Citation: 6B_812/2018 E. 2.5

2.5. Die Zeugenaussage und Indizien wie das plötzliche Verstummen der beiden Mobiltelefone des Opfers verorten die Tat auf kurz nach 17.30 Uhr des 7. Januar 2009, also auf einen Zeitpunkt rund 25 Stunden vor der Legalinspektion vom 8. Januar, 18.30 Uhr. Die konkrete nomographische Umsetzung der für die Auskühlung relevanten Eckdaten legt auf den ersten Blick nahe, dass der Tod frühestens 22,5 Stunden vor der Legalinspektion (also um 20 Uhr) oder später eingetreten sei, dies mit der bei dieser Methode nach Auskunft der Sachverständigen anzunehmenden Wahrscheinlichkeit von 95 Prozent. Der Sachverständige relativierte die konkreten Ergebnisse aus der Anwendung des "Henssge-Nomogramms" allerdings mit Hinweis auf verschiedene Unwägbarkeiten; insofern könne die Tat, wie bereits im Ergänzungsgutachten vom 23. Februar 2018 festgehalten, auch schon mehr als 30 Stunden vor der Leichenschau begangen worden sein. Zu prüfen ist, ob die Vorinstanz ohne Willkür auf diese Schlussfolgerung abstellen durfte.