Citation: 1C_475/2017 E. 3.4

3.4. Der Beschwerdeführer bestreitet schliesslich die Feststellung des Verwaltungsgerichts, wonach der Spitalbau nicht in eine relativ dunkle Umgebung zu stehen komme. Die Vorinstanz habe vielmehr mit ihren Foto- und Videoaufnahmen vom Augenschein selbst den Beweis erbracht, dass der Spitalbau in eine nahezu gänzlich dunkle Gegend zu stehen komme. Die Erwägung des Verwaltungsgerichts, wonach die dunklen Aufnahmen auf technische Limiten des Aufnahmegeräts zurückzuführen seien, sei unhaltbar, handle es sich doch offenbar um ein digitales Aufnahmegerät; die Aufnahmen entsprächen exakt dem, was mit dem menschlichen Auge tatsächlich wahrgenommen werde. Wie die Beschwerdegegnerin zu Recht einwendet, ist es jedoch sehr schwierig, realitätsgerechte Nachtaufnahmen zu machen. Es ist gerichtsnotorisch, dass die Einstellungen des Aufnahmegeräts (z.B. Belichtungszeit) einen erheblichen Einfluss auf die Belichtung eines Fotos haben, und zwar unabhängig davon, ob Digital- oder Analogtechnik verwendet wird. Die dunklen Fotos widerlegen daher die am Augenschein getroffenen Feststellungen des Verwaltungsgerichts (E. 5.3) zu den heute vorhandenen Lichtquellen nicht (Grundhelligkeit des Ballungsraums Konstanz/Kreuzlingen; Lichter des Kantonsspitals Münsterlingen; angrenzende Ortschaften Landschlacht im Osten und Scherzingen im Westen, Strassenbeleuchtung und Fahrzeuglichter der stark befahrenen Kantonsstrasse und der Geleise der Seelinie, Beleuchtung der deutschen Gemeinden auf der gegenüberliegenden Seeseite). Eine andere - materiellrechtliche - Frage ist, welcher Helligkeitskategorie das Gebiet aufgrund dieser Feststellungen zuzuordnen ist (z.B. Bereich E2 oder E3 i.S.d. Norm SN EN 12464-2:2014 bzw. Gebiet II oder III der ÖNORM O 1052:2012; vgl. dazu unten E. 5 und 6).