Citation: 2A.52/2005 06.06.2005 E. B

B.a Am 17. Oktober 2000 stellte X.________ ein erstes Gesuch um Familiennachzug für seine beiden in der Türkei lebenden Söhne, A.________ (geb. ... 1985) und B.________ (geb. ... 1988). Die Fremdenpolizei des Kantons Aargau (heute: Migrationsamt) trat auf das Gesuch nicht ein, weil der Gesuchsteller trotz Aufforderung die verlangten Auskünfte und Unterlagen nicht beigebracht hatte (Verfügung der Sektion Aufenthalt vom 15. März 2001). Die dagegen erhobene Einsprache wurde abgewiesen. Im Einspracheentscheid vom 10. April 2001 führte die Fremdenpolizei (Rechtsdienst) aus, der Gesuchsteller sei zwar weder auf seine Mitwirkungspflichten noch auf die Säumnisfolgen aufmerksam gemacht worden. Trotzdem könne auf eine Rückweisung der Sache an die Sektion Aufenthalt verzichtet werden, weil der Familiennachzug aufgrund der Aktenlage ohnehin zu verweigern wäre. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid wurde vom Rekursgericht im Ausländerrecht des Kantons Aargau am 9. November 2001 abgewiesen. Das Rekursgericht befand, es bestehe kein Grund zur Änderung der Obhutsverhältnisse. Das Urteil erwuchs unangefochten in Rechtskraft. B.b Am 12. August 2002 reichte X.________ ein zweites Gesuch um Nachzug seiner beiden Söhne ein. Er machte geltend, die Verhältnisse hätten sich in der Zwischenzeit massiv geändert: Die bisherigen Betreuungsmöglichkeiten im Heimatland gebe es nicht mehr und alternative bestünden nicht; in der eingetretenen Notsituation könne nur noch der Vater die Betreuung gewährleisten. Das Migrationsamt des Kantons Aargau (Sektion Aufenthalt) wies das Gesuch mit Verfügung vom 11. Dezember 2002 ab, im Wesentlichen mit der Begründung, bei den eingereichten Bestätigungen und Belegen handle es sich mit höchster Wahrscheinlichkeit um Fälschungen. Der Rechtsdienst des Migrationsamtes hob diesen Entscheid "in teilweiser Gutheissung einer Einsprache und von Amtes wegen (Nichtigkeit)" mit Instruktionsverfügung vom 9. Januar 2003 auf. Er ordnete in der Folge verschiedene Beweismassnahmen an, unter anderem Abklärungen durch die Schweizerische Botschaft in Ankara (Instruktionsverfügungen vom 5. Februar und vom 28. Juli 2003). Mit Entscheid vom 6. April 2004 wies das Migrationsamt (Rechtsdienst) die Einsprache ab, soweit wiedererwägungsweise der Familiennachzug für A.________ und B.________ beantragt werde.