# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 479c57ab-a3b5-5aea-aa4f-cc9457e0fa1f
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-10-14
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 3. Kammer 14.10.2020 III 2020 121
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_001_III-2020-121_2020-10-14.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer III

III 2020 121

Entscheid vom 14. Oktober 2020 

Besetzung lic.iur. Achilles Humbel, Präsident
lic.iur. Karl Gasser, Richter
Monica Huber-Landolt, Richterin
MLaw Manuel Gamma, Gerichtsschreiber

Parteien A.________ (Genossenschaft),
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. B.________, 

gegen

1. Gemeinderat Lauerz, Husmatt 1, 6424 Lauerz,
2. Amt für Raumentwicklung ARE, Bahnhofstrasse 14,

Postfach 1186, 6431 Schwyz,

3. Regierungsrat des Kantons Schwyz, Bahnhofstrasse 9,
Postfach 1260, 6431 Schwyz,
Vorinstanzen,

4. C.________,
Beschwerdegegner,

Gegenstand Planungs- und Baurecht (Baubewilligung Anbau Doppelgarage)

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Sachverhalt:

A. C.________ (nachstehend Bauherrschaft) ist Eigentümer des Grunds-
tückes KTN D.________ (500 m2), E.________, Lauerz. Das Grundstück liegt in 
der Wohnzone W2. Am 21. Dezember 2018 reichte die Bauherrschaft das Bau-
gesuch für den Anbau einer Doppelgarage ein. Das Baugesuch wurde im Amts-
blatt Nr. __ vom ______ 2018 (S. _____) publiziert ("Anbau einer Garage") und 
öffentlich aufgelegt. Innert Frist erhob die A.________ öffentlich-rechtliche Ein-
sprache. 

Am 12. März 2019 reichte die Bauherrschaft einen Nachweis zur Baugrubensi-
cherung der F.________ GmbH nach. Am 7. Mai 2019 reichte die Bauherrschaft 
ein neues Konzept für die Baugrubensicherung (mit Spriessung) ein. 

Das Amt für Raumentwicklung (ARE) teilte der Gemeinde mit Schreiben vom 
22. August 2019 mit, dass gestützt auf die Stellungnahmen der zuständigen 
Fachstellen (namentlich Amt für Natur, Jagd und Fischerei sowie Amt für Wald 
und Naturgefahren) keine kantonale Baubewilligung erforderlich sei, die Gemein-
de jedoch eingeladen werde, die Hinweise des Amtes für Wald und Naturgefah-
ren (betreffend Überprüfung der Hochwassersicherheit bei ebenerdigen Gebäu-
deöffnungen) zu prüfen und allenfalls entsprechende Auflagen in die kommunale 
Bewilligung aufzunehmen. 

Mit Beschluss Nr. 2019-088 vom 18. September 2019 beschloss der Gemeinde-
rat im Sinne des Antrages der Baukommission. Er wies die Einsprache der 
A.________ ab (Disp.-Ziff. 1) und erteilte die Baubewilligung im Sinne der Erwä-
gungen und unter Bedingungen und Auflagen (Disp.-Ziff. 2). 

B. Gegen diese Baubewilligung erhob die A.________ mit Eingabe vom 
16. Oktober 2019 Beschwerde beim Regierungsrat des Kantons Schwyz mit den 
folgenden Anträgen:

1. Die angefochtene Baubewilligung vom 18. September 2019 der Vorinstanz sei 
aufzuheben und es sei das Baugesuch des Beschwerdegegners abzuweisen.

2. Eventualiter sei die angefochtene Baubewilligung vom 18. September 2019 
der Vorinstanz aufzuheben und die Angelegenheit zur Neubeurteilung an die 
Vorinstanz zurückzuweisen.

3. Subeventualiter seien vom Regierungsrat genaue Messungen und Abklärun-
gen in der Form eines geologischen Gutachtens, sowie eines Bauingenieur-
gutachtens bei den betroffenen Grundstücken und Strassenabschnitten vor-
zunehmen.

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Beschwerdegegners. 

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C. Mit Beschluss (RRB) Nr. 421/2020 vom 3. Juni 2020 wies der Regierungs-
rat die Beschwerde ab (Disp.-Ziff. 1). Die Verfahrenskosten (inklusive Kanzleikos-
ten) von Fr. 1'500.-- wurden der Beschwerdeführerin auferlegt (Disp.-Ziff. 2). Par-
teientschädigungen wurden keine zugesprochen (Disp.-Ziff. 3). 

D. Gegen diesen Beschluss (Versand am 9.6.2020; Zustellung am 17.6.2020) 
erhebt die A.________ mit Eingabe vom 7. Juli 2020 (Postaufgabe am gleichen 
Tag) fristgerecht Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz mit 
den folgenden Anträgen: 

1. Der Beschluss des Regierungsrats Nr. 421/2020 bzw. der Beschwerdeent-
scheid VB 228/2019 vom 3. Juni 2020 sowie die angefochtene Baubewilligung 
der Vorinstanz 1, datiert vom 18. September 2019, seien aufzuheben und das 
Baugesuch des Beschwerdegegners, datiert vom 18. Dezember 2018, sei ab-
zuweisen.

Eventualiter sei die angefochtene Baubewilligung der Vorinstanz 1, datiert 
vom 18. September 2019, aufzuheben, zur Neubeurteilung an die Vorin-
stanz 1 zurückzuweisen und der Beschwerdegegner im Rahmen des Baube-
willigungsverfahrens zu verpflichten, beim Grundstück KTN D.________, den 
umliegenden Grundstücken sowie den betroffenen Strassenabschnitten ge-
naue Messungen und Abklärungen mittels geologischem Gutachten sowie ei-
nem Bauingenieurgutachten durchzuführen.

2. Unter Kosten und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Beschwerdegegners; 
dies sowohl für das vorinstanzliche Verfahren als auch das Verfahren vor dem 
Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz.

E. Das Sicherheitsdepartement beantragt am 13. Juli 2020 unter Verweis auf 
die einlässlichen Erwägungen des angefochtenen Entscheides, die Beschwerde 
sei unter Kostenfolge zulasten der Beschwerdeführerin abzuweisen. Das ARE 
teilt mit Schreiben vom 15. Juli 2020 seinen Verzicht auf eine umfangreiche Ver-
nehmlassung und eine explizite Antragsstellung mit. Seinen Verzicht auf eine 
Vernehmlassung teilt am 16. Juli 2020 auch der Gemeinderat mit. Der Be-
schwerdegegner lässt am 29. Juli 2020 durch die G.________ AG eine vom 
27. Juli 2020 datierende Vernehmlassung einreichen mit folgendem Antrag:

Auf die Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 07.07.20 der Beschwerdeführerin sei 
infolge Kompetenzüberschreitung des Vorstandes und fehlender Prozesslegitima-
tion durch die GV nicht einzutreten, eventualiter sei sie vollumfänglich abzuweisen 
unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdeführerin.

F. Mit Stellungnahme vom 8. September 2020 zu den Vernehmlassungen hält 
die Beschwerdeführerin an ihren mit der Beschwerde vom 7. Juli 2020 gestellten 
Anträgen fest. Innert Frist (30.9.2020) und auch danach liessen sich die Vor-
instanzen und der Beschwerdegegner hierzu nicht vernehmen. 

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Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Das Baugrundstück (500 m2) liegt an von Süden nach Norden gegen den 
Lauerzersee abfallender Hanglage (rund 30 m bis 40 m oberhalb des Lauerzer-
sees). Westlich des Grundstückes macht die nördlich und südlich ans Grunds-
tück anstossende E.________(-Strasse) eine Haarnadelkurve. Das Grundstück 
misst in der West-Ost-Ausdehnung auf der Nordseite rund 36 m und auf der 
Südseite rund 43 m sowie in der Nord-Süd-Ausdehnung am östlichen Rand rund 
26 m. Das bestehende rechteckige Gebäude mit einer Grundfläche von rund 
10 m (West-Ost) auf rund 8 m (Nord-Süd) ist entsprechend im östlichen Teil situ-
iert (auf der Westseite des Gebäudes beträgt die Grundstückbreite [d.h. Nord-
Süd-Ausdehnung, über die nordwestliche Hausecke gemessen] gut 12 m). Die 
geplante Doppelgarage ist auf der Westseite vorgesehen. Ihr Grundriss ist recht-
eckig mit Abschrägung im Südwestteil. Sie misst 9.00 m auf 6.00 m (auf der Ost-
seite beim Anbau an die Hauptbaute) bzw. 4.34 m auf der Westseite (vgl. Pläne 
B-01 Situation vom 14.12.18; B-02 Grundriss, Schnitte & Visu 1:100 vom 
14.12.18; B-04 Sichtweite 1:200 vom 14.12.18). Im östlichen Teil ist ein Ein-
gangsbereich von 1.40 m (Teillänge der 9.00 m) vorgesehen. Die Zufahrt in die 
Garage erfolgt von der im Norden verlaufenden E.________ her aus nordnord-
westlicher Richtung mit einem Gefälle von 4.1%, im westlichen Bereich mit 
15.4% (Plan B-03 Umgebung 1:100 vom 14.12.18). Westlich der Einfahrt und 
entlang der E.________ ist ein Steinbeet von 60 cm (über Strasse im Sichtwei-
tenbereich) geplant (vgl. Plan B-03 Umgebung). 

1.2.1 Laut Baubeschrieb der G.________ AG vom 17. Dezember 2018 erfolgt 
der Garagenanbau im Zusammenhang mit einer erforderlichen Abdichtung der 
bergseitigen Wand, wo vom Hang her Wasser in den elektrischen Hausan-
schlusskasten eindringe und schon Kurzschluss verursacht habe. Um den erfor-
derlichen Aufwand (Freilegung der bergseitigen Wand) optimal zu nutzen, sei ei-
ne neue Doppelgarage geplant, da es beim Gebäude nur bestehende Aussen-
parkplätze gebe. Der vorhandene Wintergarten werde abgebaut und später wie-
der an gleicher Stelle montiert. Der bestehende Vorplatz werde verlängert, damit 
die Einfahrt in die Doppelgarage gewährleistet bleibe. Somit gebe es eine breite-
re Zufahrt in die Strasse. Die bestehende Natursteinmauer entlang der Strasse 
müsse teilweise angepasst werden, da die Knotensichtweite eingehalten werden 
müsse. Die Strasse werde während der Bauzeit genügend gesichert. Das Bau-
vorhaben werde von der F.________ GmbH begleitet, und die nötigen Hangsi-
cherungsmassnahmen würden durch den Ingenieur festgelegt. Es werde auf das 
Begleitschreiben der F.________ GmbH verwiesen. 

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Mit diesem Schreiben vom 26. Oktober 2018 informierte die F.________ GmbH 
die kommunale Baukommission über den vom Beschwerdegegner geplanten Ga-
ragenanbau an das bestehende Wohnhaus. Aufgrund der engen Platzverhältnis-
se, der Nähe zur Strasse und der Hanglage sei das Bauvorhaben mit geotechni-
schen Schwierigkeiten konfrontiert. Der Garagenabstand in der südwestlichen 
Ecke zur Strasse betrage dabei nur 1.00 m. Die Baugrubentiefe in diesem Be-
reich werde rund 4 m betragen, was eine Böschungssicherung unumgänglich 
mache. Das Bauprojekt werde, die Erteilung der Baubewilligung vor-ausgesetzt, 
durch die F.________ GmbH begleitet. Die notwendigen geotechnischen Be-
rechnungen zur Baugrube würden nach Norm und Vorgaben durchgeführt und 
nach Erteilung der Baubewilligung angegangen. Die entsprechenden Baupläne 
würden anschliessend der A.________ zugestellt. 

1.2.2 Auf Aufforderung der kommunalen Bauverwaltung vom 18. Januar 2019 
reichte die Bauherrschaft am 12. März 2019 unter anderem ein Baugrubenkon-
zept der F.________ GmbH ein (RR-act. III/01/B5). Am 7. Mai 2019 reichte die 
Bauherrschaft ein neues Konzept für die Baugrubensicherung (mit Spriessungen; 
vgl. Plan 244-001 B, datiert vom 5.2.2018/6.5.2019) ein. 

1.3.1 Der Gemeinderat erachtete die Baueingabeunterlagen als ausreichend. Es 
bestehe kein gefestigter Anlass zur Besorgnis, dass das Bauvorhaben nicht so 
ausgeführt werden könne, dass die Erschliessungsstrasse keinen Schaden neh-
me. Es liege im ureigenen Interesse der Bauherrschaft, das Bauvorhaben ohne 
Schäden an den Nachbarliegenschaften auszuführen. Im Rahmen des öffentlich-
rechtlichen Baubewilligungsverfahrens bedürfe es keiner weiteren Nachweise für 
die Erteilung der Baubewilligung. Vor der Baufreigabe seien jedoch noch die 
Baustelleninstallationen aufzuzeigen. Diese Unterlagen seien der Strassenträge-
rin und Einsprecherin zur Wahrung des rechtlichen Gehörs zuzustellen, bevor die 
Baufreigabe erteilt werde. Während der Bauarbeiten seien Beeinträchtigungen 
hinzunehmen, soweit diese verhältnismässig und zumutbar seien. Vor Erteilung 
der Baufreigabe sei auch nachzuweisen, dass und wie eine Absturzsicherung auf 
dem begehbaren Garagendach ausgeführt werde (Erw. lit. D). 

Die Mindesttiefe für Garagenvorplätze von 5.5 m gemäss Art. 23 Abs. 3 des 
kommunalen Baureglements (BauR) vom 11. März 1994 (mit diversen Revi-
sionen) werde mit rund 3.32 m deutlich unterschritten. Dank einem automati-
schen Garagentor mit Fernbedienung könnten allfällige Wartezeiten für die Ein-
fahrt mit Blockierung der Strasse wesentlich verringert werden. Es könne somit 
eine Ausnahmebewilligung erteilt werden. Im Grundbuch sei jedoch eine Eigen-
tumsbeschränkung betr. automatische Öffnung des Garagentores mittels Fern-
bedienung anzubringen. Ebenso könne aufgrund der örtlichen und topographi-

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schen Verhältnisse eine Ausnahmebewilligung erteilt werden, soweit das Gefälle 
des Vorplatzes das baureglementarische Mass von 3% übersteige (Art. 23 Abs. 2 
BauR) (Erw. lit. E). Aufgrund der besonderen topographischen Verhältnisse kön-
ne die bergseitige Sichtweite von 15 m toleriert werden (Erw. lit. F). Für die Un-
terschreitung des Strassenabstandes bergseitig könne ebenfalls eine Ausnah-
mebewilligung erteilt werden (Erw. lit. G). Die zulässige Überbauungsziffer für 
Nebenbauten in der W2-Zone werde eingehalten; das Einordnungsgebot werde 
gewahrt; die Stützkonstruktionen bzw. Blocksteinmauern seien baureglements-
konform (Erw. lit. H bis J). 

1.3.2 Der Regierungsrat hat mit dem angefochtenen Beschluss die gemeinderät-
liche Baubewilligung bestätigt. Er hat die Beschwerdebefugnis der Beschwerde-
führer bejaht (Erw. 1.1). Einen Augenschein hat er nicht für nötig erachtet 
(Erw. 2). Für die Erteilung der Baubewilligung genüge es, wenn mit dem Bauge-
such aufgezeigt werde, wie der Bauvorgang geplant sei und wie die Baugrube 
gesichert werde. Soweit allfällige in der Baubewilligung noch nicht enthaltene Si-
cherungs- und Überwachungsmassnahmen erst in der Ausführungsplanung als 
Voraussetzung für die Baufreigabe konkretisiert würden, sei das rechtliche Gehör 
von Nachbarn sicherzustellen. Der Gemeinderat habe die Bauherrschaft mit 
Disp.-Ziff. 7 lit. a der Baubewilligung ausdrücklich verpflichtet, vor der Baufreiga-
be bei der Beschwerdeführerin eine Stellungnahme zum Baustelleninstallations-
konzept einzuholen; Bestandteil desselben sei auch das Verkehrskonzept für die 
Bauperiode. Ob allenfalls zusätzlich ein geologisches Gutachten oder ein Bauin-
genieurgutachten einzuholen sei, sei nach Vorliegen des Baustellenkonzeptes zu 
entscheiden (Erw. 3.1 ff.). Der Baueingabeplan "Baugrube" (Plan-Nr. 244-001) 
vom 6. Mai 2019 zeige, dass sich die Bauherrschaft detailliert mit den einzelnen 
Bauschritten auseinandergesetzt und die entsprechenden Abläufe sorgfältig ge-
plant habe. Aus dem Baueingabeplan ergebe sich zudem, dass auf dem Bau-
grundstück hinreichend Abstellflächen für die vorübergehende Ablagerung des 
Aushubmaterials vorhanden seien (Erw. 4.1 ff.). Die Ausnahmebewilligung für die 
Garagenvorplatztiefe sei rechtens. Mit der Grundbuchanmerkung betreffend die 
Öffnung der Garagentore mittels Fernbedienung werde die Umsetzung der Vor-
gaben des Gemeinderates sichergestellt (Erw. 5.1 f.). Gerechtfertigt sei ange-
sichts der Topographie auch die Ausnahmebewilligung für das 3% übersteigende 
Gefälle der Einfahrt (Erw. 5.3). Die Verkehrssicherheit bleibe gewährleistet. Es 
seien im Gebiet E.________ zudem bereits jetzt verschiedene Bauparzellen auf 
ein Rückwärtsfahren in die Erschliessungsstrasse angewiesen (Erw. 6.1 f.). Die 
bergseitige Rühlwand diene einzig der Hangsicherung und sei bei der Abstands-
berechnung der Garage als eine Nebenbaute nicht mitzuberücksichtigen 
(Erw. 7.1). Die Ausnahmebewilligung für die Unterschreitung des Strassenab-

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standes im Sinne von § 42 Abs. 1 des Strassengesetzes (StraG; SRSZ 442.110) 
vom 15. September 1999 könne bestätigt werden (Erw. 7.2). Es seien Abgrabun-
gen von mehr als 2 m gegenüber dem gewachsenen Terrain geplant. Diese Ab-
grabungen seien für die Einfahrt in die Garage notwendig. Gemäss der Auflage 
in der Baubewilligung (Disp.-Ziff. 7 lit. c) müsse für die Baufreigabe ein detaillier-
ter Umgebungsplan eingereicht werden, auf welchem die exakten Höhen- und 
Gefällsangaben sowie die Materialisierung darzustellen seien. Diese Vorge-
hensweise erweise sich als stufen- und sachgerecht und sei nicht zu beanstan-
den (Erw. 8.2). Das gelte auch für den Nachweis, dass kein Vorplatzwasser auf 
die Quartierstrasse gelange, der vor Baufreigabe durch einen vom GEP-Inge-
nieur kontrollierten Ausführungsplan betreffend die Liegenschaftsentwässerung 
zu erbringen sei (Erw. 9). 

1.4 Die Beschwerdeführerin hält im Wesentlichen an ihren im Verwaltungsbe-
schwerdeverfahren vorgebrachten Rügen fest. Vorab macht sie eine Verletzung 
des Grundsatzes der Gesetzmässigkeit geltend. Es könne nicht unter Verweis 
auf verschiedene Garagen, die ohne Ausnahmebewilligungen nicht bewilligungs-
fähig gewesen wären, eine Ausnahmebewilligung betreffend die Unterschreitung 
der Vorplatztiefe, des Gefälles bei Ausfahrten und betreffend den Strassenab-
stand erteilt werden. Es bestünden keinerlei Anhaltspunkte, dass die Gemeinde 
in ständiger Praxis vom Gesetz abweiche (S. 4 f. Ziff. III.5. ff.). Sinn und Zweck 
von Ausnahmebewilligungen würden missachtet (S. 8 f. Ziff. 11). Betreffend die 
Vorplatztiefe und das Gefälle des Vorplatzes würden Bauvorschriften verletzt 
(S. 6 Ziff. 9). Bei einer Rühlwand handle es sich um eine auf Dauer angelegte ei-
genständige und bewilligungspflichtige bauliche Einrichtung bzw. Sicherungsbau-
te. Sie habe deshalb unabhängig von der geplanten Doppelgarage den erforder-
lichen Grenzabstand gemäss § 61 Abs. 2 des Planungs- und Baugesetzes (PBG; 
SRSZ 400.100) vom 14. Mai 1987 zu wahren (Beschwerde S. 7 f. Ziff. 10). Ver-
letzt würden auch öffentliche Interessen. Die Verkehrssicherheit und das allge-
meine öffentliche Interesse gehe den besonderen Verhältnissen, welche eine 
Ausnahmebewilligung rechtfertigen könnten, vor (Beschwerde S. 9 f. Ziff. 12). 
Die vorinstanzliche Beurteilung der Verkehrssicherheit sei unvollständig und 
falsch. So werde ausser Acht gelassen, dass bei der Haarnadelkurve von links 
eine weitere Strasse einmünde (S. 10 Ziff. 13.b; S. 12 Ziff. 14.b). Es zeige sich 
so, dass die örtlichen Verhältnisse ungenügend abgeklärt worden seien (S. 13 
Ziff. 14.c ff.). Es könne auch nicht nur auf ortsansässige Verkehrsteilnehmer ab-
gestellt werden. Die Verkehrssicherheit sei auch für Besucher zu gewährleisten. 
Gemäss Beschwerdeentscheid sei die Verkehrssicherheit auch durch die Unter-
schreitung des Strassenabstandes nicht gefährdet, weshalb zu Recht eine Aus-
nahmebewilligung erteilt worden sei. Die Rechtmässigkeit dieser Ausnahme-

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bewilligung werde bestritten (S. 10 ff. Ziff. 13). Zudem wäre für die Erteilung einer 
Ausnahmebewilligung ohnehin die Beschwerdeführerin zuständig (S. 12 
Ziff. 13.d). Im angefochtenen Beschwerdeentscheid werde zwar Bezug auf § 54 
PBG genommen, nicht aber auf § 55 Abs. 1 PBG. Zudem werde mit keinem Wort 
Bezug auf die Konkretisierung von § 54 PBG Bezug genommen, worauf bereits 
in der Beschwerde an den Regierungsrat hingewiesen worden sei. Art. 70 Abs. 3 
BauR sei ebenfalls nicht beachtet worden (S. 14 f. Ziff. 15.b ff. mit Hinweis auf 
EGV-SZ 2009 C.2.1). Es bestehe ein erhebliches Baugrundrisiko, was der Fall 
"H.________" in unmittelbarer Nähe belege (S. 15 f. Ziff. 16.a f.). Die Verschie-
bung der Beurteilung der allfälligen Notwendigkeit einer geologischen Abklärung 
auf einen Zeitpunkt nach Vorliegen des Baustelleninstallationskonzeptes erstau-
ne angesichts der bestehenden Naturgefahren, namentlich auch des Baches in 
der Nähe des Bauvorhabens (S. 16 Ziff. 16.c). Falls die Baubewilligung nicht auf-
zuheben sei, sei die zwingende Einholung der diversen Gutachten als Auflage in 
die Baubewilligung aufzunehmen und die Baubewilligung zur Neubeurteilung an 
die Gemeinde zurückzuweisen (S. 17 f. Ziff. 17 ff.). 

1.5 Der Beschwerdegegner bestreitet die Beschwerdelegitimation der Be-
schwerdeführerin. 

Die Genossenschaft bezweckt gemäss § 2 Abs. 1 (erster Teilsatz) der Statuten 
vom 14. April 2012 die gemeinsame Betreibung und den Unterhalt der Genos-
senschaftsstrassen. Der Vorstand ist verpflichtet, die genossenschaftlichen Inter-
essen mit besten Kräften zu wahren, zu fördern und vertreten. Es folgt eine nicht 
abschliessende Aufzählung von Befugnissen und Pflichten des Vorstandes (§ 19 
Statuten). Für die Genossenschaft führen Präsident und Vizepräsident die 
rechtsverbindliche Kollektivunterschrift je zu Zweien mit dem Kassier oder dem 
Aktuar (§ 21 Statuten). 

Die Strasse der Genossenschaft grenzt ans Baugrundstück an. Zudem liegt es 
im Interesse der Genossenschaft, eine mögliche Beschädigung der Strasse ab-
zuwenden. Die Genossenschaft ist mithin durch die Baubewilligung und den an-
gefochtenen RRB besonders berührt, hat ein schutzwürdiges Interesse an der 
Überprüfung der Rechtmässigkeit des angefochtenen RRB und hat unbestritte-
nermassen am bzw. an den vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen. Die 
Rechtsmittelbefugnis (§ 37 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes [SRSZ 
234.110; VRP] vom 6.6.1974) der Genossenschaft ist daher zu bejahen. Zur Ver-
tretung der Genossenschaft sind die Präsidentin und die Aktuarin statutarisch le-
gitimiert; die Vertretungsbefugnis ist somit gegeben (§ 27 Abs. 1 lit. c VRP). Die-
se beiden haben auch die Vollmacht ihres Rechtsvertreters unterzeichnet (vgl. 
§ 16 Abs. 1 VRP), der somit seinerseits zur Vertretung der Genossenschaft be-

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fugt ist. Der Beschwerdegegner bestreitet die Rechtsmittelbefugnis der Be-
schwerdeführerin folglich zu Unrecht. 

Da die übrigen Prozessvoraussetzungen gemäss § 27 Abs. 1 VRP ebenfalls und 
unbestreitbar gegeben sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. Ob die Präsiden-
tin und ihre Sekretärin allenfalls statutarische Vorgaben missachtet oder über-
schritten haben (z.B. eine allfällige Kostenkompetenz), betrifft das Innenverhält-
nis der Genossenschaft und hat keine Konsequenzen für die Beurteilung der öf-
fentlich-rechtlichen Beschwerdebefugnis.

2.1.1 Ein- und Ausfahrten sind übersichtlich und gefahrenfrei zu gestalten und zu 
unterhalten. Sie bedürfen einer Bewilligung der zuständigen Aufsichtsbehörde 
gemäss der kantonalen Strassengesetzgebung (Art. 23 Abs. 1 BauR). Ausfahr-
ten sind drei Meter vor dem Strassen- bzw. grundstückseitigen Trottoirrand auf 
höchstens 3 % Gefälle zu reduzieren (Art. 23 Abs. 2 BauR). Bei jeder Garage ist 
ein Vorplatz von mindestens 5.5 m Tiefe vorzusehen, ohne Trottoir oder Fahr-
bahnfläche zu beanspruchen (Art. 23 Abs. 3 BauR). Bei Einfamilienhäusern sind 
drei Abstellplätze erforderlich (Art. 24 Abs. 1 lit. a BauR). Abstellplätze für Motor-
fahrzeuge haben ein Mindestmass von 2.40 m mal 5.50 m aufzuweisen (Art. 24 
Abs. 2 BauR). Ist die Erstellung der erforderlichen Anzahl Abstellplätze für Motor-
fahrzeuge auf privatem Grund nicht möglich oder nicht zumutbar, so hat der 
Bauherr eine Ersatzabgabe an die Gemeinde zu leisten, die zweckgebunden für 
den Bau und Betrieb öffentlicher Parkierungsanlagen zu verwenden ist (Art. 24 
Abs. 3 BauR). 

2.1.2 Gemäss § 65 Abs. 1 PBG richtet sich der Abstand gegenüber öffentlichen 
Strassen nach den Vorschriften der Strassengesetzgebung. Bei Privatstrassen, 
die nicht dem Gemeingebrauch gewidmet sind, ist zwischen Fassade und Fahr-
bahnrand ein Abstand von mindestens 3 m einzuhalten (§ 65 Abs. 2 PBG).

Beim Fehlen von Baulinien gilt für Gebäude und ähnlich wirkende Anlagen bei 
Nebenstrassen ein Strassenabstand von 3.00 m (§ 41 Abs. 1 lit. a drittes Lemma 
StraG). Der Strassenträger kann ausnahmsweise das Unterschreiten des Stras-
senabstandes nach §§ 40 oder 41 bewilligen, wenn die Verkehrssicherheit nicht 
gefährdet wird und besondere Verhältnisse vorliegen, wie namentlich zur Ver-
meidung unzumutbarer Härtefälle oder aus Gründen des Ortsbildschutzes (§ 42 
Abs. 1 StraG). Die Ausnahme zur Unterschreitung des Strassenabstandes ist Teil 
der Baubewilligung (§ 42 Abs. 2 StraG). 

2.2 Träger der Nebenstrassen sind in der Regel Gemeinden, Genossenschaf-
ten des öffentlichen Rechts und Private. Gemäss § 10 StraG wird die Strassen-

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hoheit (Abs. 1: Zuständigkeit für die Projektierung, den Bau, den Unterhalt und 
die Verwaltung der Strassen) durch die Exekutive des Strassenträgers ausgeübt 
(Abs. 2 Satz 1); für Strassen von Genossenschaften des öffentlichen Rechts und 
Privaten ist der Gemeinderat Aufsichts- und Bewilligungsbehörde (Abs. 3). 

Die Zuständigkeit für die Erteilung der Ausnahmebewilligung zur Unterschreitung 
des Strassenabstands liegt somit entgegen der Auffassung der Beschwerdefüh-
rerin beim Gemeinderat und nicht bei ihr selber.

2.3.1 Der Gemeinderat kann innerhalb der Bauzonen Ausnahmen von den Bau- 
und Zonenvorschriften des Kantons und der Gemeinde bewilligen, wenn beson-
dere Verhältnisse vorliegen und die Ausnahmebewilligung mit den öffentlichen 
Interessen vereinbar ist und keine wesentlichen Nachbarinteressen verletzt wer-
den (Art. 40 Abs. 1 BauR; vgl. § 73 Abs. 2 PBG). Besondere Verhältnisse liegen 
insbesondere vor, wenn (unter anderem) sonst eine unzumutbare Härte einträfe 
oder dank der Abweichung gegenüber der örtlichen Gegebenheiten eine bessere 
Lösung erzielt werden kann (Art. 40 Abs. 2 lit. a und lit. b BauR; vgl. § 73 Abs. 1 
lit. a und b PBG). Eine Ausnahmebewilligung ist als solche zu bezeichnen und zu 
begründen (Art. 40 Abs. 3 BauR). 

Die Gründe, welche eine Ausnahme von den Bau- und Zonenvorschriften 
gemäss dem PBG und BauR rechtfertigen können (d.h. "besondere Verhältnisse" 
wie "unzumutbare Härte" oder "örtliche Gegebenheiten"), entsprechen mithin im 
Wesentlichen denjenigen, welche auch eine Strassenabstandsunterschreitung 
rechtfertigen können. Mit der in § 42 Abs. 1 StraG angesprochenen Verkehrssi-
cherheit wird dabei das in Art. 40 Abs. 1 BauR (und § 73 Abs. 2 PBG) erwähnte 
öffentliche Interesse konkretisiert. Es ist ohne weiteres klar, dass die Sicherstel-
lung der Verkehrssicherheit in besonderem Masse von öffentlichem Interesse ist 
(vgl. z.B. Urteile BGer 1P.329/2003 vom 29.9.2003 Erw. 5.1; 1P.103/2007 vom 
11.5.2007 Erw. 4.2.3; VGE III 2011 102 vom 2.12.2011 Erw. 5.2; VGE 1000/05 
vom 30.6.2005 Erw. 6.5). 

2.3.2 Die Ausnahmeregelung stellt im öffentlichen Baurecht ein allgemeines 
Rechtsinstitut dar, das bezweckt, im Einzelfall Härten und offensichtliche Un-
zweckmässigkeiten zu beseitigen (Erich Zimmerlin, Kommentar zum Baugesetz 
des Kantons Aargau, 1985, § 155 N 6). Derartige Härtefälle können als Folge 
besonderer Umstände auftreten, mit denen die notwendigerweise generalisie-
renden und schematisierenden Normen nicht gerechnet haben. Die strikte An-
wendung der Norm in diesen Fällen würde zu einem offensichtlich ungewollten 
Ergebnis führen. Voraussetzung für die Erteilung einer Ausnahmebewilligung ist 
daher immer, dass solche besonderen Umstände vorliegen. Ob dies im konkre-

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ten Fall zutrifft, ist sorgfältig zu prüfen, da eine leichtfertige Erteilung von Aus-
nahmebewilligungen die verfassungsrechtlichen Gebote der Gesetzmässigkeit 
der Verwaltung und der rechtsgleichen Behandlung der Bürger verletzen würde 
(BGE 112 Ib 51 Erw. 5). Der Zweck der Ausnahmebewilligung besteht nicht dar-
in, einem Bauherrn zu einer optimalen Lösung zu verhelfen oder eine maximale 
Ausnützung zu ermöglichen. Es sollen weder Idealvorstellungen noch Maximal-
wünsche ermöglicht werden (vgl. VGE III 2015 55 vom 16.7.2015 Erw. 3.2). Ob 
die besonderen Voraussetzungen, welche eine Ausnahmebewilligung rechtferti-
gen, vorliegen, ist eine Rechtsfrage, welche der freien Überprüfung des Verwal-
tungsgerichts unterliegt (vgl. Baumann, in: Kommentar zum Baugesetz des Kan-
tons Aargau, Bern 2013, § 67 N 1-3; Zaugg/Ludwig, Kommentar zum Baugesetz 
des Kantons Bern, 3.A., Bd. 1, Bern 2007, Vorbemerkungen zu den Art. 26-31 
Rz. 7). Der unbestimmte Rechtsbegriff der besonderen Verhältnisse ist mit der 
Einschränkung "wenn und soweit" verknüpft. Die Umschreibung der Ausnahmesi-
tuation enthält mithin auch ein begrenzendes Moment. Es ist somit anhand des 
konkreten Projektes und allenfalls weiterer Umstände zu prüfen, ob eine unzu-
mutbare Härte oder eine Ausnahmesituationsvoraussetzung gegeben ist (VGE III 
2017 60 vom 28.8.2017 Erw. 2.3.2; VGE III 2015 172 vom 27.1.2016 Erw. 5.1.2, 
mit Hinweisen u.a. auf VGE III 2013 193 + 194 vom 22.5.2014 Erw. 8.4, VGE III 
2014 22 vom 11.5.2014 Erw. 3.1.2; EGV-SZ 2010 B 8.10 Erw. 3.1.5; VGE 
1048/97 vom 6.2.1998 Erw. 7 = EGV-SZ 1998 Nr. 8 Erw. 7). 

Ist das Vorliegen der Voraussetzungen für eine Ausnahmebewilligung zu beja-
hen, so ist bei der Erteilung derselben weiter abzuklären, durch welche von den 
gesetzlichen Bestimmungen abweichenden Regelungen der Ausnahmesituation 
Rechnung zu tragen ist. Bei der Beurteilung dieser Ermessensfrage auferlegen 
sich Regierungsrat und Verwaltungsgericht praxisgemäss Zurückhaltung. Das 
Verwaltungsgericht darf sodann im Gegensatz zum Regierungsrat nur einschrei-
ten, wenn das Ermessen rechtsfehlerhaft ausgeübt wurde (EGV-SZ 2010 B 8.10 
Erw. 3.1.5; VGE 672/95 vom 22.12.1995; VGE 613/90 vom 20.11.1990; EGV-SZ 
1990 Nr. 19 und 1993 Nr. 60). Rechtsfehlerhaft ist ein nicht pflichtgemäss aus-
geübtes Ermessen, d.h. ein in Missachtung des Gleichbehandlungsgebots, des 
Willkürverbots und des Verhältnismässigkeitsprinzips zustande gekommenes 
Ermessen (VGE III 2015 172 vom 27.1.2016 Erw. 5.1.2; VGE III 2008 15 vom 
24.4.2008 Erw. 2.3.2 mit weiteren Hinweisen).

2.3.3 Im VGE III 2014 35 vom 29. Oktober 2014 waren erteilte Ausnahme-
bewilligungen für die Unterschreitung der zulässigen Gebäude- und Strassen-
abstände zu prüfen. Laut der Beurteilung der Baubewilligungsbehörde konnte 
dank der Abweichung wegen der örtlichen Gegebenheiten eine bessere Lösung 

12

erzielt werden. Der Regierungsrat erwog indessen, allein aufgrund der Form und 
Grösse der beiden Baugrundstücke sei keine Ausnahmesituation gegeben, wel-
che die Unterschreitung des Grenzabstands rechtfertigen würde. Auch der 
Grundsatz der haushälterischen Bodennutzung rechtfertige kein Abweichen von 
der Zonenordnung und damit kein Erteilen einer Ausnahmebewilligung. Die um-
strittenen Grenzabstandsunterschreitungen bzw. die daraus resultierenden 
Mehrnutzungen dürften primär auf wirtschaftlichen Überlegungen basieren, wel-
che allein dem Bauherrn dienten. Das Verwaltungsgericht teilte diese Auffassung 
(Erw. 3.2). Für eine sinnvolle Überbauung bedürfe es grundsätzlich keiner Aus-
nahmebewilligung zur Unterschreitung der Grenzabstände. Es könne auch nicht 
gesagt werden, dass die örtlichen Gegebenheiten als besondere Verhältnisse zu 
qualifizieren seien, welche eine Abweichung von den Bauvorschriften (Unter-
schreitung des Grenzabstandes) erforderlich machen und rechtfertigen könnten. 
Mit VGE III 2015 15 vom 24. Juni 2015 hat das Verwaltungsgericht betreffend 
zwei Baucontainer im Strassenunterabstand keine besonderen Umstände für die 
Erteilung einer Ausnahmebewilligung erkennen können; eine Rückversetzung 
der Container war möglich (Erw. 5.4). Das Verwaltungsgericht hat mit VGE III 
2014 35 vom 29. Oktober 2014 eine Ausnahmebewilligung für die Unterschrei-
tung eines Strassenabstandes, die mit städtebaulichen Qualitäten (Randbebau-
ung im Strassengeviert) des Bauvorhabens und mit den wohnhygienischen Vor-
teilen (Belichtung, Besonnung), welche dank eines Innenhofs hätten erzielt wer-
den sollen, begründet worden war, in Bestätigung des regierungsrätlichen Be-
schlusses als unrechtmässig beurteilt. Eine städtebaulich gute Einordnung, eine 
bessere architektonische Lösung wie auch eine haushälterische Nutzung des 
Bodens könnten als Argumente bei jedem Bauvorhaben angeführt werden und 
stellten keine besonderen Verhältnisse im Sinne von § 73 Abs. 1 PBG dar (vgl. 
VGE 933/04 vom 28.4.2005 Erw. 3.4). Verweigert wurde vom Verwaltungsgericht 
auch die Ausnahmebewilligung für die Unterschreitung des Strassenabstandes 
durch eine geplante Lagerhalle, da eine geringfügige Verkleinerung oder 
Verschiebung der Lagerhalle zwecks Wahrung des Strassenabstandes keine 
unzumutbare Härte darstelle (VGE III 2016 75 vom 21.12.2016 Erw. 3.4.3). 
Ähnlich hat das Verwaltungsgericht mit VGE III 2016 96 vom 21. Dezember 2016 
erwogen, es bestünden keine Anhaltspunkte für die Notwendigkeit eines Garten-
gerätehauses in der geplanten Grösse bzw. es sei nicht ersichtlich, inwieweit die 
Verweigerung der Ausnahmebewilligung zur Unterschreitung des Strassen-
abstandes einen Härtefall darstellen könnte (Erw. 4.5). Mit VGE III 2018 227 vom 
24. April 2019 (vom Bundesgericht bestätigt mit Urteil 1C_318/2019 vom 
31.8.2020) wurde die Ausnahmebewilligungsfähigkeit einer Aussentreppe im 
Strassenunterabstand zur Verbindung zweier Stockwerkeinheiten verneint. Einen 

13

(erheblichen) Komfortgewinn zu ermöglichen sei nicht Sinn und Zweck einer 
Ausnahmebewilligung; die Verweigerung der Ausnahmebewilligung führe weder 
zu einer unzumutbaren Härte noch lägen besondere Verhältnisse vor. Das 
Verwaltungsgericht bestätigte die Auffassung des Regierungsrates auch darin, 
dass die Rechtmässigkeit einer bereits Jahre zuvor gewährten Ausnahme-
bewilligung für eine Abstandsunterschreitung bei einem Baugrundstück mit einer 
Breite von minimal rund 20 m bis 30 m und einer Länge von rund 70 m selbst 
unter Berücksichtigung der topographischen (Hang-)Lage fragwürdig sei 
(Erw. 3.3). 

2.4.1 Im vorliegenden Fall ist unbestritten, dass drei Abstellplätze erforderlich 
sind und die bisherigen Abstellplätze entlang der (nördlich des Grundstückes ver-
laufenden) E.________-strasse angeordnet waren. Aufgrund der aktenkundigen 
Planunterlagen, der Fotoaufnahme auf der Frontseite des Baubeschriebs vom 
17. Dezember 2018 sowie insbesondere den im webGIS einsehbaren Grunds-
tücksdaten (samt Luftbildaufnahme) lässt sich ablesen, dass der bestehende 
Vorplatz - nahezu vollumfänglich im Strassenunterabstand - kaum Platz für mehr 
als zwei PWs bietet. Weder wird behauptet noch bestehen indes Hinweise dafür, 
dass diese Parksituation nicht von der Baubewilligung für das bestehende Haus 
abgedeckt ist. Mit der geplanten Garage wird Raum für zwei Abstellplätze ge-
schaffen. Dies bringt es mit sich, dass der dritte erforderliche Abstellplatz nach 
wie vor entlang der E.________-strasse angeordnet bleiben wird. Gleichwohl 
kann gesagt werden, dass mit der Neubaute tendenziell eine Erhöhung der Ver-
kehrssicherheit bzw. eine Verbesserung der bestehenden Verkehrssituation im 
Zusammenhang mit den Abstellplätzen verbunden ist. Eine Ausnahmebewilli-
gung zur Unterschreitung des Strassenabstandes bedingt jedoch nur die Negati-
on einer Gefährdung der Verkehrssicherheit.

2.4.2 Es ist unverkennbar, dass die Anbringung von Abstellplätzen auf dem Bau-
grundstück angesichts dessen Grundrisses wie auch der Topographie unter 
Wahrung des Strassenabstandes nicht möglich ist. Das Gleiche gilt für die Wah-
rung einer baureglementarisch erforderlichen Vorplatztiefe von 5.5 m. Wie eine 
solche Vorplatztiefe angesichts der Grundstücksform und der bestehenden Baute 
realisiert werden könnte, ist schlichtweg nicht ersichtlich; mögliche Alternativen 
werden entsprechend auch seitens der Beschwerdeführerin nicht skizziert. Ab-
gesehen davon ist fraglich, ob Grundstücksform und Topographie selbst unter 
der Annahme eines unüberbauten Zustandes den Bau eines vernünftig dimen-
sionierten Hauses samt Vorplatztiefe von 5.5 m - jedenfalls mit noch vertretbarem 
Aufwand, insbesondere geringerem Eingriff ins Terrain - zuliesse. Ebenso ist 
nicht zu verkennen, dass auch das Gefälle der Garageneinfahrt, welches die 

14

baureglementarisch zulässigen 3% übersteigt, durch die Topographie bedingt ist. 
Das Baugrundstück weist auf seiner Tiefe von maximal rund 26 m (vgl. vorste-
hend Erw. 1.1) einen Niveauunterschied von rund 10 m auf (vgl. webGIS; Lan-
deskarte), was einer Steigung von rund 21 Grad bzw. über 38% entspricht. Ent-
sprechend weist auch die E.________-strasse beträchtliche Steigungsprozente 
auf; die Steigung der E.________-strasse, welche teils über 10% beträgt, ist 
denn laut dem Protokoll (Protokoll Nr. 71) vom 2. Mai 2019 zur Generalversamm-
lung vom 27. April 2019 der Beschwerdeführerin (Bf-act. 2 zur Eingabe vom 
8.9.2020 S. 5) neben der (zu geringen) Strassenbreite der Grund, dass die 
Strasse nicht den Vorgaben entspricht und einer Übernahme durch die Gemein-
de hinderlich ist. Die Vorinstanzen haben daher zu Recht in den konkreten örtli-
chen Begebenheiten eine Ausnahmesituation erkannt. Angesichts der Notwen-
digkeit von drei Parkplätzen und der bisherigen Anordnung der Abstellplätze ent-
lang der E.________-strasse wäre es überdies vertretbar, die Verneinung einer 
Ausnahmesituation auch als eine unzumutbare Härte zu bejahen. 

2.4.3 Zu prüfen ist daher als Nächstes, ob einerseits auch die Vereinbarkeit mit 
öffentlichen Interessen zu bejahen ist und ob anderseits durch eine Ausnahme-
bewilligung bzw. ein Abweichen von den gesetzlichen und baureglementarischen 
Vorgaben keine wesentlichen Nachbarinteressen verletzt werden. Im öffentlichen 
Interesse liegen dabei, wie erwähnt, die Verkehrssicherheit aber auch die Wah-
rung der Gesundheit der Nachbarn als ein geschütztes Polizeigut (vgl. BGE 125 I 
322 Erw. 3.a; Urteil BGer 1C_558/2019 vom 9.7.2019 Erw. 6). Diesem Polizeigut 
wird mit §§ 54 f. PBG Rechnung getragen. 

2.5 Mit dem Plan-Nr. B-04 (Sichtweite 1:200 vom 14.12.2018) hat die Bauherr-
schaft die Sichtbermen ausgewiesen. Die Einsehbarkeit ist mithin bis zur (rund 
55 m) östlich gelegenen wie insbesondere auch zur rund 20 m westlich gelege-
nen Haarnadelkurve belegt. Zwar ist der von Westen her in die westliche Haar-
nadelkurve einmündende Zweig der E.________-strasse nicht einsehbar; indes 
gilt dies für jede Stelle auf der E.________-strasse bis kurz vor die Haarnadel-
kurve. Bergwärts fahrende Fahrzeuge haben sich so angesichts des Vortritts-
rechts der Fahrzeuge, die sich aus dem infolge der Haarnadelkurve schlecht ein-
sehbaren westlichen Zweig der E.________-strasse nähern, entsprechend vor-
sichtig zu verhalten. Im Vergleich hierzu kann die Ausfahrt aus der geplanten Ga-
rage an einer gut einsehbaren Stelle der E.________-strasse eine nur als gering 
zu veranschlagende Gefährdung der Verkehrssicherheit darstellen. Eine von der 
Ein- bzw. Ausfahrt in die geplante Garage ausgehende Gefährdung der Ver-
kehrssicherheit im Zusammenhang mit Fahrzeugen, die vom westlichen Zweig 
der E.________-strasse in die Haarnadelkurve einfahren, wird dadurch ent-

15

schärft, dass diese Fahrzeuge bei der Haarnadelkurve ebenfalls eine Kurve von 
rund 90° befahren und zudem das Vortrittsrecht der von Osten her auf der nördli-
chen E.________-strasse nahenden Fahrzeuge zu respektieren haben. Da die 
Gesamtdistanz von der östlichen bis zur westlichen Haarnadelkurve keine 80 m 
beträgt und die Strasse schmal ist, ergibt sich von selbst, dass Fahrzeuge keine 
hohe Geschwindigkeit erreichen können. Dabei ist auch mitzuberücksichtigen, 
dass von Abstellplätzen weiterer Gebäude, die sich überdies im Bereich der 
Haarnadelkurven befinden (KTN I.________ und KTN J.________; vgl. webGIS), 
auf die E.________-strasse eingefahren wird. Der Regierungsrat weist zu Recht 
darauf hin, dass auch ansonsten von Abstellplätzen entlang der E.________-
strasse rückwärts auf die Strasse eingefahren wird. Das Gleiche lässt sich dem 
von der Beschwerdeführerin eingereichten Auszug aus Google Maps entnehmen 
(Bf-act. 3 zur Eingabe vom 8.9.2020 [Luftaufnahme mit Abstellplätzen im Stras-
senunterabstand und darauf seitwärts, vorwärts aber auch rückwärts parkierten 
Fahrzeugen]). Hinzu kommt, dass die Anstösser an die E.________-strasse mit 
den Verhältnissen vertraut sind und ihr Fahrverhalten entsprechend gestalten. 
Mit den Verhältnissen nicht vertraute Besucher befahren Quartierstrassen in der 
Regel und erfahrungsgemäss noch langsamer und vorsichtiger. Abgesehen da-
von verpflichtet Art. 26 Abs. 1 SVG jedermann sich im Verkehr so zu verhalten, 
dass er andere in der ordnungsgemässen Benützung der Strasse weder behin-
dert noch gefährdet. Dabei ist besondere Vorsicht gegenüber Kindern, Gebrech-
lichen und alten Leuten geboten. Hinsichtlich der Geschwindigkeit im Speziellen 
gilt das Gebot, dass sie stets den Umständen anzupassen ist, namentlich den 
Strassen-, Verkehrs- und Sichtverhältnissen (Art. 32 Abs. 1 SVG). Mit der Aufla-
ge und grundbuchlichen Anmerkung einer automatischen Öffnung der Garagen-
tore mittels Fernbedienung wird schliesslich sichergestellt, dass der Verkehrs-
fluss auf der E.________-strasse, auch wenn sich dieser bescheiden ausnehmen 
dürfte, nicht behindert wird.

Die Vorinstanzen haben eine Gefährdung der Verkehrssicherheit infolge der Aus-
fahrt aus der geplanten Garage folglich zu Recht verneint. 

2.6.1 Bauten und Anlagen sind so zu erstellen und zu unterhalten, dass sie we-
der Personen noch Sachen gefährden (§ 54 Abs. 1 PBG; Art. 17 Abs. 1 BauR). 
Bauten und Anlagen müssen den Regeln der Baukunde und den Anforderungen 
des Gesundheitsschutzes entsprechen (§ 54 Abs. 2 PBG). Des Weiteren sind 
Bauten und Anlagen so auszuführen, anzupassen und zu unterhalten, dass sie 
sowenig Lärm, Rauch, Dünste, Gerüche, Erschütterungen und andere Emis-
sionen erzeugen, wie dies technisch und betrieblich möglich und wirtschaftlich 
tragbar ist (§ 55 Abs. 1 PBG). Die Baubewilligung ist zu verweigern, wenn der 

16

bestimmungsgemässe Gebrauch einer Baute oder Anlage für die Nachbarschaft 
nach Lage und Ortsgebrauch übermässige Einwirkungen zur Folge hätte (§ 55 
Abs. 2 PBG).

2.6.2 Der in § 54 PBG gesetzliche Grundsatz beinhaltet die allgemeine Pflicht, 
dass nach den anerkannten Regeln der Baukunde zu bauen ist, da dadurch ge-
währleistet wird, dass dem Bauwerk jene Festigkeit und Sicherheit zukommt, de-
ren es nach seiner Zweckbestimmung bedarf (vgl. VGE 1035/02 vom 25.11.2002 
Erw. 2.a). Dies liegt in der Verantwortung der Bauherrschaft VGE III 2008 15 vom 
24.4.2008 Erw. 3.2). Die Baubewilligungsbehörde darf grundsätzlich davon aus-
gehen, dass die Bauherrschaft die Regeln der Baukunde beachtet. Abklärungen 
sind allenfalls dann zu tätigen, wenn berechtigte Zweifel an der Einhaltung be-
stehen (vgl. VGE III 2010 99 Erw. 5.2; VGE III 2016 207 vom 31.3.2017 
Erw. 2.2).

2.6.3 Der Gemeinderat hat in der Baubewilligung dargelegt (Erw. D), die von der 
Beschwerdeführerin vorgebrachten Bedenken zur Geologie und Hydrologie im 
Hanggebiet E.________ seien dem von der Bauherrschaft beauftragten, ortsan-
sässigen Bauingenieur bestens bekannt. Ferner bestünden aus anderen Bauvor-
haben im Gebiet E.________ einschlägige Kenntnisse über die Baugrundver-
hältnisse. 

Diese gemeinderätliche Beurteilung gibt zu keinen Beanstandungen Anlass und 
ist zu bestätigen. Grundsätzlich kann davon ausgegangen werden, dass die ak-
tuelle Bautechnik für Stabilitätsprobleme bei Baugruben selbst bei schwierigen 
Grundstücksverhältnissen einwandfreie Lösungen gestattet und die Regeln der 
Baukunde eingehalten werden, ohne dass dies ausdrücklich als Auflage in die 
Baubewilligung aufgenommen werden muss. In der Regel bestehen sodann auch 
keine Zweifel, dass sich die Bauherrschaft an die Regeln der Baukunde halten 
wird. Vorliegend kommt hinzu, dass der beauftragte Bauingenieur mit den lokalen 
Verhältnissen vertraut ist. Dieser hat ein umfassendes Baukonzept erstellt, wel-
ches vom Regierungsrat einlässlich gewürdigt wurde (angefochtener Beschluss 
Erw. 4.2 f.). 

Zu ergänzen ist, dass der geplante Garagenanbau im Vergleich mit dem Bau des 
auf dem Baugrundstück bestehenden Hauses einen erheblich kleineren Eingriff 
darstellt. Der Schluss ist daher berechtigt, dass die konkreten Baugrundverhält-
nisse bereits hinreichend bekannt sind. Dass sich die heutigen Befürchtungen 
der Beschwerdeführerin damals bewahrheitet hätten, wird indes weder geltend 
gemacht - jedenfalls nicht substantiiert -, noch lassen sich den Akten hierfür ir-
gendwelche Anhaltspunkte entnehmen. Der von den Beschwerdeführern er-

17

wähnte, westlich des Baugrundstückes verlaufende Bach (mit Eindohlung unter 
dem westlichen Bereich der Haarnadelkurve) kann an dieser Beurteilung nichts 
ändern. Der Vergleich mit dem Neubau eines Zweifamilienhauses und Doppel-
einfamilienhaus auf einer anderen Parzelle im Gebiet E.________ (vgl. Bf-act. 4 
zur Eingabe vom 8.9.2020) ist daher unbehelflich, wie auch der Hinweis auf den 
Fall einer rund 30 Jahre zurückliegenden Hangrutschung anlässlich von Bauar-
beiten beim Aushub für zwei Doppeleinfamilienhäuser (vgl. angefochtener Be-
schluss Erw. 3.4). Die vorgängige Einholung eines geologischen Gutachtens 
erübrigt sich daher. Der Gemeinderat ist also zu Recht zu diesem Schluss ge-
kommen; es bedurfte daher auch nicht eigens einer Erwähnung von Art. 70 
Abs. 3 BauR, wonach der Gemeinderat unter anderem ein geologisches Gutach-
ten einfordern kann. Nicht einschlägig ist der Hinweis auf EGV-SZ 2009 C 2.1. In 
jenem Fall hatte die Baupolizeibehörde begründeten Anlass an der Sicherheit 
des Gebäudes zu zweifeln (Erw. 4.1); ein solcher begründeter Anlass fehlt vor-
liegend gerade. Sollten sich im Verlaufe der Bauausführung wider Erwarten an-
dere Erkenntnisse ergeben, wird es im ureigenen Interesse der Beschwerdefüh-
rer liegen, die ergänzenden Abklärungen vornehmen zu lassen und zwar unab-
hängig davon, ob in die Baubewilligung eine entsprechende Auflage (vgl. ange-
fochtener Entscheid Erw. 3.4 i.f.) implizit oder explizit oder gar nicht aufgenom-
men wurde. 

2.6.4 Allfällige Befürchtungen, dass von der Doppelgarage dereinst störende 
Emissionen ausgehen, oder deren Nutzung übermässige Einwirkungen auf Dritte 
zur Folge haben könnte (vgl. Erw. 2.6.1 hiervor), entbehren einer Grundlage. Ei-
ne Garage stellt in dieser Hinsicht in der Regel eine Verbesserung gegenüber of-
fenen Abstellplätzen dar. Vorliegend verhält es sich nicht anders. 

2.6.5 Mit dem angefochtenen Beschluss hat der Regierungsrat das Baugruben-
konzept der F.________ GmbH vom 6. Mai 2019 (vgl. vorstehend Erw. 1.2.2) ei-
ner einlässlichen Würdigung unterzogen. Auf die entsprechenden Ausführungen 
(Erw. 4.2 f.; vgl. vorstehend Erw. 2.6.3) kann verwiesen werden. Insbesondere 
kann der Schlussfolgerung des Regierungsrates beigepflichtet werden (ange-
fochtener Beschluss Erw. 3.4), dass es für die Erteilung der Baubewilligung 
genügt, wenn mit dem Baugesuch aufgezeigt wird, wie der Bauvorgang geplant 
ist und wie die Baugrube gesichert werden soll. 

2.6.6 Schliesslich ist festzuhalten, dass dann, wenn eine übermässige Einwir-
kung nicht zu vermeiden ist, ohne Einwilligung des Nachbarn trotz öffentlich-
rechtlicher Baubewilligung nicht gebaut werden darf (vgl. Thomas Siegenthaler, 
Grabungen und Bauten neben besonders setzungs- oder erschütterungsemp-

18

findlichen Nachbarbauten, in: BauR 2020 S. 53 ff.). Indes ist ein entsprechendes 
Verbot auf dem zivilprozessualen Weg zu erwirken. 

2.7 Eine Ausnahmebewilligung verletzt somit weder öffentliche Interessen bzw. 
ist mit solchen vereinbar, noch werden wesentliche Nachbarinteressen beein-
trächtigt. Es kann auch nicht gesagt werden, die Ausnahmen (Unterschreitung 
Strassenabstand; Vorplatztiefe; Gefälle) seien umfangmässig in Verletzung des 
vorinstanzlichen Ermessens gewährt worden. Dabei ist zu berücksichtigen, dass 
bei der Festlegung der zulässigen Abweichungen die topographischen Verhält-
nisse eine entscheidende Rolle spielen und den Ermessensspielraum entspre-
chend begrenzen. 

2.8 Was die Vorplatztiefe im Besonderen anbelangt, hat der Gemeinderat 
zunächst eine Ausnahmebewilligung in Aussicht gestellt, falls auf ein Garagentor 
verzichtet werde. Ohne Garagentor lässt sich die Einfahrt ohne ein (kurzes) An-
halten auf dem Vorplatz bewerkstelligen. Mit dem auflageweise angeordneten 
per Fernbedienung zu öffnenden Garagentor kann das gleiche Ergebnis erzielt 
werden, womit sich die Ausnahmebewilligung gleichfalls rechtfertigen lässt (vgl. 
auch angefochtener Entscheid Erw. 5.1 f.). 

3.1 Ohne Baubewilligung dürfen unter anderem provisorische Bauten und An-
lagen erstellt werden, die während der Ausführung von Bauten und Anlagen als 
Bauinstallation benötigt werden (§ 75 Abs. 5 PBG). Aus der Baubewilligung folgt 
mithin, dass auf dem Baugrundstück die für die Bauarbeiten erforderlichen Instal-
lationen ohne zusätzliche Baubewilligung angebracht werden dürfen. Deren Um-
fang hängt von demjenigen der Bauarbeiten ab, muss also verhältnismässig sein 
(Zimmerlin, [altes] Baugesetz des Kantons Aargau, 2. Aufl., Aarau 1985, § 169 
Rz. 4). 

In zeitlicher Hinsicht ist es von Bundesrechts wegen erforderlich, dass ein Bau-
vorhaben spätestens im Zeitpunkt der Realisierung über die für den ordnungs-
gemässen Betrieb erforderliche (strassenmässige) Erschliessung verfügt (vgl. 
vorstehend Erw. 3.1.1). Wenn beispielsweise eine Baubewilligung mit der Bedin-
gung versehen wird, wonach die Baubewilligung erst mit der Sicherstellung der 
strassenmässigen Erschliessung rechtswirksam wird, so ist dies in dieser Hin-
sicht ausreichend (Urteile BGer 1C_271/2011 vom 27.9.2011 Erw. 2.5; 
1C_584/2008 vom 7.7.2009 Erw. 4.3; BGE 127 I 103 Erw. 7d; EGV-SZ 2011 
C 10.1). Allerdings besteht in diesem Fall die Gefahr, dass die Baubewilligung 
mangels Erfüllung der Bedingung innert der (maximal) dreijährigen Geltungs-
dauer der Baubewilligung ab Eintritt deren Rechtskraft (§ 86 PBG) verfällt (vgl. 
VGE III 2008 6+7 vom 15.4.2008 Erw. 3.3; III 2009 186 vom 24.2.2010 Erw. 2.3). 

19

3.2 Mit der Frage der Baustellenerschliessung - insbesondere auch unter dem 
Gesichtspunkt der Sicherheit - hat sich der Regierungsrat, wie erwähnt (vorste-
hend Erw. 2.6.3, 2.6.5), unter Bezugnahme auf das Baukonzept / Umschreibung 
des Bauvorganges einlässlich auseinandergesetzt (Erw. 4.2 f.). Unter anderem 
hat er namentlich hervorgehoben, dass die Baustelle von unten (d.h. der nördlich 
verlaufenden E.________-strasse) her erschlossen wird und die Bauarbeiten in-
nerhalb des Baugrundstückes stattfinden. Vorübergehende Verkehrsbehinderun-
gen könnten an der Realisierbarkeit der Baustellenerschliessung nichts ändern. 
Zudem hätten sich die gleichen Fragen bereits bei früheren Grundstücksüber-
bauungen gestellt. Im Rahmen des Baustelleninstallationskonzeptes, dass die 
Bauherrschaft unter Wahrung des rechtlichen Gehörs der Beschwerdeführerin 
noch einzureichen habe (Baubewilligung Disp.-Ziff. 7 lit. a), sei die Gewährleis-
tung der Zugänglichkeit für Blaulichtorganisationen noch aufzuzeigen. Zudem sei 
es selbstverständlich, dass der Einsatz von Maschinen und Geräten unter mög-
lichster Schonung der Quartierstrasse zu planen und durchzuführen sei. Diesen 
überzeugenden und zutreffenden Ausführungen des Regierungsrates ist nichts 
mehr beizufügen. 

4.1 Was die geltend gemachte Unterschreitung des (für unterirdische Bauten 
massgebenden) Grenzabstandes von 1 m (vgl. § 61 Abs. 2 PBG) durch die 
Rühlwand anbelangt, ist die Rühlwand mit dem Regierungsrat (angefochtener 
Beschluss Erw. 7.1) und entgegen der Auffassung der Beschwerdeführer nicht 
als Teil der Nebenbaute zu qualifizieren. Eine Rühlwand bedarf denn grundsätz-
lich auch keiner Baubewilligung. Von der Rühlwand, die einzig der Hangsiche-
rung dient, gehen im konkreten Fall keinerlei Auswirkungen auf den äusseren 
Raum aus (vgl. auch Standeskommissionsbeschluss Nr. 1034 AI vom 
1.10.2018). 

4.2.1 Es kann auch vollumfänglich auf die zutreffenden Ausführungen des Regie-
rungsrates betreffend die erforderlichen Abgrabungen (angefochtener Beschluss 
Erw. 8.2) sowie betreffend das Vorplatz-, Sicker- und Dachwasser (Erw. 9) ver-
wiesen werden, soweit die Beschwerdeführer an den betreffenden Rügen über-
haupt noch festhalten. Insbesondere ist es nicht zu beanstanden, dass der hier-
für erforderliche detaillierte Umgebungsplan wie auch der Ausführungsplan be-
treffend die Liegenschaftsentwässerung erst im Rahmen der Baufreigabe zu er-
bringen ist. 

4.2.2 Was den erforderlichen Umgebungsplan anbelangt, drängen sich allerdings 
die folgenden Anmerkungen auf. 

20

Art. 70 BauR regelt das Baugesuch, insbesondere die einzureichenden Unterla-
gen. Einzureichen sind unter anderem ein vom Geometer nachgeführter und un-
terzeichneter Katasterplan mit eingetragenen Massen des Baukörpers samt 
Grenz- und Gebäudeabständen mit mindestens einem Fixpunkt mit Meereshöhe 
(Abs. 1 lit. b) sowie Schnitt- und Fassadenpläne im Massstab 1:100 mit beste-
henden und neuen Terrainlinien, den massgebenden Gebäudehöhen sowie den 
weiteren notwendigen, auf den Fixpunkt bezogenen Höhenkoten am Bau (Abs. 1 
lit. d). Der Gemeinderat kann in besonderen Fällen weitere Unterlagen, unter an-
derem namentlich ein geologisches Gutachten verlangen, wenn dies für die Be-
urteilung des Baugesuches notwendig erscheint (Abs. 3). 

Soweit ersichtlich weist einzig der Plan "Baugrube" (Plan-Nr. 244-001 B vom 
6.5.2019) eine Höhenangabe (Schnitt A-A 1:50) auf. Die übrigen Pläne weisen 
weder einen Fixpunkt noch Höhenkoten noch Terrainlinien aus. Angesichts der 
für die Beurteilung wesentlichen Topographie (Steilheit) des Baugrundstücks sind 
diese Angaben grundsätzlich unentbehrlich bzw. sind sie zwangsläufig mit dem 
Baugesuch einzureichen, wie dies vom Baureglement verlangt wird. Mit der Bau-
bewilligung wird nur ein "detaillierter Umgebungsplan" verlangt (Disp.-Ziff. 7 lit. c), 
ohne dass der Detaillierungsgrad sichergestellt wird. Dies hat indes der Regie-
rungsrat mit dem angefochtenen Entscheid nachgeholt (Erw. 8.2), indem er ver-
langt, dass auf dem Umgebungsplan "die exakten Höhen- und Gefällsangaben 
sowie die Materialisierung" darzustellen sind. Auch wenn der angefochtene Ent-
scheid im Dispositiv nicht auf die Erwägungen verweist, sind diese regierungsrät-
lichen Vorgaben verbindlich. Von einer förmlichen Ergänzung der Baubewilligung 
bzw. einer Präzisierung der Auflage betreffend den Umgebungsplan kann daher 
abgesehen werden. Eine Aufhebung der Baubewilligung lässt sich mit dem Feh-
len von Höhenlinien im konkreten Fall so oder anders nicht rechtfertigen. 

4.2.3 Schliesslich ist auch festzuhalten, dass der Regierungsrat zu Recht auch 
die gemeinderätlichen Ausführungen und Anordnungen (Baubewilligung Disp.-
Ziff. 7 lit. a) bestätigt hat (angefochtener Beschluss Erw. 3.5 f.), wonach die Ver-
fahrensrechte der Beschwerdeführerin zu wahren sind, soweit erst in der für die 
Baufreigabe verlangten Ausführungsplanung Sicherungs- und Überwachungs-
massnahmen konkretisiert werden, die bis anhin im Rahmen der Baubewilligung 
noch nicht geprüft wurden. 

5. Zusammenfassend erweist sich die Beschwerde als unbegründet und ist 
daher abzuweisen. 

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6.1 Die Kosten des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens (Gerichtsgebühr, 
Kanzleikosten und Barauslagen) von insgesamt Fr. 2'500.-- werden dem Verfah-
rensausgang entsprechend der Beschwerdeführerin auferlegt (§ 72 Abs. 2 VRP). 

6.2 Gemäss ständiger Praxis des Verwaltungsgerichtes wird eine Parteien-
tschädigung nach § 74 Abs. 1 VRP nur zugesprochen, wenn die obsiegende Par-
tei einen (externen) nach § 15 Abs. 2 oder 3 VRP zugelassenen Rechtsvertreter 
mit ihrer Vertretung beauftragt hat (vgl. VGE III 2019 33 vom 25.9.2019 Erw. 8.3; 
VGE III 2016 75 vom 28.9.2016 Erw. 2.2; VGE II 2011 33 vom 28.4.2011 Erw. 4). 
Der nicht beanwaltete Beschwerdegegner hat somit keinen Anspruch auf eine 
Parteientschädigung. 

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird im Sinne der Erwägungen abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 2'500.-- (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und 
Barauslagen) werden der Beschwerdeführerin auferlegt. Sie hat am 10. Juli 
2020 einen Kostenvorschuss in gleicher Höhe bezahlt, so dass die Rech-
nung ausgeglichen ist. 

3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwerde*  
in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, 1000 Lau-
sanne 14, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundesgesetzes über das 
Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG). 

5. Zustellung an:
- den Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin (2/R) 
- den Beschwerdegegner (R) 
- den Gemeinderat Lauerz (R) 
- den Regierungsrat 
- das Sicherheitsdepartement, Rechts- und Beschwerdedienst 
- und das kantonale Amt für Raumentwicklung. 

Schwyz, 14. Oktober 2020

Im Namen des Verwaltungsgerichts
Der Präsident:

Der Gerichtsschreiber:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 23. Oktober 2020