# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f0027af6-c6b1-557f-bd03-de637ba7c267
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-02-22
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 2. Kammer 22.02.2021 II 2020 113
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_002_II-2020-113_2021-02-22.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer II

II 2020 113

Entscheid vom 22. Februar 2021 

Besetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
Dr.oec. Andreas Risi, Richter
Dr.iur. Frank Lampert, Richter
MLaw Tanja Marty, a.o. Gerichtsschreiberin

Parteien A.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Amt für Arbeit, Lückenstrasse 8, Postfach 1181, 6431 Schwyz,
Vorinstanz,

Gegenstand Arbeitslosenversicherung (Einstellung in der Anspruchsberechti-
gung infolge ungenügender persönlicher Arbeitsbemühungen)

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Sachverhalt:

A. A.________ (Jg. 1958) stellte am 7. August 2019 Antrag auf Arbeitslosen-
entschädigung per 1. September 2019. Seinen letzten Arbeitstag als Produkti-
onsmitarbeiter bei der B.________ hatte er am 2. März 2018; die Anstellung 
wurde per 30. November 2018 gekündigt, verlängerte sich indes infolge Unfall 
und Krankheit bis 31. August 2019 (Vi-act. 1). Per 2. August 2019 wurde 
A.________ zur Arbeitsvermittlung für eine Vollzeitstelle angemeldet (Vi-act. 2). 

B. Mit Schreiben vom 24. Februar 2020 informierte das RAV C.________ 
A.________, er werde per 29. Februar 2020 aufgrund der geltend gemachten 
anhaltenden Arbeitsunfähigkeit von der Arbeitsvermittlung abgemeldet, da er 
nicht mehr arbeits- und vermittlungsfähig sei (Vi-act. 4). 

Per 5. März 2020 wurde A.________ wieder zur Arbeitsvermittlung angemeldet 
(Vi-act. 2). Die zuständige Arbeitslosenkasse informierte die Vorinstanz sodann 
am 29. April 2020, A.________ befinde sich seit dem 1. Dezember 2019 in der 
Rahmenfrist für den Leistungsbezug, sei jedoch bis Ende Jahr vollständig ar-
beitsunfähig gewesen. Seit dem 1. Januar 2020 bestehe eine 80% Arbeitsun-
fähigkeit. Der Antrag auf IV-Rente sei eingereicht; damit seien Vorleistungen ab 
dem 1. Januar 2020 bis zum Vorliegen des definitiven IV-Entscheides möglich 
(Vi-act. 8). Am 6. Mai 2020 bestätigte das RAV C.________, dass A.________ 
seit dem 2. August 2019 zur Arbeitsvermittlung angemeldet und seit 1. Dezember 
2019 als arbeitslos angemeldet sei (Vi-act. 2, 9).

C. Mit Schreiben vom 20. April 2020 setzte das RAV C.________ A.________ 
eine fünftägige Frist an, um den Nachweis der persönlichen Arbeitsbemühungen 
für die Monate Januar und Februar 2020 zu erbringen (Vi-act. 7). Am 18. Mai 
2020 informierte das Amt für Arbeit A.________, gemäss RAV C.________ habe 
er im Januar 2020 keine persönlichen Arbeitsbemühungen eingereicht; er sei zu 
80% arbeitsunfähig. Das Amt für Arbeit gedenke daher, ihn in der Anspruchsbe-
rechtigung einzustellen; er sei eingeladen, hierzu Stellung zu nehmen. Ein identi-
sches Schreiben erging gleichentags auch für fehlende Arbeitsbemühungen im 
Februar 2020 (Vi-act. 10). A.________ nahm hierzu am 25. Mai 2020 Stellung 
(Vi-act. 11 und 12). Je mit Verfügung vom 26. Mai 2020 stellte das Amt für Arbeit 
A.________ je für fünf Tage in der Anspruchsberechtigung ein wegen fehlenden 
persönlichen Arbeitsbemühungen während der Arbeitslosigkeit in den Monaten 
Januar und Februar 2020 (Vi-act. 13 und 14). Eine am 22. Juni 2020 hiergegen 
eingereichte Einsprache (Vi-act. 15) wies das Amt für Arbeit mit Einspracheent-
scheid Nr. 173/20 vom 9. November 2020 ab (Vi-act. 17).

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D. Am 3. Dezember 2020 reicht A.________ beim Verwaltungsgericht des 
Kantons Schwyz fristgerecht Beschwerde ein mit sinngemässen Antrag, es sei in 
Aufhebung des angefochtenen Einspracheentscheides Nr. 173/20 vom 9. No-
vember 2020 auf die Einstellung der Anspruchsberechtigung zu verzichten.

Mit Vernehmlassung vom 7. Januar 2021 beantragt das Amt für Arbeit die voll-
umfängliche Abweisung der Beschwerde.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. Vorliegend ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf Arbeitslosenent-
schädigung grundsätzlich unbestritten. Strittig und zu prüfen ist, ob die Vor-
instanz den Beschwerdeführer zu Recht für fünf Tage in der Anspruchsberechti-
gung eingestellt hat wegen fehlenden Arbeitsbemühungen im Januar 2020 sowie 
für weitere fünf Tage wegen fehlenden Arbeitsbemühungen im Februar 2020. 
Dass er für diese beiden Monate keine Arbeitsbemühungen nachgewiesen hat, 
bestreitet der Beschwerdeführer dabei nicht. 

2.1 Die versicherte Person ist in der Anspruchsberechtigung einzustellen, wenn 
sie sich persönlich nicht genügend um zumutbare Arbeit bemüht (Art. 30 Abs. 1 
lit. c des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und 
die Insolvenzentschädigung [Arbeitslosenversicherungsgesetz, AVIG; SR 837.0] 
vom 25.6.1982). 

2.2.1 Art. 26 der Verordnung über die obligatorische Arbeitslosenversicherung 
und die Insolvenzentschädigung (Arbeitslosenversicherungsverordnung, AVIV; 
SR 837.02) vom 31. August 1983 normiert die Anforderungen an die persönli-
chen Arbeitsbemühungen des Versicherten. Die versicherte Person muss den 
Nachweis der Arbeitsbemühungen für jede Kontrollperiode spätestens am fünften 
Tag des folgenden Monats oder am ersten auf diesen Tag folgenden Werktag 
einreichen. Nachgewiesene Arbeitsbemühungen werden nicht mehr berücksich-
tigt, wenn die versicherte Person die Frist verstreichen lässt und keinen ent-
schuldbaren Grund geltend macht (vgl. Art. 26 Abs. 2 AVIV). Die zuständige 
Amtsstelle hat die Arbeitsbemühungen des Versicherten monatlich zu überprüfen 
(Art. 26 Abs. 3 AVIV). Daraus folgt, dass vorbehältlich eines entschuldbaren 
Grundes die Arbeitsbemühungen unberücksichtigt bleiben und eine Einstellung in 
der Anspruchsberechtigung ausgesprochen werden kann, wenn die Nachweise 
der Arbeitsbemühungen nicht innert der gesetzlichen Frist eingereicht werden, 
ohne dass eine zusätzliche Frist gewährt werden müsste. Unerheblich ist, dass 
die Nachweise später erbracht werden, zum Beispiel in einem Einspracheverfah-
ren (BGE 139 V 164 Erw. 3.3; Urteil BGer 8C_946/2015 vom 2.3.2016 Erw. 3.2).

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2.2.2 Entschuldbare Gründe liegen vor, wenn die säumige Partei aus hinreichen-
den, objektiven oder subjektiven Gründen davon abgehalten worden ist, fristge-
recht zu handeln oder eine Vertretung zu bestellen und wenn ihr auch keine 
Nachlässigkeit vorzuwerfen ist. Es muss sich um Gründe von einigem Gewicht 
handeln (BGE 119 III 82 Erw. 2; Urteil EVGer U 582/06 vom 19.12.2006 Erw. 
2.1). Typischer Anwendungsfall ist ein Krankheitszustand. Schwere Erkrankung 
oder Unfall können ein unverschuldetes, zur Wiederherstellung führendes Hin-
dernis sein, wenn die rechtssuchende Person durch sie davon abgehalten wird, 
selber innert Frist zu handeln oder eine Drittperson mit der Vornahme zu betrau-
en (BGE 112 V 255 Erw. 2a).

2.3.1 Gemäss Art. 45 Abs. 3 AVIV dauert die Einstellung 1 bis 15 Tage bei leich-
tem (lit. a), 16 bis 30 Tage bei mittelschwerem (lit. b) und 31 bis 60 Tage bei 
schwerem Verschulden (lit. c). Eine ausdrückliche Zuordnung zum Grad des Ver-
schuldens (als schwer) findet sich, in Art. 45 Abs. 4 AVIV, lediglich für die Aufga-
be einer zumutbaren Arbeitsstelle ohne Zusicherung einer neuen sowie für die 
Ablehnung einer zumutbaren Arbeit ohne entschuldbaren Grund. Im Übrigen hat 
das SECO diesbezüglich weitergehende Vorgaben für die Verwaltung publiziert 
(AVIG-Praxis ALE). Diese gelten als Verwaltungsweisungen, die für das Gericht 
grundsätzlich nicht verbindlich sind. Es soll sie bei seiner Entscheidung aber 
berücksichtigen, sofern sie eine dem Einzelfall angepasste und gerecht werden-
de Auslegung der anwendbaren gesetzlichen Bestimmungen zulassen. Das Ge-
richt weicht also nicht ohne triftigen Grund von Verwaltungsweisungen ab, wenn 
diese eine überzeugende Konkretisierung der rechtlichen Vorgaben darstellen. 
Insofern wird dem Bestreben der Verwaltung, durch interne Weisungen eine 
rechtsgleiche Gesetzesanwendung zu gewährleisten, Rechnung getragen (BGE 
141 V 362 Erw. 2.4). 

2.3.2 Der Einstellraster des SECO (AVIG-Praxis ALE D79 Ziff. 1.E) beurteilt das 
erstmalige zu späte Einreichen der Arbeitsbemühungen als leichtes Verschulden 
und gibt 5 bis 9 Einstelltage vor.

2.3.3 Bei der Bemessung der Einstellungsdauer sind im Übrigen rechtspre-
chungsgemäss alle Umstände des konkreten Einzelfalls wie Beweggründe, per-
sönliche Verhältnisse (z.B. Alter, Zivilstand, Gesundheit, soziales Umfeld, Bil-
dungsgrad) und Begleitumstände zu berücksichtigen (vgl. VGE I 2008 85 vom 
25.6.2008 Erw. 4.1 mit Verweisen auf VGE 324/02 vom 17.7.2002 Erw. 5b, Cho-
pard, a.a.O. S. 167 ff.; AVIG-Praxis ALE, Januar 2016, D 64). Massgebend ist 
das Gesamtverhalten der versicherten Person, das unter Berücksichtigung aller 
wesentlichen Umstände des Einzelfalls, d.h. der objektiven und subjektiven Ge-

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gebenheiten zu würdigen ist (BGE 130 V 125 Erw. 3.5). Es ist dabei vom Mittel-
wert des jeweils definierten Rahmens für leichtes, mittelschweres und schweres 
Verschulden auszugehen, welcher bei qualifiziertem Verhalten entsprechend 
verschärft und bei privilegiertem Verhalten gemindert werden kann (BGE 123 V 
153 Erw. 3b).

2.3.4 Schliesslich stellt die Festlegung der Einstellungsdauer eine typische Er-
messensfrage dar; mithin steht der Vorinstanz ein Ermessen zu, das sie pflicht-
gemäss auszuüben hat. Das Gericht greift nur mit Zurückhaltung in dieses ein. 
Es setzt nicht sein Ermessen anstelle desjenigen der Vorinstanz, solange diese 
davon pflichtgemäss Gebrauch gemacht hat, also allen einschlägigen Gesichts-
punkten gebührend Rechnung trägt (VGE II 2016 6 vom 22.3.2016 Erw. 4.1; 
VGE II 2015 20 vom 22.7.2015 Erw. 4.1). 

2.4 Auf dem Gebiet des Arbeitslosenversicherungsrechts muss ein Sachverhalt 
mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden 
Wahrscheinlichkeit ausgewiesen sein. Gemäss dem Untersuchungsgrundsatz 
und auf Grund der freien Beweiswürdigung ist derjenige Sachverhalt zu ermitteln, 
der zumindest die überwiegende Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit 
zu entsprechen (BGE 117 V 261 Erw. 3b mit Hinweisen; Bundesgerichtsurteil C 
102/06 vom 30.1.2007 Erw. 4.2.2; EVGE C 165/06 vom 14.11.2006 Erw. 2.2.3). 
Zu beachten ist dabei, dass die Gesetzmässigkeit von Verfügungen bzw. Ein-
spracheentscheiden des Sozialversicherers rechtsprechungsgemäss grundsätz-
lich nach dem Sachverhalt zu beurteilen ist, der zur Zeit des Erlasses der ange-
fochtenen Verfügung (BGE 131 V 9 Erw. 1; BGE 129 V 1 Erw. 1.2; bzw. Zeit-
punkt des Einspracheentscheides vgl. BGE 129 V 422 Erw. 4.1) gegeben war 
(vgl. EVGE C 265/04 vom 19.4.2005 Erw. 2.1; C 249/04 vom 29.8.2005 Erw. 1 = 
nicht publ. Erw. 1 von BGE 131 V 279).

3.1 In den (gleichlautenden) Stellungnahmen zur angedrohten Einstellung in 
der Anspruchsberechtigung vom 25. Mai 2020 bestreitet der Beschwerdeführer 
nicht, im Januar und Februar 2020 keine persönlichen Arbeitsbemühungen 
getätigt zu haben, sondern begründet resp. rechtfertigt sein Verhalten (Vi-act 11 
und 12). Er sei im Januar und Februar 2020 noch taggeldversichert gewesen und 
habe sich deswegen nicht bewerben können. Der Taggeldversicherer hätte ihn 
erst im März 2020 informiert, dass er sich beim RAV melden solle. Der Stellung-
nahme war ein Schreiben des Taggeldversicherers vom 11. März 2020 beigelegt. 
In diesem wird der Beschwerdeführer auf seine Schadenminderungspflicht auf-
merksam gemacht. Gemäss Arztbericht vom 14. Februar 2020 sei ihm eine an-
gepasste Tätigkeit zumutbar, er solle sich mit dem RAV in Verbindung setzen. 

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Die vom Beschwerdeführer anbegehrten Krankentaggelder verweigerte die Tag-
geldversicherung mit folgender Begründung:

Bitte nehmen Sie zur Kenntnis, dass wir Ihnen mit Schreiben vom 13. September 
2019 bereits eine verlängerte Übergangsfrist gewährt haben und keine weiteren 
Zahlungen für die Arbeitsunfähigkeit ab 1. Januar 2020 ausrichten können.

3.2 Nachdem die Vorinstanz die Einstellung in der Anspruchsberechtigung für 
die Dauer von je 5 Tagen verfügt hatte (Vi-act. 13 und 14), erhob der Beschwer-
deführer Einsprache und begründete diese wie folgt: Der Krankentaggeldversi-
cherer habe ihm am 11. März 2020 mitgeteilt, die Leistungen ab dem 1. Januar 
2020 einzustellen; mithin habe er erst in diesem Zeitpunkt Kenntnis von der Leis-
tungseinstellung erhalten. Zuvor habe er das Arbeitsamt nicht mit fiktiven Bewer-
bungen hintergehen können und wollen. Die insgesamt 10 Einstelltage seien für 
ihn eine grosse existenzielle Einbusse. Der Einsprache beigelegt war wiederum 
das Schreiben des Taggeldversicherers vom 11. März 2020 (vgl. oben Erw. 3.1) 
sowie ein Schreiben des Taggeldversicherers vom 13. September 2019. Darin in-
formiert dieser die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers wie folgt:

Ihre Einwände wurden von unserem Rechtsdienst und Vertrauensarzt geprüft.

Nach Rücksprache mit unserem Rechtsdienst sind wir bereit, die Übergangsfrist zu 
verlängern bis zum 30. November 2019. Wie Sie der beiliegenden Stellungnahme 
von unserem Vertrauensarzt entnehmen können, ist Herr A.________ in einer an-
gepassten Tätigkeit 100% arbeitsfähig. Die Einschränkungen wurden klar definiert.

Wir bitten Sie, Herrn A.________ mitzuteilen, dass er sich umgehend bei der Ar-
beitslosenversicherung anmelden soll und uns über die erfolgte Anmeldung zu in-
formieren.

3.3 Vor Verwaltungsgericht bringt der Beschwerdeführer vor, er habe bei dem-
selben Krankentaggeldversicherer, bei dem er taggeldversichert gewesen sei, 
per 1. Januar 2020 eine Einzel-Taggeldversicherung abgeschlossen. Die Bemer-
kung im Einspracheentscheid, wonach er bis Ende 2019 Taggelder erhalten ha-
be, sei falsch; er habe im Dezember von der D.________ Arbeitslosentaggelder 
erhalten. Dann sei er am 4. März 2020 vom RAV über seine Abmeldung per 4. 
März 2020 informiert worden und am 14. April 2020, dass er wieder angemeldet 
sei und am 23. April 2020 ein Beratungsgespräch habe. Von diesem Zeitpunkt an 
habe er seine Pflichten immer vollständig erfüllt. In den Monaten Januar und Fe-
bruar 2020 habe er sich aber nicht bewerben können, da er den Hinweis auf die 
Schadenminderungspflicht des Taggeldversicherers erst am 11. März 2020 er-
halten und erst dann erfahren habe, dass er keine Leistungen erhalte. Auch läge 
ein ärztliches Zeugnis für die Zeit vom 1. Januar 2020 bis 29. Februar 2020 vor, 
weswegen er keine Arbeitsbemühungen habe tätigen können.

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4. Die Vorbringen des Beschwerdeführers sind unbegründet. 

4.1 Der Beschwerdeführer legt wohl ein ärztliches Zeugnis von pract.med. 
E.________ vom 17. Dezember 2019 ins Recht, mit welchem dem Beschwerde-
führer für die Zeit vom 1. Januar 2020 bis 29. Februar 2020 eine 100%ige Ar-
beitsunfähigkeit attestiert wird (Bf-act. 6). Derselbe Arzt stellte an demselben Tag 
für denselben Zeitraum aber auch ein Arztzeugnis über eine 80%ige Arbeitsun-
fähigkeit aus. Dieses liegt in den Akten der Vorinstanz (Vi-act. 3). Es war Voraus-
setzung, damit der Beschwerdeführer überhaupt Arbeitslosentaggelder bean-
spruchen konnte (vgl. Vi-act. 8). Damit aber ist erstellt, dass der Beschwerdefüh-
rer selber gegenüber der Arbeitslosenversicherung keine vollständige Arbeitsun-
fähigkeit geltend gemacht hatte, mit dem Ziel, Anspruch auf Arbeitslosengeld er-
heben zu können. Wenn er aber Arbeitslosengeld beanspruchen wollte und da-
bei wusste, dass er hierzu zumindest teilarbeitsfähig sein musste, und er dies mit 
dem Arztzeugnis auch im Umfang von 20% bestätigte, dann war er auch ver-
pflichtet, persönliche Arbeitsbemühungen zu tätigen und nachzuweisen. Hinge-
gen geht es nicht an, einerseits zu behaupten, gestützt auf ein Arztzeugnis 100% 
Arbeitsunfähigkeit könne er sich nicht um Arbeit bemühen und anderseits ge-
stützt auf ein Arztzeugnis 80% Arbeitsunfähigkeit Arbeitslosentaggelder zu bean-
spruchen.

4.2 Es trifft sodann zu, dass der Beschwerdeführer per 1. Januar 2020 eine 
neue Einzel-Taggeldversicherung abschloss (Bf-act. 5). Dies bei demselben 
Taggeldversicherer, bei welchem er zuvor aus seiner Anstellung heraus taggeld-
versichert war. Die Vorinstanz verwies daher zu Recht auf deren Schreiben vom 
13. September 2019, wonach ihm eine angepasste Tätigkeit zumutbar war, das 
Taggeld eingestellt werde und er angewiesen wurde, sich bei der Arbeitslosen-
versicherung zu melden. Mithin wusste der Beschwerdeführer bereits seit Herbst 
2019, dass seine Taggeldversicherung die Arbeitsunfähigkeit nicht weiter aner-
kennen und nach einer Übergangsfrist ab Dezember 2019 keine Leistungen 
mehr erbringen wird. Dass er in der Folge eine neue Einzel-Taggeldversicherung 
abschloss, ändert daran nichts, zumal es sich um denselben Versicherer handel-
te. Sodann nahm auch die (neue) Taggeldversicherung selbst im Schreiben vom 
11. März 2020 Bezug auf dieses Schreiben vom 13. September 2019 und bekräf-
tigte, nach der verlängerten Übergangsfrist ab 1. Januar 2020 keine Zahlungen 
mehr auszurichten (ob für Dezember 2019 Krankentaggelder ausbezahlt wurden 
[wie der Beschwerdeführer in der Einsprache selber andeutet] oder nicht [was er 
vor Verwaltungsgericht geltend macht], spielt diesbezüglich keine Rolle). Mithin 
bestätigte sie bloss, was sie dem Beschwerdeführer bereits im Herbst mitgeteilt 
hatte. Kommt hinzu, dass eben dieser Taggeldversicherer den Beschwerdeführer 

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begutachten liess. Dieses MEDAS-Gutachten lag im Mai 2019 vor und attestierte 
dem Beschwerdeführer in angepasster Tätigkeit eine volle Arbeitsfähigkeit. Auch 
dieses Gutachten und diese Beurteilung der Arbeitsfähigkeit waren dem Be-
schwerdeführer bekannt (vgl. Vi-act 18; auch VGE I 2020 60 vom 13.11.2020). Er 
kann sich daher nicht darauf berufen, vom Schreiben vom 13. März 2020 über-
rascht gewesen zu sein und bis dahin angenommen zu haben, er sei infolge Ar-
beitsunfähigkeit taggeldberechtigt und müsse sich nicht um Arbeit bemühen.

4.3 Schliesslich schliessen sich ein Krankentaggeld und ein Arbeitslosentag-
geld nicht gegenseitig aus. Gerade im Falle einer Teilarbeitsfähigkeit (vorliegend 
wurde dem Beschwerdeführer eine 80%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert) ist es 
denkbar, für die Teilarbeitsunfähigkeit ein Krankentaggeld zu beanspruchen und 
für die Teilarbeitsfähigkeit ein Arbeitslosentaggeld. Nur weil der Beschwerdefüh-
rer angenommen hatte, krankentaggeldberechtigt zu sein, bedeutet dies somit 
nicht, dass er sich für die Restarbeitsfähigkeit nicht um Arbeit bemühen musste. 
Nachdem er vom Taggeldversicherer infolge Zumutbarkeit angepasster Tätigkei-
ten bereits im Herbst 2019 an die Arbeitslosenversicherung verwiesen wurde (er 
selbst sich ja bereits am 7.8.2019 bei der Arbeitslosenversicherung angemeldet 
hatte, Vi-act. 1) und ihm der Arzt am 17. Dezember 2019 (auch) eine 20%ige Ar-
beitsfähigkeit attestierte, musste dem Beschwerdeführer klar sein, dass er sich - 
um des Arbeitslosentaggeldanspruchs nicht verlustig zu gehen - um Arbeit 
bemühen musste. Trotz allenfalls bestehendem Taggeldanspruch für Teilarbeits-
unfähigkeit.

4.4 Zusammenfassend verlangte die Vorinstanz vom Beschwerdeführer damit 
zu Recht, dass er für die Monate Januar und Februar 2020, für welche er Arbeits-
losentaggelder beanspruchte, persönliche Arbeitsbemühungen nachzuweisen 
hatte. Da er diesen Nachweis ohne entschuldbaren Grund nicht erbracht hat, 
wurde er zu Recht in der Anspruchsberechtigung eingestellt.

5. Nicht zu beanstanden ist die Einstelldauer von je fünf Tagen für die Pflicht-
verletzung im Januar 2020 und im Februar 2020 (vgl. dazu oben Erw. 2.3). 

Das Einstellraster des SECO (AVIG-Praxis ALE D79 Ziff. 1.E) beurteilt das erst-
malige zu späte Einreichen der Arbeitsbemühungen als leichtes Verschulden und 
gibt 5 bis 9 Einstelltage vor. Indem die Vorinstanz eine Einstellung von je fünf 
Tagen verfügt hatte, anerkannte sie die Pflichtverletzung als leichtes Verschul-
den und blieb an der untersten Grenze des Einstellrasters. Sie hat damit das ihr 
zustehende Ermessen pflichtgemäss ausgeübt, weshalb für das Gericht keine 
Veranlassung zur Korrektur besteht.

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6. Damit erweist sich die Beschwerde insgesamt als unbegründet, weshalb 
sie abzuweisen ist.

7. Es werden keine Kosten erhoben (Art. 61 lit. a i.V.m. Art. 83 ATSG).

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG).

4. Zustellung an:
- den Beschwerdeführer (R)
- die Vorinstanz (EB)
- und das Staatssekretariat für Wirtschaft, SECO, 3003 Bern (A). 

Schwyz, 22. Februar 2021

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Die a.o. Gerichtsschreiberin:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 24. Februar 2021