# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c2869a24-79c7-5514-b923-17d3076a2004
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-03-17
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 17.03.2025 SBK 2024 105
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_SBK-2024-105_2025-03-17.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Graubünden
Dretgira superiura dal chantun Grischun
Tribunale d'appello del Cantone dei Grigioni

Urteil vom 17. März 2025
"mitgeteilt am"

Referenz SBK 24 105

Instanz Schuldbetreibungs- und Konkurskammer

Besetzung Bergamin, Vorsitz
Theus Simoni, Aktuarin

A._____
Beschwerdeführer
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Peter A. Weidinger
Brandisstrasse 8, 7000 Chur

gegen

B._____
Beschwerdegegnerin

Gegenstand Feststellung des neuen Vermögens (Art. 265a Abs. 4 SchKG)

Anfechtungsobj. Entscheid Regionalgericht Plessur, Einzelrichter, vom 
17. September 2024, mitgeteilt am 12. November 2024 (Proz. 
Nr. 135-2024-414)

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Sachverhalt

A. Mit Zahlungsbefehl vom 4. März 2024 (Betreibung Nr. Z.1._____ des 
Betreibungs- und Konkursamtes der Region Plessur) betrieb die B._____ gestützt 
auf einen Verlustschein vom 1. März 2004 A._____ für CHF 2'793.80 samt Spesen 
von CHF 365.00 und Betreibungskosten von CHF 74.00. A._____ erhob dagegen 
am 8.  März 2024 Rechtsvorschlag mit der Einrede mangelnden neuen Vermögens.

B. Mit Entscheid vom 21. Mai 2024 des Einzelrichters (SchKG) am 
Regionalgericht Plessur wurde der Rechtsvorschlag in der Betreibung 
Nr. Z.1._____ des Betreibungsamtes Plessur nicht bewilligt und festgestellt, dass 
A._____ im Umfang der in Betreibung gesetzten Forderung von CHF 2'793.80 über 
neues Vermögen verfüge. Zudem stellte der Einzelrichter fest, dass in der 
Betreibung Nr. Z.1._____ des Betreibungsamtes Plessur kein Rechtsvorschlag 
bestehe. Die Gerichtskosten von CHF 250.00 wurden dem Schuldner A._____ 
auferlegt (Proz. Nr. 335-2024-65 des Regionalgerichts Plessur).

C. Mit Eingabe vom 7. Juni 2024 (Poststempel) erhob A._____ unbegründete 
Klage auf Bestreitung des neuen Vermögens. In der Hauptverhandlung vom 
17. September 2024 stellte er folgende Anträge:

1. Es sei in der Betreibung Nr. Z.1._____ des Betreibungsamtes Plessur 
(Zahlungsbefehl vom 04.03.2024) festzustellen, dass der Kläger nicht zu 
neuem Vermögen gekommen ist.

2. Der Rechtsvorschlag in der Betreibung Nr. Z.1._____ des 
Betreibungsamtes Plessur (Zahlungsbefehl vom 04.03.2024) wegen 
fehlenden neuen Vermögens sei zu bewilligen.

3. Unter Kostenfolge zulasten der Beklagten.

Die B._____ nahm an der Hauptverhandlung nicht teil.

D. Der Einzelrichter am Regionalgericht Plessur fällte am 17. September 2024 
den folgenden Entscheid, welcher den Parteien am 19. September 2024 vorerst 
ohne schriftliche Begründung und ─ nach Einverlangen einer schriftlichen 
Begründung ─ am 12. November 2024 mit schriftlicher Begründung mitgeteilt 
wurde:

1. Die Klage wird abgewiesen.

2. Es wird festgestellt, dass A._____ in der Betreibung Nr. Z.1._____ des 
Betreibungsamtes Plessur (Zahlungsbefehl vom 04.03.2024) im 
Umfang der in Betreibung gesetzten Forderung im Betrag von 
CHF 3'158.80 zu neuem Vermögen gekommen ist.

3. Der Rechtsvorschlag in der Betreibung Nr. Z.1._____ des 
Betreibungsamtes Plessur (Zahlungsbefehl vom 04.03.2024) wegen 
fehlenden neuen Vermögens wird nicht bewilligt.

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4. a) Die Gerichtskosten betragen CHF 1'000.00 für den begründeten 
Entscheid. Sie gehen zu Lasten von A._____.

