Citation: 8C_439/2017 E. 5.6.2

5.6.2. Gemäss den Erwägungen des kantonalen Gerichts sind über 50-jährige Personen, die infolge gesundheitlicher Beeinträchtigung aus der Berufskarriere gerissen werden, bei der Verwertung einer Restarbeitsfähigkeit in anderen Tätigkeiten mit zahlreichen lohnwirksamen Nachteilen konfrontiert, insbesondere in Bezug auf hohe Lohnnebenkosten für die Arbeitgeber, längere gesundheitsbedingte Absenzen, schlechtere Anpassungs- und Angewöhnungsfähigkeit, kürzere Aktivitätsdauer, Entwertung des Erfahrungswissens und zu beachtende GAV-Bestimmungen wie vorzeitige Pensionierung, längerer Ferienanspruch, längere Kündigungsfristen. Ferner seien bei älteren Personen diverse Arbeitsanforderungen zu vermeiden, was das Spektrum adaptierter Tätigkeiten zusätzlich einschränke. Hinzu komme, dass behinderungsgerechte Arbeitsplätze von Invaliden in jungem und mittlerem Alter ebenfalls stark nachgefragt würden. In Nachachtung dieser Nachteile und der damit einhergehenden Verminderung des zu erwartenden Entgelts werde in den bundesgerichtlichen Urteilen jeweils in Erinnerung gerufen, dass das Alter bei der Bemessung des Tabellenlohnes zu berücksichtigen sei. Zur Begründung verweist die Vorinstanz auf BGE 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481 und BGE 134 V 322 E. 5.2 S. 327 (vgl. auch PHILIPP GEERTSEN, Der Tabellenlohnabzug, in: Kieser/Lendfers [Hrsg.], Jahrbuch zum Sozialversicherungsrecht 2012, S. 139 ff. S. 143 f.). Somit wäre gemäss kantonalem Gericht das Merkmal "Alter" beim Abzug vom Tabellenlohn zu berücksichtigen gewesen.