Citation: 2C_216/2019 E. 3.6

3.6. Harmonisierungsrechtlich gelten für gewinnsteuerbefreite kollektive Kapitalanlagen mit direktem Grundbesitz im Sinne von Art. 23 Abs. 1 lit. i StHG die Bestimmungen über Ersatzbeschaffungen, über Abschreibungen, über Rückstellungen und über den Verlustabzug sinngemäss (Art. 23 Abs. 4 Satz 2 StHG). Hinsichtlich des Verlustabzugs verweist Art. 23 Abs. 4 StHG auf Art. 10 Abs. 1 lit. c StHG. Letztere Bestimmung - die selbständige Erwerbstätigkeit natürlicher Personen betreffend - erklärt die eingetretenen und verbuchten Verluste auf dem Geschäftsvermögen als von der Einkommenssteuer abziehbare geschäfts- oder berufsmässig begründete Kosten. Gemäss einem Urteil des Bundesgerichts aus dem Jahr 2016 verpflichtet Art. 23 Abs. 4 Satz 2 i.V.m. Art. 10 Abs. 1 lit. c StHG die Kantone, den Abzug von Verlusten aus der Veräusserung von Grundstücken bei der Grundstückgewinnsteuer der (ansonsten) steuerbefreiten juristischen Personen vorzusehen (vgl. Urteil 2C_1080/2014 vom 5. Juli 2016 E. 5.5 ff.).