Citation: 2C_480/2023 E. B

Mit Verfügung vom 7. Oktober 2021 hiess das Bundesamt die drei Gesuche der Stadt Bern vom 28. März 2019 respektive 7. Juni 2019 im Sinne der Erwägungen teilweise gut (Dispositiv-Ziffer 1). Betreffend Ersatz des Siedlungsentwässerungskanals Wylergut-Winkelriedstrasse verpflichtete das Bundesamt die Stadt Bern, sich an den Investitionskosten im Umfang von Fr. 797'640.-- zu beteiligen. Die restlichen Kosten von Fr. 6'543'360.-- habe die SBB zu tragen (Dispositiv-Ziffer 1.4). Die weitergehenden Anträge der SBB wies das Bundesamt ab, soweit es darauf eintrat (Dispositiv-Ziffer 2). Die Verfahrenskosten von Fr. 7'000.-- wurden nach Massgabe des Unterliegens im Umfang von Fr. 6'300.-- (90 %) der SBB und im Umfang von Fr. 700.-- (10 %) der Stadt Bern auferlegt (Dispositiv-Ziffer 4). B.a. In der Verfügung vom 7. Oktober 2021 erwog das Bundesamt zur Kostenverteilung betreffend den Siedlungsentwässerungskanal Wylergut-Winkelriedstrasse, dass im Revers vom 1. September 1909 keine abweichende Kostenvereinbarung der Parteien im Sinne von Art. 32 EBG erblickt werden könne. Das ergebe sich aus der Vertragsauslegung sowie vor dem Hintergrund der clausula rebus sic stantibus. Es fänden daher die gesetzlichen Bestimmungen von Art. 25 ff. EBG Anwendung. Vorliegend sei die SBB als Bauherrin gemäss Art. 31 Abs. 2 EBG anzusehen, weshalb sie grundsätzlich die gesamten Investitionskosten zu tragen habe. Soweit die Stadt Bern jedoch Sanierungs- und betriebliche Unterhaltskosten im Umfang von Fr. 797'640.-- habe einsparen können, sei ihr dieser Betrag als Vorteil im Sinne von Art. 27 Abs. 1 EBG anzurechnen. B.b. Am 8. November 2021 erhob die SBB gegen die Verfügung des Bundesamts vom 7. Oktober 2021 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht. Sie beantragte im Wesentlichen die Aufhebung der Dispositiv-Ziffern 1.4 und 4 der Verfügung vom 7. Oktober 2021. Es sei festzustellen, dass die Stadt Bern die gesamten Kosten für den Ersatz des Siedlungsentwässerungskanals Wylergut-Winkelriedstrasse trägt (Rechtsbegehren 1). Eventualiter sei die Stadt Bern zu verpflichten, die gesamten Kosten für den Ersatz des Siedlungsentwässerungskanals Wylergut-Winkelriedstrasse zu tragen (Rechtsbegehren 2). Subeventualiter sei die Stadt Bern zu verpflichten, sich an den Kosten für den Ersatz des Siedlungsentwässerungskanals Wylergut-Winkelriedstrasse im Umfang von Fr. 7'173'391.80 zu beteiligen (Rechtsbegehren 3). B.c. Mit Urteil vom 11. Juli 2023 hiess das Bundesverwaltungsgericht die Beschwerde der SBB teilweise gut. Es hob die Dispositiv-Ziffern 1.4, 2 und 4 der Verfügung vom 7. Oktober 2021 auf und wies die Angelegenheit zur neuen Entscheidung im Sinne der Erwägungen an das Bundesamt zurück. Im Übrigen wies es die Beschwerde ab, soweit es darauf eintrat (Dispositiv-Ziffer 1). Es auferlegte der SBB die Hälfte der bundesverwaltungsgerichtlichen Verfahrenskosten und sprach ihr eine reduzierte Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 4'000.-- zu (Dispositiv-Ziffern 2 und 3).