# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1c5b3ae6-c1c7-5bca-8947-5b9b97471cda
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-06-01
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 01.06.2015 100 2015 79
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2015-79_2015-06-01.pdf

## Full Text

100.2015.79U   publiziert in BVR 2015 S. 491
HER/RAP

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 1. Juni 2015

Verwaltungsrichter Burkhard, Abteilungspräsident
Verwaltungsrichterinnen Arn De Rosa und Herzog
Gerichtsschreiberin Schnyder Niedermann

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt …
Beschwerdeführer

gegen

Erziehungsdirektion des Kantons Bern
Sulgeneckstrasse 70, 3005 Bern

betreffend Bildungsrecht; Entzug der Unterrichtsberechtigung (Verfügung der 
Erziehungsdirektion des Kantons Bern vom 9. Februar 2015; 4800.600.800.01/13 
[614568])

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 01.06.2015, Nr. 100.2015.79U, Seite 2

Sachverhalt:

A.

A.________, geboren … 1951, erwarb am 31. März 1974 das Primarlehrerpatent des 
Kantons Bern. Am 15. September 1981 erwarb er zusätzlich den Ausweis für Lehrer an 
besonderen Klassen. Seit dem Schuljahr 1976/77 war A.________ an der öffentlichen 
Schule in B.________ tätig (Kleinklassenunterricht), bis ihm 2008 gekündigt wurde. In 
der Folge hatte er weitere Einsätze als Lehrer in C.________ (Schuljahr 2008/09), 
D.________ (Schuljahre 2009/10 bis 2011/12) und E.________ (ab 1.8.2012). In der 
Folge kam es am Oberstufenzentrum E.________ wiederholt zu unterrichtsrelevanten 
Verhaltensproblemen von A.________ und später zu dessen Krankschreibung. Per 
Ende Schuljahr 2012/13 löste die Gemeinde E.________ die Anstellung auf. Am 
12. Dezember 2012 sprach A.________ gegen den Schulinspektor telefonisch eine 
Morddrohung aus.

B.

Gestützt auf Mitteilungen der zuständigen Stellen der Gemeinde E.________, des 
regionalen Schulinspektorats Bern-Mittelland und des Leiters der Fachstelle 
Kindergarten- und Schulaufsicht deutsch eröffnete der Rechtsdienst der 
Erziehungsdirektion des Kantons Bern (ERZ) am 6. Februar 2013 ein Verfahren auf 
Entzug der Unterrichtsberechtigung von A.________. Im Rahmen der 
Verfahrensinstruktion edierte der Rechtsdienst unter anderem Unterlagen betreffend 
den strafrechtlichen Leumund von A.________ und ordnete die Erstellung eines 
Gutachtens durch eine Fachärztin für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie an, 
welches am 4. Februar 2014 erstattet wurde. Im Juli 2014 reichte A.________ einen 
Strafregisterauszug vom 14. Januar 2013 ein. Am 5. August 2014 stellte der Rechts-
dienst die Verfügung der ERZ in Aussicht.

Mit Verfügung vom 9. Februar 2015 entschied die ERZ wie folgt (Dispositiv-Ziff. 1):

«A.________ wird die Unterrichtsberechtigung entzogen. A.________ wird 
angewiesen, das Original seines Lehrpatents vom 31. März 1974 sowie seines 
Ausweises für Lehrer an besonderen Klassen vom 15. September 1981 innert 
30 Tagen ab Eröffnung dieser Verfügung der Erziehungsdirektion zu über-
geben.»

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 01.06.2015, Nr. 100.2015.79U, Seite 3

Gleichzeitig entzog die ERZ einer allfälligen Beschwerde gegen diese Verfügung die 
aufschiebende Wirkung (Dispositiv-Ziff. 2).

C.

Gegen die Verfügung der ERZ hat A.________ am 13. März 2015 Ver-
waltungsgerichtsbeschwerde erhoben. In der Sache beantragt er die Aufhebung der 
Verfügung, eventualiter die Aufhebung der Verfügung unter Rückweisung der Sache 
an die Vorinstanz zu neuem Entscheid. Zum Verfahren beantragt er, es sei die 
aufschiebende Wirkung der Beschwerde, vorerst superprovisorisch, 
wiederherzustellen.

Mit verfahrensleitender Verfügung vom 16. März 2015 hat der Abteilungspräsident der 
Beschwerde superprovisorisch aufschiebende Wirkung beigelegt.

Die ERZ beantragt mit Vernehmlassung vom 27. März 2015, es sei die Beschwerde 
abzuweisen und das Gesuch um Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung 
abzulehnen. Sie führt dabei aus, dass sie im Zusammenhang mit dem Entzug der 
Unterrichtsberechtigung zuweilen in Aussicht stelle, nach (erfolgreichem) Abschluss 
einer Therapie, gegebenenfalls verbunden mit einer Mindest-Entzugsdauer, auf 
Gesuch hin die Wiedererteilung der Unterrichtsberechtigung zu prüfen, und hält fest, 
dass diesem Vorgehen auch im vorliegenden Fall «der Vorzug zu geben» sei.

A.________ bestätigt mit Replik vom 10. April 2015 seine Rechtsbegehren.

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als letzte kantonale 
Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Gesetzes vom 23. Mai 1989 
über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) zuständig. Der 
Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen, ist durch die 
angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an 

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deren Aufhebung oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG). Auf die form- und fristgerecht 
eingereichte Beschwerde ist einzutreten.

1.2 Das Verwaltungsgericht überprüft die angefochtene Verfügung auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 Bst. a und b VRPG).

2.

Die Vorinstanz ging in der angefochtenen Verfügung vom definitiven Entzug der 
Unterrichtsberechtigung aus (vgl. E. 2.2.2). Mit Vernehmlassung hat sie hierzu 
ausgeführt, dass ihre im Fall des Entzugs der Unterrichtsberechtigung mitunter 
praktizierte Lösung, diesen nicht unbefristet anzuordnen, sondern an eine 
Mindestdauer zu knüpfen mit der Möglichkeit, nach deren Ablauf um Wiedererteilung 
der Unterrichtsberechtigung zu ersuchen, auch vorliegend sachgerecht sei (vorne 
Bst. B). Konkret hält sie fest:

«Sollte [der Beschwerdeführer] belegen, dass seine Besserung stabil ist und 
frühestens zwei Jahre nach Erlass der Verfügung, hat er die Möglichkeit, ein 
Gesuch um Wiedererteilung der Unterrichtsberechtigung einzureichen.»

Damit kommt die Vorinstanz erwägungsweise teilweise zugunsten des Be-
schwerdeführers auf die angefochtene Verfügung zurück (vgl. Art. 71 Abs. 1 VRPG). 
Für die Beurteilung der Beschwerde ist entgegen dem mit Replik Vorgetragenen (S. 3) 
davon auszugehen, dass die angefochtene Massnahme im Sinn der vorstehend 
wiedergegebenen Erwägung festgelegt worden ist (ebenso z.B. BVR 2011 S. 433 nicht 
vollständig publ. Sachverhalt Bst. C sowie E. 4.3.2 f.; JTA 2012/341 vom 26.8.2013 
[teilw. zur Publ. bestimmt], Sachverhalt Bst. C sowie E. 6.1 und 6.3).

3.

3.1 Der Beschwerdeführer rügt zunächst eine Verletzung des rechtlichen Gehörs 
und des Untersuchungsgrundsatzes. Er hält dafür, die Vorinstanz habe das aus dem 
Gehörsanspruch fliessende Recht verletzt, mit seinen Vorbringen effektiv gehört zu 
werden. Sie habe sich mit diesen nicht detailliert auseinandergesetzt, sondern sie in 
E. 2.1.1 der Verfügung «gerade mal auf sechs Zeilen [gewürdigt]». Weiter habe die 
Vorinstanz den Untersuchungsgrundsatz verletzt. Nach der Einholung des Gutachtens 

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habe sie sich darauf beschränkt, die Strafakten zu edieren und ihn zum Einreichen 
eines aktuellen Strafregisterauszugs aufzufordern. Zwischen Mitte 2014 bis zum Erlass 
der Verfügung im Februar 2015 habe sie keine weiteren Vorkehren zur Abklärung 
seiner aktuellen Situation getroffen. Sie habe damit auf der Grundlage eines 
unvollständig festgestellten Sachverhalts entschieden.

