# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d8261619-61da-59cd-b572-ad02cdc6fe63
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-08-28
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 28.08.2019 200 2019 292
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2019-292_2019-08-28.pdf

## Full Text

200 19 292 UV
SCI/BOC/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 28. August 2019

Verwaltungsrichter Schwegler, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Ackermann, Verwaltungsrichter Schütz
Gerichtsschreiberin Bossert

A.________
Beschwerdeführer

gegen

Suva
Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 15. März 2019

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Aug. 2019, UV/19/292, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1982 geborene A.________ (nachfolgend: Versicherter bzw. Be-
schwerdeführer) war als ... bei der B.________ GmbH angestellt und da-
durch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (nachfolgend: 
Suva bzw. Beschwerdegegnerin) obligatorisch gegen Berufs- und Nichtbe-
rufsunfälle sowie Berufskrankheiten versichert, als er am 7. Juli 2017 … 
und sich am rechten Fussgelenk verletzte (Akten der Suva, Antwortbeilage 
[AB] 1). Die Suva anerkannte ihre Leistungspflicht mit Schreiben vom 
25. Juli 2017 und legte das Taggeld auf Fr. 125.70 pro Tag fest (AB 2 - 4). 
Mit Schreiben vom 29. September 2017 teilte die Suva eine Erhöhung des 
Taggeldes auf Fr. 127.70 pro Tag mit (AB 21 f.).

Mit Verfügung vom 14. Dezember 2018 (AB 80) zog die Suva die Leis-
tungsanerkennung vom 25. Juli 2017 in Wiedererwägung, da zu viel Tag-
geld ausgerichtet worden sei. Das Taggeld wurde neu auf Fr. 37.05 pro 
Tag herabgesetzt, was zu einer Rückforderung von Fr. 23‘806.15 führte 
(AB 95). Die dagegen erhobene Einsprache (AB 84) wies die Suva mit Ein-
spracheentscheid vom 15. März 2019 ab (AB 87). 

B.

Dagegen reichte der Versicherte am 28. März 2019 Beschwerde bei der 
Suva ein; diese leitete die Eingabe am 11. April 2019 an das Verwaltungs-
gericht des Kantons Bern, Sozialversicherungsrechtliche Abteilung, weiter. 
Der Beschwerdeführer beantragt sinngemäss, unter Aufhebung des ange-
fochtenen Entscheides sei auf die Herabsetzung des Taggeldes und die 
Rückforderung zu verzichten. 

Mit Beschwerdeantwort vom 12. Juni 2019 beantragt die Beschwerdegeg-
nerin die Abweisung der Beschwerde. 

Am 17. Juli 2019 ging eine Eingabe des Beschwerdeführers vom 15. Juli 
2019 beim Gericht ein. 

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Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. 

1.2 Angefochten ist der Einspracheentscheid vom 15. März 2019 (AB 
87). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf Taggelder und dabei insbe-
sondere, ob die Beschwerdegegnerin im Zusammenhang mit dem Ereignis 
vom 7. Juli 2017 zu Recht zu viel ausgerichtete Taggeldleistungen im Be-
trag von Fr. 23‘806.15 zurückfordert.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; Art. 
80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

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2.

2.1

2.1.1 Ist der Versicherte infolge des Unfalles voll oder teilweise 
arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG), so hat er Anspruch auf ein Taggeld (Art. 16 
Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. März 1981 über die 
Unfallversicherung [UVG; SR 832.20]). Der Anspruch auf Taggeld entsteht 
am dritten Tag nach dem Unfalltag. Er erlischt mit der Wiedererlangung der 
vollen Arbeitsfähigkeit, mit dem Beginn einer Rente oder mit dem Tod des 
Versicherten (Art. 16 Abs. 2 UVG). 

2.1.2 Das Taggeld beträgt bei voller Arbeitsunfähigkeit (Art. 6 ATSG) 
80 % des versicherten Verdienstes. Bei teilweiser Arbeitsunfähigkeit wird 
es entsprechend gekürzt (Art. 17 Abs. 1 UVG). Als versicherter Verdienst 
gilt für die Bemessung der Taggelder der letzte vor dem Unfall bezogene 
Lohn (Art. 15 Abs. 2 UVG). 

2.1.3 Übt der Versicherte keine regelmässige Erwerbstätigkeit aus oder 
unterliegt sein Lohn starken Schwankungen, so wird auf einen 
angemessenen Durchschnittslohn pro Tag abgestellt (Art. 23 Abs. 3 der 
Verordnung vom 20. Dezember 1982 über die Unfallversicherung [UVV; 
SR 832.202]). 

2.1.4 Der Grundsatz, wonach die Taggelder insofern nach der abstrakten 
Methode berechnet werden, als bei der Berechnung des versicherten 
Verdienstes nicht der mutmasslich entgangene Lohn, sondern jenes 
Einkommen massgebend ist, welches die versicherte Person unmittelbar 
vor dem Unfall erzielte (Art. 15 Abs. 2 UVG), gilt grundsätzlich auch für die 
in Art. 23 UVV geregelten Sonderfälle. Mit Ausnahme von Abs. 7 (lang 
andauernde Taggeldberechtigung) und Abs. 8 (Rückfall) knüpfen die 
Regeln des Art. 23 UVV allesamt an Tatsachen an, die sich vor dem Unfall 
verwirklicht haben. Art. 23 Abs. 3 UVV zielt darauf, dort einen Ausgleich zu 
schaffen, wo eine versicherte Person einen Unfall zufälligerweise in einer 
Tief- oder eventuell gar einer Nichtlohnphase im Rahmen der bislang 
ausgeübten Erwerbstätigkeit erleidet. Massgebend bleiben die bis zum 
Unfall geltenden Verhältnisse. Arbeitsverhältnisse, die erst nach dem 
Unfallereignis angetreten oder umgestaltet werden, bleiben bei der 

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Taggeldberechnung ausser Acht. Die beiden Kriterien "unregelmässige 
Erwerbstätigkeit" und "starke Lohnschwankungen" sind erfüllt, wenn sie 
sich im Arbeitsverhältnis verwirklicht haben, in welchem die versicherte 
Person im Unfallzeitpunkt stand (BGE 139 V 464 E. 2.4 S. 468, 128 V 298 
E. 2b aa S. 300). Nach der Rechtsprechung haben als unregelmässig 
beschäftigt jene Versicherten zu gelten, die über eine gewisse Zeitspanne 
keine gleichbleibende durchschnittliche Arbeitszeit (oder Lohn bei 
Entschädigung auf Provisionsbasis) aufweisen (BGE 139 V 464 E. 2.5 S. 
469). Beim Taggeld ist der letzte vor dem Unfall bezogene Lohn im konkret 
ausgeübten Arbeitsverhältnis massgebend (BGE 139 V 464 E. 4.4 S. 471).

2.2 Unrechtmässig bezogene Leistungen sind zurückzuerstatten. Wer 
Leistungen in gutem Glauben empfangen hat, muss sie nicht zurückerstat-
ten, wenn eine grosse Härte vorliegt (Art. 25 Abs. 1 ATSG).

2.2.1 Zu Unrecht bezogene Geldleistungen, die auf einer formell rechts-
kräftigen Verfügung beruhen, können, unabhängig davon, ob die zur Rück-
forderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt 
worden sind, nur zurückgefordert werden, wenn entweder die für die Wie-
dererwägung (wegen zweifelloser Unrichtigkeit und erheblicher Bedeutung 
der Berichtigung) oder die für die prozessuale Revision (wegen vorbestan-
dener neuer Tatsachen oder Beweismittel) bestehenden Voraussetzungen 
erfüllt sind (BGE 142 V 259 E. 3.2 S. 260, 130 V 318 E. 5.2 S. 320; Ent-
scheid des Bundesgerichts [BGer] vom 5. Juli 2018, 8C_121/2017, E. 3.1). 

Die Verwaltung kann ohne Bindung an die Voraussetzungen der Wieder-
erwägung oder der prozessualen Revision auf eine formlos zugesprochene 
Versicherungsleistung nur während eines Zeitraums zurückkommen, wel-
cher der Rechtsmittelfrist bei formellen Verfügungen entspricht. Zu einem 
späteren Zeitpunkt bedarf es hierfür eines Rückkommenstitels in Form ei-
ner Wiedererwägung oder einer prozessualen Revision. Dies gilt auch, 
wenn die faktische Verfügung von der versicherten Person noch beanstan-
det werden kann, mithin noch keine Rechtsbeständigkeit erreicht hat, die 
mit der bei formellen Verfügungen mit dem Ablauf der Beschwerdefrist ein-
tretenden Rechtskraft vergleichbar wäre (BGE 129 V 110 E. 1.2.3 S. 112; 
SVR 2015 ALV Nr. 15 S. 45 E. 2.2).

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2.2.2 Der Versicherungsträger kann auf formell rechtskräftige Verfügun-
gen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos 
unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist 
(Art. 53 Abs. 2 ATSG). Die Wiedererwägung dient der nachträglichen Kor-
rektur einer ursprünglich unrichtigen Rechtsanwendung oder Sachverhalts-
feststellung durch die Verwaltung (BGE 117 V 8 E. 2c S. 17; SVR 2018 IV 
Nr. 33 S. 107 E. 5.3; Entscheid des BGer vom 30. Oktober 2012, 
9C_396/2012, E. 2.1).

Nach der Rechtsprechung kann die Wiedererwägung rechtskräftiger Verfü-
gungen bzw. Einspracheentscheide nur in Betracht kommen, wenn es sich 
um die Korrektur grober Fehler der Verwaltung handelt (ZAK 1988 S. 555 
E. 2b). Zweifellos ist die Unrichtigkeit, wenn kein vernünftiger Zweifel daran 
möglich ist, dass die Verfügung unrichtig war. Es ist nur ein einziger 
Schluss – derjenige auf die Unrichtigkeit der Verfügung – denkbar. Zurück-
haltung bei der Annahme zweifelloser Unrichtigkeit ist stets dann geboten, 
wenn der Wiedererwägungsgrund eine materielle Anspruchsvoraussetzung 
betrifft, deren Beurteilung massgeblich auf Schätzungen oder Beweiswür-
digungen und damit auf Elementen beruht, die notwendigerweise Ermes-
senszüge aufweisen. Eine vor dem Hintergrund der seinerzeitigen Sach- 
und Rechtslage einschliesslich der Rechtspraxis vertretbare Beurteilung 
der Anspruchsvoraussetzungen kann nicht zweifellos unrichtig sein (BGE 
141 V 405 E. 5.2 S. 414; SVR 2017 UV Nr. 8 S. 28 E. 3.2).

Die Wiedererwägung setzt voraus, dass die Berichtigung der zweifellos 
unrichtigen Verfügung von erheblicher Bedeutung ist. Massgebend für die 
Beantwortung dieser Frage sind nach der Rechtsprechung die gesamten 
Umstände des Einzelfalls, zu denen auch die Zeitspanne gehört, die seit 
der zu Unrecht erfolgten Leistungsgewährung verstrichen ist. Eine allge-
meingültige betragliche Grenze lässt sich allerdings nicht festlegen. Die 
Höhe des unrechtmässig ausbezahlten Betrages ist dabei insofern von 
Bedeutung, als das Interesse der Verwaltung an der richtigen Durchführung 
des objektiven Rechts gegenüber demjenigen an der Rechtssicherheit in 
der Regel umso weniger ins Gewicht fällt, je geringer die zu Unrecht ausge-
richteten Leistungen sind. Bei periodischen Leistungen wird die Erheblich-
keit praktisch immer bejaht, während bei punktuellen Leistungen die 

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Grenze praxisgemäss bei einigen hundert Franken liegt. Die Vorausset-
zung der Erheblichkeit der Berichtigung dient im Übrigen der Verwaltungs- 
und Prozessökonomie (BGE 107 V 180 E. 2b S. 182; ARV 2000 S. 211 E. 
3b; Entscheid des BGer vom 4. Mai 2017, 8C_18/2017, E. 3.2.2).

2.3 Der Rückforderungsanspruch erlischt mit dem Ablauf eines Jahres, 
nachdem die Versicherungseinrichtung davon Kenntnis erhalten hat, 
spätestens aber mit dem Ablauf von fünf Jahren nach der Entrichtung der 
einzelnen Leistung. Wird der Rückerstattungsanspruch aus einer strafbaren 
Handlung hergeleitet, für welche das Strafrecht eine längere Verjährungs-
frist vorsieht, so ist diese Frist massgebend (Art. 25 Abs. 2 ATSG).

Für den Beginn der relativen einjährigen Verwirkungsfrist ist nicht das 
erstmalige unrichtige Handeln und die daran anknüpfende unrechtmässige 
Leistungsausrichtung massgebend. Unter der Wendung "nachdem die Ver-
sicherungseinrichtung davon Kenntnis erhalten hat", ist der Zeitpunkt zu 
verstehen, in dem die Verwaltung bei Beachtung der ihr zumutbaren Auf-
merksamkeit hätte erkennen müssen, dass die Voraussetzungen für eine 
Rückerstattung bestehen, oder mit andern Worten, in welchem sich der 
Versicherungsträger hätte Rechenschaft geben müssen über Grundsatz, 
Ausmass und Adressat des Rückforderungsanspruchs, was – unter ande-
rem – voraussetzt, dass über die Unrechtmässigkeit des Leistungsbezugs 
rechtmässig verfügt (bzw. im Beschwerdefall gerichtlich befunden) wurde 
(BGE 140 V 521 E. 2.1 S. 525; SVR 2017 BVG Nr. 7 S. 29 E. 5.1, 2011 EL 
Nr. 7 S. 22 E. 3.2.1). 

Dies ist der Fall, wenn alle im konkreten Einzelfall erheblichen Umstände 
zugänglich sind, aus deren Kenntnis sich der Rückforderungsanspruch 
dem Grundsatz nach und in seinem Ausmass gegenüber einer bestimmten 
rückerstattungspflichtigen Person ergibt. Es genügt nicht, dass bloss Um-
stände bekannt sind, die möglicherweise zu einem Rückforderungsan-
spruch führen können, oder dass der Anspruch nur dem Grundsatz nach, 
nicht aber in masslicher Hinsicht feststeht; das Gleiche gilt, wenn nicht 
feststeht, gegen welche Person sich die Rückforderung zu richten hat. Fer-
ner ist die Rückforderung als einheitliche Gesamtforderung zu betrachten. 
Vor Erlass der Rückerstattungsverfügung muss die Gesamtsumme der 

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unrechtmässig ausbezahlten Leistungen feststellbar sein (BGE 112 V 180 
E. 4a S. 181; SVR 2013 IV Nr. 24 S. 67 E. 4). 

Verfügt die Versicherungseinrichtung über hinreichende, aber noch unvoll-
ständige Hinweise auf einen möglichen Rückforderungsanspruch, hat sie 
allenfalls noch erforderliche Abklärungen innert angemessener Zeit vorzu-
nehmen. Unterlässt sie dies, ist der Beginn der Verwirkungsfrist auf den 
Zeitpunkt festzusetzen, in welchem die Verwaltung ihre unvollständige 
Kenntnis mit dem erforderlichen und zumutbaren Einsatz so zu ergänzen 
im Stande war, dass der Rückforderungsanspruch hätte geltend gemacht 
werden können. Ergibt sich jedoch aus den vorliegenden Akten bereits die 
Unrechtmässigkeit der Leistungserbringung, beginnt die einjährige Frist, 
ohne dass Zeit für eine weitere Abklärung zugestanden würde (BGE 112 V 
180 E. 4b S. 182; SVR 2013 IV Nr. 24 S. 67 E. 4).

Der Rückforderungsanspruch für innerhalb eines Jahres vor Erlass der 
Rückerstattungsverfügung ausgerichtete Leistungen kann solange nicht 
verwirken, als die monatlichen Leistungen noch gar nicht ausbezahlt waren 
(BGE 139 V 6 E. 5.2 S. 11). 

2.4 Die Verwaltung als verfügende Instanz und – im Beschwerdefall – 
das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn 
sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. Im Sozialversicherungsrecht hat 
das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nichts Abweichendes 
vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu 
fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhaltes genügt die-
sen Beweisanforderungen nicht. Das Gericht hat vielmehr jener Sachver-
haltsdarstellung zu folgen, die es von allen möglichen Geschehensabläufen 
als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 144 V 427 E. 3.2 S. 429, 138 V 218 
E. 6 S. 221).

3.

3.1 Vorliegend ist umstritten, ob die Beschwerdegegnerin das Taggeld 
zu Recht von Fr. 125.70 bzw. 127.70 (AB 3 f., 21 f.) auf Fr. 37.05 herabge-
setzt und die zu viel ausgerichteten Taggelder im Betrag von Fr. 23‘806.15 

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zurückgefordert hat. In Bezug auf die Höhe des Taggeldes ist von Bedeu-
tung, ob der Beschwerdeführer vor dem Unfall vom 7. Juli 2017 eine re-
gelmässige Erwerbstätigkeit ausgeübt hat oder sein Lohn grossen 
Schwankungen unterlag (Art. 23 Abs. 3 UVV; vgl. E. 2.1.3 und 2.1.4 hier-
vor). 

3.2 Das zweite Kriterium der starken Lohnschwankungen kommt mit 
Blick auf die Verpflichtung des Beschwerdeführers zu einem fixen Stunden-
lohn von Fr. 25.45 (AB 76) nicht zum Tragen (vgl. BGE 139 V 464 E. 4.5 
S. 472). Dass der erst im Verlauf des Verfahrens nach Erlass der Verfü-
gung vom 14. Dezember 2018 (AB 80) nachgereichte, auf den 2. Juli 2017 
datierte Arbeitsvertrag (AB 81/2) angegebene Stundenlohn von Fr. 28.-- 
nicht als überwiegend wahrscheinlich (vgl. dazu E. 2.3 hiervor) massge-
bend betrachtet werden kann, hat die Beschwerdegegnerin im angefochte-
nen Entscheid überzeugend und schlüssig dargelegt (AB 87/3 f. Ziff. 2.1.1 
und 2.1.2), was in der Beschwerde denn auch nicht beanstandet wird.

3.3 Bleibt zu prüfen, ob der Beschwerdeführer vor dem Unfall vom 
7. Juli 2017 eine regelmässige Erwerbstätigkeit ausgeübt hat oder nicht.

3.3.1 In der Beschwerde wird desbezüglich geltend gemacht, der Be-
schwerdeführer sei vor dem fraglichen Unfall zu 100 % (40 Stunden pro 
Woche) bei seiner damaligen Arbeitgeberin angestellt gewesen, dies unter 
Beilage eines entsprechenden Bestätigungsschreibens der Arbeitgeberin 
vom 28. März 2019 (im Gerichtsdossier). Zudem sei im … jeweils anfangs 
Jahr die Auftragslage noch etwas schwach, was sich im Verlauf des Jahres 
jeweils ändere. 

3.3.2 Echtzeitlich hat die Arbeitgeberin bis zum Unfall vom 7. Juli 2017 
allein Arbeitszeiten in einem geringen und unregelmässigen Pensum attes-
tiert (AB 19). Dieses Pensum steht mit der Unfallmeldung vom 20. Januar 
2017 (Beilage 1 zur Beschwerdeantwort [im Gerichtsdossier]) für den frühe-
ren Unfall vom 9. Januar 2017 in Übereinstimmung, wo ein vertraglicher 
Beschäftigungsgrad von 30 % bzw. eine Arbeitszeit von 12 Stunden pro 
Woche und ein unregelmässiger Arbeitseinsatz angegeben wurden. Nicht 
in Übereinstimmung gebracht werden kann das (exakt ab dem Unfall vom 
7. Juli 2017) behauptete 100 %-Pensum mit diesen Unterlagen. Zwar wur-

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den in der Schadenmeldung vom 23. Juli 2017 (AB 1) ein vertraglicher Be-
schäftigungsgrund von 100 % bzw. 40 Stunden pro Woche und ein regel-
mässiger Arbeitseinsatz angegeben sowie am 30. November 2018 ein Ar-
beitsvertrag (Datum des Vertragsschlusses nicht entzifferbar) mit 
Stellenantritt am 1. März 2016 in einem 100 %-Pensum eingereicht (AB 
76); diese Angaben korrelieren jedoch nicht mit den vorstehend aufgezeig-
ten echtzeitlichen Dokumenten. Der Beschwerdeführer hat schliesslich, 
obwohl er dazu von der Beschwerdegegnerin mehrfach und ausdrücklich 
aufgefordert worden war (AB 70 - 75, 77 - 79), keine echtzeitlichen Belege 
(z.B. Lohnabrechnungen) eingereicht, die belegen würden, dass die echt-
zeitlichen Angaben der Arbeitgeberin unzutreffend gewesen wären. Somit 
ist der Einwand des Beschwerdeführers in der Eingabe vom 15. Juli 2019, 
wonach es nicht sein Verschulden sei, wenn seine Arbeitgeberin die ange-
forderten Unterlagen nicht bzw. zu spät übermittelt habe, nicht zu hören; er 
hätte entsprechende Unterlagen denn auch problemlos selber einreichen 
können und müssen. Ebenfalls fehlen Belege dafür, dass sich an der Be-
schäftigungssituation etwas geändert hat. Dass der im Dezember 2018 
nachgereichte, auf den 2. Juli 2017 datierte Arbeitsvertrag mit Stellenantritt 
am 1. Juli 2017 in einem 100 %-Pensum (AB 81/2) nicht massgebend ist, 
wurde bereits in Erwägung 3.2 hiervor dargelegt; darauf ist zu verweisen. 
Das Argument, im … sei im Sommer der Arbeitsanfall höher, mag im 
Grundsatz korrekt sein. Seine darauf basierende Argumentation, er habe 
daher zunehmend mehr gearbeitet, trifft jedoch nicht zu. Zu beachten ist 
nämlich, dass eine solche Entwicklung über den Frühling hin beim Be-
schwerdeführer gerade nicht eingetreten ist (vgl. AB 19). Vielmehr ergibt 
sich, dass er unbesehen des bereits eingetretenen Sommers sehr unre-
gelmässig gearbeitet und bis zum Unfall auch nicht annähernd ein 100 %-
Pensum erreicht hat. Es ist damit nicht mit mindestens überwiegender 
Wahrscheinlichkeit (vgl. dazu E. 2.3 hiervor) erstellt, dass der Beschwerde-
führer vor dem Unfall vom 7. Juli 2017 regelmässig zu 100 % gearbeitet 
hat. Hätte der Beschwerdeführer wie behauptet (jedoch entgegen der vor-
stehend dargelegten Aktenlage) tatsächlich dauernd vollschichtig gearbei-
tet, so läge ein Tatbestand der Schwarzarbeit vor. Dies ist mit Blick auf die 
vorliegende Sachlage nicht gänzlich ausgeschlossen, gestützt auf die aktu-
ellen Akten jedoch nicht überwiegend wahrscheinlich erstellt. Der Be-
schwerdeführer wurde von der Beschwerdegegnerin wiederholt 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Aug. 2019, UV/19/292, Seite 11

aufgefordert, zweckdienliche Angaben bzw. Unterlagen für seine Behaup-
tung einzureichen. Dem ist er nicht nachgekommen. Da mangels entspre-
chender Angaben seitens des Arbeitgebers wie des Beschwerdeführers 
keine Ansatzpunkte ersichtlich sind, die weitere (auch nur ansatzweise er-
folgversprechende) retrospektive Abklärungen hinsichtlich der möglichen 
Schwarzarbeit und damit eines höheren Pensums möglich erscheinen las-
sen, hat es mit der Feststellung, dass die Beschwerdegegnerin zu Recht 
auf das nach den Angaben des Arbeitgebers effektiv geleistete Pensum 
(vgl. AB 19) abgestellt hat, hier sein Bewenden.

3.3.3 Zur Berechnung des Taggeldes ist festzuhalten, dass die Be-
schwerdegegnerin im angefochtenen Entscheid (AB 87/5 Ziff. 2.3) zutref-
fend von einer Taggeldhöhe von Fr. 36.74 ausgegangen ist. Zugunsten des 
Beschwerdeführers hat sie jedoch darauf verzichtet, das in der angefochte-
nen Verfügung auf Fr. 37.05 festgesetzte Taggeld entsprechend herabzu-
setzen, d.h. eine Schlechterstellung vorzusehen. Darüber hinaus bestehen 
weder in der Taggeldberechnung noch in der Berechnung des Rückforde-
rungsbetrages Anzeichen für Fehler; die Berechnungen werden denn auch 
vom Beschwerdeführer nicht in Frage gestellt.

3.3.4 Die Mitteilungen der Taggeldhöhe vom 25. Juli 2017 (AB 3 f.) und 
29. September 2017 (AB 21 f.) erfolgten formlos bzw. nicht in Verfügungs-
form. Das Zurückkommen auf diese Versicherungsleistung erfordert nach 
Ablauf einer Zeitspanne, die der Rechtsmittelfrist bei formellen Verfügun-
gen entspricht, einen Rückkommenstitel, wobei hier die Wiedererwägung 
wegen zweifelloser Unrichtigkeit (Art. 53 Abs. 2 ATSG) in Betracht fällt.

3.3.5 Vorliegend war es mit Blick auf die bis zum Unfall vom 7. Juli 2017 
geleisteten Arbeitsstunden (vgl. AB 19) zweifellos unrichtig, das Taggeld 
pro Kalendertag gestützt auf eine regelmässige Beschäftigung von 
40 Stunden pro Woche zu bestimmen und ein Taggeld von Fr. 127.70 aus-
zurichten. Zudem fällt die Differenz von Fr. 90.65 zwischen dem ausgerich-
teten Taggeld von Fr. 127.70 und dem korrekten Taggeld von Fr. 36.74 
erheblich aus. Folglich sind die Voraussetzungen der Wiedererwägung 
gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG erfüllt und die Beschwerdegegnerin ist zu 
Recht auf die entsprechende Leistungszusprache zurückgekommen. Zu 

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prüfen bleibt, ob und in welchem Umfang die ausgerichteten Leistungen 
zurückzuerstatten sind. 

4.

4.1 Die Auszahlung des Taggeldes im Betrag von Fr. 125.70 erfolgte 
gestützt auf die formlose Anerkennung der Leistungspflicht durch die Be-
schwerdegegnerin vom 25. Juli 2017 (AB 3 f.). Am 28. September 2017 
ging bei der Beschwerdegegnerin das angeforderte Stundenblatt der Ar-
beitgeberin des Beschwerdeführers für das Jahr 2017 ein (AB 19), aus 
welchem ersichtlich ist, in welchem Umfang der Beschwerdeführer vor dem 
Unfall vom 7. Juli 2017 gearbeitet hat. Am 29. September 2017 erhöhte die 
Beschwerdegegnerin das Taggeld auf Fr. 127.70 pro Tag (AB 21 f.). Knapp 
ein Jahr nach Eingang des Stundenblattes für das Jahr 2017 (AB 19) hat 
die Beschwerdegegnerin am 12. September 2018 gegenüber der Arbeitge-
berin telefonisch eine geplante Rückforderung von Fr. 23‘806.15 erwähnt 
(AB 68). Bei einem Telefonat mit dem Beschwerdeführer am 10. Oktober 
2018 wurde die genannte Rückforderung ebenfalls thematisiert, wobei der 
Beschwerdeführer geltend machte, die erwähnte Stundenliste sei nicht kor-
rekt (AB 70). In der Folge forderte die Beschwerdegegnerin den Beschwer-
deführer mehrfach auf, entsprechende Belege einzureichen (AB 70 - 75, 77 
- 79); dieser Aufforderung wurde jedoch nicht Folge geleistet. Der Erlass 
der Rückforderungsverfügung erfolgte am 14. Dezember 2018 (AB 80).

4.2 Bereits gestützt auf das Stundenblatt vom 28. September 2017 (AB 
19), das die Arbeitstätigkeit des Beschwerdeführers in der massgeblichen 
Zeit abschliessend dokumentiert, hätte die Beschwerdegegnerin das kor-
rekte Taggeld berechnen können. Die Anhandnahme der Rückforderung 
erst rund ein Jahr nach Eingang der Stundenliste für das Jahr 2017 mit 
anschliessend weiterem Zeitablauf kann nicht als innert angemessener Zeit 
erfolgt gelten. Es sind keine Gründe ersichtlich, die gegen ein unmittelbares 
Tätigwerden der Beschwerdegegnerin nach Eingang der Stundenliste für 
das Jahr 2017 und den fristgerechten Erlass der Verfügung gesprochen 
hätten. Folglich ist der Erlass der Rückforderungsverfügung am 14. De-
zember 2018 (AB 80) soweit vor dem 14. Dezember 2017 (ein Jahr vor 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Aug. 2019, UV/19/292, Seite 13

Verfügungserlass) ausgerichtete Taggeldleistungen zur Diskussion stehen 
(vgl. E. 2.3 in fine hiervor) als verspätet zu qualifizieren. Diesbezüglich ist 
die einjährige Verwirkungsfrist nicht eingehalten. 

Der Rückforderungsanspruch für innerhalb eines Jahres vor Erlass der 
Rückerstattungsverfügung ausgerichtete Rentenbetreffnisse bzw. periodi-
sche Leistungen kann solange nicht verwirken, als die periodischen Leis-
tungen noch gar nicht ausbezahlt waren (vgl. E. 2.3 hiervor; vgl. auch BGE 
122 V 270 E. 5b bb S. 276). Vorliegend ist somit in Bezug auf alle Taggeld-
leistungen, die länger als ein Jahr vor Erlass der Verfügung vom 14. De-
zember 2018 (AB 80) ausbezahlt wurden, der Rückforderungsanspruch 
verwirkt, nicht hingegen in Bezug auf die später als am 14. Dezember 2017 
ausgerichteten Taggelder (worunter auch diejenigen für die Periode vom 
1. bis 14. Dezember 2017 fallen, die erst am 28. Dezember 2017 ausbe-
zahlt worden sind [AB 95]). 

Nach dem 14. Dezember 2017 wurden die folgenden Taggelder ausbezahlt 
(AB 95):

Taggeldleistung vom 28. Dezember 2017 Fr. 3‘958.70
(Periode 1. Dezember 2017 bis 31. Dezember 2017)

Taggeldleistung vom 26. Januar 2018 + Fr. 3'958.70
(Periode 1. Januar 2018 bis 31. Januar 2018)

Taggeldleistung vom 1. März 2018 + Fr. 3‘575.60
(Periode 1. Februar 2018 bis 28. Februar 2018)

Taggeldleistung vom 10. April 2018 + Fr. 2‘684.70
(Periode vom 1. März 2018 bis 31. März 2018)

Total = Fr.14‘177.70

Von diesem Betrag ist der ab Dezember 2017 bestehende Taggeldan-
spruch in Abzug zu bringen (vgl. AB 95), was den noch nicht verwirkten 
Rückforderungsbetrag ergibt. Dabei ist vorliegend entgegen der Verfügung 
vom 14. Dezember 2018 (AB 80) der Berechnung der korrekte Ansatz von 
Fr. 36.74 zugrunde zu legen. Unbesehen dessen resultiert daraus nicht 
eine Schlechterstellung des Beschwerdeführers, muss er doch lediglich 
weniger zurückzahlen als von der Beschwerdegegnerin ausgerechnet.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Aug. 2019, UV/19/292, Seite 14

1. Dezember 2017 bis 31. Dezember 201 (31 x Fr. 36.74) Fr. 1‘138.95

1. Januar 2018 bis 31. Januar 2018 (31 x Fr. 36.74) + Fr. 1‘138.95

1. Februar 2018 bis 28. Februar 2018 (28 x Fr. 36.74) + Fr. 1‘028.70

Total = Fr. 3‘306.60

Fr. 14‘177.70 - Fr. 3‘306.60 = Fr.10‘871.10

Für den Monat März 2018 hat der Beschwerdeführer bei Anwendung des 
Taggeldes von Fr. 36.74 keinen Taggeldanspruch mehr, da er in diesem 
Monat bei einer Teilarbeitsfähigkeit (AB 67) einen Verdienst von 
Fr. 1‘631.95 erzielt hat (AB 64) und dieser den Taggeldanspruch von 
Fr. 1‘138.95 (31 Tage x Fr. 36.74) übersteigt. Ab dem 1. April 2018 war der 
Beschwerdeführer sodann wieder zu 100 % arbeitsfähig (AB 65). 

5.

Schliesslich ist mit der Beschwerdegegnerin im Zusammenhang mit dem in 
der Beschwerde und in der Eingabe vom 15. Juli 2019 geltend gemachten 
guten Glauben (vgl. Art. 25 Abs. 1 Satz 2 ATSG) festzuhalten, dass dieser 
im Rahmen eines allfälligen Erlassgesuches zu prüfen ist. Gemäss Art. 4 
Abs. 4 der Verordnung vom 11. September 2002 über den Allgemeinen Teil 
des Sozialversicherungsrechts (ATSV; SR 830.11) wird der Erlass auf 
schriftliches Gesuch gewährt. Das Gesuch ist zu begründen, mit den 
nötigen Belegen zu versehen und spätestens dreissig Tage nach Eintritt 
der Rechtskraft der Rückforderungsverfügung einzureichen. 

6.

Nach dem Dargelegten ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen und der 
angefochtene Einspracheentscheid vom 15. März 2019 (AB 87) ist insofern 
abzuändern, als der Beschwerdeführer nicht Fr. 23‘806.15, sondern 
Fr. 10‘871.10 an zu viel ausbezahlten Taggeldern zurückzuerstatten hat. 
Soweit weitergehend ist die Beschwerde abzuweisen. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Aug. 2019, UV/19/292, Seite 15

7.

7.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. a ATSG sind 
keine Verfahrenskosten zu erheben.

7.2 Der nicht anwaltlich vertretene Beschwerdeführer hat trotz des teil-
weisen Obsiegens keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung, da es 
sich beim vorliegenden Beschwerdeverfahren nicht um eine komplizierte 
Sache mit hohem Streitwert handelt und die Interessenwahrung des Be-
schwerdeführers auch nicht einen Arbeitsaufwand erfordert hat, der den 
Rahmen dessen überschreitet, was der oder die einzelne üblicher- und 
zumutbarerweise nebenbei zur Besorgung der persönlichen Angelegenhei-
ten auf sich zu nehmen hat (BGE 127 V 205 E. 4b S. 207).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird der angefochtene Ein-
spracheentscheid der Suva vom 15. März 2019 dahingehend abgeän-
dert, als der Beschwerdeführer Fr. 10‘871.10 an zu viel ausbezahlten 
Taggeldern zurückzuerstatten hat. Soweit weitergehend wird die Be-
schwerde abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Parteien-
tschädigung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- A.________
- Suva (samt Eingabe des Beschwerdeführers vom 15. Juli 2019)
- Bundesamt für Gesundheit 

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Aug. 2019, UV/19/292, Seite 16

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des 
Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) 
geführt werden.