# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b32d986a-f8f2-5253-b0aa-4d7e2341e991
**Source:** Bundesstrafgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2012-07-25
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 25.07.2012 RR.2012.140
**Docket/Reference:** RR.2012.140
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG_001_RR-2012-140_2012-07-25

## Full Text

Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an Österreich. Herausgabe von Beweismitteln (Art. 74 IRSG). Beschwerdelegitimation.;;Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an Österreich. Herausgabe von Beweismitteln (Art. 74 IRSG). Beschwerdelegitimation.;;Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an Österreich. Herausgabe von Beweismitteln (Art. 74 IRSG). Beschwerdelegitimation.;;Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an Österreich. Herausgabe von Beweismitteln (Art. 74 IRSG). Beschwerdelegitimation.

Entscheid vom 25. Juli 2012 
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Stephan Blättler, Vorsitz, 

Andreas J. Keller und Emanuel Hochstrasser, 

Gerichtsschreiberin Chantal Blättler Grivet Fojaja  

 

Parteien 

  

1. A. AG (GELÖSCHT),  

2. B., 

3. C., 

4. D., 

vertreten durch Rechtsanwälte Christoph Graber und 

Christian Lang, 

Beschwerdeführer 1-4

 

 gegen 

   

BUNDESANWALTSCHAFT, 

Beschwerdegegnerin

 

Gegenstand  Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an Öster-

reich 

 

Herausgabe von Beweismitteln (Art. 74 IRSG); Be-

schwerdelegitimation 
 

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

 

Geschäftsnummer: RR.2012.140-143 

 

 

 

- 2 - 

 

 

 
Sachverhalt: 

 

A. Die Staatsanwaltschaft Wien führt ein Strafverfahren gegen Unterneh-

mensverantwortliche der E. GmbH und verdächtigt diese, Vermögen der E. 

GmbH veruntreut und dadurch der Gesellschaft einen Vermögensnachteil 

von insgesamt USD 45'000'000 verursacht zu haben. Die beschuldigten 

Personen sollen über Scheingesellschaften fingierte Leistungen erbracht 

und die dafür erhaltenen Gelder an sich selber beziehungsweise an Dritte 

weitergeleitet haben. Gemäss Ermittlungen der österreichischen Behörden 

gehöre unter anderem die A. AG zu den Gesellschaften, die dazu verwen-

det worden seien, die illegal erwirtschafteten Vermögenswerte weiterzulei-

ten. 

 

In diesem Zusammenhang gelangte die Staatsanwaltschaft Wien mit 

Rechtshilfeersuchen vom 27. Dezember 2011 an das Bundesamt für Justiz 

(nachfolgend "BJ") und ersuchte um Erteilung von Auskünften über die 

Kontoverbindung  1 lautend auf die A. AG bei der Bank F. in Zürich für den 

Zeitraum ab Kontoeröffnung bis zum 31. August 2011 (act. 13.1).  

 

B. Das BJ delegierte am 18. Januar 2012 den Vollzug des österreichischen 

Rechtshilfeersuchens an die Bundesanwaltschaft. Mit Eintretensverfügung 

der Bundesanwaltschaft vom 13. Februar 2012 wurde die Bank G. (vormals 

Bank F.) angewiesen, sämtliche Kontounterlagen des Kontos mit der 

Nummer 1 lautend auf die A. AG herauszugeben (act. 13.2). Dieser Auffor-

derung ist die Bank G. mit Schreiben vom 12. März 2012 nachgekommen 

(act. 13.3 S. 3).  

 

Mit Schlussverfügung vom 4. Mai 2012 entsprach die Bundesanwaltschaft 

dem Rechtshilfeersuchen und verfügte die Herausgabe sämtlicher bei der 

Bank G. erhobenen Unterlagen betreffend das Konto der A. AG an die er-

suchende Behörde (act. 13.3).  

 

C. Dagegen gelangten die A. AG, B., C. und D. mit Eingabe vom 6. Juni 2012 

an die Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts mit den Anträgen, es 

sei die Schlussverfügung vom 4. Mai 2012 aufzuheben und die Rechtshilfe 

zu verweigern bzw. eventualiter sei die Schlussverfügung vom 4. Mai 2012 

aufzuheben und die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurück-

zuweisen. In prozessualer Hinsicht beantragen die Beschwerdeführer, es 

sei ihnen während der laufenden Rechtsmittelfrist bis am 2. Juli 2012 Gele-

genheit zu geben, eine Ergänzung der Begründung der Anträge nachzurei-

chen bzw. eventualiter sei die Frist zur Erhebung der Beschwerde wieder-

herzustellen und den Beschwerdeführern bis am 2. Juli 2012 Gelegenheit 

- 3 - 

 

 

zu geben, eine Ergänzung der Begründung der Anträge einzureichen 

(act. 1). 

 

D. Die Beschwerdekammer teilte den Beschwerdeführern mit Schreiben vom 

11. Juni 2012 mit, dass es ihnen frei stehe, jederzeit die Beschwerde zu 

ergänzen, solange die Beschwerdefrist noch nicht abgelaufen sei. Das Ge-

richt werde bei Vorliegen der entsprechenden vorinstanzlichen Akten und 

damit im Endentscheid über die Rechtzeitigkeit der Beschwerde entschei-

den (act. 4). 

 

E. Mit Eingabe vom 22. Juni 2012 gelangten die Beschwerdeführer erneut an 

die Beschwerdekammer und beantragten, es sei die Bundesanwaltschaft 

anzuweisen, den Beschwerdeführern die volle Akteneinsicht zu gewähren. 

Die noch laufende Frist zur Begründung der Beschwerde sei abzunehmen, 

und es sei den Beschwerdeführern eine Frist von 30 Tagen ab Zustellung 

der Verfahrensakten anzusetzen, um die Begründung der Beschwerde zu 

ergänzen (act. 10).  

 

 Die Beschwerdekammer teilte den Beschwerdeführern mit Schreiben vom 

26. Juni 2012 mit, dass sich die Akten nunmehr beim Bundesstrafgericht 

befinden würden, weshalb die Eingabe vom 22. Juni 2012 als ein hierorts 

eingereichtes Gesuch um Akteneinsicht behandelt werde. Die Beschwer-

dekammer informierte ferner darüber, dass nach Ablauf der Rechtsmittel-

frist über die Legitimation der Beschwerdeführer und damit auch über das 

Gesuch um Akteneinsicht entschieden werde. Falls zum Schluss gekom-

men werde, dass die Legitimation gegeben sei, werde den Beschwerdefüh-

rern Gelegenheit zur Akteneinsicht gegeben und unter Ansetzung einer 

Nachfrist die Möglichkeit eingeräumt werden, die Beschwerde zu ergänzen 

(act. 11).  

 

F. Mit Ergänzung der Beschwerde vom 2. Juli 2012 halten die Beschwerde-

führer an ihren bereits mit Eingabe vom 6. Juni 2012 gestellten Anträgen 

fest und beantragen in verfahrensrechtlicher Hinsicht, es sei ihnen die volle 

Akteneinsicht zu gewähren, und es sei ihnen eine Nachfrist von 30 Tagen 

seit Zustellung der Verfahrensakten anzusetzen, um die Begründung der 

Beschwerde zu ergänzen (act. 12).  

 

 Auf die weiteren Ausführungen der Parteien und die eingereichten Akten 

wird, soweit erforderlich, in den rechtlichen Erwägungen Bezug genommen. 

 

 

 

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Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung: 

 

1. Für die Rechtshilfe zwischen der Schweiz und Österreich sind in erster Li-

nie das Europäische Übereinkommen über die Rechtshilfe in Strafsachen 

vom 20. April 1959 (EUeR; SR 0.351.1), der zwischen den beiden Staaten 

abgeschlossene Vertrag vom 13. Juni 1972 über die Ergänzung des EUeR 

und die Erleichterung seiner Anwendung (Zusatzvertrag; SR 0.351.916.32) 

sowie  die Bestimmungen der Art. 48 ff. des Übereinkommens vom 19. Ju-

ni 1990 zur Durchführung des Übereinkommens von Schengen vom 

14. Juni 1985 (Schengener Durchführungsübereinkommen, SDÜ; 

ABl. L 239 vom 22. September 2000, S. 19 – 62) massgebend. Soweit das 

Staatsvertragsrecht bestimmte Fragen nicht abschliessend regelt, gelangt 

das schweizerische Landesrecht, namentlich das Bundesgesetz vom 

20. März 1981 über internationale Rechtshilfe in Strafsachen (IRSG; 

SR 351.1) und die Verordnung vom 24. Februar 1982 über internationale 

Rechtshilfe in Strafsachen (IRSV; SR 351.11), zur Anwendung (vgl. Art. 1 

Abs. 1 IRSG). Das innerstaatliche Recht gilt nach dem Günstigkeitsprinzip 

auch dann, wenn dieses geringere Anforderungen an die Rechtshilfe stellt 

(BGE 136 IV 82 E. 3.1, 129 II 462 E. 1.1 S. 464). Vorbehalten bleibt die 

Wahrung der Menschenrechte (BGE 135 IV 212 E. 2.3; 123 II 595 E. 7c).  

 

2. 

2.1 Im Beschwerdeverfahren ist als Partei nur zuzulassen, wer partei- und pro-

zessfähig und zudem im Sinne von Art. 80h IRSG zur Beschwerdeführung 

berechtigt ist. Die Partei- und Prozessfähigkeit bestimmt sich nach dem Zi-

vilrecht. Wer rechtsfähig ist, gilt als parteifähig. Rechtsfähig sind die natürli-

chen Personen sowie die juristischen Personen des Privatrechts und des 

öffentlichen Rechts (MARANTELLI-SONANINI/HUBER, in: WALDMANN/WEIS-

SENBERGER [Hrsg.], Praxiskommentar zum Bundesgesetz über das Verwal-

tungsverfahren, Zürich/Basel/Genf 2009, Art. 6 N 12 f.; KÖLZ/HÄNER, Ver-

waltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, Zürich 1998, 

2. Aufl., N 260).  

 

Zur Beschwerdeführung ist berechtigt, wer persönlich und direkt von einer 

Rechtshilfemassnahme betroffen ist und ein schutzwürdiges Interesse an 

deren Aufhebung oder Änderung hat (Art. 80h lit. b IRSG). Bei der Erhe-

bung von Kontoinformationen gilt als persönlich und direkt betroffen im 

Sinne der Art. 21 Abs. 2 und 80h IRSG der Kontoinhaber (Art. 9a lit. a 

IRSV; BGE 118 Ib 547 E. 1d; BGE 122 II 130 E. 2b; TPF 2007 79 E. 1.6).  

 

Der wirtschaftlich Berechtigte und andere bloss indirekt Betroffene sind 

nach der Rechtsprechung grundsätzlich nicht zur Beschwerde legitimiert, 

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dies selbst dann nicht, wenn sie in den erhobenen Kontounterlagen er-

wähnt werden und dadurch etwa ihre Identität als wirtschaftlich Berechtigte 

eines Kontos offen gelegt wird (BGE 130 II 162 E. 1.1 S. 164; 123 II 153 E. 

2b S. 157, je m.w.H.). Ausnahmsweise können der bloss wirtschaftlich an 

einem Konto oder an einer direkt betroffenen Gesellschaft Berechtigte 

selbständig beschwerdelegitimiert sein, etwa dann, wenn eine juristische 

Person, über deren Konto Auskunft verlangt wird, nicht mehr besteht (BGE 

123 II 153 E. 2c-d S. 157 f.; Urteil des Bundesgerichts 1A.183/2005 vom 9. 

Dezember 2005, E. 2.1). Die Beweislast für die wirtschaftliche Berechti-

gung und die Liquidation der Gesellschaft obliegt dem Rechtsuchenden 

(Urteil des Bundesgerichts 1A.10/2000 vom 18. Mai 2000, E. 1e). Der wirt-

schaftlich Berechtigte einer erloschenen Gesellschaft muss insbesondere 

beweisen, dass die Gesellschaft liquidiert wurde und er Begünstigter dieser 

Liquidation war (Urteile des Bundesgerichts 1C_183/2012 vom 12. April 

2012, E. 1.5; 1C_161/2011 vom 11. April 2011, E. 1.3; 1A.284/2003 vom 

11. Feb-ruar 2004, E. 1; 1A.216/2001 vom 21. März 2002 E. 1.3.2; 

1A.84/1999 vom 31. Mai 1999, E. 2c; Entscheide des Bundesstrafgerichts 

RR.2009.151 vom 11. September 2009, E. 1.3.2; RR.2007.61 vom 25. Juli 

2007, E. 2.2 m.w.H.). Die Auflösung der Gesellschaft und die Berufung auf 

die ersatzweise Legitimation eines wirtschaftlich Berechtigten darf zudem 

nicht bloss vorgeschoben oder rechtsmissbräuchlich erscheinen (BGE 123 

II 153 E. 2d S. 157 f.). 

 

2.2. Die angefochtene Verfügung bezieht sich auf die Herausgabe von Bankun-

terlagen betreffend das Konto der Beschwerdeführerin 1 bei der Bank G. 

(heute Bank H.). Wie der öffentlichen Urkunde über die Auflösung der Be-

schwerdeführerin 1 vom 22. August 2006 und dem Firmenindex des 

Grundbuch- und Öffentlichkeitsregisteramt der Liechtensteinischen Lan-

desverwaltung zu entnehmen ist, trat die Beschwerdeführerin 1, vormals 

eine Gesellschaft mit Sitz in Eschen/FL, am 22. August 2006 in Liquidation 

und wurde am 30. März 2007 im Öffentlichkeitsregister gelöscht (act. 14 

und act. 10.12), weshalb auf die Beschwerde der Beschwerdeführerin 1 

nicht einzutreten ist. 

 

 Auf dem von den Beschwerdeführern eingereichten Formular A der Bank F. 

vom 23. Dezember 2003 sind die Beschwerdeführer 2, 3 und 4 als wirt-

schaftlich Berechtigte am Bankkonto der Beschwerdeführerin 1 aufgeführt 

(act. 7.1 = Verfahrensakten pag. 0008). Einem bei den Akten liegenden – 

und den Beschwerdeführern von der Beschwerdekammer am 26. Juni 

2012 zur Kenntnis zugestellten –  Schreiben der Beschwerdeführerin 1 vom 

14. Februar 2007 an die Bank G. ist zu entnehmen, dass nach Saldierung 

der Kontos der Beschwerdeführerin 1 die betreffenden Vermögenswerte 

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auf ein Konto (Konto-Nr. 2) bei der Bank G., lautend auf I. Holding Corp. zu 

überweisen sei (Verfahrensakten pag. 00001; act. 11). Gemäss Ausführun-

gen der Beschwerdeführer soll es sich bei der I. Holding Corp. um eine 

damals durch den Beschwerdeführer 2 kontrollierte Gesellschaft gehandelt 

haben (act. 12 S. 9). Die Beschwerdeführer 2-4 sind nicht Inhaber des 

betreffenden Kontos 2, und es wird auch nicht geltend gemacht, dass sie 

an diesem Konto wirtschaftlich Berechtigte gewesen seien. Damit ist nicht 

dargetan, dass die Beschwerdeführer 2-4 Begünstigte des saldierten Kon-

tos der erloschenen Beschwerdeführerin 1 waren. Daran vermögen auch 

die für das Gericht angefertigten Bestätigungen der Beschwerdeführer 2-4 

vom 2. Juli 2012, wonach zwischen diesen eine Abmachung bestanden 

habe, dass der Beschwerdeführer 2 stellvertretend für die anderen Be-

schwerdeführer den Erlös des saldierten Kontos entgegennehmen solle, 

nichts zu ändern. Eine Begünstigung der Beschwerdeführer 2-4 hätte allen-

falls durch das Formular A der Bank G., auf dem die wirtschaftlich Berech-

tigten am Konto der I. Holding Corp. aufgeführt sind, oder durch eine ent-

sprechende Erklärung der I. Holding Corp. selber erbracht werden können. 

Die Beschwerdeführer wurden auf die Notwendigkeit eines derartigen Be-

weises bereits durch die Vorinstanz anlässlich ihres Akteneinsichtsgesu-

ches aufmerksam gemacht (act. 10.2). Die Beschwerdeführer hätten es in 

der Hand gehabt, den von der Rechtsprechung geforderten Beleg zu liefern 

(ähnlich die Sachlage im Urteil des Bundesgerichts 1C_183/2012 vom 12. 

April 2012 E. 1.5). Nicht geteilt werden kann die Ansicht der Beschwerde-

führer, dass für die Bejahung der Beschwerdelegitimation allein massge-

bend sein soll, wer über die Verwendung des verbleibenden Kontos 

bestimmen könne (act. 12 S. 9). Die konstante Rechtsprechung verlangt 

die klare Benennung der beschwerdeführenden Person als Begünstigten 

des Liquidationsgewinns nach Erlöschen der juristischen Person als Kon-

toinhaberin. Selbst wenn die schriftliche Anweisung an die Bank G. vom 

14. Februar 2007, den Kontosaldo auf das Konto der I. Holding Corp zu 

überweisen, auf Instruktionen der Beschwerdeführer 2-4 beruht haben soll 

– wie dies die Beschwerdeführer geltend machen –, belegt dies lediglich 

die wirtschaftliche Berechtigung der Beschwerdeführer 2-4 an der Be-

schwerdeführerin 1 vor deren Erlöschen. Es belegt nicht die wirtschaftliche 

Berechtigung der Beschwerdeführer 2-4 am Liquidationserlös nach Erlö-

schen der Beschwerdeführerin 1.  

 

 Damit ist auch auf die Beschwerde der Beschwerdeführer 2-4 mangels Le-

gitimation nicht einzutreten. Auf das Prüfen weiterer Prozessvoraussetzun-

gen, insbesondere das Einhalten der Beschwerdefrist, kann unter diesem 

Umständen verzichtet werden. 

  

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3. Ist auf die Beschwerde mangels Legitimation nicht einzutreten, muss das 

Gesuch um Akteneinsicht abgewiesen werden. 

 

4. Bei diesem Ausgang des Verfahrens werden die Beschwerdeführer 2, 3 

und 4 kostenpflichtig (Art. 63 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 39 Abs. 2 lit. d 

StBOG). Für die Berechnung der Gerichtsgebühren gelangt gemäss Art. 63 

Abs. 5 VwVG das Reglement des Bundesstrafgerichts vom 31. August 

2010 über die Kosten, Gebühren und Entschädigungen in Bundesstrafver-

fahren (BStKR; SR 173.713.162) zur Anwendung. Da vorliegend nicht ma-

teriell zu entscheiden war, ist die Gerichtsgebühr auf Fr. 3’000.-- anzuset-

zen (Art. 8 Abs. 3 lit. a des Reglements) und den Beschwerdeführern 2, 3 

und 4 unter solidarischer Haftung aufzuerlegen, unter Anrechnung des ge-

leisteten Kostenvorschusses von Fr. 5’000.--. Die Bundesstrafgerichtskas-

se ist anzuweisen, den Beschwerdeführern 2, 3 und 4 den Restbetrag von 

Fr. 2'000.-- zurückzuerstatten. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Demnach erkennt die Beschwerdekammer: 

 

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 

 

2. Das Gesuch um Akteneinsicht wird abgewiesen. 

 

3. Die Gerichtsgebühr von Fr. 3'000.-- wird den Beschwerdeführern 2, 3 und 4 

unter solidarischer Haftung auferlegt, unter Anrechnung des Kostenvor-

schusses von Fr. 5'000.--.  

 

 

Bellinzona, 27. Juli 2012 

 

Im Namen der Beschwerdekammer 

des Bundesstrafgerichts 

 

Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin:  

 

 

 

 

 

 

 

Zustellung an 

 

- Rechtsanwälte Christoph Graber und Christian Lang  

- Bundesanwaltschaft 

- Bundesamt für Justiz, Fachbereich Rechtshilfe  

 

 

 

Rechtsmittelbelehrung 

Gegen Entscheide auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen kann innert zehn 
Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim Bundesgericht Beschwerde 
eingereicht werden (Art. 100 Abs. 1 und 2 lit. b BGG). 
 

Gegen einen Entscheid auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen ist die 
Beschwerde nur zulässig, wenn er eine Auslieferung, eine Beschlagnahme, eine Herausgabe von 
Gegenständen oder Vermögenswerten oder eine Übermittlung von Informationen aus dem 
Geheimbereich betrifft und es sich um einen besonders bedeutenden Fall handelt (Art. 84 Abs. 1 
BGG). Ein besonders bedeutender Fall liegt insbesondere vor, wenn Gründe für die Annahme 
bestehen, dass elementare Verfahrensgrundsätze verletzt worden sind oder das Verfahren im 
Ausland schwere Mängel aufweist (Art. 84 Abs. 2 BGG).