Citation: 7B_261/2022 E. 2.2

2.2. Vorab ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer 1 und die Beschwerdeführerin 2 anklagegemäss am 12. September 2016 auf der U.________passstrasse verunfallten und dabei die in der Anklage aufgeführten Verletzungen erlitten. Weiter ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer 1 sein Motorrad einige Monate vor dem Unfall, im Frühling 2016, in die Garage des Beschwerdegegners 2 brachte und ihm sagte, er solle das Motorrad "zwäg machen", damit er fahren könne. Die Vorinstanz stellte sodann - aus Sicht der Beschwerdeführer zu Recht - fest, in Würdigung sämtlicher Beweise bei objektiver Gesamtbetrachtung bestehe kein Zweifel daran, dass der Unfall auf ein Bremsversagen, verursacht durch den schlechten Zustand der Bremsflüssigkeit, zurückzuführen sei. Soweit im Übrigen bestritten, geht die Vorinstanz davon aus, dass das Unterlassen des Wechsels der Bremsflüssigkeit in strafrechtlicher Hinsicht nicht dem Beschwerdegegner 2 angelastet werden könne. Sie erachtet nach Würdigung sämtlicher Beweismittel als wahrscheinlich, dass der Beschwerdeführer 1 den Beschwerdegegner 2 im Frühling 2016 aufgesucht habe, damit dieser an dessen Fahrzeug einen Service durchführe. Aufgrund der gewählten Formulierung des Auftrags sei für den Beschwerdegegner 2 jedoch nicht erkennbar gewesen, dass eine komplette Inspektion gemäss Wartungsplan und nicht lediglich die Erledigung punktueller Arbeiten im Rahmen einer Frühjahrsinbetriebnahme nach Wintereinlagerung des Fahrzeugs gewünscht gewesen seien. Somit habe auch kein konkreter Auftrag zum Wechseln der Bremsflüssigkeit bestanden. Eine allgemeine Pflicht des Mechanikers, seine Kunden auf fällige Inspektionen aufmerksam zu machen, bestehe nicht.