rerin gescheitert ist. Notwendige, auch vom Verwaltungsgericht mit VGE I 2020 
70 vom 17. Mai 2021 verlangte weiterführende ärztliche Abklärungen wurden 
damit insbesondere durch die Beschwerdeführerin verhindert. Wie bereits im zi-
tierten Entscheid ist sie wiederum explizit auf ihre Mitwirkungspflicht hinzuweisen. 
Dieser ist sie entgegen ihren ausladenden Ausführungen in der Beschwerde-
schrift bislang nicht ausreichend nachgekommen. 

3.10 Unbegründet ist zudem die Verweigerung der MRI-Untersuchung. Diese 
bildet zwar nicht Gegenstand der Anordnung der Begutachtung und damit nicht 
Streitgegenstand. Da jedoch nicht auszuschliessen ist, dass die Gutachter die 
Durchführung einer MRI-Untersuchung veranlassen könnten, sind nachfolgende 
Ausführungen dennoch angezeigt.

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3.10.1  Der Unfallversicherer ist nur für Gesundheitsbeschwerden leistungspflich-
tig, die natürlich und adäquat unfallkausal sind (BGE 134 V 109 Erw. 2.1). Ursa-
chen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne 
deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als 
in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden 
kann. Als adäquate Ursache eines Erfolges hat ein Ereignis zu gelten, wenn es 
nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfah-
rung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizu-
führen. Die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der sich aus dem natürlichen 
Kausalzusammenhang ergebenden Haftung des Unfallversicherers spielt bei or-
ganisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen praktisch keine Rolle, da sich hier 
die adäquate und natürliche Kausalität weitgehend decken (BGE 134 V 109 Erw. 
2). Unfallfolgen sind dann organisch objektiv ausgewiesen, wenn die Untersu-
chungsergebnisse objektivierbar sind, d.h. reproduzierbar und von der Person 
des Untersuchenden und den Angaben des Patienten unabhängig sind. Von or-
ganisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen kann somit erst dann gesprochen 
werden, wenn die erhobenen Befunde mit apparativen/ bildgebenden Abklärun-
gen bestätigt wurden und die hierbei angewendeten Untersuchungsmethoden 
wissenschaftlich anerkannt sind (BGE 138 V 248 Erw. 5.1). Damit aber kommt 
der Bildgebung, namentlich auch der MRI-Untersuchung, entscheidende Bedeu-
tung zu für die Frage, ob organisch objektiv ausgewiesene Unfallfolgen vorliegen 
oder nicht.

Nichts Anderes kann die Beschwerdeführerin aus dem von ihr zitierten BGE 134 
V 109 ableiten. Darin stellte das Bundesgericht fest, es seien derzeit keine neuen 
Untersuchungsmethoden ersichtlich (mithin auch nicht eine MRT-Untersuchung), 
welche in wissenschaftlich anerkannter Weise den bislang nicht möglichen 
Nachweis von organischen Störungen im Bereich von HWS (bei Unfall mit 
Schleudertrauma resp. äquivalenter Verletzung) oder Schädel-Hirn-Trauma ge-
statten würden (BGE 134 V 109 Erw. 7.2). Damit aber wird nur gesagt, dass ein 
Schleudertrauma auch gegeben sein kann, wenn bildgebend keine organische 
Störung nachweisbar ist. Nicht gesagt wird damit, es entbehre jeglicher Notwen-
digkeit, die Frage nach objektivierbaren organischen Störungen zu beantworten. 
Soll die Ursache geklagter Beschwerden umfassend untersucht werden, gehört 
das Bestätigen oder Ausschliessen struktureller Schäden in der Regel dazu. Dies 
erfolgt regelmässig mittels MRT oder anderer bildgebender Diagnostik. Mithin 
geht es nicht darum, mittels MRT-Untersuchung ein HWS-Distorsionstrauma zu 
belegen oder auszuschliessen oder die Kausalitätsfrage zu beantworten. Sie ist 
vielmehr Teil der allgemeinen Diagnostik, um die Ursachen der geklagten Be-
schwerden zu ergründen. Zudem hat die Vorinstanz der Beschwerdeführerin im 

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Schreiben vom 23. Juni 2021 die Begründung geliefert, weshalb eine MRT-
Untersuchung angezeigt ist (vgl. Bf-act. 6). Demgemäss ist es gerade auch bei 
HWS-Distorsionen entscheidend, ob strukturelle Schädigungen vorliegen oder 
nicht.

Soweit die Beschwerdeführerin auf BGE 134 V 231 verweist, ist dieser nicht ein-
schlägig, behandelt der Entscheid doch die Frage des Beweiswertes von mittels 
funktioneller Magnetresonanztomographie (fMRT) erhobenen Befunde, was eine 
andere diagnostische Methode ist.

3.10.2  Für die Beschwerdeführerin besteht eine Mitwirkungspflicht für ärztliche 
oder fachliche Untersuchungen, die für die Beurteilung notwendig und zumutbar 
sind (Art. 43 Abs. 2 ATSG).

Kommen die Gutachter zum Schluss, für eine umfassende Erfüllung des Gutach-
tenauftrages sei auch eine MRT-Untersuchung durchzuführen, so verlangt die 
Mitwirkungspflicht von der Beschwerdeführerin, sich zumutbaren Untersuchun-
gen zu unterziehen. Denn wenn die Untersuchung durch die Gutachter angeord-
net wird, ist davon auszugehen, dass sie notwendig ist (vgl. Art. 43 Abs. 2 
ATSG). 

Die zweite Voraussetzung der Zumutbarkeit ist objektiv und subjektiv zu verste-
hen. Es geht darum, in einer objektiven Betrachtung subjektive Umstände (wie 
Alter, Gesundheitszustand, bisherige Erfahrungen mit Abklärungen) dahingehend 
zu würdigen, ob sie die Untersuchung (konkret die MRT-Untersuchung) zulassen 
oder nicht (Kieser, Kommentar ATSG, 3. Auflage, Art 43 Rz. 82). Rechtspre-
chungsgemäss sind dabei die üblichen Untersuchungen im Rahmen einer medi-
zinischen Begutachtung ohne konkret entgegenstehende Umstände generell als 
zumutbar zu erachten (Urteil EVGer U 31/07 vom 7.12.2007 Erw. 5). 

Die Beschwerdeführerin bringt einzig allgemein vor, eine MRI-Untersuchung sei 
eine schädigende Untersuchung. Sie unterlässt es aber darzulegen, worin kon-
kret für sie das Risiko besteht, sich mittels Magnetresonanztomographie untersu-
chen zu lassen. Ob ein Untersuch mit Kontrastmittel notwendig sein wird (was 
ggfs. mit einer Unverträglichkeit verbunden sein könnte) oder nicht, steht noch 
nicht fest und dürfte mit den Gutachtern/ Radiologen besprechbar sein. Die von 
der Beschwerdeführerin vorgetragenen, lediglich allgemeinen gehaltenen Aus-
führungen vermögen keine Unzumutbarkeit nachzuweisen.

4. Wenn die Beschwerdeführerin der Vorinstanz vorwirft, den VGE I 2020 70 
noch nicht umgesetzt zu haben, so ist dem abschliessend zu entgegnen, dass 
dies u.a. auch auf das Verhalten der Beschwerdeführerin zurückzuführen ist, 
zumal die Vorinstanz mit dem Verwaltungsgerichtsentscheid verpflichtet wurde, 

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weitere Abklärungen zu treffen, namentlich beweiskräftige ärztliche Beurteilun-
gen einzuholen, und die Vorinstanz genau dies umzusetzen versucht, indem sie 
ein Gutachten einholen wollte. Die Beschwerdeführerin bringt nichts vor, was 
dieses Vorgehen als nicht notwendig und/ oder unzumutbar erscheinen liesse. 

5. Zusammenfassend erweist sich die Beschwerde als unbegründet, weshalb 
sie abzuweisen ist.

6. Es werden keine Kosten erhoben (Art. 61 lit. fbis ATSG).

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG).

4. Zustellung an:
- die Beschwerdeführerin (R; unter Beilage der Eingabe der Vorinstanz 

vom 24.11.2021)
- die Rechtsvertreterin der Vorinstanz (2/R)
- und das Bundesamt für Gesundheit, BAG, 3003 Bern (A). 

Schwyz, 13. Dezember 2021

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Die Gerichtsschreiberin:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 11. Januar 2022