# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fb009e9a-b950-55c3-a004-e969cbd1e7ed
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-06-24
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 24.06.2020 200 2020 60
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2020-60_2020-06-24.pdf

## Full Text

200 20 60 ALV publiziert in BVR 2020 S. 467
SCP/GET/STA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 24. Juni 2020

Verwaltungsrichter Schütz, Kammerpräsident
Verwaltungsrichterin Fuhrer, Verwaltungsrichter Knapp
Gerichtsschreiber Germann

A.________
Beschwerdeführer

gegen

Amt für Arbeitslosenversicherung des Kantons Bern 
Arbeitslosenkasse, Lagerhausweg 10, 3018 Bern
Beschwerdegegner

betreffend Einspracheentscheid vom 18. Dezember 2019

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Juni 2020, ALV/20/60, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der … geborene A.________ (nachfolgend Versicherter bzw. Beschwerde-
führer) arbeitete seit Juni 2012 im Umfang eines 100%-Pensums als … bei 
den B.________ AG (Akten des Amtes für Arbeitslosenversicherung [nach-
folgend AVA bzw. Beschwerdegegner], [act. IIA], 353). Im Juli 2015 melde-
te er sich unter Hinweis auf eine Depression und einer darauf 
zurückgeführten, seit Februar 2015 bestehenden gänzlichen Arbeitsun-
fähigkeit bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum Leis-
tungsbezug an (act. IIA 342 – 347). Das entsprechende Gesuch bildet 
Gegenstand eines laufenden Verfahrens (vgl. act. IIA 94 – 96; Duplik, S. 2). 
Ab dem 1. August 2017 wurde dem Versicherten wiederum eine 50%ige 
Arbeitsfähigkeit attestiert (act. IIA 304). Nachdem die B.________ AG das 
Arbeitsverhältnis per 30. September 2017 gekündigt (act. IIA 356 f.) und 
der Versicherte einen Antrag auf Arbeitslosenentschädigung ab 1. Oktober 
2017 gestellt hatte (act. IIA 373), richtete die Arbeitslosenversicherung im 
Rahmen ihrer (im Verhältnis zur Invalidenversicherung bestehenden) Vor-
leistungspflicht (act. IIA 288 f.) Taggelder basierend auf einem versicherten 
Verdienst von Fr. 5‘797.-- (act. IIA 246) aus. Dabei rechnete sie erstmals 
ab Februar 2018 (act. IIA 287) einen Zwischenverdienst an, welchen der 
Versicherte als teilzeitlich angestellter … seit Februar 2018 bei der 
C.________ GmbH (act. IIA 259) und zusätzlich seit September 2018 (act. 
IIA 203 f.) bei der D.________ AG erzielte.

B.

Am 8. September 2019 beantragte der Versicherte Arbeitslosenentschädi-
gung für eine Folgerahmenfrist (Akten des AVA [act. II], 82 – 85). Mit Ver-
fügung Nr. … vom 1. November 2019 (act. II 47 – 49) verneinte das AVA 
eine Anspruchsberechtigung ab dem 2. Oktober 2019. In der Begründung 
hielt es fest, das ab Oktober 2019 bei der D.________ AG sowie der 
C.________ GmbH erzielte Einkommen von Fr. 2‘644.45 übersteige bei 
einem versicherten Verdienst von Fr. 2‘518.-- die mögliche Arbeitslosen-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Juni 2020, ALV/20/60, Seite 3

entschädigung von Fr. 2‘014.85 (vgl. auch act. II 69), womit es nicht mehr 
als Zwischenverdienst angerechnet werden könne und folglich kein anre-
chenbarer Verdienstausfall bestehe. Die dagegen erhobene Einsprache 
(act. II 21 – 23) mit dem Antrag, der versicherte Verdienst sei auch über 
den 1. Oktober 2019 hinaus auf Fr. 5‘797.-- festzusetzen, wies das AVA mit 
Entscheid vom 18. Dezember 2019 (act. II 15 – 20) ab, wobei es feststellte, 
die Festlegung des versicherten Verdienstes auf Fr. 2‘518.-- für die Folge-
rahmenfrist sei korrekt. 

C.

Dagegen erhob der Versicherte mit Eingabe vom 20. Januar 2020 Be-
schwerde. Er beantragt sinngemäss die Ausrichtung von Arbeitslosenent-
schädigung basierend auf einem versicherten Verdienst von Fr. 5‘797.--. 

Mit prozessleitender Verfügung vom 24. Januar 2020 erwog der Instrukti-
onsrichter, der Beschwerdegegner habe im Rahmen der einzureichenden 
Beschwerdeantwort u.a. darzulegen, ob bei der Berechnung des versicher-
ten Verdienstes für die neue Rahmenfrist Art. 40c AVIV zu berücksichtigen 
sei. 

Mit Beschwerdeantwort vom 19. Februar 2020 beantragt der Beschwerde-
gegner die Abweisung der Beschwerde. Er macht u.a. geltend, der Be-
schwerdeführer weise zwar für die Eröffnung einer neuen Rahmenfrist die 
erforderliche Beitragszeit aus, erfülle aber nicht gleichzeitig auch die Vor-
aussetzungen für eine Beitragsbefreiung, womit Art. 40c AVIV für die Be-
rechnung des versicherten Verdienstes nicht berücksichtigt werden könne 
(S. 2). 

Mit prozessleitender Verfügung vom 21. Februar 2020 erwog der Instrukti-
onsrichter, er gehe weiterhin davon aus, dass die Voraussetzungen für die 
Berechnung des versicherten Verdienstes nach Art. 40c AVIV gegeben 
seien. Gleichzeitig gewährte er dem Beschwerdegegner die Gelegenheit 
zur Ergänzung der Beschwerdeantwort sowie Vervollständigung der Akten.

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Mit „Ergänzung der Beschwerdeantwort vom 19. Februar 2020“ bestätigte 
der Beschwerdegegner das mit Beschwerdeantwort gestellte Rechtsbegeh-
ren auf Abweisung der Beschwerde. Gleichzeitig reichte er weitere Akten 
ein (act. IIA). Der Beschwerdegegner bringt vor, der Beschwerdeführer 
erreiche aufgrund des Beschäftigungsgrades von 41,3% zusammen mit 
dem bescheinigten Verhinderungsgrad von 50% eine Vollzeitbeschäftigung 
von 100% nicht, womit die Voraussetzungen für eine Beitragsbefreiung 
nicht erfüllt würden und damit auch Art. 40c AVIV keine Anwendung finde. 

Mit Replik vom 30. März 2020 hält der Beschwerdeführer an seinen be-
schwerdeweise gestellten Anträgen fest. Gleichzeitig reichte er weitere 
Unterlagen ein (Akten des Beschwerdeführers [act. I] 7 ff.).

Mit Duplik vom 1. Mai 2020 hält der Beschwerdegegner am Antrag auf Ab-
weisung der Beschwerde fest.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 100 Abs. 3 des Bundesgesetzes vom 25. Juni 1982 über die 
obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung 

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(AVIG; SR 837.0) i.V.m. Art. 128 Abs. 1 und Art. 119 Abs. 1 der Verord-
nung vom 31. August 1983 über die obligatorische Arbeitslosenversiche-
rung und die Insolvenzentschädigung [AVIV; SR 837.02]). Da auch die Be-
stimmungen über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; 
Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 
über die Verwaltungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, 
ist auf die Beschwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der die Verfügung vom 1. November 
2019 (act. II 47 – 49) bestätigende Einspracheentscheid vom 18. Dezem-
ber 2019 (act. II 15 – 20). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf Ar-
beitslosenentschädigung in der Folgerahmenfrist, d.h. ab 2. Oktober 2019 
und dabei insbesondere die Frage nach der Höhe des versicherten Ver-
dienstes. 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Gemäss Art. 8 Abs. 1 AVIG hat eine versicherte Person Anspruch 
auf Arbeitslosenentschädigung, wenn sie unter anderem ganz oder teilwei-
se arbeitslos ist (lit. a), einen anrechenbaren Verdienstausfall erlitten (lit. b) 
und die Beitragszeit erfüllt hat oder von der Erfüllung der Beitragszeit be-
freit ist (Art. 13 und 14 [lit. e]).

2.2

2.2.1 Nach Art. 10 Abs. 1 AVIG gilt als ganz arbeitslos, wer in keinem 
Arbeitsverhältnis steht und eine Vollzeitbeschäftigung sucht. Als teilweise 
arbeitslos gilt nach Art. 10 Abs. 2 AVIG, wer in keinem Arbeitsverhältnis 
steht und lediglich eine Teilzeitbeschäftigung sucht (lit. a) oder eine Teil-

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zeitbeschäftigung hat und eine Vollzeit- oder eine weitere Teilzeitbeschäfti-
gung sucht (lit. b).

2.2.2 Nach Art. 11 Abs. 1 AVIG ist der Arbeitsausfall anrechenbar, wenn 
er einen Verdienstausfall zur Folge hat und mindestens zwei aufeinander 
folgende volle Arbeitstage dauert. Als voller Arbeitstag gilt der fünfte Teil 
der wöchentlichen Arbeitszeit, die die versicherte Person normalerweise 
während ihres letzten Arbeitsverhältnisses geleistet hat (Art. 4 Abs. 1 
AVIV). Der Arbeitsausfall von teilweise Arbeitslosen ist anrechenbar, wenn 
er innerhalb von zwei Wochen mindestens zwei volle Arbeitstage ausmacht 
(Art. 5 AVIV). Der anrechenbare Arbeitsausfall erfüllt eine doppelte Funkti-
on. Als allgemeine Anspruchsvoraussetzung bedeutet er ein gewisses Min-
destmass an ausgefallenen Arbeitstagen. Zum anderen bildet er eine 
zentrale Bemessungsregel, weil sich der Entschädigungsanspruch in mass-
licher Hinsicht grundsätzlich nach dem anrechenbaren Arbeitsausfall 
während einer Kontrollperiode richtet (THOMAS NUSSBAUMER, Arbeitslosen-
versicherung, in ULRICH MEYER [Hrsg.], Schweizerisches Bundesverwal-
tungsrecht [SBVR], Band XIV, Soziale Sicherheit, 3. Auflage, 2015, S. 2311 
N. 154).

2.2.3 Für den Leistungsbezug und für die Beitragszeit gelten, sofern 
dieses Gesetz nichts anderes vorsieht, zweijährige Rahmenfristen (Art. 9 
Abs. 1 AVIG). Die Rahmenfrist für den Leistungsbezug beginnt mit dem 
ersten Tag, für den sämtliche Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sind (Abs. 
2). Die Rahmenfrist für die Beitragszeit beginnt zwei Jahre vor diesem Tag 
(Abs. 3). Ist die Rahmenfrist für den Leistungsbezug abgelaufen und bean-
sprucht der Versicherte wieder Arbeitslosenentschädigung, so gelten, so-
fern dieses Gesetz nichts anderes vorsieht, erneut zweijährige 
Rahmenfristen für den Leistungsbezug und die Beitragszeit (Abs. 4).

2.2.4 Die Beitragszeit hat erfüllt, wer innerhalb der dafür vorgesehenen 
Rahmenfrist (Art. 9 Abs. 3) während mindestens zwölf Monaten eine bei-
tragspflichtige Beschäftigung ausgeübt hat. Von der Erfüllung der Beitrags-
zeit befreit sind Personen, die innerhalb der Rahmenfrist (Art. 9 Abs. 3) 
während insgesamt mehr als zwölf Monaten nicht in einem Arbeitsverhält-
nis standen und die Beitragszeit u.a. wegen Krankheit (Art. 3 ATSG), Unfall 
(Art. 4 ATSG) oder Mutterschaft (Art. 5 ATSG), nicht erfüllen konnten, so-

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fern sie während dieser Zeit Wohnsitz in der Schweiz hatten (Art. 14 Abs. 1 
lit. b AVIG). 

Nach dem klaren Wortlaut von Art. 14 Abs. 1 AVIG muss die versicherte 
Person durch einen der in dieser Bestimmung genannten Gründe an der 
Ausübung einer beitragspflichtigen Beschäftigung gehindert worden sein. 
Zwischen dem Befreiungsgrund und der Nichterfüllung der Beitragszeit 
muss ein Kausalzusammenhang bestehen. Dabei muss das Hindernis 
während mehr als zwölf Monaten bestanden haben. Denn bei kürzerer 
Verhinderung bleibt der versicherten Person während der zweijährigen 
Rahmenfrist genügend Zeit, um eine ausreichende beitragspflichtige Be-
schäftigung auszuüben. Da eine Teilzeitbeschäftigung mit Bezug auf die 
Erfüllung der Beitragszeit einer Vollzeitbeschäftigung gleichgestellt ist (Art. 
11 Abs. 4 Satz 1 AVIV), liegt die erforderliche Kausalität zudem nur vor, 
wenn es der versicherten Person aus einem der in Art. 14 Abs. 1 AVIG 
genannten Gründe auch nicht möglich und zumutbar war, ein Teilzeitar-
beitsverhältnis einzugehen (BGE 141 V 625 E. 2 S. 627, 674 E. 4.3.1 S. 
678, 139V 37 E. 5.1 S. 38).

2.3 Die Arbeitslosenentschädigung wird als Taggeld ausgerichtet (Art. 
21 Satz 1 AVIG). Dieses beträgt 80 bzw. 70% des versicherten Verdienstes 
(Art. 22 Abs. 1 und 2 AVIG).

2.3.1 Nach Art. 23 Abs. 1 AVIG gilt als versicherter Verdienst der im 
Sinne der AHV-Gesetzgebung massgebende Lohn, der während eines 
Bemessungszeitraums aus einem oder mehreren Arbeitsverhältnissen 
normalerweise erzielt wurde. Art. 37 AVIV regelt den Bemessungszeitraum. 
Nach Abs. 1 bemisst sich der versicherte Verdienst nach dem Durch-
schnittslohn der letzten sechs Beitragsmonate (nach Art. 11 AVIV) vor Be-
ginn der Rahmenfrist für den Leistungsbezug. Nach Abs. 2 bemisst er sich 
dann nach dem Durchschnittslohn der letzten zwölf Beitragsmonate vor 
Beginn der Rahmenfrist für den Leistungsbezug, wenn dieser Durch-
schnittslohn höher ist als derjenige nach Abs 1.

2.3.2 Gemäss Art. 23 Abs. 2 AVIG setzt der Bundesrat für Versicherte, 
die im Anschluss an eine Berufslehre Arbeitslosenentschädigung beziehen, 
sowie für Personen, die von der Erfüllung der Beitragszeit befreit sind, 

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Pauschalansätze als versicherten Verdienst fest. Er berücksichtigt dabei 
insbesondere das Alter, den Ausbildungsstand sowie die Umstände, die zur 
Befreiung von der Erfüllung der Beitragszeit geführt haben (Art. 14 AVIG). 
Gestützt auf diese Ermächtigung hat der Bundesrat Art. 41 AVIV erlassen. 
Nach Art. 41 Abs. 1 AVIV gelten die folgenden Pauschalansätze: Fr. 153.-- 
im Tag für Personen mit einem Abschluss der Tertiärstufe (Hochschulab-
schluss, höhere Berufs- oder gleichwertige Ausbildung; lit. a), Fr. 127.-- im 
Tag für Personen mit einem Abschluss der Sekundarstufe II (abgeschlos-
sene berufliche Grundbildung; lit. b), Fr. 102.-- im Tag für alle übrigen Per-
sonen, die 20 Jahre oder älter sind, und 40 Franken im Tag für jene, die 
weniger als 20 Jahre alt sind (lit. c). 

2.3.3 Haben Personen, die von der Erfüllung der Beitragszeit befreit 
sind, innerhalb der Rahmenfrist für die Beitragszeit während mindestens 
zwölf Monaten eine beitragspflichtige Beschäftigung ausgeübt, so bestimmt 
sich der versicherte Verdienst aufgrund des erzielten Lohnes und des um 
den Beschäftigungsgrad gekürzten Pauschalansatzes (Art. 23 Abs. 2bis 
AVIG). Weist sich eine versicherte Person über eine genügende Beitrags-
zeit aus und erfüllt sie gleichzeitig die Voraussetzung für eine Beitragsbe-
freiung nach Art. 14 Abs. 1 AVIG, so berechnet sich der versicherte 
Verdienst aus dem erzielten Lohn und dem auf den Verhinderungsgrad 
umgerechneten massgebenden Pauschalansatz (vgl. E. 2.3.2 vorne); Vor-
aussetzung ist, dass der bisherige Beschäftigungsgrad und der Verhinde-
rungsgrad zusammen einer Vollzeitbeschäftigung entsprechen (Art. 40c 
AVIV).

3.

3.1

3.1.1 Der Beschwerdeführer hatte sich bereits im September 2017 bei 
der Arbeitslosenversicherung angemeldet und in der Folge Taggelder be-
zogen (act. IIA 246; 376), womit der ab 2. Oktober 2019 gestellte neuerli-
che Antrag auf Arbeitslosenentschädigung (act. II 82) im Rahmen einer 
Folgerahmenfrist zu prüfen ist (vgl. E. 2.2.3 vorne). Ist die Rahmenfrist für 
den Leistungsbezug abgelaufen und beansprucht die versicherte Person 

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erneut oder weiterhin Leistungen, so hat die Arbeitslosenkasse zu prüfen, 
ob sämtliche Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sind, um eine neue Rah-
menfrist für den Leistungsbezug zu eröffnen (vgl. seco, AVIG-Praxis ALE, 
B49; abrufbar unter www.arbeit.swiss; zur Bedeutung von Verwaltungswei-
sungen, vgl. BGE 144 V 195 E. 4.2 S. 198).

3.1.2 Ferner ist unbestritten und es steht in der Folge fest, dass der Be-
schwerdegegner mit Blick auf das bei Beginn der Folgerahmenfrist am 
2. Oktober 2019 sowie bei Erlass des Einspracheentscheids vom 18. De-
zember 2019 (act. II 15 – 20) hängige IV-Verfahren (vgl. Duplik, S. 2) im 
Verhältnis zur Invalidenversicherung vorleistungspflichtig ist (Art. 70 Abs. 2 
lit. b ATSG). Damit gilt der Beschwerdeführer – mangels offensichtlicher 
Vermittlungsunfähigkeit – bis zum Entscheid der IV als vermittlungsfähig 
(Art. 15 Abs. 3 AVIV; act. II 18) respektive stand das Ausmass der Er-
werbsunfähigkeit bis zum Erlass des angefochtenen Einspracheentscheids 
vom 18. Dezember 2019 (act. II 15 – 20) nicht fest, so dass die Anwendung 
von Art. 40b AVIV (Versicherter Verdienst von Behinderten) ausser Be-
tracht fällt (zum Ganzen vgl. BGE 142 V 380 E. 3.2 und E. 3.3.1 S. 382, 
136 V 95 E. 7.1 S. 101). Anzumerken bleibt jedoch, dass sich entgegen 
dem Beschwerdeführer aus Art. 70 ATSG nicht ein „Anspruch auf ein un-
gekürztes Taggeld“ ableiten lässt (Beschwerde, S. 1). Getreu dem Grund-
satz, wonach es bei der gesetzlichen Ordnung der Vorleistungspflicht um 
eine koordinierende und nicht um eine harmonisierende Regelung geht 
(vgl. UELI KIESER, Kommentar zum ATSG, 4. Aufl. 2020, Art. 71 N. 3), 
erbringt der vorleistungspflichtige Versicherungsträger – hier die Arbeitslo-
senversicherung – die Leistungen einzig nach den für ihn geltenden Best-
immungen (Art. 71 Satz 1 ATSG; vgl. E. 2.1 ff. vorne). Insbesondere hat 
der Beschwerdegegner den versicherten Verdienst neu zu berechnen re-
spektive kann in der Folgerahmenfrist für die Taggeldbemessung nicht 
mehr der bisherige Verdienst von Fr. 5‘797.-- zugrunde gelegt werden (vgl. 
auch AVIG-Praxis ALE, B50).

3.2

3.2.1 Der Beschwerdeführer sucht(e) nach der Beendigung seiner 
100%-Tätigkeit als … bei den B.________ AG per Ende September 2017 
und dem Antritt von zwei Teilzeitstellen bei der C.________ GmbH und der 

http://www.arbeit.swiss

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Juni 2020, ALV/20/60, Seite 10

D.________ AG seit Februar bzw. September 2018 eine weitere Teilzeit-
beschäftigung oder eine Vollzeitbeschäftigung. Soweit das angestrebte 
Arbeitspensum den zeitlichen Umfang der bei den vorgenannten Arbeitge-
bern ausgeübten Teilzeitbeschäftigungen übersteigt, ist der Beschwerde-
führer als teilweise arbeitslos gemäss Art. 10 Abs. 2 lit. b AVIG zu 
betrachten (vgl. E. 2.2.1 vorne). Dies bestreitet denn auch der Beschwer-
degegner nicht, wenn er von einem Vermittlungsgrad von 100% ausgeht 
(vgl. act. II 18; 61).

3.2.2 Mit den vom Beschwerdeführer bei der C.________ GmbH und 
der D.________ AG seit Februar bzw. September 2018 ausgeübten Tätig-
keiten ist sodann mit Blick auf die Beitragsrahmenfrist vom 2. Oktober 2017 
bis 1. Oktober 2019 (Beginn der neuerlichen Leistungsrahmenfrist 2. Okto-
ber 2019 [vgl. E. 2.2.3 vorne]) die verlangte zwölfmonatige Mindestbei-
tragszeit (vgl. E. 2.2.4 vorne) im Rahmen der dort verrichteten 
Teilzeitpensen erfüllt. Dies anerkennt der Beschwerdegegner ausdrücklich 
(vgl. Beschwerdeantwort, S. 2, Ziff. 2).

3.2.3 Sodann steht ausser Diskussion, dass hinsichtlich des Bereichs, 
welcher über die bei der C.________ GmbH und der D.________ AG ver-
traglich vorgesehenen Teilzeitpensen von 20% (act. IIA 259) bzw. „30 – 
40%“ (act. IIA 278) hinausgeht, keine beitragspflichtige Beschäftigung aus-
gewiesen ist. Zu prüfen ist deshalb, ob insoweit eine Befreiung von der 
Erfüllung der Beitragszeit gemäss Art. 14 Abs. 1 AVIG (vgl. E. 2.2.4 vorne) 
in Betracht fällt. Dies ist entgegen dem Beschwerdegegner (vgl. Beschwer-
deantwort, S. 2, Ziff. 2) zu bejahen: Aufgrund der Akten ist erstellt, dass der 
Beschwerdeführer seit dem 1. August 2017 krankheitsbedingt im Umfang 
von mindestens 50% arbeitsunfähig ist (act. IIA 296; 304), wobei auch der 
Beschwerdegegner von einer Arbeitsunfähigkeit von 50% (vgl. Eingabe 
vom 6. März 2020, S. 2, Ziff. 3) bzw. von einem „Verhinderungsgrad von 
50%“ ausgeht (vgl. Duplik, S. 2). Die zwischen den u.a. in Art. 14 Abs. 1 lit. 
b AVIG aufgeführten Tatbeständen und der Befreiung von der Erfüllung der 
Beitragszeit vorausgesetzte Kausalität (vgl. E. 2.2.4 vorne) ist etwa dann zu 
bejahen, wenn die wegen Krankheit teilweise am Arbeiten verhinderte Per-
son während ihrer verbleibenden Arbeitsfähigkeit in einem Arbeitsverhältnis 
stand (vgl. AVIG-Praxis ALE, B184). Dies trifft vorliegend zu, war der Be-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Juni 2020, ALV/20/60, Seite 11

schwerdeführer doch krankheitsbedingt (Art. 3 ATSG) respektive im Um-
fang der medizinisch attestierten 50%igen Arbeitsunfähigkeit nicht in der 
Lage, einer zusätzlichen Teilzeittätigkeit oder einer Vollzeitbeschäftigung 
nachzugehen und konnte somit bezogen auf die massgebliche Beitrags-
rahmenfrist vom 2. Oktober 2017 bis 1. Oktober 2019 aus einem der in lit. b 
von Art. 14 Abs. 1 AVIG aufgezählten Gründe die Beitragszeit nicht erfül-
len. Ist ein Kausalzusammenhang zwischen der Krankheit und der Vermin-
derung des Beschäftigungsgrades folglich gegeben, liegt in Bezug auf das 
nachgesuchte Arbeitspensum von 50% ein Befreiungsgrund gemäss Art. 
14 Abs. 1 AVIG vor. Soweit der Beschwerdegegner bereits an dieser Stelle 
auf die seines Erachtens fehlende Voraussetzung einer Vollzeitbeschäfti-
gung hinweist (vgl. Eingabe vom 6. März 2020, S. 2 f., Ziff. 3), kann ihm 
aus sogleich darzulegenden Gründen nicht gefolgt werden (vgl. E. 3.3 ff.). 

3.2.4 Indem der Beschwerdeführer die Beitragszeit im Umfang der teil-
zeitlich ausgeübten Arbeitspensen erfüllt (vgl. E. 3.2.2 vorne) und er gleich-
zeitig für die Differenz zwischen den ausgeübten Teilzeitpensen und dem 
nachgesuchten Arbeitspensum von der Erfüllung der Beitragspflicht befreit 
ist (vgl. E. 3.2.3 vorne), ist demnach der vorliegend zu beurteilende Sach-
verhalt in Bezug auf die Festsetzung des vorliegend streitbetroffenen versi-
cherten Verdienstes (vgl. E. 1.2 vorne) unter Art. 23 Abs. 2bis AVIG zu 
subsumieren (vgl. E. 2.3.3 vorne). 

3.3 Zu prüfen bleibt damit die Frage, ob der Taggeldbemessung Art. 
40c AVIV zugrunde zu legen ist. Insoweit der Beschwerdegegner dies mit 
Verweis auf die angeblich fehlenden Voraussetzungen für eine Beitragsbe-
freiung verneint (vgl. Beschwerdeantwort, S. 2, Ziff. 2), kann ihm – wie ge-
zeigt – nicht gefolgt werden. Duplicando macht er weiter geltend, die hierfür 
erforderliche Vollzeitbeschäftigung von 100% werde durch den (hinsichtlich 
der bei der C.________ GmbH und der D.________ AG ausgeübten Teil-
zeitpensen) ermittelten Beschäftigungsgrad von effektiv 41.31% sowie den 
Verhinderungsgrad von 50% nicht erreicht. Zu klären bleibt damit die Fra-
ge, wie der Passus von Art. 40c AVIV in der seit 1. Juli 2003 geltenden und 
vorliegend massgebenden Fassung, „Voraussetzung ist, dass der bisherige 
Beschäftigungsgrad und der Verhinderungsgrad zusammen einer Vollzeit-
beschäftigung entsprechen“ (vgl. E. 2.3.3 vorne), zu verstehen ist. Das 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Juni 2020, ALV/20/60, Seite 12

Bundesgericht hat sich – soweit ersichtlich – bisher zur vorliegend zu 
klärenden Frage nicht geäussert. 

3.4

3.4.1 Ausgangspunkt jeder Auslegung bildet der Wortlaut der Bestim-
mung. Ist der Text nicht ganz klar und sind verschiedene Interpretationen 
möglich, so muss nach seiner wahren Tragweite gesucht werden unter 
Berücksichtigung aller Auslegungselemente (grammatikalisches, histori-
sches, zeitgemässes, systematisches und teleologisches Element [vgl. 
SVR 2005 ALV Nr. 6 S. 20 E. 3.3]). Abzustellen ist dabei namentlich auf die 
Entstehungsgeschichte der Norm und ihren Zweck, auf die dem Text zu 
Grunde liegenden Wertungen sowie auf die Bedeutung, die der Norm im 
Kontext mit anderen Bestimmungen zukommt. Die Gesetzesmaterialien 
sind zwar nicht unmittelbar entscheidend, dienen aber als Hilfsmittel, um 
den Sinn der Norm zu erkennen. Das Bundesgericht hat sich bei der Aus-
legung von Erlassen stets von einem Methodenpluralismus leiten lassen 
und nur dann allein auf das grammatische Element abgestellt, wenn sich 
daraus zweifelsfrei die sachlich richtige Lösung ergab (BGE 145 V 2 E. 4.1 
S. 6).

3.4.2 Ist der Wortlaut klar, d.h. eindeutig und unmissverständlich, darf 
von ihm nur abgewichen werden, wenn ein triftiger Grund für die Annahme 
besteht, er ziele am "wahren Sinn" der Regelung vorbei. Anlass für eine 
solche Annahme können die Entstehungsgeschichte der Bestimmung (his-
torisch), ihr Zweck (teleologisch) oder der Zusammenhang mit anderen 
Vorschriften (systematisch) geben, so namentlich, wenn die grammatikali-
sche Auslegung zu einem Ergebnis führt, das der Gesetzgeber nicht ge-
wollt haben kann (BGE 145 V 57 E. 9.1 S. 68).

3.4.3 Eine historisch orientierte Auslegung ist für sich allein nicht ent-
scheidend. Andererseits vermag aber nur sie die Regelungsabsicht des 
Gesetzgebers (die sich insbesondere aus den Materialien ergibt) aufzuzei-
gen, welche wiederum zusammen mit den zu ihrer Verfolgung getroffenen 
Wertentscheidungen verbindliche Richtschnur des Gerichts bleibt, auch 
wenn es das Gesetz mittels teleologischer Auslegung oder Rechtsfortbil-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Juni 2020, ALV/20/60, Seite 13

dung veränderten, vom Gesetzgeber nicht vorausgesehenen Umständen 
anpasst oder es ergänzt (BGE 144 V 224 E. 4.1 S. 229).

3.4.4 Verordnungsrecht ist gesetzeskonform auszulegen. Es sind die 
gesetzgeberischen Anordnungen, Wertungen und der in der Delegations-
norm eröffnete Gestaltungsspielraum mit seinen Grenzen zu berücksichti-
gen. Auch ist den Grundrechten und verfassungsmässigen Grundsätzen 
Rechnung zu tragen und zwar in dem Sinne, dass – sofern durch den Wort-
laut (und die weiteren massgeblichen normunmittelbaren Auslegungsele-
mente) nicht klar ausgeschlossen – der Verordnungsbestimmung jener 
Rechtssinn beizumessen ist, welcher im Rahmen des Gesetzes mit der 
Verfassung (am besten) übereinstimmt (verfassungskonforme oder verfas-
sungsbezogene Interpretation; BGE 143 V 139 E. 6.1 S. 143).

3.5

3.5.1 Der Wortlaut im letzten Teilsatz von Art. 40c AVIV „Voraussetzung 
ist, dass der bisherige Beschäftigungsgrad und der Verhinderungsgrad 
zusammen einer Vollzeitbeschäftigung entsprechen“ ist grundsätzlich klar: 
Demnach müssten Beschäftigungs- und Verhinderungsgrad zusammen 
einer Vollzeitbeschäftigung entsprechen, damit die Bestimmung zum Tra-
gen kommt. Dabei bedeutet der Begriff „Vollzeitbeschäftigung“ eine Be-
schäftigung mit normaler, nicht verminderter Arbeitszeit (vgl. 
www.duden.de/ rechtschreibung/ Vollzeitbeschaeftigung), entsprechend 
einem 100%-Pensum, was durch die französische Fassung verdeutlicht 
wird („à condition que la somme du taux d’occupation et du taux d’inactivité 
de l’assuré atteigne 100 %“) und auch dem italienischen Wortlaut entspricht 
(„a condizione che il tasso di occupazione che l’assicurato aveva finora 
avuto sommato al suo tasso d’inattività corrispondano ad un’attività a tem-
po pieno“). Umgekehrt gelangte die Bestimmung nicht zur Anwendung, 
wenn Beschäftigungs- und Verhinderungsgrad zusammen nicht 100% ent-
sprächen, also lediglich einen Wert von 100% - x erreichten, wie dies der 
Beschwerdegegner duplicando (vgl. S. 2) geltend macht. 

Einem solchen Ergebnis widersprechen jedoch die übrigen Auslegungs-
elemente, wie nachfolgend zu zeigen ist: 

http://www.duden.de/

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Juni 2020, ALV/20/60, Seite 14

3.5.2 In systematischer Hinsicht handelt es sich bei Art. 40c AVIV um 
eine Sonderregelung für die Bestimmung des versicherten Verdienstes 
(NUSSBAUMER, a.a.O., S. 2377 ff., N. 370 ff., insbesondere N. 376). Dieser 
wiederum stellt eine zentrale Bemessungsgrösse für die Ermittlung der 
Höhe des Taggeldanspruchs dar. Definiert wird der versicherte Verdienst in 
Art. 23 AVIG. Bestimmende Grössen sind der massgebende Lohn im Sinne 
von Art. 5 Abs. 2 Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1946 über die Alters- 
und Hinterlassenenversicherung (AHVG; SR 831.10) und der Bemes-
sungszeitraum, eingegrenzt durch einen Höchst- und Mindestbetrag (vgl. 
Art. 23 Abs. 1 Satz 2 AVIG i.V.m. Art. 22 Abs. 1 der Verordnung vom 
20. Dezember 1982 über die Unfallversicherung [UVV; SR 832.202] bzw. 
Art. 23 Abs. 1 letzter Satz AVIG i.V.m. 40 AVIV; NUSSBAUMER, a.a.O., 
S. 2374 ff., N. 360). Demnach bildet der Umfang des Beschäftigungspen-
sums nicht unmittelbare Grundlage für die Bemessung des versicherten 
Verdienstes, unabhängig davon, ob dieser nach Massgabe von Art. 23 Abs. 
1 AVIG oder aber basierend auf einer Sonderregelung nach Art. 40b f. bzw. 
Art. 41 AVIV ermittelt wird. Die Höhe des verrichteten Arbeitspensums 
spielt lediglich indirekt eine Rolle, indem beim versicherten Verdienst nur 
derjenige Lohn berücksichtigt wird, der bei einem oder mehreren Arbeits-
verhältnissen normalerweise erzielt wurde (Art. 23 Abs. 1 Satz 1 AVIG), 
womit Einkünfte (wie etwa Nebenverdienste [vgl. Art. 23 Abs. 3 AVIG]), die 
über ein normales Arbeitnehmerpensum hinausgehen, unbeachtlich blei-
ben (vgl. NUSSBAUMER, a.a.O., S. 2376, N. 366). Folglich wird vom versi-
cherten Verdienst auf das (Normalarbeits-)Pensum geschlossen, und nicht 
vom Pensum auf den Verdienst. Die (massliche) Festsetzung des versi-
cherten Verdienstes direkt von der Erzielung eines bestimmten Pensums 
(hier einer Vollzeitbeschäftigung) abhängig zu machen, ist somit system-
fremd. 

3.5.3

3.5.3.1 Art. 40c AVIV basiert auf der früheren Verwaltungspraxis des seco 
zur Berechnung des versicherten Verdienstes bei genügender Beitragszeit 
und teilweisem Befreiungsgrund. So sah dessen Kreisschreiben über die 
Arbeitslosenentschädigung (KS-ALE) in der Fassung von Januar 2003 u.a. 
für beitragsbefreite (Art. 14 Abs. 1 AVIG) Personen mit genügender bei-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Juni 2020, ALV/20/60, Seite 15

tragspflichtiger Beschäftigung eine besondere Berechnungsart für den ver-
sicherten Verdienst vor (C39): „Für Personen, die während eines Befrei-
ungsgrundes im Sinne von Art. 14 Abs. 1 AVIG eine genügende beitrags-
pflichtige Beschäftigung ausgeübt haben, berechnet sich der versicherte 
Verdienst aus dem Erwerbseinkommen und dem auf den Verhinderungs-
umfang umgerechneten massgebenden Pauschalansatz. Dabei darf der 
Verhinderungsumfang jedoch nur soweit berücksichtigt werden, als dass er 
zusammen mit dem Beschäftigungsgrad 100% nicht übersteigt.“ Das da-
malige Eidgenössische Versicherungsgericht (EVG, heute BGer) beurteilte 
diese Weisung im Entscheid vom 19. Februar 2003 (C 61/02, E. 5) als 
sachgerecht bzw. gesetzmässig (vgl. auch ARV 2003 S. 187 E. 5; BARBARA 
KUPFER BUCHER, Bundesgesetz über die obligatorische Arbeitslosenversi-
cherung und Insolvenzentschädigung, 5. Aufl. 2019, S. 75). Insbesondere 
hielt es fest, den von der Erfüllung der Beitragszeit befreiten Personen, die 
vor Eintritt des Befreiungsgrundes […] erwerbstätig gewesen seien und 
dadurch die Beitragszeit erfüllt hätten, gereiche diese Erwerbstätigkeit nicht 
insoweit zum Nachteil, dass der versicherte Verdienst allein aufgrund des 
Einkommens aus dieser Erwerbstätigkeit festgesetzt werde. Dass die 
Berücksichtigung des Kreisschreibens in der damals gültigen Fassung von 
einer sich aus Beschäftigungs- und Verhinderungsgrad ergebenden Voll-
zeitbeschäftigung im Sinne eines 100%-Pensums abhängig gemacht wor-
den wäre, lässt sich weder der nämlichen Weisung noch dem Entscheid 
des EVG entnehmen. Indem es gleichzeitig wiederholte, der gewünschte 
Beschäftigungsumfang dürfe nur soweit berücksichtigt werden, als er zu-
sammen mit dem Beschäftigungsgrad 100% nicht übersteige (vgl. E. 5), 
sollte lediglich bereits damals verhindert werden, dass Beschäftigungs- und 
Verhinderungsgrad zusammen zu einem über der Normalarbeitszeit basie-
renden versicherten Verdienst führen (vgl. Art. 23 Abs. 1 AVIG in der im 
Jahr 2002 gültigen Fassung, wonach als versicherter Verdienst ebenfalls 
der im Sinne der AHV-Gesetzgebung massgebende Lohn galt, der 
während eines Bemessungszeitraumes aus einem oder mehreren Arbeits-
verhältnissen normalerweise erzielt wurde).

3.5.3.2 Abs. 2bis von Art. 23 AVIG wurde per 1. Juli 2003 neu ins Gesetz 
aufgenommen. In der bundesrätlichen Botschaft zu einem revidierten Ar-
beitslosenversicherungsgesetz vom 28. Februar 2001 wurde dazu Folgen-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Juni 2020, ALV/20/60, Seite 16

des ausgeführt: „Auf Stufe Gesetz soll neu verankert werden, dass Perso-
nen, die von der Erfüllung der Beitragszeit befreit sind, jedoch während 
dieser Zeit einer beitragspflichtigen Teilzeitbeschäftigung nachgingen, nicht 
nur aufgrund der vorausgegangenen Beitragszeit entschädigt werden, son-
dern auch aufgrund des erzielten Erwerbseinkommens und des um den 
Beschäftigungsgrad gekürzten Pauschalansatzes. Bei Konkurrenz von 
genügender Beitragszeit und eines Befreiungstatbestandes geht die Bei-
tragszeit vor. In der Praxis führt dieser Grundsatz insbesondere bei der 
Festsetzung des versicherten Verdienstes oft zu einer Ungleichbehand-
lung. Mit der neuen Regelung wird verhindert, dass Personen, welche trotz 
Ausbildung, Kindererziehung, Krankheit usw. einer Teilzeitbeschäftigung 
nachgehen, eine geringere Arbeitslosenentschädigung erhalten als Perso-
nen, die aufgrund der genannten Ereignisse vollumfänglich verhindert wa-
ren, eine beitragspflichtige Beschäftigung auszuüben. Mit dieser 
differenzierten Berechnung des versicherten Verdienstes wird dem Grund-
satz „arbeiten soll sich lohnen“ Rechnung getragen“ (BBl 2001 2281 f.). 
Gemäss Protokoll des Sekretariats der Kommissionen für soziale Sicher-
heit und Gesundheit des Ständerats vom 1./2. Mai 2001 sollte mit dem neu 
eingefügten Art. 23 Abs. 2bis AVIG erreicht werden, dass jemand, der (nebst 
der Verhinderung) gearbeitet hat, vom höheren Lohn profitieren könne (vgl. 
Votum Jean-Luc Nordmann [damaliger Direktor des seco]; S. 26). Es fehlen 
auch insoweit jegliche Hinweise dafür, wonach für eine Berücksichtigung 
des neu eingefügten Art. 23 Abs. 2bis AVIG als zusätzliche Voraussetzung 
eine aus Beschäftigungs- und Verhinderungsgrad resultierende Vollzeitbe-
schäftigung vorliegen müsste. Vielmehr entsprechen Ziel und Zweck der 
neuen Bestimmung jenen der früheren Verwaltungsweisung, welche ihrer-
seits vom damaligen EVG als gesetzmässig beurteilt worden war (vgl. E. 
3.5.3.1 vorne). 

3.5.3.3 Auch Art. 40c AVIV wurde per 1. Juli 2003 neu eingefügt. Im Rah-
men der Vernehmlassung zur AVIV-Revision 2003 schlug das seco in Be-
zug auf die Formulierung des Art. 40c AVIV was folgt vor: „Weist sich ein 
Versicherter über eine genügende Beitragszeit aus und erfüllt er gleichzei-
tig die Voraussetzung für eine Beitragsbefreiung nach Artikel 14 Absatz 1 
AVIG, so berechnet sich der versicherte Verdienst aus dem erzielten Lohn 
und dem auf den Verhinderungsgrad umgerechneten massgebenden Pau-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Juni 2020, ALV/20/60, Seite 17

schalansatz. Dabei wird der Verhinderungsgrad nur so weit berücksichtigt, 
als er zusammen mit dem Beschäftigungsgrad 100 Prozent der Normalar-
beitszeit nicht übersteigt.“ In seiner Erläuterung hielt das seco fest, bei 
Konkurrenz von genügender Beitragszeit und Befreiungsgrund nach Art. 14 
AVIG gehe die Beitragszeit grundsätzlich vor. Dieser Grundsatz führe bei 
der Festsetzung des versicherten Verdienstes zu Ungleichbehandlungen, 
indem der versicherte Verdienst eines Werkstudenten aufgrund einer aus-
geübten Teilzeitbeschäftigung während des Studiums i.d.R. massiv tiefer 
ausfalle, als bei Hochschulabsolventen, die nie gearbeitet hätten und des-
halb vom höchsten Pauschalansatz profitieren könnten. Mit der vorliegen-
den differenzierten Berechnung werde dem Grundsatz, „arbeiten soll sich 
lohnen“, Rechnung getragen. Am Grundsatz der strengen Kausalität, wo-
nach ein Befreiungsgrund nur dann zu bejahen sei, wenn es der versicher-
ten Person aus einem der in Art. 14 Abs. 1 AVIG genannten Gründen nicht 
möglich gewesen sei, eine beitragspflichtige Beschäftigung auszuüben, 
werde jedoch nach wie vor festgehalten […]. Die Kausalität sei jedoch dann 
zu bejahen, wenn z.B. die wegen Krankheit oder Ausbildung teilweise am 
Arbeiten verhinderte Person während ihrer verbleibenden Arbeitsfähigkeit 
in einem Arbeitsverhältnis gestanden habe. In diesen Fällen berechne sich 
der versicherte Verdienst aus dem erzielten Lohn und dem auf den Verhin-
derungsgrad umgerechneten massgebenden Pauschalansatz. Dabei werde 
der Verhinderungsgrad nur so weit berücksichtigt, als er zusammen mit 
dem Beschäftigungsgrad 100% der Normalarbeitszeit nicht übersteige. 
Damit deckt sich das Argumentarium des seco zur AVIV-Revision weitge-
hend mit jenem in der bundesrätlichen Botschaft zur AVIG-Revision, wobei 
abermals deutlich wird, dass die Schaffung eines zusätzlichen Kriteriums 
(im Sinne eines 100%-Pensums) für die Anwendbarkeit von Art. 23 Abs. 
2bis AVIG bzw. Art. 40c AVIV nicht beabsichtigt war. 

Während der erste Satz des Änderungsvorschlags des seco inhaltlich de-
ckungsgleich in Art. 40c AVIV übernommen wurde, wurde der zweite Satz 
in der – nunmehr als Teilsatz formulierten – auch heute massgeblichen 
Fassung („Voraussetzung ist, dass der bisherige Beschäftigungsgrad und 
der Verhinderungsgrad zusammen einer Vollzeitbeschäftigung entspre-
chen“) in die Bestimmung aufgenommen (AS 2003 1836). Dabei ist nicht 
ersichtlich, welche Beweggründe dazu geführt haben, den vorliegend strit-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Juni 2020, ALV/20/60, Seite 18

tigen Passus nicht in der Gestalt des Formulierungsvorschlags des seco in 
die Verordnung zu überführen. So oder anders fehlen in den Materialien 
indessen Anhaltspunkte dafür, dass mit dem anderslautenden Normtext 
auch eine andere Zweckbestimmung des Art. 40c AVIV einhergehen sollte. 
Im Gegenteil hielt das seco in den Umsetzungsweisungen vom Juni 2003 
zu Art. 23 Abs. 2bis AVIG und Art. 40c AVIV weiterhin fest, „Für die Bestim-
mung des massgebenden Pauschalansatzes darf der Verhinderungsgrad 
nur soweit berücksichtigt werden, als er zusammen mit dem Beschäfti-
gungsgrad 100% der Normalarbeitszeit nicht übersteigt“ (Weisung zur 
AVIG-AVIV-Revision 2003, S. 6). Erst später wurde auch der Wortlaut der 
Weisung von Art. 40c AVIV übernommen (vgl. AVIG-Praxis ALE, C17). 
Indem jedoch Art. 40c AVIV bzw. der fragliche Passus seit Juli 2003 keine 
(auch keine redaktionelle) Änderung mehr erfahren hat und der Gesetzge-
ber dem Dargelegten zufolge keine Änderung der ursprünglichen Bedeu-
tung der Regelung beabsichtigte (vgl. E. 3.5.3.2 vorne), können aus diesem 
Umstand für die Auslegung keine relevanten Rückschlüsse gezogen wer-
den. Vielmehr spricht die historische Auslegung insgesamt klar dagegen, 
die Anwendung von Art. 40c AVIV unter den Vorbehalt eines (sich aus Be-
schäftigungs- und Verhinderungsgrad ergebenden) Vollzeitpensums zu 
stellen. 

3.5.4 Schliesslich ist Sinn und Zweck von Art. 23 Abs. 2bis AVIG und Art. 
40c AVIV, dass Personen, die von der Erfüllung der Beitragszeit befreit 
sind, jedoch während dieser Zeit einer beitragspflichtigen Teilzeitbeschäfti-
gung nachgingen, nach dem Grundsatz „arbeiten soll sich lohnen“ nicht nur 
aufgrund der vorausgegangenen Beitragszeit entschädigt werden, sondern 
auch aufgrund des erzielten Erwerbseinkommens und des um den Verhin-
derungsgrad (vorliegend 50%) gekürzten Pauschalansatzes. Dies betrifft – 
wie vorliegend – u.a. Leistungsansprecher, welche wegen Krankheit teil-
weise am Arbeiten verhindert sind und während ihrer verbliebenen Arbeits-
fähigkeit in einem Arbeitsverhältnis gestanden haben. Dieser 
Regelungsabsicht würde der Vorbehalt der postulierten Erzielung eines 
100%-Pensums diametral widersprechen, zumal gerade bei krankheitsbe-
dingten Abwesenheiten vom Arbeitsmarkt mit weiteren Arbeitsunfähigkeiten 
zu rechnen ist und ein Leistungsansprecher dergestalt die postulierte Voll-
zeitbeschäftigung kaum je erreichen könnte.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Juni 2020, ALV/20/60, Seite 19

3.6 Zusammenfassend wurde mit dem in Art. 40c letzter Teilsatz AVIV 
aufgenommenen Passus „Voraussetzung ist, dass der bisherige Beschäfti-
gungsgrad und der Verhinderungsgrad zusammen einer Vollzeitbeschäfti-
gung entsprechen“ im Lichte der systematischen, historischen und 
teleologischen Auslegung lediglich beabsichtigt zu verhindern, dass die 
Kumulation von Beschäftigungs- und Verhinderungsgrad nicht zu einem 
über der Normalarbeitszeit (Art. 23 Abs. 1 AVIG) basierenden versicherten 
Verdienst führen, wie dies bereits unter der Herrschaft der Art. 40c AVIV 
zugrunde liegenden Verwaltungspraxis galt. Indem der massgebende Pau-
schalansatz allein im Umfang des Verhinderungsgrades berücksichtigt 
werden kann, ist diese Voraussetzung erfüllt, weshalb es der im letzten 
Teilsatz von Art. 40c AVIV formulierten zusätzlichen Bedingung gar nicht 
bedarf. Soweit die grammatikalische Auslegung des zur Diskussion ste-
henden Passus als weitere Voraussetzung für die Anwendbarkeit von Art. 
40c AVIV das Vorliegen einer Vollzeitbeschäftigung ergibt, zielt der Wort-
laut im Lichte der übrigen Auslegungselemente demnach am wahren Sinn 
der Regelung vorbei (vgl. E. 3.4.2 vorne). Im Übrigen liesse sich diese Les-
art auch nicht mit Art. 23 Abs. 2bis AVIG in Einklang zu bringen, welcher 
keinen im Sinne der grammatikalischen Auslegung (vgl. E. 3.5.1 vorne) 
entsprechenden Gestaltungsspielraum eröffnet. Damit verstiesse eine al-
lein wortgetreue Auslegung von Art. 40c AVIV bzw. dessen letzten Passus 
auch gegen den Grundsatz, wonach Verordnungsrecht gesetzeskonform 
auszulegen ist (vgl. E. 3.4.4 vorne). 

3.7 Somit hat der Beschwerdegegner der Taggeldbemessung Art. 23 
Abs. 2bis AVIG und Art. 40c AVIV zugrunde zu legen. Dabei berechnet sich 
der versicherte Verdienst aus dem seit Februar 2018 bei der C.________ 
GmbH (act. IIA 259) und zusätzlich seit September 2018 (act. IIA 203 f.) bei 
der D.________ AG erzielten Lohn und dem auf den Verhinderungsgrad 
umgerechneten massgebenden Pauschalansatz (Art. 41 Abs. 1 AVIV). So-
weit der Beschwerdegegner deshalb einen Anspruch auf Arbeitslosenent-
schädigung unter Hinweis auf einen nicht anrechenbaren Verdienstausfall 
verneinte (act. IIA 19; vgl. E. 2.2.2 vorne), kann dem nicht ohne weiteres 
gefolgt werden.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Juni 2020, ALV/20/60, Seite 20

3.8

3.8.1 Der Beschwerdeführer bestreitet den vom Beschwerdegegner aus 
den bei den vorgenannten Arbeitgebern erzielten Zwischenverdiensten 
errechneten Lohn von monatlich Fr. 2‘518.-- (vgl. act. IIA 25) nicht und es 
bestehen auch keine Hinweise, wonach die Ermittlung des unter Berück-
sichtigung von sechs Beitragsmonaten (Art. 37 Abs. 1 AVIV; vgl. E. 2.3.1 
vorne) festgesetzten Verdienstes nicht korrekt wäre. Damit erübrigen sich 
insoweit Weiterungen (BGE 119 V 347 E. 1 S. 349). 

3.8.2 Sodann wird der Beschwerdegegner bei einem unbestritten ge-
bliebenen Verhinderungsgrad von 50% (vgl. E. 3.2.3 vorne) sowie nach 
Massgabe von Art. 41 Abs. 1 lit. b AVIV (vgl. E. 2.3.2 f. vorne) den mass-
gebenden Pauschalansatz zu bestimmen und den der Taggeldbemessung 
zugrunde zu legenden versicherten Verdienst im Rahmen der gesetzlichen 
und verordnungsmässigen Bestimmungen neu festzusetzen haben. 

3.9 Zusammenfassend ist die Beschwerde somit insoweit teilweise 
gutzuheissen, als der angefochtene Einspracheentscheid vom 18. Dezem-
ber 2019 (act. II 15 – 20) aufgehoben wird und die Akten an den Be-
schwerdegegner zurückgewiesen werden zur Neuberechnung des 
versicherten Verdienstes im Sinne der Erwägungen. Soweit weitergehend, 
wird die Beschwerde abgewiesen. 

4.

Ergänzend ist darauf hinzuweisen, dass die Beilagen act. IIA 149 – 153 
eine andere Person betreffen. Sie werden vom Beschwerdegegner aus 
dem Dossier des Beschwerdeführers zu entfernen und ins korrekte Dossier 
abzulegen sein.

5.

5.1 Verfahrenskosten sind in Anwendung von Art. 1 Abs. 1 AVIG 
i.V.m. Art. 61 lit. a ATSG keine zu erheben.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Juni 2020, ALV/20/60, Seite 21

5.2 Da der Aufwand für die Beschwerdeführung nicht das Mass des-
sen überstieg, was dem Einzelnen zur Besorgung eigener Angelegenheiten 
zugemutet werden darf, besteht trotz dieses Ausgangs des Verfahrens kein 
Anspruch auf Ausrichtung einer Parteientschädigung (BGE 127 V 205 E. 
4b S. 207; SVR 2019 KV Nr. 7 S. 51 E. 9.2.1).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird der angefochtene Ein-
spracheentscheid des Amtes für Arbeitslosenversicherung vom 18. De-
zember 2019 aufgehoben und die Sache an den Beschwerdegegner 
zurückgewiesen, damit er im Sinne der Erwägungen den versicherten 
Verdienst berechne und neu verfüge. Im Übrigen wird die Beschwerde 
abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Parteien-
tschädigung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- A.________
- Amt für Arbeitslosenversicherung des Kantons Bern,

Arbeitslosenkasse 
- Amt für Arbeitslosenversicherung des Kantons Bern, Rechtsdienst
- Staatssekretariat für Wirtschaft – seco

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Juni 2020, ALV/20/60, Seite 22

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des 
Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) 
geführt werden.