3.2 Der Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 21 VRPG; Art. 26 Abs. 2 der 
Verfassung des Kantons Bern [KV; BSG 101.1] und Art. 29 Abs. 2 der 
Bundesverfassung [BV; SR 101]) umfasst als Mitwirkungsrecht alle Befugnisse, die 
einer Partei einzuräumen sind, damit sie ihren Standpunkt im Verfahren wirksam zur 
Geltung bringen kann (Gerold Steinmann, in St. Galler BV-Kommentar, 3. Aufl. 2014, 
Art. 29 N. 42 mit Hinweisen). Sie hat insbesondere Anspruch auf Äusserung zur Sache 
vor Fällung des Entscheids, auf Abnahme ihrer erheblichen, rechtzeitig und formrichtig 
angebotenen Beweise und auf Mitwirkung an der Erhebung von Beweisen oder 
zumindest auf Stellungnahme zum Beweisergebnis (statt vieler z.B. BGE 140 I 99 
E. 3.4, 134 I 83 E. 4.1, je mit Hinweisen). Mit dem Anspruch auf effektive Mitwirkung 
korrespondiert, dass die Behörde die Vorbringen der Beteiligten tatsächlich hört, prüft 
und berücksichtigt und ihren Entscheid vor diesem Hintergrund begründet (statt vieler 
etwa BGE 136 I 184 E. 2.2.1, 134 I 83 E. 4.1; BVR 2013 S. 443 E. 3.1.1, 2012 S. 109 
E. 2.3.3; Gerold Steinmann, a.a.O., Art. 29 N. 49 mit Hinweisen). Darzulegen sind der 
zugrunde gelegte Sachverhalt, die Rechtssätze und die Gründe, auf die sie sich stützt 
(Art. 52 Abs. 1 Bst. b VRPG), wobei sich Umfang und Dichte der Begründung nach den 
Umständen des konkreten Falls richten und sich die Behörde auf die wesentlichen 
Gesichtspunkte konzentrieren kann, d.h. sich nicht mit jedem sachverhaltlichen oder 
rechtlichen Hinweis oder Einwand auseinandersetzen muss (statt vieler BGE 
140 II 262 E. 6.2, 138 I 232 E. 5.1; BVR 2012 S. 109 E. 2.3.3; 
Merkli/Aeschlimann/Herzog, Kommentar zum bernischen VRPG, 1997, Art. 52 N. 5 ff.). 
– Im Licht dieser Grundsätze erweist sich die Rüge des Beschwerdeführers als 
unbegründet: Zu Recht nicht bestritten ist, dass die Vorinstanz die beigezogenen 
Rechtssätze dargelegt hat. Aus der Verfügung wird auch klar, auf welche 
Sachverhaltselemente sie sich stützt, wenn sie die entsprechenden Feststellungen 
auch nicht gebündelt unter einen Titel «Sachverhaltsfeststellung» gestellt hat (vgl. 
Verfügung E. 2.1.3 [strafrechtliche Verurteilungen], 2.1.4 [psychische Störungen und 
Suchtproblematik gemäss Gutachten vom 4.2.2014] und 2.1.5 [laufende Therapie bei 
der behandelnden Psychiaterin und mutmassliche Behandlung in der Klinik Münsingen 
2014]). Bezüglich E. 2.1.1 der angefochtenen Verfügung verkennt der 

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Beschwerdeführer, dass diese nicht die rechtliche Würdigung enthält, sondern gestrafft 
seine Vorbringen wiedergibt. Die rechtliche Würdigung der Frage, ob die gesetzlichen 
Voraussetzungen eines Entzugs der Unterrichtsberechtigung erfüllt sind und ob diese 
Massnahme mit der Wirtschaftsfreiheit vereinbar ist, nimmt die Vorinstanz in den 
Erwägungen 2.1.5 und 2.2.2 vor. Darin legt sie dar, auf welche Überlegungen sie sich 
stützt, und nimmt zugleich Bezug auf die Einwände des Beschwerdeführers, die sie 
(was nicht bestritten ist) im Kern korrekt wiedergibt. Diese Ausführungen erweisen sich 
namentlich auch mit Blick auf Art. 23a Abs. 1 des Gesetzes vom 20. Januar 1993 über 
die Anstellung der Lehrkräfte (LAG; BSG 430.250) als ausreichend, dessen 
Anwendung die Konkretisierung unbestimmter Gesetzesbegriffe erfordert (vgl. hinten 
E. 5.2). Indem die Vorinstanz im Übrigen festhält, der Beschwerdeführer habe nicht 
belegt, dass die mit Gutachten vom 4. Februar 2014 festgestellte 
Behandlungsbedürftigkeit infolge seitheriger erfolgreicher Behandlung im 
Verfügungszeitpunkt nicht mehr gegeben sei, hat sie auch zum Ausdruck gebracht, 
dass er nach einer Genesung grundsätzlich in der Lage wäre, den Lehrauftrag wieder 
zu erfüllen (vgl. E. 2.1.5 zweitletzter Abschnitt, S. 6). Die ERZ hat das Recht auf 
effektive Berücksichtigung der Parteivorbringen auch nicht durch ihre 
Verfahrensführung verletzt (vgl. E. 3.3 hiernach).

3.3 Die Behörden stellen den Sachverhalt von Amtes wegen fest (sog. 
Untersuchungsgrundsatz; Art. 18 Abs. 1 VRPG). Sie sind daher gehalten, den 
rechtserheblichen Sachverhalt von Amtes wegen richtig und vollständig abzuklären 
(vgl. BVR 2013 S. 311 E. 5.4, 2012 S. 252 E. 3.3.1; Merkli/Aeschlimann/Herzog, 
a.a.O., Art. 18 N. 1 und 6). Der Untersuchungsgrundsatz wird durch die Pflicht der 
Parteien relativiert, an der Feststellung des Sachverhalts mitzuwirken, wenn sie aus 
einem Begehren eigene Rechte ableiten (sog. Mitwirkungspflicht; Art. 20 Abs. 1 
VRPG). Art und Umfang der Mitwirkungspflicht richten sich im Einzelfall nach dem 
Grundsatz der Verhältnismässigkeit; entscheidend ist, ob die Mitwirkung der 
betroffenen Person möglich und zumutbar ist. Die Mitwirkungspflicht bezieht sich auf 
entscheiderhebliche Tatsachen, insbesondere solche, welche eine Partei besser kennt 
als die Behörde und welche die Behörde ohne die Mitwirkung der Partei nicht oder 
nicht mit vernünftigem Aufwand erheben könnte (z.B. BGE 128 II 139 E. 2b, 124 II 361 
E. 2b; BVR 2010 S. 541 E. 4.2.3, 2008 S. 163 E. 6.4.4; VGE 2014/2 vom 18.11.2014, 
E. 4.3). Sie besteht auch dann, wenn sie sich zum Nachteil der Rechtsunterworfenen 
auswirkt (vgl. BVR 2010 S. 541 E. 4.2.3, 2009 S. 415 E. 2.2, S. 225 E. 3.1; Clémence 
Grisel, L'obligation de collaborer des parties en procédure administrative, Diss. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 01.06.2015, Nr. 100.2015.79U, Seite 7

Freiburg 2007, S. 125 ff.). Wenn ein Sachumstand von einer Partei aufgehellt werden 
könnte, diese aber die ihr obliegende Mitwirkung unterlässt, ist die Behörde nicht 
gehalten, von sich aus weitere Abklärungen zu treffen (vgl. BVR 2010 S. 541 E. 4.2.3, 
2008 S. 163 E. 6.4.4). – Sollte der Beschwerdeführer davon ausgehen, dass die 
Mitwirkungspflicht nur in Gesuchsverfahren gilt (vgl. Beschwerde S. 21; anders noch im 
vorinstanzlichen Verfahren, Vorakten act. 62 S. 2), könnte ihm nicht gefolgt werden. 
«Begehren» im Sinn von Art. 20 Abs. 1 VRPG stellt auch die Partei, welche in einem 
von Amtes wegen eingeleiteten Verfahren Anträge stellt (vgl. auch BGE 128 II 139 
E. 2b hinsichtlich der insoweit vergleichbaren Verwaltungsrechtspflegebestimmungen 
des Kantons Freiburg in einem Verfahren auf Entzug des Führerausweises). Der 
Beschwerdeführer hat im Verwaltungsverfahren den Standpunkt vertreten, von einem 
Entzug der Unterrichtsberechtigung sei abzusehen; insoweit war er 
mitwirkungspflichtig. Die Vorinstanz hat das Verfahren gestützt auf Mitteilungen der 
zuständigen Stellen der Gemeinde E.________ und Meldungen der für die 
Schulaufsicht verantwortlichen kantonalen Stellen eröffnet. Im Rahmen der 
Verfahrensinstruktion nahm sie die von den mitteilenden Behörden eingereichten 
Dokumentationen zu den Vorfällen an den Schulen in E.________ und D.________ zu 
den Akten, edierte Unterlagen zum strafrechtlichen Leumund des Beschwerdeführers 
und ordnete die Erstellung eines psychiatrisch-psychologischen Gutachtens an. Der 
Beschwerdeführer konnte sich zu diesen Verfahrensschritten und deren Ergebnis 
äussern. Zuletzt ersuchte die ERZ wiederholt um Einreichung eines aktuellen 
Strafregisterauszugs (vgl. Vorakten act. 59 ff.). Der Beschwerdeführer (bzw. sein 
Rechtsvertreter) hielt diesem Ansinnen schliesslich mit Eingabe vom 28. Juli 2014 u.a. 
entgegen, «was den Sachverhalt betrifft, liegt […] bereits alles vor» (Vorakten act. 63 
S. 2 oben). Seine Erklärung, wonach er dies nur auf den «strafrechtlichen Sachverhalt» 
bezogen habe (Replik S. 2 f.), ist nicht glaubwürdig (vgl. auch die Äusserung in der 
Beschwerde S. 22 erster Abschnitt) und wäre auch dann unbehelflich, wenn es sich 
tatsächlich so verhalten hätte: Die ERZ hielt mit verfahrensleitender Verfügung vom 
5. August 2014 fest: «Der Erziehungsdirektor wird eine Verfügung erlassen» (Vorakten 
act. 64). Damit musste dem anwaltlich vertretenen Beschwerdeführer ohne weiteres 
klar sein, dass die instruierende Behörde der Vorinstanz die Sache im August 2014 in 
antizipierter Beweiswürdigung für entscheidungsreif hielt. Sie würde ihn daher weder 
ein drittes Mal zum Beibringen eines aktuellen Strafregisterauszugs noch zu weiteren 
Angaben zu seiner persönlichen Situation auffordern; zudem hat sie sich damit auch 
seinem wiederholt vorgetragenen Wunsch verschlossen, im Rahmen einer 
Instruktionsverhandlung gemeinsam eine Lösung zu finden (vgl. Stellungnahme vom 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 01.06.2015, Nr. 100.2015.79U, Seite 8

7.4.2014, Vorakten act. 54 S. 2). Hätte er weitere Sachumstände namentlich zu seiner 
Arbeitsfähigkeit oder gesundheitlichen Situation als (zu seinen Gunsten) 
entscheiderheblich gehalten (insb. die zweite Behandlung in der Klinik Südhang 
anstelle der geplanten längeren Behandlung im Psychiatriezentrum Münsingen oder 
seine Absicht, sich wiederum an einer Schule anstellen zu lassen, weil er sich für 
gesund hielt), wäre es an ihm gewesen, die ERZ darüber zu orientieren und ihr die 
Schlüsse, die er hinsichtlich des drohenden Entzugs der Unterrichtsberechtigung 
daraus zog, vorzutragen. Zum andern durfte die ERZ gestützt auf den von ihr 
erhobenen Sachverhalt zulässigerweise in antizipierter Beweiswürdigung von der 
Erhebung der weiteren Entwicklung absehen (vgl. hinten E. 4.2 und 5.3). Die Rüge der 
unvollständigen Sachverhaltsfeststellung erweist sich demnach als unbegründet.

4.

4.1 Der Entzug der Unterrichtsberechtigung unter Anweisung, das Original des 
Primarlehrerpatents und des Ausweises für Lehrer an besonderen Klassen an die ERZ 
zu übergeben, stützt sich auf Art. 23a Abs. 1 und 4 LAG. Die Verfahrensbeteiligten 
gehen zu Recht übereinstimmend von der Anwendbarkeit dieser Regelung aus, welche 
am 9. September 2013 erlassen wurde. Art. 23a LAG steht seit dem 1. August 2014 in 
Kraft (BAG 14-24), weshalb er im Zeitpunkt des Erlasses der Verfügung vom 
9. Februar 2015 massgebend war (vgl. BVR 2015 S. 15 E. 3.1, 2008 S. 145 E. 2; BGE 
139 II 243 E. 11.1 mit Hinweisen). Der Beschwerdeführer rügt, die angefochtene 
Massnahme sei gesetzwidrig. Die Voraussetzungen dazu seien bereits im 
Verfügungszeitpunkt nicht mehr gegeben gewesen, weil er zwischenzeitlich 
hinreichend behandelt worden sei; er sei vollständig genesen und arbeite seit August 
2014 wieder als Lehrer, ohne Anlass zu Klagen zu geben (Beschwerde S. 7, 23 ff.). Im 
Übrigen sei der mit der Massnahme verbundene Eingriff in die Wirtschaftsfreiheit 
unverhältnismässig (Beschwerde S. 25 ff.).

4.2 Sachverhaltlich stützt sich die strittige Massnahme im Wesentlichen auf die 
beim Beschwerdeführer im Zusammenhang mit psychischen Störungen gutachterlich 
festgestellte Suchtproblematik und damit zusammenhängende Straftaten.

4.2.1 Die Vorinstanz legte ihrer Beurteilung namentlich folgende aktenkundige 
Sachumstände zugrunde:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 01.06.2015, Nr. 100.2015.79U, Seite 9

– strafrechtliche Verurteilungen gemäss Strafregisterauszug vom 14. Januar 2013 
(Vorakten act. 61): Strafmandat vom 5. Mai 2010 wegen Missbrauchs von 
Ausweisen und Schildern (Geldstrafe, bedingt vollziehbar, Probezeit 2 Jahre); 
Strafmandat vom 26. November 2012 wegen grober Verletzung der Verkehrsregeln 
(Geldstrafe, bedingt vollziehbar, Probezeit 2 Jahre);

– Strafbefehl vom 4. Februar 2013 wegen Drohung gegen den Schulinspektor sowie 
wegen Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz (Kokainkonsum), 
begangen bzw. festgestellt am 12. Dezember 2012: Verurteilung zu einer 
Geldstrafe, deren Vollzug aufgeschoben wurde (Probezeit 4 Jahre), zu einer 
Verbindungsbusse und zu einer Busse (Vorakten act. 58);

– psychische Erkrankung und psychiatrische Behandlung bei Dr. med. F.________, 
Fachärztin FMH für Psychiatrie und Psychotherapie (Ärztliches Zeugnis 
Dr. med. F.________ vom 24.12.2012 [Vorakten act. 1, Beilage 7]; Gutachten vom 
4.2.2014 Ziff. 3.1);

– erste Behandlung in der Klinik Südhang, teilstationär, vom 12. Oktober bis 
3. Dezember 2013 mit Empfehlung eines stationären Aufenthalts zum Entzug 
gemäss Austrittsbericht vom 11. Dezember 2013 (vgl. Gutachten vom 4.2.2014, 
Ziff. 3.2);

– Gutachten von Dr. med. G.________, Fachärztin FMH für Neurologie, Psychiatrie 
und Psychotherapie, zertifizierte Forensische Psychiaterin SGFP, vom 4. Februar 
2014, gestützt auf die Begutachtung des Beschwerdeführers im Januar 2014 
(Vorakten act. 50);

– mutmassliche 3-monatige Behandlung im Psychiatriezentrum Münsingen (vgl. 
angefochtene Verfügung E. 2.1.5 S. 6, E. 2.2.2 S. 7; Angaben des 
Beschwerdeführers in der Stellungnahme vom 7.4.2014 [Vorakten act. 54]; vgl. aber 
E. 4.2.2 hiernach).

