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**Case Identifier:** 27645442-9489-56c1-b9ba-f7da5431f977
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-09-15
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 15.09.2020 UV 2019/16
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2019-16_2020-09-15.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2019/16

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 28.04.2021

Entscheiddatum: 15.09.2020

Entscheid Versicherungsgericht, 15.09.2020
Art. 10 UVG: Verneinung der Kausalität zwischen einem Sturz auf die linke 
Schulter und einer linksseitigen ansatznahen 
Supraspinatussehnenveränderung anhand verschiedener 
Beurteilungskriterien, wie Unfallhergang, zeitlicher Ablauf, initiale 
Beschwerdesymptomatik, Gesamtsituation des linken Schultergelenks, 
Epidemiologie (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen 
vom 15. September 2020, UV 2019/16).

Entscheid vom 15. September 2020

Besetzung

Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz), Versicherungsrichter 

Joachim Huber und Versicherungsrichterin Miriam Lendfers; Gerichtsschreiberin Karin 

Kobelt

Geschäftsnr.

UV 2019/16

Parteien

A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Daniel Gebert, Hauptstrasse 51, 9434 Au SG,

gegen

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Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Versicherungsleistungen

Sachverhalt

A.  

A.___ (nachfolgend: Versicherte) war als Malerin bei der Firma B.___ angestellt und 

dadurch obligatorisch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt 

(nachfolgend: Suva) gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert, 

als sie am 16. März 2017 beim Skifahren stürzte. Am 22. März 2018 erfolgte eine 

Bagatellunfallmeldung UVG für eine Schulterprellung links. Als erstbehandelnder und 

nachbehandelnder Arzt wurde Dr. med. C.___, Facharzt FMH für Innere Medizin, D.___, 

angegeben (Suva-act. 1). Mit Schreiben vom 27. März 2018 teilte die Suva Dr. C.___ 

mit, dass die Versicherte für die Folgen des Schadenfalls vom 16. März 2017 von der 

Suva Versicherungsleistungen erhalte, sie erteilte ihm Kostengutsprache für die 

ärztliche Behandlung und ersuchte ihn um Mitteilung, sollte es in der Folge zu 

Weiterungen, wie beispielsweise einer Operation, kommen, damit die Leistungspflicht 

erneut überprüft werden könne (Suva-act. 2).

A.a. 

Mit E-Mail vom 30. April 2018 reichte die Praxis E.___ der Suva einen Bericht vom 

28. April 2018 über eine Sprechstunde der Versicherten bei Dr. med. F___ vom 26. April 

2018 ein. Dr. F___ hatte darin eine Supraspinatussehnenläsion Schulter links 

diagnostiziert und festgehalten, dass sich die Versicherte seine Empfehlung eines 

operativen Vorgehens mit Sehnenrekonstruktion überlegen werde (Suva-act. 3). Die 

Suva teilte der Versicherten hierauf mit Schreiben vom 1. Mai 2018 mit, dass weitere 

Abklärungen betreffend Leistungspflicht der Suva durchzuführen seien. Danach 

orientiere man über die Leistungspflicht (Suva-act. 4).

A.b. 

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B.  

Nach Einholung eines Arztzeugnisses UVG bei Dr. C.___ (Suva-act. 5), welches 

dieser am 15. Mai 2018 (vgl. Arztzeugnis UVG von Dr. C.___ vom 9. Mai 2018 [Suva-

act. 6]) mit einem Bericht über eine durch Dr. med. G___, Radiologie H.___, am 4. April 

2018 durchgeführte MR-Arthrographie-Untersuchung einreichte (Suva-act. 6), sowie 

nach Durchführung einer Besprechung mit dem Versicherten am 5. Juni 2018 (Suva-

act. 7) gelangte die Suva mit der Frage an ihren Kreisarzt Dr. med. I.___, Facharzt für 

Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, ob es sich bei 

den beklagten Schulterbeschwerden links mit mindestens überwiegender 

Wahrscheinlichkeit um Folgen des Ereignisses vom 16. März 2017 handle (Suva-act. 8). 

Dr. I.___ verneinte in einer ärztlichen Beurteilung vom 11. Juni 2018 eine überwiegend 

wahrscheinliche Unfallkausalität der linksseitigen Schulterbeschwerden und ersuchte 

um Einsicht in den radiologischen Befundbericht (Suva-act. 8). Am 13. Juni 2018 legte 

ihm die Suva den Schadenfall mit dem MR-Arthrographie-Untersuchungsbericht von 

Dr. G___ vom 4. April 2018 vor (Suva-act. 9 f.). Die radiologische Untersuchung hatte 

folgende Befunde ergeben: eine transmurale Ruptur der ansatznahen 

Supraspinatussehne dorsal, ca. 50% des Sehnen-Querschnitts betreffend; eine geringe 

Retraktion um ca. 1.5 cm; ein eutropher Musculus supraspinatus; eine geringe 

Insertionstendinopathie der Infraspinatussehne und einen im Übrigen unauffälligen 

Befund der Rotatorenmanschette; eine Tendinopathie der intraartikulären langen 

Bizepssehne und eine geringe Akromioklavikulargelenksarthrose (Suva-act. 6-2 f.). In 

einer Beurteilung vom 13. Juni 2018 befand Dr. I.___, dass die radiologisch 

festgestellte Schädigung der Rotatorenmanschette und die Beschwerdesymptomatik 

überwiegend wahrscheinlich nicht in Zusammenhang mit dem geltend gemachten 

Ereignis vom 16. März 2017 stünden (Suva-act. 10).

A.c. 

Gestützt auf die kreisärztliche Beurteilung lehnte die Suva ihre Leistungspflicht mit 

Verfügung vom 14. Juni 2018 ab (Suva-act. 11).

A.d. 

Gegen diese Verfügung erhob die Versicherte am 22. Juni 2018 Einsprache (Suva-

act. 16-1 f.) und reichte mit ihr ein Schreiben von Dr. C.___ vom 18. Juni 2018 ein 

(Suva-act. 16-3), welches dieser der Suva bereits als "Einsprache" hatte zukommen 

lassen (Suva-act. 14).

B.a. 

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C.  

Am 14. August 2018 legte die Suva den Schadenfall erneut Dr. I.___ vor (Suva-act. 

19). In einer ärztlichen Beurteilung vom 14./16. August 2018 bekräftigte dieser die 

Ablehnung eines kausalen Zusammenhangs der ab März 2018 beklagten 

Schulterschmerzen links mit dem Ereignis vom 16. März 2017 (Suva-act. 20).

B.b. 

Am 14. November 2018 reichte Rechtsanwalt lic. iur. D. Gebert, Au, der Suva eine 

Einspracheergänzung (Suva-act. 30) zusammen mit Berichten von Dr. med. J.___, FMH 

Orthopädie und Traumatologie FMH, K.___, vom 10. August 2018 (Suva-act. 31) und 

Dr. C.___ vom 13. November 2018 (Suva-act. 32), ein.

B.c. 

Am 21. November 2018 führte Dr. J.___ bei der Versicherten bei der Diagnose 

"dramatische Ruptur Supraspinatussehne links" eine Mini open 

Rotatorenmanschettenreinsertion und eine diskrete Akromioplastik links durch (vgl. 

Operationsbericht vom 28. November 2018 [act. G 10.1]).

B.d. 

Mit Einspracheentscheid vom 8. Januar 2019 wies die Suva die Einsprache der 

Versicherten ab (Suva-act. 33).

B.e. 

In einer Stellungnahme zuhanden der Suva vom 25. Januar 2019 hielt Dr. J.___ 

insbesondere fest, dass er die kreisärztliche Beurteilung nicht nachvollziehen könne 

und um eine unabhängige Beurteilung respektive Begutachtung der Versicherten durch 

einen unabhängigen Facharzt der Orthopädie-Traumatologie ersuche (Suva-act. 35).

B.f. 

Mit Eingabe vom 7. Februar 2019 erhob Rechtsanwalt Gebert für die Versicherte 

(nachfolgend: Beschwerdeführerin) gegen den Einspracheentscheid vom 8. Januar 

2019 Beschwerde mit folgenden Anträgen: Der Einspracheentscheid bzw. die 

Verfügung der Suva (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) vom 14. Juni 2018 seien 

aufzuheben. Der Beschwerdeführerin seien die infolge des Unfalls vom 16. März 2017 

gesetzlich geschuldeten Versicherungsleistungen auszurichten. Eventualiter sei die 

Sache zur weiteren (medizinischen) Abklärung an die Beschwerdegegnerin 

zurückzuweisen. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich Barauslagen und 

Mehrwertsteuer (MwSt) zulasten der Beschwerdegegnerin (act. G 1). Zusammen mit 

der Beschwerde reichte der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin Rechnungsbelege 

C.a. 

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Erwägungen

1.

In formeller Hinsicht hat die Beschwerdegegnerin Antrag auf Nichteintreten auf die 

Beschwerde gestellt, falls diese nicht fristgerecht erhoben worden sei. Der 

Einspracheentscheid vom 8. Januar 2019 (Suva-act. 40) ist der Beschwerdeführerin 

gemäss unbestritten gebliebener Aussage in der Beschwerde vom 7. Februar 2019 

(act. G 1, Ziff. 2.2) am 9. Januar 2019 zugegangen. Die Beschwerdefrist von 30 Tagen 

nach Art. 60 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) begann damit am 10. Januar 2019 zu 

laufen (Art. 38 Abs. 1 ATSG) und endete am 8. Februar 2019. Gemäss der vom 

Versicherungsgericht beigezogenen Sendungsverfolgung wurde die Beschwerde am 7. 

Februar 2019 der Schweizerischen Post (vgl. dazu Art. 39 Abs. 1 ATSG) übergeben. Die 

Beschwerde wurde damit fristgerecht erhoben. Auf die Beschwerde ist daher 

einzutreten.

2.  

des Spitalverbundes L.___ (act. G 1.1.3) sowie eine Stellungnahme von Dr. J.___ vom 

4. Februar 2019 (act. G 1.1.4) zu Fragen von Rechtsanwalt Gebert (act. G 10.3) ein.

Mit Beschwerdeantwort vom 13. März 2019 beantragte die Beschwerdegegnerin 

die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei (act. G 3), und legte 

Internetartikel zum Thema Rotatorenmanschettenruptur ins Recht (act. G 3.1 f.).

C.b. 

Mit Replik vom 27. Juni 2019 (act. G 10) hielt der Rechtsvertreter der 

Beschwerdeführerin an seinen Anträgen fest.

C.c. 

Mit Duplik vom 2. August 2019 erneuerte auch die Beschwerdegegnerin ihren 

Antrag auf Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei (act. G 13).

C.d. 

Ist die versicherte Person infolge des Unfalls voll oder teilweise arbeitsunfähig (Art. 

6 ATSG), so hat sie Anspruch auf ein Taggeld (Art. 16 des Bundesgesetzes über die 

Unfallversicherung; SR 832.20; UVG). Sie hat zudem Anspruch auf die zweckmässige 

Behandlung der Unfallfolgen (Art. 10 UVG).

2.1. 

Laut bundesgerichtlicher Rechtsprechung hat der Versicherer die Heilbehandlung 

nur so lange zu gewähren, als von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung noch 

2.2. 

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3.  

eine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes erwartet werden kann (BGE 134 

V 114 E. 4.1), wobei das Kriterium der namhaften Besserung des 

Gesundheitszustandes namentlich nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung 

oder Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit, soweit unfallbeeinträchtigt, zu beurteilen 

ist (BGE 134 V 115 E. 4.3). Unmittelbar anschliessend an den Unfall vom 16. März 2017 

war die Beschwerdeführerin unstreitig nicht arbeitsunfähig (Suva-act. 6). Dr. F___ 

sprach allerdings mit der Beschwerdeführerin bereits anlässlich der Sprechstunde vom 

26. April 2018 über eine operative Behandlung der Supraspinatussehnenläsion (vgl. 

Sachverhalt A.b und A.c). Zum damaligen Zeitpunkt entschied sich jedoch die 

Beschwerdeführerin noch gegen eine Operation (Suva-act. 3). Am 21. November 2018 

führte schliesslich Dr. J.___ bei ihr eine Mini open Rotatorenmanschettenreinsertion 

links durch (act. G 10.1). Nachfolgend war die Beschwerdeführerin bis 1. Mai 2019 zu 

100% und ab 2. Mai 2019 zu 50% arbeitsunfähig (act. G 10.2). 

Rechtsprechungsgemäss bildet das Datum des Verfügungserlasses bzw. des 

Einspracheentscheids - in diesem Fall der 8. Januar 2019 - die zeitliche Grenze der 

richterlichen Überprüfungsbefugnis (vgl. BGE 121 V 366 E. 1b mit Hinweisen; siehe 

auch Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Aufl. 2020, N 109 zu Art. 61). Vor diesem 

Hintergrund kann - entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin in der 

Beschwerdeantwort vom 13. März 2019 (act. G 3 Ziff. 5.2) - die Kausalitätsfrage 

bezüglich der als Unfallfolge vorgebrachten Gesundheitsschädigung (vgl. dazu 

nachfolgende Erwägungen 3.1, 6) nicht offengelassen werden.

Angesichts der in Erwägung 2.1 angeführten gesetzlichen Bestimmungen bildet die 

Unfallkausalität Anspruchsvoraussetzung für Taggeld- und Heilkostenleistungen der 

Unfallversicherung. Eine Leistungspflicht des Unfallversicherers besteht demnach nur 

für Gesundheitsschäden, die natürlich und adäquat kausal mit einem versicherten 

Unfallereignis (vgl. dazu Art. 4 ATSG) zusammenhängen (BGE 129 V 181 f. E. 3.1 f.; 

André Nabold, N 48 ff. zu Art. 6, in: Marc Hürzeler/Ueli Kieser [Hrsg.], Bundesgesetz 

über die Unfallversicherung, Kommentar zum schweizerischen 

Sozialversicherungsrecht, 2018 [nachfolgend zitiert: KOSS UVG]; Irene Hofer, N 66 zu 

Art. 6, in: Ghislaine Frésard-Fellay/Susanne Leuzinger/Kurt Pärli [Hrsg.], 

Unfallversicherungsgesetz, Basler Kommentar, 2019 [nachfolgend zitiert: BSK UVG]; 

Alexandra Rumo-Jungo/André Pierre Holzer, Bundesgesetz über die 

Unfallversicherung, in: Erwin Murer/Hans-Ulrich Stauffer [Hrsg.], Rechtsprechung des 

Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 4. Aufl. 2012, S. 53 ff.). Für die 

Beantwortung der Tatfrage nach dem Bestehen natürlicher Kausalzusammenhänge im 

3.1. 

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Bereich der Medizin ist das Gericht regelmässig auf Angaben ärztlicher Experten und 

Expertinnen angewiesen. Die Frage nach dem adäquaten Kausalzusammenhang ist 

demgegenüber eine Rechtsfrage, die vom Gericht nach den von Doktrin und Praxis 

entwickelten Regeln zu beurteilen ist (KOSS UVG-Nabold, a.a.O., N 53 und N 59 zu Art. 

6; BSK UVG-Hofer, a.a.O., N 66 zu Art. 6; Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 55 und 58; 

BGE 129 V 181 E. 3.1 und 3.2 sowie in BGE 135 V 465 nicht publizierte E. 2 des Urteils 

8C_216/2009 vom 28. Oktober 2009, je mit Hinweisen). Bei physischen Unfallfolgen 

spielt indessen die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der aus dem natürlichen 

Kausalzusammenhang sich ergebenden Haftung des Unfallversicherers praktisch keine 

Rolle, da sich hier die adäquate weitgehend mit der natürlichen deckt (BGE 134 V 111 

f. E. 2, 127 V 103 E. 5b/bb, 117 V 365 mit Hinweisen; SVR 2000 Nr. 14 S. 45; Rumo-

Jungo/Holzer, a.a.O., S. 58 f.). Ob ein natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist, 

beurteilt sich nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit; die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs 

genügt für die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 181 E. 3.1 mit 

Hinweisen; Thomas Locher/Thomas Gächter, Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 

4. Aufl., Bern 2014, § 70 Rz. 58 f.; Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 4). Ebenso wie der 

leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder 

kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit 

dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Während 

es sich bei Einstellung von Versicherungsleistungen um eine anspruchsaufhebende 

Tatfrage handelt und die Beweislast für den Wegfall damit beim Unfallversicherer liegt, 

ist bei der Frage, ob ein leistungsbegründender Kausalzusammenhang überhaupt je 

gegeben war, die versicherte Person beweisbelastet (RKUV 2000 Nr. U 363 S. 46 E. 2 

mit Hinweisen; BGE 117 V 263 f. E. 3b; Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 54 f.). Dieser 

Grundsatz gilt aber nur für Verletzungen, welche damals thematisiert worden waren 

und somit Gegenstand der Anerkennung bildeten (Urteil des Bundesgerichts vom 20. 

August 2009, 8C_363/2009, E. 1; Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts 

[EVG] vom 27. April 2005, U 6/05, auszugsweise publiziert in: AJP 2006 S. 1290 ff.). 

Allerdings tragen die Parteien im Sozialversicherungsrecht in der Regel eine Beweislast 

nur insofern, als im Falle der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei 

ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Die 

Beweislastregel greift also erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen 

des Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu 

ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu 

entsprechen (BGE 138 V 222 E. 6 mit Hinweisen; Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 4, 55).

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 3.2. 

Die Beschwerdegegnerin hat unbestrittenermassen anerkannt, dass die 

Beschwerdeführerin am 16. März 2017 einen Unfall im Sinne des Gesetzes mit einer 

schädigenden Einwirkung auf die linke Schulter erlitten hat und hat dem 

erstbehandelnden Arzt Dr. C.___ (vgl. Suva-act. 1, 6) mit Schreiben vom 27. März 2018 

(Suva-act. 2) eine Kostengutsprache für die ärztliche Behandlung zugesichert (vgl. Art. 

10 UVG). Ein Taggeldanspruch bestand unstreitig nicht, weil die Beschwerdeführerin 

nach dem Unfall nicht arbeitsunfähig war (vgl. Art. 16 UVG). Das Schreiben an Dr. 

C.___ erfolgte zweifelsfrei basierend auf der in der Bagatellunfallmeldung UVG vom 22. 

März 2018 angegebenen Unfallbeschreibung "Sturz beim Skifahren" und gestützt auf 

die darin als Schädigung angeführte Prellung der linken Schulter (Suva-act. 1). Damit 

ging die Beschwerdegegnerin offensichtlich und verständlicherweise nur von einer 

innert kurzer Zeit ausheilenden Kontusionsverletzung aus (vgl. dazu Alfred M. 

Debrunner, Orthopädie, Orthopädische Chirurgie, 4. Aufl. 2005, S. 412; Roche Lexikon, 

Medizin, 5. Aufl. 2003, S. 357 f.). Entsprechend hatte die Beschwerdegegnerin Dr. 

C.___ bereits im Schreiben vom 27. März 2018 um Mitteilung von Weiterungen, wie 

beispielsweise einer Operation, ersucht, damit die Leistungspflicht erneut überprüft 

werden könne (Suva-act. 2). Eine Supraspinatussehnenläsion stand im Zeitpunkt des 

Schreibens an Dr. C.___ noch nicht zur Diskussion. Von einer solchen erfuhr die 

Beschwerdegegnerin erst mit dem ihr am 30. April 2018 eingereichten Bericht von Dr. 

F___ vom 28. April 2018 (Suva-act. 3). Unmittelbar darauf teilte die 

Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin mit Schreiben vom 1. Mai 2018 mit, dass 

sie zu den Versicherungsleistungen noch nicht endgültig Stellung nehmen könne und 

über ihre Leistungspflicht orientieren werde, sobald die Abklärungen durchgeführt 

worden seien (Suva-act. 4). In der Folge holte die Beschwerdegegnerin bei Dr. C.___ 

ein Arztzeugnis UVG ein (Suva-act. 5 f.), führte mit der Beschwerdeführerin eine 

Besprechung durch (Suva-act. 7) und legte den Schadenfall zur Prüfung der 

Unfallkausalität der Schulterbeschwerden ihrem Kreisarzt Dr. I.___ vor (Suva-act. 8, 10).

3.2.1. 

Damit ist offensichtlich, dass die ursprüngliche Anerkennung der Leistungspflicht 

(vgl. Erwägung 3.2.1) nicht die von Dr. F___ basierend auf dem MR-Arthrographie-

Untersuchungsbericht von Dr. G___ vom 4. April 2018 (Suva-act. 6-2f.) diagnostizierte 

Supraspinatussehnenläsion Schulter links (Suva-act. 3) umfasste. Die Beweislast 

hinsichtlich der Frage, ob sich die Beschwerdeführerin beim Unfall vom 16. März 2017 

eine über eine Kontusion hinausgehende Verletzung der Supraspinatussehne 

zugezogen hat, und ob insbesondere die am 21. November 2018 durch Dr. J.___ bei ihr 

durchgeführte Mini open Rotatorenmanschettenreinsertion (act. G 10.1) einem 

3.2.2. 

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4.  

unfallkausalen Gesundheitsschaden gegolten hat, liegt somit bei der 

Beschwerdeführerin. In letzterem Fall wäre die Beschwerdegegnerin insbesondere für 

die operative Behandlung und sodann bis zur Heilung der Operationsfolgen 

(Wundheilung, postoperative Schmerzphase, Einnahme von Medikamenten, 

Schonungsphase mit möglicher Arbeitsunfähigkeit usw.) leistungspflichtig.

Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die 

urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, 

sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig 

davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die 

verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs 

gestatten. Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der 

Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, 

auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der 

Anamnese abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen 

Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 

ob die Schlussfolgerungen der Fachperson begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a mit 

Hinweis). Den Berichten versicherungsinterner Ärzte und Ärztinnen kann 

rechtsprechungsgemäss gleichfalls Beweiswert beigemessen werden, sofern sie 

schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind 

und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 135 V 467 ff. E. 4 und 

BGE 125 V 353 f. E. 3b/ee, je mit Hinweisen). Art. 8 der Bundesverfassung (BV; SR 101) 

und Art. 6 Ziff. 1 der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK; SR 0.101) 

geben keinen formellen Anspruch auf versicherungsexterne Begutachtung, wenn 

Leistungsansprüche streitig sind. Erachtet das Sozialversicherungsgericht die 

rechtserheblichen tatsächlichen Entscheidungsgrundlagen bei pflichtgemässer 

Beweiswürdigung als schlüssig, darf es den Prozess ohne Weiterungen - insbesondere 

ohne Anordnung eines Gerichtsgutachtens - abschliessen. In solchen Fällen sind an die 

Beweiswürdigung jedoch strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe 

Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit eines Berichts oder Gutachtens eines 

versicherungsinternen Arztes, sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 139 V 

229 E. 5.2, 135 V 470 E. 4.4 mit Hinweis; bestätigt im Urteil des Bundesgerichts vom 

23. November 2012, 8C_592/2012, E. 5.3). Die Erfahrungstatsache, dass behandelnde 

Ärzte und Ärztinnen aufgrund ihrer auftragsrechtlichen Stellung im Zweifelsfall eher zu 

Gunsten ihrer Patienten und Patientinnen aussagen, steht in denjenigen Fällen nicht im 

4.1. 

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5.  

Vordergrund, in denen ein Arzt oder eine Ärztin einen Patienten oder eine Patientin 

nicht als Hausarzt oder Hausärztin, sondern als Facharzt bzw. Fachärztin behandelte. 

Im Übrigen sind Anhaltspunkte, welche die medizinischen Feststellungen der 

versicherungsinternen Fachpersonen als nicht schlüssig erscheinen lassen, zu 

beachten, auch wenn sie von behandelnden Ärztinnen oder Ärzten stammen (vgl. BGE 

135 V 470 E. 4.5 f.; Urteil des Bundesgerichts vom 12. Februar 2010, 8C_907/2009, E. 

1.1). Die Rechtsprechung erachtet sodann auch reine Beurteilungen aufgrund der 

Akten, wie sie vorliegend von Dr. I.___ erstellt wurden (Suva-act. 8, 10, 20), als 

beweiskräftig, sofern ein lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um 

die fachärztliche Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts 

geht, mithin die direkte ärztliche Befassung mit der versicherten Person in den 

Hintergrund rückt (Urteil des Bundesgerichts vom 18. Juni 2014, 9C_196/2014, E. 

5.1.1). Die ärztliche Beurteilung von Dr. I.___ vom 14./16. August 2018 (Suva-act. 20) 

wurde in Kenntnis der Vorakten ("Aktenmässiger Verlauf", "Bildgebende Dokumente") 

abgegeben und enthält ausführliche Erwägungen zur Kausalitätsfrage der 

Supraspinatussehnenproblematik der Beschwerdeführerin. Weiter ist festzustellen, 

dass Dr. I.___ als Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 

Bewegungsapparates die fachliche Qualifikation für die medizinische Würdigung des 

konkreten Falles nicht abgesprochen werden kann. Die Kreisärzte und Kreisärztinnen 

der Beschwerdegegnerin sind ausserdem nach ihrer Funktion und beruflichen Stellung 

Fachärzte bzw. Fachärztinnen im Bereich der Unfallmedizin. Da sie ausschliesslich 

Unfallpatienten, unfallähnliche Körperschädigungen und Berufskrankheiten 

diagnostisch beurteilen sowie Heil- und Therapieverläufe prüfend beobachten bzw. 

diesbezüglich Empfehlungen und Einschätzungen abgeben, verfügen sie über 

besonders ausgeprägte traumatologische Kenntnisse und Erfahrungen (Urteil des 

Bundesgerichts vom 3. Oktober 2008, 8C_510/2007, E. 7.5.4.), welche im konkreten 

Fall gefragt sind. Nach dem bisher Gesagten sprechen insbesondere keine formell-

rechtlichen Gründe gegen den Einbezug der Aktenbeurteilung von Dr. I.___ vom 14./16. 

August 2018.

Als unfallkausaler Gesundheitsschaden steht die bereits erwähnte, im MR-Arthro­

graphie-Untersuchungsbericht von Dr. G___ vom 4. April 2018 (Suva-act. 6-2 f.) 

erhobene transmurale Ruptur der ansatznahen Supraspinatussehne dorsal zur 

Diskussion. Während eine Unfallkausalität von der Beschwerdegegnerin gestützt auf 

die Beurteilung von Dr. I.___ vom 14./16. August 2018 (Suva-act. 20) verneint wird, 

vertritt die Beschwerdeführerin bzw. ihr Rechtsvertreter unter Hinweis auf Berichte und 

5.1. 

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6.  

Stellungnahmen von Dr. C.___ und Dr. J.___ (Suva-act. 16-3, 31 f., 35) den 

gegenteiligen Standpunkt. Dr. I.___ verneint eigentlich überhaupt das Vorliegen einer 

transmuralen Schädigung der Supraspinatussehne und geht von einer stark 

entzündlichen Ansatzerkrankung aus (Suva-act. 20-3, 20-5).

In einer transmuralen Sehnenruptur, d.h. einer kompletten, vollständigen 

Durchtrennung der betroffenen Sehne, ist unstreitig eine strukturelle 

Gesundheitsschädigung zu sehen. Der Ausdruck "Ruptur" (= Zerreissung) kann jedoch 

nicht ohne Weiteres mit einer Traumarelevanz verbunden werden (Debrunner, a.a.O., S. 

628, 724 f., 728 ff.; Roche Lexion, a.a.O., S. 1681; Pschyrembel, Klinisches 

Wörterbuch, 267. Aufl. Berlin 2017, S. 1576, 1646). In Bezug auf die 

Rotatorenmanschette und insbesondere deren Supraspinatus- und 

Subscapularissehne gilt es zu beachten, dass diese zur Degeneration neigen. Die 

Rotatorenmanschette kann allerdings auch als Folge eines Traumas ein- oder 

abreissen (vgl. dazu Debrunner, a.a.O., S. 628, 724 f., 728 ff; Roche Lexikon, a.a.O., S. 

1681; Pschyrembel, a.a.O., 1576, 1646). Eine Tendinopathie, als die Dr. I.___ die 

Supraspinatussehnenveränderung interpretiert, stellt demgegenüber eine Entzündung 

der Sehne in Ansatznähe und damit grundsätzlich ein krankheitsbedingtes Leiden bzw. 

eine degenerative Veränderung dar, die - im Gegensatz zu einer Sehnenruptur - als 

unfallkausaler Gesundheitsschaden höchstens sekundär, d.h. als (Spät-)Folge einer 

primären Verletzung, beispielsweise nach einer Fraktur oder Ruptur, auftreten kann 

(vgl. Debrunner, a.a.O., S. 1107; Pschyrembel, a.a.O., S. 1782; Roche Lexikon, a.a.O., 

S. 1808). Zumindest partielle Sehnenrisse bzw. Teilrupturen lassen sich in der Regel 

klinisch nicht von sekundären entzündlichen Reaktionen wie einer Tendinopathie 

unterscheiden. Intraoperativ oder durch Kontrastmitteldarstellung können sie indessen 

in der Regel medizinisch eindeutig festgestellt werden (vgl. dazu BGE 114 V 298; Urteil 

des EVG vom 29. August 2000, U 441/99, E. 4 mit Hinweisen).

5.2. 

Ob im konkreten Fall bei der Supraspinatussehne eine transmurale Ruptur vorlag, 

womit überhaupt nur eine unfallkausale Gesundheitsschädigung in Betracht zu ziehen 

wäre, kann jedoch offengelassen werden, nachdem es sich bei der inzwischen operativ 

behandelten ansatznahen Supraspinatussehnenveränderung mit dem Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit nicht um eine direkte Unfallverletzung, sondern eine 

degenerative Gesundheitsschädigung gehandelt hat (vgl. Erwägung 6).

5.3. 

Die Prüfung der Kausalität eines Gesundheitsschadens, der zwar traumatischen, 

aber eben auch degenerativen Ursprungs sein kann, findet regelmässig anhand mass­

6.1. 

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gebender Beurteilungskriterien bzw. Indizien statt. Die Kriterien sind zuzuordnen und 

letztlich in eine Gesamtwürdigung einzubeziehen. Dr. I.___ und Dr. J.___ nehmen in der 

Beurteilung vom 14./16. August 2018 (Suva-act. 20) und der Stellungnahme vom 4. 

Februar 2019 (Suva-act. 41) zu übereinstimmenden, im Zusammenhang mit der 

Kausalität der Schulterproblematik links bedeutsamen Beurteilungskriterien Stellung, 

bewerten sie allerdings unterschiedlich.

 6.2. 

Die Ärzte nehmen zunächst Bezug auf den Unfallmechanismus bzw. auf die beim 

Sturz vom 16. März 2017 entstandene Krafteinwirkung auf die linke Schulter. 

Insbesondere für Rotatorenmanschettenläsionen werden in den medizinischen 

Fachartikeln konkrete Verletzungsmechanismen beschrieben, welche zu einer 

traumatischen Sehnenruptur führen können. Als potenziell geeignete 

Verletzungsmechanismen werden genannt: das Abscheren des Sehnenansatzes von 

innen, sobald der maximal zulässige Rotationswinkel überschritten ist und der 

Sehnenansatz mit dem Pfannenrand in Konflikt gerät (sogenanntes inneres 

Impingement), z.B. bei einer Schulter(sub)luxation; die passive Traktion, z.B. nach 

unten (beim Versuch einen schweren, fallenden Gegenstand aufzufangen), ventral oder 

medial; die exzentrische Belastung angespannter Anteile der Rotatorenmanschette, 

z.B. bei passiv forcierter Aussen- oder Innenrotation bei anliegendem oder 

abgespreiztem Arm, z.B. bei einem Sturz vom Gerüst nach vorn mit dem Versuch, den 

Fall durch Festhalten abzufangen. Die traumatische Ruptur der Rotatorenmanschette 

erfolgt also dann, wenn durch indirekte Gewalteinwirkung bzw. durch eine plötzliche 

körpereigene Kraftanstrengung die mechanische Belastbarkeit des Sehnengewebes 

überschritten wird, selten jedoch durch ein direktes Anpralltrauma (vgl. zum Gesagten 

Swiss Medical Forum, Ausgabe 2018/1516, Übersichtsartikel, Revidierte 

Unterscheidungskriterien, Degenerative oder traumatische Läsionen der 

Rotatorenmanschette, zu finden unter https://medicalforum.ch/article/doi/smf.

2019.03247; https://www.awmf.org/ uploads/tx_szleitlinien/

033-041l_S2e_Rotatorenmanschette_2017-04_02.pdf; http://www.gaertner-

servatius.de/krankheiten/rotatorenmanschettenruptur_leitlinien.pdf, beide abgerufen 

am 27. August 2020). Dr. I.___ weist in seiner Beurteilung auf die obgenannten 

Verletzungsmechanismen hin (Suva-act. 20-4). Der Rechtsvertreter der 

Beschwerdeführerin legte Dr. J.___ am 31. Januar 2019 das Unfallgeschehen, welches 

die Beschwerdeführerin anlässlich der Besprechung mit der Beschwerdegegnerin vom 

5. Juni 2018 geschildert hatte (Suva-act. 7), zur Beurteilung vor (vgl. act. G 10.3). Dr. 

J.___ geht diesbezüglich von einem "idealen" Mechanismus - von einer axialen 

6.2.1. 

https://www.awmf.org/

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Stauchung des Humeruskopfs gegen das Schulterdach (Acromion) mit angelegtem 

Arm, durch welche ein Stanzeffekt in der Rotatorenmanschette hervorgerufen werde - 

aus und damit von einem Mechanismus, der grundsätzlich mit dem letzten der 

obgenannten potenziell geeigneten Verletzungsmechanismen übereinstimmt. Einen 

Sturz mit abduziertem, nicht angelegten Arm, wobei es gemäss Dr. J.___ eher zu einer 

Schulterluxation kommt, schliesst er sodann offensichtlich grundsätzlich als geeigneten 

Verletzungsmechanismus aus.

Allgemein ist festzuhalten, dass ein plötzlich und unerwartet eintretendes bzw. 

sich schnell abspielendes Geschehen, wie ein Sturz auf Skiern, nicht immer in 

sämtlichen Einzelheiten wahrgenommen wird. Die Beschwerdeführerin schilderte 

jedoch den Sturz vom 16. März 2017 in Bezug auf die Beteiligung der linken Schulter 

am 5. Juni 2018 gegenüber einem Mitarbeiter der Beschwerdegegnerin konkret und 

detailliert wie folgt: "Als ich mit der auf Kunstschnee präparierten Piste gegen einen 

Schneehügel fuhr, verkantete ich mit dem Ski und stürzte anschliessend zur linken 

Seite, wobei ich mit angelegtem linken Arm direkt auf der linken Schulter 

landete." (Suva-act. 7). Die Beschwerdeführerin beschreibt damit ein stumpfes 

Aufpralltrauma mit der Schulter mit gleichzeitig angelegtem Arm, welches nicht als 

geeigneter Verletzungsmechanismus für eine Rotatorenmanschettenläsion beschrieben 

wird (vgl. Erwägung 6.2.1). Wie es bei einem Sturz auf die Seite mit angelegtem Arm zu 

einer indirekten Gewalteinwirkung in Form eines axialen Stauchungstraumas hätte 

kommen können, ist nicht nachvollziehbar. So hält die Beschwerdegegnerin in der 

Beschwerdeantwort vom 13. März 2019 (act. G 3, Ziff. 5.3/a) zutreffend fest, dass ein 

seitlicher Sturz auf die linke Schulter eine axiale Stauchung ausschliesse. 

Zusammenfassend ist mithin festzuhalten, dass die Argumentation von Dr. J.___ 

hinsichtlich Unfallmechanismus nicht überzeugt. Die Schlussfolgerung von Dr. I.___, 

dass der Unfallhergang im konkreten Fall gegen eine traumatisch bedingte Schädigung 

der Rotatorenmanschette spreche, erscheint dagegen stichhaltig und überzeugend.

6.2.2. 

 6.3. 

Dr. I.___ sieht sodann eine traumatische Ursächlichkeit der linksseitigen 

Supraspinatussehnenveränderung wegen der späten Inanspruchnahme einer ärztlichen 

Hilfeleistung nicht als überwiegend wahrscheinlich an (Suva-act. 20-3). Lange 

Latenzzeiten ohne Brückensymptome stellen ein bedeutsames Indiz gegen das 

Vorliegen von Unfallrestfolgen dar (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 26. September 

2008, 8C_102/2008, E. 2.2, und vom 20. Juli 2011, 8C_214/2011, E. 8; Urteil des EVG 

vom 21. September 2001, U 134/00, E. 3b; RKUV 1997 Nr. U 275 S. 191 E. 1c). Es ist 

6.3.1. 

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unbestritten, dass die Beschwerdeführerin Dr. C.___ erstmals am 2. März 2018 (Suva-

act. 6-1) und damit erst fast ein Jahr nach dem Unfall vom 16. März 2017 konsultierte. 

In der Beschwerde vom 7. Februar 2019 macht der Rechtsvertreter der 

Beschwerdeführerin zwar geltend, diese sei nach dem Unfall - nachdem sich der 

Zustand nicht gebessert habe - vor dem ersten Hausarztbesuch bei Dr. C.___ sechs 

Mal wegen anhaltender Schulterschmerzen zu D. Schläpfer in die Bewegungstherapie 

gegangen. Die Bewegungstherapien bei D. Schläpfer wurden mit Rechnungsbelegen 

des Spitalverbunds AR dokumentiert (act. G 1.1.3), doch datiert die erste auch erst 

vom 3. November 2017. Aufgrund des Gesagten ist somit eine Schulterbehandlung 

frühestens ab November 2017, d.h. acht Monate nach dem Unfall, nachgewiesen. 

Angesichts dieses zeitlichen Ablaufs erscheint eine Unfallkausalität fraglich bzw. 

höchstens möglich. Innerhalb eines so langen Zeitraums spielen sich im menschlichen 

Körper immer auch unfallunabhängige Vorgänge ab. Diesem Umstand kommt im 

vorliegenden Fall insofern noch eine entscheidendere Bedeutung zu, als die 

Beschwerdegegnerin in der Beschwerdeantwort vom 13. März 2019 zutreffend darauf 

hinweist, dass der objektive Zustand der linken Schulter unmittelbar nach dem Sturz 

vom 16. März 2017 sowie im weiteren Verlauf bis zur MR-Arthrographie vom 4. April 

2018 durch keinerlei medizinische Unterlagen erfasst ist (act. G 3 Ziff. 5.3/b). Die 

Folgen der Beweislosigkeit von Brückensymptomen wirken sich zu Lasten der 

Beschwerdeführerin aus (vgl. Erwägung 3.1).

Anlässlich ihres Gesprächs mit dem Mitarbeiter der Beschwerdegegnerin vom 5. 

Juni 2018 gab die Beschwerdeführerin an, sie habe die linke Schulter in den Wochen 

nach dem Unfall selbst mit Tinkturen behandelt, im Verlauf einen Vortrag in der Klinik 

M.___ betreffend Schulterverletzungen besucht und sei in der Folge anhand einer 

Eigendiagnose von einer Entzündung ausgegangen, weshalb sie die Behandlung selber 

mit entzündungshemmenden und selbst hergestellten Crèmes fortgesetzt habe. 

Mangels Besserung des Zustands habe sie dann D. Schläpfer, eine 

Bewegungstherapeutin, aufgesucht. Weil die Schmerzen nicht vollständig 

verschwunden seien, habe sie letztlich im März 2018 Dr. C.___ konsultiert (Suva-act. 7). 

In diesem subjektiv geschilderten Sachverhalt kann jedoch kein überzeugender und 

damit hinreichender Nachweis für eine Brückensymptomatik erblickt werden. Eine 

gewisse Zeit lang erscheint es in manchen Fällen plausibel, wenn eine versicherte 

Person nicht unverzüglich einen Arzt konsultiert und zunächst abwartend auf 

Selbstheilung durch Eigenbehandlung vertraut. Im Wissen um einen Sturz auf die linke 

Schulter sowie angesichts der beruflichen Tätigkeit als Malerin, welche - auch bei einer 

Rechtsdominanz - die Beweglichkeit und den Einsatz beider Schultergelenke erfordert, 

6.3.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/18

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erscheint es jedoch zweifelhaft, dass sich eine versicherte Person ein Jahr lang (vgl. 

Erwägung 6.3.1) nicht in ärztliche Behandlung begibt. Das von Dr. J.___ und Dr. C.___ 

im Untersuchungsbericht vom 10. August 2018 (Suva-act. 31) bzw. in der 

Stellungnahme vom 13. November 2018 (Suva-act. 32) bezeichnete zeitliche 

Zusammentreffen des Unfalls und der im MRI nachgewiesenen Läsion, an dem es 

keine Zweifel gebe bzw. welches plausibel sei, überzeugt nicht. Die 

Beschwerdegegnerin wendet in der Beschwerdeantwort vom 13. März 2019 zutreffend 

ein, dass ein zeitliches Zusammentreffen gerade nicht erstellt sei, weil anschliessend 

praktisch während eines ganzen Jahres keine medizinischen Untersuchungen der 

linken Schulter erfolgt seien (vgl. Erwägung 6.3.1). Damit bleibt letztlich beweislos, 

wann genau eine Schulterproblematik aufgetreten ist. So fällt auch auf, dass die 

Beschwerdeführerin anlässlich der Besprechung mit dem Mitarbeiter der 

Beschwerdegegnerin vom 5. Juni 2018 schilderte, sie habe direkt nach dem Sturz vor 

allem Schmerzen an der linken Nackenseite gehabt. Die Aussagen von Dr. J.___ im 

Bericht vom 4. Februar 2019 (Suva-act. 41-2 Ziff. 9), die Beschwerdeführerin sei sehr 

zäh und auch sehr trainiert, ihr körperlicher Habitus sei sehr schlank und drahtig, sie 

unternehme regelmässig extreme Skitouren und sei viel am Klettern, was für einen 

zähen, drahtigen, durchtrainierten Menschen spreche, sind zwar nicht in Abrede zu 

stellen. Seine Schlussfolgerung - entsprechend sei die Beschwerdeführerin sicher 

indolent (vgl. dazu auch Dr. C.___ in Suva-act. 14) - entspricht jedoch einer blossen 

Vermutung und es lässt sich aus ihr nichts Konkretes ableiten. Ebenso könnte aus der 

obigen Beschreibung der Beschwerdeführerin gefolgert werden, dass sie ein 

ausgeprägtes Körperbewusstsein habe, ein Leben führe, in welchem ein 

funktionierender Körper gerade von grosser Bedeutung sei und sie bestimmt umsichtig 

mit ihrem Körper und ihrer Gesundheit umgehe. Allgemein ist anzufügen, dass das 

Auftreten von Beschwerden nach einem Unfallereignis für sich allein kein genügender 

Nachweis für einen Kausalzusammenhang zwischen Unfall und 

Gesundheitsschädigung ist. Die Regel "post hoc ergo propter hoc" hat daher im 

Rahmen der Kausalitätsbeurteilung keine beweisrechtliche Bedeutung (BSK UVG-

Hofer, a.a.O., N 67 zu Art. 6; Alfred Maurer, Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, 

S. 460 N 1205; BGE 119 V 341 f. E. 2b/bb in fine).

In den zeitlichen Ablauf, der für eine degenerativ bedingte 

Supraspinatussehnenveränderung spricht, fügt sich auch die überzeugende und mit 

der medizinischen Literatur (vgl. dazu Debrunner, a.a.O., S. 121, 728; http://

www.klinikum.uni-muenchen.de/Orthopaedische-Klinik-und-Poliklinik/de/

Orthopaedisches-Behandlungsspektrum/schulterchirurgie/problemeTherapien/

rotatorenmanschette/index.html; https://medicalforum.ch/ article/doi/smf.2019.03247; 

6.4. 

http://www.klinikum.uni-muenchen.de/
http://www.klinikum.uni-muenchen.de/
https://medicalforum.ch/

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/18

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beide abgerufen am 27. August 2020) übereinstimmende Auseinandersetzung von Dr. 

I.___ mit der Beschwerdesymptomatik nach einer akut traumatischen Rissbildung ein 

(Suva-act. 20-3). Ein traumatischer Riss der Rotatorenmanschette führe zu einem 

scharfen Schmerz mit Ausstrahlung in den Oberarm und einem Gefühl des Zerreissens, 

begleitet von einem unmittelbaren Funktionsverlust (sog. Pseudoparalyse) bestimmter 

Bewegungen, abhängig vom Ausmass des geschädigten Anteils der 

Sehnenmanschette. Die Beschwerdeführerin beschreibt für den Zeitpunkt initial nach 

dem Unfall keine solche Symptomatik.

Dr. I.___ berücksichtigte im Rahmen seiner Kausalitätsbeurteilung nachvollziehbar 

auch die Gesamtsituation des linken Schultergelenks der Beschwerdeführerin. Weist 

ein Gelenk umfassende, unstreitig degenerative Veränderungen auf, sind diese häufig 

auch miteinander verbunden und stellen insofern gegenseitige Begleitpathologien dar 

(vgl. dazu Debrunner, a.a.O., S. 579 ff., S. 724 ff.), womit zu prüfen ist, weshalb 

ausgerechnet eine bestimmte strukturelle Veränderung losgelöst von den übrigen 

degenerativen Veränderungen als unfallbedingt zu betrachten ist. Bei der MR-

Arthrographie vom 4. April 2018 erhob Dr. G___ neben der transmuralen Ruptur der 

ansatznahen Supraspinatussehne dorsal verschiedene degenerativ bedingte 

Gesundheitsschäden - eine geringe Insertionstendinopathie der Infraspinatussehne bei 

einem im Übrigen unauffälligen Befund der Rotatorenmanschette, eine Tendinopathie 

der intraartikulären langen Bizepssehne sowie eine geringe 

Akromioklavikulargelenksarthrose (Suva-act. 6). Gemäss Dr. I.___ deuten die 

genannten Veränderungen überwiegend wahrscheinlich darauf hin, dass es sich auch 

bei den ansatznahen Veränderungen der Supraspinatussehne um verschleissbedingte 

Veränderungen handle (Suva-act. 20-4). Diese Schlussfolgerung erschliesst sich dem 

Gericht insofern nicht ohne Weiteres, als es sich um leichte Degenerationen handelt, 

welche laut medizinischer Literatur ab einem gewissen Alter (etwa ab 40 Jahren) häufig 

vorkommen und daher nicht mehr berücksichtigt werden sollten, um eine degenerative 

von einer traumatischen Läsion zu unterscheiden (vgl. Debrunner, a.a.O., S. 586; 

https://medicalforum.ch/article/doi/smf.2019.03247, abgerufen am 28. August 2020). 

Auch in der geringen Retraktion um ca. 1.5 cm sowie im eutrophen Musculus 

supraspinatus sind keine augenscheinlichen Befunde für die Schlussfolgerung von Dr. 

I.___ zu sehen. Schliesslich verneinte Dr. G___ im MR-Arthrographie-

Untersuchungsbericht vom 4. April 2018 (Suva-act. 6) eine Einengung des 

Subakromialraums. Im Rahmen der Operation vom 21. November 2018 führte Dr. J.___ 

zwar eine Akromioplastik links durch, jedoch nur eine diskrete. Auch ihm hatte sich ein 

Subakromialraum gezeigt, der gut für einen Querfinger durchgehend war (act. G 10.1). 

Allerdings sprechen die erwähnten Gesundheitsschäden im Bereich des linken 

6.5. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/18

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Schultergelenks auch nicht ohne Weiteres für eine traumatische Läsion. Immerhin 

handelt es sich unbestrittenermassen um degenerative Befunde, welche damit 

selbstredend nicht gegen eine degenerativ bedingte Supraspinatussehnenveränderung 

sprechen und insofern in der Gesamtbetrachtung ein degeneratives Bild ergänzen. 

Diejenigen Kriterien, welche entscheidend auf eine degenerative 

Supraspinatussehnenveränderung hinweisen (Unfallmechanismus, zeitlicher Ablauf, 

initiale Beschwerdesymptomatik; vgl. Erwägungen 6.2 ff.) vermögen die 

Gesundheitsschäden jedenfalls nicht abzuschwächen.

Eine im konkreten Fall degenerativ und nicht traumatisch bedingte 

Rotatorenmanschettenveränderung begründet Dr. I.___ schliesslich epidemiologisch. 

Veränderungen mit Rissbildungen der Rotatorenmanschette seien mit zunehmendem 

Alter häufig Folge von Abnutzungserscheinungen und könnten ohne ursächliches 

Unfallereignis vorkommen. Degenerativ bedingte Schädigungen der 

Rotatorenmanschette fänden sich überdurchschnittlich häufig ab dem fünfzigsten 

Lebensjahr mit Zunahme der Schäden in Abhängigkeit vom Lebensalter. Die 

Beschwerdeführerin sei im Zeitpunkt der ersten Arztkonsultation 56 Jahre alt gewesen. 

Dr. J.___ äussert sich sodann in seinem Bericht vom 4. Februar 2019 (Suva-act. 41) zur 

Frage, ob es möglich sei, dass bei einer 56-jährigen Patientin nach einem Sturz eine 

transmurale Ruptur der Supraspinatussehne wahrscheinlicher eintrete als bei einer 

jüngeren Patientin, und bejaht die Frage sinngemäss (act. G 10.3). In der medizinischen 

Literatur sowie in medizinischen Fachartikeln finden sich Feststellungen und 

Erhebungsergebnisse, welche die Aussagen von Dr. I.___ mit Bezug auf die Prävalenz 

nicht untermauern (vgl. Pschyrembel, a.a.O., S. 1576; https://medicalforum.ch/article/

doi/smf.2019.03247 und https://www.awmf.org/uploads/ tx_szleitlinien/

033-041l_S2e_Rotatorenmanschette_2017-04_02.pdf, beide abgerufen am 28. August 

2020). Zudem scheint die Beurteilung von Dr. J.___, dass eine altersbedingt sprödere 

Sehne anfälliger auf traumatische Einflüsse sei als die Sehne eines jungen Patienten, 

schlüssig. Das Beurteilungskriterium der Epidemiologie ist jedoch grundsätzlich ein 

allgemeines Beurteilungskriterium, während Beurteilungskriterien wie Unfallhergang, 

initiale Beschwerdesymptomatik, Diagnosen, Befunde und radiologische 

Untersuchungsergebnisse sowie zeitlicher Ablauf den konkreten Fall aufzeigen. 

Sprechen diese massgebend für eine traumatische Genese, kann im Einzelfall 

durchaus auch bei einem älteren Menschen eine traumatische Läsion vorkommen. Im 

vorliegenden Fall sprechen jedoch die einzelfallbezogenen Beurteilungskriterien - wie in 

den Erwägungen 6.2 ff. dargelegt - nicht für eine solche. Entsprechend vermochte 

auch Dr. J.___ aufgrund des Alters der Beschwerdeführerin nur eine Vermutung 

("denke ich") zu äussern (Suva-act. 41-1, Frage 3).

6.6. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/18

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7.

Im Sinne der Erwägungen ist die Beschwerde unter Bestätigung des angefochtenen 

Einspracheentscheids vom 8. Januar 2019 abzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu 

erheben (Art. 61 lit. a ATSG). Ausgangsgemäss hat die Beschwerdeführerin keinen 

Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG).

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass nach den Erwägungen 6.2 ff. keine 

Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der von der Beschwerdegegnerin 

eingeholten und als massgeblich erachteten Beurteilung von Dr. I.___ vom 14./16. 

August 2018 (Suva-act. 20) bestehen, wonach die ansatznahe 

Supraspinatussehnenveränderung dorsal mit dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit nicht durch den Unfall vom 16. März 2017 verursacht wurde.

6.7. 

Bei diesem Beweisergebnis kann mithin auf die kreisärztliche Beurteilung 

abgestellt werden. Dr. J.___ und Dr. C.___ vermögen ihr keine überzeugenden 

Begründungen entgegenzusetzen.

6.8. 

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	Entscheid Versicherungsgericht, 15.09.2020
	Art. 10 UVG: Verneinung der Kausalität zwischen einem Sturz auf die linke Schulter und einer linksseitigen ansatznahen Supraspinatussehnenveränderung anhand verschiedener Beurteilungskriterien, wie Unfallhergang, zeitlicher Ablauf, initiale Beschwerdesymptomatik, Gesamtsituation des linken Schultergelenks, Epidemiologie (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 15. September 2020, UV 2019/16).

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