# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 72255af9-42b3-561f-9f19-04a72c44d44b
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-03-20
**Language:** de
**Title:** Aargau Spezialverwaltungsgericht Steuern 20.03.2025 3-RV.2023.10
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_SVWG_002_3-RV-2023-10_2025-03-20.pdf

## Full Text

Spezialverwaltungsgericht 

Steuern 

 

3-RV.2023.10       
P 52 
 

 

 

 

Urteil vom 20. März 2025 
 
 

 
 

Besetzung  Präsident Heuscher  

Richter Elmiger  

Richter Biondo  

Gerichtsschreiberin Schaffner          

 

 
 

   

Rekurrent   A._____  

   

 

 
 
 

Gegenstand  Einspracheentscheid der Steuerkommission R._____ 

vom 6. Dezember 2022 

betreffend Kantons- und Gemeindesteuern 2019 

 

  

 - 2 - 

 

 

 
   

Das Gericht entnimmt den Akten: 

 

1.      

Mit Verfügung vom 20. Dezember 2021 wurde A._____ von der 

Steuerkommission R._____ für die Kantons- und Gemeindesteuern 2019 

zu einem steuerbaren und satzbestimmenden Einkommen von 

CHF 35'300.00 und zu einem steuerbaren und satzbestimmenden Vermö-

gen von CHF 0.00 veranlagt. Dabei wurde unter anderem der Verlust aus 

selbständiger Tätigkeit in Höhe von CHF 19'875.00 nicht berücksichtigt. 

 

2. 

Gegen die Verfügung vom 20. Dezember 2021 erhob A._____ mit 

Schreiben vom 22. Dezember 2021 Einsprache. Er beantragte sinnge-

mäss, der Verlust aus selbständiger Tätigkeit in Höhe von CHF 19'875.00 

sei zu berücksichtigen. 

 

3. 

Mit Entscheid vom 6. Dezember 2022 wies die Steuerkommission R._____ 

die Einsprache ab. 

 

4. 

Den Einspracheentscheid vom 6. Dezember 2022 (Zustellung am 12. De-

zember 2022) hat A._____ mit Einsprache (recte: Rekurs) vom 

21. Dezember 2022 (Postaufgabe am 22. Dezember 2022) an das Gemein-

desteueramt R._____ weitergezogen, welches diesen an das Spezialver-

waltungsgericht, Abteilung Steuern (nachfolgend Spezialverwaltungsge-

richt), weitergeleitet hat. Er stellt sinngemäss folgendes Begehren 

 

der Verlust aus selbständiger Erwerbstätigkeit in Höhe von CHF 19'875.00 
sei zum Abzug zuzulassen. 

 

Auf die Begründung wird, soweit für den Entscheid erforderlich, in den Er-

wägungen eingegangen. 

 

5. 

Mit Telefonat vom 11. Januar 2023 ersuchte A._____ um unentgeltliche 

Rechtspflege. 

 

6. 

Mit Verfügung vom 6. Februar 2023 wies das Spezialverwaltungsgericht 

das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ab.  

 

7. 

Das Gemeindesteueramt R._____ und das Kantonale Steueramt (nachfol-

gend KStA) beantragen die Abweisung des Rekurses. 

 - 3 - 

 

 

8. 

A._____ hat eine Replik erstattet. 

 

9. 

Aufforderungsgemäss hat A._____ weitere Unterlagen eingereicht. 

 

 

 

  

 - 4 - 

 

 

 
   

Das Gericht zieht in Erwägung: 

 

1.      

Der vorliegende Rekurs betrifft die Kantons- und Gemeindesteuern 2019. 

Massgebend für die Beurteilung ist das Steuergesetz vom 15. Dezember 

1998 (StG). 

 

2. 

2.1. 

Der Rekurrent war vom Januar 2019 bis September 2019 bei der 

D._____ AG mit einem Pensum von 50 % und vom Oktober 2019 bis 

Dezember 2019 bei der B._____ AG unselbständig erwerbend angestellt. 

Daneben betrieb er als Servicetechniker die Einzelfirma C._____ in 

Q._____. 

 

2.2. 

Im Rekursverfahren ist umstritten, ob der aus der Einzelunternehmung 

"C._____" resultierende Verlust zum Abzug zugelassen werden kann. Dies 

ist nachfolgend – nach einer Darstellung der Parteivorbringen (Erw. 3.) – 

zu prüfen (Erw. 4. und 5.). 

 

3.  

3.1. 

In der Abweichungsbegründung hielt die Steuerkommission R._____ zur 

selbständigen Tätigkeit des Rekurrenten fest, gemäss Jahresrechnung sei 

im Jahr 2019 kein Umsatz erzielt worden, weshalb 2019 steuerlich keine 

selbständige Erwerbstätigkeit vorgelegen habe.  

  

3.2. 

In der Einsprache machte der Rekurrent geltend, dass er gemäss Beschei-

nigung der SVA Zürich schon seit mehreren Jahren selbständig tätig sei 

und auch entsprechend Beiträge an die SVA für Selbständigerwerbende 

entrichte. Die Tatsache, dass in einem Jahr keine Einkünfte erzielt worden 

seien, bedeute nicht, dass er deshalb nicht mehr selbständig tätig sei. Folg-

lich sei der Verlust aus selbständiger Erwerbstätigkeit zu berücksichtigen 

und die Steuerveranlagung 2019 entsprechend zu berichtigen.  

  

3.3. 

Im Einspracheentscheid beharrte die Steuerkommission R._____ darauf, 

dass der Verlust von CHF 19'875.00 nicht in Ausübung einer selbständigen 

Erwerbstätigkeit entstanden sei. Nach einhelliger Lehre und Rechtspre-

chung fehle es in objektiv erkennbarer Weise an der erforderlichen Gewinn-

strebigkeit, wenn auf Dauer keine Überschüsse erzielt werden und nach 

der Art des Vorgehens der betreffenden Person realistischerweise und auf 

längere Sicht gesehen auch keine Überschüsse realisiert werden könnten. 

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Ohne erzielten Umsatz sei ausserdem fraglich, ob es sich bei den verbuch-

ten Kosten um geschäftsmässig begründeten Aufwand oder private Le-

benshaltungskosten handle. In den Jahren 2019 und 2020 seien keinerlei 

Umsätze erzielt worden. Erstmalig im Jahr 2021 seien Umsätze in der Höhe 

von CHF 5'312.80 ausgewiesen worden. Die verbuchten Fixkosten 

(Mietaufwand Laden CHF 7'800.00) überstiegen jedoch den erzielten Um-

satz deutlich. Es werde davon ausgegangen, dass auf die Dauer keine 

Überschüsse erzielt werden könnten und ebenso die Gewinnstrebigkeit 

nicht gegeben sei. 

 

3.4. 

Im Rekurs äussert der Rekurrent sein Unverständnis darüber, dass der 

Verlust von der Steuerkommission R._____ nicht zum Abzug zugelassen 

werde. Eine Einzelfirma habe das Recht, die Verluste in der Buchhaltung 

von den Einnahmen abzuziehen. Dies werde in seiner Buchhaltung auch 

entsprechend ausgewiesen. Somit sei die Steuererklärung korrekt ausge-

füllt worden und müsse akzeptiert werden. Das Steueramt könne die Ein-

zelfirma nicht einfach ausschliessen. 

  

3.5. 

In der Vernehmlassung hält das Gemeindesteueramt R._____ daran fest, 

dass in den Jahren 2019 bis 2021 nur Verluste und kein bis kaum Umsatz 

erzielt worden seien, was den beigelegten Steuererklärungen entnommen 

werden könne.  

  

3.6. 

Der Rekurrent führt in der Replik aus, dass er im Jahr 2019 von Januar bis 

September Einkünfte aus unselbständiger Tätigkeit erzielt habe. Aus die-

sem Grund habe er sich nur im Rahmen des Möglichen um seine selbstän-

dige Erwerbstätigkeit kümmern können. Dadurch sei der Verlust von über 

CHF 19'000.00 entstanden. Im Jahr 2020 habe er nur Einkünfte aus un-

selbständiger Erwerbstätigkeit in den Monaten Januar bis April erzielt, wes-

halb er sich mehr um seine selbständige Tätigkeit habe kümmern können. 

Folglich habe er seinen Verlust um fast CHF 4'000.00 reduzieren können 

und dies trotz Lockdown infolge Corona. Im Jahr 2021 sei er von August 

bis Oktober angestellt gewesen. Zudem habe noch immer zeitweise 

Lockdown geherrscht. Trotzdem habe er seinen Verlust wiederum um 

CHF 4'000.00 senken können. Folglich sei es doch so, dass weniger 

Verlust auch einen Gewinn und somit eine Gewinnerzielungsabsicht 

darstelle. Also sei aus seiner Sicht die selbständige Tätigkeit keine 

Liebhaberei, sondern ein Gewerbe mit Gewinnerzielungsabsicht. Der 

Verlust sei in der Steuererklärung 2019 zu akzeptieren. 

  

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4. 

4.1. 

Alle Einkünfte aus einem Handels-, Industrie-, Gewerbe-, Landwirtschafts- 

und Forstwirtschaftsbetrieb, aus einem freien Beruf sowie aus jeder ande-

ren selbständigen Erwerbstätigkeit sind steuerbar (§ 27 Abs. 1 StG). 

 

Von den steuerbaren Einkünften werden unter anderem die eingetretenen 

und verbuchten Verluste auf Geschäftsvermögen als geschäftsmässig be-

gründete Kosten zum Abzug gebracht (§ 34 in Verbindung mit § 36 Abs. 1 

und 2 lit. c StG). 

 

Das Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit wird zusammen mit 

dem übrigen Einkommen der Reineinkommenssteuer unterworfen. Ge-

schäftsverluste können deshalb innerhalb der Bemessungsperiode vom ro-

hen Einkommen aus den anderen Einkommensquellen abgezogen werden 

(Kommentar zum Aargauer Steuergesetz, 5. Auflage, Muri-Bern 2023, § 38 

StG N 3). 

  

4.2. 

Unter einer selbständigen Erwerbstätigkeit wird allgemein jede Tätigkeit 

verstanden, bei der ein Unternehmer auf eigenes Risiko, unter Einsatz von 

Arbeit und Kapital, in einer frei gewählten Organisation und mit der Absicht 

der Gewinnerzielung nach aussen sichtbar am Wirtschaftsverkehr teil-

nimmt. 

 

Eine selbständige Erwerbstätigkeit kann haupt- oder nebenberuflich, dau-

ernd oder temporär ausgeübt werden. Ob eine selbständige Erwerbstätig-

keit vorliegt, ist stets nach den gesamten Umständen des Einzelfalls zu be-

urteilen. Die einzelnen Merkmale des Begriffs der selbständigen Erwerbs-

tätigkeit dürfen nicht isoliert betrachtet werden und können auch in unter-

schiedlicher Intensität auftreten (Kommentar zum Aargauer Steuergesetz, 

a.a.O., § 27 StG N 9, mit Hinweisen). 

  

4.3. 

Die Absicht der Gewinnerzielung besteht aus dem ernsthaften Streben 

nach Erzielung eines Einkommens (subjektives Element der Gewinnstre-

bigkeit) und dem objektiven Umstand, dass dieses Streben wirtschaftlich 

Erfolg haben kann (objektives Element: objektive Eignung der Tätigkeit, 

Gewinne zu erzielen). Entscheidend sind die Eignung der eingesetzten Mit-

tel zur nachhaltigen Gewinnerzielung und die tatsächliche Bewirtschaftung 

nach betriebswirtschaftlichen Grundsätzen. Fehlt die Gewinnstrebigkeit, 

liegt keine selbständige Erwerbstätigkeit, sondern Liebhaberei vor. Mass-

gebend sind auch bei dieser Abgrenzungsfrage die gesamten Umstände 

des konkreten Falls (Kommentar zum Aargauer Steuergesetz, a.a.O., § 27 

StG N 47, mit Hinweisen; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts vom 1. De-

zember 2015 [2C_375/2015], Erw. 7.1., mit weiteren Hinweisen). 

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Die zeitliche Verfügbarkeit eines Steuerpflichtigen kann unter Umständen 

ebenfalls ein Element sein, das die Gewinnstrebigkeit verunmöglicht. So 

kam das (damalige) Steuerrekursgericht im Entscheid vom 23. August 

2012 (3-RV.2011.171) zum Schluss, es liege keine Gewinnstrebigkeit vor, 

wenn eine Steuerpflichtige im Bereich Personentransport und "Überra-

schungsservice" selbständig tätig sei, während sie gleichzeitig im Umfang 

von 80 - 90 % unselbständig erwerbstätig sei, weshalb ihr für die selbstän-

dige Tätigkeit und diesbezügliches Marketing nur wenig Zeit zur Verfügung 

stehe. Allerdings ist der vorsichtige Kaufmann in der Aufbau- oder Investi-

tionsphase einer neuen Tätigkeit zu Recht bestrebt, eine sein Grundein-

kommen sichernde andere Tätigkeit weiterzuführen, so lange dies erforder-

lich ist (Kommentar zum Aargauer Steuergesetz, a.a.O., § 27 StG N 47, mit 

Hinweisen). 

 

Bei einer andauernden Verlustsituation ist zu prüfen, ob tatsächlich eine 

selbständige Erwerbstätigkeit angenommen werden kann oder ob diese 

bloss vorgeschoben ist. Zu berücksichtigen ist dabei allerdings, dass allein 

die Tatsache einer mehrjährigen Verlusterzielung die Qualifikation einer 

Tätigkeit als blosses Hobby nicht zu begründen vermag. Es ist dem Um-

stand Rechnung zu tragen, dass der Aufbau einer selbständigen Erwerbs-

tätigkeit lange dauern kann und der Erfolg ungewiss ist. Allerdings fehlt es 

in objektiv erkennbarer Weise an der erforderlichen Gewinnstrebigkeit, 

wenn auf Dauer keine Überschüsse erzielt werden und nach der Art des 

Vorgehens der betreffenden Person realistischerweise und auf längere 

Sicht gesehen auch keine Überschüsse realisiert werden können. Grund-

sätzlich darf von einer Investitionszeit von fünf bis zehn Jahren ausgegan-

gen werden. Für die Beurteilung der Frage, ob eine selbständige Erwerbs-

tätigkeit vorliegt, ist jedoch stets auf die gesamten Umstände des Einzelfal-

les abzustellen. Entscheidend ist letztlich das Gesamtbild einer bestimmten 

Tätigkeit (RGE vom 22. März 2012 [3‑RV.2011.153], Erw. 3.3.; RGE vom 

20. Oktober 2011 [3‑RV.2011.3], Erw. 3.3., je mit zahlreichen Hinweisen) 

 

Das Bundesgericht führte diesbezüglich aus, der Zeitraum, innert welchem 

zwingend Gewinne zu erwirtschaften sind, damit noch von einer Gewinner-

zielungsabsicht ausgegangen werden kann, lasse sich nicht generell fest-

legen. Auch bei der im Steuerrecht mitunter herangezogenen 10‑Jahres-

Frist handle es sich nur um eine grobe Faustregel. Im Einzelfall seien die 

Art der Tätigkeit und die konkreten Verhältnisse entscheidend (Urteil des 

Bundesgerichts vom 19. Juni 2020 [StE 10/2020 B.23.1 Nr. 90], 

Erw. 2.2.3.). Das Bundesgericht hielt im selben Urteil aber auch fest, dass 

eine selbständige Tätigkeit, die auf Dauer zu keinen Gewinnen führe (so-

genannter "Dauerverlustbetrieb") durchaus auf fehlende Gewinnstrebigkeit 

hinweisen könne. Erforderlich sei eine vertiefte betriebswirtschaftliche Ana-

lyse im individuell-konkreten Fall. 

 

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5.  

5.1. 

Aus den Buchhaltungsunterlagen des "C._____" der Jahre 2010 bis 2021 

sind die folgenden Ergebnisse abzulesen: 

 

 2010  Gewinn CHF   3'674.33 

 2011 Gewinn CHF   3'962.35 

 2012 Verlust  CHF   2'965.72 

 2013 Verlust  CHF   3'671.95 

 2014 Verlust  CHF   1'855.86 

 2015 Verlust  CHF  3'699.43 

 2016 Gewinn CHF  4'887.85 

 2017 keine selbständige Tätigkeit 

 2018 Verlust  CHF 20'599.81 

 2019 Verlust  CHF 19'875.42 

 2020 Verlust  CHF 15'542.02 

 2021 Verlust  CHF 10'327.58 

 

5.2. 

Auch wenn sich die Vorinstanz nur mit den Buchhaltungen der Jahre 2019, 

2020 und 2021 auseinandergesetzt hat (Einspracheentscheid), zeugen die 

während Jahren eingetretenen Verluste aus dem Betrieb des C._____ 

davon, dass sich die Tätigkeit zur nachhaltigen Gewinnerzielung nicht 

eignet. Seit 2012 ist es dem Rekurrenten mit Ausnahme des Jahres 2016 

nicht mehr gelungen, durch seine Tätigkeit einen Gewinn zu erzielen. Der 

Gewinn im Jahr 2016 resultiert insbesondere aus dem Umstand, dass im 

Gegensatz zu den anderen Geschäftsjahren kein Mietaufwand verbucht 

wurde. Zudem geht aus den eingereichten Buchhaltungsunterlagen der 

Jahre 2018, 2019 und 2020 hervor, dass in diesen Jahren mit der selbstän-

digen Tätigkeit kein Erlös erzielt wurde. Offenbar ist ein gewinnbringender 

Betrieb – neben einer unselbständigen Erwerbstätigkeit in einem Teilpen-

sum – objektiv gesehen nicht möglich. Dies zeigt auch der Umstand, dass 

der Rekurrent gemäss eigenen Angaben im Jahr 2017 seine Tätigkeit ein-

gestellt hat und bei der damaligen Wohngemeinde Q._____ einen Antrag 

auf Nothilfe gestellt und gemäss Steuererklärung 2017 auch erhalten hat. 

Zudem musste der Rekurrent gemäss eigenen Angaben sowohl im Jahr 

2018 wie auch im Jahr 2020 Privatinsolvenz anmelden, woraus Verlust-

scheine in Höhe von CHF 54'950.70 (2018) respektive CHF 48'396.70 

(2020) resultierten. Das weist auch darauf hin, dass aufgrund des dauern-

den Verlustes der selbständigen Tätigkeit, die finanziellen Reserven des 

Rekurrenten aufgebraucht waren, da er nach eigenen Angaben mit dem 

Lohn der unselbständigen Erwerbstätigkeit die finanziellen Engpässe der 

selbständigen Erwerbstätigkeit zu decken versuchte.  

 

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5.3. 

Zusammenfassend hat die Steuerkommission R._____ den Betrieb des 

Rekurrenten zu Recht als Dauerverlustbetrieb qualifiziert und den geltend 

gemachten Verlust aus selbständiger Erwerbstätigkeit nicht zum Abzug 

zugelassen.  

 

6. 

Der Rekurs erweist sich somit als unbegründet und ist abzuweisen. 

 

7. 

7.1. 

Bei diesem Verfahrensausgang hat der Rekurrent die Kosten des Rekurs-

verfahrens zu tragen (§ 189 Abs. 1 StG). 

 

7.2. 

Es ist keine Parteientschädigung auszurichten (§ 189 Abs. 2 StG). 

 

 

 

  

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Das Gericht erkennt: 

 

1.      

Der Rekurs wird abgewiesen. 

 

2. 

Der Rekurrent hat die Verfahrenskosten, bestehend aus einer Staatsge-

bühr von CHF 400.00, der Kanzleigebühr von CHF 120.00 und den Ausla-

gen von CHF 100.00, zusammen CHF 620.00, zu bezahlen. 

 

3. 

Es wird keine Parteikostenentschädigung ausgerichtet. 

 

 

   

Zustellung an: 

den Rekurrenten 

das Kantonale Steueramt  

das Gemeindesteueramt R._____ 

 

 

 
 

   

Rechtsmittelbelehrung  

 

Dieser Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung mit Be-

schwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Aargau angefochten 

werden. Die Beschwerde ist in doppelter Ausfertigung beim Spezialver-

waltungsgericht, Obere Vorstadt 37, 5001 Aarau, einzureichen. Die 

Frist steht still vom 7. Tag vor bis und mit dem 7. Tag nach Ostern, vom 

15. Juli bis und mit 15. August und vom 18. Dezember bis und mit dem 

2. Januar. Die unterzeichnete Beschwerdeschrift muss einen Antrag, wie 

der Entscheid zu ändern sei, sowie eine Begründung enthalten. Der ange-

fochtene Entscheid und als Beweismittel angerufene Urkunden sind beizu-

legen (§§ 28 und 43 f. des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 

4. Dezember 2007 [VRPG] in Verbindung mit Art. 145 Abs. 1 der Schwei-

zerischen Zivilprozessordnung vom 19. Dezember 2008 [ZPO]; §§ 187, 

196 und 198 des Steuergesetzes vom 15. Dezember 1998 [StG]). 

 

 

  

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Aarau, 20. März 2025 

 

Spezialverwaltungsgericht 

Steuern 

Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin: 

 

 

 

Heuscher Schaffner