Publication: Magyar Közlöny
Issue: MK-2009-56 (Year: 2009, Number: 56)
Era: 2004-2010
Section: [Melléklet a 40/2002. (V. 24.) OM rendelethez]
Paragraph Index: 402

[Melléklet a 40/2002. (V. 24.) OM rendelethez] „Teile der Prüfung Mittelstufe Oberstufe Schriftliche Prüfung Mündliche Prüfung Schriftliche Prüfung Mündliche Prüfung 180 Minuten 15 Minuten 240 Minuten 20 Minuten 117 Punkte 33 Punkte 120 Punkte 30 Punkte Hilfsmittel Mittelstufe Oberstufe Schriftliche Prüfung Mündliche Prüfung Schriftliche Prüfung Mündliche Prüfung Vom Prüfling gesichert Deutsches Wörterbuch zur Rechtschreibung, sowie zweisprachiges Wörterbuch (nur zum IV. Teil) KEINE Deutsches Wörterbuch zur Rechtschreibung, sowie zweisprachiges Wörterbuch (nur zum IV. Teil) KEINE Von der Institution gesichert, an der die Kommission tätig ist CD-Player zum III. Teil Anthologie, Band CD-Player zum III. Teil Anthologie, Band Zu veröffentlichen Mittelstufe Oberstufe Schriftliche Prüfung Mündliche Prüfung Schriftliche Prüfung Mündliche Prüfung Stoff NICHTS NICHTS NICHTS Titel der Thesen Wann? NICHTS NICHTS NICHTS Laut Verordnung 2009/56. szám MITTELSTUFE Die schriftliche Prüfung dauert 180 Minuten, die mündliche 15 Minuten. Die folgende Tabelle zeigt die Prüfungsteile in der Reihenfolge, sowie die Dauer der einzelnen Prüfungsteile und deren etwaiges Verhältnis in der Auswertung. Dauer (Min.) Verhältnis (%) Punkte Schriftliche Prüfung Leseverstehen Sprachrichtigkeit 15 Minuten Pause Hörverstehen Schreibfertigkeit Mündliche Prüfung Sprachfertigkeit, Inhalt Insgesamt: _ Die Mittelstufenprüfung beinhaltet zwei Sprachstufen: Stufen A2-B1 der Skala vom Europarat. Im Interesse der Auswertung unterschiedlicher Fertigkeits- und Kenntnisstufen kommt in den schriftlichen Aufgabenreihen das Prinzip des Aufeinanderfolgens zur Geltung. Die Aufgabenreihen werden so zusammengestellt, dass die Prüfung auch von den Schülern der Stufe A2 abgelegt werden kann. Schriftliche Prüfung Allgemeine Regelungen Die Aufgaben und die Lösungen des Leseverstehens, der Sprachrichtigkeit, des Hörverstehens und der Schreibfertigkeit werden zentral erstellt und sind in der Korrektur-und Bewertungsanweisung enthalten. Zur Lösung des Leseverstehens, der Sprachrichtigkeit und des Hörverstehens dürfen keinerlei Hilfsmittel, zur Lösung der Schreibfertigkeit ein zweisprachiges Wörterbuch sowie ein deutsches Rechtschreibwörterbuch benutzt werden, die der Prüfer zur Verfügung stellt. Bewertung - Die einzelnen Prüfungsteile werden voneinander unabhängig ausgewertet. - In jedem Prüfungsteil wird nur die geprüfte Fertigkeit bewertet. - Vorbedingung einer erfolgreichen Prüfung ist, dass der Prüfling sowohl im schriftlichen als auch im mündlichen Prüfungsteil mindestens 10% der Punkte erreicht (10% sind nicht die untere Grenze der Note „ausreichend”). - Die einheitlich formulierten Aufgabendefinitionen werden in Deutsch geschrieben, ihr Sprachniveau ist aber niedriger als das zur Lösung nötige Sprachniveau. Inhaltlicher und formaler Charakter der schriftlichen Aufgaben LESEVERSTEHEN Das Ziel dieses Prüfungsteiles ist festzustellen, ob der Prüfling fähig ist, die in Alltagstexten vorkommenden authentischen Texte verschiedener Art selbstständig zu lesen, sie dem Zweck entsprechend zu verstehen. Man unterscheidet mehrere Stufen des Leseverstehens (z.B. globales, selektives und ausführliches Verstehen). In der Prüfung können mehrere Stufen des Verstehens ermessen werden. Zur Lösung der Prüfungsaufgaben muss der Prüfling auch fähig sein, die Strategien der Verstehenszwecke zu verwenden. Inhaltliche Struktur Die Prüfung misst, ob der Prüfling - das Wesen des Textes versteht und - den Gedankengang des Textes verstehen und ihm folgen kann, - die Schlüsselinformationen versteht (z.B. Personen, Zeit, Ort, Richtung, Menge), - wichtige Informationen von unwichtigen trennen kann, - Argumente für und gegen einen gegebenen Standpunkt versteht, 2009/56. szám - für ein gegebenes Auffassungsziel die notwendigen datenartigen Information suchen kann, - den Text seiner Kommunikationsfunktion entsprechend ausführlich versteht, - die verschiedenen Lesestrategien verwenden kann (z.B. auf die Bedeutung unbekannter Wörter schlussfolgern), - die tatsächliche Information von der Meinung unterscheiden kann. Die in der Prüfung gelesenen Texte: - sind authentische Texte (manchmal gekürzt), die zum Zweck einer wahren Mitteilung entstanden sind, - bilden ein Ganzes, - sind sowohl inhaltlich als auch sprachlich von klarer Struktur, - bei ihrer Auswahl ist der Teil Themenkreise maßgebend, - entsprechen thematisch den Lebenserfahrungen und dem Allgemeininteresse des Lebensalters - zum Verstehen braucht man keine Kenntnisse, die über das allgemeine Bildungsniveau der Abiturprüfung hinausgehen, - Sie können wegen ihrer Authentizität Wörter, Ausdrücke beinhalten, deren Kenntnis auf der gegebenen Prüfungsstufe nicht gefordert werden. Ihr Verstehen ist aber zur erfolgreichen Lösung der gegebenen Aufgabe keine nötige Vorbedingung. In der Prüfung können folgende Textarten vorkommen: - funktionale Texte (z.B. Speisekarte, Fahrplan, Fernsehprogramm, Kinoprogramm, Gebrauchsanweisung, Formulare, Katalog, Fahrschein usw.), - informativ-instruktive Texte (z.B.: Aufzeichnung, Mitteilung, Aufruf, Anzeige, Plakate, Buchempfehlung), - Privatbrief, offizieller Brief, - Zeitungsartikel (z.B. Nachricht, Bericht, Reportage) - populärwissenschaftliche Texte aus allgemein bekannten Themenkreisen, - literarische Texte (z.B.: Auszüge aus Romanen und Dramen, Novellen, Gedichte, Märchen). Charakteristika der Aufgaben und Aufgabenreihen In der Prüfung können folgende Aufgabentypen vorkommen: - Auswahl der Antwort - Behauptung richtig/falsch - Aneinanderreihung (Titel und Text, Frage und Antwort, Person und Aussage usw.) - Ordnen von Bildern, Ereignissen in der richtigen Reihenfolge auf Grund des Textes, - Die Stelle eines aus dem Text herausgenommenen Satzes, Abschnittes finden - Teile des Textes der Reihenfolge nach ordnen, - Lösen eines Lückentextes auf Grund des Textes, - kurze Antwort auf offene Fragen, - Anfertigen von Skizzen. Der Test hat der Aufgabentypologie nach eine ungebundene Struktur, d.h. jeder aufgezählte Aufgabentyp kann darin vorkommen. Der Prüfling muss 3 Aufgaben lösen, die zu den Aufgaben verwendeten Texte beinhalten insgesamt 500-600 Wörter. Die Aufgabenreihe besteht aus 25-30 Fragen/Items. Bewertung Sie erfolgt auf Grund der zentralen Korrektur- und Bewertungsanweisung. Die in diesem Prüfungsteil erhaltenen Punkte werden mit Hilfe einer zentralen Anweisung in Prüfungspunkte umgewandelt. Wenn mehrere Antworten akzeptierbar sind, beinhaltet die Anweisung die durch den Text möglichen Antworten bzw. die Inhaltselemente, die für die richtige Antwort unentbehrlich sind. Die Aufgaben werden ausschließlich nach inhaltlichen Gesichtspunkten bewertet, d.h. grammatische und Orthographiefehler werden nicht berücksichtigt. SPRACHRICHTIGKEIT Ziel der Prüfungsteils ist das Ermessen, ob der Prüfling über lexikalische, grammatische, semantische und pragmatische Kenntnisse verfügt, die ihn zur selbstständigen Kommunikation befähigen. 2009/56. szám Inhaltliche Struktur Die Prüfung misst, ob der Prüfling fähig ist - grundsätzliche grammatische Konstruktionen und lexikalische Elemente in Sätze einzufügen (Erkennen, Ergänzung, Schaffen), - grundsätzliche grammatische Konstruktionen und lexikalische Strukturen in einfachen Texten sprachlich genau zu gebrauchen. Im Prüfungsteil verwendete Texte oder Textteile - authentische oder in kleinem Maße adaptierte Texte, - bei der Auswahl ist der Teil Themenkreise maßgebend, - thematisch entsprechen sie den Lebenserfahrungen und dem allgemeinen Interesse dieser Altersstufe, - zum Verstehen braucht man keine das allgemeine Bildungsniveau des Abiturs überschreitende Kenntnisse, - der Schwierigkeitsgrad ist niedriger als der der Leseverstehensaufgaben, - sie können wegen ihrer Authentizität Wörter, Ausdrücke beinhalten, deren Kenntnis auf der gegebenen Prüfungsstufe nicht verlangt wird. Ihr Verstehen ist aber zur erfolgreichen Lösung der gegebenen Aufgabe keine nötige Vorbedingung. Charakteristika der Aufgaben und Aufgabenreihen In der Prüfung können folgende Aufgaben vorkommen: - Ergänzen von Lückensätzen oder Texte durch Antwortwahl (Auswahl der einen richtigen Lösung von vier Möglichkeiten), - Identifizieren der Stelle des aus dem Text herausgenommenen Satzteiles mit Mitteln der Textkohäsion, - selbstständiges Ergänzen eines Lückentextes oder aus angegebenen Wörtern, - Einfügen gegebener, weitergebildeter Wörter und/oder deren konjugierter oder deklinierter Form in den Text. Der Test hat laut Aufgabentypologie eine ungebundene Struktur, d.h. jeder angegebene Aufgabentyp kann darin vorkommen. Die Aufgabenreihe besteht aus 3-4 Aufgaben, insgesamt aus 30 Items. Die zu den Aufgaben verwendeten Texte machen 300-350 Wörter aus. Die Aufgaben basieren auf Texten. Eine Aufgabe basiert auf Sätzen, damit können aber etwa 15% der erreichbaren Punkte erlangt werden. Eine Aufgabe kann auch nach mehreren sprachlichen Erscheinungen fragen. Bewertung Sie erfolgt auf Grund der zentralen Korrektur- und Bewertungsanweisung, die alle möglichen richtigen Antworten beinhaltet. Die in diesem Prüfungsteil erhaltenen Punkte werden mit Hilfe einer zentralen Kriterienliste in Prüfungspunkte umgewandelt. HÖRVERSTEHEN Ziel des Prüfungsteils ist zu ermessen, ob der Prüfling fähig ist, auf dem gegebenen Sprachgebiet das allgemein angenommene oder davon wenig abweichende Sprechen den Verstehenszielen entsprechend zu verstehen. Die Prüfung misst die folgenden Stufen: globales Verstehen der Kommunikationsabsichten des Textes (globales Verstehen), nach gegebenen Gesichtspunkten Informationen aus dem Text suchen (selektives Verstehen). Die Prüfung misst das detaillierte Verstehen des Textes nicht. Zur Lösung der Prüfung muss der Prüfling auch fähig sein, die den Verstehenszielen entsprechenden Strategien gebrauchen zu können. Inhaltliche Struktur Die Prüfung misst, ob der Prüfling fähig ist, - das Wesentliche des Textes zu verstehen, - den Gedankengang des Textes zu verstehen und ihm zu folgen, - die Schlüsselinformationen zu verstehen (z.B. Personen, Zeit, Ort, Richtung, Menge, Grund/Ursache), 2009/56. szám - die zum Verstehensziel nötigen Angabeninformationen zu erfassen, - die verschiedenen Strategien zu verwenden (z.B.: Folgerung auf die Bedeutung der unbekannten Wörter aus dem Kontext). Texte in der Prüfung - authentische oder in kleinem Maße adaptierte Texte, die zum Zweck normaler mündlicher Mitteilung zustande gekommen sind, - Texte, die ein Ganzes bilden, - Texte, deren Länge und Inhalt das Gedächtnis des Prüflings nicht überflüssigerweise belasten, - Texte, deren akustische Qualität einwandfrei ist, - Texte, die in normalem Sprechtempo von Muttersprachlern vorgetragen werden, - bei ihrer Auswahl ist der Teil Themenkreise maßgebend, - thematisch entsprechen sie den Lebenserfahrungen und dem allgemeinen Bildungskriterien, - zu ihrem Verständnis sind keine Kenntnisse erforderlich, die über das Bildungsniveau der Abiturprüfung hinaus gehen, - sie können wegen ihrer Authentizität Wörter, Ausdrücke beinhalten, deren Kenntnis auf dem gegebenen Niveau nicht verlangt wird. Ihr Verstehen aber ist zur erfolgreichen Lösung der gegebenen Aufgabe keine nötige Voraussetzung. Textarten, die in der Prüfung vorkommen können: - öffentliche Ankündigungen, Mitteilungen (z.B. auf dem Bahnhof, auf dem Flughafen, im Warenhaus), - aufgenommene Telefontexte (z.B.: Anrufbeantworter, Informationsdienste: Verkehrinformation, Öffnungszeiten, Fahrplan), - Anweisungen (z.B.: auf der Straße, auf dem Flughafen, auf dem Bahnhof), - Mitteilungen durch Medien (z.B. Wetterbericht, Werbung, Programme, Kurznachricht), - Gespräche, Telefongespräche, - Reportage, Interviews, - Berichte, - populärwissenschaftliche Texte über allgemeine Themen, - belletristische Texte: kurze Prosaauszüge, Gedichte (vorgelesen), vertonte Gedichte. Charakteristika der Aufgaben und Aufgabenreihen In der Prüfung können die folgenden Aufgabentypen vorkommen: - Antwortauswahl - Behauptung richtig/falsch - einander zuordnen (z.B. Person und Aussage, Auswahl von Bildern zum Text), - Feststellen der Reihenfolge von Ereignissen, - Ausfüllen von Formularen, - Ausfüllen von Tabellen, - Ergänzen von Lückensätzen, - offene Fragen mit kurzer Antwort. Der Test hat gemäß Aufgabentypologie eine ungebundene Struktur, d.h. jeder angegebene Aufgabentyp kann darin vorkommen. Der Test enthält 2-4 Aufgaben. Eine Aufgabe kann statt eines längeren Textes auch mehrere kürzere Texte beinhalten. Die Zeitdauer der Texte macht insgesamt 5-7 Minuten aus. Die Aufgabenreihe besteht etwa 20-25 Items. Der Prüfling hört sich jeden Text zweimal an. Die Tonaufnahme enthält die Aufgabendefinition, zweimal die Texte sowie die zum Lesen und zur Lösung der Aufgaben nötigen Pausen. Die Aufgabendefinitionen auf der Tonaufnahme und auf dem Aufgabenblatt stimmen wortwörtlich überein. Hilfsmaterial zur Lösung der Aufgaben: CD-Player, der von der Institution gesichert wird, an der die Kommission tätig ist. Bewertung Sie erfolgt auf Grund der zentralen Korrektur- und Auswertungsanweisung. Die Umrechnung der in diesem Teil erreichten Punkte in Prüfungspunkte erfolgt mit Hilfe der zentralen Anweisung. 2009/56. szám Wenn mehrere Antworten akzeptierbar sind, beinhaltet die Anweisung die sich aus dem Text ergebenden möglichen Antworten bzw. die Inhaltselemente, die in der richtigen Antwort unentbehrlich sind. Die Aufgaben werden ausschließlich nach inhaltlichen Gesichtspunkten bewertet, d.h. grammatische und Orthographiefehler werden nicht berücksichtigt. SCHREIBFERTIGKEIT Ziel dieses Prüfungsteiles ist zu ermessen, auf welchem Niveau sich der Prüfling in der deutschen Sprache schriftlich ausdrücken bzw. wie er schriftliche Aufgaben zur Verwirklichung verschiedener Kommunikationsziele lösen kann. Inhaltliche Struktur Die Prüfung misst, ob der Prüfling fähig ist - sich in den gegebenen Situationen und Rollen zu äußern bzw. die gegebenen Kommunikationsabsichten zu verwirklichen (siehe Kommunikationssituation und absichten), - Texte verschiedener Art über Themen aus dem Teil Themenkreise zu schreiben, - kohärente Texte zu schreiben (mit Voraus- und Rückweisung, grundsätzlichen Synonymen und Konjunktionen), - seine Aussage logisch und den Anforderungen der gegebenen Textart entsprechend zu ordnen sowie das Schriftwerk entsprechend aufzubauen und zu gliedern, - der Textsorte, der Mitteilungsabsicht, dem Verhältnis zum Adressaten entsprechenden Stil und Ton zu finden, - ein den Formeigenschaften der gegebenen Textart entsprechendes Schriftwerk zu schaffen, - sich so auszudrücken, dass durch eventuelle grammatische Ungenauigkeiten, Wortgebrauch das Verstehen nicht behindert wird. Der Prüfling soll Texte schaffen, - die mit wahrer Kommunikationsabsicht entstehen, - die für den Leser klar und verständlich sowie geeignet sind, das Kommunikationsziel zu erreichen, - bei denen die Textart festgelegt ist, - die thematisch den Lebenserfahrungen und dem Interesse dieses Alters entsprechen, - die zum Schreiben keine das Abitur überschreitenden Kenntnisse erfordern. In der Prüfung sind folgende Textarten zu schaffen: - Nachricht, Merkzettel, - kurze, private Mitteilung, - Tagebucheintragung, - Ansichtskarte, - Einladung, - privater oder offizieller Brief, - Analyse – nach gegebenen Gesichtspunkten – eines Werkes: Prosaauszug, Auszug aus einem Drama, lyrisches Werk - Beschreibung, Vergleich von Bildern, Bilderreihen. Charakteristika der Aufgaben und Aufgabenreihen Die Aufgaben basieren auf den Listen Kommunikationssituationen sowie Themenkreise. Beim Messen der Schreibfähigkeit werden wahre Kommunikationssituationen geschaffen, d.h. die Situation, in der das Schriftwerk entsteht, wird angegeben, die dazu passende Textsorte genannt, ebenso das Ziel, das Thema und der Adressat des Schriftwerkes sowie die Art des Verhältnisses zwischen Schreiber und Leser. All dies bestimmt Stil und Ton des Textes. In der Prüfung können folgende Aufgabentypen vorkommen: - Textproduktion auf Grund einer gegebenen Situation nach gegebenen Gesichtspunkten, - Textproduktion auf Grund verbaler Hilfsmittel (z.B. persönliche Notizen, Nachrichten, Briefe, Artikel, Aufrufe, Inserate, Werbeblätter, Prosa- und Dramenauszüge, Gedichte, Lieder usw.) und/oder Reaktion darauf, - Textproduktion auf Grund visueller Hilfsmittel (z.B. Abbildungen, Bilder, Gemälde, Statuen, Gebäude, Volkstracht, Fotos, Bilderreihen, Graphiken, Tabellen usw.). Die Gesichtspunkte zur Orientierung geben die Unterpunkte des Themas an, die verbalen und visuellen Hilfsmittel bieten Gedanken- und/oder sprachliche Hilfe zur Ausarbeitung des Themas. 2009/56. szám Der Prüfungsteil besteht aus zwei Aufgaben. Die erste Aufgabe ist ein kürzerer Trans- und Interaktionstext. Der Prüfling formuliert – auf verbale und/oder visuelle Hilfsmittel reagierend – eine Mitteilung von 40-50 Wörtern (z.B.: Ansichtskarte, e-Mail, Tagebucheintragung, Nachricht, Merkzettel). In der zweiten Aufgabe kann der Prüfling unter zwei Themen wählen: der Prüfling reagiert schriftlich in einem Text von 200-300 Wörtern auf einen kurzen Brief, ein Inserat oder auf einen ähnlichen informativen Text, oder er analysiert einen Werkteil nach angegebenen Gesichtspunkten oder er vergleicht Bilderreihen. Im Text soll der Prüfling fünf gegebene Richtungspunkte erörtern. Diese können in beliebiger Reihenfolge ausgearbeitet werden. Die Toleranzgrenze grammatischen, lexikalischen und Rechtschreibfehlern gegenüber liegt höher als bei der Oberstufe. Bewertung Sie erfolgt auf Grund der zentralen Korrektur- und Bewertungsanweisung. Mündliche Prüfung Sprechfertigkeit, Nationalitäteninhalt Der Prüfungsteil hat das Ziel festzustellen, ob der Prüfling fähig ist, seine Gedanken auf dem sprachlichen Niveau, das in den Abituranforderungen festgelegt ist, in deutscher Sprache mündlich auszudrücken und ein den wahren Kommunikationsabsichten entsprechendes Gespräch zu führen. In der Prüfung wird gemessen, in welchem Maße und in welcher Qualität der Prüfling zur mündlichen Trans- und Interaktion fähig ist, deren Teile sowohl rezeptive als auch produktive Fertigkeiten (Sprechverstehen, Sprechfertigkeit) sind. Der Prüfling soll fähig sein, sowohl ein Thema selbstständig auszuführen als auch am Gespräch interaktiv teilzunehmen. Inhaltlicher und formaler Charakter der mündlichen Aufgaben Inhaltliche Struktur Die Prüfung misst, ob der Prüfling fähig ist, - sich in den gegebenen Situationen und Rollen zu äußern bzw. die angegebenen Kommunikationsabsichten zu verwirklichen (siehe Teil Kommunikationssituationen und -absichten), - an Gesprächen über gegebene Themen (Literatur, Kultur, Sprache) teilzunehmen (siehe Teil Themenkreise), - seine Aussage verständlich und zusammenhängend auszudrücken, - so zu sprechen, dass seine Aussprache, Intonation und sein Sprechtempo das Verstehen nicht behindern, - einfache Kommunikationsstrategien zu verwenden, - beim Sprechen die Grundlagen der Höflichkeitsritualen des Zielsprachenlandes und des entsprechenden Stils zu verwenden, - sich so auszudrücken, dass eventuelle grammatische und lexikalische Ungenauigkeiten das Verstehen nicht hindern. Charakteristika der Aufgaben und Thesen Die Situationen und Rollen der Prüfungsaufgaben basieren auf den Listen Kommunikationssituationen und -absichten, Themenkreise, Kenntniskreise, grammatische Strukturen, Wortschatz. Die Aufgaben entsprechen thematisch den Lebenserfahrungen und dem Interesse des Alters, ihre Lösung verlangt keine das Abitur überschreitende Kenntnisse. Die Aufgabendefinition gibt die Situation und die Beschreibung der Rolle des Prüflings eindeutig an. Im Prüfungsgespräch spielt der Prüfling die aktive Rolle. In der Prüfung können folgende Aufgabentypen vorkommen: – Rollenspiel, – selbstständige Themenausführung auf Grund verbaler und/oder visueller Hilfsmittel. Die Aufgabenbestimmung und die verbalen Hilfsmittel werden in deutscher Sprache geschrieben, ihr Sprachniveau ist niedriger als das Niveau der Prüfungsteile für rezeptive Fertigkeiten. Die visuellen Hilfsmittel repräsentieren den Kulturkreis der deutschen Minderheit. 2009/56. szám Die mündlichen Thesen werden auf Grund zentraler Anweisungen von den prüfenden Lehrern erarbeitet. Die Thesenreihe besteht aus 15 Thesen. Die Aufgaben werden von Prüfling gezogen, die Vorbereitungszeit beträgt 10 Minuten. Die mündliche Prüfung dauert 15 Minuten. Der Prüfungsteil beginnt mit einem kurzen Einführungsgespräch. Ziel der Fragen ist, den Prüfling auf den Gebrauch der deutschen Sprache einzustimmen. Das hier Gesagte zählt nicht zur Prüfungsleistung. Eine These besteht aus zwei Aufgaben. In der ersten Aufgabe soll der Prüfling an einer, dem Alltagsleben ähnlichen Situation teilnehmen, in der sein Partner der Prüfer ist. Die Aufgabe besteht also darin, dass der Prüfling am Gespräch interaktiv teilnimmt, entsprechende Fragen stellt bzw. auf die gestellten Fragen entsprechende Antworten gibt. In der zweiten Aufgabe soll der Prüfling auf Grund gegebener Gesichtspunkte ein literarisches oder sprachliches Thema oder ein mit der Kultur der Ungarndeutschen zusammenhängendes Thema ausführlich und zusammenhängend erörtern. Das verwendbare Hilfsmaterial kann ein Bild, ein Foto, eine Abbildung, eine Landkarte oder ein kurzer geschriebener Text sein. Zur Lösung der Aufgabe darf kein Wörterbuch verwendet werden. Zur Vorbereitung dürfen aber literarische Textsammlungen, Bände benutzt werden, die von der Institution, an der die Kommission tätig ist, gesichert werden. Bewertung Sie erfolgt auf Grund einer auf vier Kriterien basierenden, achtstufigen, analytischen Skala (Kommunikation: a) in welchem Maße kann er seine Gedanken selbstständig ausdrücken, b) wie fließend ist sein Sprachstil c) wie relevant sind seine Äußerungen vom Gesichtspunkt der Aufgabenlösung her; Grammatik und Kohärenz; Wortschatz; Lautbildung, Akzent, Intonation). Für die Kommunikation kann man 12, für die anderen drei Kriterien (Grammatik und Kohärenz, Wortschatz, Lautbildung, Akzent, Intonation) kann man 7-7 Punkte geben. Die zwei Aufgaben werden zusammen bewertet. OBERSTUFE Die schriftliche Prüfung dauert 240 Minuten, die mündliche 20 Minuten. Die folgende Tabelle zeigt die Prüfungsteile in der Abwicklungsreihe, sowie die Dauer der einzelnen Prüfungsteile und deren etwaiges Verhältnis bei der Bewertung. PRÜFUNGSTEIL DAUER (Minuten) ANTEIL (%) PUNKTE Schriftliche Prüfung Leseverstehen Sprachrichtigkeit 15 Minuten PAUSE Hörverstehen Schreibfähigkeit Mündliche Prüfung Sprachfähigkeit Insgesamt: – Schriftliche Prüfung Allgemeine Regelungen Die Oberstufenprüfung beinhaltet 2 Sprachstufen: B2-C1 der Skala des Europarates. Zum Messen voneinander abweichender Fähigkeiten- und Wissensebenen wird das Prinzip des Aufeinanderfolgens verwendet. Die Aufgabenreihen werden so zusammengestellt, dass auch die Schüler der Stufe B2 die Prüfung ablegen können. Die Aufgaben des Leseverstehens, der Sprachfertigkeit, des Hörverstehens, der Schreibfertigkeit, sowie das Messen der Sprechfertigkeit werden zentral zusammengestellt. Zur Lösung des Leseverstehens, der Sprachrichtigkeit und des Hörverstehens dürfen keinerlei Hilfsmittel, zur Lösung der Schreibfertigkeit ein zweisprachiges Wörterbuch sowie ein deutsches Rechtschreibwörterbuch benutzt werden, die der Prüfer zur Verfügung stellt. 2009/56. szám Bewertung - Die einzelnen Prüfungsteile werden voneinander unabhängig bewertet. - In jedem Prüfungsteil wird nur die gemessene Fertigkeit bewertet. - Vorbedingung einer erfolgreichen Prüfung ist, dass der Prüfling in allen fünf Prüfungsteilen mindestens 10% der erreichbaren Punktzahl erlangt (10% sind nicht die untere Grenze der Note „ausreichend”). - Die einheitlich formulierten Aufgabendefinitionen werden in Deutsch geschrieben, ihr Sprachniveau ist aber niedriger als das zur Lösung nötige Sprachniveau. Inhaltlicher und formaler Charakter der schriftlichen Aufgaben LESEVERSTEHEN Das Ziel des Prüfungsteiles ist festzustellen, ob der Prüfling fähig ist, die in den Alltagstexten vorkommenden authentischen Texte verschiedener Art selbstständig zu lesen und das wahre Leseziel in entsprechender Tiefgründigkeit zu verstehen. Man unterscheidet mehrere Stufen des Leseverstehens (z.B. globales, selektives und ausführliches Verstehen). In der Prüfung können mehrere Stufen des Verstehens gemessen werden. Zur Lösung der Prüfungsaufgaben muss der Prüfling auch fähig sein, die Strategien des Verstehens zu verwenden. Inhaltsstruktur Die Prüfung misst, ob der Prüfling - das Wesen des Textes versteht und - den Gedankengang des Textes verstehen und ihm folgen kann, - die Schlüsselinformationen versteht (z.B. Personen, Zeit, Ort, Richtung, Menge), - wichtige Informationen von unwichtigen trennen kann, - Argumente für und gegen einen gegebenen Standpunkt versteht, - für ein gegebenes Auffassungsziel die notwendigen datenartigen Information suchen kann, - den Text seiner Kommunikationsfunktion entsprechend ausführlich versteht, - die verschiedenen Lesestrategien verwenden kann (z.B. auf die Bedeutung unbekannter Wörter schlussfolgern), - die tatsächliche Information von der Meinung unterscheiden kann. Die in der Prüfung gelesenen Texte: - sind authentische Texte (manchmal gekürzt), die zum Zweck einer wahren Mitteilung entstanden sind, - bilden ein Ganzes, - sind sowohl inhaltlich als auch sprachlich von klarer Struktur, - bei ihrer Auswahl ist der Teil Themenkreise maßgebend, - entsprechen thematisch den Lebenserfahrungen und dem Allgemeininteresse des Lebensalters - zum Verstehen braucht man keine Kenntnisse, die über das allgemeine Bildungsniveau der Abiturprüfung hinausgehen, - Sie können wegen ihrer Authentizität Wörter, Ausdrücke beinhalten, deren Kenntnis auf der gegebenen Prüfungsstufe nicht gefordert werden. Ihr Verstehen ist aber zur erfolgreichen Lösung der gegebenen Aufgabe keine nötige Vorbedingung. In der Prüfung können folgende Textarten vorkommen: - funktionale Texte (z.B. Speisekarte, Fahrplan, Fernsehprogramm, Kinoprogramm, Programme, Gebrauchsanweisung, Formulare, Katalog, Fahrschein), - informativ-instruktive Texte (z.B.: Aufzeichnung, Mitteilung, Aufruf, Anzeige, Plakate, Buchempfehlung), - Privatbrief, offizieller Brief, - Zeitungsartikel (z.B. Nachricht, Bericht, Reportage) - populärwissenschaftliche Texte aus allgemein bekannten Themenkreisen, - literarische Texte (z.B.: Auszüge aus Romanen und Dramen, Novellen, Gedicht, Dichtung, Märchen). Der Unterschied zwischen den zwei Ebenen liegt in der Art der Annäherung an das gegebene Thema, im Umfang der Texte, in der inhaltlichen und sprachlichen Komplexität sowie im unterschiedlichen Schwierigkeitsgrad der Aufgaben. 2009/56. szám Charakteristika der Aufgaben und Aufgabenreihen In der Prüfung können folgende Aufgaben vorkommen: - Antwortauswahlaufgaben, - Bilder, Ereignisse auf Grund vom Text der Reihenfolge nach ordnen, - Identifizierung einer Tatsache, Angabe, Feststellung, eines Argumentes, Gesichtspunktes usw., die im Text direkt zu finden sind, - das Verhältnis des Ganzen von Text und Titel, - Deutung der Ganzheit des Textes, - Textstruktur, durch den Aufbau vermittelte Bedeutung, - Notizen machen, - kurze Zusammenfassung des Textes. Der Test hat der Aufgabentypologie nach eine ungebundene Struktur, d.h. jeder aufgezählte Aufgabentyp kann darin vorkommen. Der Prüfling muss 1-3 Aufgaben lösen, die zu den Aufgaben verwendeten Texte beinhalten insgesamt 1000-1200 Wörter. Die Aufgabenreihe besteht aus 25-30 Items. Bewertung Sie erfolgt auf Grund der zentralen Korrektur- und Auswertungsanweisung. Die in diesem Prüfungsteil erhaltenen Punkte werden mit Hilfe einer zentralen Anweisung in Prüfungspunkte umgerechnet. Wenn mehrere Antworten akzeptierbar sind, beinhaltet die Anleitung die sich aus dem Text ergebenden möglichen Antworten bzw. die Inhaltselemente, die in der richtigen Antwort unentbehrlich sind. Die Aufgaben werden ausschließlich nach inhaltlichen Gesichtspunkten bewertet, d.h. grammatische und Orthographiefehler werden nicht berücksichtigt. SPRACHRICHTIGKEIT Ziel des Prüfungsteiles ist festzustellen, ob der Prüfling über lexikalische, grammatische, semantische und pragmatische Kenntnisse verfügt, die ihn zur selbstständigen Kommunikation befähigen. Inhaltliche Struktur Durch die Prüfung wird ermessen, ob der Prüfling fähig ist - abwechslungsreiche grammatische Konstruktionen und lexikalische Elemente in einen Satz einzufügen (Erkennen, Vervollständigung, Bildung), - grammatische und lexikalische Elemente auch in komplexen Texten sprachlich kompetent zu verwenden. Im Prüfungsteil verwendete Texte oder Textteile - authentische oder in kleinem Maße adaptierte Texte, - bei der Auswahl ist der Teil Themenkreise maßgebend, - thematisch entsprechen sie den Lebenserfahrungen und dem allgemeinen Interesse dieser Altersgruppe, - zum Verstehen braucht man keine, das allgemeine Bildungsniveau des Abiturs überschreitende Kenntnisse, - der Schwierigkeitsgrad ist niedriger als der der Leseverstehensaufgaben, - sie können wegen ihrer Authentizität Wörter, Ausdrücke beinhalten, deren Kenntnis auf der gegebenen Prüfungsstufe nicht verlangt wird. Ihr Verstehen ist aber zur erfolgreichen Lösung der gegebenen Aufgabe keine nötige Vorbedingung. Der Unterschied zwischen den zwei Ebenen liegt in der Komplexität der grammatischen und lexikalischen Strukturen und im unterschiedlichen Schwierigkeitsgrad der Aufgaben. In der Oberstufenprüfung ist der Prüfling fähig, abwechslungsreichere und komplexere grammatische und lexikalische Strukturen zu erkennen und sie genau zu verwenden. Charakteristika der Aufgaben und Aufgabenreihen In der Prüfung können folgende Aufgaben vorkommen: - Ergänzen von Lückensätzen oder Texte durch Antwortwahl (die Auswahl der einen richtigen Lösung von vier Möglichkeiten), - Identifizieren der Stelle des aus dem Text herausgenommenen Satzteiles mit Hilfe von Textkohäsionsmitteln, 2009/56. szám - Ergänzen eines Lückentextes selbstständig oder aus den im voraus angegebenen Wörtern, - Einfügen gegebener, weitergebildeter Wörter und/oder deren konjugierter oder deklinierter Form in den Text. Der Test hat laut Aufgabentypologie eine ungebundene Struktur, d.h. jeder angegebene Aufgabentyp kann darin vorkommen. Die Aufgabenreihe besteht aus 4-5 Aufgaben, insgesamt aus 35-40 Items. Die zu den Aufgaben verwendeten Texte machen 500-600 Wörter aus. Die Aufgaben basieren auf Texten. Eine Aufgabe kann auch nach mehreren sprachlichen Erscheinungen fragen. Bewertung Sie erfolgt auf Grund der zentralen Korrektur- und Auswertungsanweisung. Die in diesem Prüfungsteil erhaltenen Punkte werden mit Hilfe einer zentralen Kriterienliste in Prüfungspunkte umgerechnet. HÖRVERSTEHEN Ziel des Prüfungsteils ist zu ermessen, ob der Prüfling fähig ist auf dem gegebenen Sprachgebiet das allgemein angenommene oder davon wenig abweichende Sprechen entsprechend den normalen Verstehenszielen zu verstehen. Die Prüfung misst die folgenden Stufen: globales Verstehen der Kommunikationsabsichten des Textes (globales Verstehen), nach gegebenen Gesichtspunkten Informationen aus dem Text heraus suchen (selektives Verstehen). Die Prüfung misst das detaillierte Verstehen des Textes nicht. Zur Lösung der Prüfung muss der Prüfling auch fähig sein, die Strategien des Verstehens gebrauchen zu können. Inhaltliche Struktur Die Prüfung misst, ob der Prüfling fähig ist, - das Wesentliche des Textes zu verstehen, - den Gedankengang des Textes zu verstehen und ihm zu folgen, - die Schlüsselinformationen zu verstehen (z.B. Personen, Zeit, Ort, Richtung, Menge, Grund/Ursache), - die zum Verstehensziel nötigen Angabeninformationen zu erfassen, - die verschiedenen Strategien zu verwenden (z.B.: Folgerung auf die Bedeutung der unbekannten Wörter aus dem Kontext). - Pro- und Kontraargumente eines gegebenen Standpunktes zu verstehen, - den Ton des Textes zu erkennen, auf das Verhältnis der Sprechenden zueinander zu schlussfolgern. Texte in der Prüfung - authentische oder in kleinem Maße adaptierte Texte, die zum Zweck normaler mündlicher Mitteilung zustande gekommen sind, - Texte, die ein Ganzes bilden, - Texte, deren Länge und Inhalt das Gedächtnis des Prüflings nicht überflüssigerweise belasten, - Texte, deren akustische Qualität einwandfrei ist, - sie werden in normalem Sprechtempo von Muttersprachlern vorgetragen, - bei ihrer Auswahl ist der Teil Themenkreise maßgebend, - thematisch entsprechen sie den Lebenserfahrungen und dem allgemeinen Bildungskriterien, - zu ihrem Verständnis sind keine Kenntnisse erforderlich, die über das Bildungsniveau der Abiturprüfung hinaus gehen, - sie können wegen ihrer Authentizität Wörter, Ausdrücke beinhalten, deren Kenntnis auf dem gegebenen Niveau nicht verlangt wird. Ihr Verstehen aber ist zur erfolgreichen Lösung der gegebenen Aufgabe keine nötige Voraussetzung. In der Prüfung können folgende Textarten vorkommen - öffentliche Ankündigungen, Mitteilungen (z.B. auf dem Bahnhof, auf dem Flughafen, im Warenhaus), - aufgenommene Telefontexte (z.B.: Anrufbeantworter, Informationsdienste: Verkehrinformation, Öffnungszeiten, Fahrplan), - Anweisungen (z.B.: auf der Straße, auf dem Flughafen, auf dem Bahnhof), - Mitteilungen durch Medien (z.B. Wetterbericht, Werbung, Programme, Kurznachricht), - Gespräche, Telefongespräche, - Reportage, Interviews, 2009/56. szám - Berichte, - populärwissenschaftliche Texte über allgemeine Themen, - belletristische Texte: kurze Prosaauszüge, Gedichte (vorgelesen), vertonte Gedichte. Der Unterschied zwischen den zwei Ebenen liegt in der Weise der Annährung an das gegebene Thema, im Umfang der Texte, in der inhaltlichen und sprachlichen Komplexität sowie im unterschiedlichen Schwierigkeitsgrad der Aufgaben. Der Schwierigkeitsgrad kann auch durch weitere Faktoren beeinflusst werden, wie das Sprechtempo, Zahl der Sprechenden, Artikulation, Hintergrundgeräusche. Bei der Oberstufe können auch Texte vorkommen, die sich dem gegebenen Thema verallgemeinert nähern, eventuell nuancierte Mitteilungen und Gegenmeinungen beinhalten. In der Oberstufenprüfung können auch differenziertere Formen der Standardsprache vorkommen. Charakteristika der Aufgaben und Aufgabenreihen In der Prüfung können die folgenden Aufgabentypen vorkommen: - Antwortauswahl - Behauptung richtig/falsch - einander zuordnen (z.B. Person und Aussage, Auswahl von Bildern zum Text), - Feststellen der Reihenfolge von Ereignissen, - Ausfüllen von Drucksachen und Formularen, - Ausfüllen von Tabellen, - Ergänzen von Lückensätzen, - offene Fragen mit kurzer Antwort. Der Test hat der Aufgabentypologie gemäß eine ungebundene Struktur, d.h. jeder aufgezählte Aufgabentyp kann darin vorkommen. Der Prüfling hört sich 2-3 Texte an, deren Gesamtdauer 8-10 Minuten ausmacht. Der Test beinhaltet 2-3 Aufgaben, etwa 25-30 Items. Der Prüfling kann sich jeden Text zweimal anhören. Die Tonaufnahme enthält die Aufgabendefinition, zweimal die Texte, sowie die zum Lesen und zur Lösung der Aufgaben nötigen Pausen. Die Aufgabendefinitionen auf der Tonaufnahme und auf dem Aufgabenblatt stimmen wortwörtlich überein. Hilfsmaterialien zur Lösung der Aufgaben: CD-Player, der von der Institut gesichert wird, an der die Kommission tätig ist. Bewertung Sie erfolgt auf Grund der zentralen Korrektur- und Auswertungsanweisung. Die Umrechnung der in diesem Teil erreichten Punkte in Prüfungspunkte erfolgt mit Hilfe der zentralen Anweisung. Wenn mehrere Antworten akzeptierbar sind, beinhaltet die Anleitung die sich aus dem Text ergebenden möglichen Antworten bzw. die Inhaltselemente, die in der richtigen Antwort unentbehrlich sind. Die Aufgaben werden ausschließlich nach inhaltlichen Gesichtspunkten bewertet, d.h. grammatische und Orthographiefehler werden nicht berücksichtigt. SCHREIBFERTIGKEIT Ziel des Prüfungsteiles ist festzustellen, auf welcher Ebene sich der Prüfling in deutscher Sprache schriftlich ausdrücken bzw. schriftliche Aufgaben zur Verwirklichung verschiedener Kommunikationsziele lösen kann. Inhaltliche Struktur Die Prüfung misst, ob der Prüfling fähig ist - sich in den gegebenen Situationen und Rollen zu äußern bzw. die gegebenen Kommunikationsabsichten zu verwirklichen (siehe Kommunikationssituation und Absichten), - Texte verschiedener Art über Themen aus dem Teil Themenkreise zu schreiben, - kohärente Texte zu schreiben (mit Voraus- und Rückweisung, grundsätzlichen Synonymen und Konjunktionen), - seine Aussage logisch und den Anforderungen der gegebenen Textart entsprechend zu ordnen sowie das Schriftwerk entsprechend aufzubauen und zu gliedern, 2009/56. szám - der Textsorte, der Mitteilungsabsicht, dem Verhältnis zum Adressaten den entsprechenden Stil und Ton zu finden, - ein den Formeigenschaften der gegebenen Textart entsprechendes Schriftwerk zu schaffen, - sich so auszudrücken, dass durch eventuelle grammatische Ungenauigkeiten, Wortgebrauch das Verstehen nicht behindert wird. - seine Gedanken sprachlich richtig und genau auszudrücken, - seinen Standpunkt und seine Argumente konsequent, kompakt und nuanciert auszuführen. Der Prüfling muss folgende Textarten produzieren: - die mit echter Kommunikationsabsicht entstehen, - die für den Leser klar und verständlich sowie geeignet sind, das Kommunikationsziel zu erreichen, - bei denen die Textart festgelegt ist, - die thematisch den Lebenserfahrungen und dem Interesse dieses Alters entsprechen, - die zum Schreiben keine das Abitur überschreitenden Kenntnisse erfordern. In der Prüfung sind folgende Textarten zu produzieren: - Nachricht, Merkzettel, - kurze, private Mitteilung, - Tagebucheintragung, - Ansichtskarte, - Einladung, - privater oder offizieller Brief, - Analyse – nach gegebenen Gesichtspunkten – eines Werkes: Prosaauszug, Auszug aus einem Drama, lyrisches Werk - Beschreibung, Vergleich von Bildern, Bilderreihen. - Argumentieren über sprachliche, literarische und kulturelle Fragen (die Aufgabe beinhaltet einen Textauszug), - Vergleich zweier Texte nach gegebenen Gesichtspunkten. Die Aufgabe gibt die hervorgehobenen Gesichtspunkte (thematische, stilistische) an. Unter den Texten können auch Werke der zeitgenössischen Literatur vorkommen. Der Unterschied zwischen den zwei Ebenen liegt in der Weise der Annährung an die Themen, im Umfang der zu schaffenden Texte, in den Charakterzügen der sprachlichen Formulierung. Der Prüfling in der Oberstufenprüfung ist fähig, sich dem gegebenen Thema auch im Allgemeinen zu nähern und es als umfassendes Problem erörtern. Für die sprachliche Formulierung ist charakteristisch, dass der Prüfling in der Oberstufe ausführlich, mit einem gewählten Wortschatz und anspruchsvollen sprachlichen Strukturen schreibt. Charakteristika der Aufgaben und Aufgabenreihen Die Aufgaben basieren auf den Listen der Kommunikationssituationen sowie Themenkreise. Beim Messen der Schreibfertigkeit werden wahre Kommunikationssituationen geschaffen, d.h. die Situation, in der das Schriftwerk entsteht, wird angegeben, die dazu passende Textsorte genannt, ebenso das Ziel, das Thema und der Adressat des Schriftwerkes sowie die Art des Verhältnisses zwischen Schreiber und Leser. All dies bestimmt Stil und Ton des Textes. In der Prüfung kann folgender Aufgabentyp vorkommen: – Der Prüfling reagiert auf gegebene verbale und/oder visuelle Hilfsmittel nach angegebenen Gesichtspunkten. Der Prüfungsteil besteht aus 2 Aufgaben. In der ersten Aufgabe reagiert der Prüfling schriftlich auf einen informativen Text, indem er einen Text im Umfang von etwa 80-100 Wörter schreibt. In der zweiten Aufgabe kann der Prüfling unter zwei Themen wählen. Über das ausgewählte Thema hat er einen Text mit etwa 300-350 Wörtern nach gegebenen Gesichtspunkten zu schreiben, er muss auch seine Meinung anführen. 2009/56. szám Bewertung Allgemeine Kriterien: - Kriterien der inhaltlichen Darstellung: Verstehen des Themas, sprachliche und literarische Allgemeinbildung, kulturgeschichtliche Assoziationen, persönliche Stellungnahme, Weltkenntnis, Hervorheben des Wesentlichen, - Kriterien der Textstrukturiertheit: Entsprechung der verlangten Gattung, Gliederung, strukturelle Proportionalität, Einhalten des Umfanges, - Kriterien der sprachlichen Qualität des Textes: sichere Kenntnis der Standardsprache: Grammatik, Wortschatz, Rechtschreibung, korrekter Vortrag, leserliche Handschrift, ordentliches Schriftbild. Die Bewertung wird mit Hilfe der zentralen Korrektur- und Bewertungsanweisung durchgeführt. Mündliche Prüfung Sprechfertigkeit, Nationalitäteninhalt Der Prüfungsteil hat das Ziel festzustellen, ob der Prüfling fähig ist, seine Gedanken auf dem sprachlichen Niveau, das in den Abituranforderungen festgelegt ist, in deutscher Sprache mündlich auszudrücken und ein den wahren Kommunikationsabsichten entsprechendes Gespräch zu führen. In der Prüfung wird ermessen, in welchem Maße und in welcher Qualität der Prüfling zur mündlichen Trans- und Interaktion fähig ist, deren Teile sowohl rezeptive als auch produktive Fertigkeiten (Sprechverstehen, Sprechfähigkeit) sind. Der Prüfling soll fähig sein, sowohl ein Thema selbstständig auszuführen als auch am Gespräch interaktiv teilzunehmen. Inhaltlicher und formaler Charakter der mündlichen Aufgaben Inhaltliche Struktur Die Prüfung ermisst, ob der Prüfling fähig ist, - sich in den gegebenen Situationen und Rollen zu äußern bzw. die angegebenen Kommunikationsabsichten zu verwirklichen (siehe Teil Kommunikationssituationen und -absichten), - an Gesprächen über gegebene Themen (Literatur, Kultur, Sprache) teilzunehmen (siehe Teil Themenkreise), - seine Aussage verständlich und zusammenhängend auszudrücken, - so zu sprechen, dass seine Aussprache, Intonation und sein Sprechtempo das Verstehen nicht behindern, - einfache Kommunikationsstrategien zu verwenden, - beim Sprechen die Grundlagen der Höflichkeitsrituale des Zielsprachenlandes und des entsprechenden Stils zu verwenden, - sich so ausdrücken, dass eventuelle grammatische und lexikalische Ungenauigkeiten das Verstehen nicht behindern. - seine Gedanken nuanciert ausdrücken, seinen Standpunkt, seine Argumente fließend, konsequent und kompakt ausführen, - mit einer Aussprache, einem Akzent und Tempo sprechen, damit seine Rede gut verstanden werden kann, - abwechslungsreiche Kommunikationsstrategien zu verwenden, - seine Gedanken hinsichtlich Sprachrichtigkeit genau ausdrücken, - mit einer anspruchsvollen Satzkonstruktion sprechen, die einer differenzierten Gedankenweise entsprechen. Charakteristika der Aufgaben und Aufgabenreihen Die Situationen und Rollen der Prüfungsaufgaben basieren auf den Listen der Kommunikationssituationen und - absichten, Themenkreise, Kenntniskreise, grammatische Strukturen, Wortschatz. Die Aufgaben entsprechen thematisch den Lebenserfahrungen und dem Interesse des Alters, ihre Lösung verlangt keine das Abitur überschreitende Kenntnisse. Die Aufgabendefinition gibt die Situation und die Beschreibung der Rolle des Prüflings eindeutig an. Im Prüfungsgespräch spielt der Prüfling die aktive Rolle. In der Prüfung können folgende Aufgabentypen vorkommen: - Diskussion (Meinungsunterschiede zeigen und überwinden), - Selbstständige Themenerörterung auf Grund verbaler und/oder visueller Hilfsmittel. 2009/56. szám Zum mündlichen Prüfungsteil werden die Thesen zentral erstellt. Die Thesenreihe besteht aus 20 Thesen. Die Thesenreihe bearbeitet die Literatur, Kultur und Sprache der ungarndeutschen Minderheit auf Grund des Kapitels Themenkreise, Wissenskreise, grammatische Strukturen, Wortschatz. Die Aufgaben werden vom Prüfling gezogen, die Vorbereitungszeit beträgt 10 Minuten. Die Prüfung dauert 20 Minuten. Der Prüfungsteil beginnt mit einem kurzen Einführungsgespräch. Ziel der Fragen ist, den Prüfling auf den Gebrauch der deutschen Sprache einzustimmen. Das hier Verlautete zählt nicht zur Prüfungsleistung. In der ersten Aufgabe interpretiert der Prüfling ein oder mehrere deutschsprachige Zitate und führt seine Meinung dazu aus, dabei muss er auch auf die die Diskussion stimulierenden Bemerkungen des Prüfers reagieren. In der zweiten Aufgabe hat der Prüfling ein Thema über Literatur, Sprache oder über Kultur der ungarndeutschen Minderheit ausführlich und zusammenhängend zu erörtern, und zwar auf Grund gegebener Gesichtspunkte. Als Hilfsmittel können Bilder, Fotos, Abbildungen, Landkarten oder kurze geschriebene Texte dienen. Der Prüfer kann im Voraus bestimmte weitere Fragen stellen, die die Meinungsäußerung stimulieren. Zur Lösung der Aufgabe darf kein Wörterbuch verwendet werden. Zur Vorbereitung ist aber die Verwendung von literarischen Textsammlungen, Bänden erlaubt, die von der Institution, an der die Kommission tätig ist, gesichert werden. Der Unterschied zwischen den zwei Ebenen liegt in der Weise der Annährung an die Themen und im Niveau der sprachlichen Leistung, d.h. in den Charakterzügen der sprachlichen Umformung. In der Obenstufenprüfung kann der Prüfling über das gegebene Thema auch allgemein sprechen und seine Meinung ausführen. Für die sprachliche Formulierung ist charakteristisch, dass sich der Prüfling ausgewählter und nuancierter ausdrückt. Die Aufgabenbestimmung und die verbalen Hilfsmittel werden in deutscher Sprache geschrieben, ihr Sprachniveau ist niedriger als das Niveau der Prüfungsteile für rezeptive Fertigkeiten. Die visuellen Hilfsmittel repräsentieren den Kulturkreis der deutschen Minderheit. Bewertung Allgemeine Bewertungskriterien: - Inhalt: Themenentfaltung, Orientiertheit in Sprache, Literatur und Kultur, Problemempfindlichkeit, genauer Vortrag eines dem Thema entsprechenden Textes - Vortragsweise: dem Thema entsprechender klarer Aufbau, klare sprachliche Form, Hervorheben des Wesentlichen. - Sprachliche Formulierung, der Situation entsprechender Wortgebrauch. Die Bewertung erfolgt auf Grund einer zentral ausgearbeiteten analytischen Skala, die auch die ausführliche Beschreibung der Gesichtspunkte enthält.“ 2009/56. szám

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