Citation: 2C_112/2021 E. 2.3.2

2.3.2. Der Umstand, dass sich jemand für ein Thema besonders interessiert oder sich öffentlich für ein solche einsetzt bzw. die Interessen eines Dritten - hier des angegriffenen Gerichtspräsidenten - wahrnehmen will, genügt regelmässig nicht, um eine Beschwerdelegitimation als Betroffener vor der UBI zu rechtfertigen (BGE 130 II 514 E. 2.2.1; Urteil 2C_788/2019 vom 12. August 2020 E. 2.5.2 ["Mein Arzt, mein Sterbehelfer"]). Zwar beruft sich der Beschwerdeführer auf seine Rolle als Vize-Präsident des Regionalgerichts Engadina Bassa/Val Müstair, doch ist er auch insofern durch den Filmbeitrag nicht selber betroffen: Die verschiedenen Vorwürfe (vgl. nachstehende E. 4.2) richten sich an den namentlich genannten und im Bild gezeigten Gerichtspräsidenten Orlando Zegg, hingegen nicht an das Regionalgericht als solches oder an das Gericht als Institution. Auch der Einbezug in Recherche- und Sondierungsgespräche genügt für sich allein grundsätzlich nicht, um eine besondere Nähe zum Sendegegenstand zu begründen. Der vorliegende Fall unterscheidet sich von dem im Verfahren 2C_383/2016 vom 20. Oktober 2016 beurteilten insofern, als dort der Präsident der "Association des propriétaires riverains des lacs vaudois" - wenn auch nur kurz - doch im Beitrag selber zu sehen war.