Citation: 4C.8/2005 11.04.2005 E. 3

3.1 In Bezug auf den Haushaltsschaden rügt die Klägerin allerdings ein offensichtliches Versehen und eine Verletzung von Art. 8 ZGB. Sie bringt vor, das Obergericht habe übersehen, dass das Amtsgericht am 28. März 2000 einen Beweisentscheid erlassen habe und dass sich die Beklagten in der Folge damit einverstanden erklärt hätten, für die Berechnung des Haushaltsschadens auf Erfahrungswerte abzustellen, so dass nur noch der massgebliche Invaliditätsgrad nachzuweisen sei, wozu die Klägerin ein medizinisches Gutachten beantragt habe. Das Obergericht könne nicht verlangen, dass die Klägerin darlege, welche Arbeiten sie im Haushalt nicht verrichten könne. Vielmehr hätte es das beantragte Gutachten zur Festsetzung des Invaliditätsgrades anordnen müssen. 3.2 Die Klägerin verkennt, dass die Frage, welche Verrichtungen ihr nicht mehr möglich sind, den für den Haushaltsschaden massgebenden Invaliditätsgrad mitbestimmen und dass Beweise nur über von den Parteien prozesskonform vorgebrachte Behauptungen abzunehmen sind. Da die Klägerin nicht dartut, welche Haushaltsarbeiten durch die verbleibende Beeinträchtigung erschwert oder verunmöglicht werden, war das Obergericht nicht gehalten, darüber Beweis abzunehmen. Das Obergericht ging unter Würdigung des Arztberichtes vom 21. Januar 1998 bundesrechtskonform davon aus, dass für die Haushaltsführung keine Beeinträchtigung vorliege.