Citation: 1C_170/2023 E. 5.1

5.1. In Bezug auf die rechtliche Würdigung erwog die Vorinstanz, im Administrativverfahren gebe es keinen Grund, vom Strafurteil abzuweichen. Führerflucht liege vor. Im strafrechtlichen Verfahren gebe es mit Art. 100 Ziff. 1 Abs. 2 SVG die Möglichkeit, in einem besonders leichten Fall von Strafe Umgang zu nehmen, was das Strafgericht vorliegend auch getan habe. Im administrativrechtlichen Verfahren gebe es diese Möglichkeit auch, aber nur für Tatbestände, die unter die leichten Widerhandlungen nach Art. 16a SVG fielen (Art. 16a Abs. 4 SVG). Das Gesetz führe die Führerflucht jedoch unter Art. 16c Abs. 1 lit. e SVG als schweren Fall auf und sehe keine Möglichkeit vor, davon abzuweichen, auch nicht bei fahrlässiger Begehung.