# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** efa8c889-69e3-5e56-bbd7-55f3b69aba70
**Source:** Bundesstrafgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2023-05-12
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 12.05.2023 CA.2022.28
**Docket/Reference:** CA.2022.28
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG_001_CA-2022-28_2023-05-12

## Full Text

Berufung gegen SK-Entscheid (Art. 398 StPO) ; Qualifizierter Diebstahl, teilweise Versuch dazu (Art. 139 StGB, teilweise i.V.m. Art. 22 StGB); qualifizierte Sachbeschädigung (Art. 144 StGB); Hausfriedensbruch (Art. 186 StGB); Gefährdung durch Sprengstoffe und giftige Gase in verbrecherischer Absicht (Art. 224 StGB) und Entwendung eines Fahrzeugs zum Gebrauch (Art. 94 SVG);;Berufung gegen SK-Entscheid (Art. 398 StPO) ; Qualifizierter Diebstahl, teilweise Versuch dazu (Art. 139 StGB, teilweise i.V.m. Art. 22 StGB); qualifizierte Sachbeschädigung (Art. 144 StGB); Hausfriedensbruch (Art. 186 StGB); Gefährdung durch Sprengstoffe und giftige Gase in verbrecherischer Absicht (Art. 224 StGB) und Entwendung eines Fahrzeugs zum Gebrauch (Art. 94 SVG);;Berufung gegen SK-Entscheid (Art. 398 StPO) ; Qualifizierter Diebstahl, teilweise Versuch dazu (Art. 139 StGB, teilweise i.V.m. Art. 22 StGB); qualifizierte Sachbeschädigung (Art. 144 StGB); Hausfriedensbruch (Art. 186 StGB); Gefährdung durch Sprengstoffe und giftige Gase in verbrecherischer Absicht (Art. 224 StGB) und Entwendung eines Fahrzeugs zum Gebrauch (Art. 94 SVG);;Berufung gegen SK-Entscheid (Art. 398 StPO) ; Qualifizierter Diebstahl, teilweise Versuch dazu (Art. 139 StGB, teilweise i.V.m. Art. 22 StGB); qualifizierte Sachbeschädigung (Art. 144 StGB); Hausfriedensbruch (Art. 186 StGB); Gefährdung durch Sprengstoffe und giftige Gase in verbrecherischer Absicht (Art. 224 StGB) und Entwendung eines Fahrzeugs zum Gebrauch (Art. 94 SVG)

Urteil vom 12. Mai 2023 
Berufungskammer 

Besetzung  Richter Brigitte Stump Wendt, Vorsitzende, 
Thomas Frischknecht und Beatrice Kolvodouris Janett, 
Gerichtsschreiber Sandro Clausen  

Parteien  BUNDESANWALTSCHAFT, vertreten durch Leitenden 
Staatsanwalt des Bundes Nils Eckmann, 
  

Berufungsführerin / Anklagebehörde 
  

 

gegen 

 
A., amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt Markus Dor-
mann, 
 

Berufungsführer / Beschuldigter  
 
sowie als Privatklägerschaft 
 
1. BANK B. AG, 
 
2. C. GENOSSENSCHAFT, 
 

 

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

Geschäftsnummer: CA.2022.28 

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Gegenstand 
 

Berufungen der Bundesanwaltschaft und des Beschul-
digten gegen das Urteil der Strafkammer SK.2022.37 
vom 25. Oktober 2022 
 

Mehrfacher qualifizierter Diebstahl, teilweise Versuch 
dazu; mehrfache qualifizierte Sachbeschädigung; Haus-
friedensbruch; mehrfache Gefährdung durch Spreng-
stoffe und giftige Gase in verbrecherischer Absicht; Ent-
wendung eines Fahrzeugs zum Gebrauch 
 

  

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Sachverhalt: 

A. Prozessgeschichte und erstinstanzliches Urteil  

A.1 Am 10. Februar 2021 wurde ein Bankomat der Bank B. an der F.-Strasse in Wil-
chingen/SH gesprengt und Bargeld entwendet. Am 3. April 2021 wurde ein Ban-
komat der Bank G. bei der H.-Filiale an der I-Strasse in Buchberg/SH gesprengt; 
die Täterschaft konnte kein Bargeld entwenden. Die Täterschaft war in beiden 
Vorfällen flüchtig.  

A.2 Eine Strafuntersuchung wurde in beiden Fällen von der Staatsanwaltschaft des 
Kantons Schaffhausen eröffnet. Die Bundesanwaltschaft verfügte am 10. Feb-
ruar 2021 (Verfahren SV.21.0256 betreffend Vorfall in Wilchingen; BA pag. 01-
01-0001) und am 3. Mai 2021 (Verfahren SV.21.0549 betreffend Vorfall in Buch-
berg; BA pag. 01-01-0002) die Eröffnung einer Strafuntersuchung gegen Unbe-
kannt wegen Gefährdung durch Sprengstoffe und giftige Gase in verbrecheri-
scher Absicht.  

A.3 Am 19. Februar 2021 (Verfahren SV.21.0256; BA pag. 02-01-0005 f.) bzw. 
9. Juni 2021 (Verfahren SV.21.0549; BA pag. 02-02-0006 f.) verfügte die Bun-
desanwaltschaft auf Ersuchen der Staatsanwaltschaft Schaffhausen um Verfah-
rensübernahme gestützt auf Art. 26 Abs. 2 StPO die Vereinigung der Strafverfol-
gung und Beurteilung der kantonalen Gerichtsbarkeit unterliegenden Straftaten 
(Diebstahl, Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch betreffend Vorfall in Wilchin-
gen bzw. versuchter Diebstahl, Sachbeschädigung, Entwendung eines Fahr-
zeugs zum Gebrauch betreffend Vorfall in Buchberg) in der Hand der Bundesbe-
hörden. Mit Verfügung vom 14. Juni 2021 vereinigte die Bundesanwaltschaft die 
Verfahren unter der Geschäftsnummer SV.21.0256 (BA pag. 01-02-003 f.). Mit 
Verfügung vom 3. November 2021 dehnte die Bundesanwaltschaft die Strafun-
tersuchung im Verfahren SV.21.0256 auf A. (nachfolgend: Beschuldigter) aus 
(BA pag. 01-01-0003). 

A.4 Der Beschuldigte wurde gestützt auf einen Haftbefehl der Bundesanwaltschaft 
vom 15. November 2021 (BA pag. 06-01-0005 ff.) am 21. November 2021 in Un-
garn verhaftet und in Auslieferungshaft versetzt (BA pag. 06-01-0032). Nach Be-
willigung der Auslieferung durch die ungarischen Behörden wurde er am 20. De-
zember 2021 den Schweizer Strafverfolgungsbehörden übergeben und von der 
Bundeskriminalpolizei festgenommen (BA pag. 06-01-0062 ff.). Mit Entscheid 
des Zwangsmassnahmengerichts des Kantons Bern vom 22. Dezember 2021 
wurde der Beschuldigte bis am 19. März 2022 in Untersuchungshaft versetzt (BA 
pag. -06-01-0080 ff.). Die Untersuchungshaft wurde zweimal um jeweils drei Mo-
nate, d.h. bis am 17. September 2022, verlängert (BA pag. 06-01-0152 ff., BA 

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pag. 06-01-0187 ff.). Ein Gesuch des Beschuldigten um Bewilligung des vorzei-
tigen Strafvollzugs wies die Bundesanwaltschaft mit Verfügung vom 31. August 
2022 ab (BA pag. 06-01-0210 ff.). Mit Entscheid des Zwangsmassnahmenge-
richts des Kantons Bern vom 5. September 2022 wurde der Beschuldigte auf 
Antrag der Bundesanwaltschaft – infolge Anklageerhebung am 31. August 2022 
– wegen Fluchtgefahr in Sicherheitshaft versetzt. Die Haft wurde bis zum Zeit-
punkt des erstinstanzlichen Urteils, längstens bis am 30. November 2022, ange-
ordnet (TPF pag. 6.231.7.1 ff.). Mit Beschluss der Vorinstanz vom 25. Oktober 
2022 wurde die Sicherheitshaft bis zum 24. Februar 2022 verlängert (TPF 
pag. 6.912.2.003 ff.).  

A.5 Am 31. August 2022 erhob die Bundesanwaltschaft bei der Strafkammer des 
Bundesstrafgerichts Anklage (TPF pag. 6.100.001 ff.) gegen den Beschuldigten 
wegen mehrfacher Gefährdung durch Sprengstoffe und giftige Gase in verbre-
cherischer Absicht (Art. 224 Abs. 1 StGB), mehrfachen qualifizierten Diebstahls, 
teilweise Versuch dazu (Art. 139 Ziff. 1 i.V.m. Ziff. 3 Abs. 4, teilweise i.V.m. Art. 
22 StGB), mehrfacher qualifizierter Sachbeschädigung (Art. 144 Abs. 1 i.V.m. 
Abs. 3 StGB), Hausfriedensbruch (Art.186 StGB) und Entwendung zum Ge-
brauch (Art. 94 Abs. 1 Bst. a SVG). 

A.6 Die Vorinstanz holte ein Gutachten beim Institut für Rechtsmedizin der Universi-
tät Zürich (nachfolgend: IRM), erstattet am 12. Oktober 2022, ein (TPF 
6.264.1.12 ff.). Die Akten wurden sodann um die Führungsberichte der Gefäng-
nisse J. und K. sowie um einen Strafregisterauszug aus dem Schweizerischen 
Strafregister ergänzt (TPF pag. 6.231.7.011; TPF pag. 6.231.7.009 f.; TPF 
pag. 6.231.1.002).  

A.7 Die erstinstanzliche Hauptverhandlung fand am 24. Oktober 2022 vor der Straf-
kammer in Bellinzona in Anwesenheit des Beschuldigten, seines Verteidigers 
und der Bundesanwaltschaft statt. Die Privatklägerschaft verzichtete auf eine 
Teilnahme. 

A.8 Mit dem am 25. Oktober 2022 mündlich eröffnetem Urteil SK.2022.37 wurde der 
Beschuldigte in Bezug auf den Vorfall in Buchberg/SH vom 3. April 2021 der Ge-
fährdung durch Sprengstoffe und giftige Gase in verbrecherischer Absicht ge-
mäss Art. 224 Abs. 1 StGB, des versuchten qualifizierten Diebstahls gemäss 
Art. 139 Ziff. 1 i.V.m. Ziff. 3 Abs. 4 StGB i.V.m. Art. 22 StGB, der qualifizierten 
Sachbeschädigung gemäss Art. 144 Abs. 1 i.V.m. Abs. 3 StGB sowie der Ent-
wendung eines Fahrzeugs zum Gebrauch gemäss Art. 94 Abs. 1 lit. a SVG schul-
dig gesprochen. In Bezug auf den Vorfall in Wilchingen/SH vom 10. Februar 2021 
wurde der Beschuldigte von den Vorwürfen der Gefährdung durch Sprengstoffe 
und giftige Gase in verbrecherischer Absicht gemäss Art. 224 Abs. 1 StGB, des 

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qualifizierten Diebstahls gemäss Art. 139 Ziff. 1 i.V.m. Ziff. 3 Abs. 4 StGB, der 
qualifizierten Sachbeschädigung gemäss Art. 144 Abs. 1 i.V.m. Abs. 3 StGB und 
des Hausfriedensbruchs gemäss Art. 186 StGB freigesprochen. 

A.9 Der Beschuldigte wurde mit einer Freiheitsstrafe von 52 Monaten und einer un-
bedingten Geldstrafe von 30 Tagessätzen à Fr. 30.-- bestraft. Die ausgestandene 
Haft wurde auf den Vollzug der Strafe angerechnet. Zudem wurde der Beschul-
digte für die Dauer von 10 Jahren des Landes verwiesen. Das sichergestellte 
Bargeld (Ass-Nr. 33358) wurde beschlagnahmt und zur Deckung der Verfahrens-
kosten verwendet und das sichergestellte Mobiltelefon Samsung Galaxy A51 
(Ass-Nr. 27322) und die sichergestellte SIM-Karte Orange (Ass-Nr. 27321) wur-
den dem Beschuldigten zurückgegeben. 

A.10 Sämtliche Zivilklagen wurden auf den Zivilweg verwiesen und den Privatklägern 
keine Entschädigungen zugesprochen.  

A.11 Gegen dieses Urteil meldeten sowohl die Bundesanwaltschaft mit Schreiben vom 
31. Oktober 2022 (TPF pag.1.100.074 f.) als auch der Beschuldigte mit Schrei-
ben der Verteidigung vom 4. November 2022 (TPF pag.1.100.076) fristgerecht 
die Berufung an.  

A.12 Die schriftliche Urteilsbegründung wurde am 27. Dezember 2022 versandt und 
den Parteien am 28. Dezember 2022 (Verteidigung) resp. am 29. Dezember 
2022 (BA) zugestellt (CAR pag. 1.100.077 ff.). 

B. Verfahren vor der Berufungskammer des Bundesstrafgerichts 

B.1 Mit Schreiben vom 27. Dezember 2022 leitete die Strafkammer das begründete 
Urteil vom 25. Oktober 2022 mitsamt den Berufungsanmeldungen des Beschul-
digten vom 4. November 2022 und der Bundesanwaltschaft vom 31. Oktober 
2022 an die Berufungskammer des Bundesstrafgerichts weiter (CAR pag. 
1.100.081). 

B.2 Mit Berufungserklärung vom 11. Januar 2023 (CAR pag. 1.100.083 f.) erklärte 
die Bundesanwaltschaft, dass sie die Berufung beschränke auf den Freispruch 
in Bezug auf den Vorfall in Wilchingen/SH vom 10. Februar 2021 gemäss Ziff. 1, 
auf die Bemessung der Strafe gemäss Ziff. 3 und auf die Kosten- und Entschä-
digungsfolgen gemäss Ziff. 8 und 10 des Urteilsdispositivs vom 25. Oktober 
2022. Beweisanträge wurden keine gestellt und zur Begründung der Anträge 
wurde auf die mündliche Berufungsverhandlung verwiesen. 

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B.3 Der Beschuldigte focht mit Berufungserklärung vom 16. Januar 2023 (CAR pag. 
1.100.085ff.) das erstinstanzliche Urteil vollumfänglich betr. die Schuldsprüche 
an respektive verlangt einen vollumfänglichen Freispruch. Insofern seien die Be-
strafung gemäss Ziff. 3 bis 6. aufzuheben; ebenso seien die Kosten- und Ent-
schädigungsfolgen neu dahingehend festzusetzen, dass die Untersuchungs- und 
Verfahrenskosten der Vor- und der Berufungsinstanz sowie die Kosten der Ver-
teidigung auf die Staatskasse zu nehmen seien. Sodann liess er folgende An-
träge stellen: 
 
«1. Die Ziff 3. bis und mit 6., 8., 9.2 und 10.3 des Urteilsdispositivs der Vorinstanz 

vom 25. Oktober 2022 seien aufzuheben und es sei der Berufungskläger von 

Schuld und Strafe freizusprechen. 

2.  Die Untersuchungs- und Gerichtskosten seien vollumfänglich auf die Staatskasse 

zu nehmen. 

3.  Der Berufungskläger sei angemessen für das Verfahren vor der Vorinstanz und 

für das Berufungsverfahren zu entschädigen.» 

 

Obwohl nicht ausdrücklich erwähnt, kann davon ausgegangen werden, dass der 
Beschuldigte auch Ziff. 2 als mitangefochten meint, da er einen Freispruch be-
züglich des Deliktskomplexes Buchberg/SH fordert. Beweisanträge wurden keine 
gestellt. 

B.4 Mit Schreiben vom 25. Januar 2023 wurde den Parteien Frist zur Stellungnahme 
zur Frage der Parteistellung der Privatklägerin D. AG im vorliegenden Berufungs-
verfahren angesetzt. Sodann wurden die Parteien innert gleicher Frist auf die 
Möglichkeit des Stellens eines Antrags auf Nichteintreten und auf die Möglichkeit 
der Anschlussberufung hingewiesen (CAR pag.1.400.001 f.). 

B.5 Die Bundesanwaltschaft verzichtete mit Eingabe vom 15. Februar 2023 auf einen 
Nichteintretensantrag und auf das Stellen von Beweisanträgen zu jenem Zeit-
punkt. Ausserdem bezog sie zur Frage der Stellung der Privatklägerschaft D. AG 
Stellung und schloss sich der Sichtweise der Berufungskammer an, dass diese 
mangels Parteistellung im vorliegenden Verfahren vom Berufungsverfahren aus-
zuschliessen sei (CAR pag. 1.400.003). Der Beschuldigte und die Privatkläger 
liessen sich nicht vernehmen. 

B.6 Mit Verfügung der Vorsitzenden der Berufungskammer vom 17. Februar 2023 
wurde die Sicherheitshaft bis zum Entscheid der Berufungskammer in der Sache 
selbst verlängert (CAR pag. 8.102.010 ff.). Mit Verfügung der Vorsitzenden der 
Berufungskammer vom 2. März 2023 (CAR pag. 8.103.007 ff.) wurde dem Be-
schuldigten sodann der vorzeitige Strafvollzug bewilligt und die Sicherheitshaft 
auf den Zeitpunkt des Antritts des vorzeitigen Strafvollzuges aufgehoben. Am 24. 

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März 2023 erging eine Verfügung der Vorsitzenden der Berufungskammer über 
die Änderung der zuständigen Vollzugsbehörde (CAR pag. 8.105.001 ff.). 

B.7 Mit Beschluss vom 14. März 2023 wurde die Privatklägerin D. AG aus dem vor-
liegenden Berufungsverfahren CA.2022.28 ausgeschlossen (CAR 
pag. 8.104.001 ff.). Der Beschluss erwuchs in Rechtskraft. 

B.8 Im Rahmen der Prozessvorbereitung holte die Berufungskammer entsprechend 
der Verfügung über die Beweismassnahmen vom 29. März 2023 (CAR pag. 
4.200.001 ff.) einen aktuellen Auszug aus dem schweizerischen Strafregister 
(CAR pag. 4.401.001), einen Führungsbericht des Gefängnis K. (CAR 
pag. 4.601.006 f.) sowie Angaben des Beschuldigten über seine persönliche und 
finanzielle Situation (CAR pag. 5.200.004 ff.) ein. 

B.9 Die mündliche Berufungsverhandlung fand am 28. April 2023 in Anwesenheit des 
Beschuldigten und seiner amtlichen Verteidigung sowie der Bundesanwaltschaft 
am Sitz der Berufungskammer des Bundesstrafgerichts in Bellinzona statt (CAR 
pag. 5.100.001 ff.). Die Privatklägerschaft verzichtete auf Teilnahme an der Be-
rufungsverhandlung (CAR pag. 5.100.002). Im Rahmen der Vorfragen wurden 
gewisse Unklarheiten in der Berufungserklärung der Bundesanwaltschaft geklärt 
(CAR pag. 5.100.003). Weitere Vorfragen waren nicht zu behandeln (CAR 
pag. 5.100.003). Im Rahmen des Beweisverfahrens wurde der Beschuldigte zu 
seinen persönlichen Verhältnissen und zur Sache einvernommen (CAR 
pag. 5.100.003; CAR pag. 5.300.001 ff.). Der Beschuldigte liess im Rahmen der 
Parteivorträge durch seine amtliche Verteidigung die nachfolgenden Anträge 
stellen (CAR pag. 5.200.019 f.): 
 
1.  In Abänderung des Urteils vom 25.10.2022 sei A. freizusprechen vom Vorwurf 

der Gefährdung durch Sprengstoffe und giftige Gase in verbrecherischer Absicht, 
des qualifizierten Diebstahls, teilweise Versuch dazu, der qualifizierten Sachbe-
schädigung, des Hausfriedensbruchs sowie der Entwendung eines Fahrzeugs 
zum Gebrauch, alles angeblich begangen in Mittäterschaft mit einer unbekannten 
Täterschaft am 03.04.2021 in Buchberg. 

2.  Eventualiter sei A. schuldig zu sprechen der Gehilfenschaft zu der Gefährdung 
durch Sprengstoffe und giftige Gase in verbrecherischer Absicht, des qualifizier-
ten Diebstahls, teilweise Versuch dazu, der qualifizierten Sachbeschädigung, des 
Hausfriedensbruchs sowie der Entwendung eines Fahrzeugs zum Gebrauch, al-
les angeblich begangen am 03.04.2021 in Buchberg. 

  Eventualiter sei er dabei mit einer Freiheitsstrafe von 18 Monaten bedingt zu be-
strafen. 

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3.  Die entstandenen Verfahrenskosten seien der Schweizerischen Eidgenossen-
schaft aufzuerlegen und es sei A. für die entstandenen Verfahrenskosten eine 
Entschädigung gemäss Kostennote auszurichten. 

4.  Es sei A. für den ausgestandenen Freiheitsentzug (Auslieferungs- und Untersu-
chungshaft) eine angemessene Genugtuung sowie eine angemessene Erwerbs-
ausfallentschädigung auszurichten. 

5.  Die geltend gemachten Zivil- resp. Strafklagen seien unter Kostenfolgen abzuwei-
sen, allenfalls auf den Zivilweg zu verweisen. 

6.  A. sei unverzüglich aus der Haft zu entlassen.» 

Die Bundesanwaltschaft stellte und begründete folgende Anträge (CAR 
pag. 5.200.049 f.): 
 
1.  A. sei wie folgt schuldig zu sprechen: 
  1.1. Vorfall Wilchingen/SH vom 10. Februar 2021 gemäss Anklage Ziff. 1.1 
   - der Gefährdung durch Sprengstoffe und giftige Gase in verbrecheri-

scher Absicht (Art. 224 Abs. 1 StGB) 
   - des qualifizierten Diebstahls (Art. 139 Ziff. 1 i.V.m. Ziff. 3 Abs. 4 StGB) 
   - der qualifizierten Sachbeschädigung (Art. 144 Abs. 1 i.V.m. Abs. 3 

StGB) 
   - des Hausfriedensbruchs (Art. 186 StGB) 
 
  1.2 Vorfall Buchberg/SH vom 3. April 2021 gemäss Anklage Ziff. 1.2 
   - der Gefährdung durch Sprengstoffe und giftige Gase in verbrecheri-

scher Absicht (Art. 224 Abs. 1 StGB) 
   - des versuchten qualifizierten Diebstahls (Art. 139 Ziff. 1 i.V.m. Ziff. 3 

Abs. 4 StGB i.V.m. Art. 22 StGB) 
   - der qualifizierten Sachbeschädigung (Art. 144 Abs. 1 i.V.m. Abs. 3 

StGB) 
   - der Entwendung eines Fahrzeuges zum Gebrauch (Art. 94 Abs. 1 Bst. a 

SVG). 
2.  A. sei zu bestrafen mit einer Freiheitsstrafe von 120 Monaten und einer Geld-

strafe von 30 Tagessätzen zu Fr. 30.00, unter Anrechnung der bisher ausgestan-
denen Haft (Auslieferungs-, Untersuchungs- und Sicherheitshaft sowie vorzeitiger 
Strafvollzug). 

3.  Der Kanton Schaffhausen sei als Vollzugskanton zu bestimmen. 
4.  A. sei für die Dauer von 10 Jahren des Landes zu verweisen. 
5.  Die Verfahrenskosten seien A. aufzuerlegen. 
6.  Rechtsanwalt Markus Dormann sei für die amtliche Verteidigung von A. in ge-

richtlich zu bestimmender Höhe aus der Kasse der Eidgenossenschaft zu ent-
schädigen. A. sei zu verpflichten, dem Bund die Entschädigung zurückzubezah-
len, sobald es seine wirtschaftlichen Verhältnisse erlauben. 

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7.  Die weiteren Verfügungen seien von Amtes wegen zu treffen.» 
  

Die amtliche Verteidigung verzichtete auf einen zweiten Parteivortrag, sodass 
auch eine Duplik der Bundesanwaltschaft entfiel (CAR pag. 5.100.006). An-
schliessend hielt der Beschuldigte sein Schlusswort (CAR pag. 5.100.006). 

B.10 Das vorliegende Urteil erging im Anschluss an die Berufungsverhandlung und 
wurde den Parteien zunächst im Dispositiv schriftlich eröffnet (CAR 
pag. 9.100.001 ff.), nachdem sämtliche Parteien ihren Verzicht auf die mündliche 
Eröffnung des Urteils erklärt hatten (CAR pag. 5.100.006). 

Die Berufungskammer erwägt: 

I. Formelle Erwägungen 

1. Eintreten / Fristen 

Die Berufungsanmeldungen und -erklärungen des Beschuldigten und der Bun-
desanwaltschaft erfolgten jeweils fristgerecht (Art. 399 Abs. 1-3 StPO). Die Bun-
desgerichtsbarkeit ist vorliegend gestützt auf Art. 23 Abs. 1 lit. d und Art. 26 
Abs. 2 StPO gegeben. Die übrigen Eintretensvoraussetzungen geben zu keinen 
Bemerkungen Anlass. Auf die von der Bundesanwaltschaft und vom Beschuldig-
ten erhobenen Berufungen ist einzutreten. 

2. Verfahrensgegenstand und Kognition 

2.1 Gemäss Art. 402 StPO hat die Berufung im Umfang der Anfechtung aufschie-
bende Wirkung und wird die Rechtskraft des angefochtenen Urteils dementspre-
chend gehemmt. Das Berufungsgericht überprüft somit das erstinstanzliche Ur-
teil nur in den angefochtenen Punkten (Art. 404 Abs. 1 StPO). Auch wenn das 
Berufungsgericht nur die angefochtenen Punkte neu beurteilt, fällt es am Ende 
ein insgesamt neues Urteil (Art. 408 StPO), worin es jedoch anzugeben hat, wel-
che Punkte bereits früher in Rechtskraft erwachsen sind (Urteile des Bundesge-
richtes 6B_482/2012 vom 3. April 2013 E. 5.3. und 6B_99/2012 vom 14. Novem-
ber 2012 E. 5.3; EUGSTER, Basler Kommentar, 3. Aufl. 2014, Art. 402 StPO N. 2; 
Hug, Zürcher Kommentar, 3. Aufl. 2020, Art. 401 StPO N. 2). Die Bundesanwalt-
schaft ficht mit ihrer Berufung den Freispruch von den Anklagevorwürfen im Zu-
sammenhang mit der Sprengung eines Bankomaten in Wilchingen/SH am 
10. Februar 2021 (Anklageziffer 1.1 [«Vorfall Wilchingen/SH»]) an. Der Beschul-
digte wendet sich mit seiner Berufung gegen den Schuldspruch bezüglich der 
Anklagevorwürfe im Zusammenhang mit der Sprengung eines Bankomaten in 

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Buchberg/SH am 3. April 2021 (Anklageziffer 1.2 [«Vorfall Buchberg/SH»]). Aus-
drücklich angefochten werden von den berufungsführenden Parteien auch die an 
den Schuldpunkt anknüpfenden Punkte (Strafe und Vollzugsmodalitäten [Urteil 
SK.2022.37 Dispositiv-Ziffern 3 und 4] / Landesverweisung [Urteil SK.2022.37 
Dispositiv-Ziffer 5] / Beschlagnahme einer Barschaft zur Kostendeckung [Urteil 
SK.2022.37 Dispositiv-Ziffer 6.1] / Kosten- und Entschädigungsfolgen [Urteil 
SK.2022.37 Dispositiv-Ziffern 9.2 (Nichtzusprechung Entschädigung an den Be-
schuldigten) und 10.3 (Rückforderungsvorbehalt betreffend Entschädigung amt-
liche Verteidigung)]). Von der berufungsweisen Anfechtung nicht erfasst sind 
nach den eingegangenen Berufungserklärungen und den seitens der Bundesan-
waltschaft anlässlich der Berufungsverhandlung erfolgten Präzisierung (CAR 
pag. 5.100.003) die vorinstanzlich entschiedene Rückgabe des beschlagnahm-
ten Mobiltelefons samt SIM-Karte (Urteil SK.2022.37 Dispositiv-Ziffer 6.2), die 
Nichtzusprechung von Entschädigungen an die Privatklägerschaft (Urteil 
SK.2022.37 Dispositiv-Ziffer 9.1) und die Festsetzung der Entschädigung der 
vormaligen und der jetzigen amtlichen Verteidigung des Beschuldigten (Urteil 
SK.2022.37 Dispositiv-Ziffern 10.1 und 10.2). In seiner Berufungserklärung hat 
sich der Beschuldigte sodann nicht ausdrücklich zum Schicksal der erstinstanz-
lich beurteilten Zivilansprüche geäussert. In der Aufzählung der seiner Ansicht 
nach aufzuhebenden Dispositiv-Ziffern sind die sich mit den Zivilansprüchen be-
fassenden Dispositiv-Ziffern 7.1 – 7.3 des vorinstanzlichen Rechtsspruchs nicht 
enthalten. Angesichts der vom Beschuldigten beantragten Freisprechung von 
sämtlichen Anklagevorwürfen hätte wohl die Gutheissung der damit verbundenen 
Zivilansprüche als mitangefochten zu gelten. Die vorinstanzliche Verweisung der 
Zivilansprüche auf den Zivilweg (vgl. Urteil SK.2022.37 Dispositiv-Ziffern 7.1-7.3) 
würde indessen auch mit den beantragten Freisprüchen nicht in einem unauflös-
baren Widerspruch stehen (vgl. Art. 126 Abs. 2 lit. d StPO). Bei dieser rechtlichen 
Ausgangslage wäre von der amtlichen Verteidigung in der Berufungserklärung 
eine Klarstellung zu erwarten gewesen für den Fall, dass dem Berufungsgericht 
in Abänderung des vorinstanzlichen Erkenntnisses die Abweisung der Zivilan-
sprüche hätte beantragt werden wollen. Im Rahmen des Parteivortrages an der 
Berufungsverhandlung (vgl. CAR pag. 5.200.020: «Die geltend gemachten Zivil- 
resp. Strafklagen seien unter Kostenfolgen abzuweisen, […]») ist es dafür zu 
spät. Nach Ablauf der gesetzlichen Frist zur Einreichung der Berufungserklärung 
ist eine Ausdehnung der Berufungsanträge auf bisher nicht angefochtene Teile 
des vorinstanzlichen Urteils nicht mehr möglich (Urteile des Bundesgerichts 
6B_1403/2019 vom 10. Juni 2020 E. 1.3; 6B_562/2019 vom 27. November 2019 
E. 2.1; 6B_1160/2017 vom 17. April 2018 E. 1.1; EUGSTER, Basler Kommentar, 
2. Aufl. 2014, Art. 399 StPO N. 3). Die vorinstanzliche Behandlung der Zivilan-
sprüche hat demnach als unangefochten zu gelten. Nicht angefochten ist das 
vorinstanzliche Urteil damit hinsichtlich Dispositiv-Ziffern 6.2 (Herausgabe Mobil-

- 11 - 

telefone), 7.1 bis 7.3 (Bank B., C. Genossenschaft und D. AG), 9.1 (Entschädi-
gung Privatklägerschaft) sowie 10.1 und 10.2 (Festsetzung Entschädigung amt-
liche Verteidigung durch Rechtsanwalt III. und Rechtsanwalt Markus Dormann). 
Es ist daher vorab festzustellen, dass das Urteil der Strafkammer des Bun-
desstrafgerichts SK.2022.37 vom 25. Oktober 2022 im erwähnten Umfang in 
Rechtskraft erwachsen ist. In den übrigen Punkten ist das erstinstanzliche Urteil 
im Berufungsverfahren zu überprüfen. 

