# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4b54d947-99f7-51d8-8eb2-437d495d8c7d
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-06-20
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 20.06.2019 IV 2017/8
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2017-8_2019-06-20.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2017/8

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 20.08.2019

Entscheiddatum: 20.06.2019

Entscheid Versicherungsgericht, 20.06.2019
Art. 28 IVG. Art. 16 ATSG. Rente. Invalidität. Invaliditätsgrad. Ökonomischer 
Invaliditätsbegriff. Tabellenlohnabzug (Entscheid des Versicherungsgerichts 
des Kantons St. Gallen vom 20. Juni 2019, IV 2017/8).

Entscheid vom 20. Juni 2019

Besetzung

Präsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterinnen Monika Gehrer-Hug und Karin Huber-

Studerus; Gerichtsschreiber Tobias Bolt

Geschäftsnr.

IV 2017/8

Parteien

A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Ronald Pedergnana, Rorschacher Strasse 21, 

Postfach 27, 9004 St. Gallen,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

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Gegenstand

Rente

Sachverhalt

A.   

A.a  A.___ meldete sich im April 2008 zum Bezug von Leistungen der 

Invalidenversicherung an (IV-act. 1). Sie gab an, sie habe zuletzt als Einpackerin 

gearbeitet. Eine berufliche Ausbildung habe sie nicht absolviert. Der 

Allgemeinmediziner Dr. med. B.___ teilte im April 2008 telefonisch mit (IV-act. 18), die 

Versicherte leide an einem chronischen cervico-brachialen und thoraco-vertebralen 

Syndrom, an einer aktivierten Gonarthrose links und an einer Anpassungsstörung mit 

einer vorwiegenden Beeinträchtigung von anderen Gefühlen. Die Belastbarkeit sei 

generell vermindert. Die zwischenzeitlich erfolgte Wiederaufnahme der Arbeit mit einem 

Pensum von 50 Prozent sei bereits als ein Erfolg zu werten. Im Juni 2008 gab die 

Psychiaterin Dr. med. C.___ telefonisch an (IV-act. 32), die Versicherte leide an einer 

Anpassungsstörung mit einer vorwiegenden Beeinträchtigung von anderen Gefühlen. 

Zudem bestehe der Verdacht auf einen Status nach einer posttraumatischen 

Belastungsstörung im Jahr 1992. Die Versicherte sei eine „Kämpfernatur“, die sich 

permanent überfordere und es nie gelernt habe, sich abzugrenzen. Eine Erhöhung des 

Arbeitspensums auf mehr als 50 Prozent sei unrealistisch. Die Klinik Valens hatte 

bereits im April 2008 berichtet (IV-act. 34–5 ff.), eine ergonomische Testung habe die 

Überlastung der Versicherten am bisherigen Arbeitsplatz gezeigt. Allerdings habe das 

Ausmass der angegebenen Schmerzbeeinträchtigung und Behinderung nicht gänzlich 

den objektiven klinischen Befunden entsprochen. Aus rheumatologischer Sicht könne 

der Versicherten eine leidensadaptierte Tätigkeit zu 50 Prozent zugemutet werden; das 

Pensum könne im Verlauf auf 75 Prozent gesteigert werden. Im Auftrag der IV-Stelle 

erstattete die Klinik D.___ am 13. Januar 2010 ein bidisziplinäres rheumatologisch-

psychiatrisches Gutachten (IV-act. 91 f.). Der psychiatrische Sachverständige hielt fest, 

in der dreieinhalb Stunden dauernden Untersuchung hätten sich keine Störungen der 

Auffassung, der Aufmerksamkeit, der Konzentrationsfähigkeit, des Gedächtnisses oder 

des formalen Denkens gezeigt. Der Antrieb sei allenfalls leicht gemindert gewesen. Eine 

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wesentliche vegetative Symptomatik sei nicht fassbar gewesen. Die Versicherte habe 

seit der Kindheit wiederholte Traumatisierungen erlebt, was zu einer forciert autonomen 

und beziehungsarmen Lebensweise mit hohen Leistungsanforderungen an sich selbst 

geführt habe. In diesem Zusammenhang habe sich auf dem Boden von langsam 

schleichend sich entwickelnden Beschwerden im Verlauf des Jahres 2008 im Rahmen 

einer Anpassungsstörung bei multifaktoriellen psychosozialen Belastungen das 

Beschwerdebild einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung entwickelt. Die 

anhaltende somatoforme Schmerzstörung sei derzeit mit einem auffälligen 

Krankheitsverhalten verbunden, das zum Teil auch Ausdruck und Ausgestaltung einer 

posttraumatischen Störung sein könnte, zum Teil auch appellativ im Sinne eines 

dissoziativen Verhaltens mit der Ausgestaltung von Versorgungswünschen wirke, die 

der Versicherten aber nicht bewusst seien. Aus psychiatrischer Sicht könne für leichte 

Tätigkeiten ohne einen besonderen zeitlichen Druck (Akkord) keine Einschränkung der 

Arbeitsfähigkeit attestiert werden. Der rheumatologische Sachverständige führte aus, 

die Versicherte leide an einem chronischen cervico-cephalen und cervico-brachialen 

Schmerzsyndrom rechts, an einem chronischen Thoracovertebralsyndrom, an einem 

chronischen Lumbovertebralsyndrom, an einer Coccygodynie, an einer beginnenden 

Gonarthrose links, an einem beidseitigen Carpaltunnelsyndrom sowie – ohne 

Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit – an einer Adipositas, an einer arteriellen 

Hypertonie und an einem Diabetes mellitus Typ II. Im März 2009 habe die Versicherte 

wegen einem Hausbrand von einem vier Meter hohen Balkon springen müssen, was zu 

einer Exacerbation der Beschwerden geführt habe. Frakturen habe sie sich dabei keine 

zugezogen. Die zuletzt ausgeübte Tätigkeit, die ausschliesslich stehend und gehend 

habe verrichtet werden müssen und bei der die Versicherte repetitiv Gewichte bis 20kg 

habe hantieren müssen, sei nicht mehr zumutbar. Eine leichte, wechselbelastende 

Tätigkeit sei der Versicherten dagegen uneingeschränkt zumutbar. Die Ergebnisse im 

bidisziplinären Konsens deckten sich mit jenen eines im Frühjahr 2009 in Österreich 

erstellten polydisziplinären Gutachtens. Im Februar 2010 notierte Dr. med. E.___ vom 

IV-internen regionalen ärztlichen Dienst (RAD), das Gutachten der Klinik D.___ sei 

überzeugend (IV-act. 93). Mit einer Verfügung vom 4. Februar 2011 wies die IV-Stelle 

das Rentenbegehren der Versicherten ab (IV-act. 120).

A.b Im Mai 2012 meldete sich die Versicherte erneut zum Leistungsbezug an (IV-act. 

141). Die Psychiaterin Dr. C.___ hatte in einem Bericht zuhanden des 

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Vormundschaftsamtes F.___ vom 26. Juli 2011 festgehalten (IV-act. 143), die 

Versicherte leide an schweren persönlichkeitsstrukturellen Defiziten mit narzisstischen, 

emotional instabilen und zunehmend betonten dissozialen Anteilen. Sie sei nicht in der 

Lage, sich an die neuen und aktuell schwierigen Lebensumstände anzupassen. Die 

dissozialen Verhaltensauffälligkeiten äusserten sich in einer deutlichen und 

andauernden Verantwortungslosigkeit und Missachtung von sozialen Normen, Regeln 

und Verpflichtungen. Das Verhalten der Versicherten sei im höchsten Mass manipulativ. 

Auf Kritik reagiere sie kränkend, aggressiv und schuldzuweisend. Die 

Frustrationstoleranz sei sehr gering. Insgesamt imponiere ein selbstdestruktives 

Verhalten mit einer zunehmenden agitiert-depressiven Entwicklung. Vor diesem 

Hintergrund drängten sich vormundschaftliche Massnahmen auf. Die Klinik G.___ hatte 

am 4. August 2011 nach einer stationären Behandlung im Zeitraum vom 8. Juni 2011 

bis zum 28. Juni 2011 berichtet (IV-act. 154–37 ff.), die Versicherte leide an einer 

rezidivierenden Depression, aktuell mittelgradig, mit einem somatischen Syndrom, an 

einer somatoformen Schmerzstörung und an einer Adipositas permagna. Die Klinik für 

orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates des 

Kantonsspitals St. Gallen hatte im April 2012 über einen objektiv regulären, subjektiv 

aber unbefriedigenden Verlauf nach einer im März 2012 erfolgten Discektomie und 

Fusion C5/6 berichtet (IV-act. 154–10 f.). Im August 2012 kam es zu einem akuten 

Bandscheibenvorfall (IV-act. 154–6 f.). Im Auftrag der IV-Stelle erstattete die PMEDA 

am 28. November 2013 ein polydisziplinäres Gutachten (IV-act. 182). Der internistische 

Sachverständige hielt fest, aufgrund der massiven Adipositas bestehe aus 

internistischer Sicht nur für körperlich schwere Tätigkeiten eine eingeschränkte 

Arbeitsfähigkeit. Der neurologische Sachverständige führte aus, die Versicherte leide 

an einer Adipositas permagna und an einem geringgradigen residuellen 

Carpaltunnelsyndrom rechts. Möglicherweise liege zusätzlich eine Wurzelirritation L5 

rechts vor. Für das von der Versicherten geklagte Ganzkörperschmerzsyndrom habe 

sich kein hinreichendes Korrelat gefunden. Die reklamierte aktuelle Schmerzintensität 

sei nicht mit dem klinischen Eindruck einer zumindest deutlich geringeren 

Beeinträchtigung vereinbar. Aus neurologischer Sicht lasse sich jedenfalls keine 

Einschränkung der Arbeitsfähigkeit attestieren. Der orthopädische Sachverständige 

hielt fest, die Versicherte leide an einem Status nach einer cervicalen 

Spondylodeseoperation C5/6 mit einer geringen Bewegungseinschränkung, an einem 

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Status nach einer lumbalen Bandscheibendekompression L4/5 links ohne einen Anhalt 

für ein namhaftes residuelles Defektsyndrom, an einem Status nach einer 

Carpaltunneldekompression, einem Sehneneingriff und einer 

Cubitaltunneldekompression am rechten Arm ohne einen Anhalt für ein namhaftes 

residuelles Defizit, an einer Innenmeniscusreizung im linken Kniegelenk mit einer 

wahrscheinlichen Gonarthrose sowie an einem Status nach einer 

Carpaltunneloperation links ohne eine Beeinträchtigung. Im klinischen Befund hätten 

die Adipositas und die Diskrepanz zwischen den geklagten Beschwerden und den 

objektivierbaren Einschränkungen dominiert. Gravierende orthopädische Befunde 

hätten nicht erhoben werden können. Zusammenfassend liessen sich allenfalls 

qualitative Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit formulieren. Der psychiatrische 

Sachverständige führte aus, die Versicherte leide an einer Anpassungsstörung mit einer 

längeren depressiven Reaktion sowie an einer kombinierten Persönlichkeitsstörung mit 

emotional instabilen und dissoziativen Zügen. Im gesamten klinischen Eindruck sei 

keine gravierende Depressivität zu erkennen gewesen. Die Versicherte habe auch nicht 

wesentlich schmerzbeeinträchtigt gewirkt. Der psychiatrische Befund sei nicht derart 

ausgeprägt gewesen, dass sich eine wesentliche Beeinträchtigung bezüglich der 

Gestaltungsfähigkeit des Alltags oder der psychischen Erlebnisfähigkeit begründen 

liesse. Aus psychiatrischer Sicht sei die Versicherte durchaus noch in der Lage, 

zumindest einfache Tätigkeiten im gegebenen schlichten Bildungsniveau vollschichtig 

auszuüben. Aus polydisziplinärer Sicht seien der Versicherten leidensadaptierte 

Tätigkeiten uneingeschränkt zumutbar. Die RAD-Ärztin Dr. med. H.___ qualifizierte das 

Gutachten als überzeugend (IV-act. 187). Mit einem Vorbescheid vom 11. Februar 2014 

teilte die IV-Stelle der Versicherten mit, dass sie die Abweisung des 

Leistungsbegehrens um berufliche Massnahmen und Rentenleistungen vorsehe (IV-act. 

