# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b83d21bc-9e49-50a5-8e0a-367a3be354d8
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-01-11
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 11.01.2018 725 17 318 / 32
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-17-318---32_2018-01-11.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-
rungsrecht 
 
 
vom 11. Januar 2018 (725 17 318 / 32) 
____________________________________________________________________ 
 
 
Unfallversicherung 
 
 
Leistungseinstellung und Überprüfung des Rentenanspruchs / Berechnung des Validen-
einkommens erfolgt in der Regel anhand der zuletzt ausgeübten Erwerbstätigkeit; Aus-
nahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein. 
 
Besetzung Präsidentin Eva Meuli, Kantonsrichter Daniel Noll, Kantonsrichter 

Jgnaz Jermann, Gerichtsschreiberin i.V. Merve Yavuz 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Raffaella Biaggi, Advo-
katin, St. Jakobs-Strasse 11, Postfach 3003, 4002 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 SWICA Versicherungen AG, Rechtsdienst, Römerstrasse 37, Post-
fach, 8401 Winterthur, Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Leistungen 
 
 
 
A.1 Die 1971 geborene A.____ arbeitet seit 2006 als Tagesmutter beim Verein B.____ und 
ist bei der SWICA Versicherungen AG (SWICA) gegen die Folgen von Unfällen versichert. Am 
8. August 2009 erlitt die Versicherte einen Unfall im Hallenbad. Beim Sprung in einen sich im 
Wasser befindenden Hartgummiring traf sie mit dem Beckenknochen auf den vorderen Teil des 
Rings, wonach dieser hochklappte, ihr mit Wucht gegen die Stirn schlug und den Kopf nach 
hinten drückte. Unmittelbar nach dem Ereignis klagte die Versicherte über starke Schmerzen 
und Gefühlsstörungen in beiden Armen. Im Kantonsspital C.____ wurde gleichentags die Diag-

 
 
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nose eines Bandscheibenvorfalls des 5. Halswirbelkörpers linksseitig nach einem Hyperexten-
sionstrauma gestellt. Nach Eingang der Unfallmeldung erbrachte die SWICA die gesetzlichen 
Versicherungsleistungen. Da die Beschwerden andauerten, holte sie am 30. März 2010 ein 
Gutachten von Dr. med. D.____, FMH Neurochirurgie, sowie am 16. Dezember 2011 ein Gut-
achten von Dr. med. E.____, FMH Neurologie, ein. Beide Ärzte diagnostizierten eine vorbeste-
hende Diskushernie, unter anderem eine mögliche, traumatisch bedingte Instabilität C5/6 mit 
wiederholter, vorübergehender Irritation von Mark und Wurzeln nach forcierter Hyperextension. 
Trotz vorbestehender Diskushernie kamen beide Ärzte zum Schluss, dass eine richtunggeben-
de Veränderung des Vorzustandes durch den Unfall erfolgt sei.  
 
A.2 Mit Verfügung vom 6. November 2012 stellte die SWICA ihre Leistungen wegen Weg-
falls des natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfall vom 8. August 2009 und den 
anhaltenden Gesundheitsbeeinträchtigungen rückwirkend per 8. August 2010 ein. Zur Begrün-
dung führte sie aus, dass der Unfall einen vorbestehenden degenerativen Zustand an der 
Halswirbelsäule (HWS) verschlimmert habe, jedoch der status quo ante resp. der status quo 
sine spätestens ein Jahr nach dem Ereignis wieder als erreicht zu betrachten sei. Die gegen 
diese Verfügung erhobene Einsprache wies die SWICA mit Entscheid vom 15. Februar 2013 
ab. Dagegen erhob die Versicherte Beschwerde ans Kantonsgericht, Abteilung Sozialversiche-
rungsrecht (Kantonsgericht). Mit Urteil des Kantonsgerichts, vom 5. September 2013, – bestä-
tigt im Bundesgerichtsurteil vom 14. März 2014, 8C_843/2013 – wurde der natürliche Kausalzu-
sammenhang bejaht sowie die SWICA verpflichtet, über den 8. August 2010 hinaus die gesetz-
lichen Leistungen für die Folgen des Unfallereignisses zu erbringen. 
 
A.3 In der Folge erbrachte die SWICA weiterhin Taggelder und Behandlungskosten. Am 
28. Mai 2016 holte sie bei Dr. med. F.____, FMH Neurologie, ein weiteres Gutachten ein. Mit 
Schreiben vom 14. Juni 2016 teilte die SWICA der Versicherten mit, die ärztlichen Untersu-
chungen hätten ergeben, dass von weiteren Behandlungen keine namhafte Verbesserung des 
Gesundheitszustandes mehr zu erwarten sei, weshalb sie den Fallabschluss in Erwägung zie-
he. 
 
A.4 Mit Verfügung vom 5. Juli 2016 stellte die SWICA die Taggeld- und Heilkostenleistungen 
per 25. Mai 2016 ein und sprach A.____ eine auf einer Integritätseinbusse von 13 % basierende 
Integritätsentschädigung in Höhe von Fr. 16‘380.00 zu. Gleichzeitig lehnte sie den Anspruch auf 
eine Invalidenrente mit der Begründung ab, dass die Versicherte in ihrer Erwerbsfähigkeit als 
Tagesmutter nicht mehr eingeschränkt sei. An diesem Ergebnis hielt die SWICA auf Einsprache 
der Versicherten hin mit Einspracheentscheid vom 5. September 2017 fest. 
 
B. Gegen diesen Einspracheentscheid erhob A.____, vertreten durch Advokatin Raffaella 
Biaggi, am 25. September 2017 Beschwerde beim Kantonsgericht. Darin beantragte sie, es sei 
der angefochtene Einspracheentscheid der SWICA aufzuheben und es sei diese zu verpflich-
ten, ihr den Anspruch auf eine Invalidenrente der Unfallversicherung gestützt auf einen IV-Grad 
von 57 % zu gewähren. Eventualiter sei die Sache zur Feststellung des IV-Grades an die 
SWICA zurückzuweisen; alles unter o/e-Kostenfolge.  
 

 
 
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C. In ihrer Vernehmlassung vom 7. November 2017 beantragte die SWICA die Abweisung 
der Beschwerde. 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss Art. 2 
ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) 
vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheent-
scheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Beschwerde 
erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjenigen Kan-
tons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Vor-
liegend befindet sich dieser in X.____, weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts 
Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- 
und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht 
als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Ein-
spracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch sachlich 
zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die im Übrigen frist- und formge-
recht erhobene Beschwerde der Versicherten vom 25. September 2017 ist demnach einzutre-
ten. 
 

2. Mit Verfügung vom 5. Juli 2016 teilte die SWICA der Beschwerdeführerin mit, dass 
infolge Wegfalls der Kausalität die vorübergehenden Leistungen in Form von Taggeld- und 
Heilbehandlungsleistungen rückwirkend ab 25. Mai 2016 eingestellt werden. Ebenfalls lehnte 
sie in derselben Verfügung den Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine Rente aus der Un-
fallversicherung ab. Für die verbleibenden Beeinträchtigungen aus dem Unfallereignis vom 
8. August 2009 sprach sie eine Integritätsentschädigung in Höhe von Fr. 16'380.00 zu. Die von 
der Versicherten hiergegen erhobene Einsprache richtete sich ausschliesslich gegen die Ableh-
nung des Rentenanspruchs – im Besonderen gegen den Einkommensvergleich – sowie die 
Nichtgewährung der Kosten für die erforderlichen neurologischen Kontrollen. Darüber hinaus 
enthielt die Eingabe keine Anhaltspunkte, dass die Versicherte zusätzlich auch die Höhe der 
Integritätsentschädigung, wie sie in der Verfügung festgestellt worden war, anfechten wollte. 
Die SWICA sah somit zu Recht keine Veranlassung, diese im Rahmen des Einspracheent-
scheids von Amtes wegen in die Beurteilung einzubeziehen. Im Lichte der bundesgerichtlichen 
Rechtsprechung zum Rügeprinzip im Einspracheverfahren und zur Frage der Teilrechtskraft 
von nicht angefochtenen Verfügungsbestandteilen (vgl. BGE 119 V 347 ff.) kann davon ausge-
gangen werden, dass die Verfügung betreffend die Integritätsentschädigung bereits in Teil-
rechtskraft erwachsen ist. Streitgegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens bildet so-
mit einzig die Frage, ob die SWICA zu Recht den Anspruch auf eine Invalidenrente aus der Un-
fallversicherung ablehnte sowie ob der Beschwerdeführerin weitere Heilbehandlungsleistungen 
über den Fallabschluss hinaus zu gewähren sind.  
 
3.1 Auf den 1. Januar 2017 sind die mit Bundesgesetz vom 25. September 2015 revidier-
ten Bestimmungen des UVG in Kraft getreten. Zu den geänderten Normen gehört auch die Be-
stimmung von Art. 18 Abs. 1 UVG, welche den Anspruch auf eine Invalidenrente regelt. Laut 

 
 
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der Übergangsbestimmung von Art. 118 Abs. 1 UVG werden jedoch Versicherungsleistungen 
für Ereignisse, die sich vor dem Inkrafttreten dieser revidierten Bestimmungen zugetragen ha-
ben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem 
Recht gewährt. So verhält es sich auch im vorliegenden Fall, weshalb nachfolgend auf das bis-
herige Recht und die dazu ergangene Rechtsprechung Bezug genommen wird.  
 
