# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4d58da5a-b870-5c8f-ab94-2eafa6476722
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2023-10-05
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 05.10.2023 C-2999/2023
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-2999-2023_2023-10-05.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung III 

C-2999/2023 

 

 
 

  A b s c h r e i b u n g s e n t s c h e i d   

v o m  5 .  O k t o b e r  2 0 2 3  

Besetzung 
 Einzelrichter Beat Weber, 

Gerichtsschreiberin Tanja Jaenke. 
 

 
 

Parteien 
 A._______ AG,  

Beschwerdeführerin,  

  
 

 
gegen 

 
 

Stiftung Auffangeinrichtung BVG, Recht & Compliance, 

Vorinstanz.  

  
 

 
 

Gegenstand 
 BVG, Zwangsanschluss;  

Verfügung der Stiftung Auffangeinrichtung BVG  

vom 22. Mai 2023. 

 

 

 

C-2999/2023 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass die Stiftung Auffangeinrichtung BVG (nachfolgend Vorinstanz) die 

A._______ AG (nachfolgend Beschwerdeführerin) mit Verfügung vom 

22. Mai 2023 rückwirkend per 1. Januar 2019 zwangsweise bei sich an-

schloss (vgl. Akten im Beschwerdeverfahren [BVGer-act.] 1 Beilage 1), 

dass die Beschwerdeführerin am 24. Mai 2023 gegen diese Verfügung Be-

schwerde erhob und beantragte, die Verfügung vom 22. Mai 2023 sei auf-

zuheben (BVGer-act. 1), 

dass die Beschwerdeführerin mit ihrer Beschwerde insbesondere eine auf 

den 23. Mai 2023 datierte Anpassungsbestätigung der Ausgleichskasse 

Luzern (nachfolgend Ausgleichskasse) für die Lohndeklaration des Jahres 

2022 betreffend den Arbeitnehmer B._______ einreichte (BVGer-act. 1 

Beilage 5.2), 

dass die Vorinstanz in ihrer Vernehmlassung vom 3. Juli 2023 die vollum-

fängliche Abweisung der Beschwerde beantragte mit der Begründung, 

dass für den Arbeitnehmer C._______ gestützt auf die Lohnbescheinigun-

gen der Ausgleichskasse im Jahr 2019 eine Versicherungspflicht bestehe 

(BVGer-act. 7), 

dass die Beschwerdeführerin in ihrer Replik vom 13. Juli 2023 schliesslich 

einen vom 11. Juli 2023 datierten Anpassungsnachweis der Ausgleichs-

kasse für die Lohndeklaration des Jahres 2019 betreffend den Arbeitneh-

mer C._______ einreichte (BVGer-act. 9 Beilage 11), 

dass die Vorinstanz mit Duplik vom 21. August 2023 über die gleichentags 

erlassene Wiederwägungsverfügung informierte und die Abschreibung des 

Beschwerdeverfahrens zufolge Gegenstandslosigkeit unter Kostenfolge zu 

Lasten der Beschwerdeführerin beantragte (BVGer-act. 11), 

dass der Wiedererwägungsverfügung vom 21. August 2023 zu entnehmen 

ist, dass zwar der Zwangsanschluss der Beschwerdeführerin gemäss Ver-

fügung vom 22. Mai 2023 aufgehoben wird, der Beschwerdeführerin je-

doch die Kosten für die Verfügung vom 22. Mai 2023 in der Höhe von 

Fr. 1'025.– sowie für die Wiedererwägungsverfügung vom 21. August 2023 

in der Höhe von Fr. 450.– auferlegt werden (BVGer-act. 11 Beilage 14), 

dass die Beschwerdeführerin mit Instruktionsverfügung vom 25. August 

2023 aufgefordert wurde, sich zur allfälligen Gegenstandslosigkeit des 

C-2999/2023 

Seite 3 

vorliegenden Beschwerdeverfahrens zu äussern beziehungsweise gege-

benenfalls darzulegen und zu begründen, inwiefern sie die Beschwerde 

hinsichtlich der Kostenauferlegung aufrechterhalten möchte (vgl. BVGer-

act. 12), 

dass die Beschwerdeführerin mit Stellungnahme vom 21. September 2023 

mitteilte, sie sei mit der Wiedererwägungsverfügung der Vorinstanz einver-

standen und das Beschwerdeverfahren könne zufolge Gegenstandslosig-

keit abgeschrieben werden (BVGer-act. 14), 

dass die Beschwerdeführerin gleichzeitig beantragte, der geleistete Kos-

tenvorschuss sei ihr zumindest anteilsmässig zurückzuerstatten, da sich 

das Gericht in der Sache nicht habe äussern müssen (BVGer-act. 14), 

und zieht in Erwägung, 

dass gemäss Art. 31 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das 

Bundesverwaltungsgericht (Verwaltungsgerichtsgesetz, VGG, SR 173.32) 

das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden gegen Verfügungen nach 

Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwal-

tungsverfahren (Verwaltungsverfahrensgesetz, VwVG, SR 172.021) beur-

teilt, sofern – wie hier – keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt, 

dass als Vorinstanzen die in Art. 33 VGG genannten Behörden gelten, 

dass Verfügungen der Vorinstanz im Bereich des Zwangsanschlusses an 

die Auffangeinrichtung BVG vor Bundesverwaltungsgericht anfechtbar 

sind, 

dass die Vorinstanz in Anwendung von Art. 58 VwVG ihren ursprünglichen 

Entscheid in Wiedererwägung ziehen kann, 

dass die Beschwerdeinstanz die Behandlung der Beschwerde fortzusetzen 

hat, soweit diese durch die neue Verfügung der Vorinstanz nicht gegen-

standslos geworden ist (Art. 58 Abs. 3 VwVG), 

dass die Vorinstanz mit Verfügung vom 21. August 2023 den Zwangsan-

schluss gemäss der ursprünglichen, vorliegend angefochtenen Verfügung 

vom 22. Mai 2023 pendente lite wiedererwägungsweise aufhob und der 

Beschwerdeführerin die Kosten für die Verfügung vom 22. Mai 2023 in der 

Höhe von Fr. 1'025.– sowie für die Wiedererwägungsverfügung vom 

C-2999/2023 

Seite 4 

21. August 2023 in der Höhe von Fr. 450.– auferlegte (vgl. Ziff. 1 und 2 des 

Dispositivs der Verfügung vom 21. August 2023; vgl. Art. 58 Abs. 1 VwVG), 

dass sich die Beschwerdeführerin mit Stellungnahme vom 21. September 

2023 an das Bundesverwaltungsgericht explizit damit einverstanden er-

klärte, dass das Beschwerdeverfahren C-2999/2023 als gegenstandslos 

geworden abzuschreiben sei (vgl. BVGer-act. 14), 

dass mit Blick auf das soeben Dargelegte das Beschwerdeverfahren im 

einzelrichterlichen Verfahren als durch Wiedererwägung gegenstandslos 

geworden abzuschreiben ist (Art. 23 Abs. 1 Bst. a VGG), 

dass die Verfahrenskosten in der Regel jener Partei auferlegt werden, de-

ren Verhalten die Gegenstandslosigkeit bewirkt hat (Art. 5 des Reglements 

vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bun-

desverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]), 

dass gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung diesbezüglich nach 

dem materiellen Grund für das formelle Verhalten zu fragen ist und insofern 

unerheblich ist, wer die Prozesshandlung vornimmt, welche zur Abschrei-

bung führt (vgl. Urteil des BGer 2C_564/2013 vom 11. Februar 2014 E. 2.4; 

vgl. auch Urteil des BGer 8C_60/2010 vom 4. Mai 2010 E. 4.2.1), und die 

Frage, wie die Prozessaussichten vor Eintritt der Gegenstandslosigkeit zu 

würdigen gewesen wären, irrelevant ist, sofern die Gegenstandslosigkeit 

durch eine Partei bewirkt wurde (Urteil 8C_60/2010 E. 4.2.1), 

dass die Vorinstanz in ihrer Duplik vom 21. August 2023 beantragt, der Be-

schwerdeführerin seien die Kosten als Verursacherin des Beschwerdever-

fahrens aufzuerlegen (BVGer-act. 11 Ziff. II.11), während die Beschwerde-

führerin um zumindest anteilsmässige Rückerstattung des Kostenvor-

schusses für das Beschwerdeverfahren ersucht, da sich das Bundesver-

waltungsgericht in der Sache nicht habe äussern müssen (BVGer-act. 14), 

dass vorliegend den Akten entnommen werden kann, dass sich die Vor-

instanz erst aufgrund der mit Replik vom 13. Juli 2023 gemachten Ausfüh-

rungen und eingereichten Unterlagen veranlasst sah, die Sachlage erneut 

zu evaluieren und in Folge dessen die ursprüngliche Verfügung vom 

22. Mai 2023 mit der Wiedererwägungsverfügung vom 21. August 2023 

aufzuheben (vgl. BVGer-act. 9; 11 Ziff. II. 4 ff.), 

dass entsprechend davon auszugehen ist, dass die Beschwerdeführerin 

die Gegenstandslosigkeit des Verfahrens bewirkt hat, 

C-2999/2023 

Seite 5 

dass die Beschwerdeführerin deshalb grundsätzlich kostenpflichtig wird, 

dass von der Erhebung von Verfahrenskosten ganz oder teilweise abgese-

hen werden kann, wenn ein Rechtsmittel ohne erheblichen Aufwand für 

das Gericht durch Rückzug oder Vergleich erledigt wird (vgl. Art. 63 Abs. 1 

VwVG letzter Satz i.V.m. Art. 6 Bst. a VGKE), 

dass vorliegend zwar keine materielle Beurteilung erfolgt ist, dem Gericht 

im bereits weit vorangeschrittenen Verfahren aber dennoch ein Instrukti-

onsaufwand entstanden ist, 

dass der Beschwerdeführerin aus diesem Grund reduzierte Verfahrenskos-

ten in der Höhe von Fr. 400.– aufzuerlegen sind, 

dass die Verfahrenskosten dem geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 800.– 

zu entnehmen sind und der Restbetrag von Fr. 400.– der Beschwerdefüh-

rerin nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückzuerstat-

ten ist, 

dass bei gegenstandslos gewordenen Verfahren diejenige Partei eine Par-

teientschädigung auszurichten hat, deren Verhalten die Gegenstandslosig-

keit bewirkt hat (Art. 15 VGKE i.V.m. Art. 5 VGKE), 

dass die Vorinstanz indes keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung 

hat (Art. 7 Abs. 3 VGKE), 

dass auch der Beschwerdeführerin aufgrund des Dargelegten keine Par-

teientschädigung zuzusprechen ist, 

dass eine Kopie der Stellungnahme der Beschwerdeführerin vom 21. Sep-

tember 2023 der Vorinstanz zur Kenntnisnahme zuzustellen ist. 

 

(Für das Dispositiv wird auf die nächste Seite verwiesen.)  

C-2999/2023 

Seite 6 

Demnach verfügt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Das Beschwerdeverfahren wird als gegenstandslos geworden abgeschrie-

ben. 

2.  

Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 400.– werden der Beschwerde-

führerin auferlegt. Dieser Betrag wird dem geleisteten Kostenvorschuss 

von Fr. 800.– entnommen. Der Restbetrag von Fr. 400.– wird der Be-

schwerdeführerin nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils auf 

ein von ihr zu bezeichnendes Konto zurückerstattet. 

3.  

Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

4.  

Dieser Entscheid geht an die Beschwerdeführerin, die Vorinstanz, das 

Bundesamt für Sozialversicherungen und die Oberaufsichtskommission 

BVG. 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Beat Weber Tanja Jaenke 

  

C-2999/2023 

Seite 7 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 

BGG). Die Frist ist gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten 

Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der 

Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder 

konsularischen Vertretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die 

Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, 

deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu 

enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit 

sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 

BGG). 

 

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