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**Case Identifier:** cda88982-0442-590a-8818-8e799b50d6e1
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-06-06
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 06.06.2019 IV 2017/93
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2017-93_2019-06-06.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2017/93

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 20.08.2019

Entscheiddatum: 06.06.2019

Entscheid Versicherungsgericht, 06.06.2019
Art. 28 IVG. Art. 7 und Art. 8 ATSG. Rentenanspruch. Beweiskraft 
gutachterlicher Beurteilung. Keine rentenbegründende Invalidität (Entscheid 
des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 6. Juni 2019, IV 
2017/93).

Entscheid vom 6. Juni 2019

Besetzung

Präsidentin Marie Löhrer, Versicherungsrichterinnen Christiane Gallati Schneider und 

Michaela Machleidt Lehmann; Gerichtsschreiber Philipp Geertsen

Geschäftsnr.

IV 2017/93

Parteien

A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Linda Keller, Grand & Nisple Rechtsanwälte, 

Oberer Graben 26, 9000 St. Gallen,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

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Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Rente

Sachverhalt

A.   

A.a  A.___ meldete sich im Februar 2013 zum Bezug von IV-Leistungen an (IV-act. 6). 

Der im Rahmen einer psychosomatischen Rehabilitation behandelnde Dr. med. B.___, 

Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, diagnostizierte eine 

Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion (ICD-10: F43.21), eine 

psychophysische Erschöpfung (ICD-10: Z73.0) und eine generalisierte Angststörung im 

Rahmen einer Störung der Stressmodulationsfähigkeit (ICD-10: F41.11). Es sei von der 

Wiederherstellung und Erhaltung der vollen Arbeitsfähigkeit auszugehen (FI-

Gesprächsprotokoll vom 8. April/14. Mai 2013, IV-act. 18; siehe zum Bericht vom 

29. April 2013 über den Rehabilitationsaufenthalt in der Klinik C.___ vom 18. März bis 

12. April 2013 IV-act. 90-6 ff.).

A.b Auf der Grundlage der getroffenen Zielvereinbarung vom 9. Juli 2013 (IV-act. 27) 

gewährte die IV-Stelle der Versicherten am 19. Juli 2013 Unterstützung bei der 

Stellensuche (IV-act. 32). Am 13. August 2013 erteilte die IV-Stelle der Versicherten als 

Frühinterventionsmassnahme eine Kostengutsprache für einen Ausbildungskurs zur 

Bewirtschaftungs-Assistentin SB1 in Form von 57 Lektionen für den Zeitraum vom 

13. August bis 21. November 2013 (IV-act. 35), den die Versicherte erfolgreich 

absolvierte (zum Zertifikat vom 16. Dezember 2013 siehe IV-act. 41). Im Februar 2014 

vereinbarten die Versicherte und die IV-Stelle einen Eingliederungsplan für einen 

Arbeitsversuch im Bereich der Immobilienbewirtschaftung (IV-act. 42; zur Gewährung 

des Arbeitsversuches für den Zeitraum vom 17. Februar bis 16. August 2014 siehe die 

Mitteilung vom 24. Februar 2014, IV-act. 45; zu den Taggeldverfügungen vom 

28. Februar 2014 und vom 27. Juni 2014 siehe IV-act. 50 und IV-act. 70). Am 26. Mai 

2014 musste der Arbeitsversuch per 4. April 2014 abgebrochen werden, da der 

Einsatzbetrieb die Versicherte während ihrer vollen Präsenzzeit nicht habe genügend 

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auslasten bzw. beschäftigen können (Mitteilung vom 26. Mai 2014, IV-act. 68). Per 

1. Dezember 2014 trat die Versicherte eine Festanstellung zu 100% als Mitarbeiterin 

eines Möbelgeschäfts an. Mit der Begründung, dass die Versicherte mit dieser 

Anstellung angemessen eingegliedert sei, wies die IV-Stelle das Gesuch um berufliche 

Massnahmen ab (IV-act. 86; Mitteilung vom 24. April 2015, IV-act. 81).

A.c  Am 29. Juni 2015 teilte die Versicherte der IV-Stelle im Rahmen der Rentenprüfung 

mit (siehe zur Lohnanfrage der IV-Stelle vom 5. Mai 2015 IV-act. 82), sie sei seit 

14. April 2015 zu 100% krankgeschrieben. Ihre Arbeitgeberin habe ihr per 30. Juni 

2015 gekündigt (IV-act. 85-2; zur Kündigung vom 29. Mai 2015 siehe IV-act. 86-5).

A.d Die behandelnde Dr. med. D.___, Fachärztin für Innere Medizin, berichtete am 

6. September 2015, die Versicherte leide mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit an 

einer depressiven Reaktion (Rezidiv seit April 2015) und seit April 2015 an einem 

pseudoradikulären, lumbovertebralen Syndrom bei Bandscheibenhernie L5/S1. Sie 

bescheinigte ihr für die Zeit vom 14. bis 26. April 2015 für die zuletzt ausgeübte 

Tätigkeit in Küchenplanung und Verkauf eine 20%ige und ab 27. April 2015 für jegliche 

Tätigkeiten eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (IV-act. 90). Im Bericht vom 11. September 

2015 nannte die behandelnde Dr. med. E.___, Fachärztin für Psychiatrie und 

Psychotherapie, folgende Diagnosen, denen sie eine Auswirkung auf die 

Arbeitsfähigkeit zumass: eine rezidivierende depressive Störung, in der Vergangenheit 

schwere Episoden (ICD-10: F33.2), gegenwärtig mittelgradige Episode mit somatischen 

Symptomen (ICD-10: F33.11) und eine langandauernde sekundäre Insomnie (nicht 

organisch; ICD-10: F51.9). In der Vergangenheit (2013) hätten eine psychophysische 

Erschöpfung (ICD-10: Z73.0) und eine generalisierte Angststörung (ICD-10: F41.11) 

bestanden. Aus psychiatrischer Sicht sei die Versicherte 100% arbeitsunfähig (IV-

act. 92).

A.e  Mit Schreiben vom 2. Oktober 2015 teilte die IV-Stelle der Versicherten mit, der 

Rentenanspruch entstehe frühestens nach Ablauf einer einjährigen, durchgehenden 

Arbeitsunfähigkeit. Da diese Voraussetzung im heutigen Zeitpunkt noch nicht erfüllt sei, 

müsse die Bearbeitung des Rentengesuchs noch zurückgestellt werden (IV-act. 98).

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A.f Im Auftrag des leistungspflichtigen Krankentaggeldversicherers erstattete Dr. B.___ 

am 8. April 2016 ein psychiatrisches Gutachten (IV-act. 112) und die AEH Zentrum für 

Arbeitsmedizin, Ergonomie und Hygiene AG am 22. April 2016 ein Gutachten über eine 

"Funktionsorientierte Medizinische Abklärung (FOMA)" der Versicherten. Dr. B.___ 

diagnostizierte einen Zustand nach Anpassungsstörung mit längerer depressiver 

Reaktion, gegenwärtig vollständig remittiert (ICD-10: F43.21), dem er keine Auswirkung 

auf die Arbeitsfähigkeit zumass. Seit November 2014 sei die Versicherte aus 

psychiatrischer Sicht nicht mehr arbeitsunfähig (IV-act. 112-8 f.). Sie habe lediglich 

unter einer einzigen depressiven Episode im Verlauf von 2013 und 2014 gelitten, die 

aber auf eine berufliche Überlastung und zwischenmenschliche Probleme am 

Arbeitsplatz zurückzuführen sei und damit nicht einer eigenständigen 

selbstunterhaltenden depressiven Störung, sondern einer Anpassungsstörung mit 

längerer depressiver Reaktion nach ICD-10 zugeordnet werden könne (IV-act. 112-11). 

Die Abklärungspersonen der AEH bescheinigten der Versicherten für die angestammte 

Tätigkeit als Möbelverkäuferin eine 50%ige Arbeitsfähigkeit, die innerhalb von 3 bis 

4 Monaten auf 75% und in 6 Monaten auf 100% gesteigert werden könne. Für 

leidensangepasste Tätigkeiten verfüge die Versicherte über eine 100%ige 

Arbeitsfähigkeit. Zur Anpassung an die Arbeit und Umsetzung der empfohlenen 

medizinischen Massnahmen werde ein Einstieg halbtags für 4 Monate (50%ige 

Arbeitsunfähigkeit) empfohlen (IV-act. 113).

A.g Die RAD-Ärztin Dr. med. F.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, hielt 

das Gutachten von Dr. B.___ nicht für nachvollziehbar und empfahl die Durchführung 

einer bidisziplinären (rheumatologisch-psychiatrischen) Begutachtung (IV-act. 118). Im 

Auftrag der IV-Stelle wurde die Versicherte am 23. August 2016 durch Dr. med. G.___, 

Fachärztin für Rheumatologie, und am 6. September 2016 durch Dr. med. H.___, 

Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, in der SMAB AG begutachtet. Die 

Gutachterinnen diagnostizierten: 1. Diskusprotrusionen ohne 

Nervenwurzelkompression, mit kleinvolumiger medianer subligamentärer Diskushernie 

L5/S1; 2. einen Verdacht auf seronegative Spondylarthropathie mit leichter ISG-Arthritis 

beidseits; 3. anamnestisch eine Rippenkontusion am 24. Juni 2016 und 4. eine 

rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig remittiert (ICD-10: F33.4). Keiner der 

gestellten Diagnosen massen die Gutachterinnen eine Auswirkung auf die 

Arbeitsfähigkeit bezogen auf die letzte Tätigkeit zu. Den zurückliegenden Verlauf der 

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Arbeitsfähigkeit beschrieben sie wie folgt: Beim akuten Auftreten des 

lumbospondylogenen Syndroms im Juli 2015 bestand wohl eine Arbeitsunfähigkeit von 

etwa 2 Monaten in der bisherigen Tätigkeit. Beim Auftreten von Rückenschmerzen bei 

vermuteter Sakroiliitis im Mai 2016 habe im akuten Stadium wahrscheinlich eine 

Arbeitsunfähigkeit von 50% für ca. 4 Monate bestanden. Zwischen diesen Zeiträumen 

und danach könne eine 100%ige Arbeitsfähigkeit angenommen werden. Die genaue 

Festlegung der vorgängigen Arbeitsunfähigkeiten sei psychiatrischerseits angesichts 

des wellenförmigen Verlaufs schwierig. Beschrieben werde eine manifeste depressive 

Episode seit dem 5. Dezember 2012. Nach dem Klinikaufenthalt in C.___ vom 18. März 

bis 12. April 2013 sei eine Besserung mit 50%iger Arbeitsfähigkeit attestiert worden. 

Unter jetziger Würdigung könne eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit vom 28. November 

2012 bis 12. April 2013 bestätigt werden, wobei hier nach den geschilderten 

Symptomen und nach der Befragung der Versicherten eher eine schwere depressive 

Episode als eine Anpassungsstörung anzunehmen sei. Zumindest bis zum 

31. Dezember 2013 sei weiterhin von einer 50%igen Arbeitsunfähigkeit auf dem 

psychiatrischen Fachgebiet auszugehen, da der Gesundheitszustand labil geblieben 

sei und keine vollständige Remission habe erreicht werden können. Ab 1. Januar 2014 

sei dann wieder von einer vollständigen Arbeitsfähigkeit auszugehen. Im weiteren 

Verlauf sei aus psychiatrischer Sicht keine weitere relevante Arbeitsunfähigkeit zu 

bescheinigen (IV-act. 125). Die RAD-Ärztin Dr. F.___ vertrat in der Stellungnahme vom 

25. Oktober 2016 die Auffassung, auf das bidisziplinäre Gutachten der SMAB AG 

könne abgestellt werden. Gestützt darauf könne nicht von einer relevant andauernden 

Arbeitsunfähigkeit im gesamten Verlauf seit Abschluss der beruflichen Massnahmen 

ausgegangen werden (IV-act. 126).

A.h Ausgehend von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit ermittelte die IV-Stelle einen 

Invaliditätsgrad von 0% und stellte der Versicherten mit Vorbescheid vom 4. November 

2016 die Abweisung des Rentengesuchs in Aussicht (IV-act. 129). Daraufhin teilte 

Dr. E.___ der IV-Stelle am 2. Dezember 2016 mit, die Versicherte sei aus ihrer Sicht zu 

100% arbeitsunfähig (IV-act. 132). PD Dr. med. I.___, Arzt der Klinik für Rheumatologie 

am Departement Innere Medizin am Kantonsspital St. Gallen (KSSG), führte im an die 

IV-Stelle gerichteten Schreiben vom 30. November 2016 aus, die Arbeitsfähigkeit der 

Versicherten sei nur schwierig einzuschätzen. Er schlage daher vor, eine Evaluation der 

funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL) durchzuführen (IV-act. 134). Am 9. Dezember 

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2016 erhob die Versicherte Einwand, reichte weitere Berichte der behandelnden 

medizinischen Fachpersonen ein und machte geltend, ihr Gesundheitsbild habe sich 

weiter verschlechtert. Sie sei weiterhin nicht in der Lage, eine berufliche Tätigkeit 

auszuüben (IV-act. 136). Die RAD-Ärztin Dr. F.___ hielt in der Stellungnahme vom 

26. Januar 2017 fest, aus den eingereichten Unterlagen ergäben sich weder aus 

psychiatrischer noch somatischer Sicht neue Befunde. Von somatischer Seite sei nun 

sogar auch aus neurologischer Sicht ein blander Befund gesichert (IV-act. 143). Am 

27. Januar 2017 verfügte die IV-Stelle die Abweisung des Rentengesuchs (IV-act. 144).

B.   

B.a  Gegen die Verfügung vom 27. Januar 2017 richtet sich die vorliegende 

Beschwerde vom 27. Februar 2017. Die Beschwerdeführerin beantragt darin deren 

Aufhebung und die Zusprechung einer ganzen Rente. Im Januar 2017 hätten sich die 

Schmerzen akut verschlechtert und sie habe im Spital J.___ stationär behandelt 

werden müssen. Zur weiteren Behandlung befände sie sich in einer Physio- und einer 

Ergotherapie (act. G 1, zu den eingereichten Berichten u.a. von Dr. D.___ siehe act. 

G 1.2; zur ergänzenden Begründung vom 6. April 2017 samt weiteren medizinischen 

Unterlagen, einschliesslich eines Kurzaustrittsberichts der Abteilung Allgemeine Innere 

Medizin/Hausarztmedizin am Spital J.___ vom 16. Februar 2017 bezüglich der 

Hospitalisation vom 8. bis 17. Februar 2017, siehe act. G 3).

B.b Die Beschwerdegegnerin beantragt in der Beschwerdeantwort vom 1. Juni 2017 

die Abweisung der Beschwerde. Im Wesentlichen vertritt sie den Standpunkt, dass der 

bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung eingetretene Sachverhalt spruchreif 

abgeklärt und gestützt darauf das Rentengesuch zu Recht abgewiesen worden sei. Die 

Berichte der behandelnden medizinischen Fachpersonen seien nicht geeignet, Zweifel 

an der Beurteilung der SMAB AG zu begründen (act. G 9).

B.c  Mit Zwischenentscheid vom 9. Juni 2017 wird dem Gesuch der 

Beschwerdeführerin um Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege (Befreiung von 

den Gerichtskosten und Bewilligung der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung) für das 

Verfahren vor Versicherungsgericht entsprochen (act. G 10).

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B.d Die Beschwerdeführerin hält in der Replik vom 5. Juli 2017 unverändert an den 

Beschwerdeanträgen fest (act. G 12).

B.e  Am 28. August 2017 teilt die Beschwerdegegnerin den Verzicht auf eine Duplik mit 

(act. G 14).

Erwägungen

1.  

Zwischen den Parteien umstritten und nachfolgend zu prüfen ist der Rentenanspruch 

der Beschwerdeführerin.

1.1 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über 

die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder 

die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare 

Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), 

während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% 

arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% 

invalid sind (lit. c). Als Invalidität gilt laut Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) die voraussichtlich 

bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. 

Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder 

psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und 

Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf 

dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für 

die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen 

der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit 

liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 

ATSG).

1.2 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrads wird das Erwerbseinkommen, das die 

versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der 

medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 

zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung 

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gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid 

geworden wäre (Art. 16 ATSG).

1.3 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die 

versicherte Person mindestens zu 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie 

mindestens zu 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50% besteht 

ein Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% 

ein Anspruch auf eine Viertelsrente.

1.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im 

Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des 

Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung 

zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte 

Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4). Hinsichtlich des Beweiswerts eines 

Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, 

auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden 

berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden ist, in der Darlegung der 

medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 

einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (BGE 125 V 

352 E. 3a).

2.  

Zunächst ist zu prüfen, ob der Sachverhalt in medizinischer Hinsicht spruchreif 

abgeklärt worden ist und eine verlässliche Grundlage für die Beurteilung der 

Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin besteht. Die Beschwerdegegnerin stützt sich 

in der angefochtenen Verfügung (IV-act. 144) auf die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit 

durch die Gutachterinnen der SMAB AG vom 26. September 2016 (IV-act. 125).

2.1 An der Beurteilung der SMAB AG bemängelt die Beschwerdeführerin, dass darin 

die Erkrankung an einem Morbus Bechterew verneint werde (act. G 3, Rz 17 ff.; siehe 

auch act. G 12, Rz 6 und Rz 9 ff.). Durch dieses Leiden werde ihre Belastungsfähigkeit 

weiter eingeschränkt. Der Gefühlsverlust in den Fingern führe dazu, dass sie keinen 

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Computer bedienen könne. Sie sei aus physischer Sicht somit 100% arbeitsunfähig 

(act. G 3, Rz 26; siehe auch act. G 12, Rz 15). Ihre Schmerzen hätten sich akut 

verschlechtert und sie habe im Spital J.___ stationär behandelt werden müssen (act. 

G 1, S. 4, und act. G 3, Rz 17; zum Kurzaustrittsbericht der Abteilung Allgemeine Innere 

Medizin/Hausarztmedizin am Spital J.___ vom 16. Februar 2017 siehe act. G 3.1).

2.1.1 Die rheumatologische SMAB-Gutachterin diskutierte ausführlich die Vorakten 

sowie die Laborwerte und hielt die klinisch festgestellten Funktionsbeeinträchtigungen 

fest. Sie gelangte zum Schluss, auch wenn eine - in Form einer Verdachtsdiagnose 

berücksichtigten (IV-act. 125-28) - seronegative Spondylarthropathie sich im Verlauf 

bestätigte, würde dies - ausser im akuten Schmerzschub - nicht zu einer höheren 

Arbeitsunfähigkeit führen, aber zu einer Einschränkung der Gewichtsbelastung. Von 

einem Morbus Bechterew im eigentlichen Sinn könne noch nicht gesprochen werden. 

Die Protrusion und die subligamentäre mediane Diskushernie 2015 spielten bei Fehlen 

radikulärer Ausfälle heute wohl keine grosse Rolle mehr (IV-act. 125-28 f.). Diese 

Ausführungen werden durch den Kurzaustrittsbericht der Abteilung Allgemeine Innere 

Medizin/Hausarztmedizin am Spital J.___ vom 16. Februar 2017 nicht in Frage gestellt, 

ergeben sich doch daraus keine objektiven Gesichtspunkte, die eine Verschlechterung 

eines Morbus Bechterew bzw. einer axialen Spondylarthritis nahelegten. Dies gilt umso 

mehr, als die Diagnose des "M. Bechterew (Axiale Spondyloarthritis)" offenbar von der 

Erstdiagnose "ED 05/2016" bloss übernommen und lediglich mit dem positiven HLA 

B-27 begründet wurde (act. G 3.1, S. 1). Für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit ist 

sodann nicht die genaue diagnostische Beschreibung eines Leidens, sondern sind 

dessen konkrete Funktionsbeeinträchtigungen von Bedeutung. Im Übrigen lässt sich 

der erstgenannten Diagnose im Kurzaustrittsbericht ("chronisches Schmerzsyndrom 

bei pseudoradikulärem, lumbospondylogenem Syndrom L4/L5/S1 und Dg. 2") und den 

Ausführungen von Dr. D.___ in den Stellungnahmen vom 8. und 21. Februar 2017 (act. 

G 3.3) entnehmen, dass die stationäre Schmerztherapie im Spital J.___ aufgrund einer 

Exazerbation eines Schmerzsyndroms erfolgte, gegen welches die Medikamente nicht 

helfen würden (Bericht vom 8. Februar 2017, act. G 3.3, S. 2). Dass diese akute 

Schmerzphase zu einer längerdauernden Verschlechterung der Arbeitsfähigkeit geführt 

hätte, geht weder aus den Ausführungen der Beschwerdeführerin noch den 

medizinischen Berichten hervor. Vielmehr konnte die Beschwerdeführerin offenbar 

erfolgreich medikamentös eingestellt werden (Bericht von Dr. D.___ vom 21. Februar 

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2017, act. G 3.3). Vor diesem Hintergrund kann letztlich offenbleiben, ob sich aus der 

Hospitalisation im Spital J.___ im Februar 2017 Rückschlüsse auf den vorliegend 

massgebenden, bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom 27. Januar 2017 

eingetretenen Sachverhalt (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 14. November 2018, 

8C_562/2018, E. 3.2) ergeben, was die Beschwerdegegnerin bestreitet (act. G 9, III. 

Rz 2). Der Vollständigkeit halber ist anzufügen, dass die Beschwerdeführerin ihr 

spätestens seit 2015 eingegangenes - physisch sowie psychisch anspruchsvolles - 

Engagement für den Tierschutz auszubauen bzw. zu intensivieren vermochte und 

inzwischen offenbar sogar ein Tierheim zu leiten vermag. Die SMAB-Gutachterinnen 

führten in damit zu vereinbarender Weise bereits aus, die Beschwerdeführerin habe 

sich ihren Alltag auch unter Einbeziehung von Tieren gut eingerichtet (IV-act. 125-14).

2.1.2 Die von der Beschwerdeführerin geklagten Gefühlsstörungen liess die 

rheumatologische Gutachterin nicht ausser Acht, sondern sie hielt diesbezüglich 

plausibel fest: Die "subjektiv angegebenen Gefühlsstörungen" seien nicht segmental. 

Es handle sich eher um ein undifferenziertes Quadrantensyndrom (IV-act. 125-29). 

Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit mass sie den Gefühlsstörungen nicht zu. Die 

Beschwerdeführerin legt weder konkret dar noch ist ersichtlich, dass diese 

gutachterliche Einschätzung unrichtig ist. Auch aus den Alltagsschilderungen geht 

nicht hervor, dass die geklagten Gefühlsstörungen zu einer relevanten 

Funktionseinschränkung führten. Insbesondere kann sie ihre Einkäufe selbstständig mit 

dem Auto erledigen (IV-act. 125-24). Die Hand- und Fingergelenke zeigten sich zudem 

anlässlich der klinischen Untersuchung als gut beweglich, ohne Hinweise auf 

Gelenkschwellungen oder Synovitiden (IV-act. 125-26 unten). Auch aus dem 

Kurzaustrittsbericht des Spitals J.___ vom 16. Februar 2017 (act. G 3.1) oder dem AEH-

Gutachten (IV-act. 113) ergeben sich diesbezüglich keine Einschränkungen.

2.2 Die Beweiskraft des SMAB-Gutachtens wird durch die abweichende Beurteilung 

der behandelnden Dr. D.___ nicht erschüttert. Diese hält und hielt die 

Beschwerdeführerin seit 27. April 2015 (IV-act. 90-2) für jegliche Tätigkeiten als 

vollständig arbeitsunfähig (act. G 3.2 f.). Eine schlüssige Begründung für die 

bescheinigte vollständige Arbeitsunfähigkeit und die bescheinigten Beeinträchtigungen 

praktisch sämtlicher Bewegungsfunktionen (siehe insbesondere IV-act. 90-4) lässt sich 

ihren knappen Ausführungen nicht entnehmen. Letztere lassen sich auch nicht mit den 

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Alltagsaktivitäten, insbesondere der Pflege mehrerer Hunde (siehe hierzu IV-

act. 125-24), geschweige denn mit dem zunehmend intensiveren Engagement für den 

Tierschutz (siehe hierzu vorstehende E. 2.1.1) vereinbaren. Mit diesen Ressourcen der 

Beschwerdeführerin hat sich Dr. D.___ nicht - zumindest nicht in erkennbarer Weise - 

auseinandergesetzt. Aus den Berichten von Dr. D.___ geht auch nicht hervor, dass sie 

die Leidensangaben und -präsentation der Beschwerdeführerin objektiv-kritisch 

überprüft hätte. Für eine aussagekräftige Beurteilung der Arbeitsfähigkeit wäre 

vorliegend indessen eine objektiv-kritische Prüfung der geklagten 

Funktionsbeeinträchtigungen unter Einbezug der verbliebenen Ressourcen erforderlich 

gewesen, da sich anlässlich der in der AEH durchgeführten EFL zahlreiche Hinweise 

auf Inkonsistenzen und eine erhebliche Symptomausweitung zeigten (siehe etwa IV-

act. 113-6 und IV-act. 113-12 Mitte; vgl. auch IV-act. 125-29). Auch PD Dr. I.___ hielt 

diesbezüglich im Schreiben vom 30. November 2016 fest, die Arbeitsfähigkeit der 

Beschwerdeführerin sei nur schwierig einzuschätzen, und empfahl - in Unkenntnis der 

bereits durchgeführten EFL (IV-act. 113) - hierfür gerade eine EFL (IV-act. 134). Im 

Gegensatz zur rheumatologischen SMAB-Gutachterin und den AEH-Experten hat 

Dr. D.___ die EFL-Erkenntnisse nicht, zumindest nicht in erkennbarer Weise 

miteinbezogen. Schliesslich verfügt sie weder über eine rheumatologische noch eine 

psychiatrische Fachausbildung.

2.3 Ausserdem rügt die Beschwerdeführerin die Auffassung der psychiatrischen 

SMAB-Gutachterin, dass die depressive Störung remittiert sei. Zudem habe sich der 

psychische Zustand durch die Diagnose des Morbus Bechterew und den 

Spitalaufenthalt im Februar 2017 weiter verschlechtert (act. G 3, Rz 27, und act. G 12, 

Rz 17 ff.). Hinzu komme die starke Medikation (act. G 3, Rz 28, und act. G 12, Rz 19).

2.3.1 Die psychiatrische SMAB-Gutachterin hat gestützt auf eine ausführliche 

persönliche Untersuchung der Beschwerdeführerin und in Würdigung der Vorakten 

schlüssig begründet, dass kein psychisches Leiden (mehr) besteht, das zu einer 

Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit führt (IV-act. 125-32 ff.). Zur gleichen 

Einschätzung gelangte bereits Dr. B.___ im Rahmen des vom 

Krankentaggeldversicherer in Auftrag gegebenen psychiatrischen Gutachtens vom 

8. April 2016 (IV-act. 112).

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2.3.2 Die Beschwerdeführerin benennt keine wesentlichen objektiven Gesichtspunkte, 

welche die psychiatrische SMAB-Gutachterin ausser Acht gelassen hätte. Solche 

ergeben sich auch nicht aus den Akten, insbesondere der bloss knapp begründeten 

Stellungnahme der behandelnden Dr. E.___ vom 2. Dezember 2016 (IV-act. 132). 

