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**Case Identifier:** cdc180d1-c962-55af-8b94-e00837b1f78e
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2023-09-21
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 21.09.2023 C-5640/2018
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-5640-2018_2023-09-21.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung III 

C-5640/2018, C-5085/2019 

 

 
 

  A b s c h r e i b u n g s e n t s c h e i d   

v o m  2 1 .  S e p t e m b e r  2 0 2 3  

Besetzung 
 Einzelrichter Beat Weber, 

Gerichtsschreiberin Tanja Jaenke. 
 

 
 

Parteien 
 Spital Bülach AG,  

vertreten durch Prof. Dr. iur. Urs Saxer, Rechtsanwalt,  

Beschwerdeführerin,   
 

 
gegen 

 
 

Regierungsrat des Kantons Zürich,  

handelnd durch Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich,  

Vorinstanz.  

  
 

 
 

Gegenstand 
 Zürcher Spitalliste, RRB Nr. 776 vom 22. August 2018 und 

RRB Nr. 734 vom 21. August 2019. 

 

 

 

C-5640/2018, C-5085/2019 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass der Regierungsrat des Kantons Zürich (nachfolgend Vorinstanz) mit 

RRB Nr. 776 vom 22. August 2018 Änderungen der Zürcher Spitallisten 

2012 Akutsomatik, Rehabilitation und Psychiatrie per 1. Januar 2019 be-

schlossen hat (vgl. Akten der Vorinstanz im Verfahren C-5640/2018 [GD1-

act.] 3.3.2.), 

dass der Spital Bülach AG (nachfolgend Beschwerdeführerin) dabei der 

Leistungsauftrag HNO2 ab 1. Januar 2019 unbefristet erteilt sowie die 

Leistungsaufträge für die Leistungsgruppen BEW7.1, BEW7.1.1, BEW7.2, 

BEW7.2.1, BEW7.3 und GYN2 jeweils befristet bis zum 31. Dezember 

2019 verlängert wurden, während der Leistungsauftrag für die Leistungs-

gruppe GYNT – durch den RRB Nr. 746 vom 23. August 2017 befristet bis 

zum 31. Dezember 2018 (GD1-act. 2.5.1) – aufgrund der Nichterreichung 

der Mindestfallzahlen pro Spital nicht verlängert wurde (GD1-act. 3.3.2 

Ziff. 4.10), 

dass die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde vom 1. Oktober 2018 

(Verfahren C-5640/2018) beantragte, der RRB Nr. 776/2018 sei dahinge-

hend aufzuheben, als ihr in der Leistungsgruppe GYNT ab dem 1. Januar 

2019 ein unbefristeter Leistungsauftrag zu erteilen sei, ihr eventualiter ab 

dem 1. Januar 2019 ein befristeter Leistungsauftrag zu erteilen sei, die An-

gelegenheit subeventualiter an die Vorinstanz zur Neubeurteilung zurück-

zuweisen sei (vgl. Beschwerdeakten C-5640/2018 [BVGer1-act.] 1), 

dass die Beschwerdeführerin zudem den prozessualen Antrag stellte, es 

sei die Weitergeltung der Zürcher Spitalliste 2012 Akutsomatik vom 

21. September 2011 (Version 2018.2, gültig ab 1. Januar 2018) in Bezug 

auf den ihr befristet erteilten Leistungsauftrag GYNT für die Dauer dieses 

Verfahrens anzuordnen, 

dass mit Zwischenverfügung vom 19. Dezember 2018 der prozessuale An-

trag der Beschwerdeführerin im Verfahren C-5640/2018 gutgeheissen und 

ihr der Leistungsauftrag für die Leistungsgruppe GYNT gemäss der Ver-

sion 2018.2 der Zürcher Spitalliste Akutsomatik für die Dauer des Be-

schwerdeverfahrens weiter erteilt wurde (BVGer1-act. 5),  

dass der Regierungsrat in der Folge mit RRB Nr. 734 vom 21. August 2019 

erneut Änderungen der Zürcher Spitallisten 2012 Akutsomatik, Rehabilita-

tion und Psychiatrie per 1. Januar 2020 beschloss (vgl. Akten der Vor-

instanz im Verfahren C-5085/2019 [GD2-act.] 4.3.1), 

C-5640/2018, C-5085/2019 

Seite 3 

dass die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 30. September 2019 wie-

derum Beschwerde (Verfahren C-5085/2019) erheben liess und bean-

tragte, der RRB Nr. 734/2019 sei dahingehend aufzuheben, als ihr unab-

hängig vom Ausgang des beim Bundesverwaltungsgericht hängigen Be-

schwerdeverfahrens C-5640/2018 ab dem 1. Januar 2020 ein bis zum 

31. Dezember 2020 befristeter Leistungsauftrag GYNT zu erteilen sei, 

eventualiter sei ihr eine angemessene Übergangsfrist von mindestens 

sechs Monaten für die Vornahme der bereits geplanten Eingriffe in der 

Leistungsgruppe GYNT anzusetzen (vgl. Beschwerdeakten C-5085/2019 

[BVGer2-act.] 1), 

dass die Vorinstanz mit RRB Nr. 1209 vom 18. Dezember 2019 auf das 

Wiedererwägungsgesuch der Beschwerdeführerin hinsichtlich des RRB 

Nr. 734/2019 nicht eintrat, ihr jedoch – vorbehältlich einer anderslautenden 

Anordnung durch das Bundesverwaltungsgericht – für den Fall der Abwei-

sung der Beschwerden C-5640/2018 und C-5085/2019 eine Übergangs-

frist von sechs Monaten betreffend den Leistungsauftrag für die Leistungs-

gruppe GYNT einräumte (vgl. BVGer2-act. 8 Beilage), 

dass die Vorinstanz in ihrer Vernehmlassung vom 13. März 2020 im Ver-

fahren C-5085/2019 den Antrag stellte, auf die Beschwerde sei mangels 

Anfechtungsobjekt nicht einzutreten und eventualiter sei die Beschwerde 

abzuweisen, sowie gleichzeitig unter Hinweis auf das Verfahren 

C-5640/2018 um Sistierung des Beschwerdeverfahrens C-5085/2019 er-

suchte (BVGer2-act. 11), 

dass – nachdem die Beschwerdeführerin am 17. April 2020 einer Sistie-

rung des Verfahrens zugestimmt hatte (BVGer2-act. 14) – der Sistierungs-

antrag der Vorinstanz mit Verfügung vom 21. April 2020 gutgeheissen und 

das Verfahren C-5085/2019 für die Dauer des Beschwerdeverfahrens 

C-5640/2018 sistiert wurde (BVGer2-act. 15),  

dass der Zürcher Spitalliste, bis zu der ab 1. Januar 2022 gültigen Spital-

liste 2012 Akutsomatik (Version 2022.4), jeweils der Hinweis zu entnehmen 

war, vor Bundesverwaltungsgericht sei ein Beschwerdeverfahren betref-

fend die Nichterteilung des Leistungsauftrags für die Leistungsgruppe 

GYNT hängig, wobei das Bundesverwaltungsgericht der Beschwerdefüh-

rerin diesen Leistungsauftrag am 19. Dezember 2018 für die Dauer des 

Beschwerdeverfahrens weiter erteilt habe, 

C-5640/2018, C-5085/2019 

Seite 4 

dass die Vorinstanz mit RRB Nr. 1104 vom 24. August 2022 die Zürcher 

Spitalliste 2023, Akutsomatik, Psychiatrie und Rehabilitation ab 1. Januar 

2023 neu festgesetzt hat, 

dass der Beschwerdeführerin dabei im Sinne der Ausführungen, wonach 

die Leistungsgruppe GYNT im Jahr 2021 der hochspezialisierten Medizin 

zugeordnet worden sei (vgl. dazu Beschluss des IVHSM-Beschlussorgans 

über die Zuordnung der komplexen gynäkologischen Tumore zur hochspe-

zialisierten Medizin [HSM] vom 1. Juni 2021 [BBl 2021 1187]), ein proviso-

rischer kantonaler Leistungsauftrag bis zur Vergabe durch das IVHSM-Be-

schlussorgan, längstens bis zum 31. Dezember 2023, erteilt wurde (vgl. 

Ziff. 2.4.11), und dieser unangefochten in Rechtskraft erwachsen ist, 

dass das Bundesverwaltungsgericht mit Zwischenverfügung vom 5. Juni 

2023 die Verfahren C-5640/2018 und C-5085/2019 vereinigt und die Sis-

tierung des Verfahrens C-5085/2019 aufgehoben hat (BVGer1-

act. 23=BVGer2-act. 16), 

dass das Bundesverwaltungsgericht die Verfahrensparteien mit gleicher 

Zwischenverfügung eingeladen hat, sich zur Frage des aktuellen schutz-

würdigen Interesses sowie zur damit zusammenhängenden allfälligen kos-

tenlosen Abschreibung der beiden Beschwerdeverfahren zufolge Gegen-

standslosigkeit zu äussern (BVGer1-act. 23), 

dass sich sowohl die Vorinstanz mit Stellungnahme vom 14. Juni 2023 als 

auch die Beschwerdeführerin mit Stellungnahme vom 6. Juli 2023 dahin-

gehend äusserten, dass die beiden Beschwerdeverfahren zufolge nach-

träglich weggefallenen schutzwürdigen Interesses als gegenstandslos ge-

worden abzuschreiben seien, wobei die Beschwerdeführerin zusätzlich die 

Auferlegung der Verfahrenskosten an die Vorinstanz sowie eine Parteient-

schädigung in der Höhe von insgesamt Fr. 84'124.55 zu Lasten der Vo-

rinstanz beantragte (BVGer1-act. 24 und 25), 

dass die Vorinstanz in ihren Schlussbemerkungen vom 9. August 2023 be-

antragte, es seien ihr keine Verfahrenskosten aufzuerlegen und der Antrag 

der Beschwerdeführerin auf Ausrichtung einer Parteientschädigung sei ab-

zuweisen, eventualiter sei die beantragte Parteientschädigung auf einen 

angemessenen Betrag zu kürzen (BVGer-act. 27), während die Beschwer-

deführerin am 11. August 2023 ihrerseits auf die Einreichung von Schluss-

bemerkungen verzichtete (BVGer-act. 28), 

C-5640/2018, C-5085/2019 

Seite 5 

dass die Beschwerdeführerin – nach Zustellung der Schlussbemerkungen 

der Vorinstanz vom 9. August 2023 (vgl. BVGer-act. 29 f.) – mit weiterer 

(unaufgeforderter) Eingabe vom 28. August 2023 im Wesentlichen an ihrer 

bereits in der Eingabe vom 6. Juli 2023 dargelegten Argumentation betref-

fend Parteientschädigung festhielt (BVGer-act. 32), 

und zieht in Erwägung, 

dass Beschlüsse der Kantonsregierungen im Sinne von Art. 39 KVG 

(SR 832.10) beim Bundesverwaltungsgericht angefochten werden können 

(vgl. Art. 53 Abs. 1 KVG), und sich das Beschwerdeverfahren gemäss 

Art. 37 VGG (SR 173.32) und Art. 53 Abs. 2 Satz 1 KVG – unter Vorbehalt 

allfälliger Abweichungen des VGG und der besonderen Bestimmungen von 

Art. 53 Abs. 2 KVG – grundsätzlich nach den Vorschriften des VwVG 

(SR 172.021) richtet, 

dass demzufolge die Zuständigkeit des Bundesverwaltungsgerichts vorlie-

gend gegeben ist, 

dass gemäss Art. 48 Abs. 1 VwVG zur Beschwerde berechtigt ist, wer vor 

der Vorinstanz am Verfahren teilgenommen hat oder keine Möglichkeit zur 

Teilnahme erhalten hat (Bst. a), wer durch die angefochtene Verfügung be-

sonders berührt ist (Bst. b) und wer ein schutzwürdiges Interesse an deren 

Aufhebung oder Änderung hat (Bst. c). 

dass die Beschwerdeführerin gemäss bundesgerichtlicher Rechtspre-

chung einen praktischen Nutzen aus einer allfälligen Aufhebung oder Än-

derung des angefochtenen Entscheids ziehen muss, was bedeutet, dass 

ihre Situation durch den Ausgang des Verfahrens in relevanter Weise be-

einflusst werden können muss (vgl. BGE 142 II 451 E. 3.4.1 m.w.H.), 

dass ein Beschwerdeverfahren bei nachträglichem Wegfall des aktuellen 

schutzwürdigen Interesses als gegenstandslos geworden abzuschreiben 

ist (BGE 142 I 135 E. 1.3.1 m.w.H), 

dass durch die Erteilung eines neuen provisorischen kantonalen Leistungs-

auftrags für die Leistungsgruppe GYNT vom 1. Januar 2023 bis zur 

Vergabe durch das IVHSM-Beschlussorgan beziehungsweise bis längs-

tens 31. Dezember 2023 an die Beschwerdeführerin – ohne weiteren Hin-

weis auf die noch hängigen Beschwerdeverfahren und den für die Dauer 

des Beschwerdeverfahrens vorsorglich erteilten Leistungsauftrag – der in 

den vorliegend hängigen Beschwerdeverfahren zu beurteilende Zeitraum 

C-5640/2018, C-5085/2019 

Seite 6 

auf den Zeitabschnitt vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2022 be-

schränkt wurde, 

dass das Interesse der Beschwerdeführerin an der gerichtlichen Beurtei-

lung des erwähnten Leistungsauftrags im Zeitraum vom 1. Januar 2019 bis 

zum 31. Dezember 2022 – insbesondere vor dem Hintergrund des für das 

Beschwerdeverfahren provisorisch erteilten Leistungsauftrags ohne Rück-

wirkung – mit der Neuerteilung des entsprechenden Leistungsauftrags ab 

1. Januar 2023 unbestrittenermassen weggefallen ist, 

dass sich vor diesem Hintergrund auch die Beantwortung der Frage einer 

allfälligen Übergangsfrist, welche die Vorinstanz mit RRB Nr. 1209/2019 für 

den Fall einer Abweisung der beiden Beschwerden – vorbehältlich einer 

anderslautenden Anordnung durch das Bundesverwaltungsgericht – auf 

sechs Monate festgelegt hat, erübrigt, 

dass die Beschwerdeverfahren C-5640/2018 und C-5085/2019 damit – 

auch gemäss den übereinstimmenden Anträgen der Parteien – infolge des 

nachträglichen Wegfalls des schutzwürdigen Interesses an der Aufhebung 

der RRB 776/2018 und 734/2019 im einzelrichterlichen Verfahren (Art. 23 

Abs. 1 Bst. a VGG) als gegenstandslos geworden abzuschreiben sind, 

dass die Verfahrenskosten in der Regel jener Partei auferlegt werden, de-

ren Verhalten die Gegenstandslosigkeit bewirkt hat (Art. 5 des Reglements 

vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bun-

desverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]),  

dass gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung diesbezüglich nach 

dem materiellen Grund für das formelle Verhalten zu fragen ist und insofern 

unerheblich ist, wer die Prozesshandlung vornimmt, welche zur Abschrei-

bung führt (vgl. Urteil des BGer 2C_564/2013 vom 11. Februar 2014 E. 2.4; 

vgl. auch Urteil des BGer 8C_60/2010 vom 4. Mai 2010 E. 4.2.1), und die 

Frage, wie die Prozessaussichten vor Eintritt der Gegenstandslosigkeit zu 

würdigen gewesen wären, irrelevant ist, sofern die Gegenstandslosigkeit 

durch eine Partei bewirkt wurde (Urteil 8C_60/2010 E. 4.2.1), 

dass die Beschwerdeführerin diesbezüglich geltend macht, im Ergebnis 

habe der RRB Nr. 1104/2022 zur Gegenstandslosigkeit der hängigen Ver-

fahren geführt (BVGer1-act. 25 Rz. 7), während die Vorinstanz ihrerseits 

im Wesentlichen vorbringt, der Entscheid betreffend Erteilung eines provi-

sorischen Leistungsauftrags an die Beschwerdeführerin gründe materiell 

C-5640/2018, C-5085/2019 

Seite 7 

einzig in der Zuweisung (bzw. Zuordnung) der Leistungsgruppe GYNT zur 

Hochspezialisierten Medizin (HSM; vgl. BVGer-act. 27), 

dass jedoch gemäss Art. 9 Abs. 2 der Interkantonalen Vereinbarung über 

die hochspezialisierte Medizin (IVHSM) und der Rechtsprechung des Bun-

desverwaltungsgerichts kantonale Leistungsaufträge solange subsidiär 

weiter gelten, als die Erteilung oder Nichterteilung eines Leistungsauftrags 

(im Rahmen der Zuteilung) durch das HSM-Beschlussorgan noch nicht 

rechtskräftig ist, 

dass vorliegend das HSM-Beschlussorgan mit Beschluss vom 1. Juni 2021 

einzig die Zuordnung der Leistungsgruppe GYNT zur HSM angeordnet, 

damit jedoch noch keine Erteilung oder Nichterteilung von Leistungsaufträ-

gen in dieser Leistungsgruppe verbunden hat (vgl. BBl 2021 1187), 

dass damit nicht ersichtlich ist, dass die Vorinstanz aufgrund der blossen 

Zuordnung der Leistungsgruppe GYNT zur HSM – welche im Übrigen be-

reits am 1. Juni 2021 erfolgt ist – verpflichtet gewesen wäre, der Beschwer-

deführerin mit RRB Nr. 1104/2022 (erst) ab 1. Januar 2023 einen neuen 

(provisorischen) Leistungsauftrag zu erteilen, 

dass dies umso mehr zu gelten hat, als die Beschwerdeführerin bereits 

gestützt auf die durch das Bundesverwaltungsgericht angeordneten vor-

sorglichen Massnahmen für die Dauer des Beschwerdeverfahrens 

C-5640/2018 – welches erst mit dem vorliegenden Abschreibungsent-

scheid endet – über einen vorsorglichen Leistungsauftrag für die Leis-

tungsgruppe GYNT verfügte, 

dass daher mit der Beschwerdeführerin davon auszugehen ist, dass die 

Vorinstanz die Gegenstandslosigkeit des Verfahrens dadurch bewirkt hat, 

dass sie der Beschwerdeführerin – ohne weiteren Hinweis auf die noch 

hängigen Beschwerdeverfahren und den für die Dauer des Beschwerde-

verfahrens C-5640/2018 vorsorglich erteilten Leistungsauftrag – ab 1. Ja-

nuar 2023 einen neuen provisorischen Leistungsauftrag erteilt hat, 

dass der Beschwerdeführerin entsprechend die von ihr geleisteten Kosten-

vorschüsse in der Höhe von gesamthaft Fr. 10’000.- auf ein von ihr zu be-

zeichnendes Konto zurückzuerstatten sind, 

dass gemäss Art. 63 Abs. 2 VwVG der Vorinstanz keine Verfahrenskosten 

aufzuerlegen sind, 

C-5640/2018, C-5085/2019 

Seite 8 

dass bei gegenstandslos gewordenen Verfahren diejenige Partei eine Par-

teientschädigung auszurichten hat, deren Verhalten die Gegenstandslosig-

keit bewirkt hat (Art. 15 VGKE i.V.m. Art. 5 VGKE), 

dass die Beschwerdeführerin demzufolge grundsätzlich Anspruch auf eine 

Parteientschädigung zu Lasten der Vorinstanz hat, wobei die Parteient-

schädigung die Kosten der Vertretung sowie allfällige weitere Auslagen 

umfasst, unnötiger Aufwand jedoch nicht entschädigt wird (Art. 8 VGKE), 

dass die Beschwerdeführerin einen Aufwand von insgesamt 232.4 Stunden 

mit einer Kleinspesenpauschale von 3 % beziehungsweise insgesamt 

Fr. 84'124.55 (bei einem Stundenansatz von Fr. 400.– für Rechtsanwalt 

Urs Saxer, einem Stundenansatz von Fr. 350.– für Rechtsanwältin Daniela 

Kühne und einem Stundenansatz von jeweils Fr. 320.– für die Rechtsan-

wältinnen Claudia Holck und Katja Gfeller) geltend macht,  

