# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f6a75345-080e-57e7-99cb-5c185d077afa
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-06-05
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 05.06.2020 200 2019 396
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2019-396_2020-06-05.pdf

## Full Text

200 19 396 UV
LOU/SVE/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 5. Juni 2020

Verwaltungsrichter Loosli, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Kölliker, Verwaltungsrichter Schwegler
Gerichtsschreiberin Schwitter

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführer

gegen

Suva
Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 24. April 2019

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Juni 2020, UV/2019/396, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1982 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) war 
über seinen Arbeitgeber obligatorisch bei der Schweizerischen Unfallversi-
cherungsanstalt (Suva bzw. Beschwerdegegnerin) unfallversichert, als er 
gemäss Schadenmeldung (Akten der Suva [act. IIA] 1) am 11. März 2017 
beim Skifahren stürzte und sich dabei an der linken Schulter verletzte. Die 
Suva anerkannte ihre Leistungspflicht und erbrachte die gesetzlichen Versi-
cherungsleistungen in Form von Heilbehandlung und Taggeld (act. IIA 3 f.). 
Nach Beizug verschiedener Arztberichte und Einholen einer Stellungnahme 
(act. IIA 20) beim Suva-Kreisarzt Dr. med.  C.________, Facharzt für Or-
thopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, stellte 
die Suva mit formlosem Schreiben vom 11. Mai 2018 (act. IIA 22) die Leis-
tungen per 11. Mai 2018 ein. Nachdem der Versicherte darum ersucht hatte, 
auf den formlosen Entscheid zurückzukommen und die Leistungen nicht ein-
zustellen, holte die Suva erneut eine Aktenbeurteilung bei 
Dr. med. C.________ ein (act. IIA 45). Mit Verfügung vom 19. Dezember 
2018 (act. IIA 48) schloss sie den Fall per 11. Mai 2018 ab und stellte die 
Versicherungsleistungen auf diesen Zeitpunkt ein. Die D.________ AG, bei 
welcher der Versicherte obligatorisch krankenpflegeversichert war, erhob mit 
Schreiben vom 16. Januar 2019 (act. IIA 50) vorsorglich Einsprache, welche 
sie jedoch mit E-Mail vom 4. März 2019 (act. IIA 55) zurückzog. Die gegen 
die Verfügung vom 19. Dezember 2018 (act. IIA 48) erhobene Einsprache 
des Versicherten (act. IIA 51) wies die Suva mit Entscheid vom 24. April 
2019 (act. IIA 58) ab. 

B.

Hiergegen erhob der Versicherte, vertreten durch die E.________ AG, 
lic. iur F.________, mit Eingabe vom 22. Mai 2019 vorsorglich und summa-
risch Beschwerde und beantragte, nach weiteren Abklärungen seien ihm die 
gesetzlichen Leistungen auszurichten. Weiter ersuchte er um angemessene 

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Frist zur Einreichung einer ausführlichen Beschwerde oder zum Beschwer-
derückzug nach Einsichtnahme in die Suva-Akten, welche mit Schreiben 
vom 16. Mai 2019 bei der Gegenpartei erbeten worden seien.

Mit prozessleitender Verfügung vom 24. Mai 2019 lehnte der Instruktions-
richter den Antrag um Gewährung einer Nachfrist zur Ergänzung der Be-
schwerde ab.

Am 17. Juni 2019 ging eine weitere Eingabe vom 14. Juni 2019 des Be-
schwerdeführers, vertreten durch Rechtsanwalt B.________, ein.

Mit Beschwerdeantwort vom 23. August 2019 schloss die Beschwerdegeg-
nerin auf Abweisung der Beschwerde.

Die Parteien hielten mit Replik vom 26. September 2019 und Duplik vom 
28. Oktober 2019 an den gestellten Rechtsbegehren fest.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des Ver-
waltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 6. Ok-
tober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträgen 
nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt und hat 
ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er zur Be-
schwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist gegeben 
(Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 ATSG) sowie 

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Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des kantonalen Ge-
setzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege [VRPG; BSG 
155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 24. April 
2019 (act. IIA 58.). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf Leistungen der 
obligatorischen Unfallversicherung im Zusammenhang mit dem Ereignis 
vom 11. März 2017 und dabei insbesondere, ob die Beschwerdegegnerin die 
vorübergehenden Leistungen zu Recht per 11. Mai 2018 einstellte. 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend aus 
drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; Art. 80 
lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversiche-
rung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines Nichtbe-
rufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 des Bundesge-
setzes vom 20. März 1981 über die Unfallversicherung [UVG; SR 832.20]). 
Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines 
ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine 
Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit 
oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG).

2.2 Der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung 
setzt nebst anderem einen natürlichen und adäquaten Kausalzusammen-
hang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus (BGE 
129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181; SVR 2018 UV Nr. 3 S. 9 E. 3.1, 2012 UV 
Nr. 2 S. 6 E. 3.1).

2.2.1 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle 
Umstände, ohne die der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht 
als in der gleichen Weise bzw. nicht als zur gleichen Zeit eingetreten gedacht 

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werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des 
natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die al-
leinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, 
dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die 
körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt 
hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass 
auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele ("conditio sine qua 
non"; BGE 142 V 435 E. 1 S. 438, 129 V 177 E. 3.1 S. 181; SVR 2019 IV Nr. 
9 S. 26 E. 3.1; Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 21. September 
2018, 8C_781/2017, E. 5.1).

Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen 
Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, 
worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der 
ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht 
üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden 
hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhanges genügt für die Begrün-
dung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 142 V 435 E. 1 S. 438, 129 V 
177 E. 3.1 S. 181; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang 
muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursa-
chen eines Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversicherungsrecht all-
gemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nach-
gewiesen sein. Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ur-säch-
licher Auswirkungen des Unfalles genügt nicht. Da es sich hierbei um eine 
anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweislast - anders als bei 
der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang 
gegeben ist - nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversi-
cherer (BGE 146 V 51 E. 5.1 S. 56).

2.2.2 Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursa-
che eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der 
Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen 
Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Er-
folges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 
V 177 E. 3.2 S. 181, 125 V 456 E. 5a S. 461; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 122 E. 

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5.2). Bei organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen deckt sich die 
adäquate Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die 
Adäquanz hat hier praktisch keine selbstständige Bedeutung (BGE 140 V 
356 E. 3.2 S. 358; SVR 2018 UV Nr. 3 S. 10 E. 3.1). 

2.3 Gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG erbringt die Versicherung ihre Leistungen 
auch bei folgenden Körperschädigungen, sofern sie nicht vorwiegend auf 
Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen sind: Knochenbrüche (lit. a), 
Verrenkungen von Gelenken (lit. b), Meniskusrisse (lit. c), Muskelrisse (lit. d), 
Muskelzerrungen (lit. e), Sehnenrisse (lit. f), Bandläsionen (lit. g), Trommel-
fellverletzungen (lit. h).

Nach Meldung einer Listenverletzung gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG hat der Un-
fallversicherer die genauen Begleitumstände abzuklären. Ist die Listenver-
letzung auf ein Unfallereignis im Sinne von Art. 4 ATSG zurückzuführen, so 
ist der Unfallversicherer solange leistungspflichtig, bis der Unfall nicht mehr 
die natürliche und adäquate Ursache darstellt, der Gesundheits-schaden 
also nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht (BGE 
146 V 51 E. 9.1 S. 70). Bei fehlendem natürlichem Kausalzusammenhang 
zwischen einem Unfallereignis im Sinne von Art. 4 ATSG und einer Körper-
schädigung nach Art. 6 Abs. 2 UVG erübrigt sich eine Prüfung der Leistungs-
pflicht nach Art. 6 Abs. 2 UVG, jedenfalls solange kein anderes initiales Er-
eignis als Verletzungsursache in Frage kommt (BGE 146 V 51 E. 9.2 S. 70 
f.).

2.4 Der Unfallversicherer hat den Fall unter Einstellung von Heilbehand-
lung und Taggeld sowie Prüfung des Anspruchs auf Invalidenrente und Inte-
gritätsentschädigung abzuschliessen, wenn von der Fortsetzung der ärztli-
chen Behandlung keine namhafte Besserung des Ge-sundheitszustandes 
mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der 
Invalidenversicherung abgeschlossen sind (Art. 19 Abs. 1 UVG; BGE 143 V 
148 E. 3.1.1 S. 151, 137 V 199 E. 2.1 S. 201). 

2.5 Zur Klärung der Leistungspflicht des Unfallversicherers ist die Ver-
waltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, 
die Ärzte und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stel-

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len haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszu-
stand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen (vgl. BGE 140 V 193 E. 
3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2018 IV Nr. 27 S. 87 E. 4.2.1).

3.

3.1 Aufgrund der Akten erstellt und von den Parteien unbestritten ist, 
dass der Beschwerdeführer am 11. März 2017 beim Skifahren stürzte und 
sich dabei eine Prellung an der linken Schulter zuzog (vgl. Schadenmeldung 
vom 21. März 2017 [act. IIA 1]), wodurch er einen Unfall im Rechtssinne 
(E. 2.1 hiervor) erlitt. Die Beschwerdegegnerin hat denn auch entsprechende 
Versicherungsleistungen erbracht, insbesondere kam sie für die Behandlung 
vor allem in Form von Physiotherapie auf (vgl. act. IIA 3 f.). Umstritten ist je-
doch die Rechtmässigkeit der Einstellung der Versicherungsleistungen per 
11. Mai 2018 (act. IIA 48, 58 S. 4 Ziff. 3 f.). Aus den medizinischen Unterla-
gen ergibt sich hierzu das Folgende:

3.1.1 In der Verordnung zur Physiotherapie vom 31. März 2017 (act. IIA 6) 
diagnostizierte Dr. med.  G.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medi-
zin, eine Schulterdistorsion am 11. März 2017 mit persistierenden Schmer-
zen (Impingement) und Nackenbeschwerden links. Ziel der Behandlung sei 
eine Analgesie sowie eine Entzündungshemmung und eine Verbesserung 
der Gelenkfunktion.

3.1.2 In der Verordnung zur Physiotherapie vom 23. Mai 2017 (act. IIA 7) 
führte derselbe Arzt die gleichen Diagnosen auf, wobei das Ziel der Behand-
lung eine Verbesserung der Gelenksfunktion sowie eine Verbesserung der 
Muskelfunktion sei. 

3.1.3 Im Bericht des Röntgeninstituts H.________ vom 30. August 2017 
(act. IIA 13) hielten die Dres. med.  I.________, Facharzt für Radiologie, und 
J.________, Facharzt für Radiologie, in den Segmenten HWK 3/4 und HWK 
4/5 initiale Diskusdegenerationen fest. Sonst liege ein Normalbefund vor. Es 
gebe keine Anhaltspunkte für eine Fraktur, eine Diskushernie oder eine Wur-
zelkompression.

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3.1.4 Im ärztlichen Zwischenbericht vom 9. Dezember 2017 (act. IIA 14) 
diagnostizierte Dr. med. G.________ einen Skiunfall am 11. März 2017 mit 
einer Halswirbelsäulen- (HWS-) Distorsion und eine Schulterkontusion links. 
Der Beschwerdeführer sei durch einen anderen Skifahrer touchiert worden 
und dabei auf den Rücken gestürzt. J.________ danach hätten Schmerzen 
an der linken Schulter und Nackenschmerzen eingesetzt. Initial habe eine 
deutliche Einschränkung der Schulterbeweglichkeit, speziell betreffend Aus-
senrotation und Abduktion, bestanden. Zum Frakturausschluss sei die 
Schulter links geröntgt worden. Unter nichtsteroidalen Antirheumatika 
(NSAR) und Physiotherapie sei eine Besserung eingetreten, jedoch bestün-
den zunehmend Schmerzen auch im Nackenbereich. Bei fehlender weiterer 
Besserung sei eine zusätzliche Behandlung beim Chiropraktiker erfolgt. We-
gen Beschwerderesistenz sei Ende August 2017 eine Magnetresonanzto-
mographie (MRI) der HWS veranlasst worden. Weiterhin sei die Beweglich-
keit der HWS eingeschränkt: Rotation nach links bis 45, painful arc der linken 
Schulter ab 150. Die Behandlung sei weiter mit Physiotherapie und einem 
Versuch mit niedrig dosiertem Saroten erfolgt (ohne Effekt). Unter Osteopa-
thie sei anschliessend eine leichte Besserung eingetreten. Es bestünden 
weiterhin Schmerzen im Nacken und der linken Schulter (Visuelle Analogs-
kala [VAS] 1-3).

3.1.5 Im Bericht vom 23. März 2018 (act. IIA 18) über das rheumatologi-
sche Konsilium diagnostizierte Dr. med. K.________, Facharzt für Allge-
meine Innere Medizin und Rheumatologie, Schulter-, Nacken-, Armschmerz 
links sowie eine Unterflächenruptur der Supraspinatussehne links nach 
Schulterkontusion anlässlich eines Skiunfalls am 11. März 2017 (S. 1). Der 
Ultraschall sei dahingehend zu beurteilen, dass eine diskrete Tendinopathie 
mit umschriebener Unterflächenruptur in der ventralen Portion der Supraspi-
natussehne links sowie eine leichte knöcherne Unregelmässigkeit mit diskre-
ter Impression der ventralen Humeruskopfkontur und der Subscapularis-
sehne bestünden (S. 2). Erklärend für die aktuell anhaltenden Beschwerden 
mit Verspannung des Supraspinatusmuskelbauchs sei die umschriebene, 
nur ventral darstellbare Unterflächenruptur der Supraspinatussehne. Funkti-
onell sei die Supraspinatussehne intakt. Ganz offensichtlich sei es dem Be-
schwerdeführer bisher nicht gelungen, die umschriebene Sehnenläsion funk-

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tionell genügend zu kompensieren. Die diskrete Impression der Humerus-
kopfkontur ventral sei wahrscheinlich eine ältere Geschichte und erkläre ins-
besondere das aktuelle Beschwerdebild nicht. Um die muskuläre Kompen-
sation des umschriebenen Sehnendefekts zu verbessern, müsse ein Schul-
terrehabilitationsprogramm mit Übungen gemäss dem San-Antonio-Pro-
gramm erlernt und konsequent zwei bis drei Mal pro Woche über viele Mo-
nate durchgeführt werden, damit sich die Balance des Muskelspiels im 
Schultergürtel verbessere und die Verspannungen der Supraspinatusmus-
kulatur lindere (S. 2).

3.1.6 Dr. med. C.________ hielt in der versicherungsmedizinischen Beur-
teilung vom 7. Mai 2018 (act. IIA 20) fest, die Unterflächenläsion der Supra-
spinatussehne gelte in der Fachliteratur als rein degenerative Veränderung 
und sei keinesfalls unfallkausal. Somit sei es bei dem geltend gemachten 
Ereignis nicht zu einer richtunggebenden strukturellen Unfallfolge an der Ro-
tatorenmanschette gekommen. Eine weitere Behandlung von Unfallfolgen 
an der Schulter sei nicht indiziert.

3.1.7 In der Verordnung zur Physiotherapie vom 23. März 2018 
(act. IIA 26) diagnostizierte Dr. med. K.________ eine Unterflächenläsion 
resp. -ruptur der Supraspinatussehne links. Ziel der Behandlung sei die Ver-
besserung der Muskelfunktion und eine Propriozeption sowie Koordination. 
Als physiotherapeutische Massnahmen führte er eine Instruktion betreffend 
das San Antonio Programm auf.

3.1.8 In der ärztlichen Beurteilung vom 11. Dezember 2018 (act. IIA 45) 
hielt der Suva-Kreisarzt Dr. med. C.________ fest, eine MRI-Untersuchung 
der HWS habe ausschliesslich degenerative Veränderungen ergeben. Rich-
tunggebende strukturelle Unfallfolgen seien nicht festgestellt worden. Am lin-
ken Schultergelenk sei eine Arthrosonographie erfolgt. Hier liesse sich eine 
Unterflächenläsion am Ansatz der Supraspinatussehne links ohne komplet-
ten Kontinuitätsunterbruch darstellen. Weitere Läsionen der Rotatorenman-
schette seien nicht aktenkundig. Es sei ausschliesslich eine konservative 
Therapie erfolgt, die bisher die Schulter- wie Nackenbeschwerden nicht 
vollständig zur Ausheilung gebracht habe. Dem Beschrieb nach sei der Be-
schwerdeführer direkt auf das linke Schultergelenk und zwar auf die Dorsal-
seite gestürzt. Dieser Unfallmechanismus sei nicht geeignet, eine Teilruptur 

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der Supraspinatussehne auszulösen. Der Oberarmkopf mit seiner Rotato-
renmanschette und den vier Einzelsehnen, zu denen auch die Supraspina-
tussehne gehöre, liege bei einer Gewalteinwirkung von hinten gut geschützt 
unter dem Schulterblatt. Dadurch sei ein Riss in der Rotatorenmanschette 
höchst unwahrscheinlich. Bei der Form der Läsion handle es sich zudem um 
eine in der medizinischen Fachliteratur immer wieder beschriebene partial 
articular-sided supraspinatus tendon avulsion- (PASTA) Läsion, welche 
überwiegend durch Degeneration entstehe und nicht durch äussere Gewalt-
einwirkung. Somit habe es sich bei der Schulterverletzung vom 11. März 
2017 um eine reine Kontusion gehandelt, welche bei geeigneter konservati-
ver Therapie innert sechs bis acht Wochen ausheile. An der HWS seien rich-
tunggebende strukturelle Unfallfolgen nicht nachgewiesen. Hingegen 
bestünden trotz des Alters von 35 Jahren zum Unfallzeitpunkt bereits Dis-
kusdegenerationen. Diese seien offenbar bei dem Ereignis erst bemerkbar 
gemacht worden. Allerdings seien diese Signalminderungen der Bandschei-
ben im Segment HWK 3/4 und HWK 4/5 nicht unfallkausal, sondern bereits 
vorbestehend gewesen. Die Kontusion der HWS bzw. des Nackenbereichs 
heile ebenfalls bei geeigneter konservativer Therapie innerhalb von sechs 
bis acht Wochen aus. Eine Behandlung sei unfallbedingt nicht mehr notwen-
dig, da der Vorzustand nach dem Ereignis vom 11. März 2017 nach sechs 
bis acht Wochen erreicht gewesen sei. Somit seien die ersuchten Behand-
lungen nicht mehr unfallkausal. Es handle sich in beiden Fällen um eine vor-
übergehende Verschlimmerung eines Vorzustandes. Bei geeigneter konser-
vativer Therapie sei sowohl an der HWS als auch an der Schulter der Vorzu-
stand innerhalb von sechs bis acht Wochen erreicht gewesen.

3.1.9 Dr. med. C.________ hielt in der kreisärztlichen Beurteilung vom 
22. August 2019 (Beilage zur Beschwerdeantwort [act. II] 1) fest, die Pseu-
doparalyse auch an der Schulter könne diverse Ursachen haben, meist sei 
sie schmerzbedingt. Sie könne aber auch durch die Unterbrechung funkti-
onstragender Strukturen an der Schulter respektive der Rotatorenman-
schette oder unter anderem auch durch eine Nervenläsion hervorgerufen 
werden. Um als Indiz für eine traumatische Ruptur der Rotatorenmanschette 
zu gelten, sei nicht der Zeitpunkt des Eintritts der Pseudoparalyse massge-

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blich, sondern dass die Paralyse nach Rückgang der anfänglichen Schmer-
zen einige Tage nach dem Ereignis fortbestehe. Erst dann könne sie als 
Traumatisierung der Rotatorenmanschette gewertet werden. 

Dr. med. K.________ habe eine Teilläsion der Supraspinatussehne festge-
stellt, welche aber keine Auswirkung auf die Funktion der Sehne habe. In der 
Literatur gelte die PASTA-Läsion als Stressschädigung der Rotatorenman-
schette in der „kritischen Zone“, d.h. im Bereich der posterioren Supraspina-
tussehne und der anterioren Infraspinatussehne. Der Unterflächenver-
schleiss der Rotatorenmanschette sei meist lokalisiert auf die Supraspina-
tussehne und werde in der Literatur mit 13 bis 37 % beschrieben und sei 
damit zwei- bis drei Mal häufiger als die bursaseitigen Läsionen. Zu 20 % 
seien diese Veränderungen symptomlos mit einer Häufigkeit von etwa 4 % 
als Partialläsion bis zum 40. Lebensjahr und etwa 80 % über dem 60. Le-
bensjahr. Symptomlose Unterflächenläsionen der Supraspinatussehne 
seien also unter dem 40. Lebensjahr durchaus möglich, auch wenn der Anteil 
statistisch gesehen sehr gering sei. Es sei jedoch im Einzelfall nicht zulässig, 
aus der Häufigkeit beziehungsweise Seltenheit asymptomatischer Unter-
flächenläsionen Rückschlüsse auf die überwiegende Wahrscheinlichkeit zu 
ziehen. Die statistischen Angaben seien allenfalls ein schwaches Indiz für 
oder gegen eine traumatische Genese.

Entscheidend sei die Tatsache, dass es sich beim Defekt um eine Textur-
störung der Sehne handle, die sukzessive über längere Zeit entstanden sei, 
die Funktion der Supraspinatussehne aber nicht zu beeinflussen vermöge, 
und nicht um einen plötzlichen Riss des Gewebes, der sich wahrscheinlich 
über die ganze Sehnendicke erstreckt hätte. Somit könne im vorliegenden 
Fall von einer vorübergehenden Verschlimmerung eines Vorzustandes aus-
gegangen werden, nicht aber von einer richtunggebenden. Wenn die ana-
mnestischen Angaben als korrekt vorausgesetzt würden, sei die Schädigung 
der Supraspinatussehne durch einen solchen Unfallmechanismus nicht 
möglich. Einzige bildgebende objektivierte Schädigung am Schultergelenk 
sei eine sonographisch festgestellte Unterflächenläsion der Supraspinatus-
sehne (PASTA-Läsion). Diese sei nicht mit überwiegender Wahrscheinlich-
keit auf das geltend gemachte Ereignis zurückzuführen, sondern müsse als 
Degeneration gewertet werden. Gemäss der Aussage von 

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Dr. med. K.________ habe die PASTA-Läsion keine funktionelle Auswirkung 
auf die Supraspinatussehne.

3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, un-
abhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander wi-
dersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne 
das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, 
warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt 
(BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht für 
die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, 
auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten 
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu-
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch-
tet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlaggebend für den 
Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels 
noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stel-
lungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen Inhalt (BGE 143 V 
124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 E. 3a S. 352).

Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweis-
wert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet so-
wie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässig-
keit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem Anstel-
lungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf man-
gelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Gleiches gilt, wenn ein 
frei praktizierender Arzt von einer Versicherung wiederholt für die Erstellung 
von Gutachten beigezogen wird (SVR 2008 IV Nr. 22 S. 70 E. 2.4). Es bedarf 
vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unparteilich-
keit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf 
die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im Sozialversiche-
rungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters allerdings ein 
strenger Massstab anzulegen (BGE 125 V 351 E. 3b ee S. 354).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Juni 2020, UV/2019/396, Seite 13

3.3

3.3.1 Indem die Beschwerdegegnerin die Leistungen per 11. Mai 2018 ein-
stellte, hätte sie grundsätzlich infolge der bis dahin anerkannten Kostenüber-
nahme den geltend gemachten fehlenden bzw. wegfallenden Kausalzusam-
menhang zum Unfall zu beweisen. Indessen stand die hier streitige Schädi-
gung in Form einer PASTA-Läsion der linken Supraspinatussehne bei der 
Anerkennung der Leistungspflicht durch die Beschwerdegegnerin im März 
2017 (act. IIA 4) nicht zur Debatte, sondern einzig, wie nachfolgend aufzu-
zeigen sein wird, eine Prellung der linken Schulter (act. IIA 1), eine Schulter-
distorsion (act. IIA 6 f.) und eine Schulterkontusion (act. IIA 14). Die PASTA-
Läsion der linken Supraspinatussehne wurde erstmals von 
Dr. med. K.________ im März 2018 diagnostiziert (act. IIA 18). Bei dieser 
Konstellation obliegt die Beweislast betreffend die Unfallkausalität der 
PASTA-Läsion der linken Supraspinatussehne entgegen dessen Ansicht 
(Replik S. 2 Ziff. III) dem Beschwerdeführer (vgl. Entscheid des BGer vom 
14. März 2019, 8C_855/2018, E. 3).

3.3.2 Aufgrund der Angaben der ersten Stunde in der Schadenmeldung 
vom 21. März 2017 (act. IIA 1) und damit in Übereinstimmung mit den Aus-
führungen von Dr. med. K.________ vom 23. März 2018 (act. IIA 18), wel-
chen der Beschwerdeführer von sich aus aufsuchte (vgl. act. IIA 31), ist da-
von auszugehen, dass der Beschwerdeführer nach der Touchierung durch 
einen unbekannten Skifahrer auf die linke Schulter stürzte und die Schmer-
zen an dieser Stelle (mit Verzögerung [vgl. act. IIA 14, 18]) auftraten (vgl. 
Replik S. 3 Ziff. III). Zudem litt der Beschwerdeführer an Nacken und Rü-
ckenschmerzen. Dies deckt sich denn auch mit den Verordnungen für die 
Physiotherapie vom 31. März und 23. Mai 2017 durch Dr. med. G.________ 
(vgl. E. 3.1.1 f. hiervor), in denen die Diagnose Schulterdistorsion am 
11. März 2017 - persistierende Schmerzen (Impingement) und Nackenbe-
schwerden links gestellt wurden (act. IIA 6 f.; vgl. auch Röntgenaufnahme 
der linken Schulter vom 13. März 2017 [act. IIA 41]). Dem können auch die 
späteren Angaben desselben Arztes vom 9. Dezember 2019 (act. IIA 14) 
nicht entgegengehalten werden, bei denen er den Unfallhergang mit Sturz 
auf den Rücken nach Touchieren eines anderen Skifahrers beschrieb und 
überdies die bisherige Diagnose hinsichtlich einer HWS-Distorsion und einer 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Juni 2020, UV/2019/396, Seite 14

Schulterkontusion links erweiterte. Überwiegend wahrscheinlich ist folglich 
von einem Sturz auf die linke Schulter auszugehen. Der Beschwerdeführer 
bestreitet dies zwar, gesteht aber gleichzeitig selbst ein, sich nicht an den 
Unfallablauf erinnern zu können (Eingabe vom 14. Juni 2019 S. 2) und legt 
überdies keine Belege vor, die einen anderen Schluss zulassen würden. Mit 
Hinweis auf die im Sozialversicherungsrecht geltende Beweismaxime, wo-
nach die sogenannten spontanen "Aussagen der ersten Stunde" in der Regel 
unbefangener und zuverlässiger sind als spätere Darstellungen, kommt den 
Angaben, die ein Versicherter J.________ nach dem Unfall gemacht hat, 
meistens grösseres Gewicht zu als jenen nach Kenntnis einer Ablehnungs-
verfügung des Versicherers (BGE 121 V 45 E. 2a S. 47). Damit ist gestützt 
auf die Unfallmeldung (act. IIA 1), in welcher eine Prellung der linken Schul-
ter angegeben wurde, überwiegend wahrscheinlich von einem Sturz auf die 
linke Schulter auszugehen. 

3.3.3 Die Beschwerdegegnerin hat sich in dem hier angefochtenen Ein-
spracheentscheid vom 24. April 2019 (act. IIA 58) massgeblich auf die Beur-
teilungen des Suva-Arztes Dr. med. C.________ vom 7. Mai 2018 
(act. IIA 20) und vom 11. Dezember 2018 (act. IIA 45) gestützt. Anders als 
in der Replik vorgebracht (S. 5 f. Ziff. III) erfüllen diese versicherungsrechtli-
chen Beurteilungen von Dr. med. C.________ die von der höchstrichterli-
chen Rechtsprechung an den Beweiswert eines medizinischen Berichts ge-
stellten Anforderungen (vgl. E. 3.2 hiervor). Der Suva-Kreisarzt hat sich in 
seinen Beurteilungen in Kenntnis der medizinischen Vorakten sorgfältig mit 
den gesundheitlichen Einschränkungen des Beschwerdeführers auseinan-
dergesetzt und seine Schlussfolgerungen unter Berücksichtigung der bildge-
benden Untersuchungen getroffen. Er hat zur streitigen Frage umfassend 
Stellung genommen und seine Schlussfolgerung, dass es infolge des Stur-
zes lediglich zu einer vorübergehenden Verschlimmerung eines degenerati-
ven Vorzustandes gekommen sei, eingehend und schlüssig dargelegt. Die 
Ausführungen in den Beurteilungen der medizinischen Zusammenhänge 
sind einleuchtend und die gezogenen Schlussfolgerungen zum Gesund-
heitszustand nachvollziehbar begründet. Daran ändert der Umstand nichts, 
dass es sich um reine Aktenbeurteilungen handelt, zumal vorliegend bei an 
sich feststehendem medizinischem Sachverhalt die direkte fachärztliche Be-
fassung mit der versicherten Person in den Hintergrund rückt (vgl. BGer 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Juni 2020, UV/2019/396, Seite 15

8C_855/2018, E. 6.1). Der Arztbericht ist somit beweiskräftig (vgl. E. 3.2 
hiervor), weshalb darauf abzustellen ist.

So ergab das Röntgen vom 30. August 2017 (vgl. act. IIA 13) in den Seg-
menten HWK 3/4 und HWK 4/5 initiale Diskusdegenerationen und ansonsten 
einen Normalbefund. Dr. med. K.________ hielt anlässlich des Konsiliums 
vom 23. März 2018 (act. IIA 18) als Ursache für die anhaltenden Beschwer-
den in der linken Schulter eine Unterflächenruptur der Supraspinatussehne 
fest, wobei letztere funktionell intakt sei. Der Suva-Kreisarzt 
Dr. med. C.________ schloss sich dieser Beurteilung mit Stellungnahme 
vom 19. April 2018 (act. IIA 20) an, verneinte hingegen eine Unfallkausalität, 
da gemäss Fachliteratur Unterflächenläsionen der Supraspinatussehne als 
rein degenerative Veränderung gälten. Die kreisärztliche Beurteilung vom 
10. Dezember 2018 (act. IIA 45) erfolgte unter Berücksichtigung der Ultra-
schallbilder, welche anlässlich der durch Dr. med. K.________ durchgeführ-
ten Arthro-Sonografie gemacht wurden (act. IIA 34 ff.). In seiner Beurteilung 
(act. IIA 45) erachtete Dr. med. C.________ den erstellten Unfallverlauf - 
Sturz auf das linke Schultergelenk - als nicht geeignet, eine Teilruptur der 
Supraspinatussehne ausgelöst zu haben. So sei ein Riss der Rotatorenman-
schette höchst unwahrscheinlich. Er begründete dies nachvollziehbar und 
einleuchtend damit, dass der Oberarmkopf mit seiner Rotatorenmanschette 
und den vier Einzelsehnen, zu denen auch die Supraspinatussehne gehöre, 
bei einer Gewalteinwirkung von hinten gut geschützt unter dem Schulterblatt 
lägen. Zudem sei von einer PASTA-Läsion auszugehen, welche überwie-
gend durch Degeneration entstehe und nicht durch eine äussere Gewaltein-
wirkung. Somit handle es sich bei der Schulterverletzung vom 11. März 2017 
um eine reine Kontusion, welche bei geeigneter konservativer Therapie in-
nert sechs bis acht Wochen ausheile. An der HWS seien richtunggebende 
strukturelle Unfallfolgen nicht nachgewiesen, hingegen bestünden zum Un-
fallzeitpunkt bereits Diskusdegenerationen, welche sich offenbar erst durch 
das Ereignis bemerkbar gemacht hätten. Die HWS- bzw. Nackenbeschwer-
den seien daher vorbestehend und nicht unfallkausal und heilten bei geeig-
neter Therapie ebenfalls innert sechs bis acht Wochen aus. Mithin sei der 
Vorzustand in beiden Fällen nach einer vorübergehenden Verschlimmerung 
sechs bis acht Wochen nach dem Unfall erreicht gewesen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Juni 2020, UV/2019/396, Seite 16

An dieser Argumentation hält der Suva-Kreisarzt Dr. med. C.________ in 
der anlässlich des Beschwerdeverfahrens erstellten ärztlichen Beurteilung 
vom 22. August 2019 (act. II 1) fest und führt vertieft und bezugnehmend auf 
das Ultraschallbild (Abb. 1) vom 23. März 2018 aus, dass bei der sonogra-
phisch ausgewiesenen Unterflächenläsion der fraglichen Supraspinatus-
sehne links zwar eine Teilläsion bestehe, diese jedoch degenerativ vorbe-
stehend gewesen und durch den Unfall eine vorübergehende aber nicht rich-
tunggebende Verschlimmerung eingetreten sei, wogegen die Schädigung al-
lein durch den erstellten Unfallmechanismus nicht möglich sei. Gestützt auf 
diese Beurteilung sind durch den Unfall objektiv organisch keine Folgen aus-
gewiesen. Vielmehr ist von einer vorübergehenden Verschlimmerung eines 
degenerativ bedingten Vorzustandes auszugehen, welcher jedoch innerhalb 
von sechs bis acht Wochen nach dem Ereignis vom 11. März 2017 wieder 
erreicht wurde.

An dieser Einschätzung vermögen sodann die Eingaben des Beschwerde-
führers keine auch nur geringen Zweifel zu erwecken, bringen sie doch keine 
fachärztlich fallbezogenen Belege ein, sondern verweisen bloss allgemein 
auf Studien (Replik S. 3 Ziff. III; Eingabe vom 14. Juni 2019 S. 2; vgl. Beilage 
zur Eingabe vom 14. Juni 2019 [act. IA] 2 f.). Ebenso sind auch die Hinweise 
auf die Pseudoparalyse nicht fallbezogen (vgl. Replik S. 3 f. Ziff. 3), sondern 
allgemeiner Natur und nicht geeignet, Zweifel an den kreisärztlichen Aus-
führungen zu erwecken, zumal Pseudoparalysen verschiedenster Ätiologie 
sein können und vorliegend denn auch nicht weiter und nachvollziehbar dar-
gelegt wird, welcher Art sie sind und in welchem medizinischen Zusammen-
hang sie mit den geltend gemachten Beschwerden stehen. Daran ändert 
auch der vom Beschwerdeführer geltend gemachte Umstand, wonach er vor 
dem Unfall beschwerde- und schmerzfrei gewesen sei (act. IIA 51), nichts. 
So ist für den Nachweis einer unfallkausalen gesundheitlichen Schädigung 
die Formel "post hoc, ergo propter hoc", nach deren Bedeutung eine gesund-
heitliche Schädigung schon dann als durch einen Unfall verursacht gilt, wenn 
sie nach diesem aufgetreten ist, nicht massgebend (BGE 119 V 335 E. 2b 
bb S. 341; SVR 2016 UV Nr. 24 S. 78 E. 7.2).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Juni 2020, UV/2019/396, Seite 17

3.3.4 Nach dem soeben Dargelegten sind die infolge des Ereignisses vom 
11. März 2017 geklagten Beschwerden höchstens während der darauf fol-
genden sechs bis acht Wochen auf diesen Unfall zurückzuführen. Darüber 
hinaus ist der natürliche Kausalzusammenhang (E. 2.2.1 hiervor) zwischen 
den geklagten Beschwerden und dem Unfall mit überwiegender Wahrschein-
lichkeit zu verneinen. Der Fallabschluss und die Einstellung der vorüberge-
henden Leistungen per 11. Mai 2018 ex nunc et pro futuro sind damit nicht 
zu beanstanden (E. 2.4). 

4. Soweit der Beschwerdeführer eine subsidiäre Leistungspflicht auf-
grund einer Listenverletzung nach Art. 6 Abs. 2 UVG geltend macht, kann 
ihm nicht gefolgt werden (Replik S. 6), ist doch das Ereignis vom 11. März 
2017 als Unfall zu qualifizieren (vgl. E. 2.1 hiervor). Damit ist die Beschwer-
degegnerin nur bis zum Wegfall der Kausalität leistungspflichtig und es erü-
brigt sich eine Prüfung der Leistungspflicht nach Art. 6 Abs. 2 UVG, kommt 
doch kein anderes initiales Ereignis als Verletzungsursache in Frage (vgl. 
E. 2.3 hiervor; BGE 146 V 51 E. 9.1 S. 70).

5. Nach dem Dargelegten erweist sich die Beschwerde als unbegründet 
und ist abzuweisen.

6.

6.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. a ATSG sind 
keine Verfahrenskosten zu erheben.

6.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht kein Anspruch auf eine 
Parteientschädigung (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG [Umkehr-
schluss]).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Juni 2020, UV/2019/396, Seite 18

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Parteien-
tschädigung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- Suva
- Bundesamt für Gesundheit

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-
rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes 
vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.