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**Case Identifier:** b36cf5ba-c86c-5b0c-a52a-4fa420f25f36
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-03-22
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Strafgericht 22.03.2022 SBK.2021.176
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_008_SBK-2021-176_2022-03-22.pdf

## Full Text

Obergericht 
Beschwerdekammer in Strafsachen 

 

 

SBK.2021.176 / SB  
(STA.2020.4136)  
Art. 100 
 
 
Entscheid vom 22. März 2022 
 
 
Besetzung  Oberrichter Richli, Präsident  

Oberrichter Lienhard  
Oberrichter Egloff 
Gerichtsschreiber Bisegger 

 
 
   

Beschwerde-
führer  

 A._____,  
[…] 

 
 

    

Beschwerde-
gegnerin  

 Staatsanwaltschaft Baden,  
Mellingerstrasse 207, 5405 Dättwil AG  

 
 
Beschuldigter   B._____, […], 

[…]  
verteidigt durch Rechtsanwalt Marc Wohlgemuth,  
[…] 

 
 
   

Anfechtungs-
gegenstand 

 Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft Baden vom 20. Mai 2021 
 
in der Strafsache gegen B._____ 

 
  

 - 2 - 
 

 

 

   

Die Beschwerdekammer entnimmt den Akten: 
 
1. 
Mit Schreiben vom 27. März 2020 erstattete der Beschwerdeführer Straf-
anzeige gegen den Beschuldigten wegen Veruntreuung. Der Beschwerde-
führer führte aus, er habe den Beschuldigten (bzw. dessen Gesellschaft, 
die C. GmbH) im Oktober 2019 als Generalunternehmer beauftragt, seine 
Liegenschaft an der X-Strasse in Q. zu sanieren, wobei ein Kostendach von 
Fr. 700'000.00 inkl. MwSt. vereinbart worden sei. Zusätzlich sei vereinbart 
worden, dass der Beschwerdeführer eine im Vertragszeitpunkt noch nicht 
definierte Vergütung für seine Aufwendungen erhalten solle. Weiter sei eine 
offene Bauabrechnung vereinbart worden, die von D. der E. AG (an welcher 
der Beschwerdeführer beteiligt ist) geführt werden solle. Er habe Akonto-
zahlungen von insgesamt Fr. 365'795.00 an die C. GmbH gleistet, wovon 
erwiesenermassen lediglich Fr. 287'700.74 an Subunternehmer, Lieferan-
ten (und für ein anderes Projekt) an den Beschwerdeführer weiter- bzw. 
zurücküberwiesen worden seien. Er fordere die veruntreute Summe voll-
ständig zurück. Überdies mache er Schadenersatzansprüche wegen Miet-
zinsausfällen sowie wegen mangelhafter oder fehlerhafter Planung der Um-
bauarbeiten geltend. Seine Forderungen bezifferte der Beschwerdeführer 
auf total Fr. 143'838.41. 
 
2. 
Mit Verfügung vom 20. Mai 2021 stellte die Staatsanwaltschaft Baden das 
Strafverfahren gegen den Beschuldigten ein. Die Oberstaatsanwaltschaft 
genehmigte die Einstellungsverfügung am 25. Mai 2021. 
 
3. 
3.1. 
Mit Eingabe vom 7. Juni 2021 erhob der Beschwerdeführer Beschwerde 
gegen die ihm am 28. Mai 2021 zugestellte Einstellungsverfügung bei der 
Beschwerdekammer in Strafsachen des Obergerichts des Kantons Aargau. 
Er beantragte sinngemäss, die Einstellungsverfügung vom 20. Mai 2021 
sei aufzuheben und die Staatsanwaltschaft Baden anzuweisen, gegen den 
Beschuldigten Anklage wegen Veruntreuung zu erheben. 
 
3.2. 
Die mit Verfügung des Verfahrensleiters vom 16. Juni 2021 vom Beschwer-
deführer einverlangte Sicherheit für allfällige Kosten in Höhe von 
Fr. 1'500.00 leistete dieser am 25. Juni 2021. 
 
3.3. 
Mit Beschwerdeantwort vom 1. Juli 2021 beantragte die Staatsanwaltschaft 
Baden unter Verweis auf die Begründung in der Einstellungsverfügung: 
 
 

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"  1.  
Die Beschwerde sei abzuweisen. 
 
2. 
Unter Kostenfolgen." 

 
3.4. 
Mit Beschwerdeantwort vom 12. Juli 2021 beantragte der Beschuldigte: 
 

"  Die Beschwerde sei vollumfänglich abzuweisen; 
 
unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich MwSt. zu Lasten der Klägerin [recte: 
des Beschwerdeführers]." 

 
3.5. 
Der Beschwerdeführer replizierte mit Eingabe vom 22. Juli 2021. 
 
 

   

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung: 
 
1. 
Einstellungsverfügungen der Staatsanwaltschaft sind gemäss Art. 322 
Abs. 2 i.V.m. Art. 393 Abs. 1 lit. a StPO mit Beschwerde anfechtbar. Be-
schwerdeausschlussgründe i.S.v. Art. 394 StPO liegen nicht vor. Zur Be-
schwerde legitimiert sind nicht nur die Parteien (vgl. Art. 322 Abs. 2 StPO), 
sondern auch die anderen Verfahrensbeteiligten i.S.v. Art. 105 Abs. 1 
StPO, soweit sie in ihren Rechten unmittelbar betroffen sind (vgl. Art. 105 
Abs. 2 StPO). Auf Geschädigte i.S.v. Art. 105 Abs. 1 lit. a StPO, die sich 
nicht als Privatkläger konstituiert haben (und die folglich keine Parteistel-
lung haben), trifft dies jedoch nicht zu. Sie sind nicht zur Beschwerde legi-
timiert. Indem der Beschwerdeführer in der Strafanzeige Schadenersatz-
ansprüche geltend machte, hat er sich sinngemäss als Zivilkläger konstitu-
iert. Er ist als Partei folglich zur Anfechtung der Einstellungsverfügung legi-
timiert. Auf die im Übrigen frist- und formgerecht erhobene Beschwerde 
(vgl. Art. 322 Abs. 2 i.V.m. Art. 396 Abs. 1 StPO) ist einzutreten. 
 
2. 
Die Staatsanwaltschaft Baden begründete die angefochtene Einstellungs-
verfügung (zusammengefasst) wie folgt: 
 
Der Beschuldigte habe ausgesagt, es sei kein Kostendach von 
Fr. 700'000.00, sondern ein Pauschalpreis in Höhe von Fr. 700'000.00 ver-
einbart worden. Entsprechend habe der Beschwerdeführer nicht Akonto-, 
sondern Abschlagszahlungen entsprechend der jeweiligen Bauetappe ge-
leistet. Bei der Differenz von Fr. 78'094.26 zwischen den Zahlungen des 
Beschwerdeführers und den Zahlungen an die Subunternehmer handle es 
sich um den Gewinn. Überdies sei keine offene Bauabrechnung vereinbart 
worden.  

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Die Angaben des Beschwerdeführers und des Beschuldigten hinsichtlich 
der vertraglichen Vereinbarungen würden folglich divergieren. Es lasse sich 
auch sonst nicht ermitteln, was die Parteien genau vereinbart hätten. Zwar 
habe D. die Angaben des Beschwerdeführers anlässlich seiner Einver-
nahme bestätigt. Allerdings erstaune dies wenig, sei D. doch im Unterneh-
men des Beschwerdeführers tätig und auf dessen Seite in das vorliegende 
Rechtsgeschäft involviert. Sodann sei durchaus auch denkbar, dass es zwi-
schen dem Beschwerdeführer und dem Beschuldigten zu einem Missver-
ständnis gekommen sei. Der Beschwerdeführer führe in der Strafanzeige 
selbst aus, dass der Beschuldigte von der irrigen Annahme ausgegangen 
sei, dass die Differenz zwischen seinen Kosten und dem Kostendach von 
Fr. 700'000.00 einzig und allein ihm (dem Beschuldigten) zustehe.  
 
Da folglich nicht festgestellt werden könne, was genau vereinbart worden 
sei, stehe auch nicht fest, ob es sich bei den überwiesenen Geldern um 
anvertraute Vermögenswerte gehandelt habe. Stehe nicht fest, dass der 
Beschuldigte die Gelder nicht im Rahmen einer Pauschalpreisvereinbarung 
erhalten habe, stehe auch nicht fest, dass der Beschuldigte diese nicht für 
Lohn- oder Investitionszwecke habe verwenden dürfen.  
 
Bei den zusätzlich im Raum stehenden Vorwürfen (Zusatzaufwand wegen 
fehlender Brandschutzmassnahmen, mangel- oder fehlerhafter Planung 
und Bauleitung sowie daraus resultierende Folgekosten wegen Mietzins-
ausfällen) handle es sich um zivilrechtliche Fragen ohne strafrechtliche Re-
levanz.  
 
3. 
In der Beschwerde führte der Beschwerdeführer (zusammengefasst) aus, 
er halte die Einstellung für äusserst unfair und nicht korrekt.  
 
Es sei unverständlich, dass er nie einvernommen worden sei, ihm aber vor-
geworfen werde, seine Argumentation sei teilweise nicht plausibel und wi-
dersprüchlich. Er habe keine Gelegenheit erhalten, diese Unklarheiten zu 
bereinigen. Es sei ihm auch absolut unverständlich, weshalb die Aussage 
des Beschuldigten, wonach ein Pauschalpreis vereinbart worden sei, höher 
gewichtet werde als seine Angaben sowie die Aussagen von D., zumal der 
Beschuldigte sich in Widersprüche verstrickt habe. Einerseits behaupte der 
Beschuldigte, dass er keine Belege über die geleistete Arbeit habe einrei-
chen müssen, da ein Pauschalpreis vereinbart worden sei, andererseits 
habe der Beschuldigte sehr wohl eine ganze Reihe an Belegen an D. 
zwecks Rechnungsführung übergeben.  
 
Da er zuvor schon durch ein anderes Unternehmen, das sich inzwischen 
vor Staatsanwaltschaft vollumfänglich schuldig bekannt habe, im Zusam-
menhang mit dem vorliegenden Umbauprojekt geprellt worden sei, hätte er 

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nie und nimmer einem Pauschalpreis zugestimmt. Er sei auch zu jedem 
Zeitpunkt darüber informiert gewesen, wie viel Geld bereits verbraucht wor-
den sei. Er sei nie im Blindflug gewesen und habe nie einfach so Zahlungen 
geleistet. 
 
Der Beschuldigte habe die letzte Akontozahlung ganz bewusst nicht für den 
vorgesehenen Zweck eingesetzt. Beispielsweise habe der Beschuldigte 
ihm im Dezember eine Offerte für eine Wärmepumpe vorgelegt und er-
wähnt, dass er Heizung, Eingangstüren, Balkontüren und Fenster bestellen 
und bezahlen werde. Daraufhin habe er dem Beschuldigten die letzte Akon-
tozahlung geleistet. Der Beschuldigte habe allerdings weder Wärmepumpe 
noch Türen oder Fenster bestellt.  
 
Auch die Aussage des Beschuldigten, dass mit den Subunternehmern 
keine schriftlichen Abmachungen bestanden hätten, treffe nicht zu. So lä-
gen ihm schriftliche Offerten der Firmen F. und G. vor. Gleiches gelte auch 
für die Lieferanten der Wärmepumpenheizung.  
 
Der Beschuldigte habe die ihm übertragenen Arbeiten als Generalunter-
nehmer ohne Nennung irgendwelcher Gründe und ohne Not von sich aus 
niedergelegt. Der Beschuldigte habe ausgesagt, er habe mit einem Gewinn 
von 10-15% gerechnet. Tatsache sei aber, dass der Beschuldigte die Ar-
beiten nach knapp zwei Monaten eingestellt und sich trotzdem den vollen 
Gewinn eigenmächtig zugeschanzt habe.  
 
Die Aufwände des Beschuldigten als Bauleiter seien bescheiden gewesen, 
da die grossen Vorarbeiten in den Bereichen Architektur, Statik, Wärme-
dämmung, Feuerschutz etc. bereits vorhanden gewesen seien. Im Wesent-
lichen habe der Beschuldigte einfach die Firma F. als Subunternehmerin 
mit dem Umbau beauftragt. Der Beschuldigte hätte die Leistungen seiner 
eigenen Firma C. GmbH zu marktüblichen Preisen verrechnen dürfen und 
hätte so einen ansehnlichen Gewinn realisieren können. 
 
Eventuell habe er mit zu wenig Nachdruck auf der Erstellung eines schrift-
lichen Vertrages beharrt. Da aber eine offene Abrechnung mit Kostendach 
vereinbart worden sei, sei die Notwendigkeit eines umfassenden General-
unternehmervertrages entfallen. Auch habe er im Zeitpunkt des Vertrags-
abschlusses dem Beschuldigten vertraut, da der Beschuldigte damals bei 
einem anderen Umbauprojekt ("R.") sehr gute und effiziente Arbeit geleistet 
habe. Der Beschuldigte habe damals sogar den Firmensitz der C. GmbH 
an den Standort der Büroräumlichkeiten der E. AG verlegt, weil die beiden 
Firmen fortan gemeinsam am Markt hätten auftreten wollen. 
 
Es sei aus seiner Sicht erstaunlich, dass der Beschuldigte genau dann das 
Interesse am Umbau in Q. verloren habe, als er auch das zweite gemein-

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same Projekt in R. abgebrochen habe. Im Projekt R. sei es zu einer massi-
ven Verspätung gekommen und die Arbeiten seien nicht in der geforderten 
Qualität erbracht worden. Ohne dies beweisen zu können, behaupte er, 
dass der Beschuldigte die veruntreuten Gelder verwendet habe, um den 
Verlust im Projekt R. zu decken und sich ein schönes Gehalt auszubezah-
len.  
 
Auch habe der Beschuldigte mindestens einem seiner Mitarbeiter den Lohn 
nicht bezahlt und verschiedene ehemalige freie Mitarbeiter der C. GmbH 
seien dabei, diese zu betreiben respektive zu verklagen. Überdies habe der 
Beschuldigte H. der F. telefonisch angeraten, die Arbeiten in Q. niederzu-
legen, da man mit dem Beschwerdeführer so oder so nichts verdienen 
könne.  
 
Sodann bezweifle er, dass der Beschuldigte vor dem Eingreifen seines An-
walts eine Unterscheidung zwischen Akonto und Baufortschritt gemacht 
habe. Diese Unterscheidung sei erstmals an der Verhandlung vor der Frie-
densrichterin durch den Anwalt ins Spiel gebracht worden.  
 
Er sehe ein, dass die Zusatzaufwände und der Mietzinsausfall nur schwie-
rig bewiesen werden könnten und diese keine strafrechtlich relevanten 
Punkte darstellen würden. Er verzichte daher darauf, die Einstellungsver-
fügung insoweit anzufechten.  
 
4. 
Der Beschuldigte führte in der Beschwerdeantwort aus, er halte daran fest, 
dass ein Pauschalpreis vereinbart worden sei. Daran ändere nichts, dass 
er dem Beschwerdeführer als freundliche Geste jeweils den aktuellen 
Stand der Bauarbeiten mitgeteilt habe. Es sei nie infrage gestellt worden, 
dass ein Pauschalpreis vereinbart worden sei. Dies gehe auch aus jeder 
Rechnung hervor. Im Übrigen schliesse er gar keine Verträge mit Akonto-
Leistungen ab. 
 
Er habe sich nicht strafbar gemacht und stets korrekt abgerechnet. Die 
Strafanzeige sei nur eingereicht worden, weil der Beschwerdeführer fest-
gestellt habe, dass er die geltend gemachten Forderungen in einem Zivil-
prozess nicht durchsetzen könne.  
 
Aus der Beschwerde gehe nicht schlüssig hervor, inwieweit ein Beschwer-
degrund i.S.v. Art. 393 Abs. 2 StPO vorliegen soll. Es würden keine Rechts-
verletzungen, keine unangemessene [recte: unvollständige] oder unrichtige 
Feststellung des Sachverhalts und keine Unangemessenheit geltend ge-
macht.  
 

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Die Staatsanwaltschaft Baden habe den Beschwerdeführer mit Schreiben 
vom 27. April 2021 aufgefordert, Beweisanträge zu stellen. Der Beschwer-
deführer habe damals nicht beantragt, einvernommen zu werden und damit 
dieses Recht verwirkt.  
 
5. 
In seiner Replik beharrte der Beschwerdeführer darauf, es sei kein Pau-
schalpreis vereinbart worden. Dies ergebe sich namentlich daraus, dass 
die Akontorechnungen vor den eigentlichen Arbeiten gestellt worden seien. 
Der Beschwerdeführer habe also gar keine Abrechnungen nach Baufort-
schritt stellen können. Dass der Beschuldigte sehr wohl auch Verträge mit 
Akontozahlungen abschliesse, könne anhand eines Projektes (Gesamtsa-
nierung R. im Auftrag der E. AG) ohne weiteres bewiesen werden. 
 
Der Beschuldigte habe während der ganzen Zeit nie eine Abrechnung er-
stellt. Dies sei nach der mündlichen Vereinbarung, wonach die Buchhaltung 
der E. AG oblag, auch nicht seine Aufgabe gewesen. Er hätte sicher nie 
Rechnungen, die im Wesentlichen aus einer zu bezahlenden Summe be-
standen hätten, akzeptiert. Die in der Beschwerdeantwort des Beschuldig-
ten vorgebrachten Gründe, weshalb er Strafanzeige eingereicht habe, wür-
den nicht der Wahrheit entsprechen.  
 
Aus seiner Sicht stelle sich auch die Frage, weshalb die Staatsanwaltschaft 
Baden nur den Eingang seiner Zahlungen auf dem Konto der C. GmbH 
überprüft habe, nicht aber wozu diese Zahlungen verwendet worden seien.   
 
Sodann würden sehr wohl Beschwerdegründe geltend gemacht. Ihm sei 
nie Gelegenheit gegeben worden, seine Sicht der Dinge persönlich einzu-
bringen. Auch sei der Sachverhalt nur mangelhaft abgeklärt worden. Es 
gebe keine Hinweise, dass der Beschuldigte je habe darlegen müssen, wel-
che Positionen seines Kontoauszugs für sein Projekt eingesetzt worden 
seien.  
 
Es stelle sich weiter die Frage, weshalb die Einstellungsverfügung sich zu 
einem wesentlichen Teil nicht mit seiner "Klage" befasse, nämlich der Ver-
untreuung der Akontozahlungen. Stattdessen befasse sich die Einstel-
lungsverfügung mit rechtlichen Aspekten und den Erfolgsaussichten basie-
rend auf ähnlichen Fällen.  
 
Ihm als juristischer Laie könne zudem nicht vorgeworfen werden, dass er 
das Recht auf Beweisanträge nicht mit dem persönlichen Einbringen seiner 
Sicht gleichgesetzt habe. Die Einstellungsverfügung zeige deutlich, dass 
mehrere Aspekte seiner "Anklage" missverstanden oder falsch verstanden 
worden seien. Ebenfalls werde in der Einstellungsverfügung nicht erwähnt, 
dass der Beschuldigte die Arbeiten ohne Grund und ohne Not nach knapp 
zwei Monaten eingestellt und die Akontozahlungen einbehalten und damit 

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veruntreut habe. Es werde auch nicht erwähnt, dass der Beschuldigte seine 
normale Arbeit als Sanitär- und Heizungsinstallateur vollständig zu markt-
üblichen Preisen hätte verrechnen können und dass er eigenmächtig einen 
Gewinn in Anspruch genommen habe.  
 
6. 
6.1. 
Nach Art. 7 Abs. 1 StPO sind die Strafbehörden grundsätzlich verpflichtet, 
im Rahmen ihrer Zuständigkeit ein Verfahren einzuleiten und durchzufüh-
ren, wenn ihnen Straftaten oder auf Straftaten hinweisende Verdachts-
gründe bekannt werden. Die Staatsanwaltschaft verfügt namentlich dann 
die vollständige oder teilweise Einstellung des Verfahrens, wenn kein Tat-
verdacht erhärtet ist, der eine Anklage rechtfertigt (Art. 319 Abs. 1 lit. a 
StPO). Das ist dann der Fall, wenn keine Aussicht auf eine Verurteilung 
besteht, mit anderen Worten ein Freispruch zu erwarten ist. Der Tatver-
dacht ist bereits dann als anklagegenügend anzusehen, wenn die Tatbe-
teiligung der beschuldigten Person und eine strafrechtliche Reaktion 
(Strafe oder Massnahme) im Zeitpunkt des Entscheids über die Frage, ob 
Anklage zu erheben oder das Verfahren einzustellen ist, bloss wahrschein-
lich erscheint (LANDSHUT/BOSSHARD, in: Kommentar zur Schweizerischen 
Strafprozessordnung, 3. Aufl. 2020, N. 15 zu Art. 319). Nach Art. 319 Abs. 1 
lit. b StPO verfügt die Staatsanwaltschaft die Einstellung des Verfahrens 
zudem, wenn kein Straftatbestand erfüllt ist.  
 
Der Entscheid über die Einstellung des Verfahrens richtet sich nach dem 
aus dem Legalitätsprinzip fliessenden Grundsatz "in dubio pro duriore" (vgl. 
Art. 5 Abs. 1 BV und Art. 2 Abs. 1 i.V.m. Art. 319 Abs. 1 und Art. 324 Abs. 1 
StPO). Danach darf eine Einstellung durch die Staatsanwaltschaft grund-
sätzlich nur bei klarer Straflosigkeit oder offensichtlich fehlenden Prozess-
voraussetzungen angeordnet werden. Hingegen ist, sofern die Erledigung 
mit einem Strafbefehl nicht in Frage kommt, Anklage zu erheben, wenn 
eine Verurteilung wahrscheinlicher erscheint als ein Freispruch. Ist ein Frei-
spruch gleich wahrscheinlich wie eine Verurteilung, drängt sich in der Re-
gel, insbesondere bei schweren Delikten, eine Anklageerhebung auf (BGE 
138 IV 186 E. 4.1; 138 IV 86 E. 4.1; je mit Hinweisen). Bei zweifelhafter 
Beweis- oder Rechtslage hat nicht die Staatsanwaltschaft über die Stich-
haltigkeit des strafrechtlichen Vorwurfs zu entscheiden, sondern das zur 
materiellen Beurteilung zuständige Gericht. Der Grundsatz, dass im Zwei-
felsfall nicht eingestellt werden darf, ist auch bei der Überprüfung von Ein-
stellungsverfügungen zu beachten (BGE 143 IV 241 E. 2.2.1 mit Hinwei-
sen). 
 
Stehen sich gegensätzliche Aussagen (der Parteien) gegenüber ("Aussage 
gegen Aussage"-Situation) und ist es nicht möglich, die einzelnen Aussa-
gen als glaubhafter oder weniger glaubhaft zu bewerten, ist nach dem 
Grundsatz "in dubio pro duriore" in der Regel Anklage zu erheben. Dies gilt 

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insbesondere, wenn typische "Vier-Augen-Delikte" zu beurteilen sind, bei 
denen oftmals keine objektiven Beweise vorliegen. Auf eine Anklageerhe-
bung kann verzichtet werden, wenn der Strafkläger ein widersprüchliches 
Aussageverhalten offenbarte und seine Aussagen daher wenig glaubhaft 
sind oder wenn eine Verurteilung unter Einbezug der gesamten Umstände 
aus anderen Gründen als von vornherein unwahrscheinlich erscheint (BGE 
143 IV 241 E. 2.2.2 mit Hinweisen). 
 
6.2. 
Der Veruntreuung (von Vermögenswerten) macht sich strafbar, wer ihm an-
vertraute Vermögenswerte unrechtmässig in seinem oder eines anderen 
Nutzen verwendet (Art. 138 Ziff. 1 Abs. 2 StGB). 
 
Nach der Rechtsprechung gilt als anvertraut, was jemand mit der Verpflich-
tung empfängt, es in bestimmter Weise im Interesse des Treugebers zu 
verwenden, insbesondere es zu verwahren, zu verwalten oder einem an-
deren abzuliefern. Dabei genügt es, dass der Täter ohne Mitwirkung des 
Treugebers über die Werte verfügen kann, ihm mithin Zugriff auf das 
fremde Vermögen eingeräumt worden ist Der Tatbestand von Art. 138 
Ziff. 1 Abs. 2 StGB erfasst Fälle, in denen – anders als bei der Veruntreu-
ung von Sachen gemäss Abs. 1 derselben Bestimmung – zivilrechtlich die 
Fremdheit der anvertrauten Werte nicht gegeben oder zumindest zweifel-
haft ist. Voraussetzung ist aber, dass der Fall mit der Veruntreuung von 
Sachen vergleichbar ist. Abs. 2 soll nur jenes Unrecht erfassen, das mit 
dem in Abs. 1 umschriebenen strukturell gleichwertig ist. In den Fällen, in 
denen Abs. 2 zur Anwendung kommt, erwirbt der Treuhänder an den erhal-
tenen Werten Eigentum. Er erlangt daher nicht nur eine tatsächliche, son-
dern auch eine rechtliche Verfügungsmacht. Die ins Eigentum des Treu-
händers übergegangenen Werte sind jedoch bestimmt, wieder an den Be-
rechtigten zurückzufliessen. In diesem Sinne sind sie wirtschaftlich fremd. 
Der Treuhänder ist deshalb verpflichtet, dem Treugeber den Wert des Emp-
fangenen ständig zu erhalten. Nur wo diese besondere Werterhaltungs-
pflicht besteht, befindet sich der Treuhänder in einer vergleichbaren Stel-
lung mit demjenigen, der eine fremde bewegliche Sache empfangen und 
das Eigentum des Treugebers daran zu wahren hat (BGE 133 IV 21 E. 6.2).  
 
Wie beim Anvertrauen von Bargeld, das dem Täter übereignet wird, muss 
diesen eine vertraglich oder gesetzlich begründete Pflicht zur ständigen Er-
haltung des Werts an Guthaben treffen, die dem Treugeber zustehen und 
über die dem Täter ein Verfügungsrecht eingeräumt wird. Nimmt der Täter 
auf einem eigenen Konto Gelder ein, die für einen anderen (Treugeber) 
bestimmt sind oder in dessen Auftrag einem Dritten weitergeleitet werden 
sollen, müssen – damit die für das Anvertrautsein massgebende Pflicht zur 
Erhaltung ihres Werts angenommen werden kann – die Beträge dem Täter 
(Treuhänder) in seiner Eigenschaft als direkter oder indirekter Stellvertreter 

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des Treugebers zugekommen sein (DONATSCH, Strafrecht III, 11. Aufl. 
2018, § 7 Ziff. 2.412 lit. b, S. 154).  
 
Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung gelten Akontozahlungen ei-
nes Mieters für Heizung und Warmwasser an den Vermieter nicht als an-
vertraut i.S.v. Art. 138 Ziff. 1 Abs. 2 StGB. Denn Zahlungen "a conto" wer-
den vereinbart, wenn nach dem Willen der Vertragsparteien der Mieter die 
effektiven Kosten tragen soll. Die sich daraus ergebende Notwendigkeit ei-
ner Abrechnung begründet die Abrechnungspflicht des Vermieters und das 
Recht des Mieters zur Einsicht in die Belege. Die Abrechnungspflicht be-
zieht sich nicht auf die Verwendung der Akontozahlungen der Mieter, son-
dern auf den Wert der Gegenleistung des Hauseigentümers. Der Vermieter 
hat mit andern Worten nicht Rechenschaft darüber abzulegen, wozu er die 
Akontozahlungen verwendete bzw. dass er sie zur Finanzierung der im Zu-
sammenhang mit der Heizung anfallenden Kosten einsetzte, sondern er 
hat Rechenschaft über die effektiven Kosten abzulegen, damit abgerech-
net, d.h. nachgefordert oder zurückerstattet werden kann. Dass bei Verein-
barung von Akontozahlungen der Vermieter zur Rückleistung zu viel ge-
zahlter Gelder verpflichtet ist und die allfälligen Überschüsse wirtschaftlich 
fremdes Gut wären, macht die Vorauszahlungen nicht zu anvertrautem 
Geld (BGE 109 IV 22 E. 2a). Akontozahlungen für Heizung und Warmwas-
ser unterscheiden sich nicht wesentlich von Akontozahlungen an das Ho-
norar eines Architekten oder eines Anwalts. Sie sind Vorauszahlungen für 
eine Gegenleistung, deren Wert sich im Zeitpunkt der Vorauszahlung noch 
nicht genau bestimmen lässt und die daher "a conto" erfolgen. Ob die Zah-
lungen "a conto", also unter Vorbehalt einer Abrechnung nach der Erbrin-
gung der Gegenleistung, oder pauschal erfolgen, ändert am Gegenstand 
des Vertrages nichts. Dass der Empfänger der Geldleistung allenfalls mit 
Dritten (Lieferanten, Arbeitnehmern etc.) in Kontakt treten muss, um die 
Gegenleistung überhaupt erbringen zu können, bedeutet für sich allein 
nicht, dass er die Zahlungen, die er – a conto oder pauschal – erhält, ge-
rade zur Befriedigung der Forderungen dieser Dritten verwenden müsste, 
ihm diese Zahlungen also zu einer bestimmten Verwendung übergeben 
und somit anvertraut worden seien. Das Tatbestandsmerkmal des "Anver-
trauens" wird aber häufig dann erfüllt sein, wenn die Weitergabe des über-
lassenen Geldes an einen Dritten bzw. eine bestimmte Verwendung des 
Geldes gerade auch Gegenstand des Vertrages zwischen Geldgeber und 
-empfänger ist (BGE 109 IV 22 E. 2b; für ein entsprechendes Beispiel be-
treffend einen Generalunternehmer vgl. Urteil des Bundesgerichts 
6B_160/2012 vom 5. April 2013 E: 2.2.2). 
 
6.3. 
Die Parteien und die Staatsanwaltschaft Baden gehen davon aus, dass 
eine Veruntreuung durch den Beschuldigten vorliegen würde, falls die Par-
teien ein Kostendach mit Akontozahlungen und nicht einen Pauschalpreis 

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vereinbart hätten. Dies entspricht indessen nicht der oben referierten bun-
desgerichtlichen Rechtsprechung. Die obigen Ausführungen zu Akonto-
zahlungen eines Mieters an den Vermieter für Heizung und Warmwasser 
lassen sich ohne weiteres auf Akontozahlungen in einem Generalunterneh-
mervertrag übertragen. Eine offene Bauabrechnung sowie die Leistung von 
Akontozahlungen räumen dem Bauherren zwar das Recht ein, zu überprü-
fen, ob im Umfang der Akontozahlungen Leistungen erbracht wurden und 
gegebenenfalls Akontozahlungen (teilweise) zurückzufordern. Dies bedeu-
tet aber nicht, dass der Generalunternehmer verpflichtet wäre, die Akonto-
zahlungen zu erhalten bzw. diese für die Bezahlung von Werkleistungen 
oder für die Bezahlung von Subunternehmern, an welche die Werkleistun-
gen weitervergeben wurden, zu verwenden. Etwas anderes würde nur gel-
ten, wenn die Parteien wie im Fall, der dem Urteil des Bundesgerichts 
6B_160/2012 vom 5. April 2013 zugrunde liegt, explizit eine entsprechende 
Vereinbarung getroffen hätten. Eine solche ausdrückliche Vereinbarung 
wird vom Beschwerdeführer indessen nicht geltend gemacht und ist auch 
sonst nicht ersichtlich. 
 
Entsprechend stellte die Staatsanwaltschaft Baden die Strafuntersuchung 
im Ergebnis zurecht ein. Unabhängig davon, ob die Parteien einen Pau-
schalpreis oder ein Kostendach mit Akontozahlungen vereinbarten, ist 
i.S.v. Art. 319 Abs. 1 lit. b StPO kein Straftatbestand erfüllt. 
 
6.4. 
Damit bräuchte an und für sich nicht weiter auf die in der Einstellungsver-
fügung sowie in den Rechtsschriften in extenso diskutierte Frage, ob die 
Parteien ein Pauschalhonorar oder ein Kostendach mit Akontozahlungen 
vereinbart haben, eingegangen werden. Immerhin kann der Vollständigkeit 
halber kurz erläutert werden, dass die Beschwerde auch unbegründet 
wäre, wenn es vorliegend darauf ankäme, ob die Parteien ein Pauschalho-
norar vereinbart hätten. 
 
Der Beschwerdeführer moniert, es sei unverständlich, weshalb die Staats-
anwaltschaft Baden die Aussagen des Beschuldigten höher gewertet habe 
als seine Angaben bzw. die Aussagen des Zeugen D. Mit diesen Ausfüh-
rungen verkennt der Beschwerdeführer, dass die Staatsanwaltschaft Ba-
den die Aussagen des Beschuldigten nicht höher wertete. Vielmehr ist die 
Staatsanwaltschaft Baden zum Schluss gekommen, dass aufgrund der vor-
handenen Beweismittel nicht eruiert werden könne, ob die Parteien einen 
Pauschalpreis oder ein Kostendach mit Akontozahlungen vereinbart hätten 
und es auch möglich sei, dass sich die Parteien missverstanden hätten. Die 
Staatsanwaltschaft Baden wies in diesem Zusammenhang zutreffend da-
raufhin, dass der Beschwerdeführer in seiner Strafanzeige selbst noch da-
von ausgegangen sei, der Beschuldigte sei von der irrigen Annahme aus-
gegangen, die Differenz zwischen seinen Kosten und dem Kostendach von 
Fr. 700'000.00 würde einzig und allein ihm zustehen. Demgemäss ging der 

 - 12 - 
 

 

 

Beschwerdeführer selbst davon aus, dass der Beschuldigte in der An-
nahme gewesen sei, einen Pauschalpreis vereinbart zu haben. Dass der 
Beschuldigte von einem Pauschalhonorar ausging, legen überdies auch 
die von ihm ausgestellten Rechnungen nahe, in denen er jeweils ausdrück-
lich Rechnung für eine gewisse Bauetappe (Nr. I bis Nr. IV) stellte. Daran 
ändert auch der Einwand des Beschwerdeführers nichts, der Beschuldigte 
habe jeweils vor der Erbringung der entsprechenden Leistungen abgerech-
net. Dass er das Honorar für eine bestimmte Etappe vorschüssig bezog, 
macht die Rechnungen des Beschwerdeführers nicht (zwingend) zu Akon-
torechnungen. Auch die Tatsache, dass der Beschuldigte dem Beschwer-
deführer oder D. gewisse Rechnungen von Subunternehmern vorlegte, 
lässt keinen (zwingenden) Schluss auf ein Kostendach mit Akontozahlun-
gen zu. Auch bei einer Pauschalpreisvereinbarung kann der Generalunter-
nehmer dem Bauherrn Einsicht in die Rechnungen der Subunternehmer 
gewähren. Das gilt insbesondere im vorliegenden Fall, wo der Beschwer-
deführer (bzw. D.) ausdrücklich Einsicht in die Rechnungen verlangte.  
 
Ist somit davon auszugehen, der Beschuldigte sei von einer Pauschalpreis-
vereinbarung ausgegangen, schliesst dies einen für eine Verurteilung we-
gen Veruntreuung notwendigen Vorsatz (vgl. Art. 12 Abs. 1 StGB), also 
wissentliches und willentliches Handeln i.S.v. Art. 12 Abs. 2 StGB hinsicht-
lich der zweckwidrigen Verwendung der (angeblichen) Akontozahlungen  
a priori aus. Darauf, was in zivilrechtlicher Hinsicht – allenfalls nach einer 
Auslegung nach dem Vertrauensprinzip – gelten würde und wie der Be-
schwerdeführer die (mündliche) vertragliche Vereinbarung verstanden hat 
oder verstehen durfte, kommt es bei dieser Sachlage nicht an. Entspre-
chend ist auch nicht zu beanstanden, dass die Staatsanwaltschaft Baden 
auf eine Einvernahme des Beschwerdeführers verzichtete. 
 
Die übrigen Ausführungen des Beschwerdeführers (etwa betreffend Ver-
einbarungen des Beschuldigten mit seinen Subunternehmern, Niederle-
gung der Arbeiten, Einbehalten eines Gewinns in ungerechtfertigter Höhe, 
Verlaufs eines anderen Umbauprojekts [R.], Lohnforderungen von ehema-
ligen Angestellten der C. GmbH etc.) haben mit den sich im vorliegenden 
Strafverfahren stellenden Fragen nichts oder höchstens am Rande zu tun, 
weshalb nicht weiter darauf einzugehen ist. Vielmehr stehen diese Ausfüh-
rungen primär im Zusammenhang mit den vom Beschwerdeführer gegen 
den Beschuldigten geltend gemachten Forderungen, um deren Durchset-
zung es dem Beschwerdeführer primär zu gehen scheint. 
 
7. 
7.1. 
Ausgangsgemäss sind die Kosten des Beschwerdeverfahrens dem Be-
schwerdeführer aufzuerlegen (Art. 428 Abs. 1 StPO). 
 

 - 13 - 
 

 

 

7.2. 
7.2.1. 
Die Entschädigung der beschuldigten Person für die angemessene Aus-
übung ihrer Verfahrensrechte geht bei einer Einstellung des Strafverfah-
rens oder bei einem Freispruch zulasten des Staates, wenn es sich um ein 
Offizialdelikt handelt (Art. 429 Abs. 1 StPO), und zulasten der Privatkläger-
schaft, wenn es um ein Antragsdelikt geht (Art. 432 Abs. 2 StPO). Dies gilt 
aufgrund von Art. 310 Abs. 2 StPO auch im Falle einer Nichtanhandnahme. 
Im Berufungsverfahren betreffend Offizialdelikte wird die unterliegende Pri-
vatklägerschaft entschädigungspflichtig, im Beschwerdeverfahren hinge-
gen der Staat. Geht es um ein Antragsdelikt, wird sowohl im Berufungs- als 
auch im Beschwerdeverfahren die Privatklägerschaft entschädigungs-
pflichtig (Art. 436 Abs. 1 i.V.m. Art. 432 Abs. 2 StPO; vgl. BGE 147 IV 47 
E. 4.2.6).  
 
Bei Art. 138 Ziff. 1 Abs. 2 StGB handelt es sich um ein Offizialdelikt. Ge-
genstand des vorliegenden Verfahrens ist ein Beschwerdeverfahren. Dem-
gemäss hat der Kanton Aargau den Beschuldigten für das vorliegende Be-
schwerdeverfahren zu entschädigen.  
 
7.2.2. 
Gemäss § 9 Abs. 1 AnwT bemisst sich die Entschädigung in Strafsachen 
nach dem angemessenen Zeitaufwand des Anwalts. Der Stundenansatz 
beträgt in der Regel Fr. 220.00 und kann in einfachen Fällen bis auf 
Fr. 180.00 reduziert und in schwierigen Fällen bis auf Fr. 250.00 erhöht 
werden. Auslagen und Mehrwertsteuer werden separat entschädigt (§ 9 
Abs. 2bis AnwT). 
 
Der Verteidiger des Beschuldigten hat keine Kostennote eingereicht. Die 
Entschädigung ist von der Beschwerdekammer in Strafsachen daher er-
messensweise festzulegen. Diesbezüglich ist zu berücksichtigen, dass die 
Strafakten dem Verteidiger bereits aus dem Vorverfahren bekannt waren 
und der Sachverhalt übersichtlich ist. Die vom Verteidiger verfasste Be-
schwerdeantwort umfasst inkl. Deckblatt fünf Seiten, wobei sich auf der 
letzten Seite nur die Schlussformel und die Unterschrift befinden. Bei dieser 
Sachlage erscheint ein Aufwand von 2 ½ Stunden angemessen. Ein Ab-
weichen vom Regelstundenansatz ist nicht angezeigt. Entsprechend ergibt 
sich ein Honorar von Fr. 550.00. Zusätzlich sind pauschale Auslagen (§ 13 
Abs. 1 Satz 2 AnwT) von Fr. 20.00 und 7,7 % MwSt. zu berücksichtigen, 
womit sich eine Entschädigung von gerundet Fr. 613.90 ergibt.  

  

 - 14 - 
 

 

 

   

Die Beschwerdekammer entscheidet: 
 
1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen. 
 
2. 
Die Kosten des Beschwerdeverfahrens, bestehend aus einer Gerichtsge-
bühr von Fr. 1'000.00 und den Auslagen von Fr. 92.00, zusammen 
Fr. 1'092.00, werden dem Beschwerdeführer auferlegt. 
 
3. 
Die Obergerichtskasse wird angewiesen, dem Beschuldigten eine Entschä-
digung in Höhe von Fr. 613.90 (inkl. Auslagen und MwSt.) auszurichten. 
 
 

   

Zustellung an: 
[…] 
 
Mitteilung an: 
[…] 
 
 

   

Rechtsmittelbelehrung für die Beschwerde in Strafsachen (Art. 78 ff., Art. 90 ff. BGG) 
 
Gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen, kann innert 30 Tagen, von der schrift-
lichen Eröffnung der vollständigen Ausfertigung des Entscheides an gerechnet, die Be-
schwerde an das Schweizerische Bundesgericht erhoben werden. Dieselbe Beschwerde 
kann erhoben werden gegen selbständig eröffnete Vor- und Zwischenentscheide, wenn 
diese einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewirken können oder wenn die Gutheis-
sung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen und damit einen bedeuten-
den Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren ersparen würde 
(Art. 44 Abs. 1, Art. 78, Art. 90, Art. 93, Art. 100 Abs. 1 und Art. 112 Abs. 1 BGG). 
 
Die Beschwerde ist schriftlich oder in elektronischer Form beim Schweizerischen Bundes-
gericht einzureichen (Art. 42, Art. 100 Abs. 1 BGG). 
 
Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren 
Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschriften bzw. eine anerkannte 
elektronische Signatur zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form darzulegen, 
inwiefern der angefochtene Entscheid Recht (Art. 95 ff. BGG) verletzt. Die Urkunden, auf 
die sich eine Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; ebenso ist der angefochtene Entscheid beizulegen (Art. 42 BGG). Für die Beschwerd-
elegitimation ist Art. 81 BGG massgebend. 

 
  

 - 15 - 
 

 

 

   

Aarau, 22. März 2022 
 
Obergericht des Kantons Aargau 
Beschwerdekammer in Strafsachen 
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber 
 
 
 
Richli Bisegger