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**Case Identifier:** e30e83e7-397a-5566-8b9b-c33dd90970dc
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2011-12-21
**Language:** de
**Title:** Zürich Steuerrekursgericht 21.12.2011 DB.2011.143 + 144
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Steuerrekurs/ZH_SRK_001_DB-2011-143---144_2011-12-21.pdf

## Full Text

Steuerrekursgericht  
des Kantons Zürich 

1. Abteilung 

1 DB.2011.143 + 144 
1 ST.2011.212 + 213 
 

Entscheid 
 
 

21. Dezember 2011 
 
 

Mitwirkend: 

Abteilungsvizepräsident Walter Balsiger, Steuerrichter Michael Ochsner, Steuerrichter 
Anton Tobler und Gerichtsschreiber Hans Heinrich Knüsli 
 
 
 

In Sachen 
 
 
1. AA,   

 
2. AB,   

 
 Beschwerdeführer/
 Rekurrenten,  
 

vertreten durch RA lic.iur. Karl Sommer, 
Künzli Kaufmann & Partner, Rechtsanwälte, 
Gottfried Keller-Strasse 5, Postfach, 8024 Zürich,  

 
 

gegen 
 
 
 
1. Schw eizer ische  E idgenossenschaf t ,   
 Beschwerdegegnerin,  
2. Staat  Zür ich ,   
 Rekursgegner,  
vertreten durch das kant. Steueramt,  
Division Dienstleistungen, 
Bändliweg 21, Postfach, 8090 Zürich,  

 
 

betreffend 

 

Direkte Bundessteuer 2006 und 2007 sowie  
Staats- und Gemeindesteuern 2006 und 2007 

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1 DB.2011.143 + 144 
1 ST.2011.212 + 213 

hat sich ergeben: 
 

 

 

 A. Der in AC wohnhafte AA (nachfolgend der Pflichtige bzw. zusammen mit  

seiner Ehefrau AB die Pflichtigen) ist im Bereich Treuhand sowie Unternehmens- und 

Steuerberatung tätig. Dabei ist er Inhaber und Angestellter der AD AG, in AC, und be-

sitzt er zudem die AE GmbH, in AC. Weiter betreibt er als Selbstständigerwerbender 

die Einzelfirma AF sowie die Einzelfirma AG. In Rahmen der letzteren Tätigkeit fordert 

er insbesondere für im Aviation-Bereich tätige Auftraggeber in- und ausländische 

Mehrwertsteuerguthaben zurück; dies nach eigenen Angaben in Zusammenarbeit mit 

der AH, welche in AI (Fürstentum Liechtenstein) domiziliert ist. An der letzteren Gesell-

schaft besitzt der Pflichtige ebenfalls die Mehrheitsbeteiligung (60%).  

 

 Mit Auflage vom 9. Juli 2010 forderte der Steuerkommissär u.a. die Buchhal-

tungen 2006 und 2007 samt Belegen der Einzelfirma AG ein. Dem kam der Pflichtige 

am 26. August 2010 nach. Bei der Rückgabe der Buchhaltung per 13. Oktober 2010 

verlangte der Steuerkommissär noch zusätzliche Unterlagen, welche ihm der Pflichtige 

am 15. Oktober 2010 zukommen liess. Nach Einsicht in die erhaltenen Unterlagen er-

liess der Steuerkommissär am 8. November 2010 eine weitere Auflage, wobei er ins-

besondere die von der AG verbuchten Ertragsminderungen – enthaltend die gross-

mehrheitliche Weiterleitung der vereinnahmten Provisionen an die AH – untersuchte. 

Zudem richtete er sein Augenmerk auf Rückstellungen und Privatanteile im Ge-

schäftsaufwand sowie auf die vermögenssteuerlich relevante Bewertung der AH. Der 

Pflichtige beantwortete die Auflage mit Eingabe vom 18. November 2010 bzw. – nach 

Mahnung der Auflage vom 28. Februar 2011 – mit weiterem Schreiben vom 11. März 

2011.  

 

 Gestützt auf das Untersuchungsergebnis setzte der Steuerkommissär mit Ein-

schätzungsentscheid bzw. Hinweis vom 30. März 2011 die Steuerfaktoren für die 

Steuerperioden 2006 und 2007 in Abweichung zur Selbstdeklaration wie folgt fest: 

 

  

 Steuerperiode 2006        Staats- und Gemeindesteuer        Direkte Bundessteuer 

  Fr. Fr. 

Steuerbares Einkommen 692'500.- 692'100.- 

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1 ST.2011.212 + 213 

 Satzbestimmendes Einkommen 692'500.- 

 Steuerbares Vermögen 1'287'000.- 

 Satzbestimmendes Vermögen 1'490'000.- 

 

 Steuerperiode 2007        Staats- und Gemeindesteuer        Direkte Bundessteuer 

  Fr. Fr. 

 Steuerbares Einkommen 1'286'600.- 1'293'900.- 

 Satzbestimmendes Einkommen 1'294'600.- 

 Steuerbares Vermögen 2'966'000.- 

 Satzbestimmendes Vermögen 3'236'000.-. 

  

 Ausgehend von der Selbstdeklaration der Pflichtigen hob er dabei die Einkünf-

te des Pflichtigen aus der AG von Fr. 774'043.- auf Fr. 1'281'651.- (2006) bzw. von 

Fr. 100'416.- auf Fr. 1'113'130.- (2007) an. Die diesbezüglichen Aufrechnungen basier-

ten auf der Nichtberücksichtigung der untersuchten gewinnschmälernden Rechnungs-

positionen (Ertragsminderungen, Rückstellungen, Privataufwand). Ins Gewicht fielen 

dabei insbesondere die Ertragsminderungen bzw. die Weiterleitung von Provisionen 

nach Liechtenstein, wozu der Steuerkommissär bemerkte, es sei nicht beweiskräftig 

nachgewiesen worden, dass die AH in irgendeiner Form Dienstleistungen für die AG 

erbracht habe. Die Aufrechnungen bei den Vermögenseinschätzungen basierten auf 

der steuerbehördlichen Höherbewertung der deklarierten Anteile an der AH. 

 

 Die Bundessteuerveranlagungen wurden mit Schlussrechnungen vom  

30. März 2011 formell eröffnet. 

 

 

 B. Die hiergegen von den Pflichtigen am 2. Mai 2011 erhobenen Einsprachen, 

mit welchen die Vornahme deklarationsgemässer Veranlagungen und Einschätzungen 

beantragt wurde, wies das kantonale Steueramt mit Entscheiden vom  5. Juli 2011 ab.  

 

 

 C. Mit Beschwerde und Rekurs vom 5. August 2011 liessen die Pflichtigen im 

Hauptantrag die Festsetzung folgender Steuerfaktoren beantragen: 

 

 Steuerperiode 2006      Staats- und Gemeindesteuer        Direkte Bundessteuer 

  Fr. Fr. 

 Steuerbares Einkommen 188'900.- 188'200.- 

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 Satzbestimmendes Einkommen 188'900.- 

 Steuerbares Vermögen 30'000.- 

 Satzbestimmendes Vermögen 49'000.- 

 

 Steuerperiode 2007        Staats- und Gemeindesteuer        Direkte Bundessteuer 

  Fr. Fr. 

 Steuerbares Einkommen 275'300.- 280'300.- 

 Satzbestimmendes Einkommen 281'000.- 

 Steuerbares Vermögen 0.- 

 Satzbestimmendes Vermögen 0.- 

 

 

 Diese Faktoren gründeten im Wesentlichen auf der Nichtakzeptanz sämtlicher 

Aufrechnungen mit Ausnahme der Umqualifikation eines Betrags von rund Fr. 4'000.-  

im Geschäftsaufwand 2006 der AG in Privataufwand.  

 

 Eventualiter wurden folgende Veranlagungs- bzw. Einschätzungsanträge ge-

stellt:  

 

 Steuerperiode 2006      Staats- und Gemeindesteuer        Direkte Bundessteuer 

  Fr. Fr. 

 Steuerbares Einkommen 347'500.- 346'400.- 

 Satzbestimmendes Einkommen 499'600.- 498'600.- 

 Steuerbares Vermögen 33'000.- 

 Satzbestimmendes Vermögen 49'000.- 

 

 Steuerperiode 2007        Staats- und Gemeindesteuer        Direkte Bundessteuer 

  Fr. Fr. 

 Steuerbares Einkommen 470'900.- 469'200.- 

 Satzbestimmendes Einkommen 1'326'800.- 1'326'100.- 

 Steuerbares Vermögen 0.- 

 Satzbestimmendes Vermögen 0.-. 

 

 Begründet wurden die Eventualanträge damit, dass bei Abstellen auf die wirt-

schaftliche Betrachtungsweise der Steuerbehörde von einer Betriebsstätte der AG in AI 

auszugehen wäre, was entsprechende Gewinnausscheidungen nach Liechtenstein zur 

Folge haben müsste. 

  

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 Schliesslich wurde beantragt, die in der Steuerperiode 2007 deklarierten 

Krankheitskosten (einkommensangepasst) zum Abzug zuzulassen. Zudem wurde je-

weils die Zusprechung einer Parteientschädigung verlangt.  

 

 Das kantonale Steueramt schloss in seiner Vernehmlassung vom 5. Septem-

ber 2011 auf Abweisung der Rechtsmittel. Die Eidgenössische Steuerverwaltung 

(ESTV) liess sich nicht vernehmen. 

 

 Auf die Parteivorbringen wird, soweit erforderlich, in den nachstehenden Er-

wägungen eingegangen.   

 

 

 

Die Kammer zieht in Erwägung: 

 

 

 1. Im Streit liegen primär die Gewinne 2006 und 2007 der AG, welche als Ein-

kommen des Pflichtigen aus selbstständiger Erwerbstätigkeit im Sinn von Art. 18 des 

Bundesgesetzes über die direkte Bundessteuer vom 14. Dezember 1990 (DBG) bzw. 

§ 18 des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 (StG) qualifizieren. 

 

 Die von der Steuerbehörde vorgenommenen Gewinnaufrechnungen betreffen  

einerseits verbuchten Aufwand und andrerseits verbuchte Ertragsminderungen. Die 

Letzteren fallen betragsmässig am stärksten ins Gewicht und sind damit vorab zu prü-

fen.  

 

 

 2. a) Der Pflichtige erbringt über die AG Dienstleistungen im Bereich der in- 

und ausländischen Mehrwertsteuer (Value Added Tax [VAT]). Dabei berät er insbe-

sondere Firmen aus dem Bereich der Luftfahrt (Aviation) und fordert er für diese im In- 

und Ausland Mehrwertsteuerguthaben zurück. Neben Beratungshonoraren verein-

nahmt er schwergewichtig Provisionen. Die Letzteren beruhen auf Kundenverträgen, 

welche ihm im Zusammenhang mit der Rückforderung von Mehrwertsteuerguthaben 

Provisionsanteile bis zu 20% sichern. Die vertragsgemäss geschuldeten Provisionen 

hat die AG ihren Kunden in Rechnung gestellt und nach dem Zahlungseingang er-

folgswirksam über das Konto "3420 Bruttoertrag Provisionen MWST-Rückforderung" 

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verbucht (vgl. z.B. Vertrag Nr. 2005-004 mit der AJ AG vom 3./4. März 2005, Rech-

nung an diese Gesellschaft vom 11. Dezember 2007, und Auszüge Kto. 3420). Diese 

Provisionserträge erreichten (unter Einschluss der Abgrenzungen zum Vorjahr bzw. 

Folgejahr) Beträge von Fr. 725'203.75 (2006) bzw. Fr. 1'468'947.50 (2007). Insoweit 

liegt mithin ein Einkommenszufluss beim Pflichtigen vor.  

 

 b) Ertragsmindernd wurden über das Erfolgskonto 3420 nun aber auch "Gut-

schriften" an die AH von insgesamt Fr. 646'673.- (2006) bzw. Fr. 1'365'714.- (2007) 

verbucht. Im Ergebnis wurden damit jahresbezogen rund 91 - 93% der erzielten Provi-

sionen an die vom Pflichtigen beherrschte Gesellschaft in Liechtenstein weitergeleitet. 

Nach den allgemeinen Beweisregeln im Steuerrecht haben die Pflichtigen die ge-

schäftsmässige Begründetheit dieser den hiesigen Gewinn schmälernden Belastungen 

nachzuweisen.  

 

 Zu prüfen ist nachfolgend, ob das kantonale Steueramt zu Recht dafür hält, 

dass dieser Nachweis nicht erbracht worden ist bzw. eine unrechtmässige Gewinnab-

führung ins Ausland vorliegt (vgl. Besprechungsprotokoll vom 16. Dezember 2010) und 

deshalb die verbuchten Ertragsminderungen aufzurechnen sind. 

 

 

 3. a) Bei der AH, welche die im Streit liegenden Gutschriften aus dem Provisi-

onsertrag der AG erhalten hat, handelt es sich um eine juristische Person nach liech-

tensteinischem Gesellschaftsrecht bzw. um ein mit eigener Rechtspersönlichkeit aus-

gestattetes "Treuunternehmen reg." (englisch = Trust reg.). Eine solche Gesellschaft 

verfügt über ein in Anteile (Treugeberrechtsanteile) zerlegtes Kapital. Die Treugeberan-

teile lauten auf einen bestimmten Namen. Die Anteile qualifizieren als Wertpapiere in 

der Form von so genannten Orderpapieren. Die AH ist daher im Schweizer Recht mit 

einer schweizerischen Aktiengesellschaft vergleichbar, welche über Namenaktien ver-

fügt, oder mit einer GmbH, deren Gesellschafteranteile in der Form von auf den Namen 

lautenden Wertpapieren ausgestaltet sind. Nicht vergleichbar ist die AH mit einer über 

keine Rechtspersönlichkeit verfügenden Treuhänderschaft (Trust) nach liechtensteini-

schem Recht (vgl. die diesbezüglich vom Pflichtigen eingereichte Stellungnahme des 

liechtensteinischen Anwaltsbüros AK AG vom 14. Oktober 2010).  

 

 Gegründet wurde die AH im Oktober 2003. In der Gründungsurkunde ist als 

Gründer die AL (zeichnend durch AM), vermerkt (vgl. "Treusatzungen" der AH). Im 

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Oktober 2003 wurde die AH als Treuunternehmen ins "Öffentlichkeitsregister Liechten-

stein, Hauptregister" eingetragen; dies mit der Adresse "c/o AL, in AI". Die Zweckbe-

stimmung zielt insbesondere auf den Warenhandel, Finanz- und Handelsgeschäfte 

sowie die Unternehmensberatung; zur Letzteren gehört gemäss Eigenbeschrieb der 

AH insbesondere auch der Bereich Mehrwertsteuerrückforderung. Das Kapital betrug 

ursprünglich Fr. 30'000.- (30 Anteile à Fr. 1'000.-); per 2008 und damit nach den hier 

zu beurteilenden Steuerperioden erfolgte eine Aufstockung auf Fr. 50'000.-. Als einzel-

zeichnungsberechtigte Gesellschafter ("Treuhänder") eingetragen sind AA (der Pflichti-

ge) und dessen Sohn AN (beide in AC) sowie der bereits erwähnte AM (AI). Der Pflich-

tige hielt per 2006 und 2007 jeweils 18 der insgesamt 30 Anteile, was einer 

Mehrheitsbeteiligung von 60% entspricht (vgl. Wertschriftenverzeichnis 2006 und 

2007).   

 

 Die AH wurde in Liechtenstein mit Wirkung ab Oktober 2003 im Mehr-

wertsteuer-Register sowie im Steuerregister eingetragen (vgl. die entsprechenden 

steuerbehördlichen Bestätigungen). Entsprechende Steuerrechnungen aus den Jahren 

2006 und 2007 sind ebenfalls aktenkundig.  

 

 b) Damit ist zunächst einmal davon auszugehen, dass es sich bei der AH um 

eine tatsächlich existierende, in Liechtenstein domizilierte und vom Pflichtigen be-

herrschte (Treuhand-) Gesellschaft handelt und also nicht bloss um ein ausländisches 

Briefkastendomizil, welches der Pflichtige für seine Einzelfirma oder eine seiner hiesi-

gen Gesellschaften benützt haben könnte. Letzteres macht die Steuerbehörde (unge-

achtet ihrer Argumentation betreffend die Gewinnabführung ins Ausland) denn auch 

nicht geltend, hat sie doch die Gesellschaft mit Blick auf die Vermögenssteuer selber 

bewertet, was deren Existenz voraussetzt. Die streitbetroffene Weiterleitung der Provi-

sionen beschlägt damit ein internationales Verhältnis unter nahestehenden Gesell-

schaften, welche im gleichen Bereich tätig sind (Rückforderung von Mehrwertsteuer-

guthaben im In- und Ausland). Geschäftsmässig begründet sind die verbuchten 

Gutschriften bzw. Provisionsweiterleitungen mithin nur, soweit sie auf tatsächlich für 

die AG erbrachten bzw. nachgewiesenen Leistungen der AH beruhen und in quantitati-

ver Hinsicht einem Drittvergleich standhalten. 

 

 

 4. a) Die AG wurde gemäss den vom Pflichtigen vorgelegten Verträgen von 

verschiedenen in- und ausländischen Kunden beauftragt, die Abwicklung der Mehr-

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wertsteuer-Rückerstattung in der Schweiz, in EU-Ländern und anderen "Ländern mit 

VAT" vorzunehmen (vgl. z.B. Vertrag mit der AO AG, AP AG oder Vertrag mit der AQ). 

Als Honorar erhält der Pflichtige für diese Dienstleistungen Provisionen im Umfang von 

bis zu 20% der vereinnahmten Rückerstattungen. Dass es sich hierbei um normalübli-

che %-Ansätze handelt, ergibt sich aus den zahlreichen Verträgen der AG sowie dem 

eingereichten Vertrag einer im gleichen Bereich tätigen Zuger Beratungsgesellschaft 

(vgl. Kundenvertrag der AR AG, in AS).  

 

 In den Verträgen ist jeweils festgehalten, dass die AG das Recht hat, das Ver-

tragsverhältnis oder einzelne Forderungen daraus an "AA International oder andere 

Landesgesellschaften der Unternehmensgruppe" abzutreten; dies insbesondere, um 

einen notwendigen Kontakt mit ausländischen Behörden zu gewährleisten oder eine 

rationelle Abwicklung der Rückerstattung zu ermöglichen. Eingeräumt wurde der AG 

zudem das Recht, Untervertreter zu benennen und einzusetzen. Diesen Abtretungs-

rechten folgend, hat die AG mit der AH jeweils pro Kunde einen Vertrag abgeschlossen 

(vgl. z.B. Vereinbarung Nr. 003-3 betreffend den Kunden AJ AG, in AT). In diesem wird 

einleitend auf den kundenspezifischen Vertrag bzw. das "Agreement" der AG betref-

fend die Mehrwertsteuer-Rückerstattung verwiesen. Alsdann wird angeführt, dass die 

AH beabsichtige, der AG bei der Erfüllung des Agreements "behilflich zu sein". 

Schliesslich wird festgehalten, dass die AH die AG bei der Erfüllung des Agreements 

"durch das Zurverfügungstellen von Know-How und die Pflege und Aufrechterhaltung 

des Kundenkontaktes" unterstütze und für diese Dienstleistung 90% der zwischen der 

AG und ihren Kunden vereinbarten Provisionen erhalte.  

 

 Worin genau die Dienstleistungen der AH an die AG bestanden haben, lässt 

sich aufgrund dieser wenig konkreten vertraglichen Umschreibungen nicht sagen. Nicht 

nachvollziehbar ist sodann, wie Leistungen im Sinn von "behilflich sein" und "unterstüt-

zen" dazu führen können, dass im Ergebnis nahezu der gesamte Provisionsertrag der 

AG der AH zukommt, zumal der Pflichtige selber Spezialist im Bereich der Mehr-

wertsteuer-Rückerstattung ist und von daher sein Bedarf an Hilfe- und Unterstützungs-

leistungen aus diesem Bereich nicht auf der Hand liegt. Zu Recht ist folglich die Steu-

erbehörde diesen Fragen im Rahmen ihrer weiteren Untersuchung nachgegangen und 

hat sie den Pflichtigen insbesondere angehalten, substanziiert darzulegen, welche Art 

von Leistungen die AH unter den Titeln "Zurverfügungstellen von Know-How" und "Auf-

rechterhaltung des Kundenkontaktes" erbracht habe. Zudem verlangte sie Belege zu 

den von der AH geleisteten Arbeitsstunden pro Mandat (unter der Angabe, was wann 

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gemacht worden sei) sowie zum Korrespondenz- und Mailverkehr betreffend die be-

hauptete Zusammenarbeit (vgl. Auflage vom 8. November 2010).  

 

 b) In der Auflageantwort vom 18. November 2010 äusserte sich der Pflichtige 

zum Inhalt der von der AH konkret erbrachten Dienstleistungen wie folgt: 

 

 aa) Die AH habe telefonische Abklärungen mit ausländischen Steuerbehörden 

vorgenommen. Dies vor allem, weil sie als Folge der Zugehörigkeit von Liechtenstein 

zum EWR – anders als eine Schweizer Beratungsgesellschaft – dringend notwendige 

Auskünfte telefonisch ohne Probleme habe erhalten können.  

 

 Nähere Angaben zu in AI geführten Telefongesprächen (wer von der AH, mit 

welcher ausländischen Steuerbehörde, betreffend welchen Kunden, wann etc.) wurden 

nicht gemacht, geschweige denn wurden irgendwelche Aufschriebe (Auszüge der  

Telefonrechnungen) oder Notizen dazu beigebracht. Es wurden aber auch keine Be-

weismittel vorgelegt, welche die behauptete Benachteiligung von Schweizer Bera-

tungsfirmen im Verkehr mit ausländischen Steuerbehörden infolge fehlender EWR-

Zugehörigkeit der Schweiz stützten.  

 

 bb) Weiter habe die AH liechtensteinische Kunden akquiriert. Genannt werden 

in diesem Zusammenhang die AU, in AV, die AW, in AI, die AX AG, AI sowie die AY, in 

AV. Als Beweismittel reichte der Pflichtige mit Bezug auf drei dieser Gesellschaften 

den Mehrwertsteuerverkehr mit Liechtenstein betreffende Vollmachten dieser Gesell-

schaften ein, welche aber in zwei Fällen gar nicht auf ihn, sondern auf die von ihm be-

herrschte AE GmbH, in AC, ausgestellt sind; zu der vierten Gesellschaft wurde eine 

Rechnung eingereicht, welche ebenfalls die letztere Gesellschaft betrifft. Wie aus sol-

chen Unterlagen darauf geschlossen werden kann, dass die AH für die AG Kunden 

akquiriert hat, ist schon aus diesem Grund, aber auch sonst nicht nachvollziehbar. Hin-

zu kommt, dass Provisionszahlungen der vier genannten Gesellschaften pro 2006 und 

2007 bei der AG gar nicht verbucht worden sind (vgl. die Konti 3420).  

 

 cc) Know-How habe die AH vorab im Bereich der Liechtensteinischen Mehr-

wertsteuer zur Verfügung gestellt, welche ja ebenfalls Gegenstand der Kundenagree-

ments gewesen sei.  

 

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 Auch diese Aussage konkretisiert die erbrachten Dienstleistungen in keiner 

Weise. Zudem ist davon auszugehen, dass der Pflichtige als Spezialist und Berater im 

Bereich der Mehrwertsteuern der Schweiz und der EU-Länder auch über das erforder-

liche Know-How im Bereich der Liechtensteinischen Mehrwertsteuer verfügt. Ein Know-

How-Transfer von ihm als beherrschender Gesellschafter der AH auf ihn als Einzelun-

ternehmer ist sodann von vornherein nicht möglich. Welcher andere Gesellschafter der 

AH hinter dem behaupteten Know-How-Transfer stecken könnte (in Frage kämen nur 

der Sohn AN, welcher wohl nicht über das Mehrwertsteuerwissen des Vaters verfügt, 

und AM), wurde nicht ausgeführt. Und schliesslich betrifft der Grossteil der Mehr-

wertsteuerrückforderungen bzw. der damit verbundenen Provisionsweiterleitungen 

gerade nicht die liechtensteinische Mehrwertsteuer (vgl. z.B. Gutschrift TC-041-06 

betreffend Rückforderung von deutschen und französischen Mehrwertsteuern). 

 

 dd) Weiter wird das Beschaffen von "Formularen und Bedingungen" bei den 

ausländischen Finanzämtern für die Rückforderung der Mehrwertsteuer erwähnt.  

 

 Auch diese Angabe ist wenig konkret (welche Formulare, welche Bedingun-

gen?) und durch nichts belegt (z.B. durch ein an die AH gerichtetes Schreiben einer 

EU-Mehrwertsteuerbehörde als Beilage zu beschafften Unterlagen). Hinzu kommt, 

dass der Pflichtige als Mehrwertsteuerspezialist wohl selber über die einschlägigen 

"Formulare und Bedingungen" verfügt.  

 

 ee) Schliesslich wird auf das Erstellen von "MWST-Listen für die Auflistung 

der zurückgeforderten Mehrwertsteuerbeträge (für jeden Kunden für verschiedene 

Länder)" verwiesen. Indes wurde keine einzige solche durch die AH erstellte Liste vor-

gelegt.  

 

 c) Nicht nur der Inhalt der von der AH erbrachten Dienstleistungen blieb nach 

dem Gesagten im Unklaren; die fraglichen Leistungen wurden auch in quantitativer 

Hinsicht weder genügend substanziiert noch belegt:  

 

 aa) So führte der Pflichtige in diesem Zusammenhang zunächst aus, dass die 

AH keine Angestellten besitze; die Arbeiten würden durch die Organe der Gesellschaft 

erbracht. Wie den Buchhaltungsunterlagen 2006 und 2007 der AD AG entnommen 

werden könne, habe diese ihn, den Pflichtigen, per 2006 für 213 und per 2007 für 85 

verrechnete Stunden an die AH ausgeliehen.  

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 Wie aus dem (schon für sich nicht nachvollziehbaren) Personaltransfer des 

Pflichtigen innerhalb seiner Gesellschaften auf den Aufwand der AH für die AG ge-

schlossen werden kann, ist unerfindlich.  

 

 bb) Weiter wurde erklärt, die meisten Mandate betreffend die Rückforderung 

von Mehrwertsteuern hätten auf Erfolgsbasis basiert und seien pauschal abgerechnet 

worden, weshalb für entsprechende Arbeiten keine Stundenlisten geführt worden sei-

en. Die Beratungsmandate seien demgegenüber nach Stundenaufwand verrechnet 

worden, wobei sich die Stundenrapporte in den Buchhaltungsunterlagen fänden. 

 

 Hierzu ist zu sagen, dass vorliegend die Leistungen der AH nachzuweisen 

sind, welche die ertragsmindernden Weiterleitungen der Provisionen zu begründen 

haben; die nicht auf Provisionsbasis von der AG erbrachten Beratungsleistungen ste-

hen nicht zur Diskussion. Der Hinweis auf die pauschale Entschädigung der in Frage 

stehenden Dienstleistungen sagt sodann zu deren Umfang von vornherein nichts aus.  

 

 cc) Schliesslich wies der Pflichtige in Bezug auf die Zusammenarbeit mit der 

AH noch darauf hin, dass keine Korrespondenzen oder Mails hin und her geschickt 

worden seien, weil er die Arbeiten für die Rückforderung der Mehrwertsteuern am Sitz 

der AH erbracht habe. Dafür habe ihm die AH u.a. ein Geschäftsfahrzeug zur Verfü-

gung gestellt.   

 

 Wenn der Pflichtige gleichzeitig für die AH wie auch für die AG tätig gewesen 

ist, ist das Fehlen eines Korrespondenz- und Mailverkehrs zwar tatsächlich nachvoll-

ziehbar. Wenn er im Rahmen dieser beiden Gesellschaften und darüber hinaus für die 

AD, die AE GmbH und allenfalls eine "AA International" (vgl. vorstehend E. 4.a) Leis-

tungen erbracht hat und zugleich Leistungen zwischen all diesen sich nahestehenden 

Gesellschaften in der Schweiz und in Liechtenstein hin und her verrechnet worden 

sind, so wäre es jedoch mit Nachdruck seine Aufgabe gewesen, für die nötige Trans-

parenz zu sorgen, um die Prüfung der geschäftsmässigen Begründetheit des Leis-

tungsaustauschs unter den Gesellschaften zu ermöglichen. Daran fehlt es hier aber in 

hohem Mass.  

 

 Mit den in der Auflagenantwort vom 18. November 2010 abgegebenen Erklä-

rungen und Beweisunterlagen lässt sich die geschäftsmässige Begründetheit der Wei-

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terleitung der vereinnahmten Provisionen an die AH im Umfang von über 90% nach 

dem Gesagten in keiner Weise begründen.  

 

 d) Nachdem der Pflichtige am 16. Dezember 2010 vom Steuerkommissär 

noch mündlich befragt (vgl. Prot.) und ihm daraufhin mit Mahnung vom 28. Februar 

2011 nochmals Gelegenheit zur Erfüllung der noch offenen Auflagepunkte eingeräumt 

worden war, gab er mit Stellungnahme vom 11. März 2011 die folgenden Zusatzerklä-

rungen ab: 

 

 aa) Die AG habe mit verschiedenen Schweizerfirmen Verträge abgeschlos-

sen, um in deren Aufrag die ausländischen EU-Mehrwertsteuern zurückzufordern. Weil 

die Schweiz nicht Mitglied des EWR sei, sei es ab dem Jahr 2000 für Schweizer Fir-

men immer schwieriger geworden, Auskünfte bei ausländischen Steuerbehörden ein-

zuholen. Demgegenüber würden Firmen aus Liechtenstein entsprechende Auskünfte 

aufgrund der EWR-Zugehörigkeit umfassend und ohne Zeitverzögerung erhalten. Auf-

grund seiner geschäftlichen Kontakte habe er eine Anfrage betreffend die Beteiligung 

an einer liechtensteinischen Firma im Tätigkeitsbereich "Unternehmensberatung 

(inkl. Mehrwertsteuerberatung) von ausländischen Kunden, welche über Geschäfts-

flugzeuge verfügen" erhalten. Er habe unter der Bedingung zugestimmt, dass eine 

neue Firma gegründet werde, sein Name im Firmennamen vorkomme und er die 

Mehrheitsbeteiligung halte. Eine weitere Bedingung habe darin bestanden, dass beide 

Parteien ihre bisherigen Kundenkontakte in die neue Firma einzubringen hätten. Vor 

diesem Hintergrund sei am 16. Oktober 2003 die AH gegründet worden. Beide Partei-

en hätten dabei ihre Kundenkontakte in die Gesellschaft eingebracht, worauf eine er-

spriessliche Zusammenarbeit resultiert habe und per 2008 auch erstmals eine Dividen-

de habe ausgeschüttet werden können. Als Kleinunternehmer sei es ihm gar nicht 

möglich gewesen, die heute bestehenden Kundenkontakte (z.B. Grosskonzerne im 

asiatischen und arabischen Raum, das Königreich Saudi Arabien, das Sultanat Oman, 

Erdölfirma und Grossbank in Russland etc.) aufzubauen. Diese Kontakte seien aus-

schliesslich über "seine Partner" bei der AH hergestellt worden. Die Letztere habe da-

für eine übliche Provision bzw. eine "Findersfee" verlangt. Der an die AH geflossene 

Anteil entspreche gerade dieser Findersfee. Welche Kontakte ausschliesslich durch 

seine Partner und welche durch die AG hergestellt worden seien, könne der beigeleg-

ten vertraulichen Referenzliste entnommen werden.  

 

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 Weil sodann ein ausländisches Unternehmen für die Rückforderung von 

Mehrwertsteuerguthaben in der Schweiz hierorts einen gehörig bevollmächtigten 

schweizerischen Steuervertreter benötige, sei die AG als Inkassostelle eingesetzt  

worden. Dergestalt habe sie für verschiedene Kunden die Schweizer Mehrwertsteuer 

zurückgefordert. Für die Arbeit als Inkassostelle habe sie einen Anteil der erhaltenen 

Rückvergütungen erhalten, während 90 bis 94% des mit dem Kunden vertraglich  

vereinbarten Entgelts für die Erhältlichmachung der Mehrwertsteuer-Rückvergütung an 

die AH für ihre Dienstleistungen (Findersfee, Zurverfügungstellung von Knowhow etc.) 

gegangen seien. Weil beide Parteien ihre Kundenkontakte in die AH hätten einbringen 

müssen, habe die abgeschlossene Vergütungsregelung auch für alle noch laufenden 

und nicht abgerechneten Rückerstattungsverfahren gegolten. Dieses Verfahren  

sei auch unter dem Aspekt gewählt worden, dass die erhaltenen Kommissio-

nen/Findersfees in Liechtenstein zu versteuern und die entsprechenden Mehrwertsteu-

ern abzuliefern gewesen seien.  

 

 Die meisten der ausgeführten Arbeiten seien in Liechtenstein am Sitz der AH 

ausgeführt worden; seine dortigen Anwesenheiten würden durch entsprechende Ka-

lendereinträge 2006 und 2007 belegt. 

 

 Die AG habe mit der an der strasse 40, in AI, domizilierten Firma AZ einen 

Mietvertrag für die Mitbenützung eines Büroraums und der Infrastruktur abgeschlos-

sen. Die letztere Gesellschaft habe sodann mit der AH am 5. Juli 2005 eine Vereinba-

rung für die Erbringung von Beratungsleistungen abgeschlossen, wobei der AH ein 

Büroraum zur unentgeltlichen Mitbenützung zur Verfügung gestellt worden sei. Insge-

samt sei damit klar ausgewiesen, dass die AG in Liechtenstein Büroräume gemietet 

habe und dort über dauerhafte feste Einrichtungen bzw. eine Betriebsstätte verfüge. 

Selbst wenn das kantonale Steueramt davon ausgehe, dass die Kontakte zu den Kun-

den ausschliesslich über ihn, den Pflichtigen, zustande gekommen seien und deshalb 

die Erträge der AH der AG anrechne, so wären diese Erträge der Betriebsstätte in 

Liechtenstein zuzuweisen, denn dort seien sie erarbeitet worden und nicht im Kanton 

Zürich. Entsprechenden Mehrwertsteuerabrechnungen und Steuerrechnungen an die 

AH sei zu entnehmen, dass die Erträge auch tatsächlich dort versteuert worden seien.   

 

 bb) Wenn der Steuerkommissär gestützt auf diese ergänzenden Erklärungen 

und die zusätzlich eingereichten Beweismittel im Veranlagungs- bzw. Einschätzungs-

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entscheid zum Schluss kam, die geschäftsmässige Begründetheit der verbuchten über 

90%igen Ertragsminderung sei nach wie vor nicht ausgewiesen, ist dem zuzustimmen:  

 

 aaa) Mit blossen Ausdrucken von Halbjahreskalendern im Excel-Format, in 

welchen an verschiedenen Wochentagen "FL" vermerkt ist, lassen sich weder Aufent-

halte des Pflichtigen am Geschäftsdomizil der AH in AI, noch dessen Aufwand für die-

se Gesellschaft nachweisen. Und nachdem zusätzlich vorgebracht wurde, die AG ver-

füge an der Adresse der AH über eine Betriebsstätte, wäre selbst bei Abstellen auf die 

vorgelegten Kalendereinträge unklar, in welchem Verhältnis die Anwesenheiten des 

Pflichtigen in Liechtenstein auf diese Betriebsstätte und die AH aufzuteilen wären. Mit 

Bezug auf den Umfang der Leistungen der AH, welche die AG durch die über 90%ige 

Weiterleitung der von ihr vereinnahmtem Provisionen entschädigt hat, lässt sich daraus 

nichts gewinnen.  

 

 bbb) Nicht weiter hilft dem Pflichtigen die Argumentation betreffend die von 

der AH vermittelten Mandate. Die diesbezüglich eingereichte "Referenzliste" mit dem 

Titel "Rückforderung Mehrwertsteuer für ausländische Kunden (Kundenkontakt  

hergestellt durch liechtensteinische Partner oder mit diesen verbundene Perso-

nen/Unternehmen)" wurde zwar durch "Vertreter der liechtensteinischen Anteilseigner" 

der AH bzw. durch die AL (AM), unterzeichnet, doch ist damit noch nicht erklärt, wie 

von dieser Kundenliste darauf geschlossen werden sollte, dass die AH Leistungen für 

die AG erbracht hat, welche eine Weiterleitung von mehr als 90% der vereinnahmten 

Provisionen rechtfertigten. In den Verträgen zwischen der AH und der AG ist von Ver-

mittlungsprovisionen (Finderfees) sodann nirgends die Rede. Hinzu kommt, dass zahl-

reiche Provisionsweiterleitungen Kunden betreffen, welche auf dieser Liste gar nicht 

aufgeführt sind (z.B. BA, in BB; BB; AO AG, in AT; BD AG, in AT; BE AG, in AT; 

vgl. Gutschriften 2007 der AG an die AH).  

 

 ccc) Die Argumentation betreffend die Übernahme der Inkassostelle in der 

Schweiz ist mit Blick auf die letzteren Kunden wenig weiterführend, weil es bei den 

diesbezüglichen Gutschriften nicht in allen Fällen um die Rückforderung von Mehrwert-

steuern in der Schweiz geht (so z.B. die Gutschrift TC-035-07 an die AO AG, in AT, 

betreffend Rückforderung deutscher und französischer Mehrwertsteuern; vgl. Beila-

gen). Sodann wurden auch keine Verträge oder Beweisdokumente betreffend Inkasso-

aufträge der AH an die AG vorgelegt. 

 

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 5. a) Mit der Einsprache liess der Pflichtige vorab nur die bereits abgegebenen 

Erklärungen wiederholen und auf die eingereichten Unterlagen verweisen. Zudem liess 

er geltend machen, dass die Beteiligung am Geschäftsergebnis der AH im Verhältnis 

der Gesellschaftsanteile erfolge. Dass auch Dritte an der letzteren Gesellschaft betei-

ligt seien, sei nachgewiesen und die Partner des Pflichtigen würden auf den vereinbar-

ten Provisionen bestehen. Der Umstand, dass der Pflichtige an der AH beteiligt sei, 

rechtfertige deshalb noch lange nicht, sämtliche Provisionen samt und sonders aufzu-

rechnen. Dies entbehre jeder Grundlage und sei willkürlich. Erneut wurde sodann dar-

auf hingewiesen, dass die AG gemäss vorgelegtem Mietvertrag in AI ein Büro gemietet 

habe. Neu wurde in diesem Zusammenhang vorgebracht, dass dieses Büro der AH zur 

Verfügung gestellt worden sei, wobei zur Untermauerung die monatlichen, an die AH 

gerichteten Telefonrechnungen der BF AG eingereicht wurden. Schliesslich wurde das 

Vorliegen eines verpönten Methodenpluralismus hingewiesen: Wenn nämlich die Steu-

erbehörde die AH als zivilrechtliches Gebilde negiere und offensichtlich aufgrund einer 

wirtschaftlichen Betrachtungsweise die dieser zugeflossenen Provisionen der AG zu-

rechne, so müsste sie diese der Betriebsstätte in Liechtenstein zuordnen.  

 

 b) Die Vorinstanz hielt in ihren Einspracheentscheiden an der vollumfängli-

chen Aufrechnung der Ertragsminderungen wegen Fehlens des Nachweises der ge-

schäftsmässigen Begründetheit fest. Zur Argumentation betreffend das Vorliegen einer 

Betriebsstätte in Liechtenstein führte sie dabei aus, dass der diesbezügliche Nachweis 

ebenfalls nicht erbracht worden sei. Insbesondere sei nicht nachgewiesen worden, 

dass die AG eine Geschäftstätigkeit an der strasse 40 in AI ausgeübt habe. Gleiches 

wurde im Zusammenhang mit dem ebenfalls streitigen Mietzinsaufwand auch in Bezug 

auf die AH festgestellt.  

 

 c) Beschwerde- und rekursweise wurden keine wesentlichen neuen Erklärun-

gen zum Sachverhalt abgegeben und insbesondere keine neuen Beweismittel vorge-

legt.  

 

 d) Angesichts der damit weitgehend unveränderten Sach- und Beweislage ist 

mit der Vorinstanz der über 90%igen Weiterleitung der von der AG vereinnahmten Pro-

visionen an die AH die geschäftsmässige Begründetheit abzusprechen.  

 

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 Daraus folgt aber nicht ohne weiteres, dass die verbuchten Ertragsminderun-

gen in vollem Umfang aufzurechnen sind. Die volle Aufrechnung rechtfertigt sich nur 

dann, wenn mit Bezug auf die Kernleistung der AG, d.h. die Rückforderung von aus-

ländischen Mehrwertsteuern für Aviatikkunden, weder die AH (als Schwestergesell-

schaft) noch die AG selbst (als Betriebsstätte) an der strasse 40 in AI eine nachgewie-

sene Geschäftstätigkeit ausgeübt hat, denn nur dieser Fall legt nahe, dass die 

streitbetroffenen Provisionen demzufolge auf hiesiger Arbeitstätigkeit beruhen und mit-

hin auch vollumfänglich hier zu besteuern sind. Hiervon ist gestützt auf die vorliegende 

Sach- und Beweislage allerdings auszugehen:  

 

 aa) Nach dem bereits Gesagten handelt es bei der AH um eine seit dem 

17. Oktober 2003 existierende Gesellschaft nach liechtensteinischem Recht und wird 

deren zivilrechtliche Existenz von der Vorinstanz nicht in Frage gestellt. Dafür, dass die 

Gesellschaft per 2006 und 2007 in AI auch geschäftstätig war, sprechen die einge-

reichten liechtensteinischen Steuerdokumente. So wurde die AH in Liechtenstein mit 

einem steuerbaren Ertrag von Fr. 228'266.- (2006) bzw. Fr. 670'382.- (2007) veranlagt 

(vgl. Steuerrechnungen der Steuerverwaltung des Fürstentums Liechtenstein). Weiter 

ist auch belegt, dass die AH in Liechtenstein auf den von ihr erzielten Umsätzen Mehr-

wertsteuern abzuführen hatte (Umsatz per 2007 = Fr. 416'575.-). Zwar ist denkbar, 

dass in Liechtenstein Erträge und Umsätze besteuert wurden, welche in Tat und 

Wahrheit vom Pflichtigen in AC erarbeitet worden sind; die liechtensteinischen Veran-

lagungen sind für die hiesige Steuerbehörde denn auch nicht verbindlich. Zu berück-

sichtigen ist sodann, dass die AH an der strasse 40 in AI tatsächlich über eine Büroinf-

rastruktur verfügte. Dies ergibt sich einerseits aus der Vereinbarung der AH mit der AZ 

vom 5. Juli 2005, gemäss welcher ihr an der strasse 40, in AI, unentgeltlich ein Büro-

raum zur Verfügung gestellt wurde. Sodann liegt ein Mietvertrag vom 4./16. Januar 

2006 im Recht, welchem gemäss die vorgenannte Gesellschaft der AG für Fr. 1‘076.- 

pro Monat ein Büro (unter)vermietet hat. Dass die AG dieses gemietete Büro ihrerseits 

der AH zur Verfügung stellte, ist zwar nicht durch einen schriftlichen Vertrag nachge-

wiesen; für das diesbezüglich behauptete Untermietverhältnis spricht aber der auf die 

AH lautende Festnetztelefonanschluss an der besagten Adresse (vgl. die an die AH 

gerichteten Telefonrechnungen der BF AG). Die monatlichen Verbindungsgebühren 

bewegen sich allerdings im Bereich von Fr. 0.- bis Fr. 3.-, was auf alles andere als auf 

eine rege Tätigkeit schliessen lässt und insbesondere in Widerspruch zu den im steu-

erbehördlichen Untersuchungsverfahren behaupteten telefonischen Abklärungen mit 

ausländischen Mehrwertsteuerbehörden steht. Nutzte die AH das besagte Büro in Un-

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termiete, ist damit auch gesagt, dass die AG selber dort nicht geschäftstätig war bzw. 

keine Betriebsstätte in AI geführt hat; entsprechend wurde auch nicht geltend gemacht, 

sie sei in Liechtenstein jemals besteuert worden.  

 

 bb) Dass die AH für die AG Leistungen im Bereich der Rückforderung von 

Mehrwertsteuern erbracht hat, steht damit aber in keiner Weise fest. Denkbar ist von 

einer gewissen Zusammenarbeit wohl im Bereich der Mehrwertsteuerberatung, welche 

die AG neben ihren Rückforderungsdienstleistungen für ihre Kunden erbracht hat. 

Auch dort wurden von der Letzteren vereinnahmte Honorare an die AH weitergeleitet 

(vgl. per 2007: Konto 3401 "Bruttoertrag Beratungen Std." und Gutschrift der AG an die 

AH betreffend Mehrwertsteuerberatung "Projekt BA, in BB"), wobei die Steuerbehörde 

diese Weiterleitungen nicht beanstandet hat. Mit welchen konkreten Tätigkeiten die AH 

im Übrigen ihre in Liechtenstein steuerbaren Erträge erwirtschaftet hat, ist nicht be-

kannt. Diesbezüglich aufschlussreiche Geschäftsabschlüsse der AH wurden ungeach-

tet der steuerbehördlichen Aufforderungen im Untersuchungsverfahren nicht vorgelegt. 

Ebenso fehlen Kontoauszüge, welche über die Zusammensetzung der von der AH er-

zielten Erträge Aufschluss geben würden. Klar ist aufgrund der Akten einzig, dass die 

von der Letzteren in Liechtenstein versteuerten Gewinne und insbesondere die Mehr-

wertsteuerumsätze (pro 2007 = Fr. 416'575.-) nicht mit den von der AG verbuchten 

Provisionsweiterleitungen (pro 2007 = Fr. 1'365'714.-) vereinbar sind und mithin wohl 

auf andere Einnahmequellen zurückzuführen sein müssen.  

 

 cc) Damit steht einerseits fest, dass die Steuerbehörde den verbuchten Provi-

sionsweiterleitungen mangels Nachweises einer Gegenleistung der AH die steuermin-

dernde Berücksichtigung zu Recht versagt hat. Andrerseits ist auch nicht nachgewie-

sen, dass die AG selber einen Teil ihrer Arbeitsleistungen im besagten Büro in AI bzw. 

in einer dort gelegenen Betriebsstätte erbracht hat, womit die eventualiter beantragte 

Ausscheidung von Einkommen (Provisionserträge) und Vermögen ins Ausland kein 

Thema sein kann.  

 

 

 6. a) Die AG wies per Ende 2006 im Konto 2601 ("Rückstellung MWST-

Verfahren ESTV [BH]") Rückstellungen von insgesamt Fr. 100'000.- aus; per Ende 

2007 wurden davon Fr. 50'000.- aufgelöst. Eine weitere Rückstellung über Fr. 65'000.- 

wurde per Ende 2006 im Konto 2600 ("Rückstellung MWST-Verfahren ESTV [BG 07]") 

ausgewiesen; diese wurde im Folgejahr 2007 um Fr. 5'000.- erhöht. Die Steuerbehörde 

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hält dafür, diese Rückstellungen seien an den genannten Stichtagen geschäftsmässig 

nicht mehr begründet gewesen und damit erfolgswirksam aufzulösen. 

 

 b) aa) Mit der Rückstellung bzw. vorübergehenden Wertberichtigung wird 

nach ständiger Rechtsprechung dem laufenden Geschäftsjahr ein tatsächlich oder 

mindestens wahrscheinlich verursachter, in seiner Höhe aber noch nicht bekannter 

Aufwand oder Verlust gewinnmindernd angerechnet, der erst im nächsten oder in  

einem der folgenden Geschäftsjahre geldmässig verwirklicht wird (Reimann/Zup-

pinger/Schärrer, Kommentar zum Zürcher Steuergesetz, 2. Band, 1963, § 19 lit. b N 

263; RB 1975 Nr. 47, 1978 Nr. 33, 1986 Nr. 40). Steuerlich (nicht handelsrechtlich) 

können solche Wertberichtigungen nur anerkannt werden, wenn die Ereignisse, die 

Ursache des geltend gemachten, betraglich noch ungewissen Aufwands sind, im lau-

fenden oder einem früheren Geschäftsjahr auch tatsächlich eingetreten sind (RB 1986 

Nr. 40 = StE 1987 B 72.14.2 Nr. 6 sowie StE 1987 B 23.43.2 Nr. 4 mit Hinweisen). Die 

Rückstellung bzw. vorübergehende Wertberichtigung darf den Betrag nicht überstei-

gen, mit dessen Beanspruchung nach den Umständen und nach pflichtgemässer 

Schätzung dereinst ernsthaft gerechnet werden muss (Reimann/Zuppinger/Schärrer, 

§ 19 lit. b N 265). Geschäftsmässig begründet sind deshalb immer nur solche Rückstel-

lungen bzw. vorübergehende Wertberichtigungen, die der Sicherung unmittelbar dro-

hender und nicht bloss künftiger Risiken dienen (RB 1986 Nr. 40 mit Hinweis auf BGE 

103 Ib 370, 75 I 259 E. 2). Betriebswirtschaftlich oder handelsrechtlich gebotene Rück-

lagen zur Absicherung künftiger Geschäftsrisiken oder geplanter Investitionen sind 

nicht mit den steuerlich als geschäftsmässig anzuerkennenden Korrekturbuchungen 

gleichzusetzen (Reimann/Zuppinger/Schärrer, § 19 lit. b N 276). 

 

 bb) Zur Prüfung der Berechtigung von Rückstellungen bzw. vorübergehenden 

Wertberichtigungen ist grundsätzlich auf die Verhältnisse am Bilanzstichtag abzustellen 

(Art. 662 Abs. 2 i.V.m. Art. 958 Abs. 1 und 960 Abs. 2 OR). Indessen können alle bis 

zum Zeitpunkt der Bilanzerrichtung erhaltenen Informationen in den Jahresrechnungen 

verwendet werden, sofern dadurch Verhältnisse des Bilanzstichtags offenkundig wer-

den, die Auswirkungen auf Bilanz und Erfolgsrechnung haben (so genannte werterhel-

lende Tatsachen; vgl. Karl Käfer, in: Berner Kommentar, 1981, Art. 960 N 323 OR; RB 

1986 Nr. 41 = StE 1987 B 23.43.2 Nr. 4). 

 

 cc) Im Gegensatz zu Abschreibungen sind Rückstellungen bzw. vorüberge-

hende Wertberichtigungen nicht definitiv, sondern provisorisch. Die Einschätzungsbe-

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hörden können daher deren geschäftsmässige Begründetheit auch nach ihrer Bildung 

im Rahmen von späteren Einschätzungen erneut überprüfen. In der Praxis wird die 

steuerliche Auflösung in jener Steuerperiode vorgenommen, in der die Unbegründet-

heit von der Steuerbehörde festgestellt wird (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, Hand-

kommentar zum DBG, 2. A, 2009, und Kommentar zum harmonisierten Zürcher Steu-

ergesetz, 2. A., 2006, Art. 63 N 1 i.V.m. Art. 29 N 5 DBG und § 64 N 88 StG, je mit 

Hinweisen). 

 

 dd) Tatsachen, die Rückstellungen bzw. vorübergehende Wertberichtigungen 

als geschäftsmässig begründet erscheinen lassen, sind steuermindernd und deshalb 

vom Steuerpflichtigen nachzuweisen (RB 1975 Nr. 55).  

 

 c) In der steueramtlichen Untersuchung erklärte der Pflichtige zur Rückstel-

lung betreffend das Mehrwertsteuerverfahren der BG, dass per 2005 in Absprache mit 

dem Steueramt bereits eine Auflösung von Fr. 1'365'000.- erfolgt sei. Die Reduktion 

auf Fr. 65'000.- per 2006 bzw. die Erhöhung auf Fr. 70'000.- per 2007 sei aufgrund 

einer Neueinschätzung des Risikos erfolgt. Zur Rückstellung betreffend das Mehr-

wertsteuerverfahren der BH wurde angeführt, dass per 2005 wiederum in Absprache 

mit dem Steueramt Fr. 900'000.- bereits aufgelöst worden seien. Die weitere Auflösung 

um Fr. 50'000.- per 2007 sei ebenfalls aufgrund einer Neueinschätzung des Risikos 

erfolgt (vgl. Auflageantwort vom 26. August 2010, auch zum Folgenden). 

 

 In weiteren Auflageantworten vom 15. Oktober und 18. November 2010 ver-

wies der Pflichtige im Zusammenhang mit der Rückstellung BG auf ein Schreiben der 

BI AG, in BJ, vom 14. Oktober 2010. Darin empfiehlt die Letztere dem Pflichtigen, im 

Hinblick auf eine allfällige persönliche Inanspruchnahme für diverse Forderungen 

Rückstellungen zu bilden bzw. fortzuführen; erwähnt werden dabei Rückstellungen im 

Umfang von 100% des möglichen Rückforderung-/Haftungsbetrag, für Verzugszinsen 

und Anwaltskosten. Weiter wurde in den Auflageantworten ausgeführt, das Steueramt 

habe in früheren Steuerperioden kommuniziert, dass die Rückstellungen alljährlich neu 

zu bewerten seien. Ob die Rückstellungen genügend oder ungenügend gewesen sei-

en, könne erst nach Ablauf der Verjährungsfrist eines Verfahrens mit der ESTV 

(Hauptabteilung MWST) mit letzter Sicherheit beurteilt werden. Spätestens per "2012 

(Ablauf Verjährungsfrist)" würden die Restrückstellungen aufgelöst. Gleich verhalte es 

sich im Wesentlichen auch bezüglich der Rückstellungen BH. 

 

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 Nachdem die Steuerbehörde gestützt auf diese Antworten den per 2006 und 

2007 verbliebenen Rückstellungen BG und BH die geschäftsmässige Begründetheit 

aberkannt hatte, liess der Pflichtige einspracheweise wiederum vorbringen, dass die in 

Frage stehenden Rückstellungen in den Vorjahren von der Steuerbehörde toleriert 

worden seien. Es erstaune deshalb, wenn bei unveränderten Verhältnissen nun plötz-

lich zur Aufrechnung geschritten werde.  

 

 Beschwerde- und rekursweise wurde ergänzt und präzisiert, dass der einzige 

Unterschied zu den Vorjahren darin bestehe, dass der Pflichtige das Haftungsrisiko 

infolge des Bundesverwaltungsgerichtsurteils im Fall BG vom 16. November 2007 et-

was tiefer beurteilt habe. Das Bundesgerichtsurteil im Fall BH vom 29. Juli 2010 habe 

er allerdings noch nicht gekannt. Das Steueramt müsse sich bei der Beurteilung von 

Rückstellungen aber an die Tatsachen halten, welche im Zeitpunkt vorgelegen hätten, 

in welchem diese zu beurteilen gewesen seien. Auszugehen sei deshalb davon, dass 

gemäss Schreiben der Kanzlei BK vom 2. August 2004 gegen die Person, welche in 

der MWST-Angelegenheit BH die Beratung inne gehabt habe, rechtlich vorgegangen 

würde, wenn der "BH" daraus ein Schaden entstehen sollte, wobei dieser Schaden mit 

Fr. 3.5 Mio. beziffert worden sei. Das Bundesverwaltungsgericht habe die Beschwerde 

der Geschädigten abgewiesen, womit die unmissverständliche Bekanntgabe der ge-

nannten Kanzlei, den Schaden einzufordern, nichts an Aktualität eingebüsst habe. Zu 

erwähnen sei im Übrigen, dass Haftpflichtansprüche im Zusammenhang mit Steuerfor-

derungen nicht versichert werden könnten.  

 

 d) Das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts in Sachen BG vom 16. Novem-

ber 2007 hält fest, dass die ESTV der letzteren Gesellschaft im Zusammenhang mit zu 

Unrecht in vollem Umfang abgezogenen Vorsteuerbeträgen korrekterweise eine 

(Mehrwert-)Steuernachforderung im Betrag von rund Fr. 1 Mio. in Rechnung gestellt 

hat. Auch wenn dem Urteil zu entnehmen ist, dass der Pflichtige der Steuerstellvertre-

ter sowie der Buchhalter der im Ausland domizilierten Gesellschaft war, ist damit noch 

nicht erklärt, wieso die AG in diesem Zusammenhang per 2006 und 2007 Rückstellun-

gen hätte bilden oder belassen sollen. Eine diesbezügliche substanziierte Begründung 

hat der Pflichtige nicht abgegeben; insbesondere wurden keinerlei Unterlagen präsen-

tiert, welche belegten, dass der Pflichtige als ehemaliger Steuerstellvertreter der BG 

mit Forderungsansprüchen der ESTV hat rechnen müssen oder dass ihm Schadener-

satzansprüche seiner früheren Kundschaft gedroht hätten. Die an den Pflichtigen ge-

richteten (mit Ausnahme der nebensächlichen Anwaltskosten nicht quantifizierten) 

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Rückstellungsempfehlungen der Anwaltskanzlei BJ AG, welche nach dem Pflichtigen 

die Stellvertretung der BG in deren Mehrwertsteuerverfahren übernommen hatte, datie-

ren vom 14. Oktober 2010 und sagen damit über einen Rückstellungsbedarf der AG 

per 2006 und 2007 nichts aus. Im Übrigen sind diese drei Jahre nach Rechtskraft des 

Urteils des Bundesverwaltungsgerichts abgegeben Empfehlungen nicht nachvollzieh-

bar, wenn bis zu diesem Zeitpunkt keinerlei konkrete Forderungsansprüche von Seiten 

der BG oder der ESTV gegenüber dem Pflichtigen dokumentiert sind.  

 

 Gleichermassen unklar und nicht ausgewiesen ist der Rückstellungsbedarf 

BH. Der Hinweis auf das Schreiben der Anwaltskanzlei BK vom 2. August 2004, in 

welchem von der allfälligen Geltendmachung eines Schadens in der Höhe von rund 

Fr. 3.5 Mio. die Rede ist ("damage exceeding CHF 3.54 mio plus interets  [not including 

its legal and consulting costs]"), ist schon deshalb unbehelflich, weil es nicht an den 

Pflichtigen, sondern an dessen AE GmbH gerichtet ist. Erneut herrscht damit keinerlei 

Transparenz im Zusammenhang mit Leistungen aus dem Firmengeflecht des Pflichti-

gen, welche Haftungs- oder Schadenersatzansprüche hätten auslösen können. Unter-

lagen, welche belegten, dass sich der Pflichtige bzw. die AG per 2006 und 2007 mit 

entsprechenden Ansprüchen konfrontiert sah, wurden nicht vorgelegt.  

 

 Entscheidend ist im Übrigen auch Folgendes: Wenn der Pflichtige die von der 

Steuerbehörde früher tolerierten Rückstellungen in Millionenhöhe im Zusammenhang 

mit möglichen Haftungs- und Schadenersatzansprüchen aus Mehrwertsteuerberatung 

bereits zwischen 2005 und 2007 auf Restbeträge von Fr. 50'000.- bzw. 70'000.- redu-

ziert hat, ging er zu dieser Zeit selber nicht mehr vom Risiko eines letztlich ihn treffen-

den Schadens in Millionenhöhe im Sinn des Schreibens der vorerwähnten Anwalts-

kanzlei aus. Mithin wäre zu erklären gewesen, weshalb und mit Blick auf welches 

konkrete Risiko die vergleichsweise bescheidenen Restrückstellungen per Ende 2006 

und 2007 belassen worden sind. Der blosse Hinweis auf eine neue Risikobeurteilung 

sagt dazu nichts aus.  

 

 e) Die steuerbehördliche Aufrechnung der Restrückstellungen ist mangels 

Nachweises der diesbezüglichen geschäftsmässigen Begründetheit mithin zu bestäti-

gen.  

 

 

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 7. a) Die AG verbuchte im Konto 4400 (Aufwand für Drittleistungen) per 2006 

und 2007 jeweils Mietkosten von Fr. 12'000.- (Fr. 3'000.- pro Quartal) für den bereits 

erwähnten Büroraum an der strasse 40 in AI. Die Steuerbehörde hält diesen Aufwand 

für geschäftsmässig nicht begründet, weil – im Drittvergleich unüblich – der fragliche 

Büroraum der AH unentgeltlich zur Verfügung gestellt worden sei. Zudem sei die Aus-

übung einer Geschäftstätigkeit der Letzteren nicht nachgewiesen.  

 

 b) Die Pflichtige untermauert diesen Aufwand vorab mit dem Verweis auf den 

eingereichten Mietvertrag und die vorgelegte Bestätigung der Vermieterin über das 

Raumnutzungsrecht.  

 

 c) Wie bereits im Zusammenhang mit den umstrittenen Provisionsweiterlei-

tungen festgestellt worden ist (E. 5.d.aa), wurde der fragliche Büroraum wohl von der 

AG gemietet (vgl. Mietvertrag mit der AZ GmbH vom 16. Januar 2006), doch stellte 

diese den Raum ihrerseits der AH zur Verfügung, welche dort – wie es der auf sie lau-

tende Festnetztelefonanschluss und die Liechtensteinischen Steuerdokumente nahe-

legen – auch geschäftstätig war. Mit Blick auf dieses Untermietverhältnis hätte damit 

die Büromiete der AH weiterbelastet werden müssen, so dass auch diese steuerbe-

hördliche Aufrechnung zu Recht erfolgte.  

 

 

 8. a) Für geschäftsmässig nicht begründet hält die Steuerbehörde im Weiteren 

die Reisekosten, welche die AG für 2006 mit dem Vermerk "BL AG, Reise Oman" 

(Fr. 7'783.50) bzw. "BM, Reise Oman" (Fr. 8'109.-) ihrem Konto 6640 (Reisespesen, 

Kundenbetreuung) belastet hat. Gemäss den dazu eingereichten Belegen handelte es 

sich dabei um "Badeferien Oman" vom 2. bis 10. Januar 2007 (Teilnehmer AA und 

seine Ehefrau AB; vgl. Rechnung der BM) sowie um eine "Geschäftsreise Muscat 

Swiss" vom 8. bis 15. September 2006 (Teilnehmer AA und sein Sohn AN).  

 

 b) Im Veranlagungs- bzw. Einschätzungsverfahren führte der Pflichtige zur 

Reise im Januar 2007 aus, dass ihn seine Frau aus Repräsentationsgründen nach 

Oman begleitet habe. Dabei habe dort eine Besprechung mit dem Chefpilot BN stattge-

funden. Dieser sei für das Flugzeug des Sultanats, eine Boeing Business Jet, verant-

wortlich gewesen; für das Mehrwertsteuerverfahren seien noch verschiedene nur von 

Captain BN erhältliche Auskünfte und Unterlagen benötigt worden. Im Auftrag der "BO" 

habe die AG mehrere Verfahren gegen die ESTV (Hauptabteilung MWST) durchge-

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führt und dabei mit einer erreichten Rückerstattung von Fr. 1'786'131.- auch gewon-

nen. Bei der Geschäftsreise im September 2006 habe ebenfalls eine Besprechung mit 

Captain BN stattgefunden; die Rückforderung der Mehrwertsteuer für die "BO" sei sehr 

komplex gewesen, weshalb ihn sein Sohn und Stellvertreter aus Risikoüberlegungen 

begleitet habe (vgl. Schreiben vom 15. Oktober 2010). In seiner Auflageantwort vom 

18. November 2010 ergänzte der Pflichtige, dass er aus Gründen der Vertraulichkeit 

und des Kundenschutzes ausser dem Namen des Chefpiloten keine weiteren Namen 

bekannt geben könne. Die Geschäftsreisen habe er im Übrigen per SMS vereinbart; 

Captain BN kommuniziere während seinen Piloteinsätzen per SMS. Nicht mehr benö-

tigte Emails habe er sodann nach 2 Jahren gelöscht. Wie aus den Buchhaltungsakten 

der AD AG, der AG, der AE GmbH und der AA Treuhandbüro hervorgehe, sei er im 

Übrigen immer zurückhaltend mit der Belastung von Reisespesen gewesen. Wenn ihn 

seine Gattin aus Repräsentationsgründen bei einer Reise begleitet habe, so habe dies 

seine Berechtigung, sei es doch für seine Klienten und für ihn um sehr viel Geld ge-

gangen.  

 

 c) Mit solchen in sich nicht schlüssigen Erklärungen lässt sich ein konkreter 

geschäftlicher Hintergrund der beiden Reisen nicht begründen. Nicht nachvollziehbar 

ist insbesondere, was die genannte Gesellschaft in Bermuda und die Mehrwertsteuer-

verfahren gegen die ESTV mit einem Flugzeug in Oman und Captain BN zu tun haben 

könnten. Es kann nicht Aufgabe der Steuerbehörde bzw. der angerufenen Rechtmittel-

behörden sein, solche unsubstanziierten Aussagen zum Anlass zu nehmen, in den 

Akten der verschiedenen Gesellschaften des Pflichtigen nach der geschäftsmässigen 

Begründetheit der fraglichen Reisekosten zu forschen. Aufgabe des Pflichtigen wäre es 

gewesen, detailliert darzulegen, wann genau, wo genau, mit welchen Personen und in 

welcher konkreten Sache geschäftliche Besprechungen im Namen der AG in Oman 

stattgefunden haben. Dabei hätten auch Beweismittel (Besprechungsnotizen, Protokol-

le, Emails, Nachkorrespondenzen, Bestätigungen von Captain BN etc.) vorgelegt wer-

den können und müssen; war die Sache so komplex wie behauptet und ging es dabei 

um sehr viel Geld, kann allen Ernstes nicht davon ausgegangen werden, dass nur per 

SMS kommuniziert worden ist. Mails von besonderer Wichtigkeit werden geschäftsüb-

lich denn auch ausgedruckt und nicht bloss zwei Jahre im Mailspeicher belassen und 

dann gelöscht.  

 

 Zu Recht ist die Steuerbehörde nach durchgeführtem Auflageverfahren mithin 

davon ausgegangen, dass die beiden Reisen nach Oman keinen nachgewiesenen 

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geschäftlichen, sondern einen privaten Hintergrund haben, zumal die Rechnung der 

"BM" im Betreff eine "Badereise" des Pflichtigen und dessen Ehefrau erwähnt.  

 

 d) Im Einsprache- wie auch im vorliegenden Beschwerde- und Rekursverfah-

ren vermochte der Pflichtige die geschäftsmässige Begründetheit der verbuchten 

Oman-Reisen ebenfalls nicht nachzuweisen.  

 

 aa) Nachvollziehbar ist einzig die Aussage, dass AN mit seinem Vater (dem 

Pflichtigen) auch geschäftlich verbunden ist, weshalb eine Reise von Vater und Sohn 

nicht zwingend an privates Ferienvergnügen denken lässt. Für die Frage, ob die 

Oman-Reise der beiden im September 2006 einen geschäftlichen Hintergrund hatte, 

lässt sich daraus freilich nichts gewinnen.  

 

 bb) Weiter wird geltend gemacht, dass aus der Bezeichnung "Badeferien" 

nichts abgeleitet werden könne, weil es dem guten Geschäftsmann gestattet sei, mit-

tels eines Arrangements günstiger an den Bestimmungsort zu fliegen und dort zu 

übernachten, als mittels ordentlicher Geschäftsflugtarifen. Dem ist zu entgegnen, dass 

ein "guter Geschäftsmann" und insbesondere ein Steuerspezialist beim Ferienreisen-

Veranstalter wohl einen Hinweis auf den Geschäftsbezug verlangen würde; dies im 

Wissen darum, dass ein Beleg über Badeferien mit der Ehefrau wohl schwerlich zum 

Nachweis einer Geschäftsreise taugt.  

 

 cc) Wenn schliesslich weitere Ferien des Pflichtigen und dessen Ehefrau in 

den Jahren 2006 und 2007 erwähnt und auch belegt werden, folgt daraus in keiner 

Weise, dass die neuntägige Reise des Ehepaars im Januar 2007 geschäftsmässig 

begründet war. Ebenso wenig hilft dem Pflichtigen die Aussage, es sei unwahrschein-

lich, dass jemand innert neun Monaten zweimal am gleichen Ort Ferien mache, zu 

welchem zudem kein familiärer Bezug bestehe. Der Nachweis der geschäftsmässigen 

Begründetheit lässt sich nicht mit der Unwahrscheinlichkeit von privatem Ferienverhal-

ten begründen; zudem könnte der erwähnte Captain BN ja auch ein Freund des Pflich-

tigen und dessen Familie sein, womit die Aufenthalte in Oman zu Ferienzwecken eben 

doch nicht so unwahrscheinlich wären.  

 

 dd) Nicht gefolgt werden kann sodann dem weiteren Argument, wonach es auf 

jeden Fall unverhältnismässig sei, den ganzen Betrag aufzurechnen, weil der geschäft-

liche Bezug des auf den Pflichtigen entfallenden Anteils der Reisekosten ausser Frage 

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stehe. Letzteres trifft nach dem Gesagten gerade nicht zu: Es wurde nicht nachgewie-

sen, dass die beiden acht- und neuntägigen Aufenthalte des Pflichtigen im Oman bzw. 

in den Luxushotels (vgl. die Rechnungen) einen geschäftlichen Grund haben. Dass bei 

solchen Destinationen die Begleitungen von Sohn und Ehefrau den primär naheliegen-

den Feriencharakter der Reise noch unterstreichen, versteht sich von selbst. 

 

 ee) Nicht weiter hilft dem Pflichtigen seine schliesslich noch offerierte Bereit-

schaft, diverse vertrauliche Unterlagen nachzureichen, wenn die für die Behandlung 

von Beschwerde und Rekurs zuständigen Personen schriftlich zusicherten, dass die 

vertraulichen Unterlagen, welche eingereicht werden könnten, absolut vertraulich be-

handelt und keinen weiteren Personen und auch keinen in- und ausländischen Behör-

den, Gerichten etc. zugänglich gemacht würden. Für die am vorliegenden Urteil mitwir-

kenden Personen des Steuerrekursgerichts gilt das Steuergeheimnis gemäss Art. 110 

DBG und § 120 StG, womit kein Anlass besteht, dem beweisbelasteten Pflichtigen mit 

Blick auf die "zur Zeit im arabischen Raum herrschenden Verhältnisse" irgendwelche 

Vertraulichkeitserklärungen abzugeben.  

 

 ff) Auch die Aufrechnung der Reisekosten ist nach alledem vollumfänglich zu 

bestätigen. 

 

 

 9. Akzeptiert hat der Pflichtige beschwerde- und rekursweise die steuerbe-

hördliche Aufrechnung von verbuchtem "Buchführungs- und Beratungsaufwand", womit 

auf diese Position nicht mehr weiter einzugehen ist.  

 

 

 10. a) Der Pflichtige deklarierte seine Anteile an der AH im Vermögen per En-

de 2006 und 2007 mit Fr. 54'000.- bzw. Fr. 72'000.- (vgl. Wertschriftenverzeichnisse 

2006 und 2007). Die Steuerbehörde ermittelte demgegenüber Vermögenssteuerwerte 

von Fr. 1'010'000.- (2006) bzw. Fr. 2'178'000.- (2007).  

 

 Die Parteien sind sich einig, dass die Bewertung der fraglichen Anteile grund-

sätzlich nach der Wegleitung der Schweizerischen Steuerkonferenz zur Bewertung von 

Wertpapieren ohne Kurswert für die Vermögenssteuer (vgl. Kreisschreiben 28 vom 

21. August 2006) vorzunehmen ist. Der Pflichtige stellt zudem nicht in Abrede, dass er 

die für die Vornahme der entsprechenden Bewertung benötigten Jahresabschlüsse der 

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AH trotz steuerbehördlicher Auflage und Mahnung ("aus Rücksichtnahme gegenüber 

den liechtensteinischen Partnern"; vgl. Auflageantwort vom 11. März 2011) nicht einge-

reicht hat und deshalb die Steuerbehörde die gesuchten Werte zu Recht mit Hilfe einer 

Schätzung nach pflichtgemässem Ermessen im Sinn von § 139 Abs. 2 StG ermittelt 

hat. Indes hält er dafür, dass die Schätzungen zu hoch ausgefallen seien. 

 

 b) Gegen die Veranlagung bzw. Einschätzung kann der Steuerpflichtige laut 

§ 140 StG binnen 30 Tagen nach Zustellung beim kantonalen Steueramt schriftlich 

Einsprache erheben (Abs. 1). Richtet sich die Einsprache gegen eine Einschätzung 

nach pflichtgemässem Ermessen, kann der Steuerpflichtige sie nur wegen offensichtli-

cher Unrichtigkeit anfechten (Abs. 2 Satz 1). Zudem ist die Einsprache diesfalls zu be-

gründen und hat sie allfällige Beweismittel zu nennen (Abs. 2 Satz 2). Mit anderen 

Worten obliegt es dem Steuerpflichtigen, den Nachweis zu erbringen, dass die Ermes-

sensveranlagung offensichtlich unrichtig ist. § 140 Abs. 2 StG enthält eine Kognitions-

beschränkung der Prüfungsinstanzen, welche eine zu Recht getroffene Ermessensta-

xation nur aufheben können, wenn sie sich als offensichtlich falsch erweist.  

 

 Den entsprechenden Nachweis kann der Steuerpflichtige auf zwei Arten 

erbringen (Martin Zweifel, in: Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, Band I/1, 

2. A., 2002, Art. 48 N 46 ff. StHG; ders., in: Kommentar zum Schweizerischen Steuer-

recht, Band I/2b, 2. A., 2008, Art. 132 N 39 ff. DBG, je auch zum Folgenden): Er kann 

den tatsächlichen Sachverhalt dartun und den entsprechenden Nachweis leisten mit 

der Folge, dass die Ermessensveranlagung durch eine ordentliche Veranlagung ersetzt 

wird und die Steuerfaktoren nach den für "gewöhnliche" Veranlagungen geltenden Re-

geln ermittelt werden. Scheitert dieser Nachweis, kann der Steuerpflichtige noch immer 

darlegen und nachweisen, dass die angefochtene Veranlagung offensichtlich unrichtig 

ist. Als offensichtlich unrichtig (namentlich zu hoch) erweist sich eine Schätzung dann, 

wenn sie sachlich nicht begründbar (z.B. erkennbar pönal oder fiskalisch begründet) 

ist, sich auf sachwidrige Schätzungsgrundlagen, -methoden oder -hilfsmittel stützt oder 

sonst wie mit den konkreten aktenkundigen Verhältnissen aufgrund der Lebenserfah-

rung vernünftigerweise nicht vereinbar ist (Zweifel, Art. 48 N 59 StHG und Art. 132 N 

52 DBG, je mit Hinweisen). Ist dieser Nachweis geleistet, bleibt es zwar bei einer Er-

messensveranlagung, doch wird die angefochtene durch eine neue (tiefere) Schätzung 

der Rechtsmittelinstanz ersetzt.  

 

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 c) Eingereicht hat der Pflichtige anstelle der Jahresabschlüsse der AH deren 

Steuerfaktoren 2006 und 2007.  Diese weisen ein Kapital von Fr. 703'551.- (2006) bzw. 

Fr. 931'817.- (2007) sowie Erträge von Fr. 228'266.- (2006) bzw. Fr. 670'382.- (2007) 

aus (vgl. Steuerrechnungen der Steuerverwaltung Fürstentum Liechtenstein). Die hie-

sige Steuerbehörde orientierte sich bei ihren Schätzungen an diesen Zahlen aus Liech-

tenstein, d.h. sie rechnete mit den einschlägigen Formeln der Weisungen und nahm 

dabei beim Ertragswert an den versteuerten Erträgen sowie beim Substanzwert am 

versteuerten Kapital Mass. Dieses Vorgehen ist ohne weiteres nachvollziehbar, er-

scheint sachgerecht und führt zu den von der Steuerbehörde vertretenen Werten (vgl. 

Berechnung). 

 

 aa) Die Einwendungen des Pflichtigen in der  Beschwerde- und Rekursschrift 

vermögen die Richtigkeit dieser Schätzung nicht in Frage zu stellen: So folgt er zu-

nächst der vorstehenden Berechnung, um alsdann anzuführen, das Ermessen sei wohl 

nach oben strapaziert worden. Die Bewertungen seien nämlich angesichts der dem 

Steueramt bekannten Situation, dass die anderen Partner ein Kaufrecht an den Antei-

len hätten, welches jährlich bloss um Fr. 18'000.- steige, klar überbewertet. Angemes-

sen sei eine Schätzung, die dem Kaufrecht entspreche, insbesondere weil die Partner 

nun das Kaufrecht geltend machen könnten. Diese Schätzung führe aber zu den dekla-

rierten Werten. 

 

 Dieser letzteren, sich an einem Kaufrecht von anderen Anteilseignern orientie-

renden Schätzung kann nicht gefolgt werden: In der Auflageantwort vom 18. November 

2010 hatte der Pflichtige dazu erklärt, dass die Inhaber der Treurechte in einem Bin-

dungsvertrag vom September 2004 festgelegt hätten, dass die liechtensteinischen 

Partner die 18 Anteile des Pflichtigen in seinem Konkursfall nach der Formel "Anteil 

Gründungskapital (= 18 x Fr. 1'000.- = Fr. 18'000.-) x Anteil Jahre ab Inkrafttreten Bin-

dungsvertrag" übernehmen könnten. Dies sei der Grund, dass er die Anteile per 2006 

mit Fr. 54'000.- und per 2007 mit Fr. 72'000.- deklariert habe. Abgesehen davon, dass 

der Bindungsvertrag nicht vorgelegt worden ist, gilt dieser nach den Angaben des 

Pflichtigen nur für den hier nicht in Frage stehenden Konkursfall. Wie im Übrigen eine 

Berechnung "Nominalwert des Anteils (Fr. 1'000.-) x Anzahl Geschäftsjahre ab Bin-

dungsvertrag" zum Verkehrswert des Anteils führen soll, ist unerfindlich.  Abzustellen 

ist bei der Verkehrswertbestimmung im Sinn der Weisung auf Ertrags- und Substanz-

werte und nicht auf irgendwelche von den Anteilseignern aufgestellte abstrakte For-

meln. 

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 bb) Soweit sich der Pflichtige bei der Schätzung "eventualiter" allein am in 

Liechtenstein steuerbaren Kapital und damit am davon abgeleiteten Substanzwert der 

H orientieren will, widerspricht dies der besagten Wegleitung und der allgemein be-

kannten Tatsache, dass bei der Bewertung eines Dienstleistungsunternehmens auf 

Substanz- und Ertragswerte abzustellen ist, wobei der letztere Wert sogar stärker zu 

gewichten ist.  

 

 cc) Die offensichtliche (quantitative) Unrichtigkeit der Schätzung wurde damit 

nicht nachgewiesen, womit auch diese zu bestätigen ist. Die Aufrechnungen im steuer-

baren Vermögen haben damit ebenfalls Bestand.  

 

 

 11. a) Soweit der Pflichtige geltend macht, dass die beantragte Streichung der 

Aufrechnungen betreffend Provisionsweiterleitungen und Rückstellungen auch vermö-

gensseitige Auswirkungen habe, ist darauf nicht weiter einzugehen, nachdem diese 

Aufrechnungen nach dem Gesagten Bestand haben.  

 

 b) Nicht zur Diskussion steht sodann der beantragte Abzug der in der Steuer-

periode 2007 deklarierten Krankheitskosten in der Höhe von Fr. 10'948.-, weil das 

Festhalten an den  bestrittenen Aufrechnungen zur Folge hat, dass der diesbezügliche 

Selbstbehalt von 5% des Nettoeinkommens bei weitem nicht überschritten wird.  

 

 

 12. a) Zusammenfassend erweisen sich sämtliche steuerbehördlichen Auf-

rechnungen als korrekt. Die vorinstanzlichen Einspracheentscheide sind demnach zu 

bestätigen.  

 

 b) Damit sind Beschwerde und Rekurs vollumfänglich abzuweisen.  

 

 c) Ausgangsgemäss sind die Verfahrenskosten den Pflichtigen je zur Hälfte 

aufzuerlegen (Art. 144 Abs. 1 DBG, § 151 Abs. 1 StG,) und entfällt die Zusprechung 

einer Parteientschädigung (Art. 144 Abs. 4 DBG i.V.m. Art. 64 Abs. 1 des Bundesge-

setzes über das Verwaltungsverfahren vom 20. Dezember 1968 sowie § 152 StG i.V.m 

§ 17 Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997). Die 

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verheirateten Pflichtigen haften solidarisch für den Gesamtbetrag (vgl. Rich-

ner/Frei/Kaufmann/Meuter, Art. 144 N 7 DBG und § 151 N 12 StG). 

 

 

 

Demgemäss erkennt die Kammer: 

 

 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.  

 

2. Der Rekurs wird abgewiesen. 

 

[…]