# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e09fd779-d7cd-56a1-90e4-26096da9906b
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2015-02-18
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 18.02.2015 A-6829/2014
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-6829-2014_2015-02-18.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung I 

A-4979/2014, A-6829/2014 

 

 

 

  U r t e i l  v o m  1 8 .  F e b r u a r  2 0 1 5  

Besetzung 

 
Richter Christoph Bandli (Vorsitz), 

Richter André Moser, Richterin Kathrin Dietrich, 

Gerichtsschreiber Oliver Herrmann. 

 

 
 

Parteien 

 
BAKO AG, 

Baumaschinen und Transportsysteme, 

Mellingerstrasse 33, 5607 Hägglingen, 

Beschwerdeführerin, 

 
 

 
gegen 

 

 
Bundesamt für Verkehr BAV, 

3003 Bern, 

Vorinstanz. 

 

Gegenstand 

 
Rechtsverweigerung / Marktüberwachung; Konformität von 

Grosspackmitteln (IBC) zur Beförderung gefährlicher Güter 

(Gefahrgutumschliessungen). 

 

 

A-4979/2014, A-6829/2014 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Die BAKO AG Baumaschinen und Transportsysteme bezweckt gemäss 

Handelsregistereintrag die Herstellung und den Vertrieb von Baumaschi-

nen und Transportsystemen sowie den Handel mit Zubehör- und Ersatztei-

len für Maschinen und Fahrzeuge des Bau- und Transportgewerbes. Dazu 

gehört namentlich auch die Herstellung von Grosspackmitteln (Intermedi-

ate Bulk Container, IBC), welche Teil der Gefahrgutumschliessungen 

(GGU) im Sinne der Verordnung vom 31. Oktober 2012 über das Inver-

kehrbringen und die Marktüberwachung von Gefahrgutumschliessungen 

(Gefahrgutumschliessungsverordnung, GGUV, SR 930.111.4) bilden 

(Art. 2 Bst. a GGUV). 

B.  

Mit Erstaudit vom 13. Januar 2011 (Auditbericht Nr. 5'295'416 vom 27. Ja-

nuar 2011) wurde der BAKO AG vom damaligen Eidgenössischen Gefahr-

gutinspektorat (EGI) bescheinigt, über ein anerkanntes Qualitätssiche-

rungsprogramm (QSP) nach der Norm EN ISO 16106:2006 (Verpackung – 

Verpackungen zur Beförderung gefährlicher Güter – Gefahrgutverpackun-

gen, Grosspackmittel [IBC] und Grossverpackungen – Leitfaden für die An-

wendung der ISO 9001) gemäss Unterabschnitt/Ziff. 6.5.4.1 der Ordnung 

für die internationale Eisenbahnbeförderung gefährlicher Güter (RID, An-

hang C zum Übereinkommen vom 9. Mai 1980 über den internationalen 

Eisenbahnverkehr [COTIF, SR 0.742.403.1] in der Fassung des Ände-

rungsprotokolls vom 3. Juni 1999 [SR 0.742.403.12], abrufbar unter 

< http://www.otif.org/veroeffentlichungen/rid-2015.html >, abgerufen am 

18.02.2015) bzw. der Anlage A des Europäischen Übereinkommens vom 

30. September 1957 über die internationale Beförderung gefährlicher Gü-

ter auf der Strasse (ADR, SR 0.741.621; Anlage A [Teile 1–7] abrufbar unter 

< http://www.astra.admin.ch/themen/schwerver-

kehr/00246/00406/06810/index.html?lang=de >, abgerufen am 

18.02.2015) zu verfügen. Ein Wiederholungsaudit wurde für Januar 2014 

vorgesehen. 

C.  

Mit E-Mail vom 14. Februar 2014 teilte die Swiss TS Technical Services AG, 

eine sogenannte Konformitätsbewertungsstelle (KBS) im Sinne von 

Art. 12 ff. GGUV, der BAKO AG mit, dass die Anerkennung von deren QSP 

A-4979/2014, A-6829/2014 

Seite 3 

gemäss Ziff. 6.5.4.1 RID/Anlage A des ADR (nachfolgend: ADR) am 12. Ja-

nuar 2014 abgelaufen sei, und ersuchte um Vereinbarung eines Termins 

für eine Überwachungsprüfung zur Verlängerung der Anerkennung. 

D.  

Mit Schreiben vom 30. Juli 2014 machte das Bundesamt für Verkehr BAV 

die BAKO AG darauf aufmerksam, dass die Anerkennung des QSP ge-

mäss Ziff. 6.5.4.1 RID/ADR am 12. Januar 2014 abgelaufen sei, womit die 

Befugnis, GGU bzw. IBC im Sinne des RID/ADR herzustellen, erloschen 

sei. Der BAKO AG wurde eine Frist angesetzt, um dem BAV mitzuteilen, 

bis wann welche Massnahmen zur Legalisierung der Situation getroffen 

würden. 

E.  

Die BAKO AG erwiderte mit E-Mail vom 6. August 2014, sie produziere ihre 

IBC seit 2011 unter einem QSP nach EN ISO 16106:2006. Die Quali-

tech AG, bei welcher es sich ebenfalls um eine KBS handle, übernehme 

für die Baumusterzulassung die Überwachung der Herstellung und erstma-

lige Prüfung. Die BAKO AG sei deshalb der Ansicht, sie bedürfe aufgrund 

der geltenden gesetzlichen Regelung keiner Überprüfung durch eine Dritt-

stelle. 

F.  

Mit Schreiben vom 12. August 2014 hielt das BAV an seinem Standpunkt 

fest und schlug "zur Bereinigung des Problems" vor, die BAKO AG lasse 

ihr QSP durch eine für diese Tätigkeit bezeichnete KBS unverzüglich prü-

fen und anerkennen und beantrage beim BAV unmittelbar danach begrün-

dete Ausnahmen für die Legalisierung der nicht konformen IBC. Sodann 

wurde festgehalten, dass die bei der BAKO AG seit dem 12. Januar 2014 

durch die KBS Qualitech AG abgenommenen IBC nicht in Verkehr gebracht 

werden dürften. 

G.  

Mit Eingabe vom 5. September 2014 erhebt die BAKO AG (nachfolgend: 

Beschwerdeführerin) Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht (Ver-

fahren A-4979/2014) und beantragt: 

"1. Es sei festzustellen, dass die seit dem 12. Januar 2014 durch die 

Firma BAKO AG hergestellten und durch die Firma Qualitech AG 

(Konformitätsbewertungsstelle Typ A nach GGUV) erstmalig geprüf-

ten Grosspackmittel grundsätzlich rechtsgültig in Verkehr gebracht 

wurden. 

A-4979/2014, A-6829/2014 

Seite 4 

2. Das BAV sei zu verpflichten, die Forderung der „Erneuerung“ der „An-

erkennung des Qualitätssicherungsprogrammes gemäss 6.5.4.1 

RID/ADR durch die nach BAV-Homepage alleinige dafür zuständige 

Firma „Swiss TS“ per Verfügung zu erlassen oder aufzuheben. 

3. Das BAV sei superprovisorisch, d.h. ohne vorgängige Anhörung, an-

zuweisen die Aussagen, Feststellungen und Androhungen in den 

Briefen vom 30.7. und 12.8. unverzüglich zu wi[e]derrufen oder per 

Verfügung zu bestätigen." 

H.  

Das Gesuch um Erlass superprovisorischer Massnahmen wird vom Bun-

desverwaltungsgericht mit Zwischenverfügung vom 11. September 2014 

abgewiesen. Gleichzeitig wird dem BAV (nachfolgend: Vorinstanz) Frist zur 

Stellungnahme angesetzt. 

I.  

Mit Stellungnahme vom 22. September 2014 stellt die Vorinstanz eine be-

schwerdefähige Verfügung in Aussicht, worauf das Gesuch der Beschwer-

deführerin um Erlass (nunmehr) vorsorglicher Massnahmen mit Zwischen-

verfügung vom 24. September 2014 als gegenstandslos geworden abge-

schrieben wird. 

J.  

Am 27. Oktober 2014 erlässt die Vorinstanz an die Adresse der Beschwer-

deführerin eine Verfügung mit folgendem Dispositiv: 

"1. Es wird festgestellt, dass die durch die BAKO AG nach dem 12. Ja-

nuar 2014 hergestellten IBC der Vorschrift im Unterabschnitt 6.5.4.1 

RID/ADR betreffend das Qualitätssicherungsprogramm nicht entspre-

chen. 

2. Die durch die BAKO AG nach dem 12. Januar 2014 hergestellten IBC 

dürfen nach Art. 5 GGUV nicht in Verkehr gebracht werden. 

3. Um die nach dem 12. Januar 2014 hergestellten IBC auf dem Markt 

zu belassen resp. auf den Markt bringen zu dürfen, hat die BAKO AG 

bis am 15. Dezember 2014 dem BAV einen begründeten Antrag um 

eine Ausnahmebewilligung zu stellen. 

4. Für die Behandlung des Antrages unter Ziffer 3 sowie um die Herstel-

lung von rechtskonformen IBC wieder aufzunehmen, hat die 

BAKO AG ihr Qualitätssicherungsprogramm durch eine für diese Tä-

tigkeit bezeichnete KBS prüfen und anerkennen zu lassen. 

A-4979/2014, A-6829/2014 

Seite 5 

5. Wird bis am 15. Dezember 2014 kein begründeter Antrag nach Ziffer 3 

durch die BAKO AG eingereicht, wird das BAV den Rückruf der durch 

die BAKO AG nach dem 12. Januar 2014 hergestellten IBC anordnen. 

6. Die BAKO AG hat eine Gebühr von CHF 1500.-- zu bezahlen. Dieser 

Betrag wird nach Rechtskraft dieser Verfügung durch das BAV in 

Rechnung gestellt, welches zum Inkasso ermächtigt ist." 

K.  

Ebenfalls am 27. Oktober 2014 führt die Swiss TS bei der Beschwerdefüh-

rerin ein Wiederholungsaudit durch und anerkennt – unter Vorbehalt der 

Umsetzung von vereinbarten Korrekturmassnahmen – mit Auditbericht 

Nr. 5'394'230 vom 31. Oktober 2014, dass bei jener ein zufriedenstellendes 

QSP für die Fertigung von IBC nach Ziff. 6.5.4.1 RID/ADR vorhanden ist. 

Am 4. November 2014 unterzeichnen die Swiss TS und die Beschwerde-

führerin einen (auflösend bedingten) Überwachungsvertrag betreffend die 

Überwachung der Herstellung von Verpackungen zur Beförderung gefähr-

licher Güter nach Ziff. 6.5.4.1 RID/ADR und Anhang 3 der Richtlinie (des 

BAV) vom 18. Juni 2014 zur Umsetzung der GGUV (RL-GGUV, abrufbar 

unter < http://www.bav.admin.ch/themen/verkehrspoli-

tik/00709/02277/04044/04513/index.html?lang=de >, abgerufen am 

18.02.2015) sowie betreffend Auditierung des QSP bei deren Herstellung. 

L.  

Mit Vernehmlassung vom 30. Oktober 2014 nimmt die Vorinstanz Stellung 

zur Beschwerde (A-4979/2014). 

M.  

Am 20. November 2014 reicht die Beschwerdeführerin ihre Schlussbemer-

kungen (A-4979/2014) ein. 

Mit vom gleichen Tag datierender Eingabe erhebt die Beschwerdeführerin 

Beschwerde gegen die Verfügung der Vorinstanz vom 27. Oktober 2014 

(Verfahren A-6829/2014) mit folgenden Anträgen: 

"1. Es sei festzustellen, ob die unter Absatz III, Punkt 1 gemachte Fest-

stellung, dass die seit dem 12. Januar 2014 durch die Firma BAKO AG 

hergestellten IBC der Vorschrift im Unterabschnitt 6.5.4.1 RID/ADR 

betreffend des nicht entsprechenden Qualitätssicherungsprogram-

mes (im folgendem „QSP“) gesetzlich begründet oder unbegründet 

ist. 

A-4979/2014, A-6829/2014 

Seite 6 

2. Die unter Absatz III, Punkte 2, 3 und 5 verfügten Auflagen und Forde-

rungen sind auf Rechtsstaatlichkeit und Angemessenheit zu beurtei-

len. 

3. Die Folgen der unter Absatz III, Punkt 4 erwähnten Punkte (Herstel-

lungsstillstand und externes Audit) sind durch Übernahme der effekti-

ven Kosten dem BAV aufzuerlegen, sofern nicht bereits unter der Be-

schwerde A-4979/2014 eine Entschädigung in dieser Angelegenheit 

erfolgt." 

N.  

Die Vorinstanz nimmt mit Eingabe vom 12. Dezember 2014 Stellung zu den 

Schlussbemerkungen der Beschwerdeführerin vom 20. November 2014 

(A-4979/2014). 

O.  

Am 16. Januar 2015 reicht die Vorinstanz ihre Vernehmlassung zur Be-

schwerde A-6829/2014 ein. 

Mit Eingabe vom 28. Januar 2015 teilt sie sodann mit, dass die Beschwer-

deführerin die bis am 15. Dezember 2014 angesetzte Frist zur Beantra-

gung einer Ausnahmebewilligung ungenutzt habe verstreichen lassen. Die 

Vorinstanz habe indes Kenntnis davon erhalten, dass die Beschwerdefüh-

rerin die Anerkennung des QSP mit Audit vom 27. Oktober 2014 erneuert 

habe, weshalb die Voraussetzungen für die Durchführung erstmaliger Prü-

fungen von IBC seit diesem Datum wieder erfüllt seien und jene von der 

Qualitech AG wieder aufgenommen worden sei. 

P.  

Die Schlussbemerkungen der Beschwerdeführerin (Verfahren 

A-6829/2014) datieren vom 29. Januar 2015. Darin bringt sie namentlich 

vor, eine Aufteilung von Überwachung der Herstellung und Durchführung 

der erstmaligen Prüfung (von IBC) auf zwei verschiedene KBS schaffe un-

klare Verantwortlichkeitsverhältnisse und widerspreche Ziff. 1.8.6.2.1 und 

1.8.7.1.2 Bst. b RID/ADR. 

Q.  

Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die sich bei den Akten be-

findlichen Dokumente wird – soweit entscheidrelevant – in den nachfolgen-

den Erwägungen eingegangen. 

A-4979/2014, A-6829/2014 

Seite 7 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

Die Verfahren A-4979/2014 und A-6829/2014 betreffen dieselben Parteien, 

es liegt ihnen der gleiche Sachverhalt zugrunde und es stellen sich diesel-

ben Rechtsfragen. Sie sind deshalb aus prozessökonomischen Gründen 

unter der erstgenannten Geschäfts-Nummer zu vereinigen (vgl. Urteil des 

Bundesgerichts 4A_78/2014 vom 23. September 2014 E. 1 sowie Zwi-

schenverfügungen des Bundesverwaltungsgerichts A-7021/2014 vom 

15. Januar 2015 E. 2 und A-7111/2013 vom 13. März 2014 E. 2). 

2.  

Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes (VGG, SR 173.32) be-

urteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden gegen Verfügungen 

nach Art. 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes (VwVG, SR 172.021), so-

fern eine Vorinstanz im Sinne von Art. 33 VGG entschieden hat und keine 

Ausnahme nach Art. 32 VGG gegeben ist. 

Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich nach dem 

VwVG, soweit das VGG nichts anderes vorsieht (Art. 37 VGG). 

2.1  

2.1.1 Bei der im Verfahren A-6829/2014 angefochtenen Verfügung vom 

27. Oktober 2014 handelt es sich zweifelsfrei um ein zulässiges Anfech-

tungsobjekt. 

2.1.2 Weniger klar ist dies mit Blick auf die Schreiben der Vorinstanz vom 

30. Juli und 12. August 2014, gegen welche sich die Beschwerde im Ver-

fahren A-4979/2014 richtet. 

Für das Vorliegen einer Verfügung nach Art. 5 VwVG ist nicht massgebend, 

ob sie als solche gekennzeichnet ist oder den gesetzlichen Formvorschrif-

ten (vgl. namentlich Art. 35 Abs. 1 VwVG) entspricht. Massgebend ist viel-

mehr, ob die Strukturmerkmale einer Verfügung vorhanden sind. Eine Ver-

fügung liegt demnach vor, wenn es sich bei einer Verwaltungshandlung um 

eine hoheitliche, individuell-konkrete, auf Rechtswirkungen ausgerichtete 

und verbindliche Anordnung einer Behörde handelt, welche sich auf öffent-

liches Recht des Bundes stützt, oder um eine autoritative und individuell-

konkrete Feststellung bestehender Rechte oder Pflichten (Art. 5 Abs. 1 

VwVG; Urteile des Bundesverwaltungsgerichts A-692/2014 vom 17. Juni 

2014 E. 3.1 und A-5107/2013 vom 1. Mai 2014 E. 1.2, je m.w.H.). 

A-4979/2014, A-6829/2014 

Seite 8 

In den beiden genannten Schreiben der Vorinstanz wurde festgestellt, dass 

die Beschwerdeführerin seit dem 12. Januar 2014 nicht mehr befugt sei, 

GGU bzw. IBC im Sinne des RID/ADR herzustellen, bzw. die seit diesem 

Datum bereits hergestellten GGU/IBC in Verkehr zu bringen. Damit wurden 

im Einzelfall bestehende Rechte – bzw. deren Nichtbestand – hoheitlich 

festgestellt, weshalb die beiden Schreiben mindestens insoweit als (mate-

rielle) Verfügungen im Sinne von Art. 5 VwVG zu qualifizieren sind und das 

Vorliegen eines zulässigen Anfechtungsobjekts auch im Verfahren 

A-4979/2014 zu bejahen ist. 

2.2 Beim BAV handelt es sich um eine Vorinstanz im Sinne von Art. 33 

Bst. d VGG, eine Ausnahme nach Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundes-

verwaltungsgericht ist demnach zur Beurteilung der vorliegenden (verei-

nigten) Beschwerden zuständig. 

2.3 Zur Beschwerde ist nach Art. 48 Abs. 1 VwVG berechtigt, wer vor der 

Vorinstanz am Verfahren teilgenommen oder keine Möglichkeit zur Teil-

nahme erhalten hat (Bst. a), durch die angefochtene Verfügung besonders 

berührt ist (Bst. b) und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung 

oder Änderung hat (Bst. c). 

Die als Adressatin der angefochtenen Verfügungen formell beschwerte Be-

schwerdeführerin hat sich an den vorinstanzlichen Verfahren beteiligt und 

ist mit ihren Anliegen nicht durchgedrungen, weshalb sie auch materiell be-

schwert und damit zur Beschwerde legitimiert ist. Daran ändert auch der 

Umstand nichts, dass in der Zwischenzeit das von der Vorinstanz gefor-

derte Wiederholungsaudit durchgeführt worden ist und die Beschwerdefüh-

rerin einen Überwachungsvertrag mit der Swiss TS geschlossen hat. Denn 

eine Ausnahmebewilligung für die zwischen dem 12. Januar 2014 und dem 

27. Oktober 2014 von der Beschwerdeführerin hergestellten IBC liegt – 

mangels Antrags der Beschwerdeführerin – weiterhin nicht vor und der 

Überwachungsvertrag wurde nur unter der (auflösenden) Bedingung ge-

schlossen, dass das Bundesverwaltungsgericht die von der Vorinstanz ver-

fügten Feststellungen bestätigt. Überdies verlangt die Beschwerdeführerin 

für den im Zusammenhang mit den vorsorglich getroffenen Massnahmen 

entstandenen Aufwand von der Vorinstanz eine Entschädigung, weshalb 

die Rechtmässigkeit von deren Vorgehen beurteilt werden muss. 

2.4 Auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichten Beschwerden 

(vgl. Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 VwVG) ist daher einzutreten. 

A-4979/2014, A-6829/2014 

Seite 9 

3.  

3.1 Das Bundesverwaltungsgericht stellt den rechtserheblichen Sachver-

halt, unter Vorbehalt der Mitwirkungspflicht der Parteien (Art. 13 VwVG), 

von Amtes wegen fest (Art. 12 VwVG) und wendet das Recht grundsätzlich 

frei an, ohne an die Parteianträge oder die rechtlichen Begründungen der 

Parteien gebunden zu sein (Art. 62 Abs. 4 VwVG). Von den Verfahrensbe-

teiligten nicht aufgeworfene Rechtsfragen werden indes nur geprüft, wenn 

hierzu aufgrund der Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten er-

gebender Anhaltspunkte hinreichender Anlass besteht (vgl. zum Ganzen 

Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-5113/2014 vom 11. Dezember 

2014 E. 2.1 m.H.). 

3.2 Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet grundsätzlich mit uneinge-

schränkter Kognition. Es überprüft die angefochtene Verfügung auf 

Rechtsverletzungen – einschliesslich unrichtiger oder unvollständiger Fest-

stellung des rechtserheblichen Sachverhalts und Rechtsfehler bei der Er-

messensausübung – sowie auf Angemessenheit hin (Art. 49 VwVG). 

Bei der Angemessenheitsprüfung auferlegt sich das Bundesverwaltungs-

gericht allerdings eine gewisse Zurückhaltung und greift nicht in den Beur-

teilungsspielraum der rechtsanwendenden Behörde ein, wenn diese – wie 

vorliegend die Vorinstanz – den örtlichen, technischen und persönlichen 

Verhältnissen näher steht als die Beschwerdeinstanz. Es hat eine unange-

messene Entscheidung zu korrigieren, muss aber der Vorinstanz die Wahl 

zwischen mehreren sachgerechten Lösungen überlassen. Wenn es um die 

Beurteilung ausgesprochener Spezialfragen geht, in denen die Vorinstanz 

über besonderes Fachwissen verfügt, weicht das Bundesverwaltungsge-

richt nicht ohne Not von der Auffassung der Vorinstanz ab. Dies gilt jeden-

falls für den Fall, dass die Vorinstanz die für den Entscheid wesentlichen 

Gesichtspunkte geprüft und die erforderlichen Abklärungen getroffen hat 

(Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-514/2013 vom 15. Dezember 

2014 E. 3.2 m.w.H.). 

4.  

Art. 3 Abs. 1 der Verordnung vom 31. Oktober 2012 über die Beförderung 

gefährlicher Güter mit Eisenbahnen und Seilbahnen (RSD, SR 742.412) 

bzw. Art. 4 Abs. 1 der Verordnung vom 29. November 2002 über die Beför-

derung gefährlicher Güter auf der Strasse (SDR, SR 741.621) erklären die 

Bestimmungen des RID bzw. des ADR auch im nationalen Verkehr für an-

wendbar. 

