# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** bc16633e-3397-5769-82d3-7ccf8bc0e688
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-01-08
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 3. Kammer 08.01.2024 III 2023 154
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_001_III-2023-154_2024-01-08.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer III

III 2023 154

Entscheid vom 8. Januar 2024 

Besetzung lic.iur. Achilles Humbel, Präsident
lic.iur. Karl Gasser, Richter
Dr.oec. Andreas Risi, Richter
MLaw Manuel Gamma, Gerichtsschreiber

Parteien A.________ GmbH,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr.iur. B.________,

gegen

1. Gemeinderat Lachen, Alter Schulhausplatz 1, Postfach 263, 
8853 Lachen SZ,
vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. C.________,

2. Amt für Raumentwicklung ARE, Bahnhofstrasse 14, Postfach 
1186, 6431 Schwyz,

3. Regierungsrat des Kantons Schwyz, Bahnhofstrasse 9, Post-
fach 1260, 6431 Schwyz,
Vorinstanzen,

4. D.________,
Beschwerdegegner,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr.iur. E.________,

Gegenstand Planungs- und Baurecht (Baubewilligung; Aufstockung MFH mit 
Attikageschoss und Dachterrasse)

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Sachverhalt:

A. Das in der Wohnzone 3 (W3) gelegene Grundstück KTN __01 (533 m2) La-
chen, F.________-weg __02, mit einem sechs Wohnungen umfassenden Mehr-
familienhaus (MFH) gehört der A.________ GmbH. Mit Baueingabe vom 7. April 
2022 ersuchte die A.________ GmbH (nachstehend: Bauherrschaft) um die 
Baubewilligung für die Aufstockung des MFH um ein Attikageschoss (AG) sowie 
eine Dachterrasse, für den Anbau eines Personenliftes sowie für eine Photovol-
taikanlage. Das Baugesuch wurde im Amtsblatt Nr. __ vom ______ 2022 
(S. ____) publiziert und öffentlich aufgelegt. Hiergegen erhoben neben anderen 
D.________ (Stockwerkeigentümer an der südlich des Baugrundstückes und von 
diesem nur durch den F.________-weg [KTN __03] bzw. G.________ [beide in 
Privateigentum] getrennten Liegenschaft KTN __04, H.________ [Adresse] 
__05) am 28. Juli 2022 Einsprache. 

Am 25. Oktober 2022 reichte die Bauherrschaft ein abgeändertes Baugesuch 
ein, das den Verzicht auf den Liftanbau beinhaltete. Die Einsprecher hielten an 
ihrer Einsprache fest, soweit das Bauprojekt unverändert blieb.

B. Das Amt für Raumentwicklung (ARE) erteilte mit Gesamtentscheid vom 
14. Februar 2023 die kantonale Baubewilligung unter Nebenbestimmungen. Mit 
Beschluss (GRB) Nr. 45 vom 28. Februar 2023 erteilte der Gemeinderat Lachen 
die Baubewilligung unter Eröffnung des Gesamtentscheides des ARE wie folgt:

1 Einsprachen

1.1 Die Einsprache 1 von D.________ (…) wird gemäss Ziffer 9.1 der 
Erwägungen abgewiesen.

1.2-1.4 (Abweisung/Abschreibung weiterer Einsprachen).

2 Bauentscheid

2.1 Der A.________ GmbH wird die Bewilligung für die Aufstockung des 
Mehrfamilienhauses um ein Attikageschoss mit Dachterrasse und einer 
Photovoltaikanlage am F.________-weg __02 in 8853 Lachen, gemäss der 
Projektänderungseingabe vom 26. Oktober 2022 unter nachfolgenden Be-
stimmungen erteilt.

2.2 ("Allgemeine Baubedingungen").

3.-9. (Übrige kommunale Teilbewilligungen; kantonale Bewilligung; Vorbehalte und 
Auflagen; Gebühren/Kosten; Rechtsmittel; Zustellung). 

C. Gegen diesen GRB Nr. 45 vom 28. Februar 2023 erhoben D.________ mit 
Eingabe vom 27. März 2023 Beschwerde beim Regierungsrat mit den folgenden 
Anträgen:

1. Die mit Beschluss des Gemeinderates Lachen vom 28.02.2023 (Versand: 
06.03.2023) erteilte Baubewilligung (Nr. 2022-0013) sei aufzuheben.

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2. Der Gesamtentscheid des Amtes für Raumentwicklung (ARE (Nr. 82022-
0371)) vom 14.02.2023 sei aufzuheben.

3. Die Baubewilligung sei zu verweigern.

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin.

D. Mit Beschluss (RRB) Nr. 523/2023 vom 22. August 2023 entschied der Re-
gierungsrat wie folgt:

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen und der Gesamtentscheid der Vor-
instanz 2 [d.h. ARE] vom 14. Februar 2023 sowie der Beschluss Nr. 45 der 
Vorinstanz 1 [d.h. Gemeinderat] vom 28. Februar 2023 werden aufgehoben.

2. Die Verfahrenskosten (inklusive Kanzleikosten) im Betrag von Fr. 1500.-- 
werden je zur Hälfte (Fr. 750.--) der Gemeinde Lachen und der 
Beschwerdegegnerin auferlegt. (…). 

3. Den Beschwerdeführern wird eine Parteientschädigung von Fr. 1'200.-- 
zugesprochen, welche ebenfalls je zur Hälfte (Fr. 600.--) von der Gemeinde 
Lachen und von der Beschwerdegegnerin zu tragen ist.

4.-6. (Rechtsmittelbelehrung; Zustellung). 

E. Gegen diesen RRB Nr. 523/2023 (Versand am 29.8.2023) erhebt die Bau-
herrschaft mit Eingabe vom 19. September 2023 (Postaufgabe am gleichen Tag) 
fristgerecht Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz mit den 
folgenden Anträgen:

1. Es sei die Beschwerde gutzuheissen und der angefochtene Entscheid 
aufzuheben.

2. Demgemäss seien die Baubewilligung des Gemeinderates Lachen vom 
28. Februar 2023 sowie der Gesamtentscheid des Amts für Raumentwicklung 
vom 14. Februar 2023 zu bestätigen bzw. wiederherzustellen.

