Citation: K 108/03 10.11.2005 E. 3.2

3.2.1 Bei der ambulanten Colonhydrotherapie handelt es sich in ihrer gesamtheitlichen Form (kurzfristige mechanische Spülung mit nachfolgender, über Monate andauernder Darmrehabilitation unter Zuhilfenahme verschiedener, oral einzunehmender naturheilmethodischer Präparate; vgl. Bericht des Zentrums Z.________ vom 10. Juni 2002) um eine alternativ- oder komplementärmedizinische Behandlung (vgl. auch BGE 126 V 329 Erw. 3c; Urteil B. vom 2. Mai 2000, K 55/99, Erw. 3b), für welche die Beschwerdegegnerin, da nicht in Ziff. 10 des Anhangs 1 KLV ("Komplementärmedizin") aufgeführt, grundsätzlich nicht aus der obligatorischen Krankenpflegeversicherung aufzukommen hat. 3.2.2 Durch die Verfahrensbeteiligten zu Recht nicht bestritten wird indes, dass auf Grund des Krankheitsbildes die Durchführung einer mechanischen Darmentleerung medizinisch indiziert ist. Wenn die Beschwerdegegnerin auch zu keinem Zeitpunkt das im Zentrum Z.________ angewandte initiale Spülsaugverfahren als von der Colonhydrotherapie losgelöste Pflichtleistung anerkannt hat, so sicherte sie doch im Rahmen ihres Einspracheentscheides vom 15. Oktober 2002 in Anbetracht der speziellen Verhältnisse, namentlich des Umstands, dass im Vordergrund der Behandlung die mechanische, von einer Krankenschwester durchgeführte Darmentleerung stehe, Leistungen im Sinne der Abgeltung einer pflegerischen Massnahme bei Störungen der Blasen- oder Darmentleerung gemäss Art. 7 Abs. 2 lit. b Ziff. 11 KLV zu.