Citation: 2C_219/2008 11.07.2008 E. 2

2.1 Gemäss Art. 83 lit. c Ziff. 2 BGG ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten auf dem Gebiet des Ausländerrechts unzulässig gegen Entscheide betreffend Bewilligungen, auf die weder das Bundesrecht noch das Völkerrecht einen Anspruch einräumt. 2.2 Zwar ist am 1. Januar 2008 das Bundesgesetz vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer (AuG, SR 142.20) in Kraft getreten, doch bestimmt dessen Art. 126 Abs. 1, dass auf Gesuche, die vor dem Inkrafttreten dieses Gesetzes eingereicht worden sind, noch das bisherige Recht anwendbar bleibt. Das streitige Gesuch um Erteilung der Aufenthaltsbewilligung wurde vor Inkrafttreten des Ausländergesetzes gestellt (vgl. vorne "B.-") und beurteilt sich daher - soweit innerstaatliches Gesetzesrecht überhaupt zur Anwendung kommt - entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin (vgl. S. 5 der Beschwerdeschrift) einzig nach dem inzwischen aufgehobenen Bundesgesetz vom 26. Mai 1931 über Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer (ANAG) und seinen Ausführungserlassen. 2.3 Aus diesen Erlassen kann die Beschwerdeführerin - so wenig wie übrigens nach dem neuen Ausländergesetz - keine Ansprüche auf eine Aufenthaltsbewilligung herleiten. Sie ist mit dem Vater ihres Kindes, welcher das Schweizer Bürgerrecht besitzt, nicht verheiratet und ist im Asylverfahren rechtskräftig aus der Schweiz weggewiesen worden. Als Anspruchsgrundlage kommt vorliegend einzig die Europäische Menschenrechtskonvention (EMRK) in Betracht. 2.4 Art. 8 EMRK gewährleistet den Schutz des Familienlebens. Die Europäische Menschenrechtskonvention verschafft an sich kein Recht auf Aufenthalt in einem bestimmten Konventionsstaat. Hat ein Ausländer nahe Verwandte in der Schweiz und ist diese familiäre Beziehung intakt und wird sie tatsächlich gelebt, kann es hingegen das in Art. 8 Ziff. 1 EMRK bzw. in Art. 13 Abs. 1 BV garantierte Recht auf Achtung des Familienlebens verletzen, wenn ihm die Anwesenheit in der Schweiz untersagt wird. Der sich hier aufhaltende Angehörige muss dabei über ein gefestigtes Anwesenheitsrecht verfügen. Dies ist der Fall, wenn er das Schweizer Bürgerrecht oder eine Niederlassungsbewilligung besitzt oder über eine Aufenthaltsbewilligung verfügt, die ihrerseits auf einem gefestigten Rechtsanspruch beruht (BGE 130 II 281 E. 3.1 S. 285 f. mit Hinweisen). Y.________, der Sohn der Beschwerdeführerin, ist erleichtert eingebürgert worden. Für die Mutter ergibt sich daher ein potentieller Rechtsanspruch auf eine Aufenthaltsbewilligung, weil das unter ihrer Obhut stehende Kind nach dem Gesagten als Schweizer Bürger ein festes Anwesenheitsrecht besitzt. Dies öffnet den Weg der Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten (Art. 83 lit. c BGG e contrario). 2.5 Das Bundesgericht legt seinem Urteil den von der Vorinstanz festgestellten Sachverhalt zugrunde (Art. 105 Abs. 1 BGG), es sei denn, dieser sei offensichtlich unrichtig oder beruhe auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG (Art. 105 Abs. 2 bzw. Art. 97 Abs. 1 BGG). Neue Tatsachen und Beweismittel dürfen nur so weit vorgebracht werden, als erst der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gibt (Art. 99 Abs. 1 BGG). Soweit die Beschwerdeführerin neue Beweismittel einreicht (so einen neuen Bericht über die erhöhte Kindersterblichkeit in Kamerun vom 26. Februar 2008) oder neue Tatsachen vorträgt und etwa geltend macht, ihr Sohn besuche seit dem 12. März 2008 den Kindergarten in Sursee, ist auf die Beschwerde nicht einzutreten. Ebenso wenig ist ihr Einwand zu hören, sie leide an einer Depression ("que je présente un cas de maladie dans le domaine de la dépression").