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**Case Identifier:** ed1ed690-8c57-561d-bf3c-7242695bc866
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-11-16
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 16.11.2022 810 21 315
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-21-315_2022-11-16.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 
Verwaltungsrecht 
 
vom 16. November 2022 (810 21 315) 
____________________________________________________________________ 
 
 
 
Übriges Verwaltungsrecht 
 
 
Entschädigung aus formeller Enteignung / Streifenenteignung von Vorgartenland 
 
 
 
Besetzung Vizepräsident Daniel Ivanov, Kantonsrichter Hans Furer, Markus 

Clausen, Daniel Häring, Kantonsrichterin Ana Dettwiler, Gerichts-
schreiber Stefan Suter 
 
 

Beteiligte Kanton Basel-Landschaft, Rathausstrasse 2, 4410 Liestal, Be-
schwerdeführer, vertreten durch Bau- und Umweltschutzdirektion des 
Kantons Basel-Landschaft, Rechtsdienst, Rheinstrasse 29, Postfach, 
4410 Liestal 

  
 
gegen 
 
 

 Steuer- und Enteignungsgericht des Kantons Basel-Landschaft 
(Abteilung Enteignungsgericht), Kreuzbodenweg 1, 4410 Liestal, 
Vorinstanz 
 
1. A.____, Beschwerdegegner 
 
2. B.____, Beschwerdegegner 
 
3. A.C____ und B.C.____, Beschwerdegegner 
 
4. D.____, Beschwerdegegner 
 
5. E.____, Beschwerdegegnerin 
 

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6. A.F.____ und B.F.____, Beschwerdegegner 
 
7. G.____, Beschwerdegegnerin 
 
8. H.____, Beschwerdegegner 
 
9. I.____, Beschwerdegegner 
 
10. J.____ und K.____, Beschwerdegegner, vertreten durch Roman 

Zeller, Advokat 
  

 
Betreff Entschädigung aus formeller Enteignung  

(Urteil des Steuer- und Enteignungsgerichts Basel-Landschaft, Abtei-
lung Enteignungsgericht, vom 1. Juli 2021) 

 
 
 
 
A. Das Gewerbegebiet Bachgraben in Allschwil ist ein kantonal bedeutender Wirtschafts-
standort und ein wichtiges Arbeitsgebiet für die Region Basel. Das Areal erfuhr in den vergan-
genen Jahren ein starkes Wachstum, was für die angrenzenden Quartiere und das Lokalstras-
sennetz eine massive Verkehrsbelastung zur Folge hatte. Zur Verflüssigung des Verkehrs be-
schloss die Bau- und Umweltschutzdirektion des Kantons Basel-Landschaft (BUD) am 17. Au-
gust 2016 das kantonale Bauprojekt "Kreisel Grabenring/Hegenheimermattweg", das den Er-
satz des mit einer Lichtsignalanlage gesteuerten Knotens durch einen Kreisel vorsah und mit 
einer Vergrösserung des Strassenraums einherging. Nach dem rechtskräftigen Abschluss des 
Plangenehmigungsverfahrens bewilligte der Landrat des Kantons Basel-Landschaft mit Be-
schluss Nr. 2461 vom 17. Januar 2019 die Ausgaben für den Bau und den Landerwerb. In den 
Entschädigungsverhandlungen mit dem Kanton erklärten sich die meisten Eigentümer der pro-
jektbetroffenen Grundstücke mit der Abtretung der benötigten Flächen bzw. deren freihändigen 
Erwerb sowie der vorübergehenden Beanspruchung von Teilen ihrer Parzellen während der 
Bauphase einverstanden. Einzig mit den im Rubrum genannten Beschwerdegegnern, alles Mit-
glieder der aus insgesamt 30 Parteien bestehenden Stockwerkeigentümergemeinschaft der 
Liegenschaft Grabenring 8 (Parzelle Nr. A-284, Grundbuch [GB] Allschwil) konnte der Kanton 
keine Einigung betreffend Landerwerb und vorübergehende Beanspruchung finden. Nach einer 
vorzeitigen Besitzeinweisung wurde das Bauprojekt schliesslich realisiert und am 15. November 
2021 dem Verkehr übergeben. 
 
B. Mit Eingabe vom 16. März 2020 ersuchte der Kanton Basel-Landschaft das Steuer- und 
Enteignungsgericht des Kantons Basel-Landschaft, Abteilung Enteignungsgericht (Enteig-
nungsgericht), um die Einleitung des Schätzungsverfahrens betreffend die Parzelle Nr. A-284, 
GB Allschwil. Es sei den näher bezeichneten Stockwerkeigentümern, welche einem frei-
händigen Landerwerb bzw. einer Landabtretung nicht zugestimmt haben, mit ihren entspre-
chenden Miteigentumsanteilen für die dauernde Enteignung von 139 m2 gemäss den von der 
BUD als rechtskräftig genehmigten Plänen eine Enteignungsentschädigung von Fr. 217.--/m2 

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zuzusprechen. Für die Eintragung einer Dienstbarkeit mit Bau- und Nutzungsbeschränkung auf 
einer Fläche von 19 m2 im Bereich der "Freihaltezone Sicht" sei weiter ein Entgelt von 
Fr. 73.--/m2 zuzugestehen. Es sei sodann festzustellen, dass für die vorübergehende Bean-
spruchung von ca. 104 m2 für die abzubrechende Mauer und für den zu entfernenden Kandela-
ber keine Entschädigung geschuldet sei. 
 
C. Mit Urteil vom 1. Juli 2021 setzte das Enteignungsgericht die Entschädigung für die dau-
ernde Enteignung von 139 m2 ab Parzelle Nr. A-284, GB Allschwil, auf Fr. 1'450.--/m2 und die 
Entschädigung für die Bau- und Nutzungsbeschränkung auf Fr. 483.33/m2 fest. Das Gericht 
verpflichtete den Kanton, den Enteigneten eine der Summe ihrer Stockwerkeigentumsanteile an 
der Parzelle entsprechende Entschädigung von insgesamt Fr. 93'354.87 zu bezahlen. Die dar-
über hinausgehenden Entschädigungsforderungen der Enteigneten wurden abgewiesen. Das 
Grundbuchamt Basel-Landschaft wurde weiter angewiesen, den Rechtserwerb des Enteigners 
nach Vollzug der Urteilsanordnungen grundbuchlich einzutragen. Die Verfahrenskosten wurden 
dem Kanton auferlegt. Soweit nachfolgend relevant erwog das Enteignungsgericht, für die 
streitbetroffene Parzelle sei der nach der Vergleichsmethode ermittelte Verkehrswert auf 
Fr. 1'450.--/m2 festzusetzen. Bei der Bestimmung der verfassungsrechtlich garantierten vollen 
Entschädigung sei zu berücksichtigen, dass der hier erfolgte Entzug von Land vor der Baulinie 
zu Strassenbauzwecken eine Teilenteignung darstelle, wobei dieses Land innerhalb des Bauli-
nienbereichs nicht oder nur beschränkt baulich nutzbar gewesen sei. Dieser mit einem Bauver-
bot belegte Landstreifen werde grundsätzlich tiefer als das übrige Land bewertet. Die Festset-
zung des Bodenwerts könne aber nicht losgelöst von der Frage erfolgen, ob das Restgrund-
stück durch die Abtretung einen Minderwert erfahren habe. Im vorliegenden Fall verlören die 
Enteigneten nicht nur eine Fläche von 139 m2, sondern auch die darauf entfallende bauliche 
Nutzung auf dem Restgrundstück, weshalb der volle Verkehrswert zu entschädigen sei. Die 
Entschädigungsforderungen für einen zusätzlichen Minderwert oder sonstige Nachteile wies 
das Enteignungsgericht hingegen ab. 
 
D. Dagegen hat der Kanton Basel-Landschaft, vertreten durch die Bau- und Umweltschutz-
direktion, mit Eingabe vom 10. Dezember 2021 beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abtei-
lung Verfassungs- und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht), Beschwerde erhoben mit dem 
Rechtsbegehren, das Urteil des Enteignungsgerichts vom 1. Juli 2021 sei in Bezug auf die Ent-
schädigung für die formell enteignete Fläche von 139 m2 aufzuheben und die Entschädigung sei 
neu auf Fr. 241.70/m2, eventualiter auf Fr. 483.30/m2, festzusetzen. Subeventualiter sei die Ent-
schädigung unter Anwendung der Grundsätze betreffend die Streifenenteignung von Vorgarten-
land vom Kantonsgericht festzulegen. Subsubeventualiter sei die Angelegenheit zur Festset-
zung der Landpreisentschädigung an das Enteignungsgericht zurückzuweisen. Dies habe unter 
o/e-Kostenfolge zu geschehen. In der Beschwerdebegründung vom 10. Februar 2022 rügt der 
Beschwerdeführer eine Verletzung des enteignungsrechtlichen Grundsatzes der vollen Ent-
schädigung, indem die Enteigneten bereichert worden seien. Der von der Vorinstanz ermittelte 
Verkehrswert von Fr. 1'450.--/m2 werde nicht grundsätzlich angefochten. Diesen Wert habe die 
Vorinstanz aber unter Missachtung der Vorgartenlage des enteigneten Landes in rechtsverlet-
zender Weise und entgegen der gefestigten Gerichtspraxis nicht reduziert. Sie habe zu Unrecht 
die Entschädigungsgrundsätze für unüberbautes Land angewendet. Bei vollständig überbauten 

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Grundstücken wie der streitgegenständlichen Parzelle habe der Verlust der Abtretungsfläche 
keinen Einfluss auf die Ausnützung des Grundstücks, weshalb die Werteinbusse unter dem 
Baulandpreis zu liegen komme. Es seien auch keine konkreten Pläne vorhanden, das Gebäude 
abzureissen und auf dem Grundstück ein neues Gebäude zu bauen, bei welchem die verklei-
nerte Parzelle einen Einfluss auf die bauliche Ausnutzung haben könne. Entgegen der Vor-
instanz könne das für die Strasse und Anlagen abgetretene Land in einem künftigen Baubewil-
ligungsverfahren durchaus bei der Nutzungsberechnung berücksichtigt werden, so dass die 
bauliche Nutzung des Restgrundstücks ohnehin nicht beeinträchtigt werde. Es sei ein Überbau-
ungsabzug von 50 % vom Baulandpreis angebracht. Davon sei gemäss enteignungsgerichtli-
cher Rechtsprechung ein weiterer Abzug von zwei Dritteln anzubringen, woraus sich ein zu ent-
schädigender Quadratmeterpreis von Fr. 241.70 ergebe. 
 
E. Die Vorinstanz verzichtet mit Eingabe vom 17. März 2022 auf Stellungnahme. 
 
F. B.____ (Beschwerdegegner 2) weist in seiner Vernehmlassung vom 13. April 2022 da-
rauf hin, dass die Vorinstanz nicht nur den Landpreis in Betracht gezogen habe, sondern auch 
den Inkonvenienzen vor und während der Bauphase, der massiven Abwertung der Eigentums-
wohnungen und dem Wegfall von schattenbietenden Bäumen, Rasenfläche etc. Rechnung ge-
tragen habe. 
 
G. J.____ und K.____ (Beschwerdegegner 10), vertreten durch Roman Zeller, Advokat, 
stellen in ihrer Vernehmlassung vom 15. April 2022 Antrag auf Abweisung der Beschwerde un-
ter o/e-Kostenfolge. Sie beklagen, dass die Vorinstanz trotz des Verlusts von Gartenfläche, Nä-
herrückens der Strasse, der Fällung eines Baumes und beeinträchtigter Verkehrssicherheit kei-
nen Minderwert festgelegt habe. Korrekterweise habe sie aber festgehalten, dass durch die 
Teilenteignung die Nutzungsmöglichkeiten bei künftigen Bauprojekten reduziert würden, was 
voll zu entschädigen sei. Die Höhe der gewährten Entschädigung sei auch deswegen rechtens, 
weil darin bereits ein Abzug vom in Wirklichkeit deutlich höheren Verkehrswert enthalten sei. 
 
H. Die übrigen Beschwerdegegner haben sich nicht vernehmen lassen. 
 
I. Das Kantonsgericht hat heute vor Ort einen Augenschein durchgeführt. An der an-
schliessenden Parteiverhandlung halten die Parteien - soweit sie anwesend sind und plädie-
ren - an ihren schriftlich gestellten Anträgen fest. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1. Gemäss § 43 Abs. 2 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessord-
nung (VPO) vom 16. Dezember 1993 ist die verwaltungsgerichtliche Beschwerde beim Kan-
tonsgericht zulässig gegen Entscheide von Gerichten, sofern die kantonale Gesetzgebung und 
die Verfassung die Zuständigkeit des Kantonsgerichts als Verwaltungsgericht vorsehen. § 47 
Abs. 1 des Gesetzes über die Enteignung (EntG) vom 19. Juni 1950 statuiert, dass der Ent-
scheid des Enteignungsgerichts über Art und Höhe der Entschädigung an das Kantonsgericht 

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weitergezogen werden kann. Das Beschwerdeverfahren untersteht der Verwaltungsprozess-
ordnung, soweit das Enteignungsgesetz keine Spezialregelung enthält (§ 47 Abs. 3 EntG). Die 
Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht des Kantonsgerichts ist damit für die Beurteilung 
der vorliegenden Beschwerde zuständig. Der Beschwerdeführer ist als Enteigner zur Be-
schwerde befugt (§ 47 Abs. 1 EntG). Die Erfordernisse betreffend Form und Frist (§ 74 Abs. 1 
EntG) sind erfüllt. Auf die Beschwerde ist einzutreten. 
 
2. Bei der Höhe der Enteignungsentschädigung handelt es sich um eine Rechtsfrage, die 
das Kantonsgericht mit voller Kognition prüft (§ 45 Abs. 1 lit. a VPO). 
 
3. Angefochten und zu prüfen ist die Höhe der Entschädigung für die dauernde Enteignung 
einer Teilfläche von 139 m2 der Parzelle Nr. A-284, GB Allschwil. Von den Rechtsbegehren 
nicht umfasst und damit nicht Gegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens ist die Ent-
eignungsentschädigung für die Dienstbarkeit mit Bau- und Nutzungsbeschränkung im Bereich 
der "Freihaltezone Sicht". 
 
4.1 Die Parzelle Nr. A-284, GB Allschwil, weist eine annähernd rechteckige Form auf. Ab 
dem Uferbereich des Dorfbachs verläuft sie auf einer Strecke von rund 100 m (gemessen ab 
Plan) in nordöstlicher Richtung entlang des als Kantonsstrasse klassifizierten Grabenrings bis 
zur rechtwinkligen Kreuzung mit dem Hegenheimermattweg, einer kommunalen Sammel-
strasse. Auf der anliegenden Seite weist die Parzelle entlang des Hegenheimermattwegs eine 
Tiefe von rund 30 m auf. Von der Gesamtfläche von 3'027 m2 liegen 2'755 m2 in der Wohnzone 
W3 und 272 m² in der Zone für öffentliche Werke + Anlagen öW+A. Auf dem Grundstück stehen 
zwei durch eine unterirdische Autoeinstellhalle verbundene Mehrfamilienhäuser aus den 
1970er-Jahren, welche die Liegenschaft maximal ausnutzen. Konkrete Pläne für einen Abriss 
und Neubau existieren nicht. Gemäss dem rechtskräftigen Landerwerbsblatt beansprucht der 
Beschwerdeführer an der östlichen Ecke der Parzelle für den Bau des Kreisels Grabenring/
Hegenheimermattweg einen bisher der Wohnzone W3 zugeordneten Streifen unbebautes Land 
vor der Baulinie im Halte von 139 m2 für die neu erstellten Strassen- und Trottoirflächen. 
 
4.2 Gemäss Art. 26 Abs. 2 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV) und § 17 EntG 
darf die Enteignung von Grundeigentum nur gegen volle Entschädigung erfolgen. Durch die 
Enteignung muss der Enteignete vermögensmässig so gestellt werden, wie wenn die Enteig-
nung nicht stattgefunden hätte. Es gilt der Grundsatz, dass der Enteignete mithilfe der Enteig-
nungsentschädigung insgesamt weder besser noch schlechter gestellt werden soll als ohne 
Eintritt der Enteignung (RUDOLF MERKER, Der Grundsatz der "vollen Entschädigung" im Enteig-
nungsrecht, Zürich 1975, S. 4; PETER WIEDERKEHR, Die Expropriationsentschädigung, Zürich 
1966, S. 19; FRANZ KESSLER COENDET, Formelle Enteignung, in: Biaggini et al. [Hrsg.], Fach-
handbuch Verwaltungsrecht, Zürich 2015, Rz. 26.134). Laut § 19 Abs. 1 EntG sind bei der 
Festsetzung der Entschädigung alle Nachteile zu berücksichtigen, die dem Enteigneten aus der 
Entziehung oder Beschränkung seiner Rechte erwachsen. Demnach sind zunächst der volle 
Verkehrswert des enteigneten Grundstückes oder Rechtes (§ 19 Abs. 1 lit. a EntG) und, wenn 
von einem Grundstück oder mehreren wirtschaftlich zusammenhängenden Grundstücken nur 
ein Teil in Anspruch genommen wird, auch der Betrag, um den der Verkehrswert des verbliebe-

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nen Teils sich vermindert (Minderwert, § 19 Abs. 1 lit. b EntG), zu vergüten. Zusätzlich sind alle 
weiteren dem Enteigneten verursachten Nachteile, die sich nach dem gewöhnlichen Lauf der 
Dinge als Folge der Enteignung voraussehen lassen (Inkonvenienzen, § 19 Abs. 1 lit. c EntG), 
zu entschädigen. Bei der Ermittlung des Verkehrswertes ist auch die Möglichkeit einer besseren 
Verwendung angemessen zu berücksichtigen (§ 19 Abs. 2 EntG). Diese Bestimmungen des 
kantonalen Enteignungsgesetzes stimmen sowohl im Wortlaut als auch inhaltlich mit denjenigen 
des Bundesgesetzes über die Enteignung vom 20. Juni 1930 vollends überein (vgl. auch die 
Präambel des EntG; Urteil des Kantonsgerichts, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 
[KGE VV], vom 9. November 2011 [810 10 541] E. 3.2). 
 
4.3 Die Vorinstanz erwog zur Berechnung des Verkehrswerts, gemäss der amtlichen Aus-
kunft des Bereichs Immobilienverkehr des Hochbauamtes Basel-Landschaft habe in den ver-
gangenen zehn Jahren in Allschwil ein einziges unbebautes Grundstück in der Wohnzone W3 
die Hand gewechselt, dies zu einem Quadratmeterpreis von Fr. 1'600.--. Da im vorliegenden 
Fall keine genügend hohe Anzahl von Vergleichspreisen vorhanden sei, könne die statistische 
Methode der Verkehrswertberechnung nicht angewandt werden. Demzufolge sei nach der Ver-
gleichsmethode vorzugehen. Die im Jahr 2019 verkaufte Parzelle eigne sich hinsichtlich Lage 
und Umgebung als Vergleichsobjekt. Im Unterschied zum Vergleichsobjekt liege die Parzelle 
Nr. A-284 unmittelbar an einer vielbefahrenen Strasse mit entsprechend hohen Lärmimmissio-
nen, während die Vergleichsliegenschaft an einer vergleichsweise wenig befahrenen Strasse 
gelegen sei. Der Landpreis für die von der formellen Enteignung betroffene Fläche sei demzu-
folge gegenüber dem für die Vergleichsparzelle dokumentierten Quadratmeterpreis deutlich zu 
senken. Gleichzeitig sei die besonders gute Erschliessung von Parzelle Nr. A-284 sowohl für 
den Individualverkehr (Zufahrt zur Tiefgarage) als auch durch den öffentlichen Verkehr leicht 
wertvermehrend gegenüber dem Vergleichsobjekt zu berücksichtigen. Wertmindernd sei weiter 
in Anschlag zu bringen, dass die streitbetroffene Liegenschaft im Unterschied zum Vergleichs-
objekt, welches im Verkaufszeitpunkt vom 4. Januar 2019 unbebaut gewesen sei, mit zwei Ge-
bäuden bebaut sei. Nach Würdigung aller werterhöhenden und -mindernden Faktoren resultiere 
ein gegenüber dem Vergleichspreis von Fr. 1'600.-- um Fr. 150.-- reduzierter Quadratmeterpreis 
als Verkehrswert der Parzelle Nr. A-284, GB Allschwil. 
 
4.4 Da vorliegend eine Teilfläche von Land vor der Baulinie enteignet wird, prüfte die Vor-
instanz in einem nächsten Schritt, ob der vom Enteigner geforderte Abzug vom ermittelten Ver-
kehrswert gerechtfertigt sei. Nach Lehre und Rechtsprechung werde der mit einem Bauverbot 
belegte Landstreifen zwischen Strasse und Baulinie tiefer als das übliche Land bewertet, wenn 
die Abtretung die bauliche Nutzung des Grundstücks nicht beeinträchtige. Sei das Mass der 
zulässigen baulichen Nutzung eines Grundstücks wie vorliegend durch Ausnutzungs- oder 
Überbauungsziffern bestimmt, so verringere sich mit dem Verlust einer bestimmten, innerhalb 
der fraglichen Bauzone gelegenen Fläche die auf dem Restgrundstück verbleibende zulässige 
Nutzung proportional zum Flächenverlust, und zwar unabhängig von der konkreten Lage der 
enteigneten Teilfläche. Eine Reduktion der Entschädigung rechtfertige sich nach dem Ausge-
führten einzig in Fällen, in denen die auf dem Restgrundstück zugelassene bauliche Nutzung 
(d.h. nach der Enteignung einer Teilfläche) gegenüber der auf dem Ursprungsgrundstück zuge-
lassenen unverändert bleibe. Bei der hier in Frage stehenden Abtretung weise das Grundstück 

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bei der gemäss kommunalem Zonenreglement anwendbaren Bebauungsziffer für die Wohnzo-
ne W3 von 26 % eine ursprüngliche Bebauungsfläche von insgesamt 787.02 m2 (3'027 m2 x 
0.26) auf. Mit dem Verlust von 139 m2 verbleibe den Enteigneten ein Grundstück mit einer zu-
gelassenen Bebauungsfläche von 750.88 m2. Insgesamt würden die Enteigneten damit nicht 
allein die abzutretende Fläche von 139 m2, sondern auch die darauf entfallende bauliche Nut-
zung verlieren. Zwar könne der Gemeinderat gestützt auf das aktuell gültige Zonenreglement 
eine Nutzungsumlagerung bewilligen, allerdings sei vorliegend weder erstellt noch behauptet, 
dass der Gemeinderat einer Nutzungsumlagerung bereits zugestimmt habe. Da sich vorliegend 
die bebaubare Fläche der Parzelle durch die Enteignung reduziere und der Enteigner den Ent-
eigneten keine Nutzungsumlagerung gewährt habe und auch nicht gewähren könne, weil nicht 
er (d.h. der Kanton), sondern die Gemeinde dafür zuständig sei, bleibe es dabei, dass die for-
melle Enteignung der Teilfläche zum vollen Verkehrswert von Fr. 1'450.--/m2 zu entschädigen 
sei. 
 
5. Der Beschwerdeführer beanstandet, dass die Vorinstanz den - grundsätzlich nicht an-
gefochtenen - Quadratmeterpreis unter Missachtung der Vorgartenlage des enteigneten Landes 
nicht reduziert hat, was im Ergebnis zu einer rechtswidrigen Bereicherung der Enteigneten füh-
re. 
 
5.1 Der zu entschädigende volle Verkehrswert des enteigneten Grundstückes (§ 19 Abs. 1 
lit. a EntG) entspricht dem Erlös, der bei einer Veräusserung im freien Handel am Stichtag ob-
jektiverweise hätte erzielt werden können (vgl. HEINZ HESS/HEINRICH WEIBEL, Das Enteignungs-
recht des Bundes, Band I, Bern 1986, Rz. 50 zu Art. 19; KESSLER COENDET, a.a.O., Rz. 26.137; 
BGE 122 II 246 E. 4a). Wird nur ein Teil einer Parzelle enteignet, so entspricht der Verkehrs-
wert grundsätzlich dem Preis, zu dem dieser abgetrennte Teil auf dem Markt verkauft werden 
könnte. Der Verkehrswert eines Grundstücks hängt dabei massgeblich von seinen Nutzungs-
möglichkeiten ab. Als preisbestimmender Faktor steht die bauliche Nutzung im Vordergrund 
(WIEDERKEHR, a.a.O., S. 69; BGE 82 II 397 E. 6). Im vorliegenden Fall der Teilenteignung han-
delt es sich um eine sogenannte Streifenenteignung, d.h. um den Entzug eines kleineren Land-
streifens zwischen Strasse und Baulinie, der bei überbauten Grundstücken ungeachtet seiner 
Gestaltung auch als Vorgartengebiet bezeichnet wird. Ein eigentlicher Marktpreis für Vorgarten-
land existiert nicht, denn derartige Flächen werden auf dem ordentlichen Immobilienmarkt nicht 
gehandelt. Das Vorgartenland ist mit einem Bauverbot belegt (vgl. § 96 des Raumplanungs- 
und Baugesetzes [RBG] vom 8. Januar 1998). Der Vorgarten weist auch nicht den Charakter 
von vollwertigem Bauland auf, denn der enteignete Streifen hat weder die Form noch die Grös-
se, um darauf eine Baute erstellen zu können. Es handelt sich somit um minderwertiges Land 
ohne eigentlichen Verkehrswert (WIEDERKEHR, a.a.O., S. 73; HESS/WEIBEL, a.a.O., Rz. 106 zu 
Art. 19). Die Festsetzung des Bodenwertes kann in der Regel auch nicht losgelöst von der Fra-
ge erfolgen, ob das Restgrundstück durch die Abtretung einen Minderwert (Art. 19 Abs. 1 lit. b 
EntG) erfahren habe (BGE 105 Ib 327 E. 1c). Für die Bemessung der Entschädigung ist des-
halb entscheidend, welchen Preis Käufer im freien Handel für dasselbe Grundstück einmal mit 
und einmal ohne die enteignete Fläche zu bezahlen bereit wären (sog. Differenzmethode, vgl. 
KESSLER COENDET, a.a.O., Rz. 26.144; WIEDERKEHR, a.a.O., S. 73). Die mit dieser Methode 
verbundene doppelte Verkehrswertschätzung ist allerdings aufwendig und mit erheblichen prak-

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tischen Schwierigkeiten verbunden. In der Praxis wird zur Vereinfachung der Schätzung zu-
nächst ein durchschnittlicher Quadratmeterpreis vor der Enteignung für das gesamte Grund-
stück ermittelt, der auf einem Vergleich mit den tatsächlich gezahlten Preisen für vergleichbare 
Grundstücke beruht. Dieser durchschnittliche Quadratmeterpreis wird auf die Fläche des Vor-
gartens angewendet und in einem zweiten Schritt an die konkreten Verhältnisse angepasst (vgl. 
RAPHAËL EGGS, Les "autres préjudices" de l'expropriation, Genf 2013, Rz. 389). 
 
5.2 Ist eine Liegenschaft bereits vollständig überbaut, erleidet das Restgrundstück durch 
den Entzug von innerhalb der Baulinie gelegenen Terrains eine Werteinbusse, die unter dem 
üblichen Baulandpreis liegt. Mit anderen Worten liegt in diesem Fall der Preis pro Quadratmeter 
innerhalb der Baulinie deutlich unter demjenigen des übrigen Grundstücks (vgl. aus der neue-
ren bundesgerichtlichen Rechtsprechung: Urteil des BGer 1C_681/2019 vom 19. Mai 2021 
E. 3.3; Urteil des BGer 1C_446/2016 vom 17. Januar 2017 E. 6.3; Urteil des BGer 
1C_339/2013 vom 27. August 2013 E. 2.4; Urteil des BGer 1C_239/2012 vom 7. September 
2012 E. 5.3). Die konkrete Höhe der Wertverminderung hängt weitgehend davon ab, ob die 
zulässige bauliche Ausnutzung auf dem Restgrundstück beschränkt wird. Bemisst sich das 
Mass der zulässigen baulichen Ausnutzung eines Grundstücks nach den anwendbaren Bauvor-
schriften auf Basis der Grundstücksfläche, so verringern sich mit dem Verlust der Vorgartenflä-
che die auf dem Restgrundstück verbleibenden Nutzungsmöglichkeiten. Der resultierende Min-
derwert ist diesfalls in die Entschädigung miteinzubeziehen. Wird die Intensität der baulichen 
Nutzung trotz Reduktion der überbaubaren Fläche jedoch insgesamt nicht geschmälert und 
erfährt lediglich die Gestaltungsfreiheit hinsichtlich der Grundrisse einer allfälligen Neuüberbau-
ung eine geringfügige Einschränkung, so darf die der Überbauung entzogene Fläche nach der 
langjährigen kantonalen Rechtsprechung nicht zum vollen Verkehrswert entschädigt werden 
(vgl. BLVGE 1987 Nr. 13.2 E. 2, mit Verweis auf VGE vom 12. November 1968 i.S. G.P., in: 
Amtsbericht des Verwaltungsgerichts an den Landrat pro 1968, S. 20; Urteil des EntGer vom 
21. Januar 2021 [650 19 58] E. 2.2.4.2; vgl. auch HESS/WEIBEL, a.a.O., Rz. 106 zu Art. 19; 
WIEDERKEHR, a.a.O., S. 69 ff.; EGGS, a.a.O., Rz. 389). Diese Praxis entspricht dem Kardinal-
prinzip der vollen Entschädigung und steht im Einklang mit der Eigentumsgarantie (vgl. BGE 
122 I 168 E. 4). 
 
5.3 Die Vorinstanz hat sich im angefochtenen Entscheid an diesen Grundsätzen orientiert. 
Sie ging betreffend die Vorfrage der zukünftigen baulichen Nutzungsmöglichkeiten davon aus, 
dass im vorliegenden Fall für die Berechnung der baulichen Nutzung die vorhandene Parzellen-
fläche massgebend sei und keine Nutzungsumlagerung nach § 89 RBG gewährt worden sei, 
weswegen sich die zugelassene bauliche Nutzung auf dem Restgrundstück durch die erzwun-
gene Landabtretung reduziere. Wie der Beschwerdeführer zutreffend vorbringt, hat die Vor-
instanz diesbezüglich die Rechtslage verkannt. Das Reglement über die Zonenvorschriften 
Siedlung der Einwohnergemeinde Allschwil (ZRS) vom 14. November 2007 erklärt zwar in der 
Tat für die Berechnung der baulichen Nutzung die im Zeitpunkt der Erteilung der Baubewilligung 
vorhandene Parzellenfläche für massgebend (§ 3 Abs. 1 ZRS) und die bauliche Nutzung eines 
Grundstückes wird durch die von der Parzellenfläche abgeleitete Bebauungsziffer (§ 4 Abs. 1 
ZRS) und das Gebäudeprofil definiert (vgl. die Zonentabelle in § 27 ZRS). Ebenso ist unbestrit-
ten, dass der Gemeinderat vorliegend keine im Rahmen einer Nutzungsumlagerung aus-

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nahmsweise zulässige Abweichung von der zulässigen Bebauungsziffer gestattet hat (vgl. § 9 
ZRS) oder dass eine solche Ausnahmebewilligung in Aussicht gestellt wurde. Im vorliegenden 
Fall ist aber zusätzlich § 3 Abs. 3 ZRS einschlägig, was die Vorinstanz zu übersehen scheint. 
Gemäss dieser Norm gestattet der Gemeinderat den Einbezug von abgetretenem Land für 
Strassen und Anlagen bei der Nutzungsberechnung, sofern dies bei der Festlegung der Höhe 
der Landentschädigung berücksichtigt wurde. Die Nutzungsanrechnung nach § 3 Abs. 3 ZRS ist 
von der Nutzungsumlagerung nach § 9 ZRS zu unterscheiden. Erstere Bestimmung stammt 
ursprünglich aus den kantonalen Zonenreglements-Normalien und ist auf Streifenenteignungen 
wie die vorliegende zugeschnitten. Der Verlust von Parzellenfläche wird so durch eine Erhö-
hung der Ausnützung der Restparzelle aufgefangen. Der Einbezug von für Strassen abgetrete-
nem Land in die Nutzungsberechnung soll den Besitzstand der Enteigneten so weit wie möglich 
wahren. Sieht das kommunale Zonenreglement diese Möglichkeit vor und verkleinert sich das 
Baufeld wie im vorliegenden Fall nicht, weil weiterhin bis zur unveränderten Baulinie gebaut 
werden kann, geht mit der Streifenenteignung von Gesetzes wegen keine bauliche Ausnützung 
verloren und ist für das Vorgartenland eine deutliche Reduktion vom ermittelten Baulandwert 
vorzunehmen. 
 
5.4 Was die Beschwerdegegner 10 dagegen einwenden, ist unbehelflich. Die von ihnen ins 
Spiel gebrachte Gefahr, dass das Wissen um potentielle Nutzungsanrechnungen mit der Zeit 
bei den Wohnungseigentümern und insbesondere bei den künftigen Mitarbeitern der Gemeinde 
verloren gehen könnte, ist rein hypothetischer Natur. Es trifft zwar zu, dass kein öffentlich ein-
sehbares Kataster zu Streifenenteignungen existiert und der Nachweis für eine erfolgte Landab-
tretung (mit der Höhe der Landentschädigung) von der Grundeigentümerschaft zum Zeitpunkt 
eines künftigen Baugesuches zu erbringen sein wird. Auch mögen auf Seite der (am vorliegen-
den Enteignungsverfahren nicht beteiligten) Gemeinde möglicherweise keine Akten dazu vor-
handen sein. Die Beschwerdegegner haben es aber selber in der Hand und jedes Interesse 
daran, das Wissen um die ihnen zustehende Nutzungsanrechnung zu bewahren und weiterzu-
geben. Ohnehin dürfte eine aussenstehende Fachperson auch noch nach Jahrzehnten auf-
grund der Verkehrsflächen, der Parzellenform und am Verlauf der Baulinien unschwer erken-
nen, dass eine Streifenenteignung stattgefunden haben muss. Mit einem gerichtlichen Urteil, 
das den Abzug für nicht überbaubares Vorgartenland in den Erwägungen zur Höhe der Ent-
schädigung festhält, wird der Nachweis auch dannzumal rechtssicher zu erbringen sein. Die 
Beschwerdegegner riskieren im Übrigen auch nicht, dass der Gemeinderat den Einbezug des 
abgetretenen Landes bei der Nutzungsberechnung verweigert. Wenn der Gesetzeswortlaut bei 
§ 3 Abs. 3 ZRS von "gestatten" spricht, ist damit - anders als bei der Nutzungsumlagerung nach 
§ 9 ZRS, wo dasselbe Wort verwendet wird - kein individuell-konkreter Ermessensentscheid 
des Gemeinderats angesprochen. Die Bestimmung ist als Anspruchsnorm ausgestaltet, so dass 
bei der streitgegenständlichen Parzelle die Nutzungsberechnung unter Einbezug der abgetrete-
nen Fläche zu gestatten sein wird. Wenn die Beschwerdegegner 10 weiter pauschal vorbringen, 
der Quadratmeterpreis sei im ersten methodischen Schritt mit Fr. 1'450.--/m2 viel zu niedrig ver-
anschlagt worden, so vermögen sie die diesbezügliche vorinstanzliche Einschätzung nicht als 
fehlerhaft auszuweisen. Sie zeigen damit namentlich nicht auf, dass mit diesem Preis das Prin-
zip der vollen Entschädigung - nach Vornahme des Vorgartenabzugs - im Ergebnis eingehalten 
würde. 

Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

5.5 Nach dem Gesagten beeinträchtigt der Verlust des Landes vor der Baulinie im vorlie-
genden Fall die bauliche Ausnutzung der bereits vollständig überbauten Parzelle nicht. Indem 
die Vorinstanz fälschlicherweise keinen Abzug für Vorgartenland vorgenommen und den vollen 
Baulandpreis zugesprochen hat, setzte sie die Entschädigung für die enteignete Fläche zu hoch 
an. Dadurch verletzt der angefochtene Entscheid den Grundsatz der vollen Entschädigung. Die 
Beschwerde erweist sich als begründet. 
 
6. Das Mass des unter dem Titel Vorgartenland vorzunehmenden Abzugs vom zu ent-
schädigenden Verkehrswert kann selten präzis bestimmt werden; vielmehr ist das Ausmass der 
Herabsetzung nach pflichtgemässem Ermessen festzulegen (vgl. BGE 122 I 168 E. 4c; BGE 
105 Ib 327 E. 1c). Geht es um Fragen des fachtechnischen Ermessens in Enteignungssachen, 
ist die Vorinstanz das sachnähere erstinstanzliche kantonale Fachgericht. Praxisgemäss recht-
fertigt es sich aus diesem Grund, die Angelegenheit an die Vorinstanz zurückzuweisen zur neu-
en Festlegung der Entschädigungshöhe (vgl. KGE VV vom 9. November 2011 [810 10 541] 
E. 3.5.5). Im vorliegenden Fall wird dabei neben der Nutzungsanrechnung auch zu berücksich-
tigen sein, dass die Baulinien unverändert bestehen bleiben und sich die Grenzabstände mit 
der Landabtretung nicht mit in das Grundstücksinnere verschieben, weshalb das Baufeld durch 
die Enteignung nicht verkleinert wird. Die von den Beschwerdegegnern angeführten weiteren 
preisrelevanten Umstände haben gegebenenfalls ebenfalls in die neue Schätzung miteinzu-
fliessen. 
 
7. Aus dem Gesagten folgt, dass das angefochtene Urteil antragsgemäss aufzuheben und 
die Angelegenheit zur neuen Bemessung der Entschädigung für die dauerhafte Abtretung einer 
Teilfläche der Parzelle Nr. A-284, GB Allschwil, im Sinne der Erwägungen an die Vorinstanz 
zurückzuweisen ist. 
 
8. Es bleibt über die Kosten zu befinden. Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor 
dem Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren und 
die Beweiskosten und werden in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Aus-
mass auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend werden die 
Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 3'500.-- zu gleichen Teilen, d.h. im Umfang von je 
Fr. 350.--, den Beschwerdegegnern auferlegt. Der geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von 
Fr. 3'500.-- ist dem Beschwerdeführer zurückzuerstatten. Dem Kanton wird keine Parteient-
schädigung zugesprochen (§ 21 Abs. 2 VPO). Die Parteikosten sind dementsprechend wettzu-
schlagen. 
  

Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird das Urteil des Steuer- und  

Enteignungsgerichts, Abteilung Enteignungsgericht, vom 1. Juli 2021 
aufgehoben und die Angelegenheit zur Neubeurteilung im Sinne der 
Erwägungen an die Vorinstanz zurückgewiesen. 

   
 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 3'500.-- werden zu gleichen 

Teilen, d.h. im Umfang von je Fr. 350.--, den Beschwerdegegnern aufer-
legt. 
Der geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 3'500.-- wird dem 
Beschwerdeführer zurückerstattet. 

   
 3. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. 
 
 
 
Vizepräsident 
 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiber