Citation: 6B_466/2024 E. 2.2

2.2. Das Bundesgericht legt seinem Urteil den von der Vorinstanz festgestellten Sachverhalt zugrunde (Art. 105 Abs. 1 BGG; vgl. oben E. 1.2). Demnach überfuhr der Beschwerdeführer die erste Induktionsschleife bei Rot mit einer Geschwindigkeit von mindestens 10 km/h, was die erste Fotoaufnahme seines Fahrzeugs ausgelöst hat. Dabei war die Ampelanlage für ihn von dieser Position aus einsehbar. Nicht zu entlasten vermag sich der Beschwerdeführer mit seinem Einwand, für einen Schuldspruch sei nicht das Überfahren des Rotlichts bei der ersten Induktionsschleife, sondern bei der weissen Haltelinie massgebend, weshalb die Installation an der fraglichen Ampel falsch sei. Zutreffend hält die Vorinstanz fest, dass und weshalb die das erste Foto auslösende Induktionsschleife an der betreffenden Kreuzung nicht direkt auf der Haltelinie, sondern entsprechend den Vorgaben des ASTRA ca. 80 cm davor angebracht ist. Zweck des Rotlichtüberwachungssystems ist es gemäss den verbindlichen (auf dem Gutachten des METAS und den Depositionen des Zeugen C.________ basierenden) Feststellungen der Vorinstanz, das Fahrzeug nach dem Haltebalken zu erfassen, d.h. eine Fotoaufnahme erst auszulösen, wenn das Fahrzeug die Haltelinie tatsächlich überfahren hat. Als unbehelflich und zu Recht von der Vorinstanz widerlegt, erweist sich das Vorbringen des Beschwerdeführers, er habe bei der ersten Induktionsschleife gar nicht mehr anhalten können, da er aufgrund stockenden Verkehrs gezwungen gewesen wäre, auf dem Fussgängerstreifen anzuhalten, wodurch er diesen für Fussgänger blockiert und sich strafbar gemacht hätte. Wer nach der Haltelinie aber noch vor der Verzweigung anhalten kann, hat dies zwingend zu tun, sobald das ein Halten gebietende Rotlicht erscheint (vgl. BGE 101 IV 337 E. 3). Der Beschwerdeführer, der die erste Induktionsschleife bei Rot überfuhr, wobei die Lichtsignalanlage für ihn einsehbar war, hätte zwingend sofort anhalten müssen, um der Gefahr einer Kollision mit allfälligen von links oder rechts kommenden Fahrzeugen auf dem Kreuzungsgebiet zu begegnen. Dabei wäre ein Anhalten auf dem Fussgängerstreifen in Kauf zu nehmen gewesen, zumal es für die Sicherheit der Fussgänger immer noch besser ist, wenn sie um ein stehendes Fahrzeug herumgehen müssen, als wenn dieses den Fussgängerstreifen befährt, während die Ampel für Fussgänger allenfalls schon Grün anzeigt. Im Übrigen hätte der Beschwerdeführer ein Anhalten auf dem Fussgängerstreifen vermeiden können; denn selbst wenn er den Haltebalken überfahren hätte, als die Ampel Grün angezeigt hat (was gemäss vorinstanzlicher Feststellung höchst unwahrscheinlich sei), hätte er bei stockendem Verkehr nicht in die Kreuzung hineinfahren dürfen, ohne sich zuvor zu vergewissern, dass er diese während der Grünphase wird durchfahren können. Entsprechend verletzt die Vorinstanz nicht Bundesrecht, wenn sie den Beschwerdeführer der einfachen Verkehrsregelverletzung, begangen durch Nichtbeachten eines Lichtsignals i.S.v. Art. 90 Abs. 1 SVG i.V.m Art. 27 Abs. 1 SVG und Art. 68 SSV, schuldig erklärt. Die Beschwerde ist abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die bundesgerichtlichen Kosten dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG).