# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 154acb7f-ff83-56d4-ab26-7e319d71b239
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2012-02-07
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 07.02.2012 E-2943/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-2943-2010_2012-02-07.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

   

Abteilung V
E­2943/2010

U r t e i l   v om   7 .   F e b r u a r   2 0 1 2

Besetzung Richter Bruno Huber (Vorsitz),
Richterin Christa Luterbacher,
Richter Jean­Pierre Monnet,   
Gerichtsschreiber Jonas Tschan.

Parteien A._______, geboren (…),
syrischer Herkunft,
vertreten durch lic. iur. LL.M. Tarig Hassan,
(…),
Beschwerdeführer, 

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,   
Vorinstanz. 

Gegenstand Asyl und Wegweisung;
Verfügung des BFM vom 24. März 2010 / N (…).

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Sachverhalt:

A. 
Gemäss  eigenen  Angaben  verliess  der  Beschwerdeführer  seinen 
Heimatstaat  am  7.  Juli  2008  und  gelangte  über  die  Türkei  und  weitere 
ihm  unbekannte  Länder  am  15.  Juli  2008  in  die  Schweiz. Gleichentags 
suchte  er  im  Empfangs­  und  Verfahrenszentrum  (EVZ)  B._______  um 
Asyl nach.

Anlässlich der summarischen Befragung vom 23. Juli 2008  im EVZ und 
der  Bundesanhörung  vom  27.  Mai  2009  brachte  der  Beschwerdeführer 
vor, er habe in Syrien ein (…) gehabt, bei welchem auch (…) eingekauft 
hätten. Diese hätten aber nicht bezahlt, sondern anschreiben lassen, und 
wenn  sie  einmal  bezahlt  hätten,  dann  nur  die  Hälfte  des  geschuldeten 
Betrages. Als sie ihm einen grösseren Betrag geschuldet hätten, habe er 
die Bezahlung der Ausstände verlangt. Daraufhin sei es im (…) zu einer 
Auseinandersetzung gekommen und er habe, da er gesucht worden sei, 
fliehen müssen. Als  (…) habe er mit einer Festnahme rechnen müssen. 
Nachdem er sich einige Tage versteckt habe, sei er ausgereist.

Der  Beschwerdeführer  gab  anlässlich  der  Befragung weder  einen Pass 
noch  eine  Identitätskarte  zu  den  Akten.  Er  habe  zwar  einen Reisepass 
beantragt,  aber  keinen erhalten;  eine  Identitätskarte  habe er  nie gehabt 
und eine solche auch nie beantragt. 

B.
Am (…) ersuchte das BFM die Schweizer Botschaft in Damaskus (in der 
Folge:  die  Botschaft)  um  Abklärungen  zur  Identität,  zu  den  Umständen 
der Ausreise und zu einer allfälligen Gefährdung des Beschwerdeführers 
in Syrien. Der Mitteilung der Botschaft vom (…)  ist zu entnehmen, dass 
es sich beim Beschwerdeführer um einen (…) aus C._______ handle, der 
keinen syrischen Pass besitze, und dass bei den Behörden keine Daten 
über ihn vorliegen würden.

C.
Mit  Eingabe  vom 6.  Juli  2009  (Poststempel)  gab  der  Beschwerdeführer 
Beweismittel zu den Akten: eine (…), und eine Publikation "Die Situation 
(…)  in Syrien"  (für Einzelheiten wird auf das Beweismittelcouvert  in den 
vorinstanzlichen Akten verwiesen).

In  diesem  Zusammenhang  gelangte  das  BFM  am  (…)  erneut  an  die 
Botschaft: Es sei abzuklären, ob das eingereichte Dokument authentisch 

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sei,  und  bejahendenfalls  sei  in  Erfahrung  zu  bringen,  aus  welchen 
Gründen  die  syrischen  Behörden  eine  Untersuchung  eingeleitet  hätten 
und ob er von diesen gesucht werde.

Die Botschaft teilte dem Bundesamt am (…) mit, das Dokument sei nicht 
authentisch,  beim  Migrationsdienst  sei  nichts  eingetragen  und  der 
Beschwerdeführer werde nicht gesucht.

Zur  Stellungnahme  eingeladen  hielt  der  Beschwerdeführer  in  seiner 
Eingabe  vom  11.  Februar  2010  fest,  die  Abklärungen  der  Botschaft 
bestätigten,  dass er ein  (…) aus C._______ sei,  keinen syrischen Pass 
besitze und deshalb nicht nach Syrien zurückkehren könne. Zum Vorwurf, 
das  eingereichte  Dokument  sei  falsch,  könne  er  keinen  Kommentar 
abgeben; er sei der Ansicht, dass die (…) echt sei. 

D.
Das BFM verfügte am 24. März 2010, der Beschwerdeführer  erfülle die 
Flüchtlingseigenschaft nicht,  lehnte das Asylgesuch ab, wies ihn aus der 
Schweiz  weg  und  beauftragte  den  Kanton  D._______ mit  dem  Vollzug 
der Wegweisung.

E.
Gegen diesen Entscheid erhob der Beschwerdeführer am 26. April 2010 
(per  Telefax)  beziehungsweise  am  28.  April  2010  (schriftliche  Eingabe) 
durch seine vormalige Rechtsvertreterin beim Bundesverwaltungsgericht 
Beschwerde. Er beantragte in materieller Hinsicht die Aufhebung der vor­
instanzlichen  Verfügung  und  die  Gewährung  von  Asyl,  eventuell  die 
Feststellung  der  Unzulässigkeit  und  der  Unmöglichkeit  des 
Wegweisungsvollzugs  und  als  Folge  davon  die  Anordnung  der 
vorläufigen Aufnahme; eventuell sei die Unzumutbarkeit des Vollzugs der 
Wegweisung  festzustellen  und  die  vorläufige  Aufnahme  anzuordnen.  In 
prozessualer  Hinsicht  beantragte  er  die Gewährung  der  unentgeltlichen 
Rechtspflege, alles unter Entschädigungs­ und Kostenfolge.

F.
Das Bundesverwaltungsgericht  stellte  in seiner Verfügung vom 30. April 
2010  fest,  der  Beschwerdeführer  dürfe  den  Ausgang  des  Rechtsmit­
telverfahrens in der Schweiz abwarten, und stellte den Entscheid über die 
Verfahrensanträge zu einem späteren Zeitpunkt in Aussicht.

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Mit  Zwischenverfügung  vom 6. Mai  2010 wies  das Gericht  das Gesuch 
um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  ab  und  forderte  den 
Beschwerdeführer auf, einen Kostenvorschuss zu leisten.

G.
Am 21. Mai 2010  reichte der Beschwerdeführer weitere Beweismittel  zu 
den  Akten  (Bestätigung  der  E._______  vom  […],  wonach  A._______ 
Mitglied/Sympathisant  (…)  sei,  und  der  Human  Rights  Organization  in 
Syria­MAF,  gemäss  welcher  der  Beschwerdeführer  […]  teilgenommen 
habe; eine Fürsorgebestätigung). Aufgrund dieser Dokumente wurde das 
Gericht ersucht, auf den eingeforderten Kostenvorschuss zu verzichten.

H.
Mit Zwischenverfügung vom 27. Mai 2010 wies das Gericht das Gesuch 
um  Verzicht  auf  die  Erhebung  eines  Kostenvorschusses  ab  und  setzte 
Frist für eine entsprechende Überweisung, welche innert der angesetzten 
Frist erfolgte.

Das  BFM  wurde  vom  Gericht  mit  Verfügung  vom  9.  Juni  2010  zur 
Vernehmlassung eingeladen. 

In  seiner  Stellungnahme  vom  21.  Juni  2010  hielt  das  Bundesamt  an 
seinen Erwägungen  in der angefochtenen Verfügung vollumfänglich  fest 
und beantragte die Abweisung der Beschwerde.

I.
Am 23. September 2011 reichte der neu mandatierte Rechtsvertreter des 
Beschwerdeführers  unter  Beilage  einer  entsprechenden  Vollmacht 
mehrere Beweismittel zu den Akten ([…] und […] von Demonstrationen in 
der  Schweiz),  welche  belegten,  dass  Letzterer  sein  politisches 
Engagement in der Schweiz verstärkt habe.

J.
Vom Bundesverwaltungsgericht aufgrund der aktuellen Situation in Syrien 
am 29. September 2011 erneut zur Vernehmlassung eingeladen, zog das 
BFM seinen Entscheid vom 24. März 2010 mit Verfügung vom 7. Oktober 
2011  teilweise  in  Wiedererwägung.  Es  hob  die  Ziffer  4  (Verlassen  der 
Schweiz  bis  zum  19.  Mai  2010  unter  Androhung  von 
Zwangsmassnahmen  im  Unterlassungsfall)  und  die  Ziffer  5  (Auftrag  an 
den  Kanton  D._______,  die Wegweisung  zu  vollziehen)  auf  und  stellte 
fest,  die  Wegweisung  werde  zur  Zeit  wegen  Unzumutbarkeit  nicht 

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vollzogen und der Vollzug werde zu Gunsten der  vorläufigen Aufnahme 
aufgeschoben.

K.
Der  Beschwerdeführer  hielt  auf  entsprechende  Anfrage  des 
Bundesverwaltungsgerichts vom 13. Oktober 2011 mit Eingabe vom 27. 
Oktober  2011  bezüglich  Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft  und 
Gewährung von Asyl an der Beschwerde fest.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
(VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden 
gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 
1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR 172.021).  Das  BFM 
gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz 
des  Bundesverwaltungsgerichts.  Eine  das  Sachgebiet  betreffende 
Ausnahme  im  Sinne  von  Art. 32  VGG  liegt  nicht  vor.  Das 
Bundesverwaltungsgericht  ist  daher  zuständig  für  die  Beurteilung  der 
vorliegenden  Beschwerde  und  entscheidet  auf  dem  Gebiet  des  Asyls 
endgültig,  ausser  bei  Vorliegen  eines  Auslieferungsersuchens  des 
Staates,  vor  welchem  die  beschwerdeführende  Person  Schutz  sucht 
(Art. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31]; Art. 83 
Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  [BGG, 
SR 173.110]).

1.2  Das  Verfahren  richtet  sich  nach  dem  VwVG,  dem  VGG  und  dem 
BGG, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 
AsylG).

1.3 Die Beschwerde ist frist­ und formgerecht eingereicht. Der Beschwer­
deführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist durch die 
angefochtene Verfügung besonders  berührt  und hat  ein  schutzwürdiges 
Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung. Er  ist  daher 
zur Einreichung der Beschwerde  legitimiert  (Art. 105 und Art. 108 Abs. 2 
AsylG,  Art. 48  Abs. 1  sowie  Art. 52  VwVG).  Auf  die  Beschwerde  ist 
einzutreten.

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2.
Mit  Beschwerde  kann  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige 
oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und 
die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).

3.
3.1  Gemäss  Art. 2  Abs. 1  AsylG  gewährt  die  Schweiz  Flüchtlingen 
grundsätzlich  Asyl.  Flüchtlinge  sind  Personen,  die  in  ihrem Heimatstaat 
oder  im Land,  in dem sie zuletzt wohnten, wegen  ihrer Rasse, Religion, 
Nationalität,  Zugehörigkeit  zu  einer  bestimmten  sozialen  Gruppe  oder 
wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt 
sind  oder  begründete  Furcht  haben,  solchen  Nachteilen  ausgesetzt  zu 
werden. Als  ernsthafte Nachteile  gelten  namentlich  die Gefährdung  des 
Leibes,  des  Lebens  oder  der  Freiheit  sowie  Massnahmen,  die  einen 
unerträglichen  psychischen  Druck  bewirken.  Den  frauenspezifischen 
Fluchtgründen ist Rechnung zu tragen (Art. 3 AsylG).

3.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen 
oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die 
Behörde  ihr  Vorhandensein  mit  überwiegender  Wahrscheinlichkeit  für 
gegeben  hält.  Unglaubhaft  sind  insbesondere  Vorbringen,  die  in 
wesentlichen  Punkten  zu  wenig  begründet  oder  in  sich  widersprüchlich 
sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte 
oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG).

4.
4.1 
4.1.1 Das BFM  führte  zur  Begründung  seiner  Verfügung  vom  24. März 
2010 aus, die Vorbringen des Beschwerdeführers seien unsubstanziiert. 
So  habe  er  bezüglich  des  angeblichen  Reiseweges  wenig  Konkretes 
vorbringen  können;  gemäss  den  Erfahrungen  des  Amtes  seien  auch 
illegal reisende Asylsuchende in der Lage, viel substanziiertere Angaben 
zu  machen.  Weil  in  der  Regel  ein  enger  kausaler  Zusammenhang 
zwischen  den  Reiseumständen  und  dem  Ausreisemotiv  von 
Asylsuchenden  bestehe,  müsse  aufgrund  der  völlig  unsubstanziiert 
gebliebenen Aussagen des Beschwerdeführers auch am Wahrheitsgehalt 
seiner  Gründe  gezweifelt  werden,  welche  ihn  zur  Ausreise  veranlasst 
haben sollen.

4.1.2  Vorbringen  seien  dann  widersprüchlich,  wenn  im  Verlaufe  des 
Verfahrens zu wesentlichen Punkten unterschiedliche Angaben gemacht 

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würden. Dies gelte für die Vorbringen zu den Einkäufen von (…)  im (…) 
des Beschwerdeführers; insbesondere bezüglich der angegebenen Daten 
seien Widersprüche  auszumachen,  die  Aussagen  seien  hinsichtlich  der 
Chronologie unvereinbar. 

Somit  würden  die  dargelegten  Zweifel  an  der  Glaubhaftigkeit  des 
Ausreisemotivs  auch  durch  die  widersprüchlichen  Aussagen  des 
Beschwerdeführers bestätigt.

4.1.3  Nicht  glaubhaft  seien  Vorbringen,  die  sich  massgeblich  auf 
gefälschte oder verfälschte Beweismittel abstützen würden. Zur Stützung 
seiner Aussagen habe der Beschwerdeführer ein Dokument zu den Akten 
gereicht,  das  sich  als  Fälschung  herausgestellt  habe.  Im  Rahmen  des 
ihm hierzu gewährten rechtlichen Gehörs habe er lediglich angegeben, er 
sei  der  Ansicht,  das  Dokument  sei  echt,  welche  Erklärung  unbehelflich 
sei. Zudem hätten die Abklärungen der Botschaft ergeben, dass in Syrien 
kein Verfahren gegen  ihn hängig sei. Die hierzu abgegebene Erklärung, 
wonach er sicher nicht ausgereist wäre, wenn er nicht Probleme mit (…) 
gehabt  hätte,  sei  nicht  geeignet,  dieses  Vorbringen  in  einem  anderen 
Lichte erscheinen zu lassen.

Es könne dem Beschwerdeführer nicht geglaubt werden, dass er Syrien 
verlassen  habe,  weil  er  habe  befürchten  müssen,  inhaftiert  zu  werden. 
Folglich entbehre auch sein Vorbringen, er sei nach der Ausreise von den 
syrischen Behörden gesucht worden, einer Grundlage. Somit hielten die 
Vorbringen  den  Anforderungen  an  die  Glaubhaftigkeit  gemäss  Art.  7 
AsylG nicht stand.

4.1.4  Nachteile, welche  auf  die  allgemeinen  politischen, wirtschaftlichen 
oder sozialen Lebensbedingungen zurückzuführen seien und zudem eine 
vergleichsweise  geringe  Eingriffsintensität  aufwiesen,  stellten  keine 
asylbeachtliche Verfolgung im Sinne von Art. 3 AsylG dar. Zwar treffe es 
zu,  dass  Syrien  (…)  staatsbürgerliche  Rechte  vorenthalte  und  die 
Möglichkeit  des  Landerwerbs  sowie  die  Ausübung  selbstständiger 
Gewerbe  untersage.  Zudem  habe  diese  Bevölkerungsgruppe  unter 
Schikanen zu leiden. Eine asylerhebliche Verfolgung im Sinne von Art. 3 
AsylG finde aber nicht statt, und demzufolge seien diese Vorbringen des 
Beschwerdeführers nicht asylrelevant.

4.1.5  Der  Beschwerdeführer mache  geltend,  Syrien  illegal  verlassen  zu 
haben, weil  er als  (…) keinen Reisepass erhalten könne. Diesbezüglich 

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könne  zwar  nicht  ausgeschlossen  werden,  dass  er  bei  einer  Rückkehr 
bestraft  werde,  aber  nicht  aus  einem der  von Art.  3 AsylG  geschützten 
Gründen. Demzufolge sei dieses Vorbringen nicht asylrelevant. 

4.1.6 Was die exilpolitischen Aktivitäten des Beschwerdeführers betreffe, 
gehe  zwar  das  BFM  davon  aus,  dass  die  syrischen  Behörden  die 
Aktivitäten  von  regimekritischen  Exilorganisationen  beobachten  würden. 
Diese dürften jedoch nur Interesse an Personen haben, deren Aktivitäten 
über die massentypischen exilpolitischen Proteste hinausgingen und die 
Funktionen innehätten und Aktivitäten entwickelten, die sie als gefährliche 
Regimegegner  erschienen  liessen.  Die  nur  wenig  qualifizierten 
exilpolitischen Aktivitäten des Beschwerdeführers  liessen nicht erwarten, 
dass  er  im  Falle  einer Rückkehr  nach Syrien  gefährdet  sei.  So  komme 
auch diesem Vorbringen keine asylrelevante Bedeutung zu.

Demzufolge  erfülle  der  Beschwerdeführer  die  Flüchtlingseigenschaft 
nicht, so dass sein Asylgesuch abzulehnen sei.

4.2
4.2.1  Der  Beschwerdeführer  hält  diesen  Erwägungen  in  seiner 
Rechtsmitteleingabe  vom  28.  April  2010  –  nach  einlässlicher 
Rekapitulation  der  vor­instanzlichen  Erwägungen  –  entgegen,  das  BFM 
selber  halte  fest,  dass  (…)  in Syrien  in  ihren Rechten  stark beschnitten 
seien. Die Einschätzung der Vorinstanz, wonach die illegale Ausreise von 
den Behörden lediglich als gemeinrechtliches Vergehen und in der Regel 
mit einer Busse geahndet werde, treffe in den meisten Fällen nicht zu.

4.2.2 Er mache eine individuelle Verfolgung durch die (…) von F._______ 
geltend.  Auch  wenn  sich  der  Beschwerdeführer  bezüglich  Daten 
widersprochen  habe,  mache  dies  die  geschilderte  Verfolgung  nicht 
unglaubhaft.  Er  sei  nach  wie  vor  überzeugt,  dass  die  eingereichte  (…) 
nicht  gefälscht  sei.  Er  habe  nie  versucht,  ein  gefälschtes  Dokument  zu 
erhalten und als Beweismittel einzureichen.

4.2.3  Gerade  weil  der  Beschwerdeführer  ein  Problem  mit  (…)  von 
F._______  gehabt  habe,  sei  nicht  auszuschliessen,  dass  die  syrische 
Vertretung in der Schweiz davon Kenntnis habe und vielleicht im Besitze 
von  Daten  sei,  die  es  ihr  ermögliche,  den  Beschwerdeführer  unter 
Demon­strationsteilnehmenden  zu  erkennen.  Folglich  sei  auch  nicht 
auzuschliessen,  dass diese Aktivitäten  den Behörden  in Syrien bekannt 
seien.

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Der Beschwerdeführer  hätte demnach bei  einer erzwungenen Rückkehr 
im  jetzigen  Zeitpunkt  unter  Verfolgung  zu  leiden,  er  wäre  an  Leib  und 
Leben gefährdet, weshalb ihm Asyl zu gewähren sei.

4.2.4  Sollte  dem  Beschwerdeführer  nicht  Asyl  gewährt  werden,  sei  der 
Vollzug  der  Wegweisung  für  den  Beschwerdeführer  unzulässig  und 
unzumutbar,  weshalb  in  "Anwendung  von Art.  44  Abs.  2  AsylG  i.V. mit 
dem AuG" die vorläufige Aufnahme anzuordnen sei.

4.2.5  In der Eingabe des Beschwerdeführers vom 27. Oktober 2011 zur 
Anfrage  des  Gerichts,  ob  er  an  den  Anträgen  zur  Feststellung  der 
Flüchtlingseigenschaft  und  der  Asylgewährung  festhalten  oder  diese 
zurückziehen wolle, wurden keine neuen Vorbringen geltend gemacht.

5.
Das  Bundesverwaltungsgericht  hält  der  Klarheit  halber  nochmals  fest, 
dass  das  BFM  in  teilweiser  Wiedererwägung  seines  angefochtenen 
Entscheides die vorläufige Aufnahme des Beschwerdeführers angeordnet 
hat.  Es  geht  mithin  ausschliesslich  um  die  Fragen  der 
Flüchtlingseigenschaft und der Gewährung von Asyl.

5.1.
5.1.1 Das Gericht kommt nach Prüfung der Akten zum Schluss, dass das 
Bundesamt  zur  Recht  festgestellt  hat,  der  Beschwerdeführer  erfülle  die 
Flüchtlingseigenschaft nicht, und dessen Asylgesuch ablehnte.

Es  ist  vorweg  festzuhalten,  dass  betreffend  die  Identität  des 
Beschwerdeführers  nach  wie  vor  keine  Klarheit  herrscht.  Reisepapiere 
hat  er  nicht  abgegeben,  und  die  eingereichten  Beweismittel  sind  nicht 
geeignet,  vorliegend  Klarheit  zu  schaffen.  Die  (…)  wurde  im 
vorinstanzlichen  Verfahren  zwar  als  Fälschung  qualifiziert,  aber  es  ist 
diesbezüglich  anzumerken,  dass  sich  in  der  Botschaftsauskunft  kein 
Hinweis  darauf  findet,  wie  man  zu  dieser  Einschätzung  gekommen  ist. 
Die  Feststellung  "le  document  n'est  pas  authentique  (faux)"  ist  eine 
blosse  Behauptung,  die  für  das  Gericht  weder  überprüfbar  noch 
nachvollziehbar ist. Trotzdem vermag die Bestätigung die Asylvorbringen 
nicht  zu  untermauern.  Gemäss  diesem  Dokument  wurde  der 
Beschwerdeführer  nämlich  im  Jahre  (…)  von einem  (…). Die  (…)wurde 
jedoch nicht beigebracht, obwohl er in der Anhörung darauf Bezug nahm 
und ausführte, etwa Ende  (…) sei bei  ihm zuhause ein  (…) abgegeben 
worden, wonach man ihn (…) (vgl. A19  S. 9). 

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5.1.2 Weiter  ist mit  dem Bundesamt  einigzugehen,  dass  nicht  geglaubt 
werden  kann,  der  Beschwerdeführer  habe  von  seiner  Reise  in  die 
Schweiz  nichts mitbekommen  (vgl.  vorinstanzliche  Verfügung  Ziff.  I  1.). 
Seine  diesbezüglichen  Angaben  sind  nach  Auffassung  des  Gerichts 
darauf  ausgelegt,  seinen Reiseweg  und  damit  verbundene  Einzelheiten 
zu  verschleiern  (vgl.  Anhörungsprotokoll  F16  ff.  S.  3  f.).  Nach  den 
Erkenntnissen  des  Gerichts  hätte  er  anlässlich  der  Befragungen  wohl 
angegeben, er  sei während Tagen  in einem LKW eingesperrt  gewesen; 
war dies dagegen nicht der Fall, kann nicht geglaubt werden, er habe zu 
keinem Zeitpunkt mitbekommen, wo er sich in etwa befinde.

5.1.3 Das Gericht stellt ebenso wenig wie die Vorinstanz in Abrede, dass 
es  zu  Problemen  mit  (…)  gekommen  sein  kann.  Aber  dass  eine 
Auseinandersetzung mit  (…)  ihn dermassen geängstigt haben soll, dass 
er  fluchtartig das Land verliess,  ist nicht nachvollziehbar. Vielmehr  ist  in 
Übereinstimmung  mit  dem  BFM  davon  auszugehen,  dass  ihn  die 
schlechten  politischen,  wirtschaftlichen  und  sozialen  Verhältnisse  in 
Syrien,  von  denen  (…)  in  besonderem Masse  betroffen  sind,  bewogen 
haben, wegzugehen. Diese Gründe sind aber, wie vom Bundesamt richtig 
festgestellt,  nicht  asylrelevant  beziehungsweise  handelt  es  sich  dabei 
nicht um eine asylerhebliche Verfolgung im Sinne von Art. 3 AsylG.

5.1.4  Es  erübrigt  sich  bei  dieser  Sachlage,  auf  weitere  Vorbringen 
einzugehen.  Die  Aktenlage  lässt  unter  den  gegebenen  Umständen  nur 
den  Schluss  zu,  dass  der  Beschwerdeführer  die  zur  Begründung  des 
Asylgesuches  geltend  gemachten  Vorfluchtgründe  nicht  oder  jedenfalls 
nicht  in  der  geschilderten  Weise  erlebt  hat.  An  dieser  Feststellung 
vermögen auch die eingereichten Beweismittel nichts zu ändern. 

5.2
5.2.1  Was  die  vorgebrachten  subjektiven  Nachfluchtgründe  anbelangt 
(vgl. Beschwerde Ziff. 2.1.6.S. 3, Eingabe vom 21. Mai 2010 und Eingabe 
vom  23.  September  2011)  bringt  der  Beschwerdeführer  vor,  er  habe  in 
der Schweiz an regimefeindlichen Kundgebungen teilgenommen und sei 
Mitglied der E._______. Die  syrischen Behörden würden die politischen 
Aktivitäten  ihrer  Landsleute  im  Ausland  intensiv  beobachten.  Es  sei  zu 
vermuten, dass er identifiziert worden sei, weshalb er bei einer Rückkehr 
nach Syrien flüchtlingsrechtlich relevante Verfolgung zu erwarten habe.

5.2.2  Dazu  ist  vorweg  klarzustellen,  dass  der  Beschwerdeführer 
anlässlich der Befragungen nicht angegeben hat,  in Syrien politisch tätig 

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Seite 11

gewesen  zu  sein.  Bei  der  Kurzbefragung  gab  er  einzig  zu  Protokoll,  er 
habe  (…)  befürchtet,  weil  er  (…)  sei  und  etwas  gegen  den  Staat 
unternommen habe (vgl. Protokoll Ziff. 15 S. 6). Weder an der Anhörung 
noch in der Beschwerde wurde geltend gemacht, in Syrien politisch aktiv 
gewesen zu sein.

5.2.3  Der  Umstand,  dass  exilpolitische  Aktivitäten  syrischer 
Staatsangehöriger  von  den  heimatlichen  Behörden  beobachtet  werden, 
reicht  für  sich  allein  genommen  nicht  aus,  um  eine  begründete 
Verfolgungsfurcht  glaubhaft  zu  machen.  Dafür  müssten  zusätzlich 
konkrete  Anhaltspunkte  vorliegen,  und  es  geht  nicht  nur  um  die  rein 
theoretische  Möglichkeit,  dass  der  Beschwerdeführer  tatsächlich  das 
Interesse der syrischen Behörden auf sich gezogen haben respektive als 
regimefeindliches Element  namentlich  identifiziert  und  registriert worden 
sein  könnte.  Derartige  konkrete  und  glaubhafte  Hinweise  sind  den 
vorliegenden  Akten  nicht  zu  entnehmen.  Insbesondere  hatte  der 
Beschwerdeführer  zu  keinem  Zeitpunkt  bei  einer  Partei  eine 
Führungsposition  inne,  war  nicht  exponiert  tätig  und  hatte  auch  sonst 
keine wirklich wichtigen politischen Aufgaben übernommen. 

5.2.4  Aufgrund  der  eingereichten  Beweismittel  und  der  Intensität  der 
geltend  gemachten  exilpolitischen  Tätigkeiten  ist  nach  Auffassung  des 
Gerichts nicht von einem Mass an politischem Engagement auszugehen, 
aufgrund  dessen  der  Beschwerdeführer  den  Behörden  seines 
Heimatlandes aufgefallen sein müsste. 

5.3  Bei  dieser  Aktenlage  können  dem  Beschwerdeführer  keine 
subjektiven Nachfluchtgründe zuerkannt werden.

5.4  Aufgrund  der  vorstehenden  Erwägungen  erübrigt  es  sich,  auf  die 
weiteren  Ausführungen  in  der  Beschwerde  einzugehen,  da  sie  am 
Ergebnis nichts zu ändern vermögen. Das Bundesamt hat  zu Recht die 
Flüchtlingseigenschaft  verneint  und  das  Asylgesuch  des 
Beschwerdeführers abgelehnt.

6.
6.1  Lehnt  das  Bundesamt  das  Asylgesuch  ab  oder  tritt  es  darauf  nicht 
ein,  so  verfügt  es  in  der  Regel  die Wegweisung  aus  der  Schweiz  und 
ordnet den Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit 
der Familie (Art. 44 Abs. 1 AsylG).

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6.2 Der  Beschwerdeführer  verfügt  weder  über  eine  ausländerrechtliche 
Aufenthaltsbewilligung  noch  über  einen  Anspruch  auf  Erteilung  einer 
solchen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht angeordnet (Art. 44 
Abs. 1 AsylG; vgl. BVGE 2009/50 E. 9 S. 737).

7.
7.1  Ist  der Vollzug der Wegweisung nicht  zulässig,  nicht  zumutbar oder 
nicht möglich, so regelt das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach 
den  gesetzlichen  Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von 
Ausländern  (Art. 44  Abs. 2  AsylG;  Art. 83  Abs. 1  des  Bundesgesetzes 
vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer  [AuG, 
SR 142.20]).

7.2  Das  BFM  hat  im  Rahmen  des  ergänzenden 
Vernehmlassungsverfahrens  am  7.  Oktober  2011  seine  angefochtene 
Verfügung  teilweise  in  Wiedererwägung  gezogen  und  aufgrund  der 
veränderten  Lage  in  Syrien  und  der  aktuellen  Verhältnisse  den 
Wegweisungsvollzug  im  gegenwärtigen  Zeitpunkt  als  nicht  zumutbar 
qualifiziert  und  die  vorläufige  Aufnahme  des  Beschwerdeführers 
angeordnet. 

7.3  Dadurch  ist  auch  das  in  der  Beschwerde  formulierte 
Eventualbegehren um Feststellung der Unzumutbarkeit des Vollzugs der 
Wegweisung  und  um  Anordnung  der  vorläufigen  Aufnahme 
gegenstandslos geworden.

Wegen  der  alternativen  Natur  der  Vollzugshindernisse  sind  Fragen  der 
Unzulässigkeit oder Unmöglichkeit nicht zu prüfen.

8.
Aus  diesen  Erwägungen  ergibt  sich,  dass  die  angefochtene  Verfügung    
– soweit  sie  nicht  gegenstandslos  geworden  ist  –  Bundesrecht  nicht 
verletzt,  den  rechtserheblichen  Sachverhalt  richtig  und  vollständig 
feststellt und angemessen ist (Art. 106 AsylG). 

Die Beschwerde ist im zu überprüfenden Umfang abzuweisen.

9. 
9.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten in der Höhe von 
Fr.  600.­  nach  dem  Grad  des  Durchdringens  praxisgemäss  zur  Hälfte 
dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 und 5 VwVG; Art. 1­ 
3  des  Reglements  vom  21.  Februar  2008  über  die  Kosten  und 

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Seite 13

Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 
173.320.2]).  Sie  werden  demnach  auf  Fr.  300.­  festgelegt  und  sind mit 
dem  einbezahlten  Kostenvorschuss  zu  verrechnen;  Fr.  300.­  sind  dem 
Beschwerdeführer vom Gericht zurückzuerstatten.

9.2  Ganz  oder  teilweise  obsiegende Parteien  haben Anspruch  auf  eine 
Parteientschädigung  für  die  ihnen  erwachsenen  notwendigen  Kosten   
(Art.  64  Abs.  1  VwVG;  Art.  7  Abs.  1  VGKE).  Beim  vorliegenden 
Verfahrensausgang ist der Beschwerdeführer mit seinen Rechtsbegehren 
teilweise  durchgedrungen  und  das  Bundesverwaltungsgericht  geht  in 
diesem Fall praxisgemäss von einem hälftigen Obsiegen aus.

Angesichts dessen ist dem Beschwerdeführer  in Anwendung von Art. 64 
Abs.  1  VwVG  i.V.m.  Art.  37  VGG  für  die  notwendigen  Kosten  der 
Vertretung  eine  reduzierte  Parteientschädigung  zuzusprechen  (Art.  7 
VGKE). Nachdem keine Kostennote zu den Akten gereicht worden ist und 
sich der notwendige Vertretungsaufwand (für das gesamte Verfahren vor 
dem Bundesverwaltungsgericht) zuverlässig abschätzen lässt, ist die von 
der  Vorinstanz  auszurichtende  Parteientschädigung  unter 
Berücksichtigung  der  massgebenden  Berechnungsfaktoren  von  Amtes 
wegen  auf  Fr.  400.­  (inklusive  sämtlicher  Auslagen  und  Nebenkosten) 
festzusetzen (Art. 14 Abs. 2 VGKE).

(Dispositiv nächste Seite)

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Seite 14

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die  Beschwerde  wird  abgewiesen,  soweit  sie  nicht  gegenstandslos 
geworden ist.

2. 
Die  Verfahrenskosten  in  der  Höhe  von  Fr.  300.­  werden  dem 
Beschwerdeführer  auferlegt.  Sie  sind  mit  dem  einbezahlten 
Kostenvorschuss  in der Höhe von Fr. 300.­  zu verrechnen. Das Gericht 
hat dem Beschwerdeführer Fr. 300.­ zurückzuerstatten.

3. 
Das  BFM  wird  angewiesen,  dem  Beschwerdeführer  für  das 
Rechtsmittelverfahren eine  reduzierte Parteientschädigung von Fr. 400.­ 
zu entrichten.

4. 
Dieses  Urteil  geht  an  den  Beschwerdeführer,  das  BFM  und  das 
Migrationsamt des Kantons D._______.

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Bruno Huber Jonas Tschan

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