# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 34d15415-0ed4-5810-bc9c-ef2ecc510774
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-09-28
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 28.09.2015 ZK1 2015 123
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2015-123_2015-09-28.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Ref.: Chur, 28. September 2015 Schriftlich mitgeteilt am:
ZK1 15 123 15. Oktober 2015

(Mit Urteil 5D_201/2015 vom 24. November 2015 ist das Bundesgericht auf die 
gegen diese Verfügung erhobene Verfassungsbeschwerde nicht eingetreten.)

Entscheid
I. Zivilkammer

Vorsitz Brunner
Aktuar ad hoc Crameri

In der zivilrechtlichen Beschwerde

der Ehegatten A._____ und B._____, Beschwerdeführer, 

gegen

den Abschreibungsentscheid des Einzelrichters am Bezirksgerichts Plessur, vom 
19. August 2015, mitgeteilt am 20. August 2015, in Sachen C._____ und D._____, 
Beschwerdegegner, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Luca Tenchio, Obere 
Plessurstrasse 36, 7000 Chur, gegen den Beschwerdeführer,

betreffend Nachbarstreitigkeit (Abschreibungsentscheid),

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A. Die Ehegatten C._____ und D._____ sind Miteigentümer des Grundstücks 
Nr. X._____ im Grundbuch der Stadt O.1_____. Dieses Grundstück grenzt unmit-
telbar an das Grundstück Nr. Y._____, ebenfalls im Grundbuch der Stadt 
O.1_____, dessen Miteigentümer A._____ und B._____ sind.

B.  Am 25. Januar 2013 stellten die Ehegatten C._____ und D._____ ein Ge-
such um Rechtsschutz in klaren Fällen nach Art. 257 ZPO gegen A._____ und 
B._____ mit folgenden Rechtsbegehren:

"1. Die Gesuchsgegner seien – unter Androhung der Bestrafung mit Bus-
se gemäss Art. 292 StGB im Widerhandlungsfalle – zu verpflichten, die 
sich im Abstand von rund 70 cm von der gemeinsamen Grenze zwi-
schen den Grundstücken Nr. Y._____ und Nr. X._____ auf dem 
Grundstück Nr. Y._____, alle im Grundbuch der Stadt O.1_____, be-
findliche Thuja auf der Länge der genannten gemeinsamen Grenze in-
nert 20 Tagen seit Rechtskraft des Urteils auf 3 Meter Höhe zurück zu 
schneiden.

2. Für den Fall, dass die genannte Zurückschneidung nicht innert der 
vom Gericht angesetzten Frist gemäss Ziff. 1 hiervor erfolgt, sei die 
Thuja im Sinne einer Ersatzvornahme durch das Gericht zurück 
schneiden zu lassen, unter Vorschusspflicht der Kosten über Fr. 
1'600.00 oder eines anderen, vom Gericht als angemessen erachteten 
Betrages durch die Vollstreckungsbeklagten (Gesuchsgegner). Die 
nicht fristgemässe Leistung des gerichtlicherseits angeordneten Vor-
schusses sei mit der Bestrafung mit Busse gemäss Art. 292 StGB zu 
verbinden.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge (letztere zuzüglich MwSt.) zu-
lasten der Gesuchsgegner."

C. Am 13. März 2013 reichte der damalige Rechtsvertreter der Gesuchsgeg-
ner lic. iur. Christian Thöny einen Vergleich zwischen den Parteien ein, worin sich 
die Gesuchsgegner verpflichteten, die zwischen den Grundstücken liegende Thuja 
bis spätestens Ende Mai 2013 auf drei Meter Höhe zurückzuschneiden und auch 
in Zukunft so unter der Schere zu halten. Mit Entscheid vom 22. März 2013 wurde 
das Verfahren demnach zufolge Vergleichs als erledigt abgeschrieben. 

D. Am 08. Dezember 2014 liessen C._____ und D._____ erneut ein Gesuch 
um Rechtsschutz in klaren Fällen nach Art. 257 ZPO stellen mit den identischen 
Rechtsbegehren wie im Gesuch vom 25. Januar 2013, nachdem der Rechtsvertre-
ter der Gesuchsteller Dr. iur. Luca Tenchio die Gesuchsgegner mehrmals – erst-
mals mit Schreiben vom 19. August 2014 – aufgefordert hatte, die Thuja gemäss 
Vergleich, Gesetz und Dienstbarkeit zurückzuschneiden. Im Wesentlichen führten 

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die Gesuchsteller zur Begründung aus, dass Art. 96 Abs. 1 Ziff. 4 des Ein-
führungsgesetzes zum ZGB (EGzZGB; BR 210.100) vorsehe, dass beim Pflanzen 
von Bäumen und Sträuchern, die auf eine Höhe von drei Metern zurückgeschnit-
ten werden, ein Grenzabstand von 0.50 Meter einzuhalten sei, und darüberhinaus 
die Dienstbarkeit vom 24. Januar 2000 festlege, dass der bestehende Lebhag eine 
Höhe von drei Metern nicht überschreiten dürfe. Mit gerichtlichem Vergleich vom 
11./12. März 2013 seien sodann die Gesuchsgegner verpflichtet worden, die Thuja 
auf eine Höhe von drei Meter zurückzuschneiden.

E. Am 29. Dezember 2014 liessen die Gesuchsgegner dem Bezirksgericht 
Plessur ihre Stellungnahme zugehen und beantragten die kostenfällige Abweisung 
des Gesuchs um Rechtsschutz in klaren Fällen bzw. eventualiter die Feststellung 
der mutwilligen Prozessführung. Sie führten begründend aus, dass das Gelände 
steil abfallend sei und es zufolge des regnerischen Sommer nicht möglich gewe-
sen sei, die Thuja zurückzuschneiden, obschon zweifelsohne der Wille vorhanden 
sei, diese zurückzuschneiden, sobald es die Witterung zulasse.

F. Mit Entscheid des Einzelrichters am Bezirksgericht Plessur vom 23. März 
2015, mitgeteilt am 27. März 2015, wurde das Verfahren gestützt auf Art. 125 lit. a 
ZPO geteilt und vorerst einzig über Ziffer 1 des gesuchstellerischen Rechtsbegeh-
rens, nämlich das Zurückschneiden der Thuja auf eine Höhe von drei Meter, ent-
schieden. Die Gesuchsgegner wurden demnach verpflichtet, die sich im Abstand 
von rund 70 cm von der gemeinsamen Grenze zwischen den Grundstücken der 
Parteien befindliche Thuja auf der gesamten Länge der gemeinsamen Grenze auf 
drei Meter bis zum 30. April 2015 zurückzuschneiden. Das Zurückschneiden sei 
dem Bezirksgericht Plessur unmittelbar nach Vollzug zu melden; im Übrigen wur-
de Ziffer 1 des gesuchstellerischen Rechtsbegehrens abgewiesen und die Kosten 
bei der Prozedur belassen.

G. In einem Schreiben vom 23. April 2015 teilten die Gesuchsgegner dem Be-
zirksgericht Plessur mit, dass sie eine freiwillige Replik per E-Mail gesendet hät-
ten, der Anhang aber nicht angekommen sei. Sie führten des Weiteren aus, dass 
die Thuja mittlerweile geschnitten sei. Die Gesuchsteller nahmen dazu mit Schrei-
ben vom 05. Mai 2015 Stellung und hielten fest, dass die ca. 25 Meter lange Thjua 
auf einer gesamthaften, nicht zusammenhängenden Länge von ca. 13 Metern 
nicht auf drei Meter zurückgeschnitten worden sei. In der Vertikalen werde die 
Marke von drei Metern auf der genannten Länge um ca. zehn bis 50 cm über-
schritten. Als Beweis legte der gesuchstellerische Rechtsvertreter vier Bilder bei. 
In ihrer Stellungnahme vom 28. Mai 2015 machten die Gesuchsgegner geltend, 

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dass sie die Hecke auf die genau gleiche Höhe wie im Vorjahr zurückgeschnitten 
und bereits mit dem Gärtner vereinbart hätten, den Stamm der Hecke noch einmal 
zu kürzen, damit diese möglichst innerhalb der vorgeschriebenen Höhe bleibe.

H. Mit prozessleitender Verfügung vom 29. Mai 2015 wurde die Stellungnahme 
der Gesuchsgegner vom 28. Mai 2015 wegen Verspätung aus dem Recht gewie-
sen; über die Kosten für den unnötigen Aufwand werde später entschieden. Des 
Weiteren wurde mit prozessleitender Verfügung vom 01. Juni 2015 zur Feststel-
lung der Höhe der fraglichen Thuja zu einem Augenschein am 12. Juni 2015 vor-
geladen.

I. Mit Schreiben vom 05. Juni 2015 teilte der Rechtsvertreter der Gesuchstel-
ler dem Bezirksgericht Plessur mit, dass die fragliche Hecke am 02. Juni 2015 von 
der Gesuchsgegnerschaft auf die erforderliche Höhe zurückgeschnitten worden 
sei. Er ersuchte demnach das Bezirksgericht Plessur um Abberufung des ange-
setzten Augenscheins und um Abschreibung des Verfahrens zufolge Gegen-
standslosigkeit, unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Gesuchs-
gegner.

J. Mit prozessleitender Verfügung vom 05. Juni 2015 wurde den Gesuchs-
gegner das Schreiben der Gegenpartei vom 05. Juni 2015 sowie ein Track&Trace-
Auszug betreffend Vorladung zum Augenschein zur Stellungnahme zugestellt. Am 
11. Juni 2015 überbrachten die Gesuchsgegner dem Bezirksgericht Plessur ihre 
Stellungnahme, worin die Gründe für die verspätete Eingabe vom 28. Mai 2015 
dargelegt wurden. 

K. Am 12. Juni 2015 fand sodann der Augenschein in Anwesenheit der Partei-
en statt. Es wurde festgestellt, dass die Hecke die zulässige Höhe von drei Metern 
nicht mehr überschreite. Des Weiteren erklärten die Parteien, dass das Verfahren 
abgeschrieben werden könne. Gleichentags reichte der Rechtsvertreter der Ge-
suchsteller seine Honorarnote für seine Aufwendungen vom 06. bis 12. Juni 2015 
ein. Mit Schreiben vom 16. Juni 2015 gab der Einzelrichter am Bezirksgericht 
Plessur den Gesuchsgegnern Gelegenheit zur Stellungnahme zur Honorarnote 
des gesuchstellenden Rechtsanwaltes. Am 29. Juni 2015 ging die Stellungnahme 
der Gesuchsgegner ein; die Gesuchsteller verzichteten auf eine fakultative Stel-
lungnahme zur Eingabe der Gesuchsgegner.

L. Mit Abschreibungsentscheid vom 19. August 2015, mitgeteilt am 20. August 
2015, erkannte der Einzelrichter am Bezirksgericht Plessur, was folgt:

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"1. Das Verfahren wird – soweit darüber nicht bereits im Entscheid vom 
23. März 2015 entschieden worden ist – infolge Gegenstandslosigkeit 
als erledigt abgeschrieben.

2.a) Die Gerichtskosten in Höhe von CHF 2'700.00 (Entscheidgebühr CHF 
1'000.00, Kosten der Beweisverfügung CHF 1'700.00) gehen unter so-
lidarischer Haftbarkeit zu Lasten von A._____ und B._____ und wer-
den mit dem geleisteten Vorschuss verrechnet. Den Fehlbetrag in 
Höhe von CHF 1'700.00 haben A._____ und B._____ dem Bezirksge-
richt Plessur innert 30 Tagen mit beiliegendem Einzahlungsschein zu 
bezahlen.

   b) A._____ und B._____ haben C._____ und D._____ eine Parteien-
tschädigung in Höhe von CHF 4'191.50 (inkl. Barauslagen und MwSt.) 
zu bezahlen und ihnen den geleisteten Kostenvorschuss in Höhe von 
CHF 1'000.00 zu ersetzen.

3. a)(Rechtsmittel)

    b)(Fristenstillstand)

4. (Mitteilung)"

M. Mit Eingabe vom 05. September 2015 erhoben die Ehegatten A._____ und 
B._____ "Einsprache" gegen den Abschreibungsentscheid an das Kantonsgericht 
von Graubünden und stellten folgende Rechtsbegehren:

"1. Der Abschreibungsentscheid sei aufzuheben.

2. Es sei festzustellen und zu urteilen, dass das Verfahren mutwillig, 
nach Art. 18 BR 370 100, angestrebt wurde.

3. Unter Kosten und Entschädigungsfolge zu Lasten der Gesuchsteller."

Begründend führten sie im Wesentlichen aus, dass es zufolge der schlechten Wit-
terung im Sommer 2014 nicht möglich gewesen sei, die Hecke – wie vorgesehen 
– im Juni zu schneiden. Das Schneiden der Thuja bei Nässe sei sehr gefährlich, 
da diese an einem Hang stehe, was im Übrigen auch die Gesuchsteller erkannt 
hätten, zumal sie immer neue Fristen zum Schneiden gestellt hätten. 

N. Mit Eingabe vom 11. September 2015 liessen die Beschwerdegegner bean-
tragen, auf die Beschwerde sei nicht einzutreten, eventualiter sei diese abzuwei-
sen; unter Kosten- und Entschädigungsfolge (Letztere zuzüglich Mehrwertsteuer) 
zulasten der Beschwerdeführer. Die Beschwerdegegner machten im Wesentlichen 
geltend, dass sich das Rechtsmittel materiell gegen den Entscheid vom 23. März 
2015 richte und nicht gegen den Abschreibungsentscheid; Ersterer sei indessen 
unangefochten in Rechtskraft erwachsen. Folglich sei auf die Beschwerde nicht 
einzutreten. Sollte indessen auf die Beschwerde eingetreten werden, so sei diese 
abzuweisen, da der Abschreibungsentscheid korrekterweise zufolge Gegen-
standslosigkeit erfolgt sei und im Übrigen von einer mutwilligen Prozessführung 

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bzw. einer Prozessführung wider besseres Wissen keine Rede sein könne. Im Üb-
rigen seien weder die Höhe der Gerichtskosten noch der aussergerichtlichen Ent-
schädigung angefochten worden. 

O. Auf die weiteren Ausführungen im angefochtenen Entscheid und in den 
Rechtsschriften wird, soweit erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen ein-
gegangen.

II. Erwägungen

1.a) Die vorliegende "Einsprache" richtet sich gegen den Abschreibungsent-
scheid des Einzelrichters am Bezirksgericht Plessur vom 19. August 2015, mitge-
teilt am 20. August 2015. Die auf das vorliegende Verfahren anwendbare ZPO 
kennt als ordentliche Rechtsmittel einzig die Berufung (Art. 308 ff. ZPO) sowie 
subsidiär die Beschwerde (Art. 319 ff. ZPO) und als ausserordentliches Rechtsmit-
tel die Revision (Art. 328 ff. ZPO). Das Rechtsmittel der "Einsprache" ist indessen 
in der zivilprozessualen Rechtsmittelordnung – im Gegensatz zum öffentlichen 
Recht (vgl. etwa Art. 27 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege [VRG; BR 
370.100] oder Art. 92 Abs. 2 des Raumplanungsgesetzes für den Kanton 
Graubünden [KRG; BR 801.100]) – nicht vorgesehen. Wird das von einer Partei 
eingereichte Rechtsmittel falsch bezeichnet und erweist es sich, dass die Eingabe 
dennoch die Voraussetzungen bezüglich Form und Frist des an sich zulässigen 
Rechtsmittels aufweist, so nimmt das Gericht eine sog. Konversion vor – in dem 
Sinne, als dass es das falsch bezeichnete Rechtsmittel als dasjenige, welches 
zulässig gewesen wäre, entgegennimmt (vgl. Entscheid des Kantonsgerichts von 
Graubünden ZK1 12 35 vom 21. August 2012 E. 1.a, mit Hinweisen; Urteil des 
Kantonsgerichts von Graubünden ZK2 14 40 vom 06. März 2015 E. 1.a).

b) Gegen einen Abschreibungsentscheid, der gestützt auf Art. 242 ZPO zufol-
ge Gegenstandslosigkeit ergangen ist, steht nach wohl überwiegender Lehrmei-
nung einzig die Beschwerde offen (vgl. Verfügung des Kantonsgerichts von 
Graubünden ZK1 12 79 vom 22. Januar 2013 E. 1.a, mit Hinweis auf Laurent Killi-
as, in: Hausheer/Walter [Hrsg.], Berner Kommentar zur Schweizerischen Zivilpro-
zessordnung, Band II, Bern 2012, N 17 und 24 zu Art. 242 ZPO; Paul Oberham-
mer, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar zur Schweizerischen 
Zivilprozessordnung, Basel 2010, N 11 zu Art. 242; Markus Kriech, in: Brun-
ner/Gasser/Schwander [Hrsg.], DIKE-Kommentar zur Schweizerischen Zivilpro-
zessordnung, Zürich/St. Gallen 2011, N 8 zu Art. 242 ZPO; Georg Naegeli, in: 

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Paul Oberhammer [Hrsg.], Kurzkommentar zur ZPO, Basel 2010, N 12 zu Art. 242 
ZPO; Matthias Lerch, in: Gehri/Kramer [Hrsg.], ZPO Kommentar, Zürich 2010, N 
10 zu Art. 242 ZPO; a.M. Pascal Leumann Liebster, in: Sutter-
Somm/Hasenböhler/ Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivil-
prozessordnung [ZPO], Zürich 2010, N 8 zu Art. 242 ZPO, und Peter 
Reetz/Stefanie Theiler, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kom-
mentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], Zürich 2010, N 16 zu Art. 
308 ZPO). Insofern erweist sich die Rechtsmittelbelehrung des angefochtenen 
Entscheids als zutreffend. Da die vorliegende Eingabe im Wesentlichen den Erfor-
dernissen der Beschwerde entspricht, ist sie als solche entgegenzunehmen.

c) Der angefochtene Abschreibungsentscheid, bei dem es sich um einen En-
dentscheid nach Art. 236 ZPO handelt, unterliegt demnach der Beschwerde im 
Sinne von Art. 319 lit. a ZPO. Die Zuständigkeit der I. Zivilkammer des Kantonsge-
richts von Graubünden für die Beurteilung der vorliegenden Angelegenheit ergibt 
sich aus Art. 7 Abs. 1 des Einführungsgesetzes zur Schweizerischen Zivilprozess-
ordnung (EGzZPO; BR 320.100) i.V.m. Art. 6 der Verordnung über die Organisati-
on des Kantonsgerichts [KGV; BR 173.100]). Da der angefochtene Entscheid im 
summarischen Verfahren ergangen ist, beträgt die Beschwerdefrist zehn Tage 
(Art. 321 Abs. 2 ZPO); es erfolgt kein Fristenstillstand (Art. 145 Abs. 2 lit. b ZPO). 
Vorab kann festgehalten werden, dass sich aus dem Track&Trace-Auszug der 
Schweizerischen Post ergibt, dass der angefochtene Entscheid am 27. August 
2015 den Beschwerdeführern am Schalter zugestellt wurde. Die gegenständliche 
Beschwerde wurde am 05. September 2015 wiederum der Schweizerischen Post 
übergeben, womit die zehntätige Rechtsmittelfrist eingehalten wurde. Die zulässi-
gen Beschwerdegründe ergeben sich im Übrigen aus Art. 320 ZPO; demnach 
kann mit Beschwerde die unrichtige Rechtsanwendung (lit. a) sowie die offensicht-
lich unrichtige Feststellung des Sachverhaltes (lit. b) gerügt werden. Die Kognition 
des Kantonsgerichts von Graubünden ist insofern beschränkt.

d) Neben der Aufhebung des Abschreibungsentscheides verlangen die Be-
schwerdeführer die Feststellung der Mutwilligkeit der Prozessführung. Zur Be-
gründung führen sie an, dass sie die Pflicht zum Zurückschneiden der Hecke an-
erkennen, diese Arbeiten jedoch nicht haben vornehmen können, da die Witterung 
dies nicht zugelassen habe. Durch das immer wieder neue Ansetzen der Fristen 
zum Zurückschneiden hätten letztlich auch die Beschwerdeführer erkannt, dass 
die Arbeitsausführung unmöglich gewesen sei.

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aa) Vorab ist festzuhalten, dass sich die Beschwerde demnach inhaltlich gegen 
den Entscheid des Einzelrichters am Bezirksgericht Plessur vom 23. März 2015, 
mitgeteilt am 27. März 2015, richtet. Mit diesem Entscheid wurden A._____ und 
B._____ verpflichtet, die sich rund 70 cm von der gemeinsamen Grenze befindli-
che Thuja auf der Länge der gemeinsamen Grenze auf drei Meter bis zum 30. 
April 2015 zurückzuschneiden und den Vollzug zu melden. Dieser Entscheid blieb 
unangefochten und erwuchs in Rechtskraft. Der erste Rückschnitt wurde zugege-
benermassen nicht genügend durchgeführt, woraufhin die Vorinstanz einen Au-
genschein am 12. Juni 2015 anordnete. Erst im Verlauf des weiteren Verfahrens, 
nämlich kurz vor dem Augenschein, am 02. Juni 2015 kamen die Beschwerdefüh-
rer der ihnen auferlegten Pflicht vollumfänglich nach. 

bb) Da der Entscheid vom 27. März 2015 ein klares Datum enthielt, bis wann 
der Rückschnitt hätte erfolgen müssen, sind die Begründungen der Beschwerde-
führer betreffend den ungünstigen Vegetationszeitpunkt nicht zu hören. Fest steht, 
dass die Beschwerdeführer diesem Entscheid keine bzw. nur ungenügend Folge 
leisteten, weshalb die Gegenpartei somit zu Recht das Verfahren fortsetzen liess. 
Der Abschreibungsentscheid durfte folgerichtig erst ergehen, nachdem der Rück-
schnitt vollständig erfolgt war. Die materiellrechtlichen Ausführungen betreffend 
den Entscheid vom 27. März 2015 sind demnach offensichtlich unbegründet – und 
darüberhinaus verspätet. Auf die Rügen, die auf den Entscheid vom 27. März 
2015 abzielen, kann vorliegend nicht eingetreten werden.

e) Des Weiteren ist festzustellen, dass die Beschwerdeführer die Aufhebung 
des Abschreibungsentscheides verlangen und damit implizit auch den Kosten-
punkt anfechten. Der Beschwerde lassen sich auch diesbezüglich keine Aus-
führungen entnehmen, womit darauf mangels Substantiierung ebenfalls nicht ein-
zutreten ist. Sollten die Beschwerdeführer mit ihrem Antrag, es sei festzustellen, 
dass das Verfahren mutwillig angestrebt worden sei, gleichzeitig beantragen wol-
len, dass die Verfahrenskosten den Gesuchstellern hätten überbunden werden 
müssen, so wäre ein solcher Antrag von vornherein unbegründet. Die Gesuchstel-
ler konnten sich nämlich mit ihrem Begehren um Zurückschneiden der Thuja 
durchsetzen und den verspäteten Vollzug der gerichtlichen Anordnung haben al-
lein die Gesuchsgegner zu vertreten.

2. Da die Beschwerde offensichtlich unbegründet ist, entscheidet der Vorsit-
zende der I. Zivilkammer in Anwendung von Art. 18 Abs. 3 des Gerichtsorganisati-
onsgesetzes (GOG; BR 173.000) in einzelrichterlicher Kompetenz.

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3.a) Gemäss Art. 104 Abs. 1 ZPO entscheidet das Gericht über die Prozesskos-
ten, bestehend aus den Gerichtskosten und der Parteientschädigung (vgl. Art. 95 
Abs. 1 ZPO), in der Regel im Endentscheid. Die Prozesskosten werden gemäss 
Art. 106 Abs. 1 ZPO nach Massgabe des Obsiegens und Unterliegens verteilt, 
wobei bei einem Nichteintretensentscheid die klagende Partei als unterliegend gilt. 
Vorliegend ist ein vollständiger Nichteintretensentscheid ergangen, womit die Be-
schwerdeführer die Kosten des Verfahrens zu tragen haben.

b) Nach Art. 10 Abs. 1 der Verordnung über die Gerichtsgebühren in Zivilsa-
chen (BR 320.210; VZG) beträgt die Entscheidgebühr bei zivilrechtlichen Be-
schwerden zwischen CHF 500.00 und CHF 8'000.00. Aufgrund der sich stellenden 
Sachverhalts- und Rechtsfragen rechtfertigt sich vorliegend eine pauschale Ent-
scheidgebühr von CHF 1'500.00.

c) Im Übrigen macht der beschwerdegegnerische Rechtsvertreter Dr. iur. Luca 
Tenchio einen Aufwand von 3,5 Stunden à CHF 250.00 (zuzüglich 3% Spesen 
und Mehrwertsteuer) für das hier gegenständliche Verfahren geltend. Wie sich aus 
den vorinstanzlichen Akten ergibt, haben die Parteien eine Honorarvereinbarung 
mit einem Stundenansatz von CHF 250.00 unterzeichnet, zuzüglich 3% Spesen 
und Mehrwertsteuer. Das geltend gemachte Honorar des beschwerdegegneri-
schen Rechtsanwaltes ist vor Schranken nicht zu beanstanden, womit die Be-
schwerdeführer in solidarischer Haftbarkeit verpflichtet werden, den Beschwerde-
gegnern eine Parteientschädigung in der Höhe von CHF 973.35 (inkl. Spesen und 
Mehrwertsteuer) zu entrichten.

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III. Demnach wird erkannt:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.   a) Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von CHF 1'500.00 gehen in solidari-
scher Haftbarkeit zu Lasten der Beschwerdeführer.

      b) Die Beschwerdeführer haben die Beschwerdegegner aussergerichtlich mit 
CHF 973.35 zu entschädigen.

3. Gegen diese, einen Streitwert von weniger als CHF 30'000.00 betreffende 
Entscheidung kann gemäss Art. 72 und Art. 74 Abs. 2 lit. a BGG Beschwer-
de in Zivilsachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 
14, geführt werden, wenn sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeu-
tung stellt. Andernfalls ist die subsidiäre Verfassungsbeschwerde gemäss 
Art. 113 ff. BGG gegeben. In beiden Fällen ist das Rechtsmittel dem Bun-
desgericht schriftlich, innert 30 Tagen seit Eröffnung der vollständigen Aus-
fertigung der Entscheidung in der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen 
Weise einzureichen. Für die Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die 
weiteren Voraussetzungen und das Verfahren der Beschwerde gelten die 
Art. 29 ff., 72 ff., 90 ff. und 113 ff. BGG.

2. Mitteilung an: