# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b7b060c2-b613-55a5-88d2-acc75ba5bf2b
**Source:** Schaffhausen (SH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-02-11
**Language:** de
**Title:** Schaffhausen Obergericht 11.02.2021 (publiziert) 60/2001/42
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SH_OG/SH_OG_001_60-2001-42_2021-02-11.pdf

## Full Text

2002 

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Art. 36 Abs. 1 SHG; Art. 34 VRG. Anfechtung von Sistierungsentschei-

den in Sozialhilfeangelegenheiten (Verfügung des Vizepräsidenten des 

Obergerichts Nr. 60/2001/42 vom 11. Januar 2002 i.S. H.). 

 

 Wird das Rekursverfahren vom zuständigen Departement sistiert, kann 

dies grundsätzlich mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde angefochten werden. 

 

Aus den Erwägungen: 

 

 Gegen Rekurs- und Beschwerdeentscheide des zuständigen Departements 

in Sozialhilfeangelegenheiten steht direkt die Verwaltungsgerichtsbeschwerde 

ans Obergericht offen (Art. 36 Abs. 1 des Gesetzes über die öffentliche So-

zialhilfe vom 21. November 1994 [SHG, SHR 850.100] i.V.m. Art. 34 ff. des 

Gesetzes über den Rechtsschutz in Verwaltungssachen vom 20. September 

1971 [VRG, SHR 172.200]), während Fälle, die das zuständige Departement 

erstinstanzlich behandelt, zunächst mit Rekurs an den Regierungsrat weiter-

zuziehen sind (Art. 36 Abs. 2 SHG). Im vorliegenden Fall ist zwar nicht ein 

Rekursentscheid des zuständigen Departements, sondern eine verfahrens-

leitende Anordnung (Sistierungsverfügung) im Rahmen eines solchen Re-

kursverfahrens angefochten. Solche verfahrensleitende Anordnungen können 

nach der Praxis des Obergerichts mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde an-

gefochten werden, sofern sie – wie das insbesondere bei Sistierungs-

verfügungen grundsätzlich der Fall ist – für die Betroffenen einen nicht wie-

der gutzumachenden Nachteil zur Folge haben können (vgl. Arnold Marti, 

Die Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton Schaffhausen, Diss. Zürich 1986, 

S. 122 bei Fn. 111, sowie Kölz/Bosshart/Röhl, Kommentar zum Verwaltungs-

rechtspflegegesetz des Kanton Zürich, 2. A., Zürich 1999, § 19 Rz. 46 ff., 

insbesondere 50, S. 341 ff.). Um eine Aufsplitterung des Rechtsmittelweges 

zu vermeiden, erscheint es daher sinnvoll, die Verwaltungsgerichtsbeschwer-

de in diesen Fällen auch gegenüber verfahrensleitenden Anordnungen zu-

zulassen, welche das zuständige Departement in Rekurs- und Beschwerde-

verfahren in Sozialhilfeangelegenheiten trifft. ...