# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6896056f-1a71-5d37-b6ac-31e73f1248f8
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-12-08
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 08.12.2010 C-3883/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-3883-2010_2010-12-08.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-3883/2010/frj/fas
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  8 .  D e z e m b e r  2 0 1 0

Richter Johannes Frölicher (Vorsitz), 
Richter Francesco Parrino, 
Richterin Franziska Schneider, 
Gerichtsschreiberin Susanne Fankhauser.

D._______, 
Beschwerdeführerin,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 
1211 Genf 2,
Vorinstanz.

IV-Rentenanspruch (Verfügung vom 3. Mai 2010).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-3883/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass die IV-Stelle für Versicherte im Ausland (IVSTA) mit in Rechtskraft  
erwachsener Verfügung vom 13. Januar 2003 das Leistungsbegehren 
von  D._______  mangels  rentenbegründender  Invalidität  abgewiesen 
hat (IV-Akt. 22), 

dass sich D._______ mit Datum vom 17. Januar 2008 erneut bei der 
schweizerischen  Invalidenversicherung  (IV)  zum  Leistungsbezug 
angemeldet hat, wobei sie darauf hinwies, dass sie in Österreich nun 
eine unbefristete Invaliditätspension erhalte (IV-Akt. 24),

dass  die  IVSTA  das  Leistungsbegehren  –  nach  Durchführung  des 
Vorbescheidverfahrens – mit  Verfügung vom 3. Mai 2010 abwies (IV-
Akt. 83), 

dass  zur  Begründung  ausgeführt  wird,  dass  trotz  der  Gesundheits -
beeinträchtigung  (insbesondere  Dysthymie,  Panvertebralsyndrom, 
Asthma  bronchiale  und  Gonarthrose,  vgl.  IV-Akt. 71)  weiterhin  eine 
Teilzeiterwerbstätigkeit  sowie  die  Tätigkeit  im  Aufgabenbereich  in 
rentenausschliessendem Umfang zumutbar seien,

dass D._______ diese Verfügung mit  Beschwerde vom 27. Mai  2010 
beim  Bundesverwaltungsgericht  angefochten  und  sinngemäss  die 
Zusprechung einer IV-Rente beantragt hat (Akt. 1),

dass die Vorinstanz in ihrer Vernehmlassung vom 25. November 2010 
beantragt  hat,  die  Beschwerde  sei  gutzuheissen,  die  angefochtene 
Verfügung  sei  aufzuheben  und  die  Sache  sei  im  Sinne  der 
Stellungnahme  des  regionalen  ärztlichen  Dienstes  (RAD)  vom 
18. November 2010 an die Verwaltung zurückzuweisen (Akt. 7),

dass  der  RAD-Arzt  Dr. A._______  in  seiner  Beurteilung  ausführt, 
aufgrund der Unterlagen sei unklar, ob es sich bei der diagnostizierten  
Dysthymia  nicht  um  eine  schwerwiegendere  depressive  Störung 
handle, weshalb er vorschlage, ein psychiatrisches Gutachten einzu-
holen (IV-Akt. 86),

dass das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 31 des Verwaltungs-
gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) in Verbindung 
mit Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 

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die Invalidenversicherung (IVG, SR 831.20) und Art. 33 Bst. d VGG zur 
Beurteilung von Beschwerden gegen Verfügungen der IVSTA zustän-
dig ist,

dass  die  IVSTA den  rechtserheblichen Sachverhalt  –  sofern  sie  wie 
vorliegend auf eine Neuanmeldung eingetreten ist – von Amtes wegen 
feststellt (vgl. Art. 43 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 
über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG, SR 
830.1],  Art. 87 Abs. 4 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die 
Invalidenversicherung [IVV, SR 831.201]),

dass aufgrund der vorliegenden medizinischen Akten nicht  mit  über-
wiegender  Wahrscheinlichkeit  festgestellt  werden  kann,  ob  bzw.  in 
welchem Umfang sich die Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit (Art.  6 und 
Art. 7 ATSG) der Beschwerdeführerin gegenüber dem Jahr 2003 (vgl. 
BGE 130 V 71, BGE 133 V 108 E. 5.2) verschlechtert hat,

dass  daher  antragsgemäss  die  angefochtene  Verfügung  aufzuheben 
und die Sache zur Vornahme ergänzender Abklärungen und Neuver-
fügung an die Vorinstanz zurückzuweisen ist,

dass die Beschwerde in diesem Sinne gutzuheissen ist,

dass bei diesem Verfahrensausgang keine Verfahrenskosten zu erhe-
ben sind (vgl. Art. 63 Abs. 1 und 2 VwVG), 

dass  der  nicht  anwaltlich  vertretenen  Beschwerdeführerin  keine ver-
hältnismässig hohen Kosten entstanden sind, weshalb auf die Zuspre-
chung einer Parteientschädigung zu verzichten ist (vgl. Art.  64 Abs. 1 
VwVG). 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde in dem Sinne gutgeheissen, dass die Verfügung vom 
3. Mai  2010 aufgehoben und die Sache an die Vorinstanz zurückge-
wiesen wird, damit sie nach Vornahme ergänzender Abklärungen über 
den Rentenanspruch neu verfüge.

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2.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

3.
Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- die  Beschwerdeführerin  (Einschreiben  mit  Rückschein;  Beilagen: 
Vernehmlassung vom 25. November 2010 und Stellungnahme RAD 
Rhone vom 18. November 2010)

- die Vorinstanz (Ref-Nr. _______)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Johannes Frölicher Susanne Fankhauser

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen  diesen  Entscheid  kann  innert  30  Tagen  nach  Eröffnung  beim 

Bundesgericht,  Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffent-

lich-rechtlichen  Angelegenheiten  geführt  werden,  sofern  die  Voraus-

setzungen  gemäss  den Art.  82  ff.,  90  ff. und 100  des Bundesgerichts-

gesetzes  vom  17.  Juni  2005  (BGG,  SR  173.110)  gegeben  sind.  Die 

Rechtsschrift  hat  die  Begehren,  deren  Begründung  mit  Angabe  der 

Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der  angefochtene 

Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende 

Partei in Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand: 

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