Citation: 2C_323/2018 E. 8.4.2

8.4.2. Wenn die Vorinstanz gestützt hierauf angenommen hat, dass nicht äussere Umstände die Trennung des Ehepaars erzwungen haben, sondern dieses vielmehr freiwillig auf eine (fristgerechte) Familienzusammenführung verzichtet hat, ist dies nicht offensichtlich unhaltbar; dasselbe gilt für die Annahme, dass das öffentliche Interesse im Hinblick auf die von der Schweiz praktizierte beschränkende Einwanderungspolitik angesichts der über Jahre hinweg freiwillig hingenommenen Trennung des Ehepaars bzw. der Familie im vorliegenden Fall überwiegt. Es besteht deshalb kein wichtiger familiärer Grund für einen Familiennachzug ausserhalb der allgemeinen Fristvorgaben von Art. 47 AuG. Den Beschwerdeführern ist es zumutbar, die Ehe und das Kindsverhältnis wie bisher zu leben; auch ist es dem Beschwerdeführer - obwohl er inzwischen (auch) die schweizerische Staatsbürgerschaft angenommen hat -, nicht verwehrt, zur dauernden Pflege seines Familienlebens zu seiner Kernfamilie in die gemeinsame ursprüngliche Heimat zurückzukehren, wo sich der Grossteil seiner Familie immer noch aufhält.