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**Case Identifier:** c178b7a6-b1a6-5507-ba39-efc89a36fe37
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-04-27
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 27.04.2014 720 13 364/99
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-13-364-99_2014-04-27.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 27. April 2014 (720 13 364 / 99) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

Anspruch auf eine höhere Invalidenrente gestützt auf ein Gerichtsgutachten be-

jaht; bei der Berechnung des Invalideneinkommens rechtfertigt es sich in casu 

nicht, ausnahmsweise auf die Tabelle T17 der LSE, Ziffer 4 (Bürokräfte und ver-

wandte Berufe) abzustellen; das Invalideneinkommen ist daher anhand der im 

Regelfall anzuwendenden Tabelle TA1, Total, zu ermitteln. 
 
 
Besetzung Präsidentin Eva Meuli, Kantonsrichter Daniel Noll, Kantonsrichter 

Jgnaz Jermann, Gerichtsschreiberin Gisela Wartenweiler 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Daniel Altermatt, 
Rechtsanwalt, Neuarlesheimerstrasse 15, Postfach 435, 
4143 Dornach 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, 
Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente 
 
 
 
A. Die 1969 geborene A.____ erlitt im März 1990 als Beifahrerin einen Autounfall und 
leidet seither an Nackenschmerzen, Schwindel und einem Rauschen im Kopf. Das Unfallereig-
nis wurde damals bei keiner Unfallversicherung angemeldet. Am 1. März 2011 trat A.____ bei 
der B.____ in X.____ eine Stelle als kaufmännische Angestellte im Sekretariat in einem Teil-

 

 
 
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zeitpensum von 90 % an. Aufgrund der Nackenbeschwerden unterzog sie sich am 17. Oktober 
2011 einer Halswirbeloperation. Die Beeinträchtigungen am Nacken machte sie nachträglich bei 
der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) als Unfallfolgen geltend. Die Suva ver-
neinte zuletzt mit rechtskräftigem Einspracheentscheid vom 10. Mai 2012 ihre Leistungspflicht, 
weil der Kausalzusammenhang zwischen den geltend gemachten Beschwerden und dem Un-
fallereignis von März 1990 nicht gegeben sei.  
 
B. Am 6. August 2012 meldete sich A.____ unter Hinweis auf die seit März 1990 beste-
henden gesundheitlichen Einschränkungen bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) 
zum Leistungsbezug an. Nach Abklärung der erwerblichen und gesundheitlichen Verhältnisse 
der Versicherten ermittelte die IV-Stelle Basel-Landschaft in Anwendung der allgemeinen Be-
messungsmethode einen Invaliditätsgrad von 38 %. Nach durchgeführtem Vorbescheidsverfah-
ren wies sie mit Verfügung vom 11. November 2013 einen Anspruch der Versicherten auf eine 
Invalidenrente mangels rentenbegründenden Invaliditätsgrades ab.  
 
C. Gegen diese Verfügung erhob die Versicherte, vertreten durch Advokat Daniel Alter-
matt, am 16. Dezember 2013 Beschwerde ans Kantonsgericht, mit dem Antrag, es sei die an-
gefochtene Verfügung aufzuheben. In der ergänzenden Beschwerdebegründung vom 8. Januar 
2014 machte sie durch ihren Rechtsvertreter geltend, dass die Gutachten von Dr. med. C.____, 
FMH Innere Medizin und Rheumatologie, vom 24. Juli 2013 und von Dr. med. D.____, FMH 
Psychiatrie und Psychotherapie, vom 21. Mai 2013 nicht beweiskräftig genug seien, um darauf 
abstellen zu können. Zudem sei eine Verschlechterung des psychischen Gesundheitszustandes 
eingetreten. Es sei deshalb eine polydisziplinäre Begutachtung (Rheumatologie, Neurologie 
Otorhinolaryngologie, Psychiatrie) anzuordnen.  
 
D. In ihrer Vernehmlassung vom 20. März 2014 schloss die IV-Stelle mit Verweis auf die 
Berichte des Regionalen ärztlichen Dienstes (RAD) vom 5. Februar 2014, 19. und 20. März 
2014 auf Abweisung der Beschwerde.  
 
E. Mit Replik vom 30. Juni 2014 reichte die Versicherte durch ihren Rechtsvertreter einen 
Austrittsbericht der E.____ vom 17. März 2014 ein und beantragte die Durchführung einer Par-
teiverhandlung, damit sie insbesondere zum Ablauf der Begutachtungen durch Dr. C.____ und 
Dr. D.____ befragt werden könne.  
 
F. Die IV-Stelle hielt in ihrer Duplik vom 17. September 2014 gestützt auf den RAD-
Bericht vom 25. Juli 2014 an ihrem Antrag auf Abweisung der Beschwerde fest.  
 
G. Am 12. Januar 2015 reichte der Rechtsvertreter der Versicherten weitere medizinische 
Unterlagen ein. Die IV-Stelle verzichtete mit Eingabe vom 16. Februar 2015 auf eine Stellung-
nahme.  
 
H. Anlässlich der Parteiverhandlung vom 5. März 2015 kam das Kantonsgericht zum 
Schluss, dass gewisse Anhaltspunkte für eine Verschlechterung des psychischen Gesundheits-
zustandes nach der Begutachtung durch Dr. D.____ bis vor Erlass der angefochtenen Verfü-

 

 
 
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gung vorlägen. Es sei deshalb keine abschliessende Beurteilung der Angelegenheit gestützt auf 
die vorhandene medizinische Aktenlage möglich. Das Kantonsgericht stellte folglich den Fall 
aus und ordnete ein bidisziplinäres Gutachten (rheumatologisch und psychiatrisch) bei der 
F.____ an. Der Auftrag wurde im Einverständnis der Parteien und den mit Eingabe der IV-Stelle 
vom 8. April 2014 gestellten Zusatzfragen der F.____ am 16. April 2015 erteilt. Das Gutachten 
der F.____ wurde dem Kantonsgericht am 11. September 2015 eingereicht.  
 
I. Mit Verfügung vom 23. September 2015 gab das Kantonsgericht den Parteien Gele-
genheit, insbesondere auch im Hinblick auf die vom Bundesgericht im Leitentscheid vom 3. Juni 
2015 (BGE 141 V 281) geänderte Rechtsprechung zur invalidisierenden Wirkung von somato-
formen Schmerzstörungen und vergleichbaren pathogenetisch-ätiologisch unklaren syndroma-
len Beschwerdebildern Stellung zu nehmen.  
 
J. In ihrer Stellungnahme vom 25. November 2015 teilte die IV-Stelle mit, dass die Prü-
fung der Standardindikatoren gemäss BGE 141 V 281 nicht erforderlich sei, da bei der Versi-
cherten kein unklares Beschwerdebild vorliege. Die Beurteilung der F.____ vom 11. September 
2015 erfülle die rechtsprechungsgemässen Anforderungen an ein Gutachten, weshalb darauf 
abzustellen sei. Demgemäss habe die Versicherte aufgrund eines Invaliditätsgrades von 33 % 
keinen Anspruch auf eine Invalidenrente. 
 
K.  Der Rechtsvertreter der Versicherten machte in seiner Eingabe vom 10. Dezember 
2015 geltend, dass sich die Gutachter der F.____ nicht zum Bericht der behandelnden Psycho-
login G.____ vom 23. Oktober 2013 geäussert hätten. Die Psychologin bestätige, dass eine 
Verschlechterung des Gesundheitszustandes bereits vor Verfügungserlass vom 11. November 
2013 eingetreten sei. Falls nicht auf ihren Bericht abgestellt werde, sei die F.____ aufzufordern, 
ergänzende Angaben zur Arbeitsfähigkeit der Versicherten zwischen 9. April 2012 bis 12. De-
zember 2013 zu machen. Weiter wurde der Einkommensvergleich beanstandet. Einerseits sei 
das Valideneinkommen nicht der Nominallohnentwicklung bis 2013 angepasst worden. Ande-
rerseits sei beim Invalideneinkommen aufgrund der weitreichenden Einschränkungen der ma-
ximale leidensbedingte Abzug von 25 % vorzunehmen.  
 
L. Am 26. Mai 2016 beantwortete die begutachtende Psychiaterin der F.____ Dr. med. 
H.____, FMH Psychiatrie und Psychologie, auf Aufforderung des Kantonsgerichts hin die Frage 
der Versicherten betreffend Arbeitsfähigkeit für den Zeitraum vom 9. April 2012 bis 
12. Dezember 2013. Mit Schreiben vom 20. Juli 2016 präzisierte der ärztliche Leiter der F.____ 
Dr. med. I.____, FMH Allgemeine Innere Medizin, die Ausführungen von Dr. H.____.  
 
M. Der Rechtsvertreter der Versicherten hielt in seiner Eingabe vom 25. Juli 2016 an sei-
nen Begehren fest. Er machte insbesondere geltend, dass die Schlussfolgerung der F.____, 
eine gesundheitliche Verschlechterung sei erst nach Verfügungserlass eingetreten, der medizi-
nischen Aktenlage widerspreche.  
 
N. In der Eingabe vom 30. September 2016 beantragte die IV-Stelle, es sei auf das Ge-
richtsgutachten abzustellen. Aufgrund der Feststellungen der F.____ habe die Versicherte An-

 

 
 
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spruch auf eine vom 1. Dezember 2013 bis 31. Dezember 2014 befristete ganze Invalidenrente 
und ab 1. Januar 2015 auf eine unbefristete halbe Invalidenrente. 
 
O. Mit Stellungnahmen vom 21. Dezember 2016 und 10. Januar 2017 hielten die Parteien 
an ihren Standpunkten fest.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1.1 Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet die Frage, ob die Versicherte An-
spruch auf eine Invalidenrente hat.  
 
1.2 Nach ständiger Rechtsprechung beurteilt das Sozialversicherungsgericht die Gesetz-
mässigkeit der Verwaltungsverfügungen in der Regel nach dem Sachverhalt, der zur Zeit des 
Verfügungserlasses gegeben war (BGE 130 V 138 E. 2.1 S. 140, 121 V 366 E. 1b mit Hinwei-
sen). Tatsachen, die jenen Sachverhalt seither verändert haben, sollen im Normalfall Gegen-
stand einer neuen Verwaltungsverfügung sein. Ausnahmsweise kann das Gericht aus prozess-
ökonomischen Gründen auch die Verhältnisse nach Erlass der Verfügung in die richterliche 
Beurteilung miteinbeziehen und zu deren Rechtswirkungen über den Verfügungszeitpunkt hin-
aus verbindlich Stellung beziehen, mithin den das Prozessthema bildenden Streitgegenstand in 
zeitlicher Hinsicht ausdehnen. Eine solche Ausdehnung des richterlichen Beurteilungszeitraums 
ist indessen - analog zu den Voraussetzungen einer sachlichen Ausdehnung des Verfahrens 
auf eine ausserhalb des durch die Verfügung bestimmten Rechtsverhältnisses liegende spruch-
reife Frage (BGE 130 V 138 E. 2.1 S. 141, 122 V 36 E. 2a mit Hinweisen; zum Begriff des An-
fechtungsgegenstandes vgl. BGE 125 V 414 E. 1a, 119 Ib 36 E. 1b, je mit Hinweisen) - nur zu-
lässig, wenn der nach Erlass der Verfügung eingetretene, zu einer neuen rechtlichen Beurtei-
lung der Streitsache ab jenem Zeitpunkt führende Sachverhalt hinreichend genau abgeklärt ist 
und die Verfahrensrechte der Parteien, insbesondere deren Anspruch auf rechtliches Gehör, 
respektiert worden sind (BGE 130 V 138 E. 2.1 S. 140). 
 
1.3 Vorliegend datiert die angefochtene Verfügung vom 11. November 2013. Der Leis-
tungsanspruch ist demnach grundsätzlich aufgrund des Gesundheitszustandes der Versicher-
ten zu beurteilen, wie er sich bis zum Zeitpunkt des Verfügungserlasses entwickelt hat. Da mit 
dem Gutachten der F.____ der Sachverhalt über den 11. November 2013 hinaus hinreichend 
abgeklärt ist und die Parteien sich im vorliegenden Beschwerdeerfahren auch für den Zeitraum 
ab Verfügungserlass äusserten, sind die Voraussetzungen für eine ausnahmsweise Ausdeh-
nung des zeitlichen Beurteilungszeitraums erfüllt. Es rechtfertigt sich daher aus prozessökono-
mischen Gründen, bei der Beurteilung des Leistungsanspruchs der Versicherten die Verhältnis-
se nach Erlass der angefochtenen Verfügung einzubeziehen. 
 
2.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die In-
validenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder ihre 
Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmass-
nahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne 

 

 
 
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wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) 
und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c). Als Invalidität gilt nach 
Art. 8 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) 
vom 6. Oktober 2000 die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teil-
weise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder 
Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der kör-
perlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf 
dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verstehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für 
die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliess-
lich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen (Satz 1). Eine Er-
werbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist 
(Satz 2).  
 
2.2 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine ganze Rente, 
wenn sie zu mindestens 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf 
eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu min-
destens 40 % invalid ist.  
 
3.1 Ausgangspunkt der Ermittlung eines Rentenanspruchs bildet die Frage, in welchem 
Ausmass die versicherte Person aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigungen arbeitsun-
fähig ist. Nach Art. 6 ATSG ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung der kör-
perlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im 
bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer 
wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem andern Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt 
(Satz 2).  
 
3.2 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insbesondere auch bei der Beur-
teilung der Arbeitsfähigkeit einer versicherten Person ist die rechtsanwendende Behörde - die 
Verwaltung und im Streitfall das Gericht - auf Unterlagen angewiesen, die vorab von Ärztinnen 
und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind. Deren Aufgabe ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkei-
ten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 115 V 134 E. 2, 114 V 314 E. 3c, 105 V  158 
E. 1 in fine). Darüber hinaus bilden die ärztlichen Stellungnahmen eine wichtige Grundlage für 
die Beurteilung der Zumutbarkeit, also der Frage, welche anderen Erwerbstätigkeiten als die 
zuletzt ausgeübte Berufsarbeit von der versicherten Person auf dem allgemeinen, ausgegliche-
nen und nach ihren persönlichen Verhältnissen in Frage kommenden Arbeitsmarkt zumutba-
rerweise noch verrichtet werden können (ULRICH MEYER-BLASER, Zur Prozentgenauigkeit in der 
Invaliditätsschätzung, in: Schaffhauser/Schlauri [Hrsg.], Rechtsfragen der Invalidität in der Sozi-
alversicherung, St. Gallen 1999, S. 20 f. mit Hinweisen).  
 
3.3 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle an-
deren Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 

 

 
 
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pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs ge-
statten. Widersprechen sich medizinische Berichte, darf das Gericht den Prozess nicht erledi-
gen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf 
die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes 
eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend 
ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in 
Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen 
Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die 
Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 232 E. 5.1, 
125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c).  
 
4.1.1 Gestützt auf den Beschluss vom 5. März 2015 gab das Kantonsgericht ein Gerichts-
gutachten bei der F.____ in Auftrag, welches am 11. September 2015 erstattet wurde. Der Gut-
achter Dr. med. J.____, FMH Innere Medizin und Rheumatologie, diagnostizierte in seinem 
Teilgutachten vom 17. Juni 2015 mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit ein chronisches zer-
vikovertebrales und ein chronisch-rezidivierendes mässiges lumbovertebrales Schmerzsyn-
drom. Die aktuellen Befunde würden sich weitgehend mit denjenigen von Dr. C.____ decken. 
Insgesamt sei der heutige muskuloskelettale Gesundheitszustand der Versicherten vergleichbar 
mit demjenigen anlässlich der Untersuchung durch Dr. C.____ im Jahr 2013. Allenfalls sei eine 
leichte Verschlechterung im Bereich der Lendenwirbelsäule festzustellen. Diese Beschwerden 
seien jedoch zum Zeitpunkt der Untersuchung von Dr. C.____ gegenüber den nuchalen Be-
schwerden weit im Hintergrund gestanden. Auch heute ständen die Beeinträchtigungen am Na-
cken im Vordergrund. Die Einschätzung von Dr. C.____ bezüglich der nuchalen Beschwerde-
symptomatik sei auch zum heutigen Zeitpunkt zu teilen. Die globale Rotationsfähigkeit des Kop-
fes sei aktuell etwas eingeschränkter und im Bereich der peripheren Gelenke sei eine Hyper-
laxität der Ellbogen-, Knie- und Fingergelenke festzustellen. Daraus sei jedoch keine zusätzli-
che Minderung der muskuloskelettalen Leistungsfähigkeit abzuleiten. Beim Lesen des Gutach-
tens von Dr. C.____ scheine bezüglich des Ausmasses der Arbeitsfähigkeit Verwirrung aufge-
kommen zu sein. Einerseits habe er eine 35%ige Arbeitsunfähigkeit bei einem 90%-
Teilzeitpensum und andererseits eine 40%ige bei einem Vollzeitpensum attestiert. Diese Anga-
ben widersprächen sich jedoch "numerisch adaptiert" nicht.  
 
4.1.2 Die Psychiaterin Dr. H.____ hielt in ihrem Fachgutachten vom 27. Juni 2015 als 
Hauptdiagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit in Übereinstimmung mit Dr. D.____ 
eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren und zusätzlich 
eine leicht- bis mittelgradige depressive Episode sowie akzentuierte Persönlichkeitszüge fest. 
Die chronische Schmerzstörung mit somatischem Korrelat sowie erkennbarem primärem inner-
seelischem Konflikt reduziere die Belastbarkeit der Versicherten. Unter zusätzlichen psychoso-
zialen Belastungen habe sich ausserdem eine depressive Symptomatik entwickelt, welche in 
Betrachtung des Längsverlaufs als depressive Episode im Rahmen einer rezidivierenden de-
pressiven Störung zu werten sei. Gegenwärtig sei sie leicht- bis mittelgradiger Ausprägung. Als 
Grundlage erkennbar sei eine seit früher Jugend bestehende Persönlichkeitsakzentuierung, die 

 

 
 
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als Vulnerabilitätsfaktor die psychische Resilienz in Belastungssituationen reduziere. Aus psy-
chiatrischer Sicht bestehe aufgrund der komplexen komorbiden Störung eine Einschränkung 
der Leistungsfähigkeit von 50 %. Psychiatrisch lasse sich eine Einschränkung mit der Gefahr 
rezidivierender depressiver Kompensationen begründen, die bei Überforderung aufgrund der 
Persönlichkeitsakzentuierung der Versicherten zu fürchten seien. Bei dieser Einschätzung seien 
auch die Auswirkungen der chronischen Schmerzstörung berücksichtigt. Wegen dieser 
Schmerzstörung müsse die Versicherte die Möglichkeit haben, ihre Pausen nach Bedarf zu ge-
stalten. Aufgrund der psychischen Vulnerabilität sei sie auf ein wohlwollendes, tragendes und 
integrierendes Arbeitsumfeld angewiesen. Geeignet sei ein Nischenarbeitsplatz, in welchem sie 
sich ihren Ressourcen entsprechend einbringen könne. 
 
4.1.3 Aus gesamtmedizinischer Sicht bestehe eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit in einem 
wohlwollenden Arbeitsumfeld für jegliche leidensangepassten Tätigkeiten. In somatischer Hin-
sicht seien ihr keine Tätigkeiten mehr mit Notwendigkeit zum wiederholten Rotieren des Kopfes 
und Benützen von Stufen oder Leitern zuzumuten. Ebenso wenig könne sie eine "Haltearbeit" 
im Schultergürtelbereich wie PC-Arbeit (maximal 1 - 2 Stunden am Stück) ohne Unterbruch aus-
führen. Optimal sei eine Arbeit mit Heben, Stossen oder Ziehen von Lasten von maximal  
2 - 3 kg. Zudem seien Überkopfarbeiten, gebückt oder kauernd zu verrichtende Tätigkeiten oder 
schultergürtelbelastende Arbeiten zu vermeiden. Ausserdem sollte sie die Möglichkeit haben, 
die Körperposition zu wechseln, die Pausen bedarfsweise zu gestalten und den Arbeitsplatz 
ergonomisch anzupassen. Eine Tätigkeit im Bürobereich sei aufgrund der körperlich geringen 
Belastung, der Möglichkeit zum Einlegen von Entlastungspausen und der freieren Einteilung der 
Arbeit etc. gut geeignet, sofern keine schwereren Lasten getragen werden müssten. Gestützt 
auf den Bericht von Dr. med. K.____, FMH Anästhesiologie, vom 13. Februar 2011 sei von ei-
ner 50%igen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit ab 1. Januar 2012 auszugehen. Danach sei 
die Versicherte ab 9. April 2012 zu 65 % arbeitsfähig gewesen, was sich aus dem Austrittsbe-
richt der L.____ vom 17. April 2012 und den Berichten von Dr. K.____ vom 10. Mai 2012, 
14. Dezember 2012 und 22. Mai 2012 ergebe. Selbst die Versicherte habe angegeben, dass sie 
ca. 6 Monate nach der Operation ihre Arbeit wieder zu 65 % aufgenommen habe. Aufgrund der 
Hospitalisation im M.____ und der weiteren psychiatrischen stationären Aufenthalte habe vom 
12. Dezember 2013 bis 6. September 2014 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden. Ge-
stützt auf die aktuellen psychiatrischen Einschätzung und der anzunehmenden leichten Pro-
gression der degenerativen Veränderungen sei davon auszugehen, dass die Versicherte ab 
7. September 2014 wieder zu 50 % arbeitsfähig sei. Diese Angaben seien auf ein Vollzeitpen-
sum bezogen. 
 
4.2.1 Mit Schreiben vom 21. Januar 2016 wurde die F.____ gebeten, die Frage zu beantwor-
ten, ob mit Blick auf den Bericht der behandelnden Psychologin G.____ vom 23. Oktober 2013 
die Arbeitsfähigkeit der Versicherten im Zeitraum vom 9. April 2013 bis 12. Dezember 2013 mit 
überwiegender Wahrscheinlichkeit zu mehr als 35 % eingeschränkt gewesen sei. Im Ergän-
zungsgutachten vom 26. Mai 2016 gab Dr. H.____ an, dass für diese Zeitperiode auf die Anga-
ben des Schmerztherapeuten Dr. K.____ abzustellen sei. Danach sei für die Zeit vom 9. April 
2012 bis 12. Dezember 2013 von einer 65%igen Arbeitsfähigkeit auszugehen. Diese Einschät-
zung beziehe sich auf das von der Versicherten zuletzt geleistete Pensum von 90 %, d.h. 36,9 

 

 
 
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Stunden wöchentlich bei einem Vollpensum von 41 Stunden. Es gebe keine Anhaltspunkte aus 
den Akten, dass die Versicherte vom 9. April 2012 bis 11. Dezember 2013 mehr als zu 35 % in 
ihrer Arbeitsfähigkeit eingeschränkt gewesen sei. Den Bericht der Psychologin erachte sie 
mangels fachlicher Qualifikation als nicht verwertbar. Ausserdem seien dem Bericht weder ob-
jektive Befunde noch detaillierte anamnestische Angaben zu entnehmen. Sie schildere vorwie-
gend die geklagten Beschwerden, ohne eine zeitliche Zuordnung vorzunehmen.  
 
4.2.2 Dr. I.____ korrigierte am 20. Juli 2016 die Angaben von Dr. H.____ auf Anfrage des 
Kantonsgerichts insofern, als er ausführte, dass sich die angegebenen Arbeitsunfähigkeiten 
grundsätzlich immer auf ein 100%-Pensum bezögen. Die Angaben im Ergänzungsgutachten 
vom 26. Mai 2016 mit Bezug auf ein Pensum von 90 % seien ein Versehen.  
 
5.1 Wie alle Beweismittel unterliegen auch Gerichtsgutachten der freien richterlichen Be-
weiswürdigung. Kriterien der Beweiswürdigung bilden die Vollständigkeit, die Nachvollziehbar-
keit und die Schlüssigkeit des Gutachtens. Das Gericht hat zu prüfen, ob das Gutachten alle 
Fragen beantwortet, sich auf den zutreffenden Sachverhalt stützt und den Befund ausreichend 
begründet. In Sachfragen weicht das Gericht jedoch "nicht ohne zwingende Gründe" von einer 
gerichtlichen Expertise ab (vgl. BGE 125 V 352 f. E. 3b/aa). Ein Grund zum Abweichen kann 
vorliegen, wenn die Gerichtsexpertise widersprüchlich ist oder wenn ein vom Gericht eingehol-
tes Obergutachten in überzeugender Weise zu andern Schlussfolgerungen gelangt. Eine ab-
weichende Beurteilung kann ferner gerechtfertigt sein, wenn gegensätzliche Meinungsäusse-
rungen anderer Fachexperten dem Gericht als triftig genug erscheinen, die Schlüssigkeit des 
Gerichtsgutachtens in Frage zu stellen, sei es, dass es die Überprüfung durch einen Oberex-
perten für angezeigt hält, sei es, dass es ohne Oberexpertise vom Ergebnis des Gerichtsgut-
achtens abweichende Schlussfolgerungen zieht (BGE 118 V 290 E. 1b, 112 V 32 f. mit Hinwei-
sen).  
 
5.2 Das Gericht sieht keine zwingenden Gründe, von den Schlussfolgerungen des Gutach-
terteams der F.____ abzuweichen. Sein Gutachten vom 11. September 2015 ist für die streiti-
gen Belange umfassend, es beruht auf allseitigen Untersuchungen, es berücksichtigt die ge-
klagten Beschwerden, es ist in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden und es leuchtet in der 
Darlegung der medizinischen Zusammenhänge bzw. der Beurteilung der medizinischen Situati-
on ein. Das Gutachten der F.____ bildet grundsätzlich eine zuverlässige und rechtsgenügliche 
Grundlage, um den Gesundheitszustand und die Arbeitsfähigkeit der Versicherten beurteilen zu 
können. Einzig bei den angegebenen Arbeitsunfähigkeiten besteht ein Widerspruch, welcher 
mit der abschliessenden Stellungnahme von Dr. I.____ vom 20. Juli 2016 nicht überzeugend 
aufgelöst wird. So wird im Hauptgutachten der F.____ vom 11. September 2016 auf Seite 17 
unter Ziffer 6.4 "Beginn der Arbeitsunfähigkeit" für den hier strittigen Zeitraum vom 9. April 2012 
bis 12. Dezember 2013 im 3. Absatz festgehalten, dass Dr. K.____ im Verlaufsbericht von 
1. Mai 2012 (recte: 10. Mai 2015) von einer Arbeitsfähigkeit von 65 % berichte. Aufgrund des 
darauffolgenden RAD-Berichts vom 11. Januar 2013 sei davon auszugehen, dass sich die von 
Dr. K.____ vorgenommene Einschätzung auf ein 90%iges Pensum bezöge. Die Beurteilung von 
Dr. K.____ habe auch Dr. C.____ übernommen. Schliesslich ist dem Teilgutachten von 
Dr. J.____ vom 25. Juli 2015 auf Seite 19 zu entnehmen, dass bezüglich der Einschränkung der 

 

 
 
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Arbeitsfähigkeit für den Zeitraum vom 9. April 2012 bis 12. Dezember 2013 auf die damalige 
Beurteilung von Dr. C.____ abzustellen sei, der eine Arbeitsunfähigkeit von 35 % auf ein 90%-
Pensum bzw. eine solche von 40 % bei einem Vollzeitpensum angegeben habe. Auch in ihrem 
Ergänzungsgutachten vom 26. Mai 2016 hält Dr. H.____ ausdrücklich fest, dass Dr. K.____ für 
den Zeitraum vom 9. April 2012 bis 12. Dezember 2013 eine Arbeitsfähigkeit von 65 % bezogen 
auf ein 90%-Pensum attestiert habe. Da es keine Anhaltspunkte für eine abweichende Beurtei-
lung gebe, schliesse sie sich der Einschätzung von Dr. K.____ an (vgl. dazu auch Bestätigung 
der L.____ vom 31. März 2012). Rund 10 Zeilen später wird jedoch unter Ziffer 6.4 des Haupt-
gutachtens auf Seite 17 in allgemeiner Form festgehalten, dass die Arbeitsfähigkeiten für ein 
100%-Pensum gälten. Weshalb sich die Arbeitsfähigkeit von 65 % ab 9. April 2012 nun auf ein 
Pensum von 100 % beziehen soll, wird jedoch nicht begründet. Die Präzisierung von Dr. I.____ 
vom 20. Juli 2016, wonach der angegebene Grad der Arbeitsfähigkeit grundsätzlich immer für 
ein Vollzeitpensum "quasi als medizinisch-theoretischer Referenzrahmen" gelte, beschränkt 
sich im Wesentlichen auf diese Aussage. Es fällt jedoch auf, dass immer dann, wenn sich die 
Gerichtsgutachter begründet zur Quantifizierung der Restarbeitsfähigkeit der Versicherten aus-
einandersetzen mussten, klar von einer Arbeitsfähigkeit von 65 % bei einem 90%-Pensum bzw. 
von einer Arbeitsfähigkeit von 60 % bei einem Vollzeitpensum ausgegangen wurde. Demge-
genüber sind die Ausführungen im 6. Absatz der Ziffer 6.4 auf Seite 17 des Hauptgutachtens 
und von Dr. I.____, bei denen von einer Arbeitsfähigkeit von 65 % bei einem Vollzeitpensum die 
Rede ist, ohne weitere Begründung erfolgt. Dr. I.____ unterlässt es auch, auf die aufgezeigten 
Wiedersprüche näher einzugehen. Unter diesen Umständen kann jedoch nicht auf die Angaben 
von Dr. I.____ und gleichlautenden Ausführungen im Hauptgutachten abgestellt werden. Es ist 
demnach davon auszugehen, dass die Versicherte für die Zeit vom 9. April 2012 bis 12. De-
zember 2013 in einem Vollzeitpensum zu 60 % arbeitsfähig war. Ob sich die ab 7. September 
2014 attestierte 50%ige Arbeitsfähigkeit auch auf ein 90%-Pensum bezieht, ist nicht ganz klar. 
Wie die nachfolgenden Erwägungen aufzeigen, kann diese Frage aber offen gelassen werden.  
 
5.3.1 Die Versicherte ist grundsätzlich mit den vom Expertenteam der F.____ gestellten Di-
agnosen und seiner Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einverstanden. Einzig bei der für den Zeit-
raum vom 9. April 2012 bis 11. Dezember 2013 festgestellten Arbeitsfähigkeit von 65 % ist sie 
der Ansicht, dass die ab 12. Dezember 2013 attestierte Verschlechterung des Gesundheitszu-
standes schon früher, d.h. vor Erlass der angefochtenen Verfügung vom 11. November 2013 
eingetreten sei. Sie verweist auf den Bericht der behandelnden Psychologin G.____ vom 23. 
Oktober 2013. Danach sei sie seit Mai 2012 bei ihr in psychologischer Behandlung. Nach dem 
Aufenthalt in der M.____ habe sie erkannt, dass sie an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit 
gelangt sei. Sie leide an existenziellen Ängsten, sehe keinen Ausweg mehr und sei so er-
schöpft, dass sie keine Kraft mehr zum Kämpfen habe. Sie befinde sich in einem "Überlebens-
modus" und finde keinen Ausgleich mehr. Sie habe immer auf alles verzichtet, damit sie weiter 
arbeiten könne. Aufgrund ihres gesundheitlichen Zustandes könne sie weder regelmässige so-
ziale Kontakte noch Hobbies pflegen. Um die Schmerzen und ihre aussichtslose Situation zu 
betäuben, habe sie zum Alkohol gegriffen. Es sei ihr bewusst, dass sie ihre Arbeit verlieren 
könnte, wenn sie nicht bald mehr als 50 % arbeite. Ein höheres Pensum sei ihr aber nicht mehr 
zumutbar.  
 

 

 
 
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5.3.2 Dieser Bericht ist nicht geeignet, um Zweifel an der zuverlässigen Beurteilung des Gut-
achterteams der F.____ zu erheben. Die behandelnde Psychologin stellt vorwiegend auf die 
subjektiven Angaben der Versicherten ab. Zudem weist Dr. H.____ in ihrem Ergänzungsgutach-
ten vom 26. Mai 2016 zu Recht darauf hin, dass G.____ über keine genügende fachliche Quali-
fikation verfüge und ihrem Bericht weder objektive Befunde noch Diagnosen zu entnehmen sei-
en. Ausserdem scheint auch die Psychologin davon auszugehen, dass eine Verschlechterung 
des Gesundheitszustandes erst am 11. Dezember 2013 ausgewiesen war, empfahl sie doch 
erst dann eine Vorstellung der Versicherten im Ambulatorium. Damit steht fest, dass vom 
9. April 2012 bis 11. Dezember 2013 keine Arbeitsunfähigkeit von mehr als 40 % bei einem 
Vollzeitpensum erstellt ist.   
 
6.1 Aufgrund dieser Ausgangslage ist der Rentenanspruch der Versicherten zu prüfen. In 
zeitlicher Hinsicht ist grundsätzlich auf die Gegebenheiten im Zeitpunkt des frühestmöglichen 
Rentenbeginns abzustellen (BGE 129 V 222, 128 V 174). Nach Art. 29 Abs. 1 IVG entsteht der 
Rentenanspruch frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leis-
tungsanspruchs. Die Versicherte meldete sich mit Gesuch von August 2012 zum Leistungsbe-
zug an. In Anbetracht der sechsmonatigen Wartefrist gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG kann der Ver-
sicherten eine Rente frühestens per 1. Februar 2013 ausgerichtet werden. Im damaligen Zeit-
punkt lag bei der Versicherten eine 65%ige Arbeitsfähigkeit vor.  
 
6.2 Der Invaliditätsgrad ist bei erwerbstätigen Versicherten aufgrund eines Einkommens-
vergleichs zu bestimmen (Art. 16 ATSG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgra-
des das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch 
eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalidenein-
kommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie 
nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in 
der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig mög-
lichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden. Aus der Einkommensdifferenz 
lässt sich der Invaliditätsgrad bestimmen (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; 
BGE 128 V 30 E. 1). Vorliegend ist der Invaliditätsgrad gemäss den von der F.____ bescheinig-
ten Arbeitsunfähigkeitsperioden abgestuft zu ermitteln. 
 
6.3.1 Bei der Ermittlung des ohne Invalidität erzielbaren Einkommens (Valideneinkommen) 
ist entscheidend, was die versicherte Person im massgebenden Zeitpunkt nach dem Beweis-
grad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 126 V 360 E. 5b) als Gesunde tatsächlich 
verdienen würde. Die Einkommensermittlung hat so konkret wie möglich zu erfolgen. Massge-
bend ist, was die versicherte Person aufgrund ihrer beruflichen Fähigkeiten und persönlichen 
Umstände unter Berücksichtigung ihrer beruflichen Weiterentwicklung, soweit hierfür hinrei-
chend konkrete Anhaltspunkte bestehen, zu erwarten gehabt hätte (BGE 96 V 29; Urteil des 
Bundesgerichts vom 5. Juni 2008, 8C_771/2008, E. 2.1; ZAK 1985 S. 635 E. 3a sowie RKUV 
1993 Nr. U 168 S. 100 f. E. 3b). Da im Gesundheitsfall erfahrungsgemäss die bisherige Tätig-
keit in der Regel weitergeführt worden wäre, ist Anknüpfungspunkt für die Bestimmung des Va-
lideneinkommens häufig der zuletzt erzielte, der Teuerung sowie der realen Einkommensent-

 

 
 
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wicklung angepasste Verdienst (Urteil des Bundesgerichts vom 12. Juni 2006, I 809/05, E. 3.1 
mit Hinweisen; RKUV 1993 Nr. U 168 S. 101 E. 3b am Ende; vgl. auch ZAK 1990 S. 519 E. 3c). 
 
6.3.2 Die IV-Stelle nahm den Einkommensvergleich gestützt auf die Beurteilung der F.____ 
abschliessend in ihrer Stellungnahme vom 30. September 2016 vor. Dabei ging sie davon aus, 
dass die Versicherte im Jahr 2013 in einem 90%-Pensum Fr. 65'455.-- und als Masseurin in 
einem 10%-Pensum Fr. 4'538.-- bzw. Fr. 4'537.77 ohne mathematische Rundung, d.h. insge-
samt Fr. 69'992.77 verdient hätte. Die Versicherte beanstandete einzig, dass die IV-Stelle zu 
Unrecht nebst dem 13. Monatslohn die von der B.____ ausbezahlte Gratifikation von Fr. 1'000.-
- nicht berücksichtigt habe. Da sie sich im 1. Dienstjahr befunden habe, sei davon auszugehen, 
dass sie auch in den Folgejahren eine solche erhalten hätte. Dieser Auffassung kann nicht ge-
folgt werden. Eine Gratifikation zeichnet sich gegenüber dem Lohn dadurch aus, dass sie zum 
Lohn hinzutritt und immer in einem gewissen Masse vom Willen des Arbeitgebers abhängt 
(BGE 131 III 615 E. 5.2 S. 620; 129 III 276 E. 2 S. 278; vgl. auch Art. 322d des Obligationen-
rechts [OR] vom 30. März 1911); es besteht daher kein Rechtsanspruch darauf. Aus den Akten 
geht nicht hervor, dass eine Gratifikation vertraglich zugesichert war. Die ehemalige Arbeitgebe-
rin vermerkte denn auch auf die Frage, wie viel die versicherte Person im Gesundheitsfall ver-
dienen würde (vgl. Ziffer 2.11 des Fragebogens für Arbeitgebende vom 23. August 2012), keine 
Gratifikation. Es ist demnach davon auszugehen, dass die Versicherte keinen Anspruch auf 
eine Gratifikation hat (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 2. August 2005, I 106/05, E. 4.1.2). 
Von einer Anordnung weitergehender Abklärungen bei der ehemaligen Arbeitgeberin ist abzu-
sehen, weil von zusätzlichen Abklärungen keine neuen Erkenntnisse zu erwarten sind (sog. 
antizipierte Beweiswürdigung; vgl. dazu BGE 131 I 153 E. 3, 126 V 130 E. 2a, 124 V 94 E. 4b). 
Die IV-Stelle liess demgemäss zu Recht die Gratifikation bei der Ermittlung des Validenein-
kommens unberücksichtigt. Da die Versicherte die von der IV-Stelle vorgenommene Berech-
nung nicht weiter bestreitet, erübrigt sich eine weitergehende Auseinandersetzung mit dem Va-
lideneinkommen. Es kann diesbezüglich auf die entsprechenden Ausführungen der IV-Stelle in 
der Stellungnahme vom 30. September 2016 verwiesen werden. Es ist somit für das Jahr 2013 
von einem massgebenden Valideneinkommen von Fr. 69'992.77 auszugehen.  
 
6.4.1 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist nach der Rechtsprechung primär 
von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret 
steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der - kumulativ - beson-
ders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbleiben-
de Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, sowie das Einkommen aus der Arbeits-
leistung als angemessen und nicht als Soziallohn erscheint, gilt grundsätzlich der von ihr tat-
sächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn (BGE 126 V 75 E. 3b, 117 V 18 E. 2c/aa; RKUV 
1991, Nr. U 130, S. 272 E. 4a; AHI-Praxis 1998, S. 179). Hat sie nach Eintritt des Gesundheits-
schadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenom-
men, so können statistische Werte, insbesondere Tabellenlöhne nach der vom Bundesamt für 
Statistik herausgegebenen Lohnstrukturerhebung (LSE) herangezogen werden (BGE 135 V 
297 S. 301 E. 5.2).  
 

