# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 96618ca0-25d7-51ec-bab4-75d5010828c0
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-02-14
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 14.02.2013 UV 2012/27
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2012-27_2013-02-14.pdf

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2012/27

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 06.09.2019

Entscheiddatum: 14.02.2013

Entscheid Versicherungsgericht, 14.02.2013
Fallabschluss per 31. März 2011 in Bezug auf die somatischen Beschwerden 
zu Recht erfolgt. Verneinung der Adäquanz in Bezug auf die psychischen 
Beschwerden. Kein rentenbegründender Invaliditätsgrad gegeben. Der 
Integritätsschaden von 5% ist nicht zu beanstanden (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St.Gallen vom 14. Februar 2013, UV 
2012/27).

Präsident Martin Rutishauser, Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider und 

a.o. Versicherungsrichterin Gertrud Condamin-Voney; Gerichtsschreiberin Della 

Batliner

Entscheid vom 14. Februar 2013

in Sachen

A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Daniel Ehrenzeller, Engelgasse 214, 9053 Teufen,

gegen

SWICA Versicherungen AG, Römerstrasse 37, Postfach, 8401 Winterthur,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

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Versicherungsleistungen

Sachverhalt:

A. 

A.a A.___ (nachfolgend: Versicherte) war seit 28. März 1995 bei der B.___ als 

Versandmitarbeiterin tätig und dadurch bei der SWICA Versicherungen AG 

(nachfolgend: Swica) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert, als sie am 

14. Februar 2008 über einen Fussgängerstreifen lief und dabei von einem Auto 

angefahren wurde (UV-act. 1, 8, 32). Im erstbehandelnden Kantonsspital St. Gallen 

wurde die Versicherte bis zum 20. Februar 2008 hospitalisiert (UV-act. 6). Dabei 

wurden ein Schädel-Hirn-Trauma 1. Grades, eine Rissquetschwunde supraorbital links, 

eine Basis-Fraktur Endglied Dig I rechts mit Ausriss des radialen Kollateralbands, ein 

Glutealhämatom links, eine Syndesmosen-Ruptur des oberen Sprunggelenks (OSG) 

rechts sowie eine Fraktur des Malleolus medialis rechts diagnostiziert und eine 

Schraubenosteosynthese am Malleolus medialis rechts, tibiofibulare Stellschrauben, 

eine diagnostische Arthroskopie des OSG rechts sowie eine Reposition und 

Spickdraht-Osteosynthese Daumen rechts vorgenommen (UV-act. 4, 6). Bis 30. März 

2008 wurde eine volle Arbeitsunfähigkeit attestiert (UV-act. 15). Bei der ambulanten 

Untersuchung (Nachkontrolle) vom 28. März 2008 wurde eine 100%-ige 

Arbeitsunfähigkeit in stehender Tätigkeit bis auf weiteres ausgestellt (UV-act. 22). Die 

Swica anerkannte den Leistungsanspruch und übernahm die gesetzlichen Leistungen 

(Taggelder und Heilungskosten; UV-act. 13, 19).

A.b Am 16. Juni 2008 berichtete Dr. med. C.___, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, 

Chefarzt der Klinik X.___ für ambulante psychosomatische Rehabilitation AG, über die 

seit 25. März 2008 stattfindenden Sprechstunden und diagnostizierte eine leichte 

posttraumatische Belastungsstörung (UV-act. 34). Die Versicherte sei aus 

psychiatrischer Sicht mind. 80% arbeitsfähig und die Prognose sei als sehr günstig zu 

bezeichnen. Eine Wiederherstellung der vollen Arbeitsfähigkeit sei aus psychiatrischer 

Sicht in den nächsten ca. zwei Monaten mit grosser Sicherheit zu erwarten.

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A.c Am 17. Juli 2008 berichtete Dr. med. D.___, plastisch-rekonstruktive und 

ästhetische Chirurgie FMH, dass das Wachstum des Naevus (Muttermal) oberhalb der 

linken Augenbraue sicherlich nichts mit dem Unfall zu tun habe (UV-act. 45). Er schlug 

eine Narbenkorrektur mit Lappenplastik und Naevusexzision vor, wobei der Eingriff 

ambulant durchgeführt werden könne. Zum jetzigen Zeitpunkt bestehe aber kein 

Handlungsbedarf.

A.d Mit Bericht vom 29. August 2008 informierte Dr. med. dent. E.___ über einen 

Zahnschaden am Unterkiefer, der durch den Unfall entstanden sei (UV-act. 54). 

Dr. med. dent. F.___, sah die Kausalität zwischen dem Unfallereignis und der 

Zahnschädigung als überwiegend wahrscheinlich gegeben an, war jedoch irritiert, dass 

die Versicherte sich erst sechs Monate nach dem Unfallereignis zum Zahnarzt begeben 

hatte (UV-act. 69, 70). Am 14. Oktober 2008 bestätigte die Swica die Übernahme 

dieser Kosten (UV-act. 72, 169).

A.e Am 13. Oktober 2008 beurteilte Dr. med. G.___, Orthopädie am Rosenberg, 

St. Gallen, die vorgebrachten Beschwerden der Versicherten als glaubhaft und empfahl 

in Bezug auf die somatischen posttraumatischen Folgen eine stationäre Behandlung in 

einem guten Rehabilitationszentrum (UV-act. 73). Zudem legte er bezüglich der 

Kopfschmerzen eine Abklärung bei einem Neurologen nahe und verwies in Bezug auf 

die psychischen Folgen auf den behandelnden Psychiater.

A.f  Mit Bericht vom 20. Oktober 2008 rechnete Dr. C.___ bei Fortsetzung der 

bisherigen Therapiemassnahmen mit der vollständigen Rückbildung der 

posttraumatischen Belastungsstörung und sah aus psychiatrischer Sicht keine 

Einschränkung der Arbeitsfähigkeit als gegeben an (UV-act. 76).

A.g Per Ende Januar 2009 wurde das Arbeitsverhältnis der Versicherten beim B.___ 

gekündigt (UV-act. 78, 81).

A.h Vom 12. bis 30. Januar 2009 hielt sich die Versicherte stationär in der Rehaklinik 

Bellikon auf, worüber im Gutachten vom 30. April 2009 berichtet wurde (UV-act. 95, 

111). Während dieser Zeit wurde am 15. Januar 2009 eine 

Magnetresonanztomographie (MR) des Schädels und am 9. März 2009 eine 

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Computertomographie (CT) des ganzen rechten Fusses nativ erstellt (UV-act. 111). Am 

26. August 2009 wurden Ergänzungsfragen der Swica zu Unklarheiten und 

Diskrepanzen des Gutachtens beantwortet (UV-act. 138).

A.i Am 25. September 2009 berichtete Dr. med. H.___, Facharzt für orthopädische 

Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, über die Untersuchung der 

Versicherten am 21. September 2009 (UV-act. 146).

A.j Am 9. November 2009 suchte die Versicherte wegen Kopfschmerzen die Zentrale 

Notfallaufnahme des Kantonsspitals St. Gallen auf (UV-act. 158).

A.k Mit Schreiben vom 15. Dezember 2009 orientierte die Swica darüber, dass die 

Versicherte ab 1. Januar 2010 keinen Anspruch mehr auf Taggelder habe und die 

Kopfschmerzen sowie die neuropsychologischen Defizite gemäss Bericht der 

Rehaklinik Bellikon vom 30. April 2009 nicht überwiegend wahrscheinlich in 

Zusammenhang mit dem Ereignis vom 14. Februar 2009 ständen (UV-act. 159). Der 

damalige Rechtsvertreter der Versicherten, Rechtsanwalt Dr. iur. Kreso Glavas, 

Muolen, ersuchte um Erlass einer anfechtbaren Verfügung (UV-act. 162).

A.l Am 9. Dezember 2009 wurde die Versicherte wegen chronischer posttraumatischer 

Kopfschmerzen im Kantonsspital St. Gallen, Klinik für Neurologie, ambulant untersucht. 

Unter anderem wurde eine reaktive Depression diagnostiziert (UV-act. 172).

A.m Mit Verfügung vom 20. Januar 2010 (UV-act. 167) verneinte die Swica die natür­

liche Kausalität der Kopfschmerzen und der neuropsychologischen Defizite sowie die 

Adäquanz der psychischen Beschwerden ab 1. Februar 2009 (Austritt aus der Reha­

klinik Bellikon). Entgegenkommenderweise übernehme sie die Kosten der 

psychiatrischen Behandlung bis 31. Januar 2010. Das Taggeld auf Basis einer vollen 

Arbeitsunfähigkeit werde entgegenkommenderweise bis 31. Dezember 2009 

ausgerichtet. Danach bestehe eine 100%-ige Arbeitsfähigkeit in einer 

leidensangepassten Tätigkeit, weshalb kein Anspruch mehr auf Taggelder bestehe. 

Zum Anspruch auf Integritätsentschädigung und allfällige weitere Leistungen werde 

nach Abschluss der erforderlichen Abklärungen Stellung genommen.

B. 

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Gegen die Verfügung vom 20. Januar 2010 liess die Versicherte am 5. Februar 2010 

(UV-act. 172) durch Rechtsanwalt Dr. iur. K. Glavas, Muolen, und mit Ergänzung vom 

31. März 2010 (UV-act. 184) durch Rechtsanwältin lic.iur. Debora Schlegel-Bilgeri, 

St. Gallen, Einsprache erheben.

C. 

C.a Am 7. März 2010 suchte die Versicherte die Zentrale Notfallaufnahme des 

Kantonsspitals St. Gallen wegen Bein-, Leisten- und Fussschmerzen am rechten Fuss 

auf (UV-act. 201).

C.b Am 29. März 2010 berichtete Dr. C.___ über eine gegenwärtig 40%-ige Arbeits­

unfähigkeit der Versicherten (UV-act. 254). Bis vor ca. drei Monaten sei die 

Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht höchstens um 20% eingeschränkt gewesen.

C.c Am 10. November 2010 erstellte Dr. med. I.___, Orthopädie am Rosenberg, 

St. Gallen, ein orthopädisches Gutachten (UV-act. 218) und beantwortete mit 

Schreiben vom 17. Februar 2011 und vom 13. Juli 2011 (UV-act. 243) Zusatzfragen der 

Swica.

C.d Mit Schreiben vom 7. März 2011 (UV-act. 233) und mit Verfügung vom 25. Juli 

2011 (UV-act. 244) teilte die Swica der Versicherten mit, dass in Bezug auf die 

Sprunggelenk- und Daumenverletzung nicht mehr mit einer namhaften Besserung des 

Gesundheitszustands gerechnet werden könne und sie das Ereignis daher per 31. März 

2011 abschliesse (UV-act. 233). Infolge des fehlenden Erwerbsausfalls bestehe kein 

Rentenanspruch. Der Integritätsschaden betrage 5%.

D. 

Gegen die Verfügung vom 25. Juli 2011 liess die Versicherte am 13. September 2011 

(UV-act. 245) Einsprache erheben.

E.

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E.a Mit Brief vom 14. November 2011 gewährte die Swica der Versicherten das recht­

liche Gehör in Bezug auf die Beurteilung der Gesamtsituation (UV-act. 248). Die 

Rechtsvertreterin beantragte eine polydisziplinäre Begutachtung, mindestens jedoch 

eine aktuelle psychiatrische Begutachtung der Versicherten, bevor die 

Leistungsfähigkeit erneut beurteilt werde (UV-act. 254).

E.b Mit Verfügung vom 27. Dezember 2011 hielt die Swica am mit Brief vom 

14. November 2011 geäusserten Standpunkt fest.

F.

Die dagegen erhobene Einsprache vom 27. Januar 2011 (UV-act. 260) mit Ergänzung 

vom 22. Februar 2012 (UV-act. 263) wurde mit Einspracheentscheid vom 1. März 2012 

(act. G 1.1) abgewiesen.

G. 

G.a Mit Beschwerde vom 13. April 2012 (act. G 1) liess die Versicherte durch 

Rechtsanwalt lic.iur. Daniel Ehrenzeller, Teufen, beantragen, der Einspracheentscheid 

sei aufzuheben und die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, der Beschwerdeführerin 

die gesetzlichen Leistungen aus UVG - primär Taggelder auch über den 1. April 2011 

hinaus sowie Kostenvergütungen und Heilbehandlungen; eventualiter ab 1. April 2011 

eine UVG Invalidenrente in Höhe von mindestens 30% und eine 

Integritätsentschädigung von mindestens 12% - zu gewähren. Eventualiter sei der 

Einspracheentscheid aufzuheben und eine umfassende neutrale rheumatologisch/

neurologisch/orthopädisch und psychiatrische Begutachtung vorzunehmen; unter 

Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Beschwerdegegnerin. Zudem werde 

die unentgeltliche Rechtspflege beantragt. Zur Begründung liess die 

Beschwerdeführerin insbesondere anführen, ihre psychischen Beschwerden seien von 

Anbeginn weg als reaktive Depression eingestuft und somit klar unfallbedingt ausgelöst 

worden. Die Kriterien der besonderen Eindrücklichkeit des Unfalls, der körperlichen 

Dauerschmerzen, des schwierigen Heilverlaufs und der erheblichen und 

langandauernden Arbeitsunfähigkeit seien erfüllt. Der Unfallhergang sei von der 

Beschwerdegegnerin verniedlicht worden und man habe versucht, das Ganze auf ein 

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orthopädisches Problem zu reduzieren. Die im Vordergrund stehenden 

rheumatologischen/neurologischen Probleme seien in der Rehaklinik Bellikon 

beiseitegelassen worden. Die Unterlagen von Anfang 2009 seien nicht mehr aktuell und 

in Bezug auf die Beurteilung der neuropsychologischen Defizite widersprüchlich. Die 

psychische Einschränkung sei natürlich und adäquat kausal auf den Unfall 

zurückzuführen. Die Beschwerdeführerin habe nur etwa zu 80% gearbeitet, obwohl sie 

zu 100% angestellt gewesen sei. Das Valideneinkommen im Jahr 2008 hätte demnach 

Fr. 64'285.-- betragen müssen. Die Integritätsentschädigung sei mit 5% zu tief 

angesetzt worden.

G.b  Mit Beschwerdeantwort vom 14. Mai 2012 schloss die Beschwerdegegnerin auf 

Abweisung der Beschwerde, unter Kosten- und Entschädigungsfolge (act. G 5). Zur 

Begründung verwies sie auf den Einspracheentscheid vom 1. März 2012 und brachte 

im Wesentlichen vor, dass die geklagten Kopfschmerzen auf einem 

Medikamentenübergebrauch beruhen würden und die neuropsychologischen 

Funktionsstörungen auf psychosoziale Faktoren zurückzuführen seien, weshalb diese 

Beschwerden unfallfremd seien. Mit Blick auf die psychischen Beschwerden sei die 

adäquate Kausalität zu verneinen, da keines der Kriterien erfüllt sei, schon gar nicht in 

ausgeprägter Weise. Zur Bestimmung der weiteren Leistungspflicht seien lediglich die 

orthopädischen Beschwerden zu berücksichtigen. In einer vorwiegend sitzenden 

Tätigkeit sei eine volle Arbeitsfähigkeit anzunehmen. Der Einkommensvergleich sei 

korrekt erfolgt. Die Voraussetzungen der Integritätsentschädigung und des 

Invaliditätskapitals gemäss den allgemeinen Vertrags- und Versicherungsbedingungen 

für die Kollektivunfallversicherung seien unterschiedlich definiert.

G.c Mit Schreiben vom 18. Mai 2012 wurde das Gesuch um Bewilligung der unentgelt­

lichen Rechtsverbeiständung stattgegeben (act. G 6).

G.d  Mit Replik vom 23. August 2012 (act. G 12) wurden die mit der Beschwerde vom 

13. April 2012 beantragten Leistungen bereits ab 1. Januar 2010 geltend gemacht. Im 

Übrigen hielt die Versicherte an ihrem bisherigen Standpunkt fest. Die 

Beschwerdegegnerin verzichtete auf die Einreichung einer Duplik (act. G 15).

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G.e Mit Eingabe vom 7. Januar 2013 reichte der Rechtsvertreter der 

Beschwerdeführerin vier Fotos und einen Vermerk einer EL-Sachbearbeiterin vom 

2. Oktober 2012 ein, wonach sich die Beschwerdeführerin nur auf Stellen mit einem 

Pensum von maximal 50% bewerben dürfe (act. G 16 ff.).

Erwägungen:

1.

Anfechtungsgegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet der Einspracheentscheid 

vom 1. März 2012 (act. G 1.1). Streitig ist zunächst, ob die LWS-Beschwerden, 

Kopfschmerzen, die neuropsychologischen Defizite sowie die psychischen 

Beschwerden der Beschwerdeführerin in einem natürlichen und adäquaten 

Kausalzusammenhang zum Unfall vom 14. Februar 2008 stehen und allenfalls - nebst 

den weiterhin beklagten somatischen Beschwerden, insbesondere im rechten Fuss und 

im Bereich der Hüften - eine weitere Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin zur 

Folge haben. Die Beschwerdegegnerin erbrachte Taggeld- und 

Heilungskostenleistungen bis 31. Dezember 2009 (bei Verneinung der natürlichen 

Kausalität "entgegenkommenderweise" in Bezug auf Kopfschmerzen und 

neuropsychologische Defizite) bzw. 31. Januar 2010 ("entgegenkommenderweise" in 

Bezug auf psychische Beschwerden bei Bejahung der Adäquanz bis 1. Februar 2009) 

bzw. 31. März 2011 (somatische Beschwerden, insbesondere Sprunggelenk- und 

Daumenverletzung; UV-act. 256). Des Weiteren sind die Rechtmässigkeit der 

Verweigerung einer Invalidenrente sowie die Höhe der im Einspracheentscheid 

zugesprochenen Integritätsentschädigung streitig.

2.

2.1  Nach Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; 

SR 832.20) werden Leistungen der Unfallversicherung bei Berufsunfällen, 

Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt, soweit das Gesetz nichts anderes 

bestimmt. Anspruchsvoraussetzung für jegliche Leistungen der Unfallversicherung 

bildet die

Unfallkausalität. Eine Leistungspflicht des Unfallversicherers besteht demnach nur für 

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Gesundheitsschäden, die natürlich und adäquat kausal mit einem versicherten 

Unfallereignis zusammenhängen (Alexandra Rumo-Jungo, Rechtsprechung des 

Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die 

Unfallversicherung, 3. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2003, S. 42 ff.). Die Leistungspflicht des 

Unfallversicherers entfällt erst, wenn das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von 

unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit dem Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen ist. Da es sich bei der Einstellung um 

eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweislast nicht bei der 

versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 2000 Nr. U 363 S. 46 E. 2 

mit Hinweisen; BGE 117 V 261 E. 3b). Dieser muss jedoch nicht den Beweis für 

unfallfremde Ursachen erbringen. Ebenso wenig geht es darum, vom Unfallversicherer 

den negativen Beweis zu verlangen, dass kein Gesundheitsschaden mehr vorliege oder 

dass die versicherte Person nun bei voller Gesundheit sei (Urteil des Eidgenössischen 

Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 2007: Sozialrechtliche Abteilungen des 

Bundesgerichts] vom 31. August 2001, U 285/00, E. 5a). Welche Ursachen ein nach 

wie vor geklagtes Leiden hat, ist unerheblich. Entscheidend ist allein, ob die 

unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens ihre kausale Bedeutung verloren 

haben, also dahingefallen sind.

2.2  Im Bereich klar ausgewiesener organischer Unfallfolgen im Sinn von 

nachweisbaren strukturellen Veränderungen spielt die Adäquanz als rechtliche 

Eingrenzung der aus dem natürlichen Kausalzusammenhang sich ergebenden Haftung 

des Unfallversicherers praktisch keine Rolle (vgl. BGE 117 V 359, E. d/bb, unten, mit 

Hinweisen auf Lehre und Rechtsprechung ;118 V 286, E. 3a). Sind dagegen die 

Unfallfolgen organisch nicht (hinreichend) fassbar, ist eine eigenständige 

Adäquanzbeurteilung durchzuführen, bei welcher wie folgt zu differenzieren ist: Hat die 

versicherte Person beim Unfall kein Schleudertrauma bzw. keine 

schleudertraumaähnliche Verletzung und kein Schädel-Hirntrauma erlitten, gelangt die 

Rechtsprechung gemäss BGE 115 V 133 E. 6c/aa zur Anwendung. Ergeben die 

Abklärungen indessen das Vorliegen einer Schleudertraumaverletzung oder eines 

Schädel-Hirntraumas, muss geprüft werden, ob die zum typischen Beschwerdebild 

einer solchen Verletzung gehörenden Beeinträchtigungen zwar teilweise vorliegen, im 

Vergleich zur psychischen Problematik aber ganz in den Hintergrund treten. Trifft dies 

zu, sind für die Adäquanzbeurteilung ebenfalls die in BGE 115 V 133 E. 6c/aa für 

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Unfälle mit psychischen Folgen aufgestellten Grundsätze massgebend (BGE 123 V 98 

E. 2a). Andernfalls erfolgt die Beurteilung der Adäquanz gemäss den in BGE 117 V 359 

festgelegten und in BGE 134 V 109 präzisierten Kriterien. Die Anwendung der 

Rechtsprechung zum adäquaten Kausalzusammenhang bei Schleudertraumen der 

HWS setzt voraus, dass die psychischen Beschwerden aus dem Unfall hervorgehen 

und zusammen mit den organischen Beschwerden, die ebenfalls auf das Unfallereignis 

zurückzuführen sind, ein komplexes Gesamtbild ergeben (RKUV 2000 Nr. U 397 S. 328 

E. 3b).

2.3  Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 

Grundsatz der L.___en Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Danach haben die 

urteilenden Instanzen die Beweise L.___, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln 

sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig 

davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die 

verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs 

gestatten. Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der 

Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, 

auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der 

Anamnese abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen 

Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 

ob die Schlussfolgerungen der Fachperson begründet sind (BGE 125 V 351, E. 3a mit 

Hinweis). Erachtet das Sozialversicherungsgericht die rechtserheblichen tatsächlichen 

Entscheidgrundlagen bei pflichtgemässer Beweiswürdigung als schlüssig, darf es den 

Prozess ohne Weiterungen - insbesondere ohne Anordnung eines Gerichtsgutachtens - 

abschliessen (RKUV 1997 Nr. U 281 S. 281 E. 1a).

3.

3.1  Zunächst ist zu prüfen, ob die von der Beschwerdeführerin geklagten 

Beschwerden in der Lendenwirbelsäule, die Kopfschmerzen und die 

neuropsychologischen Defizite in einem natürlichen Kausalzusammenhang zum 

Unfallereignis vom 14. Februar 2008 stehen.

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3.2  Gemäss Bericht von Dr. med. G.___, Orthopädie am Rosenberg, St. Gallen, vom 

13. Oktober 2008 hatte die Patientin vom Rücken her kaum mehr Beschwerden. Das 

Röntgenbild der Lendenwirbelsäule (LWS) zeige eine schön geformte LWS mit 

altersentsprechenden Bandscheibenzwischenräumen; es beständen von der LWS her 

keine posttraumatischen Folgen (UV-act. 73). Auch aus dem physikalisch-

medizinischen Teilgutachten der Rehaklinik Bellikon vom 30. April 2009 (UV-act. 111 

S. 2) oder aus dem Gutachten von Dr. I.___ vom 10. November 2010 (UV-act. 218 S. 4) 

ergeben sich keine Hinweise auf LWS-Beschwerden. Schmerzen in diesem Bereich 

werden erstmals wieder im Beschwerdeverfahren geltend gemacht und gehen weder 

aus den echtzeitlichen medizinischen Akten noch aus den nachfolgenden ärztlichen 

Berichten hervor, nicht einmal aus dem ärztlichen Zeugnis von Hausarzt Dr. med. J.___, 

Facharzt FMH für Allgemeinmedizin, St. Gallen, vom 25. April 2011, wo lediglich als 

Zusatz eine Rückengymnastik empfohlen wurde (UV-act. 254). Als direkte Unfallfolge 

scheiden die nun geklagten LWS-Beschwerden klarerweise aus. Auch mit Blick auf 

eine indirekte Unfallfolge lassen sich der medizinischen Aktenlage keine konkreten 

Hinweise auf Beschwerden im Lumbalbereich in Zusammenhang mit einer 

Fehlbelastung entnehmen, weshalb ein natürlicher Kausalzusammenhang mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit zu verneinen ist.

3.3 

3.3.1 Prof. Dr. med. K.___, MBA, diagnostizierte am 30. April 2009 einen 

Medikamentenübergebrauchskopfschmerz (UV-act. 111). Entscheidendes Kriterium sei 

hierbei, dass die Versicherte angebe, die Kopfschmerzsymptomatik sei innerhalb von 

sieben Tagen nach dem Unfallereignis aufgetreten, dies sei auch in den 

Aktenunterlagen dokumentiert. Die Internationale Kopfschmerzgesellschaft 

(International Headache Society; IHS) mache jedoch keinerlei Angaben für einen 

pathophysiologischen Zusammenhang zwischen Unfallereignis und Auftreten der 

Kopfschmerzsymptomatik. Prof. K.___ verwies auf internationale Studien zur leichten 

traumatischen Hirnverletzung, aus denen hervorgehe, dass sich keine unfallassoziierten 

Faktoren fänden, die mit chronisch persistierenden Beschwerden nach einer leichten 

traumatischen Hirnverletzung korrelieren würden. Vielmehr seien es unfallunabhängige 

Faktoren wie Versicherungsstatus, Rechtsstreitigkeiten und Persönlichkeitsfaktoren, 

die mit dem Persistieren chronischer Beschwerden korrelieren würden. Am 

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9. November 2009 suchte die Beschwerdeführerin die Zentrale Notfallaufnahme ZNA 

des Kantonsspitals St. Gallen wegen persistierender Kopfschmerzen auf, weshalb am 

4. Dezember 2009 eine ambulante Kopfschmerz-Sprechstunde durchgeführt wurde 

(UV-act. 158, 172). Dabei wurde ein chronischer posttraumatischer Kopfschmerz nach 

leichtem Schädelhirntrauma mit/bei Schädelhirntrauma 1. Grades, reaktiver Depression 

und schweren Schlafstörungen sowie ein Status nach Lebendnierenspende rechts 

diagnostiziert. Prognostisch sei, bei noch immer offenen versicherungsrechtlichen 

Fragen, die Situation eher als ungünstig einzuschätzen.

3.3.2 Im Rahmen der neuropsychologischen Untersuchung vom 27. Januar 2009 

zeigten sich gemäss Dr. phil. L.___, Fachpsychologe für Neuropsychologie FSP, Leiter 

Neuropsychologie und Neuropsychotherapie der Rehaklinik Bellikon, deutliche 

Beeinträchtigungen bei der Aufmerksamkeitsbelastung, der visuell-räumlichen und 

sprachlichen Merkfähigkeit sowie der figuralen und phonematischen Fluenz. 

Computergestützte Verfahren zur Prüfung der Aufmerksamkeitsfunktionen hätten 

zudem schwere Störungen der geteilten Aufmerksamkeit sowie leicht bis mittelgradige 

Defizite im Bereich der selektiven Aufmerksamkeit ergeben. Leichte Einschränkungen 

beständen im Bereich des Arbeitsgedächtnisses. Zudem sei eine deutliche 

Verlangsamung erkennbar sowie eine sehr geringe psychophysische Belastbarkeit, 

welche sich allgemein limitierend auf die kognitive Leistungsfähigkeit auswirke. 

Grundsätzlich sei die Prognose nach einer erlittenen MTBI (Mild Traumatic Brain Injury; 

leichte traumatische Hirnverletzung) gut. Bei länger als drei bis sechs Monate 

anhaltenden Beschwerden werde angenommen, dass psychoreaktive Störungen, 

Medikamentennebenwirkungen, ein sekundärer Krankheitsgewinn oder schwierige 

psychosoziale Verhältnisse wesentlich zur Aufrechterhaltung der Symptome beitragen 

würden. Im vorliegenden Fall seien folgende Faktoren bei der ätiologischen Zuordnung 

der kognitiven Defizite zu berücksichtigen: 1. Eine starke bewusstseinsferne 

Verdeutlichung der Beschwerden, unter anderem verbunden mit einem sekundären 

Krankheitsgewinn. Ob 2. die starke Verdeutlichung der Beschwerden (und somit auch 

der kognitiven Defizite) im Rahmen einer eventuellen psychischen Störung einzuordnen 

sei, müsse psychiatrischerseits eruiert werden. Anhand von standardisierten 

Selbstbeurteilungsinstrumenten sei eine depressive und Angstsymptomatik festgestellt 

worden; 3. Der Verlust der Arbeitsstelle sowie die Gesundheitsprobleme des Ehemanns 

als zusätzliche belastende psychosoziale Lebensfaktoren. Es wurde eine mittelschwere 

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bis schwere, unspezifische neuropsychologische Störung mit deutlichen 

Einschränkungen in den Bereichen der Aufmerksamkeits- und Exekutivfunktionen 

sowie der Mnestik im Rahmen eines multifaktoriellen Geschehens (bewusstseinsferne 

Verdeutlichung der Beschwerden, belastende psychosoziale Lebensfaktoren etc.) 

diagnostiziert.

3.3.3 Von organisch-strukturell objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen kann erst dann 

gesprochen werden, wenn die erhobenen Befunde mit apparativen/bildgebenden 

Abklärungen bestätigt werden (BGE 134 V 109 E. 9; 117 V 359 E. 5d/aa; SVR 2007 UV 

Nr. 25 S. 81 E. 5.4 mit Hinweisen [U 479/05]), wobei die Untersuchungsmethoden 

überdies wissenschaftlich anerkannt sein müssen (BGE 134 V 231 E. 5.1 mit 

Hinweisen). Eine MR des Schädels vom 15. Januar 2009 (UV-act. 111) zeigte keine 

nachgewiesene posttraumatische Veränderung intrakraniell, das Hirnparenchym sei 

altersentsprechend regelrecht und es fänden sich auch keine 

Hämosiderinablagerungen. Es bestehe eine leichte umschriebene Weiterung der Spitze 

der Arteria basilaris im Sinn eines kleinen beginnenden Aneurysmas bei sonst 

regelrechten Hirngefässen intrakraniell (UV-act. 111). Der Nachweis eines 

(unfallkausalen) hirnorganischen Schadens lässt sich damit offensichtlich nicht führen.

3.3.4 Ist ein Schleudertrauma der HWS, eine äquivalente Verletzung oder ein

Schädel-Hirntrauma (vorliegend: Status nach Schädelhirntrauma 1. Grades) 

diagnostiziert und liegt - bezogen auf diese Diagnose - kein fassbarer organischer 

(unfallbedingter) Befund vor, muss für die Bejahung der natürlichen Kausalität ein 

typisches Beschwerdebild mit einer Häufung von Beschwerden wie diffuse 

Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, Übelkeit, 

rasche Ermüdbarkeit und Visusstörungen, Reizbarkeit, Affektlabilität, Depression, 

Wesensveränderung usw. gegeben sein (BGE 117 V 359 E. 4b; vgl. auch BGE 117 V 

369 E. 3e; Bestätigung in BGE 134 V 109 E. 9). Allerdings muss bei einer HWS-

Verletzung nach der aktuellen Rechtsprechung des Bundesgerichts (Urteile vom 30. 

Januar 2007, U 215/05 und vom 15. März 2007, U 258/06) das typische 

Beschwerdebild mit einer Häufung von Beschwerden nicht in seiner umfassenden 

Ausprägung innerhalb von 24 bis höchstens 72 Stunden nach dem Unfall auftreten. 

Vielmehr genügt es, wenn sich in diesem Zeitraum Beschwerden in der Halsregion oder 

an der HWS - bei einem Schädel-Hirntrauma in Form von Kopfschmerzen - 

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manifestieren. Die anderen im Rahmen eines Schleudertraumas oder einer 

äquivalenten Verletzung typischerweise auftretenden Beschwerden müssen sich 

jedoch immerhin in einem Zeitraum manifestieren, der es erlaubt, vom Vorhandensein 

eines natürlichen Kausalzusammenhangs auszugehen. Nach Lage der Akten machten 

sich bei der Beschwerdeführerin Kopfschmerzen am 18. Februar 2008 – und damit 

ausserhalb der erforderlichen Latenzzeit – bemerkbar (UV-act. 32). Leichte 

Konzentrationsstörungen, Deprimiertheit und leichte Antriebsstörungen wies die 

Beschwerdeführerin gemäss Dr. C.___ erstmals bei der ersten Sprechstunde am 

25. März 2008 auf (UV-act. 34), weshalb zwar grundsätzlich ein typisches 

Beschwerdebild aufgetreten ist, ein natürlicher Kausalzusammenhang jedoch aufgrund 

der zu spät aufgetretenen Kopfschmerzen eher zweifelhaft erscheint. Ärztlicherseits 

wurde bei Amnesie für das Ereignis (UV-act. 6) und äusserlich sichtbarer 

Kopfverletzung (Rissquetschwunde supraorbital links) ein Schädelhirntrauma 1. Grades 

bestätigt (vgl. dazu auch S. Johannes/R. Schaumann-von Stosch, Grundlegende 

Aspekte der leichten traumatischen Hirnverletzung, in: Medizinische Mitteilungen der 

Suva Nr. 78, S. 74 ff.). Damit besteht die Möglichkeit, dass ein ursächlicher natürlicher 

(mindestens Teil-)Zusammenhang dieser Gesundheitsschäden zum Unfall vom 

14. Februar 2008 bestanden hat.

3.3.5 Ein leichtes Schädelhirntrauma (SHT I), auch als Commotio cerebri oder 

Gehirnerschütterung bezeichnet, hat gemäss Pschyrembel eine traumatisch bedingte, 

reversible funktionelle Schädigung des Gehirns ohne morphologisch fassbares 

Substrat zur Folge (Klinisches Wörterbuch 2011, 262., neu bearbeitete und erweiterte 

Auflage, Berlin/New York 2010, S. 400). Selbst wenn ein ursprünglicher natürlicher 

Kausalzusammenhang gegeben wäre, könnten die Allgemeinbeschwerden (Apathie, 

diffuser Kopfschmerz, Schwindel, Übelkeit, rasche Ermüdbarkeit, vermehrtes 

Schwitzen und Reizbarkeit) lediglich einige Wochen anhalten und würden sich 

allmählich zurückbilden. Eine Persistenz der Symptome beruht möglicherweise auf 

einer neurotischen Fehlverarbeitung (sog. Kommotionsneurose) oder bewussten 

Ausgestaltung (Pschyrembel, a.a.O., S. 2019 unter "Syndrom, postkommotionelles").

3.3.6 Es gibt Fälle, in denen bei sonst unauffälligen Untersuchungsbefunden 

neuropsychologische Abklärungen Hirnleistungsstörungen aufzeigen können und der 

neuropsychologische Befund der einzige verlässliche Parameter ist (BGE 117 V 369 

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E. 3d). Jedenfalls bei eindeutigem, nicht diffusem Befund kann der 

neuropsychologischen Diagnostik - im Rahmen einer neurologischen 

Gesamtwürdigung - nach der Rechtsprechung auch bei der Kausalitätsbeurteilung ein 

Aussagewert zukommen (BGE 119 V 335 E. 3c). Hingegen vermag es die 

Neuropsychologie nach derzeitigem Wissensstand nicht, selbständig die Beurteilung 

der Genese abschliessend vorzunehmen (RKUV 2000 Nr. U 395 S. 318, E. 3). Nach 

B.P. Radanov (Über den Stellenwert der neuropsychologischen Diagnostik bei 

Patienten nach Halswirbelsäulen-Distorsion [sog. Schleudertrauma der 

Halswirbelsäule], SZS 1996, S. 471 ff.) sind neben den unfallabhängigen somatischen 

Beschwerden auch psychologische Probleme (und die eingenommenen Medikamente) 

geeignet, die kognitiven Leistungen negativ zu beeinflussen (S. 477). Psychologische 

Probleme bzw. die Interrelation psychologischer und kognitiver Funktionen könnten die 

reduzierte Leistungsfähigkeit miterklären (S. 475). Dass die bei der Beschwerdeführerin 

festgestellten Funktionsauffälligkeiten eine vielschichtige Ursache aufweisen, ist bereits 

aus der Diagnose von Dr. L.___ am 27. Januar 2009 ersichtlich. Dr. L.___ ging davon 

aus, dass die Prognose nach einer erlittenen MTBI grundsätzlich gut sei und bei 

Aufrechterhaltung der Symptome über drei bis sechs Monate (nur) unfallfremde Gründe 

in Frage kämen. Dies impliziert zwar im Einklang mit den obigen Erwägungen (E. 3.3.4), 

dass er für die Zeit davor eine leichte traumatische Hirnverletzung als Auslöser dieser 

Beschwerden angenommen hatte, ändert jedoch nichts daran, dass für die Persistenz 

dieser Beschwerden keine unfallbedingten Gründe angegeben werden können. Damit 

können neuropsychologische Unfallrestfolgen im Sinn eines selbständigen, klar 

abgrenzbaren Befunds nicht als nachgewiesen gelten. Neuropsychologische 

Einschränkungen – wie auch diejenigen psychischer Art – können hingegen Teil des 

typischen Beschwerdebilds nach leichtem Schädel-Hirntrauma bilden.

3.3.7 Während Dr. K.___ am 30. April 2009 von einem Medikamentenübergebrauch 

ausging, wurde bei der Kopfschmerz-Sprechstunde im Kantonsspital St. Gallen vom 

4. Dezember 2009 ein chronischer posttraumatischer Kopfschmerz nach leichtem 

Schädelhirntrauma diagnostiziert. Nach der Qualifikation der IHS sind chronische 

posttraumatische Kopfschmerzen häufig Teil eines posttraumatischen Syndroms, das 

eine Anzahl von Symptomen wie Gleichgewichtsstörungen, Konzentrationsstörungen, 

eingeschränkte Arbeitsfähigkeit, Gereiztheit, depressive Verstimmung und 

Schlafstörungen umfasst. Der Zusammenhang zwischen Rechtsstreitigkeiten bzw. 

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einer noch ausstehenden Regelung von Kompensationsansprüchen und dem zeitlichen 

Verlauf chronischer posttraumatischer Kopfschmerzen sei noch nicht eindeutig geklärt; 

es sei aber wichtig, Patienten in Hinblick auf eine mögliche Simulation und/oder den 

Wunsch nach einer überhöhten Kompensation zu beurteilen (http://ihs-

classification.org/de/02_klassifikation/03_teil2/05.02.00_necktrauma.html; 5.2). Dem 

Bericht vom 9. Dezember 2009 ist zwar zu entnehmen, dass prognostisch bei noch 

immer offenen versicherungsrechtlichen Fragen die Situation eher als ungünstig 

einzuschätzen sei und sich therapeutisch weiterhin ein multimodales Therapiekonzept 

bestehend aus schmerzmodulierender antidepressiver Therapie, regelmässiger 

psychiatrischer, psychologischer Therapie, Physiotherapie und Entspannungstechniken 

empfehle, was wiederum auf eine psychisch bedingte Ursache der Kopfschmerzen 

schliessen lässt. Auch die gegenwärtig eingenommenen Medikamente werden 

aufgeführt. Ob und inwiefern sich jedoch die versicherungsrechtliche Situation oder die 

Einnahme von Medikamenten auf den Kopfschmerz auswirkt, geht aus dem Bericht 

nicht hervor. Dr. K.___ geht davon aus, dass die Persistenz chronischer Beschwerden 

auf unfallfremde Ursachen zurückzuführen sei, was nicht ausschliesst, dass solche 

durch den Unfall ausgelöst wurden. Die Feststellung von Dr. K.___, dass die IHS 

keinerlei Angaben für einen pathophysiologischen Zusammenhang zwischen 

Unfallereignis und Auftreten der Kopfschmerzsymptomatik mache, stimmt damit 

überein, dass eine gesundheitliche Schädigung nicht schon deshalb als durch einen 

Unfall verursacht gilt, weil sie nach diesem aufgetreten ist (BGE 119 V 335 E. 2b/bb). 

Insofern ist auf die nachvollziehbaren Schlussfolgerungen von Dr. K.___ abzustellen 

und mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die 

persistierenden Kopfschmerzen der Beschwerdeführerin auf einen 

Medikamentenübergebrauch zurückzuführen sind.

3.3.8 Angesichts dieser Umstände erscheint mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 

belegt, dass die fortbestehenden neuropsychologischen Beschwerden und 

Kopfschmerzen spätestens zum Zeitpunkt der Leistungseinstellung am 31. Dezember 

2009 nicht mehr natürlich kausal auf das Unfallereignis vom 14. Februar 2008 

zurückgeführt werden konnten.

4.

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4.1  Nun stellt sich die Frage, inwieweit bei der Beschwerdeführerin bezüglich des 

Unfallereignisses vom 14. Februar 2008 über die hinsichtlich der somatischen 

Beschwerden vorgenommene Leistungseinstellung vom 31. März 2011 hinaus 

organische Unfallrestfolgen vorliegen, welche eine weitere Leistungspflicht der 

Beschwerdegegnerin begründen.

4.2  Unmittelbar nach dem Unfallereignis vom 14. Februar 2008 wurde die 

Beschwerdeführerin durch den Rettungsdienst in das Kantonsspital St. Gallen 

eingewiesen und es wurden bei ihr ein Schädel-Hirn-Trauma 1. Grades, eine 

Rissquetschwunde supraorbital links, eine Basis Fraktur Endglied Dig I rechts mit 

Ausriss des radialen Kollateralbands, ein Glutealhämatom links, eine Syndesmosen-

Ruptur des oberen Sprunggelenks (OSG) rechts sowie eine Fraktur des Malleolus 

medialis rechts diagnostiziert (UV-act. 6).

4.3  Die über der linken Augenbraue verbliebene Narbe (als Folge der Rissquetsch-

wunde) und das Muttermal wurden am 17. Juli 2008 von Dr. D.___ untersucht (UV-

act. 45). Das Wachstum des Muttermals habe seiner Ansicht nach sicherlich nichts mit 

dem Unfall zu tun. Er schlug eine Narbenkorrektur mit Lappenplastik und 

Naevusexzision vor, sah aber zum jetzigen Zeitpunkt keinen Handlungsbedarf.

4.4  Die Daumenfraktur rechts wurde reponiert und durch eine Spickdraht-

Osteosynthese stabilisiert (UV-act. 6). Am 16. Mai 2008 wurde von den Ärzten des 

Kantonsspitals St. Gallen berichtet, dass sich eine knöchern konsolidierte, konservativ 

behandelte Endgliedbasisfraktur des rechten Daumens finde und der 

Behandlungsabschluss erfolge, da ein regelrechter Einsatz der rechten Hand möglich 

sei (UV-act. 194). Gemäss Bericht von Dr. G.___ vom 13. Oktober 2008 (UV-act. 73) 

zeigte das Röntgenbild eine verheilte intraartikuläre Fraktur der Endphalanx palmar. Es 

liege eine kleine Verknöcherung vor und Dr. G.___ stellte eine wesentliche 

Bewegungseinschränkung im Interphalangealgelenk am Daumen rechts fest. Auch die 

Gutachten von Dr. med. M.___, Fachärztin Physikalische Medizin und Rehabilitation 

FMH, Oberärztin Neurologische Rehabilitation der Rehaklinik Bellikon, vom 30. April 

2009 (UV-act. 111) und von Dr. I.___ vom 10. November 2010 (UV-act. 218) 

beschrieben eine reduzierte Beweglichkeit des rechten Daumens und eine leichte 

Einschränkung in der Greiffunktion. Schmerzen träten nur noch intermittierend auf.

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4.5  Die Fraktur des medialen Malleolus wurde durch Schraubenosteosynthese 

reponiert und die Syndesmosenruptur mit zwei tibiofabularen Stellschrauben 

behandelt, die am 10. April 2008 wieder entfernt wurden (UV-act. 4, 11). Dr. G.___ fand 

bei der Untersuchung vom 7. Oktober 2008 (UV-act. 73) einen leichten Erguss im 

oberen Sprunggelenk rechts und eine störende Einschränkung der Beweglichkeit - vor 

allem z.B. beim Treppabwärtsgehen - vor. Die angegebenen Beschwerden seien 

glaubhaft und würden sich nach längerem Stehen verstärken. Die 

Bewegungseinschränkung im oberen Sprunggelenk rechts und die Beschwerden 

hätten einen wesentlichen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit in einem stehenden Beruf. 

Eine CT des ganzen rechten Fusses nativ vom 9. März 2009 (UV-act. 111) zeigte eine 

mittels zweier Schrauben versorgte, vollständig durchbaute Fraktur des Malleolus 

medialis ohne wesentliche Dekonfiguration oder Gelenkstufenbildung. Dem 

physikalisch-medizinischen Teilgutachten von Dr. M.___ vom 30. April 2009 zufolge 

war das Osteosynthesematerial intakt und es zeigten sich keine Lockerungszeichen. Es 

bestehe eine diskrete Dekonfiguration der Fibulaspitze gelenkseitig und eine 

geringfügige Inhomogenität der Knochenstruktur der abgebildeten Skelettelemente 

(UV-act. 111). Ein gewisses Mass an Beschwerden im Sinn von belastungsabhängigen 

Schmerzen sei nachvollziehbar, wobei allerdings das Ausmass der Beschwerden mit 

einem deutlich hinkendem Gangbild und einer starken Belastungsreduktion des 

rechten Fusses somatisch nicht vollumfänglich zu erklären sei. Ein Teil der 

Beschwerden sei muskulärer Genese, wobei es sich hierbei sicherlich um eine Folge 

von inadäquat langer Ent- und Fehlbelastung handle. Eine reduzierte Abrollung des 

rechten Fusses könne durchaus ein gewisses Mass an Beschwerden im Bereich der 

umgebenden Weichteile generieren, allerdings sei aufgrund der dokumentierbaren 

strukturellen Situation eine deutlich bessere Mobilität (inklusive Abrollung) zu erwarten 

gewesen. In diesem Zusammenhang bleibe festzuhalten, dass die Bewegungs- und 

Belastungseinschränkungen im rechten Fuss in unbeobachtet geglaubten Situationen 

auch durchaus etwas geringer gewesen seien. Allerdings habe sich auch in diesen 

Momenten kein unauffälliges Gangbild beobachten lassen. Auch Dr. I.___ sah die 

Beschwerden im oberen Sprunggelenk im Wesentlichen in der 

Bewegungseinschränkung begründet, wobei er eine Vernarbung der tibiofibularen 

Verbindung und der Gelenkskapsel vermutete, in den bildgebenden Verfahren (MRI) 

jedoch lediglich eine Bandverkürzung vorfinden konnte (UV-act. 219 S. 10).

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4.6  Eine Kontrollsonografie des glutealen Hämatoms am 19. Februar 2008 habe keinen 

operationswürdigen Befund gezeigt (UV-act. 6). Das massive Hämatom am linken 

Oberschenkel war bei Untersuchung vom 7. Oktober 2008 durch Dr. G.___ (UV-act. 73) 

nicht mehr sichtbar, aber es fanden sich am linken Oberschenkel proximal lateral kleine 

Striae (Streifen; Pschyrembel, a.a.O., S. 1992), die rechts nicht vorhanden waren. Auf 

dem Röntgenbild sei eine etwa ein Zentimeter breite und zwölf Zentimeter lange 

Verkalkung distal des Trochanter majors am Femur lateral ersichtlich, was 

wahrscheinlich einer Verkalkung eines alten Hämatoms entspreche. An der linken Hüfte 

seien aufgrund des Unfalls Restfolgen vorhanden, die sich auch auf die Arbeitsfähigkeit 

in einem stehenden Beruf auswirken würden. Dr. M.___ berichtete am 30. April 2009 

(UV-act. 111) über ein linksseitig verändertes Gewebe mit einer minimen Schwellung im 

Bereich des linken Hüftgelenks und des Trochanter major im Vergleich zu rechts. Mit 

Wahrscheinlichkeit handle es sich hierbei um Residuen eines grossflächigen glutealen 

Hämatoms. Die Hüftgelenksbeweglichkeit linksseitig sei vollumfänglich möglich, 

lediglich endgradig schmerzhaft in diesem handtellergrossen Gebiet im Bereich des 

linken Trochanter major. Diese weichteilbedingten Beschwerden liessen sich durch die 

dokumentierbaren strukturellen Läsionen nicht erklären, insbesondere sei nicht 

plausibel zu machen, dass die Belastbarkeit der Beschwerdeführerin hierdurch 

eingeschränkt sei. Auch Dr. H.___ fand am 21. September 2009 für die weiterhin 

beklagten Beschwerden im Bereich beider Hüftregionen kein pathomorphologisches 

Korrelat. Die radiologisch festgestellte Hüftfehlanlage mit flacher Pfannenanlage 

beidseits, dezenter epiphysärer Hüftkopfkonfiguration rechts und mangelnder 

Kopfüberdachung beidseits sei nicht geeignet, die fortbestehenden Beschwerden zu 

erklären. Bei Bewegungseinschränkung des rechten Sprunggelenks für die 

Dorsalextension sei ein gestörter Abrollvorgang erklärbar. Bei fortbestehender 

Fragestellung bezüglich der Schmerzhaftigkeit der Hüftgelenke wäre letztlich noch eine 

Kernspintomographie beider Hüftgelenke zu erörtern. Eine MRI des Beckens vom 

9. Dezember 2009 zeigte eine fettige Knochenmarksdegeneration im Os ilium beidseits 

sowie eine flächige Narbe von 6x7cm Ausdehnung mit max. 4mm Dicke um 

subkutanes Fettgewebe über dem Trochanter major links bei sonst normaler 

Darstellung des Beckens (UV-act. 218 S. 8). Nach der im Gutachten vom 10. November 

2010 geäusserten Ansicht von Dr. I.___ ist im Trochanterbereich links möglicherweise 

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immer noch eine leichte Vernarbung vorhanden, wobei die Befunde nicht objektiviert 

werden könnten (UV-act. 218 S. 10).

4.7  In Bezug auf die Zahnproblematik beteiligte sich die Beschwerdegegnerin für die 

Behandlung im Oberkiefer mit einer Kostengutsprache von max. Fr. 2'300.- 

(Totalprothese) und im Unterkiefer mit max. Fr. 6'200.- (Hybridprothese mit zwei 

Wurzelkappen Zahn 33/43; UV-act. 169). Die entsprechenden Behandlungen wurden 

am 5. September 2011 abgeschlossen und sind nicht Anfechtungsgegenstand im 

vorliegenden Verfahren (UV-act. 225, 249, 250).

4.8  Dr. G.___ war bereits am 13. Oktober 2008 der Ansicht, dass in Bezug auf das 

Daumengelenk rechts der Endzustand sicher erreicht sei und die Einschränkung der 

Beweglichkeit lediglich einen kleinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit habe (UV-act. 73). 

In den späteren medizinischen Berichten wird diese Ansicht geteilt und zudem eine 

leichte Einschränkung in der Greiffunktion festgestellt (UV-act.  111; 218). Im rechten 

Fuss verbleiben unbestrittenermassen Bewegungs- und Belastungseinschränkungen 

als Unfallrestfolge. Auch an der linken Hüfte sind Residuen des glutealen Hämatoms zu 

finden. Allerdings ist die Hüftbeweglichkeit uneingeschränkt möglich und für die 

weiterhin geklagten Beschwerden im Bereich beider Hüftregionen konnte kein 

pathomorphologisches Substrat gefunden werden. Auch Dr. I.___ ging davon aus, dass 

im Trochanterbereich links möglicherweise immer noch eine leichte Vernarbung 

vorhanden sei, konnte jedoch keine objektivierten Befunde vorfinden. Zudem führte 

das MRI vom 9. Dezember 2009 auch degenerative Entwicklungen zutage. 

Zahnbeschwerden macht die Beschwerdeführerin keine mehr geltend. Die Rehaklinik 

Bellikon berichtete am 30. April 2009, dass passive und aktive physiotherapeutische 

Massnahmen nicht geeignet seien, die Beschwerden der Versicherten langfristig zu 

verbessern. Auch seien solche Therapien nicht geeignet, eine Verschlechterung der 

Beschwerdesymptomatik zu verhindern. Die Beschwerdeführerin solle auf eine 

ausreichende Aktivierung und Mobilität achten, um langfristig ein möglichst 

symmetrisches Gangbild zu erreichen. Somatisch-organische Therapieverfahren seien 

nicht indiziert. Gleicher Ansicht ist auch Dr. I.___, der nach so langer Zeit nicht mehr mit 

einer Verbesserung des Gesundheitszustands rechnet und annimmt, dass die 

Bewegungseinschränkung und die restlichen Beschwerden bestehen bleiben (UV-

act. 218 S. 11 f.). Physikalische Massnahmen seien kaum mehr sinnvoll. 

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Eingliederungsmassnahmen der IV standen dem Fallabschluss unbestrittenermassen 

nicht entgegen. Der Abschluss des Falls durch den Unfallversicherer im Sinn von 

Art. 19 Abs. 1 UVG bedingt lediglich, dass von weiteren medizinischen Massnahmen 

keine namhafte Besserung des Gesundheitszustands mehr erwartet werden kann, nicht 

aber, dass eine ärztliche Behandlung nicht länger erforderlich ist (vgl. Urteil des 

Bundesgerichts vom 4. November 2008, 8C_467/2008, E. 5.2.2.2.). Es genügt für eine 

weiterdauernde Übernahme der Behandlungskosten nicht, dass eine Therapie lediglich 

eine unbedeutende Besserung erhoffen lässt oder dass für eine namhafte Besserung 

nur eine weit entfernte Möglichkeit besteht (Alfred Maurer, Schweizerisches 

Unfallversicherungsrecht, 2. Aufl., Bern 1989, S. 274). Von einer namhaften Besserung 

des Gesundheitszustands kann auch dann nicht gesprochen werden, wenn eine 

therapeutische Massnahme mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nur die sich aus 

einem stationären Gesundheitsschaden ergebenden Beschwerden für eine begrenzte 

Zeit zu lindern vermag (RKUV 2005, S. 388). Für die Bejahung eines medizinischen 

Endzustands wird keine vollständige SchmerzL.___heit vorausgesetzt (vgl. Rumo-

Jungo, a.a.O., S. 145). Dementsprechend ist der Fallabschluss am 31. März 2011 in 

Bezug auf die somatischen Beschwerden zu Recht erfolgt und über diesen Zeitpunkt 

hinaus sind keine Taggeld- und Heilbehandlungsleistungen mehr geschuldet. Folglich 

kann der Hauptantrag der Beschwerdeführerin nicht geschützt werden.

5.

5.1  Zu prüfen ist des Weiteren die Leistungseinstellung per 1. Februar 2009 bzw. 

31. Januar 2010 bezüglich der psychischen Beschwerden.

5.2  Eine Behandlung der von Dr. C.___ anlässlich der ersten Sprechstunde vom 

25. März 2008 diagnostizierten leichten posttraumatischen Belastungsstörung wurde 

ca. alle drei Wochen durch regelmässige Gesprächspsychotherapie, Verhaltenstherapie 

und medikamentöse Therapie durchgeführt. Die Prognose sei aus psychiatrischer Sicht 

als sehr günstig zu bezeichnen und eine Wiederherstellung der vollen Arbeitsfähigkeit 

in den nächsten ca. zwei Monaten mit grosser Sicherheit zu erwarten (UV-act. 34). 

Gemäss Bericht vom 20. Oktober 2008 rechnete Dr. C.___ nach wie vor mit einer 

vollständigen Rückbildung der posttraumatischen Belastungsstörung (UV-act. 76). Dr. 

med. N.___, Facharzt Psychiatrie und Psychotherapie FMH, Rehaklinik Bellikon, 

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berichtete am 30. April 2009 (UV-act. 111), dass diagnostisch von einer phobischen 

Angststörung auszugehen sei, alternativ dazu könne von einer leichten, 

subsyndromalen posttraumatischen Belastungsstörung als Restsymptomatik 

gesprochen werden. Durch die Vermeidungsproblematik sei die Beschwerdeführerin 

momentan noch leicht eingeschränkt (maximal ca. 20%), grundsätzlich sei sie aber bei 

geeignetem Herangehen therapierbar. Mit Arztbericht vom 29. März 2010 (UV-act. 254) 

wies Dr. C.___ darauf hin, dass der Gesamtkrankheitsverlauf die Beschwerdeführerin 

zunehmend psychisch belastet und in den letzten Monaten die generalisierte 

Angststörung verstärkt sowie eine Anpassungsstörung mit Angst und Depression 

ausgelöst habe. Gegenwärtig könne aus rein psychiatrischer Sicht eine mindestens 

40%-ige Arbeitsunfähigkeit attestiert werden, welche auf die reduzierte 

Konzentrationsfähigkeit, reduzierte Ausdauer mit konsequenten 

Konzentrationseinbrüchen und Schmerzzunahme, angstbedingten formalen 

Denkstörungen bzw. Ablenkung von der geleisteten Arbeit sowie zunehmend 

psychophysische Erschöpfung zurückzuführen sei. Aus psychiatrischer Sicht sei die 

Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin bis vor ca. drei Monaten höchstens um 20% 

eingeschränkt gewesen.

5.3  In Bezug auf die psychischen Beschwerden stellte Dr. K.___ bei der 

interdisziplinären Zusammenfassung (UV-act. 111) fest, dass durch das psychiatrische 

Störungsbild die Arbeitsfähigkeit um maximal ca. 20% eines Vollpensums reduziert sei, 

dies jedoch das Mass dessen, was somatisch noch zumutbar sei, nicht fassbar 

zusätzlich einschränke. Die weitere Durchführung der psychiatrischen Behandlung und 

ein Analgetikaentzug wurden empfohlen, den die Beschwerdeführerin jedoch ablehne. 

Des Weiteren ist zu entnehmen, dass die noch leicht eingeschränkte Arbeitsfähigkeit 

von maximal ca. 20% bei geeignetem Herangehen grundsätzlich therapierbar sei mit 

wahrscheinlich rasch eintretenden Erfolgen bei enger Sitzungsfrequenz. Das 

psychiatrische Störungsbild sei gut behandelbar bei angemessener Mitwirkung der 

Beschwerdeführerin. Dr. C.___ sah bis ca. Januar 2010 eine psychisch bedingte 

Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von höchstens 20% als gegeben an und bestätigte 

bis dahin in mehreren Berichten deren Behandelbarkeit. Im Bericht vom 29. März 2010 

(UV-act. 254) war jedoch von einer zunehmenden psychischen Belastung die Rede, die 

aus rein psychiatrischer Sicht eine mindestens 40%-ige Arbeitsunfähigkeit begründe. 

Mit Verfügung vom 27. Dezember 2011 verneinte die Beschwerdegegnerin die 

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Adäquanz betreffend den psychischen Leiden per 1. Februar 2009 und übernahm 

entgegenkommenderweise die Kosten der psychiatrischen Behandlung bis 31. Januar 

2010 (UV-act. 256). Weitere Abklärungen wurden von Seiten der Beschwerdegegnerin 

seit dem psychiatrischen Teilgutachten der Rehaklinik Bellikon vom 30. April 2009 nicht 

gemacht. Den Bericht vom 29. März 2010 verfasste Dr. C.___ auf Anfrage der 

damaligen Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin. Er fand bei der 

Beschwerdegegnerin allerdings keine Beachtung. Obwohl der Bericht von Dr. C.___ 

vom 29. März 2010 darauf hinwies, dass sich die Situation seit dem 30. April 2009 

verändert hatte, stellte die Beschwerdegegnerin nur auf das Teilgutachten der 

Rehaklinik Bellikon ab. Dennoch kann vorliegend auf weitere Abklärungen – etwa in 

Form einer psychiatrischen Begutachtung – die das Weiterbestehen des natürlichen 

Kausalzusammenhangs aufzeigen sollen, verzichtet werden, da - wie nachfolgend zu 

zeigen ist - der für einen weiteren Leistungsanspruch kumulativ erforderliche adäquate 

Kausalzusammenhang fehlt.

5.4  Angesichts der dargelegten medizinischen Aktenlage kann das Vorliegen einer 

natürlichen Teilkausalität zwischen Unfallereignis und psychischer Problematik zwar 

nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden. Die 

Beschwerdegegnerin prüfte und verneinte jedoch die Adäquanz der psychischen 

Beschwerden nach der Psycho-Praxis. Ergeben die Abklärungen, dass die versicherte 

Person ein Schleudertrauma oder schleudertraumaähnliche Verletzungen erlitten hat, 

dass die zum typischen Beschwerdebild einer solchen Verletzung gehörenden 

Beeinträchtigungen zumindest teilweise vorliegen, und dass diese im Vergleich zur 

psychischen Problematik nicht ganz in den Hintergrund treten, erfolgt die Beurteilung 

der Adäquanz gemäss den in BGE 117 V 359 E. 6a und BGE 117 V 369 E. 4b 

festgelegten Kriterien (BGE 123 V 98 E. 2a mit Hinweisen). Im Zentrum der psychischen 

Problematik stand vorliegend gemäss Teilgutachten vom 30. April 2009 der Rehaklinik 

Bellikon ein deutliches Vermeidungsverhalten (UV-act. 111). Dr. C.___ beschrieb eine 

leichte Form einer posttraumatischen Belastungsstörung mit Flashbacks und 

Vermeidungsverhalten sowie eine posttraumatische generalisierte Angststörung als 

Ursache der Reduktion der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin bis Januar 2010. 

Dr. C.___ und Dr. N.___ gingen bis dahin einhellig davon aus, dass sich die psychische 

Problematik vollständig zurückbilden werde. Danach habe der Gesamtkrankheitsverlauf 

die Beschwerdeführerin zunehmend belastet und in den letzten Monaten die 

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generalisierte Angststörung verstärkt sowie eine Anpassungsstörung mit Angst und 

Depression ausgelöst. Hierbei handelt es sich offenbar nicht um ein psychisches 

Leiden, das als Teil des typischen Beschwerdebilds bei Schleudertrauma oder 

schleudertraumaähnlichen Verletzungen bekannt ist. Vielmehr liegt ein eigenständiges 

psychisches Geschehen vor, das anhand der Psycho-Praxis zu beurteilen ist.

5.5  Bei der Beurteilung des adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfall 

und einer anschliessend einsetzenden psychischen Fehlentwicklung mit Einschränkung 

der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit ist nach der Rechtsprechung (BGE 115 V 133 E. 6) 

vom objektiv fassbaren Unfallereignis auszugehen. Dabei besteht ein adäquater 

Kausalzusammenhang zwischen den psychischen Beschwerden und dem Unfall, wenn 

dem Unfall eine massgebende Bedeutung für deren Entstehung zukommt. Dies trifft 

dann zu, wenn er eine gewisse Schwere aufweist oder mit anderen Worten ernsthaft 

ins Gewicht fällt. Für die Beurteilung dieser Frage ist an das Unfallereignis 

anzuknüpfen, wobei – ausgehend vom augenfälligen Geschehensablauf – zwischen 

banalen bzw. leichten Unfällen einerseits, schweren Unfällen andererseits und 

schliesslich dem dazwischen liegenden mittleren Bereich unterschieden wird. Während 

der adäquate Kausalzusammenhang in der Regel bei schweren Unfällen ohne weiteres 

bejaht und bei leichten Unfällen verneint werden kann, lässt sich die Frage der 

Adäquanz bei Unfällen aus dem mittleren Bereich nicht aufgrund des Unfallgeschehens 

allein schlüssig beantworten. Es sind weitere, objektiv fassbare Umstände, welche 

unmittelbar mit dem Unfall in Zusammenhang stehen oder als direkte bzw. indirekte 

Folgen davon erscheinen, in eine Gesamtwürdigung einzubeziehen. Dabei müssen 

rechtsprechungsgemäss (vgl. BGE 115 V 133 E. 6c; SVR 1999 UV Nr. 10 S. 31 E. 2; 

2001 UV Nr. 8 S. 32 E. 3, je mit Hinweisen) die weiteren unfallbezogenen Kriterien 

entweder in gehäufter oder auffallender Weise oder ein einziges Kriterium in besonders 

ausgeprägter Weise erfüllt sein, damit die Adäquanz bejaht werden kann. Als in die 

Adäquanzbeurteilung einzubeziehende Kriterien nennt die Rechtsprechung (BGE 115 V 

133 E. 6c/aa): besonders dramatische Begleitumstände oder besondere 

Eindrücklichkeit des Unfalls, die Schwere oder besondere Art der erlittenen 

Verletzungen, insbesondere ihre erfahrungsgemässe Eignung, psychische 

Fehlentwicklungen auszulösen, ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung, 

körperliche Dauerschmerzen, ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen 

erheblich verschlimmert, schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen 

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und Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit. Bei der Beurteilung der 

Frage, ob diese Kriterien erfüllt sind, ist die psychisch bedingte Beeinträchtigung 

auszuklammern und nur der somatische Anteil zu berücksichtigen.

5.5.1 Gemäss dem Protokoll der Stadtpolizei vom 3. März 2008 (UV-act. 32) erfasste 

der Personenwagen die Versicherte mit der rechten Fahrzeugfront wahrscheinlich 

ungebremst mit einer Geschwindigkeit von 40 bis 45 km/h im Beinbereich. Sie wurde 

auf die Fahrzeugfront aufgeladen und prallte in der Folge mit dem Körper auf der 

Motorhaube sowie auf dem rechten Kotflügel auf. Anschliessend wurde sie auf das 

Trottoir geschleudert. Der augenfällige Geschehensablauf und die dabei auf die 

Beschwerdeführerin wirkenden Kräfte sind vergleichbar mit dem Sachverhalt im Urteil 

des Bundesgerichts vom 29. Mai 2012 (8C_849/2011), wo ein Fussgänger auf dem 

Trottoir vom Rückspiegel eines von hinten vorbeifahrenden Lieferwagens am linken 

Arm getroffen wurde und zu Boden stürzte. Mit Blick auf die Rechtsprechung des 

Bundesgerichts (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 29. Mai 2012, 8C_849/2011, 

E. 6.1.2) ist das vorliegende Ereignis als mittelschwerer Unfall im mittleren Bereich zu 

qualifizieren. Damit müssen für die Bejahung der Adäquanz mindestens drei Kriterien in 

einfacher Form oder aber eines in besonders ausgeprägter Weise erfüllt sein (Urteil des 

Bundesgerichts vom 29. Januar 2010, 8C_897/2009, E. 4.5).

5.5.2 Ob besonders dramatische Begleitumstände oder eine besondere 

Eindrücklichkeit des Unfalls vorliegen, beurteilt sich objektiv und nicht aufgrund des 

subjektiven Empfindens bzw. Angstgefühls der versicherten Person (RKUV 1999 

Nr. U 335 S. 207 E. 3b/cc; Urteil des Bundesgerichts vom 25. Januar 2008, U 56/07, 

E. 6.1). Zu beachten ist, dass jedem mindestens mittelschweren Unfall eine gewisse 

Eindrücklichkeit eigen ist, welche somit noch nicht für eine Bejahung des Kriteriums 

ausreichen kann (Urteil des Bundesgerichts vom 13. Februar 2012, 8C_435/2011, 

E. 4.2.3). Zwar ist dieses Kriterium entgegen den Ausführungen der 

Beschwerdegegnerin nicht erst bei schwersten Verkehrsunfällen mit Lebensgefahr 

erfüllt (vgl. etwa Urteil des Bundesgerichts vom 11. Juni 2010, 8C_9/2010, E. 3.7.1), 

doch weichen die Begleitumstände im vorliegenden Fall nicht wesentlich von den bei 

Verkehrsunfällen üblichen Gegebenheiten ab. Hinzu kommt, dass sich die Versicherte, 

wie die Akten klar zeigen, auch gar nicht an das Unfallgeschehen erinnern kann (UV-

act. 8, 32). Dieses Kriterium ist somit nicht als erfüllt zu betrachten.

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5.5.3 Beim Kriterium der Schwere oder besonderen Art der erlittenen Verletzungen ist 

insbesondere ihre erfahrungsgemässe Eignung, psychische Fehlentwicklungen 

auszulösen, zu berücksichtigen. Die Beschwerdeführerin erlitt ein Schädel-Hirntrauma 

ersten Grades, eine Rissquetschwunde supraorbital links, eine Basis-Fraktur Endglied 

Dig I rechts mit Ausriss des radialen Kolateralbands, ein Glutealhämatom links, eine 

Syndesmosen-Ruptur des rechten oberen Sprunggelenks sowie eine Fraktur des 

Malleolus medialis rechts. Die Diagnose eines Schädel-Hirntraumas als solches genügt 

zur Bejahung dieses Kriteriums nicht (vgl. BGE 134 V 109 E. 10.2.2). Auch wenn 

mehrere Verletzungen vorliegen, so handelt es sich doch nicht um ein Polytrauma, das 

vergleichbar wäre mit denjenigen von den Urteilen des Bundesgerichts vom 

19. Dezember 2011, 8C_488/2011, E. 5.2, und vom 19. November 2009, 8C_197/2009, 

E. 3.6). Die Erfüllung des Kriteriums ist daher zu verneinen.

5.5.4 Eine ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung ist nicht zu erblicken. 

Die körperlichen Verletzungen heilten nach den operativen Eingriffen im Kantonsspital 

St. Gallen (diagnostische Arthroskopie OSG rechts, Schraubenosteosynthese am 

Malleolus medialis rechts und tibiofibulare Stellschrauben am 14. Februar 2008 sowie 

Reposition und Spickdraht Osteosynthese Daumen rechts am 15. Februar 2008; 

vgl. UV-act. 6) stetig ab und gemäss Angaben der Beschwerdeführerin verbesserte 

sich die Beschwerdesymptomatik seit dem Unfall vom 14. Februar 2008 bis August 

2008 (UV-act. 111) kontinuierlich. Nach dem Aufenthalt in der Rehaklinik Bellikon vom 

12. bis 30. Januar 2009 betrieb die Beschwerdeführerin keine Physiotherapie mehr und 

die Behandlung beschränkte sich auf Schmerzbekämpfung mit Analgetika (UV-

act. 109, 157). Abklärungsmassnahmen und blossen ärztlichen Kontrollen kommt nicht 

die Qualität einer regelmässigen, zielgerichteten Behandlung zu.

5.5.5 Vier Tage nach dem Unfall erwähnte die Beschwerdeführerin der Polizei 

gegenüber Schmerzen am ganzen Körper und am Kopf. Am 20. Juni 2008 war der 

rechte Fuss noch immer geschwollen und nicht vollständig belastbar (UV-act. 36). Das 

Gehen am Gehstock verursachte Schmerzen in der rechten Hand und am rechten 

Handgelenk, die bis zur rechten Schulter ausstrahlten. Beim Gehen ohne Gehstock 

verspürte die Beschwerdeführerin Schmerzen in beiden Hüften und dem LWS-Bereich. 

Beim rechten Daumen verspürte sie hie und da einen stechenden Schmerz. Im Sitzen 

hatte sie keine Schmerzen. Am 13. Oktober 2008 berichtete Dr. G.___, dass die 

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Beschwerdeführerin keine posttraumatischen Folgen an der Lumbalwirbelsäule trage 

(UV-act. 73). Im Oberschenkel links bestand eine ausgeprägte Druckdolenz. Die 

Schmerzen am linken Hüftgelenk waren nicht sehr ausgeprägt, allerdings konnte die 

Beschwerdeführerin nicht auf der linken Seite liegen. Am oberen Sprunggelenk rechts 

gab die Beschwerdeführerin sich nach längerem Stehen verstärkende Beschwerden 

an. Bei der Untersuchung vom 23. Januar 2009 in der Rehaklinik Bellikon gab die 

Beschwerdeführerin als aktuelle Beschwerden gegenüber der Fachärztin für 

Physikalische Medizin und Rehabilitation FMH bewegungs- und belastungsabhängige 

Schmerzen im rechten Fuss an (UV-act. 111). In Ruhe habe sie auch schmerzfreie 

Momente. Schmerzen in der linken Hüfte seien ständig vorhanden. Im Daumen 

verspüre sie nur noch ein Stechen bei Wetterwechsel. Die Schmerzen an den Schultern 

und den beiden Handgelenken waren nicht mehr vorhanden. Am 22. April 2009 klagte 

die Beschwerdeführerin über Schmerzen im rechten Fuss (UV-act. 109). Morgens 

verspüre sie keine Schmerzen. Im Verlauf des Tages und mit zunehmender Belastung 

nähmen die Schmerzen bis abends zu. Zudem leide sie seit rund zwei Monaten an 

Schmerzen in beiden Hüften, die sich im Sitzen und im Gehen bemerkbar machen 

würden. Des Weiteren beschrieb sie manchmal stechende Schmerzen im rechten 

Daumen. Auch am 25. September 2009 und am 17. November 2009 berichtete die 

Beschwerdeführerin über seit gut einem Jahr konstanten Schmerzen im Bereich des 

linken proximalen lateralen Oberschenkels (UV-act. 146, 157). Seit April 2009 

beständen auch zunehmend Schmerzen im Bereich der rechten Hüfte. Insbesondere 

unter stehender Belastung leide die Beschwerdeführerin unter Schmerzen im Bereich 

des rechten Innenknöchels. Am 7. März 2010 suchte die Beschwerdeführerin wegen 

Schmerzzunahme am Bein, den Leisten und am rechten Fuss die zentrale 

Notfallaufnahme des Kantonsspitals St. Gallen auf. Im Gutachten vom 10. November 

2010 hielt Dr. I.___ fest, dass die Beschwerdeführerin immer noch Schmerzen am 

rechten Fuss und an der linken Hüfte habe. Da sie immer das rechte Bein mehr 

belasten müsse, sei auch langsam das ganze rechte Bein schmerzhaft, was sich am 

stärksten in der Hüfte auswirke. Rückenschmerzen hatte die Beschwerdeführerin keine 

und auch der rechte Daumen sei nicht schmerzhaft. Gemäss Dr. J.___ klagte die 

Beschwerdeführerin am 19. März 2011 über Schmerzen der Beine und hatte seit dem 

Unfall am 14. Februar 2008 jeden Tag Schmerzen, die auf verschiedenste Therapien 

nicht ansprechen (UV-act. 254). Körperliche Dauerschmerzen sind aus diesem Verlauf 

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jedoch höchstens im Bereich der linken Hüfte ersichtlich. Die Schmerzen am rechten 

Fuss sind den Akten zufolge bewegungs- und belastungsabhängig. Die 

Kopfschmerzen sind vorliegend nicht zu berücksichtigen, da sie nicht organischer Art 

und mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf einen Medikamentenübergebrauch 

zurückzuführen sind (vgl. E. 3.3.7). Das Kriterium ist aufgrund der Hüftbeschwerden – 

wenn überhaupt – als höchstens in einfacher Weise erfüllt zu betrachten, da es nicht 

derart ausgeprägt vorhanden ist, dass es allein deswegen zur Bejahung der Adäquanz 

führen würde.

5.5.6 Eine ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert 

hat, machte die Beschwerdeführerin zu Recht nicht geltend.

5.5.7 Ein schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen liegen nach der 

Rechtsprechung vor, wenn besondere Gründe gegeben sind, die die Heilung 

beeinträchtigt haben, wobei die beiden Teilaspekte nicht kumulativ erfüllt sein müssen 

(vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 8. April 2009, 8C_1020/2008, E. 5.7 mit 

Hinweisen). Hinweise auf solche besonderen Gründe sind aus den Akten nicht 

ersichtlich und insbesondere nicht bereits aus dem Umstand zu sehen, dass das 

Osteosynthesematerial nicht entfernt wurde (vgl. <http://orthopaedie-

unfallchirurgie.universimed.com/artikel/47-ao-symposium-die-entfernung-von-

osteosynthesematerial>, abgerufen am 9. Januar 2013, wonach eine Metallentfernung 

zu Komplikationen führen kann und deshalb nicht in jedem Fall indiziert ist). Das 

Kriterium ist daher zu verneinen.

5.5.8 Nachdem bei der Adäquanzprüfung nach BGE 115 V 133 beim Kriterium des 

Grads und der Dauer der Arbeitsunfähigkeit nur jene Zeiten zu berücksichtigen sind, in 

welchen die versicherte Person aufgrund einer rein physischen Betrachtungsweise 

arbeitsunfähig war, hat die psychiatrisch bedingte Arbeitsunfähigkeit vorliegend ausser 

Acht zu bleiben. Seit dem Unfall vom 14. Februar 2008 bestand bis zum Eintritt und 

Aufenthalt in der Rehaklinik Bellikon eine volle Arbeitsunfähigkeit (UV-act. 36, 73, 74, 

81, 102, 109). Per Ende Januar 2009 wurde das Arbeitsverhältnis der Versicherten bei 

der B.___ gekündigt (UV-act. 78, 81). Im Austrittsbericht der Rehaklinik Bellikon vom 

30. April 2009 wurde die somatisch-organische Arbeitsfähigkeit der 

Beschwerdeführerin dahingehend beurteilt, dass die berufliche Tätigkeit als 

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Versandmitarbeiterin voll ausführbar sei, wenn der Versicherten nach einer Stunde das 

Einlegen einer Pause ermöglicht werde und keine Gewichte von mehr als 20 kg zu 

heben seien. Allerdings geht aus dieser Arbeitsfähigkeitsbeurteilung nicht hervor, 

welchen Zeitrahmen diese Pause umfassen soll. Adaptierte Tätigkeiten, die kein 

längeres Gehen oder Stehen am Stück sowie kraftvolle Greiffunktionen rechts 

erfordern, könnten der Beschwerdeführerin ab Austritt ganztags zugemutet werden. 

Gehen und Stehen sei eine Stunde am Stück möglich, anschliessend solle eine Pause 

mit Hochlagern des rechten Beins eingelegt werden können. Heben und Tragen sei 

aufgrund der reduzierten Standfestigkeit bis 15-20 kg möglich. Auch hier wurde die 

Dauer der Pause nicht festgelegt. Allerdings geht daraus hervor, dass die effektive 

Leistung bei vollem Pensum lediglich durch eine vorliegend nicht zu berücksichtigende 

Reduktion der Arbeitsfähigkeit um 20% aus psychischen Gründen beeinträchtigt ist, 

indirekt hervor, dass die Pause nur von kurzer Dauer sein kann und die Arbeitsfähigkeit 

nicht nennenswert beeinträchtigt. Auch Dr. I.___ nahm bei einer vorwiegend sitzenden 

Tätigkeit mit Heben und Tragen von Gewichten in dieser Position von etwa 10-15 kg 

eine volle Arbeitsfähigkeit ohne Einschränkung in zeitlichem Ausmass oder in der 

Leistung an. Damit bestand aus somatischer Sicht ein Jahr nach dem Unfall wieder 

eine volle Arbeitsfähigkeit in einer leidensadaptierten Tätigkeit, was nicht als 

übermässig lange Dauer zu betrachten ist.

5.5.9 Da somit höchstens eines der zu berücksichtigenden Kriterien in nicht besonders 

ausgeprägter Weise erfüllt ist, ist die Adäquanz des Kausalzusammenhangs zwischen 

den psychischen Beschwerden der Beschwerdeführerin und dem Unfall vom 

14. Februar 2008 zu verneinen.

6.

6.1  Unter Berücksichtigung der unfallkausalen somatischen Beschwerden ist im 

Hinblick auf die sich ab dem 1. April 2011 stellende Rentenfrage die verbliebene 

Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin zu bestimmen.

6.2  Gemäss Art. 18 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine 

Invalidenrente, wenn er infolge des Unfalls zu mindestens 10% invalid ist. Art. 8 Abs. 1 

des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; 

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SR 830.1) beschreibt Invalidität als die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit 

dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Erwerbsunfähigkeit wird wiederum 

als der durch die Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen 

Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung 

verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in 

Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt definiert (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Bei 

der Bemessung des Invaliditätsgrads sind die Art. 18 Abs. 2 UVG i.V.m. Art. 16 ATSG 

anwendbar. Danach wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach 

Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und 

allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei 

ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung 

gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid 

geworden wäre (Valideneinkommen). Art. 20 Abs. 1 UVG zufolge beträgt die 

Invalidenrente bei Vollinvalidität 80% des versicherten Verdienstes, bei Teilinvalidität 

wird sie entsprechend gekürzt.

6.3  Die angestammte Tätigkeit als Versandmitarbeiterin könnte die 

Beschwerdeführerin gemäss Austrittsbericht der Rehaklinik Bellikon vom 30. April 2009 

somatisch-organischerseits voll ausführen, wenn ihr nach einer Stunde das Einlegen 

einer Pause ermöglicht würde und keine Gewichte von mehr als 20 kg zu heben wären. 

Dr. I.___ sah unter der Annahme, dass es sich beim angestammten Beruf um eine 

vorwiegend stehende Tätigkeit handelte, eine Einschränkung von 50% des bisherigen 

Pensums als gegeben an, wobei er jedoch aufgrund der Fragestellung der Case 

Managerin davon ausging, dass das bisherige Arbeitspensum der Beschwerdeführerin 

80% betrug. In einer vorwiegend sitzenden Tätigkeit mit Heben und Tragen von 

Gewichten in dieser Position von etwa 10-15 kg erachtete Dr. I.___ keine 

Einschränkung - weder in zeitlicher noch in leistungsmässiger Hinsicht -als gegeben. 

Auf diese schlüssige und nachvollziehbare Beurteilung ist abzustellen und es ist davon 

auszugehen, dass die Beschwerdeführerin in einer leidensadaptierten Tätigkeit zu 

100% arbeitsfähig ist.

6.4  Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was die versicherte 

Person im Zeitpunkt des (möglichen) Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Die 

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Einkommensermittlung hat so konkret wie möglich zu erfolgen. Dabei wird in der Regel 

am zuletzt erzielten, der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung 

angepassten Verdienst angeknüpft; dies in der Annahme, dass die bisherige Tätigkeit 

ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre (BGE 134 V 322 E. 4.1; 129 V 222 

E. 4.3.1, mit Hinweisen). Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin macht geltend, 

dass die Beschwerdeführerin vor dem Unfallereignis lediglich zu 80% gearbeitet habe, 

obwohl sie zu 100% angestellt gewesen sei und sie aufgrund der Erkrankung des 

Ehemanns und dessen Arbeitsunfähigkeit nur schon aus wirtschaftlichen Gründen 

gezwungen gewesen wäre, in einem vollen Pensum zu arbeiten. Das 

Valideneinkommen muss unabhängig davon bestimmt werden, ob die versicherte 

Person vor dem Unfall eine Teilzeit- oder eine Vollzeiterwerbstätigkeit ausgeübt hat 

(Rumo-Jungo, a.a.O. S. 124). Die Beschwerdeführerin war seit dem 28. März 1995 bis 

13. Februar 2008 (letzter effektiver Arbeitstag) beim B.___ berufstätig. Nachdem die 

Kündigung per Ende Januar 2009 erfolgte, arbeitete sie nicht mehr. Mit Blick auf die 

lange, beinahe vierzehnjährige Beschäftigungsdauer beim B.___ und den Umstand, 

dass die Beschwerdeführerin danach arbeitslos war, rechtfertigt es sich, zur 

Bestimmung des Valideneinkommens auf das Arbeitsverhältnis beim B.___ abzustellen. 

Die Krankheit des Ehemannes bestand schon vor dem Unfall und deutet daher nicht 

auf eine allfällige Aufstockung des Pensums oder gar einen Stellenwechsel im 

Gesundheitsfall hin. Bei der Unfallmeldung vom 19. Februar 2008 gab die damalige 

Arbeitgeberin der Beschwerdeführerin ein volles Arbeitspensum bei einer 

Wochenarbeitszeit von 42,5 Stunden an (UV-act. 1). Den Lohnabrechnungen vom 

Februar 2007 bis Januar 2008 ist zu entnehmen, dass unabhängig von der 

Stempelkartenzeit ein Lohn von monatlich Fr. 3'216.-- (bzw. ab Januar 2008 monatlich 

Fr. 3'264.--) auf Basis von 160 Stunden ausbezahlt wurde (UV-act. 118). Es ist 

naheliegend, dass die vertraglich vereinbarte Wochenarbeitszeit mit Einschluss der 

Pausen 42,5 Stunden beträgt. Zwar hat ein Arbeitnehmer Anspruch auf eine Pause von 

einer halben Stunde bei einer täglichen Arbeitszeit von mehr als sieben Stunden 

(Art. 15 Abs. 1 lit. b des Bundesgesetzes über Arbeit in Industrie, Gewerbe und Handel 

[Arbeitsgesetz, ArG, SR 822.11]). Allerdings gelten diese Pausen – obwohl aus Gründen 

des Gesundheitsschutzes bzw. der körperlichen Überbelastung von Gesetzes wegen 

vorgeschrieben – nur dann als Arbeitszeit, wenn die Arbeitnehmer ihren Arbeitsplatz 

nicht verlassen dürfen. Damit ist jedoch nicht automatisch verbunden, dass Pausen 

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auch bezahlt sein müssen (Art. 15 Abs. 2 ArG; Roland A. Müller, Stämpflis 

Handkommentar, Arbeitsgesetz, in: Thomas Geiser/Adrian von Känel/Rémy Wyler 

(Hrsg.), Bern 2005, N 27 zu Art. 15). Eine Anpassung an die durchschnittliche 

wöchentliche Arbeitszeit hat bei der Ermittlung des Valideneinkommens nicht 

stattzufinden, da es sich dabei um den tatsächlich erzielten Verdienst und nicht um ein 

basierend auf statistischen Werten ermitteltes Einkommen handelt. Insofern ist vom 

von der Beschwerdegegnerin ermittelten Einkommen zum Unfallzeitpunkt beim B.___ 

über Fr. 48'839.- (Lohn Basisstunden [12 x Fr. 3'264.--] Fr. 39'168.-- + 

Ferienentschädigung [12% von Fr. 3'264.-- x 12] Fr. 4'700.40 + Leistungsprämie 

[Februar 2007 bis Januar 2008] Fr. 1'690.-- + Gratifikation Fr. 3'220.-- + 

Samstagszulage [Fr. 34.95 + Fr. 25.95] Fr. 60.90) auszugehen. Unter Berücksichtigung 

der Nominallohnentwicklung bis in das Jahr 2011 (Jahr 2008 2%, Jahr 2009 2.1%, Jahr 

2010 0.8% und Jahr 2011 1%) beträgt das Valideneinkommen Fr. 51'781.80.

6.5  Bei der Bemessung des Invalideneinkommens sind vorliegend unbestrittener­

massen die Tabellenlöhne der Lohnstrukturerhebung (LSE) beizuziehen. Aufgrund der 

medizinischen Aktenlage ist ausgewiesen, dass die Beschwerdeführerin nur in einer 

vorwiegend sitzenden Tätigkeiten ihre Arbeitsfähigkeit ohne Einschränkungen in Zeit 

oder Leistung zu 100% ausschöpfen kann, weshalb die LSE-Tabelle TA1, Privater 

Sektor, Total Anforderungsniveau 4, für die Ermittlung des Invalideneinkommens 

Anwendung findet. Im Jahr 2010 lag der Durchschnittslohn für eine Frau bei einer 

wöchentlichen Arbeitszeit von 40 Stunden bei Fr. 4'225.--. Umgerechnet auf einen 

Jahreslohn sowie unter Berücksichtigung der im Jahr 2010 betriebsüblichen Arbeitszeit 

von 41.6 Stunden pro Woche ergibt dies einen Betrag von Fr. 52'728.--. Nach 

Anpassung an die Nominallohnerhöhung (Jahr 2010 0.8%, Jahr 2011 1%) resultieren 

Fr. 53'681.30. Bestehen im Einzelfall Anhaltspunkte dafür, dass die versicherte Person 

ihre gesundheitlich bedingte Restarbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur 

mit unterdurchschnittlichem erwerblichen Erfolg verwerten kann, ist ein Abzug vom 

ermittelten Tabellenlohn von maximal 25 % vorzunehmen (BGE 126 V 75 E. 5b). Bei der 

Überprüfung des Abzugs, der eine Schätzung darstellt und von der Verwaltung kurz zu 

begründen ist, darf das Sozialversicherungsgericht sein Ermessen nicht ohne triftigen 

Grund an die Stelle desjenigen der Verwaltung setzen (BGE 126 V 75, E. 6). Die zum 

Unfallzeitpunkt 51-jährige Beschwerdeführerin reiste im Jahr 1995 in die Schweiz ein, 

absolvierte einen Deutschkurs und arbeitete seitdem beim B.___. In ihrer Heimat hat sie 

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den Beruf der Elektrotechnikerin erlernt und später eine Zusatzausbildung zur 

Tontechnikerin absolviert. Die Beschwerdeführerin ist seit dem Jahr 2005 

schweizerische Staatsbürgerin. Insofern erscheint es vertretbar, dass die 

Beschwerdegegnerin im vorliegenden Fall keinen Tabellenlohnabzug gewährt hat. Es 

ist daher von einem Invalideneinkommen in Höhe von Fr. 53'681.30 auszugehen.

6.6  Bei der Gegenüberstellung von Valideneinkommen (Fr. 51'781.--) und 

Invalideneinkommen (Fr. 53'681.--) resultiert kein Invaliditätsgrad.

7.

7.1  Die versicherte Person hat Anspruch auf eine angemessene 

Integritätsentschädigung, wenn sie durch einen Unfall eine dauernde erhebliche 

Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität erleidet (Art. 24 

Abs. 1 UVG). In den Richtlinien des Anhangs 3 der Verordnung über die 

Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) hat der Bundesrat die Bemessung der 

Entschädigung geregelt (Art. 25 Abs. 1 UVG).

7.2  Im Gutachten vom 10. November 2010 beurteilte Dr. I.___ den rein unfallbedingten 

Integritätsschaden unter Berücksichtigung einer allfälligen als wahrscheinlich 

prognostizierten, voraussehbaren Verschlimmerung in der Zukunft mit 5% (UV-act. 218 

S. 13). Auf Nachfrage präzisierte er, dass er bei der Einschränkung der 

Sprunggelenksfunktion von der Tabelle 5 von einer geringen Arthrose mit leichter 

Bewegungseinschränkung des oberen Sprunggelenks ausgegangen sei und dass der 

Daumen rechts sowie die Hüfte links keinen Integritätsschaden ergäben (UV-act. 232, 

243). Die Beschwerdeführerin erachtete diese Beurteilung als zu tief, ohne jedoch zu 

substantiieren, aus welchen (medizinischen) Gründen ihr eine höhere 

Integritätsentschädigung zustehen sollte. Entgegen ihrer Ansicht ist keine 

Widersprüchlichkeit in den Ausführungen von Dr. I.___ zu erkennen. Es sind zudem 

keine Gründe oder medizinische Beurteilungen ersichtlich, welche zu einer anderen 

Schlussfolgerung führen würden. Der Integritätsschaden von 5% entspricht dem in der 

von der Suva herausgegebenen Tabelle 5 vorgesehenen Wert und ist daher nicht zu 

beanstanden.

8.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 34/35

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Dem Eventualantrag der Beschwerdeführerin, es sei eine umfassende neutrale 

rheumatologische/neurologische/orthopädische und psychiatrische Begutachtung 

vorzunehmen, ist nicht stattzugeben. Da nicht anzunehmen ist, dass weitere 

medizinische Abklärungen für die Beurteilung des vorliegend relevanten Sachverhalts 

neue Erkenntnisse bringen, kann darauf verzichtet werden (antizipierte 

Beweiswürdigung; vgl. BGE 124 V 90, E. 4b; 136 I 229, E. 5.3).

9.

9.1  Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen. 

Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

9.2  Der Beschwerdeführerin wurde am 18. Mai 2012 die unentgeltliche Rechtsverbei­

ständung bewilligt (act. G 6). Sie kann indessen, wenn es ihre wirtschaftlichen 

Verhältnisse gestatten, zur Nachzahlung der vom Staat entschädigten Parteikosten 

verpflichtet werden (Art. 123 der Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO; SR 272] 

i.V.m. Art. 99 Abs. 2 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege [VRP; sGS 951.1]). 

Zufolge unentgeltlicher Rechtsverbeiständung ist der Staat zu verpflichten, für die 

Kosten der Rechtsvertretung der Beschwerdeführerin aufzukommen, wobei dem 

unentgeltlichen Rechtsbeistand lediglich ein um 20% reduziertes Honorar zusteht (vgl. 

Art. 31 Abs. 3 des Anwaltsgesetzes, [AnwG; sGS 963.70]; Honorarordnung für 

Rechtsanwälte und Rechtsagenten [HonO; sGS 963.75]). Das Versicherungsgericht des 

Kantons St. Gallen spricht in unfallversicherungsrechtlichen Verfahren gestützt auf 

Art. 22 Abs. 1 lit. b HonO regelmässig eine (ungekürzte) pauschale Entschädigung 

zwischen Fr. 3'500.-- und Fr. 4'500.-- zu. In Würdigung aller Umstände ist die 

Parteientschädigung auf Fr. 3'200.-- (80% von Fr. 4'000.-- einschliesslich Barauslagen 

und Mehrwertsteuer) festzulegen.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 

VRP entschieden:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 35/35

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3. Der Staat entschädigt den Rechtsbeistand der Beschwerdeführerin mit Fr. 3'200.-- 

(inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer).

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	Entscheid Versicherungsgericht, 14.02.2013
	Fallabschluss per 31. März 2011 in Bezug auf die somatischen Beschwerden zu Recht erfolgt. Verneinung der Adäquanz in Bezug auf die psychischen Beschwerden. Kein rentenbegründender Invaliditätsgrad gegeben. Der Integritätsschaden von 5% ist nicht zu beanstanden (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St.Gallen vom 14. Februar 2013, UV 2012/27).

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