Citation: 2C_852/2018 E. 3.3

3.3. Mit Blick darauf ist entgegen der Steuerpflichtigen nicht zu beanstanden, dass das KStA/ZH zu einem Ermessenszuschlag schritt. Es liegt ein Fall der ersten Tatbestandsvariante vor (vorne E. 2.1). Die Steuerpflichtige hätte den Unrichtigkeitsnachweis anzutreten und grobe methodische oder rechnerische Fehler aufzuzeigen gehabt (vorne E. 2.2), wobei der Ermessenszuschlag dann sachgerecht ist, wenn er nachvollziehbar, plausibel, anerkannt ist, in vergleichbaren Fällen verbreitete Anwendung findet, allgemeiner Auffassung zufolge mindestens ebenso bewährt ist wie andere Methoden und zudem den Verhältnissen im individuell-konkreten Fall entspricht (vorne E. 2.3). Ob dies zutrifft, ist zwar eine Frage des Bundesrechts und daher von Amtes wegen zu prüfen, wobei die allgemeine Begründungspflicht herrscht (vorne E. 1.2). Die Steuerpflichtige lässt es indes mit einer Rekapitulation der Flugstundenpreise (Fr. 250.-- und Fr. 330.--) bewenden, wobei sie es unterlässt, in den Formen von Art. 106 Abs. 2 BGG darzutun, weshalb diese Ansätze verfassungsrechtlich unhaltbar, namentlich willkürlich, übersehen worden sein sollten. Wenn sie alsdann darzutun scheint, in der Aviatikbranche falle ein Cost-plus-Ansatz von vornherein ausser Betracht, entbehrt dies jeder Grundlage. Die betriebswirtschaftliche Kritik erschliesst sich nicht, zumal die Steuerpflichtige zu übersehen scheint, dass Rechtsgeschäfte zwischen Kapitalgesellschaft und Anteilsinhabern in jedem Fall dem Drittvergleich ( "dealing at arm's length"; Art. 58 Abs. 1 lit. b Lemma 4 DBG) zu genügen haben (dazu Urteil 2C_655/2018 vom 22. August 2018 E. 4.3 mit Hinweisen). Ob das KStA/ZH dies in Vorperioden anders beurteilt hat, ist von keinem weiteren Belang. Solange keine individuell-konkrete Zusicherung vorliegt und die übrigen praxisgemässen Voraussetzungen bestehen, was die Steuerpflichtige auch gar nicht behauptet, ist es der Veranlagungsbehörde unbenommen, die Sach- und Rechtslage in jeder Veranlagungsperiode neu zu beurteilen (Art. 9 BV; Urteile 2C_957/2017 vom 22. Dezember 2017 E. 3.5; 2C_853/2017 vom 13. Dezember 2017 E. 3.4.2, in: ASA 86 S. 416, StE 2018 B 97.41 Nr. 30; 2C_997/2016 vom 10. November 2016 E. 3.3.2, in: ASA 85 S. 388, StE 2017 A 21.14 Nr. 26, StR 72/2017 S. 148; je mit Hinweisen).