Citation: 8C_523/2013 E. 4.1.1

4.1.1. Nach umfassender Würdigung der medizinischen Aktenlage gelangte die Vorinstanz zum Schluss, dass die ursprüngliche Rentenverfügung vom 19. Oktober 2000 zweifellos unrichtig war, nachdem die Invaliditätsbemessung auf keiner nachvollziehbaren ärztlichen Einschätzung der massgeblichen Arbeitsfähigkeit beruhte, und bejahte das Vorliegen der Voraussetzungen für eine Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG. Die Vorinstanz erwog, dass die IV-Stelle, die bei der ursprünglichen Rentenverfügung in medizinischer Hinsicht zentral auf den Bericht des Spitals Y.________ vom 29. Juni 2000 abstellte, von medizinisch völlig falschen Voraussetzungen ausging. So habe der operative Eingriff vom 12. Oktober 2000 (Dekompression L5/S1 beidseits und Spondylodese L5/S1), von dem die IV-Stelle bei Erlass der Verfügung vom 19. Oktober 2000 keinerlei Kenntnis hatte, zu einer stark veränderten gesundheitlichen Situation geführt, die hätte berücksichtigt werden müssen. Gemäss Bericht des Spitals Y.________ vom 23. Dezember 2000 sei die Versicherte nach der Versteifungsoperation schmerzfrei gewesen. Die Vorinstanz stellte fest, dass die ursprüngliche Verfügung zu früh erging und auf unzureichenden Abklärungen beruhte. Aufgrund der Aktenlage bestand gemäss Vorinstanz kein Hinweis darauf, dass die Versicherte im fraglichen Zeitpunkt in einer adaptierten Tätigkeit in ihrer Arbeitsfähigkeit bleibend eingeschränkt gewesen wäre. Sie stützte sich dabei u.a. auch auf das im Rahmen des bidisziplinären Gutachtens erstellte rheumatologische Teilgutachten des Dr. med. O.________ vom 14. Mai 2012, der die Beurteilung des Spitals Y.________ im Bericht vom 29. Juni 2000 bezüglich der Arbeitsfähigkeit retrospektiv als nicht nachvollziehbar bezeichnete, zumal eine Begründung der attestierten Arbeitsfähigkeit nicht erfolgte. Dies ist nicht zu beanstanden.