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**Case Identifier:** 18da335e-3e87-5405-a81c-b1b020ce96c5
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-05-05
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 05.05.2025 C-6975/2024
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-6975-2024_2025-05-05.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung III 

C-6975/2024 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  5 .  M a i  2 0 2 5  

Besetzung 
 Richter Christoph Rohrer (Vorsitz), 

Richter David Weiss, Richter Vito Valenti,    

Gerichtsschreiberin Vera Häne. 
 

 
 

Parteien 
 A._______, (Österreich),   

vertreten durch lic. iur. Lotti Sigg, Rechtsanwältin,  

Beschwerdeführer,  

  
 

 
gegen 

 
 

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,  

Vorinstanz.  

  
 

 
 

Gegenstand 
 Invalidenversicherung, Rentenanspruch  

(Verfügung vom 7. Oktober 2024). 

 

 

 

C-6975/2024 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A.a Der am (…) 1977 geborene, in Österreich (B._______) wohnhafte 

A._______ (nachfolgend: Versicherter oder Beschwerdeführer) ist österrei-

chischer Staatsangehöriger und war in den Jahren 2013 bis 2017 mit Un-

terbrüchen bei verschiedenen Arbeitgebern in der Schweiz erwerbstätig 

und leistete Beiträge an die schweizerische Alters-, Hinterlassenen- und 

Invalidenversicherung (AHV/IV; vgl. Akten der Vorinstanz [nachfolgend: 

act.] 2, 3, 11). Von Januar 2018 bis Mai 2022 war er als Grenzgänger bei 

der C._______ AG bzw. nach deren Übernahme durch die D._______ AG 

ab Juni 2022 bei der D._______ AG in (…) bis zur Kündigung des Arbeits-

verhältnisses per 30. September 2023 als Qualitätsfachmann in einem 

Pensum von 100 % angestellt (act. 2, 11, 16; Akten der Krankentaggeld-

versicherung [nachfolgend: KTG-act.] 9 S. 140; Handelsregister, konsul-

tiert am 10. März 2025).  

A.b Am 20. April 2023 (Eingangsstempel) meldete sich der Versicherte bei 

der IV-Stelle der Sozialversicherungsanstalt des Kantons E._______ 

(nachfolgend: IV-Stelle E._______) zum Bezug von Leistungen der schwei-

zerischen Invalidenversicherung an (act. 2), wobei er als gesundheitliche 

Beeinträchtigung ein «Burn-out» (bestehend seit 20. Oktober 2022) angab 

(act. 2 S. 6). Der Versicherte hatte zudem am 8. März 2022 eine hyperten-

sive Entgleisung erlitten und war vom 8. März 2022 bis 15. März 2022 in 

stationärer Behandlung gewesen (act. 18). Aus der von der Arbeitgeberin 

eingereichten Absenzenliste vom 25. April 2023 gehen krankheitsbedingte 

Abwesenheiten vom 8. März 2022 bis 3. Mai 2022 sowie ab 20. Oktober 

2022 durchgehend bis 15. Mai 2023 hervor (act. 16 S. 26 f.). 

A.c Seine Arbeitsstelle wurde ihm per 30. September 2023 durch die Ar-

beitsgeberin gekündigt (KTG-act. 9 S. 140). 

A.d Die IV-Stelle E._______ nahm medizinische und erwerbliche Abklärun-

gen vor. Mit Schreiben vom 12. Februar 2024 wurde dem Versicherten mit-

geteilt, dass das Leistungsbegehren um berufliche Massnahmen abgewie-

sen werde und betreffend Rente später eine separate Verfügung ergehen 

werde (act. 67). Am 12. Juli 2024 teilte die IV-Stelle E._______ dem Versi-

cherten mit, es werde zur Klärung der Leistungsansprüche eine bidiszipli-

näre medizinische Untersuchung (Kardiologie, Psychiatrie) veranlasst 

(act. 110).   

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Seite 3 

A.e Am 12. August 2024 teilte der Versicherte mit, er könne per 2. Septem-

ber 2024 wieder voll arbeiten. Sein Blutdruck habe richtig eingestellt wer-

den können und sei jetzt «bereits einen Moment» gut eingestellt. Er möchte 

nicht mehr am Gutachten teilnehmen, da er wieder gesund sei (act. 112; 

act. 65 S. 8). Gemäss dem vom Versicherten der IV-Stelle E._______ am 

12. August 2024 eingereichten Arbeitsvertrag vom 9. August 2024 war ein 

Pensum von 100 % mit Beginn am 1. September 2024 vereinbart 

(act. 118 f.).  

A.f Mit Vorbescheid vom 13. August 2024 stellte die IV-Stelle E._______ 

dem Versicherten die Abweisung seines Leistungsbegehrens betreffend 

eine Invalidenrente in Aussicht (act. 121). Gegen diesen Vorbescheid 

erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwältin Lotti Sigg, am 

11. September 2024 Einwand und beantragte, der Vorbescheid vom 

13. August 2024 sei aufzuheben und es sei ihm rückwirkend eine befristete 

Rente der Invalidenversicherung auszurichten. Zur Begründung machte er 

im Wesentlichen geltend, dass gemäss Mitteilung vom 12. Juli 2024 eine 

bidisziplinäre medizinische Untersuchung zwecks Abklärung des 

Sachverhalts und des Rentenanspruchs vorgesehen gewesen sei. Nun sei 

– ohne dass diese Abklärungen durchgeführt worden seien – bereits ein 

ablehnender Vorbescheid ergangen. Er sei zwar wieder arbeitsfähig und 

habe per 1. September 2024 eine neue Arbeitsstelle antreten können. 

Davor sei er aber arbeitsunfähig gewesen. Das Wartejahr habe am 

8. März 2022 mit dem Herzinfarkt begonnen und danach sei er bis Ende 

August 2024 in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt gewesen. Es würden 

die neusten Arztberichte von Dr. F._______, Abteilung für Innere Medizin, 

Krankenhaus G._______, und Dr. med. H._______, Facharzt für 

Psychiatrie, beide datierend vom 3. Juni 2024, eingereicht (act. 123).  

A.g Die für den Verfügungserlass zuständige IV-Stelle für Versicherte im 

Ausland (nachfolgend: IVSTA oder Vorinstanz) wies mit Verfügung vom 

7. Oktober 2024 das Leistungsbegehren mit der Begründung ab, der Ver-

sicherte habe am 12. August 2024 telefonisch mitgeteilt, er sei wieder voll 

arbeitsfähig und möchte daher nicht mehr an der Begutachtung teilneh-

men, womit das geplante Gutachten storniert worden sei (act. 128).  

B.  

B.a Mit Eingabe vom 5. November 2024 liess der nach wie vor durch 

Rechtsanwältin Lotti Sigg vertretene Versicherte gegen die Verfügung vom 

7. Oktober 2024 Beschwerde erheben und deren Aufhebung, die 

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Zusprache von Leistungen der Invalidenversicherung, insbesondere einer 

Rente, sowie die Anordnung eines zweiten Schriftenwechsels beantragen 

(Akten im Beschwerdeverfahren [nachfolgend: BVGer-act.] 1). 

B.b Am 13. November 2024 wurde der mit Zwischenverfügung vom 

11. November 2024 einverlangte Kostenvorschuss in der Höhe von 

Fr. 800.– geleistet (BVGer-act. 2-4). 

B.c Mit Eingabe vom 29. November 2024 reichte der Beschwerdeführer 

Arztberichte des Krankenhauses I._______, Institut für Akutneurologie und 

Schlaganfall (IANS), vom 25. Oktober 2024 und des Krankenhauses 

J._______, Abteilung für Neurologie, vom 30. Oktober 2024 ein (act. 6). 

B.d Mit Vernehmlassung vom 20. Januar 2025 beantragte die Vorinstanz 

die Gutheissung der Beschwerde, die Aufhebung der angefochtenen Ver-

fügung und die Rückweisung der Sache an die Verwaltung im Sinne der 

Stellungnahme der IV-Stelle E._______ vom 15. Januar 2025, welche sie 

zusammen mit einer Stellungnahme der zuständigen Ärztin des Regiona-

len Ärztlichen Dienstes (RAD) der IV-Stelle E._______ vom 19. Dezember 

2024 vorlegte (BVGer-act. 10).  

B.e Mit Stellungnahme vom 27. Januar 2025 erklärte sich der Beschwer-

deführer mit der beantragten Aufhebung der angefochtenen Verfügung und 

Rückweisung an die Vorinstanz zwecks weiterer medizinischer und beruf-

licher Abklärungen einverstanden. Im Weiteren reichte der Beschwerde-

führer eine Honorarnote für seine Rechtsvertretung ein (BVGer-act. 12). 

B.f Mit Eingabe vom 6. Februar 2025 liess die Vorinstanz dem Bundesver-

waltungsgericht ein Schreiben des Beschwerdeführers vom 31. Ja-

nuar 2025 zukommen, wonach dieser ab dem 10. Februar 2025 einen Ar-

beitsversuch in einem Pensum von 50 % in seiner angestammten Tätigkeit 

beginnen werde [act. 13]. 

B.g Auf die weiteren Ausführungen der Parteien sowie die eingereichten 

Unterlagen wird – soweit erforderlich – in den nachfolgenden Erwägungen 

eingegangen. 

 

  

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Seite 5 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

Das Bundesverwaltungsgericht ist zur Behandlung der vorliegenden Be-

schwerde zuständig (Art. 31, 32 und 33 Bst. d VGG [SR 173.32]; Art. 69 

Abs. 1 Bst. b IVG [SR 831.20]). Das Verfahren vor dem Bundesverwal-

tungsgericht richtet sich grundsätzlich nach dem VwVG (SR 172.021 

[Art. 37 VGG]). Vorbehalten bleiben gemäss Art. 3 Bst. dbis VwVG die be-

sonderen Bestimmungen des ATSG (SR 830.1). Der Beschwerdeführer ist 

als Adressat der angefochtenen Verfügung, welche gemäss Art. 40 Abs. 2 

IVV bei ehemaligen Grenzgängern zu Recht von der IVSTA erlassen 

wurde, durch diese besonders berührt und hat ein schutzwürdiges Inte-

resse an deren Aufhebung oder Abänderung, weshalb er zur Erhebung der 

Beschwerde legitimiert ist (Art. 59 ATSG; Art. 48 Abs. 1 VwVG). Nachdem 

der Kostenvorschuss rechtzeitig geleistet wurde, ist auf die frist- und form-

gerecht eingereichte Beschwerde einzutreten (Art. 60 ATSG; Art. 50 Abs. 1 

VwVG, Art. 52 Abs. 1 VwVG sowie Art. 63 Abs. 4 VwVG). 

2.  

2.1 Der Beschwerdeführer ist österreichischer Staatsangehöriger, wohnt in 

Österreich und war in der schweizerischen Alters-, Hinterlassenen- und In-

validenversicherung (AHV/IV) versichert (act. 1-3). Es liegt offensichtlich 

ein grenzüberschreitender Sachverhalt mit Bezug zur EU vor (vgl. dazu 

BGE 145 V 231 E. 7.1; 143 V 354 E. 4; 143 V 81 E. 8.1). Damit gelangen 

das Freizügigkeitsabkommen vom 21. Juni 1999 (FZA, SR 0.142.112.681) 

und die Regelwerke der Gemeinschaft zur Koordinierung der Systeme der 

sozialen Sicherheit gemäss Anhang II des FZA, insbesondere die für die 

Schweiz am 1. April 2012 in Kraft getretenen Verordnungen (EG) 

Nr. 883/2004 (SR 0.831.109.268.1) und Nr. 987/2009 (SR 

0.831.109.268.11), zur Anwendung. Seit dem 1. Januar 2015 sind auch die 

durch die Verordnungen (EU) Nr. 1244/2010, Nr. 465/2012 und 

Nr. 1224/2012 erfolgten Änderungen in den Beziehungen zwischen der 

Schweiz und den EU-Mitgliedstaaten anwendbar. Das Vorliegen einer an-

spruchserheblichen Invalidität beurteilt sich indes auch im Anwendungsbe-

reich des FZA und der Koordinierungsvorschriften nach schweizerischem 

Recht (vgl. BGE 130 V 253 E. 2.4; Urteil des BGer 9C_573/2012 vom 

16. Januar 2013 E. 4; Art. 46 Abs. 3 und Anhang VII der Verordnung [EG] 

Nr. 883/2004). 

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Seite 6 

2.2 In zeitlicher Hinsicht sind – vorbehältlich besonderer übergangsrechtli-

cher Regelungen – grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgeblich, die 

bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führen-

den Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1; 144 V 210 

E. 4.3.1). Deshalb finden vorliegend jene Vorschriften Anwendung, die spä-

testens beim Erlass der Verfügung vom 7. Oktober 2023 in Kraft standen; 

weiter aber auch Vorschriften, die zu jenem Zeitpunkt bereits ausser Kraft 

getreten waren, aber für die Beurteilung allenfalls früher entstandener Leis-

tungsansprüche von Belang sind. 

Am 1. Januar 2022 ist das revidierte Bundesgesetz über die Invalidenver-

sicherung (IVG, SR 831.20; Weiterentwicklung der IV, Änderung vom 

19. Juni 2020, AS 2021 705; BBl 2020 5535) in Kraft getreten. Vorliegend 

sind in Anbetracht der am 20. April 2023 erfolgten Anmeldung Leistungen 

mit allfälligem Anspruchsbeginn nach dem 31. Dezember 2021 streitig (vgl. 

Art. 28 Abs. 1 Bst. b und Art. 29 Abs. 1 IVG; vgl. BGE 142 V 547 E. 3). Ent-

sprechend den allgemeinen intertemporalrechtlichen Grundsätzen (BGE 

146 V 364 E. 7.1; 144 V 210 E. 4.3.1) beurteilt sich die Streitigkeit demnach 

nach der ab 1. Januar 2022 geltenden Rechtslage. 

2.3 Das Bundesverwaltungsgericht prüft die Verletzung von Bundesrecht 

einschliesslich der Überschreitung oder des Missbrauchs des Ermessens, 

die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen 

Sachverhalts und die Unangemessenheit (Art. 49 VwVG). 

2.4 Nach dem Grundsatz der Rechtsanwendung von Amtes wegen ist das 

Bundesverwaltungsgericht nicht an die Begründung der Begehren der Par-

teien gebunden (Art. 62 Abs. 4 VwVG). Im Rahmen seiner Kognition kann 

es die Beschwerde auch aus anderen als den geltend gemachten Gründen 

gutheissen oder den angefochtenen Entscheid im Ergebnis mit einer Be-

gründung bestätigen, die von jener der Vorinstanz abweicht (BGE 138 II 

331 E. 1.3 m.H.; vgl. MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER/KAYSER, Prozessieren 

vor dem Bundesverwaltungsgericht, 3. Auflage 2022, Rz. 1.54). 

3.  

Vorliegend bildet die Verfügung vom 7. Oktober 2024, mit welcher die Vo-

rinstanz in Bestätigung des Vorbescheids vom 13. August 2024 das Leis-

tungsgesuch des Beschwerdeführers vom 20. April 2023 abgewiesen hat, 

das Anfechtungsobjekt. Zur Begründung der Abweisung führt die Vo-

rinstanz an, aus versicherungsmedizinischer Sicht bestehe in der 

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angestammten wie auch in der adaptierten Tätigkeit eine volle Arbeitsfä-

higkeit. Auch gemäss seinen eigenen Angaben sei der Beschwerdeführer 

wieder voll arbeitsfähig und trete per 1. September 2024 eine neue Stelle 

an. Aufgrund der uneingeschränkten Arbeitsfähigkeit ergebe sich keine 

rentenbegründende Invalidität und daher kein Rentenanspruch (vgl. Be-

gründung der Verfügung vom 7. Oktober 2024 [act. 101 S. 3]). Nachdem 

der Beschwerdeführer mit Beschwerde vom 5. November 2024 insbeson-

dere eine unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts 

geltend machen liess, da die Vorinstanz auf die Durchführung des vorge-

sehenen bidisziplinären Gutachtens verzichtet habe, beantragte die 

Vorinstanz mit Vernehmlassung vom 20. Januar 2025 in Übereinstimmung 

mit dem vom Beschwerdeführer gestellten Antrag die Gutheissung der Be-

schwerde, die Aufhebung der angefochtenen Verfügung vom 7. Okto-

ber 2024 sowie die Rückweisung der Sache an die Verwaltung zur ergän-

zenden Sachverhaltsabklärung. Da das Bundesverwaltungsgericht das 

Recht von Amtes wegen anwendet und dabei nicht an die Begründung der 

Parteien gebunden ist, ist im Folgenden zu prüfen, ob der rechtserhebliche 

Sachverhalt tatsächlich unvollständig erhoben wurde. 

3.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde 

ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Die Invalidi-

tät kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 

Abs. 1 IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körper-

lichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zu-

mutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teil-

weise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen-den 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des 

Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der 

gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä-

higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar 

ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträchti-

gung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, 

volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich 

zumutbare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tä-

tigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Art. 6 

ATSG). 

3.2 Anspruch auf eine Invalidenrente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG 

Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufga-

benbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnah-

men wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (Bst. a), während 

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eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 

40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (Bst. b) und nach Ablauf 

dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (Bst. c). Im 

Sinne des Grundsatzes «Eingliederung vor Rente» stellt das Gesetz seit 

1. Januar 2022 klar, dass eine Rente nach Absatz 1 nicht zugesprochen 

wird, solange die Möglichkeiten zur Eingliederung im Sinne von Art. 8 

Abs. 1bis und 1ter IVG nicht ausgeschöpft sind (Art. 28 Abs. 1bis IVG). Zu-

sätzliche kumulative Voraussetzung für einen Rentenanspruch ist, dass 

der Versicherte im Sinne von Art. 36 Abs. 1 IVG beim Eintritt der Invalidität 

während mindestens drei Jahren Beiträge an die Alters-, Hinterlassenen- 

und Invalidenversicherung (AHV/IV) geleistet hat, was vorliegend der Fall 

ist (vgl. IK-Auszug vom 25. April 2023 [act. 11]). 

3.3 Der Rentenanspruch entsteht gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG frühestens 

nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsan-

spruchs nach Art. 29 Abs. 1 ATSG, jedoch frühestens im Monat, der auf die 

Vollendung des 18. Altersjahrs folgt (zum Verhältnis zwischen Art. 28 

Abs. 1 und Art. 29 Abs. 1 IVG vgl. BGE 142 V 547 E. 3.2). Gemäss Art. 29 

Abs. 3 IVG wird die Rente vom Beginn des Monats an ausbezahlt, in dem 

der Rentenanspruch entsteht. 

3.4 Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig 

oder als nichterwerbstätig einzustufen ist (Statusfrage), was je zur Anwen-

dung einer anderen Methode der Invaliditätsbemessung (Einkommensver-

gleich, gemischte Methode, Betätigungsvergleich) führt, ergibt sich aus der 

Prüfung, was die Person bei im Übrigen unveränderten Umständen täte, 

wenn keine gesundheitliche Beeinträchtigung bestünde. Entscheidend ist 

somit nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der versicherten Per-

son im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in welchem 

Pensum sie hypothetisch erwerbstätig wäre. Bei im Haushalt tätigen Versi-

cherten im Besonderen sind die persönlichen, familiären, sozialen und er-

werblichen Verhältnisse ebenso wie allfällige Erziehungs- und Betreuungs-

aufgaben gegenüber Kindern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten und 

die Ausbildung sowie die persönlichen Neigungen und Begabungen zu be-

rücksichtigen. Massgebend sind die Verhältnisse, wie sie sich bis zum Er-

lass der Verwaltungsverfügung entwickelt haben, wobei für die hypotheti-

sche Annahme einer im Gesundheitsfall ausgeübten (Teil-)Erwerbstätigkeit 

der im Sozialversicherungsrecht übliche Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit erforderlich ist (BGE 141 V 15 E. 3.1; 137 V 334 E. 3.2; 

125 V 146 E. 2c; Urteil des BGer 9C_645/2015 vom 3. Februar 2016 

E. 2.3). Die Statusfrage ist hypothetisch zu beurteilen. Dabei sind die 

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ebenfalls hypothetischen Willensentscheidungen der versicherten Person 

zu berücksichtigen, welche als innere Tatsachen einer direkten Beweisfüh-

rung nicht zugänglich sind und in aller Regel aus äusseren Indizien er-

schlossen werden müssen (Urteil des BGer 9C_883/2017 vom 28. Februar 

2018 E. 4.1.2 m.H.). 

3.5 Gemäss Art. 43 Abs. 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begeh-

ren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt 

die erforderlichen Auskünfte ein. Das Verwaltungsverfahren ist mithin vom 

Untersuchungsgrundsatz beherrscht. Die Untersuchungspflicht dauert so 

lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderli-

chen Tatsachen hinreichende Klarheit besteht (statt vieler Urteile des BGer 

9C_407/2015 vom 22. April 2016 E. 3.1 und 9C_662/2016 vom 15. März 

2017 E. 2.2). Sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, gilt 

im Sozialversicherungsrecht der Beweisgrad der überwiegenden Wahr-

scheinlichkeit. Der Untersuchungsgrundsatz schliesst die Beweislast im 

Sinne der Beweisführungslast begriffsnotwendig aus, da es Sache der ver-

fügenden Verwaltungsstelle (oder des Sozialversicherungsgerichts) ist, für 

die Zusammentragung des Beweismaterials besorgt zu sein. Die Parteien 

tragen in der Regel eine Beweislast nur insofern, als im Falle der Beweis-

losigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem un-

bewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweis-

regel greift allerdings erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im 

Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung 

einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für 

sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 138 V 218 E. 6 m.H.). 

3.6 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und 

im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche 

und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-

ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand 

zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und be-

züglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im 

Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Be-

urteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person 

noch zugemutet werden können (BGE 132 V 93 E. 4; 125 V 256 E. 4; vgl. 

auch BGE 140 V 193 E. 3.2). 

3.7 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob 

der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Unter-

suchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in 

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Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle-

gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der me-

dizinischen Situation einleuchtet, ob die Schlussfolgerungen der Expertin 

oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a) 

und ob der Arzt über die notwendigen fachlichen Qualifikationen verfügt 

(Urteil des BGer 9C_736/2009 vom 26. Januar 2010 E. 2.1). 

3.8  

3.8.1 Die Stellungnahmen des RAD müssen den allgemeinen beweisrecht-

lichen Anforderungen an einen ärztlichen Bericht genügen. Die Ärztinnen 

und Ärzte des RAD müssen über die im Einzelfall gefragten persönlichen 

und fachlichen Qualifikationen verfügen (vgl. BGE 137 V 210 E. 1.2.1; Ur-

teile des BGer 8C_262/2016 vom 22. September 2016 E. 4.2; 

9C_323/2009 vom 14. Juli 2009 E. 4.3.1). Eine Stellungnahme des RAD, 

die nicht auf einer eigenen Untersuchung beruht, kann wie ein Aktengut-

achten beweiskräftig sein, sofern ein lückenloser Befund vorliegt und es im 

Wesentlichen nur um die fachärztliche Beurteilung eines an sich festste-

henden medizinischen Sachverhalts geht, mithin die direkte ärztliche Be-

fassung mit der versicherten Person in den Hintergrund rückt (Urteil des 

BGer 9C_335/2015 vom 1. September 2015 E. 3.1). Soweit die RAD-Ärzte 

nicht selber medizinische Befunde erheben, sondern die vorhandenen Be-

funde aus medizinischer Sicht würdigen, wozu namentlich auch gehört, bei 

widersprüchlichen medizinischen Akten eine Wertung vorzunehmen und 

zu beurteilen, ob auf die eine oder die andere Ansicht abzustellen oder aber 

eine zusätzliche Untersuchung vorzunehmen sei, müssen die Akten für die 

streitigen Belange beweistaugliche Unterlagen enthalten. Ist das nicht der 

Fall, kann die RAD-Stellungnahme in der Regel keine abschliessende Be-

urteilungsgrundlage bilden, sondern nur zu weitergehenden Abklärungen 

Anlass geben (vgl. Urteil des BGer 9C_58/2011 vom 25. März 2011 E. 3.3). 

3.8.2 Soll im Gerichtsverfahren einzig oder im Wesentlichen gestützt auf 

die (versicherungsinterne) Beurteilung des RAD entschieden werden, sind 

an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen in dem Sinne zu stellen, 

dass bei auch nur geringen Zweifeln an der Zuverlässigkeit und Schlüssig-

keit der ärztlichen Feststellungen ergänzende Abklärungen vorzunehmen 

sind (vgl. BGE 139 V 225 E. 5.2; Urteil des BVGer C-189/2017 vom 4. Juni 

2019 E. 8.3). 

3.9 Geht es um psychische Erkrankungen wie eine anhaltende somato-

forme Schmerzstörung, ein damit vergleichbares psychosomatisches 

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Leiden (vgl. BGE 140 V 8 E. 2.2.1.3) oder depressive Störungen (BGE 143 

V 409 und 418), so sind für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit systemati-

sierte Indikatoren (Beweisthemen und Indizien) beachtlich, die es – unter 

Berücksichtigung von leistungshindernden äusseren Belastungsfaktoren 

wie auch von Kompensationspotentialen (Ressourcen) – erlauben, das tat-

sächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschätzen (BGE 145 V 361 

E. 3.1). Ausgangspunkt der Prüfung und damit erste Voraussetzung bildet 

eine psychiatrische, lege artis gestellte Diagnose (vgl. BGE 141 V 281 

E. 2.1; 143 V 418 E. 6 und E. 8.1). Die für die Beurteilung der Arbeitsfähig-

keit erwähnten Indikatoren hat das Bundesgericht wie folgt systematisiert 

(BGE 141 V 281 E. 4.1.3): Kategorie «funktioneller Schweregrad» (E. 4.3) 

mit den Komplexen «Gesundheitsschädigung» (Ausprägung der diagnose-

relevanten Befunde und Symptome; Behandlungs- und Eingliederungser-

folg oder -resistenz; Komorbiditäten [E. 4.3.1]), «Persönlichkeit» (Persön-

lichkeitsentwicklung und -struktur, grundlegende psychische Funktionen 

[E. 4.3.2]) und «sozialer Kontext» (E. 4.3.3) sowie Kategorie «Konsistenz» 

(Gesichtspunkte des Verhaltens [E. 4.4]) mit den Faktoren gleichmässige 

Einschränkung des Aktivitätenniveaus in allen vergleichbaren Lebensbe-

reichen (E. 4.4.1) und behandlungs- und eingliederungsanamnestisch aus-

gewiesener Leidensdruck (E. 4.4.2). 

3.10 Nach Art. 43 Abs. 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begeh-

ren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt 

die erforderlichen Auskünfte ein (Satz 1). Das Gesetz weist somit dem 

Durchführungsorgan die Aufgabe zu, den rechtserheblichen Sachverhalt 

nach dem Untersuchungsgrundsatz abzuklären, und zwar richtig und voll-

ständig, so dass gestützt darauf die Verfügung über die jeweils in Frage 

stehende Leistung ergehen kann (Art. 49 ATSG; BGE 136 V 376 E. 4.1.1). 

4.  

Sowohl der Beschwerdeführer wie auch die Vorinstanz begründen ihre 

Rechtsbegehren letztlich mit einem unvollständig erhobenen medizini-

schen Sachverhalt. 

4.1  

4.1.1 Die Vorinstanz hat das Leistungsbegehren des Beschwerdeführers 

mit Verfügung vom 7. Oktober 2024 abgewiesen. Im Beschwerdeverfahren 

beantragt sie nun vernehmlassungsweise die Gutheissung der Be-

schwerde, die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und die 

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Seite 12 

Rückweisung der Sache an die Verwaltung im Sinne der Stellungnahme 

der IV-Stelle E._______ vom 15. Januar 2025 (BVGer-act. 10).  

4.1.2 Gemäss der erwähnten Stellungnahme der IV-Stelle E._______ steht 

zusammengefasst nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit fest, dass 

im Zeitraum zwischen Oktober 2023 und Oktober 2024 durchgehend eine 

volle Arbeitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit bestand, womit potenziell ein 

befristeter Rentenanspruch hätte bestehen können. Der medizinische 

Sachverhalt sei diesbezüglich nicht hinreichend abgeklärt. Zudem habe 

der RAD in seiner Stellungnahme vom 19. Dezember 2024 bestätigt, dass 

der Schlaganfall vom 20. Oktober 2024 letztlich Folge der vorbestehenden 

arteriellen Hypertonie gewesen sei (Beilage zu BVGer-act. 10). 

4.2  

4.2.1 Der Beschwerdeführer hatte in seiner Beschwerde vom 5. Novem-

ber 2024 im Wesentlichen geltend machen lassen, er habe am 

8. März 2022 einen Herzinfarkt erlitten. Die vorgesehene Arbeitsaufnahme 

per 3. April 2023 sei gescheitert, da sein Blutdruck entgleist sei und in der 

Folge nicht habe stabil eingestellt werden können. Am 18. April 2023 habe 

er sich bei der Invalidenversicherung angemeldet und im Februar 2024 

habe ein Gespräch betreffend berufliche Massnahmen stattgefunden. 

Nachdem er sich nicht in der Lage gefühlt habe, an beruflichen Massnah-

men mitzuwirken, sei die Eingliederung abgebrochen worden. Im Juli 2024 

habe die Vorinstanz angekündigt, es sei eine bidisziplinäre medizinische 

Untersuchung vorgesehen, um den Sachverhalt und insbesondere den 

Rentenanspruch zu klären. Unterdessen habe der neu behandelnde Spe-

zialarzt seinen Blutdruck einstellen können und er habe per 1. Septem-

ber 2024 eine neue Arbeitsstelle antreten können. Die Vorinstanz habe in 

der Folge einen ablehnenden Vorbescheid erlassen und diesen mit Verfü-

gung vom 7. Oktober 2024 bestätigt. Bereits am 20. Oktober 2024 habe er 

aufgrund der vorbestehenden gesundheitlichen Beschwerden, insbeson-

dere des hohen Blutdrucks, einen Schlaganfall erlitten. Bis heute sei er in 

medizinischer Behandlung und arbeitsunfähig. Das Wartejahr habe bereits 

am 8. März 2022 mit dem Herzinfarkt begonnen. In der Folge sei er bis 

Ende August 2024 wegen psychischer Probleme und insbesondere auf-

grund extrem hoher Blutdruckwerte, die nicht hätten eingestellt werden 

können, in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt gewesen. Er habe am 

1. September 2024 versucht, eine Arbeitstätigkeit aufzunehmen, habe aber 

innert Kürze einen massiven gesundheitlichen Rückfall erlitten. Es müsse 

davon ausgegangen werden, dass er am 1. September 2024 nicht 

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Seite 13 

arbeitsfähig gewesen sei. Die Arbeitsaufnahme sei als missglückter Ar-

beitsversuch zu qualifizieren. Die Vorinstanz sei ihrer Untersuchungspflicht 

nicht nachgekommen, insbesondere indem sie das vorgesehene Gutach-

ten ohne weitere Abklärungen nicht durchgeführt habe. Er hätte weiter zu-

mindest einen befristeten Rentenanspruch gehabt, da er bei Ablauf des 

Wartejahres immer noch zu 100 % arbeits- und erwerbsunfähig gewesen 

sei. Nachdem sich sein Gesundheitszustand kürzlich (am 20. Oktober 

2024) wieder massiv verschlechtert habe, lägen die aktuellen Arztberichte 

noch nicht vor. Zwecks allfälliger Ergänzung der Beschwerde und Nachrei-

chung weiterer Abklärungsergebnisse werde um einen zweiten Schriften-

wechsel gebeten (BVGer-act. 1). 

4.2.2 Mit Eingabe vom 29. November 2024 reichte der Beschwerdeführer 

die Arztberichte des Krankenhauses I._______ vom 25. Oktober 2024 und 

des Krankenhauses J._______ vom 30. Oktober 2024 ein (act. 6). 

4.2.3 Mit Stellungnahme vom 27. Januar 2025 erklärte sich der Beschwer-

deführer mit der von der Vorinstanz pendente lite beantragten Aufhebung 

der angefochtenen Verfügung vom 7. Oktober 2024 und Rückweisung an 

die Verwaltung zu weiterer medizinischer und beruflicher Abklärung und 

anschliessendem neuen Entscheid einverstanden. Betreffend Kosten- und 

Entschädigungsfolgen hielt er an der Beschwerde fest (BVGer-act. 12). 

4.3 Nachfolgend ist demnach zu prüfen, ob und inwiefern dem Rückwei-

sungsantrag zu entsprechen respektive, ob eine rechtsgenügliche Abklä-

rung des medizinischen Sachverhalts im Verwaltungsverfahren erfolgt ist.  

4.3.1 In den Vorakten liegen zum Gesundheitszustand und der Arbeitsfä-

higkeit des Beschwerdeführers im Wesentlichen die folgenden medizini-

schen Berichte und Einschätzungen vor: 

- Gemäss Arztbrief der behandelnden Ärzte des Krankenhauses 

I._______, Innere Medizin I, Abteilung für Kardiologie, Angiologie, En-

dokrinologie, Diabetologie, Intensivmedizin, vom 15. März 2022 be-

stand hinsichtlich eines stationären Aufenthalts vom 8. März 2022 bis 

15. März 2022 als Aufnahmegrund eine hypertensive Entgleisung. An-

lässlich der Entlassung wurden die folgenden Diagnosen gestellt 

(act. 18):  

- therapieresistente arterielle Hypertonie (ICD-10 I25.1; bei Aufnahme 

NSTEMI-Konstellation i.R. der hypertensiven Entgleisung; keine Nie-

renarterienstenose, normaler Renin-/Aldosteron-Quotient, normales 

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Seite 14 

TSH; Katecholamine / Metanephrin im 24h normwertig; Dexa-Hemm-

test / IGF-1 / OSAS Diagnostik noch ausstehend); 

- koronare Eingefässerkrankung (CAG 10.03.2022: Druckdraht-positive 

RCA-Stenose [DD Spasmus]; CVRF: arterielle Hypertonie, Hypercho-

lesterinämie, Nikotinabusus, gestörte Glucosetoleranz; Stress-Mykar-

dszintigraphie geplant); 

- hypertensive Herzerkrankung (TTE 14.03.2022: LV-Hypertrophie [Sep-

tum 17 mm], leicht reduzierte LVEF bei diffuser Hypokinese, keine re-

levanten Klappenvitien); 

- hypertensive Nephropathie (normale eGFR, Makro-Albuminurie 

(1005 mg/l); 

- Alkohol-Überkonsum (anamnestisch bis 6 Flaschen Bier täglich).  

 

- Gemäss Beurteilung des Krankenhauses I._______, Abteilung für Nuk-

learmedizin, vom 7. April 2022 bestehe bei durchgeführter Myokar-

dszintigraphie kein szintigraphischer Hinweis auf eine hämodynamisch 

signifikante koronare Herzkrankheit (KHK) und es liege eine ungestörte 

Perfusion des linken Ventrikels nach (pharmakologischem) Stress vor. 

Es bestehe eine leicht erniedrigte linksventrikuläre Pumpfunktion nach 

Stress (act. 20 S. 4 f.).  

- Dem Befund der K._______ GmbH vom 3. Mai 2022 ist hinsichtlich vor-

genommenem MRT Schädel mit Kontrastmittel und MRA Schädel zu 

entnehmen, dass multiple FLAIR hyperintense Signalsteigerungen im 

Marklager beidseits, akzentuiert peritrigonal bis ca. 13 mm im Durch-

messer, infratentoriell rechts in der Pons und zerebellär beidseits (ca. 

15 mm) vorlägen, welche keine verstärkte Kontrastmittelanreicherung 

zeigen würden. Die Läsionen seien in erster Linie mikrovaskulär be-

dingt im Rahmen einer vaskulären Leukenzephalopathie. Zum Teil 

seien die Läsionen jedoch periventrikulär lokalisiert und rechtwinklig 

zum Corpus callosum ausgerichtet, sodass neben mikrovaskulären 

Veränderungen (mässige CVI) auch an ein bland entzündliches Ge-

schehen gedacht werden müsse. Diesbezüglich sei eine Verlaufskon-

trolle indiziert. Es bestände keine frische Diffusionsstörung und keine 

intrakranielle Blutung. Eine partielle empty Sella sei ersichtlich. Nach 

Kontrastmittelgabe läge keine suspekte Anreicherung intrakraniell vor. 

Es bestände eine mässige Schleimhautschwellung/Retentionszyste im 

rechten Sinus maxillaris, mässige Schleimhautschwellungen im rech-

ten Sinus frontalis, geringer auch im linken Sinus frontalis sowie kleine 

Retentionszysten dorsokranial im Nasopharynx. Es bestehe ein Nähe-

verhältnis der AICA beidseits zum Hirnstamm, eine eindeutige 

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Seite 15 

Kompression desselben sei aber nicht abgrenzbar. Es läge eine ge-

ringe Impression der Pons durch die Arteria basilaris vor, der Basilaris-

kopf sei nach dorsal gebogen. Ansonsten beständen keine signifikan-

ten Auffälligkeiten der intrakraniellen Arterien (act. 20, S. 6 f.). 

- Dem Ambulanzbericht Endokrinologie Diabetologie des Krankenhau-

ses I._______, Innere Medizin I, Ambulanz für Endokrinologie und Di-

abetologie, vom 7. Juli 2022 ist hinsichtlich der Durchführung eines 

Dexamethason-Hemmtests zu entnehmen, dass diesbezügliche eine 

adäquate Suppression vorliege. Weiter wird betreffend Anamnese fest-

gehalten, unter laufender 6-fach-Kombinationstherapie würden sich 

derzeit zufriedenstellende Blutdruckwerte («RR-Werte») zeigen. Der 

Patient versuche, zumindest eine leichte Lifestyle-Modifikation durch-

zuführen. Er arbeite in einem Büro. Derzeit trinke er noch ein bis zwei 

Bier wöchentlich. Es liege ein anhaltender Nikotinkonsum vor (act. 20 

S. 1 f.).  

- Der behandelnde Arzt Dr. L._______, Facharzt für Neurologie und Psy-

chiatrie, diagnostizierte im Bericht vom 18. November 2022 eine De-

pression mit Angststörung und attestierte dem Beschwerdeführer eine 

«Krankmeldung vorläufig bis 09.01.2023» (act. 13, S. 4). 

- Gemäss Arztbrief von Dr. M._______, Facharzt für Kardiologie und In-

nere Medizin, vom 21. November 2022 sind grundsätzlich die Diagno-

sen gemäss Arztbrief des Krankenhauses I._______ vom 

15. März 2022 zu stellen (vgl. oben). Ergänzend wird festgehalten, eine 

Myokardszintigrafie vom 3. April 2022 habe keinen Hinweis für eine 

pharmakologisch induzierbare Ischämie ergeben (act. 21 S. 6). 

- Dr. N._______, Facharzt für Kardiologie und Innere Medizin, Praxis 

O._______, stellte in seinem Arztbrief vom 6. Februar 2023 folgende 

Diagnosen (act. 21 S. 1; KTG-act. 7 S. 393):  

- CVRF: arterielle Hypertonie, therapieresistent (kein Hinweis auf eine 

organische Hypertonieursache; DD durch psychische Belastung mit-

verursacht), Nikotinabusus, Hypercholesterinämie, Adipositas, famili-

äre Disposition (Mutter hatte mit 40 Jahren einen Myokardinfarkt), Lp(a) 

auf 351 nmol/l erhöht; 

- 1-Gefäss-KHK: CAG 03/22: Druckdraht-positive RCA-Stenose (DD 

Spasmus); Myokardszintographie 04/22 unauffällig; 

- vaskuläre Leukencephalopathie; 

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Seite 16 

- Bauchaortensklerose; 

- V.a. Steatohepatitis; 

- Depression.  

 

- Dr.  L._______ äusserte sich aufgrund des am 9. Mai 2023 durch die IV-

Stelle E._______ zugestellten Fragekatalogs (act. 22) am 22. Mai 2023 

erneut und hielt fest, die erste Konsultation sei am 17. November 2022 

und die letzte Konsultation sei am 8. Mai 2023 erfolgt, gegenwärtig 

fände im Durchschnitt eine Behandlung pro Monat statt. Es bestehe eine 

Arbeitsunfähigkeit von 100 % ab 17. November 2022 bis 30. Juni 2023 

bzw. fortlaufend für die Tätigkeit als Qualitätsfachmann. Es fänden wei-

tere Behandlungen an der Internen Abteilung des Krankenhauses 

I._______, beim Internisten Dr. M._______ und eine Psychotherapie bei 

P._______ statt. Vermutlich bereits seit Sommer, jedenfalls seit Herbst 

2022 bestände eine zunehmende psychiatrische Symptomatik mit 

Ängsten, Antriebsstörungen und Schlafstörungen. Ausserdem liege 

eine zunehmende Blutdruckregulationsstörung mit teils massiven hy-

pertensiven Entgleisungen vor. Als aktuelle medizinische Symptomatik 

bzw. psychiatrischen Status nennt er depressive Verstimmungen, 

Ängste, Panikzustände und Schlafstörungen. Als Diagnose mit Auswir-

kung auf die Arbeitsfähigkeit läge eine Depression mit Angststörung vor 

(ICD-10 F41.2; erstmals diagnostiziert am 17. November 2022). Die 

Prognose hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit sei unsicher, eine wesentliche 

Besserung des Gesundheitszustands sei weiterhin noch gut möglich. 

Geplant sei, die Behandlung fortzusetzen, je nach Verlauf die psycho-

pharmakologische Medikation anzupassen, ein Fortsetzen der Psycho-

therapie sowie stützende Gespräche. Die aktuelle Tätigkeit als Quali-

tätsfachmann sei psychisch aktuell übermässig belastend und aufgrund 

der Zuständigkeit für interne Reklamationen mit hohem Konfliktpotential 

verbunden. Die psychophysische Belastbarkeit sei reduziert, Stresssi-

tuationen könnten depressive Verstimmungen, Ängste und Blutdru-

ckentgleisungen triggern. Letzteres sei vor allem im internistischen 

Fachgebiet zu beurteilen. Die derzeitige Tätigkeit sei zu 100 % nicht zu-

mutbar. Eine angepasste Tätigkeit mir körperlich und psychisch leichten 

Arbeiten über einen Zeitraum von acht Stunden pro Tag bei durch-

schnittlichem Zeitdruck ohne wesentliche psychische Belastungen wäre 

für acht Stunden pro Tag zumutbar. Die Prognose hinsichtlich Einglie-

derung müsse derzeit offenbleiben. Haushaltsarbeiten seien möglich, 

sofern das Leistungskalkül nicht überschritten werde (act. 27). Insge-

samt hatte Dr. L._______ am 27. April 2023 auch auf entsprechende 

Fragen der Q._______ in vergleichbarer Weise geantwortet (Diagnose 

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Seite 17 

und Arbeitsfähigkeit). Zusätzlich zur Arbeitsunfähigkeit von 100 % als 

Qualitätsmanagementmitarbeiter hatte er festgehalten, es seien 

schwere und mittelschwere Arbeiten, psychische Belastungen wie bei-

spielsweise konfliktreiche Tätigkeiten und Nachtarbeit zu 100 % nicht 

zumutbar. Ergänzend hatte er ausgeführt, die konkrete Ausgestaltung 

des Arbeitsplatzes wäre in einem arbeitsmedizinischen Gutachten zu 

beurteilen. Hinsichtlich einer Beurteilung von Einschränkungen der kar-

dialen Leistungsfähigkeit aufgrund der Hypertonie wäre eine internisti-

sche Beurteilung erforderlich (KTG-act. 2 S. 65 ff.).  

- Gemäss Befund der K._______ GmbH vom 24. Mai 2023 betreffend 

MRT Schädel mit Kontrastmittel (aufgrund fraglicher bland entzündlicher 

Veränderungen im Zerebrum im Mai 2022) bestand weiterhin keine fri-

sche Diffusionsstörung und keine verstärkte Kontrastmittelanreiche-

rung. Die Läsionen seien in erster Linie mikrovaskulär bedingt im Rah-

men einer mässig ausgeprägten vaskulären Leukenzephalopathie. Die 

fehlende zeitliche und örtliche Dissemination spreche primär gegen 

Demyelinisierungen. Es wird diesbezüglich die Frage nach einer Klinik 

für MS aufgeworfen. In den KM-Sequenzen seien geringe schlierige 

Veränderungen der Arteria basilaris und im V4 Segment beidseits er-

sichtlich. Sicherheitshalber sei diesbezüglich eine ergänzende MR-An-

giographie (MRA) intrakraniell zum Ausschluss einer Gefässpathologie 

durchzuführen (KTG-act. 2 S. 164). 

- Gemäss Befund der K._______ GmbH vom 14. Juni 2023 betreffend 

eine ergänzende MR-Angiographie des Schädels zur Voruntersuchung 

vom 24. Mai 2023 lag eine regelrechte Darstellung der Arteria basilaris 

ohne Nachweis von Kaliberirregularitäten/Stenosen oder Ektasien vor. 

Auch die übrigen intrakraniellen Arterien hätten sich regelrecht darge-

stellt. Es fänden sich keine Gefässabbrüche, Stenosen oder Aneurys-

mata (KTG-act. 2 S. 163). 

- Dr. N._______ wiederholte mit Arztbrief vom 19. Juli 2023 die mit Arzt-

brief vom 6. Februar 2023 gestellten Diagnosen. Einzig hinsichtlich des 

mit Arztbrief vom 6. Februar 2023 erwähnten Verdachts auf Steatohe-

patitis wird gemäss Arztbrief vom 19. Juli 2023 von einer diesbezüglich 

feststehenden Diagnose (Steatosis hepatitis) ausgegangen (act. 37; 

KTG-act. 7 S. 398).  

- Ebenfalls mit Datum vom 19. Juli 2023 antwortete Dr. N._______ auf ei-

nen von der zuständigen Krankentaggeldversicherung zugestellten 

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Seite 18 

Fragebogen (KTG-act. 2 S. 145 f.). Er hielt ergänzend zu den bereits 

erwähnten Diagnosen fest, dass der Beschwerdeführer sich am 23. Ja-

nuar 2023 das erste Mal wegen einer therapieresistenten arteriellen Hy-

pertonie bei ihm vorgestellt habe. Im März 2022 sei eine umfangreiche 

stationäre Abklärung im Krankenhaus I._______ erfolgt, bei der sich 

kein Hinweis auf eine organische Hypertonieursache gezeigt habe. 

Trotz einer antihypertensiven Sechsfach-Kombination habe der Be-

schwerdeführer zum Zeitpunkt seiner ersten Vorstellung noch häufig 

deutlich hypertone Blutdruckwerte aufgewiesen. Dessen Arbeitsfähig-

keit sei durch seine lange Zeit therapieresistente arterielle Hypertonie, 

welche sich seit Mitte Juli gebessert habe, und seine Depression beein-

flusst worden. Es sei ihm nicht bekannt, dass der Beschwerdeführer zu-

letzt von anderen Fachärzten behandelt worden sei. Die arterielle Hy-

pertonie habe sich im Verlauf unter einer Umstellung der medikamentö-

sen Therapie bereits gebessert. Bei der Depression bestände sicher 

ebenfalls Aussicht auf Besserung. Der Beschwerdeführer arbeite mitt-

lerweile nicht mehr in seiner früheren Stelle. Nach Besserung seiner ar-

teriellen Hypertonie, die seine Arbeitsfähigkeit nun nicht mehr nennens-

wert beeinträchtige, werde die Arbeitsfähigkeit im Wesentlichen vom 

Verlauf der Depression beeinflusst (KTG-act.2 S. 150 ff.). 

- Auf Nachfrage der Krankentaggeldversicherung (KTG-act. 2 S. 168) 

führte Dr. L._______ am 26. Juli 2023 aus, phasenweise seien die 

Ängste des Beschwerdeführers seit dem Bericht vom 27. April 2023 et-

was besser geworden. Dann seien aber wieder Ängste, Unruhe und de-

pressive Stimmungseinbrüche aufgetreten. Insbesondere in den letzten 

Wochen sei es zu einer Verschlechterung der Schlafstörungen gekom-

men. Insgesamt habe sich der Gesundheitszustand seit dem 27. April 

2023 nicht grundlegend gebessert. Betreffend Diagnose mit Einfluss auf 

die Arbeitsfähigkeit liege eine Depression mit Angststörung (ICD-10 

F41.2) vor. Zur medizinisch-theoretischen Arbeitsfähigkeit aus psychiat-

rischer Sicht ausserhalb des aktuellen Arbeitgebers hielt er fest, theore-

tisch möglich wären körperlich und psychisch leichte Arbeiten über ei-

nen Zeitraum von acht Stunden pro Tag bei durchschnittlichem Zeit-

druck, wobei wesentliche psychische Belastungen und Nachtarbeit aus-

zuschliessen seien. Die bisherige Tätigkeit als Fachmann für Qualitäts-

sicherung sei nicht zumutbar, allerdings werde diesbezüglich auf das 

Fachgebiet der Berufskunde zur genaueren Beurteilung verwiesen. Zur 

Arbeitsfähigkeit ab dem 1. Oktober 2023 könne keine sichere Zukunfts-

prognose gestellt werden. Wann und in welchem Ausmass eine mögli-

che Stabilisierung eintrete, sei nicht vorhersehbar. Die Frage nach der 

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Seite 19 

Arbeitsfähigkeit oder Arbeitsunfähigkeit ab dem 1. Oktober 2023 könne 

wohl erst Ende September konkreter beantwortet werden (KTG-act. 2 

S. 174 f.). 

- Mit Arbeitsunfähigkeitsmeldung vom 8. August 2023 bestätigte 

Dr. L._______ eine Arbeitsunfähigkeit vom 8. August 2023 bis 30. Sep-

tember 2023 (KTG-act. 9 S. 193).  

- Dr. L._______ führte mit nervenärztlicher Bestätigung vom 23. Au-

gust 2023 zuhanden der Krankentaggeldversicherung aus, der Versi-

cherte sei in regelmässiger Behandlung aufgrund einer Depression mit 

Angststörung. Derzeit seien die Ängste wechselhaft ausgeprägt, in letz-

ter Zeit hätten sich diese wieder verschlechtert. Es könnten auch psy-

chosomatische Reaktionen auftreten, insbesondere eine Verschlechte-

rung der Blutdrucklage. Der Versicherte sei aus seiner Sicht weiterhin 

krankgeschrieben und es sei auch in nächster Zeit mit vermehrten Kran-

kenständen zu rechnen. Es bestehe keine Eignung mehr für die bishe-

rige Tätigkeit als Fachmann für Qualitätssicherung und es beständen 

auch ansonsten erhebliche Einschränkungen. Es seien maximal körper-

lich und psychisch leichte Arbeiten möglich, ohne besonderen Druck, 

Nachtarbeit sei nicht möglich. Im Falle eines Wiedereinstiegs ins Be-

rufsleben müsse dieser gleitend erfolgen. Ob ein solcher unter Berück-

sichtigung aller Einschränkungen faktisch wieder möglich sein werde, 

könne erst im Verlauf beurteilt werden. Es sei eine weitere psychophar-

makologische Behandlung und eine psychotherapeutische Begleitung 

notwendig (act. 47; KTG-act. 3). 

- Aufgrund des Entscheids des Krankentaggeldversicherers, medizini-

sche Beurteilungen zur Plausibilisierung der Arbeitsunfähigkeit zu ver-

anlassen (KTG-act. 7 S. 228 ff., 242, 244), beantwortete Dr. L._______ 

für die Expertenärzte einen entsprechenden Fragekatalog und hielt am 

18. September 2023 zum aktuellen Gesundheitszustand des Beschwer-

deführers insbesondere fest, in psychiatrischer Hinsicht hätten sich die 

Ängste in letzter Zeit wieder verschlechtert und in internistischer Hin-

sicht sei es weiterhin trotz multimodaler Behandlung nicht gelungen, den 

Blutdruck ausreichend zu kontrollieren. Aus psychiatrischer Sicht sei die 

allgemeine psychophysische Belastbarkeit weiter erheblich reduziert. 

Die Depression und Angststörung seien derzeit als mittel- bis höhergra-

dig einzuschätzen. Die Kombination von Depressionen und Ängsten mit 

der nicht einstellbaren Hypertonie sei besonders ungünstig. Die Prog-

nose für die Zukunft sei derzeit offen, eine Besserung sei durchaus noch 

C-6975/2024 

Seite 20 

möglich. Er habe nun zusätzlich eine stationäre Rehabilitation vorge-

schlagen, wo sowohl eine Expertise für kardiale als auch psychosoziale 

Rehabilitation gegeben sei. Der Beschwerdeführer sei aktuell und je-

denfalls in den nächsten Wochen, wahrscheinlich auch in den nächsten 

Monaten, zu 100 % nicht arbeitsfähig. Die seelische Verfassung habe 

sich derzeit massiv verschlechtert und es komme bereits bei geringen 

Belastungen zu massiven Blutdruckentgleisungen (KTG-act. 7 

S. 316 ff.).  

- Im Rahmen der vom Krankentaggeldversicherer angeordneten «Plausi-

bilisierung Arbeitsfähigkeit» äusserte sich Dr. med. R._______, Fach-

arzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, zur am 14. Septem-

ber 2023 durchgeführten Untersuchung. Zusammengefasst hielt er fest, 

es läge eine Anpassungsstörung nach ICD-10 F43.2 respektive ICD-11 

6B43 vor. Es bestehe eine Arbeitsunfähigkeit zu 100 % ab dem 15. Sep-

tember 2023. Die Prognose der Arbeitsunfähigkeit der letzten Tätigkeit 

beim letzten Arbeitgeber sei ungünstig, da die Stelle gekündigt worden 

sei und dort damit keine realistische Chance auf Rückkehr in die Tätig-

keit des Qualitätsbeauftragten bestehe. Es handle sich bei der Arbeits-

unfähigkeit in der angestammten Tätigkeit um eine rein auf den aktuel-

len Arbeitsplatz bezogene Arbeitsunfähigkeit. Die Arbeitsunfähigkeit in 

der letzten Tätigkeit bei einer anderen Arbeitsstelle respektive bei einem 

anderen Arbeitgeber werde wie folgt eingeschätzt: 75 % Arbeitsunfähig-

keit ab 15. September 2023 bis 30. September 2023, 50 % Arbeitsunfä-

higkeit ab 1. Oktober 2023 bis 15. Oktober 2023, 25 % Arbeitsunfähig-

keit ab 16. Oktober 2023 bis 31. Oktober 2023 und 0 % Arbeitsunfähig-

keit ab 1. November 2023. In einer den Beschwerden respektive der 

Funktionsfähigkeit angepassten Tätigkeit könne zum aktuellen Zeit-

punkt oder zukünftig eine Reduktion der Arbeitsunfähigkeit erreicht wer-

den. Diesbezüglich sei eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % ab dem 

15. September 2023 bis zum 30. September 2023 gegeben, eine volle 

Arbeitsfähigkeit sei ab dem 1. Oktober 2023 gegeben. Zur Begründung 

wird ausgeführt, bei einer leidensangepassten Tätigkeit sei die Prog-

nose günstiger als in der angestammten Tätigkeit. Diesbezüglich sollte 

hauptsächlich Routinearbeit durchgeführt und Multitasking vermieden 

werden. Es sollten flexible Pausen möglich sein und ein Arbeitsschritt 

nach dem anderen abgearbeitet werden. Die Anforderungen an die 

emotionale Belastbarkeit sollten sehr geringgehalten und Kundenkon-

takt vermieden werden. Im Ablauf sollten keine emotionalen Kompeten-

zen abverlangt werden. Schichtarbeit sei ungünstig. Der bisherige Ver-

lauf lasse auf die notwendige therapeutische Compliance schliessen, 

C-6975/2024 

Seite 21 

nachdem sich der Beschwerdeführer in psychiatrisch-psychotherapeu-

tischer Behandlung befinde. Durch eine medizinische Behandlung bzw. 

Behandlungsanpassung lasse sich die Arbeitsunfähigkeit in der ange-

stammten Tätigkeit nicht reduzieren (KTG-act. 7 S. 332 ff.; KTG-act. 9 

S. 334 ff.).  

- Gemäss Arztbrief von Dr. N._______ vom 22. September 2023 wurden 

die Diagnosen um das Vorliegen einer erhöhten Nüchternglukose und 

einer beginnenden hypertensiven Nephropathie ergänzt (act. 46). In sei-

ner medizinischen Beurteilung für die Krankentaggeldversicherung vom 

26. Oktober 2023 führte Dr. N._______ betreffend Fragen für die Exper-

tenärzte (KTG-act. 7 S. 251) ergänzend aus, bei den zahlreichen bishe-

rigen Untersuchungen habe sich kein Hinweis auf eine organische Blut-

hochdruckursache ergeben. Eine Nierenarterienstenose und eine Aor-

tenisthmusstenose hätten ausgeschlossen werden können (vgl. Befund 

MRT und MRA Nieren vom 17. Oktober 2023, KTG-act. 7 S. 413; Be-

fund MRA Aorta thoracalis vom 24. Oktober 2023, KTG-act. 7 S. 414). 

Eine paroxysmal auftretende, therapieresistente arterielle Hypertonie 

gehe häufig zurück auf psychische Belastungen und Traumatisierun-

gen. Der Versicherte befinde sich in psychotherapeutischer Behandlung 

und werde mit Antidepressiva behandelt. Eine mögliche Besserung der 

Hypertonie scheine vom Erfolg der Psychotherapie abhängig zu sein. 

Aufgrund der häufig auftretenden Blutdruckspitzen sei der Versicherte 

bis auf Weiteres arbeitsunfähig (act. 95 S. 5 f.; KTG-act. 7 S. 391). 

- Gemäss einer von Dr. N._______ ausgestellten Arbeitsunfähigkeitsmel-

dung vom 20. September 2023 bestand eine Arbeitsunfähigkeit vom 

20. Oktober 2022 bis am 15. Oktober 2023 (KTG-act. 7 S. 344) bzw. ge-

mäss Arbeitsunfähigkeitsmeldung vom 20. Oktober 2023 bis am 30. No-

vember 2023 (KTG-act. 9 S. 378).  

- Gemäss Arbeitsunfähigkeitsmeldung von Dr. L._______ vom 4. Okto-

ber 2023 bestand eine Arbeitsunfähigkeit vom 1. Oktober 2023 bis am 

30. November 2023 (KTG-act. 373).  

- Mit Beurteilung vom 2. November 2023 äusserte sich Dr. L._______ 

aus Sicht des behandelnden Arztes zum Gutachten von Dr. R._______. 

Er hielt fest, dass eine Angststörung vorliege, die zwar sehr wohl im 

Rahmen einer Anpassungsstörung auftreten könne, aber die Anpas-

sungsstörung des Beschwerdeführers weit über das übliche Ausmass 

einer solchen hinausgehe. Zudem hielt er erneut fest, dass die 

C-6975/2024 

Seite 22 

Kombination einer kardialen Problematik und einer Angststörung beson-

ders problematisch sei. Hinsichtlich Arbeitsunfähigkeit sei von einer sol-

chen sowohl in der bisherigen wie auch in einer angepassten Tätigkeit 

auszugehen. Es werde eine stationäre psychiatrische Rehabilitations-

behandlung empfohlen (KTG-act. 7 S. 423 f.).  

- Dr. R._______ antwortete am 16. November 2023 auf die Einschätzung 

von Dr. L._______ vom 2. November 2023 und hielt fest, eine affektive 

und neurotische (ängstliche) Symptomatik im Zusammenhang mit kar-

dialen Problemen könnten durchaus nach Myokardinfarkt vorkommen. 

Aufgrund der hiesigen Plausibilisierung müsse nach versicherungsme-

dizinischen Kriterien konstatiert werden, dass die Beschwerdevalidie-

rung auffällig gewesen sei, dass also in den Testungen eine teils deutlich 

überhöhte oder untypische Beschwerdedarstellung durch den Be-

schwerdeführer erfolgt sei. Dieses befundliche Ergebnis könne bei der 

Beurteilung der Arbeitsfähigkeit nicht ausser Acht gelassen werden. 

Noch viel relevanter sprächen die Funktionalitäten im Sinne von Garten-

arbeit, Müllentsorgung, Restaurantbesuchen und die Freizeittätigkeit 

des Fischens bzw. Angelns gegen eine Symptomatik von Depression 

und Angst, die dauerhaft schwer oder mittelschwer vorliegen würde. Die 

geltend gemachten Einschränkungen schienen überwiegend auf den 

Berufsbereich begrenzt zu sein. Der Bericht des nervenärztlichen Be-

handlers sei defizitorientiert und erwähne die Ressourcen nicht gebüh-

rend. Insgesamt sei unklar, ob eine Änderung der psychopharmakologi-

schen Therapie unter Abwägung von Wirkungen und Nebenwirkungen 

eine weitere Verbesserung bringe oder nicht. Dies, weil sich Empfehlun-

gen wegen der bekannten Ressourcen, Funktionalitäten und der auffäl-

ligen Beschwerdevalidierung mit symptomverstärkender Darstellung 

nicht anböten. Aufgrund der strukturierten Herleitung der Arbeitsunfä-

higkeit ergebe sich, dass kein eigendynamisch fortschreitender psychi-

atrischer Prozess im Vordergrund des klinischen Geschehens stehe. 

Die in der Plausibilisierung vom 15. September 2023 gestellten Progno-

sen aus versicherungspsychiatrischer Sicht hätten weiterhin Gültigkeit. 

Hinsichtlich der rein kardialen Aspekte könne aus psychiatrischer Sicht 

nicht fachspezifisch Stellung genommen werden (KTG-act. 7 S. 425 f.).  

- Im Schreiben der Krankentaggeldversicherung vom 29. Novem-

ber 2023 wird unter anderem festgehalten, dass der Bericht hinsichtlich 

der kardiologischen Abklärung zur medizinischen Beurteilung der Ar-

beitsunfähigkeit von Dr. med. S._______, Facharzt für Allgemeine In-

nere Medizin und Kardiologie, betreffend Plausibilisierung der 

C-6975/2024 

Seite 23 

Arbeitsfähigkeit sowie diverse Antworten zu entsprechenden Rückfra-

gen aufgrund widersprüchlicher Angaben nicht für eine zuverlässige 

Aussage zur Arbeitsunfähigkeit aus kardiologischer Sicht verwertet wer-

den könnten. Es werde eine neue kardiologische Abklärung durch einen 

anderen Expertenarzt in die Wege geleitet (KTG-act. 7 S. 441). Sum-

marisch diagnostizierte Dr. S._______ eine arterielle Hypertonie, aktuell 

medikamentös eingestellt, mit Angabe einer hypertensiven Krise. Die 

aktuelle Arbeitsunfähigkeit bezogen auf das angestammte Anstellungs-

pensum betrage 100 %, die diesbezügliche mutmassliche Entwicklung 

in der angestammten Tätigkeit könne nicht beurteilt werden. Es handle 

sich bei der eingeschätzten Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tä-

tigkeit nicht um eine rein auf den aktuellen Arbeitsplatz bezogene Ar-

beitsunfähigkeit. Es sei nicht beurteilbar, ob in einer angepassten Tätig-

keit eine Reduktion der Arbeitsunfähigkeit erreicht werden könne. Die 

medizinische Behandlung bzw. Behandlungsanpassung oder der Ver-

lauf der Arbeitsunfähigkeit könnten nicht beurteilt werden. Aus rein kar-

diologischer Sicht wäre gegebenenfalls eine verbleibende Arbeitsfähig-

keit auf dem ersten Arbeitsmarkt im Rahmen einer adaptierten Tätigkeit 

zu diskutieren. Idealerweise sollte dies in einer Konsensbesprechung 

mit dem psychiatrischen Gutachter diskutiert werden (KTG-act. 9 

S. 452 ff.). Gemäss Nachträgen vom 9. November 2023 und 22. No-

vember 2023 hielt Dr. S._______ auf die Frage, ob nach Erhalt der Bild-

gebung der Nierenarterien eine Einschätzung der Arbeitsfähigkeit 

(adaptiert) vorgenommen werden könne, fest, es könne aktuell eine psy-

chosomatische Genese der Beschwerden angenommen werden. Aus 

bidisziplinärer Sicht wäre ein Arbeitsversuch über ca. zwei Wochen zu 

50 % mit der Option, danach die Arbeitsfähigkeit auf 100 % zu erhöhen, 

ab sofort zu starten. Dem psychiatrischen Tätigkeitsprofil von 

Dr. R._______ sei aus allgemeinmedizinischer Sicht nichts hinzuzufü-

gen. Hinsichtlich des Berichts von Dr. N._______ würden sich aus ver-

sicherungsmedizinischer Sicht keine neuen Erkenntnisse ergeben 

(KTG-act. 9 S. 494 f.). 

- Mit Arbeitsunfähigkeitsmeldung vom 12. Dezember 2023 bestätigte 

Dr. L._______ eine Arbeitsunfähigkeit vom 1. Dezember 2023 bis 

20. Januar 2024 (KTG-act. 9 S. 559).  

- Dr. N._______ bestätigte am 12. Dezember 2023 eine Arbeitsunfähig-

keit bis 31. Dezember 2023 (KTG-act. 9 S. 561).  

C-6975/2024 

Seite 24 

- Mit Schreiben vom 8. Januar 2024 führte Dr. L._______ zuhanden der 

Krankentaggeldversicherung ergänzend aus, der Versicherte sei vor al-

lem belastet durch die immer wieder auftretenden massiven Blutdru-

ckentgleisungen welche trotz Konsultation mehrerer internistischer 

Fachärzte bisher nicht ausreichend stabilisiert werden konnten. Es be-

stände weiterhin eine Depression mit Angststörung (ICD-10 F41.3). Der 

Versicherte sei aus psychiatrischer Sicht unverändert zu 100 % arbeits-

unfähig, dies zumindest bis März 2024. Der Versicherte befände sich in 

einer schlechten seelischen Verfassung, die psychophysische Belast-

barkeit sei erheblich reduziert und es komme bereits bei leichten Belas-

tungen sowie spontan immer wieder zu vegetativen Symptomen mit 

ausgeprägten Blutdruckentgleisungen. Es sei eine stationäre Rehabili-

tationsbehandlung hinsichtlich der internistischen Problematik wie auch 

der psychiatrischen Erkrankung indiziert, wobei eine Kostenübernahme 

von Versicherungsseite bisher abgelehnt worden sei (act. 56; KTG-

act. 9 S. 584 ff.). 

- Mit kardiologischer Kurzbeurteilung vom 22. Januar 2024, datierend 

vom 7. Februar 2024, hielt Dr. T._______, Facharzt FMH für Kardiologie 

und Allgemeine Innere Medizin, als Diagnosen mit Auswirkung auf die 

Arbeitsfähigkeit zusammengefasst paroxysmale Blutdruckspitzen, 

eventuell im Rahmen einer psychischen Begleiterkrankung und eine 

medikamentös fraglich therapierefraktäre arterielle Hypertonie fest. Es 

handle sich um einen aussergewöhnlichen Fall. Eine sekundäre, orga-

nisch bedingte arterielle Hypertonie könne komplett ausgeschlossen 

werden. Es erstaune, dass die medikamentöse Therapie keine anhal-

tende Normalisierung des Blutdruckniveaus erreichen konnte. Ein ext-

remes Dipping der BD-Werte in den Nachtmessungen deute auf eine 

massive psychische Anspannung und adrenerge Stressbelastung am 

Tag hin. Eine Malcompliance bzw. fehlende Therapieadhärenz bezüg-

lich der medikamentösen Therapie könne nicht ausgeschlossen wer-

den. Die Prognose sei schlecht abschätzbar. Es stehe die optimale Be-

handlung der belastenden psychischen Situation im Vordergrund. Das 

ungewöhnlich schlechte oder stark schwankende Ansprechen einer 

ausgebauten, leitliniengerechten medikamentösen Therapie im ambu-

lanten Setting sollte aufgrund des Schweregrads der Hypertonie unter 

stationären Bedingungen nochmals überprüft werden. Wenn eine Mal-

compliance bzw. fehlende Therapieadhärenz ausgeschlossen werden 

könne und auch eine anhaltende Stabilisierung der psychischen Situa-

tion keine Besserung bringen sollte, hätten die behandelnden Kardiolo-

gen eine perkutane renale Sympathikusdenervation zu evaluieren. Es 

C-6975/2024 

Seite 25 

liege keine kardiale oder andere somatische Einschränkung vor, die 

eine Arbeitsunfähigkeit als Qualitätsmitarbeiter begründe. Eine berufli-

che psychische Stresssituation, wie sie auch im angestammten Beruf 

auftreten könne, könnte die RR-Situation zum Entgleisen bringen, dass 

hieraus eine Gesundheitsschädigung und Einschränkung der Arbeitsfä-

higkeit resultiere. Ein Wiedereinstieg sollte daher mit 50 % Arbeitsfähig-

keit erfolgen. Aus kardiologisch somatischer Sicht sei der Beschwerde-

führer in keinen Tätigkeiten eingeschränkt. Bis zur Klärung der Ursa-

chen des Therapiemisserfolgs – und sollten die Blutdruckwerte tatsäch-

lich auf dem aktuellen Niveau bleiben – sei der Beschwerdeführer in 

allen Tätigkeiten mit schwergradiger körperlicher Belastung und hoher 

psychisch-seelischer Belastung 100 % arbeitsunfähig (wegen möglicher 

anhaltender Blutdruckspitzen unter Belastung bzw. Gefahr einer hyper-

tensiven Krise). In Tätigkeiten mit nur leichtgradiger körperlicher Belas-

tung, vorwiegend sitzend, mit genügend Pausen und geringem Stress-

aufkommen bestände keine Einschränkung (KTG-act. 9 S. 622 ff.). 

- Gemäss der versicherungsmedizinischen Beurteilung der Arbeitsfähig-

keit durch RAD-Ärztin Dr. med. U._______, Fachärztin für Neurologie 

und Anästhesiologie, vom 9. Februar 2024 übe der Versicherte in seiner 

angestammten Tätigkeit als Qualitätsbeauftragter eine vorwiegend sit-

zende Tätigkeit aus, zumeist mit Koordination von Reklamationen und 

Sicherstellung von Kundenlieferungen sowie der Koordination der 

Nachbearbeitung von Teilen. In seiner zuletzt ausgeübten Tätigkeit bei 

dieser Firma sei er aus versicherungsmedizinischer Sicht zu 0 % ar-

beitsfähig aufgrund der psychischen und sehr wahrscheinlich körperli-

chen Exazerbation seines Blutdrucks und der depressiv-ängstlichen 

Symptomatik. Es gebe keine somatisch-körperlichen Veränderungen 

oder kognitive Veränderungen, die eine Einschränkung begründen 

könnten in seiner Tätigkeit als Qualitätsbeauftragter bei einer anderen 

Arbeitgeberin oder einer anderen Tätigkeit unter bestimmten Adaptions-

bedingungen. Es könne auf die psychiatrische Plausibilisierung der Ar-

beitsunfähigkeit von Dr. R._______ abgestellt werden. Hinsichtlich 

Adaptionskriterien wurde festgehalten, geeignet seien überwiegende 

Routinetätigkeiten ohne Reizüberflutung (z.B. durch Multitasking oder 

anhaltend laute Hintergrundgeräusche) in reizarmer Umgebung, eine 

flexible Pausenplanung, überwiegend strukturierte Tätigkeiten und kein 

überwiegender Kundenkontakt. Es bestehe versicherungsmedizinisch-

theoretisch eine gute Prognose in einer adaptierten Tätigkeit. Es gebe 

keine Hinweise für anhaltende Funktionseinschränkungen, die sich dau-

erhaft auf die Arbeitsfähigkeit auswirken könnten. Die Eingliederung 

C-6975/2024 

Seite 26 

könne auch ohne weitere Berichte gestartet werden. Eine Wiederein-

gliederung sollte baldmöglichst erfolgen, um einer weiteren Chronifizie-

rung und damit Arbeitsunfähigkeit entgegenzuwirken (act. 64 S. 5 f.).  

- Im Verlaufsbericht für die Zeit ab 26. Oktober 2023 führt Dr. N._______ 

am 16. April 2024 aus, der Gesundheitszustand sei seither stationär 

und die Diagnose habe sich nicht geändert. Es beständen unverändert 

paroxysmale Blutdruckentgleisungen und die antihypertensive Therapie 

werde fortgeführt. Die letzte Untersuchung habe am 20. Septem-

ber 2023 stattgefunden, danach eine telefonische Weiterbetreuung. Am 

11. Februar 2024 habe er seine Betreuung des Patienten für beendet 

erklärt. Im Weiteren verwies er auf seine medizinische Beurteilung vom 

26. Oktober 2023 (act. 95 S. 2f.). 

- Dr. L._______ führt in seinem Bericht vom 22. April 2024 zum Verlauf 

seit dem Bericht vom 8. Januar 2024 aus, es habe sich in psychiatri-

scher Hinsicht seither keine relevante Veränderung ergeben. Eine Kos-

tenübernahme für eine stationäre Rehabilitationsbehandlung sei abge-

lehnt worden. Betreffend den psychopathologischen Befund sei die 

Stimmung depressiv, der Antrieb eher gesteigert, im Affekt labil. Es be-

stehe eine Neigung zum Grübeln und eine Durchschlafstörung. Der Ge-

dankenduktus sei formal intakt, inhaltlich auf negative Inhalte, vor allem 

die kardiologische Problematik, zentriert. Es lägen keine darüberhinaus-

gehende inhaltliche Denkstörungen und kein Hinweis für kognitive Stö-

rungen vor. Die allgemeine psychophysische Belastbarkeit sei reduziert, 

er sei schnell ermüdbar. Bei bereits mässiger körperlicher oder mentaler 

Belastung könnten vegetative Symptome auftreten und vor allem die 

Blutdruckschwankungen verschlechtert werden. Es bestehe aus psychi-

atrischer Sicht weiterhin eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % für die Tä-

tigkeit als Qualitätsfachmann. Eine theoretische ideal adaptierte Tätig-

keit wäre zu 50 % denkbar und müsste wie folgt aussehen: körperlich 

und psychisch nur leichte Arbeiten, durchschnittlicher Zeitdruck, keine 

Nachtarbeit, keine Wechselschicht, keine hoher psychischer Druck (bei-

spielsweise konfliktträchtige Tätigkeiten), keine Arbeitstätigkeiten mit 

hohen Anforderungen an Aufmerksamkeit und Konzentration, nicht 

mehr als gelegentlicher Kundenkontakt, keine Arbeitstätigkeiten, welche 

besondere Teamfähigkeiten erfordern und keine besondere Exposition 

gegenüber Lärm. Die Prognose sei derzeit ungünstig und es werde sich 

in psychiatrischer Hinsicht in den nächsten Monaten mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit keine relevante Veränderung ergeben. Die Erkran-

kung zeige nun eine deutliche Chronifizierungstendenz. Ungünstig sei 

C-6975/2024 

Seite 27 

die Kombination von Depressionen und Ängsten mit einer manifesten 

kardinalen Erkrankung, welche internistischerseits offensichtlich nicht 

ausreichend stabilisiert werden könne (act. 96 S. 2 ff.). 

- Dr. M._______ verweist in seinem der Vorinstanz am 13. Mai 2024 ein-

gereichten Arztbericht betreffend Befunde und Diagnosen grundsätzlich 

auf seinen Arztbericht vom 21. November 2022. Die letzte Konsultation 

sei am 11. März 2024 erfolgt. Hinsichtlich Diagnosen mit Auswirkungen 

auf die Arbeitsfähigkeit läge eine therapieresistente arterielle Hypertonie 

vor. Die Prognose hinsichtlich Arbeitsfähigkeit sei ungewiss. Fragen hin-

sichtlich aktueller Tätigkeit, Funktionseinschränkungen, Ressourcen, 

zumutbarer Arbeitsstunden pro Tag in der bisherigen Tätigkeit und Aus-

mass der Einschränkung bei Aufgaben im Haushalt könnten nicht be-

antwortet werden. Die Prognose zur Eingliederung sei günstig. Die the-

rapieresistente Hypertonie und die hypertensiven Entgleisungen stän-

den einer Eingliederung im Weg (act. 99 S. 3 ff.).   

- Gemäss psychiatrischem Befundbericht vom 3. Juni 2024 von 

Dr. H._______, neu behandelnder Psychiater seit dem 16. Mai 2024, 

wird eine somatoforme Störung durch gemischte Angststörung und de-

pressive Störung diagnostiziert (act. 104). Mit Arbeitsunfähigkeitsmel-

dung vom 15. Juni 2024 wurde der Versicherte durch Dr. H._______ 

vom 15. Juni 2024 bis 15. Juli 2024 als arbeitsunfähig gemeldet 

(act. 103). 

- Am 3. Juni 2024 berichtete Dr. F._______, Abteilung für Innere Medizin, 

Krankenhaus G._______, der Versicherte sei zur Einholung einer Dritt-

meinung bei nicht einstellbarem arteriellen Hypertonus vorstellig gewor-

den. Bisher hätten alle Abklärungen betreffend sekundäre Hypertonie 

einen unauffälligen Befund ergeben. In den mitgebrachten Blutdruck-

Aufzeichnungen würde sich vor allem am Morgen und Vormittag ein 

deutlich erhöhter Blutdruck zeigen. Abends bzw. am Nachmittag zeigten 

sich teilweise hypotensive Blutdruckwerte. Aufgrund dieser Blutdruck-

werte sei der Versicherte aktuell noch im Krankenstand. In der durchge-

führten Echokardiographie und im EKG vom selben Tag hätten sich eine 

Linksventrikel-Hypertrophie und im Labor eine ausgeprägte Hypercho-

lesterinämie gezeigt (act. 105). 

- In der Stellungnahme der RAD-Ärztin Dr. U._______ vom 5. Juli 2024 

wurde zusammenfassend festgehalten, es bestehe beim Beschwerde-

führer eine ausgeprägte Fokussierung auf seine kardiale Symptomatik. 

C-6975/2024 

Seite 28 

Der Fokus der Behandlungen liege nach einem Wechsel des behan-

delnden Kardiologen und des behandelnden Psychiaters auf der Medi-

kation und den Blutdruckwerten. Daher habe der aktuelle Psychiater 

eine durch Ängste und Depressionen hervorgerufenen somatoforme 

Störung diagnostiziert. Es bestehe ein chronifiziertes Zustandsbild bei 

sehr hohem Druck und sehr hoher Belastung mit sehr hoher Anspan-

nung. Es sei erforderlich, dass der Gesundheitszustand sowie die zu-

mutbare Arbeitsfähigkeit aktuell und im Verlauf von unabhängiger Stelle 

mittels bidisziplinärem Gutachten (Kardiologie [innere Medizin] und Psy-

chiatrie/Psychologie) umfassend beurteilt werde (act. 114 S. 4 ff.). 

4.3.2 Im Beschwerdeverfahren wurden die folgenden medizinischen Un-

terlagen eingereicht: 

- Gemäss einem Arztbericht des Instituts für Akutneurologie und Schlag-

anfall (IANS) des Krankenhauses I._______ vom 25. Oktober 2024 zum 

stationären Aufenthalt des Beschwerdeführers vom 20. Oktober 2024 

bis 25. Oktober 2024 sei zusammenfassend die Aufnahme am 20. Ok-

tober 2024 mit der Klinik eines vertebrobasilären Infarktes mit 9 Punkten 

im NIH-SS erfolgt. Nach Ausschluss von systemischen und bildgeben-

den Kontraindikationen sei eine Lysetherapie mit klinischer Besserung 

vorgenommen worden. Bei wahrscheinlich atherosklerotischer Basila-

risstenose ohne Verschluss sei auf eine interventionelle Therapie des 

Infarktes verzichtet worden. Der Beschwerdeführer habe aufgrund der 

hochgradigen Stenose während fünf Tagen eine Therapie mit iv. Heparin 

erhalten, worunter es zu keiner signifikanten Besserung der Stenose 

gekommen sei. Somit sei eine atherosklerotische Stenose anzuneh-

men. Der klinische Verlauf gestalte sich als erfreulich. Der Beschwerde-

führer habe zunehmend mobilisiert werden können. Er zeige bei der 

Entlassung noch ein fasziales Defizit linksseitig, eine leicht- bis mittel-

gradige Parese des linken Armes mit Absinken und Feinmotorikstörung 

und eine leichtgradige Parese des linken Beines. Für einige Schritte sei 

er bereits alleine mobil, Als Diagnosen bei Entlassung wurden eine ver-

tebrobasiläre Ischämie punctum Maximum pontine rechts (ICD-10 I63.3; 

zusätzlich ACP-Stromgebiet links und zerebellär rechts, ätiologisch ar-

terio-arteriell embolisch bei höchstgradiger Basilarisstenose auf athero-

sklerotischer Basis), eine ausgeprägte supraaortale und extra- und in-

trakranielle Gefässsklerose mit punctum Maximum an der Arteria basila-

ris mit höchstgradiger Basilarisstenose, eine therapieresistente arteri-

elle Hypertonie (bisher ohne Hinweis auf sekundäre Genese), eine ko-

ronare 1-Gefäss-Erkrankung, eine hypertensive Herzerkrankung, eine 

C-6975/2024 

Seite 29 

hypertensive Nephropathie, chronischer Nikotinabusus und eine Hyper-

cholesterinämie genannt (Beilage zu BVGer-act. 6). 

- Dem Arztbrief des Krankenhauses J._______, Abteilung für Neurologie, 

vom 30. Oktober 2024 ist zu entnehmen, dass die Übernahme von der 

IANS des Krankenhauses I._______ zur weiteren medizinischen Be-

treuung und Diagnostik erfolgt sei. Bei Aufnahme habe beim Beschwer-

deführer eine brachiofazial betonte Hemiparese links bestanden. Unter 

physio- und ergotherapeutischen sowie logopädischen Massnahmen 

habe sich erfreulicherweise eine Besserungstendenz gezeigt. Eine wei-

terführende nachsorgende Therapie im stationären Rahmen sei dem 

Beschwerdeführer nahegelegt worden, er habe aber eine zeitnahe Ent-

lassung angestrebt. Während des stationären Aufenthalts sei bei anhal-

tend hypertensiven Blutdruckwerten eine Adaptierung der antihyperten-

siven Medikation erfolgt (Beilage zu BVGer-act. 6). 

- Gemäss Stellungnahme des RAD vom 19. Dezember 2024 bestand seit 

dem 1. Oktober 2023 eine Arbeitsfähigkeit unter adaptierten Bedingun-

gen zu 100 %. Auf die Plausibilisierung des Kardiologen Dr. T._______ 

vom 7. Februar 2024 könne versicherungsmedizinisch abgestützt wer-

den, die Beschwerden und die Unterlagen seien aus damaliger Sicht 

ausreichend gewürdigt worden. Es sei nachvollziehbar geschlossen 

worden, dass aus kardiologischer Sicht keine Einschränkung der Ar-

beitsfähigkeit bestanden habe. Auf die Plausibilisierung des Kardiologen 

Dr. S._______ vom 13. Oktober 2023 könne versicherungsmedizinisch 

nicht abgestützt werden. Es handle sich um eine äusserst kurze Stel-

lungnahme, deren Aussagen medizinisch nicht begründet würden, ins-

besondere nicht die Arbeitsunfähigkeit zu 100 %. Insgesamt seien die 

Aussagen medizinisch nicht nachvollziehbar, nicht schlüssig und nicht 

plausibel. Die für die Blutdruckschwankungen hauptsächlich verantwort-

liche psychiatrische Situation sei von ihm nicht gewürdigt worden. Be-

zugnehmend auf die eigene letzte Stellungnahme habe es am 9. Feb-

ruar 2024 keine Anhaltspunkte für eine eingeschränkte Arbeitsfähigkeit 

unter adaptierten Bedingungen gegeben, in die neben der Würdigung 

der Arztbriefe und Berichte der Behandler auch die Plausibilisierung des 

Psychiaters Dr. R._______ einfliesse, auf die abgestützt werden könne. 

Am 5. Juli 2024 sei aufgrund des sehr hohen Leidensdrucks des Be-

schwerdeführers, der wechselnden Behandler und der unterschiedli-

chen Einschätzung der Arbeitsfähigkeit die Indikation für ein bidiszipli-

näres Gutachten gestellt worden.  

C-6975/2024 

Seite 30 

 Im Hinblick auf die Frage, ob die volle Arbeitsfähigkeit in adaptierter Tä-

tigkeit zwischen dem 1. Oktober 2023 und dem 7. Oktober 2024 (Verfü-

gungszeitpunkt) durchgehend vorhanden gewesen sei, wird festgehal-

ten, dass zum Zeitpunkt der letzten RAD-Stellungnahme vom 5. Juli 

2024 aus versicherungsmedizinischer Sicht die Arbeitsfähigkeit in adap-

tierter Tätigkeit letztlich nicht rechtssicher geklärt gewesen sei. Zur un-

abhängigen umfassenden Abklärung sollte ein bidisziplinäres Gutach-

ten der Fachdisziplinen Kardiologie und Psychiatrie-Psychologie erfol-

gen. Am 20. Oktober 2024 sei es zum plötzlichen, akuten Auftreten einer 

Halbseitenschwäche links mit ausgeprägt hängendem Mundwinkel links 

und leicht undeutlicher Sprache gekommen. Im Krankenhaus I._______ 

sei umgehend bei vertebrobasilärem Infarkt auf dem Boden einer arte-

rio-arteriellen Embolie einer arteriosklerotischen Basilarisstenose eine 

erfolgreiche Lyse erfolgt. Im Verlauf kam es zu einer kontinuierlichen 

Besserung der neurologischen Symptomatik. Es hätten sich generali-

siert arterio-sklerotische Veränderungen der extra- und intrakraniellen 

Gefässe gezeigt, welche sich über lange Zeit vor dem Hintergrund der 

seit langer Zeit bestehenden arteriellen Hypertonie ausgebildet hätten. 

Den vorliegenden Arztbriefen und Berichten seien keine Erkrankungen 

oder Funktionseinbussen zu entnehmen, die zwischen dem 5. Juli 2024 

und dem 20. Oktober 2024 neu aufgetreten sein könnten. Der Be-

schwerdeführer habe sich offenbar am 13. August 2024 arbeitsfähig ge-

fühlt und seine neue Stelle im Vollzeitpensum am 1. September 2024 

angetreten. Zum Zeitpunkt vom 1. bis 7. Oktober 2024 (recte: 1. Sep-

tember 2024 bis 7. Oktober 2024) scheine somit eine Arbeitsfähigkeit 

von 100 % vorgelegen zu haben, zumindest in adaptierter Tätigkeit. Es 

sei nicht bekannt, ob diese Arbeitsstelle adaptiert gewesen sei oder 

nicht.  

 Bei dem stattgefundenen Schlaganfall habe es sich letztlich um eine 

Folge der langjährigen arteriellen Hypertonie und zusätzlich der weite-

ren kardiovaskulären Risikofaktoren Hypercholesterinämie, Überge-

wicht, gestörte Glukosetoleranz, familiäre Disposition und langjährigem 

Nikotinabusus sowie psycho-sozialer Stressfaktoren gehandelt. Die kar-

diovaskulären Risikofaktoren inklusive der arteriellen Hypertonie hätten 

zuvor keine überdauernden Funktionseinbussen im Hinblick auf die Ar-

beitsfähigkeit verursacht. Es habe somit keinen Grund zur Annahme ge-

geben, dass die Aussagen des Beschwerdeführers und seine Selbstein-

schätzung nicht stimmen könnten. Es habe keinen medizinisch begrün-

deten Anlass gegeben, weitere medizinische Abklärungen durchzufüh-

ren oder an der Begutachtung festzuhalten (Beilage zu BVGer-act. 10). 

C-6975/2024 

Seite 31 

4.3.3 In Würdigung der erwähnten ärztlichen Berichte kann zusammenfas-

send festgehalten werden, dass beim Beschwerdeführer einerseits Diag-

nosen betreffend seine psychische Gesundheit und andererseits Diagno-

sen somatischer Natur gestellt wurden.  

4.3.3.1 In psychiatrischer Hinsicht steht aus Sicht des erstbehandelnden 

Psychiaters Dr. L._______ die Diagnose Depression mit Angststörung 

(ICD-10 F41.3) im Raum. Der neu behandelnde Dr. H._______ diagnosti-

zierte diesbezüglich eine somatoforme Störung durch gemischte Angststö-

rung und depressive Störung, eine ICD-10-Klassifikation wird nicht ange-

geben (act. 103). Dr. R._______ ging demgegenüber von einer Anpas-

sungsstörung nach ICD-10 F43.2 aus und legte dar, dass bei teils deutlich 

überhöhter oder untypischer Beschwerdedarstellung anlässlich der Unter-

suchung die Beschwerdevalidierung mit symptomverstärkender Darstel-

lung auffällig sei und verschiedene Funktionalitäten gegen eine Sympto-

matik von Depression und Angst sprächen, die dauerhaft schwer oder mit-

telschwer vorliegen würde. Zudem schienen die geltend gemachten Ein-

schränkungen überwiegend auf den Berufsbereich beschränkt zu sein. Da-

mit fehlt es vorliegend bereits an der Voraussetzung einer klar gestellten 

psychiatrischen Diagnose als Ausgangspunkt für die Beurteilung der Ar-

beitsfähigkeit des Beschwerdeführers mittels der Standardindikatoren. 

Auch fehlt es an einer eingehenden Prüfung der Indikatoren sowie an einer 

Gesamtbetrachtung unter Einbezug der somatischen Leiden. Ferner ist un-

klar, wie sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers in psychiat-

rischer Hinsicht seit der Arbeitsunfähigkeitsmeldung vom 15. Juni 2024 

durch Dr. H._______ betreffend eine Arbeitsunfähigkeit vom 15. Juni 2024 

bis 15. Juli 2024 (act. 103) bis zum Verfügungserlass entwickelt hat. Es 

fehlt auch eine umfassende Befunderhebung in diesem Zeitraum, so dass 

keine abschliessende Beurteilung möglich ist. Unklar ist weiter, ob zusätz-

lich ein Suchtleiden (Alkohol) vorliegt (vgl. Arztbrief Krankenhaus 

I._______ vom 15. März 2022). 

4.3.3.2 Aus somatischer Sicht stand in der Vergangenheit eine therapiere-

sistente arterielle Hypertonie (ICD-10 I25.1) im Zentrum. Diesbezüglich 

schien unklar, ob allenfalls eine sogenannte Malcompliance bzw. fehlende 

Therapieadhärenz vorliegen könnte. Fraglich ist, ob diesbezüglich weitere 

Abklärungen erfolgt sind, denn soweit ersichtlich erfolgte keine Bestim-

mung der Medikamentenspiegel im Blut oder eine kontrollierte Medikamen-

tenabgabe. Allerdings ist auch während des letzten stationären Aufenthalts 

aufgrund anhaltend hypertensiver Blutdruckwerten eine Adaptierung der 

antihypertensiven Medikation erfolgt. Weiter ist unklar, ob und inwieweit die 

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Seite 32 

arterielle Hypertonie Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwer-

deführers hatte. Des Weiteren liegt eine Vielzahl weiterer Diagnosen – un-

ter anderem eine koronare Eingefässerkrankung, eine hypertensive Herz-

erkrankung und eine Hypercholesterinämie – vor, wobei an dieser Stelle 

auf die bereits gemachten Ausführungen verwiesen werden kann. 

Schliesslich erlitt der Beschwerdeführer nach Verfügungserlass am 20. Ok-

tober 2024 einen vertebrobasilären Infarkt mit brachiofazial betonter Hemi-

parese links. Als Diagnosen bei Entlassung wurden zusätzlich zu bereits 

bekannten Diagnosen unter anderem eine vertebrobasiläre Ischämie punc-

tum Maximum pontine rechts (ICD-10 I63.3) sowie eine ausgeprägte sup-

raaortale und extra- und intrakranielle Gefässsklerose mit punctum Maxi-

mum an der Arteria basilaris mit höchstgradiger Basilarisstenose erwähnt. 

Gemäss diesbezüglicher Einschätzung des RAD vom 19. Dezember 2024 

hätten sich die arterio-sklerotischen Veränderungen der extra- und intra-

kraniellen Gefässe über lange Zeit vor dem Hintergrund der seit Langem 

bestehenden arteriellen Hypertonie ausgebildet. Insbesondere gemäss 

Befund der K._______ GmbH vom 14. Juni 2023 betreffend eine MR-An-

giographie des Schädels hatte aber demgegenüber eine regelrechte Dar-

stellung der Arteria basilaris ohne Nachweis von Kaliberirregularitäten/Ste-

nosen oder Ektasien vorgelegen und auch die übrigen intrakraniellen Arte-

rien hätten sich regelrecht dargestellt. Es fänden sich keine Gefässabbrü-

che, Stenosen oder Aneurysmata. Auch diesbezüglich sind im Hinblick auf 

die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers weitere Abklärungen ange-

zeigt. 

4.3.4 In Übereinstimmung mit den Verfahrensbeteiligten ist mithin festzu-

halten, dass sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers mit mul-

tiplen Beschwerden psychischer und somatischer Natur aufgrund der vor-

liegenden Akten nicht abschliessend beurteilen lässt. Es ist insbesondere 

unklar, ob zwischen dem 1. Oktober 2023 (Zeitpunkt des frühestmöglichen 

Rentenbeginns) und dem 7. Oktober 2024 (Verfügungszeitpunkt) eine 

volle Arbeitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit durchgehend vorhanden ge-

wesen war. Daher wäre zwecks unabhängiger und umfassender Abklärung 

der somatischen und psychischen Leiden und ihrer gesamthaften Auswir-

kung auf die Arbeitsfähigkeit – trotz Mitteilung des Beschwerdeführers an 

die IV-Stelle E._______, am bidisziplinären Gutachten in den Fachberei-

chen Kardiologie und Psychiatrie nicht mehr teilnehmen zu wollen –, ein 

solches durchzuführen gewesen.  

4.3.5 Die medizinische Aktenlage erlaubt entsprechend keine rechts-

genügliche Beurteilung des Gesundheitszustands und der Arbeitsfähigkeit 

C-6975/2024 

Seite 33 

des Beschwerdeführers für die vorliegend relevanten Zeitperiode ab März 

2022. Mangels einer zuverlässigen medizinischen Entscheidungsgrund-

lage ist es nicht möglich, mit dem im Sozialversicherungsrecht erforderli-

chen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu beurteilen, ob 

und gegebenenfalls in welcher Höhe und ab wann der Beschwerdeführer 

Anspruch auf eine IV-Rente hat.  

4.3.6 Bei dieser Sachlage kann nicht auf die Abnahme weiterer Beweise 

verzichtet werden. Um eine vollständige und umfassende Beurteilung des 

Gesundheitszustands und der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers zu 

ermöglichen, erscheint, nach Aktualisierung des medizinischen Dossiers, 

die Durchführung einer interdisziplinären medizinischen Begutachtung in 

der Schweiz unumgänglich. Angezeigt erscheint eine Begutachtung in den 

Fachdisziplinen Innere Medizin, Kardiologie, Neurologie und Psychiatrie. 

Ob neben den genannten Fachdisziplinen auch noch weitere Spezialisten 

beigezogen werden, ist dem pflichtgemessen Ermessen der Gutachter zu 

überlassen, zumal es primär ihre Aufgabe ist, aufgrund der konkreten Fra-

gestellung über die erforderlichen Untersuchungen zu befinden (vgl. dazu 

Urteil des BGer 8C_124/2008 vom 17. Oktober 2008 E. 6.3.1). Mit der in-

terdisziplinären Begutachtung kann, insbesondere wenn wie vorliegend 

erstmals interdisziplinär abgeklärt wird, sichergestellt werden, dass alle re-

levanten Gesundheitsschädigungen auch im Verlauf erfasst und die daraus 

jeweils abgeleiteten Einflüsse auf die Arbeitsfähigkeit würdigend in einem 

Gesamtergebnis ausgedrückt werden (vgl. dazu Urteil des BVGer C-

2713/2015 vom 13. Oktober 2016 E. 5.1). Dabei stellt sich insbesondere 

auch die Frage nach der Therapieadhärenz respektive Medikamentenkom-

pliance sowie die Frage, ob auch ein Suchtleiden (Alkohol) vorliegt. Die 

gutachterliche Beurteilung der psychischen Leiden des Beschwerdeführers 

und deren Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit hat dabei in Anwendung 

der Standardindikatoren gemäss neuer bundesgerichtlicher Rechtspre-

chung zu erfolgen (vgl. oben E. 3.8), wobei unter dem Indikator Komorbi-

dität im Sinne einer Gesamtbetrachtung auch allfällige im konkreten Fall 

ressourcenhemmende somatische Störungen zu berücksichtigen sind (vgl. 

Urteil des BGer 9C_21/2017 E. 5.2.1 mit Hinweis auf BGE 141 V 281 

E. 4.3.1.3). Betreffend den zu beurteilenden Zeitraum haben die Gutachter 

sinnvollerweise die Entwicklung des Gesundheitszustands und den Verlauf 

der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers bis zum Zeitpunkt der Begut-

achtung miteinzubeziehen.  

4.4 Die Vorinstanz ist anzuweisen, nach Aktualisierung und Vervollständi-

gung der medizinischen Akten die Statusfrage rechtsgenüglich abzuklären 

C-6975/2024 

Seite 34 

und anschliessend eine umfassende interdisziplinäre Begutachtung des 

Beschwerdeführers zu veranlassen zur Klärung der Frage, welche gesund-

heitlichen Beeinträchtigungen mit welchen Auswirkungen auf die funktio-

nelle Leistungs- und die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers sowohl in 

der bisherigen Tätigkeit als Qualitätsfachmann als auch in einer angepass-

ten Tätigkeit wie auch – sofern der Beschwerdeführer im Haushalt tätig 

wäre – im Aufgabenbereich bzw. in Haushaltsaktivitäten bestehen. Eine all-

fällige Beurteilung der Leistungsfähigkeit im Haushalt wird sich dabei auf 

substantiierte Erhebungen der tatsächlichen Verhältnisse zu stützen ha-

ben. Im Rahmen der Beurteilung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit ist ins-

besondere auch zu deren gesamten Verlauf seit spätestens 8. März 2022 

(Datum der hypertensive Entgleisung) bis zum Gutachtenszeitpunkt Stel-

lung zu nehmen.  

4.5 Die interdisziplinäre Begutachtung hat vorliegend in der Schweiz zu er-

folgen, zumal die Abklärungsstelle mit den Grundsätzen der schweizeri-

schen Versicherungsmedizin vertraut sein muss (vgl. dazu Urteil des BGer 

9C_235/2013 vom 10. September 2013 E. 3.2; Urteile des BVGer C-

5862/2014 vom 5. April 2016 E. 5.2 und C-329/2014 vom 8. Juli 2015 

E. 5.3.1 je mit Hinweis auf C-4677/2011 vom 18. Oktober 2013 E. 3.6.3). 

Dem Beschwerdeführer ist das rechtliche Gehör zu gewähren und es ist 

ihm Gelegenheit zu geben, Zusatzfragen zu stellen (BGE 137 V 210 

E. 3.4.2.9). Gründe, welche eine Begutachtung in der Schweiz als unver-

hältnismässig erscheinen liessen, sind vorliegend keine ersichtlich. Des 

Weiteren erfolgt die Gutachterauswahl bei bi- und polydisziplinären Begut-

achtungen in der Schweiz nach dem Zufallsprinzip (Art. 72bis IVV; vgl. dazu 

BGE 139 V 349 E. 5.2.1), was im Interesse der Verfahrensbeteiligten liegt.  

5.  

5.1 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Vorinstanz ihrer Abklä-

rungspflicht nicht rechtsgenüglich nachgekommen ist. Demzufolge ist es 

nicht möglich, mit dem im Sozialversicherungsrecht erforderlichen Beweis-

grad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu beurteilen, ob, gegebenen-

falls in welcher Höhe und ab wann der Beschwerdeführer Anspruch auf 

eine Rente der Invalidenversicherung hat. Die Beschwerde ist deshalb in-

soweit gutzuheissen, als die angefochtene Verfügung aufzuheben und die 

Sache zur weiteren medizinischen Abklärung im Sinne der Erwägungen 

(insbesondere erstmalige interdisziplinäre Begutachtung des Beschwerde-

führers) und anschliessenden Neuverfügung an die Vorinstanz zurückzu-

weisen ist. Es gibt vorliegend keinen Grund, vom entsprechenden lite 

http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=8C_690%2F2014&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F137-V-210%3Ade&number_of_ranks=0#page210

C-6975/2024 

Seite 35 

pendente gestellten Antrag der Vorinstanz, welchem sich auch der Be-

schwerdeführer angeschlossen hat, abzuweichen. 

5.2 Im Ergebnis ist die Beschwerde dahingehend gutzuheissen, dass die 

Verfügung vom 7. Oktober 2024 aufzuheben und die Sache an die Vo-

rinstanz zurückzuweisen ist, damit diese nach erfolgter Abklärung im Sinne 

der Erwägungen über den Anspruch des Beschwerdeführers auf Leistun-

gen der schweizerischen Invalidenversicherung neu verfüge. 

6.  

6.1 Die Rückweisung der Sache zu erneuter Abklärung gilt für die Frage 

der Auferlegung der Gerichtskosten und der Parteientschädigung als voll-

ständiges Obsiegen (vgl. BGE 137 V 210 E. 7.1; 132 V 215 E. 6; Urteil des 

BGer 8C_897/2017 vom 14. Mai 2018 E. 4.1). 

6.2 Dem obsiegenden Beschwerdeführer sind keine Verfahrenskosten auf-

zuerlegen, weshalb ihm der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 800.– nach 

Eintritt der Rechtskraft dieses Urteils zurückzuerstatten ist. Der Vorinstanz 

sind ebenfalls keine Verfahrenskosten aufzuerlegen (vgl. Art. 63 Abs. 2 

VwVG). 

6.3 Der obsiegende, anwaltlich vertretene Beschwerdeführer hat gemäss 

Art. 64 Abs. 1 VwVG in Verbindung mit Art. 7 ff. des Reglements vom 

21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundes-

verwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2) Anspruch auf eine Parteient-

schädigung zulasten der Verwaltung für die ihm erwachsenen notwendigen 

Kosten. Die Parteientschädigung für Beschwerdeverfahren vor dem Bun-

desverwaltungsgericht umfasst die Kosten der Vertretung sowie allfällige 

weitere Auslagen der Partei, wobei unnötiger Aufwand nicht entschädigt 

wird (vgl. Art. 8 VGKE). Die Kosten der Vertretung umfassen gemäss Art. 9 

Abs. 1 VGKE insbesondere das Anwaltshonorar, die Auslagen sowie die 

Mehrwertsteuer für diese Entschädigungen, soweit eine Steuerpflicht be-

steht. Hat die zu entschädigende Partei ihren Wohnsitz im Ausland, ist 

keine Mehrwertsteuer geschuldet (vgl. Art. 1 Abs. 2 Bst. a i.V.m. Art. 8 

Abs. 1 MWSTG [SR 641.20]). Das Anwaltshonorar wird nach dem notwen-

digen Zeitaufwand des Vertreters oder der Vertreterin bemessen, wobei 

der Stundenansatz mindestens 200 und höchstens 400 Franken beträgt 

(Art. 10 Abs. 1 und 2 VGKE). 

6.3.1 Die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers machte in ihrer detail-

lierten Honorarnote vom 27. Januar 2025 (Beilage zu BVGer-act. 12) einen 

C-6975/2024 

Seite 36 

Betrag von Fr. 2'364.20 geltend, bestehend aus einem Arbeitsaufwand von 

7 Stunden und 35 Minuten zu einem Stundenansatz von Fr. 280.– 

(Fr. 2'123.35), Auslagen von pauschal 3 % bzw. Fr. 63.70 sowie Mehrwert-

steuer von Fr. 428.85 (8.10 %).  

6.3.2 Der angeführte Stundenaufwand von 7 Stunden und 35 Minuten er-

scheint im vorliegenden Fall angemessen. Der Stundenansatz ist jedoch 

auf den im Bereich der Invalidenversicherung vor Bundesverwaltungsge-

richt üblichen Stundenansatz von Fr. 250.– zu reduzieren (vgl. etwa Urteil 

des BVGer C-281/2023 vom 17. Juli 2023 mit Hinweisen). Damit ist das 

anwaltliche Honorar auf Fr. 1'895.85 festzusetzen. 

6.3.3 Schliesslich ist hinsichtlich der Auslagen festzustellen, dass diese – 

sofern (wie vorliegend) keine besonderen Verhältnisse vorliegen – nicht 

pauschal in Prozent des Honorars geltend zu machen sind, sondern viel-

mehr auf den tatsächlich und notwendig entstandenen Aufwand abzustel-

len ist (Art. 9 i.V.m. Art. 11 VGKE; vgl. im Weiteren Urteil des BVGer C-

6325/2013 vom 24. Oktober 2018 E. 8.2.2). Die geltend gemachten Bar-

auslaugen von Fr. 63.70 sind zwar nicht im Einzelnen aufgeschlüsselt, er-

scheinen jedoch mit Blick auf den Umfang der Eingaben samt Beilagen 

sowie der anfallenden Kosten für Kopien, Porto und Telekommunikation 

angemessen. 

6.3.4 Nicht zu berücksichtigen ist die geltend gemachte Mehrwertsteuer, 

da der Beschwerdeführer seinen Wohnsitz im Ausland hat und die an ihn 

erbrachten Dienstleistungen somit nicht der schweizerischen Mehrwert-

steuer unterliegen (vgl. Art. 8 Abs. 1 MWSTG). 

6.3.5 Zusammengefasst ist dem Beschwerdeführer eine Parteientschädi-

gung in der Höhe von Fr. 1'959.55 (inkl. Auslagen, exkl. Mehrwertsteuer) 

zulasten der Vorinstanz zuzusprechen.  

  

C-6975/2024 

Seite 37 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird insoweit gutgeheissen, als die angefochtene Verfü-

gung vom 7. Oktober 2024 aufgehoben und die Sache zur weiteren Abklä-

rung im Sinne der Erwägungen sowie zu neuem Entscheid an die Vor-

instanz zurückgewiesen wird. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Der vom Beschwerdeführer 

geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 800.– wird ihm nach Eintritt 

der Rechtskraft des vorliegenden Entscheids zurückerstattet. 

3.  

Dem Beschwerdeführer wird zu Lasten der Vorinstanz eine Parteientschä-

digung von Fr. 1'959.55 zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, die Vorinstanz und das BSV. 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Christoph Rohrer Vera Häne 

 

  

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Seite 38 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden, sofern die Voraussetzungen 

gemäss Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG gegeben sind. Die Frist ist gewahrt, 

wenn die Beschwerde spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundes-

gericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder 

einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung 

übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die Rechtsschrift ist in einer 

Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit An-

gabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene 

Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende 

Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

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