195). Dagegen wandte die Versicherte am 14. Februar 2014 ein (IV-act. 196), sie sei 

nicht in der Lage, einer beruflichen Tätigkeit nachzugehen. Sie beantrage deshalb eine 

nochmalige Prüfung ihres Rentenbegehrens. Am 1. April 2014 erliess die IV-Stelle eine 

Mitteilung, mit der sie das Begehren um berufliche Massnahmen abwies (IV-act. 209).

A.c  Am 4. April 2014 ging der IV-Stelle ein Bericht der Klinik für Neurochirurgie des 

Kantonsspitals St. Gallen zu (IV-act. 211), laut dem die Versicherte am 21. März 2014 

an der Lendenwirbelsäule operiert worden war. Die RAD-Ärztin Dr. H.___ notierte am 

17. April 2014, der Gesundheitszustand der Versicherten sei angesichts der gerade 

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erfolgten Operation noch instabil (IV-act. 212). Am 9. Mai 2014 berichtete die Klinik für 

Neurochirurgie des Kantonsspitals St. Gallen (IV-act. 213), zwischenzeitlich sei ein 

extraspinaler Abszess mit Staphylokokkus epidermis aufgetreten, der während einer 

stationären Behandlung im Zeitraum vom 25. April 2014 bis zum 12. Mai 2014 

erfolgreich habe behandelt werden können. Die Allgemeinmedizinerin Dr. med. H.___ 

gab im Oktober 2014 einen im Wesentlichen unveränderten Gesundheitszustand an 

(IV-act. 226). Im März 2015 erfolgte eine arthroskopische subacromiale Dekompression 

und Acromioplastik, AC-Gelenksresektion, Bicepssehnen-Tenotomie und 

Rotatorenmanschetten-Rekonstruktion an der rechten Schulter (IV-act. 252). Im Auftrag 

der IV-Stelle erstattete die SMAB AG am 2. August 2016 ein polydisziplinäres 

Gutachten (IV-act. 299). Die Sachverständigen hielten fest, die Versicherte leide an 

einer postoperativen Schulterteilsteife rechts, an einer morbiden Adipositas, an einer 

Kardiopathie bei einer morbiden Adipositas und Hypertonie sowie – ohne Auswirkung 

auf die Arbeitsfähigkeit – an psychologischen und Verhaltensfaktoren bei andernorts 

klassifizierten Krankheiten, an einer Reaktion auf eine schwere Belastung, an einer 

emotional instabilen und narzisstischen Persönlichkeitsakzentuierung, an einem 

chronisch rezidivierenden lumbalen pseudo-radiculären Schmerzsyndrom, an 

anfallsweisen Missempfindungen und Schmerzen an beiden Beinen, an einer 

Cervicobrachialgie links ohne eine radiculäre Reizung, an einer geringen Arthrose des 

linken AC-Gelenks, an einem sensiblen Carpaltunnelsyndromrezidiv rechts, an einem 

Status nach einer Neurolyse des Nervus ulnaris rechts, an einer Hypakusis beidseits, 

an einem Tinnitus, an Senk-Spreiz-Plattfüssen, an einer Hypertonie, an einem Diabetes 

mellitus Typ II, an einem erhöhten Augeninnendruck beidseits, an einem obstruktiven 

Schlafapnoesyndrom sowie an einer Hashimoto-Thyreoiditis. Aus somatischer Sicht sei 

die Arbeitsfähigkeit der Versicherten für leidensadaptierte Tätigkeiten nur durch die 

Adipositas beziehungsweise durch die daraus folgende Kardiopathie eingeschränkt. 

Das zumutbare Pensum betrage 75 Prozent. Aus psychiatrischer Sicht liege keine 

Einschränkung der Arbeitsfähigkeit vor. Die Schmerzproblematik sei nicht stark 

ausgeprägt. Die posttraumatische Symptomatik sei in den vergangenen Jahren (auch 

gemäss den Angaben der Versicherten) abgeklungen und eine eigentliche 

Persönlichkeitsstörung liege nicht vor. Der orthopädische Sachverständige hatte 

ausgeführt, bezüglich der Halswirbelsäule seien sowohl die bildgebenden als auch die 

klinischen Befunde weitgehend unauffällig gewesen, weshalb diesbezüglich keine 

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relevante Einschränkung der Arbeitsfähigkeit attestiert werden könne. Die von der 

Versicherten angegebenen Schmerzen in den Ellbogen hätten klinisch nicht objektiviert 

werden können; diesbezüglich sei der Befund unauffällig gewesen. Das rechte 

Schultergelenk sei als sehr schmerzhaft und in seiner Beweglichkeit massiv 

eingeschränkt demonstriert worden, aber diese Angaben hätten sich nicht 

nachvollziehen lassen. Angesichts der objektiven Befunde könne nur eine gewisse 

Einschränkung für Tätigkeiten attestiert werden, die über Kopf verrichtet werden 

müssten oder vermehrte Bewegungen des Schultergelenks erforderten. Bezüglich der 

Lendenwirbelsäule sei der objektive klinische Befund weitgehend unauffällig gewesen. 

