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**Case Identifier:** cddd0cfe-3612-558e-9409-edfa08e75c17
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-02-15
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Strafgericht 15.02.2024 SBK.2024.27
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_008_SBK-2024-27_2024-02-15.pdf

## Full Text

Obergericht 

Beschwerdekammer in Strafsachen 

 

SBK.2024.27  
(HA.2024.28)  

Art. 47 

 

 

Entscheid vom 15. Februar 2024 
 

 

Besetzung  Oberrichterin Massari, Vizepräsidentin 

Oberrichterin Schär 

Oberrichter Giese 

Gerichtsschreiberin Kabus   

 

 
   

Beschwerde-

führer  

 A._____,  

[…] 

z.Zt.: Zentralgefängnis Lenzburg, Wilstrasse 51, 5600 Lenzburg  

verteidigt durch Rechtsanwältin Fabienne Brunner,  

[…]   

 

  
    

Beschwerde-

gegnerin  

 Staatsanwaltschaft Muri-Bremgarten,  

Kloster-Südflügel, Seetalstrasse 8, 5630 Muri  

 

 
   

Anfechtungs-

gegenstand 

 Verfügung des Zwangsmassnahmengerichts des Kantons Aargau vom 

20. Januar 2024 betreffend Anordnung von Untersuchungshaft 

 

in der Strafsache gegen A._____ 

 

  

 - 2 - 

 

 

   

Die Beschwerdekammer entnimmt den Akten: 

 

1. 

Die Staatsanwaltschaft Muri-Bremgarten führt gegen A._____ (nachfol-

gend: Beschwerdeführer) ein Strafverfahren wegen Tätlichkeiten, Drohung, 

Nötigung und evtl. Freiheitsberaubung. Der Beschwerdeführer wurde am 

18. Januar 2024 festgenommen. 

 

2. 

2.1. 

Am 19. Januar 2024 beantragte die Staatsanwaltschaft Muri-Bremgarten 

dem Zwangsmassnahmengericht des Kantons Aargau die Anordnung von 

Untersuchungshaft für die vorläufige Dauer von drei Monaten, d.h. bis zum 

18. April 2024. 

 

2.2. 

Anlässlich der Haftverhandlung vom 20. Januar 2024 beantragte der Be-

schwerdeführer Folgendes: 

 

" Der Beschuldigte sei unverzüglich aus der Haft zu entlassen, allenfalls un-
ter Auflage von geeigneten Ersatzmassnahmen, unter Kosten- und Ent-
schädigungsfolgen zulasten der Staatskasse." 

 

2.3. 

Das Zwangsmassnahmengericht des Kantons Aargau verfügte am 20. Ja-

nuar 2024 wie folgt: 

 

" 1. 
Der Beschuldigte wird einstweilen bis am 18. April 2024 in Untersuchungs-
haft versetzt. 
 
2. 
Der Beschuldigte wird darauf hingewiesen, dass er gemäss Art. 226 Abs. 3 
StPO berechtigt ist, jederzeit bei der Staatsanwaltschaft ein Haftentlas-
sungsgesuch zu stellen." 

 

3. 

3.1. 

Der Beschwerdeführer erhob gegen diese ihm am 23. Januar 2024 zuge-

stellte Verfügung am 24. Januar 2024 (Posteingang Obergericht: 26. Ja-

nuar 2024) bei der Beschwerdekammer in Strafsachen des Obergerichts 

des Kantons Aargau Beschwerde und beantragte sinngemäss, deren Auf-

hebung und die sofortige Entlassung aus der Untersuchungshaft. 

 

3.2. 

Mit Eingabe vom 30. Januar 2024 (Posteingang Obergericht: 2. Februar 

2024) liess sich der Beschwerdeführer erneut vernehmen und beantragte 

die sofortige Entlassung aus der Untersuchungshaft, evtl. unter Anordnung 

 - 3 - 

 

 

von Ersatzmassnahmen (Rayonverbot am Wohn- und Arbeitsort). Ferner 

erstattete er Strafanzeige gegen diverse Personen. Mit Eingabe vom 

31. Januar 2024 (Posteingang Obergericht: 2. Februar 2024) begehrte der 

Beschwerdeführer die Einvernahme von C._____ und D._____. Am 1. Fe-

bruar 2024 (Posteingang Obergericht: 6. Februar 2024) hielt der Beschwer-

deführer an seinen Begehren vom 30. Januar 2024 fest. 

 

3.3. 

Mit Beschwerdeantwort vom 2. Februar 2024 beantragte die Staatsanwalt-

schaft Muri-Bremgarten die kostenfällige Abweisung der Beschwerde. 

 

3.4. 

Die Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Aargau leitete der Beschwerde-

kammer in Strafsachen des Obergerichts des Kantons Aargau am 8. Fe-

bruar 2024 ein an die Staatsanwaltschaft Muri-Bremgarten gerichtetes 

Schreiben des Beschwerdeführers vom 6. Februar 2024 zur Information 

weiter. 

 

3.5. 

Am 10. Februar 2024 (Posteingang Obergericht: 13. Februar 2024) reichte 

der Beschwerdeführer eine weitere Eingabe ein und beantragte die sofor-

tige Entlassung aus der Haft sowie die Entrichtung einer Genugtuung für 

deren unrechtmässige Anordnung. 

 

3.6. 

Mit Eingabe vom 13. Februar 2024 wies die Verteidigerin daraufhin, dass 

am 12. Februar 2024 die Einvernahme mit D._____ (Vater des Beschwer-

deführers) stattgefunden habe. Dieser habe klar verneint, dass ihn der Be-

schwerdeführer je bedroht habe. 

 

3.7. 

Es wurde das Protokoll der Einvernahme von D._____ vom 12. Februar 

2024 beigezogen. 

 

 
   

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung: 

 

1. 

1.1. 

Der Beschwerdeführer kann als inhaftierte Person die haftanordnende Ver-

fügung des Zwangsmassnahmengerichts des Kantons Aargau vom 20. Ja-

nuar 2024 mit Beschwerde anfechten (Art. 222 StPO; Art. 393 Abs. 1 lit. c 

StPO). Nachdem vorliegend keine Beschwerdeausschlussgründe gemäss 

Art. 394 StPO bestehen, ist die Beschwerde zulässig. 

 

 - 4 - 

 

 

1.2. 

Mit Eingabe vom 30. Januar 2024 führte der Beschwerdeführer aus, er sei 

weder von seiner amtlichen Verteidigerin noch vom Zentralgefängnis Lenz-

burg informiert worden, dass gleichentags eine Hausdurchsuchung stattfin-

den und er um 13:45 Uhr abgeholt werde (ebenda, S. 1 ff.). Sofern der 

Beschwerdeführer diesbezüglich eine Verletzung seines Anspruchs auf 

rechtliches Gehör geltend machen will, so wäre dies im Verfahren betref-

fend Anordnung der Hausdurchsuchung vorzubringen. Im vorliegenden Be-

schwerdeverfahren geht es einzig um die Anordnung der Untersuchungs-

haft, weshalb auf Vorbringen im Zusammenhang mit der Hausdurchsu-

chung nicht einzugehen ist. Dasselbe gilt, soweit der Beschwerdeführer in 

seiner Eingabe vom 30. Januar 2024 Strafanzeige gegen diverse Personen 

stellt (ebenda, S. 9) bzw. im Schreiben vom 30. Januar 2024 beantragt, 

E._____ und F._____ (ebenda, S. 6) bzw. in demjenigen vom 31. Januar 

2024 C._____ und D._____ seien einzuvernehmen (ebenda, S. 4). Zudem 

liegt hinsichtlich der mit Eingabe vom 10. Februar 2024 geforderten Genug-

tuung (ebenda, S. 1) kein Anfechtungsobjekt vor, weshalb auf die Be-

schwerde auch diesbezüglich nicht einzutreten ist. 

 

Die übrigen Eintretensvoraussetzungen sind erfüllt und geben zu keinen 

Bemerkungen Anlass. Auf die frist- und formgerecht erhobene Beschwerde 

(vgl. Art. 396 Abs. 1 i.V.m. Art. 385 Abs. 1 StPO) ist – unter den erwähnten 

Vorbehalten – einzutreten. 

 

 

Grundsätzlich bleibt eine beschuldigte Person in Freiheit. Sie darf nur im 

Rahmen der Bestimmungen der StPO freiheitsentziehenden Zwangsmass-

nahmen unterworfen werden (Art. 212 Abs. 1 StPO). Die Untersuchungs-

haft – als eine der vom Gesetz vorgesehenen freiheitsentziehenden 

Zwangsmassnahmen (Art. 197 Abs. 1 lit. a StPO) – ist gemäss Art. 221 

Abs. 1 StPO nur zulässig und darf lediglich dann angeordnet oder aufrecht-

erhalten werden, wenn die beschuldigte Person eines Verbrechens oder 

Vergehens dringend verdächtigt wird (allgemeiner Haftgrund des dringen-

den Tatverdachts) und zusätzlich ein besonderer Haftgrund vorliegt, also 

ernsthaft zu befürchten ist, dass die beschuldigte Person sich durch Flucht 

dem Strafverfahren oder der zu erwartenden Sanktion entzieht (Fluchtge-

fahr; lit. a), Personen beeinflusst oder auf Beweismittel einwirkt, um so die 

Wahrheitsfindung zu beeinträchtigen (Kollusionsgefahr; lit. b), oder durch 

Verbrechen oder schwere Vergehen die Sicherheit anderer unmittelbar er-

heblich gefährdet, nachdem sie bereits früher gleichartige Straftaten verübt 

hat (sog. "einfache" Wiederholungsgefahr; lit. c).  

 

Haft ist schliesslich zulässig, wenn die ernsthafte und unmittelbare Gefahr 

besteht, eine Person werde ihre Drohung, ein schweres Verbrechen aus-

zuführen, wahrmachen (Ausführungsgefahr; Art. 221 Abs. 2 StPO). Mit der 

seit 1. Januar 2024 neu eingefügten Formulierung "unmittelbar" soll 

 - 5 - 

 

 

verdeutlicht werden, dass die von der beschuldigten Person ausgehende 

Bedrohung akut sein muss, die schweren Straftaten in naher Zukunft dro-

hen und deshalb die Haft mit grosser Dringlichkeit angeordnet werden 

muss (Botschaft zur Änderung der Strafprozessordnung vom 28. August 

2019 [19.048; BBl 2019 6697], S. 6743). 

 

Freiheitsentziehende Zwangsmassnahmen sind aufzuheben, sobald ihre 

Voraussetzungen nicht mehr erfüllt sind (Art. 212 Abs. 2 lit. a StPO), die 

von der StPO vorgesehene oder von einem Gericht bewilligte Dauer abge-

laufen ist (Art. 212 Abs. 2 lit. b StPO) oder Ersatzmassnahmen zum glei-

chen Ziel führen (Art. 212 Abs. 2 lit. c und Art. 237 ff. StPO). 

 

3. 

Das Zwangsmassnahmengericht des Kantons Aargau bejahte die Ausfüh-

rungsgefahr i.S.v. Art. 221 Abs. 2 StPO. Diese setzt nicht zwangsläufig ei-

nen dringenden Tatverdacht in Bezug auf ein bereits begangenes (unter-

suchtes) Delikt voraus (BGE 140 IV 19 E. 2.1.1, Urteil des Bundesgerichts 

1B_125/2023 vom 27. März 2023 E. 3.1). Die Sachverhaltsgrundlage der 

Ausführungsgefahr ist aber gleich wie beim dringenden Tatverdacht das 

Ergebnis einer summarischen Beweiswürdigung (deren theoretische 

Grundlagen vom Zwangsmassnahmengericht des Kantons Aargau in sei-

ner Erwägung 3.1 zutreffend dargelegt wurden). Daher bietet es sich an, 

zur Feststellung des massgeblichen Sachverhalts zunächst auf die Erwä-

gungen des Zwangsmassnahmengerichts des Kantons Aargau sowie die 

Ausführungen der Parteien zum dringenden Tatverdacht einzugehen und 

alsdann gestützt darauf zu beurteilen, ob Ausführungsgefahr zu bejahen ist 

oder nicht (vgl. zu dieser Vorgehensweise etwa Urteile des Bundesgerichts 

1B_31/2018 vom 19. Februar 2018 E. 2 und 1B_578/2012 vom 18. Oktober 

2012 E. 3.4 und E. 4.4). 

 

4.  

4.1. 

Das Zwangsmassnahmengericht des Kantons Aargau bejahte in der ange-

fochtenen Verfügung u.a. den dringenden Tatverdacht hinsichtlich der ge-

äusserten Todesdrohung. D._____, der Vater des Beschwerdeführers, 

habe gegenüber der Kantonspolizei Aargau ausgeführt, der Beschwerde-

führer habe am Abend des 17. Januar 2024 damit gedroht, seine alte Ar-

meewaffe zu nehmen, und sie alle zu erschiessen. E._____ sei am 18. Ja-

nuar 2024 um ca. 06.40 Uhr am Arbeitsort erschienen und beim Betreten 

der Gärtnerei vom Beschwerdeführer sogleich gepackt und zu Boden ges-

tossen worden. Sie habe mehrfach versucht, aus der Gärtnerei zu fliehen, 

sei aber jedes Mal vom Beschwerdeführer zu Boden gestossen worden. 

Um ca. 06.55 Uhr sei F._____ erschienen und habe E._____ bereits von 

aussen schreien hören. Auch sie sei vom Beschwerdeführer in die Gärtne-

rei gerissen worden und habe dieser eine Flucht verhindert. Die beiden Op-

fer seien bis um 08.00 Uhr in der Gärtnerei festgehalten worden. Während 

 - 6 - 

 

 

dieser Zeit habe der Beschwerdeführer unablässig überlaute Musik laufen 

lassen und auf die Opfer eingeredet. Beide seien sichtlich in Angst und 

Schrecken versetzt worden und hätten sich vor Ort in stark zitterndem, ver-

ängstigtem und weinerlichem Zustand befunden. E._____ habe zudem an-

gegeben, dass der Beschwerdeführer ihr gedroht habe, an ihrem Wohnort 

aufzutauchen, was er schon mehrfach getan habe. Alle Mitarbeitenden vor 

Ort hätten angegeben, Angst vor dem Beschwerdeführer zu haben. Er 

habe des Öfteren Wutausbrüche und könne sich nicht kontrollieren 

(ebenda, S. 5).  

