# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0ca86cac-9297-5b6c-8835-383712885e38
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2001-03-01
**Language:** de
**Title:** Aargau Spezialverwaltungsgericht Steuern 01.03.2001 RV.2000.50223
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_SVWG_002_RV-2000-50223_2001-03-01.pdf

## Full Text

2001 Kantonale Steuern 411 

erklärung, sondern erst im Einspracheverfahren eingereicht wurde, 
hat die Veranlagungsarbeit ebenfalls nicht erleichtert. Auf der ande-
ren Seite ist nicht recht einzusehen, weshalb die Abschreibungsta-
belle nicht im Veranlagungsverfahren einverlangt wurde, als ihr 
Fehlen festgestellt wurde. Nachdem die Buchungsvorschriften im 
Sinne von § 15 Abs. 2 aStGV erfüllt waren und die Abschreibungs-
tabelle vorlag, hätte die Sofortabschreibung im Einspracheverfahren 
gewährt werden müssen. 

92 Abzüge vom Roheinkommen; Weiterbildungskosten (§ 24 lit. c Ziff.  5 
aStG). 

- Kosten für die auswärtige Unterkunft sind zum Abzug zuzu-
lassen, wenn sie für die Weiterbildung des Steuerpflichtigen 
unumgänglich sind. 

1. März 2001 in Sachen W., RV.2000.50223/K 7060 

Aus den Erwägungen 

3. a) Kosten für die auswärtige Unterkunft sind zum Abzug zu-
zulassen, wenn sie für die Weiterbildung des Steuerpflichtigen un-
umgänglich sind (vgl. Zehnder, Die Behandlung der Kosten für Aus-
bildung und berufliche Weiterbildung im schweizerischen Steuer-
recht, Diss. Zürich 1985, S. 75). Gemäss VGE vom 6. März 1995 in 
Sachen V. können bei einem Studierenden die Kosten für die Miete 
eines Zimmers im Sinne von Ausbildungskosten abgezogen werden, 
wenn dieser seinen Wohnsitz beispielsweise bei seinen Eltern hat, 
aber durch sein Studium gezwungen wäre, sich während der Woche 
am Studienort aufzuhalten. Dies entspricht der Situation eines Steu-
erpflichtigen, der sich während der Woche notwendigerweise am 
Arbeitsort aufhält, jedoch an arbeitsfreien Tagen regelmässig nach 
Hause zurückkehrt und deshalb da steuerpflichtig bleibt (Wochen-
aufenthalter) und darum für die Mehrkosten der Unterkunft die 
Kosten eines Zimmers als Berufsauslagen abziehen kann (§ 12 der 
Verordnung zum Steuergesetz vom 13. Juli 1984). Darum ist im 

412 Steuerrekursgericht 2001 

vorliegenden Fall die Situation der Rekurrentin mit derjenigen einer 
Wochenaufenthalterin zu vergleichen.  

b) Die Kosten des auswärtigen Wochenaufenthalts können nur 
dann als Berufsauslagen abgezogen werden, wenn die tägliche 
Rückkehr an den Wohnort (Hauptsteuerdomizil) unmöglich oder 
unzumutbar ist bzw. der Grund für die nicht tägliche Rückkehr in 
erster Linie beruflicher Natur ist. Keine berufsbedingten Aufwen-
dungen sind die Mehrkosten des Wochenaufenthaltes am Arbeitsort 
oder in einer umliegenden Gemeinde, wenn dieser lediglich der Be-
quemlichkeit oder anderen persönlichen Vorteilen des Steuerpflichti-
gen dient (RGE vom 11. Februar 1999 in Sachen I.; ASA 66 S. 632; 
Baur/Klöti/Koch/Meier/Ursprung, Kommentar zum Aargauer Steu-
ergesetz, Muri-Bern 1991, N 70 ff. zu § 24 aStG; Kommentar zum 
Gesetz über die Staats- und Gemeindesteuer des Kantons Thurgau, 
Ergänzungsband, 1991, S. 111; Schweiz. Steuerlexikon, Band 1: 
Grundbegriffe des Steuerrechts, Zürich 1989, S. 401). Vorliegend 
bedeutet dies, dass die Rekurrentin die Kosten für das auswärtige 
Wohnen abziehen kann, wenn die tägliche Rückkehr nach A. wegen 
der Weiterbildung unmöglich oder unzumutbar ist. 

93 Abzüge vom Roheinkommen; Beiträge an die Säule 3a (§ 26 Abs. 4 aStG). 
- Ein Steuerpflichtiger muss den Geschäftserfolg alljährlich fest-

stellen, wenn er jedes Jahr Beiträge an die Säule 3a abziehen 
will.  

11. Oktober 2001 in Sachen H., RV. 2001.50167/K 7163 

Aus den Erwägungen 

2. Der Vertreter der Rekurrenten beantragt, es sei für das Jahr 
1997 ein Abzug für die Säule 3a (gemäss Selbstdeklaration 
Fr. 15'688.--, recte Fr. 16'995.--) zu gewähren.  

3. a) Gemäss § 26 Abs. 4 aStG können die Beiträge zum Er-
werb von Ansprüchen aus den der beruflichen Vorsorge gleichge-
stellten anderen Vorsorgeformen im Sinn und im Umfang von Art. 82