# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 22468036-594c-545e-b227-125059c506b8
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2022-03-28
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 28.03.2022 C-4532/2019
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-4532-2019_2022-03-28.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung III 

C-4532/2019 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 8 .  M ä r z  2 0 2 2  

Besetzung 
 Richterin Viktoria Helfenstein (Vorsitz), 

Richter Beat Weber, Richter Christoph Rohrer,    

Gerichtsschreiber Roger Stalder. 
 

 
 

Parteien 
 A._______, (USA), 

vertreten durch lic. iur. Christian Haag, Rechtsanwalt,  

Beschwerdeführer,  

 
 

 
gegen 

 
 

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,  

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 Invalidenversicherung (IV), Rentenanspruch,  

Verfügung vom 28. August 2019. 

 

 

 

C-4532/2019 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der 1990 geborene US-amerikanische Staatsbürger A._______ (im Fol-

genden: Versicherter oder Beschwerdeführer) war ab 2011 in der Schweiz 

als professioneller Eishockeyspieler in verschiedenen Klubs tätig und leis-

tete Beiträge an die obligatorische Alters-, Hinterlassenen- und Invaliden-

versicherung (AHV/IV). Während seines vom 1. Juli 2015 bis 30. April 2017 

befristeten Engagements in der Organisation der B._______ AG (im Fol-

genden auch: B._______) wurde er im National League Meisterschafts-

spiel zwischen den B._______ und dem C._______ vom (…) 2015 vom 

Kanadier D._______ auf offenem Eis gegen den Kopf-/Halsbereich ge-

checkt; letzterer wurde daraufhin mit Entscheid der E._______ vom (…) 

2015 für die Dauer von fünf Meisterschaftsspielen gesperrt (Akten [im Fol-

genden: act.] der Invalidenversicherungs-Stelle für Versicherte im Ausland 

[im Folgenden: IVSTA, Beschwerdegegnerin oder Vorinstanz] 13, 52, 77, 

126, 145 S. 112). Der behandelnde Facharzt diagnostizierte zufolge dieses 

Checks in somatischer Hinsicht ein postkommotionelles Syndrom bei ei-

nem Status nach einer Commotio cerebri (act. 20 S. 1), und der Versicherte 

musste seine Karriere als Eishockeyprofi beenden (act. 35 S. 2, 39). 

B.  

B.a Am 11. Juli 2016 sandte das F._______ der AHV-Zweigstelle in (…) 

ausgefüllte und unterzeichnete "Meldeformular für Erwachsene: Früherfas-

sung" (act. 3 S. 1 bis 4 und act. 5). Nachdem diese Dokumente am 18. Juli 

2016 zur Erledigung an die IV-Stelle des Kantons G._______ (im Folgen-

den: IV G._______) übermittelt (act. 3 S. 5) wurden und diese die 

B._______ mit Schreiben vom 2. August 2016 über die Notwendigkeit einer 

Anmeldung bei der Invalidenversicherung (IV) informiert hatte (act. 6), ging 

das entsprechende Anmeldeformular am 29. August 2016 bei der IV 

G._______ ein (act. 7). Nach Vorliegen der Berichte der Klinik H._______ 

vom 20. April 2017 (act. 20; vgl. auch act. 21) und des I._______ Center 

der J._______ Klinik vom 24. Juli 2017 (act. 27) empfahl med. pract. 

K._______ vom Regionalen Ärztlichen Dienst (im Folgenden: RAD) am 8. 

August 2017 (act. 30) die Einholung sämtlicher ärztlicher Berichte sowie 

des neurologischen Gutachtens (act. 30). Nachdem der Versicherte der IV 

G._______ mit E-Mail vom 2. Oktober 2017 mitgeteilt hatte, dass er seine 

Zukunft in den USA sehe (act. 39), wies diese mit Entscheid vom 19. Ok-

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tober 2017 das Leistungsbegehren auf berufliche Eingliederungsmassnah-

men ab (act. 42). In der Folge wurden die Akten am 20. Oktober 2017 zu-

ständigkeitshalber an die IVSTA übermittelt (act. 43 bis 48). 

B.b Nach Erhalt zahlreicher, insbesondere medizinischer Unterlagen 

bzw. der Akten der IV G._______ (act. 55 bis 73) gab Dr. med. L._______, 

Facharzt für Allgemeine Medizin, vom RAD am 16. November 2017 eine 

Stellungnahme ab (act. 74). Nachdem der Versicherte mit der IVSTA kom-

muniziert hatte (act. 80, 82) und am 4. Januar 2018 ein weiterer Bericht 

des I._______ Center vom 29. Dezember 2017 bei der IVSTA eingegangen 

war (act. 83), nahm Dr. med. L._______ mit Datum vom 10. Januar 2018 

erneut Stellung (act. 85). Daraufhin verlangte die IVSTA am 16. Februar 

2018 bei Dr. med. M._______ einen Bericht (act. 90, 91). Nach weiteren 

Korrespondenzen zwischen der IVSTA und dem Versicherten resp. dessen 

Rechtsvertreterin sowie Dr. M._______ (act. 93 bis 105) erstellte letzterer 

am 9. Mai 2018 seinen Bericht (act. 106). Nach erfolgter Würdigung dieses 

Dokuments am 4. Juni 2018 durch den RAD-Arzt Dr. L._______ (act. 112) 

gab auch Dr. med. N._______, Facharzt für Psychiatrie und Psychothera-

pie, vom RAD am 4. August 2018 eine Stellungnahme ab (act. 120). In 

Kenntnis des Fragebogens Arbeitgeber vom 30. August 2018 (act. 126) so-

wie der Akten des Unfallversicherers (act. 136 bis 145) wurde der in diesen 

Dokumenten befindliche Bericht des I._______ Center in (…) vom 14. Sep-

tember 2018 (act. 143 S. 58 bis 60) am 25. März und 9. April 2019 von den 

Dres. med. N._______ und O._______, Fachärztin für Neurologie, vom IV-

internen medizinischen Dienst gewürdigt (act. 147 bis 150). Gestützt auf 

den Einkommensvergleich vom 13. Mai 2019 (act. 152) sowie weitere An-

gaben der Arbeitgeberin vom 14. Mai 2019 (act. 153 bis 154) stellte die 

IVSTA dem Versicherten mit Vorbescheid vom 22. Mai 2019 mit Wirkung 

ab 1. Februar 2017 eine halbe IV-Rente in Aussicht (act. 155).  

B.c Nachdem der Rechtsvertreter des Versicherten, Rechtsanwalt lic. iur. 

Haag, am 19. Juli 2019 um Mitteilung der ungefähren Rente im Sinne einer 

provisorischen Vorausberechnung gebeten hatte (act. 158, 171 und 171), 

erliess die IVSTA am 6. August 2019 einen dem Vorbescheid vom 22. Mai 

2019 im Ergebnis entsprechenden Beschluss (act. 174). Nachdem der Un-

fallversicherer dem Versicherten nach Abschluss der Vergleichsvereinba-

rung mit – soweit ersichtlich – unangefochten in Rechtskraft erwachsener 

Verfügung vom 6. August 2019 einen Pauschalbetrag von Fr. 264'000.- aus 

der obligatorischen Unfallversicherung und einen Pauschalbetrag von 

Fr. 31'000.- aus der UVG-Zusatzversicherung ausgerichtet hatte (act. 178), 

erliess die IVSTA am 28. August 2019 betreffend den Leistungsanspruch 

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des Versicherten auf eine halbe Rente mit Wirkung ab 1. Februar 2017 die 

beschwerdefähige Verfügung (act. 180). 

C.  

C.a Hiergegen liess der Versicherte durch seinen Rechtsvertreter beim 

Bundesverwaltungsgericht mit Eingabe vom 6. September 2019 Be-

schwerde erheben und beantragen, die Verfügung vom 28. August 2019 

sei aufzuheben und die Beschwerdegegnerin habe dem Beschwerdeführer 

eine ganze Rente auszurichten (act. im Beschwerdeverfahren [im Folgen-

den: B-act.] 1). 

Zur Begründung liess der Beschwerdeführer zusammengefasst vorbrin-

gen, die Beschwerdegegnerin gehe von einem Valideneinkommen von 

Fr. 160'000.- aus, was zu tief sei. Das massgebliche durchschnittliche Jah-

reseinkommen betrage Fr. 264'492.-. Bereits dies zeige, dass das ange-

nommene Valideneinkommen sehr tief sei. Zudem habe der Versicherte 

laut act. 72 in den Jahren vor dem Unfall (2011 bis 2015) deutlich höhere 

Löhne erzielt. Der Durchschnitt sei in act. 49 berechnet worden, und die 

Beschwerdegegnerin habe ein Durchschnittseinkommen von Fr. 226'233.- 

ermittelt. Gemäss act. 121 habe der Bruttolohn im Jahr des Unfalls bei 

Fr. 163'862.- gelegen. Auch dieser Wert liege höher. Das Valideneinkom-

men sei damit mit Fr. 264'492.-, eventualiter mit Fr. 226'233.- oder sube-

ventualiter mit Fr. 163'862.- zu bemessen. Es überzeuge nicht, dass auf 

einen Leidensabzug verzichtet werde und die Beschwerdegegnerin für das 

Invalideneinkommen mit der LSE rechne. Der Beschwerdeführer habe für 

das Kompetenzniveau 1 keinerlei Ausbildung oder Praxiserfahrung. Er sei 

unfallbedingt erheblich eingeschränkt, sowohl qualitativ als auch quantita-

tiv. Damit sei es unmöglich nachzuweisen, dass er für eine konkrete, lei-

densangepasste Stelle die am besten geeignete Person sei. Entsprechend 

könne er in der Schweiz auch keine Arbeitsbewilligung erhalten. Was illegal 

wäre, sei nicht zumutbar. Entsprechend dürfe dem Beschwerdeführer be-

züglich des schweizerischen Arbeitsmarktes kein Invalideneinkommen an-

gerechnet werden. Im Tieflohnbereich für Ungelernte seien in den USA 

deutlich tiefere Löhne als gemäss der LSE erzielbar. Zudem sei der Be-

schwerdeführer der deutschen Sprache nicht mächtig. In der Schweiz habe 

er ausserhalb seiner Berufstätigkeit als Eishockeyspieler keinerlei Berufs-

erfahrung und keine hier anerkannte Berufsausbildung. Darüber hinaus be-

stünden massive gesundheitsbedingte Einschränkungen. Die unfallbe-

dingten Einschränkungen limitierten den Beschwerdeführer auch in einer 

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angepassten Erwerbstätigkeit. Dasselbe ergebe sich aus einer neurologi-

schen Beurteilung zuhanden der Unfallversicherung vom 11. Dezember 

2018. Der Beschwerdeführer sei in mehreren kognitiven Teilfunktionen 

deutlich eingeschränkt. Entsprechend bestehe tendenziell eine leichte bis 

mittelgradig neuropsychologische Störung. Der Grad der Arbeitsunfähig-

keit liege im Sinne eines Richtwerts bei 30 % bis 50 %. Dabei sei die Funk-

tionsfähigkeit unter den meisten beruflichen Anforderungen leicht einge-

schränkt, je nach Beruf sei die Einschränkung mittelgradig. Es sei nicht 

justiziabel beurteilt worden, ob die neurologische Aktenbeurteilung von 

Dr. P._______ im Auftrag des Unfallversicherers neutral oder eher einseitig 

zu dessen Gunsten ausgefallen sei. Dies ändere aber nichts daran, dass 

die neurologische Aktenbeurteilung des Dr. P._______ tendenziell ver-

harmlosend sei. Vor allem aber zeige dies, dass aufgrund der Verletzungen 

der Beschwerdeführer auch in einer leichten und angepassten Tätigkeit 

nicht voll arbeits- und leistungsfähig sei und wegen der Unfallfolgen viel-

mehr eine massive Erschwerung des wirtschaftlichen Fortkommens zu ge-

wärtigen habe. Die Nichtgewährung eines Leidensabzugs überzeuge da-

her nicht. Vielmehr sei entsprechend ein solcher von 25 % vorzunehmen. 

C.b Mit Zwischenverfügung vom 11. September 2019 forderte die Instruk-

tionsrichterin den Beschwerdeführer unter Hinweis auf die Säumnisfolgen 

(Nichteintreten auf die Beschwerde) auf, innert Frist einen Kostenvor-

schuss von Fr. 800.- in der Höhe der mutmasslichen Verfahrenskosten zu 

leisten (B-act. 2 und 3); dieser Aufforderung wurde nachgekommen (B-act. 

4). 

C.c In ihrer Vernehmlassung vom 30. Oktober 2019 verwies die Vorinstanz 

auf die ärztliche Stellungnahme von Dr. med. O._______ vom 15. Oktober 

2019 und beantragte die Abweisung der Beschwerde (B-act. 6). 

Zur Begründung führte sie zusammengefasst aus, im August 2016 sei ein 

neurologisches Gutachten in der Klinik für Neurologie am Spital Q._______ 

für den Unfallversicherer erstellt worden. Die neurologische Standortbe-

stimmung habe leichte bis mittelschwere Beeinträchtigungen einzelner 

Aufmerksamkeitsfunktionen sowie leicht bis mittelschwer beeinträchtigte 

Reaktionszeiten ergeben, welche insgesamt typische kognitive Beeinträch-

tigungen nach Schädel-Hirn-Traumata darstellten. Für eine Verweistätig-

keit ohne die sehr hohen kognitiven Anforderungen, wie sie bei einem pro-

fessionellen Eishockeyspieler gefordert seien, sei der Versicherte nicht ein-

geschränkt. Eine Tätigkeit als Eishockey-Coach sowie eine weitere schuli-

sche Ausbildung seien zumutbar, da die Lern- und Speicherfähigkeit für 

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neu aufzunehmende Inhalte nicht betroffen sei. Der ärztliche Dienst habe 

im Abklärungsverfahren sowohl eine allgemeinärztliche wie auch eine psy-

chiatrische und eine neurologische Stellungnahme eingeholt. Der Unfall 

habe keine dauerhafte psychische Beeinträchtigung bewirkt. Im Mai 2018 

habe der behandelnde Psychologe eine vollkommen remittierte Depres-

sion attestiert. Deshalb sei im Hinblick auf die Arbeitsfähigkeitsschätzung 

die neurologische Stellungnahme massgebend. Die neurologische Stel-

lungnahme vom 9. April 2019 berücksichtige sämtliche ärztlichen Unterla-

gen und Funktionseinschränkungen des Versicherten. Die Stellungnahme 

sei eingehend und die Schlussfolgerungen der Fachärztin nachvollziehbar. 

