# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f71768f0-bcf7-5113-9784-db8673fd6c7e
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-03-29
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 29.03.2010 C-7038/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-7038-2008_2010-03-29.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-7038/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 9 .  M ä r z  2 0 1 0

Richter Michael Peterli (Vorsitz), 
Richter Beat Weber, 
Richterin Madeleine Hirsig, 
Gerichtsschreiberin Sandra Tibis.

X._______, Deutschland,
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 
1211 Genf 2,
Vorinstanz.

IV (Rente).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-7038/2008

Sachverhalt:

A.
Der  am  (...)  1954  geborene,  ledige,  deutsche  Staatsangehörige 
X._______ lebt in Deutschland. Er war in den Jahren 1980 bis 1982 
und 1984 bis 1997 in der Schweiz als Stahlbauer/Schlosser erwerbs-
tätig  (act. 65)  und hat  dabei  Beiträge an die schweizerische Alters-, 
Hinterlassenen-  und  Invalidenversicherung  (AHV/IV)  entrichtet.  Mit 
Schreiben vom 1. Januar 2007 (act. 1) hat er sich bei der Schweize-
rischen Invalidenversicherung zum Bezug einer  Invalidenrente  ange-
meldet. 

B.
Mit Vorbescheid vom 15. Mai 2008 (act. 58) teilte die IV-Stelle für Ver-
sicherte  im  Ausland  (nachfolgend:  IVSTA)  X._______  mit,  es  liege 
keine  anspruchsbegründende  Invalidität  vor,  weshalb  beabsichtigt 
werde, das Leistungsbegehren abzuweisen.

Mit Schreiben vom 27. Mai 2008 (act. 59) erhob X._______ gegen den 
Vorbescheid Einwand, welchen er damit begründete, dass er gesund-
heitlich  beeinträchtigt  sei  und  daher  Anspruch  auf  eine  Invaliditäts-
rente habe.

C.
Mit  Verfügung  vom  3. Oktober  2008  (act. 62)  wies  die  IVSTA  das 
Leistungsbegehren  von X._______  mangels  anspruchsbegründender 
Invalidität ab.

Die  IVSTA  zog  zur  Beurteilung  des  Leistungsgesuches  namentlich 
folgende  Unterlagen  medizinischen  und  wirtschaftlichen  Inhalts  bei: 
das Gutachten von Dr. med. A._______, Facharzt  für  Innere Medizin 
und  Sozialmedizin,  vom  2. Juni  2006  (act. 51),  die  medizinische 
Stellungnahme  von  Dr. med. B._______,  Facharzt  für 
Allgemeinmedizin FMH, vom 27. März 2008 (act. 56), den Fragebogen 
für den Versicherten vom 18. Februar 2008 (act. 37), den Fragebogen 
für  den  Arbeitgeber  vom  27. Februar  2008  (act. 36)  und  den 
Einkommensvergleich vom 24. April 2008 (act. 57).

Die Ärzte diagnostizierten in den obgenannten medizinischen Unter-
lagen  wiederkehrende  Rückenschmerzen  bei  Fehlstatik  (ICD-10 
M54.5) und eine kombinierte Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F61).

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D.
Gegen  die  Verfügung  vom  3. Oktober  2008  hat  X._______  (nach-
folgend:  Beschwerdeführer)  mit  Eingabe  vom  27. Oktober  2008  Be-
schwerde beim Bundesverwaltungsgericht erhoben. Er beantragte die 
Ausrichtung  einer  Invalidenrente  sowie  in  verfahrensrechtlicher  Hin-
sicht die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege.

E.
Am 17. November 2008 reichte der Beschwerdeführer das ausgefüllte 
Formular „Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege“ zusammen mit di-
versen Belegen ein.

F.
Mit  Vernehmlassung vom 25. März 2009 beantragte die IVSTA unter 
Verweis  auf  die  Stellungnahme  von  Dr. med. C._______,  Arzt  für 
Psychiatrie  und  Psychotherapie,  des  medizinischen  Dienstes  der 
IVSTA vom 21. März 2009 (act. 67)  die Abweisung der  Beschwerde, 
da  beim  Beschwerdeführer  in  körperlich  leichten  Verweistätigkeiten 
eine volle Arbeitsfähigkeit bestehe und kein krankheitswertiges psychi-
sches Leiden vorliege. Die Erwerbseinbusse in Verweistätigkeiten be-
trage lediglich 23%, weshalb er  keinen Anspruch auf  eine Invaliden-
rente habe.

G.
Der  Beschwerdeführer  liess  sich  mit  den  Eingaben  vom  10. und 
11. Februar 2009, 12. April 2009 und 26. Februar 2010 vernehmen.

H.
Die IVSTA liess sich nicht mehr vernehmen.

I.
Auf  die  weiteren  Vorbringen  der  Parteien  sowie  die  eingereichten 
Akten  wird  –  soweit  für  die  Entscheidfindung  erforderlich  –  in  den 
nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

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Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.  

1.1 Gemäss  Art. 31  des  Bundesgesetzes  über  das  Bundesver-
waltungsgericht  vom 17. Juni  2005 (VGG, SR 173.32)  in  Verbindung 
mit  Art. 33  lit. d  VGG  und  Art. 69  Abs. 1  lit. b  des  Bundesgesetzes 
über  die  Invalidenversicherung  vom 19. Juni  1959  (IVG,  SR 831.20) 
beurteilt  das  Bundesverwaltungsgericht  Beschwerden  von  Personen 
im Ausland gegen Verfügungen der IV-Stelle  für  Versicherte im Aus-
land. Eine Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor.

1.2 Aufgrund von Art. 3 lit. dbis des Bundesgesetzes vom 20. Dezem-
ber 1968 über  das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) findet 
das  VwVG  keine  Anwendung  in  Sozialversicherungssachen,  soweit 
das  Bundesgesetz  vom  6. Oktober  2000  über  den  Allgemeinen  Teil 
des Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) anwendbar ist. Ge-
mäss Art. 1 Abs. 1 IVG sind die Bestimmungen des ATSG auf die In-
validenversicherung (Art. 1a-26bis IVG und 28 bis 70 IVG) anwendbar, 
soweit  das  IVG nicht  ausdrücklich  eine Abweichung vom ATSG vor-
sieht.

1.3 Der Beschwerdeführer ist  durch die angefochtene Verfügung be-
rührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder 
Änderung,  so  dass  er  im  Sinne  von  Art. 59  ATSG  beschwerde-
legitimiert ist.

1.4 Da  die  Beschwerde  im  Übrigen  frist-  und  formgerecht  (Art. 60 
Abs. 1 ATSG und Art. 52 Abs. 1 VwVG) eingereicht wurde, ist  darauf 
einzutreten.

2.  

2.1 Der  Beschwerdeführer  ist  deutscher  Staatsangehöriger,  so  dass 
vorliegend das Abkommen vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweize-
rischen Eidgenossenschaft einerseits und der Europäischen Gemein-
schaft  und  ihren  Mitgliedstaaten  andererseits  über  die  Freizügigkeit 
(FZA; SR 0.142.112.681),  insbesondere  dessen Anhang II  betreffend 
Koordinierung der  Systeme der  sozialen  Sicherheit,  anzuwenden  ist 
(Art. 80a IVG). Nach Art. 3 Abs. 1 der Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 
des  Rates  vom 14. Juni  1971  (SR 0.831.109.268.1)  zur  Anwendung 
der Systeme der sozialen Sicherheit auf Arbeitnehmer und Selbstän-

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dige sowie deren Familienangehörige, die innerhalb der Gemeinschaft 
zu-  und  abwandern,  haben  die  in  den  persönlichen  Anwendungs-
bereich der Verordnung fallenden,  in einem Mitgliedstaat wohnenden 
Personen aufgrund der Rechtsvorschriften eines Mitgliedstaats grund-
sätzlich die gleichen Rechte und Pflichten wie die Staatsangehörigen 
dieses Staates.

2.2 Soweit  das  FZA beziehungsweise  die  auf  dieser  Grundlage  an-
wendbaren gemeinschaftsrechtlichen Rechtsakte keine abweichenden 
Bestimmungen  vorsehen,  richtet  sich  die  Ausgestaltung  des  Ver-
fahrens – unter Vorbehalt der beiden Grundsätze der Gleichwertigkeit 
sowie  der  Effektivität  –  sowie  die  Prüfung  der  Anspruchsvoraus-
setzungen  einer  schweizerischen  Invalidenrente  grundsätzlich  nach 
der innerstaatlichen Rechtsordnung (BGE 130 V 257 E. 2.4). Entspre-
chend bestimmt sich vorliegend der Anspruch des Beschwerdeführers 
auf  eine  Rente  der  Invalidenversicherung  ausschliesslich  nach  dem 
innerstaatlichen schweizerischen Recht, insbesondere nach dem IVG 
sowie  der  Verordnung  vom  17. Januar  1961  über  die  Invalidenver-
sicherung (IVV, SR 831.201). 

Gemäss Art. 40 Abs. 4 der Verordnung Nr. 1408/71 ist die vom Träger 
eines Mitgliedstaates getroffene Entscheidung über die Invalidität  ei-
nes Antragstellers – entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers – 
für den Träger eines anderen betroffenen Staates nur dann verbindlich, 
wenn die  in  den Rechtsvorschriften  dieser  Staaten festgelegten  Tat-
bestandsmerkmale der Invalidität  in Anhang V dieser Verordnung als 
übereinstimmend  anerkannt  sind,  was  für  das  Verhältnis  zwischen 
Deutschland  und  der  Schweiz  (ebenso  wie  das  Verhältnis  zwischen 
den übrigen EU-Mitgliedstaaten  und der  Schweiz)  nicht  der  Fall  ist. 
Gemäss Art. 40 der Verordnung Nr. 574/72 hat  der Träger eines Mit-
gliedstaates aber – wie dies die IVSTA getan hat – bei der Bemessung 
des  Invaliditätsgrades die  von den  Trägern  der  anderen  Staaten  er-
haltenen ärztlichen Unterlagen und Berichte sowie Auskünfte der Ver-
waltung zu berücksichtigen,  soweit  sie  rechtsgenüglich ins Verfahren 
eingebracht werden (vgl. Art. 32 VwVG).

3.  
Zunächst sind die zur Beurteilung der Streitsache massgebenden ge-
setzlichen Grundlagen und die von der Rechtsprechung entwickelten 
Grundsätze darzulegen.

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3.1 Die Beschwerdeführenden können im Rahmen des Beschwerde-
verfahrens die Verletzung von Bundesrecht unter Einschluss des Miss-
brauchs oder der Überschreitung des Ermessens, die unrichtige oder 
unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts sowie 
Unangemessenheit des Entscheids rügen (Art. 49 VwVG).

3.2 Nach  der  Rechtsprechung  stellt  das  Sozialversicherungsgericht 
bei  der  Beurteilung einer  Streitsache  in  der  Regel  auf  den  bis  zum 
Zeitpunkt  des  Erlasses  des  streitigen  Entscheides  eingetretenen 
Sachverhalt ab (BGE 129 V 1 E. 1.2 mit Hinweis). Tatsachen, die jenen 
Sachverhalt seither verändert haben, sollen im Normalfall Gegenstand 
einer neuen Verwaltungsverfügung sein (BGE 121 V 362 E. 1b). Weiter 
sind in zeitlicher Hinsicht grundsätzlich diejenigen Rechtssätze mass-
gebend,  die  bei  der  Erfüllung  des  zu  Rechtsfolgen  führenden  Tat-
bestandes Geltung hatten (BGE 130 V 329). Für das vorliegende Ver-
fahren ist deshalb das per 1. Januar 2003 in Kraft getretene Bundes-
gesetz über den Allgemeinen Teil  des Sozialversicherungsrechts an-
wendbar.  Die  im  ATSG  enthaltenen  Formulierungen  der  Arbeitsun-
fähigkeit, der Erwerbsunfähigkeit, der Invalidität und der Einkommens-
vergleichsmethode  entsprechen  den  bisherigen  von  der  Rechtspre-
chung dazu entwickelten Begriffen in der Invalidenversicherung. Dem-
zufolge  haben  die  von  der  Rechtsprechung  dazu  herausgebildeten 
Grundsätze  unter  der  Herrschaft  des  ATSG  weiterhin  Geltung 
(BGE 130 V 343).

In  materiell-rechtlicher  Hinsicht  ist  pro  rata  temporis  auf  jene  Be-
stimmungen des IVG und der IVV respektive des ATSG und der zu-
gehörigen Verordnung vom 11. September 2002 über den Allgemeinen 
Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV, SR 830.11) abzustellen, die 
für die Beurteilung eines Rentenanspruchs jeweils relevant waren und 
in  Kraft  standen. Da das Rentengesuch im Januar  2007 eingereicht 
wurde, sind im vorliegenden Fall bis zum 31. Dezember 2007 das IVG 
und das ATSG in der Fassung vom 21. März 2003 und die IVV in der 
Fassung  vom  21. Mai  2003  (4. IV-Revision,  AS 2003 3837  be-
ziehungsweise AS 2003 3859, in Kraft vom 1. Januar 2004 bis 31. De-
zember  2007)  anwendbar. Am 1. Januar  2008  sind  die  Änderungen 
des  IVG  und  des  ATSG  vom  6. Oktober  2006  sowie  der  IVV  vom 
28. September  2007 (5. IV-Revision,  AS 2007 5129 beziehungsweise 
AS 2007 5155) in Kraft getreten. Soweit sich der Rentenanspruch auf 
die Zeit nach dem 1. Januar 2008 bezieht, sind die Bestimmungen der 

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erwähnten Erlasse in der seit  diesem Datum geltenden Fassung an-
wendbar.

3.3 Versicherte  haben Anspruch auf  eine Viertelsrente,  wenn sie zu 
mindestens 40 Prozent invalid sind, bei einem Invaliditätsgrad von min-
destens 50 Prozent  besteht  ein Anspruch auf  eine halbe Rente,  bei 
mindestens 60 Prozent auf eine Dreiviertelsrente und bei mindestens 
70 Prozent auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG [5. IV-Revision] 
respektive  Art. 28  Abs. 1  IVG  [4. IV-Revision]).  Gemäss  Art. 28 
Abs. 1ter IVG werden Renten,  die einem Invaliditätsgrad von weniger 
als 50 Prozent  entsprechen,  jedoch nur an Versicherte ausgerichtet, 
die ihren Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der 
Schweiz haben, soweit nicht völkerrechtliche Vereinbarungen eine ab-
weichende Regelung vorsehen, was für die Mitgliedstaaten der EU der 
Fall ist. 

3.4 Der  Rentenanspruch  nach  Artikel 28  entsteht  nach  den  Vor-
schriften der  4. IV-Revision frühestens in  dem Zeitpunkt,  in dem der 
Versicherte  mindestens  zu  40%  bleibend  erwerbsunfähig  (Art. 7 
ATSG)  geworden  ist  (Art. 29  Abs. 1  lit. a  IVG  [4. IV-Revision])  oder 
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens zu 40% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen war (Art. 29 
Abs. 1 lit. b IVG [4. IV-Revision]). Nach den Bestimmungen der 5. IV-
Revision  haben  Anspruch  auf  eine  Rente  Versicherte,  die  ihre  Er-
werbsfähigkeit  oder  die  Fähigkeit,  sich  im  Aufgabenbereich  zu  be-
tätigen,  nicht  durch  zumutbare  Eingliederungsmassnahmen  wieder 
herstellen,  erhalten  oder  verbessern  können,  während  eines  Jahres 
ohne  wesentlichen  Unterbruch  durchschnittlich  mindestens  40%  ar-
beitsunfähig  (Art. 6  ATSG)  gewesen  sind  und  nach  Ablauf  dieses 
Jahres zu mindestens 40% invalid (Art. 8 ATSG) sind (Art. 28 Abs. 1 
lit. a bis c IVG [5. IV-Revision]).

3.5 Gemäss Art. 8 Abs. 1 ATSG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 IVG ist 
Invalidität  die  voraussichtlich  bleibende  oder  längere  Zeit  dauernde 
ganze  oder  teilweise  Erwerbsunfähigkeit  als  Folge  von  Geburts-
gebrechen, Krankheit oder Unfall. Erwerbsunfähigkeit ist gemäss Art. 7 
ATSG der durch Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Ge-
sundheit  verursachte  und  nach  zumutbarer  Behandlung  und  Ein-
gliederung  verbleibende  ganze  oder  teilweise  Verlust  der  Erwerbs-
möglichkeiten  auf  dem  in  Betracht  kommenden  ausgeglichenen  Ar-
beitsmarkt. Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträchtigung der 

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körperlichen,  geistigen oder  psychischen  Gesundheit  bedingte,  volle 
oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich 
zumutbare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare 
Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt 
(Art. 6 ATSG).

3.6 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die 
ärztliche und gegebenenfalls andere Fachleute zur Verfügung zu stel-
len haben. Aufgabe des Arztes im schweizerischen Invalidenverfahren 
ist  es,  den  Gesundheitszustand  zu  beurteilen  und  dazu  Stellung zu 
nehmen,  in  welchem Umfang und gegebenenfalls  bezüglich  welcher 
Tätigkeiten der Versicherte arbeitsunfähig ist. Die ärztlichen Auskünfte 
sind  sodann  eine wichtige  Grundlage für  die  Beurteilung der  Frage, 
welche  Arbeitsleistungen  dem  Versicherten  konkret  noch  zugemutet 
werden  können  (BGE 125 V 256  E. 4,  115 V 134  E. 2;  AHI-Praxis 
2002, S. 62, E. 4b/cc).

3.7 Das  Bundesrecht  schreibt  nicht  vor,  wie  die  einzelnen  Beweis-
mittel zu würdigen sind. Für das gesamte Verwaltungs- und Beschwer-
deverfahren  gilt  der  Grundsatz  der  freien  Beweiswürdigung. Danach 
haben  Versicherungsträger  und  Sozialversicherungsgerichte  die  Be-
weise frei, das heisst ohne förmliche Beweisregeln, sowie umfassend 
und pflichtgemäss zu würdigen. 

Bezüglich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob 
der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Un-
tersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, 
in  Kenntnis  der  Vorakten (Anamnese)  abgegeben worden ist,  in  der 
Beurteilung  der  medizinischen  Zusammenhänge  und  in  der  Beur-
teilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfol-
gerungen der Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den Be-
weiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft des Beweismittels 
noch die  Bezeichnung der  eingereichten oder  in  Auftrag  gegebenen 
Stellungnahme als  Bericht  oder  als  Gutachten  (vgl.  dazu  das  Urteil 
des Bundesgerichts  [BGer] vom 26. Januar 2006  [I 268/2005] E. 1.2, 
mit Hinweis auf BGE 125 V 352 E. 3.a). 

Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweis-
wert  zu,  sofern  sie  als  schlüssig  erscheinen,  nachvollziehbar  be-
gründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen 

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ihre  Zuverlässigkeit  besteht.  Die  Tatsache  allein,  dass  der  befragte 
Arzt  in  einem  Anstellungsverhältnis  zum  Versicherungsträger  steht, 
lässt  nicht  schon  auf  mangelnde  Objektivität  und  auf  Befangenheit 
schliessen.  Es  bedarf  vielmehr  besonderer  Umstände,  welche  das 
Misstrauen  in  die  Unparteilichkeit  der  Beurteilung  objektiv  als  be-
gründet erscheinen lassen (BGE 125 V 351 E. 3b/ee mit Hinweisen).

Auf Stellungnahmen der RAD oder der ärztlichen Dienste kann für den 
Fall,  dass ihnen materiell  Gutachtensqualität  zukommen soll,  nur ab-
gestellt  werden,  wenn sie  den  allgemeinen beweisrechtlichen Anfor-
derungen an einen ärztlichen Bericht  genügen (vgl. Urteil  des  BGer 
vom 15. Dezember 2006  [I 694/05] E. 2). Die RAD-Ärzte müssen so-
dann  über  die  im  Einzelfall  gefragten  persönlichen  und  fachlichen 
Qualifikationen  verfügen  (Urteile  des  BGer  vom 20. November  2007 
[I 142/07] E. 3.2.3  und vom 10. April  2007  [I 362/06] E. 3.2.1). Denn 
die fachliche Qualifikation des Experten spielt für die richterliche Wür-
digung  einer  Expertise  eine  erhebliche  Rolle.  Bezüglich  der  medi-
zinischen  Stichhaltigkeit  eines  Gutachtens  müssen  sich  Verwaltung 
und Gerichte auf die Fachkenntnisse des Experten verlassen können. 
Deshalb  ist  für  die  Eignung  eines  Arztes  als  Gutachter  in  einer  be-
stimmten medizinischen Disziplin ein entsprechender, dem Nachweis 
der  erforderlichen  Fachkenntnisse  dienender,  spezialärztlicher  Titel 
des berichtenden oder zumindest des den Bericht visierenden Arztes 
vorausgesetzt (Urteil des BGer vom 3. August 2000 [I 178/00] E. 4a).

Nicht zwingend erforderlich ist, dass die versicherte Person untersucht 
wird. Nach Art. 49 Abs. 2 IVV führt  der RAD – respektive analog der 
Medizinische Dienst – für die Beurteilung der medizinischen Vorauss-
etzungen  des  Leistungsanspruchs  nur  "bei  Bedarf"  selber  ärztliche 
Untersuchungen  durch.  In  den  übrigen  Fällen  stützt  er  seine  Beur-
teilung  auf  die  vorhandenen ärztlichen Unterlagen ab. Das Absehen 
von eigenen Untersuchungen ist somit nicht an sich ein Grund, um ei-
nen RAD-Bericht in Frage zu stellen. Dies gilt insbesondere, wenn es 
im  Wesentlichen  um  die  Beurteilung  eines  feststehenden  medizini-
schen Sachverhalts geht und die direkte ärztliche Befassung mit  der 
versicherten Person in  den Hintergrund  rückt  (vgl. Urteile  des  BGer 
vom  14. Juli  2009  [9C_323/2009] E. 4.3.1  sowie  vom 14. November 
2007 [I 1094/06] E. 3.1.1, beide mit Hinweisen).

3.8 Bei  erwerbstätigen  Versicherten  ist  der  Invaliditätsgrad  gemäss 
Art. 16  ATSG in  Verbindung  mit  Art. 28a Abs. 1  IVG aufgrund  eines 

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Einkommensvergleichs  zu  bestimmen.  Dazu  wird  das  Erwerbsein-
kommen, das die versicherte  Person nach Eintritt  der Invalidität  und 
nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Ein-
gliederungsmassnahmen durch eine ihr  zumutbare Tätigkeit  bei  aus-
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sogenanntes Invaliden-
einkommen),  in  Beziehung gesetzt  zum Erwerbseinkommen, das sie 
erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sogenanntes 
Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der 
Weise  zu  erfolgen,  dass  die  beiden  hypothetischen  Erwerbseinkom-
men ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenüber 
gestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invalidi-
tätsgrad bestimmen lässt  (allgemeine Methode des Einkommensver-
gleichs;  BGE 130 V 343  E. 3.4.2,  128 V 29  E. 1).  Für  den  Einkom-
mensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des (hypothetischen) 
Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei Validen- und Inva-
lideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erheben und allfälli-
ge  rentenwirksame  Änderungen  der  Vergleichseinkommen  bis  zum 
Verfügungserlass respektive bis zum Einspracheentscheid zu berück-
sichtigen sind (BGE 129 V 222 E. 4).

4.
Nachfolgend ist zu prüfen, ob die IVSTA das Leistungsbegehren des 
Beschwerdeführers zu Recht abgewiesen hat.

4.1 Der Beschwerdeführer macht  im Wesentlichen geltend,  aufgrund 
eines Unfalls mit einem Stahlträger bei der Konstruktion einer Halle sei 
er  gesundheitlich  beeinträchtigt  und  nicht  mehr  in  der  Lage,  einer 
Arbeit  nachzugehen.  Auf  die  übrigen  vom  Beschwerdeführer  ge-
machten Ausführungen betreffend Straftatbestände ist mangels Rele-
vanz für das Invalidenverfahren nicht weiter einzugehen.

4.2 Die IVSTA führt  demgegenüber aus, der ärztliche Dienst  sei  ge-
stützt  auf  die  medizinischen  Unterlagen  zum Schluss  gelangt,  dass 
beim Beschwerdeführer  zwar ein  Rückenleiden vorliege,  welches für 
schwere Arbeiten eine totale Arbeitsunfähigkeit zur Folge habe, dass 
der Beschwerdeführer jedoch in der Lage sei, angepasste und leichte 
Tätigkeiten zu verrichten. Ein krankheitswertiges psychisches Leiden 
mit einem Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit sei beim Beschwerdeführer 
nicht  vorhanden.  Ferner  wies  die  IVSTA  darauf  hin,  dass  der  Be-
schwerdeführer  aus einem ausländischen Rentenbescheid keine An-

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sprüche  in  Bezug  auf  eine  schweizerische  Invalidenrente  ableiten 
könne.

4.3  

4.3.1 Das ausführliche Gutachten von Dr. med. A._______,  Facharzt 
für Innere Medizin und Sozialmedizin, vom 2. Juni 2006, welches er zu 
Handen der Deutschen Rentenversicherung erstellt hat, attestiert dem 
Beschwerdeführer  eine  kombinierte  Persönlichkeitsstörung  (ICD-10 
F61) und wiederkehrende Rückenbeschwerden bei Fehlstatik (ICD-10 
M54.5).  Die  Rückenbeschwerden  seien  (gemäss  Angaben  des  Be-
schwerdeführers) auf seine jahrelange schwere Arbeit zurückzuführen. 
Während  seiner  Arbeitstätigkeit  habe  der  Beschwerdeführer  zudem 
diverse Verletzungen (namentlich Mittelfussbruch links, Speichenbruch 
links, Quetschung der Hände) erlitten, welche jedoch keine nennens-
werten Einschränkungen mehr zur Folge hätten. In Bezug auf die psy-
chische  Situation  führt  der  Gutachter  aus,  es  seien  keine  Anhalts-
punkte  aus  den  Akten  ersichtlich,  dass  diesbezügliche  Beeinträchti-
gungen  schon  länger  bestünden.  Dennoch  zeige  der  Beschwerde-
führer ein tiefgreifendes, unpassendes und unausgeglichenes Verhal-
ten. Er sei offensichtlich emotional instabil, dissoziativ und gebe auch 
andeutungsweise paranoide Schilderungen ab, weshalb seines Erach-
tens eine kombinierte Persönlichkeitsstörung vorliege. Der Beschwer-
deführer  sei  wohl  eigenbrötlerisch  geworden.  Teilweise  scheine  ihm 
das selbst  bewusst  geworden zu sein. Er versuche,  sich mit  seinem 
Wesen zu arrangieren und habe sich zurückgezogen und so einiger-
massen stabilisiert. Unter normalen Arbeitsbedingungen würde er aber 
mit  Sicherheit sehr rasch dekompensieren. Derartige Persönlichkeits-
störungen  liessen  sich  nicht  bessern;  es  seien  Charakterzüge  und 
noch keine eigentlichen Krankheiten. Die Arbeitsfähigkeit bezifferte der 
Gutachter für leichte Arbeiten mit „unter drei Stunden“.

4.3.2 Dr. med. B._______,  Facharzt  für  Allgemeinmedizin  FMH,  hielt 
in seiner gestützt auf die Aktenlage erfolgten medizinischen Stellung-
nahme  vom  27. März  2008  fest,  der  Beschwerdeführer  leide  an 
wiederkehrenden  Rückenschmerzen  bei  Fehlstatik  (ICD-10  M54.4) 
weshalb  er  seit  dem  1. Juni  2006  (Datum  der  Untersuchung  durch 
Dr. med. A._______) in seiner bisherigen Tätigkeit als Stahlbauer als 
arbeitsunfähig  anzusehen  sei.  Die  von  Dr. med. A._______ 
diagnostizierte  Persönlichkeitsstörung  könne  er  allerdings  nicht  be-
stätigen. Zur Begründung führte er aus, dass gemäss Definition (ICD-

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10  F60-F62)  Persönlichkeitsstörungen  tief  verwurzelte,  anhaltende 
Verhaltensmuster  seien,  die  sich  in  starren  Reaktionen  auf  unter-
schiedliche  persönliche  und  soziale  Lebenslagen  und  in  deutlichen 
Abweichungen im Wahrnehmen, Denken und Fühlen sowie betreffend 
Beziehungen  zu  anderen  zeigten. Diese  Verhaltensmuster  seien  zu-
meist stabil, gingen häufig mit persönlichem Leiden und gestörter so-
zialer Funktions- und Leistungsfähigkeit einher. Der Beginn liege in der 
Kindheit  und dauere  bis  ins Erwachsenenalter  an. Die Einschätzung 
müsse gestützt auf möglichst viele Informationen erfolgen. Vorliegend 
bestünden  allerdings  keine  klaren,  belegten,  fremdanamnestischen 
Angaben über den Verlauf einer allfälligen psychischen Krankheit seit 
der Jugend. Offenbar bestehe auch kein persönliches Leiden des Be-
schwerdeführers, da er keine entsprechende Behandlung in Anspruch 
nehme. Ferner  seien  die  Umstände des  Arbeitsplatzverlustes  unklar 
und könnten somit nicht auf eine mögliche psychische Erkrankung zu-
rückgeführt werden. Schliesslich sei auch nicht bekannt, dass der Be-
schwerdeführer aus psychischen Gründen arbeitsunfähig gewesen sei. 
Die Annahme des Gutachters, dass der Beschwerdeführer unter nor-
malen Arbeitsbedingungen rasch dekompensieren würde, sei rein spe-
kulativ und im Übrigen halte auch Dr. med. A._______ diese Defizite 
lediglich  für  Charakterzüge  und  messe  ihnen  keinen  Krankheitswert 
zu. Das Hauptproblem des Beschwerdeführers liege wohl in der Lang-
zeitarbeitslosigkeit  bei  unausgeglichenem  Arbeitsmarkt  und  in  der 
schlechten ökonomischen Situation. Erwiesenermassen sei auch das 
Rentengesuch  aus  diesen  Gründen  und  auf  Empfehlung  von  Dritt-
personen  erfolgt.  Es  handle  sich  dabei  aber  um  invaliditätsfremde 
Aspekte.  Dem  Beschwerdeführer  sei  daher  seit  1. Juni  2006  zuzu-
muten, ganztägig einer angepassten Tätigkeit nachzugehen.

4.3.3 Dr. med. C._______,  Facharzt  für  Psychiatrie  und  Psycho-
therapie,  bestätigte  in  seiner  Stellungnahme vom 21. März  2009 die 
Ausführungen von Dr. med. B._______. Es sei  nicht  nachvollziehbar, 
dass  nach  lebenslanger  Unauffälligkeit  nun  eine  Persönlichkeits-
störung vorliegen solle. Es sei zwar verständlich, dass die Umstände 
des Beschwerdeführers schwierig seien, und er besondere Charakter-
eigenschaften aufweise, was jedoch nicht als Krankheit zu werten sei.

4.4 Das  Gutachten  von  Dr. med. A._______  beruht  zwar  auf 
eingehenden  Untersuchungen  und  Gesprächen  mit  dem 
Beschwerdeführer und ist relativ umfangreich, dennoch ist es in Bezug 
auf  das  Vorliegen  eines  allfälligen  psychischen  Leidens  und  der 

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Einschätzung  der  Arbeitsfähigkeit  nicht  schlüssig  respektive  in  sich 
widersprüchlich. Es  ist  insbesondere  nicht  nachvollziehbar,  dass  der 
Gutachter  zwar  anerkennt,  dass  es  sich  beim  Leiden  des 
Beschwerdeführers  nur  um  Charakterzüge  und  nicht  um eigentliche 
Krankheiten handle, er aber in diesem Zusammenhang den Begriff der 
Persönlichkeitsstörung  unter  Angabe  des  ICD-10-Codes  verwendet. 
Ferner beziffert er den zeitlichen Umfang einer möglichen beruflichen 
Tätigkeit  des  Beschwerdeführers  unter  Ziffer 5  (Sozialmedizinische 
Beurteilung) auf "unter drei Stunden", was einerseits im Widerspruch 
mit seinen Ausführungen unter Ziffer 4 (Epikrise) und andererseits mit 
den  Angaben  auf  der  ersten  Seite  des  Gutachtens  (Deckblatt  des 
Formulars  der  Deutschen  Rentenversicherung,  act. 51)  steht,  wo  er 
die  Frage  "Besteht  Arbeitsunfähigkeit?"  mit  "nein"  beantwortet. 
Dr. med. A._______  war  aufgrund  mangelnder  Ausbildung  im 
entsprechenden  Fachgebiet  demzufolge  nicht  in  der  Lage,  das 
Verhalten  des  Beschwerdeführers  korrekt  zu  deuten  und  die 
Konsequenzen  für  die  Arbeitsfähigkeit  abzuschätzen.  Auf  sein 
Gutachten ist daher in psychiatrischer Hinsicht nicht abzustellen.

Die  Stellungnahmen  der  Dres. B._______  und  C._______  basieren 
zwar nicht auf eigenen Untersuchungen und Befunderhebungen durch 
den Medizinischen Dienst  und sind  nicht  –  analog der  Berichte  des 
RAD – als Untersuchungsberichte im Sinne von Art. 49 Abs. 2 IVV zu 
qualifizieren.  Sie  sind  jedoch  nicht  schon  deswegen  in  Frage  zu 
stellen.  Problematisch  ist  allerdings,  dass  Dr. med. C._______  als 
einziger  der  beurteilenden  Ärzte  Facharzt  in  Psychiatrie  ist  und  er 
seine  Stellungnahme  gestützt  auf  das  unschlüssige  und 
widersprüchliche  Gutachten  von  Dr. med. A._______  abgab.  Es  ist 
daher  zu  bezweifeln,  dass  er  gestützt  auf  dieses  Gutachten  in 
psychiatrischer  Hinsicht  eine  zuverlässige  Diagnose  stellen  konnte, 
zumal  er  ausser  dem  erwähnten  Gutachten  keine  weiteren 
medizinischen Unterlagen zur Verfügung hatte und der medizinische 
Sachverhalt keineswegs als klar bezeichnet werden kann.

Unbestritten  ist,  dass  die  von den Berufsunfällen  herrührenden  Ein-
schränkungen  kaum  mehr  bestehen  (vgl.  aber  Ziffer 2.7  des  Gut-
achtens von Dr. med. A._______ [linker Mittelfinger etwas verdickt und 
in  der  Beugung  leicht  behindert]),  und  dass  eine  Einschränkung 
aufgrund der Rückenprobleme besteht, weshalb der Beschwerdeführer 
nur  noch  für  leichte  Arbeiten  geeignet  ist.  In  Bezug  auf  die 
Einschätzung der psychischen Situation des Beschwerdeführers kann 

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– wie bereits erwähnt – auf keines der Gutachten abgestellt  werden. 
Da  Dr. med. C._______   den  Beschwerdeführer  nicht  persönlich 
begutachtet  hat,  und  seine  Einschätzung  lediglich  auf  den 
widersprüchlichen  Schilderungen  des  begutachtenden 
Dr. med. A._______  beruht,  kann  seinem  Gutachten  somit  keine 
Beweiskraft  zukommen.  Dasselbe  gilt  für  die  Einschätzung  von 
Dr. med. B._______,  welcher  weder  den  Beschwerdeführer  selbst 
begutachtet  hat,  noch  über  die  entsprechende  fachärztliche 
Qualifikation verfügt. 

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass festgestellt  wurde, dass der 
Beschwerdeführer  aufgrund  der  Rückenprobleme  für  schwere  oder 
mittelschwere Arbeit nicht mehr geeignet ist. Leichte Arbeiten sind ihm 
aus  orthopädischer  Sicht  vollschichtig  zumutbar.  In  psychiatrischer 
Hinsicht  wurden  hingegen  keine  rechtsgenüglichen  Abklärungen  ge-
troffen, weshalb die Sache zur  Abklärung in  psychiatrischer Hinsicht 
an  die  IVSTA zurückzuweisen  und  die  Beschwerde  somit  in  diesem 
Sinne gutzuheissen ist.

5.  
Zu befinden bleibt noch über die Verfahrenskosten und eine allfällige 
Parteientschädigung.

5.1 Das  Bundesverwaltungsgericht  auferlegt  gemäss  Art. 63  Abs. 1 
VwVG die  Verfahrenskosten in  der  Regel  der  unterliegenden  Partei. 
Eine  Rückweisung gilt  praxisgemäss  als  Obsiegen  der  beschwerde-
führenden Partei  (BGE 132 V 215 E. 6), so dass das vom Beschwer-
deführer gestellte Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechts-
pflege als gegenstandslos abzuschreiben ist.

Der  unterliegenden  Vorinstanz  sind  keine  Verfahrenskosten  aufzuer-
legen (Art. 63 Abs. 2 VwVG).

5.2 Da dem obsiegenden Beschwerdeführer, welcher nicht anwaltlich 
vertreten war, keine unverhältnismässig hohen Kosten entstanden sind 
und dieser zu Recht keinen entsprechenden Antrag gestellt hat, ist ihm 
keine  Parteientschädigung  zuzusprechen  (vgl.  Art. 64  Abs. 1  VwVG 
und Art. 7 ff. des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten 
und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2]). 

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die  Beschwerde  wird  in  dem  Sinne  gutgeheissen,  dass  die  ange-
fochtene Verfügung vom 3. Oktober 2008 aufgehoben und die Sache 
an die Vorinstanz zurückgewiesen wird, damit diese nach weiterer Ab-
klärung im Sinne der Erwägungen über den Rentenanspruch neu ver-
fügt.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird als 
gegenstandslos abgeschrieben.

3.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben, und es wird keine Partei-
entschädigung zugesprochen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben mit Rückschein)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. ...)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Michael Peterli Sandra Tibis

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Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern,  Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen  Angelegenheiten  geführt  werden,  sofern  die  Vor-
aussetzungen  gemäss  den  Art. 82 ff.,  90 ff.  und  100  des  Bundes-
gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) gegeben sind. 
Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der  angefochtene 
Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer 
in Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand: 

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