# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** cb1cdb46-3b38-5429-bdb8-79f88550cbaa
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-12-08
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 08.12.2025 B-1206/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_B-1206-2025_2025-12-08.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung II 

B-1206/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  8 .  D e z e m b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Richter David Aschmann (Vorsitz), 

Richter Daniel Willisegger, Richter Marc Steiner,    

Gerichtsschreiberin Kathrin Bigler Schoch. 
 

 
 

Parteien 
 Aldi Suisse AG,  

Niederstettenstrasse 3, 9536 Schwarzenbach SG,   

vertreten durch 

Keller Schneider Patent- und Markenanwälte AG,  

Eigerstrasse 2, Postfach, 3000 Bern 14,  

Beschwerdeführerin,  

  
 

 
gegen 

 
 

Pferdesporthaus Loesdau GmbH & Co. KG,  

Hechinger Strasse 58, DE-72406 Bisingen-Hohenzollern,   

vertreten durch 

Luchs & Partner, Patentanwälte,  

Schulhausstrasse 12, 8002 Zürich,  

Beschwerdegegnerin,  

 

Eidgenössisches Institut für Geistiges Eigentum IGE, 

Stauffacherstrasse 65/59g, 3003 Bern,    

Vorinstanz.  

  
 

 
 

Gegenstand 
 Widerspruchsverfahren Nr. 103886,  

IR 1'576'924 Ride now (fig.) / CH 807'699 Ride + go (fig.). 

 

B-1206/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Die Beschwerdeführerin ist Inhaberin der Schweizer Wort-/Bildmarke 

Nr. 807'699 "RIDE + GO (fig.)", die wie folgt aussieht: 

Diese wurde am 21. Dezember 2023, soweit hier interessierend, für fol-

gende Waren eingetragen: 

Klasse 17: Kunststofffolien für Fahrzeuge. 

Klasse 21: Wasch- und Trockentücher; Handschuhe zum Entfernen von Tier-

haaren; Mikrofaser Staubtücher; Mikrofaser Poliertücher; Mikrofaser-Reini-

gungstücher zum Entfernen von Insekten; Autopflegetücher; Synthetische 

Fenstertücher; Reinigungstücher für Kraftfahrzeuge; Polierleder; Ledertücher 

für Polierzwecke; Tücher zur Staubentfernung; Polierhandschuhe; Polierlap-

pen; Scheuerkissen für Reinigungszwecke; Eimer; Schalen; Töpfe; Kämme; 

Bürsten; Schwämme; Poliermaterial; Fensterleder für Reinigungszwecke; Rei-

nigungstücher; Stahlspäne; Wasserflaschen, ohne Inhalt, für Fahrräder. 

Klasse 25: Fahrradhandschuhe; Autofahrerhandschuhe; Bekleidung für Auto-

fahrer; Schuhe für das Autofahren; Radlerhosen; Radlershorts; Radfahrerbe-

kleidung; Radfahrer-Kappen; Oberteile für Radfahrer. 

B.  

Gegen die Eintragung dieser Marke erhob die Beschwerdegegnerin am 

18. März 2024 bei der Vorinstanz Widerspruch im Umfang der obgenann-

ten Waren der Klassen 17, 21 und 25. 

Sie stützte sich auf ihre internationale Registrierung Nr. 1'576'924 "RIDE 

now (fig.)", die – gestützt auf eine Basiseintragung in Deutschland mit Pri-

oritätsdatum vom 2. März 2020 – am 28. September 2020 eingetragen 

wurde. 

Die Wort-/Bildmarke hat folgendes Aussehen: 

B-1206/2025 

Seite 3 

und ist in der Schweiz für folgende Waren geschützt: 

Klasse 17: Produits en caoutchouc, gutta-percha, amiante, mica et leurs suc-

cédanés [pour autant qu'ils soient compris dans cette classe], à savoir bou-

chons en caoutchouc, anneaux en caoutchouc, isolateurs pour câbles élec-

triques, caoutchouc à l’état brut ou semi-transformé; latex; sacs, enveloppes 

et pochettes en caoutchouc pour le conditionnement; matériaux pour l'étan-

chéité; matières à calfeutrer; matériaux isolants; flexibles, tuyaux flexibles et 

tubes flexibles [non métalliques]. 

Klasse 18: Guêtres pour pattes d'animaux; bandages pour pattes de chevaux; 

cuir et imitations de cuir, fourrures et cuirs d'animaux ainsi qu'articles en ces 

matières, à savoir bagages, sacs, selles en fourrure, coussinets en peau 

d'agneau, sièges de selles en peau d'agneau, coussinets de selles en peau 

d'agneau, coussinets en fourrure tissée pour selles d'équitation, lanières de 

cuir pour fouets; articles de sellerie, à savoir sangles de couverture en caout-

chouc, élastiques en caoutchouc pour crinière, anneaux en caoutchouc pour 

fixation de couverture, cloches à sabots/cloches à sauter en caoutchouc, an-

neaux en caoutchouc pour étriers, anneaux à sabots en caoutchouc, mors en 

caoutchouc, protections d'éperons en caoutchouc, tapis de selle en caout-

chouc synthétique, cloches à sabots/cloches à sauter en caoutchouc synthé-

tique, bonnets/masques antimouches pour chevaux; fouets; harnais; articles 

de sellerie, en particulier sangles pour harnais, étriers ou pour selles, sangles 

et cordes de longes, surfaix de voltige, bridons, brides; colliers pour animaux; 

laisses pour animaux; protections pour animaux; couvertures pour chevaux; 

tapis de selle pour chevaux; masques anti-mouches pour animaux; couver-

tures anti-insectes pour chevaux; bagages; sacs; portefeuilles. 

Klasse 21: Peignes à curry en caoutchouc; gants de nettoyage en caout-

chouc; gants de nettoyage en peau d'agneau. 

Klasse 25: Vêtements; articles chaussants; articles de chapellerie; chaus-

sures de loisirs et chaussures de sport; Vêtements de loisirs et vêtements de 

sport. 

C.  

Mit Verfügung vom 23. Januar 2025 hiess die Vorinstanz den Widerspruch 

unter Hinweis auf die Verwechslungsgefahr teilweise gut und widerrief die 

angefochtene CH-Marke Nr. 807'699 für alle Waren der Klassen 21 und 25. 

Hinsichtlich der Waren der Klasse 17 verneinte sie bereits aufgrund der 

fehlenden Gleichartigkeit eine Verwechslungsgefahr. 

D.  

Gegen diese Verfügung erhob die Beschwerdeführerin am 24. Februar 

2025 Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht. Sie beantragt die 

Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheids, soweit ihre Marke widerrufen 

worden sei. Beide Marken stimmten lediglich im beschreibenden Element 

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Seite 4 

"RIDE" überein und seien auf zwei Zeilen angeordnet. Die angefochtene 

Marke schaffe aufgrund des zusätzlichen Wortelements "+ GO" und der 

besonderen grafischen Ausgestaltung einen ausreichenden Abstand zur 

rein beschreibenden Widerspruchsmarke. In der Gesamtbetrachtung liege 

weder eine unmittelbare noch eine mittelbare Verwechslungsgefahr vor. 

E.  

Die Vorinstanz verzichtete mit Eingabe vom 29. April 2025 auf eine Ver-

nehmlassung und beantragt, unter Hinweis auf die Begründung im ange-

fochtenen Entscheid, die Beschwerde sei unter Kostenfolge abzuweisen. 

F.  

Mit Beschwerdeantwort vom 5. Mai 2025 beantragt die Beschwerdegegne-

rin die Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung stützte sie sich im 

Wesentlichen auf die angefochtene Verfügung, welche überzeugend be-

gründet sei. 

G.  

Auf die Durchführung einer öffentlichen Parteiverhandlung haben die Par-

teien stillschweigend verzichtet.  

H.  

Auf weitere Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, so-

weit erforderlich, im Rahmen der folgenden Erwägungen eingegangen. 

 
Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

Das Bundesverwaltungsgericht ist zur Beurteilung von Beschwerden ge-

gen Verfügungen der Vorinstanz in Widerspruchssachen zuständig 

(Art. 31, 32 und 33 Bst. e VGG). Als Verfügungsadressatin ist die Be-

schwerdeführerin zur Beschwerdeführung legitimiert und beschwert, so-

weit sie vor der Vorinstanz unterlegen ist (Art. 48 Abs. 1 VwVG). Die Be-

schwerde wurde frist- und formgerecht erhoben (Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 

Abs. 1 VwVG) und der Kostenvorschuss fristgerecht geleistet (Art. 63 

Abs. 4 VwVG). Auf die Beschwerde ist einzutreten. 

2.  

2.1 Der Inhaber einer älteren Marke kann Widerspruch gegen eine jüngere 

Markeneintragung erheben, wenn diese seiner Marke ähnlich und für 

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Seite 5 

gleiche oder gleichartige Waren oder Dienstleistungen registriert ist, so 

dass sich daraus eine Verwechslungsgefahr ergibt (Art. 3 Abs. 1 Bst. c in 

Verbindung mit Art. 31 Abs. 1 des Markenschutzgesetzes vom 28. August 

1992 [MSchG, SR 232.11]).  

2.2 Eine Verwechslungsgefahr besteht, wenn das jüngere Zeichen die äl-

tere Marke in ihrer Unterscheidungsfunktion beeinträchtigt. Dies ist der 

Fall, wenn zu befürchten ist, dass die massgebenden Verkehrskreise sich 

durch die Ähnlichkeiten der Zeichen irreführen lassen und Waren oder 

Dienstleistungen, die das eine oder das andere Zeichen tragen, dem fal-

schen Markeninhaber zurechnen, oder falls das Publikum die Zeichen zwar 

auseinanderzuhalten vermag, aufgrund ihrer Ähnlichkeit aber falsche Zu-

sammenhänge vermutet (BGE 128 III 96 E. 2a "Orfina"; 127 III 160 E. 2a 

"Securitas"; 122 III 382 E. 1 "Kamillosan"; Urteile des BGer 4A_540/2023 

vom 26. März 2024 E. 3.1 "Rautenmuster"; 4A_28/2021 vom 18. Mai 2021 

E. 6.5 "Tellco"). 

Ob zwei Marken sich hinreichend deutlich unterscheiden oder im Gegenteil 

verwechselbar sind, ist nicht aufgrund eines abstrakten Zeichenvergleichs, 

sondern stets vor dem Hintergrund der gesamten Umstände zu beurteilen. 

Der Massstab, der an die Unterscheidbarkeit anzulegen ist, hängt einer-

seits vom Umfang des Ähnlichkeitsbereichs ab, dessen Schutz der Inhaber 

der älteren Marke beanspruchen kann. Anderseits ist zu berücksichtigen, 

für welche Waren- und Dienstleistungsgattungen die sich gegenüberste-

henden Zeichen registriert sind (BGE 128 III 96 E. 2a "Orfina"; 122 III 382 

E. 1 "Kamillosan"; Urteile des BGer 4A_587/2021 vom 30. August 2022 

E. 6.3.1 "Goldhase"; 4A_28/2021 E. 6.5 "Tellco"). 

2.3 Der Schutzumfang einer Marke bestimmt sich nach ihrer Kennzeich-

nungskraft. Für schwache Marken ist der geschützte Ähnlichkeitsbereich 

kleiner als für starke. Bei schwachen Marken genügen daher schon be-

scheidenere Abweichungen, um eine hinreichende Unterscheidbarkeit zu 

schaffen. Als schwach gelten insbesondere Marken, deren wesentliche Be-

standteile sich eng an Sachbegriffe des allgemeinen Sprachgebrauchs an-

lehnen. Stark sind demgegenüber Marken, die entweder aufgrund ihres 

fantasiehaften Gehalts auffallen oder aber sich im Verkehr durchgesetzt 

haben (BGE 122 III 382 E. 2a "Kamillosan"; Urteile des BGer 4A_587/2021 

E. 6.3.1 "Goldhase"; 4A_28/2021 E. 6.5 "Tellco"). 

Der Schutzumfang einer Marke ist in der Regel schon eingeschränkt, wenn 

allfällige Sachbezeichnungen oder Hinweise auf Eigenschaften nur einen 

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Seite 6 

Teil der vom Oberbegriff umfassten Waren und Dienstleistungen beschrei-

ben, für den sie eingetragen sind (Urteile des BVGer B-2068/2021 vom 

13. Oktober 2022 E. 2.4.3 "Granini/Granislush"; B-1190/2013 vom 3. De-

zember 2013 "Ergo"). 

2.4 Je näher sich die Waren sind, für welche die Marken registriert sind, 

desto grösser wird das Risiko von Verwechslungen und desto stärker muss 

sich das jüngere Zeichen vom älteren abheben, um die Verwechslungsge-

fahr zu bannen. Ein besonders strenger Massstab ist anzulegen, wenn 

beide Marken für identische Warengattungen bestimmt sind (BGE 126 III 

315 E. 6b/bb "Rivella"; 122 III 382 E. 3a "Kamillosan"; Urteile des BGer 

4A_587/2021 E. 6.3.2 "Goldhase"; 4C.258/2004 vom 6. Oktober 2004 

E. 2.3 "Yello"). 

Für gleichartige Waren und Dienstleistungen sprechen eine einheitliche 

Wertschöpfungskette, der gleiche Verwendungszweck, ein ähnliches fabri-

kationsspezifisches Know-how, die marktübliche Verknüpfung oder enge 

Zusammengehörigkeit der Produkte mit gleichen Abnehmerkreisen und 

Vertriebsstätten. Gleichartig bedeutet nicht von ähnlicher innerer Beschaf-

fenheit, sondern von ähnlicher Erwartung im Verkehr, was Angebot und 

Vertrieb der Waren und Leistungen betrifft (Urteile des BVGer B-2490/2025 

vom 9. Juli 2025 E. 3.3 "Visioncoat/Visionpack"; B-6734/2023 vom 3. Juni 

2024 E. 2.3 "Burger King/Burek BK King [fig.]"). 

2.5 Im Weiteren ist von Bedeutung, an welche Abnehmerkreise sich die 

Waren richten und unter welchen Umständen sie gehandelt zu werden pfle-

gen. Bei Massenartikeln des täglichen Bedarfs, wie beispielsweise Lebens-

mitteln, ist mit einer geringeren Aufmerksamkeit und einem geringeren Un-

terscheidungsvermögen der Konsumenten zu rechnen als bei Spezialpro-

dukten, deren Absatzmarkt auf einen mehr oder weniger geschlossenen 

Kreis von Berufsleuten beschränkt bleibt (BGE 126 III 315 E. 6b/bb "Ri-

vella"; 122 III 382 E. 3a "Kamillosan"; Urteile des BGer 4A_587/2021 

E. 6.3.3 "Goldhase"; 4C.258/2004 E. 2.3 "Yello"). 

2.6 Der Gesamteindruck von Wortmarken wird zunächst durch den Klang 

und durch das Schriftbild bestimmt. Gegebenenfalls kann jedoch auch ihr 

Sinngehalt von entscheidender Bedeutung sein. Den Klang prägen insbe-

sondere das Silbenmass, die Aussprachekadenz und die Aufeinanderfolge 

der Vokale, während das Schriftbild vor allem durch die Wortlänge und 

durch die Eigenheiten der verwendeten Buchstaben gekennzeichnet wird 

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(BGE 127 III 160 E. 2b/cc "Securitas"; 122 III 382 E. 3a "Kamillosan"; Urteil 

des BGer 4C.258/2004 E. 2.4 "Yello"). 

Bei aus Wort- und Bildelementen kombinierten Marken sind die einzelnen 

Bestandteile nach ihrer Unterscheidungskraft zu gewichten. Entscheidend 

sind die prägenden Wort- oder Bildelemente, während unterscheidungs-

schwache Wort- und Bildelemente den Gesamteindruck weniger beeinflus-

sen. Enthält eine Marke sowohl charakteristische Wort- als auch Bildele-

mente, können diese den Erinnerungseindruck gleichermassen prägen 

(Urteile des BVGer B-4025/2022 vom 22. Februar 2024 E. 3.3 "Vita/vita"; 

B-7768/2015 vom 4. Dezember 2017 E. 5.6 "Capsa/Cupsy [fig.]"). 

3.  

Bei der Beantwortung der Frage, wie aufmerksam die massgeblichen Ver-

kehrskreise die beanspruchten Waren nachfragen, ist vom Waren- und 

Dienstleistungsverzeichnis der Widerspruchsmarke auszugehen (Urteile 

des BVGer B-2068/2021 vom 13. Oktober 2022 E. 3 "Granini/Granislush"; 

B-7202/2014 vom 1. September 2016 E. 5 "GEO/Geo influence"). 

Die hier interessierenden Waren der Klasse 21, d.h. Reinigungshandschu-

he aus Gummi ("gants de nettoyage en caoutchouc") und aus Lammfell 

("gants de nettoyage en peau d'agneau") sowie Striegel ("Peignes à curry 

en caoutchouc"), richten sich an Tierhalterinnen und Tierhalter, Endkonsu-

mentinnen und -konsumenten sowie Geschäfte für Tier- und Haushaltbe-

darf, die weiter beanspruchten Kleider und Schuhe in Klasse 25 ("Vête-

ments; articles chaussants; articles de chapellerie; chaussures de loisirs et 

chaussures de sport; Vêtements de loisirs et vêtements de sport") an End-

konsumentinnen und -konsumenten sowie Kleider- und Schuhgeschäfte.  

Bei den Reinigungshandschuhen aus Gummi dürfte von einer geringeren 

Aufmerksamkeit auszugehen sein, da sie von einem breiten Publikum in 

erhöhtem Mass nachgefragt werden. Den übrigen Waren dürften nicht nur 

die spezialisierten Fachhändlerinnen und -händler, sondern auch die an-

gesprochenen Endkonsumentinnen und -konsumenten mit einer zumin-

dest leicht erhöhten Aufmerksamkeit begegnen: Kleider und Schuhwaren 

werden vor dem Kauf meist anprobiert (BGE 121 III 377 E. 3d 

"Boss/Boks"), während es sich bei den Striegeln und Reinigungshandschu-

hen aus Lammfell (Klasse 21) um Spezialprodukte für die Tierpflege han-

delt, die nicht massenhaft nachgefragt werden. 

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Seite 8 

4.  

Weiter ist zu prüfen, ob die sich gegenüberstehenden Waren gleichartig 

sind. 

4.1 Keine Gleichartigkeit erkannte die Vorinstanz zwischen den in den 

Klassen 17, 18, 21 und 25 beanspruchten Waren der Widerspruchsmarke 

und den in Klasse 17 beanspruchten "Kunststofffolien für Fahrzeuge" der 

angefochtenen Marke. Eine markenrechtliche Gleichartigkeit sei auch nicht 

in Klasse 21 zwischen "Wasserflaschen, ohne Inhalt, für Fahrräder" (ange-

fochtene Marke) und den von der Widerspruchsmarke beanspruchten Rei-

nigungshandschuhen aus Gummi ("gants de nettoyage en caoutchouc") 

und aus Lammfell ("gants de nettoyage en peau d'agneau") auszumachen.  

Die "Wasserflaschen, ohne Inhalt, für Fahrräder" seien aber zumindest ent-

fernt gleichartig zur Sportbekleidung und den Sportschuhen, welche die 

Widerspruchsmarke in Klasse 25 beanspruche. Weiter seien Reinigungs-

handschuhe von ähnlicher Art und dienten dem gleichen oder zumindest 

einem ähnlichen Zweck wie die von der angefochtenen Marke ebenfalls in 

Klasse 21 beanspruchten Reinigungsgegenstände. Eine Gleichartigkeit sei 

namentlich auch zwischen "Eimer; Schalen und Töpfe" (angefochtene 

Marke) und den Reinigungshandschuhen zu bejahen. Diesbezüglich be-

stehe ein Ergänzungs- bzw. Austauschverhältnis. 

Warenidentität bestehe schliesslich nicht nur bei den von den konkurrie-

renden Zeichen beanspruchten Waren der Klasse 25, sondern auch zwi-

schen den von der angefochtenen Marke beanspruchten Handschuhen 

zum Entfernen von Tierhaaren (Klasse 21) und den Reinigungshandschu-

hen des älteren Zeichens. 

4.2 Die Beschwerdeführerin bestreitet die von der Vorinstanz festgestellte 

Warenidentität bzw. -gleichartigkeit lediglich insofern, als ihrer Ansicht nach 

die von der Widerspruchsmarke in Klasse 21 beanspruchten Reinigungs-

handschuhe aus Gummi nicht gleichartig zu den Waren "Schalen; Töpfe" 

(Klasse 21) des jüngeren Zeichens seien. Dabei handle es sich um Küche-

nutensilien, die nicht vom gleichen Hersteller wie Haushaltsreinigungsge-

genstände stammten. 

4.3 Klasse 21 enthält im Wesentlichen kleine, handbetätigte Haus- und Kü-

chengeräte sowie kosmetische Geräte, Glaswaren und bestimmte Waren 

aus Porzellan, Keramik, Steingut, Terrakotta oder Glas. Namentlich fallen 

auch Schnellkochtöpfe, Kochtöpfe und -pfannen darunter, aber auch 

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Seite 9 

Gartenartikel wie Gartenhandschuhe und Blumenkästen (Nizza-Klassifika-

tion, Klasseneinteilung mit erläuternden Anmerkungen, 12. Ausgabe, Ver-

sion 2025, S. 28 f., abrufbar auf: <www.dpma.de>). 

Schalen, wie sie von der angefochtenen Marke beansprucht werden, sind 

zumeist flache, oben offene Gefässe für Gegenstände oder Flüssigkeiten 

(abrufbar auf: <www.duden.de>). Aufgrund ihrer Form werden Schalen 

häufig verwendet, um darin Seifen zu lagern. Da Seifen auch für Reini-

gungszwecke im Haushalt verwendet werden (z.B. Gallseifen), besteht zu-

mindest ein möglicher sachlogischer Zusammenhang zu den Reinigungs-

handschuhen. Indessen werden Seifenschalen primär in Spezialgeschäf-

ten oder -abteilungen für Badzubehör angeboten (vgl. <https://ch.a-

lessi.com/de/collections/bathroom>; <https://www.badezimmer-shop.ch/

seifenschale-1055>), während Reinigungshandschuhe aus Gummi in sol-

chen für Reinigungszubehör anzutreffen sind (vgl. <https://www.jum-

bo.ch/de/wohnen-licht/reinigung/zubehoer/handschuhe/gummihandschu-

he/p/6892086>; <https://www.coop.ch/de/haushalt-tier/reinigung-putzen/

schwaemme-lappen-buersten/gummihandschuhe/c/m_0971>). Aufgrund 

der verschiedenen Verkaufskanäle ist somit eine Gleichartigkeit zwischen 

"Schalen" einerseits und den Reinigungshandschuhen aus Gummi ande-

rerseits zu verneinen. 

Weiter werden Töpfe kaum in einem Reinigungskontext verwendet, son-

dern in der Küche, wo sie zum Zubereiten von Speisen oder für die Aufbe-

wahrung von Getränken und Nahrungsmittel verwendet werden (abrufbar 

auf: <www.duden.de>). Da zudem Töpfe, die zum Einpflanzen und Halten 

von Topfpflanzen gebraucht werden, zumeist mit einem Abflussloch verse-

hen sind oder aus Keramik bestehen, eignen sie sich kaum als Reinigungs-

gegenstand. Daher werden die Abnehmer von Koch- oder Gartentöpfen 

nicht erwarten, Reinigungshandschuhe in einem nahe gelegenen Ver-

kaufsregal anzutreffen. Insofern ist mit der Beschwerdeführerin von einer 

fehlenden Gleichartigkeit zwischen den von der Widerspruchsmarke in 

Klasse 21 beanspruchten Reinigungshandschuhen aus Gummi und den 

"Töpfen" der jüngeren Marke auszugehen und eine Verwechslungsgefahr 

zu verneinen. 

Im Übrigen ist kein Grund ersichtlich, von der vorinstanzlichen Beurteilung 

abzuweichen. 

 

 

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Seite 10 

5.  

5.1 Die Vorinstanz bejaht das Vorliegen einer Verwechslungsgefahr. Durch 

die Übernahme des Elements "RIDE" und dessen Platzierung am Zeichen-

anfang bestünden Ähnlichkeiten auf schriftbildlicher und klanglicher 

Ebene. Daran änderten die zusätzlichen Elemente "now" und "+GO" 

nichts. Es bestehe auch eine Übereinstimmung im Sinngehalt: Das ange-

fochtene Zeichen "RIDE + GO" werde im Sinne von "Fahren/Reiten und 

gehe" verstanden, die Widerspruchsmarke im Sinne von "fahre/reite 

jetzt/sofort". Die grafischen Elemente seien dagegen nur entfernt ähnlich. 

Gemeinsam sei beiden Zeichen, dass die Wortelemente beider Zeichen 

auf zwei Zeilen angeordnet seien. Die Widerspruchsmarke sei für Waren 

der Klasse 21 durchschnittlich kennzeichnungskräftig, da der beschrei-

bende Charakter nicht auf der Hand liege. Für die strittigen Waren der 

Klasse 25 sei das Zeichen leicht reduziert kennzeichnungskräftig, weil der 

erste Zeichenbestandteil "RIDE" auf die Zweckbestimmung – Fahrradfah-

ren oder Reiten – hinweise. Da die Zeichen ähnlich und die Waren gleich-

artig, teils sogar identisch seien, sei die Verwechslungsgefahr zu bejahen. 

Die Beschwerdegegnerin schloss sich mit Hinweis auf die angefochtene 

Verfügung dieser Begründung an. 

5.2 Nach Ansicht der Beschwerdeführerin liegt keine Verwechslungsgefahr 

vor. Die Marken stimmten nur im Element "RIDE" und in der Anordnung der 

Wortelemente auf je zwei Zeilen überein. Die angefochtene Marke verfüge 

mit dem Buchstaben "R" über eine besondere grafische Ausgestaltung. Zu-

dem sei das Wortelement in gleichbleibender Schriftgrösse und fett ge-

schrieben. Beim gemeinsamen Element "RIDE" handle es sich um einen 

schwachen Markenbestandteil. Auch die grosse Anzahl der in Swissreg re-

gistrierter Marken mit dem Bestandteil "RIDE" und "RIDER" belege dies. 

Der Schutzumfang der Widerspruchsmarke sei daher soweit vermindert, 

dass diese nur gegen Marken im Identitätsbereich eine Verwechslungsge-

fahr begründen könne. 

6.  

Vorliegend stehen sich die Wort-/Bildmarken "RIDE now" (Widerspruchs-

marke) und "RIDE + GO" (angefochtene Marke) gegenüber. 

6.1 Unbestrittenermassen bestehen die Zeichen aus je zwei Wortelemen-

ten in englischer Sprache (vgl. nachstehend), wobei sie im je ersten Wor-

telement "RIDE" übereinstimmen, sich aber im zweiten Wortelement 

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Seite 11 

("now" bzw. "+ GO"), abgesehen vom gemeinsamen Buchstaben "O", klar 

unterscheiden.  

Beim zweiten Wortelement "+ GO" des jüngeren Zeichens besteht kein 

Grund, das Pluszeichen etwa als Schweizerkreuz zu verstehen (vgl. Urteil 

des BVGer B-827/2018 vom 9. Februar 2021 E. 4 f. "SWISS+CLUSIV"). 

Damit wird "+ GO" letztlich – wie im gebräuchlichen Begriff "stop and go" 

(vgl. <www.duden.de/rechtschreibung/Stop_and_Go>) – als "and go" aus-

gesprochen. Somit enthält das Wortelement der angefochtenen Marke eine 

Silbe mehr als die Widerspruchsmarke. Zudem ist die lautliche Aussprache 

von now (a – u) anders als diejenige von go (o – u). Damit sind sich die 

Zeichen im Schriftbild ähnlicher als im Klangbild. 

Das gemeinsame Element "Ride" bedeutet "Fahrt, Ritt" bzw. "fahren, rei-

ten" (vgl. PONS, Basiswörterbuch Schule ENGLISCH, 1. Aufl. 2006, 

S. 324). Das Wortelement "now" der Widerspruchsmarke wird übersetzt als 

"jetzt, sofort" und gehört – wie "Ride" – dem englischen Basiswortschatz 

an (Urteil des BVGer B-1776/2023 vom 19. Februar 2024 E. 5.1 "ID now"; 

PONS, a.a.O., S. 247). Die angefochtene Marke enthält sodann den Zei-

chenbestandteil "+GO". "Go" bedeutet einerseits "gehen", kann aber auch 

als Ausruf im Sinne von "los!" verstanden werden (PONS, a.a.O., S. 142; 

Urteil des BVGer B-6927/2015 vom 8. Dezember 2016 E. 6.3 "Sen-

soready/Sensigo"). Damit bedeutet die Widerspruchsmarke zusammenge-

setzt "fahren/reiten sofort" bzw. im Sinne eines Ausrufs "fahr/reite sofort!", 

die angefochtene Marke "fahren/reiten und dann weggehen" bzw. – eben-

falls als Ausruf – "fahr/reite und los!". Damit wird im Erinnerungsbild des 

Abnehmers ein im Sinne von Speditivität des Warengebrauchs verwandter, 

aber in den Nuancen unterschiedlicher Sinngehalt vermittelt. 

6.2 Keine der beiden Marken enthält ein dominierendes grafisches Ele-

ment. Die grafische Gestaltung beschränkt sich jeweils auf die Schrift und 

die Anordnung auf je zwei Zeilen, wobei der Wortbestandteil "RIDE" je in 

grossen Buchstaben geschrieben ist und auf der ersten Zeile steht. Die 

angefochtene Marke ist im Gegensatz zur Widerspruchsmarke fett ge-

schrieben, mit Ausnahme des leicht grösseren Anfangsbuchstabens "R", 

durch den sich eine feine weisse Linie zieht (was im Effekt zu einer dop-

pelten Linienführung führt) und dessen unteres "Bauch"-Ende eine kurze 

horizontale Fortsetzung links vom senkrechten Strich findet. Zu Recht qua-

lifiziert die Vorinstanz die grafische Gestaltung dieses Buchstabens als 

"recht markant". Der fettgeschriebene Zusatz "+GO" des angefochtenen 

Zeichens ist linksbündig angeordnet, der in deutlich kleinerer sowie 

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Seite 12 

schwungvoller Schrift gehaltene Zusatz "now" der Widerspruchsmarke be-

ginnt dagegen erst unterhalb des Buchstabens "D" und ragt leicht über den 

Schlussbuchstaben "E" des oberen Zeichenbestandteils hinaus. Ange-

sichts der vorgenannten Übereinstimmungen ist festzustellen, dass sich 

die Marken in grafischer Hinsicht zumindest entfernt ähnlich sind. 

6.3 Damit hat die Vorinstanz zu Recht auf das Vorliegen einer Zeichenähn-

lichkeit geschlossen. 

7.  

Abschliessend ist in einer Gesamtbetrachtung, unter Berücksichtigung der 

Kennzeichnungskraft der Widerspruchsmarke und des Aufmerksamkeits-

grades, den die massgeblichen Verkehrskreise bei der Nachfrage der be-

anspruchten Waren walten lassen, das Bestehen einer Verwechslungsge-

fahr zu prüfen. 

7.1 Die Beschwerdeführerin geht von einem beschreibenden Charakter 

der Widerspruchsmarke aus.  

Wie die Vorinstanz zu Recht festhält, werden die in Klasse 21 beanspruch-

ten Striegel und die Reinigungshandschuhe aus Gummi und Lammfell ty-

pischerweise zur Pflege von Pferden gebraucht (vgl. <reitsport.ch/

pflege/putzzeug/buersten-striegel>; reitsport.ch/pflege/putzzeug/putz-

handschuhe). Da Pferde vor jedem Ausritt geputzt werden sollten, wie die 

Beschwerdeführerin geltend macht, weist das erste Wortelement "Ride" in 

beschreibender Weise auf die Zweckbestimmung dieser Waren hin, die 

sich den angesprochenen Verkehrskreisen – entgegen der vorinstanzli-

chen Ansicht – im Zusammenhang mit Pferden sofort und ohne weitere 

Ergänzung erschliesst: Die beiden Wortelemente "Ride now" besagen in 

anpreisender Art, dass die Pferdepflege mit diesen Utensilien derart 

schnell vonstattengeht, dass sofort bzw. sehr bald losgeritten werden kann. 

Das Zeichen verfügt daher in Bezug auf die in Klasse 21 beanspruchten 

Waren über eine stark verminderte Kennzeichnungskraft (vgl. Urteile des 

BVGer B-3005/2014 vom 3. November 2015 E. 6.2 "Nivea Stress Pro-

tect/Stress Defence; B-4664/2013 vom 8. Mai 2014 E. 6.3 "Stone/Contim-

ilestone"). 

Zwar sind die weiter in Klasse 25 beanspruchten Waren nicht spezifisch für 

Reit- oder Fahrzwecke vorgesehen. Reiten oder Fahren in Kleidern, mit 

Hüten und Schuhen, die nicht explizit für diese Zwecke hergestellt und an-

geboten werden, ist zwar nicht empfehlenswert, aber möglich 

B-1206/2025 

Seite 13 

(<www.kraemer.at/ratgeber/reithosen>; <www.decathlon.de/c/htc/wie-

finde-ich-die-richtige-reithose>; <reitsport.ch/blog/safety-first-sicherheit-

fuer-reiter-und-pferd>). Insofern beschreibt "RIDE" insgesamt für alle in 

Klasse 25 beanspruchten Waren einen möglichen Verwendungszweck 

(vgl. Urteil des BVGer B-7272/2008 vom 11. Dezember 2009 E. 5.3.5 

"Snowsport"). Zusammen mit dem zweiten Bestandteil "now" ist das Zei-

chen somit als Aufforderung zu verstehen, mit diesen Kleidern oder Schu-

hen sofort loszufahren oder loszureiten. Selbst wenn es für das sofortige 

Losfahren oder -reiten noch eines Fahrzeugs oder eines Pferdes bedarf, 

wie die Vorinstanz argumentiert, weckt das Zeichen zumindest entspre-

chende Gedankenassoziationen, ist also insgesamt stark allusiv, so dass 

der Widerspruchsmarke im Einklang mit der Ansicht der Vorinstanz nur 

eine reduzierte Kennzeichnungskraft und damit ein verminderter Schutz-

umfang zugesprochen werden kann (Urteile des BVGer B-1064/2019 vom 

28. Januar 2021 E. 6.2.3 "Ecowater CHC/Ecoaqua"; B-970/2019 vom 

11. Februar 2020 E. 7.3 "clever fit [fig.]/Cleverfit [fig.]"). 

Demnach genügen grundsätzlich schon geringe Abweichungen, um die 

Verwechslungsgefahr zu bannen. 

7.2 Die angefochtene Marke übernimmt von der Widerspruchsmarke den 

beschreibenden ersten Zeichenbestandteil "RIDE" sowie mit dem Zusatz 

"+ GO" auch einen verwandten, die Waren als speditiv anpreisenden Sinn-

gehalt. Beide Zeichen sind weiter gleich aufgebaut, wobei der gemeinsame 

Zeichenbestandteil "RIDE" auf der ersten Zeile und der Zusatz "+ GO" res-

pektive "now" auf der zweiten Zeile angeordnet sind. 

Indessen unterscheidet sich das jüngere Zeichen in der grafischen Gestal-

tung vom älteren Zeichen, indem eine andere Schriftart verwendet wird und 

der Anfangsbuchstaben "R" individuell gestaltet ist. Zudem enthält es mit 

einer zusätzlichen Silbe die Hälfte mehr an Silben als die Widerspruchs-

marke. Schliesslich weicht die Sachaussage im platt anpreisenden Sinn-

gehalt "reite jetzt" bzw. "reiten und dann weggehen" subtil voneinander ab. 

Diese Unterschiede vermögen angesichts des äusserst geringen Schutz-

umfangs der Widerspruchsmarke und der leicht erhöhten Aufmerksamkeit 

der massgeblichen Verkehrskreise die Verwechslungsgefahr zu bannen 

(vgl. Urteile des BVGer B-2521/2018 vom 15. Januar 2019 E. 7.5 "Micasa/

Swicasa"; B-3162/2010 vom 8. Februar 2012 E. "5th Avenue [fig.]/Avenue 

[fig.]"; B-2380/2010 vom 7. Dezember 2011 E. 8.5.2 "lawfinder/LexFind.ch 

[fig.]"; B-5390/2009 vom 17. August 2010 E. 6.3 "Orphan Europe [fig.]/Or-

phan International"). 

B-1206/2025 

Seite 14 

Damit hat die Vorinstanz zu Unrecht auf eine Verwechslungsgefahr ge-

schlossen. 

7.3 Bei diesem Ergebnis erübrigt es sich, auf die von der Beschwerdefüh-

rerin geltend gemachte Verwässerung des Markenbestandteils "RIDE" 

(Beschwerdebeilage 12), den von ihr zitierten Entscheid des EUIPO (Amt 

der Europäischen Union für geistiges Eigentum) vom 13. November 2024 

zum Löschungsantrag Nr. C 54'681 (Beschwerdebeilage 9) sowie den An-

trag der Beschwerdegegnerin, diesen Entscheid aus dem Beschwerdever-

fahren auszuschliessen, einzugehen. 

8.  

Zusammenfassend ist die Beschwerde gutzuheissen und die Dispositiv-

Ziffern 1, 2 und 4 der vorinstanzlichen Verfügung sind aufzuheben. 

9.  

9.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird die Beschwerdegegnerin 

kosten- und entschädigungspflichtig (Art. 63 Abs. 1 VwVG; Art. 64 Abs. 1 

VwVG).  

9.2 Die Gerichtsgebühr ist nach Umfang und Schwierigkeit der Streitsache, 

Art der Prozessführung und der finanziellen Lage der Parteien festzulegen 

(Art. 63 Abs. 4bis VwVG; Art. 2 Abs. 1 des Reglements vom 21. Februar 

2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungs-

gericht [VGKE, SR 173.320.2]). Im Beschwerdeverfahren vor dem Bundes-

verwaltungsgericht ist dafür ein Streitwert zu veranschlagen (Art. 4 VGKE), 

wobei im Widerspruchsbeschwerdeverfahren das Interesse der Widerspre-

chenden an der Löschung beziehungsweise jenes der Widerspruchsgeg-

nerin am Bestand der angefochtenen Marke zu veranschlagen ist. Bei eher 

unbedeutenden Zeichen wird praxisgemäss ein Streitwert zwischen 

Fr. 50'000.– und Fr. 100'000.– angenommen (BGE 133 III 492 E. 3.3 "Tur-

binenfuss"). Von diesem Erfahrungswert ist auch im vorliegenden Verfah-

ren auszugehen, da keine konkreten Anhaltspunkte für einen höheren oder 

niedrigeren Wert der strittigen Marke sprechen. Im Ergebnis rechtfertigt es 

sich, die Kosten des Beschwerdeverfahrens auf Fr. 4'000.– festzulegen. 

Der von der Beschwerdeführerin geleistete Kostenvorschuss ist ihr zurück-

zuerstatten. 

9.3 Der ganz oder teilweise obsiegenden Partei kann von Amtes wegen 

oder auf Antrag eine Entschädigung für die ihr erwachsenen notwendigen 

Kosten zugesprochen werden (Art. 64 Abs. 1 VwVG). Die 

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Seite 15 

Parteientschädigung umfasst die Kosten der Vertretung sowie allfällige 

weitere notwendige Auslagen der Partei und ist anhand der eingereichten 

Kostennote oder falls, wie vorliegend, keine solche eingereicht wurde, auf-

grund der Akten festzulegen (Art. 8 VGKE). Anhand des aktenkundigen 

Aufwands bei einfachem Schriftenwechsel erscheint eine Parteientschädi-

gung von Fr. 2'500.– zu Gunsten der obsiegenden Beschwerdeführerin an-

gemessen. 

9.4 Im vorinstanzlichen Verfahren ist die Beschwerdeführerin unterlegen. 

Die Vorinstanz sprach der Beschwerdegegnerin eine Parteientschädigung 

von Fr. 3'200.– (inkl. Widerspruchsgebühr) zu. Angesichts des Verfahrens-

ausgangs vor dem Bundesverwaltungsgericht hat die Beschwerdeführerin 

auch mit Bezug auf die vorinstanzlichen Kosten als obsiegend zu gelten, 

weshalb sie der Beschwerdegegnerin die Widerspruchsgebühr von 

Fr. 800.–, welche diese vorgeleistet hat, nicht zu ersetzen hat. Darüber hin-

aus ist ihr für das vorinstanzliche Verfahren eine Parteientschädigung von 

Fr. 2'400.– zulasten der Beschwerdegegnerin zuzusprechen. 

10.  

Gegen dieses Urteil steht keine Beschwerde an das Bundesgericht offen 

(Art. 73 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005, BGG, 173.110). 

Es wird daher mit seiner Eröffnung rechtskräftig. 

 
Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird gutgeheissen. Die Ziffern 1, 2 und 4 der angefochte-

nen Verfügung werden aufgehoben und der Widerspruch wird abgewiesen. 

2.  

Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 4'000.– werden der Be-

schwerdegegnerin auferlegt und sind innert 30 Tagen ab Eröffnung dieses 

Urteils zu Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen. 

Der Beschwerdeführerin wird der Kostenvorschuss von Fr. 4'000.– aus der 

Gerichtskasse zurückerstattet. 

3.  

Der Beschwerdeführerin wird für das Beschwerdeverfahren eine Parteient-

schädigung von Fr. 2'500.– zulasten der Beschwerdegegnerin zugespro-

chen. 

B-1206/2025 

Seite 16 

4.  

Die Beschwerdegegnerin hat die Beschwerdeführerin für das Verfahren vor 

der Vorinstanz mit Fr. 2'400.– zu entschädigen. 

5.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerin, die Beschwerdegegnerin 

und die Vorinstanz. 

 

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

David Aschmann Kathrin Bigler Schoch 

 

 

Versand: 10. Dezember 2025 

  

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Seite 17 

Zustellung erfolgt an: 

– die Beschwerdeführerin (Einschreiben; 

Beilagen: Beschwerdebeilagen zurück; Rückerstattungsformular) 

– die Beschwerdegegnerin (Einschreiben; 

Beilage: Einzahlungsschein) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. 103886; Einschreiben; 

Beilagen: Vorakten zurück)