# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c63c0944-e6d4-5154-9d70-c03302cdd93f
**Source:** Bundesstrafgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2017-02-17
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 17.02.2017 BG.2017.6
**Docket/Reference:** BG.2017.6
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG_001_BG-2017-6_2017-02-17

## Full Text

Anfechtung des Gerichtsstands (Art. 41 Abs. 2 StPO).
Amtliche Verteidigung im Beschwerdeverfahren (Art. 132 Abs. 1 lit. b StPO).;;Anfechtung des Gerichtsstands (Art. 41 Abs. 2 StPO).
Amtliche Verteidigung im Beschwerdeverfahren (Art. 132 Abs. 1 lit. b StPO).;;Anfechtung des Gerichtsstands (Art. 41 Abs. 2 StPO).
Amtliche Verteidigung im Beschwerdeverfahren (Art. 132 Abs. 1 lit. b StPO).;;Anfechtung des Gerichtsstands (Art. 41 Abs. 2 StPO).
Amtliche Verteidigung im Beschwerdeverfahren (Art. 132 Abs. 1 lit. b StPO).

Beschluss vom 17. Februar 2017 
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Stephan Blättler, Vorsitz, 

Andreas J. Keller und Emanuel Hochstrasser,  

Gerichtsschreiber Stephan Ebneter  

   
Parteien   

A., vertreten durch Advokat Andreas Noll,  

Beschwerdeführer 

 

 gegen 

   

1. KANTON BASEL-STADT, Staatsanwaltschaft 

des Kantons Basel-Stadt,  

 

2. KANTON BASEL-LANDSCHAFT, Staatsan-

waltschaft Basel-Landschaft,  

 

Beschwerdegegner 

  

Gegenstand  Anfechtung des Gerichtsstands 

(Art. 41 Abs. 2 StPO) 

Amtliche Verteidigung im Beschwerdeverfahren 

(Art. 132 Abs. 1 lit. b StPO) 

 
 
  

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

 

Geschäftsnummer: BG.2017.6, BP.2017.7 

 

 

 

- 2 - 

 

 

Die Beschwerdekammer hält fest, dass: 

 

- Advokat Andreas Noll bei der Staatsanwaltschaft des Kantons Basel-Stadt 

(nachfolgend "StA BS") mit Schreiben vom 24. Januar 2017 beantragte, ihm 

sei für seine Bemühungen in der Zeit vom 13. Mai 2016 bis 24. Juni 2016 im 

Strafverfahren i.S. A. ein Honorar gemäss Aufstellung zuzusprechen 

(act. 1.15); 

 

- ihm die StA BS mit Schreiben vom 30. Januar 2017 insbesondere mitteilte, 

der Beschuldigte sei im vom Kanton Basel-Stadt geführten Strafverfahren 

durch Advokat B. amtlich verteidigt gewesen und es habe weder Anlass noch 

gesetzliche Grundlage bestanden, dem Beschuldigten einen zusätzlichen 

Verteidiger zu bestellen (act. 1.17); 

 

- Advokat Andreas Noll in der Folge offenbar mit dem gleichen Antrag an die 

Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft (nachfolgend "StA BL") gelangte; 

 

- die StA BL am 2. Februar 2017 insbesondere verfügte, dass auf das Gesuch 

um Ausrichtung einer Entschädigung für die anwaltlichen Bemühungen vom 

13. Mai 2016 bis 24. Juni 2016 im vom Kanton Basel-Stadt geführten Ver-

fahren nicht eingetreten werde (act. 1.18); 

 

- Advokat Andreas Noll am 14. Februar 2017 über die Zustellplattform Priva-

Sphere Secure Messaging eine Eingabe betreffend Beschwerde i.S. A. an 

die Empfängeradresse "egov@bstger.ch" machte, die als Nachrichten-Kom-

ponent u.a. eine Abgabequittung vom 13. Februar 2017 für eine Eingabe be-

treffend Beschwerde i.S. A. an die Empfängeradresse "info@bstger.ch" ent-

hielt; 

 

- Advokat Andreas Noll mit der Beschwerde an die Beschwerdekammer des 

Bundesstrafgerichts, datierend vom 13. Februar 2017, insbesondere bean-

tragt, es sei die Verfügung der StA BS vom 30. Januar 2017 aufzuheben und 

die Sache zur Festsetzung des amtlichen Verteidigerhonorars an die StA BS 

zurückzuweisen; eventualiter sei die Verfügung der StA BL vom 2. Feb-

ruar 2017 aufzuheben und die Sache zur Festsetzung des amtlichen Vertei-

digerhonorars an die StA BL zurückzuweisen; für den Fall des Unterliegens 

sei die amtliche Verteidigung zu bewilligen (act. 1). 

 

 

 

 

 

- 3 - 

 

 

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass: 

 

- die Frage, ob die Beschwerde an die Beschwerdekammer des Bundesstraf-

gerichts, datierend vom 13. Februar 2017, form- und fristgerecht erfolgt ist, 

offen gelassen werden kann, da sie sich ohnehin als offensichtlich unzuläs-

sig erweist; 

 

- die Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts die Entscheide trifft, für 

welche die StPO die Beschwerdeinstanz (Bundesgerichtsbarkeit) oder das 

Bundesstrafgericht als zuständig bezeichnet (Art. 37 Abs. 1 StBOG); 

 

- die Parteien sich gegen die von den beteiligten Staatsanwaltschaften ver-

schiedener Kantone getroffene Entscheidung über den Gerichtsstand 

(Art. 39 Abs. 2 StPO) bei der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts 

beschweren können (Art. 41 Abs. 2 Satz 1 i.V.m. Art. 40 Abs. 2 StPO); 

 

- offensichtlich weder das Schreiben der StA BS vom 30. Januar 2017 

(act. 1.17) noch die Verfügung betr. Entschädigung (Nichteintreten) der StA 

BL vom 2. Februar 2017 (act. 1.18) eine Entscheidung über den Gerichts-

stand im Sinne von Art. 39 Abs. 2 StPO darstellen; 

 

- die amtliche Verteidigung gegen den Entschädigungsentscheid bei der Be-

schwerdekammer des Bundesstrafgerichts nur Beschwerde führen kann, 

wenn der Entscheid von der Beschwerdeinstanz oder dem Berufungsgericht 

des Kantons gefällt wurde (Art. 135 Abs. 3 lit. b StPO); 

 

- sich die Beschwerde somit als offensichtlich unzulässig erweist, weshalb auf 

diese ohne weiteren Schriftenwechsel nicht einzutreten ist (Art. 390 Abs. 2 

StPO e contrario); 

 

- das Gesuch um amtliche Verteidigung zufolge Aussichtslosigkeit der Be-

schwerde abzuweisen ist; 

 

- bei diesem Ausgang des Verfahrens die Gerichtskosten dem Beschwerde-

führer aufzuerlegen sind (Art. 428 Abs. 1 StPO); 

 

- diese vorliegend auf Fr. 500.-- festzusetzen sind (Art. 73 StBOG i.V.m. Art. 5 

und Art. 8 Abs. 2 des Reglements des Bundesstrafgerichts vom 31. Au-

gust 2010 über Kosten, Gebühren und Entschädigungen in Bundesstrafver-

fahren [BStKR; SR 173.713.162]); 

 

 

- 4 - 

 

 

und erkennt: 

 

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 

 

2. Der Antrag auf amtliche Verteidigung wird abgewiesen. 

 

3. Die Gerichtsgebühr von Fr. 500.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt. 

 

 

Bellinzona, 20. Februar 2017 

 

Im Namen der Beschwerdekammer 

des Bundesstrafgerichts 

 

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zustellung an 

 

- Advokat Andreas Noll 

- Staatsanwaltschaft des Kantons Basel Stadt (unter Beilage einer Kopie der 

Beschwerde) 

- Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft (unter Beilage einer Kopie der Be-

schwerde) 

 

 

 

Rechtsmittelbelehrung 

Gegen diesen Entscheid ist kein ordentliches Rechtsmittel gegeben.