Weder diese Stellungnahme noch deren Bericht vom 11. September 2015 (IV-act. 92) 

enthält eine objektiv-kritische Beurteilung von konkreten psychisch bedingten 

Funktionsbeeinträchtigungen, die eine vollständige Arbeitsunfähigkeit als plausibel 

erscheinen lassen.

2.3.3 Ferner ist weder dargetan noch erkennbar, dass die Medikation zu einer 

Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten führt. Eine 

relevante dauerhafte Verschlechterung des somatischen Gesundheitszustands 

erscheint zumindest bis zum Zeitpunkt des Verfügungserlasses vom 27. Januar 2017 

nicht überwiegend wahrscheinlich (vgl. vorstehende E. 2.1.1). Die Frage, ob die spätere 

Hospitalisation im Spital J.___ vom 8. bis 17. Februar 2017 eine Verschlechterung des 

psychischen Zustands verursachte, betrifft nicht mehr den vorliegend massgebenden 

Sachverhalt bis 27. Januar 2017. Gleiches gilt für die seither eingenommene 

Medikation bzw. deren allfälligen negativen Folgen auf die Leistungsfähigkeit der 

Beschwerdeführerin.

2.4 Bei der Würdigung des SMAB-Gutachtens fällt ausserdem ins Gewicht, dass es auf 

umfassenden Untersuchungen beruht und in Auseinandersetzung sowohl mit den 

Vorakten als auch mit den Leidensangaben der Beschwerdeführerin erfolgte (siehe 

etwa IV-act. 125-13 ff.). Die Ressourcen der Beschwerdeführerin wurden berücksichtigt 

(IV-act. 125-17). Die von den Gutachterinnen auf dieser Grundlage gezogenen 

Schlussfolgerungen sind nachvollziehbar begründet. Gestützt auf das SMAB-

Gutachten ist deshalb mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass 

die Beschwerdeführerin sowohl für die bisherige Tätigkeit (siehe zur Erwerbsbiografie 

IV-act. 125-25) als auch für leidensangepasste Tätigkeiten über eine 100%ige 

Arbeitsfähigkeit verfügt (IV-act. 125-14).

2.5 In retrospektiver Hinsicht bescheinigte die rheumatologische SMAB-Gutachterin 

lediglich ab Juli 2015 (Auftreten des lumbospondylogenen Syndroms) für 2 Monate 

eine Arbeitsunfähigkeit bezogen auf die bisherige Tätigkeit. Beim Auftreten von 

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Rückenschmerzen bei vermuteter Sakroiliitis im Mai 2016 habe im akuten Stadium 

wahrscheinlich eine Arbeitsunfähigkeit von 50% für ca. 4 Monate bestanden. Zwischen 

diesen Zeiträumen und danach könne eine 100%ige Arbeitsfähigkeit angenommen 

werden (IV-act. 125-15 oben). Die wegen des Rückenleidens bescheinigten 

Arbeitsunfähigkeiten dauerten damit nicht ununterbrochen während eines Jahres im 

Sinn von Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG und sind daher von vornherein nicht geeignet, einen 

rückwirkend befristeten Rentenanspruch zu begründen.

2.6 Die psychiatrische SMAB-Gutachterin bescheinigte rückwirkend verschiedene 

Phasen von Arbeitsunfähigkeiten. Für den Zeitraum vom 28. November 2012 bis 

12. April 2013 bescheinigte sie eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit. Danach sei bis zum 

31. Dezember 2013 von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit und ab 1. Januar 2014 von 

einer 100%igen Arbeitsfähigkeit auszugehen (IV-act. 125-15). Dabei kann offenbleiben, 

ob die den bescheinigten Arbeitsunfähigkeiten zugrunde liegende psychische 

Symptomatik auf einen selbstständigen Gesundheitsschaden zurückzuführen ist oder 

bloss in invalidenversicherungsrechtlich irrelevanten psychosozialen Umständen 

(berufliche Überlastung und zwischenmenschliche Probleme am Arbeitsplatz) aufgeht, 

wie Dr. B.___ in seinem Gutachten ausführt (IV-act. 112-11). Denn wie sich aus den 

Akten ergibt, absolvierte die Beschwerdeführerin ab August 2013 in anerkennenswerter 

Weise eine Ausbildung im Bereich Immobilienbewirtschaftung (vgl. IV-act. 35; zum 

erfolgreichen Abschluss im Dezember 2013 siehe IV-act. 41) und bewarb sich 

gleichzeitig für eine Praktikumsstelle (IV-act. 39-3 f.). Im Rahmen der 

arbeitslosenversicherungsrechtlichen Arbeitsbemühungen bewarb sie sich 

hauptsächlich für Vollzeitstellen (IV-act. 38, IV-act. 39-1 f. und IV-act. 40). Hinzu 

kommt, dass bereits im Rahmen der im Juli 2013 getroffenen Zielvereinbarung davon 

ausgegangen wurde, dass das Arbeitspensum von 50% langsam auf ein volles 

Pensum gesteigert werden könne (IV-act. 27-1). Im Übrigen ging Dr. B.___ bereits am 

14. Mai 2013 davon aus, dass mit der Wiederherstellung und Erhaltung der vollen 

Arbeitsfähigkeit gerechnet werden könne (IV-act. 18-3). Eine voraussichtlich bleibende 

Beeinträchtigung in der Arbeitsfähigkeit ist damit spätestens ab November 2013 nicht 

(mehr) dargetan. Jedenfalls kann unter diesen Umständen spätestens ab November 

2013 nicht mehr davon ausgegangen werden, die Beschwerdeführerin sei bei allenfalls 

- entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin (IV-act. 98) - bejahter Erfüllung 

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des Wartejahres in den Monaten November und Dezember 2013 (zu mindestens 40%) 

invalid gewesen (Art. 28 Abs. 1 lit. c IVG).

3.  

Ausgehend von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit sowohl für die bisherige Tätigkeit als 

auch für leidensangepasste Tätigkeiten hat die Beschwerdegegnerin in der 

angefochtenen Verfügung zutreffend einen Invaliditätsgrad von 0% ermittelt, worauf 

verwiesen wird. Der von der Beschwerdegegnerin vorgenommene 

Einkommensvergleich an sich ist denn auch zu Recht von der Beschwerdeführerin 

nicht beanstandet worden.

4.  

4.1 Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen.

4.2 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis 

Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1  IVG). Gerichtskosten von Fr. 600.-- erscheinen 

in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Die vollständig 

unterliegende Beschwerdeführerin hat die gesamten Gerichtskosten von Fr. 600.-- zu 

tragen. Zufolge gewährter unentgeltlicher Rechtspflege (act. G 10) ist sie von der 

Bezahlung zu befreien.

4.3 Ausgangsgemäss hat die Beschwerdeführerin keinen Anspruch auf eine 

Parteientschädigung. Der Staat bezahlt zufolge unentgeltlicher Rechtsverbeiständung 

die Kosten der Rechtsvertretung der Beschwerdeführerin. Die Parteientschädigung 

wird vom Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach 

der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen 

(Art. 61 lit. g ATSG). In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor 

Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 lit. b der Honorarordnung (HonO; sGS 963.75) 

pauschal Fr. 1'500.-- bis Fr. 15'000.--. Die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin 

hat keine Kostennote eingereicht. In der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit 

erscheint mit Blick auf vergleichbare Fälle (vgl. etwa den Entscheid des 

Versicherungsgerichts vom 22. März 2019, IV 2018/205, E. 3.3) eine pauschale 

bis

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Parteientschädigung von Fr. 3'500.-- angemessen. Diese ist um einen Fünftel zu kürzen 

(Art. 31 Abs. 3 des Anwaltsgesetzes, sGS 963.70). Somit hat der Staat die 

Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin pauschal mit Fr. 2'800.-- (inklusive 

Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu entschädigen.

4.4 Eine Partei, der die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde, ist zur 

Nachzahlung verpflichtet, sobald sie dazu in der Lage ist (Art. 123 der Schweizerischen 

Zivilprozessordnung [ZPO; SR 272] i.V.m. Art. 99 Abs. 2 des Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege [VRP; sGS 951.1]).

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.  

Die Beschwerdeführerin wird von der Bezahlung der Gerichtsgebühr in der Höhe von 

Fr. 600.-- zufolge unentgeltlicher Rechtspflege befreit.

3.

Der Staat entschädigt die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin zufolge 

unentgeltlicher Rechtsverbeiständung mit Fr. 2'800.-- (einschliesslich Barauslagen und 

Mehrwertsteuer).

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	Entscheid Versicherungsgericht, 06.06.2019
	Art. 28 IVG. Art. 7 und Art. 8 ATSG. Rentenanspruch. Beweiskraft gutachterlicher Beurteilung. Keine rentenbegründende Invalidität (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 6. Juni 2019, IV 2017/93).

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