# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d381e288-2b2b-558b-812c-18f801252d01
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-01-24
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsbehörden Bau- und Verkehrsdirektion 24.01.2022 120 2021 70
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_BVD/BE_VB_001_120-2021-70_2022-01-24.pdf

## Full Text

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Bau- und Verkehrsdirektion

Reiterstrasse 11
3013 Bern
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www.bvd.be.ch/ra

BVD 120/2021/70

Entscheid der Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern (BVD)
vom 24. Januar 2022

in der Beschwerdesache zwischen

Herrn C.________
Beschwerdeführer 1

Frau D.________
Beschwerdeführerin 2

beide vertreten durch Herrn Rechtsanwalt E.________

und

Baupolizeibehörde der Gemeinde Madiswil, Bauverwaltung, Obergasse 2, Postfach 18, 
4934 Madiswil

vertreten durch Herrn Rechtsanwalt G.________

betreffend die Verfügung der Baupolizeibehörde der Gemeinde Madiswil vom 28. Juli 2021 
(Rück- und Wiederaufbau Wohnstock)

I. Sachverhalt

1. Am 4. Juni 2019 erteilte die Gemeinde Madiswil den Beschwerdeführenden gestützt auf die 
positive Verfügung des Amtes für Gemeinden und Raumordnung des Kantons Bern (AGR) vom 
18. März 2019 die Baubewilligung für den Rückbau ihres Wohnstocks und den Neubau eines 
Wohnhauses inkl. Autounterstand auf der Parzelle Madiswil Grundbuchblatt Nr. H.________. Die 
Parzelle liegt in der Landwirtschaftszone. Nach Ausführung der Bauarbeiten stellte die Gemeinde 
Madiswil verschiedene Abweichungen zur bewilligten Situation fest. Gemäss einer Begehung vom 
17. Februar 2021, an welcher neben den Beschwerdeführenden und zwei Mitgliedern der 
Bauverwaltung der Gemeinde auch ein Vertreter des AGR teilnahm, betreffen die Abweichungen 
diverse Umgebungsarbeiten und Fassadenveränderungen. Im darauffolgenden Schriftenwechsel 
wurde den Beschwerdeführenden das rechtliche Gehör zu den im Schreiben der Gemeinde vom 
11. März 2021 im Detail aufgeführten Abweichungen gewährt, welches diese mit Eingabe vom 
12. April 2021 wahrnahmen.
2. Mit Wiederherstellungsverfügung vom 28. Juli 2021 verfügte die Gemeinde Madiswil 
Folgendes: 

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« 1. Sie werden aufgefordert, die ausgeführten, nicht bewilligten Anlagen und Bauarbeiten bis zum 
31. Januar 2022 rückgängig zu machen, d.h. die Umgebungsgestaltung gemäss Verfügung des 
Amtes für Gemeinden und Raumordnung vom 18. März 2019 und dem bewilligten 
Umgebungsgestaltungsplan vom 15. November 2018 mit Revisionsdatum vom 28. März 2019 in den 
bewilligten Zustand zurückzuführen.

Die Umgebungsgestaltung ist gemäss den Gestaltungsgrundsätzen zu Artikel 24c RPG1 
auszuführen. Dies wurde Ihnen bereits mit der damaligen Voranfrage (Stellungnahme AGR vom 27. 
Dezember 2017) eröffnet:

zulässig sind:
- Veränderungen, die der natürlichen Umgebung einer Baute im ländlichen Raum entsprechen.
- Einheimische Pflanzen und ortsübliche Materialien.

unzulässig sind:
- Neue Zufahrt
- Grössere Terrainveränderungen mit Blocksteinmauern, Steinkörben, Löffelsteinen und hohen 

Stützmauern
- Grossflächige Oberflächenversiegelungen und Gartensitzplätze
- Nicht der Umgebung angepasste Einfriedungen und Gartengestaltungselemente
- Das Pflanzen nicht standortgerechter Bäume und Sträucher

Im Detail handelt es sich um folgende Anlagen und Bauvorhaben, welche entfernt oder angepasst 
werden müssen:

1.1 Die Pflästerung der Zufahrt muss entfernt werden und der Zugang, gemäss Rücksprache und 
Vorgaben des Amts für Gemeinden und Raumordnung, neu erstellt werden. 

1.2 Die Blocksteinmauer beim Carportvorplatz ist abzubrechen. Es ist gemäss bewilligtem Plan eine 
Böschung zu erstellen.

1.3 Der Schwimm- und Koiteich wie auch die dazugehörige nahezu unterirdische Technik-Anlage 
und der umliegende grosse Kiesplatz müssen rückgebaut werden. Es ist nur eine Grünfläche 
(Weide / Rasen) gestattet.

1.4 Die ausgeführten Terrassierungen mittels Blocksteinmauern sind zu entfernen. Es können 
gemäss Baueingabeplan Böschungen erstellt werden.

1.5 Die Holzterrasse (Holzrost) ist zu redimensionieren (gemäss bewilligtem 
Umgebungsgestaltungsplan).

1.6 Der Metall-Pavillon inkl. Kiesplatz sowie der Kies-Sitzplatz mit der Feuerschale sind zu 
entfernen.

1.7 In einem nachträglichen Baugesuch ist aufzuführen, ob der Anbau Veranda noch realisiert wird 
oder nicht.

1.8 Infolge der Umgebungs- und Bauarbeiten wurden diverse Drainagen erstellt und Quellen 
abgeleitet. Aus den Plänen ist nicht ersichtlich, wohin das gefasste Wasser eingeleitet wird. Es 
ist spätestens am 31. Januar 2022 ein detaillierte Entwässerungsplan einzureichen in welchem 
die Einleitstellen ersichtlich sind.

2. [Möglichkeit eines nachträglichen Baugesuchs]

3. [Androhung Busse]

1 Bundesgesetz vom 22. Juni 1979 über die Raumplanung (Raumplanungsgesetz, RPG; SR 700).

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4. [Androhung Ersatzvornahme]

5. [Kosten]

6. [Rechtsmittelbelehrung]

7. [Eröffnungsformel]»2 

Die Beschwerdeführenden verzichteten in der Folge auf die Einreichung eines nachträglichen 
Baugesuchs. 

3. Gegen diese Verfügung reichten die Beschwerdeführenden am 30. August 2021 
Beschwerde bei der Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern (BVD) ein. Sie stellen folgende 
Rechtsbegehren:

« 1. Die Wiederherstellungsverfügung der Beschwerdeführerin [recte: Gemeinde Madiswil] vom 28. Juli 
2021, Ziffern 1. bis 5., sei aufzuheben, namentlich soweit die in den Ziffern 1.1, 1.2, 1.3 (evtl. 
teilweise), 1.4 (evtl. teilweise), 1.5, 1.6 (teilweise) und 1.7 verfügten Massnahmen betreffend
[…].

2. Es sei festzustellen, dass sich die Lage sämtlicher unterirdischen Leitungen und Schächte auf der 
Parzelle Nr. H.________ aus dem Plan «Umgebung und Werkleitungen Mst. 1:50 vom 20. November 

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(genehmigt am 3. Dezember 2019 von der Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Madiswil […]) 
ergeben und die in Ziffer 1.8 der Wiederherstellungsverfügung enthaltenen Aufforderung 
zu Einreichung eines detaillierten Entwässerungsplanes damit gegenstandslos ist.

3. Es sei festzustellen, dass die vorliegende Beschwerde aufschiebende Wirkung hat, evtl. sei der 
vorliegenden Beschwerde die aufschiebende Wirkung zuzuerkennen.

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen.»

4. Das Rechtsamt, welches die Beschwerdeverfahren für die BVD leitet3, führte den 
Schriftenwechsel durch und holte bei der Vorinstanz die Vorakten sowie die Baugesuchsakten Nr. 
332 – 2018 / 47 und die Akten bezüglich Sanierung/Neubau der Zufahrtsstrasse Liegenschaften 
I.________ 5-8 ein. Die Gemeinde Madiswil hält mit Beschwerdeantwort vom 15. Oktober 2021 
an ihrer Verfügung vom 28. Juli 2021 fest und beantragt die Abweisung der Beschwerde unter 
Kostenfolge zu Lasten der Beschwerdeführenden. Das vom Rechtsamt angehörte AGR verzichtet 
in seiner Eingabe vom 22. September 2021 auf das Stellen eines förmlichen Antrags im 
Beschwerdeverfahren. 

5. Auf die Rechtsschriften wird, soweit für den Entscheid wesentlich, in den nachfolgenden 
Erwägungen eingegangen.

2 Vgl. die angefochtene Wiederherstellungsverfügung vom 28. Juli 2021, Dispositiv.
3 Art. 7 der Verordnung vom 18. Oktober 1995 über die Organisation und die Aufgaben der Bau- und Verkehrsdirektion 
(Organisationsverordnung BVD, OrV BVD; BSG 152.221.191).

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II. Erwägungen

1. Eintretensvoraussetzungen

Gemäss Art. 49 Abs. 1 BauG4 können baupolizeiliche Verfügungen nach Art. 45 bis 48 BauG 
innert 30 Tagen seit Eröffnung mit Beschwerde bei der BVD angefochten werden. Die 
Beschwerdeführenden sind als Adressaten durch die angefochtene Verfügung beschwert und 
daher zur Beschwerde legitimiert. Auf ihre form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ist 
einzutreten.

2. Streitgegenstand

a) Anfechtungsobjekt ist die Verfügung der Vorinstanz vom 28. Juli 2021. Der Streitgegenstand 
braucht sich nicht mit dem Anfechtungsobjekt zu decken, kann aber auch nicht über dieses 
hinausgehen. Innerhalb dieses Rahmens bestimmen die Parteien den Streitgegenstand. Sowohl 
für das Einleiten eines Beschwerdeverfahrens als auch für dessen Umfang und eine allfällige 
vorzeitige Beendigung gilt somit die Verfügungs- oder Dispositionsmaxime sowie das Rügeprinzip. 
Die Parteien können den Streitgegenstand im Verlauf des Verfahrens nicht erweitern, sondern nur 
einschränken.5

b) Die Gemeinde Madiswil bemerkt in ihrer Beschwerdeantwort vom 15. Oktober 2021, für die 
Pfählung, mithin die von den Beschwerdeführenden vorgenommene Abstützung des Gebäudes 
auf Pfählen, sei ebenfalls keine Bewilligung eingeholt worden. Diese Arbeiten sind jedoch nicht 
Bestandteil der in der Wiederherstellungsverfügung vom 28. Juli 2021 in Dispositiv Ziffer 1 – 
genauer Ziffern 1.1 bis 1.8 – aufgeführten Wiederherstellungsmassnahmen und bilden demnach 
nicht Streitgegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens. Sie sind daher nachfolgend nicht 
zu beurteilen. Ebenfalls nicht Streitgegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens bilden – 
wie die Gemeinde Madiswil in ihrer Beschwerdeantwort vom 15. Oktober 2021(Rz. 49 f.) 
zutreffend festhält – die Wassertanks südlich des Wohnhauses (Regen- und Frischwasser). Die 
Gemeinde Madiswil gibt an, sie werde die notwendigen Abklärungen diesbezüglich an die Hand 
nehmen. 

c) Ebenfalls nicht Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens bilden die aufgelisteten 
Wiederherstellungsmassnahmen, soweit diese von den Beschwerdeführenden in ihrer 
Beschwerde vom 30. August 2021 explizit anerkannt werden. Diesbezüglich unterziehen sich die 
Beschwerdeführenden der angefochtenen Wiederherstellungsverfügung vom 28. Juli 2021. Dies 
betrifft die Begrünung der Kiesfläche vom Carport bis zum Filterschacht entsprechend Ziffer 1.3 
der Wiederherstellungsverfügung vom 28. Juli 2021 (vgl. Erwägung 7 nachfolgend).

3. Projektänderungen bzw. Beurteilungsgrundlagen der Wiederherstellungsmassnahmen

a) Die Beschwerdeführenden machen generell und unabhängig der einzelnen 
Wiederherstellungsanordnungen der Gemeinde Madiswil geltend, die 
Wiederherstellungsverfügung vom 28. Juli 2021 sei unter der falschen Voraussetzung und 
Annahme ergangen, die Baubewilligung vom 4. Juni 2019 beanspruche unverändert Gültigkeit. 
Vielmehr seien verschiedene Projektänderungen im Nachgang zur erteilen Baubewilligung, 
welche aufgrund von Feststellungen während den Bauarbeiten vorgenommen worden seien, von 

4 Baugesetz vom 9. Juni 1985 (BauG; BSG 721.0).
5 Ruth Herzog, in Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 72 N. 12 bis 14.

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der Gemeinde Madiswil genehmigt worden. Letztere stütze sich in der angefochtenen 
Wiederherstellungsverfügung vom 28. Juli 2021 jedoch einzig auf die Baubewilligung vom 4. Juni 
2019 und die damals bewilligten Pläne. 

Insgesamt habe ihr Architekt zwei Mal die Genehmigung von Projektänderungen im Sinne von 
Art. 43 Abs. 5 BewD6 bei der Gemeinde beantragt, so am 8. Juli 2019 sowie am 23. November 
2019. Mittels Stempelung des jeweils angepassten Umgebungsgestaltungsplanes sowie durch 
Mitteilung auf dem Lieferschein, dass die zuständige Kommission die Projektänderung genehmigt 
habe, sei die Genehmigung der eingegebenen Projektänderungen durch die zuständige 
Baubehörde erfolgt. Dies entspräche auch dem Hinweis des AGR in dessen Verfügung vom 18. 
März 2019, wonach das Verfahren durch die Baubewilligungsbehörde weiterzuführen sei. Es 
entziehe sich ihrer Kenntnis wie auch der ihres Architekten, ob die Baubewilligungsbehörde die 
Projektänderungen vor der Genehmigung der geänderten Umgebungspläne mit dem AGR 
abgesprochen habe. Sie hätten klarerweise davon ausgehen dürfen, dass die von ihnen 
beantragten Projektänderungen den formell korrekten Weg gegangen seien. Sie hätten somit in 
guten Treuen davon ausgehen dürfen, dass die beantragten Projektänderungen ordentlich 
bewilligt seien. Jedenfalls sei den geänderten Plänen weder von Seiten des AGR noch von 
anderer / dritter Stelle Opposition erwachsen. 

Die Beschwerdeführenden folgern daraus, dass sie die Umgebung entsprechend dem am 
3. Dezember 2019 von der Baubewilligungsbehörde gestempelten Plan (zweite Projektänderung 
vom 20. November 2019, eingereicht am 23. November 2019) hätten realisieren dürfen, mithin 
diese Arbeiten rechtgültig bewilligt sind. Es stehe damit fest, dass sich die 
Wiederherstellungsverfügung einzig gegen Bauteile richten könne, welche nicht dem 
Umgebungsplan vom 20. November 2019 (genehmigt / gestempelt am 3. Dezember 2019) 
entsprechen würden. 

b) Die Gemeinde Madiswil stellt sich demgegenüber auf den Standpunkt, als 
Beurteilungsgrundlage für die Wiederherstellungsmassnahmen gemäss der angefochtenen 
Verfügung vom 28. Juli 2021 würden die mit Bauentscheid vom 4. Juni 2019 bewilligten 
Umgebungsgestaltungsarbeiten gemäss Plan «Umgebung Mst. 1:100» vom 15. November 2018, 
rev. 28. März 2019 gelten. Die von den Beschwerdeführenden erwähnten Projektänderungen vom 
Juli und Dezember 2019 seien lediglich durch den damaligen Bauverwalter bearbeitet worden. Die 
Projektänderung vom Juli 2019 sei zwar zusätzlich vom Gemeinderat A.________ visiert worden. 
Damit seien aber beide Anpassungen weder der gemäss Art. 41 Abs. 1 GBR7 zuständigen Bau- 
und Planungskommission noch dem gemäss Art. 25 Abs. 2 RPG i.V.m. Art. 84 BauG für die 
Bewilligung von Bauten und Anlagen ausserhalb der Bauzone zuständige AGR zur Bewilligung 
unterbreitet worden. Die «Genehmigung» der Projektänderung sei damit in doppelter Hinsicht 
durch eine unzuständige Stelle erfolgt. Daneben hätten die Beschwerdeführenden auch weitere, 
nie eingereichte und dementsprechend auch nie gestempelt oder visierte Projektanpassungen 
vorgenommen. Ohne Zustimmung der zuständigen kantonalen Behörde vermöge eine 
Baubewilligung in der Landwirtschaftszone gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung sodann 
keine Rechtsgültigkeit erlangen. Solche Baubewilligungen seien mit anderen Worten ohne 
Zustimmungen des AGR nichtig. Die Nichtigkeit sei an die Voraussetzung der materiellen 
Rechtswidrigkeit der in Frage stehenden Bauten geknüpft, d.h. es dürfe keine nachträgliche 
Erteilung einer Bewilligung in Betracht fallen. Dies sei vorliegend nicht der Fall, was auch das AGR 
im Verfahren festgestellt habe. Es sei davon auszugehen, dass auch die Beschwerdeführenden 
es so sehen, da sie kein nachträgliches Baugesuch eingereicht hätten. Es sei demnach 

6 Dekret vom 22. März 1994 über das Baubewilligungsverfahren (Baubewilligungsdekret, BewD; BSG 725.1).
7 Baureglement der Gemeinde Madiswil vom 20. Dezember 2013 (GBR).

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festzuhalten, dass die durch den Bauverwalter im Juli und Dezember 2019 erteilten Bewilligungen 
der Projektanpassungen als nichtig einzustufen seien.
c) Das AGR stellt in seiner Eingabe vom 22. September 2021 fest, seine Beurteilung in der 
dem Bauentscheid der Gemeinde Madiswil vom 4. Juni 2019 zugrundeliegenden Verfügung vom 
18. März 2019 stütze sich auf die Planunterlagen (Umgebung, Grundriss und Schnitte, Ansichten) 
vom 15. November 2018 mit Druckdatum vom 19. November 2018 ab. Die ausgeführte 
Umgebungsgestaltung entspreche in keiner Art und Weise dem rechtmässig bewilligten Zustand 
gemäss dem Umgebungsgestaltungsplan vom 15. November 2018, für welches das AGR die 
zuständige Stelle gemäss Art. 84 BauG sei. Weiter sei dem AGR auch keine Projektänderungen 
zur Prüfung und Beurteilung vorgelegt worden und es habe keine Absprachen diesbezüglich mit 
der Gemeinde Madiswil gegeben. Es läge demnach für die ausgeführten Arbeiten keine 
rechtmässige Baubewilligung vor, da ohne die Zustimmung des AGR als zuständige Stelle kein 
Bauvorhaben in der Landwirtschaftszone bewilligt werden oder wie in vorliegendem Fall zur 
Ausführung freigegeben werden könne. Es sei ein nachträgliches Baugesuch einzureichen. 

Abschliessend weist das AGR daraufhin, dass die vorgenommene Umgebungsgestaltung den 
Rahmen einer Ausnahmebewilligung gemäss Art. 24c RPG deutlich sprenge. Es sei demnach 
äusserst fraglich, ob für die ausgeführte Umgebungsgestaltung, welche über den bewilligten 
Zustand gemäss Umgebungsplan vom 15. November 2018 hinausgehe, eine positive Beurteilung 
in Aussicht gestellt werden könne. Dasselbe gelte für die Befestigung der Zufahrtsstrasse. Diese 
Belagsänderung sei ebenfalls ohne Baugesuch und ohne Zustimmung des AGR erfolgt.

d) Umstritten ist vorliegend die Grundlage der Wiederherstellungsmassnahmen, mithin, ob die 
von den Beschwerdeführenden ins Feld geführten Projektänderungen vom Juli und Dezember 
2019 formell rechtmässig bewilligt sind. Die Beweislast für das Vorhandensein einer 
Baubewilligung liegt bei der Bauherrschaft.8 Demgegenüber ist zwischen den Beteiligten 
unbestritten, dass die von den Beschwerdeführenden vorgenommenen 
Umgebungsgestaltungsarbeiten über den bewilligten Zustand gemäss Bauentscheid vom 4. Juni 
2019 hinausgehen. Die beiden von den Beschwerdeführenden vorgebrachten Projektänderungen 
sind sodann unbestrittenermassen der Gemeinde Madiswil eingereicht worden. Aus den Akten ist 
ersichtlich, dass diese Projektänderungen jeweils mittels Stempel der Gemeinde Madiswil und 
einer Unterschrift sowie dem Datum vom 23. Juli 20199 bzw. 3. Dezember 201910 versehen sind. 
Aus einem Vergleich dieser Unterschriften mit denjenigen auf dem Bauentscheid vom 4. Juni 
201911 kann gefolgert werden, dass die erste Projektänderung, eingereicht mit Schreiben des 
Architekten der Beschwerdeführenden vom 19. Juli 201912, bzw. die Pläne mit Druckdatum 19. 
Juli 201913 vom Gemeinderat A.________ unterzeichnet sind. Demgegenüber stammt die 
Unterschrift auf dem Plan «Umgebung + Werkleitungen Mst. 1:50», Druckdatum 20. November 
2019, mithin die zweite Projektänderung, eingereicht mit Lieferschein des Architekten der 
Beschwerdeführenden vom 23. November 201914, vom ehemaligen Bauverwalter B.________.15

e) Gemäss Art. 25 Abs. 1 RPG ordnen die Kantone die Zuständigkeiten und das Verfahren der 
Baubewilligung. Das Bundesrecht verlangt dabei, dass bei allen Bauvorhaben ausserhalb der 
Bauzonen eine kantonale Behörde entscheidet, ob diese zonenkonform sind oder ob für sie eine 

8 Vgl. Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, Band I, 5. Aufl., Bern 2020, Art. 46 
N. 9b, Bst. c.
9 Vgl. Vorakten, pag. 8.4, 18.1-18.7.
10 Vgl. Beschwerdebeilage 10-12.
11 Vgl. Vorakten, pag. 4.1.
12 Vgl. Beschwerdebeilage 8.
13 Vgl. Vorakten, pag. 18.1-18.7.
14 Vgl. Beschwerdebeilage 10.
15 B.________ist gemäss Aussage der Gemeinde Madiswil nicht mehr als Bauverwalter tätig. Vgl. Beschwerdeantwort 
vom 15. Oktober 2021, Rz. 13.

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Ausnahmebewilligung erteilt werden kann (Art. 25 Abs. 2 RPG). Im Kanton Bern ist dafür das AGR 
zuständig (Art. 84 Abs. 1 BauG und Art. 19 BewD i.V.m. Art. 108a BauV16 und Art. 12 Bst. e OrV 
DIJ17). Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung handelt es sich beim Entscheid nach Art. 25 
Abs. 2 RPG um ein unentbehrliches, konstitutiv wirkendes Element der kommunalen Bewilligung. 
Ohne Zustimmung der zuständigen kantonalen Bewilligungsbehörde erteilte Baubewilligungen 
sind grundsätzlich als nichtig zu qualifizieren. Voraussetzung ist dabei, dass die Erteilung einer 
Bewilligung klar ausser Betracht fällt.18

Innerhalb der Gemeinde Madiswil ist gemäss Art. 41 Abs. 1 Bst. a GBR die Bau- und 
Planungskommission zuständig für die selbstständige Erledigung des Baubewilligungsverfahrens. 
Gemäss Art. 17 Abs. 2 OgR19 dürfen die Kommissionen und damit auch die Bau- und 
Planungskommission beschliessen, wenn die Mehrheit ihrer Mitglieder anwesend ist. Bei 
Abstimmungen entscheidet die Mehrheit der Stimmenden. Nach Art. 36 OgV20 führen die 
Kommissionen Kollektivunterschrift zu zweien.

f) Vorliegend wird weder von den Beschwerdeführenden vorgebracht noch ist aus den Akten 
ersichtlich, dass die umstrittenen Projektänderungen der Bau- und Planungskommission der 
Gemeinde Madiswil vorgelegt und von dieser letztlich gemäss Art. 41 Abs. 1 GBR auch beurteilt 
und bewilligt wurden. Zwar schreibt der Architekt der Beschwerdeführenden im Schreiben vom 
19. Juli 201921, nach Rücksprache von Herrn B.________ [gemeint ist offensichtlich der ehemalige 
Bauverwalter B.________] sei die Projektänderung von der Baukommission genehmigt. Diese 
Aussage lässt sich jedoch in keiner Weise aus den Akten bestätigen. Weiter geht aus den Akten 
ebenfalls nicht hervor, dass die vorliegend umstrittenen Projektänderungen jemals dem AGR 
gemäss obgenannter Zuständigkeitsordnung zur Bewilligung unterbreitet wurden. Die 
Beschwerdeführenden geben in ihrer Beschwerde selber an, es entziehe sich «…der Kenntnis 
sowohl der Beschwerdeführenden wie auch des Architekten, ob die Baubewilligungsbehörde die 
Projektänderungen vor der Genehmigung der geänderten Umgebungspläne mit dem AGR 
abgesprochen» habe.22 Das AGR bestätigt in seiner Stellungnahme vom 22. September 2021, 
dass ihm keine Projektänderungen seit der Verfügung vom 18. März 2019 zu Prüfung und 
Beurteilung zugestellt worden sind.23

Es ist demnach festzuhalten, dass die beiden von den Beschwerdeführenden vorgebrachten 
Projektänderungen in doppelter Hinsicht nicht von der zuständigen Behörde bewilligt wurden: 

Erstens fehlt es an einer förmlich korrekten Baubewilligung, erlassen von der zuständigen Bau- 
und Planungskommission mit der gesetzlich vorgesehenen Kollektivunterschrift zu Zweien. Mit 
anderen Worten liegt keine förmliche Baubewilligung vor. Dies war für die Beschwerdeführenden 
auch ohne weiteres erkennbar. Einerseits entsprechen die «Genehmigungen» der beiden 
eingereichten Projektänderungen mittels simpler Unterschrift auf den eingereichten Projektplänen 
nicht der Form eines ordentlichen Bauentscheids. Dass den Beschwerdeführenden diese Form 
bekannt sein muss, ergibt sich schon alleine aus dem Fakt, dass sie am 4. Juni 2019 eine 

16 Bauverordnung vom 6. März 1985 (BauV; BSG 721.1). 
17 Verordnung vom 18. Oktober 1995 über die Organisation und die Aufgaben der Direktion für Inneres und Justiz 
(Organisationsverordnung DIJ, OrV DIJ; BSG 152.221.131).
18 Vgl. BGE 111 Ib 213, E. 5b, BGE 132 II 21 ff. E. 3.1 ff, BGer 1C_500/2016 vom 30. Mai 2017 E. 3.1 und BGer 
1C_709/2020 vom 24. August 2021, E. 4.2.2, je mit weiteren Hinweisen; vgl. Aldo Zaugg/Peter Ludwig, a.a.O., Art. 35-
35c N. 2a sowie Art. 84 N. 3 mit weiteren Hinweisen.
19 Organisationsreglement der Einwohnergemeinde Madiswil vom 2011, mit Änderungen per 1. Januar 2013 und per 
1. Januar 2019; OgR.
20 Organisationsverordnung der Einwohnergemeinde Madiswil vom 14. Januar 2013; OgV.
21 Vgl. Beschwerdebeilage 8.
22 Vgl. Beschwerde vom 30. August 2021, Rz 16.
23 Vgl. Stellungnahme des AGR vom 22. September 2021.

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ordentliche und formell korrekte Baubewilligung – u.a. mit Doppelunterschrift und 
Rechtsmittelbelehrung – erhalten haben. Andererseits wurden die Beschwerdeführenden von 
einer Fachperson – ihrem Architekten Herr F.________ – beraten und begleitet, dessen Wissen 
sich die Beschwerdeführenden anrechnen lassen müssen.24 Als Fachmann musste Herr 
F.________ wissen (bzw. hätte wissen müssen), dass weder der Bauverwalter der Gemeinde 
noch der Vorsteher des Ressort Bau- und Planung der Gemeinde je alleine eine Baubewilligung 
und damit auch eine Bewilligung für eine Projektänderung nach rechtskräftigem Bauentscheid 
(vgl. Art. 43 Abs. 5 BewD) erteilen können. 

Zweitens fehlte es an der gemäss der geltenden gesetzlichen Ordnung (vgl. oben Bst. e) in der 
Landwirtschaftszone erforderlichen Zustimmung der zuständigen kantonalen Behörde, dem AGR. 
Auch dies musste sowohl den Beschwerdeführenden aufgrund der Erfahrungen aus dem 
ursprünglichen Baubewilligungsverfahren wie auch dem beigezogenen Architekten bekannt sein. 
Ohnehin darf gemäss der Rechtsprechung vorausgesetzt werden, dass die grundsätzliche 
Bewilligungspflicht für Bauvorhaben allgemein bekannt ist. Gleiches gilt auch für das 
Überschreiten einer Baubewilligung (Projektänderung). Dies gilt erst recht bei Bauvorhaben in der 
Landwirtschaftszone, wobei in diesem Fall auch das Wissen um die kantonale Zustimmung 
vorausgesetzt werden darf.25 Das der Architekt um das Bewilligungserfordernis seitens des 
Kantons (AGR) auch für Projektänderungen weiss, geht im Übrigen aus der Korrespondenz 
zwischen ihm und dem ehemaligen Bauverwalter der Gemeinde Madiswil hervor.26 Das 
Vorbringen der Beschwerdeführenden in ihrer Beschwerde vom 30. August 2021, das AGR hätte 
selber in seiner Verfügung vom 18. März 2019 geschrieben, «[D]as Verfahren [ist] durch die 
Baubewilligungsbehörde weiterzuführen», vermag daran nichts zu ändern. Diese 
Standardformulierung des AGR weist einzig darauf hin, dass das laufende 
Baubewilligungsverfahren durch die Baubewilligungsbehörde mittels Bauentscheid 
abzuschliessen ist. Eine Änderung der Zuständigkeitsordnung für nach diesem Entscheid 
eingereichte Projektänderungen lässt sich daraus in keiner Weise ableiten. 

g) Zusammenfassend ist festzuhalten, dass keine förmliche Baubewilligung für die von den 
Beschwerdeführenden ausgeführten Bauarbeiten, welche über den bewilligten Zustand mit 
Baubewilligung vom 4. Juni 2019 hinausgehen, besteht. Die Beschwerdeführenden haben es 
unterlassen, ein förmlich korrektes, nachträgliches Baugesuch für die über den bewilligten 
Zustand gemäss Bauentscheid vom 4. Juni 2019 hinausgehenden Arbeiten, einzureichen. Doch 
sogar wenn den Beschwerdeführenden gefolgt würde und die beiden eingereichten 
Projektänderungen als kommunal bewilligt angesehen würden, wären diese «Bewilligungen» 
gemäss oben zitierter Rechtsprechung mangels kantonaler Zustimmung (des AGR) nichtig, da die 
getätigten Arbeiten auch materiell nicht bewilligungsfähig sind (vgl. nachfolgende Ausführungen). 
Somit läge auch in diesem Fall ein formell rechtswidriger Zustand vor.

Abzustützen für die Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands ist demnach einzig auf den 
Bauentscheid vom 4. Juni 2019 und die damit bewilligten Umgebungsgestaltungsarbeiten gemäss 
Plan «Umgebung Mst. 1:100» vom 15. November 2018, rev. 28. März 2019.27 Sämtliche Arbeiten, 
welche über diese Grundlagen hinausgehen, sind formell nicht rechtmässig bewilligt. Es kann 
somit offengelassen werden, ob allenfalls gewisse von den Beschwerdeführenden ausgeführte 
Arbeiten die von ihnen vorgebrachten Projektänderungen übersteigen würden, wie es die 
Gemeinde Madiswil in ihrer Beschwerdeantwort vorbringt.

24 Vgl. Aldo Zaugg/Peter Ludwig, a.a.O., Art. 46 N. 9b mit weiteren Hinweisen und Verweis auf die Rechtsprechung.
25 Vgl. statt vieler, BGer 1C_179/2013, E. 5.3; vgl. auch Aldo Zaugg/Peter Ludwig, a.a.O., Art. 46 N. 9b Bst. a/bb; BGer 
1C_709/2020 vom 24. August 2021, E. 4.2.7.
26 Vgl. die E-Mail vom 10. Juli 2019, Vorakten, pag. 8.5.
27 Vgl. Vorakten, pag. 19.9.

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4. Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands: Grundsätzliches

a) Wird ein Bauvorhaben ohne Baubewilligung oder in Überschreitung einer Baubewilligung 
ausgeführt oder werden bei der Ausführung eines bewilligten Vorhabens Vorschriften missachtet, 
so setzt die Baupolizeibehörde eine angemessene Frist zur Wiederherstellung des rechtmässigen 
Zustands unter Androhung der Ersatzvornahme (Art. 46 Abs. 1 und 2 BauG). Die 
Wiederherstellungsverfügung muss im öffentlichen Interesse liegen, verhältnismässig sein und 
darf den Vertrauensgrundsatz nicht verletzen. 

b) Ein öffentliches Interesse an der Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands ist im 
Allgemeinen gegeben, da das Interesse an der Einhaltung der baurechtlichen Bestimmungen und 
an der konsequenten Verhinderung von Bauten, die der baurechtlichen Ordnung widersprechen, 
generell gross ist. Besonderes Gewicht kommt dem öffentlichen Interesse am konsequenten 
Vollzug der Bau-, Planungs- und Umweltrechts ausserhalb des Baugebiets zu.28 

c) Eine Wiederherstellungsmassnahme ist verhältnismässig, wenn sie geeignet ist, das 
angestrebte Ziel zu erreichen, nicht weiter geht, als zur Herstellung des rechtmässigen Zustands 
nötig ist und die Belastung für die pflichtige Person in einem vernünftigen Verhältnis zum 
verfolgten Ziel steht.29 Ein blosses Benützungsverbot genügt als Wiederherstellungsmassnahme 
in der Regel nicht, da ein solches auf Dauer meist nur mit unverhältnismässigem 
Verwaltungsaufwand kontrollierbar und durchsetzbar ist. Zur Wiederherstellung des 
rechtmässigen Zustands müssen daher unrechtmässig erstellte Bauteile grundsätzlich beseitigt 
werden.30 Nach der Praxis des Verwaltungsgerichts gilt es sodann als unverhältnismässig, eine 
an sich bewilligungsfähige Baute oder Anlage bloss wegen Fehlens der Baubewilligung beseitigen 
zu lassen (sog. formelle Rechtswidrigkeit). In Fällen, in denen kein nachträgliches Baugesuch 
gestellt wird, hat die Rechtsmittelbehörde deshalb summarisch zu prüfen, ob das Vorhaben 
bewilligt werden könnte (sog. materielle Rechtswidrigkeit).31

d) Der Grundsatz des Vertrauensschutzes (Art. 9 BV32) gibt Privaten einen Anspruch darauf, 
in ihrem berechtigten Vertrauen in behördliche Zusicherungen oder in anderes, bestimmte 
Erwartungen begründendes Verhalten der Behörden geschützt zu werden.33 Bei gutem Glauben 
der Bauherrschaft kann daher die Wiederherstellung unterbleiben, sofern sie nicht durch 
gewichtige öffentliche oder private Interessen geboten ist. Geschützt wird nicht der gute Glaube 
an sich, sondern die gestützt darauf getätigten Dispositionen, insbesondere bauliche 
Investitionen, die nicht ohne Schaden rückgängig gemacht werden können. Beruft sich die 
Bauherrschaft auf eine (falsche) Auskunft der Behörde, so muss diese für die getätigte Disposition 
ursächlich gewesen sein. Eine Bauherrschaft kann nur gutgläubig sein, wenn sie bei gebotener 
Aufmerksamkeit und Sorgfalt annehmen durfte, sie sei zur Bauausführung berechtigt. Die 
Unrichtigkeit der Auskunft darf nicht ohne weiteres erkennbar gewesen sein. Auskünfte, die Dritten 
erteilt worden sind und von diesen weitergeleitet werden, stellen keine geeignete 
Vertrauensgrundlage dar. Die behördliche Zusicherung gilt grundsätzlich nur für den unmittelbaren 
Empfänger.34 Selbst wenn die Voraussetzungen des Vertrauensschutzes erfüllt sind (Bestehen 
einer Vertrauensgrundlage und Vertrauensbetätigung), können Private die Verbindlichkeit der 
Zusicherung nur beanspruchen, falls das Interesse am Schutz des Vertrauens in die unrichtige 
Auskunft gegenüber dem Interesse an der richtigen Rechtsanwendung überwiegt. Die 

28 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, a.a.O., Art. 46 N. 9a.
29 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, a.a.O., Art. 46 N. 9; BVR 2013 S. 85 E. 5.1.
30 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, a.a.O., Art. 46 N. 10 mit Hinweisen auf die Praxis.
31 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, a.a.O., Art. 46 N. 15a.
32 Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV; SR 101).
33 Ulrich Häfelin/Georg Müller/Felix Uhlmann, Allgemeines Verwaltungsrecht, 8. Aufl., Zürich/St. Gallen 2020, N. 624.
34 Ulrich Häfelin/Georg Müller/Felix Uhlmann, a.a.O., N. 669.

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Interessenabwägung im Einzelfall bleibt daher vorbehalten und bildet eine Schranke des 
Vertrauensschutzes.35

e) Wie unter Erwägung 3 oben festgestellt, ist für die Frage, ob ein Wiederherstellungsgrund 
vorliegt, mithin ob die Beschwerdeführenden bei der Ausführung ihres Bauvorhabens von den 
bewilligten Plänen in unzulässiger Art und Weise abgewichen sind, vom baubewilligten Zustand 
gemäss den in der Baubewilligung vom 4. Juni 2019 aufgezählten Unterlagen auszugehen.36 
Folglich ist für jede der im Dispositiv der Wiederherstellungsverfügung der Gemeinde Madiswil 
vom 28. Juli 2021 festgehaltene Massnahme (Ziffern 1.1-1.8 der Wiederherstellungsverfügung) 
nachfolgend einzeln zu prüfen, ob eine baupolizeiwidriger Zustand besteht (formelle 
Rechtswidrigkeit). Bejahendenfalls ist für das einzelne bauliche Vorhaben summarisch zu prüfen, 
ob es bewilligt werden könnte (materielle Rechtswidrigkeit). Bei festgestellter materieller 
Rechtswidrigkeit ist weiter einzeln für jede verfügte Wiederherstellungsmassnahme deren 
Verhältnismässigkeit zu prüfen. Vorab gesamthaft beurteilt werden kann demgegenüber die Frage 
der Gutgläubigkeit der Beschwerdeführenden (Vertrauensschutz). 

f) Die Beschwerdeführenden machen in ihrer Beschwerde vom 30. August 2021 geltend, sie 
hätten in guten Treuen davon ausgehen dürfen, dass die beantragten Projektänderungen von der 
Baubewilligungsbehörde genehmigt worden seien. Sinngemäss stellen sie sich damit auf den 
Standpunkt, sie hätten die Arbeiten, welche über den baubewilligten Zustand gemäss 
Bauentscheid vom 4. Juni 2019 hinausgehend, gutgläubig und in Vertrauen auf die Informationen 
der Gemeinde ausgeführt. 

Die Gemeinde Madiswil bringt in ihrer Beschwerdeantwort vom 15. Oktober 2021 zu den 
Wiederherstellungsmassnahmen vor, die Beschwerdeführenden seien nicht als gutgläubig im 
Sinne der Rechtsprechung anzusehen. Fachpersonen wie Architekten müssten um den Umstand 
der erforderlichen Zustimmung der kantonalen Behörde wissen. Dieses Wissen müssten sich die 
Beschwerdeführenden anrechnen lassen. Dies sei bei der Interessenabwägung über die 
Verhältnismässigkeit der angeordneten Massnahmen zu berücksichtigen. 

g) Die Beschwerdeführenden gingen und gehen immer noch davon aus, ihre 
Projektänderungen seien bewilligt. Mit anderen Worten bestreiten sie die Baubewilligungspflicht 
der baulichen Vorhaben, welcher in Überschreitung der Baubewilligung vom 4. Juni 2019 
ausgeführt wurden, nicht. Verweisend auf das unter Erwägung 3f Gesagte ist den 
Beschwerdeführenden sodann das Fachwissen ihres Architekten anzurechnen. Die 
Beschwerdeführenden hätten demnach ohne weiteres erkennen müssen, dass die ihnen erteilten 
«Bewilligungen» der Projektänderungen sowohl von der falschen kommunalen Behörde 
(Bauverwaltung anstelle Bau- und Planungskommission) als auch ohne die erforderliche 
kantonale Bewilligung des AGR ausgestellt wurden. Die Ungültigkeit der vom Bauverwalter bzw. 
vom zuständigen Gemeinderat individuell mittels Einzelunterschrift auf dem eingereichten 
Projektänderungsplan «genehmigten» Projektänderungen war für die Beschwerdeführenden 
folglich erkennbar bzw. hätte für diese bei Anwendung der gebotenen Sorgfalt zumindest 
erkennbar sein müssen. Zudem ist der Gemeinde Madiswil beizupflichten, dass auch die äusserst 
kurze Bearbeitungsdauer der Projektänderungen die Aufmerksamkeit der Beschwerdeführenden 
und ihres Architekten hätte wecken müssen. Entgegen der Darstellung der Gemeinde Madiswil 
dauerte die «Genehmigung» der ersten Projektänderung nicht 15 Tage sondern wesentlich kürzer 

35 Ulrich Häfelin/Georg Müller/Felix Uhlmann, a.a.O., N. 664, N. 699.
36 Vgl. Bauentscheid vom 4. Juni 2019, Vorakten, pag. 4.1; vgl. Baugesuchsunterlagen, Vorakten, pag. 16.1-16.22; vgl. 
Pläne des Bauentscheids vom 4. Juni 2019, Vorakten, pag. 19.1-19.9.

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(3 Tage oder sogar noch weniger).37 Die zweite Projektänderung dauerte maximal 10 anstelle der 
von der Gemeinde Madiswil genannten 13 Tage, kann aber aus den Akten nicht exakt 
nachvollzogen werden.38 Die aufgewendete Bearbeitungsdauer beider Projektänderungen 
entspricht unabhängig deren exakten Festlegung nicht der gewöhnlichen Zeit für die förmliche 
Bearbeitung einer Projektänderung, zumal das AGR als weitere Behörde zwingend einzubeziehen 
war. Unabhängig davon hätte jedoch spätestens der Fakt, dass die kommunal «genehmigten» 
Projektänderungen offensichtlich und auch für die Beschwerdeführenden erkennbar nicht vom 
AGR beurteilt worden waren, die Beschwerdeführenden und ihren Architekten hellhörig werden 
lassen müssen. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Beschwerdeführenden sich für die 
Ausführungen der Bauarbeiten, welche über den bewilligten Zustand gemäss Bauentscheid vom 
4. Juni 2019 hinausgehen, nicht auf ihren guten Glauben berufen können. Die Voraussetzungen 
des Vertrauensschutzes sind nicht erfüllt. Dies ist im Folgenden bei der Prüfung der einzelnen 
Wiederherstellungsmassnahmen (Erwägungen. 5 – 11) jeweils zu berücksichtigen.

5. Pflästerung der Zufahrt 

a) Die Beschwerdeführenden bringen vor, der Farbton der Pflästerung / Sickersteine sei nicht 
verbindlicher Gegenstand der Baubewilligung. Die Verpflichtung, die aktuellen gelb-braun-
rötlichen Pflastersteine durch graue Pflastersteine zu ersetzen, widerspreche überdies dem 
Grundsatz der Verhältnismässigkeit. Der ohnehin diskrete Farbton werde sich im Laufe der Zeit 
zusätzlich ausbleichen und damit zunehmend unauffälliger und damit «grauer» erscheinen. Im 
Übrigen sei dieser Verfügungspunkt zu unbestimmt, da es unklar sei, wie genau der Zustand 
wiederherzustellen sei. Es seien keine entsprechenden Vorgaben des AGR bekannt. 

b) Die Gemeinde Madiswil erwidert hierzu, die Pflästerung der Einfahrt sei in den bewilligten 
Plänen sowie auch in den später durch den Bauverwalter ohne Bewilligung des AGR gestempelten 
Plänen stets als grau ausgewiesen. Ausserhalb der Bauzone spiele die Farb- und Materialwahl 
eine sehr grosse Rolle, weil das Erscheinungsbild einer Baute oder Anlage wesentlich davon 
abhänge. 

c) Vorab ist festzustellen, dass sämtliche in den Akten befindlichen Pläne und damit selbst die 
Pläne der nichtigen Projektänderungen die Farbe der Verbundsickersteine der Pflästerung der 
Zufahrt und des Vorplatzes des Hauses mit einem Grauton darstellen.39 Die rot-braune Farbe der 
Pflästerung gemäss der Bauausführung40 entspricht offensichtlich nicht dem gemäss 
Baubewilligung vom 4. Juni 2019 gestempelten Plan «Umgebung, Mst. 1:100» vom 15. November 
2018, rev. 28. März 2019. Den Beschwerdeführenden kann daher nicht gefolgt werden, wenn sie 
geltend machen, der Farbton der Pflästerung /Sickersteine sei mit dem massgebenden Plan nicht 
verbindlich festgelegt worden. Wie erwähnt, entspricht die Farbe auch nicht den Plänen der 
«Projektänderungen». Es steht demnach fest, dass bereits ein formell baupolizeiwidriger Zustand 
bezogen auf die Farbauswahl der Pflästerung der Zufahrt besteht. Weiterer Bestandteil der 
Wiederherstellungsverfügung vom 28. Juli 2021 bildet die unterschiedliche Pflästerung der Zufahrt 

37 Die erste Projektänderung wurde am 19. Juli 2019 per Post eingereicht und von der Gemeinde Madiswil mit einem 
Eingangsstempel vom 22. Juli 2019 versehen (Vorakten, pag. 8.4) und am 23. Juli 2019 auf dem eingereichten Plan 
visiert (Vorakten, pag. 18.1).
38 Die zweite Projektänderung ist in den Vorakten der Gemeinde Madiswil nicht enthalten, sondern wurde von den 
Beschwerdeführenden mittels Beschwerdebeilage 10 und 11 eingereicht. Daraus ist ersichtlich, dass die 2. 
Projektänderung nicht vor dem 23. November 20219 eingereicht wurde.
39 Vgl. der am 4. Juni 2019 baubewilligte Plan «Umgebung, Mst. 1:100, vom 15. November 2018, rev. 28.März 2019» 
(Vorakten, pag. 19.9). Vgl. für die «erste Projektänderung» der Plan «Umgebung und Werkleitungen, Mst. 1:100, vom 
20. Dezember 2018, rev. 8. Juli 2019» (Vorakten, pag. 18.1). Vgl. für die «zweite Projektänderung» der Plan 
«Umgebung und Werkleitung, Mst. 1:50, vom 7. November 2019, rev. 20. November 2019» (Beschwerdebeilage 11).
40 Vgl. exemplarisch die Fotos in der Beschwerdeantwortbeilage 4 der Gemeinde Madiswil.

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gemäss der von den Beschwerdeführenden vorgenommenen Bauausführung und der 
Baubewilligung vom 4. Juni 2019 in geometrischer bzw. flächenmässiger Hinsicht. In Abweichung 
des massgebenden Umgebungsplans vom 15. November 2018, rev. 28. März 2019, wurde 
anstelle des Holzrostes auf der Westseite des Hauses die Pflästerung mit Verbundsickersteinen 
entsprechend dem Plan der «zweiten Projektänderung» vorgenommen und an der Westseite des 
Hauses in geschwungener Form vor den Eingangsbereich gezogen.41 Wie in Erwägung 3 
festgestellt, ist für die Frage des Überbauens auf die Baubewilligung vom 4. Juni 2019 und die 
darin integrierten Pläne abzustellen. Mit anderen Worten liegt auch bezüglich der geometrischen 
bzw. flächenmässiger Ausgestaltung der Pflästerung ein Abweichen vom baubewilligten Zustand 
und damit ein formell baurechtswidriger Zustand vor.

d) Der geforderte Rückbau durch Entfernen der Pflästerung und Erneuerung des Zugangs 
[zum Grundstück] gemäss Rücksprache und Vorgaben des AGR ist geeignet und erforderlich, um 
den rechtmässigen Zustand wiederherzustellen. Mildere Massnahmen, mit denen dasselbe Ziel 
erreicht werden könnte, sind hier nicht ersichtlich. Eine summarische Prüfung ergibt schliesslich, 
dass der von den Beschwerdeführenden verwendete Farbton der Pflästerung in der 
Landwirtschaftszone fremd ist, das äussere Erscheinungsbild erheblich verändert und damit 
gegen die Vorgaben von Art. 24c RPG verstösst (Nichtwahrung der Identität, überwiegende 
entgegenstehende Interessen). Auf den Fotos in der Beschwerdeantwortbeilage 4 ist der Kontrast 
durch den rot-bräunlichen Farbton zur asphaltierten Strasse deutlich erkennbar. Es kann demnach 
nicht gesagt werden, die Pflästerung entspricht der natürlichen Umgebung einer Baute im 
ländlichen Raum, wie es die Gestaltungsgrundsätze des AGR zu Art. 24c RPG vorsehen. Vielmehr 
haben die Beschwerdeführenden eine neue Zufahrt erstellt, welche so gemäss den erwähnten 
Gestaltungsgrundsätzen nicht zulässig ist. Dies geht auch aus der Stellungnahme des AGR vom 
22. September 2021 hervor. Andere Ausnahmetatbestände nach Art. 24 ff. RPG kommen 
ebenfalls nicht in Frage, was die Beschwerdeführenden auch nicht geltend machen. Eine 
separate, summarische Beurteilung der materiellen Bewilligungsfähigkeit der geometrischen bzw. 
flächenmässigen Abweichung vom baubewilligten Zustand erübrigt sich demnach, da die 
Pflästerung bereits gestützt auf die Abweichung des Farbtons nicht bewilligungsfähig ist. Das 
Vorbringen der Beschwerdeführenden, ihnen seien keine konkreten Vorgaben des AGR für die 
Ausgestaltung der Pflästerung der Zufahrt bekannt, verfängt zudem nicht. Ihnen wurde bereits im 
ordentlichen Baubewilligungsverfahren die Gestaltungsgrundsätze mit der Stellungnahme des 
AGR vom 27. Dezember 2017 zugestellt.42 Wirtschaftliche Interessen – also die Kosten des 
Rückbaus und verlorene Kosten der Investition – allein haben nach der Rechtsprechung kaum je 
ausschlaggebendes Gewicht.43 Finanzielle Interessen, welche der Wiederherstellung entgegen 
stünden, werden von den Beschwerdeführenden damit zu Recht nicht vorgebracht. 
Zusammenfassend ist die Wiederherstellung des ordentlichen Zustands den 
Beschwerdeführenden folglich auch zumutbar, da die gewichtigen öffentlichen Interessen (vgl. 
Erwägung 4b vorangehend) den privaten Interessen der Beschwerdeführenden am Beibehalten 
des baurechtswidrigen Zustands in der Landwirtschaftszone vorgehen, insbesondere auch, da die 
Beschwerdeführenden nicht gutgläubig sind (vgl. Erwägung 4f). 

Insgesamt ist damit die Verhältnismässigkeit der angeordneten Massnahmen in Ziffer 1.1 des 
Dispositivs der angefochtenen Verfügung der Gemeinde Madiswil zu bejahen. 

41 Vgl. exemplarisch die Fotos in der Beschwerdeantwortbeilage 4 der Gemeinde Madiswil.
42 Vgl. Vorakten, pag. 20.3.
43 Vgl. Aldo Zaugg/Peter Ludwig, a.a.O., Art. 46 N. 9c/c.

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6. Blocksteinmauer beim Carportvorplatz

a) Die Beschwerdeführenden machen geltend, die Blocksteinmauer beim Carportvorplatz 
(nördlicher Parzellenteil) sei als funktionale / statische Notwendigkeit im Zusammenhang mit der 
Befestigung resp. Ausgestaltung der Zufahrt zum nordseitigen Hof (I.________ 6-8) erstellt 
worden. Für die Strasse erfülle die Blocksteinmauer die Funktion einer Stützmauer. Somit sei 
diese Blocksteinmauer nicht Gegenstand der Umgebungsgestaltung, sondern stehe im Kontext 
mit der Sanierung der Strasse. Ein Abbruch der Blocksteinmauer würde die Stabilität der 
Zufahrtstrasse und damit deren Benutzer sowie ihre Liegenschaft gefährden. Die in der 
Wiederherstellungsverfügung vom 28. Juli 2021 verlangte Böschung könne diese Funktion der 
Blocksteinmauer nicht ersetzen. 

b) Die Gemeinde Madiswil erläutert hierzu, die Blocksteinmauer beim Carportvorplatz sei nicht 
Gegenstand er am 4. Juni 2019 bewilligten Umgebungsgestaltung gewesen. Die Hofzufahrt zu 
den Liegenschaften I.________ 5-8 sei sodann durch den Eigentümer der Parzelle Madiswil 
Grundbuchblatt Nr. N.________ saniert worden. Eine Baubewilligung für den erwähnen Ausbau 
dieser Strasse existiere jedoch nicht. Die Gemeinde habe die Projektierung begleitet und sich 
gestützt auf Art. 6 i.V.m. Art. 1 Ziffer 2 des kommunalen Strassen- und Wegreglements vom 19. 
Januar 2011 finanziell an den Baukosten der Strasse beteiligt. Von Seiten der Gemeinde sei aber 
keine finanziellen Beiträge an die Erstellung der Blocksteinmauer geleistet worden. Diese sei 
statisch auch nicht erforderlich, schon nur, weil sie zu weit vom Strassenkörper entfernt liege. 
Selbst wenn sie aus statischer Sicht erforderlich oder wenigstens dienlich wäre, so würde dies 
nicht für die gesamte Länge gelten, sondern wäre höchstens für wenige Meter der Fall. 

c) Die Blocksteinmauer nördlich des Hauses entlang der Parzellengrenze ist im 
massgebenden Plan «Umgebung, Mst. 1:100, vom 15. November 2018, rev. 28.März 2019»44 
sowie in den anderen mit Baubewilligung vom 4. Juni 2019 gestempelten Plänen nicht aufgeführt. 
Dies wird von den Beschwerdeführenden in ihrer Beschwerde sodann auch nicht geltend 
gemacht.45 Folglich weicht diese Blocksteinmauer vom baubewilligten Zustand ab und es liegt 
damit ein formell baurechtswidriger Zustand vor. Im Übrigen ist diese Blocksteinmauer auch nicht 
Bestandteil der «Projektänderungen» und in den entsprechenden Plänen nicht enthalten.46 

d) Der geforderte Abbruch der Blocksteinmauer und die Pflicht zur Erstellung einer Böschung 
gemäss bewilligtem Plan in der angefochtenen Verfügung ist geeignet und erforderlich, um den 
rechtmässigen Zustand wiederherzustellen. Mildere Massnahmen, mit denen dasselbe Ziel 
erreicht werden könnte, sind hier nicht ersichtlich. Eine summarische Prüfung ergibt schliesslich, 
dass die erstelle Blocksteinmauer in der Landwirtschaftszone unzulässig ist. Die Blocksteinmauer 
ist von weitem erkennbar. Das äussere Erscheinungsbild wird dadurch erheblich verändert. Auf 
den Fotos in der Beschwerdeantwortbeilage 4 ist die Terrainveränderung und das veränderte Bild 
der Umgebung deutlich zu sehen. Die Identität der Baute wird dadurch nicht mehr gewahrt. Es 
kann auch nicht gesagt werden, die Blocksteinmauer entspricht der natürlichen Umgebung einer 
Baute im ländlichen Raum, wie es die Gestaltungsgrundsätze des AGR zu Art. 24c RPG vorsehen. 
Vielmehr sind solche Terrainveränderungen mittels Blocksteinmauern durch diese 
Gestaltungsgrundsätze explizit untersagt. Gleiches geht zudem – auch wenn in allgemeiner Form 
zur Umgebungsgestaltung der Beschwerdeführenden als Ganzes – aus der Stellungnahme des 
AGR vom 22. September 2021 hervor. Die Blocksteinmauer erweist sich damit unter dem Titel 
von Art. 24c RPG als nicht bewilligungsfähig. Dass die Blocksteinmauer gestützt auf einen 

44 Vgl. Vorakten, pag. 19.9.
45 Vgl. Beschwerde, Rz. 20b.
46 Vgl. für die «erste Projektänderung» der Plan «Umgebung und Werkleitungen, Mst. 1:100» vom 20. Dezember 2018, 
rev. 8. Juli 2019 (Vorakten, pag. 18.1). Vgl. für die «zweite Projektänderung» der Plan «Umgebung und Werkleitung, 
Mst. 1:50 vom 7. November 2019, rev. 20. November 2019 (Beschwerdebeilage 11).

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anderen Ausnahmetatbestand nach Art. 24 ff. RPG möglich wäre, ist auch hier weder geltend 
gemacht noch erkennbar.

Das Vorbringen der Beschwerdeführenden, die Blocksteinmauer bilde nicht Gegenstand der 
Umgebungsgestaltung, verfängt zudem nicht. Sie vermögen nicht darzulegen, weshalb die 
Blocksteinmauer die Funktion einer Stützmauer für die Strasse bilde. Aus den eingeholten Akten 
zur Strassensanierung der Zufahrtsstrasse I.________ 5-8 ist nicht ersichtlich, dass eine 
Blocksteinmauer aus statischen Gründen erforderlich wäre, geschweige denn, dass eine solche 
effektiv geplant war. Die statische Notwendigkeit der Blocksteinmauer für die Zufahrtsstrasse wird 
denn auch von der Gemeinde Madiswil in vorliegendem Beschwerdeverfahren verneint. Wer aus 
einer beweisbedürftigen Tatsache etwas für seinen Rechtsstandpunkt ableiten will, trägt die 
Beweislast und damit auch die Folgen der Beweislosigkeit.47 Diesen Beweis erbringen die 
Beschwerdeführenden nicht. Aus ihrer nicht näher belegten Behauptung lässt sich daher nichts 
zugunsten der Beschwerdeführenden ableiten. Weitere Interessen, welche dem Abbruch der 
Blocksteinmauer entgegenstünden, bringen die Beschwerdeführenden zudem nicht vor. Dass die 
finanziellen Folgen der Wiederherstellung nicht ausschlaggebend und die Beschwerdeführenden 
nicht gutgläubig sind, wurde bereits in Erwägung 5d ausgeführt und gilt hier gleichermassen. 
Zusammenfassend ist die Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands den 
Beschwerdeführenden folglich auch zumutbar, da die gewichtigen öffentlichen Interessen (vgl. 
Erwägung 4b vorangehend) den privaten Interessen der Beschwerdeführenden am Beibehalten 
des baurechtswidrigen Zustands in der Landwirtschaftszone vorgehen. 

Insgesamt ist damit die Verhältnismässigkeit der angeordneten Massnahmen in Ziffer 1.2 des 
Dispositivs der angefochtenen Verfügung der Gemeinde Madiswil zu bejahen.

7. Schwimm- und Koiteich, die dazugehörige Technik-Anlage sowie der umliegende Kiesplatz

a) Die Beschwerdeführenden bemerken hierzu, der Teich und die dazugehörige Technik sowie 
die Kiesfläche entsprächen (zumindest andeutungsweise) der bewilligten zweiten 
Projektänderung, weshalb keine Wiederherstellungspflicht vorliege. Sie erklären sich mit der 
Begrünung der Kiesfläche vom Carport bis zum Filterschacht entsprechend Ziffer 1.3 
Wiederherstellungsverfügung vom 28. Juli 2021 jedoch einverstanden (vgl. Erwägung 2. 
vorangehend). 

b) Die Gemeinde Madiswil erwidert, dass die gesamte Anlage als unbewilligt zu gelten habe. 
Sie weiche aber sogar von den im Dezember 2019 vom ehemaligen Bauverwalter abgestempelten 
Plänen ab. In diesen Plänen sei kein mit Steinen eingefasster regelrechter Schwimmteich 
abgebildet. Bezüglich der Kiesfläche habe sich der Beschwerdeführer [recte: haben sich die 
Beschwerdeführenden] zum Rückbau entschieden, weshalb sich weitere Ausführungen erübrigen.

c) Abzustützen für die Frage, ob die genannten Bauten bewilligt sind, ist nicht wie die 
Beschwerdeführenden vorbringen, auf die «zweite Projektänderung», sondern auf die 
Baubewilligung vom 4. Juni 2019 und die damit gestempelten Projektpläne (vgl. Erwägung 3). 
Darin ist weder ein Schwimm- noch ein Koiteich aufgeführt.48 Gleiches gilt für die dazugehörige 
Technikanlage. Auch in den dazugehörigen Baugesuchsakten ist nichts dergleichen 

47 Michel Daum, in Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 19 N. 7.
48 Vgl. insbesondere der am 4. Juni 2019 baubewilligte Plan «Umgebung, Mst. 1:100» vom 12. Dezember 2018, rev. 
28.März 2019 (Vorakten, pag. 19.9). Aber auch den anderen Plänen vom 4. Juni 2019 ist nichts zu entnehmen 
(Vorakten, pag. 19.1 ff.).

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beschrieben.49 Folglich weichen diese Umgebungsgestaltungsarbeiten vom baubewilligten 
Zustand ab und es liegt damit ein formell baurechtswidriger Zustand vor.

d) Der geforderte Rückbau des Schwimm- und Koiteichs sowie der dazugehörigen Technik-
Anlage und die Pflicht zur Erstellung einer Grünfläche (Weide / Rasen) in der angefochtenen 
Verfügung sind geeignet und erforderlich, um den rechtmässigen Zustand wiederherzustellen. 
Mildere Massnahmen, mit denen dasselbe Ziel erreicht werden könnte, sind hier nicht ersichtlich. 
Eine summarische Prüfung ergibt schliesslich, dass die erstellten 
Umgebungsgestaltungsmassnahmen in der Landwirtschaftszone unzulässig sind. Der Teich mit 
der Technik-Anlage verändert das äussere Erscheinungsbild erheblich und in störender Weise, 
womit auch diese Bauten nicht mit Art. 24c RPG vereinbar sind. Auf den Fotos in der 
Beschwerdeantwortbeilage 4 ist das veränderte Bild der Umgebung deutlich zu sehen. Der 
ländliche Charakter der Umgebung geht dadurch verloren und die Identität der Baute 
einschliesslich ihrer Umgebung wird nicht gewahrt.50 Vielmehr entsprechen diese Bauten einer 
Gartenanlage in der Bauzone. Gleiches geht zudem – auch wenn in allgemeiner Form zur 
Umgebungsgestaltung der Beschwerdeführenden als Ganzes – aus der Stellungnahme des AGR 
vom 22. September 2021 hervor. Andere Ausnahmetatbestände nach Art. 24 ff. RPG fallen auch 
diesbezüglich nicht in Betracht.

Interessen, welche dem Rückbau der genannten Umgebungsgestaltungsarbeiten 
entgegenstünden, bringen die Beschwerdeführenden nicht vor. Dass die finanziellen Folgen der 
Wiederherstellung nicht ausschlaggebend und die Beschwerdeführenden nicht gutgläubig sind, 
wurde bereits in Erwägung 5d ausgeführt und gilt hier gleichermassen. Zusammenfassend ist die 
Wiederherstellung des ordentlichen Zustands den Beschwerdeführenden folglich auch zumutbar, 
da die gewichtigen öffentlichen Interessen (vgl. Erwägung 4b vorangehend) den privaten 
Interessen der Beschwerdeführenden am Beibehalten des baurechtswidrigen Zustands in der 
Landwirtschaftszone vorgehen. 

Insgesamt ist damit die Verhältnismässigkeit der angeordneten Massnahmen in Ziffer 1.3 des 
Dispositivs der angefochtenen Verfügung der Gemeinde Madiswil zu bejahen.

8. Terrassierungen mittels Blocksteinmauern 

a) Die Beschwerdeführenden bemerken, die Terrassierungen entsprächen den genehmigten 
Plangrundlagen. Aufgrund des grossen Gefälles sei die Befestigung des Terrains im Bereich der 
eingezeichneten Böschungen durch Blocksteine unumgänglich gewesen. Sie würden die 
Blocksteine zusätzlich begrünen und teilweise mit Humus überdecken, so dass der plangemäss 
bewilligte Zustand mit Böschungen hergestellt werde.

b) Die Gemeinde Madiswil erwidert, dass sich die Beschwerdeführenden hierbei 
ausschliesslich auf die kompetenzwidrig abgestempelten Pläne abstützten. Auch hier seien im 
Übrigen aber sogar aus den Plänen mit Revisionsdatum vom 20. November 2019 keine (derart 
hohen) Blocksteinmauern ersichtlich. Weiter sei es irrelevant, ob man die Blocksteinmauern visuell 
wahrnehmen könne oder nicht. Der Eingriff in die Landschaft sei massiv, was die beigelegte 
Fotodokumentation verdeutliche. Das Erscheinungsbild des vorbestehenden Stöcklis samt 
Umgebung werde hier beim besten Willen nicht gewahrt.

49 Vgl. Vorakten, pag. 16 ff. Insbesondere ist auch der Beschreibung des Bauvorhabens auf Formular 1.0 (Vorakten, 
pag. 16.1) nichts Entsprechendes zu entnehmen. 
50 Vgl. den ähnlichen Fall eines rückzubauenden Teichs in der Landwirtschaftszone in BGer 1C_10/2019, E. 4.5.

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c) Abzustützen für die Frage, ob die genannten Bauten bewilligt sind, ist auf die Baubewilligung 
vom 4. Juni 2019 und die damit gestempelten Projektpläne (vgl. Erwägung 3). Darin ist keine 
Terrassierung mittels Blocksteinmauern aufgeführt.51 Auch in den dazugehörigen 
Baugesuchsakten ist nichts dergleichen beschrieben.52 Folglich weichen diese 
Umgebungsgestaltungsarbeiten vom baubewilligten Zustand ab. Selbst die 
Beschwerdeführenden stimmen dem implizit zu, wenn sie vorbringen, sie würden die Blocksteine 
«begrünen und teilweise mit Humus überdecken, so dass der plangemäss bewilligte Zustand mit 
Böschungen hergestellt» werde. Es liegt demnach ein formell baurechtswidriger Zustand vor.

d) Der geforderte Rückbau der Terrassierungen mittels Blocksteinmauern und die Pflicht zur 
Erstellung von Böschungen in der angefochtenen Verfügung sind geeignet und erforderlich, um 
den rechtmässigen Zustand wiederherzustellen. Mildere Massnahmen, mit denen dasselbe Ziel 
erreicht werden könnte, sind hier nicht ersichtlich. Insbesondere ist der Vorschlag der 
Beschwerdeführenden, die Blocksteinmauern zu begrünen und mit Humus zu überdecken nicht 
geeignet für die Wiederherstellung des baubewilligten Zustands. Einzig der komplette Rückbau 
der Blocksteinmauern vermag den rechtmässigen Zustand wiederherzustellen. Eine summarische 
Prüfung ergibt schliesslich, dass die erstellten Umgebungsgestaltungsmassnahmen in der 
Landwirtschaftszone unzulässig sind. Die Terrassierung mit den Blocksteinmauern verändert das 
äussere Erscheinungsbild massiv und in störender Weise, womit auch diese Bauten nicht mit 
Art. 24c RPG vereinbar sind. Auf den Fotos in der Beschwerdeantwortbeilage 4 ist das veränderte 
Bild der Umgebung deutlich zu sehen. Das ursprüngliche Erscheinungsbild des Stöcklis mit seiner 
Umgebung bleibt offensichtlich nicht gewahrt. Gleiches geht zudem – auch wenn in allgemeiner 
Form zur Umgebungsgestaltung der Beschwerdeführenden als Ganzes – aus der Stellungnahme 
des AGR vom 22. September 2021 hervor. Andere Ausnahmetatbestände nach Art. 24 ff. RPG 
fallen auch diesbezüglich nicht in Betracht.

Interessen, welche dem Rückbau der genannten Umgebungsgestaltungsarbeiten 
entgegenstünden, bringen die Beschwerdeführenden nicht vor. Dass die finanziellen Folgen der 
Wiederherstellung nicht ausschlaggebend und die Beschwerdeführenden nicht gutgläubig sind, 
wurde bereits in Erwägung 5d ausgeführt und gilt hier gleichermassen. Zusammenfassend ist die 
Wiederherstellung des ordentlichen Zustands den Beschwerdeführenden folglich auch zumutbar, 
da die gewichtigen öffentlichen Interessen (vgl. Erwägung 4b vorangehend) den privaten 
Interessen der Beschwerdeführenden am Beibehalten des baurechtswidrigen Zustands in der 
Landwirtschaftszone vorgehen. 

Insgesamt ist damit die Verhältnismässigkeit der angeordneten Massnahmen in Ziffer 1.4 des 
Dispositivs der angefochtenen Verfügung der Gemeinde Madiswil zu bejahen.

9. Holzterrasse (Holzrost); Metall-Pavillon inkl. Kiesplatz sowie Kies-Sitzplatz mit Feuerschale

a) Die Beschwerdeführenden halten fest, die Holzterrasse sowie der «Kies»-Sitzplatz 
entspräche dem bewilligten Umgebungsgestaltungsplan vom 20. November 2019, weshalb kein 
Wiederherstellungsanspruch bestehe. Beim «Metall-Pavillon» und bei der Feuerschale handle es 
sich nicht um ortsfeste Anlagen, sondern um mobile Einrichtungen zur Umgebungsgestaltung 
resp. um «Fahrnisbauten» (Pavillon) resp. -gegenstände. Diese bedürften auch in der 

51 Vgl. insbesondere der am 4. Juni 2019 baubewilligte Plan «Umgebung, Mst. 1:100» vom 12. Dezember 2018, rev. 
28.März 2019 (Vorakten, pag. 19.9). Aber auch den anderen Plänen vom 4. Juni 2019 ist nichts zu entnehmen 
(Vorakten, pag. 19.1 ff.).
52 Vgl. Vorakten, pag. 16 ff. Insbesondere ist auch der Beschreibung des Bauvorhabens auf Formular 1.0 (Vorakten, 
pag. 16.1) nichts Entsprechendes zu entnehmen. 

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Landwirtschaftszone keine Baubewilligung. Demzufolge bestehe hierfür kein 
Wiederherstellungsanspruch.

b)  Die Gemeinde Madiswil verweist bezüglich der Holzterrasse auf ihre Ausführungen zur 
Beurteilungsgrundlage der Wiederherstellungsmassnahmen. Die Endgestaltung des Sitzplatzes 
weiche sodann massgeblich von den eingereichten Plänen ab. Weder Form noch Position des 
Platzes stimmten mit den Planunterlagen überein. Weiter sei es unter Verweis auf Art. 7 Abs. 1 
i.V.m. Art. 6 BewD unzutreffend, dass der Metallpavillon und die Feuerschale auch in der 
Landwirtschaftszone bewilligungsfrei seien. Zudem zeigten die Fotos in der Beilage klar, dass 
auch der Pavillon als auch die Feuerschale fest mit dem Boden verbunden seien.

c) Für den von den Beschwerdeführenden erstellten Holzrost auf der Ostseite des Hauses 
sowie den Metall-Pavillon inkl. Kiesplatz sowie den Kies-Sitzplatz mit Feuerschale gilt das für die 
anderen Umgebungsgestaltungsmassnahmen Gesagte unter Erwägung 7 und 8 grundsätzlich 
entsprechend und es kann darauf verwiesen werden. Sämtliche genannten 
Umgebungsgestaltungsmassnahmen entsprechen nicht den baubewilligten Plänen vom 4. Juni 
2019 und sind mithin formell baurechtswidrig. Deren Rückbau ist sodann ebenfalls 
verhältnismässig. Die Bewilligungsfähigkeit ist mit Verweis auf Erwägungen zuvor in einer 
summarischen Prüfung zu verneinen. Es steht zudem fest, dass auch der Metall-Pavillon und der 
Kies-Platz mit der Feuerschale den Raum erheblich zu beeinträchtigen vermögen. Folglich sind 
diese Bauten gemäss Art. 7 Abs. 1 i.V.m. mit Art. 6 BewD entgegen dem Vorbringen der 
Beschwerdeführenden und zumindest in der getätigten Ausführung als Ganzes 
baubewilligungspflichtig. 

Interessen, welche dem Rückbau der genannten Umgebungsgestaltungsarbeiten 
entgegenstünden, bringen die Beschwerdeführenden nicht vor. Dass die finanziellen Folgen der 
Wiederherstellung nicht ausschlaggebend und die Beschwerdeführenden nicht gutgläubig sind, 
wurde bereits in Erwägung 5d ausgeführt und gilt hier gleichermassen. Zusammenfassend ist die 
Wiederherstellung des ordentlichen Zustands den Beschwerdeführenden folglich auch zumutbar, 
da die gewichtigen öffentlichen Interessen (vgl. Erwägung 4b vorangehend) den privaten 
Interessen der Beschwerdeführenden am Beibehalten des baurechtswidrigen Zustands in der 
Landwirtschaftszone vorgehen. 

Insgesamt ist damit die Verhältnismässigkeit der angeordneten Massnahmen in Ziffer 1.5 und 1.6 
des Dispositivs der angefochtenen Verfügung der Gemeinde Madiswil zu bejahen.

10. Anbau Veranda westseitig, Sichtschutz Veranda ostseitig

a) Die Beschwerdeführenden führen aus, der «Anbau Veranda» - konkret die «Sichtblende» 
aus vertikalen Holzlamellen (offene Konstruktion) im hinteren Teil der ostseitigen Veranda – sei 
im Projektänderungsplan vom 20. November / 3. Dezember 2019 weggelassen worden. Diese 
geringfügige Fassadenanpassung sei damit von der Baubewilligungsbehörde akzeptiert worden. 
Ein nachträgliches Baugesuch erübrige sich demnach. Sie würden aber die (ostseitige) Rückwand 
des Carports entsprechend den mit Baubewilligung vom 4. Juni 2019 genehmigten Plänen noch 
zu realisieren gedenken. Ziffer 1.7 der Wiederherstellungsverfügung vom 28. Juli 2021 erweise 
sich demnach als gegenstandslos.

b) Die Gemeinde Madiswil bemerkt, es würden sich weitere Ausführungen erübrigen, da die 
Beschwerdeführenden nicht mehr an der Erstellung der nicht realisierten Veranda interessiert 
seien.

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c) Aus der angefochtenen Verfügung vom 28. Juli 2019 geht nicht abschliessend hervor, auf 
welches Bauvorhaben bzw. welchen Teil des Bauvorhabens sich Ziffer 1.7 des Dispositivs der 
angefochtenen Wiederherstellungsverfügung vom 28. Juli 2021 bezieht. In ihrer 
Beschwerdeantwort vom 15. Oktober 2021 spricht die Gemeinde Madiswil in diesem 
Zusammenhang von der «nicht realisierten» Veranda.53 Damit ist klargestellt, dass es sich bei 
Ziffer 1.7 des Dispositivs der angefochtenen Wiederherstellungsverfügung vom 28. Juli 2021 um 
die nicht realisierte, westseitige Veranda als Holzkonstruktion gemäss den bewilligten Plänen vom 
4. Juni 2019 handeln muss, an deren Stelle die Beschwerdeführenden eine Pflästerung des 
Bodens vornahmen (vgl. Erwägung 5 vorangehend). Demgegenüber sprechen die 
Beschwerdeführenden beim «Anbau Veranda» von der «Sichtblende» im hinteren Teil der 
ostseitigen Veranda. Diese Sichtblende ist ebenfalls den bewilligten Plänen vom 4. Juni 2019 zu 
entnehmen.54 Aus folgenden Überlegungen kann in vorliegendem Beschwerdeverfahren die 
Beschwerde gegen Ziffer 1.7 des Dispositivs der Verfügung vom 28. Juli 2019 vollständig und 
ohne Rückweisung an die Vorinstanz beurteilt werden:

Insofern die Beschwerdeführenden nicht mehr an der Erstellung der westseitigen Veranda aus 
Holz interessiert sind, kann auf Erwägung 5 und die Ausführungen zur Pflästerung verwiesen 
werden. Die gesamte Pflästerung ist bereits aufgrund des Farbtons zu entfernen. Es ist an den 
Beschwerdeführenden, den rechtmässigen Zustand gemäss den bewilligten Plänen 
wiederherzustellen. Sollten sie am Verzicht auf die Erstellung der westseitigen, mit Entscheid vom 
4. Juni 2019 bewilligten Holzterrasse festhalten und an dieser Stelle eine Pflästerung bevorzugen, 
haben sie hierfür eine Projektänderung einzureichen.

Bezüglich dem Verzicht der Beschwerdeführenden auf die «Sichtblende» der ostseitigen Veranda 
ist keine Wiederherstellung verfügt worden. Mithin verlangt die Gemeinde Madiswil in ihrer 
Wiederherstellungsverfügung vom 28. Juli 2021 nicht, dass die Beschwerdeführenden die 
Sichtblende gemäss den mit Bauentscheid vom 4. Juni 2019 bewilligten und geltenden Plänen 
erstellen müssten. Demnach erübrigen sich weitere Ausführungen hierzu im 
Beschwerdeverfahren. 

Ebenfalls nicht thematisiert in der angefochtenen Wiederherstellungsverfügung vom 28. Juli 2021 
wurde die ostseitige Rückwand des Carports, welche die Beschwerdeführenden (noch) nicht 
gemäss der Baubewilligung vom 4. Juni 2019 erstellt haben.55 Dass die Beschwerdeführenden in 
ihrer Beschwerde geltend machen, sie beabsichtigen, diese Rückwand noch zu erstellen, ist 
folglich für vorliegendes Beschwerdeverfahren irrelevant. 

11. Entwässerung

a) Die Beschwerdeführenden befinden Ziffer 1.8 der Wiederherstellungsverfügung vom 28. Juli 
2021 für überflüssig resp. gegenstandslos, da sämtliche (Entwässerungs-) Leitungen im Plan 
«Umgebung + Werkleitungen Massstab 1:50» vom 7. November 2019, rev. 20. November 2019 
(Beschwerdebeilage 11) eingetragen und erkennbar seien.

b) Die Gemeinde Madiswil bringt vor, für sie sei nicht ersichtlich, wohin die 
Beschwerdeführenden ihr Schmutzwasser ableiten. An der Forderung eines detaillierten 

53 Vgl. Beschwerdeantwort vom 15. Oktober 2021, Rz. 47.
54 Vgl. die Pläne Plan «Umgebung, Mst. 1:100», «Ansichten, Mst. 1:100» sowie «Grundrisse und Schnitte, Mst. 
1:100», jeweils vom 15. November 2018, rev. 28. März 2019.
55 Vgl. die Fotos in der Beschwerdeantwortbeilage 4.

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Entwässerungsplanes, aus welchem die Einleitstellen exakt ersichtlich seien, werde deshalb 
festgehalten. 

c) Der von den Beschwerdeführenden erwähnte Plan «Umgebung + Werkleitungen Massstab 
1:50» vom 7. November 2019, rev. 20. November 2019 [die «zweite Projektänderung»] ist in den 
Vorakten nicht enthalten. Die Gemeinde Madiswil bringt in ihrer Beschwerdeantwort auch vor, sie 
habe von der «zweiten Projektänderung» erstmals im Rahmen dieses Beschwerdeverfahrens 
Kenntnis erlangt.56 Unabhängig davon ist diese «zweite Projektänderung» und damit der Plan 
«Umgebung + Werkleitungen Massstab 1:50» vom 7. November 2019, rev. 20. November 2019 
nicht ordentlich bewilligt. Es kann hierfür auf Erwägung 3 verwiesen werden. Es ist nicht Aufgabe 
der BVD als Rechtsmittelinstanz erstmals die Entwässerung eines Bauprojekts zu prüfen. Ob der 
erwähnte Plan die Anforderungen eines detaillierten Entwässerungsplan erfüllt, ist mithin nicht in 
vorliegendem Beschwerdeverfahren zu prüfen. Die Beschwerdeführenden bringen weiter nichts 
gegen die Aufforderung in Ziffer 1.8 des Dispositivs der Wiederherstellungsverfügung vom 28. Juli 
2021 vor, zumal sie den von ihnen als ausreichend befunden Plan «Umgebung + Werkleitungen 
Massstab 1:50» vom 7. November 2019, rev. 20. November 2019 einfach zur ordentlichen Prüfung 
bei der Gemeinde Madiswil einreichen können. Es ist hier aber auf Randziffer 48 der 
Beschwerdeantwort der Gemeinde Madiswil hinzuweisen, wonach daraus nicht abschliessend 
ersichtlich sei, wohin die Beschwerdeführenden ihr Schmutzwasser ableiten würden. 

12. Zusammenfassung und Neuansetzung der Wiederherstellungsfrist

a) Die Beschwerde gegen die Ziffern 1.1-1.7 der angefochtenen Wiederherstellungsverfügung 
vom 28. Juli 2021 und damit das Rechtsbegehren 1 der Beschwerde vom 30. August 2021 erweist 
sich nach dem Gesagten insgesamt als unbegründet und ist abzuweisen (vgl. Erwägungen 5-10). 
Die entsprechenden Wiederherstellungsmassnahmen liegen im öffentlichen Interesse und sind 
verhältnismässig. Die Beschwerdeführenden können sich im Übrigen auch nicht auf den 
Vertrauensschutz berufen (vgl. Erwägung 4). Die massgeblichen Sachverhaltselemente konnten 
zudem anhand der zur Verfügung stehenden Akten, Pläne und Fotos genügend überprüft bzw. 
festgestellt werden. Auf die von den Beschwerdeführenden beantragten Beweismittel (Partei- und 
Zeugenbefragungen, Augenschein) konnte daher verzichtet werden, da von diesen Beweismitteln 
keine neuen relevanten Erkenntnisse zu erwarten waren. Diese sogenannte antizipierte 
Beweiswürdigung verletzt den Anspruch auf rechtliches Gehör nicht.

b) Die Beschwerde erweist sich auch bezüglich Dispositiv Ziffer 1.8 der 
Wiederherstellungsverfügung vom 28. Juli 2021 als unbegründet und das Rechtsbegehren 2 ist 
abzuweisen (vgl. Erwägung 11). Es kann somit offengelassen werden, ob überhaupt darauf 
einzutreten wäre, da dieser als Feststellungbegehren formulierte Antrag grundsätzlich hinter 
Leistungs- und Gestaltungsbegehren zurückzutreten hätte. 

c) Was das Rechtsbegehren 3 anbelangt, so ist darauf hinzuweisen, dass der Beschwerde von 
Gesetzes wegen aufschiebende Wirkung zukommt (Art. 68 Abs. 1 VRPG57). Für eine 
entsprechende Feststellung bzw. für eine Zuerkennung der aufschiebenden Wirkung, wie dies die 
Beschwerdeführenden beantragen, bestand daher kein Anlass. 

d) Die Gemeinde Madiswil verlangte die Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands bis 
zum 31. Januar 2022 und damit innert gut sechs Monaten ab Erlass der Verfügung vom 28. Juli 
2021. Diese Frist läuft innert der Rechtmittelfrist gegen vorliegenden Beschwerdeentscheid ab 

56 Vgl. Beschwerdeantwort vom 15. Oktober 2021, Rz. 12.
57 Gesetz vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21).

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und ist daher von Amtes wegen neu anzusetzen. Eine Frist von rund sechs Monaten erscheint 
vorliegend angemessen für die Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands, zumal sich die 
Beschwerdeführenden nicht zur angesetzten Frist äusserten. Die Frist – erwähnt im 
Einleitungssatz von Ziffer 1 des Dispositivs sowie in Ziffer 1.8 in Bezug auf den einzureichenden 
Entwässerungsplan – wird daher neu angesetzt auf den 31. Juli 2022.
13. Kosten 

a) Bei diesem Ausgang des Verfahrens unterliegen die Beschwerdeführenden. Sie haben die 
Verfahrenskosten zu tragen (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden bestimmt auf eine 
Pauschalgebühr von CHF 2000.– (Art. 103 Abs. 2 VRPG i.V.m. Art. 19 Abs. 1 GebV58).

b) Die unterliegende Partei hat der Gegenpartei die Parteikosten zu ersetzen, sofern nicht 
deren prozessuales Verhalten oder die besonderen Umstände eine andere Teilung oder 
Wettschlagung gebieten oder die Auflage der Parteikosten an das Gemeinwesen als gerechtfertigt 
erscheint (Art. 108 Abs. 3 VRPG). Gemeinden als Behörden im Sinne von Artikel 2 Absatz 1 Bst. 
b VRPG haben im Beschwerdeverfahren in der Regel keinen Anspruch auf Parteikostenersatz 
(Art. 104 Abs. 4 VRPG). Die Gemeinde Madiswil hat folglich zu Recht auf einen entsprechenden 
Antrag verzichtet. Vorliegend sind keine Parteikosten zu sprechen.

III. Entscheid

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die Frist zur Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands gemäss Ziffer 1 des Dispositivs 
der Verfügung der Gemeinde Madiswil vom 28. Juli 2021 sowie die Frist zur Einreichung 
eines detaillierten Entwässerungsplans gemäss Ziffer 1.8 des Dispositivs dieser Verfügung 
werden von Amtes wegen neu auf den 31. Juli 2022 angesetzt. Im Übrigen wird die 
Verfügung der Gemeinde Madiswil vom 28. Juli 2021 bestätigt.

3. Die Verfahrenskosten von CHF 2000.– werden den Beschwerdeführenden zur Bezahlung 
auferlegt. Die Beschwerdeführenden haften solidarisch für den gesamten Betrag. Eine 
separate Zahlungseinladung folgt, sobald dieser Entscheid in Rechtskraft erwachsen ist. 

4. Es werden keine Parteikosten gesprochen.

IV. Eröffnung

- Herrn Rechtsanwalt E.________, eingeschrieben
- Herrn Rechtsanwalt G.________, eingeschrieben
- Amt für Gemeinden und Raumordnung, per Kurier

Bau- und Verkehrsdirektion

Der Direktor

58 Verordnung vom 22. Februar 1995 über die Gebühren der Kantonsverwaltung (Gebührenverordnung, GebV; BSG 
154.21).

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Christoph Neuhaus
Regierungsrat

Rechtsmittelbelehrung

Dieser Entscheid kann innert 30 Tagen seit seiner Eröffnung mit Beschwerde beim 
Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Speichergasse 12, 3011 Bern, angefochten werden. Eine 
allfällige Verwaltungsgerichtsbeschwerde, die mindestens in 4 Exemplaren einzureichen ist, muss 
einen Antrag, die Angabe von Tatsachen und Beweismitteln, eine Begründung sowie eine 
Unterschrift enthalten; der angefochtene Entscheid und andere greifbare Beweismittel sind 
beizulegen.