Auf das im August 2016 erstellte neurologische Gutachten könne nach wie 

vor abgestellt werden. Aus den neueren medizinischen Unterlagen ergä-

ben sich aus neurologischer und neuropsychologischer Sicht keine neuen 

Befunde. Der Versicherte habe nach seinem Unfall verschiedene berufli-

che Tätigkeiten aufgenommen. Ab August 2016 seien Verweisungstätigkei-

ten vollschichtig zumutbar. Nach Angaben der B._______ würde der Versi-

cherte ohne Gesundheitsschaden zwischen Fr. 130'000.- und Fr. 160'000.- 

verdienen. Der Betrag von Fr. 160'000.- sei von der ehemaligen Arbeitge-

berin gegenüber dem Unfallversicherer bestätigt worden. Wenn der Versi-

cherte weiterbeschäftigt worden wäre, dann zu ähnlichen Vertragskonditi-

onen. Für die Ermittlung des Valideneinkommens sei dementsprechend auf 

das Jahreseinkommen von Fr. 160'000.- abzustellen. Mit Blick auf die er-

wähnte bundesgerichtliche Rechtsprechung sei nicht zu beanstanden, 

dass für die Ermittlung des Invalideneinkommens auf statistische Werte 

und diesbezüglich auf den schweizerischen Arbeitsmarkt abgestellt worden 

sei. Bei der Festsetzung des Invalideneinkommens sei vom Kompetenzni-

veau 1 ausgegangen worden. Es handle sich hierbei um das tiefste Kom-

petenzniveau, welches entgegen der Auffassung des Rechtsvertreters 

keine Ausbildung oder Praxiserfahrung voraussetze. In einer gesamthaften 

Betrachtung sei festzuhalten, dass sich ein Leidensabzug angesichts des 

jungen Alters des Versicherten und seiner Fortbildungsmöglichkeiten nicht 

rechtfertige. Diese Fortbildungsmöglichkeiten habe der Versicherte bereits 

wahrgenommen und umgesetzt, indem er als Verkaufsassistent gearbeitet 

und eine Ausbildung als Fitnesstrainer abgeschlossen habe. Somit sei dem 

Versicherten eine Eingliederung in den Arbeitsmarkt bereits gelungen. Es 

sei zudem medizinisch festgestellt worden, dass er in einer angepassten 

Tätigkeit nicht eingeschränkt sei. Dass dem Versicherten nur noch leichte 

Tätigkeiten zumutbar seien, sei kein Grund für einen leidensbedingten Ab-

zug, zumal der Tabellenlohn im hier zugrunde gelegten Kompetenzniveau 

1 bereits eine Vielzahl von leichten und mittelschweren Tätigkeiten um-

fasse. 

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C.d In seiner Replik vom 6. November 2019 liess der Beschwerdeführer 

zusammengefasst ausführen, die neue Stellungnahme des RAD sei ledig-

lich eine Parteibehauptung und keine neutrale Einschätzung. Formell habe 

sie daher keine Beweiskraft. Auch materiell überzeuge sie nicht. Das mehr-

seitige Gutachten des Dr. P._______ sei medizinisch begründet und bein-

halte neue Gesichtspunkte. Es indiziere eine Einschränkung der Arbeitsfä-

higkeit auch in angepasster Tätigkeit. Diese neuen Aspekte würdige die 

RAD-Ärztin inhaltlich nicht. Ihre Einschätzung sei floskelhaft und medizi-

nisch nicht überprüfbar. Nichts daran ändere, wenn Dr. P._______ sich 

nicht zur Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in Prozent äussere. Die 

frühere Stellungnahme des RAD würdige dies genauso wenig wie die nun 

in den Prozess eingebrachte; eventualiter wäre ein unabhängiges Ge-

richtsgutachten nötig. In der Tätigkeit als Verkaufsassistent sei der Versi-

cherte nicht voll arbeitsfähig, sondern massiv eingeschränkt gewesen. Die 

Arbeitsfähigkeit habe gerade einmal bei zirka 50 % gelegen. Trotz Anpas-

sung der Arbeitslast habe er unter eingeschränkter Ausdauer und Konzent-

ration gelitten. Sogar im Familienunternehmen sei die Leistungsfähigkeit 

zu gering gewesen. Die entsprechenden Einschränkungen stünden im di-

ametralen Widerspruch zur Schreibtischeinschätzung des RAD. Sie seien 

allerdings vereinbar mit der Schwere der Integritätsentschädigung gemäss 

Dr. P._______ und der Publikation in der Zeitschrift für Neurologie. Und 

auch als Fitnesstrainer sei der Versicherte bei weitem nicht voll arbeits- und 

leistungsfähig, wie die zahlreichen Arztberichte bestätigten. Gesamthaft sei 

ein leidensbedingter Abzug in der Höhe von 25 % zu gewähren (B-act. 8). 

C.e In ihrer Duplik vom 2. Dezember 2019 hielt die Vorinstanz an ihren 

Rechtsbegehren fest und führte weiter zusammengefasst aus, die beurtei-

lende Neurologin habe in ihrer Stellungnahme vom 9. April 2019 bereits 

dargelegt, dass die Tätigkeit als Verkaufsassistent nicht vollständig lei-

densangepasst gewesen sei. Insbesondere werde von der früheren Arbeit-

geberin vorgebracht, die Stelle sei psychisch stressvoll; in der genannten 

ärztlichen Stellungnahme habe die Neurologin gerade stressvolle Tätigkei-

ten und solche, die Ausdauer erforderten, als nicht leidensangepasst ein-

gestuft. Insoweit könne im Hinblick auf die Arbeitsfähigkeitsschätzung in 

angepassten Tätigkeiten nicht auf die Arbeitsleistung als Verkaufsassistent 

abgestellt werden. Der ärztliche Dienst habe in der Beurteilung der Arbeits-

fähigkeit auf das neurologische Gutachten vom 31. August 2018 abgestellt. 

Das im Beschwerdeverfahren eingereichte Gutachten von Dr. P._______ 

vom 11. Dezember 2018 zuhanden der Unfallversicherung sei eine reine 

Aktenbeurteilung. Seitens des ärztlichen Dienstes sei am 15. Oktober 2019 

bereits dargelegt worden, dass dieses Gutachten keine neuen Elemente 

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liefere, welche Veranlassung zu einer geänderten Betrachtungsweise ge-

ben würden. Inwiefern diese Stellungnahme keine neutrale Einschätzung 

darstellen solle, werde in keiner Weise objektiv begründet. Die Frage, ob 

und in welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen seien, hange von 

sämtlichen persönlichen und beruflichen Umständen des konkreten Einzel-

falls ab. Diese Umstände seien bereits in der angefochtenen Verfügung, im 

Einkommensvergleich und in der Vernehmlassung vollumfänglich gewür-

digt worden. Aus der Replik ergäben sich keine neuen Gesichtspunkte, 

welche Veranlassung zu einer geänderten Betrachtungsweise geben wür-

den (B-act. 10).  

C.f Mit prozessleitender Verfügung vom 9. Dezember 2019 wurde der 

Schriftenwechsel unter dem Vorbehalt weiterer Instruktionsmassnahmen 

abgeschlossen (B-act. 11). 

C.g  Mit Blick auf eine allenfalls drohende reformatio in peius (vgl. E. 7) 

wurde dem Beschwerdeführer mit prozessleitender Verfügung vom 19. Juli 

2021 das rechtliche Gehör gewährt (B-act. 12), wobei er sich in der Folge 

hierzu nicht vernehmen liess. 

C.h Auf den weiteren Inhalt der Akten sowie der Rechtsschriften und Be-

weismittel der Parteien ist – soweit erforderlich – in den nachfolgenden Er-

wägungen einzugehen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

Das Bundesverwaltungsgericht prüft von Amtes wegen und mit freier Kog-

nition, ob die Prozessvoraussetzungen erfüllt sind und ob auf eine Be-

schwerde einzutreten ist (Art. 7 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. De-

zember 1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG; SR 172.021]; BVGE 

2016/15 E. 1; 2014/4 E. 1.2). 

1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 

(VGG; SR 173.32) in Verbindung mit Art. 33 Bst. d VGG und Art. 69 Abs. 1 

Bst. b des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversiche-

rung (IVG; SR 831.20) ist das Bundesverwaltungsgericht zur Beurteilung 

der vorliegenden Beschwerde zuständig. 

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1.2 Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich nach 

dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes bestimmt (vgl. Art. 37 VGG). 

Gemäss Art. 3 Bst. dbis VwVG bleiben in sozialversicherungsrechtlichen 

Verfahren die besonderen Bestimmungen des Bundesgesetzes vom 6. Ok-

tober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 

(ATSG; SR 830.1) vorbehalten. Gemäss Art. 2 ATSG sind die Bestimmun-

gen dieses Gesetzes auf die bundesgesetzlich geregelten Sozialversiche-

rungen anwendbar, wenn und soweit die einzelnen Sozialversicherungs-

gesetze es vorsehen. Nach Art. 1 IVG sind die Bestimmungen des ATSG 

auf die IV anwendbar (Art. 1a - 26bis und 28 - 70 IVG), soweit das IVG nicht 

ausdrücklich eine Abweichung vom ATSG vorsieht. Nach den allgemeinen 

intertemporalrechtlichen Regeln finden diejenigen Verfahrensregeln An-

wendung, welche im Zeitpunkt der Beschwerdebeurteilung in Kraft stehen 

(BGE 130 V 1 E. 3.2). 

1.3 Als direkter Adressat ist der Beschwerdeführer von der angefochtenen 

Verfügung vom 28. August 2019 (act. 180) berührt und kann sich auf ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung berufen 

(Art. 59 ATSG; Art. 48 Abs. 1 VwVG). Nachdem auch der Kostenvorschuss 

fristgerecht geleistet worden ist (B-act. 4), ist auf die frist- und formgerecht 

eingereichte Beschwerde (Art. 60 ATSG; Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 

VwVG) einzutreten. 

1.4 Anfechtungsobjekt und damit Begrenzung des Streitgegenstandes des 

vorliegenden Beschwerdeverfahrens (vgl. BGE 131 V 164 E. 2.1) bildet die 

Verfügung der Vorinstanz vom 28. August 2019 (act. 180). Streitig und zu 

prüfen ist die Rechtmässigkeit dieser Verfügung resp. mit Blick auf das ma-

terielle Hauptbegehren des Beschwerdeführers insbesondere, ob dieser 

Anspruch auf eine ganze IV-Rente hat. 

1.5 Das Bundesverwaltungsgericht prüft die Verletzung von Bundesrecht 

einschliesslich der Überschreitung oder des Missbrauchs des Ermessens, 

die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen 

Sachverhalts und die Unangemessenheit (Art. 49 VwVG). 

1.6 Das sozialversicherungsrechtliche Verfahren ist vom Untersuchungs-

grundsatz beherrscht (Art. 43 ATSG). Danach hat die Verwaltung und im 

Beschwerdeverfahren das Gericht von Amtes wegen für die richtige und 

vollständige Abklärung des erheblichen Sachverhalts zu sorgen. Dieser 

Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet zum einen sein 

Korrelat in den Mitwirkungspflichten der Parteien (Art. 28 ff. ATSG; BGE 

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125 V 195 E. 2, BGE 122 V 158 E. 1a, je mit Hinweisen). Im Sozialversi-

cherungsprozess hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz 

nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwie-

genden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines be-

stimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Das Ge-

richt hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen 

möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 

126 V 360 E. 5b, 125 V 195 E. 2, je mit Hinweisen). 

2.  

Im Folgenden sind die weiteren, im vorliegenden Verfahren im Wesentli-

chen anwendbaren Normen und Rechtsgrundsätze darzustellen. 

2.1 Der Beschwerdeführer ist US-amerikanischer Staatsangehöriger und 

wohnt in den USA. Die Prüfung seines Anspruchs auf eine Rente der 

schweizerischen Invalidenversicherung richtetet sich ungeachtet des am 

1. August 2014 in Kraft getretenen Abkommens zwischen der Schweizeri-

schen Eidgenossenschaft und den Vereinigten Staaten von Amerika über 

soziale Sicherheit (SR 0.831.109.336.1; im Folgenden: Sozialversiche-

rungsabkommen) allein nach den schweizerischen Rechtsvorschriften 

(vgl. Urteil des BVGer C-112/2015 vom 21. Dezember 2016 E. 2.1).  

2.2 In zeitlicher Hinsicht sind grundsätzlich diejenigen Rechtssätze mass-

geblich, die bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechts-

folgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 132 V 215 E. 3.1.1). 

Im vorliegenden Verfahren finden demnach jene Vorschriften Anwendung, 

die spätestens beim Erlass der Verfügung vom 28. August 2019 (act. 180) 

in Kraft standen (so auch die Normen der am 1. Januar 2012 in Kraft ge-

tretenen Fassung des IVG vom 18. März 2011 [6. IV-Revision], nicht jedoch 

die seit 1. Januar 2022 in Kraft stehenden Änderungen des IVG vom 

19. Juni 2020 [Weiterentwicklung der IV, AS 2021 705; BBl 2017 2535]); 

weiter aber auch solche, die zu jenem Zeitpunkt bereits ausser Kraft getre-

ten waren, die aber für die Beurteilung allenfalls früher entstandener Leis-

tungsansprüche von Belang sind. Tatsachen, die jenen Sachverhalt seither 

verändert haben, sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen Verwal-

tungsverfügung sein (BGE 121 V 362 E. 1b). 

2.3 Anspruch auf eine Rente der schweizerischen Invalidenversicherung 

hat, wer invalid im Sinne des Gesetzes ist (Art. 8 ATSG, vgl. auch E. 2.4 f. 

hiernach) und beim Eintritt der Invalidität während der vom Gesetz vorge-

http://links.weblaw.ch/BGE-126-V-353
http://links.weblaw.ch/BGE-125-V-193
https://www.fedlex.admin.ch/eli/oc/2021/705/de
https://www.fedlex.admin.ch/eli/fga/2017/544/de

C-4532/2019 

Seite 11 

sehenen Dauer Beiträge an die Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenver-

sicherung (AHV/IV) geleistet hat, d.h. während mindestens dreier Jahre 

(Art. 36 Abs. 1 IVG in der seit 1. Januar 2008 geltenden Fassung). Diese 

Bedingungen müssen kumulativ gegeben sein; fehlt eine, so entsteht kein 

Rentenanspruch, selbst wenn die andere erfüllt ist. Gemäss Art. 36 Abs. 2 

IVG sind für die Berechnung der ordentlichen Invalidenrenten die Bestim-

mungen des Bundesgesetzes über die Alters- und Hinterlassenenversiche-

rung vom 20. Dezember 1946 (AHVG; SR 831.10) sinngemäss anwend-

bar. Eine IV-spezifische Besonderheit besteht darin, dass die Mindestbei-

tragszeit bei Eintritt der Invalidität (Eintritt des Versicherungsfalls) geleistet 

sein muss (vgl. Urteil des BGer 8C_721/2013 vom 4. März 2014 E. 4.1). 

Der Zeitpunkt des Eintritts der Invalidität beurteilt sich nach Art. 28 Abs. 1 

IVG. Die Invalidität beziehungsweise der Versicherungsfall gilt erst mit der 

Entstehung des Rentenanspruches als eingetreten, also frühestens mit Ab-

lauf des Wartejahres gemäss Art. 28 Abs. 1 Bst. b IVG (vgl. BGE 138 V 475 

E. 3; E. 2.6 hiernach). Beim Beschwerdeführer bestand die 100%ige Ar-

beitsunfähigkeit ab dem 13. November 2015 (vgl. E. 4.3.1 hiernach). Unter 

Berücksichtigung von Art. 28 Abs. 1 Bst. b IVG könnte der Versicherungs-

fall damit frühestens im November 2016 eingetreten sein. Der Beschwer-

deführer hat somit bis zum Eintritt des Versicherungsfalls unbestrittener-

massen während mehr als drei Jahren AHV/IV-Beiträge geleistet (da er be-

reits seit 2011 in der Schweiz Beiträge entrichtete; vgl. act. 52), so dass die 

Voraussetzung der Mindestbeitragsdauer gemäss Art. 36 Abs. 1 IVG in der 

ab 1. Januar 2008 geltenden Fassung erfüllt ist. 

2.4 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde 

ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG), die Folge 

von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein kann (Art. 4 Abs. 1 IVG). 

Invalidität ist somit der durch einen Gesundheitsschaden verursachte und 

nach zumutbarer Behandlung oder Eingliederung verbleibende länger dau-

ernde (volle oder teilweise) Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in 

Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt resp. der Möglichkeit, 

sich im bisherigen Aufgabenbereich zu betätigen. Der Invaliditätsbegriff 

enthält damit zwei Elemente: ein medizinisches (Gesundheitsschaden mit 

Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit) und ein wirtschaftliches im weiteren 

Sinn (dauerhafte oder länger dauernde Einschränkung der Erwerbsfähig-

keit oder der Tätigkeit im Aufgabenbereich; vgl. zum Ganzen UELI KIESER, 

ATSG-Kommentar, 3. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2015, Art. 8 Rz. 7). Arbeits-

unfähigkeit ist die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 

oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im 

bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten. Bei 

C-4532/2019 

Seite 12 

langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf 

oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Art. 6 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist 

der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen 

Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliede-

rung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten 

auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 

ATSG). 

2.5 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können 

auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 

ATSG). Ausgangspunkt der Anspruchsprüfung nach Art. 4 Abs. 1 IVG so-

wie Art. 6 ff. und insbesondere Art. 7 Abs. 2 ATSG ist die medizinische Be-

fundlage. Eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit kann immer nur dann 

anspruchserheblich sein, wenn sie Folge einer Gesundheitsbeeinträchti-

gung ist, die fachärztlich einwandfrei diagnostiziert worden ist (BGE 141 V 

281 E. 2.1). Mit der Diagnose eines Gesundheitsschadens ist noch nicht 

gesagt, dass dieser auch invalidisierenden Charakter hat. Ob dies zutrifft, 

beurteilt sich gemäss dem klaren Gesetzeswortlaut nach dem Einfluss, den 

der Gesundheitsschaden auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit hat. Ent-

scheidend ist, ob der versicherten Person wegen des geklagten Leidens 

nicht mehr zumutbar ist, ganz oder teilweise zu arbeiten. Deshalb gilt eine 

objektivierte Zumutbarkeitsprüfung unter ausschliesslicher Berücksichti-

gung von Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung (BGE 142 V 106 

E. 4.4). Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und da-

mit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschränkun-

gen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung al-

len guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, ab-

wenden könnte; das Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend objektiv 

bestimmt (BGE 131 V 49 E. 1.2, 130 V 352 E. 2.2.1; SVR 2014 IV Nr. 2 

S. 5 E. 3.1). Entscheidend ist, ob und inwiefern es der versicherten Person 

trotz ihres Leidens sozialpraktisch zumutbar ist, die Restarbeitsfähigkeit 

auf dem ihr nach ihren Fähigkeiten offenstehenden ausgeglichenen Ar-

beitsmarkt zu verwerten, und ob dies für die Gesellschaft tragbar ist. Dies 

ist nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu prüfen (BGE 136 V 

279 E. 3.2.1; SVR 2016 IV Nr. 2 S. 5 E. 4.2). 

2.6 Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG in der ab 1. Januar 2008 geltenden Fassung 

haben jene Versicherten Anspruch auf eine Rente, die ihre Erwerbsfähig-

keit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch 

zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder 

verbessern können (Bst. a), und die zusätzlich während eines Jahres ohne 

C-4532/2019 

Seite 13 

wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig 

(Art. 6 ATSG) gewesen sind und auch nach Ablauf dieses Jahres zu min-

destens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (Bst. b und c). Gemäss Art. 28 

Abs. 2 IVG in der ab 2008 geltenden Fassung besteht der Anspruch auf 

eine ganze Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derje-

nige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei 

einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine 

halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein sol-

cher auf eine Viertelsrente. Laut Art. 29 Abs. 4 IVG (in der ab 2008 gelten-

den Fassung) werden Renten, die einem Invaliditätsgrad von weniger als 

50 % entsprechen, jedoch nur an Versicherte ausgerichtet, die ihren Wohn-

sitz und gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz haben, 

soweit nicht zwischenstaatliche Vereinbarungen eine abweichende Rege-

lung vorsehen. Eine solche Ausnahme – wie sie in Art. 7 der am 1. April 

2012 in Kraft getretenen und per 1. Januar 2015 revidierten Verordnung 

(EG) Nr. 883/2004 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 

29. April 2004 zur Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit (SR 

0.831.109.268.1, inkl. Änderungen per 1. Januar 2015) normiert ist – ist für 

den in seiner Heimat USA wohnhaften und über die US-amerikanische 

Staatsbürgerschaft verfügenden Beschwerdeführer nicht gegeben 

(vgl. auch das entsprechende Sozialversicherungsabkommen). Nach der 

Rechtsprechung des Bundesgerichts (bis Ende Dezember 2006: Eidge-

nössisches Versicherungsgericht [EVG]) stellt diese Regelung nicht eine 

blosse Auszahlungsvorschrift, sondern eine besondere Anspruchsvoraus-

setzung dar (BGE 121 V 275 E. 6c). 

2.7 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und 

im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. 

Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu be-

urteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich 

welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren sind 

ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, 

welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden kön-

nen (BGE 140 V 193 E. 3.2; 132 V 93 E. 4). Sache des (begutachtenden) 

Mediziners ist es zunächst, den Gesundheitszustand zu beurteilen und 

wenn nötig seine Entwicklung im Laufe der Zeit zu beschreiben, d.h. mit 

den Mitteln fachgerechter ärztlicher Untersuchung unter Berücksichtigung 

der subjektiven Beschwerden die Befunde zu erheben und gestützt darauf 

die Diagnose zu stellen. Hiermit erfüllt der Sachverständige seine genuine 

C-4532/2019 

Seite 14 

Aufgabe, wofür Verwaltung und Gerichte nicht kompetent sind. Bei der Fol-

genabschätzung der erhobenen gesundheitlichen Beeinträchtigungen für 

die Arbeitsfähigkeit kommt der Arztperson hingegen keine abschliessende 

Beurteilungskompetenz zu. Vielmehr nimmt die Arztperson zur Arbeitsun-

fähigkeit Stellung, d.h. sie gibt eine Schätzung ab, welche sie aus ihrer 

Sicht so substanziell wie möglich begründet. Schliesslich sind die ärztli-

chen Angaben eine wichtige Grundlage für die juristische Beurteilung der 

Frage, welche Arbeitsleistungen der Person noch zugemutet werden kön-

nen. Nötigenfalls sind, in Ergänzung der medizinischen Unterlagen, für die 

Ermittlung des erwerblich nutzbaren Leistungsvermögens die Fachperso-

nen der beruflichen Integration und Berufsberatung einzuschalten (BGE 

140 V 193 E. 3.2). Demgegenüber fällt es nicht in den Aufgabenbereich 

des Arztes oder der Ärztin, sich zur Höhe einer allfälligen Rente zu äussern, 

da der Begriff der Invalidität nicht nur von medizinischen, sondern auch von 

erwerblichen Faktoren bestimmt wird (vgl. Art. 16 ATSG). 

Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass das 

Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, unab-

hängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, ob 

die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 

Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 

widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 

ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-

ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 

abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a).  

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 

für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 

beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 

Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-

nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-

tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-

gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-

nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 

gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 

Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2; 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a). Unab-

hängig davon, ob es sich um eine nachweisliche organische Pathologie 

oder um ein unklares Beschwerdebild handelt, setzt eine Anspruchsbe-

rechtigung stets eine nachvollziehbare ärztliche Beurteilung der Auswir-

kungen des Gesundheitsschadens auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit 

C-4532/2019 

Seite 15 

voraus. Dabei können – insbesondere unklaren Beschwerdebildern inhä-

rente – Abklärungs- und Beweisschwierigkeiten die Berücksichtigung wei-

terer Lebens- und Aktivitätsbereiche wie etwa Freizeitverhalten oder fami-

liäres Engagement erfordern, um das Ausmass der Einschränkungen zu 

plausibilisieren, wobei auch fremdanamnestische Angaben zu berücksich-

tigen sind. Ohne Einbezug solcher Indizien, wie sie im Rahmen der festen 

Praxis zu den organisch nicht nachweisbaren unklaren Beschwerdebildern 

(BGE 141 V 281 E. 4.4.1) regelmässig zu berücksichtigen sind, ist eine 

ärztliche Arbeitsfähigkeitsbeurteilung nicht beweiskräftig (BGE 140 V 290 

E. 3.3.2). In den konsistenten Nachweis einer gestörten Aktivität und Par-

tizipation einzubeziehen sind nur funktionelle Ausfälle, die sich aus denje-

nigen Befunden ergeben, welche auch für die Diagnose der Gesundheits-

beeinträchtigung massgebend gewesen sind. Die Einschränkung in den 

Alltagsfunktionen, welche begrifflich zu einer lege artis gestellten Diagnose 

gehört, wird mit den Anforderungen des Arbeitslebens abgeglichen und an-

hand von Schweregrad- und Konsistenzkriterien in eine allfällige Ein-

schränkung der Arbeitsfähigkeit umgesetzt. Auf diesem Weg können gel-

tend gemachte Funktionseinschränkungen über eine sorgfältige Plausibili-

tätsprüfung bestätigt oder verworfen werden (BGE 141 V 281 E. 2.1.2). 

Eine begutachtende medizinische Fachperson muss über die notwendigen 

fachlichen Qualifikationen verfügen (Urteil des BGer 9C_555/2017 vom 

22. November 2017 E. 3.1 mit Hinweisen). Den von Versicherungsträgern 

im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholten Gutachten von medizinischen 

Sachverständigen, die den Anforderungen der Rechtsprechung entspre-

chen, darf das Gericht vollen Beweiswert zuerkennen, solange nicht kon-

krete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 

V 210 E. 2.2.2; 135 V 465 E. 4.4). 

Sofern RAD-Untersuchungsberichte den Anforderungen an ein ärztliches 

Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3a) genügen, auch hinsichtlich der erforder-

lichen ärztlichen Qualifikationen (vgl. hierzu Urteil des BGer 9C_736/2009 

vom 26. Januar 2010 E. 2.1), haben sie einen vergleichbaren Beweiswert 

wie ein anderes Gutachten (SVR 2009 IV Nr. 53 S. 165 E. 3.3.2). Eine von 

anderen mit der versicherten Person befassten Ärzten abweichende Beur-

teilung vermag die Objektivität des Experten nicht in Frage zu stellen. Es 

gehört vielmehr zu den Pflichten eines Gutachters, sich kritisch mit dem 

Aktenmaterial auseinanderzusetzen und eine eigenständige Beurteilung 

abzugeben. Auf welche Einschätzung letztlich abgestellt werden kann, ist 

eine im Verwaltungs- und allenfalls Gerichtsverfahren zu klärende Frage 

der Beweiswürdigung (BGE 132 V 93 E. 7.2.2). Ausschlaggebend für den 

C-4532/2019 

Seite 16 

Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels 

noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stel-

lungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen Inhalt (BGE 137 

V 210 E. 6.2.2, 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a). 

Die Stellungnahmen des RAD oder des medizinischen Dienstes der IVSTA, 

welche nicht auf eigenen Untersuchungen beruhen, können wie Aktengut-

achten beweiskräftig sein, sofern ein lückenloser Befund vorliegt und es im 

Wesentlichen nur um die fachärztliche Beurteilung eines an sich festste-

henden medizinischen Sachverhalts geht, mithin die direkte ärztliche Be-

fassung mit der versicherten Person in den Hintergrund rückt (vgl. Urteile 

des BGer 9C_524/2017 vom 21. März 2018 E. 5.1; 9C_28/2015 vom 

8. Juni 2015 E. 3.2; 9C_196/2014 vom 18. Juni 2014 E. 5.1.1, je mit Hin-

weisen). Die Aufgabe der versicherungsinternen Fachpersonen besteht 

insbesondere darin, aus medizinischer Sicht – gewissermassen als Hilfe-

stellung für die medizinischen Laien in Verwaltung und Gerichten, welche 

in der Folge über den Leistungsanspruch zu entscheiden haben – den me-

dizinischen Sachverhalt zusammenzufassen und versicherungsmedizi-

nisch zu würdigen (vgl. SVR 2009 IV Nr. 50 [Urteil 8C_756/2008] E. 4.4 mit 

Hinweis; Urteil des BGer 9C_692/2014 vom 22. Januar 2015 E. 3.3). Sie 

haben die vorhandenen Befunde aus medizinischer Sicht zu würdigen, 

wozu namentlich auch gehört, bei widersprüchlichen medizinischen Akten 

eine Wertung vorzunehmen und zu beurteilen, ob auf die eine oder die an-

dere Ansicht abzustellen oder aber eine zusätzliche Untersuchung vorzu-

nehmen ist (BGE 142 V 58 E. 5.1). Enthalten die Akten für die streitigen 

Belange keine beweistauglichen Unterlagen, kann die Stellungnahme ei-

ner versicherungsinternen Fachperson in der Regel keine abschliessende 

Beurteilungsgrundlage bilden, sondern nur zu weitergehenden Abklärun-

gen Anlass geben (vgl. Urteil des BGer 9C_58/2011 vom 25. März 2011 

E. 3.3). 

Wird die Schlüssigkeit der Feststellungen der versicherungsinternen Fach-

personen durch einen nachvollziehbaren Bericht eines behandelnden Arz-

tes in Zweifel gezogen, so genügt der pauschale Hinweis auf dessen auf-

tragsrechtliche Stellung (BGE 125 V 351 E. 3a cc) nicht, um solche Zweifel 

auszuräumen. Vielmehr wird das Gericht entweder ein Gerichtsgutachten 

anzuordnen oder die Sache an den Versicherungsträger zurückzuweisen 

haben, damit dieser im Verfahren nach Art. 44 ATSG eine Begutachtung 

veranlasst (BGE 135 V 465 E. 4.4 - 4.6). 

C-4532/2019 

Seite 17 

3.  

Mit Blick auf die unangefochten in Rechtskraft erwachsene Verfügung des 

Unfallversicherers (vgl. Bst. B.c hiervor), mit welcher dem Beschwerdefüh-

rer ein Pauschalbetrag von Fr. 264'000.- aus der obligatorischen Unfallver-

sicherung sowie ein solcher in der Höhe von Fr. 31'000.- aus der UVG-

Zusatzversicherung ausgerichtet wurde (act. 178), ist in koordinations-

rechtlicher Hinsicht vorab festzuhalten, dass die IV-Stellen und die Unfall-

versicherer die Invaliditätsbemessung in jedem Einzelfall selbstständig vor-

zunehmen haben. Keinesfalls dürfen sie sich ohne weitere eigene Prüfung 

mit der blossen Übernahme des IV-Grads des Unfallversicherers bzw. der 

IV-Stelle begnügen (BGE 126 V 288 E. 2d). Die Invaliditätsschätzung der 

Invalidenversicherung entfaltet gegenüber dem Unfallversicherer keine 

Bindungswirkung (vgl. BGE 131 V 362), was auch in umgekehrter Hinsicht 

gilt (BGE 133 V 549 E. 6). Aufgrund dieser bundesgerichtlichen Rechtspre-

chung ist die Vorinstanz grundsätzlich nicht an die vom Unfallversicherer 

vorgenommenen Erhebungen gebunden. 

4.  

4.1 Im Zusammenhang mit der vorliegend angefochtenen Verfügung vom 

28. August 2019 (act. 180) stützte sich die Vorinstanz in medizinischer Hin-

sicht insbesondere auf das neurologische Gutachten der Klinik für Neuro-

logie des Spitals Q._______ vom 31. August 2016 (act. 143 S. 73 ff.) sowie 

die Stellungnahmen der Dres. med. L._______ , N._______ und 

O._______ vom 16. November 2017 (act. 74), 10. Januar 2018 (act. 85), 

4. Juni 2018 (act. 112), 4. August 2018 (act. 120) sowie vom 25. März und 

9. April 2019 (act. 147 bis 150). Diese sowie weitere medizinische Doku-

mente, welche diesen Ärzten zur Verfügung gestanden hatten, sind nach-

folgend zusammengefasst wiederzugeben und einer Würdigung zu unter-

ziehen. 

4.2  

4.2.1 Gemäss Bericht der Klinik für Neurologie des Spitals Q._______ vom 

4. Februar 2016 leidet der Versicherte nebst einem postkommotionellen 

Syndrom bei einem Status nach einer Commotion Cerebri nach einem 

Schulter-Check gegen links fazial und einem Sturz im Rahmen eines Eis-

hockeymatches an einer Einschlafinsomnie und Tagesmüdigkeit. Weiter 

wurde berichtet, in Anbetracht der anamnestischen Angaben seien die Be-

funde eher als unspezifisch zu werten. Die Aggravation der Symptomatik 

der Einschlafinsomnie sehe man am ehesten im Rahmen der Schädel-

C-4532/2019 

Seite 18 

Hirn-Traumata sowie im Rahmen einer psychophysiologischen Insomnie 

mit aktuell bestehender Überlagerung bei depressiver Verstimmung 

(act. 67). 

4.2.2 Im Bericht der J._______ Klinik vom 4. März 2016 wurde ein post-

kommotionelles Syndrom bei komplexer Commotio Cerebri bei einem Sta-

tus nach insgesamt neun Commotio cerebris (letztmals November 2015), 

persistierender viso-okkulomotorischer Überforderung und Übermüdung 

und bei einer Langzeitarbeitsunfähigkeit als Berufseishockeyspieler diag-

nostiziert (act. 68). 

4.2.3 Dr. med. R._______, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin, diag-

nostizierte in ihrem Gutachten vom 16. April 2016 ein postkommotionelles 

Syndrom mit Fatigue und Photophobie bei einem Status nach komplexer 

schwerer Commotio cerebri am 13. November 2015 mit kurzzeitiger ret-

rograder Amnesie, Photophobie und Cervicovertebralsyndrom. Weiter hielt 

sie fest, beim Versicherten bestehe seit dem 13. November 2015 eine 

100%ige Arbeitsunfähigkeit als Eishockeyspieler. Eine Wiederaufnahme 

der Profi-Hockeykarriere werde von den Spezialisten der J._______ Klinik 

kritisch beurteilt. Die Tatsache, dass es bei längeren Verläufen sehr häufig 

zu reaktiv oder sekundär depressiven Episoden oder Verläufen komme, 

könne sie bestätigen, weshalb sie den Aufenthalt in S._______ bis Ende 

Juli 2016 im häuslichen Umfeld für den Heilungsprozess supportiv erachte. 

Aus vertrauensärztlicher Sicht werde die Fortführung der Umschulungs-

massnahmen in eine andere Tätigkeit empfohlen (act. 143 S. 104 bis 112). 

4.2.4 Im Bericht des I._______ Center vom 22. August 2016 wurden fol-

gende Hauptdiagnosen gestellt: Persistierendes postkommotionelles Syn-

drom bei einem Status nach einer Commotio Cerebri nach einem Schulter-

Check gegen links fazial und einem Sturz im Rahmen eines Eishockeymat-

ches (keine Bewusstlosigkeit, kurzzeitige retrograde Amnesie; Einschlaf-

störungen, vermehrte Müdigkeit; holocephales Druckgefühl mit Photopho-

bie; cMRI nicht richtungsweisend); Verdacht auf benignen paroxysmalen 

Lagerungsschwindel Typ 2 bei Canalolithiasis wahrscheinlich des posteri-

oren Bogenganges links. Weiter wurde ausgeführt, insgesamt zeige sich in 

den letzten drei Monaten ein positiver Verlauf. Das rückläufige belastungs-

abhängige holocephale Druckgefühl würde man weiterhin beobachten. 

Anamnestisch bestünden Hinweise für eine depressive Verstimmung. Man 

gehe davon aus, dass die Symptome sich verbessern werden, sobald der 

Versicherte wieder in seinem vertrauten Umfeld sein könne (act. 56 S. 19 

bis 23). 

C-4532/2019 

Seite 19 

4.2.5 Im neuropsychologischen Teilgutachten der Klinik für Neurologie des 

Spitals Q._______ vom 24. August 2016 wurde im Rahmen der Beurteilung 

ausgeführt, zusammenfassend fänden sich bei durchwegs unauffälligen 

Sprach-, Handlungs- und Wahrnehmungsfunktionen und genügenden 

Leistungen im Aufnehmen und Speichern von neuen Informationen, leichte 

bis mittelschwere Beeinträchtigungen in einzelnen Aufmerksamkeitsfunkti-

onen, vor allem den Tempoaspekt betreffend. In der geteilten Aufmerksam-

keit seien die Reaktionszeiten bei guter Fehlerkontrolle insgesamt leicht 

bis mittelschwer beeinträchtigt, ebenso im Reagieren auf räumliche Inkom-

patibilitäten. Das Bearbeiten einer einfachen Suchaufgabe sei leicht ver-

langsamt, in einer monotonen Papier-Bleistift-Aufgabe zur Konzentrations-

fähigkeit und Belastbarkeit falle bei grenzwertiger Fehlerkontrolle eine dis-

krete Abnahme der Leistung mit zunehmender Aufgabendauer auf. Die be-

schriebenen Befunde seien typisch für kognitive Beeinträchtigungen nach 

einer Commotio cerebri. Die leichte affektive Verstimmung könne nicht da-

für verantwortlich gemacht werden. Angesichts des angemerkten erhöhten 

Risikos stufe man die angestammte Tätigkeit als Hockeyspieler als nicht 

mehr zumutbar ein. Aufgrund der unfallrelevanten Beeinträchtigungen 

seien Tätigkeiten in einem anderen Tätigkeitsgebiet zumutbar. Diese Tä-

tigkeit sollte keine besonderen Anforderungen an die Reaktionsgeschwin-

digkeit stellen, und längere monotone Arbeitsschritte sollten vermieden 

werden, da dann eine verminderte Fehlerkontrolle auftreten dürfte. Konkret 

sei eine Tätigkeit als Hockey-Coach, die weniger Ansprüche an Reaktions-

geschwindigkeit und Aufmerksamkeitsteilung stelle als das Hockeyspiel 

selber, zumutbar. Auch eine weitere schulische Ausbildung wäre zumutbar, 

da die Lern- und Speicherfähigkeit für neu aufzunehmende Inhalte nicht 

betroffen sei. Bei optimaler Anpassung an die verbleibenden Ressourcen 

wäre eine andere Tätigkeit im Umfang von 100 % zumutbar (act. 143 S. 93 

bis 96). Diese Einschätzung wurde im neurologischen Gutachten der Klinik 

für Neurologie des Spitals Q._______ vom 31. August 2016 übernommen 

(act. 143 S. 73 bis 84). 

4.2.6 Am 30. Dezember 2016 berichtete das I._______ Center von einem 

erfreulichen Verlauf. Der Versicherte sei nun im Alltag nahezu beschwer-

defrei. Die von ihm beschriebenen Restsymptome stünden am ehesten im 

Zusammenhang mit der im Rahmen des Kopf-Traumas erlittenen posttrau-

matischen Otolithendysfunktion (act. 56 S. 39 und 40). 

4.2.7 Im Bericht der Klinik H._______ vom 20. April 2017 wurde eine mit-

telgradige depressive Episode und ein Verdacht auf eine rezidivierende de-

pressive Störung (ICD-10: F33.1) diagnostiziert. Weiter wurde ausgeführt, 

C-4532/2019 

Seite 20 

die Arbeitsfähigkeit im Fachgebiet sei zurzeit der Behandlung nicht zu 

100 % gegeben gewesen. In welcher Höhe diese derzeit bestehe, könne 

aufgrund des nur kurzen Behandlungs-/Beobachtungsintervalls und einer 

fehlenden arbeitstherapeutischen Diagnostik nicht genau beziffert werden, 

weshalb diesbezüglich auf weitere Angaben verzichtet werde (act. 20 und 

21). 

4.2.8 In einem weiteren Dokument des I._______ Center vom 6. Juli 2017 

wurde berichtet, bei persistierendem posttraumatischem Syndrom zeige 

sich anamnestisch, klinisch und apparativ ein stabiler, im Vergleich zu No-

vember 2016 weiter verbesserter Verlauf. An Restbeschwerden bestünden 

noch eine erhöhte Fatigue und Hinweise auf eine erhöhte Sensitivität für 

visuelle (optokinetische) Reize. Der Einstieg in die Autobranche sei mit we-

nigen Einschränkungen gelungen. Aufgrund der Restbeschwerden sollte 

jedoch eine Re-Evaluation der Arbeitsfähigkeit erfolgen, die dann stufen-

weise gesteigert werde (act. 56 S. 41 bis 43). 

4.2.9 Dem Bericht des I._______ Center vom 24. Juli 2017 ist zu entneh-

men, dass die klinisch neurologische, neurovestibuläre und okulomotori-

sche Untersuchung insbesondere ohne Hinweis auf eine vestibuläre Funk-

tionsstörung normal gewesen sei. Eine abschliessende Prognose könne 

noch nicht erfolgen, es zeige sich jedoch insgesamt eine Regredienz der 

posttraumatischen Symptome. Bei persistierendem posttraumatischem 

Syndrom bestünden als Restbeschwerden noch eine erhöhte Fatigue mit 

Leistungseinbusse bei längerer körperlicher und kognitiver Arbeit und Hin-

weise für eine erhöhte Sensitivität für visuelle (optokinetische) Reize. Die 

Funktion als Profi-Eishockeyspieler sei medizinisch zum jetzigen Zeitpunkt 

nicht vertretbar. Der Versicherte habe eine Ausbildung in der Automobil-

branche begonnen. Diese sei in Teilzeit im Rahmen der Symptomgrenzen 

medizinisch vertretbar und sinnvoll. Auch die Aufnahme eines Studiums in 

Teilzeit sei vorstellbar. Man erachte es als essentiell, dass die Aufnahme 

und Steigerung der Arbeitstätigkeit kontrolliert und stufenweise erfolge. 

Eine Beurteilung anderer Tätigkeiten sei nicht Gegenstand der Konsultati-

onen gewesen und könne daher nicht beurteilt werden. Aufgrund der ob-

jektivierten Utrikulus-Funktionsstörung seien Arbeiten oberhalb einem Me-

ter oder mit erhöhter Sturz-/Unfallgefahr zurzeit medizinisch nicht vertret-

bar (act. 27). 

4.2.10 Am 8. August 2017 berichtete die RAD-Ärztin med. pract. 

K._______, es fehlten medizinische Unterlagen, um die Frage, welche kör-

perlichen und psychischen Beeinträchtigungen bestünden, schlüssig und 

C-4532/2019 

Seite 21 

nachvollziehbar beantworten zu können. Die bisherige Tätigkeit sei dem 

Versicherten aus medizinischer Sicht nicht mehr zumutbar. Zurzeit sei of-

fen, in welchem Ausmass eine leidensangepasste Verweistätigkeit zumut-

bar sei. Die Arbeitsfähigkeit könne durch medizinische Massnahmen unter 

Einbezug vestibulärer und okulomotorischer Komponenten vermutlich ver-

bessert werden (act. 30). 

4.2.11 In seiner Stellungnahme vom 16. November 2017 bat Dr. med. 

L._______ um die Einholung eines Berichts einer Neuropsychologin oder 

eines Neuropsychologen sowie um Präzisierung der Frage, ob zwischen 

den eventuellen Defiziten und dem Unfall vom 13. November 2015 des 

Versicherten, der bekanntlich an einer depressiven Episode leide, ein Zu-

sammenhang bestehe (act. 74). 

4.2.12 Mit Datum vom 29. Dezember 2017 berichtete das I._______ Cen-

ter von einem insgesamt positiven Verlauf bei persistierendem posttrauma-

tischem Syndrom. Während die erhöhte Sensitivität für visuelle Reize und 

die Ein- resp. Durchschlafstörungen rückläufig erschienen, rücke nun die 

Fatigue mit kognitiver Beeinträchtigung in den Vordergrund (Differenzialdi-

agnose im Rahmen der objektivierten rezidivierenden posttraumatischen 

depressiven Episode). Neben der bereits eingeleiteten neuropsychiatri-

schen Verlaufsbeurteilung sei eine neuropsychologische Re-Evaluation zur 

Beurteilung der Arbeitsfähigkeit empfohlen. Aufgrund der aktuell bestehen-

den Depression sollte eine medikamentöse stimmungsstabilisierende und 

aktivierende Therapie erwogen werden (act. 83). 

4.2.13 In seiner Stellungnahme vom 10. Januar 2018 gab Dr. med. 

L._______ insbesondere Teile des Inhalts des Berichts des I._______ Cen-

ter vom 29. Dezember 2017 wieder. Weiter erwähnte er, die von ihm am 

16. November 2017 aufgeworfenen Fragen behielten ihre Gültigkeit, und 

Dr. med. M._______ müsste diese beantworten können (act. 85). 

4.2.14 In Würdigung des Berichts von Dr. M._______ vom 5. Mai 2018 

(act. 106) empfahl Dr. med. L._______ am 4. Juni 2018 die Einholung einer 

internen psychiatrischen Meinung. Weiter ersuchte er um die Beantwor-

tung weiterer Fragen (act. 112). 

4.2.15 Anlässlich der neuropsychologischen Untersuchung in der Klinik für 

Neurologie des Spitals Q._______ vom 6. Juli 2018 wurde berichtet, ins-

gesamt zeige sich ein vergleichbares kognitives Leistungsprofil wie anläss-

C-4532/2019 

Seite 22 

lich der Voruntersuchungen, mit leichten Schwankungen in beide Richtun-

gen. Tendenziell bessere Leistungen würden in der Aufmerksamkeitsakti-

vierung, der selektiven Aufmerksamkeit und der Inkompatibilität erzielt, ins-

besondere, was die Geschwindigkeit angehe. Etwas schlechter falle heute 

die Leistung in der geteilten Aufmerksamkeit aus. Die Befunde wiederspie-

gelten somit weiterhin eine leichte kognitive Residualsymptomatik nach be-

kannter Commotio cerebri. Aufgrund der anamnestisch geschilderten ef-

fektiven Symptomatik werde das Fortführen der bereits etablierten psycho-

therapeutischen Betreuung empfohlen. Ansonsten ergäben sich aus neu-

ropsychologischer Sicht keine Empfehlungen für das weitere Procedere 

(act. 143 S. 5 bis 7). 

4.2.16 In seiner medizinischen Stellungnahme vom 4. August 2018 führte 

Dr. med. N._______ zusammengefasst aus, mit dem Bericht von Dr. med. 

M._______ vom 5. Mai 2018 (act. 106) liege eine klare Beschreibung des 

Verlaufs nach der Rückkehr in die USA vor. Der Versicherte sei dort vom 

8. Januar bis 1. August 2017 über sechs Sitzungen in Behandlung gewe-

sen. Am Ende der Behandlung attestiere der Psychologe eine vollkommen 

remittierte Depression, jedoch weiterhin leichte Zeichen von Angst und de-

pressiver Störung. Diese codiere der Psychologe mit F43.23, was eigent-

lich gemäss ICD-10 nicht mehr statthaft wäre, was aber der Angst und de-

pressiven Störung, gemischt (F41.2) entspreche. Der Versicherte sei in sei-

ner bisherigen Tätigkeit seit dem 13. November 2015 zu 100 % arbeitsun-

fähig. In einer leidensangepassten Verweisungstätigkeit bestehe seit Ja-

nuar 2017 (der Versicherte arbeite 40 Stunden pro Woche als Autoverkäu-

fer und mache noch dazu eine Ausbildung) keine Arbeitsunfähigkeit mehr 

(act. 120). 

4.2.17 Das I._______ Center berichtete am 14. September 2018, aktuell 

liege eine persistierende Fatigue und eine kognitive Exhaustion (Aufmerk-

samkeit und Konzentration) vor. Seit dem 30. August 2017 habe der Versi-

cherte weitere Fortschritte erzielt. Nach Abschluss des Examens als Fit-

nesstrainer im Dezember 2017 habe er nach dreimonatiger Pause eine 

neue berufliche Tätigkeit aufgenommen als Krafttrainer. Er sei froh, dass 

er sich von der Automobilbranche gelöst habe. Kopfschmerzen und 

Schwindelgefühle seien nicht mehr aufgetreten. Das Hauptproblem stelle 

für ihn jedoch weiterhin die fehlende Energie dar, die er als kognitive Er-

schöpfung beurteile. Diese habe sich in den letzten Monaten unwesentlich 

verändert. Seit dem 15. März 2018 würde er zirka 20 Stunden pro Woche 

arbeiten. Die Arbeit könne er gut bewältigen. Er würde gerne ein Studium 

C-4532/2019 

Seite 23 

aufnehmen, traue sich dies jedoch zum jetzigen Zeitpunkt nicht zu. Die Er-

gebnisse der neuropsychiatrischen Verlaufsbeurteilung seien ausstehend. 

Es sei zum jetzigen Zeitpunkt nicht geklärt, ob das Standard-cMRI zur Ver-

laufsbeurteilung der posttraumatischen Befunde die adäquate Messme-

thode darstelle. Aus diesem Grund sei die Ergänzung funktioneller Mess-

verfahren der Hirnfunktionen wie die neuropsychologische Untersuchung 

essentiell (act. 143 S. 58 bis 60). 

4.2.18 In seiner neurologischen Aktenbeurteilung vom 11. Dezember 2018 

diagnostizierte der Neurologe und Verhaltensneurologe Dr. med. 

P._______ unfallbedingt ein persistierendes postkommotionelles Syndrom. 

Als unfallfremde, neurologische Diagnose bestehe wahrscheinlich eine 

Dyslexie sowie ein Zustand nach multiplen, wahrscheinlich leichten, trau-

matischen Hirnverletzungen. Gesundheitsfremd hätten im Verlauf psycho-

soziale Belastungen bestanden. Weiter führte Dr. med. P._______ zusam-

mengefasst aus, der klinisch-neurologische Verlauf der Symptome und Be-

hinderungen (Beschwerden), die durch die leichte traumatische Hirnverlet-

zung vom 13. November 2015 ausgelöst worden seien, habe wahrschein-

lich einen Endzustand erreicht. Die psychischen Leistungen (kognitiv und 

emotional) seien immer im Vordergrund gestanden und hätten den prätrau-

matischen Pegel nicht erreicht. Sehr wahrscheinlich bestehe eine Defekt-

heilung, die eine leichte Hirnfunktionsstörung hinterlasse. Es bestehe somit 

ein dauerhafter und erheblicher Integrationsschaden von 20 %. Während 

der Zeit in der Schweiz hätten wahrscheinlich die in sich zusammenfal-

lende Karriere und psychosoziale Faktoren eine Verzögerung der Rekon-

valeszenz bewirkt. Die Berichte aus den USA deuteten nun auf eine zu-

künftig volle Arbeitsfähigkeit in einer seiner ursprünglichen Tätigkeit ver-

wandten Beschäftigung als Sporttrainer. Indirekte Hinweise auf eine Hirn-

funktionsstörung würden die konsistenten neuropsychologischen Befunde 

zusammen mit der typischen Beschwerdekonstellation liefern, welche auf 

eine leichte frontale Dysfunktion hinweisen würden. Die Akten aus den 

USA würden auf eine Anpassungsstörung deuten, die sich in depressiven 

und ängstlichen Stimmungen äussere. Als Ursache dieser Störung werde 

die schwierige Umstellung auf den subjektiv verfrühten Abbruch der Eisho-

ckeykarriere, die andauernden kognitiven Symptome und psychosozialen 

Lebensumstände in der Schweiz angegeben. Die Verschlimmerung des 

postkommotionellen Verlaufs zeichne sich als dauerhaft ab. Der Endzu-

stand sei bei einer Defektheilung (leichte Hirnfunktionsstörung) erreicht. 

Die Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit sei zur Zeit der Abfas-

sung dieses Berichts wieder erstellt. Die laufende Psychotherapie und das 

C-4532/2019 

Seite 24 

Sehtraining in den USA dienten der Verbesserung der allgemeinen Leis-

tungsfähigkeit. Die Behandlung sollte spätestens Ende Mai 2019 abge-

schlossen sein. 

4.2.19 In Würdigung des in vorstehender Erwägung 4.2.17 erwähnten Be-

richts führte Dr. med. N._______ am 25. März 2019 aus, dieser sei von 

einer Neurologin und nicht von einer Psychiaterin verfasst. Auch enthalte 

dieser Bericht vor allem neurologische Erörterungen. Zwar werde als letzte 

Diagnose eine mittelgradige depressive Episode erwähnt, doch würden da-

für keine Befunde geliefert. Er, Dr. med. N._______, würde das Dossier 

nochmals der Neurologin vorlegen. Von psychiatrischer Seite gebe es 

keine neuen Erkenntnisse (act. 148). 

4.2.20 In ihrer Stellungnahme vom 9. April 2019 fasste Dr. med. O._______ 

zahlreiche aktenkundige Arztberichte zusammen und attestierte dem Ver-

sicherten in der angestammten Tätigkeit als Profi-Eishockeyspieler mit Wir-

kung ab dem 13. November 2015 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit und in 

einer leidensadaptierten Verweistätigkeit ab dem 13. November 2015 bis 

Ende Juli 2016 ebenfalls eine 100%ige Leistungsunfähigkeit; ab August 

2016 schätzte sie die Arbeitsunfähigkeit in der Verweistätigkeit auf 0 %. 

Weiter erwähnte sie die neuropsychologische und die neurologische Ex-

pertise vom 23. und 31. August 2016 und führte aus, sie schlage vor, die-

sen zu folgen. Die Tätigkeit als professioneller Hockeyspieler sei ab dem 

13. November 2015 nicht mehr möglich. Eine Verweistätigkeit, welche die 

beschriebenen funktionellen Einschränkungen berücksichtige, sei möglich. 

Die Informationen in den nach diesen Expertisen datierenden Dokumenten 

beschrieben keine "wichtigeren" Symptome in neurologischer und neu-

ropsychologischer Hinsicht und bestätigten, dass eine Verweistätigkeit 

möglich sei, denn der Versicherte habe nach seinem Trauma mehrere be-

rufliche Aktivitäten aufgenommen. Selbst wenn die Tätigkeit als Autover-

käufer nicht vollständig adaptiert sei, sei – wie von den Experten vorge-

schlagen – eine solche als Gesundheitscoach oder Eishockeytrainer mög-

lich. Im Bericht vom 23. Juli 2018 sei erwähnt worden, dass er gearbeitet 

habe und sogar befördert worden sei, und im Bericht vom 14. September 

2018 werde erwähnt, dass er das Examen zum Fitnesscoach bestanden 

habe. Es sei daraus zu schliessen, dass der Versicherte Ressourcen habe 

und er eine Verweistätigkeit, welche die beschriebenen Einschränkungen 

berücksichtige, vollzeitlich ab dem Datum der Expertisen vom August 2018 

(recte wohl 2016) ausüben könne. Betreffend den psychiatrischen Aspekt 

befinde sich eine Stellungnahme schon in den Akten (act. 150). 

C-4532/2019 

Seite 25 

4.3 Wie bereits dargelegt wurde (vgl. E. 2.7 hiervor), kann auf Stellungnah-

men von Fachärztinnen und -ärzten des RAD und des IV-internen medizi-

nischen Dienstes nur unter der Bedingung abgestellt werden, dass deren 

Beurteilungen den allgemeinen beweisrechtlichen Anforderungen an einen 

ärztlichen Bericht (resp. an ein Gutachten) genügen und zudem die beige-

zogenen Ärztinnen und Ärzte über die im Einzelfall gefragten persönlichen 

und fachlichen Qualifikationen verfügen. Den Stellungnahmen resp. Be-

richten im Sinne von Art. 59 Abs. 2bis IVG der Dres. med. O._______, 

N._______ und L._______ kann volle Beweiskraft zukommen, wenn die 

übrigen, von der bundesgerichtlichen Rechtsprechung herausgearbeiteten 

Kriterien erfüllt sind. Daran bestehen im vorliegenden Fall Zweifel, obwohl 

diesen Ärzten Informationsquellen in Form von fachärztlichen Berichten 

und Gutachten – die der freien Beweiswürdigung des Gerichts unterliegen 

(vgl. Urteil des BVGer C-6398/2009 vom 18. Mai 2012 E. 2.1; zum Grund-

satz der freien Beweiswürdigung vgl. BGE 125 V 351 E. 3a) – und Anam-

nesen zur Verfügung standen und ihre Stellungnahmen einerseits die Lei-

den des Beschwerdeführers berücksichtigten und andererseits in Kenntnis 

der Vorakten abgegeben wurden. Dass die Dres. med. O._______, 

N._______ und L._______ über Facharzttitel auf den Gebieten der Neuro-

logie, Psychiatrie und Psychotherapie sowie der Allgemeinen Medizin und 

somit über zahlreiches Fachwissen verfügen, vermag daran nichts zu än-

dern. Auf das Einholen von weiteren Berichten entsprechend ausgebildeter 

Spezialärztinnen und -ärzte kann unter diesen Umständen nicht verzichtet 

werden (zur antizipierten Beweiswürdigung vgl. BGE 122 V 157 E. 1d; SVR 

2005 IV Nr. 8 S. 37 E. 6.2, 2003 AHV Nr. 4 S. 11 E. 4.2.1), zumal kein 

lückenloser Befund vorliegt und es nicht bloss um die fachärztliche Beur-

teilung eines – aufgrund eines beweiskräftigen medizinischen Dokuments 

– an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts geht (vgl. E. 2.7 hier-

vor). 

4.3.1 Zwar steht aufgrund der gesamten medizinischen Aktenlage fest 

(vgl. auch E. 4.2 ff. hiervor) und ist unter den Parteien nicht bestritten, dass 

dem Beschwerdeführer seine angestammte Erwerbstätigkeit als professi-

oneller Eishockeyspieler seit dem am (…) 2015 durch einen gegnerischen 

Spieler angebrachten Check während eines Meisterschaftsspiels der 

T._______ auf offenem Eis gegen den Kopf-/Halsbereich nicht mehr zu-

mutbar ist. 

4.3.2 Jedoch ergeben sich aufgrund der aktenkundigen medizinischen Do-

kumentation Fragen und Unklarheiten im Zusammenhang mit dem Beginn 

C-4532/2019 

Seite 26 

und Umfang der Leistungsfähigkeit in einer leidensadaptierten Verweistä-

tigkeit. 

4.3.2.1 Die von Dr. med. N._______ in seiner medizinischen Stellung-

nahme vom 4. August 2018 gemachten Ausführungen, wonach in einer lei-

densangepassten Verweisungstätigkeit seit Januar 2017 (der Versicherte 

arbeite 40 Stunden pro Woche als Autoverkäufer und mache noch dazu 

eine Ausbildung) keine Arbeitsunfähigkeit mehr bestehe (vgl. E. 4.2.16 

hiervor), ist insoweit nicht stimmig, als der Beschwerdeführer bereits nach 

zwei Monaten ab März 2017 aus gesundheitlichen Gründen bloss noch drei 

Tage in der Woche resp. 27 Stunden arbeitete und die Stelle per Juni 2017 

gesundheitsbedingt hatte aufgeben müssen (act. 145 S. 17 bis 20), wobei 

der offizielle Arbeitsvertrag offenbar erst ab dem 1. Mai 2017 seine Wirkung 

entfaltet hätte (act. 145 S. 61). Sollte Dr. med. N._______ demnach die 

Tätigkeit als Autoverkäufer als leidensangepasst qualifiziert haben, kann 

dieser Auffassung nicht gefolgt werden, zumal auch Dr. med. O._______ 

in ihrer Stellungnahme vom 9. April 2019 die Tätigkeit als Autoverkäufer als 

nicht vollständig adaptiert beurteilt hatte (vgl. E. 4.2.20 hiervor). 

4.3.2.2 Betreffend die Beurteilungen des Beginns der teil- und vollständi-

gen Leistungsfähigkeit in leidensangepassten Verweistätigkeiten ergeben 

sich mit Blick auf die Stellungnahme von Dr. med. N._______ vom 4. Au-

gust 2018 und diejenige von Dr. med. O._______ vom 9. April 2019 sowie 

aufgrund weiterer ärztlicher Berichte zusätzliche Unstimmigkeiten. Wäh-

rend Dr. med. N._______ eine solche ab der Aufnahme der Autoverkaufs-

tätigkeit im Januar 2017 als zumutbar erachtet hatte, vertrat Dr. med. 

O._______ die Auffassung, dass in solchen Verweistätigkeiten bereits ab 

August 2016 keine Einschränkung der Leistungsfähigkeit mehr vorliege. 

Dabei sind die Ausführungen von Dr. med. O._______ insofern unklar, als 

sie einerseits den Beginn der vollen Leistungsfähigkeit in einer Verweistä-

tigkeit auf August 2016 ("expertise neurologique et neuropsychologique") 

terminierte (act. 150 S. 5 unten), und andererseits schlussfolgerte, die volle 

Arbeitsfähigkeit in einer leidensadaptierten, die beschriebenen Einschrän-

kungen berücksichtigende Verweistätigkeit bestehe seit der Erstellung der 

neurologischen und neuropsychologischen Expertise vom August 2018 

(act. 150 S. 7 unten). Mit Blick auf die vom 6. Juli 2018 datierende neu-

ropsychologische Untersuchung in der Klinik für Neurologie des Spitals 

Q._______ resp. des entsprechenden Berichts (vgl. E. 4.2.15) kann dabei 

nicht von einem blossen, nicht relevanten Tippfehler seitens von Dr. med. 

O._______ ausgegangen werden. Es bleibt somit unklar, ab wann gemäss 

C-4532/2019 

Seite 27 

Dr. med. O._______ beim Beschwerdeführer in einer Verweistätigkeit wie-

der eine volle Leistungsfähigkeit bestehen sollte. 

4.3.2.3 Sollte Dr. med. O._______ – gestützt auf die Expertisen vom 24. 

und 31. August 2016 (vgl. E. 4.2.5 hiervor) – tatsächlich davon ausgegan-

gen sein, dass beim Beschwerdeführer seit August 2016 in leidensadap-

tierten Verweistätigkeiten eine vollständige Leistungsfähigkeit vorliegt, 

könnte darauf mit Blick auf das massgebliche Verfügungsdatum vom 28. 

August 2019 mangels Aktualität der Gutachten zum Vornherein nicht ab-

gestellt werden. Diese Beurteilung würde auch insofern Fragen aufwerfen, 

als im Zeitpunkt der Berichterstattung durch die Klinik H._______ am 20. 

April 2017 aus psychiatrischer Sicht noch immer keine volle Arbeitsfähig-

keit bestanden hatte. Dass diese Leistungsfähigkeitsbeurteilung in Bezug 

auf eine leidensadaptierte Verweistätigkeit abgegeben worden war, ist mit 

Blick auf die bis zu diesem Zeitpunkt vorliegenden ärztlichen Berichte, ge-

mäss welchen übereinstimmend die angestammte Tätigkeit als professio-

neller Eishockeyspieler nicht mehr in Frage kommt, überwiegend wahr-

scheinlich.  

4.3.2.4 Darüber hinaus war das I._______ Center am 6. Juli 2017 – somit 

beinahe ein Jahr nach der Erstellung der Expertisen vom 24. und 31. Au-

gust 2016 (vgl. E. 4.2.5 hiervor) – der Ansicht, dass aufgrund der Restbe-

schwerden eine Re-Evaluation der (stufenweise zu steigernden) Arbeitsfä-

higkeit erfolgen sollte (vgl. E. 4.2.8 hiervor). Nichts anderes ergibt sich aus 

den späteren Berichten vom 24. Juli und 29. Dezember 2017, wobei darauf 

hinzuweisen ist, dass sich das I._______ Center zu leidensangepassten 

Verweistätigkeiten – ausser zur Tätigkeit im Automobilverkauf und zur Auf-

nahme eines Studiums in Teilzeit – mangels Gegenstand der Konsultatio-

nen nicht geäussert hatte (vgl. E. 4.2.9 und 4.2.12 hiervor). 

4.3.2.5 Schliesslich war auch die RAD-Ärztin med. pract. K._______ am 8. 

August 2017 der Auffassung, dass "zurzeit" offen sei, in welchem Ausmass 

eine leidensangepasste Verweistätigkeit zumutbar sei (vgl. E. 4.2.10 hier-

vor). Mit Blick auf die Aktenlage stützte sich med. pract. K._______ dabei 

offensichtlich auf die Berichte des I._______ Center vom 6. und 24. Juli 

2017 (vgl. E. 4.2.8 und 4.2.9 hiervor) und nicht auf die Gutachten der Klinik 

für Neurologie des Spitals Q._______ vom 24. August und 31. August 2016 

(vgl. E. 4.2.5 hiervor), von denen sie im Zeitpunkt der Berichterstattung 

keine Kenntnis hatte (act. 30 S. 4 oben). 

C-4532/2019 

Seite 28 

4.3.2.6 Zwar wurde im Bericht des Psychologen M._______ vom 5. Mai 

2018 der Verlauf nach der Rückkehr des Beschwerdeführers in die USA 

klar beschrieben. Jedoch ist – entsprechend Dr. med. N._______ in seiner 

medizinischen Stellungnahme vom 4. August 2018 (vgl. E. 4.2.16 hiervor) 

– darauf hinzuweisen, dass M._______ Psychologe und nicht Facharzt für 

Psychiatrie und Psychotherapeut ist. Zwar bildet die Beachtung der von 

der Rechtsprechung als anerkannten Standard für eine sachgerechte und 

rechtsgleiche (versicherungs-)psychiatrische Begutachtung bezeichneten 

"Qualitätsleitlinien für versicherungspsychiatrische Gutachten" der Schwei-

zerischen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie (im Folgenden: 

SGPP) vom 16. Juni 2016 (dritte, vollständig überarbeitete und ergänzte 

Auflage [Korrigenda: 17. Oktober 2016]; zu den "Qualitätsleitlinien für psy-

chiatrische Gutachten in der Eidgenössischen Invalidenversicherung" 

SGPP vom Februar 2012 vgl. hierzu BGE 140 V 260 E. 3.2.2 mit zahlrei-

chen Hinweisen) keine zwingende Voraussetzung für die Beweiskraft einer 

Expertise. Vielmehr stellt diese bloss eine Orientierungshilfe dar (vgl. Ur-

teile des BGer 8C_270/2019 vom 5. September 2019 E. 4.1.2 und 

9C_683/2019 vom 6. Januar 2020 E. 3.4.1 je mit weiteren Hinweisen). Da 

sich der amerikanische Psychologe M._______ mit überwiegender Wahr-

scheinlichkeit nicht an den Qualitätsleitlinien für versicherungspsychiatri-

sche Gutachten der SGPP orientiert hatte und er nicht über einen entspre-

chenden Facharzttitel verfügt, ist jedoch vom Fehlen einer sachgerechten 

und rechtsgleichen (versicherungs-)psychiatrischen Begutachtung auszu-

gehen. Es ist demnach nicht rechtsgenüglich erstellt, ob tatsächlich eine 

vollkommen remittierte Depression vorgelegen hatte. Hinzu kommt, dass 

der Psychologe M._______ gemäss Dr. med. N._______ eine nicht mehr 

statthafte ICD-Klassifikation verwendet hatte. 

4.3.2.7 Im Zeitpunkt des Verfassens des Berichts des I._______ Center 

vom 14. September 2018 waren überdies gemäss der Neurologin Dr. med. 

U._______ die Ergebnisse der neuropsychiatrischen Verlaufsbeurteilung 

ausstehend. Weiter waren gemäss ihrer Auffassung die Ergänzung funkti-

oneller Messverfahren der Hirnfunktionen, wie die neuropsychologische 

Untersuchung, essentiell (vgl. E. 4.2.17 hiervor). Mangels Vorliegens der 

entsprechenden Abklärungen und mangels eines Facharzttitels von Dr. 

med. U._______ auf dem Gebiet der Psychiatrie und Psychotherapie bleibt 

fraglich, ob beim Beschwerdeführer im Untersuchungszeitpunkt eine mit-

telgradig depressive Episode vorgelegen hatte, zumal der Bericht vom 14. 

September 2018 gemäss dem Bericht von Dr. med. N._______ vom 25. 

März 2019 insbesondere neurologische Erörterungen enthalten hatte und 

C-4532/2019 

Seite 29 

für die Diagnose der mittelgradig depressiven Episode keine Befunde ge-

nannt wurden (vgl. E. 4.2.17 und E. 4.2.18 hiervor). 

4.3.2.8 Mit Blick auf den Bericht des Neurologen und Verhaltensneurolo-

gen Dr. med. P._______ vom 11. Dezember 2018 (vgl. E. 4.2.18 hiervor) 

ergibt sich schliesslich, dass dieser Facharzt die volle Leistungsfähigkeit in 

einer angepassten Tätigkeit erst im Zeitpunkt seiner Berichterstattung als 

wiederhergestellt erachtete. Somit bestehen diesbezüglich weitere Diskre-

panzen zu den Berichten der Dres. med. N._______ und O._______. Hinzu 

kommt, dass Dr. med. P._______ in seiner Eigenschaft als Neurologe die 

psychischen Leistungen (kognitiv und emotional) als noch nicht im Stand 

wie vor dem Ereignis vom 13. November 2015 erachtet und berichtet hatte, 

die Akten aus den USA würden auf eine Anpassungsstörung hindeuten, die 

sich in depressiven und ängstlichen Stimmungen äussere, und die lau-

fende Psychotherapie und das Sehtraining in den USA sollten spätestens 

Ende Mai 2019 abgeschlossen sein. Auch unter diesen Aspekten hat die 

Vorinstanz weitere Abklärungen in psychiatrischer Hinsicht in die Wege zu 

leiten, um die Beurteilung des Neurologen Dr. med. P._______ auch in psy-

chiatrischer Hinsicht verifizieren zu lassen bzw. den (jeweiligen) Beginn der 

(abgestuften) Leistungsfähigkeit in einer leidensadaptierten Verweistätig-

keit festlegen zu lassen. 

