Citation: 6B_468/2024 E. 3.2

3.2. Die Vorinstanz führe zur Begründung ihrer Ablehnung des Rückweisungsbegehrens aus, der Beschwerdeführer habe ohnehin ein ambivalentes Verhältnis in Bezug auf das Vertrauensverhältnis zu seinen Verteidigern. Weiter werde erwogen, auch vor dem Berufungsgericht habe der Beschwerdeführer mehrfach um Wechsel ersucht und erklärt, sein Vertrauensverhältnis sei unwiderruflich gestört. Das dem so sei, werde grundsätzlich nicht bestritten. Dieses ambivalente Verhältnis könne für die Dauer des vorinstanzlichen Verfahrens möglicherweise bestanden haben, was aber nichts am erheblichen Verfahrensmangel anlässlich des erstinstanzlichen Verfahrens ändere, zumal das erstinstanzliche Verfahren von wesentlicher Bedeutung für den Ausgang des ganzen Verfahrens sei. Der Beschwerdeführer habe seine Verzweiflung ob der Verletzung seines Rechts auf freie Anwaltswahl anlässlich der erstinstanzlichen Hauptverhandlung deutlich zu erkennen gegeben. Somit sei sein Antrag auf Rückweisung von der Vorinstanz zu Unrecht abgewiesen worden. Der geltend gemachte wesentliche Mangel habe im obergerichtlichen Verfahren nicht behoben werden können. Erschwerend komme hinzu, dass das obergerichtliche Verfahren von einer Richterin geführt worden sei, die noch als erstinstanzliche Richterin das Scheidungsverfahren des Beschwerdeführers und der Beschwerdegegnerin 2 geführt habe. Auch dagegen habe er Beschwerde erhoben, welche jedoch abgewiesen worden sei. Ein faires Verfahren gemäss Art. 6 Ziff. 1 EMRK sei somit nicht gegeben gewesen. Als Konsequenz müssten sämtliche bisherigen Aussagen des Beschwerdeführers und die sich darauf stützenden Aktenstücke (somit auch sämtliche Einvernahmen der Beschwerdegegnerin 2, da in diesen auf die Aussagen des Beschwerdeführers Bezug genommen werde) aus den Akten entfernt werden. Daraus folge, dass die Akten praktisch leer daher kämen und das ganze Verfahren von Beginn an wiederholt werden müsste, was sich mit dem Beschleunigungsgebot nicht vereinbaren liesse. Somit sei der Beschwerdeführer zufolge des missglückten Verfahrens vollumfänglich freizusprechen und unter Entrichtung einer Haftentschädigung per sofort aus der Haft zu entlassen. Eventualiter werde die Rückweisung der Angelegenheit beantragt.