dass im Beschwerdeverfahren C-5640/2018 am 1. Oktober 2018 eine 39-

seitige Beschwerdeschrift mit 15 Beilagen (BVGer1-act. 1), am 25. Februar 

2019 eine ebenfalls 39-seitige Replik mit sieben Beilagen (BVGer1-act. 9), 

am 13. Mai 2019 eine unaufgeforderte zwölfseitige Stellungnahme mit an-

schliessender Korrektur (BVGer1-act. 13 f.), am 14. April 2020 zehnseitige 

Schlussbemerkungen (BVGer1-act. 21) sowie am 6. Juli 2023 eine sieben-

seitige Stellungnahme (BVGer1-act. 25), am 11. August 2023 ein Verzicht 

auf Schlussbemerkungen (BVGer1-act. 28) und am 28. August 2023 eine 

(unaufgeforderte) zweiseitige Eingabe (BVGer1-act. 32) betreffend die Ab-

schreibung der Verfahren zufolge Gegenstandslosigkeit eingereicht wur-

den, 

dass im Beschwerdeverfahren C-5085/2019 bis zu dessen Sistierung am 

30. September 2019 eine 26-seitige Beschwerde (BVGer2-act. 1), am 

27. Januar 2020 ein knapp zweiseitiges Schreiben (BVGer2-act. 8) sowie 

am 17. April 2020 eine elfseitige Stellungnahme (BVGer2-act. 14) einge-

reicht wurden, 

dass sich der Sachverhalt als nicht ausserordentlich komplex erweist – 

strittig war die Nichterteilung des Leistungsauftrages in der Leistungs-

gruppe GYNT ab 1. Januar 2019 beziehungsweise letztlich die Frage, ob 

die Vorinstanz zu Recht davon ausgegangen ist, dass die Beschwerdefüh-

rerin die Mindestfallzahlen in der Leistungsgruppe GYNT in den Jahren 

2016 und 2017 nicht erreicht hat, 

C-5640/2018, C-5085/2019 

Seite 9 

dass der geltend gemachte Aufwand von 232.4 Stunden unter Berücksich-

tigung des gebotenen und aktenkundigen Aufwands, der Bedeutung der 

Streitsache, des Umfangs der Akten und der Schwierigkeit der beiden vor-

liegend zu beurteilenden zusammenhängenden Verfahren sowie im Ver-

gleich zu ähnlich gelagerten Verfahren als massiv überhöht erscheint, wes-

halb die Honorarnote entsprechend zu kürzen ist, 

dass auffällt, dass die erwähnten Rechtsanwälte und Rechtsanwältinnen 

jeweils mindestens zu zweit an den Eingaben gearbeitet haben, wobei in 

Bezug auf diese Doppelvertretung festzuhalten ist, dass das Bundesver-

waltungsgericht eine solche beziehungsweise einen erhöhten Koordinati-

onsaufwand tendenziell in umfangreicheren oder bei mehreren parallel ge-

führten Verfahren grundsätzlich als zulässig erachtet (vgl. Urteile des 

BVGer A-2154/2012 vom 1. April 2014 E. 17.2.2, A-330/2013 vom 26. Juli 

2013 E. 8.4.2.2), vorliegend indes die Notwendigkeit einer Vertretung 

durch zwei beziehungsweise die parallele Fallbearbeitung durch bis zu drei 

Rechtsanwälte und Rechtsanwältinnen weder ersichtlich noch begründet 

ist, zumal die Vertretung der Beschwerdeführerin zwar zwei Verfahren be-

traf, diese sich jedoch weder als besonders umfangreich noch als ausser-

ordentlich komplex erwiesen haben, weshalb der durch die Doppel- bezie-

hungsweise Mehrfachvertretung verursachte zusätzliche Aufwand nicht 

entschädigt werden kann, 

dass unter Berücksichtigung des Umfangs und des Inhalts der Beschwerde 

sowie der nicht zu entschädigenden Doppelvertretung im Verfahren 

C-5640/2018 ein Aufwand von höchstens 16.5 Stunden als angemessen 

erscheint, weshalb der geltend gemachte Aufwand im Zeitraum vom 3. bis 

28. September 2018 (vgl. BVGer1-act. 25 Beilage 3) um 21 Stunden zu 

kürzen ist, 

dass vor demselben Hintergrund für die Replik im Verfahren C-5640/2018 

– welche im Übrigen gemäss Honorarnote sechsmal überarbeitet wurde – 

ein Aufwand von höchstens 9 Stunden als angemessen erscheint, weshalb 

der geltend gemachte Aufwand im Zeitraum vom 24. Januar bis 25. Feb-

ruar 2019 (vgl. BVGer1-act. 25 Beilage 4) um 65.2 Stunden zu kürzen ist, 

dass vor demselben Hintergrund der geltend gemachte Aufwand für die 

weitere Stellungnahme im Verfahren C-5640/2018 sowie deren Korrektur 

im Zeitraum vom 3. bis 15. Mai 2019 von insgesamt 22.1 Stunden (vgl. 

BVGer1-act. 25 Beilage 5) um 20.1 Stunden auf 2 Stunden zu kürzen ist, 

C-5640/2018, C-5085/2019 

Seite 10 

dass für die Schlussbemerkungen im Verfahren C-5640/2018 der geltend 

gemachte Aufwand im Zeitraum vom 1. bis 14. April 2020 von 10.6 Stun-

den (vgl. BVGer1-act. 25 Beilage 8) schliesslich um 8.6 Stunden auf 

2 Stunden zu kürzen ist, 

dass unter Berücksichtigung des Umfangs und des Inhalts der Be-

schwerde, eines gewissen inhaltlichen Zusammenhangs der Verfahren 

und der nicht zu entschädigenden Doppelvertretung im Verfahren 

C-5085/2019 ein Aufwand von höchstens 8 Stunden als angemessen er-

scheint, weshalb der diesbezüglich geltend gemachte Aufwand von 

31.7 Stunden im Zeitraum vom 30. August bis 2. September und vom 

23. bis 30. September 2019 (vgl. BVGer1-act. 25 Beilage 6) um 23.7 Stun-

den zu kürzen ist,  

dass weiter auffällt, dass im Zeitraum vom 3. bis 20. September 2019 so-

wie vom 23. bis 30. Dezember 2019 Aufwendungen im Zusammenhang 

mit der bei der Vorinstanz beantragten Wiedererwägung des RRB 

Nr. 734/2019 im Umfang von insgesamt 18.1 Stunden (vgl. BVGer1-act. 25 

Beilagen 6 und 7) geltend gemacht werden, welche in den vorliegenden 

Beschwerdeverfahren jedoch nicht zu entschädigen und damit vollständig 

zu streichen sind, 

dass im Zusammenhang mit dem knapp zweiseitigen Informationsschrei-

ben ans Gericht betreffend die Wiedererwägung der Vorinstanz vom 10. bis 

24. Januar 2020 insgesamt 6.3 Stunden Aufwand geltend gemacht werden 

(vgl. BVGer1-act. 25 Beilage 11), was um 5.55 Stunden auf 0.75 Stunden 

zu kürzen ist, 

dass der für die Stellungnahme im Verfahren C-5085/2019 geltend ge-

machte Aufwand von 18.4 Stunden zwischen dem 8. und 23. April 2020 

(vgl. BVGer1-act. 25 Beilage 9) vor dem Hintergrund, dass die Beschwer-

deführerin nur zur Stellungnahme hinsichtlich des von der Vorinstanz ge-

stellten Sistierungsverfahren eingeladen worden war (vgl. BVGer2-act.12), 

sie jedoch auch – unaufgefordert und in diesem Verfahrensstadium nicht 

erforderlich – ausführlich zur Vernehmlassung der Vorinstanz Stellung ge-

nommen hat und die Äusserung zur Sistierung keine halbe Seite umfasst, 

um 17.9 Stunden auf 0.5 Stunden zu kürzen ist, 

dass unter Berücksichtigung des Umfangs und des Inhalts der Stellung-

nahme betreffend die allfällige Abschreibung der Verfahren der geltend 

C-5640/2018, C-5085/2019 

Seite 11 

gemachte Aufwand von 4.9 Stunden (vgl. BVGer1-act. 25 Beilage 10) um 

3.4 Stunden auf 1.5 Stunden zu kürzen ist, 

dass hinsichtlich der weiteren geltend gemachten Bemühungen vom 

10. Januar 2020 bis 8. Dezember 2022 (vgl. BVGer1-act. 25 Beilage 11) 

auffällt, dass insbesondere im November und Dezember 2022 offenbar Ab-

klärungen zum Dahinfallen vorsorglicher Massnahmen getroffen wurden, 

welche keinen ersichtlichen Zusammenhang mit Eingaben der Beschwer-

deführerin im Beschwerdeverfahren haben, weshalb die geltend gemach-

ten 4.8 Stunden (3.7 Stunden von Rechtsanwältin Kühne und 1.1 Stunden 

von Rechtsanwalt Saxer) zu streichen sind, 

dass in diesen weiteren Bemühungen diverse Aufwendungen geltend ge-

macht werden, welche auf die nicht zu entschädigende Mehrfachvertretung 

zurückzuführen sind, weshalb weitere 1.6 Stunden (Rechtsanwalt Saxer) 

zu streichen sind, 

dass zusammenfassend anstelle der geltend gemachten 232.4 Stunden 

lediglich 42.45 Stunden (232.4 - 21 - 65.2 - 20.1 - 8.6 - 23.7 - 18.1 - 5.55 - 

17.9 - 3.4 - 4.8 - 1.6) zu entschädigen sind, 

dass sich die in der Kostennote beantragten Stundenansätze von Fr. 400.– 

für Rechtsanwalt Urs Saxer, Fr. 350.– für Rechtsanwältin Daniela Kühne 

und von jeweils Fr. 320.– für die Rechtsanwältinnen Claudia Holck und 

Katja Gfeller als überhöht erweisen, zumal der Stundenansatz gemäss 

Art. 10 Abs. 2 VGKE mindestens Fr. 200.– und höchstens Fr. 400.– beträgt 

und in vergleichbaren Fällen im KVG-Bereich zwischen Fr. 250.– und 

Fr. 300.– liegt (vgl. z.B. Urteile des BVGer C-5979/2019 vom 12. Septem-

ber 2022 E. 10.2.4 m.w.H.; C-4334/2013 vom 11. November 2015; 

C-2386/2012 vom 21. August 2015 E. 9.2; C-3454/2013 vom 20. April 

2015; C-5676/2013 vom 20. Februar 2014), 

dass vorliegend somit ein Stundenansatz von höchstens Fr. 300.– als an-

gemessen erscheint, 

dass hinsichtlich der geltend gemachten Kleinspesenpauschale von 3 % 

darauf hinzuweisen ist, dass mangels rechtlicher Grundlage Auslagen nicht 

in Prozenten des Stundenaufwandes geltend zu machen sind, sondern 

vielmehr auf den tatsächlich und notwendig entstandenen Aufwand abzu-

stellen ist (vgl. Urteil des BVGer C-5979/2019 E. 10.2.5 m.w.H.), 

C-5640/2018, C-5085/2019 

Seite 12 

dass, weil die tatsächlichen Auslagen vorliegend nicht ausgewiesen sind, 

diese aufgrund der Akten schätzungsweise auf Fr. 350.– festzusetzen sind, 

dass der Beschwerdeführerin entsprechend zu Lasten der Vorinstanz für 

die beiden Verfahren C-5640/2018 und C-5085/2019 eine volle Parteient-

schädigung von Fr. 14'092.55 (42.45 Stunden à Fr. 300.– zuzüglich Ausla-

gen von Fr. 350.– und Mehrwertsteuer 7.7 %) zuzusprechen ist, 

dass das vorliegende Urteil endgültig ist, da die Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht gegen Entscheide auf 

dem Gebiet der Krankenversicherung, die das Bundesverwaltungsgericht 

gestützt auf Art. 33 Bst. i VGG in Verbindung mit Art. 53 Abs. 1 KVG getrof-

fen hat, gemäss Art. 83 Bst. r BGG (SR 173.110) unzulässig ist. 

 

(Für das Dispositiv wird auf die nächste Seite verwiesen.) 

  

C-5640/2018, C-5085/2019 

Seite 13 

Demnach verfügt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerden vom 1. Oktober 2018 im Verfahren C-5640/2018 und 

vom 30. September 2019 im Verfahren C-5085/2019 werden als gegen-

standslos geworden abgeschrieben. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Die von der Beschwerdefüh-

rerin geleisteten Kostenvorschüsse in den Verfahren C-5640/2018 und 

C-5085/2019 in der Höhe von gesamthaft Fr. 10'000.– werden der Be-

schwerdeführerin auf ein von ihr zu bezeichnendes Konto zurückerstattet. 

3.  

Der Beschwerdeführerin wird eine Parteientschädigung von Fr. 14'092.55 

zu Lasten der Vorinstanz zugesprochen. 

4.  

Dieser Entscheid geht an die Beschwerdeführerin, die Vorinstanz und das 

Bundesamt für Gesundheit. 

 

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Beat Weber Tanja Jaenke