Citation: 9C_499/2016 E. 3

Der Streit dreht sich um die Frage, ob bei A.________ im Zeitraum vom 4. Juni 2008 bis 31. Januar 2011 die versicherungsmässigen Voraussetzungen nach Art. 9 Abs. 2 IVG für den Anspruch auf medizinische Massnahmen nach Art. 12 ff. IVG zur Behandlung der Nieren-/ Ureterfehlbildung gegeben waren. Diese Bestimmung lautet wie folgt: "Personen, die der Versicherung nicht oder nicht mehr unterstellt sind, haben höchstens bis zum 20. Altersjahr Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen, sofern mindestens ein Elternteil: a. freiwillig versichert ist; oder b. während einer Erwerbstätigkeit im Ausland obligatorisch versichert ist: 1. nach Artikel 1a Absatz 1 Buchstabe c AHVG, 2. nach Artikel 1a Absatz 3 Buchstabe a AHVG, oder 3. auf Grund einer zwischenstaatlichen Vereinbarung." Danach können, wie das Bundesverwaltungsgericht zutreffend erkannt hat, im Ausland wohnhafte Kinder u.a. von nach Art. 1a Abs. 1 lit. b AHVG i.V.m. Art. 1b IVG obligatorisch versicherten Eltern mangels Befreiung vom Erfordernis der persönlichen Versicherungsunterstellung nicht in den Genuss von Eingliederungsmassnahmen zu Lasten der Invalidenversicherung kommen. Unter diese Regelung fällt grundsätzlich auch A.________, die im interessierenden Zeitraum zusammen mit ihren in der Schweiz als Grenzgänger tätigen Eltern in Frankreich wohnte.