Citation: U 139/06 18.04.2007 E. 3

3.1 Die Vorinstanz und die Beschwerdeführerin gehen davon aus, dass die bei der Versicherten festgestellte Hirnläsion nicht mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit auf den Unfall zurückzuführen sei. Dabei stützt sich das kantonale Gericht auf das Gutachten des Prof. Dr. med. K.________ vom 14. Juni 2002 und das Zusatzgutachten desselben Experten vom 14. September 2004. Demgegenüber kommt die Beschwerdegegnerin zum Schluss, die nachgewiesene organische Hirnschädigung sei überwiegend wahrscheinlich auf den Unfall vom 25. Februar 1994 zurückzuführen. Dies werde unter anderem durch die Stellungnahmen des Dr. med. T.________, Spezialarzt für Medizinische Radiologie und Neuroradiologie FMH, vom 10. April 2002 und 3. November 2004 sowie die Berichte des Dr. med. J.________, Spezialarzt für Neurologie FMH, vom 15. April 2002 und 18. November 2004 bestätigt. 3.2 Prof. Dr. med. K.________ bezeichnet die links-frontale Läsion mit einer posttraumatischen Veränderung "vereinbar" und einen Zusammenhang mit dem Unfall als "wahrscheinlich". Die schon vor dem Unfall diagnostizierte Persönlichkeitsstörung gehe sicher nicht auf eine solche Schädigung zurück (Expertise vom 14. Juni 2004, S. 16). Im Ergänzungsgutachten vom 14. September 2004 gibt er an, eine geburtstraumatische oder frühkindliche Hirnläsion sei ebenso wahrscheinlich (50 %) wie eine Schädigung durch den Unfall vom 25. Februar 1994. Dr. med. J.________ führt die Läsion fronto-basal "deutlich überwiegend wahrscheinlich" auf das Unfallereignis zurück (Bericht vom 18. November 2004). Nach Dr. med. T.________ "dürften wohl posttraumatische und auch perinatale Folgeschäden am Hirn vorliegen" (Stellungnahme vom 3. November 2004). Im Vergleich mit den Angaben von Herrn Prof. Dr. med. K.________ fällt auf, dass sich Dres. med. T.________ und J.________ in ihren Berichten vom 10. und 15. April 2002 sowie vom 3. und 18. November 2004 mit der Frage nach der Ursache der Hirnläsion vertiefter und sicherer auseinandersetzen. Das kantonale Gericht hält zwar dafür, dass auf die Beurteilung des Dr. med. T.________ nicht abgestellt werden könne, einerseits, weil seine Berichte vom 10. April 2002 und vom 3. November 2004 nicht gleich ausgefallen seien, und andererseits, weil das Fehlen einer Contre-coup-Läsion gegen das Bestehen einer traumatischen Läsion spreche. Gleiches gelte für die Stellungnahme des Dr. med. J.________ vom 18. November 2004, weil er sich der Auffassung von Dr. med. T.________ angeschlossen habe. Dagegen ist einzuwenden, dass die beiden Berichte des Dr. med. T.________ sich nicht widersprechen. Der zweite Bericht vom 3. November 2004 ist lediglich spezifischer. Sowohl Dr. med. T.________ als auch Dr. med. J.________ weisen sodann darauf hin, dass aus dem Fehlen einer Contre-coup-Läsion nicht auf das Nichtvorhandensein einer traumatischen Läsion geschlossen werden darf. Selbst Prof. Dr. med. K.________ äussert sich in diesem Zusammenhang vorsichtig. Er findet das Fehlen einer Contre-coup-Läsion "für eine traumatische Genese dieser Läsion etwas ungewöhnlich" und schwächt seine Aussage, wonach eine Schädigung durch den Unfall ebenso in Frage komme wie eine geburtstraumatische oder frühkindliche Schädigung, noch dadurch ab, dass er diesen Schluss nur "vielleicht" gelten lässt (Ergänzungsgutachten vom 14. September 2004, S. 2). Keiner der involvierten Ärzte vermag indessen die Auswirkungen der Hirnläsion, soweit diese durch den Unfall bedingt wäre, auf den Gesundheitszustand und die damit verbundenen Einschränkungen anzugeben. Ob - und bejahendenfalls in welchem Umfang - die Hirnläsion auf den Unfall zurückzuführen ist, kann unter diesen Umständen offen bleiben.