Citation: 7B_219/2022 E. 2.4

2.4. Dass die Staatsanwaltschaft den Kostenentscheid (teilweise) in den Hauptentscheid verschoben und die weiteren Kosten nicht in der Einstellungsverfügung vom 30. Juli 2021, sondern im gleichentags erlassenen Strafbefehl verlegt hat, ist nach dem oben zu Art. 421 StPO Ausgeführten nicht zu beanstanden. Nach erfolgter Einsprache gegen den Strafbefehl wurde über die Verfahrenskosten und insbesondere die als weitere Kosten bezeichneten drei Positionen in der Einstellungsverfügung vom 29. September 2021 neu befunden. Dass die Verfahrenskosten in der Einstellungsverfügung vom 29. September 2021 neu verlegt wurden, stellt lediglich eine Folge der Aufhebung des Strafbefehls infolge der Einsprache dar und ist ebenfalls mit dem Bundesrecht vereinbar. Der Einwand der Beschwerdeführerin, dem Dispositiv der Einstellungsverfügung vom 30. Juli 2021 sei keine Kostenauflage zu entnehmen, weshalb hierüber später nicht mehr habe befunden werden können, ist damit unbegründet, zumal in der Einstellungsverfügung vom 30. Juli 2021 explizit festgehalten wurde, dass lediglich die Kosten dieser Verfügung auf die Staatskasse genommen würden. Entsprechend ist auch nicht ersichtlich, inwiefern die Rechtskraft der ersten Einstellungsverfügung missachtet worden sein soll.