Citation: 2A.180/2002 20.06.2002 E. B

Mit Verfügung vom 29. Februar 2000 wies die Direktion für Soziales und Sicherheit des Kantons Zürich, Fremdenpolizei (heute: Migrationsamt), das Gesuch von X.________ um Verlängerung ihrer Aufenthaltsbewilligung ab und setzte ihr Frist zum Verlassen des Kantonsgebiets. Zur Begründung gab die Behörde an, die Berufung von X.________ auf ihre (inzwischen geschiedene) Ehe sei rechtsmissbräuchlich, da die Ehegatten seit 1. Mai 1995 getrennt lebten und die Ehe seither nur noch aufrechterhalten worden sei, um der Ehefrau den Aufenthalt zu ermöglichen. Einen gegen diese Verfügung erhobenen Rekurs wies der Regierungsrat des Kantons Zürich mit Beschluss vom 12. September 2001 ab, wobei er in Rechnung stellte, dass X.________ rund einen Monat vor der Scheidung die zeitlichen Voraussetzungen für die Erteilung einer Niederlassungsbewilligung erfüllt hätte, und diesen Umstand als zusätzliches Indiz für ein rechtsmissbräuchliches Aufrechterhalten einer bloss noch formell bestehenden Ehe wertete.