# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 35209632-fec4-559f-8f53-29030b78f440
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-11-25
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 25.11.2008 E-7264/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-7264-2008_2008-11-25.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-7264/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 5 .  N o v e m b e r  2 0 0 8

Einzelrichterin Regula Schenker Senn, 
mit Zustimmung von Richter Thomas Wespi;
Gerichtsschreiber Rudolf Raemy.

A._______,
Kongo (Kinshasa),
vertreten durch B._______,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 10. November 2008 / 
N_______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-7264/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge sein Heimatland 
am 12. Juli 2006 verliess, am 20. Juli 2006 illegal in die Schweiz ein-
reiste und am 25. Juli 2006 um Asyl nachsuchte,

dass er am 3. August 2006 vom BFM zu seinem Reiseweg und seinen 
Gesuchsgründen befragt wurde,

dass er am 26. September 2006 von der zuständigen kantonalen Be-
hörde zu seinen Asylgründen angehört wurde,

dass der Beschwerdeführer zur Begründung seines Asylgesuches im 
Wesentlichen  geltend  machte,  er  sei  seit  dem  Jahre  2001  einge-
schriebenes Mitglied der "Union pour la Democratie et le Progrès soci-
al" (UDPS) gewesen und habe die Funktion eines Verantwortlichen für 
Mobilisierungsaufgaben ausgeübt,

dass  er  am 23. April  2006 Flugblätter  der  UDPS für  einen Gedenk-
marsch verteilt  habe und dabei mit zwei weiteren Personen verhaftet 
und in ein Gefängnis abgeführt worden sei,

dass er dort in eine Zelle gesperrt und zusammengeschlagen worden 
sei, ohne befragt zu werden,

dass  am 12. Juli  2006  zwei  Kommandanten  auf  Gefangenenbesuch 
gewesen seien und der Beschwerdeführer festgestellt  habe, dass sie 
seinen Dialekt sprechen würden, worauf er diese angefleht habe, ihm 
zu helfen,

dass der  Beschwerdeführer von einem Kommandanten nach seinem 
Namen gefragt worden sei, unter anderem um festzustellen, ob sie von 
der gleichen Familie seien,

dass dieser  Kommandant  am Abend wieder  gekommen sei  und den 
Beschwerdeführer aus dem Gefängnis geführt habe,

dass der Kommandant dem Beschwerdeführer empfohlen habe, Kin-
shasa zu verlassen,  da im Dossier  des Beschwerdeführers vermerkt 
gewesen sei, dass er getötet werden solle,

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dass dieser Kommandant dem Beschwerdeführer 50 Dollar  gegeben 
habe und ihn mit dem Auto zu den Fischern am Fluss gebracht habe, 
wo er – der Kommandant – mit einem Fischer gesprochen und diesem 
Geld gegeben habe, damit er den Beschwerdeführer über den Fluss 
nach Brazzaville bringe,

sich sich der Beschwerdeführer aus Brazzaville bei seiner Familie ge-
meldet und seinen Cousin gebeten habe, ihm Geld zu bringen,

dass er schliesslich mit Hilfe seines Cousins und einer am Flughafen 
angestellten  Person,  welche  ihm  einen  Pass  verschafft  habe,  Braz-
zaville verlassen habe,

dass der Beschwerdeführer als Beweismittel eine "Attestation de perte 
des pièces d'identité" zu den Akten reichte,

dass das BFM mit Verfügung vom 10. November 2008 – eröffnet am 
13. November 2008 –  in Anwendung von  Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG 
auf das Asylgesuch nicht eintrat und die Wegweisung aus der Schweiz 
sowie den Vollzug - unter Ansetzung einer Ausreisefrist - anordnete,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 14. November 2008 ge-
gen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde er-
hob  und  dabei  beantragte,  es  sei  die  Verfügung  vom  10 November 
2008 aufzuheben und zur  materiellen Behandlung an die Vorinstanz 
zurückzuweisen,

dass ihm eine angemessene Nachfrist  zur Beschwerdeergänzung zu 
gewähren sei,

dass ihm die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren und ihm von 
Amtes wegen ein Rechtsvertreter beizuordnen sei,

dass eventualiter das Asylgesuch gutzuheissen und seine Flüchtlings-
eigenschaft anzuerkennen sei,

dass subeventualiter die Unzulässigkeit und Unzumutbarkeit des Voll-
zugs der Wegweisung festzustellen seien,

dass die vorinstanzlichen Akten am 18. November 2008 beim Bundes-
verwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

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dass am 19. November 2008 durch den am 15. November 2008 man-
datierten  Rechtsvertreter  des  Beschwerdeführers  ebenfalls  eine  Be-
schwerde gegen die  vorinstanzliche Verfügung  eingereicht  wurde,  in 
welcher beantragt wurde, dass die vorinstanzliche Verfügung aufzuhe-
ben und auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers einzutreten sei,

dass die Unzulässigkeit und Unzumutbarkeit des Vollzugs der Wegwei-
sung festzustellen seien,

dass von der Erhebung eines Kostenvorschusses abzusehen und ihm 
die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren sei,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31 - 34 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.119]),

dass der Beschwerdeführer legitimiert  ist,  weshalb auf  die  frist-  und 
formgerecht eingereichte Beschwerde - unter Vorbehalt nachfolgender 
Einschränkung  -  einzutreten  ist  (Art. 108  Abs. 2  AsylG  sowie  Art. 6 
AsylG i.V.m. Art. 48 und 52 VwVG),

dass mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht die Verletzung 
von Bundesrecht,  die unrichtige oder unvollständige Feststellung des 
rechtserheblichen  Sachverhalts  und  die  Unangemessenheit  gerügt 
werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass die Beurteilung von Beschwerden gegen Nichteintretensentschei-
de praxisgemäss auf die Überprüfung der Frage beschränkt ist, ob die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichtein-
tretensentscheid als unrechtmässig erachtet – einer selbständigen ma-
teriellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die 
Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Ent-
scheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskom-
mission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass mithin auf den Antrag, es sei das Asylgesuch gutzuheissen, im 
vorliegenden Verfahren nicht einzutreten ist,

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dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ge-
mäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen 
der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, 
soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. 
BVGE 2007/8 insb. E. 5.6.5 S. 90 f.),

dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfah-
ren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen 
Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozess-
gegenstand bildet (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung sowie deren Vollzugs 
materiell geprüft hat, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbe-
züglich volle Kognition zukommt,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung eines zweiten Richters entschie-
den wird  (Art. 111  Abs. 1  Bst. e  AsylG)  und  es  sich  vorliegend,  wie 
nachfolgend  aufgezeigt,  um  eine  solche  handelt,  weshalb  der  Be-
schwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 
AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel zu verzichten ist,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG),

dass diese Bestimmung keine Anwendung findet, wenn Asylsuchende 
glaubhaft  machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren Grün-
den nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), auf Grund der An-
hörung  sowie  gestützt  auf  Art. 3  und  7  AsylG  die  Flüchtlingseigen-
schaft  festgestellt  wird  (Art. 32  Abs. 3  Bst. b  AsylG)  oder  sich  auf 
Grund der Anhörung erweist, dass zusätzliche Abklärungen zur Fest-
stellung der Flüchtlingseigenschaft  oder eines Wegweisungsvollzugs-
hindernisses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass  die  Vorinstanz  zur  Begründung  der  angefochtenen  Verfügung 
festhielt,  der  Beschwerdeführer  habe  nach  der  Einreichung  seines 

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Asylgesuches innerhalb der gesetzlichen Frist  von 48 Stunden keine 
rechtsgenüglichen Reise- oder Identitätspapiere abgegeben,

dass es sich bei  der  eingereichten "Attestation  de perte  des  pièces 
d'identité" nicht um ein Reise- oder Identitätspapier im Sinne von Art. 1 
Bst. b und c  der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 über Verfah-
rensfragen (AsylV 1, SR 142.311) handle,

dass es sich dabei auch nicht um ein echtes Dokument handeln kön-
ne, zumal es sich dabei um ein Ersatzpapier handle, welches von den 
Behörden nach dem Verlust eines Identitätsausweises abgegeben wer-
de,  der  Beschwerdeführer  indessen  angegeben  habe,  nie  im  Besitz 
eines Identitätsausweises gewesen zu sein,

dass somit offensichtlich sei, dass der Beschwerdeführer seine Identi-
tät  mit  einem untauglichen Dokument  zu belegen versuche und den 
schweizerischen Asylbehörden authentische Reisepapiere vorenthalte, 
um die Umstände seiner Reise in die Schweiz zu verheimlichen,

dass keine entschuldbaren Gründe vorlägen, die es dem Beschwerde-
führer  verunmöglichten,  authentische  Reise-  oder  Identitätspapiere 
einzureichen,

dass  er  sodann  die  Flüchtlingseigenschaft  gemäss  Art. 3  und  Art. 7 
AsylG nicht  erfülle und zusätzliche Abklärungen zur Feststellung der 
Flüchtlingseigenschaft  oder  eines  Wegweisungsvollzugshindernisses 
aufgrund der Aktenlage nicht erforderlich seien,

dass die Vorbringen des Beschwerdeführers generell als realitätsfremd 
und demzufolge unglaubhaft einzustufen seien,

das insbesondere die geltend gemachten Umstände der Befreiung aus 
dem  Gefängnis  durch  einen  Kommandanten  nicht  geglaubt  werden 
könnten,

dass sich  ein Offizier  zudem hüten würde,  einem ihm unbekannten, 
angeblich zum Tode verurteilten Gefängnisinsassen zur Flucht zu ver-
helfen,

dass  nicht  glaubhaft  sei,  dass  der  Beschwerdeführer  mit  dem Tode 
hätte bestraft  werden sollen, habe er doch lediglich Flugblätter einer 

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legalen Oppositionspartei  verteilt  und sei  weder  einem Polizeiverhör 
unterzogen noch vor ein Gericht gebracht worden,

dass zudem auch seine stereotypen Berichte zum Gefängnis, dessen 
Namen er trotz dreimonatiger Haft nicht habe angeben können, nicht 
daran glauben liessen, dass er wirklich dort gewesen sei,

dass weiter die Schilderungen des Beschwerdeführers zur Reise und 
insbesondere deren Vorbereitung nicht geglaubt werden könnten, zu-
mal es fern jeglicher Realität erscheine, dass er nach seinem angebli-
chen Gefängnisaufenthalt innert kürzester Zeit und ohne jegliche Prob-
leme die aufwändige und kostspielige Reise nach Europa habe organi-
sieren (lassen) können,

dass der Beschwerdeführer in  seiner eigenhändig eingereichten Ein-
gabe vom 14. November 2008 rügt, ohne rechtliche Beratung und kla-
re Übersetzung des vorinstanzlichen Entscheides sei er innert der viel 
zu  kurzen Beschwerdefrist  nicht  in  der  Lage,  von seinem Recht  auf 
Beschwerde effektiv Gebrauch zu machen,

dass sich diese Rüge des Beschwerdeführers durch die Einreichung 
einer fristgerechten und rechtsgenüglichen eigenen Beschwerde einer-
seits und die fristgerechte Einreichung einer ebenfalls rechtsgenügli-
chen Beschwerde durch einen Rechtsvertreter andererseits als offen-
sichtlich unbegründet erweist,

dass  diesbezüglich  zudem  auf  die  nach  wie  vor  gültige  Rechtspre-
chung  der  Schweizerische  Asylrekurskommission  (ARK)  verwiesen 
werden kann (vgl. EMARK 2004 Nr. 25 E. 3c S. 165 ff),

dass daher der Antrag auf Gewährung einer angemessen Nachfrist für 
die Einreichung einer Beschwerdeergänzung abzuweisen ist,

dass sodann auch der Einwand des Beschwerdeführers, wonach das 
Verhalten des BFM, sein Verfahren nach einer Dauer von zwei Jahren 
mit  einem Nichteintretensentscheid  zu  erledigen,  "Treu und  Glaube" 
widerspreche, ins Leere stösst, zumal die Vorinstanz bei Erfüllen der 
gesetzlichen  Voraussetzungen  für  die  Ausfällung  eines  Nichteintre-
tensentscheids hierzu grundsätzlich auch nach Ablauf der  vorgesehe-
nen Entscheidungsfrist  von 20 Tagen nach Gesuchseinreichung ver-
pflichtet war (vgl. EMARK 2002 Nr. 15 E. 5d),

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dass der Beschwerdeführer weiter rügt, die Vorinstanz sei zu Unrecht 
auf sein Asylgesuch nicht eingetreten,

dass er entgegen der Ansicht der Vorinstanz ein offizielles Dokument 
abgegeben habe, welches belege, dass er nicht in der Lage sei, eine 
Identitätskarte  zu  beschaffen,  und  welches  zudem  seine  Identität 
nachweise,

dass die Situation in seinem Heimatland von der Vorinstanz falsch ein-
geschätzt worden sei und die geltend gemachten Vorbringen zu seiner 
Verfolgungssituation mit der dortigen Situation übereinstimmten,

dass Mitglieder der UDPS in Kinshasa vielfach verfolgt würden,

dass die Gefahr bestehe, dass sich die Kämpfe im Osten auf das gan-
ze Land ausbreiten könnten,

dass das BFM in der angefochtenen Verfügung ausführlich und - nach 
Prüfung  der  Akten  auch  aus  Sicht  des  Bundesverwaltungsgerichts  - 
überzeugend dargelegt hat, weshalb für das Nichteinreichen von Rei-
se- oder Identitätspapieren keine entschuldbaren Gründe vorliegen,

dass die Vorinstanz insbesondere zutreffend feststellte, dass die vom 
Beschwerdeführer  eingereichte  „Attestation  de  perte“ kein  rechtsge-
nügliches  Reise-  oder  Identitätspapier  darstellt  (vgl.  dazu  BVGE 
2007/7 E. 4-6),

dass zwar grundsätzlich ein behördlich ausgestellter Verlustnachweis 
für ein Identitätspapier ein taugliches Beweismittel zum Nachweis ei-
nes entschuldbaren Grundes für das Nichteinreichen von entsprechen-
den Reise- oder Identitätspapieren sein kann,

dass ein Verlustnachweis jedoch erst beim Verlust eines Identitätsdo-
kuments ausgestellt  wird, der Beschwerdeführer seinen Angaben zu-
folge jedoch nie eine Identitätskarte besessen habe (vgl. A 1 S. 3),

dass demzufolge die eingereichte „Attestation de perte“ hinsichtlich ih-
rer Echtheit erhebliche Zweifel erweckt und die Vorinstanz diesbezüg-
lich auch aus Sicht des Bundesverwaltungsgerichts überzeugend dar-
gelegt hat, weshalb für das Nichteinreichen von Reise- oder Identitäts-
papieren keine entschuldbaren Gründe vorliegen,

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dass  das  BFM  in  seinen  weiteren  Erwägungen  zu  Recht  erkannte, 
dass  die  Flüchtlingseigenschaft  offensichtlich  nicht  gegeben  ist  und 
aufgrund der  Akten keine Notwendigkeit  zur  Vornahme von weiteren 
Abklärungen  zur  Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft  oder  eines 
Wegweisungsvollzugshindernisses besteht (vgl. Art. 32 Abs. 3 Bstn. b 
und c AsylG),

dass  die  Vorbringen  des  Beschwerdeführers  zu  seiner  Inhaftierung, 
seiner  Befreiung,  der  angeblichen Gefährdung,  seinen Reiseumstän-
den  sowie  zu  seinen  Identitätsdokumenten  von  der  Vorinstanz  auf-
grund realitätsferner und stereotyper Aussagen zu Recht als konstru-
iert und deshalb unglaubhaft bezeichnet wurden,

dass angesichts der 12-jährigen Schulbildung des Beschwerdeführers, 
seiner  Ausbildung  als  Elektrotechniker,  seiner  Tätigkeit  als  Händler 
und Geldwechsler sowie als angeblicher Verantwortlicher für Mobilisie-
rungsaufgaben der UDPS nicht nachvollziehbar ist, dass er nicht in der 
Lage  war,  realitätsnahe  und  nachvollziehbare  Angaben  inbesondere 
zu seiner angeblichen Verhaftung und seiner Befreiung zu machen,

dass  der  Beschwerdeführer  den  Erwägungen  der  Vorinstanz  in  der 
Rechtsmitteleingabe nichts Stichhaltiges entgegen hält,  sondern sich 
mit einem blossen Verweis auf die allgemeine Situation und dem Hin-
weis, dass seine Vorbringen mit den tatsächlichen Vorkommnissen in 
seinem Heimatland übereinstimmten, begnügt, ohne sich indessen mit 
den Vorhalten in der angefochtenen Verfügung konkret auseinanderzu-
setzen,

dass zur Vermeidung von Wiederholungen auf die zutreffenden und zu 
bestätigenden Erwägungen der Vorinstanz in der angefochtenen Verfü-
gung verwiesen werden kann, welchen sich das Bundesverwaltungs-
gericht vollumfänglich anschliesst,

dass  die  Vorbringen  bezüglich  der  Verfolgung  und  der  Ausreise  die 
Voraussetzungen  zur  Anerkennung  als  Flüchtling  offensichtlich  nicht 
erfüllen und auch keine weiteren Abklärungen notwendig sind,

dass  das  BFM demnach  zu Recht  in  Anwendung von  Art. 32 Abs. 2 
Bst. a AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht einge-
treten ist,

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dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer sol-
chen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegwei-
sung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und dem-
nach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]),

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK,  SR 
0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
im Sinne von Art. 3 EMRK ersichtlich sind, die dem Beschwerdeführer 
im Heimat- oder Herkunftsstaat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

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dass weder die allgemeine Lage im Heimat- bzw. Herkunftsstaat des 
Beschwerdeführers  noch  individuelle  Gründe  auf  eine  konkrete  Ge-
fährdung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen, weshalb der Voll-
zug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist,

dass der junge, aus der Hauptstadt Kinshasa stammende Beschwer-
deführer eine zwölfjährige Schulbildung genoss, über eine abgeschlos-
sene Ausbildung als Radioelektriker verfügt und als Händler und Geld-
wechsler tätig gewesen ist (vgl. A 9 S. 6 f.),

dass die Hauptstadt Kinshasa im Westen des Landes liegt,  während 
der jüngst von Rebellen entfachte Konflikt sich im Osten, an der Gren-
ze zu Ruanda abspielt und entgegen den Ausführungen auf Beschwer-
deebene nicht davon auszugehen ist, der Konflikt werde sich auf das 
ganze Land ausdehnen,

dass somit die in EMARK 2004 Nr. 33 (insb. E. 8.3.) genannten und im 
Wesentlichen, auch unter Berücksichtigung der aktuellen Unruhen im 
Osten des Landes, nach wie vor Gültigkeit beanspruchenden Voraus-
setzungen,  die  Zumutbarkeit  eines  Wegweisungsvollzuges  des  Be-
schwerdeführers nicht tangieren,

dass  unter  den  gegebenen Umständen  nicht  davon auszugehen ist, 
der Beschwerdeführer gerate bei einer Rückkehr in eine Existenz be-
drohende Situation, die als konkrete Gefährdung im Sinne der zu be-
achtenden Bestimmung zu werten wäre (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass  der  Vollzug der  Wegweisung  des Beschwerdeführers in  seinen 
Heimatstaat  schliesslich  möglich  ist  (Art. 83  Abs. 2  AuG),  da  keine 
Vollzugshindernisse bestehen, und es ihm obliegt, bei der Beschaffung 
der erforderlichen Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist (Art. 83 Abs. 1-4 AuG) und auch diesbe-
züglich keine zusätzlichen Abklärungen notwendig sind,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletze,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststelle 
oder unangemessen sei (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, soweit darauf einzutreten ist,

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dass die Beschwerdebegehren gestützt auf die obenstehenden Erwä-
gungen als aussichtslos zu bezeichnen sind und die Gesuche um Ge-
währung der unentgeltlichen Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1 und 
2 VwVG abzuweisen sind,

dass das Gesuch um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschus-
ses  angesichts  des  vorliegenden  Entscheids  in  der  Hauptsache  ge-
genstandslos geworden ist,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 
173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 
VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2.
Die  Gesuche  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  und 
Rechtsverbeiständung werden abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (Einschreiben; Beilage: 
Einzahlungsschein)

- das BFM, Abteilung Aufenthalt und Rückkehrförderung, mit den Ak-
ten Ref.-Nr. N_______ (per Kurier; in Kopie)

- das C._______ (in Kopie)

Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber:

Regula Schenker Senn Rudolf Raemy

Versand:

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