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**Case Identifier:** f9759aa3-d708-568c-929f-ed658eb28060
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-10-08
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 08.10.2020 UV 2019/22
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2019-22_2020-10-08.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2019/22

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 06.05.2021

Entscheiddatum: 08.10.2020

Entscheid Versicherungsgericht, 08.10.2020
Art. 6 Satz 2 ATSG; Art. 16 Abs. 1, Art. 18 Abs. 1, Art. 19 Abs. 1, Art. 24 UVG. 
Die Einstellung der Taggelder per 31. Juli 2018 erfolgte zu Recht. Nach 
Erreichen des medizinischen Endzustands bzw. bei Fallabschluss besteht 
kein Anspruch auf eine Rente. Die gesprochene Integritätsentschädigung ist 
rechtsgenüglich medizinisch ausgewiesen. Abweisung der Beschwerde, 
soweit darauf eingetreten wird (Entscheid des Versicherungsgerichts des 
Kantons St. Gallen vom 8. Oktober 2020, UV 2019/22).

Entscheid vom 8. Oktober 2020

Besetzung

Versicherungsrichter Joachim Huber (Vorsitz), Versicherungsrichterinnen Christiane 

Gallati Schneider und Miriam Lendfers; Gerichtsschreiber Markus Lorenzi

Geschäftsnr.

UV 2019/22

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Marco Bivetti, rechtsanwälte.og 42, 

Oberer Graben 42, 9000 St. Gallen,

gegen

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HDI Global SE, Dufourstrasse 46, Postfach, 8034 Zürich,

Beschwerdegegnerin,

vertreten durch Rechtsanwalt Martin Bürkle, LL.M., Thouvenin Rechtsanwälte, 

Klausstrasse 33, 8024 Zürich,

Gegenstand

Taggeldleistungen / Integritätsentschädigung

Sachverhalt

A.  

A.___ (nachfolgend: Versicherter) zog sich als Fussballprofi anlässlich eines 

Fussballspiels mit dem FC B.___ (Challenge League) am 7. Mai 2011 eine Ulnafraktur 

links zu (act. G 9.5 M1 ff.). Am 17. Juni 2011 kam es zu einer Traumatisierung der in der 

Abheilung begriffenen Ulnafraktur links (act. G 9.5 M6, M10 f.). Zu diesen Zeitpunkten 

war der Versicherte vom Fussballclub C.___ (Super League) ausgeliehen und aufgrund 

dessen bei der HDI Global SE (nachfolgend: HDI) unfallversichert. Diese anerkannte 

ihre Leistungspflicht und erbrachte die gesetzlichen Leistungen (Heilbehandlung und 

Taggeld).

A.a. 

Die in den nachfolgenden Jahren aufgetretenen ulnaren Handgelenksschmerzen 

bei posttraumatischer Ulna-Impaktion links mit Destruktion des TFCC und knöchern 

konsolidierter Ulna-Fraktur (act. G 9.5 M14, 41) waren vorerst konservativ mit einer 

Schiene bzw. Handgelenksmanschette, mit Handtherapien sowie Infiltrationen 

behandelt worden (act. G 9.5 M19, 31 ff.), ehe der Versicherte aufgrund weiterhin 

bestehender Beschwerden am 24. November 2015 erstmals operiert wurde 

(Ulnaverkürzungsosteotomie links, ulnare HG Denervation; act. G 9.5 M47). Mit einem 

weiteren Eingriff am 29. November 2016 wurde das Osteosynthesematerial entfernt 

(act. G 9.5 M58, M64). Am 11. Dezember 2017 kam es bei weiterhin bestehender 

Schmerzproblematik im ulnarseitigen Handgelenk und blockierter Pro-/Supination zu 

A.b. 

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einer dritten Operation (Arthroskopie, Korrekturosteotomie und Osteosynthese; act. G 

9.5 M76).

Am 10. April 2018 wurde der Versicherte im Auftrag der HDI von Dr. med. D.___, 

Physikalische Medizin und Rehabilitation FMH, beratende Ärztin der HDI, untersucht. 

Diese kam mit Beurteilung vom 18. Mai 2018 zum Schluss, dass die angestammte 

Tätigkeit als Fussballprofi sowohl aus Altersgründen als auch aufgrund der 

gesundheitlichen Situation nicht mehr in Frage komme. Angepasste Tätigkeiten seien 

dem Versicherten in einem Vollpensum zumutbar. Der Integritätsschaden betrage 5% 

(act. G 9.5 M82, 82.1).

A.c. 

Gestützt auf die Beurteilung von Dr. D.___ stellte die HDI mit Verfügung vom 14. 

Juni 2018 die Taggeldleistungen und Heilbehandlungskosten per 31. Juli 2018 ein, 

lehnte einen Rentenanspruch ab und sprach eine Integritätsentschädigung bei einem 

Integritätsschaden von 5% zu (act. G 9.6 K162).

A.d. 

Gegen die Verfügung vom 14. Juni 2018 liess der Versicherte durch Rechtsanwalt 

Marco Bivetti, St. Gallen, mit Eingabe vom 16. August 2018 Einsprache erheben. Er 

beantragte darin, dass die Taggeldleistungen und Heilbehandlungskosten über den 31. 

Juli 2018 hinaus zu gewähren seien. Die Rentenprüfung sei erst nach Abschluss der 

Heilbehandlung vorzunehmen. Die Integritätsentschädigung sei anhand der neuen 

medizinischen Erkenntnisse vorzunehmen. Eventuell sei sie auf Fr. 60'000.-- (20% von 

Fr. 300'000.--) festzulegen. Ein weiterer Eingriff sei notwendig und der medizinische 

Endzustand noch nicht erreicht. Entsprechend könne weder abschliessend über die 

Integritätsentschädigung, noch die Taggeld- und Rentenleistungen und am 

allerwenigsten über den Abschluss der Heilungskosten entschieden werden (act. G 9.6 

K170).

A.e. 

Am 8. Januar 2019 wurde der Versicherte erneut operiert (Osteosynthese­

materialentfernung Unterarm links sowie ulno-carpale Synovektomie mit Entfernung 

der restlichen TFCC Struktur; act. G 9.5 M89 f.).

A.f. 

Mit versicherungsmedizinischer Stellungnahme vom 12. Februar 2019 hielt Dr. 

med. E.___, Allgemeine Innere Medizin FMH, FA Vertrauensarzt SGV, aufgrund der 

A.g. 

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B.

Mit Entscheid vom 28. Januar 2019 hiess die HDI die Einsprache teilweise gut. Für die 

Heilbehandlung der Osteosynthesematerialentfernung und die Entfernung der beiden 

knöchernen Ossikel bestünden Leistungsansprüche für die entsprechenden 

Behandlungskosten und Taggelder. Die Behandlungskosten in der Zeit vom 1. August 

2018 bis zum Operationszeitpunkt im Januar 2019 würden im Sinne von 

Abklärungskosten übernommen. Der unfallbedingte Integritätsschaden belaufe sich auf 

10%. Im Übrigen werde die Einsprache abgewiesen (act. G 9.6 K182).

C.  

nachgereichten Unterlagen einen Integritätsschaden von 10% für angemessen (act. G 

9.5 M92).

Gegen den Einspracheentscheid vom 28. Januar 2019 liess der Versicherte 

(nachfolgend: Beschwerdeführer), weiterhin vertreten durch Rechtsanwalt Marco 

Bivetti, am 28. Februar 2019 Beschwerde erheben und beantragen, es sei der 

Einspracheentscheid insoweit aufzuheben, als dem Beschwerdeführer nicht 

durchgehend bis zum Abschluss der Heilbehandlung 

(Osteosynthesematerialentfernung und Entfernung zweier knöcherner Ossikel) 

Taggelder zugesprochen würden. Es sei festzustellen, dass die HDI (nachfolgend: 

Beschwerdegegnerin) die Behandlungskosten bis zum Abschluss der Heilbehandlung 

zu übernehmen habe. Der unfallbedingte Integritätsschaden sei auf 15% festzulegen. 

Unter Kosten- und Entschädigungsfolge (act. G 1). Am 30. April 2019 reichte der 

Rechtsvertreter eine Beschwerdeergänzung ein (act. G 5).

C.a. 

Mit Schreiben vom 10. Mai 2019 ersuchte das Versicherungsgericht die 

Beschwerdegegnerin um Einreichung der Beschwerdeantwort bis 11. Juni 2019 (act. G 

6). Am 12. Juni 2019 beantragte die Beschwerdegegnerin eine Fristerstreckung von 30 

Tagen (act. G 7). Diesem Ersuchen wurde zuerst telefonisch und anschliessend mit 

Schreiben vom 13. Juni 2019 entsprochen (Frist bis 11. Juli 2019; act. G 8).

C.b. 

Mit Beschwerdeantwort vom 11. Juli 2019 liess die Beschwerdegegnerin, 

vertreten durch Rechtsanwalt Martin Bürkle, Zürich, die vollumfängliche Abweisung der 

C.c. 

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Beschwerde vom 28. Februar 2019, soweit darauf einzutreten sei, beantragen (act. G 

9).

Mit Replik vom 15. Oktober 2019 liess der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers 

an seinen Anträgen in der Beschwerde vom 28. Februar 2019 vollumfänglich festhalten. 

In formeller Hinsicht werde ergänzend beantragt, dass das Schreiben der 

Beschwerdegegnerin vom 12. Juni 2019 inklusive der übrigen eingereichten Unterlagen 

aus dem Recht zu weisen sei. Eventuell sei dem Beschwerdeführer eine Nachfrist zur 

Ergänzung der Replik zu gewähren. In Bezug auf den formellen Antrag führte 

Rechtsanwalt Bivetti aus, dass die Beschwerdegegnerin die Frist zur Einreichung der 

Beschwerdeantwort aus eigenem Verschulden (aus reinem Versehen) verpasst habe, 

weshalb diese als unbeachtlich aus den Akten zu weisen sei (act. G 14).

C.d. 

Mit Duplik vom 25. November 2019 liess die Beschwerdegegnerin an ihrem Antrag 

in der Beschwerdeantwort festhalten. In verfahrensrechtlicher Hinsicht sei dem 

Beschwerdeführer eine angemessene Frist zur Einreichung einer Replik samt 

materieller Stellungnahme zur Beschwerdeantwort vom 11. Juli 2019 anzusetzen. Es 

sei nur von einem leichten Versehen bzw. geringfügigen Verschulden auszugehen, 

welches eine Wiederherstellung bzw. eine Fristerstreckung rechtfertige. Dies habe denn 

auch das Versicherungsgericht so beurteilt, indem es das Fristerstreckungsgesuch der 

Beschwerdegegnerin gutgeheissen habe und ihr für die Einreichung einer 

Beschwerdeantwort und der Vorakten eine Frist bis zum 11. Juli 2019 angesetzt habe 

(act. G 16).

C.e. 

In der Folge teilte das Versicherungsgericht dem Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers mit, dass nicht beabsichtigt werde, die Beschwerdeantwort (samt 

Beilagen) der Beschwerdegegnerin aus dem Recht zu weisen. Dies sei unter anderem 

mangels (zwingender) Androhung der Säumnisfolgen bei der Aufforderung zur 

Beschwerdeantwort (vgl. vorstehende lit. C.b) nicht gerechtfertigt. Dem 

Beschwerdeführer wurde Frist bis 31. Januar 2020 gesetzt zur materiellen Ergänzung 

der Replik (act. G 17 ff.).

C.f. 

Mit Schreiben vom 13. Januar 2020 liess der Beschwerdeführer ausführen, dass 

die Beschwerdegegnerin nichts vorgebracht habe, wozu nicht bereits zuvor einlässlich 

Stellung genommen worden sei (act. G 20).

C.g. 

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Erwägungen

1.

Im vorliegenden Verfahren ist vorerst streitig, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht per 

31. Juli 2018 die Taggelder eingestellt hat. Die Beschwerdegegnerin begründet die 

Rechtmässigkeit der Einstellung damit, dass beim Beschwerdeführer der medizinische 

Endzustand zu diesem Zeitpunkt bei 100%iger Arbeitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit 

erreicht gewesen sei (vgl. Einspracheentscheid [act. G 9.6 S. 2 ff.]). Der 

Beschwerdeführer beantragt mangels medizinischen Endzustands und wegen einer zu 

kurzer Anpassungsfrist Taggelder über den 31. Juli 2018 hinaus (act. G 1, 5).

Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie den Inhalt der 

übrigen Akten wird, soweit entscheidwesentlich, in den nachfolgenden Erwägungen 

eingegangen.

C.h. 

Die Unfallversicherer haben während der medizinisch instabilen Schadensphase 

vorübergehende Leistungen zu erbringen. Darunter fallen die 

Heilbehandlungsleistungen gemäss Art. 10 des Bundesgesetzes über die 

Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und das Taggeld gemäss Art. 16 UVG. Die 

Bestimmungen, welche den vorübergehenden Leistungen zugrunde liegen, legen indes 

nicht fest, wann die medizinisch instabile Schadensphase bzw. der Anspruch auf 

vorübergehende Leistungen endet. Das Ende der medizinisch instabilen 

Schadensphase (der sogenannte medizinische Endzustand) wird in Art. 19 Abs. 1 UVG 

geregelt. Dieser Zeitpunkt ist erreicht und die bisherigen Ansprüche auf 

vorübergehende Leistungen erlöschen, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen 

Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustands der versicherten 

Person mehr erwartet werden kann (Art. 19 Abs. 1 UVG; vgl. anstatt vieler das Urteil 

des Bundesgerichts vom 18. September 2012, 8C_425/2012, E. 4.2). 

Rechtsprechungsgemäss ist zu diesem Zeitpunkt der sogenannte "Fallabschluss" mit – 

wie erwähnt – Einstellung der Heilbehandlung und der Taggeldleistungen sowie 

Prüfung eines Anspruchs auf Invalidenrente und Integritätsentschädigung 

vorzunehmen (Alexandra Rumo-Jungo/André Pierre Holzer, Bundesgesetz über die 

Unfallversicherung, in: Erwin Murer/Hans-Ulrich Stauffer (Hrsg.), Rechtsprechung des 

Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 4. Aufl. 2012, S. 143). Ob eine namhafte 

Besserung des Gesundheitszustands noch erwartet werden kann, bestimmt sich 

insbesondere nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung 

der Arbeits- (BGE 134 V 115 E. 4.3) bzw. Funktionsfähigkeit (vgl. Urteil des 

1.1. 

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Bundesgerichts vom 10. Juli 2014, 8C_354/2014, E. 3.2 f.), soweit diese unfallbedingt 

beeinträchtigt ist. Die Verwendung des Begriffs „namhaft“ in Art. 19 Abs. 1 UVG 

verdeutlicht, dass die durch weitere (zweckmässige) Heilbehandlung im Sinn von Art. 

10 Abs. 1 UVG erhoffte Besserung ins Gewicht fallen muss (vgl. wiederum BGE 134 V 

115 E. 4.3). Weder eine weit entfernte Möglichkeit eines positiven Resultats einer 

Fortsetzung der ärztlichen Behandlung noch ein von weiteren Massnahmen zu 

erwartender geringfügiger therapeutischer Fortschritt verleihen einen Anspruch auf 

deren Durchführung (Urteil des Bundesgerichts vom 2. Mai 2014, 8C_888/2013, E. 4.1, 

mit Hinweisen). Eine allfällige blosse Verbesserung allein des Leidens an sich, eine nur 

kurzfristige Linderung, eine blosse Verbesserung der Befindlichkeit oder dass die 

versicherte Person etwa von Physiotherapie profitieren kann, genügen nicht (Urteil des 

Bundesgerichts vom 22. September 2016, 8C_306/2016, E. 5.3, mit Hinweisen). Auch 

ärztliche Verlaufskontrollen, die Einnahme von Medikamenten sowie 

manualtherapeutische Behandlungen gelten für sich allein noch nicht als 

kontinuierliche, mit einer gewissen Planmässigkeit auf eine namhafte Verbesserung des 

Gesundheitszustands gerichtete ärztliche Behandlung im Sinne der Rechtsprechung 

(Urteil des Bundesgerichts und 5. Oktober 2007, U 395/06, E. 5.3). Die Frage, ob von 

einer ärztlichen Behandlung noch eine namhafte Besserung des Gesundheitszustands 

erwartet werden kann, beurteilt sich gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung nach 

dem im Sozialversicherungsrecht massgebenden Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 21. Juli 2010, 8C_346/2010, E. 

2.2). Es handelt sich um die Einschätzung einer zukünftigen Sachverhaltsentwicklung, 

weshalb eine prospektive Beurteilung dieser Rechtsfrage zu erfolgen hat. 

Entscheidgrundlagen bilden in erster Linie die Auskünfte medizinischer Fachpersonen 

zu den therapeutischen Möglichkeiten und der Gesundheitsentwicklung (Urteil des 

Bundesgerichts vom 15. Dezember 2016, 8C_651/2016, E. 4.1).

Gestützt auf vorstehende Erwägung erging die Einstellung der 

Versicherungsleistungen (wobei vorliegend einzig die Einstellung des Taggeldes per 31. 

Juli 2018 umstritten ist) zu Recht, wenn spätestens ab 1. August 2018 von der 

Fortsetzung der ärztlichen Behandlung (im Grundfall) keine namhafte Besserung des 

Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers mehr erwartet werden konnte bzw. der 

(medizinische) Endzustand aus prospektiver Sicht erreicht war. Wie erwähnt bejaht dies 

die Beschwerdegegnerin, wogegen der Beschwerdeführer ausführen lässt, dass der 

medizinische Endzustand am 31. Juli 2018 noch nicht erreicht gewesen sei.

1.2. 

Zu prüfen ist, ob aufgrund der medizinischen Aktenlage im Zeitpunkt der 

Einstellung der Taggelder (31. Juli 2018) mit medizinischen Massnahmen noch eine 

1.3. 

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namhafte Besserung zu erwarten war. Diesbezüglich präsentiert sich die medizinische 

Aktenlage wie folgt: Am 11. Dezember 2017 wurde der Beschwerdeführer zum dritten 

Mal operiert (Arthroskopie, Korrekturosteotomie und Osteosynthese; act. G 9.5 M76). 

Bezüglich der Frage, wann mit einem Abschluss der unfallbedingten medizinischen 

Behandlung zu rechnen sei, führte Dr. D.___ im Gutachten vom 18. Mai 2018 aus, dass 

eine erneute medizinische Beurteilung im Juli 2018 empfohlen werde (act. G 9.5 M82.1 

S. 17). Am 3. Juli 2018 führte der Operateur PD Dr. med. F.___ vom Spital G.___, Klinik 

für Plastische Chirurgie und Handchirurgie, aus, dass die Osteotomiestelle vollständig 

durchgebaut sei. Das Osteosynthesematerial sei in situ und der Fall mit der aktuellen 

Untersuchung vorläufig abgeschlossen (act. G 9.5 M83). Nach erfolgter MRT des linken 

Handgelenks (24. Juli 2018; act. G 9.5 M84) führte Dr. med. H.___, Orthopädie I.___, 

am 10. August 2018 aus, dass die Bilder neu zwei einzelne 4 x 2 mm messende ovaläre 

Gelenkkörper im prästyloidalen Recessus unmittelbar proximal des Os pisiforme 

zeigten. Aktuell zeige sich leider nach wie vor eine persistierende 

Beschwerdesymptomatik mit zunehmenden Blockierungen. Er empfehle aufgrund der 

MRT-Untersuchung bei sicherer Konsolidierung der Ulna eine 

Osteosynthesematerialentfernung mit dem Versuch einer offenen ulno-carpalen 

Gelenkrevision, damit die zwei verbliebenen knöchernen Ossikel entfernt werden 

könnten. Mit hoher Wahrscheinlichkeit werde damit jedoch keine komplette 

Beschwerdereduktion eintreten, sondern bestenfalls nur eine Optimierung. Sollten die 

Beschwerden dann weiterhin so stark sein, bleibe als letzte Option wahrscheinlich nur 

eine Kapandji-Operation (act. G 9.5 M85; vgl. auch M86). Dr. E.___ führte mit 

versicherungsmedizinischer Beurteilung vom 6. Dezember 2018 aus, dass das 

Erreichen einer namhaften Verbesserung mit der geplanten Operation aufgrund der 

Aktenlage umstritten sei. Trotzdem sei der Endzustand noch nicht erreicht. Dieser 

könne nach operativer Entfernung der Metallplatte, nach Durchbauung der 

Umstellungsosteotomie sowie Entfernung der zwei verbliebenen knöchernen Ossikel 

festgesetzt werden. Zwei bis vier Wochen nach der Osteosynthesematerialentfernung 

könne der Fallabschluss definitiv geprüft werden. Die Beurteilung von Dr. H.___ sei 

schlüssig und nachvollziehbar (act. G 9.5 M87 S. 3). Am 8. Januar 2019 wurde die 

Operation (Osteosynthesematerialentfernung Unterarm links sowie ulno-carpale 

Synovektomie mit Entfernung der restlichen TFCC Struktur) von Dr. H.___ 

durchgeführt. Perspektivisch habe sich intraoperativ eine fortgeschrittene ulno-carpale 

Arthrose gezeigt, sodass auf jeden Fall eine Restbeschwerdesymptomatik 

zurückbleiben dürfte (act. G 9.5 M89 f.). Mit Sprechstundenbericht vom 19. März 2019 

führte Dr. H.___ aus, dass sich nach wie vor die bekannte ulno-carpale 

Beschwerdesymptomatik am linken Handgelenk zeige. Es zeichne sich aktuell ein 

Beharrungszustand am linken Handgelenk ab, welcher weder chirurgisch noch 

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konservativ weiter zu verbessern sei. Die letzte Option einer Handgelenkteil- oder -

vollversteifung werde abgelehnt (act. G 9.5 M94).

Gestützt auf die erwähnten Beurteilungen der Fachärzte nach dem MRT vom 24. 

Juli 2018 war man sich einig, dass die Operation vom 8. Januar 2019 mit Entfernung 

der zwei knöchernen Ossikel zumindest die Möglichkeit einer Besserung des 

Gesundheitszustands mit sich brachte, selbst wenn der Operateur Dr. F.___ mit Bericht 

vom 3. Juli 2018 von einem Abschluss der Behandlung sprach (act. G 9.5 M83). Dr. 

H.___ hielt den Eingriff vom 8. Januar 2019 für indiziert, auch wenn er selbst davon 

ausging, dass sich die Beschwerdesymptomatik nicht vollständig bessern würde (act. 

G 9.5 M85; vgl. auch M86). Es ist ohne weiteres davon auszugehen, dass die Operation 

nicht durchgeführt worden wäre, wenn lediglich eine weit entfernte Möglichkeit eines 

positiven Resultats oder ein geringfügiger therapeutischer Fortschritt erwartet worden 

wäre. Auch sollte mit dem Eingriff nicht bloss eine Verbesserung allein des Leidens, 

eine nur kurzfristige Linderung oder eine blosse Verbesserung der Befindlichkeit 

erreicht werden, sondern es handelte sich im Zeitpunkt der Indikationsstellung durch 

Dr. H.___ – aus prospektiver Sicht – um eine auf eine namhafte Besserung des 

Gesundheitszustands gerichtete ärztliche Behandlung, auch wenn deren Erfolg 

namentlich unter Berücksichtigung der Anamnese alles andere als sicher schien. In 

dem Sinne äusserte sich auch Dr. E.___, welcher das Erreichen einer namhaften 

Verbesserung mit der geplanten Operation aufgrund der Aktenlage für umstritten hielt, 

indes die Beurteilung von Dr. H.___ als schlüssig und nachvollziehbar und den 

Endzustand als noch nicht erreicht erachtete. Gestützt auf das Gesagte war der 

medizinische Endzustand im Sinne der Rechtsprechung zum Zeitpunkt der Einstellung 

der Taggelder (31. Juli 2018) noch nicht erreicht.

1.4. 

 1.5. 

Die Feststellung, dass per Einstellungszeitpunkt noch eine namhafte Besserung 

des Gesundheitszustands zu erwarten war, führt grundsätzlich dazu, dass die 

temporären Leistungen (Heilbehandlung für die unfallkausalen Beschwerden und 

Taggeld aufgrund der unfallkausalen Arbeitsunfähigkeit) über dieses Datum hinaus bis 

zum Erreichen des medizinischen Endzustands geschuldet sind. Heilbehandlung bzw. 

Behandlungskosten werden denn auch – wie bereits erwähnt – im Einspracheentscheid 

vom 28. Januar 2019 weiterhin zugesprochen (act. G 9.6 K182). Taggelder ab 31. Juli 

2018 indes nicht mehr. Soweit der Beschwerdeführer nebst der Zusprache von 

Taggeldern über den 31. Juli 2018 hinaus beantragt, es sei festzustellen, dass die 

1.5.1. 

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Beschwerdegegnerin die Behandlungskosten bis zum Abschluss der Heilbehandlung 

zu übernehmen habe, ist darauf mangels Rechtsschutzinteresses nicht einzutreten.

Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 

oder psychischen Gesundheit bedingte volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen 

Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer der 

Arbeitsunfähigkeit wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder 

Aufgabenbereich berücksichtigt (Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil 

des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Steht fest, dass die versicherte 

Person unter dem Blickwinkel der Schadenminderungspflicht einen Berufswechsel 

vorzunehmen hat, so hat der Versicherungsträger sie dazu aufzufordern und ihr zur 

Anpassung an die veränderten Verhältnisse sowie zur Stellensuche eine angemessene 

Übergangsfrist einzuräumen, während welcher das bisherige Taggeld geschuldet 

bleibt. Diese Übergangsfrist bemisst sich nach den jeweiligen Umständen des 

Einzelfalles und ist in der Regel auf drei bis fünf Monate festzulegen. Nach deren Ablauf 

entspricht der für die Bemessung des Taggeldes massgebende 

Arbeitsunfähigkeitsgrad der Differenz zwischen dem Einkommen, das ohne Unfall im 

bisherigen Beruf verdient werden könnte, und dem Einkommen, das im neuen Beruf 

zumutbarerweise zu erzielen wäre (Urteil des Bundesgerichts vom 23. Februar 2015, 

8C_889/2014, E. 3.2). Diese Grundsätze gelten (unter Vorbehalt der Bestimmungen 

über die Koordination mit den Taggeldern der Arbeitslosenversicherung) auch für 

arbeitslose Versicherte (Urteil des Bundesgerichts vom 23. Februar 2015, 

8C_889/2014, E. 3.2).

1.5.2. 

Der Beschwerdeführer war gestützt auf die ärztliche Beurteilung von Dr. H.___ 

vom 21. November 2016 seit Mitte 2011 in seiner angestammten Tätigkeit als 

Profifussballer zu 100% arbeitsunfähig (act. G 9.5 M57). Im Zeitpunkt dieser 

Beurteilung war er beinahe 33 Jahre alt und es musste ihm klar sein, dass er aufgrund 

des Alters und nach der langen Abstinenz vom Profifussball mit an Sicherheit 

grenzender Wahrscheinlichkeit nicht mehr in seine angestammte Tätigkeit würde 

einsteigen können. Ebenso wusste der Beschwerdeführer, dass er trotz seiner 

Beschwerden in einer angepassten Tätigkeit als voll arbeitsfähig gilt, nachdem ihm 

selbst für eine Tätigkeit als vollzeitiger Fussballtrainer mit Beurteilung von Dr. F.___ 

vom 22. Mai 2017 nachvollziehbar eine 100%ige Arbeitsfähigkeit attestiert wurde. Zu 

diesem Zeitpunkt war er denn auch seit drei bis vier Jahren mit dem Erwerb von 

Trainerlizenzen beschäftigt und damals bereits im Besitz des B-Diploms (act. G 9.5 

M69). Mit anderen Worten standen spätestens im Zeitpunkt der Beurteilung vom 22. 

Mai 2017 arbeitsrelevante Verbesserungen in Bezug auf die angestammte Tätigkeit als 

1.5.3. 

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Profifussballer, anders als eine namhafte Verbesserung des Gesundheitsschadens an 

sich, nicht mehr zur Diskussion. Dass dem Beschwerdeführer aus unfallkausaler Sicht 

eine angepasste Tätigkeit zugemutet wird, musste ihm, wenn nicht bereits durch die 

Beurteilung vom 22. Mai 2017, dann allerspätestens durch das Schreiben der 

Beschwerdegegnerin vom 8. August 2017 bewusst sein. In diesem Schreiben wurde 

der Beschwerdeführer darauf hingewiesen, dass von einer uneingeschränkten 

Arbeitsfähigkeit in einer anderen Tätigkeit als derjenigen eines Fussballprofis 

ausgegangen werde (act. G 9.6 K132). Letztlich kommt hinzu, dass der 

Beschwerdeführer beim Sportclub J.___ und anderen Vereinen der Promotion-League 

– bereits seit Oktober 2011 und durchgehend bis zum Jahr 2019 – über Jahre bei in 

etwa gleichbleibenden Beschwerden an der linken oberen Extremität unverändert in 

der Lage war, auf beachtlichem Niveau zu trainieren und in den Meisterschaften 

Fussball zu spielen, wobei es nicht lediglich zu Teileinsätzen kam (act. G 9.4). Er konnte 

sich also trotz der Einschränkung am linken Arm als Mittelstürmer gegen die 

gegnerischen Verteidiger durchsetzen. Diese hohe Leistungsfähigkeit war offensichtlich 

nur bei immer wieder stabilem und wenig einschränkendem Gesundheitszustand 

realisierbar, was dem Beschwerdeführer nicht verborgen bleiben konnte. Dies gilt auch 

für die Jahre, in welchen die operativen Eingriffe durchgeführt wurden. Nach den 

Rehabilitationsphasen kam er beim Sportclub J.___ jeweils wieder regelmässig zu 

Einsätzen (vgl. wiederum die Statistiken in act. G 9.4) und seine Rolle als Ein- und 

Auswechselspieler war weniger seinem Gesundheitszustand, als vielmehr seinem Alter 

geschuldet.

Zusammengefasst ist festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin dem 

Beschwerdeführer bis zur Einstellung der Taggelder am 31. Juli 2018 mit der Mitteilung 

von August 2017 faktisch eine Übergangsfrist zur Umstellung auf eine neue Tätigkeit 

von mindestens elf Monaten gewährte. Dies reicht rechtsprechungsgemäss ohne 

weiteres aus. Der Gesundheitszustand war bereits seit Jahren derart stabil, dass dem 

Beschwerdeführer seit dem Zeitpunkt, als ihm klar sein musste, dass er nicht mehr als 

Profifussballer würde arbeiten können (seit spätestens Ende 2016), ein Berufswechsel 

ohne weiteres zumutbar war. Auch wusste der Beschwerdeführer seit der Beurteilung 

vom 22. Mai 2017 (act. G 9.5 M69) bzw. seit der Mitteilung der Beschwerdegegnerin 

vom 8. August 2017 (act. G 9.6 K132), welche Berufe ihm aufgrund seiner Bildung und 

der unfallkausalen Gesundheitsschädigung noch möglich und zumutbar waren. 

Nachdem der Beschwerdeführer zum Zeitpunkt der Einstellung der Taggelder rund 

34.5 Jahre alt war, wäre er, wie die Beschwerdegegnerin richtig ausführt, auch ohne 

Unfall mit grosser Wahrscheinlichkeit nicht mehr als Fussballprofi tätig gewesen. 

1.5.4. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 12/14

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2.

Mit der Verfügung vom 14. Juni 2018 hatte die Beschwerdegegnerin einen 

Rentenanspruch des Beschwerdeführers verneint. Im Einspracheentscheid vom 

28. Januar 2019 wurde das Nichtbestehen eines Rentenanspruchs bestätigt (Erw. 

2.4.3). Diesbezüglich blieb der Einspracheentscheid vom Beschwerdeführer 

unangefochten, weshalb er im Rentenpunkt in Teilrechtskraft erwachsen ist und dieser 

folglich im vorliegenden Verfahren nicht zum Streitgegenstand zählt (BGE 125 V 415 E. 

2a mit Hinweis). Angefochten hat der Beschwerdeführer den Einspracheentscheid 

jedoch in Bezug auf die Integritätsentschädigung. Diesbezüglich muss deshalb noch 

die Rechtmässigkeit geprüft werden.

Entsprechend erleidet er aus hypothetischer Sicht seit Einstellung der Taggelder keine 

Erwerbseinbusse mehr und die Beschwerdegegnerin durfte die Taggelder, wenn auch 

nicht wegen Erreichens des medizinischen Endzustandes, so doch gestützt auf Art. 6 

Satz 2 ATSG einstellen. Die Beschwerde ist in diesem Punkt abzuweisen.

Erleidet die versicherte Person durch den Unfall eine dauernde erhebliche 

Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität, so hat sie 

Anspruch auf eine Integritätsentschädigung (Art. 24 Abs. 1 UVG). Die Entschädigung 

wird, falls - wie hier - kein Rentenanspruch besteht, bei der Beendigung der ärztlichen 

Behandlung gewährt (vgl. Art. 24 Abs. 2 Satz 1 UVG). Die Beschwerdegegnerin hat 

dem Beschwerdeführer mit Einspracheentscheid vom 28. Januar 2019 gestützt auf 

einen Integritätsschaden von 10% eine Integritätsentschädigung zugesprochen. Der 

Beschwerdeführer beantragt eine Integritätsentschädigung von 15% bis 20%.

2.1. 

Die Integritätsentschädigung wird gemäss Art. 25 Abs. 1 UVG entsprechend der 

Schwere des Integritätsschadens abgestuft. Bei gleichem medizinischem Befund ist 

der Integritätsschaden für alle Versicherten gleich; er wird abstrakt und egalitär 

bemessen. Spezielle Behinderungen der betroffenen Person bleiben dabei 

unberücksichtigt (BGE 124 V 35 E. 3c, 113 V 221 E: 4b). Die Bemessung des 

Integritätsschadens hängt somit nicht von den besonderen Umständen des Einzelfalls 

ab; es geht vielmehr um die medizinisch-theoretische Ermittlung der Beeinträchtigung 

der körperlichen und/oder geistigen Integrität, wobei subjektive Faktoren ausser Acht 

zu lassen sind (BGE 115 V 147 E. 1). Nach Art. 36 Abs. 2 der Verordnung über die 

Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) wird die Integritätsentschädigung gemäss den 

Richtlinien des Anhangs 3 zur UVV bemessen. Dieser Anhang enthält eine als 

gesetzmässig und nicht abschliessend anerkannte Skala. Die medizinische Abteilung 

der Suva hat in Weiterentwicklung der bundesrätlichen Skala zusätzliche 

2.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/14

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3.  

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

Bemessungsgrundlagen in tabellarischer Form (sogenannte Feinraster) erarbeitet. 

Diese Tabellen enthalten Richtwerte, mit denen die Gleichbehandlung aller Versicherten 

gewährleistet werden soll; sie sind mit dem Anhang 3 zur UVV vereinbar (BGE 124 V 32 

E. 1c mit Hinweis).

Dr. E.___ führte mit Stellungnahmen vom 6. Dezember 2018 sowie 5. und 12. 

Februar 2019 aus, dass der Integritätsschaden gemäss Suva-Tabelle 5 bei leichter bis 

mässiger Arthrose des linken Handgelenks mit 5% bis 10% eingestuft werde. Der 

Schaden liege also bei minimal 5% und maximal 10%. Bei 25%-iger 

Funktionseinbusse der Handfunktion bei einem Handwert von 40% gemäss Anhang 3 

zur UVV rechtfertige sich auch nach der Operation vom 8. Januar 2019 ein 

Integritätsschaden von 10%. Dr. E.___ legte nachvollziehbar dar, weshalb bei nur noch 

leichter Einschränkung der Pro- und Supination nach der Operation vom 11. Dezember 

2017 ein Integritätsschaden von 20% nicht gerechtfertigt sei (act. G 9.5 M87, 91 f.). Zu 

demselben Ergebnis gelangte im Übrigen auch Dr. H.___ mit Beurteilung vom 20. 

September 2018 (act. G 9.5 M86). Diese Einschätzungen leuchten ohne weiteres ein. 

Wie die Beschwerdegegnerin gestützt auf die Beurteilungen von Dr. E.___ richtig 

ausführt, beträgt nur für die UVG-Zusatzversicherung nach den allgemeinen 

Versicherungsbedingungen der Integritätsschaden 15% (bei einem Handwert von 

60%). Eine Erhöhung der Integritätsentschädigung in diesem Verfahren steht damit 

nicht zur Diskussion, womit die Beschwerde auch in diesem Punkt abzuweisen ist.

2.3. 

Nach dem Gesagten ist der angefochtene Einspracheentscheid im Ergebnis nicht 

zu beanstanden und die dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen, soweit darauf 

einzutreten ist.

3.1. 

Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).3.2. 

Ausgangsgemäss hat der Beschwerdeführer keinen Anspruch auf eine 

Parteientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG).

3.3. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/14

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2.

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 08.10.2020
	Art. 6 Satz 2 ATSG; Art. 16 Abs. 1, Art. 18 Abs. 1, Art. 19 Abs. 1, Art. 24 UVG. Die Einstellung der Taggelder per 31. Juli 2018 erfolgte zu Recht. Nach Erreichen des medizinischen Endzustands bzw. bei Fallabschluss besteht kein Anspruch auf eine Rente. Die gesprochene Integritätsentschädigung ist rechtsgenüglich medizinisch ausgewiesen. Abweisung der Beschwerde, soweit darauf eingetreten wird (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 8. Oktober 2020, UV 2019/22).

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