# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 16ef03e1-d06e-502c-8194-7d64c3e286e3
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-05-07
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 07.05.2021 200 2021 219
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2021-219_2021-05-07.pdf

## Full Text

200 21 219 UV
SCP/SCM/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 7. Mai 2021

Verwaltungsrichter Schütz, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Schwegler, Verwaltungsrichter Furrer
Gerichtsschreiberin Schädeli

A.________
vertreten durch Rechtsanwältin B.________
Beschwerdeführer

gegen

Suva
Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern
vertreten durch Rechtsanwalt C.________
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 12. Februar 2021

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Mai 2021, UV/21/219, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1961 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) war 
über seine damalige Arbeitgeberin bei der Schweizerischen Unfallversiche-
rungsanstalt (Suva bzw. Beschwerdegegnerin) obligatorisch unfallversi-
chert, als er sich am 8. Oktober 2003 bei einem Sturz an der linken Schul-
ter verletzte (Akten der Suva [act. II, IIA und IIB], act. IIA 2/4; vgl. zuvor 
auch ein Ereignis vom 24. Oktober 2002 unter Mitbeteiligung der rechten 
Schulter [act. II 1/4]). Am 26. Mai 2008 liess er einen Rückfall zum Ereignis 
vom 8. Oktober 2003 geltend machen (act. IIA 4), wobei nach einem opera-
tiven Eingriff (act. IIA 6) ab Oktober 2008 wiederum eine vollständige Ar-
beitsfähigkeit vorlag (vgl. act. IIA 11).

Gemäss Schadenmeldung vom 11. Januar 2019 stürzte der Versicherte am 
8. Januar 2019 auf die linke Schulter (act. IIB 1). Dieses Ereignis anerkann-
te die Suva als Rückfall zum Ereignis vom 8. Oktober 2003 (act. IIA 51, 54) 
und erbrachte die gesetzlichen Leistungen. Nach Vorlage an die Kreisärztin 
(act. IIA 63) sowie Durchführung einer kreisärztlichen Untersuchung vom 
26. Mai 2020 (Bericht vom 28. Mai 2020; act. IIA 108, vgl. auch die weitere 
Stellungnahme vom 9. Juli 2020 [act. IIA 123]) stellte die Suva die Taggeld-
leistungen per 31. Juli 2020 ein (act. IIA 113) und sprach eine Integritäts-
entschädigung zu (act. IIA 116). Mit einer weiteren Verfügung vom 27. Juli 
2020 (act. IIA 136) gewährte die Suva ausserdem ab 1. August 2020 eine 
Invalidenrente basierend auf einer Erwerbsunfähigkeit von 14 % sowie ei-
nem versicherten Jahresverdienst von Fr. 71'002.--. Die dagegen erhobene 
Einsprache (act. IIA 137) wies sie mit Entscheid vom 12. Februar 2021 
(act. IIA 152) ab.

B.

Hiergegen erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwältin 
B.________, am 18. März 2021 Beschwerde. Er lässt die folgenden Anträ-
ge stellen:

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1. Der Einspracheentscheid der Suva vom 12. Februar 2021 über die Inva-
lidenrente sei aufzuheben.

2. Es seien weitergehende medizinische Abklärungen zur Frage der zumut-
baren Arbeitsfähigkeit und dem damit verbundenen Zumutbarkeitsprofil 
zu tätigen.

Mit Beschwerdeantwort vom 7. April 2021 beantragt die Beschwerdegegne-
rin, vertreten durch Rechtsanwalt C.________, die Abweisung der Be-
schwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 12. Februar 
2021 (act. IIA 152). Streitig und zu prüfen ist der Rentenanspruch.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

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1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Am 1. Januar 2017 sind die Änderung vom 25. September 2015 des 
Bundesgesetzes vom 20 März 1981 über die Unfallversicherung (UVG; SR 
832.20) und die Änderung vom 9. November 2016 der Verordnung vom 
20. Dezember 1982 über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) in 
Kraft getreten. Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem In-
krafttreten der Änderung vom 25. September 2015 des UVG ereignet ha-
ben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen 
sind, werden nach bisherigem Recht gewährt (Abs. 1 der Übergangsbe-
stimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 des UVG). Der hier 
relevante Unfall ereignete sich am 8. Oktober 2003 (act. IIA 2/4), womit auf 
den vorliegenden Fall die bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Be-
stimmungen zur Anwendung gelangen. Diese intertemporalrechtliche Aus-
gangslage wirkt sich hier indes nicht entscheidwesentlich aus.

2.2 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 UVG). 
Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines 
ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine 
Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit 
oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG). Der Anspruch auf Leistungen 
der obligatorischen Unfallversicherung setzt nebst anderem einen natürli-
chen und adäquaten Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und dem 
eingetretenen Schaden voraus (BGE 129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181; SVR 
2018 UV Nr. 3 S. 9 E. 3.1, 2012 UV Nr. 2 S. 6 E. 3.1).

2.3 Bei einem Rückfall handelt es sich um das Wiederaufflackern einer 
vermeintlich geheilten Krankheit, so dass es zu ärztlicher Behandlung, 
möglicherweise sogar zu (weiterer) Arbeitsunfähigkeit kommt. Von Spätfol-
gen spricht man, wenn ein scheinbar geheiltes Leiden im Verlaufe längerer 

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Zeit organische oder psychische Veränderungen bewirkt, die zu einem an-
ders gearteten Krankheitsbild führen können (BGE 144 V 245 E. 6.1 
S. 254, 118 V 293 E. 2c S. 296). Liegt ein Rückfall oder eine Spätfolge vor, 
so besteht eine Leistungspflicht im Sinne von Art. 11 UVV des Unfallversi-
cherers nur dann, wenn zwischen den erneut geltend gemachten Be-
schwerden und der seinerzeit beim versicherten Unfall erlittenen Gesund-
heitsschädigung ein natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang be-
steht. Dabei kann der Unfallversicherer nicht auf der Anerkennung des 
Kausalzusammenhangs beim Grundfall oder einem früheren Rückfall be-
haftet werden (BGE 118 V 293 E. 2c S. 296; RKUV 1994 U 206 S. 327 E. 2 
und S. 328 E. 3b; SVR 2016 UV Nr. 15 S. 47 E. 3.2 und Nr. 18 S. 56 
E. 2.1.2). Bei Rückfällen und Spätfolgen obliegt es der versicherten Person, 
das Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen dem 
neuen Beschwerdebild und dem Unfall mit dem im Sozialversicherungs-
recht geltenden Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nach-
zuweisen. Je grösser der zeitliche Abstand zwischen dem Unfall und dem 
Auftreten der gesundheitlichen Beeinträchtigung ist, desto strengere Anfor-
derungen sind an den Wahrscheinlichkeitsbeweis des natürlichen Kausal-
zusammenhangs zu stellen. Bei Beweislosigkeit fällt der Entscheid zu Las-
ten der versicherten Person aus (SVR 2016 UV Nr. 18 S. 57 E. 2.2.2; Ent-
scheid des Bundesgerichts [BGer] vom 19. Dezember 2016, 8C_61/2016, 
E. 3.2).

2.4 Ist die versicherte Person infolge des Unfalles zu mindestens 10 % 
invalid (Art. 8 ATSG), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (aArt. 18 
Abs. 1 UVG in der bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Fassung). Der 
Bundesrat regelt die Bemessung des Invaliditätsgrades in Sonderfällen. Er 
kann dabei auch von Art. 16 ATSG abweichen (Art. 18 Abs. 2 UVG). Der 
Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Be-
handlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes des Ver-
sicherten mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmass-
nahmen der Invalidenversicherung (IV) abgeschlossen sind. Mit dem Ren-
tenbeginn fallen die Heilbehandlung und die Taggeldleistungen dahin 
(Art. 19 Abs. 1 UVG).

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Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde gan-
ze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsun-
fähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder 
psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung 
und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbs-
möglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeits-
markt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Arbeits-
unfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbereich, 
sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Erwerbs-
möglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausgegliche-
nen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss teilweise 
Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähigkeit (BGE 
130 V 343 E. 3.2.1 S. 346). 

3.

3.1 Aufgrund der Akten steht fest und ist unbestritten, dass es sich bei 
den Ereignissen vom 8. Oktober 2003 (vgl. act. IIA 2/4) und 8. Januar 2019 
(act. IIB 1) um Unfälle im Rechtssinne handelt (vgl. E. 2.2 hiervor). Weiter 
ist die Rückfallkausalität (vgl. E. 2.3 hiervor) zwischen den beiden Ereignis-
sen und den Beeinträchtigungen an der linken Schulter ausgewiesen. Die 
Beschwerdegegnerin hat denn auch die jeweiligen Versicherungsleistun-
gen in Form von Heilbehandlung und Taggeld erbracht (vgl. act. IIB 22, 38, 
48-49, 58).

3.2 In medizinischer Hinsicht basiert der angefochtene Einspracheent-
scheid vom 12. Februar 2021 (act. IIA 152) massgeblich auf der kreisärztli-
chen Beurteilung vom 28. Mai 2020 (act. IIA 108). Darin hielt Dr. med. 
D.________, Fachärztin für Chirurgie, folgende Diagnosen fest (act. IIA 
108/9):

• Sturz aus dem kippenden Bagger am 24. Oktober 2002 mit
- Abriss Tuberculum majus rechts

• Sturz auf Glatteis auf die linke Schulter am 8. Oktober 2003 mit
- aktivierter AC-Gelenksarthrose
- transmuraler Ruptur der Subscapularissehne
- Ruptur des Rotatoren-Intervalls

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- Ruptur des Ligamentum transversum
- Läsion des coracohumeralen Ligaments
- medialer Luxation der langen Bizepssehne

• Rückfall aus dem Jahr 2008 mit erheblicher Beschwerdesymptomatik 
bei diagnostischer Schulterarthroskopie am 5. August 2008 mit Acro-
mioplastik und Bizepstenotomie sowie Bizepstenodese

• Sturz beim Aussteigen aus dem Taxi am 8. Januar 2019 mit
- Totalruptur der Supraspinatussehne und der kranialen Anteile der 

Subscapularissehne links
- beginnender fettiger Degeneration des Musculus subscapularis
- geringer Omarthrose und mässiger AC-Gelenksarthrose
- Schulterarthroskopie am 15. Februar 2019 mit Rotatorenmanschetten-

Rekonstruktion (Supra- und Infraspinatussehne), Bursektomie, Acro-
mioplastik, lateraler Clavicula-Resektion links

Von weiteren Behandlungen könne mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 
keine namhafte Besserung der unfallbedingten Schulterbeschwerden er-
wartet werden. Mit einer ganztägigen Präsenz zumutbar seien leichte bis 
vereinzelt mittelschwere Tätigkeiten ohne Zwangshaltung der oberen Ex-
tremität, wobei Gewichte bis ca. 15 kg auf Hüfthöhe, bis ca. 5 kg auf 
Brusthöhe und ca. 1-2 kg über Schulterhöhe gehoben und kurzzeitig getra-
gen werden dürften. Belastende Tätigkeiten über Schulterhöhe sowie repe-
titive und dauerhafte Schlag- und Vibrationsbelastungen, Tätigkeiten auf 
Leitern, Gerüsten und anderen absturzgefährdeten Positionen seien nicht 
zumutbar (act. IIA 108/10).

3.3 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-

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nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweis-
wert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet 
sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverläs-
sigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b ee S. 354). Soll ein Versicherungs-
fall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so 
sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen 
auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ver-
sicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Ab-
klärungen vorzunehmen. Insbesondere sind die von der versicherten Per-
son aufgelegten Berichte der behandelnden Ärztinnen und Ärzte mitzu-
berücksichtigen. Wird die Schlüssigkeit der Feststellungen der versiche-
rungsinternen Fachpersonen durch einen nachvollziehbaren Bericht eines 
behandelnden Arztes in Zweifel gezogen, so genügt der pauschale Hinweis 
auf dessen auftragsrechtliche Stellung (BGE 125 V 351 E. 3a cc S. 353) 
nicht, um solche Zweifel auszuräumen. Vielmehr wird das Gericht entweder 
ein Gerichtsgutachten anzuordnen oder die Sache an den Versicherungs-
träger zurückzuweisen haben, damit dieser im Verfahren nach Art. 44 
ATSG eine Begutachtung veranlasst (BGE 142 V 58 E. 5.1 S. 65, 
139 V 225 E. 5.2 S. 229, 135 V 465 E. 4.4 - 4.6 S. 469).

3.4 Die kreisärztliche Beurteilung von Dr. med. D.________ vom 
28. Mai 2020 (act. IIA 108) erfüllt die Voraussetzungen der Rechtsprechung 
an Expertisen (vgl. E. 3.3 hiervor) und überzeugt. Die Fachärztin hat sich in 
ihrer Einschätzung nach einer persönlichen Untersuchung sorgfältig mit 
den gesundheitlichen Einschränkungen des Beschwerdeführers auseinan-
dergesetzt und ihre Schlussfolgerungen gestützt auf die Vorakten und bild-
gebenden Untersuchungen getroffen. Damit erbringt die Expertise vollen 

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Beweis (vgl. BGE 125 V 351 E. 3b bb S. 353) und es ist darauf abzustellen. 
Was der Beschwerdeführer dagegen vorbringt, verfängt nicht.

Zunächst ergibt sich aus der Auflistung der Vorakten (act. IIA 108/1-6) wie 
auch aus der Befunderhebung mit jeweils genauer Angabe, ob die Aussage 
für die rechte oder linke Schulter bzw. Körperhälfte gelte (vgl. act. IIA 
108/6-9), dass die Kreisärztin bei der gesamten Untersuchung beide Schul-
tern berücksichtigt hat. Dies gilt ebenso für das in der Folge als medizini-
sches Fazit formulierte Zumutbarkeitsprofil (vgl. hierzu Beschwerde S. 7 
Ziff. 11). Das Zumutbarkeitsprofil überzeugt denn auch mit Blick auf die 
Einschätzung des behandelnden Dr. med. E.________, Facharzt für Or-
thopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates. Nach 
der von ihm durchgeführten Operation vom 15. Februar 2019 (arthroskopi-
sche Rotatorenmanschettenrekonstruktion [Supraspinatus und Infraspina-
tus], Bursektomie, Acromioplastik, laterale Clavicularesektion links [act. IIA 
18]) hielt er ein Jahr später am 19. Februar 2020 fest, der Beschwerdefüh-
rer sei in Ruhe und im Alltag schmerzfrei und könne den Arm ohne Belas-
tung normal flektieren. Im … könne er ca. zu 80 % arbeiten, wobei er die 
verbliebene Einschränkung von 20 % mit dem Tragen und Heben von 
schweren Koffern begründete (act. IIA 95/3). In der Stellungnahme vom 
5. August 2020 (act. II 20) bestätigte der Behandler denn auch grundsätz-
lich das kreisärztlich formulierte Zumutbarkeitsprofil und die darin von Dr. 
med. D.________ veranschlagte Höhe der Arbeits- und Leistungsfähigkeit. 
Einig sind sich Dr. med. E.________ und die Kreisärztin insbesondere ex-
plizit darüber, dass eine schwere Tätigkeit – worunter die Tätigkeit in der … 
wie auch das Heben und Tragen von Koffern während des … fällt – nicht 
mehr zumutbar ist, eine entsprechend angepasste Tätigkeit hingegen wei-
terhin ausgeführt werden kann (vgl. act. IIA 75/5, 95/3, 108/10). Damit lie-
gen entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers (vgl. hierzu Beschwerde 
S. 7 Ziff. 11) keine divergierenden medizinischen Einschätzungen vor, die 
geeignet wären, auch nur geringe Zweifel an der Beweiskraft der versiche-
rungsinternen ärztlichen Beurteilung zu begründen. Unter diesen Umstän-
den erweist sich der medizinische Sachverhalt als hinreichend abgeklärt, 
weshalb weitere Abklärungen – entgegen dem Antrag des Beschwerdefüh-
rers – nicht notwendig sind. Vielmehr ist schlüssig und nachvollziehbar 
dargetan und demnach erstellt, dass der Beschwerdeführer in leichten bis 

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vereinzelt mittelschweren Tätigkeiten ohne Zwangshaltung der oberen Ex-
tremität, mit Heben und kurzzeitigem Tragen von Gewichten bis ca. 15 kg 
auf Hüfthöhe, bis ca. 5 kg auf Brusthöhe und ca. 1-2 kg über Schulterhöhe, 
ohne belastende Tätigkeiten über Schulterhöhe, ohne repetitive und dauer-
hafte Schlag- und Vibrationsbelastungen sowie ohne Tätigkeiten auf Lei-
tern, Gerüsten und anderen absturzgefährdeten Positionen ganztags ar-
beitsfähig ist.  

Auf dieser medizinischen Grundlage ist nachstehend der Rentenanspruch 
zu prüfen.

4.

4.1 Die Beschwerdegegnerin setzte den Rentenbeginn unter Berück-
sichtigung des Fallabschlusses per 31. Juli 2020 (vgl. act. IIA 113) auf den 
1. August 2020 fest, was – in Würdigung der Aktenlage (vgl. u.a. act. II 20, 
act. IIA 108/10) – zu Recht nicht beanstandet wird (vgl. hierzu BGE 
143 V 295 E. 4.1.3 S. 300, 129 V 222). 

4.2 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

4.3 Für die Bemessung des Valideneinkommens ist in der Unfallversi-
cherung nach jenem hypothetischen Verdienst zu fragen, welchen die ver-
sicherte Person ohne die unfallbedingte Schädigung wahrscheinlich erzie-
len würde. Dieser kann sich zwar mit dem mutmasslichen Verdienst als 
gesunde Person decken, aber nur dann, wenn keine weiteren, nicht unfall-
bedingten, leistungsschmälernden Beeinträchtigungen vorhanden sind 
(SVR 2018 UV Nr. 33 S. 115 E. 2.1).

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4.4 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 296). Hat die versicherte 
Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine 
ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen, so können 
nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für 
Statistik (BFS) herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herange-
zogen werden (BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 297; SVR 2019 IV Nr. 28 S. 88 
E. 5.1.3). 

Es gilt zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, 
die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich 
zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern 
lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurch-
schnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit ei-
nem Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 
S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). Die Frage, ob und in welchem Ausmass 
Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und 
beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Ein-
schränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Be-
schäftigungsgrad). Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invalidenein-
kommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wo-
bei der Abzug auf insgesamt höchstens 25 % zu begrenzen ist (BGE 
135 V 297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 2018 IV Nr. 46 
S. 148 E. 3.3). Zu beachten ist, dass allfällige bereits in der Beurteilung der 
medizinischen Arbeitsfähigkeit enthaltene gesundheitliche Einschränkun-
gen nicht zusätzlich in die Bemessung des leidensbedingten Abzugs ein-
fliessen und so zu einer doppelten Anrechnung desselben Gesichtspunkts 
führen dürfen (BGE 146 V 16 E. 4.1 S. 20).

4.5 Gemäss eigenen Angaben absolvierte der Beschwerdeführer von 
1978 bis 1980 eine Ausbildung als …, welche er vorzeitig abgebrochen hat 
(vgl. act. IIA 78/5 Ziff. 5.3, 108/7). Gemäss Auszug aus dem individuellen 
Konto (IK) war er ab dem Jahr 1992 insbesondere für ein … tätig (act. IIA 
124/5-6 i.V.m. den Einträgen gemäss Handelsregister [www.zefix.ch]). 
Hierzu gab er im Mai 2020 gegenüber der Kreisärztin denn auch an, dass 

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er den Führerausweis für … besitze und bis ins Jahr 2006 als … gearbeitet 
habe (act. IIA 108/7, vgl. auch act. II 1/4). Danach war er im …, in der … 
sowie als … angestellt (act. IIA 4, 124/4-5; act. IIB 1 Ziff. 3). 

4.5.1 Bei diesen Gegebenheiten ist das Valideneinkommen anhand sta-
tistischer Werte zu bestimmen, wobei die LSE 2018, Tabelle TA1, Ziff. 49-
52, Landverkehr, Schifffahrt, Luftfahrt, Lagerei, Männer, heranzuziehen ist 
(vgl. hierzu auch NOGA 2008, Allgemeine Systematik der Wirtschaftszwei-
ge, Erläuterungen [NOGA-Erläuterungen], S. 154 ff.). An sich nicht ein-
schlägig erscheint (vgl. jedoch E. 6 hiernach) die von der Beschwerdegeg-
nerin gewählte Ziffer 49-53 (Verkehr und Lagerei [act. IIA 129]), sind dort 
doch unter Ziffer 53 auch vom Beschwerdeführer nicht ausgeübte Tätigkei-
ten im Post-, Kurier- und Expressdienst mitenthalten (vgl. NOGA-
Erläuterungen, S. 161). Hinsichtlich der vom Beschwerdeführer geforderten 
Einreihung in das Kompetenzniveau 3 (komplexe praktische Tätigkeiten, 
welche ein grosses Wissen in einem Spezialgebiet voraussetzen; Be-
schwerde S. 10 Ziff. 18) ist das Folgende zu beachten: Zwar verfügt der 
Beschwerdeführer grundsätzlich über mehrjährige Berufserfahrung, jedoch 
erfolgten die Anstellungen öfters lediglich vorübergehend und hat er insbe-
sondere keine anerkannte Ausbildung als …. Eine Einreihung in das Kom-
petenzniveau 3 (komplexe praktische Tätigkeiten, welche ein grosses Wis-
sen in einem Spezialgebiet voraussetzen) rechtfertigt sich auch nicht mit 
Blick auf die jeweils erzielten Einkommen (vgl. u.a. act. IIA 2/4 Ziff. 15, 
124). Damit ist für das hypothetische Einkommen im Gesundheitsfall auf 
das Kompetenzniveau 2 (praktische Tätigkeiten, in Abgrenzung von den 
einfachen Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher Art des lohnmässig 
tieferen Niveau 1) abzustellen. Aufgerechnet auf ein Jahr, angepasst an die 
betriebsübliche Wochenarbeitszeit (BFS, betriebsübliche Arbeitszeit nach 
Wirtschaftsabteilungen, Ziff. 49, Landverkehr und Transport in Rohrfernlei-
tungen, zuletzt für das Jahr 2019 veröffentlicht) sowie indexiert auf das 
Jahr 2020 (BFS, Nominallohnindex, Männer, Tabelle T1.1.15, 2016-2019, 
Ziff. 49-53, Verkehr und Lagerei, Zahlen 2018 und 2019; BFS, Quartals-
chätzung der Nominallohnentwicklung 2020), ergibt dies einen massgebli-
chen Betrag von Fr. 71'326.70 (Fr. 5'421.-- x 12 / 40 x 42.7 / 100.4 x 101.8 
+ 1.3 %).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Mai 2021, UV/21/219, Seite 13

4.5.2 Der Beschwerdeführer verwertet die ihm verbliebene vollständige 
Arbeits- und Leistungsfähigkeit (E. 3.4 hiervor) nicht, weshalb auch das 
Invalideneinkommen anhand statistischer Daten zu bestimmen ist. Ausge-
hend von der LSE 2018, Tabelle TA1, Kompetenzniveau 1, Männer, Total 
(Fr. 5’417.--), aufgerechnet auf ein Jahr, angepasst an die betriebsübliche 
wöchentliche Arbeitszeit (BFS, betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirt-
schaftsabteilungen, Total, zuletzt für das Jahr 2019 veröffentlicht) und in-
dexiert auf das Jahr 2020 (BFS, Nominallohnindex, Männer, Tabelle 
T1.1.15, 2016-2019, Total, Zahlen 2018 und 2019; BFS, Quartalschätzung 
der Nominallohnentwicklung 2020), resultiert ein Betrag von Fr. 69'256.35 
(Fr. 5’417.-- x 12 / 40 x 41.7 / 101.5 x 102.4 + 1.3 %). Der von der Be-
schwerdegegnerin gewährte Tabellenlohnabzug von 10 % ist angesichts 
der 100%igen Arbeits- und Leistungsfähigkeit sowie der gesamten Um-
stände nicht zu beanstanden. Eine Vielzahl der nunmehr allein noch zu-
mutbaren körperlich leichten bis vereinzelt mittelschweren Tätigkeiten 
(E. 3.4 hiervor) ist im hier zugrunde gelegten Kompetenzniveau 1 des Ta-
bellenlohnes bereits enthalten (vgl. Entscheid des BGer vom 24. Januar 
2020, 8C_586/2019, E. 5.3.1). Soweit der Beschwerdeführer weiter vor-
bringt, der Tabellenlohnabzug habe aufgrund seines fortgeschrittenen Al-
ters höher auszufallen (Beschwerde S. 11 Ziff. 21), kann ihm ebenfalls 
nicht gefolgt werden. Zum einen werden Hilfsarbeiten auf dem massge-
benden hypothetischen ausgeglichenen Arbeitsmarkt grundsätzlich alter-
sunabhängig nachgefragt (vgl. BGE 146 V 16 E. 7.2.1 S. 26). Zum anderen 
hat sich im Bereich der Unfallversicherung keine Rechtsprechung etabliert, 
wonach die Unverwertbarkeit einer verbleibenden medizinisch-
theoretischen Restarbeitsfähigkeit wegen des fortgeschrittenen Alters zu 
berücksichtigen wäre (vgl. THOMAS FLÜCKIGER in: FRÉSARD-
FELLAY/LEUZINGER/PÄRLI [Hrsg.], Basler Kommentar zum Unfallversiche-
rungsgesetz, 2019, Art. 18 N. 37; Entscheid des BGer vom 17. März 2020, 
8C_799/2019; vgl. insbesondere auch Art. 28 Abs. 4 UVV). Demnach ist 
ein massgebliches Invalideneinkommen von Fr. 62'330.70 (Fr. 69'256.35 x 
0.9) heranzuziehen.

4.6 Bei Gegenüberstellung der beiden Vergleichseinkommen resultiert 
ein Invaliditätsgrad von gerundet 13 % ([Fr. 71'326.70 ./. Fr. 62'330.70] x 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Mai 2021, UV/21/219, Seite 14

100 / Fr. 71'326.70; vgl. zur Rundung BGE 130 V 121 E. 3.2 und 3.3 
S. 123; SVR 2019 IV Nr. 61 S. 198 E. 7.1). 

5.

5.1 Weiter umstritten ist der versicherte Verdienst. Die Beschwerde-
gegnerin legte diesen auf Fr. 71'002.-- fest (act. IIA 128, 152/6 E. 3), woge-
gen der Beschwerdeführer geltend macht, dieser betrage mindestens 
Fr. 89'650.-- (Beschwerde S. 12 Ziff. 25).

5.2 Taggelder und Renten werden nach dem versicherten Verdienst 
bemessen (Art. 15 Abs. 1 UVG). Als versicherter Verdienst gilt für die Be-
messung der Taggelder der letzte vor dem Unfall bezogene Lohn, für die 
Bemessung der Renten der innerhalb eines Jahres vor dem Unfall bezoge-
ne Lohn (Art. 15 Abs. 2 UVG). Beginnt die Rente mehr als fünf Jahre nach 
dem Unfall oder dem Ausbruch der Berufskrankheit, so ist der Lohn mass-
gebend, den der Versicherte ohne den Unfall oder die Berufskrankheit im 
Jahre vor dem Rentenbeginn bezogen hätte, sofern er höher ist als der 
letzte vor dem Unfall oder dem Ausbruch der Berufskrankheit erzielte Lohn 
(Art. 24 Abs. 2 UVV). 

5.3 Zuletzt vor dem Unfall vom 8. Oktober 2003 erzielte der Beschwer-
deführer bei seiner damaligen Arbeitgeberin in der seit März 2002 aus-
geübten Tätigkeit als … (act. IIA 2/4 Ziff. 3) unbestrittenermassen einen 
Stundenlohn von Fr. 25.40 zuzüglich einer jährlichen Gratifikation von 
Fr. 3'500.--, was bei einer an fünf Tagen pro Woche verrichteten Arbeit, 
ausmachend 45 Stunden pro Woche, einem Betrag von jährlich Fr. 62’936.-
- entspricht ([45h x Fr. 25.40 x 52 Wochen] + Fr. 3'500.--; act. II 1/4; vgl. 
auch act. IIA 128). Dieser Lohn ist unter Berücksichtigung der Nominalloh-
nentwicklung auf das Jahr 2020 hin anzupassen, womit ein massgeblicher 
Betrag von Fr. 70'799.70 resultiert (Fr. 62’936.-- / 110.1 x 119.9 / 100 x 
103.3; BFS, Tabelle T1.1.93, Nominallohnindex, Männer, 2002-2010, Ziff. I, 
Verkehr und Nachrichtenübermittlung, Zahlen 2003 und 2010; BFS, Tabelle 
T1.1.10, Nominallohnindex, Männer, 2011-2020, Ziff. 49-53, Verkehr und 
Lagerei, Zahlen 2010 und 2020). Sofern der Beschwerdeführer einen weit 
höheren versicherten Verdienst geltend macht, ist festzuhalten, dass mit 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Mai 2021, UV/21/219, Seite 15

der Regelung von Art. 24 Abs. 2 UVV allein die Anpassung an die normale 
Lohnentwicklung im angestammten Tätigkeitsbereich angestrebt wird, an-
dere Änderungen in den erwerblichen Verhältnissen seit dem Unfall haben 
hingegen unberücksichtigt zu bleiben. Ausserdem ist der versicherte Ver-
dienst denn auch nicht mit dem Begriff des Valideneinkommens gleichzu-
setzen (vgl. VOLLENWEIDER/BRUNNER, in: FRÉSARD-FELLAY/LEUZIN-
GER/PÄRLI [Hrsg.], a.a.O., Art. 15 N. 7 und 95; DOROTHEA RIEDI HUNOLD, in: 
HÜRZELER/KIESER [Hrsg.], Kommentar zum schweizerischen Sozialversi-
cherungsrecht, UVG, 2018, Art. 15 N. 5 und 32; Entscheid des BGer vom 
21. Januar 2021, 8C_378/2020 [zur Publikation vorgesehen], E. 3.4.4). 
Damit ist der versicherte Verdienst auf Fr. 70'799.70 festzusetzen. 

Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers (vgl. Beschwerde S. 6 ff. 
Ziff. 9 f. und 12) liegt schliesslich kein Fall einer Rentenkombination im Sin-
ne von Art. 24 Abs. 4 UVV vor. Denn gemäss höchstrichterlicher Recht-
sprechung wird der massgebende Jahresverdienst – bei sich teilweise 
überschneidenden Tatbeständen der Art. 24 Abs. 2 und 4 UVV – bei der 
erstmaligen Rentenfestsetzung nach mehreren invalidisierenden Unfällen 
und einem Rentenbeginn später als fünf Jahre nach dem ersten Unfall 
nach Art. 24 Abs. 2 UVV bestimmt (BGE 139 V 28 E. 4.3.2 S. 35). Art. 24 
Abs. 4 UVV umfasst Fälle, in denen die versicherte Person bereits eine 
Rente bezieht und einen weiteren versicherten Unfall erleidet, was hier mit 
dem zu beurteilenden erstmaligen Rentenanspruch gerade nicht der Fall 
ist.

6.

Nach dem Dargelegten wäre der Invaliditätsgrad bei korrekter Betrach-
tungsweise auf 13 % (E. 4.6 hiervor) und der versicherte Verdienst auf 
Fr. 70'799.70 (E. 5.3 hiervor) festzusetzen. Damit würde die monatliche 
Rentenhöhe neu Fr. 613.60 (Fr. 70'799.70 x 0.8 [Art. 20 Abs. 1 UVG] x 
13 % / 12) anstelle der zugesprochenen Fr. 662.70 (vgl. act. IIA 136/1) be-
tragen. Ungeachtet der im Bereich der Unfallversicherung prozentgenauen 
Rentenfestsetzung werden die Invaliditätsbemessung und die Festsetzung 
des versicherten Verdienstes in einem gewissen Mass durch lohnstatisti-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Mai 2021, UV/21/219, Seite 16

sche Vereinfachungen und durch das der rechtsanwenden Behörde zuste-
hende Auswahlermessen beeinflusst. Im vorliegenden Fall erscheint es 
deshalb in Anbetracht der sich aus diesem Auswahlermessen ergebenden 
rechnerischen Differenzen gerade noch gerechtfertigt, dass es mit den von 
der Beschwerdegegnerin vorgenommenen und für den Beschwerdeführer 
vorteilhafteren und auch im Beschwerdeverfahren bestätigten Berechnun-
gen (vgl. act. IIA 128 f., 136/1) sein Bewenden hat und auf eine gerichtliche 
Schlechterstellung verzichtet werden kann. In der Folge ist die gegen den 
Einspracheentscheid vom 12. Februar 2021 (act. IIA 152) erhobene Be-
schwerde abzuweisen.

7.

7.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. fbis ATSG 
(Umkehrschluss; vgl. auch BBl 2018 1639) sind keine Verfahrenskosten zu 
erheben.

7.2 Bei diesem Verfahrensausgang hat der unterliegende Beschwerde-
führer keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Umkehrschluss aus 
Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG); auch die obsiegende Be-
schwerdegegnerin hat als mit der Durchführung der obligatorischen Unfall-
versicherung beauftragte öffentlich-rechtliche Anstalt praxisgemäss keinen 
Anspruch auf Ausrichtung einer Parteientschädigung (Art. 104 Abs. 4 VR-
PG; BGE 126 V 143 E. 4a S. 150).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Parteien-
tschädigung zugesprochen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Mai 2021, UV/21/219, Seite 17

3. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwältin B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- Rechtsanwalt C.________ z.H. der Beschwerdegegnerin 
- Bundesamt für Gesundheit

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.