# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 903b4182-3dc7-5ed0-aea0-325faafb296e
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-04-25
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 25.04.2014 200 2013 23
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2013-23_2014-04-25.pdf

## Full Text

Eine gegen dieses Urteil erhobene Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenhei-
ten hat das Bundesgericht am 10. Februar 2014 abgewiesen (8C_375/2014).

200 13 23 IV
FUR/ABE/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 25. April 2014

Verwaltungsrichterin Fuhrer, Kammerpräsidentin
Verwaltungsrichter Matti, Verwaltungsrichter Schütz
Gerichtsschreiberin Abenhaim

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________ 
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 27. November 2012

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. April 2014, IV/13/23, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1976 geborene A.________ (Versicherte resp. Beschwerdeführerin), 
Mutter von drei 1999, 2002 und 2003 geborenen Kindern, meldete sich am 
15. März 2005 unter Hinweis auf psychische Beschwerden bei der IV-Stelle 
Bern (IVB resp. Beschwerdegegnerin) zum Leistungsbezug an (Akten der 
IVB [act. II] 2). In der Folge holte die IVB medizinische und erwerbliche 
Unterlagen ein, veranlasste eine Haushaltsabklärung (act. II 11, 18) und 
liess die Versicherte psychiatrisch untersuchen (act. II 14, 16). Mit Verfü-
gung vom 24. November 2006 (act. II 22) wies sie das Leistungsbegehren 
mangels eines invalidisierenden Gesundheitsschadens ab. Die dagegen 
beim Verwaltungsgericht des Kantons Bern erhobene Beschwerde (act. II 
26/3) hiess dieses mit Urteil vom 2. Juli 2007, VGE IV 67594, gut (act. II 
30). Es hob die angefochtene Verfügung auf und wies die Sache zu weite-
ren medizinischen Abklärungen sowie allenfalls zur Durchführung einer 
neuen Haushaltsabklärung an die IVB zurück. 

B.

Daraufhin holte die IVB weitere Arztberichte ein (act. II 33 und 36) und liess 
ein erneutes psychiatrisches Gutachten erstellen (Expertise vom 6. Februar 
2009 [act. II 49]) sowie Ergänzungsfragen beantworten (act. II 50 f.). Nach 
durchgeführtem Vorbescheidverfahren (act. II 53 ff.) sprach die IVB der 
Versicherten mit Verfügung vom 25. März 2010 (act. II 68) eine halbe Inva-
lidenrente für die Zeit vom 1. Oktober 2004 bis zum 30. November 2005 zu. 
Die dagegen erhobene Beschwerde (act. II 72/3) hiess das Verwaltungsge-
richt mit Urteil vom 21. September 2010, VGE IV/2010/560 (act. II 76), gut. 
Es hob die angefochtene Verfügung auf und wies die Sache zur Vornahme 
einer psychiatrischen Begutachtung sowie allenfalls zur Durchführung einer 
neuen Haushaltsabklärung an die IVB zurück (act. II 76/18). 

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C.

In der Folge liess die IVB erneut ein psychiatrisches Gutachten (Expertise 
vom 20. Juli 2011 [act. II 103]) sowie einen neuen Haushaltsabklärungsbe-
richt (act. II 104) erstellen. Alsdann holte sie bei ihrem Regionalen Ärztli-
chen Dienst (RAD) eine Stellungnahme (act. II 105) ein. Mit Vorbescheid 
vom 13. März 2012 (act. II 106) stellte die IVB der Versicherten die Zuspre-
chung einer vom 1. Oktober 2004 bis 31. Mai 2008 befristeten ganzen Ren-
te in Aussicht. Die Versicherte erhob am 30. April 2012 (act. II 109) Ein-
wand und gab Berichte des Psychiatrischen Dienstes C.________ (act. II 
109/10) sowie ihrer behandelnden Psychologin (act. II 111) zu den Akten. 
Am 27. November 2012 verfügte die IVB wie vorbescheidweise angekün-
digt (act. II 122/2). 

D. 

Hiergegen erhob die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt 
B.________, mit Eingabe vom 11. Januar 2013 Beschwerde mit folgenden 
Rechtsbegehren:

1. Die Verfügung der IV-Stelle Bern vom 27. November 2012 sei insoweit aufzu-
heben, als der Beschwerdeführerin lediglich für den Zeitraum vom 1. Oktober 
2004 bis am 31. Mai 2008 eine befristete ganze IV-Rente ausgerichtet wird. 

2. Die Beschwerdegegnerin sei zu verurteilen, der Beschwerdeführerin auch für 
die Zeit nach dem 31. Mai 2008 eine ganze und unbefristete IV-Rente auszu-
richten. 

3. Eventuell: Die Akten seien an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit 
sie nach erfolgten zusätzlichen medizinischen Abklärungen über den Leis-
tungsanspruch der Beschwerdeführerin neu verfüge.

4. Es sei der Beschwerdeführerin für das vorliegende Verfahren das Recht zur 
unentgeltlichen Rechtspflege, unter Beiordnung des Unterzeichnenden als amt-
licher Anwalt, zu erteilen.

Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen 

Die Beschwerdegegnerin verzichtete mit Eingabe vom 12. Februar 2013 
auf eine Beschwerdeantwort, verwies auf die Verfügung vom 27. November 
2012 und beantragte die Abweisung der Beschwerde.

Mit verfahrensleitender Verfügung vom 27. November 2013 informierte die 
Instruktionsrichterin die Beschwerdeführerin darüber, dass sie die diagnos-

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tizierten gemischten dissoziativen Störungen gemäss der Rechtsprechung, 
wonach alle pathogenetisch-ätiologisch unklaren syndromalen Beschwer-
debilder ohne nachweisbare organische Grundlage den sozialversiche-
rungsrechtlichen Anforderungen analog zur Schmerzrechtsprechung zu 
unterstellen sind, zu prüfen gedenke. Da die Puerperalpsychose nur bis 
Oktober 2004 diagnostiziert worden sei, bestehe die Möglichkeit einer re-
formatio in peius im Urteilsfall. Die Beschwerdeführerin erhielt Gelegenheit 
zur Stellungnahme bzw. mit einem Rückzug der Beschwerde einer 
Schlechterstellung zu entgehen. 

Am 30. Januar 2014 teilte die Beschwerdeführerin mit, dass sie an der Be-
schwerde festhalte. Sie machte geltend, die diagnostizierten dissoziativen 
Krampfanfälle (ICD-10: F44.5) und dissoziativen Störungen (Konversions-
störungen) gemischt (ICD-10: F44.7) seien vom Bundesgericht nie zu den 
pathogenetisch-ätiologisch unklaren syndromalen Beschwerdebildern ge-
zählt worden. Die Schmerzrechtsprechung sei vorliegend nicht anwendbar. 
Selbst wenn diese anwendbar wäre, liege eine psychische Komorbidität 
von erheblicher Schwere, Ausprägung und Dauer vor, so dass die gesund-
heitliche Beeinträchtigung und deren Folgen nicht mit einer zumutbaren 
Willensanstrengung überwindbar wären.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-

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gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversi-
cherung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 
vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten. 

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 27. November 2012 
(act. II 122/2). In anfechtungs- und streitgegenständlicher Hinsicht liegt ein 
Rechtsverhältnis vor, wenn rückwirkend eine abgestufte und/oder befristete 
Invalidenrente zugesprochen wird. Wird nur die Abstufung oder die Befris-
tung der Leistungen angefochten, wird damit die richterliche Überprüfungs-
befugnis nicht in dem Sinne eingeschränkt, dass die unbestritten gebliebe-
nen Rentenbezugszeiten von der richterlichen Prüfung ausgenommen blie-
ben (BGE 125 V 413; AHI 2001 S. 278 E. 1a). Folglich ist vorliegend der 
generelle Anspruch auf eine unbefristete Rente zu prüfen. 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). In Streitigkei-
ten, die weder von grundsätzlicher Bedeutung noch von grosser Tragweite 
sind, können sie auf dem Zirkulationsweg auch Mehrheitsbeschlüsse fas-
sen (Art. 56 Abs. 5 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Regelungen sind in 
zeitlicher Hinsicht grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgeblich, die 
bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führen-
den Tatbestandes Geltung haben (BGE 132 V 215 E. 3.1.1 S. 220). Bei der 

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Prüfung eines Anspruchs auf eine Rente der Invalidenversicherung, der 
allenfalls schon vor dem Inkrafttreten der 5. IV-Revision am 1. Januar 2008 
entstanden ist, ist gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln 
der Rentenanspruch für die Zeit bis zum 31. Dezember 2007 aufgrund der 
bisherigen (nachfolgend aArt.) und ab diesem Zeitpunkt nach den neuen 
Normen zu prüfen. Die 5. IV-Revision brachte für die Invaliditätsbemessung 
keine substanziellen Änderungen gegenüber der bis zum 31. Dezember 
2007 gültig gewesenen Rechtslage, so dass die zur altrechtlichen Rege-
lung ergangene Rechtsprechung weiterhin massgebend ist (Entscheid des 
Bundesgerichts [BGer] vom 28. August 2008, 8C_373/2008, E. 2.1). 

2.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG; Art. 4 
Abs. 1 IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körper-
lichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zu-
mutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise 
Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausge-
glichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG resp. aArt. 7 ATSG).

2.3 Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens, so auch 
einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung, setzt zunächst eine 
fachärztlich (psychiatrisch) gestellte Diagnose nach einem wissenschaftlich 
anerkannten Klassifikationssystem voraus (BGE 136 V 279 E. 3.2.1 
S. 282). Wie jede andere psychische Beeinträchtigung begründet indes 
auch eine diagnostizierte anhaltende somatoforme Schmerzstörung als 
solche noch keine Invalidität. Vielmehr besteht eine Vermutung, dass die 
somatoforme Schmerzstörung oder ihre Folgen mit einer zumutbaren Wil-
lensanstrengung überwindbar sind. Bestimmte Umstände, welche die 
Schmerzbewältigung intensiv und konstant behindern, können den Wieder-
einstieg in den Arbeitsprozess unzumutbar machen, weil die versicherte 
Person alsdann nicht über die für den Umgang mit den Schmerzen not-
wendigen Ressourcen verfügt. Ob ein solcher Ausnahmefall vorliegt, ent-
scheidet sich im Einzelfall anhand verschiedener Kriterien. Im Vordergrund 
steht die Feststellung einer psychischen Komorbidität von erheblicher 
Schwere, Ausprägung und Dauer. Massgebend sein können auch weitere 
Faktoren, so: chronische körperliche Begleiterkrankungen; ein mehrjähri-

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ger, chronifizierter Krankheitsverlauf mit unveränderter oder progredienter 
Symptomatik ohne länger dauernde Rückbildung; ein sozialer Rückzug in 
allen Belangen des Lebens; ein verfestigter, therapeutisch nicht mehr be-
einflussbarer innerseelischer Verlauf einer an sich missglückten, psychisch 
aber entlastenden Konfliktbewältigung (primärer Krankheitsgewinn; "Flucht 
in die Krankheit"); das Scheitern einer konsequent durchgeführten ambu-
lanten oder stationären Behandlung (auch mit unterschiedlichem therapeu-
tischem Ansatz) trotz kooperativer Haltung der versicherten Person. Je 
mehr dieser Kriterien zutreffen und je ausgeprägter sich die entsprechen-
den Befunde darstellen, desto eher sind – ausnahmsweise – die Voraus-
setzungen für eine zumutbare Willensanstrengung zu verneinen (BGE 137 
V 64 E. 4.1 S. 67, 136 V 279 E. 3.2.1 S. 282, 131 V 49 E. 1.2 S. 50, 130 V 
352 E. 2.2.3 S. 354). 

2.4 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG resp. aArt. 28 Abs. 1 IVG besteht der 
Anspruch auf eine ganze Rente, wenn die versicherte Person mindestens 
70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60% invalid 
ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50% besteht Anspruch auf 
eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein 
solcher auf eine Viertelsrente.

2.5 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 132 V 93 E. 4 S. 99). 

2.6 Bei rückwirkender Zusprechung einer abgestuften oder befristeten 
IV-Rente sind die für die Rentenrevision geltenden Bestimmungen analog 
anzuwenden (BGE 109 V 125 E. 4a S. 127; AHI 1998 S. 121 E. 1b).

2.6.1 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines 
Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf 

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Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufge-
hoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentli-
che Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den In-
validitätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen (BGE 134 V 
131 E. 3 S. 132). 

2.6.2 Bei einer Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder der Fähigkeit, 
sich im Aufgabenbereich zu betätigen, ist die anspruchsbeeinflussende 
Änderung für die Herabsetzung oder Aufhebung der Leistung von dem 
Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in dem angenommen werden kann, dass 
sie voraussichtlich längere Zeit dauern wird. Sie ist in jedem Fall zu 
berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Mona-
te angedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird (Art. 88a 
Abs. 1 der Verordnung über die Invalidenversicherung vom 17. Januar 
1961 [IVV; SR 831.201]). 

2.6.3 Wird rückwirkend eine abgestufte oder befristete Rente 
zugesprochen, sind einerseits der Zeitpunkt des Rentenbeginns und 
anderseits der in Anwendung der Dreimonatsfrist von Art. 88a Abs. 1 IVV 
festzusetzende Zeitpunkt der Rentenherabsetzung oder -aufhebung die 
massgebenden Vergleichszeitpunkte (Entscheid des BGer vom 16. Juni 
2009, 8C_87/2009, E. 2.2).

3.

3.1 Die nach dem Rückweisungsentscheid vom 21. September 2010 
(VGE IV/2010/560 [act. II 76]) getätigten Abklärungen haben im Wesentli-
chen das Folgende ergeben: 

3.1.1 Im psychiatrischen Gutachten vom 20. Juli 2011 (act. II 103) dia-
gnostizierten die Dres. med. D.________, Fachärztin für Psychiatrie und 
Psychotherapie FMH, und E.________, …, schwere psychische und Ver-
haltensstörungen im Wochenbett, andernorts nicht klassifiziert (ICD-10: 
F53.1; diese Diagnose könne 12 Monate nach der Geburt nicht mehr 
berücksichtigt werden), dissoziative Krampfanfälle (ICD-10: F44.5) sowie 
aktuell dissoziative Störungen (Konversionsstörungen), gemischt (ICD-10: 

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F44.7) mit Zügen einer abhängigen Persönlichkeit (S. 8). Die Beschwerde-
führerin leide nicht unter nennenswerten körperlichen oder eindeutigen 
psychischen Einschränkungen. Es handle sich eher um psychische Be-
schwerden in Form von gemischten dissoziativen Störungen (Konversions-
störungen) die sich, zuerst täglich, später zwei bis drei Mal pro Woche, 
manifestierten. Mit den Zügen einer abhängigen Persönlichkeit führe dies 
zu einer mangelnden Integration in sozialer und beruflicher Hinsicht; ein 
Unabhängigkeitsverlust, auch im Familienleben, sei feststellbar (S. 11). Die 
dissoziativen Zustände seien möglicherweise durch die dritte Geburt, wel-
che als traumatisch erlebt worden sei, ausgelöst worden. Die Diagnose 
einer posttraumatischen Störung könne jedoch nicht gestellt werden, da die 
diagnostischen Voraussetzungen nicht erfüllt seien (S. 9). Ab Beginn der 
Erkrankung (17. Oktober 2003) habe die Explorandin nicht wie vorgesehen 
die Tätigkeit als … aufnehmen können und es sei ihr auch nicht möglich 
gewesen, sich um ihre eigenen Kinder zu kümmern (S. 11). Es sei eine 
volle Arbeitsunfähigkeit von 2003 bis 2005 und danach von 80-90% bis 
2008 attestiert worden. Aufgrund der Verbesserungen der psychiatrischen 
Symptome könne seit 2008 von einer 50%igen Arbeitsunfähigkeit ausge-
gangen werden. Diese Arbeitsunfähigkeit sei auf die dissoziativen Zustän-
de zurückzuführen, die durch die Explorandin nur teilweise kontrollierbar 
seien. Die Arbeitsfähigkeit könne mit psychiatrischer und psychologischer 
Therapie und medikamentöser Behandlung weiter verbessert werden. Die 
dissoziativen Störungen könnten immer seltener werden, denn durch die 
therapeutischen Massnahmen solle die Beschwerdeführerin lernen damit 
umzugehen, ohne dabei von der Familie und nahestehenden Personen 
begleitet zu werden. Es sei schwierig zu beurteilen, inwiefern sie eine Ver-
weistätigkeit ausüben könne. Allenfalls könne ein Praktikum in einem ge-
schützten Rahmen die Restkapazität in einem gut strukturierten Umfeld, 
welches weder eine Selbständigkeit noch einen Eigenantrieb der Be-
schwerdeführerin erfordere, zeigen. Aufgrund der psychischen und psycho-
logischen Beschwerden könne die Beschwerdeführerin nicht mit … arbei-
ten, sie habe aber keine Einschränkungen in körperlicher Hinsicht (S. 12). 
Das vorgeschlagene Praktikum könne mit drei bis vier Stunden pro Tag 
begonnen werden, die Leistungsfähigkeit betrage 50% (S. 13). 

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3.1.2 Die RAD-Ärztin Dr. med. F.________, Fachärztin für Psychiatrie 
und Psychotherapie, bestätigte im Bericht vom 8. Februar 2012 (act. II 
105/2) die Diagnose der schweren psychischen und Verhaltensstörungen 
im Wochenbett, andernorts nicht klassifiziert (ICD-10: F53.1) die mit der 
Geburt des dritten Kindes im Jahr 2003 begonnen habe. Es handle sich um 
einen Verlauf, wo die Mutter seither nicht mehr psychiatrisch gesund ge-
worden sei und als Folgestörung dissoziative Sensibilitäts- und Empfin-
dungsstörungen (ICD-10: F44.5) vorlägen. Es könne daraus mit einer 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit eine Arbeitsunfähigkeit von 80 bis 
100% seit 2003 (Geburt) durchgehend bis 2008 abgeleitet werden. 

3.1.3 Am 27. April 2012 (act. II 109/10) legte Dr. med. G.________, 
Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, Psychiatrische Diens-
te C.________, dar, mit Ausnahme der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit 
stimmten die Befunde und auch die diagnostische Einschätzung im psych-
iatrischen Gutachten vom 20. Juli 2011 im Wesentlichen mit ihren eigenen 
Erhebungen überein. Die Antworten der Gutachterinnen auf die Fragen zur 
Leistungs- und Arbeitsfähigkeit seien teilweise sehr widersprüchlich. Es sei 
nicht klar, wie die zum grossen Teil sehr differenzierten Beurteilungen der 
Gutachterinnen in eine 50%ige Arbeitsfähigkeit auf dem freien Arbeitsmarkt 
„übersetzt“ werden könnten. Die Feststellungen im Abklärungsbericht vom 
29. Dezember 2011 stimmten weitgehend mit den Beobachtungen während 
der Konsultationen und den Angaben der Beschwerdeführerin überein. 
Jedoch sei die Beurteilung der möglichen Haushaltstätigkeit in Prozent 
nicht nachvollziehbar. Die Arbeits- und Leistungsfähigkeit betrage seit ca. 
einem Jahr konstant 20 bis 30%.

3.1.4 Die behandelnde Psychotherapeutin, lic. phil. H.________, Fach-
psychologin für Psychotherapie FSP, führte am 30. April 2012 (act. II 111) 
aus, die Situation der Beschwerdeführerin habe sich zwar um einiges ver-
bessert, sei jedoch nicht stabil. Regelmässige Trübungen des Bewusst-
seins kämen bei Auslösern der traumatischen Erinnerungen (z.B. schwan-
gere Frauen) fast täglich vor. Sie leide nicht nur unter einer posttraumati-
schen Belastungsstörung (ICD-10: F43.1), sondern ebenfalls unter den weit 
verheerenderen Auswirkungen der dissoziativen Störungen (ICD-10: 
F44.5). Aus dem ganzen Therapieverlauf sei ersichtlich, dass die Proble-

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matik trotz Fortschritten bestehen bleibe. Das traumatische Erlebnis liege 
zwar schon bald neun Jahre zurück, dennoch träten nach wie vor erhebli-
che Symptome auf. Die Prognose sei eher negativ und es könne wohl nicht 
mehr mit einer vollständigen Heilung gerechnet werden, höchstens mit ei-
ner ständigen aber sehr langsamen Verbesserung der Symptomatik. 

3.1.5 Im Bericht vom 9. Januar 2013 (Beschwerdebeilage [act. I] 5) hielt 
Dr. med. G.________ fest, dass die Beschwerdeführerin weitere Fortschrit-
te gemacht habe, indem sie sich einerseits mit Auswirkungen ihrer Erkran-
kung auseinander setzen könne, den Familienalltag und insbesondere ihre 
Kinder und deren Sorgen besser auszuhalten vermöge und auch immer 
wieder im Haushalt kleine Tätigkeit übernehmen könne. Trotz dieses wei-
terhin positiven Behandlungsverlaufs sei sie aus psychiatrischer Sicht aber 
weiterhin 80 bis 100% arbeitsunfähig, wobei dies sowohl jegliche Tätigkeit 
auf dem freien Arbeitsmarkt wie auch im Haushaltsbereich betreffe. 

3.1.6 Lic. phil. H.________ führte am 10. Januar 2013 (act. I 6) aus, die 
Situation verbessere sich nur sehr langsam. Eine Arbeitstätigkeit, auch 
Teilzeit, sei bisher nie nur annähernd möglich gewesen, ja habe fast ge-
fährlichen Charakter: Zum einen für die Beschwerdeführerin selbst, da sie 
sich nur sehr schlecht kontrollieren und integrieren könne, zum anderen 
aber auch für Personen, die mit ihr zusammenarbeiten würden oder für sie 
als Vorgesetzte Verantwortung übernehmen müssten. Im Umgang mit 
Menschen, die mit ihrer Situation nicht vertraut seien, bestehe die Gefahr, 
dass dissoziative Schübe „getriggert“ würden. 

3.1.7 Am 28. Januar 2014 (act. I 9) legte Dr. med. G.________ dar, die 
Beschwerdeführerin habe infolge der Geburt ihres dritten Kindes eine 
schwere posttraumatische Belastungsstörung erlitten. Sie habe sich seither 
andauernd in einem anderen psychischen Zustand befunden. Vielfach sei-
en dies dissoziative Zustände oder vermeidendes Verhalten gewesen, um 
nicht an die traumatische Geburt erinnert zu werden und zu dissoziieren. 
Dabei seien immer wieder multiple psychische Symptome aufgetreten wie 
z.B. depressive Stimmungen mit ausgeprägter Suizidalität, Ängsten, Stim-
menhören, Depersonalisationserleben oder selbstschädigendes Verhalten. 
Bei den im Gutachten diagnostizierten dissoziativen Störungen, gemischt 
(ICD-10: F44.7) handle es sich in erster Linie um psychische Funktions-

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störungen; wodurch z.B. Reaktionsweisen, Ängste und allenfalls andere 
Gefühle nicht willentlich kontrolliert werden könnten. Die dissoziativen 
Störungen der psychischen Funktionen hätten bei der Beschwerdeführerin 
ein Ausmass erreicht, dass sie die Alltagsangelegenheiten über Jahre hin-
weg nicht mehr habe bewältigen können. Begleitend seien wiederholt de-
pressive Krisen mit hochgradiger Suizidalität aufgetreten. Trotz der Schwe-
re ihrer Störung sei es bei der Beschwerdeführerin dank ihrer guten Koope-
ration über die Jahre zu einer wenn auch langsamen, so doch stetigen 
Besserung gekommen. Bei Fortführung einer adäquaten Therapie sei da-
von auszugehen, dass sie ihre Arbeitsfähigkeit wieder erlangen werde. 

3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 125 V 351 E. 3a S. 352). 

3.3 Das psychiatrische Gutachten der Dres. med. D.________ und 
E.________ vom 20. Juli 2011 (act. II 103) erfüllt die Anforderungen der 
Rechtsprechung an Expertisen (E. 3.2 hiervor): Die Diagnosen und deren 
Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit sind nachvollziehbar begründet und 
leuchten ein. Das Gutachten beruht auf einlässlichen Untersuchungen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. April 2014, IV/13/23, Seite 13

während eines (wie in VGE IV/2010/560 empfohlen) stationären Klinikauf-
enthalts; aufgrund der stationären Begutachtung über drei Wochen hinweg 
konnte nicht nur der Psychopathologie sondern auch den funktionellen 
Auswirkungen hinreichend Rechnung getragen werden. Ferner haben sich 
die Gutachterinnen sowohl mit den Berichten der behandelnden Ärzte aus-
einandergesetzt als auch die beklagten Beschwerden berücksichtigt.

Was die geschilderten Verbesserungen in psychiatrischer Hinsicht seit 
2008 (act. II 103/12) anbelangt, ist festzustellen, dass sich dies mit dem am 
7. Januar 2009 von der behandelnden Psychologin lic. phil. H.________ 
(act. II 49/30) gezeichneten Bild deckt, wonach sich der Gesundheitszu-
stand der Beschwerdeführerin seit sechs Monaten wesentlich verbessert 
habe. Ferner erhellt auch aus den übrigen Akten (act. II 111/2; act. I 5 f., 9 
Ziff. 3), dass sich die Situation langsam verbessert habe resp. verbessere.

3.3.1 Die in der psychiatrischen Expertise genannten Diagnosen (act. II 
103/8) werden sowohl von der behandelnden Psychiaterin (act. 109/10) als 
auch von der RAD-Psychiaterin (act. II 105) weitgehend bestätigt. Die Er-
klärung der Gutachterinnen, dass aufgrund fehlender typischer Merkmale 
(belastendes Ereignis katastrophenmässigen Ausmasses, wiederholtes 
Erleben des Traumas in sich aufdrängenden Erinnerungen [Nachhallerin-
nerungen, flashbacks], oder in Träumen, vor dem Hintergrund eines an-
dauernden Gefühls von Betäubtsein und emotionaler Stumpfheit, Gleich-
gültigkeit gegenüber anderen Menschen, Teilnahmslosigkeit der Umge-
bung gegenüber, Vermeidung von Situationen, die eine Erinnerung an das 
Trauma wachrufen könnten [DILLING/MOMBOUR/SCHMIDT {Hrsg.}, Internati-
onale Klassifikation psychischer Störungen, ICD-10 Kapitel V {F}, Klinisch-
diagnostische Leitlinien, 8. Aufl. 2011, S. 207 f.]) die Diagnose einer post-
traumatischen Belastungsstörung durch/nach Geburt nicht zu stellen ist 
(act. II 103/9), überzeugt. Daran ändert nichts, dass Dr. med. G.________ 
im Antwortschreiben an den Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin vom 
28. Januar 2014 ausführte, Letztere habe „vermeidendes Verhalten“ ge-
zeigt, „um nicht an die traumatische Geburt erinnert zu werden“ (act. I 9). 
Abgesehen davon, dass dies erstmals während des Beschwerdeverfahrens 
vorgetragen wurde, mithin als nachgeschoben gilt, legte Dr. med. 
G.________ nicht dar, inwiefern sich das angebliche Vermeiden von ent-

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sprechenden Situationen manifestiert haben soll. Sodann bestätigte die 
RAD-Ärztin Dr. med. F.________, die das Gutachten insbesondere aus 
versicherungsmedizinischer Sicht analysierte, dass es sich beim Störungs-
bild der Beschwerdeführerin nicht um eine posttraumatische Belastungs-
störung durch/nach Geburt handle (act. II 105). Zudem wurde bereits in 
dem die Beschwerdeführerin betreffenden VGE IV/2010/560, E. 4.3, darauf 
hingewiesen, dass gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung ein bezüg-
lich der Definition des Traumas subjektiver Ansatz, von welchem die be-
handelnde Psychiaterin ausgeht, nicht massgebend ist (act. II 76/17). Dar-
an hat sich seither nichts geändert. 

3.3.2 Soweit in der Beschwerde (Art. 2) geltend gemacht wird, den Gut-
achterinnen hätten die Stellungnahmen von Dr. med. G.________ vom 10. 
Mai 2010 (act. II 72/49) und lic. phil. H.________ vom 7. Mai 2010 (act. II 
72/45), welche der Beschwerde vom 11. Mai 2010 beigelegen hätten, nicht 
zur Verfügung gestanden und damit nicht sämtliche relevanten Akten vor-
gelegen, weshalb nicht auf das Gutachten abgestellt werden könne, ist 
Folgendes festzuhalten: Bei psychischen Störungen sind Fremdanamne-
sen bzw. Auskünfte (schriftlich und mündlich) der behandelnden Ärzte resp. 
Therapierenden zwar häufig wünschenswert, jedoch nicht zwingend erfor-
derlich (Entscheide des BGer vom 5. Januar 2012, 8C_639/2011, E. 4.3.2 
und vom 21. September 2010, 9C_482/2010, E. 4.1). Deren Notwendigkeit 
ist im Einzelfall in erster Linie eine Frage des medizinischen Ermessens. In 
VGE IV/2010/560, E. 4.3, wurde erwogen, auf die beiden genannten Be-
richte sei nicht abzustellen, da eine subjektive Einschätzung bezüglich des 
für die Diagnose einer posttraumatischen Belastungsstörung vorausgesetz-
ten „traumatischen“ Erlebnisses für die Frage des Anspruchs auf Leistun-
gen der Invalidenversicherung nicht massgebend sein könne (vgl. E. 3.3.1 
hiervor). Gleiches gilt für den Bericht von Dr. med. G.________ vom 
18. Mai 2009 (act. II 56/7 [act. II 76/18]). Letztgenannter Bericht war den 
Gutachterinnen ebenso bekannt (vgl. act. II 103/1) wie derjenige von lic. 
phil. H.________ vom 15. Mai 2009 (act. II 56/12). Zudem änderte Dr. med. 
G.________ ihre Meinung insoweit, als sie in der Stellungnahme vom 
27. April 2012 (act. II 109/10) den diagnostischen Einschätzungen des 
schlüssigen Gutachtens vom 20. Juli 2011 zustimmte und an der Diagnose 

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der posttraumatischen Belastungsstörung nicht mehr explizit festhielt (vgl. 
aber act. I 9). 

In den Stellungnahmen vom 9. und 10. Januar 2013 (act. I 5 f.) und vom 
28. Januar 2014 (act. I 9) wiederholen Dr. med. G.________ und lic. phil. 
H.________ weitgehend ihre Beurteilungen, welche aber die Aussagekraft 
des Gutachtens nicht zu beeinträchtigen vermögen. Die unterschiedliche 
Natur von Behandlungsauftrag des therapeutisch tätigen (Fach-)Arztes 
einerseits und Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten fachmedizini-
schen Experten anderseits lässt es nicht zu, ein medizinisches Administra-
tiv- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weite-
rer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte zu anderslau-
tenden Einschätzungen gelangen. Wichtige Aspekte, die im Rahmen der 
Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben wären, sind vorlie-
gend keine zu erkennen (SVR 2008 IV Nr. 15 S. 44 E. 2.2.1). Die Aus-
führungen der Psychologin lic. phil. H.________ vermögen die Schlüsse 
und Folgerungen der psychiatrischen Expertinnen insbesondere auch des-
halb nicht in Frage zu stellen, weil die Annahme eines psychischen Ge-
sundheitsschadens eine fachärztlich (psychiatrisch) gestellte Diagnose 
voraussetzt (E. 2.3 hiervor). Zudem darf und soll das Gericht der Erfah-
rungstatsache Rechnung tragen, dass behandelnde Ärzte, mitunter im Hin-
blick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung, in Zweifelsfällen eher 
zugunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 125 V 351 E. 3b cc S. 353). Die 
Berichte von Dr. med. G.________ und lic. phil. H.________, insbesondere 
die darin geäusserten Zweifel an der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit, 
entkräften die gutachterliche Beurteilung somit nicht. 

3.3.3 Zusammenfassend finden sich keine Gründe, die gegen die Zuver-
lässigkeit der Expertise sprechen würden. Demzufolge kommt dem psych-
iatrischen Gutachten vom 20. Juli 2011 (act. II 103) – grundsätzlich (vgl. 
E. 4.3 hiernach) – volle Beweiskraft zu (BGE 125 V 351 E. 3b bb S. 353). 

3.4 Nach dem Dargelegten ist erstellt, dass ab Geburt des dritten Kin-
des am 17. Oktober 2003 während (längstens) zwölf Monaten schwere 
psychische und Verhaltensstörungen im Wochenbett (Puerperalpsychose) 
vorlagen. Seither bestehen dissoziative Krampfanfälle (ICD-10: F44.5) und 
ab dem Zeitpunkt der Begutachtung im März 2011 ist sodann von dissozia-

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tiven Störungen (Konversionsstörungen), gemischt (ICD-10: F44.7) auszu-
gehen. Der medizinische Sachverhalt ist insoweit hinreichend abgeklärt.

4.

Nachfolgend ist zu prüfen, ob die dissoziativen Störungen (ICD-10: F44.7), 
welche die dissoziativen Krampfanfälle (ICD-10: F44.5) beinhalten, unter 
die pathogenetisch-ätiologisch unklare Beschwerdebilder ohne nachweis-
bare organische Grundlage (nachfolgend: unklare Beschwerden) fallen und 
dementsprechend den sozialversicherungsrechtlichen Anforderungen der 
sog. Schmerzrechtsprechung zu unterstellen sind. Nicht weiter von Bedeu-
tung ist die Diagnose der Puerperalpsychose (ICD-10: F53.1), da diese 
nicht länger als zwölf Monate nach der Entbindung gestellt werden kann 
(act. II 103/8; vgl. auch act. I 9) und deren Ende somit mit dem Ablauf des 
Wartejahres nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG zusammenfällt.

4.1 Aus Gründen der Rechtsgleichheit ist es geboten, sämtliche patho-
genetisch-ätiologisch unklaren syndromalen Beschwerdebilder ohne nach-
weisbare organische Grundlage den gleichen sozialversicherungsrechtli-
chen Anforderungen zu unterstellen. Bisher hat das Bundegericht Fibromy-
algien, das Chronic Fatigue Syndrome, die Neurasthenie, die nichtorgani-
sche Hypersomnie, spezifische und unfalladäquate HWS-Verletzungen 
ohne organisch nachweisbare Funktionsausfälle sowie dissoziative Bewe-
gungsstörungen und dissoziative Sensibilitäts- und Empfindungsstörungen 
den unklaren Beschwerden zugehörig erklärt (vgl. BGE 139 V 346 E. 2 
S. 346, 137 V 64 E. 4.2 f. S. 68). Im Entscheid vom 2. Dezember 2013, 
8C_311/2013, E. 4, hat das Bundesgericht schliesslich die – hier vorliegen-
den – gemischten dissoziativen Störungen nach ICD-10 F44.7 den sog. 
unklaren Beschwerdebildern zugeordnet. Der Einwand der Beschwerdefüh-
rerin, das Bundesgericht habe die hier vorliegenden dissoziativen Krampf-
anfälle und gemischten dissoziativen Störungen nie zu den sog. unklaren 
Beschwerden gezählt (Eingabe vom 30. Januar 2014), trifft damit nur be-
züglich Ersterer zu. Ausserdem handelt es sich bei den genannten Bespie-
len keineswegs um eine abschliessende Aufzählung. Bei der Diagnose der 
dissoziativen Störungen (Konversionsstörungen), gemischt (ICD-10: F44.7) 

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werden Kombinationen verschiedener dissoziativer Störungen (ICD-10: 
F44.0 bis F44.6), also des ganzen Kapitels F44 der ICD-10 Klassifikation 
(dissoziative Störungen) verschlüsselt (DILLING/MOMBOUR/SCHMIDT [Hrsg.], 
a.a.O., S. 222). Damit sind die dissoziativen Krampfanfälle als Teil der ge-
mischten dissoziativen Störungen (Konversionsstörungen) anzusehen. Es 
ist kein Grund ersichtlich, weshalb die Störungen des Diagnosenkomplexes 
F44 je unterschiedlich behandelt werden sollten. Ob sich die dissoziative 
Störung in einem konkreten Fall als Krampf (F44.5) oder etwa in Form von 
Parästhesien (F44.6) auswirkt, hängt nicht von der ihr zugrunde liegenden 
Erkrankung ab. Ausserdem ist der einschlägigen Rechtsprechung nicht zu 
entnehmen, dass das Bundesgericht beabsichtigt hätte, die analoge An-
wendung der im Bereich der somatoformen Schmerzstörungen entwickel-
ten Grundsätze lediglich auf ausgewählte dissoziative Störungen zu be-
schränken. Abgesehen davon ist fraglich, ob eine solche – von der Be-
schwerdeführerin intentierte – Differenzierung von medizinisch weitgehend 
gleich gelagerten Störungsbildern vor dem Rechtsgleichheitsgebot (vgl. 
BGE 137 V 64 E. 4.3 S. 69) standhalten würde.

Wenn Dr. med. G.________ unter Bezugnahme des gerichtlichen Schrei-
bens vom 27. November 2013 in ihrer Stellungnahme vom 28. Januar 2014 
(act.  I 9) ausführt, dissoziative Störungen der Bewegung und der Sinnes-
empfindungen (ICD-10: F44.4/6) könnten in der Regel besser verstanden 
und damit unter Umständen auch willentlich beeinflusst werden (wohl: als 
die hier vorliegenden gemischten dissoziativen Störungen), verkennt sie, 
dass die zur Diskussion stehende Frage nach der zumutbaren Willensan-
strengung resp. Überwindbarkeit der Beschwerden eine Rechtsfrage dar-
stellt (vgl. auch E. 4.2 hiernach). Ob die Funktionsstörungen aus medizini-
schen Gesichtspunkten willentlich beeinflussbar sind, ist folglich nicht allein 
entscheidend.

Entgegen den Ausführungen in der Eingabe vom 30. Januar 2014 lassen 
sich die körperlichen Symptome nicht auf eine organisch-strukturelle Schä-
digung zurückführen, weshalb vorliegend nicht von einem somatischen, 
sondern von einem psychischen Beschwerdekomplex auszugehen ist. 
Dass es sich bei den vorliegenden gemischten dissoziativen Störungen 
(inkl. Krampfanfälle) um eine psychische Störung handelt, scheint denn 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. April 2014, IV/13/23, Seite 18

auch unbestritten zu sein, werden die in F44 beschriebenen Störungen 
doch allesamt als „psychogen“ angesehen (DILLING/MOMBOUR/SCHMIDT, 
a.a.O., S. 212; vgl. Eingabe vom 30. Januar 2014, S. 2 oben). Nach dem 
Dargelegten ist die Schmerzrechtsprechung vorliegend in analoger Weise 
anzuwenden. 

4.2 Da es sich bei der Frage, ob die Beschwerden überwindbar sind, 
um eine durch die Verwaltung resp. das Gericht zu prüfende Rechtsfrage 
handelt, ist nachfolgend – ungeachtet der Tatsache, dass sich die Ärzte 
weitgehend einig sind, die Störung habe Auswirkungen auf die Arbeits-
fähigkeit – zu prüfen, ob ein Gesundheitsschaden im Rechtssinne vorliegt.

4.2.1 Die im Vordergrund stehende Frage nach dem Vorliegen einer psy-
chischen Komorbidität von erheblicher Schwere, Ausprägung und Dauer ist 
zu verneinen. Die von der behandelnden Psychiaterin Dr. med. 
G.________ diagnostizierte posttraumatische Belastungsstörung (act. II 
72/49, act. I 9) wurde im psychiatrischen Gutachten vom 20. Juli 2011 – 
wie in E. 3.3.1 dargelegt – überzeugend verneint. Auch eine andere psy-
chische Komorbidität liegt nicht vor; insbesondere bestand die Puerperal-
psychose nur bis Oktober 2004. Eine andere (aktuelle) psychotische 
Störung wurde von den Gutachterinnen ausgeschlossen (act. II 103/9).

4.2.2 Auch die weiteren massgeblichen Kriterien sind vorliegend nicht 
oder nicht in einem Ausmass erfüllt, um von einem invalidisierenden Ge-
sundheitsschaden ausgehen zu können. Eine relevante chronische körper-
liche Begleiterkrankung liegt nicht vor. Anzeichen für einen primären 
Krankheitsgewinn sind nicht ersichtlich, zumal ein verfestigter innerseeli-
scher Verlauf bei dissoziativen Störungen diagnosespezifisch und damit 
nicht ausschlaggebend ist (Entscheid des BGer vom 10. Mai 2010, 
8C_1058/2009, E. 7.3). Ebenso wenig kann die Behandlung als gescheitert 
bezeichnet werden, hat doch zuletzt insbesondere auch die behandelnde 
Psychiaterin von einer langsamen, so doch stetigen Besserung gespro-
chen. Sie geht davon aus, dass die Beschwerdeführerin bei Fortführung 
einer adäquaten Therapie ihre Arbeitsfähigkeit wiedererlangen wird (act. I 
9). Ein mehrjähriger chronifizierter Verlauf ist zu bejahen. Ob mit den Gut-
achterinnen (vgl. act. II 103/11, Ziff. 1) ein sozialer Rückzug in allen Belan-
gen des Lebens, d.h. ein schwerwiegender, nahezu umfassender sozialer 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. April 2014, IV/13/23, Seite 19

Rückzug mit gleichsam apathischem Verharren in sozialer Isolierung (BGE 
130 V 352 E. 3.3.2 S. 358), anzunehmen ist, kann offen bleiben. Dieses 
Kriterium wäre jedenfalls nicht derart ausgeprägt, um eine Willensanstren-
gung zur Überwindbarkeit als unzumutbar erscheinen zu lassen. 

4.3 Aus den vorstehenden Ausführungen ergibt sich, dass – ungeachtet 
der im Gutachten vom 20. Juli 2011 attestierten Arbeitsunfähigkeiten – aus 
rechtlicher Sicht von einer Überwindbarkeit der Beschwerden auszugehen 
ist und damit kein invalidenversicherungsrechtlich relevanter Gesundheits-
schaden vorliegt. Bei dieser Sachlage erübrigt sich die Durchführung eines 
Einkommensvergleichs. Da keine Invalidität im Rechtssinne vorliegt, be-
steht kein Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung. Demzufolge 
ist die angefochtene Verfügung 27. November 2012 (act. II 122) aufzuhe-
ben sowie festzustellen, dass kein Rentenanspruch besteht (vgl. Art. 61 lit. 
d ATSG). .

5.

5.1 Auf Gesuch hin befreit die Verwaltungsjustizbehörde eine Partei von 
den Kosten- und allfälligen Vorschuss- sowie Sicherstellungspflichten, 
wenn die Partei ihre Prozessbedürftigkeit nach den Vorschriften der Zivil-
prozessordnung nachweist und das Verfahren nicht von vornherein aus-
sichtslos ist (Art. 111 Abs. 1 VRPG). Wo die Verhältnisse es rechtfertigen, 
wird der Beschwerde führenden Person ein unentgeltlicher Rechtsbeistand 
bewilligt (Art. 61 lit. f ATSG).

Die Prozessarmut ist ausgewiesen (act. I 7 f.). Weiter sind die fehlende 
Aussichtslosigkeit sowie die Notwendigkeit einer Rechtsverbeiständung zu 
bejahen. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege unter Beiordnung 
von Rechtsanwalt B.________ als amtlicher Anwalt ist somit gutzuheissen.

5.2 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. Vorliegend werden die Verfahrens-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. April 2014, IV/13/23, Seite 20

kosten auf Fr. 700.-- festgesetzt und der unterliegenden Beschwerdeführe-
rin auferlegt. Aufgrund der gewährten unentgeltlichen Rechtspflege wird sie 
– unter Vorbehalt der Nachzahlungspflicht gemäss Art. 123 der Schweize-
rischen Zivilprozessordnung vom 19. Dezember 2008 (ZPO; SR 272) – 
jedoch von der Zahlungspflicht befreit (Art. 113 VRPG).

5.3 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht gemäss Art. 1 Abs. 1 
IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG (Umkehrschluss) kein Anspruch auf eine Par-
teientschädigung. Zu bemessen bleibt das amtliche Honorar von Rechts-
anwalt B.________.

5.4 Gemäss Art. 42 des kantonalen Anwaltsgesetzes vom 28. März 
2006 (KAG; BSG 168.11) bezahlt der Kanton den amtlich bestellten Anwäl-
tinnen und Anwälten eine angemessene Entschädigung, die sich nach dem 
gebotenen Zeitaufwand bemisst und höchstens dem Honorar gemäss der 
Tarifordnung für den Parteikostenersatz entspricht. Bei der Festsetzung 
des gebotenen Zeitaufwandes sind die Bedeutung der Streitsache und die 
Schwierigkeit des Prozesses zu berücksichtigen. Auslagen und Mehrwert-
steuer werden zusätzlich entschädigt (Abs. 1). Die Aufwendungen für die 
Erlangung des Rechts auf unentgeltliche Prozessführung sind nach den 
gleichen Regeln zu entschädigen (Abs. 3). Nach Art. 42 Abs. 4 und der 
Übergangsbestimmung Ziff. 2 KAG i.V.m. Art. 1 der Verordnung über die 
Entschädigung der amtlichen Anwältinnen und Anwälte vom 20. Oktober 
2010 (EAV; BSG 168.711) beträgt der Stundenansatz Fr. 200.--.

Mit Kostennote vom 22. Februar 2013 machte Rechtsanwalt B.________ 
ein Honorar von total Fr. 3‘768.55 geltend (Zeitaufwand: 13.5 Stunden). Mit 
aktualisierter Kostennote vom 7. April 2014 macht er nunmehr ein Honorar 
von total Fr. 6‘409.80 geltend (Zeitaufwand: 23 Stunden). Unter Berück-
sichtigung des Umstands, dass nach der Einreichung der ersten Honorar-
note einzig ein Zusatzaufwand im Zusammenhang mit der Schlechterstel-
lung anfiel resp. lediglich eine rechtliche Würdigung bereits bekannter me-
dizinischer Akten erfolgte, erscheint das am 7. April 2014 geltend gemachte 
Honorar als zu hoch. Die Eingabe vom 30. Januar 2014 ist mit einem zu-
sätzlichen Aufwand von 3 Stunden zu entgelten. Somit wird das amtliche 
Honorar auf Fr. 3‘300.-- (16.5 Stunden à Fr. 200.--), zuzüglich Auslagen 
von Fr. 185.-- und Mehrwertsteuer (8% auf Fr. 3‘485.--) von Fr. 278.80, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. April 2014, IV/13/23, Seite 21

somit insgesamt auf Fr. 3‘763.80, festgesetzt und Rechtsanwalt 
B.________ nach Eintritt der Rechtskraft des Urteils aus der Gerichtskasse 
vergütet. Vorbehalten bleibt die Nachzahlungspflicht der Beschwerdeführe-
rin gegenüber dem Kanton Bern gemäss Art. 123 ZPO.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, die Verfügung der IV-Stelle Bern 
vom 27. November 2012 wird aufgehoben und es wird festgestellt, dass 
kein Anspruch auf eine Invalidenrente besteht.

2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Beiordnung von 
Rechtsanwalt B.________ als amtlicher Anwalt wird gutgeheissen.

3. Die Verfahrenskosten von Fr. 700.-- werden der Beschwerdeführerin 
auferlegt. Aufgrund der gewährten unentgeltlichen Rechtspflege wird 
die Beschwerdeführerin – unter Vorbehalt der Nachzahlungspflicht 
gemäss Art. 123 ZPO – jedoch von der Zahlungspflicht befreit.

4. Rechtsanwalt B.________ wird nach Eintritt der Rechtskraft aus der 
Gerichtskasse eine auf Fr. 3‘763.80 festgesetzte Entschädigung (inkl. 
Auslagen und MWSt.) vergütet. Vorbehalten bleibt die Nachzahlungs-
pflicht nach Art. 123 ZPO.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. April 2014, IV/13/23, Seite 22

5. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern (samt Kopie der Eingabe der Beschwerdeführerin vom 

30. Januar 2014)
- Bundesamt für Sozialversicherungen 
- Steuerverwaltung des Kantons Bern, Bereich Inkasso, Postfach 8334, 

3001 Bern 

Die Kammerpräsidentin: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.