# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 990369f8-4a5a-5ade-ba48-756ec9d9b44e
**Source:** Bundesstrafgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2022-08-03
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 03.08.2022 SK.2022.29
**Docket/Reference:** SK.2022.29
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG_001_SK-2022-29_2022-08-03

## Full Text

Gewerbsmässiger Diebstahl (Art. 139 Ziff. 1 i.V.m. Ziff. 2 StGB) und mehrfache Verletzung des Post- und Fernmeldegeheimnisses (Art. 321ter StGB);;Gewerbsmässiger Diebstahl (Art. 139 Ziff. 1 i.V.m. Ziff. 2 StGB) und mehrfache Verletzung des Post- und Fernmeldegeheimnisses (Art. 321ter StGB);;Gewerbsmässiger Diebstahl (Art. 139 Ziff. 1 i.V.m. Ziff. 2 StGB) und mehrfache Verletzung des Post- und Fernmeldegeheimnisses (Art. 321ter StGB);;Gewerbsmässiger Diebstahl (Art. 139 Ziff. 1 i.V.m. Ziff. 2 StGB) und mehrfache Verletzung des Post- und Fernmeldegeheimnisses (Art. 321ter StGB)

Urteil vom 3. August 2022 
Strafkammer 

Besetzung 

 

Bundesstrafrichter Martin Stupf, Einzelrichter 

Gerichtsschreiberin Elena Inhelder  

Parteien 

 

BUNDESANWALTSCHAFT, vertreten durch Staatsan-

walt des Bundes Nils Eckmann 

 

und 

 

als Privatklägerschaft: 

 

1. B. AG 

2. C. 

3. D. AG 

4. E. 

5. F. 

6. G. AG 

7. H. AG 

8. I. 

9. J. 

10. K. / L. 

11. M. 

12. N. 

  

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

Geschäftsnummer:  SK.2022.29 

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SK.2022.29 

 

gegen 

  A., amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt André Ahrens 

 

Gegenstand 

 

Gewerbsmässiger Diebstahl, mehrfache Verletzung des 

Post- und Fernmeldegeheimnisses 

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SK.2022.29 

Der Einzelrichter erkennt: 

1. A. wird schuldig gesprochen 

 des gewerbsmässigen Diebstahls gemäss Art. 139 Ziff. 1 i.V.m. Ziff. 2 StGB; 

 der mehrfachen Verletzung des Post- und Fernmeldegeheimnisses gemäss 

Art. 321ter Abs. 1 StGB. 

2. A. wird bestraft mit einer Freiheitsstrafe von 16 Monaten. Der Vollzug der Freiheits-

strafe wird unter Ansetzung einer Probezeit von 2 Jahren aufgeschoben. 

Die ausgestandene Polizei- und Untersuchungshaft von insgesamt 2 Tagen wird auf 

die Strafe angerechnet. 

3. Auf einen Widerruf der mit Strafbefehl des Untersuchungsamts St. Gallen vom 

18. März 2021 bedingt ausgesprochenen Geldstrafe von 8 Tagessätzen zu je 

Fr. 90.-- wird verzichtet. 

4. Auf eine obligatorische Landesverweisung wird verzichtet. 

5. Der Kanton St. Gallen wird als Vollzugskanton bestimmt. 

6. Die nachgenannten beschlagnahmten Gegenstände und Vermögenswerte werden 

eingezogen und verwertet, bei Unverwertbarkeit werden sie vernichtet. Ein allfälliger 

Verwertungserlös wird zur Anmeldung von Ansprüchen öffentlich ausgeschrieben. 

Erhebt innert fünf Jahren seit der Ausschreibung niemand Anspruch auf den Ver-

wertungserlös, so fällt dieser in Anwendung von Art. 267 Abs. 6 StPO an den Bund. 

Asservat-ID Gegenstand 

1 Lautsprecher UBL rot 

2 Multistecker Elektro originalverpackt 

3 Samsung Tablet Mini weiss 

4 T-Shirt Puma pink Grösse L 

5 Powerbands Set Flex 

6 Power Cube inkl. Verpackung 

7 Skibrille Giro inkl. Verpackung 

8 Damenhandtasche Guess rot 

9 Drei T-Shirts Dickies XL weiss, grau und schwarz 

10 Herrenarmbanduhr Hilfiger 

11 Funkmaus Logitec mit PC Anschlussstück, MX Anywhere 3 

12 T-Shirt XXL schwarz bedruckt 

13 Shade Super Charger 

14 Externe Festplatte WD Element inkl. Kabel und Anleitung 

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SK.2022.29 

15 
1 Gesichtscreme B Sand 

1 Gesichtspeeling B Sand 

7.  

7.1 A. wird verpflichtet, den folgenden Privatklägerinnen jeweils nachstehende Beträge 

zu bezahlen: 

 H. AG  Fr.  799.-- 

 G. AG   Fr.  875.-- 

7.2 Es wird Vormerk genommen, dass A. die Zivilforderung der B. AG dem Grundsatz 

nach anerkennt. 

7.3 Im Übrigen werden die Zivilforderungen auf den Zivilweg verwiesen. 

8. Die Verfahrenskosten von insgesamt Fr. 8‘740.95 (Vorverfahren: Fr. 6‘000.-- [Ge-

bühr], Fr. 1‘240.95 [Auslagen]; Gerichtsgebühr: Fr. 1‘500.--) werden A. in reduzier-

tem Umfang von Fr. 4‘000.-- auferlegt. Die übrigen Verfahrenskosten trägt die Eid-

genossenschaft. 

Wird seitens A. keine schriftliche Urteilsbegründung verlangt, so reduziert sich die 

Gerichtsgebühr um die Hälfte. 

9. Rechtsanwalt André Ahrens wird für die amtliche Verteidigung von A. durch die Eid-

genossenschaft mit Fr. 15‘547.50 (inkl. MWST) entschädigt. 

A. wird verpflichtet, der Eidgenossenschaft hierfür einen Betrag von Fr. 7‘000.-- zu-

rückzuzahlen, sobald es seine wirtschaftlichen Verhältnisse erlauben. 

Das Urteilsdispositiv wird den Parteien schriftlich eröffnet. 

Im Namen der Strafkammer 

des Bundesstrafgerichts 

 

Der Einzelrichter Die Gerichtsschreiberin 

 
 
  

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SK.2022.29 

Nach Eintritt der Rechtskraft mitzuteilen an: 

 Bundesanwaltschaft als Vollzugsbehörde (vollständig) 

 Migrationsamt des Kantons St. Gallen ([Dispositiv]; gestützt auf Art. 82 Abs. 1 

VZAE) 

 

Rechtsmittelbelehrung 

Das Gericht verzichtet auf eine schriftliche Begründung, wenn es das Urteil mündlich begründet und nicht eine 

Freiheitsstrafe von mehr als zwei Jahren, eine Verwahrung nach Artikel 64 StGB, eine Behandlung nach Ar-

tikel 59 Absatz 3 StGB oder, bei gleichzeitig zu widerrufenden bedingten Sanktionen, einen Freiheitsentzug 

von mehr als zwei Jahren ausspricht (Art. 82 Abs. 1 StPO). Das Gericht stellt den Parteien nachträglich ein 

begründetes Urteil zu, wenn eine Partei dies innert 10 Tagen nach der Zustellung des Dispositivs verlangt 

oder eine Partei ein Rechtsmittel ergreift (Art. 82 Abs. 2 StPO). 

Berufung an die Berufungskammer des Bundesstrafgerichts 

Gegen Urteile der Strafkammer des Bundesstrafgerichts, die das Verfahren ganz oder teilweise abschliessen, 

kann innert 10 Tagen seit Eröffnung des Urteils bei der Strafkammer des Bundesstrafgerichts mündlich oder 

schriftlich Berufung angemeldet werden (Art. 399 Abs. 1 i.V.m. Art. 398 Abs. 1 StPO; Art. 38a StBOG). 

 

Mit der Berufung kann das Urteil in allen Punkten umfassend angefochten werden. Mit der Berufung können 

gerügt werden: Rechtsverletzungen, einschliesslich Überschreitung und Missbrauch des Ermessens, Rechts-

verweigerung und Rechtsverzögerung, die unvollständige oder unrichtige Feststellung des Sachverhaltes so-

wie Unangemessenheit (Art. 398 Abs. 2 und 3 StPO). 

 

Beschränkt sich die Berufung auf den Zivilpunkt, so wird das Urteil der Strafkammer nur so weit überprüft, als 

es das am Gerichtsstand anwendbare Zivilprozessrecht vorsehen würde (Art. 398 Abs. 5 StPO). 

 

Die Berufung erhebende Partei hat innert 20 Tagen nach Zustellung des begründeten Urteils der Berufungs-

kammer des Bundesstrafgerichts eine schriftliche Berufungserklärung einzureichen. Sie hat darin anzugeben, 

ob sie das Urteil vollumfänglich oder nur in Teilen anficht, welche Abänderungen des erstinstanzlichen Urteils 

sie verlangt und welche Beweisanträge sie stellt. Werden nur Teile des Urteils angefochten, ist verbindlich 

anzugeben, auf welche sich die Berufung beschränkt (Art. 399 Abs. 3 und 4 StPO). 

Beschwerde an die Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts 

Gegen Verfügungen und Beschlüsse sowie die Verfahrenshandlungen der Strafkammer des Bundesstrafge-

richts als erstinstanzliches Gericht, ausgenommen verfahrensleitende Entscheide, kann innert 10 Tagen 

schriftlich und begründet Beschwerde bei der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts geführt werden 

(Art. 393 Abs. 1 lit. b und Art. 396 Abs. 1 StPO; Art. 37 Abs. 1 StBOG). 

 

Gegen den Entschädigungsentscheid kann die amtliche Verteidigung innert 10 Tagen schriftlich und begrün-

det Beschwerde bei der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts führen (Art. 135 Abs. 3 lit. a und 

Art. 396 Abs. 1 StPO; Art. 37 Abs. 1 StBOG). 

 

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SK.2022.29 

Mit der Beschwerde können gerügt werden: Rechtsverletzungen, einschliesslich Überschreitung und Miss-

brauch des Ermessens, Rechtsverweigerung und Rechtsverzögerung; die unvollständige oder unrichtige 

Feststellung des Sachverhalts sowie Unangemessenheit (Art. 393 Abs. 2 StPO). 

Einhaltung der Fristen 

Eingaben müssen spätestens am letzten Tag der Frist bei der Strafbehörde abgegeben oder zu deren Handen 

der Schweizerischen Post, einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung oder, im 

Falle von inhaftierten Personen, der Anstaltsleitung übergeben werden (Art. 91 Abs. 2 StPO). 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Versand: 3. August 2022