2.2 Die Berufung nach Art. 398 ff. StPO ist im Umfang der angefochtenen Punkte 
des erstinstanzlichen Urteils ein reformatorisches Rechtsmittel. Das Berufungs-
gericht verfügt insoweit über umfassende Kognition in tatsächlicher und rechtli-
cher Hinsicht (Art. 398 Abs. 2 und 3 StPO) und fällt, soweit es auf die Berufung 
eintritt, ein neues, den erstinstanzlichen Entscheid ersetzendes Urteil (Art. 408 
StPO; BGE 141 IV 244 E. 1.3.3; Urteile des Bundesgerichts 6B_658/2018 vom 
19. Dezember 2019 E. 3.3; 6B_853/2016 vom 18. Oktober 2017 E. 2.1). Weil die 
Bundesanwaltschaft gegen den teilweisen Freispruch der Vorinstanz selbststän-
dig Berufung erhoben und neben dem zusätzlichen Schuldspruch auch eine 
Sanktionsverschärfung beantragt hat, liegt hinsichtlich des Schuld- und Straf-
punktes nicht nur ein zu Gunsten des Beschuldigten ergriffenes Rechtsmittel vor. 
In einem auch von der Bundesanwaltschaft initiierten Rechtsmittelverfahren gilt 
das Verschlechterungsverbot nicht. Demnach ist das Berufungsgericht diesbe-
züglich nicht an das Verbot der «reformatio in peius» gemäss Art. 391 Abs. 2 
StPO gebunden. Anderes gilt für die Dauer einer gegebenenfalls anzuordnenden 
Landesverweisung, da die Bundesanwaltschaft in dieser Hinsicht einzig die Be-
stätigung des vorinstanzlichen Urteils beantragt hat. Folglich kann die Berufungs-
instanz das vorinstanzliche Urteil sowohl im Schuld- wie auch im Strafpunkt zum 
Nachteil des Beschuldigten abändern. Innerhalb des durch Art. 404 Abs. 1 StPO 
definierten Gegenstandes des zweitinstanzlichen Prozesses ist das Berufungs-
gericht dabei nicht an die Anträge der Parteien gebunden (Art. 391 Abs. 1 StPO). 

II. Materielle Erwägungen 

A) Sachverhalt 

1. Anklagevorwurf und Ausgangslage 

Dem vorliegenden Strafverfahren liegen zwei mit Sprengstoff ausgeführte An-
griffe auf einen Geldautomaten zugrunde, welche sich am 10. Februar 2021 in 
Wilchingen/SH (Anklagekomplex «Wilchingen/SH») und am 3. April 2021 in 
Buchberg/SH (Anklagekomplex «Buchberg/SH») ereignet haben sollen. Die An-
klage legt dem Beschuldigten zur Last, die mit den Angriffen zusammenhängen-
den Delikte zusammen mit einer bisher nicht ermittelten Mittäterschaft begangen 

- 12 - 

zu haben (TPF pag. 6.100.002 f.). Zu den konkreten Anklagevorwürfen sei auf 
die Anklageschrift (TPF pag. 6.100.002 ff. [Anklagekomplex «Wilchingen/SH»] 
und TPF pag. 6.100.008 ff. [Anklagekomplex «Buchberg/SH»]) und das vo-
rinstanzliche Urteil (Urteil SK.2022.37 E. 2.1.1 – E. 2.1.4 [Anklagekomplex «Wil-
chingen/SH» und E. 2.2.1 – E. 2.2.4 [Anklagekomplex «Buchberg/SH») verwie-
sen. Der Beschuldigte hat bezüglich beider Vorfälle eine Täterschaft im Vorver-
fahren (BA pag. 13-01-0096 ff.), im vorinstanzlichen Verfahren (TPF 
pag. 6.731.009 ff.) und auch an der Berufungsverhandlung (CAR 
pag. 5.300.009 ff.) bestritten. Die Vorinstanz hat den Beschuldigten bezüglich 
des Anklagekomplexes «Wilchingen/SH» von allen Tatvorwürfen freigesprochen 
und betreffend den Anklagekomplex «Buchberg/SH» anklagegemäss der Ge-
fährdung durch Sprengstoffe und giftige Gase in verbrecherischer Absicht ge-
mäss Art. 224 Abs. 1 StGB, des qualifizierten Diebstahls gemäss Art. 139 Ziff. 1 
i.V.m. Ziff. 3 Abs. 4 StGB, der qualifizierten Sachbeschädigung gemäss Art. 144 
Abs. 1 i.V.m. Abs. 3 StGB und der Entwendung eines Fahrzeuges zum Gebrauch 
gemäss Art. 94 Abs. 1 lit. a SVG schuldig gesprochen (Urteil SK.2022.37 Dispo-
sitiv-Ziffer 2). Der Beschuldigte beantragt in seiner Berufung einen vollumfängli-
chen Freispruch von sämtlichen Anklagevorwürfen auch hinsichtlich des Ankla-
gekomplexes «Buchberg/SH» (CAR pag. 5.200.019). Die Bundesanwaltschaft 
ficht die betreffend den Vorfall «Wilchingen/SH» ergangenen Freisprüche an und 
verlangt diesbezüglich zusätzliche Schuldsprüche wegen Gefährdung durch 
Sprengstoffe und giftige Gase in verbrecherischer Absicht (Art. 224 Abs. 1 StGB), 
qualifizierten Diebstahls (Art. 139 Ziff. 1 i.V.m. Ziff. 3 Abs. 4 StGB), qualifizierter 
Sachbeschädigung (Art. 144 Abs. 1 i.V.m. Abs. 3 StGB) und wegen Hausfrie-
densbruchs im Sinne von Art. 186 StGB (CAR pag. 5.200.049). Bei dieser Aus-
gangslage ist nachfolgend zu prüfen, ob sich die im Berufungsverfahren zu be-
urteilenden Anklagesachverhalte anhand der vorhandenen Beweismittel erstel-
len lassen. 

2. Allgemeine Vorbemerkungen zur Beweiswürdigung 

In Bezug auf die allgemeinen Beweiswürdigungsregeln ist vorab auf die zutref-
fenden Ausführungen im vorinstanzlichen Urteil zu verweisen (Urteil SK.2022.37 
E. 3.2.1 – E. 3.2.4). Im Sinne einer Zusammenfassung und teilweisen Ergänzung 
ist erneut festzuhalten, dass das Gericht bei der Beantwortung der Frage, ob sich 
der dem Beschuldigten in der Anklageschrift vorgeworfene Sachverhalt wie um-
schrieben zugetragen hat, keinen Beweisregeln verpflichtet ist. Vielmehr gilt der 
Grundsatz der freien richterlichen Beweiswürdigung (Art. 10 Abs. 2 StPO), wo-
nach das Gericht sein Urteil nach seiner freien, aus den vorhandenen Beweis-
mitteln geschöpften Überzeugung fällt. Im Berufungsverfahren berücksichtigt es 
die im Vorverfahren und im Hauptverfahren erhobenen Beweise (vgl. Art. 350 
Abs. 2 StPO). Hat sich die Beweisführung auf Aussagen von Beteiligten zu stüt-
zen, ist anhand sämtlicher Umstände zu prüfen, welche Darstellung überzeu-
gend ist. Eine strafrechtliche Verurteilung kann nur erfolgen, wenn die Schuld 

- 13 - 

des Beschuldigten mit hinreichender Sicherheit erwiesen ist. Bestehen nach ab-
geschlossener Beweiswürdigung erhebliche oder unüberwindbare Zweifel, so 
sind diese zu Gunsten des Beschuldigten zu werten (TOPHINKE, Basler Kommen-
tar, 3. Aufl. 2014, Art. 10 StPO N. 76). Aufgabe des Richters ist es demzufolge, 
seinem Gewissen verpflichtet, in objektiver Würdigung des gesamten Beweiser-
gebnisses zu prüfen, ob er von einem bestimmten Sachverhalt überzeugt ist und 
an sich mögliche Zweifel an dessen Richtigkeit zu überwinden vermag (Art. 10 
Abs. 2 StPO; BGE 127 I 38 E. 2a; BGE 124 IV 86 E. 2a; BGE 120 1a 31 E. 2c). 
Es liegt in der Natur der Sache, dass mit menschlichen Erkenntnismitteln keine 
absolute Sicherheit in der Beweisführung erreicht werden kann. Daher muss es 
genügen, dass das Beweisergebnis über jeden vernünftigen Zweifel erhaben ist. 
Bloss abstrakte oder theoretische Zweifel dürfen dabei nicht massgebend sein, 
weil solche immer möglich sind (BGE 138 V 74 E. 7; BGE 124 IV 86 E. 2a; BGE 
120 Ia 31 E. 2c; Urteil des Bundesgerichts 6B_46/2014 vom 9. Oktober 2014 
E. 2.2). Es genügt also, wenn vernünftige Zweifel an der Schuld ausgeschlossen 
werden können. Hingegen darf ein Schuldspruch nie auf blosser Wahrscheinlich-
keit beruhen. Liegen keine direkten Beweise vor, ist nach der Rechtsprechung 
auch ein indirekter Beweis zulässig. Beim Indizienbeweis wird aus bestimmten 
Tatsachen, die nicht unmittelbar rechtserheblich, aber bewiesen sind (Indizien), 
auf die zu beweisende, unmittelbar rechtserhebliche Tatsache geschlossen. Eine 
Mehrzahl von Indizien, welche für sich allein betrachtet nur mit einer gewissen 
Wahrscheinlichkeit auf eine bestimmte Tatsache oder Täterschaft hindeuten und 
insofern Zweifel offenlassen, können in ihrer Gesamtheit ein Bild erzeugen, das 
den Schluss auf den vollen rechtsgenügenden Beweis von Tat oder Täter erlaubt 
(Urteile des Bundesgericht 6B_173/2022 vom 27. April 2022 E. 1.1; 6B_295/2021 
vom 31. März 2022 E. 3.3.3; 6B_390/2021 vom 18. März 2022 E. 1.2.2; je mit 
Hinweisen). Der Indizienbeweis ist dem direkten Beweis gleichwertig (Urteile des 
Bundesgerichts 6B_824/2016 vom 10. April 2017 E. 12.1; 6B_605/2016 vom 15. 
September 2016 E. 2.8; je mit Hinweisen). Soweit das Urteil auf der Grundlage 
von Indizien ergeht, ist nicht die isolierte Betrachtung jedes einzelnen Beweises, 
sondern deren gesamthafte Würdigung massgebend. Erforderlich ist, dass bei 
objektiver Würdigung des ganzen Beweisergebnisses offensichtlich erhebliche 
und schlechterdings nicht zu unterdrückende Zweifel an der Täterschaft zurück-
bleiben (Urteile des Bundesgerichts 6B_1077/2013 vom 22. Oktober 2014 E. 
1.1.2; 6B_217/2012 vom 20. Juli 2012 E. 2.2.2; 6B_781/2010 vom 13. Dezember 
2010 E. 3.2 und 3.4, je mit Hinweisen). Angesichts der Unschuldsvermutung be-
steht Beweisbedürftigkeit, d.h. der verfolgende Staat hat dem Beschuldigten alle 
objektiven und subjektiven Tatbestandselemente nachzuweisen und nicht der 
Beschuldigte seine Unschuld (TOPHINKE, Basler Kommentar, 3, Aufl. 2014, 
Art. 10 StPO N. 19; BGE 127 I 38 E. 2a; BGE 120 Ia 31 E. 2c;). Der Grundsatz 
"in dubio pro reo" findet als Beweislastregel aber keine Anwendung, wenn der 
Beschuldigte eine ihn entlastende Behauptung aufstellt, ohne dass er diese in 
einem Mindestmass glaubhaft machen kann. Es tritt jedenfalls insoweit eine Be-
weislastumkehr ein, als nicht jede aus der Luft gegriffene Schutzbehauptung von 
der Anklagebehörde durch hieb- und stichfesten Beweis widerlegt werden muss. 

- 14 - 

3. Beweiswürdigung bezüglich Anklagekomplex «Wilchingen/SH» 

3.1 Die Vorinstanz hat die bezüglich des Anklagekomplexes «Wilchingen/SH» bei 
den Akten liegenden Beweismittel vollständig und zutreffend dargestellt 
(SK.2022.37 E. 3.3.1). Auf die entsprechende Zusammenfassung kann vorab 
verwiesen werden. Nach der anschliessenden Würdigung der vorhandenen Be-
weismittel gelangte die Vorinstanz zum Ergebnis, dass sich die Täterschaft des 
Beschuldigten nicht erstellen lasse und er in allen diesbezüglichen Anklagepunk-
ten freizusprechen sei. Konkret erwägt die Vorinstanz zusammenfassend, dass 
mangels dem Beschuldigten zuzuordnenden DNA-Spuren eine (genetisch-ana-
lytische) Verbindung zwischen den Vorfällen in Wilchingen/SH und Buchberg/SH 
in Bezug auf den Beschuldigten nicht gegeben sei. Eine allenfalls herzustellende 
«kriminaltechnische und modus operandi-Analogie» zum Vorfall in Buchberg/SH 
sei ein objektives Indiz ohne direkten Bezug zur Person des Beschuldigten. Auch 
die Gutschriften auf dem Firmenkonto der TT. Srl im Februar/März 2021 mit ei-
nem Kontostand von praktisch null Ende Januar 2021 seien kein hinreichendes 
Indiz, da sie nur auf eine mögliche Motivlage hinwiesen. Das Gleiche gelte für 
das Vorleben bzw. die einschlägigen Vorstrafen des Beschuldigten. Die Nichtbe-
nutzung des Mobiltelefons vom 19. Januar bis zum 3. März 2021 spreche zwar 
gegen eine Anwesenheit des Beschuldigten in Rumänien. Umgekehrt sprächen 
die Bankomatenbezüge zu Lasten des Firmenkontos der TT. Srl im Februar/März 
2021, insbesondere der Bezug vom 10. Februar 2021, d.h. jener am Tag der 
Bankomatensprengung in Wilchingen/SH, eher für die Anwesenheit des Beschul-
digten in Rumänien, was umgekehrt eine Anwesenheit in der Schweiz in Frage 
stelle. Damit lägen im Einzelnen nicht hinreichende Indizien vor, die auch in ihrer 
Gesamtheit nicht den Tatbeweis, d.h. den Beweis für eine Täterschaft des Be-
schuldigten ermöglichten (Urteil SK.2022.37 E. 3.4.1 – E. 3.5.2 [Hervorhebungen 
im Original]). 

3.2 Unter Verweis auf die Ausführungen im erstinstanzlichen Parteivortrag hält die 
Bundesanwaltschaft auch im Berufungsverfahren dafür, dass die Indizienlage bei 
einer gesamtheitlichen Beurteilung der Anklagesachverhalte die Täterschaft des 
Beschuldigten auch bei der Bankomatensprengung in «Wilchingen/SH» belege. 
Das vom Beschuldigten für den Tatzeitraum geltend gemachte Alibi sei nicht 
nachvollziehbar und auch die Handy-Auswertungen sprächen gegen die vom Be-
schuldigten vorgebrachte Anwesenheit und Arbeitstätigkeit in Rumänien. Der Be-
schuldigte sei zudem bezogen auf praktisch alle seine Vorbringen und insbeson-
dere in puncto seiner angeblich regelmässigen Arbeitstätigkeit in Rumänien als 
eigentliches Kernalibi kapital unglaubwürdig und streite zudem seine offensicht-
liche Verbindung zur sich in der Nähe des Tatortes befindenden Ortschaft «U.» 
nicht nachvollziehbar ab. Das Gleiche gelte für die im März und April festgestell-
ten Standorte in Slowenien und Norditalien, wobei Norditalien just die Region sei, 
wo KKK. wohne, welcher dem Beschuldigten die Nachricht «U.» geschickt habe. 
Soweit die Vorinstanz ausführe, die am 10. Februar 2021 in Rumänien getätigten 
Geldbezüge sprächen für eine Anwesenheit des Beschuldigten in Rumänien, sei 

- 15 - 

darauf hinzuweisen, dass der Beschuldigte nicht alleinigen Zugriff auf das Ge-
schäftskonto der TT. Srl gehabt habe, sondern ebenfalls seine Ehefrau und sein 
Buchhalter (CAR pag. 5.200.038 f.).  

 Bereits anlässlich der vorinstanzlichen Hauptverhandlung hat die Bundesanwalt-
schaft ihre Gründe dargelegt, weshalb sie davon überzeugt sei, dass beide Ban-
komatensprengungen von derselben Täterschaft zu verantworten seien. Zusätz-
lich zu den auch im Berufungsverfahren wiederholten Umständen wurde dabei 
unter anderem darauf hingewiesen, dass es für eine Bankomatensprengung ein 
eingespieltes Team benötige und die Täter nicht beliebig austauschbar seien, 
weil grosses, gegenseitiges Vertrauen, Verschwiegenheit sowie technische Fä-
higkeiten erforderlich seien. Beim Beschuldigten handle es sich zudem um einen 
europaweit tätigen Seriendelinquenten, der sich auch nicht von Haftstrafen habe 
abschrecken lassen. Schliesslich passe die Körpergrösse des Beschuldigten ge-
nau auf die Beschreibung von zwei Zeugen. In der Gesamtheit erzeugten die 
Indizien ein Bild, das bei objektiver Betrachtung keine Zweifel bestehen lasse, 
dass der Beschuldigte an beiden Bankomatensprengungen als Mittäter beteiligt 
gewesen sei. Ein anderes Szenario, welches es erlauben würde, am vorliegen-
den Beweisergebnis zu zweifeln, sei nicht denkbar (TPF pag. 6.721.002 ff.). 

3.3 Die Vorinstanz gelangt nach eingehender Würdigung aller Beweise und Indizien 
zum Ergebnis, dass der angeklagte Sachverhalt nicht als nachgewiesen zu er-
achten sei. Auf die sorgfältige und zutreffende Beweiswürdigung der Vorinstanz 
kann weitestgehend verwiesen werden, weshalb die nachfolgenden Ausführun-
gen vornehmlich als Rekapitulation und punktuelle Ergänzungen zu verstehen 
sind. Der Vorinstanz ist zunächst darin beizupflichten, dass die gegebene Be-
weislage den rechtsgenüglichen Nachweis einer Beteiligung des Beschuldigten 
am Vorfall «Wilchingen/SH» nicht erlaubt. In Übereinstimmung mit der Bundes-
anwaltschaft lassen sich gewisse, einen deliktsrelevanten Zusammenhang indi-
zierende Sachverhaltselemente zwar nicht gänzlich von der Hand weisen. Diese 
Gemeinsamkeiten sind auch der Vorinstanz nicht entgangen, weist sie doch aus-
drücklich auf die Ähnlichkeiten der Tatörtlichkeiten (ländliche Gegend in örtlicher 
Nähe zueinander und zur Landesgrenze mit Deutschland) und den geringen zeit-
lichen Abstand von weniger als zwei Monaten zwischen den beiden Bankoma-
tensprengungen hin (Urteil SK.2022.37 E. 3.4.4). Gleichsam hält die Vorinstanz 
gestützt auf polizeiliche Ermittlungsergebnisse fest, dass bei der Ausführung bei-
der Bankomatensprengungen mindestens drei Personen beteiligt gewesen seien 
und mit der Sicherstellung einer identischen DNA-Spur eines im Tatzeitraum ent-
wendeten Nummernschildes und auf einem im Fluchtfahrzeug aufgefundenen 
Stromkabel Hinweise auf eine Beteiligung mindestens eines Täters an beiden 
Vorfällen vorlägen (Urteil SK.2022.37 E. 3.4.5). Zuletzt führt die Vorinstanz wei-
tere Übereinstimmungen beim allgemeinen Tatvorgehen und beim Tatwerkzeug 
(Entwendung von Fluchtfahrzeugen kurz vor der Tat und identische Art der Ent-
wendung / identische Art des verwendeten Sprengstoffes und des zur Auslösung 
der Sprengung benutzten Akkumulatoren) auf (Urteil SK.2022.37 E. 3.4.6). Die 

- 16 - 

Vorinstanz hat allen diesen Indizien bei der Beweiswürdigung zu Recht nicht den 
Stellenwert beigemessen, den ihr die Bundesanwaltschaft beimessen will. Wie 
die Vorinstanz zutreffend erwogen hat (vgl. Urteil SK.2022.37 E. 3.5.1), mangelt 
es diesen an unmittelbar täterbezogener Aussagekraft (vgl. Urteil SK.2022.37 
E. 3.5.1). Selbst wenn – wovon aufgrund der DNA-Befunde ausgegangen wer-
den muss – mindestens ein Täter bei beiden vorliegend interessierenden Banko-
matensprengungen aktiv gewesen wäre, lässt sich daraus keineswegs der zwin-
gende Schluss ziehen, auch der Beschuldigte müsse bei beiden Vorfällen einer 
der Täter gewesen sein. Es steht unbestritten fest, dass das bei beiden Spuren 
identifizierte DNA-Profil zwar identisch war, indessen keiner bestimmten Person 
zugeordnet werden konnte (BA pag. 11-01-0025; BA pag. 11-01-0058 f.; BA 
pag. 11-01-0149). Die Annahme einer Täterschaft des Beschuldigten lässt sich 
sodann weder durch die von der Bundesanwaltschaft hervorgehobene Notwen-
digkeit einer aufeinander abgestimmten Teamorganisation noch auf das eben-
falls vorgebrachte Argument, dass die beteiligten Täter nicht beliebig austausch-
bar seien hinreichend stützen. Es ist nicht auszuschliessen, dass ein und die-
selbe Tätergruppierung in unterschiedlicher personeller Besetzung auftritt und 
die einzelnen Angriffe von variierenden Einheiten ausgeführt werden. Damit 
liesse sich auch die ähnliche Vorgehensweise zwanglos erklären, weshalb sich 
daraus keine weiteren Rückschlüsse auf die konkrete Täterschaft ergeben. Im 
Übrigen wird davon ausgegangen werden dürfen, dass mehrere Tätergruppie-
rungen oder etwa auch Nachahmungstäter die Angriffe auf Bankomaten in glei-
cher Art durchführen. Die räumliche Entfernung zwischen den beiden Tatorten 
Buchberg/SH und Wilchingen/SH kann schliesslich ebenso wenig als überwie-
gendes Indiz für die Täterschaft des Beschuldigten betrachtet werden, wie deren 
Nähe zur Grenze nach Deutschland. Es ist durchaus denkbar, dass dieses Delikt 
von einer anderen oder zumindest anders zusammengesetzten Tätergruppie-
rung begangen wurde. 

3.4 Über die tatbezogenen Umstände hinaus hat sich die Vorinstanz in ihrer Beweis-
würdigung mit den von der Bundesanwaltschaft als belastend beurteilten Unter-
suchungsergebnissen zum Aufenthaltsort des Beschuldigten im Tatzeitpunkt so-
wie mit dessen deliktischem Vorleben befasst. Dabei bemerkt die Vorinstanz, es 
sei entgegen den Aussagen des Beschuldigten erstellt, dass er sein Mobiltelefon 
im fraglichen Zeitraum nicht benutzt habe, was gegen eine Anwesenheit des Be-
schuldigten in Rumänien spreche. Ein gewichtiges Indiz für die Anwesenheit des 
Beschuldigten im Tatzeitraum vom 10. Februar 2021 in Rumänien sei jedoch da-
rin zu sehen, dass bereits am 11. Februar 2021 ein Bargeldbezug zulasten des 
Firmenkontos der TT. Srl. erfolgt sei. Auch wenn nicht erstellt sei, dass der Be-
schuldigte persönlich diesen Geldbezug getätigt habe, spreche der Bankomaten-
bezug am Tag der Bankomatensprengung in Wilchingen/SH eher für die Anwe-
senheit des Beschuldigten in Rumänien und stelle dessen Anwesenheit in der 
Schweiz in Frage (Urteil SK.2022.37 E. 3.4.7, E. 3.4.10; E. 3.4.17; E. 3.5.1). Die 
Erwägung der Vorinstanz ist schlüssig. Die Nichtbenutzung des Mobiltelefons ist 

- 17 - 

für sich genommen kein starker Hinweis auf eine Tatbeteiligung des Beschuldig-
ten. Auch ein nicht vorhandenes Alibi alleine ist kein erheblich belastendes Merk-
mal. Als Indiz taugt es lediglich nur insoweit, als es die Täterschaft des Beschul-
digten nicht geradezu ausschliesst. Entgegen dem Dafürhalten der Bundesan-
waltschaft (CAR pag. 5.200.039) kann nicht einfach zulasten des Beschuldigten 
unterstellt werden, dieser habe den Bargeldbezug nicht selber getätigt, und zwar 
auch dann nicht, wenn dieser Bezug ebenso von seiner Ehefrau oder dem Buch-
halter der TT. Srl. vorgenommen worden sein könnte. Was die Bundesanwalt-
schaft aus der Tatsache ableiten will, dass der Beschuldigte eine Nachricht mit 
dem Inhalt «U.» erhalten hat, erschliesst sich im Übrigen nicht. Weil diese Nach-
richt am 21. November 2021 empfangen wurde (BA pag. 10-02-0051), ist bereits 
ein zeitlicher Zusammenhang zu den hier zu beurteilenden Tatvorwürfen nicht 
gegeben. Zutreffen mag demgegenüber, dass die genannte Ortsbezeichnung 
sich einigermassen in der Nähe des Tatortes Wilchingen/SH befindet. Daraus 
lassen sich für den Beschuldigten keine nachteiligen Beweisschlüsse ziehen. 
Richtig hat die Vorinstanz des Weiteren schliesslich erkannt, dass den Vorstrafen 
des Beschuldigten keine hinreichende Indizienwirkung zukommt (Urteil 
SK.2022.37 E. 3.5.1). Aus dem Persönlichkeitsbild des Beschuldigten alleine las-
sen sich keine gültigen Schlüsse auf dessen Tatbeteiligung an der Bankomaten-
sprengung in Wilchingen/SH ziehen. 

3.5 Mehr oder andere Beweismittel, aus denen sich sachdienliche Erkenntnisse be-
treffend der für die Bankomatensprengung in Wilchingen/SH verantwortlichen 
Täterschaft gewinnen liessen, liegen nicht vor. Die bereits angeführten Indizien 
vermögen indessen weder für sich betrachtet noch in ihrem Gesamtgefüge den 
rechtsgenüglichen Beweis für die Schuld des Beschuldigten zu erbringen. Für die 
angeklagte Hypothese der Täterschaft des Beschuldigten besteht ein höchstens 
fragmentarisches Beweismosaik. Eine Aussage über die Täterschaft des Be-
schuldigten liess sich letztlich einzig auf spekulativer Grundlage treffen. Derlei 
Mutmassungen zulasten der beschuldigten Person sind jedoch nicht zulässig. 
Denn der Grundsatz «in dubio pro reo» verlangt, dass jegliche vernünftige Zwei-
fel an der Schuld des Beschuldigten ausgeschlossen werden müssen. Dies ist 
vorliegend nicht der Fall. Bei objektiver Würdigung des gesamten Beweisergeb-
nisses verbleiben vielmehr unüberwindliche und im Sinne von Art. 10 Abs. 3 
StPO rechtserhebliche Zweifel an der Täterschaft des Beschuldigten im Ankla-
gekomplex «Wilchingen/SH». In Bestätigung des erstinstanzlichen Urteils ist der 
Beschuldigte von sämtlichen in diesem Zusammenhang erhobenen Anklagevor-
würfen freizusprechen. 

 

 

- 18 - 

4. Beweiswürdigung bezüglich Anklagekomplex «Buchberg/SH» 

4.1 Im vorinstanzlichen Urteil wurden die wesentlichen Beweismittel wiederum voll-
ständig aufgeführt und insbesondere die wesentlichen Aussagen des Beschul-
digten sowie die Ausführungen im Gutachten des Instituts für Rechtsmedizin der 
Universität Zürich (IRM Zürich) zutreffend wiedergegeben (Urteil SK.2022.37 
E. 3.3.2). Diesbezüglich kann vorab auf die ausführlichen Erwägungen der Vo-
rinstanz verwiesen werden (Art. 82 Abs. 4 StPO). Gestützt auf das Gutachten 
des IRM Zürich vom 12. Oktober 2022 hält die Vorinstanz als erstellt, dass der 
Beschuldigte der Spurengeber der ab dem Entriegelungsgriff im Fahrzeug «Fiat 
500» am Tatort sichergestellten DNA-Spur sei. Die Wahrscheinlichkeit, dass der 
Beschuldigte der Spurengeber sei, sei laut Gutachten mehrere Milliarden Mal 
grösser als die Hypothese, dass eine mit dem Beschuldigten genetisch nicht ver-
wandte männliche Person der Spurengeber sei. Der Beschuldigte habe erklärt, 
dass keiner seiner drei Brüder jemals in der Schweiz gewesen sei. Seine elfjäh-
rige Tochter scheide sodann aufgrund des Geschlechts als Spurengeberin aus. 
Eine Identität habe in 10 DNA-Systemen festgestellt werden können, welche ein 
Hauptprofil bildeten. Entgegen der Ausführungen der Verteidigung liege somit 
kein DNA-Mischprofil vor. Auch werde dieser Nachweis nicht durch die theoreti-
sche Möglichkeit einer passiven Spurenübertragung ab einem vom Beschuldig-
ten getragenen Kleidungsstück auf den Entriegelungsgriff in Frage gestellt. Dies 
sei in verschiedener Hinsicht äusserst unwahrscheinlich, da dabei namentlich 
kaum genügend DNA übertragen worden wäre, dass sich daraus ein auswertba-
res Profil ergeben hätte. Gemäss Gutachten stehe ein direkter Hautkontakt, bei 
dem Hautzellen übertragen worden seien, im Vordergrund. Auch die weiteren, 
gemäss Gutachten wichtigen Faktoren sprächen gegen die These des Beschul-
digten, wonach die in Frankreich, beim Strafvollzug in Nancy, zurückgelassenen 
Kleider des Beschuldigten mit dem Fiat 500 in Kontakt gekommen sein könnten. 
Die Auskunftsperson NN. habe den Fiat 500 im Dezember 2019 in einer Autoga-
rage in Deutschland erstanden und diesen seither in ihrem Besitz und Gebrauch 
gehabt. Eine Übertragung hätte somit in einem Zeitraum von mehr als drei Jahren 
und über eine erhebliche örtliche Distanz (ca. 330 km, von Nancy/F nach Buch-
berg/CH) erfolgen müssen. Dass die Kleider in dieser Zeit von keiner anderen 
Person getragen und nie gewaschen worden wären, was eine passive Übertra-
gung begünstigen könne, sei kaum anzunehmen. Wie und wann bei dieser Sach-
lage eine nachweisbare Spurenübertragung ab vom Beschuldigten im Gefängnis 
getragenen und dort zurückgelassenen Kleidern stattgefunden haben könnte, sei 
unerklärlich. Selbst die Verteidigung räume ein, dass es sich um eine bloss the-
oretische Möglichkeit handle. Hinzu komme, dass ein Garagenbetrieb ein Occa-
sionsfahrzeug erfahrungsgemäss in gereinigtem Zustand dem Käufer übergebe. 
Dies lasse ein Haftenbleiben von allfälligen DNA-Spuren als noch unwahrschein-
licher erscheinen. Der bloss als theoretische Möglichkeit vorgebrachte Einwand 
vermöge daher keine Zweifel am Ergebnis des Gutachtens zu wecken. Das Gut-
achten bzw. die DNA-Spur des Beschuldigten sei ein sehr starkes Indiz für die 
Anwesenheit des Beschuldigten am Tatort Buchberg am 3. April 2021 (Urteil 

- 19 - 

SK.2022.37 E. 3.6.2). Entlastungsbeweise, welche für eine Anwesenheit des Be-
schuldigten in Rumänien – bzw. gegen seine Anwesenheit in der Schweiz – im 
Tatzeitpunkt sprächen, lägen nicht vor. Den vom Beschuldigten angeführten, an-
geblich entlastenden Momenten sei die Untersuchungsbehörde hinreichend 
nachgegangen. Von allfälligen weiteren Beweiserhebungen seien keine neuen, 
den Beschuldigten entlastenden Erkenntnisse zu erwarten. Insbesondere spre-
che die Auswertung der Kontaktdaten des Mobiltelefons gegen eine Anwesenheit 
am 3. April 2021 in Rumänien. Es lägen demnach keine Indizien vor, welche die 
aus dem Gutachten des IRM zu ziehender Schlussfolgerung in erhebliche Zwei-
fel zu ziehen vermöchten (Urteil SK.2022.37 E. 3.6.3). Das Vorleben bzw. die 
einschlägigen Vorstrafen des Beschuldigten bildeten ein weiteres Indiz für eine 
Täterschaft. In Italien und in Frankreich sei der Beschuldigte wiederholt wegen 
Vermögensdelikten zu Strafen verurteilt worden. Vor Gericht habe er dazu er-
klärt, er habe z.B. mit dem Diebstahl von Kupfer in Italien einen Gewinn aus dem 
Verkauf als Altmetall erzielen wollen (Urteil SK.2022.37 E. 3.6.4). Aufgrund der 
Polizeiberichte, der Angaben von Auskunftspersonen, des Gutachtens des FOR 
und der Videoaufzeichnungen der Überwachungskameras sei eine mindestens 
drei Personen umfassende Täterschaft erstellt. Aufgrund des Gutachtens des 
IRM sei eine Anwesenheit des Beschuldigten am Tatort erstellt. Zur Täterschaft 
beim Vorfall in Buchberg gehöre demnach auch der Beschuldigte (Urteil 
SK.2022.37 E. 3.6.5). Abschliessend befasste sich die Vorinstanz mit der Betei-
ligungsform des Beschuldigten und befand, dass der Beschuldigte beim ange-
klagten Sachverhalt als Mittäter beteiligt gewesen sei (Urteil SK.2022.37 E. 4.3). 

