Document ID: 70927be5-1237-4dfc-8b1b-42ec9894a955

Microsoft Word - 6.4-10.2.1n.docx   Interkantonales Publikationsorgan iSR 6.4-10.2.1        1     Ausführungsbestimmungen über die  Fischerei im Linthkanal   vom: 14.06.2010 (Stand: 01.01.2018)    Beschluss Inkrafttreten Fundstelle iCR  14.06.2010 01.01.2011   16.06.2017 01.01.2018       Kantonale Publikationen   Kanton Fundstelle SZ GS 22-138 GL SBE XI/8 497 | SBE 2017 24 SG nGS 46–65 | nGS 2017-068       VI E/331/3  Ausführungsbestimmungen über die Fischerei im  Linthkanal Vom 14. Juni 2010 (Stand 1. Januar 2018)  Die Fischereikommission für den Zürichsee, Linthkanal und Walensee,  gestützt auf die Übereinkunft vom 10. September 1993 zwischen den Kanto- nen Zürich, Schwyz, Glarus und St. Gallen über die Fischerei im Zürichsee, Linthkanal und Walensee1),  beschliesst:  1. Allgemeine Bestimmungen  Art.  1 Geltungsbereich 1 Diese Ausführungsbestimmungen regeln die Fischerei im Linthkanal. 2 Die Kantone signalisieren Kanalanfang und Kanalende.  2. Fischereiberechtigungen  Art.  2 Linthkanalpatente 1 Das Linthkanalpatent  wird als Jahres-  oder  Tagespatent abgegeben.  Es berechtigt  Personen  ab  zwölf  Jahren  zur  Angelfischerei.  Massgebend  ist das Kalenderjahr, in dem das zwölfte Altersjahr vollendet wird. 2 Jahrespatente gelten für ein Kalenderjahr. Sie können beim Sekretariat der Fischereikommission bezogen werden. Für den Erwerb von Jahrespatenten ist ein Sachkundenachweis erforderlich. 3 Das Sekretariat der Fischereikommission bestimmt in Absprache mit den Fachstellen der Konkordatskantone weitere Ausgabestellen für Tagespaten- te und regelt die Abgabemodalitäten.  Art.  3 Patentgebühren 1 Die Patentgebühren betragen bei Wohnsitz: a. in einem Vertragskanton: 150 Franken Jahrespatent / 30 Franken Ta-  gespatent; b. in einem anderen Kanton: 250 Franken Jahrespatent / 30 Franken Ta-  gespatent; c. im Ausland: 300 Franken Jahrespatent / 30 Franken Tagespatent. 2 Jugendliche bis 16 Jahre bezahlen für das Jahrespatent die halben Patent- gebühren.  Massgebend  ist  das  Kalenderjahr,  in  dem  das  16. Altersjahr vollendet wird.  1) GS VI E/331/1  SBE XI/8 497 1  http://gesetze.gl.ch/data/VI-E.331.1/de   VI E/331/3   3 Die Ausgabestellen für Tagespatente können zusätzlich zu den Patentge- bühren nach Absatz 1 eine Patentausstellgebühr von 5 Franken pro abgege- benem Tagespatent erheben.  Art.  4 Kinder und Jugendliche 1 Fischereiberechtigte können Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten zwölften Altersjahr an ihrer Stelle  und unter ihrer  Aufsicht  fischen lassen. Gefangene Fische  werden  der  Fangzahl  der  fischereiberechtigten  Person zugerechnet und müssen in deren Fangstatistik eingetragen werden.  3. Erlaubte Gerätschaften  Art.  5 Fanggeräte und Hilfsmittel 1 Für die Fischerei sind folgende Fanggeräte und Hilfsmittel erlaubt: a. eine Angelrute; b. höchstens zwei Köder; c. natürliche und künstliche Köder mit  maximal zwei  Anbissstellen  pro  Köder (ein Einfach- oder ein Mehrfachhaken gilt als eine Anbissstelle); d. tote  Köderfische,  Köderfisch-Imitationen  (Löffel,  Spinner,  Wobler,  Gummifische und in ihrer Wirkung vergleichbare Köder) sind nur in der Zeit vom 1. Februar bis zum 30. September erlaubt;  e. Feumer (Kescher) zum Anlanden gefangener Fische; f. Fanggeräte zum Köderfischfang gemäss Artikel 7. 2 Das Anfüttern der Fische ist verboten.  Art.  6 Widerhaken 1 Das Verwenden von Widerhaken ist verboten.  Art.  7 Köderfische 1 Das Verwenden lebender Köderfische ist  verboten.  Als  tote Köderfische dürfen nur  Fische  verwendet  werden,  die  aus dem Linthkanal,  Zürichsee oder Walensee stammen. 2 Das Verwenden von Köderfischreuse oder Köderfischflasche sowie einem Senknetz  mit  einer  maximalen  Netzfläche  von  1 m²  ist  nur  Inhabern  von Jahrespatenten erlaubt. 3 Köderfische dürfen nur für den Eigenbedarf gefangen werden.  2       VI E/331/3  4. Schonbestimmungen  Art.  8 Schonzeiten 1 Es gelten folgende Schonzeiten: a. Forelle: 1. Oktober bis 31. Januar; b. * Äsche: 1. Januar bis 31. Mai; c. Felchen: 1. Dezember bis 31. Januar.  Art.  9 Schonmasse 1 Die gefangenen Fische müssen von der Kopfspitze bis zum Ende der na- türlich ausgebreiteten Schwanzflosse folgende Mindestmasse aufweisen: a. Forelle: 32 cm; b. * Äsche: 35 cm; c. Felchen: 25 cm.  Art.  10 Fangzeiten 1 Im Linthkanal darf gefischt werden: a. während der Sommerzeit von 4.00 Uhr bis 23.00 Uhr; b. während der übrigen Zeit von 6.00 Uhr bis 20.00 Uhr.  Art.  11 Fangzahlbeschränkung 1 Fischerinnen  und Fischer  dürfen  an einem Tag  höchstens  vier  Forellen oder Äschen sowie höchstens sechs Felchen fangen. 2 Fischerinnen  und  Fischer  dürfen  in  einem  Kalenderjahr  höchstens  100 Edelfische (Forellen, Äschen und Felchen) fangen.  Art.  12 Schongebiete 1 Die  Fischereikommission  kann Schongebiete  festlegen.  Sie setzt  die  Fi- schereiberechtigten in geeigneter Weise darüber in Kenntnis.  Art.  13 Watverbot 1 Das Waten ist vom 1. November bis 30. April verboten.  5. Rechte und Pflichten der Berechtigten  Art.  14 Ausweispflicht 1 Die Fischereiberechtigung, die Fischfangstatistik sowie ein amtlicher Aus- weis sind bei der Fischereiausübung stets mitzuführen und den Aufsichtsor- ganen vorzuweisen.   3    VI E/331/3   Art.  15 Statistikpflicht 1 Der Inhaber eines Linthkanalpatentes hat jeden gefangenen Fisch unver- züglich (bevor weitergefischt wird) in die Fangstatistik einzutragen. 2 Die Fangstatistik ist nach Ablauf der Gültigkeit  des Patentes, spätestens Ende Februar des nächsten Jahres, dem Sekretariat der Fischereikommissi- on einzureichen. Nicht  eingereichte Fangstatistiken können kostenpflichtig gemahnt werden.  Art.  16 Meldepflicht 1 Der Fang markierter Fische ist unter Angaben von Länge, Gewicht, Fang- datum und -ort der Patentausgabestelle,  der  kantonalen Fischereiverwal- tung oder der Fischereiaufsicht sofort zu melden. Die Marke ist der Meldung beizulegen.  6. Aufsicht und Bewirtschaftung  Art.  17 Fischereiaufsicht 1 Die Organe der Fischereiaufsicht sind: a. die Leiterin  oder der  Leiter  der  zuständigen Stelle  des Kantons und  ihre oder seine Stellvertretung; b. die kantonalen Fischereiaufseherinnen und -aufseher; c. die kantonalen Wildhüterinnen und Wildhüter; d. die von den Kantonen zugelassenen privaten Fischereiaufseherinnen  und Fischereiaufseher. 2 Die Aufsichtsorgane nach Artikel 17 Absatz 1 Buchstaben a–c üben die Fi- schereiaufsicht ohne Rücksicht auf die Kantonsgrenzen entlang des ganzen Kanals aus. 3 Den  Aufsichtsorganen  sind  alle  für  die  Fischereiaufsicht  sachdienlichen Auskünfte zu erteilen sowie Ausweise, Patente, Statistiken, Gerätschaften, Behältnisse und gefangene Fische auf Verlangen vorzuweisen. Sie können unberechtigt gefangene Tiere sowie verbotene Hilfsmittel und Gerätschaften beschlagnahmen. 4 Die Aufsichtsorgane weisen sich bei Amtshandlungen aus.  Art.  18 Besondere Bewirtschaftungsmassnahmen 1 Die Fischereikommission und die Kantone können für Laichfischfänge, Be- standesregulierungen oder Forschungszwecke von den Schutzbestimmun- gen abweichen sowie unter ihrer Aufsicht besondere Fanggeräte zulassen.  4       VI E/331/3  7. Schlussbestimmungen  Art.  19 Inkrafttreten 1 Diese  Ausführungsbestimmungen  treten  nach  Genehmigung  durch  das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunika- tion am 1. Januar 2011 in Kraft.  Art.  20 Aufhebung 1 Mit  Inkrafttreten  dieser  Ausführungsbestimmungen  werden  die  Ausfüh- rungsbestimmungen vom 5. November 1994 über die Fischerei im Linthka- nal samt den darauf beruhenden Beschlüssen aufgehoben.  Art.  21 Veröffentlichung 1 Die  Ausführungsbestimmungen  sind  in  den  Gesetzessammlungen  der Kantone Schwyz, Glarus und St. Gallen zu veröffentlichen.   5    VI E/331/3   Änderungstabelle - Nach Beschluss  Beschluss Inkrafttreten Element Änderung SBE Fundstelle  16.06.2017 01.01.2018 Art. 8 Abs. 1, b. geändert SBE 2017 24  16.06.2017 01.01.2018 Art. 9 Abs. 1, b. geändert SBE 2017 24  6       VI E/331/3  Änderungstabelle - Nach Artikel  Element Beschluss Inkrafttreten Änderung SBE Fundstelle  Art. 8 Abs. 1, b. 16.06.2017 01.01.2018 geändert SBE 2017 24  Art. 9 Abs. 1, b. 16.06.2017 01.01.2018 geändert SBE 2017 24   7