# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0fac2f78-6815-5155-a878-821aa402dd93
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2018-08-14
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 14.08.2018 D-4000/2018
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-4000-2018_2018-08-14.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-4000/2018 

 

 
 

  U r t e i l  v o m   1 4 .  A u g u s t  2 0 1 8  

Besetzung 
 Einzelrichterin Mia Fuchs, 

mit Zustimmung von Richter Hans Schürch,  

Gerichtsschreiberin Nira Schidlow. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Iran,   

vertreten durch lic. iur. Alexandros Contoyannis,  

(…). 

Beschwerdeführer,  

 

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung;  

Verfügung des SEM vom 6. Juni 2018 / N (…) 

 

 

 

D-4000/2018 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass der Beschwerdeführer – ein Staatsangehöriger des Iran – am 28. De-

zember 2015 in der Schweiz um die Gewährung von Asyl nachsuchte, 

dass er am 7. Januar 2016 summarisch zu seiner Person und dem Reise-

weg befragt und am 2. August 2017 sowie am 29. Mai 2018 vertieft zu sei-

nen Asylgründen angehört wurde,  

dass er zur Begründung seines Asylgesuchs im Wesentlichen geltend 

machte, er habe eine intime Beziehung mit einem Mädchen namens 

B._______ unterhalten, deren Bruder ein Mitglied der Sepah (Iranische Re-

volutionsgarde) sei,  

dass B._______ Bruder wohl Kenntnis von ihrer Beziehung erlangt habe 

und sich seit diesem Zeitpunkt am Beschwerdeführer habe rächen wollen, 

weshalb er (B._______ Bruder) Ende 2015 die Entführung des Beschwer-

deführers durch zwei Regierungsbeamte organisiert habe,  

dass der Beschwerdeführer zwei Tage gefoltert, der Apostasie und regime-

feindlicher Aktivitäten beschuldigt worden sei, danach zwei Schreiben habe 

unterzeichnen müssen und folgend wieder freigelassen worden sei,  

dass ihm von den Schlägen alles geschmerzt habe, weshalb er sich kaum 

habe bewegen können, 

dass er nach seiner Heimkehr B._______ kontaktiert und ein Treffen mit 

ihr vereinbart habe, dass sie ihn jedoch plötzlich, als er auf sie zugegangen 

sei, vor Unbekannten gewarnt habe, weshalb er davongerannt sei,  

dass er glücklicherweise einem Fremden auf einem Motorrad aufgefallen 

sei, welcher ihn mitgenommen und ihm dadurch zur Flucht verholfen habe, 

dass er sich danach bei einem Kollegen versteckt habe,  

dass er – während der Zeit im Versteck – von seiner Mutter erfahren habe, 

dass Regierungsbeamte ihn zu Hause gesucht hätten, weshalb er etwa 

nach zehn Tagen im Versteck, im Dezember 2015, das Land illegal verlas-

sen habe, 

dass er allerdings den tatsächlichen Grund für die erlittenen Drohungen, 

Nachstellungen und Übergriffe nicht kenne, sondern in dieser Hinsicht auf 

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Seite 3 

blosse Mutmassungen angewiesen sei (A17 S. 10 Q70), beziehungsweise 

dass ihm B._______ die Beteiligung ihres Bruders mitgeteilt habe (A22 

S.11 Q73), beziehungsweise er ihren Bruder während der Entführung er-

kannt habe (A22 S.12 Q83 und S. 13 Q 88 ff.),  

dass der Beschwerdeführer in der ergänzenden Anhörung vom 29. Mai 

2018 zudem vorgebracht habe, dass er zum Zeitpunkt seiner Flucht im Mi-

litärdienst gewesen sei und ihm noch etwa drei Monate zur Beendigung 

gefehlt hätten, weshalb ihm bei einer Rückkehr in die Heimat Gefängnis 

aufgrund von Desertion drohe,  

dass er zur Stützung dieses Vorbringens ein Foto, das ihn in Militäruniform 

zeige, sowie die Kopie eines angeblich vom Militärgericht ausgestellten 

Haftbefehls, welcher vom 27. Mai 2018 datiert, zu den Akten reichte,  

dass er vermute, dass B._______ Bruder auch hierbei seine Hände im 

Spiel gehabt habe,  

dass das SEM das Asylgesuch des Beschwerdeführers mit Verfügung vom 

6. Juni 2018 – eröffnet am 8. Juni 2018 – ablehnte und die Wegweisung 

sowie deren Vollzug aus der Schweiz anordnete, 

dass es zur Begründung im Wesentlichen anführte, die Vorbringen des Be-

schwerdeführers seien unglaubhaft, da sie haltlos, unzusammenhängend 

und widersprüchlich seien,  

dass auf die vorinstanzliche Entscheidbegründung – soweit wesentlich – in 

den nachfolgenden Erwägungen eingegangen wird,  

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 9. Juli 2018 gegen den vor-

instanzlichen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde 

erhoben hat und dabei beantragt, diesen aufzuheben und das Verfahren 

an die Vorinstanz zur materiellen Prüfung zurückzuweisen, dass ihm Asyl 

zu gewähren und seine Flüchtlingseigenschaft festzustellen sei, dass er 

eventualiter nicht wegzuweisen sei und ihm stattdessen die vorläufige Auf-

nahme zu gewähren sei,  

dass er in verfahrensrechtlicher Hinsicht die unentgeltliche Prozessführung 

unter Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses beantragt, 

dass das Bundesverwaltungsgericht dem Beschwerdeführer am 11. Juli 

2018 den Eingang seiner Beschwerde bestätigte,  

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Seite 4 

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 8. August 2018 eine Fürsor-

gebestätigung nachreichte,  

 

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig 

über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des SEM entschei-

det, ausser – was vorliegend nicht der Fall ist – bei Vorliegen eines Auslie-

ferungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerdeführende Per-

son Schutz sucht (Art. 105 AsylG [SR 142.31] i.V.m. Art. 31–33 VGG; 

Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG),  

dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG richtet, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG), 

dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 

AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-

treten ist (Art. 108 Abs. 1 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG), 

dass sich die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen 

Rügen im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG, im Bereich des Auslän-

derrechts nach Art. 49 VwVG richten (vgl. BVGE 2014/26 E. 5),  

dass die Beschwerde – wie nachfolgend aufgezeigt – als offensichtlich un-

begründet zu erkennen ist, weshalb über die Beschwerde in einzelrichter-

licher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters oder einer 

zweiten Richterin zu entscheiden ist (Art. 111 Bst. e AsylG), 

dass gleichzeitig auf einen Schriftenwechsel zu verzichten und der Ent-

scheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 1und 2 AsylG), 

dass der Beschwerdeführer vorab die Rückweisung des Verfahrens an die 

Vorinstanz zur materiellen Prüfung beantragt,  

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dass diesbezüglich festzuhalten ist, dass die Vorinstanz im angefochtenen 

Entscheid vom 6. Juni 2018 auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers 

eingetreten ist und seine Asylgründe materiell geprüft hat, weshalb auf die-

sen Antrag nicht weiter einzugehen ist,  

dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 

AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG), 

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft 

gemacht werden muss (Art. 7 AsylG), wobei diese glaubhaft gemacht ist, 

wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlich-

keit für gegeben hält und Vorbringen insbesondere dann unglaubhaft sind, 

wenn sie in wesentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich wider-

sprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf 

gefälschte oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden, 

dass das SEM in seinem Entscheid im Wesentlichen zum Schluss gelangt, 

die Vorbringen des Beschwerdeführers seien unglaubhaft, da sie diverse 

Widersprüche aufweisen würden und er nicht nur überaus unpersönliche 

und klischeehafte Antworten in Bezug auf seine aussereheliche Beziehung 

und die kurze Zeitspanne zwischen Kennenlernen und Beginn der sexuel-

len Beziehung gegeben habe (vgl. bspw. A17 S. 6+10 und A22 S. 6-7), 

sondern es aufgrund seiner wirren Angaben auch nicht möglich sei zu ver-

stehen, wie lange seine Beziehung gedauert und seit wann und worüber 

B._______ Familie angeblich Bescheid gewusst habe (A17 S. 9+10 und 

A22 S. 6 und 10-11), 

dass beispielsweise widersprüchlich sei, dass der Beschwerdeführer ur-

sprünglich behauptet habe, den Grund für seine Entführung nicht zu ken-

nen (A17 S. 10 Q70), bei der ergänzenden Anhörung jedoch gesagt habe, 

direkt durch B._______ von der Beteiligung ihres Bruders erfahren zu ha-

ben (A22 S. 11 Q73), um schliesslich zu behaupten, dessen Gesicht gese-

hen und erkannt zu haben (A22 S. 12 Q83 und S. 13 Q88 ff.),  

dass in Anbetracht der Behauptung des Beschwerdeführers, der Bruder 

B._______ habe die Absicht gehabt, ihn zu bestrafen, indem er ihn von den 

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Behörden habe verhaften lassen, die Tatsache erstaune, dass der Be-

schwerdeführer nach zwei Tagen wieder freigelassen worden sei, wobei 

seine Erklärung dazu in keiner Weise überzeuge und wirr sei (vgl. A22 

S. 10-11),  

dass überdies an der Behauptung zu zweifeln sei, wonach sich der Be-

schwerdeführer zum Zeitpunkt der Ausreise im Militärdienst befunden habe 

und aufgrund der Probleme mit B._______ Bruder zwei bis drei Monate vor 

Ende der Dienstpflicht desertiert sei, abgesehen davon, dass das Vorbrin-

gen der späten Militärdienstpflicht und der Desertion erstmals in der ergän-

zenden Anhörung erwähnt und somit als nachgeschoben zu werten sei 

(A22 S. 7-10 und 14-15), 

dass schliesslich zu betonen sei, dass der Beschwerdeführer selber erklärt 

habe, vor 2015 nie Probleme mit den Behörden gehabt zu haben, und aus-

serdem aus den Akten kein konkretes Element hervorgehe, das darauf hin-

weise, dass er einer beim Regime verhassten Familie angehöre, und die 

Tatsache, dass sich zwei seiner Brüder im Ausland aufhielten, nichts be-

weise,  

dass der Beschwerdeführer somit seine Vorbringen nicht habe glaubhaft 

machen können, weshalb er die Flüchtlingseigenschaft nicht erfülle und 

somit keinen Anspruch auf Asyl habe, 

dass dieser Schluss vom Gericht zu bestätigen ist,  

dass zur Vermeidung von Wiederholungen auf die zutreffenden Ausführun-

gen des SEM in der angefochtenen Verfügung vom 6. Juni 2018 verwiesen 

werden kann, 

dass den vorinstanzlichen Erwägungen auf Beschwerdeebene nichts 

Stichhaltiges entgegen gehalten wird, sondern zu diversen Widersprüchen 

lediglich moniert wird, den vorinstanzlichen Ausführungen könne nicht ge-

folgt werden oder gar in Widerspruch zu den protokollierten Aussagen ar-

gumentiert wird,  

dass beispielsweise angeführt wird, der Beschwerdeführer habe nie be-

hauptet, seit der Einreise in die Schweiz keine Nachrichten von B._______ 

erhalten zu haben, sondern nur von B._______ direkt keine Nachrichten 

erhalten zu haben (vgl. Beschwerde S. 5 a) ff.), dass dies jedoch in klarem 

Widerspruch zur Aktenlage ist, hat doch der Beschwerdeführer anlässlich 

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der ersten Anhörung ausdrücklich angeführt, weder von B._______ noch 

von ihren Freundinnen Nachrichten erhalten zu haben (A27 Q81 und Q82),  

dass zudem festzustellen ist, dass sich der Beschwerdeführer nicht nur wi-

derspricht, sondern dass diverse Vorbringen als lebensfremd und offen-

kundig konstruiert erscheinen,  

dass beispielsweise die Schilderung seiner angeblich letzten Verabredung 

mit B._______ wenig plausibel scheint,  

dass der Beschwerdeführer – lediglich drei bis vier Tage, nachdem er 

schwer gefoltert worden sei und sich kaum habe bewegen können – auf 

die Warnung von B._______ hin zwei beziehungsweise drei bis vier Män-

nern, die ihn hätten verhaften wollen, habe entkommen können, indem er 

davongerannt sei, bis er einem Fremden auf einem Motorrad aufgefallen 

sei, der zufälligerweise in die gleiche Richtung unterwegs gewesen sei und 

ihn auf dessen Motorrad mitgenommen und ihm dadurch zur Flucht verhol-

fen habe (A17 Q38 insb. S.7, Q73-75, A22 Q92),  

dass diese Ausführungen nicht glaubhaft, sondern kaum vorstellbar sind,  

dass ebenso der Zeitpunkt der Ausstellung des angeblichen Haftbefehls 

(drei Jahre nach der Ausreise und just zwei Tage vor der ergänzenden An-

hörung), wie auch die Umstände wie der Beschwerdeführer zu diesem ge-

kommen sein will (B._______ habe diesen per Zufall zu Hause bei den 

Unterlagen ihres Bruders gefunden und umgehend eine Kopie einer ge-

meinsamen Freundin zugestellt, welche diese wiederum der Schwester 

des Beschwerdeführers gegeben habe, welche die Kopie dem Vater wei-

tergeleitet habe, welcher diese dem Bruder des Beschwerdeführers per 

Fax in die Schweiz zu Handen des Beschwerdeführers gesendet habe, und 

dies alles noch am Ausstellungstag; vgl. zum Ganzen A22 Q48-53), als of-

fensichtlich konstruiert zu erkennen sind,  

dass das Vorbringen der späten Militärdienstpflicht im Übrigen erstmals in 

der ergänzenden Anhörung erwähnt wurde (A22 Q56 ff.) und somit als 

nachgeschoben zu werten ist, 

dass somit auch seine Desertion nicht glaubhaft ist,  

dass nach dem Gesagten nicht ersichtlich ist, inwiefern die Vorinstanz die 

Untersuchungspflicht verletzt haben könnte und inwiefern der Sachverhalt 

unvollständig sein soll, weshalb auch diese Rüge fehl geht, 

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Seite 8 

dass der Beschwerdeführer somit keine asylrelevante Verfolgung glaubhaft 

machen konnte,  

dass gemäss ständiger Praxis des Bundesverwaltungsgerichts allein auf-

grund der illegalen Ausreise oder des Stellens eines Asylgesuchs im Aus-

land keine flüchtlingsrechtlich erhebliche Verfolgung im Iran zu befürchten 

ist (vgl. dazu BVGE 2009/28 E. 7.4.4, bestätigt bspw. mit Urteil des BVGer 

E-623/2018 vom 30. Juli 2018 E. 6.7),  

dass beim Beschwerdeführer auch keine subjektiven Nachfluchtgründe ge-

geben sind,  

dass es dem Beschwerdeführer somit nicht gelingt, die Flüchtlingseigen-

schaft nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen, weshalb das 

Staatssekretariat das Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat, 

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 

Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat 

(Art. 44 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt 

hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer solchen besteht (vgl. 

BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.), weshalb die verfügte Weg-

weisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und dem-

nach vom Staatssekretariat zu Recht angeordnet wurde, 

dass das Staatssekretariat das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-

chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme regelt, wenn der Voll-

zug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist 

(Art. 44 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG [SR 142.20]), 

dass beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen ge-

mäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard 

wie bei der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, sie zu be-

weisen sind, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigs-

tens glaubhaft zu machen sind (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtliche 

Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des 

Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenste-

hen (Art. 83 Abs. 3 AuG), 

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwun-

gen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem 

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Seite 9 

Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, 

zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 

AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über 

die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]), 

dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung dieser mass-

geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da es 

dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche 

Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, weshalb das in 

Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoule-

ment im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet,  

dass sodann keine Anhaltspunkte für eine im Heimat- oder Herkunftsstaat 

drohende menschenrechtswidrige Behandlung im Sinne von Art. 25 Abs. 3 

BV, von Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter 

und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung  

oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 EMRK ersichtlich sind,  

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar 

erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat aufgrund von Situationen 

wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage kon-

kret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG), 

dass weder die allgemeine Lage im Heimat- beziehungsweise Herkunfts-

staat des Beschwerdeführers noch individuelle Gründe auf eine konkrete 

Gefährdung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen, weshalb der Voll-

zug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist, 

dass in diesem Zusammenhang darauf hinzuweisen ist, dass der Be-

schwerdeführer jung und gemäss Aktenlage gesund ist, in der Heimat auf 

ein intaktes familiäres Netz zurückgreifen kann und zudem gebildet ist und 

über Berufserfahrung verfügt,  

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Heimat-

staat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse bestehen 

(Art. 83 Abs. 2 AuG) und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei der Be-

schaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und 

dazu auch BVGE 2008/34 E. 12), 

dass nach dem Gesagten der vom Staatssekretariat verfügte Vollzug der 

Wegweisung zu bestätigen ist, 

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dass nach vorstehenden Erwägungen die angefochtene Verfügung zu be-

stätigen und die eingereichte Beschwerde als offensichtlich unbegründet 

abzuweisen ist,  

dass mit vorliegendem Entscheid in der Hauptsache das Gesuch um Be-

freiung von der Kostenvorschusspflicht (gemäss Art. 63 Abs. 4 VwVG) ge-

genstandslos geworden ist,  

dass das Gesuch um Erlass der Verfahrenskosten (im Sinne von Art. 65 

Abs. 1 VwVG) abzuweisen ist, da sich die Beschwerde von Anfang an als 

aussichtslos erwiesen hat,  

dass demnach die Kosten des Verfahrens von Fr. 750.– dem Beschwerde-

führer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG; Art. 1–3 des Reglements 

vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bun-

desverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]).  

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Seite 11 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.   

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

3.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Mia Fuchs Nira Schidlow 

 

 

Versand: