# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 006cab1b-13d2-52e4-9cb5-a928c3ada7d2
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-05-14
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 3. Kammer 14.05.2013 S 2012 103
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_003_S-2012-103_2013-05-14.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT
DES KANTONS GRAUBÜNDEN

S 12 103

3. Kammer als Versicherungsgericht

bestehend aus

Verwaltungsrichter Stecher als Vorsitzender, 

Verwaltungsrichterin Moser und Verwaltungsrichter Audétat, 

Aktuar Simmen

URTEIL
vom 14. Mai 2013

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

A._____, 

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Andrea Schmid Kistler, 

Beschwerdeführer

gegen 

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Graubünden, IV-Stelle, 

Beschwerdegegnerin

betreffend IV-Rente

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1. A._____ ist von Beruf gelernter Koch mit Fähigkeitsausweis. Zuletzt war 

er mit einem befristeten Arbeitsverhältnis bis Mitte Oktober 2009 im Hotel 

B._____ in O.1._____ arbeitstätig. Nach einem Gleitschirmunfall meldete 

sich A._____ am 15. September 2009 infolge chronischer Migräne mit 

Krampfanfällen und Depression bei der IV-Stelle des Kantons 

Graubünden (nachfolgend IV-Stelle) zum Bezug von 

Versicherungsleistungen der Invalidenversicherung an. Mit Verfügung 

vom 27. September 2010 sprach ihm die IV-Stelle aufgrund eines 

Invaliditätsgrades von 92 %, ausgehend von einem Valideneinkommen 

von Fr. 70‘697.-- (Tätigkeit als Koch) und einem Invalideneinkommen von 

Fr. 6‘000.--, ab dem 1. Juni 2010 eine ganze IV-Rente zu. Dabei hielt Dr. 

med. C._____ vom regionalärztlichen Dienst (RAD) in seiner 

Abschlussbeurteilung vom 2. Juni 2010 fest, er empfehle eine frühe 

Revision der ausgerichteten IV-Rente in einem Jahr. 

2. Am 1. Juni 2011 wurde das Verfahren der amtlichen Revision der IV-

Rente eingeleitet. Gemäss dem von A._____ am 25. Juni 2011 

ausgefüllten Fragebogen zur Revision der IV-Rente habe sich sein 

Gesundheitszustand gegenüber der letztmaligen Beurteilung durch die IV-

Stelle verschlechtert. Er leide unter chronischen Kopfschmerzen mit 

verstärktem Schwindel, Schwäche und Müdigkeit. Nachdem die IV-Stelle 

von der Hausärztin Dr. med. D._____ sowie von Dr. med. E._____, 

Oberärztin Psychiatrische Dienste Graubünden (PDGR), verschiedene 

medizinische Unterlagen und Arztberichte angefordert und erhalten hatte, 

veranlasste sie eine psychiatrische Begutachtung durch Dr. med. 

F._____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie. Mit Gutachten vom 

18. Mai 2012 führte Dr. med. F._____ aus, er habe A._____ am 18. April 

2012 ausführlich psychiatrisch exploriert und begutachtet. 

Zusammenfassend könne festgehalten werden, dass aus psychiatrisch-

gutachterlicher Sicht derzeit in etwa mittelgradige Einschränkungen der 

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Arbeits- und Leistungsfähigkeit bestünden. Die aktuell vorliegende 

psychische Symptomatik stelle sich im Vergleich zu den psychischen 

Einschränkungen, die zur Berentung geführt hätten, als doch wesentlich 

gebessert bzw. bei adäquater und insbesondere konsequenter 

Behandlung als voraussichtlich noch weiter besserungsfähig dar. Es sei 

inzwischen von einem deutlich geringeren psychischen 

Gesundheitsschaden auszugehen. Aus psychiatrischer Sicht bestehe in 

der angestammten Tätigkeit als Koch sowie in adaptierten Tätigkeiten 

spätestens ab April 2012 eine Arbeitsunfähigkeit von circa 50 % im Sinne 

eines zumutbaren Arbeitspensums von circa 6 - 7 Stunden täglich bei 

einer Leistungsminderung durch eine Verlangsamung des Arbeitstempos 

und einen vermehrten Pausenbedarf von etwa 20 - 30 %. Der RAD-Arzt 

Dr. med. C._____ folgte im Abschlussbericht vom 29. Mai 2012 der 

Einschätzung von Dr. med. F._____ und beurteilte die Arbeitsfähigkeit 

von A._____ sowohl in der angestammten als auch in einer adaptierten 

Tätigkeit mit 50 %. In der Folge teilte die IV-Stelle A._____ mit 

Vorbescheid vom 21. Juni 2012 die Herabsetzung der bisherigen ganzen 

Rente auf eine halbe Rente mit. Dagegen erhob A._____ am 9. Juli 2012 

Einwand. Dabei brachte er vor, es sei nicht zutreffend, dass sich sein 

Gesundheitszustand seit Januar 2012 verbessert habe. Mit Schreiben 

vom 11. Juli 2012 nahm auch die Hausärztin Dr. med. D._____ zum 

Vorbescheid Stellung. Schliesslich bestätigte die IV-Stelle mit Verfügung 

vom 15. August 2012 die Herabsetzung der ganzen Rente auf eine halbe 

Rente bei einem Invaliditätsgrad von 50 % (Valideneinkommen 

Fr. 72‘118.-- und Invalideneinkommen Fr. 36‘059.--). Wie die Abklärungen 

im Zusammenhang mit der Revision ergeben hätten, habe sich der 

Gesundheitszustand von A._____ seit Januar 2012 wesentlich 

verbessert. 

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3. Dagegen erhob A._____ am 14. September 2012 Beschwerde ans 

Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden mit dem Antrag auf 

Aufhebung der angefochtenen Verfügung vom 15. August 2012 und 

Zurückweisung der Angelegenheit zur weiteren Abklärung an die 

Vorinstanz. Bis zur Neubeurteilung seien die bisherigen Leistungen der 

Invalidenversicherung fortzusetzen. Eventualiter sei die angefochtene 

Verfügung aufzuheben und dem Beschwerdeführer weiterhin die volle IV-

Rente mit Kinderrente auszurichten:

• Um die Veränderung schlüssig beurteilen zu können, seien die 
Beurteilungsgrundlagen der ersten und der zweiten Verfügung 
gegenüberzustellen. Während sich die IV-Verfügung vom 
27. September 2010 auf medizinische Berichte von Dr. med. D._____ 
vom 6. Oktober 2009, der G._____ vom 1. September 2009, der 
psychiatrischen Klinik H._____ vom 26. Januar 2010, von Dr. med. 
I._____ vom 31. Januar 2010 sowie den RAD-Abschlussbericht vom 
2. Juni 2010 gestützt habe, basiere die angefochtene Verfügung vom 
15. August 2012 einzig auf einem psychiatrischen Gutachten von Dr. 
med. F._____ vom 18. Mai 2012 sowie diesem widersprechenden 
ärztlichen Berichten. Die angebliche Verbesserung des 
Gesundheitszustands werde ausschliesslich von dem intern 
beauftragten Gutachter Dr. med. F._____ postuliert, welcher den 
Beschwerdeführer einmalig untersucht und begutachtet habe. Der 
Beschwerdeführer habe im Fragebogen zur Revision der IV-Rente der 
IV-Stelle ausgeführt, er beklage eine Verschlechterung seines 
gesundheitlichen Zustands infolge chronischer Kopfschmerzen mit 
verstärktem Schwindel, Schwäche und Müdigkeit. Das psychiatrische 
Gutachten äussere sich jedoch einzig über das Ergebnis der 
psychiatrischen Untersuchung und lasse somatische Beschwerden 
ausser Acht. Zudem sei das Gutachten widersprüchlich, unvollständig 
und setze sich zu wenig mit den anderen ärztlichen Beurteilungen 
auseinander. Auch die Arbeitsunfähigkeit von 50 % sei nicht schlüssig 
dargelegt. Die IV-Stelle habe sich somit als Entscheidgrundlage zu 
Unrecht nur auf dieses psychiatrische Gutachten gestützt, weshalb 
ihre Rentenherabsetzung auf unvollständigen medizinischen 
Abklärungen beruhe. 

• Das Mitwirkungsrecht aus Art. 42 ATSG beinhalte unter anderem den 
Anspruch darauf, Ergänzungsfragen zu stellen. Dieser Anspruch 
bestehe auch bei Stellungnahmen von versicherungsinternen 
Sachverständigen, soweit deren Berichte massgebend berücksichtigt 

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würden. Im vorliegenden Fall sei das psychiatrische Gutachten von 
Dr. med. F._____ vom 18. Mai 2012 von der Vorinstanz 
ausschliesslich als Entscheidungsgrundlage beurteilt worden, weshalb 
die Einräumung von Zusatzfragen zum beabsichtigten Gutachten zur 
Nachachtung des Mitwirkungsrechts unablässlich gewesen wäre. Dies 
sei im vorliegenden Fall nicht vorgekehrt worden, weshalb dem 
Gutachten der Beweiswert zu versagen sei. 

• Zudem verstosse die Herabsetzung der Rente ohne vorhergehende 
Prüfung der Eingliederung durch medizinisch-rehabilitative und/oder 
beruflich-erwerbliche Massnahmen gegen Art. 8a IVG. Mit Inkrafttreten 
der 6. IVG-Revision vom 24. Februar 2010 sei das Instrument der 
eingliederungsorientierten Rentenrevision postuliert worden, indem 
Rentenbezügerinnen und Rentenbezüger mit Eingliederungspotenzial 
durch persönliche Beratung, Begleitung und weitere spezifische 
Massnahmen gezielt auf eine Wiedereingliederung vorbereitet würden. 
Dementsprechend müsste die Angelegenheit im vorliegenden Fall an 
die Vorinstanz zurückgewiesen werden, um das 
Eingliederungspotential des Beschwerdeführers zu überprüfen. 

4. Mit Vernehmlassung vom 16. Oktober 2012 beantragte die IV-Stelle die 

Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung ihres Antrages verwies die 

IV-Stelle primär auf die angefochtene Verfügung, bevor sie zu einzelnen 

Ausführungen der Beschwerde Stellung nahm:

• Aufgrund der medizinischen Akten, insbesondere des psychiatrischen 
Gutachtens von Dr. med. F._____ vom 18. Mai 2012 und dem 
Arztbericht der Psychiatrischen Dienste Graubünden vom 26. Mai 
2010 sei erstellt, dass sich der Gesundheitszustand und die 
Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers seit der Verfügung vom 
27. September 2010 teilweise wesentlich geändert habe und 
dementsprechend ein Revisionsgrund gegeben sei. Insbesondere der 
psychische Gesundheitszustand des Beschwerdeführers habe sich 
wesentlich verändert. Die Psychopathologie von damals sei überhaupt 
nicht mehr vergleichbar mit heute. Die damals aufgrund der Befunde 
gestellte Diagnose einer rezidivierenden depressiven Störung, 
gegenwärtig mittelschwere bis schwere depressive Episode ohne 
psychotische Symptome (ICD-10 F33.2) könne heute nur noch als 
gegenwärtig leichte bis mittelgradige depressive Episode (ICD-10 
F33.0/F33.1) erhoben werden. Dies sei im Abschlussbericht vom 
29. Mai 2012 auch vom RAD-Arzt Dr. med. C._____ bestätigt worden.

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• Die Arztberichte der Hausärztin Dr. med. D._____ vom 27. August 
2011 sowie von Dr. med. E._____, Psychiatrische Dienste 
Graubünden, vom 5. Oktober 2011, welche keine Verbesserung des 
gesundheitlichen Zustands auswiesen, würden den 
beschwerdeführerischen Gesundheitszustand vor der erheblichen 
Verbesserung beschreiben. Der Gutachter Dr. med. F._____ habe 
festgehalten, dass es mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einer 
schrittweisen weiteren Verminderung der Arbeitsunfähigkeit seit Ende 
2011 gekommen sei. Spätestens ab April 2012 habe eine 50%ige 
Arbeitsunfähigkeit bestanden. 

• Den Ausführungen des Beschwerdeführers, wonach weitere 
medizinische Abklärungen vorgenommen hätten werden müssen, 
insbesondere eine neurologische Beurteilung der Migräne, des 
Tinnitus und der Myoklonie, könne nicht gefolgt werden. Bei den 
Muskelzuckungen handle es sich um eine dissoziative 
Bewegungsstörung. Eine neurologische Beurteilung könne 
diesbezüglich zu keinen weiteren Erkenntnissen führen. Die 
ursprünglich bestehende Migräne scheine inzwischen nicht mehr die 
wesentliche Ursache für die geklagten Kopfschmerzen zu sein, es 
müsse von einem Analgetika-induzierten Kopfschmerz ausgegangen 
werden, sodass auch diesbezüglich eine neurologische Beurteilung 
nicht zielführend wäre. Der Tinnitus sei nie im Vordergrund gestanden 
und habe bereits vor Eintritt der relevanten Arbeitsunfähigkeit 
bestanden.

• Ebenfalls könne den Ausführungen des Beschwerdeführers zur 
Missachtung seiner Mitwirkungsrechte beim Einholen des Gutachtens 
nicht gefolgt werden. Diese pauschal vorgebrachte Rüge erfolge zu 
spät und erscheine als reine Schutzbehauptung. Der 
Beschwerdeführer hätte seine Mitwirkungsrechte ausüben können, 
nachdem ihm mitgeteilt worden sei, dass eine medizinische Abklärung 
notwendig sei. 

• Das psychiatrische Gutachten von Dr. med. F._____ vom 18. Mai 
2012 stelle einen auf der Vorgeschichte sowie den bisherigen Akten 
beruhenden Gesamtwert der Arbeitsfähigkeit dar, welches in seinen 
Ergebnissen schlüssig, nachvollziehbar und widerspruchsfrei 
erscheine. Weitere Untersuchungen seien nicht angezeigt, da von 
ihnen keine neuen Erkenntnisse erwartet werden könnten. Dass aus 
einer Verbesserung von schwergradigen zu mittelgradigen 
Einschränkungen eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit auf 50 % folge, 
sei schlüssig und nachvollziehbar. Schliesslich habe sich der 
Gutachter auch ausreichend mit den Vorbeurteilungen 
auseinandergesetzt, zumal die Diagnosen grundsätzlich unstrittig 

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seien und lediglich bezüglich der rezidivierenden depressiven Störung 
eine klare Verbesserung aufgrund der klinischen Untersuchung 
ausgewiesen sei, welche wahrscheinlich erst nach den Berichten der 
behandelnden Ärzte eingetreten sei. Insbesondere werde von keinem 
der Ärzte eine posttraumatische Belastungsstörung diskutiert, sodass 
dieses Vorbringen als reine Schutzbehauptung zu werten sei. 

• Spätestens seit April 2012 verfüge der Beschwerdeführer in einer 
möglichst stressarmen Tätigkeit als Koch sowie allgemein in 
adaptierten Tätigkeiten über eine 50%ige Arbeitsfähigkeit, deren 
zumutbare Verwertbarkeit auf dem Arbeitsmarkt ohne weiteres bejaht 
werden dürfe. Mit Blick auf die vom Beschwerdeführer erwähnten 
Massnahmen zur Wiedereingliederung ins Erwerbsleben sei darauf 
hinzuweisen, dass der Beschwerdeführer 50 Jahre alt sei und 
während zwei Jahren eine ganze IV-Rente bezogen habe. Somit 
könne die höchstrichterliche Rechtsprechung, wonach eine 
medizinisch attestierte Verbesserung der Arbeitsfähigkeit 
ausnahmsweise nicht auf dem Weg der Selbsteingliederung zu 
verwerten sei, von vornherein keine Anwendung finden. Denn diese 
Rechtsprechung sei auf Fälle beschränkt, in denen die revisionsweise 
Aufhebung oder Herabsetzung der IV-Rente eine versicherte Person 
betreffe, welche das 55. Altersjahr zurückgelegt oder die Rente seit 
mehr als 15 Jahren bezogen habe. Beide Voraussetzungen seien 
vorliegend nicht gegeben. 

5. In einem zweiten Schriftenwechsel erhielten die Parteien die Gelegenheit, 

die von ihnen vertretenen Rechtsstandpunkte zu ergänzen und zu 

vertiefen. 

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in ihren Rechtsschriften 

sowie in der angefochtenen Verfügung wird, soweit erforderlich, in den 

nachstehenden Erwägungen eingegangen. 

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Beschwerdeverfahrens bildet die 

Verfügung der IV-Stelle vom 15. August 2012. Streitig und zu prüfen ist 

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die Frage, ob die IV-Stelle die bisherige ganze IV-Rente des 

Beschwerdeführers zu Recht unter Verweis auf die wesentliche 

Verbesserung des Gesundheitszustands seit Januar 2012 revisionsweise 

auf eine halbe IV-Rente herabgesetzt hat. 

2. a) Nach Art. 17 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) wird eine Rente von Amtes 

wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, 

herabgesetzt oder aufgehoben, wenn sich der Invaliditätsgrad einer 

Rentenbezügerin oder eines Rentenbezügers erheblich ändert. Anlass 

zur Revision einer IV-Rente i.S.v. Art. 17 Abs. 1 ATSG gibt jede 

wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit 

Zusprechung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit 

den Rentenanspruch zu beeinflussen. Dazu ist nicht nur eine wesentliche 

Änderung des Gesundheitszustands mit entsprechender Beeinflussung 

der Erwerbsfähigkeit, sondern auch eine Veränderung der erwerblichen 

Komponente bei an sich gleich gebliebenem Gesundheitszustand zu 

zählen. Ein Revisionsgrund ist ferner unter Umständen auch dann 

gegeben, wenn eine andere Art der Bemessung der Invalidität zur 

Anwendung gelangt oder eine Wandlung des Aufgabenbereichs 

eingetreten ist (BGE 134 V 131 E.3, 133 V 545 E.6.1, 130 V 343 E.3.5, 

117 V 198 E.3b, 109 V 108 E.3b; Urteil des Bundesgerichts 8C_49/2011 

vom 12. April 2011 E.4.1; vgl. auch: URS MÜLLER, Die materiellen 

Voraussetzungen der Rentenrevision in der Invalidenversicherung, Diss., 

Fribourg 2003, S. 133 N. 486). Eine Revision betrifft jedoch stets 

Änderungen in den persönlichen Verhältnissen der versicherten Person. 

Geringfügige Änderungen statistischer Daten führen dagegen nicht zu 

einer Revision von IV-Renten, selbst wenn durch solche Veränderungen 

ein Schwellenwert über- oder unterschritten wird (BGE 133 V 545 E.7; 

ULRICH MEYER, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, 2. Aufl. 

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2010, S. 372 zu Art. 30/31). Zeitlicher Referenzpunkt für die Prüfung einer 

anspruchserheblichen Änderung bildet jeweils die letzte, der versicherten 

Person eröffnete, rechtskräftige Verfügung, welche auf einer materiellen 

Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer 

Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines 

Einkommensvergleichs - bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den 

erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustands - beruht (BGE 133 

V 108 E.5.4, 134 V 131 E.3).

b) Bei der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit handelt es sich um 

eine Rentenrevision von Amtes wegen. Zeitlicher Referenzpunkt für die 

Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung ist nach dem unter 

Erwägung 2.a Ausgeführten die Verfügung der IV-Stelle vom 

27. September 2010, gemäss welcher dem Beschwerdeführer für die Zeit 

ab 1. Juni 2010 eine ganze IV-Rente bei einem Invaliditätsgrad von 92 % 

zugesprochen wurde. Im anlässlich des amtlichen Revisionsverfahrens 

der IV-Rente vom Beschwerdeführer auszufüllenden Fragebogen erklärte 

dieser, sein Gesundheitszustand habe sich seit dem Erlass der 

erwähnten Verfügung verschlechtert, sodass von einer Herabsetzung der 

IV-Rente abzusehen sei. Er leide unter chronischen Kopfschmerzen mit 

verstärktem Schwindel, Schwäche und Müdigkeit. Die IV-Stelle hält unter 

Hinweis auf das psychiatrische Gutachten von Dr. med. F._____ vom 

18. Mai 2012 dagegen, dass sich der Gesundheitszustand des 

Beschwerdeführers seit Januar 2012 wesentlich verbessert habe. Aus 

ärztlicher Sicht sei sowohl die Ausübung der angestammten als auch 

jeder leidensangepassten Tätigkeit zu einem Pensum von 50 % 

zumutbar. Dementsprechend sei die bisherige ganze Rente auf eine 

halbe Rente herabzusetzen. Unter den Parteien umstritten ist somit die 

Frage, ob hier eine wesentliche Änderung des Gesundheitszustands mit 

entsprechender Beeinflussung der Erwerbsfähigkeit als Revisionsgrund 

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gegeben ist. Nachfolgend ist entsprechend unter Berücksichtigung der in 

den Akten liegenden medizinischen Unterlagen zu prüfen, ob sich der 

Gesundheitszustand des Beschwerdeführers seit dem 27. September 

2010 in einem für eine Revision der IV-Rente wesentlichen Ausmass 

verändert hat. Andere Revisionsgründe sind weder aus den Akten 

ersichtlich noch werden sie von den Parteien geltend gemacht, weshalb 

darauf nicht weiter einzugehen ist.

c) Gegenstand des Revisionsverfahrens und Thema des 

Revisionsprozesses ist nicht eine umfassende Invaliditätsbemessung im 

Sinne einer erstmaligen Festlegung des Invaliditätsgrades als 

Bestimmungselement für den Rentenanspruch. Vielmehr ist im 

Revisionsverfahren und -prozess zu prüfen, ob seit der letzten 

rechtskräftigen Rentenzusprechung Änderungen im für die 

Rentenberechtigung erheblichen Tatsachenspektrum eingetreten sind. 

Insofern unterscheidet sich die Rentenrevision von der erstmaligen 

Rentenzusprechung mit der Folge, dass Art. 17 ATSG nicht als 

Grundlage für eine voraussetzungslose Neuprüfung des 

Rentenanspruchs verstanden und angewendet werden darf (ULRICH 

MEYER, a.a.O., S. 372 f. zu Art. 30/31, mit Hinweisen). Im vorliegenden 

Verfahren der Rentenrevision ist daher in einem ersten Schritt 

ausschliesslich die Frage zu prüfen, ob eine wesentliche Änderung des 

beschwerdeführerischen Gesundheitszustands mit entsprechender 

Beeinflussung der Erwerbsfähigkeit als Revisionsgrund gegeben ist. Ist 

die Frage zu bejahen, liegt ein Revisionsgrund i.S.v. Art. 17 ATSG vor 

und es ist der für die Rentenberechtigung massgebliche 

beschwerdeführerische Invaliditätsgrad anhand eines aktuellen 

Einkommensvergleichs (Valideneinkommen, Invalideneinkommen, 

Leidensabzug) zu ermitteln. Ist die Frage dagegen zu verneinen, liegt kein 

Revisionsgrund und damit auch kein Anlass für eine Rentenrevision vor 

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(vgl. BGE 133 V 545 E.7; Urteil des Bundesgerichts 9C_94/2010 vom 26. 

Mai 2010 E.3.2 und 3.3). 

d) Das Bundesrecht schreibt nicht vor, wie die in den Akten liegenden 

Arztberichte oder medizinischen Unterlagen als Beweismittel zu würdigen 

sind. Für das gesamte Verwaltungs- und 

Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren gilt daher der allgemeine 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach haben 

Versicherungsträger und Sozialversicherungsrichter die Beweise frei, d.h. 

ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 

pflichtgemäss zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, 

dass das Versicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von 

wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 

die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen 

Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere darf es bei einander 

widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 

ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe 

anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische 

These abstellt (BGE 125 V 351 E.3a). Für den Beweiswert von 

Arztberichten ist entscheidend, ob die Berichte für die streitigen Belange 

umfassend sind, auf allseitigen Untersuchungen beruhen, die geklagten 

Beschwerden berücksichtigen, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) 

abgegeben worden sind, in der Beurteilung der medizinischen 

Zusammenhänge und der medizinischen Situation einleuchten und ob die 

Schlussfolgerungen der Experten begründet sind. Ausschlaggebend für 

den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines 

Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 

gegebenen Stellungnahmen als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 

E.5.1, 125 V 351 E.3a). 

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3. a) In formeller Hinsicht bringt der Beschwerdeführer zunächst vor, seine 

Mitwirkungsrechte seien beim Einholen des durch Dr. med. F._____ 

erstellten psychiatrischen Gutachtens vom 18. Mai 2012 missachtet 

worden. Insbesondere habe er keine Möglichkeit erhalten, Zusatzfragen 

an den Gutachter zu stellen. Mit dieser Rüge dringt der Beschwerdeführer 

wie nachfolgend gezeigt nicht durch. 

b) Das sozialversicherungsrechtliche Verwaltungs-und Verwaltungsgerichts-

beschwerde verfahren wird vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht, 

indem Verwaltung und Sozialversicherungsrichter von sich aus für die 

richtige und vollständige Abklärung des Sachverhaltes zu sorgen haben. 

Dieser Grundsatz gilt jedoch nicht uneingeschränkt, sondern er wird in 

zweifacher Hinsicht ergänzt durch die Mitwirkungspflicht des betroffenen 

Versicherten (BGE 117 V 261 E.3b) sowie durch die im Anspruch auf 

rechtliches Gehör enthaltenen Parteirechte auf Teilnahme an Verfahren 

und auf Einflussnahme auf den Prozess der Entscheidfindung. In diesem 

Sinne dient das rechtliche Gehör einerseits der Sachaufklärung, 

andererseits stellt es ein persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht beim 

Erlass eines Entscheides dar, der in die Rechtsstellung des Einzelnen 

eingreift. Vom Anspruch auf rechtliches Gehör erfasst ist auch das Recht 

der Partei, sich bei der Erstellung von Gutachten zur vorgesehenen 

sachverständigen Person äussern zu können; ferner hat sie Anspruch 

darauf, Ergänzungsfragen zu stellen (BGE 120 V 357 E.1c). Der 

Anspruch darauf, Ergänzungsfragen zu stellen, kann sich dabei auch bei 

Stellungnahmen von versicherungsinternen sachverständigen Personen 

ergeben, soweit deren Berichte massgebend berücksichtigt werden sollen 

(vgl. UELI KIESER, ATSG Kommentar, 2. Aufl., Zürich 2009, N. 17 zu Art. 

42). 

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c) Im vorliegenden Fall erweist sich die Rüge betreffend Verletzung der 

Mitwirkungsrechte als reine Schutzbehauptung. Der Beschwerdeführer 

hätte seine Mitwirkungsrechte einerseits ohne weiteres ausüben und 

Ergänzungsfragen stellen können, nachdem ihm mit Schreiben vom 

1. Dezember 2011 von der IV-Stelle mitgeteilt wurde, dass zur Prüfung 

des Anspruchs auf Leistungen der Invalidenversicherung eine 

medizinische Abklärung notwendig sei. Zeit dazu hätte er ausreichend 

gehabt, zumal er den Begutachtungstermin noch vom 30. März 2012 auf 

den 18. April 2012 nach hinten verschoben hat. Dass der 

Beschwerdeführer zu diesem Zeitpunkt noch nicht anwaltlich vertreten 

war, vermag an diesem Ergebnis nicht zu ändern. Andererseits hat der 

Beschwerdeführer die angebliche Verletzung seiner Mitwirkungsrechte 

weder im sozialversicherungsrechtlichen Verwaltungsverfahren noch im 

Einspracheverfahren je erwähnt. Die im Beschwerdeverfahren vor 

Verwaltungsgericht erstmals erhobene Rüge betreffend Verletzung der 

Mitwirkungsrechte ist somit unbegründet.

4. a) Nach dem unter Erwägung 2 Erläuterten ist in materieller Hinsicht 

zunächst zu prüfen, ob in der vorliegenden Konstellation eine wesentliche 

Veränderung des Gesundheitszustands mit entsprechender 

Beeinflussung der Erwerbsfähigkeit und somit ein Revisionsgrund i.S.v. 

Art. 17 ATSG gegeben ist. 

b) Die ursprüngliche IV-Verfügung vom 27. September 2010 (zeitlicher 

Referenzpunkt 1) stützte sich insbesondere auf medizinische Berichte der 

Klinik H._____, der Hausärztin Dr. med. D._____ sowie der 

allgemeinpsychiatrischen Tagesklinik in O.1._____, welche im Einzelnen 

zu folgenden Erkenntnissen gelangten:

Arztbericht von Dr. med. K._____ der Klinik H._____ vom 26. Januar 
2010:

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Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (seit September 2009):
• Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte Episode (ICD-

10: F33.0)
• Dissoziative Bewegungsstörungen (ICD-10: F44.4)
• Probleme in der Beziehung zum Ehepartner oder Partner (ICD-10: 

Z63.0)
• Probleme in der Beziehung zu den Eltern oder angeheirateten 

Verwandten (ICD-10: Z63.1)
• Probleme, verbunden mit Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung 

(ICD-10: Z73)

Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitstätigkeit (seit September 2009):
• Probleme in Verbindung mit Berufstätigkeit und Arbeitslosigkeit (ICD-

10: Z56)
• Migräne mit Aura (klassische Migräne) (ICD-10: G43.1)

Die bisherige Tätigkeit als Koch sei aus medizinischer Sicht ohne 
verminderte Leistungsfähigkeit noch zumutbar.

Arztbericht der Hausärztin Dr. med. D._____ vom 14. März 2010:
Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:
• chronische Migräne (G 43.1)
• Dissoziative Bewegungsstörung (F 44.4)
• rec. depressive Störung (F 33.1)
• Tinnitus beidseits
• psychophysischer Erschöpfungszustand (273)

Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:
• keine

Die bisherige Tätigkeit als Koch sei aus medizinischer Sicht nicht mehr 
zumutbar. Es bestehe eine verminderte Leistungsfähigkeit.

Arztbericht von Dr. med. I._____ der allgemeinpsychiatrischen 
Tagesklinik in O.1._____ vom 26. Mai 2010:
Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:
• Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelschwere bis 

schwere depressive Episode ohne psychotische Symptome (ICD-10: 
F33.2)

• Somatoforme, autonome Funktionsstörungen im Sinne einer 
Herzneurose (ICD-10: F45.30)

• sonstige somatoforme Störungen

Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:
• keine

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Der Patient leide unter starker innerer Unruhe und Spannungszuständen 
sowie einer ausgeprägten Antriebsblockade. Diese habe sich in den 
letzten Jahren zusätzlich neben der massiv verstärkten Migräne (die in 
mildem Ausmass schon seit der Jugendzeit bestehe) auf ein nahezu 
tägliches Auftreten verstärkt. Alle paar Tage würden pectanginöse 
Schmerzen mit Ausstrahlung in den linken Arm, neuerdings auch 
Gesichtsschmerzen auftreten. Die Antriebslosigkeit, die innere Unruhe 
und die depressive Stimmungslage würden eine anfordernde, 
verantwortungsvolle Arbeit vollständig verhindern. Dazu kämen die 
Schmerzen und die stigmatisierenden Symptome, die den Patienten in 
seiner bisherigen Tätigkeit nicht tragbar machen würden. Der Patient sei 
in seiner angestammten Tätigkeit als Küchenchef zu 100 % 
arbeitsunfähig und werde dies mit hoher Wahrscheinlichkeit auch bleiben. 
Eine leidensangepasste Tätigkeit stehe gegenwärtig nicht zur Verfügung.

Im RAD-Abschlussbericht vom 2. Juni 2010 hielt Dr. med. C._____ 

sodann fest, der Versicherte sei seit dem 18. Juni 2009 wegen seiner 

schweren, im bisherigen Verlauf noch akzentuierten psychischen Störung 

mit schweren affektiven, somatoformen bzw. dissoziativen Symptomen zu 

100 % arbeitsunfähig. Leider zeichne sich keine kurz- oder mittelfristige 

Besserung ab. Er empfehle den Fallabschluss und die frühe Revision in 

einem Jahr. 

c) Hinsichtlich der in vorliegendem Verfahren angefochtenen Verfügung vom 

15. August 2012 (zeitlicher Referenzpunkt 2) stellt die IV-Stelle 

hauptsächlich auf das psychiatrische Gutachten von Dr. med. F._____ 

vom 18. Mai 2012 ab. Darin kommt der Gutachter zusammenfassend zum 

Schluss, dass sowohl in der angestammten Tätigkeit als Koch als auch in 

einer adaptierten Tätigkeit aus psychiatrischer Sicht eine Arbeitsfähigkeit 

von rund 50 % bestehe. Im Einzelnen statuierte Dr. med. F._____ was 

folgt:

• Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:
- Rezidivierende depressive Störung, ggw. leichte bis mittelgradige 

depressive Episode (ICD-10: F33.0/F33.1)
- Dissoziative Bewegungsstörung (ICD-10: F44.4)
- Anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10: F45.4)

- 16 -

• Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:
- Störungen durch Sedativa und andere Stimulanzien, schädlicher 

Gebrauch und beginnende Abhängigkeitsentwicklung (ICD-10: 
F13.2/F15.2)

- Verdacht auf Analgetika-induzierten Kopfschmerz bei 
unkontrollierter Einnahme von Analgetika

- Somatoforme, autonome Funktionsstörung, Herz- und 
Kreislaufsystem (ICD-10: F45.30)

- Akzentuierte Persönlichkeitsbezüge mit narzisstischen, 
selbstunsichervermeidenden und insbesondere histrionischen 
Anteilen (ICD-10: Z73.1)

- Status nach Störungen durch Cannabinoide, schädlicher Gebrauch 
von Cannabis (ICD-10: F12.1)

• Gesamtbeurteilung aus psychiatrischer Sicht:
Zusammenfassend könne gesagt werden, dass sich die aktuell 
vorliegende psychische Situation im Vergleich zu den psychischen 
Einschränkungen, die zur Berentung geführt haben, als doch 
wesentlich gebessert, bzw. bei adäquater und insbesondere 
konsequenter Behandlung als voraussichtlich noch weiter 
besserungsfähig darstellte. Es sei inzwischen von einem deutlich 
geringeren psychischen Gesundheitsschaden auszugehen. 

• Arbeitsfähigkeit in der angestammten und in adaptierten Tätigkeiten:
In der angestammten sowie auch in adaptierten Tätigkeiten als Koch 
bestehe aus psychiatrischer Sicht eine Arbeitsunfähigkeit von circa 
50 % im Sinne eines zumutbaren Arbeitspensums von sechs bis 
sieben Stunden täglich bei einer Leistungsminderung durch eine 
Verlangsamung des Arbeitstempos und einen vermehrten 
Pausenbedarf von etwa 20 - 30 %. Zu einer schrittweisen 
Verminderung der Arbeitsunfähigkeit sei es mit hoher 
Wahrscheinlichkeit seit Ende 2011 gekommen. Spätestens seit April 
2012 bestehe eine IV-rechtlich relevante Arbeitsunfähigkeit von 50 %. 

d) Übereinstimmend halten sämtliche Arztberichte und Gutachten fest, dass 

der Beschwerdeführer an einer rezidivierenden depressiven Störung 

leidet. Dabei fällt auf, dass sich diese von einer leichten Episode (ICD-10: 

F33.0) im Januar 2010 zu einer mittelgradigen Episode (ICD-10: F33.1) 

im März 2010 und schliesslich zu einer schweren Episode (ICD-10: 

F33.2) im Mai 2010 entwickelt hat. Gestützt auf diese Entwicklung sprach 

die IV-Stelle dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 27. September 

- 17 -

2010 bei einem Invaliditätsgrad von 92 % denn auch eine ganze IV-Rente 

zu. Im psychiatrischen Gutachten vom 18. Mai 2012, auf welches sich die 

angefochtene Verfügung vom 15. August 2012 insbesondere abstützt, 

diagnostizierte Dr. med. F._____ schliesslich wiederum „bloss“ eine 

„rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte bis mittelgradige 

Episode (ICD-10: F33.0/F33.1)“. Was den psychischen Zustand des 

Beschwerdeführers betrifft lässt sich somit den in den Akten liegenden 

Arztberichten und Gutachten eine Verbesserung des 

beschwerdeführerischen Gesundheitszustands zwischen dem zeitlichen 

Referenzzeitpunkt 1 (27. September 2010) und dem zeitlichen 

Referenzzeitpunkt 2 (15. August 2012) entnehmen. Es liegt nicht bloss 

eine andere Beurteilung desselben medizinischen Sachverhalts vor, 

sondern eine andere Diagnose. 

5. a) Der Beschwerdeführer bestreitet die Schlussfolgerung des 

psychiatrischen Gutachtens von Dr. med. F._____ vom 18. Mai 2012, 

wonach sich die aktuell vorliegende psychische Symptomatik im Vergleich 

zu den psychischen Einschränkungen, die im Jahr 2010 zur Berentung 

geführt haben, als wesentlich gebessert darstellt mit Hinweis auf die 

Arztberichte von Dr. med. D._____ vom 27. August 2011 sowie von 

Dr. med. E._____ vom 5. Oktober 2011, welche in ihren Berichten keine 

Verbesserung des gesundheitlichen Zustands beschreiben und nach wie 

vor von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit ausgehen würden. Wie es sich 

damit verhält, ist nachfolgend zu prüfen. 

b) Dem Beschwerdeführer ist zuzustimmen, wenn er ausführt, dass sowohl 

die Hausärztin Dr. med. D._____ im Arztbericht vom 27. August 2011 als 

auch Dr. med. E._____ vom ambulanten Psychiatrischen Dienst 

O.1._____ im Arztbericht vom 5. Oktober 2011 zum damaligen Zeitpunkt 

- 18 -

nach wie vor von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit ausgingen. Dr. med. 

E._____ führte diesbezüglich in erwähntem Arztbericht was folgt aus:

„Anamnestisch leidet der Patient nach wie vor an einer starken Migräne, 
die inzwischen ein invalidisierendes Ausmass angenommen hat. Geistig 
und psychisch besteht nach wie vor eine mittelgradige bis schwere 
depressive Episode, die eine Arbeitsfähigkeit praktisch ausschliesst.“

Wenn der Beschwerdeführer zwischen der von Dr. med. D._____ und von 

Dr. med. E._____ ausgewiesenen 100%igen Arbeitsunfähigkeit und der 

von Dr. med. F._____ im psychiatrischen Gutachten vom 18. Mai 2012 

festgestellten 50%igen Arbeitsunfähigkeit einen Widerspruch sieht, 

verkennt er jedoch, dass sowohl Dr. med. D._____ als auch Dr. med. 

E._____ in ihren Arztberichten einen Zustand festgehalten haben, wie er 

sieben bzw. gar neun Monate vor der Beurteilung durch Dr. med. F._____ 

vorgelegen hat. Es trifft zwar zu, dass Dr. med. E._____ in erwähntem 

Arztbericht ausführte, dass die Aussicht auf eine Wiederaufnahme der 

Berufstätigkeit in den nächsten Monaten unter Berücksichtigung des 

mehrjährigen Verlaufs und der damit verbundenen Chronifizierung des 

komplexen Krankheitsbildes eher gering sei. Andererseits ist selbigem 

Arztbericht aber auch zu entnehmen, dass unter der Voraussetzung der 

Kooperation des Beschwerdeführers und konsequent durchgeführter 

mehrmonatiger psychiatrischer Therapie durchaus eine Verbesserung der 

Arbeitsfähigkeit erreicht werden könnte. Anlässlich der ausführlichen 

psychiatrischen Begutachtung vom 18. April 2012 hat Dr. med. F._____ 

nun offensichtlich festgestellt, dass in der Zeitspanne zwischen der 

Erstellung des Arztberichtes von Dr. med. E._____ (5. Oktober 2011) und 

der psychiatrischen Begutachtung durch Dr. med. F._____ (18. April 

2012) anscheinend diese von Dr. med. E._____ in Aussicht gestellte 

mögliche Verbesserung der Arbeitsfähigkeit zumindest teilweise 

eingetreten ist und dementsprechend ab April 2012 wieder eine 

Arbeitsfähigkeit von 50 % vorgelegen hat. Zu selbigem Ergebnis ist 

- 19 -

schliesslich auch der RAD Arzt Dr. med. C._____ gekommen, welcher im 

RAD-Abschlussbericht vom 29. Mai 2012 festgehalten hat, dass sich der 

Gesundheitszustand des Beschwerdeführers wesentlich verbessert habe. 

Sowohl in einer angestammten als auch in einer angepassten Tätigkeit 

könne dem Beschwerdeführer eine Arbeitsfähigkeit von 50 % attestiert 

werden, geltend circa seit anfangs 2012. Berufliche Massnahmen könnten 

bei der Arbeitsunfähigkeits-Überzeugung des Beschwerdeführers 

dagegen nur bedingt empfohlen werden. Unter angemessener 

Behandlung sei die Arbeitsfähigkeit gar um weitere 20 - 30 % 

steigerungsfähig. An diesem nachvollziehbaren Ergebnis vermag das 

wenig aussagekräftige Schreiben der Hausärztin Dr. med. D._____ vom 

11. Juli 2012 nichts zu ändern, zumal darin lediglich pauschale und 

unzureichend begründete Kritik an den Arztberichten von Dr. med. 

F._____, Dr. med. E._____ sowie von Dr. med. I._____ geübt wird. Dazu 

kommt, dass das Gericht in Bezug auf Berichte von Hausärzten der 

Erfahrungstatsache Rechnung tragen darf und soll, dass diese mitunter 

im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen 

eher zugunsten ihrer Patienten aussagen (vgl. BGE 124 I 170 E. 4 S. 175 

mit Hinweisen). 

c) Im Sinne eines Zwischenergebnisses lässt sich demnach festhalten, dass 

sich den bei den Akten liegenden Arztberichten und Gutachten durchaus 

eine Verbesserung des psychischen Zustands des Beschwerdeführers 

zwischen dem zeitlichen Referenzzeitpunkt 1 (27. September 2010) und 

dem zeitlichen Referenzzeitpunkt 2 (15. August 2012) entnehmen lässt. 

Dementsprechend liegt eine wesentliche Änderung der tatsächlichen 

Verhältnisse seit Zusprechung der IV-Rente vor, die geeignet ist, den 

Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen und 

damit Anlass zur Revision einer IV-Rente i.S.v. Art. 17 ATSG geben kann. 

Die Arztberichte von Dr. med. D._____ vom 27. August 2011 sowie von 

- 20 -

Dr. med. E._____ vom 5. Oktober 2011 stehen diesem Ergebnis nicht 

entgegen, haben diese doch bloss den damaligen Gesundheitszustand 

des Beschwerdeführers. festgehalten, welcher sich in der Folge jedoch 

offensichtlich wesentlich verbessert hat. 

6. a) Weiter rügt der Beschwerdeführer, dass neben der psychiatrischen 

Begutachtung weitere medizinische Abklärungen hätten vorgenommen 

werden müssen, insbesondere eine neurologische Beurteilung der 

dissoziativen Bewegungsstörung, des Tinnitus sowie der Migräne. Auch 

dieses Vorbringen zielt ins Leere. 

b) Wie bereits die Vorinstanz in ihrer Vernehmlassung ausgeführt hat, 

handelt es sich bei den Muskelzuckungen nach Lage der medizinischen 

Akten (vgl. IV-act 8, 18, 21, 51, 57, 65) unstreitig um eine dissoziative 

Bewegungsstörung und damit um eine psychiatrische Erkrankung. 

Inwiefern eine neurologische Beurteilung diesbezüglich zu weiteren 

Erkenntnissen führen könnte, wird vom Beschwerdeführer denn auch 

nicht dargetan. Der Tinnitus bestand sodann nachweislich bereits vor der 

relevanten Arbeitsunfähigkeit im Jahre 2009. Dementsprechend ist er für 

vorliegendes Revisionsverfahren nicht von Relevanz, zumal aus den 

medizinischen Akten weder eine diesbezügliche Verbesserung noch eine 

Verschlechterung hervorgeht. Was die anbelangte neurologische 

Beurteilung der Migräne betrifft führte Dr. med. E._____ im Arztbericht 

vom 5. Oktober 2011 aus, dass die Migräne inzwischen ein 

invalidisierendes Mass angenommen habe. Im psychiatrischen Gutachten 

vom 18. Mai 2012 hielt Dr. med. F._____ jedoch fest, dass die 

ursprünglich bestehende Migräne nicht mehr die wesentliche Ursache für 

die geklagten Kopfschmerzen zu sein scheine. Viel eher müsse vom 

Verdacht auf einen Analgetika-induzierten Kopfschmerz ausgegangen 

werden. Diese Ausführungen erscheinen dem Gericht insbesondere vor 

- 21 -

dem Hintergrund nachfolgender, ebenfalls aus dem erwähnten Gutachten 

stammenden Aussagen als einleuchtend und nachvollziehbar:

„Aktuell besteht eine sehr unbefriedigende Situation in Bezug auf die 
Psychopharmakotherapie. Der Explorand nimmt vorrangig verschiedene 
Benzodiazepine quasi nach eigenem Gutdünken zur Beruhigung ein, die 
antidepressive Medikation hat er abgesetzt und zusätzlich nimmt er 
ebenfalls nach eigenem Gutdünken auch noch verschiedene 
Schmerzmittel ein. Eine Low-dose-Benzodiazepin-Abhängigkeit liegt wohl 
inzwischen sicher vor. Eine weitere schwerwiegende Abhängigkeit ist bei 
Fortsetzung dieses Fehlverhaltens zu erwarten. U.a. zeigte er hier eine 
Grosspackung von Aspirin mit 500 Tbl. vor, die ihm die Schwiegermutter 
regelmässig aus den USA mitbringen würde. Aspirin nimmt er derzeit bei 
einem weiterhin überwiegend somatisch geprägten Krankheitskonzept bis 
zu 10 Tbl. täglich ein, zusätzlich nach seinen Angaben noch häufig 
mehrere Tabletten Dafalgan täglich.“

Angesichts dieser Ausführungen von Dr. med. F._____ erscheint es ohne 

Weiteres als vertretbar, auf weitere medizinische Abklärungen im 

Zusammenhang mit den geklagten Migräne-Beschwerden zu verzichten, 

zumal infolge des langjährigen extensiven Medikamentenkonsums nach 

eigenem Gutdünken höchst unsicher ist, ob eine neurologische 

Beurteilung weitere Erkenntnisse bringen würde. 

c) Vor dem Hintergrund der vorstehenden Ausführungen war die IV-Stelle 

nicht verpflichtet, neben dem psychiatrischen Gutachten von Dr. med. 

F._____ vom 18. Mai 2012 weitere medizinische Abklärungen vornehmen 

zu lassen. Dem erwähnten Gutachten ist vielmehr voller Beweiswert 

zuzuerkennen, da es den Gesamtwert der Arbeitsfähigkeit darstellt, für 

die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 

beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und in Kenntnis der 

Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist. Es ist in der Beurteilung der 

medizinischen Zusammenhänge und der medizinischen Situation 

einleuchtend und die Schlussfolgerungen des Experten sind fundiert (vgl. 

BGE 134 V 231 E.5.1, 125 V 351 E.3a). Dr. med. F._____ begründet 

- 22 -

sachlich nachvollziehbar, inwiefern sich die psychische Symptomatik im 

Zeitpunkt der Begutachtung im Vergleich zu den psychischen 

Einschränkungen, die zur Ausrichtung einer ganzen IV-Rente im Jahre 

2010 geführt hat, wesentlich gebessert hat. Im Übrigen erscheint dem 

Gericht auch die von Dr. med. F._____ empfohlene Nachbegutachtung in 

einem Jahr zur abschliessenden Einschätzung der Arbeitsfähigkeit des 

Beschwerdeführers als sinnvoll. Dementsprechend ist mit dem erwähnten 

psychiatrischen Gutachten und der Vorinstanz davon auszugehen, dass 

sowohl in der angestammten als auch in einer adaptierten Tätigkeit 

spätestens seit April 2012 wieder eine Arbeitsfähigkeit von 50 % 

bestanden hat. 

7. Soweit der Beschwerdeführer schliesslich gestützt auf den generell 

gültigen Grundsatz „Eingliederung vor Rente“ eine Verletzung von Art. 8 

IVG rügt, kann ihm ebenfalls nicht gefolgt werden. Wie aus dem bereits 

mehrfach erwähnten Gutachten von Dr. med. F._____ hervorgeht, schätzt 

der Beschwerdeführer sich selbst derzeit als deutlich eingeschränkt bzw. 

gar als nicht mehr arbeitsfähig ein. Auch der RAD-Arzt Dr. med. C._____ 

hielt im RAD-Abschlussbericht fest, dass berufliche Massnahmen 

angesichts der Arbeitsunfähigkeits-Überzeugung des Beschwerdeführers 

nur bedingt empfohlen werden könnten. Angesichts dieser Feststellungen 

durfte die Vorinstanz berechtigte Zweifel insbesondere an der subjektiven 

Eingliederungsbereitschaft des Beschwerdeführers hegen. Auch in 

diesem Punkt ist daher das Verhalten der Vorinstanz bzw. der Verzicht 

auf berufliche Eingliederungsmassnahmen ohne weiteres verständlich 

und korrekt. 

8. a) Zusammenfassend kann demzufolge festgehalten werden, dass seit der 

Zusprechung der ganzen IV-Rente mit Verfügung vom 27. September 

2010 ab dem 1. Juni 2010 bei einem Invaliditätsgrad von 92 % eine 

- 23 -

wesentliche Änderung der tatsächlichen Verhältnisse mit Auswirkungen 

auf den Invaliditätsgrad und den Rentenanspruch eingetreten ist, weshalb 

das Vorliegen eines Revisionsgrundes i.S.v. Art. 17 ATSG mit der IV-

Stelle zu bejahen ist. Weitere medizinische Abklärungen drängen sich bei 

dieser Faktenlage nicht auf. Zu ermitteln ist somit einzig noch der für die 

Rentenberechtigung massgebliche beschwerdeführerische Invaliditäts-

grad anhand eines Einkommensvergleichs. Deren Ermittlung durch die 

IV-Stelle ist jedoch vom Beschwerdeführer nicht bestritten worden. Somit 

erweist sich die angefochtene Verfügung vom 15. August 2012, mit 

welcher die IV-Stelle die bisherige ganze Rente basierend auf einem neu 

berechneten Invaliditätsgrad von 50 % auf eine halbe Rente herabgesetzt 

hat, als rechtens. Die Beschwerde ist somit abzuweisen. 

b) Das Beschwerdeverfahren ist - in Abweichung von Art. 61 lit. a ATSG - 

gemäss Art. 69 Abs. 1bis des Bundesgesetzes über die 

Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) bei Streitigkeiten um die 

Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen 

Versicherungsgericht kostenpflichtig. Diese Kosten werden je nach 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Umfang von Fr. 

200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt. Vorliegend setzt das Gericht die Kosten 

auf Fr. 700.-- fest. Entsprechend dem Ausgang dieses Verfahrens werden 

die Gerichtskosten dem Beschwerdeführer auferlegt. Eine 

aussergerichtliche Entschädigung steht der Beschwerdegegnerin nicht zu 

(Art. 61 lit. g ATSG e contrario).

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

- 24 -

2. Die Kosten von Fr. 700.-- gehen zulasten von A._____ und sind innert 30 

Tagen seit Zustellung dieses Entscheides an die Finanzverwaltung des 

Kantons Graubünden, Chur, zu bezahlen.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]

Die an das Bundesgericht erhobene Beschwerde wurde mit Urteil vom 4. 

Dezember 2013 abgewiesen (9C_618/2013).