# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fa24037a-6554-57c8-8ffc-698d6318fdb8
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2006-03-07
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 07.03.2006 ZF 2006 2
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZF-2006-2_2006-03-07.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Tribunale cantonale dei Grigioni
Dretgira chantunala dal Grischun

___________________________________________________________________________________________________

Ref.: Chur, 07. März 2006 Schriftlich mitgeteilt am: 
ZF 06 2

Urteil
Zivilkammer

Vorsitz Vizepräsident Schlenker
RichterInnen Rehli, Sutter-Ambühl, Tomaschett-Murer, Vital
Aktuarin ad hoc Nüssle

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In der zivilrechtlichen Berufung

der A., Beklagte, Berufungsklägerin und Anschlussberufungsbeklagte, vertreten 
durch Rechtsanwalt lic. iur. Lorenzo Schmid, Postfach 731, Vazerolgasse 2, 7002 
Chur,

gegen

das Urteil des Bezirksgerichts Plessur vom  29. September 2005, mitgeteilt am 3. 
Januar 2006, in Sachen des B., Kläger, Berufungsbeklagter und Anschlussberu-
fungskläger, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Guido Ranzi, Postfach 519, Qua-
derstrasse 5, 7001 Chur gegen die Beklagte, Berufungsklägerin und Anschlussbe-
rufungsbeklagte,

betreffend Änderung Scheidungsurteil,

hat sich ergeben:

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A. Der am 19. September 1960 geborene B. verheiratete sich am 14. Juli 
1989 in Chur mit der am 8. Dezember 1953 geborenen A.. Der Ehe entspross der 
Sohn G., geboren am 30. August 1989. Am 21. Februar 1995 reichte A. vor Vermitt-
leramt in Chur eine Scheidungsklage ein. Am 3. Mai 1995 prosequierte sie ihre 
Klage an das Bezirksgericht Plessur, welches die Ehe durch Urteil vom 28. Novem-
ber 1995, mitgeteilt am 13. Februar 1996, schied und die von den Parteien vorge-
legte Ehescheidungskonvention genehmigte. Dabei wurde der Sohn G. der Mutter 
zur Pflege und Erziehung zugewiesen und dieser auch die elterliche Sorge für den 
Sohn zugeteilt. Der Vater wurde verpflichtet, an den Unterhalt des Kindes bis zu 
dessen Mündigkeit, längstens aber bis zu seiner wirtschaftlichen Selbständigkeit, 
jeden Monat einen Unterhaltsbeitrag von Fr. 650.- nebst den vertraglichen und ge-
setzlichen Kinderzulagen zu zahlen. Für den Unterhalt an die Mutter wurde er zu 
einer monatlichen Rente von Fr. 300.- für die Dauer von fünf Jahren verpflichtet. Bei 
der Festsetzung der Unterhaltsbeiträge gingen die Parteien von einem Nettomo-
natslohn des Ehemannes von Fr. 3'900.- aus.

B. hat mit J. die beiden Söhne H., geboren am 27. August 1998, sowie I., 
geboren am 2. November 2000, gezeugt. Für diese Söhne ist er gemäss Unterhalts-
vereinbarung vom 2. April 2004, genehmigt vom Landgericht Fürstentum Liechten-
stein am 16. April 2004 und in Abänderung früherer Vereinbarungen, verpflichtet je 
Fr. 300.- pro Monat an Unterhalt zu bezahlen, dies nachdem er vorher monatlich Fr. 
600.- für H. und Fr. 800.- für I. bezahlen musste.

B. Am 3. Januar 2005 hat B. eine Klage auf Abänderung des Scheidungs-
urteils beim Kreisamt Chur zur Vermittlung angemeldet. Da sich die Parteien an der 
Sühneverhandlung vom 15. Februar 2005 nicht einigen konnten, wurde am 18. Fe-
bruar 2005 der Leitschein mit folgenden Rechtsbegehren ausgestellt: 

Klägerisches Rechtsbegehren:

„1. Es sei die Unterhaltsverpflichtung gemäss Ziffer 5 des Dispositivs des 
Ehescheidungsurteils des Bezirksgerichts Plessur vom 28. November 
1995/13. Februar 1996 (Proz.Nr. 1995/127) rückwirkend per 1. Januar 
2004 aufzuheben. 

 2. Es sei der Kläger in Abänderung von Ziffer 5 des Dispositivs des Ehe-
scheidungsurteils des Bezirksgerichts Plessur vom 28. November 
1995/13. Februar 1996 (Proz.Nr. 1995/127) mit Wirkung ab 1. Januar 
2004 zu verpflichten, an den Unterhalt seines Sohnes G. bis zu dessen 
18. Altersjahres monatliche, pränumerando zahlbare Unterhaltsbeiträge 
von CHF 300.00 zuzüglich allfälliger gesetzlicher und/oder vertraglicher 
Kinderzulagen zu bezahlen. 

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3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge (zuzüglich 7,6 % MWSt.) zulas-
ten der Beklagten.“

Dieses Rechtsbegehren wurde mit Prozesseingabe vom 15. März 2005 be-
kräftigt. Mit Prozessantwort vom 13. Mai 2005 stellte die Beklagte folgendes Rechts-
begehren:

„1. Die Klage sei abzuweisen.

2. Unter vermittleramtlicher, gerichtlicher und aussergerichtlicher Kosten- 
und Entschädigungsfolge zu Lasten des Klägers.“

Im Rahmen seines Plädoyers vor der Vorinstanz forderte der klägerische 
Rechtsvertreter eine Abänderung lediglich noch rückwirkend ab 1. Januar 2005.

C. Mit Urteil vom 29. September 2005, mitgeteilt am 3. Januar 2006, ent-
schied das Bezirksgericht Plessur wie folgt:

„1. In Abänderung von Ziffer 5 des Dispositivs des Ehescheidungsurteils 
des Bezirksgerichts Plessur vom 28. November 1995/13. Februar 1996 
(Proz.Nr. 1995/127) wird der Kläger mit Wirkung ab Rechtskraft des vor-
liegenden Urteils verpflichtet, an den Unterhalt seines Sohnes G. bis zu 
dessen Mündigkeit, längstens aber bis zu dessen wirtschaftlicher 
Selbständigkeit, monatlich im Voraus zahlbare Unterhaltsbeiträge von 
CHF 300.—zuzüglich gesetzliche oder vertragliche Kinderzulagen zu 
bezahlen.

2. Die Kosten des Kreisamtes Chur von CHF 300.- sowie die Kosten des 
Bezirksgerichts Plessur von CHF 4'820.55 (Gerichtsgebühr CHF 4'500.-
-, Schreibgebühr CHF 134.00, Barauslagen CHF 186.55) gehen zu 2/5, 
d.h. CHF 1'928.20, zulasten des Klägers und zu 3/5, d.h. CHF 2'892.35, 
zulasten der Beklagten. Die Beklagte hat den Kläger überdies ausser-
amtlich mit CHF 1'200.- (inkl. MwSt.) zu entschädigen.

