# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5056f3c0-8e31-5393-833e-86eaff9bf4b8
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-12-06
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Schuldbetreibungs- und Konkurskammer 06.12.2023 105 2023 140
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_003_105-2023-140_2023-12-06.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 630, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00

www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

105 2023 140

Urteil vom 6. Dezember 2023 

Schuldbetreibungs- und Konkurskammer

Besetzung Präsidentin: Catherine Overney
Richter: Markus Ducret, Michel Favre
Gerichtsschreiberin-
Berichterstatterin: Frédérique Jungo

Parteien A.________, Beschwerdeführer

gegen

BETREIBUNGSAMT DES SEEBEZIRKS, Vorinstanz 

Gegenstand Nichtbekanntgabe einer Betreibung an Dritte (Art. 8a Abs. 3 Bst. d 
SchKG)

Beschwerde vom 10. November 2023 gegen die Verfügung des 
Betreibungsamtes vom 2. November 2023

Kantonsgericht KG
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Sachverhalt

A. Vertreten durch ihren Rechtsanwalt liess die B.________ dem Schuldner A.________ in der 
Betreibung Nr. ccc des Betreibungsamtes des Seebezirks am 18. Oktober 2022 einen 
Zahlungsbefehl für den Betrag von CHF 4'090.55, nebst Zins zu 5% seit dem 25. August 2022, 
zustellen. A.________ erhob umgehend Rechtsvorschlag gegen den ihm zugestellten 
Zahlungsbefehl.

B. Am 23. Oktober 2023 stellte A.________ ein Gesuch um Nichtbekanntgabe der Betreibung. 
Gleichentags wurde der Vertreter der Gläubigerin über dieses Gesuch informiert und ihm eine Frist 
von 20 Tagen angesetzt, um eine Erklärung einzureichen, ob ein Verfahren zur Beseitigung des 
Rechtsvorschlages eingeleitet worden sei.

Der Vertreter der Gläubigerin bestätigte am 26. Oktober 2023, dass am 19. Oktober 2023 ein 
Gesuch um Rechtsöffnung in der Betreibung Nr. ccc beim zuständigen Gericht eingereicht wurde. 
Er reichte als Beleg die Eröffnungsverfügung des Gerichtspräsidenten des Seebezirks vom 
24. Oktober 2023 ein. 

C. Gestützt darauf verfügte das Betreibungsamt am 2. November 2023 die Rückweisung des 
Gesuches um Nichtbekanntgabe der Betreibung Nr. ccc.

D. A.________ (nachfolgend: der Beschwerdeführer) erhob am 10. November 2023 Beschwerde 
gegen diese Verfügung. 

E. Mit Stellungnahme vom 20. November 2023 schloss das Betreibungsamt auf Abweisung der 
Beschwerde. 

Erwägungen

1.

1.1. Soweit nicht eine gerichtliche Klage vorgesehen ist, kann gegen jede Verfügung des Betrei-
bungsamtes mit Beschwerde an die Schuldbetreibungs- und Konkurskammer des Kantonsgerichts 
als Aufsichtsbehörde gelangt werden (Art. 17 Abs. 1 SchKG; Art. 13 SchKG i.V.m. Art. 5 des 
Ausführungsgesetzes zur Bundesgesetzgebung über Schuldbetreibung und Konkurs vom 
12. Februar 2015 [AGSchKG; SGF 28.1] sowie Art. 19 des Reglements für das Kantonsgericht 
betreffend seine Organisation und seine Arbeitsweise [RKG; SGF 131.11]). Die Beschwerde muss 
innert zehn Tagen ab dem Zeitpunkt, an dem der Beschwerdeführer von der Verfügung Kenntnis 
erhalten hat, erhoben werden (Art. 17 Abs. 2 SchKG).

1.2. Die Verfügung des Betreibungsamtes wurde dem Beschwerdeführer frühestens am 
3. November 2023 zugestellt, sodass die am 10. November 2023 beim Gerichtspräsidenten des 
Seebezirks eingereichte Beschwerde fristgerecht erfolgte (Art. 17 Abs. 2 SchKG). Auch ansonsten 
genügt die Beschwerde den gesetzlichen Anforderungen; es ist darauf einzutreten.

Kantonsgericht KG
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2.

Der Beschwerdeführer macht geltend, dass die in Betreibung gesetzte Forderung getilgt sei. Die 
Abweisung des Gesuches um Nichtbekanntgabe der Betreibung sei für ihn demnach nicht 
nachvollziehbar.

2.1. Gemäss Art. 8a Abs. 3 SchKG gibt das Betreibungsamt Dritten unter bestimmten 
Voraussetzungen keine Kenntnis von einer Betreibung (lit. a-d). Dies ist unter anderem der Fall, 
wenn der Schuldner nach Ablauf von drei Monaten seit der Zustellung des Zahlungsbefehls ein 
entsprechendes Gesuch gestellt hat, sofern der Gläubiger nach Ablauf einer vom Betreibungsamt 
angesetzten Frist von 20 Tagen den Nachweis nicht erbringt, dass rechtzeitig ein Verfahren zur 
Beseitigung des Rechtsvorschlags (Art. 79-84) eingeleitet wurde; wird dieser Nachweis nachträglich 
erbracht oder wird die Betreibung fortgesetzt, wird sie Dritten wieder zur Kenntnis gebracht (lit. d; 
eingefügt durch Ziff. I des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2016, in Kraft seit 1. Januar 2019; 
AS 2018 4583). Massgebend ist demnach, ob der Gläubiger innert dem gesetzten Zeitrahmen 
Anstalten getroffen hat, um die Begründetheit seiner Forderung darzutun, d.h. ein Verfahren zur 
Beseitigung des Rechtsvorschlages einleitet (BGE 147 III 41 E. 3.3.4, 3.4.2). Dies muss vor dem 
Hintergrund erfolgen, dass eine Betreibung ohne Nachweis des Bestandes einer Forderung 
eingeleitet werden und damit zu ungerechtfertigten Eintragungen im Betreibungsregister führen 
kann (BGE 141 III 68 E. 2.1). Keine Rolle spielt indessen, ob der Gläubiger z.B. mit seinem 
Rechtsöffnungsgesuch einen Erfolg erzielen konnte. War dies nicht der Fall, so kann der Schuldner 
die Bekanntgabe der Betreibung an einen Dritten nicht verhindern (BGE 147 III 41 E. 3.5).  

2.2. Vorliegend ist festzustellen, dass der Beschwerdeführer sein Gesuch um Nichtbekanntgabe 
zwar nach Ablauf von drei Monaten seit der Zustellung des Zahlungsbefehls gestellt hat. Aus den 
Akten ergibt sich jedoch, dass die Gläubigerin in der Zwischenzeit und innert Frist ein Verfahren um 
Beseitigung des Rechtsvorschlages gegen den Beschwerdeführer eingeleitet hat. Letzterer führt im 
Weiteren in seiner Beschwerde aus, dass er die Forderung in der Zwischenzeit getilgt habe, was als 
Anerkennung der Forderung gedeutet werden muss. Es handelt sich damit bei der Betreibung 
Nr. ccc offensichtlich nicht um eine ungerechtfertigte Betreibung. 

Die Tilgung der Forderung kann im Rahmen des Rechtsöffnungsverfahrens berücksichtigt werden 
wobei diese mit Urkunden zu belegen sein wird. . 

2.3.  Unter diesen Umständen ist die Verfügung des Betreibungsamtes vom 2. November 2023 
nicht zu beanstanden. Die Beschwerde ist demnach abzuweisen. 

3.

Das Verfahren ist kostenlos (Art. 20a Abs. 2 Ziff. 5 SchKG).

(Dispositiv auf nachfolgender Seite)

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.Die Kammer erkennt:

I. Die Beschwerde wird abgewiesen.

Die Verfügung des Betreibungsamtes vom 2. November 2023 betreffend Rückweisung der 
Anfrage um Nichtbekanntgabe einer Betreibung wird bestätigt. 

II. Es werden keine Kosten erhoben. 

III. Zustellung.

Dieses Urteil kann innert 10 Tagen nach seiner Eröffnung mit Beschwerde in Zivilsachen beim 
Bundesgericht angefochten werden. Das Beschwerderecht und die übrigen Zulässigkeits-
voraussetzungen sind in den Art. 72–77 und 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht 
vom 17. Juni 2005 (BGG) geregelt. Die begründete Beschwerdeschrift ist beim Bundesgericht, 1000 
Lausanne 14, einzureichen.

Freiburg, 6. Dezember 2023/mdu

Die Präsidentin Die Gerichtsschreiberin-Berichterstatterin