Citation: 6B_466/2021 E. 3.2

3.2. Die Vorinstanz erwägt in diesem Zusammenhang im Wesentlichen, dass eine nicht erfolgte Belehrung gemäss Strafprozessordnung sowie bundesgerichtlicher Rechtsprechung lediglich bei der ersten Einvernahme zur Unverwertbarkeit derselben führe. Dem Beschwerdeführer sei aus seinen unzähligen Einvernahmen zweifellos bekannt gewesen, dass er das Recht zur Verweigerung der Aussage habe. Die letzte Einvernahme mit Belehrung habe weniger als ein Jahr vor der erstinstanzlichen Hauptverhandlung stattgefunden und er sei zudem amtlich verteidigt gewesen. Es seien zwischen der Schlusseinvernahme und der erstinstanzlichen Einvernahme auch keine neuen Akten aufgenommen worden, die als Entscheidgrundlage gedient hätten, was allenfalls eine neue Belehrungspflicht gemäss Art. 158 Abs. 1 StPO hätte begründen können. Dass das Bezirksgericht den Beschwerdeführer nicht vorgängig über die Aufnahme der erstinstanzlichen Einvernahme mit technischen Hilfsmitteln informiert habe, sei ferner kein schwerer Mangel. Laut Vorinstanz wögen die Mängel weder einzeln noch in ihrer Summe derart schwer, dass sie als schwerwiegende, nicht heilbare Mängel des erstinstanzlichen Verfahrens zu qualifizieren seien (angefochtener Entscheid E. 2.3 ff. S. 7 ff.).