4.2 Die Vorinstanz nahm auch betreffend den Anklagekomplex «Buchberg/SH» eine 
schlüssige und überzeugende Sachverhaltserstellung vor. Dass es am 3. April 
2021 in Buchberg/SH zu einer Sprengung eines Bankomaten gekommen ist, der 
sich im Erdgeschoss eines Gebäudes neben einer Filiale der H.-Laden befand, 
ist unbestritten und durch diverse Polizeiberichte und Fotodokumentationen so-
wie der Aufzeichnungen von Überwachungskameras erstellt (BA pag. 10-01-
02.0010; BA pag. 10-01-02-0034 f.). Durch diverse Spurenberichte und eine am 
Tatort erstellte Fotodokumentation ist gleichfalls belegt, dass durch die Spren-
gung der Bankomat und der Bankomattresorraum, die Hausfassade des Gebäu-
des und eine Schiebetür, ein Plakatständer sowie die Heckscheibe eines Fahr-
zeuges beschädigt wurden (BA pag. 11-01-0067 ff. und BA pag. 11-01-0095 bis 
BA pag. 11-0108). Aufgrund der von den Geschädigten eingereichten Belegen 
zum jeweils erlittenen Schaden hat die Vorinstanz einen Sachschaden in der 
Grössenordnung von Fr. 40'000.00 bis Fr. 50'000.00 errechnet (Urteil 
SK.2022.37 E. 7.5.3 bis E. 7.5.6). Die vorinstanzliche Bezifferung des Sachscha-
dens erweist sich als sachgerecht. Durch die Einreichung von Offerten und Rech-
nungen ist plausibel, dass der C. Genossenschaft durch Rückbau- und Sanie-
rungsarbeiten des Tresorraums ein Schaden von rund Fr. 34'000.00 und am Ge-
bäude ein solcher von rund Fr. 10'000.00 entstanden ist (BA pag. 15-04-007 ff.; 
TPF pag. 6.552.001 ff.). Die H.-Laden Buchberg wies einen Sachschaden in der 
Höhe von Fr. 1'544.80 auf (TPF pag. 6.552.001 ff.). Den von der Halterin des 

- 20 - 

beschädigten Fahrzeuges erlittenen Schaden bezifferte die Vorinstanz schliess-
lich auf rund Fr. 1'000.00 (Urteil SK.2022.37 E. 7.5.5). Durch entsprechende Po-
lizeirapporte kann ebenfalls als erstellt gelten, dass am 3. April 2021 zwischen 
01:00 Uhr und 03:30 Uhr und damit vor der Bankomatensprengung in Hüntwan-
gen ein Fahrzeug der Marke «Fiat 500» entwendet wurde (BA pag. 10-01-02-
0014; BA pag. 10-01-02-0027; BA pag. 11-01-0058). Dieses Fahrzeug wurde 
von den Tätern am Tatort zurückgelassen (BA pag. 10-01-02-0010). 

4.3.1 Im Vordergrund der Beweiswürdigung steht die Täterschaft des Beschuldigten. 
Mit der Vorinstanz sind in diesem Zusammenhang die wissenschaftlichen Be-
funde zur Auswertung von DNA-Spuren von besonderem Interesse. Aus dem 
sichergestellten Spurenmaterial ab dem Entriegelungsgriff des Beifahrersitzes 
des von den Tätern unstreitig benutzten Fahrzeuges wurde vom Institut für 
Rechtsmedizin der Universität Zürich (IRM Zürich) nach Standard-Methodik DNA 
extrahiert (BA pag. 10-02-0092; BA pag. 10-02-0064). Die DNA-Analyse wurde 
mittels PCR-Technik durchgeführt, wobei beim unter der PCN 6 gesicherten Spu-
renasservat mittels der PCR-Reaktion gleichzeitig 16 autosomale, hochpolymor-
phe DNA-Systeme amplifiziert wurden (BA pag. 10-02-0064). Die anschlies-
sende Auftrennung und Darstellung der Amplifikate erfolgte mit Hilfe der Kapilla-
relektrophorese und die Typisierung der Ergebnisse mit Hilfe der Genemapper 
Software (BA pag. 10-02-0064 f.). Dabei liess sich ab dem Spurenasservat ein 
DNA-Mischprofil nachweisen, innerhalb dessen bestimmte DNA-Merkmale sehr 
viel stärker in Erscheinung traten als die übrigen, die nur sehr schwach ausge-
prägt vorlagen, nicht konstant darstellbar und daher nicht weiter interpretierbar 
waren. Die sehr stark hervortretenden Merkmale liessen sich zu einem DNA-
Hauptprofil einer männlichen Person zusammenfassen, welches aus 10 DNA-
Systemen bestand (BA pag. 10-02-0061; TPF pag. 6264.1.013 f.). Die Auswer-
tung der DNA-Spur ab dem Entriegelungsgriff des Beifahrersitzes des Fahrzeu-
ges (Asservaten-Nr. A000’188'965) ergab eine Spur-Spur-Verbindung zu einem 
Einbruchdiebstahl in einen Geschäftsbetrieb in Frankreich vom 28. Oktober 2015 
(BA pag. 11-01-0076; BA pag. 10-02-0034 f.). Rechtshilfeweise wurde bei den 
französischen Behörden die Identität des Verursachers dieser Spur erhoben, wo-
rauf die französischen Behörden mitteilten, dass die DNA-Spur dem Beschuldig-
ten zuzuordnen sei (BA pag. 10-02-0036 f.). Nach der Verhaftung des Beschul-
digten wurde die Übereinstimmung zwischen dem ab den Tatortspuren gesicher-
ten DNA-Profil und dem DNA-Profil des Beschuldigten (PCN 5) mittels eines 
Wangenschleimhautabstrichs überprüft (vgl. BA pag. 10-02-0065). Beim Ab-
gleich ergab sich, dass die beiden DNA-Profile in den zehn typisierbaren und 
vergleichbaren DNA-Systemen vollständig übereinstimmten (BA pag. 10-02-
0061; TPF pag. 2.264.1.014). Gemäss dem vom IRM Zürich 12. Oktober 2022 
erstatteten Gutachten ist der Beweiswert des nachgewiesenen DNA-Hauptprofils 
mehrere Milliarden Mal grösser, wenn man Spurengeberschaft des Beschuldig-
ten annehme, als wenn man von einer unbekannten, mit dem Beschuldigten ge-
netisch nicht verwandten, männlichen Person ausgehe (TPF pag. 6.264.1.014). 

- 21 - 

4.3.2 Bei der Erstellung eines DNA-Profils handelt es sich um die Erfassung innerer, 
sich im Kern jeder Körperzelle befindlicher Merkmale der betreffenden Person. 
Ein DNA-Profil stellt eine für den jeweiligen Menschen charakteristische Buch-
staben-Zahlenkombination dar, welche den individuellen Aufbau seiner DNA wie-
dergibt und seine Identifizierung mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit 
ermöglicht (vgl. BGE 128 II 259 E. 3.3 und 3.4.1). Übereinstimmungen von DNA-
Profilen aus Tatortspuren und den in der Datenbank vorhandenen DNA-Profilen 
indizieren mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit, dass beide Profile von ein 
und derselben Person stammen, auch wenn sie naturgemäss keinen hundertpro-
zentigen Beweis liefern, dass der Spurgeber auch der Täter ist (vgl. zum Ganzen 
FRICKER/MAEDER, Basler Kommentar, 3. Aufl. 2014, Vor Art. 255 StPO N. 24 f. 
und N 29 f.). Es bestehen keine Hinweise, dass es bei der Erstellung oder dem 
Vergleich der DNA-Profile zu technischen Fehlern wie Verwechslungen oder 
mangelhafter Handhabung gekommen oder das am Tatort sichergestellte Asser-
vat ungewollt oder zufällig mit biologischem Material des Beschuldigten kontami-
niert worden sein könnte. Wie die Vorinstanz unangefochten festgestellt hat (Ur-
teil SK.2022.37 E. 3.6.2), scheiden die drei Brüder des Beschuldigten (vgl. TPF 
pag. 6.731.003; TPF pag. 6.731.009) sowie seine Tochter (vgl. TPF 
pag. 6.731.002) als Spurengeberschaft aus. Mit der Vorinstanz ist anhand der 
gutachterlichen Erkenntnisse erstellt, dass das im Täterfahrzeug sichergestellte 
DNA-Spur vom Beschuldigten stammt. Dass das Gutachten – wie die Verteidi-
gung einwendete (TPF pag. 6.721.032; CAR pag. 5.200.012) – die Spurengeber-
schaft des Beschuldigten nicht als bewiesen bezeichnete, ändert nichts. Bei der 
gutachterlichen Wahrscheinlichkeitsaussage («mehrere Milliarden mal grösser») 
reduziert sich die Hypothese, dass die DNA-Spur nicht vom Beschuldigten 
stammt, auf eine rein theoretische Möglichkeit. An den gutachterlichen Befunden 
vorbei argumentiert die Verteidigung sodann, wenn sie geltend macht, ab dem 
Spurenasservat habe sich lediglich ein «DNA-Mischprofil» erstellen lassen, wel-
ches die Spuren von mehreren Personen enthalten habe (TPF pag. 6.721.032; 
CAR pag. 5.200.011 f.). Es mag richtig sein, dass die aussagekräftige Ermittlung 
von DNA-Informationen eine besondere Herausforderung bedeutet in Fällen, bei 
welchen der Anteil einer Nebenkomponente bzw. des Spurengebers gering ist 
oder sogar nur wenige Prozent Anteil am Spurenmaterial ausmacht. Wie schon 
die Vorinstanz richtig ausgeführt hat (Urteil SK.2022.37 E. 3.6.2), stellte sich vor-
liegend die Problematik der Ermittlung von Nebenprofilen bei einer Mischspur gar 
nicht. Bei der durchgeführten Typisierung traten – wie gesehen – gewisse DNA-
Merkmale weit stärker in Erscheinung als die übrigen Merkmale und erstere lies-
sen sich zu einem DNA-Hauptprofil zusammenfassen. Soweit eine Hauptkompo-
nente überwiegt, lässt sich ungeachtet der Nebenkomponenten relativ einfach 
ein DNA-Hauptprofil erstellen. Dass das ausgewertete Asservat biologisches  
oder genetisches Material verschiedener Urheber enthielt, vermindert die Aussa-
gekraft der gutachterlichen Schlussfolgerungen nicht. 

4.3.3 Im Grunde wird vom Beschuldigten nicht mehr bestritten, dass das sicherge-
stellte DNA-Profil ihm zuzuordnen ist (vgl. CAR pag. 5.200.011; anders noch TPF 

- 22 - 

pag. 6.721.033; vgl. auch TPF pag. 6.721.032). Gestützt auf die spurenkundli-
chen Erkenntnisse ist festzuhalten, dass die sichergestellte DNA-Spur vom Be-
schuldigten verursacht worden sein muss. Umstrittener ist demgegenüber, ob 
und inwiefern dieser DNA-Sachbeweis eine Beteiligung des Beschuldigten am 
zu untersuchenden Tatgeschehen indiziert. Der Beschuldigte hat im Laufe des 
Strafverfahrens wiederholt die Vermutung geäussert, seine DNA könnte über 
nach einem Gefängnisaufenthalt in Frankreich zurückgelassene Kleider an den 
Tatort gelangt sein (BA pag. 13-01-007; BA pag. 13-01-0015; BA pag. 13-01-
0027; TPF pag. 6.731.011 f.; CAR pag. 5.300.011 f.). Vor Berufungsgericht wird 
wie schon anlässlich der erstinstanzlichen Verhandlung (TPF pag. 6.721.033) 
geltend gemacht, die physische Anwesenheit des Beschuldigten sei durch die 
Sicherstellung seiner DNA in nachweisbarer Menge nicht belegt. Die DNA könne 
stattdessen auch an das Asservat gekommen sein, ohne dass er den Spurenträ-
ger je berührt habe. In der Begründung wird zuerst Bezug genommen auf das 
vom IRM Zürich erstellte Gutachten, welches einräume, dass eine indirekte Über-
tagung von DNA grundsätzlich möglich sei und die entsprechenden Übertra-
gungsmechanismen von vielen nicht kontrollierbaren Faktoren abhingen. In wis-
senschaftlichen Studien sei gezeigt worden, dass sowohl die Art des Materials 
und die Oberflächenstruktur des primären Gegenstandes, von dem die DNA-
Spur übertragen werde, wie auch die Art des Materials und die Oberflächenstruk-
tur des sekundären Gegenstandes, auf den die DNA-Spur übertragen werde, 
eine wesentliche Rolle spielten. Weiter sei auch die Art der Spur sowie der Zu-
stand der Spur relevant, wobei feuchte Spuren besser übertragen würden als 
trockene Spuren. Wesentlich sei auch, wann der Beschuldigte die Kleider zuletzt 
selbst getragen habe und ob an der Aussenseite dieser Kleider tatsächlich noch 
genügend nicht degradierte DNA-Rückstände von ihm für eine Übertragung vor-
handen gewesen seien. Auch die Kenntnisse weiterer Faktoren seien für die Be-
urteilung des geltend gemachten Transfers wichtig (Wo sind die Kleider seit dem 
letzten Gebrauch bzw. Tragen durch den Beschuldigten gelagert worden? / Wie 
oft und wie lange sind sie zwischenzeitlich von einer anderen Person getragen 
worden? / Sind sie gereinigt worden? / Welche Handlungen sind beim Tragen 
der Kleider ausgeübt worden?). Vorliegend seien zu viele dieser beschriebenen 
wesentlichen Faktoren, die bei einer indirekten DNA-Übertragung eine Rolle 
spielten, nicht bekannt, weshalb eine abschliessende Beurteilung der geltend ge-
machten Übertragung schwierig sei. Das Gutachten halte eine indirekte Übertra-
gung für unwahrscheinlich, gehe bei dieser Beurteilung aber von einer ungünsti-
gen Variante aus. So nenne das Gutachten beispielhaft zur Erläuterung der an-
geblichen Unwahrscheinlichkeit einer Übertragung durch eine zufällige, kurze 
Berührung über ein Kleidungsstück mit dem Entriegelungsgriff des Beifahrersit-
zes, weil dabei kaum genügend DNA übertragen worden sein dürfte, um ein 
DNA-Profil zu erstellen. Weiter hielten die Gutachter fest, dass aus ihrer Erfah-
rung ein DNA-Transfer von trockener Kleidung auf eine andere trockene, insbe-
sondere glatte Oberfläche eher unergiebig sei, da auf diese Weise kaum Haut-
zellen haften blieben. Zusammenfassend halte das Gutachten fest, dass eine 
abschliessende Beurteilung nicht möglich sei, weil diverse Faktoren vorliegend 

- 23 - 

nicht bekannt seien. Gerade mangels Kenntnis der genauen Umstände, insbe-
sondere auch des Transfermediums, könne eine indirekte Übertragung nicht 
gänzlich ausgeschlossen werden. Bei einer Gesamtwürdigung verblieben dem-
nach Zweifel daran, dass der Beschuldigte die DNA-Spur persönlich hinterlassen 
habe und am Vorfall in Buchberg/SH beteiligt gewesen sei (CAR 
pag. 5.200.012 ff.). 

4.3.4 Bei der vom Beschuldigten geltend gemachten indirekten Spurenübertragung 
(sogenannter Sekundärtransfer) wird DNA-Material über ein intermediäres Ob-
jekt bzw. über eine andere Person indirekt übertragen (vgl. CAR pag. 5.200.012). 
Die Anwesenheit des Spurengebers ist nicht erforderlich. Der Beschuldigte lässt 
zwar zutreffend vorbringen, dass eine Sekundärübertragung von DNA auch nach 
gutachterlicher Beurteilung nicht mit letzter Sicherheit ausgeschlossen werden 
könne. In Berücksichtigung aller massgeblichen Umstände ist der Vorinstanz 
gleichwohl darin beizupflichten, dass der Beschuldigte mit äusserst hoher und 
damit hinreichender Wahrscheinlichkeit unmittelbarer Spurengeber der am Tatort 
gesicherten DNA-Spur war. Bereits die Extraktion eines DNA-Hauptprofils spricht 
für eine Spurenlegung durch Berührung. Das Gutachten führt dazu aus, dass 
sich solche Resultate oftmals bei der Auswertung von Kontaktspuren ergäben 
(TPF pag. 6.264.1.015). Des Weiteren ist aus den gutachterlichen Ausführungen 
zu schliessen, dass es sich um eine qualitativ gute Spur handelt. Die überwie-
gende Anzahl der aus dem Fahrzeug gesicherten Spuren wiesen selbst den nach 
dem heutigen Stand der technischen Möglichkeiten für die Erstellung eines DNA-
Profils zur Personenidentifizierung minimalsten Spurengehalt nicht auf (vgl. Spu-
renbericht Kommissariat Kriminaltechnik der Schaffhauser Polizei [BA pag. 11-
01-0075 ff.]). Laut Einschätzung der spurenkundlichen Sachverständigen lässt 
sich die Qualität des dem Beschuldigten zuzuordnenden DNA-Profils mit einem 
direkten Hautkontakt beim Bedienen des Entriegelungsgriffs vereinbaren (TPF 
pag. 6.264.1.015; vgl. auch BA pag. 10-02-0062). Die Qualität des DNA-Profils 
spricht schliesslich auch dafür, dass der Degradierungsvorgang noch nicht weit 
vorangeschritten sein konnte. Dies stellt ein weiteres Indiz dafür dar, dass die 
Spur in unmittelbarer zeitlicher Nähe zum Tatereignis gesetzt wurde. Überdies 
fällt in verschiedener Hinsicht der Fundort der DNA-Spur in Betracht. Die DNA 
des Beschuldigten wurde nicht irgendwo am Tatort sichergestellt, sondern ab 
dem Entriegelungsgriff des Beifahrersitzes des Tatfahrzeuges. Die DNA-Spur 
befand sich im Fahrzeuginnern, wo direkte Einflüsse durch Wind und Wetter und 
damit zusammenhängende Übertragung von flüchtigen Zellträgern nicht anzu-
nehmen sind. Wie die Bundesanwaltschaft zutreffend ausgeführt hat (CAR 
pag. 5.200.026), kommt entscheidend hinzu, dass die Sicherstellung einer DNA-
Spur am Entriegelungsgriff im Täterfahrzeug in Anbetracht des konkreten Tatge-
schehens mitunter am ehesten zu erwarten war. Den vorhandenen Videoaufnah-
men ist zu entnehmen, dass der Entriegelungsgriff von mindestens einem der 
drei Täter betätigt worden sein musste. Das vom Tatfahrzeug aufgenommene 
Foto mit sichtbar nach vorne geklapptem Beifahrersitz (BA pag. 11-01-0101 und 
BA pag. 11-01-0102) belegt, dass der Entriegelungsgriff von der Täterschaft 

- 24 - 

auch betätigt wurde. Die Lokalisierung der DNA-Spur erscheint im Weiteren mit 
Blick auf die vom Beschuldigten behauptete Übertragung über ein früher von ihm 
getragenes Kleidungsstück relevant. Einerseits konnte der Beschuldigte nicht 
mehr im Detail angeben, welche Kleidungsstücke er im Gefängnis in Frankreich 
zurückgelassen haben will (BA pag. 13-01-0027). Andererseits soll es sich dabei 
um verschiedene Kleidungsstücke wie Socken, Schuhe, Hosen oder T-Shirts ge-
handelt haben (BA pag. 13-01-0027). Wie diese Kleidungsstücke indessen mit 
dem Entriegelungsgriff des Beifahrersitzes überhaupt in Kontakt gekommen sein 
und dabei erst noch für eine DNA-Analyse ausreichendes biologisches Material 
hinterlassen haben sollten, erscheint – darauf hat die Bundesanwaltschaft be-
rechtigterweise hingewiesen (CAR pag. 5.200.031) – nur schwer vorstellbar. Un-
ter dem Aspekt des Spurenverbleibs ist ebenfalls äusserst unwahrscheinlich, 
dass seine DNA auf die vom Beschuldigten beschriebene Art und Weise bereits 
Jahre zuvor auf den Entriegelungsgriff des Fahrzeuges übertragen worden sein 
könnte. Es steht unbestritten fest, dass sich der Beschuldigte im Jahre 2017 in 
Frankreich im Strafvollzug befand sowie dass NN. das Fahrzeug im Jahre 2019 
erwarb und seither alleine benutzte. Vor diesem zeitlichen Hintergrund erscheint 
die Möglichkeit, dass sich auswertbares Spurenmaterial über mehrere Jahre hin-
weg erhalten haben könnte, als verschwindend klein. Unerklärlich bliebe zudem, 
dass ausgerechnet eine durch Sekundärübermittlung angehaftete DNA-Spur als 
eine von ganz wenigen Spuren unter qualitativen und quantitativen Gesichts-
punkten eine Profilanalyse ermöglicht hat. Gegen die Plausibilität der vom Be-
schuldigten behaupteten indirekten Spurenabgabe lässt sich schliesslich die Be-
schaffenheit des angeblichen Transfermediums und des spurennehmenden Ge-
genstandes anführen. Das Gutachten des IRM Zürich hält als Erfahrungswert 
fest, dass die hier in Frage stehende DNA-Übertragung von trockener Kleidung 
auf eine andere trockene Oberfläche eher unergiebig sei, weil auf diese Weise 
kaum Hautzellen haften bleiben dürften (BA pag. 10-02-0062; TPF 
pag. 6.264.1.015). Gemäss den evidenzbasierten Ausführungen im spurenkun-
dlichen Gutachten haftet transferiertes Material an texturierten Oberflächen eher 
an als an glatten (BA pag. 10-02-0062; TPF pag. 6.264.1.015). 

4.3.5 Aus den dargelegten Gründen erscheint es als äusserst unwahrscheinlich und 
somit nicht realistisch, dass die DNA-Spur des Beschuldigten durch einen soge-
nannten DNA-Transfer ohne Beteiligung des Beschuldigten übertragen worden 
sein könnte. Die von der Verteidigung dazu vorgetragene abstrakte Thematisie-
rung der Problematik sagt darüber letztlich nichts aus (CAR pag. 5.200.012 und 
CAR pag. 5.200.014). Bei der Einordnung des DNA-Befundes in den geschilder-
ten Gesamtkontext lässt sich das vom Beschuldigten angeführte Szenario einer 
sekundären Spurenübertragung ohne rechtserhebliche Zweifel widerlegen. Der 
Beschuldigte macht selbst nicht geltend, dass er mit dem Täterfahrzeug irgend-
wann in Kontakt gekommen sei. Eine andere plausible Erklärung dafür, dass 
seine DNA im Täterfahrzeug gefunden wurde, hat der Beschuldigte nicht vorge-
bracht und ist auch nicht ersichtlich. Die dem Beschuldigten zuzurechnende 

- 25 - 

DNA-Spur im Täterfahrzeug ist demnach ein äusserst gewichtiges Indiz dafür, 
dass der Beschuldigte um den Tatzeitpunkt herum mit dem Fahrzeuginnern in 
Berührung kam und an der Bankomatensprengung vom 3. April 2021 beteiligt 
war.  

4.4.1 Die Vorinstanz wertete als weiteres Indiz für die Tatbeteiligung des Beschuldig-
ten, dass er keine Entlastungsbeweise habe vorlegen können, die tatzeitbezogen 
für seine Anwesenheit in Rumänien oder mindestens gegen eine Anwesenheit in 
der Schweiz sprächen. Die Untersuchungsbehörde sei den vom Beschuldigten 
angeführten entlastenden Elementen ergebnislos nachgegangen und von weite-
ren Beweiserhebungen seien keine ihn entlastenden Erkenntnisse zu erwarten. 
Dabei hat die Vorinstanz die bezüglich des Aufenthaltsortes des Beschuldigten 
zum Tatzeitpunkt am 3. April 2021 getätigten Abklärungen und verfügbaren Be-
weismittel (Benutzung des Mobiltelefons / Strafanzeigen / Kontrolle des Holzhan-
delsbetriebes TT. Srl. / Facebook-Account der Aktivistengruppe «RR.» / Abklä-
rungen bei rumänischem Rechtsanwalt / Vorfälle um einen körperlichen Angriff 
des Beschuldigten / Bankunterlagen des Holzhandelsbetriebs TT. Srl.) minutiös 
und sehr sorgfältig ausgewertet (Urteil SK.2022.37 E. 3.4.7 bis E. 3.4.17). Auf 
die insofern vollständige und schlüssige Beweiswürdigung der Vorinstanz kann 
vorab verwiesen werden. Mit Recht hat die Vorinstanz als Fazit erkannt, dass 
sich trotz umfassenden Ermittlungsbemühungen keinerlei Anhaltspunkte dafür 
ergeben haben, der Beschuldigte habe sich im Tatzeitpunkt nicht in der Schweiz 
aufgehalten. Was im Berufungsverfahren diesbezüglich vorgetragen wurde, än-
dert nichts an diesem Beweisergebnis. Die vom Beschuldigten auch im Beru-
fungsverfahren erneuerte Behauptung, er habe das Telefon in der fraglichen Zeit 
benutzt und auch die Standorterkennung nie deaktiviert gehabt (CAR 
pag. 5.300.013 und CAR pag. 5.300.014; vgl. auch TPF pag. 6.731.013; BA 
pag. 13-01-0094), muss aufgrund der Auswertungsergebnisse als widerlegt gel-
ten. Die technische Untersuchung betreffend die vom Beschuldigen anerkann-
termassen ausschliesslich verwendete Rufnummer (TPF pag. 6.731.012; CAR 
pag. 5.300.013) ergab eindeutig, dass zwischen dem 3. März 2021 und dem 
14. April 2021 keine ein- oder ausgehenden Anrufe registriert wurden und auch 
keine Benutzung von Messengerdiensten festgestellt werden konnte (BA 
pag. 10-02-0052). Zwischen dem 30. März 2021 und dem 10. April 2021 wurde 
das Mobiltelefon des Beschuldigten überhaupt nicht benutzt (BA pag. 10-02-
0053). Der Beschuldigte hat am 30. März 2021 eine E-Mail versendet und am 
10. April 2021 eine Nachricht über «Facebook-Messenger» geschrieben (BA 
pag. 10-02-0052 und BA pag. 10-02-0053). Aus diesen Kommunikationen lässt 
sich nicht folgern, dass der Beschuldigte sich am 3. April 2021 nicht in der 
Schweiz aufgehalten hat. Selbst wenn der Beschuldigte diese Nachrichten von 
Rumänien aus verfasst hätte, wäre es ihm auch unter Berücksichtigung seiner 
Aussage, wonach er bereits einen Tag für die Reise von seinem Wohnort an die 

- 26 - 

rumänische Grenze benötige (CAR pag. 5.300.020), ohne Weiteres möglich ge-
wesen, in der Zwischenzeit in die Schweiz zu gelangen und hier die ihm vorge-
worfenen Straftaten zu begehen. Für den hier interessierenden Zeitraum konnten 
ausserdem keine Standortdaten ausgelesen werden (BA pag. 10-02-0053). Im 
Vorverfahren wurden sodann umfangreiche Bemühungen zur Rekonstruktion 
des Aufenthaltsortes des Beschuldigten unternommen. Die Bundesanwaltschaft 
hat die Rumänischen Behörden insbesondere ersucht, Ermittlungen zu den vom 
Beschuldigten geschilderten Vorfällen in Zusammenhang mit der Umweltgrup-
pierung «RR.» im Zeitraum von Januar bis Ende April 2021 vorzunehmen (BA 
pag. 18-05-0144 ff.). Aus den von den Rumänischen Behörden daraufhin über-
mittelten Unterlagen ergibt sich, dass der Beschuldigte sich am 6. März 2021 bei 
der Notfallnummer 112 gemeldet hat und berichtete, es sei ihm gleichentags rei-
zendes Tränengas in das Gesicht gesprüht worden (BA pag. 18-05-0177; BA 
pag. 18-05-0179). Am 8. März 2021 soll der Beschuldigte erneut den Notfall-
dienst kontaktiert haben (BA pag. 18-05-0177; BA pag. 18-05-0183). Am 2. Juni 
2021 hat der Beschuldigte wegen dieses Vorfalls eine Strafanzeige erstattet (BA 
pag. 18-05-0177; BA pag. 18-05-0180) und am 15. Juni 2021 wurde der Beschul-
digte in dieser Sache als geschädigte Person befragt (BA pag. 18-05-0177; BA 
pag. 18-05-0186 ff.). Am 23. März 2021 schliesslich wurde in Anwesenheit des 
Beschuldigten durch Funktionäre der Forstkontrollbehörde eine Kontrolle bei der 
TT. Srl. durchgeführt (BA pag. 18-05-0177; BA pag. 18-05-0193 ff.). Anlässlich 
der Berufungsverhandlung liess der Beschuldigte ein ärztliches Attest einreichen, 
das eine ärztliche Konsultation am 6. März 2021 bescheinigt und vom Beschul-
digten am 29. März 2021 persönlich abgeholt wurde (CAR pag. 5.200.001; CAR 
pag. 5.100.004; CAR pag. 5.300.010; CAR pag. 5.300.011; CAR 
pag. 5.300.013; CAR pag. 5.300.017). In Bezug auf den Vorfall vom 6. März 
2021 wurde anlässlich der Berufungsverhandlung eine deutsche Übersetzung 
eines am 7. März 2021 erschienenen Zeitungsartikels vorgelegt (CAR 
pag. 5.200.002; CAR pag. 5.100.004; vgl. auch BA pag. 13-01-0102 ff.).  

