# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 008d8415-797d-507b-831b-43e72342f214
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-06-25
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 25.06.2020 UV 2019/9
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2019-9_2020-06-25.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2019/9

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 25.11.2020

Entscheiddatum: 25.06.2020

Entscheid Versicherungsgericht, 25.06.2020
Art. 4 ATSG, Art. 6 Abs. 2 UVG und Art. 43 Abs. 1 ATSG: In Zusammenschau 
aller Umstände ist das Vorliegen eines Unfallereignisses nicht mit 
überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt. Um das Vorliegen einer 
unfallähnlichen Körperschädigung bzw. die Leistungspflicht der 
Beschwerdegegnerin für die Folgen des Ereignisses vom 29. März 2018 
beurteilen zu können, erweist sich die medizinische Aktenlage als 
ungenügend. Der angefochtene Einspracheentscheid ist in Verletzung der 
Untersuchungspflicht (Art. 43 Abs. 1 ATSG) ergangen, weshalb er als 
rechtswidrig aufzuheben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zu 
weiteren Abklärungen zurückzuweisen ist. Aufgrund der sich in den 
versicherungsinternen Beurteilungen findenden Widersprüche drängt sich 
nach einer Vervollständigung der Aktenlage die Einholung einer externen 
Begutachtung durch die Beschwerdegegnerin auf. Der angefochtene 
Einspracheentscheid wird in teilweiser Gutheissung der Beschwerde 
aufgehoben (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen 
vom 25. Juni 2020, UV 2019/9).

Entscheid vom 25. Juni 2020

Besetzung

Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz), Versicherungsrichter 

Joachim Huber und Versicherungsrichterin Michaela Machleidt Lehmann; 

Gerichtsschreiberin Sabrina Bleile

Geschäftsnr.

UV 2019/9

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Parteien

A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Michael Grimmer, Peyer Partner Rechtsanwälte, 

Löwenstrasse 17, Postfach, 8021 Zürich 1,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Versicherungsleistungen

Sachverhalt

A.  

A.___ (nachfolgend: Versicherte), liess der Schweizerischen 

Unfallversicherungsanstalt (Suva), bei welcher sie über die Arbeitslosenkasse 

unfallversichert war, mit Schademeldung UVG vom 11. Juni 2018 einen Schadenfall 

vom 29. März 2018 melden, bei welchem sie sich das rechte Knie verdreht bzw. 

verstaucht habe. Als erstbehandelnden Arzt gab sie Dr. med. B.___, Facharzt für 

Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, 

Orthopädie C.___, an (Suva-act. 1).

A.a. 

In einer E-Mail vom 14. Juni 2018 erklärte die Versicherte gegenüber der Suva, 

dass sie bei einer Wanderung während eines Rehabilitationsprogrammes am 29. März 

2018 zunehmende, belastungsabhängige und bei Verdrehung des rechten Knies 

starke, stechende Schmerzen verspürt habe. Die Schmerzen hätten das 

A.b. 

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Treppensteigen unmöglich gemacht. Das Knie sei sehr schnell angeschwollen. Da 

Schmerzmittel und eine Kniebandage nur wenig geholfen hätten, sei sie am 4. April 

2018 in der Orthopädie C.___ bei Dr. B.___ vorstellig geworden (Suva-act. 7). Im 

Sprechstundenbericht vom 4. April 2018 hatte Dr. B.___ als Diagnose eine 

Kniedistorsion rechts vom 29. März 2018 bei bekannter kleiner lateraler Meniskusläsion 

genannt. Weiter hatte er ausgeführt, dass die Versicherte über eine Kniedistorsion beim 

Spazieren am 29. März 2018 mit plötzlicher Schmerzexazerbation am rechten 

Kniegelenk und seither persistierenden, invalidisierenden Schmerzen an der 

Knieaussenseite rechts berichtet habe (Suva-act. 11). Voranamnestisch sei eine kleine 

Läsion des Aussenmeniskus rechts bekannt, wobei Dr. B.___ diesbezüglich auf 

Sprechstundenberichte von Dr. med. D.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 

Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, Orthopädie C.___, vom November 

2017 verwiesen hatte (vgl. dazu die Berichte zu den MRT-Untersuchungen vom rechten 

Knie vom 30. März und 16. November 2017 [Suva-act. 15 und 16], die im Anschluss an 

einen einer anderen Versicherung gemeldeten Unfall vom 20. Februar 2017 angefertigt 

worden waren [vgl. Suva-act. 24]). Zudem habe die Versicherte über eine durch Dr. 

D.___ durchgeführte Infiltrationstherapie am Knie rechts berichtet, die keine namhafte 

Besserung gebracht habe. Voranamnestisch seien bereits ca. im Jahr 1995 zwei 

Kniegelenksinterventionen, einmal mit Meniskektomie durchgeführt worden. Als 

Befunde hatte Dr. B.___ ein deutlich hinkendes Gangbild auf der rechten Seite, 

verstrichene Kniegelenkskonturen rechts, im Vergleich zur Gegenseite mit leichter 

Ergussbildung, eine Druckdolenz sowohl bei der Patella als auch bei 

Patellaverschiebung, eine soweit beurteilbare stabile mediolaterale und 

anteroposteriore Flexion/Extension sowie eine ausgeprägte Druckdolenz sowohl lateral 

als auch medial am Kniegelenksspalt mit einem teilweise oberflächlichen Schmerz 

erhoben. Schliesslich hatte Dr. B.___ in seiner Beurteilung festgehalten, dass sich am 

