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**Case Identifier:** 29250513-4423-5520-803b-990a59eb3e6b
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-10-14
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 14.10.2025 200 2024 362
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2024-362_2025-10-14.pdf

## Full Text

IV 200 2024 362 
MAK/FRN/LAB

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 14. Oktober 2025

Verwaltungsrichterin Mauerhofer, Kammerpräsidentin
Verwaltungsrichter Ackermann, Verwaltungsrichter Furrer
Gerichtsschreiberin Franzen

A.________
vertreten durch B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern  
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 19. April 2024

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Okt. 2025, IV 200 2024 362

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Sachverhalt:

A.

Die 1963 geborene A.________ (nachfolgend Versicherte bzw. Beschwer-
deführerin) meldete sich im Oktober 2013 erstmals wegen starker Migräne, 
Erschöpfungssyndrom, Burnout und Blasenproblemen bei der Eidgenössi-
schen Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an (Akten der IV-
Stelle Bern [nachfolgend IVB bzw. Beschwerdegegnerin; act. II] 1). Die IVB 
nahm erwerbliche und medizinische Abklärungen vor. Nach Rücksprache 
mit dem Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD; act. II 33) liess die IVB die 
Versicherte bidisziplinär begutachten (Expertisen vom 15. und 19. Oktober 
2015 [act. II 43.1, 44.1]). Mit Verfügung vom 10. Dezember 2015 (act. II 50) 
verneinte sie einen Rentenanspruch mangels Vorliegens eines invalidisie-
renden Gesundheitsschadens. Diese Verfügung wurde mit unangefochte-
nem Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Mai 2016, 
IV 200 2016 74, bestätigt (act. II 55). 

B.

Im August 2019 meldete sich die Versicherte erneut bei der IV zum Bezug 
von IV-Leistungen an (act. II 57). Die IVB tätigte erwerbliche und medizini-
sche Erhebungen. Insbesondere holte sie ein polydisziplinäres Gutachten 
der C.________ AG (nachfolgend MEDAS) vom 9. Mai 2021 ein 
(act. II 125.1-8). Anlässlich dieser Begutachtung konnte die Restarbeits-
fähigkeit in einer angepassten Tätigkeit noch nicht bemessen werden 
(vgl. act. II 125.1 S. 12). In der Folge forderte die IVB die Versicherte zur 
Mitwirkung gemäss den gutachterlichen Therapievorgaben auf (act. II 126) 
und holte sodann eine Verlaufsbegutachtung bei derselben Gutachterstelle  
ein (MEDAS-Gutachten vom 30. August 2022; act. II 168.1-5). Anschlies-
send erstellte der Abklärungsdienst der IVB am 26. September 2022 einen 
Abklärungsbericht Haushalt/Erwerb (act. II 169 S. 2 ff.). Am 12. Oktober 
2022 forderte die IVB die Versicherte auf, verbindlich an Eingliederungs-
massnahmen teilzunehmen (act. II 172). 

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Nachdem die Versicherte mitteilte, sie fühle sich als subjektiv vollumfäng-
lich eingliederungsunfähig (act. II 174 S. 1), stellte die IVB der Versicherten 
mit Vorbescheid vom 26. Oktober 2022 (act. II 178) die Abweisung berufli-
cher Massnahmen in Aussicht. Hiergegen erhob die Versicherte Einwand 
(act. II 186). Am 7. Dezember 2022 (act. II 188) verfügte die IVB die Abwei-
sung beruflicher Massnahmen. Gegen diese Verfügung erhob die Versi-
cherte am 17. Januar 2023 Beschwerde mit den Anträgen, die angefochte-
ne Verfügung sei aufzuheben und es sei festzustellen, dass die Versicherte 
aus objektiven Gründen nicht an Eingliederungsmassnahmen teilnehmen 
könne (act. II 199). Das Verwaltungsgericht des Kantons Bern trat mit Urteil 
vom 21. Juni 2023, IV 200 2023 38, auf die Beschwerde vom 17. Januar 
2023 nicht ein (act. II 220). 

C.

Parallel dazu hatte die IVB mit Vorbescheid vom 9. November 2022 
(act. II 185) die Zusprache einer ganzen IV-Rente ab 1. Mai 2020, befristet 
per 31. Oktober 2022, in Aussicht gestellt. Damit zeigte sich die Versicherte 
nicht einverstanden (act. II 189), woraufhin die IVB bei der MEDAS eine 
Stellungnahme vom 7. Februar 2023 (act. II 200) einholte und einen erneu-
ten Abklärungsbericht Haushalt/Erwerb vom 24. Mai 2023 (act. II 211) er-
stellen liess. Mit Vorbescheid vom 8. Juni 2023 (act. II 214) stellte sie der 
Versicherten in Anwendung der gemischten Methode (Status: Erwerb 70 % 
/ Aufgabenbereich Haushalt 30 %) dieselbe Leistung in Aussicht. Hierge-
gen erhob die Versicherte am 22. Juni 2023 Einwand (act. II 219). Nach 
Einholen einer Stellungnahme des RAD (act. II 233) sowie des Bereichs 
Abklärungen (act. II 237), verfügte sie am 19. April 2024 dem Vorbescheid 
entsprechend (act. II 241). 

D.

Dagegen erhob die Versicherte, vertreten durch B.________ mit Eingabe 
vom 10. Mai 2024 Beschwerde mit den folgenden Anträgen:

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1. Die Verfügung vom 19. April 2024 sei aufzuheben.
2. Es sei der Beschwerdeführerin eine unbefristete ganze Rente auszu-

richten.
3. Eventualiter: Es sei ein Obergutachten zu veranlassen. Danach sei der 

Rentenanspruch erneut zu prüfen.
4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerde-

gegnerin. 

Mit Beschwerdeantwort vom 7. August 2024 schloss die Beschwerdegeg-
nerin unter Hinweis auf eine weitere Stellungnahme des Bereichs Ab-
klärungen vom 6. August 2024 (in den Gerichtsakten) auf Abweisung der 
Beschwerde. 

An 21. August 2025 ging beim Gericht eine Eingabe der Beschwerdeführe-
rin mit neuen Arztberichten ein (Akten der Beschwerdeführerin [act. I 4-
13]). Sie teilte mit, sie habe am 1. Juli 2025 bei der Beschwerdegegnerin 
ein Neuanmeldungsgesuch eingereicht. 

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 

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zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsgegenstand bildet die Verfügung vom 19. April 2024 
(act. II 241). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch der Beschwerdeführe-
rin auf eine IV-Rente. 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG). 

2.  

2.1 Am 1. Januar 2022 sind die Änderungen vom 19. Juni 2020 des IVG 
(Weiterentwicklung der IV) und weiterer Erlasse (insbesondere des ATSG) 
in Kraft getreten (AS 2021 705). In zeitlicher Hinsicht sind – vorbehältlich 
besonderer übergangsrechtlicher Regelungen – grundsätzlich diejenigen 
Rechtssätze massgeblich, die bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden 
oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 147 V 
156 E. 7.2.1 S. 159, 146 V 364 E. 7.1 S. 371). Die angefochtene Verfügung 
datiert vom 19. April 2024 (act. II 241) womit sie nach dem Inkrafttreten der 
IVG-Änderung vom 19. Juni 2020 erging. Indessen liegen der frühestmögli-
che Zeitpunkt der potentiellen Entstehung des Rentenanspruchs (mit Blick 
auf die Neuanmeldung vom August 2019 [act. II 57], die halbjährige Ka-
renzfrist gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG und unter Berücksichtigung der einjäh-
rigen Wartezeit [100%ige Arbeitsunfähigkeit ab Mai 2019]) vor dem 1. Ja-
nuar 2022 (vgl. E. 6.2 hiernach). Zudem besteht seit der Rechtsänderung 
kein Revisionsgrund (vgl. E. 6.4.1 hiernach). Damit gelangt das bis 31. De-

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zember 2021 geltende Recht (fortan aArt.) zur Anwendung (vgl. Rz. 9101 
des Kreisschreibens des Bundesamtes für Sozialversicherungen [BSV] 
über Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung [KSIR; zur Bedeu-
tung von Verwaltungsweisungen vgl. BGE 150 V 1 E. 6.4.2 S. 6, 148 V 385 
E. 5.2 S. 391, 147 V 79 E. 7.3.2 S. 82, 146 V 224 E. 4.4.2 S. 228]).

2.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). 

2.3 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben Versicherte Anspruch auf eine Ren-
te, wenn sie ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines 
Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % 
arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses 
Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c). Gemäss 
aArt. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, wenn die 
versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, 
wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von min-
destens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine Viertelsrente.

Der Rentenanspruch entsteht gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG frühestens nach 
Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs 
nach Art. 29 Abs. 1 ATSG.   

2.4

2.4.1 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird bei einer erwerbs-
tätigen versicherten Person das Erwerbseinkommen, das sie nach Eintritt 
der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und 
allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit 
bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt 

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zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid 
geworden wäre (Art. 16 ATSG).

2.4.2 Nach aArt. 28a Abs. 3 IVG wird bei Versicherten, die nur zum Teil 
erwerbstätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der 
Ehegattin mitarbeiten, für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG 
festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufgabenbereich tätig, so wird die 
Invalidität für diese Tätigkeit gestützt auf einen Betätigungsvergleich ermit-
telt (aArt. 28a Abs. 2 IVG). In diesem Falle sind der Anteil der Erwerbstätig-
keit oder der unentgeltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der 
Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und 
der Invaliditätsgrad in beiden Bereichen zu bemessen (sog. gemischte Me-
thode; BGE 145 V 370 E. 4.1 S. 373, 144 I 21 E. 2.1 S. 23).

2.5

2.5.1 Wurde eine Rente wegen eines zu geringen IV-Grades bereits ein-
mal verweigert, so wird eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die versi-
cherte Person darin glaubhaft macht, dass sich der Grad der Invalidität in 
einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat (vgl. Art. 87 Abs. 2 
und 3 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung 
[IVV; SR 831.201]). Erheblich ist eine Sachverhaltsänderung, wenn ange-
nommen werden kann, der Leistungsanspruch sei begründet, falls sich die 
geltend gemachten Umstände als richtig erweisen sollten (vgl. BGE 149 V 
177 E. 4.7 S. 184).

2.5.2 Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung oder das Revisionsge-
such ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewis-
sern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung 
des IV-Grades auch tatsächlich eingetreten ist. Stellt sie fest, dass der 
IV-Grad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Verände-
rung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie 
zusätzlich noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um 
nunmehr eine rentenbegründende (bzw. anspruchsrelevant höhere) Invali-
dität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt 
die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 
E. 3a S. 198; SVR 2008 IV Nr. 35 S. 117, I 822/06 E. 2.1). 

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2.5.3 Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den 
tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den IV-Grad und damit den 
Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist deshalb nicht nur 
bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes, sondern 
auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen (oder die 
Auswirkungen auf die Betätigung im üblichen Aufgabenbereich) des an sich 
gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben. Da-
zu gehört die Verbesserung der Arbeitsfähigkeit aufgrund einer Angewöh-
nung oder Anpassung an die Behinderung. Ein Revisionsgrund ist ferner 
unter Umständen auch dann gegeben, wenn eine andere Art der Bemes-
sung der Invalidität zur Anwendung gelangt oder eine Wandlung des Auf-
gabenbereichs eingetreten ist (BGE 144 I 103 E. 2.1 S. 105, 141 V 9 E. 2.3 
S. 10; SVR 2021 IV Nr. 36 S. 109, 8C_280/2020 E. 3.1). 

2.5.4 Ob eine anspruchsbegründende Änderung in den für den IV-Grad 
erheblichen Tatsachen eingetreten ist, beurteilt sich im Neuanmeldungsver-
fahren – analog zur Rentenrevision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG – durch Ver-
gleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der letzten materiellen Beur-
teilung und rechtskräftigen Ablehnung bestanden hat, mit demjenigen zur 
Zeit der streitigen neuen Verfügung (BGE 133 V 108 E. 5.3 S. 112; 130 V 
71 E. 3.2.3 S. 77; AHI 1999 S. 84 E. 1b). 

2.5.5 Liegt eine erhebliche Änderung des Sachverhalts vor, ist der Ren-
tenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig, d.h. unter 
Berücksichtigung des gesamten für die Leistungsberechtigung ausschlag-
gebenden Tatsachenspektrums, neu und ohne Bindung an frühere Invali-
ditätsschätzungen zu prüfen (BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 11, 117 V 198 E. 4b 
S. 200; SVR 2021 IV Nr. 36 S. 109, 8C_280/2020 E. 3.1). 

3.

3.1 Die Beschwerdegegnerin ist auf die Neuanmeldung vom Au-
gust 2019 (act. II 57) eingetreten und hat den Leistungsanspruch mit Erlass 
der angefochtenen Verfügung vom 19. April 2024 (act. II 241) materiell ge-
prüft. Die Eintretensfrage ist daher durch das Gericht praxisgemäss nicht 
zu prüfen (BGE 109 V 108 E. 2b S. 114). In medizinischer Hinsicht ist auf-

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grund der Akten erstellt und unbestritten, dass zwischen der leistungsab-
weisenden Verfügung vom 10. Dezember 2015 (act. II 50) und der hier 
angefochtenen Verfügung vom 19. April 2024 (act. II 241) eine revisions-
rechtlich relevante Veränderung der erheblichen Tatsachen eingetreten ist. 
Im psychiatrischen Gutachten vom 15. Oktober 2015 (act. II 43.1) wurden 
keine Hinweise auf das Vorliegen einer psychischen Störung gefunden. 
Nach der somatischen Erkrankung vom Mai 2019 (dringender Verdacht auf 
eine stattgehabte transitorische ischämische Attacke [TIA]) entwickelte sich 
eine generalisierte Angststörung (act. II 125.5 S. 24). Diese wurde mit der 
Diagnose eines Aneurysmas im Jahr 2020 (MRI Zufallsbefund) verstärkt 
(act. II 125.5 S. 18), weshalb ab Mai 2019 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit 
aus psychischen Gründen bestand (act. II 125.5 S. 24). Folglich ist der 
Leistungsanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig zu prü-
fen (vgl. E. 2.5.5 hiervor).

3.2 Zum Gesundheitszustand und zur Arbeitsfähigkeit finden sich in den 
Akten folgende wesentliche Angaben: 

3.2.1 Das interdisziplinäre Verlaufsgutachten der MEDAS vom 30. August 
2022 (act. II 168.1-5) basiert auf Untersuchungen in den Fachbereichen 
Psychiatrie sowie Neurologie. Im interdisziplinären Konsens stellten die 
Gutachter folgende Diagnosen (act. II 168.1 S. 10):

Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:

 chronische Cephalgien vom Mischtyp (ICD-10: G44.8) mit/bei
o Migräne ohne Aura (ICD-10: G43.0) mit/bei: Beschreibung ei-

nes typischen, jahrzehntelangen Verlaufs, aktuell: kein Medi-
kamentenübergebrauch mehr vorhanden, Status nach massi-
vem Übergebrauch von Triptanen

o Chronischer Spannungskopfschmerz (ICD-10: G44.2) mit/bei: 
möglicherweise zervikogen mitgetriggert

Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:

 dringender Verdacht auf stattgehabte TIA (ICD-10 G45.12) im Mai 
2019 mit/bei: 

o passagerer Hemiparese links (10 bis 15 Minuten), 
o möglicherweise bei offenem Foramen ovale, Verschluss des 