 

E._____ habe zu Protokoll gegeben, der Beschwerdeführer habe sich ver-

ändert nach seinen Schicksalsschlägen, habe seither Hass auf jeden, 

trinke seit zwei, drei Monaten Alkohol im Geschäft. Es habe Tage gegeben, 

wo er nichts getrunken habe, aber auch solche, wo er richtig viel getrunken 

habe. Seit drei oder vier Monaten sei er richtig aggressiv, sei lauter gewor-

den, habe herumgeschrien. Er sei dann so wütend, dass er Sachen herum-

werfe und gegenüber allen und seinem Vater gesagt habe, er würde sie fix 

und fertig machen. Er habe auch einmal wütend gesagt, dass er die Waffen 

holen würde und alle Glasscheiben rausschiessen würde. Sie habe Angst, 

sie könne nicht einschätzen, was bei ihm im Kopf ablaufe, man wisse nie, 

wie er ticke (ebenda, S. 8 f.). 

 

F._____ habe weinend zu Protokoll gegeben, es habe bereits vor zwei Jah-

ren schlimm angefangen. Letzte Woche habe der Beschwerdeführer ge-

sagt, wenn er eine Pistole hätte, würde er alle erschiessen. Er habe weiter 

gesagt, wenn sein Vater ein Formular von der Polizei ausfülle, müsse er 

ins Gefängnis gehen. Dann würde er alle erschiessen (ebenda, S. 9).  

 

Der Beschwerdeführer habe die Todesdrohungen bestritten und ausge-

führt, am 17. Januar 2024 gegenüber der aus Kroatien stammenden Le-

benspartnerin seines Vaters nur gesagt zu haben, er schiesse alle Schei-

ben des Gärtnereibetriebes ein, wenn sein Vater das Geschäft schliesse 

(ebenda, S. 9).  

 

Die Mitarbeiterinnen wirkten glaubwürdig und hätten übereinstimmend aus-

gesagt. Es sei nicht erkennbar, dass sie dem Beschwerdeführer schaden 

wollten. Damit sei davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer die To-

desdrohungen ausgesprochen habe (ebenda, S. 9). 

 

4.2. 

4.2.1. 

4.2.1.1. 

Der Beschwerdeführer brachte beschwerdeweise dagegen vor, er habe am 

17. Januar 2024 nicht mit seinem Vater gesprochen, sondern nur mit des-

sen Lebenspartnerin, und zwar um 11.00 Uhr. Diese sei Kroatin und ver-

stehe nicht richtig Deutsch. Ferner habe er gesagt, er werde alle Scheiben 

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einschiessen, wenn sein Vater die Gärtnerei schliesse. Dieser habe die an-

gebliche Todesdrohung nie selbst vernommen, sondern lediglich von sei-

ner Partnerin gehört. Auch den Mitarbeiterinnen gegenüber habe er nie ge-

äussert, sie töten zu wollen. Mit "Aufräumen" meine er, den Mitarbeitern 

seinen Standpunkt zu erklären (ebenda, S. 2 f.). 

 

4.2.1.2. 

Mit Eingabe vom 31. Januar 2024 bestritt der Beschwerdeführer erneut, 

seinem Vater mit dem Tod gedroht zu haben. Er habe lediglich gesagt, sein 

Vater sei bei einem Verkauf der Gärtnerei für ihn gestorben und er würde 

nicht an dessen Beerdigung gehen. Die Partnerin seines Vaters habe ihn 

falsch verstanden. Dieser wiederum habe es seinen Angestellten gesagt, 

weshalb E._____ Angst vor dem Beschwerdeführer gehabt habe. Sein Va-

ter wolle ihn im Gefängnis sehen, um geschuldete Überstunden nicht be-

zahlen zu müssen (ebenda, S. 1 ff.).  

 

4.2.1.3. 

Die Staatsanwaltschaft Muri-Bremgarten verwies in ihrer Beschwerdeant-

wort hinsichtlich des dringenden Tatverdachts auf die Erwägungen der 

Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung sowie auf ihre eigenen Ausfüh-

rungen im Haftantrag vom 19. Januar 2024. 

 

4.2.2. 

Gemäss Rapport der Kantonspolizei Aargau vom 18. Januar 2024 (Bei-

lage 3 zum Haftantrag der Staatsanwaltschaft Muri-Bremgarten vom 

19. Januar 2024, S. 3) gab der Vater des Beschwerdeführers an, sein Sohn 

habe am Abend des 17. Januar 2024 im Beisein der Familie Drohungen 

ausgesprochen. Er wolle seine Pistole nehmen und alle erschiessen. Auf-

grund dieser Äusserungen habe die Familie die Waffe aus der Wohnung 

genommen und an einen sicheren Ort verbracht.  

 

Anlässlich seiner Einvernahme vom 12. Februar 2024 führte der Vater des 

Beschwerdeführers aus, dass sein Sohn aus seiner Sicht psychisch krank 

sei (Frage 26). Den Respekt gegenüber den Mitarbeitern habe der Sohn 

verloren, weil er sie "giftig" angesprochen habe. Es sei zu immer mehr Frust 

gekommen, sie hätten es nicht mehr akzeptiert. Der Sohn sei dann jeweils 

böse geworden und habe dies mit Gewalt (verbal oder einen Ordner auf 

den Tisch schlagen) durchsetzen wollen (Fragen 28 ff.). Es habe auch 

schon früher Meinungsverschiedenheiten gegeben, aber jetzt sei er in ei-

nen psychischen Zustand gerutscht, aus welchem er sich nicht mehr be-

freien könne (Frage 32). Bedroht worden sei er nicht (Frage 33). Er habe 

nie Waffen gesehen, aber er habe gehört, dass sein Sohn Waffen habe. 

Seine Ex-Frau habe dann die Waffen versteckt. Er könne dies nicht bestä-

tigen (Frage 36). Der Gesundheitszustand seines Sohnes habe sich schlei-

chend verändert. Der Umgang mit ihm sei immer schwieriger und er sei 

immer aggressiver geworden. Es habe sich gesteigert. Er habe 

 - 8 - 

 

 

Medikamente genommen und Alkohol getrunken. Wenn er Alkohol getrun-

ken habe, sei er ganz aggressiv geworden. Die Leute hätten Angst bekom-

men. Das Personal habe immer Angst gehabt, dass etwas passieren 

würde, wenn er [Vater] gegangen sei (Fragen 43 f.). Der Alkoholkonsum 

sei schleichend gekommen. Das Personal sage, wenn er glänzende Augen 

habe, hätten sie gewusst, dass es nicht gut sei. Weihnachten habe sein 

Sohn Zeit mit seiner Ex-Frau verbracht. Dort müsse es so explodiert sein, 

dass die Polizei habe beigezogen werden müssen (Frage 55). Der Alkohol 

mache ihn zu einem Menschen voller Wut (Frage 56). Der behandelnde 

Psychiater habe seinen Sohn vom 4. Januar bis 21. Januar 2024 krankge-

schrieben. Er habe dem Arzt mitgeteilt, dass er ihn weiterhin krankschrei-

ben müsse, was dieser nicht habe tun wollen. Daraufhin habe er dem Arzt 

mitgeteilt, dass er sich bedroht fühle und sein Sohn dringend Hilfe benötige. 

Einige Tage später habe er dann eine Krankschreibung erhalten (Frage 

57). Auf diese Drohung angesprochen, gab der Vater an, dass sein Sohn 

immer Äusserungen gemacht habe, dass er Sachbeschädigungen machen 

werde. Dies habe er ja auch gemacht, er habe Blumenschalen rumgewor-

fen. Er habe sicher Angst vor seinem Sohn. Er habe Angst wegen den Aus-

sagen vom Personal. Das Personal habe gesagt, dass sie Angst hätten, 

dass sein Sohn ihm etwas antun würde (Fragen 58 f.). Auf die Frage, ob er 

glaube, dass sein Sohn bereit sei, ein Lernprogramm gegen Gewalt zu be-

suchen oder andere Schritte zur Konfliktvermeidung zu unternehmen, gab 

der Vater an, er habe immer versucht, ihm zu erklären, dass es so nicht 

gehe. Sein Sohn sehe den Fehler nicht bei sich, sondern bei den anderen. 

Er habe sich wohl selber gar nicht mehr gespürt. Er habe seinem Sohn 

immer wieder gesagt, er solle zum Arzt gehen (Frage 66). Hinsichtlich der 

Gefährlichkeit führte der Vater aus, dass sein Sohn ein grosser Gefühls-

mensch sei. Er glaube nicht, dass er einer anderen Person schnell etwas 

zu Leide tue. Er werde nicht schnell handgreiflich (Frage 68). Er [Vater] sei 

sicher nicht an einer Strafverfolgung interessiert (Frage 69). Auf Nachfrage 

der Verteidigerin des Beschwerdeführers führte der Vater aus, dass ihm 

sein Sohn nie mit dem Tod gedroht habe. Das Personal mache ihm einfach 

Angst, dass ihm sein Sohn etwas antun könnte. Zu ihm direkt habe er eher 

so Sachen wegen Sachbeschädigung gesagt, dass er die Gärtnerei anzün-

den würde oder so. Es sei mehr eine Vorstellung von ihnen gewesen, dass 

er Drittpersonen etwas antun könnte, wenn er so "übersteuere" (Fra-

gen 73 f.). 

 

4.2.3. 

Die im Polizeirapport vom 18. Januar 2024 aufgeführten Aussagen des Va-

ters des Beschwerdeführers decken sich mit den Angaben von F._____ 

anlässlich der Einvernahme durch die Kantonspolizei Aargau vom 18. Ja-

nuar 2024. Demnach habe der Beschwerdeführer "letzte" Woche damit ge-

droht, wenn sein Vater ein Formular der Polizei ausfüllen sollte und er ins 

Gefängnis müsste, würde er eine Pistole nehmen und sie alle erschiessen 

(Fragen 23, 87 der Einvernahme von F._____ vom 18. Januar 2024). 

 - 9 - 

 

 

E._____, welche den Beschwerdeführer als im Grundsatz guten Menschen 

beschrieb, führte anlässlich ihrer Einvernahme durch die Kantonspolizei 

Aargau von 18. Januar 2024 aus, dass sich seine Aggressivität, welche seit 

drei bis vier Monaten andauere, gesteigert habe. Er schreie und werfe Sa-

chen umher und sage jedes Mal, wenn er wütend werde, dass er sie alle 

fix und fertig mache. Beim aktuellen Vorfall habe er ihr gesagt, er werde sie 

fix und fertig machen, wenn sie die Polizei hole (Fragen 24, 31, 32, 35, 52, 

58 der Einvernahme von E._____ vom 18. Januar 2024). 

 

Der Beschwerdeführer führte anlässlich der vorinstanzlichen Haftverhand-

lung vom 20. Januar 2024 aus, als sein Vater ihm vor zwei Wochen mit der 

KESB gedroht habe, habe er auf das Formular "wehe dir" geschrieben. Er 

werde dieses Jahr 50 Jahre alt und werde seit 30 Jahren von seinem Vater 

bevormundet. Er räumte ein, gegenüber der Lebenspartnerin seines Vaters 

gesagt zu haben, wenn er [Vater] das Geschäft zumache, schiesse er alle 

Scheiben raus. Er bestritt, gesagt zu haben, dass er alle erschiessen 

werde. Die Frage, ob er gegenüber E._____ geäussert habe, er würde alle 

fix und fertig machen, beantwortete er damit, er habe dies mehrmals ge-

sagt. Sie hätten ihn nicht unterstützt und seien ihm in den Rücken gefallen. 

Allerdings habe er damit gemeint, dass sie im Falle einer Geschäftsüber-

nahme durch ihn den Betrieb verlassen müssten (ebenda, S. 3 f.). Im Rah-

men der Eingabe vom 31. Januar 2024 nahm der Beschwerdeführer zur 

Einvernahme von E._____ Stellung und stimmte ihren Ausführungen, wo-

nach er gesagt habe, dass er seinen Vater fertigmachen werde, zu. Es 

gehe aber um 6'000 unbezahlte Überstunden in Höhe von Fr. 150'000.00 

(Einvernahme von E._____ vom 18. Januar 2024 [Beilage 2 zur Eingabe 

vom 31. Januar 2024], S. 8, handschriftliche Ergänzung).  

 

4.3. 

Zusammenfassend sagten sowohl F._____ als auch E._____ übereinstim-

mend aus, dass der Beschwerdeführer ihnen angedroht habe, sie zu töten 

("erschiessen" bzw. sie "fix und fertig machen"). Die Aussage, er werde alle 

"fix und fertig" machen, darf ohne Weiteres als konkrete Gewaltandrohung 

verstanden werden, berücksichtigt man die Umstände, anlässlich welcher 

er diese Worte ausgesprochen hat (vgl. E. 4.1 hievor). Die Aussagen von 

F._____ und E._____ sind als glaubhaft einzustufen, auch vor dem Hinter-

grund, dass die Familie (Mutter) dem Beschwerdeführer die Waffe unbe-

strittenermassen abgenommen hat (vgl. Beschwerde, S. 6) und selbst der 

Beschwerdeführer von grosser Angst seitens E._____ spricht (Eingabe 

vom 31. Januar 2024, S. 2, wobei er dies auf das Verbreiten des "Gerüchts" 

[wonach er alle erschiessen werde] zurückführt). Was der Beschwerdefüh-

rer dagegen vorbringt, vermag nicht zu überzeugen. Wenn er darauf be-

harrt, einzig gesagt zu haben, dass er die Scheiben der Gärtnerei ein-

schiessen werde, übersieht er, dass es sich auch hierbei um eine Drohung 

handelt und zudem, dass er am 18. Januar 2024 eben nicht nur "gegen die 

Scheiben" vorging, sondern mutmasslich Mitarbeiter entgegen deren 

 - 10 - 

 

 

Willen festhielt, diese drangsalierte und tätlich gegen sie wurde. Seine 

Worte, er werde sie "fix und fertig" machen, sind unter diesen Umständen 

als konkrete Drohung gegen Leib und Leben zu verstehen. 

