# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 67d3b4d9-ff05-5b73-9bdd-77ce557d89e5
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-09-20
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Schuldbetreibungs- und Konkurskammer 20.09.2017 KSK 2017 41
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_003_KSK-2017-41_2017-09-20.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Ref.: Chur, 20. September 2017 Schriftlich mitgeteilt am:
KSK 17 41 27. September 2017

Entscheid 
Schuldbetreibungs- und Konkurskammer

als Aufsichtsbehörde über Schuldbetreibung und Konkurs

Präsident Brunner

In der Schuldbetreibungs- und Konkursbeschwerde

der X . _ _ _ _ _ , Beschwerdeführerin, 

gegen

die comminatoria di fallimento, des Ufficio esecuzioni e fallimenti della Regione 
Moesa vom 26. Juni 2017, mitgeteilt am 12. Juli 2017, in Sachen der Y . _ _ _ _ _ , 
Beschwerdegegnerin, gegen die Beschwerdeführerin

betreffend comminatoria di fallimento

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wird nach Einsichtnahme in die Beschwerde vom 17. Juli 2017, in die Stellung-
nahme der Y._____ vom 10. August 2017 samt mitgereichten Akten, in die vom 
Ufficio esecuzioni e fallimenti der Regione Moesa zugestellten 
Verfahrensakten sowie nach Feststellung und in Erwägung,

– dass die Y._____ am 24. April 2017 beim Betreibungsamt Roveredo (recte 
Ufficio esecuzioni e fallimenti Regione Moesa) gegen die X._____ ein Betrei-
bungsbegehren über CHF 3112.15 zuzüglich Zinsen und Kosten stellte,

– dass auf dem Betreibungsbegehren vermerkt war, dass die Forderung von der 
A._____ der Y._____ abgetreten worden sei,

– dass das Ufficio esecuzioni e fallimenti Regione Moesa den entsprechenden 
Zahlungsbefehl am 04. Mai 2017 erliess und diesen durch das Betreibungs-
amt Bellinzona rechtshilfeweise an die Adresse des Verwaltungsrates der 
X._____, B._____, in O.1_____, zustellen liess,

– dass der Zahlungsbefehl am 22. Mai 2017 vom Sohn von B._____, 
C._____, entgegen genommen wurde,

– dass dagegen kein Rechtsvorschlag erhoben wurde, so dass die Y._____ am 
15. Juni 2017 das Fortsetzungsbegehren stellte,

– dass das Ufficio esecuzioni e fallimenti Regione Moesa am 26. Juni 2017 die 
Konkursandrohung ausstellte, welche B._____ als Vertreter der X._____ am 
12. Juli 2017 rechtshilfeweise zugestellt wurde,

– dass B._____ am 17. Juli 2017 dem Ufficio esecuzioni e fallimenti Regione 
Moesa den Erhalt der Konkursandrohung bestätigte und darauf hinwies, dass 
gegenüber der Y._____ keine Schuld bestehe, allenfalls - in bedeutend gerin-
gerem Ausmasse – gegenüber der A._____, 

– dass die X._____ am 19. Juli 2017 vom Ufficio esecuzioni e fallimenti Regione 
Moesa auf die Möglichkeit der Aufsichtsbeschwerde hingewiesen wurde,

– dass die X._____ am 17. Juli 2017 (Poststempel vom 26. Juli 2017) beim Kan-
tonsgericht von Graubünden als Aufsichtsbehörde über Schuldbetreibung und 
Konkurs Beschwerde einreichte und sinngemäss die Aufhebung der Konkurs-
androhung begehrte,

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– dass zur Begründung ausgeführt wurde, es bestehe keine Schuld der X._____ 
gegenüber der Y._____; hinzuweisen sei zudem, dass der Zahlungsbefehl 
vom Sohn des Verwaltungsrats B._____ in Empfang genommen worden sei, 
währendem letzterer im Ausland gewesen sei; da diese Zustellung unzulässig 
gewesen sei, sei kein Rechtsvorschlag erhoben worden,

– dass die Y._____ ihre Stellungnahme am 10. August 2017 zustellte und ins-
besondere darauf hinwies, dass die in Betreibung gesetzte Forderung ihr 
rechtsgültig von der A._____ abgetreten worden sei, was der X._____ auch 
mitgeteilt worden sei,

– dass die Stellungnahme der Y._____ der X._____ samt Beilagen am 22. Au-
gust 2017 zugestellt wurde, diese Postsendung indessen mit dem Vermerk 
"nicht abgeholt" retourniert wurde,

– dass das Kantonsgericht die X._____ bzw. ihren Verwaltungsrat B._____ am 
04. September 2017 aufforderte bis zum 14. September 2017 eine Kopie der 
Identitätskarte des Sohnes C._____ zuzustellen, andernfalls davon ausge-
gangen werde, dass der Sohn volljährig sei und im Haushalt von B._____ 
wohne,

– dass B._____ auch diese eingeschriebene Postsendung nicht abholte,

– dass gemäss Art. 17 SchKG mit Ausnahme der Fälle, in denen dieses Gesetz 
den Weg der gerichtlichen Klage vorschreibt, gegen jede Verfügung eines Be-
treibungs- oder eines Konkursamtes innert 10 Tagen bei der Aufsichtsbehörde 
wegen Gesetzesverletzung oder Unangemessenheit Beschwerde geführt 
werden kann,

– dass B._____ die Konkursandrohung am 12. Juli 2017 entgegen genommen 
hat, indessen seine Beschwerde erst am 26. Juli 2017 der Post übergeben 
hat,

– dass die Frist von 10 Tagen zur Einreichung der Beschwerde somit nicht ein-
gehalten wurde und diese grundsätzlich als verspätet anzusehen ist,

– dass B._____ indessen sich bereits am 17. Juli 2017 (Poststempel vom 18. 
Juli 2017) beim Ufficio esecuzioni e fallimenti Regione Moesa gegen die Be-
treibung und die Konkursandrohung beschwerte und grundsätzlich die glei-
chen Gründe vorbrachte wie später in der Beschwerdeschrift, 

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– dass das Ufficio esecuzioni e fallimenti Regione Moesa somit grundsätzlich 
verpflichtet gewesen wäre, diese Eingabe als Beschwerde an die Aufsichts-
behörde weiterzuleiten (Art. 32 Abs. 2 SchKG; BGer 5A_514/2011 E.2.2, BGE 
130 III 515 E.4), 

– dass die Beschwerde somit als rechtzeitig eingereicht gilt und darauf einzutre-
ten ist, 

– dass die X._____ allerdings erstmals in der am 26. Juli 2017 zur Post gege-
benen Beschwerdeschrift vorbrachte, der Zahlungsbefehl sei nicht gültig zu-
gestellt worden,

– dass dieser Einwand nach Ablauf der Beschwerdefrist vorgebracht wurde, so 
dass darauf nicht einzutreten ist,

– dass dieser Einwand zudem unbehelflich wäre, da auch bei einem Zahlungs-
befehl gegen eine juristische Person die Zustellung an einen erwachsenen 
Hausgenossen gemäss Art. 64 Abs. 1 SchKG möglich ist (BGer 5A_167/2013, 
E.3.1; Daniel Staehelin, in Bauer/Staehelin, Bundesgesetz über Schuldbetrei-
bung und Konkurs, Ergänzungsband zur 2. Auflage, Basel 2017, ad N9 b zu 
Art. 65 SchKG),

– dass das Kantonsgericht aufgrund des von B._____ nicht entgegen genom-
menen Schreibens vom 04. September 2017 davon ausgehen durfte, dass der 
Sohn des Adressaten volljährig ist und im gleichen Haushalt wie sein Vater 
lebt,

– dass somit von einem gültig zugestellten Zahlungsbefehl auszugehen ist, ge-
gen welchen kein Rechtsvorschlag erhoben wurde,

– dass die Gläubigerin somit gemäss Art. 88 SchKG das Fortsetzungsbegehren 
stellen konnte,

– dass die Schuldnerin gegen die erlassene Konkursandrohung lediglich vor-
bringt, sie sei nicht Schuldnerin der Y._____, sondern allenfalls der A._____ 
(Schweiz) AG,

– dass sich dieser Einwand gegen den Bestand der Forderung richtet, welcher 
im Rahmen einer Aufsichtsbeschwerde nicht geprüft werden kann, 

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– dass immerhin darauf hinzuweisen ist, dass aus den Akten hervorgeht, dass 
die A._____ (Schweiz) AG ihre Forderungen rechtsgültig der Y._____ abgetre-
ten hat,

– dass sich die Beschwerde somit als unbegründet erweist und abzuweisen ist, 
soweit darauf einzutreten ist, 

– dass das Beschwerdeverfahren unentgeltlich ist, so dass die Kosten des Be-
schwerdeverfahrens beim Kanton Graubünden verbleiben (Art. 20a Abs. 2 Ziff. 
5 SchKG),

– dass im Beschwerdeverfahren keine Parteientschädigungen zugesprochen 
werden dürfen (Art. 62 Abs. 2 GebVSchKG),

– dass dieser Entscheid in Anwendung von Art. 18 Abs. 3 GOG in einzelrichter-
licher Kompetenz ergeht,

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entschieden:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von CHF 800.00 verbleiben beim 
Kanton Graubünden.

3. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 74 Abs. 2 lit. c/d BGG Be-
schwerde in Zivilsachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lau-
sanne 14, geführt werden. Die Beschwerde ist dem Bundesgericht schrift-
lich, innert 10 Tagen seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Ent-
scheidung in der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzurei-
chen. Für die Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Vor-
aussetzungen und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 
ff. und Art. 90 ff. BGG.

4. Mitteilung an: