# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d6cb80f2-d523-5b70-a858-3148c436a58c
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-02-03
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 03.02.2025 IV 2024/159
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2024-159_2025-02-03.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 1/17

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2024/159

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 20.05.2025

Entscheiddatum: 03.02.2025

Entscheid Versicherungsgericht, 03.02.2025
Art. 7 ATSG; Art. 8 ATSG; Art. 44 ATSG Beim Beschwerdeführer bestehen 
deutliche Anhaltspunkte für eine gravierende Suchterkrankung. Die 
Arbeitsfähigkeit ist demnach mittels strukturiertem Beweisverfahren zu 
schätzen. Der medizinische Sachverhalt erweist sich dafür als zuwenig 
abgeklärt. Rückweisung an die Beschwerdegegnerin (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 3. Februar 2025, IV 
2024/159).

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Kanton St.Gallen  
Gerichte 
 
 

 
 
 
 

 
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Versicherungsgericht 

Abteilung I 

 

 

 

 

 

 

 Entscheid vom 3. Februar 2025 

Besetzung  Versicherungsrichterinnen Corinne Schambeck (Vorsitz), Marie Löhrer 
und Michaela Machleidt Lehmann; Gerichtsschreiberin Beatrix Zahner  

   

Geschäftsnr.   IV 2024/159 

   

Parteien 

 

 A.___,  

Beschwerdeführer,  

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Amanda Guyot, graf niedermann 

büchel fachanwälte, St. Leonhard-Strasse 20, Postfach, 9001 St. Gallen,  
 
 

  gegen 

  I V - S t e l l e  d e s  K a n t o n s  S t .  G a l l e n ,  Postfach 368, 

9016 St. Gallen,  

Beschwerdegegnerin,  

 

 

 
  

Gegenstand  Rente 
 
 
 

 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

IV 2024/159 
 

 

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Sachverhalt 

A.  

A.a A.___ (nachfolgend: Versicherter) meldete sich am 13. August 2015 wegen Schmerzen im 

Bereich der Wirbelsäule (IV-act. 1) bei der Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an. Das 

Gesuch wurde mit Verfügung vom 18. Januar 2016 (IV-act. 27) abgewiesen. Ein weiteres 

Leistungsbegehren vom 7. September 2018 (IV-act. 30) wegen extremen Hörverlusts sowie 

Geschmacks- und Geruchsverlusts entschied die IV-Stelle mit Mitteilung vom 5. Juni 2019 (IV-act. 60) 

abschlägig.  

A.b In seiner Anmeldung vom 30. Oktober 2020 (Posteingang) gab der Versicherte an, er sei 

ausgebildeter Koch. Bis zum 30. April 2020 habe er als Fleischverkäufer / Metzger bei B.___ gearbeitet. 

Hinsichtlich des Gesundheitsschadens verwies er auf medizinische Unterlagen (IV-act. 68; vgl. auch 

Angaben der Arbeitgeberin vom 23. April 2021, IV-act. 94).  

A.c Dr. med. C.___, Facharzt für Allgemeinmedizin, führte im Arztbericht vom 23. April 2021 (IV-

act. 96) aus, der Versicherte sei seit dem 9. Februar 2020 in seiner Behandlung und seither zu 100 % 

arbeitsunfähig. Er leide an einem Morbus Bechterew, dessen Therapien bisher keine zufriedenstellende 

Wirkung gezeigt hätten. Aufgrund der damit verbundenen Becken- und Rückenschmerzen könne der 

Versicherte die angestammte Tätigkeit als Koch nicht mehr ausüben. Eine Wiedereingliederung sei erst 

nach adäquater Behandlung der Krankheit möglich, was sicher noch einige Zeit in Anspruch nehmen 

werde. Als weitere Diagnosen erwähnte der Hausarzt einen Zustand nach B-Gastritis (vgl. dazu Bericht 

von Dr. D.___, Fachärztin für Gastroenterologie, vom 23. Juli 2020, Fremdakten, act. 5-31 f.) sowie ein 

chronisches Asthma bronchiale (vgl. dazu die Berichte von Dr. med. E.___, Facharzt für Innere Medizin 

und Lungenkrankheiten, Arztbericht vom 8. April 2021, IV-act. 91-1 ff., sowie vom 29. Dezember 2020, 

IV-act. 91-11 ff., und vom 29. März 2021, IV-act. 91-9 ff., wonach das Asthma die Arbeitsfähigkeit als 

Koch nicht einschränke und unter der aktuellen Behandlung gut eingestellt sei).  

A.d Dr. med. F.___, Facharzt für Innere Medizin und Rheumatologie, hielt im Arztbericht vom 15. April 

2021 fest, er behandle den Versicherten seit 26. Juni 2020. Er diagnostizierte eine seit etwa 2016 

bestehende chronische HLA-B27 negative Spondylarthritis im Stadium der Sakroiliitis mit beginnender 

Stammskelettbeteiligung (vgl. im Detail Bericht vom 14. Juni 2020, IV-act. 93-11 f.), ein chronisches 

spondylogenes Schmerzsyndrom bei Spondylosen thorakal und lumbal sowie ein chronisch komplexes 

Schmerzsyndrom mit Einschränkung physischer und psychischer Funktionen und erhob chronische 

Schlafstörungen. Die bisherige Tätigkeit als Metzger/Fleischfachmann sei derzeit nicht zumutbar. 

Angesichts des langjährigen komplexen Schmerzsyndroms mit Chronifizierung sei eine berufliche 

Reintegration in absehbarer Zeit kaum möglich. Die Prognose für die weitere Arbeitsfähigkeit sei sehr 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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kritisch (IV-act. 93-9 ff.). Dr. med. G.___, Facharzt für Kardiologie/Innere Medizin, klärte den 

Versicherten wegen wiederholter Palpitationen mit massivem Herzrasen und Schwindel ab. Er 

vermutete eine Suchtproblematik mit Alkohol und fraglich anderen Substanzen und überwies den 

Versicherten zur psychiatrischen Abklärung und Therapie an das Psychiatriezentrum H.___ (Bericht 

vom 5. Juli 2021, IV-act. 129-1 f.). Die dortigen Arztpersonen diagnostizierten vorerst eine 

Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion und attestierten nach kurzer Zeit eine 

Arbeitsfähigkeit von 20 % (Bericht vom 27. August 2021, IV-act. 119-9 ff.).  

A.e Im Auftrag des Krankentaggeldversicherers wurde der Versicherte am 5. Mai 2021 

rheumatologisch und am 12. Mai 2021 psychiatrisch abgeklärt. Dr. med. I.___, Facharzt für 

Rheumatologie und Rehabilitation, diagnostizierte unter anderem ein thorakolumbovertrebrales 

Syndrom myofaszialer Genese mit deutlicher Tendenz zu diffusen weichteilrheumatischen Schmerzen. 

Da es gemäss den Akten keine Hinweise auf systemische Entzündungszeichen gebe, sei eine 

Spondylarthritis ankylosans bzw. eine wesentliche entzündliche Komponente am Schmerzgeschehen 

nicht ganz ausgeschlossen, aber wenig wahrscheinlich (fremd-act. 6-43; vgl. dazu eingehender 

Stellungnahmen vom 22. September 2021, fremd-act. 6-57 f., und vom 27. Juli 2022, IV-act. 167). Die 

beklagten thorakolumbovertebralen Schmerzen seien mit dem klinischen Untersuchungsbefund 

vereinbar. Die geschilderten diffusen weichteilrheumatischen Schmerzen könnten nicht durch 

somatische Befunde erklärt werden (fremd-act. 6-44). In leichten bis mittelschweren Tätigkeiten 

(Gewichtslimite 7,5 kg bis 10 kg, selten 15 kg) in wechselnder Stellung und frei einteilbarem Rhythmus 

sowie in der Tätigkeit als Fleischfachmann an der bisherigen Arbeitsstelle bestehe eine 100%ige 

Arbeitsfähigkeit. Die Arbeitsfähigkeit in einer Grossmetzgerei müsse durch eine EFL oder einen 

präzisen Job-Match abgeklärt werden (fremd-act. 6-44 f.). Mit der psychiatrischen Begutachtung wurde 

die Neuroinstitut St. Gallen GmbH, Interdisziplinäre Medizinische Expertisen (IME), Prof. Dr. med. 

J.___, beauftragt. Dieser führte aus, im Untersuch hätten sich Hinweise auf eine 

Persönlichkeitsakzentuierung mit vorwiegend histrionischen und zudem narzisstischen Anteilen 

gezeigt. Ganz im Vordergrund stünden multiple psychosoziale Probleme, die die Psychopathologie 

dominierten bei zusätzlich chronischen Schmerzen, jedoch ohne die Kriterien einer chronischen 

Schmerzstörung gemäss ICD-10 F 45.41 zu erfüllen (fremd-act. 6-33). Der Versicherte bagatellisiere 

seinen Alkoholkonsum, weshalb die Kriterien einer Abhängigkeit nicht hätten erfragt werden können. 

Der im Blut gefundene CDT Wert weise auf eine Alkoholabhängigkeit hin. Zudem entspreche der 

erhobene THC-COOH-Wert Rauschwerten und lasse einen dauernden bzw. gewohnheitsmässigen 

Konsum von Cannabisprodukten als sicher erscheinen (fremd-act. 6-33 f.). Es bestünden keine 

psychiatrischen Störungen, zufolge derer der Versicherte maladaptiv Alkohol und THC konsumiere. 

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt ergäben sich aus psychiatrischer Sicht keine Hinweise darauf, dass der 

Versicherte durch die Abhängigkeitserkrankung in seinen beruflichen Aktivitäten eingeschränkt wäre. 

Auch bestünden keine sonstigen psychiatrischen Störungen von Krankheitswert mit handicapierenden 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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Fähigkeitsstörungen, die die Arbeitsfähigkeit in zuletzt ausgeübter oder adaptierter Tätigkeit nachhaltig 

beeinflussen würden. Die bestehenden gesundheitlichen Symptome seien überwiegend direkte Folgen 

psychosozialer Belastungsfaktoren (fremd-act. 6-35 f.). 

A.f Im Arztbericht vom 28. Dezember 2021 führten die behandelnden Ärzte des Psychiatriezentrums 

H.___ aus, am 8. Dezember 2021 sei die Diagnose einer mittelgradigen depressiven Episode (ICD-10: 

F32.1) gestellt worden. Die Belastbarkeit sei aufgrund der starken chronischen Schmerzen deutlich 

eingeschränkt. Die bisherige Tätigkeit sei nicht mehr, eine angepasste während 1,5 bis zwei Stunden 

täglich zumutbar (IV-act. 125).  

A.g Dr. F.___ berichtete am 30. August 2022 über eine deutlich gebesserte Psoriasis. Weiter führte 

er aus, hinsichtlich des zusätzlich bestehenden komplexen Schmerzsyndroms sei die Situation 

unbefriedigend. Angesichts der weiter bestehenden deutlich eingeschränkten Funktionsindices bzw. 

indiskrepant hoch ausfallenden BASDAI Aktivitätsindex bestehe sicherlich ein ausgeprägtes 

Schmerzverstärkungssyndrom bei zusätzlichen psychiatrischen Begleiterkrankungen (IV-act. 170). 

A.h Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (IV-act. 161) wies die IV-Stelle mit Verfügung vom 

14. September 2022 das Gesuch um berufliche Massnahmen ab, da keine gesundheitliche 

Beeinträchtigung bestehe, die den Versicherten langdauernd und weiterhin in seiner Arbeitsfähigkeit 

einschränke (IV-act. 174).  

A.i Im Folgenden attestierten sowohl der behandelnde Arzt des Psychiatriezentrums H.___, 

dipl. med. K.___ (Arztzeugnisse vom 13. September 2022, IV-act. 175, vom 25. Oktober 2022, IV-

act. 176, vom 3. Januar 2023, IV-act. 199, und vom 26. Januar 2023, IV-act. 198) als auch Dr. F.___ 

(Verlaufsbericht vom 22. November 2022, IV-act. 179) eine vollständige Arbeitsunfähigkeit. Die RAD-

Ärztin hielt am 13. Dezember 2022 eine polydisziplinäre Begutachtung (Allgemeine Innere Medizin, 

ORL, Psychiatrie und Rheumatologie) für erforderlich (IV-act. 187-7). Der Auftrag wurde der ABI 

Begutachtungsinstitut GmbH (nachfolgend: ABI) zugelost (IV-act. 190).  

A.j Die Gutachter des ABI diagnostizierten als Gesundheitsbeeinträchtigungen mit Einfluss auf die 

Arbeitsfähigkeit ein chronisches panvertebrales Schmerzsyndrom im Rahmen einer HLA-B27 

negativen Spondylarthropathie bei Wirbelsäulenfehlhaltung und -fehlform, mit somatisch nicht 

abgrenzbarer, ganz erheblicher Bewegungseinschränkung am Achsenskelett bei Scheuermann-

Residuen mit Spondylosen ab Th4, Spondylosen und Spondylarthrosen an der LWS, rückläufigen 

ödematösen Veränderungen an den ISG ohne klinische Hinweise auf eine entzündlich-rheumatische 

Erkrankung (verkürzte Wiedergabe), eine Anosmie und Hypogeusie, eine Schallempfindungs-

schwerhörigkeit beidseits, eine intermittierende Schwindelsymptomatik und ein Abhängigkeitssyndrom 

(ICD-10: F19). Als die Arbeitsfähigkeit nicht beeinträchtigend erhoben sie ein chronisches 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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fibromyalgiformes, multilokuläres Schmerzsyndrom, ein vorbeschriebenes depressives Syndrom im 

Ausprägungsgrad einer Anpassungsstörung (ICD-10: F43.2) sowie anamnestisch ein Asthma 

bronchiale (IV-act. 216-10). Sie befanden, die Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit sei 

aufgrund der rheumatologischen und der otorhinolaryngologischen Einschränkungen seit Februar 2020 

aufgehoben. In adaptierten Verweistätigkeiten bestünden aus rheumatologischer Sicht eine um 30 % 

verminderte Leistungsfähigkeit und aus psychiatrischer sowie aus otorhinolaryngologischen Sicht 

jeweils eine um 20 % verminderte Leistungsfähigkeit. Die Einschränkungen könnten nicht addiert 

werden; sie würden sich ergänzen, da der Beschwerdeführer dieselben Zeitabschnitte zum Einlegen 

von Pausen und zur Erholung nutzen könne. Die Arbeitsfähigkeit von 70 % könne seit Februar 2020 

angenommen werden. Geeignet seien körperlich leichte, wechselbelastende Tätigkeiten. Tätigkeiten, 

die einen intakten Geruchssinn oder ein gutes Sprachverständnis unter Störlärm voraussetzten oder 

unter gesteigertem Umgebungsgeräuschpegel zu verrichten seien, seien nicht mehr geeignet 

(Gutachten vom 10. Juni 2023, IV-act. 216-11 ff.).  

A.k Der RAD nahm am 15. Juni 2023 Stellung, in das Gutachten hätten sich redaktionelle Fehler 

eingeschlichen, die jedoch keine Änderung der Gesamtbeurteilung zur Folge hätten. Die Begutachtung 

sei plausibel und nachvollziehbar, es könne darauf abgestellt werden (IV-act. 218-1).  

A.l Mit Vorbescheid vom 22. Juni 2023 gewährte die IV-Stelle dem Versicherten das rechtliche Gehör 

zur vorgesehenen Abweisung des Leistungsbegehrens. Dabei stützte sie sich auf die im Gutachten 

attestierte Arbeitsfähigkeit von 70 % und errechnete einen nicht rentenbegründenden Invaliditätsgrad 

von 30 % (IV-act. 221).  

A.m Mit Einwand vom 17. August 2023 beantragte der Versicherte berufliche Massnahmen (IV-

act. 232). Am 22. August 2023 liess der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. A. Guyot, 

rügen, nachdem eine tagesklinische psychiatrische Behandlung aufgrund seines 

Gesundheitszustandes erst am 23. Mai 2023 habe beginnen können, sei die attestierte hohe 

Arbeitsfähigkeit von 70 % nicht nachvollziehbar. Weiter leide er neuerdings an plötzlich auftretenden 

Gleichgewichtsstörungen, bezüglich derer die Gutachter eine weitere, insbesondere neurologische 

Abklärung nicht geprüft hätten, und seit Juni 2023 an starken Wahnvorstellungen. Sodann sei die 

attestierte Arbeitsfähigkeit erst nach Therapie des neu diagnostizierten ADHS erreichbar. Schliesslich 

sei das angenommene Valideneinkommen um erhaltene Zulagen und Vergünstigungen anzuheben und 

das Invalideneinkommen nicht korrekt festgelegt worden (IV-act. 233). Anbei legte er einen Bericht von 

dipl. med. K.___ vom 4. August 2023 (IV-act. 233-6 ff.).  

A.n Eine neurologische Abklärung bei Prof. Dr. med. L.___, Facharzt für Neurologie, ergab einen 

Verdacht auf rezidivierende Synkopen bei neurologisch unauffälligen Befunden und regelrechtem EEG 

(Bericht vom 18. August 2023, IV-act. 252-2 f.). Die psychiatrisch Behandelnden führten am 1. Februar 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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2024 aus, der psychische und körperliche Zustand des Versicherten bleibe stark beeinträchtigt. Der 

Versicherte habe seine Wohnung verloren, zeitweise auf dem Bahnhof übernachtet, mehrere Angriffe 

erlebt und sei in ein kleines Zimmer umgezogen. In einer angepassten Tätigkeit ohne intensiven 

Kundenkontakt, nach längerer Einführung, mit genügend Zeit zur Erledigung der Aufgaben und unter 

einer vorgesetzten Person mit Verständnis für psychische und körperliche Krankheiten bestehe eine 

steigerbare Arbeitsfähigkeit von anfänglich 20 % (IV-act. 255-4 ff.).  

A.o Der RAD nahm am 14. Februar 2024 aus somatischer Sicht Stellung, seit der Begutachtung seien 

keine neuen Erkenntnisse dazugekommen. Gemäss der Abklärung durch Prof. L.___ liege auch aus 

neurologischer Sicht kein sich auf die Arbeitsfähigkeit auswirkendes Leiden vor (IV-act. 256-2). Auch 

die psychiatrische RAD-Ärztin sah aus den hinzugekommenen Berichten im Vergleich zum 

polydisziplinären Gutachten vom 10. Juni 2023 keine wesentlichen und anhaltenden Änderungen. Sie 

hielt einen relevanten Einfluss psychosozialer Belastungsfaktoren für sehr wahrscheinlich 

(Stellungnahme vom 11. März 2024, IV-act. 256-6).  

A.p Am 19. März 2024 liess der Versicherte der IV-Stelle einen Auszug aus der Krankenakte von 

dipl. med. M.___, Fachärztin für Innere Medizin und Kardiologie, betreffend den Zeitraum vom 20. Juni 

2023 bis 3. November 2023 einreichen und formulierte Ergänzungsfragen an die Gutachterstelle (IV-

act. 261). Daraufhin bat die IV-Stelle die Gutachterstelle um Stellungnahme zu ihren Fragen sowie zu 

den Ergänzungsfragen der Rechtsvertreterin, insbesondere in Bezug auf die dokumentierten 

Sturzereignisse sowie den Alkoholüberkonsum und dessen Folgen (IV-act. 269). Der psychiatrische 

Gutachter nahm am 23. April 2024 Stellung, es könne an der gutachterlichen Einschätzung festgehalten 

werden. Gemäss den Berichten des behandelnden Psychiaters vom 22. August 2023 und vom 

1. Februar 2024 sei trotz der dafür typischen bunten Beschwerdeschilderung das Konsumverhalten 

psychotroper Substanzen nicht berücksichtigt worden. Dieses sei für den Zustand des Versicherten aus 

psychiatrischer Sicht wesentlich und womöglich vor dem neurobiologischen Hintergrund einer 

Aufmerksamkeitsdefizitstörung im Erwachsenenalter zu betrachten (IV-act. 269). Der RAD äusserte am 

30. April 2024, unter Berücksichtigung der ergänzenden Stellungnahme der Gutachter könne weiterhin 

auf das polydisziplinäre Gutachten vom 10.6.2023 abgestellt und abschliessend eine 

Restarbeitsfähigkeit von 70 % in einer adaptierten Tätigkeit angenommen werden (IV-act. 270).  

A.q Die IV-Stelle gewährte dem Versicherten am 3. Mai 2024 das rechtliche Gehör zur vorgesehenen 

Abweisung des Rentenbegehrens unter Berücksichtigung eines höheren Valideneinkommens und 

eines pauschalen Tabellenlohnabzugs von 10 % ab 1. Januar 2024 sowie eines resultierenden 

Invaliditätsgrades von 38 % (IV-act. 272). Der Versicherte liess am 7. Mai 2024 geltend machen, die 

Gutachter hätten die Ergänzungsfragen vom 19. März 2024 in ihrer Stellungnahme vom 23. April 2024 

nicht beantwortet (IV-act. 276). Auf entsprechende erneute Rückfrage (IV-act. 277) nahm der 

internistische Gutachter Stellung, die Fragen beträfen das neurologische Fachgebiet. Eine 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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neurologische Begutachtung sei aber nicht notwendig gewesen oder in Auftrag gegeben worden. 

Solange der aktive Alkoholkonsum bestehe, könnten Gleichgewichtsprobleme und äthylisch-

gastritische Beschwerden auftreten, weshalb es wenig Sinn mache, unspezifische Untersuchungen in 

weiteren Fachgebieten durchzuführen (IV-act. 280). Anlässlich einer Besprechung vom 8. Juli 2024 

wurde seitens des RAD ausgeführt, die Ergänzungsfragen seien nunmehr ausreichend und 

nachvollziehbar beantwortet worden. Die geschätzte Arbeitsfähigkeit sei adäquat bzw. nachvollziehbar. 

Aus allgemein-internistischer Sicht ergebe sich aus den Akten keine Indikation für eine neurologische 

Begutachtung. Auf das vorliegende Gutachten vom 10. Juni 2023 könne weiterhin abgestellt werden. 

Es sprächen keine Indizien gegen dessen Zuverlässigkeit (IV-act. 282).  

A.r Mit Verfügung vom 9. Juli 2024 wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren wie angekündigt ab 

und nahm zu den Einwänden Stellung (IV-act. 283).  

B.  

B.a Gegen die Verfügung vom 9. Juli 2024 erhob der Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführer), 

weiterhin vertreten durch Rechtsanwältin Guyot, am 19. August 2024 Beschwerde mit den Anträgen, 

diese sei unter Kosten- und Entschädigungsfolge aufzuheben und die IV-Stelle (nachfolgend: 

Beschwerdegegnerin) sei zu verpflichten, ihm ab 1. April 2021 mindestens eine Viertelsrente 

auszurichten. Eventualiter sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, weitere medizinische 

Abklärungen vorzunehmen und insbesondere ein neues polydisziplinäres Gutachten mit ausführlicher 

Beantwortung aller fallspezifischen Zusatzfragen sowie Ergänzungsfragen unter zusätzlichem 

Einbezug der Disziplinen Neurologie sowie Neuropsychologie einzuholen und danach erneut über den 

Rentenanspruch zu entscheiden. Im Wesentlichen hielt er das ABI-Gutachten für nicht verwertbar und 

die attestierte Arbeitsfähigkeit für nicht plausibel. Die Abklärungen seien ungenügend. Zudem 

bemängelt er den Einkommensvergleich und fordert einen Abzug vom Invalideneinkommen von 25 %. 

Mit der Beschwerde liess der Beschwerdeführer Berichte der psychiatrisch Behandelnden vom 

13. Februar 2024 (act. G 1.4) und vom 21. Februar 2024 (act. G 1.5) sowie von Dr. F.___ vom 

27. Februar 2024 (act. G 1.6) und vom 5. Juli 2024 (act. G 1.7) einreichen.  

B.b Mit Beschwerdeantwort vom 17. September 2024 beantragte die Beschwerdegegnerin, in 

teilweiser Gutheissung der Beschwerde sei dem Beschwerdeführer eine Viertelsrente zuzusprechen. 

Zur Begründung macht sie geltend, in Anbetracht der aktenkundigen Aggravationstendenzen und 

Inkonsistenzen in den Aussagen könne auf die Aussagen des Beschwerdeführers und die darauf 

gestützten Schlussfolgerungen der Behandelnden nicht abgestellt werden. Weitere Abklärungen wären 

daher nicht zielführend. Bezüglich ADHS sei daher nur eine Verdachtsdiagnose möglich gewesen, 

welche der psychiatrische Gutachter berücksichtigt habe. Ein Absetzen von Alkohol und Cannabis sei 

dem Beschwerdeführer ohne Weiteres möglich. Eine Abhängigkeit von diesen Substanzen führe nicht 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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zu einer vollumfänglichen Arbeitsunfähigkeit. Zusätzlich zum bereits gewährten Tabellenlohnabzug von 

10 % rechtfertigten die zusätzlichen Einschränkungen aufgrund des ADHS einen Tabellenlohnabzug 

von 5 %, sodass ein Invaliditätsgrad von 41 % resultiere (act. G 4).  

B.c Mit Replik vom 25. September 2024 liess der Beschwerdeführer vorbringen, 

Aggravationstendenzen und Inkonsistenzen würden bestritten bzw. seien auf die 

Persönlichkeitsstörung in Komorbidität mit dem Abhängigkeitssyndrom zurückzuführen. Die 

Zumutbarkeit eines Entzugs müsse in Anbetracht des ADHS bzw. der Persönlichkeitsstörung 

Gegenstand einer medizinischen Begutachtung bilden (act. G 6). 

B.d Die Beschwerdegegnerin verzichtete stillschweigend auf eine Duplik (act. G 8).  

Auf die weiteren Vorbringen der Verfahrensbeteiligten zur Begründung ihrer Anträge sowie den Inhalt 

der übrigen Akten wird, soweit erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen eingegangen. 

Erwägungen 

1.   

1.1 Wurde – wie vorliegend mit in Rechtskraft erwachsener Mitteilung vom 5. Juni 2019 (IV-act. 60) 

– eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert, so wird auf eine Neuanmeldung 

nach Art. 87 Abs. 3 i.V.m. Abs. 2 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) nur 

eingetreten, wenn glaubhaft ist, dass sich der Invaliditätsgrad in anspruchserheblicher Weise verändert 

hat. Der RAD zeigte in seiner Stellungnahme vom 22. März 2021 schlüssig auf, dass sich der 

Gesundheitszustand des Beschwerdeführers seit der Referenzsituation verändert hat, indem mit der 

dokumentierten HLA-B27 assoziierten Spondylarthritis ankylopoetica eine rheumatologische Diagnose 

im Zentrum stehe und ein chronisches Schmerzsyndrom sowie chronische Schlafstörungen vorlägen 

(IV-act. 83-3). Die Beschwerdegegnerin ist daher zu Recht auf das neue Gesuch eingetreten.  

1.2 Gegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens bildet ein allfälliger Rentenanspruch des 

Beschwerdeführers. Die Anmeldung ging am 30. Oktober 2020 (das auf der Anmeldung vom 

Beschwerdeführer angegebene Datum ist unleserlich) bei der Beschwerdegegnerin ein, womit bei 

Erfüllung des einjährigen Wartejahres 6 Monate nach Anmeldung (Art. 29 Abs. 1 IVG) frühestens ab 

1. April 2021 ein Rentenanspruch entstehen kann.  

1.3 Am 1. Januar 2022 sind im Zuge der Weiterentwicklung der IV revidierte Bestimmungen im 

Bundesgesetz über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) sowie im Bundesgesetz über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) samt entsprechendem 

Verordnungsrecht in Kraft getreten (Weiterentwicklung der IV [WEIV]; Änderung vom 19. Juni 2020, AS 

2021 705, BBl 2017 2535). Die vorliegend angefochtene Verfügung datiert vom 9. Juli 2024. In zeitlicher 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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Hinsicht sind grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgeblich, die bei der Erfüllung des rechtlich zu 

ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestands Geltung haben (BGE 144 V 213 E. 4.3.1). Da 

die angefochtene Verfügung einen noch unter Geltung des alten Rechts entstandenen Rentenanspruch 

zum Gegenstand hat, sind die Bestimmungen in der bis 31. Dezember 2021 gültigen Fassung 

anwendbar und werden nachfolgend in dieser zitiert (s. auch Kreisschreiben über Invalidität und Rente 

in der Invalidenversicherung [KSIR], Rz 9101). Der von der Beschwerdegegnerin in der angefochtenen 

Verfügung vorgenommene Abzug von 10 % vom Invalideneinkommen stützt sich auf Art. 26bis Abs. 3 

IVV (siehe Einkommensvergleich; IV-act. 271). Diese Bestimmung ist auf den 1. Januar 2024 in Kraft 

getreten, ohne dass übergangsrechtlich eine Rückwirkung vorgesehen ist. Somit könnte dieser 

pauschale Abzug vom Invalideneinkommen erst ab 1. Januar 2024 berücksichtigt werden. Der 

vorliegend zu prüfende Rentenanspruch wäre aber – wie vorstehend ausgeführt – bereits ab April 2021 

zu prüfen.  

1.4   

1.4.1 Weiter hat der Beschwerdeführer mit Einwand vom 17. August 2023 ausdrücklich berufliche 

Massnahmen beantragt (IV-act. 232). Die Beschwerdegegnerin hat das Gesuch um berufliche 

Massnahmen mangels einer die Arbeitsfähigkeit langandauernd einschränkenden gesundheitlichen 

Beeinträchtigung mit Verfügung vom 14. September 2022 (IV-act. 174) abgewiesen. 

1.4.2 Die IV-Stelle hat nach dem Grundsatz "Eingliederung vor Rente" zuerst abzuklären, ob die 

Erwerbsfähigkeit der versicherten Person (oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen) 

voraussichtlich durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder hergestellt, erhalten oder 

verbessert werden kann (vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. a IVG). Ein Rentenanspruch kann nur bejaht werden, 

wenn keine Massnahmen zur Wiederherstellung, zum Erhalt oder zur Verbesserung der 

Erwerbsfähigkeit (mehr) in Frage kommen, allenfalls sind vorab geeignete Eingliederungsmassnahmen 

anzuordnen. Die Rentenzusprache ohne vorgängige (erneute) Prüfung von 

Eingliederungsmassnahmen ist indes zulässig, falls ein Rentenanspruch durch allenfalls noch 

vorzunehmende berufliche Eingliederungsmassnahmen nicht mehr beeinflusst werden kann, etwa weil 

ein rentenbegründender Invaliditätsgrad bereits jetzt nicht gegeben ist (Urteil des Bundesgerichts vom 

15. Dezember 2022, 8C_128/2022, E. 7.1). Sollte sich nachfolgend ergeben, dass der als Koch 

ausgebildete Beschwerdeführer in seiner Erwerbsfähigkeit eingeschränkt ist oder eine Invalidität droht, 

hätte die Beschwerdegegnerin den Anspruch auf berufliche Massnahmen nochmals zu prüfen. 

2.  

2.1 Art. 8 Abs. 1 ATSG umschreibt Invalidität als voraussichtlich bleibende oder längere Zeit 

dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Erwerbsunfähigkeit ist der durch die 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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gesundheitliche Beeinträchtigung verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung 

verbleibende Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 

Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind 

ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine 

Erwerbsunfähigkeit liegt nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 

ATSG). 

2.2 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, sind die Verwaltung und im Beschwerdefall das 

Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur 

Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 

beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die 

versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 132 V 93 E. 4 mit Hinweisen). Die urteilenden Instanzen 

haben die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 

pflichtgemäss zu würdigen (vgl. auch Art. 61 lit. c ATSG). Hinsichtlich des Beweiswertes eines 

Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen 

Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten 

(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und der 

medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Fachperson begründet sind 

(BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen). Rechtsprechungsgemäss ist den im Rahmen des 

Verwaltungsverfahrens gemäss Art. 44 ATSG eingeholten Gutachten von externen Spezialärzten und 

-ärztinnen, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in 

die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, 

volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der 

Expertise sprechen (BGE 137 V 227 E. 1.3.4; Urteil des Bundesgerichts vom 13. Februar 2019, 

8C_801/2018, E. 4.3). 

2.3 Für somatisch unklare Beschwerdebilder (somatoforme Schmerzstörung und gleichgestellte 

Diagnosen), psychische Erkrankungen wie namentlich Depressionen sowie für Suchterkrankungen ist 

der Beweis nach dem strukturierten Verfahren mittels Indikatoren zu führen (vgl. dazu BGE 141 V 281, 

BGE 143 V 428, E. 7.1, BGE 145 V 215 E. 5.5.2, BGE 147 V 234 E. 2.2). Der Beweis für eine lang 

andauernde und erhebliche gesundheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit kann nur dann als geleistet 

betrachtet werden, wenn die Prüfung der massgeblichen Beweisthemen im Rahmen einer 

umfassenden Betrachtung ein stimmiges Gesamtbild einer Einschränkung in allen Lebensbereichen 

(Konsistenz) für die Bejahung einer Arbeitsunfähigkeit zeigt (BGE 143 V 427, E. 6 a. E.). 

2.4 Im Sozialversicherungsrecht gilt der Untersuchungsgrundsatz (Art. 61 lit. c ATSG). Verwaltung 

und Sozialversicherungsgericht haben von sich aus für die richtige und vollständige Abklärung des 

rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen. Rechtserheblich sind alle Tatsachen, von deren Vorliegen 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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es abhängt, ob über den streitigen Anspruch so oder anders zu entscheiden ist. In diesem Rahmen 

haben Verwaltungsbehörden und das Versicherungsgericht zusätzliche Abklärungen stets dann 

vorzunehmen oder zu veranlassen, wenn hierzu aufgrund der Parteivorbringen oder anderer sich aus 

den Akten ergebender Anhaltspunkte hinreichender Anlass besteht (UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 

4. Aufl., Bern/St. Gallen/Zürich 2020, Art. 61 N 107).  

2.5 Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas 

Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen (vgl. 

BGE 126 V 353 E. 5b; BGE 125 V 193 E. 2, je mit Hinweisen). 

3.  

Zu prüfen ist demnach, ob der medizinische Sachverhalt rechtsgenüglich abgeklärt ist. Die 

Beschwerdegegnerin stützte sich dabei massgeblich auf das ABI-Gutachten vom 10. Juni 2023.  

3.1   

3.1.1 Der rheumatologische Gutachter fand starke Bewegungseinschränkugen der Wirbelsäule (IV-

act. 216-49). Er führte dazu aus, eine abschliessende funktionelle Untersuchung der Wirbelsäule sei 

zufolge einer ungenügenden Kooperation des Beschwerdeführers nicht möglich gewesen (IV-act. 216-

49 f.). Wegen eines erheblichen Abwehrverhaltens hätten die erhobenen erheblichen 

Bewegungseinschränkungen lumbal, thorakal und cervikal nicht eindeutig objektiviert werden können 

(IV-act. 216-51 f.). Inwiefern das aktive Gegeninnervieren bewusstseinsnah oder im Sinne eines 

Schmerzvermeidungsverhaltens durchgeführt worden sei, sei nicht abschliessend zu erklären. Die 

ausgeprägte Druckempflindlichkeit der ossären Strukturen und der Weichteilstrukturen sei somatisch 

nicht zu erklären (IV-act. 216-52). Aufgrund der eingeschränkten Mitwirkung des Beschwerdeführers ist 

nicht ohne Weiteres klar, ob die Befunde überhaupt ausreichend erhoben werden konnten.  

3.1.2 Weiter stellte der Gutachter fest, bildgebend hätten sich im April 2021, im Januar 2022 und im 

März 2023 jeweils ein Rückgang der entzündlichen Aktivität gezeigt. Zwischen 2020 und 2022 habe 

sich eine klare und objektivierbare Regredienz der vormals beschriebenen entzündlichen 

Veränderungen ergeben. Dies stehe im klaren Kontrast zur Aussage des Beschwerdeführers, dass sich 

die Schmerzen seit 2020 nicht gebessert hätten (IV-act. 216-52 f.). Das Vorgutachten von Dr. I.___ zu 

Handen des Krankentaggeldversicherers datiert vom 5. Mai 2021. Seit diesem Zeitpunkt konnte der 

rheumatologische ABI-Gutachter einen Rückgang der entzündlichen Aktivität und somit eine 

Verbesserung erkennen. Der Gutachter setzte sich aber nur insoweit mit dem Vorgutachten von 

Dr. I.___ auseinander, als er ausführte, dieser habe die Diagnose einer Spondylarthropathie stark 

bezweifelt (IV-act. 216-53). Somit bleibt fraglich, ob sich die unterschiedliche 

Arbeitsfähigkeitsschätzung in adaptierten Tätigkeiten des Vorgutachters mit 100 % (Fremd-act. 6-45) 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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einerseits und des rheumatologischen ABI-Gutachters mit 70 % (IV-act. 216-55) andererseits dadurch 

erklären lässt, dass Letzterer das Vorliegen einer HLA-B27 negativen Spondylarthropathie mit 

entsprechend sich auf die funktionelle Leistungsfähigkeit auswirkendem chronischem panvertrebralem 

Schmerzsyndrom bejahte (vgl. IV-act. 216-53: Chronisches panvertebrales Schmerzsyndrom im 

Rahmen einer HLA-B27 negativen Spondylarthropathie als Diagnose mit Einfluss auf die 

Arbeitsfähigkeit). Jedenfalls fehlt eine plausible Begründung für eine nun 30%ige Einschränkung der 

Arbeitsfähigkeit in einer optimal adaptierten Tätigkeit aus somatischer Sicht.  

3.2   

3.2.1 Der rheumatologische Gutachter ging aufgrund eines massiv erhöhten CDT-Wertes von einem 

ausgeprägten Äthylabusus aus und verwies diesbezüglich auf das psychiatrische Gutachten (IV-

act. 216-53). Der psychiatrische Gutachter vermochte die Frage, ob ein Abhängigkeitssyndrom 

bezüglich THC und/oder Alkohol vorliege, nicht mit Sicherheit zu beantworten (IV-act. 216-40). Er hielt 

fest, über die Notwendigkeit einer Entzugsbehandlung wäre nach wiederholter Überprüfung des 

Abstinenzverhaltens zu entscheiden (IV-act. 216-41). Dennoch führte er ein Abhängigkeitssyndrom 

(ICD-10: F19), aktuelles Konsumverhalten, als die Arbeitsfähigkeit beeinflussende Diagnose auf (IV-

act. 216-38). Sodann hielt er fest, die anamnestischen Angaben des Beschwerdeführers sprächen sehr 

stark für das Vorliegen eines ADHS seit der Kindheit. Als weiteren Hinweis für eine 

Abhängigkeitsproblematik nannte er inkonsistente Aussagen des Beschwerdeführers zu seinem 

Konsumverhalten und zeigte einen Zusammenhang zu einer vermuteten ADHS-Symptomatik auf (IV-

act. 216-37). Zur Arbeitsfähigkeit führte er aus, diese sei durch die Abhängigkeit nicht beeinträchtigt, da 

der Beschwerdeführer angegeben habe, auf psychotrope Substanzen zu verzichten (IV-act. 216-40), 

und weil eine Entzugsbehandlung zumutbar wäre (IV-act. 216- 41). Aufgrund der Annahme eines ADHS 

sei von einer Minderung der Arbeitsfähigkeit durch häufige sprunghafte Gedanken und wechselnde 

Zielführungen von Projekten auszugehen (IV-act. 216-39).  

3.2.2 Nach der in E. 2.3 zitierten Rechtsprechung betreffend Suchterkrankungen ist indes der 

Schweregrad der Abhängigkeit im Rahmen des Indikatorenverfahrens zu bestimmen. Diesem 

Verfahren kommt nicht zuletzt deshalb Bedeutung zu, weil bei Abhängigkeitserkrankungen oft eine 

Gemengelage aus krankheitswertiger Störung sowie psychosozialen und soziokulturellen Faktoren 

vorliegt. Eine krankheitswertige Störung muss umso ausgeprägter vorhanden sein, je stärker 

psychosoziale oder soziokulturelle Faktoren das Beschwerdebild mitprägen (BGE 145 V 215 E. 6.3). 

Der psychiatrische Gutachter hätte es demnach nicht dabei bewenden lassen dürfen, gesamthaft 

aufgrund von Anhaltspunkten für eine Abhängigkeitserkrankung und eines wahrscheinlichen ADHS 

eine Arbeitsfähigkeitsschätzung vorzunehmen. Er hätte sowohl bezüglich Abhängigkeit als auch 

bezüglich ADHS weitere Abklärungen vornehmen müssen. Zudem hätte er zu den Ressourcen und 

Belastungen des Beschwerdeführers Stellung nehmen bzw. sich zu den Standardindikatoren äussern 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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müssen. Im Auftrag an die Gutachterstelle wurden bezüglich des allfälligen Abhängigkeitssyndroms 

auch explizit fallspezifische Fragen gestellt (siehe Schreiben vom 18. Januar 2023; IV-act. 190), welche 

aber vom Gutachter nicht abschliessend beantwortet wurden (Ziff. 9 des psychiatrischen 

Teilgutachtens; IV-act. 216-40 ff.).  

3.2.3 Grundsätzlich erkannte auch die RAD-Ärztin weiteren Abklärungsbedarf betreffend das Vorliegen 

eines Abhängigkeitssyndroms von Alkohol und/oder Cannabis. Denn diese liess mit den Schreiben vom 

25. März und 31. Mai 2024 Zusatzfragen an die Gutachter unter anderem betreffend allfällige 

Beeinträchtigungen und Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit durch einen Alkoholüberkonsum 

gestützt auf die neu eingereichten Berichte stellen (IV-act. 266 und 277). Diese Fragen erscheinen im 

Zusammenhang mit der zitierten Suchtrechtsprechung (E. 2.3, E. 3.2.2) relevant. Den Stellungnahmen 

der Gutachterstelle vom 23. April 2024 (IV-act. 269) und vom 11. Juni 2024 (IV-act. 280) ist aber zu den 

gestellten Fragen hinsichtlich eines allfälligen Alkoholüberkonsums nichts Abschliessendes zu 

entnehmen. Dieser Meinung war wohl auch die RAD-Ärztin in ihrer Stellungnahme vom 1. Juli 2024. 

Denn sie hielt fest, die gestellten Fragen seien zum aktuellen Zeitpunkt (nach Eingang der zweiten 

Stellungnahme der Gutachter vom 11. Juni 2024, IV-act. 280) noch nicht beantwortet. Hingegen führte 

der RAD anlässlich der Besprechung vom 8. Juli 2024 ohne plausible Begründung aus, die 

Ergänzungsfragen seien im Rahmen der zweiten Stellungnahme vom 11. Juni 2024 nun ausreichend 

und nachvollziehbar beantwortet worden (IV-act. 282-3). Somit hat auch der RAD die Unvollständigkeit 

des Gutachtens erkannt. Dennoch wurde von weiteren Abklärungen abgesehen.  

3.2.4 Schliesslich ist den Krankenunterlagen der Hausärztin zu entnehmen, dass der 

Beschwerdeführer am 3. August 2023 wegen einer anlässlich einer körperlichen Auseinandersetzung 

zugezogenen Schienbeinverletzung in Behandlung war und am Wochenende des 30. Oktober 2023 

scheinbar eine Synkope mit Amnesie für das Ereignis und die Zeit danach aufwies. Am 3. November 

2023 traf sie den Beschwerdeführer vor einem Ladengeschäft neben einer Alkoholflasche schlafend 

an, von wo er kaum alleine laufend und lallend zu einer Bank gebracht wurde (IV-act. 262). Am 

19. Januar 2024 berichtete die Hausärztin, der Beschwerdeführer negiere ein Alkoholproblem und sei 

zu den letzten zwei Terminen ohne Rückmeldung nicht erschienen (IV-act. 263-2). Diese Angaben 

lassen auf eine zumindest zweitweise gravierende Alkoholproblematik schliessen, was auch den 

gutachterlich erhobenen Laborwerten mit massiv erhöhtem CDT-Wert entsprechen würde. 

3.2.5 Auch ist die Arbeitsfähigkeitsschätzung nicht schlüssig: Zunächst führt der Gutachter aus, in der 

bisherigen Tätigkeit sei die Leistungsfähigkeit um 30 % vermindert (IV-act. 216-39). In einer 

angepassten Tätigkeit bestehe eine 20%ige Minderung der Leistungsfähigkeit; diese könne unter 

optimaler störungsspezifischer Behandlung und andauernder Abstinenz von psychotropen Substanzen 

noch weiter reduziert werden (IV-act. 216-40, Ziff.  8.2.3). Es bestünde in der Perspektive eine 80%ige 

Arbeitsfähigkeit (IV-act. 216-40, Ziff. 8.2.4). Im Anschluss daran hält er fest, bis zur aktuellen 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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Einschätzung habe seit 2021 für sämtliche Tätigkeiten eine 30%ige Minderung der Leistungsfähigkeit 

bestanden. Die Verbesserung auf 20 % wäre innerhalb von 6 Monaten zu erreichen (IV-act. 216-40, 

Ziff. 8.2.5 und Ziff. 8.3.1). Es bleibt somit unklar, ob in angepasster Tätigkeit aus psychiatrischer Sicht 

bereits ab dem Gutachtenszeitpunkt oder erst 6 Monate danach eine Arbeitsfähigkeit von 80 % möglich 

wäre.  

3.3 Zusammenfassend haben die Gutachter die medizinischen Grundlagen für die für die Beurteilung 

der Arbeitsfähigkeit erforderlichen Indikatoren ungenügend diskutiert. Auf Ressourcen und Belastungen 

sind sie nicht eingegangen (IV-act. 216-39; vgl. auch IV-act. 216-11 und IV-act. 216-54). Ebenso haben 

sie die nach der Begutachtung dokumentierten weiteren Anhaltspunkte für eine schwere 

Suchterkrankung nicht gewürdigt. Überdies erweist sich das Gutachten aufgrund der vorstehend 

aufgezählten Mängel (E. 3.1 und 3.2) als nicht beweiskräftig.  

4.  

Auf die Einschätzung der behandelnden Ärzte kann ebenfalls nicht abgestellt werden.  

4.1 Dr. F.___ ermittelte den Schweregrad der Einschränkungen des Beschwerdeführers 

hauptsächlich aufgrund von dessen subjektiven Angaben in entsprechenden Fragebogen (IV-act. 179-

3 f.; IV-act. 179-6 ff.; IV-act. 203-2; IV-act. 290-11). Dies vermag der von Art. 7 Abs. 2 ATSG 

geforderten Objektivierbarkeit nicht zu genügen.  

4.2 Die behandelnde Psychiaterin Dr. N.___ und der behandelnde Psychiater dipl. med. K.___ haben 

die wahrscheinlich vorliegende Suchterkrankung nicht diskutiert oder gar diagnostiziert. Die hohe 

geschätzte Arbeitsunfähigkeit wird aus psychiatrischer Sicht mit einer mittelgradigen depressiven 

Episode (ICD-10: 32.1) sowie mit einer Persönlichkeitsakzentuierung (ICD-10: Z73) nicht plausibel 

erklärt. Die Diagnose chronischer Schmerzen bei rheumatologischen Störungen beschlägt nicht das 

psychiatrische Fachgebiet, eine somatoforme Schmerzstörung ist psychiatrischerseits ebenfalls nicht 

diagnostiziert worden. Nicht nachvollziehbar ist sodann, dass sich der behandelnde Psychiater für die 

Diagnose einer mittelgradigen depressiven Episode offenbar auf den Rheumatologen Dr. F.___ 

abstützt (vgl. IV-act. 267-2). Damit kann auch aus psychiatrischer Sicht nicht auf die Einschätzung der 

behandelnden Ärzteschaft abgestellt werden.  

5.  

Nach dem Gesagten erweist sich die Abklärung des medizinischen Sachverhalts als unvollständig, wie 

der Beschwerdeführer zu Recht bemängelte. Auch der RAD erkannte, dass wesentliche Fragen selbst 

nach der zweiten Stellungnahme der Gutachter nicht beantwortet waren (vgl. IV-act. 281-5). Die 

erfolgten Abklärungen erlauben keine abschliessende Einschätzung des Schweregrades einer 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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allfälligen Suchterkrankung. Die Beschwerdegegnerin hat demnach auf ein unvollständiges Gutachten 

abgestellt und ist ihrer Untersuchungspflicht nicht genügend nachgekommen. Sie hat ergänzende 

medizinische Abklärungen vorzunehmen. Sowohl bei der somatischen Untersuchung (Abwehrverhalten 

des Beschwerdeführers) als auch bei der psychiatrischen Untersuchung (inkonsistente Angaben zum 

Konsumverhalten) kam der Beschwerdeführer seiner Mitwirkungspflicht nicht vollständig nach. Es 

erscheint daher sinnvoll, wenn die Beschwerdegegnerin den Beschwerdeführer auf seine 

uneingeschränkte Mitwirkungspflicht hinweist, zu wahrheitsgetreuen Aussagen anhält und allfällige 

Sanktionen gemäss Art. 43 Abs. 3 ATSG androht. Die Sache ist daher – entsprechend dem 

Eventualantrag des Beschwerdeführers – zur Ergänzung des Sachverhalts an die Beschwerdegegnerin 

zurückzuweisen. 

6.   

6.1 Nach dem Gesagten ist die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache zur 

Weiterführung des Verwaltungsverfahrens im Sinne der Erwägungen an die Beschwerdegegnerin 

zurückzuweisen. 

6.2 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand 

und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis 

IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint als angemessen. Die Rückweisung einer Sache gilt 

hinsichtlich der Kosten- und Entschädigungsfolgen rechtsprechungsgemäss als ein vollständiges 

Obsiegen der beschwerdeführenden Partei. Die Gerichtskosten sind folglich der unterliegenden 

Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. Der vom Beschwerdeführer geleistete Kostenvorschuss von 

Fr. 600.-- ist ihm zurückzuerstatten. 

6.3 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei Anspruch auf Ersatz 

der Parteikosten. Die Parteientschädigung wird vom Versicherungsgericht festgesetzt und ohne 

Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des 

Prozesses bemessen (Art. 61 lit. g ATSG). Die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers hat keine 

Honorarnote eingereicht. In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht 

nach Art. 22 Abs. 1 lit. b der Honorarordnung (sGS 963.75) pauschal Fr. 1'500.-- bis Fr. 15'000.--. Der 

Bedeutung und dem Aufwand der Streitsache angemessen erscheint eine Parteientschädigung von 

pauschal Fr. 4'000.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer). Die Beschwerdegegnerin hat 

den Beschwerdeführer somit mit Fr. 4'000.-- zu entschädigen.  

  

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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Entscheid 

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP  

1.  

Die angefochtene Verfügung wird aufgehoben und die Sache wird zur Weiterführung des 

Verwaltungsverfahrens im Sinne der Erwägungen an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen. 

2.  

Die Beschwerdegegnerin hat die Gerichtskosten von Fr. 600.-- zu bezahlen. Der vom 

Beschwerdeführer geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- wird ihm zurückerstattet. 

3.  

Die Beschwerdegegnerin hat den Beschwerdeführer mit Fr. 4'000.-- zu entschädigen. 

 

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Entscheid Versicherungsgericht, 03.02.2025
	Art. 7 ATSG; Art. 8 ATSG; Art. 44 ATSG Beim Beschwerdeführer bestehen deutliche Anhaltspunkte für eine gravierende Suchterkrankung. Die Arbeitsfähigkeit ist demnach mittels strukturiertem Beweisverfahren zu schätzen. Der medizinische Sachverhalt erweist sich dafür als zuwenig abgeklärt. Rückweisung an die Beschwerdegegnerin (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 3. Februar 2025, IV 2024/159).

		2026-01-28T04:46:20+0100
	"9001 St.Gallen"
	Publikationsplattform Kanton St.Gallen