Da beide Parteien mit einer Bewilligung zur unentgeltlichen Prozess-
führung prozessieren, werden die ihnen auferlegten Kosten nach Eintritt 
der Rechtskraft des Urteils der Stadt Chur bzw. dem Kanton Graubün-
den in Rechnung gestellt.

3. Den Parteivertretern wird eine Frist von 10 Tagen ab Mitteilung des vor-
liegenden Urteils gesetzt, um eine detaillierte Honorarnote betreffend An-
waltsaufwand (samt Einzahlungsschein) einzureichen und ihre diesbe-
züglichen Ansprüche zu beziffern. Bei Nicht-Einhaltung dieser Frist wird 
der Bezirksgerichtsvizepräsident den Aufwand nach pflichtgemässem 
Ermessen festsetzen.

4. (Mitteilungen).“

D. Gegen dieses Urteil liess A. am 24. Januar 2006 die Berufung an das 
Kantonsgericht von Graubünden erklären, wobei sie die Aufhebung des angefoch-
tenen Urteils und die Abweisung der Klage des Berufungsbeklagten und Klägers 

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beantragte; unter Kosten- und Entschädigungsfolge für beide Instanzen zulasten 
des Berufungsbeklagten und Klägers. Sie ersuchte auch für das Berufungsverfah-
ren um die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege. Mit Verfügung vom 15. 
Februar 2006 hiess der Kantonsgerichtsvizepräsident dieses Gesuch gut und er-
nannte Rechtsanwalt lic. iur. Lorenzo Schmid zum Rechtsvertreter der Berufungs-
klägerin. Am 27. Februar 2006 gewährte der Kantonsgerichtsvizepräsident auch 
dem Berufungsbeklagten auf ein entsprechendes Gesuch hin die unentgeltliche 
Rechtspflege und ernannte Rechtsanwalt lic. iur. Guido Ranzi zu seinem Rechts-
vertreter. Dieser erhob am 26. Januar 2006 Anschlussberufung mit dem Rechtsbe-
gehren, die Berufung sei abzuweisen und die Reduktion der Unterhaltsbeiträge sei 
auf das Datum der Klageeinreichung (1. Januar 2005) für wirksam zu erklären und 
nicht erst mit Wirkung ab Rechtskraft des Urteils. Der Kläger sei zu verpflichten ab 
1. Januar 2005 an den Unterhalt seines Sohnes G. bis zu dessen 18. Altersjahr 
monatliche, pränumerando zahlbare Unterhaltsbeiträge von CHF 300.- zuzüglich 
allfälliger gesetzlicher und/oder vertraglicher Kinderzulagen zu bezahlen. Unter 
Kosten- und Entschädigungsfolge für beide Instanzen zulasten der Beklagten/Beru-
fungsklägerin/Anschlussberufungsbeklagten.

Am 15. Februar 2006 reichte lic. iur. Lorenzo Schmid ein Verwarnungsschrei-
ben von C., der ehemaligen Arbeitgeberin von B., vom 8. Januar 1993 zulasten von 
B. ein.

E. Zur Hauptverhandlung vor dem Kantonsgericht erschienen die beiden 
Rechtsvertreter lic. iur. Lorenzo Schmid und lic. iur. Guido Ranzi, der letztere in 
Begleitung seines Mandanten. Rechtsanwalt Guido Ranzi gab sodann verschie-
dene Urkunden die Einkommensverhältnisse seines Mandanten betreffend zu den 
Akten: Steuerveranlagungsverfügungen 2003 und 2004, Lohnausweise 2005, ALV-
Abrechnungen sowie eine Alimentenbestätigung für H. und I. Das Beweisverfahren 
konnte damit geschlossen werden. Die Rechtsvertreter bestätigten ihre schriftlich 
gestellten Rechtsbegehren und begründeten diese in ihren Plädoyers. Die Plädoy-
ers wurden gestützt auf Art. 51 Abs. 1 lit. b OG zu den Akten gegeben. Im Anschluss 
an die ersten Parteivorträge führte der Vorsitzende eine kurze formfreie Befragung 
des Berufungsbeklagten durch. Auf deren Ergebnis sowie auf die Ausführungen der 
Parteivertreter zur Begründung ihrer Anträge wird, soweit erforderlich, in den Erwä-
gungen eingegangen.

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Die Zivilkammer zieht in Erwägung:

1. Das Anfechtungsobjekt ist als Urteil eines zuständigen Bündnerischen 
Bezirksgerichts berufungsfähig (Art. 218 Abs. 1 ZPO). Der für die Berufung erfor-
derliche vermögensrechtliche Streitwert von Fr. 8'000.-- wird durch die beantragte 
Herabsetzung des Kinderunterhaltsbeitrages über Fr. 650.- ab 1. Januar 2005 bis 
zur Mündigkeit des am 30. August 1989 geboren G. bzw. bis zu dessen wirtschaft-
licher Selbständigkeit bei weitem überschritten (Art. 218 Abs. 1 in Verbindung mit 
Art. 19 Ziff. 1 ZPO). Die Berufung wurde fristgerecht erklärt, da das Urteil der Vor-
instanz den Parteien am 3. Januar 2006 mitgeteilt und die Berufungsschrift gemäss 
Datum des Poststempels am 24. Januar 2006 zur Zustellung aufgegeben wurde 
(Art. 219 Abs. 1 ZPO). Ebenso erfolgte die Anschlussberufung fristgerecht. Die Be-
rufungsklägerin ist durch das Anfechtungsobjekt formell und materiell beschwert, 
wie sich aus der Gegenüberstellung von Leitschein und beklagtischen Rechtsschrif-
ten einerseits und Urteilsdispositiv der Vorinstanz andererseits ergibt (Art. 48 Abs. 
2 ZPO). Die Parteien hatten aufgrund der erteilten Bewilligung zur unentgeltlichen 
Prozessführung keinen Kostenvorschuss zu leisten. Auf die Berufung wird eingetre-
ten.

Da die Sache spruchreif ist, entscheidet die Berufungsinstanz in der Sache 
selbst (vgl. Art. 229 Abs. 2 ZPO e contrario). 

2. a) Gegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet die Abänderung eines 
Scheidungsurteils, das nach den Bestimmungen des alten Scheidungsrechts am 
28. November 1995 vom Bezirksgericht Plessur erlassen worden ist. Gemäss Art. 
7a Abs. 3 SchlT ZGB erfolgt die Abänderung eines altrechtlichen Scheidungsurteils 
unter Vorbehalt der Bestimmungen über die Kinder und das Verfahren nach den 
Vorschriften des früheren Rechts. Da vorliegend nur eine Änderung des Kinderun-
terhaltsbeitrages streitig ist, bedeutet dies, dass die beantragte Abänderung dieses 
Urteils grundsätzlich nach den Vorschriften des seit dem 1. Januar 2000 gültigen 
Rechts zu beurteilen ist.

b) Bei Ehe-, Vaterschafts- und Unterhaltssachen sowie bei der Anfech-
tung der Adoption (Art. 3 Ziff. 5–8 und Ziff. 13–18 EGzZGB), darin eingeschlossen 
Abänderungsklagen, stellt der Richter von Amtes wegen den Sachverhalt fest. Nöti-
genfalls dehnt er die Beweisaufnahme auch auf nicht behauptete Tatsachen aus 
und macht von allen zur Abklärung des Sachverhaltes erforderlichen Beweismitteln 
Gebrauch (Art. 4 EGzZGB). Diese Offizial- bzw. Untersuchungsmaxime ist nicht um-

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fassend; sie wirkt nur ergänzend. Ihr Geltungsbereich bestimmt sich nach den ein-
schlägigen Normen des anwendbaren Bundesrechts. Da der Kinderunterhalt streitig 
ist, greift demnach die Offizial- bzw. Untersuchungsmaxime.

c) Zur Beurteilung steht der Unterhaltsbeitrag für den Sohn G.. Ausge-
hend von einem Nettomonatslohn des Ehemannes von Fr. 3'900.-, inklusive 13. Mo-
natslohn, exklusive Fr. 140.- Kinderzulage, verpflichtete das Bezirksgericht Plessur 
B. am 28. November 1995, an den Unterhalt seines Sohnes bis zu dessen Mündig-
keit beziehungsweise bis zu dessen wirtschaftlicher Selbständigkeit einen monatli-
chen Unterhaltsbeitrag von Fr. 650.- nebst den vertraglichen und gesetzlichen Kin-
derzulagen zu entrichten. Ausgehend von diesen Vorgaben ist zu überprüfen, ob 
sich die finanzielle Situation der geschiedenen Ehepartner seit dem Zeitpunkt der 
Ehescheidung in einer Weise verändert hat, welche eine Abänderung der Unter-
haltszahlung zu rechtfertigen vermag. Der Abänderungsrichter hat dabei nach 
Recht und Billigkeit (Art. 4 ZGB) zu entscheiden, ob die zur Begründung vorge-
brachte neue Sachlage, falls sie sich wirklich als neu erweist, eine Neubeurteilung 
von Bestand oder Höhe der Rentenverpflichtung rechtfertige und in welchem Aus-
mass eine allenfalls begründete Herabsetzung der Rente zu erfolgen habe (BGE 79 
II 137 E. 1; BGE 5C. 163/2001 E. 2d; Breitschmid, Basler Kommentar zum schwei-
zerischen Privatrecht, Basel 2002, N 11 zu Art. 286). Eine solche Billigkeitsentschei-
dung verlangt, dass alle wesentlichen Besonderheiten des konkreten Falles beach-
tet werden (BGE 115 II 32 E.1. b; Breitschmid, a.a.O., N 11 zu Art. 286).

3. a) Der Kinderunterhalt bestimmt sich nach Massgabe von Art. 285 ZGB. 
Demgemäss soll der Unterhaltsbeitrag den Bedürfnissen des Kindes sowie der Le-
bensstellung und Leistungsfähigkeit der Eltern entsprechen und ausserdem Vermö-
gen und Einkünfte des Kindes sowie den Beitrag des nicht obhutsberechtigten El-
ternteils an der Betreuung des Kindes berücksichtigen (Art. 285 Abs. 1 ZGB). Die 
vier Faktoren sind unter sich konnex, doch ist in diesem Geflecht – soweit es die 
Verhältnisse gestatten – als Folge des Vorrangs der elterlichen Unterhaltspflicht in 
erster Linie von den Bedürfnissen des Kindes auszugehen, worauf sich die Eltern 
in ihrer Lebensgestaltung einzustellen haben (Breitschmid, a.a.O., N 3 zu Art. 285). 
Hat eine unterhaltspflichtigte Person mehrere Kinder, so sind diese im Verhältnis zu 
ihren objektiven Bedürfnissen grundsätzlich gleich zu behandeln. Zu berücksichti-
gen sind aber unterschiedliche Unterhaltsbedürfnisse aufgrund unterschiedlicher 
Lebenshaltungskosten am Wohnort der Kinder oder unterschiedlicher Erziehungs- 
und Gesundheitsbedürfnisse. Der Grundsatz der Gleichbehandlung gilt auch für 
Kinder, die nicht im gleichen Haushalt leben, und ebenso zwischen ehelichen und 

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ausserehelichen Kindern (Schwenzer, FamKomm Scheidung, Bern 2005, N 58 zu 
Art. 285; Breitschmid, a.a.O., N 17 zu Art. 285; BGE 127 III 70; BGE 126 III 360 und 
BGE 116 II 114).

Da der Unterhalt des Kindes grundsätzlich von beiden Elternteilen zu leisten 
ist, sind die jeweiligen Beiträge nach Massgabe der beiderseitigen Leistungsfähig-
keit festzusetzen. Zu berücksichtigen ist aber, dass der obhutsberechtigte Elternteil 
seinen Beitrag an den Unterhalt des Kindes zunächst durch die Leistung von Pflege 
und Erziehung in Natura erbringt. Soweit beim obhutsberechtigten Elternteil aber 
eine eigene Leistungsfähigkeit besteht, die nicht allein aus Vermögensertrag resul-
tiert, ist den mit der Doppelbelastung durch die Kinderbetreuung und die Erwerbs-
tätigkeit regelmässig verbundenen Einschränkungen in der eigenen Lebensführung 
angemessen Rechnung zu tragen. Gemäss Praxis des Bundesgerichts ist einer kin-
derbetreuenden Frau zuzumuten nach Vollendung des 10. Altersjahres ihres jüngs-
ten Kindes eine Teilzeiterwerbstätigkeit und nach Vollendung des 16. Altersjahres 
eine volle Erwerbstätigkeit aufzunehmen (BGE 129 III 257; BGE 115 II 6, 9 f.; Spy-
cher/Gloor, Basler Kommentar zum schweizerischen Privatrecht, 2. A., Basel 2003, 
N 10 zu Art. 125 ZGB).

b) Die Voraussetzungen für eine Änderung der in einem Scheidungsurteil 
festgelegten Unterhaltsbeiträge unmündiger Kinder richten sich gemäss Art. 134 
Abs. 2 ZGB nach den Bestimmungen über die Wirkungen des Kindesverhältnisses. 
Demnach bildet Grundlage für eine solche Abänderung Art. 286 Abs. 2 ZGB, wo-
nach das Gericht bei erheblicher Veränderung der Verhältnisse den Unterhaltsbei-
trag neu festlegen oder ihn aufheben kann. Bei der Veränderung der Verhältnisse 
stehen die wirtschaftlichen Verhältnisse der Beteiligten im Vordergrund. Die Verän-
derung der wirtschaftlichen Verhältnisse einer Partei ist dann ausschlaggebend, 
wenn die Veränderung einen Umstand betrifft, der die Unterhaltspflicht massgeblich 
beeinflusst hat, wie dies häufig für das Einkommen des Verpflichteten zutrifft. Von 
einer erheblichen Veränderung ist auszugehen, wenn die im früheren Entscheid ge-
troffene Regelung aufgrund neuer Gegebenheiten für das Kind und mittelbar auch 
für die sorgeberechtigte Person oder die verpflichtete Partei als unzumutbar er-
scheint. Die Annahme einer erheblichen Veränderung setzt voraus, dass sie quan-
titativ ins Gewicht fällt, voraussichtlich von dauerhafter Natur ist, bei der ursprüngli-
chen Festsetzung des Unterhaltsbeitrages nicht berücksichtigt wurde und nicht 
durch gleichzeitige Veränderungen anderer Bemessungsfaktoren wieder ausgegli-
chen wird (Sutter/Freiburghaus, Kommentar zum neuen Scheidungsrecht, Zürich 
1999, N 21 ff. zu Art. 134; Hegnauer, Kommentar zu Art. 276-294 ZGB, Bern 1997, 

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N 82 ff. zu Art. 286; Breitschmid, a.a.O., N 11 zu Art. 286). An die Dauerhaftigkeit 
sind jedoch keine übertriebenen Anforderungen zu stellen (Hinderling/Steck, Das 
schweizerische Ehescheidungsrecht, 4. A., Zürich 1995, S. 362). Die Wesentlichkeit 
der veränderten Verhältnisse wird in der Praxis bei einer Veränderung von 10 Pro-
zent und mehr regelmässig bejaht, wobei hier Schematismen zu vermeiden sind 
(Hausheer/Spycher, Handbuch des Unterhaltsrechts, Bern 1997, N 09.128 mit Hin-
weisen auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung, Bundesgericht Entscheide vom 
30. April 2004, 5C.197/2003 und vom 27. Oktober 2004, 5C.170/2004).

c) Der neue Unterhaltsbeitrag errechnet sich in Anwendung von der im 
Ehescheidungsprozess gewählten Berechnungsmethode. Relevant ist regelmässig 
das neue Einkommen. Zudem können auch zwischenzeitlich eingetretene Verän-
derungen der Existenzminima in die Berechnung mit einfliessen. Massgeblich ist 
nach der Praxis des Bundesgerichts bei veränderten Existenzminima die Leistungs-
kraft respektive Leistungsfähigkeit, die definiert wird als Differenz von Einkünften 
abzüglich erweitertem und erhöhtem Bedarf. An die Leistungspflicht des Unterhalts-
pflichtigen werden hohe Anforderungen gestellt, was persönlichen Einsatz und die 
Ausschöpfung aller finanziellen, intellektuellen sowie körperlichen Ressourcen ver-
langt (Breitschmid, a.a.O., N 25 zu Art. 276 ZGB). Zu schützen ist in Fällen knapper 
finanzieller Mittel jedoch zumindest das betreibungsrechtliche Existenzminimum 
des Unterhaltsschuldners (BGE 123 III 1 ff.). Die Schranke der finanziellen Leis-
tungskraft des Unterhaltspflichtigen bildet für alle familienrechtlichen Unterhalts-
pflichten die Regel (BGE 127 III 70; BGE 123 III 1 ff.). Auch beim Kinderunterhalt ist 
das Existenzminimum des Unterhaltsschuldners zu berücksichtigen, weil bei der 
Bemessung des Unterhaltsbeitrages der Leistungsfähigkeit des unterhaltspflichti-
gen Elternteils Rechnung getragen werden muss. Im Gegensatz zum Leistungsun-
willigen kann der Leistungsunfähige, soweit in sein Existenzminimum eingegriffen 
würde, somit nicht zur Bezahlung von Unterhaltsbeiträgen angehalten werden (BGE 
126 III 355 ff.; Breitschmid, a.a.O., N 19 zu Art. 285). Es besteht demnach nicht per 
se ein Anspruch auf Minimalunterhalt. Die Leistungsfähigkeit ergibt sich aus der Ge-
genüberstellung von Bedarf und Nettoeinkommen des unterhaltspflichtigen Eltern-
teils. Die Einkünfte setzen sich aus dem haupt- und nebenberuflichen Arbeitserwerb 
nach Abzug der Sozialabzüge zusammen sowie daneben oder an dessen Stelle 
dem Erwerbsersatzeinkommen aus den Sozialversicherungen (Arbeitslosenunter-
stützung, Taggelder usw., Hegnauer, Berner Kommentar zum schweizerischen Pri-
vatrecht, Art. 276 - 295 ZGB, Bern 1997, N 53 zu Art. 285). Auszugehen ist 
grundsätzlich vom tatsächlichen Einkommen. Bei der Festsetzung von Unterhalts-
beiträgen darf vom tatsächlichen Leistungsvermögen des Pflichtigen, das Voraus-

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setzung und Bemessungsgrundlage der Unterhaltspflicht bildet, abgewichen und 
stattdessen von einem hypothetischen Einkommen ausgegangen werden, falls und 
soweit der Pflichtige bei gutem Willen bzw. bei ihm zuzumutender Anstrengung 
mehr zu verdienen vermöchte, als er effektiv verdient (BGE 128 III 5 mit weiteren 
Hinweisen). Auf ein hypothetisches Einkommen ist also dann abzustellen, wenn es 
bei gutem Willen realistischerweise erzielt werden könnte. Ist ein höheres Einkom-
men tatsächlich nicht zu erzielen, bleibt kein Raum für ein hypothetisches, auch 
wenn die Reduktion des Einkommens freiwillig oder gar in Schädigungsabsicht er-
folgte (BGE 128 III 4 ff.; BGE 5C.62/2002 E. 2.a und BGE 5C.163/2001 E. 2.c; Haus-
heer/Spycher, a.a.O., N. 01.62 f., N. 09.133). Für die Berechnung des Existenzbe-
darfs einer Person ist auf das betreibungsrechtliche Existenzminimum abzustellen, 
das in der Praxis in allen Kantonen auf der Grundlage der Richtlinien der Konferenz 
der Betreibungs- und Konkursbeamten berechnet wird (Schwenzer, a.a.O., N 21 ff, 
N 26 f., N 34 f. zu Art. 285 unter Hinweis auf die bundesgerichtliche Rechtspre-
chung).

4. a) Ausgehend von diesen Grundsätzen hat das Bezirksgericht Plessur 
erwogen, dass sich die Einkommenssituation des Klägers, seit ihm die Stelle bei C. 
im Jahre 1999 gekündigt worden ist, erheblich verschlechtert habe. Er habe seit 
1999 nie mehr eine Stelle innegehabt, mit welcher er einen gleich hohen Lohn er-
zielen konnte. Unter diesen Umständen sei auch von einer dauerhaften wirtschaft-
lichen Verschlechterung der Verhältnisse des Klägers auszugehen. Für die Anrech-
nung eines hypothetischen Einkommens würden die Anhaltspunkte für eine absicht-
liche Schmälerung seines Einkommens fehlen. Auch wenn der Kläger den Verlust 
der Stelle bei C. selber zu verantworten hätte, sei es ihm doch tatsächlich nicht 
möglich, derzeit ein höheres Einkommen als Fr. 3'100.- zu erzielen. Dies würden 
die zahlreichen Anstellungen, die er in der Zwischenzeit innehatte beweisen. Für 
einen Ausländer ohne Berufsausbildung erscheine es nicht als realistisch, ein Ein-
kommen von mehr als Fr. 3'100.- monatlich erwirtschaften zu können. Weiter hätten 
sich seit dem Scheidungszeitpunkt die Ausgaben des Klägers erhöht, indem er für 
zwei weitere Kinder unterhaltspflichtig geworden sei. Demgegenüber sei es der Be-
klagten zumutbar, einer Vollzeitbeschäftigung nachzugehen, da der Sohn G. inzwi-
schen 16 Jahre alt sei. Ausgehend von einem Grundbetrag von Fr. 1'100.-, einem 
Mietzinses von Fr. 920.-, einem Krankenkassenbeitrag von Fr. 140.- sowie von 
Fahrtkosten in der Höhe von Fr. 40.- ergebe sich für B. ein Minimalbedarf von Fr. 
2'200.- pro Monat. Auf Seiten von A. sehe die Berechnung des Existenzminimums 
folgendermassen aus: Grundbetrag Fr. 1'250.-, für den Sohn Fr. 500.-, Miete Fr. 
1'115.-, Krankenkasse Fr. 200.-, woraus ein Minimalbedarf von Fr. 3'065.- resultiere. 

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Da dem Kläger bei einem Minimalbedarf von Fr. 2'200.- und bei einem Einkommen 
von Fr. 3'100.- nur ein Betrag von Fr. 900.- monatlich übrig bleibe, könne er für seine 
drei Kinder nicht mehr als je Fr. 300.- pro Monat bezahlen. Zwar habe G. als Ju-
gendlicher höhere Ausgaben als seine beiden Halbgeschwister, die sich im Klein-
kinderalter befinden, doch sei eine Verletzung des (relativen) Gleichbehandlungs-
grundsatzes hinzunehmen, da nicht in das Existenzminimum des Klägers eingegrif-
fen werden könne. Zudem sei es der Beklagten zumutbar, den fehlenden Betrag 
durch eigenes Einkommen zu ersetzen. In diesem Sinne sei B. zu verpflichten, an 
den Unterhalt seines Sohnes G. einen monatlichen Unterhaltsbeitrag in der Höhe 
von Fr. 300.- zu entrichten. Grundsätzlich sei diese Herabsetzung zwar ab Klage-
einreichung wirksam, jedoch würde sich vorliegend mit Blick auf den Vertrauens-
schutz und die Billigkeit eine andere Lösung aufdrängen, nämlich Wirkung ab 
Rechtskraft des Abänderungsurteils. Denn der Kläger habe seine wirtschaftlichen 
Verhältnisse erst am Rechtstag vollständig offen gelegt, sodass die Beklagte nicht 
mit einer Rückerstattung der Unterhaltsbeiträge habe rechnen müssen.

b) Die Berufungsklägerin machte vor Schranken geltend, dass der Beru-
fungsbeklagte am C. wegen seines schlechten Benehmens fristlos entlassen wor-
den sei. Auch habe er seine Anstellung bei der D. aus eigenem Entschluss verlas-
sen. Dieses Verhalten zeuge nicht nur von Verantwortungslosigkeit, sondern lasse 
den Verdacht der Schmälerungsabsicht aufkommen. Es handle sich um eine selbst-
verschuldete Einkommensverminderung. Die Lohnveränderung sei deshalb nicht 
als erheblich einzustufen, denn dem Berufungsbeklagten sei es zumutbar, eine An-
stellung zu einem höheren Lohn anzunehmen. Es sei ihm deshalb ein hypotheti-
sches Einkommen von Fr. 3'600.- anzurechnen. Dabei würden sich Fr. 500.- mehr 
an Überschuss ergeben, die der Berufungsbeklagte an seinen Sohn G. bezahlen 
könne. G. habe ungleich grössere Ausgaben als seine Halbgeschwister, zumal er 
16 Jahre alt sei und eine höhere Schulbildung absolviere sowie über kein eigenes 
Einkommen verfüge. Diese Bedürfnisse habe das Bezirksgericht ungenügend 
berücksichtigt und gewürdigt, was gegen das relative Gleichbehandlungsgebot aller 
Kinder verstosse. Da die höhere Schulbildung von G. im Scheidungszeitpunkt nicht 
voraussehbar gewesen sei und deshalb auch nicht berücksichtigt worden sei, wür-
den die veränderten Einkommensverhältnisse und die zusätzliche Belastung durch 
die Alimenten für zwei Kleinkinder auf Seiten des Berufungsbeklagten mit den ge-
stiegenen Bedürfnissen auf der Seite von G. neutralisiert. Schliesslich verfüge die 
Mutter von G. auch über keinen Lehrabschluss. Eine Änderung des Unterhaltsbei-
trags an G. rechtfertige sich deshalb aus all diesen Gründen nicht.

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c) Der Berufungsbeklagte bringt demgegenüber vor, dass eine Einkom-
mensveränderung von Fr. 3'900.- bis ins Jahre 1999 gegenüber durchschnittlich Fr. 
3000.- seitdem ohne Zweifel erheblich sei. Zwar habe der Berufungsbeklagte zum 
Verlust der Stelle bei C. indirekt beigetragen, doch sei er damals wegen der Schei-
dung und der Vorenthaltung seines Besuchsrechts durch die Berufungsklägerin in 
einem seelischen Tief gewesen. Es sei ihm nicht fristlos gekündigt worden. Seither 
sei es ihm nicht mehr möglich gewesen, einen Lohn von mehr als Fr. 3'100.- mo-
natlich zu erzielen, weshalb das von der Vorinstanz angerechnete Einkommen von 
Fr. 3'100.- korrekt und realistisch sei. Schliesslich monierte der Berufungsbeklagte 
den vom Bezirksgericht festgesetzten Zeitpunkt der Wirksamkeit der Änderung ab 
Rechtskraft des Änderungsurteils. Für die Berufungsklägerin sei es seit langem vor-
aussehbar gewesen, dass es zu einer Rückerstattung des Unterhaltsbeitrages für 
G. kommen könne. Denn er habe die Berufungsklägerin bereits im November 2004 
über ihre Wohngemeinde und ihren Anwalt davon in Kenntnis gesetzt, dass eine 
Abänderungsklage in Betracht gezogen werde. Zudem sei ihr die finanzielle Situa-
tion ihres Ex-Mannes ebenso wegen der gegen ihn ergangenen Strafurteile wegen 
Vernachlässigung der Unterhaltspflicht schon lange bekannt. Schliesslich habe der 
Berufungsbeklagte seine wirtschaftlichen Verhältnisse mit der Prozesseingabe vor 
Bezirksgericht offen gelegt und die Belege eingereicht. Lediglich die Arbeitsverträge 
über den Zwischenverdienst beim E. bis Ende Juni 2005 sowie bei der Firma F. bis 
Ende September 2005, welche bei der Klageeinreichung im März 2005 noch nicht 
bekannt waren, habe er erst am Verhandlungstag ins Recht gelegt. Auch ohne diese 
beiden nachträglich eingereichten Urkunden sei es der Vorinstanz möglich gewe-
sen, die Einkommensverhältnisse des Klägers abzuschätzen und diese Erkennt-
nisse ins Urteil aufzunehmen. Dies zeige, dass die finanzielle Situation des Klägers 
abschätzbar gewesen sei, auch für die Beklagte. Die Wirkung der Abänderung 
müsse deshalb, weil keine Ausnahmesituation vorliege, auf das Datum der Klage-
einreichung (1. Januar 2005) zurückbezogen werden.

5. a) Im Scheidungsurteil wurde festgehalten, bei der Regelung der Unter-
haltsbeiträge für die Ehefrau und das Kind seien die Parteien von einem Nettomo-
natslohn des Ehemannes von Fr. 3'900.- ausgegangen. Ist dieser Ausgangspunkt 
klar und unbestritten, kann Gleiches nicht vom heutigen Einkommen gesagt werden. 
Die Berufungsklägerin verlangt, dass dem Berufungsbeklagten ein hypothetisches 
Einkommen von Fr. 3'600.- anzurechnen sei, da er seine gutbezahlte Stelle beim C. 
schuldhaft aufgeben musste. Ebenso habe er bei der D. von sich aus gekündigt. 
Der Rechtsvertreter von B. widersprach anlässlich der Berufungsverhandlung die-
ser Betrachtungsweise und stellte sich auf den Standpunkt, dass es seinem Man-

12

danten, einem Ausländer ohne Berufsausbildung, tatsächlich nicht möglich sei ein 
Einkommen von mehr als Fr. 3'100.- zu erzielen. 

Die Argumentation des berufungsklägerischen Rechtsvertreters überzeugt 
nicht. Wie die Vorinstanz zutreffend dargelegt hat, weshalb auf ihre Ausführungen 
verwiesen werden kann (Art. 229 Abs. 3 ZPO), ist es dem Berufungsbeklagten nicht 
möglich, eine Stelle zu finden, bei der er mehr als Fr. 3'100.- verdienen würde. Er 
hat sich nachweislich bemüht, Arbeit zu finden, hat verschiedene Stellen angenom-
men, jedoch seit der Kündigung seiner Stelle bei C. im Jahre 1999 nie mehr mehr 
als durchschnittlich Fr. 3'000.- pro Monat verdient. Da es dem Berufungsbeklagten 
offensichtlich aus objektiven Gründen nicht möglich ist ein – wie von der Berufungs-
klägerin gefordertes – Einkommen von Fr. 3'600.- monatlich zu erzielen, ist es letzt-
lich unerheblich, weshalb B. seine gutbezahlte Stelle am C. verloren hat. Denn 
gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung darf selbst bei schuldhaftem Ver-
lieren einer Arbeitsstelle nur dann ein hypothetisches Einkommen angerechnet wer-
den, wenn es faktisch möglich ist, ein solches Einkommen (wieder) zu erzielen 
(BGE 128 III 4). Es ist deshalb vorliegend von einem derzeitigen Einkommen von 
höchstens Fr. 3'100.- auszugehen. Anzumerken bleibt, dass aus den Akten nicht 
hervorgeht, der Kläger habe die Stelle am C. in Schädigungsabsicht verloren. Dies-
bezügliche Beweise fehlen völlig, insbesondere vermag das zu den Akten gegebene 
Schreiben vom 8. Januar 1993 mitnichten darzutun, was denn konkret die Gründe 
für die Auflösung des Arbeitsverhältnisses im Jahre 1999 waren (vgl. dazu auch 
PKG 2000 Nr. 1).

b) Ausgangspunkt für die Kinderunterhaltsregelung im Scheidungsver-
fahren war ein Monatseinkommen des Berufungsbeklagten von Fr. 3'900.-. Diesem 
Betrag steht auf Grund der oben angestellten Erwägungen im Abänderungsverfah-
ren ein Monatseinkommen von Fr. 3'100.- gegenüber, was eine Einkommensmin-
derung von rund 21 % ergibt. Die Beantwortung der Frage, ob ein solcher Prozent-
satz als erheblich zu bezeichnen ist, hängt von den Einkommensverhältnissen ab. 
In bescheidenen finanziellen Verhältnissen wird bereits eine Änderung im Bereiche 
von 10 bis 15 % als erheblich angenommen (Spycher/Gloor, a.a.O., N 7 zu Art. 129 
ZGB); mit Bezug auf die im zu beurteilenden Fall vorliegenden Einkommensverhält-
nisse darf damit ohne weiteres von einer erheblichen Veränderung gesprochen wer-
den. Nun können reine Prozentvergleiche nach den erwähnten Autoren allerdings 
nicht als starre Regeln betrachtet werden, sie können vielmehr nur als grobe Leitli-
nien dienen; das Bundesgericht hat denn auch die Leistungskraft in den Vorder-
grund gestellt (BGE vom 30. April 2004, 5C.197/2003). Ausgehend von dem im 

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Scheidungsurteil angenommenen monatlichen Erwerbseinkommen des Klägers 
von Fr. 3'900.- und einem damaligen Existenzminimum von Fr. 2'292.- ergab sich 
im Jahre 1995 ein Überschuss beziehungsweise eine Leistungskraft des Berufungs-
beklagten von rund Fr. 1'600.-. Geht man an Stelle des Lohns zur Zeit der Eheschei-
dung vom heute erzielbaren Einkommen von Fr. 3'100.- aus, ist beim heute gelten-
den, von der Vorinstanz errechneten und unbestritten gebliebenen Existenzmini-
mum von rund Fr. 2'200.- eine Verminderung der Leistungskraft auf Fr. 900.- oder 
um 47 % festzustellen, was zweifellos als erheblich zu bezeichnen ist. Wird ein Zu-
schlag von 20 % = Fr. 440.- auf Fr. 2'640.- vorgenommen, so vermindert sich die 
Leistungskraft gar auf Fr. 460.- oder um über 60 %. Dabei ist die prozentuale Ver-
minderung der Leistungskraft wiederum lediglich als Richtlinie anzunehmen, und es 
ist davon ausgehend der Unterhaltsbeitrag nach richterlichem Ermessen abzuän-
dern, falls auch das weitere Erfordernis, jenes der Dauerhaftigkeit der Veränderung, 
erfüllt ist.

c) Stellt man den Grundbedarf des Klägers im Zeitpunkt der Scheidung 
dem heutigen Bedarf gegenüber, so ergibt sich jeweils in etwa folgendes, teils ge-
schätztes, erweitertes und erhöhtes Existenzminimum:

Grundbedarf Kläger 1995 heute

Grundbetrag Fr.  1'010.- Fr. 1’100.-

Miete Fr.    800.- Fr.    920.-

Krankenkassenprämie Fr.    100.- Fr.    140.-

Fahrkosten                  Fr.      40.-

Fr. 1'910.- Fr. 2'200.-

20 % Zuschlag Fr.   382.- Fr.    440.-

Total Fr. 2'292.- Fr. 2’640.-

Die heutigen Wohnkosten des Klägers betragen Fr. 920.-. Der frühere Betrag 
aus dem Jahre 1995 stellt in Ermangelung von genaueren Informationen darauf ab, 
dass einer einzelnen Person, die aus dem ehelichen Haushalt ausziehen musste, 
ein Betrag von Fr. 800.- für Miete zugestanden worden war. Die Krankenkassen-
prämie im Jahre 1995 lag wesentlich tiefer und dürfte schätzungsweise Fr. 100.- 
betragen haben. Gemäss früherer Rechtsprechung war sodann, auch wenn dem 
Scheidungsurteil diesbezüglich nichts zu entnehmen ist, ein Zuschlag von 20 % vor-
zunehmen, um das erweiterte und erhöhte Existenzminimum zu bestimmen, das 
dem Schuldner in jedem Fall zu belassen ist (BGE 118 II 99 E. 4 b/aa und ZF 02 16 
S. 14). Die Gegenüberstellung zeigt, dass der Kläger im Jahre 1995 – auch unter 

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Berücksichtigung des Zuschlages von 20 % – ohne weiteres in der Lage war, einen 
Unterhalt von Fr. 650.- an G. und einen solchen von Fr. 300.- an die Beklagte zu 
bezahlen. Demgegenüber ist der Kläger heute bei einem Existenzminimum von Fr. 
2'200.- und einem – nach dem Zuschlag von 20 % – erweiterten Existenzminimum 
von Fr. 2'640.- nicht in der Lage, neben dem Unterhalt an H. und I. von je Fr. 300.- 
(herabgesetzt gemäss Genehmigung des Landgerichtes Fürstentum Liechtenstein 
vom 16. April 2004, welches ebenfalls von einem tieferen Einkommen des Klägers 
ausging) mehr zu leisten, als die Vorinstanz zugesprochen hat. Wird der Zuschlag 
von 20 % berücksichtigt, so müsste sogar ein hypothetisches Einkommen von Fr. 
3'540.- angenommen werden, was annähernd bei den von der Beklagten angenom-
menen Fr. 3'600.- liegen würde. Nachdem der Kläger jedoch die von der Vorinstanz 
festgelegten Fr. 300.- akzeptiert, ist diese Frage nicht weiter zu erörtern.

d) Das zeitliche Erfordernis, das erfüllt sein muss, damit einer Abände-
rungsklage Erfolg beschieden sein kann, besteht aus zwei Elementen: es muss ei-
nerseits eine Veränderung in den wirtschaftlichen Verhältnissen des Pflichtigen ge-
geben sein, die bereits eine gewisse Zeit gedauert hat, und es muss andererseits 
angenommen werden können, dass die Veränderung auch in Zukunft Bestand ha-
ben dürfte. Wie die Vorinstanz zutreffend dargelegt hat, weshalb auf die dortigen 
Erwägungen wiederum verwiesen werden kann (Art. 229 Abs. 3 ZPO), erzielt der 
Berufungsbeklagte seit dem Jahre 1999 ein durchschnittliches Einkommen von 
höchstens Fr. 3'100.-. Dieser Zeitraum von sieben Jahren ist lang genug, so dass 
zuverlässig beurteilt werden kann, dass sich die eingetretene Veränderung in den 
wirtschaftlichen Verhältnissen des Berufungsbeklagten als erweist. Es hat sich 
bestätigt, dass das frühere Einkommen nicht mehr erreicht werden konnte, die Leis-
tungskraft des Berufungsbeklagten sich also auf erheblich tieferem Niveau stabili-
siert hat. Auf den Zeitpunkt der Berufungsverhandlung kann damit gesagt werden, 
dass eine erhebliche Veränderung von einer gewissen Dauer vorliegt. Zudem kann 
unter diesen Umständen mit grosser Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen wer-
den, dass sich die Einkommenssituation des Berufungsbeklagten in Zukunft nicht 
wesentlich ändern wird.

6. a) Steht nach dem Gesagten fest, dass einerseits eine erhebliche Ver-
änderung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit des Berufungsbeklagten gegeben 
ist und diese von einer gewissen Dauer war und auch in Zukunft Bestand haben 
wird, ist nun der neue Unterhaltsbeitrag für den Sohn G. festzulegen.

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b) Es wurde oben ausgerechnet, dass der Berufungsbeklagte infolge sei-
ner beruflichen Veränderung eine Einkommensreduktion von 21 % erleidet und 
seine wirtschaftliche Leistungskraft um 47 % auf Fr. 900.- bzw. bei einem Zuschlag 
von 20 % um über 60 % auf Fr. 460.- pro Monat gesunken ist. Ausgehend von dieser 
wegen des Existenzminimums des Berufungsbeklagten unantastbaren Leistungs-
fähigkeit bleiben damit für den Unterhalt seiner drei Kinder im besten Fall nur ins-
gesamt Fr. 900.-. Zwar sind die Bedürfnisse des Jugendlichen G. unbestritten grös-
ser als jene seiner sich im Kleinkinderalter befindenden Halbbrüder. Es ist jedoch 
zu bedenken, dass die Berufungsklägerin heute imstande ist, einer Vollzeitbeschäf-
tigung nachzugehen und so für den Unterhalt von G. (mit-)aufzukommen. Deshalb 
wird der Berufungsbeklagte in Abweisung der Berufung zur Bezahlung einer Kin-
derrente an seinen Sohn G. von Fr. 300.- monatlich zuzüglich allfälliger gesetzlichen 
oder vertraglichen Kinderzulagen verpflichtet. Dieser Unterhaltsbeitrag ist – entge-
gen der Ansicht der Vorinstanz und des Antrags des Berufungsbeklagten – gestützt 
auf Art. 13c SchlT ZGB bis zum 20. Altersjahr von G., längstens bis zu dessen wirt-
schaftlicher Selbständigkeit auszurichten. Denn die genannte Übergangsbestim-
mung hält fest, dass Unterhaltsbeiträge, die vor Inkrafttreten des neuen Mündig-
keitsalters am 1. Januar 1996 festgesetzt wurden, bis zur Vollendung des 20. Al-
tersjahres geschuldet sind (vgl. Breitschmid, a.a.O., N 2 zu Art. 13c SchlT). Das 
Scheidungsurteil datiert vom 28. November 1995, weshalb der ursprüngliche Unter-
haltsbeitrag gerade noch vor der Geltung des neuen Mündigkeitsalters von 18 Jah-
ren festgesetzt wurde.

7. a) Was den Zeitpunkt der Wirkung dieser Änderung des Unterhaltsbei-
trages betrifft, entschied die Vorinstanz, dass dieser aus Billigkeit und Vertrauens-
schutz auf das Inkrafttreten des Änderungsurteils festzusetzen sei. Denn es sei für 
die Beklagte nicht vorhersehbar gewesen, dass sie schon geleistete Unterhaltsbei-
träge zurückbezahlen müsse. Der Kläger habe seine finanziellen Verhältnisse näm-
lich erst am Rechtstag restlos offen gelegt. Der Berufungsbeklagte bestreitet diesen 
Sachverhalt und beantragt in seiner Anschlussberufung die Gewährung der Ände-
rung ab der Klageeinreichung, dem 1. Januar 2005. 

b) Gemäss Rechtsprechung hat das Gericht, wenn die Voraussetzungen 
einer Abänderung erfüllt sind, diese grundsätzlich mit Wirkung ab Datum der 
Rechtshängigkeit der Klage anzuordnen (BGE 117 II 368, 369; BGE vom 24. August 
2001, 5C.78/2001). Ein Abstellen auf den Urteilszeitpunkt rechtfertigt sich in der Re-
gel nicht, weil Gläubiger und Schuldner ab Klageanhebung mit der Rückerstattung 
bzw. Erhöhung ihrer Verpflichtung rechnen und sich darauf einrichten müssen. Aus-

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nahmen sind denkbar, wenn die Rückerstattung dem Gläubiger nicht zumutbar ist 
(BGE 117 II 368, 370) oder wenn dem Schuldner – bei einer Erhöhung oder Neu-
festsetzung – die Nachzahlung nicht zugemutet werden kann (Spycher/Gloor, 
a.a.O., N 24 zu Art. 129). Wie sich aus dieser Rechtsprechung ergibt, reicht es 
grundsätzlich, dass eine Klage eingereicht wird, um den Vertrauensschutz des 
Gläubigers zu zerstören. Bereits aus diesem Grund muss deshalb die Konstruktion 
einer Ausnahmesituation durch die Vorinstanz zurückgewiesen werden. Kommt 
hinzu, dass der Kläger seine wirtschaftliche Situation nicht – wie vom Bezirksgericht 
Plessur dargestellt – erst am Rechtstag offen gelegt hat, sondern bereits vorgängig 
alle nötigen Unterlagen eingereicht hatte. Lediglich die Arbeitsverträge über den 
Zwischenverdienst beim E. bis Ende Juni 2005 sowie bei der Firma F. bis Ende 
September 2005, welche bei der Klageeinreichung noch nicht bekannt waren, hat 
er erst am Verhandlungstag ins Recht gelegt. Die wirtschaftlichen Verhältnisse des 
Klägers waren jedoch für die Beklagte – wie der Berufungsbeklagte zu Recht darlegt 
– auch ohne diese beiden Urkunden zu Prozessbeginn abschätzbar. Die Beklagte 
durfte deshalb nicht darauf vertrauen, dass es zu keiner Änderung kommen würde. 
Andere Gründe, welche vorliegend eine Billigkeitsregelung erheischen würden, legt 
das Bezirksgericht nicht dar und werden von der Berufungsklägerin auch nicht gel-
tend gemacht. Für eine Ausnahme besteht deshalb vorliegend kein Raum, weshalb 
die Wirkung der Abänderung des Scheidungsurteils ab Klageeinreichung, das 
heisst ab dem 1. Januar 2005, anzuordnen ist. Die Anschlussberufung ist demnach 
teilweise gutzuheissen.

8. Die nach dem Gesagten vorgenommene Änderung an der ursprüngli-
chen Rentenregelung bedeutet die Abweisung der Berufung und die teilweise Gut-
heissung der Abänderungsklage sowie die teilweise Gutheissung der Anschlussbe-
rufung. Entsprechend diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten des Kan-
tonsgerichts im Verhältnis des Obsiegens auf die Parteien zu verteilen. Es erscheint 
angemessen, die Kosten des Berufungsverfahrens von Fr. 3'000.- zu 1/5 zu Lasten 
von B. und zu 4/5 zu Lasten von A. zu verteilen, welche B. ausgehend von der 
Honorarnote des Rechtsvertreters von B. von Fr. 2'209.05 für das Berufungsverfah-
ren mit Fr. 1'320.- zu entschädigen hat. Die den Parteien auferlegten amtlichen Kos-
ten und die in diesem Verfahrensabschnitt entstandenen Kosten der Rechtsvertre-
tung werden gestützt auf die Verfügungen des Kantonsgerichtsvizepräsidenten vom 
15. bzw. 27. Februar 2006 unter Vorbehalt des Rückforderungsrechts dem Kanton 
Graubünden bzw. der Stadt Chur in Rechnung gestellt. Da die Berufung abzuweisen 
ist und die Anschlussberufung teilweise gutzuheissen ist, aber das Dispositiv des 
vorinstanzlichen Erkenntnisses – was die Höhe des Unterhaltsbeitrages betrifft – 

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nicht geändert wird und darüber hinaus nur eine die Kosten- und Entschädigungs-
regelung der Vorinstanz nicht betreffende Korrektur erfährt, bleibt es bei der von der 
Vorinstanz vorgenommenen Kosten- und Entschädigungsregelung.

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Demnach erkennt die Zivilkammer :

1. Die Berufung wird abgewiesen und die Anschlussberufung wird teilweise gut-
geheissen. 

2. Die Ziffer 1 des angefochtenen Urteils wird aufgehoben und wie folgt neu 
formuliert:

In Abänderung von Ziffer 5 des Dispositivs des Ehescheidungsurteils des Be-
zirksgerichts Plessur vom 28. November 1995 wird der Berufungsbeklagte 
mit Wirkung ab 1. Januar 2005 verpflichtet, an den Unterhalt seines Sohnes 
G. bis zu dessen 20. Altersjahrs, längstens aber bis zu dessen wirtschaftli-
cher Selbständigkeit, monatlich im Voraus zahlbare Unterhaltsbeiträge von 
Fr. 300.- zuzüglich gesetzliche und/oder vertragliche Kinderzula-gen zu zah-
len.

3. Die Kosten des Berufungsverfahrens von Fr. 3'000.- gehen zu 1/5 zu Lasten 
von B. und zu 4/5 zu Lasten von A., welche B. für das Berufungsverfahren 
mit Fr. 1'320.- zu entschädigen hat. 

4. a) Die B. und A. auferlegten amtlichen Kosten des Berufungsverfahrens und 
die in diesem Verfahrensabschnitt entstandenen Kosten der Rechtsvertre-
tung werden gestützt auf die mit Verfügung vom 27. Februar 2006 bezie-
hungsweise vom 15. Februar 2006 gewährte unentgeltliche Rechtspflege der 
Stadt Chur bzw. dem Kanton Graubünden in Rechnung gestellt. 

b) Die Rückforderung der geleisteten Kostenhilfe durch die Stadt Chur bzw. 
durch den Kanton Graubünden bleibt im Sinne von Art. 45 ZPO vorbehalten.

5. Mitteilung an:

__________

Für die Zivilkammer des Kantonsgerichts von Graubünden 
Der Vizepräsident: Die Aktuarin ad hoc: