# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d0f9d251-9d73-51a5-ac10-41305f520e2a
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-10-08
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 2. Kammer 08.10.2015 S 2015 37
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_002_S-2015-37_2015-10-08.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

S 15 37

2. Kammer als Versicherungsgericht

Vorsitz Moser
Richter Meisser, Racioppi 

Aktuarin Baumann-Maissen

URTEIL

vom 8. Oktober 2015

in der versicherungsrechtlichen Streitsache

A._____,

vertreten durch die Protekta Rechtsschutz-Versicherung AG, 

Beschwerdeführer

gegen 

B._____ Kranken- und Unfallversicherungen AG, 

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Martin Schmid, 

Beschwerdegegnerin

betreffend Versicherungsleistungen nach UVG

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1. A._____ arbeitet seit dem 1. April 2003 bei der C._____ AG. Aufgrund 

dieses Arbeitsverhältnisses ist er bei der B._____ Kranken- und 

Unfallversicherungen AG (nachfolgend: B._____) obligatorisch 

unfallversichert. 

2. Am 10. Februar 2014 stürzte A._____ auf einem vereisten Parkplatz und 

fiel auf sein linkes Hüftgelenk. Wegen zunehmender Schmerzen begab er 

sich am 9. April 2014 in ärztliche Behandlung. In der Folge führten die 

behandelnden Ärzte am 16. April 2014 eine MRI-Untersuchung und am 

6. Mai 2014 eine Arthro-MRT-Untersuchung am linken Hüftgelenk durch. 

Auf der Grundlage der durch diese bildgebenden Verfahren gewonnenen 

Befunde diagnostizierten sie bei A._____ einen Labrumriss bei einer 

CAM-Deformität und empfahlen eine Hüftarthroskopie mit Naht des 

Labrums und eine Schenkelhalsplastik. Am 14. Juli 2014 liess A._____ 

diesen Eingriff vornehmen. Anschliessend war er während einiger Monate 

in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt. 

3. Bereits am 9. April 2014 hatte die C._____ AG der B._____ mitgeteilt, 

A._____ sei am 10. Februar 2014 auf einem vereisten Parkplatz gestürzt 

und habe sich dabei Prellungen an der linken Hüfte zugezogen. Die 

B._____ holte die massgeblichen medizinischen Unterlagen ein und legte 

diese ihrem beratenden Arzt, Dr. med. D._____, vor. Dieser kam in der 

Beurteilung vom 18. Juni 2014 zum Schluss, die Hüftoperation vom 

14. Juli 2014 diene nicht der Behandlung unfallbedingter Verletzungen. 

Sich auf diese Beurteilung stützend, teilte die B._____ A._____ am 

26. Juni 2014 mit, nicht bereit zu sein, die Kosten für die Hüftoperation 

vom 14. Juli 2014 zu übernehmen. Mit Verfügung vom 9. Juli 2014 

bestätigte sie diese Auffassung und lehnte ihre Leistungspflicht mit 

Wirkung ab dem 13. Juli 2014 ab. Die dagegen erhobene Einsprache 

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wies die B._____ nach erneuter Konsultation ihres beratenden Arztes mit 

Entscheid vom 17. Februar 2015 ab.

4. Gegen diesen abschlägigen Einspracheentscheid reichte A._____ 

(nachfolgend: Beschwerdeführer) am 19. März 2015 Beschwerde beim 

Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden ein, mit dem Antrag, der 

Einspracheentscheid der B._____ vom 17. Februar 2015 sei aufzuheben 

und die B._____ sei zu verpflichten, dem Beschwerdeführer die 

gesetzlichen Leistungen zuzusprechen. Es werde zudem beantragt, der 

B._____ die Kosten für die bei Dr. med. E._____ eingeholte fachärztliche 

Beurteilung als Teil der von ihr zu tragenden Parteientschädigung 

aufzuerlegen. Zur Begründung dieser Anträge führte der 

Beschwerdeführer im Wesentlichen aus, die B._____ habe sich im 

angefochtenen Einspracheentscheid nur in ungenügender Weise mit der 

medizinischen Beurteilung von Dr. med. E._____ auseinandergesetzt. So 

sei es völlig unzutreffend, wenn die B._____ im angefochtenen 

Einspracheentscheid behaupte, Dr. med. E._____ bejahe bloss die 

Möglichkeit einer Unfallkausalität. Das Gegenteil sei der Fall. Dr. med. 

E._____ komme in seiner Beurteilung vom 29. September 2014 zum 

klaren Schluss, dass eine Unfallkausalität zwischen den die Hüftoperation 

bedingenden Beschwerden und dem Unfallereignis vom 10. Februar 2014 

mit überwiegender Wahrscheinlichkeit gegeben sei. Die Beschwerde sei 

somit gutzuheissen und die B._____ als zuständige 

Unfallversicherungsgesellschaft zu verpflichten, die aufgrund des Unfalls 

vom 10. Februar 2014 geschuldeten Versicherungsleistungen zu 

erbringen.

5. In der Vernehmlassung vom 30. März 2015 beantragte die B._____ 

(nachfolgend: Beschwerdegegnerin) die Abweisung der Beschwerde. Zur 

Begründung brachte sie primär vor, zur natürlichen Kausalität lägen die 

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Äusserungen des behandelnden Arztes des Beschwerdeführers, Dr. med. 

F._____, des vom Beschwerdeführer beauftragten Parteigutachters, 

Dr. med. E._____, sowie des beratenden Arztes der 

Beschwerdegegnerin, Dr. med. D._____, vor. Die fraglichen 

Beurteilungen stimmten insoweit überein, als danach die CAM-Deformität 

als krankheitsbedingt und damit vorbestehend anzusehen sei. 

Unterschiedlicher Auffassung seien Dr. med. F._____, Dr. med. E._____ 

und Dr. med. D._____ dagegen in der Frage, ob der craniale Labrumriss 

auf das Ereignis vom 10. Februar 2014 oder auf die CAM-Deformität 

zurückzuführen sei. Dabei gehe Dr. med. E._____ bei seiner Beurteilung 

von falschen Voraussetzungen hinsichtlich der Beweislastverteilung aus 

und bejahe letztendlich bloss die Möglichkeit einer Unfallkausalität. Dr. 

med. D._____ sei demgegenüber der Meinung, dass die CAM-Deformität 

zu einer Veränderung des Limbus geführt habe. Das Unfallereignis sei mit 

der Läsion nicht vereinbar. Der seitliche Sturz auf den Trochanter sei 

biomechanisch nicht geeignet, einen Labrumriss zu bewirken. Dies sei 

schlüssig und nachvollziehbar. Für die Auffassung von Dr. med. D._____ 

spreche ferner, dass der Beschwerdeführer erstmals am 9. April 2014 

einen Arzt aufgesucht und selbst angegeben habe, zwei Wochen nach 

dem Ereignis bis eine Woche vor der Unfallmeldung schmerzfrei gewesen 

zu sein. Die sturzbedingten Prellungsschmerzen seien folglich nach zwei 

Wochen zurückgegangen. 

6. In der Stellungnahme vom 22. April 2014 erneuerte der Beschwerdeführer 

seine Anträge. Im Hinblick auf die Parteientschädigung hielt er fest, deren 

Bemessung dem Gericht anheimzustellen. Dem beratenden Arzt, 

Dr. med. E._____, habe er für die Beurteilung vom 29. September 2014 

Fr. 480.-- bezahlt. Diese Auslagen seien bei der Bemessung der ihm 

zuzusprechenden Parteientschädigung zu berücksichtigen. Die 

Beschwerdegegnerin verzichtete auf eine Stellungnahme.

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Auf die weiteren Ausführungen der Verfahrensparteien und die 

eingereichten Beweismittel wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden 

Erwägungen eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen den Einspracheentscheid 

der Beschwerdegegnerin vom 17. Februar 2015. Gemäss Art. 1 Abs. 1 

des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) 

i.V.m. Art. 56 Abs. 1 und Art. 58 des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) kann 

gegen solche Einspracheentscheide beim Versicherungsgericht 

desjenigen Kantons Beschwerde erhoben werden, in welchem die 

versicherte Person oder der Beschwerde führende Dritte zur Zeit der 

Beschwerdeführung Wohnsitz hat. Der versicherte Beschwerdeführer 

wohnt in X._____, weshalb die örtliche Zuständigkeit des 

Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden für die Beurteilung der 

vorliegenden Beschwerde gegeben ist. Dessen sachliche und funktionelle 

Zuständigkeit ergibt sich aus Art. 57 ATSG i.V.m. Art. 49 Abs. 2 lit. a des 

Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100). Damit ist 

die Zuständigkeit des angerufenen Gerichts für die Beurteilung der 

vorliegenden Beschwerde zu bejahen. Als formeller und materieller 

Adressat des angefochtenen Einspracheentscheids ist der 

Beschwerdeführer davon überdies berührt und weist ein schutzwürdiges 

Interesse an dessen gerichtlicher Überprüfung auf (Art. 59 ATSG). Seine 

Beschwerdelegitimation ist damit zu bejahen. Auf die zudem frist- und 

formgerecht eingereichte Beschwerde ist somit einzutreten (Art. 1 UVG 

i.V.m. Art. 60 und Art. 61 lit. a ATSG). 

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2. Streitig und nachfolgend zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin die 

Unfallkausalität zwischen dem Ereignis vom 10. Februar 2014 und den 

die Hüftoperation vom 14. April 2014 bedingenden Beschwerden im 

angefochtenen Einspracheentscheid zu Recht verneint hat. Diesbezüglich 

wirft der Beschwerdeführer der Beschwerdegegnerin in formeller Hinsicht 

zunächst vor, sich mit der Beurteilung von Dr. med. E._____ nicht 

ausreichend auseinandergesetzt und dadurch seinen Anspruch auf 

rechtliches Gehör verletzt zu haben. Dieser Auffassung kann nicht gefolgt 

werden. Die Beschwerdegegnerin hat im angefochtenen 

Einspracheentscheid vorerst die aktenkundigen ärztlichen Beurteilungen 

zur natürlichen Kausalität zwischen dem Unfallereignis vom 10. Februar 

2014 und den interessierenden gesundheitlichen Beschwerden des 

Beschwerdeführers zusammenfassend wiedergegeben 

(Einspracheentscheid vom 17. Februar 2015 E.2.5). Bei deren Würdigung 

hielt sie alsdann fest, die fraglichen Beurteilungen stimmten insoweit 

überein, als danach die festgestellte CAM-Deformität als krankhafte 

Beeinträchtigung anzusehen sei. Unterschiedlicher Auffassung seien Dr. 

med. F._____, Dr. med. E._____ und Dr. med. D._____ einzig in der 

Frage, ob der craniale Labrumriss auf das Ereignis vom 10. Februar 2014 

oder auf die CAM-Deformität zurückzuführen sei. Der behandelnde Arzt 

des Versicherten, Dr. med. F._____, schliesse diesbezüglich aus der 

Beschwerdefreiheit vor dem Unfall auf eine Unfallkausalität. Der vom 

Beschwerdeführer beauftragte Gutachter, Dr. med. E._____, gehe von 

falschen Voraussetzungen hinsichtlich der Beweislastverteilung aus und 

bejahe letztendlich bloss die Möglichkeit einer Unfallkausalität. Dr. med. 

D._____ halte demgegenüber fest, dass die CAM-Deformität zu einer 

Veränderung des Limbus geführt habe. Das Unfallereignis sei mit der 

Läsion nicht vereinbar. Der seitliche Sturz auf den Trochanter sei 

biomechanisch nicht geeignet, einen Labrum-/Limbusriss – wie den 

vorliegend festgestellten – zu bewirken. Für die Auffassung von Dr. med. 

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D._____ spreche im Übrigen, dass der Versicherte erst am 9. April 2014 

erstmals den Arzt aufgesucht und selbst angegeben habe, zwei Wochen 

nach dem Ereignis bis eine Woche vor der Unfallmeldung schmerzfrei 

gewesen zu sein. Bei dieser Beweislage sei auf die überzeugende 

Beurteilung des beratenden Arztes, Dr. med. D._____, abzustellen, 

wonach die behandelten Beschwerden nicht mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit unfallkausal seien (Einspracheentscheid vom 

17. Februar 2015 E.2.5). In diesen Ausführungen hat sich die 

Beschwerdegegnerin mit der Auffassung von Dr. med. E._____ 

auseinandergesetzt und die Überlegungen genannt, von denen sie sich 

bei ihrer abschlägigen Entscheidung hat leiten lassen. Diese Begründung 

ermöglichte es dem Beschwerdeführer denn auch, Inhalt und Tragweite 

des angefochtenen Einspracheentscheids zu erkennen und diesen mit 

Beschwerde vom 19. März 2015 insbesondere mit Blick auf die darin 

vorgenommene Würdigung der massgeblichen ärztlichen Stellungnahmen 

sachgerecht anzufechten. Dass sich die Beschwerdegegnerin im 

angefochtenen Einspracheentscheid nicht mit jedem tatsächlichen 

Vorbringen und jedem rechtlichen Einwand des Beschwerdeführers 

auseinandergesetzt hat, ändert nichts daran, dass die 

Beschwerdegegnerin diesen ausreichend begründet hat und damit den 

Anforderungen von Art. 49 Abs. 3 ATSG gerecht geworden ist (vgl. zum 

Ganzen statt vieler BGE 126 V 75 E.5b/cc, 118 V 58; UELI KIESER, ATSG-

Kommentar, 3. Aufl., Zürich / Basel / Genf 2015, Art. 49 N. 55). Die Rüge 

des Beschwerdeführers, die Beschwerdegegnerin habe den 

angefochtenen Einspracheentscheid unzureichend begründet und 

dadurch seinen Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt, erweist sich 

folglich als unbegründet.

3. a) Zu prüfen bleibt in materieller Hinsicht, ob die Beschwerdegegnerin über 

den 13. Juli 2014 hinaus Leistungen wegen des Unfallereignisses vom 

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10. Februar 2014 zu erbringen hat. Diesbezüglich steht fest, dass der 

Beschwerdeführer am 10. Februar 2014 auf einem vereisten Parkplatz 

stürzte und dabei auf die linke Hüfte fiel (Akten der Beschwerdegegnerin 

[Bg-act.] 1). Im Nachgang zu diesem Ereignis begab er sich erstmals am 

9. April 2014 in ärztliche Behandlung (Bg-act. 1, 4, 5), worauf am 16. April 

2014 eine MRI-Untersuchung in der Klinik H._____ durchgeführt wurde. 

Diese zeigte einen Status nach Kontusion des vorderen Limbus acetabuli 

links ohne Ablösung bei einem im Übrigen regulären MRI beider 

Hüftgelenke und der Beckenbodenstrukturen ohne Anhaltspunkte für eine 

ossäre Läsion am proximalen Femor beidseits (Bg-act. 3). Am 6. Mai 

2014 unterzog sich der Beschwerdeführer alsdann einem Arthro-MRT der 

Hüfte, das ebenfalls in der Klinik H._____ durchgeführt wurde. Auf der 

Grundlage dieses bildgebenden Verfahrens und der übrigen Befunde 

diagnostizierten die behandelnden Ärzte beim Beschwerdeführer in der 

Folge eine craniale Labrumablösung respektive einen Limbusriss bei 

einer CAM-Deformität des Humeruskopfes (Bg-act. 3, 9). Streitig ist, ob 

die Beschwerdegegnerin für diese Verletzung, die am 14. Juli 2015 

mittels einer Hüftarthroskopie mit Naht des Labrums und einer 

Schenkelhalsplastik operativ behandelt wurden und zu einer 

mehrmonatigen Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers führte, 

aufzukommen hat. 

b) Nach Art. 10 Abs. 1 UVG hat der Versicherte Anspruch auf die 

zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen. Ist er infolge des Unfalles 

voll oder teilweise arbeitsunfähig, so hat er gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG 

überdies Anspruch auf ein Taggeld. Wird er infolge des Unfalles zu 

mindestens 10 % invalid, so kann er nach Art. 18 Abs. 1 UVG eine 

Invalidenrente beanspruchen, wenn von der Fortsetzung der 

medizinischen Behandlung keine namhafte Besserung des 

Gesundheitszustands mehr erwartet werden kann und allfällige 

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Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen 

sind (Art. 19 Abs. 1 UVG). Diese Versicherungsleistungen sind jedoch nur 

geschuldet, wenn der diesen zugrunde liegende Gesundheitsschaden die 

natürliche und adäquate Folge eines Unfallereignisses ist (Art. 4 ATSG; 

BGE 129 V 177 E.3). Als Ursachen im Sinne des natürlichen 

Kausalzusammenhangs gelten alle Umstände, ohne deren 

Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als 

in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht 

werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung 

des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall 

die alleinige oder unmittelbare Ursache einer gesundheitlichen Störung 

ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen 

Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität des Versicherten 

beeinträchtigt hat, der Unfall mit anderen Worten nicht weggedacht 

werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung 

entfiele. Für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs reicht 

es folglich aus, wenn der Unfall für eine bestimmte gesundheitliche 

Störung eine Teilursache bildet (BGE 129 V 177 E.3.1, 117 V 369 E.3a, 

115 V 134 E.3; ALEXANDRA RUMO-JUNGO/ANDRÉ PIERRE HOLZER, in: MURER 

/ STAUFFER [Hrsg.], Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. Aufl., 

Zürich / Basel / Genf 2014, Art. 6 S. 53). Besteht zwischen einem Unfall 

und einem Gesundheitsschaden ein solcher natürlicher 

Kausalzusammenhang, so begründet dies freilich nur eine 

Leistungspflicht des Unfallversicherers, wenn das Unfallereignis nach 

dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen 

Lebenserfahrung geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen 

herbeizuführen: der Eintritt dieses Erfolgs mithin durch das Ereignis 

allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E.3.2). Mit diesem 

Begriff des adäquaten Kausalzusammenhangs soll eine vernünftige 

Begrenzung, der aus der natürlichen Kausalkette zur Verfügung 

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stehenden Tatsachen und damit der Haftung erreicht werden (RUMO-

JUNGO, a.a.O., Art. 6 S. 57).

c) Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen 

Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, 

worüber die Verwaltung bzw. das im Beschwerdefall angerufene Gericht 

im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im 

Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines 

Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungsanspruches 

nicht (BGE 129 V 177 E.3.1, 117 V 369 E.3a, 115 V 134 E.3; KIESER / 

LANDOLT, Unfall – Haftung – Versicherung, Zürich / St. Gallen 2012, 

N. 559). Im Falle der Beweislosigkeit fällt der Entscheid zu Ungunsten 

derjenigen Partei aus, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt 

Rechte ableitet. Die Frage der Adäquanz ist hingegen rechtlicher Natur, 

wobei sie im Bereich organisch objektiv ausgewiesener Unfallfolgen 

praktisch keine Rolle spielt, da sich hier die adäquate weitgehend mit der 

natürlichen Kausalität deckt (BGE 134 V 109 E.2, 127 V 102 E.5b; RUMO-

JUNGO / HOLZER, a.a.O., Art. 6 S. 59).

4. Um beurteilen zu können, ob die im Mai 2014 beim Beschwerdeführer 

diagnostizierte Hüftverletzung durch den Unfall vom 10. Februar 2014 

verursacht wurde, hat die Beschwerdegegnerin ihrem beratenden Arzt, 

Dr. med. D._____, Facharzt für Rheumatologie und für physikalische 

Medizin und Rehabilitation, die hinsichtlich dieses Ereignisses 

eingeholten medizinischen Unterlagen vorgelegt und ihn im Juni sowie 

August 2014 gebeten, zur natürlichen Kausalität Stellung zu nehmen. 

Sich auf diese Beurteilungen stützend, lehnte sie es in der Folge ab, über 

den 13. Juli 2014 hinaus Leistungen wegen des Unfallereignisses vom 

10. Februar 2014 zu erbringen. 

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a) Ob dieses Vorgehen rechtmässig war, hängt in erster Linie davon ab, ob 

die Beurteilungen von Dr. med. D._____ beweiskräftig sind. Nach der 

bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist für den Beweiswert ärztlicher 

Berichte entscheidend, ob sie für die streitigen Belange umfassend sind, 

auf allseitigen Untersuchungen beruhen, die vom Beschwerdeführer 

geklagten Beschwerden berücksichtigen, in Kenntnis der Vorakten 

(Anamnese) abgegeben wurden, in der Beurteilung der medizinischen 

Zusammenhänge und der medizinischen Situation einleuchten und 

hinsichtlich der daraus gezogenen Schlussfolgerungen zu überzeugen 

vermögen. Ausschlaggebend für den Beweiswert der interessierenden 

ärztlichen Beurteilungen ist somit weder deren Herkunft noch 

Bezeichnung (vgl. 134 V 231 E.5.1, 125 V 351 E.3a, 122 V 160 E.1c). 

Dennoch hat es das Bundesgericht mit dem Grundsatz der freien 

Beweiswürdigung als vereinbar erachtet, in Bezug auf bestimmte Formen 

medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die 

Beweiswürdigung aufzustellen. Danach geniessen Berichte 

versicherungsinterner Spezialärzte – wie die vorliegend in Frage 

stehenden Beurteilungen von Dr. med. D._____ – vollen Beweiswert, 

wenn sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in 

sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit 

sprechen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem 

Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt für sich allein 

nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. 

Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die 

Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die 

erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im 

Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des 

hinzugezogenen Facharztes jedoch ein strenger Massstab anzulegen 

(BGE 122 V 157 E.1c, 120 V 367 E.3b). 

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b) Von diesen Grundsätzen ausgehend ist anschliessend zu prüfen, ob 

aufgrund der Beurteilungen von Dr. med. D._____ davon ausgegangen 

werden darf, dass nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt ist, 

dass die im Mai 2014 beim Beschwerdeführer diagnostizierte 

Hüftverletzungen auf den Unfall vom 10. Februar 2014 zurückzuführen 

sind. 

aa) Dr. med. D._____ hielt in seiner Beurteilung vom 18. Juni 2014 fest, die 

beim Versicherten an der linken Hüfte festgestellte CAM-Deformität sei 

krankheitsbedingt und als vorbestehend anzusehen. Sie habe mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit zu der festgestellten Veränderung des 

Limbus geführt. Zusätzlich sei der Unfallmechanismus nicht mit einer 

Limbusläsion vereinbar (Bg-act. 5). Auf entsprechende Nachfrage hin 

ergänzte Dr. med. D._____ diese Beurteilung am 26. August 2014 

dahingehend, als er festhielt, der Versicherte sei am 10. Februar 2014 auf 

eisigem Boden auf dem Postplatz mit einem Sack Kleingeld in der Hand 

auf die linke Seite gestürzt. Nach zwei Wochen ohne Arztbesuch und 

ohne Therapie sei er über Wochen beschwerdefrei gewesen. Erst Ende 

März 2014 seien starke Schmerzen aufgetreten, die zum erstmaligen 

Arztbesuch am 9. April 2014 geführt hätten und durch Medikamente 

sowie Physiotherapie behandelt worden seien. Das erste MRI vom 

16. April 2014, durchgeführt in der Klinik H._____, habe einen auffälligen 

Limbus gezeigt, ansonsten sei es bland gewesen. Am 6. Mai 2014 sei in 

der Klinik H._____ ein Arthro-MRT durchgeführt worden mit dem 

Beschrieb einer partiellen Ablösung des Limbus acetabuti vom 

acetabulum sowie einer CAM-Deformation des Femurkopfes / Hales. Die 

fachärztliche Beurteilung vom 6. Mai 2014 beschreibe die Ablösung 

respektive vollständige Rissbildung bei der CAM-Deformation. Zur 

Behandlung dieser Beeinträchtigungen hätten die behandelnden Ärzte 

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eine Hüftarthroskopie mit Naht des Labrums und eine Schenkelhalsplastik 

vorgeschlagen, die am 14. Juli 2014 durchgeführt worden seien (Bg-

act. 15). Gegen Unfallfolgen spreche das mit dem seitlichen Sturz auf den 

Trochanter fehlende biomechanische Ereignis, das einen Labrumriss 

verursachen könne. Im Übrigen brauche eine CAM-Deformität längere 

Zeit zur Bildung und sei keine Unfallfolge (Bg-act. 15). 

bb) Diese Beurteilungen von Dr. med. D._____ stimmen insofern mit jener 

des behandelnden Arztes des Beschwerdeführers, Dr. med. F._____, 

Chefarzt Orthopädische Chirurgie, Klinik H._____, überein, als dieser die 

im Mai 2014 entdeckte CAM-Deformität ebenfalls als vorbestehend 

ansieht. Im Übrigen führte er im Wiedererwägungsgesuch an die 

Beschwerdegegnerin vom 2. Juli 2014 jedoch aus, der Patient habe seit 

dem Sturz vom 10. Februar 2014 unter belastungsabhängigen 

Schmerzen gelitten. Initial habe er sich praktisch nicht mehr mobilisieren 

können. Die MRT-Untersuchung vom 16. April 2014 habe einen cranialen 

Labrumabriss gezeigt, der aus orthopädischer Sicht eindeutig auf den 

Sturz vom 10. Februar 2014 zurückzuführen sei. Die in der MRT-

Untersuchung gesehene CAM-Deformität des Hüftgelenks sei seiner 

Meinung nach ein Zufallsbefund, da der Patient vor dem Sturz bezüglich 

des Hüftgelenks beschwerdefrei gewesen sei. Zudem seien in der 

Literatur Fälle beschrieben, bei denen Patienten mit einer CAM-

Deformität nicht an Hüftbeschwerden litten. Seiner Meinung nach bestehe 

eindeutig ein kausaler Zusammenhang zwischen dem Sturz und dem 

Labrumriss (Bg-act. 9).

cc) Zu demselben Ergebnis gelangte der vom Beschwerdeführer im 

vorinstanzlichen Verfahren beigezogene Experte, Dr. med. E._____, 

Allgemeine Medizin FMH, FA Manuelle Medizin FMH, FA Vertrauensarzt 

FMH, in seiner Beurteilung vom 29. September 2014 (Bg-act. 19). 

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Danach litt der Beschwerdeführer zwar unmittelbar nach dem Unfall vom 

10. Februar 2014 nicht unter anhaltenden Beschwerden. Aus 

versicherungsärztlicher Sicht müsse die B._____ aber beweisen, dass der 

Labrumriss auch ohne das Dazutun des Unfallereignisses zum gleichen 

Zeitpunkt aufgetreten wäre. Bei einem Sturz direkt auf die Trochanter 

(primär würden Trochanter-schmerzen gemeldet) sei unter 

Berücksichtigung der Schenkelhals-Femur-Achse mit einem Kraftvektor 

zu rechnen, welcher nach zentral und kranial gerichtet sei; d.h. es sei mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit vorstellbar, dass diese 

biomechanische Unfallkomponente geeignet gewesen sei, zu einer 

Überlastung bzw. Quetschung des Labrums zu führen. Dies obwohl das 

Labrum repetitiv zwischen Pfannenrand und Schenkelhals gequetscht 

werden könne, womit eine solche Verletzung ohne Hinzutreten eines 

Unfallereignisses auftreten könne. Es sei vorstellbar und mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit anzunehmen, dass das Labrum kranial 

durch die vorbestehende CAM-Deformität schon vorgeschädigt gewesen 

sei und das Ereignis die eigentliche Labrumablösung bewirkt habe. Aus 

versicherungsärztlicher Sicht könne deshalb nicht mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit die Auffassung vertreten werden, dass ohne das 

Dazutun des Ereignisses die Labrumläsion zum jetzigen Zeitpunkt 

symptomatisch geworden wäre (Bg-act. 19 S. 1). Mit anderen Worten 

läge eine Teilunfallkausalität respektive eine vorübergehende 

Traumatisierung der Hüfte bei höchstwahrscheinlich vorbestehendem, 

deformationsbedingten Schaden des cranialen Labrums vor. Die aktuellen 

Schmerzen seien durch einen Labrumriss cranial erklärbar und die 

Behandlung der CAM-Deformität könne als prophylaktische Therapie 

angesehen werden, um weitere Quetschungen des Labrums zu 

verhindern und zur Vorbeugung einer Coxarthrose. Da die Labrumläsion, 

welche durch das Unfallereignis mindestens im Rahmen von 75 % erklärt 

werden könne, und die eigentliche Schmerzursache sei, mit 

- 15 -

überwiegender Wahrscheinlichkeit auf den Sturz vom 10. Februar 2014 

zurückzuführen sei, sei eine Teilursache zwischen den aktuellen 

Hüftbeschwerden und dem Unfall vom 10. Februar 2014 zu bejahen. Der 

Status quo sine sollte innerhalb von drei bis vier Monaten ab 

Operationsdatum erreichbar sein. Mit einem unfallbedingten Restschaden 

sei bei komplikationslosem Verlauf der Operation und der postoperativen 

Phase nicht zu rechnen (Bg-act. 19 S. 2). 

c) Diese vorangehend auszugsweise wiedergegebenen ärztlichen 

Stellungnahmen stimmen insoweit überein, als nach der Beurteilung 

sämtlicher involvierter Ärzte die im Mai 2014 diagnostizierte CAM-

Deformität als krankheitsbedingt anzusehen ist und damit nicht durch den 

Unfall vom 10. Februar 2014 verursacht wurde. Unterschiedlich beurteilt 

wird hingegen die Ursache für die im Weiteren festgestellte craniale 

Labrumläsion. Soweit der behandelnde Arzt des Beschwerdeführers, 

Dr. med. F._____, den natürlichen Kausalzusammenhang zwischen 

dieser Verletzung und dem Unfall vom 10. Februar 2014 im 

Wiedererwägungsgesuch vom 2. Juli 2014 als offensichtlich gegeben 

erachtet, ist festzuhalten, dass er diese Beurteilung einzig mit dem 

Umstand begründet, dass der Beschwerdeführer vor dem Unfall vom 

10. Februar 2014 nicht an Hüftschmerzen gelitten hat. Eine solche 

Einschätzung, die auf einer reinen "post hoc ergo propter hoc"-

Argumentation beruht, ist beweisrechtlich wertlos und deshalb nicht 

geeignet, einen solchen Zusammenhang mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit nachzuweisen (vgl. dazu BGE 119 V 335 E.2b/bb, 

Urteile des Bundesgerichts 8C_151/2012 vom 12. Juli 2012 E.5.4, 

8C_631/2012 vom 14. Dezember 2012 E.4, 8C_626/2009 vom 

9. November 2009 E.3.2). Dagegen kann weder den Beurteilungen von 

Dr. med. D._____ noch jener von Dr. med. E._____ von vornherein 

jeglicher Beweiswert abgesprochen werden, beruhen doch beide auf den 

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massgeblichen medizinischen Akten, sind für die streitigen Belange 

umfassend und leuchten in der Beurteilung von Art und Umfang der im 

Mai 2014 diagnostizierten Hüftverletzungen ein. 

aa) Deren unterschiedliche Einschätzung des natürlichen 

Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfall vom 10. Februar 2014 und 

der Labrumläsion gründet denn auch weniger auf einer unterschiedlichen 

Beurteilung der Hüftverletzungen, sondern auf einer abweichenden 

Perzeption des Unfallhergangs. Diesbezüglich geht aus der 

Schadenmeldung vom 9. April 2014 hervor, dass der Beschwerdeführer 

am 10. Februar 2014 auf einem vereisten Parkplatz auf die linke Hüfte 

stürzte und sich dabei Prellungen zuzog (Bg-act. 1). Diese Angaben 

werden in der von der Beschwerdegegnerin verfassten Telefonnotiz vom 

16. Juni 2014 dahingehend ergänzt, als der Beschwerdeführer danach 

angegeben hat, direkt auf die Hüfte und sogar auf den dazwischen 

geratenen Münzensack gefallen zu sein (Bg-act. 4). Dass bei einem 

solchen Sturz auf den eisigen Betonboden erhebliche Kräfte auf die linke 

Hüfte einwirken, liegt auf der Hand. Wenn Dr. med. D._____ vor diesem 

Hintergrund lapidar festhält, mit dem seitlichen Sturz auf den Trochanter 

liege kein biomechanisches Ereignis vor, welches geeignet sei, eine 

Labrumläsion zu verursachen, vermag dies daher nicht zu überzeugen 

(vgl. Bg-act. 15). Einleuchtender sind diesbezüglich die Ausführungen von 

Dr. med. E._____, wonach bei einem Sturz direkt auf die Trochanter unter 

Berücksichtigung der Schenkelhals-Femur-Achse mit einem Kraftvektor 

zu rechnen sei, welcher nach zentral und kranial gerichtet sei und damit 

durchaus zu einer Überlastung bzw. Quetschung des Labrums führen 

könne. Das in Frage stehende Unfallereignis könne bei einer 

bestehenden CAM-Deformität des Humeruskopfes damit durchaus eine 

craniale Labrumläsion verursachen (vgl. Bg-act. 19). Diese Ausführungen 

sind in sich schlüssig, stehen im Einklang mit dem geschilderten 

- 17 -

Unfallereignis und sind überzeugend begründet. Davon ausgehend 

erscheint es als überwiegend wahrscheinlich, dass sich der 

Beschwerdeführer am 10. Februar 2014 beim Sturz auf sein linkes 

Hüftgelenk eine Labrumläsion zugezogen haben könnte. In dieser 

Hinsicht bestehen begründete Zweifel an der Richtigkeit der 

Beurteilungen von Dr. med. D._____, weshalb sich diese nicht als voll 

beweiskräftig erweisen. 

bb) Daraus kann jedoch für sich allein nicht gefolgert werden, dass die 

craniale Labrumläsion mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf das 

schädigende Ereignis vom 10. Februar 2014 zurückzuführen ist. Dr. med. 

E._____ stimmt Dr. med. D._____ nämlich insofern zu, als die 

Labrumläsion die Folge der CAM-Deformität sein könnte, da das Labrum 

repetitiv zwischen dem Pfannen- und Schenkelhals gequetscht werde, so 

dass eine Labrumläsion – wie die vorliegend in Frage stehende – auch 

ohne Unfallereignis entstehen könne. Er hält diese Entwicklung jedoch für 

weniger wahrscheinlich, als dass der Sturz vom 10. Februar 2014 diese 

Verletzung verursacht hat. Bei dieser Beurteilung geht Dr. med. E._____ 

zwar von einer falschen Beweislastverteilung aus und drückt sich 

bisweilen unklar aus. Er hält aber mehrfach unmissverständlich fest, es 

sei vorstellbar und mit überwiegender Wahrscheinlichkeit anzunehmen, 

dass das Labrum cranial durch die vorbestehende CAM-Deformität schon 

vorgeschädigt gewesen und durch das Ereignis die eigentliche 

Labrumablösung erfolgt sei. Mit anderen Worten läge eine 

Teilunfallkausalität respektive eine vorübergehende Traumatisierung der 

Hüfte bei höchstwahrscheinlich vorbestehendem, deformationsbedingten 

Schaden des cranialen Labrums vor (Bg-act. 19). Diese Beurteilung ist in 

sich schlüssig und nachvollziehbar begründet. Das Gericht sieht sich 

daher nicht veranlasst, an deren Richtigkeit zu zweifeln. Damit gilt als 

erstellt, dass die Labrumläsion mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 

- 18 -

durch den Sturz vom 10. Februar 2014 verursacht wurde und der status 

quo sine innerhalb von drei bis vier Monate nach der Operation erreicht 

sein dürfte.

d) Demzufolge steht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit fest, dass die 

beim Beschwerdeführer im Mai 2014 an der linken Hüfte festgelte 

Labrumläsion zumindest teilweise auf den Unfall vom 10. Februar 2014 

zurückzuführen ist. Eine solche Teilunfallkausalität genügt für die 

Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs (BGE 117 V 369 E.3a, 

vgl. auch E.3b hievor). Hinsichtlich des adäquaten 

Kausalzusammenhangs ist zu beachten, dass die fragliche Hüftverletzung 

am 16. Mai 2014 mithilfe eines Arthro-MRT diagnostiziert wurde. Hierbei 

handelt es sich demnach um ein objektivierbares Untersuchungsergebnis, 

das reproduzierbar und von der Person des Untersuchenden sowie den 

Angaben des Patienten weitgehend unabhängig ist. Mit der Labrumläsion 

liegt demzufolge eine organisch objektiv ausgewiesene Unfallfolge vor, 

weshalb der adäquate Kausalzusammenhang vorliegend mit dem 

natürlichen Kausalzusammenhang zusammenfällt, mithin ist das in Frage 

stehende Unfallereignis nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und der 

allgemeinen Lebenserfahrung geeignet, eine Verletzung, wie die 

vorliegend in Frage stehende, zu verursachen (vgl. dazu Urteil des 

Bundesgerichts 8C_806/2007 vom 7. August 2008 E.8.2; RUMO-JUNGO / 

HOLZER, a.a.O., Art. 6 S. 59). Die im Mai 2014 an der linken Hüfte des 

Beschwerdeführers festgellte Labrumläsion ist demzufolge die natürliche 

und adäquate Folge des Sturzes vom 10. Februar 2014. Die 

Beschwerdegegnerin ist somit für diese Verletzung leistungspflichtig.

5. Soweit der Beschwerdeführer im Weiteren beantragt, die 

Beschwerdegegnerin zu verpflichten, die Kosten für die bei Dr. med. 

E._____ eingeholte Privatexpertise zu übernehmen, ist festzuhalten, dass 

die Kosten für privat eingeholte Gutachten einem Versicherten nach der 

- 19 -

bundesgerichtlichen Rechtsprechung zu vergüten sind, wenn die 

Parteiexpertise für die Entscheidung unerlässlich war, und zwar 

ungeachtet dessen, ob der Versicherte in der Hauptsache mit seinen 

Begehren durchgedrungen ist oder nicht (BGE 115 V 62; Urteile des 

Bundesgerichts 9C_237/2014 vom 13. Juni 2014 E.4, 8C_1005/2012 

E.5.2). Im vorliegenden Fall hat das Gericht auf die Beurteilung von 

Dr. med. E._____ vom 29. September 2014 (Bg-act. 19) abgestellt, 

welche beachtliche sowie sachdienliche medizinische Angaben zur 

strittigen Frage der natürlichen Kausalität zwischen den im Mai 2014 

diagnostizierten Hüftverletzungen und dem schädigenden Ereignis vom 

10. Februar 2014 enthält. Die hierfür vom Beschwerdeführer in der 

Stellungnahme vom 29. September 2014 geltend gemachten 

Aufwendungen von Fr. 480.-- sind in betraglicher Hinsicht nicht zu 

beanstanden, zumal Dr. med. E._____ darin nur relevante Fragen 

behandelt und zu diesem Zweck keine unnötigen Untersuchungen 

veranlasst hat. Die Beschwerdegegnerin ist folglich zu verpflichten, dem 

Beschwerdeführer die Kosten für die eingeholte Privatexpertise zu 

ersetzen. Da die fraglichen Kosten während des vorinstanzlichen 

Einspracheverfahrens entstanden sind, können sie dem 

Beschwerdeführer indessen nicht als Teil einer ihm gestützt auf Art. 61 

lit. g ATSG zuzusprechenden Parteientschädigung zuerkannt werden. 

Vielmehr hat die Beschwerdegegnerin diese Kosten in Anwendung von 

Art. 45 Abs. 1 ATSG zu tragen. In diesem Sinne ist der Antrag des 

Beschwerdeführers, der Beschwerdegegnerin die Kosten für die 

eingeholte Privatexpertise aufzuerlegen, somit gutzuheissen.

6. Zusammenfassend ergibt sich, dass die beim Beschwerdeführer im Mai 

2014 diagnostizierte Labrumläsion an der linken Hüfte zumindest 

teilweise die natürliche und adäquate Folge des schädigenden 

Ereignisses vom 10. Februar 2014 ist. Bei dieser Ausgangslage hat die 

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Beschwerdegegnerin für die Kosten der Behandlung dieser Verletzung 

(Art. 10 UVG) aufzukommen und dem Beschwerdeführer den dadurch 

allenfalls erlittenen Erwerbsausfall im Umfang des versicherten Taggeldes 

(Art. 11 UVG) zu ersetzen. Der angefochtene Einspracheentscheid, mit 

welchem die Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht mit Wirkung ab 

dem 13. Juli 2014 verneint hat, erweist sich demnach als rechtswidrig, 

weshalb er in Gutheissung der dagegen erhobenen Beschwerde 

aufzuheben und die Angelegenheit zur Festlegung der geschuldeten 

Versicherungsleistungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist. 

Diese ist ausserdem zu verpflichten, dem Beschwerdeführer die Kosten 

für die bei Dr. med. E._____ eingeholte Privatexpertise im Betrag von 

Fr. 480.-- zu ersetzen. 

7. Für das vorliegende Verfahren werden in Anwendung von Art. 61 lit. a 

ATSG keine Verfahrenskosten erhoben. 

8. Der Beschwerdeführer ist mit seinen Anträgen vollständig 

durchgedrungen, womit er in Bezug auf die Auferlegung einer 

aussergerichtlichen Parteientschädigung als vollständig obsiegend 

einzustufen ist. Bei diesem Verfahrensausgang hat die 

Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer die durch das vorliegende 

Beschwerdeverfahren entstandenen Parteikosten zu ersetzen (Art. 61 

lit. g ATSG). Diese Kosten hat das Gericht ohne Rücksicht auf den 

Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit 

des Prozesses zu bemessen. Der Anspruch auf Parteientschädigung 

entfällt nicht deshalb, weil das Vertretungsverhältnis unentgeltlich ist. 

Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung haben auch Versicherte, 

die im Beschwerdeverfahren durch Verbände, Rechtsdienste oder 

Rechtsschutzversicherungen vertreten sind, im Falle des Obsiegens 

Anspruch auf eine Parteientschädigung (BGE 135 V 473 E.3, 126 V 11 

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E.2; KIESER, a.a.O., Art. 61 N. 202). Die den Beschwerdeführer 

vertretende Rechtsschutzversicherung hat darauf verzichtet, die durch 

das vorliegende Beschwerdeverfahren entstandenen Kosten zu beziffern. 

Diese sind daher vom Gericht ermessensweise festzulegen. Angesichts 

der Schwierigkeit der vorliegenden Streitsache und des für deren 

Bearbeitung erforderlichen Zeitaufwands erachtet des Gericht eine 

Entschädigung von Fr. 1'500.-- (inkl. MWST und Barauslagen) als 

angemessen. Diese aussergerichtliche Parteientschädigung ist der 

Beschwerdegegnerin zur Bezahlung aufzuerlegen.

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen, der Einspracheentscheid vom 

17. Februar 2015 wird aufgehoben und die B._____ Kranken- und 

Unfallversicherungen AG verpflichtet, A._____ für das Ereignis vom 

10. Februar 2014 die gesetzlichen Leistungen gemäss dem 

Unfallversicherungsgesetz zu erbringen.

2. Die B._____ Kranken- und Unfallversicherungen AG wird verpflichtet, 

A._____ Fr. 480.-- zu bezahlen.

3. Es werden keine Kosten erhoben.

4. Die B._____ Kranken- und Unfallversicherungen AG hat A._____ eine 

aussergerichtliche Parteientschädigung von Fr. 1'500.-- (inkl. MWST und 

Barauslagen) zu bezahlen. 

5. [Rechtsmittelbelehrung]

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