# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e73f00f2-067b-549b-b3ff-e1165b134a5a
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-07-13
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 13.07.2009 D-3513/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-3513-2009_2009-07-13.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-3513/2009/dcl
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 3 .  J u l i  2 0 0 9

Einzelrichter Bendicht Tellenbach, 
mit Zustimmung von Richter Pietro Angeli-Busi;
Gerichtsschreiber Jürg Hünerwadel.

A._______ B._______, Gambia,
vertreten durch lic. iur. Monique Bremi, Beratungsstelle 
für Asyl- und Ausländerrecht, Repfergasse 21, Postfach 
1210, 8201 Schaffhausen,
Beschwerdeführerin,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 29. April 
2009 / N _______

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-3513/2009

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass die Beschwerdeführerin – eine gambische Staatsangehörige aus 
C._______ – eigenen Angaben zufolge ihren Heimatstaat am 9. Febru-
ar 2009 verliess und am 28. Februar 2009 in die Schweiz einreiste, wo 
sie am 2. März 2009 um Asyl nachsuchte,

dass sie anlässlich der Kurzbefragung im Empfangs- und Verfahrens-
zentrum Kreuzlingen vom 20. März 2009 sowie der direkten Anhörung 
durch das BFM vom 20. April 2009 zur Begründung des Asylgesuchs 
im Wesentlichen vorbrachte, sie habe in ihrem Heimatstaat ein erstes 
Mal  im Jahre  2006  Schwierigkeiten  mit  dem gambischen Militär  ge-
habt, als sie sich im Zusammenhang mit den Präsidentschaftswahlen 
als Quartierverantwortliche ihrer Partei – der D._______ – gegen die 
Verteilung von Wählerkarten gewehrt habe,

dass sie damals zusammen mit anderen Frauen während fünf Tagen 
inhaftiert  und dabei  geschlagen und mit  Wasser übergossen worden 
sei,

dass sie in der Folge in einer Vorgesetztenfunktion für das FASE-Pro-
ject (Fight Against Social and Economic Exclusion-Project) der UNDP 
(United  Nations  Development  Programme)  tätig  gewesen  sei,  durch 
welches insgesamt 18 Läden eröffnet worden seien, in welchen gambi-
sche Frauen Kleider herstellen könnten,

dass die Frauen ihre Produkte in Hotels verkaufen könnten und dafür 
dem Staat jährliche Abgaben leisteten,

dass die Regierung ihnen im Jahre 2009 indessen verboten habe, ihre 
Kleider  im  staatseigenen  Hotel  „E._______“  –  einem  Fünf-Sterne-
Haus, in welchem viele ausländische Touristen absteigen würden – zu 
verkaufen, weil die Frauen als der politischen Opposition zugehörig er-
achtet würden,

dass die Beschwerdeführerin  in  diesem Zusammenhang den Staats-
präsidenten  Jahiya  Jammeh  zur  Rede  gestellt  habe,  als  dieser  am 
2. Februar 2009 in diesem Hotel ein Treffen mit anderen Politikern ge-
habt habe,

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dass ihr am 3. Februar 2009 eines ihrer Kinder mitgeteilt habe, sie sei 
zu Hause von Angehörigen des Militärs gesucht worden,

dass sie sich aus diesem Grund zunächst bei einer Freundin versteckt 
habe und später – nachdem die Armeeangehörigen bei ihrer Mutter an 
die Türe geklopft hätten – zu ihrem politischen Vorgesetzten gegangen 
sei, wo sie sich fünf Tage lang aufgehalten habe, bevor sie aus ihrem 
Heimatstaat ausgereist sei,

dass sie bei einer Rückkehr nach Gambia vor dem Hintergrund des Er-
lebten damit rechnen müsse, umgebracht zu werden,

dass das BFM das Asylgesuch der Beschwerdeführerin mit Verfügung 
vom 29. April  2009 – eröffnet  am 30. April  2009 – ablehnte und die 
Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete,

dass das BFM zur Begründung im Wesentlichen anführte, die Vorbrin-
gen der Beschwerdeführerin vermöchten den Anforderungen von Art. 7 
des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31)  nicht stand-
zuhalten,

dass sich die Beschwerdeführerin zunächst hinsichtlich ihrer angebli-
chen Begegnung mit dem gambischen Staatspräsidenten widersprüch-
lich geäussert habe, indem sie einerseits angegeben habe, dieser sei 
nach ihrem Gespräch mit dem Auto weggefahren, während sie ande-
rerseits vorgebracht habe, sie habe ihn zu einem Gespräch zwingen 
können, bevor er das Hotel habe betreten können,

dass sie sich sodann auch bezüglich des Ortes widersprochen habe, 
an dem ihr eines ihrer Kinder die Mitteilung über die Suche nach ihr 
überbracht habe, habe sie doch einmal  ihren Laden und einmal das 
Hotel angegeben,

dass sodann das angeblich erzwungene, 15-minütige Gespräch nicht 
glaubhaft  erscheine,  seien  doch  anlässlich  dieses  Tages  mehrere 
wichtige Politiker zusammengekommen, weshalb die Sicherheitskräfte 
entgegen der Behauptung der Beschwerdeführerin in der Lage gewe-
sen wären, dieses Gespräch zu verhindern beziehungsweise die Be-
schwerdeführerin zu verhaften,

dass die von der Beschwerdeführerin eingereichten Fotografien – wel-
che angesichts ihrer leichten Manipulierbarkeit ohnehin von minderem 

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Beweiswert  seien – die von ihr geschilderte Situation nicht zu unter-
mauern vermöchten, zeigten sie doch die Beschwerdeführerin und den 
Präsidenten in einer ruhigen Situation, welche in einem beliebigen Zu-
sammenhang entstanden sein könnten,

dass ferner das Verhalten der Beschwerdeführerin nach der Kenntnis-
nahme von der angeblichen Suche nach ihr erstaune, hätte sie doch 
damit rechnen müssen, auch bei ihrem politischen Vorgesetzten – bei 
welchem es sich um einen langjährigen Bekannten und Weggefährten 
handeln solle – gesucht zu werden,

dass  die  Beschwerdeführerin  demnach  die  Anforderungen  an  die 
Flüchtlingseigenschaft  nicht  erfülle,  ihr  Asylgesuch  abzuweisen  und 
ihre Wegweisung aus der Schweiz anzuordnen sei,

dass schliesslich der Vollzug der Wegweisung zulässig, zumutbar und 
möglich erscheine,

dass die Beschwerdeführerin mit Eingabe ihrer Rechtsvertreterin vom 
29. Mai 2009 gegen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht 
Beschwerde erhob und dabei beantragte, es sei die angefochtene Ver-
fügung aufzuheben und ihr Asyl zu gewähren beziehungsweise even-
tualiter eine vorläufige Aufnahme in der Schweiz anzuordnen, sowie in 
verfahrensrechtlicher Hinsicht auf das Erheben eines Kostenvorschus-
ses zu verzichten und ihr die unentgeltliche Rechtspflege im Sinne von 
Art. 65 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das 
Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) zu gewähren,

dass  der  zuständige  Instruktionsrichter  mit  Zwischenverfügung  vom 
4. Juni 2009 unter anderem den Entscheid über das Gesuch um Ge-
währung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  aussetzte  und  die  Be-
schwerdeführerin  unter  Androhung  des  Nichteintretens  im  Unterlas-
sungsfalle aufforderte, bis zum 19. Juni 2009 entweder eine Fürsorge-
bestätigung  einzureichen  oder  einen  Kostenvorschuss  von  Fr. 600.-- 
zu leisten,

dass die Beschwerdeführerin mit Eingabe ihrer Rechtsvertreterin vom 
18. Juni 2009 eine Fürsorgebestätigung vom 9. Juni 2009 einreichte,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5  VwVG) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG 
i.V.m.  Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 

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[VGG,  SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes 
vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass  die  Beschwerdeführerin  durch  die  angefochtene  Verfügung  be-
rührt  ist,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  bezie-
hungsweise Änderung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde 
legitimiert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ein-
zutreten ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 50 und Art. 52f. VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass  die  Schweiz  Flüchtlingen  grundsätzlich  Asyl  gewährt  (Art. 2 
Abs. 1  AsylG),  wobei  als  Flüchtling  eine  ausländische  Person  aner-
kannt wird, wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie 
zuletzt wohnte, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität,  Zugehörig-
keit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen 
Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt ist oder begründete 
Furcht  hat,  solchen  Nachteilen  ausgesetzt  zu  werden  (Art. 3  Abs. 1 
AsylG),

dass  den  frauenspezifischen  Fluchtgründen  Rechnung  zu  tragen  ist 
(Art. 3 Abs. 2 AsylG),

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaub-
haft gemacht werden muss (Art. 7 AsylG),

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dass die Flüchtlingseigenschaft  glaubhaft  gemacht ist,  wenn die Be-
hörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für ge-
geben hält,

dass Vorbringen insbesondere dann unglaubhaft sind, wenn sie in we-
sentlichen Punkten zu wenig begründet  oder in sich widersprüchlich 
sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälsch-
te oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden,

dass sich das Bundesverwaltungsgericht nach Prüfung der Akten der 
Auffassung des BFM, wonach die Vorbringen der Beschwerdeführerin 
den Anforderungen an das Glaubhaftmachen nicht standzuhalten ver-
möchten, anschliesst,

dass das BFM in seiner Verfügung vom 29. April 2009 zutreffend aus-
führt,  inwieweit  die  Angaben  der  Beschwerdeführerin  in  zentralen 
Punkten widersprüchlich beziehungsweise realitätsfremd erscheinen,

dass zur Vermeidung von Wiederholungen vollumfänglich auf die Er-
wägungen der  Vorinstanz  in  der  angefochtenen Verfügung –  welche 
oben stehend in den wesentlichen Aspekten wiedergegeben wurden – 
zu verweisen ist,

dass die Beschwerdeführerin die festgestellten Ungereimtheiten in ih-
rer Beschwerdeeingabe vom 29. Mai 2009 nicht plausibel zu erklären 
vermag,

dass  sich  zunächst  aus  dem  Protokoll  der  direkten  Anhörung  vom 
20. April 2009 keine hinlänglichen Anhaltspunkte ergeben, welche für 
die  von der  Beschwerdeführerin  geltend gemachten Verständigungs-
schwierigkeiten mit dem Dolmetscher sprechen würden,

dass die Beschwerdeführerin  vielmehr an der Befragung angab, den 
Dolmetscher gut zu verstehen, und sie zudem nach der Rücküberset-
zung die Richtigkeit ihrer Angaben unterschriftlich bestätigte, weshalb 
sie sich darauf behaften lassen muss,

dass sodann die vom BFM festgestellten Widersprüche bezüglich der 
Frage, ob der Staatspräsident vor dem Betreten des Hotels oder beim 
Verlassen desselben zu einem Gespräch gezwungen worden sei, von 
der  Beschwerdeführerin  auch  auf  Beschwerdeebene  nicht  aufgelöst 
werden,

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dass sie nämlich – entgegen der von ihr in der Beschwerdeschrift ver-
tretenen Auffassung – nicht nur im Rahmen der freien Erzählung an-
lässlich der direkten Anhörung einmal vorbrachte, sie und die anderen 
Frauen hätten dem Staatspräsidenten den Weg versperrt,  als er  das 
Hotel habe betreten wollen (A20, Antwort 5), sondern im weiteren Ver-
lauf dieser Befragung ein zweites Mal ausdrücklich angab, sie hätten 
den Präsidenten umringt, als er aus dem Auto gestiegen sei (A20, Ant-
wort 54),

dass diese Angaben indessen in keiner Weise mit den Aussagen der 
Beschwerdeführerin zu vereinbaren sind, wonach der Präsident im An-
schluss an das Gespräch sein Auto bestiegen habe und weggefahren 
sei (A1, S. 5; A20, Antwort 67) beziehungsweise wonach sie mit ihm 
gesprochen hätten, als er nach seinem Treffen im Hotel „E._______“ 
wieder nach Hause habe fahren wollen (A20, Antwort 68),

dass die Beschwerdeführerin ferner auch die widersprüchlichen Anga-
ben darüber, ob ihr Kind sie in ihrem Laden oder im Hotel über die Su-
che durch Militärangehörige informiert habe, nicht nachvollziehbar auf-
zulösen vermag,  erschöpfen sich  doch ihre  diesbezüglichen Ausfüh-
rungen in  der  Beschwerdeschrift  in  einer  blossen Wiederholung des 
vom BFM bereits in der angefochtenen Verfügung zu Recht als nicht 
überzeugend  gewürdigten Vorbringens,  wonach  in  ihrem Bekannten-
kreis unter "Laden" und "Hotel" dasselbe verstanden werde,

dass die Beschwerdeführerin – wie von der Vorinstanz zutreffend fest-
gestellt – aus den im Rahmen des erstinstanzlichen Asylverfahrens zu 
den  Akten  gereichten  beiden  Fotografien  ebenfalls  nichts  zu  ihren 
Gunsten ableiten kann, deuten sie doch in keiner Weise auf eine ange-
spannte Gesprächssituation hin,

dass die von der Beschwerdeführerin in der Beschwerdeeingabe vor-
gebrachte Auffassung, wonach sie auf der einen Fotografie erkennbar 
mit der Gestik ihrer Hände ihr Anliegen unterstütze und auf der ande-
ren Fotografie mit niedergeschlagenen Augen der Antwort des Präsi-
denten lausche, wenig überzeugend wirkt,

dass  nach  dem  Gesagten  die  von  der  Vorinstanz  getroffene  Ein-
schätzung zu bestätigen ist,  weshalb es sich erübrigt,  näher auf  die 
weitere Argumentation in der Beschwerdeschrift einzugehen,

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dass bei dieser Sachlage davon abgesehen werden kann, die von der 
Beschwerdeführerin in Aussicht gestellte Einreichung einer privaten Vi-
deoaufzeichnung  des  Gesprächs  vom  2. Februar  2009  abzuwarten, 
zumal sich die angeblich im Besitze der Aufnahme befindliche Person 
ausserhalb  Gambias  aufhalte  und  angesichts  der  festgestellten  Un-
glaubhaftigkeitselemente  in  den Angaben der  Beschwerdeführerin  in 
antizipierter Beweiswürdigung nicht von der Existenz eines Beweismit-
tels  auszugehen  ist,  welches  die  Ungereimtheiten  aufzulösen  ver-
möchte,

dass gleiches schliesslich auch bezüglich der von der Beschwerdefüh-
rerin  in  Aussicht  gestellten  Nachreichung  von Fotografien  betreffend 
Narben auf ihrem Oberbauch und ihrer Nase – welche nach ihren An-
gaben von im Jahre 2006 erlittenen Misshandlungen im Rahmen einer 
5-tägigen Inhaftierung herrührten – gilt, würden diese doch kaum zwei-
felsfreie Rückschlüsse auf die Ursachen der seinerzeitigen Verletzun-
gen zulassen,

dass es der Beschwerdeführerin somit nicht gelingt, die Flüchtlingsei-
genschaft  nachzuweisen oder  zumindest  glaubhaft  zu machen,  wes-
halb das Bundesamt das Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer sol-
chen besteht  (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der  Schweizeri-
schen Asylrekurskommission [EMARK] 2001 Nr. 21), weshalb die ver-
fügte  Wegweisung  im  Einklang  mit  den  gesetzlichen  Bestimmungen 
steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist  (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

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dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK,  SR 
0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es der Beschwerdeführerin nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
ersichtlich sind, die im Heimatstaat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage in  Gambia der Beschwerdeführerin 
noch individuelle Gründe auf eine konkrete Gefährdung im Falle einer 
Rückkehr schliessen lassen, weshalb der Vollzug der Wegweisung vor-
liegend zumutbar ist,

dass  die  Beschwerdeführerin  noch  jung  und  gemäss  Aktenlage  ge-
sund ist und zudem in ihrem Heimatstaat auf ein verwandtschaftliches 
Beziehungsnetz zurückgreifen kann, leben doch nach ihren Angaben 
neben ihren eigenen vier Kindern ihre Mutter sowie mehrere Brüder in 
ihrem Heimatort und eine verheiratete Schwester in F._______,

dass der Vollzug der Wegweisung der Beschwerdeführerin in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es der Beschwerdeführerin obliegt, bei 
der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (Art. 8  Abs. 4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

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dass es der Beschwerdeführerin demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, 

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 
173.320.2]) der Beschwerdeführerin aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 
VwVG),  nachdem  ihr  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen 
Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG in Anbetracht ihrer Rechts-
begehren,  die  –  wie  oben  stehend  aufgezeigt  –  als  von  vornherein 
aussichtslos zu bezeichnen sind, ungeachtet der mit Bestätigung vom 
9. Juni  2009  ausgewiesenen  prozessualen  Bedürftigkeit  abzuweisen 
ist.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird ab-
gewiesen. Die Verfahrenskosten von Fr. 600.-- werden der Beschwer-
deführerin auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des 
Urteils zu Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin (Einschreiben; Beila-
ge: Einzahlungsschein)

- das BFM, Abteilung Aufenthalt, mit den Akten Ref.-Nr. _______ (per 
Kurier; in Kopie)

- das Migrationsamt des Kantons X._______ (in Kopie)

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Bendicht Tellenbach Jürg Hünerwadel

Versand:

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