# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 97d96460-ddc2-5128-8b4d-1634d4e044b9
**Source:** Uri (UR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-11-20
**Language:** de
**Title:** Uri Obergericht Zivilrechtliche Abteilung 20.11.2025 2025_OG Z 25 6
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/UR_Gerichte/UR_OG_005_2025-OG-Z-25-6_2025-11-20.pdf

## Full Text

OBERGERICHT 

 Zivilrechtliche Abteilung 

__________________________ 

OG Z 25 6 

 

 

Absc hreibungsbesc hluss  

vom 20.  November  2025  

 

__________________________ 

Besetzung 

 

 

Präsidentin Agnes H. Planzer Stüssi 

Gerichtsschreiber Jonas Fischer 

 

__________________________ 

Verfahrensbeteiligte 

 

 

A.__,  

Berufungskläger 

gegen 

 

B.__  

vertreten durch lic. iur. Andreas Meier, 

Kanzlei Bellevue Rechtsanwälte I Notare,  

Bellevuestrasse 30b, 6281 Hochdorf 

Berufungsbeklagte 

 

__________________________ 

Gegenstand 

 

Ausweisung aus Mietobjekt 

(Berufung gegen Entscheid LGP II 

[LGP 25 125] vom 05.05.2025) 

  

 

Seite 2 von 8 
 

Prozessgeschichte: 

A. 

Mit Entscheid des Landgerichtspräsidiums Uri (LGP 25 125) vom 5. Mai 2025 hiess das Landgerichts-

präsidium II das Ausweisungsgesuch der Gesuchstellerin (vorliegend Berufungsbeklagte) gut. 

B. 

Gegen diesen Entscheid erhoben A.__ (nachfolgend Berufungskläger) am 14. Mai 2025 beim Oberge-

richt des Kantons Uri Berufung und stellten folgende Anträge (act. 2.1): 

1. Der Entscheid des Landesgerichts (sic Landgerichts) sei aufzuheben. 

2. Es sei festzustellen, dass die Voraussetzungen für den Rechtsschutz in klaren Fällen (Art. 257 ZPO) 

nicht erfüllt sind. 

3. Das Verfahren sei an die zuständige Schlichtungsbehörde zurückzuweisen wobei die Beurteilung 

durch eine neutrale, nicht mit dem Namen «xxx» versehene bzw. nicht verwandte oder ander-

weitig interessierte Person zu erfolgen hat. 

4. Der Vollzug der Ausweisung sei bis zum rechtskräftigen Entscheid aufzuschieben. 

5. Unter Kosten - und Entschädigungsfolgen zulasten der Gegenpartei. 

C. 

Mit verfahrensleitender Verfügung vom 20. Mai 2025 wurde das eingereichte Rechtsmittel in das Ge-

schäftsprotokoll des Obergerichts des Kantons Uri (Zivilrechtliche Abteilung) aufgenommen. Die Beru-

fungskläger wurden aufgefordert einen Kostenvorschuss von CHF 800.00 zu zahlen, mit dem Hinweis, 

dass das Verfahren abgeschrieben werde, wenn der Kostenvorschuss nicht fristgerecht bezahlt werde 

(act. 1.1).  

D. 

Aufgrund einer Falschadressierung konnte die Eröffnungsverfügung dem Berufungsbeklagten nicht zu-

gestellt werden. Mit Verfügung vom 26. Mai 2025 wurde beiden Berufungsklägern die Eröffnungsver-

fügung an die korrekte Adresse nochmals zugestellt (act. 1.2), worüber die Berufungsbeklagte mit 

Schreiben vom 26. Mai 2025 informiert und darauf hingewiesen wurde, dass der Fristenlauf für den 

Gerichtskostenvorschuss neu zu laufen beginne (act. 1.3). 

E. 

Am 12. Juni 2025 wurden die Parteien darauf hingewiesen, dass der Gerichtskostenvorschuss noch 

ausstehend sei. Es wurde eine Nachfrist von 5 Tagen zur Bezahlung des Gerichtskostenvorschusses 

eingeräumt, wiederum mit der Androhung, dass sonst das Verfahren abgeschrieben werde (act. 1.4).  

 

Seite 3 von 8 
 

F. 

Mit Eingabe vom 16. Juni 2025 zeigten die Berufungskläger an, dass der Gerichtskostenvorschuss mit 

Valuta vom 21. Mai 2025 bezahlt worden war (act. 2.2). Der Zahlungseingang wurde auf Nachfrage 

beim Amt für Finanzen dem Gericht erst am 4. Juli 2025 gemeldet (act. 5.1). Der Berufungsbeklagten 

wurde gleichentags eine Frist von 30 Tagen zur Berufungsantwort eingeräumt wurde (act. 1.5).  

G. 

Mit Eingabe vom 15. Juli 2025 reichte die Berufungsbeklagte fristgerecht eine Berufungsantwort ein 

und stelle folgende Anträge (act. 3.1): 

1. Die Berufung sei – soweit darauf eingetreten wird – abzuweisen und das Urteil des Landgerichts 

Uri vom 5. Mai 2025 (LGP 25 125) sei zu bestätigen.  

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Berufungskläger. 

H. 

Mit Verfügung vom 2. September 2025 wurde die Vorinstanz zur Aktenedition aufgefordert. Diese ging 

am 10. September 2025 beim Gericht ein.  

I. 

Mit Eingabe vom 8. Oktober 2025 setzte die Berufungsbeklagte das Obergericht darüber in Kenntnis, 

dass die Berufungskläger das streitgegenständliche Mietobjekt zwischenzeitlich (per 1. Oktober 2025) 

verlassen hätten und legte das Wohnungsabnahme- bzw. Übergabeprotokoll auf. Da mit der Übergabe 

des Mietobjekts das Rechtsschutzinteresse der Berufungskläger weggefallen sei, beantragte die Beru-

fungsbeklagte einen Nichteintretensentscheid sowie die Auferlegung sämtlicher Prozesskosten zulas-

ten der Berufungskläger (act. 3.2). 

J. 

Mit Einschreiben vom 10. Oktober 2025 versendete das Obergericht die Eingabe vom 8. Oktober 2025 

den Berufungsklägern zur Kenntnisnahme und gewährte ihnen die Gelegenheit, innert 10 Tagen dazu 

Stellung zu nehmen (act. 1.8). 

K. 

Mit Einschreiben vom 15. Oktober 2025 (eingegangen am 21. Oktober 2025) reichten die Berufungs-

kläger eine Stellungnahme zur Eingabe der Berufungsbeklagten ein und stellten sinngemäss folgende 

Anträge (act. 2.3):  

 

 

 

Seite 4 von 8 
 

1. Auf die Berufung sei einzutreten, hilfsweise, 

2. Evt.: Bei allfälliger Gegenstandslosigkeit seien die Kostenfolgen nach Art. 242 Abs. 2 ZPO zu 

bestimmen und keine Kosten zulasten der Beschwerdeführer (sic Berufungskläger) aufzuerle-

gen.» 

L. 

Mit Schreiben vom 21. Oktober 2025 teilte das Obergericht den Parteien mit, dass es die Akten gestützt 

auf die zwischenzeitlich erfolge Korrespondenz erneut prüfen und über den Verfahrensgang/in der 

Sache entscheiden werde (act. 1.9). 

 

Erwägungen: 

1.  

1.1  

Die Mieterausweisung wurde im Verfahren des Rechtsschutzes in klaren Fällen gemäss Art. 257 

Schweizerische Zivilprozessordnung (ZPO, SR 272) beurteilt. Ordentliches Rechtsmittel gegen einen 

Entscheid in einem solchen Verfahren ist die Berufung (Dieter Hofmann, in Basler Kommentar, Schwei-

zerische Zivilprozessordnung, 3. Aufl., 2017, N 28d zu Art. 257 ZPO). Nach Art. 308 ZPO Abs. 1 lit. a und 

Abs. 2 ZPO sind erstinstanzliche Endentscheide in vermögensrechtlichen Angelegenheiten mit Beru-

fung anfechtbar, wenn der Streitwert der zuletzt aufrechterhaltenen Rechtsbegehren mindestens 

CHF 10'000.00 beträgt. Vorliegend hat die Vorinstanz einen Endentscheid gefällt. Der zuletzt aufrecht-

erhaltene Streitwert beträgt CHF 10'260.00, womit die Berufung zulässig ist. Die Berufung ist frist- und 

formgerecht eingereicht worden (Art. 311 ZPO). Das Obergericht ist sachlich und funktionell zuständig 

(Art. 4 Abs. 1 ZPO i.V.m. Art. 37a Abs. 2 Gesetz über die Organisation der richterlichen Behörden [Ge-

richtsorganisationsgesetz, GOG, RB 2.3221]). Prozessentscheide ohne Sachurteil fallen in die Zustän-

digkeit der Vorsitzenden der Abteilung (Art. 37g i.V.m. Art. 25a Abs. 3 lit. b GOG). 

 

2. 

Die Berufungsbeklagte beantragte beim Obergericht am 8. Oktober 2025 einen Nichteintretensent-

scheid i.S.v. Art. 59 Abs. 1 ZPO, da das Rechtsschutzinteresse der Berufungskläger mit der Rückgabe 

des Mietobjekts per 1. Oktober 2025 gemäss Art. 59 Abs. 2 lit. a ZPO weggefallen sei. Die Kosten seien 

auf der Basis von Art. 106 Abs. 1 ZPO den Berufungsklägern aufzuerlegen (act. 3.2). Dagegen machten 

die Berufungskläger mit ihrer Eingabe vom 15. Oktober 2025 geltend, ein Nichteintretensentscheid sei 

unzulässig, insbesondere deshalb, weil das erstinstanzliche Gericht das Verfahren ohne vorgängige 

Schlichtungsverhandlung geführt und damit gegen Art. 197 ff. ZPO sowie Art. 59 Abs. 2 lit. d ZPO 

verstossen habe. Damit seien zum Zeitpunkt der Einreichung alle Prozessvoraussetzungen, und damit 

Seite 5 von 8 
 

auch ein Rechtsschutzinteresse, für eine Berufung erfüllt gewesen. Am vorhandenen Rechtsschutzin-

teresse ändere auch nichts, dass die Familie inzwischen eine neue Wohnung gefunden habe (act. 2.3). 

2.1 

Massgebend für die Beurteilung der Frage des Eintretens oder Nichteinretens ist der Zeitpunkt zu wel-

chem das Rechtsschutzinteresse vorhanden ist. Je nach Fallkonstellation fällt das Gericht entweder 

einen Nichteintretensentscheid oder schreibt das Verfahren aufgrund von Gegenstandslosigkeit ab 

(BGE 118 Ia 488 E. 1a). Das Bundesgericht hat sich zur Unterscheidung von Nichteintreten und Gegen-

standslosigkeit verschiedentlich geäussert und wie folgt differenziert. Fehlt das Rechtschutzinteresse 

bereits bei der Einreichung, so wird auf eine Beschwerde nicht eingetreten (BGE 136 III 497, E. 2.1; mit 

weiteren Hinweisen auf 5A_470/2009 vom 14. Juli 2009; sowie ferner: Benedikt Seiler, Die Berufung 

nach der Schweizerischen Zivilprozessordnung, Diss. Basel 2011). Entscheidend ist demnach, dass das 

Rechtsschutzinteresse bereits vor Eintritt der Rechtshängigkeit fehlt (Roman Richers/Georg Naegeli in: 

Oberhammer/Domej/Haas [Hrsg.] Kurzkommentar Schweizerische Zivilprozessordnung ZPO, 3. Auf-

lage 2021, Art. 242 N 2). Entfällt hingegen das Rechtschutzinteresse im Laufe des Verfahrens, so ist 

dieses als gegenstandslos abzuschreiben (Pascal Leumann Liebster, in: Sutter/Somm/Hasenböh-

ler/Leuenberger [Hrsg.]: Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung (ZPO), 4. Auflage 2025, 

Art. 242 N 2 ff.). Dies begründet sich unter anderem damit, dass das Rechtsschutzinteresse als allge-

meine Prozessvoraussetzung nicht nur bei Klageeinreichung, sondern auch noch im Zeitpunkt der Ent-

scheidfällung vorliegen muss (BGE 127 III 41, E. 4c), womit eine Klage wegen des erloschenen Rechts-

schutzinteresses nachträglich unzulässig wird (Felix Addor, Die Gegenstandslosigkeit des Rechtsstreits, 

Diss. Bern 1997, S. 64 ff.). Im vorliegenden Fall war das Rechtschutzinteresse der Berufungskläger zum 

Zeitpunkt der Einreichung der Berufung vorhanden, insofern ist ihren diesbezüglichen Ausführungen 

zuzustimmen. Da ein Nichteintretensentscheid durch das initial vorhandene Rechtsschutzinteresse 

ausgeschlossen ist, kann auch das Begehren der Berufungsbeklagten keine Berücksichtigung finden. Es 

bleibt zu klären, ob das Rechtsschutzinteresse mit dem Auszug aus dem Mietobjekt per 1. Oktober 

2025 nachträglich weggefallen ist. 

2.2 

Die Abschreibung eines Verfahrens aufgrund von Gegenstandslosigkeit ist in Art. 242 ZPO geregelt. 

Dort ist von «anderen Gründen» die Rede, die ein Verfahren ohne Entscheid enden lassen (Roman 

Richers/Georg Naegeli in: Oberhammer/Domej/Haas [Hrsg.] Kurzkommentar Schweizerische Zivilpro-

zessordnung ZPO, 3. Auflage 2021, Art. 242 N 1ff.). Zur Klärung der Frage, welche Konstellationen als 

solche Gründe gelten, ist die bundesgerichtliche Rechtsprechung heranzuziehen (Pascal Leumann 

Liebster, a.a.O., Art. 242 N 4) womit zu prüfen bleibt, ob der vorliegende Fall in die geltende Kasuistik 

eingeordnet werden kann. 

 

Seite 6 von 8 
 

2.3 

Das Bundesgericht hat bereits in BGE 85 II 286, 289, E. 2 entschieden, dass der Auszug des Mieters im 

Ausweisungsverfahren einen solchen Grund nach Art. 242 ZPO darstellt. Im Entscheid BGer 

4A_91/2024 vom 22. April 2024, E. 2 bestätigte das Bundesgericht diese Rechtsprechung und führte 

dazu aus: «Es ist somit unbestritten, dass die Beschwerdeführerin das streitbetroffene, von ihr allein 

genutzte Mietobjekt der Beschwerdegegnerin (…) zurückgegeben hat. Nach der bundesgerichtlichen 

Praxis sind Beschwerdeverfahren, welche die Anfechtung der Kündigung sowie die Ausweisung des 

Mieters betreffen, als gegenstandslos abzuschreiben, wenn die Mietpartei zwangsweise aus dem Mie-

tobjekt ausgewiesen wurde oder dieses von sich aus verlassen hat, da mit der Räumung des Mietob-

jekts das Rechtsschutzinteresse an der Beurteilung der Beschwerde dahingefallen ist (Verfügung 

4A_364/2014 vom 18. September 2014 E. 1.1 mit Hinweisen.» Der vorliegende Fall entspricht inhaltlich 

dieser Konstellation: Die Berufungskläger konnten zwar zum Zeitpunkt der Einreichung ihrer Berufung 

grundsätzlich ein genügendes Rechtsschutzinteresse nachweisen. Dieses ist aber durch die Rückgabe 

des streitgegenständlichen Mietobjekts am 1. Oktober 2025 nachträglich erloschen. Die vorliegende 

Berufung ist deshalb mit Hinweis auf die entsprechende Rechtsprechung des Bundesgerichts als ge-

genstandslos abzuschreiben. 

 

3. 

Im Hinblick auf das Begehren der Berufungskläger, einen materiellen Entscheid zu fällen, ist festzuhal-

ten, dass zu den Rechtsfolgen der Abschreibung eines Verfahrens aufgrund von Gegenstandslosigkeit 

gemäss Art. 242 ZPO gehört, dass ein Sachentscheid nach Eintritt der Gegenstandslosigkeit nicht mehr 

möglich ist und einen Prozessentscheid sui generis darstellt (Christoph Leuenberger, Der Endentscheid 

nach Art. 236 und Art. 308 ZPO: wie weit geht die Auslegung in Übereinstimmung mit dem BGG? In: 

SZZP 2015, S. 89 ff.; BGE 116 II 351, 355 E. 3c; BGE 109 II 165, 167, E. 2). Die Wirkung ist vergleichbar 

mit einem Nichteintretensentscheid. Materielle Rechtskraft tritt nur bezüglich der fehlenden Prozess-

voraussetzung ein (Adrian Staehelin/Daniel Staehelin/Pascal Grolimund, Zivilprozessrecht, unter Ein-

bezug des Anwaltsrechts und des internationalen Zivilprozessrechts, 2. Auflage, Zürich 2013, § 24 Rz. 

10). Keine Rechtskraftwirkung tritt in Bezug auf den eingeklagten Anspruch ein (Steck, Basler Kommen-

tar ZPO, Art. 242 N 18). Nach dem Wortlaut von Art. 242 ZPO ist der konstitutive Abschreibungsent-

scheid über die Gegenstandslosigkeit weder berufungs- noch beschwerdefähig, weil das Verfahren 

ohne Entscheid i.S.v. Art. 236 Abs. 1 ZPO beendet wird (Pascal Leumann Liebster, a.a.O., Art. 242 N 7). 

Der Vollständigkeit halber ist darauf hinzuweisen, dass die herrschende Lehre inzwischen davon aus-

geht, dass gegen den Abschreibungsentscheid die Berufung und subsidiär die Beschwerde offenstehen 

(Roman Richers/Georg Naegeli in: Oberhammer/Domej/Haas [Hrsg.] Kurzkommentar Schweizerische 

Zivilprozessordnung ZPO, 3. Auflage 2021, Art. 242 N 12). 

Seite 7 von 8 
 

4. Prozesskosten 

4.1 

Gerichtskosten 

Die Gerichtskosten werden von Amtes wegen festgesetzt und verteilt (Art. 105 Abs. 1 ZPO). Im vorlie-

genden Fall gilt Art. 107 Abs. 1 lit. e ZPO und die Kostenverteilung erfolgt nach richterlichem Ermessen. 

Das Gericht hat dabei zu berücksichtigen, welche Partei Anlass zur Klage gegeben hat, welches der 

mutmassliche Prozessausgang gewesen wäre und bei welcher Partei die Gründe eingetreten sind, die 

dazu geführt haben, dass das Verfahren gegenstandslos wurde (BGer 4A_272/2014 E. 3.1). Ein beson-

deres Beweisverfahren muss dabei nicht stattfinden, es genügt eine summarische Prüfung und Würdi-

gung des aktenkundigen Sach- und Streitgegenstandes zum Zeitpunkt des Erledigungsgrundes (BGer 

5P.120/2003 E. 5.4.). Das Bundesgericht ist in seiner mietrechtlichen Rechtsprechung wiederholt zu-

mindest implizit davon ausgegangen, dass über ein Ausweisungsbegehren im summarischen Verfahren 

um Rechtsschutz in klaren Fällen gemäss Art. 257 ZPO auch dann entschieden werden darf, wenn die 

vorangehende ausserordentliche Kündigung wegen Zahlungsrückstand (Art. 257d OR) vom Mieter ge-

richtlich angefochten wird und das resultierende mietrechtliche Verfahren noch nicht rechtskräftig er-

ledigt ist (BGE 141 III 262 E. 3.2 mit Hinweisen). Zudem haben die Berufungskläger schliesslich die 

streitgegenständliche Wohnung verlassen und damit die Gegenstandslosigkeit des Verfahrens verur-

sacht. Zusammengefasst gelten die Berufungskläger als unterliegend und haben die Gerichtskosten zu 

tragen. Die Entscheidgebühr (Art. 95 Abs. 2 lit. b ZPO) wird bei diesem Ausgang des Verfahrens auch 

CHF 400.00 festgelegt. Die Gerichtskosten werden mit dem von den Berufungsklägern geleisteten Ge-

richtskostenvorschuss von CHF 800.00 verrechnet und der Restbetrag von CHF 400.00 wird ihnen zu-

rückerstattet. 

4.2 

Parteientschädigung 

Die Berufungsbeklagte beantragt eine Parteientschädigung. Ihr Rechtsvertreter reichte auch mit der 

Eingabe vom 8. Oktober 2025 keine Kostennote ein (vgl. Art. 105 Abs. 2 Satz 2 ZPO). Die Höhe der 

Parteientschädigung (Art. 95 Abs. 3 lit. b ZPO) – die sich ebenfalls nach dem kantonalen Tarif richtet 

(Art. 96 und Art. 105 Abs. 2 ZPO) – ist demnach nach richterlichem Ermessen und unter Berücksichti-

gung der konkreten Umstände zu bestimmen. Ebenfalls dem Ausgang des Rechtsmittelverfahrens ent-

sprechend (Art. 106 Abs. 1 ZPO) haben die Berufungskläger der Berufungsbeklagten eine Parteient-

schädigung zu entrichten. Die Parteientschädigung wird ermessensweise auf pauschal CHF 2'000.00 

festgesetzt (Art. 1 Abs. 1 lit. a und Art. 18 ff. Gerichtsgebührenverordnung [GGebV], Art. 29 Abs. 1 i.V.m 

Art. 28 Abs. 4 Gerichtsgebührenreglement [GGebR]). 

Seite 8 von 8 
 

Das Obergericht beschliesst: 

 

1. Die Berufung wird infolge Gegenstandslosigkeit am Geschäftsprotokoll abgeschrieben. 

2. Die Verfahrenskosten des Rechtsmittelverfahrens, bestehend aus  

CHF 400.00 Entscheidgebühr 
 

 

 werden den Berufungsklägern auferlegt und mit dem geleisteten Gerichtskostenvorschuss in der 

Höhe von CHF 800.00 verrechnet. Der Restbetrag von CHF 400.00 wird ihnen zurückerstattet. 

 

3. Die Berufungskläger haben die Berufungsbeklagte mit pauschal CHF 2'000.00 zu entschädigen.  

4. Eröffnung 

- Berufungskläger 

- Berufungsbeklagte 

 

Mitteilung 

- Vorinstanz 

 

OBERGERICHT DES KANTONS URI 

Zivilrechtliche Abteilung 

Die Präsidentin Der Gerichtsschreiber 

 

Altdorf, 20. November 2025 

 

Rechtsmittelbelehrung 

Gegen den Kostenentscheid kann Beschwerde in Zivilsachen gemäss Art. 72 ff. Bundesgerichtsgesetz 

(BGG, SR 173.110) erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen nach der Eröffnung beim Bun-

desgericht, 1000 Lausanne 14, in der in Art. 42 BGG vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die zulässigen Beschwerdegründe richten sich nach den massgebli-

chen Bestimmungen des Bundesgerichtsgesetzes. 

Versand: