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**Case Identifier:** 2c2618b5-9819-5380-b837-24d2750abc12
**Source:** Bundesstrafgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2021-08-30
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 30.08.2021 SK.2020.57
**Docket/Reference:** SK.2020.57
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG_001_SK-2020-57_2021-08-30

## Full Text

Mehrfache Urkundenfälschung (Art. 251 Ziff. 1 StGB), gewerbsmässiger Betrug (Art. 146 Abs. 1.i.V.m. Abs. 2 StGB), eventualiter mehrfache Veruntreuung (Art. 138 Ziff. 1 Abs. 2 StGB), subeventualiter qualifizierte ungetreue Geschäftsbesorgung (Art. 158 Ziff.1 Abs.1.i.V.m. Abs. 3 StGB), Misswirtschaft (Art. 165 StGB), gewerbsmässige Geldwäscherei (Art. 305bis Ziff. 1.i.V.m. Ziff. 2 lit. c StGB);
Gehilfenschaft zum Betrug (Art. 146 Abs. 1 i.V.m. Art. 25 StGB) 
;;Mehrfache Urkundenfälschung (Art. 251 Ziff. 1 StGB), gewerbsmässiger Betrug (Art. 146 Abs. 1.i.V.m. Abs. 2 StGB), eventualiter mehrfache Veruntreuung (Art. 138 Ziff. 1 Abs. 2 StGB), subeventualiter qualifizierte ungetreue Geschäftsbesorgung (Art. 158 Ziff.1 Abs.1.i.V.m. Abs. 3 StGB), Misswirtschaft (Art. 165 StGB), gewerbsmässige Geldwäscherei (Art. 305bis Ziff. 1.i.V.m. Ziff. 2 lit. c StGB);
Gehilfenschaft zum Betrug (Art. 146 Abs. 1 i.V.m. Art. 25 StGB) 
;;Mehrfache Urkundenfälschung (Art. 251 Ziff. 1 StGB), gewerbsmässiger Betrug (Art. 146 Abs. 1.i.V.m. Abs. 2 StGB), eventualiter mehrfache Veruntreuung (Art. 138 Ziff. 1 Abs. 2 StGB), subeventualiter qualifizierte ungetreue Geschäftsbesorgung (Art. 158 Ziff.1 Abs.1.i.V.m. Abs. 3 StGB), Misswirtschaft (Art. 165 StGB), gewerbsmässige Geldwäscherei (Art. 305bis Ziff. 1.i.V.m. Ziff. 2 lit. c StGB);
Gehilfenschaft zum Betrug (Art. 146 Abs. 1 i.V.m. Art. 25 StGB) 
;;Mehrfache Urkundenfälschung (Art. 251 Ziff. 1 StGB), gewerbsmässiger Betrug (Art. 146 Abs. 1.i.V.m. Abs. 2 StGB), eventualiter mehrfache Veruntreuung (Art. 138 Ziff. 1 Abs. 2 StGB), subeventualiter qualifizierte ungetreue Geschäftsbesorgung (Art. 158 Ziff.1 Abs.1.i.V.m. Abs. 3 StGB), Misswirtschaft (Art. 165 StGB), gewerbsmässige Geldwäscherei (Art. 305bis Ziff. 1.i.V.m. Ziff. 2 lit. c StGB);
Gehilfenschaft zum Betrug (Art. 146 Abs. 1 i.V.m. Art. 25 StGB)

Urteil vom 30. August 2021 
Strafkammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Stefan Heimgartner, Vorsitz 

Martin Stupf und Adrian Urwyler, 

Gerichtsschreiber Rafael Schoch  

Parteien  BUNDESANWALTSCHAFT, vertreten durch a.o. 

Staatsanwalt des Bundes Daniel Vögeli  

 

und als Privatklägerschaft: 

 

1. BANK C. AG, vertreten durch Rechtsanwalt 

Thomas Sprenger    

  

2. D. BANK AG, vertreten durch Rechtsanwalt An-

dreas Bättig 

  

3. BANK E. AG, vertreten durch Rechtsanwalt Ste-

phan Erbe 

  

4. BANK F. SA, vertreten durch Rechtsanwalt Reto 

Marbacher    

 

5. G. AG, vertreten durch H. AG 

  

6. I. AG, vertreten durch H. AG   

 

  gegen 

B u n d e s s t r a f g e r i c h t  

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

Geschäftsnummer: SK.2020.57 

- 2 - 

SK.2020.57 

 

1. A., amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt Rainer 

L. Fringeli   

  

2. B., erbeten verteidigt durch Rechtsanwalt Fried-

rich Frank 

 

und als Drittbetroffene: 

 

1. J., vertreten durch Rechtsanwältin Vera Delnon 

 

2. K. AG, vertreten durch Rechtsanwältin Vera Del-

non 

 

3. L. 

 

4. M. 

 

5. N. AG, vertreten durch L. 

 

6. O. VERSICHERUNG SA, vertreten durch Rechts-

anwalt Martin Romann 

 

7. P. VERSICHERUNG SA, vertreten durch Rechts-

anwalt Markus Dörig 

Gegenstand  
1.  Mehrfache Urkundenfälschung, gewerbsmässiger 

Betrug, eventualiter mehrfache Veruntreuung, 

subeventualiter qualifizierte ungetreue Geschäfts-

besorgung, Misswirtschaft, gewerbsmässige 

Geldwäscherei (A.) 

 

2.  Gehilfenschaft zum Betrug (B.) 

 

  

- 3 - 

SK.2020.57 

Anträge der Bundesanwaltschaft (teilweise zusammengefasst): 

Betreffend A. 

1. Das Strafverfahren gegen A. sei zufolge Verjährung einzustellen hinsichtlich 

 des Vorwurfs der Urkundenfälschung bezüglich der Notifikationsschreiben im 

Zusammenhang mit den Geschäften Nr. 33 und 35 mit der C. AG; 

 des Vorwurfs der Urkundenfälschung bezüglich der Auftragsbestätigungen, No-

tifikationsschreiben und der Bestätigungen der Q. SpA und der Beschuldigten 

im Zusammenhang mit den Geschäften Nr. 37-41 mit der C. AG; 

 des Vorwurfs der versuchten Urkundenfälschung (Geschäft Nr. 41 mit der C. 

AG); 

 des Vorwurfs des Betrugs bei den Geschäften Nr. 1, 2, 4-7, 9-12, 15, 17, 18, 

20, 33 mit der C. AG. 

 

2. A. sei schuldig zu sprechen 

 der mehrfachen Urkundenfälschung (Art. 251 Ziff. 1 StGB); 

 des gewerbsmässigen Betrugs (Art. 146 Abs. 1 i.V.m. Abs. 2 StGB), eventuali-

ter der mehrfachen Veruntreuung (Art. 138 Ziff. 1 Abs. 2 StGB), subeventualiter 

der qualifizierten ungetreuen Geschäftsbesorgung (Art. 158 Ziff. 1 Abs. 1 i.V.m. 

Abs. 3 StGB); 

 der Misswirtschaft (Art. 165 Ziff. 1 StGB); 

 der gewerbsmässigen Geldwäscherei (Art. 305bis Ziff. 1 i.V.m. Ziff. 2 lit. c StGB). 

 

3. A. sei zu einer Freiheitsstrafe von 56 Monaten, eventualiter (bei Verurteilung wegen 

mehrfacher Veruntreuung bzw. qualifizierter ungetreuer Geschäftsbesorgung) zu ei-

ner Freiheitsstrafe von 46 Monaten, sowie zu einer Geldstrafe von 500 Tagessätzen 

zu einem Tagessatz von Fr. 3'000.– zu verurteilen. Eventualiter seien bei der Geld-

strafe die Tagessätze und die Tagessatzhöhe nach Ermessen des Gerichts festzu-

setzen. Die von A. vom 23. Februar 2010 bis zum 9. Juni 2010 ausgestandene Un-

tersuchungshaft von 107 Hafttagen sei an die Strafe anzurechnen. 

 

4. Beschlagnahme und Einziehung 

4.1. Auf den Antrag der Konkursmasse der G. AG, es sei von der Einziehung von be-

stimmten beschlagnahmten Vermögenswerten abzusehen, sei nicht einzutreten, 

eventualiter sei er vollumfänglich abzuweisen. 

 

4.2. Die Anträge von J. und der K. AG um Aufhebung der Beschlagnahme und Absehen 

von der Einziehung betreffend folgender Vermögenswerte seien vollumfänglich ab-

zuweisen: 

 4 ½ kg Gold und 5 Goldzertifikate (angeblich von J.); 

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SK.2020.57 

 Konto bei der D. Bank AG (angeblich von J.); 

 Grundstücke der K. AG Nr. […], […] und […] in U.; 

 Grundstücke der K. AG Nr. […] (74/1000 comproprietà part. […]) und 3/25 des 

Grundstücks Nr. […] (50/1000 comproprietà part. […]) in V. 

 

4.3. Der Hauptantrag Ziffer 3 der C. AG auf direkte Zuweisung des umfassenden Be-

schlagnahmegutes an die C. AG zur Wiederherstellung des rechtmässigen Zustan-

des sowie der damit korrespondierende Antrag Ziffer 4 auf direkte Zuweisung der 

noch zu beschlagnahmenden Darlehensforderungen von A. und L. gegenüber der 

N. AG seien abzuweisen. 

 

4.4. Der Antrag der C. AG gemäss Ziffer 4 sei teilweise gutzuheissen, indem die Darle-

hensforderungen von A. und L. gegenüber der N. AG in Höhe von insgesamt min-

destens Fr. 13'164'901.– zu beschlagnahmen seien und danach wie die anderen 

Beschlagnahmegüter einzuziehen und zu verwenden seien. 

 

4.5. Sämtliche beschlagnahmten Gegenstande und Vermögenswerte (bzw. deren Ver-

wertungserlöse) seien einzuziehen und in erster Linie mit den Verfahrenskosten der 

Bundesanwaltschaft und des Bundesstrafgerichts sowie der unbedingten Geldstrafe 

zu verrechnen und in zweiter Linie bei entsprechendem Verlangen (und unter gleich-

zeitiger Abtretung der entsprechenden Teilforderung an den Staat) zugunsten der 

Geschädigten C. AG, D. Bank AG, Bank F. SA und Bank E. AG (und subsidiär und 

soweit durch vom Schuldspruch umfasste Straftatbestände geschädigt zu Gunsten 

der Konkursmassen der G. AG und der I. AG) zu verwenden bzw. diesen zur Ver-

wertung und Verteilung analog konkursrechtlicher Grundsätze zu überlassen. 

 

4.6. Im Übrigen seien die Anträge der C. AG zu den Beschlagnahmen abzuweisen, so-

weit sie im Widerspruch zu den hier gestellten Anträgen stehen. 

 

5. Es sei gegenüber A. sowie nach Ermessen des Gerichts gegenüber weiteren Per-

sonen für den nicht durch die beschlagnahmten Gegenstände und Vermögenswerte 

abgedeckten Schaden der Geschädigten auf jeweils eine nach Ermessen des Ge-

richts festzusetzende Ersatzforderung zu erkennen, welche bei entsprechendem 

Verlangen den Geschädigten C. AG, D. Bank AG, Bank F.SA und Bank E. AG sowie 

bei erkannter Schädigung auch den Konkursmassen der G. AG und I. AG zur ge-

meinsamen Verwertung und Verteilung analog konkursrechtlicher Grundsätze zu-

zusprechen sind, soweit sie nicht zur vorgängigen Deckung der Verfahrenskosten 

der Bundesanwaltschaft und des Bundesstrafgerichts sowie der ausgesprochenen 

unbedingten Geldstrafe benötigt werden. 

 

  

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SK.2020.57 

6. Weitere Verfügungen 

6.1. Die am 9. Juni 2010 angeordnete Pass- und Schriftensperre sei aufzuheben. 

 

6.2. Die Behörden des Kantons Luzern seien als Vollzugskanton zu bestimmen. 

 

Betreffend B. 

1. B. sei vom Vorwurf der Gehilfenschaft zum Betrug (Art. 146 Abs. 1 i.V.m. Art. 25 

StGB) zu Lasten der Bank E. AG freizusprechen.  

 

2. Die anteiligen Verfahrenskosten für das Verfahren gegen B. ab Erlass der Einstel-

lungsverfügung vom 30. Juli 2018 seien auf Fr. 250.– festzulegen und von der Bun-

deskasse zu tragen. 

Anträge der Privatklägerschaft (teilweise zusammengefasst): 

Anträge der C. AG 

1. A. sei zu verpflichten, der C. AG Fr. 184'674'341.– nebst Zins zu 5 % seit 1. Juli 

2021 und aufgelaufenen Zins bis 30. Juni 2021 in Höhe von Fr. 120'640'678.– zu 

bezahlen. 

 

2. Eventuell sei A. zu verpflichten, der C. AG EUR 116'640'353.– nebst Zins zu 5 % 

seit 1. Juli 2021 und aufgelaufenen Zins bis 30. Juni 2021 in Höhe von 

EUR 76'083'658.– zu bezahlen. 

 

3. Sämtliche beschlagnahmten Vermögenswerte von A., L., M., J., der N. AG und der 

K. AG seien (inklusive darauf erzielter Erträge und Wertsteigerungen) zur Wieder-

herstellung des rechtmässigen Zustandes der C. AG zuzuweisen. 

 

4. Die Darlehensforderungen von A. und L. gegenüber der N. AG in Höhe von insge-

samt mindestens Fr. 13'164'901.– seien zu beschlagnahmen und zur Wiederher-

stellung des rechtmässigen Zustandes der C. AG zuzuweisen. 

 

5. Eventualiter seien die Vermögenswerte gemäss Anträgen 3 und 4 vorstehend ein-

zuziehen und zu Gunsten der C. AG zu verwenden. 

 

6. Es sei gegenüber den nachfolgenden Personen auf eine Ersatzforderung in bean-

tragter Höhe zu erkennen und es seien diese Ersatzforderungen der C. AG zuzu-

sprechen, soweit der Betrag der Ersatzforderung nicht bereits durch die Zuweisung 

von Vermögenswerten an die C. AG gemäss Anträgen 3 und 4 vorstehend gedeckt 

ist: 

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SK.2020.57 

a)  G. AG:  Fr.  154'295'962.– 

b)  A.:  Fr.  31'276'557.– 

c)  L.:  Fr.  12'185'055.– 

d)  N. AG:  Fr.  11'650'055.– 

e)  K. AG:  Fr.  3'299'627.– 

f)  J.:  Fr.  2'583'218.–  

 

7. Es sei gegenüber der P. Versicherung SA auf eine Ersatzforderung in Höhe von 

Fr. 16'808'935.– zu erkennen und es sei diese Ersatzforderung in Anwendung von 

Art. 73 Abs. 1 lit. c StGB der C. AG zuzusprechen. 

 

8. Es sei gegenüber der O. Versicherung SA, eventualiter gegenüber der PPPP., auf 

eine Ersatzforderung in Höhe von Fr. 1'409'187.– zu erkennen und es sei diese Er-

satzforderung in Anwendung von Art. 73 Abs. 1 lit. c StGB der C. AG zuzusprechen. 

 

9. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten von A. 

 

Anträge der D. Bank AG 

1. A. sei gemäss den Anträgen der Bundesanwaltschaft schuldig zu sprechen und zu 

sanktionieren. 

 

2. A. sei zu verpflichten, der D. Bank AG Fr. 13'827'971.52 nebst Zins zu 5 % seit 

1. Juli 2021 und aufgelaufenen Zins von Fr. 7'951'083.61 zu bezahlen, eventualiter 

EUR 10'081'263.52 nebst Zins zu 5 % seit 1. JuIi 2021 und aufgelaufenen Zins von 

EUR 5'796'726.51. 

 

3. Die Darlehensforderungen von A. und L. gegenüber der N. AG in Höhe von insge-

samt mindestens Fr. 13'164'901 seien zu beschlagnahmen. 

 

4. Sämtliche beschlagnahmten Vermögenswerte von A., L., M., J., der N. AG und der 

K. AG seien (inklusive darauf erzielter Erträge und Wertsteigerungen) einzuziehen 

und zu Gunsten der D. Bank AG zu verwenden bzw. dieser zur Verwertung zu über-

lassen, gegebenenfalls unter proportionaler Berücksichtigung der zugelassenen Zi-

vilforderungen aller Privatklägerinnen bzw. Geschädigten zu verwenden, sofern 

diese die Voraussetzung hierfür erfüllen. 

 

5. Eventualiter sei von einer Einziehung der folgenden beschlagnahmten Vermögens-

werte gemäss Antrag Ziffer 4 abzusehen und diese für die Verteilung an die Gläubi-

ger im Konkursverfahren der BIue Steel Holding AG in Liquidation zu überlassen: 

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SK.2020.57 

a)  Beschlagnahmte Wertsachen gemäss Ziffer 18.2 des Anhangs 1 der Anklage-

schrift: 

1)  BMW 531i (Pos. Nr. 2) 

2)  7 kg Gold bei der Bank S. (Pos. Nr. 3) 

3)  14.25 kg Gold bei der Bank S. (Pos. Nr. 4) 

4)  Diverses in W. beschlagnahmtes Mobiliar (Pos. Nr. 6-63) 

5)  Diverses in V. beschlagnahmtes Mobiliar (Pos. Nr. 64-128) 

b) Gesperrte Bankkonti gemäss Ziffer 18.3 des Anhangs 1 der Anklageschrift: 

1)  Guthaben auf dem Konto IBAN […] bei der Bank T. (Pos. Nr. 1) 

2)  Guthaben auf dem Konto IBAN […] bei der Bank AA. (Pos. Nr. 2) 

3)  Guthaben auf dem Konto IBAN […] bei der Bank S. (Pos. Nr. 5) 

4)  Guthaben auf dem Konto IBAN […] bei der Bank T. (Pos. Nr. 7) 

5)  Guthaben auf dem Konto IBAN […] bei der Bank S. (Pos. Nr. 8) 

6)  Guthaben auf dem Konto IBAN […] bei der Bank S. (Pos. Nr. 10) 

7)  Guthaben auf dem Konto IBAN […] bei der Bank S. (Pos. Nr. 11) 

8)  Guthaben auf dem Konto IBAN […] bei der Bank T. (Pos. Nr. 12) 

9)  Guthaben auf dem Konto Nr. […] bei der Bank BB. SA (Pos. Nr. 14) 

10) Guthaben auf dem Konto IBAN […] bei der Bank T. (Pos. Nr. 15) 

c)  Immobilien der N. AG gemäss Ziffer 18.4 des Anhangs 1 der Anklageschrift (Pos. 

Nr. 1, 2, 4) 

d)  Inhaberaktien der N. AG gemäss Ziffer 18.6 des Anhangs 1 der Anklageschrift 

 

6. Subeventualiter sei, falls die beschlagnahmten Vermögenswerte ganz oder teil-

weise ausschliesslich an die C. AG zugewiesen oder zu deren Gunsten verwendet 

werden sollten, gegenüber der C. AG auf eine Ersatzforderung in Höhe des Zivilan-

spruchs der D. Bank AG zu erkennen und diese zu Gunsten der D. Bank AG zu 

verwenden. 

 

7. Soweit der Betrag des Zivilanspruches der D. Bank AG nicht bereits durch die Ver-

wendung von Vermögenswerten gemäss Antrag Ziffer 4 bzw. die Zusprechung einer 

Ersatzforderung gemäss Antrag Ziffer 6 gedeckt ist, sei auf eine Ersatzforderung 

gegenüber folgenden Personen wie folgt zu erkennen und es seien der D. Bank AG 

Ersatzforderungen wie folgt zuzusprechen: 

a)  A.: Fr.  13'827'971.52 

b)  L.:  Fr.  12'185'055.– 

c)  N. AG: Fr.  11'650'055.– 

d)  K. AG:  Fr.  3'299'627.– 

e)  J.:  Fr.  2'583'218.– 

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SK.2020.57 

 

8. Die Beschuldigte, eventualiter der Bund, sei zur Zahlung einer Parteikostenentschä-

digung gemäss Honorarnote an die D. Bank AG zu verpflichten. 

 

Anträge der Bank E. AG 

Die Bank E. AG hat im Hauptverfahren darauf verzichtet, Anträge zu stellen. 

 

Anträge der Bank F. SA 

1. A. sei gemäss den Anträgen der Bundesanwaltschaft schuldig zu sprechen und zu 

sanktionieren. 

 

2. a) A. sei zur Zahlung von Fr. 4'500'000.– nebst Zins von 5 % seit 31. August 2021 

und aufgelaufenen Zins bis 30. August 2021 in Höhe von Fr. 2'626'618.15 an die 

Bank F. SA zu verpflichten.  

 

b) Darüber hinaus sei A. zur Zahlung von Fr. 165'877.65 an die Bank F. SA zu ver-

pflichten, dies zum Ersatz des Schadens infolge von Rechtsverfolgungskosten aus-

serhalb des Strafverfahrens basierend auf den fakturierten und bezahlten Honorar-

rechnungen des unterzeichnenden Anwalts; abzüglich der explizit und detailliert im 

Strafverfahren ausgewiesenen Aufwendungen. 

 

3. a) Die beschlagnahmten Gegenstände und Vermögenswerte seien einzuziehen und 

(nach Verrechnung mit den Verfahrenskosten der Bundesanwaltschaft und des 

Bundesstrafgerichts) in Anwendung von Art. 263 Abs. 1 lit. d StPO, Art. 69, 70, 72 

und 73 StGB zu Gunsten der Bank F. SA zu verwenden bzw. dieser zur Verwertung 

zu überlassen, beides gegebenenfalls unter proportionaler Berücksichtigung der 

geltend gemachten und belegten Ansprüche anderer Privatklägerinnen bzw. Ge-

schädigten.  

 

b) Die Darlehensforderungen von A. und L. gegenüber der N. AG in Höhe von ins-

gesamt mindestens Fr. 13'164'901.–seien zu beschlagnahmen und in Anwendung 

von Art. 263 Abs. 1 lit. d StPO, Art. 69, 70, 72 und 73 StGB zu Gunsten der Bank F. 

SA zu verwenden bzw. dieser zur Verwertung zu überlassen, gegebenenfalls unter 

proportionaler Berücksichtigung der geltend gemachten und belegten Ansprüche 

anderer Privatklägerinnen bzw. Geschädigten. 

 

c) Die Anträge der C. AG auf Einziehung von Vermögenswerten bei der P. Versi-

cherung SA und/oder bei der O. Versicherung SA seien gutzuheissen, sodass diese 

zusätzlichen Vermögenswerte unter proportionaler Berücksichtigung der geltend 

gemachten und belegten Ansprüche aller Privatklägerinnen bzw. Geschädigten zur 

Verwendung bzw. Überlassung zur Verwertung und Verteilung zustehen. 

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SK.2020.57 

 

4. Soweit der Schaden bzw. die Zivilforderungen der Bank F. SA durch die Verwen-

dung bzw. Überlassung zur Verwertung und Verteilung mit den Anträgen in Ziffer 3 

oben nicht gedeckt sind, sei auf eine Ersatzforderung gegenüber folgenden Perso-

nen wie folgt zu erkennen und es seien der Bank F. SA Ersatzforderungen wie folgt 

zuzusprechen: 

a)  G. AG: Fr. 2'800'000.– 

b)  A.:  Fr. 4'500'000.– 

c)  L.: Fr. 4'500'000.– 

d)  N. AG:  Fr. 4'500'000.– 

e)  K. AG:  Fr. 3'299'627.– 

f)  J.:  Fr. 2'583'218.– 

 

5. Die Beschuldigte, eventualiter der Bund, sei zur Zahlung einer Parteikostenentschä-

digung gemäss beiliegender detaillierter Honorarnote an die Bank F. SA zu ver-

pflichten. 

 

Anträge der Konkursmasse der G. AG und der I. AG 

1. A. sei unter Kosten- und Entschädigungsfolge zur Bezahlung von 

Fr. 205'867'944.33, eventualiter Fr. 57'381'582.15, zuzüglich Zins von 5 % seit dem 

30. ApriI 2010 an die I. AG zu verurteilen. 

 

2. A. sei unter Kosten- und Entschädigungsfolge zur Bezahlung von 

Fr. 112'704'627.10, eventualiter Fr. 4'701'160.65, zuzüglich Zins von 5 % seit dem 

22. September 2010 an die G. AG zu verurteilen. 

 

3. Von der Einziehung folgender beschlagnahmter Vermögenswerte gemäss Ziffer 18 

des Anhangs 1 der Anklageschrift (Beschlagnahmegutsliste) bzw. gegebenenfalls 

des Verwertungserlöses daraus sei abzusehen: 

a) Gesperrte Bankkonti gemäss Ziffer 18.3 des Anhangs 1 der Anklageschrift: 

1)  Guthaben auf dem Konto IBAN […] bei der Bank T. (Pos. Nr. 12) 

2)  Guthaben auf dem Konto IBAN […] bei der Bank S. (Pos. Nr. 11) 

3)  Guthaben auf dem Konto IBAN […] bei der Bank S. (Pos. Nr. 10) 

4)  Guthaben auf dem Konto IBAN […] bei der Bank S. (Pos. Nr. 8) 

5)  Guthaben auf dem Konto IBAN […] bei der Bank AA. (Pos. Nr. 2) 

6)  Guthaben auf dem Konto IBAN […] bei der Bank T. (Pos. Nr. 7) 

7)  Guthaben auf dem Konto IBAN […] bei der Bank T. (Pos. Nr. 1) 

8)  Guthaben auf dem Konto IBAN […] bei der Bank S. (Pos. Nr. 5) 

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SK.2020.57 

9)  Guthaben auf dem Konto Nr. […] bei der Bank BB. SA (Pos. Nr. 14) 

10) Guthaben auf dem Konto IBAN […] bei der Bank T. (Pos. Nr. 15) 

b)  Beschlagnahmte Wertsachen gemäss Ziffer 18.2 des Anhangs 1 der Anklage-

schrift: 

1)  7 kg Gold bei der Bank S. (Pos. Nr. 3) 

2)  14.25 kg Gold bei der Bank S. (Pos. Nr. 4) 

3)  Diverses in W. beschlagnahmtes Mobiliar (Pos. Nr. 8, 10, 11, 13-18, 21-23, 

25-32, 35-50, 53-61, 63) 

4)  BMW 531i (Pos. Nr. 2) 

c)  Immobilien der N. AG gemäss Ziffer 18.4 des Anhangs 1 der Anklageschrift (Pos. 

Nr. 1, 2, 4) 

d)  Inhaberaktien der N. AG gemäss Ziffer 18.6 des Anhangs 1 der Anklageschrift 

 

Eventualiter seien sämtliche von A. und Dritten beschlagnahmten Vermögenswerte 

einzuziehen und proportional zu Gunsten der zugelassenen Zivilforderungen aller 

dies beantragenden Privatklägerinnen – inklusive der G. AG und I. AG – zu verwen-

den. 

 

4. Soweit keine der Einziehung unterliegenden Vermögenswerte mehr vorhanden sind 

und daher gegenüber A. und/oder Dritten auf eine Ersatzforderung des Staates in glei-

cher Höhe erkannt wird, sei diese proportional zu Gunsten der zugelassenen Zivilfor-

derungen aller dies beantragenden Privatklägerinnen – inklusive der G. AG und I. AG 

– zu verwenden. 

 

5. Von der Begründung einer Ersatzforderung gegenüber der G. AG und der I. AG sei 

abzusehen. 

Anträge der Drittbetroffenen (teilweise zusammengefasst): 

Anträge von J. 

1. Folgende beschlagnahmten Vermögenswerte von J. seien diesem unbelastet frei-

zugeben: 

 4 Barren à 1'000 g GoId (AB 1, 2, 3 und 4) und 1 Barren à 500 g GoId (AB 9) 

sowie die 5 zugehörigen Gold-Zertifikate; 

 Konto Nr. […], IBAN […], bei der D. Bank AG, X., lautend auf J. 

 

2. Der Antrag Ziffer 3 der C. AG auf Zuweisung der Vermögenswerte von J. sei abzu-

weisen, soweit darauf eingetreten werden kann. 

 

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SK.2020.57 

3. Die Anträge der Bundesanwaltschaft und der Privatklägerschaft auf Einziehung der 

Vermögenswerte von J. und anschliessende Verwendung zur Deckung der Verfah-

renskosten und/oder Verwendung zugunsten der Privatklägerschaft seien abzuwei-

sen, soweit darauf eingetreten werden kann. 

 

4. Die Anträge der Privatklägerschaft auf Zusprechung einer Ersatzforderung gegen J. 

seien abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann. 

 

5. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Staatskasse oder der An-

tragssteller. 

 

Anträge der K. AG 

1. Folgende beschlagnahmten Vermögenswerte der K. AG seien dieser unbelastet 

freizugeben: 

 Gründstücke Nr. […], […] und […] in U., eingetragen auf die K. AG; 

 Grundstück Nr. […] (74/1000 comproprietà part. […]) sowie 3/25 des Grund-

stücks Nr. […] (50/1000 comproprietà part. […]) in V., eingetragen auf die K. 

AG. 

 

2. Der Antrag Ziffer 3 der C. AG auf Zuweisung der Vermögenswerte der K. AG sei 

abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann. 

 

3. Die Anträge der Bundesanwaltschaft und der Privatklägerschaft auf Einziehung der 

Vermögenswerte der K. AG und anschliessende Verwendung zur Deckung der Ver-

fahrenskosten und/oder Verwendung zugunsten der Privatklägerschaft seien abzu-

weisen, soweit darauf eingetreten werden kann. 

 

4. Die Anträge der Privatklägerschaft auf Zusprechung einer Ersatzforderung gegen 

die K. AG seien abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann. 

 

5. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Staatskasse oder der An-

tragssteller. 

 
  

- 12 - 

SK.2020.57 

Anträge der O. Versicherung SA 

1. Der Antrag auf Einziehung von Vermögenswerten, die von der I. AG auf die O. Ver-

sicherung SA, eventualiter auf die PPPP., übertragen wurden, sei abzuweisen. 

 

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zzgl. MWST zulasten der antragsstellen-

den Privatklägerinnen, eventuell zulasten der Bundeskasse. 

 

Anträge der P. Versicherung SA 

1. Der Antrag auf Einziehung von Vermögenswerten bzw. auf Zusprechung einer Er-

satzforderung sei abzuweisen. 

 

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zzgl. MWST zulasten der antragsstellen-

den Privatklägerinnen, eventuell zulasten der Bundeskasse. 

 

Übrige Drittbetroffene 

Die übrigen Drittbetroffenen haben darauf verzichtet, Anträge zu stellen. 

Anträge der Verteidigung der Beschuldigten A.: 

1. Es sei das Verfahren gegen A. gestützt auf Art. 317 i.V.m. Art. 329 Abs. 4 StPO 

einzustellen respektive sie sei von sämtlichen Vorhalten von Schuld und Strafe frei-

zusprechen. 

 

2. Es sei A. eine Haftentschädigung von Fr. 300.– pro ausgestandenem Hafttag, aus-

machend insgesamt Fr. 32'100.–, zuzusprechen. 

 

3. Es sei A. eine Genugtuung zu Lasten der Bundeskasse von Fr. 10'000.– zuzuspre-

chen. 

 

4. Es sei bei sämtlichen mit Beschlag versehenen Vermögenswerten von A. die Be-

schlagnahme aufzuheben und diese seien A. wieder zur freien Verfügung auszu-

händigen. 

 

5. Es sei davon Vormerk zu nehmen, dass A. sich vorbehält, für den aus dem Verfah-

ren, insbesondere der Beschlagnahme entstandenen Schaden, den Bund behaften 

zu wollen. 

 

6. Es seien sämtliche pendenten Zwangsmassnahmen, insbesondere die Passsperre 

aufzuheben. 

- 13 - 

SK.2020.57 

 

7. Es seien die Zivilklagen sämtlicher Zivilklägerinnen abzuweisen. 

 

8. Es seien die Anträge der Bundesanwaltschaft und der Zivilklägerinnen bezüglich 

Einziehung abzuweisen. 

 

9. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Bundes. 

Anträge der Verteidigung des Beschuldigten B.: 

1. B. sei vom Vorwurf der Gehilfenschaft zum Betrug zu Lasten der Bank E. AG voll-

umfänglich freizusprechen. 

 

2. Die mit Verfügung des Untersuchungsrichteramtes des Kantons Luzern vom 

19. März 2010 (Übernahme des Verfahrens durch die Bundesanwaltschaft am 

25. März 2010) angeordnete Beschlagnahme von  

 zwei iPhones (N1 [IMEI […]] und N2 [IMEI […]]); 

 diversen Unterlagen (N3-N9, N12-N15 = fünf Sammelcouverts, eine Plastik-

mappe, vier Ordner sowie ein Hängeregister); 

 zwei Tresorfachschlüsseln Nr. 75 von der Bank CC. (N13) 

sei aufzuheben und die Gegenstände seien B. herauszugeben.  

 

3. Die von der Bank E. AG gegen B. gestellten Zivilansprüche seien vollumfänglich 

abzuweisen. 

 

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zzgl. MWST zu Lasten der Staatskasse. 

 

  

- 14 - 

SK.2020.57 

Prozessgeschichte: 

A. Am 15. Februar 2010 reichte die C. Bank AG (heute: C. AG; nachfolgend: C.) bei 

der Staatsanwaltschaft Luzern eine Strafanzeige gegen die I. AG (nachfolgend: 

I.) sowie deren Verantwortlichen, namentlich A., wegen Betrugs und Geldwä-

scherei ein. Die C. machte in dieser Strafanzeige zusammengefasst geltend, 

dass sie seit 2002 geschäftlichen Kontakt mit der I. unterhalte. Der geschäftliche 

Kontakt habe darin bestanden, dass die C. die Tätigkeit der I. (den Handel mit 

Schmiedepressen) vorfinanziert habe. Hierfür habe die C. der I. die aus dem 

Weiterverkauf von Schmiedepressen resultierende Forderungen zu 80 % des 

Nominalbetrags abgekauft, damit die I. die Schmiedepressen habe beschaffen 

können. Auf dem für den Kundenforderungskauf zu zahlenden Preis habe die I. 

der C. einen marktüblichen Zins geschuldet. Am 26. Oktober 2009 sei erstmals 

eine fällige Zahlung der I. ausgeblieben. Per Ende 2009 seien Forderungen im 

Umfang von EUR 10 Millionen fällig gewesen. Aufgrund dieser Zahlungsaus-

stände habe die C. am 11. Februar 2010 die Schuldner der insgesamt 39 Forde-

rungen, welche der C. abgetreten worden seien, kontaktiert. Die kontaktierten 

Schuldner hätten gegenüber der C. erklärt, keine Schmiedepressen gekauft 

und/oder keine Geschäftsbeziehungen mit der I. unterhalten zu haben. Die 

Schuldner hätten zudem in Abrede gestellt, dass die ihnen zugestellten Doku-

mente Unterschriften von für sie zeichnungsberechtigten Personen aufweisen 

würden (zum Ganzen Rubrik BA 05.101). 

B. Im Februar und März 2010 erstatteten auch die D. Bank AG (nachfolgend: D. 

Bank), die Bank F.SA (nachfolgend: Bank F.) sowie die Bank E. AG (nachfol-

gend: Bank E.) bei den Strafverfolgungsbehörden des Kantons Luzern Strafan-

zeige gegen die I. und deren Verantwortlichen, namentlich die Beschuldigte, ins-

besondere wegen Betrugs (Rubrik BA 05.103 ff.).  

C. Am 1. März 2010 erstattete die Meldestelle für Geldwäscherei (MROS) gestützt 

auf Art. 23 Abs. 4 des Bundesgesetzes über die Bekämpfung der Geldwäscherei 

und der Terrorismusfinanzierung vom 10. Oktober 1997 (Geldwäschereigesetz, 

GwG; SR 955.0) eine Meldung an das Untersuchungsrichteramt des Kantons 

Luzern. Die zugrundeliegenden Verdachtsmeldungen i.S.v. Art. 9 GwG der Fi-

nanzintermediäre DD. Holding AG und Bank S. betrafen Konten mit Bezug auf 

die Beschuldigte (BA Rubrik 5.201 f.). Am 4. und 10. März 2010 gingen beim Un-

tersuchungsrichteramt des Kantons Luzern zwei weitere MROS-Meldungen be-

treffend Konten bei der Bank EE., Bank FF., und der Bank GG. AG mit Bezug auf 

die Beschuldigte ein (BA Rubrik 5.203 f.). 

- 15 - 

SK.2020.57 

D. Am 18. März 2010 ging eine weitere Strafanzeige der C. ein. Diese richtete sich 

gegen den ehemaligen Verantwortlichen für das Kreditgeschäft und stellvertre-

tenden Geschäftsleiter der C., B. Er wurde u.a. der Gehilfenschaft zum Betrug im 

Zusammenhang mit den Finanzierungen der Schmiedepresse-Geschäften der I. 

beschuldigt (BA 05.102-0001 ff.). 

E. Zuständig zur Durchführung des Strafverfahrens war zu Beginn das Untersu-

chungsrichteramt des Kantons Luzern, Abteilung Wirtschaftskriminalität 

(BA 02.100-0001). Am 3. März 2010 stellte dieses eine Gerichtsstandanfrage zu 

Handen der Bundesanwaltschaft (BA 02.100-0002 ff.), worauf Letztere am 

25. März 2010 ein gerichtspolizeiliches Ermittlungsverfahren gegen A. und B. 

(nachfolgend zusammen: die Beschuldigten) sowie gegen weitere Personen we-

gen Verdachts des Betrugs (Art. 146 StGB), der Urkundenfälschung (Art. 251 

StGB) sowie der Geldwäscherei (Art. 305bis StGB) eröffnete (BA Rubrik 1.100). 

Im Laufe der Ermittlungen wurde die Strafuntersuchung gegen die Beschuldigten 

auf weitere Straftatbestände ausgedehnt (BA Rubrik 1.200). 

F. Die Beschuldigte A. befand sich vom 23. Februar bis 9. Juni 2010 in Untersu-

chungshaft. Nach ihrer Entlassung wurden Ersatzmassnahmen angeordnet 

(BA 06.001-0004/0220). Zum Zeitpunkt der Urteilseröffnung blieb die am 

9. Juni 2010 angeordnete Pass- und Schriftensperre in Bezug auf sämtliche 

Staatsbürgerschaften sowie die Beschlagnahme des deutschen Reisepasses 

Nr. […] lautend auf die Beschuldigte aufrechterhalten. 

G. Der Beschuldigte B. befand sich am 24. März 2010 in Polizeihaft (BA 06.005-

0004/0046). 

H. Die Strafverfolgungsbehörden des Kantons Luzern sowie die Bundesanwalt-

schaft führten umfangreiche Beweiserhebungen durch, insbesondere Befragun-

gen einer Vielzahl von in die untersuchten Vorgänge involvierten Personen. So-

dann wurden im Vorverfahren diverse Vermögenswerte von der Beschuldigten 

und den in die untersuchten Vorgänge involvierten beschwerten Dritten be-

schlagnahmt. 

I. Die Bundesanwaltschaft trennte verschiedentlich das Verfahren in Bezug auf ein-

zelne andere beschuldigte Personen vom übrigen Verfahren ab 

(BA Rubrik 1.400). Am 30. Juli 2018 stellte sie die Verfahren gegen sämtliche 

Mitbeschuldigten von A., einschliesslich B., «im Zusammenhang mit der Finan-

zierung von Schmiedepressen der C. an die I. sowie im Zusammenhang mit Fi-

nanzierungen der D. Bank, der Bank E. sowie der Bank F. an die I.» ein (BA 

Rubrik 3.001 ff.). Die besagten Einstellungsverfügungen sind – mit Ausnahme 

- 16 - 

SK.2020.57 

der Einstellungsverfügung betreffend B. – inzwischen in Rechtskraft erwachsen. 

Gegen die Einstellungsverfügung betreffend B. erhob die Bank E. am 17. Au-

gust 2018 Beschwerde bei der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts. 

Die Beschwerdekammer führte das Verfahren unter der Geschäftsnummer 

BB.2018.146 (BA Rubrik 21.116; zum weiteren Verfahrensgang dieses Be-

schwerdeverfahrens vgl. Lit. K). 

J. Am 28. September 2018 erhob die Bundesanwaltschaft bei der Strafkammer des 

Bundesstrafgerichts Anklage gegen die Beschuldigte A. wegen mehrfacher Ur-

kundenfälschung sowie Versuchs dazu, gewerbsmässigen Betrugs, eventualiter 

mehrfacher Veruntreuung, subeventualiter qualifizierter ungetreuer Geschäfts-

besorgung, Misswirtschaft und gewerbsmässiger Geldwäscherei (SK.2018.54, 

TPF 100.005 ff.). Die Strafkammer des Bundesstrafgerichts wies mit Beschluss 

vom 6. Dezember 2018 die Anklageschrift an die Bundesanwaltschaft zurück, 

weil sie nicht dem Anklageprinzip genügte (SK.2018.54, TPF 932.001 ff.). 

K. Nach Verbesserung der Anklageschrift im Sinne des Rückweisungsbeschlusses 

erhob die Bundesanwaltschaft am 13. Februar 2019 erneut Anklage gegen A. 

wegen der genannten Delikte (SK.2019.10, TPF 100.001 ff.). Mit Schreiben vom 

14. Mai 2019 erkundigte sich die Strafkammer des Bundesstrafgerichts bei der 

Bundesanwaltschaft über den Verfahrensstand der bei der Beschwerdekammer 

des Bundesstrafgerichts pendenten verschiedenen Beschwerdeverfahren betref-

fend die von der Bundesanwaltschaft verfügten Einstellungen in Bezug auf mit-

beschuldigte Personen (SK.2019.10, TPF 400.004 f.). Mit Schreiben vom 22. Mai 

2019 reichte die Bundesanwaltschaft u.a. den Beschluss der Beschwerdekam-

mer BB.2018.146 vom 7. Mai 2019 mit einer Stellungnahme ein (SK.2019.10, 

TPF 510.039 ff.; 510.052 ff.). Die Beschwerdekammer hiess im genannten Ent-

scheid die Beschwerde der Bank E. betreffend die Einstellung des Verfahrens 

gegen B. vom 30. Juli 2018 gut und wies die Bundesanwaltschaft an, das Ver-

fahren weiterzuführen und gegen den Beschuldigten B. Anklage zu erheben. In 

der Folge wies die Strafkammer des Bundesstrafgerichts mit Beschluss 

SK.2019.10 vom 5. Juli 2019 die Anklageschrift zur Ergänzung mit Sachverhalt-

selementen (im Sinne einer Eventualanklage) in Bezug auf eine eventuell dem 

Beschuldigten B. zuzurechnende Mitwirkung zurück, weil die Anklageschrift bei 

einer eventuellen Beteiligung des Beschuldigten B. nicht dem Anklageprinzip ge-

nügte (SK.2019.10, TPF 932.001 ff.). 

L. Die Bundesanwaltschaft erhob am 22. Juli 2020 erneut Anklage gegen die Be-

schuldigte A. wegen der genannten Delikte (SK.2020.28, TPF 100.001 ff.), ver-

zichtete jedoch darauf diese im Sinne des Rückweisungsbeschlusses 

SK.2019.10 vom 5. Juli 2019 mit Sachverhaltselementen (im Sinne einer Even-

- 17 - 

SK.2020.57 

tualanklage) zu ergänzen (SK.2020.28, TPF 100.223). In der gleichen Anklage-

schrift erhob die Bundesanwaltschaft zudem Anklage gegen den Beschuldigten 

B. wegen Verdachts der Gehilfenschaft zum Betrug. Die Strafkammer des Bun-

desstrafgerichts wies mit Beschluss SK.2020.28 vom 4. August 2020 das Ver-

fahren zwecks Durchführung einer mündlichen Schlusseinvernahme des Be-

schuldigten B. zum bisher nicht vorgehaltenen Vorwurf der Gehilfenschaft zum 

Betrug zurück (SK.2020.28, TPF 933.001 ff.). 

M. Nach durchgeführter Schlusseinvernahme mit B. erhob die Bundesanwaltschaft 

am 20. November 2020 erneut Anklage gegen die Beschuldigten wegen der ge-

nannten Delikte (TPF 100.001 ff.).  

N. Mit Verfügungen vom 27. November 2020 lud der Vorsitzende die Parteien ein, 

bis zum 11. Dezember 2020 Beweisanträge zu stellen und zu begründen 

(TPF 400.001). Auf Gesuch des Verteidigers hin wurde diese Frist mehrmals, 

letztmals bis am 27. Februar 2021, erstreckt (TPF 401.001 f.). Der Verteidiger 

(mit Schreiben vom 1. März 2021 [TPF 521.003]) und die übrigen Parteien ver-

zichteten auf die Stellung von Beweisanträgen. Im Rahmen der Prozessvorbe-

reitung holte der Vorsitzende von Amtes wegen die erforderlichen Beweismittel 

zu den persönlichen Verhältnissen der Beschuldigten (Straf- und Betreibungsre-

gisterauszüge, Steuerunterlagen [TPF 231.1 ff.]) ein. Mit Verfügungen vom 

27. April 2021 und 25. Juni 2021 entschied er überdies von Amtes wegen über 

die an der Hauptverhandlung durchzuführenden Einvernahmen (TPF 250.003; 

255.004).  

O. Die Hauptverhandlung fand vom 30. Juni 2021 bis 2. Juli 2021 in Anwesenheit 

der Bundesanwaltschaft, der beiden Beschuldigten und ihrer Verteidiger sowie 

der Rechtsbeistände der C., der Konkursmassen der G. AG und I. AG, von J., 

der K. AG, der O. Versicherung SA (nachfolgend: O. Versicherung) sowie der P. 

Versicherung SA (nachfolgend: P. Versicherung) am Sitz des Bundesstrafge-

richts statt. Persönlich anwesend waren überdies die Drittbetroffenen J. und M. 

Die übrigen Privatklägerinnen (D. Bank, Bank F. und Bank E.) und Drittbetroffe-

nen (L. und N. AG) verzichteten auf eine Teilnahme an der Hauptverhandlung. 

Das Urteil wurde am 30. August 2021 mündlich eröffnet. 

P. In der Folge meldeten die Bundesanwaltschaft (mit Schreiben vom 7. Septem-

ber 2021), die Beschuldigte A. (mit Schreiben vom 6. September 2021), die C. 

(mit Schreiben vom 31. August 2021), die Bank F. (mit Schreiben vom 8. Sep-

tember 2021) sowie die Konkursmassen der G. AG und I. AG (mit Schreiben vom 

6. September 2021) fristgerecht Berufung gegen das Urteil an. Mit Schreiben 

vom 6. September 2021 teilte der amtliche Verteidiger der Beschuldigten A. dem 

- 18 - 

SK.2020.57 

Gericht mit, dass er auch L. sowie die N. AG vertrete und meldete gleichzeitig in 

deren Namen Berufung gegen das Urteil an.  

  

- 19 - 

SK.2020.57 

Die Strafkammer erwägt: 

1. Formelles 

1.1 Zuständigkeit 

1.1.1 Das Gericht prüft seine Zuständigkeit von Amtes wegen. Gemäss dem zum Zeit-

punkt der Eröffnung des Verfahrens gültigen Art. 337 aStGB (in der bis 31. De-

zember 2010 in Kraft gewesenen Fassung; heute mit gleichem Inhalt: 

Art. 24 StPO) unterstehen die vorliegend zur Anklage gebrachten Delikte der 

Bundesgerichtsbarkeit, wenn sie zu einem wesentlichen Teil im Ausland oder in 

mehreren Kantonen begangen worden sind und dabei kein eindeutiger Schwer-

punkt in einem Kanton besteht; bei der Urkundenfälschung und den angeklagten 

Vermögensdelikten ist für die Bundeszuständigkeit ferner vorausgesetzt, dass 

keine kantonale Strafverfolgungsbehörde mit der Sache befasst ist oder die zu-

ständige kantonale Strafverfolgungsbehörde die Bundesanwaltschaft um Über-

nahme des Verfahrens ersucht. Diese Voraussetzungen sind vorliegend unstrei-

tig erfüllt, besteht doch aufgrund der im Ausland domizilierten (angeblichen) Ver-

käufer und Käufer der Schmiedepressen ein entsprechender Auslandbezug. 

Im Übrigen darf die Strafkammer des Bundesstrafgerichts ihre sachliche Zustän-

digkeit nach Anklageerhebung nur aus besonders triftigen Gründen verneinen 

(BGE 133 IV 235 E. 7.1). Solche wurden von den Parteien nicht geltend gemacht 

und sind auch sonst nicht ersichtlich. Die Zuständigkeit des Bundesstrafgerichts 

für die Beurteilung der angeklagten Straftatbestände ist somit gegeben. 

1.1.2 Die Kompetenz der Strafkammer des Bundesstrafgerichts (Kollegialgericht) 

ergibt sich aus Art. 19 Abs. 1 StPO i.V.m. Art. 36 Abs. 1 des Bundesgesetzes 

über die Organisation der Strafbehörden des Bundes vom 19. März 2010 

(StBOG; SR 173.71). 

1.2 Anwendbares Recht 

1.2.1 Prozessrecht 

Das Vorverfahren wurde zum Teil unter altem Prozessrecht (Bundesgesetz vom 

15. Juni 1934 über die Bundesstrafrechtspflege [BStP]) durchgeführt. Seit In-

krafttreten der Schweizerischen Strafprozessordnung vom 5. Oktober 2007 

(Strafprozessordnung [StPO]; SR 312.00) gilt für das vorliegende Verfahren die 

StPO (Art. 448 Abs. 1 StPO). Die unter altem Prozessrecht angeordneten oder 

durchgeführten Verfahrenshandlungen behalten ihre Gültigkeit (Art. 448 

Abs. 2 StPO). 

- 20 - 

SK.2020.57 

1.2.2 Materielles Recht 

1.2.2.1 Gemäss dem strafrechtlichen Rückwirkungsverbot (Art. 2 Abs. 1 StGB) gilt 

grundsätzlich das alte Recht. Art. 2 Abs. 2 StGB sieht indes vor, dass das neue 

Recht anzuwenden ist, wenn es für den Täter das mildere ist als das zum Zeit-

punkt der Tat geltende (sog. lex mitior; vgl. in Bezug auf die Verjährung auch 

Art. 389 StGB). Ob das neue im Vergleich zum alten Gesetz milder ist, beurteilt 

sich nicht nach einer abstrakten Betrachtungsweise, sondern in Bezug auf den 

konkreten Fall (Grundsatz der konkreten Vergleichsmethode; BGE 134 IV 82 

E. 6.2.1). Entsprechend dem Grundsatz der Alternativität gelangt jedoch in Be-

zug auf ein und dieselbe Tat nur entweder das alte oder das neue Recht zur 

Anwendung. Hat der Täter indessen mehrere selbständige strafbare Handlungen 

begangen, so ist in Bezug auf jede einzelne Handlung gesondert zu prüfen, ob 

das alte oder das neue Recht milder ist (BGE 134 IV 82 E. 6.2.3). 

1.2.2.2 Die Beschuldigte A. soll die ihr zur Last gelegten Taten in der Zeit zwischen 2002 

bis Februar 2010 begangen haben, mithin teils vor und teils nach den Revisionen 

des Verjährungsrechts (aArt. 70 ff. StGB) am 1. Oktober 2002 (AS 2002 2993 

2996 3146) und des Allgemeinen Teils des Strafgesetzbuchs am 1. Januar 2007 

(AS 2006 3459) sowie vor den Revisionen von Art. 97 StGB (Verfolgungsverjäh-

rung) am 1. Januar 2014 (AS 2013 4417), von Art. 305bis StGB am 1. Januar 2016 

(AS 2015 1389) und des Sanktionenrechts am 1. Januar 2018 (AS 2016 1249). 

Im Übrigen bestehen keine relevanten Unterschiede zwischen dem zum Tatzeit-

punkt und dem heute geltenden Recht. Auf die aus den vorgenannten Revisionen 

ergebenden intertemporalen Fragen wird an der entsprechenden Stelle einge-

gangen. 

1.2.2.3 Der Beschuldigte B. soll die ihm zur Last gelegte Tat in der Zeit zwischen Oktober 

bis November 2009 begangen haben, mithin vor der Revision des Sanktionen-

rechts am 1. Januar 2018 (AS 2016 1249). Der Beschuldigte wird, wie noch zu 

zeigen sein wird (vgl. E. 7), vollumfänglich freigesprochen, weshalb die Frage 

nach dem anwendbaren Sanktionenrecht offen bleiben kann.  

1.3 Verjährung 

Wie noch zu zeigen sein wird, sind die der Beschuldigten vorgeworfenen Hand-

lungen teilweise verjährt. Obwohl die Frage nach dem Eintritt der Verjährung pro-

zessualer Natur ist, wird darauf – aus Gründen der besseren Übersichtlichkeit – 

jeweils erst im Rahmen der angeklagten Delikte eingegangen (vgl. E. 3.2; 4.2; 0; 

6.3 f.).  

  

- 21 - 

SK.2020.57 

1.4 Vorfragen 

1.4.1 Der Verteidiger der Beschuldigten A. warf in der Hauptverhandlung diverse Vor-

fragen i.S.v. Art. 339 Abs. 2 StPO auf und beantragte gestützt auf Art. 329 

Abs. 4 StPO die Einstellung des Verfahrens gegen die Beschuldigte, eventualiter 

die Rückweisung der Anklage gemäss Art. 329 Abs. 2 StPO (TPF 721.001 ff.). 

Das Gericht entschied über diese Anträge mit einem prozessleitenden Beschluss 

gemäss Art. 339 Abs. 3 StPO, der vom Vorsitzenden summarisch begründet 

wurde (TPF 720.004 f.). Eine vollständige Begründung solcher Entscheide er-

folgt grundsätzlich im Endentscheid (HAURI/VENETZ, Basler Kommentar, 2. Aufl. 

2014, Art. 339 StPO N. 21). 

1.4.2 Unter dem Gesichtspunkt der Achtung der Menschenwürde machte der Verteidi-

ger zusammengefasst geltend, dass das Verfahren nun seit mehr als 11 Jahren 

andauere. Dies müsse aufgrund der jahrelangen psychischen Belastung für die 

Beschuldigte und der Beschlagnahme sämtlicher Vermögenswerte und Ein-

künfte der Beschuldigten als menschenunwürdige Behandlung beanstandet wer-

den (TPF 721.002). 

Hierzu ist festzuhalten, dass es zwar zutrifft, dass die Verfahrensdauer übermäs-

sig lang ist. Dies begründet allerdings kein Verfahrenshindernis, welche die Ein-

stellung des Verfahrens oder die Rückweisung der Anklageschrift i.S.v. 

Art. 329 StPO zur Folge hätte. Vielmehr ist die Verfahrensdauer im Rahmen der 

Strafzumessung unter dem Aspekt des Beschleunigungsgebots (Art. 5 StPO) zu 

berücksichtigten (vgl. E. 8.7). Auch die Beschlagnahme der Vermögenswerte der 

Beschuldigten hindert die Durchführung des Hauptverfahrens nicht, ist doch über 

den Verbleib der beschlagnahmten Vermögenswerte gerade im Endentscheid zu 

befinden (Art. 267 Abs. 3 StPO). 

1.4.3 Weiter machte der Verteidiger unter dem Gesichtspunkt des Rechts auf ein faires 

Verfahren geltend, dass er als neuer amtlicher Verteidiger aufgrund der Akten-

menge des vorliegenden Falles nicht ausreichend Zeit gehabt habe, um sich an-

gemessen auf die Hauptverhandlung vorzubereiten (TPF 721.002 f.). 

Die Beschuldigte war während des gesamten Verfahrens amtlich verteidigt. Nach 

der dritten Rückweisung der Anklageschrift durch das Bundesstrafgericht am 

4. August 2020 (vgl. Lit. L) beantragte der damals eingesetzte amtliche Verteidi-

ger, Rechtsanwalt HH., gegenüber der Bundesanwaltschaft am 31. August 2020 

aus gesundheitlichen Gründen seine Entlassung aus dem amtlichen Mandat und 

die Einsetzung des jetzigen amtlichen Verteidigers (BA 16.101-1190). Gleichzei-

tig reichte er eine durch die Beschuldigte am 20. August 2020 unterschriebene 

Vollmacht für den jetzigen amtlichen Verteidiger ein (BA 16.101-1191). Mit Ver-

fügung der Bundesanwaltschaft vom 9. September 2020 wurde Rainer L. Fringeli 

- 22 - 

SK.2020.57 

als amtlicher Verteidiger der Beschuldigten eingesetzt (BA 16.101-1197 f.). Glei-

chentags wurden ihm die gesamten Verfahrensakten der Bundesanwaltschaft 

sowie die (zurückgewiesene) Anklageschrift zugestellt (BA 16.101-1211). Spä-

testens ab diesem Zeitpunkt war es ihm möglich, sich in das vorliegende Verfah-

ren einzuarbeiten. Demnach standen dem amtlichen Verteidiger bis zur am 

30. Juni 2021 beginnenden Hauptverhandlung mehr als 9 Monate zur Vorberei-

tung zur Verfügung, was trotz des Aktenvolumens sowohl unter dem Aspekt des 

Fairnessgebots als auch dem Recht auf wirksame Verteidigung ausreichend ist. 

Überdies wurde er – nach erneuter, im Wesentlichen unveränderter Anklageer-

hebung (vgl. Lit. L, M) – vom Gericht frühzeitig, konkret am 10. Dezember 2020, 

über die Daten der Hauptverhandlung informiert (TPF 331.004 f.). Es wäre für 

ihn daher möglich gewesen, ein Verschiebungsgesuch (vgl. Art. 331 Abs. 5 

StPO) einzureichen, was er aber unterlassen hat. 

1.4.4  

1.4.4.1 Schliesslich wendete der Verteidiger zusammengefasst ein, dass das Vorverfah-

ren mangels mündlicher Schlusseinvernahme mit der Beschuldigten A. nicht ge-

setzeskonform zum Abschluss gebracht worden sei, weswegen kein Urteil erge-

hen könne. Er verweist dabei insbesondere auch auf den Beschluss des Bun-

desstrafgerichts SK.2020.28 vom 4. August 2020, mit welchem das Gericht im 

vorliegenden Fall die Anklage zwecks Durchführung einer mündlichen 

Schlusseinvernahme mit dem Mitbeschuldigten B. zurückgewiesen hat (TPF 

721.003 f.; vgl. zur Rückweisung Lit. L). 

1.4.4.2 In umfangreichen und komplizierten Vorverfahren befragt die Staatsanwaltschaft 

die beschuldigte Person vor Abschluss der Untersuchung nochmals in einer 

Schlusseinvernahme und fordert sie auf, zu den Ergebnissen Stellung zu neh-

men (Art. 317 StPO). Mit der Durchführung einer Schlusseinvernahme werden 

verschiedene Ziele verfolgt: Die Bestimmung dient einerseits dazu, in konzen-

trierter, übersichtlicher Form die Deliktsvorwürfe und die Haltung der beschuldig-

ten Person dazu festzuhalten. Die im weiteren Verfahrensverlauf mit den Akten 

befasste Strafbehörde soll sich anhand der Schlusseinvernahme sofort ein Bild 

über den Fall machen können. Andererseits stellt die Schlusseinvernahme eine 

Selbstkontrolle für den Staatsanwalt dar, der dadurch veranlasst wird festzustel-

len, ob die Deliktsvorwürfe genügend abgeklärt sind. Darüber hinaus bildet die 

Schlusseinvernahme Teil des rechtlichen Gehörs (Urteil des Bundesgerichts 

6B_676/2013 vom 28. April 2014 E. 3.2.4 mit Hinweisen; BOSSHARD/LANDSHUT, 

Zürcher Kommentar, 3. Aufl. 2020, Art. 317 StPO N. 1). Nach der Rechtspre-

chung handelt es sich bei Art. 317 StPO um eine Ordnungsvorschrift. Eine 

Schlusseinvernahme ist demnach nicht zwingend und ihr Unterbleiben hat keine 

Auswirkungen auf die Gültigkeit der Anklage (Urteil des Bundesgerichts 

6B_98/2016 E. 3.4.2 mit Hinweisen). Möglich ist allerdings, dass das Gericht das 

- 23 - 

SK.2020.57 

Fehlen einer Schlusseinvernahme als behebbaren Mangel betrachtet und den 

Fall an die Staatsanwaltschaft zurückweist (BOSSHARD/LANDSHUT, Zürcher Kom-

mentar, 3. Aufl. 2020, Art. 317 StPO N. 1; Beschluss des Bundesstrafgerichts 

SK.2020.28 vom 4. August 2020). 

1.4.4.3 Dem Verteidiger ist beizupflichten, dass es sich beim vorliegenden Verfahren um 

ein umfangreiches und kompliziertes Verfahren handelt, bei welchem die Durch-

führung einer Schlusseinvernahme geboten erscheint. Vorliegend ergibt sich aus 

den Akten und ist unbestritten, dass keine mündliche Schlusseinvernahme mit 

der Beschuldigten A. stattgefunden hat. Vielmehr hat die Bundesanwaltschaft 

bewusst auf eine solche verzichtet und stattdessen – wie bereits am 19. Novem-

ber 2014 angekündigt (BA 16.101-0829 f.) – dem damaligen amtlichen Verteidi-

ger mit Verfügung vom 19. Dezember 2017 einen Entwurf der Anklageschrift 

übermittelt und diesem eine Frist bis zum 16. Februar 2018 gesetzt, um sich im 

Sinne einer Schlusseinvernahme schriftlich zu äussern und Beweisanträge zu 

stellen (BA 16.101-1099 f.). Auf Gesuch des damaligen amtlichen Verteidigers 

vom 16. Februar 2018 wurde diese Frist bis zum 16. April 2018 verlängert 

(BA 16.101-1111 ff.). Anschliessend erfolgten mehrere schriftliche Eingaben des 

damaligen amtlichen Verteidigers, in denen er zum Anklageentwurf und den im 

Vorverfahren getätigten Ermittlungen Stellung nahm, auf Beweisanträge verzich-

tete und mitteilte, dass er auf die Anklageerhebung warte (Schreiben vom 16. Ap-

ril 2018 [BA 16.101-1115 ff.], 11. Mai 2018 [BA 16.101-1119] und 12. Septem-

ber 2018 [BA 16.101-1147 ff.]). Mit Schreiben vom 14. Dezember 2018 wandte 

er sich erneut an die Bundesanwaltschaft und gab u.a. an, dass das Verfahren 

gegen die Beschuldigte hätte eingestellt werden müssen; diesen Mangel könne 

man jetzt noch heilen, indem der zuständige a.o. Staatsanwalt des Bundes «statt 

sich in unlösbaren Irrungen und Wirrungen des grossen Aktenberges zu verlie-

ren», die von ihm (dem Verteidiger) beantragte Schlusseinvernahme durchführe, 

sodass dieser ihn davon überzeugen könne, dass das Verfahren einzustellen sei 

(BA 16.101-1150 f.). Anschliessend stellte der damalige amtliche Verteidiger ei-

nen Antrag auf Einsichtnahme in geschäftliche E-Mailkorrespondenz des Mitbe-

schuldigten, welcher abgewiesen wurde (BA 16.101-1158 ff.; 1171 ff.). Nach wei-

terer Korrespondenz und inzwischen erfolgter zweiter Rückweisung der Ankla-

geschrift beantragte der damalige amtliche Verteidiger am 30. Oktober 2019 er-

neut die Einstellung des Verfahrens, eventualiter die Vorlage einer dritten Ver-

sion der Anklageschrift (BA 16.101-1181 ff.). 

Unter Berücksichtigung der verschiedenen Ziele einer Schlusseinvernahme ist 

die Beschuldigte bei nicht durchgeführter mündlicher Schlusseinvernahme einzig 

in ihrem Anspruch auf rechtliches Gehör betroffen. Dieser Anspruch gilt nicht ab-

solut und es kann darauf verzichtet werden (vgl. BGE 137 IV 33 E. 9.2). Wie ge-

zeigt, reichte der damalige amtliche Verteidiger der Beschuldigten nach der von 

- 24 - 

SK.2020.57 

der Bundesanwaltschaft angesetzten Frist zur Durchführung einer schriftlichen 

Schlusseinvernahme mehrere Stellungnahmen ein, mit welchen er sich unter an-

derem zum Anklageentwurf und den darin enthaltenen Vorwürfen äusserte. Da-

mit nahm er im Namen der Beschuldigten das von der Bundesanwaltschaft offe-

rierte Angebot zur Durchführung einer schriftlichen Schlusseinvernahme an und 

verzichtete implizit auf eine mündliche Schlusseinvernahme. Im Schreiben vom 

14. Dezember 2018 gab er zwar an, eine Schlusseinvernahme beantragt zu ha-

ben, ein entsprechender ausdrücklicher Antrag zur Durchführung einer mündli-

chen Schlusseinvernahme findet sich in den Akten jedoch nicht. Zudem bean-

tragte er in diesem Schreiben – wie bereits zuvor – ausdrücklich die Anklageer-

hebung. Insgesamt hat die Beschuldigte deshalb, insbesondere unter Berück-

sichtigung des Charakters von Art. 317 StPO als Ordnungsvorschrift, der tat-

sächlich eingereichten schriftlichen Stellungnahmen und dem ausdrücklichen Er-

suchen um Anklageerhebung, auf die Durchführung einer mündlichen 

Schlusseinvernahme verzichtet. Bereits deshalb bildet die fehlende mündliche 

Schlusseinvernahme kein Verfahrenshindernis, welche die Einstellung des Ver-

fahrens oder Rückweisung des Verfahrens zur Folge hätte. Im Übrigen konnte 

sich die Beschuldigte auch anlässlich des Hauptverfahrens ausführlich zu den ihr 

seit Jahren bekannten Anklagevorwürfen äussern, was sie auch getan hat 

(TPF 731.008 ff.). 

Dass das Gericht in seinem Beschluss vom 4. August 2020 betreffend den Mit-

beschuldigten B. zum Schluss gekommen ist, mangels mündlicher Schlussein-

vernahmen von B. sei das Vorverfahren nicht gesetzeskonform abgeschlossen 

worden und die Anklageschrift zurückgewiesen hat (vgl. Lit. L), ändert daran 

nichts. Der Verteidiger der Beschuldigten A. übersieht, dass die Rückweisung 

nicht alleine aufgrund der fehlenden mündlichen Schlusseinvernahme des Mit-

beschuldigten erfolgte, sondern vielmehr, weil dieser im Vorverfahren gar nie 

zum angeklagten Vorwurf der Gehilfenschaft zum Betrug befragt worden ist (vgl. 

Beschluss des Bundesstrafgerichts SK.2020.28 vom 4. August 2020 E. 3.4). 

Demgegenüber wurde die Beschuldigte im Vorverfahren mehrfach und ausgiebig 

zu den angeklagten Vorwürfen mündlich einvernommen (BA 13.001-0001 ff.). 

Die Durchführung einer mündlichen Schlusseinvernahme mit der Beschuldigten 

hätte es dem hiesigen Gericht zwar – im Sinne der weiteren Zielsetzungen von 

Art. 317 StPO – erlaubt, sich schneller ein Bild über den Fall zu machen. Dieser 

Umstand allein ändert am gesetzeskonformen Abschluss des Vorverfahrens 

aber nichts. Im Übrigen war sich das Gericht bei Fällung seines Beschlusses vom 

4. August 2020 dieser Sachlage durchaus bewusst. Aufgrund des impliziten Ver-

zichts der Beschuldigten auf Durchführung einer mündlichen Schlusseinver-

nahme, der ohnehin bereits langen Verfahrensdauer und den im Vorverfahren 

durchgeführten und für das Hauptverfahren noch geplanten Einvernahmen hat 

- 25 - 

SK.2020.57 

es aber darauf verzichtet, die Anklageschrift auch wegen der fehlenden mündli-

chen Schlusseinvernahme der Beschuldigten zurückzuweisen. 

1.4.5 Als Ergebnis ist festzuhalten, dass die vom Verteidiger der Beschuldigten vorge-

brachten Vorfragen weder einzeln noch in ihrer Gesamtheit ein Verfahrenshin-

dernis bilden, das die Einstellung des Verfahrens oder die Rückweisung der An-

klageschrift erfordert. 

1.5 Anklagegrundsatz 

1.5.1 Der Verteidiger der Beschuldigten machte in seinem Parteivortrag eine Verlet-

zung des Anklagegrundsatzes wie folgt geltend: Die Eventualanklage wegen 

mehrfacher Veruntreuung umschreibe nicht genügend klar, inwiefern der Be-

schuldigten Vermögenswerte anvertraut worden seien (TPF 721.289). 

1.5.2 Da die Beschuldigte – wie noch zu zeigen sein wird – im Sinne der Hauptanklage 

wegen gewerbsmässigen Betrugs schuldig gesprochen wird, erübrigt sich die 

Prüfung der Eventualanklage (vgl. E. 4.9.2). Es kann demnach offen bleiben, ob 

die Eventualanklage dem Anklagegrundsatz genügt. Eine weitergehende Verlet-

zung des Anklagegrundsatzes wurde nicht geltend gemacht und ist auch nicht 

ersichtlich (vgl. aber E. 3.5.2.2 betreffend den durch die Anklageschrift bei der 

Falschbeurkundung umgrenzten Gegenstand). 

 

1.6 Beweisverwertbarkeit 

1.6.1 Bericht «II.» der Abteilung Forensische Finanzanalyse vom 30. Novem-

ber 2017 

1.6.1.1 Die Abteilung Forensische Finanzanalyse der Bundesanwaltschaft (nachfolgend: 

FFA) erhielt von der Bundesanwaltschaft den Auftrag, die Mittelflüsse und die 

Buchungssystematik der I. sowie deren Muttergesellschaft und Schwestergesell-

schaften zu analysieren (BA 11.104-0008; vgl. E. 3.4.2.4). Die Ergebnisse hat 

die FFA in ihrem Bericht «II.» vom 30. November 2017 (nachfolgend: FFA-Be-

richt II., Teil I bis V [BA 11.104-0001 ff.]) festgehalten. Der Verteidiger der Be-

schuldigten A. machte in seinem Parteivortrag geltend, dass dieser Bericht man-

gelhaft und als Parteigutachten zu bezeichnen sei. Zudem sei das Gutachten 

nicht automatisierter Bestandteil der Anklage (TPF 721.290).  

1.6.1.2 Die FFA ist Teil der Bundesanwaltschaft und erbringt Analyse- und Unterstüt-

zungsleistungen in verschiedenen Kompetenzbereichen (Art. 1 Abs. 1 lit. b und 

Art. 11 des Reglements über die Organisation und Verwaltung der Bundesan-

waltschaft vom 26. Februar 2021 [SR 173.712.22]). Beim FFA-Bericht II. handelt 

- 26 - 

SK.2020.57 

es sich aufgrund der Ausstellerin des Berichts nicht um ein Gutachten i.S.v. 

Art. 182 ff. StPO, sondern um einen amtlichen Bericht gemäss Art. 195 

Abs. 1 StPO. Als solcher ist er als sachliches Beweismittel (Art. 192 ff. StPO) ver-

wertbar. Dass der Bericht unverwertbar wäre, wird von der Verteidigung sodann 

auch nicht explizit geltend gemacht. Welcher Beweiswert dem Bericht zukommt, 

ist im Übrigen eine Frage der Beweiswürdigung (Art. 10 Abs. 2 StPO).  

1.6.2 Rechtshilfeweise eingeholte Auskünfte 

1.6.2.1 Die Bundesanwaltschaft hat bei den im Ausland domizilierten (angeblichen) Ver-

tragspartnern der I. auf dem Rechtshilfeweg Auskünfte zu den (angeblich) mit 

diesen abgeschlossenen Kaufverträgen eingeholt, welche in Form von (nach 

ausländischem Recht durchgeführten) Einvernahmen erstattet wurden 

(BA Rubrik 18.309 ff.; vgl. E. 3.4.2.2). Da die Beschuldigte und ihre Verteidigung 

an diesen Einvernahmen nicht teilgenommen haben, stellt sich die Frage nach 

deren Verwertbarkeit. 

1.6.2.2 Die Parteien haben nach Art. 147 Abs. 1 StPO das Recht, bei Beweiserhebun-

gen durch die Staatsanwaltschaft und die Gerichte anwesend zu sein und ein-

vernommenen Personen Fragen zu stellen. Im Rechtshilfeverfahren ist gemäss 

Art. 148 Abs. 1 StPO dem Teilnahmerecht der Parteien Genüge getan, wenn 

diese zuhanden der ersuchten ausländischen Behörde Fragen formulieren kön-

nen, nach Eingang des erledigten Rechtshilfegesuchs Einsicht in das Protokoll 

erhalten und schriftliche Ergänzungsfragen stellen können. Beweise, die in Ver-

letzung dieser Bestimmungen erhoben worden sind, dürfen nicht zulasten der 

Partei verwertet werden, deren Teilnahmerecht nicht gewährt worden ist 

(Art. 148 Abs. 2 i.V.m. Art. 147 Abs. 4 StPO). Gemäss Art. 145 StPO kann die 

Strafbehörde eine einzuvernehmende Person einladen, an Stelle einer Einver-

nahme oder zu ihrer Ergänzung einen schriftlichen Bericht abzugeben. Nach der 

Rechtsprechung sind schriftliche Berichte im Sinne von Art. 145 StPO nur mit 

Zurückhaltung einzuholen. Sie dürften im Wesentlichen nur in Fällen, bei denen 

technische oder komplexe, nur im Zusammenhang mit Belegen verständliche 

Vorgänge darzustellen sind (Bankabfragen), oder bei Massendelikten Bedeutung 

erlangen (Urteil des Bundesgerichts 6B_835/2014 vom 8. Dezember 2014 E. 2.2 

m.w.H.). Die Einholung eines schriftlichen Berichts darf die Rechte der Parteien 

nicht einschränken. Danach ist einerseits die schriftlich befragte Person etwa auf 

ihre Rechte und Pflichten hinzuweisen. Andererseits sind bei der Einholung 

schriftlicher Berichte die Teilnahmerechte der beschuldigten Person zu wahren. 

Dabei ergibt sich freilich aus der Sache, dass das Recht der Parteien, bei Be-

weiserhebungen anwesend zu sein und der einvernommenen Person Fragen zu 

stellen, bei schriftlichen Berichten nicht unmittelbar gewahrt werden kann. Sofern 

die berechtigte Person auf ihre Rechte nicht ausdrücklich verzichtet, genügt es 

- 27 - 

SK.2020.57 

daher, ihr Gelegenheit zu geben, sich zu den schriftlichen Ausführungen zu äus-

sern und eine ergänzende Einvernahme des Verfassers des Berichts zu bean-

tragen (Urteil des Bundesgerichts 6B_690/2015 vom 25. November 2015 

E. 3.3.1). Dies muss auch für im Ausland rechtshilfeweise eingeholte schriftliche 

Berichte gelten, sind gemäss Art. 148 StPO in Bezug auf das Teilnahmerecht bei 

im Ausland erfolgten Beweisabnahme doch weniger strenge Anforderungen zu 

beachten, als bei Beweisabnahmen, die im Inland erfolgen (vgl. E. 1.6.2.2).  

1.6.2.3 Die Bundesanwaltschaft hat in den entsprechenden internationalen Rechtshil-

feersuchen ausdrücklich um Auskunftserteilung – und nicht um rechtshilfeweise 

Durchführung einer Einvernahme – von rund 50 in verschiedenen Staaten domi-

zilierten Gesellschaften ersucht (vgl. BA Rubrik 18.309 ff.; vgl. E. 3.4.2.2). Auf-

grund der rechtshilfeweise erbetenen Massnahme und der Vielzahl von erbete-

nen Auskunftserteilungen sind die von diesen Gesellschaften erstatteten Aus-

künfte formell als schriftliche Berichte im Sinne von Art. 145 StPO zu qualifizie-

ren. Der Verteidigung der Beschuldigten wurde Gelegenheit gegeben, Stellung 

zu diesen eingeholten Berichten zu nehmen und Ergänzungsanträge zu stellen 

(BA 16.101-0868; -0894). Damit wurde dem Teilnahmerecht Genüge getan. Ge-

genteiliges wurde von der Verteidigung sodann auch nicht geltend gemacht. Die 

rechtshilfeweise eingeholten Auskünfte sind demnach verwertbar. 

1.7 Beweisanträge 

1.7.1 Der Verteidiger der Beschuldigten A. beantragte anlässlich der Hauptverhand-

lung Kopien von Handnotizen zu den Akten einzureichen, welche von J. (vgl. zu 

seiner Person und Rolle E. 2.1.3; 2.3.3.2d) stammen sollen. Er machte sinnge-

mäss geltend, die Notizen seien dazu geeignet, die Echtheit der der Beschuldig-

ten vorgeworfenen Geschäfte betreffend Verkauf von Schmiedepressen zu be-

weisen. Diese Dokumente wurden zu den Akten genommen (TPF 720.007 f.) 

und J. wurde anlässlich der Hauptverhandlung zu diesen befragt (TPF 763.016). 

Da Letzterer anlässlich seiner Zeugenbefragung die Authentizität dieser Doku-

mente teilweise bestritt, beantragte der Verteidiger überdies die Erstellung eines 

Gutachtens über deren Echtheit (TPF 720.009).  

1.7.2 J. bestritt die Echtheit der Dokumente nur teilweise, indem er den bestrittenen 

Teil dieser Notizen anlässlich seiner Zeugenbefragung durchstrich (TPF 

763.016). Nicht durchgestrichen und folglich nicht bestritten wurde insbesondere 

der Teil der Notizen, welcher die Namen von (angeblichen) Vertragspartnern der 

I. aufführt (vgl. TPF 763.031 ff.). Diese Teile sind bei den Akten und unterliegen 

der freien Beweiswürdigung des Gerichts (Art. 10 Abs. 2 StPO). Inwiefern dem 

bestrittenen Teil der Handnotizen zusätzlicher Beweiswert zukommen soll, hat 

- 28 - 

SK.2020.57 

der Verteidiger weder im Beweisverfahren, namentlich anlässlich der Zeugenbe-

fragung von J., noch in seinem Parteivortrag hinreichend dargetan und ist auch 

nicht ersichtlich. Zudem sind die Vorgänge, auf die sich der Beweisantrag be-

zieht, nach Auffassung des Gerichts aufgrund des vorhandenen Beweismaterials 

bereits hinreichend geklärt (vgl. E. 3.4.3). Es ist nicht zu erwarten, dass die Er-

stellung eines Gutachtens über die Echtheit der Notizen zu relevanten zusätzli-

chen Erkenntnissen führen würde. Im Übrigen erscheint der Antrag aufgrund des 

über 10 Jahre andauernden Verfahrens und der mehrmaligen Möglichkeit Be-

weisanträge zu stellen (vgl. insbesondere BA 16.101-1099; TPF 400.001-002), 

auch verspätet. Der entsprechende Beweisantrag wird daher abgewiesen.  

2. Überblick über die I. und die mit ihr verbundenen Gesellschaften 

Die der Beschuldigten A. vorgeworfenen Delikte weisen einen engen Zusam-

menhang zur I. und zu mit ihr verbundenen Gesellschaften auf. In tatsächlicher 

Hinsicht ist deshalb vorab Folgendes festzuhalten: 

2.1 Gründung und Struktur der Unternehmens-Gruppe 

2.1.1 Muttergesellschaft der I. ist die G. AG (nachfolgend: G.). Aus dem Handelsregis-

ter ergibt sich Folgendes: Sie wurde am 6. November 2003 im Handelsregister 

eingetragen. Deren Zweck bestand im Erwerb, der Veräusserung und Verwal-

tung von Beteiligungen, dem Abschluss von Joint Ventures sowie dem Kauf, der 

Verwaltung und der Veräusserung von Liegenschaften. Einziger Verwaltungsrat 

mit Einzelunterschrift war im anklagerelevanten Zeitraum ab Gründung bis zum 

23. November 2009 JJ. und ab dem 23. November 2009 KK. (BA B11.104.001-

0280). Mit Entscheid des Amtsgerichtspräsidenten III von Luzern-Stadt vom 

22. September 2010 wurde über die G. der Konkurs eröffnet (BA B11.104.001-

0280). 

Nach der FFA ist L., Ehemann der Beschuldigten A., Alleinaktionär der G. 

(BA 11.104-0006). Die G. selbst hielt gemäss Jahresrechnungen für die Jahre 

2004 bis 2008 100 %-ige Beteiligungen an folgenden Gesellschaften: I., Q. SpA 

(nachfolgend: Q.), LL. AG, MM. AG (früher: MM.a. AG [bis 2005 Beteiligung von 

83 %]), NN. GmbH sowie – ab 2008 zusätzlich – an der OO. AG (heute: OO.a. 

AG in Liquidation) und an der R. AG (nachfolgend zusammen: die Tochtergesell-

schaften [BA B11.104.001-0355; -0361; -0368; -0375; 0383]). Nachfolgend ist le-

diglich näher auf die I. und die Q. einzugehen. Die übrigen Tochtergesellschaften 

sind, wie noch zu zeigen sein wird (vgl. E. 2.2.6 in fine), für den Anklagesachver-

halt nicht von entscheidender Bedeutung, weshalb auf diese nicht bzw. nur ver-

einzelt bei entsprechender Relevanz eingegangen wird. 

- 29 - 

SK.2020.57 

2.1.2 Hinsichtlich der I. ergibt sich aus dem Handelsregister Folgendes: Sie wurde am 

11. Juli 1994 im Handelsregister eingetragen. Bei der Gründung der G. wurden 

sämtliche Aktien der I. als Sacheinlage in die G. eingebracht. Der Zweck der I. 

bestand im Handel mit und der Vermittlung von Waren, Maschinen und Anlagen 

aller Art sowie im Erwerb und der Verwaltung von Beteiligungen von Immobilien. 

Einziger Verwaltungsrat mit Einzelunterschrift war ab Gründung bis zum 26. Ja-

nuar 2004 JJ., in der Zeit vom 26. Januar 2004 bis 23. November 2009 KK. und 

anschliessend ab dem 23. November 2009 PP. Zudem verfügte die Beschuldigte 

A. in der Zeit vom 16. März 2000 bis 29. April 2010 über eine Einzelprokura. Mit 

Urteil des Bundesgerichts vom 30. April 2010 wurde über die I. der Konkurs er-

öffnet (BA B11.104.001-0001).  

2.1.3 Die Q. bestand gemäss den Auszügen aus dem Handelsregister bereits vor der 

Gründung der G. Sie wurde am 8. Mai 2001 als Q. SrL im italienischen Handels-

register eingetragen, spätestens am 21. Oktober 2004 in die Q. SpA umgewan-

delt und anschliessend in die G. integriert. Einzige Gesellschafterin («socio 

unico») war seit 2004 die G. Der Zweck der Q. bestand u.a. im Verkauf, Kauf, 

Export, Import und der Installation von Werkzeugmaschinen und Maschinen aller 

Art («vendita, acquisto, esportatzione, importazione […] di macchine utensili e 

macchinari di ogni tipo […]»). Einziger Geschäftsführer («amministratore unico») 

der Q. war J., u.a. für die Zeit vom 26. März 2004 für drei Jahre sowie vom 

29. Mai 2007 bis zur Genehmigung der Bilanz am 31. Dezember 2009 

(BA B11.104.002-0100 ff.; -0110 ff.). 

2.2 Operatives Geschäft: Handel mit Schmiedepressen 

2.2.1 Die Bundesanwaltschaft wirft der Beschuldigten vor, die angeklagten Handlun-

gen im Zusammenhang mit angeblichen Scheingeschäften der I. und G. im Be-

reich des Handels mit Schmiedepressen begangen zu haben, wobei jedenfalls 

die Q. tatsächlich auch in diesem Bereich tätig gewesen sein soll (vgl. Anklage-

schrift S. 16). Nachfolgend ist in allgemeiner Hinsicht näher auf diesen Handel 

mit Schmiedepressen einzugehen.  

2.2.2 Im bei den Akten liegenden Internetauftritt der I. steht hierzu Folgendes: «Seit 

1995 […] bietet die I. AG eine grosse Auswahl an schweren Maschinen für die 

Metallverarbeitungsindustrie. […] Im Jahr 2001 [wurde] die Firma Q. s.p.a. über-

nommen und zu einer umfassenden Service-Gesellschaft als Komplettanbieter 

ausgebaut. […] Mehr Informationen über Produkte und Dienstleistungen erhalten 

Sie bei der Q. s.p.a.» (BA B11.104.001-0006). Auf der Internetseite der Q. wer-

den die Produkte und Dienstleistungen sodann detailliert beschrieben (vgl. BA 

B11.104.002-0122 ff.). 

- 30 - 

SK.2020.57 

2.2.3 Die Beschuldigte gab im Vorverfahren an, die I. handle mit Schmiedepressen. 

Diese Schmiedepressen habe die I. schwerpunktmässig bei «QQ.» in Z. einge-

kauft. Der Einkauf sei dabei über die Q. abgewickelt worden, welche die Fiskal-

vertretung der I. in Italien gewesen sei. Das Geld für den Einkauf der Schmiede-

pressen habe die Q. von der G. aus dem Cash-Pool erhalten. Für das Manage-

ment des Cash-Pools sei sie selbst zuständig gewesen, insbesondere habe sie 

– nach Prüfung, dass entsprechendes Guthaben vorhanden gewesen sei – die 

Zahlungen des Cash-Pools ausgelöst (BA 13.001-0387 Z. 15; -0388 Z. 1 ff.; -

0860 Z. 1 ff.; -0988 Z. 24 f.); dies sei «ausführlich auch im IKS beschrieben» (BA 

13.001-0387 Z. 15). Die QQ. habe die Schmiedepresse immer nur an die Q. ge-

liefert. Neben den Einkäufen für die I., habe die Q. aber auch Schmiedepressen 

für sich selbst eingekauft (BA 13.001-0005 f. Z. 27; -0009 Z. 43; -0612 Z. 9 ff.). 

Anlässlich der Hauptverhandlung bestätigte die Beschuldigte diese Aussagen 

(TPF 731.009 ff.). Hierbei präzisierte sie, dass die I. selbst nicht mit Maschinen 

gehandelt habe, sondern deren operatives Geschäft lediglich in der Finanzierung 

der Schmiedepressen bestanden habe; für den Einkauf und Verkauf sei die Q. 

zuständig gewesen (TPF 731.016). 

Der anschliessende Weiterverkauf der so beschafften Schmiedepressen an die 

Käufer sei über die Q. erfolgt. Bei den Käufern habe es sich um Kunden der Q. 

gehandelt, d.h. die Kaufverträge – bzw. die Auftragsbestätigungen, welche ei-

gentliche Kaufverträge substituierten (BA 13.001-0024 Z. 2; -0228 Z. 4 ff.) – 

seien jeweils zwischen der Q. und den Käufern abgeschlossen worden 

(BA 13.001-0005 f. Z. 27; -0006 Z. 30; -0013 Z. 75; -0014 Z. 79; -0016 Z. 98). 

Buchhalterisch habe es sich aber um Kunden der I. gehandelt (BA 13.001-0006 

Z. 30). Die Kunden hätten den Kaufpreis für die Schmiedepressen sodann immer 

an die Q. bezahlt, welche das Geld an die G. weitergeleitet habe. Letztere habe 

das Geld anschliessend an die I. weitergeleitet, sodass diese das Geld an die 

das Geschäft finanzierenden Banken zurückzahlen konnte (BA 13.001-0009 

Z. 44; -0612 Z. 9 ff.). Die I. habe selbst kein Geld von Vertragspartnern erhalten 

(BA 13.001-0600 Z. 19). Dies bestätigte die Beschuldigte im Wesentlichen auch 

an der Hauptverhandlung, soweit sie sich daran erinnern konnte 

(TPF 731.011 f.). Den konkreten Ablauf eines Verkaufsgeschäfts beschrieb die 

Beschuldigte wie folgt: Als externe Partner seien beim operativen Geschäft auch 

zwei Versicherungsgesellschaften (O. Versicherung und P. Versicherung), wel-

che die Geschäfte versichert hätten, sowie die C., welche die Geschäfte vorfi-

nanziert habe, beteiligt gewesen (vgl. hierzu näher E. 4.4.1). Sobald ein Verkauf 

stattgefunden habe, sei sie hierüber durch J. informiert worden. Diese Informa-

tion habe sie der Assistenz der Geschäftsleitung weitergegeben. Diese habe an-

schliessend bei den Versicherungsgesellschaften abgeklärt, ob das Geschäft 

versicherbar sei. Sofern dies möglich gewesen sei, habe sie anschliessend bei 

der C. nachgefragt, ob eine Finanzierung des Geschäfts möglich sei (BA 13.001-

- 31 - 

SK.2020.57 

0065 Z. 244; -0226 Z. 30 ff.). Die C. habe im Rahmen der Prüfung der Finanzie-

rung fortlaufend Unterlagen von der I. verlangt, namentlich die vorliegend rele-

vanten Auftragsbestätigungen (BA 13.001-0026 Z. 11; -0033 Z. 132; -0856 

Z. 1 f.), Notifikationsschreiben (BA 13.001-0060 Z. 228 ff.; -0856 Z. 1 f.) und Ac-

ceptance Certificates (BA 13.001-1084 Z. 2 ff.; -1104 Z. 34 ff.; vgl. zu diesen Do-

kumenten E. 3.4.2.1). Diese der C. einzureichenden Unterlagen habe die Be-

schuldigte zusammen mit den bei der I. arbeitenden RR. und SS. entgegenge-

nommen und gesammelt. Anschliessend seien diese Unterlagen an die C. ge-

sendet worden. Ab 2009 habe die I. betreffend die Finanzierung eines Geschäfts 

mit dem Vertragspartner DDD1. SpA (nachfolgend: DDD1.) Kontakte mit der 

Bank E. gepflegt. Der Ablauf sei dabei im Wesentlichen gleich wie mit der C. 

gewesen (BA 13.001-0078 Z. 344 ff.; -0227 Z. 8 ff.). Auch diese Ausführungen 

zum Ablauf der Finanzierungen und des Verkaufs einer Maschine bestätigte sie 

anlässlich der Hauptverhandlung im Wesentlichen (TPF 731.016/018/020 ff.). 

2.2.4 J. gab im Vorverfahren an, die Q. habe mit Schmiedepressen gehandelt (BA 

13.004-0359). Im Zeitraum von 2002 bis 2010 habe die Q. nur Schmiedepressen 

vom Hersteller QQ. über verschiedene Händler gekauft. Diese Geschäfte habe 

er selbst geführt und abgeschlossen (BA 13.004-0680 f.; -0683). Teilweise seien 

Schmiedepressen auch für das Lager bestellt worden, d.h. obwohl noch kein 

Käufer vorhanden gewesen sei. Für den Entscheid zum Einkauf von Schmiede-

pressen auf Lager seien er und die Beschuldigte zuständig gewesen (13.004-

0682; -0684). Die Einkäufe der Schmiedepressen seien nach der Übernahme der 

Q. durch G. im Jahr 2004 teilweise über italienische Banken und teilweise durch 

die Holding finanziert worden (BA 13.004-0686 f.; -0699; -0711). In letzterem Fall 

habe er das Geld jeweils bei der Beschuldigten angefordert (BA 13.004-0690; -

0705). Woher die G. das entsprechende Geld hatte, wisse er nicht; er habe ver-

mutet aus dem persönlichen Vermögen und von Banken (BA 13.004-0707). Ent-

gegen der Beschuldigten machte J. allerdings geltend, mit dem von der G. bzw. 

aus dem Cash-Pool erhaltenen Geld nie Schmiedepressen für die I. gekauft zu 

haben, sondern immer nur Schmiedepressen für die Q. selbst (BA 13.004-0715 

f.). Er habe lediglich in den Jahren 1999 bis 2003 im Namen und Auftrag der I. 

Schmiedepressen eingekauft und verkauft (BA 13.004-0091 f.). Diese Ausfüh-

rungen bestätigte J. anlässlich seiner Zeugeneinvernahme an der Hauptverhand-

lung (TPF 763.006 ff.). Hierbei präzisierte er, dass die Q. zwar Geld vom Cash-

Pool der G. erhalten habe. Bei diesen Zahlungen habe es sich aber nicht um 

Einzelfinanzierungen von Maschinen gehandelt, sondern um ganz allgemeine 

Zahlungen der Muttergesellschaft an die Tochtergesellschaft (TPF 763.007 f.). 

2.2.5 In den Akten befinden sich u.a. folgende Verträge zwischen den Gesellschaften 

der Unternehmens-Gruppe: 

- 32 - 

SK.2020.57 

2.2.5.1 Vertrag mit dem Titel «Auftrag gemäss Artikel 17 DPR 633 vom 26. Oktober 

1972» zwischen der I. und der Q. vom 5. Dezember 2001 mit folgendem Inhalt 

(BA B11.104.002-0176): 

«Gemäss Artikel 17 Absatz 2 DPR 633 vom 26.10.1972 mit Änderun-

gen durch DPR 687 vom 23.12.1971 und DPR 793 vom 30.12.1981 

können die Pflichten und Rechte der italienischen Mehrwertsteuerge-

setzgebung im Zusammenhang mit Operationen, die in Italien von oder 

gegenüber Subjekten ohne Wohnsitz und stabile Organisation in Italien 

durchgeführt werden, im ordentlichen Verfahren auch durch einen in 

Italien niedergelassenen Vertreter erfüllt oder ausgeübt werden. 

[…] 

I. ernennt und konstituiert Q. als ihren Vertreter im Sinne von Artikel 17 

Absatz 2 DPR 633 vom 26.10.1972 mit Änderungen durch DPR 687 

vom 23.12.1973 und DPR 793 vom 30.12.1981, und Q. nimmt diese 

Ernennung an.» 

2.2.5.2 Vertrag mit dem Titel «Globaler Treasury- und Cash-Pooling-Vertrag» zwischen 

der G. als Treasury-Management-Company einerseits und der I., der Q. und wei-

teren Tochtergesellschaften als Betriebsgesellschaften andererseits. Dieser Ver-

trag datiert vom 22. März 2004 und wurde am 1. Dezember 2006 um weitere 

Tochtergesellschaften als Betriebsgesellschaften ergänzt (nachfolgend: Cash-

Pooling-Vertrag [B11.104.001-0451 ff.]). Nach dem Cash-Pooling-Vertrag sei die 

Verantwortung für die globale Treasury- und Cash-Management-Funktion der G. 

übertragen worden. Weiter ist festgehalten, dass die Tochter- bzw. Betriebsge-

sellschaften bereit seien, ihre liquiden Mittel über den kurzfristigen Bedarf an Um-

laufkapital hinaus der G. zu überlassen und diese Mittel dann bei Bedarf als In-

vestition und kurzfristiges Umlaufvermögen wieder einzusetzen (vgl. Präambel 

und Ziff. 3 des Cash-Pooling-Vertrags). Gemäss dem sich in den Akten befinden-

den und bei der I. sichergestellten Dokument betreffend das interne Kontrollsys-

tem der G. Gruppe sei Ziel und Nutzen eines internen Kontrollsystems u.a. der 

Schutz des Geschäftsvermögens (BA B08.106.0438-0002 ff.). Das dazugehörige 

Dokument «Schutz des Geschäftsvermögens» hält unter dem Titel «Liquiditäts-

planung» fest, dass die Beschuldigte die Liquidität plane und die Kontrolle über 

die Zahlungsausgänge über den Cash-Pool habe (BA B08.106.0438-0014). 

2.2.6 Nach dem Gesagten ist Folgendes unbestritten und kann als erstellt betrachtet 

werden: Von der Unternehmensgruppe waren lediglich die Q., I. und G. in den 

Handel mit Schmiedepressen involviert. Gegenüber der QQ. sowie den Käufern 

der Schmiedepressen ist jeweils nur die Q. aufgetreten. Die I. und die G. waren 

- 33 - 

SK.2020.57 

mittelbar in den Schmiedepressenhandel involviert, indem sich diese um die Fi-

nanzierung der entsprechenden Geschäfte gekümmert haben. Der I. kam dabei 

die Aufgabe zu, mit den Banken, namentlich der C. und der Bank E., Finanzie-

rungsverträge auszuhandeln. Das so erhaltene Geld wurde jeweils in den von 

der G. betriebenen Cash-Pool einbezahlt, wovon zumindest ein Teil an die Q. 

floss. Ob es sich dabei um Einzelfinanzierungen – wie von der Beschuldigten 

geltend gemacht wird – oder um allgemeine Finanzierungen – wie von J. geltend 

gemacht wird – handelte, kann offengelassen werden.  

Die übrigen Tochtergesellschaften waren in diesen Handel mit Schmiedepressen 

nicht involviert, weshalb sie für den Anklagesachverhalt nicht von Relevanz sind. 

Dies ergibt sich für die LL. AG, die MM. AG und die OO. AG bereits aus dem im 

Handelsregister eingetragenen Zweck (BA B11.104.002-0001; -0195; -0205). In 

Bezug auf die NN. GmbH ergibt sich aus dem Handelsregistereintrag, dass deren 

Zweck zwar u.a. auch im Handel mit Industriemaschinen bestand. Gestützt auf 

die Akten und die Aussagen der Beschuldigten ist aber erstellt, dass die NN. 

GmbH keine externe Geschäftstätigkeit im Zusammenhang mit dem Handel von 

Schmiedepressen ausübte, sondern lediglich für die Unternehmens-Gruppe Ser-

viceleistungen – wie etwa die Vermietung von Fahrzeugen – erbracht hat 

(BA B11.104.002-0055 ff.; 13.001-005; 13.002-0118). Schliesslich ist auch in Be-

zug auf die R. AG im Handelsregister erwähnt, dass diese bezweckt mit Maschi-

nen und Anlagen aller Art zu handeln. Die R. AG wurde allerdings erst am 4. Sep-

tember 2008 gegründet und war gemäss Aussagen der Beschuldigten – wie die 

übrigen Tochtergesellschaften – nicht in den Handel mit Schmiedepressen invol-

viert (TPF 731.013). 

2.3 Stellung der Beschuldigten innerhalb der I. 

2.3.1 Die Bundesanwaltschaft wirft der Beschuldigten vor, im anklagerelevanten Zeit-

raum Einzelzeichnungsberechtigte und Geschäftsführerin bzw. faktisches Organ 

der I. gewesen zu sein. Insbesondere habe sie als einzige die Übersicht über 

sämtliche Abläufe und Geschäftsvorgänge gehabt und habe die Unternehmung 

gelenkt und die obersten und verbindlichen Weisungen erteilt (Anklage-

schrift S. 12). 

2.3.2 Als mit der Geschäftsführung befasst gelten nicht nur Personen, die ausdrücklich 

als Verwaltungsrat ernannt worden sind (Art. 716 Abs. 2 OR) oder denen die Ge-

schäftsführung nach Art. 716b OR übertragen worden ist. Dazu gehören vielmehr 

auch Personen, die faktisch die Funktion eines Geschäftsführers ausüben, indem 

sie etwa diesem vorbehaltene Entscheide treffen oder die eigentliche Geschäfts-

führung besorgen und so die Willensbildung der Gesellschaft massgebend be-

einflussen (faktische Organe; vgl. BGE 126 IV 237 E. 4 mit Hinweisen). 

- 34 - 

SK.2020.57 

2.3.3 Unbestritten ist, dass die Beschuldigte im Anklagezeitraum formell lediglich über 

eine Einzelprokura verfügte (vgl. E. 2.1.2) und somit weder eine formelle Organ-

stellung innerhalb der I. inne hatte noch ihr die Geschäftsführung formell übertra-

gen worden ist. Zu prüfen bleibt, ob die Beschuldigte faktisch die Geschäftsfüh-

rung ausübte und deshalb als faktisches Organ der I. zu qualifizieren ist: 

2.3.3.1 Die folgenden Aussagen der Beschuldigten sowie ihres Ehemanns sprechen ge-

gen eine faktische Organstellung der Beschuldigten: 

a) Die Beschuldigte machte im Vorverfahren zusammengefasst Folgendes gel-

tend: Es treffe zwar zu, dass sie über eine Einzelzeichnungsberechtigung verfügt 

habe (BA 13.001-0003 Z. 16), sie sei aber nie Geschäftsführerin der I. gewesen 

(BA 13.001-0050 Z. 192; -0383 Z. 8 ff.). Die I. habe ohnehin gar nicht über einen 

Geschäftsführer verfügt, sondern lediglich über einen Verwaltungsrat 

(BA 13.001-0296 Z. 22 ff.). Ihre Tätigkeit bei der I. habe sich vielmehr auf Ver-

waltungstätigkeiten und Koordinationsaufgaben innerhalb der I. beschränkt 

(BA 13.001-0033 Z. 132; 0064 Z. 236). Insbesondere habe sie sich um das Per-

sonal gekümmert, dieses «in gewisser Weise» geführt. Zudem mache sie «noch 

ein bisschen» die Koordination des Aussenauftritts der I. Ihre Position beschrieb 

sie als «Chefsekretärin» mit «ein paar Kompetenzen mehr» bzw. «Büroleiterin» 

(BA 13.001-0003 Z. 12 ff.; -0296 Z. 15). Andere hätten sie allenfalls als Ge-

schäftsführerin wahrgenommen, da sie überall dabei und präsent gewesen sei 

bzw. ihre Mitarbeitenden immer unterstützt habe. Sie habe aber lediglich die Ent-

scheide der Verwaltungsräte ausgeführt (BA 13.001-0065 Z. 236; -0074 Z. 313; 

-0296 Z. 20 ff.; -0386 Z. 19 ff.). Auch anlässlich der Hauptverhandlung bestritt die 

Beschuldigte, Geschäftsführerin gewesen zu sein. Auf Frage nach ihrer Funktion 

gab sie an «alles gemacht» zu haben, insbesondere habe sie sich um personelle 

Angelegenheiten und den Cash-Pool gekümmert und sei für die Kommunikation 

nach aussen sowie zwischen den Tochtergesellschaften zuständig gewesen 

(TPF 731.013 f.). Ihre Ansprechperson sei aber immer JJ. gewesen, auch später 

als KK. Verwaltungsrat gewesen sei (TPF 731.014). Weiter gab sie zu Protokoll, 

dass für den Einkauf und Verkauf der Schmiedepressen J. und für die Finanzie-

rung – das operative Geschäft der I. – KK. zuständig gewesen sei (TPF 731.016). 

b) Auch L. gab im Vorverfahren an, dass die Beschuldigte keinen «Chefposten» 

bei der I. gehabt habe. Es habe keine Geschäftsführung gegeben; der Verwal-

tungsrat habe die operativen Entscheide gefällt (BA 12.001-0018; -0034; -0039).  

2.3.3.2 Die übrigen, sich im engsten geschäftlichen Umfeld der Beschuldigten befinden-

den Personen bezeichneten diese hingegen durchwegs als Geschäftsführerin 

der I: 

- 35 - 

SK.2020.57 

a) JJ., welcher im Zeitraum von 1994 bis 2004 einziger Verwaltungsrat der I. und 

im Zeitraum von 2003 bis 2009 einziger Verwaltungsrat der G. war, führte im 

Vorverfahren aus, dass er für die Buchhaltung zuständig gewesen sei; die Bu-

chungen habe er aber nicht selbst vorgenommen (BA 12.007-0067 f.; -0097 ff.). 

Die Beschuldigte habe im Zusammenhang mit der Buchführung keine Aufgaben 

wahrgenommen, hierfür sei die Buchhaltungsabteilung zuständig gewesen (BA 

12.007-0100 Z. 5). Sie sei aber Geschäftsführerin der I. gewesen. Er selbst sei 

mit dem operativen Geschäft nicht befasst gewesen, insbesondere habe er kei-

nen Kundenkontakt gehabt und folglich auch keine Einkaufs- und Verkaufsge-

spräche geführt (BA 12.007-0068 Z. 10 ff.; -0072 Z. 30 ff.). Die Einkaufs-, Ver-

kaufs- und Finanzierungsgeschäfte seien von der Beschuldigten geführt worden 

(BA 12.007-0074 Z. 1 ff.; -0079 Z. 16 ff.). L. habe ihm gesagt, dass er sich be-

treffend das Tagesgeschäft an sie halten solle (BA 12.007-0007 Z. 14 ff.; -0066 

Z. 16 ff.; -0202 Z. 18 ff.). Rapportiert habe er aber immer der Beschuldigten, von 

welcher er auch Weisungen erhalten habe (BA 12.007-0070 Z. 10 ff.; -0072 

Z. 11 f.). Kongruent zu diesen Aussagen gab er in einem zivilrechtlichen Paral-

lelverfahren vor Bezirksgericht Zürich als Zeuge an, die Beschuldigte sei die Ge-

schäftsführerin der I. gewesen und habe das tägliche Geschäft organisiert, be-

gleitet und verantwortet. Sie habe die Maschinenhandelsgeschäfte getätigt und 

sei der Kopf der I. gewesen (vgl. Urteil und Beschluss des Bezirksgerichts Zürich 

CG140069-L/U vom 5. Februar 2021 S. 24 [TPF 551.118]). 

b) KK., der im Zeitraum von 2004 bis 2009 einziger Verwaltungsrat der I. und ab 

2009 einziger Verwaltungsrat der G. war, führte im Vorverfahren zusammenge-

fasst aus, dass er sich lediglich um das Rechnungswesen gekümmert habe, ohne 

aber selbst Buchungen vorzunehmen (BA 13.003-0145; -0158). Für Letzteres sei 

TT. (siehe unten lit. g) zuständig gewesen (BA 13.003-0159 f.). Um das operative 

Geschäft, die Maschinengeschäfte und deren Versicherung und Finanzierung, 

habe sich die Beschuldigte gekümmert; dies ergebe sich auch aus dem Treu-

handvertrag zwischen ihm und L. (BA 13.003-0091 f.; -0101; -0163 Z. 23 f.). Die 

Beschuldigte sei Geschäftsführerin der I. gewesen; auch schon als JJ. Verwal-

tungsrat gewesen sei (BA 13.003-0092; -0160). Diese Aussagen stimmen im We-

sentlichen mit den Zeugenaussagen von KK. im erwähnten Zivilverfahren vor Be-

zirksgericht Zürich überein: Er führte damals aus, er sei immer davon ausgegan-

gen, dass die Beschuldigte das Unternehmen geführt habe. Es seien ihm keine 

anderen starken Persönlichkeiten innerhalb der I. bewusst gewesen (vgl. Urteil 

und Beschluss des Bezirksgerichts Zürich CG140069-L/U vom 5. Februar 2021 

S. 23 [TPF 551.117]). Anlässlich der Hauptverhandlung bestätigte KK. seine 

Aussagen. Hierbei präzisierte er, dass er zwar – wie dies schon JJ. gemacht 

habe – die Verträge, die im vorgelegt worden seien, unterschrieben habe, die 

Geschäfte aber durch die Beschuldigte geführt worden seien 

(TPF 761.004/008/013).  

- 36 - 

SK.2020.57 

c) PP., der im Zeitraum von 2009 bis 2010 einziger Verwaltungsrat der I. war, 

führte im Vorverfahren aus, dass er selbst für die Buchhaltung zuständig gewe-

sen sei (BA 13.002-0169; -0173). Er habe sich mit den täglichen Abläufen nicht 

befasst (BA 13.002-0115 Z. 12). Die Beschuldigte sei seine Chefin gewesen. 

Diese sei Dreh- und Angelpunkt und – mit Ausnahme der NN. GmbH und der Q. 

– Geschäftsführerin der gesamten G. Gruppe gewesen (BA 13.002-0111 Z. 17; 

-0113 Z. 8 f.; -0117 Z. 18 f.; -0125). Er habe die Geschäftsführung zwar nicht 

ausdrücklich der Beschuldigten übertragen, diese habe die Geschäftsführung 

aber ausgeführt (BA 13.002-0115 Z. 27 f.). Auch im erwähnten Zivilverfahren vor 

Bezirksgericht Zürich führte er aus, die Beschuldigte sei Dreh- und Angelpunkt 

des gesamten Unternehmens gewesen. Alle Entscheidungen seien über sie ge-

laufen. Seines Wissens sei sie nicht weisungsgebunden gewesen. Weitere Per-

sonen, die in das operative Geschäft der I. Einfluss genommen hätten, seien ihm 

nicht bekannt (vgl. Urteil und Beschluss des Bezirksgerichts Zürich CG140069-

L/U vom 5. Februar 2021 S. 24 [TPF 551.118]). 

d) J., der im anklagerelevanten Zeitraum Geschäftsführer der Q. war, führte im 

Vorverfahren in Bezug auf die Stellung der Beschuldigten zusammengefasst Fol-

gendes aus: Die Beschuldigte habe ihm nie genau gesagt, wem die G. bzw. die 

I. gehöre. Aufgrund der Kompetenzen bzw. Befugnisse der Beschuldigten habe 

er aber angenommen, dass die Beschuldigte Teilhaberin sei (BA 13.004-0349 

Z. 14 ff.; -0358 Z. 18 ff.). Für ihn sei die Beschuldigte die Besitzerin der Unter-

nehmensgruppe und folglich auch der Q. gewesen. Die Beschuldigte sei immer 

einzig und allein seine Bezugsperson zur G. gewesen (BA 13.004-0357 Z. 39 ff.; 

-0691 Z. 5). Weiter habe er sie «fast täglich» über die Tätigkeit der Q. informiert, 

sodass diese «detailliert, regelmässig und vollständig» informiert gewesen sei 

(BA 13.004-0357 Z. 25 ff.). Insbesondere habe er sie über praktisch alle Ver-

kaufsverhandlungen, welche er geführt habe, informiert (BA 13.004-0359 

Z. 42 ff.; -0710). Direkt sei die Beschuldigte aber nie an den Einkaufs- und Ver-

kaufsgesprächen bzw. an den entsprechenden Verhandlungen der Q. beteiligt 

gewesen (BA 13.004-0704). Anlässlich der Hauptverhandlung gab J. zu Proto-

koll, dass A. seine Ansprechperson gewesen sei; er habe «alles immer nur mit 

ihr» besprochen (TPF 763.004). Die ehemaligen Verwaltungsräte JJ., PP. und 

KK. kenne er, habe aber praktisch keinen Kontakt zu ihnen gehabt (TPF 

763.004 f.).  

e) RR. gab im Vorverfahren an, 14 Jahre bei der I. gearbeitet zu haben; zuerst 

als kaufmännische Mitarbeiterin und ab 2005/2006 als Assistentin der Geschäfts-

leitung (BA 12.002-0031 Z. 15; -0035 Z. 12). Die Geschäftsleitung habe aus der 

Beschuldigten bestanden und diese sei ihre Vorgesetzte gewesen (BA 12.002-

0035 Z. 36; -0043 Z. 30). Diese Aussagen stehen im Einklang mit den von ihr als 

- 37 - 

SK.2020.57 

Zeugin im erwähnten Zivilverfahren vor Bezirksgericht Zürich gemachten Aussa-

gen, wonach die Beschuldigte «(alleinige) Geschäftsführerin» gewesen sei (vgl. 

Urteil und Beschluss des Bezirksgerichts Zürich CG140069-L/U vom 5. Feb-

ruar 2021 S. 25 [TPF 551.118]). Anlässlich der Hauptverhandlung gab RR. zu 

Protokoll, dass nicht nur die Beschuldigte zuständig gewesen sei, sondern auch 

KK. als Verwaltungsrat (TPF 762.003). Weiter führte sie aus, dass sie nicht ge-

nau wisse, wer verantwortlich gewesen sei. Sie sei zu KK. oder der Beschuldig-

ten gegangen, wenn etwas gewesen sei; es sei «immer wieder verschieden» ge-

wesen (TPF 762.004). Im Übrigen bestätigte sie ihre Aussagen im Wesentlichen 

(TPF 762.003 ff.). 

f) SS. gab im Vorverfahren an, seit April 2005 bei der I. gearbeitet zu haben; 

zuerst als Telefonistin und ab Herbst 2005 habe sie die Assistenz der Geschäfts-

leitung, RR., unterstützt (BA 12.004-0029; -0050 Z. 5 ff.). Die Beschuldigte sei 

ihre Chefin und Geschäftsführerin der I. gewesen (BA 12.004-0028). Diese Aus-

sagen wiederholte sie als Zeugin auch im vorgenannten Zivilverfahren vor Be-

zirksgericht Zürich. Ergänzend führte sie aus, die Beschuldigte sei eine starke 

Führungsperson gewesen. Dass sie vom Verwaltungsrat enge Vorgaben gehabt 

habe, denke sie nicht. Sie habe nicht das Gefühl gehabt, die Beschuldigte sei 

KK. untergeordnet gewesen – schon eher umgekehrt. Die Beschuldigte habe ge-

wusst, was sie mache; sie habe die Geschäfte gemacht und dann die Unterschrif-

ten der Verwaltungsräte benötigt, weil das die Geschäftsform gewesen sei. Das 

Ganze sei von der Beschuldigten ausgegangen; sie habe die Fäden gezogen bei 

der I. (vgl. Urteil und Beschluss des Bezirksgerichts Zürich CG140069-L/U vom 

5. Februar 2021 S. 26 [TPF 551.119]). 

g) TT. gab im Vorverfahren zusammengefasst an, dass sie seit 2001 u.a. – zu-

sammen mit ihrem Team der Buchhaltungsabteilung – zuständig für die Verbu-

chung von Debitoren und Kreditoren der I. zuständig gewesen sei (BA 12.003-

0018 Z. 19 ff.; -0025 Z. 1 ff.). Die Beschuldigte habe sie als Geschäftsführerin 

wahrgenommen, da sie alles unterschrieben und die Orders verteilt habe (BA 

12.003-0020 Z. 7/12). 

2.3.3.3 Überdies sprechen folgende Sachbeweise für eine faktische Geschäftsführungs- 

und Organstellung der Beschuldigten innerhalb der I.: 

a) Bereits dem Urteil des Obergerichts des Kantons Luzern 11 01 125 vom 

29. Juli 2002 (BA 18.105-0124 f.), welchem eine zivilrechtliche Leistungsklage 

gegen die I. im Zusammenhang mit der Bestellung mehrerer Schmiedepressen 

aus den Jahren 1996 und 1998 zugrunde lag, ist zu entnehmen, dass das Amts-

gericht Luzern-Land als Vorinstanz die Beschuldigte in diesem Verfahren als fak-

tisches Organ der I. qualifiziert hatte. Dies begründete die Vorinstanz damit, dass 

- 38 - 

SK.2020.57 

die faktische Organstellung der Beschuldigten aufgrund eines anderen Verfah-

rens im Kanton Luzern bereits gerichtsnotorisch sei und sich im Übrigen auch 

daraus ergebe, dass die Beschuldigte im Namen der I. mehrere Dokumente allein 

unterschrieben habe. Das Obergericht des Kantons Luzern bestätigte in seinem 

Urteil, dass die Beschuldigte faktisches Organ der I. war (BA 18.105-0030). Die-

ses Urteil ist in Rechtskraft erwachsen. 

b) In den Akten befinden sich ferner zwei Treuhandverträge zwischen dem Ehe-

mann der Beschuldigten, L., als Auftragsgeber und den jeweiligen Verwaltungs-

räten der I., JJ. und KK., als Beauftragte (Treuhandvertrag mit JJ. vom 

22. Juni 1994 [BA B08.109.013-0451 ff.]; Treuhandvertrag mit KK. vom 14. Ja-

nuar 2004 [BA B08.109.014-0411 ff.]). Nach diesen Treuhandverträgen sei L. Ei-

gentümer sämtlicher Aktien der I. (Ziff. 1 der Treuhandverträge). Den Treuhand-

verträgen ist u.a. auch Folgendes zu entnehmen: «Der Auftraggeber übergibt 

dem Beauftragten sämtliche Aktien [der I.] zur treuhänderischen Verwaltung und 

setzt ihn als Verwaltungsrat dieser Gesellschaft ein. Dieser verpflichtet sich, 

sämtliche Funktionen nach bestem Wissen und Gewissen, zu erfüllen die nach 

Gesetz und Statuten der Gesellschaft einem Verwaltungsratsmitglied obliegen. 

Er übt diese Funktion als Vertreter des Auftraggebers gemäss dessen Weisun-

gen aus, die laufend und rechtzeitig durch ihn persönlich oder durch eine von ihm 

bevollmächtigte Mittelsperson erteilt werden» (Ziff. 2 der Treuhandverträge). 

Weiter: «Der Beauftragte wird sich mit den laufenden Geschäften der Gesell-

schaft in der Regel nicht zu befassen haben und ist nicht verpflichtet, irgendwel-

che Handlungen zu vollziehen, sofern er nicht vom Auftraggeber entsprechend 

angewiesen oder aufgrund schweizerischer Bestimmungen dazu gehalten ist» 

(Ziff. 4 des Treuhandvertrags). JJ. und KK. haben übereinstimmend angegeben, 

dass L. als sogenannte «Mittelsperson» gemäss Ziff. 2 der jeweiligen Treuhand-

verträge die Beschuldigte eingesetzt habe. Diese habe den Verwaltungsräten die 

entsprechenden Weisungen für das operative Geschäft erteilt (BA 12.007-0069 

Z. 27 ff.; 13.003-0151 f.;-0155 Z. 5 ff., TPF 761.005). 

c) Die vorgenannten Aussagen von JJ. und KK., wonach sie sich nicht mit dem 

operativen Geschäft zu befassen hatten, werden auch durch Art. 28 der Statuten 

der I. gestützt, wonach der Verwaltungsrat einzelne seiner Funktionen einem o-

der mehreren Mitgliedern (Delegierten) oder Dritten, die nicht unbedingt Aktio-

näre zu sein brauchen (Direktoren), übertragen kann (BA B11.104.001-0019 ff.). 

Auch das Organisationsreglement der G. Gruppe vom 1. Januar 2008 (BA B08-

106-0438-0006 ff.) stützt deren Aussagen. Diesem ist zu entnehmen, dass der 

Verwaltungsrat die Leitung und Aufsicht sowie die Kontrolle über die Geschäfts-

führung ausübt. Er lässt sich durch die Direktion regelmässig über den Ge-

schäftsgang orientieren (Ziff. 2.4 des Organisationsreglements). Weiter wird im 

Organisationsreglement festgehalten, dass der Direktion die Geschäftsführung 

- 39 - 

SK.2020.57 

vollumfänglich delegiert ist (Ziff. 4.1 des Organisationsreglements). Dies deckt 

sich auch mit dem Organigramm der G. und den angeschlossenen Tochterge-

sellschaften (BA B11.104.001-0045).   

d) In den Akten befindet sich sodann ein sog. Fact Book über die G. Gruppe vom 

April 2009 (BA B05.103-0023 ff.). Diesem ist u.a. Folgendes zu entnehmen: 

«Das Fact Book wurde von der AAA. GmbH […] in Zusammenarbeit mit der 

G. AG und ihrer verbundenen Unternehmen […] erstellt […]» (S. 24 des Fact 

Books). Die Mandatsvereinbarung mit der AAA. GmbH, die zur Herstellung des 

Fact Book führte, wurde durch die Beschuldigte unterschrieben 

(BA B08.106.0493-0017). Hinsichtlich der Organisation der G. Gruppe wird Fol-

gendes ausgeführt: «Die G. Gruppe ist über die einzelnen Gesellschaften in zwei 

wesentlichen Bereichen organisiert. Die kaufmännische Leitung mit Marketing 

und Finanzen obliegt der Geschäftsführerin Frau A. Die technische Leitung mit 

den Schwerpunkten Planung, Koordination und Ausführung sowie Verkauf wird 

durch Herrn J. wahrgenommen» (S. 42 des Fact Book). Das Fact Book führt die 

Beschuldigte sodann sowohl ausdrücklich als Geschäftsführerin der G. als auch 

der I. auf (S. 15 f. des Fact Book). 

2.3.4 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass sowohl die Verwaltungsräte der I. als 

auch die anderen in oder mit der I. arbeitenden Personen die Beschuldigte in 

mehreren Einvernahmen vor unterschiedlichen Behörden konstant und überein-

stimmend als Geschäftsführerin der I. bezeichneten (vgl. E. 2.3.3.2). Diese Aus-

sagen decken sich sodann mit den vorhandenen Sachbeweisen, namentlich Ge-

sellschafts- und Geschäftsunterlagen der I. (vgl. E. 2.3.3.3). Hiervon 

massgebend sind insbesondere die erwähnten Treuhandverträge, welche im Zu-

sammenhang mit den Aussagen der Beschuldigten zu lesen sind. In den jeweili-

gen Verträgen ist klar ausgeführt, dass sich die Verwaltungsräte nicht mit der 

operativen Geschäftstätigkeit der I. zu befassen hatten, sondern entweder durch 

L. selbst oder eine sog. Mittelsperson instruiert worden sind. Die Beschuldigte 

gab selbst mehrmals zu Protokoll, dass ihr Ehemann L. keine operative Funktion 

innerhalb der I. ausgeübt habe. Dieser habe «null Ahnung» vom Geschäft gehabt 

und sich auch nicht um dieses gekümmert (BA 13.001-0018 Z. 115; -0245 

Z. 6 ff./24 ff.; TPF 731.014). Dies lässt den Schluss zu, dass L. die Weisungen 

nicht selbst den jeweiligen Verwaltungsräten gegeben, sondern vielmehr eine 

Mittelsperson hierfür eingesetzt hatte. Dies stützt sich auch auf das Organisati-

onsreglement und Organigramm der I., wonach der Direktion – wenn auch nicht 

formell korrekt, sondern nur faktisch – die gesamte Geschäftsführung delegiert 

worden ist. Welche andere Person als die Beschuldigte die Funktion dieser Mit-

telsperson hätte wahrnehmen sollen, wird von der Beschuldigten nicht geltend 

gemacht und ist auch aus den Akten nicht ersichtlich. Schliesslich wird die Be-

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schuldigte im Fact Book, welches sie selbst in Auftrag gegeben hatte, ausdrück-

lich als Geschäftsführerin der I. bezeichnet. Nach dem Gesagten bestehen für 

das Gericht keine Zweifel, dass die Beschuldigte im anklagerelevanten Zeitraum 

faktisches Organ der I. gewesen ist, welche weisungsungebunden von den Ver-

waltungsräten und den anderen Mitarbeitenden der I. und mit ihr verbundenen 

Tochtergesellschaften handeln konnte. 

2.3.5 Die gegen diese faktische Organstellung vorgebrachten entlastenden Einwände 

vermögen weder einzeln noch in ihrer Gesamtheit an diesem Ergebnis etwas zu 

ändern:  

2.3.5.1 Die Aussagen der Beschuldigten selbst erscheinen für das Gericht nicht glaub-

haft und sind als Schutzbehauptungen zu werten. Dies insbesondere deshalb, 

da sie nicht nur im Widerspruch zu den übrigen Personal- und Sachbeweisen, 

sondern in gewissem Masse bereits im Widerspruch zu sich selbst stehen: So-

wohl im Vor- als auch im Hauptverfahren war es der Beschuldigten problemlos 

möglich, den Ablauf eines Maschinenhandelsgeschäfts und die hierfür nötigen 

Dokumente zu beschreiben (vgl. E. 2.2.3). Ihre diesbezüglichen Aussagen zei-

gen, dass sie die (angebliche) operative Geschäftstätigkeit der I. durchaus ver-

standen hat und darin auch verwickelt war, hätte sie andernfalls doch nicht in 

einem so hohen Detaillierungsgrad und mit entsprechender Präzision Aussagen 

treffen können. Ferner war die Beschuldigte gemäss eigenen Aussagen nicht nur 

für die gesamte (konzern-)interne und externe Kommunikation der I. (vgl. 

E. 2.3.3.1) und somit für typische Geschäftsführungsaufgaben zuständig. Sie war 

überdies auch alleine für das Management des Cash-Pools der gesamten Unter-

nehmensgruppe verantwortlich (vgl. E. 2.3.3.1). Über diesen Cash-Pool sind im 

anklagerelevanten Zeitraum Beträge im dreistelligen Millionenbetrag geflossen 

(vgl. E. 3.4.2.4). Dass eine Person, welche in eigener Kompetenz über solch 

hohe Beträge verfügen kann, lediglich eine untergeordnete Stellung innerhalb 

eines Unternehmens haben soll, ist realitätsfremd und divergiert mit üblichen un-

ternehmerischen Kompetenzregelungen. Die Widersprüchlichkeit ihrer Aussa-

gen zeigt sich auch darin, dass sie im Hauptverfahren zwar einerseits angab, KK. 

sei für das operative Geschäft der I. – die Finanzierungen für den Schmiedepres-

sehandel – zuständig gewesen; gleichzeitig aber einwendet, sich stets – auch 

nachdem KK. Verwaltungsrat wurde – an JJ. gehalten zu haben (vgl. E. 2.3.3.1). 

Festzuhalten ist schliesslich, dass auch der an der Hauptverhandlung vorge-

brachte Einwand, der Treuhandvertrag zwischen L. und KK. sei gefälscht, nicht 

überzeugt. Die Beschuldigte gab an, man sehe eindeutig, dass der ursprüngliche 

Vertrag zwischen L. und JJ. auf «KK. und L.» redigiert worden sei (TPF 731.015); 

dies wurde von KK. bestritten (TPF 761.004). Die beiden Treuhandverträge lie-

gen bei den Akten (BA B08.109.013-0451 ff.; BA B08.109.014-0411 ff.). Diese 

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stimmen zwar inhaltlich überein, unterscheiden sich aber in ihrer Form voneinan-

der, namentlich Schriftart, Formatierung und Länge des Vertrags, was gegen 

eine Verfälschung spricht. Auch L. selbst hat im Vorverfahren nie vorgebracht, 

dass der Vertrag gefälscht sei (vgl. BA 13.006-0001 ff.), obwohl ihm dieser vor-

gelegt worden ist (vgl. BA 13.006-0012 Z. 115 ff.). Es liegen daher keine Anhalts-

punkte für eine Fälschung des Treuhandvertrages mit KK. vor.  

2.3.5.2 Auch die entlastenden Aussagen vom Ehemann der Beschuldigten, L., können 

das Beweisergebnis nicht umstossen. Diese sind bereits deshalb nicht glaubhaft, 

da L. doch sowohl gemäss eigenen Aussagen (BA 12.001-0002; 0004) als auch 

gemäss Aussagen der Beschuldigten (BA 13.001-0018 Z. 115; -0245 

Z. 6 ff./24 ff.; TPF 731.004) gar nicht in die operative Tätigkeit der I. involviert war 

und entsprechend nicht wissen konnte, wer faktisch operative Entscheide gefällt 

hat. 

2.3.5.3 Die vom Verteidiger im Parteivortrag vorgebrachten Einwände gehen an der Sa-

che vorbei: Dieser machte einerseits geltend, die Beschuldigte sei im Handels-

register lediglich als Prokuristin mit Einzelunterschrift eingetragen. Die Ge-

schäftsführung sei ihr weder durch den Verwaltungsrat delegiert worden noch 

existiere ein entsprechendes Organisationsreglement mit Fixierung der Delega-

tionsgrundsätze (TPF 721.248 f./251/253). Damit macht er sinngemäss geltend, 

dass der Beschuldigten formell keine Organstellung zukam und ihr die Ge-

schäftsführung nicht formell gültig (Art. 716b OR) übertragen war. Bei dieser Ar-

gumentation übersieht er, dass er mit diesen Einwänden lediglich eine formelle, 

nicht aber eine faktische Organstellung der Beschuldigten widerlegen könnte, ist 

für Letztere doch gerade nicht massgebend, ob die Beschuldigte im Handelsre-

gister als Organ eingetragen oder ihr die Geschäftsführung gemäss Art. 716b OR 

gültig übertragen worden ist. Andererseits brachte der Verteidiger vor, dass eine 

Vielzahl von Verträgen gerade nicht durch die Beschuldigte, sondern durch die 

Verwaltungsräte unterschrieben worden seien (TPF 721.250/25