3.2 Nach Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversiche-
rung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfäl-
len, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der 
versicherten Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehand-
lung). Ist die versicherte Person infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so hat 
sie gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld. Dieses beträgt bei voller Arbeitsun-
fähigkeit 80% des versicherten Verdienstes. Bei teilweiser Arbeitsunfähigkeit wird es entspre-
chend gekürzt (Art. 17 Abs.1 UVG). Der Anspruch entsteht gemäss Art. 16 Abs. 2 UVG am drit-
ten Tag nach dem Unfalltag und er erlischt mit der Wiedererlangung der vollen Arbeitsfähigkeit, 
mit dem Beginn einer Rente oder mit dem Tod der versicherten Person. Die verunfallte Person 
hat Anspruch auf Taggelder und Heilbehandlung, solange von der Fortsetzung der ärztlichen 
Behandlung eine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes erwartet werden kann; mit 
dem Fallabschluss fallen die vorübergehenden Leistungen in Form von Heilbehandlung und 
Taggeld dahin und es ist der Rentenanspruch zu prüfen (vgl. Art. 19 Abs. 1 UVG; BGE 134 V 
109 E. 4.1). Ist die versicherte Person infolge des Unfalls zu mindestens 10 % invalid, so hat sie 
Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Als Invalidität gilt nach Art. 8 Abs. 1 
ATSG, dessen Bestimmungen gemäss Art. 2 ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 UVG auf die 
Unfallversicherung anwendbar sind, die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde 
ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Diese entspricht dem durch Beeinträchtigung der kör-
perlichen oder geistigen Gesundheit verursachten und nach zumutbarer Behandlung und Ein-
gliederung verbleibenden ganzen oder teilweisen Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in 
Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG).  
 
3.3 Für Leistungen nach UVG hat der Unfallversicherer grundsätzlich nur unter der Vor-
aussetzung aufzukommen, dass zwischen dem versicherten Ereignis und dem eingetretenen 
Schaden (Krankheit, Arbeitsunfähigkeit, Invalidität, Integritätsschädigung) ein natürlicher und 
adäquater Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusam-
menhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als 
eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten ge-
dacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen 
Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursa-
che gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit 
anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beein-
trächtigt hat, das Ereignis mit anderen Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch 
die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen). Ein 
adäquater Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Scha-
den ist nach der Rechtsprechung dann zu bejahen, wenn das Ereignis nach dem gewöhnlichen 
Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg 

 
 
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von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereig-
nis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 181 E. 3.2 mit Hinweis). 
 
3.4 Ist die Unfallkausalität einmal mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit nachgewiesen, 
entfällt die deswegen anerkannte Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, wenn der Unfall 
nicht die natürliche und adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt; wenn also Letz-
terer nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn 
entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden 
hat (status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen 
Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte 
(status quo sine), erreicht ist. Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusam-
menhang muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines 
Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit nunmehr gänz-
lich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalls genügt nicht. Diese Beweisgrundsätze 
gelten sowohl im Grundfall als auch bei Rückfällen und Spätfolgen und sind für sämtliche Leis-
tungsarten massgebend (Urteil des Bundesgerichts vom 23. September 2014, 8C_419/2014, 
E. 3.2 mit Hinweisen). 
 
3.5 Das Administrativverfahren und der kantonale Sozialversicherungsprozess sind vom 
Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG). Danach 
haben die Verwaltung und das Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und 
vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungs-
pflicht dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen 
Tatsachen hinreichende Klarheit besteht (Urteil des Bundesgerichts vom 6. Februar 2008, 
8C_163/2007, E. 3.2). Der Untersuchungsgrundsatz schliesst die Beweislast im Sinne einer 
Beweisführungspflicht begriffsnotwendig aus. Im Sozialversicherungsprozess tragen mithin die 
Parteien in der Regel eine Beweislast nur insofern, als im Falle der Beweislosigkeit der Ent-
scheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt 
Rechte ableiten will (THOMAS LOCHER, Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 4. Auflage, 
Bern 2014, S. 537 f. Rz. 2 ff., S. 548 Rz. 56). Rechtsprechungsgemäss liegt die Beweislast bei 
anspruchsbegründenden Tatfragen demzufolge bei der Partei, welche den Anspruch geltend 
macht. Bei anspruchsaufhebenden Tatfragen liegt sie bei der Partei, welche sich auf das Dahin-
fallen des Anspruches beruft (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 E. 3b). Da es sich beim Wegfall der 
Kausalität um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die entsprechende Beweislast 
– anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang 
gegeben ist – vorliegend nicht bei der Versicherten, sondern bei der SWICA. Diese Beweisre-
geln kommen allerdings erst dann zur Anwendung, wenn es sich als unmöglich erweist, im 
Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes auf Grund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt 
zu ermitteln, der zumindest die überwiegende Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wahrheit zu 
entsprechen (BGE 117 V 264 E. 3b mit Hinweisen). 
 
3.6 Zur Abklärung medizinischer Sachverhalte – wie der Beurteilung des Gesundheitszu-
standes und der Arbeitsfähigkeit der versicherten Person – ist die rechtsanwendende Behörde 

 
 
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auf Unterlagen angewiesen, die ihr vorab von Ärztinnen und Ärzten zur Verfügung zu stellen 
sind (BGE 122 V 158 f. E. 1b mit zahlreichen weiteren Hinweisen). Das Gericht hat diese medi-
zinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungsprozess gültigen Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle anderen Beweismittel – frei, d.h. ohne 
Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Hinsicht-
lich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange 
umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden be-
rücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet 
und ob die Schlussfolgerungen begründet sind (BGE 134 V 232 E. 5.1, 125 V 352 E. 3a, 
122 V 160 E. 1c). 
 
3.7 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu 
auch BGE 135 V 469 f. E. 4.4 und 4.5). So kommt beispielsweise Berichten und Gutachten ver-
sicherungsinterner Fachpersonen nicht derselbe Beweiswert zu wie einem im Verfahren nach 
Art. 44 ATSG eingeholten Gutachten externer Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgut-
achten. An die Beweiswürdigung sind deshalb strenge Anforderungen zu stellen, wenn ein Ver-
sicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden soll. Bestehen 
auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen 
ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 470 
E. 4.4 am Ende, mit Hinweis; Urteil des Bundesgerichts vom 26. März 2015, 8C_879/2014, 
E. 5.3). 
 
4.1 Vorliegend stützte sich die SWICA bei ihrer Verfügung betreffend die Leistungseinstel-
lung auf das neurologische Gutachten von Dr. F.____ vom 28. Mai 2016. Darin diagnostiziert er 
im Wesentlichen einen Status nach HWS-Reklinationstrauma am 8. August 2009 mit Arteria 
spinalis Syndrom infolge richtungsweisender Akzentuierung einer vorbestehenden leichtgradi-
gen Diskuspathologie, insbesondere eine Diskushernie C5/C6, und geringfügige neurologische 
Defizite, namentlich eine feinmotorische Störung an der rechten Hand und minimale Spastik am 
rechten Bein. Gemäss Dr. F.____ sei mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, 
dass es anlässlich des Unfallereignisses vom 8. August 2009 im zervikalen Rückenmarksbe-
reich zu einer akuten Durchblutungsstörung vor allem im Versorgungsgebiet der Arteria spinalis 
anterior mit nachfolgend anhaltender kritischer Durchblutungssituation gekommen sei. Diese 
Verletzung sei aufgrund des Unfallmechanismus möglich und könne die von der Beschwerde-
führerin beschriebenen Symptome widerspruchslos erklären. Da die Durchblutungssituation nie 
schwerwiegend dekompensiert sei, sei bildgebend nichts nachweisbar. Die klinisch objektivierte 
Symptomatik korreliere aber mit dieser Diagnose. Die mechanische HWS-Instabilität im Seg-
ment C5/C6, wie sie von den Vorgutachtern Dr. E.____ und Dr. D.____ vertreten werde, sei 
eine reine Verdachtsdiagnose, welche sich nicht bildgebend erhärtet habe. Was die Kausalität 
betrifft, führt Dr. F.____ weiter aus, es sei sehr unwahrscheinlich, dass die unfallfremden leich-
ten bis mässigen degenerativen Veränderungen für den initialen und bisherigen Verlauf von 

 
 
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dominanter oder ausschlaggebender Bedeutung gewesen seien. Umgekehrt sei es auch un-
wahrscheinlich, dass es ohne das Unfallereignis aufgrund des degenerativen Prozesses in ei-
nem späteren Zeitpunkt zu dieser oder einer ähnlich schweren Symptomatik gekommen wäre. 
Die natürliche Kausalität zwischen der anhaltenden geringfügigen Symptomatik und dem Un-
fallereignis sei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit gegeben. Bei durchblutungsbedingter 
Pathogenese seien mit zunehmender Alterung weitere künftige Verschlechterungen denkbar. 
Aufgrund des zwischenzeitlich günstigen Genesungsverlaufs und dem Abklingen der aetiopa-
thogenetischen Ursachen würden zukünftig unfallfremde degenerativ-bedingte Veränderungen 
in Betracht kommen. Die unfallbedingten Sekundärverschlechterungen seien nicht mehr im 
Ausmass der "überwiegenden Wahrscheinlichkeit" gegeben. Zudem würden die bei der Be-
schwerdeführerin anzutreffenden degenerativen HWS-Veränderungen im Bereich der Alters-
norm liegen. Die weitere Besserung des Gesundheitszustands sei zwar möglich, aber wenig 
wahrscheinlich. Insgesamt sei eher mit einer sekundär degenerativen und somit nicht-
unfallkausalen Verschlechterung zu rechnen. Was die aktuelle und zukünftige Arbeitsfähigkeit 
im bisherigen Beruf und anderen angepassten Tätigkeiten betreffe, habe sich die Situation seit 
längerem stabilisiert. Das Weiterführen der Tätigkeit als Tagesmutter mit der geschilderten Ein-
schränkung (Tätigkeit mit Kindern unter drei Jahren nur sehr bedingt möglich) sei medizinisch 
zumutbar.  
 
4.2 Das vorliegende Gutachten ist inhaltlich umfassend, beruht auf allseitigen Untersu-
chungen, berücksichtigt die geklagten Beschwerden und bezieht sämtliche Vorakten (Anamne-
se) ein. Die Darlegung der medizinischen Zusammenhänge sowie die Beurteilung der medizini-
schen Situation sind objektiv und verständlich; die Schlussfolgerungen sind begründet. Zusam-
menfassend kann festgehalten werden, dass auf das Gutachten abgestellt werden kann, da es 
insgesamt materiell schlüssig erscheint und somit die bundesgerichtlichen Kriterien betreffend 
die Beweiskraft von medizinischen Gutachten erfüllt (vgl. BGE 134 V 232 E. 5.1, 125 V 352 
E. 3a, 122 V 160 E. 1c). Die Beschwerdeführerin bestreitet die Beweistauglichkeit des Gutach-
tens nicht.  
 
5. Hat die Unfallversicherung ihre Leistungspflicht anerkannt und erbringt sie vorüberge-
hende Leistungen, namentlich Taggelder und Heilkostenleistungen, stellt sich die Frage, in wel-
chem Zeitpunkt ein Fall mit Einstellung der bisher gewährten vorübergehenden Leistungen und 
Prüfung des Rentenanspruchs (als Dauerleistung) und/oder einer Integritätsentschädigung ab-
geschlossen werden darf. Das Bundesgericht hat sich im Entscheid 134 V 109 einlässlich mit 
dieser Thematik befasst. Die Prüfung habe – so das Bundesgericht – in Übereinstimmung mit 
dem Wortlaut des Art. 19 Abs. 1 UVG in dem Zeitpunkt zu geschehen, in welchem von der 
Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes 
der versicherten Person mehr erwartet werden könne und allfällige Eingliederungsmassnahmen 
der IV abgeschlossen seien (BGE 134 V 109, E. 4). Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbe-
handlung und die Taggeldleistungen dahin (Art. 19 Absatz 1, letzter Satz UVG). Die soziale 
Unfallversicherung ist ihrer Konzeption nach auf erwerbstätige Personen ausgerichtet. Dem-
nach bestimmt sich die in Art. 19 Abs. 1 UVG genannte "namhafte Besserung des Gesund-
heitszustandes" nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der 
Arbeitsfähigkeit, soweit diese unfallbedingt beeinträchtigt ist. Wesentlich ist demnach einzig, ob 

 
 
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im massgeblichen Zeitpunkt noch im Sinne von Art. 19 Abs. 1 UVG Erfolg versprechende ärztli-
che Behandlungen in Betracht fielen, welche eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit erwarten las-
sen konnten. Trifft dies nicht zu, stehen allenfalls noch bestehende Schmerzen oder sonstige 
körperliche Beeinträchtigungen einem Fallabschluss nicht entgegen (vgl. BGE 134 V 109 E. 3 
und 4; Urteil des Bundesgerichts vom 28. Juni 2010, 8C_58/2010, E. 2.2). Dr. F.____ hält be-
treffend die Arbeitsfähigkeit im bisherigen Beruf und in anderen angepassten Tätigkeiten fest, 
dass sich die Situation der Beschwerdeführerin nach gewissen gesundheitsbedingten Umstel-
lungen seit geraumer Zeit wieder stabilisiert habe. So könne sie als Tagesmutter seit 2011 
grösstenteils mit Kindern über 3 Jahren arbeiten; die Tätigkeit mit Kindern unter 3 Jahren sei 
nur bedingt möglich. Dr. F.____ erachtet diese Anpassungen aus medizinischer Sicht für zu-
mutbar. Weitergehende Besserungen, etwa eine effizientere Arbeitsfähigkeit, könne weder im 
aktuellen Beruf noch in angepassten Tätigkeiten erwartet werden. Gestützt auf diesen Befun-
den ist die SWICA zu Recht davon ausgegangen, dass mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 
in der Zukunft keine unfallversicherungsrelevante, namhafte Verbesserung des Gesundheitszu-
standes der Versicherten mehr zu erwarten sei. Demzufolge war die Beschwerdegegnerin be-
rechtigt, den Fall unter Einstellung der vorübergehenden Leistungen (Heilbehandlung, Taggel-
der) per 25. Mai 2016 abzuschliessen und den Rentenanspruch zu prüfen. Die Beschwerdefüh-
rerin rügt den Fallabschluss im Sinne von Art. 19 Abs. 1 UVG grundsätzlich nicht. 
 
6.1 In der angefochtenen Verfügung vom 5. Juli 2016 hat die SWICA den Anspruch auf 
eine Invalidenrente mit der Begründung abgelehnt, dass ein Invaliditätsgrad von 0 % bestehe. 
Die Beschwerdeführerin bestreitet die vorgenommene Invaliditätsbemessung und macht gel-
tend, dass das Valideneinkommen nicht korrekt ermittelt worden sei.  
 
6.2 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG 
anwendbar. Danach ist der IV-Grad bei erwerbstätigen Versicherten aufgrund eines Einkom-
mensvergleichs zu bestimmen. In der Regel hat der Einkommensvergleich in der Weise zu er-
folgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau er-
mittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der 
Invaliditätsgrad bestimmen lässt. Insoweit die fraglichen Erwerbseinkommen ziffernmässig nicht 
genau ermittelt werden können, sind sie nach Massgabe der im Einzelfall bekannten Umstände 
zu schätzen und die so gewonnenen Annäherungswerte miteinander zu vergleichen. Dieses 
Vorgehen ist auch dann zulässig, wenn eine genaue ziffernmässige Einkommensermittlung an 
sich zwar möglich wäre, aber einen unverhältnismässig grossen Aufwand erfordern würde, und 
wenn ferner angenommen werden kann, dass die blosse Schätzung der Einkommen ein aus-
reichend zuverlässiges Resultat ergibt. Wird eine Schätzung vorgenommen, so muss diese 
nicht unbedingt in einer ziffernmässigen Festlegung von Annäherungswerten bestehen. Ge-
mäss Rechtsprechung stellt der sogenannte Prozentvergleich eine zulässige Variante des Ein-
kommensvergleichs dar, wenn die Differenz zwischen den beiden Einkommen mit oder ohne 
Invalidität den für den Rentenanspruch massgebenden Grenzwert ganz eindeutig über- oder 
unterschreitet (vgl. BGE 104 V 135 E. 2b, Urteile des Bundesgerichts vom 4. Februar 2015, 
9C_888/2014, E. 2 und vom 3. Oktober 2013, 8C_211/2013, E. 4.1; SVR 2014 IV Nr. 1 S. 1, 
8C_2011/2013 E. 4.1). Demnach ist das ohne Invalidität erzielbare hypothetische Erwerbsein-
kommen mit 100 % zu bewerten, während das Invalideneinkommen auf einen entsprechend 

 
 
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kleineren Prozentsatz veranschlagt wird, so dass sich aus der Prozentdifferenz der IV-Grad 
ergibt (BGE 107 V 22 E. 2d, 104 V 135 E. 2a und b sowie 114 V 310 E. 3. a; vgl. Urteil des 
Bundesgerichts vom 25. Januar 2011, 9C_882/2010, E. 7.3.2). 
 
6.3 Das Valideneinkommen bestimmt sich danach, was die versicherte Person nach dem 
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde im Zeitpunkt des frühestmögli-
chen Rentenbeginns tatsächlich verdient hätte. Dabei ist in der Regel am zuletzt vor Eintritt der 
Gesundheitsschädigung im angestammten Bereich erzielten Lohn anzuknüpfen. Ausnahmen 
müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (Urteil des Bundesgerichts vom 
25. Januar 2011, 9C_882/2010, E. 7.2.1, mit weiteren Verweisen). 
 
6.4 Vorliegend hat die SWICA bei der Beurteilung des Valideneinkommens auf die seit 
2006 ausgeübte Tätigkeit als Tagesmutter abgestellt. Die Beschwerdeführerin macht demge-
genüber geltend, sie sei von Beruf kaufmännische Angestellte. Nach der Geburt ihres Sohnes 
im Jahre 2003 habe sie ihren Beruf aufgegeben und angefangen als Tagesmutter zu arbeiten. 
Damit habe sie beabsichtigt, während der Betreuung ihres Sohnes einen Nebenerwerb zu er-
zielen. Hätte sich der Unfall im 2009 nicht ereignet, wäre sie nach der Einschulung ihres Soh-
nes im Jahre 2010 wieder in ihren Beruf zurückgekehrt. Einzig aufgrund des Unfalls habe sie 
die Rückkehr in den kaufmännischen Beruf nicht realisieren können. 
 
6.5 Ist eine Mutter zwecks Betreuung ihres Kindes von ihrem Arbeitsumfeld fern geblieben, 
scheint ein Wiedereinstieg im angelernten Beruf grundsätzlich nachvollziehbar. So ist eine 
Rückkehr in eine Bürotätigkeit, wie die Beschwerdeführerin sie geltend macht sicher denkbar.  
Es wäre aber ebenfalls möglich, dass sich die Beschwerdeführerin aus freien Stücken ent-
schieden hat, aufgrund ihrer Betreuungsaufgaben als Mutter oder aus anderweitigen Gründen 
vorerst keiner kaufmännischen Tätigkeit mehr nachzugehen. Im Sozialversicherungsprozess 
tragen Parteien die Beweislast für die unbewiesenen Sachverhalte, aus denen sie Rechte und 
Leistungen ableiten möchten. Da die Beschwerdeführerin seit 2006 als Tagesmutter arbeitet, 
trägt sie die Beweislast dafür, dass sie ab 2010 mit überwiegender Wahrscheinlichkeit wieder in 
ihren früheren Beruf als kaufmännische Angestellte zurückgekehrt wäre. Dieser Nachweis ge-
lingt ihr jedoch aus nachfolgenden Gründen nicht: Die Beschwerdeführerin hat ihre Behaup-
tung, sie habe von Anfang an mit ihrer ehemaligen Arbeitgeberin der G.____ AG eine Rückkehr 
an ihre frühere Arbeitsstelle – teilzeitlich ab 2010 und vollzeitlich ab spätestens 2015 – verein-
bart, nicht belegen können. Es sei bei der G.____ AG zu Kaderänderungen gekommen und sie 
habe ihren damaligen Chef nicht erreichen können. Das Schreiben der H.____ AG vom 
3. Oktober 2016, welches die Beschwerdeführerin daraufhin nachgereicht hat, überzeugt nicht. 
Gemäss diesem Schreiben hätte die Beschwerdeführerin ab 1. März 2016 die Gelegenheit ge-
habt, im Büro der H.____ AG mit einem 50 %-Pensum einzusteigen und innert drei Jahren ihr 
Pensum auf 100 % aufzustocken. Bereits im Jahre 2011 gab die Beschwerdeführerin im Rah-
men der Untersuchungen von Dr. E.____ für das neurologische Gutachten vom 16. Dezember 
2011 an, dass sie sich eine Tätigkeit im Büro durchaus vorstellen könne. Im gleichen Gutachten 
hielt Dr. E.____ betreffend die Arbeitsfähigkeit fest, dass der Beschwerdeführerin eine ganztä-
gige Bürotätigkeit, sofern der Anteil der Tätigkeiten am Computer nicht mehr als 40 % betrage, 
zumutbar sei. Berücksichtigt man die Angaben der Beschwerdeführerin, wonach sie ab 2010 

 
 
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beabsichtigte mit einem 50 %-Pensum wieder als kaufmännische Angestellte einzusteigen, so 
wäre ihr gestützt auf das Gutachten von Dr. E.____ ab Dezember 2011 zuzumuten gewesen –
 jedenfalls in der behaupteten Teilzeitlichkeit von 50 % (mit höchstens 40 % PC-Anteil) – eine 
Bürotätigkeit auszuüben. Spätestens zum Zeitpunkt, als ihr von der H.____ AG angeboten wur-
de, ab März 2016 mit einem 50 %-Pensum einzusteigen, hätte sie die Möglichkeit gehabt, ihren 
Plan des Wiedereinstiegs umzusetzen. Indem sie das Angebot der H.____ AG nicht annahm 
und gleichzeitig ab 2011 ihr Pensum als Tagesmutter auf 100 % aufstockte, liegt vielmehr der 
Schluss nahe, dass die Beschwerdeführerin im hier massgebenden Zeitpunkt nicht beabsichtig-
te, als kaufmännische Angestellte tätig zu sein. Die SWICA ist folglich zu Recht davon ausge-
gangen, dass die Beschwerdeführerin mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ohne den Unfall 
als Tagesmutter tätig gewesen wäre. Somit ist die Erwerbstätigkeit als Tagesmutter als Vali-
deneinkommen massgebend. Das Erwerbseinkommen als Tagesmutter lässt sich ziffernmässig 
nicht genau ermitteln. Das Jahreseinkommen der Beschwerdeführerin weist in den Jahren 
2006 – 2013 gemäss dem Auszug aus dem individuellen Konto vom Juni 2014 starke Schwan-
kungen auf. Grund hierfür ist, dass der Lohn nicht anhand eines monatlichen fixen Arbeitspen-
sums ausbezahlt wird, sondern sich Ende Monat anhand der erbrachten Betreuungsstunden 
und der Anzahl betreuter Kinder ergibt. Unklar erscheint, wie viele Betreuungsstunden einem 
100-%igen Arbeitspensum entsprechen, da den Angaben der Arbeitgeberin zufolge Betreu-
ungsstunden nicht mit Arbeitsstunden gleichgesetzt werden können. Ein Durchschnitt lässt sich 
zwar rückblickend für die vergangenen Jahre anhand der erbrachten Betreuungsstunden pro 
Kind berechnen. Weil dabei Betreuungsstunden einzelner Kinder unterschiedlich stark gewich-
tet werden, lässt auch diese Berechnung bloss unzuverlässige Rückschlüsse auf die tatsächli-
chen Arbeitsstunden und somit auf das Arbeitspensum zu. Da die Ermittlung eines ziffernmäs-
sig exakten Valideneinkommens im vorliegenden Fall unverhältnismässig grossen Aufwand 
erfordern würde, kann aufgrund der vorliegenden Umstände auf die Praxis des Prozentver-
gleichs abgestellt werden. Das Valideneinkommen ist somit als 100 % zu bewerten (vgl. BGE 
107 V 22 E. 2d, 104 V 135 E. 2b).  
 
6.6 Die SWICA ging beim Invalideneinkommen von der aktuellen Erwerbstätigkeit als Ta-
gesmutter aus. Die Beschwerdeführerin ist heute als Tagesmutter auch gemäss ihren eigenen 
Angaben wieder zu 100 % arbeitsfähig. Die Ausübung der Tätigkeit als Tagesmutter im aktuel-
len 100 %igen Umfang ist der Beschwerdeführerin seit 2011 gestützt auf die medizinisch attes-
tierte Arbeitsfähigkeit zumutbar. Bei dieser Sachlage resultiert keine Erwerbseinbusse (vgl. Be-
rechnung in: Urteile des Bundesgerichts vom 25. Januar 2011, 9C_882/2010, E. 7.3.2, vom 
13. August 2012, 9C_302/2002, E. 3.). Für die Beschwerdeführerin lässt sich in der Folge kein 
IV-Grad feststellen. Im Ergebnis hat die SWICA zu Recht den Anspruch auf eine Invalidenrente 
aus der Unfallversicherung abgelehnt.  
 
7.1 Die Beschwerdeführerin macht des Weiteren geltend, dass sie über den Fallabschluss 
hinaus Anspruch auf weitere Heilbehandlungsleistungen gemäss Art. 21 Abs. 1 lit. c UVG habe. 
 
7.2 Gemäss Art. 21 Abs. 1 lit. c UVG werden einer Person nach Festsetzung der Rente 
Pflegeleistungen und Kostenvergütungen gewährt, wenn sie zur Erhaltung ihrer verbleibenden 
Erwerbstätigkeit dauernd der Behandlung und Pflege bedarf. Im dazwischen liegenden Bereich, 

 
 
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nämlich wenn einerseits von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besse-
rung im Sinne von Art. 19 Abs. 1 UVG mehr erwartet werden kann und anderseits die Voraus-
setzungen von Art. 21 Abs. 1 UVG nicht erfüllt sind, hat der Unfallversicherer keine Heilbehand-
lung mehr zu übernehmen; an seine Stelle tritt der obligatorische Krankenpflegeversicherer 
(BGE 134 V 109 E. 4.2).  
 
7.3 In SVR 2012 UV Nr. 6, S  21, 8C_191/2011 hat sich das Bundesgericht eingehend mit 
Art. 21 Abs. 1 lit. c UVG auseinandergesetzt. Nach dem Wortlaut dieser Bestimmung wird vor-
ausgesetzt, dass die entsprechenden Leistungen "nach der Festsetzung der Rente" einem "Be-
züger zur Erhaltung seiner Erwerbsfähigkeit" ausgerichtet werden. Sie bezieht sich demnach 
auf Personen, denen bereits eine Rente zusteht, die aber noch erwerbsfähig sind, also einen 
Invaliditätsgrad zwischen 10 % und weniger als 100 % aufweisen (BGE 140 V 130 E. 2.3, mit 
Verweis auf französischen und italienischen Gesetzeswortlaut). Es ist jeweils von einer Situati-
on nach der Rentenfestsetzung die Rede. Somit bleibt nach einem rentenausschliessenden 
Fallabschluss für Leistungen zur Erhaltung der verbleibenden Erwerbsfähigkeit im Sinne dieser 
Bestimmung kein Raum (BGE 140 V 130 E. 2.4; Urteil des Bundesgerichts vom 28. Januar 
2014, 8C_616/2013, E. 3.1.1, vom 16. April 2013, 8C_81/2013, E. 3.2 und vom 16. September 
2011, 8C_191/2011, E. 5.3). Wie bereits in den Erwägung 6.1 bis 6.6 aufgeführt, hat die Be-
schwerdeführerin keinen Anspruch auf eine Rente aus Unfallversicherung. Folglich besteht 
auch kein Anspruch auf Übernahme von Heilbehandlungen gemäss Art. 21 Abs. 1 lit. c UVG. 
Die Beschwerde gegen den Einspracheentscheid vom 17. November 2015 ist somit abzuwei-
sen. 
 
8. Es bleibt über die Kosten des Verfahrens zu entscheiden. Art. 61 lit. a ATSG bestimmt, 
dass das Beschwerdeverfahren vor dem kantonalen Gericht für die Parteien kostenlos zu sein 
hat. Es sind deshalb für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu erheben. Dem Ausgang 
des Verfahrens entsprechend sind die ausserordentlichen Kosten wettzuschlagen. 
  

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen.