Citation: 1C_63/2019 E. 6.1

6.1. Im Bericht "Lärmmessung" der Kuster + Partner AG vom 3. März 2017 wird dargelegt, dass zwei Messungen durchgeführt wurden, am 2. Dezember 2016 nach 7 Uhr (d.h. morgens) und am 10. Februar 2017 ab 5 Uhr (d.h. nachts), jeweils an den der Wärmepumpe nächstgelegenen Fenstern der Beschwerdeführer in Erdgeschoss und Galerie. Bei der ersten Messung wurden Immissionspegel um die 50 dB (A) gemessen, was (unter Berücksichtigung der Pegelkorrekturen; vgl. dazu Urteil 1C_204/2015 vom 18. Januar 2016 E. 3) einen Beurteilungspegel von 57 bis 58 dB (A) ergab. Dies liegt über dem Planungswert für den Tag von 55 dB (A) gemäss Anh. 6 der Lärmschutz-Verordnung vom 15. Dezember 1986 (LSV; SR 814.41) für die Lärmempfindlichkeitsstufe II (ES II). Bei der zweiten Messung (nachts) wurden Immissionspegel von rund 45 dB (A) gemessen, was (aufgrund höherer Korrekturpegel) einen Beurteilungspegel von 56 bzw. 58 dB (A) ergab. Dies liegt deutlich über dem massgeblichen Planungswert für die Nacht von 45 dB (A). Der Bericht konstatiert, dass die Immissionen nach den Unterhaltsarbeiten an der Wärmepumpe zwischen dem 1. und 12. Januar 2017 um 5 dB (A) geringer seien, jedoch könne nicht beurteilt werden, ob die Wärmepumpe während der beiden Messtermine in demselben Modus gefahren worden sei. Zum weiteren Vorgehen wird festgehalten, dass die Herstellerangaben zu hinterfragen seien, und vorgeschlagen, dies durch Messungen zu überprüfen, um beurteilen zu können, ob und inwiefern weitere Massnahmen erforderlich seien.