 

Auch die polizeiliche Einvernahme des Vaters des Beschwerdeführers vom 

12. Februar 2024 vermag die Äusserungen des Beschwerdeführers anläss-

lich des Vorfalls vom 18. Januar 2024 nicht zu relativieren. Selbst wenn es 

so sein sollte, dass der Beschwerdeführer ihn nicht direkt mit dem Tod be-

droht haben soll, musste auch er zugestehen, dass er Angst habe und der 

Beschwerdeführer insbesondere im Zusammenhang mit dem Alkoholkon-

sum sehr aggressiv werde. Des Weiteren soll der Beschwerdeführer ihm 

gegenüber damit gedroht haben, dass er die Gärtnerei anzünde, was eben-

falls als schwere Drohung zu würdigen ist.  

 

Das Zwangsmassnahmengericht des Kantons Aargau hat folglich zu Recht 

angenommen, dass der Beschwerdeführer schwere Drohungen (gegen 

Leib und Leben) ausgesprochen hat. Da der Haftgrund der Ausführungs-

gefahr nicht voraussetzt, dass der dringenden Tatverdacht auf Todesdro-

hungen gegeben sein muss, ist nicht von Relevanz, ob alle Tatbestands-

merkmale von Art. 180 StGB erfüllt sind. Insbesondere ist es unerheblich, 

dass bisher keine Strafanträge gestellt wurden. 

 

5.  

5.1. 

Die Vorinstanz hielt in der angefochtenen Verfügung im Zusammenhang 

mit der Ausführungsgefahr fest, dass die persönlichen Verhältnisse des Be-

schwerdeführers aktuell schlecht seien. In den letzten fünf Jahren habe er 

Schicksalsschläge erlitten. Er leide unter dem Tod seines damals zehnjäh-

rigen Sohnes im Jahr 2018, habe den finanziellen Ruin des Gärtnereibe-

triebs gefürchtet und eine Scheidung verarbeiten müssen. Erst jüngst habe 

er sich von seiner Freundin getrennt. Er arbeite seit 30 Jahren im Familien-

betrieb und bezeichne sich als "Hündli" an der Leine seines ihn bevormun-

denden Vaters. Der Beschwerdeführer liege mit seinem Vater, dem Onkel 

und sämtlichen Mitarbeitern im Konflikt. Er sehe sich von nahestehenden 

Menschen im Stich gelassen. Sein psychischer Zustand sei seit mindes-

tens zwei Monaten schlecht, was auch der behandelnde Psychiater erkannt 

habe. Seine Gesundheit sei aufgrund seines Alkoholkonsums und der 

gleichzeitigen Medikamentenumstellung höchst instabil. Dies sei auch an-

lässlich der Haftverhandlung spürbar gewesen. Der Beschwerdeführer 

habe in nur einer Woche für drei Polizeieinsätze gesorgt. Das deute darauf 

hin, dass sich die psychische Instabilität auch effektiv in Handlungen mani-

festiere, es nicht mehr nur bei Konflikten und Wutausbrüchen bleibe. Es sei 

ein "steigerndes Verhalten" erkennbar. Auch wenn er sich erst nach Waffen 

erkundigt haben soll und noch keine konkreten Anstalten zu deren Besor-

gung getroffen zu haben scheine, bestehe die ernsthafte Gefahr, dass er 

die Todesdrohungen umsetze (ebenda, S. 9 ff.). 

 - 11 - 

 

 

5.2. 

5.2.1. 

5.2.1.1. 

Der Beschwerdeführer bestreitet beschwerdeweise das Vorliegen einer 

Ausführungsgefahr, er habe nie die Absicht gehabt, jemanden zu töten und 

besitze seit drei Jahren keine Waffe mehr. Die anderen Personen hätten 

sich untereinander abgesprochen. Er habe lediglich nach der Waffe ge-

fragt, da er hafte, wenn etwas damit passiere (ebenda, S. 2 und 6). 

 

In der Eingabe vom 30. Januar 2024 machte der Beschwerdeführer gel-

tend, in seinem Gartenhaus hingen zwei alte Karabiner. Er wisse nicht, ob 

es für diese noch Munition gebe. Und sowieso würde man ja "heutzutage 

sicher nicht mit so etwas (alte Waffe) etwas machen". In seiner Wohnung 

seien keine Waffen gefunden worden. Er habe nichts zu verlieren. Er habe 

seine Arbeitsstelle in der Gärtnerei seines Grossvaters nach 28 Jahren und 

seine Wohnung in seinem Elternhaus nach 50 Jahren verloren. Sein pfle-

gebedürftiger Sohn sei im Jahr 2018 nach langer Krankheit verstorben. 

Überdies habe er seine geliebte Ehefrau verloren. Ihm bleibe einzig seine 

Tochter (ebenda, S. 3 f., S. 8). 

 

Am 31. Januar 2024 liess sich der Beschwerdeführer erneut vernehmen 

und legte dar, er sei viele Jahre unterdrückt worden, erfahre keine "Wert-

schöpfung" und erdulde täglich Streit wegen der Arbeit. Er sei am Ende 

seiner Kräfte (ebenda, S. 5). Weiter nahm er zu den Einvernahmen von 

F._____ und E._____ Stellung, indem er die entsprechenden Protokolle mit 

handschriftlichen Bemerkungen versah. Er gab an, dass er seit einem po-

sitiven Coronatest vor zwei Monaten aggressiv sei, herumschreie und alle 

beleidige (Beilage 2 zur Eingabe des Beschwerdeführers vom 31. Januar 

2024, S. 6, vgl. auch das Protokoll der Haftverhandlung des Zwangsmass-

nahmengerichts des Kantons Aargau, vom 20. Januar 2024, S. 6). 

 

5.2.1.2. 

Die Staatsanwaltschaft Muri-Bremgarten verwies auf die Darlegungen der 

Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung sowie auf ihre eigenen Ausfüh-

rungen im Haftantrag vom 19. Januar 2024.  

 

5.2.2. 

Ausführungsgefahr im Sinne von Art. 221 Abs. 2 StPO besteht, wenn die 

ernsthafte und unmittelbare Gefahr besteht, eine Person werde ihre Dro-

hung, ein schweres Verbrechen auszuführen, wahrmachen. Es handelt 

sich um einen selbstständigen Präventivhaftgrund, der keinen dringenden 

Tatverdacht im Sinne von Art. 221 Abs. 1 StPO voraussetzt. Die rein hypo-

thetische Möglichkeit der Verübung von Delikten sowie die Wahrscheinlich-

keit, dass nur geringfügige Straftaten verübt werden, reichen allerdings 

nicht aus, um eine Präventivhaft zu begründen. Art. 221 Abs. 2 StPO setzt 

vielmehr ausdrücklich ein ernsthaft drohendes schweres Verbrechen 

 - 12 - 

 

 

voraus (vgl. BGE 140 IV 19 E. 2.1.1, Urteil des Bundesgerichts 

1B_125/2023 vom 27. März 2023 E. 3.1). 

 

Rechtsprechungsgemäss ist bei der Annahme des Haftgrundes der Aus-

führungsgefahr besondere Zurückhaltung geboten. Erforderlich ist eine 

sehr ungünstige Risikoprognose. Nicht vorausgesetzt ist hingegen, dass 

die verdächtige Person bereits konkrete Anstalten getroffen hat, um das 

angedrohte schwere Verbrechen zu vollenden. Vielmehr genügt es, wenn 

die Wahrscheinlichkeit einer Ausführung aufgrund einer Gesamtbewertung 

der persönlichen Verhältnisse sowie der Umstände als sehr hoch erscheint. 

Besonders bei drohenden schweren Gewaltverbrechen ist dabei auch dem 

psychischen Zustand der verdächtigen Person bzw. ihrer Unberechenbar-

keit oder Aggressivität Rechnung zu tragen (Urteil des Bundesgerichts 

1B_125/2023 vom 27. März 2023 E. 3.1 m.H.a. BGE 140 IV 19 E. 2.1.1, 

137 IV 122 E. 5.2). Je schwerer das ernsthaft angedrohte schwere Verbre-

chen ist, desto eher rechtfertigt sich grundsätzlich – aufgrund der gebote-

nen Risikoeinschätzung – eine Inhaftierung (BGE 140 IV 19 E. 2.1.1, Urteil 

des Bundesgerichts 1B_125/2023 vom 27. März 2023 E. 3.1). 

 

Bei einer zu befürchtenden vorsätzlichen Tötung darf an die Annahme der 

Ausführungsgefahr kein allzu hoher Massstab angelegt werden. Anders zu 

entscheiden hiesse, das potenzielle Opfer einem nicht verantwortbaren Ri-

siko auszusetzen (Urteile des Bundesgerichts 1B_125/2023 vom 27. März 

2023 E. 3.1, 1B_522/2022 vom 31. Oktober 2022 E. 4.1). 

 

5.2.3. 

F._____ sagte anlässlich der Einvernahme durch die Kantonspolizei Aar-

gau vom 18. Januar 2024 aus, es habe in letzter Zeit immer Streit gegeben. 

Der Beschwerdeführer habe auch am Morgen Alkohol getrunken. Jeden 

Tag habe er Sachen umhergeschmissen und die Mitarbeiter beschimpft. 

Letzte Woche habe er gesagt, wenn er eine Pistole hätte, würde er alle 

erschiessen. Der Beschwerdeführer habe anlässlich des Vorfalls vom 

18. Januar 2024 wie ein Dämon gewirkt. Sie habe die Gärtnerei nicht ver-

lassen, weil sie Angst gehabt habe, er würde sie totschlagen. Die Mitarbei-

ter hätten Angst, der Beschwerdeführer könnte sie töten. Zum Glück habe 

er keine Pistole mehr, er habe diese immer gesucht. Sie hoffe, der Be-

schwerdeführer komme nicht mehr raus und habe Angst, dass er an ihren 

Wohnort kommen könnte (Fragen 20, 22, 23, 28, 45, 63, 81, 82). 

 

E._____ führte aus, der Beschwerdeführer sei aufgrund persönlicher Prob-

leme psychisch krank geworden und habe einen Hass auf jeden. Er sei vor 

drei oder vier Monaten so aggressiv geworden, habe herumgeschrien und 

alle beleidigt. Sie habe Angst, dass, wenn er rauskomme, er zu ihr Nach-

hause komme und Theater mache. Sie habe Angst, dass er sich räche, 

wenn sie Anzeige erstatte (Einvernahme von E._____ vom 18. Januar 

2024, Fragen 22, 24, 32, 64).  

 - 13 - 

 

 

 

Die Aussagen von E._____ und F._____ sind von Angst geprägt. Ihre Schil-

derungen der Geschehnisse vom 18. Januar 2024 erscheinen denn auch 

furchteinflössend. Das Verhalten des Beschwerdeführers – Herum-

schreien, Festhalten, zu Boden werfen, die Aussage, er mache alle fertig – 

weisen auf eine ausserordentlich bedrohliche Situation hin. Für F._____ 

und E._____ war das Erlebte derart aufwühlend (vgl. Frage 83 zur Einver-

nahme von F._____ bzw. Frage 53 zur Einvernahme von E._____), dass 

sie gar in Erwägung ziehen, nicht mehr zur Arbeit zu gehen (Frage 81 bzw. 

51 der jeweiligen Einvernahme), obwohl sie schon über zwanzig Jahre in 

der Gärtnerei arbeiten. Nachdem sich die beiden Frauen hinsichtlich der 

Wutausbrüche des Beschwerdeführers schon einiges gewohnt sein dürften 

und sich auch dem Team verbunden fühlen, spricht dies klar für eine neue 

Eskalationsstufe (Fragen 23, 79 [heute ist er "explodiert"], 81, 84 und 88 

zur Einvernahme von F._____ bzw. Fragen 25, 32, 38, 60 und 61 zur Ein-

vernahme von E._____). Auch die Tatsache, dass die Familie des Be-

schwerdeführers seine alte Armeewaffe versteckt hat, zeigt, dass es sich 

beim Gefühlsausbruch nicht um das übliche Schimpfen gehandelt haben 

kann, sie somit ebenfalls eine akute Gefahr für Leib und Leben befürchtet. 

Der Vorfall vom 18. Januar 2024 scheint den Vater des Beschwerdeführers 

schwer getroffen und auch verängstigt zu haben. Auch ihm ist offenbar 

schon der Gedanke gekommen, dass der Beschwerdeführer tätlich gegen 

Dritte vorgehen könnte, wenn er "übersteuere".  

 

5.2.4. 

Es ist unbestrittenermassen innerhalb von vier Tagen zu drei unterschied-

lichen (mutmasslichen) Straftaten gekommen. So soll der Beschwerdefüh-

rer zunächst am 13. Januar 2024 zu seiner Ex-Freundin nach V._____ ge-

fahren sein, um Autoschlüssel abzuholen. Nachdem sie diese nicht heraus-

gegeben habe, habe er die Nummernschilder das Fahrzeugs abmontiert. 

Am Montag, 15. Januar 2024, sei er erneut nach V._____ gefahren, um sie 

einzuparken (vgl. E. 6.3.6 des angefochtenen Entscheids mit Hinweis auf 

die Ausführungen des Beschwerdeführers anlässlich der Haftverhandlung). 

Schliesslich gesteht der Beschwerdeführer zu, dass er sich am 17. Januar 

2024 gegenüber der Partnerin seines Vaters in der Weise geäussert habe, 

dass er alle Scheiben einschiessen werde, wenn sein Vater die Gärtnerei 

schliesse. Der Beschwerdeführer räumt zudem auch ein, beim Vorfall vom 

18. Januar 2024 gegenüber F._____ und E._____ tätlich geworden zu sein, 

sie durch die Eingangstüre gezogen zu haben, bis diese gestürzt seien und 

E._____ das Mobiltelefon aus der Hand geschlagen zu haben, als diese 

versucht habe, die Polizei zu verständigen (Beschwerde, S. 2 und 5 ff.). Zu 

einem Polizeieinsatz soll es zudem auch an Weihnachten gekommen sein, 

als der Beschwerdeführer seine Mutter besucht hat (Einvernahme von 

D._____ vom 12. Februar 2024, Frage 55). Diese Vorkommnisse deuten 

auf ein hohes Aggressionspotential hin. Der Beschwerdeführer erscheint 

regelrecht unkontrolliert und belässt es nicht bei Worten, sondern lässt 

 - 14 - 

 

 

seinen Gefühlsausbrüchen gar Taten folgen. Dies lässt ihn unberechenbar 

erscheinen. Daran ändert auch seine angebliche Einsicht, wonach sein 

Vorgehen nicht korrekt gewesen sei, nichts. Sein Verhalten scheint in ei-

nem psychischen Leiden zu gründen, weshalb es kaum in seiner Macht 

stehen dürfte, seine Gefühlsausbrüche zu kontrollieren. 

 

Der Beschwerdeführer räumte anlässlich der Festnahmeeröffnung vom 

18. Januar 2024 ein, dass sich seine Schusswaffe bei seiner Mutter befinde 

und er sich am letzten Wochenende danach erkundigt habe (Beilage 4 zum 

Haftantrag der Staatsanwaltschaft Muri-Bremgarten, Frage 34). Dass er 

nur deswegen gefragt hat, weil er sich wegen einer allfälligen Haftung Sor-

gen macht (Frage 33), erscheint vor dem Hintergrund der eingestandenen 

Drohung, die Scheiben der Gärtnerei einschiessen zu wollen, als unglaub-

haft. Dass der Beschwerdeführer (mutmasslich) nicht im Besitz von Faust-

feuerwaffen ist, lässt die Ausführungsgefahr nicht dahinfallen, zumal dar-

über keine absolute Gewissheit herrscht und es auch mit anderen Gegen-

ständen oder gar mit blossen Händen zu gravierenden körperlichen Atta-

cken kommen könnte.  

 

5.2.5. 

Der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers sowie seine persönlichen 

Verhältnisse lassen die Prognose hinsichtlich der Ausführungsgefahr der 

geäusserten Drohungen sehr ungünstig erscheinen. Er bestreitet nicht, 

dass er sich in den letzten Monaten verändert hat. Seine "Coronaerkran-

kung" habe zusammen mit dem Medikamenten- und Alkoholkonsum etwas 

bei ihm ausgelöst. Er fand, er müsse Ordnung machen. Es sei zu lange, 

30 Jahre lang das Hündli an der Leine seines Vaters zu sein. Ferner führte 

der Beschwerdeführer aus, sein Psychiater finde ihn ein bisschen "höch", 

ein bisschen extrem frustriert und aggressiv (Protokoll der vorinstanzlichen 

Haftverhandlung vom 20. Januar 2024, S. 6). Der Handnotiz der Verteidi-

gerin des Beschwerdeführers betreffend ein Telefonat mit dem behandeln-

den Psychiater vom 23. Januar 2024 lässt sich entnehmen, dass der Be-

schwerdeführer sich nicht an Abmachungen halte, hypermanisch sei und 

sich nicht in eine Klinik habe einweisen lassen wollen (Beilage 13 zur Ein-

gabe vom 31. Januar 2024, S. 1). Im Schreiben vom 27. Januar 2024 an 

seine Verteidigerin führte der Beschwerdeführer aus, er bedürfe keiner Kli-

nik, er behandle sich selbst mit Schreiben, Qi Gong und Musik (Beilage 14 

zur Eingabe vom 31. Januar 2024, S. 6).  

 

Auch die Ausführungen im Schreiben vom 27. Januar 2024 an seine Ver-

teidigerin lassen aufhorchen und erwecken grosse Sorge. Der Beschwer-

deführer gab darin an, bereits alles verloren zu haben. Er sei bei seinem 

Vater der Schuldige, der Hosenscheisser, der jetzt alles kaputt mache. Er 

habe seinem Vater aber bereits 2020 versprochen, dass dieser für das, was 

er ihm und der Beziehung zu seiner Ehefrau angetan habe, bluten werde. 

Er sei voll parat. Jetzt müsste ihm keiner von diesen "A-Löchern" nur in die 

 - 15 - 

 

 

Nähe kommen. Zwar ergänzte der Beschwerdeführer nachträglich, dass er 

mit "Bluten" "Büssen für alles" meine und gab er an, darum werde er Ferien, 

Ferien, Ferien machen, wenn er "hier" rauskomme (Beilage 14 zur Eingabe 

vom 31. Januar 2024, S. 2 f.). Angesichts des blanken Hasses, den der 

Beschwerdeführer zumindest aktuell für seinen Vater zu empfinden 

scheint, ist aber nicht davon auszugehen, dass er bei einer allfälligen Haft-

entlassung ohne Weiteres mit der Familiengeschichte wird abschliessen 

können. Vielmehr besteht die grosse Gefahr, dass er vor seiner (allfälligen) 

Abreise in die Ferien erneut Konfrontationen suchen wird. Dies umso mehr, 

als der Beschwerdeführer der (realitätsfremden) Ansicht ist, dass sein Va-

ter ihn im Gefängnis sehen wolle, damit er ihm geschuldete Überstunden 

nicht bezahlen müsse.  

 

5.3. 

Der Beschwerdeführer hat mit seinen Drohungen unterschiedliche Perso-

nen in grosse Angst versetzt. Wegen seines Vorgehens am 18. Januar 

2024 – er hat F._____ und E._____ dermassen eingeschüchtert, dass sie 

ihre Versuche, aus der Gärtnerei zu flüchten, trotz Todesangst aufgaben 

(vgl. Fragen 34 - 38, 45 - 48, 56 - 61, 63 und 83 zur Einvernahme von 

F._____ bzw. Fragen 49 und 53 zur Einvernahme von E._____) –, seines 

nach wie vor aufgewühlten und damit unberechenbaren Gemütszustands 

sowie des grossen Zorns gegenüber seinem Vater, besteht nach Ansicht 

der Beschwerdekammer das akute Risiko, dass der Beschwerdeführer bei 

Entlassung aus der Untersuchungshaft schwere Gewaltdelikte gegen Leib 

und Leben begehen könnte. Dies auch deshalb, weil er seinen Vater sowie 

die beiden Mitarbeiterinnen für die Untersuchungshaft verantwortlich ma-

chen könnte. Von einer akuten Ausführungsgefahr ist jedenfalls so lange 

auszugehen, als nicht ein psychiatrisches Gutachten zu einem anderen Er-

gebnis kommt.  

 

6. 

Nachdem mit der Ausführungsgefahr ein Haftgrund vorliegt, erübrigt sich 

die Prüfung weiterer Haftgründe (Urteil des Bundesgerichts 1B_142/2021 

vom 15. April 2021 E. 4.4).  

 

7. 

7.1. 

Der Beschwerdeführer beantragte die Entlassung aus der Haft unter An-

ordnung eines Rayonverbots für seinen Wohn- und Arbeitsort. Er habe die 

Möglichkeit, bei einer Freundin in X._____ oder bei einer Freundin in der 

Toscana unterzukommen (Eingabe vom 30. Januar 2024, S. 7). Sodann 

machte er mit Eingabe vom 1. Februar 2024 eine Verletzung des Beschleu-

nigungsgebotes geltend (ebenda, S. 1). 

 

 - 16 - 

 

 

7.2. 

Gemäss Art. 237 Abs. 1 StPO ordnet das zuständige Gericht anstelle der 

Untersuchungs- oder Sicherheitshaft eine oder mehrere mildere Massnah-

men an, wenn sie den gleichen Zweck wie die Haft erfüllen. Mit dieser Be-

stimmung wird der Grundsatz der Verhältnismässigkeit (Art. 36 Abs. 3 BV; 

Art. 197 Abs. 1 lit. c und d StPO) konkretisiert. Untersuchungs- bzw. Si-

cherheitshaft ist somit "ultima ratio". Kann der damit verfolgte Zweck – die 

Verhinderung von Flucht-, Kollusions-, Wiederholungs- oder Ausführungs-

gefahr – mit milderen Massnahmen erreicht werden, sind diese anzuordnen 

(Art. 212 Abs. 2 lit. c StPO).  

 

7.3. 

7.3.1. 

Im Antrag auf Haftanordnung vom 19. Januar 2024 führte die Staatsanwalt-

schaft Muri-Bremgarten aus, damit die Gefährlichkeit des Beschwerdefüh-

rers eingeschätzt werden könne, dränge sich die Erstellung eines psychi-

atrischen Gutachtens auf. Voraussichtlich werde nicht nur ein Gefährlich-

keitsgutachten, sondern ein Vollgutachten erforderlich sein, welches erfah-

rungsgemäss einige Zeit beanspruche (ebenda, S. 6).  

 

Weil bei Ausführungsgefahr an sich kein dringender Tatverdacht erforder-

lich ist, spielt das Verbot der Überhaft (Art. 212 Abs. 3 StPO) vorliegend 

höchstens eine untergeordnete Rolle. Entscheidend ist, dass die Schwere 

der konkret zu befürchtenden Straftaten eine fachärztliche Abklärung der 

Gefährlichkeit des Beschwerdeführers rechtfertigt und dass deshalb zumin-

dest bis zum Vorliegen eines Kurzgutachtens die Aufrechterhaltung der 

Haft verhältnismässig erscheint (vgl. E. 5.2.2 hiervor). Soll die Haft auch 

künftig auf den Haftgrund der Ausführungsgefahr gestützt werden, wird die 

Staatsanwaltschaft Muri-Bremgarten nebst eines psychiatrischen Vollgut-

achtens ein Kurzgutachten betreffend Risikoeinschätzung einholen müs-

sen. Die Dauer der (einstweilen bis zum 18. April 2024) angeordneten Haft 

ist deshalb allein durch das zumindest erforderliche Kurzgutachten gerecht-

fertigt (vgl. Urteile des Bundesgerichts 1B_522/2022 vom 31. Oktober 2022 

E. 4.5).  

 

Die Strafuntersuchung befindet sich zudem noch ganz am Anfang. Neben 

den Todesdrohungen werden dem Beschwerdeführer noch weitere Delikte 

wie Nötigung bzw. evtl. Freiheitsberaubung vorgeworfen, welche mit Frei-

heitsstrafen bedroht sind. Es sind Untersuchungshandlungen, wie etwa die 

Einvernahmen seiner Schwester und B._____ vorzunehmen (Antrag auf 

Haftanordnung Staatsanwaltschaft Muri-Bremgarten vom 19. Januar 2024, 

S. 6). Der Beschwerdeführer befindet sich noch nicht einmal seit einem 

Monat in Haft, weshalb sich die Haft vor dem Hintergrund der ausstehen-

den diversen Untersuchungshandlungen keineswegs als übermässig prä-

sentiert (vgl. Urteil des Bundesgerichts 1B_120/2023 vom 21. März 2023 

E. 4.1 m.w.H.). Sofern der Beschwerdeführer eine Verletzung des 

 - 17 - 

 

 

Beschleunigungsgebotes geltend macht, kann ihm daher nicht gefolgt wer-

den.  

 

7.3.2. 

Nach dem Gesagten ist derzeit von einer akuten Ausführungsgefahr aus-

zugehen. Ersatzmassnahmen fallen deshalb ausser Betracht.  

 

8. 

Zusammenfassend sind die Voraussetzungen für die Anordnung der Un-

tersuchungshaft für drei Monate erfüllt, womit die Beschwerde abzuweisen 

ist. 

 

 

Die Kosten des Beschwerdeverfahrens sind ausgangsgemäss dem mit sei-

ner Beschwerde unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 428 

Abs. 1 StPO). Eine Parteientschädigung ist ihm nicht auszurichten. 

 

 
   

Die Beschwerdekammer entscheidet: 

 

1. 

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 

2. 
Die Kosten des Beschwerdeverfahrens, bestehend aus einer Gerichtsge-

bühr von Fr. 1'000.00 und den Auslagen von Fr. 79.00, zusammen 

Fr. 1'079.00, werden dem Beschwerdeführer auferlegt. 

 

 
   

Zustellung an: 

[…]  

 - 18 - 

 

 

   

Rechtsmittelbelehrung für die Beschwerde in Strafsachen (Art. 78 ff., Art. 90 ff. BGG) 

 

Gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen, kann innert 30 Tagen, von der schrift-

lichen Eröffnung der vollständigen Ausfertigung des Entscheides an gerechnet, die Be-

schwerde an das Schweizerische Bundesgericht erhoben werden. Dieselbe Beschwerde 

kann erhoben werden gegen selbständig eröffnete Vor- und Zwischenentscheide, wenn 

diese einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewirken können oder wenn die Gutheis-

sung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen und damit einen bedeuten-

den Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren ersparen würde 

(Art. 44 Abs. 1, Art. 78, Art. 90, Art. 93, Art. 100 Abs. 1 und Art. 112 Abs. 1 BGG). 

 

Die Beschwerde ist schriftlich oder in elektronischer Form beim Schweizerischen Bundes-

gericht einzureichen (Art. 42, Art. 100 Abs. 1 BGG). 

 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren 

Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschriften bzw. eine anerkannte 

elektronische Signatur zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form darzulegen, 

inwiefern der angefochtene Entscheid Recht (Art. 95 ff. BGG) verletzt. Die Urkunden, auf 

die sich eine Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 

hat; ebenso ist der angefochtene Entscheid beizulegen (Art. 42 BGG). Für die Beschwerde- 

legitimation ist Art. 81 BGG massgebend. 

 

 
   

Aarau, 15. Februar 2024 

 

Obergericht des Kantons Aargau 

Beschwerdekammer in Strafsachen 

Die Vizepräsidentin: Die Gerichtsschreiberin: 

 

 

 

Massari Kabus