Citation: 9C_463/2016 E. 4.2

4.2. Obwohl diesbezügliche Unterlagen nicht bei den Akten liegen, muss die altrechtliche Beistandschaft für die Beschwerdeführerin nach den gesetzlichen Vorgaben bei Erreichen der Mündigkeit auf eigenes Begehren errichtet worden sein, und zwar weil die Versicherte infolge von Unerfahrenheit ihre Angelegenheiten nicht gehörig zu besorgen vermochte (Art. 394 in Verbindung mit Art. 372 aZGB). Die frühere Beiständin B.________ kümmerte sich denn auch (zusammen mit dem Sozialamt der Gemeinde) einlässlich um die finanziellen Belange der Beschwerdeführerin, namentlich um deren Ansprüche gegenüber der EL-Durchführungsstelle. Gemäss dargelegter Rechtsprechung (E. 2.1 hievor in fine) hat sich die Versicherte die fehlende Gutgläubigkeit ihrer damaligen, auch mit der Einkommensverwaltung betrauten Beiständin anrechnen zu lassen. Die in der Beschwerde erhobenen Einwendungen vermögen daran nichts zu ändern. Insbesondere scheint die Beschwerdeführerin Folgendes zu übersehen: Sollte ihr das Verhalten der früheren Beiständin tatsächlich nicht zugerechnet werden können, bliebe deren seinerzeitige Einreichung der IV-Taggeldverfügung vom 18. September 2012 unberücksichtigt. Folglich sähe sie sich selber wiederum dem Vorwurf der grobfahrlässigen und damit den guten Glauben ebenfalls ausschliessenden Meldepflichtverletzung ausgesetzt. Im Übrigen verwendete die Vorinstanz mit Bezug auf B.________ zu Unrecht den Begriff der "Begleitbeistandschaft" (angefochtener Entscheid S. 9). Ein solches neurechtliches Institut (ohne Kompetenzen im Rahmen der Einkommensverwaltung und damit ohne Zurechnung des Verhaltens der Beiständin) wurde für die Versicherte erst mit dem hievor erwähnten KESB-Beschluss vom 12. Juni 2013 errichtet.