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**Case Identifier:** e812a7c6-128d-53fc-be93-9dd2f12a6c61
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2011-10-03
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 03.10.2011 IV 2009/386
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2009-386_2011-10-03.pdf

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2009/386

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 22.06.2020

Entscheiddatum: 03.10.2011

Entscheid Versicherungsgericht, 03.10.2011
Art. 8 ATSG, Art. 16 ATSG, Art. 43 Abs. 1 ATSG. Ermittlung des 
massgebenden Invalideneinkommens. Berichte behandelnder Ärzte sind 
dann geeignet, den Arbeitsfähigkeitsgrad mit dem Beweisgrad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu belegen, wenn feststeht, dass sie 
nicht aus einer therapeutischen Sichtweise heraus abgegeben worden sind, 
wenn sie sich auf eine (oft hypothetische) Situation stützen, in welcher die 
versicherte Person die zumutbare Willensanstrengung aufbringt, um trotz 
der Schmerzen etc. einer Erwerbstätigkeit nachzugehen, und wenn keine 
Beeinflussung der Arbeitsfähigkeitsschätzung durch eine pessimistische 
Einstellung der versicherten Person erkennbar ist (Urteil des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 3. Oktober 2011).

Entscheid Versicherungsgericht, 03.10.2011

Präsident D.___ Rutishauser, Versicherungsrichterin Lisbeth Mattle Frei, a.o. 

Versicherungsrichter Christian Zingg; Gerichtsschreiber Ralph Jöhl

Entscheid vom 3. Oktober 2011

in Sachen

A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Roland Hochreutener, St. Leonhard-Strasse 20, 

Postfach, 9001 St. Gallen,

gegen

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IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

Rente

Sachverhalt:

A.     

A.a   A.___ meldete sich am 16. November 2006 zum Bezug von IV-Leistungen an (IV-

act. 1). Die B.___ AG teilte am 29. November 2006 mit (IV-act. 9), sie beschäftige die 

Versicherte als Näherin. Der Jahreslohn habe 2005 Fr. 42'995.35 betragen. Dr. med. 

C.___, Facharzt FMH Allgemeinmedizin, berichtete am 4. Dezember 2006 (IV-act. 10), 

die Versicherte leide an einem typischen Carcinoid des rechten Oberlappens peripher, 

an einem Status nach thorakoskopischer Wedge-Resektion des Oberlappens rechts 

am 07.02.2006, an einer rechtsseitigen Oberlappenresektion mit 

Lymphknotendissektion am 01.05.2006, an einem Husten als Asthma aequivalent bei 

hypersensiblem Bronchialbaum, an Pollinosis vom Frühtyp, an einer depressiven 

Entwicklung mit starker Phobie vor Tumorerkrankungen, an einer chronischen 

Refluxkrankheit und an einer verkalkten Thorakalaorta. Seit dem 21. Januar 2006 sei 

die Versicherte bis auf weiteres in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit zu 100% 

arbeitsunfähig. Das psychiatrische Problem sollte nicht unterschätzt werden. Es sei für 

die Versicherte absolut unmöglich, zur Zeit wieder in die Berufswelt einzusteigen. Dr. 

med. D.___, Fachärztin Innere Medizin, speziell Lungenkrankheiten, berichtete der IV-

Stelle am 12. Januar 2007 (IV-act. 13), aus pulmonaler Sicht bestehe eine 100%ige 

Arbeitsfähigkeit. Dr. med. E.___ vom RAD hielt am 15. Februar 2007 fest (IV-act. 14), 

bestimmend für die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit sei nicht das Carcinoid, sondern 

die depressive Entwicklung, eventuell teilweise auch das Rückenleiden. Deshalb sollte 

in bezug auf die psychische Beeinträchtigung und in bezug auf das Rückenleiden eine 

Rückfrage an den Hausarzt erfolgen. Falls die Antworten nicht konklusiv seien, müsse 

eine orthopädische und psychiatrische Begutachtung erfolgen. Auf die Frage, wie die 

Depression behandelt werde, welches ihr Verlauf sei und welche Auswirkung sie auf die 

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Arbeitsfähigkeit habe, gab Dr. C.___ nur den Namen des behandelnden Psychiaters an. 

Auf die Frage nach der Bedeutung des Rückenleidens für die Arbeitsfähigkeit gab er 

an, die Arbeitsunfähigkeit habe vor allem psychische Gründe. Die Versicherte habe eine 

unüberwindliche Angst vor der Rückkehr an ihren Arbeitsplatz, weil sie überzeugt sei, 

dass sie dort von den Chemikalien und vom Staub ihren Lungenkrebs bekommen habe 

(IV-act. 18). Dr. med. F.___, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, stv. Chefarzt der 

Klinik G.___, berichtete der IV-Stelle am 15. Mai 2007 (IV-act. 19), folgende Diagnosen 

seien erhoben worden: Mittelgradige depressive Episode mit somatischem Syndrom 

(ICD-10 F32.11), Entwicklung in Folge einer Anpassungsstörung bei Status nach 

Lungenkarzinom (ICD-10 F43.22), und Verdacht auf beginnende Chronifizierung einer 

Panikstörung (ICD-10 F41.0) bei vorbestehender ängstlich-vermeidenden 

Persönlichkeitszügen. Er halte eine psychiatrische Begutachtung für angezeigt. Die 

Versicherte klage über panikartige Angstzustände, Druck und Schmerzen im 

Brustbereich, Deprimiertheit, Antriebsstörung, Freude- und Interesselosigkeit, sozialen 

Rückzug, Zukunftsängste, frühmorgendliches Erwachen und Konzentrationsstörungen. 

Weiter gab Dr. F.___ an, bei eingeschränkter Introspektionsfähigkeit und einem 

somatisch geprägten Krankheitsmodell bestehe eine deutlich erschwerte emotionale 

Verarbeitung der durchgemachten lebensbedrohlichen Erkrankung. Daraus ergebe sich 

eine verzögerte Besserung der Symptomatik in der ambulanten Psychotherapie. Es sei 

mit der Erhaltung der Arbeitsfähigkeit zu rechnen. Aus psychiatrischer Sicht sollte eine 

adaptierte Tätigkeit ohne Staubexposition angestrebt werden. Die Arbeitsunfähigkeit 

betrage aus psychiatrischer Sicht ca. 30% (ganztägig mit entsprechend reduzierter 

Leistung). Dr. E.___ vom RAD empfahl am 24. Mai 2007, in vier Monaten ein 

Verlaufszeugnis bei Dr. F.___ einzuholen (IV-act. 20). Dr. F.___ berichtete am 16. 

Oktober 2007 (IV-act. 26), die mittelgradige depressive Episode sei seit August 2007 

teilremittiert. Die depressive Symptomatik und die Panikattacken hätten sich 

zurückgebildet. Die Prognose sei gut. Die Arbeitsfähigkeit betrage immer noch 70%, 

aber es sei eine Leistungssteigerung zu erwarten. Die Versicherte sei an einer 

Teilzeitbeschäftigung interessiert, da sie ihren kranken Ehemann versorgen müsse.

A.b   Die IV-Stelle eröffnete am 8. November 2007 ein Verfahren zur Vermittlung einer 

Arbeitsstelle (IV-act. 29). Die Eingliederungsberaterin übermittelte der Versicherten 

mehrfach Stellenausschreibungen. Am 31. Juli 2008 beauftragte die IV-Stelle im 

Einverständnis mit der Versicherten eine aussenstehende Organisation mit der 

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Arbeitsvermittlung (IV-act. 39). In einem Zwischenbericht hielt diese Organisation am 

30. Oktober 2008 fest (IV-act. 40), die Vermittlung sei schwierig, weil die Versicherte 

eine Staubphobie habe. Nach dem erfolglosen Ablauf des Vermittlungsauftrags hielt die 

Organisation am 25. März 2009 fest (IV-act. 52), trotz intensiver Bemühungen habe 

keine Arbeitsstelle gefunden werden können. Die IV-Stelle ordnete am 12. Februar 

2009 eine berufliche Abklärung an (IV-act. 46). Die berufliche Eingliederungsstätte des 

Ostschweizerischen Blindenfürsorgevereins OBV berichtete am 20. April 2009 (IV-act. 

55), die Versicherte habe die berufliche Abklärung mit einem Beschäftigungsgrad von 

70% begonnen. Ziel sei es gewesen, die Arbeitszeit kontinuierlich zu steigern, die 

Belastbarkeit und die Leistungsfähigkeit zu prüfen und die Einsatzmöglichkeiten zu 

klären. Die Versicherte habe den Arbeiten und dem Termindruck in der Werkstatt 

standhalten können. Mit der 31 Std.-Woche habe die Versicherte eine Leistung von 

70% erbracht. Sie habe sitzend einfache und leichte Arbeiten (bis 10 kg) verrichtet. 

Dabei habe sie die nötige Qualität gut erreichen können. Die einzige Einschränkung 

seien die sensiblen Atemwege gewesen. Die Versicherte brauche eine sitzende, leichte 

Tätigkeit in einem reinen, luftzuglosen Raum bei einem Wochenpensum von maximal 

31 Std. Nur dann könne sie über längere Zeit eine Arbeitsleistung von 70% erreichen. 

Die Eingliederungsberaterin hielt in ihrem Schlussbericht vom 27. April 2009 fest (IV-

act. 54), die Versicherte habe aufgrund ihrer gesundheitlichen Einschränkungen 

lediglich in einer einzigen Abteilung des OBV eingesetzt werden können. Eine 

Arbeitszeitsteigerung sei nicht möglich gewesen. Das weise in Richtung eines 

Nischenarbeitsplatzes. Die Versicherte sehe sich selbst in einem Arbeitspensum von 

50% an einem idealen Arbeitsplatz. Die Arbeitsvermittlung werde abgeschlossen, weil 

der Versicherten alle Gespräche mit der IV-Stelle und mit dem RAV zuviel seien. Die 

Versicherte sei gemäss ihren eigenen Angaben durch eine schwere Erkrankung des 

Ehemannes zusätzlich belastet. Die Arbeitsvermittlung wurde mit einer Mitteilung vom 

27. Mai 2009 abgeschlossen (IV-act. 58).

A.c   Dr C.___ gab am 18. Juni 2009 (IV-act. 60) folgende Diagnosen an: Status nach 

Carzinoid rechter peripherer Oberlappen, Status nach thorakoskopischer Wedge-

Resektion Oberlappen rechts am 07.02.2006, rechtsseitige Oberlappenresektion mit 

Lymphknotendissektion am 01.05.2008, Morton-Neurom Dig. III und Dig. IV rechts, 

Verdacht auf Läsion des Nervus circumflexus calcanei links, posttraumatische 

Veränderung der Peronaeus longus-Sehne und Fersensporn links mit Status nach 

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Infiltration 09/2007. Er berichtete weiter, die Versicherte könne zu 50%, d.h. vier 

Stunden pro Tag arbeiten. Dabei dürfe sie keine Lasten über 8 kg tragen, heben oder 

ziehen. Die Arbeit müsse in Räumen erfolgen, die keinen Staub, keine Feuchtigkeit und 

keine Kälte aufwiesen. Mit einem Vorbescheid vom 6. August 2009 teilte die IV-Stelle 

der Versicherten mit (IV-act. 64), dass sie beabsichtige, das Rentenbegehren 

abzuweisen. Die Versicherte wandte am 21. August 2009 ein (IV-act. 65), ihr Hausarzt 

bestätige eine Arbeitsfähigkeit von lediglich 50%. Der Einsatz im OBV sei viel zu 

anstrengend gewesen. Sie werde nie mehr als 50% arbeiten können. Zudem werde sie 

ihre "Fachkraft im Bereich Textil" nie wieder einsetzen können. Dr. H.___ vom RAD hielt 

am 2. September 2009 fest (IV-act. 67), aus pneumologischer Sicht bestehe an einem 

adaptierten Arbeitsplatz eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit. Aus psychiatrischer 

Sicht sei eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit um 30% bescheinigt worden. Als 

Ursache sei eine weitgehend remittierte rezidivierende depressive Störung angegeben 

worden. Es sei davon auszugehen, dass spätestens ab August 2007 eine 

Arbeitsfähigkeit von 70% bestanden habe. Die IV-Stelle ermittelte ein zumutbares 

Invalideneinkommen von Fr. 33'302.- (Durchschnittseinkommen Hilfsarbeiterinnen Fr. 

52'052.- abzüglich 9,88% wegen Minderverdienst im Ausmass von 14,88% bei einem 

Beschäftigungsgrad von 70%). Bei einem Valideneinkommen von Fr. 45'308.- 

resultierte ein Invaliditätsgrad von 26,5% (IV-act. 68). Mit einer Verfügung vom 

24. September 2009 wies die IV-Stelle das Rentengesuch ab (IV-act. 69).

B.       

B.a   Die Versicherte liess am 26. Oktober 2009 Beschwerde erheben und die 

Rückweisung an die Beschwerdegegnerin zur weiteren Abklärung, eventualiter die 

Ausrichtung einer halben Rente ab 1. Mai 2007 beantragen (act. G 1). Zur Begründung 

machte der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin insbesondere geltend, die 

Beschwerdegegnerin stütze sich auf eine längst nicht mehr aktuelle, lediglich 

psychiatrisch bedingte, von Dr. F.___ attestierte Arbeitsunfähigkeit. Damit sei den 

Anforderungen an die Abklärungspflicht bei weitem nicht Genüge getan. Es hätte eine 

psychiatrische Begutachtung erfolgen müssen, zumal Dr. F.___ ein solches Vorgehen 

gefordert habe und auch der RAD-Arzt eine bidisziplinäre Begutachtung empfohlen 

habe, falls die Antwort des Hausarztes nicht konklusiv sei. Die RAD-Ärzte verfügten 

zudem nicht über die notwendige fachliche Qualifikation, um die Auswirkungen der 

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psychischen Beeinträchtigung zu beurteilen. Neben der psychiatrischen Diagnose 

bestünden zahlreiche somatische Beschwerden, die einer eingehenden Untersuchung 

und Würdigung in bezug auf die Erwerbsfähigkeit bedürften. Hinzu komme schliesslich, 

dass die Einschätzungen von Dr. C.___ und Dr. F.___ nicht unwesentlich voneinander 

abwichen. Wenn das Gericht die bisherigen Abklärungen als ausreichend bewerten 

sollte, sei auf die aktuelle Einschätzung von Dr. C.___ abzustellen, d.h. es sei von einer 

Arbeitsfähigkeit von 50% in einer adaptierten Erwerbstätigkeit auszugehen, wobei wohl 

nur noch ein Nischenarbeitsplatz in Frage komme. Bei einem "leidensbedingten Abzug" 

von 15% resultiere ein Invaliditätsgrad von 55%, d.h. es bestehe ein Anspruch auf eine 

halbe Invalidenrente. Da ab Mai 2006 von einer dauerhaften relevanten Einschränkung 

des funktionellen Leistungsvermögens auszugehen sei, bestehe der Rentenanspruch 

gestützt auf aArt. 29 Abs. 1 IVG ab Mai 2007.

B.b   Die Beschwerdegegnerin beantragte am 28. Dezember 2009 die Abweisung der 

Beschwerde (act. G 4). Sie machte geltend, es gebe keinen Hinweis darauf, dass sich 

der psychische Gesundheitszustand seit dem "Verlaufsbericht F.___" verändert hätte. 

Gemäss dem "Verlaufsbericht C.___" sei der Gesundheitszustand stationär. Eine 

Verschlechterung wäre Dr. C.___ aufgefallen, auch wenn er nur ein Allgemeinmediziner 

sei. Da der psychische Gesundheitszustand ausreichend abgeklärt sei, sei keine 

psychiatrische Begutachtung erforderlich. Dr. F.___ habe im Verlaufsbericht keine 

psychiatrische Begutachtung mehr verlangt. Die mittelgradige depressive Episode sei 

nicht invalidisierend, weil es sich dabei lediglich um eine reaktive Begleiterscheinung 

zur Anpassungsstörung wegen des Lungenkarzinoms handle. Eine solche Diagnose 

stelle zum vornherein keine Komorbidität dar. Andere Faktoren, welche die zumutbare 

Willensanstrengung zur Aufnahme einer Erwerbstätigkeit behindern würden, seien nicht 

ersichtlich. Demnach bestehe keine psychisch begründete Arbeitsunfähigkeit. Aus 

pulmonaler Sicht bestehe eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit. Die übrigen 

somatischen Diagnosen schränkten die Arbeitsfähigkeit gemäss den überzeugenden 

Angaben des RAD nur qualitativ ein. Auf den "Verlaufsbericht C.___" könne nicht 

abgestellt werden, weil die fachliche Qualifikation zur Bestimmung der psychiatrisch 

bedingten Arbeitsunfähigkeit fehle. Im übrigen könne auf die jüngste Stellungnahme 

von Dr. H.___ vom RAD verwiesen werden. Das Valideneinkommen sei gestützt auf das 

2005 erzielte Einkommen auf Fr. 43'202.- festzusetzen. Das zumutbare 

Invalideneinkommen sei ausgehend vom Durchschnittseinkommen 2005 der 

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Hilfsarbeiterinnen von Fr. 58'389.- zu ermitteln. Nach der Parallelisierung bis auf 5% 

und nach einem zusätzlichen Abzug von ermessensweise 10% verbleibe ein 

zumutbares Invalideneinkommen von Fr. 40'826.-. Die Erwerbseinbusse entspreche 

einem Invaliditätsgrad von 5%. Dr. H.___ vom RAD hatte am 14. November 2009 u.a. 

festgehalten (IV-act. 76), Dr. F.___ habe zwar am 15. Mai 2007 ein psychiatrisches 

Gutachten empfohlen, aber am 16. Oktober 2007 eine Verbesserung beschrieben mit 

guter Prognose, so dass es gerechtfertigt gewesen sei, auf eine Begutachtung zu 

verzichten. Eine RAD-Untersuchung sei nicht erforderlich gewesen, weil die Antworten 

des Hausarztes konklusiv gewesen seien. Die involvierten RAD-Ärzte hätten aufgrund 

ihrer beruflichen Spezialisierung die somatische Seite würdigen können, die 

psychiatrische Einschätzung sei nicht in Frage gestellt worden. Die von Dr. C.___ 

erwähnten chronischen Rückenschmerzen hätten kein Korrelat in der MRI-

Untersuchung gefunden und beeinflussten die Arbeitsfähigkeit deshalb nur in 

qualitativer Hinsicht. Das Morton-Neurom, die Veränderung der Peronaeus longus-

Sehne und der Fersensporn seien in einer behinderungsaptierten Tätigkeit gebührend 

berücksichtigt. Das Schreiben von Dr. C.___ vom 19. August 2009 habe keine neuen 

Erkenntnisse gebracht, weshalb auf die Einschätzung aus dem Jahr 2007 abgestellt 

werden könne.

B.c   Die Beschwerdeführerin liess in ihrer Replik vom 20. Januar 2010 (act. G 7) u.a. 

einwenden, der Verweis auf die Rechtsprechung zur somatoformen Schmerzstörung 

gehe an der Sache vorbei, weil eine eigenständige mittelgradige depressive Episode 

mit einem somatischen Syndrom vorliege. Es könne entgegen der Auffassung der 

Beschwerdegegnerin nicht angenommen werden, dass der medizinische Sachverhalt 

ausreichend erstellt sei. Insbesondere sei nicht klar, inwieweit die somatischen Leiden 

die funktionelle Leistungsfähigkeit beeinträchtigten. Gemäss einem Bericht von Dr. 

C.___ vom 8. Januar 2010 bestehe nämlich zusätzlich eine Coxarthrose beidseits.

B.d   Die Beschwerdegegnerin verzichtete am 22. Januar 2010 auf eine Duplik (act. G 

9).

Erwägungen:

1.      

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Die Beschwerdeführerin ist vor dem Eintritt der Gesundheitsbeeinträchtigung bzw. der 

Arbeitsunfähigkeit immer zu 100% erwerbstätig gewesen. Es gibt keine Indizien dafür, 

dass sich daran etwas geändert hätte, wenn sie nicht krank geworden wäre. Die 

Invaliditätsbemessung hat deshalb mittels eines Einkommensvergleichs zu erfolgen 

(Art. 28a Abs. 1 IVG). Gemäss Art. 16 ATSG ist dabei das Einkommen, das die 

versicherte Person nach dem Eintritt der Invalidität und nach der Durchführung der 

medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 

zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte 

(Invalideneinkommen), in Beziehung zu setzen zum Erwerbseinkommen, das die 

versicherte Person erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 

(Valideneinkommen).

1.1    Grundlage der Bemessung des Valideneinkommens bildet jene erwerbliche 

Situation, in der sich die versicherte Person befinden würde bzw. befinden könnte, 

wenn sie nicht krank geworden wäre. Diese hypothetische erwerbliche Situation wird 

als Validenkarriere bezeichnet. Ausgehend von dieser Validenkarriere wird das 

Valideneinkommen ermittelt. Die Beschwerdegegnerin hat die bisherige Tätigkeit der 

Beschwerdeführerin bei der B.___ AG als Validenkarriere betrachtet und 

dementsprechend den dort erzielbaren Lohn als Valideneinkommen in den 

Einkommensvergleich eingesetzt. Dieser Lohn liegt allerdings erheblich unter dem 

Durchschnittslohn für Hilfsarbeiterinnen. Damit stellt sich die Frage, ob sich die 

Beschwerdeführerin freiwillig mit dem tieferen Lohn begnügt hat oder ob sie nur 

mangels einer besser bezahlten Hilfsarbeit und damit gezwungenermassen weiterhin 

für die B.___ AG tätig gewesen ist. Trifft die erstgenannte Variante zu, bildet tatsächlich 

die bisherige Tätigkeit für die B.___ AG die Validenkarriere. Ist hingegen die 

zweitgenannte Variante plausibler, so muss davon ausgegangen werden, dass die 

Beschwerdeführerin nicht freiwillig, sondern aufgrund äusserer Zwänge (insbesondere 

aufgrund einer nachteiligen Arbeitsmarktsituation) weiterhin für die B.___ AG gearbeitet 

hätte. Die Validenkarriere würde dann in einer durchschnittlichen Hilfsarbeit in 

irgendeiner Branche bestehen. Das Valideneinkommen wäre in diesem Fall anhand des 

Durchschnittslohns der Hilfsarbeiterinnen aller Branchen und nicht anhand des Lohns 

bei der B.___ AG zu bemessen. Die Akten enthalten zwar Indizien dafür, dass die 

Beschwerdeführerin grossen Wert darauf gelegt hat, ihre beruflichen Fähigkeiten im 

Textilbereich einsetzen zu können. Das lässt aber nicht den Schluss zu, dass sie den 

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bisherigen Arbeitsplatz beibehalten hätte, wenn ihr eine dem schweizerischen 

Durchschnitt entsprechend - und damit deutlich höher - entlöhnte Hilfsarbeit offeriert 

worden wäre. Viel plausibler ist, dass sie in dieser Situation trotz des Stolzes auf ihre 

Fähigkeiten am bisherigen Arbeitsplatz die besser entlöhnte Stelle angenommen hätte. 

Ihre Validenkarriere besteht deshalb in einer durchschnittlich entlöhnten Hilfsarbeit in 

irgendeiner Branche. Damit bemisst sich das Valideneinkommen nach dem 

schweizerischen Durchschnittsverdienst einer Hilfsarbeiterin über alle Branchen 

hinweg. Die Invalidenkarriere der Beschwerdeführerin kann nicht in einer weiteren 

Beschäftigung in der Textilbranche bestehen, denn dabei handelt es sich als Folge der 

unvermeidlichen Staubbelastung nicht um eine behinderungsadaptierte 

Erwerbstätigkeit. Eine Umschulung der Beschwerdeführerin kommt allein schon 

aufgrund der allzu kurzen noch verbleibenden erwerblichen Aktivitätsdauer nicht in 

Frage. Der Beschwerdeführerin steht deshalb nur noch eine behinderungsadaptierte 

Hilfsarbeit offen. Dabei kommt jede Branche (wohl mit Ausnahme der Textilbranche) in 

Betracht, weshalb auch das zumutbare Invalideneinkommen ausgehend vom 

statistischen Durchschnittslohn (Zentralwert) der Hilfsarbeiterinnen aller Branchen zu 

bemessen ist. Das massgebende Valideneinkommen entspricht also betragsmässig 

dem Ausgangseinkommen zur Ermittlung des zumutbaren Invalideneinkommens.

1.2    Dr. C.___ hat am 4. Dezember 2006 für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit eine 

Arbeitsunfähigkeit von 100% angegeben. Er hat das sinngemäss mit der Angst der 

Beschwerdeführerin vor ihrem letzten Arbeitsplatz begründet. Die Beschwerdeführerin 

glaube nämlich, ihre Erkrankung sei auf schädliche Stoffe an diesem Arbeitsplatz 

zurückzuführen. Da nicht die Arbeitsfähigkeit am letzten Arbeitsplatz, sondern die 

Arbeitsfähigkeit an einem (auch psychiatrisch) adaptierten Arbeitsplatz massgebend ist, 

fehlt eine für die Bemessung des zumutbaren Invalideneinkommens brauchbare 

Arbeitsfähigkeitsschätzung von Dr. C.___. Seine Aussage, es sei für die 

Beschwerdeführerin unmöglich, wieder ins Berufsleben einzusteigen, bezieht sich wohl 

ebenfalls auf den angestammten Arbeitsplatz, denn im Bericht vom 4. Dezember 2006 

fehlt jede Begründung dafür, dass die Beschwerdeführerin auch an einem in jeder 

Hinsicht adaptierten Arbeitsplatz vollständig arbeitsunfähig wäre. Die Pneumologin Dr. 

D.___ hat am 12. Januar 2007 eine Arbeitsfähigkeit von 100% angegeben, wobei sie 

sich aber nur auf den Zustand der Lunge bezogen hat. Auch diese 

Arbeitsfähigkeitsschätzung ist deshalb ungeeignet zur Festlegung des zumutbaren 

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Invalideneinkommens. Der Psychiater Dr. F.___ hat am 15. Mai 2007 schliesslich 

angegeben, in einer adaptierten Tätigkeit sei mit einer Erhaltung der Arbeitsfähigkeit zu 

rechnen. Aus psychiatrischer Sicht sei eine adaptierte Tätigkeit (ohne Staubexposition) 

zu 100% mit einer Leistungsreduktion um ca. 30% zumutbar. Dr. F.___ hat aber auch 

vermerkt, er betrachte eine psychiatrische Begutachtung als sinnvoll. Damit hat er die 

Überzeugungskraft seiner eigenen Arbeitsfähigkeitsschätzung aber deutlich 

herabgesetzt. Am 16. Oktober 2007 hat er dann angegeben, der Gesundheitszustand 

der Beschwerdeführerin habe sich verbessert. Die mittelgradige depressive Episode sei 

inzwischen teilremittiert. Dennoch hat er erneut eine Arbeitsfähigkeit der 

Beschwerdeführerin von 70% (ganztags bei einer um 30% reduzierten Leistung) 

angegeben, wobei aber noch eine Steigerung zu erwarten sei. Eine psychiatrische 

Begutachtung hat der - wohl mangels einer entsprechenden Frage im Fragebogen - 

nicht mehr als notwendig bezeichnet. Für die angegebene Leistungseinschränkung um 

30% fehlt in seinem Bericht eine medizinische Begründung. Insbesondere fehlt auch 

eine Auseinandersetzung mit der zumutbaren Willensanstrengung, die zu fingieren ist, 

bevor eine Arbeitsfähigkeitsschätzung erfolgen kann. Die Arbeitsfähigkeitsschätzung 

von Dr. F.___ ist deshalb nicht geeignet, eine Arbeitsunfähigkeit von 30% als 

überwiegend wahrscheinlich richtig erscheinen zu lassen. Daran ändert auch der 

Umstand nichts, dass der Bericht über die Abklärung im OBV eine solche 

Arbeitsunfähigkeit zu bestätigen scheint. Die Abklärung beruhte nämlich wesentlich auf 

der im alltäglichen Arbeitsverhalten demonstrierten Selbsteinschätzung der 

Beschwerdeführerin, die sich etwa darin zeigte, dass die Beschwerdeführerin bereits 

am ersten Tag klargestellt hatte, nur mit einem Beschäftigungsgrad von 70% arbeiten 

zu können, was von den Mitarbeitern des OBV offenbar ohne weiteres akzeptiert 

wurde. Während Dr. F.___ eine vollzeitliche Anwesenheit am Arbeitsplatz mit einer um 

30% reduzierten Leistung als zumutbar betrachtet hat, sind die Mitarbeiter des OBV - 

der dargestellten Selbsteinschätzung der Beschwerdeführerin folgend - dann von einer 

zumutbaren Tagesarbeitszeit von lediglich 70% ausgegangen. Immerhin haben sie 

aber festgehalten, dass die Beschwerdeführerin während dieser reduzierten Arbeitszeit 

eine volle Leistung erbracht hat. Dr. C.___ hat am 18. Juni 2009 eine Arbeitsunfähigkeit 

von 50% attestiert, ohne diese Einschätzung zu begründen. Er hat sich nicht einmal 

dazu geäussert, ob die Ursache dieser Arbeitsunfähigkeit somatischer oder 

psychischer Natur sei. Eine Auseinandersetzung mit dem Ergebnis der Abklärung im 

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OBV fehlt völlig. Bei Dr. F.___ ist kein Verlaufsbericht mehr angefordert worden, obwohl 

dieser Arzt in seinem letzten Bericht noch mit einer weiteren Verbesserung des 

Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin gerechnet hatte. Zusammenfassend ist 

festzustellen, dass unter den gegebenen Umständen keine der 

Arbeitsfähigkeitsschätzungen als überwiegend wahrscheinlich richtig qualifiziert 

werden kann. Das gilt auch für die von Dr. F.___ und vom OBV angegebene 

Arbeitsfähigkeit von 70%, denn das Ergebnis der Abklärung im OBV ist durch die 

Selbsteinschätzung der Beschwerdeführerin beeinflusst worden und diese 

Selbsteinschätzung dürfte auf der Arbeitsfähigkeitsschätzung von Dr. F.___ beruht 

haben. Von einer echten Übereinstimmung der Ergebnisse zweier unabhängiger 

Abklärungen kann also nicht gesprochen werden. Bei allen Angaben zur 

Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin, ganz besonders aber bei den Angaben von 

Dr. C.___, kann nicht ausgeschlossen werden, dass sie aus einer vorwiegend 

therapeutischen Sicht abgegeben worden sind. Dr. H.___ vom RAD hat mit seiner 

Analyse vom 2. Mai 2009 nichts zur Beweisqualität dieser 

Arbeitsfähigkeitsschätzungen beitragen können, denn er hat die Angaben von Dr. F.___ 

als selbstverständlich richtig qualifiziert, ohne sich mit deren Objektivität 

auseinanderzusetzen. Deshalb fehlt auch den Angaben von Dr. H.___ die notwendige 

Überzeugungskraft. Die objektive Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin seit 2007 

erweist sich damit als unzureichend abgeklärt. Die vorliegenden Akten ermöglichen es 

nicht, das zumutbare Invalideneinkommen und dann in einem weiteren Schritt den 

Invaliditätsgrad mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu 

ermitteln. Die angefochtene Verfügung erweist sich als rechtswidrig, weil sie auf einem 

Invaliditätsgrad beruht, der nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit feststeht.

2.      

Demnach ist die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache ist zur weiteren 

Abklärung des massgebenden Sachverhalts an die Beschwerdegegnerin 

zurückzuweisen. In Bezug auf die Verfahrenskosten ist bei diesem Verfahrensausgang 

von einem vollumfänglich Obsiegen der Beschwerdeführerin auszugehen. Diese hat 

deshalb Anspruch auf eine ungekürzte Parteientschädigung, die gestützt auf Art. 61 lit. 

g ATSG auf Fr. 3500.- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzusetzen ist. Die 

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Gerichtsgebühr wird gestützt auf Art. 69 Abs. 1  IVG auf Fr. 600.- festgesetzt. Sowohl 

die Parteientschädigung als auch die Gerichtsgebühr sind durch die unterliegende 

Beschwerdegegnerin zu bezahlen. Der von der Beschwerdeführerin geleistete 

Kostenvorschuss von Fr. 600.- ist zurückzuerstatten.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

entschieden:

1.       Die Beschwerde wird in dem Sinn gutgeheissen, dass die angefochtene 

Verfügung vom 24. September 2009 aufgehoben und die Sache zur weiteren Abklärung 

und zu neuer Verfügung im Sinn der Erwägungen an die Beschwerdegegnerin 

zurückgewiesen wird.

2.       Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung 

von Fr. 3500.- zu bezahlen.

3.       Die Beschwerdegegnerin hat eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.- zu bezahlen; der 

Kostenvorschuss von Fr. 600.- wird der Beschwerdeführerin zurückerstattet.

bis

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	Entscheid Versicherungsgericht, 03.10.2011
	Art. 8 ATSG, Art. 16 ATSG, Art. 43 Abs. 1 ATSG. Ermittlung des massgebenden Invalideneinkommens. Berichte behandelnder Ärzte sind dann geeignet, den Arbeitsfähigkeitsgrad mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu belegen, wenn feststeht, dass sie nicht aus einer therapeutischen Sichtweise heraus abgegeben worden sind, wenn sie sich auf eine (oft hypothetische) Situation stützen, in welcher die versicherte Person die zumutbare Willensanstrengung aufbringt, um trotz der Schmerzen etc. einer Erwerbstätigkeit nachzugehen, und wenn keine Beeinflussung der Arbeitsfähigkeitsschätzung durch eine pessimistische Einstellung der versicherten Person erkennbar ist (Urteil des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 3. Oktober 2011).

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		2025-07-19T12:15:53+0200
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