Citation: 6B_536/2021 E. 1.2

1.2. Die Vorinstanz stellt fest, die Beschwerdeführerin habe dem Opfer ein spitzes, einseitig schneidendes Küchenmesser mit einer Klingenlänge von 8 cm mit grosser Kraft gegen den Hals gedrückt. Das Opfer habe mit seiner rechten Hand mit aller Kraft dagegengehalten. Das Opfer habe eindrücklich geschildert, wie der durch den Gegenstand, den die Beschwerdeführerin ihm an den Hals gedrückt habe, verursachte Schmerz immer stärker geworden sei. Diese habe versucht, ihm das Messer in den Hals zu stecken; es habe einfach immer dagegengehalten. Es habe sich um ein dynamisches Geschehen gehandelt, in dessen Verlauf die Messerspitze bereits in die Haut des Opfers eingedrungen sei, wobei es sich auf der rechten Halsseite eine Wunde von 5 mm Tiefe zugezogen habe. Dieser Ausgang müsse in Anbetracht der konkreten Umstände als glimpflich bezeichnet werden. Auch wenn die Beschwerdeführerin nicht schwungvoll zugestochen habe, sei der Messereinsatz sehr gefährlich gewesen. Der Hals sei eine äusserst sensible Körperregion mit lebenswichtigen Blutgefässen.