Citation: 4A_23/2018 E. 2.1.1

2.1.1. In der Schweiz wird sowohl die eventuelle als auch die alternative Streitgenossenschaft überwiegend für zulässig erachtet (PETER RUGGLE, in: Basler Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 3. Aufl. 2017, N. 8 zu Art. 71 ZPO; NICOLAS JEANDIN, in: CPC, Code de procédure civile commenté, François Bohnet und andere [Hrsg.], 2011, N. 7 zu Art. 71 ZPO; BALZ GROSS/ROGER ZUBER, in: Berner Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, Bd. 1, 2012, N. 6 zu Art. 71 ZPO; ANNE-CATHERINE HAHN, in: Schweizerische Zivilprozessordnung [ZPO], Baker & McKenzie [Hrsg.], 2010, N. 3 zu Art. 71 ZPO; FRANCESCO TREZZINI, in: Commentario pratico al Codice di diritto processuale civile svizzero, Trezzini und andere [Hrsg.], Bd. I, 2. Aufl. 2017, N. 6 f. zu Art. 71 ZPO; FABIENNE HOHL, Procédure civile, Bd. 1, 2. Aufl. 2016, S. 148 Rz. 850; LEUENBERGER/UFFER-TOBLER, Schweizerisches Zivilprozessrecht, 2. Aufl. 2016, S. 100 Rz. 3.44; vgl. zum Meinungsstand vor Inkrafttreten der ZPO: CRISTINA VON HOLZEN, Die Streitgenossenschaft im schweizerischen Zivilprozess, 2006, S. 41 ff. und S. 46 f.; MARIE-FRANÇOISE SCHAAD, La consorité en procédure civile, 1993, S. 47 ff. und S. 52 f.). Auch das Bundesgericht hat in seiner Rechtsprechung vor Inkrafttreten der ZPO in gewissen Fällen eine derartige Verknüpfung verschiedener Klagen für zulässig erachtet (vgl. BGE 113 Ia 104 E. 2c S. 106; 83 II 79 E. 2 S. 84 f.). Die Frage wurde, soweit ersichtlich, unter der Geltung der ZPO noch nicht höchstgerichtlich entschieden, so dass ihr allenfalls grundsätzliche Bedeutung zukommen könnte. Diese Frage thematisiert der Beschwerdeführer aber nicht, er setzt die Zulässigkeit vielmehr voraus.