Citation: 5A_351/2018 E. 6.3

6.3. Unter Hinweis auf BGE 136 I 178 E. 5.3 macht die Beschwerdeführerin sodann Willkür in der Rechtsanwendung geltend. Unter dem Kriterium der örtlichen Stabilität sei die Stabilität der Beziehungen zwischen dem Kind und seiner Umgebung und nicht die "stabilen vier Wohnungswände, in denen ein Kind theoretisch wohnen könne" zu verstehen. In dem von der Beschwerdeführerin erwähnten Entscheid führte das Bundesgericht in einem Eheschutzverfahren aus, Grundlage für den Entscheid darüber, welchem Elternteil das Kind zur Betreuung zu übergeben sei, bilde das Kindeswohl, wobei sich dieses nach verschiedenen Kriterien bestimme. Es sei jeweils diejenige Lösung zu wählen, "qui, au regard des données de l'espèce, est la mieux à même d'assurer à l'enfant la stabilité des relations nécessaires à un développement harmonieux des points de vue affectif, psychique, moral et intellectuel". Es ist nicht ersichtlich, inwieweit das Kantonsgericht mit Blick auf diese Rechtsprechung in Willkür verfallen sein sollte. Namentlich hat es zahlreiche Umstände berücksichtigt (z.B. örtliche Verwurzelung, vorhandenes Betreuungsnetzwerk mit Grosseltern und Lebenspartnerin; vorne E. 6.1) und nicht wie die Beschwerdeführerin ihm vorwirft allein auf die Wohnverhältnisse abgestellt. Die Beschwerde ist auch insoweit unbegründet.