# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7fa64e8a-8342-5660-a833-678194f8eefa
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2012-02-23
**Language:** de
**Title:** Aargau Spezialverwaltungsgericht Steuern 23.02.2012 3-RV.2011.149
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_SVWG_002_3-RV-2011-149_2012-02-23.pdf

## Full Text

2012 Kantonale Steuern 231 

I. Kantonale Steuern 

A. Steuergesetz (StG) vom 15. Dezember 1998 

35 Gewinnungskosten des selbständig Erwerbenden; Verlust aus der Be-
triebsübergabe (§ 36 Abs. 2 lit. c StG) 
Ein Buchverlust bei einem Verkauf eines Betriebes an eine nahestehende 
Person zu einem unter dem Buchwert liegenden Vorzugspreis kann steu-
erlich nicht in Abzug gebracht werden. 

Aus dem Entscheid des Steuerrekursgerichtes vom 23. Februar 2012 in Sa-
chen H.H. (3-RV.2011.149). 

Aus den Erwägungen 

3. 
3.1. 
Der Rekurrent veräusserte das Grundstück GB E. Nr. Z, Wohn- 

haus und Schreinerei, für CHF 300'000.00 an seinen Sohn S.H. 
Der Buchwert der Liegenschaft betrug CHF 309'100.00. Der 

Rekurrent macht geltend, er habe einen Verlust von CHF 9'100.00 
erlitten, der vom steuerbaren Einkommen in Abzug zu bringen sei. 

(…) 
3.4. 
3.4.1. 
Bei selbständiger Erwerbstätigkeit werden die geschäfts- oder 

berufsmässig begründeten Kosten abgezogen. Dazu gehören insbe-
sondere die eingetretenen und verbuchten Verluste auf Geschäfts-
vermögen (§ 36 Abs. 1 und 2 lit. c StG). 

(…) 
3.7.3. 
Nach Ansicht des Steuerrekursgerichtes ist - wie vom Verwal-

tungsgericht ausgeführt - die Zulässigkeit einer Betriebsübergabe 
zum unter dem Verkehrswert liegenden Buchwert ohne Weiteres 

232 Steuerrekursgericht 2012 

sachgerecht, wenn die spätere steuerliche Erfassung der stillen Re-
serven sichergestellt ist. Damit ist eine Nachfolge zum Vorzugspreis 
ohne Einkommenssteuerfolgen möglich. Dagegen erscheint es aus 
steuerlicher Sicht nicht geschäftsmässig begründet, einen Verlust 
durch die Übertragung eines Betriebs zu einem unter dem Buchwert 
liegenden Vorzugspreis an eine nahestehende Person zu erzielen, 
allein um die Nachfolge innerhalb der Familie zu regeln. Dieses Mo-
tiv ist, wenn auch durchaus verständlich, dem privaten Bereich des 
Verkäufers zuzuordnen. Hinzu kommt, dass bei einer ungeprüften 
Anerkennung jedes vereinbarten Preises letztlich gar eine völlig un-
entgeltliche Übertragung möglich und steuerlich zu anerkennen 
wäre. Diesfalls ergäbe sich ein erheblicher Steuerersparnisspielraum 
durch die Festsetzung des "idealen" Kaufpreises.  

Nach Ansicht des Steuerrekursgerichts kann ein Buchverlust bei 
einem Verkauf eines Betriebes an eine nahestehende Person zu einem 
unter dem Buchwert liegenden Vorzugspreis steuerlich nicht in Ab-
zug gebracht werden, da dieser nicht geschäftsmässig begründet ist. 

36 Steuerberechnung; Jahressteuer auf Kapitalabfindungen (§ 45 Abs. 1 
lit. d und e StG) 
Zahlung der Arbeitgeberin ohne Vorsorgecharakter 

Aus dem Entscheid des Steuerrekursgerichtes vom 23. Februar 2012 in Sa-
chen E.H. (3-RV.2011.131). 

Aus den Erwägungen 

2. 
2.1. 
Die Rekurrentin (Jahrgang 1947) arbeitete im Jahr 2009 als 

kaufmännische Angestellte bei der J. AG in X. Mit dem Novem- 
berlohn 2009 erhielt sie eine auf dem Lohnausweis als "Bonus (Son-
derzahlung)" deklarierte Zahlung von CHF 30'000.00.  

(…)