# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e759dc93-52e0-5ee8-b677-c259cfe644a2
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-01-22
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 22.01.2024 S 2023 41
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2023-41_2024-01-22.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: Dr. iur. Diana Oswald, Vorsitz
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub und Dr. iur. Matthias Suter 
Gerichtsschreiberin: lic. iur. Claudia Meier

U R T E I L  vom 22. Januar 2024
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
Beschwerdeführer
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. B.________

gegen

Ausgleichskasse Zug, Baarerstrasse 11, Postfach, 6302 Zug
Beschwerdegegnerin 

betreffend

Alters- und Hinterlassenenversicherung 
(Schadenersatz gemäss Art. 52 AHVG)

S 2023 41

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Urteil S 2023 41

A. Die C.________ GmbH war im Bausektor tätig und der Ausgleichskasse Zug 
angeschlossen (AK-act. 1 ff.). Über der Gesellschaft wurde am 26. November 2019 der 
Konkurs eröffnet. Mit Entscheid des Einzelrichters des Kantonsgerichts Zug vom 29. Sep-
tember 2020 wurde das Konkursverfahren mangels Aktiven eingestellt; die Gesellschaft 
wurde am 2. März 2021 im Handelsregister gelöscht (AK-act. 119 S. 1). Die Ausgleichs-
kasse machte mit Verfügung vom 4. Februar 2021 gegenüber A.________, der vom 
14. November 2018 bis zum 10. Mai 2019 als Gesellschafter und Geschäftsführer mit Ein-
zelunterschrift der C.________ GmbH eingetragen gewesen war (AK-act. 119 S. 1), eine 
Schadenersatzforderung von insgesamt Fr. 275'409.10 für unbezahlt gebliebene Lohnbei-
träge, Verwaltungskosten, Beiträge an die Arbeitslosenversicherung und die Familienaus-
gleichskasse für die Beitragsjahre 2018 und 2019 sowie Mahngebühren, Verzugszinsen 
und Betreibungskosten für das Jahr 2018 und eine Rückforderung zuviel ausgerichteter 
Kinderzulagen im Jahr 2019 geltend (AK-act. 110). Daran hielt sie mit Einspracheent-
scheid vom 3. Februar 2023 fest (AK-act- 127). 

B. Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 13. März 2023 beantragte A.________, 
es seien die Schadenersatzverfügung vom 4. Februar 2021 sowie der Einspracheent-
scheid vom 3. Februar 2023 aufzuheben; eventualiter sei das Verfahren zu sistieren, bis 
das Inkassoverfahren gegen D.________ (als solidarisch mithaftendes Organ bezüglich 
des Jahres 2018, vgl. AK-act. 120 ff.) rechtskräftig abgeschlossen sei (act. 1). 

C. Die Ausgleichskasse schloss mit Vernehmlassung vom 26. Juni 2023 auf Abwei-
sung der Beschwerde (act. 6). 

D. Mit Eingaben vom 18. September 2023 (Beschwerdeführer, act. 9) bzw. vom 
7. November 2023 (Beschwerdegegnerin, act. 12) nahmen die Parteien abschliessend 
Stellung. 

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1. Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung eines Falles grundsätz-
lich auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses des angefochtenen Entscheids (hier: 3. Fe-
bruar 2023) eingetretenen Sachverhalt ab (vgl. BGE 121 V 362 E. 1b). In zeitlicher Hin-

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sicht sind, vorbehältlich abweichender Übergangsbestimmungen, diejenigen Rechtssätze 
massgebend, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung 
hatten (vgl. etwa BGE 147 V 278 E. 2.1; 144 II 326 E. 2.1.1; 131 V 9 E. 1; 129 V 354 E. 1, 
je mit Hinweisen).

2.
2.1 Gegen Schadenersatzverfügungen nach Art. 52 des Bundesgesetzes über die 
Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVG; SR 831.10) kann ein Betroffener gemäss 
Art. 52 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts (ATSG; SR 830.1) Einsprache erheben. Die Beschwerde gegen den Einspra-
cheentscheid nach Art. 56 Abs. 1 ATSG ist gemäss Art. 52 Abs. 5 AHVG und in Abwei-
chung von Art. 58 Abs. 1 ATSG beim Sozialversicherungsgericht am Wohnsitz des Arbeit-
gebers, hier: am letzten Sitz der Gesellschaft als juristische Person, zu erheben. Das glei-
che Prozedere gilt sinngemäss für die Invalidenversicherung (Art. 66 des Bundesgesetzes 
über die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]), für die Erwerbsersatzordnung (Art. 21 
Abs. 2 des Bundesgesetzes über den Erwerbsersatz für Dienstleistende und bei Mutter-
schaft [EOG; SR 834.1]), für die Arbeitslosenversicherung (Art. 6 des Bundesgesetzes 
über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung [AVIG; 
SR 837.0]) sowie für Beiträge nach dem seit 2009 in Kraft stehenden Bundesgesetz über 
die Familienzulagen (FamZG; SR 836.2; Art. 25 lit. c FamZG). 

Das Verwaltungsgericht des Kantons Zug beurteilt als einzige kantonale Gerichtsinstanz 
Beschwerden und Klagen aus dem Gebiet der eidgenössischen Sozialversicherung, für 
welche das Bundesrecht eine kantonale Rechtsmittelinstanz vorsieht (§ 77 Abs. 1 und 
§ 82 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes [VRG; BGS 162.1]). Die C.________ GmbH 
hatte ihren Sitz in der Gemeinde E.________, im Kanton Zug. Somit ist das Verwaltungs-
gericht des Kantons Zug für die Beurteilung der Beschwerde örtlich und sachlich zustän-
dig.

2.2. Der Einspracheentscheid der Ausgleichskasse datiert vom 3. Februar 2023 (AK-
act. 127) und wurde unbestrittenermassen am 9. Februar 2023 zugestellt. Die am Montag, 
13. März 2023 der Post übergebene Beschwerde ist – unter Berücksichtigung von Art. 38 
Abs. 3 ATSG, wonach eine am Samstag auslaufende Frist am nächstfolgenden Werktag 
endet – rechtzeitig innert der 30-tägigen Beschwerdefrist gemäss Art. 60 Abs. 1 ATSG 
eingereicht worden. Sie entspricht den formellen Anforderungen und der Beschwerdefüh-
rer ist als direkt Betroffener beschwerdelegitimiert. Somit ist die Beschwerde zu prüfen. 

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Die Beurteilung erfolgt auf dem Zirkulationsweg gemäss § 29 der Geschäftsordnung des 
Verwaltungsgerichtes (GO VG; BGS 162.11).

2.3 Anfechtungsgegenstand im vorliegenden Verfahren bildet lediglich noch der Ein-
spracheentscheid vom 3. Februar 2023, der an die Stelle der Schadenersatzverfügung 
vom 4. Februar 2021 getreten ist (vgl. etwa BGer 9C_789/2018 vom 1. Mai 2019 E. 1.1 mit 
Hinweisen). Soweit der Beschwerdeführer demnach auch Letztere aufgehoben sehen will, 
ist auf seine Beschwerde nicht einzutreten. 

3. Strittig ist die Schadenersatzpflicht des Beschwerdeführers gemäss Art. 52 AHVG 
für entgangene Sozialversicherungsbeiträge der Jahre 2018 und 2019 der zwischenzeit-
lich liquidierten C.________ GmbH.  

3.1 Nach Art. 52 AHVG hat ein Arbeitgeber, der durch absichtliche oder grobfahrlässi-
ge Missachtung von Vorschriften einen Schaden verschuldet, diesen der Ausgleichskasse 
zu ersetzen. Ist der Arbeitgeber eine juristische Person, können subsidiär gegebenenfalls 
die verantwortlichen Organe in Anspruch genommen werden (Art. 52 Abs. 1 und 2 AHVG; 
BGer 9C_313/2021 vom 8. November 2021 E. 3.1). Voraussetzung für die subsidiäre Or-
ganhaftung sind das Vorhandensein eines Schadens, die Widerrechtlichkeit, ein Verschul-
den und ein adäquater Kausalzusammenhang zwischen dem vorwerfbaren Verhalten und 
dem eingetretenen Schaden (vgl. statt vieler etwa BGer 9C_275/2021 vom 23. Februar 
2022 E. 3.2.1). 

3.2 Die Ausgleichskasse verweist im angefochtenen Entscheid (AK-act. 127) im We-
sentlichen darauf, dass sämtliche der Schadenersatzverfügung vom 4. Februar 2021 zu-
grunde liegenden, unbezahlt gebliebenen Beiträge entweder bei Amtseintritt des Be-
schwerdeführers als Organ der C.________ GmbH bereits fällig waren oder während sei-
ner Amtszeit fällig wurden (Entstehung der Beitragsschuld und Abrechnungspflicht im 
Zeitpunkt der Lohnzahlung mit Fälligkeit jeweils innerhalb von zehn Tagen). Im Jahr 2018 
habe die C.________ GmbH gemäss Lohndeklaration vom 19. März 2019 (AK-act. 65) ei-
ne Lohnsumme von Fr. 2'172'366.65 ausbezahlt, wobei die Richtigkeit der Lohndeklaration 
nicht substantiiert bestritten worden sei. In der erwähnten Deklaration sei weiter angeführt 
worden, die Lohnsumme 2019 werde voraussichtlich Fr. 1'000'000.– betragen, so dass – 
mangels Erhältlichkeit anderweitiger Dokumente betreffend das Jahr 2019 – von einer 
Lohnsumme von Fr. 250'000.– im ersten Quartal dieses Jahres ausgegangen worden sei. 
Dabei sei dem ehemaligen Geschäftsführer mindestens eine widerrechtliche Verletzung 

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seiner Sorgfaltspflichten vorzuwerfen, wodurch er den der Ausgleichskasse entstandenen 
Schaden grobfahrlässig verschuldet habe. Dies gelte gerade dann, wenn er nur als 
"Strohmann" bzw. "Marionette" agiert habe, ohne sich ernsthaft um die Erfüllung der ge-
setzlichen Beitragspflichten zu kümmern, wie es ihm als formellem Organ oblegen hätte. 
Inwiefern er hieran durch unredliche, strafrechtlich relevante Machenschaften des Gesell-
schaftsgründers und vormaligen Geschäftsführers, D.________, gehindert worden wäre, 
habe er weder dargelegt, noch sei es ersichtlich. 

3.3 Der Beschwerdeführer macht geltend, als "faktisch ausgeschlossenes Organ" ha-
be er nie die Möglichkeit gehabt, Einfluss auf die Bezahlung der geschuldeten Sozialversi-
cherungsbeiträge zu nehmen (act. 1 Ziff. 5). Weiter könne er – entgegen der Ausgleichs-
kasse – keinesfalls haftbar gemacht werden für einen Schaden, der bei seinem Eintritt in 
den Verwaltungsrat bereits eingetreten sei (act. 1 Ziff. 4). Schliesslich gibt er zur Kenntnis, 
dass er zwischenzeitlich rechtskräftig aus der Schweiz weggewiesen worden sei (BGer 
2C_150/2022 vom 18. August 2022), so dass ein Forderungsinkasso ohnehin "schwierig" 
werde (act. 1 Ziff. 7). Im Einzelnen bestreitet er die Korrektheit der zugrunde gelegten 
Lohndeklaration 2018, da diese nicht durch ihn persönlich eingereicht worden sei, ohne 
indes auch nur im Entferntesten Angaben zur korrekten Lohnsumme zu machen (act. 1 
Ziff. 8 f.). Vielmehr trägt er abermals vor, ihm seien Unterlagen und Informationen zum 
Geschäftsgang der Gesellschaft vorenthalten worden (act. 1 Ziff. 10). Weiter stellt er sich 
auf den Standpunkt, die Beitragsforderung betreffend das Jahr 2019 sei erst nach erfolgter 
Schlussabrechnung bis am 30. Januar 2020 "anschliessend mit der Mahnung fällig" ge-
worden, mithin nach seinem Austritt aus der Gesellschaft am 10. Mai 2019, weshalb er 
hierfür zum vornherein nicht hafte (act. 1 Ziff. 11).  Sodann präsentiert der Beschwerdefüh-
rer ausführlich seine Interpretation des Begriffs der Organstellung sowie seine Anschuldi-
gung, sein Geschäftspartner habe zu seinem Nachteil strafrechtlich relevante Urkunden-
fälschungen begangen (act. 1 Ziff. 12 ff.). 

4.
4.1 Der Beschwerdeführer war vorliegend zwischen dem 14. November 2018 und 
dem 10. Mai 2019 als formelles Organ (einziger Gesellschafter und mithin Geschäftsfüh-
rer, vgl. Art. 809 Abs. 1 OR) der C.________ GmbH im Handelsregister eingetragen. Dass 
daneben offenbar dem Geschäftspartner D.________ eine faktische, materielle Organstel-
lung zukam, führt, entgegen der von ihm vertretenen Auffassung (act. 1 Ziff. 16 ff.), nicht 
zum Wegfall seiner eigenen Organstellung. In der Tat verkennt der Beschwerdeführer, 
dass das Bundesgericht im von ihm zitierten BGE 114 V 213 lediglich die Voraussetzun-

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gen präzisiert, unter denen weitere Personen durch ihre faktische Stellung im Unterneh-
men für die geschuldeten Beiträge haftbar gemacht werden können, obwohl sie formell 
keine Organstellung haben. Der von ihm propagierte Umkehrschluss, wonach auch ein 
formelles Organ seiner Haftung und Verantwortung entgehe, wenn es seine Organfunktio-
nen nicht wahrgenommen habe, findet weder im zitierten Entscheid noch anderswo in der 
höchstrichterlichen Rechtsprechung eine Stütze (vgl. im Gegenteil BGer 9C_321/2022 
vom 29. März 2023 E. 5.2.1, worin das Bundesgericht daran erinnert, dass bei formellen 
Organen die Erfüllung des materiellen Organbegriffs nicht geprüft werden muss). 

Ebensowenig vermag der Beschwerdeführer einer Haftung für vor dem 14. November 
2018 fällig gewordene Sozialversicherungsbeiträge allein durch Verweis auf seine (kurze) 
Amtszeit als Geschäftsführer zu entgehen: Wie bereits die Vorinstanz ausführte, haftet ein 
Geschäftsführer ab seinem Amtsantritt nicht nur für die gehörige Sorgfalt mit Blick auf die 
Begleichung der laufend (mit den Lohnzahlungen, bzw. innert zehn Tagen nach erfolgter 
Zahlung, vgl. Art. 34 Abs. 3 der Verordnung über die Alters- und Hinterlassenenversiche-
rung [AHVV; SR 831.101]) fällig werdenden Sozialversicherungsabgaben, sondern ebenso 
für die bereits fälligen Beiträge (vgl. BGE 119 V 401 E. 4b f.; BGer 9C_647/2009 vom 
15. April 2010 E. 4c). Die Haftung entfällt lediglich bei einem vorbestehenden Schaden. 
Ein solcher ist aber nicht bereits dann zu bejahen, wenn bei Amtsantritt bereits offene, fäl-
lige Beitragsforderungen bestehen, sondern erst, wenn die Gesellschaft schon vor Eintritt 
des neuen Mitglieds zahlungsunfähig ist (vgl. statt vieler BGE 119 V 401 E. 4c; BGer 
9C_538/2019 vom 19. Juni 2020 E. 4 mit weiteren Hinweisen). Vorliegend ist weder dar-
getan noch ersichtlich, dass die C.________ GmbH bereits beim Amtsantritt des Be-
schwerdeführers zahlungsunfähig gewesen wäre. Demzufolge ist vom Regelfall auszuge-
hen, wonach der Ausgleichskasse der Schaden erst mit der Einstellung des Konkursver-
fahrens mangels Aktiven entstanden ist (vgl. dazu einlässlich etwa BGer 9C_321/2022, 
a.a.O., E. 3.2 und E. 5.2.2 mit Hinweisen). Aus dem oben Ausgeführten erhellt auch, dass 
selbstverständlich die Beiträge für die bis und mit März 2019 ausbezahlten Löhne nicht 
erst im Jahr 2020 mit Einreichung der Schlussabrechnung bzw. mit Mahnung fällig gewor-
den sind, sondern – wie dies bereits die Ausgleichskasse richtig festhielt – innert zehn Ta-
gen nach erfolgter Lohnzahlung, mithin noch während der Amtsdauer des Beschwerdefüh-
rers. Dieser vermag sich mithin mit diesem Argument seiner Haftung für die Beiträge auf 
Lohnzahlungen im ersten Quartal 2019 nicht zu entziehen. 

Zu prüfen bleiben als weitere Haftungsvoraussetzungen das Vorhandensein eines Scha-
dens in der geltend gemachten Höhe, die Widerrechtlichkeit, ein Verschulden und ein 

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adäquater Kausalzusammenhang zwischen dem vorwerfbaren Verhalten und dem einge-
tretenen Schaden (oben E. 3.1). 

4.2 Wird die zugrundeliegende Beitragsforderung erst nach Ausscheiden des Scha-
denersatzpflichtigen als Gesellschafter und Geschäftsführer (hier: per 10. Mai 2019) ver-
fügt, muss dieser als Ausfluss der Rechtsweggarantie die Möglichkeit haben, Bestand und 
Mass der Beitragsforderungen, für die er haftbar gemacht wird, zumindest einmal bei einer 
Gerichtsinstanz – hier: vor Verwaltungsgericht – bestreiten zu können, die den Sachver-
halt frei prüft (BGE 136 V 268 E. 2.5; 134 V 401 E. 5.4). Dies ändert indes nichts daran, 
dass – bei bereits rechtskräftig festgesetzter Beitragsforderung – der Beweis für deren Be-
stand grundsätzlich als mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erbracht gilt, und nunmehr 
die Beweislast für die Unrichtigkeit (wobei wiederum überwiegende Wahrscheinlichkeit 
genügt) den Schadenersatzpflichtigen trifft, der hieraus Rechte ableiten will. Die Beweis-
regel greift Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, einen Sachverhalt zu ermitteln, der 
zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 144 V 
427 E. 3.2; 142 V 389 E. 3.3; 138 V 218 E. 6). Vorliegend hat der Beschwerdeführer nicht 
im Ansatz Anhaltspunkte dafür vorgetragen, dass die zugrunde gelegten Lohnsummen 
bezüglich der Jahre 2018 und 2019 unrichtig wären. Diese beruhen zumindest betreffend 
das Jahr 2018 auf einer detaillierten Aufstellung sämtlicher Versicherten inkl. Versicher-
tennummern, Beschäftigungszeitraum sowie massgeblichem Lohn (AK-act. 66); hinsicht-
lich des Jahres 2019 beruhen sie mangels Erhältlichkeit anderer Dokumente auf einer 
Prognose des Unternehmens zur voraussichtlichen Lohnsumme in derselben Erklärung. 
Dass diese allenfalls nicht vom Beschwerdeführer unterzeichnet wurde, sondern mögli-
cherweise von einer Hilfsperson, legt weder eine Urkundenfälschung nahe – zumal sich 
nicht entziffern lässt, dass die betreffende Person als A.________ unterschrieben hätte –, 
noch steht es einem Abstellen der Ausgleichskasse auf das entsprechende Dokument 
entgegen, zumal im Sozialversicherungsrecht nur (aber immerhin) das Beweismass der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit gilt. Dies gilt umso mehr, als vom formellen Geschäfts-
führer explizit behauptet wird, er habe gar keinen Einblick in den Geschäftsgang der Ge-
sellschaft gehabt. Seiner Argumentation bezüglich des Nachweises der Beitragsforderung 
folgen, würde bedeuten, die Pflichtvergessenheit und (wohl bewusst) intransparente Or-
ganisation der C.________ GmbH und ihrer Organe dadurch zu honorieren, dass die Ge-
sellschaft jeglicher Beitragspflichten entgehen könnte, was offensichtlich nicht angeht, zu-
mal als allgemeiner Grundsatz des Schweizer Rechts gilt, dass rechtsmissbräuchliches 
Verhalten keinen Schutz findet (Art. 2 Abs. 2 ZGB).  

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4.3 Rechtsprechungsgemäss handelt grobfahrlässig im Sinne des Art. 52 AHVG, wer 
als Mitglied des Verwaltungsrats einer AG, bzw. hier als Geschäftsführer einer GmbH, sei-
nen Pflichten zur Oberaufsicht der Gesellschaft nicht nachkommt (Art. 810 OR). Dies ver-
kennt der Beschwerdeführer, wenn er sich auf den Standpunkt stellt, er sei im Wesentli-
chen nur ein Bote bzw. eine "Marionette" des D.________ gewesen, der seinerseits sämt-
liche Entscheidungen getroffen habe (act. 1 Ziff. 13 ff.). Mithin steht fest, dass der Be-
schwerdeführer grobfahrlässig und schuldhaft keinerlei Anstalten gemacht hat, seiner 
Oberaufsichtspflicht als Geschäftsführer nachzukommen und um eine Leistung der ge-
schuldeten Sozialversicherungsbeiträge besorgt zu sein (vgl. statt vieler nur etwa BGer 
9C_906/2017 vom 21. Juni 2018 E. 4.2.3 mit Hinweisen; zum Fehlen einer "Schonzeit" zur 
Einarbeitung als Verwaltungsrat oder Geschäftsführer vgl. bspw. BGer 9C_454/2021 vom 
11. Februar 2021 E. 5.1.1 i.f.). 

4.4 Der Beschwerdeführer vermag sich auch nicht unter Verweis auf behauptete Ur-
kundenfälschungen durch seinen Geschäftspartner D.________ zu exkulpieren: In der Tat 
ist weder behauptet noch nachgewiesen, dass diesbezüglich Strafanzeige erstattet wor-
den wäre. Dies erstaunt denn auch kaum, zumal es naheliegt, dass die entsprechende 
Lohndeklaration durch Hilfspersonen ausgefüllt und unterzeichnet wurde, und nicht er-
sichtlich ist, inwiefern dies den Tatbestand der Urkundenfälschung erfüllen sollte. Der Be-
schwerdeführer vermag nichts für sich abzuleiten daraus, dass er in eklatanter Verletzung 
seiner Pflichten als Geschäftsführer sich nie darum gekümmert hat, seiner Pflicht zur Mel-
dung der beitragspflichtigen Löhne nachzukommen, sondern diese Aufgabe offenbar ohne 
sein Zutun und Wissen durch einen unbekannten Dritten erledigt wurde. Jedenfalls ist 
nicht ersichtlich, dass der Beschwerdeführer durch strafbare Handlungen seines Ge-
schäftspartners etwa über die bestehenden Ausstände getäuscht oder von der Wahrneh-
mung seiner Pflichten oder einer Demission als Geschäftsführer abgehalten worden wäre.

4.5 Das schuldhafte Versäumnis des Beschwerdeführers ist ohne Weiteres auch 
adäquat kausal für den der Ausgleichskasse entstandenen Schaden, hat es doch dazu ge-
führt, dass die zugrundeliegenden Beitragsforderungen vor dem Konkurs der Gesellschaft 
nicht beglichen wurden. Weiterungen dazu erübrigen sich. 

5. In verfahrensrechtlicher Hinsicht verlangt der Beschwerdeführer eine Sistierung 
des vorliegenden Verfahrens bis zum Abschluss des Inkassoverfahrens gegenüber 
D.________ (act. 1 S. 2). Letzterer ist gemäss Einspracheentscheid vom 31. Januar 2022 
(rechtskräftig; die hiergegen erhobene Verwaltungsgerichtsbeschwerde wurde mangels 

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Leistung des geforderten Kostenvorschusses mit Verfügung VGer ZG S 2022 26 vom 
20. April 2022 abgeschrieben, AK-act. 123) solidarisch mit dem Beschwerdeführer zur 
Leistung von Schadenersatz an die Ausgleichskasse in Höhe von Fr. 201'232.25 betref-
fend das Jahr 2018 verpflichtet worden.

Der Ausgleichskasse steht es bei einer Mehrheit von Haftpflichtigen frei, gegen wen sie 
vorgehen will. Es ist ihr überlassen, ob sie sich an ein, mehrere oder alle formellen und 
faktischen Organe wendet. Zwar kann sie den Schadenersatz nur einmal fordern, doch 
haftet ihr jeder Schuldner solidarisch für den gesamten Schaden (vgl. nur BGer 
9C_321/2022, a.a.O., E. 4.2.2 mit Hinweisen). Mit Blick darauf besteht kein Anlass zur Sis-
tierung des vorliegenden Verfahrens. Dies gilt umso mehr, als die Ausgleichskasse mit 
Vernehmlassung vom 26. Juni 2023 darlegt, D.________ vermöge lediglich Ratenzahlun-
gen von monatlich Fr. 1'500.– zu leisten, mithin offensichtlich ist, dass mit einer baldigen 
Begleichung der gesamten Forderungssumme – für die D.________ ohnehin nur bis zum 
geringeren Betrag von Fr. 201'232.25 haftet – von dieser Seite nicht zu rechnen ist (act. 6 
Ziff. 6). 

6. Da es nicht um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen 
geht, sind die Bestimmungen des kantonalen Rechts über die Verfahrenskosten anwend-
bar (Art. 61 Ingress i.V.m. lit. fbis ATSG). Gemäss § 23 Abs. 1 Ziff. 3 VRG sind die Kosten 
dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen, wobei mit Blick auf die umfangrei-
chen Akten, den verursachten Aufwand sowie den Streitwert von Fr. 275'409.10 und die 
Bedeutung der Sache für die Parteien eine Spruchgebühr von Fr. 10'000.– als angemes-
sen erscheint. Eine Parteientschädigung nach Art. 61 lit. g ATSG ist dem unterliegenden 
Beschwerdeführer nicht zuzusprechen. 

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
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1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

2. Dem Beschwerdeführer wird eine Spruchgebühr von Fr. 10'000.– auferlegt, die mit 
dem geleisteten Kostenvorschuss in nämlicher Höhe verrechnet wird. 

3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen. 

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (im Doppel), die Aus-
gleichskasse Zug, das Bundesamt für Sozialversicherungen, Bern, sowie zum 
Vollzug von Ziff. 2 im Dispositiv an die Finanzverwaltung des Kantons Zug. 

Zug, 22. Januar 2024

Im Namen der
SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Die Vorsitzende

Die Gerichtsschreiberin

versandt am