4.2.2 Nicht aktenkundig im Zeitpunkt des Verfügungserlasses waren folgende vom 
Beschwerdeführer erst im verwaltungsgerichtlichen Verfahren eingebrachten 
Sachumstände:

– zweite Behandlung in der Klinik Südhang, stationär, vom 26. Mai bis 20. Juni 2014, 
anstelle der geplanten 3-monatigen (10.3.-10.6.2014) stationären Behandlung im 
Psychiatriezentrum Münsingen, welche der Beschwerdeführer nach drei Wochen 
abgebrochen hatte (Beschwerde S. 15 f.; Austrittsbericht Klinik Südhang vom 
24.6.2014, Beschwerdebeilage [BB] 7);

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– Frühpensionierung per Sommer 2013 (rückwirkend) im Sommer 2014 (Beschwerde 
S. 16);

– Anstellung per 1. August 2014 als Teilpensenlehrkraft (11 Lektionen pro Woche) am 
H.________, welche per Anfang Februar 2015 in eine ordentliche Anstellung 
umgewandelt wurde (Beschwerde S. 16 f.; Schreiben des Schulleiters vom 
17.2.2015, BB 5).

4.2.3 Bis heute liegt kein aktueller Strafregisterauszug für die Zeit ab Januar 2013 
vor, wiewohl der Beschwerdeführer dessen Einreichung angekündigt hat. Ebenso 
wenig hat er den angekündigten Bericht zur zweiten Behandlung in der Klinik Südhang 
nachgereicht (Beschwerde S. 19 und 17; dazu hinten E. 5.3.5).

4.3 Dr. med. G.________ diagnostiziert im Gutachten vom 4. Februar 2014 eine 
rezidivierende depressive Störung, aktuell leichte bis mittelgradige Episode. Weiter 
stellt sie eine Alkoholabhängigkeit und einen schädlichen Gebrauch von Kokain fest 
(S. 25). Sie bejaht für die diagnostizierten psychischen Störungen das Bestehen von 
Behandlungskonzepten und hält eine störungsspezifische psychiatrisch-
psychotherapeutische Behandlung für indiziert (S. 25). Die Gutachterin hält den 
Beschwerdeführer grundsätzlich für behandelbar und grundsätzlich auch für 
behandlungsbereit, ortet bei ihm aber auch Schwierigkeiten, sich mit der Thematik aus-
einanderzusetzen (S. 25 f.). Die Frage, ob der Beschwerdeführer für Schulbehörden 
oder ihm anvertraute Kinder und Jugendliche eine Gefahr darstelle, beantwortet die 
Gutachterin dahingehend, dass er «im Vergleich zu anderen Personen [kein] 
überdauernd erhöhtes Gewaltrisiko aufweist»; die telefonische Drohung gegenüber 
dem Schulinspektor sei in einer Situation erfolgt, in der es dem Beschwerdeführer 
psychisch sehr schlecht gegangen sei, möglicherweise unter dem zusätzlichen 
enthemmenden Einfluss von psychotropen Substanzen (S. 26). Der Beschwerdeführer 
ist nach Einschätzung der Gutachterin in der Lage, den Lehrauftrag zu erfüllen, wenn 
die diagnostizierten psychischen Störungen hinreichend behandelt sind (S. 27).

5.

5.1 Art. 23a Abs. 1 LAG ist gegenüber der Vorgängernorm bestimmter gefasst, 
weshalb zu Recht unbestritten ist, dass eine genügende gesetzliche Grundlage für den 
Entzug der Unterrichtsberechtigung besteht (bejaht bereits für aArt. 22a LAG [BAG 07-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 01.06.2015, Nr. 100.2015.79U, Seite 11

53]; vgl. BVR 2011 S. 433 E. 3, bestätigt durch BGer 2C_165/2011 vom 24.6.2011). 
Art. 23a Abs. 4 LAG sieht nun formellgesetzlich vor, dass das Original entsprechender 
Patent- oder Diplomurkunden bei der zuständigen Direktion zu hinterlegen ist (insoweit 
fehlte es altrechtlich nach BGer 2C_889/2013 vom 20.10.2014, E. 6, an einer 
hinreichenden gesetzlichen Grundlage).

5.2 Die Erfüllung des Lehr- und Erziehungsauftrags gestützt auf die 
Volksschulgesetzgebung und den kantonalen Lehrplan für die Volksschule und das 
Vertrauensverhältnis, das die gemeinsame Arbeit der Erziehungsverantwortlichen – 
Eltern und Schule – verlangt, erfordert die Eignung der Lehrerinnen und Lehrer in 
körperlicher, seelischer und charakterlicher Hinsicht und bildet unverzichtbare 
Voraussetzung der Unterrichtsberechtigung. Das öffentliche Interesse am Entzug der 
Unterrichtsberechtigung liegt darin, die Anstellung von Lehrkräften zu verhindern, 
welche sich als für den Schuldienst ungeeignet erweisen (einlässlich BVR 2011 S. 433 
E. 3.2 und 4.1). Eine konkrete Gefährdung oder gar Verletzung der seelisch-geistigen 
oder körperlichen Integrität der Schülerinnen und Schüler ist dabei nicht verlangt; die 
fehlende Eignung oder Vertrauenswürdigkeit kann sich auch aus Werthaltungen oder 
gesundheitlichen Störungen ergeben, welche der Eignung als Lehrkraft abträglich oder 
geeignet sind, das Vertrauen der Schülerinnen und Schüler, Schule, Schulbehörden 
oder Eltern in Frage zu stellen (vgl. BVR 2011 S. 433 E. 4.2.2). Dies kommt heute im 
Wortlaut von Art. 23a Abs. 1 LAG klar zum Ausdruck. Danach kann die zuständige Di-
rektion einer Person die Unterrichtsberechtigung entziehen, wenn deren Verhalten die 
seelisch-geistige oder körperliche Integrität der Schülerinnen oder Schüler gefährdet 
oder verletzt oder wenn die Vertrauenswürdigkeit oder Eignung der Person in anderer 
Weise schwer beeinträchtigt ist.

5.3 Der Beschwerdeführer hält zutreffend fest, dass die Vorinstanz ihm die 
Unterrichtsberechtigung entzogen hat, weil sie seine Vertrauenswürdigkeit und 
Eignung als Lehrer schwer beeinträchtigt sieht (vgl. E. 2.1.5 der angefochtenen 
Verfügung). Er bringt nicht vor, die entsprechenden Voraussetzungen hätten nie 
vorgelegen. Seiner Ansicht nach sind aber die Gründe, welche die Vorinstanz zu dieser 
Einschätzung bewogen haben, bereits seit Sommer 2014 nicht mehr gegeben.

5.3.1 Er konsumiere weder übermässig Alkohol oder Kokain noch leide er anhaltend 
an Depressionen. Allein die ihm zur Last gelegten Straftaten rechtfertigten die 
Massnahme nicht. Durch die Kündigung seiner Anstellung im Jahr 2008 an der Schule 
B.________ sei er in eine Abwärtsspirale geraten. Die Folge seien starke 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 01.06.2015, Nr. 100.2015.79U, Seite 12

Depressionen gewesen und daraus habe sich der übermässige Konsum von Alkohol 
und der schädliche Konsum von Kokain ergeben; dieser Konsum sei als 
«Selbstmedikation» erfolgt. Im Zeitpunkt seiner Tätigkeit an den Schulen D.________ 
und E.________ seien seine Depressionen noch nicht richtig behandelt gewesen 
(Beschwerde S. 23, ebenso S. 7 und 16). Zwischenzeitlich sei er «hinreichend 
behandelt» (S. 24) und «genesen» (S. 7 und 16) bzw. habe er es «selbst geschafft, 
wieder auf die Beine zu kommen», weshalb die Situation im Februar 2014 es nicht 
gerechtfertigt habe, die Unterrichtsberechtigung zu entziehen (S. 25). – Die Vorinstanz 
anerkennt, dass der Beschwerdeführer mit seinem zweiten stationären Aufenthalt in 
der Klinik Südhang eine Therapie absolviert hat, was ihr mangels Mitteilung im 
Zeitpunkt der Verfügung nicht bekannt gewesen sei. Der Austrittsbericht empfehle aber 
die weitere Behandlung durch Dr. med. F.________ und belege keine stabile 
Besserung (vgl. Vernehmlassung S. 3 f., 4 f.).

5.3.2 Der Beschwerdeführer betont, dass er laut dem psychiatrischen Gutachten vom 
4. Februar 2014 nach hinreichender Behandlung in der Lage sei, den Lehrauftrag zu 
erfüllen (Beschwerde S. 23). Konkret hat die Gutachterin zur Frage, ob der 
Beschwerdeführer «den Lehrauftrag erfüllen kann, allenfalls mit welchen Massnahmen 
(Therapie, Medikamente, etc.)», festgehalten (Gutachten S. 27):

«Die diagnostizierten psychischen Störungen sind grundsätzlich behandelbar. 
Wenn sie hinreichend behandelt sind, dann ist [der Beschwerdeführer] aus 
psychiatrischer Sicht grundsätzlich in der Lage, den Lehrauftrag zu erfüllen.»

Diese Einschätzung muss dahin verstanden werden, dass ohne hinreichende 
Behandlung die Erfüllung des Lehrauftrags durch den Beschwerdeführer aus 
psychiatrischer Sicht ernsthaft in Frage gestellt ist. Der Beschwerdeführer teilt mit, 
dass er nicht mehr in Behandlung bei Dr. med. F.________ ist, bei welcher er seit 
Dezember 2012 und jedenfalls noch bis Frühjahr 2014 in Therapie war (vgl. 
Beschwerde S. 17; vorne E. 4.2.1). Die zunächst für den Zeitraum vom 10. März bis 
10. Juni 2014 geplante stationäre Behandlung im Psychiatriezentrum Münsingen brach 
er nach drei Wochen ab, weil die behandelnden Ärzte ihn erstens nicht für ein 
Wochenende zum Wohnungsumzug gehen lassen wollten, und er zweitens das dort 
vorgesehene «Setting» für falsch hielt; er sei dort, unter den «schwer drogen-
abhängigen Patienten und Personen mit massiven psychischen Störungen […] mehr 
Sozialarbeiter als Patient» gewesen (Beschwerde S. 16). Als geforderte «Behandlung» 
im Sinn der Gutachterin steht demnach im Wesentlichen einzig der (zweite) stationäre 
Aufenthalt in der Klinik Südhang vom 26. Mai bis 20. Juni 2014 in Frage (vorne 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 01.06.2015, Nr. 100.2015.79U, Seite 13

E. 4.2.2). Zweck dieses Aufenthalts war ein «qualifizierter Alkoholentzug» («Zusam-
menfassung der Krankengeschichte», Beilage zum Austrittsbericht). Der an die behan-
delnde Psychiaterin Dr. med. F.________ gerichtete Austrittsbericht der Klinik vom 
24. Juni 2014 (BB 7) hält Folgendes fest:

«Diagnoseliste nach ICD-10
1. Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Abhängig-

keitssyndrom: Gegenwärtig abstinent, aber in schützender Umgebung, 
F10.21

2. Psychische und Verhaltensstörungen durch Kokain: Abhängigkeitssyndrom: 
Mit episodischem Substanzgebrauch (z.B. Dipsomanie), F14.26

3. Kombinierte Persönlichkeitsstörungen mit vor allem narzistischen Anteilen, 
F61.0

4. Weitere Diagnosen:
- OP Dig. V Sehne rechte Hand vor Jahren
- St.n. Meniskusteilresektion Knie rechts 2008
- eigenanamnestisch Restharn

Zuweisungsumstände
Herr A.________ kommt zum zweiten Mal in den Südhang. Erstmals 
Aufenthalt in unserer Tagesklinik in Bern vom 24.10.-12.12.2013. Kurz nach 
dem Austritt habe er wieder vermehrt Alkohol getrunken. Im Gespräch mit 
seiner Psychiaterin Frau Dr. F.________ habe er sich entschieden, sich bei 
uns anzumelden. Er müsse jetzt etwas unternehmen. Intrinsische Motivation 
für einen Aufenthal auf der Abklärungsstation ist vorhanden.

Situation bei Austritt (inkl. Bemerkungen)
Wir konnten Herr A.________ in psychophysisch kompensiertem Zustand und 
in gegenseitigem Einverständnis planmässig aus der stationären Therapie 
entlassen. Der Patient tritt in die alte vakante Wohnsituation aus. Im Vergleich 
zum Eintrittsstatus aufgehelltere und stabile Stimmung. Keine Hinweise auf 
akute Eigen- oder Fremdgefährdung.

Weiterbehandlung (inkl. Empfehlungen)
Psychiatrisch weiterhin durch Sie, hausärztlich weiterhin Herr Dr. I.________. 
Suchtspezifisch empfehlen wir eine Begleitung durch die Berner Gesundheit 
oder das Blaue Kreuz.»

Laut dem Bericht wird demnach nicht abweichend von der Gutachterin davon 
ausgegangen, dass die Behandlungsbedürftigkeit des Beschwerdeführers infolge 
dieses stationären Aufenthalts entfallen ist. Gegenteils geht der Bericht einerseits 
selbstverständlich von der weiteren psychiatrischen Behandlung durch 
Dr. med. F.________ aus; andererseits empfiehlt er suchtspezifisch eine Begleitung 
durch eine geeignete Institution. Der zweite Aufenthalt in der Klinik Südhang führte 
demnach offenkundig nicht zu einer «hinreichenden Behandlung» der Erkrankung bzw. 
Suchtproblematik im Sinn des Gutachtens. Es handelt sich dabei folglich nicht um 
einen Sachumstand, der im vorinstanzlichen oder verwaltungsgerichtlichen Verfahren 
mit Blick auf die Frage, ob der Beschwerdeführer nunmehr in der Lage ist, seinen 
Lehrauftrag zu erfüllen, ausschlaggebend zu berücksichtigen (gewesen) wäre. Davon 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 01.06.2015, Nr. 100.2015.79U, Seite 14

scheint selbst der Beschwerdeführer nicht auszugehen (vgl. Replik S. 3]): Der Bericht 
der Klinik Südhang nehme nicht auf seine Fähigkeit Bezug, den Lehrerberuf 
auszuüben; er habe sich den Behandlungen auf Wunsch seiner Krankenversicherung 
unterzogen, der es darum gegangen sei, seine Arbeitsfähigkeit wiederherzustellen, da 
sie Taggeldleistungen erbracht habe. Anzufügen ist, dass der Beschwerdeführer aus 
der Einschätzung der Krankenversicherung vom März 2014, wonach er «aufgrund des 
Heilverlaufs per sofort arbeitsfähig [sei], da keine Diagnose mit einem Krankheitswert 
[vorliege]» (BB 6), für die hier relevante Frage nach seiner Fähigkeit, den Lehrerberuf 
auszuüben, nichts zu seinen Gunsten ableiten kann: Dazu enthält das Schreiben keine 
fundierte, schlüssig begründete medizinische Einschätzung. Auf eine hinreichende 
Behandlung bzw. stabile Gesundung des Beschwerdeführers in psychischer und 
suchtspezifischer Hinsicht kann daraus nicht geschlossen werden, zumal (wie 
dargelegt) der Bericht der Klinik Südhang eben keinen erfolgreichen 
Therapieabschluss attestiert.

5.3.3 Subjektiv fühlt sich der Beschwerdeführer aufgrund des Aufenthalts in der Klinik 
Südhang «genesen und gestärkt» (Beschwerde S. 16). Als Ausdruck eines gewissen 
Therapieerfolgs kann durchaus gewertet werden, dass er sich wiederum um Stellen 
bewarb und per 1. August 2014 eine Anstellung als Teilpensenlehrer à 11 Lektionen 
pro Woche erhielt. Erfreulich ist, dass es in seiner heute rund 10-monatigen Tätigkeit 
im H.________ bislang offenbar zu keinen nennenswerten Problemen gekommen ist, 
der Schulleiter anlässlich der Mitteilung der Umwandlung des Probedienstverhältnisses 
in eine ordentliche Anstellung am 17. Februar 2015 vielmehr schreibt, er freue sich auf 
eine «weiterhin gute Zusammenarbeit» (BB 5). Gleichwohl kann auch aus dieser Ent-
wicklung nicht auf eine stabile Besserung der gutachterlich diagnostizierten 
psychischen Störungen und anhaltende (hinreichende) Abstinenz von Alkohol- und 
Kokainkonsum geschlossen werden. Stabilere Phasen waren beim Beschwerdeführer 
bereits früher feststellbar, auch unmittelbar nach Ereignissen, die vom 
Beschwerdeführer selbst und aus psychiatrisch-psychologischer Sicht als für ihn 
belastend beschrieben werden: So sind beispielsweise zu der von vornherein auf ein 
Jahr befristeten Anstellung in C.________ keine negativen Vorfälle aktenkundig, 
wiewohl diese Anstellung im Anschluss an die vom Beschwerdeführer als schwere 
Kränkung empfundene Kündigung in B.________ im Jahr 2008 erfolgte (vgl. vorne 
Bst. A; Gutachten Ziff. 4.1 S. 19, Ziff. 5 S. 22 f., Ziff. 6 S. 25; Beilage zum Aus-
trittsbericht der Klinik Südhang vom 24.6.2014); ein Ereignis, mit welchem er etwa 
auch die ihm vorgeworfenen Unzulänglichkeiten in der späteren Anstellung in 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 01.06.2015, Nr. 100.2015.79U, Seite 15

D.________ mit zu erklären suchte (vgl. Aktennotiz zum Gespräch vom 1.11.2011, in 
Vorakten act. 3, Unterlagen D.________; vorne E. 5.3.1). Entscheidend ist aber, dass 
insbesondere bei psychischen Erkrankungen und Suchtproblemen ohnehin nicht die 
subjektive Wahrnehmung der betroffenen Person und ihres Umfelds ausschlaggebend 
sein kann. Nur eine objektive und nachvollziehbar begründete ärztliche Einschätzung, 
welche den behaupteten Therapieerfolg bestätigt, kann die «hinreichende 
Behandlung» bzw. stabile und anhaltende Gesundung mit ausreichender Beweiskraft 
belegen. Eine solche ist der Beschwerdeführer bis heute schuldig geblieben.

5.3.4 Nach dem Erwogenen kann nicht davon ausgegangen werden, dass der 
Beschwerdeführer seit Sommer 2014 genesen und die hinsichtlich der Fähigkeit zur 
Erfüllung des Lehrauftrags gutachterlich festgestellte Behandlungsbedürftigkeit 
entfallen ist. Die vorgebrachten Entwicklungen bestätigen vielmehr, was auch im 
Gutachten und im Austrittsbericht der Klinik Südhang angesprochen ist: Die 
Schwierigkeiten des Beschwerdeführers, sich mit den Suchtstörungen 
auseinanderzusetzen, bzw. die fehlende Krankheitseinsicht, und der fehlende Wille zur 
Totalabstinenz, welche die Gutachterin für eine stabile Besserung der depressiven 
Störung und Wiedererlangung der beruflichen Leistungsfähigkeit dringend empfiehlt 
und wozu zunächst intensive Motivationsarbeit im Hinblick auf eine langfristige 
Entwöhnungsbehandlung angezeigt wäre (vgl. Gutachten Ziff. 6 S. 25 f.; Beilage zum 
Austrittsbericht vom 24.6.2014). Die Vorinstanz hat erkannt, dass die 
Vertrauenswürdigkeit und Eignung des Beschwerdeführers als Lehrer aufgrund der 
aktenkundigen Sachverhalte – psychische Störungen bzw. daraus resultierende 
gutachterlich festgestellte Suchtproblematik und damit zusammenhängende Straftaten 
(vgl. vorne E. 4.3) – schwer beeinträchtigt ist. Die diesbezüglichen Erwägungen 
überzeugen und der Beschwerdeführer setzt ihnen zu Recht grundsätzlich nichts 
entgegen; darauf kann verwiesen werden (vgl. E. 2.1.5 der angefochtenen Verfügung). 
Die Einschätzung erweist sich nach dem Gesagten auch im Licht der vorgebrachten 
Entwicklungen als rechtmässig, namentlich vor dem Hintergrund, dass der 
Beschwerdeführer letztes Jahr gar die Therapie bei der behandelnden Psychiaterin 
eingestellt hat (vgl. vorne E. 5.3.2).

5.3.5 Gestützt auf die vorstehenden Ausführungen steht fest, dass die Vorinstanz 
zulässigerweise in antizipierter Beweiswürdigung von weiteren Abklärungen 
abgesehen hat. Ebenso wenig besteht im verwaltungsgerichtlichen Verfahren Anlass, 
die erwähnten (vorne E. 4.2.3) mit Beschwerdeschrift in Aussicht gestellten Beweise 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 01.06.2015, Nr. 100.2015.79U, Seite 16

explizit beim Beschwerdeführer einzufordern oder diese und andere Beweise 
(Zeugeneinvernahme und weitere Unterlagen der Krankenversicherung, vgl. 
Beschwerde S. 17) zu erheben. Hätte sich der Beschwerdeführer seit der letzten 
aktenkundigen Straftat strafrechtlich nichts mehr zu Schulden kommen lassen, änderte 
dies am Ergebnis nichts, wie auch eine weitere mündliche positive Beurteilung der 
Unterrichtstätigkeit des Beschwerdeführers durch den Schulleiter des H.________ zu 
keiner abweichenden Einschätzung führen könnte (vgl. vorne E. 5.3.3). Die beantragte 
Einvernahme des Schulleiters als Zeuge wird daher abgewiesen. Inwiefern schliesslich 
ein Bericht zur zweiten Behandlung in der Klinik Südhang entscheidwesentliche, vom 
aussagekräftigen Austrittsbericht (vgl. vorne E. 5.3.2) abweichende Einschätzungen 
enthalten könnte, erklärt der Beschwerdeführer nicht und ist auch nicht ersichtlich. 

5.4 Der Beschwerdeführer rügt die Massnahme schliesslich als unverhältnismässig. 
Sie greife unzulässig in die Wirtschaftsfreiheit ein. Seine privaten Interessen habe die 
Vorinstanz ungenügend gewichtet. Die Unterrichtsberechtigung sei für ihn existenziell; 
könnte er nicht mehr arbeiten, würde er (erneut) in finanzielle Not geraten. In seinem 
Alter dürfte es unmöglich sein, eine andere Anstellung zu finden. Mildere Mittel habe 
die Vorinstanz nicht geprüft (vgl. Beschwerde S. 26).

5.4.1 Die Wirtschaftsfreiheit gewährleistet insbesondere die freie Wahl des Berufs 
sowie den freien Zugang zu einer privatwirtschaftlichen Erwerbstätigkeit und deren 
freie Ausübung. Die Ausübung einer staatlichen Tätigkeit oder eines öffentlichen Amtes 
steht nicht unter ihrem Schutz (vgl. BGE 140 II 112 E. 3.1.1, 130 I 26 E. 4.1); das gilt 
insbesondere auch für die Tätigkeit als Lehrer an der Volksschule (BGE 103 Ia 394 
E. 2c; BGer 2C_889/2013 vom 20.10.2014, E. 5.1). – Der von der Vorinstanz an-
geordnete Entzug der Unterrichtsberechtigung unter Anweisung, ihr das Original des 
Primarlehrpatents und des Ausweises für Lehrer an besonderen Klassen zu 
übergeben, ist auf mindestens zwei Jahre seit Erlass der Verfügung festgelegt (vgl. 
vorne E. 2). Diese Anordnung greift hinsichtlich der Tätigkeit an privaten Schulen im 
Sinn von Art. 2a LAG in die Wirtschaftsfreiheit ein, welche zusätzlich insoweit betroffen 
ist, als sich der Entzug der Unterrichtsberechtigung unter Hinterlegung der Patent- und 
Ausweisurkunden faktisch erschwerend auf den Nachweis der entsprechenden 
Befähigungen bzw. die Betätigung im privaten (Bildungs-)Sektor auswirkt (vgl. BGer 
2C_889/2013 vom 20.10.2014, E. 6.2.1; BVR 2011 S. 433 E. 2.1). Diese Auswirkungen 
sind nicht als leicht zu bezeichnen. Mit Bezug auf die Tätigkeit an staatlichen Schulen 
kann sich der Beschwerdeführer dagegen nicht auf die Wirtschaftsfreiheit berufen; das 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 01.06.2015, Nr. 100.2015.79U, Seite 17

gilt namentlich hinsichtlich seiner heutigen Anstellung am H.________, dessen Träger 
der Kanton ist (Organisationseinheit der Gesundheits- und Fürsorgedirektion; vgl. 
Art. 19 des Volksschulgesetzes vom 19. März 1992 [VSG; BSG 432.210] i.V.m. Art. 1 
Abs. 1 … der Verordnung vom 8. Februar 2006 über die kantonalen pädagogischen 
und sozialpädagogischen Institutionen der Gesundheits- und Fürsorgedirektion [PSIV; 
BSG 862.61]; Art. 3 Abs. 2 Bst. b der Verordnung vom 29. November 2000 über die 
Organisation und die Aufgaben der Gesundheits- und Fürsorgedirektion [OrV GEF; 
BSG 152.221.121]).

5.4.2 Die Verhältnismässigkeit des Eingriffs in die Wirtschaftsfreiheit ist gewahrt, 
wenn die strittige Massnahme geeignet ist, das angestrebte öffentliche Interesse zu 
erreichen oder zur Zielerreichung einen nicht zu vernachlässigenden Beitrag zu leisten, 
wenn sie erforderlich ist, d.h. namentlich kein milderes Mittel das Ziel ebenso erreicht, 
und wenn die Massnahme auch zumutbar ist (Art. 35 Abs. 3 BV, Art. 28 KV; statt vieler 
etwa BGE 135 I 176 E. 8.1; BVR 2013 S. 105 E. 5.1, 2011 S. 433 E. 4.3). Art. 5 Abs. 2 
BV, welcher als Verfassungsgrundsatz für jedes staatliche Handeln gilt, gebietet 
allgemein angemessenes, massvolles Handeln (Benjamin Schindler, in St. Galler BV-
Kommentar, 3. Aufl. 2014, Art. 5 N. 47; vgl. auch BGE 140 II 194 E. 5.8.2). Art. 23a 
Abs. 1 LAG, als «Kann-Vorschrift» ausgestaltet, belässt der Behörde in Verbindung mit 
der offenen Umschreibung des Tatbestands gewissen Spielraum hinsichtlich der Ent-
scheidung, ob der Entzug der Unterrichtsberechtigung angezeigt ist. Dieses 
Entschliessungsermessen ist pflichtgemäss auszuüben. Willkürverbot, 
Gleichbehandlungsgebot und Verhältnismässigkeit leiten die Ermessenstätigkeit. 
Darüber hinaus ist besonderes Augenmerk auf Sinn und Zweck der gesetzlichen 
Ordnung und die dort angelegten öffentlichen Interessen zu richten (BVR 2011 S. 433 
E. 4.3 mit Hinweisen).

5.4.3 Wie dargelegt, lässt sich der Entzug der Unterrichtsberechtigung zurzeit damit 
rechtfertigen, dass dem Beschwerdeführer mangels hinreichender Behandlung seiner 
Erkrankung und Suchtproblematik die Eignung und Vertrauenswürdigkeit zur 
Lehrtätigkeit abgeht. Bei dieser Sachlage soll er nicht auf der Volksschulstufe 
unterrichten. Darin liegt das öffentliche Interesse an der Massnahme (vgl. vorne 
E. 5.2). Dieses gewichtet nicht leicht: Zwar trifft soweit aktenkundig zu, dass der 
Beschwerdeführer nicht wegen Straftaten verurteilt wurde, welche sich gegen Schü-
lerinnen oder Schüler oder andere Kinder und Jugendliche richteten bzw. Tatbestände 
erfüllten, die spezifisch die körperliche, sexuelle oder seelisch-geistige Integrität von 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 01.06.2015, Nr. 100.2015.79U, Seite 18

Minderjährigen schützen (vgl. vorne E. 4.2.1), und die daher auf unerträgliche Weise 
dem Lehr- und Erziehungsauftrag zuwiderlaufen. Vorgefallene oder potentielle 
Übergriffe auf Schülerinnen oder Schüler stellen nach Art. 23a Abs. 1 LAG aber nicht 
die einzige Tatbestandsvariante für einen Entzug der Unterrichtsberechtigung dar. 
Auch ohne konkrete Gefährdung von Schülerinnen oder Schülern kann die Eignung als 
Lehrerin oder Lehrer und Erzieherin oder Erzieher in Frage gestellt sein (vgl. vorne 
E. 5.2). Insoweit ist auch das Verhalten einer Lehrkraft ausserhalb ihrer Lehrtätigkeit 
von Belang. Namentlich Sexualdelikte, aber auch andere Straftaten können die 
Nichteignung für die Lehrtätigkeit verdeutlichen, auch wenn sie ausschliesslich im 
Privatleben begangen worden sind. Gleiches gilt auch für anderes Verhalten, das mit 
der Vorbildfunktion und Glaubwürdigkeit einer Lehrperson nicht vereinbar ist. Einzelne 
geringfügige Straftaten begründen zwar kein hinreichendes öffentliches Interesse, die 
Unterrichtsberechtigung zu entziehen (verneinend z.B. für Bussen wegen einzelner 
kleiner Verkehrsdelikte: BVR 2011 S. 433 E. 4.2.1) und das allgemeine Vertrauen der 
Öffentlichkeit in die Lehrkraft wird vor dem konkreten Hintergrund zumindest weniger 
strapaziert, als wenn ein Lehrer vorsätzlich und mit Nachdruck seine mit dem Lehrplan 
nicht vereinbaren Werthaltungen auf dem Gebiet der Sexualität auf dem Internet 
propagiert (vgl. VGE 2010/440 vom 20.12.2010). Gleichwohl ist die Vorinstanz im Fall 
des Beschwerdeführers zu Recht davon ausgegangen, dessen Vertrauenswürdigkeit 
und Eignung als Lehrperson sei in einem Ausmass beeinträchtigt, welches den Entzug 
der Unterrichtsberechtigung rechtfertigt. Das Problem des Beschwerdeführers liegt in 
psychischen Störungen, die sich nach bisherigen Feststellungen und der Einschätzung 
der Gutachterin in einer Suchtproblematik mit damit verbundenen Auswirkungen 
manifestieren. Die dem Beschwerdeführer vorgeworfenen Straftaten erklären sich 
wesentlich vor diesem Hintergrund. Ausserdem lässt sich gemäss den Akten auch 
nicht sagen, Schülerinnen und Schüler, die Beziehung zwischen Schule und Eltern 
oder der Schulbetrieb seien infolge der Auswirkungen der gesundheitlichen 
Beeinträchtigung des Beschwerdeführer nicht in Mitleidenschaft gezogen worden (vgl. 
die dokumentierten Vorfälle in den Vorakten act. 1 ff.). Insgesamt fällt das öffentliche 
Interesse an der Massnahme daher erheblich ins Gewicht.

5.4.4 Eine Verwarnung fällt als mildere Massnahme von vornherein ausser Betracht 
(vgl. Beschwerde S. 26), da unsachlich und nicht zielführend wäre, den 
gesundheitlichen Problemen des Beschwerdeführers mit disziplinarischen 
Massnahmen zu begegnen. Weiter steht nun fest, dass die strittige Massnahme nur für 
die Dauer von zwei Jahren seit Erlass der Verfügung angeordnet ist und dem 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 01.06.2015, Nr. 100.2015.79U, Seite 19

Beschwerdeführer offensteht, diese Zeit für die von der Gutachterin und der Klinik 
Südhang als indiziert umschriebene Behandlung zu nutzen und unter Nachweis einer 
hinreichenden Behandlung um Wiedererteilung der Unterrichtsberechtigung und 
Rückgabe der Patent- und Ausweisurkunde zu ersuchen (vorne E. 2). Es besteht somit 
die Möglichkeit, dass der Beschwerdeführer trotz Pensionierung noch einige Jahre als 
Lehrer arbeiten kann (vgl. Art. 1 Abs. 2 LAG i.V.m. Art. 14 Abs. 2 des 
Personalgesetzes vom 16. September 2004 [PG; BSG 153.01]). Die Vorinstanz hat 
damit zu Recht von ihrer übermässig strengen Massnahme (definitiver Entzug) 
Abstand genommen und ist dem Anliegen des Beschwerdeführers 
entgegengekommen (vgl. Beschwerde S. 26).

5.4.5 Ob im Schutzbereich von Grundrechten, hier der Wirtschaftsfreiheit, der 
Eingriffszweck in vernünftiger Relation zur Eingriffswirkung steht, beurteilt sich 
wesentlich danach, wie stark das öffentliche Interesse und die gegenläufigen privaten 
Interessen im konkreten Fall zu gewichten sind (vgl. BGE 118 Ia 410 E. 2; BVR 2013 
S. 105 E. 5.1). Dem Beschwerdeführer droht mit der Massnahme der – zeitweilige (vgl. 
E. 5.4.4 hiervor) – Verlust der Verdienstmöglichkeiten als Lehrer und der mit der 
Ausübung seines Berufs verbundenen ideellen Werte (Anerkennung, soziale Kontakte 
in der Schule etc.). Allzu grosses Gewicht kommt diesen privaten Interessen freilich 
nicht zu. Einerseits hat sich der Beschwerdeführer – während hängigem Verfahren auf 
Entzug der Unterrichtsberechtigung – rückwirkend auf Sommer 2013 frühzeitig 
pensionieren lassen; er dürfte daher Rentenleistungen beziehen, zumal er seit 1976/77 
bis Sommer 2008 als Lehrer tätig war. Weshalb er bei dieser Sachlage (wieder) in eine 
existenzielle Notlage geraten soll, legt er, wiewohl er insoweit ebenfalls mitwirkungs-
pflichtig ist (vgl. vorne E. 3.3), nicht dar und ist auch nicht ersichtlich, wenn auch 
angenommen werden kann, dass das Gehalt, das er aktuell für sein 11 Lektionen-
Pensum bezieht, mit Blick auf seine in den Vorakten dokumentierten Schwierigkeiten in 
finanziellen Belangen sicherlich willkommen ist (vgl. etwa Vorakten act. 3; Gutachten 
Ziff. 5 S. 22 f.). Andererseits konnte der Beschwerdeführer angesichts des laufenden 
Verwaltungsverfahrens auf Entzug der Unterrichtsberechtigung, in dem er seine 
Bewerbungen und die Anstellung im August 2014 nicht offengelegt hat – er hat bis 
heute auch die Leitung des H.________ nicht über dieses Verfahren orientiert (vgl. 
Beschwerde S. 17) –, nicht in guten Treuen damit rechnen, dass er diese Stelle auch 
mittelfristig halten kann. Er schuf damit vollendete Tatsachen, weshalb er hinnehmen 
muss, dass im Rahmen der Gewichtung der auf dem Spiel stehenden Interessen die 
ihm aus dem drohenden Verlust dieser Anstellung erwachsenden Nachteile nur in 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 01.06.2015, Nr. 100.2015.79U, Seite 20

verringertem Mass berücksichtigt werden können (vgl. BVR 2013 S. 105 E. 5.5). Wird 
ihm die weitere Tätigkeit am H.________, welche nicht grundrechtlich geschützt ist 
(vorne E. 5.4.1), versagt, so ist dies nach dem Erwogenen im Licht von Art. 5 Abs. 2 
BV nicht als unverhältnismässig zu beurteilen. Die der Leitung … daraus entstehenden 
administrativen Umstände sind hinzunehmen.

5.5 Zusammenfassend erweist sich die strittige Massnahme mit Rücksicht auf 
sämtliche Umstände des konkreten Falls auch im Licht der Wirtschaftsfreiheit nicht als 
rechtsfehlerhaft. Ziel und Massnahme stehen hier insbesondere mit Blick auf die 
Möglichkeit der neuen Beurteilung in einem vernünftigen Verhältnis. Daran vermag 
auch die vom Beschwerdeführer vorgebrachte frühere langjährige klaglose Tätigkeit als 
Lehrer nichts zu ändern. Die Beschwerde erweist sich somit, soweit die Vorinstanz 
nicht teilweise zugunsten des Beschwerdeführers auf ihre Verfügung zurückgekommen 
ist und insoweit den Abstand erklärt hat, als unbegründet. 

Da hiermit in der Sache entschieden wird, erübrigt es sich, die der Beschwerde 
superprovisorisch gewährte aufschiebende Wirkung (vorne Bst. C) durch eine 
ordentliche vorsorgliche Massnahme abzulösen.

6.

Bei diesem Ausgang des Verfahrens unterliegt der Beschwerdeführer, soweit die 
Sache nicht infolge teilweiser neuer Verfügung der Vorinstanz gegenstandslos 
geworden ist. Mit seinem Gesuch um Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung 
hat der Beschwerdeführer obsiegt, wobei die Kosten des Gesuchsverfahrens noch 
nicht verlegt worden sind (verfahrensleitende Verfügung vom 16.3.2015). Insgesamt 
rechtfertigt es sich, den Beschwerdeführer/Gesuchsteller als hälftig obsiegend zu 
betrachten. In diesem Umfang hat er Anspruch auf Parteikostenersatz (Art. 108 Abs. 3 
i.V.m. Art. 104 Abs. 1 VRPG). Die Verfahrenskosten hat er entsprechend seinem 
hälftigen Unterliegen zur Hälfte zu tragen (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Die verbleibenden 
Kosten des Beschwerde- und Gesuchsverfahrens können nicht erhoben werden 
(Art. 108 Abs. 2 VRPG). Die Kostennote des Rechtsvertreters gibt zu keinen 
Bemerkungen Anlass.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 01.06.2015, Nr. 100.2015.79U, Seite 21

Die vorinstanzliche Kostenverlegung bedarf keiner Änderung, da keine 
Verfahrenskosten erhoben wurden und im Verwaltungsverfahren kein Anspruch auf 
Parteikostenersatz besteht (Art. 107 Abs. 3 VRPG).

7.

Zur Rechtsmittelbelehrung ist Folgendes festzuhalten: Beim Streit um den Entzug der 
Unterrichtsberechtigung unter Hinterlegung der entsprechenden Originalurkunden 
handelt es sich nicht um eine Angelegenheit aus dem Gebiet der öffentlich-rechtlichen 
Arbeitsverhältnisse; Gegenstand des Verfahrens ist eine Berufsausübungsbewilligung 
auf dem Gebiet des Bildungsrechts. Es wird daher auf die Beschwerde in öffentlich-
rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht, Lausanne, verwiesen, auch wenn 
der Beschwerdeführer aktuell in einem kantonalen Anstellungsverhältnis steht.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird, soweit sie nicht gegenstandslos geworden ist, abgewiesen.

2. Die Kosten des Beschwerde- und Gesuchsverfahrens vor dem Verwaltungsgericht, 
bestimmt auf eine Pauschalgebühr von Fr. 3'000.--, werden dem Beschwerdeführer 
zur Hälfte, ausmachend Fr. 1'500.--, auferlegt. Die verbleibenden Kosten werden 
nicht erhoben. 

3. Der Kanton Bern (Erziehungsdirektion) hat dem Beschwerdeführer für das 
Beschwerde- und Gesuchsverfahren vor dem Verwaltungsgericht die Parteikosten, 
bestimmt auf insgesamt Fr. 4'570.80, zur Hälfte, ausmachend Fr. 2'285.40 (inkl. 
Auslagen und MWSt), zu bezahlen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 01.06.2015, Nr. 100.2015.79U, Seite 22

4. Zu eröffnen:
- dem Beschwerdeführer
- der Erziehungsdirektion des Kantons Bern

Der Abteilungspräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begründung beim 
Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 
gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das 
Bundesgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.