# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 87ab074c-e992-550b-bbcd-815dfa76e9e3
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2015-01-22
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 22.01.2015 RR.2014.302
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG/CH_BSTG_001_RR-2014-302_2015-01-22.pdf

## Full Text

Entscheid vom 22. Januar 2015  
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Stephan Blättler, Vorsitz, 

Andreas J. Keller und Roy Garré,  

Gerichtsschreiber Miro Dangubic  

   
Parteien  A., vertreten durch Rechtsanwalt Ernst Michael Lang,  

 

Beschwerdeführer 

 

 gegen 

  STAATSANWALTSCHAFT DES KANTONS ST. 

GALLEN,  

 

Beschwerdegegnerin 

 

 

Gegenstand  Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an die Nie-

derlande  

 

Herausgabe von Beweismitteln (Art. 74 IRSG) 

  

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

 

Geschäftsnummer: RR.2014.302-303 

 

 

 

- 2 - 
 
 

Die Beschwerdekammer hält fest, dass: 

 

- die Staatsanwaltschaft Ost-Brabant (NL) ein Ermittlungsverfahren u.a. ge-

gen A. wegen unrechtmässiger Entziehung von Energie etc. führt 

(RR.2014.302, act. 2);  

 

- im Rahmen dieses Ermittlungsverfahrens die Staatsanwaltschaft Ost-Bra-

bant mit Rechtshilfeersuchen vom 9. Juli 2014 an die Schweiz gelangte und 

um Kontosperrungen sowie Übermittlung von Beweismitteln, namentlich von 

Bankunterlagen, ersuchte (RR.2014.302, act. 2);  

 

- das kantonale Untersuchungsamt der Staatsanwaltschaft des Kantons 

St. Gallen (nachfolgend "StA SG") mit Schlussverfügungen vom 1. Okto-

ber 2014 und 15. Oktober 2014 dem Rechtshilfeersuchen teilweise ent-

sprach (RR.2014.302, act. 2 und RR.2014.303, act. 2);  

 

- A., vertreten durch Rechtsanwalt Ernst Michael Lang, dagegen mit zwei Be-

schwerden beide vom 18. November 2014 an die Beschwerdekammer des 

Bundesstrafgerichts gelangt (RR.2014.302, act. 1 und RR.2014.303, act. 1);  

 

- sowohl die StA SG als auch das das Bundesamt für Justiz (nachfolgend "BJ") 

mit Schreiben vom 17. Dezember 2014 bzw. 18. Dezember 2014 beantra-

gen, die Beschwerden seien abzuweisen (RR.2014.302, act. 8 und 9 sowie 

RR.2014.303, act. 8 und 9);  

 

- der Beschwerdeführer mit Schreiben vom 15. Januar 2015 seine Beschwer-

den vom 18. November 2014 zurückzieht (RR.2014.302, act. 12 und 

RR.2014.303, act. 12). 

 

 

 

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass: 

 

- die Beschwerdeverfahren RR.2014.302 und RR.2014.303 in den wesentli-

chen Punkten identisch sind, weshalb es sich rechtfertigt, diese in einem ein-

zigen Entscheid zu erledigen; 

  

- die Beschwerdeverfahren zufolge Rückzugs der Beschwerden als erledigt 

abzuschreiben sind;  

 

- der Beschwerdeführer, der seine Beschwerde zurückzieht, grundsätzlich als 

unterliegende Partei zu gelten und folglich gemäss Art. 63 Abs. 1 VwVG 

i.V.m. Art. 39 Abs. 2 lit. b und Art. 37 Abs. 2 lit. a StBOG die Gerichtskosten 

- 3 - 
 
 

zu tragen hat (s. zuletzt Entscheid des Bundesstrafgerichts RR.2013.276 

vom 27. März 2014);  

 

- für die Berechnung der Gerichtsgebühren das Reglement vom 31. Au-

gust 2010 des Bundesstrafgerichts über die Kosten, Gebühren und Entschä-

digungen in Bundesstrafverfahren (BStKR; SR 173.713.162) zur Anwendung 

gelangt (Art. 63 Abs. 5 VwVG i.V.m. Art. 53 Abs. 2 lit. a StBOG) und die 

Gerichtsgebühr vorliegend auf Fr. 500.-- anzusetzen ist, unter Anrechnung 

des entsprechenden Betrags aus dem geleisteten Kostenvorschuss in der 

Höhe von Fr. 5'000.-- (Fr. 2'500.-- pro Beschwerdeverfahren); 

 

- die Bundesstrafgerichtskasse anzuweisen ist, den Restbetrag von 

Fr. 4'500.-- dem Beschwerdeführer zurückzuerstatten.  

 

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Demnach erkennt die Beschwerdekammer: 

 

1. Die Verfahren RR.2014.302 und RR.2014.303 werden vereinigt.  

 

2. Die Beschwerdeverfahren werden zufolge Rückzugs der Beschwerden als er-

ledigt abgeschrieben.  

 

3. Die Gerichtsgebühr von Fr. 500.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt und 

mit dem entsprechenden Betrag aus dem geleisteten Kostenvorschuss von 

Fr. 5'000.-- verrechnet. Die Bundesstrafgerichtskasse wird angewiesen, dem 

Beschwerdeführer Fr. 4'500.-- zurückzuerstatten.  

 

 

 

Bellinzona, 23. Januar 2015 
 
Im Namen der Beschwerdekammer 
des Bundesstrafgerichts 
 
Der Präsident:       Der Gerichtsschreiber: 

Zustellung an 

- Rechtsanwalt Ernst Michael Lang 

- Staatsanwaltschaft des Kantons St. Gallen 

- Bundesamt für Justiz, Fachbereich Rechtshilfe 

Rechtsmittelbelehrung 

Gegen Entscheide auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen kann innert zehn 
Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim Bundesgericht Beschwerde 
eingereicht werden (Art. 100 Abs. 1 und 2 lit. b BGG). 

 

Gegen einen Entscheid auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen ist die 
Beschwerde nur zulässig, wenn er eine Auslieferung, eine Beschlagnahme, eine Herausgabe von 
Gegenständen oder Vermögenswerten oder eine Übermittlung von Informationen aus dem 
Geheimbereich betrifft und es sich um einen besonders bedeutenden Fall handelt (Art. 84 Abs. 1 
BGG). Ein besonders bedeutender Fall liegt insbesondere vor, wenn Gründe für die Annahme 
bestehen, dass elementare Verfahrensgrundsätze verletzt worden sind oder das Verfahren im 
Ausland schwere Mängel aufweist (Art. 84 Abs. 2 BGG).