Publication: Magyar Közlöny
Issue: MK-2003-111 (Year: 2003, Number: 111)
Era: 1990-2004
Section: Melléklet a 25/2003. (IX. 26.) OM rendelethez
Paragraph Index: 480

2. DEUTSCHE LITERATUR Themen Mittelstufe Oberstufe 2.1 Autoren und Werke 2.1.1 Kenntnisse über Werke von Autoren in verschiedenen Literaturepochen Lessing: Fabeln Nathan, der Weise (Auszüge) Goethe: Prometheus Willkommen und Abschied Balladen Faust I. (Auszüge) Schiller: Balladen Kabale und Liebe Hoffmann: Das Fräulein von Scuderi Heine: Buch der Lieder (frei gewählte Gedichte) Deutschland. Ein Wintermärchen (Caput I.) Lenau: Schilflieder Eichendorff: (frei gewählte Gedichte) Keller: Romeo und Julia auf dem Dorfe Fontane: Effi Briest Hauptmann: Bahnwärter Thiel Rilke: Herbsttag Der Panther Kafka: Die Verwandlung oder Vor dem Gesetz und andere Parabeln Brecht: Mutter Courage und ihre Kinder oder Leben des Galileo Galilei Der gute Mensch von Sezuan oder Der kaukasische Kreidekreis Th. Mann: Mario und der Zauberer Borchert: Kurzgeschichten, Erzählungen Goethe: (frei gewählte Gedichte) Faust II. (Schlussteil) Die Leiden des jungen Werther (empfohlene, keine Pflichtliteratur) Schiller: (frei gewählte Gedichte) Heine: Deutschland. Ein Wintermärchen (weitere Auszüge) Lenau: (frei gewählte Gedichte) Büchner: Woyzeck (empfohlene, keine Pflichtlektüre) Storm: Der Schimmelreiter (empfohlene, keine Pflichtliteratur) Rilke: (frei gewählte Gedichte) Th. Mann: Tonio Kröger Draußen vor der Tür Böll: Die verlorene Ehre der Katharina Blum Dürrenmatt: Die Physiker oder Der Besuch der alten Dame Frisch: Andorra oder Biedermann und die Brandstifter Interpretierung der Werke auf Grund tiefer Textkenntnis. Erkennen und Aufzeigen der Zusammenhänge zwischen sprachlichen, inhaltlichen und strukturellen Spezifika. Äthischer Bezug, Aktualisierung in den Werken aufgeworfenen Hauptfragen (empfohlene, keine Pflichtliteratur) Böll: Frei gewählte Erzählungen Gattungsspezifika, Zusammenhänge von Thema, Komposition, Sprachgebrauch, Motiven und Gesichtspunkt des Autors. 2.1.2 Ungarndeutsche Autoren und ihre Werke Frei gewählte Werke von V. Koch J. Michaelis, E. Rittinger, R. Becker, J. Mikonya, C. Klotz usw. Charakteristische Themen in der ungarndeutschen Literatur nach dem Zweiten Weltkrieg (Muttersprache, Themen Mittelstufe Oberstufe Zweisprachigkeit, Heimat, Vaterland, Identität, Traditionen usw.) und deren Tendenzen 2.2 Interpretationsstufen 2.2.1 Epochen, Stile Aufzeigen der wichtigeren Charakteristika der aufgezählten Epochen auf Grund der gegebenen literarischen Werke. Aufklärung, Sturm und Drang, Klassik, Romantik, Vormärz, Realismus, Naturalismus, Literatur der Jahrhundertwende, Emigration und Faschismus, Kriegsliteratur, Nachkriegsliteratur Aufzeigen der Charakteristika und Wirkung verschiedener Darstellungsmethoden auf Grund gegebener Werke 2.2.2 Themen, Motive Erkennen und Interpretieren der Varianten von Motiv und Thema in den gelesenen Werken Vergleich von Gedichten mit ähnlichem Thema und Motiv aus verschiedenen Epochen (z.B.: Liebe, Natur, Jahreszeiten, Heimatliebe usw.) Vergleich der Gedanken-, Motiv- und thematischen Übereinstimmung und Unterschiede verschiedener Werke 2.2.3 Gattungen Erkennen der Form und Inhaltscharakteristika der Epik, Lyrik, Drama, Aufzeigen derer auf Grund der gegebener Werke Angabe und Vergleich von gleichen und verschiedenen Charakteristika von Werken in verschiedenen Epochen (z.B. Fabel, Ballade, Kurzgeschichte, Novelle, Parabel, Drama, Roman) Charakterisierung des epischen Theaters. 2.6. Begriffe (Erwartungen für die Oberstufe werden kursiv gedrückt) Gattungen: Epik, Lyrik, Drama Epische Gattungen: Roman (Entwicklungsroman, Briefroman, Gesellschaftsroman, Familienroman, Kriminalroman), Novelle, Erzählung, Kurzgeschichte, Anekdote, Sage, Fabel, Parabel, Gleichnis, Märchen Lyrische Gattungen: Elegie, Hymne, Lied, Ode, Sonett, konkretes Gedicht/ konkrete Poesie Dramatische Gattungen: Komödie/ Lustspiel, Tragödie/ Trauerspiel, dramatisches Gedicht, Hörspiel, Ballade Erzählsituation, Erzählperspektive, Ich-Erzählung, Monolog, Dialog, direkte/ indirekte Rede, Handlung, Beschreibung, Bericht, Episode, Kapitel, Rahmen Erlebnislyrik, Gelegenheitslyrik Vers/Strophe/Reim (Paarreim, Kreuzreim, umarmender Reim), Strophenbau, Rhythmus, Klang, Refrain, Alliteration, Zeilensprung, Personifizierung, Vergleich, Metapher, Allegorie, Ausruf, lyrisches Ich Dramatische Handlung, Exposition, Entwicklung der Handlung, Spannung/Steigerung, Höhepunkt, Lösung, Katharsis Inszenierung, Bühnenbild, Mimik, Gestik, Dramentheorie, episches Theater, V-(Verfremdungs)Effekt, Narrator, Distanz(ierung) absurd, grotesk, paradox Symbol, Schlüsselwort Humor, Ironie, Satiere, Spott Charakter Literarische Epochen, Stilrichtungen-Minnesang, Aufklärung, Sturm und Drang, Klassik, Romantik, Vormärz/Junges Deutschland, bürgerlicher/kritischer Realismus, Naturalismus, Jahrhundertwende, Expressionismus, Symbolismus, Weimarer Republik, Exilliteratur, Nachkriegsliteratur, Gegenwartsliteratur Kunstpoesie, Volkspoesie Trümmerliteratur, Stunde 0 Interpretation, Kritik, Wertung, Zensur II. BESCHREIBUNG DER PRÜFUNG OBERSTUFENPRÜFUNG SCHRIFTLICHE PRÜFUNG Struktur des Inhalts Die schriftliche Prüfung basiert auf den detaillierten Prüfungsanforderungen. Damit im Zusammenhang wird das Verstehen der Texte der schriftlichen Prüfung bzw. die selbstständige Formulierung eines Textes verlangt. Die schriftliche Prüfung beinhaltet also eine Aufgabenreihe im Textverstehen, außerdem gibt sie 4 Textproduktionsaufgaben an. Davon kann sich der Prüfling eine auswählen. Für die Lösung der Aufgabe im Textverstehen bekommt der Prüfling 60 Minuten, für das Anfertigen der Textproduktion kann er 180 Minuten verwenden. Während die Textverstehensaufgaben auf der Mittel-, bzw. Oberstufe unterschiedlich sind, sind die Textformulierungsaufgaben auf beiden Stufen gleich, nur ihre Bewertung und Punktwertung ist unterschiedlich. Charakteristika der Aufgabenreihe AUFGABE DES TEXTVERSTEHENS Im Allgemeinen ist die Textverstehensaufgabe ein Essay, mit 600-800 Wörtern, das ist ein Auszug oder das Ganze einer zu diesem Zweck verfassten populärwissenschaftlichen Studie oder einer Publizistik. Die Lösung der Aufgabe besteht im Allgemeinen in der kurzen Ausführung auf die Frage, fallweise ist es die Entscheidung unter den Antwortvarianten, bzw. die Umschreibung mit anderen Wörtern von bestimmten Ausdrücken im Text, oder bestimmte, im Text vorhandene grammatische Konstruktionen, die nach Vorschrift umzuformen sind. Die Fragen für Textverstehen können ausgerichtet sein auf − das Identifizieren von einer direkt im Text vorhandenen Tatsache, Feststellung, Stellungnahme − das Verhältnis von Titel und der Gesamtheit des Textes − den Standpunkt des Autors − die Erklärung von Ausdrücken im Text − die Bedeutung des Gesamttextes, Bedeutungsschichten − die Charakteristika des Textes in grammatischer, stilistischer Hinsicht Eine weitere Aufgabe kann sein: − Zusammenfassung, kompakte Wiedergabe des Textes bzw. bestimmter Teile (Absätze) − Formulierung einer selbstständigen Schlussfolgerung oder Stellungnahme Zur Lösung der Aufgabe darf kein Wörterbuch verwendet werdet! TEXTPRODUKTIONSAUFGABE Der Prüfling wählt von 4, voneinander in Thema und Typ unterschiedlichen Textproduktionsaufgaben eine aus. Der Umfang der ausgewählten Aufgabe umfasst min. 500 Wörter. Wenn die Lösung der Aufgabe das vorherige Kennen eines konkreten Werkes voraussetzt, darf das nur eines der im Kanon als Pflichtlektüre angegebenes Werk sein. Die Aufgaben sind die Folgenden: − Interpretierende Darlegung eines Werkes nach gegebenen Gesichtspunkten (z.B.: Gedicht, kurzes Prosastück, Teil eines epischen oder dramatischen Werkes.) Die Aufgabe soll die wichtigen Gesichtspunkte der Interpretation beinhalten − Darlegung einer aktuellen Erscheinung, eines menschlichen, gesellschaftlichen Problems auf Grund von zwei, eventuell drei, vom Prüfling ausgewählten Werken. Die Formulierung der Aufgabe soll die Anforderung beinhalten, die der Prüfling auf die literarischen Werke bezieht, er soll auf das Problem in seiner eigenen Zeit und Umgebung hinweisen. − Formulierung eines argumentierenden Textes im Zusammenhang mit irgendeiner aktuellen Erscheinung. Als Basis der Aufgabe können ein authentischer Text, eine Publikation oder ein treffendes Zitat dienen. Die Aufgabe kann im Zusammenhang mit dem gegebenen Problem auch ein praktischer Texttyp (eine Äußerung zur Sache, Diskussionsrede usw.) sein. − Essayartige Ausarbeitung einer Frage, die die Geschichte, die Existenz und die Bräuche der Ungarndeutschen betrifft sowie die Formulierung einer Stellungnahme dazu. Als Grundlage der Aufgabe kann ein literarisches Werk, ein Auszug daraus oder ein der Presse entnommener Text bzw. Textauszug dienen. Zur Lösung der Aufgabe dürfen ein ein- oder zweisprachiges Wörterbuch, auf Wunsch eine literarische Textsammlung verwendet werden! Bewertung TEXTVERSTEHENSAUFGABE Mit der Lösung der Textverstehensaufgabe kann man in beiden Stufen max. 25 Punkte erreichen. Der Fachlehrer bzw. der Auswerter führen die Bewertung mit Hilfe der Bewertungsanweisung durch. Die Bewertungsanweisung beinhaltet die möglichen Antwortmodelle sowie den Punktzahl des Antworten und die eventuell zu vergebenden Teilpunkte. Dementsprechend trägt der Fachlehrer/Bewerter – die Richtigkeit bzw. Unrichtigkeit berücksichtigend – die Punktzahl für die einzelnen Aufgaben sowie die Gesamtpunktzahl in die Arbeit ein. (Sprachfehler werden außer Acht gelassen!). TEXTPRODUKTIONSAUFGABE Die Lösung der Textformulierungsaufgabe wird durch den Fachlehrer bzw. den Prüfer mit Hilfe der Bewertungsanweisung bewertet. Die Bewertungsanweisung beinhaltet die allgemeinen vom Thema unabhängigen Kriterien. Auf Grund dieser Kriterien wird die vom Fachlehrer bzw. den Bewerter festgelegte Punktzahl hinsichtlich Aufbau, Struktur sowie inhaltliche und sprachliche Qualität des Aufsatzes des Prüflings beurteilt. Aufteilung der Punktzahl für den Aufsatz Für den Aufsatz kann der Prüfling max. 75 Punkte bekommen. Die Aufteilung der Punkte: Inhalt: 30 Punkte, Struktur, Aufbau, Stil: 15 Punkte, Sprachrichtigkeit: 30 Punkte. Der Auswerter gibt am Ende der Aufgabe die Punktzahl für Inhalt, Struktur bzw. Sprachrichtigkeit an. Allgemeine Kriterien zur Bewertung der Textproduktionsaufgabe: Kriterien für die Qualität der Textproduktion: − Verstehen des Themas, bei Aufgaben, die auf einem Text basieren, Richtigkeit in Bezug auf den Text − Sprachliche und literarische Bildung, Orientiertheit, Problemempfindlichkeit − Objektivität − Gründliche Kenntnis des gegebenen bzw. ausgewählten Werkes, Schaffen kulturhistorischer Zusammenhänge − Selbstständige Problembehandlung, persönliche Stellungnahme − Orientiertheit, Empfänglichkeit für gesellschaftliche Problemen, kultivierte Denkweise − Qualität der Argumentation, Beweis der Behauptung − Hervorheben des Wesentlichen, Fähigkeit zum Systematisieren Kriterien für Struktur, Aufbau und Stil: − Entsprechung der in der Gattung angegebenen Elemente − Einheit der Aussage, Proportionen der Struktur − Gliederung − Fließender, präziser, der Aufgabe und der Situation entsprechender Stil − Adäquater und abwechslungsreicher Wortgebrauch − Einhaltung des gegebenen Umfanges Bewertung der sprachlichen Qualität: Die Arbeit wird laut den Vorschriften und Zeichensystem des „Deutschen Sprachdiploms der KMK” vom Lehrer, der die Arbeit nachsieht, beurteilt. Fehlerpunkte können gegeben werden: G = grammatische Fehler (falsche Artikel, Konjugation/Deklination, Tempusfehler usw.) = 1 Punkt A = falscher oder an falscher Stelle gebrauchter Ausdruck = 1 Punkt a = unbedeutender Wortgebrauchsfehler = 1/2 Punkt R = Rechtsschreibfehler = 1/2 Punkt Z = Interpunktionsfehler = 1/4 Punkt Am Ende der Arbeit rechnet der Lehrer die Fehlerprozente aus: Fehlerprozent = Fehlerzahl x 100 Wörter Die Punktzahl wird auf Grund des Fehlerprozesses mit Hilfe der Tabelle ausgerechnet: Oberstufe: 0–0,6% –30 Punkt 0,61–1,2% –29 1,21–1,8% –28 1,81–2,4% –27 2,41–3,0% –26 3,01–3,6% –25 3,61–4,2% –24 4,21–4,8% –23 4,81–5,4% –22 5,41–6,0% –21 6,01–6,5% –20 6,51–7,0% –19 7,01–7,5% –18 7,51–8,0% –17 8,01–8,4% –16 8,41–8,8% –15 8,81–9,1% –14 9,11–9,4% –13 9,41–9,7% –12 9,71–10,0% –11 10,01–10,3% –10 10,31–10,6% –9 10,61–10,9% –8 10,91–11,2% –7 11,21–11,5% –6 11,51–11,8% –5 11,81–12,1% –4 12,11–12,4% –3 12,41–12,7% –2 12,71–13% –1 über 13,01% –0 MÜNDLICHE PRÜFUNG Die Prüfung in der deutschen Minderheitensprache und -literatur wird von einer externen Prüfungskommission abgenommen. Vorbereitungszeit für die mündliche Prüfung: 30 Minuten. Zeitdauer der Prüfling: 20-25 Minuten. Zur Vorbereitung kann der Kandidat literarische Textsammlungen, einschlägige Bände oder andere gedruckte bzw. elektronische Kenntnisträger verwenden, die mit der Aufgabe zusammenhängen. Struktur des Inhalts In der mündlichen Prüfung erörtert der Schüler eine literarische und eine sprachliche These. Die Thesenreihe besteht aus 20-24 sprachlichen und 20-24 literarischen Thesen. Zur Zusammenstellung der Thesenreihe müssen die detaillierten Anforderungen für die Themen Deutsch als Minderheitensprache und -literatur beachtet werden. Charakteristika, Zusammenstellung der Thesen Die Thesenreihe muss so zusammengestellt werden, dass die Aufgaben in den Thesen – die Spezifika der Themen beachtend – möglichst den gleichen Schwierigkeitsgrad haben, der Prüfling muss Gelegenheit haben, sich in der gegebenen Zeit erfolgreich vorzubereiten und seine Gedanken auszuführen. Sprachliche Thesenreihe In der Prüfung wird beurteilt, in welchem Maße und welcher Qualität der Prüfling zur mündlichen Trans- und Interaktion fähig ist, deren Teile auch rezeptive und produktive Fähigkeiten (Sprechverstehen, Sprechfähigkeit) sind. Der Prüfling muss fähig sein, das Thema sowohl selbstständig auszuführen, als auch interaktiv am Gespräch teilzunehmen. Der Fachlehrer stellt für die mündliche Prüfung 20-24 Thesen zusammen. Jede These besteht aus einem Text mit etwa 250-300 Wörtern und den dazu gehörenden 2-3 Aufgaben (grammatische Transformationsaufgaben, Worterklärung). 25% der Thesen sollen die Sprache der Ungarndeutschen, ihren Sprachgebrauch, ihre Kultur, ihre Bräuche bzw. Texte über die Minderheitenpolitik beinhalten. Verlauf der Prüfung: − Der Prüfling fasst den Inhalt des Textes selbstständig, möglichst mit eigenen Worten zusammen. − Der Prüfling führt mit dem Fachlehrer ein ungebundenes Gespräch über ein Thema aus dem Text. − Der Prüfling löst die zum Thema gehörenden grammatischen, lexikalischen Aufgaben. Literarische Thesenreihe In der mündlichen Prüfung gibt es 20-24 Themenkreise. Zu jedem Themenkreis gehören je 2 Thesen, von denen der Prüfling eine frei wählen kann. Die These soll auf Grund der zum Text angegebenen Fragen, Aufgaben (sie sind in den detaillierten Abituranforderungen enthalten: ein literarisches Werk bzw. ein Auszug daraus) selbstständig ausgeführt werden. Nach der Ausführung kann der Lehrer zum Thema Zusatzfragen stellen. Bewertung Die mündliche Prüfungsleistung macht max. 50 Punkte aus. Die Ausführung der sprachlichen und der literarischen These werden vom Fachlehrer gemeinsam bewertet. Der Prüfling bekommt dafür eine zusammengezogene Punktzahl. Die Bewertung der Prüfung erfolgt mit Hilfe der folgenden allgemein gültigen Kriterien. Sprachkompetenzen – insgesamt 30 Punkte − Aussprache (Betonung, Intonation, entsprechendes Sprechtempo, Vermeiden muttersprachlicher Interferenzfehler, entsprechende Lautbildung) 3 Punkte − Sprachrichtigkeit (richtiges Verwenden der grammatischen Regeln) 9 Punkte − Ausdrucksfähigkeit (reicher Wortschatz, abwechslungsreiche sprachliche Mittel, zutreffende Ausdrücke, Redewendungen) 9 Punkte − Sprechfähigkeit (ständige, der Situation angepasste Kommunikation, schnelle Reaktion, Fähigkeit zu Initiativen) 9 Punkte Inhalt – insgesamt 20 Punkte − Literarische Kenntnisse 15 Punkte − Interpretierung des Textes der sprachlichen These, Lösung der grammatischen Aufgaben 5 Punkte Herausbildung der Gesamtpunktzahl der Prüfungsleistung: Die Punkte der verschiedenen Prüfungsteile werden zusammengezogen, so können in der mündlichen und schriftlichen Prüfung insgesamt 150 Punkte erreichen werden. MITTELSTUFENPRÜFUNG SCHRIFTLICHE PRÜFUNG Struktur des Inhalts Die schriftliche Prüfung basiert auf den detaillierten Prüfungsanforderungen. Damit im Zusammenhang wird das Verstehen der Texte der schriftlichen Prüfung bzw. die selbstständige Formulierung eines Textes verlangt. Die schriftliche Prüfung beinhaltet also eine Aufgabenreihe im Textverstehen, außerdem gibt sie 4 Textproduktionsaufgaben an. Davon kann sich der Prüfling eine auswählen. Für die Lösung der Aufgabe im Textverstehen bekommt der Prüfling 60 Minuten, für das Anfertigen der Textproduktion kann er 180 Minuten verwenden. Während die Textverstehensaufgaben auf der Mittel- bzw. Oberstufe unterschiedlich sind, sind die Textformulierungsaufgaben auf beiden Stufen gleich, nur ihre Bewertung und Punktwertung ist unterschiedlich. AUFGABE DES TEXTVERSTEHENS Im Allgemeinen ist die Textverstehensaufgabe ein Essay mit 600-700 Wörtern, das ist ein Auszug oder das Ganze einer zu diesem Zweck verfassten populärwissenschaftlichen Studie oder einer Publizistik. Die Lösung der Aufgabe besteht im Allgemeinen in der kurzen Ausführung auf die Frage, fallweise ist es die Entscheidung unter den Antwortvarianten, bzw. die Umschreibung mit anderen Wörtern von bestimmten Ausdrücken im Text, oder bestimmte, im Text vorhandene grammatische Konstruktionen, die nach Vorschrift umzuformen sind. Die Fragen für Textverstehen können ausgerichtet sein auf − das Identifizieren von einer direkt im Text vorhandenen Tatsache, Feststellung, Stellungnahme − das Verhältnis von Titel und der Gesamtheit des Textes − den Standpunkt des Autors − die Erklärung von Ausdrücken im Text Zur Lösung der Aufgabe darf kein Wörterbuch benutzt werden. TEXTPRODUKTIONSAUFGABE Der Prüfling wählt von 4, voneinander in Thema und Typ unterschiedlichen Textproduktionsaufgaben eine aus. Der Umfang der ausgewählten Aufgabe umfasst min. 500 Wörter. Wenn die Lösung der Aufgabe das vorherige Kennen eines konkreten Werkes voraussetzt, darf das nur eines der im Kanon als Pflichtlektüre angegebenes Werk sein. Die Aufgaben sind die Folgenden: − Interpretierende Darlegung eines Werkes nach gegebenen Gesichtspunkten (z.B.: Gedicht, kurzes Prosastück, Teil eines epischen oder dramatischen Werkes.) Die Aufgabe soll die wichtigen Gesichtspunkte der Interpretation beinhalten Darlegung einer aktuellen Erscheinung, eines menschlichen, gesellschaftlichen Problems auf − Grund von zwei, eventuell drei, vom Prüfling ausgewählten Werken. Die Formulierung der Aufgabe soll die Anforderung beinhalten, die der Prüfling auf die literarische Werke bezieht, er soll auf das Problem in seiner eigenen Zeit und Umgebung hinweisen. − Formulierung eines argumentierenden Textes im Zusammenhang mit irgendeiner aktuellen Erscheinung. Als Basis der Aufgabe können ein authentischer Text, eine Publikation oder ein treffendes Zitat dienen. Die Aufgabe kann im Zusammenhang mit dem gegebenen Problem auch ein praktischer Texttyp (eine Äußerung zur Sache, Diskussionsrede usw.) sein. − Essayartige Ausarbeitung einer Frage, die die Geschichte, die Existenz und die Bräuche der Ungarndeutschen betrifft sowie die Formulierung einer Stellungnahme dazu. Als Grundlage der Aufgabe kann ein literarisches Werk, ein Auszug daraus oder ein der Presse entnommener Text bzw. Textauszug dienen. Zur Lösung der Aufgabe dürfen ein ein- oder zweisprachiges Wörterbuch, auf Wunsch eine literarische Textsammlung verwendet werden! Bewertung TEXTVERSTEHENSAUFGABE Mit der Lösung der Textverstehensaufgabe kann man in beiden Stufen max. 25 Punkte erreichen. Der Fachlehrer bzw. der Auswerter führen die Bewertung mit Hilfe der Bewertungsanweisung durch. Die Bewertungsanweisung beinhaltet die möglichen Antwortmodelle sowie den Punktzahl der Antworten und die eventuell zu vergebenden Teilpunkte. Dementsprechend trägt der Fachlehrer/Bewerter – die Richtigkeit bzw. Unrichtigkeit berücksichtigend – die Punktzahl für die einzelnen Aufgaben sowie die Gesamtpunktzahl in die Arbeit ein. (Sprachfehler werden außer Acht gelassen!). TEXTPRODUKTIONSAUFGABE Die Lösung der Textformulierungsaufgabe wird durch den Fachlehrer bzw. den Prüfer mit Hilfe der Bewertungsanweisung bewertet. Die Bewertungsanweisung beinhaltet die allgemeinen vom Thema unabhängigen Kriterien. Auf Grund dieser Kriterien wird die vom Fachlehrer bzw. den Bewerter festgelegte Punktzahl hinsichtlich Aufbau, Struktur sowie inhaltliche und sprachliche Qualität sowie das Schriftbild des Aufsatzes des Prüflings beurteilt. Aufteilung der Punktzahl für den Aufsatz Für den Aufsatz kann der Prüfling max. 75 Punkte bekommen. Die Aufteilung der Punkte: Inhalt, Ausdruck: 30 Punkte, Struktur, Aufbau, Stil: 15 Punkte, Sprachrichtigkeit: 30 Punkte. Der Auswerter gibt am Ende der Aufgabe die Punktzahl für Inhalt, Struktur bzw. Sprachrichtigkeit an. Allgemeine Kriterien zur Bewertung der Textproduktionsaufgabe: Kriterien für die Qualität der Textproduktion: − Verstehen des Themas, bei Aufgaben, die auf einem Text basieren, Richtigkeit in Bezug auf den Text − Sprachliche und literarische Bildung, Orientiertheit, Problemempfindlichkeit − Objektivität − Gründliche Kenntnis des gegebenen bzw. ausgewählten Werkes, Schaffen kulturhistorischer Zusammenhänge − Selbstständige Problembehandlung, persönliche Stellungnahme − Orientiertheit, Empfänglichkeit für gesellschaftliche Problemen, kultivierte Denkweise − Qualität der Argumentation, Beweis der Behauptung − Hervorheben des Wesentlichen, Fähigkeit zum Systematisieren Kriterien für Struktur, Aufbau und Stil: − Entsprechung der in der Gattung angegebenen Elemente − Einheit der Aussage, Proportionen der Struktur − Gliederung − Fließender, präziser, der Aufgabe und der Situation entsprechender Stil − Adäquater und abwechslungsreicher Wortgebrauch − Einhaltung des gegebenen Umfanges Bewertung der sprachlichen Qualität: Die Arbeit wird laut den Vorschriften und Zeichensystem des „Deutschen Sprachdiploms der KMK” vom Lehrer, der die Arbeit nachsieht, beurteilt. Fehlerpunkte können gegeben werden: G = grammatische Fehler (falsche Artikel, Konjugation/Deklination, Tempusfehler usw.) = 1 Punkt A = falscher oder an falscher Stelle gebrauchter Ausdruck = 1 Punkt a = unbedeutender Wortgebrauchsfehler = 1/2 Punkt R = Rechtsschreibfehler = 1/2 Punkt Z = Interpunktionsfehler = 1/4 Punkt Am Ende der Arbeit rechnet der Lehrer den Fehlerprozente aus: Fehlerprozent = Fehlerzahl x 100 /Wörter Die Punktzahl wird auf Grund des Fehlerprozesses mit Hilfe der Tabelle ausgerechnet: Mittelstufe: 0–0,7% –30 Punkt 0,71–1,4% –29 1,41–2,1% –28 2,11–2,7% –27 2,71–3,3% –26 3,31–3,9% –25 3,91–4,6% –24 4,61–5,2% –23 5,21–5,8% –22 5,81–6,4% –21 6,41–7,0% –20 7,01–7,6% –19 7,61–8,2% – 18 8,21–8,8% –17 8,81–9,3% –16 9,31–9,8% –15 9,81–10,2% –14 10,21–10,6% –13 10,61–11,0% –12 11,01–11,4% –11 11,41–11,8% –10 11,81–12,2% –9 12,21–12,6% –8 12,61–13,0% –7 13,01–13,4% –6 13,41–13,8% –5 13,81–14,1% –4 14,11–14,4% –3 14,41–14,7% –2 14,71–15% –1 über 15,01% –0 MÜNDLICHE PRÜFUNG Die mündliche Prüfung der Mittelstufe in der deutschen Minderheitensprache und -literatur ist eine interne schulische Prüfung.. Vorbereitungszeit für die mündliche Prüfung: 30 Minuten. Zeitdauer der Prüfung: 10-15 Minuten. Zur Vorbereitung kann der Kandidat literarische Textsammlungen, einschlägige Bände oder andere gedruckte bzw. elektronische Kenntnisträger verwenden, die mit der Aufgabe zusammenhängen. Struktur des Inhalts In der mündlichen Prüfung erörtert der Schüler eine literarische und eine sprachliche These. Die Thesenreihe besteht aus 20-24 sprachlichen und 20-24 literarischen Thesen. Für die Zusammenstellung der Thesenreihe ist der Fachlehrer zuständig. Beachtet werden müssen dabei die detaillierten Anforderungen für die Themen Deutsch als Minderheitensprache und -literatur. Die mündliche Prüfung der Oberstufe und Mittelstufe unterscheidet sich darin, dass die Texte in der sprachlichen Thesenreihe auf der Mittelstufe einfacher und kürzer sind, auf der Oberstufe dagegen wird ein höheres Sprachniveau verlangt. Charakteristika, Zusammenstellung der Thesen Die Thesenreihe muss so zusammengestellt werden, dass die Aufgaben in den Thesen – die Spezifika der Themen beachtend – möglichst den gleichen Schwierigkeitsgrad haben, der Prüfling muss Gelegenheit haben, sich in der gegebenen Zeit erfolgreich vorzubereiten und seine Gedanken auszuführen. Sprachliche Thesenreihe In der Prüfung wird beurteilt, in welchem Maße und welcher Qualität der Prüfling zur mündlichen Trans- und Interaktion fähig ist, deren Teile auch rezeptive und produktive Fähigkeiten (Sprechverstehen, Sprechfähigkeit) sind. Der Prüfling muss fähig sein, das Thema sowohl selbstständig auszuführen, als auch interaktiv am Gespräch teilzunehmen. Der Fachlehrer stellt für die mündliche Prüfung 20-24 Thesen zusammen. Jede These besteht aus einem Text mit etwa 200-250 Wörtern und den dazu gehörenden 2-3 Aufgaben (grammatische Transformationsaufgaben, Worterklärung). 25% der Thesen sollen die Sprache der Ungarndeutschen, ihren Sprachgebrauch, ihre Kultur, ihre Bräuche bzw. Texte über die Minderheitenpolitik beinhalten. Verlauf der Prüfung: − Der Prüfling fasst den Inhalt des Textes selbstständig, möglichst mit eigenen Worten zusammen. − Der Prüfling führt mit dem Fachlehrer ein ungebundenes Gespräch über ein Thema aus dem Text. − Der Prüfling löst die zum Thema gehörenden grammatischen, lexikalischen Aufgaben. Literarische Thesenreihe In der mündlichen Prüfung gibt es 20-24 Themenkreise. Zu jedem Themenkreis gehören je 2 Thesen, von denen der Prüfling eine frei wählen kann. Die These soll auf Grund der zum Text angegebenen Fragen, Aufgaben (sie sind in den detaillierten Abituranforderungen enthalten: ein literarisches Werk bzw. ein Auszug daraus) selbstständig ausgeführt werden. Nach der Ausführung kann der Lehrer zum Thema Zusatzfragen stellen. Bewertung Die mündliche Prüfungsleistung macht max. 50 Punkte aus. Die Ausführung der sprachlichen und der literarischen These werden vom Fachlehrer gemeinsam bewertet. Der Prüfling bekommt dafür eine zusammengezogene Punktzahl. Die Bewertung der Prüfung erfolgt mit Hilfe der folgenden allgemein gültigen Kriterien. Sprachkompetenzen – insgesamt 30 Punkte − Aussprache (Betonung, Intonation, entsprechendes Sprechtempo, Vermeiden muttersprachlicher Interferenzfehler, entsprechende Lautbildung) 3 Punkte − Sprachrichtigkeit (richtiges Verwenden der grammatischen Regeln) 9 Punkte − Ausdrucksfähigkeit (reicher Wortschatz, abwechslungsreiche sprachliche Mittel, zutreffende Ausdrücke, Redewendungen) 9 Punkte − Sprechfähigkeit (ständige, der Situation angepasste Kommunikation, schnelle Reaktion, Fähigkeit zu Initiativen) 9 Punkte Inhalt – insgesamt 20 Punkte − Literarische Kenntnisse 15 Punkte − Interpretierung des Textes der sprachlichen These, Lösung der grammatischen Aufgaben 5 Punkte Herausbildung der Gesamtpunktzahl der Prüfungsleistung: Die Punkte der verschiedenen Prüfungsteile werden zusammengezogen, so können in der mündlichen und schriftlichen Prüfung insgesamt 150 Punkte erreicht werden. ROMÁN NÉPISMERET I. RÉSZLETES ÉRETTSÉGI VIZSGAKÖVETELMÉNYEK A) KOMPETENCIÁK KÖZÉPSZINT ÉS EMELT SZINT A vizsgázó: − ismerje Románia földrajzi elhelyezkedését, hegységeit és vizeit; − legyen jártas a térképhasználatban; − legyen képes Románia gazdasági és természetföldrajzának szöveges bemutatására; − legyen képes a különbözõ régiók földrajzi, történelmi, kulturális sajátosságainak a bemutatására; − rendelkezzen alapismeretekkel a hazai románság földrajzi elhelyezkedésérõl, településtörténetérõl, mindennapi életkörülményeirõl; − mutassa be a településföldrajzi viszonyok hatását a nemzeti kisebbség életmódjára; − tudjon önállóan is információkat gyûjteni tárgyi és írásos történelmi forrásokból, magazinokból, tanulmányokból és filmekbõl; − legyen képes a román, a magyar és az egyetemes történelmi ismeretek összekapcsolására; − ismerjen fejedelmekrõl szóló történelmi legendákat, filmeket és más mûvészi alkotásokat; − legyen képes jelentõs román, magyar és egyetemes történelmi események térben és idõben való elhelyezésére, nevek és helyek összekapcsolására; − ismerje a román kisebbség történetének legfõbb jellemzõit, hazai településterületeit, természet és gazdaságföldrajzi meghatározóit; − rendelkezzen alapismeretekkel a történelmi és a mai Magyarország románságának (mûvelõdés) történetébõl; − értse a(z) (újra)telepítések okait és körülményeit; − legyen képes tárgyi (archív fotók, muzeális értékû tárgyak) és írásos emlékek (régi levelek, anyakönyvek) alapján felvázolni a saját faluja (hely)történetét; − rendelkezzen alapvetõ kisebbség-jogi és állampolgári ismeretekkel; − legyen képes azoknak a szociológiai sajátosságoknak a bemutatására, amelyek meghatározzák a népcsoporthoz tartozók kapcsolatrendszerét; − tudja ismertetni a román nyelvjárások és a tájnyelvi változatok fõbb sajátosságait; − legyen önálló véleménye a kétnyelvûségrõl; − legyen képes ok-okozati összefüggésekben megérteni az egyházszakadás közvetlen és közvetett okait; − legyen képes a magyarországi románság tárgyi és szellemi értékeinek többszempontú jellemzésére; − fedezzen fel párhuzamokat a román és a magyar népi kultúrában; õsi motívumok vándorlásában; − legyen képes a különbözõ nemzetiségi kultúrák kölcsönhatásának a felismerésére, azonosságok és különbözõségek lényeglátó bemutatására szóban és írásban egyaránt; − ismerje az ortodox templomok fõbb építészeti stílusjegyeit; − értse a hagyomány és újítás kölcsönhatását, az értékmentés és teremtés filozófiáját; − legyen véleménye a média szerepérõl a hagyományõrzõ és teremtõ tevékenységben. − legyen képes a földrajzi, történelmi, mûvelõdéstörténeti, etnológiai és mûvészeti ismeretek ötvözésére; − legyen tájékozott a színház, a zene, a filmmûvészet, a tudományok, a technika és a sport világában. Emelt szinten Minden témakörben (részterületen) az ok-okozati összefüggések komplexebb megértése, a tudásanyag integrált szemléleten alapuló elsajátítása, igényes írásos és élõszavas feldolgozása. B) ISMERETKÖRÖK I. Földrajz VIZSGASZINTEK TÉMÁK Középszint Emelt szint Románia földrajzi elhelyezkedése Tájak a (nép)mûvészeti alkotásokban A magyar–román határmenti települések földrajzi helyzete Románia földrajzi fekvése; jelentõsebb régiói; szomszédos országai. Helye Európában. Természeti adottságai és gazdasága, népessége. Hegységei és vizei. Növény- és állatvilágának jellemzõi. Románia specifikus jelképei néhány földrajzi legendában és népi költeményben (pl. az Olt folyó legendája, Ceahlãul, Retezatul) Településföldrajzi viszonyok elemzése. Hatásuk a románság életmódjára. Románia összehasonlítása Európa és a Föld hasonló országaival. Társadalmi – gazdasági jellemzõi. Tájak román irodalmi és képzõmûvészeti alkotásokban. II. 1. A románok története VIZSGASZINTEK TÉMÁK Középszint Emelt szint A kezdetek Az élet elsõ jelei a mai Románia területén. A román nép kialakulásának tényszerû ismerete. Különbözõ elméletek. Elméletek a románság etnogenezisérõl. A román államok létrejötte A feudális államok berendezkedésének feltételei. A vajdaságok mint az elsõ politikai formációk Moldovában és Havasalföldön. Gazdasági, társadalmi és politikai struktúrák a román feudalizmusban. A török veszély A román fejedelemségek és a török terjeszkedése. Havasalföld és Moldova helyzetének megszilárdulása, fejlõdése. A fanarioták helye, szerepe a románok történetében. A nemzeti újjászületés kora Az erdélyi románok a XVIII. században. Az erdélyi és a magyarországi parasztság helyzete. Horea, Cloºca és Criºan felkelése és annak következményei. Tudor Vladimirescu forradalmi mozgalma. A „Szervezeti Szabályzat” és a fejedelemségek. Az erdélyi és a magyarországi románok a reformkorban és az 1848-as forradalomban. Az 1848-as forradalom a román fejedelemségekben. Az erdélyi iskola törekvései, korifeusainak túlzásai a római eredettel kapcsolatban. A román történetírás kezdetei. A dél-kelet európai népek forradalmi mozgalmai és azok belsõ okai. Együttmûködési tárgyalások Kossuth és a román forradalmárok között. Az erdélyi és a hazai románok programjának eltérõ vonásai. A modern állam kiépítése A fejedelemségek egyesülése. A román nemzeti állam megszületése. Cuza reformjai. Az 1867-es kiegyezés és az erdélyi románok helyzete. Az emigránsok forradalmi propagandája. Az unionista mozgalom a fejedelemségekben. Cuza bukásának okai. Az Osztrák–Magyar Monarchia nemzetiségi politikája. VIZSGASZINTEK TÉMÁK Középszint Emelt szint Románia és a függetlenségi háború. A királyság kikiáltása. A románok a dualizmus kori magyar államban, nemzetiségi politika. Az erdélyi kérdés Romániában. Románia és az elsõ világháború. Románia, az elsõ világháború után Románia a párizs környéki békék után. A királyi diktatúra. A Vasgárda kormányra kerülése. Antonescu és a légionárius nemzeti állam létrehozása. A két világháború közötti román külpolitika. Az egységes román állam megteremtésének nehézségei. A II. bécsi döntés. A második világháború és hatásai Románia hadba lépése és a harctéri események. Románia és a szovjet érdekszféra. A Vörös hadsereg Románia területén. Rendszerváltás. A kommunista diktatúra Romániában Társadalmi, gazdasági változások a második világháború után. A kommunista diktatúra kiépítése. A személyi kultusz következményei. A szocialista rendszerre való áttérés romániai körülményei. Románia új külpolitikai orientációja. A romániai rendszerváltozás A temesvári és bukaresti forradalom. A szocialista rendszer megszûnése és a demokratikus többpártrendszer kialakulása. A mai Románia társadalmi, gazdasági és kulturális helyzete. II. 2. A magyarországi románok története VIZSGASZINTEK TÉMÁK Középszint Emelt szint A XVIII. század elõtti múlt nyomában A hazai románság életének színtere, a Körösök és a Maros közti vidék ismerete. A család- és helységnevek szerepe az eredet feltérképezésében. Történelmi tények adatok tükrében. Történeti áttekintés román és magyar történelmi és nyelvészeti tanulmányok alapján. Diakron nyelvvizsgálat: családnevek, helynevek etimológiája (néhány példa alapján). Földrajzi, történelmi, nyelvészeti ismeretek ötvözése. A török hódoltság korában Letelepedés, földrajzi elhelyezkedés. Evlia Celebi feljegyzéseibõl (gyulai vár, 1666.). E régió elnéptelenedésének okai és következményei. A románok által is lakott települések helyzetrajza a török hódoltság idején (átfogó bemutatás). Körkép Gyula városáról a XVII. században [várostörténet, lakosság, felekezetek, fürdõk, közigazgatás, divat, nyelv(ek), épületek stb.]. A XVIII. század az újratelepítés idõszaka (1718–1746) Az újratelepítések okai, folyamata és eredményei. Bihar, Békés és Csanád megye újjászervezõdése. A túlélés alaptényezõinek (nyelv, ortodox vallás, szokások, mûvészetek) ismerete. A XVIII. század elsõ felének történései, levéltári dokumentumok, írásos emlékek tükrében. Kitekintés más nemzetiségek (németek, szlovákok) betelepítésére. Helytörténet Elek, Battonya, Békéscsaba, Kétegyháza, Méhkerék, Pusztaottlaka, Gyula, Körösszakál, Körösszegapáti, Bedõ, Pocsaj, Magyarcsanád helytörténete. Egyéni anyaggyûjtésen alapuló helytörténeti ismertetõ. Helytörténeti, mûvelõdéstörténeti; hitéleti és etnológiai ismeretek összekapcsolása. VIZSGASZINTEK TÉMÁK Középszint Emelt szint Elsõ megjelenése történelmi dokumentumban, alapítólevélben. Tulajdonosai (híres magyar és német családok felsorolása). Lakossága: etnikai, felekezeti összetétele. Hitélete; oktatása; mûvelõdésszervezése. Endogámia-exogámia kérdésköre. Egy település (hely)története a kezdetektõl napjainkig. Nemzeti – kulturális törekvések Az Erdélyi Iskola szerepe. Az Osztrák–Magyar Monarchia macedoromán közösségeinek jellemzése. Kiemelkedõ személyiségek. Szerepvállalásuk a gazdasági és a kulturális életben. Az európai felvilágosodás hatása az Erdélyi Iskola gondolkodóira. Samuil Micu-Clain, Gheorghe ªincai és Petru Maior jelentõsebb mûveinek ismerete. Neves személyiségek Moise Nicoarã, Gheorghe Pomuþ, Iosif Vulcan, Iosif Ioan Ardelean, David Voniga, ªtefan Rusu és mások a magyarországi románság szolgálatában. Hitvallásuk, mecénási szerepük, küldetéstudatuk jellemzése. A Petru Maior egyesület szerepe. Egy-két neves személyiség komplex pályarajza. Kulturális intézmények, iskola, oktatás, alapítványok Az egyházi iskolák. Román állami iskolák. Felsõoktatás. Az alapítványok szerepe a magyarországi románok kulturális életében. Alapítványok: Gozsdu, Ghiba-Birta Elena, Pap Teodor, Þegle Petru. A Gozsdu-hagyaték „életútja” történeti kontextusban. A román nyelvû sajtó és kiadványok Sajtótörténeti alapismeretek 1918-ig. A Familia és a Lumina címû lap(ok) jelentõsége. Egyéb sajtótermékek, évkönyvek, kiadványok. A legújabb publikációk felsorolása. A mai Lumina bemutatása. Kulturális élet a XX. század második felében. A társadalmi-kulturális kontextus fejlõdése. A magyarországi románság mûvelõdéstörténetének fõbb szakaszai. A jelentõsebb román intézmények rövid története (pl. iskolatörténet). A Magyarországi Románok Kutató Intézete. Kiadványok (Simpozion, Annales, Izvorul, Din tradiþiile populare ale românilor din Ungaria stb.). A határon belüli és azon kívüli kisebbségek kulturális életébõl (kiemelkedõ személyiségek, jelentõsebb kiadványok, mûvészeti produktumok stb.). Történelmi, nyelvészeti, etnológiai, szociológiai tanulmányok a hazai románságról. III. Kisebbségpolitikai ismeretek VIZSGASZINTEK TÉMÁK Középszint Emelt szint Kisebbségi jogi és állampolgári ismeretek, alapfogalmak Nép, nemzet, nemzetiség, nemzeti kisebbség, etnikum. Identitás, kettõs (hármas) kötõdések (kisebbséghez, a többségi nemzethez, az anyaországhoz). Az endogámia-exogámia kérdésköre a magyarországi románok életében (átfogó bemutatás). VIZSGASZINTEK TÉMÁK Középszint Emelt szint Az asszimiláció (okai, jellemzõi, fokozata, iránya). A kisebbségpolitika jogszabályi keretei Kisebbségi nyelv-iskola. Nemzetiségi nyelv-közigazgatás. A kisebbségpolitikai törvénykezés alakulása a XX. század közepétõl napjainkig. IV. A román nyelv VIZSGASZINTEK TÉMÁK Középszint Emelt szint A román nyelv egy neolatin nyelv A neolatin nyelvek. A román nyelv rövid keletkezéstörténete. Román nyelvterületek bemutatása. A neolatin nyelvek nyomában (térképhasználattal). Az irodalmi nyelv A román nyelv irodalmi változata. Stílusfajták. Stílusfajták jellemzése; különbözõ népismereti témájú szövegtípusok elemzése. Nyelvjárások, tájnyelvi változatok A román dialektusok sajátosságai. A román nyelvjárások területei (részletesebb feltérképezés). A hazai románok nyelve Nyelvcsere A magyarországi román nyelvjárások jellemzõi. A nyelvcsere típusai. A nyelvcserét elõidézõ faktorok. A kétnyelvûvé válás körülményei. A magyarországi sztenderd román. Nyelvválasztási szokások. A bihari és a körös–marosi tájszólás jellemzése nyelvi példákkal. Szociolingvisztikai kutatások a magyarországi románok közösségében (egy-két jelentõsebb tanulmány ismerete). A nyelvcsere jelei a nyelvtudásban és a nyelvválasztásban. A román nyelvválasztást meghatározó tényezõk. Nyelv–identitás Ifjú nemzedék – iskola – nyelv A nyelv mint az identitásõrzés egyik kulcstényezõje. V. A vallások és az egyházak szerepe a románok kultúrájában VIZSGASZINTEK TÉMÁK Középszint Emelt szint Kereszténység, a keresztény egyház, a Nagy Egyházszakadás, ortodoxizmus

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