3. Eventuell sei die Sache mit den erforderlichen Weisungen zur Behandlung der 
weiteren Rügen und zur neuen Entscheidung an den Regierungsrat 
zurückzuweisen.

4. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der 
Beschwerdegegner.

F. Das Sicherheitsdepartement beantragt mit Vernehmlassung vom 22. Sep-
tember 2023 die Abweisung der Beschwerde unter Kostenfolge zulasten der Be-
schwerdeführerin. Das ARE teilt am 4. Oktober 2023 seinen Verzicht auf die Ein-
reichung einer umfangreichen, materiellen Vernehmlassung sowie auf eine An-
tragsstellung mit. 

Der Gemeinderat beantragt vernehmlassend am 11. Oktober 2023, die Be-
schwerde sei unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten des Regierungs-
rates und der Beschwerdegegner gutzuheissen. 

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Die Beschwerdegegner beantragen am 22. November 2023 die vollumfängliche 
Abweisung der Beschwerde unter Kosten- und Entschädigungsfolgen inkl. MwSt. 
zu Lasten der Beschwerdeführerin. 

G. Mit Schreiben vom 24. November 2023 teilt die Beschwerdeführerin ihren 
Verzicht auf eine Replik zu den Vernehmlassungen mit. 

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Das Baugrundstück weist eine rechteckige Form auf mit Längsseiten 
(Nord-Südrichtung) von rund 26 m bis 27 m sowie Breitseiten von rund 20 m. Das 
bestehende Gebäude weist entsprechend auch eine rechteckige Form auf mit 
Längsseiten von 19.56 m und Breitseiten von 11.06 m. 

Das bestehende MFH wurde gemäss dem Baubeschrieb vom 19. Oktober 2022 
Anfang der 1960er-Jahre erstellt. Das Bauvorhaben umfasst den Abriss des be-
stehenden Flachdaches, die Erstellung einer neuen Decke und die Aufstockung 
mit einem Attikageschoss (AG). Dieses umfasse weniger als 60 % der Innen-
grundfläche des darunterliegenden Geschosses und springe an zwei Seiten von 
der Fassade zurück. Es erhalte vier Terrassenflächen. Zudem werde eine neue 
Treppe vom 3. Obergeschoss (OG) ins AG erstellt. Im EG würden die Doppel-
parkplätze in den beiden Garagen durch eine Trennwand unterteilt. Ein Abstell-
raum für die neue geplante Wohnung im AG sei im Veloraum ausgewiesen. 

1.2 Der Regierungsrat erwog unter anderem, der Bauherrschaft könne nicht 
zugestimmt werden, dass Art. 6 Abs. 2 (betreffend Masszahlen und Bestandes-
garantie) des kommunalen Planungs- und Baureglements (PBR) vom 29. Sep-
tember 1995 bei einem Um- oder Wiederaufbau weitergehende Erweiterungen 
von bestandesgeschützten Bauten zulasse als § 72 Abs. 3 des Planungs- und 
Baugesetzes (PBG; SRSZ 400.100) vom 14. Mai 1987. Denn die kantonalen 
Bauvorschriften gälten als Mindestvorschriften in allen Gemeinden (§ 52 Abs. 1 
PBG). Geringere, d.h. weniger strenge Masse als in den kantonalen Vorschriften 
könnten die Gemeinden nicht vorschreiben (Erw. 2.2). Es sei unbestritten, dass 
das bestehende MFH (im Jahr 1962) rechtmässig bewilligt und erstellt worden 
und somit in seinem Bestande garantiert sei. In einem ersten Schritt sei zu prü-
fen, ob die Aufstockung des MFH unter dem geltenden Recht zulässig sei. Nur 
wenn diese Frage verneint werde, müsse in einem zweiten Schritt geprüft wer-
den, ob es sich beim AG um eine geringfügige Erweiterung handle, ob dieses 
aus objektiven Gründen zwingend erforderlich sei und ob damit Vorteile bzw. 
Gegenleistungen verbunden seien, die zu einer Weiterführung oder Verbesse-
rung des bestehenden Zustandes führten. Bei der Übereinstimmung mit dem gel-

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tenden Recht thematisierten die Parteien insbesondere die Einhaltung des 
Grenzabstandes, der Flächennutzungsziffer und der Baugeschosszahl 
(Erw. 2.4).

Auch wenn der Gesamtplan Nr. AR-03-100 vom 17. Oktober 2022 nicht vermasst 
sei, zeige sich, dass der kleine Grenzabstand in Richtung Norden, Osten und 
Süden unterschritten werde. Eingehalten werde der kleine Grenzabstand gegen 
Westen; allerdings äussere sich der Gemeinderat nicht zur Frage, in welche 
Richtung der grosse Grenzabstand eingehalten werden müsse. Die genau ein-
zuhaltenden Grenzabstände müssten jedoch nicht abschliessend festgelegt wer-
den (Erw. 3.4). 

Die Bauherrschaft müsse bei der baurechtlichen Beurteilung des AG nach dem 
geltenden Recht gleich behandelt werden wie ein Bauherr, der auf KTN __01 ein 
neues, rechtmässiges dreigeschossiges Gebäude mit einem AG erstellen wolle. 
Der Umfang des geplanten AG dürfe nur so gross sein wie ein AG, welches auf 
einem rechtmässigen Gebäude zulässig sei. Als massgebende darunterliegende 
Fassaden könnten nur diejenigen gelten, die selber die erforderlichen Grenzab-
stände einhielten. Das geplante AG rage im Norden, im Osten und im Süden je-
weils über die hypothetische, grenzabstandswahrende Fassade hinaus. Zudem 
liege es - unter Berücksichtigung dieser hypothetischen Fassaden - weder an 
den Schmalseiten innerhalb eines Giebeldreiecks von 45° noch sei es im Osten 
(mit Ausnahme eines Drittels der Fassadenlänge) um das Mass seiner Höhe von 
der Fassade des darunterliegenden Geschosses zurückversetzt. Somit unter-
schreite das AG den kleinen Grenzabstand Richtung Osten, Norden und Süden. 
Zudem halte es an keiner Fassade den grossen Grenzabstand von mutmasslich 
7.875 m ein (Erw. 3.5). 

Das AG mit einer lnnengrundfläche von 114.32 m2 mache zwar nicht mehr als 
60 % der lnnengrundfläche des bestehenden dritten OG aus (190.74 m2 + 100 x 
60 = 114.44 m2). Allerdings sei nicht die lnnengrundfläche des dritten OG des 
tatsächlich bestehenden Gebäudes massgebend, sondern die lnnengrundfläche 
des darunterliegenden Vollgeschosses eines hypothetischen, materiell recht-
mässigen Gebäudes. Die lnnengrundfläche des geplanten AG betrage mehr als 
60 % der lnnengrundfläche des darunterliegenden Vollgeschosses eines hypo-
thetischen, rechtmässigen Gebäudes. Das AG zähle folglich als Vollgeschoss. 
Mit dem geplanten AG werde somit die zulässige Baugeschosszahl (BGZ) von 
drei Vollgeschossen gemäss Art. 19 Abs. 4 lit. a PBR, welche das bestehende 
MFH ohne Erdgeschoss (EG) bereits umfasse, übertroffen (Erw. 4.2). 

Das geplante AG sei folglich nur zulässig, wenn die Aufstockung vom Wieder-
aufbaurecht gedeckt sei (Erw. 5). Dies sei zu verneinen. Die Aufstockung des 

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MFH sei auch nicht aus objektiven Gründen zwingend erforderlich. Es führe zu 
keinen wohnhygienischen oder sonstigen Verbesserungen der bestehenden 
sechs Wohnungen, sondern sei primär auf das Bestreben der Bauherrschaft 
nach maximaler Ausnützung des Baugrundstückes zurückzuführen (Erw. 6.1 f.). 
Ob für das zusätzliche AG genügend Motorfahrzeugabstellplätze vorhanden sei-
en, könne bei diesem Ergebnis dahingestellt bleiben (Erw. 6.2).

1.3.1 Die Beschwerdeführerin kann die regierungsrätliche Begründung nicht 
nachvollziehen und hält sie für falsch und teils willkürlich (Beschwerde S. 4 
Ziff. 4). Es mache einen Unterschied, ob ein Ersatzbau nach Massgabe der Neu-
bauvorschriften realisiert oder das bestehende MFH lediglich um ein AG aufge-
stockt werde. In diesem - zweiten - Fall genüge es, wenn das neue AG für sich 
allein betrachtet den Bauvorschriften für solche Geschosse entspreche. Ein Ab-
stellen auf hypothetische Vollgeschossgrundrisse sei unzulässig. Bei der gebote-
nen projektbezogenen Betrachtungsweise respektiere die Aufstockung die gel-
tenden Bauvorschriften (Beschwerde S. 5 f. Ziff. 5 ff.). Im vorinstanzlichen Ver-
fahren sei auch gar nicht strittig gewesen, dass das AG den Neubauvorschriften 
entspreche (Beschwerde S. 6 Ziff. 8). Art. 6 PBR betreffend "Masszahlen und 
Bestandesgarantie" werde vom Gemeinderat in ständiger Praxis so ausgelegt, 
dass bestandesgeschützte Bauten und Anlagen unter Fortbestand des bisheri-
gen Nutzungsausmasses umgebaut und in diesem Zusammenhang auch geän-
dert und erweitert werden dürften, sofern die Änderung bzw. Erweiterung für sich 
betrachtet die gestalterischen Anforderungen und die weiteren Bauvorschriften 
des geltenden Rechts erfülle und demgemäss keinen neuen oder weitergehen-
den Regelverstoss bewirke. Bei § 72 PBG handle es sich nicht um eine Mass-
vorschrift. Für die Frage, ob die Gemeinden die Bestandesgarantie auf kommu-
naler Stufe einschränken oder erweitern dürften, gebe § 52 Abs. 2 PBG nichts 
her; Diese Frage sei allein nach § 52 Abs. 1 PBG zu beantworten (Beschwerde 
S. 6 ff. Ziff. 9 f.). Der Regierungsrat habe Art. 6 Abs. 2 PBR in der geltenden Fas-
sung vorbehaltlos genehmigt. Eine akzessorische Überprüfung der Vorschrift im 
Bau- bzw. Rechtsmittelverfahren betreffend das streitige Projekt sei nicht zuläs-
sig (Beschwerde S. 8 f. Ziff. 13).

Unzulässig sei auch die Prüfung des Bauvorhabens nach den kantonalen Vor-
schriften über das Wiederaufbaurecht. Der Wiederaufbau eines Gebäudes, das 
nachträglich durch Rechtsänderung vorschriftswidrig wurde und deswegen Be-
standesgarantie geniesse, sei etwas grundlegend Anderes als die Änderung ei-
nes solchen Gebäudes. Die Gerichtspraxis wolle den Eigentümer im Fall eines 
Wiederaufbaus nicht noch weitergehend privilegieren und verlange deshalb, dass 
eine abgebrochene Baute im Wesentlichen umfangs- und nutzungsgleich sowie 

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im unmittelbaren Bereich des bisherigen Standorts wieder zu errichten sei und 
insgesamt eine Verbesserung des rechtswidrigen Zustands erreicht werde. Las-
se der Eigentümer - wie hier - den Altbau aber stehen, bestehe für diese Zurück-
haltung kein vergleichbarer Anlass. Es genüge, wenn die Änderung für sich ge-
sehen den Neubauvorschriften entspreche und dem Bauvorhaben keine über-
wiegenden öffentlichen oder nachbarlichen Interessen entgegenstünden, wie 
dies § 357 Abs. 1 PBG-ZH ausdrücklich vorsehe (Beschwerde S. 9 f. Ziff. 14 ff.). 
Ein Verstoss gegen öffentliche Interessen sei nicht ersichtlich. Die Schaffung von 
zusätzlichem Wohnraum bei bestehenden Gebäuden an zentraler Lage entspre-
che vielmehr dem Grundsatz der inneren Nachverdichtung und haushälterischen 
Nutzung des Bodens und sei gesetzgeberisch ausdrücklich gewollt. Auch bei ei-
nem Neubau könnten zusätzlich zu einem Untergeschoss drei Vollgeschosse 
und ein Dachgeschoss erstellt werden (Beschwerde S. 10 Ziff. 17 f.). 

1.3.2 Im gleichen Sinne äussert sich vernehmlassend auch der Gemeinderat un-
ter Hinweis auf seine Vernehmlassung vom 31. Mai 2023 zuhanden des Regie-
rungsrates. Er weist des Weiteren auch auf den ihm zustehenden erheblichen 
Spielraum bei der Beurteilung der angemessenen Erweiterung hin (S. 3 
Ziff. III.1). Die Themen Wiederaufbau/Ersatzbau und Änderungen an vorschrifts-
widrigen Bauten seien zu unterscheiden. Es sei tatsächlich davon auszugehen, 
dass der Regierungsrat in unzulässiger Weise die Anforderungen vermischt ha-
be. Unter dem Aspekt der Geschosszahlvorschriften sei das projektierte AG 
schlicht als Dachgeschoss einzustufen, und abstandsrechtlich sei das AG nicht 
zu beanstanden, denn es müsse bezogen auf den bestandesgeschützten 
Baukörper irrelevant bleiben. Es scheine tatsächlich um zwei verschiedene Be-
trachtungsweisen zu gehen (S. 5 f. Ziff. 3 f.). 

1.4 Die Beschwerdegegner argumentieren vernehmlassend unter anderem, 
das Bauprojekt diene nicht dem Erhalt des Bisherigen, womit sich die Bauherr-
schaft a priori nicht auf die Bestandesgarantie berufen könne (S. 6 Rz. 9 f.). Es 
handle sich nicht um eine einfache Änderung wie z.B. eine wohnhygienisch be-
gründete Anpassung der Raumhöhen des Bestandsgebäudes. Bereits der Ver-
weis in Art. 6 Abs. 2 PBR auf Art. 30 PBR schliesse die Zulässigkeit einer Erwei-
terung um ein Attikageschoss gestützt auf die Bestandesgarantie aus. Denn 
Art. 30 PBR enthalte eine Einschränkung und keine Erweiterung. ln Kombination 
mit Art. 30 PBR sei Art. 6 PBR so zu verstehen, dass die Bestandesgarantie es 
zulasse, dass nach dem Umbau das Nutzungsmass gleich bleiben dürfe und 
nicht reduziert werden müsse - mit einer Ausnahme: erforderten es die gestalteri-
schen Anforderungen, könne der Bauherr verpflichtet werden, das Nutzungs-
ausmass zu verkleinern. Die gegenteilige Auslegung ergebe hingegen keinen 

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Sinn. Der Aufbau verletze ohnehin die gestalterischen Anforderungen gemäss 
Art. 30 PBR. Entgegen der Auffassung der Bauherrschaft seien kommunale Er-
weiterungen bzw. Erleichterungen gegenüber der kantonalen Auffassung, was 
die Bestandesgarantie beinhalte, nicht zulässig. Die kantonal im PBG geschaf-
fene Lösung soll nicht wieder von den Gemeinden unterminiert werden (S. 6 ff. 
Rz. 12 ff.). Bestandesgarantie und Wiederaufbaurecht leiteten sich - bildlich wie 
Castor und Pollux - aus der Eigentumsgarantie ab. Diese Herleitung zeige auch 
die Grenzen auf. Bestandesgarantie bedeute im Kontext zum öffentlichen Bau-
recht den Erhalt des bisherigen Eigentums, nicht indessen die Erweiterung. Die 
Rechtsprechung könne deshalb - sowohl bezüglich Bestandesgarantie als auch 
Wiederaufbaurecht - nicht die Ausweitung zulassen, sondern müsse in engen 
Grenzen bleiben. Um- und Ausbauten würden regelmässig unter dem Begriff des 
Wiederaufbaurechts beurteilt. Eine zusätzliche oder verstärkte Rechtsverletzung 
schütze die Bestandesgarantie hingegen nicht. Die Ersatzbaute dürfe in keinem 
Fall neue oder zusätzliche Widersprüche zum geltenden Baurecht schaffen, son-
dern müsse den bestehenden Zustand vielmehr weiterführen oder sogar verbes-
sern (S. 10 ff. Rz. 20 ff., mit Hinweis u.a. auf EGV-SZ 2015 C 2.2 Erw. 2.2). Das 
AG diene nicht öffentlichen Interessen, sondern ziele auf eine Maximierung der 
Erträge ab (S. 13 Rz. 24). Für eine Bewilligung mangle es zudem an den hierfür 
erforderlichen Parkplätzen (S. 13 f. Rz. 13 ff.). 

2.1.1 Aus der Bundesverfassung, namentlich der in Art. 26 BV normierten Eigen-
tumsgarantie, lässt sich kein "Recht der alten Baustelle" ableiten (vgl. M. Gisler, 
Das Wiederaufbaurecht. Unter besonderer Berücksichtigung der Verhältnisse im 
Kanton Schwyz, Diss. Zürich 2003, S. 12 f.). Indes gewähren namentlich die ver-
fassungsmässige Eigentumsgarantie sowie der Vertrauensschutz (Art. 9 BV) ei-
nen einheitlichen Mindestschutz für den Fortbestand rechtmässig errichteter Bau-
ten (vgl. VGE 1014/02 vom 27.9.2002 Erw. 4.b). Dieser Mindestschutz gilt auch 
innerhalb der Bauzonen. Dabei kann das kantonale Recht die Besitzstandsga-
rantie innerhalb der Bauzonen erweitern und auch Umbauten, Erweiterungen 
sowie Ersatzbauten nach altem Recht behandeln. Dabei dürfen jedoch keine 
wichtigen Anliegen der Raumplanung beeinträchtigt werden (VGE III 2011 102 
vom 2.12.2011 Erw. 2.3 mit Hinweis auf Gisler, a.a.O., S. 26).

2.1.2 Bestehende, rechtmässig erstellte Bauten und Anlagen, die den neuen 
Vorschriften widersprechen, sind in ihrem Bestande garantiert (§ 72 Abs. 1 PBG). 
Bestehende gewerbliche und industrielle Betriebe und Anlagen, die in einer nicht 
für sie bestimmten Bauzone liegen, dürfen bei Einhaltung der übrigen Bauvor-
schriften im Rahmen höchstens mässig störender Auswirkungen angemessen 
erweitert werden (§ 72 Abs. 2 PBG). Wenn ein bestehendes Gebäude abgebro-

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chen oder durch höhere Gewalt zerstört oder in seinem Umfang vermindert wird, 
so hat der Eigentümer fünf Jahre lang das Recht, es im früheren Umfang wieder 
aufzubauen (§ 72 Abs. 3 PBG). 

2.1.3 Die übergangsrechtliche Schlussbestimmung von Art. 50 Abs. 2 Satz 2 
PBR gewährleistet den Bestand alter Bauten und Anlagen unter Vorbehalt der öf-
fentlichen Ordnung. Art. 6 Abs. 2 PBR gewährleistet unter Vorbehalt von Art. 30 
PBR im Rahmen des Um- und Wiederaufbaus das bisherige Nutzungsausmass. 
Art. 9 ff. PBR kennen als Nutzungsmasse die Baugeschosszahl (BGZ), die An-
teilziffern (WAZ [Wohnnutzung], GAZ [gewerbliche Nutzung]) sowie die Flächen-
nutzungsziffer (FNZ). Art. 30 PBR normiert die gestalterischen Anforderungen. 
Abs. 1 (Satz 1) verlangt die Einhaltung der grundlegenden Regeln der Architektur 
und die Anforderungen an die Einfügung in die gewachsenen Ortsstrukturen (wie 
Körnung, Gestaltung, Farbgebung); zu diesem Zweck können Projektänderungen 
angeordnet werden. Abs. 2 regelt die erhöhten Anforderungen für Kernzonen und 
exponierte Standorte. Laut Abs. 3 (Satz 1) sind Dächer und Dachaufbauten quar-
tierüblich zu gestalten, und gemäss Abs. 4 können ortsbaulich störende Zusatz-
anlagen untersagt werden. 

2.2.1 Nach der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts zu § 72 Abs. 3 Satz 1 
PBG (und auch schon zu § 49 Abs. 1 des alten Baugesetzes vom 30.4.1970) 
verlangt die Beanspruchung des Wiederaufbaurechts für ein abzubrechendes 
Gebäude nicht ein sklavisches Festhalten an den bisherigen Gebäudeformen; in 
diesem Sinne ist keine Identität zwischen Altbau und Ersatzbau erforderlich. Pra-
xisgemäss hat indessen der frühere Umfang als Richtschnur des Wiederaufbaus 
zu gelten. Ausserdem muss auch die nutzungsmässige Wesensgleichheit ge-
währleistet sein (VGE III 2013 142 vom 23.1.2014 Erw. 2.3 mit Hinweis auf EGV-
SZ 2011 B 8.4 Erw. 3.1, VGE III 2010 122 vom 21.9.2010 Erw. 4.2.4, VGE 
593/90 vom 23.10.1990 Erw. 6a und weitere). Diese Voraussetzungen entspre-
chen der bundesgerichtlichen, zu Art. 24 RPG entwickelten Rechtsprechung, 
wonach eine Wiederaufbaute dem alten Bauwerk in Grösse und Nutzungsart un-
gefähr entsprechen muss (VGE III 2015 92 vom 26.8.2015 Erw. 2.1; VGE III 
2011 102 vom 2.12.2011 Erw. 3.1; VGE 1000/05 vom 30.6.2005 Erw. 3.3; EGV-
SZ 1995 Nr. 8, Erw. 3e mit zahlreichen Hinweisen). 

2.2.2 Mit dem Recht auf Wiederaufbau bzw. der Bestandesgarantie ist auch die 
Änderung einer Baute vereinbar, wenn sie keine neuen oder zusätzlichen Wider-
sprüche zum geltenden Baurecht schafft, den bestehenden Zustand somit weiter-
führt oder allenfalls der bestehenden Nutzungsordnung näherbringt, mitunter ei-
ne Verbesserung des bestehenden Zustandes, gemessen an den Zielen des Ge-

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setzgebers, herbeiführt (VGE III 2018 106 vom 17.10.2018 Erw. 3.2.1; VGE III 
2016 172 vom 28.6.2017 Erw. 2.4; VGE III 2015 32 vom 16.7.2015 Erw. 2.3; 
VGE III 2014 186 vom 23.4.2015 Erw. 4.3.1; EGV-SZ 2011 B 8.4. Erw. 3.4; Gis-
ler, a.a.O., S. 66).

Ob bei baulichen Vorkehren an einer Baute von einem Wiederaufbau 
ausgegangen werden muss, oder ob es sich dabei um Änderungen eines 
Bauwerkes (innerer Umbau oder äusserer An- und Ausbau) handelt, hängt von 
der Intensität dieser baulichen Vorkehren ab. Nach allgemeinem 
Sprachgebrauch setzen Änderungen wie auch der Um- und Ausbau voraus, dass 
das bestehende Gebäude im Wesentlichen erhalten bleibt. Abzustellen ist in 
erster Linie auf das Verhältnis zwischen alten, bestehenden und neu errichteten 
Gebäudeteilen (vgl. VGE III 2013 142 vom 23.1.2014 Erw. 2.3 mit Hinweis auf 
Gisler, a.a.O., S. 40 f.). 

2.2.3 Gesprengt wird der Rahmen eines Wiederaufbaus beispielsweise dann, 
wenn die Ersatzbaute mit einem Geschoss mehr erstellt wird, wodurch das Vo-
lumen, die Höhe und auch die Nutzfläche klar zunehmen. Auch ist nicht relevant, 
ob die Mehrkubatur unter- oder oberirdisch erstellt wird. D.h., auch eine unterirdi-
sche Vergrösserung, z.B. mittels massiver Unterkellerung ist miteinzubeziehen. 
Nicht mehr gewahrt ist die Identität, wenn anstelle mehrerer kleinerer Bauten ei-
ne grössere Baute erstellt wird (vgl. Gisler, a.a.O., S. 57 f., S. 63; EGV-SZ 2014 
C 2.3 Erw. 2.2.1; vgl. auch VGE III 2013 75 vom 18.12.2013 Erw. 2.3). Über das 
Mass zeitgenössischer Anpassungen hinausgehende Erweiterungen werden 
durch die Bestandesgarantie für Wohnbauten nicht gewährleistet (EGV-SZ 2015 
B 8.9 Erw. 4.2 mit Hinweis auf Gisler, a.a.O., S. 30).

Mit VGE III 2013 142 (Erw. 3.1) erklärte das Verwaltungsgericht den Rückbau 
eines Walmdaches auf einem Bootshaus zu einem Flachdach als von der 
Bestandesgarantie abgedeckt. Im VGE III 2014 186 wurden Holzbalkone von 
1.50 m Breite und eine Aussentreppe als im Rahmen der Bestandesgarantie 
zulässige Bauten qualifiziert, da sie in Bezug auf den Grenzabstand ohne Belang 
waren. Die Erweiterung eines Bootshauses um einen Abstellraum, der mit 6 m2 
über den Grundriss der Altbaute hinausragte, führte hingegen zu einer Unter-
schreitung des Grenzabstandes um rund 0.5 m und entsprechend zu einer 
Mehrbelastung des Nachbargrundstückes (von einer Restitution der bereits aus-
geführten Erweiterung konnte aus anderem Grunde abgesehen werden). Mit 
VGE III 2020 91 vom 16.11.2020 Erw. 6.8 erwog das Verwaltungsgericht, auf-
grund der Planung einer einzelnen grosszügigen Wohnung anstelle zwei beste-
hender, kleinerer und bescheidener Wohneinheiten (ohne Änderung des Umfan-
ges) erhalte die Baute eine andere Gestaltung, so dass dadurch die raumpla-

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nungsrechtlichen Festlegungen in unzulässigen Massen weiter unterlaufen wür-
den. Mit VGE III 2015 92 vom 26. August 2015 (= EGV-SZ 2015 B 8.9 Erw. 4.1) 
hat das Verwaltungsgericht festgehalten, unter dem Wiederaufbaurecht 
(Bestandesgarantie) zulässig seien insbesondere wohnhygienische 
Verbesserungen, welche eine Angleichung an den aktuellen Minimalstandard 
ermöglichten. Vom Wiederaufbaurecht nicht mehr gedeckt sei hingegen die 
Befriedigung erhöhter oder sogar luxuriöser Komfortansprüche, sofern und 
soweit sie die bestehende Rechtswidrigkeit verschärfen oder neue 
Rechtswidrigkeiten schaffen. Solche Attraktivitätssteigerungen liefen dem Gebot 
zuwider, die Widersprüche des Ist-Zustandes zur geltenden Rechtslage mittel- 
und längerfristig zu beseitigen.

2.2.4 Grundsätzlich braucht der Nachbar keine Mehrbeeinträchtigung hinzuneh-
men (VGE III 2013 142 vom 23.1.2014 Erw. 2.3; VGE 1023/99 vom 16.9.1999 
Erw. 3c; EGV-SZ 1990 Nr. 18 Erw. 6a; Gisler, a.a.O., S. 57). 

2.3.1 Dem Regierungsrat ist insoweit beizupflichten (angefochtener RRB 
Erw. 3.5), dass die Bauherrschaft nicht bessergestellt werden darf als ein Bau-
herr, der unter Berufung auf die Bestandesgarantie einen Ersatzbau erstellt, der 
gegenüber der bestehenden Baute um ein AG erhöht bzw. erweitert wird; dies 
entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin, welche in der Änderung einer 
bestandesgeschützten Baute etwas grundlegend anderes sehen will, als bei ei-
nem Wiederaufbau. Nicht gefolgt werden kann dem Regierungsrat allerdings, 
wenn er - gewissermassen axiomatisch - davon auszugehen scheint, dass ein 
derart erweiterter Ersatzbau a priori insgesamt dem aktuell geltenden Recht ent-
sprechen müsse (bzw. "ein Bauherr … ein neues rechtmässiges Gebäude erstel-
len will", vgl. Vernehmlassung Sicherheitsdepartement S. 2 Ziff. 2) und folglich 
auch vorliegend die Bewilligungsfähigkeit des AG a priori so beurteilt werden 
muss, als ob es auf einer mit dem geltenden Recht konformen (bestehenden) 
Baute erstellt wird. 

2.3.2 Diese vorinstanzliche Schlussfolgerung lässt sich aus den dargelegten ge-
setzlichen Grundlagen und der Rechtsprechung nicht ziehen. Vielmehr ist 
zunächst zu prüfen, ob der geplante Neubau bzw. die geplante Erweite-
rung/Änderung noch als wesensgleich mit der bestehenden Baute beurteilt wer-
den kann, und zwar sowohl baulich wie nutzungsmässig (vgl. vorstehend 
Erw. 2.2.1). Ist dies zu verneinen, kann die Baubewilligung nicht erteilt werden, 
weitere Prüfungen erübrigen sich. Ist dies hingegen zu bejahen, ist weiter zu prü-
fen, ob der Neubau bzw. die geplante Erweiterung/Änderung keine neuen oder 
zusätzlichen Widersprüche zum geltenden Baurecht schafft (vgl. vorstehend 

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Erw. 2.2.2). Dem Ziel der Verhinderung eines Missbrauchs der Bestandesgaran-
tie dient zudem auch die Beurteilung aus der Optik der Nachbarschaft, die keine 
Mehrbeeinträchtigung hinzunehmen hat. Das kommunale Recht subsumiert dies 
in der übergangsrechtlichen Bestimmung von Art. 50 Abs. 2 PBR unter den Vor-
behalt der öffentlichen Ordnung; Leitplanken setzt es auch mit dem Vorbehalt der 
Wahrung der gestalterischen Anforderungen gemäss Art. 30 PBR. Mit dieser Be-
stimmung wird kommunal § 56 PBG (betreffend Schutz des Landschafts- und 
Ortsbildes [Eingliederung]) aufgenommen und konkretisiert. Es versteht sich, 
dass eine unter Berufung auf die Bestandesgarantie vorgenommene Erweiterung 
auch keine neuen oder zusätzlichen negativen Auswirkungen auf die Eingliede-
rung der Baute haben darf. 

3.1 Dem Regierungsrat ist im Ergebnis beizupflichten. Mit dem geplanten AG 
kann nicht mehr die Rede sein von einer Wesensgleichheit des bestehenden mit 
dem erweiterten MFH. Die Planunterlagen wie auch die planerische Visualisie-
rung des AG illustrieren dies (vgl. Pläne Nr. AR-03-020, SIA 416, Volumenbe-
rechnung, AR-03-021, Dachaufsicht, und AR-03-100, Gesamtplan, alle 1:100 und 
vom 17.1.2022). 

3.2 Zwar beträgt die anrechenbare Innengrundfläche des AG mit 114.32 m2 
59.93 % des darunter liegenden 3. OG mit 190,74 m2, womit das AG gemessen 
an Art. 9 PBR rechtlich kein Vollgeschoss darstellt. Ebenso wahrt das AG die An-
forderungen an ein AG im Rechtssinne (§ 60 Abs. 3 lit. c PBG): auf den Längs-
seiten ist es mit einer Länge von 6.52 m auf der Westseite direkt auf die Fassade 
gesetzt, auf der Ostseite um 1.10 m von der Fassade zurückversetzt. Bei einer 
Fassadenlänge von insgesamt 19.56 m wird ein Drittel exakt eingehalten. Mit ei-
ner Rückversetzung des AG auf den Schmalseiten um 2.77 m bzw. im Südostbe-
reich um 3.37 m und bei einer Höhe des AG von 2.77 m ist auch das "Giebel-
dreieck" von 45 ° eingehalten (vgl. Plan-Nr. AR-03-100, Gesamtplan, 1:100, vom 
17.10.2022, mit Grundriss Attika und Schnitt B-B).

Die Frage der Wesensgleichheit ist indes grundsätzlich unbesehen baureglemen-
tarischer Massvorgaben zu prüfen. Faktisch tritt das um ein AG erhöhte Gebäude 
allseitig als ein "anderes" Gebäude in Erscheinung; das AG vermittelt den Ein-
druck eines Vollgeschosses. Hinzu kommen - wenn auch nicht entscheidrelevant 
- die das AG bzw. deren Terrassen teils umlaufenden Geländer (Absturzsiche-
rungen) sowie die Nutzbarmachung des AG-Daches als Terrasse auf einer 
Fläche von rund 35 m2, ebenfalls von einem Geländer umgeben.  

3.3 Das AG weist eine Innengrundfläche von 114.32 m2 auf, die drei OG eine 
solche von je 190.74 m2 (vgl. Plan-Nr. AR-03-080, Flächenberechnung FNZ, 

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1:100, vom 17.10.2022), also eine gesamte Innengrundfläche von 572.22 m2. Die 
Erweiterung beträgt somit knapp 20 %. Im Vergleich zu den bestehenden Woh-
nungen hat das um ein AG erhöhte Gebäude also eine um 20 % grössere Nutz-
fläche. Hierbei handelt es sich nicht mehr um eine massvolle Erweiterung im Sin-
ne einer Anpassung an zeitgenössisches Wohnen. Das AG hat eine erhebliche 
Attraktivitätssteigerung zur Folge, die vorab im privaten Interesse der Eigentü-
merschaft an einer optimierten ökonomischen Nutzung der bereits rund 60-
jährigen Baute steht. Dieses private Interesse wird durch das öffentliche Interes-
se am gesetzgeberisch explizit gewollten verdichteten Bauen (Art. 1 Abs. 2 lit. abis 
sowie Art. 3 Abs. 3 lit. abis des Bundesgesetzes über die Raumplanung [Raum-
planungsgesetz; RPG; SR 700] vom 22.6.1979) nicht kompensiert. Dem Postulat 
der Verdichtung trägt genau besehen bereits die Bestandesgarantie Rechnung, 
welches unter den vorstehend dargelegten Voraussetzungen eine kraft einer wi-
derrechtlichen Situation bestehende bessere Ausnützung, als sie unter gelten-
dem Recht eigentlich möglich wäre, auch für Neubauten samt Erweiterun-
gen/Änderungen oder blosse Erweiterungen/Änderungen in einem gewissen 
Rahmen für die Zukunft zementiert. 

3.4 Vorliegend geht eine zusätzliche Wohnung konsequenterweise auch mit 
einer entsprechenden Nutzungsintensivierung einher. Dies findet auch bei der 
Parkplatzfrage einen Niederschlag. Bestandesrechtlich als ausreichend erachte-
ten fünf Parkplätzen stehen zwei erforderliche neue Parkplätze infolge des AG 
gegenüber. Auch wenn die absoluten Zahlen gering sind, so bedeutet dies relativ 
gleichwohl eine Zunahme (= Nutzungsintensivierung) um 40 %. 

3.5 Der Gemeinderat spricht zwar von einer Praxis. Beispiele bringt er jedoch 
keine bei. Damit wäre allerdings noch nichts betreffend die Vergleichbarkeit der 
Beispiele und insbesondere auch die Rechtmässigkeit der Praxis (insgesamt wie 
im einzelnen Anwendungsfall) gesagt. Der angefochtene Entscheid lässt erken-
nen, dass der Regierungsrat als Aufsichtsbehörde im Falle einer Rechtswidrigkeit 
einer wie auch immer gearteten Praxis einzuschreiten gewillt wäre. 

3.6 Aus dem Hinweis auf § 357 Abs. 1 PBG-ZH kann die Beschwerdeführerin 
nichts zu ihren Gunsten herleiten. Gemäss dieser Bestimmung können beste-
hende Bauten und Anlagen, die Bauvorschriften widersprechen, umgebaut, er-
weitert und anderen Nutzungen zugeführt werden, sofern sie sich für eine zo-
nengemässe Nutzung nicht eignen, wenn keine überwiegenden öffentlichen oder 
nachbarlichen Interessen entgegenstehen (Satz 1). 

Zum einen können Gesetze wie Praxis anderer Kantone grundsätzlich nicht, je-
denfalls nicht eins zu eins, Beachtung finden. Zum andern fällt auf, dass diese 

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Norm als Kriterium für einen Umbau, eine Erweiterung oder eine Umnutzung die 
fehlende Eignung für eine zonengemässe Nutzung nennt, sich also bereits inso-
weit von § 72 Abs. 1 PBG unterscheidet, womit vom Wortlaut her nur der Be-
stand geschützt wird. Des Weiteren könnte gemessen an den unter § 357 Abs. 1 
PBG als zulässig bzw. unzulässig beurteilten Umbauten und Erweiterungen (vgl. 
Fritzsche/Bösch/Wipf/Kunz, Zürcher Planungs- und Baurecht, 6. Aufl., Wädenswil 
2019, S. 1451 ff.) nicht ohne weiteres auf eine Bewilligungsfähigkeit der vorlie-
genden Aufstockung geschlossen werden. Mit Urteil 1C_231/2017 vom 1. März 
2018 hob das Bundesgericht zudem die Bewilligung der Zürcher Behörden für 
die Aufstockung eines MFH mit drei Vollgeschossen um ein AG auf. Es erwog 
(Erw. 4.6), die Gebäudehöhe des zu hohen Gebäudes ändere sich zwar mit der 
Aufstockung um ein AG im rechtlichen Sinne nicht. Diese formale Betrachtungs-
weise führe jedoch zu einem stossenden Ergebnis und erweise sich deshalb als 
unhaltbar. Es sei offenkundig, dass eine Baute mit einem AG viel höher wirke 
und auch effektiv erhebliche negative Auswirkungen auf die Nachbarn habe. 

Mit Blick auf das Erscheinungsbild kann es keine nennenswerte Rolle spielen, ob 
ein dreistöckiges MFH die zulässige Höhe bereits überschreitet oder noch 
(knapp) darunterliegt. 

3.7 Die Erweiterung des MFH um ein AG erweist sich mithin infolge fehlender 
Wesensgleichheit des erweiterten mit dem bestehenden Bau als von der Bestan-
desgarantie nicht mehr gedeckt. Inwieweit schützenswerte nachbarliche Interes-
sen betroffen sein könnten, bzw. ob das erweiterte MFH eine "nicht unerhebliche 
Beeinträchtigung auf die Nachbarschaft" hat (angefochtener RRB Erw. 6.1), ist 
daher nicht mehr zu prüfen. Ebenso ist der Frage der Einordung ins Ortsbild nicht 
mehr nachzugehen. 

4.1 Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die Kosten des verwaltungs-
gerichtlichen Verfahrens (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) von 
Fr. 2'500.-- je zur Hälfte (je Fr. 1'250.--) der Beschwerdeführerin sowie der Ge-
meinde, welche den Antrag der Beschwerdeführerin unterstützt hat und somit als 
unterliegende Verfahrensbeteiligte gilt, aufzuerlegen. 

4.2 Die Beschwerdeführerin sowie die Gemeinde haben den beanwalteten Be-
schwerdegegnern zudem eine Parteientschädigung auszurichten. Diese wird in 
Beachtung des kantonalen Gebührentarifs für Rechtsanwälte (GebTRA; SRSZ 
280.411) vom 27. Januar 1975, der ordentlicherweise für das Honorar in Verfah-
ren vor dem Verwaltungsgericht in § 14 einen Rahmen von Fr. 300.-- bis 
Fr. 8'400.-- vorsieht und in § 2 die Bemessungskriterien erwähnt, unter Ausübung 
des pflichtgemässen Ermessens auf insgesamt Fr. 2'500.-- (inkl. Barauslagen 

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und MwSt) festgelegt; hiervon entfällt je die Hälfte (je Fr. 1'250.--) auf die Be-
schwerdeführerin und die Gemeinde. 

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird im Sinne der Erwägungen abgewiesen. 

2. Die Kosten des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens (Gerichtsgebühr, 
Kanzleikosten und Barauslagen) von insgesamt Fr. 2'500.-- werden je zur 
Hälfte (je Fr. 1'250.--) der Beschwerdeführerin sowie der Gemeinde aufer-
legt. 

Die Beschwerdeführerin hat am 22. September 2023 einen Kostenvor-
schuss von Fr. 2'500.-- geleistet, womit ihr Fr. 1'250.-- aus der Gerichtskas-
se zurückzuerstatten sind. 

Die Gemeinde hat ihr Betreffnis von Fr. 1'250.-- innert 30 Tagen seit Zustel-
lung des Entscheids auf das Postkonto IBAN CH10 0900 0000 6002 2238 6 
des Verwaltungsgerichts zu überweisen.

3. Die Beschwerdeführerin sowie die Gemeinde haben den beanwalteten Be-
schwerdegegnern für das verwaltungsgerichtliche Verfahren eine Parteien-
tschädigung von je Fr. 1'250.-- (inkl. Barauslagen und MwSt), insgesamt al-
so Fr. 2'500.--, zu bezahlen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwerde*  
in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, 1000 Lau-
sanne 14, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundesgesetzes über das 
Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG). 

5. Zustellung an:
- den Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin (2/R)
- den Rechtsvertreter der Beschwerdegegner (2/R; unter Beilage der Ein-

gabe der Beschwerdeführerin vom 24.11.2023)
- den Rechtsvertreter des Gemeinderates Lachen (2/R; unter Beilage der 

Eingabe der Beschwerdeführerin vom 24.11.2023)
- den Regierungsrat (EB)

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- das Sicherheitsdepartement, Rechts- und Beschwerdedienst (EB; unter 
Beilage der Eingabe der Beschwerdeführerin vom 24.11.2023)

- und das Amt für Raumentwicklung (EB; unter Beilage der Eingabe der 
Beschwerdeführerin vom 24.11.2023). 

Schwyz, 8. Januar 2024

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Präsident:

Der Gerichtsschreiber:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 

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sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 22. Januar 2024