Foramen ovale im Juni 2019

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 intermittierende, subjektive Kraftlosigkeit der linken Körperhälfte (ICD-
10: G83.9) unsicherer Genese mit/bei

o differentialdiagnostisch: unter anderem im Rahmen der Migrä-
ne, psychosomatisch

 inzidentelle Aneurysmata der ACI rechts distal, maximal 4 mm sowie 
ACI Aneurysma linksseitig im kavernösen Segment (3 mm; ICD-10: 
I72.0)

 mögliche Trigeminusneuralgie V (ICD-10: 50.0) rechts mit/bei
o zwischenzeitlich relativ typischer Symptomatik, Schmerzinten-

sität jedoch nicht so hoch
o bildgebend (MRI Schädel) Ausschluss einer symptomatischen 

Genese
 vorbeschriebenes, bilaterales Karpaltunnel-Syndrom (ED 03/2018; 

ICD-10: G56.0) mit/bei:
o aktuell unauffällige Elektroneurographie

 generalisierte Angststörung (ICD-10: F41.1)
 aktenanamnestisch leichte neuropsychologische Leistungsminderung 

(nur sprachliche Fähigkeiten geprüft; ICD-10: F06.7)
 aktenanamnestisch Verdacht auf ängstlich-selbstunsichere und ab-

hängige Persönlichkeitsstörung (ICD-10: F60.6; F60.7)
 aktenanamnestisch rezidivierende depressive Episode (ICD-10: F32.9)

Dr. med. D.________, Facharzt für Neurologie, führte im neurologischen 
Teilgutachten (act. II 168.4) aus, rein medizinisch gesehen stellten die ge-
fundenen zwei kleinen Aneurysmen kein Problem dar, da sie eine Grösse 
hätten, die sicher nicht interventionsbedürftig und in den letzten Jahren 
stabil gewesen seien (act. II 168.4 S. 17). Aus neurologischer Sicht beste-
he eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit aktuell nur aufgrund der Kopf-
schmerzen. Für die Arbeitsfähigkeit hierbei relevant seien die zwischenzeit-
lichen Migräneattacken; der unterlagernde chronische Kopfschmerz ergebe 
aus neurologischer Sicht keine Arbeitsunfähigkeit. Die Migräneattacken für 
sich allein genommen limitierten die Tagesarbeitszeit nicht. Da die Migräne 
– die häufig am Morgen beginne und aktuell schwer zu coupieren sei – 
circa einmal pro Woche auftreten würde, sei von einer Leistungseinschrän-
kung von circa 20 % auszugehen (act. II 168.4 S. 19). 

Dr. med. E.________, Fachärztin für Psychiatrie und Psycho-therapie, leg-
te im psychiatrischen Teilgutachten (act. II 168.3) dar, in psychiatrischer 

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Sicht bestehe weiterhin eine generalisierte Angststörung, welche nach wie 
vor behandelbar sei. Eine solche Behandlung bestehe vor allem in einer 
adäquaten antidepressiven Medikation und in Expositionstherapien, was 
aber ein aktives Teilnehmen der Beschwerdeführerin verlange (act. II 168.3 
S. 25). Durch ein ausgedehntes Vermeidungsverhalten sei die Beschwer-
deführerin nicht mehr geübt, Leistung zu erbringen. Die theoretische Leis-
tungsfähigkeit sei dadurch aber nicht wirklich eingeschränkt. Die Be-
schwerdeführerin habe keine Mühe, sich an Regeln und Routinen zu hal-
ten. Sie sei in ihrer Fähigkeit zu planen und zu strukturieren nicht beein-
trächtigt. Flexibilität und Umstellungsfähigkeit seien nicht eingeschränkt, 
ebenso wenig die Entscheidungs- und Urteilsfähigkeit. Eine Wissensan-
wendung und Kompetenzen seien vorhanden, auch wenn die Beschwerde-
führerin diese nun lange nicht mehr gebraucht habe. Sie könne proaktiv 
sein und spontan Handeln, wenn sie dazu motiviert sei, gehe jedoch jegli-
chen Unannehmlichkeiten aus dem Weg und sei daher nicht gut im Durch-
halten. Sie könne sich gut Ausdrücken und ihre Anliegen auch gut vertre-
ten, obwohl sie immer wieder ihre Ängste betone. Die Beschwerdeführerin 
könne aber durchaus fordernd auftreten. Sie könne sich in Gruppen einfü-
gen. Soziale Kontakte fehlten durch die Arbeitslosigkeit und würden auch 
vermisst. Selbstpflege und Selbstversorgung seien kein Problem. Dass der 
Partner im Haushalt helfe, sei nicht aussergewöhnlich. Die Beschwerde-
führerin könne auch gut mit dem Auto Strecken zurücklegen, wenn sie da-
zu motiviert sei (act. II 168.3 S. 22). Aus psychiatrischer Sicht sei die Be-
schwerdeführerin wieder zu 100 % arbeitsfähig (act. II 168.3 S. 23).  

Im interdisziplinären Konsens ergab sich hieraus eine Arbeitsunfähigkeit für 
jedwede Tätigkeit von 20 % (act. II 168.1 S. 12).

3.2.2 Dr. med. F.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, 
von den Psychiatrischen Diensten G.________ diagnostizierte im Bericht 
vom 1. September 2022 (act. II 184 S. 1 f.) eine generalisierte Angst-
störung (ICD-10: F41.1). Es werde eine Psychotherapie sowie eine Phar-
makotherapie empfohlen (S. 1). 

3.2.3 Dr. med. H.________, Facharzt für Neurologie, legte im Bericht vom 
11. November 2022 (act. II 186 S. 4) dar, die Beschwerdeführerin sei letzt-
mals im März 2022 bei ihm in der Sprechstunde gewesen. Zwischenzeitlich 

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sei eine Abklärung in der Kopfschmerzsprechstunde des Spitals 
J.________ erfolgt. Dort sei neu eine zentrale Schmerzverarbeitungs-
störung nach einem Bagatelltrauma und bei einer Angststörung bei Aneu-
rysma-Diagnose gestellt worden. Gegenüber dem letzten Jahr habe sich 
der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin vor allem aufgrund der 
Schmerzverarbeitungsstörung zusätzlich verschlechtert. Es sei eine psych-
iatrische Behandlung begonnen worden und man diskutiere einen statio-
nären psychosomatischen Aufenthalt. Die Arbeitsfähigkeit sei doch sehr 
deutlich eingeschränkt, sodass die Beschwerdeführerin auf dem primären 
Arbeitsmarkt kaum eingliederungs- und vermittlungsfähig sei. 

3.2.4 Prof. Dr. med. I.________, Facharzt für Neurologie, Ärztlicher Leiter 
der MEDAS, führte in der Stellungnahme vom 7. Februar 2023 (act. II 200) 
aus, in Bezug auf die Diagnose einer generalisierten Angst-störung schie-
nen sich alle einig zu sein. Dies sei aber keine Diagnose, die eine anhal-
tende Leistungsunfähigkeit begründe (S. 1). Im Gutachten vom 13. Juni 
2022 hätten im Vergleich zur Untersuchung vom 13. April 2021 doch deutli-
che Fortschritte nachgewiesen werden können. Nicht nur sei das Auftreten 
stärker gewesen, sondern auch der Schlaf habe sich verbessert und das 
Gedankenkreisen habe sehr gut angesprochen auf eine sehr niedrige Do-
sierung von Trimipramin. Eine generalisierte Angststörung sei grundsätzlich 
therapierbar. Dies bedinge von Seiten der Beschwerdeführerin eine Motiva-
tion, Dinge verändern zu wollen. Eine solche Motivation sei nicht erkennbar 
(S. 2). Im neurologischen Arztbericht von Dr. med. H.________ vom 11. 
November 2022 werde nun der Begriff "Zentrale Schmerzverarbeitungs-
störung" als neue Diagnose verwendet. Dies sei keine neurologische Dia-
gnose im engeren Sinn, vielmehr sei eine stationäre psychosomatische 
Behandlung die Konsequenz. In der neurologischen Beurteilung habe die 
Beschwerdeführerin die Angststörung, nicht den Kopfschmerz in den Vor-
dergrund gestellt (S. 3). 

3.2.5 Vom 10. Februar bis 4. März 2023 wurde die Beschwerdeführerin 
im Neurozentrum des Spitals J.________ stationär abgeklärt. Im Austritts-
bericht vom 27. April 2023 (act. II 209) diagnostizierten die Ärzte insbeson-
dere eine chronische Schmerzstörung mit psychischen und somatischen 
Anteilen sowie ein inzidentelles Aneurysma der Arteria carotis interna 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Okt. 2025, IV 200 2024 362

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rechts oberhalb des Abgangs der PCOM (2 x 1.5 mm), ED 2020 (S. 1). Für 
die chronische Schmerzstörung mit psychischen und somatischen Anteilen 
spreche, dass sich klinisch über die somatischen Schmerzkorrelate hin-
ausgehend klare Hinweise auf eine generalisierte Schmerzverarbeitungs-
störung fänden (Hyperalgesie gemessen mit Algopeg, Rückzugstendenz, 
Ein- und Durchschlafstörungen, erhöhte emotionale Reizbarkeit, beginnen-
des Meiden von Menschenmengen). Als Risikofaktoren für eine Chronifizie-
rung sei anamnestisch ein ausgeprägtes Vermeidungsverhalten und eine 
gedankliche Einengung auf das Schmerzgeschehen erhoben worden. Eine 
Weiterführung der Physio- und Psychotherapie werde dringend empfohlen. 
Eine Fortführung der mutlimodalen Therapie in der Tagesklinik sei themati-
siert worden, auf Wunsch der Beschwerdeführerin sei jedoch vorerst auf 
eine Anmeldung verzichtet worden (S. 3). 

3.2.6 Dr. med. K.________, Praktische Ärztin, führte im Formular "Medi-
cal Clearance Form (MCF) L.________ AG" vom 19. April 2023 (act. II 219 
S. 12) aus, die Beschwerdeführerin sei weder in angestammter noch in 
angepasster Tätigkeit arbeitsfähig. Mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 
lasse sich daran bis zum ordentlichen Pensionsalter nichts mehr ändern. 

3.2.7 Dr. med. M.________, Fachärztin für Urologie, diagnostizierte im 
Bericht vom 30. August 2023 (act. II 224 S. 1 f.) insbesondere eine Blasen-
entleerungsstörung mit rezidivierenden Harnwegsinfekten sowie eine 
nächtliche Polyurie. Die bisherigen Applikationen von laluril prefill intravesi-
kal hätten bis anhin kein zufriedenstellendes Ergebnis gezeigt. In der Nacht 
zeige sich eine nächtliche Polyurie mit bis zu 47 % der Diuresemengen 
nachts (S. 1). 

3.2.8 Nach durchgeführter transthorakaler Doppler-Echokardiographie 
vom 11. Oktober 2023 in der Herzpraxis N.________ wurden ein echokar-
diographisch altersentsprechender Normalbefund und intermittierende tho-
rakale Beschwerden ohne Hinweise auf eine kardiale Genese festgehalten 
(act. II 231 S. 5). 

3.2.9 In der Stellungnahme des RAD vom 27. Dezember 2023 
(act. II 233) legte Dr. med. O.________, Facharzt für Orthopädische Chir-
urgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, dar, die seit dem ME-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Okt. 2025, IV 200 2024 362

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DAS-Verlaufsgutachten vom 30. August 2022 (act. II 168.1-5) neu vorge-
legten Berichte enthielten keine neuen versicherungsmedizinisch relevan-
ten Befunde oder Diagnosen, die nicht schon im MEDAS-
Verlaufsgutachten Berücksichtigung gefunden hätten (S. 2). 

3.2.10 Die Ärzte der Radiologie und Nuklearmedizin, Diagnostische und 
interventionelle Neuroradiologie des Spitals P.________, diagnostizierten 
im Bericht vom 23. Februar 2024 (act. II 236 S. 8 ff.) insbesondere ein inzi-
dentelles Aneurysma, DD infundibularer Abgang, der Arteria carotis interna 
rechts oberhalb des Abgangs der PCOM (ca. 4 mm), ED 2019 (S. 8). Sie 
legten dar, bei einem jährlichen Rupturrisiko von ca. 0.1 %, einem jährli-
chen Progredienzrisiko von 2.6 %, sowie einem Unruptured Intracranial 
Aneurysm Treatment Score, der mit 5 Punkten für eine Therapie des Aneu-
rysmas und 11 Punkten für eine Wait-and-See-Strategie für ein konservati-
ves Vorgehen spreche, hätten sie der Beschwerdeführerin ein konservati-
ves Management mittels Verlaufskontrollen empfohlen. Sie hätten sich für 
eine kurzfristige Verlaufskontrolle im Juni 2024 entschieden (S. 9). Für die 
Zwischenzeit sei die Beschwerdeführerin voll belastbar (S. 10). 

3.3 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).  

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Okt. 2025, IV 200 2024 362

- 15 -

gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von externen Spezia-
lärzten, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchun-
gen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörte-
rung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der Be-
weiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 210 
E. 1.3.4 S. 227, 135 V 465 E. 4.4 S. 470, 125 V 351 E. 3b bb S. 353; SVR 
2020 IV Nr. 71 S. 246, 8C_260/2020 E. 2.2).

3.4

3.4.1 Die Beschwerdegegnerin hat sich in der angefochtenen Verfügung 
vom 19. April 2024 (act. II 241) massgeblich auf das interdisziplinäre ME-
DAS-Verlaufsgutachten vom 30. August 2022 (act. II 168.1-5) samt Stel-
lungnahme vom 7. Februar 2023 (act. II 200) gestützt. Dieses erfüllt – wie 
bereits im Urteil IV 200 2023 38 (act. II 220) im Rahmen eines obiter dictum 
ausgeführt – die von der höchstrichterlichen Rechtsprechung an den Be-
weiswert einer Expertise gestellten Anforderungen (vgl. E. 3.3 hiervor) und 
überzeugt. Insbesondere basieren die Beurteilungen auf umfassenden Un-
tersuchungen, berücksichtigen die geklagten Beschwerden und wurden in 
Kenntnis und nach Auseinandersetzung mit den Vorakten erstattet. Sie 
leuchten in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der 
Beurteilung der medizinischen Situation ein. Sodann fanden die Ergebnisse 
der einzelnen fachärztlichen Untersuchungen Eingang in die umfassende 
interdisziplinäre Konsensbeurteilung (vgl. BGE 143 V 124 E. 2.2.4 S. 128; 
137 V 210 E. 1.2.4 S. 224). Das Gutachten ist im Übrigen in sich wider-
spruchsfrei, schlüssig und überzeugend. Was die Beschwerdeführerin da-
gegen vorbringt, vermag dessen Beweiswert nicht zu schmälern.

3.4.2 Der neurologische Gutachter legte nachvollziehbar und überzeu-
gend dar, dass die zwei kleinen Aneurysmen kein Problem darstellen und 
keine Intervention notwendig ist (act. II 168.4 S. 17). Dies wurde von den 
Ärzten der Radiologie und Nuklearmedizin, Diagnostische und interventio-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Okt. 2025, IV 200 2024 362

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nelle Neuroradiologie des Spitals P.________ im Bericht vom 23. Februar 
2024 bestätigt (act. II 236 S. 8 ff.). Eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit 
bestand im Gutachtenszeitpunkt nur aufgrund der Kopfschmerzen. Diesbe-
züglich ging der neurologische Gutachter schlüssig und nachvollziehbar 
davon aus, dass aufgrund der zwischenzeitlichen Migräneattacken, die 
häufig am Morgen begännen und schwer zu coupieren seien und rund 
einmal pro Woche aufträten, von einer Leistungseinschränkung von 20 %, 
bei einer Arbeitszeit von 8.5 Stunden pro Tag, auszugehen sei (act. II 168.4 
S. 19). 

3.4.3 Die psychiatrische Gutachterin setzte sich eingehend sowie über-
zeugend mit den Akten auseinander und hat gestützt auf die fachärztliche 
Untersuchung schlüssig und für den Rechtsanwender nachvollziehbar dar-
gelegt, dass keine Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit vor-
liegt. Weiterhin besteht eine generalisierte Angststörung (ICD-10: F41.1), 
welche insbesondere mit einer adäquaten antidepressiven Medikation und 
Expositionstherapien behandelbar ist. Aus psychiatrischer Sicht ist die Be-
schwerdeführerin wieder zu 100 % arbeitsfähig (act. II 168.3 S. 23). 

Die Beschwerdeführerin bringt vor, in Bezug auf die Therapiemassnahmen 
könne ihr kein Vorwurf gemacht werden (Beschwerde S. 9 Ziff. 1). Diesbe-
züglich hat die Gutachterin überzeugend ausgeführt, dass die Beschwerde-
führerin nicht gewillt scheine, ihr Verhalten zu ändern, die Motivation schei-
ne zu fehlen (act. II 168.1 S. 15). Die Gutachterin hat aber auch anerkannt, 
dass die Beschwerdeführerin gewisse Therapiemassnahmen ergriffen hat. 
So wurde durch eine niedrig dosierte Therapie mit Trimipramin eine gute 
Angstreduktion nachts erreicht und die Schlafqualität verbesserte sich da-
durch deutlich (act. II 168.1 S. 14). Die Beschwerdeführerin kritisiert in die-
sem Zusammenhang weiter, es sei fraglich, ob die Absetzung des Blutver-
dünners Aspirin 100 mg und die Einnahme der Antidepressiva mit SSRI 
und SNRI den nötigen Erfolg gebracht hätten (Beschwerde S. 9 Ziff. 3.2). 
Diesbezüglich ist darauf hinzuweisen, dass auch vom Neurologen der 
Kopfschmerzstunde, dem bekannt war, dass die Beschwerdeführerin Aspi-
rin 100 mg einnimmt (vgl. act. II 184 S. 4, 7), eine Substanz mit zusätzlicher 
schmerzmodulierender Wirkung, wie z.B. Duloxetin oder Venlafaxin (beide 
gehören zur Gruppe der SNRI) als Behandlungsmöglichkeit in Betracht 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Okt. 2025, IV 200 2024 362

- 17 -

gezogen bzw. empfohlen wurde (act. II 184 S. 5, 8). Auch in der 
G.________ wurde im September 2022 eine Pharmakotherapie mit SSRI 
sowie SNRI empfohlen und auf eine sorgfältige Überwachung bei gleichzei-
tiger Behandlung mit Aspirin hingewiesen (act. II 184 S. 1). 

3.4.4 Dass seit der Verlaufsbegutachtung durch die Gutachter der ME-
DAS eine Veränderung, insbesondere eine Verschlechterung eingetreten 
ist, ist nicht ausgewiesen. Soweit die Beschwerdeführerin kritisiert, von 
Dr. med. H.________ werde im Bericht vom 11. November 2022 
(act. II 186 S. 4) aufgrund der neuen Diagnose einer zentralen Schmerz-
verarbeitungsstörung eine volle Arbeitsunfähigkeit attestiert (Beschwerde 
S. 10 Ziff. 3.7), kann sie nichts daraus zu ihren Gunsten ableiten. Wie vom 
Gutachter in der Stellungnahme vom 7. Februar 2023 (act. II 200 S. 3) aus-
führlich dargelegt, übernahm der behandelnde Neurologe diese Diagnose 
von den Ärzten der Schmerzsprechstunde des Spitals J.________ (act. II 
184 S. 4 ff.). Es handelt sich dabei nicht um eine neurologische Diagnose 
im engeren Sinn, wie der Gutachter schlüssig ausgeführt hat. Konsequenz 
ist vielmehr eine psychosomatische Behandlung. Überdies steht die Kopf-
schmerzproblematik für die Beschwerdeführerin nicht im Vordergrund, son-
dern die Angststörung (act. II 200 S. 3). Im Bericht von Dr. med. 
H.________ vom 11. November 2022 (act. II  186 S. 4) wurden somit keine 
wichtigen neuen Aspekte benannt, die im Rahmen der Begutachtung uner-
kannt oder ungewürdigt geblieben wären. In Bezug auf Atteste von 
Hausärzten darf und soll das Gericht zudem der Erfahrungstatsache Rech-
nung tragen, dass Hausärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtli-
che Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zugunsten ihrer Patienten 
aussagen (BGE 125 V 351 E. 3b cc S. 353; SVR 2015 IV Nr. 26 S. 78, 
8C_616/2014 E. 5.3.3.3). Der Umstand, dass Dr. med. H.________ ge-
stützt auf denselben medizinischen Sachverhalt zu einer abweichenden 
Beurteilung der Arbeitsfähigkeit gelangte, vermag rechtsprechungsgemäss 
das MEDAS-Verlaufsgutachten nicht in Frage zu stellen (vgl. SVR 2021 IV 
Nr. 10 S. 27, 9C_672/2019 E. 5.7, 2019 UV Nr. 31 S. 116, 8C_835/2018 E. 
3). 

3.4.5 Dem Bericht des Neurozentrums vom 27. April 2023 (act. II 209) ist 
ebenfalls keine Veränderung, insbesondere Verschlechterung seit dem 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Okt. 2025, IV 200 2024 362

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MEDAS-Verlaufsgutachten zu entnehmen. Überdies handelt es sich bei 
diesem Bericht lediglich um einen Austrittsbericht, der sich mit keinem Wort 
zur Arbeits- und Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführerin äussert. Die 
Beschwerdeführerin bringt vor, die chronische Schmerzstörung und deren 
Auswirkung würden nicht in die Gesamtbeurteilung miteinbezogen (Be-
schwerde S. 10 f. Ziff. 3.8). Dem kann nicht gefolgt werden. Die Ärzte des 
Neurozentrums leiteten die neu aufgeführte Diagnose einer chronischen 
Schmerzstörung diagnostisch nicht anhand eines anerkannten Klassifika-
tionssystems her. Zudem sind dem Bericht des Neurozentrums vom 
27. April 2023 (act. II 209) – wie bereits ausgeführt – keine Hinweise auf 
eine aufgrund der chronischen Schmerzstörung bestehende Einschränkung 
der Arbeits- und Leistungsfähigkeit zu entnehmen. Dass sich der RAD in 
seiner Beurteilung vom 27. Dezember 2023 (act. II 233) nicht zum Bericht 
vom 27. April 2023 (act. II 209) geäussert hat (vgl. Beschwerde S. 11 Ziff. 
3.9), vermag daran nichts zu ändern.

3.4.6 Weiter rügt die Beschwerdeführerin, Dr. med. K.________ von der 
Q.________ AG bestätige eine volle Erwerbsunfähigkeit. Der Bericht vom 
19. April 2023 (act. II 219 S. 12) sei jedoch von der Beschwerdegegnerin 
nicht berücksichtigt worden (Beschwerde S. 11 Ziff. 3.8). Diese Kritik ver-
fängt nicht. Dr. med. K.________ hat nur eine Bestätigung ausgestellt, wo-
nach eine vollständige Erwerbsunfähigkeit bestehe, wobei das Dokument 
keinerlei begründende Ausführungen enthält. Die Beweistauglichkeit des 
MEDAS-Verlaufsgutachtens wird dadurch nicht in Frage gestellt. 

3.4.7 Entgegen der Kritik der Beschwerdeführerin (Beschwerde S. 11 
Ziff. 3.9) ist die Beschwerdegegnerin dem Untersuchungsgrundsatz hinrei-
chend nachgekommen und die im Recht liegenden Akten erlauben eine 
zuverlässige Beurteilung der vorliegend zu beantwortenden Sachverhalts- 
und Rechtsfragen. Weiterer medizinischer Abklärungsbedarf besteht nicht, 
womit sich das beschwerdeweise beantragte Obergutachten bzw. Ge-
richtsgutachten (Beschwerde, Rechtsbegehren, S. 2 Ziff. 3, S. 11 Ziff. 3.12) 
erübrigt. Gestützt auf das beweiskräftige MEDAS-Verlaufsgutachten vom 
30. August 2022 (act. II 168.1-5) samt Stellungnahme vom 7. Februar 2023 
(act. II 200) besteht eine Arbeitsunfähigkeit von 20 % für jedwede Tätigkeit 
(act. II 168.1 S. 12). 

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Die am 20. August 2025 beim Gericht eingereichten Berichte (act. I 4-13) 
datieren vom November 2024 und später und sind daher im Rahmen des 
(bereits eingeleiteten) Neuanmeldungsverfahrens zu beurteilen. 

4.

Was den Status betrifft, ging die Beschwerdegegnerin gemäss dem Ab-
klärungsbericht Haushalt/Erwerb vom 24. Mai 2023 (act. II 211) davon aus, 
die Beschwerdeführerin wäre im hypothetischen Gesundheitsfall zu 70 % 
im Erwerb (wie bisher auch) und zu 30 % im Aufgabenbereich Haushalt 
tätig (act. II 211 S. 12), was zu Recht nicht beanstandet wird. Infolgedessen 
ist der Invaliditätsgrad anhand der gemischten Methode (vgl. E. 2.4.2 hier-
vor) zu bestimmen (vgl. E. 5. f. hiernach). 

5.

Zunächst sind die Einschränkungen im Bereich Haushalt zu prüfen 
(vgl. E. 2.4.2 hiervor). 

5.1 Für den Beweiswert eines Abklärungsberichts sind verschiedene 
Faktoren zu berücksichtigen: Es ist wesentlich, dass der Bericht von einer 
qualifizierten Person verfasst wird, die Kenntnis der örtlichen und räumli-
chen Verhältnisse sowie der aus den medizinischen Diagnosen sich erge-
benden Beeinträchtigungen und Behinderungen hat. Weiter sind die Anga-
ben der versicherten Person zu berücksichtigen, wobei divergierende Mei-
nungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichtstext 
schliesslich muss plausibel begründet und bezüglich der einzelnen Ein-
schränkungen angemessen detailliert sein und in Übereinstimmung mit den 
an Ort und Stelle erhobenen Angaben stehen. Trifft all dies zu, ist der Ab-
klärungsbericht voll beweiskräftig. Das Gericht greift in das Ermessen der 
die Abklärung tätigenden Person nur ein, wenn klar feststellbare Fehlein-
schätzungen vorliegen. Das gebietet insbesondere der Umstand, dass die 
fachlich kompetente Abklärungsperson näher am konkreten Sachverhalt ist 
als das im Beschwerdefall zuständige Gericht (BGE 140 V 543 E. 3.2.1 

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S. 547, 130 V 61 E. 6.2 S. 63; SVR 2018 IV Nr. 69 S. 223, 9C_762/2017 
E. 3.2). 

5.2 Der Abklärungsbericht Haushalt/Erwerb vom 24. Mai 2023 
(act. II 211) erfüllt die Anforderungen der Rechtsprechung gemäss E. 5.1 
hiervor und überzeugt. Der Abklärungsbericht ist zudem hinsichtlich der 
Gewichtung der Tätigkeitsbereiche ausreichend detailliert und den Ein-
schränkungen sowie den Angaben der Beschwerdeführerin wurde ange-
messen Rechnung getragen (act. II 211 S. 5 ff.). Dass die Hilfe des im glei-
chen Haushalt lebenden Partners im Rahmen der Schadenminderungs-
pflicht berücksichtigt wurde, ist nicht zu beanstanden. Zu beachten ist da-
bei, dass ihm wegen der von ihm geleisteten Unterstützung rund um eine 
im Altersheim lebende Tante geringere Unterstützungspflichten als üblich 
angerechnet wurden (act. II 211 S. 16). Soweit die Beschwerdeführerin 
geltend macht, es sei eine 20%ige Einschränkung im Aufgabenbereich 
Haushalt anzunehmen (Beschwerde S. 12 Ziff. 3.13), kann ihr nicht gefolgt 
werden. Dass im Abklärungsbericht eine Einschränkung von 20.5 % be-
rechnet wurde, ist damit begründet, dass die Abklärungsperson sowohl 
subjektive als auch objektive Zusammenhänge berücksichtigt hat (insbe-
sondere die von der Beschwerdeführerin anlässlich der Abklärung geltend 
gemachten Beschwerden; act. II 237 S. 2). Im Abklärungsbericht wurde 
zutreffend dargelegt, dass im Verlaufsgutachten der MEDAS eine 20%ige 
Einschränkung im Bereich Haushalt angenommen wurde (act. II 168.1 
S. 14). Aus versicherungsmedizinischer Sicht vermindert indessen einzig 
die Kopfschmerzproblematik die Arbeits- und Leistungsfähigkeit der Be-
schwerdeführerin, was im Abklärungsbericht korrekt dargelegt wurde (act. II 
211 S. 15). Zudem ist die Schadenminderungspflicht der Beschwerdeführe-
rin wie auch die Unterstützungshilfe ihres Partners zu berücksichtigen. Die 
Abklärungsperson hat damit nachvollziehbar und überzeugend ausgeführt, 
dass sich in der Gesamtschau eine Einschränkung von 5 % ergibt (act. II 
211 S. 16). Es besteht somit kein Anlass, in das Ermessen der Verwaltung 
einzugreifen. Auf die Ergebnisse der Haushaltsabklärung ist deshalb be-
weisrechtlich abzustellen. 

Damit ist davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin im Bereich 
Haushalt zu 5 % eingeschränkt ist – was ausgehend von einem Status 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Okt. 2025, IV 200 2024 362

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70 % Erwerb und 30 % Aufgabenbereich Haushalt – einer gewichteten Ein-
schränkung von 1.5 % (5 % x 0.3 [Status]) entspricht. 

6.

6.1 Sodann ist zu prüfen, wie es sich mit der Invalidität im Erwerbsbe-
reich verhält. Dabei sind die Einschränkungen nach der allgemeinen Me-
thode des Einkommensvergleichs zu bestimmen. 

6.1.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft. Die Ermittlung des Valideneinkommens hat 
so konkret wie möglich zu er folgen (BGE 144 I 103 E. 5.3 S. 110, 134 V 
322 E. 4.1 S. 325; SVR 2022 UV Nr. 4 S. 12, 8C_134/2021 E. 3.2).

6.1.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 148 V 174 E. 6.2 S. 181, 143 V 295 E. 2.2 
S. 296). Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens 
keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit 
aufgenommen, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne 
gemäss den vom Bundesamt für Statistik (BFS) herausgegebenen Lohn-
strukturerhebungen (LSE) herangezogen werden. Dabei wird in der Regel 
der Totalwert angewendet. Praxisgemäss ist beim anhand der LSE vorge-
nommenen Einkommensvergleich sodann von der Tabellengruppe A (stan-
dardisierte Bruttolöhne) auszugehen, wobei üblicherweise auf die Tabelle 
TA1_tirage_skill_level, privater Sektor, abgestellt wird. Bei der Verwendung 
der standardisierten Bruttolöhne ist gemäss Rechtsprechung jeweils vom 
sogenannten Zentralwert (Median) auszugehen (BGE 148 V 174 E. 6.2 
S. 181, 143 V 295 E. 2.2 S. 297).

Wird im Rahmen der Invaliditätsbemessung auf Tabellenlöhne abgestellt, 
so sind die aktuellsten statistischen Daten beizuziehen. Gemeint sind damit 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Okt. 2025, IV 200 2024 362

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die im Verfügungszeitpunkt bezogen auf den Zeitpunkt des Rentenbeginns 
aktuellsten veröffentlichen Daten (BGE 150 V 67 E. 4.2 S. 70). 

6.1.3 Sodann ist für den Zeitraum bis zum 31. Dezember 2021 die Recht-
sprechung zu berücksichtigen, wonach gesundheitlich beeinträchtigte Per-
sonen, die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im 
Vergleich zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeit-
nehmern lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unter-
durchschnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit 
einem Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 
5.2 S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). Die Frage, ob und in welchem Aus-
mass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persönli-
chen und beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidensbe-
dingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie 
und Beschäftigungsgrad). Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invali-
deneinkommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schät-
zen, wobei der Abzug auf insgesamt höchstens 25 % zu begrenzen ist 
(BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 2018 IV Nr. 
46 S. 148 E. 3.3). Zu beachten ist, dass allfällige bereits in der Beurteilung 
der medizinischen Arbeitsfähigkeit enthaltene gesundheitliche Einschrän-
kungen nicht zusätzlich in die Bemessung des leidensbedingten Abzugs 
einfliessen und so zu einer doppelten Anrechnung desselben Gesichts-
punkts führen dürfen (BGE 146 V 16 E. 4.1 S. 20).

Dieselben Überlegungen liegen Art. 26bis Abs. 3 IVV in der vom 1. Januar 
2022 bis 31. Dezember 2023 gültig gewesenen Fassung zugrunde: Kann 
die versicherte Person aufgrund ihrer Invalidität nur noch mit einer funktio-
nellen Leistungsfähigkeit nach Art. 49 Abs. 1bis IVV von 50 % oder weniger 
tätig sein, so werden vom statistisch bestimmten Wert 10 % für Teilzeitar-
beit abgezogen Soweit aufgrund der gegebenen Fallumstände, bei Be-
achtung von Art. 26 Abs. 2 und Art. 26bis Abs. 3 IVV sowie der nach Art. 49 
Abs. 1bis IVV ärztlich festgelegten qualitativen und quantitativen Leistungs-
fähigkeit Bedarf an weitergehender Korrektur besteht, ist, was die zu 
berücksichtigenden Faktoren und deren Gewichtung beim leidensbedingten 
Abzug angeht, ergänzend auf die bisherigen Rechtsprechungsgrundsätze 
zurückzugreifen (BGE 150 V 410 vom 8. Juli 2024 E. 10.6).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Okt. 2025, IV 200 2024 362

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Ab 1. Januar 2024 gilt hinsichtlich des Tabellenlohnabzugs Folgendes: 
Vom statistisch bestimmten Wert nach Art. 26bis Abs. 2 IVV werden 10 % 
abgezogen. Kann die versicherte Person aufgrund ihrer Invalidität nur noch 
mit einer funktionellen Leistungsfähigkeit nach Art. 49 Abs. 1bis IVV von 
50 % oder weniger tätig sein, so werden 20 % abgezogen. Weitere Abzüge 
sind nicht zulässig (Art. 26bis Abs. 3 IVV).

6.2 Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt 
des (hypothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei 
Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erhe-
ben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen 
bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 150 V 67 E. 4.1 
S. 69, 143 V 295 E. 4.1.3 S. 300, 129 V 222; vgl. auch Art. 25 Abs. 2 IVV). 

Unter Berücksichtigung des Wartejahres (100%ige Arbeitsunfähigkeit ab 
Mai 2019 [act. II 125.1 S. 12]) und der Neuanmeldung im August 2019 
(act. II 57) ist der frühest mögliche Rentenbeginn hier in Anwendung von 
Art. 28 Abs. 1 i.V.m. Art. 29 Abs. 1 IVG auf den 1. Mai 2020 festzusetzen. 
Auf diesen Zeitpunkt hin ist ein Einkommensvergleich durchzuführen. 

6.3 Ab Mai 2019 war die Beschwerdeführerin für jegliche Tätigkeiten zu 
100 % arbeitsunfähig (act. II 125.1 S. 12). Es resultiert ein Invaliditätsgrad 
von 70 % (100 % x 0.7 [Status]). Die Beschwerdegegnerin durfte hier auf 
die Durchführung weiterer Abklärungen zur rechtserheblichen Einschrän-
kung im häuslichen Bereich verzichten (act. II 211 S. 15). Damit besteht ab 
dem 1. Mai 2020 Anspruch auf eine ganze IV-Rente. 

6.4

6.4.1 Gemäss der Konsensbeurteilung der Gutachter ergibt sich frühes-
tens ab Herbst 2021 eine Arbeitsfähigkeit für jedwede Tätigkeit von 80 % 
(act. II 168.1 S. 12). Dies stellt einen Revisionsgrund dar und es ist eine 
weitere Invaliditätsbemessung vorzunehmen. 

6.4.2  Die Beschwerdegegnerin hat das Valideneinkommen gestützt auf 
die Angaben der ehemaligen Arbeitgeberin festgelegt (act. II 211 S. 13). 
Demnach hätte die Beschwerdeführerin als … bei der L.________ im Jahr 
2018 in einem 50 %-Pensum ein Einkommen von Fr. 40'482.-- (act. II 74 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Okt. 2025, IV 200 2024 362

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S. 9) erzielt bzw. gemäss Berechnung der Beschwerdegegnerin 
Fr. 82'571.-- im Jahr 2020 in einem 100 %-Pensum. Indexiert auf das Jahr 
2021 resultiert ein Valideneinkommen von Fr. 83'107.-- (Fr. 82'571.-- /107.9 
x 108.6 [BFS, Nominallohnindex Frauen, 2011-2022, T1.2.10, Ziff. 45-
96: Dienstleistungen]). 

6.4.3 Die Beschwerdeführerin hat keine ihr zumutbare Erwerbstätigkeit 
aufgenommen. Die Beschwerdegegnerin hat daher zu Recht das Invali-
deneinkommen anhand statistischer Werte ermittelt. Es ist von der LSE 
2020, Tabelle TA1, Ziff. 45-96 Dienstleistungen, Frauen auszugehen. Die 
Beschwerdegegnerin berücksichtigte dabei das Kompetenz-niveau 3. An-
gepasst auf das Jahr 2021 und angepasst an die berufsübliche Wochenar-
beitszeit von 41.7 Stunden (BFS, Betriebsübliche Wochenarbeitszeit nach 
Wirtschaftsabteilungen, Ziff. 45-96) und unter Berücksichtigung der 
80%igen Arbeits- und Leistungsfähigkeit ermittelte sie ein Invalidenein-
kommen von Fr. 62’462.-- (Fr. 6'201.-- / 40 x 41.7 x 12 /107.9 x 108.6 [BFS, 
Nominallohnindex Frauen, 2011-2022, T1.2.10, Ziff. 45-
96: Dienstleistungen] x 0.8). Ob stattdessen das Kompetenzniveau 2 her-
anzuziehen wäre (Invalideneinkommen in Höhe von Fr. 50'324.30 
[Fr. 4'996.-- / 40 x 41.7 x 12 /107.9 x 108.6 x 0.8]), wie die Beschwerdefüh-
rerin geltend macht (Beschwerde S. 12 Ziff. 3.13), kann offenbleiben. Mit 
Blick auf den unbestrittenen Status von 70 % Erwerb und 30 % Aufgaben-
bereich Haushalt und den Umstand, dass im Aufgabenbereich Haushalt 
lediglich eine Einschränkung von 5% bzw. gewichtet 1.5 % besteht (vgl. 
E. 5.2 hiervor), resultiert so oder anders ein IV-Grad im rentenausschlies-
senden Bereich (vgl. E. 6.4.4 hiernach).

Was einen allfälligen Abzug vom Tabellenlohn angeht (vgl. E. 6.1.3 hier-
vor), ist ein solcher für die Zeit bis 31. Dezember 2023 nicht vorzunehmen. 
Einerseits besteht kein Anpassungsbedarf im Sinne der bis 31. Dezember 
2021 geltenden Praxis. Insbesondere wurden die medizinisch bedingten 
quantitativen und qualitativen Einschränkungen bereits mit dem Zumutbar-
keitsprofil hinreichend berücksichtigt (vgl. Art. 49 Abs. 1bis IVV) und dürfen 
daher nicht nochmals in die Bemessung mittels eines leidensbedingten 
Abzugs einfliessen, da ansonsten eine unzulässige doppelte Anrechnung 
desselben Gesichtspunktes resultieren würde (vgl. E. 6.1.3 hiervor). Ander-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Okt. 2025, IV 200 2024 362

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seits erfährt das lohnstatistische Invalideneinkommen auch für die Zeit vom 
1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2023 keine Anpassung, da die vorausge-
setzte Schwelle einer mindestens 50%igen Arbeitsunfähigkeit für einen 
Abzug von 10 % für Teilzeitarbeit gemäss Art. 26bis Abs. 3 IVV (in der 
massgeblichen Fassung) vorliegend nicht erreicht wird; ein darüber hinaus 
gehender Korrekturbedarf (vgl. BGE 150 V 410 E. 10.6 S. 439) besteht 
nicht. Hingegen ist für die Zeit ab dem 1. Januar 2024 ein Pauschalabzug 
von 10 % vorzunehmen (Art. 26bis Abs. 3 IVV in der per 1. Januar  2024 in 
Kraft getretenen Fassung). Das Invalideneinkommen ab 1. Januar 2024 
beläuft sich somit auf Fr. 56'216.-- bzw. auf Fr. 45’292.-- (bei Annahme von 
Kompetenzniveau 2). 

6.4.4 Bei einem Valideneinkommen von Fr. 83'107.-- und einem Invali-
deneinkommen von Fr. 62’462.-- resultiert eine Einschränkung im Bereich 
der Erwerbstätigkeit von 24.84 % resp. gewichtet 17.39 % (24.84 % x 0.7 
[Status]). Bei einem Invalideneinkommen von Fr. 50'324.30 (bei Annahme 
von Kompetenzniveau 2) resultiert eine Einschränkung im Bereich der Er-
werbstätigkeit von 39.44 % resp. gewichtet 27.61 % (39.44 % x 0.7 [Sta-
tus]). Die Einschränkungen im Erwerb und im Aufgabenbereich Haushalt 
ergeben zusammen einen rentenausschliessenden IV-Grad von gerundet 
(vgl. BGE 130 V 121 E. 3.2 und 3.3 S. 123) 19 % (17.39 % + 1.5 %) – bzw. 
bei Berücksichtigung des Kompetenzniveaus 2 (vgl. E. 6.4.3 hiervor) – von 
29 % (27.61 % + 1.5 %). 

IV-Grade im rentenausschliessenden Bereich resultieren auch bei Berück-
sichtigung eines Pauschalabzugs von 10 % für die Zeit ab 1. Januar 2024. 
Die Einschränkung im Bereich der Erwerbstätigkeit beläuft sich auf 32 % 
bzw. 46 %. Gewichtet ergibt sich eine Einschränkung im Bereich der Er-
werbstätigkeit von 22.4 % (32 % x 0.7 [Status]) bzw. 32.2 % (46 % x 0.7). 
Zusammen mit der Einschränkung im Aufgabenbereich Haushalt resultiert 
ein IV-Grad von gerundet 23.9 % (22.4 % + 1.5 %) bzw. 33.7 % (32.2 % + 
1.5 %).

7.

Da die Beschwerdeführerin mit Jahrgang 1963 im massgeblichen Zeitpunkt 
der Rentenaufhebung älter als 55 Jahre alt war, bleibt zu prüfen, ob vor der 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Okt. 2025, IV 200 2024 362

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Rentenaufhebung Eingliederungsmassnahmen durchzuführen sind (BGE 
145 V 209 E. 5.1 S. 211, 141 V 5 E. 4.1 S. 7; SVR 2019 IV Nr. 38 S. 120, 
8C_680/2018 E. 5.2, 2016 IV Nr. 27 S. 80, 8C_19/2016 E. 5.1, 2011 IV 
Nr. 30 S. 86, 9C_163/2009 E. 4.2.1 und 4.2.2, Nr. 73 S. 220, 9C_228/2010 
E. 3.3). Der Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen vor Rentenaufhe-
bung setzt Eingliederungswillen bzw. eine subjektive Eingliederungsfähig-
keit voraus; fehlt es daran, so entfällt der Anspruch auf Eingliederungs-
massnahmen, ohne dass zunächst ein Mahn- und Bedenkzeitverfahren 
durchgeführt werden müsste (SVR 2019 IV Nr. 3 S. 6, 8C_145/2018 E. 7). 

In Würdigung der von der Beschwerdeführerin gegenüber den Gutachtern 
gemachten Ausführungen fehlt es ihr am subjektiven Eingliederungswillen. 
So erachtet sie sich aufgrund ihrer gesundheitlichen Situation als nicht ar-
beitsfähig (act. II 168.4 S. 10, 12, 168.3 S. 9, 174 S. 1). Objektiv ist dies 
weder belegt noch nachvollziehbar, denn gestützt auf das (beweistaugli-
che) MEDAS-Verlaufsgutachten ist die Beschwerdeführerin zu 80 % ar-
beits- und leistungsfähig (act. II 168.1 S. 12). Zudem hat die Beschwerde-
führerin das Mahn- und Bedenkzeitverfahren korrekt durchgeführt: Am 
10. Oktober 2022 hat sie die Beschwerdeführerin zu einem Gespräch zur 
Abklärung von beruflichen Eingliederungsmöglichkeiten eingeladen 
(act. II 170) und am 12. Oktober 2022 unter Hinweis auf Art. 21 Abs. 4 
ATSG aufgefordert, verbindlich an Eingliederungsmassnahmen teilzuneh-
men (act. II 172). Nachdem die Versicherte mitgeteilt hatte, sie fühle sich 
als subjektiv vollumfänglich eingliederungsunfähig (act. II 174 S. 1), verfüg-
te die IVB am 7. Dezember 2022 (act. II 188) die Abweisung beruflicher 
Massnahmen, mit der Begründung, die Beschwerdeführerin fühle sich nicht 
in der Lage, bei beruflichen Massnahmen mitzuwirken. Somit steht BGE 
145 V 209 einer Befristung der Rente nicht entgegen. Es ist deshalb nicht 
zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin die ab 1. Mai 2020 zuge-
sprochene ganze IV-Rente bis zum 31. Oktober 2022 (d.h. auf Ende des 
Monats, in dem die subjektive Eingliederungsunfähigkeit feststand) befristet 
hat. 

8.

Nach dem Dargelegten ist die angefochtene Verfügung vom 19. April 2024 
(act. II 241) nicht zu beanstanden und die Beschwerde abzuweisen. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Okt. 2025, IV 200 2024 362

- 27 -

9. 

9.1  Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei 
Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unab-
hängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzule-
gen. Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, sind ent-
sprechend dem Ausgang des Verfahrens der Beschwerdeführerin zur Be-
zahlung aufzuerlegen und dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher 
Höhe zu entnehmen. 

9.2 Ausgangsgemäss besteht gemäss Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 
lit. g ATSG (Umkehrschluss) kein Anspruch auf eine Parteientschädigung.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

4. Zu eröffnen (R):
- B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern 

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- Bundesamt für Sozialversicherungen

Die Kammerpräsidentin: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.