# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** bcafe9d3-aff7-5ec0-b7d3-f9708a537fbb
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-04-24
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 24.04.2024 B 2023/124
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2023-124_2024-04-24.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 1/21

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2023/124

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 17.06.2024

Entscheiddatum: 24.04.2024

Entscheid Verwaltungsgericht, 24.04.2024
Baubewilligung (Umgebungsgestaltung mit Terrainanpassung und 
Anbringung Stützmauer). Ortsbildschutz/Schutz von Baudenkmälern. Art. 15 
und 93 Abs. 4 BauG (nGS 32-47). Art. 99 und 115 lit. g PBG (sGS 731.1). Das 
Verwaltungsgericht kam zum Schluss, aufgrund des Berichts der kantonalen 
Denkmalpflege (DMP) sei eine Beeinträchtigung der beiden Schutzobjekte 
durch Veränderungen in ihrer Umgebung in jenen Bereichen, die es 
einzigartig oder charakteristisch machten und aufgrund derer es unter 
Schutz gestellt worden sei, nicht ersichtlich. Eine lediglich untergeordnete 
bzw. unerhebliche Beeinträchtigung reiche für die Bejahung einer 
Rechtsverletzung nicht aus. Eine Beeinträchtigung der beiden 
Schutzgegenstände durch die projektierten Anlagen (Terrainanpassung und 
Stützmauer) sei nicht ersichtlich. Mit Blick auf die Feststellungen der 
Fachstelle sei auch eine durch die geplante Stützmauer bzw. die 
Aufschüttung bewirkte Beeinträchtigung von Form, Inhalt und Ausstattung 
der Umgebung sowie der Freiräume im Sinn der kommunalen 
Schutzverordnung nicht ausgewiesen. Die geplante Umgebungsgestaltung 
mit Stützmauer stehe mit Blick auf die Beurteilungen der DMP im Einklang 
mit der im Ortsbildschutzgebiet bestehenden heterogenen Überbauung 
neueren Datums und füge sich daher gut in das Ortsbild ein (vgl. Art. 15 Abs. 
2 BauG). Das Vorliegen einer Verunstaltung im Sinn von Art. 99 Abs. 1 PBG 
falle unter diesen Umständen zum vornherein ausser Betracht. Für die 
Vorinstanz habe dementsprechend kein Anlass bestanden, in das Ermessen 
der Beschwerdebeteiligten (kommunale Baubehörde) einzugreifen. 
(Verwaltungsgericht B 2023/124)

Entscheid vom 24. April 2024

Besetzung

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 2/21

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Abteilungspräsident Brunner; Verwaltungsrichter Steiner und Engeler; 

Gerichtsschreiber Schmid

Verfahrensbeteiligte

A.__ und B.__,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Markus Joos, schochauer ag, Marktplatz 4, 

Postfach, 9004 St. Gallen,

gegen

Bau- und Umweltdepartement des Kantons St. Gallen, Lämmlisbrunnenstrasse 54, 

9001 St. Gallen,

Vorinstanz,

C.__,

Beschwerdegegner,

vertreten durch Rechtsanwalt Dario Gasser, M.A. HSG, Bürki Bolt Rechtsanwälte, 

Auerstrasse 2 9435 Heerbrugg,

Politische Gemeinde Z.__,

Beschwerdebeteiligte,

Gegenstand

Baubewilligung (Erschliessung mit Werkleitungen und Umgebungsgestaltung mit 

Terrainanpassung)

 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 3/21

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Das Verwaltungsgericht stellt fest:

A.  

C.__ ist Eigentümer des Grundstücks Nr. 0000_, Grundbuch Z.__, in Y.__. Das 

Grundstück liegt gemäss Zonenplan der Gemeinde Z.__ vom 25. Januar 2018 in der 

Kernzone für zweigeschossige Bauten. Das Gebäude im südlichen Teil des 

Grundstücks wird als Atelier genutzt. Unmittelbar an das Atelier angrenzend befindet 

sich ein Schotterrasenplatz mit mehreren Holzunterständen. Mit Baugesuch vom 2. 

September 2020 beantragte C.__ bei der Gemeinde Z.__ die Baubewilligung für die 

Erschliessung des Grundstücks Nr. 0000_ mit Werkleitungen sowie für eine neue 

Umgebungsgestaltung mit Terrainanpassungen. Vorgesehen ist die Erstellung einer 

Blocksteinmauer mit einer Höhe von maximal 1.8 m und einem Grenzabstand von 50 

cm entlang der Grenzen zu den Nachbargrundstücken Nrn. 0001_, 0002_ und 0003_. 

Hinter der Blocksteinmauer soll das Gelände aufgeschüttet und, als Magerwiese 

ausgestaltet, von der Oberkante der Mauer linear bis zum Terrain des aktuell 

bestehenden Schotterrasenplatzes weitergeführt werden. Als Absturzsicherung ist 

hinter der Blocksteinmauer die Erstellung eines Lattenzauns vorgesehen. Zudem sollen 

die auf dem Nachbargrundstück Nr. 0001_ bestehenden Meteor- und 

Schmutzwasserleitungen bis zum Baugrundstück Nr. 0000_ verlängert und dort entlang 

der Nordgrenze dieses Grundstücks bis unmittelbar an das Nachbargrundstück 

Nr. 0003_ (übriges Gemeindegebiet, üG) weitergeführt werden. Die gegen dieses 

Bauvorhaben von A.__ und B.__ ‒ den Eigentümern des Nachbargrundstücks Nr. 
0001_ ‒ innert der Auflagefrist erhobene Einsprache wies der Gemeinderat Z.__ mit 
Beschluss vom 6. April 2021 ab und erteilte mit einem weiteren Beschluss vom selben 

Datum die Baubewilligung unter Bedingungen und Auflagen. Zur Begründung wurde 

unter anderem festgehalten, die geplante Magerwiese sei zonenkonform. Aufschüttung, 

Stützmauer und Lattenzaun erfüllten die Vorgaben, welche das kommunale 

Baureglement (BauR; genehmigt am 16. Oktober 2009, am 9. Dezember 2013 

[Teilrevision Baureglement zu GI- / I-Zonen] und am 27. November 2015 [Teilrevision 

Baureglement zu WG3- / WG4-Zonen]) und die Schutzverordnung vom 28. Oktober 

1996 / 21. August 2006 (SchutzV) an solche Anlagen stellten. Zudem bestehe eine 

Duldungspflicht für untergeordnete Ver- und Entsorgungsanlagen (Art. 113 des 

Planungs- und Baugesetzes, sGS 731.1, PBG). Die Grundeigentümer von Grundstück 

Nr. 0001_ seien verpflichtet, das Einlegen von Röhren und Leitungen zur Ver- und 

Entsorgung des Bauvorhabens zu gestatten, da das Grundstück Nr. 0000_ sonst nicht 

A.a. 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 4/21

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Einspracheentscheid (Nr. 132):

III. Beschluss:

1. Die Einsprache von B.__ und A.__, Y.__, wird im Sinne der materiellen Erwägungen 

teilweise gutgeheissen, im Übrigen abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Das Baugesuch Nr. 112-2020 für die Erschliessung um Umgebungsgestaltung sowie 

Terrainanpassung beim Lagergebäude auf Parz. Nr. 0000_ in Y.__, X.__, wird mit 

Gemeinderatsbeschluss Nr. 133 v. 06. April 2021 – mit Ausnahme des Verlegens der 

Leitungen auf Grundstück Nr. 0001_ – bewilligt.

Baubewilligung (Nr. 133)

IV. Beschluss

Der Gemeinderat hat an der erwähnten Sitzung das Bauprojekt behandelt und 

demselben – mit Ausnahme des Verlegens der Leitungen auf Grundstück Nr. 0001_ – 

unter folgenden Bedingungen und Auflagen die Baubewilligung erteilt:

(…)

4. wird aufgehoben

5. wird aufgehoben

6. wird aufgehoben

7. wird aufgehoben

(…)

18. Die Einsprache wird mittels Gemeinderatsbeschluss Nr. 132 vom 06. April 2021 

teilweise gutgeheissen, im Übrigen abgewiesen.

oder nur mit unverhältnismässigem Aufwand erschlossen werden könne (act. G 9/1 

Beilagen).

Den gegen die Beschlüsse vom 6. April 2021 von A.__ und B.__ am 26. April 2021 

erhobenen Rekurs (act. G 9/1) hiess das Bau- und Umweltdepartement, nachdem es 

am 17. November 2021 mit den Verfahrensbeteiligten vor Ort eine 

Vergleichsverhandlung durchgeführt hatte und diese ergebnislos verlaufen war, mit 

Entscheid vom 6. Juni 2023 teilweise gut (Ziffer 1a). Die Dispositive von 

Einspracheentscheid und Baubewilligung wurden wie folgt angepasst (Ziffer 1b; 

Anpassungen kursiv hervorgehoben):

A.b. 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 5/21

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

A.__ und B.__ einerseits sowie C.__ anderseits wurde eine Entscheidgebühr von je CHF 

1'800 auferlegt (Ziffer 2). Ausseramtliche Kosten wurden wettgeschlagen und daher 

nicht entschädigt (Ziffer 3; act. G 2).

B.

B.a.

Gegen diesen Rekursentscheid erhoben A.__ und B.__ mit Eingabe ihres 

Rechtsvertreters vom 20. Juni 2023 Beschwerde beim Verwaltungsgericht (act. G 1). In 

der Beschwerdeergänzung vom 24. August 2023 beantragten sie, Ziffer 1a des 

Rekursentscheids sei insoweit aufzuheben, als der Rekurs betreffend 

Terrainanpassung, Umgebungsgestaltung und Stützmauer abgewiesen worden sei 

(Ziffer 1a). Ziffer 1b des Rekursentscheids sei insoweit aufzuheben, als dem 

Beschwerdegegner durch die Vorinstanzen die Bewilligung für die Terrainanpassung, 

Umgebungsgestaltung und Stützmauer erteilt worden sei (Ziffer 1b). Ziffer 2 des 

Rekursentscheids sei aufzuheben (Ziffer 2a). Die Entscheidgebühr für das 

Rekursverfahren sei vollumfänglich dem Beschwerdegegner aufzuerlegen (Ziffer 2b). 

Ziffer 3 des Rekursentscheids sei aufzuheben, und es sei den Beschwerdeführern für 

das Rekursverfahren eine angemessene Parteientschädigung zuzusprechen (Ziffer 3). 

Die Baubewilligung sei auch mit Bezug auf die bewilligte Terrainanpassung, 

Umgebungsgestaltung und Stützmauer aufzuheben und die Einsprache der 

Beschwerdeführer sei vollumfänglich gutzuheissen (Ziffer 4). Alles unter Kosten- und 

Entschädigungsfolge (Ziffer 5). Prozessual ersuchen sie darum, es sei ein Augenschein 

an Ort und Stelle durchzuführen (act. G 5).

B.b.

Mit Vernehmlassung vom 31. August 2023 beantragte die Vorinstanz Abweisung der 

Beschwerde. Zur Begründung verwies sie im Wesentlichen auf den angefochtenen 

Rekursentscheid; zudem äusserte sie sich ergänzend zur Beschwerde (act. G 8). Die 

Beschwerdebeteiligte beantragte mit Vernehmlassung vom 7. September 2023 

Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung verwies sie im Wesentlichen auf den 

angefochtenen Entscheid; auch sie nahm ergänzend Stellung zu Vorbringen in der 

Beschwerde (act. G 12). Der Beschwerdegegner äusserte sich mit Stellungnahme 

seines Rechtsvertreters vom 15. Januar 2024 zu den vorerwähnten Vernehmlassungen 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 6/21

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

und stellte die Rechtsbegehren, die Beschwerde sei abzuweisen und der Entscheid 

vom 6. Juni 2023 sei zu bestätigen (Ziffer 1), unter Kosten- und Entschädigungsfolgen 

zuzüglich Barauslagen und Mehrwertsteuer zu Lasten der Beschwerdeführer (act. G 

21). Hierzu liessen sich die Beschwerdeführer mit Eingabe vom 22. Februar 2024 

vernehmen (act. G 25). Im Schreiben vom 28. Februar 2024 bestätigte der 

Beschwerdegegner seinen Standpunkt (act. G 27).

 

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:

1.

Der erstinstanzliche Beschluss der Beschwerdebeteiligten vom 6. April 2021 erging 

nach Inkrafttreten des Planungs- und Baugesetzes (sGS 731.1, PBG) am 

1. Oktober 2017. Auf das strittige Bauvorhaben ist somit das PBG grundsätzlich 

anwendbar, soweit dessen Be-stimmungen gemäss Anhang zum Kreisschreiben 

"Übergangsrechtliche Bestimmungen im PBG" vom 8. März 2017 als unmittelbar 

anwendbar erklärt werden und im vorliegenden Zusammenhang zum Tragen kommen. 

Im Übrigen bleibt das bis 30. September 2017 in Kraft gewesene Gesetz über die 

Raumplanung und das öffentliche Baurecht (Baugesetz; nGS 32-47, BauG, in der 

Fassung vom 1. Januar 2015) anwendbar.

2.   

Gegenstand des vorinstanzlichen Entscheids bildet die im Baugesuch vom 2. 

September 2020 beantragte Bewilligung für die Erschliessung des Grundstücks Nr. 

0000_ mit Werkleitungen, die Umgebungsgestaltung mit Terrainanhebung und die 

Anbringung von Stützmauern. Die Vorinstanz trat mit Blick auf diesen 

Verfahrensgegenstand auf das Vorbringen der Beschwerdeführer im Rekursverfahren, 

wonach die bereits zu einem früheren Zeitpunkt vorgenommenen 

Geländeveränderungen nicht rechtmässig bewilligt worden seien, nicht ein. Sie hielt 

indes fest, dass sich die Prüfung der Rechtmässigkeit der früheren 

Geländeaufschüttungen erübrigen würde, wenn das streitige Baugesuch zu Recht 

bewilligt worden sei, da dieses Baugesuch weit über die bisherigen 

Terrainveränderungen hinausgehe und diese somit quasi beinhalte (act. G 2 S. 7). Von 

dieser unbestritten gebliebenen Feststellung ist nachstehend auszugehen. Die Frage, 

2.1. 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 7/21

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

ob frühere Aufschüttungen bewilligt wurden (Standpunkt des Beschwerdegegners; act. 

G 21 S. 7 Ziffer 12) oder nicht, ist angesichts nachfolgender materieller Würdigung 

auch im vorliegenden Verfahren nicht eigenständig zu untersuchen.

Unbestritten blieb sodann die zutreffende Feststellung im angefochtenen Entscheid, 

wonach die Beschwerdeführer aus der allfällig fehlenden Visierung (Art. 138 PBG; Art. 

22 Abs. 1 der Verordnung zum Planungs- und Baugesetz, sGS 731.11, PBV) nichts zu 

ihren Gunsten abzuleiten vermöchten und sie daraus keinen rechtlichen Nachteil 

erlitten hätten, da die Planunterlagen ihnen zur Verfügung gestanden hätten und es 

ihnen möglich gewesen sei, rechtzeitig Einsprache zu erheben (act. G 2 S. 8). Auch die 

weitere Feststellung im angefochtenen Entscheid, wonach den Beschwerdeführern 

kein rechtlicher Nachteil aus dem Umstand erwachsen sei, dass ihnen der während der 

Auflagefrist eingereichte Plan vom 17. September 2020 erst am 22. September 2020 

zugestellt und damit die 14-tägige Auflagefrist (Art. 139 Abs. 3 PBG) nicht eingehalten 

worden sei (act. G 2 S. 8), blieb im vorliegenden Verfahren unbeanstandet. Im Weiteren 

beurteilte die Vorinstanz den Einwand, wonach eine Magerwiese per se in die 

Landwirtschaftszone gehöre, als nicht stichhaltig (act. G 2 E. 4); auch diese Würdigung 

wird im vorliegenden Verfahren nicht bemängelt. Hierauf ist dementsprechend nicht 

einzugehen.

2.2. 

Sodann kam die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid zum Schluss, dass die 

Beschwerdebeteiligte, soweit sie sich im Zusammenhang mit der von ihr angeordneten 

Duldungspflicht für die Durchleitung von Röhren und Leitungen auf Art. 691 ZGB (SR 

211) berufe, ausserhalb ihres Zuständigkeitsbereichs handle; eine solche Anordnung 

könnte nur auf dem Zivilrechtsweg ergehen. Nach Art. 113 Abs. 1 lit. d PBG hätten 

Grundeigentümer nur untergeordnete öffentliche Versorgungs- und 

Entsorgungseinrichtungen zu dulden. Bei den Werkleitungen des Beschwerdegegners 

handle es sich nicht um öffentliche Leitungen. Die Beschwerdeführer hätten dem 

Baugesuch des Beschwerdegegners auf ihrem eigenen Boden nicht zugestimmt. Die 

Beschwerdebeteiligte hätte auf das Baugesuch betreffend das Verlegen von 

Werkleitungen auf einem Drittgrundstück nicht eintreten dürfen. Das Einlegen der 

beiden Leerrohre entlang der nördlichen Grenze von Grundstück Nr. 0000_ habe 

sodann keinen Bezug zum Hauptgegenstand des Baugesuchs (Umgebungsgestaltung 

mit Terrainaufschüttung und Stützmauer). Unter diesen Umständen sei es möglich, die 

Baubewilligung bloss insoweit aufzuheben, als sie bauliche Massnahmen auf 

Grundstück Nr. 0001_ der Beschwerdeführer erlaube. Die beiden Teile der 

2.3. 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 8/21

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

3.  

Baubewilligung liessen sich vollständig voneinander trennen und der 

Beschwerdegegner sei mit der entsprechenden Aufteilung des Baugesuchs 

einverstanden (act. G 2 S. 15-18).         

Diese begründeten Feststellungen blieben im vorliegenden Verfahren ebenfalls 

unbeanstandet. Die vorerwähnten Punkte sind somit nachstehend nicht weiter 

auszuführen.

Streitig und zu klären bleibt demgemäss die Rechtmässigkeit der auf Grundstück Nr. 

0000_ projektierten Umgebungsgestaltung mit Terrainanhebung und Anbringung der 

Stützmauer.

2.4. 

Kernzonen umfassen nach Art. 15 Abs. 1 BauG bestehende oder neu zu erstellende 

Ortsteile mit zentrumsbildender Funktion. In Kernzonen sind öffentliche Gebäude und 

Wohnhäuser sowie gewerbliche Bauten, insbesondere Gaststätten und andere 

Dienstleistungsbetriebe zulässig, wenn sie sich gut in das Ortsbild einfügen und die 

Benützung nur mässig stört (Art. 15 Abs. 2 BauG). Im Weiteren verbietet Art. 99 Abs. 1 

PBG, welcher unmittelbar anwendbar ist und inhaltlich im Wesentlichen mit Art. 93 

Abs. 1 BauG übereinstimmt, die Erstellung von Bauten und Anlagen, die das Orts- und 

Landschaftsbild verunstalten oder Baudenkmäler beeinträchtigen. Nach Art. 99 Abs. 2 

PBG kann die politische Gemeinde für Kern- und Schutzzonen sowie für weitere 

konkret bezeichnete Gebiete vorschreiben, dass Bauten und Anlagen so gestaltet und 

eingeordnet werden, dass mit der Umgebung zusammen eine gute Gesamtwirkung 

entsteht.    

Nach Art. 11 Abs. 1 BauR sind Bauten und Anlagen auf das natürliche Terrain 

auszurichten. Terrainveränderungen, insbesondere Aufschüttungen, Stützmauern und 

Abgrabungen sind ansprechend zu gestalten und haben sich dem bestehenden 

Terrainverlauf gut anzupassen. Gemäss Art. 5 der Vorschriften zur Schutzverordnung 

(SchutzV) enthalten die im Plan aufgeführten Ortsbildschutzgebiete besonders schöne, 

kulturgeschichtlich wertvolle Ortsbilder, die zu erhalten sind (Abs. 1); innerhalb ihrer 

Umgrenzung haben sich Neubauten, Renovationen, Umbauten und Anbauten in Bezug 

auf Gebäudeform und -stellung, Dachform und -neigung, Firsthöhe, 

Fassadengliederung, Materialien und Farben für Dach und Fassaden an die historische 

Bausubstanz anzupassen (Abs. 2); Form, Inhalt und Ausstattung der Umgebung und 

3.1. 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 9/21

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

der Freiräume sollen in ihrem wertvollen und ortstypischen Charakter erhalten bleiben 

(Abs. 5). Gemäss Art. 6 SchutzV umfassen die im Plan bezeichneten Kulturobjekte 

geschichtlich, typologisch oder künstlerisch wertvolle und schützenswerte Bauten, 

Bauteile und Anlagen. Sie sind in ihrem Charakter und in ihrer schutzwürdigen 

Substanz zu erhalten, soweit nicht andere überwiegende Interessen nachgewiesen sind 

(Abs. 1); Bauten und Anlagen in der Umgebung von Schutzobjekten sind so zu 

gestalten, dass deren Schutzwürdigkeit nicht beeinträchtigt wird (Abs. 4).           

Im Unterschied zu den vorstehend angeführten positiven Bauästhetikvorschriften 

(Gestaltungs- oder Einfügungsvorschriften) verbietet das Verunstaltungsverbot (Art. 99 

Abs. 1 PBG) nur erheblich störende Wirkungen auf das Orts- und Landschaftsbild in 

dem Sinn, dass nur etwas qualifiziert Unschönes verhindert werden soll (so bereits zum 

früheren, inhaltlich übereinstimmenden Recht B. Heer, St. Gallisches Bau- und 

Planungsrecht, Rz. 1025; B. Zumstein, Die Anwendung der ästhetischen Generalklausel 

des kantonalen Rechts, St. Gallen 2001, S. 29). Eine bauliche Gestaltung darf daher 

wegen Verunstaltung nur abgelehnt werden, wenn sie nach Massstäben, die "in 

Anschauungen von einer gewissen Verbreitung und Allgemeingültigkeit gefunden 

werden", als erheblich störend zu bezeichnen ist (BGer 1C_346/2007 vom 16. Mai 2008 

E. 3.3.1). Dabei ist nicht das Bauvorhaben isoliert zu betrachten, sondern in Bezug zu 

seiner baulichen und landschaftlichen Umgebung zu setzen (VerwGE B 2021/8 vom 12. 

Juli 2021 E. 2.2 m.H. auf Zumstein, a.a.O., S. 105).

Der politischen Gemeinde kommt im Kanton St. Gallen Autonomie zu (Art. 89 Abs. 1 

der Verfassung des Kantons St. Gallen, sGS 111.1, KV). Die Gemeinden sind in einem 

Sachbereich autonom, wenn das kantonale Recht diesen nicht abschliessend ordnet, 

sondern ihn ganz oder teilweise der Gemeinde zur Regelung überlässt und ihr dabei 

eine relativ erhebliche Entscheidungsfreiheit einräumt. Der geschützte 

Autonomiebereich kann insbesondere einen entsprechenden Spielraum bei der 

Anwendung kantonalen Rechts betreffen (vgl. Looser/Looser-Herzog, in: Rizvi/

Schindler/Cavelti [Hrsg.] Gesetz über die Verwaltungsrechtspflege, Praxiskommentar 

2020, N 20 zu Art. 46 VRP). Gemäss Art. 135 PBG entscheidet die kommunale Behörde 

über Baugesuche, soweit durch Gesetz und Verordnung nichts anderes bestimmt ist. 

Namentlich bei der Anwendung der Regeln betreffend Gestaltung von Bauten und 

Anlagen und deren Umschwung kommt den kommunalen Behörden praxisgemäss ein 

erheblicher Beurteilungsspielraum zu (vgl. W. Ritter, in: Bereuter/Frei/Ritter [Hrsg.], 

Kommentar zum Planungs- und Baugesetz des Kantons St. Gallen, Basel 2020, N 

15-19 zu Art. 99 PBG). Die Vorinstanz ist grundsätzlich zur Ermessenskontrolle befugt, 

3.2. 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 10/21

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

4.  

weshalb sie neben der Rechtmässigkeit auch die Zweckmässigkeit eines kommunalen 

Entscheids überprüfen kann. Soweit es jedoch um die Überprüfung eines kommunalen 

Einordnungsentscheids geht, darf die Rekursbehörde nicht ihre eigene Beurteilung an 

die Stelle derjenigen der kommunalen Baubehörde setzen, wenn deren Entscheid auf 

einer vertretbaren Würdigung der massgebenden Sachumstände beruht (BGE 145 I 52 

E. 3.6; vgl. auch BGer 1C_148/2011 vom 28. Juli 2011 E. 4.3 und BGer 1C_346/2007 

vom 16. Mai 2008 E. 3.3.2, je mit Hinweisen).

Auf den Nachbargrundstücken Nrn. 0001_ und 0004_ des in der Kernzone und 

innerhalb eines Ortsbildschutzgebietes liegenden Baugrundstücks Nr. 0000_ befinden 

sich zwei geschützte Einzelobjekte (Kulturobjekte K.87 und K.88). In einem früheren 

Rekursverfahren betreffend ein Baugesuch auf Grundstück Nr. 0000_ hatte die 

Vorinstanz einen Amtsbericht bei der kantonalen Denkmalpflege (DMP) eingeholt. Im 

Bericht vom 3. April 2020 führte letztere aus, dem erwähnten Ortsbildschutzgebiet 

komme regional-kantonale Bedeutung zu (Erhaltungsziel A: Schutz der Substanz). Das 

ISOS beschreibe die bestehenden Überbauungen als "alte, taleinwärts orientierte 

Bauernhäuser an Hauptstrasse und Hang"; die qualitative Einschätzung der Bauten 

laute auf "keine besondere Bedeutung". Das heutige Gebiet "X.__" sei ein typisches 

Wohnquartier mit heterogener Überbauung und durchschnittlichen unspezifischen 

Einfamilienhausgärten. Die vorhandenen historischen Bauten würden auf den früheren 

bäuerlichen Charakter und die offene Bebauungsstruktur hinweisen. Die weiteren 

Bauten und intensiv gestalteten Wohngärten würden aber über die heutige (nicht 

bäuerliche) Nutzung keinen Zweifel offenlassen. Den damals projektierten Gebäuden 

und der Umgebungsgestaltung attestierte das DMP, dass sie keine spezifischen 

Eigenschaften der historischen Bebauung aufnehmen würden. Unter Berücksichtigung 

der zahlreichen neueren Eingriffe im Quartier könne das Projekt allerdings nicht als 

störend bezeichnet werden. Hinzu komme, dass die Lage des Grundstücks Nr. 0000_ 

im rückwärtigen, untergeordneten Bereich der bestehenden Bebauung liege und damit 

im Zusammenhang mit den Primärbauten wenig in Erscheinung trete. Insgesamt führe 

das Bauvorhaben nicht zu einer Beeinträchtigung eines Schutzgegenstands (act. G 

10/8). Nach Durchführung eines Rekursaugenscheins wurde das damalige 

Rekursverfahren zufolge Rückzugs des Baugesuchs als gegenstandslos 

abgeschrieben. Die bezüglich des vorliegend streitigen Baugesuchs erstattete 

Stellungnahme des DMP vom 25. September 2020 kam erneut zum Schluss, dass 

4.1. 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 11/21

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

keine Beeinträchtigung eines Schutzobjekts vorliege. Es sei daher keine formelle 

Zustimmung der Denkmalpflege notwendig (Art. 122 Abs. 3 und 4 PBG; act. G 9/7/13).

Die Vorinstanz legte im angefochtenen Entscheid dar, nachdem schon ein ähnliches, 

viel dominanteres Bauvorhaben auf dem Grundstück Nr. 0000_ von der DMP als 

unproblematisch beurteilt worden sei, könne nicht verlangt werden, dass die 

Stellungnahme des DMP vom 25. September 2020 ausführlicher hätte begründet sein 

müssen. Diesbezüglich falle auch ins Gewicht, dass es sich bei der Stellungnahme der 

DMP nicht um eine Teilverfügung handle, weshalb die Anforderungskriterien für eine 

solche Verfügung nicht zur Anwendung gelangen könnten. Beim Gebiet "X.__" handle 

es sich um ein geschütztes Ortsbild von regional-kantonaler Bedeutung, weshalb es 

richtigerweise in die SchutzV aufgenommen worden sei. Indes habe sich die im 

Amtsbericht vom 3. April 2020 geäusserte Ansicht der DMP auch am 

Rekursaugenschein vom 9. Juni 2020 (act. G 10/11) bestätigt: Das Gebiet "X.__" sei 

heute ein Wohnquartier mit heterogener Überbauung und unspezifischen EFH-Gärten. 

Dadurch sei auch der Massstab bei der Anwendung von Art. 5 Abs. 5 SchutzV sehr 

weit und grosszügig. Die SchutzV wäre mit ihren Vorschriften grundsätzlich zwar 

geeignet gewesen, das ursprünglich spezifisch ländliche Ortsbild in authentischer 

Weise zu erhalten. Die vielfältigen (Bau-)Eingriffe der letzten Jahre würden jedoch den 

historischen Wert des Ortsbilds derart überdecken, dass der typische Schutzcharakter 

nicht mehr erkennbar sei. Damit sei nicht zu beanstanden, dass die 

Beschwerdebeteiligte (Gemeinde) die geplante Umgebungsgestaltung mit den 

Stützmauern insgesamt für "stimmig" befunden und keine negativen Auswirkungen für 

das Schutzobjekt der Beschwerdeführer erkannt habe. Blocksteinmauern 

(Stützmauern) mit einer Höhe von 1.8 m seien heute in Hanglagen nichts 

Aussergewöhnliches mehr und würden daher die gute Einfügung oder ein geschütztes 

Ortsbild nicht beeinträchtigen. Dies umso weniger, wenn das Ortsbild wie vorliegend in 

Bezug auf die vorhandene Umgebungsgestaltung als äusserst heterogen bezeichnet 

werden müsse. Der Mauerfuss halte einen Grenzabstand von 0.5 m und die 

Mauerkrone einen solchen von rund 1 m ein. Zwischen Grenze und Mauerfuss werde 

sich somit ein natürlicher Bewuchs einstellen, der den Mauerfuss etwas verdecke und 

die Mauerhöhe zu brechen vermöge. Beim Wohnhaus der Beschwerdeführer (auf 

Grundstück Nr. 0001_) handle es sich um ein kommunales Kulturobjekt, das einen 

eigenen Umgebungsschutz geniesse. Das bedeute allerdings nur, dass in der 

Umgebung des Einzelschutzobjekts keine das Schutzobjekt beeinträchtigenden 

baulichen Massnahmen erfolgen dürften. Die geplante Stützmauer solle westlich des 

Schutzobjekts erstellt werden. Damit stehe das Schutzobjekt zwar nahe an der 

4.2. 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 12/21

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

geplanten Stützmauer. Die repräsentativen Süd- und Ost-Fassaden des geschützten 

Gebäudes auf Grundstück Nr. 0001_ würden aber vom Bauvorhaben nicht 

beeinträchtigt. Unter Berücksichtigung des der Beschwerdebeteiligten zustehenden 

Ermessensspielraums sei somit deren Beurteilung, die geplante Stützmauer (auf 

Grundstück Nr. 0000_) beeinträchtige das geschützte Gebäude (auf Grundstück Nr. 

0001_) nicht, nicht zu beanstanden. Nachdem die geplante Umgebungsgestaltung mit 

Stützmauer den in den letzten Jahren im Ortsbildschutzgebiet eingeführten neuartigen 

Elementen entspreche, sei im Umkehrschluss davon auszugehen, dass sie sich auch 

gut in das Ortsbild einfüge. Wenn eine Baute oder Anlage den in der Regel strengeren 

Bestimmungen einer SchutzV zu genügen vermöge, sei es nicht vorstellbar, dass sie an 

der Erfüllung der gesetzlichen Grundanforderungen der Kernzone (Art. 15 Abs. 2 BauG) 

scheitere (act. G 2 S. 11-14).         

Mit Bezug auf Art. 11 Abs. 1 BauR führte die Vorinstanz aus, diese Bestimmung 

enthalte positive Gestaltungsvorschriften, jedoch keine Gebietsbegrenzung (im Sinn 

von Art. 99 Abs. 2 PBG). Sie stehe demnach in Widerspruch zu Art. 99 Abs. 2 PBG, 

weshalb ihr keine über das allgemeine Verunstaltungsgebot hinausgehende 

selbständige Bedeutung zukomme. Bei der Beurteilung der geplanten 

Terrainveränderungen könne deshalb nicht auf Art. 11 Abs. 1 BauR als Einfügungs- 

und Gestaltungsvorschrift abgestellt werden. Eine Verletzung des 

Verunstaltungsgebots (Art. 99 Abs. 1 PBG) werde selbst von den Beschwerdeführern 

nicht geltend gemacht. Dies sei auch undenkbar, nachdem das Bauvorhaben sogar vor 

den Bestimmungen der SchutzV standhalte. Die Gestaltungsvorschrift von Art. 97 

Abs. 2 PBG sei vorliegend nicht unmittelbar (ohne kommunale Umsetzung) anwendbar 

(act. G 2 S. 15).

Die Beschwerdeführer wenden ein, es treffe nicht zu, dass die von der Vorinstanz 

behaupteten, jedoch nicht dokumentierten bewilligten Eingriffe den historischen Wert 

des Ortsbildes heute vollständig entwerten würden. Die Behauptung treffe namentlich 

für den vorliegend zur Diskussion stehenden Bereich, in welchem die Stützmauer 

erstellt werden solle, nicht zu (Fotos act. G 6/3). Das im Eigentum des 

Beschwerdeführers stehende Gebäude auf Grundstück Nr. 0002_ sei zwar nicht als 

Kulturobjekt unter Schutz gestellt, es sei jedoch gut erhalten und ein Zeuge 

traditioneller Bauweise im Weiler X.__. Sodann sei das Kultur-objekt K.87 (auf 

Grundstück Nr. 0001_) von den Beschwerdeführern mit grosser Achtung vor der 

historischen Bausubstanz sorgfältig renoviert und erhalten worden (act. G 6/5-8). Die 

geplante Stützmauer und die Aufschüttung in unmittelbarer Nähe des geschützten 

4.3. 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 13/21

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Objektes auf Grundstück Nr. 0001_ werde eine massive Beeinträchtigung 

insbesondere der Westfassade des Schutzobjektes K.87 zur Folge haben. Das 

Bauvorhaben verstosse gegen Art. 3 SchutzV und Art. 6 Abs. 4 SchutzV sowie gegen 

Art. 99 Abs. 1 PBG i.V.m. Art. 115 lit. g PBG. Bei den Schutzobjekten K.87 und K.88 

handle es sich um Baudenkmäler im Sinn von Art. 115 lit. g PBG. Diese würden 

zusammen mit dem Gebäude auf Grundstück Nr. 0002_ ein Ensemble von besonderem 

kulturellem Zeugniswert (Baugruppe) im Sinn von Art. 115 lit. g PBG bilden. Entgegen 

der Vorinstanz könne es keine Rolle spielen, dass die Stützmauer westlich des 

Schutzobjekts (K.87 auf Grundstück Nr. 0001_) erstellt werden solle, denn die 

betroffene Fassade sei nicht weniger schutzwürdig als die übrigen Fassaden des 

geschützten Gebäudes. Die Stützmauer mit aufgesetztem Lattenzaun und 

Aufschüttung des Terrains sei auch mit den generell für die Ortsbildschutzzone 

geltenden Vorschriften, insbesondere Art. 5 Abs. 5 SchutzV, nicht zu vereinbaren. Aus 

den gleichen Gründen sei die Argumentation der Vorinstanz zurückzuweisen, dass sich 

die Stützmauer und die Aufschüttung gut in das vorhandene Ortsbild einfügen würden. 

Die Normen der SchutzV sowie Art. 99 Abs. 1 PBG und Art. 15 Abs. 2 BauG würden 

unverändert weitergelten, selbst wenn im fraglichen Gebiet von der Gemeinde Bauten 

bewilligt worden wären, welche diese Vorschriften nicht einhielten. Befänden sich in 

einer Kernzone wertvolle Altbauten neben Bauten jüngeren Datums, deren Gestaltung 

keine besonderen Qualitäten erkennen lasse, führten einzelne "Bausünden" aus der 

Vergangenheit nicht dazu, dass die gute Einordnung ausser Kraft gesetzt werde und 

generell geringere Anforderungen an die Gestaltung in der Kernzone zu stellen wären. 

Sodann sei die Argumentation, mit welcher die Vorinstanz die Anwendung von Art. 11 

Abs. 1 BauR ausschliesse, nicht stichhaltig. Das Kreisschreiben des Baudepartements 

sei sodann für die Anwendung von Art. 97 Abs. 2 PBG nicht verbindlich. Die 

Nichtanwendung in Kraft stehender gesetzlicher Bestimmungen müsse der 

Ausnahmefall sein und beschränke sich auf die im Kreisschreiben erwähnten Fälle, 

welche einer "Umsetzung" in kommunalen Zonenplänen und Baureglementen 

bedürften. Dies sei bei Art. 97 Abs. 2 Satz 1 PBG nicht der Fall. Vorliegend könne keine 

Rede davon sein, dass die geplante Stützmauer und die mit dieser zu schaffende 

massive Aufschüttung dem massgebenden Terrain angepasst seien. Dabei sei zu 

berücksichtigen, dass die jetzt geplante erneute massive Aufschüttung frühere, ohne 

Baubewilligung erstellte Aufschüttungen ergänze. Infolgedessen verstosse das 

Bauvorhaben auch gegen Art. 11 Abs. 1 BauR und Art. 97 Abs. 2 Satz 1 PBG (act. G 5).

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 14/21

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

5.  

Die Beschwerdeführer beanstanden in verfahrensmässiger Hinsicht, dass im 

vorinstanzlichen Verfahren kein Augenschein durchgeführt worden sei (act. G 5 S. 4 

Ziffer 1.2). Zudem beantragen sie die Durchführung eines Beschwerdeaugenscheins an 

Ort (act. G 5 S. 7; act. G 25).

5.1. 

Der Augenschein ist die unmittelbare sinnliche Wahrnehmung von Tatsachen durch die 

entscheidende Instanz. Er dient dem besseren Verständnis des Sachverhalts. Ob ein 

Augenschein durchzuführen ist, liegt im pflichtgemässen Ermessen der urteilenden 

Instanz. Unbestrittenes brauchen nicht durch einen Augenschein überprüft zu werden, 

sofern eine Nachprüfung nicht durch öffentliche Interessen geboten ist (vgl. B. Märkli, 

in: Rizvi/Schindler/Cavelti [Hrsg.] a.a.O., N 50 zu Art. 12-13 VRP)

5.1.1. 

Vorliegend ist zu beachten, dass ein Augenschein in dem erwähnten früheren 

Rekursverfahren durchgeführt worden war, in welchem es im Wesentlichen um die 

Einfügung der damals geplanten Baute mit Stützmauer in das Ortsbild ging (vgl. 

vorstehende E. 4.1 und act. G 10/11 Beilage). Mit Hinweis auf diese Gegebenheiten 

hielt die Vorinstanz fest, die örtlichen Verhältnisse seien den Beteiligten und der 

Vorinstanz bekannt gewesen. Aufgrund des Rekursrückzugs unmittelbar im Anschluss 

an den Augenschein sei auf die Erstellung eines Protokolls verzichtet worden. Im 

aktuellen Rekursverfahren sei auf Antrag der Beschwerdeführer (act. G 9/19) am 17. 

November 2021 nochmals eine Einigungsverhandlung vor Ort durchgeführt worden; 

diese habe zu keinem Ergebnis geführt. Mit Schreiben vom 18. November 2021 habe 

die Vorinstanz den Parteien mitgeteilt, dass abmachungsgemäss kein 

Verhandlungsprotokoll erstellt werde, weil der rechtserhebliche Sachverhalt (aufgrund 

des Augenscheins im Vorverfahren) nicht mehr habe ermittelt werden müssen (act. G 

9/21). Dieses Schreiben sei unwidersprochen geblieben (act. G 8). In Anbetracht dieses 

Hergangs erweist sich der vorinstanzliche Verzicht auf die Durchführung eines 

(erneuten) Augenscheins als begründet und nachvollziehbar. Hieran vermag der von 

den Beschwerdeführern geltend gemachte Umstand, dass der Rekursaugenschein 

nicht von demselben Mitarbeiter der Vorinstanz durchgeführt worden sei, welcher den 

Rekursentscheid vorbereitet habe, und letzterer somit mit den örtlichen Verhältnissen 

nicht vertraut gewesen sei (act. G 25 S. 2 unten), nichts zu ändern. Hier ist auch zu 

beachten, dass der angefochtene Rekursentscheid praxisgemäss von der zuständigen 

5.1.2. 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 15/21

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Departementsvorsteherin unterzeichnet wurde. Den Akten lassen sich im Übrigen keine 

Anhaltspunkte dafür entnehmen, dass der Rekursentscheid nicht vom gleichen 

Verfahrensleiter (D.__) vorbereitet worden ist, welcher auch den Rekursaugenschein 

vom 9. Juni 2020 geleitet hatte (vgl. act. G 10/11 und G 9/33 f.).

Die tatsächlichen (örtlichen) Verhältnisse ergeben sich im vorliegenden Fall im Übrigen 

hinreichend aus den Verfahrensakten und lassen sich anhand der digitalen Medien 

(Geoportal, google street view; vgl. dazu auch nachstehende E. 5.3.1 am Schluss) 

eruieren; sie sind als solche auch nicht umstritten. Für die Klärung der streitigen 

Terrainanpassung und Stützmauererstellung vermöchte ein zusätzlicher Augenschein 

aller Voraussicht nach nicht zu weiteren für das Gericht relevanten Erkenntnissen zu 

führen, weshalb auch auf Beschwerdeebene darauf zu verzichten ist.

5.1.3. 

 5.2. 

Fest steht, dass sich das DMP im Bericht vom 3. April 2020 eingehend zu den 

Gegebenheiten betreffend Schutzwürdigkeit/Schutzumfang der Bauumgebung und von 

benachbarten Objekten äusserte und diesem Bericht für das im vorliegenden Verfahren 

zu prüfende Projekt weiterhin Gültigkeit zukommt. Von Bedeutung ist vorliegend 

insbesondere der bereits erwähnte Hinweis im DMP-Bericht auf die regional-kantonale

Bedeutung des Ortsbildschutzgebiets gemäss ISOS (Erhaltungsziel A: Schutz der 

Substanz) sowie die dortige Beschreibung als "alte, taleinwärts orientierte 

Bauernhäuser an Hauptstrasse und Hang" mit der qualitativen Einschätzung der 

Bauten "keine besondere Bedeutung" (act. G 10/8). In beweisrechtlicher Hinsicht zu 

beachten, dass amtlichen Stellungnahmen von Fachstellen, die vom Gesetzgeber als 

sachkundige Beurteilungsinstanzen eingesetzt wurden, praxisgemäss ein erhöhter 

Beweiswert zugemessen wird, sofern diese den Charakter einer amtlichen Expertise 

aufweisen (vgl. B. Waldmann, in: Waldmann/Krauskopf [Hrsg.], Praxiskommentar zum 

Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren [VwVG], 3. Aufl. 2023, N 22 zu Art. 19 

VwVG m.H.). Weitere verwaltungsexterne Abklärungen sind nur bei Zweifeln an der 

Richtigkeit der Feststellungen in der amtlichen Beurteilung vorzunehmen (vgl. statt 

vieler VerwGE B 2017/184 vom 13. Dezember 2018 E. 4.1). Konkrete Zweifel an der 

Richtigkeit der Feststellungen im Bericht vom 3. April 2020 werden vorliegend weder 

geltend gemacht noch sind solche aus den konkreten Gegebenheiten ersichtlich.

5.2.1. 

Die Gemeinden können für bestimmte Teile ihres Gebietes strengere, d.h. über das 

5.2.2. 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 16/21

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Verunstaltungsverbot hinausgehende Vorschriften aufstellen (Art. 93 Abs. 4 BauG) bzw. 

für konkret bezeichnete Gebiete vorschreiben, dass Bauten und Anlagen so gestaltet 

und eingeordnet werden, dass mit der Umgebung zusammen eine gute 

Gesamtwirkung entsteht (Art. 99 Abs. 2 PBG). Beide Bestimmungen stimmen inhaltlich 

insofern überein, als sie für Gestaltungs- und Einfügungsvorschriften die Festlegung 

einer Gebietsbegrenzung verlangen. Für den Erlass von Einordnungs- und 

Gestaltungsvorschriften genügt es, wenn die entsprechenden Gebiete vorgängig bspw. 

im Zonenplan bezeichnet wurden. Der Grund für die Gebietsbegrenzung im erwähnten 

Sinn liegt darin, dass kein generelles, auf das gesamte Gemeindegebiet bezogenes 

öffentliches Interesse an einer guten Einordnung von Bauten und Anlagen besteht (vgl. 

Ritter, in: Bereuter/Frei/Ritter [Hrsg.], a.a.O., N 5 f. zu Art. 99 PBG). Art. 11 Abs. 1 BauR 

schreibt unter anderem vor, dass Terrainveränderungen, insbesondere Aufschüttungen, 

Stützmauern und Abgrabungen, ansprechend zu gestalten sind und sich dem 

bestehenden Terrainverlauf gut anzupassen haben. Diese Bestimmung bezieht sich 

zwar auf einen konkreten Gegenstand (Stützmauer), jedoch nicht auf ein bestimmtes 

Gebiet im eingangs umschriebenen Sinn. Die Vorinstanz erachtete die angerufene 

Bestimmung daher zu Recht als mit Art. 93 Abs. 4 BauG nicht vereinbar und damit als 

nicht anwendbar (vgl. auch VerwGE B 2021/8 vom 12. Juli 2021 E. 3.1); dasselbe gälte 

mit Blick auf Art. 99 Abs. 2 PBG.   

Im Weiteren setzt die Anwendung "neuen Rechts" (vgl. Art. 173 Abs. 2 PBG) gemäss 

der Praxis im Kanton St. Gallen voraus, dass die ans PBG angepassten kommunalen 

Rahmennutzungspläne in Kraft sind (vgl. Planungs- und Baugesetz, Botschaft und 

Entwurf der Regierung vom 11. August 2015, in: ABl 2015 S. 2399 ff., S. 2531, sowie 

Kreisschreiben des Baudepartements, Übergangsrechtliche Bestimmungen im 

Planungs- und Baugesetz, vom 8. März 2017, S. 1-3 Ziff. 1). Das am 16. Oktober 2009 

bzw. 9. Dezember 2013 von der Vorinstanz genehmigte BauR mit dazugehörendem 

Zonenplan wurde noch nicht an das neue Recht angepasst. Von den neuen 

Regelungen kann daher praxisgemäss vorerst nur Gebrauch gemacht werden, sofern 

sie direkt anwendbar sind (vgl. dazu Anhang des zitierten Kreisschreibens; VerwGE B 

2022/120 vom 12. Mai 2023 E. 3.1). Die Gestaltungsvorschrift von Art. 97 Abs. 2 PBG 

ist nicht unmittelbar anwendbar, da es bislang an einer kommunalen Umsetzung dieser 

Norm im BauR fehlt. Hieran vermag der nicht näher begründete Einwand der 

Beschwerdeführer, dass Art. 97 Abs. 2 Satz 1 PBG, wonach Aufschüttungen dem 

massgebenden Terrain angepasst werden, direkt anwendbar sei (vgl. act. G 5 S. 8-10 

Ziffer 2 und insbesondere S. 9 Ziffer 2.2), nichts zu ändern, zumal gerade bei dieser 

Norm baureglementarische Gestaltungen (etwa hinsichtlich der Festlegung der 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 17/21

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

maximalen Aufschüttungshöhe und des Begriffs des massgebenden Terrains) denkbar 

sind.

 5.3. 

Hinsichtlich der von ihnen beanstandeten Feststellung im vorinstanzlichen Entscheid, 

dass die bewilligten Eingriffe der letzten Jahre den historischen Wert des Ortsbildes 

heute derart überdecken würden, dass der typische Schutzcharakter nicht mehr 

erkennbar sei (act. G 2 S. 13 oben), halten die Beschwerdeführer (act. G 5 S. 4 und S. 7 

Ziffer 1.4) zu Recht fest, dass die Normen der SchutzV sowie Art. 99 PBG und Art. 15 

Abs. 2 BauG unverändert weitergelten, selbst wenn im fraglichen Gebiet von der 

Gemeinde Bauten bewilligt wurden, welche diese Vorschriften nicht durchwegs 

einhalten. Anderes lässt sich auch dem vorin-stanzlichen Entscheid nicht entnehmen. 

Mithin haben einzelne "Bausünden" in der Vergangenheit nicht zur Folge, dass die 

Anforderung der guten Einordnung in der Kernzone ausser Kraft gesetzt wäre (vgl. 

Fritsche/Bösch/Wipf/Kunz, Zürcher Planungs- und Baurecht Bd. 2, 6. Aufl. 2019, S. 

828). Dies ändert indes nichts daran, dass die Art der bestehenden Bebauung im 

Ortsbildschutzgebiet, deren Einfluss auf den historischen Wert des Ortsbildes und die 

weiteren örtlichen Gegebenheiten bei der Prüfung der Bewilligungsfähigkeit eines 

Baugesuchs in die Würdigung einzubeziehen sind. Diesbezüglich ist zu beachten, dass 

nicht nur der Teil des Ortsbildschutzgebiets im Bereich der geplanten Stützmauer 

(Grundstücke Nrn. 0004_, 0005_, 0002_, 0001_ und 0000_), sondern das gesamte 

Ortsbildschutzgebiet, welches die Grundstücke Nrn. 0006_ f., 0007_, 0008_, 0009_, 

0010_, 0011_, 0001_-0007_, 0012_, 0013_, 0004_ f. und 0014_ (vgl. geoportal.ch) 

umfasst, zu berücksichtigen ist. Im DMP-Bericht wird das Gebiet "X.__" wie dargelegt 

als typisches Wohnquartier mit heterogener Überbauung und durchschnittlichen 

unspezifischen Einfamilienhausgärten beschrieben, wobei die vorhandenen 

historischen Bauten auf den früheren bäuerlichen Charakter und die offene 

Bebauungsstruktur hinweisen würden (act. G 10/8). Diese Feststellungen sind auch für 

das vorliegende Bauprojekt massgebend. Die im Bericht beschriebene Bebauung im 

Ortsbildschutzgebiet ist aus den einschlägigen digitalen Medien (vgl. Geoportal.ch 

[Orthofoto] und Google Maps/Streetview [www.google.ch/maps]) ersichtlich. Mithin 

erlauben letztere den visuellen Nachvollzug der dem DMP-Bericht zugrundeliegenden 

tatsächlichen Gegebenheiten. 

5.3.1. 

Die Beschwerdeführer rügen eine widersprüchliche Argumentation der Vorinstanz, weil 

5.3.2. 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 18/21

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

dem Eigentümer der Parzelle Nr. 0015_ der Einbau einer Solaranlage nicht bewilligt 

worden sei mit der Begründung, in der Ortsbildschutzzone seien Photovoltaikanlagen 

generell unzulässig, wohingegen sich auf dem Grundstück Nr. 0000_ des 

Beschwerdegegners eine Solaranlage befinde (act. G 5 S. 7 f.). Die 

Beschwerdebeteiligte stellt eine generelle Unzulässigkeit von Photovoltaikanlagen in 

Ortsbildschutzgebieten in Abrede. Mit entsprechender Gestaltung der Anlagen seien 

solche durchaus erlaubt. Auf Grundstück Nr. 0015_ habe die DMP der 

Photovoltaikanlage nicht zustimmen können, da der Bauherr aus Kostengründen keine 

Indach-Anlage habe erstellen wollen (act. G 12). Mit Blick auf diese unbestritten 

gebliebenen Darlegungen kann der Vorinstanz diesbezüglich keine widersprüchliche 

Argumentation vorgeworfen werden. Auch ist ein Anlass für die Einholung einer 

Amtsauskunft bei der Beschwerdebeteiligten (act. G 5 S. 8) nicht ersichtlich.

 5.4. 

Art. 99 Abs. 1 PBG sieht als unmittelbar anwendbare Bestimmung einen 

ausdrücklichen Schutz von Baudenkmälern und damit Schutzgegenständen (vgl. 

Art. 115 lit. g PBG) gegen Beeinträchtigungen vor. Als Baudenkmäler im Sinn von Art. 

115 lit. g PBG gelten herausragende bauliche Objekte und Ensembles von besonderem 

kulturellem Zeugniswert. Bei einem Einzelobjekt kann sich der schützenswerte 

Eigenwert auf das Ganze oder auch nur Teile davon beziehen. Für die Schutzobjekte ist 

das Zusammenwirken von Baukörpern und Freiräumen an einem bestimmten Ort 

wesentlich (vgl. W. Engeler, in: Ehrenzeller/Engeler [Hrsg.], Handbuch 

Heimatschutzrecht, Zürich/St. Gallen 2020, N 43, 75 und 81 ff. zu § 7). Ob eine 

Beeinträchtigung eines Baudenkmals im Sinn von Art. 99 Abs. 1 PBG vorliegt, richtet 

sich nach anderen Kriterien und unterliegt einem anderen Massstab als die Beurteilung 

einer Verunstaltung. Unter anderem ist eine Beeinträchtigung nicht erst dann gegeben, 

wenn nach allgemeiner Auffassung etwas qualifiziert Unschönes geplant ist. Vielmehr 

ist ein strenger Massstab anzulegen und eine Beeinträchtigung, ausgehend von 

Schutzzweck und -umfang des betroffenen Baudenkmals, bereits bei einer klar 

erkennbaren Störung zu bejahen. Ob diese dann allerdings zu einem Bauverbot führt, 

ist im Rahmen einer sorgfältigen Interessenabwägung zu entscheiden (vgl. VerwGE 

B 2019/204 vom 17. Oktober 2020 E. 7.1 m.H. [bestätigt durch BGer 1C_643/2020 

vom 7. Januar 2022] mit Hinweis auf Kaiser/Manser, in: Ehrenzeller/Engeler [Hrsg.] 

a.a.O., N 26 zu § 6, und W. Ritter, in: Bereuter/Frei/Ritter [Hrsg.], a.a.O, N 3 zu 

Art. 99 PBG). Art. 99 Abs. 1 PBG ist so auszulegen, dass der Schutz von 

Baudenkmälern vor Beeinträchtigungen auch einen eigentlichen Umgebungsschutz 

5.4.1. 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 19/21

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

miteinschliesst, zumal die Umgebung in Art. 115 lit. g PBG ausdrücklich mitgenannt ist. 

Der Schutz eines Baudenkmals kann sich im Einzelfall so auf seine ‒ unter Umständen 
selbst nicht geschützte ‒ Umgebung auswirken, dass dort vorgesehene (bauliche) 
Massnahmen sich nicht unmittelbar beeinträchtigend auf das Schutzobjekt auswirken 

dürfen. Der konkrete Umfang der zu beachtenden Umgebung ist dabei im Einzelfall zu 

bestimmen (vgl. Kaiser/Manser, in: Ehrenzeller/Engeler [Hrsg.], a.a.O., N 28 zu § 6). Der 

Umfang des Schutzes muss eine zeitgemässe Nutzung und Anpassung des Objekts 

und seiner Umgebung ermöglichen (Bereuter in: Bereuter/Frei/Ritter [Hrsg.], a.a.O, N 8 

zu Art. 122 PBG). Eine Beeinträchtigung im Sinne von Art. 99 Abs. 1 PBG liegt vor, 

wenn ein Schutzobjekt durch Veränderungen in seiner Umgebung in jenen Bereichen, 

die es einzigartig oder charakteristisch machen und aufgrund derer es unter Schutz 

gestellt wurde, in erheblicher bzw. umfangreicher Weise beeinträchtigt wird. Dagegen 

liegt keine solche Beeinträchtigung vor, wenn ein Schutzobjekt in seiner geschützten 

Beschaffenheit und Wirkung durch Veränderungen innerhalb seines Wirkungskreises 

nur unerheblich eingeschränkt wird (vgl. W. Engeler, in: Ehrenzeller/Engeler [Hrsg.], 

a.a.O., N 176 zu § 7 m.H. auf BGer 1C_26/2016 vom 16. November 2016 E. 3.3). Bei 

der Überprüfung der (kommunalen) Anwendung des unbestimmten Rechtsbegriffs der 

"Beeinträchtigung", welcher lokale Umstände betrifft, hat sich das Verwaltungsgericht 

Zurückhaltung aufzuerlegen (vgl. VerwGE B 2019/204 vom 17. Oktober 2020 E. 7.1 

m.H. auf BGE 145 I 52 E. 3.6 und VerwGE B 2019/219 vom 29. August 2020 E. 8.2, je 

mit Hinweisen).

Unbestritten handelt es sich bei den Schutzobjekten K.87 auf Grundstück Nr. 0001_ 

und K.88 auf Grundstück Nr. 0004_ um Baudenkmäler im Sinn von Art. 115 lit. g PBG. 

Die Beschwerdeführer bringen vor, dass die geplante Stützmauer und die Aufschüttung 

in unmittelbarer Nähe des geschützten Objektes auf Grundstück Nr. 0001_ eine 

massive Beeinträchtigung insbesondere der Westfassade des Schutzobjektes zur 

Folge haben werde, wodurch das Bauvorhaben gegen Art. 3 SchutzV und Art. 6 Abs. 4 

SchutzV sowie gegen Art. 99 Abs. 1 PBG i.V.m. Art. 115 lit. g PBG verstosse (act. G 5 

S. 6). Die Stützmauer mit aufgesetztem Lattenzaun und Aufschüttung des Terrains sei 

auch mit den generell für die Ortsbildschutzzone geltenden Vorschriften, insbesondere 

Art. 5 Abs. 5 SchutzV, nicht zu vereinbaren. Aus den gleichen Gründen sei die 

Argumentation der Vorinstanz zurückzuweisen, dass sich die Stützmauer und die 

Aufschüttung gut in das vorhandene Ortsbild einfügen würden (act. G 5 S. 7). Hierzu ist 

festzuhalten, dass aufgrund des DMP-Berichts eine Beeinträchtigung der beiden 

Schutzobjekte ‒ im Sinn der vorerwähnten Bestimmungen ‒ durch Veränderungen in 

5.4.2. 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 20/21

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

6.  

ihrer Umgebung in jenen Bereichen, die es einzigartig oder charakteristisch machen 

und aufgrund derer es unter Schutz gestellt wurde, nicht ersichtlich ist. Eine lediglich 

untergeordnete bzw. unerhebliche Beeinträchtigung reicht für die Bejahung einer 

Verletzung dieser Bestimmungen nicht aus. Der Einwand der Beschwerdeführer, es 

könne keine Rolle spielen, dass die Stützmauer westlich des Schutzobjekts (K.87 auf 

Grundstück Nr. 0001_) erstellt werden solle, denn die betroffene Fassade sei nicht 

weniger schutzwürdig als die übrigen Fassaden des geschützten Gebäudes (act. G 5 S. 

6), trifft zwar insofern zu, als vom Grundsatz her sämtliche Fassaden geschützt sind. 

Indes ist hier die Feststellung im DMP-Bericht zu beachten, dass das 

Projektgrundstück Nr. 0000_ im rückwärtigen, untergeordneten Bereich der 

bestehenden Bebauung liegt und damit im Zusammenhang mit den Primärbauten (und 

damit insbesondere auch den Schutzobjekten) wenig in Erscheinung tritt (act. G 10/8). 

Eine Beeinträchtigung der beiden Schutzgegenstände durch die projektierten Anlagen 

(Terrainanpassung und Stützmauer) ist daher nicht ersichtlich. Mit Blick auf die 

Feststellungen der Fachstelle ist auch eine durch die geplante Stützmauer bzw. die 

Aufschüttung bewirkte Beeinträchtigung von Form, Inhalt und Ausstattung der 

Umgebung sowie der Freiräume im Sinn von Art 5 Abs. 5 SchutzV nicht ausgewiesen. 

Unbestritten blieb diesbezüglich die Feststellung im vorinstanzlichen Entscheid, dass 

der Mauerfuss einen Grenzabstand von 0.5 m und die Mauerkrone einen solchen von 

rund 1 m einhält. Die geplante Umgebungsgestaltung mit Stützmauer steht mit Blick 

auf die Beurteilungen der DMP im Einklang mit der im Ortsbildschutzgebiet 

bestehenden heterogenen Überbauung neueren Datums und fügt sich daher gut in das 

Ortsbild ein (vgl. Art. 15 Abs. 2 BauG). Das Vorliegen einer Verunstaltung im Sinn von 

Art. 99 Abs. 1 PBG (vgl. vorstehende E. 2.2.1 dritter Absatz) fällt unter diesen 

Umständen ‒ entgegen der nicht weiter begründeten Annahme der Beschwerdeführer 
(act. G 25 S. 3 Ziffer 4) ‒ zum vornherein ausser Betracht. Für die Vorinstanz bestand 
dementsprechend kein Anlass, in das Ermessen der Beschwerdebeteiligten (vgl. 

vorstehende E. 2.2.2) einzugreifen. Auch im vorliegenden Verfahren fehlt es an einem 

Grund, die Ermessensausübung der Vorinstanzen zu korrigieren (vgl. dazu vorstehende 

E. 5.4.1 am Schluss m.H.) oder ein Gutachten (act. G 5 S. 7) einzuholen.

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen. Dem 

Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten des 

Beschwerdeverfahrens den Beschwerdeführern aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine 

Entscheidgebühr von CHF 3'000 erscheint angemessen (Art. 7 Ziff. 222 der 

6.1. 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 21/21

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

 

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht auf dem Zirkulationsweg zu Recht:

1.

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.

Die Beschwerdeführer tragen die amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens von 

CHF 3'000, unter Anrechnung des von ihnen geleisteten Kostenvorschusses von 

CHF 4'000 und Rückerstattung des verbleibenden Betrages von CHF 1'000 an sie.

3.

Die Beschwerdeführer entschädigen den Beschwerdegegner ausseramtlich mit 

CHF 3'000 zuzüglich Barauslagen von CHF 120 und Mehrwertsteuer.

Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). Der von den Beschwerdeführern geleistete 

Kostenvorschuss von CHF 4'000 ist anzurechnen und im verbleibenden Betrag von 

CHF 1'000 an sie zurückzuerstatten.

Zufolge Unterliegens besteht kein Anspruch der Beschwerdeführer auf ausseramtliche 

Entschädigung. Vorinstanz und Beschwerdebeteiligte haben ebenfalls keinen Anspruch 

auf ausseramtliche Entschädigung (Art. 98 Abs. 1 VRP in Verbindung mit Art. 98

VRP; A. Linder, in: Rizvi/Schindler/Cavelti [Hrsg.], a.a.O., N 20 zu Art. 98  VRP). 

Demgegenüber ist der obsiegende Beschwerdegegner für das Beschwerdeverfahren 

ausseramtlich zu entschädigen. Das Verwaltungsgericht spricht grundsätzlich 

Pauschalentschädigungen nach Ermessen gemäss Art. 6, 19 und Art. 22 Abs. 1 lit. b 

der Honorarordnung zu (sGS 963.75, HonO). Mit Blick auf vergleichbare Verfahren und 

unter Berücksichtigung der konkreten Verhältnisse ist eine Entschädigung des 

Beschwerdegegners durch die Beschwerdeführer ‒ unter solidarischer Haftung 
(Art. 98  VRP in Verbindung mit Art. 106 Abs. 3 ZPO) ‒ mit insgesamt CHF 3'000 
zuzüglich Barauslagen von CHF 120 und Mehrwertsteuer angemessen.

6.2. 

bis

bis

ter

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Entscheid Verwaltungsgericht, 24.04.2024
	Baubewilligung (Umgebungsgestaltung mit Terrainanpassung und Anbringung Stützmauer). Ortsbildschutz/Schutz von Baudenkmälern. Art. 15 und 93 Abs. 4 BauG (nGS 32-47). Art. 99 und 115 lit. g PBG (sGS 731.1). Das Verwaltungsgericht kam zum Schluss, aufgrund des Berichts der kantonalen Denkmalpflege (DMP) sei eine Beeinträchtigung der beiden Schutzobjekte durch Veränderungen in ihrer Umgebung in jenen Bereichen, die es einzigartig oder charakteristisch machten und aufgrund derer es unter Schutz gestellt worden sei, nicht ersichtlich. Eine lediglich untergeordnete bzw. unerhebliche Beeinträchtigung reiche für die Bejahung einer Rechtsverletzung nicht aus. Eine Beeinträchtigung der beiden Schutzgegenstände durch die projektierten Anlagen (Terrainanpassung und Stützmauer) sei nicht ersichtlich. Mit Blick auf die Feststellungen der Fachstelle sei auch eine durch die geplante Stützmauer bzw. die Aufschüttung bewirkte Beeinträchtigung von Form, Inhalt und Ausstattung der Umgebung sowie der Freiräume im Sinn der kommunalen Schutzverordnung nicht ausgewiesen. Die geplante Umgebungsgestaltung mit Stützmauer stehe mit Blick auf die Beurteilungen der DMP im Einklang mit der im Ortsbildschutzgebiet bestehenden heterogenen Überbauung neueren Datums und füge sich daher gut in das Ortsbild ein (vgl. Art. 15 Abs. 2 BauG). Das Vorliegen einer Verunstaltung im Sinn von Art. 99 Abs. 1 PBG falle unter diesen Umständen zum vornherein ausser Betracht. Für die Vorinstanz habe dementsprechend kein Anlass bestanden, in das Ermessen der Beschwerdebeteiligten (kommunale Baubehörde) einzugreifen. (Verwaltungsgericht B 2023/124)

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

		2026-01-28T05:23:37+0100
	"9001 St.Gallen"
	Publikationsplattform Kanton St.Gallen