4.4.2 Aus allen referierten Unterlagen ergibt sich nichts, was eine Anwesenheit des 
Beschuldigten in Rumänien zum Tatzeitpunkt dokumentieren würde. Insbeson-
dere bezüglich der Krankenhausaufenthalte hat der Beschuldigte bestätigt, dass 
er am 6. März 2021 ambulant behandelt worden und nur während eines Tages 
im Spital gewesen sei, wobei er am 29. März 2021 ein entsprechendes Attest 
abgeholt habe (CAR pag. 5.300.014; CAR pag. 5.300.017). Entgegen dem Ein-
wand des Beschuldigten (CAR pag. 5.300.012) ist im Übrigen nicht zutreffend, 
dass keine Dokumente vom Forstamt erhoben worden wären. Der Beschuldigte 
sprach wiederholt von mehreren Strafanzeigen, die er eingereicht haben will 
(CAR pag. 5.300.012; CAR pag. 5.300.013; vgl. auch TPF pag. 6.731.012). Ab-
gesehen davon, dass diese Strafanzeige weder inhaltlich noch zeitlich näher kon-
kretisiert wurde, muss davon ausgegangen werden, dass allfällige zusätzliche 

- 27 - 

Strafanzeigen von den rumänischen Behörden ebenfalls mitgeteilt worden wä-
ren. Das Gleiche gilt hinsichtlich der vom Beschuldigten behaupteten weiteren 
Kontrollen durch die Forstamtsbehörde (vgl. BA pag. 13-01-0018; BA pag. 13-
01-0048; BA pag. 13-01-0092; vgl. auch TPF pag. 6.731.008; TPF 
pag. 6.731.10; TPF pag. 6.731.013). Der Beschuldigte hat zum Nachweis seines 
Aufenthaltes in Rumänien auch auf Livestreams verwiesen, welche die Aktivis-
tengruppe «RR.» veröffentlicht hat (BA pag. 13-01-0047; BA pag. 13-01-0054; 
BA pag. 13-01-0091; TPF pag. 6.731.012). Die von der Gruppierung in der Zeit 
zwischen dem 26. März 2021 und dem 10. April 2021 auf ihrem Facebook-Ac-
count hochgeladenen Livestreams wurden gesichtet. Auf den drei polizeilichen 
Kontrollen von Holztransportern und Holzhandelsfirmen zeigenden Beiträgen ist 
der Beschuldigte nicht zu sehen (BA pag. 10-02-0046). Darüber hinaus hat der 
Beschuldigte anlässlich der Befragung an der Berufungsverhandlung eine wei-
tere Filmaufnahme erwähnt, die ihn im Hof des Forstamtes zeigen soll (CAR 
pag. 5.300.013). Wann diese Aufnahme entstanden sein soll, hat der Beschul-
digte aber nicht gesagt. Schliesslich führte der Beschuldigte eine Reihe von Un-
terlagen und Dokumenten an, die sich bei seinem Anwalt in Rumänien befinden 
sollen (BA pag. 13-01-0047; BA pag. 13-01-0056; TPF pag. 6.731.012; CAR 
pag. 5.300.013 f.). Auch diesen Hinweisen wurde im Vorverfahren nachgegan-
gen, wobei der vom Beschuldigten bezeichnete Anwalt jedoch nicht ermittelt wer-
den konnte (BA pag. 10-02-0046; BA pag. 13-01-0051; TPF pag. 6.731.012; 
CAR pag. 5.300.012 f.). Da sich der Beschuldigte nicht mehr an den Namen die-
ses Anwalts erinnern konnte (BA pag. 13-01-0047), mussten weitergehende Ab-
klärungen in dieser Hinsicht von Vornherein erfolglos bleiben. Auftragsunterlagen 
zu den vom Beschuldigten durchgeführten Holztransporten (vgl. BA pag. 13-01-
0018; TPF pag. 6.731.013; vgl. auch BA pag. 13-01-0093) liegen zwar nicht vor. 
Es ist aber nicht einzusehen und wurde vom Beschuldigten auch nicht erklärt, 
weshalb es nicht möglich gewesen sein soll, diese, seinen Holzhandelsbetrieb 
betreffenden Unterlagen, nicht von sich aus einzureichen. Deshalb muss ange-
nommen werden, dass auch daraus keine den Beschuldigten entlastenden Er-
kenntnisse zu gewinnen wären bzw. diese Unterlagen eventuell nicht existieren. 
Die Kontounterlagen der TT. Srl. (BA pag. 18-05-0027 ff.) schliesslich vermögen 
eine Täterschaft des Beschuldigten zwar beweismässig nicht zu unterlegen, es 
lässt sich daraus indessen auch kein ihn entlastendes Alibi ableiten. Daran würde 
selbst die Annahme nichts ändern, dass der auf den Kontounterlagen für den 
3. April 2021 dokumentierte Bargeldbezug (BA pag. 18-05-0042) vom Beschul-
digten getätigt wurde. Zusammenfassend ergibt sich, dass auch nach Veranlas-
sung zahlreicher Abklärungen in mancherlei Richtung keine objektiven Beweis-
mittel dafür erhältlich gemacht werden konnten, dass der Beschuldigte sich im 
Tatzeitpunkt tatsächlich nicht in der Schweiz aufgehalten hat. Entgegen den Vor-
bringen der Verteidigung (CAR pag. 5.200.015) ergibt sich solches auch nicht 

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daraus, dass der Beschuldigte in der Schweiz nie gesehen wurde, es keine Quit-
tungen über Geldbezüge in der Schweiz und keine Telefondaten aus der Schweiz 
gebe. Dass es auch sonst keine Hinweise auf einen Aufenthalt in der Schweiz 
bestünden (CAR pag. 5.200.015), erweist sich angesichts der Sicherstellung der 
DNA im Übrigen als unzutreffend. 

4.5 Es bleibt die konstante Beteuerung des Beschuldigten, sich noch nie in der 
Schweiz aufgehalten zu haben. Auf die Aussagen des Beschuldigten kann je-
doch nicht abgestellt werden. Die Analyse aller Depositionen des Beschuldigten 
ergibt zwar keine verwertbaren Erkenntnisse dahingehend, dass gestützt darauf 
unmittelbar auf eine Tatbeteiligung am vorgeworfenen Geschehen geschlossen 
werden müsste. Soweit der Beschuldigten sich darauf beschränkte, jede straf-
rechtliche Schuld von sich zu weisen, sind seine Aussage naturgemäss konstant. 
Es spricht indessen noch nicht für die Glaubhaftigkeit der Aussagen eines Be-
schuldigten, wenn er die ihm vorgeworfene Tat bestreitet, ohne sich dabei in er-
kennbare Widersprüche zu verwickeln. Ausserhalb des eigentlichen Kernge-
schehens erweist sich das Aussageverhalten des Beschuldigten denn auch als 
wenig überzeugend. Es fällt namentlich auf, dass der Beschuldigte in wenig 
glaubhafter Weise ihn potentiell belastende Ermittlungsergebnisse kategorisch 
abstritt, obwohl diese objektiv verifizierbar waren. Dies trifft etwa zu, wenn der 
Beschuldigte konstant daran festhielt, sein Telefon im Tatzeitraum wie sonst 
auch benutzt zu haben. Der Beschuldigte hat weiter stets in Abrede gestellt, dass 
er sein Heimatland Rumänien in den Monaten März und April 2021 je verlassen 
hätte. Auch diesen Bekundungen stehen objektive Erkenntnisse aus der Strafun-
tersuchung entgegen. So konnte auf dem vom Beschuldigten verwendeten Mo-
biltelefon für den 30. April 2021 eine Standortaufzeichnung in Norditalien festge-
stellt werden. Damit konfrontiert, erklärte der Beschuldigte, er sei zu diesem Zeit-
punkt nicht in Norditalien gewesen (BA pag. 13-01-0030). Eine über Europol ge-
tätigte Anfrage ergab zudem, dass der Beschuldigte am 11. März 2021 in Prince 
den Grenzübergang zu Polen passierte (BA pag. 10-02-0039). Auch dies wider-
spricht den Aussagen des Beschuldigten, wonach er sich im Zeitraum März/April 
2021 stets in Rumänien aufgehalten habe. Wie die Bundesanwaltschaft zutref-
fend vorgetragen hat (CAR pag. 5.200.024; CAR pag. 5.100.005), zeichnen sich 
die Aussagen des Beschuldigten gerade dort durch Inkonsistenzen aus, wo er 
die befragenden Personen von seiner ununterbrochenen Arbeitstätigkeit und da-
mit von der dauerhaften Anwesenheit in Rumänien im fraglichen Zeitraum zu 
überzeugen versuchte. Die im Kontext der Tatvorwürfe besprochenen Arbeits- 
und Einkommensverhältnisse des Beschuldigten sowie die genaueren Umstände 
der Geldflüsse auf dem Firmenkonto der TT. Srl. konnte der Beschuldigte über 
den ganzen Verlauf des Strafverfahrens nie schlüssig erklären. Das beginnt 
schon bei seiner persönlichen Verdienstsituation. Die ausdrückliche Frage nach 
weiteren Einkünften ausserhalb seines Holzhandelbetriebes verneinte der Be-
schuldigte im Vorverfahren (BA pag. 13-01-0031). Auch in der Befragung vor Vo-

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rinstanz erklärte der Beschuldigte, dass er neben dem Holzverkauf keine ande-
ren Einnahmenquellen habe (TPF pag. 6.731.006). Anlässlich der Berufungsver-
handlung sagte der Beschuldigte demgegenüber aus, dass er in den Jahren 2020 
und 2021 auch Einnahmen aus Viehwirtschaft und mit landwirtschaftlichen Ar-
beiten erzielt habe. Er habe Subventionen erhalten und auf einem Grundstück 
Obst geerntet und verkauft (CAR pag. 5.300.007). Es kommt hinzu, dass die vom 
Beschuldigten dargestellte Einkommenssituation anhand der edierten Kontoun-
terlagen nicht nachvollzogen werden kann. Uneinheitlich sind auch die Aussagen 
des Beschuldigten zu den Bezügen ab dem Firmenkonto der TT. Srl. Im Vorver-
fahren führte der Beschuldigte aus, dass neben ihm auch seine Ehefrau eine 
Kreditkarte benutze, mit der Bezüge vom Firmenkonto der TT. Srl. gemacht wer-
den können (BA pag. 13-01-0057). Anlässlich der vorinstanzlichen Verhandlung 
gab der Beschuldigte hingegen an, dass nur er Bargeldbezüge zulasten des Fir-
menkontos der TT. Srl. habe tätigen können (TPF pag. 6.731.015). Auch wie 
viele Angestellte der Beschuldigte mit welchen Modalitäten beschäftigte, bleibt 
angesichts der auch diesbezüglich uneinheitlichen Aussagen (vgl. nur BA 
pag. 13-01-0031; TPF pag. 6.720.004) unklar. Insgesamt fügen sich die Aussa-
gen des Beschuldigten nicht zu einem stimmigen Gesamtbild darüber, was er um 
den relevanten Tatzeitraum herum genau getan hat. Hinzu kommen vereinzelt 
inhaltlich widersprüchliche Aussagen oder auffallende Erinnerungslücken (Nen-
nung von angeblich entlastenden Beweisen erst in einer späteren Einvernahme 
[BA pag. 13-01-0047]; divergierende Aussagen zu einer Nachricht von LLL. [BA 
pag. 13-01-0055 und BA pag. 13-01-0095] und einer Nachricht von SS. [BA pag. 
13-01-0056 und BA pag. 13-01-0095]). Ohne die einzelnen Unstimmigkeiten für 
sich betrachtet überbewerten zu wollen, lässt sich doch resümieren, dass sich 
die Aussagen des Beschuldigten in verschiedener Hinsicht als wechselhaft und 
variantenreich präsentieren. Dies wirkt sich negativ auf die Glaubhaftigkeit seiner 
Bekundungen aus. Die Aussagen des Beschuldigten sind insgesamt zu unzuver-
lässig, als alleine gestützt auf die gegenteilige Behauptung der Beweiswert der 
klar auf eine Anwesenheit in der Schweiz hinweisende DNA-Spur entscheidend 
in Frage stellen liesse. 

4.6 Nicht zur Entlastung des Beschuldigten beitragen können die von den polizeili-
cherseits befragten Auskunftspersonen angegebenen Täterbeschreibungen. So-
weit diese überhaupt individualisierende Aussagen gemacht haben, hat CC. aus-
gesagt, sie habe zwei dunkel gekleidete Personen gesehen, zwischen denen es 
zu einem verbalen Disput gekommen sei. Sie habe sie streiten gehört. Es seien 
Männerstimmen gewesen. Sie sei der Meinung, dass alle Deutsch gesprochen 
hätten, sei sich aber nicht sicher (BA pag. 10-01-02-0010 f.). EE. gab an, dass 
sie zwei Personen vor dem H. gesehen habe, die sich gestritten hätten. Es seien 
Männerstimmen gewesen. Die Männer seien dunkel gekleidet gewesen und hät-
ten Deutsch gesprochen (BA pag. 10-01-02-0011). Beide Auskunftspersonen ha-
ben lediglich wahrgenommen, in welcher Sprache zwei der drei Täter gespro-
chen haben sollen. Eine der Auskunftspersonen war sich diesbezüglich zudem 
nicht mehr sicher. Aus den Aussagen ergibt sich nicht, dass alle drei Täter 

- 30 - 

Deutsch gesprochen haben. Selbst wenn der Beschuldigte tatsächlich keine 
Deutschkenntnisse besässe und selbst einfache Wortfetzen nicht auf Deutsch 
artikulieren könnte, wäre seine Täterschaft keineswegs ausgeschlossen. Eine 
Tatbeteiligung vorausgesetzt, hält der Beschuldigte wie schon vor Vorinstanz 
(TPF pag. 6.721.034 f.) dafür, eine Mittäterschaft lasse sich nicht erstellen. Es 
könne nicht ausgeschlossen werden, dass der Beschuldigte lediglich etwa den 
Fluchtwagen organisiert habe oder etwa mit der Übernahme des Geldes beauf-
tragt gewesen sei. Es lägen keinerlei Anhaltspunkte dafür vor, dass der Beschul-
digte an der Planung und eigentlichen Ausführung der Tat beteiligt gewesen sei 
(CAR pag. 5.200.015 f.). Mit dem Einwand hat sich die Vorinstanz unter dem Titel 
«Teilnahme» geäussert und ist dabei mit überzeugender Begründung zum 
Schluss gelangt, eine Beteiligung des Beschuldigten als Mittäter stehe fest (Urteil 
SK.2022.37 E. 4.4.4.4). Der von der Verteidigung geltend gemachten Deutung 
des Geschehens steht in erster Linie die Befundlage bezüglich der DNA-Spur 
entgegen. Wäre der Beschuldigte etwa einzig als Organisator bzw. Fahrer des 
Fluchtfahrzeuges engagiert gewesen, wäre der Fundort seiner DNA äusserst er-
klärungsbedürftig. Der Entriegelungsgriff wird gewöhnlicherweise vom Fahrer 
nicht berührt. Erst recht unerfindlich bliebe, wie die DNA des Beschuldigten in 
das Fahrzeuginnere gelangt sein soll, wenn er einzig mit der Übernahme des 
Geldes beauftragt gewesen wäre. Der nachgewiesene physische Kontakt des 
Beschuldigten legt es vielmehr nahe, dass er an der eigentlichen Tatausführung 
beteiligt war. Dafür sprechen offenkundig auch die von der Vorinstanz im Einzel-
nen angeführten Tatumstände. Wie die Vorinstanz zutreffend hervorgehoben 
hat, erscheint es bei der vorliegenden Art von Delinquenz realitätsfern anzuneh-
men, den Beschuldigten von Rumänien in der Schweiz einreisen zu lassen, nur 
um eine untergeordnete und letztlich von der Täterschaft mühelos auch selbst zu 
übernehmende Tätigkeit zu übernehmen. Nicht zuletzt wäre mit der Mitwirkung 
einer nicht in den Tatplan eingeweihten Person ein unnötiges Risiko verbunden. 
Eine Bankomatensprengung stellt ein komplexes Tatgeschehen dar, welches in-
tensiver Vorbereitung und Planung bedarf. Ein solcher Angriff auf einen Banko-
maten erfolgt – was durch die vorliegend zu beurteilende Bankomatensprengung 
anschaulich illustriert wird – in strikter Arbeitsteilung und professionellem Zusam-
menwirken. Aufgrund der Vorgehensweise muss von einer eigentlichen Kom-
mandoaktion ausgegangen werden, welche auf diese Art und Weise nur durch-
geführt werden kann, wenn vorgängig eine derart detailliert geklärte Aufgaben-
teilung und Koordination stattgefunden hat, dass bei der eigentlichen Tatausfüh-
rung für keinen der beteiligten Täter Unklarheiten oder Unsicherheiten mehr be-
standen. Innerhalb der sehr kurzen Tatausführung hat wenig Spielraum für situ-
ative Entscheidungen oder Spontanabsprachen bestanden. Vor diesem Hinter-
grund ist zur Überzeugung des Gerichts erstellt, dass der Beschuldigte bei der 
Tatausführung in objektiver Weise so wesentlich mitgewirkt hat, dass er als 
Hauptbeteiligter erscheint. Es bestehen keine Zweifel daran, dass die Tat durch 
die zwei unbekannten Täter und den Beschuldigten planmässig gemeinsam aus-
geübt worden ist und der Erfolg kausal auch durch den mittäterschaftlichen Bei-
trag des Beschuldigten herbeigeführt worden ist. 

- 31 - 

5. In Anbetracht der spurenkundlichen Erkenntnisse, des Fehlens eines Alibibewei-
ses oder anderweitig entlastender Umstände sowie des nicht glaubhaften Aus-
sagverhaltens verbleiben bei objektiver Betrachtung keine erheblichen und nicht 
zu unterdrückende Zweifel, dass der Beschuldigte einer der drei an der Banko-
matensprengung in Buchberg/SH beteiligten Täter war. Bei diesem Beweiser-
gebnis wäre die von der Vorinstanz herangezogene Deliktshistorie des Beschul-
digten höchstens insofern relevant, als dass die Begehung von Straftaten der 
vorliegenden Art für den Beschuldigten nicht ganz persönlichkeitsfremd wäre (Ur-
teil SK:2022.37 E. 3.6.4). In Würdigung der massgebenden Indizien ist der als 
«Vorfall Buchberg» zur Anklage erhobene Sachverhalt vollständig und zweifels-
frei erstellt. Die mittäterschaftliche Tatbeteiligung des Beschuldigten ist rechtsge-
nügend erwiesen. 

B) Rechtliche Würdigung 

1. Gefährdung durch Sprengstoffe und giftige Gase in verbrecherischer Absicht 
(Art. 224 Abs. 1 StGB) 

 Zu den rechtlichen Grundlagen des Tatbestandes der Gefährdung durch Spreng-
stoffe und giftige Gase kann zur Vermeidung unnötiger Wiederholungen auf die 
zutreffenden Erwägungen im vorinstanzlichen Entscheid verwiesen werden (Ur-
teil SK.2022.37 E. 5.1.1 bis E. 5.1.4). Die insbesondere betreffend das Tatbe-
standsmerkmal der verbrecherischen Absicht zu beachtenden Aspekte wurden 
unlängst von der erkennenden Kammer dargelegt (Urteil der Berufungskammer 
des Bundesstrafgerichts CA.2021.29 vom 30. Juni 2022 E. II.3.4.2 bis 
E. 3.4.2.5). Auch bezüglich der rechtlichen Würdigung des erstellten Sachverhal-
tes kann vorab auf die zutreffenden Erwägungen im vorinstanzlichen Entscheid 
verwiesen werden. Auch vom Beschuldigten wird nicht bestritten, dass die Täter 
in objektiver Hinsicht einen in den Anwendungsbereich der Strafnorm fallenden 
Sprengstoff zum Einsatz gebracht und dadurch eine konkrete Gefährdung von 
Personen und fremden Eigentums bewirkt haben (vgl. Urteil SK.2022.37 
E. 5.2.3). Bezüglich der subjektiven Tatbestandselemente hat die Vorinstanz zu 
Recht einen massgeblichen Gefährdungsvorsatz bejaht (Urteil SK.2022.37 
E. 5.3.1). Was die Verteidigung gegen die Bewertung des subjektiven Tatge-
schehens einwendet (CAR pag. 5.200.016), erweist sich als unbehelflich. Einer-
seits ist ohne Weiteres davon auszugehen, dass der Beschuldigte die durch den 
Einsatz des verwendeten Sprengstoffs geschaffene Gefahr erkannt hat. Es ent-
spricht dem Allgemeinwissen, dass die Explosion von Sprengstoff zu schwerwie-
genden Folgen für Personen oder Sachen führen kann. Die Verwendung des 
Sprengstoffes erfolgte denn auch einzig zu Zerstörungszwecken. Den Einsatz 
des Sprengstoffes muss sich der Beschuldigte andererseits aufgrund mittäter-
schaftlicher Tatbegehung vorwerfen lassen, auch wenn er ihn nicht selber zur 
Explosion gebracht hat. Dass der Beschuldigte und seine Mittäter in verbreche-
rischer Absicht gehandelt haben, lässt sich angesichts des Verwendungszwecks 

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des Sprengstoffes nicht ernsthaft bestreiten. Der Beschuldigte hat den Tatbe-
stand der Gefährdung durch Sprengstoffe und giftige Gase in verbrecherischer 
Absicht gemäss Art. 224 Abs. 1 StGB erfüllt. 

2. Versuchter qualifizierter Diebstahl (Art. 139 Ziff. 3 Abs. 4 StGB i.V.m. Art. 22 
StGB) 

2.1 Die Vorinstanz hat die rechtlichen Grundlagen des zu prüfenden Tatbestandes 
des qualifizierten Diebstahlversuchs richtig dargelegt (Urteil SK.2022.37 E. 6.1.1 
bis E. 6.1.4). Auf die betreffenden Erwägungen kann vollumfänglich verwiesen 
werden (Art. 82 Abs. 4 StPO). Mit zutreffender Begründung ist die Vorinstanz so-
dann zum Ergebnis gelangt, der Beschuldigte habe den Grundtatbestand des 
Diebstahls in objektiver und subjektiver Hinsicht erfüllt (Urteil SK.2022.37 
E. 6.3.1 und E. 6.3.2). Die rechtliche Würdigung wird auch von der Verteidigung 
einzig unter der nicht zutreffenden Prämisse kritisiert, dass der Beschuldigte an 
der Bankomatensprengung nicht unmittelbar beteiligt gewesen sei (CAR 
pag. 5.200.016). Zur rechtlichen Einordnung als qualifizierter Tatbestand erwägt 
die Vorinstanz einerseits, im Tat- bzw. Fluchtfahrzeug habe sich ein Geissfuss 
mit einer Länge von ca. 63 cm befunden, welcher offensichtlich für die Öffnung 
des Geldausgabefachs des Bankomaten verwendet worden sei. Das Mitführen 
eines Geissfusses, der objektiv und subjektiv zwar als Tatwerkzeug verwendet 
worden sei, habe es dem Beschuldigten und seinen Mittätern ermöglicht, allfällig 
anzutreffende Menschen ohne grösseren Kraftaufwand und auf eine gewisse 
Distanz hin schwer zu verletzen. Bereits dadurch habe der Beschuldigte seine 
besondere Gefährlichkeit offenbart. Darüber hinaus habe der Beschuldigte – so 
die Vorinstanz weiter – eine erhebliche Menge Sprengstoff verwendet, der ge-
eignet gewesen sei, einen Menschen schwer zu verletzen. Indem er diesen in 
unmittelbarer Nähe zu einem Wohnhaus mit schlafenden Bewohnern umgesetzt 
habe, habe er besonders skrupellos gehandelt, denn er habe als Ergebnis seiner 
Handlungen deren Verletzung in Kauf genommen (Urteil SK.2022.37 E. 6.4).  

2.2 Unter Berücksichtigung der gesamten Umstände hat die Vorinstanz die Qualifi-
kation der besonderen Gefährlichkeit des vom Beschuldigten begangenen Dieb-
stahls zu Recht angenommen. Entgegen der vorinstanzlichen Auffassung lässt 
sich die besondere Gefährlichkeit indessen nicht mit dem Mitführen eines Geis-
sfusses als Tatwerkzeug begründen. Abgesehen davon, dass die Bereitschaft 
zum Einsatz des Geissfusses als Waffe nicht Bestandteil des angeklagten Sach-
verhaltes ist (vgl. TPF pag. 6.100.011), ist ein diesbezüglicher Vorsatz nicht er-
stellbar. Insbesondere angesichts der Tatzeit ergeben sich keine hinreichenden 
Anhaltspunkte, dass es die Täter für den Fall einer unerwarteten Konfrontation 
mit anderen Personen auf den Einsatz des Geissfusses hätten ankommen las-
sen. Gemäss erstellten Sachverhalt haben der Beschuldigte und seine Mittäter 
in unmittelbarer Nähe zu einem Wohnhaus eine Sprengladung mit einer erhebli-
chen Menge Explosivstoff zur Umsetzung gebracht. In den Obergeschossen ha-
ben sich erkennbar mehrere Mietwohnungen befunden (vgl. BA pag. 10-01-02-

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0010). Die Täter haben angesichts des mitten in der Nacht liegenden Tatzeit-
punkts nicht ernstlich davon ausgehen können, dass alle Bewohner der Mietwoh-
nungen ausnahmslos abwesend sein würden. Die Sprengung erfolgte zu einem 
Zeitpunkt, in dem die meisten Menschen üblicherweise schlafen. Dem Beschul-
digten und seinen Mittätern musste auch klar gewesen sein, dass sie die Explo-
sion und das damit einhergehende Verletzungsrisiko weder kalkulieren noch kon-
trollieren können würden. Angesichts der nächtlichen Tatzeit und der grossen 
Menge eingesetzten Sprengstoffs hat die Möglichkeit einer Verletzung von Per-
sonen nahe gelegen. Die Täter konnten und durften nicht ernsthaft darauf ver-
trauen, dass den Bewohnern nichts passieren würde. Mit seinem Handeln hat 
der Beschuldigte die Verletzung von Menschen billigend in Kauf genommen. Ins-
gesamt wurde der vom Beschuldigten und seinen Mittätern zu verantwortende 
Diebstahl unter Offenbarung besonderer Gefährlichkeit begangen. 

2.3 Nach dem Gesagten hat der Beschuldigte durch sein Handeln den Tatbestand 
des versuchten qualifizierten Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 3 Abs. 4 StGB 
i.V.m. Art. 22 StGB erfüllt. 

3. Qualifizierte Sachbeschädigung (Art. 144 Abs. 1 i.V.m. Abs. 3 StGB) 

 Was die Erfüllung des objektiven und subjektiven Tatbestandes der qualifizierten 
Sachbeschädigung anbelangt, ist der in allen Teilen zutreffenden rechtlichen 
Würdigung im vorinstanzlichen Urteil (Urteil SK.2022.37 E. 7.1 bis E. 7.6) nichts 
beizufügen. Seitens der Verteidigung wurde die rechtliche Qualifikation wiede-
rum nur insoweit beanstandet, als sie eine direkte Tatbeteiligung des Beschul-
digten als sachverhaltlich nicht ausgewiesen erachtete (CAR pag. 5.200.016). 
Darauf braucht nicht erneut eingegangen zu werden. Der Tatbestand der qualifi-
zierten Sachbeschädigung gemäss Art. 144 Abs. 1 i.V.m. Abs. 3 StGB) wurde 
vom Beschuldigten erfüllt. 

4. Entwendung eines Fahrzeuges zum Gebrauch (Art. 94 SVG) 

 Zur Entwendung eines Fahrzeuges zum Gebrauch im Sinne von Art. 94 SVG hat 
sich die Vorinstanz hinreichend und zutreffend geäussert, worauf verwiesen wer-
den kann (Urteil SK.2022.37 E. 8.1 und E. 8.2). Auch diese rechtliche Würdigung 
ist zu übernehmen. 

 

5. Konkurrenzen 

 Die Vorinstanz wandte sich nach Prüfung der einzelnen Tatbestandselemente 
dem rechtlichen Verhältnis zwischen den Tatbeständen der Gefährdung durch 
Sprengstoffe in verbrecherischer Absicht und des qualifizierten Diebstahls zu und 

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thematisierte die Frage, ob die im Sinne von Art. 139 Ziff. 3 Abs. 4 StGB durch 
die Verwendung von Sprengstoff offenbarte Gefährlichkeit bereits im Erfolgsun-
wert von Art. 224 Abs. 1 StGB enthalten sei und daher ausschliesslich ein 
Schuldspruch wegen einfachen Diebstahls gemäss Art. 139 Ziff. 1 StGB erfolgen 
könne. Die Frage wurde letztlich offen gelassen mit der Begründung, dass der 
Beschuldigte seine besondere Gefährlichkeit nicht ausschliesslich durch den Ein-
satz von Sprengstoff offenbart habe, sondern darüber hinaus auch insbesondere 
durch das Mitführen eines Geissfusses. Diese Gefährdung sei durch den Un-
rechtsgehalt von Art. 224 Abs. 1 StGB nicht umfasst, sodass die beiden Delikte 
vorliegend zueinander in echter Konkurrenz stünden (Urteil SK.2022.37 E. 9.2). 
Da das Mitführen des Geissfusses – wie gesehen (vgl. Erwägung II.B.2.2 hiervor) 
– die Annahme einer besonderen Gefährlichkeit im Sinne des Qualifikationstat-
bestandes nicht rechtfertigt, kann die von der Vorinstanz aufgeworfene Frage 
vorliegen nicht unbeantwortet bleiben. Im Ergebnis ist mit der Vorinstanz echte 
Konkurrenz zwischen den vorliegend im Fokus stehenden Tatbeständen auszu-
gehen. Zuerst fällt in Betracht, dass sich die beiden Strafnormen von der dogma-
tischen Struktur unterscheiden und der jeweils erfasste Schutzbereich nicht voll-
ständig deckungsgleich ist. Die Qualifikation nach Art. 139 Ziff. 3 Abs. 4 StGB 
verfolgt den Zweck, die besonders gefährliche Deliktsausübung strenger zu be-
strafen (NIGGLI/RIEDO, Basler Kommentar, 4. Aufl. 2018, Art. 139 StGB N. 175). 
Vorausgesetzt ist, dass der Täter durch die Art, wie er den Diebstahl begeht, 
seine besondere Gefährlichkeit offenbart. Dieses Erfordernis ist erfüllt, wenn die 
Tat professionell vorbereitet ist und deshalb als besonders kühn, verwegen, 
heimtückisch, hinterlistig oder skrupellos erscheint (NIGGLI/RIEDO, Basler Kom-
mentar, 4. Aufl. 2018, Art. 139 StGB N. 178 m.w.H.). Eine solche Gefährlichkeit 
kann sich – wie hier – insbesondere dadurch ergeben, dass die Vorgehensweise 
der Täterschaft zu einer Gefährdung von Leib und Leben einer Drittperson führen 
könnte (NIGGLI/RIEDO, Basler Kommentar, 4. Aufl. 2018, Art. 139 StGB N. 188; 
TRECHSEL/CRAMERI, Praxiskommentar, 3. Aufl. 2017, Art. 139 StGB N. 23). Eine 
tatsächliche konkrete Gefährdung ist indessen nicht vorausgesetzt. Eine solche 
verlangt hingegen Art. 224 Abs. 1 StGB bezüglich Leib und Leben von Menschen 
oder fremdem Eigentum. Der Begriff der Gefährlichkeit gemäss Art. 224 
Abs. 1 StGB ist im Vergleich zu Art. 139 Ziff. 3 Abs. 4 StGB insofern konkreter 
respektive enger gefasst. Vorliegend ist dem Beschuldigten insbesondere vorzu-
werfen, konkret die schlafenden Personen in den Mietwohnungen oberhalb des 
gesprengten Bankomaten gefährdet zu haben. Dies schliesst indessen nicht aus, 
dass durch die Art der Tatbegehung weitere Personen, die sich zur Tatzeit z.B. 
zufällig in der Nähe des Tatortes aufhielten, hätten gefährdet werden können. 
Dieses Unrecht, das der Gesetzgeber mit Art. 139 Ziff. 3 Abs. 4 StGB sanktionie-
ren will, ist vom Schuldspruch nach Art. 224 Ziff. 1 StGB nicht umfasst. Zwischen 
der Gefährdung durch Sprengstoff oder giftige Gase gemäss Art. 224 StGB und 
dem qualifizierten Diebstahl im Sinne von Art. 139 Ziff. 3 Abs. 4 StGB besteht 
entsprechend echte Konkurrenz. Dass durch die Verurteilung wegen Gefährdung 
durch Sprengstoff oder giftige Gase in verbrecherischer Absicht der Tatunwert 
der bei der Verübung des Diebstahls offenbarten besonderen Gefährlichkeit bis 

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zu einem gewissen Grad bereits abgegolten ist, wird im Rahmen der Strafzumes-
sung zu berücksichtigen sein.  

6. Ergebnis 

 Rechtfertigungs- oder Schuldausschlussgründe liegen nicht vor und wurden auch 
nicht geltend gemacht. Der Beschuldigte ist damit in Bestätigung des vorinstanz-
lichen Urteils der Gefährdung durch Sprengstoffe und giftige Gase in verbreche-
rischer Absicht