Citation: 6B_448/2017 E. A

Am 12. November 2014 erstattete die A.________ Inc. bei der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat Strafanzeige gegen X.________, Y.________ und unbekannte Täterschaft wegen falschen Zeugnisses, falschen Gutachtens, Prozessbetrugs und Bestechung. Sie machte geltend, sie habe mit dem B.________ Fund einen Aktienkaufvertrag abgeschlossen. Darin habe sich der B.________ Fund verpflichtet, seinen Aktienanteil an der jordanischen Bank C.________ der A.________ Inc. zu verkaufen. Der Vertrag enthalte eine "Break-up Fee". Sollten die Aktien nicht vertragsgemäss verkauft werden, seien 20 % des Aktienkaufpreises geschuldet. Als sich der B.________ Fund geweigert habe, die Aktien zu verkaufen und die "Break-up Fee" zu bezahlen, habe die A.________ Inc. das vertraglich vorgesehene Schiedsverfahren in Zürich eingeleitet. Die Vertreter des B.________ Funds hätten bestritten, den Vertretern der A.________ Inc. je begegnet zu sein und einen Aktienkaufvertrag geschlossen zu haben. Das Schiedsgericht habe X.________ als Zeugen einvernommen. Dabei habe er falsche Aussagen gemacht, indem er vorgegeben habe, die Vertreter der A.________ Inc. nicht zu kennen und den Aktienkaufvertrag nicht unterzeichnet zu haben. Da die Unterschrift auf dem Vertrag bestritten worden sei, habe das Schiedsgericht Y.________ mit einem Gutachten beauftragt. Diese habe zwei Zahlungen aus Jordanien erhalten, wohl in der Absicht, in ihrem Gutachten einen falschen Befund zu erstellen, wonach die Unterschrift auf dem Vertrag gefälscht sei. Es sei versucht worden, das Schiedsgericht davon zu überzeugen, dass der Aktienkaufvertrag nie geschlossen worden sei.