A-4979/2014, A-6829/2014 

Seite 10 

Auf Anfang 2015 traten im RID/ADR verschiedene Änderungen in Kraft. 

Die für den vorliegenden Fall massgebenden Bestimmungen blieben von 

dieser Revision jedoch unberührt, weshalb sich keine intertemporalrechtli-

chen Fragen stellen. 

5.  

Hinsichtlich Antrag 3 gemäss Beschwerdeschrift vom 5. September 2014 

(A-4979/2014) wurde das Verfahren mit Zwischenverfügung vom 24. Sep-

tember 2014 als gegenstandslos geworden abgeschrieben. Mit dem Erlass 

der Verfügung der Vorinstanz vom 27. Oktober 2014 wurde das Verfahren 

auch im Umfang von Antrag 2 der genannten Beschwerde gegenstandslos, 

weshalb es insoweit abzuschreiben ist. 

Mit jeweils Antrag 1 der genannten Eingabe sowie der Beschwerde vom 

20. November 2014 (A-6829/2014) beantragt die Beschwerdeführerin sinn-

gemäss es sei festzustellen, dass die seit dem 12. Januar 2014 von ihr 

hergestellten IBC entsprechend den gesetzlichen Vorschriften (namentlich 

Ziff. 6.5.4.1 RID/ADR) hergestellt und in Verkehr gebracht worden seien. 

Sodann verlangt sie eine Überprüfung der von der Vorinstanz in der Verfü-

gung vom 27. Oktober 2014 aufgezeigten Massnahmen zur Legalisierung 

der genannten IBC auf ihre Gesetzmässigkeit und Angemessenheit sowie 

eine nicht näher bezifferte Entschädigung für die durch die im Nachgang 

der Verfügung getroffenen Massnahmen entstandenen Kosten (Anträge 2 

und 3 der Beschwerde A-6829/2014). 

6.  

Auf Anfang Januar 2013 trat die GGUV in Kraft, mit welcher in der Schweiz 

ein Konformitätsbewertungssystem für GGU eingeführt wurde. Damit 

wurde ein Systemwechsel vollzogen: Anstelle einer Behörde, dem ehema-

ligen EGI, führen – nach einer Übergangsfrist von einem Jahr (vgl. Art. 27 

Abs. 3 und 4 GGUV) – seit dem 1. Januar 2014 gemäss Art. 15 GGUV vom 

Eidgenössischen Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommu-

nikation (UVEK) bezeichnete KBS die gesetzlich vorgeschriebenen Prüftä-

tigkeiten durch (vgl. zum Systemwechsel eingehend Urteil des Bundesver-

waltungsgerichts A-2342/2006 vom 23. November 2012 E. 8.2). 

6.1 Gemäss Art. 5 GGUV dürfen GGU in Verkehr gebracht werden, wenn 

sie die Vorschriften des RID (für die Beförderung mit Eisenbahnen oder 

Seilbahnen) bzw. des ADR (für die Beförderung auf der Strasse) erfüllen 

(die Alternativbestimmungen in Anhang 2.1 Kapitel 6 RSD bzw. Anhang 1 

Kapitel 6.14 SDR sind vorliegend nicht einschlägig). 

A-4979/2014, A-6829/2014 

Seite 11 

Aufgrund dieses Verweises (vgl. auch E. 4) gilt für das QSP Ziff. 6.5.4.1 

RID/ADR, welche wie folgt lautet: 

"Qualitätssicherung: Um sicherzustellen, dass jeder hergestellte, wieder-

aufgearbeitete oder reparierte IBC die Vorschriften dieses Kapitels erfüllt, 

müssen die IBC nach einem Qualitätssicherungsprogramm hergestellt, 

wiederaufgearbeitet oder repariert und geprüft werden, das von der zu-

ständigen Behörde anerkannt ist. 

Bem. Die Norm ISO 16106:2006 «Verpackung – Verpackungen zur 

Beförderung gefährlicher Güter – Gefahrgutverpackungen, 

Grosspackmittel (IBC) und Grossverpackungen – Leitfaden für 

die Anwendung der ISO 9001» enthält zufrieden stellende Leitli-

nien für Verfahren, die angewendet werden dürfen." 

Ziff. 6.5.4.1 RID/ADR sieht somit vor, dass die IBC nach einem QSP her-

gestellt (usw.) werden, welches von der durch den jeweiligen Mitgliedstaat 

der Übereinkommen bestimmten (vgl. Ziff. 1.2.1 Bst. Z RID/ADR; ferner 

Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-2342/2006 vom 23. November 

2012 E. 7.2.1) zuständigen Behörde anerkannt wird. 

Als Bemerkung wird festgehalten, die ISO-Norm 16106:2006 enthalte "zu-

frieden stellende Leitlinien für Verfahren, die angewendet werden dürfen". 

Aus dem Zusammenhang ergibt sich klar, dass damit die Verfahren zur 

Herstellung (usw.) von GGU gemeint sind. Betreffend die Anerkennung und 

Überwachung des QSP kann die Beschwerdeführerin aus der genannten 

Norm indes nichts zu ihren Gunsten ableiten. 

6.2 Die genannte "zuständige Behörde" ist gemäss Art. 3 GGUV die Vor-

instanz, welche gemäss Art. 26 GGUV diese Verordnung vollzieht. Dies gilt 

– entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin (Beschwerde vom 20. No-

vember 2014 [A-6829/2014] S. 7 Zu II./A/3.) – ebenfalls (umfassend) für 

das RID/ADR, wie sich ohne Weiteres (auch) aus Art. 4 Bst. b RSD und 

Art. 25 Abs. 3bis SDR ergibt. 

Gemäss Art. 18 Abs. 1 und Abs. 5 Bst. b GGUV verfolgt die Vorinstanz 

begründete Hinweise, wonach GGU nicht den Vorschriften entsprechen, 

und ordnet die erforderlichen Massnahmen nach Art. 10 Abs. 2–4 des Bun-

desgesetzes vom 12. Juni 2009 über die Produktesicherheit (PrSG, 

SR 930.11) an, falls sich diese Hinweise bestätigen. Zu den genannten 

Massnahmen gehören auch das von der Vorinstanz in der Verfügung vom 

27. Oktober 2014 ausgesprochene Verbot des weiteren Inverkehrbringens 

A-4979/2014, A-6829/2014 

Seite 12 

von nach dem 12. Januar 2014 hergestellten IBC und der angedrohte 

Rückruf derselben (vgl. Art. 10 Abs. 3 Bst. a und b PrSG). Das Vorgehen 

der Vorinstanz war demnach auch insoweit rechtmässig (zu dessen Ver-

hältnismässigkeit vgl. E. 10). 

7.  

Das am 13. Januar 2011 vom damaligen EGI bei der Beschwerdeführerin 

durchgeführte Erstaudit, welches ihr ein den Vorschriften entsprechendes 

QSP attestiert, war auf drei Jahre befristet und lief am 12. Januar 2014 ab. 

Deshalb wurde die Beschwerdeführerin von der Swiss TS, welche aus dem 

EGI hervorging, mit E-Mail vom 14. Februar 2014 darauf aufmerksam ge-

macht, dass ein Wiederholungsaudit (wie es im Auditbericht Nr. 5'295'416 

vom 27. Januar 2011 vorgesehen war) bzw. eine Erneuerung der Anerken-

nung notwendig sei. 

7.1 Die Beschwerdeführerin bringt vor, sie habe mit (dem "an die zustän-

dige Stelle" adressierten) Schreiben vom 25. Mai 2014 gegenüber der 

Qualitech AG bestätigt, dass alle IBC unter einem QSP hergestellt würden 

und die Qualitech AG als KBS habe ihrerseits der Beschwerdeführerin mit 

Schreiben vom 8. Juli 2014 attestiert, dass die Qualitätssicherung unter der 

ISO-Norm 16106:2006 erfolge. Es sei in der GGUV nicht vorgesehen, dass 

die Vorinstanz grundlegende Aufgaben einzelnen KBS zuweise, und ins-

besondere nicht die Absicht des Verordnungsgebers gewesen, eine Mono-

polstellung zugunsten der aus dem EGI hervorgegangenen Swiss TS zu 

schaffen. Die Zuständigkeiten der KBS, unter anderem die Überwachung 

der Herstellung, würden in Anhang 1 Abs. 1 (recte: Ziff. 1) GGUV geregelt. 

7.2  

7.2.1 Art. 15 GGUV, welcher festhält, dass das UVEK die KBS bezeichnet, 

sieht einzelne Zuständigkeitsbereiche für die KBS nicht ausdrücklich vor. 

Allerdings bestimmt Anhang 5 Ziff. 1.1 Bst. b GGUV, der das Verfahren zur 

Bezeichnung von KBS regelt und auf welchen Art. 15 GGUV verweist, dass 

ein Gesuch um Bezeichnung als KBS auch "eine Beschreibung der Ge-

fahrgutumschliessungen, deren Konformität die Stelle prüfen will", enthal-

ten muss. Daraus erhellt implizit, dass den als KBS bezeichneten Stellen 

auch lediglich einzelne Zuständigkeitsbereiche zugeteilt werden können. 

Dies hat das UVEK getan (vgl. die entsprechende Liste "Geltungsbereiche 

der durch das UVEK bezeichneten Konformitätsbewertungsstellen [KBS] 

A-4979/2014, A-6829/2014 

Seite 13 

gemäss Art. 15, GGUV" [UVEK-Liste], abrufbar unter < http://www.bav.ad-

min.ch/themen/verkehrspolitik/00709/02277/04044/04514/in-

dex.html?lang=de >, abgerufen am 18.02.2015). 

Aus der UVEK-Liste geht hervor, dass die Qualitech AG zwar Kompeten-

zen im Bereich Prüfung und Kontrolle (Inspektionen) von GGU gemäss 

Art. 7 GGUV aufweist, nicht jedoch über entsprechende Zulassungen im 

Bereich Anerkennung und Überwachung von QSP. 

Der Hinweis der Vorinstanz, die im Bereich des Qualitätsmanagements 

notwendigen Fähigkeiten und Kenntnisse unterschieden sich von denjeni-

gen, die für die Prüfung und Kontrolle von GGU erforderlich seien, ist ent-

gegen der Beschwerdeführerin (Beschwerde vom 20. November 2014 

[A-6829/2014] S. 8 Zu B/3) nicht "rein willkürlich", sondern naheliegend und 

nachvollziehbar. Bei der Überwachung und Überprüfung eines QSP han-

delt es sich um eine andere Aufgabe als bei der Kontrolle und Inspektion 

von Verpackungen und Behältern. 

7.2.2 Tatsächlich verfügte per 5. Januar 2015 (Stand UVEK-Liste, vgl. fer-

ner Beschwerden-Beilagen 9) lediglich die Swiss TS über die Zulassung 

zur "Anerkennung und Überwachung von Qualitätssicherungsprogrammen 

(QSP) zur Erfüllung der Anforderungen 6.1.1.4 (Verpackungen), 6.5.4.1 

(IBC) und 6.6.1.2 (Grossverpackungen)". Es liegt indes an den einzelnen 

KBS, entsprechende Gesuche zu stellen, und hängt von ihnen ab, ob 

(mangels Mitbewerber) in einem Bereich eine einzige KBS eine Monopol-

stellung innehat. So hat offenbar die Qualitech AG erst am 10. September 

2014 einen Antrag auf Anerkennung als Überwachungsstelle nach An-

hang 3 Ziff. 6 RL-GGUV gestellt; dieses Verfahren war Anfang 2015 noch 

hängig (vgl. Vernehmlassung der Vorinstanz [Verfahren A-6829/2014] vom 

16. Januar 2015 S. 3 ad Punkt 2.9 a.E.). 

Damit eine einzelne KBS in einem Bereich als Prüf- und Überwachungs-

stelle anerkannt bzw. zugelassen wird, ist also vorab ein entsprechender 

Antrag der KBS erforderlich. Mangels eines solchen konnte das UVEK die 

Qualitech AG bis im September 2014 gar nicht als KBS zur Überwachung 

von QSP zulassen. Das gemäss der angefochtenen Verfügung vorzuneh-

mende Wiederholungsaudit betrifft aber gerade die in Ziff. 6.5.4.1 RID/ADR 

und der gestützt auf Art. 26 GGUV erlassenen RL-GGUV (vgl. dazu E. 9) 

geregelte Anerkennung und Überwachung des QSP an sich (zu welchem 

die Qualitech AG zumindest bis Mitte Januar 2015 [noch] nicht befugt war) 

und nicht die in Anhang 1 GGUV festgelegte Prüfung der Herstellung von 

A-4979/2014, A-6829/2014 

Seite 14 

GGU gemäss Art. 7 GGUV (zu welcher die Qualitech AG befugt war und 

ist; vgl. dazu die UVEK-Liste, ferner Beschwerde [A-6829/2014] Beilage 26 

S. 3). Ohnehin sieht aber auch Anhang 1 Ziff. 3 GGUV vor, dass das UVEK 

die KBS bezeichnet (vgl. Verweis auf Anhang 5 GGUV). 

Zur Anfechtung des Entscheides des UVEK, die Qualitech AG (mindes-

tens) bis zu deren Gesuch vom 10. September 2014 nicht zur Anerkennung 

und Überwachung von QSP zuzulassen, wäre einzig die Qualitech AG – 

nicht aber die Beschwerdeführerin als Dritte – legitimiert gewesen. 

7.3 Die Beschwerdeführerin wurde von der Vorinstanz im Übrigen bereits 

mit Schreiben vom 16. Dezember 2013 darauf hingewiesen, "dass die 

neuen KBS nicht alle die gleiche[n] Kompetenzen bzw. Geltungsbereiche 

besitzen" und die bezeichneten KBS "zusammen mit den zugelassenen 

technischen Geltungsbereichen" auf der Website der Vorinstanz (vgl. 

E. 7.2.1) einsehbar seien. 

Sodann stellte die Qualitech AG im von der Beschwerdeführerin angeführ-

ten Schreiben vom 8. Juli 2014 zwar fest, "dass die Qualitätssicherung 

nach EN ISO 16106:2006 erfolgt", allerdings lediglich nach einer Stichpro-

benprüfung und mit Verweis auf den bereits knapp ein halbes Jahr zuvor 

ausgelaufenen Auditbericht Nr. 5'295'416. Vor allem aber hielt sie aus-

drücklich fest, dass sich die Rechtslage mit dem Inkrafttreten der GGUV 

geändert und die Beschwerdeführerin "Ihre abgelaufene Anerkennung der 

QSP, bei einer mit entsprechendem Geltungsbereich bezeichneter KBS 

[…] zu erneuern" habe, "damit wir weiterhin bei Ihnen Prüfungen abneh-

men können". 

7.4 Zusammengefasst hat die Vorinstanz zu Recht festgestellt, dass die 

Beschwerdeführerin seit dem 12. Januar 2014 nicht mehr über ein gemäss 

Ziff. 6.5.4.1 RID/ADR anerkanntes QSP verfügte und dementsprechend die 

seit diesem Zeitpunkt hergestellten IBC – mangels zu deren Herstellung 

notwendigem QSP – nicht den gesetzlichen Vorschriften entsprachen. 

8.  

Die Beschwerdeführerin bringt vor, die Aufteilung von Überwachung der 

Herstellung sowie Durchführung der erstmaligen Prüfung von IBC auf zwei 

verschiedene KBS schaffe unklare Verantwortlichkeitsverhältnisse und wi-

derspreche Ziff. 1.8.6.2.1 und Ziff. 1.8.7.1.2 Bst. b RID/ADR. 

8.1 Die gennannten Bestimmungen lauten wie folgt: 

A-4979/2014, A-6829/2014 

Seite 15 

Ziff. 1.8.6.2.1 RID/ADR: 

"Die zuständige Behörde, ihr Beauftragter oder die Prüfstelle müssen 

Konformitätsbewertungsverfahren, wiederkehrende Prüfungen, Zwi-

schenprüfungen und ausserordentliche Prüfungen unter Wahrung der 

Verhältnismässigkeit durchführen, wobei unnötige Belastungen vermie-

den werden. Die zuständige Behörde, ihr Beauftragter oder die Prüf-

stelle müssen ihre Tätigkeiten unter Berücksichtigung der Grösse, der 

Branche und der Struktur der betroffenen Unternehmen, der relativen 

Komplexität der Technologie und des Seriencharakters der Fertigung 

ausüben." 

Ziff. 1.8.7.1.2 RID/ADR: 

"Jeder Antrag für 

a) […] 

b) die Überwachung der Herstellung gemäss Unterabschnitt 1.8.7.3 

und die erstmalige Prüfung gemäss Unterabschnitt 1.8.7.4 oder 

c) […] 

muss vom Antragsteller bei einer einzigen zuständigen Behörde, deren 

Beauftragten oder einer zugelassenen Prüfstelle seiner Wahl einge-

reicht werden." 

8.2 Eine Verletzung von Ziff. 1.8.6.2.1 RID/ADR ist im Vorgehen der Vor-

instanz nicht zu erkennen; diese handelte verhältnismässig und trug den 

konkreten Umständen Rechnung (vgl. dazu E. 10). Die Beschwerdeführe-

rin begründet denn auch nicht näher, inwiefern die Verhältnismässigkeit 

nicht gewahrt und unnötige Belastungen nicht vermieden sowie die Um-

stände des Einzelfalls nicht berücksichtigt worden sein sollen. 

8.3 Die Beschwerdeführerin übersieht sodann, dass es im vorliegenden 

Verfahren nicht um die Unterscheidung der Überwachung der Herstellung 

einerseits und der Durchführung der erstmaligen Prüfung von IBC anderer-

seits geht, sondern um diese beiden Tätigkeiten – welche bei der Be-

schwerdeführerin durch die Qualitech AG wahrgenommen werden – auf 

der einen Seite, sowie um die Überwachung des QSP – welche durch die 

Swiss TS erfolgt – auf der anderen Seite. Daher verstösst das Vorgehen 

der Vorinstanz hinsichtlich der Bezeichnung der KBS nicht gegen 

Ziff. 1.8.7.1.2 RID/ADR. 

A-4979/2014, A-6829/2014 

Seite 16 

9.  

9.1 Die Vorinstanz erliess am 18. Juni 2014 die RL-GGUV, welche in An-

hang 3 Ziff. 6 zur "Anerkennung und Überwachung von Qualitätssiche-

rungsprogrammen für die Fertigung, Wiederaufarbeitung, Rekonditionie-

rung, Reparatur und Prüfung von Verpackungen" vorsieht, dass die Ge-

fahrgutregeln 001 ("Verfahren der Qualitätssicherung bei der Herstellung 

und Überwachung von Verpackungen, Großverpackungen und Großpack-

mitteln [IBC] für den Transport gefährlicher Güter") der Deutschen Bundes-

anstalt für Materialforschung und -prüfung BAM (BAM-GGR 001, abrufbar 

unter < http://www.bam.de/de/service/amtl_mitteilungen/gefahrgut-

recht/gefahrgutregeln_a.htm >, abgerufen am 18.02.2015) "als Verfahrens-

regel über die Anwendung eines von der zuständigen Behörde als zufrie-

denstellend erachteten Qualitätssicherungsprogramms für die Herstellung 

und Prüfung von Verpackungen" nach Ziff. 6.5.4.1 RID/ADR gelten. Die 

BAM-GGR 001 beschreibe "die Mindestanforderungen und Verfahren zur 

Anerkennung und Überwachung der Qualitätssicherungsprogramme der 

Hersteller durch die zuständige Behörde oder eine mit dem notwendigen 

Geltungsbereich bezeichnete KBS. Diese Regeln berücksichtigen auch die 

Anwendung der Norm EN ISO 16106". 

Gemäss Ziff. 1.5 des Allgemeinen Teils (AT) BAM-GGR 001 wird die Aner-

kennung des QSP durch die BAM für die Dauer von maximal drei Jahren 

erteilt, kann aber verlängert werden. Mit Ablauf der Gültigkeit der Anerken-

nung des QSP dürfen die GGU nicht mehr hergestellt (usw.) werden 

(Ziff. 1.6 AT BAM-GGR 001). 

In der Verfügung vom 27. Oktober 2014 verweist die Vorinstanz ferner auf 

die Norm EN ISO/IEC 17021:2011 (Konformitätsbewertung - Anforderun-

gen an Stellen, die Managementsysteme auditieren und zertifizieren), wel-

che in Ziff. 9.1.1.2 ebenfalls vorsieht, dass nach drei Jahren ein Rezertifi-

zierungsaudit durchgeführt werden muss ("Das Auditprogramm muss ein 

zweistufiges Erstaudit, […] sowie ein Re-Zertifizierungsaudit im dritten Jahr 

unmittelbar vor Ablauf der Zertifizierung beinhalten. Der dreijährige Zyklus 

der Zertifizierung beginnt mit der Entscheidung über die Zertifizierung oder 

Re-Zertifizierung. […]"). 

9.2 Die Beschwerdeführerin macht geltend, dass die Vorinstanz nicht zum 

Erlass der RL-GGUV befugt gewesen sei, diese über die GGUV hinaus-

gehe und überdies erst im Juni 2014 veröffentlicht worden sei. Als Verwal-

tungsverordnung sei sie für die Beschwerdeführerin nicht bindend. 

A-4979/2014, A-6829/2014 

Seite 17 

9.3 Von Behörden erlassene Richtlinien weisen keine Gesetzeskraft auf 

und vermögen daher die Gerichte nicht (unmittelbar) zu binden; sie stellen 

wie andere Verwaltungsverordnungen grundsätzlich keine Rechtsquellen 

des Verwaltungsrechts dar. Nach der Rechtsprechung sind Richtlinien je-

doch in der Regel Ausdruck des Wissens und der Erfahrung bewährter 

Fachstellen und in diesem Sinne auch für die Gerichte beachtlich, sofern 

sie im Einzelfall eine sachgerechte Anwendung der einschlägigen gesetz-

lichen Bestimmungen zulassen und vor den allgemeinen Rechtsgrundsät-

zen, insbesondere dem Verhältnismässigkeitsgrundsatz sowie dem Grund-

satz von Treu und Glauben (vgl. Art. 5 Abs. 2 und 3 sowie Art. 9 der Bun-

desverfassung [BV, SR 101]), standhalten. Die rechtsanwendenden Behör-

den ihrerseits haben sich an (von ihnen oder einer übergeordneten Be-

hörde) erlassene Richtlinien zu halten, sofern diese nicht klarerweise ver-

fassungs- oder gesetzeswidrig sind (vgl. zum Ganzen Urteil des Bundes-

verwaltungsgerichts A-3314/2014 vom 20. Januar 2015 E. 3.3 mit zahlrei-

chen Hinweisen; zur Unterscheidung von Verwaltungsverordnungen orga-

nisatorischer Natur [welche den Verwaltungsvollzug und die Verwaltungs-

organisation ordnen] und von verhaltenslenkenden Verwaltungsverordnun-

gen [mit denen zum Zwecke einer einheitlichen und rechtsgleichen Rechts-

anwendung auf die Ermessensausübung und die Handhabung offen for-

mulierter Vorschriften abgezielt wird und welche auch als Weisungen oder 

Richtlinien bezeichnet werden] vgl. BGE 128 I 167 E. 4.3). 

Private werden durch eine (generell-abstrakte) Richtlinie bzw. (verhaltens-

lenkende) Verwaltungsverordnung zwar nicht unmittelbar verpflichtet und 

können jene nur ausnahmsweise anfechten (vgl. zu den Voraussetzungen 

Urteile des Bundesgerichts 1C_313/2014 vom 28. Oktober 2014 E. 1.2 und 

2C_752/2012 vom 19. November 2012 E. 2.2.2; ferner BGE 128 I 167 

E. 4.3). Eine gestützt auf eine Verwaltungsverordnung von der zuständigen 

Behörde erlassene (individuell-konkrete) Verfügung ist für den Adressaten 

dagegen grundsätzlich rechtsverbindlich (und anfechtbar). 

9.4 Die Vorinstanz vollzieht gemäss Art. 26 GGUV diese Verordnung. Sie 

war daher grundsätzlich zum Erlass einer entsprechenden Richtlinie be-

fugt, da sich diese als Verwaltungsverordnung primär an die Behörde 

selbst richtet und Privaten allenfalls (lediglich) als Richtschnur dient. Dabei 

hat sie sich an den von Gesetz und Verordnung vorgegebenen Rahmen zu 

halten. Ob die Vorinstanz mit der RL-GGUV ihren Spielraum überschritt, 

braucht vorliegend nicht abschliessend geklärt zu werden, da die Be-

schwerdeführerin unabhängig von der RL-GGUV seit dem 12. Januar 2014 

nicht mehr über ein den Vorschriften entsprechendes QSP verfügte (vgl. 

A-4979/2014, A-6829/2014 

Seite 18 

E. 7). Eine offensichtliche Gesetzes- oder Verordnungsverletzung ist je-

doch nicht ersichtlich, zumindest mit Bezug auf den vorliegend relevanten 

Anhang 3 der RL-GGUV. Dass es regelmässig zu Neubewertungen der 

Konformität und wiederkehrenden Prüfungen kommen soll, geht aus diver-

sen Bestimmungen der GGUV hervor (etwa Art. 1 Abs. 1 Bst. b und c sowie 

Art. 12 Abs. 1 Ingress). Zwar wird, wie die Beschwerdeführerin zu Recht 

ausführt, weder in der GGUV noch im RID/ADR auf die Norm EN 

ISO/IEC 17021:2011 verwiesen. Der Vorinstanz als zuständige Behörde 

wird diesbezüglich ein gewisser Spielraum gewährt (vgl. auch Art. 26 

GGUV). Unter diesen Umständen ist es naheliegend und zweckmässig, 

dass sie sich bei der Regelung der Wiederholungsaudits (und ganz allge-

mein) an international (europäisch) anerkannten Normen – neben dem ge-

nannten ISO-Regelwerk auch an der BAM-GGR – orientiert, zumal mit dem 

Gefahrguttransport keine rein nationale Angelegenheit betroffen ist und – 

nicht zuletzt mit dem RID/ADR – eine weitgehende europäische Harmoni-

sierung angestrebt wird und erfolgt. 

Aus dem Umstand, dass die RL-GGUV erst im Juni 2014 veröffentlicht 

wurde, entstand der Beschwerdeführerin kein Nachteil, wurde sie doch erst 

nach deren Publikation und vorerst ohne unmittelbare Konsequenzen zur 

Herstellung des rechtmässigen Zustandes ermahnt. Eine formelle Verfü-

gung erging erst rund vier Monate nach Erlass der RL-GGUV, über deren 

Entwurf die Beschwerdeführerin im Übrigen bereits mit Schreiben der Vo-

rinstanz vom 16. Dezember 2013 informiert und darin ausdrücklich ange-

halten worden war, "sich bis zum offiziellen Inkrafttreten der Richtlinie an 

der Entwurfsfassung vom 01.10.2013 zu orientieren". Was die hier mass-

gebende Ziff. 6 von Anhang 3 RL-GGUV anbelangt, erfolgten seither keine 

inhaltlichen Änderungen (vgl. den Entwurf der RL-GGUV vom 1. Oktober 

2013, abrufbar unter < http://www.bav.admin.ch/dokumentation/vernehm-

lassung/04501/index.html?lang=de >, abgerufen am 18.02.2015). 

10.  

Staatliches Handeln muss verhältnismässig sein (Art. 5 Abs. 2 BV). Der 

Grundsatz der Verhältnismässigkeit beansprucht im ganzen Bereich des 

öffentlichen Rechts Geltung, sowohl für die Rechtssetzung als auch für die 

Rechtsanwendung. Der angestrebte Zweck einer Verwaltungsmassnahme 

muss in einem vernünftigen Verhältnis zu den eingesetzten Mitteln bzw. zu 

den zu seiner Verfolgung notwendigen Beschränkungen, die den Privaten 

auferlegt werden, stehen (Zumutbarkeit, Verhältnismässigkeit im engeren 

Sinn). Die Verwaltungsmassnahme darf nicht einschneidender sein als er-

forderlich und hat zu unterbleiben, wenn eine gleich geeignete, mildere 

A-4979/2014, A-6829/2014 

Seite 19 

Massnahme für den angestrebten Erfolg ausreichen würde (Urteile des 

Bundesverwaltungsgerichts A-6956/2013 vom 16. September 2014 

E. 5.1.1 und A-4634/2012 vom 4. September 2014 E. 2.4, je m.w.H.). 

10.1 Das von der Vorinstanz gewählte Vorgehen ist ohne Weiteres geeig-

net, den rechtmässigen Zustand wiederherzustellen. Dies hat sich nicht zu-

letzt im Umstand gezeigt, dass die Beschwerdeführerin das verlangte Wie-

derholungsaudit inzwischen durchgeführt hat. 

10.2 Auch die Erforderlichkeit der von der Vorinstanz gewählten Massnah-

men ist zu bejahen. Hätte sie zu (noch) milderen Mitteln gegriffen und für 

den Unterlassungsfall keine weiteren Schritte angedroht, hätte sich die Be-

schwerdeführerin nicht veranlasst gesehen, der Aufforderung zur Erneue-

rung der Anerkennung des QSP nachzukommen. Dies hat die Reaktion der 

Beschwerdeführerin auf das E-Mail der Swiss TS vom 14. Februar 2014 

sowie auf die Schreiben der Vorinstanz vom 30. Juli und 12. August 2014 

gezeigt, welchen sie vorerst nicht bzw. erst nach und nach Folge leistete. 

10.3  

10.3.1 Sodann hat die Vorinstanz ihre Kompetenzen verhältnismässig (im 

engeren Sinn) ausgeübt, indem sie die Beschwerdeführerin, welche bereits 

von der Swiss TS auf den vorliegenden Mangel hingewiesen worden war, 

zuerst mittels zweier Schreiben (ohne Kostenfolge) auf die fehlende Aner-

kennung und Überwachung des QSP aufmerksam machte, ohne bereits 

konkrete Massnahmen anzuordnen, da sie das von den betroffenen IBC 

ausgehende "Risiko aufgrund der Art und des Verwendungszwecks des 

Produktes sowie der langjährigen Erfahrung des Herstellers als geringfü-

gig" einschätzte (Verfügung vom 27. Oktober 2014 Ziff. II/B/9.), mithin auf 

die konkreten Umstände des Einzelfalls Rücksicht nahm. 

Erst nachdem die Beschwerdeführerin ausdrücklich den Erlass einer for-

mellen Verfügung verlangt und ihren Unwillen, die geforderten Massnah-

men umzusetzen, zum Ausdruck gebracht hatte, erliess die Vorinstanz eine 

kostenpflichtige Verfügung. In dieser wiederum stellte sie lediglich den 

rechtswidrigen Zustand fest, untersagte das Inverkehrbringen von seit dem 

12. Januar 2014 hergestellten IBC und drohte Massnahmen an für den Fall, 

dass dem von ihr aufgezeigten Vorgehen zur Herstellung des rechtmässi-

gen Zustandes (Beantragen einer Ausnahmebewilligung, Prüfung und An-

erkennung des QSP durch eine für diese Tätigkeit anerkannte KBS) nicht 

Rechnung getragen würde. Insbesondere wurde der Beschwerdeführerin 

A-4979/2014, A-6829/2014 

Seite 20 

aber weder die weitere Herstellung von IBC untersagt noch – verbunden 

mit einem Rückruf allfälliger bereits in Verkehr gebrachter IBC – die Ver-

nichtung der seit dem 12. Januar 2014 hergestellten IBC verfügt. 

10.3.2 Sowohl in den beiden Schreiben vom 30. Juli und 12. August 2014 

als auch in der Verfügung vom 27. Oktober 2014 wurden der Beschwerde-

führerin ferner angemessene Fristen – letztmals bis am 15. Dezember 

2014 zur Beantragung einer Ausnahmebewilligung – zur Umsetzung der 

zu unternehmenden Schritte angesetzt. Auch deshalb kann entgegen der 

Ansicht der Beschwerdeführerin (Schlussbemerkungen vom 20. November 

2014 [A-4979/2014] Zu Punkt 7) nicht von einem "sehr formalistischen" 

Vorgehen der Vorinstanz gesprochen werden. 

Selbst nachdem die Beschwerdeführerin die Frist zur Beantragung einer 

Ausnahmebewilligung Mitte Dezember 2014 unbenutzt hatte verstreichen 

lassen, verzichtete die Vorinstanz im Übrigen (zumindest für die Dauer des 

Beschwerdeverfahrens) auf weitere Massnahmen, namentlich auf einen 

Rückruf der zwischen dem 12. Januar 2014 und dem 27. Oktober 2014 von 

der Beschwerdeführerin hergestellten IBC (vgl. Stellungnahme der Vo-

rinstanz von 28. Januar 2015 [A-6829/2014]). Dies mit Hinweis auf die als 

gering beurteilten Risiken. Unter diesen Umständen ist davon auszugehen, 

dass die Vorinstanz – auf einen entsprechenden Antrag der Beschwerde-

führerin hin – dieser auch nach Ablauf der angesetzten Frist noch eine Aus-

nahmebewilligung zur Legalisierung der genannten IBC erteilen würde. Auf 

jeden Fall wäre ein allfälliger Rückruf, welcher in Form einer Verfügung zu 

erfolgen hätte, wiederum (separat) anfechtbar. 

11.  

Die Beschwerdeführerin beantragt schliesslich die Zusprechung einer Ent-

schädigung (Schadenersatz) für die ihr durch die aufgrund der Verfügung 

der Vorinstanz vorsorglich ("zur Schadensbegrenzung") getroffenen Mass-

nahmen entstandenen Kosten. Dafür besteht jedoch – nachdem festge-

stellt wurde, dass das Vorgehen der Vorinstanz korrekt war – keine rechtli-

che Grundlage. Die Kosten für das Wiederholungsaudit und den Überwa-

chungsvertrag wären indessen ohnehin angefallen, die mit einem allfälli-

gen Herstellungsstillstand verbundenen Auslagen hat die Beschwerdefüh-

rerin infolge ihres langen Zuwartens selbst zu verantworten. Im Übrigen 

stellte die Vorinstanz zwar fest, dass die Herstellung der IBC nicht (mehr) 

rechtmässig erfolgt, untersagte der Beschwerdeführerin deren Produktion 

jedoch nicht (sondern ausdrücklich bloss deren Inverkehrbringen). 

A-4979/2014, A-6829/2014 

Seite 21 

Nicht angefochten hat die Beschwerdeführerin Dispositiv-Ziff. 6 der Verfü-

gung vom 27. Oktober 2014 betreffend die von der Vorinstanz erhobene 

Gebühr. Sie ist indes, insbesondere unter Berücksichtigung des der Verfü-

gung vorangegangenen Verfahrens, angemessen und daher ohnehin nicht 

zu beanstanden. 

12.  

Die Beschwerde ist damit vollumfänglich abzuweisen. Die Beschwerdefüh-

rerin ist auch hinsichtlich der gegenstandslos gewordenen Begehren 2 und 

3 gemäss Beschwerde A-4979/2014 unterlegen. Namentlich erliess die Vo-

rinstanz aus eigenem Antrieb eine formelle Verfügung, ohne jedoch recht-

lich dazu im Sinne von Art. 25a VwVG verpflichtet gewesen zu sein (vgl. 

E. 2.1.2). 

13.  

13.1 Die Verfahrenskosten werden – unter Berücksichtigung der Vereini-

gung der Verfahren A-4979/2014 und A-6829/2014 sowie des daraus re-

sultierenden reduzierten Aufwandes – auf Fr. 3'000.– festgesetzt (Art. 1 ff. 

des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigun-

gen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Sie sind 

ausgangsgemäss von der unterliegenden Beschwerdeführerin zu tragen 

(Art. 63 Abs. 1 VwVG) und aus dem von dieser geleisteten Kostenvor-

schuss in der Höhe von Fr. 4'000.– zu beziehen. Der Restbetrag von 

Fr. 1'000.– ist ihr zurückzuerstatten. 

13.2 Die unterliegende Beschwerdeführerin hat von vornherein keinen An-

spruch auf eine Parteientschädigung (Art. 64 Abs. 1 VwVG und Art. 7 Abs. 1 

VGKE e contrario). Der obsiegenden Vorinstanz ist ebenfalls keine Partei-

entschädigung zuzusprechen (Art. 7 Abs. 3 VGKE). 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Verfahren A-4979/2014 und A-6829/2014 werden unter erstgenannter 

Geschäfts-Nummer vereinigt. 

2.  

Die Beschwerde wird im Umfang von Antrag 2 gemäss Beschwerdeschrift 

vom 5. September 2014 (A-4979/2014) als gegenstandslos geworden ab-

geschrieben und im Übrigen abgewiesen. 

A-4979/2014, A-6829/2014 

Seite 22 

3.  

Die Verfahrenskosten werden auf Fr. 3'000.– festgesetzt und der Be-

schwerdeführerin auferlegt. Dieser Betrag wird dem Kostenvorschuss ent-

nommen. Der Restbetrag von Fr. 1'000.– wird der Beschwerdeführerin zu-

rückerstattet. Sie hat dem Bundesverwaltungsgericht hierzu einen Einzah-

lungsschein zuzustellen oder ihre Kontonummer bekannt zu geben. 

4.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

5.  

Dieses Urteil geht an: 

– die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. BAV-432.29-00006/00006/00005/00001 und 

BAV-535.1-00001/00001; Einschreiben) 

– das Generalsekretariat UVEK (Gerichtsurkunde) 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Christoph Bandli Oliver Herrmann 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange-

legenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichts-

gesetzes [BGG, SR 173.110]). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren 

Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. 

Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Be-

schwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

A-4979/2014, A-6829/2014 

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