Citation: 6B_1118/2017 E. 1.4.2

1.4.2. Die Vorinstanz erwägt, das Kontokorrentkonto der X.________ GmbH bei der Bank I.________ habe in der Zeit, in der die Bauherren C.________, F.________ und G.________ ihre Teilzahlungen überwiesen hätten, praktisch durchgehend einen Minussaldo, regelmässig nahe der durch die Bank I.________ gewährten Kreditlimite von Fr. 100'000.-- aufgewiesen, sodass die geleisteten Teilzahlungen entgegen den GU-Vereinbarungen bzw. der GU-Erklärung bereits deshalb nicht für Zahlungen zugunsten der jeweiligen Bauprojekte, sondern vorab zur Deckung des Minussaldos verwendet worden seien. Bei den Bauherren C.________ und G.________ seien ca. 75% der gesamten Einzahlungen mit dem Minussaldo verrechnet worden, beim Bauherrn F.________ sogar deutlich über 95%. In der Höhe des jeweils reduzierten Minussaldos seien auch die Forderungen der Bank I.________ gegenüber der X.________ GmbH reduziert worden. Damit seien die Gelder zweckentfremdet worden (angefochtenes Urteil S. 43 f.). Es sei notorisch, dass Kredite - wie auch ein für ein Kontokorrentkonto gewährter Kreditrahmen - bei schlechter finanzieller Situation gekündigt werden können. Der Beschwerdeführer habe nicht darauf vertrauen dürfen, dass die Bank I.________ nicht die zur Wahrung ihrer eigenen Interessen nötigen Schritte einleiten werde. Er habe den Bauherren das Geschäftskontokorrentkonto der X.________ GmbH bei der Bank I.________ als Zahlungsverbindung angegeben, die von den Bauherren überwiesenen Teilzahlungen für die X.________ GmbH entgegengenommen und ihm bzw. der X.________ GmbH sei auch die treuhänderische Pflicht oblegen, diese vertragsgemäss zu verwenden. Dementsprechend wäre es an ihm und nicht an der Bank I.________ gelegen, die nötigen organisatorischen Vorkehren zu treffen, um dieser Verpflichtung nachkommen zu können, wie etwa ein eigenes Konto pro Bauherr zu eröffnen, nötigenfalls eines, auf das die Bank I.________ keinen Zugriff habe, oder - wenn dies aufgrund verbreiteter Bestimmungen in Banken-AGBs schwierig gewesen wäre - dafür zu sorgen, dass die X.________ GmbH jederzeit über genügend finanzielle Mittel verfügt hätte, um die Verbindlichkeiten zu decken. Er habe es unterlassen, solche Vorkehren zu treffen. Dadurch sei auf dem Kontokorrentkonto der X.________ GmbH ein System entstanden, bei welchem Forderungen aus alten Projekten bzw. der daraus entstandene Minussaldo mit Einnahmen von neueren Projekten getilgt worden seien, und das mit dem Konkurs der X.________ GmbH sein jähes Ende gefunden habe (angefochtenes Urteil S. 44 f.). Die Vorinstanz stellt zudem fest, der Beschwerdeführer habe im Jahre 2012 Investitionen von insgesamt Fr. 69'684.06 in Optionen getätigt, wovon zumindest ein Teil aus Zahlungen gestammt hätten, welche die Bauherren F.________ und G.________ für ihre Bauprojekte geleistet hätten. Dabei seien stets Beträge, zumeist kurz nach Eingang von Zahlungen der Bauherren F.________ oder G.________, vom Geschäftskontokorrentkonto bei der Bank I.________ auf ein auf die X.________ GmbH lautendes Konto bei der Bank J.________ übertragen und danach zeitnah - meist noch am selben oder am darauffolgenden Tag - ein etwas tieferer Frankenbetrag in Dollar auf ein anderes Konto (für Optionsgeschäfte) weiterüberwiesen worden (angefochtenes Urteil S. 43). Insgesamt habe der Beschwerdeführer in den Jahren 2008, 2009 und 2012 Gelder der X.________ GmbH von Fr. 909'529.37 bzw. USD 805'000.-- in hochspekulative Optionsgeschäfte investiert, obwohl dies in keiner Art und Weise dem Gesellschaftszweck entsprochen habe. Dabei habe er einen Verlust von Fr. 766'44.83 bzw. USD 673'018.48 erlitten (angefochtenes Urteil S. 29).