# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d7d791dd-9021-575e-b8e6-510a58113590
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-05-13
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 13.05.2008 C-2823/2006
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-2823-2006_2008-05-13.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-2823/2006

{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 3 .  M a i  2 0 0 8

Richterin Franziska Schneider (Vorsitz), 
Richter Michael Peterli, Richter Francesco Parrino, 
Gerichtsschreiberin Susanne Genner.

K._______,
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA, 
Vorinstanz.

Invalidenrente.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-2823/2006

Sachverhalt:

A.
Der am (...) 1938 geborene Beschwerdeführer schweizerischer Natio-
nalität  übte gemäss Fragebogen für Selbständigerwerbende vom 17. 
Oktober  2003  (act.  43),  vom  Beschwerdeführer  unterzeichnet  ohne 
Datum, von 1994 bis 2000 eine Tätigkeit als Projektleiter in einer Bio-
farm in Kenia aus. Am 2. Dezember 1998 erlitt er in der Schweiz einen 
Autounfall  mit  den  Folgen  eines  HWS-Distorsionstraumas  und  einer 
Commotio cerebri. Vom 2. Dezember 1998 bis 15. Dezember 1998 war 
er im Universitätsspital Y._______, Klinik für Unfallchirurgie, hospitali-
siert. Gemäss Zeugnis des behandelnden Arztes Dr. med. E._______ 
vom 15. Dezember 1998 war der Beschwerdeführer vom 2. Dezember 
1998 bis 31. Dezember 1998 zu 100% arbeitsunfähig. Am 4. Januar 
1999  wurde  er  ins  Schweizerische  Paraplegikerzentrum  V._______ 
überwiesen, wo am 20. Januar 1999 durch Dr. med. B._______ opera-
tiv die Dekompression der Nervenwurzel L5 und der Bandscheibe L4/5 
rechts  vorgenommen wurde (vgl. zum Ganzen die  Akten zum Unfall 
vom 2. Dezember 1998, act. 77).

B.
Am 9. Oktober 2000 erlitt der Beschwerdeführer erneut einen Autoun-
fall  in der Schweiz und war gemäss Bericht der orthopädischen Uni-
versitätsklinik V._______ vom 9. Januar 2001 (act. 79) vom 10. Okto-
ber 2000 bis 1. November 2000 zu 100% arbeitsunfähig. Die Autoren 
des zu Handen der "X._______ Versicherungen" verfassten Berichts, 
Dres. med. B._______ und I._______, nannten folgende Diagnosen: 

• Spinalkanalstenose L3/4
• Fazettengelenksdegeneration
• Mediolaterale Diskushernie L4/5 rechts mit Wurzelreizung L4/5
• St. n. HWS-Distorsionstrauma Dez. 98
• St. n. Dekompression L5 und der Bandscheibe L4/5 rechts bei radi-

kulärem Reiz-  und  Ausfallsyndrom  L5  rechts  bei  grosser  luxierter 
Diskushernie L4/5 rechts

• St. n. Dekompression L4/5 beidseits mit Rezessotomie und Dekom-
pression der Nervenwurzel L5 beidseits bei Rezidiv-Diskushernie

Als Nebendiagnosen wurden genannt:

• Diabetes mellitus seit 1992

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• Arterielle Hypertonie
• St. n. AC-Bypass 1992

Gemäss  Fragebogen  für  Selbständigerwerbende  vom  17.  Oktober 
2003 (act. 43), vom Beschwerdeführer unterzeichnet ohne Datum, war 
dieser ab Januar 2001 nur noch im administrativen Bereich und in der 
Sämerei der Biofarm tätig. 

C.
Am 30. November 2001 gab die "X._______ Versicherungen" bei der 
Z._______  Klinik  ein  medizinisches Gutachten betreffend  den  Unfall 
vom 9. Oktober 2000 in Auftrag. Das Gutachten wurde am 12. Dezem-
ber 2002 von den Dres. med. D._______, Leitender Arzt Schmerzzen-
trum, R._______, Chefarzt Neurologie, G._______, Leitender Arzt Or-
thopädie und C._______, Chefarzt Orthopädie erstattet (vgl. act. 82).

D.
Mit formlosem Schreiben vom 12. März 2002 (act. 2), gleichentags per 
Fax übermittelt, und Gesuch vom 26. März 2003 (act. 5), eingegangen 
bei der IV-Stelle für Versicherte im Ausland (nachfolgend: Vorinstanz) 
am 28. Mai 2003, beantragte der Beschwerdeführer Hilfsmittel  sowie 
eine Invalidenrente.

E.
Mit Schreiben vom 19. Juni 2003 (act. 11) teilte die Vorinstanz dem Be-
schwerdeführer  mit,  die  versicherungsmässigen Voraussetzungen für 
die Übernahme von Hilfsmitteln und anderen Eingliederungsmassnah-
men seien nicht erfüllt, da er seit seiner Ausreise aus der Schweiz im 
Jahr 1997 nicht mehr der obligatorischen Alters- und Hinterlassenen-
versicherung unterstellt sei und auch kein Beitritt zur freiwilligen Versi-
cherung erfolgt sei. Der Beschwerdeführer verzichtete stillschweigend 
auf  die  Zustellung  einer  einsprachefähigen  Verfügung  in  Bezug  auf 
sein Gesuch um Hilfsmittel.

F.
Der  behandelnde  Arzt  Dr. A._______  (Kenia)  bescheinigte  dem Be-
schwerdeführer  im Fragebogen an den Arzt  vom 8. Dezember  2003 
(act. 42), unterzeichnet am 24. Juli 2004, eine Arbeitsunfähigkeit von 
100% seit Oktober 2000 bis Juli 2004. Als Diagnosen nannte er:

"1. Type II Diabettes Mellitus
2. Hypertension

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3. Ischemic heart Desease
4. Right Lower Limb Paresis Secondary to Lumbo Sacral Spine Injury 

in an accident of the year 2000"

Der Gesundheitszustand verschlechtere sich; infolge der Lähmung des 
rechten Unterschenkels sei der Beschwerdeführer nicht beweglich ge-
nug. Er benutze bei Bedarf einen Rollstuhl und benötige tägliche Hilfe.

G.
Der IV-Stellenarzt Dr. M._______ erachtete in seinem Bericht vom 6. 
Oktober 2004 (act. 46) den Diabetes, den Bluthochdruck und die Herz-
beschwerden des Beschwerdeführers als nicht invalidisierend. Die Rü-
ckenbeschwerden, Folgen eines Unfalls, hätten zu Problemen in den 
unteren Gliedmassen und zu einer Lähmung in der Lendengegend ge-
führt; diese Bewegungsschwierigkeiten seien jedoch nicht unvereinbar 
mit einer beruflichen Aktivität. Die Arbeitsunfähigkeit von einigen Mo-
naten sei ausschliesslich auf den Unfall zurückzuführen.

Gestützt auf diese Stellungnahme wies die Vorinstanz das Leistungs-
begehren mit Verfügung vom 15. Oktober 2004 (act. 47) ab. Aus den 
Akten  ergebe  sich,  dass  weder  eine  bleibende  Erwerbsunfähigkeit 
noch eine durchschnittliche Arbeitsunfähigkeit von 40 Prozent während 
eines Jahres vorliege. Der Rentenanspruch sei daher zu verneinen.

H.
Gegen die Verfügung vom 15. Oktober 2004 (act. 47) erhob der Be-
schwerdeführer am 2. März 2005 Einsprache (act. 62) und beantragte 
die Ausrichtung einer ganzen Invalidenrente ab Oktober 2000. 

I.
Der im Rahmen des Einspracheverfahrens von der Vorinstanz konsul-
tierte  IV-Stellenarzt  Dr.  med. H._______  schätzte  in  seinem Bericht 
vom 11. Februar 2006 (act. 87) die Arbeitsunfähigkeit des Beschwer-
deführers  seit  dem Unfallereignis  am 9. Oktober  2000  aufgrund der 
Akten auf 70% in schweren körperlichen Tätigkeiten und auf 50% in 
der bisherigen Tätigkeit als Projektleiter. Ab Januar 2001 habe der Be-
schwerdeführer auf leichtere Tätigkeiten ausweichen müssen; ab die-
sem Zeitpunkt bestehe volle Arbeitsfähigkeit in körperlich unbelasten-
den Tätigkeiten.

Im Einkommensvergleich  vom 5. April  2006 (act. 89)  errechnete  die 
Vorinstanz einen Invaliditätsgrad von 50% ab 9. Oktober 2000 und von 

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36% ab 1. Januar 2001. Sie gewährte  dabei  einen leidensbedingten 
Abzug von 25%. 

Gestützt auf dieses Ergebnis wies die Vorinstanz die Einsprache mit 
Einspracheentscheid vom 15. Mai 2006 (act. 90) ab. 

J.
Gegen den Einspracheentscheid vom 15. Mai 2006 (act. 90) erhob der 
Beschwerdeführer  mit  Schreiben  vom  8.  Juli  2006,  der  Schweizeri-
schen Post übermittelt  am 11. Juli  2006, Beschwerde bei der Eidge-
nössischen Rekurskommission der Alters-, Hinterlassenen- und Invali-
denversicherung  für  die  im  Ausland  wohnenden  Personen  (Eingang 
der Beschwerde am 12. Juli 2006). Er stellte den Antrag auf Zuspre-
chung einer ganzen Invalidenrente ab dem Zeitpunkt des Unfalls (Ok-
tober  2000)  bis  zum Eintritt  ins  Pensionsalter  (März  2003). Der  Be-
schwerdeführer begründete sein Begehren im Wesentlichen damit, der 
beurteilende  Arzt  sei  zum  Schluss  gekommen,  ab  dem  9.  Oktober 
2000 habe eine Arbeitsunfähigkeit von 70% bestanden. Zudem basiere 
der Einspracheentscheid vom 15. Mai 2006 auf der falschen Annahme, 
er habe ab Januar 2001 eine Tätigkeit als Projektleiter in Kenia aufge-
nommen und ein reduziertes Einkommen erzielt. 

K.
Mit  Vernehmlassung vom 6. September  2006 schloss  die  Vorinstanz 
auf Abweisung der Beschwerde. Die Beurteilung durch den ärztlichen 
Dienst beruhe auf einer ausführlichen medizinischen Dokumentation, 
von der abzuweichen keine Veranlassung bestehe. Demnach bewirk-
ten die vorbestehenden, durch den Unfall  vom 9. Oktober 2000 ver-
stärkten Wirbelsäulebeschwerden eine 50%ige Einschränkung in  der 
Tätigkeit als Projektleiter; leichtere, körperlich nicht belastende Tätig-
keiten seien ab Januar 2001 gänzlich ausübbar.

L.
Mit Replik vom 27. Oktober 2006 hielt  der Beschwerdeführer an sei-
nem Antrag  auf  Zusprechung  einer  ganzen Rente  ab  Oktober  2000 
fest. Die in der Vernehmlassung der Vorinstanz erwähnten Dokumente 
seien nicht benannt worden, so dass er dazu keine Stellung nehmen 
könne. Seit dem Unfall bestehe ein lateral nystagmus, und durch die 
Einnahme von Schmerzmitteln  hätten  zusätzliche  Komplikationen im 
Gastro-entero-Bereich behandelt werden müssen. Zum Beweis reichte 
der Beschwerdeführer ein nicht unterzeichnetes "Discharge Summary" 
vom 12. August  2003 von Dr. S._______ vom P._______ Hospital  in 

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Kenia ein. Ferner machte er geltend, der Einkommensvergleich sei un-
zutreffend, denn er habe zwischen 1996 und 1999 eine Tagespauscha-
le von USD 850 erhalten. Zusätzlich habe er aus dem Export von Ma-
cadamia-Nüssen  an  den  Schweizer  Bäckermeisterverband  PISTOR 
von 1998 bis 2001 ca. CHF 234'000 gelöst. 

M.
Die Vorinstanz beantragte in ihrer Duplik vom 13. Dezember 2006 wei-
terhin die Abweisung der Beschwerde. Sie stützte ihren Antrag auf die 
Stellungnahme von Dr. med. H._______ vom 8. Dezember 2006 (act. 
95), in der dieser seine Einschätzung vom 11. Februar 2006 (vgl. act. 
87) bestätigte. 

N.
Mit Triplik vom 5. Juni 2007 hielt der Beschwerdeführer an seiner Be-
schwerde  fest.  Die  auf  Akten  basierenden  Einschätzungen  von  Dr. 
med. H._______ divergierten in der Frage der Kausalität zwischen sei-
nen Beschwerden und dem Unfallereignis  vom 9. Oktober  2000 von 
den persönlichen Untersuchungen seiner Ärzte. Zum Beweis legte der 
Beschwerdeführer ein weiteres "Discharge Summary" vom 12. August 
2003 von Dr. S._______ vor. Er beantragte, die Stellungnahme von Dr. 
med. H._______ sei abzuweisen. Im Zweifelsfall sei vom Chefarzt des 
W._______ Hospitals in Kisumu zu bestätigen, dass als Folge der ein-
seitigen  Belastung  des  linken  Beins  eine  chronische  Entzündung  in 
den linken Fussgelenken habe behandelt werden müssen. Zudem rüg-
te  er,  die  Kalkulation,  wonach aus einer  50%igen Arbeitsunfähigkeit 
ein Einkommensverlust von 35.67% resultiere, sei nicht nachvollzieh-
bar.

O.
Mit  Blick  auf  die  in  der  Replik  vom 27.  Oktober  2006  vorgebrachte 
Rüge,  die  in  der  Vernehmlassung der  Vorinstanz  vom 6. September 
2006 erwähnten Dokumente seien nicht benannt worden, wurde dem 
Beschwerdeführer mit Verfügung vom 8. April 2008 je ein Doppel des 
Berichts von Dr. M._______ vom 6. Oktober 2004 (act. 46) und von Dr. 
med. H._______ vom 11. Februar 2006 (act. 87) zugestellt und Gele-
genheit geboten, dazu bis zum 2. Mai 2008 Stellung zu nehmen.

P.
Mit Eingabe vom 12. April 2008 reichte der Beschwerdeführer wieder-
um eine Kopie des Fragebogens an den Arzt vom 8. Dezember 2003 
(act. 42), unterzeichnet am 24. Juli 2004 von Dr. A._______ (vgl. Bst. F 

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vorstehend), eine Karte der Region um den Mount Kenya, einen Zei-
tungsartikel  betreffend seine Tätigkeit in der Biofarm, erschienen am 
20. Dezember 2001 im "Winterthurer Stadtanzeiger", einen in "zhwinfo 
11-02"  (Februarnummer  2002  des  fachhochschulinternen  Magazins 
der Zürcher Hochschule Winterthur) erschienenen Artikel zum selben 
Thema sowie die Seiten 1-2 eines mit  "World TB Day Events March 
24,  2002" betitelten,  17 Seiten umfassenden Dokuments ohne Quel-
lenangabe  ein.  Der  Beschwerdeführer  machte  geltend,  Dr.  med. 
H._______ habe in Unkenntnis der Situation vor Ort wesentliche Fak-
ten nicht  berücksichtigen können. Es sei  nicht  nachvollziehbar, dass 
ein  amtsärztliches  Zeugnis  wie  der  beigelegte  Bericht  von  Dr. 
A._______,  welcher  ihm eine  100%ige  Invalidität,  den Rollstuhl  und 
eine  Haushalthilfe  bestätigt  habe,  von  einem  Schweizer  Arzt  zum 
Nachteil des Versicherten uminterpretiert werden könne. 

Q.
Die Vorinstanz liess sich zur Triplik vom 5. Juni 2007 und zur Eingabe 
vom 12. April 2008 des Beschwerdeführers nicht mehr vernehmen.

R.
Auf die Vorbringen der Parteien wird, soweit sie rechtserheblich sind, 
in den nachfolgenden Erwägungen einzugehen sein.

S.
Gegen die mit Verfügungen vom 5. Juli 2007 und vom 18. März 2008 
bekannt gegebene Zusammensetzung des Spruchkörpers sind keine 
Ausstandsbegehren eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
1.1
Das Bundesverwaltungsgericht übernimmt, sofern es zuständig ist, die 
Beurteilung  der  beim  Inkrafttreten  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes 
bei Eidgenössischen Rekurs- oder Schiedskommissionen oder bei Be-
schwerdediensten der Departemente hängigen Rechtsmittel. Die Beur-
teilung erfolgt  nach neuem Verfahrensrecht  (Art. 53 Abs. 2 des Bun-
desgesetzes  vom 17. Juni  2005 über  das  Bundesverwaltungsgericht 
[Verwaltungsgerichtsgesetz, VGG, SR 173.32]).

1.2 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht un-
ter Vorbehalt der in Art. 32 VGG genannten Ausnahmen Beschwerden 

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gegen Verfügungen nach Artikel 5 des Bundesgesetzes vom 20. De-
zember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR  172.021). 
Beim angefochtenen Entscheid handelt es sich um eine Verfügung im 
Sinn von Art. 5 VwVG. Zulässig sind Beschwerden gegen Verfügungen 
von Vorinstanzen gemäss Art. 33 VGG. Die IV-Stelle für Versicherte im 
Ausland ist eine Vorinstanz im Sinn von Art. 33 Bst. d VGG. Gemäss 
Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die 
Invalidenversicherung (IVG, SR 831.20) sind die Verfügungen der IV-
Stelle  für  Versicherte  im Ausland  direkt  beim Bundesverwaltungsge-
richt  anfechtbar. Das Bundesverwaltungsgericht  ist  somit  für  die Be-
handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig.

1.3 Der Beschwerdeführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilge-
nommen. Er ist durch den angefochtenen Entscheid besonders berührt 
und hat an dessen Aufhebung oder Änderung ein schutzwürdiges Inte-
resse (Art.  48  Abs. 1  VwVG, vgl. auch Art.  59  des  Bundesgesetzes 
vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil  des Sozialversiche-
rungsrechts  [ATSG,  SR 830.1]).  Er  ist  daher  zur  Beschwerde  legiti-
miert.

