# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 50824507-e02e-55d6-bb3e-d331b52a217d
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-02-28
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 28.02.2022 PS220042
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PS220042_2022-02-28.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: PS220042-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden, Vorsitzende, 

Oberrichterin lic. iur. M. Stammbach und Ersatzrichter Dr. E. Pahud 

sowie Gerichtsschreiberin MLaw J. Camelin-Nagel 

Beschluss vom 28. Februar 2022 

in Sachen 

 

A._____,  
Schuldner und Beschwerdeführer, 

 

gegen 

 

B._____ SA,  
Gläubigerin und Beschwerdegegnerin, 

 
betreffend Konkurseröffnung 

 
 
Beschwerde gegen ein Urteil des Einzelgerichtes des Bezirksgerichtes Bülach 
vom 7. Februar 2022 (EK210673) 
 

 

  

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Erwägungen: 

1.1. Mit Urteil vom 7. Februar 2022 (act. 4) eröffnete das Konkursgericht des Be-

zirksgerichts Bülach (nachfolgend Vorinstanz) den Konkurs über den Schuldner 

für eine Forderung der Gläubigerin von Fr. 1'030.–.  

1.2. Mit Beschwerde vom 22. Februar 2022 (Datum Poststempel) beantragt der 

Schuldner bei der Vorinstanz die Aufhebung bzw. Nichtigerklärung des Konkurses 

und macht sinngemäss geltend, es bestehe keine Schuld gegenüber der Gläubi-

gerin (vgl. act. 3). Die Vorinstanz leitete zuständigkeitshalber die Eingabe des 

Schuldners sowie die vorinstanzlichen Akten der Kammer weiter (act. 2; act. 5/1–

13). 

2.1. Das Beschwerdeverfahren richtet sich nach Art. 319 ff. ZPO (vgl. Art. 194 

Abs. 1 SchKG i.V.m. Art. 174 Abs. 1 SchKG). Die Beschwerdefrist gegen den an-

gefochtenen Entscheid beträgt folglich gestützt auf Art. 314 Abs. 1 ZPO 10 Tage, 

wie dies auch die Vorinstanz richtig belehrte (vgl. act. 4, Dispositiv-Ziffer 5). Um 

eine Rechtsmittelfrist einzuhalten, muss das Rechtsmittel spätestens am letzten 

Tag der Frist beim Gericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizeri-

schen Post übergeben werden (vgl. Art. 143 Abs. 1 ZPO). Das angefochtene Ur-

teil wurde dem Schuldner am 11. Februar 2022 zugestellt (vgl. act. 5/11). Die 

zehntägige Beschwerdefrist lief demnach am 21. Februar 2022 ab. Die Be-

schwerde gab der Schuldner gemäss Sendeverfolgung der Post und Zeitstempel 

jedoch erst am 22. Februar 2022 bei der Post auf (vgl. act. 2; act. 5/13; act. 7). 

Sie erfolgte damit verspätet, sodass darauf nicht einzutreten ist.  

2.2. Selbst wenn die Beschwerde rechtzeitig erfolgt wäre, hätte der Konkurs nur 

dann aufgehoben werden können, wenn der Schuldner vor Ablauf der Beschwer-

defrist seine Zahlungsfähigkeit glaubhaft gemacht und insbesondere durch Ur-

kunden nachgewiesen hätte, dass inzwischen (d.h. noch vor Ablauf der Be-

schwerdefrist) die Schuld (Forderung), einschliesslich Zinsen und Kosten, bezahlt 

oder beim Obergericht hinterlegt worden ist, oder dass die Gläubigerin auf die 

Durchführung des Konkurses verzichtet hat (Art. 174 Abs. 2 SchKG). Der Schuld-

ner äussert sich in seiner Beschwerde indes weder zur Zahlungsfähigkeit noch 

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reicht er Urkunden ein, mit denen er einen der drei erwähnten Konkurshinde-

rungsgründe (Tilgung, Hinterlegung oder Gläubigerverzicht) belegen könnte. Er 

bringt einzig Einwände gegen den Bestand der Forderung vor und behauptet, die-

se sei nichtig (act. 3). Ob die in Betreibung gesetzte Forderung, welche dem Kon-

kursbegehren zugrunde liegt, materiell begründet ist, kann im Konkurseröffnungs-

verfahren indes nicht überprüft werden. In der auf Geldzahlung gerichteten 

Zwangsvollstreckung bildet nämlich nicht die Forderung selbst den Vollstre-

ckungstitel, sondern einzig der in Rechtskraft erwachsene Zahlungsbefehl (BGE 

113 III 2 E. 2b). Im Übrigen ist es eine Besonderheit des schweizerischen Voll-

streckungsrechts, dass der Gläubiger eine Betreibung einleiten kann, ohne den 

Bestand oder die Rechtmässigkeit seiner Forderung nachweisen zu müssen, und 

der Zahlungsbefehl als Grundlage des Vollstreckungsverfahrens grundsätzlich 

gegenüber jedermann erwirkt werden kann, unabhängig davon, ob tatsächlich ei-

ne Schuld besteht oder nicht (BGE 125 III 149 E. 2a; 141 III 68 E. 2.1). Zur Nich-

tigkeit der Konkurseröffnung führt dies jedenfalls nicht.  

2.3. Nach dem Gesagten ist auf die Beschwerde des Schuldners mangels Ein-

haltung der Beschwerdefrist nicht einzutreten. 

3. Der Vollständigkeit halber ist der Schuldner auf Art. 195 SchKG hinzuwei-

sen, wonach (frühestens nach Ende der Eingabefrist, vgl. Art. 195 Abs. 2 SchKG) 

die Möglichkeit eines nachträglichen Widerrufs des Konkurses durch den Kon-

kursrichter besteht, wenn nachgewiesen wird, dass sämtliche Forderungen (also 

auch die, für welche noch keine Betreibung eingeleitet wurde) beglichen sind oder 

von jedem Gläubiger eine schriftliche Erklärung über den Rückzug seiner Kon-

kurseingabe vorliegt oder ein Nachlassvertrag zustande gekommen ist. 

4. Ausgangsgemäss wird der Schuldner für das Beschwerdeverfahren kosten-

pflichtig (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Die zweitinstanzliche Spruchgebühr ist auf 

Fr. 300.– festzulegen. Eine Parteientschädigung ist der Gläubigerin mangels ihr 

entstandener Umtriebe nicht zuzusprechen. 

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Es wird beschlossen: 

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 

2. Die zweitinstanzliche Spruchgebühr wird auf Fr. 300.– festgesetzt und dem 

Schuldner und Beschwerdeführer auferlegt. 

3. Die vorliegenden Verfahrenskosten werden vorsorglich zur Kollokation an-

gemeldet.  

4. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Gläubigerin unter Beilage des 

Doppels von act. 3, sowie an die Vorinstanz (unter Rücksendung der erstin-

stanzlichen Akten) und das Konkursamt Bassersdorf, ferner an das Handels-

registeramt des Kantons Zürich und an das Betreibungsamt Kloten, je gegen 

Empfangsschein. 

6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist 
innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesge-
richt, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen 

Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).  

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. 

Es handelt sich um einen Entscheid des Konkurs- oder Nachlassrichters oder der 
Konkurs- oder Nachlassrichterin im Sinne von Art. 74 Abs. 2 lit. d BGG. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 
 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

II. Zivilkammer 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 

MLaw J. Camelin-Nagel 
versandt am: 
1. März 2022 

	Beschluss vom 28. Februar 2022
	Erwägungen:
	Es wird beschlossen:
	1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
	2. Die zweitinstanzliche Spruchgebühr wird auf Fr. 300.– festgesetzt und dem Schuldner und Beschwerdeführer auferlegt.
	3. Die vorliegenden Verfahrenskosten werden vorsorglich zur Kollokation angemeldet.
	4. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Gläubigerin unter Beilage des Doppels von act. 3, sowie an die Vorinstanz (unter Rücksendung der erstinstanzlichen Akten) und das Konkursamt Bassersdorf, ferner an das Handelsregisteramt des Kantons Z...
	6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...