# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7091eee9-b3d5-5bb9-8585-edd36251a91b
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2008-04-30
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 30.04.2008 UV 2007/66
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2007-66_2008-04-30.pdf

## Full Text

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Fall-Nr.: UV 2007/66

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 04.05.2020

Entscheiddatum: 30.04.2008

Entscheid Versicherungsgericht, 30.04.2008
Art. 6 UVG: Unfallkausalität im Nachgang zu einer bei einem Verkehrsunfall 
erlittenen HWS-Distorsion. Der Zeitpunkt in welchem die 
Beschwerdegegnerin die Adäquanzprüfung vorgenommen hat ist nicht zu 
beanstanden. Der adäquate Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und 
den geklagten Beschwerden ist zu bejahen, da mehrere der erforderlichen 
Kriterien erfüllt sind (insbesondere schwieriger Heilungsverlauf und 
erhebliche Arbeitsunfähigkeit) (Entscheid des Versicherungsgerichts des 
Kantons St. Gallen vom 30. April 2008, UV 2007/66).

Präsident Martin Rutishauser, Versicherungsrichter Joachim Huber und 

Versicherungsrichterin Karin Huber-Studerus; Gerichtsschreiber Marcel Kuhn

Entscheid vom 30. April 2008

in Sachen

P.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. rer. publ. Michael B. Graf, Vadianstrasse 44,

Postfach 262, 9001 St. Gallen,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 

6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

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vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Urs Glaus, Oberer Graben 44, Postfach, 

9001 St. Gallen,

betreffend

Versicherungsleistungen

Sachverhalt:

A.         

A.a    Der 1971 geborene P.___ war als CNC-Operator bei der A.___ tätig und dadurch 

bei der Suva obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert, als er am 6. 

September 2003 als Lenker eines Personenwagens in einen Auffahrunfall verwickelt 

wurde (Suva-act. 1 und 7). Dr. med. B.___, Innere Medizin FMH, diagnostizierte am 8. 

September 2003 (Suva-act. 2) ein HWS-Beschleunigungstrauma. Als Befunde wurden 

Druckdolenzen nuchal und okzipital sowie im lumbalen Bereich rechts festgestellt. Der 

Röntgenbefund ergab keine Frakturen an der HWS. Eine am 13. Oktober 2003 im 

Röntgeninstitut Dr. med. Werner Alder, St. Gallen, veranlasste röntgenologische 

Untersuchung der HWS, BWS und LWS ergab am ganzen abgebildeten Achsenskelett 

keine Hinweise auf eine Fraktur oder Fissur (Suva-act. 8). Kreisarzt Dr. med. C.___ 

stellte am 13. Oktober 2003 (Suva-act. 9) ein ausgeprägtes rechtsbetontes 

Zervikalsyndrom mit Ausstrahlung occipital bis frontal rechts fest. Dr. med. D.___, 

Facharzt FMH für Allgemeine Medizin, diagnostizierte am 18. November 2003 (Suva-

act. 15) ein zervikovertebrales und zervikozephales Syndrom nach einer HWS-

Distorsion. Eine neuropsychologische Untersuchung bei Dr. phil. E.___, 

Neuropsychologe FSP/SVNP, ergab eine schmerzbedingte Belastbarkeitsminderung 

und eine leichte kognitive Funktionseinschränkung (Konzentrationsstörungen) bei 

Status nach HWS-Distorsionstrauma (Suva-act. 30). Vom 31. März bis 5. Mai 2004 

erfolgte ein stationärer Aufenthalt in der Thurgauer Klinik St. Katharinental in 

Diessenhofen. Im Austrittsbericht vom 12. Mai 2004 (Suva-act. 73) wurden die 

Diagnosen eines Status nach HWS-Distorsionstrauma mit/bei posttraumatischem 

Torticollis, leichter neuropsychologischer Funktionsstörung und Hypakusis links 

gestellt. Eine Konsultation im Ambulatorium Neurologie der Schulthess Klinik, Zürich, 

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vom 14. Juni 2004 ergab ein chronifiziertes zervikospondylogenes Syndrom mit/bei 

Status nach HWS-Distorsion, ausgeprägtem Muskelhartspann Schultergürtel links und 

Verdacht auf eine somatoforme Schmerzverarbeitungsstörung (Suva-act. 81). Nach 

einer Hospitalisation in der Schulthess Klinik vom 5. bis 6. Juni 2004 wurden eine 

muskulär bedingte Fehlhaltung zervikothorakal bei Status nach HWS-Distorsion und 

der Verdacht auf eine somatoforme Schmerzverarbeitungsstörung diagnostiziert (Suva-

act. 86). F.___, Eidg. Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, diagnostizierte mit 

Schreiben vom 6. September 2004 (Suva-act. 95) eine Anpassungsstörung mit 

vorwiegend Beeinträchtigung von anderen Gefühlen, bei muskulär bedingter 

Fehlhaltung zervikothorakal bei Status nach HWS-Distorsion. Eine neurologische 

Untersuchung in der Rheinburg-Klinik, St. Gallen, ergab die Diagnose eines 

chronifizierten zervikozephalen Syndroms nach HWS-Distorsion mit Fehlhaltung des 

Kopfes nach links, ohne klinisch feststellbare zervikale Dystonie (Suva-act. 96).

A.b   Mit Verfügung vom 22. März 2005 eröffnete die Suva dem Versicherten, dass 

aufgrund der verschiedenen Abklärungen und den medizinischen Unterlagen der 

adäquate Kausalzusammenhang zwischen den noch beklagten Beschwerden und dem 

Unfall vom 6. September 2003 nicht mehr gegeben sei. Die Versicherungsleistungen 

(Heilungskosten und Taggeld) würden daher per 30. April 2005 eingestellt. Die gegen 

diese Verfügung erhobene Einsprache wies die Suva mit Einspracheentscheid vom 5. 

April 2007 (Suva-act. 164) ab.

B.        

B.a   Dagegen richtet sich die von Rechtsanwalt Michael B. Graf, St. Gallen, im Namen 

des Versicherten eingereichte Beschwerde vom 15. Mai 2007 mit den Anträgen, der 

angefochtene Einspracheentscheid vom 5. April 2007 sei aufzuheben, dem 

Beschwerdeführer seien mit Wirkung ab 1. Mai 2005 weiterhin die gesetzlichen 

Versicherungsleistungen nach UVG auszurichten und es sei ihm die unentgeltliche 

Prozessführung und Rechtsverbeiständung zu gewähren; unter Kosten- und 

Entschädigungsfolge zulasten der Beschwerdegegnerin. Zur Begründung wird im 

Wesentlichen ausgeführt, dass der Beschwerdeführer eine HWS-Distorsion erlitten und 

sich das typische Beschwerdebild sofort manifestiert habe, weshalb der natürliche 

Kausalzusammenhang offensichtlich gegeben sei. Die Adäquanzbeurteilung sei zu früh 

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erfolgt, da die Heilbehandlung im Zeitpunkt der Verfügung und des 

Einspracheentscheids noch nicht abgeschlossen gewesen sei und die 

Arbeitsunfähigkeit noch angedauert habe. Sodann sei der adäquate 

Kausalzusammenhang über den 22. März 2005 hinaus und bis auf weiteres erfüllt, da 

mehrere der besonderen Adäquanzkriterien in besonderem Ausmass erfüllt seien. In 

der nachträglichen Eingabe vom 15. Mai 2007 führte der Rechtsvertreter hauptsächlich 

aus, dass das Unvermögen die bisherige Arbeitstätigkeit auszuführen bzw. die zu 

erwartende Arbeitslosigkeit bei der Adäquanzbeurteilung zu berücksichtigen seien.

B.b In der Beschwerdeantwort vom 3. August 2007 beantragt Rechtsanwalt Dr. iur. Urs 

Glaus, St. Gallen, im Namen der Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde. Der 

Fallabschluss sei berechtigt gewesen, da bereits wenige Monate nach dem Unfall keine 

wesentliche Veränderung des Gesundheitszustands mehr hätte festgestellt werden 

können. Die Adäquanzbeurteilung sei keineswegs zu früh erfolgt, es handle sich dabei 

um eine Rechtsfrage, die beim Fallabschluss zu beurteilen sei, diesen aber nicht 

beeinflusse. Insgesamt würden nicht ausreichend Umstände für das Vorliegen des 

adäquaten Kausalzusammenhangs sprechen. Die Schmerzverarbeitungsstörung, 

welche nach übereinstimmender Auffassung der berichtenden Ärzte als einzige 

Ursache der Arbeitsunfähigkeit angesehen werde, sei erst einige Wochen nach dem 

Unfall überhaupt aufgetreten. Diese Latenzzeit sei für ein Schleudertrauma zu lang, so 

dass es nicht mehr gerechtfertigt sei, die Adäquanz nach BGE 117 V 367 zu prüfen.

B.c   Mit Replik vom 28. September 2007 hielt der Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers unverändert an seinem Rechtsbegehren fest und beantragte 

zusätzlich die Durchführung einer mündlichen Verhandlung.

B.d Mit Duplik vom 5. November 2007 liess auch die Beschwerdegegnerin an ihrem 

Antrag auf Abweisung der Beschwerde festhalten.

C.        

An der mündlichen Verhandlung vom 30. April 2008 hielten die Parteien an den 

gestellten Anträgen und Rechtsbegehren fest. Auf die einzelnen Vorbringen wird, 

soweit entscheidnotwendig, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

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Erwägungen:

1.         

Streitig ist vorliegend, ob nach dem 30. April 2005 noch adäquat-kausale Unfallfolgen 

vorliegen und demnach eine weitere Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin besteht. 

Die Beschwerdegegnerin anerkannte bereits im Einspracheentscheid vom 5. April 2007 

den natürlichen Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis und den 

geklagten, klinisch fassbaren gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Der Rechtsvertreter 

der Beschwerdegegnerin bestätigte im Schriftenwechsel vor dem Versicherungsgericht 

und anlässlich der mündlichen Verhandlung vom 30. April 2008, dass der natürliche 

Kausalzusammenhang unbestritten weiterhin gegeben sei. Des Weiteren sind sich die 

Parteien anlässlich der mündlichen Verhandlung grundsätzlich einig darüber, dass die 

Adäquanzbeurteilung anhand der Rechtsprechung gemäss BGE 117 V 367 zu erfolgen 

hat. Somit ist im vorliegenden Verfahren der Streitgegenstand auf die Beurteilung des 

adäquaten Kausalzusammenhangs begrenzt.

2.         

Gemäss ständiger Praxis des Eidgenössischen Versicherungsgerichts (EVG; seit 1. 

Januar 2007: Sozialversicherungsrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts) haftet der 

Unfallversicherer nur für jene Folgen, die mit dem Unfall adäquat-kausal 

zusammenhängen, wobei für die Adäquanz nicht die subjektive, sondern die objektive 

Voraussehbarkeit des eingetretenen Erfolgs entscheidend ist (SVR 2000 UV Nr. 14 

S. 45). Adäquat ist der Kausalzusammenhang dann, wenn ein Ereignis geeignet ist, den 

eingetretenen Erfolg zu bewirken, so dass an andere Ursachen vernünftigerweise nicht 

zu denken ist (BGE 117 V 359 und 112 V 30). Während es Aufgabe des Arztes oder der 

Ärztin ist, den natürlichen Kausalzusammenhang zu beurteilen, obliegt es dem Gericht, 

die Frage nach dem adäquaten Kausalzusammenhang zu beantworten (BGE 123 III 

110 Erw. 3a). Nicht jeder natürliche Kausalzusammenhang ist zugleich in rechtlicher 

Hinsicht adäquat. Der adäquate Kausalzusammenhang ist ein Korrektiv zum 

naturwissenschaftlichen Ursachenbegriff, der vom Recht als natürliche Kausalität 

übernommen wurde, aber der Einschränkung bedarf, um für die rechtliche 

Verantwortlichkeit tragbar zu sein und eine vernünftige Begrenzung der Haftung zu 

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ermöglichen (BGE 122 V 415 Erw. 2c und 123 III 110 Erw. 3a). Die gemäss 

Rechtsprechung geltenden Grundsätze beim Anspruch auf Versicherungsleistungen im 

Zusammenhang mit einer erlittenen HWS-Distorsion wurden von der 

Beschwerdegegnerin im Einspracheentscheid vom 5. April 2007 treffend dargelegt; 

darauf kann verwiesen werden.

3.         

3.1    Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers macht in der Beschwerde geltend, 

die Adäquanzbeurteilung sei zu früh erfolgt. Die Heilbehandlung sei im Zeitpunkt der 

Verfügung und des Einspracheentscheids noch nicht abgeschlossen gewesen und die 

Arbeitsunfähigkeit habe noch angedauert. Zu diesem Zeitpunkt sei offen gewesen, ob 

eine teilweise Wiedererlangung der Arbeitsfähigkeit zu erwarten sei, zumal sowohl die 

Gutachter der MEDAS als auch jene des Instituts für Assessment Basel Massnahmen 

zur Wiedererlangung der Arbeitsfähigkeit vorgeschlagen hätten.

3.2    Die I. sozialrechtliche Abteilung des Schweizerischen Bundesgerichts hat im 

Urteil U 394/06 vom 19. Februar 2008 festgehalten, dass nicht danach zu fragen sei, in 

welchem Zeitpunkt die Adäquanzprüfung vorgenommen werden dürfe, sondern wann 

der Unfallversicherer einen Fall abzuschliessen habe. Ausgehend von Art. 19 des 

Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) habe die Einstellung der 

vorübergehenden Leistungen dann zu erfolgen, wenn von der Fortsetzung der 

ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustands des 

Versicherten mehr erwartet werden könne und allfällige Eingliederungsmassnahmen 

der Invalidenversicherung abgeschlossen seien. Was unter einer namhaften Besserung 

des Gesundheitszustands des Versicherten zu verstehen sei, umschreibe das Gesetz 

nicht näher. Mit Blick darauf, dass die soziale Unfallversicherung ihrer Konzeption nach 

auf die erwerbstätigen Personen ausgerichtet sei, werde sich dies namentlich nach 

Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit, 

soweit unfallbedingt beeinträchtigt, bestimmen. Dabei verdeutliche die Verwendung 

des Begriffs "namhaft" durch den Gesetzgeber, dass die durch weitere Heilbehandlung 

zu erwartende Besserung ins Gewicht fallen müsse. Unbedeutende Verbesserungen 

genügten nicht (besagtes Urteil E. 4.3 mit Hinweisen). Dieser höchstrichterlichen 

Interpretation ist vorliegend ohne weiteres beizupflichten.

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3.3    Dr. med. G.___, Facharzt für Allgemeine Medizin, hielt mit Schreiben vom 14. 

Januar 2004 (Suva-act. 31) die Prognose für äusserst ungünstig und befürchtete eine 

Vollinvalidisierung. Dr. E.___ konnte gemäss Bericht vom 15. Januar 2004 (Suva-act. 

30) aus neuropsychologischer Sicht keine erfolgsversprechende Therapie empfehlen. 

Dem Austrittsbericht der Thurgauer Klinik St. Katharinental vom 12. Mai 2004 (Suva-

act. 73) ist zu entnehmen, dass sich insgesamt kein therapeutischer Ansatz gefunden 

habe, so dass weiterführende physikalische oder manualmedizinische Therapien 

vorderhand nicht zu empfehlen seien. Im Austrittsbericht der Schulthess Klinik vom 13. 

Juli 2004 (Suva-act. 86) wurde von einer invasiven Massnahme und einer 

medikamentösen Therapie abgeraten. Es wurde die Weiterführung einer 

psychiatrischen und einer komplementärmedizinischen Behandlung empfohlen. Dr. 

G.___ berichtete am 4. September 2004 (Suva-act. 93) von einem desolaten Verlauf mit 

Therapieresistenz auf sämtliche angebotenen Therapien. In der Beurteilung der 

Rheinburg-Klinik vom 9. September 2004 (Suva-act. 96) wurde die Intensivierung der 

Psychotherapie, eine schmerzdistanzierende Medikation und die Wiederaufnahme der 

Physiotherapie vorgeschlagen. Dr. med. H.___, Fachärztin FMH für Neurologie, Suva 

Versicherungsmedizin, teilte am 7. November 2005 (Suva-act. 128) mit, dass von einer 

weiteren Behandlung organischer Unfallfolgen keine namhafte Besserung zu erwarten 

sei. Im Gutachten des Instituts für Assessment vom 14. Juni 2006 (Suva-act. 140) 

wurde die Fortführung der psychotherapeutischen Behandlung für sinnvoll und 

zweckmässig erachtet. Eine mittelfristige Verbesserung des Arbeitsfähigkeitsgrads 

scheine möglich zu sein. Aus rheumatologischer Sicht sei die gezielte Fortsetzung von 

Physiotherapien dringend empfehlenswert. Im Gutachten der MEDAS vom 4. Januar 

2007 (Suva-act. 156) wurde festgehalten, dass die Arbeitsfähigkeit durch medizinische 

Massnahmen in absehbarer Zeit nicht verbessert werden könnte. Eine psychiatrische 

Behandlung mit den Elementen einer kognitiven Verhaltenstherapie sei bereits etabliert. 

Die Prognose sei ungewiss. Den medizinischen Akten ist somit zu entnehmen, dass 

insbesondere die psychiatrische Behandlung bei F.___ noch nicht vollständig 

abgeschlossen war. Dieser Arzt hielt im Bericht vom 16. Mai 2007 (act. G 6.1 Beilage 3) 

fest, dass solange die somatische Symptomatik anhalte, in absehbarer Zeit 

wahrscheinlich keine wesentliche Besserung des psychischen Gesundheitszustandes 

zu erwarten sei. Aus psychiatrischer Sicht sei dem Beschwerdeführer grundsätzlich 

jede körperliche geeignete Arbeit zumutbar. Bei der psychiatrischen Behandlung 

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handle es sich um neue Coping-Strategien, die ihm helfen würden mit den Schmerzen 

umzugehen und sein Leben neu zu planen. Somit kann aufgrund der vorliegenden 

Akten nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, dass 

von der Fortführung der psychiatrischen Behandlung eine namhafte Besserung des 

Gesundheitszustands erwartet werden kann, zumal gemäss Aussagen von F.___ aus 

psychiatrischer Sicht kaum eine Arbeitsunfähigkeit bestehe. Aufgrund des bisherigen 

Verlaufs und der Prognosen in den Gutachten sowie den ärztlichen Berichten muss 

davon ausgegangen werden, dass auch weitere Behandlungen und andere 

Therapieformen keine namhafte Besserung mehr bewirken konnten, sondern in erster 

Linie der Erhaltung des aktuellen Gesundheitszustands dienten. Aufgrund der 

Resistenz gegenüber sämtlichen Therapieformen konnte bereits im Zeitpunkt der 

Leistungseinstellung vom 30. April 2005 nicht mehr mit einer namhaften Besserung des 

Gesundheitszustandes gerechnet werden. Der Zeitpunkt in welchem die 

Beschwerdegegnerin die Adäquanzprüfung durchgeführt hat ist diesbezüglich nicht zu 

beanstanden. Am 9. Dezember 2004 erfolgte das Meldeverfahren der Suva an die IV-

Stelle des Kantons St. Gallen bezüglich des Anspruchs auf Leistungen der IV (Suva-

act. 104). Mit Schreiben vom 25. Oktober 2005 (Suva-act. 126) teilte die IV-Stelle St. 

Gallen mit, dass sie die Kosten für eine medizinische Abklärung bei der MEDAS 

Zentralschweiz übernehme. Die Wartezeit bis zur Untersuchung betrage voraussichtlich 

8 - 9 Monate. Am 21. Mai 2007 veranlasste die IV-Stelle St. Gallen eine berufliche 

Abklärung bei der BEFAS Appisberg vom 4. bis 30. Juni 2007. Aufgrund der Aktenlage 

ist ersichtlich, dass der Beschwerdeführer im Zeitpunkt der Leistungseinstellung per 

30. April 2005 bereits bei der IV-Stelle die Ausrichtung von Leistungen beantragt hat. 

Dementsprechend hätte grundsätzlich die Beschwerdegegnerin den Fallabschluss erst 

prüfen können, nachdem allfällige Eingliederungsmassnahmen der 

Invalidenversicherung abgeschlossen waren. Im vorliegenden Fall war es der 

Beschwerdegegnerin jedoch nicht zumutbar, die zeitintensiven medizinischen 

Abklärungen der IV-Stelle abzuwarten, bevor sie ihrerseits den Fallabschluss prüfen 

konnte. Die Prüfung des Fallabschluss wäre dann als verfrüht zu betrachten, wenn das 

IV-Verfahren bereits weiter fortgeschritten gewesen wäre oder wenn mit dem 

Abschluss der Eingliederungsmassnahmen in absehbarer Zeit hätte gerechnet werden 

können. Somit ist der Zeitpunkt der durch die Beschwerdegegnerin vorgenommenen 

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Adäquanzprüfung - auch unter Berücksichtigung des Verhältnismässigkeitsprinzips - 

im vorliegenden Fall nicht zu früh erfolgt und dementsprechend nicht zu beanstanden.

4.         

4.1    In analoger Anwendung der Rechtsprechung zu den psychischen Unfallfolgen ist 

für die Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs im Einzelfall zu verlangen, 

dass dem Unfall für die Entstehung der Arbeits- bzw. Erwerbsunfähigkeit eine 

massgebende Bedeutung zukommt. Dies trifft dann zu, wenn er objektiv eine gewisse 

Schwere aufweist oder mit anderen Worten ernsthaft ins Gewicht fällt (BGE 117 V 359 

Erw. 6a). Für die Beurteilung dieser Frage ist an das Unfallereignis anzuknüpfen, wobei 

- ausgehend vom augenfälligen Geschehensablauf - zwischen banalen bzw. leichten 

Unfällen einerseits, schweren Unfällen anderseits und schliesslich dem dazwischen 

liegenden mittleren Bereich unterschieden wird. Während der adäquate 

Kausalzusammenhang in der Regel bei schweren Unfällen ohne Weiteres bejaht und 

bei leichten Unfällen verneint werden kann, lässt sich die Frage der Adäquanz bei 

Unfällen aus dem mittleren Bereich nicht aufgrund des Unfallgeschehens allein 

schlüssig beantworten. Es sind weitere, objektiv erfassbare Umstände, welche 

unmittelbar mit dem Unfall in Zusammenhang stehen oder als direkte bzw. indirekte 

Folgen davon erscheinen, in eine Gesamtwürdigung einzubeziehen. Dabei müssen 

rechtsprechungsgemäss (vgl. BGE 115 V 140 Erw. 6c; SVR 1999 UV Nr. 10 S. 31 Erw. 

2, 2001 UV Nr. 8 S. 32, je mit Hinweisen) die weiteren unfallbezogenen Kriterien 

entweder in gehäufter oder auffallender Weise oder ein einziges Kriterium in besonders 

ausgeprägter Weise erfüllt sein, damit die Adäquanz bejaht werden kann. Als in die 

Adäquanzbeurteilung einzubeziehende Kriterien nennt die Rechtsprechung (Urteil vom 

19. Februar 2008 [U 394/06] Erw. 10.3) abschliessend: besonders dramatische 

Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit des Unfalls; die Schwere oder 

besondere Art der erlittenen Verletzungen; fortgesetzt spezifische, belastende ärztliche 

Behandlung; erhebliche Beschwerden; ärztliche Fehlbehandlung, welche die 

Unfallfolgen erheblich verschlimmert; schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche 

Komplikationen und erhebliche Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen.

4.2    Auffahrkollisionen werden regelmässig als mittelschweres, im Grenzbereich zu 

den leichten Unfällen liegendes Ereignis eingestuft (vgl. RKUV 2005 Nr. U 549 S. 236 

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Erw. 5.1.2 mit Hinweisen, U 380/04). Bezüglich des Unfallhergangs ist dem 

Polizeirapport vom 6. September 2003 (Suva-act. 7) zu entnehmen, dass der 

Beschwerdeführer sein Fahrzeug (Ford Mondeo) vor einem Fussgängerstreifen 

abbremste, um einer Fussgängerin das Überqueren der Strasse zu ermöglichen. Das 

nachfolgende Fahrzeug (Citroën Saxo) kam etwa einen Meter hinter demjenigen des 

Beschwerdeführers zum Stillstand. Der dritte beteiligte Fahrzeuglenker konnte 

hingegen sein Fahrzeug (Ford KA) nicht mehr rechtzeitig anhalten und kollidierte mit 

dem stillstehenden Fahrzeug, wodurch dieses nach vorne - gegen das noch langsam 

rollende Fahrzeug des Beschwerdeführers - geschoben wurde. Gemäss 

biomechanischer Beurteilung vom 15. Oktober 2004 (Suva-act. 102) konnte eine 

kollisionsbedingte Geschwindigkeitsänderung (delta-v) von rund 6.5 bis 10.5 km/h 

errechnet werden. Aufgrund des Geschehensablaufs, der biomechanischen Beurteilung 

sowie mit Blick auf die entsprechende Kasuistik (vgl. SZS 2001, S. 429 ff.) sind keine 

Gründe ersichtlich um vom Regelfall abzuweichen, weshalb vorliegend von einem 

mittelschweren Unfallereignis im Grenzbereich zu den leichten Unfällen auszugehen ist. 

Die Adäquanz des Kausalzusammenhangs wäre daher zu bejahen, wenn ein einzelnes 

der für die Beurteilung massgebenden Kriterien in besonders ausgeprägter Weise 

erfüllt wäre oder die zu berücksichtigenden Kriterien in gehäufter oder auffallender 

Weise gegeben wären (BGE 117 V 359 Erw. 6b).

4.3    Der Unfall vom 6. September 2003 hat sich weder unter besonders dramatischen 

Begleitumständen ereignet noch war er - objektiv betrachtet - von besonderer 

Eindrücklichkeit. Er hatte auch keine schweren Verletzungen oder Verletzungen 

besonderer Art zur Folge. Die Diagnose eines Schleudertraumas oder einer 

schleudertraumaähnlichen Verletzung der HWS vermag die Schwere oder besondere 

Art der erlittenen Verletzung für sich allein nicht zu begründen. Es bedarf hiezu einer 

besonderen Schwere der für das Schleudertrauma typischen Beschwerden oder 

besonderer Umstände, welche das Beschwerdebild beeinflussen können. Die vom 

Beschwerdeführer beim Unfall eingenommene Haltung - Körper nach vorne und Kopf 

nach rechts geneigt - stellt dabei keinen besonderen Umstand dar, welcher sich 

überwiegend wahrscheinlich erschwerend auf das Verletzungsbild ausgewirkt hat (vgl. 

Urteile vom 15. März 2005, U 380/04, Erw. 5.2.3 und 6. März 2007, U 339/06, Erw. 5.3). 

Nicht erfüllt ist sodann das Kriterium der fortgesetzt spezifischen, belastenden 

ärztlichen Behandlung. Vom 31. März bis 5. Mai 2004 erfolgte eine stationäre 

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Rehabilitation in der Thurgauer Klinik St. Katharinental. Die versuchten Therapieansätze 

(aktive und passive physiotherapeutische Massnahmen, medikamentöse Behandlung 

mit Analgetika, Muskelrelaxanzien und Schmerzdistanzierung, Infiltration der 

Facettengelenke C4/5 und C5/6 links, Neuraltherapie, Triggerpunkt-Infiltrationen und 

manualmedizinische Behandlung) konnten allesamt keine Verbesserung erzielen (Suva-

act. 73 und 81). Aus dem Bericht der Schulthess Klinik vom 14. Juni 2004 (Suva-act. 

81) ist ersichtlich, dass bereits zu diesem Zeitpunkt keine Therapien mehr durchgeführt 

wurden und auch die Medikation eingestellt wurde. Dr. G.___ bestätigte im 

Zwischenbericht vom 6. September 2004 (Suva-act. 93), dass gegenwärtig keine 

Behandlungen stattfinden würden. Im Bericht vom 22. Dezember 2004 erwähnte er 

eine psychotherapeutische Begleitung. F.___ hielt im Schreiben vom 26. Juli 2006 fest, 

dass es bei der Behandlung um neue Coping-Strategien gehe, die dem 

Beschwerdeführer helfen mit den Schmerzen umzugehen und sein Leben neu zu 

planen. Es gehe aber auch darum, dass er sich in der Familie neu definieren könne, 

dass er nicht mehr den Anspruch habe, der Ernährer und das Familienoberhaupt zu 

sein, sondern dass er auch wichtige Funktionen an seine Ehefrau abgebe. Es brauche 

noch Zeit, um das kognitive Umdenken zu vertiefen und dass er es akzeptieren könne. 

Aufgrund der Therapieresistenz wurden die Behandlungen bereits nach dem 

stationären Aufenthalt im Mai 2004 eingestellt. Gesamthaft betrachtet kann nicht von 

einer fortgesetzten und belastenden ärztlichen Behandlung ausgegangen werden, 

zumal ärztliche Untersuchungen und Begutachtungen nicht zu den hier massgeblichen 

ärztlichen Behandlungen zu zählen sind. Der Beschwerdeführer machte unmittelbar 

nach dem Unfallereignis und bis zur Leistungseinstellung erhebliche Beschwerden 

geltend. Die Erheblichkeit beurteilt sich nach den glaubhaften Schmerzen und nach der 

Beeinträchtigung, welche die verunfallte Person durch die Beschwerden im 

Lebensalltag erfährt. Es besteht kein Anlass an der Glaubhaftigkeit der geklagten 

Beschwerden zu zweifeln. Sodann ist augenfällig, dass die Kopfschiefhaltung und der 

Schulterhochstand den Beschwerdeführer im Lebensalltag erheblich beeinträchtigen. 

Das Kriterium der erheblichen Beschwerden ist dementsprechend zu bejahen. Im 

Nachgang zum Unfallereignis erfolgten zahlreiche therapeutische Massnahmen. Dr. 

med. G.___, Allgemeine Medizin FMH, beschrieb im ärztlichen Zwischenbericht vom 4. 

September 2004 (Suva-act. 93) einen desolaten Verlauf mit Therapieresistenz auf 

sämtliche angebotenen Therapien. Im MEDAS Gutachten vom 4. Januar 2007 (Suva-

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act. 156) wurde festgehalten, dass im Frühjahr 2004 eine multimodale Behandlung an 

der Schulthess Klinik, inklusive HWS-Manipulation und Fazetteninfiltrationen, ebenso 

wirkungslos, wenn nicht gar kontraproduktiv verlaufen sei, wie auch alle anderen 

ambulanten Massnahmen. Diese hätten Physiotherapie, Manualmedizin, Osteopathie, 

Neuraltherapie, Akupunktur, Shiatsu, Homöopathie, verhaltenstherapeutische 

Massnahmen, Entspannungsübungen, Bio-Feedback sowie verschiedene 

Schmerzmittel und Antidepressiva beinhaltet. Den medizinischen Akten ist zu 

entnehmen, dass sämtliche Therapien keine Besserung des Gesundheitszustands 

gebracht haben. Im Gegenteil sind stets neue Beschwerden wie die Kopfschiefhaltung, 

der Schulterhochstand oder ein Ruhetremor am Zeigefinger der linken Hand 

hinzugekommen. Der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers hat sich seit dem 

Unfall tendenziell verschlechtert, ein positiver Heilungsverlauf ist bis zum Zeitpunkt der 

Einstellung der Versicherungsleistungen nicht erkennbar. Aufgrund der anhaltenden 

Therapieresistenz und den zusätzlich hinzugetretenen Beschwerden ist das Kriterium 

des schwierigen Heilungsverlaufs und erheblicher Komplikationen in besonders 

ausgeprägter Weise erfüllt. Zum Kriterium der erheblichen Arbeitsunfähigkeit trotz 

ausgewiesener Anstrengungen ist festzustellen, dass der Beschwerdeführer seit dem 

Unfall am 6. September 2003 100% arbeitsunfähig war. Im MEDAS Gutachten vom 4. 

Januar 2007 wurde die Arbeitsfähigkeit im angestammten Beruf auf maximal 50% 

festgelegt. Die reduzierte Arbeitsfähigkeit würde rückwirkend auf den 1. Januar 2004 

festgelegt, da sich das Beschwerdebild spätestens Ende 2003 etabliert und bis heute 

nicht gebessert habe. Eine erhebliche Arbeitsunfähigkeit ist aufgrund der Aktenlage 

eindeutig ausgewiesen. Am 22. September 2003 erfolgte ein Arbeitsversuch, welcher 

jedoch aufgrund zunehmender Schmerzen abgebrochen werden musste. Seit 

Dezember 2003 verrichtete der Beschwerdeführer in der bisherigen Firma leichte 

Hilfsarbeiten im Sinn einer therapeutischen Massnahme. Diese Tätigkeit musste er 

jedoch auf Anraten von F.___ wieder aufgeben. Dieser teilte im Schreiben vom 26. Juli 

2006 (Suva-act. 149) mit, dass mit zunehmender Dauer der Arbeitstätigkeit die 

Situation sich eher verschlechtert habe, obwohl der Beschwerdeführer den Willen zu 

arbeiten habe. Dr. G.___ bestätigte im Verlaufsbericht vom 19. November 2007 (act. G 

20.1 Beilage 16), dass es sinnvoller sei, die verbliebenen Restressourcen des 

Beschwerdeführers in die Familie zu investieren. Der Beschwerdeführer hat eindeutig 

ernsthafte Anstrengungen unternommen, die Arbeitsunfähigkeit zu überwinden. Ein 

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erster Arbeitsversuch erfolgte bereits etwas mehr als zwei Wochen nach dem Unfall. 

Sodann ist den medizinischen Akten keine mangelnde Compliance bei den Therapien 

zu entnehmen. Das Kriterium der erheblichen Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener 

Anstrengungen ist dementsprechend erfüllt. Der Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers macht geltend, dass der Tremor in der linken Hand durch die 

Mobilisation in der Schulthess Klink ausgelöst worden sei. Sodann ist ungewiss, 

inwiefern die unzähligen, teils gleichzeitig durchgeführten Therapien einen negativen 

Einfluss auf den Gesundheitszustand des Beschwerdeführers gehabt haben. Das 

Kriterium der ärztlichen Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich 

verschlimmert hat, braucht jedoch vorliegend nicht abschliessend beurteilt zu werden, 

da bereits drei der zu berücksichtigenden Kriterien erfüllt sind, wobei das Kriterium des 

schwierigen Heilungsverlaufs und erhebliche Komplikationen in besonders 

ausgeprägter Weise gegeben ist, wodurch die Adäquanz des Kausalzusammenhangs 

im entscheidrelevanten Zeitpunkt zu bejahen ist. Die Einstellung der 

Versicherungsleistungen per 30. April 2005 ist daher zu Unrecht erfolgt.

5.         

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde gutzuheissen und die Sache 

zur Festsetzung der Leistungsansprüche des Beschwerdeführers ab 1. Mai 2005 an die 

Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu erheben. Hingegen 

hat der obsiegende Beschwerdeführer Anspruch auf eine Parteientschädigung für die 

Kosten der Vertretung und Prozessführung (Art. 61 lit. g ATSG).

6.         

6.1    Anlässlich der mündlichen Verhandlung vom 30. April 2008 reichte der 

Rechtsvertreter des Beschwerdeführers eine Honorarnote über Fr. 14'855.25 (inkl. 

Barauslagen und Mehrwertsteuer) ein. Es sei zu berücksichtigen, dass das vorliegende 

Verfahren äusserst aufwendig gewesen sei, weil nicht nur die umfangreichen Akten der 

Beschwerdegegnerin hätten studiert und gewürdigt werden müssen, sondern auch die 

Akten der IV-Stelle und des Haftpflichtversicherers. Diese Akten seien auch für das 

vorliegende Verfahren von erheblicher Bedeutung. Hinzu komme, dass das 

Bundesgericht mit dem neuen Leiturteil vom 19. Februar 2008 seine bisherige Praxis 

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geändert habe. Dieses Urteil und die seither dazu ergangene Rechtsprechung hätten 

zur Vorbereitung der mündlichen Verhandlung studiert und gewürdigt werden müssen. 

Zudem habe das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege zusätzlichen Aufwand 

verursacht.

6.2    Der vom Rechtsvertreter eingereichten Honorarnote kann nicht entsprochen 

werden. Insbesondere können das Studium der Akten der IV-Stelle und des 

Haftpflichtversicherers nicht dem vorliegenden Verfahren angelastet werden. Sodann 

sieht die Honorarordnung für Rechtsanwälte und Rechtsagenten (sGs 963.75) für die 

Verwaltungsrechtspflege das Pauschalhonorar als Regelfall vor. In 

unfallversicherungsrechtlichen Verfahren spricht das Versicherungsgericht regelmässig 

eine pauschale Entschädigung von Fr. 4'000.-- zu. Die umfangreichen Akten sowie die 

Würdigung der Rechtsprechung zur Präzisierung der Adäquanzkriterien rechtfertigen 

hingegen im vorliegenden Fall einen Zuschlag zu dieser "Normalentschädigung" von 

50%. Für die mündliche Verhandlung kann ausserdem noch eine zusätzliche Pauschale 

von Fr. 750.-- zugesprochen werden. In Würdigung aller Umstände rechtfertigt es sich 

somit, die Parteientschädigung auf Fr. 6'750.-- (inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer) 

festzulegen.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

entschieden:

1.        In Gutheissung der Beschwerde wird der Einspracheentscheid vom 5. April 2007 

aufgehoben und die Sache zur Festsetzung der Leistungsansprüche des 

Beschwerdeführers ab 1. Mai 2005 an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen.

2.        Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.        Die Beschwerdegegnerin hat den Beschwerdeführer mit Fr. 6'750.-- 

(einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu entschädigen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 30.04.2008
	Art. 6 UVG: Unfallkausalität im Nachgang zu einer bei einem Verkehrsunfall erlittenen HWS-Distorsion. Der Zeitpunkt in welchem die Beschwerdegegnerin die Adäquanzprüfung vorgenommen hat ist nicht zu beanstanden. Der adäquate Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und den geklagten Beschwerden ist zu bejahen, da mehrere der erforderlichen Kriterien erfüllt sind (insbesondere schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Arbeitsunfähigkeit) (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 30. April 2008, UV 2007/66).

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