29. März 2018 eine erneute Traumatisierung des rechten Kniegelenks durch eine 

Distorsion mit deutlicher Schmerzexazerbation ereignet habe. Vorbekannt sei eine 

kernspintomographische Untersuchung des rechten Kniegelenks vom März 2017 mit 

sichtbarem Knorpeleinriss retropatellär mit diskoidem Aussenmeniskus mit fraglich 

schmalen radiären Einrissen. Auch sei hierbei ein kleiner freier Gelenkskörper im 

zentralen Kompartiment sichtbar gewesen. Die kernspintomographische 

Verlaufskontrolle vom rechten Kniegelenk vom 16. November 2017 habe keine 

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wesentliche Befunddynamik gezeigt, wobei mehrere verkalkte Synovialchondrome mit 

diskoidem lateralen Meniskus und feinem vertikalen Einriss sowie eine Chondropathie 

Grad II retropatellär festgehalten worden seien. In einem ausführlichen Gespräch und 

auf Wunsch der Versicherten werde eine erneute kernspintomographische 

Untersuchung durchgeführt, um eine etwaige Befundänderung festzuhalten (Suva-

act. 11). Im Bericht zur MRT-Untersuchung vom Knie rechts vom 6. April 2018 hatte 

der untersuchende Radiologe folgende Befunde festgehalten: Aktuell deutlicher 

Gelenkerguss und intensive Synovitis, mehr als bei der Voruntersuchung. Leichte 

Bursitis infrapatellaris profunda. Bekannte freie Gelenkskörper (verkalkte 

Synovialchondrome, aktuell im dorsomedialen Recessus). Derzeitig dezentes 

Knochenmarksödem und Hyperämie femorotibial medial, differentialdiagnostisch 

überlastungsreaktiv/postkontusionell. Unveränderter Innenmeniskus ohne Einrisse. 

Unveränderter discoider Aussenmeniskus mit allenfalls einem kleinsten radiären Einriss. 

Unveränderte Chondropathia patellae Grad II, medial betont. Unveränderte feine 

parapatelläre Plica medial. Ansonsten keine signifikante Chondropathie. Keine 

Bandläsionen. Zwischenzeitliche Entwicklung von länglichen Ganglionzysten im Verlauf 

der Poplitealsehne am proximalen Unterschenkel. Ansonsten keine relevanten 

Sehnenläsionen (Suva-act. 18). Anlässlich einer Sprechstunde bei Dr. B.___ vom 11. 

April 2018 hatte sich eine leichte Verbesserung der Beschwerden bei ansonsten 

unveränderter Klinik gezeigt. Als Diagnosen hatte Dr. B.___ freie Gelenkskörper sowie 

den Verdacht auf eine kleine Aussenmeniskusläsion am Knie rechts erhoben. Nach 

einer ausführlichen Besprechung der Befundlage hatte Dr. B.___ auf Wunsch der 

Versicherten einen kniearthroskopischen Eingriff, in erster Linie zur Entfernung der 

freien Gelenkskörper, vorgeschlagen. Allerdings hatte er die Versicherte darauf 

hingewiesen, dass die Kniearthroskopie keine Beschwerdefreiheit garantieren werde 

(Suva-act. 12). Am 19. April 2018 hatte Dr. B.___ die diagnostische Arthroskopie am 

Knie rechts vorgenommen, wobei für ihn die in der MRT-Untersuchung beschriebene 

Aussenmeniskusläsion im lateralen Kompartiment weder inspektorisch noch 

palpatorisch nachvollziehbar war. Demgegenüber hatte sich Dr. B.___ im medialen 

Kompartiment neben drei chondralen freien Gelenkskörpern und einer ausgedehnten 

Knorpelläsion Grad III mit instabilen Knorpelrändern, die er als Ursprung der freien 

Gelenkskörper beschrieben hatte, ein gerissener Meniskus im Hinterhorn gezeigt. 

Arthroskopisch hatte er die freien Gelenkskörper entfernt und eine mediale 

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Teilmeniskektomie durchgeführt. Ausserdem hatte er eine Knorpeldébridement 

medialer Kondyl sowie eine partielle Synovektomie vorgenommen (Suva-act. 8). 

Anlässlich einer postoperativen Verlaufskontrolle vom 16. Mai 2018 hatte die 

Versicherte über eine Regredienz der Beschwerden berichtet, jedoch über Schmerzen 

an der Knieinnenseite links geklagt (Suva-act. 13), weshalb am 22. Mai 2018 eine MRT-

Untersuchung des linken Knies durchgeführt worden war (Suva-act. 17). Unter 

Berücksichtigung der MRT-Befunde hatte Dr. B.___ die auf der linken Seite beklagte 

Beschwerdesymptomatik in einer gleichentags durchgeführten Untersuchung im Sinne 

einer musculoskeletalen Dysbalance respektive Fehl- oder Überbelastung interpretiert. 

Hinsichtlich der Beschwerdesymptomatik am rechten Kniegelenk hatte die Versicherte 

eine Verbesserung angegeben (Suva-act. 14).

In einem Bericht an die Suva vom 25. Juni 2018 hielt Dr. B.___ fest, dass das von 

der Versicherten angegebene Beschwerdebild mit der beschriebenen 

Distorsionsbewegung am Kniegelenk zusammenhängen könnte. Ob ein 

vorbestehender Knorpelschaden vor der Distorsionsbewegung vorgelegen habe, sei 

weder aktenanamnestisch noch bildtechnisch festgehalten. Die Versicherte sei seit 

dem 4. April 2018 zu 100 % arbeitsunfähig (Suva-act. 19). Eine weitere Nachkontrolle 

bei Dr. B.___ fand am 26. Juni 2018 statt (Suva-act. 20; vgl. ferner Suva-act. 21 

bezüglich einer kurzen Vorstellung vom 13. Juni 2018). Die Versicherte berichtete über 

eine leichte Verbesserung bei aber noch deutlichen Restbeschwerden am Kniegelenk 

(Suva-act. 20).

A.c. 

In einem Telefonat vom 28. Juni 2018 gab die Versicherte gegenüber der Suva an, 

dass sie ihre erste Behandlung an den Knien bereits mit __ Jahren gehabt habe. Der 

letzte Fall vom Jahr 2017 sei über die AXA-Versicherung gelaufen. Die aktuellen 

Kniebeschwerden seien anlässlich eines Spaziergangs während einer Rehabilitation 

entstanden. Es sei leicht bergab gegangen. Dabei habe sie wohl eine komische 

Bewegung gemacht, um das Knie zu schonen. Sie sei nicht gestürzt und habe das Knie 

auch nirgends angeschlagen (Suva-act. 22). In einer gleichentags verfassten 

Beurteilung kam Kreisarzt E.___, Facharzt Chirurgie, spezielle Unfallchirurgie, zum 

Schluss, dass bei der Versicherten keine Diagnose für eine unfallähnliche 

Körperschädigung vorliege. Die MRT-Untersuchung des rechten Kniegelenks vom 6. 

April 2018 habe keinen Gesundheitsschaden gezeigt, der einer solchen entsprechen 

A.d. 

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würde. Vielmehr seien ausnahmslos Vorschäden identisch zu den Befunden der MRT-

Untersuchungen vom 2017 mit akuter Aktivierung der Vorschäden dokumentiert 

worden. Ein vergleichbarer Schaden liege auch beim linken Kniegelenk vor. 

Medizinisch seien die Beschwerden an beiden Kniegelenken als Rückfälle zu den 

vorhergehenden Schadenfällen, nicht jedoch als eigenständige Schäden einzustufen 

(Suva-act. 23).

Mit Schreiben vom 29. Juni 2018 teilte die Suva der Versicherten mit, dass sie 

beim Abwärtsgehen während eines Spaziergangs eine Drehbewegung gemacht und 

dabei Schmerzen verspürt habe. Ein Unfallereignis im Rechtssinne habe sich damit 

nicht zugetragen. Auch seien die Voraussetzungen für die Übernahme des 

Schadenfalles als unfallähnliche Körperschädigung nicht erfüllt (Suva-act. 25). Gegen 

diese Leistungsablehnung wandte sich die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt 

lic. iur. M. Grimmer, Zürich, in einer E-Mail vom 20. Juli 2018. Sie machte geltend, dass 

sie auf abschüssigem Gelände ausgerutscht sei und sich dabei das Knie verdreht 

habe. Dabei handle es sich, auch wenn sie nicht hingefallen und das Knie nirgends 

angeschlagen habe, um ein sinnfälliges Ereignis, sodass eine unfallähnliche 

Körperschädigung angenommen werden könne. Weiter kritisierte sie die Beurteilung 

des Kreisarztes, der übersehen habe, dass die MRT-Untersuchung vom 6. April 2018 

im Gegensatz zur Voruntersuchung einen deutlichen Gelenkserguss und eine 

intensivere Synovitis gezeigt habe. Ausserdem sei erst anlässlich der Arthroskopie ein 

Meniskusriss festgestellt worden (Suva-act. 28).

A.e. 

In einer Aktenbeurteilung vom 30. Juli 2018 kam Kreisarzt E.___ erneut zum 

Schluss, dass der Gesundheitsschaden am rechten Kniegelenk der Versicherten nicht 

als unfallähnliche Körperschädigung anerkannt werden könne (Suva-act. 31).

A.f. 

Mit Verfügung vom 2. August 2018 wies die Suva ihre Leistungspflicht für das 

Ereignis vom 29. März 2018 ab, da die geklagten Beschwerden weder auf dieses 

gemeldete Ereignis noch auf eine unfallähnliche Körperschädigung zurückzuführen 

seien. Hinsichtlich der Darstellung des gemeldeten Ereignisses seien die Aussagen der 

ersten Stunde massgebend. Nachträgliche abweichende Schilderungen könnten nicht 

berücksichtigt werden (Suva-act. 32).

A.g. 

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B.  

C.  

Gegen diese Verfügung liess die anwaltlich vertretene Versicherte am 11. 

September 2018 Einsprache erheben (Suva-act. 33 S. 1 ff.). Sie legte der Einsprache 

einen ärztlichen Bericht vom 6. November 1996 über eine vom 30. Oktober bis 1. 

November 1996 erfolgte Hospitalisation sowie einen Bericht über eine Nachkontrolle 

vom 29. Januar 1997 bei (Suva-act. 33 S. 7 f.). Weiter reichte sie einen Bericht über 

eine MRT-Untersuchung des rechten Kniegelenks vom 6. September 2018 ein (Suva-

act. 33 S. 10).

B.a. 

Mit Einspracheentscheid vom 11. Dezember 2018 wies die Suva die Einsprache 

der Versicherten ab (Suva-act. 38).

B.b. 

Gegen diesen Einspracheentscheid liess die Versicherte (nachfolgend: 

Beschwerdeführerin) durch ihren Rechtsvertreter am 28. Januar 2019 Beschwerde 

erheben (act. G 1). Sie beantragte, ihr seien die gesetzlichen Leistungen zu erbringen 

und insbesondere für die Zeit vom 29. März 2018 bis 6. Oktober 2018 

Taggeldleistungen auf der Basis der ausgewiesenen Arbeitsunfähigkeit auszurichten. 

Allfällige Gerichtskosten seien der Suva (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) 

aufzuerlegen und diese sei zu verpflichten, ihr eine angemessene 

Prozessentschädigung (zuzüglich Mehrwertsteuer von 7.7 %) auszurichten (act. G 1 

S. 2). Neu reichte die Beschwerdeführerin als "MRI-Bilddokumentation vom 19. April 

2018" bezeichnete Bilder ein (vgl. act. G 1.1.7).

C.a. 

Unter Vorlage der von der Beschwerdeführerin im Beschwerdeverfahren 

eingereichten Bilder holte die Suva eine Beurteilung von med. pract. F.___, Facharzt für 

Chirurgie, Facharzt für Chirurgie und Unfallchirurgie (D), Facharzt Viszeralchirurgie (D), 

Kompetenzzentrum Versicherungsmedizin der Suva, ein. Dieser regte in einer 

Stellungnahme vom 14. Februar 2019 aufgrund offener Fragen zunächst weitere 

Abklärungen, namentlich die Einholung weiterer Berichte an (Suva-act. 51), worauf die 

Beschwerdegegnerin jedoch verzichtete (vgl. Suva-act. 51 ff.). In einer 

Aktenbeurteilung vom 7. März 2019 kam med. pract. F.___ sodann zum Schluss, dass 

die Beschwerden der Beschwerdeführerin nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 

C.b. 

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denen eines Meniskusrisses entsprächen, ein Meniskusriss bildgebend nicht objektviert 

sei und die Beschwerden der Beschwerdeführerin mit den objektivierten 

Veränderungen des Knorpels am medialen Femurkondylus, im Gleitlager der Patella, 

der Synovitis sowie der synovalen Chondromatose sehr gut erklärbar seien (Suva-

act. 54).

In ihrer Beschwerdeantwort vom 1. April 2019 beantragte die 

Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde vom 28. Januar 2019 und die 

Bestätigung des Einspracheentscheids vom 11. Dezember 2018 (act. G 5).

C.c. 

In ihrer Replik vom 19. Juni 2019 hielt die Beschwerdeführerin an den in der 

Beschwerde gestellten Anträgen fest, ergänzte diese jedoch um den Eventualantrag, 

dass die Sache zur weiteren Sachverhaltsabklärung an die Beschwerdegegnerin 

zurückzuweisen sei (act. G 11). Zusammen mit ihrer Replik reichte die 

Beschwerdeführerin einen Bericht von Dr. B.___ vom 28. Mai 2019 ein, in welchem 

dieser bestätigt hatte, dass sich beim kniearthroskopischen Eingriff vom 19. April 2018 

das mediale Meniskushinterhorn bei der Inspektion als gerissen gezeigt habe. Deshalb 

sei eine Teilmeniskektomie mittels Shutzangen und Shaver durchgeführt worden und 

ein harmonischer Rand zum Restmeniskus geschaffen worden. Danach hätten sich 

stabile Meniskusverhältnisse gezeigt (act. G 11.1.1). Weiter reichte die 

Beschwerdeführerin die Dokumentation der intraoperativen Bilder ein (vgl. act. G 

11.1.2).

C.d. 

In ihrer Duplik vom 12. August 2019 erneuerte die Beschwerdegegnerin ihren 

Antrag auf Abweisung der Beschwerde (act. G 13). Sie reichte eine E-Mail von med. 

pract. F.___ vom 25. Juli 2019 ein, worin dieser bestätigt hatte, dass die mit der Replik 

der Beschwerdeführerin beigebrachten 18 Bilder mit 18 mit der Beschwerde 

eingereichten Bildern übereinstimmen würden. Insbesondere seien die Bilder, welche 

er in seiner chirurgischen Beurteilung vom 7. März 2019 auf Seite 9 und 10 abgebildet 

habe, in den Beilagen der Replik enthalten. Weiter hatte med. pract. F.___ festgehalten, 

dass seine chirurgische Beurteilung vom 7. März 2019 auch nach Einsicht in alle Bilder 

unverändert Gültigkeit habe und keiner Ergänzung bedürfe (act. G 13.1).

C.e. 

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Erwägungen

1.

Gegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet die Frage, ob die Beschwerdegegnerin 

ihre Leistungspflicht für das ihr seitens der Beschwerdeführerin gemeldete 

Schadenereignis vom 29. März 2018 zu Recht verneint hat.

2.  

Nach Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG, SR 

832.20) werden, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, Versicherungsleistungen 

bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt. Zunächst ist 

demnach zu prüfen, ob das Schadenereignis vom 29. März 2018 als Unfall zu 

qualifizieren ist.

2.1. 

Als Unfall gilt gemäss Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) die plötzliche, nicht beabsichtigte 

schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den 

menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen 

Gesundheit oder den Tod zur Folge hat. Der äussere Faktor ist ungewöhnlich, wenn er 

– nach einem objektiven Massstab – den Rahmen des im jeweiligen Lebensbereich 

Alltäglichen oder Üblichen überschreitet (BGE 134 V 76 E. 4.1 und 129 V 404 E. 2.1; je 

mit Hinweisen). Das Begriffsmerkmal der Ungewöhnlichkeit ist entwickelt worden, um 

die "tausendfältigen kleinen und kleinsten Insulte des täglichen Lebens, die als solche 

gänzlich unkontrollierbar sind und deshalb nur beim Hinzutreten von etwas 

Besonderem Berücksichtigung finden sollen", aus dem Unfallbegriff auszuscheiden. 

Das Merkmal des Ungewöhnlichen macht den alltäglichen Vorgang zum einmaligen 

Vorfall (BGE 134 V 77 E. 4.1.1 mit Hinweisen). Dabei bezieht sich das Begriffsmerkmal 

der Ungewöhnlichkeit nicht auf die Wirkung des äusseren Faktors, sondern auf den 

Faktor selbst. Ohne Belang für die Prüfung der Ungewöhnlichkeit ist somit, dass der 

äussere Faktor allenfalls schwerwiegende, unerwartete Folgen nach sich gezogen hat 

(BGE 112 V 202 f. E. 1). Gemäss der Rechtsprechung kann das Merkmal des 

ungewöhnlichen äusseren Faktors auch in einer unkoordinierten Bewegung bestehen. 

Bei Körperbewegungen ist das Merkmal der Ungewöhnlichkeit bzw. des äusseren 

Faktors erfüllt, wenn ein in der Aussenwelt begründeter Umstand den natürlichen 

Ablauf einer Körperbewegung gleichsam "programmwidrig" beeinflusst hat (BGE 130 V 

118 E. 2.1; Urteil des Bundesgerichts vom 10. April 2014, 8C_783/2013, E. 4.2; je mit 

Hinweisen). Dies trifft beispielsweise dann zu, wenn die versicherte Person stolpert, 

2.2. 

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ausgleitet oder an einem Gegenstand anstösst, oder wenn sie, um ein Ausgleiten zu 

verhindern, eine reflexartige Abwehrbewegung ausführt oder auszuführen versucht 

(Urteil des Bundesgerichts vom 10. April 2014, 8C_783/2013, E. 4.2 mit Hinweis). Bei 

einer solchen unkoordinierten Bewegung ist der ungewöhnliche äussere Faktor zu 

bejahen; denn der äussere Faktor - Veränderung zwischen Körper und Aussenwelt - ist 

wegen der erwähnten Programmwidrigkeit zugleich ein ungewöhnlicher Faktor (BGE 

130 V 118 E. 2.1).

Die leistungsansprechende Person muss die einzelnen Umstände des 

Unfallgeschehens glaubhaft machen. Zur Glaubhaftmachung genügt es nicht, einen 

Gesundheitsschaden nachzuweisen, der möglicherweise auf ein Unfallereignis 

zurückgehen könnte, sondern es müssen über das konkrete Geschehen wahre, genaue 

und wenn möglich ins Einzelne gehende Daten namhaft gemacht werden, aufgrund 

derer der Versicherer in die Lage versetzt wird, sich über die Umstände des Ereignisses 

ein Bild zu machen und diese in objektiver Weise abzuklären. Im Streitfall obliegt es 

dem Gericht zu beurteilen, ob die einzelnen Voraussetzungen des Unfallbegriffs erfüllt 

sind. Zu diesem Zweck hat es den Sachverhalt von Amtes wegen zu untersuchen, kann 

aber die Mitwirkung der Parteien beanspruchen (vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG; Alexandra 

Rumo-Jungo/André Pierre Holzer, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, in: 

Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 4. Aufl. Zürich/

Basel/Genf 2012, S. 29 mit Hinweisen; Thomas Locher/Thomas Gächter, Grundriss des 

Sozialversicherungsrechts, 4. Aufl. Bern 2014, § 70 N 2 ff. und N 20 mit Hinweisen). 

Das Gericht stellt auf jene Sachverhaltsdarstellung ab, die es von allen möglichen 

Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (vgl. dazu BGE 115 V 142 f. E. 

8b; Locher/Gächter, a.a.O., § 70 N 58 f.: Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit im Sozialversicherungsrecht, die blosse Möglichkeit eines 

bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht).

2.3. 

Die erste dokumentierte Ereignisschilderung hat die Beschwerdeführerin in der 

Sprechstunde von Dr. D.___ vom 4. April 2018 abgegeben (Suva-act. 11). Gegenüber 

der Beschwerdegegnerin hat sie das Schadenereignis erstmals in einer E-Mail vom 14. 

Juni 2018 (Suva-act. 7) und später nochmals in einem Telefonat vom 28. Juni 2018 

beschrieben (Suva-act. 22). In allen Ereignisschilderungen hat sie konstant angegeben, 

dass sie bei einem Spaziergang während eines Rehabilitationsaufenthaltes plötzlich 

heftige, stechende Schmerzen am Kniegelenk rechts verspürt habe. Während sie 

sowohl in der Sprechstunde von Dr. D.___ vom 4. April 2018 als auch in der E-Mail an 

die Beschwerdegegnerin vom 14. Juni 2018 den Eintritt der heftigen Schmerzen am 

Knie auf eine Drehbewegung zurückgeführt hatte (vgl. Suva-act. 7 und 11), hat sie im 

2.4. 

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Telefonat vom 28. Juni 2018 davon gesprochen, eine "komische Bewegung" gemacht 

zu haben, um das Knie zu schonen (vgl. Suva-act. 22). Dies widerspricht den 

vorherigen Schilderungen jedoch nicht. Die Beschreibung einer "komischen 

Bewegung" kann durchaus als Drehbewegung verstanden werden. Die spätere 

Schilderung des Rechtsvertreters der Beschwerdeführerin in einer E-Mail vom 20. Juli 

2018, wonach diese ausgerutscht sei und sich dabei das Knie verdreht habe 

(vgl. Suva-act. 28), erscheint allerdings wenig glaubhaft. Von einem Ausrutschen hat 

die Beschwerdeführerin selbst nie gesprochen. Vielmehr hat sie explizit angegeben, 

dass sie nicht gestürzt sei und sich nirgends angeschlagen habe (vgl. Suva-act. 22), 

was auch vom Rechtsvertreter bestätigt worden ist (vgl. Suva-act. 28). Es ist 

anzunehmen, dass die Beschwerdeführerin, zumal sie einen Sturz explizit verneint hat, 

ein Ausrutschen nicht unerwähnt gelassen hätte, wenn es sich tatsächlich zugetragen 

haben sollte. Bei sich widersprechenden Aussagen kommt den ersten, unfallnahen 

Ereignisschilderungen im Rahmen der Beweiswürdigung grundsätzlich auch höheres 

Gewicht zu, da diese zumeist unbefangener und zuverlässiger sind als spätere 

Darstellungen, die von versicherungsrechtlichen Überlegungen beeinflusst sein können 

(vgl. BGE 121 V 47 E. 2 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts vom 18. September 

2018, 8C_470/2018, E. 4.1 mit Hinweisen). Dies gilt vorliegend umso mehr, als die 

Aussage, wonach die Beschwerdeführerin ausgerutscht sei, nicht von ihr selbst 

stammt, sondern von einer Drittperson. Bei der indirekten Wiedergabe von 

Geschehensabläufen besteht die Gefahr, dass Sachverhaltselemente bewusst oder 

unbewusst leicht verändert dargestellt werden. Folglich ist vorliegend auf die im 

Grundsatz übereinstimmenden drei ersten Ereignisschilderungen abzustellen, wonach 

die Beschwerdeführerin beim Spazieren – nach einer Drehbewegung – heftige 

Schmerzen verspürt hat.

Beim Gehen handelt es sich um eine normale, alltägliche Aktivität, bei welcher es 

an plötzlichen, ruckartigen und unkontrollierten Bewegungen fehlt. Vielmehr handelt es 

sich um einen gleichmässigen Bewegungsablauf im Rahmen einer physiologisch 

normalen und psychologisch beherrschten Beanspruchung des Körpers (Urteile des 

Bundesgerichts vom 1. März 2012, 8C_50/2012, E. 5.6, und 3. März 2011, 

8C_978/2010, E. 4.2). Im vorliegenden Fall scheint zwar noch eine Drehbewegung als 

besonderer Moment hinzugekommen zu sein, welche letztlich die stechenden 

Schmerzen ausgelöst hat. Die Beschwerdeführerin hat allerdings keine besonderen 

Vorkommnisse angegeben, die zu dieser Drehbewegung geführt haben. Namentlich hat 

sie weder von einem Stolpern, Ausrutschen, Einknicken oder Anschlagen berichtet. 

Demnach ist anzunehmen, dass sie beim normalen Spazieren ohne besonderen 

Auslöser das Knie leicht unphysiologisch belastet hat. Dazu passt auch ihre 

2.5. 

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3.  

Ausführung, wonach sie beim leichten Abwärtsgehen wohl eine "komische Bewegung" 

gemacht habe, um das Knie zu schonen (vgl. Suva-act. 22). Der Umstand, dass das 

Gelände möglicherweise leicht abfallend gewesen ist, stellt allein noch keinen äusseren 

ungewöhnlichen Faktor dar, entspricht doch auch leichtes Abwärtsgehen grundsätzlich 

einer normalen Lebensverrichtung (vgl. dazu auch Entscheid des Versicherungsgerichts 

des Kantons St. Gallen vom 16. Januar 2019, UV 2017/39, E. 6.1). Im Umstand, dass 

man sich beim Gehen gelegentlich schont, ist grundsätzlich ebenfalls kein 

ungewöhnlicher äusserer Faktor zu sehen, da dies, namentlich wenn es zur 

Vermeidung von Schmerzen geschieht, für den Betroffenen nicht ungewöhnlich sein 

kann. Auch ist es fraglich, ob bei einer allenfalls bewusst eingenommenen 

Schonhaltung das Unfallelement der fehlenden Absicht gegeben ist. Ein Unfall liegt 

auch nicht schon deshalb vor, weil die Beschwerdeführerin das Auftreten von 

Schmerzen anzugeben vermag (BGE 129 V 469 f. E. 4.2.1; Entscheid des 

Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 16. Januar 2019, UV 2017/39, 

E. 3.2.2). Im Übrigen ist zu beachten, dass die Beschwerdeführerin im Rahmen der 

ersten Ereignisschilderung in der E-Mail vom 14. Juni 2018 angegeben hat, dass sie 

beim Spazieren zunehmende belastungsabhängige Schmerzen verspürt habe, wobei 

sie dann bei einer Verdrehung des Knies heftige Schmerzen bemerkt habe (vgl. Suva-

act. 7). Da die Schmerzen bereits vor der Drehbewegung ihren Anfang genommen 

haben, ist es fraglich, welche Bedeutung der Drehbewegung letztlich überhaupt 

zugekommen ist. Angesichts der beim Spazieren über einen längeren Zeitraum 

bestehenden bzw. entstehenden Schmerzen ist es auch fraglich, ob das 

Begriffsmerkmal der Plötzlichkeit erfüllt ist. In der Zusammenschau aller Umstände ist 

das Vorliegen eines Unfallereignisses demnach nicht mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit erstellt.

Auch wenn der Unfallbegriff nicht erfüllt ist, erbringt die Unfallversicherung nach 

Art. 6 Abs. 2 UVG Leistungen beim Vorliegen von Knochenbrüchen, Verrenkungen von 

Gelenken, Meniskusrissen, Muskelrissen, Muskelzerrungen, Sehnenrissen, 

Bandläsionen und Trommelfellverletzungen, sofern diese nicht vorwiegend auf 

Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen sind. Allein das Vorliegen einer der 

abschliessend (André Nabold, in: Kommentar zum schweizerischen 

Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Unfallversicherung [UVG], Bern 2018, 

N 42 zu Art. 6 UVG) aufgezählten Listendiagnosen führt zur gesetzlichen Vermutung, 

dass es sich hierbei um eine unfallähnliche Körperschädigung handelt, für deren 

Kosten der Unfallversicherer aufkommen muss. Er kann sich von seiner 

3.1. 

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Leistungspflicht grundsätzlich nur mittels des Nachweises befreien, dass die 

Schädigung vorwiegend degenerativ oder krankheitsbedingt ist (vgl. Urteil des 

Bundesgerichts vom 24. September 2019, 8C_22/2019, E. 8.2.2 und 8.3 ff. mit 

Hinweisen; Evalotta Samuelsson, Schweizerische Zeitschrift für Sozialversicherung und 

berufliche Vorsorge [SZS] 2018, S. 341). Der Gegenbeweis gilt gemäss der 

Rechtsprechung als erbracht, wenn die Listendiagnose zu mehr als 50 % auf 

Abnützung oder Erkrankung beruht (Urteil des Bundesgerichts vom 24. September 

2019, 8C_22/2019, E. 8.2.2.1 mit Hinweisen). Aus der in Art. 6 Abs. 2 UVG 

vorgesehenen Möglichkeit des Gegenbeweises ergibt sich allerdings auch nach der am 

1. Januar 2017 in Kraft getretenen UVG-Revision die Notwendigkeit der Abgrenzung 

der vom Unfallversicherer zu übernehmenden unfallähnlichen Körperschädigung von 

der abnützungs- und erkrankungsbedingten Ursache einer Listenverletzung und damit 

letztlich zur Leistungspflicht des Krankenversicherers. Insoweit bleibt auch beim 

Vorliegen einer Listendiagnose die Frage nach einem initialen erinnerlichen und 

benennbaren Ereignis - nicht zuletzt auch aufgrund der Bedeutung als zeitlichen 

Anknüpfungspunkt für Fragen der Versicherungsdeckung oder Zuständigkeit des 

Unfallversicherers - relevant (zum Ganzen Urteil des Bundesgerichts vom 24. 

September 2019, 8C_22/2019, E. 8.6 mit Hinweisen; zum Datum des Inkrafttretens der 

Revisionsbestimmungen vgl. E. 6.1). Da die Beschwerdeführerin ein auslösendes 

Ereignis genannt hat, bleibt zu prüfen, ob eine Leistungspflicht der 

Beschwerdegegnerin aufgrund einer unfallähnlichen Körperschädigung besteht.

Dr. B.___ hat im Operationsbericht zum arthroskopischen Eingriff vom 19. April 

2018 festgehalten, dass sich das mediale Meniskushinterhorn als gerissen gezeigt 

habe (Suva-act. 8; vgl. ferner act. G 11.1.1). Zur genauen Ätiologie des Risses hat sich 

Dr. B.___ im Operationsbericht nicht geäussert. In seinem Sprechstundenbericht vom 

4. April 2018 hat er allerdings von einer Traumatisierung des rechten Kniegelenks 

gesprochen (Suva-act. 11) und im Bericht an die Beschwerdegegnerin vom 25. Juni 

2018 hat er ausgeführt, dass das von der Beschwerdeführerin angegebene 

Beschwerdebild mit der angegebenen "Distorsionsbewegung am Kniegelenk" 

zusammenhängen könnte (Suva-act. 19). Kreisarzt E.___ ist in seiner Aktenbeurteilung 

vom 30. Juli 2018 von einer degenerativen Entstehung des Risses ausgegangen 

(vgl. Suva-act. 31 S. 6 f.), wobei er in seiner Beurteilung vom 28. Juni 2018 ausgeführt 

hatte, dass die Beschwerden an den Kniegelenken als Rückfälle der Vorschäden zu 

beurteilen seien (Suva-act. 23). Med. pract. F.___ hat ebenfalls ein degeneratives 

Geschehen angenommen, wobei er sogar das Bestehen eines Meniskusrisses gänzlich 

in Abrede gestellt hat (vgl. Suva-act. 54). Er hat in seiner Aktenbeurteilung vom 7. März 

2019 zwar für einen medizinischen Laien grundsätzlich nachvollziehbar aufgezeigt, 

3.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/16

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dass in den MRT-Bildern vor der Operation im Bereich des Innenmeniskus 

Signalalterationen bestanden haben, die er als degenerative Veränderungen gedeutet 

hat (vgl. Suva-act. 54 S. 6 ff.). Allerdings steht seine Interpretation der vor der 

Operation angefertigten MRT-Bilder vom 30. März 2017, 16. November 2017 und 6. 

April 2018 (vgl. Suva-act. 54 S. 6 ff.) nicht im Einklang mit derjenigen der 

untersuchenden Radiologen, die in ihren Berichten keine Signalalterationen oder 

Schädigungen des Innenmeniskus beschrieben haben (vgl. Suva-act. 15 f. und 18). 

Zwar hat med. pract. F.___ dargelegt, warum die Radiologen das Vorliegen eines 

Risses des Innenmeniskus verneint haben und diese Ansicht geteilt (vgl. Suva-act. 54 

S. 6 ff.), jedoch erklärt dies nicht, warum die Radiologen angebliche Signalalterationen 

beim Innenmeniskus in ihren Berichten unerwähnt gelassen haben sollen, während sie 

beim Aussenmeniskus auf eine mögliche Schädigung hingewiesen haben (vgl. Suva-

act. 15 f. und 18). Auch besteht eine Divergenz zwischen der von med. pract. F.___ 

vorgenommenen Deutung der arthroskopischen Bilder, wonach eine degenerative 

Texturstörung bzw. eine Auffaserung des Randes des Innenmeniskus zu sehen sei 

(vgl. Suva-act. 54 S. 8 und 10), und derjenigen von Dr. B.___, der eindeutig einen Riss 

angegeben hat (Suva-act. 8; act. G 11.1.1). Schliesslich hat auch Kreisarzt E.___ in 

seiner Aktenbeurteilung vom 30. Juli 2018 einen Meniskusriss nicht in Abrede gestellt. 

Vielmehr hat er ausgeführt, dass intraoperative Befunde nicht selten von den in der 

MRT-Bildgebung dargestellten Gesundheitsschädigungen abweichen würden. Aus 

medizinischer Sicht sei es daher nicht in Frage zu stellen, dass der im 

Operationsbericht beschriebene Knorpelschaden und der Schaden am Innenmeniskus 

vorgelegen hätten, obwohl diese in den MRT-Untersuchungsberichten nicht 

beschrieben worden seien (Suva-act. 31 S. 6). Vor diesem Hintergrund bestehen nicht 

unerhebliche Zweifel an der durch med. pract. F.___ vorgenommenen Interpretation der 

Bilddiagnostik. Selbst wenn aber, wie von med. pract. F.___ behauptet, in den MRT-

Untersuchungen degenerative Veränderungen im Bereich des Meniskus sichtbar 

gewesen sein sollten, schliesst dies noch nicht aus, dass dem Ereignis vom 29. März 

2018 für die Entstehung des Risses entscheidende Bedeutung zugekommen ist. Zu 

Recht hat med. pract. F.___ allerdings darauf hingewiesen, dass Dr. B.___ in seinem 

Operationsbericht keine Klassifikation des Risses vorgenommen habe (vgl. Suva-

act. 54 S. 8), was für die Frage der Ätiologie des Risses von Bedeutung sein kann. Auf 

eine fehlende Beschreibung der Schädigungsform hat bereits Kreisarzt E.___ in seiner 

Aktenbeurteilung vom 30. Juli 2018 aufmerksam gemacht (vgl. Suva-act. 31 S. 6), ohne 

dass die Beschwerdegegnerin jedoch eine entsprechende Nachfrage bei Dr. B.___ 

veranlasst hätte. Weiter hat Kreisarzt E.___ die seiner Ansicht nach degenerative 

Entstehung des Innenmeniskusrisses im Wesentlichen damit erklärt, dass der Riss 

genau an der Stelle entstanden sei, an welcher bereits im Jahr 1995 Voroperationen 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/16

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4.  

erfolgt seien. Er hat sich sodann auf die medizinische Erfahrung gestützt, wonach sich 

im Langzeitverlauf erneut Schäden und Risse als mittelbare Folgen einer 

Innenmeniskusresektion ausbilden würden (vgl. Suva-act. 31 S. 6 f.). Diese Erklärung 

überzeugt nicht, da ihm im Zeitpunkt seiner Beurteilung keine medizinischen Berichte 

zu den Behandlungen in den 1990er Jahren vorgelegen haben dürften und diese 

Behandlungen laut den zwei von der Beschwerdeführerin erst im Einspracheverfahren 

eingereichten Berichten von 1996 und 1997 nicht den Innenmeniskus, sondern den 

Aussenmeniskus betroffen haben (vgl. Suva-act. 33 S. 7 f.). Med. pract. F.___ hat die 

Beschwerdegegnerin in seiner Stellungnahme vom 14. Februar 2019 denn auch darauf 

hingewiesen, dass frühere Operationsberichte ebenso wie die Berichte von Dr. D.___ 

von den Untersuchungen im Jahr 2017 fehlen würden und sie gebeten, diese 

einzuholen (vgl. Suva-act. 51). Soweit ersichtlich, hat die Beschwerdegegnerin darauf 

jedoch verzichtet, sodass die Beurteilungen von med. pract. F.___ und Kreisarzt E.___ 

auch auf einer unvollständigen Aktenlage zu beruhen scheinen.

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass sich nicht unerhebliche Widersprüche in 

den medizinischen Berichten finden und sich die medizinische Aktenlage als 

ungenügend erweist, um das Vorliegen einer unfallähnlichen Körperschädigung bzw. 

die Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin für die Folgen des Ereignisses vom 29. 

März 2018 abschliessend beurteilen zu können. Der angefochtene 

Einspracheentscheid ist nach dem Gesagten in Verletzung der Untersuchungspflicht 

(Art. 43 Abs. 1 ATSG) ergangen, weshalb er als rechtswidrig aufzuheben und die Sache 

an die Beschwerdegegnerin zu weiteren Abklärungen zurückzuweisen ist. Aufgrund der 

sich in den versicherungsinternen Beurteilungen findenden Widersprüche drängt sich 

die Einholung einer externen Begutachtung auf, namentlich zur Klärung der Frage, ob 

ein allfälliger Meniskusriss überwiegend wahrscheinlich zu mehr als 50 % auf 

Abnützung oder Erkrankung beruht. Bevor die Beschwerdegegnerin eine externe 

Beurteilung in Auftrag gibt, muss sie jedoch den Operateur Dr. B.___ nach der Form, 

Art und Ätiologie des Meniskusrisses befragen sowie ihre Aktenlage entsprechend der 

Stellungnahme von med. pract. F.___ vom 14. Februar 2019 vervollständigen, wobei 

sie namentlich auch die Originalbilder der Arthroskopie einzuholen hat (vgl. Suva-

act. 51).

3.3. 

Nach dem Gesagten ist die Beschwerde dahingehend gutzuheissen, dass die 

Streitsache zu ergänzenden medizinischen Abklärungen und neuer Verfügung an die 

Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist.

4.1. 

Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).4.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/16

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Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

Die Beschwerde wird dahingehend gutgeheissen, dass der angefochtene 

Einspracheentscheid aufgehoben und die Streitsache zu ergänzenden medizinischen 

Abklärungen im Sinne der Erwägungen und anschliessend neuer Verfügung an die 

Beschwerdegegnerin zurückgewiesen wird.

2.

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.

Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung von 

pauschal Fr. 3'500.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

Gemäss Art. 61 lit g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Partei 

Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Als volles Obsiegen gilt auch die Rückweisung 

der Sache an die Verwaltung zwecks ergänzender Abklärungen (BGE 132 V 235 E. 6.2). 

Die Parteientschädigung wird vom Versicherungsgericht festgesetzt und ohne 

Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der 

Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art. 61 lit. g ATSG). In der vorliegend zu 

beurteilenden Angelegenheit erscheint mit Blick auf vergleichbare Fälle und angesichts 

des bescheidenen Aktenumfangs eine Parteientschädigung von Fr. 3'500.-- als 

angemessen.

4.3. 

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	Entscheid Versicherungsgericht, 25.06.2020
	Art. 4 ATSG, Art. 6 Abs. 2 UVG und Art. 43 Abs. 1 ATSG: In Zusammenschau aller Umstände ist das Vorliegen eines Unfallereignisses nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt. Um das Vorliegen einer unfallähnlichen Körperschädigung bzw. die Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin für die Folgen des Ereignisses vom 29. März 2018 beurteilen zu können, erweist sich die medizinische Aktenlage als ungenügend. Der angefochtene Einspracheentscheid ist in Verletzung der Untersuchungspflicht (Art. 43 Abs. 1 ATSG) ergangen, weshalb er als rechtswidrig aufzuheben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zu weiteren Abklärungen zurückzuweisen ist. Aufgrund der sich in den versicherungsinternen Beurteilungen findenden Widersprüche drängt sich nach einer Vervollständigung der Aktenlage die Einholung einer externen Begutachtung durch die Beschwerdegegnerin auf. Der angefochtene Einspracheentscheid wird in teilweiser Gutheissung der Beschwerde aufgehoben (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 25. Juni 2020, UV 2019/9).

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