# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6d53f350-58ce-547c-9bfe-18e952938424
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-05-07
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 07.05.2020 720 19 284/91
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-19-284-91_2020-05-07.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 7. Mai 2020 (720 19 284 / 91) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Würdigung des medizinischen Sachverhalts: Auf ein gemäss altem Verfahrensstandard 

eingeholtes psychiatrisches Gutachten mit ergänzender Indikatorenprüfung durch den 

RAD kann abgestellt werden. 

 

 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichter Christof Enderle, 

Kantonsrichter Jgnaz Jermann, Gerichtsschreiberin i.V. Felicia Käslin 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Daniel Altermatt, Rechts-
anwalt, Neuarlesheimerstrasse 15, Postfach 435, 4143 Dornach 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, 
Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente 
 
 
 
A.1 Der 1963 geborene A.____ war zuletzt befristet bis am 31. März 2012 als Lagermitar-
beiter bei der B.____ AG angestellt. Am 19. August 2011 klemmte er sich den linken Fuss zwi-
schen einem Gabelstapler und einer Palette ein und zog sich dabei ein Quetschtrauma am obe-
ren Sprunggelenk (OSG) sowie eine Knöchelfraktur (Bimalleolarfraktur) zu. Nach Eingang der 
Unfallmeldung erbrachte die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva) als obligatori-
scher Unfallversicherer die gesetzlichen Leistungen für die Folgen dieses Ereignisses, vorerst 

 
 
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in Form von Taggeldern und Heilbehandlung, später sprach sie A.____ mit Verfügung vom 
30. Juli 2014 für die verbleibenden Unfallfolgen ab 1. Juli 2014 eine auf einem Invaliditätsgrad 
von 10 % basierende Invalidenrente und eine auf einer Integritätseinbusse von 10 % beruhende 
Integritätsentschädigung zu. Diese Verfügung wurde vom Kantonsgericht Basel-Landschaft, 
Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht), mit Urteil vom 12. November 2015 bestä-
tigt. 
 
A.2 Am 13. Februar 2012 meldete sich A.____ unter Hinweis auf die Unfallfolgen bei der 
Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum Bezug von Leistungen an. Die IV-Stelle Basel-
Landschaft (IV-Stelle) klärte in der Folge die gesundheitlichen und die erwerblichen Verhältnis-
se des Versicherten ab und ermittelte ab 19. August 2012 (Ablauf des Wartejahres) einen Inva-
liditätsgrad von 55 %, ab 2. April 2013 einen solchen von 100 % und ab 5. Mai 2014 einen sol-
chen von 24 %. Gestützt auf diese Ergebnisse sprach sie A.____ nach Durchführung des Vor-
bescheidverfahrens mit Verfügung vom 2. Juli 2019 für den Zeitraum vom 1. August 2012 bis 
30. Juni 2013 eine halbe Rente und mit Wirkung ab 1. Juli 2013 eine bis zum 31. August 2014 
befristete ganze Rente zu. Einen weiteren Rentenanspruch lehnte sie ab. 
 
B. Gegen diese Verfügung erhob A.____, vertreten durch Rechtsanwalt Daniel Altermatt, 
am 2. September 2019 Beschwerde beim Kantonsgericht. Darin beantragte er, es sei die ange-
fochtene Verfügung teilweise aufzuheben und es sei ihm eine unbefristete ganze Rente ab 
1. August 2012 zuzusprechen; unter o/e-Kostenfolge. 
 
C. In ihrer Vernehmlassung vom 17. Oktober 2019 beantragte die IV-Stelle die Abweisung 
der Beschwerde. 
 
D. Im Rahmen eines zweiten Schriftenwechsels hielt der Beschwerdeführer in seiner Rep-
lik vom 9. Januar 2019 an den in der Beschwerde gestellten Rechtsbegehren und den bisheri-
gen Vorbringen fest. Im Wesentlichen sei der Beschwerdegegnerin vorzuwerfen, dass sie über 
den Rentenanspruch verfügt habe, ohne hierfür ein neues psychiatrisches Gutachten eingeholt 
zu haben. Die IV-Stelle wiederum hielt in ihrer Duplik vom 12. Februar 2020 an ihrem Rechts-
begehren fest, wonach die Beschwerde abzuweisen sei. 
 
E. Im Hinblick auf die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zog das Kantonsgericht 
die das Unfallereignis des Versicherten vom 19. August 2011 betreffenden Suva-Akten bei. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versiche-
rungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden 
Verfahrens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständig-
keit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes 
über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beur-

 
 
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teilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons 
Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Be-
handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die – im Übrigen frist- und formgerecht 
erhobene – Beschwerde des Versicherten vom 2. September 2019 ist demnach einzutreten. 
 
2.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs-
fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein-
gliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während 
eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig 
gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c). 
 
2.2 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung 
der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfä-
higkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei 
langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich 
berücksichtigt (Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder 
längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge 
von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit 
ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur-
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise 
Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt 
zu verstehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit 
sind nach Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung 
zu berücksichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objekti-
ver Sicht nicht überwindbar ist (Satz 2). 
 
2.3 Die Annahme einer allenfalls invalidisierenden psychischen Gesundheitsbeeinträchti-
gung setzt eine fachärztlich (psychiatrisch) gestellte Diagnose nach einem wissenschaftlich an-
erkannten Klassifikationssystem voraus (BGE 131 V 49 E. 1.2, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Zu 
betonen ist, dass im Kontext der rentenmässig abzugeltenden psychischen Leiden belastenden 
psychosozialen Faktoren sowie soziokulturellen Umständen kein Krankheitswert zukommt. Ein 
invalidisierender Gesundheitsschaden im Sinne von Art. 8 ATSG in Verbindung mit Art. 4 
Abs. 1 IVG setzt in jedem Fall ein medizinisches Substrat voraus, das die Arbeits- und Erwerbs-
fähigkeit wesentlich beeinträchtigt. Ist eine psychische Störung von Krankheitswert schlüssig 
erstellt, kommt der weiteren Frage zentrale Bedeutung zu, ob und inwiefern, allenfalls bei ge-
eigneter therapeutischer Behandlung, von der versicherten Person trotz des Leidens willens-
mässig erwartet werden kann, zu arbeiten und einem Erwerb nachzugehen (BGE 127 V 294 
E. 5a mit Hinweisen). Zur Annahme einer durch eine psychische Gesundheitsbeeinträchtigung 
verursachten Erwerbsunfähigkeit genügt es also nicht, dass die versicherte Person nicht hinrei-
chend erwerbstätig ist; entscheidend ist vielmehr, ob anzunehmen ist, die Verwertung der Ar-
beitsfähigkeit sei ihr sozial-praktisch nicht mehr zumutbar oder – als alternative Voraussetzung 
– sogar für die Gesellschaft untragbar (BGE 102 V 165; vgl. auch BGE 127 V 294 E. 4c in fine). 
 

 
 
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3.1 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt ab-
gestuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 
70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie 
zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist. 
 
3.2 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG 
anwendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das 
Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchfüh-
rung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 
zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkom-
men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht 
invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Dies ist die allgemeine Methode des Einkom-
mensvergleichs (BGE 141 V 15 E. 3.2) mit den Untervarianten des Schätzungs- oder Prozent-
vergleichs (BGE 114 V 310 E. 3a) und der ausserordentlichen Methode (BGE 128 V 29). 
 
4. Ausgangspunkt der Ermittlung des Invaliditätsgrades bildet die Frage, in welchem 
Ausmass die versicherte Person aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigungen arbeits-
unfähig ist. 
 
4.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und bei der Beurteilung der Arbeitsfä-
higkeit der versicherten Person ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Un-
terlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung 
zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beur-
teilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die 
versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige 
Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person 
noch zugemutet werden können (BGE 132 V 93 E. 4 mit weiteren Hinweisen). 
 
4.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle an-
deren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs ge-
statten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 
Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu-
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich 
des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen 
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer-
den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle-
gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 
einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind 
(BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a mit Hinweis). 
 

 
 
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4.3 Dennoch erachtet es die Rechtsprechung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdi-
gung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten 
Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführlichen Zusammenstellungen 
dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 ff. E. 3b und in AHI-Praxis 2001 S. 114 E. 3b, jeweils mit 
weiteren Hinweisen). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten 
externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Unter-
suchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befun-
de zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuer-
kennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen 
(BGE 125 V 353 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). In Bezug auf Berichte von behandelnden 
Ärzten darf und soll das Gericht der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass diese mitunter 
im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ih-
rer Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 125 V 353 E. 3b/cc). Die unterschiedliche Natur 
von Behandlungsauftrag des therapeutisch tätigen (Fach-)Arztes einerseits und von Begutach-
tungsauftrag des amtlich bestellten fachmedizinischen Experten anderseits (BGE 124 I 175 
E. 4; Urteil des damaligen Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; heute: Bundesgericht, 
sozialrechtliche Abteilungen] vom 13. Juni 2001, I 506/00, E. 2b) lässt nicht zu, ein Administra-
tiv- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu 
nehmen, wenn die behandelnden Ärzte zu anderslautenden Einschätzungen gelangen. Vorbe-
halten bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die behan-
delnden Ärzte wichtige – und nicht rein subjektiver ärztlicher Interpretation entspringende – As-
pekte benennen, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind 
(Urteil des EVG vom 25. Mai 2007, I 514/06, E. 2.2.1, mit Hinweisen). 
 
4.4 Die Regionalen Ärztlichen Dienste (RAD) stehen den IV-Stellen zur Beurteilung der 
medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs zur Verfügung. Sie setzen die für die 
Invalidenversicherung nach Art. 6 ATSG massgebende funktionelle Leistungsfähigkeit der ver-
sicherten Person fest, eine zumutbare Erwerbstätigkeit oder Tätigkeit im Aufgabenbereich aus-
zuüben. Sie sind in ihrem medizinischen Sachentscheid im Einzelfall unabhängig (Art. 59 
Abs. 2bis IVG). Die RAD können bei Bedarf selber ärztliche Untersuchungen von Versicherten 
durchführen. Sie halten die Untersuchungsergebnisse schriftlich fest (Art. 49 Abs. 2 der Verord-
nung über die Invalidenversicherung vom 17. Januar 1961 [IVV]). RAD-Berichte sind versiche-
rungsinterne Dokumente, die von Art. 44 ATSG betreffend Gutachten nicht erfasst werden; die 
in dieser Norm vorgesehenen Verfahrensregeln entfalten daher bei Einholung von RAD-
Berichten keine Wirkung (vgl. BGE 135 V 254 E. 3.4; Urteil des Bundesgerichts vom 
16. September 2014, 8C_385/2014, E. 4.2.1). 
 
4.5 Der Beweiswert von RAD-Berichten nach Art. 49 Abs. 2 IVV ist mit jenem externer me-
dizinischer Sachverständigengutachten vergleichbar, sofern sie den praxisgemässen Anforde-
rungen an ein ärztliches Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1) genügen und die Arztperson über 
die notwendigen fachlichen Qualifikationen verfügt (BGE 137 V 210 E. 1.2.1). Allerdings ist hin-
sichtlich des Beweiswerts zu differenzieren: Stützt sich der angefochtene Entscheid aus-
schliesslich auf versicherungsinterne medizinische Unterlagen – zu denen die RAD-Berichte 
gehören –, sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. In solchen Fällen 

 
 
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sind bereits bei geringen Zweifeln an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen Fest-
stellungen ergänzende Abklärungen vorzunehmen (vgl. BGE 139 V 225 E. 5.2; 135 V 465 
E. 4.4 und E. 4.7; zum Ganzen auch: Urteil des Bundesgerichts vom 30. November 2015, 
9C_627/2015, E. 2 mit weiteren Hinweisen). 
 
5. Bei der Würdigung des vorliegenden medizinischen Sachverhalts sind insbesondere 
die folgenden medizinischen Unterlagen zu berücksichtigen: 
 
5.1 Am 9. Mai 2012 diagnostizierten Dr. med. C.____, Spitalfacharzt, und med. pract. 
D.____, Oberarzt Arbeitsorientierte Rehabilitation Rehaklinik X.____ eine mittelgradige depres-
sive Episode. Ferner hielten sie fest, die festgestellte psychische Störung begründe aktuell eine 
mittelschwere arbeitsrelevante Leistungsminderung. Wegen der depressiven Symptomatik 
müsse neben der quantitativen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit darauf geachtet werden, 
dass die Arbeitsaufnahme anfangs nur stundenweise und ohne Anforderung an Konzentration 
und Aufmerksamkeit möglich sei. Zudem werde eine psychiatrische Neubeurteilung in zwei Mo-
naten empfohlen. Das Ausmass der geltend gemachten Beschwerden könne anhand der objek-
tiven Befunden nur teilweise erklärt werden. Berufliche Massnahmen könnten zudem aufgrund 
der Äusserungen des Versicherten nicht empfohlen werden. 
 
5.2 In ihrem Bericht zuhanden der IV-Stelle vom 7. September 2012 diagnostizierte die 
Hausärztin des Beschwerdeführers, E.____, FMH Allgemeine Innere Medizin, mit Auswirkung 
auf die Arbeitsfähigkeit persistierende Schmerzen, erhöhte Entzündungsparameter im OSG bei 
Status nach Osteosynthese einer Bimelleolarfraktur vom 19. August 2011 und eine mittelgradi-
ge depressive Episode. Sie stellte ab 23. Februar 2012 eine andauernde 100%ige Arbeitsunfä-
higkeit fest. In einem weiteren Bericht vom 7. März 2013 führte E.____ die mittelgradige de-
pressive Störung nicht mehr auf, attestierte jedoch weiterhin eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit. 
 
5.3 Im Gutachten vom 2. Dezember 2014 diagnostizierte Dr. med. F.____, Facharzt für 
Psychiatrie und Psychotherapie, mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit eine rezidivierende de-
pressive Störung, gegenwärtig leichte Episode. Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit diag-
nostizierte er eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren. In 
seiner Beurteilung führte Dr. F.____ auf, dass sich der Explorand subjektiv praktisch nicht mehr 
arbeitsfähig fühle. Das Ausmass der geklagten Beschwerden und die subjektive Krankheits-
überzeugung, nicht mehr arbeiten zu können, könnten durch die somatischen Befunde nicht 
hinreichend objektiviert werden. Es müsse von einer psychischen Überlagerung ausgegangen 
werden. Der Explorand habe nicht unter vorbestehenden psychosozialen Belastungen gelitten. 
Insofern sei von einer chronischen Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren 
auszugehen. In seiner Untersuchung stellte Dr. F.____ ein leichtgradig depressives Zustands-
bild mit Hinweis auf den resigniert wirkenden, über körperliche Beschwerden, die wirtschaftli-
chen Schwierigkeiten sowie die ungewisse Zukunft klagenden Exploranden fest. Mit Verweis 
auf den Bericht der Rehaklinik X.____ vom 9. Mai 2012 könne somit eine rezidivierende de-
pressive Störung, gegenwärtig leichte Episode, diagnostiziert werden. Der Explorand befinde 
sich nicht in psychiatrischer Behandlung und werde auch nicht antidepressiv behandelt, 
obschon eine antidepressive Therapie einen günstigen Einfluss auf die leichten depressiven 

 
 
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Verstimmungen hätte. Prognostisch hielt Dr. F.____ fest, rein psychiatrisch wäre die leichte 
depressive Episode mit Antidepressiva zwar günstig zu beeinflussen, sodass längerfristig kaum 
eine Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit bestehe. Der Explorand sei jedoch seit 2011 davon 
überzeugt, nicht mehr arbeiten zu können. Diese ausgeprägte subjektive Krankheitsüberzeu-
gung lasse sich weder durch die psychiatrischen noch durch die somatischen Befunde objekti-
vieren. Somit bestehe aus weitgehend krankheitsfremden Gründen eine eher ungünstige Prog-
nose. Hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit stellte Dr. F.____ eine geringgradige Beeinträchtigung 
der Arbeitsfähigkeit fest. Mitunter leide der Explorand unter depressiven Verstimmungen, der 
Antrieb sei leichtgradig herabgesetzt. Eine mittelgradige oder schwere depressive Störung liege 
hingegen nicht vor. Der Explorand sei denn auch in der Lage, im Haushalt mitzuhelfen und täg-
lich spazieren zu gehen. Insofern habe die chronische Schmerzstörung keinen Einfluss auf die 
Arbeitsfähigkeit; weder liege eine ausgeprägte psychiatrische Komorbidität noch eine schwere, 
chronische körperliche Erkrankung vor. Sodann sei kein primärer Krankheitsgewinn auszu-
machen. Mithin seien die geklagten Schmerzen weder durch eine somatische noch durch eine 
psychische Störung hinreichend erklärbar. Daher sei auch nicht zu erwarten, dass die Schmer-
zen durch somatisch orientierte Therapien oder durch eine psychiatrische Behandlung wesent-
lich beeinflusst werden könnten. Aus psychiatrischer Sicht könne es dem Exploranden daher 
zugemutet werden, trotz der geklagten Beschwerden die nötige Willensanstrengung aufzubrin-
gen, um ganztags bei leicht vermindertem Rendement einer beruflichen Tätigkeit nachzugehen. 
Aus psychiatrischer Sicht bestehe sowohl in der bisherigen als auch in einer leidensangepass-
ten Tätigkeit eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit von 20 %. 
 
5.4 RAD-Arzt Dr. med. G.____, Facharzt für Orthopädie sowie für Physikalische und Re-
habilitative Medizin, stellte in seinem Bericht vom 22. Januar 2015 folgende Diagnosen mit 
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit: Bimalleolarfraktur links, Quetschtrauma am 
19. August 2011, Osteosynthese mittels 7-Loch-Drittelrohrplatte lateral und kanülierte Schraube 
sowie Spickdraht medial am 19. August 2011, Metallentfernung medial am 24. Februar 2012 bei 
Status nach Plattenosteosynthese bei Bimalleolarfraktur links nach Quetschtrauma, Entfernung 
des Osteosynthesematerials lateral am 21. September 2012, diagnostische OSG-Arthroskopie, 
korrigierende Fibulaosteotomie Fuss links bei Malunion mit Rotationsfehler und Verkürzung der 
distalen Fibula links bei Status nach Bimalleolarfraktur links, persistierende Syndesmoseninsuf-
fizienz OSG links, belastungsabhängige Schmerzen sowie beginnende OSG-Arthrose links so-
wie eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte Episode. Ohne Auswirkung auf 
die Arbeitsfähigkeit liege eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen 
Faktoren vor. Dr. G.____ hielt in somatischer Hinsicht fest, die angestammte Tätigkeit sei dem 
Versicherten unter Verweis auf die Einschätzung der Rehaklinik X.____ vom 9. Mai 2012 nicht 
mehr zumutbar. In einer leidensangepassten Tätigkeit seien dem Versicherten jedoch ganztags 
leichte bis mittelschwere körperliche Tätigkeiten zumutbar, allerdings mit wechselbelastenden 
Tätigkeiten, ohne längeres Stehen und Gehen am Stück während mehr als 30 Minuten, ohne 
längeres Gehen auf unebenem Boden, ohne Tätigkeiten, die häufige Zwangshandlungen für 
das linke OSG bedeuten; ohne Tätigkeiten in Hockstellung, kriechender Stellung oder Pedalbe-
dienung sowie ohne häufiges Treppensteigen oder Leitersteigen. In psychischer Hinsicht hielt 
Dr. G.____ gestützt auf die Feststellungen von Dr. F.____ vom 2. Dezember 2014 fest, es be-
stehe sowohl in der angestammten Tätigkeit als Hilfsarbeiter als auch in jeder anderen berufli-

 
 
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chen Tätigkeit, auch in einer leidensangepassten Verweistätigkeit, eine Einschränkung der Leis-
tungsfähigkeit von 20 %. 
 
5.5 Am 12. September 2017 berichtete die Hausärztin E.____ über rezidivierende depres-
sive Episoden und legte gleichzeitig eine neuropsychologische Abklärung der Z.____ Clinic des 
H.____-Spitals vom 18. August 2017 bei. Sie habe dem Beschwerdeführer zudem aufgrund der 
rezidivierenden depressiven Symptomatik Adressen von türkischsprechenden Psychiatern mit-
gegeben. 
 
5.6 Dr. phil. I.____, Fachpsychologe für Neuropsychologie FSP, und M. Sc. J.____, Psy-
chologin FSP, von der Z.____ Clinic des H.____-Spitals diagnostizierten anlässlich der Unter-
suchung vom 25. Juli 2017 eine nicht-quantifizierbare neuropsychologische Störung sowie eine 
rezidivierende depressive Störung, aktuell mittelgradige Episode. Die Diagnose basierte ge-
mäss Bericht vom 18. August 2017 auf dem Beck-Depressions-Inventar (BDI), wobei der Be-
schwerdeführer 16 von 63 Punkte erreicht habe, was formal auf eine leichte Ausprägung de-
pressiver Symptome hinweise. Daneben sei auf Eigen- und Fremdangaben sowie eine Verhal-
tensbeobachtung abgestellt worden. Bei der Beurteilung wurde zudem festgehalten, dass die 
Ursache der nicht-quantifizierbaren neuropsychologischen Störung angesichts der fehlenden 
Validität der Untersuchungsbefunde und anamnestisch begrenzt vorliegenden Angaben unklar 
sei. 
 
5.7 Die RAD-Ärztin Dr. med. K.____, Fachärztin für Psychiatrie/Psychotherapie, nahm in 
ihrer Stellungnahme vom 8. Februar 2018 Bezug auf die Stellungnahme von RAD-Arzt 
Dr. G.____ vom 22. Januar 2015 sowie auf das Gutachten von Dr. F.____ vom 
2. Dezember 2014. Sie hielt fest, dass Dr. F.____ in Bezug auf die Gesundheitsschädigung, die 
Persönlichkeit und den sozialen Kontext festgehalten habe, dass der Versicherte bei der psy-
chiatrischen Untersuchung leichtgradig depressiv gewesen sei, resigniert gewirkt, über die kör-
perlichen Beschwerden, die wirtschaftlichen Schwierigkeiten und die ungewisse Zukunft geklagt 
habe. Die geklagten körperlichen Beschwerden hätten sich durch die somatischen Befunde 
nicht hinreichend objektivieren lassen; mitunter seien die geklagten Schmerzen weder durch 
eine somatische noch durch eine psychiatrische Störung hinreichend erklärbar. In Bezug auf die 
Behandlung und Eingliederung habe Dr. F.____ festgehalten, dass eine kontinuierliche psychi-
atrische oder psychotherapeutische Behandlung oder eine antidepressive Therapie nie durch-
geführt worden seien, obschon eine antidepressive Behandlung einen günstigen Einfluss auf 
die leichten depressiven Verstimmungen hätte. Der Versicherte fühle sich subjektive praktisch 
nicht mehr arbeitsfähig, was sich anlässlich der durchgeführten beruflichen Massnahmen im 
Januar und April 2014 gezeigt hätte. So habe der Versicherte seine Präsenz nach wenigen Ta-
gen auf zwei Stunden pro Tag reduziert, einige Absenzen gehabt und ein passives Verhalten 
gezeigt. Aufgrund der ausgeprägten subjektiven Krankheitsüberzeugung seien auch weitere 
berufliche Massnahmen kaum erfolgsversprechend durchführbar. In Bezug auf die Konsistenz 
habe Dr. F.____ ausgeführt, der Versicherte fühle sich subjektiv praktisch nicht mehr arbeitsfä-
hig, wobei das Ausmass der geklagten Beschwerden und die subjektive Krankheitsüberzeu-
gung, nicht mehr arbeiten zu können, durch die somatischen Befunde nicht hinreichend objekti-
viert werden könnten. Mithin könne es sich der Versicherte einfach nicht vorstellen, trotz allfälli-

 
 
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ger Restbeschwerden einer beruflichen Tätigkeit nachzugehen. Zudem würde er unter wirt-
schaftlichen Schwierigkeiten leiden, da die Suva die Leistungen eingestellt habe. All dies könne 
dazu beitragen, dass der Versicherte seinen Beschwerden mehr Gewicht zumesse, als dass es 
den tatsächlichen Befunden entsprechen würde. Dr. K.____ berichtete ferner, dass sich aus der 
Anamnese von Dr. F.____ keine Hinweise auf eine Persönlichkeitsstörung, namentlich kein tief 
verwurzeltes Fehlverhalten im Sinne von zeitlebens immer wieder auftretenden Schwierigkeiten 
im zwischenmenschlichen Bereich, ergeben würden. In Bezug auf die persönlichen Ressourcen 
hielt Dr. K.____ fest, dass der Versicherte seit mehr als 30 Jahren verheiratet sei und mit seiner 
Ehefrau und den drei Kindern zusammenlebe. Zudem pflege er Kontakt mit zahlreichen Ver-
wandten in der Region und besuche Eltern und Geschwister regelmässig in Y.____. Es sei so-
mit von einer Reisefähigkeit auszugehen. Schliesslich hielt Dr. K.____ fest, dass eine 80%ige 
Arbeitsfähigkeit in einer somatisch adaptierten Tätigkeit aus psychiatrischer Sicht plausibel sei. 
 
In Bezug auf den Bericht der Z.____ Clinic vom 18. August 2017 hielt Dr. K.____ fest, dass so-
wohl dieser als auch das Gutachten von Dr. F.____ vom 2. Dezember 2014 auf Inkonsistenzen 
(auffällige Symptomvalidierungen) sowie auf Ressourcen (beispielsweise das weiterhin beste-
hende Zusammenleben mit der Ehefrau und den drei Kindern, Auto fahren) hinweisen würden. 
Sowohl das Ergebnis des BDI als auch das Gutachten von Dr. F.____ vom 2. Dezember 2014 
würden für eine leichte Depressivität sprechen. Zudem bemerkte Dr. K.____, dass für das Auto-
fahren eine komplexe Aufmerksamkeitsleistung erforderlich sei. Sofern der Versicherte Auto 
fahren könne, spreche dies für ein kognitives Funktionsvermögen, welches mit der angestamm-
ten Tätigkeit als ungelernter Hilfsarbeiter kompatibel sei. Insofern spreche der Bericht der 
Z.____ Clinic vom 18. August 2017 nicht für eine relevante Änderung des psychischen Ge-
sundheitszustandes gegenüber der Begutachtung durch Dr. F.____ vom 2. Dezember 2014 und 
der RAD-Stellungnahme von Dr. G.____ vom 22. Januar 2015. Es sei deshalb weiterhin von 
einer Arbeitsfähigkeit von 80 % in einer somatisch adaptierten Tätigkeit auszugehen. 
 
5.8 Am 18. Dezember 2018 berichtete Dr. med. L.____, Facharzt für Psychiatrie und Psy-
chotherapie, dass der Versicherte zum ersten Mal am 10. September 2018 bei ihm in Behand-
lung gewesen sei und die letzte Kontrolle am 30. Oktober 2018 stattgefunden habe. Eine wei-
tergehende Erhebung der Anamnese habe wegen der Deutschkenntnisse nicht durchgeführt 
werden können. Aktuell nehme der Versicherte keine Antidepressiva, er wolle auch keine neh-
men. Dr. L.____ stellte neben den somatischen und den auf eine Depression hinweisenden 
objektiven Befunden fest, es bestehe eine chronifizierte Schmerzsymptomatik und eine verfes-
tigte Krankheitsüberzeugung. Mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit diagnostizierte Dr. L.____ 
eine chronifizierte Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren, wobei die so-
matischen Faktoren auf die Malunion einer Bimalleolarfraktur links und die psychischen Fakto-
ren auf einen dysfunktionalen Umgang mit den Belastungen in Sinne einer Alexithymie und auf 
multiple psychosozialen Belastungen (Krebserkrankung der Ehefrau, fehlende günstige Tages-
struktur, finanzieller Druck) zurückzuführen seien. Zudem bestehe ein mittelgradiges depressi-
ves Zustandsbild. Prognostisch hielt Dr. L.____ fest, es bestehe eine fixierte negative Überzeu-
gung in Bezug auf die Krankheit respektive Versehrtheit ohne Zugang zu allfälligen Ressour-
cen. Eine Verbesserung der Arbeitsfähigkeit sei unwahrscheinlich. Abstützend auf die Erfah-
rungen während der Eingliederungsmassnahmen der IV-Stelle Ende 2015 und Anfang 2016 

 
 
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gehe er von einer zumutbaren Präsenzzeit von 50 % und einer dabei verminderten Leistungs-
fähigkeit aus, die sich durch die schmerzbedingten funktionellen Einschränkungen und dem 
Bedarf an zusätzlichen Pausen ergebe. Funktionseinschränkungen würden sich dabei aufgrund 
der Schmerzen am Fuss, der verminderten Belastbarkeit durch die Schmerzsymptomatik sowie 
der depressiven Symptome ergeben. Die gesundheitliche Situation habe sich seit der Eingliede-
rungsmassnahme nicht gebessert; einer Eingliederung würden die Kumulation von 
Schmerzsymptomatik und der depressiven Symptomatik in Kombination mit einer verfestigten 
Krankheitsüberzeugung entgegenstehen. 
 
5.9 Am 23. Januar 2019 nahm die RAD-Ärztin Dr. K.____ zum Bericht von Dr. L.____ Stel-
lung. Darin hielt sie fest, es sei keine antidepressive Medikation etabliert worden und es hätten 
lediglich zwei Konsultationen bei Dr. L.____ stattgefunden. Die Inanspruchnahme von Therapie 
sei weiterhin gering; teilstationäre oder stationäre psychiatrische Behandlungen sowie stationä-
re Kriseninterventionen hätten nie stattgefunden. Der Versicherte habe sich lediglich im Zu-
sammenhang mit der langjährigen juristischen Auseinandersetzung bei Dr. L.____ in Behand-
lung begeben, zumal ihm klar gewesen sei, dass dieser einen Arztbericht zuhanden der IV-
Stelle verfassen würde. Mit Verweis auf ihre Stellungnahme vom 8. Februar 2018 hielt sie fest, 
dass sich sowohl im Rahmen der Begutachtung durch Dr. F.____ vom 2. Dezember 2014 als 
auch im Bericht der Z.____ Clinic vom 18. August 2017 Inkonsistenzen und auffällige Symp-
tomvalidierungen, namentlich maladaptives Verhalten ohne Krankheitswert, ergeben haben. 
Mithin bestehe eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass Dr. L.____ den Aspekt des maladaptiven 
Verhaltens nicht ausreichend berücksichtigt habe. Ausserdem seien weitere IV-fremde Faktoren 
beschrieben worden (finanzieller Druck, Krankheit der Ehefrau), jedoch weder Symptomvalidie-
rungstestungen noch eine Evaluation der Ressourcen durchgeführt worden. 
 
6.1 Die Beschwerdegegnerin stützte sich in der angefochtenen Verfügung vom 2. Juli 2019 
bei der Beurteilung des medizinischen Sachverhalts in somatischer Hinsicht auf die Ausführun-
gen von RAD-Arzt Dr. G.____ vom 22. Januar 2015. Dieses Vorgehen ist nicht zu beanstanden, 
zumal Dr. G.____ die geklagten Beschwerden berücksichtigt, die Befunde erörtert, die Beur-
teilung in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgibt, diese in den medizinischen Zusam-
menhängen einleuchtet und er zu schlüssigen Ergebnissen gelangt. Des Weiteren liegen keine 
anderslautenden ärztlichen Einschätzungen oder konkrete Indizien vor, die gegen die Zuverläs-
sigkeit der Beurteilung sprechen. Es bestehen mithin keine Zweifel an der Zulässigkeit und 
Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen. Die Beschwerdegegnerin 
durfte deshalb bei der Beurteilung des Gesundheitszustands und der Arbeitsfähigkeit des Ver-
sicherten in somatischer Hinsicht auf deren Ergebnisse abstellen. Im Übrigen beanstandet der 
Beschwerdeführer diese Beurteilung zu Recht nicht. Somit kann auf weitere Ausführungen 
diesbezüglich verzichtet und auf die überzeugenden Ausführungen von Dr. G.____ verwiesen 
(vgl. E. 5.4) werden. 
 
6.2 Streitig ist hingegen die Beurteilung des psychischen Gesundheitszustands. Die IV-
Stelle ging gestützt auf die Beurteilung von Dr. F.____ vom 2. Dezember 2014 und von der 
RAD-Ärztin Dr. K.____ vom 8. Februar 2018 von einer Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 
20 % aus. Demgegenüber ist der Beschwerdeführer der Auffassung, dass die Beschwerdegeg-

 
 
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nerin sich zu Unrecht auf das psychiatrische Gutachten von Dr. F.____ vom 2. Dezember 2014 
sowie auf die Beurteilung des RAD vom 8. Februar 2018 abgestützt habe. Er bringt vor, das 
psychiatrische Gutachten von Dr. F.____ sei veraltet und die vom RAD nachträglich vorge-
nommene Indikatorenprüfung nicht statthaft. Mithin sei der Rentenanspruch des Beschwerde-
führers verfügt worden, ohne hierfür ein neues psychiatrisches Gutachten eingeholt zu haben. 
 
7.1 Soweit der Beschwerdeführer vorbringt, die Beschwerdegegnerin habe sich bei der 
Beurteilung des psychischen Gesundheitszustands und der Arbeitsfähigkeit zu Unrecht auf das 
Gutachten von Dr. F.____ vom 2. Dezember 2014 abgestützt, kann ihm nicht gefolgt werden. 
Vorliegend sind keine Gründe ersichtlich, die Anlass geben könnten, die Ergebnisse im Gutach-
ten von Dr. F.____ vom 2. Dezember 2014 infrage zu stellen oder gar davon abzuweichen. Es 
ist vielmehr festzuhalten, dass das Gutachten die rechtsprechungsgemässen Voraussetzungen 
an eine medizinische Beurteilungsgrundlage in jeder Hinsicht erfüllt. So weist es weder formale 
noch inhaltliche Mängel auf, ist – wie dies vom Bundesgericht verlangt wird (vgl. E. 4.2 hier-
vor) – für die streitigen Belange umfassend und beruht auf einer eingehenden psychiatrischen 
Untersuchung. Ebenso berücksichtigt es die geklagten Beschwerden, wurde in Kenntnis der 
Vorakten abgegeben und leuchtet in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und 
der Beurteilung der medizinischen Situation ein. Die entsprechenden, vorstehend (vgl. E. 5.3 
hiervor) wiedergegebenen Darlegungen vermögen zu überzeugen, sodass darauf verwiesen 
werden kann. Im Übrigen bringt der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde nicht vor, weshalb 
inhaltlich nicht auf das Gutachten von Dr. F.____ abzustellen ist. Vielmehr weist er einzig auf 
das Alter des Gutachtens hin. Insgesamt sind somit keine Gründe ersichtlich, die dazu Anlass 
geben könnten, an den Ergebnissen des Gutachtens zu zweifeln. 
 
7.2 Der Beschwerdeführer bringt weiter vor, das Gutachten von Dr. F.____ vom 
2. Dezember 2014 sei veraltet und noch vor der neueren bundesgerichtlichen Rechtsprechung 
(BGE 143 V 409; BGE 143 V 418), wonach die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit aufgrund einer 
Indikatorenprüfung durchzuführen ist, erstellt worden. Im Folgenden ist demnach zu prüfen, ob 
die vorhandene medizinische Aktenlage es erlaubt, die vorliegende Beschwerde in Anwendung 
der neueren bundesgerichtlichen Rechtsprechung zu beurteilen. 
 
7.2.1 Das Bundesgericht hat die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Er-
krankungen beachtlichen Standardindikatoren wie folgt systematisiert: Der erste Indikatoren-
Komplex steht unter dem Titel “Gesundheitsschädigung“. Darunter sind die Ausprägung der 
diagnoserelevanten Befunde, der Gesichtspunkt Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -
resistenz und die Komorbiditäten zu würdigen. Im zweiten, die “Persönlichkeit“ betreffenden 
Indikatoren-Komplex wird nach der Persönlichkeitsentwicklung und der Persönlichkeitsstruktur 
gefragt, und es sind die persönlichen Ressourcen des Versicherten zu eruieren. Im dritten Indi-
katoren-Komplex schliesslich ist unter dem Titel “Sozialer Kontext“ eine Eruierung der Ressour-
cen anhand des sozialen Umfelds vorzunehmen. Anhand der ermittelten Indikatoren ist 
schliesslich die “Konsistenz“ zu prüfen. Darunter fallen verhaltensbezogene Kategorien wie die 
Indikatoren einer gleichmässigen Einschränkung des Aktivitätsniveaus in allen vergleichbaren 
Lebensbereichen und eines behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesenen 
Leidensdrucks (BGE 141 V 281 E. 4). Des Weiteren ist in diesem Zusammenhang auf den 

 
 
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Grundsatz hinzuweisen, dass gemäss altem Verfahrensstandard eingeholte Gutachten nicht 
per se ihren Beweiswert verlieren. Vielmehr ist im Rahmen einer gesamthaften Prüfung des 
Einzelfalls mit seinen spezifischen Gegebenheiten und den erhobenen Rügen entscheidend, ob 
ein abschliessendes Abstellen auf die vorhandenen Beweisgrundlagen vor Bundesrecht stand-
hält (BGE 141 V 281 E. 8, 137 V 210 E. 6). 
 
7.2.2 Wenngleich das Gutachten von Dr. F.____ vom 2. Dezember 2014 eher knapp gehal-
ten ist und damals noch keine Indikatorenprüfung im Sinne der neueren bundesgerichtlichen 
Rechtsprechung durchgeführt wurde, enthält es entgegen der Auffassung des Beschwerdefüh-
rers die erforderlichen Angaben zur Vornahme der Indikatorenprüfung. Als objektive Befunde 
gibt Dr. F.____ eine herabgesetzte depressive Stimmung, Klagen über somatische Beschwer-
den, eine eingeschränkte Modulationsfähigkeit, einen distanzierten affektiven Affekt, einen 
leichtgradig verminderten Antrieb und depressives Denken an. Sodann beschreibt Dr. F.____ 
den Versicherten als bewusstseinsklar mit wachem Eindruck und intakter Merkfähigkeit sowie 
intaktem Gedächtnis. Ferner kann er keine Wahnvorstellungen oder ähnliches und keine Kon-
zentrationsschwäche feststellen; der Versicherte habe einen klaren Bezug zur Realität. Zudem 
schildert Dr. F.____ den Alltag des Beschwerdeführers, indem er ausführt, der Versicherte habe 
eine gute Beziehung zur Ehefrau, verfüge über Kontakte mit Verwandten, helfe im Haushalt mit 
und mache täglich Spaziergänge. Dennoch habe der Versicherte Mühe mit der fehlenden Ta-
gesstruktur und es sei ihm langweilig. Dr. F.____ weist zudem auf die subjektive Krankheits-
überzeugung hin. Vor diesem Hintergrund schliesst Dr. F.____ auf eine rezidivierende depres-
sive Störung, gegenwärtig leichte Episode. Dieser Schluss ist nachvollziehbar und nicht zu be-
anstanden, zumal Dr. F.____ in der chronischen Schmerzstörung mit psychischen und somati-
schen Faktoren keine Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit erachtet. Dies aufgrund des feh-
lenden sozialen Rückzugs, der guten Beziehung zur Ehefrau und den Kindern sowie der feh-
lenden schweren psychischen Komorbidität. Gestützt auf die Angaben von Dr. F.____ nahm die 
RAD-Ärztin Dr. K.____ am 8. Februar 2018 schliesslich umfassend und im Lichte der bundes-
gerichtlichen Rechtsprechung eine ergänzende Indikatorenprüfung vor (vgl. E. 5.7 hiervor), was 
ebenfalls nicht zu beanstanden ist. 
 
7.2.3 Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers besteht keine Veranlassung, ein 
neues psychiatrisches Gutachten anzuordnen. Vielmehr hält das psychiatrische Gutachten von 
Dr. F.____ vom 2. Dezember 2014 den bundesgerichtlichen Anforderungen stand (vgl. E. 7.1 
hiervor). Das Gutachten – zusammen mit der durch die RAD-Ärztin Dr. K.____ vorgenommenen 
Indikatorenprüfng vom 8. Februar 2018 – enthält alle erforderlichen Angaben für die Prüfung 
der Frage, ob sich ein invalidisierender Gesundheitsschaden anhand der Standardindikatoren 
verifizieren lässt (vgl. SVR 2018 IV Nr. 36 S. 116 E. 4.3). Die diesbezüglichen Rügen erweisen 
sich vor diesem Hintergrund als unbegründet. 
 
7.3 Der Beschwerdeführer bringt weiter unter Verweis auf den Arztbericht von Dr. L.____ 
vom 19. Juli 2018 vor, sein psychischer Gesundheitszustand habe sich seit der psychiatrischen 
Begutachtung durch Dr. F.____ vom 2. Dezember 2014 verschlechtert. Aus den Akten ist nicht 
ersichtlich, ob der Beschwerdeführer sich im Zeitpunkt des Verfügungserlasses am 2. Juli 2019 
noch in regelmässiger Behandlung bei Dr. L.____ befunden hatte. Letzteres ist für die vorlie-

 
 
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gende Beurteilung jedoch nicht entscheidend. Vielmehr fällt ins Gewicht, dass sich der Be-
schwerdeführer trotz seiner Beschwerden nie einer konsequenten antidepressiven Behandlung 
unterzogen hat. Sodann ergeben sich aus den Berichten der Z.____ Clinic vom 
18. August 2017, von E.____ vom 12. September 2017 sowie des Dr. L.____ vom 
18. Dezember 2018 keine Hinweise, die auf eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes 
schliessen lassen. Namentlich spricht der von der Z.____ Clinic durchgeführte BDI-Test gegen 
das Vorliegen einer mittelgradigen oder gar schweren depressiven Episode. Ebenso liegen we-
der im Bericht der Z.____ Clinic vom 18. August 2017 noch im Bericht von Dr. L.____ vom 
18. Dezember 2018 Befunde vor, die auf eine mittelgradige oder schwere depressive Episode 
hinweisen. Zu beachten ist in diesem Zusammenhang, dass das Gericht in Bezug auf Berichte 
von behandelnden Ärzten der Erfahrungstatsache Rechnung tragen darf und soll, dass diese 
mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu 
Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (vgl. E. 4.3 hiervor). Aus den Akten geht 
schliesslich hervor, dass die objektiven Befunde von Dr. L.____ mit denjenigen von Dr. F.____ 
praktisch deckungsgleich sind. Sowohl Dr. F.____ als auch Dr. L.____ stellen eine einge-
schränkte Modulationsfähigkeit, ein depressives Denken, pessimistische Zukunftsaussichten, 
eine Antriebsminderung, eine gesteigerte Reizbarkeit sowie eine verfestigte subjektive Krank-
heitsüberzeugung fest. Nach dem Gesagten sind weder der Bericht der Z.____ Clinic vom 
18. August 2017 und der Bericht von E.____ vom 12. September 2017 noch der Bericht von 
Dr. L.____ vom 18. Dezember 2018 geeignet, eine Verschlechterung des Gesundheitszustan-
des mit überwiegender Wahrscheinlichkeit darzulegen. Die Annahme einer Verschlechterung 
des Gesundheitszustandes seit der Begutachtung durch Dr. F.____ vom 2. Dezember 2014 ist 
daher vorliegend nicht hinreichend erstellt. 
 
7.4 Zusammenfassend lassen das Gutachten von Dr. F.____ vom 2. Dezember 2014 so-
wie die RAD-Beurteilungen vom 22. Januar 2015 und vom 8. Februar 2018 eine zuverlässige 
Beurteilung des Gesundheitszustands und der Arbeitsfähigkeit des Versicherten zu. Die Be-
schwerdegegnerin durfte deshalb bei der Bemessung der Invalidität auf deren Ergebnisse ab-
stellen. Lässt die vorhandene Aktenlage nach dem Gesagten eine zuverlässige Beurteilung des 
massgebenden medizinischen Sachverhalts zu, so ist dem Antrag der Beschwerdeführerin, 
wonach weitere medizinische Abklärungen vorzunehmen seien, nicht stattzugeben. Der An-
spruch auf rechtliches Gehör umfasst zwar das Recht, Beweisanträge zu stellen, und – als Kor-
relat – die Pflicht der Behörde zur Beweisabnahme. Beweise sind im Rahmen dieses verfas-
sungsmässigen Anspruchs indessen nur über jene Tatsachen abzunehmen, die für die Ent-
scheidung der Streitsache erheblich sind. Gelangt das Gericht bei pflichtgemässer Beweiswür-
digung zur Überzeugung, dass die vorhandenen Unterlagen ein zuverlässiges Bild des relevan-
ten Sachverhaltes ergeben und dieser demnach hinreichend abgeklärt ist, kann auf ein bean-
tragtes Beweismittel verzichtet werden. Die damit verbundene antizipierte Beweiswürdigung ist 
nach konstanter bundesgerichtlicher Rechtsprechung zulässig (BGE 141 I 64 E. 3.3, 124 V 94 
E. 4b, 122 V 162 E. 1d, 119 V 344 E. 3c in fine mit Hinweisen). 
 
8. Nachdem sich aus den Akten ausserdem keine Hinweise ergeben, dass im Rahmen 
der Rechtsanwendung von Amtes wegen durch das Gericht eine andere Einschätzung der Ver-
gleichseinkommen vorzunehmen wäre und die Berechnung auch vom Versicherten nicht bean-

 
 
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standet wurde, erübrigt sich eine detaillierte Auseinandersetzung mit dem durch die IV-Stelle 
vorgenommenen Einkommensvergleich. Mit der IV-Stelle ist davon auszugehen, dass der Be-
schwerdeführer für die Zeit vom 1. August 2012 bis 30. Juni 2013 Anspruch auf eine halbe Ren-
te, vom 1. Juli 2013 bis 31. August 2014 Anspruch auf eine ganze Rente der Invalidenversiche-
rung hat und ab 1. Mai 2014 ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen erzielen könnte. 
 
9. Als Ergebnis ist festzuhalten, dass die IV-Stelle in der angefochtenen Verfügung vom 
2. Juli 2019 einen unbefristeten Rentenanspruch des Versicherten zu Recht abgelehnt hat. Die 
hiergegen erhobene Beschwerde erweist sich als unbegründet, weshalb sie abgewiesen wer-
den muss. 
 
10.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die 
Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streit-
wert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in 
denen ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfah-
renskosten in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- 
fest. Nach § 20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Par-
tei in angemessenem Ausmass auferlegt. Vorliegend ist der Beschwerdeführer unterliegende 
Partei, weshalb die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- ihm aufzuerlegen sind. Diese 
werden mit dem geleisteten Kostenvorschuss in Höhe von Fr. 800.-- verrechnet. 
 
10.2 Dem Prozessausgang entsprechend hat der Beschwerdeführer keinen Anspruch auf 
eine Parteientschädigung zu Lasten der IV-Stelle. 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen.  

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden dem Be-
schwerdeführer auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in 
Höhe von Fr. 800.-- verrechnet. 

 3. Eine Parteientschädigung wird nicht ausgerichtet. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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