# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** da1ebc8f-5a2c-5329-b0f0-48eac46427ea
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-02-10
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 10.02.2025 D-3845/2024
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-3845-2024_2025-02-10.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-3845/2024 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 0 .  F e b r u a r  2 0 2 5   

Besetzung 
 Einzelrichter Simon Thurnheer, 

mit Zustimmung von Richter Daniele Cattaneo;   

Gerichtsschreiberin Leslie Werne. 

   

Parteien 

 
A._______,  

geboren am (…), 

Peru,   

vertreten durch Marek Wieruszewski,  

(…),  

Beschwerdeführer,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung;  

Verfügung des SEM vom 16. Mai 2024. 

 

 

 

D-3845/2024 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass der Beschwerdeführer am 13. Oktober 2021 gemeinsam mit seiner 

Mutter sowie seinen Geschwistern (deren Verfahren ebenfalls am Bundes-

verwaltungsgericht hängig ist [Geschäftsnummer D-3849/2024]), in der 

Schweiz um Asyl nachsuchte,  

dass der Beschwerdeführer am 29. Oktober 2021 zu seinen Gesuchsgrün-

den angehört wurde,  

dass er geltend machte, er sei peruanischer Staatsangehöriger und habe 

vor seiner Ausreise in B._______ gelebt,  

dass er zur Begründung des Asylgesuchs im Wesentlichen geltend 

machte, er sei im Heimatstaat durch ihm unbekannte Personen bedroht 

worden, da diese seiner Mutter hätten habhaft werden wollen,  

dass die Vorinstanz mit Verfügung vom 16. Mai 2024 – eröffnet am 21. Mai 

2024 – die Flüchtlingseigenschaft des Beschwerdeführers verneinte, sein 

Asylgesuch ablehnte und die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Voll-

zug anordnete, 

dass der Beschwerdeführer sowie seine Mutter und Geschwister (Ge-

schäftsnummer D-3849/2024) mit gemeinsamer Eingabe vom 17. Juni 

2024 gegen diese Verfügung Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht 

erhoben und beantragten, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben 

und seine Flüchtlingseigenschaft anzuerkennen, 

dass er im Fliesstext der Beschwerde zudem sinngemäss um Asylgewäh-

rung ersuchte,  

dass (eventualiter) festzustellen sei, der Vollzug der Wegweisung sei un-

zumutbar, und die vorläufige Aufnahme anzuordnen,  

dass er in verfahrensrechtlicher Hinsicht (ebenfalls im Fliesstext der Be-

schwerde) um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung (inkl. Ver-

zicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses) und um Bestellung eines 

amtlichen Rechtsbeistands ersuchte, 

dass der Beschwerde unter anderem ein undatiertes, nicht unterzeichne-

tes, maschinell erstelltes Schreiben des Beschwerdeführers und ein 

Schreiben seiner Tante vom 13. Mai 2024 beilagen,  

D-3845/2024 

Seite 3 

dass er durch seine Rechtsvertretung mit Eingabe vom 24. Juni 2024 unter 

anderem eine Fotografie eines undatierten handschriftlichen Dokuments 

zu den Akten reichen liess,  

dass seine Rechtsvertretung mit Eingabe vom 5. Juli 2024 an das Gericht 

gelangte und darum ersuchte, ihr eine Kopie der Beschwerde vom 17. Juni 

2024 zukommen zu lassen, 

und zieht in Erwägung,  

dass es auf dem Gebiet des Asyls – in der Regel und auch vorliegend – 

endgültig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des SEM 

entscheidet (Art. 105 AsylG [SR 142.31] i.V.m. Art. 31–33 VGG; Art. 83 

Bst. d Ziff. 1 BGG),  

dass der Beschwerdeführer als Verfügungsadressat zur Einreichung der 

Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG),  

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-

treten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG, Art. 52 Abs. 1 VwVG),  

dass sich die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen 

Rügen im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG richten, im Bereich des 

Ausländerrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5),  

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin zu entscheiden ist (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich 

– wie nachfolgend aufgezeigt – um ein solches Rechtsmittel handelt, wes-

halb das Urteil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),  

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel ver-

zichtet wurde,  

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 5. Juli 2024 um Zustellung 

einer Kopie der eingereichten Beschwerdeschrift ersucht und er damit Ein-

sicht in seine eigenen Eingaben verlangt, 

dass die Akteneinsicht unter Beachtung der Art. 26 ff. VwVG zu gewähren 

ist und dem Beschwerdeführer mit dem vorliegenden Urteil eine Kopie sei-

ner Eingabe vom 17. Juni 2024 zuzustellen ist,  

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Seite 4 

dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 

AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG),  

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft 

gemacht werden muss (Art. 7 AsylG), 

dass die vorinstanzliche Verfügung in ihren Erwägungen zu bestätigen ist, 

namentlich die geschilderten Fluchtgründe flüchtlingsrechtlich nicht rele-

vant sind und diesbezüglich auf die zutreffenden Ausführungen der Vor-

instanz in der angefochtenen Verfügung zu verweisen ist, 

dass sich der Beschwerdeführer in seiner Rechtsmitteleingabe im Kern da-

rauf beschränkt seine im erstinstanzlichen Verfahren bereits vorgebrachten 

Befürchtungen zu wiederholen und damit nichts vorgebracht wird, was ge-

eignet wäre, die mangelnde Asylrelevanz seiner Vorbringen aufzuwiegen,  

dass eine Verfolgung durch nichtstaatliche Dritte – wie sie der Beschwer-

deführer geltend macht – aufgrund der Subsidiarität des flüchtlingsrechtli-

chen Schutzes nur dann flüchtlingsrechtlich relevant ist, wenn die be-

troffene Person in ihrem Heimatland keinen ausreichenden Schutz finden 

kann,  

dass der Schutz vor privater (beziehungsweise nichtstaatlicher) Verfolgung 

als hinreichend zu qualifizieren ist, wenn die betroffene Person effektiven 

Zugang zu einer funktionierenden und effizienten Schutzinfrastruktur hat 

und ihr die Inanspruchnahme eines solchen innerstaatlichen Schutzsys-

tems individuell zumutbar ist (vgl. zur sogenannten Schutztheorie: BVGE 

2011/51 E. 7),  

dass das Bundesverwaltungsgericht in ständiger Praxis von der grundsätz-

lichen Schutzfähigkeit und Schutzwilligkeit der peruanischen Strafverfol-

gungs- und Justizbehörden ausgeht (vgl. Urteil des Bundesverwaltungs-

gerichts E-2254/2024 vom 13. Juni 2024 E. 7.1.),  

dass das pauschal behauptete Untätigbleiben der heimatlichen Behörden, 

nachdem der Beschwerdeführer sich einmalig an diese gewandt habe, an 

dieser Einschätzung nichts zu ändern vermag, zumal dieses – bei 

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Seite 5 

Wahrunterstellung – gemäss dem Beschwerdeführer seiner damaligen 

Minderjährigkeit geschuldet war (vgl. A16/9 F29), 

dass ohnehin keine Garantie für einen langfristigen individuellen Schutz 

vor nichtstaatlicher Verfolgung verlangt werden kann, gelingt es doch kei-

nem Staat, jederzeit und überall die absolute Sicherheit seiner Bürgerinnen 

und Bürger zu gewährleisten (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts 

D-2738/2024 vom 20. August 2024 m.w.H.), 

dass dem Beschwerdeführer, sofern die ihn angeblich bedrohenden Per-

sonen nach seiner jahrelangen Landesabwesenheit überhaupt noch ein In-

teresse an seiner Person haben sollten, auch zuzumuten ist, im Bedarfsfall 

den Schutz seines Heimatstaates vor nichtstaatlicher Verfolgung auszu-

schöpfen, 

dass das auf Beschwerdeebene zu den Akten gereichte Schreiben seiner 

Verwandten (vgl. Beschwerdebeilage 4) an dieser Einschätzung nichts zu 

ändern vermag, zumal dieses als reines Gefälligkeitsschreiben zu qualifi-

zieren ist,  

dass für den auf Beschwerdeebene als Fotografie eingereichten angebli-

chen Drohbrief gleiches gilt, zumal mangels Vorliegen im Original kaum 

von dessen Authentizität auszugehen ist, 

dass es dem Beschwerdeführer somit nicht gelingt, die Flüchtlingseigen-

schaft nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen, weshalb die 

Vorinstanz das Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat,  

dass die Anordnung der Wegweisung aus der Schweiz im Einklang mit den 

gesetzlichen Bestimmungen steht und zu bestätigen ist, da der Beschwer-

deführer insbesondere weder über einen Aufenthaltstitel für die Schweiz 

noch über eine Anspruchsgrundlage auf Erteilung eines solchen verfügt 

(Art. 44 [erster Satz] AsylG; BVGE 2013/37 E. 4.4 und 2009/50 E. 9, je 

m.w.H.),  

dass das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestim-

mungen über die vorläufige Aufnahme regelt, wenn der Vollzug der Weg-

weisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 

AsylG; Art. 83 Abs. 1–4 AIG [SR 142.20]), 

dass bezüglich der Geltendmachung von Wegweisungsvollzugshindernis-

sen gemäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweis- 

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Seite 6 

standard wie bei der Flüchtlingseigenschaft gilt (vgl. BVGE 2011/24 

E. 10.2 m.w.H.),  

dass sich der Vollzug der Wegweisung in Beachtung der massgeblichen 

völker- und landesrechtlichen Bestimmungen als zulässig erweist (Art. 83 

Abs. 3 AIG), da nach vorstehenden Erwägungen keine Hinweise auf eine 

flüchtlingsrechtlich relevante Verfolgung bestehen (Art. 5 Abs. 1 AsylG; 

Art. 33 Abs. 1 FK [SR 0.142.30]) und auch keine konkreten Anhaltspunkte 

für eine in der Heimat drohende menschenrechtswidrige Behandlung (im 

Sinne von Art. 3 EMRK) ersichtlich sind,  

dass der Vollzug der Wegweisung auch als zumutbar zu erkennen ist 

(Art. 83 Abs. 4 AIG), da weder die allgemeine Lage in der Heimat des Be-

schwerdeführers (vgl. Urteil des BVGer D-5088/2024 vom 29. August 

2024) noch individuelle Gründe auf eine konkrete Gefährdung im Falle sei-

ner Rückkehr schliessen lassen,  

dass diesbezüglich vollumfänglich auf die zutreffenden Erwägungen der 

Vorinstanz zu verweisen ist, denen in der Beschwerde nichts Substantiel-

les entgegengesetzt wird, 

dass es dem Beschwerdeführer obliegt, sich die für seine Rückkehr allen-

falls benötigten Reisedokumente zu beschaffen (Art. 8 Abs. 4 AsylG; 

vgl. BVGE 2008/34 E. 12), weshalb der Vollzug der Wegweisung auch als 

möglich zu bezeichnen ist,  

dass die Anordnung der vorläufigen Aufnahme somit ausser Betracht fällt 

(Art. 83 Abs. 1-4 AIG),  

dass nach dem Gesagten die angefochtene Verfügung zu bestätigen und 

die eingereichte Beschwerde als offensichtlich unbegründet abzuweisen 

ist,  

dass mit vorliegendem Urteil in der Hauptsache das Gesuch um Befreiung 

von der Kostenvorschusspflicht (gemäss Art. 63 Abs. 4 VwVG) gegen-

standslos geworden ist,  

dass die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und 

amtlichen Rechtsverbeiständung abzuweisen sind, da sich die Be-

schwerde nach dem Gesagten als von Anfang an aussichtslos erwiesen 

hat,  

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Seite 7 

dass dem Beschwerdeführer demnach die Kosten des Verfahrens – wel-

che praxisgemäss auf Fr. 750.– zu bestimmen sind – aufzuerlegen sind 

(Art. 63 Abs. 1 VwVG; Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 

über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 

[VGKE, SR 173.320.2]).  

 

(Dispositiv nächste Seite)  

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Seite 8 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen.  

2.  

Eine Kopie der Beschwerdeeingabe vom 17. Juni 2024 wird dem 

Beschwerdeführer mit diesem Urteil zugestellt. 

3.  

Die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und amt-

lichen Rechtsverbeiständung werden abgewiesen.  

4.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen.  

5.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die zuständige 

kantonale Behörde. 

 

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Simon Thurnheer Leslie Werne 

 

 

Versand: