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**Case Identifier:** ea869d6a-d883-5ae2-b493-108a3f9473ae
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-06-09
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 09.06.2017 UV 2015/25
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2015-25_2017-06-09.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2015/25

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 23.08.2019

Entscheiddatum: 09.06.2017

Entscheid Versicherungsgericht, 09.06.2017
Art. 10 f. UVG. Art. 19 UVG. Festlegung des Zeitpunkts des Fallabschlusses. 
Bejahung eines Rentenanspruchs entsprechend einem 20%igen 
Invaliditätsgrad basierend auf einem Prozentvergleich. Bejahung des 
Taggeldanspruchs ab verfügter Einstellung bis zum Rentenbeginn, da der 
Beschwerdeführer in diesem Zeitraum in seiner Arbeitsfähigkeit 
eingeschränkt war. Nichteintreten mangels Rechtsschutzinteresses 
bezüglich Hilfsmittel und Kostenübernahme für Kontrolluntersuchungen, da 
die bis zum Einspracheentscheid entstandenen Kosten für die Irisprintlinsen 
und augenärztlichen Kontrollen von der Beschwerdegegnerin bereits 
übernommen worden waren (Entscheid des Versicherungsgerichts des 
Kantons St. Gallen vom 9. Juni 2017, UV 2015/25).Bestätigt durch Urteil des 
Bundesgerichts 8C_536/2017.

Entscheid vom 9. Juni 2017

 

Besetzung                                                                      

Versicherungsrichterin Miriam Lendfers (Vorsitz), Versicherungsrichter Joachim Huber 

und Ralph Jöhl; Gerichtsschreiberin Katja Meili           

Geschäftsnr.                                                                                                                  

UV 2015/25         

Parteien

A.___,

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Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Ronald Pedergnana,

Rorschacher Strasse 21, Postfach 27, 9004 St. Gallen,

gegen

SWICA Versicherungen AG, Römerstrasse 37,

Postfach, 8401 Winterthur,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand                                                                   

Versicherungsleistungen

Sachverhalt

A.   

A.a  A.___, gelernter Bankkaufmann mit Berufsmaturität, war bei der B.___ AG als 

Kundenberater tätig und dadurch obligatorisch bei der SWICA Versicherungen AG 

(nachfolgend: Swica) gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert 

(UV-act. 1), als er am 13. Oktober 2009 von einem Unbekannten ins Gesicht 

geschlagen und dabei verletzt wurde (vgl. Polizeirapport vom 22. Oktober 2009; UV-

act. 9). Die Swica anerkannte den Leistungsanspruch für die Folgen des Unfalls 

(Schreiben vom 8. Dezember 2009; UV-act. 14).

A.b  Die behandelnden Ärzte des Kantonsspitals St.Gallen diagnostizierten 

Rissquetschwunden des Ober- und Unterlids, eine undislozierte Fraktur der Lamina 

papyracea rechts, eine undislozierte Fraktur des Processus frontalis maxillae rechts 

sowie eine Perforatio bulbi mit schwerer Hornhautverletzung (UV-act. 10, UV-act. 11, 

UV-act. 12). Noch am Unfalltag wurden eine Bulbusinspektion durchgeführt und die 

Hornhaut genäht (UV-act. 12). Die behandelnden Ärzte attestierten dem Versicherten 

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vom 13. Oktober bis zum 11. November 2009 eine Arbeitsunfähigkeit von 100%, vom 

11. November 2009 bis 22. Januar 2010 von 50% (vgl. UV-act. 15 ff.), vom 23. Januar 

bis 19. Februar 2010 von 30% (vgl. UV-act. 21, UV-act. 27) und vom 20. Februar bis 

19. März 2010 von 20% (UV-act. 28). Dr. med. C.___ und Dr. med. D.___, Augenklinik 

des Kantonsspitals St.Gallen, schätzten den Versicherten ab 12. April 2010 als zu 

100% arbeitsfähig ein. Sie berichteten, die Fadenentfernung habe am 19. März 2010 

stattgefunden. Die Hornhaut weise grosse Narben nasal und superior, bis zentral 

reichend, auf. Die Vorderkammer sei reizfrei, die Pupille mydriatisch und lichtstarr. Ein 

Abschluss der Behandlung sei noch nicht planbar (UV-act. 25).

A.c  Ab 14. Juni 2010 erachteten die behandelnden Ärzte den Versicherten wieder als 

zu 20% arbeitsunfähig (UV-act. 29 f.). Dr. E.___, Augenklinik des Kantonsspitals 

St.Gallen, führte aus, es bestehe eine deutliche Visusminderung rechts, der Versicherte 

ermüde rasch, sei reduziert belastbar und habe eine Blendungsstörung. Er werde 

weiterhin in regelmässiger augenärztlicher Kontrolle bleiben müssen. Sie gehe davon 

aus, dass er nach Anpassung einer Irisprintlinse wieder zu 100% arbeiten könne 

(Bericht vom 22. Juli 2010; UV-act. 31). Dr. E.___ und Dr. C.___ berichteten am 26. Juli 

2010, durch die empfohlene Irisprintlinse werde die Sehschärfe nicht verbessert, 

jedoch die Blendung reduziert. Bei dieser Methode handle es sich um eine 

zweckmässige und wirtschaftliche Möglichkeit, das Blenden zu verhindern (UV-act. 40). 

Die Swica erteilte mit Schreiben vom 17. August 2010 Kostengutsprache für die 

Irisprintlinse (UV-act. 41).

A.d  Per 31. August 2010 wurde das Arbeitsverhältnis des Versicherten bei der B.___ 

AG aufgelöst (vgl. UV-act. 32). Er studierte ab September 2010 an einer 

Fachhochschule Betriebsökonomie, unterbrach das Studium jedoch von Januar bis 

September 2011 bedingt durch seine verminderte bzw. verlangsamte visuelle 

Aufnahmefähigkeit (IV-act. 67, vgl. UV-act. 54). Die Swica hatte ihre Taggeldzahlungen 

ab 1. September 2010 formlos eingestellt (UV-act. 42).

A.e  Dr. med. F.___ und Dr. med. G.___, Kantonsspital St.Gallen, hatten am 22. März 

2011 berichtet, es bestehe eine Verminderung der Leistungsfähigkeit, die noch im 

Rahmen der Anpassungsschwierigkeiten an die nun funktionelle Einäugigkeit zu sehen 

sei. Alle Tätigkeiten, für die kein Binokularsehen benötigt werde, seien zu einem 

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Pensum von 80-100% pro Tag möglich. Es bestehe eventuell eine verminderte 

Leistungsfähigkeit durch schnellere Ermüdung bei Aufgaben, die eine hohe visuelle 

Aufmerksamkeit erforderten (UV-act. 68). Auf Veranlassung der Swica (vgl. UV-act. 48) 

begutachtete Dr. med. H.___, Facharzt für Ophthalmologie FMH, den Versicherten am 

28. November 2011. Er berichtete, durch die Verletzung sei es nicht nur zu einer 

unregelmässigen Hornhautverkrümmung, sondern wahrscheinlich auch zu einer 

Netzhautläsion gekommen, die er morphologisch jedoch nicht mehr nachweisen 

könne. Die Integritätsschädigung betrage insgesamt 35% (Bericht vom 2. Dezember 

2011; UV-act. 53). Dr. med. I.___, Fachärztin für Ophthalmologie, Kantonsspital 

St.Gallen, führte am 28. März 2012 aus, sie gehe von einer aktuell stabilen Situation 

aus, die Behandlung bei ihnen sei abgeschlossen. Die bisherige Tätigkeit sei zu einem 

Pensum von 80% zumutbar. Sie empfahl jährliche augenärztliche Kontrollen (IV-act. 

60).

A.f  Mit Schreiben vom 19. Januar 2012 hatte die Swica basierend auf einer 

Integritätseinbusse von 35% eine Integritätsentschädigung von Fr. 44‘100.-- berechnet 

(UV-act. 55). Am 5. Februar 2013 lehnte die Swica die Übernahme der eingereichten 

Rechnung für die im Dezember 2012 angefertigte Irisprintlinse (vgl. UV-act. 59) sowie 

für künftige Kontrolluntersuchungen ab (UV-act. 61). Der Versicherte brachte darauf 

vor, der Fall sei noch nicht abgeschlossen. Er habe Anspruch auf Weiterzahlung des 

Taggeldes und Begleichung der eingereichten Rechnung. Ausserdem sei eine Rente zu 

prüfen (Schreiben vom 11. Februar 2013; UV-act. 67).

A.g  Die Swica veranlasste eine medizinische Untersuchung durch Dr. med. J.___, 

Facharzt für Ophthalmologie FMH (vgl. UV-act. 72). In seinem Gutachten vom 12. Juli 

2013 führte Dr. J.___ aus, Massnahmen zur Herabsetzung der Blendempfindlichkeit 

durch Anpassen einer speziellen Kontaktlinse seien schon getroffen worden. Weitere 

operative oder konservative Behandlungen zur Verbesserung des Zustandes seien 

leider nicht möglich. Mit einer namhaften Besserung der Gesundheitsschädigung 

könne nicht gerechnet werden. Spezielle medizinische Massnahmen zur Erhaltung des 

Gesundheitszustandes seien eher nicht notwendig, allerdings müsse sicherlich von Zeit 

zu Zeit eine Brillenverordnung vorgenommen werden mit Kunststoffgläsern und 

Tönungen. Auch eine Untersuchung der Augen einmal jährlich sei zu empfehlen. Der 

Versicherte habe angegeben, momentan zu 80% tätig zu sein. Diese Einschränkungen 

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ergäben sich aus der Tatsache, dass er viel am Bildschirm tätig sein müsse und dies 

mit der Zeit starke Kopfschmerzen verursache (UV-act. 74). Mit Schreiben vom 18. 

März 2014 ergänzte Dr. J.___, seines Erachtens liege die Arbeitsfähigkeit des 

Versicherten in der beruflichen Tätigkeit im kaufmännischen Bereich sowie in anderen 

beruflichen Tätigkeiten, die kein sehr gutes beidäugiges Sehen erforderten, dauerhaft 

bei 80% (UV-act. 77).

A.h  Seit 28. Januar 2014 arbeitete der Versicherte neben seinem Studium ca. 8 

Stunden pro Woche bei der K.___ AG (UV-act. 91/4). Mit Schreiben vom 15. Oktober 

2014 liess er ausführen, er plane ein Masterstudium (UV-act. 91).

A.i   Nach Gewährung des rechtlichen Gehörs (vgl. UV-act. 93) und entsprechender 

Stellungnahme des Versicherten (vgl. UV-act. 97) stellte die Swica mit Verfügung vom 

5. Dezember 2014 die Taggeldleistungen per 31. August 2010 ein. Die Heilungskosten 

stellte sie per 12. Juli 2013 ein, übernahm aber die damals aktuelle Anpassung der 

Irisprintlinse noch. Sie verneinte einen Rentenanspruch und stellte fest, die 

Integritätsentschädigung von Fr. 44‘100.-- sei dem Versicherten bereits überwiesen 

worden (UV-act. 98).

B.   

B.a  Dagegen erhob der Versicherte am 8. Januar 2015 Einsprache und beantragte, die 

Irisprintlinsen seien lebenslang zu übernehmen. Es sei für den Einkommensvergleich 

das Valideneinkommen zur Berechnung heranzuziehen, welches er als FHS-Ökonom 

zukünftig erzielen werde (UV-act. 101).

B.b  Mit Entscheid vom 26. März 2015 wies die Swica die Einsprache ab. Sie 

begründete, aufgrund der fehlenden konkreten Anhaltspunkte für ein Studium gleich 

nach der Lehre könne beim Valideneinkommen nicht von einer Tätigkeit als 

Betriebsökonom ausgegangen werden, zumal das Studium auch noch nicht 

abgeschlossen sei. Es sei deshalb beim Valideneinkommen vom tatsächlichen 

Einkommen, welches der Versicherte vor dem Unfall erzielt habe, auszugehen. Bei 

einem rentenausschliessenden Fallabschluss habe der Unfallversicherer weder 

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Heilbehandlungen noch Hilfsmittel zu übernehmen, weshalb vorliegend kein Anspruch 

auf Kostenübernahme bestehe (UV-act. 103).

C.  

C.a Gegen den Einspracheentscheid vom 26. März 2015 richtet sich die vorliegende 

Beschwerde vom 12. Mai 2015, in welcher der Versicherte (nachfolgend: 

Beschwerdeführer) beantragt, die Swica (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) sei zu 

verpflichten, ihm eine Rente von mindestens 20% auszurichten. Eventualiter sei sie zu 

verpflichten, ihm weiterhin ein Taggeld von 20% auszurichten. Die 

Beschwerdegegnerin sei bis auf weiteres zu verpflichten, die notwendigen jährlichen 

Behandlungen und den Ersatz der Irisprintlinse zu bezahlen; unter Kosten- und 

Entschädigungsfolge. Weiter beantragt er anstelle eines zweiten Schriftenwechsels 

eine mündliche Verhandlung. Er bringt vor, eine Rente dürfte etwa Ende 2011 zu prüfen 

gewesen sein. Damals habe er jedoch studiert, weswegen das Einkommen, das er erst 

2014 gegen Ende seines Bachelor-Lehrganges generiert habe, nicht zum 

Einkommensvergleich herangezogen werden könne. Auch der Vergleich der Tätigkeit 

mit und ohne FHS-Abschluss sei nicht korrekt (act. G1).

C.b Die Beschwerdegegnerin beantragt mit Eingabe vom 24. Juni 2015 die Abweisung 

der Beschwerde. Sie führt aus, die Taggeldleistungen seien per 31. August 2010 

eingestellt worden, da der Beschwerdeführer im September 2010 ein Studium 

aufgenommen habe, keine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen mehr bestanden hätten 

und er zu 100% vermittelbar gewesen sei. Ohne Unfall hätte der Versicherte weiter als 

Kundenberater gearbeitet und wahrscheinlich erst nach einigen Jahren ein Studium 

begonnen. Deshalb sei beim Valideneinkommen vom tatsächlichen Einkommen, 

welches der Beschwerdeführer vor dem Unfall erzielt habe, auszugehen. Die Kosten für 

Irisprintlinsen seien am 13. Dezember 2012 und 15. Oktober 2014 kulanterweise noch 

übernommen worden. Aufgrund des rentenausschliessenden Fallabschlusses bestehe 

künftig kein Anspruch mehr auf Übernahme der Kosten (act. G5).

C.c Nach Einsicht in die Vorakten verzichtete der Beschwerdeführer auf die 

Einreichung einer Stellungnahme (vgl. act. G7 ff.).

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C.d Mit Schreiben vom 7. Februar 2017 informierte die Verfahrensleitung die Parteien 

über den Beizug der IV-Akten (vgl. act. G11 f.) und räumte ihnen eine Frist zur 

Einsichtnahme ein. Gleichzeitig bat sie den Beschwerdeführer um Mitteilung, ob er an 

seinem Antrag auf mündliche Verhandlung festhalte (act. G13). Nach entsprechender 

Akteneinsicht (vgl. act. G14 f.) liess der Beschwerdeführer mit Schreiben vom 16. März 

2017 mitteilen, er halte an seinem Antrag auf eine mündliche Verhandlung fest. Da der 

durch das Versicherungsgericht St.Gallen entschiedene Fall UV 2014/91 zumindest 

bezüglich Hilfsmittel analog anzuwenden wäre und wohl in den nächsten sechs 

Monaten durch das Bundesgericht entschieden werde, schlage er vor, diesen 

Entscheid abzuwarten. Die Irisprintlinse koste Fr. 1‘800.-- pro Jahr bzw. bei schlechtem 

Wetter pro 18 Monate (act. G18).

C.e Die Verfahrensleitung teilte den Parteien am 22. März 2017 mit, sie sehe im 

Weiterzug des Entscheides UV 2014/91 bzw. dem anstehenden 

Bundesgerichtsentscheid keinen Grund für eine förmliche Sistierung des vorliegenden 

Verfahrens (act. G19).

D.  

D.a Am 17. Mai 2017, 14:30 – 15:20 Uhr, fand die mündliche Verhandlung vor dem 

Versicherungsgericht statt.

D.b In der vorgetragenen Replik hielt der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers an 

seinen Rechtsbegehren fest. Er brachte vor, die Arbeitsunfähigkeit von 20% sei 

ausgewiesen. In den Akten finde sich nur eine einmalige Prognose der 100%igen 

Arbeitsfähigkeit von Dr. E.___ vom 22. Juli 2010. Diese sei etwas optimistisch gewesen 

und eine Prognose bei der komplexen Verletzung des Beschwerdeführers ohnehin 

schwierig. Der Beschwerdeführer sei derzeit im Masterstudium und voraussichtlich im 

Januar 2018 damit fertig. Die Beschwerdegegnerin müsse entweder bis zum Ende der 

Ausbildung Taggelder bezahlen und dann die Rentenfrage prüfen oder bereits von 

einem Behandlungsabschluss ausgehen und eine Rente bezahlen. Momentan trage der 

Beschwerdeführer aus finanziellen Gründen keine Irisprintlinse, er habe aber einen 

Anspruch darauf, selbst wenn ihm weder Rente noch Taggelder zugesprochen würden 

(vgl. act. G22).

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D.c In der vorgetragenen Duplik hielt die Rechtsvertreterin der Beklagten an ihrem 

Antrag fest. Sie führte aus, die vorsorgliche Absolvierung der Berufsmaturität während 

der Lehre sei kein konkreter Anhaltspunkt für ein Studium gleich danach. Selbst wenn 

man von einem früheren Fallabschluss ausginge, bestünde kein Rentenanspruch. Es 

sei zudem nicht erwiesen, dass der Beschwerdeführer bei seinem Unfall nicht selbst 

provoziert oder sich an einer Rauferei beteiligt habe, weshalb eine Kürzung der 

Geldleistungen zu prüfen wäre. Gemäss geltender Rechtsprechung und Gesetz 

bestehe nach rentenausschliessendem Fallabschluss kein Anspruch auf 

Kostenvergütung der Irisprintlinse.

D.d Auf Nachfrage der Vorsitzenden erklärte der Beschwerdeführer, die erste Linse sei 

ihm nach dem Kostengutsprachegesuch 2010 eingesetzt worden. Diese habe 

angepasst werden müssen und er habe sich an das Tragen der Linse gewöhnen 

müssen. Die Gewöhnungsphase sei etwa Ende 2010 abgeschlossen gewesen. 

Unterdessen habe er seinen Studiumsalltag optimiert, die Linse habe dazu 

beigetragen. Er habe schon vor dem Unfall, während der Lehre, ein Studium geplant 

und im Immobilienbereich arbeiten wollen. Während des Unterbruchs seines Studiums 

2011 habe er als Übergangslösung befristet bei der L.___ AG zu einem vereinbarten 

Pensum von 100% gearbeitet. Diese Stelle sei ihm vom ebenfalls dort tätigen Sohn des 

Chefs vermittelt worden, der ein Bekannter von ihm sei und der von seinem Fall und 

seiner Suche nach einer geeigneten Tätigkeit gewusst habe. Die Arbeitgeberin habe 

ihm Flexibilität gegeben und er habe in seinem Tempo arbeiten können. Die Tätigkeit 

bei der K.___ AG sei sein erster Nebenjob während des Studiums gewesen. Er sei bis 

Ende 2014 zu 20% angestellt gewesen, habe aber etwa 30% gearbeitet. Letztes Jahr 

(2016) habe er ausserhalb der Prüfungsphase zweimal mit einem Pensum von 50% bei 

der Z.___ gearbeitet.

D.e Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers brachte vor, bei der K.___ AG wie 

auch bei der L.___ AG habe es sich um Nischentätigkeiten gehandelt, welche für den 

Einkommensvergleich nicht tauglich seien. Die Leistungsfähigkeit sei erst nach dem 

Abschluss des Studiums beurteilbar.

D.f  Die Rechtsvertreterin der Beschwerdegegnerin führte aus, der Plan des Studiums 

bereits während der Lehre widerspreche den Akten der Invalidenversicherung. Die 

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Arbeitsunfähigkeit sei nicht echtzeitlich ausgewiesen und frühestens ab dem Bericht 

von Dr. J.___ anzunehmen

Erwägungen

1.   

Am 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die 

Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die Unfallversicherung 

(UVV; SR 832.202) in Kraft getreten. Gemäss Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur 

Änderung vom 25. September 2015 werden Versicherungsleistungen für Unfälle, die 

sich vor deren Inkrafttreten ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem 

Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt. Vorliegend finden daher 

grundsätzlich die bis 31. Dezember 2016 gültigen Bestimmungen Anwendung. 

Hinsichtlich der für das vorliegende Verfahren anwendbaren Bestimmungen haben sich 

indessen mit Inkrafttreten der neuen Rechtssätze keine massgeblichen Änderungen 

ergeben.

2.   

Vorliegend umstritten und vorerst zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers 

auf eine Invalidenrente der Unfallversicherung. Dabei sind sich die Parteien über die 

massgebenden Validen- und Invalideneinkommen sowie den Zeitpunkt des 

sogenannten Fallabschlusses uneinig.

2.1  Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen 

Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustands des Versicherten 

mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der 

Invalidenversicherung (IV) abgeschlossen sind (“Fallabschluss“; Art. 19 Abs. 1 UVG).

2.1.1      Nach einer anfänglichen unfallbedingten 100%igen Arbeitsunfähigkeit 

verringerte sich diese stetig und betrug ab 20. Februar 2010 20% (UV-act. 28, vgl. UV-

act. 15 ff., 21, 27). Der Beschwerdeführer arbeitete ab 12. April 2010 zu 100% (UV-act. 

25), musste aber sein Pensum wegen gesundheitlicher Beschwerden wieder 

reduzieren, und die behandelnden Ärzte des Kantonsspitals St. Gallen erachteten ihn 

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ab 14. Juni 2010 wieder als zu 20% arbeitsunfähig (UV-act. 29 f.). Dr. E.___ befand am 

22. Juli 2010, sie gehe davon aus, dass der Beschwerdeführer nach Anpassung einer 

Irisprintlinse wieder zu 100% arbeiten könne (UV-act. 31). Gemäss Aussagen des 

Beschwerdeführers anlässlich der Verhandlung vom 17. Mai 2017 (vgl. E. D.d.) ist die 

Gewöhnungsphase an die erste Irisprintlinse Ende 2010 abgeschlossen gewesen. 

Bedingt durch die verminderte bzw. verlangsamte visuelle Aufnahmefähigkeit musste 

er sein Studium von Januar bis September 2011 unterbrechen (IV-act. 67, vgl. UV-act. 

54). Am 22. März 2011 hatten die behandelnden Ärzte des Kantonsspitals St.Gallen 

berichtet, prinzipiell bestehe eine Reduktion der Arbeitsfähigkeit auf ca. 80%, eine 

Steigerung sei jedoch möglich. Die verminderte Leistungsfähigkeit sei noch im Rahmen 

der Anpassungsschwierigkeiten an die funktionelle Einäugigkeit zu sehen. Der 

Beschwerdeführer sei zur Beratung beim Ostschweizerischen Blindenfürsorgeverein 

(OBV) gewesen und habe dort Tipps und Tricks genannt bekommen, um damit besser 

klar zu kommen (UV-act. 68). Damals konnte demnach noch nicht von einem stabilen 

Gesundheitszustand ausgegangen werden, zumal der Beschwerdeführer noch dabei 

war, einen besseren Umgang mit seiner Einschränkung zu erlernen. Am 28. März 2012 

berichtete Dr. I.___, sie gehe von einer aktuell stabilen Situation aus, die Behandlung 

sei bei ihnen (Kantonsspital St.Gallen) abgeschlossen. Dem Beschwerdeführer sei ein 

Arbeitspensum von 80% zuzumuten (IV-act. 60). In seinem Gutachten vom 12. Juli 

2013 führte Dr. J.___ aus, mit einer namhaften Besserung der Gesundheitsschädigung 

könne nicht gerechnet werden, es sei davon auszugehen, dass die Situation auch die 

nächsten Jahre in diesem Sinn anhalten werde. Weitere operative oder konservative 

Behandlungen zur Verbesserung des Zustandes seien leider nicht möglich (UV-act. 74). 

Am 18. März 2014 präzisierte er, die Arbeitsfähigkeit sei dauerhaft zu 20% 

eingeschränkt (UV-act. 77). Aus dem Gutachten von Dr. J.___ ergeben sich im 

Vergleich zur Einschätzung von Dr. I.___ vom März 2012 keine Hinweise auf eine 

Verbesserung bzw. weitere Stabilisierung des Gesundheitszustandes seit März 2012.

2.1.2      Es ist somit davon auszugehen, dass zum Zeitpunkt der Untersuchung durch 

Dr. I.___ im März 2012 (IV-act. 60) von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine 

namhafte Besserung des Gesundheitszustands des Beschwerdeführers mehr erwartet 

werden konnte. Damals waren keine konkreten Eingliederungsmassnahmen der IV-

Stelle hängig. Folglich ist ein Rentenanspruch ab 1. März 2012 zu prüfen.

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2.2  Weiter ist der Invaliditätsgrad des Beschwerdeführers zu bestimmen. Die 

Beschwerdegegnerin wies mit Einspracheentscheid vom 26. März 2015 bei einem IV-

Grad von 0% einen Rentenanspruch ab (UV-act. 103).

2.2.1      Ist der Versicherte infolge des Unfalls zu mindestens 10 Prozent invalid, so hat 

er gemäss Art. 18 Abs. 1 UVG Anspruch auf eine Invalidenrente. Der Grad der für den 

Rentenanspruch massgebenden Invalidität ist gemäss Art. 16 des Bundesgesetzes 

über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) durch 

einen Einkommensvergleich zu ermitteln, bei dem das Einkommen, das die versicherte 

Person nach dem Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen 

Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare 

Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in 

Beziehung gesetzt wird zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie 

nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen).

2.2.2      Das versicherte Risiko bzw. der Schaden, der durch die Invalidenrente 

gedeckt wird, ist die Invalidität (Art. 8 ATSG), genauer die Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 

Abs. 1 ATSG), also der voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde Verlust 

der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 

Arbeitsmarkt. Das versicherte Gut, das bei Eintritt des Risikos beschädigt wird, ist also 

notwendigerweise die Erwerbsfähigkeit (Art. 7 Abs. 1 ATSG e contrario). Im 

Zusammenhang mit der Leistungskategorie "Invalidenrente" ist somit nicht die 

Erwerbstätigkeit, sondern die Erwerbsfähigkeit versichert. Jede versicherte Person, 

unabhängig davon, ob sie jemals eine Erwerbstätigkeit ausgeübt hat, verfügt über ein 

ökonomisch bestimmbares Erwerbspotenzial auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt. 

Der versicherte Schaden bzw. der versicherte (gesundheitsbedingte) Verlust an 

Erwerbsmöglichkeiten ist damit unabhängig von der vor oder nach Eintritt der 

Gesundheitsbeeinträchtigung tatsächlich auf dem (nicht ausgeglichenen) Arbeitsmarkt 

eingesetzten Erwerbs- bzw. Arbeitsleistung. Selbst wenn die (voll oder teilweise) 

invalide Person auch ohne den Gesundheitsschaden keiner vollzeitlichen 

Erwerbstätigkeit mehr nachgehen würde, besteht für sie dennoch ein Verlust an 

Erwerbspotenzial, und es ist ihr nicht mehr möglich, das Erwerbspensum über die 

verbleibende Resterwerbsfähigkeit hinaus zu steigern bzw. es zu einem späteren 

Zeitpunkt wieder auszudehnen. Dieser Schaden wird von der Erwerbsunfähigkeit 

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vollumfänglich erfasst. In der Unfallversicherung wird das Valideneinkommen in jedem 

Fall auf eine vollzeitliche Tätigkeit aufgerechnet (Urteil des Bundesgerichts vom 14. 

April 2008, 8C_664/2007, E. 7.2.4 mit Hinweisen auf Rechtsprechung und Literatur), 

und demnach resultiert unabhängig vom tatsächlich ausgeübten Erwerbspensum 

immer ein identischer Schaden bzw. eine identische Erwerbsunfähigkeit der 

versicherten Person, wie es die Schadenskonzeption von Art. 8 ATSG (i.V.m. Art. 18 

UVG) vorsieht. So können namentlich spätere Veränderungen des (fiktiven) 

Erwerbspensums keine Auswirkungen auf die rentenrelevante Erwerbsunfähigkeit 

haben (vgl. Entscheid des Versicherungsgerichts St. Gallen vom 19. Juli 2016, IV 

2014/37 E. 3.2.1, abrufbar unter www.gerichte.sg.ch, Dienstleistungen, 

Rechtsprechung, Versicherungsgericht).

2.2.3      Zum Zeitpunkt des Fallabschlusses erachtete Dr. I.___ den Beschwerdeführer 

als zu 80% arbeitsfähig. Die Aufnahme eines 100%-Pensums bereite ihm 

Schwierigkeiten, da nach längerem Lesen vermehrt Kopfschmerzen einträten und er 

zum Teil für die Arbeiten mehr Zeit benötige. Sein Konzentrationsvermögen schwanke 

je nach Tagesverfassung. Durch die Irisprintlinse könne die Blendung reduziert werden, 

jedoch bleibe durch die Hornhautnarbe eine reduzierte Sehschärfe bestehen (IV-act. 

60). Diese Einschätzung ist nachvollziehbar und stimmt weitgehend mit den übrigen 

medizinischen Beurteilungen überein (vgl. zu den früheren medizinischen Berichten E. 

2.1.1 und E. 3.3). Insbesondere hielt auch Dr. J.___ den Beschwerdeführer bei im 

Vergleich zum Fallabschluss unverändertem Gesundheitszustand sowohl in seiner 

angestammten beruflichen Tätigkeit im kaufmännischen Bereich als auch in einer 

adaptierten beruflichen Tätigkeit rein unfallbedingt als zu 20% eingeschränkt. Er führte 

aus, die Minderung von 20% ergebe sich durch die permanent bleibende 

Herabsetzung der Sehschärfe auf 0.16 mit gleichzeitig permanent verstärkter, 

bleibender Blendempfindlichkeit. Der Beschwerdeführer könne prinzipiell jede Tätigkeit 

ausüben, die kein sehr gutes beidäugiges Sehen erfordere, d.h. eine Tätigkeit als Pilot, 

Bus- oder Taxichauffeur oder das Führen jeglicher Arbeitsfahrzeuge auf Baustellen etc. 

sei sicher nicht geeignet (UV-act. 77). Zudem stellte die Beschwerdegegnerin die 

Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 20% nicht substantiiert in Frage. Damit ist für 

den vorliegend relevanten Zeitraum ab Fallabschluss im März 2012 bis zum 

Einspracheentscheid vom 26. März 2015 von einer 20%igen Arbeitsunfähigkeit 

auszugehen.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/21

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2.2.4      Vor dem Hintergrund, dass die Erwerbsfähigkeit das versicherte Gut darstellt 

(vgl. E. 2.2.2), ist entgegen den Vorbringen der Beschwerdegegnerin (act. G5, UV-act. 

103) nicht relevant, ob der Beschwerdeführer bereits vor seinem Unfall ein 

anschliessendes Studium geplant und wann er dieses begonnen hatte. Für den 

Zeitpunkt der Rentenprüfung im März 2012 liegen keine verlässlichen Grundlagen 

bezüglich des Validen- und Invalideneinkommens vor. Die von der 

Beschwerdegegnerin vorgenommene Berechnung des Valideneinkommens basierend 

auf dem 2009, mithin kurz nach Lehrabschluss im Sommer 2009 (vgl. UV-act. 101/1), 

erzielten Verdienst als Kundenberater rechtfertigt sich für den 2012 studierenden 

Beschwerdeführer nicht. Er war damals nicht erwerbstätig, weshalb sich auch das 

Invalideneinkommen nur hypothetisch und nicht auf seinem später bei der K.___ AG 

erzielten, auf ein Vollpensum hochgerechneten Verdienst festlegen liesse. Es ist 

offensichtlich, dass der Beschwerdeführer nach der Augenschädigung bzw. durch 

diese kein höheres Erwerbspotenzial erlangt hat, wie die Beschwerdegegnerin in ihrem 

Einkommensvergleich gemäss Verfügung vom 5. Dezember 2014 (UV-act. 98, S. 3) 

angenommen hat. Da beim Validen- und Invalideneinkommen zwingend eine qualitative 

Parallelität hergestellt werden muss, zur Bestimmung also dieselbe Vergleichsgrösse 

heranzuziehen ist (vgl. UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 3. Aufl. 2015, N 14 ff. zu Art. 

16 ATSG), kann vorliegend ein Prozentvergleich vorgenommen werden. Dabei 

entspricht der Invaliditätsgrad dem Grad der Arbeitsunfähigkeit (Urteil des 

Bundesgerichts vom 9. März 2007, I 697/05, E. 5.4 mit Hinweis). Die gesundheitlichen 

Einschränkungen des Beschwerdeführers, insbesondere die verminderte 

Konzentrationsfähigkeit, wurden bereits bei der Festlegung der Arbeitsunfähigkeit von 

20% berücksichtigt. Mit Blick auf das Alter sowie die weiteren persönlichen und 

beruflichen Merkmale des Beschwerdeführers besteht vorliegend kein Grund für einen 

Abzug vom Invalideneinkommen analog des sogenannten Tabellenlohnabzugs (vgl. 

PHILIPP GEERTSEN, Der Tabellenlohnabzug, in: Ueli Kieser/Miriam Lendfers [Hrsg.], 

JaSo 2012, S. 139 ff.).

2.3  Damit resultiert ausgehend von einer 20%igen Arbeitsunfähigkeit für sämtliche 

Tätigkeiten im Zeitraum vom 1. März 2012 bis mindestens Ende März 2015 (Datum des 

Einspracheentscheids; UV-act. 103) im Rahmen eines Prozentvergleichs ein 

rentenbegründender Invaliditätsgrad von 20%.

3.   

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/21

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Weiter zu beurteilen ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf Taggelder im 

Zeitraum vom 1. September 2010 (Einstellung der Taggeldzahlungen durch die 

Beschwerdegegnerin) bis 29. Februar 2012 (Rentenbeginn 1. März 2012).

3.1  Die Beschwerdegegnerin hatte ihre Taggeldzahlungen nach einem 

Telefongespräch vom 16. August 2010 per 31. August 2010 formlos eingestellt (UV-act.

42). Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers teilte mit Schreiben vom 30. Juni 2011 

mit, seines Erachtens bestehe Anspruch auf Weiterzahlung des Taggeldes (UV-act. 44). 

Mit Verfügung vom 5. Dezember 2014 hielt die Beschwerdegegnerin die Einstellung der 

Taggeldleistungen per 31. August 2010 fest und begründete dies (UV-act. 98). In seiner 

Einsprache vom 8. Januar 2015 stellte der Beschwerdeführer keinen konkreten Antrag 

bezüglich Taggelder (UV-act. 101). Im angefochtenen Einspracheentscheid vom 26. 

März 2015 erwähnte die Beschwerdegegnerin die gesetzlichen Grundlagen für 

Taggelder und wies die Einsprache ab (UV-act. 103). Mit der vorliegenden Beschwerde 

beantragte der Beschwerdeführer sodann eventualiter die Weiterausrichtung eines 

Taggeldes (UV-act. G1) und machte insbesondere anlässlich der Verhandlung 

Ausführungen dazu. Die Beschwerdegegnerin hat zwar in ihrem Einspracheentscheid 

keine fallbezogenen Erwägungen bezüglich Taggeld gemacht, ist aber offensichtlich 

nicht davon ausgegangen, dass diese nicht mehr umstritten wären bzw. deren 

Einstellung unangefochten rechtskräftig geworden wäre. Es ist davon auszugehen, 

dass sich der Anfechtungswille des Beschwerdeführers auf die Taggeldeinstellung 

erstreckte, so dass der Taggeldanspruch zum Streitgegenstand zählt. Es ist folglich 

diesbezüglich auf die Beschwerde einzutreten (vgl. Entscheid des 

Versicherungsgerichts St.Gallen vom 27. Januar 2015, UV 2013/70 E. 2.1, Urteil des 

Bundesgerichts vom 29. September 2015, 8C_170/2015 E. 4).

3.2  Gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG hat der Versicherte Anspruch auf ein Taggeld, wenn er 

infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig ist. Der Anspruch auf Taggeld 

entsteht am dritten Tag nach dem Unfalltag. Er erlischt mit der Wiedererlangung der 

vollen Arbeitsfähigkeit, mit dem Beginn einer Rente oder mit dem Tod des Versicherten 

(Art. 16 Abs. 2 UVG). Taggelder und Renten werden nach dem versicherten Verdienst 

bemessen (Art. 15 Abs. 1 UVG). Als versicherter Verdienst gilt für die Bemessung der 

Taggelder der letzte vor dem Unfall bezogene Lohn (Art. 15 Abs. 2 UVG).

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/21

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3.3  Entgegen den Ausführungen der Beschwerdegegnerin (vgl. Sachverhalt D.f.) 

bestanden auch für den vorliegend relevanten Zeitraum echtzeitliche 

Arbeitsfähigkeitsschätzungen. Dr. E.___ attestierte dem Beschwerdeführer unter 

anderem vom 12. Juli bis zum 19. September 2010 eine Arbeitsunfähigkeit von 20%. 

Am 22. Juli 2010 berichtete Dr. E.___, sie gehe davon aus, dass der Beschwerdeführer 

nach Anpassung einer Irisprintlinse wieder zu 100% arbeiten könne (UV-act. 31). Wie 

anlässlich der Verhandlung vom 17. Mai 2017 vom Beschwerdeführer vorgebracht und 

in vorstehender E. 2.1.1 ausgeführt, verwirklichte sich diese Prognose in der Folge 

jedoch nicht. Nach der Gewöhnungsphase an die Linse bis etwa Ende 2010 kam es zu 

einem gesundheitsbedingten Studiumsunterbruch von Januar bis September 2011 (IV-

act. 67, vgl. UV-act. 54). Am 22. März 2011 hatten die behandelnden Ärzte des 

Kantonsspitals St.Gallen berichtet, prinzipiell bestehe eine Reduktion der 

Arbeitsfähigkeit auf ca. 80% (UV-act. 68). Am 28. März 2012 berichtete Dr. I.___, dem 

Beschwerdeführer sei ein Arbeitspensum von 80% zuzumuten (IV-act. 60). Der 

Beschwerdeführer war folglich überwiegend wahrscheinlich auch im Zeitraum zwischen 

der Leistungseinstellung vom 1. September 2010 bis zum Rentenbeginn im März 2012 

zu 20% arbeitsunfähig.

3.4  Dass er während des Studienunterbruchs für kurze Zeit (Januar bis Mai 2011) für 

die Arbeitslosenversicherung als zu 100% vermittlungsfähig galt (IV-act. 68), ändert 

daran nichts, lag der Einschätzung der Arbeitslosenversicherung doch keine 

medizinische Arbeitsfähigkeitsschätzung zugrunde. Auch die darauf folgenden Monate, 

während welcher der Beschwerdeführer für die L.___ AG tätig war, liefern keinen 

Beweis für eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit. Wie anlässlich der Verhandlung 

erwähnt, war er dort dank persönlicher Vermittlung zwar zu einem Pensum von 100% 

angestellt, konnte jedoch in seinem Tempo arbeiten und die Arbeitszeit flexibel seinem 

gesundheitlichen Befinden anpassen. Es ist daher davon auszugehen, dass er auch in 

diesen Monaten wie medizinisch attestiert weiterhin zu ca. 20% eingeschränkt war und 

sich seine Arbeitsfähigkeit nicht vorübergehend verbesserte. Es ist nicht damit zu 

rechnen, dass eine Nachfrage beim Arbeitgeber diese Schlussfolgerung in Zweifel 

ziehen würde, zumal dieser nach der allgemeinen Lebenserfahrung die tatsächliche 

Leistungsfähigkeit bzw. eine relativ geringfügige Reduktion derselben vor dem 

Hintergrund des nur kurzen Arbeitseinsatzes des Beschwerdeführers und mangels 

Kenntnis seiner Leistungsfähigkeit im Validitätsfall kaum hinreichend zuverlässig 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/21

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beurteilen könnte. Ebenso ist von einer weiteren medizinischen Beurteilung abzusehen, 

da die Arbeitsunfähigkeit in den aktenkundigen Berichten mit wenigen (prognostischen) 

Ausnahmen stets auf 20% geschätzt wurde (vgl. E. 2.2.3 und E. 3.3) und rückwirkende 

medizinische Einschätzungen ohnehin schwierig vorzunehmen und daher 

erfahrungsgemäss beweisrechtlich zurückhaltend zu würdigen sind.

3.5  Der Beschwerdeführer hat damit vom 1. September 2010 bis 29. Februar 2012 

Anspruch auf Taggelder. Dass er in dieser Zeit teilweise vollzeitlich studierte, ändert 

daran nichts, zumal gemäss dem Wortlaut von Art. 16 Abs. 1 UVG die 

Arbeitsunfähigkeit an sich versichert ist. Dies gilt unabhängig davon, ob eine 

versicherte Person tatsächlich arbeitet oder wie vorliegend studiert. Zur Festsetzung 

und Ausrichtung der Taggeldleistungen ist die Sache an die Beschwerdegegnerin 

zurückzuweisen.

4.   

Anlässlich der Verhandlung vom 17. Mai 2017 brachte die Beschwerdegegnerin 

erstmals vor, es sei nicht erwiesen, dass der Beschwerdeführer bei seinem Unfall nicht 

selbst provoziert habe oder sich an einer Rauferei beteiligt habe, weshalb eine Kürzung 

der Geldleistungen zu prüfen sei (vgl. Sachverhalt D.c.).

4.1  Gemäss Art. 39 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 

832.20) kann der Bundesrat aussergewöhnliche Gefahren und Wagnisse bezeichnen, 

die in der Versicherung der Nichtberufsunfälle zur Verweigerung sämtlicher Leistungen 

oder zur Kürzung der Geldleistungen führen. Gestützt darauf erliess der Bundesrat die 

Art. 47 bis 52 der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202). Die 

Geldleistungen werden mindestens um die Hälfte gekürzt bei Nichtberufsunfällen, die 

sich ereignen bei Beteiligung an Raufereien und Schlägereien, es sei denn, der 

Versicherte sei als Unbeteiligter oder bei Hilfeleistungen für einen Wehrlosen durch die 

Streitenden verletzt worden oder bei Gefahren, denen sich der Versicherte dadurch 

aussetzt, dass er andere stark provoziert (Art. 49 Abs. 2 lit. a und b  UVV).

4.2  Laut Polizeirapport vom 22. Oktober 2009 hielt sich der Beschwerdeführer in der 

Unfallnacht mit zwei Kollegen in einem Club auf. Während des Aufenthalts habe er eine 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/21

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kleine verbale Auseinandersetzung mit einem Unbekannten gehabt. Nachdem der 

Vorfall geschlichtet gewesen sei und sich der Beschwerdeführer einige Zeit später auf 

den Nachhauseweg begeben habe, sei er plötzlich von hinten angerufen worden und 

habe sich umgedreht. In diesem Moment habe er, vermutlich vom selben 

Unbekannten, unvermittelt und mit voller Wucht einen Schlag ins Gesicht erhalten (UV-

act. 9). Aussagen gegenüber der Polizei ist zu entnehmen, dass der alkoholisierte 

Beschwerdeführer im Club Französisch gesprochen habe, was dem Unbekannten 

“nicht gepasst haben dürfte“. Nach Verlassen des Clubs habe es ein 

“Herumgeschubse“ zwischen dem Beschwerdeführer und zwei Unbekannten gegeben, 

worauf die Sicherheitskräfte des Clubs die Männer getrennt hätten (UV-act. 9). Daraus 

lassen sich keine Hinweise entnehmen, dass der Beschwerdeführer sich an einer 

Schlägerei beteiligt hätte. Das “Herumgeschubse“ lässt sich nicht dahingehend 

interpretieren, zumal Tätlichkeiten seitens des Beschwerdeführers nicht überwiegend 

wahrscheinlich nachgewiesen sind, die Situation durch die Sicherheitskräfte rasch 

geklärt werden konnte und die Körperverletzung in einem zeitlichen Abstand dazu 

erfolgte. Ebenfalls deutet nichts darauf hin, dass der Beschwerdeführer den bzw. die 

Unbekannten stark provoziert hätte. Die Geldleistungen (Rente und Taggelder) sind 

folglich ungekürzt auszurichten.

5.  

Weiter beantragt der Beschwerdeführer, die Beschwerdegegnerin sei bis auf weiteres 

zu verpflichten, den Ersatz der Irisprintlinse zu zahlen (act. G1).

5.1  Laut Art. 11 Abs. 1 UVG hat der Versicherte Anspruch auf die Hilfsmittel, die 

körperliche Schädigungen oder Funktionsausfälle ausgleichen. Nach Ziff. 7.02 der im 

Anhang zur Verordnung über die Abgabe von Hilfsmitteln durch die Unfallversicherung 

(HVUV; SR 832.205.12) stehenden Hilfsmittelliste (Art. 11 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 19 

UVV) zählen Kontaktlinsen zu den von der Unfallversicherung zu gewährenden 

Hilfsmitteln. Das Dahinfallen einer Leistung bei Fallabschluss ist in Art. 19 Abs. 1 Satz 2 

UVG nur für Heilbehandlung und Taggelder vorgesehen. Gemäss Rechtsprechung des 

Bundesgerichts (zur Publikation vorgesehenes Urteil vom 8. Mai 2017, 8C_527/2016 E. 

6.2) besteht aufgrund der gesetzlichen Systematik kein Anlass, diese Regelung auf 

weitere Leistungsansprüche auszudehnen. Bei Hilfsmitteln handelt es sich nicht um 

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Leistungen, die typischerweise bloss vorübergehenden Charakter haben, wie dies bei 

Heilbehandlung und Taggeld der Fall ist. Je nach Ursache ihrer Zusprache bleibt der 

Anspruch auf Hilfsmittel häufig langfristig bestehen und es kann immer wieder zu 

regelmässig oder auch nur sporadisch anfallenden Kosten kommen, für welche der 

Unfallversicherer einzustehen hat. Art. 6 Abs. 2 HVUV sieht denn auch vor, dass bei 

einem Hilfsmittel, muss es trotz sorgfältiger Verwendung repariert, angepasst oder 

erneuert werden, der Unfallversicherer die Kosten übernimmt, soweit nicht ein Dritter 

ersatzpflichtig ist. Das Bundesgericht entschied im erwähnten Urteil, der 

Unfallversicherer habe für die unfallbedingten Brillenanpassungen trotz Fallabschluss 

auch weiterhin aufzukommen. Soweit dem Urteil 8C_591/2013 vom 29. Oktober 2013 

etwas anderes sollte entnommen werden können, wäre daran nicht festzuhalten (Urteil 

vom 8. Mai 2017, 8C_527/2016 E. 6.3).

5.2  Vorliegend hat die Beschwerdegegnerin mit Schreiben vom 17. August 2010 

Kostengutsprache für die Irisprintlinsen erteilt (UV-act. 41). Auch im Dezember 2012 

und Oktober 2014 ist sie nochmals für die Irisprintlinsen aufgekommen. Dies gemäss 

ihrem Standpunkt “kulanterweise“, da sie der Ansicht war, sie sei nach dem 

Fallabschluss bzw. ab 13. Juli 2013 dafür nicht mehr leistungspflichtig (vgl. UV-act. 98). 

Das Sozialversicherungsrecht lässt jedoch keinen Raum für “Kulanzleistungen“. 

Vielmehr muss über den rechtmässigen Leistungsanspruch verfügt werden (vgl. 

Entscheid des Versicherungsgerichts St.Gallen vom 14. März 2016, IV 2011/345 E. 1). 

Vor dem Hintergrund der höchstrichterlichen Rechtsprechung (Urteil vom 8. Mai 2017, 

8C_527/2016) war die Beschwerdegegnerin allerdings gestützt auf Art. 11 UVG zum 

Ersatz der Irisprintlinsen verpflichtet.

5.3  Rechtsprechungsgemäss bildet das Datum des streitigen Einspracheentscheids 

die zeitliche Grenze der richterlichen Überprüfungsbefugnis (vgl. BGE 129 V 169 E. 1; 

UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 3. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2015, N 99 zu Art. 61). 

Allfällige Ansprüche auf eine Irisprintlinse nach dem angefochtenen 

Einspracheentscheid vom 26. März 2015 sind damit nicht Gegenstand des 

vorliegenden Verfahrens. Da die vor dem Einspracheentscheid angefallenen Kosten für 

die Irisprintlinsen von der Beschwerdegegnerin bereits am 17. August 2010 bzw. mit 

Verfügung vom 5. Dezember 2014 übernommen wurden, mangelt es dem 

Beschwerdeführer an einem Rechtsschutzinteresse, weshalb bezüglich Hilfsmittel nicht 

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auf die Beschwerde einzutreten ist (Art. 59 i.V.m. Art. 61 lit. b ATSG). Allfällige 

zukünftige Kostengutsprachegesuche wird die Beschwerdegegnerin gestützt auf Art. 

11 UVG zu prüfen haben.

6.   

Schliesslich beantragt der Beschwerdeführer bis auf weiteres die Zahlung der 

notwendigen jährlichen Behandlungen (act. G1). Dr. J.___ und die behandelnden Ärzte 

des Kantonsspitals St.Gallen empfahlen in verschiedenen Berichten jährliche 

augenärztliche Kontrollen (UV-act. 31, IV-act. 40, IV-act. 60, UV-act. 74). Bei diesen 

handelt es sich nicht um Heilbehandlungen im Sinn von Art. 10 UVG, denn damit soll 

nicht etwa ein Gesundheitsschaden verbessert oder ein stabiler Zustand erhalten (vgl. 

Art. 21 Abs. 1 lit. c UVG) werden. Vielmehr dienen die Jahreskontrollen dazu, allfällige 

gesundheitliche Veränderungen frühzeitig zu erkennen und gegebenenfalls rasch 

darauf reagieren zu können, also einer Verschlechterung vorzubeugen. Damit sind die 

Kontrollen nicht dem Behandlungsbegriff von Art. 10 UVG zuzuordnen. Hingegen kann 

ihnen der Charakter von Abklärungsmassnahmen zukommen. Dies ist der Fall, wenn 

sie im Kontext eines (zumindest impliziten) neuen Leistungsgesuchs zu sehen sind, 

damit den Untersuchungsgrundsatz gemäss Art. 43 Abs. 1 ATSG aktivieren und der 

Abklärung der Frage dienen, ob ein erhöhter oder neuer Leistungsanspruch durch 

Verschlechterung, Rückfall oder Spätfolge bestehen könnte. Insofern kommt eine 

pauschale Ablehnung der Übernahme künftiger Kontrolluntersuchungen (vgl. das 

Schreiben der Beschwerdegegnerin vom 5. Februar 2013, UV-act. 61) nicht in Betracht. 

Im vorliegenden Verfahren ist darauf jedoch nicht näher einzugehen. Die Akten liefern 

keine konkreten Hinweise darauf, dass im die gerichtliche Kontrolle beschlagenden 

Zeitraum durchgeführte Kontrolluntersuchungen nicht bezahlt worden wären und der 

Beschwerdeführer macht dies auch nicht geltend. Auf eine vorsorgliche Prüfung der 

Übernahme sämtlicher künftiger Kontrolluntersuchungen, die lediglich Feststellungs- 

und keinen Gestaltungscharakter hätte, hat er keinen Anspruch. Mangels Beschwer 

fehlt es ihm folglich an einem schützenswertem Interesse im Sinn von Art. 49 Abs. 2 

ATSG. Auf seinen Antrag auf Zahlung der jährlichen Kontrolluntersuchungen ist 

demgemäss nicht einzutreten (Art. 59 i.V.m. Art. 61 lit. b ATSG).

7.   

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 20/21

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7.1  Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist der Einspracheentscheid vom 26. März 

2015 insofern aufzuheben und die Beschwerde teilweise gutzuheissen, als dem 

Beschwerdeführer mit Wirkung ab 1. September 2010 bis 29. Februar 2012 Taggelder 

und mit Wirkung ab 1. März 2012 eine unbefristete Invalidenrente, jeweils 

entsprechend einem 20%igen Invaliditätsgrad, zuzusprechen sind. Zur Festsetzung 

und Ausrichtung der ungekürzten Geldleistungen ist die Sache an die 

Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Bezüglich Hilfsmittel und 

Kontrolluntersuchungen ist nicht auf die Beschwerde einzutreten.

7.2  Gerichtskosten sind gemäss Art. 61 lit. a ATSG keine zu erheben.

7.3  Da der Beschwerdeführer teilweise obsiegt, hat er einen reduzierten Anspruch auf 

eine Parteientschädigung. Diese wird vom Versicherungsgericht festgesetzt und ohne 

Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der 

Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art. 61 lit. g ATSG). Der Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers reichte am 17. Mai 2017 eine Kostennote über Fr. 3‘769.65 (inkl. 

Barauslagen und Mehrwertsteuer) ein (act. G24). Da der Beschwerdeführer nur 

teilweise obsiegt, ist die Parteientschädigung ermessensweise auf Fr. 3‘000.-- (inkl. 

Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu reduzieren.

Entscheid

1.   

In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird der Einspracheentscheid vom 26. März 

2015 aufgehoben.

2.   

Der Beschwerdeführer hat ab 1. März 2012 Anspruch auf eine Invalidenrente basierend 

auf einem Invaliditätsgrad von 20%. Zur Festsetzung und Ausrichtung der Rente wird 

die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen.

3.   

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 21/21

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Der Beschwerdeführer hat vom 1. September 2010 bis 29. Februar 2012 Anspruch auf 

Taggelder basierend auf einem Arbeitsunfähigkeitsgrad von 20%. Zur Festsetzung und 

Ausrichtung der Taggelder wird die Sache an die Beschwerdegegnerin 

zurückgewiesen.

4.   

Bezüglich Kostenübernahme für Hilfsmittel wird auf die Beschwerde nicht eingetreten.

5.   

Bezüglich Kostenübernahme für Kontrolluntersuchungen wird auf die Beschwerde 

nicht eingetreten.

6.   

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

7.   

Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung von Fr. 

3‘000.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 09.06.2017
	Art. 10 f. UVG. Art. 19 UVG. Festlegung des Zeitpunkts des Fallabschlusses. Bejahung eines Rentenanspruchs entsprechend einem 20%igen Invaliditätsgrad basierend auf einem Prozentvergleich. Bejahung des Taggeldanspruchs ab verfügter Einstellung bis zum Rentenbeginn, da der Beschwerdeführer in diesem Zeitraum in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt war. Nichteintreten mangels Rechtsschutzinteresses bezüglich Hilfsmittel und Kostenübernahme für Kontrolluntersuchungen, da die bis zum Einspracheentscheid entstandenen Kosten für die Irisprintlinsen und augenärztlichen Kontrollen von der Beschwerdegegnerin bereits übernommen worden waren (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 9. Juni 2017, UV 2015/25).Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 8C_536/2017.

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