# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4324cafb-89a6-5ff1-82ff-12ed660cbb95
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2026-01-19
**Language:** de
**Title:** 9C_711/2025 19.01.2026
**Docket/Reference:** 9C_711/2025
**URL:** https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F19-01-2026-9C_711-2025&print=yes&zoom=

## Full Text

Bundesgericht
Tribunal fdral
Tribunale federale
Tribunal federal
9C_711/2025
Urteil vom 19. Januar 2026
III. ffentlich-rechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichterin Moser-Szeless, Prsidentin,
Gerichtsschreiberin Rupf.
Verfahrensbeteiligte
A.A._______ und B.A._______,
Beschwerdefhrer,
gegen
Kantonales Steueramt Zrich, Rechtsdienst, Bndliweg 21, 8090 Zrich,
Beschwerdegegner.
Gegenstand
Staats- und Gemeindesteuern des Kantons Zrich und direkte Bundessteuer, Steuerperiode 2021,
Beschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Zrich vom 28. Oktober 2025 (SB.2025.00074, SB.2025.00075).
Erwgungen:
1.
1.1. Die Eheleute A.A.________ und B.A.______ (nachfolgend: die Pflichtigen) haben ihren Wohnsitz in U.________/ZH. Sie deklarierten am 27. Oktober 2022 in ihrer Steuererklrung fr das Steuerjahr 2021 ein steuerbares Einkommen von Fr. 57'500.- fr die direkte Bundessteuer und Fr. 49'100.- fr die Staats- und Gemeindesteuern Zrich sowie ein steuerbares Vermgen von Fr. 0.-.
1.2. Im Rahmen einer durch die Eidgenssische Steuerverwaltung (ESTV) vorgenommenen Revision der Geschftsbcher der B.________ AG wurden Quittungsbelege aufgefunden, welche Verkufe ber 100 Personenwagen an den Pflichtigen dokumentieren. Der Gesamtwert dieser Transaktion belief sich auf ber Fr. 200'000.-, weshalb die ESTV im Jahr 2022 eine entsprechende Mitteilung an das Kantonale Steueramt Zrich erstattete. Mit Auflage vom 8. Mai 2023 forderte das Kantonale Steueramt Zrich die Pflichtigen zur Einreichung von Unterlagen und Angaben in Bezug auf die Verkufe der 100 Personenwagen auf. Seitens der Pflichtigen blieb hierzu eine substanzielle Antwort aus. Nach Mahnung vom 28. Juli 2023 zur Beantwortung der Auflage reichte der Pflichtige mit E-Mail vom 30. August 2023 lediglich einen unvollstndigen Kaufvertrag fr ein Fahrzeug ein. Darber hinaus blieb die Auflage unbeantwortet und unerfllt.
1.3. Am 13. Oktober 2023 schtzte das Kantonale Steueramt Zrich die Pflichtigen fr die Steuerperiode 2021 mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. 145'900.- (fr die direkte Bundessteuer) und von Fr. 137'500.- fr die Staats- und Gemeindesteuern Zrich und einem Vermgen von Fr. 0.- ein. Im steuerbaren Einkommen schtzte das Kantonale Steueramt Zrich - in Abweichung zur eingereichten Steuererklrung 2021 - nach pflichtgemssem Ermessen (zustzliche) Einknfte des Pflichtigen aus selbstndiger Erwerbsttigkeit im Umfang von Fr. 90'000.- ein. Als Begrndung fhrte es an, dass aufgrund einer Meldung der ESTV davon auszugehen sei, der Pflichtige habe mit mindestens 128 Fahrzeugen gehandelt. Die hiergegen durch die Pflichtigen erhobene Einsprache, mit der Begrndung der Gesamtgewinn aus dem Verkauf der Fahrzeuge belaufe sich lediglich auf Fr. 3'000.-, wies das Steueramt mit Einspracheentscheid vom 25. Juli 2024 ab.
Die hiergegen durch die Pflichtigen erhobenen Rechtsmittel blieben erfolglos (Entscheid des Steuerrekursgerichts des Kantons Zrich vom 30. April 2025; Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Zrich vom 28. Oktober 2025).
1.4. Mit Eingabe vom 18. Dezember 2025 erheben die Pflichtigen Beschwerde beim Bundesgericht. Sie beantragen sinngemss eine Steuerveranlagung aufgrund der eingereichten Steuererklrung 2021 (ohne Aufrechnung von Einknften aus selbstndiger Erwerbsttigkeit im Umfang von Fr. 90'000.-).
2.
Gemss Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG haben Rechtsschriften unter anderem die Begehren und deren Begrndung zu enthalten, wobei in der Begrndung in gedrngter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt. Art. 95 ff. BGG nennen dabei die zulssigen Rgegrnde. Eine qualifizierte Rge- und Begrndungspflicht besteht, soweit die Verletzung von Grundrechten geltend gemacht wird; solche Rgen mssen in der Beschwerde przise vorgebracht und begrndet werden (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 150 II 346 E. 1.5.3).
Dabei ist konkret auf die fr das Ergebnis des angefochtenen Urteils massgeblichen Erwgungen der Vorinstanz einzugehen und im Einzelnen aufzuzeigen, worin eine Verletzung von Bundesrecht liegt (BGE 140 III 86 E. 2; 134 V 53 E. 3.3). Auf ungengend begrndete Rgen oder allgemeine appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid tritt das Bundesgericht nicht ein (zum Ganzen: BGE 149 II 337 E. 2.2).
