Citation: 9C_678/2015 E. 4

Die Vorinstanz hat ihr Nichteintreten auf die Beschwerde (am 3. Februar 2014 von der Beschwerdegegnerin übermittelte Eingabe der Beschwerdeführerin vom 10. Januar 2014 mit Beilagen u.a. Wiedererwägungsgesuch vom 2. Oktober 2013) wie folgt begründet: Die (Beschwerde-) Frist für die Anfechtung des Einspracheentscheids vom 27. Juni 2013 betreffend die Rückerstattung von Ergänzungsleistungen sei Anfang September 2013 abgelaufen. Bei der Eingabe vom 2. Oktober 2013 (Aufgabe bei der Post: 5. Oktober 2013) handle es sich um ein Wiedererwägungsgesuch und nicht um ein sinngemässes Gesuch, die Beschwerdefrist wieder herzustellen und auch nicht um eine gleichzeitig erhobene Beschwerde. Die Frist des Art. 41 ATSG zur nachträglichen Erhebung einer Beschwerde und zur Einreichung eines Fristwiederherstellungsgesuchs sei spätestens Anfang November 2013 endgültig und unbenutzt verstrichen. "Das ausführlich begründete Wiedererwägungsgesuch vom 2./5. Oktober 2013 beweist nämlich, dass die Beschwerdeführerin damals wieder in der Lage gewesen wäre, eine Beschwerde zu erheben, weshalb die Frist zur Nachholung der versäumten Beschwerdeerhebung und zur Einreichung eines Fristwiederherstellungsgesuchs spätestens am 2. Oktober 2013 zu laufen begonnen hat. Der Umstand, dass das Wiedererwägungsgesuch der Beschwerdegegnerin nicht zugegangen ist und diese daher die Beschwerdeführerin nicht auf die Fristwiederherstellungsmöglichkeit hat aufmerksam machen können, ändert nichts daran, dass die Frist Ende Oktober/Anfang November 2013 abgelaufen und die Möglichkeit zur Einreichung eines Fristwiederherstellungsgesuch damit endgültig erloschen ist. Damit muss auch eine allfällige Informationspflicht der Beschwerdegegnerin geendet haben. Im Frühjahr 2014 kann die Beschwerdegegnerin nicht mehr verpflichtet gewesen sein, die Beschwerdeführerin auf die Fristwiederherstellungsmöglichkeit aufmerksam zu machen, denn diese Möglichkeit hat ja zu diesem Zeitpunkt gar nicht mehr bestanden. Dies schliesst es aus, allenfalls gestützt auf den (lückenfüllend ergänzten) Art. 27 ATSG eine rechtzeitige Erhebung eines Fristwiederherstellungsgesuches zu fingieren".