Die Gerichtskosten werden mit den von A._____ geleisteten 
Vorschüssen von CHF 1'500.00 verrechnet. Die Differenz von 
CHF 500.00 wird ihm durch den Kanton Graubünden erstattet.

b) Jede Partei trägt ihre Parteikosten selber.

5. [Rechtsmittelbelehrung]

6. [Mitteilungen]

E. Gegen diesen Entscheid reichte A._____ (nachfolgend: Beschwerdeführer) 
am 6. Dezember 2024 Beschwerde beim Kantonsgericht von Graubünden mit den 
folgenden Rechtsbegehren ein:

1. Der Entscheid vom 17.9.2024 des Einzelgerichts Plessur, begründet 
und mitgeteilt am 12.11.2024, sei aufzuheben.

2. In der Betreibung Nr. Z.1._____ des Betreibungsamtes Plessur 
(Zahlungsbefehl vom 04.03.2024) sei festzustellen, dass der Kläger 
nicht zu neuem Vermögen gekommen ist.

3. Unter Kosten und Entschädigungsfolge zulasten der 
Beschwerdegegnerin.

F. Der vom Beschwerdeführer verlangte Kostenvorschuss in Höhe von 
CHF 1'000.00 ging innert angesetzter Frist ein.

Die B._____ (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) reichte keine Beschwerdeantwort 
ein.

Die Akten des vorinstanzlichen Verfahrens Proz. Nr. 135-2024-414 sowie 
diejenigen des Verfahrens Proz. Nr. 335-2024-65 (Bewilligung des 
Rechtsvorschlages) wurden beigezogen. Die Sache ist spruchreif.

G. Am 1. Januar 2025 ist im Kanton Graubünden das 
Gerichtsorganisationsgesetz vom 14. Juni 2022 (GOG; BR 173.000) in Kraft 
getreten. Auf diesen Zeitpunkt hin sind das Kantons- und das Verwaltungsgericht 
zum Obergericht des Kantons Graubünden zusammengelegt worden. Die hängigen 
Verfahren des Kantonsgerichts sind per 1. Januar 2025 auf das Obergericht 
übertragen worden (Art. 122 Abs. 5 GOG). Dabei hat die Nummer des vorliegenden 
Verfahrens von KSK 2024 105 auf SBK 2024 105 geändert.

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Erwägungen

1. Eintretensvoraussetzungen

1.1. Das Obergericht beurteilt als Rechtsmittelinstanz zivilrechtliche 
Beschwerden (Art. 7 Abs. 1 i.V.m. Art. 21 Abs. 1 Satz 1 EGzZPO [BR 320.100]). Es 
entscheidet in einzelrichterlicher Kompetenz über Beschwerden (Art. 7 Abs. 2 lit. a 
i.V.m. Art. 21 Abs. 1 Satz 1 EGzZPO). Weil vorliegend der Streitwert 
(CHF 2'793.80) die Grenze von CHF 10'000.00 nicht überschreitet, liegt kein Fall 
von Art. 7 Abs. 3 EGzZPO i.V.m. Art. 21 Abs. 1 Satz 1 EGzZPO vor.

Für die Zuteilung eines Geschäfts an eine Kammer ist die Rechtsfrage massgeblich, 
auf der das Schwergewicht der Entscheidung liegt (Art. 14 Abs. 1 OGV 
[BR 173.010]). In casu liegt das Schwergewicht auf dem SchKG, weil es sich um 
eine rein betreibungsrechtliche Streitigkeit handelt (BGE 143 III 149 E. 2.4, in: 
Pra 2018 Nr. 29). Folglich beurteilt die Schuldbetreibungs- und Konkurskammer 
diesen mit dem SchKG zusammenhängenden Gerichtsfall.

1.2. Gemäss Art. 321 Abs. 1 ZPO ist die Beschwerde bei der Rechtsmittelinstanz 
innert 30 Tagen seit der Zustellung des begründeten Entscheides oder seit der 
nachträglichen Zustellung der Entscheidbegründung (Art. 239 ZPO) schriftlich und 
begründet einzureichen.

Vorliegend wurde der angefochtene Entscheid dem Beschwerdeführer am 
12. November 2024 in begründeter Form mitgeteilt (act. B.2). Am 6. Dezember 
2024 hat der Beschwerdeführer seine Eingabe der Post übergeben. Somit wurde 
die Beschwerde fristgerecht eingereicht.

1.3. Auf die Beschwerde ist einzutreten.

2. Neue Tatsachen und Beweismittel

2.1.1. Der Beschwerdeführer macht geltend, am 1. Februar 2024 sei seine Miete 
auf CHF 1'554.00 und per 1. August 2024 auf CHF 1'594.00 gestiegen. Auch die 
Nebenkosten seien gestiegen (act. A.1). Zu diesen Behauptungen hat der 
Beschwerdeführer die Mietvertragsänderung per 1. Februar 2024 (act. B.7), die 
Mietzins-Rechnung für den August 2024 (act. B.8) sowie eine 
Nebenkostenabrechnung (act. B.9) eingereicht.

2.1.2. Bei der Berechnung des Vorliegens von neuem Vermögen i.S.v. Art. 265 
SchKG sind die Einkommens- und Vermögensverhältnisse im Zeitpunkt der 
Anhebung der Betreibung massgebend, wobei nach gängiger Praxis das neue 

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Vermögen grundsätzlich aufgrund der Einkünfte und Ausgaben des Jahres, 
welches der Anhebung der Betreibung vorausgeht, berechnet wird (Urteil des 
Bundesgerichts 5A_464/2021 vom 15. März 2022 E. 3.2 m.w.H.; HUBER/SOGO, in: 
Staehelin/Bauer/Lorandi [Hrsg.], Basler Kommentar Bundesgesetz über 
Schuldbetreibung und Konkurs II, 3. Aufl. 2021, Art. 265 N. 14a und N. 17).

Gemäss Art. 326 Abs. 1 ZPO sind im Beschwerdeverfahren neue Anträge, neue 
Tatsachenbehauptungen und neue Beweismittel ausgeschlossen. Noven können 
mit der Beschwerde allerdings so weit vorgebracht werden, als erst der Entscheid 
der Vorinstanz dazu Anlass gibt (BGE 145 III 422 E. 5.2, in: Pra 2020 Nr. 75).

2.1.3. Vorliegend wurde der Zahlungsbefehl vom 4. März 2024 dem 
Beschwerdeführer am 8. März 2024 zugestellt. Massgebend sind daher die 
Einkommens- und Vermögensverhältnisse vom 7. März 2023 bis zum 7. März 2024. 
Die Mietvertragsänderung per 1. Februar 2024 trägt das Datum vom 18. September 
2023 (act. B.7). Der Beschwerdeführer hätte dieses Beweismittel daher bereits vor 
Vorinstanz einbringen können. Die Mietzinserhöhung per 1. August 2024 betrifft 
nicht den für die Feststellung neuen Vermögens relevanten Zeitraum. Welchen 
Zeitraum die gestiegenen Nebenkosten betreffen, geht aus act. B.9 nicht hervor. 
Demzufolge ist dieses Beweismittel untauglich, Beweis für Tatsachen zwischen 
dem 7. März 2023 bis zum 7. März 2024 zu erbringen, zumal in der 
Beschwerdeschrift dazu substantiierte Ausführungen fehlen (act. A.1, S. 4 oben). 
Folglich sind die mit der Beschwerdeschrift eingereichten Urkunden (act. B.7; 
act. B.8; act. B.9) nicht zu berücksichtigen.

Weil der Beschwerdeführer vorliegend bei der Bedarfsberechnung der Vorinstanz 
(act. B.2, E. 3.3.3) nur die Position Wohnkosten gestützt auf die neu eingelegten 
Beweismittel (act. B.7; act. B.8; act. B.9) angefochten hat und diesbezüglich die 
vom Beschwerdeführer eingereichten Urkunden nicht berücksichtigt werden 
können, ist bei der Bedarfsberechnung nach wie vor von monatlichen Wohnkosten 
von CHF 1'150.00 auszugehen, wie sie die Vorinstanz berechnet hat (act. B.1, 
E. 3.3.4). Denn die ursprüngliche Berechnung der Vorinstanz unter Zugrundelegung 
der damaligen Beweismittel beanstandet der Beschwerdeführer nicht.

2.2.1. Weiter legt der Beschwerdeführer ein Kontenblatt der "D._____" vom 
3. Dezember 2024 vor (act. B.5). Daraus solle sich ergeben, dass die C._____ ihm 
das Darlehen inzwischen zurückbezahlt habe (act. A.1, S. 3).

Vorliegend ist der Beschwerdeführer gemäss Handelsregister seit der Gründung 
der C._____ am 30. März 2005 alleiniger Geschäftsführer dieser GmbH, war 

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hingegen nie Gesellschafter (Zefix-Abfrage vom 17. März 2025). Nach den 
Ausführungen der Vorinstanz und den eigenen Ausführungen des 
Beschwerdeführers geht es um Darlehen, die er der C._____ gegeben hat. 
Inwiefern dazu ein Kontenblatt einer "D._____", also eines anderen Unternehmens, 
relevant sein sollte, ist nicht klar. Folglich ist auch dieser Beleg nicht zu beachten.

3. Beschwerdegründe

Mit der Beschwerde kann eine unrichtige Rechtsanwendung oder eine offensichtlich 
unrichtige Feststellung des Sachverhaltes geltend gemacht werden (Art. 320 ZPO).

3.1. Der Beschwerdeführer macht geltend, von seinem Barvermögen im Umfang 
von CHF 40'000.00 gemäss Steuererklärung 2023 würden CHF 15'120.00 auf eine 
unpfändbare Integritätsentschädigung und CHF 29'803.90 auf das im Februar 2021 
aufgelöste Freizügigkeitskonto Swisscanto entfallen. Mit dem Geld aus dem 
Freizügigkeitskonto habe er der C._____, deren Geschäftsführer er seit deren 
Gründung sei, Darlehen gewährt, um Liquiditätsengpässe zu überwinden. Dadurch 
habe er seinen Arbeitsplatz und sein Einkommen gesichert, ohne auf 
Ergänzungsleistungen angewiesen zu sein. Er werde im Februar 2025 69 Jahre alt, 
arbeite also seit bald vier Jahren über das Pensionsalter hinaus. Ausserdem habe 
ihm die C._____ das Darlehen inzwischen zurückbezahlt (act. B.5). Beim 
verbleibenden Darlehen handle es sich um das Geld der Integritätsentschädigung 
(act. A.1, S. 2 f.).

Demgegenüber hat die Vorinstanz die gesamte Kapitalabfindung aus dem 
Freizügigkeitskonto in Höhe von CHF 22'266.69 als neues Vermögen qualifiziert, 
weil der Beschwerdeführer dieses wiederholt als Darlehen für die C._____ 
verwendet habe, in der er als Geschäftsführer tätig sei, um damit Forderungen für 
die Gesellschaft zu begleichen. Damit habe der Beschwerdeführer die 
Kapitalabfindung mit seinem übrigen Vermögen vermischt und es zweckwidrig nicht 
für seinen Unterhalt genutzt (act. B.1, E. 3.6.2).

3.2. Gemäss Art. 265 Abs. 2 SchKG kann gestützt auf einen 
Konkursverlustschein nur eine neue Betreibung eingeleitet werden, wenn der 
Schuldner zu neuem Vermögen gekommen ist. Das Gesetz definiert den Begriff des 
neuen Vermögens nicht. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung bezweckt 
Art. 265 Abs. 2 SchKG, dass der Schuldner sich von seinem Konkurs finanziell 
erholen und sich eine neue Existenz aufbauen, d.h. sich in wirtschaftlicher und 
sozialer Hinsicht erholen kann, ohne ständig den Betreibungen von Gläubigern, die 
im Konkurs zu Verlust gekommen sind, ausgesetzt zu sein. Der Schuldner muss 

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somit neue Aktiven erworben haben, denen keine neuen Passiven 
gegenüberstehen, d.h. neue Netto-Aktiven. Das Erwerbseinkommen kann ein 
neues Netto-Aktivum darstellen, wenn es den für den Schuldner erforderlichen 
Betrag zur Führung eines standesgemässen Lebens überschreitet und ihm 
ermöglicht, Ersparnisse zu bilden. Es reicht daher nicht aus, dass der Schuldner 
über Einkünfte verfügt, die höher sind als das Existenzminimum gemäss Art. 93 
SchKG, er muss auch eine standesgemässe Lebenshaltung führen und zudem 
sparen können. Umgekehrt ist zu vermeiden, dass der Schuldner seine Einkünfte 
zum Nachteil seiner vormaligen Gläubiger unter dem Deckmantel der Einrede 
mangelnden neuen Vermögens verschwendet. Welches der für den Schuldner 
konkret erforderliche Betrag ist, um einen standesgemässen Lebensunterhalt zu 
bestreiten, liegt im Ermessen des Richters (BGE 135 III 424 E 2.1 m.w.H., in: Pra 
2010 Nr. 21).

Sobald sie fällig sind, sind die Renten und Kapitalleistungen der beruflichen 
Vorsorge (2. Säule und Säule 3a) beschränkt pfändbar (Art. 93 Abs. Abs. 1 SchKG) 
und arrestierbar. Sie können daher gepfändet werden, soweit sie das 
Existenzminimum überschreiten. Dies ist insbesondere der Fall bei den in 
Anwendung von Art. 16 Abs. 1 FZV, als Rente oder Kapital, ausbezahlten 
Altersleistungen. Die in der Form von Kapital ausbezahlte Vorsorgeleistung ist nur 
in der Höhe des verfügbaren Teils des Kapitals pfändbar, der einer hypothetischen 
monatlichen Leibrente nach Abzug des nicht durch die anderen Einkünfte 
gedeckten Existenzminimums während eines Jahres entspricht (Art. 93 Abs. 2 
SchKG; BGE 148 III 232 E. 6.2.2 m.w.H., in: Pra 2023 Nr. 21).

Ob allerdings der mit Art. 93 SchKG bezweckte Sozialschutz auch dann noch 
vorliegt, wenn der Schuldner die Kapitalabfindungssumme mit seinem übrigen 
Vermögen vermischt hat oder auf andere Weise zu erkennen gibt, dass er es 
zweckwidrig nicht für seinen Unterhalt zu verwenden gedenkt, ist dem 
Bundesgericht als fraglich erschienen (Urteil des Bundesgerichts 5A_338/2019 vom 
23. September 2019 E. 6.2.1 m.H.). Der Umstand, dass eine Kapitalabfindung in 
Bankguthaben und Wertschriften angelegt worden ist, vermag in keiner Weise 
darzutun, der Schuldner wolle die Kapitalabfindung anders als für seinen künftigen 
Unterhalt verwenden. Es handelt sich vielmehr um eine gängige Anlageform für 
Vermögenswerte, die dem zukünftigen Unterhalt dienen und deshalb einerseits 
einen angemessenen Ertrag abwerfen und andererseits leicht verfügbar sein sollen 
(BGE 115 III 45 E. 1c).

Unter dem Begriff des neuen Vermögens i.S.v. Art. 265 SchKG fallen nicht alle 
Aktiven, die nicht unter Art. 92 und Art. 93 SchKG fallen und damit pfändbar und 

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verwertbar wären. Dem ehemaligen Gemeinschuldner ist mehr zu belassen, als für 
die Deckung des betreibungsrechtlichen Notbedarfs notwendig ist. Für den 
Wiederaufbau einer neuen Existenz und für die wirtschaftliche Erholung des 
Schuldners ist ihm das unbeschränkt zu überlassen, was er für den 
standesgemässen Lebensunterhalt benötigt. Der Entscheid darüber liegt 
weitgehend im Ermessen des Richters (WÜST, Die Geltendmachung der 
Konkursverlustforderung, 1983, S. 104; vgl. BGE 99 Ia 19 E. 3; 109 III 93 E. 1).

Im Rahmen der Klage nach Art. 265a Abs. 4 SchKG muss der Schuldner sämtliche 
Tatsachen nachweisen, aus welchen er das Nichtvorhandensein neuen Vermögens 
ableiten will, insbesondere muss er positive Sachumstände aufzeigen, aus denen 
gefolgert werden kann, dass er insgesamt betrachtet über keine neuen Aktiven oder 
kein neues Einkommen verfügt (FÜRSTENBERGER, Einrede des mangelnden und 
Feststellung neuen Vermögens nach revidiertem Schuldbetreibungs- und 
Konkursgesetz, 1999, S. 113 m.w.H.).

3.3. Dass die Integritätsentschädigung von CHF 15'120.00 unpfändbar i.S.v. 
Art. 92 Ziff. 9 SchKG ist, hat bereits die Vorinstanz festgestellt (act. B.2, E. 3.5.2; 
act. B.3) und ist daher vorliegend nicht mehr strittig.

Inwiefern bezüglich der Kapitalabfindungssumme aus der Vorsorge eine 
Vermischung mit dem übrigen Vermögen des Beschwerdeführers stattgefunden 
haben soll, erörtert die Vorinstanz nicht im Detail. Ein Verschieben von seinen 
Konten auf die Konten der C._____ ist grundsätzlich keine Vermischung von 
Vermögen des Beschwerdeführers. Denn die C._____ ist eine andere Person als 
der Beschwerdeführer.

Was die Kapitalabfindungssumme betrifft, so geht aus den Akten hervor, dass 
Anfang Februar 2021 eine Summe von CHF 29'803.90 fällig und ausbezahlt wurde 
(act. B.4B). Die Integritätsentschädigung von CHF 15'120.00 wurde im Jahre 2013 
verfügt und ausbezahlt. Wie bereits die Vorinstanz festgestellt hat, hat der 
Beschwerdeführer von der Kapitalabfindungssumme aus Vorsorge bisher kaum 
etwas verbraucht. Es kann daher grundsätzlich nicht von einer zweckfremden 
Verwendung der Kapitalabfindungssumme die Rede sein. Denn auch bei einer 
Wertanlage der Kapitalabfindungssumme wäre beim Beschwerdeführer, der 69 
Jahre alt ist, ein gewisser Vermögensverzehr naheliegend, um 
Lebenshaltungskosten zu decken. Die Vorinstanz wirft dem Beschwerdeführer vor, 
die Kapitalabfindungssumme wiederholt als Darlehen für die C._____, deren 
alleiniger Geschäftsführer er seit bald 20 Jahren ist, verwendet zu haben, um 
Forderungen für die Gesellschaft zu begleichen. Das Darlehen an die C._____ ist 

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auch im Wertschriften- und Guthabenverzeichnis der Steuererklärung 2023 des 
Beschwerdeführers aufgeführt (RG-act. III./1/12 [225-2024-65]). Wie aus dem 
Protokoll der Hauptverhandlung vor der Vorinstanz hervorgeht, wurde die C._____ 
im Jahre 2005 extra gegründet, damit der Beschwerdeführer unter deren Dach 
"mehr oder weniger selbständig fungieren konnte" (RG-act. VII./1, S. 5). Aus dem 
aktuellen Handelsregisterauszug (Zefix-Abfrage: Stand vom 17. März 2025) ist, wie 
bereits erwähnt (oben E. 2.2.1), ersichtlich, dass der Beschwerdeführer seit der 
Gründung der C._____ im Jahre 2005 deren alleiniger Geschäftsführer, aber nicht 
deren Gesellschafter ist. Gemäss den Angaben des Beschwerdeführers schiebt er 
sein Guthaben, bestehend aus der Integritätsentschädigung und der 
Kapitalabfindung, zwischen der GmbH und seinen privaten Konten je nach Bedarf 
hin und her, um Kreditoren der GmbH zu bezahlen (RG-act. VII./1, S. 6). Das 
Darlehen an die C._____ stellt eine Forderung gegenüber der GmbH dar, welche 
als Surrogat der Kapitalsumme ebenfalls beschränkt pfändbar ist. Weil der 
Beschwerdeführer alleiniger Geschäftsführer der C._____ ist, kann er jederzeit über 
diese Summe verfügen und das Darlehen wieder an sich selbst zurückzahlen, was 
er gemäss eigenen Angaben auch macht (RG-act. VII./1, S. 6 f.). Seine Darstellung, 
dass ihm die Kapitalabfindungssumme als Liquiditätshilfe dient, um das Geschäft 
der C._____ am Leben zu erhalten und damit sein Erwerbseinkommen zu 
garantieren, erscheint nachvollziehbar, zumal er im Jahre 2023 neben der AHV 
auch ein Einkommen aus seiner Tätigkeit bei der C._____ versteuert hat (RG-
act. III./1/12 [225-2024-65]; RG-act. III./1/13 [225-2024-65]). Auch die Vorinstanz 
geht davon aus, dass er als Geschäftsführer der C._____ im Jahre 2023 ein 
monatliches Einkommen von CHF 1'966.00 erwirtschaftet hat, und legt diesen Lohn 
der Bedarfsberechnung zugrunde (s. act. B.2, E. 3.3.2 und E. 3.3.4). Es ist zudem 
fraglich, ob der Beschwerdeführer bei einer Wertanlage der 
Kapitalabfindungssumme denselben "Anlageerfolg" in Form eines monatlichen 
Einkommens von CHF 1'966.00 vorweisen könnte bzw. im Jahre 2023 hätte 
vorweisen können. Unter diesen Umständen ist entgegen der Ansicht der 
Vorinstanz nicht der Schluss zu ziehen, der Beschwerdeführer wolle die Summe 
anders als für seinen künftigen Unterhalt benützen. Vielmehr dienen die 
Liquiditätshilfen an die C._____ dazu, dass der Beschwerdeführer wie bei einer 
Leibrente monatliche Einkünfte erzielt, die zur Deckung seiner 
Lebenshaltungskosten beitragen und folglich wie eine Leibrente nur insoweit als 
neues Vermögen angerechnet werden können, als sie eine standesgemässe 
Lebensführung übersteigen. Zwar handelt es sich bei der zeitweiligen 
Darlehensgewährung nicht um eine gängige Anlageform für Vermögenswerte. 
Nichtsdestotrotz dienen die Darlehensgewährungen an die C._____ der 
Generierung von zukünftigem Unterhalt, haben im Jahre 2023 mit einem 

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monatlichen Einkommen von CHF 1'966.00 einen angemessenen Ertrag 
abgeworfen und sind in dem Sinne leicht verfügbar, als dass der Beschwerdeführer 
die der C._____ gewährten Darlehen wieder an sich selbst zurückzahlen kann (vgl. 
BGE 115 III 45 E. 1c). Zudem entspricht es dem Zweck von Art. 265 f. SchKG, dem 
Schuldner den Aufbau einer neuen Existenz und eine wirtschaftliche Erholung zu 
ermöglichen.

Folglich ist auf die Berechnung der Vorinstanz zum hypothetischen Vermögen in 
den letzten zwölf Monaten vor Einleitung der Betreibung abzustellen, wonach das 
vom Beschwerdeführer generierte Einkommen (unter Einbezug des Lohnes als 
Geschäftsführer der C._____) CHF 3'946.00 beträgt und sein Bedarf (unter 
Einbezug eines Zuschlages) CHF 3'823.95, somit ein monatlicher Überschuss von 
CHF 122.05, insgesamt CHF 1'464.60, bleibt (act. B.2, E. 3.3.4). Die 
Kapitalabfindung aus Vorsorge kann nicht zusätzlich angerechnet werden, weil sie 
in Form des als Geschäftsführer der C._____ bezogenen Lohns (vergleichbar einer 
Leibrente) bereits in die Einkommensberechnung eingeflossen ist. Folglich kann der 
Entscheid der Vorinstanz bezüglich des Einbezugs der Kapitalabfindung aus 
Vorsorge nicht geschützt werden und ist aufzuheben.

3.4.1. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Beschwerde teilweise 
gutgeheissen wird. Im Umfang von CHF 1'464.60 ist vom Vorliegen neuen 
Vermögens auszugehen (E. 2.1.3; s. act. B.1, E. 3.3.5). In diesem Umfang ist der 
Rechtsvorschlag nicht zu bewilligen. Weil die Streitsache spruchreif ist, ist der 
vorinstanzliche Entscheid entsprechend anzupassen (Art. 327 Abs. 3 lit. b ZPO).

4. Kosten

4.1. Hat keine Partei vollständig obsiegt, so werden die Prozesskosten 
(Gerichtskosten und Parteientschädigung: Art. 95 Abs. 1 ZPO) nach dem Ausgang 
des Verfahrens verteilt (Art. 106 Abs. 2 ZPO).

Vorliegend beträgt der Streitwert CHF 2'793.80 (act. B.2, E. 1.2). Entsprechend 
dem Aufwand ist für das vorliegende Beschwerdeverfahren eine Entscheidgebühr 
von CHF 500.00 angemessen, zumal die Gegenpartei keine Beschwerdeantwort 
eingereicht hat. Der Beschwerdeführer hat zur Hälfte obsiegt. Entsprechend sind 
die Gerichtskosten in Höhe von CHF 500.00 auf beide Parteien aufzuteilen und jede 
hat CHF 250.00 zu tragen.

Entsprechend sind auch die Gerichtskosten des vorinstanzlichen Verfahrens von 
CHF 1'000.00 hälftig auf beide Parteien zu verteilen.

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4.2. Die Berechnung der Parteientschädigung erfolgt nach der sog. Quoten- bzw. 
Bruchteilsverrechnung. Nach der Methode der Quoten- bzw. Bruchteilsverrechnung 
wird zunächst das anteilsmässige Unterliegen und Obsiegen ermittelt. Die 
Bruchteile bzw. Quoten des jeweiligen Obsiegens beider Parteien werden sodann 
gegenseitig verrechnet. Die mehrheitlich obsiegende Partei erhält als 
Parteientschädigung schliesslich die mit der Differenz der verrechneten Bruchteile 
bzw. Quoten multiplizierte Honorarforderung (Urteil des Kantonsgerichts von 
Graubünden ZK2 19 14/16 vom 29. Juni 2020 E. 4.3; Urteil des Kantonsgerichts 
von Graubünden ZK1 14 115 vom 17. September 2015 E. 15b).

Da beide Parteien zur Hälfte obsiegt haben, sind keine Parteientschädigungen 
zuzusprechen. Weil die Beschwerdegegnerin sich im Beschwerdeverfahren nicht 
vernehmen liess, ist zudem unklar, ob sie überhaupt vertreten war.

4.3.1. Für Verfahren, die am 1. Januar 2025 rechtshängig waren, gilt Art. 111 ZPO 
in der altrechtlichen Fassung (Art. 407f ZPO e contrario), die vor dem 1. Januar 
2025 galt. Demzufolge werden die Gerichtskosten mit den geleisteten Vorschüssen 
der Parteien verrechnet. Ein Fehlbetrag wird von der kostenpflichtigen Person 
nachgefordert (Art. 111 Abs. 1 aZPO). Die kostenpflichtige Partei hat der anderen 
Partei die geleisteten Vorschüsse zu ersetzen sowie die zugesprochene 
Parteientschädigung zu bezahlen (Art. 111 Abs. 2 aZPO).

4.3.2. Der Beschwerdeführer hat dem Obergericht einen Kostenvorschuss von 
CHF 1'000.00 geleistet hat. Die Gerichtskosten von CHF 500.00 sind damit zu 
verrechnen. Die restlichen CHF 500.00 sind dem Beschwerdeführer 
zurückzuzahlen. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer die 
CHF 250.00, die er zu viel bezahlt hat, zurückzuerstatten.

4.3.3. Der Beschwerdeführer hat der Vorinstanz einen Kostenvorschuss von 
CHF 1'500.00 geleistet. Die Gerichtskosten des vorinstanzlichen Verfahrens von 
CHF 1'000.00 sind damit zu verrechnen. Die restlichen CHF 500.00 sind dem 
Beschwerdeführer vom Kanton Graubünden zurückzuerstatten.

Die Beschwerdegegnerin muss dem Beschwerdeführer die von ihm zu viel 
bezahlten Gerichtskosten in Höhe von CHF 500.00 zurückerstatten.

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Es wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen.

2. Ziffern 1-4 des Entscheids des Einzelrichters am Regionalgericht Plessur 
vom 17. September 2024 werden aufgehoben und durch folgenden 
Entscheid ersetzt:

a. Die Klage von A._____ wird teilweise gutgeheissen.

b. Es wird festgestellt, dass A._____ in der Betreibung Nr. Z.1._____ des 
Betreibungsamtes Plessur (Zahlungsbefehl vom 4. März 2024) im 
Umfang von CHF 1'464.60 der in Betreibung gesetzten Forderung im 
Betrag von CHF 3'158.80 zu neuem Vermögen gekommen ist.

c. Der Rechtsvorschlag in der Betreibung Nr. Z.1._____ des 
Betreibungsamtes Plessur (Zahlungsbefehl vom 4. März 2024) wegen 
fehlenden neuen Vermögens wird im Umfang von CHF 1'694.20 
bewilligt.

d. Die Gerichtskosten von CHF 1'000.00 gehen je zur Hälfte zulasten 
von A._____ und der B._____.

e. Die Gerichtskosten von CHF 1'000.00 werden mit dem von A._____ 
geleisteten Vorschuss von CHF 1'500.00 verrechnet. Die Differenz 
von CHF 500.00 wird ihm durch den Kanton Graubünden erstattet.

f. Die B._____ hat A._____ die von ihm zu viel bezahlten Gerichtskosten 
in Höhe von CHF 500.00 zurückzuerstatten.

g. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.

3. Die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens in Höhe von CHF 500.00 
werden je hälftig A._____ und der B._____ auferlegt.

Die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens von CHF 500.00 werden mit 
dem von A._____ dem Obergericht geleisteten Kostenvorschuss von 
CHF 1'000.00 verrechnet. Die restlichen CHF 500.00 werden A._____ durch 
den Kanton Graubünden zurückerstattet.

Die B._____ hat A._____ für die zu viel bezahlten Gerichtskosten 
CHF 250.00 zurückzuerstatten.

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4. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Parteientschädigungen 
zugesprochen.

5. [Rechtsmittelbelehrung] 

6. [Mitteilung an:]