3.
3.1. Die Vorinstanz wies die durch die Pflichtigen erhobenen Rechtsmittel ab. Sie erwog, dass nach Art. 126 Abs. 1 DBG (und nach 135 Abs. 1 des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 des Kantons Zrich [StG/ZH; LS 631.1]) die Pflichtigen alles tun mssen, um eine vollstndige und richtige Einschtzung zu ermglichen. Sie mssen gemss Art. 124 Abs. 2 DBG ( 133 Abs. 2 StG/ZH) unter anderem das amtliche Formular fr die Steuererklrung wahrheitsgemss und vollstndig ausfllen. Werden diese Verfahrenspflichten trotz Mahnung nicht erfllt oder knnen die Steuerfaktoren mangels zuverlssiger Unterlagen nicht einwandfrei ermittelt werden, so nehme die Steuerbehrde die Einschtzung bzw. Veranlagung nach pflichtgemssem Ermessen vor. Sie knne dabei Erfahrungszahlen, Vermgensentwicklung und Lebensaufwand der steuerpflichtigen Person bercksichtigen (Art. 130 Abs. 2 DBG; 139 Abs. 2 StG/ZH). Gegen eine Einschtzung bzw. Veranlagung nach pflichtgemssem Ermessen knne vorab die Rge der Unzulssigkeit der Ermessenseinschtzung bzw. -veranlagung erhoben werden. Eine zulssige bzw. zu Recht erfolgte Einschtzung bzw. Veranlagung nach pflichtgemssem Ermessen knne sodann nur wegen offensichtlicher Unrichtigkeit angefochten werden (Art. 132 Abs. 3 DBG; 140 Abs. 2 StG/ZH).
Vorliegend sei der Pflichtige seinen Verfahrenspflichten trotz Mahnung vom 28. Juli 2023 der Auflage des Kantonalen Steueramts Zrich nur unzureichend nachgekommen, weshalb das Kantonale Steueramt Zrich die Pflichtigen zu Recht - gesttzt auf die Unterlagen der ESTV - pflichtgemss veranlagt htten. Auch sei den Pflichtigen es nicht gelungen den Unrichtigkeitsnachweis gegen die Ermessenstaxation zu erbringen. Ebenso begrndete die Vorinstanz sehr ausfhrlich, wieso sich die Darstellungen der Pflichtigen in Bezug auf die Fahrzeugkufe als widersprchlich, lckenhaft und insgesamt wenig glaubhaft erweisen, und weshalb es nicht mglich sei den von den Pflichtigen geltend gemachten Gewinn von Fr. 3'000.- anstelle der pflichtgemss veranlagten Fr. 90'000.- nachzuvollziehen.
3.2.
3.2.1. Die Pflichtigen setzen sich in keiner Weise mit dem vorinstanzlichen Urteil auseinander. Sie bringen lediglich verkrzt und zusammenhanglos hervor, dass anhand der Unterlagen zu sehen sei, dass sie lediglich sechs Fahrzeuge verkauft htten. Dabei handelt es sich offensichtlich um keine hinreichende Beschwerdebegrndung nach Art. 42 BGG gegen das vorinstanzliche Urteil, sondern lediglich um eigene Behauptungen.
3.2.2. Auch erschpfen sich die Ausfhrungen der Pflichtigen in allgemeiner appellatorischer Kritik, indem sie sich damit begngen, die offene Frage aufzuwerfen, wie es denn mglich sei, mit einem Betrag von ber Fr. 200'000.- mehr als 100 Fahrzeuge erwerben zu knnen, zumal es ausgeschlossen sei, dass ein Fahrzeug nur rund Fr. 2'000.- kosten wrde. Dabei zeigt sich, dass die Pflichtigen lediglich eine Frage gegen das Urteil aufwerfen und ihre Kritik nicht mit einer rechtsgenglichen Argumentation untermauert ist.
4.
4.1. Auf die Beschwerde ist mangels offensichtlich hinreichender Begrndung in der Sache im vereinfachten Verfahren durch einzelrichterlichen Entscheid der Abteilungsprsidentin nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG i.V.m. Art. 108 Abs. 2 BGG nicht einzutreten.
4.2. Nach dem Unterliegerprinzip sind die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens den Pflichtigen unter solidarischer Haftbarkeit aufzuerlegen (Art. 65 und Art. 66 Abs. 1 Satz 1 BGG ). Dem Kanton Zrich, der in seinem amtlichen Wirkungskreis obsiegt, ist keine Entschdigung zuzusprechen (Art. 68 Abs. 3 BGG).
Demnach erkennt die Prsidentin:
1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2.
Die Gerichtskosten von Fr. 1'000.- werden den Beschwerdefhrern unter solidarischer Haftbarkeit auferlegt.
3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Zrich, 2. Abteilung, und der Eidgenssischen Steuerverwaltung schriftlich mitgeteilt.
Luzern, 19. Januar 2026
Im Namen der III. ffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Die Prsidentin: Moser-Szeless
Die Gerichtsschreiberin: Rupf