 

 
 
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6.4.2 Vorliegend steht fest, dass die Versicherte keiner Erwerbstätigkeit mehr nachgeht. Die 
Parteien bestreiten deshalb zu Recht nicht, dass bei der Berechnung des Invalideneinkommens 
die Tabellenlöhne der LSE heranzuziehen sind (BGE 129 V 472 E. 4.2.1 S. 475). Die Recht-
sprechung wendet dabei in der Regel die Monatslöhne gemäss LSE-Tabelle TA1, Zeile "Total 
Privater Sektor" an. Nur ausnahmsweise stellt das Bundesgericht auf das statistische Durch-
schnittseinkommen einzelner Branchen ab, wenn dies als sachgerecht erscheint, um der im 
Einzelfall zumutbaren erwerblichen Verwertung der verbleibenden Arbeitsfähigkeit Rechnung zu 
tragen. Dies ist der Fall bei Personen, die vor der Gesundheitsschädigung lange Zeit in diesem 
Bereich tätig gewesen sind und bei denen eine Arbeit in anderen Bereichen kaum in Frage 
kommt (in BGE 133 V 545 nicht publizierte E. 5.1 des Urteils des Bundesgerichts vom 24. Au-
gust 2007, 9C_237/2007). Die IV-Stelle ist der Auffassung, dass die Versicherte seit 2000 im 
kaufmännischen Bereich tätig gewesen sei und deshalb genügend Erfahrung in diesem Gebiet 
habe. Sie stützte sich deshalb nicht auf die Tabelle TA1, sondern auf die T17 (monatlicher Brut-
tolohn nach Berufsgruppen, Lebensalter und Geschlecht, privater und öffentlicher Sektor zu-
sammen) der LSE 2012. Dabei ging sie vom statistischen Durchschnittslohn der Ziffer 4 (Büro-
kräfte und verwandte Berufe) von Fr. 5'685.-- (Lebensalter Total, Frauen) aus. Die Versicherte 
wendete dagegen ein, dass sie über keine kaufmännische Ausbildung verfüge. Es könne des-
halb nicht angenommen werden, dass sie nur im Bürobereich tätig sei. Aus diesem Grund müs-
se auf Tabelle TA1, Kompetenzniveau 1, abgestellt werden. Falls die T17 dennoch anzuwen-
den wäre, müsse nicht das Total der Ziffer 4, sondern die Ziffer 42 (Bürokräfte mit Kundenkon-
takt) zur Anwendung gelangen.  
 
6.4.3 Gemäss dem Zumutbarkeitsprofil der F.____ ist die Versicherte in jeder leidensange-
passten Tätigkeit zu 50 % arbeitsfähig. Dabei ist folgendes Belastungsprofil zu beachten: He-
ben, Stossen oder Ziehen von Lasten von maximal 2 - 3 kg, ohne Überkopfarbeiten, ohne ge-
bückt oder kauernd zu verrichtende Tätigkeiten, ohne schultergürtelbelastende Arbeiten und mit 
der Möglichkeit zu Körperpositionswechseln und zur ergonomischen Arbeitsplatzanpassung. 
Das Expertenteam der F.____ erachtete eine Arbeit im Büro aufgrund der körperlich geringen 
Belastung und der möglichen freien Einteilung der Pausen und der Arbeit als geeignet, schloss 
jedoch eine Arbeit in einer anderen Branche nicht aus. Die Versicherte ist gelernte Maschinen-
zeichnerin. Da sie nach dem Lehrabschluss keine Stelle in ihrem Beruf fand, war sie von 1991 - 
2000 im Verkauf und Service und danach gemäss ihren Angaben bis 2011 als Sachbearbeiterin 
bei einer Firma im Verkaufs-Innendienst tätig. Seit der Anstellung bei der B.____ per März 2011 
arbeitete sie als kaufmännische Angestellte in der Telefonzentrale und im Empfang des Betrie-
bes (vgl. Fragebogen für Arbeitgebende vom 23. August 2012). Im Hinblick auf die jahrelange 
Erfahrung im Bürobereich ist die IV-Stelle der Auffassung, dass es ausnahmsweise sachge-
recht wäre, auf das statistische Durchschnittseinkommen für Bürokräfte abzustellen. Diesem 
Vorgehen ist nicht beizupflichten. In Berücksichtigung des medizinischen Zumutbarkeitsprofils 
ist davon auszugehen, dass sie eine ihrem Leiden angepasste Tätigkeit in verschiedenen Be-
reichen auszuüben vermag. Auch wenn sie jahrelang als Bürokraft arbeitete, ist sie in berufli-
cher Hinsicht als gelernte Maschinenzeichnerin und mit Berufserfahrung im Verkauf und in der 
Gastronomie nicht nur auf eine Tätigkeit im Bürobereich beschränkt. Auch ihr medizinisches 
Belastungsprofil schliesst eine Tätigkeit ausserhalb des Bürobereichs nicht aus. Es bestehen 
daher keine hinreichenden Gründe, um bei der Ermittlung des Invalideneinkommens von der 

 

 
 
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Tabelle TA1 abzuweichen. In Anbetracht ihrer Ausbildung als Maschinenzeichnerin und ihrer 
bisherigen Berufstätigkeiten ist davon auszugehen, dass die Versicherte nicht nur einfache Tä-
tigkeiten körperlicher und handwerklicher Art verrichten kann. Damit rechtfertigt es sich, nicht 
den Durchschnittslohn des Kompetenzniveaus 1 der Tabelle TA1 heranzuziehen, sondern je-
nen des Kompetenzniveaus 2, welches unter anderem praktische Tätigkeiten im Verkauf und 
Administration umfasst.  
 
6.5. Gemäss TA1 der LSE 2012 beträgt der Totalwert im Kompetenzniveau 2, Frauen, 
Fr. 4'646.--, woraus indexiert und angepasst an die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit von 
41,7 Stunden (Bundesamt für Statistik [BFS], Statistik der betriebsüblichen Arbeitszeit nach 
Wirtschaftsabteilungen, 2013, Total) – ein jährliches Invalideneinkommen von Fr. 58'528.31 
(Fr. 4'646.-- x 12 x 41,7 / 40 x 100,7 / 100 [BFS, Tabelle T1.2.10, Nominallohnindex, Frauen 
2011-2015, Total]) resultiert. Unter Berücksichtigung des ab 1. Februar 2013 zumutbaren Pen-
sums von 65 % ergibt sich ein Invalideneinkommen von Fr. 38'043.40. 
 
6.6.1 Bei der Ermittlung des Invalideneinkommens anhand lohnstatistischer Angaben sind 
praxisgemäss verschiedene Abzüge zulässig. Im Entscheid BGE 126 V 75 ff. hat das Bundes-
gericht seine Rechtsprechung zu den Abzügen vom Tabellenlohn bereinigt und weiterentwi-
ckelt. Dabei hat es betont, dass die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenlöhne herab-
zusetzen sind, von sämtlichen persönlichen und beruflichen Umständen des konkreten Einzel-
falles abhängt (leidensbedingte Einschränkung, Lebensalter, Anzahl Dienstjahre, Nationalität/ 
Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad), welche nach pflichtgemässem Ermessen ge-
samthaft zu schätzen sind. Dabei ist der Abzug vom statistischen Lohn unter Berücksichtigung 
aller jeweils in Betracht fallenden Merkmale letztlich aber auf insgesamt höchstens 25 % zu 
begrenzen (BGE 126 V 80 E. 5b). Der gesamthaft vorzunehmende Abzug stellt eine Schätzung 
dar. Bei deren Überprüfung kann es nicht darum gehen, dass die kontrollierende richterliche 
Behörde ihr Ermessen an die Stelle desjenigen der Vorinstanz setzt. Hingegen ist zu beurteilen, 
ob der zu überprüfende Entscheid, den die Behörde nach dem ihr zustehenden Ermessen im 
Einklang mit den allgemeinen Rechtsprinzipien in einem konkreten Fall getroffen hat, nicht 
zweckmässigerweise anders hätte ausfallen sollen. Soll in die Ermessensbetätigung der  
Vorinstanz eingegriffen werden, muss sich die richterliche Behörde demnach auf Gegebenhei-
ten abstützen können, die eine abweichende Ermessensausübung als näher liegend erschei-
nen lassen (BGE 126 V 81 E. 6 mit Hinweis, Entscheid des EVG vom 25. Juli 2005, U 420/04, 
E. 2.3). 
 
6.6.2 Vorliegend nahm die IV-Stelle in ihrer Stellungnahme vom 30. September 2016 einen 
Abzug vom Tabellenlohn von 5 % vor. Demgegenüber macht die Versicherte geltend, dass ihre 
massiven gesundheitlichen Einschränkungen nicht angemessen berücksichtigt würden. Dies 
vor allem auch deshalb, weil grosse Einschränkungen im Rahmen des Teilzeitpensums bestän-
den. Es sei deshalb der Maximalabzug von 25 % zu gewähren. Entgegen der Ansicht der Ver-
sicherten trug die IV-Stelle mit dem 5%igen Abzug gerade der Tatsache Rechnung, dass die 
Versicherte auch in einem Teilzeitpensum gesundheitsbedingt eingeschränkt ist. Eine darüber-
hinausgehende Kürzung des Invalideneinkommens lässt sich kaum rechtfertigen. Wie sich aus 
der massgebenden Zumutbarkeitsbeurteilung im Gutachten der F.____ vom 11. September 

 

 
 
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2015 auf Seite 16 ergibt, wurden die Einschränkungen der Versicherten bereits durch die An-
nahme eines reduzierten Arbeitspensums im Umfang von 50% hinreichend berücksichtigt. Eine 
zusätzliche Veranschlagung dieser Einschränkungen unter dem Titel des leidensbedingten Ab-
zugs im Sinne von BGE 126 V 75 würde somit zu einer unzulässigen doppelten Anrechnung 
desselben Faktors führen. Die Kriterien Lebensalter, Dienstjahre und Nationali-
tät/Aufenthaltskategorie rechtfertigen ebenso wenig einen Abzug. Zudem wirkt sich den statisti-
schen Angaben zufolge der Teilzeiterwerb bei Frauen nicht lohnmindernd aus. Wird das vorste-
hend (vgl. E. 6.5 hiervor) ermittelte Invalideneinkommen von Fr. 38'043.40 um 5 % gekürzt, so 
ergibt dies ein massgebendes Invalideneinkommen von Fr. 36'141.23 (Fr. 38'043.40 x 0,95). 
 
6.7 Stellt man im Einkommensvergleich dieses Invalideneinkommen von Fr. 36'141.23 
dem oben (vgl. E. 6.3.2 hiervor) ermittelten Valideneinkommen von Fr. 69'992.77 gegenüber, so 
resultiert daraus eine Erwerbseinbusse von Fr. 31'949.37, was einen Invaliditätsgrad von ge-
rundet 46 % (vgl. zur Rundungspraxis des Bundesgerichts: BGE 130 V 121 ff.) ergibt. Die Ver-
sicherte hat somit ab Rentenbeginn per 1. Februar 2013 Anspruch auf eine Viertelsrente. 
 
6.8 Unbestritten ist, dass für die Zeit vom 12. Dezember 2013 bis 6. September 2014 eine 
volle Arbeitsunfähigkeit bestand und die Versicherte ab 7. September 2014 in einer leidensan-
gepassten Verweistätigkeit zu 50 % arbeitsfähig ist. Da sie vom Dezember 2013 bis September 
2014 in sämtlichen beruflichen Tätigkeiten vollständig arbeitsunfähig war, kann ohne weitere 
Erörterungen festgehalten werden, dass der Invaliditätsgrad im genannten Zeitraum 100 % be-
trug. Der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente beginnt gestützt auf Art. 88a Abs. 2 der Ver-
ordnung über die Invalidenversicherung (IVV) vom 17. Januar 1961 nach Ablauf der Dreimo-
natsfrist seit Eintritt der Verschlechterung, also ab 1. März 2014. In Berücksichtigung der Be-
stimmung von Art. 88a Abs. 1 IVV besteht der Anspruch auf diese ganze Rente noch während 
dreier Monate seit der Anfang September 2014 eingetretenen Verbesserung der Erwerbsfähig-
keit, also noch bis Ende Dezember 2014. 
 
6.9.1 Ab 1. Januar 2015 ist der Einkommensvergleich aufgrund der seither bestehenden 
50%igen Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Verweistätigkeit neu vorzunehmen. Aus-
gehend vom für das Jahr 2013 ermittelten Valideneinkommen bei der B.____ von Fr.  65'455.-- 
belief sich dieses im 2015 unter Berücksichtigung der seither erfolgten Nominallohnentwicklung 
(2014: 0,9 %; 2015: 0,5 %; BFS, Tabelle T1.2.10 Nominallohnindex, Frauen 2011 - 2015, Sek-
tor 3 Dienstleistungen) auf Fr. 66'374.31. Als Masseurin hätte die Versicherte im Jahr 2015 
Fr. 4'674.47 verdienen können. Grundlage dafür ist der statistische Durchschnittslohn der LSE 
2012, Tabelle TA1, Sektor sonstige persönliche Dienstleistungen, Kompetenzniveau 1, Frauen, 
von Fr. 3'610.--. Die Tabelle TA1_tirage_skill_level der LSE 2014 (Monatlicher Bruttolohn [Zent-
ralwert] nach Wirtschaftszweigen, Kompetenzniveau und Geschlecht; TA1) ist nicht anzuwen-
den, da der dort angegebene Zahlenwert statistisch zu unsicher ist (vgl. TA 1 der LSE 2014 
Ziffer 96). Nach Anpassung dieses Lohnes an die betriebsübliche Arbeitszeit von 41,9 Stunden 
im Jahr 2015 (vgl. BFS, Tabelle T18, Ziffer 94 - 96) und der bis 2015 erfolgten Nominallohnent-
wicklung (2013: 0,0 %; 2014: 2,5 %; 2015: 0,5 %; BFS, Tabelle T1.10 Nominallohnindex, 2011 - 
2015) ergibt sich ein Einkommen von Fr. 46'744.70 (Fr. 3'610.-- x 12 x 41,9 / 40 x 102,5 / 100 x 
100,5 / 100). Bei einem Pensum von 10 % resultiert ein Jahreseinkommen von Fr. 4'674.47. 

 

 
 
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Demnach ist im Jahr 2015 von einem massgebenden Valideneinkommen von Fr. 71'048.78 
(Fr. 66'374.31 + Fr. 4'674.47) auszugehen. 
 
6.9.2 In Bezug auf die Berechnung auf das Invalideneinkommen ist auf Folgendes hinzuwei-
sen: Wie bereits in Erwägung 5.2 erwähnt, ist es nicht klar, ob sich die gutachterlich festgestell-
te Arbeitsfähigkeit von 50 % auf ein 90%- oder ein 100%-Pensum bezieht. Die Annahme einer 
50%igen Arbeitsfähigkeit bei einem Vollzeitpensum ist zu Ungunsten der Versicherten, würde 
doch andernfalls die Arbeitsfähigkeit bei einem 100%-Pensum nur noch 44,45 % betragen. Aus 
den nachfolgenden Berechnungen ergibt sich, dass sich am Anspruch auf eine Invalidenrente 
bei beiden Varianten nichts ändert. Es wird deshalb lediglich die Berechnung des Invalidenein-
kommens aufgrund der für die Versicherte ungünstigeren Variante dargestellt. Das Invaliden-
einkommen beträgt Fr. 28'713.18. Grundlage bildet die Tabelle TA1, Total, der LSE 2014. Da-
nach belief sich der Durchschnittslohn für die im Kompetenzniveau 2 beschäftigten Frauen auf 
Fr. 4‘808.--. Nach Anpassung dieses Lohnes an die durchschnittliche Wochenarbeitszeit von 
41,7 Stunden im 2015 (vgl. BFS, Tabelle T03.02, Total) und die bis dahin erfolgten Nominalloh-
nentwicklung von 0,5 % (BFS, Tabelle T1.2.10 Nominallohnindex, Frauen 2011 - 2015, Total) 
resultiert ein Invalideneinkommen von Fr. 60'448.82 (Fr. 4'808.-- x 41,7 / 40 x 100,5 / 100). Un-
ter Berücksichtigung eines leidensbedingten Abzugs von 5 % und der noch vorhandenen Rest-
arbeitsfähigkeit von 50 % resultiert demnach ein Invalideneinkommen von Fr. 28'713.18 
(Fr. 60'448.82. x 0,95 x 0,5). Anhand der Gegenüberstellung von Validen- und zumutbarem 
Invalideneinkommen ab 1. Januar 2015 resultiert eine Einkommensbusse von Fr. 42'335.60 
(Fr. 71'048.78 ./. Fr. 28'713.18) und somit ein Invaliditätsgrad von 59,58 %, was gerundet 60 % 
ergibt. Bei einem Invaliditätsgrad von 60 % hat die Versicherte Anspruch auf eine Dreiviertels-
rente. Bei diesem knappen Ergebnis ergibt sich bei der für die Versicherte günstigeren Variante 
(50%ige Arbeitsunfähigkeit bei einem 90%-Pensum) keine höhere Rente, weshalb auf eine 
konkrete Berechnung verzichtet werden kann.  
 
7. Zusammenfassend ist als Ergebnis festzuhalten, dass die Versicherte für den Zeitraum 
vom 1. Juli 2013 bis 28. Februar 2014 Anspruch auf eine Viertelsrente, für den Zeitraum vom 
1. März 2014 bis 31. Dezember 2014 auf eine ganze Invalidenrente und ab 1. Januar 2015 An-
spruch auf eine Dreiviertelsrente hat. Die Beschwerde ist demgemäss gutzuheissen.  
 
8.1 Abschliessend bleibt über die Kosten des Verfahrens zu befinden. Gemäss Art. 69 
Abs. 1bis IVG sind Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen 
vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten werden ge-
stützt auf § 20 Abs. 3 des kantonalen Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungspro-
zessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 in der Regel in angemessenem Ausmass der un-
terliegenden Partei auferlegt. In casu hätte deshalb die Beschwerdegegnerin als unterliegende 
Partei grundsätzlich die Verfahrenskosten zu tragen. In diesem Zusammenhang ist allerdings 
zu beachten, dass laut § 20 Abs. 3 Satz 3 VPO den Vorinstanzen – vorbehältlich des hier nicht 
interessierenden § 20 Abs. 4 VPO – keine Verfahrenskosten auferlegt werden. Dies hat zur 
Folge, dass für den vorliegenden Prozess keine Verfahrenskosten erhoben werden. Der Versi-
cherten ist der geleistete Kostenvorschuss in Höhe von Fr. 600.-- zurückzuerstatten.  
 

 

 
 
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8.2 Nach Art. 45 Abs. 1 ATSG hat der Versicherungsträger die Kosten der Abklärung zu 
übernehmen, soweit er die Massnahmen angeordnet hat. Hat er keine Massnahmen angeord-
net, so übernimmt er deren Kosten dennoch, wenn die Massnahmen für die Beurteilung des 
Anspruchs unerlässlich waren oder Bestandteil nachträglich zugesprochener Leistungen bilden. 
Wie das Bundesgericht in BGE 137 V 210 ff. entschieden hat, sind in den Fällen, in denen zur 
Durchführung der vom Gericht als notwendig erachteten Beweismassnahme an sich eine 
Rückweisung in Frage käme, eine solche indessen mit Blick auf die Wahrung der Verfahrens-
fairness entfällt, die Kosten der durch das Gericht in Auftrag gegebenen Begutachtung den IV-
Stellen aufzuerlegen. Dies sei, so das Bundesgericht weiter, mit der zitierten Bestimmung von 
Art. 45 Abs. 1 ATSG durchaus vereinbar (BGE 137 V 265 f. E. 4.4.2). Vorliegend war das Kan-
tonsgericht anlässlich seiner ersten Urteilsberatung vom 5. März 2015 zum Ergebnis gelangt, 
dass das von der IV-Stelle eingeholte Gutachten von Dr. C.____ vom 24. Juli 2013 und von 
Dr. D.____ vom 21. Mai 2013 für die streitigen Belange nicht umfassend gewesen sei und 
demnach die rechtsprechungsgemässen Anforderungen an ein beweistaugliches Gutachten 
(BGE 125 V 352 E. 3a) nicht erfüllt habe. Da ein Entscheid in der Angelegenheit gestützt auf die 
damals vorhandene Aktenlage nicht möglich war, beschloss das Kantonsgericht, die erforderli-
che zusätzliche Abklärung des medizinischen Sachverhaltes im Rahmen eines Gerichtsgutach-
tens vornehmen zu lassen. Das in der Folge eingeholte Gutachten der F.____ vom 11. Sep-
tember 2015 war mit anderen Worten für eine abschliessende Beurteilung des Rentenan-
spruchs der Versicherten unerlässlich. Zudem bildet das Gerichtsgutachten, wie sich anlässlich 
der heutigen Urteilsberatung gezeigt hat, massgebliche Grundlage für die mit dem vorliegenden 
Entscheid erfolgte Rentenzusprechung an die Versicherte. Im Lichte der geschilderten bundes-
gerichtlichen Rechtsprechung sind demnach die Kosten dieses Gutachtens, welche sich ge-
mäss den eingereichten Honorarrechnungen der F.____ auf Fr. 10'615.70 belaufen, der IV-
Stelle aufzuerlegen. 
 
8.3 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch 
auf Ersatz der Parteikosten. Da die Beschwerdeführerin obsiegende Partei ist, ist ihr eine Par-
teientschädigung zu Lasten der IV-Stelle zuzusprechen. Der Rechtsvertreter der Versicherten 
machte in seiner Honorarrote vom 21. Februar 2017 für das vorliegende Verfahren einen Zeit-
aufwand von insgesamt 28,33 Stunden geltend, was sich in Anbetracht der diversen sich stel-
lenden Sachverhalts- und Rechtsfragen sowie in Berücksichtigung, dass dem Rechtsvertreter 
im Zusammenhang mit der Würdigung des umfangreichen Gerichtsgutachtens ein zusätzlicher 
Aufwand entstanden ist, als angemessen erweist. Die Bemühungen sind zu dem in Sozialversi-
cherungsprozessen praxisgemäss zur Anwendung gelangenden Stundenansatz von Fr. 250.-- 
zu entschädigen. Nicht zu beanstanden sind die in der Honorarnote ausgewiesenen Auslagen 
von insgesamt Fr. 159.30. Der Versicherten ist deshalb eine Parteientschädigung in der Höhe 
von Fr. 7'721.15 (28,33 Stunden à Fr. 250.-- + Auslagen von Fr. 159.30 zuzüglich 8 % Mehr-
wertsteuer) zu Lasten der IV-Stelle zuzusprechen. 
 
 
  

 

 
 
Seite 17   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 

://: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung der IV-Stelle Ba-
sel-Landschaft vom 11. November 2013 aufgehoben und es wird fest-
gestellt, dass die Beschwerdeführerin für den Zeitraum vom 1. Februar 
2013 bis 30. November 2013 einen Anspruch auf eine Viertelsrente, für 
den Zeitraum vom 1. Dezember 2013 bis 31. Dezember 2014 auf eine 
ganze Invalidenrente und ab 1. Januar 2015 auf eine Dreiviertelsrente 
hat. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

Der Beschwerdeführerin wird der geleistete Kostenvorschuss in Höhe 
von Fr. 600.-- zurückerstattet. 

 3. Die Kosten der gerichtlichen Begutachtung durch die F.____ in Höhe 
von insgesamt Fr. 10'615.70 werden der IV-Stelle Basel-Landschaft 
auferlegt. 

 3. Die IV-Stelle Basel-Landschaft hat der Beschwerdeführerin eine Par-
teientschädigung in Höhe von Fr. 7'821.15 (inkl. Auslagen und 8 % 
Mehrwertsteuer) zu bezahlen. 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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