4.3.3 Nach dem Dargelegten ist für das Bundesverwaltungsgericht nicht 

rechtsgenüglich erstellt, ab wann und in welchem (abgestuften) Umfang 

sowie aufgrund welcher (auch psychiatrischer) Diagnosen der Beschwer-

deführer in einer leidensadaptierten Verweistätigkeit leistungsfähig ist. Es 

kann deshalb nicht – im Sinne einer antizipierten Beweiswürdigung (vgl. 

hierzu BGE 136 I 229 E. 5 und 131 I 153 E. 3; SVR 2007 IV Nr. 45 S. 149 

E. 4; Urteil des BGer I 9/07 vom 9. Februar 2007 E. 4) – davon ausgegan-

gen werden, dass von einer medizinisch nachvollziehbar und schlüssig be-

gründeten Expertise keine verwertbaren entscheidrelevanten Erkenntnisse 

zu den Diagnosen und zum Grad der Arbeits(un)fähigkeit zu erwarten sind 

(vgl. zum Ganzen Urteil des BGer 8C_189/2008 vom 4. Juli 2008 E. 5 mit 

Hinweisen). Das gilt selbst unter dem Aspekt, dass retrospektive Beurtei-

lungen der Arbeitsunfähigkeit schwierig sind und entsprechende Begutach-

tungen deshalb erhöhten Ansprüchen genügen müssen (vgl. hierzu Urteil 

des BVGer C-1421/2013 vom 29. September 2014 E. 3.4.2 mit Hinweis). 

4.4  

C-4532/2019 

Seite 30 

4.4.1 Aufgrund der vorstehenden Erwägungen ergibt sich zusammenfas-

send, dass sich der gesundheitliche Zustand des Beschwerdeführers und 

dessen Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit in einer leidensadaptier-

ten Verweistätigkeit aufgrund der vorliegenden Aktenlage nicht schlüssig 

und zuverlässig beurteilen lassen (vgl. BGE 125 V 353 E. 3b/bb; vgl. zum 

Ganzen auch E. 2.7 hiervor). Die Stellungnahmen der Dres. med. 

N._______ und O._______ sowie zahlreiche weitere aktenkundige medi-

zinische Berichte aus der Schweiz und der Heimat des Beschwerdeführers 

vermögen keine abschliessenden Beurteilungsgrundlagen zu bilden, son-

dern geben Anlass zu weitergehenden Abklärungen. Somit wurde im vor-

liegend zu beurteilenden Beschwerdeverfahren der rechtserhebliche Sach-

verhalt nicht rechtsgenüglich abgeklärt und gewürdigt (Art. 43 ff. ATSG so-

wie Art. 12 VwVG). Eine Rückweisung der Sache in Nachachtung des Un-

tersuchungsgrundsatzes (Art. 43 Abs. 1 ATSG) an die Vorinstanz zur wei-

teren Abklärung der Auswirkungen sämtlicher Leiden auf die Leistungsfä-

higkeit in einer leidensadaptierten Verweisungstätigkeit anlässlich einer 

umfassenden medizinischen Begutachtung in der Schweiz ist unter den 

gegebenen Umständen notwendig und aufgrund der aktuellen Bundesge-

richtsrechtsprechung auch möglich. Der Grund für die Rückweisung an die 

Vorinstanz liegt insbesondere auch im Umstand, dass mit Blick auf Praxis-

änderungen des Bundesgerichts eine Verlagerung der Expertentätigkeit 

von der administrativen auf die gerichtliche Ebene sachlich nicht wünsch-

bar ist (vgl. BGE 137 V 210 E. 4.2). Da beim Beschwerdeführer möglicher-

weise somatische und psychisch-neurologische Erkrankungen zusam-

menwirken könnten, ist die neue umfassende medizinische Begutachtung 

interdisziplinär durchzuführen (Urteil des BGer 8C_189/2008 vom 4. Juli 

2008 E. 5 mit Hinweis auf 8C_321/2007 vom 6. Mai 2008, E. 6.3). Zweck 

dieses interdisziplinären Gutachtens ist es, alle relevanten gesundheitli-

chen Beeinträchtigungen zu erfassen und die sich daraus je einzeln erge-

benden Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit in ein Gesamtergebnis zu 

bringen (BGE 137 V 210 E. 1.2.4 S. 224; SVR 2008 IV Nr. 15 S. 43, I 514/06 

E. 2.1), wobei die Gutachtensstelle nebst den Fachdisziplinen Psychiatrie 

und Psychotherapie, Neurologie sowie Radiologie allenfalls die weiteren 

Disziplinen zu bestimmen hat (vgl. hierzu act. 75; BGE 139 V 349 E. 3.3). 

Im Rahmen dieser notwendigen medizinischen Begutachtung – welche bei 

einer Gutachterstelle nach dem Zufallsprinzip zu erfolgen hat (vgl. hierzu 

BGE 140 V 507 E. 3.1 und E. 3.2.1), mit welcher das Bundesamt für Sozi-

alversicherungen eine Vereinbarung getroffen hat (vgl. hierzu Art. 59 Abs. 

3 IVG i.V.m. Art. 72bis Abs. 1 und 2 IVV; BGE 139 V 349 E. 2.2) – sind 

sämtliche bisher verfassten ärztlichen Berichte – auch die allenfalls nach 

Verfügungserlass vom 28. August 2019 erstellten – von den Expertinnen 

C-4532/2019 

Seite 31 

und/oder Experten zu würdigen. Da Diagnosen unerlässliche Vorausset-

zung für eine abschliessende Beurteilung bilden, hat sich die Gutachterin 

oder der Gutachter zudem auch mit den Diagnosestellungen auseinander-

zusetzen und sich – nach feststehenden Diagnosen – zur (abgestuften) 

Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers zu äussern, wobei die entspre-

chende Prüfung gegebenenfalls anhand eines strukturierten normativen 

Prüfungsrasters zu erfolgen hat (BGE 143 V 418 E. 7 und BGE 141 V 281 

E. 4.1). 

4.4.2 Nach Vorliegen der aktualisierten, medizinischen Aktenlage hat die 

Vorinstanz (erneut) zu prüfen, ob der Beschwerdeführer einen Rentenan-

spruch hat resp. ob die materiellen, kumulativen Anspruchsvoraussetzun-

gen von Art. 28 Abs. 1 Bst. a bis c IVG (vgl. zum kumulativen Charakter 

von Art. 28 Abs. 1 Bst. a bis c IVG bspw. Urteil des BGer 9C_942/2015 vom 

18. Februar 2016 E. 3.1) und Art. 28 Abs. 2 IVG erfüllt sind (vgl. E. 2.6 

hiervor). In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass der Ren-

tenanspruch gemäss Art. 29 IVG frühestens nach Ablauf von sechs Mona-

ten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach Art. 29 Abs. 1 

ATSG entsteht, jedoch frühestens im Monat, der auf die Vollendung des 

18. Altersjahres folgt (Abs. 1). Am 11. Juli 2016 sandte das F._______ der 

AHV-Zweigstelle in (…) das ausgefüllte und gleichentags vom Beschwer-

deführer unterzeichnete "Meldeformular für Erwachsene: Früherfassung" 

(act. 3 S. 1 bis 4 und act. 5). Nachdem diese Dokumente am 18. Juli 2016 

zur Erledigung an die IV G._______ übermittelt worden waren (act. 3 S. 5) 

und die IV-Stelle die B._______ AG mit Schreiben vom 2. August 2016 über 

die Notwendigkeit einer Anmeldung bei der Invalidenversicherung (IV) in-

formiert hatte (act. 6), ging das entsprechende Anmeldeformular am 29. 

August 2016 bei der IV G._______ ein (act. 7). Da der Beschwerdeführer 

bereits am 11. Juli 2016 seinen Anmeldewillen signalisieren liess bzw. sig-

nalisiert hat, kann ihm – entgegen der Auffassung der Vorinstanz – bereits 

frühestens ab Januar 2017 (sechs Monate nach Unterzeichnung des Mel-

deformulars) unter der Bedingung, dass die materiellen Anspruchsvoraus-

setzungen von Art. 28 Abs. 1 Bst. a bis c IVG erfüllt sind (vgl. E. 2.6 hiervor), 

eine IV-Rente ausgerichtet werden (zum Anmeldewillen und -formular vgl. 

Urteil des BVGer C-4762/2018 vom 18. August 2020 E. 5 mit Hinweisen). 

5.  

Nebst zusätzlichen Abklärungen in medizinischer Hinsicht besteht auch im 

Zusammenhang mit dem hypothetischen Valideneinkommen weiterer Ab-

klärungsbedarf, wie nachfolgend aufzuzeigen ist: 

C-4532/2019 

Seite 32 

5.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was die 

versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 

nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 

tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nö-

tigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepass-

ten Verdienst angeknüpft (BGE 139 V 28 E. 3.3.2, 134 V 322 E. 4.1; SVR 

2017 IV Nr. 52 S. 157 E. 5.1). Nicht massgebend ist, was sie bestenfalls 

verdienen könnte (BGE 135 V 58 E. 3.1, 131 V 51 E. 5.1.2). Für die Be-

rücksichtigung einer beruflichen Weiterentwicklung müssen praxisgemäss 

konkrete Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die versicherte Person einen 

beruflichen Aufstieg und ein entsprechend höheres Einkommen tatsächlich 

realisiert hätte, wenn sie nicht invalid geworden wäre. Sodann genügen 

blosse Absichtserklärungen der versicherten Person nicht. Vielmehr muss 

die Absicht, beruflich weiterzukommen, durch konkrete Schritte wie Kurs-

besuche, Aufnahme eines Studiums, Ablegung von Prüfungen usw. kund-

getan worden sein. Bei der Prüfung der mutmasslichen beruflichen Ent-

wicklung können unter Umständen aus einer besonderen beruflichen Qua-

lifizierung im Invaliditätsfall Rückschlüsse auf die hypothetische Entwick-

lung gezogen werden, zu der es ohne Eintritt des Gesundheitsschadens 

gekommen wäre. Nach der Rechtsprechung ist eine solche Annahme unter 

anderem dann zulässig, wenn die angestammte Tätigkeit weitergeführt 

werden kann. Indessen darf aus einer erfolgreichen Invalidenkarriere in ei-

nem neuen Tätigkeitsbereich nicht ohne Weiteres abgeleitet werden, die 

versicherte Person hätte ohne Invalidität eine vergleichbare Position auch 

im angestammten Tätigkeitsgebiet erreicht (SVR 2017 BVG Nr. 9 S. 38 

E. 2.2.2, IV Nr. 4 S. 9 E. 4.4.3, 2010 UV Nr. 13 S. 52 E. 4.1). 

5.2 Im Rahmen des Einkommensvergleichs ging die Vorinstanz von einem 

hypothetischen Valideneinkommen in der Höhe von jährlich Fr. 160'000.- 

aus (act. 152). Sie stützte sich dabei auf die Angaben der B._______ AG 

gemäss deren Schreiben vom 29. August 2017 (act. 145 S. 22). Nachfol-

gend ist zu prüfen, ob diese vorinstanzliche Auffassung zu schützen ist o-

der ob antragsgemäss das hypothetische Valideneinkommen auf 

Fr. 264'492.-, eventualiter auf Fr. 226'233.- oder subeventualiter auf 

Fr. 163'862.- festzusetzen ist. 

5.2.1 Der Beschwerdeführer war bis zu seinem im National League Meis-

terschaftsspiel zwischen den B._______ und dem C._______ am (…) 2015 

erlittenen Check (auf offenem Eis gegen den Kopf-/Halsbereich) resp. zum 

Zeitpunkt des Eintritts der Arbeitsunfähigkeit in seinem angestammten Be-

ruf als professioneller Eishockeyspieler tätig. Er generierte gemäss dem 

C-4532/2019 

Seite 33 

Auszug aus dem individuellen Konto der Ausgleichskasse des Kantons 

G._______ vom 19. Dezember 2016 in den Jahren 2011 bis 2015 ein 

durchschnittliches Jahreseinkommen in der Höhe von Fr. 226'233.60 

(Fr. 1'131'168 : 5), was dem eventualiter beantragten Wert entspricht. 

5.2.2 Angesichts der in Art. 25 Abs. 1 der Verordnung über die Invaliden-

versicherung vom 17. Januar 1961 (IVV; SR 831.201) vorgesehenen 

Gleichstellung der invalidenversicherungsrechtlich massgebenden hypo-

thetischen Vergleichseinkommen mit den nach AHV-Recht beitragspflichti-

gen Erwerbseinkommen kann das Valideneinkommen aufgrund der Ein-

träge im Individuellen Konto der AHV bestimmt werden. Dies gilt einmal für 

selbstständig Erwerbende (SVR 2010 IV Nr. 26 S. 79, 8C_9/2009 E. 3.3; 

SVR 2009 IV Nr. 28 S. 79, 8C_576/2008 E. 6.2 und 6.3), aber auch für 

(vormals) unselbstständig Erwerbende (SVR 2008 IV Nr. 28 S. 89, I 433/06 

E. 4.1.1). 

5.2.3 Bei einem unsteten Einkommensverlauf stellt der letzte Lohn eine 

bloss zufällige Grösse dar; eine Momentaufnahme taugt hier für sich allein 

nicht als Ausgangspunkt zur Fortzeichnung der hypothetischen Lohnent-

wicklung im Gesundheitsfall. Nach der Rechtsprechung ist somit der wäh-

rend einer längeren Zeitspanne vor Eintritt der Erwerbsunfähigkeit erzielte 

Durchschnittsverdienst massgebend, sofern die Einkommen der vorange-

gangenen Jahre stark und verhältnismässig kurzfristig schwankten; nicht 

gemeint sind regelmässige saisonale Schwankungen des Arbeitsanfalls. 

Wenn indes unterschiedlich hohe Einkommen in ihrer Abfolge über längere 

Zeit hinweg eine klare Tendenz verraten, so sind frühere Werte nicht in die 

Bemessungsgrundlage einzubeziehen, sondern höchstens als Indizien für 

den überwiegend wahrscheinlichen Verlauf der hypothetischen Einkom-

mensentwicklung bedeutsam (Urteil des BGer 9C_8/2012 vom 12. März 

2012 E. 2.2.1 mit Hinweisen). 

5.2.4 Die Lohnentwicklung des Beschwerdeführers zeigt zwar zwischen 

2011 und 2012 einen Anstieg von Fr. 122'136.- auf Fr. 254'233.-. Jedoch 

verdiente er mit zunehmendem Alter und durch die Wechsel vom 

V._______ zu den W._______ und schliesslich zu den B._______ in den 

Jahren 2013 bis 2015 jedes Jahr deutlich weniger (von 2013 zu 2014: mi-

nus Fr. 106'585.-; von 2014 zu 2015: minus Fr. 78'107.-). Da insbesondere 

die in den Jahren 2013 bis 2015 erzielten, unterschiedlich hohen Einkom-

men in ihrer Abfolge eine klare Tendenz zeigen, sind diese nicht in die Be-

messungsgrundlage einzubeziehen, zumal das Alter und die Verletzungs-

anfälligkeit des Beschwerdeführers (vgl. act. 145 S. 89 unten und act. 154 

C-4532/2019 

Seite 34 

S. 1 unten) sowie die Transfers von finanzstarken Klubs der National Lea-

gue zu einem Klub mit verhältnismässig bescheideneren finanziellen Ver-

hältnissen ganz klar dagegen spricht, dass sich das Einkommen des Be-

schwerdeführers ab dem für den Einkommensvergleich massgebenden 

Jahr 2016 wieder innerhalb der Lohnspanne der früheren Jahre 2012 bis 

2014 bewegt hätte. Ergänzend ist darauf hinzuweisen, dass es dem Be-

schwerdeführer nach verlorener Ligaqualifikation der W._______ gegen 

die B._______ bzw. nach dem Abstieg der W._______ von der National 

League in die T._______ im Frühling 2015 aufgrund seiner damaligen 

Spielstärke auch nicht gelang, bei einem anderen Klub der National Lea-

gue als dem damaligen Ligaqualifikationsgegner und späteren Aufsteiger 

– den B._______ – einen höher dotierten Vertrag auszuhandeln (vgl. hierzu 

https://www.[...].ch/page/geschichte; zuletzt aufgerufen am 3. Dezember 

2020; vgl. auch act. 145 S. 41).  

5.3 Aufgrund des vorstehend Dargelegten ist als Zwischenergebnis grund-

sätzlich nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz im Rahmen des Ein-

kommensvergleichs resp. der Bemessung des hypothetischen Validenein-

kommens nur auf den zuletzt bei den B._______ generierten Lohn abge-

stellt hat. Damit kann es vorliegend jedoch nicht sein Bewenden haben.  

5.4 Bei der Ermittlung des hypothetischen Valideneinkommens kann nur 

relevant sein, was grundsätzlich zum massgeblichen Lohn gemäss dem 

Bundesgesetz über die Alters- und Hinterlassenenversicherung vom 

20. Dezember 1946 (AHVG; SR 831.10) zu zählen wäre (Urteil des BGer 

8C_465/2009 vom 12. Februar 2010 E. 2.1 mit Hinweisen). 

5.4.1 Gemäss Art. 5 Abs. 2 AHVG gilt als massgebender Lohn jedes Ent-

gelt für in unselbstständiger Stellung auf bestimmte oder unbestimmte Zeit 

geleistete Arbeit. Der massgebende Lohn umfasst auch Teuerungs- und 

andere Lohnzulagen, Provisionen, Gratifikationen, Naturalleistungen, Fe-

rien- und Feiertagsentschädigungen und ähnliche Bezüge, ferner Trinkgel-

der, soweit diese einen wesentlichen Bestandteil des Arbeitsentgeltes dar-

stellen. Die zum massgebenden Lohn gehörenden Bestandteile werden in 

Art. 7 der Verordnung über die Alters- und Hinterlassenenversicherung 

vom 31. Oktober 1947 (AHVV; SR 831.101) näher aufgeführt.  

5.4.2 Zum massgebenden Lohn gehören begrifflich sämtliche Bezüge der 

Arbeitnehmerin und des Arbeitnehmers, die wirtschaftlich mit dem Arbeits-

verhältnis zusammenhängen, gleichgültig, ob dieses Verhältnis fortbesteht 

C-4532/2019 

Seite 35 

oder gelöst worden ist und ob die Leistungen geschuldet werden oder frei-

willig erfolgen. Als beitragspflichtiges Einkommen aus unselbstständiger 

Erwerbstätigkeit gilt somit nicht nur unmittelbares Entgelt für geleistete Ar-

beit, sondern grundsätzlich jede Entschädigung oder Zuwendung, die 

sonstwie aus dem Arbeitsverhältnis bezogen wird, soweit sie nicht kraft 

ausdrücklicher gesetzlicher Vorschrift von der Beitragspflicht ausgenom-

men ist. Grundsätzlich unterliegen nur Einkünfte, die tatsächlich geflossen 

sind, der Beitragspflicht (BGE 133 V 556 E. 4 S. 558 mit Hinweisen).  

5.4.3 Aktenkundig ist zwar der Arbeitsvertrag zwischen der X._______ AG 

und dem Beschwerdeführer vom 2. Mai 2011 (act. 145 S. 35 bis 39), jedoch 

nicht derjenige zwischen diesem und den B._______. Aufgrund dieses Um-

stands lässt sich nicht rechtsgenüglich feststellen, ob der genannte Jah-

reslohn in der Höhe von Fr. 160'000.- (act. 145 S. 22) inkl. sämtlicher Lohn-

bestandteile zu verstehen ist oder solche dabei nicht berücksichtigt worden 

sind.  

5.4.3.1 Aus dem Arbeitsvertrag mit der X._______ AG geht beispielsweise 

hervor, dass dem Beschwerdeführer gratis ein Neuwagen zur Verfügung 

gestellt wurde (act. 145 S. 35 unten), was als Naturallohn im Sinne von Art. 

7 lit. f AHVV zu qualifizieren ist. Sollte dem Versicherten auch von der 

B._______ AG ein Fahrzeug zur Verfügung gestellt worden sein, hätte dies 

die Vorinstanz bei der Ermittlung des hypothetischen Valideneinkommens 

ebenfalls zu berücksichtigen resp. dieses in Anwendung der Wegleitung 

über den massgebenden Lohn (im Folgenden: WML) in der AHV, IV und 

EO (mit Blick auf den frühest möglichen Rentenbeginn im November 2016 

in der vom 15. Januar bis 8. Dezember 2016 gültig gewesenen Version 11; 

Rz. 2062 ff.) entsprechend zu erhöhen (vgl. zum Ganzen auch Urteil des 

BGer 8C_465/2009 vom 12. Februar 2010 E. 4.2). 

5.4.3.2 Sollte dem Beschwerdeführer – entsprechend dem Arbeitsvertrag 

mit der X._______ AG – auch von den B._______ gratis oder allenfalls zu 

einem reduzierten Mietpreis eine Wohnung zur Verfügung gestellt worden 

sein, wäre auch dieser Umstand von der Vorinstanz bei der Ermittlung des 

hypothetischen Valideneinkommens zu berücksichtigen. Dasselbe gilt im 

Übrigen auch in Bezug auf die (allenfalls) von der Arbeitgeberin zur Verfü-

gung gestellten Ausrüstungsgegenstände im Sinne der in der WML aufge-

führten Bekleidung und Schuhwerk (vgl. WML Rz. 2062 bis 2064). 

C-4532/2019 

Seite 36 

5.4.3.3 Abschliessend ist darauf hinzuweisen, dass allfällige, auf Art. 9 

Abs. 3 AHVV gestützte Pauschalspesen bei der Ermittlung des mutmassli-

chen Lohnes nicht zu berücksichtigen wären, wenn sie getrennt vom Lohn 

ausgewiesen worden wären und nicht davon auszugehen wäre, dass es 

sich dabei um solche gemäss Art. 9 Abs. 2 AHVV handeln würde 

(vgl. hierzu Urteil des BGer 8C_465/2009 vom 12. Februar 2010 E. 4.1). 

5.5 Mit Blick auf den von der Vorinstanz am 13. Mai 2019 durchgeführten 

Einkommensvergleich (act. 152) ist abschliessend festzuhalten, dass sich 

das gestützt auf die Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statis-

tik herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) 2016 berechnete hy-

pothetische Invalideneinkommen auf Basis der Tabelle TA1_skill-level, 

Zentralwert, Männer, Kompetenzniveau 1 (vgl. auch www.bfs.admin.ch > 

Statistiken finden > Arbeit und Erwerb > Löhne, Erwerbseinkommen und 

Arbeitskosten > Lohnniveau – Schweiz > privater und öffentlicher Sektor > 

monatlicher Bruttolohn nach Wirtschaftszweigen, Kompetenzniveau und 

Geschlecht; zuletzt aufgerufen am 9. März 2022) und unter Umrechnung 

auf die betriebsübliche durchschnittliche Wochenarbeitszeit von 41.7 Ar-

beitsstunden pro Woche im Jahr 2016 (BGE 126 V 75 E. 3b bb; vgl. 

www.bfs.admin.ch > Statistiken finden > Arbeit und Erwerb > Erwerbstätig-

keit und Arbeitszeit > Arbeitszeit > Normalarbeitsstunden gemäss der Sta-

tistik der betriebsüblichen Arbeitszeit > Betriebsübliche Arbeitszeit nach 

Wirtschaftsabteilungen, in Stunden pro Woche 1990-2016 > Download Ta-

belle > Abschnitt A - S [Ziffern 01 bis 96; Total]; zuletzt besucht am 9. März 

2022) zwar grundsätzlich nicht beanstanden lässt (vgl. BGE 143 V 295 E. 

2.2). Mit Blick auf die von der Vorinstanz noch in Auftrag zu gebenden me-

dizinischen Abklärungen resp. allfällige neue Erkenntnisse kann die defini-

tive Bemessung des hypothetischen Valideneinkommens – allenfalls unter 

Berücksichtigung eines leidensbedingten Abzugs (vgl. hierzu BGE 134 V 

322 E. 5.2; 129 V 472 E. 4.2.3) – jedoch nicht bereits im vorliegenden Ent-

scheid erfolgen. 

6.  

Ergänzend bleibt darauf hinzuweisen, dass die vorzunehmende Rückwei-

sung die (geringe) Gefahr einer reformatio in peius beinhaltet, da die von 

der IVSTA mit Verfügung vom 28. August 2019 (act. 180) mit Wirkung ab 

1. Februar 2017 zugesprochene halbe Rente in Frage gestellt wird 

(vgl. BGE 137 V 314 E. 3.2.4). Dem Beschwerdeführer wurde daher vor-

gängig mit prozessleitender Verfügung vom 19. Juli 2021 das rechtliche 

Gehör gewährt (B-act. 12; vgl. C.g hiervor). In der Folge liess sich der Be-

C-4532/2019 

Seite 37 

schwerdeführer hierzu jedoch nicht vernehmen, weshalb das Bundesver-

waltungsgericht – entsprechend den Erwägungen in der prozessleitenden 

Verfügung vom 19. Juli 2021 – davon ausgeht, dass die Beschwerde auf-

rechterhalten wird. 

7.  

Aufgrund der vorstehenden Erwägungen ist zusammenfassend festzuhal-

ten, dass die Beschwerde insoweit gutzuheissen ist, als die angefochtene 

Verfügung vom 28. August 2019 aufzuheben ist und die Akten im Sinne der 

Erwägungen an die Vorinstanz zur Durchführung von weiteren umfassen-

den medizinischen und erwerblichen Abklärungen und anschliessendem 

Erlass einer neuen Verfügung zurückzuweisen sind. 

8.  

Zu befinden bleibt über die Verfahrenskosten und eine allfällige Parteient-

schädigung. 

8.1 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig (Art. 69 Abs. 1bis und 2 

IVG), wobei die Verfahrenskosten gemäss Art. 63 Abs. 1 VwVG in der Re-

gel der unterliegenden Partei auferlegt werden. Da eine Rückweisung pra-

xisgemäss als Obsiegen der Beschwerde führenden Partei gilt (BGE 132 

V 215 E. 6), sind im vorliegenden Fall dem Beschwerdeführer keine Kosten 

aufzuerlegen. Diesem ist der geleistete Verfahrenskostenvorschuss in der 

Höhe von Fr. 800.- nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils 

zurückzuerstatten. Der Vorinstanz werden ebenfalls keine Verfahrenskos-

ten auferlegt (Art. 63 Abs. 2 VwVG). 

8.2 Der mit Blick auf die Rückweisung obsiegende, anwaltlich vertretene 

Beschwerdeführer hat gemäss Art. 64 Abs. 1 VwVG in Verbindung mit 

Art. 7 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Ent-

schädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2) 

Anspruch auf eine Parteientschädigung zu Lasten der Vorinstanz. Da keine 

Kostennote eingereicht wurde, ist die Entschädigung aufgrund der Akten 

festzusetzen (Art. 14 Abs. 2 Satz 2 VGKE). Unter Berücksichtigung des 

Verfahrensausgangs, des gebotenen und aktenkundigen Aufwands, der 

Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des vorliegend zu beur-

teilenden Verfahrens ist eine Parteientschädigung von Fr. 2’800.- 

(inkl. Auslagen, ohne Mehrwertsteuer; vgl. Art. 9 Abs. 1 in Verbindung mit 

Art. 10 Abs. 2 VGKE) gerechtfertigt. 

 

C-4532/2019 

Seite 38 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird insoweit gutgeheissen, als die angefochtene Verfü-

gung vom 28. August 2019 aufgehoben und die Sache an die Vorinstanz 

zurückgewiesen wird, damit diese nach erfolgten ergänzenden Abklärun-

gen im Sinne der Erwägungen über den Rentenanspruch neu verfüge. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Dem Beschwerdeführer wird 

der von ihm geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 800.- nach 

Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückerstattet. 

3.  

Dem Beschwerdeführer wird zu Lasten der Vorinstanz eine Parteientschä-

digung in der Höhe von Fr. 2’800.- zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde; Beilage: Formular "Zahl-

adresse") 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Einschreiben) 

– das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben) 

 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

 

 

 

C-4532/2019 

Seite 39 

Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber: 

  

Viktoria Helfenstein Roger Stalder 

 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden, sofern die Voraussetzungen 

gemäss Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG gegeben sind. Die Frist ist gewahrt, 

wenn die Beschwerde spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundes-

gericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder 

einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung 

übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die Rechtsschrift hat die Be-

gehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unter-

schrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel 

sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen 

(Art. 42 BGG). 

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