Citation: 6B_692/2018 E. 2.3

2.3. Die Vorinstanz erwägt, die von Anfang an Fragen aufwerfende Rolle von E.________ und der plötzliche Rückzug seiner bisherigen Aussagen in Bezug auf die fraglichen Rechnungen liessen an der Glaubhaftigkeit seiner bisherigen sowie an jener von allfälligen künftigen Aussagen erhebliche Zweifel aufkommen, zumal das Schreiben vom 13. März 2017 und das unentschuldigte Nichterscheinen zur Hauptverhandlung keinen anderen Schluss zuliessen, als dass E.________ vorab nach der Vorgabe eigener Interessen handle, deren Inhalte und Ziele weder bekannt noch Thema seien. Damit könne insgesamt nicht unbesehen auf dessen Angaben abgestellt werden, zumindest insoweit nicht, als sie den Beschwerdeführer belasteten. Daher stelle sich die Frage der Verwertbarkeit von belastenden Zeugenaussagen mangels Konfrontation nicht und es könne offen bleiben, ob der Beschwerdeführer sein Recht auf Konfrontation verwirkt habe (Urteil S. 12 E. 4.5.1). Die Vorinstanz hält fest, anhand der übereinstimmenden Aussagen des Beschwerdeführers, von E.________ und B.________ sei davon auszugehen, dass die G.________ GmbH wegen steuerlicher Aspekte E.________ betreffend gegründet worden sei und dass diese für die H.________ Design an den I.________-Verlag Rechnung gestellt habe. Ein Teil der eingegangenen Gelder sei an E.________ geflossen. In Bezug auf den anderen Teil bzw. "den Rest", habe eine dahingehende mündliche Übereinkunft zwischen dem Beschwerdeführer und E.________ bestanden, dass diese angelegt sowie gemäss den Aussagen von B.________ "dann zur gegebenen Zeit wieder an ihn [E.________]" zurück fliessen würde, wobei "die beiden aber nicht" genau gewusst hätten, "wie das genau gelöst werden sollte". Konkrete Vereinbarungen in Bezug auf den Umfang der anzulegenden Gelder, auf die Art der Anlagen oder aber in Bezug auf Rückzahlungsmodalitäten hätten nicht vorgelegen bzw. seien nicht bekannt. Damit und mit den entsprechenden Ausführungen von B.________ könne auch kein Zweifel daran bestehen, dass die an die F.________ GmbH geflossenen Gelder ebenfalls zwecks Steueroptimierung überlassen worden seien und vom Beschwerdeführer entsprechend angelegt sowie zur gegebenen Zeit zurück überwiesen werden sollten, sei doch kein anderer Zweck der Geldübergabe erkennbar. Gründe, weshalb B.________ falsche Angaben zum Inhalt der geschäftlichen Beziehungen zwischen dem Beschwerdeführer und E.________ und damit des Zwecks der Geldübergaben hätte machen sollen, seien nicht ersichtlich, zumal er sich mit seinen Aussagen als Gesellschafter und Geschäftsführer der F.________ GmbH auch selber belastet bzw. sich einer allfälligen strafrechtlichen Verfolgung ausgesetzt habe. Daran ändere nichts, wenn sich der anlässlich der Berufungsverhandlung befragte B.________ praktisch an nichts mehr habe erinnern können, was mit E.________ im Zusammenhang gestanden habe. So habe er unter anderem erklärt, nichts von einer Steueroptimierung gewusst zu haben. Auch habe er sich nicht mehr an dahingehende Äusserungen erinnern können, dass die G.________ GmbH Gelder für E.________ möglichst ertragsbringend in der Schweiz hätte anlegen sollen und dass die Gelder zu gegebener Zeit wieder hätten zurück fliessen sollen. Dies vor allem deshalb nicht, weil der Beschwerdeführer sich auf seine Aussagen berufen und bestätigt habe, nach wie vor zu vermuten, dass steuerliche Gründe eine Rolle gespielt hätten. Zudem sei mit B.________ davon auszugehen, dass seit dessen im Rahmen der Untersuchung statt gefundenen Einvernahme eine lange Zeit verstrichen sei, womit die zeitnäheren Aussagen als die verlässlicheren zu qualifizieren seien. Letztlich werde die Geldübergabe zwecks Steueroptimierung und Anlage/Investition der Gelder vom Beschwerdeführer mit seiner schriftlichen Berufungsbegründung bestätigt, wenn er ausführe, dass es das offenkundige Ziel gewesen sei, die Erfolgsrechnung des deutschen Unternehmens von E.________ zu diminuieren und dass er an den Geldern indirekt wirtschaftlich Berechtigter habe bleiben wollen (vgl. schriftliche Berufungsbegründung und Bestätigung von E.________, dass der Betrag von Euro 30'000.-- für ihn von der F.________ GmbH angelegt werde). Anhand der den Einzahlungen von E.________ umgehend folgenden Bezügen und Umschichtungen sowie anhand des desolaten finanziellen Zustandes der F.________ GmbH, welche bereits seit dem Jahr 2002 überschuldet gewesen sei und deren Überschuldung sich fortlaufend erhöht habe, müsse geschlossen werden, dass der Beschwerdeführer E.________ sowohl über seinen Rückzahlungswissen getäuscht habe als auch über seine Absicht, die zwecks Steueroptimierung und Anlage/Investition entgegen genommenen Gelder vereinbarungsgemäss zu verwenden und damit anzulegen. Weder die vorgetäuschte Absicht der vereinbarungsgemässen Verwendung der Gelder noch der Rückzahlungswille seien für den Geschädigten als innere Tatsachen überprüfbar (Urteil S. 12 ff. E. 4.5.1 f.).