Die bekannten degenerativen Veränderungen könnten zu gelegentlichen Schmerzen 

führen; bei starken Exacerbationen könnten vorübergehende Arbeitsunfähigkeiten 

auftreten, aber eine generelle Arbeitsunfähigkeit lasse sich damit nicht begründen. Die 

Coccygodynie habe sich klinisch nicht nachweisen lassen. Auch für die geltend 

gemachten Beschwerden in den Sprunggelenken habe sich kein klinisches Korrelat 

finden lassen. Das rechte Kniegelenk sei medial gering vermehrt aufklappbar gewesen 

und die Versicherte habe einen Druckschmerz an der lateralen Patellafacette beidseits 

angegeben. Ansonsten sei der objektive klinische Befund bezüglich der beiden 

Kniegelenke völlig regelrecht gewesen. Die festgestellten Auffälligkeiten wirkten sich 

nicht auf die Arbeitsfähigkeit aus. Die neurologische Sachverständige hatte 

festgehalten, die Untersuchung der Versicherten habe sich sehr mühsam gestaltet, da 

diese unbeweglich, verspannt und viel zu schwer gewesen sei. Die Reflexe seien 

äusserst schwierig auslösbar gewesen, da die Versicherte überhaupt nicht entspannt 

gewesen sei. An den Fingern I–III rechts sei die Oberflächensensibilität etwas 

vermindert gewesen. Dabei könne es sich um einen Restbefund eines jetzt nur 

sensiblen Carpaltunnelsyndroms oder allenfalls um eine Neubildung eines 

Carpaltunnelsyndroms handeln. Im Übrigen habe sich keine neurologische 

Beeinträchtigung mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit feststellen lassen. Der 

internistische Sachverständige hatte ausgeführt, die Versicherte habe etwas 

demonstrativ gewirkt und ihre Beschwerden betont. Sie habe sich mühsam auf zwei 

Krücken gestützt fortbewegt. Der BMI habe 43,9kg/m  betragen und sei folglich seit 

dem Jahr 2011 unverändert geblieben. Eine Laboruntersuchung habe gezeigt, dass der 

Diabetes knapp genügend eingestellt gewesen sei; die übrigen Werte seien unauffällig 

gewesen. Seit dem Jahr 2012 sei eine hypertensive Kardiopathie bekannt, die zu einer 

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Anstrengungsdyspnoe NYHA II führe. Dies schränke die Arbeitsfähigkeit der 

Versicherten auch für leichte Tätigkeiten ein. Der psychiatrische Sachverständige hatte 

festgehalten, bei einer dreistündigen neuropsychologischen Testung hätten sich 

klinisch keine Hinweise auf eine verminderte Belastbarkeit gezeigt. Die Tests hätten 

zwar verschiedene neurokognitive Einschränkungen ergeben, aber im 

Symptomvalidierungsverfahren hätten sich Auffälligkeiten gezeigt, die auf eine 

verminderte Anstrengungsbereitschaft hingewiesen hätten. Da keine Vergleichs- 

beziehungsweise Normstichprobe existiere, sei die Beurteilbarkeit der Ergebnisse 

zusätzlich erschwert. In der psychiatrischen Exploration sei zeitweise ein 

dysphorisches Verhalten aufgefallen. Die Versicherte habe verschiedene Symptome 

einer posttraumatischen Belastungsstörung geschildert. Von der Persönlichkeit her 

hätten sich einerseits emotional instabile und andererseits narzisstische Züge gezeigt. 

Im Übrigen sei der klinische Befund unauffällig gewesen. Die Schmerzsymptomatik sei 

für die Diagnose einer somatoformen Schmerzstörung nicht genügend ausgeprägt. 

Folglich könnten nur psychologische und Verhaltensfaktoren bei andernorts 

klassifizierten Krankheiten diagnostiziert werden. Die posttraumatische Symptomatik 

sei nicht so stark ausgeprägt, dass eine posttraumatische Belastungsstörung 

diagnostiziert werden könnte; es liege nur noch eine Restsymptomatik im Sinne einer 

Reaktion auf eine schwere Belastung vor. Da die Versicherte über längere Zeit über ein 

gutes soziales Funktionsniveau verfügt habe, könne auch keine Persönlichkeitsstörung 

diagnostiziert werden. Aus psychiatrischer Sicht sei die Arbeitsfähigkeit der 

Versicherten nicht eingeschränkt. Die RAD-Ärztin Dr. H.___ erachtete das Gutachten 

als überzeugend (IV-act. 300).

A.d Mit einem Vorbescheid vom 25. August 2016 teilte die IV-Stelle der Versicherten 

mit, dass sie die Abweisung ihres Rentenbegehrens vorsehe (IV-act. 304). Zur 

Begründung führte sie an, bei einer Arbeitsfähigkeit von 75 Prozent könne die 

Versicherte gemäss den Ergebnissen der Schweizer Lohnstrukturerhebung (LSE) 2014 

ein Erwerbseinkommen von 40’345 Franken erzielen. Im Vergleich mit dem zuletzt 

erzielten (an die Nominallohnentwicklung bis zum Jahr 2014 angepassten) 

Erwerbseinkommen von 59’058 Franken resultiere ein nicht rentenbegründender 

Invaliditätsgrad von 32 Prozent. Am 11. Oktober 2016 liess die nun anwaltlich 

vertretene Versicherte einwenden (IV-act. 315), das Gutachten der SMAB AG sei 

widersprüchlich, da der psychiatrische Sachverständige eine posttraumatische 

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Belastungsstörung beschrieben, aber keine solche diagnostiziert habe. Gemäss einem 

aktuellen Bericht der Schmerzklinik des Kantonsspitals St. Gallen vom 5. September 

2016 (IV-act. 316) liege effektiv eine posttraumatische Belastungsstörung vor. Die 

Schmerzsymptomatik sei von den Sachverständigen der SMAB AG ebenfalls nicht 

genügend gewürdigt worden. Am 10. November 2016 liess die Versicherte die 

vergleichsweise Zusprache einer halben Rente beantragen (IV-act. 318). Die RAD-

Ärztin Dr. H.___ notierte am 17. November 2016, sie sehe keinen Grund, von der 

Einschätzung der Sachverständigen der SMAB AG abzuweichen (IV-act. 319). Mit einer 

Verfügung vom 17. November 2016 wies die IV-Stelle das Rentenbegehren der 

Versicherten ab (IV-act. 320).

B.   

B.a  Am 9. Januar 2017 liess die Versicherte (nachfolgend: die Beschwerdeführerin) 

eine Beschwerde gegen die Verfügung vom 17. November 2016 erheben (act. G 1). Ihr 

Rechtsvertreter beantragte die Aufhebung der angefochtenen Verfügung, die 

Zusprache einer vollen (recte: ganzen) Rente mit Wirkung „ab Anmeldung“ und 

eventualiter die Einholung eines polydisziplinären Gutachtens. Zur Begründung führte 

er an, das Gutachten der SMAB AG weise diverse Mängel auf: In der Diagnoseliste 

fehle das Postlaminektomie-Syndrom; die Auswirkungen dieses Syndroms seien von 

den orthopädischen Sachverständigen nicht hinreichend berücksichtigt worden; der 

psychiatrische Sachverständige habe die Ergebnisse der neuropsychologischen 

Testung nicht gewürdigt; keiner der Sachverständigen verfüge über eine 

schmerztherapeutische oder neurochirurgische Expertise; die Adipositas sei genetisch 

bedingt und teilweise auch die Folge von Medikamentennebenwirkungen; bei 

„korrekter Begutachtung“ hätten eine posttraumatische Belastungsstörung und eine 

mittelgradige Depression diagnostiziert werden müssen. Die Beschwerdeführerin sei 

gemäss einer aktuellen Einschätzung des behandelnden Arztes des Schmerzzentrums 

des Kantonsspitals St. Gallen höchstens zu 30 Prozent arbeitsfähig.

B.b Die IV-Stelle (nachfolgend: die Beschwerdegegnerin) beantragte am 28. Februar 

2017 die Abweisung der Beschwerde (act. G 4). Zur Begründung führte sie an, das 

Gutachten der SMAB AG sei in jeder Hinsicht überzeugend, weshalb darauf abgestellt 

werden könne. Die Adipositas bewirke grundsätzlich keine zu Rentenleistungen 

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berechtigende Invalidität. Hier liege gemäss dem Gutachten der SMAB AG eine 

Ausnahme von diesem Grundsatz vor. Die daraus resultierende Arbeitsunfähigkeit von 

25 Prozent bewirke aber keinen rentenbegründenden Invaliditätsgrad.

B.c  Die Beschwerdeführerin liess am 26. Mai 2017 an ihren Anträgen festhalten (act. 

G 11). Subeventualiter liess sie neu zusätzlich die Erstellung eines psychiatrischen 

Gutachtens beantragen.

B.d Die Beschwerdegegnerin hielt am 27. Juni 2017 ebenfalls an ihrem Antrag fest (act. 

G 13).

Erwägungen

1.  

Wurde ein Rentenbegehren wegen eines zu geringen Invaliditätgrades abgewiesen, 

wird eine neue Anmeldung gemäss dem Art. 87 Abs. 3 IVV in Verbindung mit dem Art. 

87 Abs. 2 IVV nur geprüft, wenn die versicherte Person glaubhaft gemacht hat, dass 

sich der für die Bemessung des Invaliditätsgrades massgebende Sachverhalt in einer 

anspruchsrelevanten Weise verändert hat. Die Beschwerdegegnerin hat ein erstes 

Leistungsbegehren der Beschwerdeführerin mit einer Verfügung vom 4. Februar 2011 

abgewiesen. Diese Verfügung ist unangefochten in formelle Rechtskraft erwachsen. Die 

Beschwerdeführerin hat sich im Mai 2012 erneut zum Leistungsbezug angemeldet. Im 

Zusammenhang mit dieser Neuanmeldung ist der Beschwerdegegnerin ein Bericht der 

Klinik G.___ vom 4. August 2011 betreffend eine dreiwöchige stationäre Behandlung 

der Beschwerdeführerin im Juni 2011 zugegangen. Mit den Angaben in diesem Bericht 

ist glaubhaft gemacht gewesen, dass sich der für einen allfälligen Rentenanspruch der 

Beschwerdeführerin massgebende Sachverhalt nach dem 4. Februar 2011 

massgebend verändert gehabt haben könnte. Die Beschwerdegegnerin ist folglich zu 

Recht auf die Neuanmeldung eingetreten.

2.  

2.1 Laut dem Art. 28 Abs. 1 IVG hat eine versicherte Person, die ihre Erwerbsfähigkeit 

nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder 

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verbessern kann, die während eines Jahres ohne einen wesentlichen Unterbruch 

durchschnittlich mindestens 40 Prozent arbeitsunfähig gewesen ist und die nach dem 

Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid ist, einen Anspruch auf eine 

Rente der Invalidenversicherung. Für die Bemessung der Invalidität wird gemäss dem 

Art. 16 ATSG das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach dem Eintritt der 

Gesundheitsbeeinträchtigung und nach der Durchführung der medizinischen 

Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare 

Tätigkeit bei einer ausgeglichenen Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung zu 

jenem Erwerbseinkommen gesetzt, das sie erzielen könnte, wenn sie gesund geblieben 

wäre.

2.2 Die Beschwerdeführerin hat keine berufliche Ausbildung absolviert und ist als 

Hilfsarbeiterin tätig gewesen. In den Akten finden sich verschiedene Hinweise darauf, 

dass sie eine zur Überforderung der eigenen Kräfte neigende „Kämpfernatur“ gewesen 

ist, weshalb davon auszugehen ist, dass sie eher überdurchschnittlich leistungsfähig 

und folglich in der Lage gewesen ist, ein eher über dem statistischen Zentralwert der 

Hilfsarbeiterinnenlöhne liegendes Einkommen zu erzielen. Ihr Lohn hat sich gemäss 

den Angaben der letzten Arbeitgeberin, für die sie 15 Jahre lang tätig gewesen war (IV-

act. 17–2), im Jahr 2008 auf 4’440 Franken pro Monat plus 4’130 Franken Gratifikation 

belaufen (IV-act. 17–3), was einem Jahreslohn von 53’280 Franken entsprochen hat. 

Gemäss den Ergebnissen der Schweizer Lohnstrukturerhebung (LSE) für das Jahr 2008 

hat sich der statistische Zentralwert der Hilfsarbeiterinnenlöhne in jenem Jahr bei einer 

standardisierten Arbeitszeit von 40 Stunden pro Woche auf 4’116 Franken pro Monat 

belaufen, was unter Berücksichtigung der betriebsüblichen wöchentlichen Arbeitszeit 

von 41,6 Stunden im Jahr 2008 einem Jahreslohn von 51’368 Franken entsprochen 

hat. Damit zeigt sich, dass die Beschwerdeführerin vor dem Eintritt ihrer 

Gesundheitsbeeinträchtigung tatsächlich einen leicht überdurchschnittlichen Lohn 

erzielt hat. Angesichts des Umstandes, dass die Beschwerdeführerin damals bereits 

während 15 Jahren für dieselbe Arbeitgeberin tätig gewesen ist, besteht die 

plausibelste Validenkarriere in der Weiterführung jenes Arbeitsverhältnisses. Das 

Valideneinkommen entspricht folglich dem an die Nominallohnentwicklung 2008–2016 

angepassten zuletzt erzielten Einkommen. Der Nominallohnindex für Frauen hat sich im 

Jahr 2008 (Basis 1993 = 100) auf 123,5 Punkte und im Jahr 2016 auf 133,9 Punkte 

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belaufen. Damit ergibt sich ein Valideneinkommen von 57’767 Franken (= 53’280 

Franken ÷ 123,5 × 133,9).

2.3 Für die Bestimmung der Invalidenkarriere und des entsprechenden 

zumutbarerweise erzielbaren Invalideneinkommens ist von massgebender Bedeutung, 

welche Tätigkeiten der Beschwerdeführerin aus medizinischer Sicht in welchem 

Umfang noch zugemutet werden können. Die Beschwerdegegnerin hat zur 

Beantwortung der Frage nach der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin die Berichte 

der behandelnden Ärzte eingeholt und zwei polydisziplinäre Begutachtungen in Auftrag 

gegeben. Der zuständige RAD-Arzt hat zwar das erste Gutachten der PMEDA als 

überzeugend qualifiziert, aber in der Folge hat sich der Gesundheitszustand der 

Beschwerdeführerin wesentlich verändert, weshalb das Gutachten nicht mehr aktuell 

gewesen ist. An sich hätte es in dieser Situation nahe gelegen, die PMEDA mit einer 

Verlaufsbegutachtung zu beauftragen, aber die Beschwerdegegnerin hat es 

vorgezogen, eine andere MEDAS, nämlich die SMAB AG, mit der Erstellung eines 

komplett neuen Gutachtens zu beauftragen. Damit stellt sich nun primär die Frage, ob 

das Gutachten der SMAB AG eine überzeugende Arbeitsfähigkeitsschätzung enthält. 

Entgegen der Behauptung des Rechtsvertreters der Beschwerdeführerin basiert das 

Gutachten der SMAB AG nicht nur auf einer sogenannten „Momentaufnahme“. Dieser 

Vorwurf, der in ähnlicher Weise regelmässig als Einwand gegen den Beweiswert eines 

versicherungsmedizinischen Gutachtens vorgebracht wird, trifft in aller Regel nicht zu, 

weil den Sachverständigen die Berichte aller behandelnden Ärzte sowie allfällige 

Vorgutachten zur Verfügung gestellt werden und weil die Sachverständigen sich 

anhand dieser Vorakten ein Bild vom gesamten Krankheitsverlauf machen können. Das 

erlaubt es ihnen, die anhand der persönlichen Untersuchung gewonnenen Erkenntnisse 

in den Krankheitsverlauf einordnen und entsprechend anhand der bisherigen 

Erkenntnisse der behandelnden Ärzte richtig bewerten zu können. Wenn sich also 

einem Gutachten entnehmen lässt, dass die Sachverständigen die Vorakten eingehend 

gewürdigt haben, kann der Vorwurf, das Gutachten basiere nur auf einer 

„Momentaufnahme“, nicht zutreffen. Die Argumentation des Rechtsvertreters der 

Beschwerdeführerin überzeugt nicht, weil die Sachverständigen die Vorakten gewürdigt 

und bei ihrer Beurteilung berücksichtigt haben. Entgegen der Ansicht des 

Rechtsvertreters der Beschwerdeführerin ist den Sachverständigen der SMAB AG also 

insbesondere bekannt gewesen, dass die behandelnde Psychiaterin Dr. C.___ im 

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Sommer 2011 eine Verbeiständung der Beschwerdeführerin beantragt hatte und dass 

in der Folge die Tochter der Beschwerdeführerin zur Beiständin ihrer Mutter ernannt 

worden war. Ebenso ist den Sachverständigen der SMAB AG bekannt gewesen, dass 

der behandelnde Arzt des Schmerzzentrums des Kantonsspitals St. Gallen ein 

Postlaminektomie-Syndrom diagnostiziert hatte. Dem orthopädischen und dem 

neurologischen Teilgutachten der SMAB AG lässt sich entnehmen, dass die 

Sachverständigen der SMAB AG bei ihrer persönlichen Untersuchung der 

Beschwerdeführerin keine objektiven klinischen Befunde festgestellt hatten, die es 

erlaubt hätten, die diagnostische Beurteilung des behandelnden Arztes des 

Schmerzzentrums des Kantonsspitals St. Gallen zu teilen. Diese Diagnose ist also nicht 

vergessen gegangen, wie der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin behauptet hat. 

Aus dem Gutachten der SMAB AG ergibt sich vielmehr, dass die Sachverständigen die 

Beschwerdeführerin eingehend und umfassend persönlich untersucht haben. Sie 

haben die subjektiven Klagen der Beschwerdeführerin und die von ihnen erhobenen 

objektiven klinischen Befunde ausführlich wiedergegeben. Zusammen mit den aus der 

Würdigung der Vorakten gewonnenen Erkenntnissen haben die Sachverständigen der 

SMAB AG also über eine umfassende Kenntnis des medizinischen Sachverhaltes 

verfügt. Daraus haben sie für medizinische Laien nachvollziehbare und überzeugend 

begründete Schlussfolgerungen hinsichtlich der Diagnosen und der Arbeitsfähigkeit 

gezogen. Das Gutachten enthält keine Widersprüche. Abweichungen zu den Berichten 

der behandelnden Ärzte sind von den Sachverständigen der SMAB AG deklariert 

worden; die Sachverständigen haben überzeugend begründet dargelegt, weshalb sie 

die entsprechenden Auffassungen der behandelnden Ärzte nicht geteilt haben. Weder 

im Gutachten der SMAB AG selbst noch in einem anderen medizinischen Bericht findet 

sich ein Hinweis, der Zweifel an der Überzeugungskraft des Gutachtens der SMAB AG 

wecken würde. Nur das Attest einer Arbeitsunfähigkeit von 25 Prozent selbst für eine 

ideal leidensadaptierte Tätigkeit wegen der Adipositas und der dadurch bedingten 

Kardiopathie erscheint aus der Sicht eines medizinischen Laien als möglicherweise zu 

hoch gegriffen, da sich die Adipositas und die Kardiopathie bei einer auch 

diesbezüglich ideal adaptierten Tätigkeit wohl nicht derart stark auf die Arbeitsfähigkeit 

der Beschwerdeführerin auswirken. Eigentlich müsste diese Unsicherheit mittels 

weiterer Sachverhaltsabklärungen beseitigt werden, denn die massgebenden 

Gesetzesbestimmungen können nur auf einen in allen Teilen mit dem erforderlichen 

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Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit feststehenden Sachverhalt 

angewendet werden. Allerdings gilt auch bezüglich der Sachverhaltsabklärung der 

Verhältnismässigkeitsgrundsatz. Der Arbeitsfähigkeitsgrad der Beschwerdeführerin in 

einer ideal leidensadaptierten Tätigkeit kann überwiegend wahrscheinlich nicht tiefer 

als 75 Prozent sein. Sollte sich unter Berücksichtigung des maximalen 

Arbeitsunfähigkeitsgrades von 25 Prozent kein rentenbegründender Invaliditätsgrad 

von mindestens 40 Prozent ergeben, wären weitere Sachverhaltsabklärungen 

überflüssig, da sie am Ergebnis nichts ändern könnten.

2.4 Folglich ist zunächst zu prüfen, wie hoch das zumutbarerweise erzielbare 

Invalideneinkommen ausgehend von einem Arbeitsunfähigkeitsgrad von 25 Prozent für 

ideal leidensadaptierte Tätigkeiten ausfällt. Angesichts des ökonomischen

Invaliditätsbegriffs in den Art. 28 IVG, Art. 7 f. ATSG und Art. 16 ATSG ist für die 

Bestimmung des zumutbarerweise erzielbaren Invalideneinkommens entscheidend, ob 

die Beschwerdeführerin einem strikt betriebswirtschaftlich-ökonomisch denkenden 

Arbeitgeber auf dem ersten Arbeitsmarkt überhaupt zumutbar ist und wie hoch der 

allein nach ökonomischen Gesichtspunkten festgesetzte Lohn wäre, den ein solcher 

Arbeitgeber der Beschwerdeführerin gegebenenfalls bezahlen würde. Die Frage der 

Zumutbarkeit respektive der Verwertbarkeit der Arbeitsfähigkeit auf dem ersten 

Arbeitsmarkt stellt sich vorliegend insbesondere mit Blick auf die katastrophierende 

Schilderung des Verhaltens der Beschwerdeführerin im Bericht von Dr. C.___ vom 26. 

Juli 2011 zuhanden des Vormundschaftsamtes F.___. Das von Dr. C.___ in jenem 

Bericht beschriebene Verhalten der Beschwerdeführerin mit einer deutlichen und 

andauernden Verantwortungslosigkeit und Missachtung von sozialen Normen, Regeln 

und Verpflichtungen würde nämlich eine Anstellung der Beschwerdeführerin durch 

einen strikt betriebswirtschaftlich-ökonomischen Arbeitgeber ausschliessen, weil ein 

solcher Arbeitgeber keinesfalls das entsprechende immense Risiko von massiven 

Störungen der Betriebsabläufe eingehen würde. Allerdings muss es sich beim von Dr. 

C.___ beschriebenen Zustand um eine vorübergehende psychische Dekompensation 

gehandelt haben. Im Austrittsbericht der Klinik G.___ betreffend eine rund einen Monat 

davor durchgeführte stationäre Behandlung finden sich keine Hinweise auf das von Dr. 

C.___ beschriebene massiv dissoziale Verhalten der Beschwerdeführerin. Der 

psychiatrische Sachverständige der PMEDA konnte ein gutes Jahr später keine 

ausgeprägten Einschränkungen hinsichtlich des psychischen Befundes mehr 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/17

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feststellen. Er hat zwar – wie Dr. C.___ – eine kombinierte Persönlichkeitsstörung mit 

emotional instabilen und dissoziativen Zügen diagnostiziert, aber gleichzeitig 

festgehalten, diese Störung sei nicht derart ausgeprägt, dass sie die 

Gestaltungsfähigkeit des Alltags oder der psychischen Erlebnisfähigkeit einschränken 

würde. Aus psychiatrischer Sicht sei die Beschwerdeführerin durchaus noch in der 

Lage, sich wieder in den Arbeitsprozess zu integrieren und zumindest einfache 

Tätigkeiten im gegebenen schlichten Bildungsniveau vollschichtig auszuüben. Auch der 

psychiatrische Sachverständige der SMAB konnte keine wesentlichen 

Beeinträchtigungen hinsichtlich des psychischen Befundes feststellen. Der insofern 

weitgehend unauffällige psychische Befund hat ihn sogar dazu bewogen, das Vorliegen 

einer Persönlichkeitsstörung zu verneinen. Vor diesem Hintergrund müssen die 

Angaben von Dr. C.___ als überholt und (längst) nicht mehr massgebend qualifiziert 

werden. Zusammenfassend sind keine Gründe ersichtlich, die gegen eine 

Verwertbarkeit der medizinisch zumutbaren Arbeitsfähigkeit im ersten Arbeitsmarkt 

sprechen würden.

2.5 Für die Bestimmung des zumutbarerweise erzielbaren Invalideneinkommens ist von 

einem Arbeitsunfähigkeitsgrad von 25 Prozent für ideal leidensadaptierte Tätigkeiten 

auf dem ersten Arbeitsmarkt auszugehen. Da kein statistischer Nachweis dafür 

existiert, dass körperlich leichte Hilfsarbeiten relevant tiefer als körperlich anstrengende 

Hilfsarbeiten entlöhnt würden, ist der statistische Zentralwert aller 

Hilfsarbeiterinnenlöhne als Ausgangswert für das zumutbarerweise erzielbare 

Invalideneinkommen heranzuziehen. Auf das zuletzt erzielte, höhere Einkommen kann 

nicht abgestellt werden, weil die Beschwerdeführerin als Folge ihrer 

Gesundheitsbeeinträchtigung mit überwiegender Wahrscheinlichkeit keine 

„Kämpfernatur“ mehr sein kann, was bedeutet, dass sie nicht mehr in der Lage ist, 

einen überdurchschnittlichen Lohn zu erzielen. Der massgebende statistische 

Zentralwert der Hilfsarbeiterlöhne hat sich im Jahr 2016 auf 54’581 Franken belaufen. 

Die Anstellung der Beschwerdeführerin hätte im Vergleich zu einer gesunden zu 75 

Prozent beschäftigten Hilfsarbeiterin für den Arbeitgeber aber verschiedene Nachteile, 

die betriebswirtschaftlich-ökonomisch betrachtet als höhere indirekte Lohnkosten zu 

qualifizieren wären. Die Beschwerdeführerin würde nämlich eine besondere 

Rücksichtnahme seitens der Vorgesetzten, der Arbeitskollegen und gegebenenfalls 

anderer Mitarbeiter benötigen, sie wäre unfähig, bei einem betrieblichen Bedarf 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/17

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vorübergehend zu 100 Prozent oder sogar darüber hinaus tätig zu sein oder sich 

vorübergehend an einem nicht adaptierten Arbeitsplatz einsetzen zu lassen und 

längerfristig betrachtet bestünde das Risiko von vermehrten krankheitsbedingten 

Absenzen. Geht man bei der Ermittlung der Vergleichseinkommen konsequent von 

einem ökonomischen Invaliditätsbegriff aus, muss man wegen diesen Nachteilen der 

Beschwerdeführerin auf dem ersten Arbeitsmarkt, die – für jeden auch nur über 

rudimentäre betriebswirtschaftliche Kenntnisse verfügenden Rechtsanwender 

ersichtlich – zwingend (als zusätzliche Verluste) zu einem Minderlohn führen, unbedingt 

einen Tabellenlohnabzug von wenigstens zehn Prozent berücksichtigen. Denn nur so 

kann ein Soziallohnanteil ausgeschlossen werden. Unter Berücksichtigung dieses 

Tabellenlohnabzuges und des zumutbaren Pensums von maximal 75 Prozent ergibt 

sich ein zumutbarerweise erzielbares Invalideneinkommen von maximal 36’842 

Franken. Verglichen mit dem Valideneinkommen von 57’767 Franken resultiert ein 

maximaler Invaliditätsgrad von 36,22 Prozent. Das bedeutet, dass die 

Beschwerdeführerin selbst dann keinen Anspruch auf eine Rente der 

Invalidenversicherung hätte, wenn von einer Arbeitsunfähigkeit von 25 Prozent für ideal 

leidensadaptierte Tätigkeiten ausgegangen würde. Bei diesem Ergebnis erübrigen sich 

weitere Sachverhaltsabklärungen. Die angefochtene Verfügung erweist sich im 

Ergebnis als rechtmässig.

3.  

Die Beschwerde ist abzuweisen. Die Gerichtskosten von 600 Franken sind der 

unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerlegen. Sie sind durch den von dieser 

geleisteten Kostenvorschuss von 600 Franken gedeckt. Die unterliegende 

Beschwerdeführerin hat keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung.

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/17

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2.  

Die Beschwerdeführerin hat die Gerichtskosten von 600 Franken zu bezahlen; diese 

sind durch den von ihr geleisteten Kostenvorschuss von 600 Franken gedeckt.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 20.06.2019
	Art. 28 IVG. Art. 16 ATSG. Rente. Invalidität. Invaliditätsgrad. Ökonomischer Invaliditätsbegriff. Tabellenlohnabzug (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 20. Juni 2019, IV 2017/8).

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