1.4 Der angefochtene Entscheid wurde dem Beschwerdeführer durch 
die Schweizer Botschaft  in Kenia übermittelt. Das Datum der Zustel-
lung ist jedoch unbekannt. Der Beschwerdeführer teilte der Vorinstanz 
mit e-Mail vom 6. Juli 2006 (act. 91) mit, das Einschreiben sei von der 
Botschaft am 30. Mai 2006 aufgegeben worden. Er sei am 8. Juni 2006 
bewusstlos in die Intensivstation des W._______ Hospitals eingeliefert 
worden; die linke Herzkammer sei während 24 Stunden blockiert  ge-
wesen. Am 5. Juli 2006 habe er als Infarktpatient vom Entscheid der 
Vorinstanz  Kenntnis  genommen  und  bitte  um  Verlängerung  der  Be-
schwerdefrist. Die Vorinstanz teilte dem Beschwerdeführer mit  e-Mail 
vom 7. Juli 2006 (act. 92) mit, die Frist könne nicht erstreckt werden. 
Vorliegend lässt sich der Zeitpunkt der Eröffnung des Einspracheent-
scheids vom 15. Mai 2006 (act. 90) nicht mehr feststellen. Da der Zu-
stellungsbeweis der Verwaltung obliegt  (vgl.  UELI KIESER,  Das Verwal-
tungsverfahren in der Sozialversicherung, Zürich 1999, S. 166 RZ. 364 
mit Hinweisen) und diese keinen früheren Eröffnungszeitpunkt als den 
5. Juli 2006 nachweisen kann, ist nach der bundesgerichtlichen Recht-
sprechung  von  der  Sachverhaltsdarstellung  des  Beschwerdeführers 
auszugehen  (BGE 103  V  63  E. 2a,  Urteil  I  218/04  vom 31. August 
2004 E. 5.1). Der Fristenlauf hat daher am 6. Juli 2006 begonnen (Art. 
20 Abs. 1 VwVG, vgl. auch Art. 38 Abs. 1 ATSG in Verbindung mit Art. 

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60 Abs. 2 ATSG). Die am 11. Juli 2006 bei der Schweizerischen Post 
eingegangene Beschwerde gilt  somit  als  rechtzeitig  eingereicht  (Art. 
50 Abs. 1 VwVG, vgl. auch Art. 60 Abs. 1 ATSG). Auch die Formerfor-
dernisse gemäss Art. 52 Abs. 1 VwVG sind erfüllt, so dass auf die Be-
schwerde einzutreten ist.

2.
2.1 Mit  der  Beschwerde an das  Bundesverwaltungsgericht  kann ge-
rügt  werden,  die angefochtene Verfügung verletze Bundesrecht  (ein-
schliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Ermessens), beruhe 
auf einer unrichtigen oder unvollständigen Feststellung des rechtser-
heblichen Sachverhalts oder sei unangemessen (Art. 49 VwVG).

2.2 Das  Bundesverwaltungsgericht  ist  gemäss  dem  Grundsatz  der 
Rechtsanwendung von Amtes wegen nicht an die Begründung der Be-
gehren der Parteien gebunden (Art. 62 Abs. 4 VwVG). Es kann die Be-
schwerde auch aus anderen als den geltend gemachten Gründen gut-
heissen oder den angefochtenen Entscheid im Ergebnis mit einer Be-
gründung bestätigen, die von jener der Vorinstanz abweicht (vgl. FRITZ 
GYGI, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Auflage, Bern 1983, S. 212).

3.
Aufgrund der Beschwerdebegehren streitig und damit zu prüfen ist im 
Folgenden,  ob  die  Vorinstanz  im  Einspracheentscheid  vom  15.  Mai 
2006 zu Recht  die Abweisung des Gesuchs des Beschwerdeführers 
um Zusprechung einer Invalidenrente bestätigt hat. 

4.
Vorab ist zu prüfen, welche Rechtsnormen im vorliegenden Verfahren 
zur Anwendung gelangen.

4.1 Nach  den  allgemeinen  intertemporalrechtlichen  Regeln  sind  in 
verfahrensrechtlicher  Hinsicht  diejenigen  Rechtssätze  massgebend, 
welche im Zeitpunkt der Beschwerdebeurteilung Geltung haben (BGE 
130 V 1 E. 3.2).

4.2 In  materiellrechtlicher  Hinsicht  sind  grundsätzlich  diejenigen 
Rechtssätze massgebend, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen 
führenden Sachverhalts Geltung haben (BGE 130 V 329 E. 2.3).

4.2.1 Am 1. Januar 2003 sind das ATSG sowie die zugehörige Verord-
nung vom 11. September 2002 über den Allgemeinen Teil des Sozial-

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versicherungsrechts (ATSV, SR 830.11) in Kraft getreten. Die entspre-
chenden  Bestimmungen  sind  anwendbar  auf  Sachverhalte,  die  sich 
nach dem 1. Januar 2003 verwirklicht haben. Vorliegend sind bis zum 
31. Dezember 2002 die Bestimmungen des IVG in der Fassung vom 9. 
Oktober 1986 (AS 1987 447), in Kraft von 1. Januar 1988 bis 31. De-
zember 2002, massgeblich. Ab 1. Januar 2003 ist das ATSG in Verbin-
dung mit  dem IVG in der Fassung gemäss Anhang Ziff. 8 ATSG an-
wendbar. Bezüglich der vorliegend auf Grund von Art. 2 ATSG in Ver-
bindung mit  Art. 1  Abs. 1 IVG zu berücksichtigenden ATSG-Normen 
zur  Arbeitsunfähigkeit  (Art. 6),  Erwerbsunfähigkeit  (Art. 7),  Invalidität 
(Art. 8) und zur Bestimmung des Invaliditätsgrades (Art. 16) sowie zur 
Revision der Invalidenrente und anderer Dauerleistungen (Art.17) hat 
das  Schweizerische  Bundesgericht  (vormals  Eidgenössisches  Versi-
cherungsgericht) erkannt, dass es sich bei den in Art. 3-13 ATSG ent-
haltenen  Legaldefinitionen  in  aller  Regel  um eine  formellgesetzliche 
Fassung der höchstrichterlichen Rechtsprechung zu den entsprechen-
den Begriffen vor Inkrafttreten des  ATSG handelt  und sich inhaltlich 
damit  keine  Änderung  ergibt,  weshalb  die  hierzu  entwickelte  Recht-
sprechung übernommen und weitergeführt werden kann (vgl. BGE 130 
V 343 E. 3.1,  3.2 und 3.3). Auch die Normierung des Art. 16 ATSG 
führt nicht zu einer Modifizierung der bisherigen Judikatur zur Invalidi-
tätsbemessung  bei  erwerbstätigen  Versicherten,  welche  weiterhin 
nach der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs vorzuneh-
men ist (zu Art. 28 Abs. 2 IVG in der bis zum 31. Dezember 2002 in 
Kraft gestandenen Fassung vgl. BGE 128 V 29 E. 1, BGE 104 V 135 E. 
2a und b). 

4.2.2 Da der Beschwerdeführer am (...) März 2003 das AHV-Alter er-
reicht hat und seit 1. April 2003 eine Altersrente bezieht, ist ein allfälli-
ger Anspruch auf eine Invalidenrente am 31. März 2003 erloschen. Die 
am 1. Januar 2004 in Kraft getretenen Änderungen des IVG und des 
ATSG vom 21. März 2003 sowie der Verordnung über die Invalidenver-
sicherung vom 17. Januar 1961 (IVV, SR 831.201) vom 21. Mai 2003 
(4. IV-Revision, AS 2003 3837 bzw. AS 2003 3859) sind daher im vor-
liegenden Fall ebenso wenig anwendbar wie die Änderungen des IVG 
und des ATSG vom 6. Oktober 2006 sowie der IVV und der ATSV vom 
28.  September  2007  (5.  IV-Revision,  AS  2007  5129  bzw. AS  2007 
5155, in Kraft seit 1. Januar 2008).

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5.
5.1 Anspruch auf  eine Rente der schweizerischen Invalidenversiche-
rung hat, wer invalid im Sinne des Gesetzes (ATSG/IVG) ist und beim 
Eintritt der Invalidität während mindestens eines vollen Jahres Beiträ-
ge an die Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (AHV/IV) 
geleistet hat (Art. 36 Abs. 1 IVG in der bis am 31. Dezember 2007 gül-
tigen Fassung). Diese Bedingungen müssen kumulativ gegeben sein; 
fehlt eine, so entsteht kein Rentenanspruch, selbst wenn die andere 
erfüllt ist. 

Der Beschwerdeführer hat gemäss Auszug aus dem individuellen Kon-
to  der  Schweizerischen  Ausgleichskasse  vom 21. Mai  2003  (act.  6) 
zwischen 1954 und 1997 Beiträge an die schweizerische Alters-, Hin-
terlassenen- und Invalidenversicherung geleistet, so dass die Voraus-
setzung der Mindestbeitragsdauer für den Anspruch auf eine ordentli-
che Invalidenrente gemäss Art. 36 Abs. 1 IVG (in der vorliegend an-
wendbaren, bis zum 31. Dezember 2007 gültigen Fassung) erfüllt ist. 

5.2 Meldet sich eine versicherte Person mehr als zwölf Monate nach 
Entstehen des Anspruchs an, so werden die Leistungen lediglich für 
die zwölf der Anmeldung vorangehenden Monate ausgerichtet (Art. 48 
Abs. 2 IVG [in Kraft bis 31. Dezember 2007, AS 2007 5141]). Massgeb-
lich ist das Datum des Eingangs des Gesuchs; das Datum der Einrei-
chung eines formlosen Schreibens oder  eines unrichtigen Formulars 
gilt  nach der Rechtsprechung als massgebendes Anmeldedatum, so-
fern die Nachfrist zur Nachbesserung der Anmeldung eingehalten wird 
(ZAK 1970 S. 499). Im vorliegenden Fall ist das förmliche Gesuch vom 
26. März 2003 (act. 5) am 28. März 2003 bei der Vorinstanz eingetrof-
fen, während das formlose Schreiben vom 12. März 2003 (act. 2) den 
Eingangsstempel des 1. April 2003 trägt. Es ist somit vom Anmeldeda-
tum des 28. März 2003 auszugehen, so dass allfällige Leistungen frü-
hestens ab 28. März 2002 ausgerichtet werden können. 

Der rechtserhebliche Sachverhalt wird vorliegend in zeitlicher Hinsicht 
durch das Ende des Anspruchs am 31. März 2003 (vgl. dazu E. 4.2.2) 
begrenzt.

5.3 Nach dem ATSG in Verbindung mit dem IVG ist der Begriff "Invali-
dität"  nicht  nach medizinischen Kriterien definiert,  sondern  nach der 
Unfähigkeit, Erwerbseinkommen zu erzielen (BGE 132 V 93 E. 4, BGE 
110 V 273 E. 4a, BGE 102 V 165) oder sich im bisherigen Aufgaben-
bereich zu betätigen. Dabei sind die Erwerbs- bzw. Arbeitsmöglichkei-

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ten nicht nur im angestammten Beruf bzw. in der bisherigen Tätigkeit, 
sondern auch in zumutbaren Verweisungstätigkeiten zu prüfen.

Nach Art. 8 Abs. 1 ATSG ist die Invalidität die voraussichtlich bleibende 
oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. 
Art. 4 IVG führt dazu aus, dass die Invalidität Folge von Geburtsgebre-
chen, Krankheit oder Unfall sein kann; nach Art. 4 Abs. 2 IVG gilt die 
Invalidität als eingetreten, sobald sie die für die Begründung des An-
spruchs auf  die jeweilige Leistung erforderliche Art  und Schwere er-
reicht hat. 

Erwerbsunfähigkeit  ist  der  durch  Beeinträchtigung  der  körperlichen 
oder geistigen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der 
Erwerbsmöglichkeiten auf  dem in Betracht  kommenden ausgegliche-
nen Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG in der bis am 31. Dezember 2007 gülti-
gen Fassung). Arbeitsunfähigkeit  ist  die  durch eine Beeinträchtigung 
der körperlichen und geistigen Gesundheit bedingte, volle oder teilwei-
se Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare 
Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit 
in  einem anderen Beruf  oder  Aufgabenbereich  berücksichtigt  (Art. 6 
ATSG). 

5.4 Ein Anspruch auf eine ganze Rente besteht gemäss Art. 28 Abs. 1 
IVG in  der  bis  zum 31. Dezember  2003 gültig  gewesenen Fassung, 
wenn  die  versicherte  Person  mindestens  zu  zwei  Dritteln,  derjenige 
auf eine halbe Rente, wenn sie mindestens zur Hälfte und derjenige 
auf  eine  Viertelsrente,  wenn sie  mindestens  zu  40% invalid  ist. Ge-
mäss Art. 28 Abs. 1ter IVG (in der bis zum 31. Dezember 2007 gültig 
gewesenen Fassung)  werden Renten,  die einem Invaliditätsgrad von 
weniger als 50% entsprechen, nur an Versicherte ausgerichtet, die ih-
ren  Wohnsitz  und  gewöhnlichen  Aufenthalt  (Art.  13  ATSG)  in  der 
Schweiz  haben.  Eine  Ausnahme  von  diesem  Prinzip  gilt  ab  1.  Juni 
2002  für  Schweizer  Bürgerinnen  und  Bürger  sowie  Angehörige  von 
Mitgliedstaaten  der  Europäischen  Union,  welche  Anspruch  auf  Vier-
telsrenten haben,  wenn sie  in  einem Mitgliedstaat  der Europäischen 
Union  Wohnsitz  haben.  Nach  der  Rechtsprechung  des  Schweizeri-
schen Bundesgerichts stellt Art. 28 Abs. 1ter IVG (in der bis am 31. De-
zember  2007  gültig  gewesenen  Fassung)  nicht  eine  blosse Auszah-
lungsvorschrift, sondern eine besondere Anspruchsvoraussetzung dar 
(BGE 121 V 264 E. 6c). 

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5.5 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte  Person nach Eintritt  der Invalidität  und 
nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Ein-
gliederungsmassnahmen durch eine ihr  zumutbare Tätigkeit  bei  aus-
geglichener  Arbeitsmarktlage  erzielen  könnte  (sog.  Invalideneinkom-
men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen 
könnte,  wenn  sie  nicht  invalid  geworden  wäre  (sog.  Valideneinkom-
men, Art. 16 ATSG). 

Der Begriff des ausgeglichenen Arbeitsmarkts ist ein theoretischer und 
abstrakter Begriff, welcher dazu dient, den Leistungsbereich der Invali-
denversicherung  von  jenem  der  Arbeitslosenversicherung  abzugren-
zen. Der Begriff  umschliesst einerseits ein bestimmtes Gleichgewicht 
zwischen dem Angebot von und der Nachfrage nach Stellen; ander-
seits bezeichnet er einen Arbeitsmarkt, der von seiner Struktur her ei-
nen  Fächer  verschiedenartiger  Stellen  offen  hält.  Nach  diesen  Ge-
sichtspunkten bestimmt sich im Einzelfall,  ob die invalide Person die 
Möglichkeit  hat,  ihre  restliche Erwerbsfähigkeit  zu  verwerten und ob 
sie ein rentenausschliessendes Einkommen zu erzielen vermag oder 
nicht  (BGE 110 V 273 E. 4b; ZAK 1991 S. 320 E. 3b). Daraus folgt, 
dass für die Invaliditätsbemessung nicht darauf abzustellen ist, ob eine 
invalide Person unter den konkreten Arbeitsmarktverhältnissen vermit-
telt werden kann, sondern einzig darauf, ob sie die ihr verbliebene Ar-
beitskraft noch wirtschaftlich nutzen könnte, wenn die verfügbaren Ar-
beitsplätze dem Angebot an Arbeitskräften entsprechen würden (AHI 
1998 S. 291 E. 3b). Von einer Arbeitsgelegenheit im Sinne von Art. 16 
ATSG kann aber dort nicht mehr gesprochen werden, wo die zumutba-
re Tätigkeit nur in so eingeschränkter Form möglich ist, dass sie der 
allgemeine Arbeitsmarkt praktisch nicht kennt oder dass sie nur unter 
nicht realistischem Entgegenkommen eines durchschnittlichen Arbeit-
gebers möglich wäre (SVR 1996 IV Nr. 70 S. 204 E. 3c, ZAK 1989 S. 
322 E. 4).

5.6 Zu bemerken bleibt, dass aufgrund des im gesamten Sozialversi-
cherungsrecht  geltenden Grundsatzes der Schadenminderungspflicht 
ein  in  seinem  bisherigen  Tätigkeitsbereich  dauernd  arbeitsunfähiger 
Versicherter gehalten ist, innert nützlicher Frist Arbeit in einem ande-
ren Berufs-  oder  Erwerbszweig  zu  suchen und anzunehmen,  soweit 
sie möglich und zumutbar erscheint (BGE 113 V 22 E. 4a, BGE 111 V 
235 E. 2a). Deshalb ist es am behandelnden Arzt bzw. am Vertrauens-
arzt  einer  IV-Stelle  zu  entscheiden,  in  welchem Ausmass  ein  Versi-

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cherter seine verbliebene Arbeitsfähigkeit bei zumutbarer Tätigkeit und 
zumutbarem Einsatz auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt verwerten 
kann. Diese sogenannte Verweisungstätigkeit hat sich der Versicherte 
anrechnen  zu  lassen  (leidensangepasste  Verweisungstätigkeit;  ZAK 
1986 S. 204 f.), wobei es unerheblich ist, ob er seine Restarbeitsfähig-
keit tatsächlich verwertet oder nicht.

6.
Der Beschwerdeführer beantragt die Ausrichtung einer Invalidenrente 
ab Oktober 2000. Er begründet das Begehren im Wesentlichen damit, 
dass er infolge seines Autounfalls vom 9. Oktober 2000 nicht mehr ar-
beiten könne. Als weiteres Argument führt  er ein zu tief  angesetztes 
Valideneinkommen an. Schliesslich  rügt  er  in  seiner  Replik  vom 27. 
Oktober 2006 sinngemäss eine Verletzung des rechtlichen Gehörs, in-
dem  ihm  keine  Einsicht  in  die  Berichte  der  IV-Stellenärzte  Dr. 
M._______ vom 6. Oktober  2004  (act. 46)  und Dr. med. H._______ 
vom 11. Februar 2006 (act. 87) gewährt worden sei. 

6.1 Gemäss  bundesgerichtlicher  Rechtsprechung  ist  das  Recht  auf 
Akteneinsicht als Teilgehalt des Anspruchs auf rechtliches Gehör for-
meller Natur; dessen Verletzung führt ungeachtet der Erfolgsaussich-
ten der Beschwerde in der Sache selbst zur Aufhebung der angefoch-
tenen Verfügung. Praxisgemäss kann eine – nicht besonders schwer-
wiegende – Verletzung des rechtlichen Gehörs dann als geheilt gelten, 
wenn der Betroffene die Möglichkeit erhält, sich vor einer Beschwerde-
instanz  zu äussern,  die  sowohl  den Sachverhalt  wie die Rechtslage 
frei überprüfen kann (BGE 116 V 182 E. 1b, 124 V 180 E. 4a). Von ei-
ner Rückweisung der  Sache zur Gewährung des rechtlichen Gehörs 
an die Verwaltung ist im Sinne einer Heilung des Mangels selbst bei ei-
ner schwerwiegenden Verletzung des rechtlichen Gehörs dann abzu-
sehen,  wenn  und  soweit  die  Rückweisung  zu  einem formalistischen 
Leerlauf und damit zu unnötigen Verzögerungen führen würde, die mit 
dem Interesse der betroffenen Partei an einer beförderlichen Beurtei-
lung der  Sache nicht  zu vereinbaren wären (BGE 116 V 182 E. 3d; 
zum Ganzen ausführlich Urteil des EVG vom 14. Juli 2006, I 193/04). 
Im vorliegenden Fall  kann offen bleiben,  ob die unterlassene Zustel-
lung der beiden Arztberichte von Dr. M._______ vom 6. Oktober 2004 
(act. 46) und von Dr. med. H._______ vom 11. Februar 2006 (act. 87) 
durch  die  Vorinstanz  eine  Verletzung  des  Anspruchs  auf  rechtliches 
Gehör darstellt. Indem dem Beschwerdeführer  mit  Verfügung vom 9. 
April 2008 die genannten Arztberichte (act. 46 und act. 87) zugestellt 

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worden sind und ihm Gelegenheit zur Stellungnahme eingeräumt wor-
den ist, wurde das Recht auf Akteneinsicht gewährt und ein allfälliger 
Mangel jedenfalls geheilt. 

6.2 Der Beschwerdeführer  führt  seine gesundheitlichen Beeinträchti-
gungen  ausschliesslich  auf  das  Unfallereignis  zurück.  Gemäss  dem 
Gutachten der Dres. med. D._______, Leitender Arzt Schmerzzentrum, 
R._______, Chefarzt Neurologie, G._______, Leitender Arzt Orthopä-
die  und  C._______,  Chefarzt  Orthopädie,  alle  Z._______  Klinik, 
J._______, vom 12. Dezember 2002 (act. 82) ist jedoch durch den Un-
fall  vom  9.  Oktober  2000  keine  dauernde,  richtungsgebende  Ver-
schlechterung  des  Gesundheitszustands  eingetreten  (a.a.O.  S.  27). 
Vielmehr habe ein wesentlicher Vorzustand betreffend die Wirbelsäule, 
insbesondere die lumbale Wirbelsäule vorgelegen (a.a.O. S. 23), wel-
cher durch das Trauma vom 9. Oktober 2000 höchstens verschlimmert 
worden sei (a.a.O. S. 23). Die vor dem Unfall vom 9. Oktober 2000 er-
stellten Radiografien deuteten auf einen engen Spinalkanal im Bereich 
der Halswirbelsäule hin. Das MRI vom Oktober 2000 zeige ebenfalls 
eine massive Stenose und Abflachung des Spinalkanals, welche nicht 
durch das erlittene Trauma erklärbar sei (a.a.O. S. 25). Das Unfaller-
eignis sei in keiner Weise geeignet, körperliche, psychische oder kog-
nitive Folgen zu hinterlassen (a.a.O. S. 27). 

6.2.1 Gestützt auf die gutachterliche Einschätzung, wonach zwischen 
den  gesundheitlichen  Einschränkungen  des  Beschwerdeführers  und 
dem Verkehrsunfall vom 9. Oktober 2000 kein ursächlicher Zusammen-
hang besteht, ist davon auszugehen, dass es sich bei den Erkrankun-
gen des Beschwerdeführers um ein labiles pathologisches Geschehen 
handelt, welches nach der Rechtsprechung erst nach Ablauf der War-
tezeit gemäss Art. 29 Abs. 1 Bst. b IVG (in der bis zum 31. Dezember 
2007  gültig  gewesenen,  ab  1.  Januar  2003  gemäss  Anhang  Ziff.  8 
ATSG  lediglich  redaktionell  angepassten  Fassung)  den  Rentenan-
spruch auslöst (vgl. Urteil des Bundesgerichts I 163/2005 vom 30. Mai 
2005, BGE 119 V 98 E. 4a).

6.2.2 Aufgrund des Gesagten stellt sich die Frage, ob der Beschwer-
deführer  vor  dem  Beginn  der  Altersrentenberechtigung  am  1.  April 
2003  während  mindestens  eines  Jahres  ohne  wesentlichen  Unter-
bruch  durchschnittlich  zu  mindestens  50%  arbeitsunfähig  gewesen 
war. Denn weil Viertelsrenten lediglich in die Europäische Union expor-
tiert werden (vgl. E. 5.4), entsteht nach der Rechtsprechung für versi-

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cherte  Personen  mit  Wohnsitz  im  Ausland  ausserhalb  der  Europäi-
schen Union der Rentenanspruch nach Art. 29 Abs. 1 Bst. b IVG (in 
der bis am 31. Dezember 2007 gültig gewesenen Fassung) erst, wenn 
sie während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnitt-
lich mindestens zu 50% arbeitsunfähig gewesen sind und der Invalidi-
tätsgrad nach Ablauf der Wartezeit mindestens 50% beträgt (BGE 121 
V 264 E. 6c). Zur Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers äusserten 
sich  die  mit  der  Erstellung des  unfallmedizinischen  Gutachtens vom 
12. Dezember 2002 (act. 82) betrauten Ärzte nicht. Auch der vorläufige 
Austrittsbericht der Rheuma- und Rehabilitationsklinik F._______ vom 
18. Januar 2002 (act. 83), in welcher der Beschwerdeführer vom 15. 
Oktober  2001 bis  27. November  2001 ambulant  physiotherapeutisch 
behandelt wurde, enthält diesbezüglich keine Angaben. Der Verfasser 
des Berichts, Dr. med. Q._______, hob als wesentliche Punkte in der 
Beschwerdesymptomatik die trotz zweimaliger lumbaler Dekompressi-
on bestehende Spinalkanalstenose, den seit  10 Jahren bestehenden 
Diabetes  mellitus  und  die  eingeschränkte  Hüftbeweglichkeit  hervor. 
Gemäss Dr. med. Q._______ zeigte die Therapie sowohl objektiv als 
auch subjektiv  eine Besserung des Beschwerdebildes,  insbesondere 
hinsichtlich der Schmerzsymptomatik und der Beweglichkeit. Der Be-
schwerdeführer sei aber nach wie vor auf den Gebrauch eines Geh-
stocks angewiesen. Die Therapie sei per 27. November 2001 vorläufig 
sistiert worden, da der Beschwerdeführer am 3. Dezember 2001 beruf-
lich nach Kenia habe reisen müssen. 

6.2.3 Aus den vorstehenden Ausführungen ergibt sich, dass der Ge-
sundheitszustand des Beschwerdeführers nach erfolgter Rehabilitation 
in  der  Rheuma- und Rehabilitationsklinik  F._______ nicht  wesentlich 
schlechter  war als  vor dem Unfallereignis  vom 9. Oktober  2000. Die 
umfassende und detaillierte Darstellung des Gesundheitszustands im 
Gutachten der Z._______ Klinik vom 12. Dezember 2002 (act. 82) und 
im vorläufigen Austrittsbericht  der  Rheuma-  und Rehabilitationsklinik 
F._______ vom 18. Januar 2002 (act. 83) erlaubte es den IV-Stellen-
ärzten,  sich ein Bild von der Arbeitsfähigkeit  des Beschwerdeführers 
zu  machen. Demgegenüber  vermag die im Fragebogen an den Arzt 
vom 8. Dezember 2003 (act. 42) von Dr. A._______ am 24. Juli 2004 
bescheinigte  100%ige  Arbeitsunfähigkeit  von  Oktober  2000  bis  Juli 
2004, welche vorwiegend mit Lähmungserscheinungen im rechten Un-
terschenkel und der damit verbundenen zeitweiligen Inanspruchnahme 
eines Rollstuhls begründet wird, nicht zu überzeugen. Nach Ablauf der 
von den Dres. med. B._______ und I._______ im Bericht vom 9. Janu-

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ar 2001 (act. 79) attestierten Arbeitsunfähigkeit von 100% vom 10. Ok-
tober 2000 bis 1. November 2000 kann auch deshalb nicht von einer 
weiter  dauernden  Arbeitsunfähigkeit  ausgegangen  werden,  weil  der 
Beschwerdeführer nach eigenen Angaben ab Januar 2001 seine Tätig-
keit in Kenia wieder aufgenommen hat, wenn auch nur noch im admi-
nistrativen Bereich und in der Sämerei der Biofarm (vgl. Fragebogen 
für Selbständige vom 17. Oktober 2003 [act. 43] S. 2). Spätestens am 
3. Dezember 2001 wäre eine allfällig laufende Wartezeit erneut unter-
brochen  worden,  da  der  Beschwerdeführer  gemäss  Austrittsbericht 
von Dr. med. Q._______ am 3. Dezember 2001 aus beruflichen Grün-
den  wieder  nach  Kenia  reisen  wollte.  Gemäss  Gutachten  der 
Z._______ Klinik vom 12. Dezember 2002 (act. 82) war im Zeitpunkt 
der  jeweiligen  Untersuchungen  vom 8.  April  2002,  13.  August  2002 
und 14. August 2002 der Gesundheitszustand erreicht, wie er vor dem 
Unfall vom 9. Oktober 2000 bestanden hatte (a.a.O. S. 30). Da in den 
Akten nichts darauf hindeutet, der Beschwerdeführer sei in der Zeit vor 
dem  Unfallereignis  arbeitsunfähig  gewesen,  ist  davon  auszugehen, 
dass dieser zur Zeit der gutachterlichen Untersuchung wieder den Ge-
sundheitszustand erreicht  hatte,  der  ihm das Ausüben einer – wenn 
auch belastungsmässig reduzierten – Arbeit erlaubte. Somit steht fest, 
dass bis zum 31. März 2003 die Wartezeit nicht ablaufen konnte. 

6.3 Da es an dem Erfordernis der einjährigen Arbeitsunfähigkeit von 
durchschnittlich mindestens 50% gemäss Art. 29 Abs. 1 Bst. b IVG (in 
der bis am 31. Dezember 2007 gültig gewesenen Fassung) in Verbin-
dung mit Art. 28 Abs. 1ter IVG (in der bis am 31. Dezember 2007 gültig 
gewesenen  Fassung) fehlt,  erübrigt  sich  eine  Überprüfung  des  Ein-
kommensvergleichs. 

6.4 Der Einwand des Beschwerdeführers, mit seiner Behinderung im 
rechten Bein sei er in Kenia chancenlos, ist nicht invaliditäts-, sondern 
arbeitsmarktbezogen und  kann daher  nicht  gehört  werden  (siehe E. 
5.5). 

7.
Zusammenfassend wird festgestellt, dass kein Anspruch auf eine Inva-
lidenrente entstanden ist. Die Beschwerde erweist sich somit als unbe-
gründet und ist daher abzuweisen.

8.
Das Verfahren ist gemäss der Praxis des Bundesverwaltungsgerichts 
kostenlos (Übergangsbestimmung zur Änderung des IVG vom 16. De-

Seite 17

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zember 2005 [AS 2006 2004], Bst. b in Verbindung mit Art. 69 Abs. 1bis 

IVG bzw. in Verbindung mit Art. 69 Abs. 2 IVG).

Bei  diesem Ausgang des Verfahrens wird keine Parteientschädigung 
zugesprochen (Art. 64 Abs. 1 VwVG e contrario).

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben, und es wird keine Partei-
entschädigung zugesprochen.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. ...)
- X._______ Versicherungen
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin:

Franziska Schneider Susanne Genner

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Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. 
und 100 des Bundesgerichtsgesetzes  vom 17. Juni  2005 [BGG, SR 
173.110]). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit 
Angabe  der  Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der 
angefochtene  Entscheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  der 
Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand: 

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