# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 102e2aad-1172-5ea6-9746-67b4380dca95
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-05-21
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 21.05.2024 PA240015
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PA240015_2024-05-21.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer  

Geschäfts-Nr.: PA240015-O/U

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden, Vorsitzende, 

Oberrichterin lic. iur. R. Bantli Keller und Oberrichter Dr. M. Sarbach 

sowie Gerichtsschreiberin MLaw T. Rumpel

Urteil vom 21. Mai 2024

in Sachen

A._____, 
Beschwerdeführer

sowie

Psychiatrische Universitätsklinik Zürich, 
Verfahrensbeteiligte

betreffend fürsorgerische Unterbringung

Beschwerde gegen ein Urteil der 10. Abteilung (Einzelgericht) des Bezirks-
gerichtes Zürich vom 3. Mai 2024 (FF240083)

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Erwägungen:

1.  

1.1. Der heute 75-jährige Beschwerdeführer wurde am 26. April 2024 durch den 

anordnenden Arzt, B._____, vom Spital C._____ mittels ärztlicher fürsorgerischen 

Unterbringung in die psychiatrische Universitätsklinik Zürich, Alterspsychiatrie und 

Psychotherapie, Zentrum für Alterspsychiatrische Versorgung (fortan PUK), ein-

gewiesen, nachdem er gleichentags von einer SOS-Ärztin ans Spital C._____ zur 

somatischen Abklärung zugewiesen worden war (act. 5/1). Beim Beschwerdefüh-

rer ist bereits seit 1972 eine schizoaffektive Störung bekannt, wobei er in den letz-

ten 20 Jahren bei Frau Dr. D._____ in ambulanter Behandlung war. Derzeit ist er 

bei Herr Dr. E._____ in (ambulanter) Behandlung. Am 26. April 2024 wollte der 

Beschwerdeführer bei der …-Bank Zürich Fr. 40'000.– abheben, um eine Woh-

nung in F._____ [osteuropäischer Staat] zu kaufen. Als ihm von Bankangestellten 

Fragen gestellt wurden, ist er aggressiv und ausfallend geworden (bzw. in den 

Worten des Beschwerdeführers "ausgetickt"), woraufhin die Polizei verständigt 

wurde. Die Polizei bot in der Folge die oberwähnte SOS-Ärztin auf, woraufhin der 

Beschwerdeführer ins Spital C._____ überwiesen und anschliessend per fürsor-

gerische Unterbringung in die PUK eingewiesen wurde (act. 4; act. 5/1; Prot. Vi. 

S. 12 und 15 f.).

1.2. Gegen die fürsorgerische Unterbringung erhob der Beschwerdeführer mit 

Schreiben vom 28. April 2024 (vgl. act. 1) Beschwerde beim Einzelgericht des Be-

zirksgerichts Zürich, 10. Abteilung (fortan Vorinstanz). Mit Verfügung vom 30. 

April 2024 lud die Vorinstanz zur Anhörung/Hauptverhandlung in den Räumlich-

keiten der PUK auf den 3. Mai 2024 vor, setzte der PUK Frist zur Einreichung der 

wesentlichen Akten an, bestellte Dr. med. G._____ als Gutachter und gab die Er-

stellung eines psychiatrischen Gutachtens über den Beschwerdeführer in Auftrag 

(act. 2). Die PUK reichte der Vorinstanz eine Stellungahme und die Patientenak-

ten des Beschwerdeführers ein (act.  4-6). Anlässlich der vorinstanzlichen Anhö-

rung/Hauptverhandlung vom 3. Mai 2024 wurde der Beschwerdeführer angehört 

und das Gutachten von Dr. med. G._____ sowie eine Stellungnahme des behan-

delnden Arztes der PUK, Dr. med. H._____, eingeholt (Prot. Vi. S. 7 ff.). Ebenso 

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reichte der behandelnde Arzt der PUK, Dr. med. H._____, den Behandlungsplan 

und den Verlaufsbericht zu den Akten (Prot. Vi. S. 28; act. 7-8). Mit (begründe-

tem) Urteil vom 3. Mai 2024 wies die Vorinstanz die Beschwerde des Beschwer-

deführers ab, begrenzte die Fortdauer der fürsorgerischen Unterbringung jedoch 

bis 31. Mai 2024 (act. 10 = act. 17, fortan zitiert als act. 17).

Mit Formular vom 6. Mai 2024 reichte die Vorinstanz bei der Kindes- und 

Erwachsenenschutzbehörde des Bezirks Dietikon (fortan KESB) eine Gefähr-

dungsmeldung zur Prüfung einer Beistandschaft, insbesondere hinsichtlich finan-

zieller Belange, ein (act. 12-13). Ebenso reichte die Vorinstanz gleichentags bei 

der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat Strafanzeige infolge Verdachts auf straf-

bare Handlungen gegen das Vermögen des Beschwerdeführers ein (act. 11).

1.3. Gegen den vorinstanzlichen Entscheid erhob der Beschwerdeführer mit – 

an die Vorinstanz adressierte – Eingabe vom 10. Mai 2024 (Datum Poststempel) 

Beschwerde, die zuständigkeitshalber an die Kammer weitergeleitet wurde 

(act. 18). Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen (act. 1-15). Von der Ein-

holung von Stellungnahmen ist abzusehen (§ 66 Abs. 1 EG KESR). Das Verfah-

ren erweist sich als spruchreif.

2.  

2.1. Der Kanton Zürich sieht für die Beurteilung der fürsorgerischen Unterbrin-

gung (Art. 426 ff. ZGB) ein zweistufiges Verfahren mit erstinstanzlicher Zuständig-

keit der Einzelgerichte der Bezirksgerichte und der zweitinstanzlichen Zuständig-

keit des Obergerichtes vor (§ 62 Abs. 1 und § 64 EG KESR; § 30 GOG). Mangels 

ausdrücklicher Regelung im Bundesrecht untersteht das zweitinstanzliche Verfah-

ren vor Obergericht dem kantonalen Recht (vgl. Art. 450f ZGB; vgl. BGer 

5A_112/2015 vom 17. Dezember 2015 E. 2.1. m.w.H.). Gemäss § 40 EG KESR 

richtet sich das Verfahren vor beiden gerichtlichen Beschwerdeinstanzen primär 

nach den Bestimmungen des ZGB und des EG KESR. Enthalten diese Gesetze 

keine Bestimmungen, gelten für die Verfahren die Bestimmungen des GOG (§ 40 

Abs. 2 EG KESR) und subsidiär die Bestimmungen der ZPO sinngemäss (§ 40 

Abs. 3 EG KESR). Bei einem Entscheid auf dem Gebiet der fürsorgerischen Un-

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terbringung beträgt die Beschwerdefrist zehn Tage seit Mitteilung des Entscheids 

(Art. 450b Abs. 2 ZGB). Die Beschwerde hat schriftlich zu erfolgen, wobei eine 

schriftliche Begründung nicht vorausgesetzt wird.

2.2. Die gerichtlichen Beschwerdeinstanzen erforschen den Sachverhalt von 

Amtes wegen (sog. uneingeschränkte Untersuchungsmaxime; Art. 446 Abs. 1 

ZGB i.V.m. § 65 EG KESR). Bei der Prüfung, ob die Voraussetzungen der fürsor-

gerischen Unterbringung erfüllt sind, verfügt die Beschwerdeinstanz über volle 

Kognition. Im Rahmen der fürsorgerischen Unterbringung geht es damit nicht 

bloss um die Rechtskontrolle des vorinstanzlichen Entscheids. Vielmehr hat die 

zweite Beschwerdeinstanz selbstständig zu prüfen, ob die Voraussetzungen für 

eine Massnahme nach den Art. 426 ff. ZGB erfüllt sind (OGer ZH PA220001 vom 

14. Januar 2022 E. 2.2).

2.3. Nach Art. 450e Abs. 3 ZGB muss bei psychischen Störungen gestützt auf 

ein Gutachten einer sachverständigen Person entschieden werden. Das in Beach-

tung von Art. 450e Abs. 3 ZGB einzuholende Gutachten hat es der Beschwerdein-

stanz zu ermöglichen, die sich aus Art. 426 Abs. 1 ZGB ergebenden Rechtsfragen 

zu beantworten. Das Gutachten hat sich insbesondere über den Gesundheitszu-

stand der betroffenen Person, aber auch darüber zu äussern, wie sich allfällige 

gesundheitliche Störungen hinsichtlich der Gefahr einer Selbst- bzw. Drittgefähr-

dung oder einer Verwahrlosung auswirken können und ob sich daraus ein Hand-

lungsbedarf ergibt. Im Weiteren hat die begutachtende Person Antwort darauf zu 

geben, ob aufgrund des festgestellten Handlungsbedarfs eine stationäre Behand-

lung bzw. Betreuung unerlässlich ist. Dabei ist auch darüber Auskunft zu geben, 

ob die betroffene Person über glaubwürdige Krankheits- und Behandlungseinsicht 

verfügt und ob ein geeigneter Behandlungsplan sowie eine geeignete Einrichtung 

vorhanden sind (BGE 143 III 189 E. 3.3).

2.4. Der Beschwerdeführer hält in der rechtzeitig (vgl. Empfangsschein zu 

act. 10 zur Rechtzeitigkeit) erhobenen Beschwerde insbesondere fest, er wolle 

umgehend in die Freiheit entlassen werden (act. 18). Die Beschwerde genügt den 

erwähnten gesetzlichen Anforderungen. Ebenso entspricht das Gutachten den er-

forderlichen Voraussetzungen.

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3.  

3.1. Eine (natürliche) Person, die an einer psychischen Störung oder an einer 

geistigen Behinderung leidet oder schwer verwahrlost ist, darf in einer geeigneten 

Einrichtung untergebracht werden, wenn die nötige Behandlung oder Betreuung 

nicht anderweitig erfolgen kann (Art. 426 Abs. 1 ZGB). Dabei sind auch die Belas-

tung und der Schutz von Angehörigen und Dritten zu berücksichtigen. Die betrof-

fene Person muss entlassen werden, sobald die Voraussetzungen für die Unter-

bringung nicht mehr erfüllt sind (Art. 426 Abs. 2 und Abs. 3 ZGB).

Eine fürsorgerische Unterbringung setzt neben dem Vorhandensein eines 

materiellen Einweisungsgrundes voraus, dass eine besondere Schutzbedürftigkeit 

besteht, die eine nur in einer Einrichtung erbringbare Behandlung und Betreuung 

erforderlich macht. Die fürsorgerische Unterbringung stellt einen schweren Eingriff 

in die persönliche Freiheit der betroffenen Person dar. Sie hat deshalb stets dem 

Grundsatz der Verhältnismässigkeit zu genügen, wonach keine weniger ein-

schneidende Massnahme zum Schutz der betroffenen Person zur Verfügung ste-

hen darf, die fürsorgerische Unterbringung zur Wiedererlangung von Selbststän-

digkeit geeignet sein muss und der Freiheitsentzug als angemessen zu erschei-

nen hat (vgl. BSK ZGB I-GEISER/ETZENSBERGER, 7. Aufl. 2022, Art. 426 N 22 ff.; 

Botschaft zur Änderung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches [Erwachsenen-

schutz, Personenrecht und Kindesrecht], BBl 2006, S. 7001 ff., S. 7062, nachfol-

gend zitiert als Botschaft Erwachsenenschutz).

3.2. Schwächezustand

3.2.1. Voraussetzung der fürsorgerischen Unterbringung ist zunächst das Vorlie-

gen eines Schwächezustandes. Die möglichen Schwächezustände werden dabei 

in Art. 426 Abs. 1 ZGB abschliessend aufgeführt: psychische Störung, geistige 

Behinderung oder schwere Verwahrlosung (vgl. BSK ZGB I-GEISER/ETZENSBER-

GER, a.a.O., Art. 426 N 12). Bei psychischen Störungen handelt es sich um erheb-

liche, objektiv feststellbare Abweichungen vom normalen Erleben oder Verhalten, 

wobei Denken, Fühlen und Handeln betroffen sind. Damit von einer psychischen 

Störung gesprochen werden kann, muss ein Krankheitsbild vorliegen, welches er-

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hebliche Auswirkungen auf das soziale Funktionieren des Patienten hat. Massge-

blich ist, ob die betroffene Person ihre Entscheidungsfreiheit behalten hat und am 

sozialen Leben teilnehmen kann. Eine soziale Störung allein reicht mit anderen 

Worten für das Feststellen einer psychischen Störung nicht aus (vgl. BSK ZGB I-

GEISER/ETZENSBERGER, a.a.O., Art. 426 N 15 f.).

3.2.2. Der Gutachter Dr. med. G._____ hielt in seinem Gutachten fest, dass beim 

Beschwerdeführer fraglos eine bipolare affektive Störung und damit eine schwere 

(psychische) Störung im medizinischen Sinne vorliege. Der Beschwerdeführer sei 

noch leicht maniform (Prot. Vi. S. 19).

3.2.3. Die behandelnden Ärzte der PUK, Dr. med. H._____ und Dr. med. I._____, 

gehen von einer bipolaren affektiven Störung mit gegenwärtig manischer Episode 

und psychotischen Symptomen aus (act. 4 S. 1).

3.2.4. Auch der zuständige Arzt des Spitals C._____, B._____, hielt anlässlich der 

FU-Einweisung fest, es bestehe beim Beschwerdeführer anamnestisch seit 1972 

eine schizoaffektive Störung mit aktuell schizomanischer Episode (act. 5/1).

3.2.5. In Übereinstimmung mit der Vorinstanz (act. 17 E. 2) und gestützt auf das 

Gutachten (Prot. Vi. S. 19) sowie die Einschätzung der weiteren Fachpersonen 

(act. 4; act. 5/1) ist beim Beschwerdeführer von einer psychischen Störung in 

Form einer bipolaren affektiven Störung mit gegenwärtig manischer Episode und 

damit von einem Schwächezustand im Sinne von Art. 426 Abs. 1 ZGB auszuge-

hen.

3.3. Schutzbedürfnis und Verhältnismässigkeit

3.3.1. Für die fürsorgerische Unterbringung in einer Einrichtung wird überdies vor-

ausgesetzt, dass die Betreuung oder die Behandlung der betroffenen Person nö-

tig ist und nicht anders, namentlich mit milderen Massnahmen, als durch die für-

sorgerische Unterbringung erfolgen kann (vgl. Art. 426 Abs. 1 ZGB). Mit anderen 

Worten muss die betroffene Person eines besonderen Schutzes bedürfen, der 

eben nur mit einer Freiheitsentziehung erbracht werden kann; die Freiheitsentzie-

hung muss die persönliche Fürsorge für die betroffene Person sicherstellen. 

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Diese umfasst einerseits therapeutische Massnahmen und andererseits jede 

Form von Betreuung, derer eine Person für ein menschenwürdiges Dasein bedarf. 

Darunter fallen insbesondere elementare Bedürfnisse wie Essen, Körperpflege 

und Kleidung. Die Behandlung kann auch eine körperliche Krankheit betreffen, 

sofern dafür eine Freiheitsentziehung notwendig erscheint. Dem Schutz der Um-

gebung kommt nur, aber immerhin, eine subsidiäre Bedeutung zu (Art. 426 Abs. 2 

ZGB). Eine Fremdgefährdung ist damit weder eine Unterbringungsvoraussetzung, 

noch vermag sie für sich alleine eine fürsorgerische Unterbringung zu rechtferti-

gen. Der Schutz und die Belastung anderer Personen darf jedoch in die Beurtei-

lung miteinbezogen werden (vgl. zum Ganzen BSK ZGB I-GEISER/ETZENSBERGER, 

a.a.O., Art. 426 N 8 ff., N 22 ff. und N 41 ff.).

Zusammengefasst stellt sich somit die Frage, mit welchen konkreten Ge-

fahren für die Gesundheit oder das Leben des Beschwerdeführers bzw. von Drit-

ten zu rechnen ist, wenn die Behandlung der gutachterlich festgestellten Krank-

heit bzw. die Betreuung unterbleibt, und wie sich allfällige gesundheitliche Störun-

gen hinsichtlich der Gefahr einer Selbst- bzw. Drittgefährdung oder einer Ver-

wahrlosung auswirken können sowie ob sich daraus ein Handlungsbedarf ergibt. 

Ist ein Handlungsbedarf festgestellt, ist sodann zu klären, ob aufgrund dessen 

eine stationäre Behandlung bzw. Betreuung im Rahmen einer fürsorgerischen Un-

terbringung unerlässlich ist.

3.3.2. Gemäss Gutachten von Dr. med. G._____ sei der Beschwerdeführer soweit 

ausgeglichen. Er sei noch leicht maniform, ein bisschen angetrieben, distanzarm, 

logorrhoisch, reizoffen und sprunghaft. Dies gehöre zum Krankheitsbild. Es wäre 

aus Sicht des Gutachters wünschenswert, wenn der Beschwerdeführer noch ein 

wenig in der PUK bleiben würde, jedoch sei das Erfordernis nicht mehr unbedingt 

gegeben. Es sei von der Geeignetheit der PUK auszugehen. Der Behandlungs-

plan sei grundsätzlich vernünftig, lasse sich aber infolge der Ablehnung des Be-

schwerdeführers zur Einnahme von Psychopharmaka nicht umsetzen. Er (der 

Gutachter) denke, der Beschwerdeführer sei weder suizidgefährdet, noch fremd-

gefährlich. In Bezug auf das Vermögen des Beschwerdeführers habe er ein wenig 

Angst, dass der Beschwerdeführer über den Tisch gezogen werde. Die Einset-

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zung einer Beistandsperson komme in Frage. Abgesehen von den Risiken für das 

Vermögen, erachte er die Risiken als relativ gering. Mit Blick auf die Zeit nach der 

Entlassung erscheine der Beschwerdeführer als idealer Kandidat für ein Depot-

präparat, was wegen den Rehospitalisierungen geeignet wäre, der Beschwerde-

führer jedoch ablehnen würde (Prot. Vi. S. 19 ff.).

3.3.3. Die behandelnden Ärzte der PUK, Dr. med. H._____ und Dr. med. I._____, 

führten in der Stellungnahme vom 2. Mai 2024 aus, der Beschwerdeführer habe 

während der momentanen stationären Behandlung wiederholt die somatische und 

antimanische Medikation abgelehnt. Es zeige sich unverändert ein manisches 

Verhalten bei fehlender Krankheitseinsicht mit intermittierenden Bedrohung ge-

genüber Pflege- und ärztlichem Personal sowie tätlicher Aggressivität (Wasserfla-

sche nach Personal schmeissen), sodass eine notfallmässige Isolation notwendig 

geworden sei. Infolge der Manie und der hohen Geldausgaben zugunsten von für 

ihn bis vor kurzem unbekannte Personen in F._____ bestehe der hochgradige 

Verdacht, dass der Beschwerdeführer Betrugsopfer sei. Daher sei von der KESB 

eine Beistandschaft zu prüfen, denn im Rahmen der manischen Symptomatik 

scheine der Beschwerdeführer dies nicht selber beurteilen zu können. Der Be-

schwerdeführer zeige sich psychopathologisch weiterhin eingeengt, sprunghaft, 

mit wahnhaften Verkennungen und Störung der Impulskontrolle sowie leichter Af-

fektlabilität. Es bestehe ein dringender Handlungsbedarf. Es bedürfe einer medi-

kamentösen Einstellung sowie diagnostischer Abklärungen. Ein Austritt in die be-

stehenden Verhältnisse werde als mindestens finanziell schädigend erachtet. Bei 

einem sofortigen Austritt ohne Behandlung müsse von einer erneut resultierenden 

Exazerbation der bereits manischen Erkrankung mit drohender Eigengefährdung 

ausgegangen werden (act. 4).

Anlässlich der vorinstanzlichen Verhandlung vom 3. Mai 2024 führte Dr. 

med. H._____ aus, dass sich die Behandlung in der PUK nicht nur auf Pharmako-

therapie beschränke, sondern sich die Therapie auch auf den Beziehungsaufbau, 

Gesamttherapie mit Aktivierungstherapie und Arztgesprächen beziehe. Über den 

Beziehungsaufbau habe man wahrscheinlich die Medikamenteneinnahme erwir-

ken können. Obwohl derzeit nur eine Gefährdung finanzieller Art bestehe, sei se-

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kundär sicherlich eine Selbstgefährdung zu befürchten. Es habe 2015 eine ähnli-

che Situation gegeben, als der Beschwerdeführer ebenfalls in der PUK behandelt 

worden sei. Die Tochter des Beschwerdeführers habe bestätigt, dass er grosse 

Reue und Scham empfunden habe, als er aus dieser manischen Phase heraus-

gekommen sei. Wenn man in einer manischen Phase sei, fühle man sich wohl 

und könne man die Hälfte des Vermögens für Personen ausgeben, die man erst 

zwei Monate lang kenne. Komme man jedoch aus dieser Phase heraus, könne es 

einen umso stärker treffen. Wenn die gesamte Altersvorsorge nicht mehr vorhan-

den sei, sei sekundär mit selbstgefährdenden Situationen zu rechnen. Dies be-

fürchte auch die Familie des Beschwerdeführers (Prot. Vi. S. 23 f.).

3.3.4. Dem Eintrittsbericht der PUK vom 26. April 2024 ist zu entnehmen, dass 

der Beschwerdeführer immer wieder Kontakt zur "J._____" (Paraphe) suche, 

diese beleidige und drohe. Es bestehe deutliche Fremdaggression bzw. -gefähr-

dung. Es steht von verbaler Aggression / Beschimpfung, Drohung und Tätlichkei-

ten gegen Personen (Flasche geworfen) geschrieben (act. 5/2).

3.3.5. Aus dem Behandlungsplan vom 29. April 2024 ist ersichtlich, dass dem Be-

schwerdeführer einerseits im Rahmen einer pharmakotherapeutischen Behand-

lung verschiedene Medikamente abgegeben werden. Andererseits sei aber auch 

eine psychotherapeutische sowie eine soziotherapeutische Behandlung und eine 

nähere Diagnostik geplant. Es wird festgehalten, dass der Beschwerdeführer 

keine Behandlung wünsche und die Medikation ablehne (act. 7).

3.3.6.  Aus dem Gesagten geht hervor, dass der Gutachter und die behandelnden 

Ärzte sich mit Bezug auf die besondere Schutzbedürftigkeit des Beschwerdefüh-

rers und die Verhältnismässigkeit der fürsorgerischen Unterbringung nicht einig 

sind. Übereinstimmend gehen sie davon aus, dass bei einer Entlassung in erster 

Linie mit einer Gefährdung finanzieller Art zu rechnen sei. Dass der Beschwerde-

führer erst vor kurzem bereits einen Betrag von Fr. 80'000.– für eine Herzopera-

tion und eine Lebertransplantation der Mutter von Frau K._____, die er seit rund 

zwei Monaten kenne und im Juni 2024 kirchlich heiraten wolle, nach F._____ 

überwies und kurz darauf versuchte, weitere Fr. 40'000.– abzuheben, bestätigte 

der Beschwerdeführer anlässlich der vorinstanzlichen Verhandlung (Prot. Vi. 

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S. 10 und 15 ff.). Gleichzeitig gab er an, von einer (monatlichen) AHV-Rente von 

Fr. 1'996.– zu leben und über ein Vermögen von Fr. 150'000.– zu verfügen (Prot. 

Vi. S. 8 und 16 f.). Von einer derzeitigen finanziellen Gefährdung während der 

manischen Episode ist gestützt auf die Akten auszugehen. Es ist zu begrüssen, 

dass die Vorinstanz der KESB infolgedessen – insbesondere zur Prüfung einer 

Beistandschaft – eine Gefährdungsmeldung zukommen liess (vgl. act. 12-13).

3.3.7. Anders als die behandelnden Ärzte, die nebst der Erwähnung von fremdge-

fährdendem Verhalten des Beschwerdeführers zudem auch von einer drohenden 

Selbstgefährdung ausgehen (vgl. act. 4; Prot. Vi. S. 24), stellte der Gutachter fest, 

dass der Beschwerdeführer weder suizidgefährdet noch fremdgefährlich sei. Er 

erachte die Risiken – ausser für das Vermögen – als relativ niedrig. Die betreuen-

den Personen, auch das Hotelpersonal in L._____ und die Freundin sowie das 

übrige soziale Umfeld hätten (bei einer Entlassung) nichts vom Beschwerdeführer 

zu befürchten. Auch wenn ein weiterer Verbleib in der – vorliegend geeigneten – 

PUK wünschenswert wäre, sei das Erfordernis nicht mehr unbedingt gegeben, zu-

mal sich auch der Behandlungsplan infolge Ablehnung durch den Beschwerdefüh-

rer nicht umsetzen lasse (Prot. Vi. S. 19 ff.). Es ist nicht ersichtlich, weshalb nicht 

auf das eingeholte Gutachten abzustellen wäre, zumal der behandelnde Arzt, Dr. 

med. H._____, anlässlich der vorinstanzlichen Verhandlung festhielt, kein Fach-

arzt für Psychiatrie und daher mit Blick auf die Qualifikation der Psychiatrie nicht 

auf Augenhöhe zu sein (Prot. Vi. S. 23). Es fällt auf, dass sich die behandelnden 

Ärzte der PUK nicht konkret zur Frage der Erforderlichkeit der fürsorgerischen Un-

terbringung bzw. der stationären Behandlung und Betreuung äusserten. Den Stel-

lungnahmen ist einzig zu entnehmen, dass von drohender sekundärer Eigenge-

fährdung auszugehen sei, wenn ein Grossteil des Vermögens weg sei und darauf-

hin Reue und Scham aufkomme (act. 4; Prot. Vi. S. 24). Eine nähere Konkretisie-

rung dieser angenommenen Gefährdungssituationen ist den Akten nicht zu ent-

nehmen. Es gibt zwar mit Blick auf eine Fremdgefährdung Anhaltspunkte, dass 

der Beschwerdeführer in der Klinik gegenüber Personal schon drohend bzw. ver-

bal aggressiv gewesen sei und einmal eine Wasserflasche nach dem Personal 

geschmissen habe. Dies scheint jedoch zu Beginn des Klinikaufenthalts gewesen 

zu sein (vgl. act. 4; act. 5/2), wobei auch anlässlich der vorinstanzlichen Verhand-

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lung keine weiteren Vorfälle erwähnt wurden. Insbesondere geht denn auch her-

vor, dass der Beschwerdeführer gemäss Gutachten im Moment des Gutachtens 

bereits soweit ausgeglichen gewesen sei. Es ist mit dem Gutachter davon auszu-

gehen, dass – mit Ausnahme der drohenden finanziellen Gefährdung – bei einer 

Entlassung aktuell keine akute Selbst- oder Fremdgefährdung zu befürchten ist. 

Eine fürsorgerische Unterbringung des Beschwerdeführers erscheint daher grund-

sätzlich nicht mehr erforderlich. Da – wie bereits erwähnt (vgl. obige E. 3.3.6) –

eine finanzielle Gefährdung des Beschwerdeführers droht, die es zu verhindern 

gilt, ist der KESB eine Frist bis 23. Mai 2024 zu belassen, um die notwendigen er-

wachsenenschutzrechtlichen Massnahmen (vgl. Gefährdungsmeldung vom 6. Mai 

2024, vgl. act. 12-13) zu prüfen und gegebenenfalls anzuordnen, worüber die Kli-

nik umgehend zu informieren wäre. Daher rechtfertigt es sich, die fürsorgerische 

Unterbringung mit einer kurzen Übergangsfrist aufzuheben. Der Beschwerdefüh-

rer ist damit frühestens bei Anordnung einer Massnahme durch die KESB, spätes-

tens jedoch am 24. Mai 2024 aus der PUK zu entlassen.

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4. Ausgangsgemäss fällt die Entscheidgebühr für das zweitinstanzliche Ver-

fahren ausser Ansatz. Eine Prozessentschädigung ist nicht zuzusprechen.

Es wird erkannt:

1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird das vorinstanzliche Urteil 

des Bezirksgerichts Zürich, 10. Abteilung - Einzelgericht, vom 3. Mai 2024 

aufgehoben.

2. Die fürsorgerische Unterbringung wird spätestens per 24. Mai 2024 aufgeho-

ben. Der KESB des Bezirks Dietikon wird Gelegenheit gegeben, bis spätes-

tens am 23. Mai 2024 allfällige erwachsenenschutzrechtlichen Massnahmen 

zu prüfen und gegebenenfalls anzuordnen.

3. Die Entscheidgebühr für das zweitinstanzliche Verfahren fällt ausser Ansatz.

4. Eine Prozessentschädigung wird nicht zugesprochen.

5. Schriftliche Mitteilung an den Beschwerdeführer, die KESB des Bezirks 

Dietikon und die involvierte Klinik (an beide vorab per E-Mail; mit besonde-

rem Hinweis auf Dispositiv-Ziffer 2 und E. 3.3.7), sowie – unter Rücksen-

dung der vorinstanzlichen Akten – an das Einzelgericht des Bezirksgerichts 

Zürich, 10. Abteilung, je gegen Empfangsschein.

6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist 
innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesge-
richt, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen 

Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).

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Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. 

Es handelt sich um eine nicht vermögensrechtliche Angelegenheit. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung.

Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer

i.V. Der Gerichtsschreiber:

MLaw S. Widmer

versandt am:
21. Mai 2024