Document ID: 32005L0036

Reference:
30.9.2005
DE
Amtsblatt der Europäischen Union
L 255/22
RICHTLINIE 2005/36/EG DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES
vom 7. September 2005
über die Anerkennung von Berufsqualifikationen
(Text von Bedeutung für den EWR)
DAS EUROPÄISCHE PARLAMENT UND DER RAT DER EUROPÄISCHEN UNION —
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft, insbesondere auf Artikel 40, Artikel 47 Absatz 1, Artikel 47 Absatz 2 Sätze 1 und 3 und Artikel 55,
auf Vorschlag der Kommission (1),
nach Stellungnahme des Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschusses (2),
gemäß dem Verfahren des Artikels 251 des Vertrags (3),
in Erwägung nachstehender Gründe:
(1)
Nach Artikel 3 Absatz 1 Buchstabe c des Vertrages ist die Beseitigung der Hindernisse für den freien Personen- und Dienstleistungsverkehr zwischen den Mitgliedstaaten eines der Ziele der Gemeinschaft. Dies bedeutet für die Staatsangehörigen der Mitgliedstaaten insbesondere die Möglichkeit, als Selbstständige oder abhängig Beschäftigte einen Beruf in einem anderen Mitgliedstaat als dem auszuüben, in dem sie ihre Berufsqualifikationen erworben haben. Ferner sieht Artikel 47 Absatz 1 des Vertrags vor, dass Richtlinien für die gegenseitige Anerkennung der Diplome, Prüfungszeugnisse und sonstigen Befähigungsnachweise erlassen werden.
(2)
Nach der Tagung des Europäischen Rates in Lissabon vom 23. und 24. März 2000 hat die Kommission eine Mitteilung „Eine Binnenmarktstrategie für den Dienstleistungssektor“ vorgelegt, die insbesondere darauf abzielt, die Erbringung von Dienstleistungen innerhalb der Gemeinschaft ebenso einfach zu machen wie innerhalb eines Mitgliedstaats. Nach Annahme der Mitteilung „Neue europäische Arbeitsmärkte — offen und zugänglich für alle“ durch die Kommission hat der Europäische Rat auf seiner Tagung vom 23. und 24. März 2001 in Stockholm die Kommission beauftragt, für die Frühjahrstagung des Europäischen Rates im Jahr 2002 spezifische Vorschläge für ein einheitlicheres, transparenteres und flexibleres System der Anerkennung von beruflichen Qualifikationen zu unterbreiten.
(3)
Diese Richtlinie gibt Personen, die ihre Berufsqualifikationen in einem Mitgliedstaat erworben haben, Garantien hinsichtlich des Zugangs zu demselben Beruf und seiner Ausübung in einem anderen Mitgliedstaat unter denselben Voraussetzungen wie Inländern; sie schließt jedoch nicht aus, dass der Migrant nicht diskriminierende Ausübungsvoraussetzungen, die dieser Mitgliedstaat vorschreibt, erfüllen muss, soweit diese objektiv gerechtfertigt und verhältnismäßig sind.
(4)
Es ist angezeigt, zur Erleichterung des freien Dienstleistungsverkehrs besondere Vorschriften zu erlassen, durch die die Möglichkeiten zur Ausübung beruflicher Tätigkeiten unter der im Herkunftsmitgliedstaat erworbenen Berufsbezeichnung erweitert werden. Für Dienstleistungen der Informationsgesellschaft, die im Fernabsatz erbracht werden, gilt neben dieser Richtlinie noch die Richtlinie 2000/31/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 8. Juni 2000 über bestimmte rechtliche Aspekte der Dienste der Informationsgesellschaft, insbesondere des elektronischen Geschäftsverkehrs, im Binnenmarkt (4).
(5)
Da für die zeitweilige und gelegentliche grenzüberschreitende Erbringung von Dienstleistungen einerseits und für die Niederlassung andererseits jeweils unterschiedliche Regelungen gelten, sollten für den Fall, dass sich der Dienstleister in den Aufnahmemitgliedstaat begibt, die Kriterien für die Unterscheidung zwischen diesen beiden Konzepten genauer bestimmt werden.
(6)
Im Rahmen der Erleichterung der Erbringung von Dienstleistungen ist der öffentlichen Gesundheit und Sicherheit sowie dem Verbraucherschutz unbedingt Rechnung zu tragen. Daher sollten spezifische Bestimmungen für reglementierte Berufe vorgesehen werden, die die öffentliche Gesundheit oder Sicherheit berühren und deren Angehörige vorübergehend oder gelegentlich grenzüberschreitende Dienstleistungen erbringen.
(7)
Die Aufnahmemitgliedstaaten können erforderlichenfalls im Einklang mit dem Gemeinschaftsrecht Meldevorschriften erlassen. Diese Vorschriften sollten nicht zu einer unverhältnismäßig hohen Belastung der Dienstleister führen und die Ausübung des freien Dienstleistungsverkehrs nicht behindern oder weniger attraktiv machen. Die Notwendigkeit derartiger Vorschriften sollte regelmäßig unter Berücksichtigung der Fortschritte, die bei der Schaffung eines Gemeinschaftsrahmens für eine behördliche Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten erzielt worden sind, überprüft werden.
(8)
Für den Dienstleister sollten Disziplinarvorschriften des Aufnahmemitgliedstaats gelten, die unmittelbar und konkret mit den Berufsqualifikationen verbunden sind, wie die Definition des Berufes, der Umfang der zu einem Beruf gehörenden oder diesem vorbehaltenen Tätigkeiten, das Führen von Titeln und schwerwiegende berufliche Fehler in unmittelbarem und spezifischem Zusammenhang mit dem Schutz und der Sicherheit der Verbraucher.
(9)
Die Grundsätze und Garantien für die Niederlassungsfreiheit, die in den verschiedenen derzeit geltenden Anerkennungsregelungen enthalten sind, sollen aufrechterhalten werden, wobei aber die Vorschriften dieser Anerkennungsregeln im Lichte der Erfahrungen verbessert werden sollten. Außerdem sind die einschlägigen Richtlinien mehrfach geändert worden, und es sollte daher durch eine Vereinheitlichung der geltenden Grundsätze eine Neuordnung und Straffung ihrer Bestimmungen vorgenommen werden. Es ist daher erforderlich, folgende Richtlinien aufzuheben und in einem einzigen neuen Text zusammenzufassen: die Richtlinien 89/48/EWG (5) und 92/51/EWG (6) des Rates sowie die Richtlinie 1999/42/EG des Europäischen Parlaments und des Rates über die allgemeine Regelung zur Anerkennung beruflicher Befähigungsnachweise (7) sowie die Richtlinien 77/452/EWG (8), 77/453/EWG (9), 78/686/EWG (10), 78/687/EWG (11), 78/1026/EWG (12), 78/1027/EWG (13), 80/154/EWG (14), 80/155/EWG (15), 85/384/EWG (16), 85/432/EWG (17), 85/433/EWG (18) und 93/16/EWG (19) des Rates, die die Tätigkeiten der Krankenschwester und des Krankenpflegers, die für die allgemeine Pflege verantwortlich sind, des Zahnarztes, des Tierarztes, der Hebamme, des Architekten, des Apothekers bzw. des Arztes betreffen.
(10)
Diese Richtlinie hindert die Mitgliedstaaten nicht daran, gemäß ihren Rechtsvorschriften Berufsqualifikationen anzuerkennen, die außerhalb des Gebiets der Europäischen Union von einem Staatsangehörigen eines Drittstaats erworben wurden. In jedem Fall sollte die Anerkennung unter Beachtung der Mindestanforderungen an die Ausbildung für bestimmte Berufe erfolgen.
(11)
Für die Berufe, die unter die allgemeine Regelung zur Anerkennung von Ausbildungsnachweisen — nachstehend „allgemeine Regelung“ genannt — fallen, sollten die Mitgliedstaaten die Möglichkeit behalten, das Mindestniveau der notwendigen Qualifikation festzulegen, um die Qualität der in ihrem Hoheitsgebiet erbrachten Leistungen zu sichern. Nach den Artikeln 10, 39 und 43 des Vertrags sollten sie einem Angehörigen eines Mitgliedstaates jedoch nicht vorschreiben, dass er Qualifikationen, die sie in der Regel durch schlichte Bezugnahme auf die in ihrem innerstaatlichen Bildungssystem ausgestellten Diplome bestimmen, erwirbt, wenn die betreffende Person diese Qualifikationen bereits ganz oder teilweise in einem anderen Mitgliedstaat erworben hat. Deshalb sollte vorgesehen werden, dass jeder Aufnahmemitgliedstaat, in dem ein Beruf reglementiert ist, die in einem anderen Mitgliedstaat erworbenen Qualifikationen berücksichtigen und dabei beurteilen muss, ob sie den von ihm geforderten Qualifikationen entsprechen. Dieses allgemeine System zur Anerkennung steht jedoch dem nicht entgegen, dass ein Mitgliedstaat jeder Person, die einen Beruf in diesem Mitgliedstaat ausübt, spezifische Erfordernisse vorschreibt, die durch die Anwendung der durch das allgemeine Interesse gerechtfertigten Berufsregeln begründet sind. Diese betreffen insbesondere die Regeln hinsichtlich der Organisation des Berufs, die beruflichen Standards, einschließlich der standesrechtlichen Regeln, die Vorschriften für die Kontrolle und die Haftung. Schließlich zielt diese Richtlinie nicht auf einen Eingriff in das berechtigte Interesse der Mitgliedstaaten ab, zu verhindern, dass einige ihrer Staatsangehörigen sich in missbräuchlicher Weise der Anwendung des nationalen Rechts im Bereich der Berufe entziehen.
(12)
Diese Richtlinie regelt die Anerkennung von in anderen Mitgliedstaaten erworbenen Berufsqualifikationen durch die Mitgliedstaaten. Sie gilt jedoch nicht für die Anerkennung von aufgrund dieser Richtlinie gefassten Anerkennungsbeschlüssen anderer Mitgliedstaaten durch die Mitgliedstaaten. Eine Person, deren Berufsqualifikationen aufgrund dieser Richtlinie anerkannt worden sind, kann sich somit nicht auf diese Anerkennung berufen, um in ihrem Herkunftsmitgliedstaat Rechte in Anspruch zu nehmen, die sich nicht aus der in diesem Mitgliedstaat erworbenen Berufsqualifikation ableiten, es sei denn, sie weist nach, dass sie zusätzliche Berufsqualifikationen im Aufnahmemitgliedstaat erworben hat.
(13)
Um den Anerkennungsmechanismus aufgrund der allgemeinen Regelung festzulegen, müssen die einzelstaatlichen Systeme der allgemeinen und beruflichen Bildung in Niveaus unterteilt werden. Diese Niveaus, die nur zum Zweck der Anwendung der allgemeinen Regelung festgelegt werden, haben keine Auswirkungen auf die einzelstaatlichen Strukturen der allgemeinen und beruflichen Bildung oder auf die Zuständigkeit der Mitgliedstaaten auf diesem Gebiet.
(14)
Der durch die Richtlinien 89/48/EWG und 92/51/EWG eingeführte Anerkennungsmechanismus ändert sich nicht. Folglich sollte der Inhaber eines Zeugnisses, das den erfolgreichen Abschluss einer postsekundären Ausbildung von mindestens einem Jahr bescheinigt, Zugang zu einem reglementierten Beruf in einem Mitgliedstaat erhalten, in dem dieser Zugang von der Vorlage eines Zeugnisses über den erfolgreichen Abschluss einer Hochschul- oder Universitätsausbildung von vier Jahren abhängt, unabhängig von dem Niveau, zu dem der im Aufnahmemitgliedstaat verlangte Ausbildungsabschluss gehört. Umgekehrt sollte der Zugang zu einem reglementierten Beruf, soweit er vom erfolgreichen Abschluss einer Hochschul- oder Universitätsausbildung von mehr als vier Jahren abhängt, nur den Inhabern eines Zeugnisses über den erfolgreichen Abschluss einer Hochschul- oder Universitätsausbildung von mindestens drei Jahren gewährt werden.
(15)
Da die Mindestanforderungen an die Ausbildung für die Aufnahme und Ausübung der unter die allgemeine Regelung fallenden Berufe nicht harmonisiert sind, sollte der Aufnahmemitgliedstaat die Möglichkeit haben, eine Ausgleichsmaßnahme vorzuschreiben. Diese Maßnahme sollte dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit entsprechen und insbesondere die Berufserfahrung des Antragstellers berücksichtigen. Die Erfahrung zeigt, dass die Möglichkeit, dem Migranten nach seiner Wahl einen Eignungstest oder einen Anpassungslehrgang vorzuschreiben, hinreichende Garantien hinsichtlich seines Qualifikationsniveaus bietet, so dass jede Abweichung von dieser Wahlmöglichkeit in jedem Einzelfall durch einen zwingenden Grund des Allgemeininteresses gerechtfertigt sein müsste.
(16)
Um die Freizügigkeit von Berufstätigen zu fördern und gleichzeitig ein angemessenes Qualifikationsniveau zu gewährleisten, sollten verschiedene Berufsverbände und -organisationen oder die Mitgliedstaaten auf europäischer Ebene gemeinsame Plattformen vorschlagen können. Unter bestimmten Voraussetzungen und unter Beachtung der Zuständigkeit der Mitgliedstaaten für die Festlegung der für die Ausübung der Berufe in ihrem Hoheitsgebiet erforderlichen beruflichen Qualifikationen sowie für den Inhalt und die Organisation ihrer Systeme für die allgemeine und berufliche Bildung und unter Beachtung des Gemeinschaftsrechts, insbesondere des gemeinschaftlichen Wettbewerbsrechts, sollte diese Richtlinie diesen Initiativen Rechnung tragen, während sie gleichzeitig einen stärkeren Automatismus der Anerkennung im Rahmen der allgemeinen Regelung fördert. Die Berufsverbände, die gemeinsame Plattformen vorlegen können, sollten auf einzelstaatlicher und europäischer Ebene repräsentativ sein. Eine gemeinsame Plattform besteht in einer Reihe von Kriterien, mit denen wesentliche Unterschiede, die zwischen den Ausbildungsanforderungen in mindestens zwei Dritteln der Mitgliedstaaten, einschließlich all jener Mitgliedstaaten, in denen der Beruf reglementiert ist, festgestellt wurden, möglichst umfassend ausgeglichen werden können. Zu den Kriterien könnten beispielsweise Anforderungen wie eine Zusatzausbildung, ein Anpassungslehrgang in der Praxis unter Aufsicht, eine Eignungsprüfung, ein vorgeschriebenes Minimum an Berufserfahrung oder eine Kombination solcher Anforderungen gehören.
(17)
Damit alle Sachverhalte berücksichtigt werden, die bisher keiner Regelung zur Anerkennung von Berufsqualifikationen unterliegen, sollte die allgemeine Regelung auf die Fälle ausgedehnt werden, die nicht durch eine Einzelregelung abgedeckt werden, entweder weil der Beruf unter keine der Regelungen fällt oder weil der Beruf zwar unter eine bestimmte Regelung fällt, der Antragsteller aus besonderen und außergewöhnlichen Gründen die Voraussetzungen für die Inanspruchnahme dieser Regelung jedoch nicht erfüllt.
(18)
Es ist geboten, die Vorschriften zu vereinfachen, die in den Mitgliedstaaten, in denen die betreffenden Berufe reglementiert sind, die Aufnahme bestimmter Tätigkeiten in Industrie, Handel und Handwerk ermöglichen, sofern die entsprechenden Tätigkeiten in einem Mitgliedstaat während eines angemessenen, nicht zu weit zurückliegenden Zeitraums ausgeübt worden sind; gleichzeitig gilt es aber, an einem System der automatischen Anerkennung auf der Grundlage der Berufserfahrung für diese Tätigkeiten festzuhalten.
(19)
Die Freizügigkeit und die gegenseitige Anerkennung der Ausbildungsnachweise der Ärzte, Krankenschwestern und Krankenpfleger, die für die allgemeine Pflege verantwortlich sind, Zahnärzte, Tierärzte, Hebammen, Apotheker und Architekten sollte sich auf den Grundsatz der automatischen Anerkennung der Ausbildungsnachweise im Zuge der Koordinierung der Mindestanforderungen an die Ausbildung stützen. Ferner sollte die Aufnahme und Ausübung der Tätigkeiten des Arztes, der Krankenschwester und des Krankenpflegers, die für die allgemeine Pflege verantwortlich sind, des Zahnarztes, des Tierarztes, der Hebamme und des Apothekers vom Besitz eines bestimmten Ausbildungsnachweises abhängig gemacht werden, wodurch gewährleistet wird, dass die betreffenden Personen eine Ausbildung absolviert haben, die den festgelegten Mindestanforderungen genügt. Dieses System sollte durch eine Reihe erworbener Rechte ergänzt werden, auf die sich qualifizierte Berufsangehörige unter bestimmten Voraussetzungen berufen können.
(20)
Um den Besonderheiten des Ausbildungssystems der Ärzte und Zahnärzte und dem entsprechenden gemeinschaftlichen Besitzstand im Bereich der gegenseitigen Anerkennung Rechnung zu tragen, ist es gerechtfertigt, für alle Fachrichtungen, die zum Zeitpunkt des Erlasses der vorliegenden Richtlinie anerkannt sind, den Grundsatz der automatischen Anerkennung der medizinischen und zahnmedizinischen Fachrichtungen, die mindestens zwei Mitgliedstaaten gemeinsam sind, beizubehalten. Hingegen sollte sich im Interesse der Vereinfachung des Systems die Erweiterung der automatischen Anerkennung auf neue medizinische Fachrichtungen nach dem Zeitpunkt des Inkrafttretens der vorliegenden Richtlinie auf diejenigen beschränken, die in mindestens zwei Fünfteln der Mitgliedstaaten vertreten sind. Im Übrigen hindert die vorliegende Richtlinie die Mitgliedstaaten nicht daran, untereinander für bestimmte medizinische und zahnmedizinische Fachrichtungen, die sie gemeinsam haben und die nicht Gegenstand einer automatischen Anerkennung im Sinne dieser Richtlinie sind, eine automatische Anerkennung nach ihren eigenen Regeln zu vereinbaren.
(21)
Die automatische Anerkennung der Ausbildungsnachweise des Arztes mit Grundausbildung sollte nicht die Zuständigkeit der Mitgliedstaaten berühren, diesen Nachweis mit beruflichen Tätigkeiten zu verbinden oder auch nicht.
(22)
Alle Mitgliedstaaten sollten den Beruf des Zahnarztes als eigenen Beruf anerkennen, der sich von dem des Arztes oder Facharztes für Zahn- und Mundheilkunde unterscheidet. Die Mitgliedstaaten sollten sicherstellen, dass dem Zahnarzt in seiner Ausbildung die erforderlichen Fähigkeiten zur Ausübung aller Tätigkeiten der Verhütung, Diagnose und Behandlung von Anomalien und Krankheiten von Zähnen, Mund und Kiefer sowie der dazugehörigen Gewebe vermittelt werden. Die Tätigkeit des Zahnarztes sollte nur von Inhabern eines zahnärztlichen Ausbildungsnachweises im Sinne dieser Richtlinie ausgeübt werden.
(23)
Es erscheint nicht wünschenswert, für alle Mitgliedstaaten einen einheitlichen Ausbildungsgang für Hebammen vorzuschreiben. Es ist sogar angezeigt, den Mitgliedstaaten möglichst viel Freiheit bei der Gestaltung der Ausbildung zu lassen.
(24)
Im Interesse der Vereinfachung ist es angezeigt, die Bezeichnung „Apotheker“ zu verwenden, um den Anwendungsbereich der Bestimmungen über die automatische Anerkennung der Ausbildungsnachweise abzugrenzen, unbeschadet der Besonderheiten der nationalen Vorschriften für diese Tätigkeiten.
(25)
Inhaber eines Ausbildungsnachweises des Apothekers sind Arzneimittelspezialisten und sollten grundsätzlich in allen Mitgliedstaaten Zugang zu einem Mindesttätigkeitsfeld innerhalb dieses Fachgebiets haben. Mit der Definition dieses Mindesttätigkeitsfeldes sollte diese Richtlinie weder eine Begrenzung der Betätigungsmöglichkeiten für Apotheker in den Mitgliedstaaten, insbesondere hinsichtlich der biomedizinischen Analysen, bewirken noch zugunsten dieser Berufsangehörigen ein Monopol begründen, da die Einräumung eines solchen Monopols weiterhin in die alleinige Zuständigkeit der Mitgliedstaaten fällt. Diese Richtlinie hindert die Mitgliedstaaten nicht daran, die Aufnahme von Tätigkeiten, die nicht in das koordinierte Mindesttätigkeitsfeld einbezogen sind, an zusätzliche Ausbildungsanforderungen zu knüpfen. Daher sollte der Aufnahmemitgliedstaat, der solche Anforderungen stellt, die Möglichkeit haben, Staatsangehörige der Mitgliedstaaten, die im Besitz von Ausbildungsnachweisen sind, die unter die automatische Anerkennung im Sinne dieser Richtlinie fallen, diesen Anforderungen zu unterwerfen.
(26)
Diese Richtlinie gewährleistet nicht die Koordinierung aller Bedingungen für die Aufnahme und die Ausübung der Tätigkeiten des Apothekers. Insbesondere sollten die geografische Verteilung der Apotheken und das Abgabemonopol für Arzneimittel weiterhin in die Zuständigkeit der Mitgliedstaaten fallen. Diese Richtlinie berührt keine Rechts- und Verwaltungsvorschriften der Mitgliedstaaten, die Gesellschaften die Ausübung bestimmter Tätigkeiten des Apothekers verbieten oder ihnen für die Ausübung solcher Tätigkeiten bestimmte Auflagen machen.
(27)
Die architektonische Gestaltung, die Qualität der Bauwerke, ihre harmonische Einpassung in die Umgebung, der Respekt vor der natürlichen und der städtischen Landschaft sowie vor dem kollektiven und dem privaten Erbe sind von öffentlichem Interesse. Daher sollte sich die gegenseitige Anerkennung der Ausbildungsnachweise auf qualitative und quantitative Kriterien stützen, die gewährleisten, dass die Inhaber der anerkannten Ausbildungsnachweise in der Lage sind, die Bedürfnisse der Einzelpersonen, sozialen Gruppen und Gemeinwesen im Bereich der Raumordnung, der Konzeption, der Vorbereitung und Errichtung von Bauwerken, der Erhaltung und Zurgeltungbringung des architektonischen Erbes sowie des Schutzes der natürlichen Gleichgewichte zu verstehen und ihnen Ausdruck zu verleihen.
(28)
Die nationalen Vorschriften für das Gebiet der Architektur und die Aufnahme und Ausübung der Architektentätigkeit sind ihrem Geltungsumfang nach sehr unterschiedlich. In den meisten Mitgliedstaaten werden die Tätigkeiten auf dem Gebiet der Architektur de jure oder de facto von Personen mit dem Berufstitel Architekt, gegebenenfalls in Verbindung mit einem weiteren Berufstitel, ausgeübt, ohne dass deshalb ausschließlich diese Personen das Recht hätten, diese Tätigkeiten auszuüben, es sei denn, es liegen gegenteilige Rechtsvorschriften vor. Diese Tätigkeiten, oder einige davon, können auch von Angehörigen anderer Berufe ausgeübt werden, insbesondere von Ingenieuren, die auf dem Gebiet des Bauwesens oder der Baukunst eine besondere Ausbildung erhalten haben. Im Interesse der Vereinfachung dieser Richtlinie ist es angezeigt, die Bezeichnung „Architekt“ zu verwenden, um den Anwendungsbereich der Bestimmungen über die automatische Anerkennung der Ausbildungsnachweise auf dem Gebiet der Architektur abzugrenzen, unbeschadet der Besonderheiten der nationalen Vorschriften für diese Tätigkeiten.
(29)
Wenn die nationale oder europäische Berufsorganisation bzw. der nationale oder europäische Berufsverband eines reglementierten Berufs ein begründetes Ersuchen um eine Sonderregelung für die Anerkennung der Berufsqualifikationen im Hinblick auf die Koordinierung der Mindestanforderungen an die Ausbildung vorlegt, prüft die Kommission die Möglichkeit, einen Vorschlag zur Änderung dieser Richtlinie zu verabschieden.
(30)
Um die Wirksamkeit des Systems der Anerkennung von Berufsqualifikationen zu gewährleisten, sollten einheitliche Formalitäten und Verfahrensregeln für seine Anwendung sowie bestimmte Modalitäten für die Ausübung der Berufe festgelegt werden.
(31)
Da die Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten sowie zwischen den Mitgliedstaaten und der Kommission die Anwendung dieser Richtlinie und die Beachtung der sich daraus ergebenden Verpflichtungen sicher erleichtert, ist es angezeigt, die Einrichtungen dafür festzulegen.
(32)
Mit der Einführung von Berufsausweisen auf europäischer Ebene durch Berufsverbände und -organisationen kann sich die Mobilität von Berufsangehörigen erhöhen, insbesondere durch Beschleunigung des Austauschs von Informationen zwischen dem Aufnahmemitgliedstaat und dem Herkunftsmitgliedstaat. Diese Berufsausweise sollen es ermöglichen, den beruflichen Werdegang von Berufsangehörigen zu verfolgen, die sich in verschiedenen Mitgliedstaaten niederlassen. Die Ausweise könnten unter voller Einhaltung der Datenschutzvorschriften Informationen über die beruflichen Qualifikationen des Berufsangehörigen (Universität bzw. Bildungseinrichtungen, Qualifikationen, Berufserfahrungen), seine Niederlassung und die gegen ihn verhängten berufsbezogenen Sanktionen sowie Einzelangaben der zuständigen Behörde umfassen.
(33)
Die Einrichtung eines Systems von Kontaktstellen, die die Bürger der Mitgliedstaaten informieren und unterstützen sollen, wird die Transparenz der Anerkennungsregelung gewährleisten. Die Kontaktstellen liefern den Bürgern die von ihnen angeforderten Informationen und übermitteln der Kommission alle Angaben und Anschriften, die für das Anerkennungsverfahren von Nutzen sein können. Durch die Benennung einer einzigen Kontaktstelle durch jeden Mitgliedstaat im Rahmen des Netzes bleibt die Zuständigkeitsverteilung auf nationaler Ebene unberührt. Insbesondere steht dies dem nicht entgegen, dass auf nationaler Ebene mehrere Stellen benannt werden, wobei der im Rahmen dieses Netzes benannten Kontaktstelle die Aufgabe zukommt, die anderen Stellen zu koordinieren und den Bürger erforderlichenfalls im Einzelnen über die für ihn zuständige Stelle zu informieren.
(34)
Die Verwaltung der unterschiedlichen Anerkennungssysteme, die in den Einzelrichtlinien und in der allgemeinen Regelung festgelegt sind, hat sich als schwerfällig und komplex erwiesen. Es ist daher angezeigt, die Verwaltung dieser Richtlinie und ihre Aktualisierung zwecks Anpassung an den wissenschaftlichen und technischen Fortschritt zu vereinfachen, insbesondere, wenn die Mindestanforderungen an die Ausbildungen zur automatischen Anerkennung der Ausbildungsnachweise koordiniert werden. Zu diesem Zweck sollte ein gemeinsamer Ausschuss für die Anerkennung der Berufsqualifikationen eingesetzt und gleichzeitig eine angemessene Einbindung der Vertreter der Berufsorganisationen, auch auf europäischer Ebene, sichergestellt werden.
(35)
Die zur Durchführung dieser Richtlinie erforderlichen Maßnahmen sollten gemäß dem Beschluss 1999/468/EG des Rates vom 28. Juni 1999 zur Festlegung der Modalitäten für die Ausübung der der Kommission übertragenen Durchführungsbefugnisse (20) erlassen werden.
(36)
Ein regelmäßig vorgelegter Bericht der Mitgliedstaaten mit statistischen Daten über die Anwendung dieser Richtlinie wird Aufschluss über die Wirkung des Systems zur Anerkennung von Berufsqualifikationen geben.
(37)
Für den Fall, dass die Anwendung einer Bestimmung dieser Richtlinie einem Mitgliedstaat erhebliche Schwierigkeiten bereitet, sollte ein geeignetes Verfahren für die Annahme befristeter Maßnahmen vorgesehen werden.
(38)
Die Bestimmungen dieser Richtlinie berühren nicht die Zuständigkeit der Mitgliedstaaten für die Gestaltung ihres nationalen Sozialversicherungssystems und die Festlegung der Tätigkeiten, die im Rahmen dieses Systems ausgeübt werden müssen.
(39)
Angesichts der raschen Weiterentwicklung von Wissenschaft und Technik ist das lebenslange Lernen in einer Vielzahl von Berufen äußerst wichtig. Vor diesem Hintergrund ist es Aufgabe der Mitgliedstaaten, die Regelungen einer angemessenen Fortbildung im Einzelnen festzulegen, die die Berufsangehörigen auf dem neuesten Stand von Wissenschaft und Technik hält.
(40)
Da die Ziele dieser Richtlinie, nämlich die Straffung, Vereinfachung und Verbesserung der Vorschriften für die Anerkennung beruflicher Qualifikationen, auf Ebene der Mitgliedstaaten nicht ausreichend erreicht werden können und daher besser auf Gemeinschaftsebene zu erreichen sind, kann die Gemeinschaft im Einklang mit dem in Artikel 5 des Vertrags niedergelegten Subsidiaritätsprinzip tätig werden. Entsprechend dem in demselben Artikel genannten Verhältnismäßigkeitsprinzip geht diese Richtlinie nicht über das für die Erreichung dieser Ziele erforderliche Maß hinaus.
(41)
Diese Richtlinie berührt nicht die Anwendung des Artikels 39 Absatz 4 und des Artikels 45 des Vertrags, insbesondere auf Notare.
(42)
In Bezug auf das Niederlassungsrecht und die Erbringung von Dienstleistungen gilt diese Richtlinie unbeschadet anderer spezifischer Rechtsvorschriften über die Anerkennung von Berufsqualifikationen, wie zum Beispiel der bestehenden Vorschriften in den Bereichen Verkehr, Versicherungsvermittler und gesetzlich zugelassene Abschlussprüfer. Diese Richtlinie berührt nicht die Anwendung der Richtlinie 77/249/EWG des Rates vom 22. März 1977 zur Erleichterung der tatsächlichen Ausübung des freien Dienstleistungsverkehrs der Rechtsanwälte (21) oder der Richtlinie 98/5/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. Februar 1998 zur Erleichterung der ständigen Ausübung des Rechtsanwaltsberufs in einem anderen Mitgliedstaat als dem, in dem die Qualifikation erworben wurde (22). Die Anerkennung der Berufsqualifikationen von Anwälten zum Zwecke der umgehenden Niederlassung unter der Berufsbezeichnung des Aufnahmemitgliedstaats sollte von dieser Richtlinie abgedeckt werden.
(43)
Diese Richtlinie betrifft auch freie Berufe soweit sie reglementiert sind, die gemäß den Bestimmungen dieser Richtlinie auf der Grundlage einschlägiger Berufsqualifikationen persönlich, in verantwortungsbewusster Weise und fachlich unabhängig von Personen ausgeübt werden, die für ihre Kunden und die Allgemeinheit geistige und planerische Dienstleistungen erbringen. Die Ausübung der Berufe unterliegt möglicherweise in den Mitgliedstaaten in Übereinstimmung mit dem Vertrag spezifischen gesetzlichen Beschränkungen nach Maßgabe des innerstaatlichen Rechts und des in diesem Rahmen von der jeweiligen Berufsvertretung autonom gesetzten Rechts, das die Professionalität, die Dienstleistungsqualität und die Vertraulichkeit der Beziehungen zu den Kunden gewährleistet und fortentwickelt.
(44)
Diese Richtlinie lässt die Maßnahmen unberührt, die erforderlich sind, um ein hohes Gesundheits- und Verbraucherschutzniveau sicherzustellen —
HABEN FOLGENDE RICHTLINIE ERLASSEN:
TITEL I
ALLGEMEINE BESTIMMUNGEN
Artikel 1
Gegenstand
Diese Richtlinie legt die Vorschriften fest, nach denen ein Mitgliedstaat, der den Zugang zu einem reglementierten Beruf oder dessen Ausübung in seinem Hoheitsgebiet an den Besitz bestimmter Berufsqualifikationen knüpft (im Folgenden „Aufnahmemitgliedstaat“ genannt), für den Zugang zu diesem Beruf und dessen Ausübung die in einem oder mehreren anderen Mitgliedstaaten (im Folgenden „Herkunftsmitgliedstaat“ genannt) erworbenen Berufsqualifikationen anerkennt, die ihren Inhaber berechtigen, dort denselben Beruf auszuüben.
Artikel 2
Anwendungsbereich
(1)   Diese Richtlinie gilt für alle Staatsangehörigen eines Mitgliedstaats, die als Selbstständige oder abhängig Beschäftigte, einschließlich der Angehörigen der freien Berufe, einen reglementierten Beruf in einem anderen Mitgliedstaat als dem, in dem sie ihre Berufsqualifikationen erworben haben, ausüben wollen.
(2)   Jeder Mitgliedstaat kann in seinem Hoheitsgebiet nach Maßgabe seiner Vorschriften den Staatsangehörigen der Mitgliedstaaten, die eine Berufsqualifikation gemäß Artikel 3 Absatz 1 Buchstabe a vorweisen können, die nicht in einem Mitgliedstaat erworben wurde, die Ausübung eines reglementierten Berufs gestatten. Für die Berufe in Titel III Kapitel III erfolgt diese erste Anerkennung unter Beachtung der dort genannten Mindestanforderungen an die Ausbildung.
(3)   Wurden für einen bestimmten reglementierten Beruf in einem gesonderten gemeinschaftlichen Rechtsakt andere spezielle Regelungen unmittelbar für die Anerkennung von Berufsqualifikationen festgelegt, so finden die entsprechenden Bestimmungen dieser Richtlinie keine Anwendung.
Artikel 3
Begriffsbestimmungen
(1)   Für die Zwecke dieser Richtlinie gelten folgende Begriffsbestimmungen:
a)
„reglementierter Beruf“ ist eine berufliche Tätigkeit oder eine Gruppe beruflicher Tätigkeiten, bei der die Aufnahme oder Ausübung oder eine der Arten der Ausübung direkt oder indirekt durch Rechts- und Verwaltungsvorschriften an den Besitz bestimmter Berufsqualifikationen gebunden ist; eine Art der Ausübung ist insbesondere die Führung einer Berufsbezeichnung, die durch Rechts- oder Verwaltungsvorschriften auf Personen beschränkt ist, die über eine bestimmte Berufsqualifikation verfügen. Trifft Satz 1 dieser Begriffsbestimmung nicht zu, so wird ein unter Absatz 2 fallender Beruf als reglementierter Beruf behandelt;
b)
„Berufsqualifikationen“ sind die Qualifikationen, die durch einen Ausbildungsnachweis, einen Befähigungsnachweis nach Artikel 11 Buchstabe a Ziffer i und/oder Berufserfahrung nachgewiesen werden;
c)
„Ausbildungsnachweise“ sind Diplome, Prüfungszeugnisse und sonstige Befähigungsnachweise, die von einer Behörde eines Mitgliedstaats, die entsprechend dessen Rechts- und Verwaltungsvorschriften benannt wurde, für den Abschluss einer überwiegend in der Gemeinschaft absolvierten Berufsausbildung ausgestellt werden. Findet Satz 1 keine Anwendung, so sind Ausbildungsnachweise im Sinne des Absatzes 3 den hier genannten Ausbildungsnachweisen gleichgestellt;
d)
„zuständige Behörde“: jede von den Mitgliedstaaten mit der besonderen Befugnis ausgestattete Behörde oder Stelle, Ausbildungsnachweise und andere Dokumente oder Informationen auszustellen bzw. entgegenzunehmen sowie Anträge zu erhalten und Beschlüsse zu fassen, auf die in der vorliegenden Richtlinie abgezielt wird;
e)
„reglementierte Ausbildung“ ist eine Ausbildung, die speziell auf die Ausübung eines bestimmten Berufes ausgerichtet ist und aus einem abgeschlossenen Ausbildungsgang oder mehreren abgeschlossenen Ausbildungsgängen besteht, der gegebenenfalls durch eine Berufsausbildung, durch ein Berufspraktikum oder durch Berufspraxis ergänzt wird;
Der Aufbau und das Niveau der Berufsausbildung, des Berufspraktikums oder der Berufspraxis müssen in den Rechts- und Verwaltungsvorschriften des jeweiligen Mitgliedstaats festgelegt sein oder von einer zu diesem Zweck bestimmten Behörde kontrolliert oder genehmigt werden;
f)
„Berufserfahrung“ ist die tatsächliche und rechtmäßige Ausübung des betreffenden Berufs in einem Mitgliedstaat;
g)
„Anpassungslehrgang“ ist die Ausübung eines reglementierten Berufs, die in dem Aufnahmemitgliedstaat unter der Verantwortung eines qualifizierten Berufsangehörigen erfolgt und gegebenenfalls mit einer Zusatzausbildung einhergeht. Der Lehrgang ist Gegenstand einer Bewertung. Die Einzelheiten des Anpassungslehrgangs und seiner Bewertung sowie die Rechtsstellung des beaufsichtigten zugewanderten Lehrgangsteilnehmers werden von der zuständigen Behörde des Aufnahmemitgliedstaats festgelegt.
Die Rechtsstellung des Lehrgangsteilnehmers im Aufnahmemitgliedstaat, insbesondere im Bereich des Aufenthaltsrechts sowie der Verpflichtungen, sozialen Rechte und Leistungen, Vergütungen und Bezüge wird von den zuständigen Behörden des betreffenden Mitgliedstaats gemäß dem geltenden Gemeinschaftsrecht festgelegt;
h)
„Eignungsprüfung“ ist eine ausschließlich die beruflichen Kenntnisse des Antragstellers betreffende und von den zuständigen Behörden des Aufnahmemitgliedstaats durchgeführte Prüfung, mit der die Fähigkeit des Antragstellers, in diesem Mitgliedstaat einen reglementierten Beruf auszuüben, beurteilt werden soll. Zur Durchführung dieser Prüfung erstellen die zuständigen Behörden ein Verzeichnis der Sachgebiete, die aufgrund eines Vergleichs zwischen der in ihrem Staat verlangten Ausbildung und der bisherigen Ausbildung des Antragstellers von dem Diplom oder den sonstigen Ausbildungsnachweisen, über die der Antragsteller verfügt, nicht abgedeckt werden.
Bei der Eignungsprüfung muss dem Umstand Rechnung getragen werden, dass der Antragsteller in seinem Heimatmitgliedstaat oder dem Mitgliedstaat, aus dem er kommt, über eine berufliche Qualifikation verfügt. Die Eignungsprüfung erstreckt sich auf Sachgebiete, die aus dem Verzeichnis ausgewählt werden und deren Kenntnis eine wesentliche Voraussetzung für die Ausübung des Berufs im Aufnahmemitgliedstaat ist. Diese Prüfung kann sich auch auf die Kenntnis der sich auf die betreffenden Tätigkeiten im Aufnahmemitgliedstaat beziehenden berufsständischen Regeln erstrecken.
Die Durchführung der Eignungsprüfung im Einzelnen sowie die Rechtsstellung des Antragstellers im Aufnahmemitgliedstaat, in dem er sich auf die Eignungsprüfung vorzubereiten wünscht, werden von den zuständigen Behörden des betreffenden Mitgliedstaats festgelegt;
i)
„Betriebsleiter“ ist eine Person, die in einem Unternehmen des entsprechenden Berufszweigs
i)
die Position des Leiters des Unternehmens oder einer Zweigniederlassung innehat oder
ii)
Stellvertreter eines Inhabers oder Leiters eines Unternehmens ist, sofern mit dieser Position eine Verantwortung verbunden ist, die der des vertretenen Inhabers oder Leiters vergleichbar ist, oder
iii)
in leitender Stellung mit kaufmännischen und/oder technischen Aufgaben und mit der Verantwortung für eine oder mehrere Abteilungen des Unternehmens tätig ist.
(2)   Einem reglementierten Beruf gleichgestellt ist ein Beruf, der von Mitgliedern von Verbänden oder Organisationen im Sinne des Anhangs I ausgeübt wird.
Die in Unterabsatz 1 genannten Verbände oder Organisationen verfolgen insbesondere das Ziel der Wahrung und Förderung eines hohen Niveaus in dem betreffenden Beruf. Zur Erreichung dieses Ziels werden sie von einem Mitgliedstaat in besonderer Form anerkannt; sie stellen ihren Mitgliedern einen Ausbildungsnachweis aus, gewähren, dass ihre Mitglieder die von ihnen vorgeschriebenen berufsständischen Regeln beachten und verleihen ihnen das Recht, einen Titel zu führen, eine bestimmte Kurzbezeichnung zu verwenden oder einen diesem Ausbildungsnachweis entsprechenden Status in Anspruch zu nehmen.
Die Mitgliedstaaten unterrichten die Kommission über jede Anerkennung eines Verbandes oder einer Organisation im Sinne des Unterabsatzes 1; die Kommission veröffentlicht eine entsprechende Bekanntmachung im Amtsblatt der Europäischen Union.
(3)   Einem Ausbildungsnachweis gleichgestellt ist jeder in einem Drittland ausgestellte Ausbildungsnachweis, sofern sein Inhaber in dem betreffenden Beruf drei Jahre Berufserfahrung im Hoheitsgebiet des Mitgliedstaats, der diesen Ausbildungsnachweis nach Artikel 2 Absatz 2 anerkannt hat, besitzt und dieser Mitgliedstaat diese Berufserfahrung bescheinigt.
Artikel 4
Wirkungen der Anerkennung
(1)   Die Anerkennung der Berufsqualifikationen durch den Aufnahmemitgliedstaat ermöglicht der begünstigten Person, in diesem Mitgliedstaat denselben Beruf wie den, für den sie in ihrem Herkunftsmitgliedstaat qualifiziert ist, aufzunehmen und unter denselben Voraussetzungen wie Inländer auszuüben.
(2)   Für die Zwecke dieser Richtlinie ist der Beruf, den der Antragsteller im Aufnahmemitgliedstaat ausüben möchte, derselbe wie derjenige, für den er in seinem Herkunftsmitgliedstaat qualifiziert ist, wenn die Tätigkeiten, die er umfasst, vergleichbar sind.
TITEL II
DIENSTLEISTUNGSFREIHEIT
Artikel 5
Grundsatz der Dienstleistungsfreiheit
(1)   Unbeschadet spezifischer Vorschriften des Gemeinschaftsrechts sowie der Artikel 6 und 7 dieser Richtlinie können die Mitgliedstaaten die Dienstleistungsfreiheit nicht aufgrund der Berufsqualifikationen einschränken,
a)
wenn der Dienstleister zur Ausübung desselben Berufs rechtmäßig in einem Mitgliedstaat niedergelassen ist (nachstehend „Niederlassungsmitgliedstaat“ genannt) und
b)
für den Fall, dass sich der Dienstleister in einen anderen Mitgliedstaat begibt, wenn er diesen Beruf mindestens zwei Jahre während der vorhergehenden zehn Jahre im Niederlassungsmitgliedstaat ausgeübt hat, sofern der Beruf dort nicht reglementiert ist. Die Bedingung, dass der Dienstleister den Beruf zwei Jahre ausgeübt haben muss, gilt nicht, wenn entweder der Beruf oder die Ausbildung zu diesem Beruf reglementiert ist.
(2)   Die Bestimmungen dieses Titels gelten nur für den Fall, dass sich der Dienstleister zur vorübergehenden und gelegentlichen Ausübung des Berufs nach Absatz 1 in den Aufnahmemitgliedstaat begibt.
Der vorübergehende und gelegentliche Charakter der Erbringung von Dienstleistungen wird im Einzelfall beurteilt, insbesondere anhand der Dauer, der Häufigkeit, der regelmäßigen Wiederkehr und der Kontinuität der Dienstleistung.
(3)   Begibt sich der Dienstleister in einen anderen Mitgliedstaat, so unterliegt er im Aufnahmemitgliedstaat den berufsständischen, gesetzlichen oder verwaltungsrechtlichen Berufsregeln, die dort in unmittelbarem Zusammenhang mit den Berufsqualifikationen für Personen gelten, die denselben Beruf wie er ausüben, und den dort geltenden Disziplinarbestimmungen; zu diesen Bestimmungen gehören etwa Regelungen für die Definition des Berufs, das Führen von Titeln und schwerwiegende berufliche Fehler in unmittelbarem und speziellem Zusammenhang mit dem Schutz und der Sicherheit der Verbraucher.
Artikel 6
Befreiungen
Gemäß Artikel 5 Absatz 1 befreit der Aufnahmemitgliedstaat den Dienstleister, der in einem anderen Mitgliedstaat niedergelassen ist, insbesondere von den folgenden Erfordernissen, die er an die in seinem Hoheitsgebiet niedergelassenen Berufsangehörigen stellt:
a)
Zulassung, Eintragung oder Mitgliedschaft bei einer Berufsorganisation. Um die Anwendung der in ihrem Hoheitsgebiet geltenden Disziplinarbestimmungen gemäß Artikel 5 Absatz 3 zu erleichtern, können die Mitgliedstaaten entweder eine automatische vorübergehende Eintragung oder eine Pro-Forma-Mitgliedschaft bei einer solchen Berufsorganisation vorsehen, sofern diese Eintragung oder Mitgliedschaft die Erbringung der Dienstleistungen in keiner Weise verzögert oder erschwert und für den Dienstleister keine zusätzlichen Kosten verursacht. Die zuständige Behörde übermittelt der betreffenden Berufsorganisation eine Kopie der Meldung und gegebenenfalls der erneuerten Meldung nach Artikel 7 Absatz 1, der im Falle der in Artikel 7 Absatz 4 genannten Berufe, die die öffentliche Gesundheit und Sicherheit berühren, oder im Falle von Berufen, die unter die automatische Anerkennung nach Artikel III Kapitel III fallen, eine Kopie der in Artikel 7 Absatz 2 genannten Dokumente beizufügen ist; für die Zwecke der Befreiung gilt dies als automatische vorübergehende Eintragung oder Pro-Forma-Mitgliedschaft.
b)
Mitgliedschaft bei einer Körperschaft des öffentlichen Rechts im Bereich der sozialen Sicherheit zur Abrechnung mit einem Versicherer für Tätigkeiten zugunsten von Sozialversicherten.
Der Dienstleister unterrichtet jedoch zuvor oder in dringenden Fällen nachträglich die in Absatz 1 Buchstabe b bezeichnete Körperschaft von der Erbringung seiner Dienstleistungen.
Artikel 7
Vorherige Meldung bei Ortswechsel des Dienstleisters
(1)   Die Mitgliedstaaten können verlangen, dass der Dienstleister in dem Fall, dass er zur Erbringung von Dienstleistungen erstmals von einem Mitgliedstaat in einen anderen wechselt, den zuständigen Behörden im Aufnahmemitgliedstaat vorher schriftlich Meldung erstattet und sie dabei über Einzelheiten zu einem Versicherungsschutz oder einer anderen Art des individuellen oder kollektiven Schutzes in Bezug auf die Berufshaftpflicht informiert. Diese Meldung ist einmal jährlich zu erneuern, wenn der Dienstleister beabsichtigt, während des betreffenden Jahres vorübergehend oder gelegentlich Dienstleistungen in dem Mitgliedstaat zu erbringen. Der Dienstleister kann die Meldung in beliebiger Form vornehmen.
(2)   Darüber hinaus können die Mitgliedstaaten fordern, dass, wenn Dienstleistungen erstmals erbracht werden oder sich eine wesentliche Änderung gegenüber der in den Dokumenten bescheinigten Situation ergibt, der Meldung folgende Dokumente beigefügt sein müssen:
a)
ein Nachweis über die Staatsangehörigkeit des Dienstleisters;
b)
eine Bescheinigung darüber, dass der Dienstleister in einem Mitgliedstaat rechtmäßig zur Ausübung der betreffenden Tätigkeiten niedergelassen ist und dass ihm die Ausübung dieser Tätigkeiten zum Zeitpunkt der Vorlage der Bescheinigung nicht, auch nicht vorübergehend, untersagt ist;
c)
ein Berufsqualifikationsnachweis;
d)
in den in Artikel 5 Absatz 1 Buchstabe b genannten Fällen ein Nachweis in beliebiger Form darüber, dass der Dienstleister die betreffende Tätigkeit während der vorhergehenden zehn Jahre mindestens zwei Jahre lang ausgeübt hat;
e)
im Fall von Berufen im Sicherheitssektor der Nachweis, dass keine Vorstrafen vorliegen, soweit der Mitgliedstaat diesen Nachweis von den eigenen Staatsangehörigen verlangt.
(3)   Die Dienstleistung wird unter der Berufsbezeichnung des Niederlassungsmitgliedstaats erbracht, sofern in diesem Mitgliedstaat für die betreffende Tätigkeit eine solche Berufsbezeichnung existiert. Die Berufsbezeichnung wird in der Amtssprache oder einer der Amtssprachen des Niederlassungsmitgliedstaats geführt, und zwar so, dass keine Verwechslung mit der Berufsbezeichnung des Aufnahmemitgliedstaats möglich ist. Falls die genannte Berufsbezeichnung im Niederlassungsmitgliedstaat nicht existiert, gibt der Dienstleister seinen Ausbildungsnachweis in der Amtssprache oder einer der Amtssprachen dieses Mitgliedstaats an. In den im Titel III Kapitel III genannten Fällen wird die Dienstleistung ausnahmsweise unter der Berufsbezeichnung des Aufnahmemitgliedstaats erbracht.
(4)   Im Falle reglementierter Berufe, die die öffentliche Gesundheit oder Sicherheit berühren und die nicht unter die automatische Anerkennung gemäß Titel III Kapitel III fallen, kann die zuständige Behörde im Aufnahmemitgliedstaat bei der ersten Erbringung einer Dienstleistung die Berufsqualifikationen des Dienstleisters vor dieser ersten Erbringung nachprüfen. Eine solche Nachprüfung ist nur möglich, wenn deren Zweck darin besteht, eine schwerwiegende Beeinträchtigung der Gesundheit oder Sicherheit des Dienstleistungsempfängers aufgrund einer mangelnden Berufsqualifikation des Dienstleisters zu verhindern, und sofern sie nicht über das für diesen Zweck erforderliche Maß hinausgeht.
Die zuständige Behörde bemüht sich, den Dienstleister binnen einer Frist von höchstens einem Monat nach Eingang der Meldung und der Begleitdokumente über ihre Entscheidung, seine Qualifikationen nicht nachzuprüfen, bzw. über das Ergebnis dieser Nachprüfung zu unterrichten. Sollten Schwierigkeiten auftreten, die zu einer Verzögerung führen könnten, so unterrichtet die zuständige Behörde den Dienstleister innerhalb eines Monats über die Gründe für diese Verzögerung und über den Zeitplan für eine Entscheidung, die vor Ablauf des zweiten Monats ab Eingang der vollständigen Unterlagen ergehen muss.
Besteht ein wesentlicher Unterschied zwischen der beruflichen Qualifikation des Dienstleisters und der im Aufnahmemitgliedstaat geforderten Ausbildung und ist dieser so groß, dass dies der öffentlichen Gesundheit oder Sicherheit abträglich ist, muss der Aufnahmemitgliedstaat dem Dienstleister die Möglichkeit geben, nachzuweisen — insbesondere durch eine Eignungsprüfung —, dass er die fehlenden Kenntnisse und Fähigkeiten erworben hat. In jedem Fall muss die Erbringung der Dienstleistung innerhalb des Monats erfolgen können, der auf die nach Unterabsatz 2 getroffene Entscheidung folgt.
Bleibt eine Reaktion der zuständigen Behörde binnen der in den vorhergehenden Unterabsätzen festgesetzten Fristen aus, so darf die Dienstleistung erbracht werden.
In den Fällen, in denen die Qualifikationen gemäß diesem Absatz nachgeprüft worden sind, erfolgt die Erbringung der Dienstleistung unter der Berufsbezeichnung des Aufnahmemitgliedstaats.
Artikel 8
Verwaltungszusammenarbeit
(1)   Die zuständigen Behörden des Aufnahmemitgliedstaats können von den zuständigen Behörden des Niederlassungsmitgliedstaats für jede Erbringung einer Dienstleistung alle Informationen über die Rechtmäßigkeit der Niederlassung und die gute Führung des Dienstleisters anfordern sowie Informationen darüber, dass keine berufsbezogenen disziplinarischen oder strafrechtlichen Sanktionen vorliegen. Die zuständigen Behörden des Niederlassungsmitgliedstaats übermitteln diese Informationen gemäß Artikel 56.
(2)   Die zuständigen Behörden sorgen für den Austausch aller Informationen, die im Falle von Beschwerden eines Dienstleistungsempfängers gegen einen Dienstleister für ein ordnungsgemäßes Beschwerdeverfahren erforderlich sind. Der Dienstleistungsempfänger wird über das Ergebnis der Beschwerde unterrichtet.
Artikel 9
Unterrichtung der Dienstleistungsempfänger
Wird die Dienstleistung unter der Berufsbezeichnung des Niederlassungsmitgliedstaats oder auf der Grundlage des Ausbildungsnachweises des Dienstleisters erbracht, so können die zuständigen Behörden des Aufnahmemitgliedstaats verlangen, dass der Dienstleister zusätzlich zur Erfüllung der sonstigen Informationsanforderungen nach dem Gemeinschaftsrecht dem Dienstleistungsempfänger jeder oder alle der folgenden Informationen liefert:
a)
falls der Dienstleister in ein Handelsregister oder ein ähnliches öffentliches Register eingetragen ist, das Register, in das er eingetragen ist, und die Nummer der Eintragung oder gleichwertige, der Identifikation dienende Angaben aus diesem Register;
b)
falls die Tätigkeit im Niederlassungsmitgliedstaat zulassungspflichtig ist, den Namen und die Anschrift der zuständigen Aufsichtsbehörde;
c)
die Berufskammern oder vergleichbare Organisationen, denen der Dienstleister angehört;
d)
die Berufsbezeichnung oder, falls eine solche Berufsbezeichnung nicht existiert, den Ausbildungsnachweis des Dienstleisters und den Mitgliedstaat, in dem die Berufsbezeichnung verliehen bzw. der Ausbildungsnachweis ausgestellt wurde;
e)
falls der Dienstleister eine mehrwertsteuerpflichtige Tätigkeit ausübt, die Umsatzsteueridentifikationsnummer nach Artikel 22 Absatz 1 der Richtlinie 77/388/EWG des Rates vom 17. Mai 1977 zur Harmonisierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über die Umsatzsteuern — Gemeinsames Mehrwertsteuersystem: einheitliche steuerpflichtige Bemessungsgrundlage (23);
f)
Einzelheiten zu einem Versicherungsschutz oder einer anderen Art des individuellen oder kollektiven Schutzes in Bezug auf die Berufshaftpflicht.
TITEL III
NIEDERLASSUNGSFREIHEIT
KAPITEL I
Allgemeine Regelung für die Anerkennung von Ausbildungsnachweisen
Artikel 10
Anwendungsbereich
Dieses Kapitel gilt für alle Berufe, die nicht unter Kapitel II und III dieses Titels fallen, sowie für die folgenden Fälle, in denen der Antragsteller aus besonderen und außergewöhnlichen Gründen die in diesen Kapiteln genannten Voraussetzungen nicht erfüllt:
a)
für die in Anhang IV aufgeführten Tätigkeiten, wenn der Migrant die Anforderungen der Artikel 17, 18 und 19 nicht erfüllt,
b)
für Ärzte mit Grundausbildung, Fachärzte, Krankenschwestern und Krankenpfleger für allgemeine Pflege, Zahnärzte, Fachzahnärzte, Tierärzte, Hebammen, Apotheker und Architekten, wenn der Migrant die Anforderungen der tatsächlichen und rechtmäßigen Berufspraxis gemäß den Artikeln 23, 27, 33, 37, 39, 43 und 49 nicht erfüllt,
c)
für Architekten, wenn der Migrant über einen Ausbildungsnachweis verfügt, der nicht in Anhang V Nummer 5.7. aufgeführt ist,
d)
unbeschadet des Artikels 21 Absatz 1 und der Artikel 23 und 27 für Ärzte, Krankenschwestern und Krankenpfleger, Zahnärzte, Tierärzte, Hebammen, Apotheker und Architekten, die über einen Ausbildungsnachweis für eine Spezialisierung verfügen, der nach der Ausbildung zum Erwerb einer der in Anhang V Nummern 5.1.1., 5.2.2., 5.3.2., 5.4.2., 5.5.2., 5.6.2. und 5.7.1 aufgeführten Bezeichnungen erworben worden sein muss, und zwar ausschließlich zum Zwecke der Anerkennung der betreffenden Spezialisierung,
e)
für Krankenschwestern und Krankenpfleger für allgemeine Pflege und für spezialisierte Krankenschwestern und Krankenpfleger, die über einen Ausbildungsnachweis für eine Spezialisierung verfügen, der nach der Ausbildung zum Erwerb einer der in Anhang V Nummer 5.2.2. aufgeführten Bezeichnungen erworben wurde, wenn der Migrant die Anerkennung in einem anderen Mitgliedstaat beantragt, in dem die betreffenden beruflichen Tätigkeiten von spezialisierten Krankenschwestern und Krankenpflegern, die keine Ausbildung für die allgemeine Pflege absolviert haben, ausgeübt werden,
f)
für spezialisierte Krankenschwestern und Krankenpfleger, die keine Ausbildung für die allgemeine Pflege absolviert haben, wenn der Migrant die Anerkennung in einem anderen Mitgliedstaat beantragt, in dem die betreffenden beruflichen Tätigkeiten von Krankenschwestern und Krankenpflegern für allgemeine Pflege, von spezialisierten Krankenschwestern und Krankenpflegern, die keine Ausbildung für die allgemeine Pflege absolviert haben, oder von spezialisierten Krankenschwestern und Krankenpflegern, die über einen Ausbildungsnachweis für eine Spezialisierung verfügen, der nach der Ausbildung zum Erwerb einer der in Anhang V Nummer 5.2.2. aufgeführten Bezeichnungen erworben wurde, ausgeübt werden,
g)
für Migranten, die die Anforderungen nach Artikel 3 Absatz 3 erfüllen.
Artikel 11
Qualifikationsniveaus
Für die Anwendung von Artikel 13 werden die Berufsqualifikationen den nachstehenden Niveaus wie folgt zugeordnet:
a)
Befähigungsnachweis, den eine zuständige Behörde des Herkunftsmitgliedstaats, die entsprechend dessen Rechts- und Verwaltungsvorschriften benannt wurde, ausstellt
i)
entweder aufgrund einer Ausbildung, für die kein Zeugnis oder Diplom im Sinne der Buchstaben b, c, d oder e erteilt wird, oder einer spezifischen Prüfung ohne vorhergehende Ausbildung oder aufgrund der Ausübung des Berufs als Vollzeitbeschäftigung in einem Mitgliedstaat während drei aufeinander folgender Jahre oder als Teilzeitbeschäftigung während eines entsprechenden Zeitraums in den letzten zehn Jahren;
ii)
oder aufgrund einer allgemeinen Schulbildung von Primär- oder Sekundarniveau, wodurch dem Inhaber des Befähigungsnachweises bescheinigt wird, dass er Allgemeinkenntnisse besitzt.
b)
Zeugnis, das nach Abschluss einer Ausbildung auf Sekundarniveau erteilt wird,
i)
entweder einer allgemein bildenden Sekundarausbildung, die durch eine Fach- oder Berufsausbildung, die keine Fach- oder Berufsausbildung im Sinne des von Buchstabe c ist, und/oder durch ein neben dem Ausbildungsgang erforderliches Berufspraktikum oder eine solche Berufspraxis ergänzt wird;
ii)
oder einer technischen oder berufsbildenden Sekundarausbildung, die gegebenenfalls durch eine Fach- oder Berufsausbildung gemäß Ziffer i und/oder durch ein neben dem Ausbildungsgang erforderliches Berufspraktikum oder eine solche Berufspraxis ergänzt wird.
c)
Diplom, das erteilt wird nach Abschluss
i)
einer postsekundären Ausbildung von mindestens einem Jahr oder einer Teilzeitausbildung von entsprechender Dauer, die keine postsekundäre Ausbildung im Sinne der Buchstaben d und e ist und für die im Allgemeinen eine der Zugangsbedingungen der Abschluss einer zum Universitäts- oder Hochschulstudium berechtigenden Sekundarausbildung oder eine abgeschlossene entsprechende Schulbildung der Sekundarstufe II ist, sowie der Berufsausbildung, die gegebenenfalls neben der postsekundären Ausbildung gefordert wird;
ii)
oder — im Falle eines reglementierten Berufs — eines dem Ausbildungsniveau gemäß Ziffer i entsprechenden besonders strukturierten in Anhang II enthaltenen Ausbildungsgangs, der eine vergleichbare Berufsbefähigung vermittelt und auf eine vergleichbare berufliche Funktion und Verantwortung vorbereitet. Das Verzeichnis in Anhang II kann nach dem in Artikel 58 Absatz 2 genannten Verfahren geändert werden, damit Ausbildungsgängen Rechnung getragen wird, die den Voraussetzungen des vorstehenden Satzes genügen.
d)
Diplom, das erteilt wird nach Abschluss einer postsekundären Ausbildung von mindestens drei und höchstens vier Jahren oder einer Teilzeitausbildung von entsprechender Dauer an einer Universität oder Hochschule oder einer anderen Ausbildungseinrichtung mit gleichwertigem Ausbildungsniveau sowie der Berufsausbildung, die gegebenenfalls neben dem Studium gefordert wird.
e)
Nachweis, mit dem dem Inhaber bestätigt wird, dass er einen postsekundären Ausbildungsgang von mindestens vier Jahren oder eine Teilzeitausbildung von entsprechender Dauer an einer Universität oder einer Hochschule oder in einer anderen Ausbildungseinrichtung mit gleichwertigem Niveau und gegebenenfalls die über den postsekundären Ausbildungsgang hinaus erforderliche berufliche Ausbildung erfolgreich abgeschlossen hat.
Artikel 12
Gleichgestellte Ausbildungsgänge
Jeder Ausbildungsnachweis oder jede Gesamtheit von Ausbildungsnachweisen, die von einer zuständigen Behörde in einem Mitgliedstaat ausgestellt wurde, sofern sie eine in der Gemeinschaft erworbene Ausbildung abschließen und von diesem Mitgliedstaat als gleichwertig anerkannt werden und in Bezug auf die Aufnahme oder Ausübung eines Berufs dieselben Rechte verleihen oder auf die Ausübung dieses Berufs vorbereiten, sind Ausbildungsnachweisen nach Artikel 11 gleichgestellt, auch in Bezug auf das entsprechende Niveau.
Unter den Voraussetzungen des Absatzes 1 sind solchen Ausbildungsnachweisen Berufsqualifikationen gleichgestellt, die zwar nicht den Erfordernissen der Rechts- oder Verwaltungsvorschriften des Herkunftsmitgliedstaats für die Aufnahme oder Ausübung eines Berufs entsprechen, ihrem Inhaber jedoch erworbene Rechte gemäß diesen Vorschriften verleihen. Dies gilt insbesondere, wenn der Herkunftsmitgliedstaat das Niveau der Ausbildung, die für die Zulassung zu einem Beruf oder für dessen Ausübung erforderlich ist, hebt und wenn eine Person, die zuvor eine Ausbildung durchlaufen hat, die nicht den Erfordernissen der neuen Qualifikation entspricht, aufgrund nationaler Rechts- oder Verwaltungsvorschriften erworbene Rechte besitzt; in einem solchen Fall stuft der Aufnahmemitgliedstaat zur Anwendung von Artikel 13 diese zuvor durchlaufene Ausbildung als dem Niveau der neuen Ausbildung entsprechend ein.
Artikel 13
Anerkennungsbedingungen
(1)   Wird die Aufnahme oder Ausübung eines reglementierten Berufs in einem Aufnahmemitgliedstaat von dem Besitz bestimmter Berufsqualifikationen abhängig gemacht, so gestattet die zuständige Behörde dieses Mitgliedstaats den Antragstellern, die den Befähigungs- oder Ausbildungsnachweis besitzen, der in einem anderen Mitgliedstaat erforderlich ist, um in dessen Hoheitsgebiet die Erlaubnis zur Aufnahme und Ausübung dieses Berufs zu erhalten, die Aufnahme oder Ausübung dieses Berufs unter denselben Voraussetzungen wie Inländern.
Die Befähigungs- oder Ausbildungsnachweise müssen
a)
in einem Mitgliedstaat von einer entsprechend dessen Rechts- und Verwaltungsvorschriften benannten zuständigen Behörde ausgestellt worden sein;
b)
bescheinigen, dass das Berufsqualifikationsniveau des Inhabers zumindest unmittelbar unter dem Niveau nach Artikel 11 liegt, das der Aufnahmemitgliedstaat fordert.
(2)   Die Aufnahme und die Ausübung eines Berufs gemäß Absatz 1 müssen dem Antragsteller ebenfalls gestattet werden, wenn er diesen Beruf vollzeitlich zwei Jahre lang in den vorhergehenden zehn Jahren in einem anderen Mitgliedstaat, der diesen Beruf nicht reglementiert, ausgeübt hat, sofern er im Besitz eines oder mehrerer Befähigungs- oder Ausbildungsnachweise ist.
Die Befähigungs- oder Ausbildungsnachweise müssen
a)
in einem Mitgliedstaat von einer entsprechend dessen Rechts- und Verwaltungsvorschriften benannten zuständigen Behörde ausgestellt worden sein;
b)
bescheinigen, dass das Berufsqualifikationsniveau des Inhabers zumindest unmittelbar unter dem Niveau nach Artikel 11 liegt, das der Aufnahmemitgliedstaat fordert;
c)
bescheinigen, dass der Inhaber auf die Ausübung des betreffenden Berufs vorbereitet wurde.
Die in Unterabsatz 1 genannte zweijährige Berufserfahrung darf nicht gefordert werden, wenn der Ausbildungsnachweis des Antragstellers eine reglementierte Ausbildung im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Buchstabe d der Qualifikationsniveaus gemäß Artikel 11 Buchstaben b, c, d oder e abschließt. Als reglementierte Ausbildungen werden die in Anhang III aufgeführten Ausbildungsgänge des Niveaus nach Artikel 11 Buchstabe c betrachtet. Das Verzeichnis in Anhang III kann nach dem in Artikel 58 Absatz 2 genannten Verfahren geändert werden, damit reglementierten Ausbildungsgängen Rechnung getragen wird, die eine vergleichbare Berufsbefähigung vermitteln und auf eine vergleichbare berufliche Verantwortung und Funktion vorbereiten.
(3)   Abweichend von Absatz 1 Buchstabe b und Absatz 2 Buchstabe b gewährt der Aufnahmemitgliedstaat den Zugang zu einem reglementierten Beruf und erlaubt dessen Ausübung, wenn in seinem Hoheitsgebiet für den Zugang zu diesem Beruf ein Ausbildungsnachweis verlangt wird, der eine Hochschul- oder Universitätsausbildung von vier Jahren abschließt, und der Antragsteller über einen Ausbildungsnachweis des Niveaus gemäß Artikel 11 Buchstabe c verfügt.
Artikel 14
Ausgleichsmaßnahmen
(1)   Artikel 13 hindert den Aufnahmemitgliedstaat nicht daran, in einem der nachstehenden Fälle vom Antragsteller zu verlangen, dass er einen höchstens dreijährigen Anpassungslehrgang absolviert oder eine Eignungsprüfung ablegt:
a)
wenn die Ausbildungsdauer, die er gemäß Artikel 13 Absatz 1 oder 2 nachweist, mindestens ein Jahr unter der im Aufnahmemitgliedstaat geforderten Ausbildungsdauer liegt;
b)
wenn seine bisherige Ausbildung sich auf Fächer bezieht, die sich wesentlich von denen unterscheiden, die durch den Ausbildungsnachweis abgedeckt werden, der im Aufnahmemitgliedstaat vorgeschrieben ist;
c)
wenn der reglementierte Beruf im Aufnahmemitgliedstaat eine oder mehrere reglementierte berufliche Tätigkeiten umfasst, die im Herkunftsmitgliedstaat des Antragstellers nicht Bestandteil des entsprechenden reglementierten Berufs im Sinne des Artikels 4 Absatz 2 sind, und wenn dieser Unterschied in einer besonderen Ausbildung besteht, die im Aufnahmemitgliedstaat gefordert wird und sich auf Fächer bezieht, die sich wesentlich von denen unterscheiden, die von dem Befähigungs- oder Ausbildungsnachweis abgedeckt werden, den der Antragsteller vorlegt.
(2)   Wenn der Aufnahmemitgliedstaat von der Möglichkeit nach Absatz 1 Gebrauch macht, muss er dem Antragsteller die Wahl zwischen dem Anpassungslehrgang und der Eignungsprüfung lassen.
Wenn ein Mitgliedstaat es für erforderlich hält, für einen bestimmten Beruf vom Grundsatz der Wahlmöglichkeit des Antragstellers nach Unterabsatz 1 zwischen Anpassungslehrgang und Eignungsprüfung abzuweichen, unterrichtet er vorab die anderen Mitgliedstaaten und die Kommission davon und begründet diese Abweichung in angemessener Weise.
Wenn die Kommission nach Erhalt aller nötigen Informationen zu der Ansicht gelangt, dass die in Unterabsatz 2 bezeichnete Abweichung nicht angemessen ist oder nicht dem Gemeinschaftsrecht entspricht, fordert sie den betreffenden Mitgliedstaat binnen drei Monaten auf, von der geplanten Maßnahme Abstand zu nehmen. Wenn die Kommission innerhalb dieser Frist nicht tätig wird, darf der Mitgliedstaat von der Wahlfreiheit abweichen.
(3)   Abweichend vom Grundsatz der freien Wahl des Antragstellers nach Absatz 2 kann der Aufnahmemitgliedstaat bei Berufen, deren Ausübung eine genaue Kenntnis des einzelstaatlichen Rechts erfordert und bei denen Beratung und/oder Beistand in Bezug auf das einzelstaatliche Recht ein wesentlicher und beständiger Teil der Berufsausübung ist, entweder einen Anpassungslehrgang oder eine Eignungsprüfung vorschreiben.
Dies gilt auch für die Fälle nach Artikel 10 Buchstaben b und c, für die Fälle nach Artikel 10 Buchstabe d — betreffend Ärzte und Zahnärzte —, für die Fälle nach Artikel 10 Buchstabe f — wenn der Migrant die Anerkennung in einem anderen Mitgliedstaat beantragt, in dem die betreffenden beruflichen Tätigkeiten von Krankenschwestern und Krankenpflegern für allgemeine Pflege oder von spezialisierten Krankenschwestern und Krankenpflegern, die über einen Ausbildungsnachweis für eine Spezialisierung verfügen, der nach der Ausbildung zur Erlangung einer der in Anhang V Nummer 5.2.2. aufgeführten Berufsbezeichnungen erworben wurde, ausgeübt werden — sowie für die Fälle nach Artikel 10 Buchstabe g.
In den Fällen nach Artikel 10 Buchstabe a kann der Aufnahmemitgliedstaat einen Anpassungslehrgang oder eine Eignungsprüfung verlangen, wenn Tätigkeiten als Selbstständiger oder als Betriebsleiter ausgeübt werden sollen, die die Kenntnis und die Anwendung der geltenden spezifischen innerstaatlichen Vorschriften erfordern, soweit die zuständige Behörde des Aufnahmemitgliedstaats für die eigenen Staatsangehörigen die Kenntnis und die Anwendung dieser innerstaatlichen Vorschriften für den Zugang zu den Tätigkeiten vorschreibt.
(4)   Für die Zwecke der Anwendung des Absatzes 1 Buchstaben b und c sind unter „Fächer, die sich wesentlich unterscheiden“, jene Fächer zu verstehen, deren Kenntnis eine wesentliche Voraussetzung für die Ausübung des Berufs ist und bei denen die bisherige Ausbildung des Migranten bedeutende Abweichungen hinsichtlich Dauer oder Inhalt gegenüber der im Aufnahmemitgliedstaat geforderten Ausbildung aufweist.
(5)   Bei der Anwendung des Absatzes 1 ist nach dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit zu verfahren. Insbesondere muss der Aufnahmemitgliedstaat, wenn er beabsichtigt, dem Antragsteller einen Anpassungslehrgang oder eine Eignungsprüfung aufzuerlegen, zunächst prüfen, ob die vom Antragsteller im Rahmen seiner Berufspraxis in einem Mitgliedstaat oder einen Drittland erworbenen Kenntnisse den wesentlichen Unterschied nach Absatz 4 ganz oder teilweise ausgleichen können.
Artikel 15
Befreiung von Ausgleichsmaßnahmen auf der Grundlage gemeinsamer Plattformen
(1)   Für die Zwecke dieses Artikels bezeichnet der Ausdruck „gemeinsame Plattformen“ eine Reihe von Kriterien in Bezug auf Berufsqualifikationen, die geeignet sind, wesentliche Unterschiede, die zwischen den Ausbildungsanforderungen der verschiedenen Mitgliedstaaten für einen bestimmten Beruf festgestellt wurden, auszugleichen. Diese wesentlichen Unterschiede werden durch einen Vergleich von Dauer und Inhalt der Ausbildung in mindestens zwei Dritteln der Mitgliedstaaten, einschließlich all jener Mitgliedstaaten, die diesen Beruf reglementieren, ermittelt. Die Unterschiede im Inhalt der Ausbildung können durch wesentliche Unterschiede im Umfang der beruflichen Tätigkeiten begründet sein.
(2)   Gemeinsame Plattformen gemäß Absatz 1 können der Kommission von den Mitgliedstaaten oder von auf nationaler oder europäischer Ebene repräsentativen Berufsverbänden oder -organisationen vorgelegt werden. Ist die Kommission nach Anhörung der Mitgliedstaaten der Auffassung, dass ein Entwurf einer gemeinsamen Plattform die gegenseitige Anerkennung von Berufsqualifikationen erleichtert, so kann sie Entwürfe für Maßnahmen vorlegen, damit diese nach dem in Artikel 58 Absatz 2 genannten Verfahren angenommen werden.
(3)   Erfüllen die Berufsqualifikationen des Antragstellers die Kriterien, die in den gemäß Absatz 2 angenommenen Maßnahmen vorgegeben sind, so verzichtet der Aufnahmemitgliedstaat auf die Anwendung von Ausgleichsmaßnahmen gemäß Artikel 14.
(4)   Die Absätze 1 bis 3 berühren weder die Zuständigkeit der Mitgliedstaaten für die Festlegung der für die Ausübung der Berufe in ihrem Hoheitsgebiet erforderlichen Berufsqualifikationen noch den Inhalt und die Organisation ihrer Systeme für die allgemeine und berufliche Bildung.
(5)   Ist ein Mitgliedstaat der Auffassung, dass die in einer Maßnahme gemäß Absatz 2 festgelegten Kriterien hinsichtlich der Berufsqualifikationen keine hinreichenden Garantien mehr bieten, so unterrichtet er die Kommission davon; diese legt nach dem Verfahren gemäß Artikel 58 Absatz 2 gegebenenfalls einen Entwurf einer Maßnahme vor.
(6)   Die Kommission unterbreitet dem Europäischen Parlament und dem Rat bis zum 20. Oktober 2010 einen Bericht über die Anwendung dieses Artikels und erforderlichenfalls geeignete Vorschläge zu seiner Änderung.
KAPITEL II
Anerkennung der Berufserfahrung
Artikel 16
Erfordernisse in Bezug auf die Berufserfahrung
Wird in einem Mitgliedstaat die Aufnahme einer der in Anhang IV genannten Tätigkeiten oder ihre Ausübung vom Besitz allgemeiner, kaufmännischer oder fachlicher Kenntnisse und Fertigkeiten abhängig gemacht, so erkennt der betreffende Mitgliedstaat als ausreichenden Nachweis für diese Kenntnisse und Fertigkeiten die vorherige Ausübung der betreffenden Tätigkeit in einem anderen Mitgliedstaat an. Die Tätigkeit muss gemäß den Artikeln 17, 18 und 19 ausgeübt worden sein.
Artikel 17
Tätigkeiten nach Anhang IV Verzeichnis I
(1)   Im Falle der in Anhang IV Verzeichnis I aufgeführten Tätigkeiten muss die betreffende Tätigkeit zuvor wie folgt ausgeübt worden sein:
a)
als ununterbrochene sechsjährige Tätigkeit als Selbstständiger oder als Betriebsleiter; oder
b)
als ununterbrochene dreijährige Tätigkeit als Selbstständiger oder als Betriebsleiter, wenn die begünstigte Person für die betreffende Tätigkeit eine mindestens dreijährige vorherige Ausbildung nachweist, die durch ein staatlich anerkanntes Zeugnis bescheinigt oder von einer zuständigen Berufsorganisation als vollwertig anerkannt ist; oder
c)
als ununterbrochene vierjährige Tätigkeit als Selbstständiger oder als Betriebsleiter, wenn die begünstigte Person für die betreffende Tätigkeit eine mindestens zweijährige vorherige Ausbildung nachweisen kann, die durch ein staatlich anerkanntes Zeugnis bescheinigt oder von einer zuständigen Berufsorganisation als vollwertig anerkannt ist; oder
d)
als ununterbrochene dreijährige Tätigkeit als Selbstständiger, wenn die begünstigte Person für die betreffende Tätigkeit eine mindestens fünfjährige Tätigkeit als abhängig Beschäftigter nachweisen kann; oder
e)
als ununterbrochene fünfjährige Tätigkeit in leitender Stellung, davon eine mindestens dreijährige Tätigkeit mit technischen Aufgaben und mit der Verantwortung für mindestens eine Abteilung des Unternehmens, wenn die begünstigte Person für die betreffende Tätigkeit eine mindestens dreijährige Ausbildung nachweisen kann, die durch ein staatlich anerkanntes Zeugnis bescheinigt oder von einer zuständigen Berufsorganisation als vollwertig anerkannt ist.
(2)   In den Fällen der Buchstaben a und d darf die Beendigung dieser Tätigkeit nicht mehr als zehn Jahre zurückliegen, gerechnet ab dem Zeitpunkt der Einreichung des vollständigen Antrags der betroffenen Person bei der zuständigen Behörde nach Artikel 56.
(3)   Auf Tätigkeiten der Gruppe Ex 855 (Frisiersalons) der ISIC-Systematik findet Absatz 1 Buchstabe e keine Anwendung.
Artikel 18
Tätigkeiten nach Anhang IV Verzeichnis II
(1)   Im Falle der in Anhang IV Verzeichnis II aufgeführten Tätigkeiten muss die betreffende Tätigkeit zuvor wie folgt ausgeübt worden sein:
a)
als ununterbrochene fünfjährige Tätigkeit als Selbstständiger oder als Betriebsleiter; oder
b)
als ununterbrochene dreijährige Tätigkeit als Selbstständiger oder als Betriebsleiter, wenn die begünstigte Person für die betreffende Tätigkeit eine mindestens dreijährige vorherige Ausbildung nachweist, die durch ein staatlich anerkanntes Zeugnis bescheinigt oder von einer zuständigen Berufsorganisation als vollwertig anerkannt ist; oder
c)
als ununterbrochene vierjährige Tätigkeit als Selbstständiger oder als Betriebsleiter, wenn die begünstigte Person für die betreffende Tätigkeit eine mindestens zweijährige vorherige Ausbildung nachweisen kann, die durch ein staatlich anerkanntes Zeugnis bescheinigt oder von einer zuständigen Berufsorganisation als vollwertig anerkannt ist; oder
d)
als ununterbrochene dreijährige Tätigkeit als Selbstständiger oder Betriebsleiter, wenn die begünstigte Person in der betreffenden Tätigkeit eine mindestens fünfjährige Tätigkeit als abhängig Beschäftigter nachweisen kann; oder
e)
als ununterbrochene fünfjährige Tätigkeit als abhängig Beschäftigter, wenn die begünstigte Person für die betreffende Tätigkeit eine mindestens dreijährige vorherige Ausbildung nachweisen kann, die durch ein staatlich anerkanntes Zeugnis bescheinigt oder von einer zuständigen Berufsorganisation als vollwertig anerkannt ist; oder
f)
als ununterbrochene sechsjährige Tätigkeit als abhängig Beschäftigter, wenn die begünstigte Person für die betreffende Tätigkeit eine mindestens zweijährige vorherige Ausbildung nachweisen kann, die durch ein staatlich anerkanntes Zeugnis bescheinigt oder von einer zuständigen Berufsorganisation als vollwertig anerkannt ist.
(2)   In den Fällen der Buchstaben a und d darf die Beendigung dieser Tätigkeit nicht mehr als zehn Jahre zurückliegen, gerechnet ab dem Zeitpunkt der Einreichung des vollständigen Antrags der betroffenen Person bei der zuständigen Behörde nach Artikel 56.
Artikel 19
Tätigkeiten nach Anhang IV Verzeichnis III
(1)   Im Falle der in Anhang IV Verzeichnis III aufgeführten Tätigkeiten muss die betreffende Tätigkeit zuvor wie folgt ausgeübt worden sein:
a)
als ununterbrochene dreijährige Tätigkeit entweder als Selbstständiger oder als Betriebsleiter; oder
b)
als ununterbrochene zweijährige Tätigkeit als Selbstständiger oder als Betriebsleiter, wenn die begünstigte Person für die betreffende Tätigkeit eine vorherige Ausbildung nachweisen kann, die durch ein staatlich anerkanntes Zeugnis bescheinigt oder von einer zuständigen Berufsorganisation als vollwertig anerkannt ist; oder
c)
als ununterbrochene zweijährige Tätigkeit als Selbstständiger oder als Betriebsleiter, wenn die begünstigte Person nachweist, dass sie die betreffende Tätigkeit mindestens drei Jahre als abhängig Beschäftigter ausgeübt hat; oder
d)
als ununterbrochene dreijährige Tätigkeit als abhängig Beschäftigter, wenn die begünstigte Person für die betreffende Tätigkeit eine vorherige Ausbildung nachweisen kann, die durch ein staatlich anerkanntes Zeugnis bescheinigt oder von einer zuständigen Berufsorganisation als vollwertig anerkannt ist.
(2)   In den Fällen der Buchstaben a und c darf die Beendigung dieser Tätigkeit nicht mehr als zehn Jahre zurückliegen, gerechnet ab dem Zeitpunkt der Einreichung des vollständigen Antrags der betroffenen Person bei der zuständigen Behörde nach Artikel 56.
Artikel 20
Änderung der Verzeichnisse der Tätigkeiten in Anhang IV
Die Verzeichnisse der Tätigkeiten in Anhang IV, für die die Berufserfahrung nach Artikel 16 anerkannt wird, können gemäß dem Verfahren nach Artikel 58 Absatz 2 geändert werden, um die Systematik zu aktualisieren oder klarzustellen, vorausgesetzt, dass dies nicht zu Veränderungen bei den Tätigkeiten führt, auf die sich die einzelnen Kategorien beziehen.
KAPITEL III
Anerkennung auf der Grundlage der Koordinierung der Mindestanforderungen an die Ausbildung
Abschnitt 1
Allgemeine Bestimmungen
Artikel 21
Grundsatz der automatischen Anerkennung
(1)   Jeder Mitgliedstaat erkennt die in Anhang V unter den Nummern 5.1.1., 5.1.2., 5.2.2., 5.3.2., 5.3.3., 5.4.2., 5.6.2. und 5.7.1. aufgeführten Ausbildungsnachweise an, die die Mindestanforderungen für die Ausbildung nach den Artikeln 24, 25, 31, 34, 35, 38, 44 und 46 erfüllen und die Aufnahme der beruflichen Tätigkeiten des Arztes mit Grundausbildung und des Facharztes, der Krankenschwester und des Krankenpflegers für allgemeine Pflege, des Zahnarztes und Fachzahnarztes, des Tierarztes, des Apothekers und des Architekten gestatten, und verleiht diesen Nachweisen in Bezug auf die Aufnahme und Ausübung der beruflichen Tätigkeiten in seinem Hoheitsgebiet dieselbe Wirkung wie den von ihm ausgestellten Ausbildungsnachweisen.
Diese Ausbildungsnachweise müssen von den zuständigen Stellen der Mitgliedstaaten ausgestellt und gegebenenfalls mit den Bescheinigungen versehen sein, die in Anhang V unter den Nummern 5.1.1., 5.1.2., 5.2.2., 5.3.2., 5.3.3., 5.4.2., 5.6.2. bzw. 5.7.1. aufgeführt sind.
Die Bestimmungen der Unterabsätze 1 und 2 gelten unbeschadet der erworbenen Rechte nach den Artikeln 23, 27, 33, 37, 39 und 49.
(2)   Jeder Mitgliedstaat erkennt im Hinblick auf die Ausübung des Berufs des praktischen Arztes im Rahmen seines Sozialversicherungssystems die in Anhang V Nummer 5.1.4. aufgeführten Ausbildungsnachweise an, die andere Mitgliedstaaten den Staatsangehörigen der Mitgliedstaaten unter Beachtung der Mindestanforderungen an die Ausbildung nach Artikel 28 ausgestellt haben.
Die Bestimmung des Unterabsatzes 1 gilt unbeschadet der erworbenen Rechte nach Artikel 30.
(3)   Jeder Mitgliedstaat erkennt die in Anhang V Nummer 5.5.2. aufgeführten Ausbildungsnachweise der Hebamme an, die Staatsangehörigen der Mitgliedstaaten von anderen Mitgliedstaaten ausgestellt wurden und die den Mindestanforderungen nach Artikel 40 und den Modalitäten im Sinne von Artikel 41 entsprechen, und verleiht ihnen in seinem Hoheitsgebiet in Bezug auf die Aufnahme und Ausübung der beruflichen Tätigkeiten dieselbe Wirkung wie den von ihm ausgestellten Ausbildungsnachweisen. Diese Bestimmung gilt unbeschadet der erworbenen Rechte nach Artikel 23 und 43.
(4)   Die Mitgliedstaaten sind jedoch nicht verpflichtet, Ausbildungsnachweise nach Anhang V Nummer 5.6.2. für die Errichtung von neuen, der Öffentlichkeit zugänglichen Apotheken zuzulassen. Als solche gelten im Sinne dieses Absatzes auch Apotheken, die zu einem weniger als drei Jahre zurückliegenden Zeitpunkt eröffnet wurden.
(5)   Die in Anhang V Nummer 5.7.1. aufgeführten Ausbildungsnachweise des Architekten, die Gegenstand einer automatischen Anerkennung nach Absatz 1 sind, schließen eine Ausbildung ab, die frühestens in dem in diesem Anhang genannten akademischen Bezugsjahr begonnen hat.
(6)   Jeder Mitgliedstaat macht die Aufnahme und Ausübung der beruflichen Tätigkeiten des Arztes, der Krankenschwester und des Krankenpflegers, die für die allgemeine Pflege verantwortlich sind, des Zahnarztes, des Tierarztes, der Hebamme und des Apothekers vom Besitz eines in Anhang V Nummern 5.1.1., 5.1.2., 5.1.4., 5.2.2., 5.3.2., 5.3.3., 5.4.2., 5.5.2. bzw. 5.6.2. aufgeführten Ausbildungsnachweises abhängig, der nachweist, dass die betreffende Person im Verlauf ihrer Gesamtausbildungszeit die in Artikel 24 Absatz 3, Artikel 31 Absatz 6, Artikel 34 Absatz 3, Artikel 38 Absatz 3, Artikel 40 Absatz 3 und Artikel 44 Absatz 3 aufgeführten Kenntnisse und Fähigkeiten erworben hat.
Die Verzeichnisse der Kenntnisse und Fähigkeiten nach Artikel 24 Absatz 3, Artikel 31 Absatz 6, Artikel 34 Absatz 3, Artikel 38 Absatz 3, Artikel 40 Absatz 3 und Artikel 44 Absatz 3 können zur Anpassung an den wissenschaftlichen und technischen Fortschritt nach dem in Artikel 58 Absatz 2 genannten Verfahren geändert werden.
Diese Aktualisierung darf für keinen der Mitgliedstaaten eine Änderung bestehender gesetzlicher Grundsätze der Berufsordnung hinsichtlich der Ausbildung und der Bedingungen für den Zugang natürlicher Personen zu dem Beruf erfordern.
(7)   Jeder Mitgliedstaat teilt der Kommission die von ihm erlassenen Rechts- und Verwaltungsvorschriften über die Ausstellung von Ausbildungsnachweisen in den unter dieses Kapitel fallenden Bereichen mit. Darüber hinaus wird bei Ausbildungsnachweisen im Bereich des Abschnitts 8 diese Meldung an die anderen Mitgliedstaaten gerichtet.
Die Kommission veröffentlicht eine ordnungsgemäße Mitteilung der von den Mitgliedstaaten festgelegten Bezeichnungen der Ausbildungsnachweise sowie gegebenenfalls der Stelle, die den Ausbildungsnachweis ausstellt, die zusätzliche Bescheinigung und die entsprechenden Berufsbezeichnung, die in Anhang V Nummern 5.1.1., 5.1.2., 5.1.4., 5.2.2., 5.3.2., 5.3.3., 5.4.2., 5.5.2., 5.6.2. bzw. 5.7.1. aufgeführt sind, im Amtsblatt der Europäischen Union.
Artikel 22
Gemeinsame Bestimmungen zur Ausbildung
Bei den in den Artikeln 24, 25, 28, 31, 34, 35, 38, 40, 44 und 46 erwähnten Ausbildungen
a)
können die Mitgliedstaaten gestatten, dass die Ausbildung unter von den zuständigen Behörden genehmigten Voraussetzungen auf Teilzeitbasis erfolgt; die Behörden stellen sicher, dass die Gesamtdauer, das Niveau und die Qualität dieser Ausbildung nicht geringer sind als bei einer Vollzeitausbildung;
b)
wird durch allgemeine und berufliche Weiterbildung im Einklang mit den spezifischen Verfahren der einzelnen Mitgliedstaaten gewährleistet, dass Personen, die ihre Ausbildung abgeschlossen haben, mit der beruflichen Entwicklung so weit Schritt halten, wie dies für eine sichere und effiziente berufliche Leistung erforderlich ist.
Artikel 23
Erworbene Rechte
(1)   Unbeschadet der spezifischen erworbenen Rechte in den betreffenden Berufen erkennt jeder Mitgliedstaat bei Staatsangehörigen der Mitgliedstaaten als ausreichenden Nachweis deren von Mitgliedstaaten ausgestellte Ausbildungsnachweise an, die die Aufnahme des Berufes des Arztes mit Grundausbildung und des Facharztes, der Krankenschwester und des Krankenpflegers, die für die allgemeine Pflege verantwortlich sind, des Zahnarztes und des Fachzahnarztes, des Tierarztes, der Hebamme und des Apothekers gestatten, auch wenn diese Ausbildungsnachweise nicht alle Anforderungen an die Ausbildung nach den Artikeln 24, 25, 31, 34, 35, 38, 40 und 44 erfüllen, sofern diese Nachweise den Abschluss einer Ausbildung belegen, die vor den in Anhang V Nummern 5.1.1., 5.1.2., 5.2.2., 5.3.2., 5.3.3., 5.4.2., 5.5.2. bzw. 5.6.2. aufgeführten Stichtagen begonnen wurde, und sofern ihnen eine Bescheinigung darüber beigefügt ist, dass der Inhaber während der letzten fünf Jahre vor Ausstellung der Bescheinigung mindestens drei Jahre lang ununterbrochen tatsächlich und rechtmäßig die betreffenden Tätigkeiten ausgeübt hat.
(2)   Dieselben Bestimmungen gelten für auf dem Gebiet der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik erworbene Ausbildungsnachweise, die die Aufnahme des Berufes des Arztes mit Grundausbildung und des Facharztes, der Krankenschwester und des Krankenpflegers, die für die allgemeine Pflege verantwortlich sind, des Zahnarztes und des Fachzahnarztes, des Tierarztes, der Hebamme und des Apothekers gestatten, auch wenn sie nicht alle Mindestanforderungen an die Ausbildung gemäß den Artikeln 24, 25, 31, 34, 35, 38, 40 und 44 erfüllen, sofern diese Nachweise den erfolgreichen Abschluss einer Ausbildung belegen, die
a)
im Falle von Ärzten mit Grundausbildung, Krankenschwestern und Krankenpflegern, die für die allgemeine Pflege verantwortlich sind, Zahnärzten mit Grundausbildung und Fachzahnärzten, Tierärzten, Hebammen und Apothekern vor dem 3. Oktober 1990 begonnen wurde,
b)
im Falle von Fachärzten vor dem 3. April 1992 begonnen wurde.
Die in Unterabsatz 1 aufgeführten Ausbildungsnachweise berechtigen zur Ausübung der beruflichen Tätigkeiten im gesamten Hoheitsgebiet Deutschlands unter denselben Voraussetzungen wie die in Anhang V Nummern 5.1.1., 5.1.2., 5.2.2., 5.3.2., 5.3.3., 5.4.2., 5.5.2. und 5.6.2. aufgeführten Ausbildungsnachweise, die von den zuständigen deutschen Behörden ausgestellt werden.
(3)   Unbeschadet des Artikels 37 Absatz 1 erkennt jeder Mitgliedstaat bei den Staatsangehörigen der Mitgliedstaaten, deren Ausbildungsnachweise von der früheren Tschechoslowakei verliehen wurden und die Aufnahme des Berufs des Arztes mit Grundausbildung und des Facharztes, der Krankenschwester und des Krankenpflegers, die für die allgemeine Pflege verantwortlich sind, des Tierarztes, der Hebamme, des Apothekers sowie des Architekten gestatten bzw. deren Ausbildung im Falle der Tschechischen Republik und der Slowakei vor dem 1. Januar 1993 aufgenommen wurde, diese Ausbildungsnachweise an, wenn die Behörden eines der beiden genannten Mitgliedstaaten bescheinigen, dass diese Ausbildungsnachweise hinsichtlich der Aufnahme und Ausübung des Berufs des Arztes mit Grundausbildung und des Facharztes, der Krankenschwester und des Krankenpflegers, die für die allgemeine Pflege verantwortlich sind, des Tierarztes, der Hebamme, des Apothekers — bezüglich der Tätigkeiten nach Artikel 45 Absatz 2 — sowie des Architekten — bezüglich der Tätigkeiten nach Artikel 48 — in ihrem Hoheitsgebiet die gleiche Rechtsgültigkeit haben wie die von ihnen verliehenen Ausbildungsnachweise und, im Falle von Architekten, wie die für diese Mitgliedstaaten in Anhang VI Nummer 6 aufgeführten Ausbildungsnachweise.
Dieser Bescheinigung muss eine von den gleichen Behörden ausgestellte Bescheinigung darüber beigefügt sein, dass die betreffende Person in den fünf Jahren vor Ausstellung der Bescheinigung mindestens drei Jahre ununterbrochen tatsächlich und rechtmäßig die betreffenden Tätigkeiten in ihrem Hoheitsgebiet ausgeübt hat.
(4)   Bei den Staatsangehörigen der Mitgliedstaaten, deren Ausbildungsnachweise von der früheren Sowjetunion verliehen wurden und die Aufnahme des Berufs des Arztes mit Grundausbildung und des Facharztes, der Krankenschwester und des Krankenpflegers, die für die allgemeine Pflege verantwortlich sind, des Zahnarztes, des Fachzahnarztes, des Tierarztes, der Hebamme, des Apothekers sowie des Architekten gestatten bzw. deren Ausbildung
a)
im Falle Estlands vor dem 20. August 1991,
b)
im Falle Lettlands vor dem 21. August 1991,
c)
im Falle Litauens vor dem 11. März 1990
aufgenommen wurde, erkennt jeder der Mitgliedstaaten diese Ausbildungsnachweise an, wenn die Behörden eines der drei genannten Mitgliedstaaten bescheinigen, dass diese Ausbildungsnachweise hinsichtlich der Aufnahme und Ausübung des Berufes des Arztes mit Grundausbildung und des Facharztes, der Krankenschwester und des Krankenpflegers, die für die allgemeine Pflege verantwortlich sind, des Zahnarztes, des Fachzahnarztes, des Tierarztes, der Hebamme, des Apothekers —— bezüglich der Tätigkeiten nach Artikel 45 Absatz 2 — sowie des Architekten — bezüglich der Tätigkeiten nach Artikel 48 - in ihrem Hoheitsgebiet die gleiche Rechtsgültigkeit haben wie die von ihnen verliehenen Ausbildungsnachweise und, im Falle von Architekten, wie die für diese Mitgliedstaaten in Anhang VI Nummer 6 aufgeführten Ausbildungsnachweise.
Dieser Bescheinigung muss eine von den gleichen Behörden ausgestellte Bescheinigung darüber beigefügt sein, dass die betreffende Person in den fünf Jahren vor Ausstellung der Bescheinigung mindestens drei Jahre ununterbrochen tatsächlich und rechtmäßig die betreffenden Tätigkeiten in ihrem Hoheitsgebiet ausgeübt hat.
Bei Tierärzten, deren Ausbildungsnachweise von der früheren Sowjetunion verliehen wurden oder deren Ausbildung im Falle Estlands vor dem 20. August 1991 aufgenommen wurde, muss der Bescheinigung nach Unterabsatz 2 eine von den estnischen Behörden ausgestellte Bescheinigung darüber beigefügt sein, dass die betreffende Person in den sieben Jahren vor Ausstellung der Bescheinigung mindestens fünf Jahre ununterbrochen tatsächlich und rechtmäßig die betreffenden Tätigkeiten in ihrem Hoheitsgebiet ausgeübt hat.
(5)   Bei den Staatsangehörigen der Mitgliedstaaten, deren Ausbildungsnachweise vom früheren Jugoslawien verliehen wurden und die Aufnahme des Berufes des Arztes mit Grundausbildung und des Facharztes, der Krankenschwester und des Krankenpflegers, die für die allgemeine Pflege verantwortlich sind, des Zahnarztes, des Fachzahnarztes, des Tierarztes, der Hebamme, des Apothekers sowie des Architekten gestatten bzw. deren Ausbildung im Falle Sloweniens vor dem 25. Juni 1991 aufgenommen wurde, erkennt jeder der Mitgliedstaaten diese Ausbildungsnachweise an, wenn die Behörden des vorgenannten Mitgliedstaats bescheinigen, dass diese Ausbildungsnachweise hinsichtlich der Aufnahme und Ausübung des Berufes des Arztes mit Grundausbildung und des Facharztes, der Krankenschwester und des Krankenpflegers, die für die allgemeine Pflege verantwortlich sind, des Zahnarztes, des Fachzahnarztes, des Tierarztes, der Hebamme, des Apothekers — bezüglich der Tätigkeiten nach Artikel 45 Absatz 2 — sowie des Architekten — bezüglich der Tätigkeiten nach Artikel 48 — in ihrem Hoheitsgebiet die gleiche Rechtsgültigkeit haben wie die von ihnen verliehenen Ausbildungsnachweise und, im Falle von Architekten, wie die für diesen Mitgliedstaat in Anhang VI Nummer 6 aufgeführten Ausbildungsnachweise.
Dieser Bescheinigung muss eine von den gleichen Behörden ausgestellte Bescheinigung darüber beigefügt sein, dass die betreffende Person in den fünf Jahren vor Ausstellung der Bescheinigung mindestens drei Jahre ununterbrochen tatsächlich und rechtmäßig die betreffenden Tätigkeiten in ihrem Hoheitsgebiet ausgeübt hat.
(6)   Jeder Mitgliedstaat erkennt bei Staatsangehörigen der Mitgliedstaaten als ausreichenden Nachweis deren Ausbildungsnachweise des Arztes, der Krankenschwester und des Krankenpflegers, die für die allgemeine Pflege verantwortlich sind, des Zahnarztes, des Tierarztes, der Hebamme und des Apothekers an, auch wenn sie den in Anhang V Nummern 5.1.1., 5.1.2., 5.1.3., 5.1.4., 5.2.2., 5.3.2., 5.3.3., 5.4.2., 5.5.2. bzw. 5.6.2. aufgeführten Bezeichnungen nicht entsprechen, sofern ihnen eine von den zuständigen Behörden oder Stellen ausgestellte Bescheinigung beigefügt ist.
Die Bescheinigung im Sinne des Unterabsatzes 1 gilt als Nachweis, dass diese Ausbildungsnachweise den erforderlichen Abschluss einer Ausbildung bescheinigen, die den in den Artikeln 24, 25, 28, 31, 34, 35, 38, 40 und 44 genannten Bestimmungen entspricht, und dass sie von dem Mitgliedstaat, der sie ausgestellt hat, den Ausbildungsnachweisen gleichgestellt werden, deren Bezeichnungen in Anhang V Nummern 5.1.1., 5.1.2., 5.1.3., 5.1.4., 5.2.2., 5.3.2., 5.3.3., 5.4.2., 5.5.2. bzw. 5.6.2. aufgeführt sind.
Abschnitt 2
Arzt
Artikel 24
Ärztliche Grundausbildung
(1)   Die Zulassung zur ärztlichen Grundausbildung setzt den Besitz eines Diploms oder eines Prüfungszeugnisses voraus, das für das betreffende Studium die Zulassung zu den Universitäten ermöglicht.
(2)   Die ärztliche Grundausbildung umfasst mindestens sechs Jahre oder 5 500 Stunden theoretischen und praktischen Unterrichts an einer Universität oder unter Aufsicht einer Universität.
Bei Personen, die ihre Ausbildung vor dem 1. Januar 1972 begonnen haben, kann die in Unterabsatz 1 genannte Ausbildung eine praktische Vollzeitausbildung von sechs Monaten auf Universitätsniveau unter Aufsicht der zuständigen Behörden umfassen.
(3)   Die ärztliche Grundausbildung gewährleistet, dass die betreffende Person die folgenden Kenntnisse und Fähigkeiten erwirbt:
a)
angemessene Kenntnisse in den Wissenschaften, auf denen die Medizin beruht, und ein gutes Verständnis für die wissenschaftlichen Methoden, einschließlich der Grundsätze der Messung biologischer Funktionen, der Bewertung wissenschaftlich festgestellter Sachverhalte sowie der Analyse von Daten;
b)
angemessene Kenntnisse über die Struktur, die Funktionen und das Verhalten gesunder und kranker Menschen sowie über die Einflüsse der physischen und sozialen Umwelt auf die Gesundheit des Menschen;
c)
angemessene Kenntnisse hinsichtlich der klinischen Sachgebiete und Praktiken, die ihr ein zusammenhängendes Bild von den geistigen und körperlichen Krankheiten, von der Medizin unter den Aspekten der Vorbeugung, der Diagnostik und der Therapeutik sowie von der menschlichen Fortpflanzung vermitteln;
d)
angemessene klinische Erfahrung unter entsprechender Leitung in Krankenhäusern.
Artikel 25
Fachärztliche Weiterbildung
(1)   Die Zulassung zur fachärztlichen Weiterbildung setzt voraus, dass ein sechsjähriges Studium im Rahmen der in Artikel 24 genannten Ausbildung abgeschlossen und als gültig anerkannt worden ist, mit dem angemessene medizinische Grundkenntnisse erworben wurden.
(2)   Die Weiterbildung zum Facharzt umfasst eine theoretische und praktische Ausbildung an einem Universitätszentrum, einer Universitätsklinik oder gegebenenfalls in einer hierzu von den zuständigen Behörden oder Stellen zugelassenen Einrichtung der ärztlichen Versorgung.
Die Mitgliedstaaten sorgen dafür, dass die in Anhang V Nummer 5.1.3. für die verschiedenen Fachgebiete angegebene Mindestdauer der Facharztausbildung eingehalten wird. Die Weiterbildung erfolgt unter Aufsicht der zuständigen Behörden oder Stellen. Die Facharztanwärter müssen in den betreffenden Abteilungen persönlich zur Mitarbeit herangezogen werden und Verantwortung übernehmen.
(3)   Die Weiterbildung erfolgt als Vollzeitausbildung an besonderen Weiterbildungsstellen, die von den zuständigen Behörden anerkannt sind. Sie setzt die Beteiligung an sämtlichen ärztlichen Tätigkeiten in dem Bereich voraus, in dem die Weiterbildung erfolgt, einschließlich des Bereitschaftsdienstes, so dass der in der ärztlichen Weiterbildung befindliche Arzt während der gesamten Dauer der Arbeitswoche und während des gesamten Jahres gemäß den von den zuständigen Behörden festgesetzten Bedingungen seine volle berufliche Tätigkeit dieser praktischen und theoretischen Weiterbildung widmet. Dementsprechend werden diese Stellen angemessen vergütet.
(4)   Die Mitgliedstaaten machen die Ausstellung eines Ausbildungsnachweises des Facharztes vom Besitz eines der in Anhang V Nummer 5.1.1. aufgeführten Ausbildungsnachweise für die ärztliche Grundausbildung abhängig.
(5)   Die in Anhang V Nummer 5.1.3. aufgeführte jeweilige Mindestdauer der Weiterbildung kann nach dem in Artikel 58 Absatz 2 genannten Verfahren geändert werden, um dem wissenschaftlichen und technischen Fortschritt Rechnung zu tragen.
Artikel 26
Bezeichnungen der fachärztlichen Weiterbildungen
Als Ausbildungsnachweise des Facharztes nach Artikel 21 gelten diejenigen Nachweise, die von einer der in Anhang V Nummer 5.1.2. aufgeführten zuständigen Behörden oder Stellen ausgestellt sind und hinsichtlich der betreffenden fachärztlichen Weiterbildung den in den einzelnen Mitgliedstaaten geltenden Bezeichnungen entsprechen, die in Anhang V Nummer 5.1.2. aufgeführt sind.
Nach dem in Artikel 58 Absatz 2 genannten Verfahren können neue medizinische Fachrichtungen, die in mindestens zwei Fünfteln der Mitgliedstaaten vertreten sind, in Anhang V Nummer 5.1.3. aufgenommen werden, um diese Richtlinie entsprechend der Entwicklung der nationalen Rechtsvorschriften zu aktualisieren.
Artikel 27
Besondere erworbene Rechte von Fachärzten
(1)   Jeder Aufnahmemitgliedstaat ist berechtigt, von Fachärzten, deren Facharztausbildung auf Teilzeitbasis nach Rechts- und Verwaltungsvorschriften erfolgte, die am 20. Juni 1975 in Kraft waren, und die ihre ärztliche Weiterbildung spätestens am 31. Dezember 1983 begonnen haben, neben ihren Ausbildungsnachweisen eine Bescheinigung darüber zu verlangen, dass sie in den fünf Jahren vor Ausstellung der Bescheinigung mindestens drei Jahre lang ununterbrochen tatsächlich und rechtmäßig die betreffende Tätigkeiten ausgeübt haben.
(2)   Jeder Mitgliedstaat erkennt den Facharzttitel an, der in Spanien Ärzten ausgestellt worden ist, die ihre Facharztausbildung vor dem 1. Januar 1995 abgeschlossen haben, auch wenn sie nicht den Mindestanforderungen nach Artikel 25 entspricht, sofern diesem Nachweis eine von den zuständigen spanischen Behörden ausgestellte Bescheinigung beigefügt ist, die bestätigt, dass die betreffende Person den beruflichen Eignungstest erfolgreich abgelegt hat, der im Rahmen der im Königlichen Dekret 1497/99 vorgesehenen außerordentlichen Regulierungsmaßnahmen abgenommen wird, um zu überprüfen, ob die betreffende Person Kenntnisse und Fähigkeiten besitzt, die denen der Ärzte vergleichbar sind, die die Ausbildungsnachweise des Facharztes besitzen, die für Spanien in Anhang V Nummern 5.1.2. und 5.1.3. aufgeführt sind.
(3)   Jeder Mitgliedstaat, der Rechts- oder Verwaltungsvorschriften über die Ausstellung von Ausbildungsnachweisen des Facharztes, die in Anhang V Nummer 5.1.2. und Anhang V Nummer 5.1.3. aufgeführt sind, aufgehoben und Maßnahmen in Bezug auf die erworbenen Rechte zugunsten seiner eigenen Staatsangehörigen getroffen hat, räumt Staatsangehörigen der anderen Mitgliedstaaten das Recht auf die Inanspruchnahme derselben Maßnahmen ein, wenn deren Ausbildungsnachweise vor dem Zeitpunkt ausgestellt wurden, an dem der Aufnahmemitgliedstaat die Ausstellung von Ausbildungsnachweisen für die entsprechende Fachrichtung eingestellt hat.
Der Zeitpunkt der Aufhebung der betreffenden Rechts- und Verwaltungsvorschriften ist in Anhang V Nummer 5.1.3. aufgeführt.
Artikel 28
Besondere Ausbildung in der Allgemeinmedizin
(1)   Die Zulassung zur besonderen Ausbildung in der Allgemeinmedizin setzt voraus, dass ein sechsjähriges Studium im Rahmen der in Artikel 24 genannten Ausbildung abgeschlossen und als gültig anerkannt worden ist.
(2)   Bei der besonderen Ausbildung in der Allgemeinmedizin, die zum Erwerb von Ausbildungsnachweisen führt, die vor dem 1. Januar 2006 ausgestellt werden, muss es sich um eine mindestens zweijährige Vollzeitausbildung handeln. Für Ausbildungsnachweise, die ab diesem Datum ausgestellt werden, muss eine mindestens dreijährige Vollzeitausbildung abgeschlossen werden.
Umfasst die in Artikel 24 genannte Ausbildung eine praktische Ausbildung in zugelassenen Krankenhäusern mit entsprechender Ausrüstung und entsprechenden Abteilungen für Allgemeinmedizin oder eine Ausbildung in einer zugelassenen Allgemeinpraxis oder einem zugelassenen Zentrum für ärztliche Erstbehandlung, kann für Ausbildungsnachweise, die ab 1. Januar 2006 ausgestellt werden, bis zu einem Jahr dieser praktischen Ausbildung auf die in Unterabsatz 1 vorgeschriebene Ausbildungsdauer angerechnet werden.
Von der in Unterabsatz 2 genannten Möglichkeit können nur die Mitgliedstaaten Gebrauch machen, in denen die spezifische Ausbildung in der Allgemeinmedizin am 1. Januar 2001 zwei Jahre betrug.
(3)   Die besondere Ausbildung in der Allgemeinmedizin muss als Vollzeitausbildung unter der Aufsicht der zuständigen Behörden oder Stellen erfolgen. Sie ist mehr praktischer als theoretischer Art.
Die praktische Ausbildung findet zum einen während mindestens sechs Monaten in zugelassenen Krankenhäusern mit entsprechender Ausrüstung und entsprechenden Abteilungen und zum anderen während mindestens sechs Monaten in zugelassenen Allgemeinpraxen oder in zugelassenen Zentren für Erstbehandlung statt.
Sie erfolgt in Verbindung mit anderen Einrichtungen oder Diensten des Gesundheitswesens, die sich mit Allgemeinmedizin befassen. Unbeschadet der in Unterabsatz 2 genannten Mindestzeiten kann die praktische Ausbildung jedoch während eines Zeitraums von höchstens sechs Monaten in anderen zugelassenen Einrichtungen oder Diensten des Gesundheitswesens, die sich mit Allgemeinmedizin befassen, stattfinden.
Die Anwärter müssen von den Personen, mit denen sie beruflich arbeiten, persönlich zur Mitarbeit herangezogen werden und Mitverantwortung übernehmen.
(4)   Die Mitgliedstaaten machen die Ausstellung von Ausbildungsnachweisen in der Allgemeinmedizin vom Besitz eines der in Anhang V Nummer 5.1.1. aufgeführten Ausbildungsnachweise für die ärztliche Grundausbildung abhängig.
(5)   Die Mitgliedstaaten können die in Anhang V Nummer 5.1.4. aufgeführten Ausbildungsnachweise einem Arzt ausstellen, der zwar nicht die Ausbildung nach diesem Artikel absolviert hat, der aber anhand eines von den zuständigen Behörden eines Mitgliedstaates ausgestellten Ausbildungsnachweises eine andere Zusatzausbildung nachweisen kann. Sie dürfen den Ausbildungsnachweis jedoch nur dann ausstellen, wenn damit Kenntnisse bescheinigt werden, die qualitativ den Kenntnissen nach Absolvierung der in diesem Artikel vorgesehenen Ausbildung entsprechen.
Die Mitgliedstaaten regeln unter anderem, inwieweit die von dem Antragsteller absolvierte Zusatzausbildung sowie seine Berufserfahrung auf die Ausbildung nach diesem Artikel angerechnet werden können.
Die Mitgliedstaaten dürfen den in Anhang V Nummer 5.1.4. aufgeführten Ausbildungsnachweis nur dann ausstellen, wenn der Antragsteller mindestens sechs Monate Erfahrung in der Allgemeinmedizin nachweisen kann, die er nach Absatz 3 in einer Allgemeinpraxis oder in einem Zentrum für Erstbehandlung erworben hat.
Artikel 29
Ausübung der Tätigkeit des praktischen Arztes
Jeder Mitgliedstaat macht vorbehaltlich der Vorschriften über erworbene Rechte die Ausübung des ärztlichen Berufs als praktischer Arzt im Rahmen seines Sozialversicherungssystems vom Besitz eines in Anhang V Nummer 5.1.4. aufgeführten Ausbildungsnachweises abhängig.
Von dieser Bedingung können die Mitgliedstaaten jedoch Personen freistellen, die gerade eine spezifische Ausbildung in der Allgemeinmedizin absolvieren.
Artikel 30
Besondere erworbene Rechte von praktischen Ärzten
(1)   Jeder Mitgliedstaat bestimmt die erworbenen Rechte. Er muss jedoch das Recht, den ärztlichen Beruf als praktischer Arzt im Rahmen seines Sozialversicherungssystems auszuüben, ohne einen in Anhang V Nummer 5.1.4. aufgeführten Ausbildungsnachweis zu besitzen, im Falle solcher Ärzte als erworbenes Recht betrachten, die dieses Recht bis zu dem im oben genannten Anhang aufgeführten Stichtag aufgrund der Vorschriften über den Arztberuf, die die Ausübung der beruflichen Tätigkeit des Arztes mit Grundausbildung betreffen, erworben haben und sich bis zu diesem Zeitpunkt unter Inanspruchnahme von Artikel 21 oder Artikel 23 im Gebiet des betreffenden Mitgliedstaats niedergelassen haben.
Die zuständigen Behörden jedes Mitgliedstaats stellen auf Antrag eine Bescheinigung aus, mit der den Ärzten, die gemäß Unterabsatz 1 Rechte erworben haben, das Recht bescheinigt wird, den ärztlichen Beruf als praktischer Arzt im Rahmen des betreffenden einzelstaatlichen Sozialversicherungssystems auszuüben, ohne einen in Anhang V Nummer 5.1.4. aufgeführten Ausbildungsnachweis zu besitzen.
(2)   Jeder Mitgliedstaat erkennt die Bescheinigungen nach Absatz 1 Unterabsatz 2 an, die andere Mitgliedstaaten den Staatsangehörigen der Mitgliedstaaten ausstellen, und verleiht ihnen in seinem Hoheitsgebiet dieselbe Wirkung wie den von ihm ausgestellten Ausbildungsnachweisen, die die Ausübung des ärztlichen Berufes als praktischer Arzt im Rahmen seines Sozialversicherungssystems gestatten.
Abschnitt 3
Krankenschwestern und Krankenpfleger für allgemeine Pflege
Artikel 31
Ausbildung von Krankenschwestern und Krankenpflegern für allgemeine Pflege
(1)   Die Zulassung zur Ausbildung zur Krankenschwester und zum Krankenpfleger, die für die allgemeine Pflege verantwortlich sind, setzt eine zehnjährige allgemeine Schulausbildung voraus, deren erfolgreicher Abschluss durch ein von den zuständigen Behörden oder Stellen eines Mitgliedstaats ausgestelltes Diplom oder Prüfungszeugnis oder durch einen sonstigen Befähigungsnachweis oder durch ein Zeugnis über eine bestandene Aufnahmeprüfung von gleichwertigem Niveau für die Schulen für Krankenpflege bescheinigt wird.
(2)   Die Ausbildung zur Krankenschwester und zum Krankenpfleger, die für die allgemeine Pflege verantwortlich sind, erfolgt als Vollzeitausbildung und umfasst mindestens das in Anhang V Nummer 5.2.1. aufgeführte Programm.
Die Fächerverzeichnisse in Anhang V Nummer 5.2.1. können zur Anpassung an den wissenschaftlichen und technischen Fortschritt nach dem in Artikel 58 Absatz 2 genannten Verfahren geändert werden.
Diese Aktualisierung darf für keinen der Mitgliedstaaten eine Änderung bestehender gesetzlicher Grundsätze der Berufsordnung hinsichtlich der Ausbildung und der Bedingungen für den Zugang natürlicher Personen zu dem Beruf erfordern.
(3)   Die Ausbildung zur Krankenschwester und zum Krankenpfleger für allgemeine Pflege umfasst mindestens drei Jahre oder 4 600 Stunden theoretischen Unterricht und klinisch-praktische Unterweisung; die Dauer der theoretischen Ausbildung muss mindestens ein Drittel und die der klinisch-praktischen Unterweisung mindestens die Hälfte der Mindestausbildungsdauer betragen. Ist ein Teil der Ausbildung im Rahmen anderer Ausbildungsgänge von mindestens gleichwertigem Niveau erworben worden, so können die Mitgliedstaaten den betreffenden Personen für Teilbereiche Befreiungen gewähren.
Die Mitgliedstaaten tragen dafür Sorge, dass die mit der Ausbildung der Krankenschwestern und Krankenpfleger betrauten Einrichtungen die Verantwortung dafür übernehmen, dass Theorie und Praxis für das gesamte Ausbildungsprogramm koordiniert werden.
(4)   Der theoretische Unterricht wird definiert als der Teil der Krankenpflegeausbildung, in dem die Krankenpflegeschülerinnen und Krankenpflegeschüler die Kenntnisse, das Verständnis sowie die beruflichen Fähigkeiten erwerben, die für die Planung, Durchführung und Bewertung einer umfassenden Krankenpflege notwendig sind. Dieser Unterricht wird in Krankenpflegeschulen oder an anderen von der Ausbildungsstätte ausgewählten Lernorten von Lehrenden für Krankenpflege oder anderen fachkundigen Personen erteilt.
(5)   Die klinisch-praktische Unterweisung wird definiert als der Teil der Krankenpflegeausbildung, in dem die Krankenpflegeschülerinnen und Krankenpflegeschüler als Mitglied eines Pflegeteams und in unmittelbarem Kontakt mit Gesunden und Kranken und/oder im Gemeinwesen lernen, anhand ihrer erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten die erforderliche, umfassende Krankenpflege zu planen, durchzuführen und zu bewerten. Die Krankenpflegeschülerinnen und Krankenpflegeschüler lernen nicht nur, als Mitglieder eines Pflegeteams tätig zu sein, sondern auch ein Pflegeteam zu leiten und die umfassende Krankenpflege einschließlich der Gesundheitserziehung für Einzelpersonen und kleine Gruppen im Rahmen der Gesundheitseinrichtungen oder im Gemeinwesen zu organisieren.
Diese Unterweisung wird in Krankenhäusern und anderen Gesundheitseinrichtungen sowie im Gemeinwesen unter der Verantwortung des Krankenpflegelehrpersonals und in Zusammenarbeit mit anderen fachkundigen Krankenpflegern bzw. mit deren Unterstützung durchgeführt. Auch anderes fachkundiges Personal kann in diesen Unterricht mit einbezogen werden.
Die Krankenpflegeschülerinnen und Krankenpflegeschüler beteiligen sich an dem Arbeitsprozess der betreffenden Abteilungen, soweit diese Tätigkeiten zu ihrer Ausbildung beitragen und es ihnen ermöglichen, verantwortliches Handeln im Zusammenhang mit der Krankenpflege zu erlernen.
(6)   Die Ausbildung der Krankenschwester/des Krankenpflegers, die für die allgemeine Pflege verantwortlich sind, gewährleistet, dass die betreffende Person die folgenden Kenntnisse und Fähigkeiten erwirbt:
a)
angemessene Kenntnisse in den Wissenschaften, auf denen die allgemeine Krankenpflege beruht, einschließlich ausreichender Kenntnisse über den Organismus, die Körperfunktionen und das Verhalten des gesunden und des kranken Menschen sowie über die Einflüsse der physischen und sozialen Umwelt auf die Gesundheit des Menschen;
b)
ausreichende Kenntnisse in der Berufskunde und in der Berufsethik sowie über die allgemeinen Grundsätze der Gesundheit und der Pflege;
c)
eine angemessene klinische Erfahrung; diese muss der Ausbildung dienen und unter der Aufsicht von qualifiziertem Pflegepersonal an Orten erworben werden, die aufgrund ihrer Ausstattung und wegen des in ausreichender Anzahl vorhandenen Personals für die Krankenpflege geeignet sind;
d)
die Fähigkeit, an der Ausbildung des mit der gesundheitlichen Betreuung befassten Personals mitzuwirken, und Erfahrung in der Zusammenarbeit mit diesem Personal;
e)
Erfahrung in der Zusammenarbeit mit anderen im Gesundheitswesen tätigen Berufsangehörigen.
Artikel 32
Ausübung der Tätigkeiten der Krankenschwester und des Krankenpflegers für allgemeine Pflege
Für die Zwecke dieser Richtlinie sind die Tätigkeiten der Krankenschwester und des Krankenpflegers, die für die allgemeine Pflege verantwortlich sind, die Tätigkeiten, die unter den in Anhang V Nummer 5.2.2. aufgeführten Berufsbezeichnungen ausgeübt werden.
Artikel 33
Besondere erworbene Rechte von Krankenschwestern und Krankenpflegern für allgemeine Pflege
(1)   Die allgemeinen Vorschriften über die erworbenen Rechte sind auf Krankenschwestern und Krankenpfleger, die für die allgemeine Pflege verantwortlich sind, nur dann anwendbar, wenn sich die Tätigkeiten nach Artikel 23 auf die volle Verantwortung für die Planung, Organisation und Ausführung der Krankenpflege des Patienten erstreckt haben.
(2)   Auf polnische Ausbildungsnachweise für Krankenschwestern und Krankenpfleger, die für die allgemeine Pflege verantwortlich sind, finden ausschließlich die folgenden Bestimmungen über die erworbenen Rechte Anwendung. Bei den Staatsangehörigen der Mitgliedstaaten, deren Ausbildungsnachweise für Krankenschwestern und Krankenpfleger, die für die allgemeine Pflege verantwortlich sind, den Mindestanforderungen an die Berufsausbildung gemäß Artikel 31 nicht genügen und von Polen verliehen wurden bzw. deren Ausbildung in Polen vor dem 1. Mai 2004 aufgenommen wurde, erkennen die Mitgliedstaaten die folgenden Ausbildungsnachweise für Krankenschwestern und Krankenpfleger, die für die allgemeine Pflege verantwortlich sind, an, wenn ihnen eine Bescheinigung darüber beigefügt ist, dass die betreffende Person während der nachstehend angegebenen Zeiträume tatsächlich und rechtmäßig den Beruf der Krankenschwester bzw. des Krankenpflegers, die für die allgemeine Pflege verantwortlich sind, in Polen ausgeübt wie im Folgenden beschrieben hat:
a)
Ausbildungsnachweis der Krankenschwester bzw. des Krankenpflegers auf Graduiertenebene (dyplom licencjata pielęgniarstwa): in den fünf Jahren vor Ausstellung der Bescheinigung mindestens drei Jahre ohne Unterbrechung,
b)
Ausbildungsnachweis der Krankenschwester bzw. des Krankenpflegers, mit dem der Abschluss einer an einer medizinischen Fachschule erworbenen postsekundären Ausbildung bescheinigt wird (dyplom pielęgniarki albo pielęgniarki dyplomowanej): in den sieben Jahre vor Ausstellung der Bescheinigung mindestens fünf Jahre ohne Unterbrechung.
Die genannten Tätigkeiten müssen die volle Verantwortung für die Planung, die Organisation und die Ausführung der Krankenpflege des Patienten umfasst haben.
(3)   Die Mitgliedstaaten erkennen die in Polen verliehenen Ausbildungsnachweise für Krankenschwestern und Krankenpfleger, deren Ausbildung vor dem 1. Mai 2004 abgeschlossen wurde und den Mindestanforderungen an die Berufsausbildung gemäß Artikel 31 nicht genügte, an, die durch ein „Bakkalaureat“-Diplom bescheinigt werden, das auf der Grundlage eines speziellen Aufstiegsfortbildungsprogramms erworben wurde, das nach Artikel 11 des Gesetzes vom 20. April 2004 zur Änderung des Gesetzes über den Beruf der Krankenschwester, des Krankenpflegers und der Hebamme und zu einigen anderen Rechtsakten (Amtsblatt der Republik Polen vom 30. April 2004 Nr. 92 Pos. 885) und nach Maßgabe der Verordnung des Gesundheitsministers vom 11. Mai 2004 über die Ausbildungsbedingungen für Krankenschwestern, Krankenpfleger und Hebammen, die einen Sekundarschulabschluss (Abschlussexamen — Matura) und eine abgeschlossene medizinische Schul- und Fachschulausbildung für den Beruf der Krankenschwester, des Krankenpflegers und der Hebamme nachweisen können (Amtsblatt der Republik Polen vom 13. Mai 2004 Nr. 110 Pos. 1170), durchgeführt wurde, um zu überprüfen, ob die betreffende Person über einen Kenntnisstand und eine Fachkompetenz verfügt, die mit denen der Krankenschwestern und Krankenpfleger vergleichbar sind, die Inhaber der für Polen in Anhang V Nummer 5.2.2. genannten Ausbildungsnachweise sind.
Abschnitt 4
Zahnärzte
Artikel 34
Grundausbildung des Zahnarztes
(1)   Die Zulassung zur zahnärztlichen Grundausbildung setzt den Besitz eines Diploms oder Prüfungszeugnisses voraus, das in einem Mitgliedstaat für das betreffende Studium die Zulassung zu den Universitäten oder den Hochschulen mit anerkannt gleichwertigem Niveau ermöglicht.
(2)   Die zahnärztliche Grundausbildung umfasst mindestens fünf Jahre theoretischen und praktischen Unterricht auf Vollzeitbasis, der mindestens die im Programm in Anhang V Nummer 5.3.1. aufgeführten Fächer umfasst und an einer Universität, einer Hochschule mit anerkannt gleichwertigem Niveau oder unter Aufsicht einer Universität erteilt wurde.
Die Fächerverzeichnisse in Anhang V Nummer 5.3.1. können zur Anpassung an den wissenschaftlichen und technischen Fortschritt nach dem in Artikel 58 Absatz 2 genannten Verfahren geändert werden.
Diese Aktualisierung darf für keinen der Mitgliedstaaten eine Änderung bestehender gesetzlicher Grundsätze der Berufsordnung hinsichtlich der Ausbildung und der Bedingungen für den Zugang natürlicher Personen zu dem Beruf erfordern.
(3)   Die zahnärztliche Grundausbildung gewährleistet, dass die betreffende Person die folgenden Kenntnisse und Fähigkeiten erwirbt:
a)
angemessene Kenntnisse in den Wissenschaften, auf denen die Zahnheilkunde beruht, und ein gutes Verständnis für die wissenschaftlichen Methoden, einschließlich der Grundsätze der Messung biologischer Funktionen, der Bewertung wissenschaftlich festgestellter Sachverhalte sowie der Analyse von Daten;
b)
angemessene Kenntnisse — soweit für die Ausübung der Zahnheilkunde von Belang — des Körperbaus, der Funktionen und des Verhaltens des gesunden und des kranken Menschen sowie des Einflusses der natürlichen und sozialen Umwelt auf die Gesundheit des Menschen;
c)
angemessene Kenntnisse der Struktur und der Funktion der Zähne, des Mundes, des Kiefers und der dazugehörigen Gewebe, jeweils in gesundem und in krankem Zustand, sowie ihr Einfluss auf die allgemeine Gesundheit und das allgemeine physische und soziale Wohlbefinden des Patienten;
d)
angemessene Kenntnisse der klinischen Disziplinen und Methoden, die ihr ein zusammenhängendes Bild von den Anomalien, Beschädigungen und Verletzungen sowie Krankheiten der Zähne, des Mundes, des Kiefers und der dazugehörigen Gewebe sowie von der Zahnheilkunde unter dem Gesichtspunkt der Verhütung und Vorbeugung, der Diagnose und Therapie vermitteln;
e)
angemessene klinische Erfahrung unter entsprechender Leitung.
Diese Ausbildung vermittelt dem Betroffenen die erforderlichen Fähigkeiten zur Ausübung aller Tätigkeiten der Verhütung, Diagnose und Behandlung von Krankheiten der Zähne, des Mundes, des Kiefers und der dazugehörigen Gewebe.
Artikel 35
Ausbildung zum Fachzahnarzt
(1)   Die Zulassung zur fachzahnärztlichen Ausbildung setzt voraus, dass ein theoretisches und praktisches Studium im Rahmen der in Artikel 34 genannten Ausbildung abgeschlossen und als gültig anerkannt worden ist oder dass der Antragsteller im Besitz der in den Artikeln 23 und 37 genannten Dokumente ist.
(2)   Die fachzahnärztliche Ausbildung umfasst ein theoretisches und praktisches Studium in einem Universitätszentrum, einem Ausbildungs- und Forschungszentrum oder gegebenenfalls in einer hierzu von den zuständigen Behörden oder Stellen zugelassenen Gesundheitseinrichtung.
Fachzahnarztlehrgänge auf Vollzeitbasis dauern mindestens drei Jahre und stehen unter Aufsicht der zuständigen Behörden oder Stellen. Die Fachzahnarztanwärter müssen in der betreffenden Einrichtung persönlich zur Mitarbeit herangezogen werden und Verantwortung übernehmen.
Die in Unterabsatz 2 genannte Mindestdauer der Ausbildung kann nach dem in Artikel 58 Absatz 2 genannten Verfahren geändert werden, um dem wissenschaftlichen und technischen Fortschritt Rechnung zu tragen.
(3)   Die Mitgliedstaaten machen die Ausstellung eines Ausbildungsnachweises des Fachzahnarztes vom Besitz eines der in Anhang V Nummer 5.3.2. aufgeführten Ausbildungsnachweise für die zahnärztliche Grundausbildung abhängig.
Artikel 36
Ausübung der Tätigkeiten des Zahnarztes
(1)   Für die Zwecke dieser Richtlinie sind Tätigkeiten des Zahnarztes die in Absatz 3 definierten Tätigkeiten, die unter den in Anhang V Nummer 5.3.2. aufgeführten Berufsbezeichnungen ausgeübt werden.
(2)   Der Beruf des Zahnarztes basiert auf der zahnärztlichen Ausbildung nach Artikel 34 und stellt einen eigenen Beruf dar, der sich von dem des Arztes und des Facharztes unterscheidet. Die Ausübung der Tätigkeiten des Zahnarztes setzt den Besitz eines in Anhang V Nummer 5.3.2. aufgeführten Ausbildungsnachweises voraus. Den Inhabern eines solchen Ausbildungsnachweises gleichgestellt sind Personen, die Artikel 23 oder 37 in Anspruch nehmen können.
(3)   Die Mitgliedstaaten sorgen dafür, dass die Zahnärzte allgemein Tätigkeiten der Verhütung, Diagnose und Behandlung von Anomalien und Krankheiten der Zähne, des Mundes und der Kiefer und des dazugehörigen Gewebes aufnehmen und ausüben dürfen, wobei die für den Beruf des Zahnarztes zu den in Anhang V Nummer 5.3.2. aufgeführten Stichtagen maßgeblichen Rechtsvorschriften und Standesregeln einzuhalten sind.
Artikel 37
Erworbene Rechte von Zahnärzten
(1)   Jeder Mitgliedstaat erkennt zum Zwecke der Ausübung der Tätigkeiten des Zahnarztes unter den in Anhang V Nummer 5.3.2. aufgeführten Berufsbezeichnungen die Ausbildungsnachweise des Arztes an, die in Italien, Spanien, Österreich, der Tschechischen Republik und der Slowakei Personen ausgestellt worden sind, die ihre ärztliche Ausbildung spätestens an dem im oben genannten Anhang für den betreffenden Mitgliedstaat aufgeführten Stichtag begonnen haben, sofern ihnen eine von den zuständigen Behörden des betreffenden Mitgliedstaats ausgestellte Bescheinigung darüber beigefügt ist.
Aus dieser Bescheinigung muss hervorgehen, dass die beiden folgenden Bedingungen erfüllt sind:
a)
Die betreffende Person hat sich während der letzten fünf Jahre vor Ausstellung der Bescheinigung mindestens drei Jahre lang ununterbrochen tatsächlich und rechtmäßig sowie hauptsächlich den Tätigkeiten nach Artikel 36 gewidmet, und
b)
die betreffende Person ist berechtigt, diese Tätigkeiten unter denselben Bedingungen auszuüben wie die Inhaber des für diesen Mitgliedstaat in Anhang V Nummer 5.3.2. aufgeführten Ausbildungsnachweises.
Von dem in Unterabsatz 2 Buchstabe a genannten Erfordernis einer dreijährigen Tätigkeit befreit sind Personen, die ein mindestens dreijähriges Studium erfolgreich absolviert haben, dessen Gleichwertigkeit mit der in Artikel 34 genannten Ausbildung von den zuständigen Behörden des betreffenden Staates bescheinigt wird.
Was die Tschechische Republik und die Slowakei anbelangt, so werden die in der früheren Tschechoslowakei erworbenen Ausbildungsnachweise in gleicher Weise wie die tschechischen und slowakischen Ausbildungsnachweise unter den in den vorstehenden Unterabsätzen genannten Bedingungen anerkannt.
(2)   Jeder Mitgliedstaat erkennt die Ausbildungsnachweise des Arztes an, die in Italien Personen ausgestellt wurden, die ihre Universitätsausbildung nach dem 28. Januar 1980, spätestens jedoch am 31. Dezember 1984 begonnen haben, sofern eine diesbezügliche Bescheinigung der zuständigen italienischen Behörden beigefügt ist.
Aus dieser Bescheinigung muss hervorgehen, dass die drei folgenden Bedingungen erfüllt sind:
a)
Die betreffende Person hat mit Erfolg eine von den zuständigen italienischen Behörden durchgeführte spezifische Eignungsprüfung abgelegt, bei der überprüft wurde, ob sie Kenntnisse und Fähigkeiten besitzt, die denen derjenigen Personen vergleichbar sind, die Inhaber eines in Anhang V Nummer 5.3.2. für Italien aufgeführten Ausbildungsnachweises sind;
b)
die betreffende Person hat sich während der letzten fünf Jahre vor Ausstellung der Bescheinigung mindestens drei Jahre lang ununterbrochen in Italien tatsächlich und rechtmäßig sowie hauptsächlich den Tätigkeiten nach Artikel 36 gewidmet;
c)
die betreffende Person ist berechtigt, die Tätigkeiten nach Artikel 36 unter denselben Bedingungen wie die Inhaber der Ausbildungsnachweise, die für Italien in Anhang V Nummer 5.3.2. aufgeführt sind, auszuüben oder übt diese tatsächlich, rechtmäßig sowie hauptsächlich aus.
Von der in Unterabsatz 2 Buchstabe a genannten Eignungsprüfung befreit sind Personen, die ein mindestens dreijähriges Studium erfolgreich absolviert haben, dessen Gleichwertigkeit mit der Ausbildung nach Artikel 34 von den zuständigen Behörden bescheinigt wird.
Personen, die ihre medizinische Universitätsausbildung nach dem 31. Dezember 1984 begonnen haben, sind den oben genannten Personen gleichgestellt, sofern das im vorstehenden Unterabsatz genannte dreijährige Studium vor dem 31. Dezember 1994 aufgenommen wurde.
Abschnitt 5
Tierärzte
Artikel 38
Ausbildung des Tierarztes
(1)   Die tierärztliche Ausbildung umfasst insgesamt ein mindestens fünfjähriges theoretisches und praktisches Studium auf Vollzeitbasis an einer Universität, an einer Hochschule mit anerkannt gleichwertigem Niveau oder unter Aufsicht einer Universität, das mindestens die in Anhang V Nummer 5.4.1. aufgeführten Fächer umfasst.
Die Fächerverzeichnisse in Anhang V Nummer 5.4.1. können zur Anpassung an den wissenschaftlichen und technischen Fortschritt nach dem in Artikel 58 Absatz 2 genannten Verfahren geändert werden.
Diese Aktualisierung darf für keinen der Mitgliedstaaten eine Änderung bestehender gesetzlicher Grundsätze der Berufsordnung hinsichtlich der Ausbildung und der Bedingungen für den Zugang natürlicher Personen zu dem Beruf erfordern.
(2)   Die Zulassung zur tierärztlichen Ausbildung setzt den Besitz eines Diploms oder eines Prüfungszeugnisses voraus, das in einem Mitgliedstaat für das betreffende Studium die Zulassung zu den Universitäten oder den Hochschulen mit anerkannt gleichwertigem Niveau ermöglicht.
(3)   Die Ausbildung des Tierarztes gewährleistet, dass die betreffende Person die folgenden Kenntnisse und Fähigkeiten erwirbt:
a)
angemessene Kenntnisse in den Wissenschaften, auf denen die Tätigkeiten des Tierarztes beruhen;
b)
angemessene Kenntnisse über die Struktur und die Funktionen gesunder Tiere, die Zucht, Fortpflanzung und Hygiene im Allgemeinen sowie die Ernährung, einschließlich der Technologie für die Herstellung und Konservierung von Futtermitteln, die ihren Bedürfnissen entsprechen;
c)
angemessene Kenntnisse auf dem Gebiet des Verhaltens und des Schutzes der Tiere;
d)
angemessene Kenntnisse der Ursachen, der Natur, des Verlaufes, der Auswirkungen, der Diagnose und der Behandlung der Krankheiten der Tiere, und zwar individuell und kollektiv; darunter eine besondere Kenntnis der auf den Menschen übertragbaren Krankheiten;
e)
angemessene Kenntnisse der Präventivmedizin;
f)
angemessene Kenntnisse über die Hygiene und die Technologie bei der Gewinnung, der Herstellung und dem Inverkehrbringen von Lebensmitteln tierischer Herkunft;
g)
angemessene Kenntnisse der Rechts- und Verwaltungsvorschriften betreffend die vorstehend aufgeführten Gebiete;
h)
angemessene klinische und praktische Erfahrung unter entsprechender Leitung.
Artikel 39
Erworbene Rechte von Tierärzten
Unbeschadet des Artikels 23 Absatz 4 erkennen die Mitgliedstaaten bei den Staatsangehörigen der Mitgliedstaaten, deren Ausbildungsnachweise des Tierarztes von Estland vor dem 1. Mai 2004 verliehen wurden bzw. deren Ausbildung in Estland vor dem 1. Mai 2004 aufgenommen wurde, diese Ausbildungsnachweise des Tierarztes an, wenn ihnen eine Bescheinigung darüber beigefügt ist, dass die betreffende Person in den sieben Jahren vor Ausstellung der Bescheinigung die betreffenden Tätigkeiten mindestens fünf Jahre ohne Unterbrechung tatsächlich und rechtmäßig in Estland ausgeübt hat.
Abschnitt 6
Hebammen
Artikel 40
Ausbildung der Hebamme
(1)   Die Ausbildung zur Hebamme muss mindestens eine der folgenden Ausbildungen umfassen:
a)
eine spezielle Ausbildung zur Hebamme auf Vollzeitbasis, die theoretischen und praktischen Unterricht von mindestens drei Jahren (Ausbildungsmöglichkeit I) umfasst, der mindestens das in Anhang V Nummer 5.5.1. aufgeführte Ausbildungsprogramm beinhaltet; oder
b)
eine spezielle Ausbildung zur Hebamme von mindestens 18 Monaten (Ausbildungsmöglichkeit II) auf Vollzeitbasis, die mindestens das in Anhang V Nummer 5.5.1. aufgeführte Ausbildungsprogramm umfasst, das nicht Gegenstand eines gleichwertigen Unterrichts im Rahmen der Ausbildung zur Krankenschwester und zum Krankenpfleger, die für die allgemeine Pflege verantwortlich sind, war.
Die Mitgliedstaaten tragen dafür Sorge, dass die mit der Ausbildung der Hebammen betrauten Einrichtungen die Verantwortung dafür übernehmen, dass Theorie und Praxis für das gesamte Ausbildungsprogramm koordiniert werden.
Die Fächerverzeichnisse in Anhang V Nummer 5.5.1. können zur Anpassung an den wissenschaftlichen und technischen Fortschritt nach dem in Artikel 58 Absatz 2 genannten Verfahren geändert werden.
Diese Aktualisierung darf für keinen der Mitgliedstaaten eine Änderung bestehender gesetzlicher Grundsätze der Berufsordnung hinsichtlich der Ausbildung und der Bedingungen für den Zugang natürlicher Personen zu dem Beruf erfordern.
(2)   Für den Zugang zur Hebammenausbildung muss eine der folgenden Voraussetzungen erfüllt sein:
a)
Abschluss der ersten zehn Jahre der allgemeinen Schulausbildung für Ausbildungsmöglichkeit I; oder
b)
Besitz eines in Anhang V Nummer 5.2.2. aufgeführten Ausbildungsnachweises der Krankenschwester und des Krankenpflegers, die für die allgemeine Pflege verantwortlich sind, für Ausbildungsmöglichkeit II.
(3)   Die Ausbildung der Hebamme gewährleistet, dass die betreffende Person die folgenden Kenntnisse und Fähigkeiten erwirbt:
a)
angemessene Kenntnisse in den Wissenschaften, auf denen die Tätigkeiten der Hebamme beruhen, insbesondere der Geburtshilfe und der Frauenheilkunde;
b)
angemessene Kenntnisse der Berufsethik und des Berufsrechts;
c)
vertiefte Kenntnisse der biologischen Funktion, der Anatomie und der Physiologie auf den Gebieten der Geburtshilfe und der perinatalen Medizin, sowie Kenntnisse über die Einflüsse der physischen und sozialen Umwelt auf die Gesundheit des Menschen und über sein Verhalten;
d)
angemessene klinische Erfahrung, die unter der Aufsicht von auf dem Gebiet der Geburtshilfe qualifiziertem Personal und in anerkannten Einrichtungen erworben wird;
e)
das erforderliche Verständnis für die Ausbildung des Personals des Gesundheitswesens und Erfahrung in der Zusammenarbeit mit diesem Personal.
Artikel 41
Bedingungen der Anerkennung der Ausbildungsnachweise der Hebamme
(1)   Die in Anhang V Nummer 5.5.2. aufgeführten Ausbildungsnachweise der Hebamme werden nur dann nach Artikel 21 automatisch anerkannt, wenn sie eine der folgenden Ausbildungen abschießen:
a)
eine mindestens dreijährige Hebammenausbildung auf Vollzeitbasis,
i)
die entweder den Besitz eines Diploms, Prüfungszeugnisses oder sonstigen Befähigungsnachweises voraussetzt, die zum Besuch von Universitäten oder Hochschulen berechtigen oder, in Ermangelung dessen, einen gleichwertigen Kenntnisstand garantieren, oder
ii)
nach deren Abschluss eine zweijährige Berufserfahrung erworben wird, über die die in Absatz 2 genannte Bescheinigung ausgestellt wird;
b)
eine Hebammenausbildung von mindestens zwei Jahren oder 3 600 Stunden auf Vollzeitbasis, die den Besitz eines der in Anhang V Nummer 5.2.2. aufgeführten Ausbildungsnachweise der Krankenschwester und des Krankenpflegers, die für die allgemeine Pflege verantwortlich sind, voraussetzt;
c)
eine Hebammenausbildung von mindestens 18 Monaten oder 3 000 Stunden auf Vollzeitbasis, die den Besitz eines der in Anhang V Nummer 5.2.2. genannten Ausbildungsnachweise der Krankenschwester und des Krankenpflegers, die für die allgemeine Pflege verantwortlich sind, voraussetzt, nach deren Abschluss eine einjährige Berufserfahrung erworben wird, über die die in Absatz 2 genannte Bescheinigung ausgestellt wird.
(2)   Die in Absatz 1 genannte Bescheinigung wird von den zuständigen Behörden des Herkunftsmitgliedstaats ausgestellt. In ihr wird bescheinigt, dass der Inhaber nach Erhalt des Ausbildungsnachweises der Hebamme in zufrieden stellender Weise alle mit dem Beruf einer Hebamme verbundenen Tätigkeiten in einem Krankenhaus oder in einer Einrichtung des Gesundheitswesens, die im Hinblick auf diesen Zweck anerkannt worden ist, während eines entsprechenden Zeitraums ausgeübt hat.
Artikel 42
Ausübung der Tätigkeiten der Hebamme
(1)   Dieser Abschnitt gilt für die von den einzelnen Mitgliedstaaten unbeschadet des Absatzes 2 definierten und unter den in Anhang V Nummer 5.5.2. aufgeführten Berufsbezeichnungen ausgeübten Tätigkeiten der Hebamme.
(2)   Die Mitgliedstaaten sorgen dafür, dass Hebammen zumindest die Aufnahme und Ausübung folgender Tätigkeiten gestattet wird:
a)
angemessene Aufklärung und Beratung in Fragen der Familienplanung;
b)
Feststellung der Schwangerschaft und Beobachtung der normal verlaufenden Schwangerschaft, Durchführung der zur Beobachtung eines normalen Schwangerschaftsverlaufs notwendigen Untersuchungen;
c)
Verschreibung der Untersuchungen, die für eine möglichst frühzeitige Feststellung einer Risikoschwangerschaft notwendig sind, oder Aufklärung über diese Untersuchungen;
d)
Vorbereitung auf die Elternschaft, umfassende Vorbereitung auf die Niederkunft und Beratung in Fragen der Hygiene und Ernährung;
e)
Betreuung der Gebärenden während der Geburt und Überwachung des Fötus in der Gebärmutter mit Hilfe geeigneter klinischer und technischer Mittel;
f)
Durchführung von Normalgeburten bei Kopflage, einschließlich — sofern erforderlich —- des Scheidendammschnitts sowie im Dringlichkeitsfall Durchführung von Steißgeburten;
g)
Erkennung der Anzeichen von Anomalien bei der Mutter oder beim Kind, die das Eingreifen eines Arztes erforderlich machen, sowie Hilfeleistung bei etwaigen ärztlichen Maßnahmen; Ergreifen der notwendigen Maßnahmen bei Abwesenheit des Arztes, insbesondere manuelle Ablösung der Plazenta, an die sich gegebenenfalls eine manuelle Nachuntersuchung der Gebärmutter anschließt;
h)
Untersuchung und Pflege des Neugeborenen; Einleitung und Durchführung der erforderlichen Maßnahmen in Notfällen und, wenn erforderlich, Durchführung der sofortigen Wiederbelebung des Neugeborenen;
i)
Pflege der Wöchnerin, Überwachung des Zustandes der Mutter nach der Niederkunft und zweckdienliche Beratung über die bestmögliche Pflege des Neugeborenen;
j)
Durchführung der vom Arzt verordneten Behandlung;
k)
Abfassen der erforderlichen schriftlichen Berichte.
Artikel 43
Erworbene Rechte von Hebammen
(1)   Jeder Mitgliedstaat erkennt bei Staatsangehörigen von Mitgliedstaaten, deren Ausbildungsnachweise den in Artikel 40 gestellten Mindestanforderungen an die Ausbildung entsprechen, jedoch gemäß Artikel 41 nur anerkannt werden müssen, wenn gleichzeitig die in Artikel 41 Absatz 2 genannte Bescheinigung über die Berufspraxis vorgelegt wird, die von diesen Mitgliedstaaten vor dem in Anhang V Nummer 5.5.2. aufgeführten Stichtag ausgestellten Ausbildungsnachweise der Hebamme als ausreichenden Nachweis an, wenn ihnen eine Bescheinigung darüber beigefügt ist, dass die betreffende Person in den letzten fünf Jahren vor Ausstellung der Bescheinigung mindestens zwei Jahre ohne Unterbrechung tatsächlich und rechtmäßig den Beruf der Hebamme ausgeübt hat.
(2)   Die Bestimmungen von Absatz 1 gelten für auf dem Gebiet der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik erworbene Ausbildungsnachweise der Hebamme, die den in Artikel 40 gestellten Mindestanforderungen an die Ausbildung entsprechen, jedoch gemäß Artikel 41 nur anerkannt werden, wenn gleichzeitig die in Artikel 41 Absatz 2 genannte Bescheinigung über die Berufspraxis vorgelegt wird, sofern sie eine Ausbildung abschließen, die vor dem 3. Oktober 1990 begonnen wurde.
(3)   Auf polnische Ausbildungsnachweise der Hebamme finden ausschließlich die folgenden Bestimmungen über erworbene Rechte Anwendung.
Bei den Staatsangehörigen der Mitgliedstaaten, deren Ausbildungsnachweise der Hebamme den Mindestanforderungen an die Berufsausbildung gemäß Artikel 40 nicht genügen und von Polen vor dem 1. Mai 2004 verliehen wurden bzw. deren Ausbildung in Polen vor dem 1. Mai 2004 aufgenommen wurde, erkennen die Mitgliedstaaten die folgenden Ausbildungsnachweise der Hebamme an, wenn ihnen eine Bescheinigung darüber beigefügt ist, dass die betreffende Person in den nachstehend angegebenen Zeiträumen tatsächlich und rechtmäßig den Beruf der Hebamme ausgeübt hat:
a)
Ausbildungsnachweis der Hebamme auf Graduiertenebene (dyplom licencjata położnictwa): in den fünf Jahren vor Ausstellung der Bescheinigung mindestens drei Jahre ohne Unterbrechung,
b)
Ausbildungsnachweis der Hebamme, mit dem der Abschluss einer postsekundären Ausbildung an einer medizinischen Fachschule bescheinigt wird (dyplom położnej): in den sieben Jahren vor Ausstellung der Bescheinigung mindestens fünf Jahre ohne Unterbrechung.
(4)   Die Mitgliedstaaten erkennen die in Polen verliehenen Ausbildungsnachweise für Hebammen, deren Ausbildung vor dem 1. Mai 2004 abgeschlossen wurde und den Mindestanforderungen an die Berufsausbildung gemäß Artikel 40 nicht genügte, an, die durch ein „Bakkalaureat“-Diplom bescheinigt werden, das auf der Grundlage eines speziellen Aufstiegsfortbildungsprogramms erworben wurde, das nach Artikel 11 des Gesetzes vom 20. April 2004 zur Änderung des Gesetzes über den Beruf der Krankenschwester, des Krankenpflegers und der Hebamme und zu einigen anderen Rechtsakten (Amtsblatt der Republik Polen vom 30. April 2004 Nr. 92 Pos. 885) und nach Maßgabe der Verordnung des Gesundheitsministers vom 11. Mai 2004 über die Ausbildungsbedingungen für Krankenschwestern, Krankenpfleger und Hebammen, die einen Sekundarschulabschluss (Abschlussexamen — Matura) und eine abgeschlossene medizinische Schul- und Fachschulausbildung für den Beruf der Krankenschwester, des Krankenpflegers und der Hebamme nachweisen können (Amtsblatt der Republik Polen vom 13. Mai 2004 Nr. 110 Pos. 1170), durchgeführt wurde, um zu überprüfen, ob die betreffende Person über einen Kenntnisstand und eine Fachkompetenz verfügt, die mit denen der Hebammen vergleichbar sind, die Inhaber der für Polen in Anhang V Nummer 5.5.2. genannten Ausbildungsnachweise sind.
Abschnitt 7
Apotheker
Artikel 44
Ausbildung des Apothekers
(1)   Die Zulassung zur Apothekerausbildung setzt den Besitz eines Diploms oder eines Prüfungszeugnisses voraus, das in einem Mitgliedstaat für das betreffende Studium die Zulassung zu den Universitäten oder den Hochschulen mit anerkannt gleichwertigem Niveau ermöglicht.
(2)   Der Ausbildungsnachweis des Apothekers schließt eine Ausbildung ab, die sich auf einen Zeitraum von mindestens fünf Jahren erstreckt und mindestens Folgendes umfasst:
a)
eine vierjährige theoretische und praktische Vollzeitausbildung an einer Universität oder einer Hochschule mit anerkannt gleichwertigem Niveau oder unter der Aufsicht einer Universität;
b)
ein sechsmonatiges Praktikum in einer der Öffentlichkeit zugänglichen Apotheke oder in einem Krankenhaus unter der Aufsicht des pharmazeutischen Dienstes dieses Krankenhauses.
Dieser Ausbildungsgang umfasst mindestens das in Anhang V Nummer 5.6.1. aufgeführte Programm. Das Fächerverzeichnis in Anhang V Nummer 5.6.1. kann zur Anpassung an den wissenschaftlichen und technischen Fortschritt nach dem in Artikel 58 Absatz 2 genannten Verfahren geändert werden.
Diese Aktualisierung darf für keinen der Mitgliedstaaten eine Änderung bestehender gesetzlicher Grundsätze der Berufsordnung hinsichtlich der Ausbildung und der Bedingungen für den Zugang natürlicher Personen zu dem Beruf erfordern.
(3)   Die Ausbildung des Apothekers gewährleistet, dass die betreffende Person die folgenden Kenntnisse und Fähigkeiten erwirbt:
a)
angemessene Kenntnisse der Arzneimittel und der zur Arzneimittelherstellung verwendeten Stoffe;
b)
angemessene Kenntnisse der pharmazeutischen Technologie und der physikalischen, chemischen, biologischen und mikrobiologischen Prüfung der Arzneimittel;
c)
angemessene Kenntnisse des Metabolismus und der Wirkungen von Arzneimitteln und Giftstoffen sowie der Anwendung von Arzneimitteln;
d)
angemessene Kenntnisse zur Beurteilung der die Arzneimittel betreffenden wissenschaftlichen Angaben zur Erteilung einschlägiger Informationen;
e)
angemessene Kenntnisse der rechtlichen und sonstigen Voraussetzungen im Zusammenhang mit der Ausübung der pharmazeutischen Tätigkeiten.
Artikel 45
Ausübung der Tätigkeiten des Apothekers
(1)   Für die Zwecke dieser Richtlinie sind Tätigkeiten des Apothekers die Tätigkeiten, deren Aufnahme und Ausübung in einem oder mehreren Mitgliedstaaten beruflichen Eignungsbedingungen unterliegen und die den Inhabern eines der in Anhang V Nummer 5.6.2. aufgeführten Ausbildungsnachweise offen stehen.
(2)   Die Mitgliedstaaten sorgen dafür, dass Inhaber eines pharmazeutischen Ausbildungsnachweises einer Universität oder eines als gleichwertig anerkannten Ausbildungsnachweises, der den Bedingungen des Artikels 44 genügt, zumindest die folgenden Tätigkeiten aufnehmen und ausüben dürfen, gegebenenfalls vorbehaltlich des Erfordernisses einer ergänzenden Berufserfahrung:
a)
Herstellung der Darreichungsform von Arzneimitteln,
b)
Herstellung und Prüfung von Arzneimitteln,
c)
Arzneimittelprüfung in einem Laboratorium für die Prüfung von Arzneimitteln,
d)
Lagerung, Qualitätserhaltung und Abgabe von Arzneimitteln auf der Großhandelsstufe,
e)
Herstellung, Prüfung, Lagerung und Abgabe von Arzneimitteln in der Öffentlichkeit zugänglichen Apotheken,
f)
Herstellung, Prüfung, Lagerung und Abgabe von Arzneimitteln in Krankenhausapotheken,
g)
Information und Beratung über Arzneimittel.
(3)   Ist in einem Mitgliedstaat die Aufnahme oder Ausübung einer der Tätigkeiten des Apothekers nicht nur vom Besitz eines der in Anhang V Nummer 5.6.2. aufgeführten Ausbildungsnachweise abhängig, sondern auch von dem Erfordernis zusätzlicher Berufserfahrung, so erkennt dieser Mitgliedstaat als ausreichenden Nachweis hierfür die Bescheinigung des Herkunftsmitgliedstaats darüber an, dass die betreffende Person diese Tätigkeiten während einer gleichen Zeitdauer im Herkunftsmitgliedstaat ausgeübt hat.
(4)   Die Anerkennung gemäß Absatz 3 gilt nicht für die Berufserfahrung von zwei Jahren, die im Großherzogtum Luxemburg für die Erteilung einer staatlichen Konzession für eine der Öffentlichkeit zugängliche Apotheke vorgeschrieben ist.
(5)   War in einem Mitgliedstaat am 16. September 1985 ein Auswahlverfahren aufgrund von Prüfungen vorgeschrieben zur Auswahl der in Absatz 2 genannten Inhaber, die zu Inhabern neuer Apotheken bestellt werden, deren Errichtung im Rahmen eines nationalen Systems geografischer Aufteilung beschlossen worden ist, so kann dieser Mitgliedstaat abweichend von Absatz 1 dieses Auswahlverfahren beibehalten und es auf Staatsangehörige der Mitgliedstaaten anwenden, die Inhaber eines in Anhang V Nummer 5.6.2. aufgeführten Ausbildungsnachweises sind oder Artikel 23 in Anspruch nehmen.
Abschnitt 8
Architekt
Artikel 46
Ausbildung der Architekten
(1)   Die Gesamtdauer der Ausbildung des Architekten umfasst mindestens entweder vier Studienjahre auf Vollzeitbasis oder sechs Studienjahre, die zumindest drei Jahre Vollzeitstudium an einer Hochschule oder einer vergleichbaren Bildungseinrichtung umfassen. Diese Ausbildung muss mit einer Prüfung auf Hochschulniveau erfolgreich abgeschlossen werden.
Die Ausbildung muss durch einen Unterricht auf Hochschulniveau erfolgen, der hauptsächlich auf Architektur ausgerichtet ist; sie muss ferner die theoretischen und praktischen Aspekte der Architekturausbildung in ausgewogener Form berücksichtigen und den Erwerb der folgenden Kenntnisse und Fähigkeiten gewährleisten:
a)
die Fähigkeit zu architektonischer Gestaltung, die sowohl ästhetischen als auch technischen Erfordernissen gerecht wird;
b)
angemessene Kenntnisse der Geschichte und Lehre der Architektur und damit verwandter Künste, Technologien und Geisteswissenschaften;
c)
Kenntnisse in den bildenden Künsten wegen ihres Einflusses auf die Qualität der architektonischen Gestaltung;
d)
angemessene Kenntnisse in der städtebaulichen Planung und Gestaltung, der Planung im Allgemeinen und in den Planungstechniken;
e)
Verständnis der Beziehung zwischen Menschen und Gebäuden sowie zwischen Gebäuden und ihrer Umgebung und Verständnis der Notwendigkeit, Gebäude und die Räume zwischen ihnen mit menschlichen Bedürfnissen und Maßstäben in Beziehung zu bringen;
f)
Verständnis des Architekten für seinen Beruf und seine Aufgabe in der Gesellschaft, besonders bei der Erstellung von Entwürfen, die sozialen Faktoren Rechnung tragen;
g)
Kenntnis der Methoden zur Prüfung und Erarbeitung des Entwurfs für ein Gestaltungsvorhaben;
h)
Kenntnis der strukturellen und bautechnischen Probleme im Zusammenhang mit der Baugestaltung;
i)
angemessene Kenntnisse der physikalischen Probleme und der Technologien, die mit der Funktion eines Gebäudes — Schaffung von Komfort und Schutz gegen Witterungseinflüsse — zusammenhängen;
j)
die technischen Fähigkeiten, die erforderlich sind, um den Bedürfnissen der Benutzer eines Gebäudes innerhalb der durch Kostenfaktoren und Bauvorschriften gesteckten Grenzen Rechnung zu tragen;
k)
angemessene Kenntnisse derjenigen Gewerbe, Organisationen, Vorschriften und Verfahren, die bei der praktischen Durchführung von Bauplänen eingeschaltet werden, sowie der Eingliederung der Pläne in die Gesamtplanung.
(2)   Das Verzeichnis der Kenntnisse und Fähigkeiten in Absatz 1 kann zur Anpassung an den wissenschaftlichen und technischen Fortschritt nach dem in Artikel 58 Absatz 2 genannten Verfahren geändert werden.
Diese Aktualisierung darf für keinen der Mitgliedstaaten eine Änderung bestehender gesetzlicher Grundsätze der Berufsordnung hinsichtlich der Ausbildung und der Bedingungen für den Zugang natürlicher Personen zu dem Beruf erfordern.
Artikel 47
Ausnahmen von den Bedingungen für die Ausbildung des Architekten
(1)   Abweichend von Artikel 46 wird ferner als den Anforderungen des Artikels 21 genügend anerkannt: die am 5. August 1985 bestehende dreijährige Ausbildung an den Fachhochschulen in der Bundesrepublik Deutschland, die den Anforderungen des Artikels 46 entspricht und die Aufnahme der in Artikel 48 genannten Tätigkeiten in diesem Mitgliedstaat unter der Berufsbezeichnung „Architekt“ ermöglicht, sofern die Ausbildung durch eine vierjährige Berufserfahrung in der Bundesrepublik Deutschland ergänzt wurde; diese Berufserfahrung muss durch eine Bescheinigung bestätigt werden, welche von der Architektenkammer ausgestellt wird, in deren Architektenliste der Architekt eingetragen ist, der die Vorschriften dieser Richtlinie in Anspruch nehmen möchte.
Die Architektenkammer muss zuvor feststellen, dass die von dem betreffenden Architekten auf dem Gebiet der Architektur ausgeführten Arbeiten eine überzeugende Anwendung der in Artikel 46 Absatz 1 genannten Kenntnisse und Fähigkeiten darstellen. Diese Bescheinigung wird nach demselben Verfahren ausgestellt, das auch für die Eintragung in die Architektenliste gilt.
(2)   Abweichend von Artikel 46 wird ferner als den Anforderungen des Artikels 21 genügend anerkannt: die Ausbildung im Rahmen der sozialen Förderung oder eines Hochschulstudiums auf Teilzeitbasis, die den Erfordernissen von Artikel 46 entspricht und von einer Person, die seit mindestens sieben Jahren in der Architektur unter der Aufsicht eines Architekten oder Architekturbüros tätig war, durch eine erfolgreiche Prüfung auf dem Gebiet der Architektur abgeschlossen wird. Diese Prüfung muss Hochschulniveau aufweisen und dem in Artikel 46 Absatz 1 Unterabsatz 1 genannten Abschlussexamen gleichwertig sein.
Artikel 48
Ausübung der Tätigkeiten des Architekten
(1)   Für die Zwecke dieser Richtlinie sind Tätigkeiten des Architekten die Tätigkeiten, die üblicherweise unter der Berufsbezeichnung „Architekt“ ausgeübt werden.
(2)   Die Voraussetzungen für die Ausübung der Tätigkeiten des Architekten unter der Berufsbezeichnung „Architekt“ sind auch bei Staatsangehörigen eines Mitgliedstaats als gegeben anzusehen, die zur Führung dieses Titels aufgrund eines Gesetzes ermächtigt worden sind, das der zuständigen Behörde eines Mitgliedstaats die Befugnis zuerkennt, diesen Titel Staatsangehörigen der Mitgliedstaaten zu verleihen, die sich durch die Qualität ihrer Leistungen auf dem Gebiet der Architektur besonders ausgezeichnet haben. Den betreffenden Personen wird von ihrem Herkunftsmitgliedstaat bescheinigt, dass ihre Tätigkeit als Architektentätigkeit gilt.
Artikel 49
Erworbene Rechte von Architekten
(1)   Jeder Mitgliedstaat erkennt die in Anhang VI Nummer 6 aufgeführten Ausbildungsnachweise des Architekten an, die die anderen Mitgliedstaaten ausgestellt haben und die eine Ausbildung abschließen, die spätestens im akademischen Bezugsjahr begann, das in diesem Anhang angegeben ist, selbst wenn sie den Mindestanforderungen von Artikel 46 nicht genügen, und verleiht ihnen in seinem Hoheitsgebiet dieselbe Wirkung wie den Ausbildungsnachweisen, mit denen er selbst die Aufnahme und Ausübung der Tätigkeiten des Architekten ermöglicht.
Die von den zuständigen Behörden der Bundesrepublik Deutschland ausgestellten Bescheinigungen über die Gleichwertigkeit der nach dem 8. Mai 1945 von den zuständigen Behörden der Deutschen Demokratischen Republik ausgestellten Ausbildungsnachweise und der in diesem Anhang aufgeführten Nachweise werden nach diesen Bedingungen anerkannt.
(2)   Jeder Mitgliedstaat erkennt unbeschadet des Absatzes 1 folgende Ausbildungsnachweise an und verleiht ihnen im Hinblick auf die Aufnahme und Ausübung der Tätigkeiten des Architekten in seinem Hoheitsgebiet dieselbe Wirkung wie den von ihm selbst ausgestellten Ausbildungsnachweisen: Bescheinigungen, die Staatsangehörigen der Mitgliedstaaten von denjenigen Mitgliedstaaten ausgestellt wurden, in denen die Aufnahme und Ausübung der Tätigkeiten des Architekten an den nachstehenden Stichtagen reglementiert war:
a)
1. Januar 1995 für Österreich, Finnland und Schweden;
b)
1. Mai 2004 für Tschechische Republik, Estland, Zypern, Lettland, Litauen, Ungarn, Malta, Polen, Slowenien und die Slowakei;
c)
5. August 1987 für alle anderen Mitgliedstaaten.
Die in Unterabsatz 1 genannten Bescheinigungen bestätigen, dass ihr Inhaber spätestens am betreffenden Stichtag die Berechtigung erhielt, die Berufsbezeichnung „Architekt“ zu führen und dass er die entsprechend reglementierten Tätigkeiten während der letzten fünf Jahre vor Ausstellung der Bescheinigung mindestens drei Jahre lang ununterbrochen tatsächlich ausgeübt hat.
KAPITEL IV
Gemeinsame Bestimmungen für die Niederlassung
Artikel 50
Unterlagen und Formalitäten
(1)   Wenn die zuständigen Behörden des Aufnahmemitgliedstaates in Anwendung der Bestimmungen dieses Titels über einen Antrag auf Zulassung zu einem reglementierten Beruf befinden, können sie die in Anhang VII aufgeführten Unterlagen und Bescheinigungen verlangen.
Die in Anhang VII Nummer 1 Buchstaben d, e und f genannten Bescheinigungen dürfen bei ihrer Vorlage nicht älter als drei Monate sein.
Die Mitgliedstaaten, Stellen und sonstigen juristischen Personen sorgen für die Vertraulichkeit der übermittelten Angaben.
(2)   Hat der Aufnahmemitgliedstaat berechtigte Zweifel, so kann er von den zuständigen Behörden eines Mitgliedstaats eine Bestätigung der Authentizität der in jenem Mitgliedstaat ausgestellten Bescheinigungen und Ausbildungsnachweise sowie gegebenenfalls eine Bestätigung darüber verlangen, dass der Antragsteller für die in Kapitel III genannten Berufe die Mindestanforderungen der Ausbildung erfüllt, die in den Artikeln 24, 25, 28, 31, 34, 35, 38, 40, 44 und 46 verlangt werden.
(3)   Beziehen sich Ausbildungsnachweise nach Artikel 3 Absatz 1 Buchstabe c, die von der zuständigen Behörde eines Mitgliedstaats ausgestellt wurden, auf eine Ausbildung, die ganz oder teilweise in einer rechtmäßig im Hoheitsgebiet eines anderen Mitgliedstaats niedergelassenen Einrichtung absolviert wurde, so kann der Aufnahmemitgliedstaat bei berechtigten Zweifeln bei der zuständigen Stelle des Ausstellungsmitgliedstaats überprüfen,
a)
ob der Ausbildungsgang in der betreffenden Einrichtung von der Ausbildungseinrichtung des Ausstellungsmitgliedstaats offiziell bescheinigt worden ist;
b)
ob der ausgestellte Ausbildungsnachweis dem entspricht, der verliehen worden wäre, wenn der Ausbildungsgang vollständig im Ausstellungsmitgliedstaat absolviert worden wäre, und
c)
ob mit dem Ausbildungsnachweis im Hoheitsgebiet des Ausstellungsmitgliedstaats dieselben beruflichen Rechte verliehen werden.
(4)   Verlangt ein Aufnahmemitgliedstaat von seinen Staatsangehörigen für die Aufnahme oder Ausübung eines reglementierten Berufes eine Eidesleistung oder eine feierliche Erklärung, so sorgt er dafür, dass die Angehörigen der anderen Mitgliedstaaten, die die Formel dieses Eides oder dieser feierlichen Erklärung nicht benutzen können, auf eine geeignete, gleichwertige Formel zurückgreifen können.
Artikel 51
Verfahren für die Anerkennung der Berufsqualifikationen
(1)   Die zuständige Behörde des Aufnahmemitgliedstaates bestätigt dem Antragsteller binnen eines Monats den Empfang der Unterlagen und teilt ihm gegebenenfalls mit, welche Unterlagen fehlen.
(2)   Das Verfahren für die Prüfung eines Antrags auf Zulassung zu einem reglementierten Beruf muss innerhalb kürzester Frist abgeschlossen werden, spätestens jedoch drei Monate nach Einreichung der vollständigen Unterlagen der betreffenden Person; die Entscheidung muss von der zuständigen Behörde des Aufnahmemitgliedstaates ordnungsgemäß begründet werden. Diese Frist kann jedoch in Fällen, die unter die Kapitel I und II dieses Titels fallen, um einen Monat verlängert werden.
(3)   Gegen diese Entscheidung bzw. gegen eine nicht fristgerecht getroffene Entscheidung müssen Rechtsbehelfe nach innerstaatlichem Recht eingelegt werden können.
Artikel 52
Führen der Berufsbezeichnung
(1)   Ist in einem Aufnahmemitgliedstaat das Führen der Berufsbezeichnung im Zusammenhang mit einer der betreffenden beruflichen Tätigkeiten reglementiert, so führen die Angehörigen der übrigen Mitgliedstaaten, die nach Titel III einen reglementierten Beruf ausüben dürfen, die entsprechende Berufsbezeichnung des Aufnahmemitgliedstaats und verwenden deren etwaige Abkürzung.
(2)   Wenn ein Beruf im Aufnahmemitgliedstaat durch einen Verband oder eine Organisation im Sinne des Artikels 3 Absatz 2 reglementiert ist, dürfen die Staatsangehörigen der Mitgliedstaaten die von diesem Verband oder dieser Organisation zuerkannte Berufsbezeichnung oder deren Abkürzung nur führen, wenn sie nachweisen, dass sie Mitglied des betreffenden Verbandes oder der betreffenden Organisation sind.
Wenn der Verband oder die Organisation die Mitgliedschaft von bestimmten Qualifikationen abhängig macht, sind bei Angehörigen anderer Mitgliedstaaten, die über die Berufsqualifikationen verfügen, die Vorschriften dieser Richtlinie zu beachten.
TITEL IV
MODALITÄTEN DER BERUFSAUSÜBUNG
Artikel 53
Sprachkenntnisse
Personen, deren Berufsqualifikation anerkannt wird, müssen über die Sprachkenntnisse verfügen, die für die Ausübung ihrer Berufstätigkeit im Aufnahmemitgliedstaat erforderlich sind.
Artikel 54
Führen von akademischen Titeln
Unbeschadet der Artikel 7 und 52 trägt der Aufnahmemitgliedstaat dafür Sorge, dass die betreffenden Personen zum Führen von akademischen Titeln ihres Herkunftsmitgliedstaats und gegebenenfalls der entsprechenden Abkürzung in der Sprache des Herkunftsmitgliedstaats berechtigt sind. Der Aufnahmemitgliedstaat kann vorschreiben, dass neben dieser Bezeichnung Name und Ort der Lehranstalt oder des Prüfungsausschusses aufgeführt werden, die bzw. der diesen akademischen Titel verliehen hat. Kann die Ausbildungsbezeichnung des Herkunftsmitgliedstaats im Aufnahmemitgliedstaat mit einer Bezeichnung verwechselt werden, die in Letzterem eine zusätzliche Ausbildung voraussetzt, die die betreffende Person aber nicht erworben hat, so kann der Aufnahmemitgliedstaat vorschreiben, dass die betreffende Person ihren im Herkunftsmitgliedstaat gültigen akademischen Titel in einer vom Aufnahmemitgliedstaat festgelegten Form verwendet.
Artikel 55
Kassenzulassung
Unbeschadet des Artikels 5 Absatz 1 und des Artikels 6 Absatz 1 Buchstabe b gilt Folgendes: Mitgliedstaaten, die den Personen, die ihre Berufsqualifikationen in ihrem Hoheitsgebiet erworben haben, nur dann eine Kassenzulassung erteilen, wenn sie einen Vorbereitungslehrgang absolviert und/oder Berufserfahrung erworben haben, befreien die Personen, die ihre Berufsqualifikationen als Arzt bzw. Zahnarzt in einem anderen Mitgliedstaat erworben haben, von dieser Pflicht.
TITEL V
VERWALTUNGSZUSAMMENARBEIT UND DURCHFÜHRUNGSBEFUGNISSE
Artikel 56
Zuständige Behörden
(1)   Die zuständigen Behörden der Aufnahme- und Herkunftsmitgliedstaaten arbeiten eng zusammen und leisten sich Amtshilfe, um die Anwendung dieser Richtlinie zu erleichtern. Sie stellen die Vertraulichkeit der ausgetauschten Informationen sicher.
(2)   Die zuständigen Behörden im Aufnahme- und im Herkunftsmitgliedstaat unterrichten sich gegenseitig über das Vorliegen disziplinarischer oder strafrechtlicher Sanktionen oder über sonstige schwerwiegende, genau bestimmte Sachverhalte, die sich auf die Ausübung der in dieser Richtlinie erfassten Tätigkeiten auswirken könnten; dabei sind die Rechtsvorschriften über den Schutz personenbezogener Daten im Sinne der Richtlinien 95/46/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 24. Oktober 1995 zum Schutz natürlicher Personen bei der Verarbeitung personenbezogener Daten und zum freien Datenverkehr (24) und 2002/58/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 12. Juli 2002 über die Verarbeitung personenbezogener Daten und den Schutz der Privatsphäre in der elektronischen Kommunikation (Datenschutzrichtlinie für elektronische Kommunikation) (25) einzuhalten.
Der Herkunftsmitgliedstaat prüft die Richtigkeit der Sachverhalte; seine Behörden befinden über Art und Umfang der durchzuführenden Prüfungen und unterrichten den Aufnahmemitgliedstaat über die Konsequenzen, die sie aus den übermittelten Auskünften ziehen.
(3)   Jeder Mitgliedstaat benennt bis 20. Oktober 2007 die Behörden und Stellen, die für die Ausstellung oder Entgegennahme der in dieser Richtlinie genannten Ausbildungsnachweise und sonstigen Unterlagen oder Informationen zuständig sind; ferner benennt er die Behörden und Stellen, die die Anträge annehmen und die Entscheidungen treffen können, die im Zusammenhang mit dieser Richtlinie stehen, und unterrichtet unverzüglich die anderen Mitgliedstaaten und die Kommission hiervon.
(4)   Jeder Mitgliedstaat benennt einen Koordinator für die Tätigkeiten der in Absatz 1 genannten Behörden und setzt die anderen Mitgliedstaaten und die Kommission unverzüglich davon in Kenntnis.
Die Koordinatoren haben folgenden Auftrag:
a)
Die Förderung der einheitlichen Anwendung dieser Richtlinie;
b)
die Sammlung aller Informationen, die für die Anwendung dieser Richtlinie nützlich sind, insbesondere aller Informationen, die die Bedingungen für den Zugang zu reglementierten Berufen in den Mitgliedstaaten betreffen.
Zur Erfüllung ihres Auftrags gemäß Buchstabe b können die Koordinatoren die Hilfe der in Artikel 57 genannten Kontaktstellen in Anspruch nehmen.
Artikel 57
Kontaktstellen
Jeder Mitgliedstaat benennt spätestens bis 20. Oktober 2007 eine Kontaktstelle, die folgenden Auftrag hat:
a)
Die Information der Bürger und der Kontaktstellen der anderen Mitgliedstaaten über alle wichtigen Fragen im Zusammenhang mit der Anerkennung von Berufsqualifikationen gemäß dieser Richtlinie und vor allem Information über die nationalen Rechtsvorschriften für die Aufnahme und Ausübung einer Berufstätigkeit, einschließlich des Sozialrechts, sowie, wenn dies angebracht ist, über etwaige Standesregeln und berufsethische Regeln.
b)
Die Unterstützung der Bürger bei der Wahrnehmung der Rechte aus dieser Richtlinie, bei Bedarf unter Einschaltung der anderen Kontaktstellen sowie der zuständigen Behörden des Aufnahmemitgliedstaates.
Auf Ersuchen der Kommission unterrichten die Kontaktstellen diese binnen zwei Monaten nach ihrer Befassung über das Ergebnis der Fälle, die sie gemäß ihrem Auftrag nach Buchstabe b bearbeitet haben.
Artikel 58
Ausschuss für die Anerkennung von Berufsqualifikationen
(1)   Die Kommission wird von einem Ausschuss für die Anerkennung von Berufsqualifikationen, nachstehend „Ausschuss“ genannt, unterstützt, der sich aus den Vertretern der Mitgliedstaaten zusammensetzt und in dem der Vertreter der Kommission den Vorsitz führt.
(2)   Wird auf diesen Absatz Bezug genommen, so gelten die Artikel 5 und 7 des Beschlusses 1999/468/EG unter Beachtung von dessen Artikel 8.
Der Zeitraum nach Artikel 5 Absatz 6 des Beschlusses 1999/468/EG wird auf zwei Monate festgesetzt.
(3)   Der Ausschuss gibt sich eine Geschäftsordnung.
Artikel 59
Konsultation
Die Kommission stellt sicher, dass Sachverständige der betroffenen beruflichen Gruppierungen in angemessener Weise konsultiert werden, besonders im Zusammenhang mit den Tätigkeiten des in Artikel 58 genannten Ausschusses, und stellt diesem Ausschuss einen mit Gründen versehenen Bericht über die genannten Konsultationen zur Verfügung.
TITEL VI
SONSTIGE BESTIMMUNGEN
Artikel 60
Berichte
(1)   Ab 20. Oktober 2007 legen die Mitgliedstaaten der Kommission alle zwei Jahre einen Bericht über die Anwendung des eingeführten Systems vor. Neben den allgemeinen Ausführungen enthält dieser Bericht eine statistische Aufstellung der getroffenen Entscheidungen sowie eine Beschreibung der Hauptprobleme, die sich aus der Anwendung dieser Richtlinie ergeben.
(2)   Ab 20. Oktober 2007 erstellt die Kommission alle fünf Jahre einen Bericht über die Anwendung dieser Richtlinie.
Artikel 61
Ausnahmebestimmung
Falls ein Mitgliedstaat bei der Anwendung einer Bestimmung dieser Richtlinie in bestimmten Bereichen auf erhebliche Schwierigkeiten stößt, untersucht die Kommission diese Schwierigkeiten gemeinsam mit diesem Mitgliedstaat.
Bei Bedarf entscheidet die Kommission nach dem in Artikel 58 Absatz 2 genannten Verfahren, dass der betreffende Mitgliedstaat vorübergehend von der Anwendung der betreffenden Vorschrift absehen darf.
Artikel 62
Aufhebung
Die Richtlinien 77/452/EWG, 77/453/EWG, 78/686/EWG, 78/687/EWG, 78/1026/EWG, 78/1027/EWG, 80/154/EWG, 80/155/EWG, 85/384/EWG, 85/432/EWG, 85/433/EWG, 89/48/EWG, 92/51/EWG, 93/16/EWG und 1999/42/EG werden mit Wirkung vom 20. Oktober2007 aufgehoben. Bezugnahmen auf die aufgehobenen Richtlinien sind als Bezugnahmen auf diese Richtlinie zu verstehen und erfolgen unbeschadet der auf der Grundlage dieser Richtlinien verabschiedeten Rechtsakte.
Artikel 63
Umsetzung
Die Mitgliedstaaten setzen die Rechts- und Verwaltungsvorschriften in Kraft, die erforderlich sind, um dieser Richtlinie bis spätestens bis 20. Oktober 2007 nachzukommen. Sie unterrichten die Kommission unverzüglich darüber.
Wenn die Mitgliedstaaten diese Vorschriften erlassen, nehmen sie in diesen Vorschriften selbst oder durch einen Hinweis bei der amtlichen Veröffentlichung auf diese Richtlinie Bezug. Die Mitgliedstaaten regeln die Einzelheiten der Bezugnahme.
Artikel 64
Inkrafttreten
Diese Richtlinie tritt am zwanzigsten Tag nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Union in Kraft.
Artikel 65
Adressaten
Diese Richtlinie ist an die Mitgliedstaaten gerichtet.
Geschehen zu Straßburg am 7. September 2005.
Im Namen des Europäischen Parlaments
Der Präsident
J. BORRELL FONTELLES
Parlaments Im Namen des Rates
Der Präsident
C. CLARKE
(1)  ABl. C 181 E vom 30.7.2002, S. 183.
(2)  ABl. C 61 vom 14.3.2003, S. 67.
(3)  Stellungnahme des Europäischen Parlaments vom 11. Februar 2004 (ABl. C 97 E vom 22.4.2004, S. 230), Gemeinsamer Standpunkt des Rates vom 21. Dezember 2004 (ABl. C 58 E vom 8.3.2005, S. 1) und Standpunkt des Europäischen Parlaments vom 11. Mai 2005 (noch nicht im Amtsblatt veröffentlicht). Beschluss des Rates vom 6. Juni 2005.
(4)  ABl. L 178 vom 17.7.2000, S. 1.
(5)  ABl. L 19 vom 24.1.1989, S. 16. Geändert durch die Richtlinie 2001/19/EG des Europäischen Parlaments und des Rates (ABl. L 206 vom 31.7.2001, S. 1).
(6)  ABl. L 209 vom 24.7.1992, S. 25. Zuletzt geändert durch die Entscheidung 2004/108/EG (ABl. L 32 vom 5.2.2004, S. 15).
(7)  ABl. L 201 vom 31.7.1999, S. 77.
(8)  ABl. L 176 vom 15.7.1977, S. 1. Zuletzt geändert durch die Beitrittsakte von 2003.
(9)  ABl. L 176 vom 15.7.1977, S. 8. Zuletzt geändert durch die Richtlinie 2001/19/EG.
(10)  ABl. L 233 vom 24.8.1978, S. 1. Zuletzt geändert durch die Beitrittsakte von 2003.
(11)  ABl. L 233 vom 24.8.1978, S. 10. Zuletzt geändert durch die Beitrittsakte von 2003.
(12)  ABl. L 362 vom 23.12.1978 S. 1. Zuletzt geändert durch die Richtlinie 2001/19/EG.
(13)  ABl. L 362 vom 23.12.1978, S. 7. Zuletzt geändert durch die Richtlinie 2001/19/EG.
(14)  ABl. L 33 vom 11.2.1980, S. 1. Zuletzt geändert durch die Beitrittsakte von 2003.
(15)  ABl. L 33 vom 11.2.1980, S. 8. Zuletzt geändert durch die Richtlinie 2001/19/EG.
(16)  ABl. L 223 vom 21.8.1985, S. 15. Zuletzt geändert durch die Beitrittsakte von 2003.
(17)  ABl. L 253 vom 24.9.1985, S. 34. Geändert durch die Richtlinie 2001/19/EG.
(18)  ABl. L 253 vom 24.9.1985, S. 37. Zuletzt geändert durch die Beitrittsakte von 2003.
(19)  ABl. L 165 vom 7.7.1993, S. 1. Zuletzt geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 1882/2003 des Europäischen Parlaments und des Rates (ABl. L 284 vom 31.10.2003, S. 1).
(20)  ABl. L 184 vom 17.7.1999, S. 23.
(21)  ABl. L 78 vom 26.3.1977, S. 17. Zuletzt geändert durch die Beitrittsakte von 2003.
(22)  ABl. L 77 vom 14.3.1998, S. 36. Geändert durch die Beitrittsakte von 2003.
(23)  ABl. L 145 vom 13.6.1977, S. 1. Zuletzt geändert durch die Richtlinie 2004/66/EG (ABl. L 168 vom 1.5.2004, S. 35).
(24)  ABl. L 281 vom 23.11.1995, S. 31. Geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 1882/2003.
(25)  ABl. L 201 vom 31.7.2002, S. 37.
ANHANG I
Liste der Berufsverbände oder -organisationen, die die Bedingungen des Artikels 3 Absatz 2 erfüllen
IRLAND (1)
1.
The Institute of Chartered Accountants in Ireland (2)
2.
The Institute of Certified Public Accountants in Ireland (2)
3.
The Association of Certified Accountants (2)
4.
Institution of Engineers of Ireland
5.
Irish Planning Institute
VEREINIGTES KÖNIGREICH
1.
Institute of Chartered Accountants in England and Wales
2.
Institute of Chartered Accountants of Scotland
3.
Institute of Chartered Accountants in Ireland
4.
Chartered Association of Certified Accountants
5.
Chartered Institute of Loss Adjusters
6.
Chartered Institute of Management Accountants
7.
Institute of Chartered Secretaries and Administrators
8.
Chartered Insurance Institute
9.
Institute of Actuaries
10.
Faculty of Actuaries
11.
Chartered Institute of Bankers
12.
Institute of Bankers in Scotland
13.
Royal Institution of Chartered Surveyors
14.
Royal Town Planning Institute
15.
Chartered Society of Physiotherapy
16.
Royal Society of Chemistry
17.
British Psychological Society
18.
Library Association
19.
Institute of Chartered Foresters
20.
Chartered Institute of Building
21.
Engineering Council
22.
Institute of Energy
23.
Institution of Structural Engineers
24.
Institution of Civil Engineers
25.
Institution of Mining Engineers
26.
Institution of Mining and Metallurgy
27.
Institution of Electrical Engineers
28.
Institution of Gas Engineers
29.
Institution of Mechanical Engineers
30.
Institution of Chemical Engineers
31.
Institution of Production Engineers
32.
Institution of Marine Engineers
33.
Royal Institution of Naval Architects
34.
Royal Aeronautical Society
35.
Institute of Metals
36.
Chartered Institution of Building Services Engineers
37.
Institute of Measurement and Control
38.
British Computer Society
(1)  Irische Staatsangehörige sind darüber hinaus Mitglieder folgender Berufsverbände oder -organisationen des Vereinigten Königreichs:
Institute of Chartered Accountants in England and Wales
Institute of Chartered Accountants of Scotland
Institute of Actuaries
Faculty of Actuaries
The Chartered Institute of Management Accountants
Institute of Chartered Secretaries and Administrators
Royal Town Planning Institute
Royal Institution of Chartered Surveyors
Chartered Institute of Building.
(2)  Nur für die Tätigkeit der Rechnungsprüfung.
ANHANG II
Verzeichnis der besonders strukturierten Ausbildungsgänge gemäß Artikel 11 Buchstabe c Ziffer ii
1.   Fachberufe im Gesundheitswesen sowie im sozialpädagogischen Bereich
Schulische und berufliche Bildung, die zu folgenden Berufen führt:
in Deutschland:
—
Kinderkrankenschwester/Kinderkrankenpfleger
—
Krankengymnast(in)/Physiotherapeut(in) (1)
—
Beschäftigungs- und Arbeitstherapeut(in)/Ergotherapeut(in)
—
Logopäde/Logopädin
—
Orthoptist(in)
—
staatlich anerkannte(r) Erzieher(in)
—
staatlich anerkannte(r) Heilpädagoge(-in)
—
medizinisch-technische(r) Laboratoriums-Assistent(in)
—
medizinisch-technische(r) Radiologie-Assistent(in)
—
medizinisch-technische(r) Assistent(in) für Funktionsdiagnostik
—
veterinärmedizinisch-technische(r) Assistent(in)
—
Diätassistent(in)
—
Pharmazieingenieur (bis zum 31. März 1994 abgeschlossener Ausbildungsgang in der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik oder in den neuen Bundesländern)
—
Psychiatrische(r) Krankenschwester/Krankenpfleger
—
Sprachtherapeut(in)
in der Tschechischen Republik:
—
Assistent in der Gesundheitspflege („zdravotnický asistent“)
Erforderlich ist eine Schul- und Ausbildungszeit von insgesamt mindestens 13 Jahren, einschließlich einer mindestens achtjährigen allgemeinen Schulbildung und einer vierjährigen beruflichen Sekundarausbildung an einer Medizinfachschule, die mit der „maturitní zkouška“-Prüfung abgeschlossen wird.
—
Ernährungsmedizinischer Assistent („nutriční asistent“)
Erforderlich ist eine Schul- und Ausbildungszeit von insgesamt mindestens 13 Jahren, einschließlich einer mindestens achtjährigen allgemeinen Schulbildung und einer vierjährigen beruflichen Sekundarausbildung an einer Medizinfachschule, die mit der „maturitní zkouška“-Prüfung abgeschlossen wird.
in Italien:
—
Zahntechniker („odontotecnico“)
—
Optiker („ottico“)
in Zypern:
—
Zahntechniker („οδοντοτεχνίτης“)
Erforderlich ist eine Schul- und Ausbildungszeit von insgesamt mindestens 14 Jahren, einschließlich einer mindestens sechsjährigen allgemeinen Schulbildung, einer sechsjährigen Sekundarausbildung und einer anschließenden zweijährigen Berufsausbildung, der eine einjährige berufliche Praxis folgt.
—
Optiker („τεχνικός oπτικός“)
Erforderlich ist eine Schul- und Ausbildungszeit von insgesamt mindestens 14 Jahren, einschließlich einer mindestens sechsjährigen allgemeinen Schulbildung, einer sechsjährigen Sekundarausbildung und einer anschließenden zweijährigen Berufsausbildung, der eine einjährige berufliche Praxis folgt.
in Lettland:
—
Zahnarzthelfer („zobārstniecības māsa“)
Erforderlich ist eine Schul- und Ausbildungszeit von insgesamt mindestens 13 Jahren, einschließlich einer mindestens zehnjährigen allgemeinen Schulbildung und einer zweijährigen Berufsausbildung an einer Medizinfachschule, der eine dreijährige berufliche Praxis folgt, an deren Ende eine Prüfung zur Erlangung des Fachzeugnisses abgelegt werden muss.
—
biomedizinisch-technischer Labor-Assistent („biomedicīnas laborants“)
Erforderlich ist eine Schul- und Ausbildungszeit von insgesamt mindestens 12 Jahren, einschließlich einer mindestens zehnjährigen allgemeinen Schulbildung und einer zweijährigen Berufsausbildung an einer Medizinfachschule, der eine zweijährige berufliche Praxis folgt, an deren Ende eine Prüfung zur Erlangung des Fachzeugnisses abgelegt werden muss.
—
Zahntechniker („zobu tehniķis“)
Erforderlich ist eine Schul- und Ausbildungszeit von insgesamt mindestens 12 Jahren, einschließlich einer mindestens zehnjährigen allgemeinen Schulbildung und einer zweijährigen Berufsausbildung an einer Medizinfachschule, der eine zweijährige berufliche Praxis folgt, an deren Ende eine Prüfung zur Erlangung des Fachzeugnisses abgelegt werden muss.
—
physiotherapeutischer Assistent („fizioterapeita asistents“)
Erforderlich ist eine Schul- und Ausbildungszeit von insgesamt mindestens 13 Jahren, einschließlich einer mindestens zehnjährigen allgemeinen Schulbildung und einer dreijährigen Berufsausbildung an einer Medizinfachschule, der eine zweijährige berufliche Praxis folgt, an deren Ende eine Prüfung zur Erlangung des Fachzeugnisses abgelegt werden muss.
in Luxemburg:
—
medizinisch-technische(r) Radiologie-Assistent(in) („assistant(e) technique médical(e) en radiologie“)
—
medizinisch-technische(r) Labor-Assistent(in) („assistant(e) technique médical(e) de laboratoire“)
—
Krankenpfleger/-schwester in psychiatrischen Krankenanstalten („infirmier/ière psychiatrique“)
—
Medizinisch-technische(r) Chirurgie-Assistent(in) („assistant(e) technique médical(e) en chirurgie“)
—
Kinderkrankenpfleger/-schwester („infirmier/ière puériculteur/trice“)
—
Anästhesie-Krankenpfleger/-schwester („infirmier/ière anesthésiste“)
—
Geprüfte(r) Masseur(in) („masseur/euse diplômé(e)“)
—
Erzieher(in) („éducateur/trice“)
in den Niederlanden:
—
veterinärmedizinische(r) Assistent(in) („dierenartsassistent“)
Erforderlich ist eine Schul- und Ausbildungszeit von insgesamt mindestens 13 Jahren, einschließlich
i)
einer mindestens dreijährigen Berufsausbildung in einer Fachschule, die mit einer Prüfung abschließt und in einigen Fällen durch eine ein- oder zweijährige Fachausbildung, die ebenfalls mit einer Prüfung abschließt, ergänzt wird; oder
ii)
einer mindestens zweieinhalbjährigen Berufsausbildung in einer Fachschule, die mit einer Prüfung abschließt und durch eine mindestens sechsmonatige Berufserfahrung oder ein sechsmonatiges Praktikum in einer anerkannten Einrichtung ergänzt wird; oder
iii)
einer mindestens zweijährigen Berufsausbildung in einer Fachschule, die mit einer Prüfung abschließt und durch eine mindestens einjährige Berufserfahrung oder ein mindestens einjähriges Praktikum in einer anerkannten Einrichtung ergänzt wird; oder
iv)
im Falle der veterinärmedizinischen Assistenten („dierenartsassistent“) einer dreijährigen Berufsausbildung in einer Fachschule („MBO“-System) oder alternativ dazu einer dreijährigen Berufsausbildung innerhalb des dualen Lehrlingsausbildungssystems („LLW“); beide Ausbildungsgänge schließen mit einer Prüfung ab.
in Österreich:
—
spezielle Grundausbildung in der Kinder- und Jugendlichenpflege
—
spezielle Grundausbildung in der psychiatrischen Gesundheits- und Krankenpflege
—
Kontaktlinsenoptiker(in)
—
Fußpfleger(in)
—
Hörgeräteakustiker(in)
—
Drogist(in)
Erforderlich ist eine Schul- und Ausbildungszeit von insgesamt mindestens 14 Jahren, einschließlich einer mindestens fünfjährigen strukturierten Ausbildung. Diese ist unterteilt in eine mindestens dreijährige Lehrzeit, die zum Teil im Unternehmen und zum Teil an einer berufsbildenden Schule absolviert wird, sowie eine berufspraktische und Ausbildungszeit, die mit einer Prüfung abschließt. Damit erwerben die betroffenen Personen das Recht, den Beruf auszuüben und Lehrlinge auszubilden.
—
Masseur(in)
Erforderlich ist eine Schul- und Ausbildungszeit von insgesamt mindestens 14 Jahren, einschließlich einer fünfjährigen strukturierten Ausbildung. Diese ist unterteilt in eine zweijährige Lehrzeit, eine zweijährige berufspraktische und Ausbildungszeit und einen einjährigen Ausbildungsgang. Die Ausbildung schließt mit einer Prüfung ab, die die betroffenen Personen berechtigt, den Beruf auszuüben und Lehrlinge auszubilden.
—
Kindergärtner(in)
—
Erzieher(in)
Erforderlich ist eine Schul- und Ausbildungszeit von insgesamt mindestens 13 Jahren, einschließlich einer fünfjährigen Ausbildung in einer Fachschule, die mit einer Prüfung abschließt.
in der Slowakei:
—
Tanzpädagoge/Tanzpädagogin an Kunstschulen (Grundstufe) („učiteľ v tanečnom odbore na základných umeleckých školách“)
Erforderlich ist eine Schul- und Ausbildungszeit von insgesamt 14 1/2 Jahren, einschließlich einer achtjährigen allgemeinen Schulbildung, einer vierjährigen Ausbildung an einer weiterbildenden Fachschule und einer Ausbildung von fünf Semestern in Tanzpädagogik.
—
Erzieher(in) in besonderen Erziehungseinrichtungen und in Sozialdiensteinrichtungen („vychovávatel' v špeciálnych výchovných zariadeniach a v zariadeniach sociálnych služieb“)
Erforderlich ist eine Schul- und Ausbildungszeit von insgesamt 14 Jahren, einschließlich einer acht-/neunjährigen allgemeinen Schulbildung, einer vierjährigen Ausbildung an einer Pädagogikschule oder an einer anderen weiterbildenden Schule und einer zweijährigen pädagogischen Teilzeitausbildung.
2.   „Mester/Meister/Maître“ (schulische und berufliche Bildung, die zum „Meister“ für die nicht unter Titel III Kapitel II dieser Richtlinien fallenden handwerklichen Tätigkeiten führt)
Schulische und berufliche Bildung, die zu folgenden Berufen führt:
in Dänemark:
—
Optiker („optometrist“)
Erforderlich ist eine Schul- und Ausbildungszeit von insgesamt 14 Jahren, einschließlich einer fünfjährigen Berufsausbildung, die in eine zweieinhalbjährige theoretische Ausbildung an einer berufsbildenden Einrichtung und eine zweieinhalbjährige praktische Ausbildung im Unternehmen unterteilt ist und mit einer anerkannten Prüfung über den Handwerksberuf abschließt. Damit sind die Betroffenen berechtigt, den Titel „Mester“ zu führen.
—
Orthopädiemechaniker („ortopædimekaniker“)
Erforderlich ist eine Schul- und Ausbildungszeit von insgesamt 12 1/2 Jahren, einschließlich einer dreieinhalbjährigen Berufsausbildung, die in eine sechsmonatige theoretische Ausbildung an einer berufsbildenden Einrichtung und eine dreijährige praktische Ausbildung im Unternehmen unterteilt ist und mit einer anerkannten Prüfung über den Handwerksberuf abschließt. Damit sind die Betroffenen berechtigt, den Titel „Mester“ zu führen.
—
Orthopädieschuhmacher („ortopædiskomager“)
Erforderlich ist eine Schul- und Ausbildungszeit von insgesamt 13 1/2 Jahren, einschließlich einer viereinhalbjährigen Berufsausbildung, die in eine zweijährige theoretische Ausbildung an einer berufsbildenden Einrichtung und eine zweieinhalbjährige praktische Ausbildung im Unternehmen unterteilt ist und mit einer anerkannten Prüfung über den Handwerksberuf abschließt. Damit sind die Betroffenen berechtigt, den Titel „Mester“ zu führen.
in Deutschland:
—
Augenoptiker
—
Zahntechniker
—
Bandagist
—
Hörgeräteakustiker
—
Orthopädiemechaniker
—
Orthopädieschuhmacher
in Luxemburg:
—
Augenoptiker („opticien“)
—
Zahntechniker („mécanicien dentaire“)
—
Hörgeräteakustiker („audioprothésiste“)
—
Orthopädiemechaniker-Bandagist („mécanicien orthopédiste/bandagiste“)
—
Orthopädieschuhmacher („orthopédiste-cordonnier“)
Erforderlich ist eine Schul- und Ausbildungszeit von insgesamt 14 Jahren, einschließlich einer mindestens fünfjährigen strukturierten Ausbildung, die zum Teil im Unternehmen und zum Teil in einer berufsbildenden Einrichtung absolviert wird und mit einer Prüfung abschließt. Das Bestehen dieser Prüfung berechtigt zur selbstständigen Tätigkeit sowie zur nichtselbstständigen Beschäftigung mit einem vergleichbaren Verantwortungsumfang in einem „Handwerk“.
in Österreich:
—
Bandagist
—
Miederwarenerzeuger
—
Optiker
—
Orthopädieschuhmacher
—
Orthopädietechniker
—
Zahntechniker
—
Gärtner
Erforderlich ist eine Schul- und Ausbildungszeit von insgesamt mindestens 14 Jahren, einschließlich einer mindestens fünfjährigen strukturierten Ausbildung, die unterteilt ist in eine mindestens dreijährige Lehrzeit, die zum Teil im Unternehmen und zum Teil in einer berufsbildenden Einrichtung abgeleistet wird, sowie eine mindestens zweijährige berufspraktische und Ausbildungszeit und mit der Meisterprüfung abschließt. Das Bestehen dieser Prüfung berechtigt zur Ausübung des Berufs, zur Ausbildung von Lehrlingen und zur Führung des Titels „Meister“.
Schulische und berufliche Bildung für Handwerksmeister in der Land- und Forstwirtschaft, insbesondere:
—
Meister in der Landwirtschaft
—
Meister in der ländlichen Hauswirtschaft
—
Meister im Gartenbau
—
Meister im Feldgemüsebau
—
Meister im Obstbau und in der Obstverwertung
—
Meister im Weinbau und in der Kellerwirtschaft
—
Meister in der Molkerei- und Käsereiwirtschaft
—
Meister in der Pferdewirtschaft
—
Meister in der Fischereiwirtschaft
—
Meister in der Geflügelwirtschaft
—
Meister in der Bienenwirtschaft
—
Meister in der Forstwirtschaft
—
Meister in der Forstgarten- und Forstpflegewirtschaft
—
Meister in der landwirtschaftlichen Lagerhaltung
Erforderlich ist eine Schul- und Ausbildungszeit von insgesamt mindestens 15 Jahren, einschließlich einer sechsjährigen strukturierten Ausbildung, die unterteilt ist in eine mindestens dreijährige Lehrzeit, die zum Teil im Unternehmen und zum Teil in einer berufsbildenden Einrichtung abgeleistet wird, sowie eine dreijährige berufspraktische Erfahrungszeit und mit der Meisterprüfung in dem entsprechenden Beruf abschließt. Das Bestehen dieser Prüfung berechtigt zur Ausbildung von Lehrlingen und zum Führen des Titels „Meister“.
in Polen:
—
Lehrer in der praktischen beruflichen Bildung („Nauczyciel praktycznej nauki zawodu“)
Erforderlich ist eine Schul- und Ausbildungszeit von
i)
entweder 8 Jahre allgemeine Schulbildung und 5 Jahre berufliche Sekundarausbildung oder eine gleichwertige Sekundarausbildung auf einem entsprechenden Gebiet sowie im Anschluss daran ein Pädagogiklehrgang mit einer Gesamtdauer von mindestens 150 Stunden, ein Lehrgang in Arbeitssicherheit und Arbeitshygiene und eine zweijährige berufliche Praxis in dem Beruf, in dem der Lehrer unterrichten wird,
ii)
oder 8 Jahre allgemeine Schulbildung und 5 Jahre berufliche Sekundarausbildung sowie ein Abschlusszeugnis einer postsekundären pädagogisch-technischen Bildungseinrichtung
iii)
oder 8 Jahre allgemeine Schulbildung und 2 bis 3 Jahre grundlegende berufliche Sekundarausbildung sowie mindestens 3 Jahre Berufserfahrung, die durch den Meisterbrief in dem betreffenden Beruf bescheinigt wird; daran schließt sich ein Pädagogiklehrgang mit einer Gesamtdauer von mindestens 150 Stunden an.
in der Slowakei:
—
Meister in der beruflichen Bildung („majster odbornej výchovy“)
Erforderlich ist eine Schul- und Ausbildungszeit von insgesamt mindestens 12 Jahren, einschließlich einer achtjährigen allgemeinen Schulbildung, einer vierjährigen beruflichen Bildung (vollständige berufliche Sekundarschulbildung und/oder Lehre in einem entsprechenden (ähnlichen) Ausbildungsgang der beruflichen Bildung bzw. Lehre), einer mindestens dreijährigen Berufserfahrung auf dem der abgeschlossenen Ausbildung oder Lehre entsprechenden Gebiet und einer zusätzlichen pädagogischen Ausbildung an der pädagogischen Fakultät oder an den technischen Hochschulen oder einer vollständigen Sekundarschulbildung und einer Lehre in einem entsprechenden (ähnlichen) Ausbildungsgang der beruflichen Bildung bzw. Lehre, einer mindestens dreijährigen Berufserfahrung auf dem der abgeschlossenen Ausbildung oder Lehre entsprechenden Gebiet und einer zusätzlichen pädagogischen Ausbildung an der pädagogischen Fakultät oder, ab 1. September 2005, einer Fachausbildung auf dem Gebiet der Fachpädagogik, die in den Methodologiezentren für Meister in der beruflichen Bildung an Fachschulen ohne zusätzlichen pädagogischen Ausbildungsgang absolviert werden kann.
3.   Schifffahrt
a)
Schiffsführung
Schulische und berufliche Bildung, die zu folgenden Berufen führt:
in der Tschechischen Republik:
—
Nautischer Offiziersassistent („palubní asistent“)
—
Nautischer Wachoffizier („námořní poručík“)
—
Erster Offizier („první palubní důstojník“)
—
Kapitän („kapitán“)
—
Technischer Offiziersassistent („strojní asistent“)
—
Technischer Wachoffizier („strojní důstojník“)
—
Zweiter technischer Offizier („druhý strojní důstojník“)
—
Leiter der Maschinenanlage („první strojní důstojník“)
—
Schiffselektriker („elektrotechnik“)
—
Leitender Schiffselektriker („elektrodůstojník“).
in Dänemark:
—
Kapitän der Handelsmarine („skibsfører“)
—
Erster Offizier („overstyrmand“)
—
Steuermann, Wachoffizier („enestyrmand, vagthavende styrmand“)
—
Wachoffizier („vagthavende styrmand“)
—
Schiffsbetriebsmeister („maskinchef“)
—
Leitender technischer Offizier („l. maskinmester“)
—
Leitender technischer Offizier/technischer Wachoffizier („l. maskinmester/vagthavende maskinmester“)
in Deutschland:
—
Kapitän AM
—
Kapitän AK
—
Nautischer Schiffsoffizier AMW
—
Nautischer Schiffsoffizier AKW
—
Schiffsbetriebstechniker CT — Leiter von Maschinenanlagen
—
Schiffsmaschinist CMa — Leiter von Maschinenanlagen
—
Schiffsbetriebstechniker CTW
—
Schiffsmaschinist CMaW — Technischer Alleinoffizier
in Italien:
—
Nautischer Offizier („ufficiale di coperta“)
—
Technischer Offizier („ufficiale di macchina“)
in Lettland:
—
Leitender Schiffselektrotechniker („Kuģu elektromehāniķis“)
—
Kühlsystembediener („Kuģa saldēšanas iekārtu mašīnists“)
in den Niederlanden:
—
Deckoffizier in der Küstenschifffahrt (mit Ergänzung) („stuurman kleine handelsvaart (met aanvulling)“)
—
Diplomierter Maschinenwachdienstkundiger („diploma motordrijver“)
—
VTS-Beamter („VTS-functionaris“)
Erforderlich ist:
—
in der Tschechischen Republik
i)
für den Nautischen Offiziersassistenten („palubní asistent“)
1.
Mindestalter: 20 Jahre.
2.
a)
Ausbildung an der Marineakademie oder der Marinefachschule (Fachbereich „Schifffahrt“), die jeweils mit der „maturitní zkouška“-Prüfung abzuschließen ist, sowie eine zugelassene Seefahrtzeit von mindestens sechs Monaten an Bord eines Schiffes während der Ausbildung oder
b)
zugelassene Seefahrtzeit von mindestens zwei Jahren als Schiffsmann im Rahmen des nautischen Wachdienstes auf Unterstützungsebene auf Schiffen und Abschluss der zugelassenen Ausbildung, die die in Abschnitt A-II/1 des STCW-(Internationales Übereinkommen über Normen für die Ausbildung, die Erteilung von Befähigungszeugnissen und den Wachdienst von Seeleuten-)Codes enthaltenen Befähigungsanforderungen erfüllt und an einer Marineakademie oder Marinefachschule einer Vertragspartei des STCW-Übereinkommens mit einer Prüfung vor einem vom MTC (Seetransportausschuss der Tschechischen Republik) anerkannten Prüfungsausschuss absolviert wurde.
ii)
für den Nautischen Wachoffizier („námořní poručík“)
1.
Zugelassene Seefahrtzeit als Nautischer Offiziersassistent auf Schiffen mit einer Bruttoraumzahl von 500 oder mehr von mindestens sechs Monaten im Falle eines Absolventen einer Marineakademie oder Marinefachschule oder von einem Jahr im Falle eines Absolventen einer zugelassenen Ausbildung, darunter mindestens sechs Monate als Schiffsmann im Rahmen des nautischen Wachdienstes.
2.
Ordnungsgemäß geführtes und beurkundetes Ausbildungsbuch für Offiziersanwärter.
iii)
für den Ersten Offizier („první palubní důstojník“)
Befähigungszeugnis als nautischer Wachoffizier auf Schiffen mit einer Bruttoraumzahl von 500 oder mehr und zugelassene Seefahrtzeit in dieser Funktion von mindestens zwölf Monaten.
iv)
für den Kapitän („kapitán“)
=
Dienstzeugnis als Kapitän auf Schiffen mit einer Bruttoraumzahl von 500 bis 3 000.
=
Befähigungszeugnis als Erster Offizier auf Schiffen mit einer Bruttoraumzahl von 3 000 oder mehr, zugelassene Seefahrtzeit als erster Offizier von mindestens sechs Monaten auf Schiffen mit einer Bruttoraumzahl von 500 oder mehr und eine zugelassene Seefahrtzeit als erster Offizier von mindestens sechs Monaten auf Schiffen mit einer Bruttoraumzahl von 3 000 oder mehr.
v)
für den Technischen Offiziersassistent („strojní asistent“)
1.
Mindestalter: 20 Jahre.
2.
Ausbildung an der Marineakademie oder der Marinefachschule (Fachbereich „Schiffsingenieurwesen“) und eine zugelassene Seefahrtzeit von mindestens sechs Monaten an Bord eines Schiffes während der Ausbildung.
vi)
für den Technischen Wachoffizier („strojní důstojník“)
Zugelassene Seefahrtzeit in der Funktion eines technischen Offiziersassistenten von mindestens sechs Monaten als Absolvent einer Marineakademie oder einer Marinefachschule.
vii)
für den Zweiten technischen Offizier („druhý strojní důstojník“)
Zugelassene Seefahrtzeit von mindestens zwölf Monaten in der Funktion eines Dritten technischen Offiziers auf Schiffen, deren Hauptantriebsmaschinen eine Antriebsleistung von 750 kW oder mehr haben.
viii)
für den Leiter der Maschinenanlage („první strojní důstojník“)
Befähigungszeugnis für den Dienst als Zweiter technischer Offizier auf Schiffen, deren Hauptantriebsmaschinen eine Antriebsleistung von 3 000 kW oder mehr haben und zugelassene Seefahrtzeit von mindestens sechs Monaten in dieser Funktion.
ix)
für den Schiffselektriker („elektrotechnik“)
1.
Mindestalter: 18 Jahre.
2.
Marine- oder sonstige Akademie, elektrotechnische Fakultät oder Technikerschule oder Elektrotechnik-Fachschule, die jeweils mit dem Abschluss „maturitní zkouška“ abzuschließen ist, und mindestens zwölfmonatige Praxis auf dem Gebiet der Elektrotechnik.
x)
für den Leitenden Schiffselektriker („elektrodůstojník“)
1.
Marineakademie oder Marinefachschule, elektrotechnische Fakultät oder andere Akademie oder Sekundarschule auf dem Gebiet der Elektrotechnik, die jeweils mit dem Abschluss „maturitní zkouška“ bzw. einem Staatsexamen abzuschließen ist.
2.
Zugelassene Seefahrtzeit als Schiffselektriker von mindestens 12 Monaten im Falle eines Absolventen einer Akademie oder Fachschule und von 24 Monaten im Falle eines Absolventen einer Sekundarschule.
—
in Dänemark eine neunjährige Primarschulzeit, an die sich ein Grundausbildungsgang und/oder ein Seedienstausbildungsgang mit einer Dauer von 17 bis 36 Monaten anschließt, ergänzt
i)
für den Wachoffizier durch eine einjährige Fachausbildung
ii)
für die anderen Berufe durch eine dreijährige berufliche Fachausbildung;
—
in Deutschland eine Schul- und Ausbildungszeit mit einer Gesamtdauer zwischen 14 und 18 Jahren, einschließlich einer dreijährigen Berufsgrundausbildung und einer einjährigen Seedienstpraxis, an die sich eine ein- bis zweijährige berufliche Fachausbildung — gegebenenfalls ergänzt durch eine zweijährige Seefahrtpraxis — anschließt;
—
in Lettland
i)
für den Leitenden Schiffselektrotechniker („kuģu elektromehāniķis“)
1.
Mindestalter: 18 Jahre.
2.
Die Ausbildung hat eine Gesamtdauer von mindestens 12 Jahren und sechs Monaten und umfasst eine mindestens neunjährige allgemeine Schulbildung und eine mindestens dreijährige berufliche Ausbildung. Zusätzlich ist eine Seefahrtzeit von nicht weniger als sechs Monaten als Schiffselektriker oder als Assistent des Leitenden Schiffselektrikers auf Schiffen mit einer Leistung von mehr als 750 kW erforderlich. Die Berufsausbildung wird mit einer besonderen Prüfung durch die zuständige Behörde gemäß dem durch das Verkehrsministerium zugelassenen Ausbildungsprogramm abgeschlossen.
ii)
für den Kühlsystembediener („kuģa saldēšanas iekārtu mašīnists“)
1.
Mindestalter: 18 Jahre.
2.
Die Ausbildung hat eine Gesamtdauer von mindestens 13 Jahren und umfasst eine mindestens neunjährige allgemeine Schulbildung und eine mindestens dreijährige berufliche Ausbildung. Zusätzlich ist eine Seefahrtzeit von nicht weniger als zwölf Monaten als Assistent des Leitenden Kühltechnikers erforderlich. Die Berufsausbildung wird mit einer besonderen Prüfung durch die zuständige Behörde gemäß dem durch das Verkehrsministerium zugelassenen Ausbildungsprogramm abgeschlossen.
—
in Italien eine Schul- und Ausbildungszeit von insgesamt 13 Jahren, einschließlich einer mindestens fünfjährigen beruflichen Ausbildung, die mit einer Prüfung abschließt und gegebenenfalls durch ein Praktikum ergänzt wird;
—
in den Niederlanden:
i)
für den Deckoffizier in der Küstenschifffahrt (mit Ergänzung) („stuurman kleine handelsvaart (met aanvulling)“) und den diplomierten Maschinenwachdienstkundigen („diploma motordrijver“) eine Schul- und Ausbildungszeit von 14 Jahren, einschließlich einer mindestens zweijährigen Ausbildung an einer beruflichen Fachschule, die durch ein zwölfmonatiges Praktikum ergänzt wird;
ii)
für den VTS-Beamten („VTS-functionaris“) eine Schul- und Ausbildungszeit von insgesamt mindestens 15 Jahren, einschließlich einer mindestens dreijährigen Ausbildung an einer höheren berufsbildenden Schule („HBO“) oder an einer mittleren berufsbildenden Schule („MBO“), an die sich Fachlehrgänge auf nationaler und regionaler Ebene anschließen, die jeweils mindestens 12 Wochen theoretische Ausbildung umfassen und jeweils mit einer Prüfung abschließen.
Diese Ausbildungsgänge müssen im Rahmen des Internationalen STCW-Übereinkommens (Internationales Übereinkommen über Normen für die Ausbildung, die Erteilung von Befähigungsnachweisen, Befähigungszeugnissen und den Wachdienst von Seeleuten, 1978) anerkannt sein.
b)
Hochseefischerei:
Schulische und berufliche Bildung, die zu folgenden Berufen führt:
in Deutschland:
—
Kapitän BG/Fischerei
—
Kapitän BLK/Fischerei
—
Nautischer Schiffsoffizier BGW/Fischerei
—
Nautischer Schiffsoffizier BK/Fischerei
in den Niederlanden:
—
Technischer Deckoffizier V („stuurman werktuigkundige V“)
—
Maschinenwachdienstkundiger IV auf Fischereifahrzeugen („werktuigkundige IV visvaart“)
—
Deckoffizier IV auf Fischereifahrzeugen („stuurman IV visvaart“)
—
Technischer Deckoffizier VI („stuurman werktuigkundige VI“)
Erforderlich ist
—
in Deutschland eine Schul- und Ausbildungszeit mit einer Gesamtdauer zwischen 14 und 18 Jahren, einschließlich einer dreijährigen Berufsgrundausbildung und einer einjährigen Seedienstpraxis, an die sich eine ein- bis zweijährige berufliche Fachausbildung — gegebenenfalls ergänzt durch eine zweijährige Seefahrtpraxis — anschließt;
—
in den Niederlanden eine Schul- und Ausbildungszeit mit einer Gesamtdauer zwischen 13 und 15 Jahren, einschließlich einer mindestens zweijährigen Ausbildung an einer beruflichen Fachschule, die durch ein zwölfmonatiges Praktikum ergänzt wird.
Diese Ausbildungsgänge müssen im Rahmen des Übereinkommens von Torremolinos (Internationales Übereinkommen von 1977 über die Sicherheit der Fischereifahrzeuge) anerkannt sein.
4.   Technischer Bereich
Schulische und berufliche Bildung, die zu folgenden Berufen führt:
in der Tschechischen Republik:
die Bildung und Ausbildung, die zu folgenden Berufen führt:
—
zugelassener Techniker, zugelassener Baufacharbeiter („autorizovaný technik, autorizovaný stavitel“)
Erforderlich ist eine mindestens neunjährige Berufsausbildung, die vier Jahre technische Sekundarausbildung, die mit dem Zeugnis „maturitní zkouška“ abgeschlossen wird (technische Sekundarschulprüfung), und fünf Jahre Berufserfahrung umfasst und mit der Prüfung der beruflichen Befähigung für die Ausübung ausgewählter beruflicher Tätigkeiten im Baugewerbe abgeschlossen wird (gemäß Gesetz Nr. 50/1976 Sb. (Gesetz über das Bauwesen) und Gesetz Nr. 360/1992 Sb.).
—
Schienenfahrzeugführer („Fyzická osoba řídící drážní vozidlo“)
Erforderlich ist eine Schul- und Ausbildungszeit von mindestens 12 Jahren, die mindestens eine achtjährige Schulbildung und eine mindestens vierjährige, mit dem Zeugnis „maturitní zkouška“ abgeschlossene Berufsausbildung umfasst und die mit dem Staatsexamen über die Triebkraft von Fahrzeugen abgeschlossen wird.
—
Gleiskontrolltechniker („drážní revizní technik“)
Erforderlich ist eine Schul- und Ausbildungszeit von mindestens 12 Jahren, einschließlich einer mindestens achtjährigen Schulbildung und einer mindestens vierjährigen beruflichen Sekundarausbildung an einer Sekundarschule für Maschinenbau oder Elektrotechnik diemit dem Zeugnis „maturitní zkouška“ abgeschlossen wird.
—
Fahrlehrer („učitel autoškoly“)
Mindestalter: 24 Jahre; die Ausbildung hat eine Gesamtdauer von mindestens 12 Jahren und umfasst eine mindestens achtjährige allgemeine Schulbildung und eine mindestens vierjährige berufliche Sekundarausbildung mit Schwerpunkt „Verkehrswesen“ oder „Maschinenbau“, die mit dem Zeugnis „maturitní zkouška“ abgeschlossen wird.
—
Staatlich anerkannter Prüfer für die Verkehrstauglichkeit von Motorfahrzeugen („kontrolní technik STK“)
Mindestalter: 21 Jahre; erforderlich ist eine Schul- und Ausbildungszeit von insgesamt mindestens 12 Jahren, einschließlich einer mindestens achtjährigen allgemeinen Schulbildung und einer mindestens vierjährigen beruflichen Sekundarausbildung, die mit dem Zeugnis „maturitní zkouška“ abgeschlossen wird; daran schließt sich eine mindestens zweijährige technische Praxis an; die betreffende Person muss Inhaber eines Führerscheins sein, darf keinen Eintrag im Strafregister haben und muss einen Sonderlehrgang für staatlich anerkannte Techniker mit einer Dauer von mindestens 120 Stunden besuchen und die Prüfung erfolgreich ablegen.
—
Mechaniker für die Abgasuntersuchung bei Kraftfahrzeugen („mechanik měření emisí“)
Erforderlich ist eine Schul- und Ausbildungszeit von insgesamt mindestens 12 Jahren, einschließlich einer mindestens achtjährigen allgemeinen Schulbildung und einer mindestens vierjährigen beruflichen Sekundarausbildung, die mit dem Zeugnis „maturitní zkouška“ endet; außerdem muss der Bewerber über eine mindestens dreijährige technische Praxis verfügen und den Sonderlehrgang „Mechanik für die Abgasuntersuchung bei Kraftfahrzeugen“ mit einer Dauer von acht Stunden absolvieren sowie die Prüfung erfolgreich ablegen.
—
Kapitän erster Klasse („kapitán I. třídy“)
Erforderlich ist eine Schul- und Ausbildungszeit von insgesamt mindestens 15 Jahren, die eine achtjährige allgemeine Schulbildung und eine dreijährige Berufsausbildung umfasst, die mit dem Zeugnis „maturitní zkouška“ abgeschlossen wird und der sich eine Prüfung für die Erlangung des Befähigungszeugnisses anschließt. An diese Berufsausbildung muss sich eine vierjährige berufliche Praxis anschließen, die mit einer Prüfung abgeschlossen wird.
—
Restaurator von Monumenten, die kunsthandwerkliche Arbeiten darstellen („restaurátor památek, které jsou díly uměleckých řemesel“)
Erforderlich ist eine Schul- und Ausbildungszeit von insgesamt 12 Jahren, einschließlich einer vollständigen technischen Sekundarausbildung im Ausbildungsgang „Restaurierung“ oder einer zehn- bis zwölfjährigen Ausbildung in einem verwandten Schul- und Berufsausbildungsgang; hinzu kommt eine fünfjährige Berufserfahrung im Falle einer vollständigen technischen Sekundarausbildung, die mit dem Zeugnis „maturitní zkouška“ abgeschlossen wird, oder eine achtjährige Berufserfahrung im Falle einer technischen Sekundarausbildung, die mit der Gesellenprüfung endet.
—
Restaurator von Kunstwerken, bei denen es sich nicht um Monumente handelt und die sich in Sammlungen von Museen oder Galerien befinden, sowie von anderen Gegenständen von kulturellem Wert („restaurátor děl výtvarných umění, která nejsou památkami a jsou uložena ve sbírkách muzeí a galerií, a ostatních předmětů kulturní hodnoty“)
Erforderlich ist eine Schul- und Ausbildungszeit von insgesamt 12 Jahren, der im Falle einer mit dem Zeugnis „maturitní zkouška“ abgeschlossenen vollständigen technischen Sekundarausbildung im Ausbildungsgang „Restaurierung“ eine fünfjährige Berufserfahrung folgt.
—
Abfallentsorger („odpadový hospodář“)
Erforderlich ist eine Schul- und Ausbildungszeit von insgesamt mindestens 12 Jahren, einschließlich einer mindestens achtjährigen allgemeinen Schulbildung und einer mindestens vierjährigen, mit der Prüfung „maturitní zkouška“ abgeschlossenen beruflichen Sekundarausbildung und einer mindestens fünfjährigen Erfahrung im Bereich der Abfallentsorgung innerhalb der letzten 10 Jahre.
—
Sprengmeister („technický vedoucí odstřelů“)
Erforderlich ist eine Schul- und Ausbildungszeit von insgesamt mindestens 12 Jahren, die eine mindestens achtjährige allgemeine Schulbildung und eine mindestens vierjährige berufliche Sekundarausbildung, die mit dem Zeugnis „maturitní zkouška“ endet,
umfasst und an die sich Folgendes anschließt:
zwei Berufsjahre als Schießhauer unter Tage (für eine Tätigkeit unter Tage) oder ein Berufsjahr über Tage (für eine Tätigkeit über Tage), ein halbes Jahr davon als Schießhauergehilfe;
ein Lehrgang, der 100 Stunden theoretische und praktische Ausbildung umfasst und an den sich eine Prüfung vor dem zuständigen Bezirksbergamt anschließt;
eine sechsmonatige oder längere Berufserfahrung bei der Planung und Durchführung größerer Sprengungen;
ein Lehrgang, der 32 Stunden theoretische und praktische Ausbildung umfasst und an den sich eine Prüfung vor dem tschechischen Bergamt anschließt.
in Italien:
—
Vermessungstechniker („geometra“)
—
staatlich geprüfter Landwirt („perito agrario“)
Erforderlich ist eine Schul- und Ausbildungszeit von insgesamt mindestens 13 Jahren, einschließlich einer achtjährigen Pflichtschulzeit, an die sich eine fünfjährige Sekundarschulausbildung anschließt, wobei drei Jahre der Berufsausbildung gewidmet sind, die mit dem Fachabitur abschließt und wie folgt ergänzt wird:
i)
im Fall des Vermessungstechnikers entweder durch ein mindestens zweijähriges Praktikum in einem einschlägigen Betrieb oder durch eine fünfjährige Berufserfahrung;
ii)
im Fall des staatlich geprüften Landwirts durch ein mindestens zweijähriges Praktikum.
in Lettland:
—
Lokführergehilfe („vilces līdzekļa vadītāja (mašīnista) palīgs“)
Mindestalter: 18 Jahre; erforderlich ist eine Schul- und Ausbildungszeit von insgesamt 12 Jahren, einschließlich einer mindestens achtjährigen allgemeinen Schulbildung und einer mindestens vierjährigen beruflichen Sekundarausbildung. Die Berufsausbildung wird mit der vom Arbeitgeber abgenommenen fachlichen Prüfung abgeschlossen; die zuständige Behörde stellt ein für fünf Jahre geltendes Befähigungszeugnis aus.
in den Niederlanden:
—
Gerichtsvollzieher („gerechtsdeurwaarder“)
—
Zahnprothetiker („tandprotheticus“)
Erforderlich ist
i)
im Fall des Gerichtsvollziehers („gerechtsdeurwaarder“) eine Schul- und Ausbildungszeit von insgesamt 19 Jahren, einschließlich einer achtjährigen Pflichtschulzeit, an die sich eine achtjährige Sekundarschulzeit anschließt, wobei vier Jahre der fachlichen Ausbildung gewidmet sind. Die Ausbildung schließt mit einer staatlichen Prüfung ab und wird durch eine dreijährige theoretische und praktische berufsbezogene Ausbildung ergänzt;
ii)
im Fall des Zahnprothetikers („tandprotheticus“) eine Schul- und Ausbildungszeit von mindestens 15 Jahren Vollzeitausbildung und drei Jahren Teilzeitausbildung, einschließlich einer achtjährigen Primarschulausbildung, einer vierjährigen allgemeinen Sekundarschulausbildung, einer dreijährigen Berufsausbildung mit theoretischer und praktischer Ausbildung als Zahntechniker, die durch eine dreijährige Teilzeitausbildung als Zahnprothetiker ergänzt wird und mit einer Prüfung abschließt.
in Österreich:
—
Förster
—
Technisches Büro
—
Überlassung von Arbeitskräften — Arbeitsleihe
—
Arbeitsvermittlung
—
Vermögensberater
—
Berufsdetektiv
—
Bewachungsgewerbe
—
Immobilienmakler
—
Immobilienverwalter
—
Bauträger, Bauorganisator, Baubetreuer
—
Inkassobüro/Inkassoinstitut
Erforderlich ist eine Schul- und Ausbildungszeit von insgesamt mindestens 15 Jahren, einschließlich einer achtjährigen Pflichtschulzeit, an die sich eine mindestens fünfjährige Sekundarausbildung im technischen oder kommerziellen Bereich anschließt, die mit einer technischen oder wirtschaftlichen Reifeprüfung abgeschlossen wird. Die Ausbildung wird ergänzt durch eine zweijährige Ausbildung in einem einschlägigen Betrieb und schließt mit einer berufsbezogenen Prüfung ab.
—
Berater in Versicherungsangelegenheiten
Erforderlich ist eine Schul- und Ausbildungszeit von insgesamt 15 Jahren, einschließlich einer sechsjährigen strukturierten Ausbildung, die in eine dreijährige Lehrzeit und eine dreijährige berufspraktische und Ausbildungszeit unterteilt ist und mit einer Prüfung abschließt.
—
Planender Baumeister
—
Planender Zimmermeister
Erforderlich ist eine Schul- und Ausbildungszeit von insgesamt mindestens 18 Jahren, einschließlich einer mindestens neunjährigen Berufsausbildung, die in eine vierjährige technische Sekundarausbildung und eine fünfjährige berufspraktische und Ausbildungszeit unterteilt ist und mit einer berufsbezogenen Prüfung abschließt. Das Bestehen dieser Prüfung berechtigt die Betroffenen, den Beruf auszuüben und Lehrlinge auszubilden, soweit sich die Ausbildung auf das Recht zur Planung von Gebäuden, zur Erstellung technischer Berechnungen und zur Leitung von Bauarbeiten bezieht (Maria-Theresianisches Privileg).
—
Gewerblicher Buchhalter gemäß der Gewerbeordnung 1994
—
Selbstständiger Buchhalter gemäß dem Bundesgesetz über die Wirtschaftstreuhandberufe von 1999
in Polen:
—
Prüfungstechniker für die grundlegende Prüfung der Verkehrstauglichkeit von Kraftfahrzeugen in einer Prüfstelle („Diagnosta przeprowadzający badania techniczne w stacji kontroli pojazdów o podstawowym zakresie badań“)
Erforderlich ist eine achtjährige allgemeine Schulbildung und eine fünfjährige technische Sekundarausbildung im Bereich „Kraftfahrzeuge“ und drei Jahre Praxis in einer Fahrzeugprüfstelle oder Werkstatt, die einen Grundlehrgang für die Prüfung der Verkehrstauglichkeit von Kraftfahrzeugen (51 Stunden) und die Ablegung der Befähigungsprüfung umfasst.
—
Prüfungstechniker für die Prüfung der Verkehrstauglichkeit von Kraftfahrzeugen in der Fahrzeugprüfstelle eines Bezirks („Diagnosta przeprowadzający badania techniczne pojazdu w okręgowej stacji kontroli pojazdów“)
Erforderlich ist eine achtjährige allgemeine Schulbildung und eine fünfjährige technische Sekundarausbildung mit Schwerpunkt „Kraftfahrzeuge“ und vier Jahre Praxis in einer Fahrzeugprüfstelle oder Werkstatt, die einen Grundlehrgang für die Prüfung der Verkehrstauglichkeit von Kraftfahrzeugen (51 Stunden) und die Ablegung der Befähigungsprüfung umfasst.
—
Prüfungstechniker für die Prüfung der Verkehrstauglichkeit von Kraftfahrzeugen in der Fahrzeugprüfstelle („Diagnosta wykonujący badania techniczne pojazdów w stacji kontroli pojazdów“)
Erforderlich ist
i)
eine achtjährige allgemeine Schulbildung, eine fünfjährige technische Sekundarausbildung im Bereich „Kraftfahrzeuge“ und nachweislich vier Jahre Praxis in einer Fahrzeugprüfstelle oder Werkstatt, oder
ii)
eine achtjährige allgemeine Schulbildung, eine fünfjährige technische Sekundarausbildung in einem anderen Bereich als „Kraftfahrzeuge“ sowie nachweislich acht Jahre Praxis in einer Fahrzeugprüfstelle oder Werkstatt
und eine Gesamtausbildung, die eine Grund- und Spezialausbildung (113 Stunden) mit Prüfungen nach jeder Stufe umfasst.
Die Dauer in Stunden und der allgemeine Umfang der Einzelkurse im Rahmen der Gesamtausbildung zum Prüfungstechniker sind gesondert in der Verordnung des Infrastrukturministers vom 28. November 2002 über besondere Anforderungen an Prüfungstechniker (Amtsblatt Nr. 208/2002, Pos. 1769) niedergelegt.
—
Fahrdienstleiter („dyżurny ruchu“)
Erforderlich ist eine achtjährige allgemeine Schulbildung und eine vierjährige berufliche Sekundarausbildung mit dem Schwerpunkt Schienenverkehr sowie ein Vorbereitungslehrgang für die Tätigkeit als Fahrdienstleiter — 45 Tage und Ablegung der Befähigungsprüfung oder eine achtjährige allgemeine Schulbildung und eine fünfjährige berufliche Sekundarausbildung mit dem Schwerpunkt Schienenverkehr sowie ein Vorbereitungslehrgang für die Tätigkeit als Fahrdienstleiter — 63 Tage und Ablegung der Befähigungsprüfung.
5.   Schulische und berufliche Bildung im Vereinigten Königreich, mit der Ausbildungsnachweise erworben werden, die als nationale berufliche Befähigungsnachweise („National Vocational Qualifications“) bzw. als berufliche Befähigungsnachweise für Schottland („Scottish Vocational Qualifications“) zugelassen sind:
—
zugelassene(r) Tierkrankenpflegerin/Tierkrankenpfleger („listed veterinary nurse“)
—
Bergbau-Elektroingenieur („mine electrical engineer“)
—
Bergbauingenieur („mine mechanical engineer“)
—
Zahnheilkundiger („dental therapist“)
—
Zahnpfleger („dental hygienist“)
—
Augenoptiker („dispensing optician“)
—
Bergwerksbeauftragter („mine deputy“)
—
Konkursverwalter („insolvency practitioner“)
—
zugelassener Notar für Eigentumsübertragungen („licensed conveyancer“)
—
Erster Offizier auf Fracht- oder Passagierschiffen — ohne Einschränkung („first mate — freight/passenger ships — unrestricted“)
—
Zweiter Offizier auf Fracht- oder Passagierschiffen — ohne Einschränkung („second mate — freight/passenger ships — unrestricted“)
—
Dritter Offizier auf Fracht- oder Passagierschiffen — ohne Einschränkung („third mate — freight/passenger ships unrestricted“)
—
Deckoffizier auf Fracht- oder Passagierschiffen — ohne Einschränkung („deck officer — freight/passenger ships — unrestricted“)
—
technischer Schiffsoffizier 2. Klasse auf Fracht- oder Passagierschiffen — ohne Einschränkung in Bezug auf das Handelsgebiet („engineer officer — freight/passenger ships — unlimited trading area“)
—
geprüfter Abfalltechniker („certified technically competent person in waste management“)
Die betreffende schulische und berufliche Bildung führt zu Abschlüssen, die als nationale berufliche Befähigungsnachweise („National Vocational Qualifications (NVQs)“) bzw. in Schottland als berufliche Befähigungsnachweise für Schottland („Scottish Vocational Qualifications“) zugelassen sind und die den Niveaus 3 und 4 des Nationalen Systems für berufliche Befähigungsnachweise („National Framework of Vocational Qualifications“) des Vereinigten Königreichs entsprechen.
Für diese Niveaus gelten folgende Definitionen:
—
Niveau 3: Befähigung zur Ausübung einer großen Anzahl unterschiedlicher Tätigkeiten in sehr unterschiedlichen Situationen, wobei es sich zum Großteil um komplizierte, nicht wiederkehrende Tätigkeiten handelt. Sie erfordern ein erhebliches Maß an Eigenverantwortung und Eigenständigkeit und häufig die Kontrolle oder Anleitung durch andere.
—
Niveau 4: Befähigung zur Ausübung einer großen Anzahl komplizierter fach- oder berufsspezifischer Tätigkeiten in sehr unterschiedlichen Situationen, die ein hohes Maß an Eigenverantwortung und Eigenständigkeit erfordern. Häufig beinhalten sie die Verantwortung für die Arbeit anderer und Entscheidungen über den Einsatz von Mitteln.
(1)  Seit dem 1. Juni 1994 wird die Berufsbezeichnung „Krankengymnast(in)“ durch „Physiotherapeut(in)“ ersetzt. Berufsangehörige, die ihre Befähigungsnachweise vor diesem Zeitpunkt erworben haben, können jedoch, sofern sie dies wünschen, weiterhin die Berufsbezeichnung „Krankengymnast(in)“ führen.
ANHANG III
Verzeichnis der in Artikel 13 Absatz 2 Unterabsatz 3 genannten reglementierten Ausbildungsgänge
Im Vereinigten Königreich:
Reglementierte Bildungs- und Ausbildungsgänge, die zu Abschlüssen führen, die als nationale berufliche Befähigungsnachweise (National Vocational Qualifications (NVQs)) oder in Schottland als berufliche Befähigungsnachweise für Schottland (Scottish Vocational Qualifications) zugelassen sind und den Niveaus 3 und 4 des nationalen Systems für berufliche Befähigungsnachweise (National Framework of Vocational Qualifications) des Vereinigten Königreichs entsprechen.
Für diese Niveaus gelten folgende Definitionen:
—
Niveau 3: Befähigung zur Ausübung einer großen Anzahl unterschiedlicher Tätigkeiten in sehr unterschiedlichen Situationen, wobei es sich zum Großteil um komplizierte, nicht wiederkehrende Tätigkeiten handelt. Sie erfordern ein erhebliches Maß an Eigenverantwortung und Eigenständigkeit und häufig die Kontrolle oder Anleitung durch andere.
—
Niveau 4: Befähigung zur Ausübung einer großen Anzahl komplizierter fach- oder berufsspezifischer Tätigkeiten in sehr unterschiedlichen Situationen, die ein hohes Maß an Eigenverantwortung und Eigenständigkeit erfordern. Häufig beinhalten sie die Verantwortung für die Arbeit anderer und Entscheidungen über den Einsatz von Mitteln.
In Deutschland:
Die folgenden reglementierten Bildungs- und Ausbildungsgänge:
—
Die reglementierten Bildungs- und Ausbildungsgänge, die auf den Beruf des/der technischen Assistenten(-in), des/der kaufmännischen Assistenten(-in), die sozialen Berufe und den Beruf des/der staatlich geprüften Atem-, Sprech- und Stimmlehrers(-in) vorbereiten und eine Gesamtdauer von mindestens 13 Jahren haben. Gefordert wird der mittlere Bildungsabschluss und
i)
eine mindestens dreijährige (1) Berufsausbildung an einer Fachschule, die mit einer Prüfung abschließt und, sofern erforderlich, durch eine ein- oder zweijährige Fachausbildung ergänzt wird, die ebenfalls mit einer Prüfung abschließt; oder
ii)
eine mindestens zweieinhalbjährige Ausbildung an einer Fachschule, die mit einer Prüfung abschließt und durch eine mindestens sechsmonatige Berufserfahrung oder ein mindestens sechsmonatiges Praktikum in einer anerkannten Einrichtung ergänzt wird; oder
iii)
eine mindestens zweijährige Ausbildung an einer Fachschule, die mit einer Prüfung abschließt und ergänzt wird durch eine mindestens einjährige Berufserfahrung oder ein mindestens einjähriges Praktikum in einer anerkannten Einrichtung.
—
Die reglementierten Bildungs- und Ausbildungsgänge für die Berufe des/der staatlich geprüften Technikers(-in), des/der Betriebswirts(-in), des/der Gestalters(-in) und des/der Familienpfleger(in) mit einer Gesamtdauer von mindestens 16 Jahren. Gefordert wird die erfolgreiche Beendigung der Pflichtschulzeit oder einer vergleichbaren Bildung und Ausbildung (von mindestens neun Jahren) sowie der erfolgreiche Abschluss einer mindestens dreijährigen Ausbildung an einer Berufsschule, die neben einer mindestens zweijährigen Berufserfahrung, eine mindestens zweijährige Vollzeitausbildung oder eine Teilzeitausbildung von entsprechender Dauer umfasst.
—
Reglementierte Bildungs- und Ausbildungsgänge sowie eine reglementierte berufspraktische Ausbildung mit einer Gesamtdauer von mindestens 15 Jahren. Gefordert wird generell die erfolgreiche Beendigung der Pflichtschulzeit (mindestens neun Jahre) und der Berufsausbildung (normalerweise drei Jahre). Im Allgemeinen umfasst sie eine mindestens zweijährige Berufserfahrung (in den meisten Fällen drei Jahre) und eine Prüfung im Rahmen der betrieblichen Ausbildung. Die Vorbereitung auf diese Prüfung umfasst einen Ausbildungsgang, der entweder der Berufserfahrung entspricht (mindestens 1 000 Stunden) oder auf Vollzeitbasis (mindestens ein Jahr) besucht wird.
Die deutschen Behörden übermitteln der Kommission und den anderen Mitgliedstaaten ein Verzeichnis der unter diesen Anhang fallenden Ausbildungsgänge.
In den Niederlanden:
—
Reglementierte Bildungs- und Ausbildungsgänge mit einer Gesamtdauer von mindestens 15 Jahren. Gefordert wird der erfolgreiche Abschluss der achtjährigen Pflichtschulzeit sowie vier Jahre mittlerer allgemeinbildender Unterricht („MAVO“) oder berufsvorbereitender Sekundarunterricht („VBO“) oder höherer allgemeinbildender Unterricht sowie eine drei- oder vierjährige Ausbildung an einer mittleren berufsbildenden Schule („MBO“), die mit einer Prüfung abschließt.
—
Reglementierte Bildungs- und Ausbildungsgänge mit einer Gesamtdauer von mindestens 16 Jahren. Gefordert wird der erfolgreiche Abschluss der achtjährigen Pflichtschulzeit sowie vier Jahre berufsvorbereitender Sekundarunterricht („VBO“) oder höherer allgemeinbildender Unterricht und der Abschluss einer mindestens vierjährigen Lehrlingsausbildung, die mindestens einen Tag pro Woche theoretischen Unterricht in einer Schule und an den anderen Tagen praktischen Unterricht in einem Ausbildungszentrum oder einem Betrieb umfasst und mit einer Prüfung auf sekundärem oder tertiärem Niveau abschließt.
Die niederländischen Behörden übermitteln der Kommission und den anderen Mitgliedstaaten ein Verzeichnis der unter diesen Anhang fallenden Bildungs- und Ausbildungsgänge.
In Österreich:
—
Bildungs- und Ausbildungsgänge an den Berufsbildenden Höheren Schulen und den Höheren Land- und Forstwirtschaftlichen Lehranstalten, einschließlich der Sonderformen, deren Struktur und Niveau in Rechts- und Verwaltungsvorschriften festgelegt ist.
Diese Bildungs- und Ausbildungsgänge haben eine Gesamtdauer von mindestens 13 Jahren und umfassen eine fünfjährige Berufsausbildung, die mit einer Prüfung abschließt, deren Bestehen ein Nachweis für die berufliche Kompetenz ist.
—
Bildungs- und Ausbildungsgänge an Meisterschulen, Meisterklassen, Werkmeisterschulen oder Bauhandwerkerschulen, deren Struktur in Rechts- und Verwaltungsvorschriften festgelegt ist.
Diese Bildungs- und Ausbildungsgänge haben eine Gesamtdauer von mindestens 13 Jahren, einschließlich neun Jahre Pflichtschulzeit. Daran schließt sich entweder eine mindestens dreijährige Berufsausbildung an einer Fachschule an oder eine mindestens dreijährige Ausbildung, die gleichzeitig in einem Unternehmen und einer Berufsschule absolviert wird. Beide Ausbildungsgänge schließen mit einer Prüfung ab und werden durch den erfolgreichen Abschluss einer einjährigen Ausbildung an einer Meisterschule, Meisterklasse, Werkmeisterschule oder Bauhandwerkerschule ergänzt. In den meisten Fällen beträgt die Gesamtdauer mindestens 15 Jahre und beinhaltet berufspraktische Erfahrungszeiten, die entweder der Ausbildung an den genannten Einrichtungen vorausgehen oder von Teilzeitausbildungen (mindestens 960 Stunden) begleitet werden.
Die österreichischen Behörden übermitteln der Kommission und den anderen Mitgliedstaaten ein Verzeichnis der unter diesen Anhang fallenden Bildungs- und Ausbildungsgänge.
(1)  Die Mindestdauer kann von drei auf zwei Jahre herabgesetzt werden, wenn die betreffenden Personen einen zum Hochschulstudium berechtigenden Schulabschluss (Abitur), d. h. 13 Jahre Schulbildung, oder einen zum Fachhochschulstudium berechtigenden Schulabschluss (Fachhochschulreife), d. h. 12 Jahre Schulbildung haben.
ANHANG IV
Tätigkeiten in Verbindung mit den in den Artikeln 17, 18 und 19 genannten Kategorien der Berufserfahrung
Verzeichnis I
Hauptgruppen der Richtlinie 64/427/EWG, geändert durch die Richtlinie 69/77/EWG, sowie der Richtlinien 68/366/EWG und 82/489/EWG
1   Richtlinie 64/427/EWG
Hauptgruppe
23
Textilgewerbe
232
Verarbeitung von textilen Grundstoffen auf Wollbearbeitungsmaschinen
233
Verarbeitung von textilen Grundstoffen auf Baumwollbearbeitungsmaschinen
234
Verarbeitung von textilen Grundstoffen auf Seidenbearbeitungsmaschinen
235
Verarbeitung von textilen Grundstoffen auf Leinen- und Hanfbearbeitungsmaschinen
236
sonstige Textilfaserindustrie (Jute, Hartfasern usw.), Seilerei
237
Wirkerei und Strickerei
238
Textilveredelung
239
sonstiges Textilgewerbe
Hauptgruppe
24
Herstellung von Schuhen, Bekleidung und Bettwaren
241
Serienfertigung von Schuhen (außer Gummi- und Holzschuhen)
242
Schuhreparatur und Maßschuhmacherei
243
Herstellung von Bekleidung und Wäsche (außer Pelzwaren)
244
Herstellung von Bettwaren
245
Pelz- und Pelzwarenherstellung
Hauptgruppe
25
Holz- und Korkverarbeitung (außer Holzmöbelherstellung)
251
Sägerei und Holzbearbeitung
252
Herstellung von Halbwaren aus Holz
253
Serienherstellung von Bauelementen aus Holz und von Parkett
254
Herstellung von Verpackungsmitteln aus Holz
255
Herstellung von sonstigen Holzwaren (außer Möbeln)
259
Herstellung von Stroh-, Korb-, Kork-, Flecht- und Bürstenwaren
Hauptgruppe
26
260 Herstellung von Holzmöbeln
Hauptgruppe
27
Papier- und Pappenerzeugung und -verarbeitung
271
Herstellung von Holzschliff und Zellstoff, Papier und Pappe
272
Papier- und Pappeverarbeitung
Hauptgruppe
28
280 Druckerei, Verlags- und verwandte Gewerbe
Hauptgruppe
29
Herstellung von Leder und Lederwaren
291
Herstellung von Leder (Gerberei und Zurichterei)
292
Herstellung von Lederwaren
aus Hauptgruppe
30
Gummi- und Kunststoffverarbeitung, Chemiefaserindustrie, Stärkeindustrie
301
Gummi- und Asbestverarbeitung
302
Kunststoffverarbeitung
303
Chemiefasererzeugung
aus Hauptgruppe
31
Herstellung chemischer Erzeugnisse
311
Herstellung chemischer Grundstoffe und Herstellung dieser Erzeugnisse mit anschließender Weiterverarbeitung
312
spezialisierte Herstellung von chemischen Erzeugnissen, vorwiegend für gewerbliche und landwirtschaftliche Verwendung (hier hinzuzufügen: die Herstellung von Industriefetten und Ölen pflanzlichen oder tierischen Ursprungs, in Gruppe 312 ISIC enthalten)
313
spezialisierte Herstellung von chemischen Erzeugnissen, vorwiegend für privaten Verbrauch und für Verwaltungen (hier zu streichen: die Herstellung von medizinischen und pharmazeutischen Erzeugnissen [aus Gruppe 319 ISIC])
Hauptgruppe
32
320 Mineralölverarbeitung
Hauptgruppe
33
Herstellung von Erzeugnissen aus Steinen und Erden, Herstellung und Verarbeitung von Glas
331
Ziegeleien
332
Herstellung und Verarbeitung von Glas
333
Herstellung von Steinzeug, Feinkeramik und feuerfesten Erzeugnissen
334
Herstellung von Zement, Verarbeitung von Kalkstein und Gipsstein
335
Herstellung von Baustoffen aus Beton und Gips sowie von Asbestzementwaren
339
Be- und Verarbeitung von Natursteinen sowie Herstellung sonstiger nichtmetallischer Mineralerzeugnisse
Hauptgruppe
34
Eisen- und Metallerzeugung und -bearbeitung
341
Eisen und Stahl erzeugende Industrie (gemäß dem EGKS-Vertrag, einschließlich Hüttenkokereien)
342
Stahlröhrenerzeugung
343
Ziehereien und Kaltwalzwerke
344
Erzeugung und erste Verarbeitung von NE-Metallen
345
Gießereien
Hauptgruppe
35
Herstellung von Metallerzeugnissen (außer Maschinen und Fahrzeugen)
351
Schmiede-, Press- und Hammerwerke
352
Stahlverformung und Oberflächenveredelung
353
Herstellung von Stahl- und Leichtmetallkonstruktionen
354
Kessel- und Behälterbau
355
EBM-Waren-Herstellung
359
verschiedene Mechanikerbetriebe
Hauptgruppe
36
Maschinenbau
361
Herstellung von landwirtschaftlichen Maschinen und Ackerschleppern
362
Herstellung von Büromaschinen
363
Herstellung von Metallbearbeitungsmaschinen, Vorrichtungen für Maschinen und Maschinenwerkzeuge
364
Herstellung von Textilmaschinen und Zubehör sowie Nähmaschinen
365
Herstellung von Maschinen und Apparaten für die Nahrungs- und Genussmittelindustrie, die chemische und verwandte Industrien
366
Herstellung von Hütten- und Walzwerkseinrichtungen, Bergwerksmaschinen, Gießereimaschinen, Baumaschinen, Hebezeugen und Fördermitteln
367
Herstellung von Zahnrädern, Getrieben, Wälzlagern und sonstigen Antriebselementen
368
Herstellung von Maschinen für weitere bestimmte Industriezweige
369
Herstellung von sonstigen Maschinenbauerzeugnissen
Hauptgruppe
37
elektrotechnische Industrie
371
Herstellung von isolierten Elektrokabeln, -leitungen und -drähten
372
Herstellung von Elektromotoren, -generatoren und -transformatoren sowie von Schalt- und Installationsgeräten
373
Herstellung von gewerblichen Elektrogeräten, -einrichtungen und -ausrüstungen
374
Bau von Fernmeldegeräten, Herstellung von Zählern, Mess- und Regelgeräten und elektro-medizinischen u. ä. Geräten
375
Herstellung von Rundfunk- und Fernsehempfängern, elektro-akustischen Geräten und Einrichtungen sowie von elektronischen Geräten und Anlagen
376
Herstellung von Elektro-Haushaltsgeräten
377
Herstellung von Lampen und Beleuchtungsartikeln
378
Herstellung von Batterien und Akkumulatoren
379
Reparatur, Montage und technische Installation von elektrotechnischen Erzeugnissen
aus Hauptgruppe
38
Fahrzeugbau
383
Bau von Kraftwagen und deren Einzelteilen
384
Kraftfahrzeug- und Fahrradreparaturwerkstätten
385
Herstellung von Kraft- und Fahrrädern und deren Einzelteilen
389
sonstiger Fahrzeugbau
Hauptgruppe
39
Feinmechanik und Optik sowie sonstige verarbeitende Gewerbe
391
Herstellung von feinmechanischen Erzeugnissen
392
Herstellung von medizinmechanischen und orthopädiemechanischen Erzeugnissen (außer orthopädischem Schuhwerk)
393
Herstellung optischer und fotografischer Geräte
394
Herstellung und Reparatur von Uhren
395
Herstellung von Schmuck- und Goldschmiedewaren, Bearbeitung von Edelsteinen
396
Herstellung und Reparatur von Musikinstrumenten
397
Herstellung von Spiel- und Sportwaren
399
sonstige Zweige des be- und verarbeitenden Gewerbes
Hauptgruppe
40
Baugewerbe
400
allgemeines Baugewerbe (ohne ausgeprägten Schwerpunkt) und Abbruchgewerbe
401
Rohbaugewerbe
402
Tiefbau
403
Bauinstallation
404
Ausbaugewerbe
2   Richtlinie 68/366/EWG
Hauptgruppe
20A
200 Herstellung von Ölen und Fetten tierischer oder pflanzlicher Herkunft
20B
Nahrungsmittelgewerbe (ohne Getränkeherstellung)
201
Schlachterei und Herstellung von Fleischwaren und -konserven
202
Molkerei und Milchverarbeitung
203
Obst- und Gemüseverarbeitung
204
Konservierung von Fischen und anderen Meeresprodukten
205
Mühlengewerbe
206
Bäckerei, Konditorei und Herstellung von Dauerbackwaren
207
Zuckerindustrie
208
Herstellung von Kakao- und Schokoladenerzeugnissen und von Zuckerwaren
209
sonstiges Nahrungsmittelgewerbe
Hauptgruppe
21
Getränkeherstellung
211
Herstellung von Äthylalkohol aus Vergärung, von Hefe und Spirituosen
212
Herstellung von Wein und ähnlichen ungemälzten alkoholischen Getränken
213
Brauerei und Mälzerei
214
Abfüllung von Mineralbrunnen und Herstellung von alkoholfreien Getränken
aus 30
Gummi- und Kunststoffverarbeitung, Chemiefaserindustrie, Stärkeindustrie
304
Stärkeindustrie
3   Richtlinie 82/489/EWG
aus 855
Frisiersalons (mit Ausnahme der Tätigkeiten der Fußpflege und der Kosmetikschulen)
Verzeichnis II
Klassen der Richtlinien 75/368/EWG, 75/369/EWG und 82/470/EWG
1   Richtlinie 75/368/EWG (Tätigkeiten gemäß Artikel 5 Absatz 1)
aus 04
Fischerei
043
Binnenfischerei
aus 38
Herstellung von Fahrzeugen und Fahrzeugteilen
381
Schiffbau und Schiffsreparatur
382
Herstellung von Eisenbahnfahrzeugen und Fahrzeugteilen
386
Luftfahrzeugbau (einschließlich der Herstellung von Material für den Raumflug)
aus 71
Hilfstätigkeiten des Verkehrs und andere Tätigkeiten als Verkehrstätigkeiten aus folgenden Gruppen
aus 711
Betrieb von Schlaf- und Speisewagen; Instandhaltung von Eisenbahnmaterial in den Reparaturwerkstätten; Reinigung der Eisenbahnwagen
aus 712
Unterhaltung von Fahrzeugen und Fahrzeugteilen zur Personenbeförderung im Stadt-, Vorstadt- und Überlandverkehr
aus 713
Unterhaltung von anderen Fahrzeugen und Fahrzeugteilen zur Personenbeförderung im Straßenverkehr (wie Kraftwagen, Autobusse, Kraftdroschken)
aus 714
Betrieb und Unterhaltung von Hilfseinrichtungen des Straßenverkehrs (wie gebührenpflichtige Straßen, Tunnel und Brücken für den Straßenverkehr, Omnibusbahnhöfe, Parkplätze, Omnibus- und Straßenbahndepots)
aus 716
Hilfstätigkeiten in der Binnenschifffahrt (wie Betrieb und Unterhaltung von Wasserstraßen, Häfen und anderen Binnenschifffahrtsanlagen; Schleppdienst und Lotsendienst in den Häfen, Bojenlegung, Laden und Löschen von Schiffen und ähnliche Tätigkeiten, wie Schiffsrettungsdienst, Treidelei und Betrieb von Bootshäusern)
73
Nachrichtenwesen: Post- und Fernmeldewesen
aus 85
persönliche Dienste
854
Wäscherei, chemische Reinigung, Färberei
aus 856
Fotoateliers: Porträtfotografie und Fotografie für gewerbliche Zwecke, außer Bildberichterstattung
aus 859
sonstige persönliche Dienste (nur Unterhaltung und Reinigung von Gebäuden oder Räumen)
2   Richtlinie 75/369/EWG (Artikel 6: wenn die Tätigkeit als industrielle oder handwerkliche Tätigkeit angesehen wird)
Ambulante Ausübung folgender Tätigkeiten:
a)
Ankauf und Verkauf von Waren
—
durch ambulante Händler und Hausierer (aus ISIC-Gruppe 612)
—
Ankauf und Verkauf von Waren auf überdachten Märkten außerhalb von fest mit dem Boden verbundenen Anlagen sowie auf nicht überdachten Märkten
b)
Tätigkeiten, die unter bereits genehmigte Übergangsmaßnahmen fallen, in denen jedoch die ambulante Ausübung dieser Tätigkeiten entweder ausdrücklich ausgeschlossen oder nicht erwähnt wird.
3   Richtlinie 82/470/EWG (Artikel 6 Absätze 1 und 3)
Diese Tätigkeiten umfassen insbesondere:
—
Organisierung, Angebot und Vermittlung einer Reise oder eines Aufenthalts, welcher Art das Reisemotiv auch sein mag, oder von bestimmten Teilen (Beförderung, Unterkunft, Verpflegung, Ausflüge usw.) zu Pauschalpreisen oder gegen Einzelabrechnung der verschiedensten Leistungen [Artikel 2 Punkt B Buchstabe a)]
—
Vermittlung zwischen Unternehmern der verschiedenen Transportarten und Personen, die Waren versenden oder sich zusenden lassen, und Durchführung verschiedener damit verbundener Geschäfte:
aa)
durch Abschluss von Verträgen mit den Transportunternehmern im Auftrag der Geschäftsherren
bb)
durch Auswahl der Transportart, des Unternehmens und des Transportweges, die für den Geschäftsherrn am vorteilhaftesten sind
cc)
durch Vorbereitung des Transports in technischer Hinsicht (z. B. für den Transport notwendige Verpackung); durch die Erbringung von Hilfsdiensten während des Transports (z. B. die Versorgung von Kühlwagen mit Eis)
dd)
durch Erledigung der mit dem Transport verbundenen Formalitäten, wie zum Beispiel Ausfüllen der Frachtbriefe, durch Gruppierung und Umgruppierung der Sendungen
ee)
durch Koordinierung der verschiedenen Transportabschnitte, durch Sicherstellung des Transitverkehrs, der Weiterbeförderung und Umladung und durch verschiedene abschließende Tätigkeiten
ff)
durch Bereitstellung von Frachtgut für Spediteure und Transportunternehmer und durch Verschaffung von Transportgelegenheiten für Personen, die Waren versenden oder sich zusenden lassen:
—
Berechnung der Transportkosten und Kontrolle der Abrechnung
—
Ausführung — entweder ständig oder nur gelegentlich — von bestimmten Tätigkeiten im Namen oder im Auftrag eines Reeders oder Schiffsfrachtführers (Verbindung mit den Hafenbehörden und Zolldienststellen, Ausstattung des Schiffes usw.)
[Tätigkeiten gemäß Artikel 2 Punkt A Buchstaben a, b bzw. d].
Verzeichnis III
Richtlinie 64/222/EWG, 68/364/EWG, 68/368/EWG, 75/368/EWG, 75/369/EWG, 70/523/EWG und 82/470 EWG
1   Richtlinie 64/222/EWG
1.
Selbstständige Tätigkeiten des Großhandels, mit Ausnahme des Großhandels mit Medikamenten und pharmazeutischen Erzeugnissen, mit Giftstoffen und Krankheitserregern und des Kohlengroßhandels (Gruppe aus 611)
2.
Berufstätigkeiten des Vermittlers, der aufgrund eines oder mehrerer Auftragsverhältnisse damit betraut ist, in fremdem Namen und für fremde Rechnung Geschäfte zu vermitteln oder abzuschließen
3.
Berufstätigkeiten des Vermittlers, der, ohne ständig damit betraut zu sein, Verbindungen zwischen Personen herstellt, die Verträge unmittelbar miteinander abzuschließen wünschen oder der deren Geschäfte vorbereitet oder bei ihrem Abschluss mithilft
4.
Berufstätigkeiten des Vermittlers, der in eigenem Namen und für fremde Rechnung Geschäfte abschließt
5.
Berufstätigkeiten des Vermittlers, der für fremde Rechnung Großhandelsversteigerungen durchführt
6.
Berufstätigkeiten des Vermittlers, der von Haus zu Haus geht, um Aufträge zu sammeln
7.
Tätigkeiten, die in der gewerbsmäßigen Erbringung von Dienstleistungen durch einen unselbstständigen Vermittler bestehen, der im Dienste eines oder mehrerer Unternehmen des Handels, der Industrie oder des Handwerks steht
2   Richtlinie 68/364/EWG
aus ISIC-Gruppe 612: Einzelhandel
ausgeschlossene Tätigkeiten:
012
Vermietung von landwirtschaftlichen Maschinen
640
Immobiliengeschäfte, Vermietung
713
Vermietung von Kraftwagen, Wagen und Pferden
718
Vermietung von Eisenbahnwagen und -wagons
839
Vermietung von Maschinen an Handelsunternehmen
841
Vermietung von Filmtheaterplätzen und Vermietung von Filmen
842
Vermietung von Theaterplätzen und Vermietung von Theaterausstattung
843
Vermietung von Schiffen und Booten, Fahrrädern und Automaten
853
Vermietung von möblierten Zimmern
854
Vermietung von Weißwäsche
859
Vermietung von Kleidung
3   Richtlinie 68/368/EWG
aus ISIC-Hauptgruppe 85
1.
Restaurations- und Schankgewerbe (ISIC-Gruppe 852)
2.
Beherbergungsgewerbe und Zeltplatzbetriebe (ISIC-Gruppe 853)
4   Richtlinie 75/368/EWG (Artikel 7)
aus 62
Kreditinstitute und andere finanzielle Einrichtungen
aus 620
Patentlizenzbüros und Verteilungsstellen für Gebühren aus Patentlizenzen
aus 71
Verkehr
aus 713
Straßenpersonenbeförderung, außer mit Kraftomnibussen
aus 719
Betrieb von Rohrleitungen für flüssige Kohlenwasserstoffe und andere flüssige chemische Erzeugnisse
aus 82
Dienstleistungen für die Allgemeinheit
827
Bibliotheken, Museen und botanische und zoologische Gärten
aus 84
Film- und Theaterwesen, Sport und Unterhaltung
843
sonstige Dienste zur Freizeitgestaltung:
—
Sport (Sportplätze, Organisation von Sportveranstaltungen usw.), außer der Tätigkeit des Sportlehrers
—
Spiele (Rennställe, Spielplätze, Rennplätze usw.)
—
andere Tätigkeiten der Freizeitgestaltung (Zirkus, Vergnügungsparks und andere der Unterhaltung dienende Unternehmen)
aus 85
Persönliche Dienste
aus 851
Hauswirtschaftliche Dienste
aus 855
Salons für Schönheitspflege und die Tätigkeiten der Maniküre, mit Ausnahme der Tätigkeiten der Fußpflege und der Kosmetik- und Friseurschulen
aus 859
sonstige persönliche Dienste folgender Art, mit Ausnahme der Tätigkeiten von Sport- und Heilmasseuren und Bergführern:
—
Desinfizierung und Vernichtung von Ungeziefer
—
Vermietung von Kleidern sowie Aufbewahrung von Gegenständen
—
Ehevermittlungsinstitute und ähnliche Berufe
—
Tätigkeiten des Wahrsagegewerbes
—
hygienische Dienste und damit verbundene Tätigkeiten
—
Bestattungsinstitute und Unterhaltung von Friedhöfen
—
Reisebegleiter und Dolmetscher für den Fremdenverkehr
5   Richtlinie 75/369/EWG (Artikel 5)
Ambulante Ausübung folgender Tätigkeiten:
a)
Ankauf und Verkauf von Waren:
—
durch ambulante Händler und Hausierer (aus ISIC-Gruppe 612)
—
auf überdachten Märkten außerhalb von fest mit dem Boden verbundenen Anlagen sowie auf nicht überdachten Märkten
b)
Tätigkeiten, die unter bereits genehmigte Übergangsmaßnahmen fallen, in denen jedoch die ambulante Ausübung dieser Tätigkeiten entweder ausdrücklich ausgeschlossen oder nicht erwähnt wird
6   Richtlinie 70/523/EWG
selbstständige Tätigkeiten des Kohlengroßhandels und der Vermittlertätigkeiten auf dem Sektor Kohle (aus ISIC-Gruppe 6112)
7   Richtlinie 82/470/EWG (Artikel 6 Absatz 2)
[Tätigkeiten unter Artikel 2 Punkt A Buchstabe c und e, Punkt B Buchstabe b, Punkt C und D]
Diese Tätigkeiten umfassen insbesondere:
—
Vermietung von Eisenbahnwagen für die Beförderung von Personen oder Waren
—
Vermittlung beim An- und Verkauf oder bei der Miete von Schiffen
—
Vorbereitung, Vertragsverhandlung und -abschluss für Auswanderungstransporte
—
Lagerhaltung im Auftrag des Einlagerers — unter Zollbehandlung oder zollfrei — von Gegenständen und Waren aller Art in Lagerhäusern, Magazinen, Möbelspeichern, Kühlhäusern, Silos usw.
—
Erteilung von Bescheinigungen an den Einlagerer über den eingelagerten Gegenstand oder die eingelagerte Ware
—
Bereitstellung von Gehegen, von Futter und von Verkaufsplätzen für die vorübergehende Haltung von Vieh, sei es vor dem Verkauf oder zum Zwecke der Weiterleitung an den Empfänger oder von aus dem Markt herrührenden Beständen
—
technische Kontrolle oder Begutachtung von Motorfahrzeugen
—
Messen, Wiegen und Ausmessen von Waren
ANHANG V
Anerkennung auf der Grundlage der Koordinierung der Mindestanforderungen an die Ausbildung
V.1.   ARZT
5.1.1.   Ausbildungsnachweise für die ärztliche Grundausbildung
Land
Ausbildungsnachweis
Ausstellende Stelle
Zusätzliche Bescheinigung
Stichtag
België/Belgique/ Belgien
Diploma van arts/Diplôme de docteur en médecine
—
Les universités/De universiteiten
—
Le Jury compétent d'enseignement de la Communauté française/De bevoegde Examencommissie van de Vlaamse Gemeenschap
20. Dezember 1976
Česká republika
Diplom o ukončení studia ve studijním programu všeobecné lékařství (doktor medicíny, MUDr.)
Lékářská fakulta univerzity v České republice
—
Vysvědčení o státní rigorózní zkoušce
1. Mai 2004
Danmark
Bevis for bestået lægevidenskabelig embedseksamen
Medicinsk universitetsfakultet
—
Autorisation som læge, udstedt af Sundhedsstyrelsen og
—
Tilladelse til selvstændigt virke som læge (dokumentation for gennemført praktisk uddannelse), udstedt af Sundhedsstyrelsen
20. Dezember 1976
Deutschland
—
Zeugnis über die Ärztliche Prüfung
—
Zeugnis über die Ärztliche Staatsprüfung und Zeugnis über die Vorbereitungszeit als Medizinalassistent, soweit diese nach den deutschen Rechtsvorschriften noch für den Abschluss der ärztlichen Ausbildung vorgesehen war
Zuständige Behörden
20. Dezember 1976
Eesti
Diplom arstiteaduse õppekava läbimise kohta
Tartu Ülikool
1. Mai 2004
Ελλάς
Πτυχίo Iατρικής
—
Iατρική Σχoλή Παvεπιστημίoυ,
—
Σχoλή Επιστημώv Υγείας, Τμήμα Iατρικής Παvεπιστημίoυ
1. Januar 1981
España
Título de Licenciado en Medicina y Cirugía
—
Ministerio de Educación y Cultura
—
El rector de una Universidad
1. Januar 1986
France
Diplôme d'Etat de docteur en médecine
Universités
20. Dezember 1976
Ireland
Primary qualification
Competent examining body
Certificate of experience
20. Dezember 1976
Italia
Diploma di laurea in medicina e chirurgia
Università
Diploma di abilitazione all'esercizio della medicina e chirurgia
20. Dezember 1976
Κύπρος
Πιστοποιητικό Εγγραφής Ιατρού
Ιατρικό Συμβούλιο
1. Mai 2004
Latvija
ārsta diploms
Universitātes tipa augstskola
1. Mai 2004
Lietuva
Aukštojo mokslo diplomas, nurodantis suteiktą gydytojo kvalifikaciją
Universitetas
Internatūros pažymėjimas, nurodantis suteiktą medicinos gydytojo profesinę kvalifikaciją
1. Mai 2004
Luxembourg
Diplôme d'Etat de docteur en médecine, chirurgie et accouchements,
Jury d'examen d'Etat
Certificat de stage
20. Dezember 1976
Magyarország
Általános orvos oklevél (doctor medicinae univer- sae, röv.: dr. med. univ.)
Egyetem
1. Mai 2004
Malta
Lawrja ta' Tabib tal-Medi- ċina u l-Kirurġija
Universita’ ta' Malta
Ċertifikat ta' reġistrazzjoni maħruġ mill-Kunsill Mediku
1. Mai 2004
Nederland
Getuigschrift van met goed gevolg afgelegd artsexamen
Faculteit Geneeskunde
20. Dezember 1976
Österreich
1.
Urkunde über die Verleihung des akademischen Grades Doktor der gesamten Heilkunde (bzw. Doctor medicinae universae, Dr.med.univ.)
1.
Medizinische Fakultät einer Universität
1. Januar 1994
2.
Diplom über die spezifische Ausbildung zum Arzt für Allgemeinmedizin bzw. Facharztdiplom
2.
Österreichische Ärztekammer
Polska
Dyplom ukończenia studiów wyższych na kierunku lekarskim z tytułem „lekarza“
1.
Akademia Medyczna
2.
Uniwersytet Medyczny
3.
Collegium Medicum Uniwersytetu Jagiellońskiego
Lekarski Egzamin Państwowy
1. Mai 2004
Portugal
Carta de Curso de licenciatura em medicina
Universidades
Diploma comprovativo da conclusão do internato geral emitido pelo Ministério da Saúde
1. Januar 1986
Slovenija
Diploma, s katero se podeljuje strokovni naslov „doktor medicine/doktorica medicine“
Univerza
1. Mai 2004
Slovensko
Vysokoškolský diplom o udelení akademického titulu „doktor medicíny“ („MUDr.“)
Vysoká škola
1. Mai 2004
Suomi/ Finland
Lääketieteen lisensiaatin tutkinto/Medicine licentiatexamen
—
Helsingin yliopisto/Helsingfors universitet
—
Kuopion yliopisto
—
Oulun yliopisto
—
Tampereen yliopisto
—
Turun yliopisto
Todistus lääkärin perusterveydenhuollon lisäkoulutuksesta/Examenbevis om tilläggsutbildning för läkare inom primärvården
1. Januar 1994
Sverige
Läkarexamen
Universitet
Bevis om praktisk utbildning som utfärdas av Socialstyrelsen
1. Januar 1994
United Kingdom
Primary qualification
Competent examining body
Certificate of experience
20. Dezember 1976
5.1.2.   Ausbildungsnachweise für den Facharzt
Land
Ausbildungsnachweis
Ausstellende Stelle
Stichtag
België/Belgique/ Belgien
Bijzondere beroepstitel van geneesheer-specialist/Titre professionnel particulier de médecin spécialiste
Minister bevoegd voor Volksgezondheid/Ministre de la Santé publique
20. Dezember 1976
Česká republika
Diplom o specializaci
Ministerstvo zdravotnictví
1. Mai 2004
Danmark
Bevis for tilladelse til at betegne sig som speciallæge
Sundhedsstyrelsen
20. Dezember 1976
Deutschland
Fachärztliche Anerkennung
Landesärztekammer
20. Dezember 1976
Eesti
Residentuuri lõputunnistus eriarstiabi erialal
Tartu Ülikool
1. Mai 2004
Ελλάς
Τίτλoς Iατρικής Ειδικότητας
1.
Νoμαρχιακή Αυτoδιoίκηση
1. Januar 1981
2.
Νoμαρχία
España
Título de Especialista
Ministerio de Educación y Cultura
1. Januar 1986
France
1.
Certificat d'études spéciales de médecine
1.
Universités
20. Dezember 1976
2.
Attestation de médecin spécialiste qualifié
2.
Conseil de l'Ordre des médecins
3.
Certificat d'études spéciales de médecine
3.
Universités
4.
Diplôme d'études spécialisées ou spécialisation complémentaire qualifiante de médecine
4.
Universités
Ireland
Certificate of Specialist doctor
Competent authority
20. Dezember 1976
Italia
Diploma di medico specialista
Università
20. Dezember 1976
Κύπρος
Πιστοποιητικό Αναγνώρισης Ειδικότητας
Ιατρικό Συμβούλιο
1. Mai 2004
Latvija
„Sertifikāts“—kompetentu iestāžu izsniegts dokuments, kas apliecina, ka persona ir nokārtojusi sertifikācijas eksāmenu specialitātē
Latvijas Ārstu biedrība
Latvijas Ārstniecības personu profesionālo organizāciju savienība
1. Mai 2004
Lietuva
Rezidentūros pažymėjimas, nurodantis suteiktą gydytojo specialisto profesinę kvalifikaciją
Universitetas
1. Mai 2004
Luxembourg
Certificat de médecin spécialiste
Ministre de la Santé publique
20. Dezember 1976
Magyarország
Szakorvosi bizonyítvány
Az Egészségügyi, Szociális és Családügyi Minisztérium illetékes testülete
1. Mai 2004
Malta
Ċertifikat ta' Speċjalista Mediku
Kumitat ta' Approvazzjoni dwar Speċjalisti
1. Mai 2004
Nederland
Bewijs van inschrijving in een Specialistenregister
—
Medisch Specialisten Registratie Commissie (MSRC) van de Koninklijke Nederlandsche Maatschappij tot Bevordering der Geneeskunst
—
Sociaal-Geneeskundigen Registratie Commissie van de Koninklijke Nederlandsche Maatschappij tot Bevordering der Geneeskunst
20. Dezember 1976
Österreich
Facharztdiplom
Österreichische Ärztekammer
1. Januar 1994
Polska
Dyplom uzyskania tytułu specjalisty
Centrum Egzaminów Medycznych
1. Mai 2004
Portugal
1.
Grau de assistente
1.
Ministério da Saúde
1. Januar 1986
2.
Titulo de especialista
2.
Ordem dos Médicos
Slovenija
Potrdilo o opravljenem specialističnem izpitu
1.
Ministrstvo za zdravje
1. Mai 2004
2.
Zdravniška zbornica Slovenije
Slovensko
Diplom o špecializácii
Slovenská zdravotnícka univerzita
1. Mai 2004
Suomi/ Finland
Erikoislääkärin tutkinto/Specialläkarexamen
1.
Helsingin yliopisto/Helsingfors universitet
1. Januar 1994
2.
Kuopion yliopisto
3.
Oulun yliopisto
4.
Tampereen yliopisto
5.
Turun yliopisto
Sverige
Bevis om specialkompetens som läkare, utfärdat av Socialstyrelsen
Socialstyrelsen
1. Januar 1994
United Kingdom
Certificate of Completion of specialist training
Competent authority
20. Dezember 1976
5.1.3.   Bezeichnungen der fachärztlichen Weiterbildungen
Land
Anästhesiologie
Mindestdauer der fachärztlichen Weiterbildung: 3 Jahre
Chirurgie
Mindestdauer der fachärztlichen Weiterbildung: 5 Jahre
Bezeichnung
Bezeichnung
Belgique/België/Belgien
Anesthésie-réanimation/Anesthesie reanimatie
Chirurgie/Heelkunde
Česká republika
Anesteziologie a resuscitace
Chirurgie
Danmark
Anæstesiologi
Kirurgi elsler kirurgiske sygdomme
Deutschland
Anästhesiologie
(Allgemeine) Chirurgie
Eesti
Anestesioloogia
Üldkirurgia
Ελλάς
Αvαισθησιoλoγία
Χειρoυργική
España
Anestesiología y Reanimación
Cirugía general y del aparato digestivo
France
Anesthésiologie-Réanimation chirurgicale
Chirurgie générale
Ireland
Anaesthesia
General surgery
Italia
Anestesia e rianimazione
Chirurgia generale
Κύπρος
Αναισθησιολογία
Γενική Χειρουργική
Latvija
Anestezioloģija un reanimatoloģija
Ķirurģija
Lietuva
Anesteziologija reanimatologija
Chirurgija
Luxembourg
Anesthésie-réanimation
Chirurgie générale
Magyarország
Aneszteziológia és intenzív terápia
Sebészet
Malta
Anesteżija u Kura Intensiva
Kirurġija Ġenerali
Nederland
Anesthesiologie
Heelkunde
Österreich
Anästhesiologie und Intensivmedizin
Chirurgie
Polska
Anestezjologia i intensywna terapia
Chirurgia ogólna
Portugal
Anestesiologia
Cirurgia geral
Slovenija
Anesteziologija, reanimatologija in perioperativna intenzivna medicina
Splošna kirurgija
Slovensko
Anestéziológia a intenzívna medicína
Chirurgia
Suomi/Finland
Anestesiologia ja tehohoito/Anestesiologi och intensivvård
Yleiskirurgia/Allmän kirurgi
Sverige
Anestesi och intensivvård
Kirurgi
United Kingdom
Anaesthetics
General surgery
Land
Neurochirurgie
Mindestdauer der fachärztlichen Weiterbildung: 5 Jahre
Geburtshilfe und Frauenheilkunde
Mindestdauer der fachärztlichen Weiterbildung: 4 Jahre
Bezeichnung
Bezeichnung
Belgique/België/ Belgien
Neurochirurgie
Gynécologie — obstétrique/Gynaecologie en verloskunde
Česká republika
Neurochirurgie
Gynekologie a porodnictví
Danmark
Neurokirurgi eller kirurgiske nervesygdomme
Gynækologi og obstetrik eller kvindesygdomme og fødselshjælp
Deutschland
Neurochirurgie
Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Eesti
Neurokirurgia
Sünnitusabi ja günekoloogia
Ελλάς
Νευρoχειρoυργική
Μαιευτική-Γυvαικoλoγία
España
Neurocirugía
Obstetricia y ginecología
France
Neurochirurgie
Gynécologie — obstétrique
Ireland
Neurosurgery
Obstetrics and gynaecology
Italia
Neurochirurgia
Ginecologia e ostetricia
Κύπρος
Νευροχειρουργική
Μαιευτική — Γυναικολογία
Latvija
Neiroķirurģija
Ginekoloģija un dzemdniecība
Lietuva
Neurochirurgija
Akušerija ginekologija
Luxembourg
Neurochirurgie
Gynécologie — obstétrique
Magyarország
Idegsebészet
Szülészet-nőgyógyászat
Malta
Newrokirurġija
Ostetriċja u Ġinekoloġija
Nederland
Neurochirurgie
Verloskunde en gynaecologie
Österreich
Neurochirurgie
Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Polska
Neurochirurgia
Położnictwo i ginekologia
Portugal
Neurocirurgia
Ginecologia e obstetricia
Slovenija
Nevrokirurgija
Ginekologija in porodništvo
Slovensko
Neurochirurgia
Gynekológia a pôrodníctvo
Suomi/Finland
Neurokirurgia/Neurokirurgi
Naistentaudit ja synnytykset/Kvinnosjukdomar och förlossningar
Sverige
Neurokirurgi
Obstetrik och gynekologi
United Kingdom
Neurosurgery
Obstetrics and gynaecology
Land
Allgemeine (innere) Medizin
Mindestdauer der fachärztlichen Weiterbildung: 5 Jahre
Augenheilkunde Mindestdauer der fachärztlichen Weiterbildung:
3 Jahre
Bezeichnung
Bezeichnung
Belgique/België/Belgien
Médecine interne/Inwendige geneeskunde
Ophtalmologie/Oftalmologie
Česká republika
Vnitřní lékařství
Oftalmologie
Danmark
Intern medicin
Oftalmologi eller øjensygdomme
Deutschland
Innere Medizin
Augenheilkunde
Eesti
Sisehaigused
Oftalmoloogia
Ελλάς
Παθoλoγία
Οφθαλμoλoγία
España
Medicina interna
Oftalmología
France
Médecine interne
Ophtalmologie
Ireland
General medicine
Ophthalmic surgery
Italia
Medicina interna
Oftalmologia
Κύπρος
Παθoλoγία
Οφθαλμολογία
Latvija
Internā medicīna
Oftalmoloģija
Lietuva
Vidaus ligos
Oftalmologija
Luxembourg
Médecine interne
Ophtalmologie
Magyarország
Belgyógyászat
Szemészet
Malta
Mediċina Interna
Oftalmoloġija
Nederland
Interne geneeskunde
Oogheelkunde
Österreich
Innere Medizin
Augenheilkunde und Optometrie
Polska
Choroby wewnętrzne
Okulistyka
Portugal
Medicina interna
Oftalmologia
Slovenija
Interna medicina
Oftalmologija
Slovensko
Vnútorné lekárstvo
Oftalmológia
Suomi/Finland
Sisätaudit/Inre medicin
Silmätaudit/Ögonsjukdomar
Sverige
Internmedicin
Ögonsjukdomar (oftalmologi)
United Kingdom
General (internal) medicine
Ophthalmology
Land
Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde
Mindestdauer der fachärztlichen Weiterbildung: 3 Jahre
Kinderheilkunde
Mindestdauer der fachärztlichen Weiterbildung: 4 Jahre
Bezeichnung
Bezeichnung
Belgique/België/Belgien
Oto-rhino-laryngologie/Otorhinolaryngologie
Pédiatrie/Pediatrie
Česká republika
Otorinolaryngologie
Dětské lékařství
Danmark
Oto-rhino-laryngologi eller øre-næse-halssygdomme
Pædiatri eller sygdomme hos børn
Deutschland
Hals-Nasen-Ohrenheilkunde
Kinder- und Jugendmedizin
Eesti
Otorinolarüngoloogia
Pediaatria
Ελλάς
Ωτoριvoλαρυγγoλoγία
Παιδιατρική
España
Otorrinolaringología
Pediatría y sus áreas específicas
France
Oto-rhino-laryngologie
Pédiatrie
Ireland
Otolaryngology
Paediatrics
Italia
Otorinolaringoiatria
Pédiatria
Κύπρος
Ωτορινολαρυγγολογία
Παιδιατρική
Latvija
Otolaringoloģija
Pediatrija
Lietuva
Otorinolaringologija
Vaikų ligos
Luxembourg
Oto-rhino-laryngologie
Pédiatrie
Magyarország
Fül-orr-gégegyógyászat
Csecsemő- és gyermekgyógyászat
Malta
Otorinolaringoloġija
Pedjatrija
Nederland
Keel-, neus- en oorheelkunde
Kindergeneeskunde
Österreich
Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten
Kinder- und Jugendheilkunde
Polska
Otorynolaryngologia
Pediatria
Portugal
Otorrinolaringologia
Pediatria
Slovenija
Otorinolaringológija
Pediatrija
Slovensko
Otorinolaryngológia
Pediatria
Suomi/Finland
Korva-, nenä- ja kurkkutaudit/Öron-, näs- och halssjukdomar
Lastentaudit/Barnsjukdomar
Sverige
Öron-, näs- och halssjukdomar (oto-rhino-laryngologi)
Barn- och ungdomsmedicin
United Kingdom
Otolaryngology
Paediatrics
Land
Lungen- und Bronchialheilkunde
Mindestdauer der fachärztlichen Weiterbildung: 4 Jahre
Urologie
Mindestdauer der fachärztlichen Weiterbildung: 5 Jahre
Bezeichnung
Bezeichnung
Belgique/België/ Belgien
Pneumologie
Urologie
Česká republika
Tuberkulóza a respirační nemoci
Urologie
Danmark
Medicinske lungesygdomme
Urologi eller urinvejenes kirurgiske sygdomme
Deutschland
Pneumologie
Urologie
Eesti
Pulmonoloogia
Uroloogia
Ελλάς
Φυματιoλoγία- Πvευμovoλoγία
Ουρoλoγία
España
Neumología
Urología
France
Pneumologie
Urologie
Ireland
Respiratory medicine
Urology
Italia
Malattie dell'apparato respiratorio
Urologia
Κύπρος
Πνευμονολογία — Φυματιολογία
Ουρολογία
Latvija
Ftiziopneimonoloģija
Uroloģija
Lietuva
Pulmonologija
Urologija
Luxembourg
Pneumologie
Urologie
Magyarország
Tüdőgyógyászat
Urológia
Malta
Mediċina Respiratorja
Uroloġija
Nederland
Longziekten en tuberculose
Urologie
Österreich
Lungenkrankheiten
Urologie
Polska
Choroby płuc
Urologia
Portugal
Pneumologia
Urologia
Slovenija
Pnevmologija
Urologija
Slovensko
Pneumológia a ftizeológia
Urológia
Suomi/Finland
Keuhkosairaudet ja allergologia/Lungsjukdomar och allergologi
Urologia/Urologi
Sverige
Lungsjukdomar (pneumologi)
Urologi
United Kingdom
Respiratory medicine
Urology
Land
Orthopädie
Mindestdauer der fachärztlichen Weiterbildung: 5 Jahre
Pathologie
Mindestdauer der fachärztlichen Weiterbildung: 4 Jahre
Bezeichnung
Bezeichnung
Belgique/België/Belgien
Chirurgie orthopédique/Orthopedische heelkunde
Anatomie pathologique/Pathologische anatomie
Česká republika
Ortopedie
Patologická anatomie
Danmark
Ortopædisk kirurgi
Patologisk anatomi eller vævs- og celleundersøgelser
Deutschland
Orthopädie (und Unfallchirurgie)
Pathologie
Eesti
Ortopeedia
Patoloogia
Ελλάς
Ορθoπεδική
Παθoλoγική Αvατoμική
España
Cirugía ortopédica y traumatología
Anatomía patológica
France
Chirurgie orthopédique et traumatologie
Anatomie et cytologie pathologiques
Ireland
Trauma and orthopaedic surgery
Morbid anatomy and histopathology
Italia
Ortopedia e traumatologia
Anatomia patologica
Κύπρος
Ορθοπεδική
Παθολογοανατομία — Ιστολογία
Latvija
Traumatoloģija un ortopēdija
Patoloģija
Lietuva
Ortopedija traumatologija
Patologija
Luxembourg
Orthopédie
Anatomie pathologique
Magyarország
Ortopédia
Patológia
Malta
Kirurġija Ortopedika
Istopatoloġija
Nederland
Orthopedie
Pathologie
Österreich
Orthopädie und Orthopädische Chirurgie
Pathologie
Polska
Ortopedia i traumatologia narządu ruchu
Patomorfologia
Portugal
Ortopedia
Anatomia patologica
Slovenija
Ortopedska kirurgija
Anatomska patologija in citopatologija
Slovensko
Ortopédia
Patologická anatómia
Suomi/Finland
Ortopedia ja traumatologia/Ortopedi och traumatologi
Patologia/Patologi
Sverige
Ortopedi
Klinisk patologi
United Kingdom
Trauma and orthopaedic surgery
Histopathology
Land
Neurologie
Mindestdauer der fachärztlichen Weiterbildung: 4 Jahre
Psychiatrie
Mindestdauer der fachärztlichen Weiterbildung: 4 Jahre
Bezeichnung
Bezeichnung
Belgique/België/Belgien
Neurologie
Psychiatrie de l'adulte/Volwassen psychiatrie
Česká republika
Neurologie
Psychiatrie
Danmark
Neurologi eller medicinske nervesygdomme
Psykiatri
Deutschland
Neurologie
Psychiatrie und Psychotherapie
Eesti
Neuroloogia
Psühhiaatria
Ελλάς
Νευρoλoγία
Ψυχιατρική
España
Neurología
Psiquiatría
France
Neurologie
Psychiatrie
Ireland
Neurology
Psychiatry
Italia
Neurologia
Psichiatria
Κύπρος
Νευρολογία
Ψυχιατρική
Latvija
Neiroloģija
Psihiatrija
Lietuva
Neurologija
Psichiatrija
Luxembourg
Neurologie
Psychiatrie
Magyarország
Neurológia
Pszichiátria
Malta
Newroloġija
Psikjatrija
Nederland
Neurologie
Psychiatrie
Österreich
Neurologie
Psychiatrie
Polska
Neurologia
Psychiatria
Portugal
Neurologia
Psiquiatria
Slovenija
Nevrologija
Psihiatrija
Slovensko
Neurológia
Psychiatria
Suomi/Finland
Neurologia/Neurologi
Psykiatria/Psykiatri
Sverige
Neurologi
Psykiatri
United Kingdom
Neurology
General psychiatry
Land
Diagnostische Radiologie
Mindestdauer der fachärztlichen Weiterbildung: 4 Jahre
Strahlentherapie
Mindestdauer der fachärztlichen Weiterbildung: 4 Jahre
Bezeichnung
Bezeichnung
Belgique/België/Belgien
Radiodiagnostic/Röntgendiagnose
Radiothérapie-oncologie/Radiotherapie-oncologie
Česká republika
Radiologie a zobrazovací metody
Radiační onkologie
Danmark
Diagnostik radiologi eller røntgenundersøgelse
Onkologi
Deutschland
(Diagnostische) Radiologie
Strahlentherapie
Eesti
Radioloogia
Onkoloogia
Ελλάς
Ακτιvoδιαγvωστική
Ακτιvoθεραπευτική — Ογκολογία
España
Radiodiagnóstico
Oncología radioterápica
France
Radiodiagnostic et imagerie médicale
Oncologie radiothérapique
Ireland
Diagnostic radiology
Radiation oncology
Italia
Radiodiagnostica
Radioterapia
Κύπρος
Ακτινολογία
Ακτινοθεραπευτική Ογκολογία
Latvija
Diagnostiskā radioloģija
Terapeitiskā radioloģija
Lietuva
Radiologija
Onkologija radioterapija
Luxembourg
Radiodiagnostic
Radiothérapie
Magyarország
Radiológia
Sugárterápia
Malta
Radjoloġija
Onkoloġija u Radjoterapija
Nederland
Radiologie
Radiotherapie
Österreich
Medizinische Radiologie-Diagnostik
Strahlentherapie - Radioonkologie
Polska
Radiologia i diagnostyka obrazowa
Radioterapia onkologiczna
Portugal
Radiodiagnóstico
Radioterapia
Slovenija
Radiologija
Radioterapija in onkologija
Slovensko
Rádiológia
Radiačná onkológia
Suomi/Finland
Radiologia/Radiologi
Syöpätaudit/Cancersjukdomar
Sverige
Medicinsk radiologi
Tumörsjukdomar (allmän onkologi)
United Kingdom
Clinical radiology
Clinical oncology
Land
Plastische Chirurgie
Mindestdauer der fachärztlichen Weiterbildung: 5 Jahre
Medizinische Biologie
Mindestdauer der fachärztlichen Weiterbildung: 4 Jahre
Bezeichnung
Bezeichnung
Belgique/België/Belgien
Chirurgie plastique, reconstructrice et esthétique/Plastische, reconstructieve en esthetische heelkunde
Biologie clinique/Klinische biologie
Česká republika
Plastická chirurgie
Danmark
Plastikkirurgi
Deutschland
Plastische (und Ästhetische) Chirurgie
Eesti
Plastika- ja rekonstruktiivkirurgia
Laborimeditsiin
Ελλάς
Πλαστική Χειρoυργική
Χειρουργική Θώρακος
España
Cirugía plástica, estética y reparadora
Análisis clínicos
France
Chirurgie plastique, reconstructrice et esthétique
Biologie médicale
Ireland
Plastic surgery
Italia
Chirurgia plastica e ricostruttiva
Patologia clinica
Κύπρος
Πλαστική Χειρουργική
Latvija
Plastiskā ķirurģija
Lietuva
Plastinė ir rekonstrukcinė chirurgija
Laboratorinė medicina
Luxembourg
Chirurgie plastique
Biologie clinique
Magyarország
Plasztikai (égési) sebészet
Orvosi laboratóriumi diagnosztika
Malta
Kirurġija Plastika
Nederland
Plastische Chirurgie
Österreich
Plastische Chirurgie
Medizinische Biologie
Polska
Chirurgia plastyczna
Diagnostyka laboratoryjna
Portugal
Cirurgia plástica e reconstrutiva
Patologia clínica
Slovenija
Plastična, rekonstrukcijska in estetska kirurgija
Slovensko
Plastická chirurgia
Laboratórna medicína
Suomi/Finland
Plastiikkakirurgia/Plastikkirurgi
Sverige
Plastikkirurgi
United Kingdom
Plastic surgery
Land
Mikrobiologie und Infektionsepidemiologie
Mindestdauer der fachärztlichen Weiterbildung: 4 Jahre
Medizinische und chemische Labordiagnostik
Mindestdauer der fachärztlichen Weiterbildung: 4 Jahre
Bezeichnung
Bezeichnung
Belgique/België/ Belgien
Česká republika
Lékařská mikrobiologie
Klinická biochemie
Danmark
Klinisk mikrobiologi
Klinisk biokemi
Deutschland
Mikrobiologie (Virologie) und Infektionsepidemiologie
Laboratoriumsmedizin
Eesti
Ελλάς
1.
Iατρική Βιoπαθoλoγία
2.
Μικρoβιoλoγία
España
Microbiología y parasitología
Bioquímica clínica
France
Ireland
Microbiology
Chemical pathology
Italia
Microbiologia e virologia
Biochimica clinica
Κύπρος
Μικροβιολογία
Latvija
Mikrobioloģija
Lietuva
Luxembourg
Microbiologie
Chimie biologique
Magyarország
Orvosi mikrobiológia
Malta
Mikrobijoloġija
Patoloġija Kimika
Nederland
Medische microbiologie
Klinische chemie
Österreich
Hygiene und Mikrobiologie
Medizinische und Chemische Labordiagnostik
Polska
Mikrobiologia lekarska
Portugal
Slovenija
Klinična mikrobiologija
Medicinska biokemija
Slovensko
Klinická mikrobiológia
Klinická biochémia
Suomi/Finland
Kliininen mikrobiologia/Klinisk mikrobiologi
Kliininen kemia/Klinisk kemi
Sverige
Klinisk bakteriologi
Klinisk kemi
United Kingdom
Medical microbiology and virology
Chemical pathology
Land
Immunologie
Mindestdauer der fachärztlichen Weiterbildung: 4 Jahre
Thoraxchirurgie
Mindestdauer der fachärztlichen Weiterbildung: 5 Jahre
Bezeichnung
Bezeichnung
Belgique/België/ Belgien
Chirurgie thoracique/Heelkunde op de thorax (1)
Česká republika
Alergologie a klinická imunologie
Kardiochirurgie
Danmark
Klinisk immunologi
Thoraxkirurgi eller brysthulens kirurgiske sygdomme
Deutschland
Thoraxchirurgie
Eesti
Torakaalkirurgia
Ελλάς
Χειρουργική Θώρακος
España
Immunología
Cirugía torácica
France
Chirurgie thoracique et cardiovasculaire
Ireland
Immunology (clinical and laboratory)
Thoracic surgery
Italia
Chirurgia toracica; Cardiochirurgia
Κύπρος
Ανοσολογία
Χειρουργική Θώρακος
Latvija
Imunoloģija
Torakālā ķirurģija
Lietuva
Krūtinės chirurgija
Luxembourg
Immunologie
Chirurgie thoracique
Magyarország
Allergológia és klinikai immunológia
Mellkassebészet
Malta
Immunoloġija
Kirurġija Kardjo-Toraċika
Nederland
Cardio-thoracale chirurgie
Österreich
Immunologie
Polska
Immunologia kliniczna
Chirurgia klatki piersiowej
Portugal
Cirurgia cardiotorácica
Slovenija
Torakalna kirurgija
Slovensko
Klinická imunológia a alergológia
Hrudníková chirurgia
Suomi/Finland
Sydän-ja rintaelinkirurgia/Hjärt- och thoraxkirurgi
Sverige
Klinisk immunologi
Thoraxkirurgi
United Kingdom
Immunology
Cardo-thoracic surgery
Land
Kinderchirurgie
Mindestdauer der fachärztlichen Weiterbildung: 5 Jahre
Gefäßchirurgie
Mindestdauer der fachärztlichen Weiterbildung: 5 Jahre
Bezeichnung
Bezeichnung
Belgique/België/ Belgien
Chirurgie des vaisseaux/Bloedvatenheelkunde (2)
Česká republika
Dětská chirurgie
Cévní chirurgie
Danmark
Karkirurgi eller kirurgiske blodkarsygdomme
Deutschland
Kinderchirurgie
Gefäßchirurgie
Eesti
Lastekirurgia
Kardiovaskulaarkirurgia
Ελλάς
Χειρoυργική Παίδωv
Αγγειoχειρoυργική
España
Cirugía pediátrica
Angiología y cirugía vascular
France
Chirurgie infantile
Chirurgie vasculaire
Ireland
Paediatric surgery
Italia
Chirurgia pediatrica
Chirurgia vascolare
Κύπρος
Χειρουργική Παίδων
Χειρουργική Αγγείων
Latvija
Bērnu ķirurģija
Asinsvadu ķirurģija
Lietuva
Vaikų chirurgija
Kraujagyslių chirurgija
Luxembourg
Chirurgie pédiatrique
Chirurgie vasculaire
Magyarország
Gyermeksebészet
Érsebészet
Malta
Kirurgija Pedjatrika
Kirurġija Vaskolari
Nederland
Österreich
Kinderchirurgie
Polska
Chirurgia dziecięca
Chirurgia naczyniowa
Portugal
Cirurgia pediátrica
Cirurgia vascular
Slovenija
Kardiovaskularna kirurgija
Slovensko
Detská chirurgia
Cievna chirurgia
Suomi/Finland
Lastenkirurgia/Barnkirurgi
Verisuonikirurgia/Kärlkirurgi
Sverige
Barn- och ungdomskirurgi
United Kingdom
Paediatric surgery
Land
Kardiologie
Mindestdauer der fachärztlichen Weiterbildung: 4 Jahre
Gastroenterologie
Mindestdauer der fachärztlichen Weiterbildung: 4 Jahre
Bezeichnung
Bezeichnung
Belgique/België/ Belgien
Cardiologie
Gastro-entérologie/Gastroenterologie
Česká republika
Kardiologie
Gastroenterologie
Danmark
Kardiologi
Medicinsk gastroenterologi eller medicinske mavetarmsygdomme
Deutschland
Innere Medizin und Schwerpunkt Kardiologie
Innere Medizin und Schwerpunkt Gastroenterologie
Eesti
Kardioloogia
Gastroenteroloogia
Ελλάς
Καρδιoλoγία
Γαστρεvτερoλoγία
España
Cardiología
Aparato digestivo
France
Pathologie cardio-vasculaire
Gastro-entérologie et hépatologie
Ireland
Cardiology
Gastro-enterology
Italia
Cardiologia
Gastroenterologia
Κύπρος
Καρδιολογία
Γαστρεντερολογία
Latvija
Kardioloģija
Gastroenteroloģija
Lietuva
Kardiologija
Gastroenterologija
Luxembourg
Cardiologie et angiologie
Gastro-enterologie
Magyarország
Kardiológia
Gasztroenterológia
Malta
Kardjoloġija
Gastroenteroloġija
Nederland
Cardiologie
Leer van maag-darm-leverziekten
Österreich
Polska
Kardiologia
Gastrenterologia
Portugal
Cardiologia
Gastrenterologia
Slovenija
Gastroenterologija
Slovensko
Kardiológia
Gastroenterológia
Suomi/Finland
Kardiologia/Kardiologi
Gastroenterologia/Gastroenterologi
Sverige
Kardiologi
Medicinsk gastroenterologi och hepatologi
United Kingdom
Cardiology
Gastro-enterology
Land
Rheumatologie
Mindestdauer der fachärztlichen Weiterbildung: 4 Jahre
Allgemeine Hämatologie
Mindestdauer der fachärztlichen Weiterbildung: 3 Jahre
Bezeichnung
Bezeichnung
Belgique/België/ Belgien
Rhumathologie/reumatologie
Česká republika
Revmatologie
Hematologie a transfúzní lékařství
Danmark
Reumatologi
Hæmatologi eller blodsygdomme
Deutschland
Innere Medizin und Schwerpunkt Rheumatologie
Innere Medizin und Schwerpunkt Hämatologie und Onkologie
Eesti
Reumatoloogia
Hematoloogia
Ελλάς
Ρευματoλoγία
Αιματoλoγία
España
Reumatología
Hematología y hemoterapia
France
Rhumatologie
Ireland
Rheumatology
Haematology (clinical and laboratory)
Italia
Reumatologia
Ematologia
Κύπρος
Ρευματολογία
Αιματολογία
Latvija
Reimatoloģija
Hematoloģija
Lietuva
Reumatologija
Hematologija
Luxembourg
Rhumatologie
Hématologie
Magyarország
Reumatológia
Haematológia
Malta
Rewmatoloġija
Ematoloġija
Nederland
Reumatologie
Österreich
Polska
Reumatologia
Hematologia
Portugal
Reumatologia
Imuno-hemoterapia
Slovenija
Slovensko
Reumatológia
Hematológia a transfúziológia
Suomi/Finland
Reumatologia/Reumatologi
Kliininen hematologia/Klinisk hematologi
Sverige
Reumatologi
Hematologi
United Kingdom
Rheumatology
Haematology
Land
Endokrinologie
Mindestdauer der fachärztlichen Weiterbildung: 3 Jahre
Physiotherapie
Mindestdauer der fachärztlichen Weiterbildung: 3 Jahre
Bezeichnung
Bezeichnung
Belgique/België/Belgien
Médecine physique et réadaptation/Fysische geneeskunde en revalidatie
Česká republika
Endokrinologie
Rehabilitační a fyzikální medicína
Danmark
Medicinsk endokrinologi eller medicinske hormonsygdomme
Deutschland
Innere Medizin und Schwerpunkt Endokrinologie und Diabetologie
Physikalische und Rehabilitative Medizin
Eesti
Endokrinoloogia
Taastusravi ja füsiaatria
Ελλάς
Εvδoκριvoλoγία
Φυσική Iατρική και Απoκατάσταση
España
Endocrinología y nutrición
Medicina física y rehabilitación
France
Endocrinologie, maladies métaboliques
Rééducation et réadaptation fonctionnelles
Ireland
Endocrinology and diabetes mellitus
Italia
Endocrinologia e malattie del ricambio
Medicina fisica e riabilitazione
Κύπρος
Ενδοκρινολογία
Φυσική Ιατρική και Αποκατάσταση
Latvija
Endokrinoloģija
Rehabilitoloģija Fiziskā rehabilitācija
Fizikālā medicīna
Lietuva
Endokrinologija
Fizinė medicina ir reabilitacija
Luxembourg
Endocrinologie, maladies du métabolisme et de la nutrition
Rééducation et réadaptation fonctionnelles
Magyarország
Endokrinológia
Fizioterápia
Malta
Endokrinoloġija u Dijabete
Nederland
Revalidatiegeneeskunde
Österreich
Physikalische Medizin
Polska
Endokrynologia
Rehabilitacja medyczna
Portugal
Endocrinologia
Fisiatria ou Medicina física e de reabilitação
Slovenija
Fizikalna in rehabilitacijska medicina
Slovensko
Endokrinológia
Fyziatria, balneológia a liečebná rehabilitácia
Suomi/Finland
Endokrinologia/Endokrinologi
Fysiatria/Fysiatri
Sverige
Endokrina sjukdomar
Rehabiliteringsmedicin
United Kingdom
Endocrinology and diabetes mellitus
Land
Neuropsychiatrie
Mindestdauer der fachärztlichen Weiterbildung: 5 Jahre
Haut- und Geschlechtskrankheiten
Mindestdauer der fachärztlichen Weiterbildung: 3 Jahre
Bezeichnung
Bezeichnung
Belgique/België/Belgien
Neuropsychiatrie (3)
Dermato-vénéréologie/Dermato-venerologie
Česká republika
Dermatovenerologie
Danmark
Dermato-venerologi eller hud- og kønssygdomme
Deutschland
Nervenheilkunde (Neurologie und Psychiatrie)
Haut- und Geschlechtskrankheiten
Eesti
Dermatoveneroloogia
Ελλάς
Νευρoλoγία — Ψυχιατρική
Δερματoλoγία — Αφρoδισιoλoγία
España
Dermatología médico-quirúrgica y venereología
France
Neuropsychiatrie (4)
Dermatologie et vénéréologie
Ireland
Italia
Neuropsichiatria (5)
Dermatologia e venerologia
Κύπρος
Νευρολογία — Ψυχιατρική
Δερματολογία — Αφροδισιολογία
Latvija
Dermatoloģija un veneroloģija
Lietuva
Dermatovenerologija
Luxembourg
Neuropsychiatrie (6)
Dermato-vénéréologie
Magyarország
Bőrgyógyászat
Malta
Dermato-venerejoloġija
Nederland
Zenuw- en zielsziekten (7)
Dermatologie en venerologie
Österreich
Neurologie und Psychiatrie
Haut- und Geschlechtskrankheiten
Polska
Dermatologia i wenerologia
Portugal
Dermatovenereologia
Slovenija
Dermatovenerologija
Slovensko
Neuropsychiatria
Dermatovenerológia
Suomi/Finland
Ihotaudit ja allergologia/Hudsjukdomar och allergologi
Sverige
Hud- och könssjukdomar
United Kingdom
Land
Radiologie
Mindestdauer der fachärztlichen Weiterbildung: 4 Jahre
Kinder- und Jugendpsychiatrie
Mindestdauer der fachärztlichen Weiterbildung: 4 Jahre
Bezeichnung
Bezeichnung
Belgique/België/Belgien
Psychiatrie infanto-juvénile/Kinder- en jeugdpsychiatrie
Česká republika
Dětská a dorostová psychiatrie
Danmark
Børne- og ungdomspsykiatri
Deutschland
Radiologie
Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie
Eesti
Ελλάς
Ακτιvoλoγία — Ραδιoλoγία
Παιδoψυχιατρική
España
Electrorradiología
France
Electro-radiologie (8)
Pédo-psychiatrie
Ireland
Radiology (9)
Child and adolescent psychiatry
Italia
Radiologia
Neuropsichiatria infantile
Κύπρος
Παιδοψυχιατρική
Latvija
Bērnu psihiatrija
Lietuva
Vaikų ir paauglių psichiatrija
Luxembourg
Électroradiologie (10)
Psychiatrie infantile
Magyarország
Radiológia
Gyermek-és ifjúságpszichiátria
Malta
Nederland
Radiologie (11)
Österreich
Radiologie
Polska
Psychiatria dzieci i młodzieży
Portugal
Radiologia
Pedopsiquiatria
Slovenija
Otroška in mladostniška psihiatrija
Slovensko
Detská psychiatria
Suomi/Finland
Lastenpsykiatria/Barnpsykiatri
Sverige
Barn- och ungdomspsykiatri
United Kingdom
Child and adolescent psychiatry
Land
Geriatrie
Mindestdauer der fachärztlichen Weiterbildung: 4 Jahre
Nierenkrankheiten
Mindestdauer der fachärztlichen Weiterbildung: 4 Jahre
Bezeichnung
Bezeichnung
Belgique/België/ Belgien
Česká republika
Geriatrie
Nefrologie
Danmark
Geriatri eller alderdommens sygdomme
Nefrologi eller medicinske nyresygdomme
Deutschland
Innere Medizin und Schwerpunkt Nephrologie
Eesti
Nefroloogia
Ελλάς
Νεφρoλoγία
España
Geriatría
Nefrología
France
Néphrologie
Ireland
Geriatric medicine
Nephrology
Italia
Geriatria
Nefrologia
Κύπρος
Γηριατρική
Νεφρολογία
Latvija
Nefroloģija
Lietuva
Geriatrija
Nefrologija
Luxembourg
Gériatrie
Néphrologie
Magyarország
Geriátria
Nefrológia
Malta
Ġerjatrija
Nefroloġija
Nederland
Klinische geriatrie
Österreich
Polska
Geriatria
Nefrologia
Portugal
Nefrologia
Slovenija
Nefrologija
Slovensko
Geriatria
Nefrológia
Suomi/Finland
Geriatria/Geriatri
Nefrologia/Nefrologi
Sverige
Geriatrik
Medicinska njursjukdomar (nefrologi)
United Kingdom
Geriatrics
Renal medicine
Land
Ansteckende Krankheiten
Mindestdauer der fachärztlichen Weiterbildung: 4 Jahre
Öffentliches Gesundheitswesen und Sozialmedizin
Mindestdauer der fachärztlichen Weiterbildung: 4 Jahre
Bezeichnung
Bezeichnung
Belgique/België/ Belgien
Česká republika
Infekční lékařství
Hygiena a epidemiologie
Danmark
Infektionsmedicin
Samfundsmedicin
Deutschland
Öffentliches Gesundheitswesen
Eesti
Infektsioonhaigused
Ελλάς
Κοινωνική Iατρική
España
Medicina preventiva y salud pública
France
Santé publique et médecine sociale
Ireland
Infectious diseases
Public health medicine
Italia
Malattie infettive
Igiene e medicina preventiva
Κύπρος
Λοιμώδη Νοσήματα
Υγειονολογία/Κοινοτική Ιατρική
Latvija
Infektoloģija
Lietuva
Infektologija
Luxembourg
Maladies contagieuses
Santé publique
Magyarország
Infektológia
Megelőző orvostan és népegészségtan
Malta
Mard Infettiv
Saħħa Pubblika
Nederland
Maatschappij en gezondheid
Österreich
Sozialmedizin
Polska
Choroby zakaźne
Zdrowie publiczne, epidemiologia
Portugal
Infecciologia
Saúde pública
Slovenija
Infektologija
Javno zdravje
Slovensko
Infektológia
Verejné zdravotníctvo
Suomi/Finland
Infektiosairaudet/Infektionssjukdomar
Terveydenhuolto/Hälsovård
Sverige
Infektionssjukdomar
Socialmedicin
United Kingdom
Infectious diseases
Public health medicine
Land
Pharmakologie
Mindestdauer der fachärztlichen Weiterbildung: 4 Jahre
Arbeitsmedizin
Mindestdauer der fachärztlichen Weiterbildung: 4 Jahre
Bezeichnung
Bezeichnung
Belgique/België/Belgien
Médecine du travail/Arbeidsgeneeskunde
Česká republika
Klinická farmakologie
Pracovní lékařství
Danmark
Klinisk farmakologi
Arbejdsmedicin
Deutschland
Pharmakologie und Toxikologie
Arbeitsmedizin
Eesti
Ελλάς
Iατρική της Εργασίας
España
Farmacología clínica
Medicina del trabajo
France
Médecine du travail
Ireland
Clinical pharmacology and therapeutics
Occupational medicine
Italia
Farmacologia
Medicina del lavoro
Κύπρος
Ιατρική της Εργασίας
Latvija
Arodslimības
Lietuva
Darbo medicina
Luxembourg
Médecine du travail
Magyarország
Klinikai farmakológia
Foglalkozás-orvostan (üzemorvostan)
Malta
Farmakoloġija Klinika u t-Terapewtika
Mediċina Okkupazzjonali
Nederland
—
Arbeid en gezondheid, bedrijfsgeneeskunde
—
Arbeid en gezondheid, verzekeringsgeneeskunde
Österreich
Pharmakologie und Toxikologie
Arbeits- und Betriebsmedizin
Polska
Farmakologia kliniczna
Medycyna pracy
Portugal
Medicina do trabalho
Slovenija
Medicina dela, prometa in športa
Slovensko
Klinická farmakológia
Pracovné lekárstvo
Suomi/Finland
Kliininen farmakologia ja lääkehoito/Klinisk farmakologi och läkemedelsbehandling
Työterveyshuolto/Företagshälsovård
Sverige
Klinisk farmakologi
Yrkes- och miljömedicin
United Kingdom
Clinical pharmacology and therapeutics
Occupational medicine
Land
Allergologie
Mindestdauer der fachärztlichen Weiterbildung: 3 Jahre
Nuklearmedizin
Mindestdauer der fachärztlichen Weiterbildung: 4 Jahre
Bezeichnung
Bezeichnung
Belgique/België/Belgien
Médecine nucléaire/Nucleaire geneeskunde
Česká republika
Alergologie a klinická imunologie
Nukleární medicína
Danmark
Medicinsk allergologi eller medicinske overfølsomhedssygdomme
Klinisk fysiologi og nuklearmedicin
Deutschland
Nuklearmedizin
Eesti
Ελλάς
Αλλεργιoλoγία
Πυρηvική Iατρική
España
Alergología
Medicina nuclear
France
Médecine nucléaire
Ireland
Italia
Allergologia ed immunologia clinica
Medicina nucleare
Κύπρος
Αλλεργιολογία
Πυρηνική Ιατρική
Latvija
Alergoloģija
Lietuva
Alergologija ir klinikinė imunologija
Luxembourg
Médecine nucléaire
Magyarország
Allergológia és klinikai immunológia
Nukleáris medicina (izotóp diagnosztika)
Malta
Mediċina Nukleari
Nederland
Allergologie en inwendige geneeskunde
Nucleaire geneeskunde
Österreich
Nuklearmedizin
Polska
Alergologia
Medycyna nuklearna
Portugal
Imuno-alergologia
Medicina nuclear
Slovenija
Nuklearna medicina
Slovensko
Klinická imunológia a alergológia
Nukleárna medicína
Suomi/Finland
Kliininen fysiologia ja isotooppilääketiede/Klinisk fysiologi och nukleärmedicin
Sverige
Allergisjukdomar
Nukleärmedicin
United Kingdom
Nuclear medicine
Land
Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie (Grundausbildung des Arztes)
Mindestdauer der fachärztlichen Weiterbildung: 5 Jahre
Bezeichnung
Belgique/België/ Belgien
Česká republika
Maxilofaciální chirurgie
Danmark
Deutschland
Eesti
Ελλάς
España
Cirugía oral y maxilofacial
France
Chirurgie maxillo-faciale et stomatologie
Ireland
Italia
Chirurgia maxillo-facciale
Κύπρος
Latvija
Mutes, sejas un žokļu ķirurģija
Lietuva
Veido ir žandikaulių chirurgija
Luxembourg
Chirurgie maxillo-faciale
Magyarország
Szájsebészet
Malta
Nederland
Österreich
Mund- Kiefer- und Gesichtschirurgie
Polska
Chirurgia szczekowo-twarzowa
Portugal
Cirurgia maxilo-facial
Slovenija
Maxilofaciálna kirurgija
Slovensko
Maxilofaciálna chirurgia
Suomi/Finland
Sverige
United Kingdom
Land
Biologische Hämatologie
Mindestdauer der fachärztlichen Weiterbildung: 4 Jahre
Bezeichnung
Belgique/België/Belgien
Česká republika
Danmark
Klinisk blodtypeserologi (12)
Deutschland
Eesti
Ελλάς
España
France
Hématologie
Ireland
Italia
Κύπρος
Latvija
Lietuva
Luxembourg
Hématologie biologique
Magyarország
Malta
Nederland
Österreich
Polska
Portugal
Hematologia clinica
Slovenija
Slovensko
Suomi/Finland
Sverige
United Kingdom
Land
Stomatologie
Mindestdauer der fachärztlichen Weiterbildung: 3 Jahre
Hautkrankheiten
Mindestdauer der fachärztlichen Weiterbildung: 4 Jahre
Bezeichnung
Bezeichnung
Belgique/België/Belgien
Česká republika
Danmark
Deutschland
Eesti
Ελλάς
España
Estomatología
France
Stomatologie
Ireland
Dermatology
Italia
Odontostomatologia (13)
Κύπρος
Latvija
Lietuva
Luxembourg
Stomatologie
Magyarország
Malta
Dermatoloġija
Nederland
Österreich
Polska
Portugal
Estomatologia
Slovenija
Slovensko
Suomi/Finland
Sverige
United Kingdom
Dermatology
Land
Geschlechtskrankheiten
Mindestdauer der fachärztlichen Weiterbildung: 4 Jahre
Tropenmedizin
Mindestdauer der fachärztlichen Weiterbildung: 4 Jahre
Bezeichnung
Bezeichnung
Belgique/België/Belgien
Česká republika
Danmark
Deutschland
Eesti
Ελλάς
España
France
Ireland
Genito-urinary medicine
Tropical medicine
Italia
Medicina tropicale
Κύπρος
Latvija
Lietuva
Luxembourg
Magyarország
Trópusi betegségek
Malta
Mediċina Uro-ġenetali
Nederland
Österreich
Spezifische Prophylaxe und Tropenhygiene
Polska
Medycyna transportu
Portugal
Medicina tropical
Slovenija
Slovensko
Tropická medicína
Suomi/Finland
Sverige
United Kingdom
Genito-urinary medicine
Tropical medicine
Land
Gastroenterologische Chirurgie
Mindestdauer der fachärztlichen Weiterbildung: 5 Jahre
Unfall- und Notfallmedizin
Mindestdauer der fachärztlichen Weiterbildung: 5 Jahre
Bezeichnung
Bezeichnung
Belgique/België/Belgien
Chirurgie abdominale/Heelkunde op het abdomen (14)
Česká republika
Traumatologie
Urgentní medicína
Danmark
Kirurgisk gastroenterologi eller kirurgiske mave-tarmsygdomme
Deutschland
Visceralchirurgie
Eesti
Ελλάς
España
Cirugía del aparato digestivo
France
Chirurgie viscérale et digestive
Ireland
Emergency medicine
Italia
Chirurgia dell'apparato digerente
Κύπρος
Latvija
Lietuva
Abdominalinė chirurgija
Luxembourg
Chirurgie gastro-entérologique
Magyarország
Traumatológia
Malta
Mediċina tal-Aċċidenti u l-Emerġenza
Nederland
Österreich
Polska
Medycyna ratunkowa
Portugal
Slovenija
Abdominalna kirurgija
Slovensko
Gastroenterologická chirurgia
Úrazová chirurgia
Urgentná medicína
Suomi/Finland
Gastroenterologinen kirurgia/Gastroenterologisk kirurgi
Sverige
United Kingdom
Accident and emergency medicine
Land
Klinische Neurophysiologie
Mindestdauer der fachärztlichen Weiterbildung: 4 Jahre
Zahn-, Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie (Grundausbildung des Arztes und Zahnarztes) (15)
Mindestdauer der fachärztlichen Weiterbildung: 4 Jahre
Bezeichnung
Bezeichnung
Belgique/België/Belgien
Stomatologie et chirurgie orale et maxillo-faciale/Stomatologie en mond-, kaak- en aangezichtschirurgie
Česká republika
Danmark
Klinisk neurofysiologi
Deutschland
Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie
Eesti
Ελλάς
España
Neurofisiología clínica
France
Ireland
Clinical neurophysiology
Oral and maxillo-facial surgery
Italia
Κύπρος
Στοματο-Γναθο-Προσωποχειρουργική
Latvija
Lietuva
Luxembourg
Chirurgie dentaire, orale et maxillo-faciale
Magyarország
Arc-állcsont-szájsebészet
Malta
Newrofiżjoloġija Klinika
Kirurġija tal-għadam tal-wiċċ
Nederland
Österreich
Polska
Portugal
Slovenija
Slovensko
Suomi/Finland
Kliininen neurofysiologia/Klinisk neurofysiologi
Suu- ja leukakirurgia/Oral och maxillofacial kirurgi
Sverige
Klinisk neurofysiologi
United Kingdom
Clinical neurophysiology
Oral and maxillo-facial surgery
5.1.4.   Ausbildungsnachweise für den Allgemeinmediziner
Land
Ausbildungsnachweis
Berufsbezeichnung
Stichtag
België/Belgique/Belgien
Ministerieel erkenningsbesluit van huisarts/Arrêté ministériel d'agrément de médecin généraliste
Huisarts/Médecin généraliste
31. Dezember 1994
Česká republika
Diplom o specializaci „všeobecné lékařství“
Všeobecný lékař
1. Mai 2004
Danmark
Tilladelse til at anvende betegnelsen alment praktiserende læge/Speciallægel i almen medicin
Almen praktiserende læge/Speciallæge i almen medicin
31. Dezember 1994
Deutschland
Zeugnis über die spezifische Ausbildung in der Allgemeinmedizin
Facharzt/Fachärztin für Allgemeinmedizin
31. Dezember 1994
Eesti
Diplom peremeditsiini erialal
Perearst
1. Mai 2004
Ελλάς
Tίτλος ιατρικής ειδικότητας γενικής ιατρικής
Iατρός με ειδικότητα γενικής ιατρικής
31. Dezember 1994
España
Título de especialista en medicina familiar y comunitaria
Especialista en medicina familiar y comunitaria
31. Dezember 1994
France
Diplôme d'Etat de docteur en médecine (avec document annexé attestant la formation spécifique en médecine générale)
Médecin qualifié en médecine générale
31. Dezember 1994
Ireland
Certificate of specific qualifications in general medical practice
General medical practitioner
31. Dezember 1994
Italia
Attestato di formazione specifica in medicina generale
Medico di medicina generale
31. Dezember 1994
Κύπρος
Τίτλος Ειδικότητας Γενικής Ιατρικής
Ιατρός Γενικής Ιατρικής
1. Mai 2004
Latvija
Ģimenes ārsta sertifikāts
Ģimenes (vispārējās prakses) ārsts
1. Mai 2004
Lietuva
Šeimos gydytojo rezidentūros pažymėjimas
Šeimos medicinos gydytojas
1. Mai 2004
Luxembourg
Diplôme de formation spécifique en medicine générale
Médecin généraliste
31. Dezember 1994
Magyarország
Háziorvostan szakorvosa bizonyítvány
Háziorvostan szakorvosa
1. Mai 2004
Malta
Tabib tal-familja
Mediċina tal-familja
1. Mai 2004
Nederland
Certificaat van inschrijving in het register van erkende huisartsen van de Koninklijke Nederlandsche Maatschappij tot bevordering der geneeskunst
Huisarts
31. Dezember 1994
Österreich
Arzt für Allgemeinmedizin
Arzt für Allgemeinmedizin
31. Dezember 1994
Polska
Diplôme: Dyplom uzyskania tytułu specjalisty w dziedzinie medycyny rodzinnej
Specjalista w dziedzinie medycyny rodzinnej
1. Mai 2004
Portugal
Diploma do internato complementar de clínica geral
Assistente de clínica geral
31. Dezember 1994
Slovenija
Potrdilo o opravljeni specializaciji iz družinske medicine
Specialist družinske medicine/Specialistka družinske medicine
1. Mai 2004
Slovensko
Diplom o špecializácii v odbore „všeobecné lekárstvo“
Všeobecný lekár
1. Mai 2004
Suomi/ Finland
Todistus lääkärin perusterveydenhuollon lisäkoulutuksesta/Bevis om tilläggsutbildning av läkare i primärvård
Yleislääkäri/Allmänläkare
31. Dezember 1994
Sverige
Bevis om kompetens som allmänpraktiserande läkare (Europaläkare) utfärdat av Socialstyrelsen
Allmänpraktiserande läkare (Europaläkare)
31. Dezember 1994
United Kingdom
Certificate of prescribed/equivalent experience
General medical practitioner
31. Dezember 1994
V.2.   KRANKENSCHWESTER UND KRANKENPFLEGER, DIE FÜR DIE ALLGEMEINE PFLEGE VERANTWORTLICH SIND
5.2.1.   Ausbildungsprogramm für Krankenschwestern und Krankenpfleger, die für die allgemeine Pflege verantwortlich sind
Das Programm der Ausbildung, die zum Ausbildungsnachweis für Krankenschwestern und Krankenpfleger führt, die für die allgemeine Pflege verantwortlich sind, umfasst die folgenden beiden Abschnitte und mindestens die dort aufgeführten Fachgebiete
A.
Theoretischer Unterricht
a.
Krankenpflege:
—
Berufskunde und Ethik in der Krankenpflege
—
Allgemeine Grundsätze der Gesundheitslehre und der Krankenpflege
—
Grundsätze der Krankenpflege in Bezug auf
—
allgemeine Medizin und medizinische Fachgebiete
—
allgemeine Chirurgie und chirurgische Fachgebiete
—
Kinderpflege und Kinderheilkunde
—
Wochen- und Säuglingspflege
—
Geisteskrankenpflege und Psychiatrie
—
Altenpflege und Alterskrankheiten
b.
Grundwissen:
—
Anatomie und Physiologie
—
Krankheitslehre
—
Bakteriologie, Virologie und Parasitologie
—
Biophysik, Biochemie und Radiologie
—
Ernährungslehre
—
Hygiene:
—
Gesundheitsvorsorge
—
Gesundheitserziehung
—
Pharmakologie
c.
Sozialwissenschaften:
—
Soziologie
—
Psychologie
—
Grundbegriffe der Verwaltung
—
Grundbegriffe der Pädagogik
—
Sozial- und Gesundheitsgesetzgebung
—
Berufsrecht
B.
Klinisch-praktische Ausbildung
—
Krankenpflege auf folgenden Gebieten:
—
allgemeine Medizin und medizinische Fachgebiete
—
allgemeine Chirurgie und chirurgische Fachgebiete
—
Kinderpflege und Kinderheilkunde
—
Wochen- und Säuglingspflege
—
Geisteskrankenpflege und Psychiatrie
—
Altenpflege und Alterskrankheiten
—
Hauskrankenpflege
Der Unterricht in einem oder mehrerer dieser Fächer kann im Rahmen anderer Fächer oder in Verbindung mit ihnen erteilt werden.
Der theoretische Unterricht muss mit der klinisch-praktischen Ausbildung so abgewogen und abgestimmt werden, dass die in diesem Anhang genannten Kenntnisse und Fähigkeiten in angemessener Weise erworben werden können.
5.2.3.   Ausbildungsnachweise für die Krankenschwester und den Krankenpfleger, die für die allgemeine Pflege verantwortlich sind
Land
Ausbildungsnachweis
Ausstellende Stelle
Berufsbezeichnung
Stichtag
België/Belgique/Belgien
—
Diploma gegradueerde verpleger/verpleegster/Diplôme d'infirmier(ère) gradué(e)/Diplom eines (einer) graduierten Krankenpflegers (-pflegerin)
—
Diploma in de ziekenhuisverpleegkunde/Brevet d'infirmier(ère) hospitalier(ère)/Brevet eines (einer) Krankenpflegers (-pflegerin)
—
Brevet van verpleegassistent(e)/Brevet d'hospitalier(ère)/Brevet einer Pflegeassistentin
—
De erkende opleidingsinstituten/Les établissements d'enseignement reconnus/Die anerkannten Ausbildungsanstalten
—
De bevoegde Examencommissie van de Vlaamse Gemeenschap/Le Jury compétent d'enseignement de la Communauté française/Der zuständige Prüfungsausschüß der Deutschsprachigen Gemeinschaft
—
Hospitalier(ère)/Verpleegassistent(e)
—
Infirmier(ère) hospitalier(ère)/Ziekenhuisverpleger(-verpleegster)
29. Juni 1979
Česká republika
-
1. Diplom o ukončení studia ve studijním programu ošetřovatelství ve studijním oboru všeobecná sestra (bakalář, Bc.), zusammen mit folgender Bescheinigung: Vysvědčení o státní závěrečné zkoušce
1.
Vysoká škola zřízená nebo uznaná státem
1.
Všeobecná sestra
1. Mai 2004
-
2. Diplom o ukončení studia ve studijním oboru diplomovaná všeobecná sestra (diplomovaný specialista, DiS.), zusammen mit folgender Bescheinigung: Vysvědčení o absolutoriu
2.
Vyšší odborná škola zřízená nebo uznaná státem
2.
Všeobecný ošetřovatel
Danmark
Eksamensbevis efter gennemført sygeplejerskeuddannelse
Sygeplejeskole godkendt af Undervisningsministeriet
Sygeplejerske
29. Juni 1979
Deutschland
Zeugnis über die staatliche Prüfung in der Krankenpflege
Staatlicher Prüfungsausschuss
Gesundheits- und Krankenpflegerin/Gesundheits- und Krankenpfleger
29. Juni 1979
Eesti
Diplom õe erialal
1.
Tallinna Meditsiinikool
2.
Tartu Meditsiinikool
3.
Kohtla-Järve Meditsiinikool
õde
1. Mai 2004
Ελλάς
1.
Πτυχίο Νοσηλευτικής Παν/μίου Αθηνών
1.
Πανεπιστήμιο Αθηνών
Διπλωματούχος ή πτυχιούχος νοσοκόμος, νοσηλευτής ή νοσηλεύτρια
1. Januar 1981
2.
Πτυχίο Νοσηλευτικής Τεχνολογικών Εκπαιδευτικών Ιδρυμάτων (Τ.Ε.Ι.)
2.
Τεχνολογικά Εκπαιδευτικά Ιδρύματα Υπουργείο Εθνικής Παιδείας και Θρησκευμάτων
3.
Πτυχίο Αξιωματικών Νοσηλευτικής
3.
Υπουργείο Εθνικής 'Αμυνας
4.
Πτυχίο Αδελφών Νοσοκόμων πρώην Ανωτέρων Σχολών Υπουργείου Υγείας και Πρόνοιας
4.
Υπουργείο Υγείας και Πρόνοιας
5.
Πτυχίο Αδελφών Νοσοκόμων και Επισκεπτριών πρώην Ανωτέρων Σχολών Υπουργείου Υγείας και Πρόνοιας
5.
Υπουργείο Υγείας και Πρόνοιας
6.
Πτυχίο Τμήματος Νοσηλευτικής
6.
ΚΑΤΕΕ Υπουργείου Εθνικής Παιδείας και Θρησκευμάτων
España
Título de Diplomado universitario en Enfermería
—
Ministerio de Educación y Cultura
—
El rector de una universidad
Enfermero/a diplomado/a
1. Januar 1986
France
—
Diplôme d'Etat d'infirmier(ère)
—
Diplôme d'Etat d'infirmier(ère) délivré en vertu du décret no 99-1147 du 29 décembre 1999
Le ministère de la santé
Infirmer(ère)
29. Juni 1979
Ireland
Certificate of Registered General Nurse
An Bord Altranais (The Nursing Board)
Registered General Nurse
29. Juni 1979
Italia
Diploma di infermiere professionale
Scuole riconosciute dallo Stato
Infermiere professionale
29. Juni 1979
Κύπρος
Δίπλωμα Γενικής Νοσηλευτικής
Νοσηλευτική Σχολή
Εγγεγραμμένος Νοσηλευτής
1. Mai 2004
Latvija
1.
Diploms par māsas kvalifikācijas iegūšanu
1.
Māsu skolas
Māsa
1. Mai 2004
2.
Māsas diploms
2.
Universitātes tipa augstskola pamatojoties uz Valsts eksāmenu komisijas lēmumu
Lietuva
1.
Aukštojo mokslo diplomas, nurodantis suteiktą bendrosios praktikos slaugytojo profesinę kvalifikaciją
1.
Universitetas
Bendrosios praktikos slaugytojas
1. Mai 2004
2.
Aukštojo mokslo diplomas (neuniversitetinės studijos), nurodantis suteiktą bendrosios praktikos slaugytojo profesine kvalifikaciją
2.
Kolegija
Luxembourg
—
Diplôme d'Etat d'infirmier
—
Diplôme d'Etat d'infirmier hospitalier gradué
Ministère de l'éducation nationale, de la formation professionnelle et des sports
Infirmier
29. Juni 1979
Magyarország
1.
Ápoló bizonyítvány
1.
Iskola
Ápoló
1. Mai 2004
2.
Diplomás ápoló oklevél
2.
Egyetem/főiskola
3.
Egyetemi okleveles ápoló oklevél
3.
Egyetem
Malta
Lawrja jew diploma fl-istudji tal-infermerija
Universita’ ta' Malta
Infermier Registrat tal-Ewwel Livell
1. Mai 2004
Nederland
1.
Diploma's verpleger A, verpleegster A, verpleegkundige A
1.
Door een van overheidswege benoemde examencommissie
Verpleegkundige
29. Juni 1979
2.
Diploma verpleegkundige MBOV (Middelbare Beroepsopleiding Verpleegkundige)
2.
Door een van overheidswege benoemde examencommissie
3.
Diploma verpleegkundige HBOV (Hogere Beroepsopleiding Verpleegkundige)
3.
Door een van overheidswege benoemde examencommissie
4.
Diploma beroepsonderwijs verpleegkundige — Kwalificatieniveau 4
4.
Door een van overheidswege aangewezen opleidingsinstelling
5.
Diploma hogere beroepsopleiding verpleegkundige — Kwalificatieniveau 5
5.
Door een van overheidswege aangewezen opleidingsinstelling
Österreich
1.
Diplom als „Diplomierte Gesundheits- und Krankenschwester, Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger“
1.
Schule für allgemeine Gesundheits- und Krankenpflege
—
Diplomierte Krankenschwester
—
Diplomierter Krankenpfleger
1. Januar 1994
2.
Diplom als „Diplomierte Krankenschwester, Diplomierter Krankenpfleger“
2.
Allgemeine Krankenpflegeschule
Polska
Dyplom ukończenia studiów wyższych na kierunku pielęgniarstwo z tytułem „magister pielęgniarstwa“
Instytucja prowadząca kształcenie na poziomie wyższym uznana przez właściwe władze
(von den zuständigen Behörden anerkannte höhere Bildungseinrichtung)
Pielegniarka
1. Mai 2004
Portugal
1.
Diploma do curso de enfermagem geral
1.
Escolas de Enfermagem
Enfermeiro
1. Januar 1986
2.
Diploma/carta de curso de bacharelato em enfermagem
2.
Escolas Superiores de Enfermagem
3.
Carta de curso de licenciatura em enfermagem
3.
Escolas Superiores de Enfermagem; Escolas Superiores de Saúde
Slovenija
Diploma, s katero se podeljuje strokovni naslov „diplomirana medicinska sestra/diplomirani zdravstvenik“
1.
Univerza
2.
Visoka strokovna šola
Diplomirana medicinska sestra/Diplomirani zdravstvenik
1. Mai 2004
Slovensko
1.
Vysokoškolský diplom o udelení akademického titulu „magister z ošetrovateľstva“ („Mgr.“)
1.
Vysoká škola
Sestra
1. Mai 2004
2.
Vysokoškolský diplom o udelení akademického titulu „bakalár z ošetrovateľstva“ („Bc.“)
2.
Vysoká škola
3.
Absolventský diplom v študijnom odbore diplomovaná všeobecná sestra
3.
Stredná zdravotnícka škola
Suomi/ Finland
1.
Sairaanhoitajan tutkinto/Sjukskötarexamen
1.
Terveydenhuolto-oppilaitokset/ Hälsovårdsläroanstalter
Sairaanhoitaja/Sjukskötare
1. Januar 1994
2.
Sosiaali- ja terveysalan ammattikorkeakoulututkinto, sairaanhoitaja (AMK)/Yrkeshögskoleexamen inom hälsovård och det sociala området, sjukskötare (YH)
2.
Ammattikorkeakoulut/ Yrkeshögskolor
Sverige
Sjuksköterskeexamen
Universitet eller högskola
Sjuksköterska
1. Januar 1994
United Kingdom
Statement of Registration as a Registered General Nurse in part 1 or part 12 of the register kept by the United Kingdom Central Council for Nursing, Midwifery and Health Visiting
Various
—
State Registered Nurse
—
Registered General Nurse
29. Juni 1979
V.3.   ZAHNARZT
5.3.1.   Ausbildungsprogramm für Zahnärzte
Das Programm der Ausbildung, die zu den Ausbildungsnachweisen für Zahnärzte führt, umfasst mindestens die nachstehenden Fächer. Der Unterricht in einem oder mehreren dieser Fächer kann im Rahmen anderer Fächer oder in Verbindung mit ihnen erteilt werden.
A.
Grundfächer
—
Chemie
—
Physik
—
Biologie
B.
Medizinisch-biologische und allgemein-medizinische Fächer
—
Anatomie
—
Embryologie
—
Histologie, einschließlich Zytologie
—
Physiologie
—
Biochemie (oder physiologische Chemie)
—
Pathologische Anatomie
—
Allgemeine Pathologie
—
Pharmakologie
—
Mikrobiologie
—
Hygiene
—
Präventivmedizin und Epidemiologie
—
Radiologie
—
Physiotherapie
—
Allgemeine Chirurgie
—
Innere Medizin, einschließlich Kinderheilkunde
—
Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde
—
Haut- und Geschlechtskrankheiten
—
Allgemeine Psychologie — Psychopathologie — Neuropathologie
—
Anästhesiologie
C.
Spezifische Fächer der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde
—
Zahnärztliche Prothetik
—
Dentale Technologie
—
Zahnerhaltungskunde
—
Präventive Zahnheilkunde
—
Anästhesiologie in der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde
—
Spezielle Chirurgie
—
Spezielle Pathologie der Mundhöhle
—
Klinik der Zahn-, Mund- und Kieferkrankheiten
—
Kinderzahnheilkunde
—
Kieferorthopädie
—
Parodontologie
—
Zahnärztliche Röntgenologie
—
Spezielle Physiologie des Kauorgans
—
Berufs-, Gesetzes- und Standeskunde
—
Soziale Aspekte der zahnärztlichen Tätigkeit
5.3.2.   Ausbildungsnachweise des Zahnarztes (Grundausbildung)
Land
Ausbildungsnachweis
Ausstellende Stelle
Zusätzliche Bescheinigung
Berufsbezeichnung
Stichtag
België/Belgique/Belgien
Diploma van tandarts/Diplôme licencié en science dentaire
—
De universiteiten/Les universités
—
De bevoegde Examen- commissie van de Vlaamse Gemeenschap/Le Jury compétent d'enseignement de la Communauté française
Licentiaat in de tandheelkunde/Licencié en science dentaire
28. Januar 1980
Česká republika
Diplom o ukončení studia ve studijním programu zubní lékařství (doktor)
Lékařská fakulta univerzity v České republice
Vysvědčení o státní rigorózní zkoušce
Zubní lékař
1. Mai 2004
Danmark
Bevis for tandlægeeksamen (odontologisk kandidateksamen)
Tandlægehøjskolerne, Sundhedsvidenskabeligt universitetsfakultet
Autorisation som tandlæge, udstedt af Sundhedsstyrelsen
Tandlæge
28. Januar 1980
Deutschland
Zeugnis über die Zahnärztliche Prüfung
Zuständige Behörden
Zahnarzt
28. Januar 1980
Eesti
Diplom hambaarstiteaduse õppekava läbimise kohta
Tartu Ülikool
Hambaarst
1. Mai 2004
Ελλάς
Πτυχίo Οδovτιατρικής
Παvεπιστήμιo
Οδοντίατρος ή χειρούργος οδοντίατρος
1. Januar 1981
España
Título de Licenciado en Odontología
El rector de una universidad
Licenciado en odontología
1. Januar 1986
France
Diplôme d'Etat de docteur en chirurgie dentaire
Universités
Chirurgien-dentiste
28. Januar 1980
Ireland
—
Bachelor in Dental Science (B.Dent.Sc.)
—
Bachelor of Dental Surgery (BDS)
—
Licentiate in Dental Surgery (LDS)
—
Universities
—
Royal College of Surgeons in Ireland
—
Dentist
—
Dental practitioner
—
Dental surgeon
28. Januar 1980
Italia
Diploma di laurea in Odontoiatria e Protesi Dentaria
Università
Diploma di abilitazione all'esercizio della professione di odontoiatra
Odontoiatra
28. Januar 1980
Κύπρος
Πιστοποιητικό Εγγραφής Οδοντιάτρου
Οδοντιατρικό Συμβούλιο
Οδοντίατρος
1. Mai 2004
Latvija
Zobārsta diploms
Universitātes tipa augstskola
Rezidenta diploms par zobārsta pēcdiploma izglītības programmas pabeigšanu, ko izsniedz universitātes tipa augstskola un „Sertifikāts“ — kompetentas iestādes izsniegts dokuments, kas apliecina, ka persona ir nokārtojusi sertifikācijas eksāmenu zobārstniecībā
Zobārsts
1. Mai 2004
Lietuva
Aukštojo mokslo diplomas, nurodantis suteiktą gydytojo odontologo kvalifikaciją
Universitetas
Internatūros pažymėjimas, nurodantis suteiktą gydytojo odontologo profesinę kvalifikaciją
Gydytojas odontologas
1. Mai 2004
Luxembourg
Diplôme d'Etat de docteur en médecine dentaire
Jury d'examen d'Etat
Médecin-dentiste
28. Januar 1980
Magyarország
Fogorvos oklevél (doctor medicinae dentariae, röv.: dr. med. dent.)
Egyetem
Fogorvos
1. Mai 2004
Malta
Lawrja fil- Kirurġija Dentali
Universita’ ta Malta
Kirurgu Dentali
1. Mai 2004
Nederland
Universitair getuigschrift van een met goed gevolg afgelegd tandartsexamen
Faculteit Tandheelkunde
Tandarts
28. Januar 1980
Österreich
Bescheid über die Verleihung des akademischen Grades „Doktor der Zahnheilkunde“
Medizinische Fakultät der Universität
Zahnarzt
1. Januar 1994
Polska
Dyplom ukończenia studiów wyższych z tytułem „lekarz dentysta“
1.
Akademia Medyczna,
2.
Uniwersytet Medyczny,
3.
Collegium Medicum Uniwersytetu Jagiellońskiego
Lekarsko — Dentystyczny Egzamin Państwowy
Lekarz dentysta
1. Mai 2004
Portugal
Carta de curso de licenciatura em medicina dentária
—
Faculdades
—
Institutos Superiores
Médico dentista
1. Januar 1986
Slovenija
Diploma, s katero se podeljuje strokovni naslov „doktor dentalne medicine/doktorica dentalne medicine“
—
Univerza
Potrdilo o opravljenem strokovnem izpitu za poklic zobozdravnik/zobozdravnica
Doktor dentalne medicine/Doktorica dentalne medicine
1. Mai 2004
Slovensko
Vysokoškolský diplom o udelení akademického titulu „doktor zubného lekárstva“ („MDDr.“)
—
Vysoká škola
Zubný lekár
1. Mai 2004
Suomi/ Finland
Hammaslääketieteen lisensiaatin tutkinto/Odontologie licentiatexamen
—
Helsingin yliopisto/Helsingfors universitet
—
Oulun yliopisto
—
Turun yliopisto
Terveydenhuollon oikeusturvakeskuksen päätös käytännön palvelun hyväksymisestä/Beslut av Rättskyddscentralen för hälsovården om godkännande av praktisk tjänstgöring
Hammaslääkäri/Tandläkare
1. Januar 1994
Sverige
Tandläkarexamen
—
Universitetet i Umeå
—
Universitetet i Göteborg
—
Karolinska Institutet
—
Malmö Högskola
Endast för examensbevis som erhållits före den 1 juli 1995, ett utbildningsbevis som utfärdats av Socialstyrelsen
Tandläkare
1. Januar 1994
United Kingdom
—
Bachelor of Dental Surgery (BDS or B.Ch.D.)
—
Licentiate in Dental Surgery
—
Universities
—
Royal Colleges
—
Dentist
—
Dental practitioner
—
Dental surgeon
28. Januar 1980
5.3.3.   Ausbildungsnachweise der Fachzahnärzte
Kieferorthopädie
Land
Ausbildungsnachweis
Ausstellende Stelle
Stichtag
België/Belgique/Belgien
Titre professionnel particulier de dentiste spécialiste en orthodontie/Bijzondere beroepstitel van tandarts specialist in de orthodontie
Ministre de la Santé publique/Minister bevoegd voor Volksgezondheid
28. Januar 2005
Danmark
Bevis for tilladelse til at betegne sig som specialtandlæge i ortodonti
Sundhedsstyrelsen
28. Januar 1980
Deutschland
Fachzahnärztliche Anerkennung für Kieferorthopädie;
Landeszahnärztekammer
28. Januar 1980
Eesti
Residentuuri lõputunnistus ortodontia erialal
Tartu Ülikool
1. Mai 2004
Ελλάς
Τίτλoς Οδovτιατρικής ειδικότητας της Ορθoδovτικής
—
Νoμαρχιακή Αυτoδιoίκηση
—
Νoμαρχία
1. Januar 1981
France
Titre de spécialiste en orthodontie
Conseil National de l'Ordre des chirurgiens dentistes
28. Januar 1980
Ireland
Certificate of specialist dentist in orthodontics
Competent authority recognised for this purpose by the competent minister
28. Januar 1980
Italia
Diploma di specialista in Ortognatodonzia
Università
21. May 2005
Κύπρος
Πιστοποιητικό Αναγνώρισης του Ειδικού Οδοντιάτρου στην Ορθοδοντική
Οδοντιατρικό Συμβούλιο
1. Mai 2004
Latvija
„Sertifikāts“— kompetentas iestādes izsniegts dokuments, kas apliecina, ka persona ir nokārtojusi sertifikācijas eksāmenu ortodontijā
Latvijas Ārstu biedrība
1. Mai 2004
Lietuva
Rezidentūros pažymėjimas, nurodantis suteiktą gydytojo ortodonto profesinę kvalifikaciją
Universitetas
1. Mai 2004
Magyarország
Fogszabályozás szakorvosa bizonyítvány
Az Egészségügyi, Szociális és Családügyi Minisztérium illetékes testülete
1. Mai 2004
Malta
Ċertifikat ta' speċjalista dentali fl-Ortodonzja
Kumitat ta' Approvazzjoni dwar Speċjalisti
1. Mai 2004
Nederland
Bewijs van inschrijving als orthodontist in het Specialistenregister
Specialisten Registratie Commissie (SRC) van de Nederlandse Maatschappij tot bevordering der Tandheelkunde
28. Januar 1980
Polska
Dyplom uzyskania tytułu specjalisty w dziedzinie ortodoncji
Centrum Egzaminów Medycznych
1. Mai 2004
Slovenija
Potrdilo o opravljenem specialističnem izpitu iz čeljustne in zobne ortopedije
1.
Ministrstvo za zdravje
2.
Zdravniška zbornica Slovenije
1. Mai 2004
Suomi/Finland
Erikoishammaslääkärin tutkinto, hampaiston oikomishoito/Specialtand-läkarexamen, tandreglering
—
Helsingin yliopisto/Helsingfors universitet
—
Oulun yliopisto
—
Turun yliopisto
1. Januar 1994
Sverige
Bevis om specialistkompetens i tandreglering
Socialstyrelsen
1. Januar 1994
United Kingdom
Certificate of Completion of specialist training in orthodontics
Competent authority recognised for this purpose
28. Januar 1980
Oralchirurgie/Mundchirurgie
Land
Ausbildungsnachweis
Ausstellende Stelle
Stichtag
Danmark
Bevis for tilladelse til at betegne sig som specialtandlæge i hospitalsodontologi
Sundhedsstyrelsen
28. Januar 1980
Deutschland
Fachzahnärztliche
Anerkennung für Oralchirurgie/Mundchirurgie
Landeszahnärztekammer
28. Januar 1980
Ελλάς
Τίτλoς Οδovτιατρικής ειδικότητας της Γvαθoχειρoυργικής (up to 31 December 2002)
—
Νoμαρχιακή Αυτoδιoίκηση
—
Νoμαρχία
1. Januar 2003
Ireland
Certificate of specialist dentist in oral surgery
Competent authority recognised for this purpose by the competent minister
28. Januar 1980
Italia
Diploma di specialista in Chirurgia Orale
Università
21 May 2005
Κύπρος
Πιστοποιητικό Αναγνώρισης του Ειδικού Οδοντιάτρου στην Στοματική Χειρουργική
Οδοντιατρικό Συμβούλιο
1. Mai 2004
Lietuva
Rezidentūros pažymėjimas, nurodantis suteiktą burnos chirurgo profesinę kvalifikaciją
Universitetas
1. Mai 2004
Magyarország
Dento-alveoláris sebészet szakorvosa bizonyítvány
Az Egészségügyi, Szociális és Családügyi Minisztérium illetékes testülete
1. Mai 2004
Malta
Ċertifikat ta' speċjalista dentali fil-Kirurġija tal-ħalq
Kumitat ta' Approvazzjoni dwar Speċjalisti
1. Mai 2004
Nederland
Bewijs van inschrijving als kaakchirurg in het Specialistenregister
Specialisten Registratie Commissie (SRC) van de Nederlandse Maatschappij tot bevordering der Tandheelkunde
28. Januar 1980
Polska
Dyplom uzyskania tytułu specjalisty w dziedzinie chirurgii stomatologicznej
Centrum Egzaminów Medycznych
1. Mai 2004
Slovenija
Potrdilo o opravljenem specialističnem izpitu iz oralne kirurgije
1.
Ministrstvo za zdravje
2.
Zdravniška zbornica Slovenije
1. Mai 2004
Suomi/ Finland
Erikoishammaslääkärin tutkinto, suu- ja leuka-kirurgia/Specialtandläkar-examen, oral och maxillofacial kirurgi
—
Helsingin yliopisto/Helsingfors universitet
—
Oulun yliopisto
—
Turun yliopisto
1. Januar 1994
Sverige
Bevis om specialist-kompetens i tandsystemets kirurgiska sjukdomar
Socialstyrelsen
1. Januar 1994
United Kingdom
Certificate of completion of specialist training in oral surgery
Competent authority recognised for this purpose
28. Januar 1980
V.4.   TIERARZT
5.4.1.   Ausbildungsprogramm für Tierärzte
Das Programm der Ausbildung, die zu den Ausbildungsnachweisen für Tierärzte führt, umfasst mindestens die nachstehenden Fächer.
Der Unterricht in einem oder mehreren dieser Fächer kann im Rahmen der anderen Fächer oder in Verbindung mit ihnen erteilt werden.
A.
Grundfächer
—
Physik
—
Chemie
—
Zoologie
—
Botanik
—
Biomathematik
B.
Spezifische Fächer
a.
Grundlegende Fächer:
—
Anatomie, einschließlich Histologie und Embryologie
—
Physiologie
—
Biochemie
—
Genetik
—
Pharmakologie
—
Pharmazeutik
—
Toxikologie
—
Mikrobiologie
—
Immunologie
—
Epidemiologie
—
Berufskunde
b.
Klinische Fächer:
—
Geburtshilfe
—
Pathologie, einschließlich pathologischer Anatomie
—
Parasitologie
—
Klinische Medizin und Chirurgie, einschließlich Anästhesiologie
—
Klinische Ausbildung betreffend Haustiere, Geflügel und andere Tierarten
—
Präventivmedizin
—
Radiologie
—
Fortpflanzung und Fortpflanzungsstörungen
—
Tierseuchenrechtliche Vorschriften
—
Gerichtliche Veterinärmedizin und Veterinärrecht
—
Therapeutik
—
Propädeutik
c.
Tierproduktion
—
Tierproduktion
—
Ernährung
—
Agronomie
—
Agrarwirtschaft
—
Tierzucht und Tiergesundheit
—
Tierhygiene
—
Tierschutz und Verhaltenslehre
d.
Lebensmittelhygiene
—
Untersuchung und Kontrolle von Lebensmitteln tierischer Herkunft
—
Lebensmittelhygiene und -technologie
—
Praktische Arbeiten, einschließlich praktischer Tätigkeit im Schlachthof und in der Lebensmittelverarbeitung
Die praktische Ausbildung kann in Form eines Praktikums erfolgen, wenn dieses unter der unmittelbaren Kontrolle der zuständigen Behörde oder Einrichtung auf Vollzeitbasis abgeleistet wird und innerhalb der Gesamtdauer der Hochschulausbildung von 5 Jahren nicht mehr als 6 Monate beträgt.
Die Aufteilung des theoretischen und praktischen Unterrichts auf die einzelnen Fächergruppen muss so ausgewogen und koordiniert sein, dass die Kenntnisse und Erfahrungen in angemessener Weise erworben werden können und der Tierarzt damit die Möglichkeit erhält, allen seinen Aufgaben nachzukommen.
5.4.2.   Ausbildungsnachweise für den Tierarzt
Land
Ausbildungsnachweis
Ausstellende Stelle
Zusätzliche Bescheinigung
Stichtag
België/Belgique/Belgien
Diploma van dierenarts/Diplôme de docteur en médecine vétérinaire
—
De universiteiten/Les universités
—
De bevoegde Examen-commissie van de Vlaamse Gemeenschap/Le Jury compétent d'enseignement de la Communauté française
21. Dezember 1980
Česká republika
—
Diplom o ukončení studia ve studijním programu veterinární lékařství (doktor veterinární medicíny, MVDr.)
—
Diplom o ukončení studia ve studijním programu veterinární hygiena a ekologie (doktor veterinární medicíny, MVDr.)
Veterinární fakulta univerzity v České republice
1. Mai 2004
Danmark
Bevis for bestået kandidateksamen i veterinærvidenskab
Kongelige Veterinær- og Landbohøjskole
21. Dezember 1980
Deutschland
Zeugnis über das Ergebnis des Dritten Abscnitts der Tierärztlichen Prüfung und das Gesamtergebnis der Tierärztlichen Prüfung
Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses für die Tierärztliche Prüfung einer Universität oder Hochschule
21. Dezember 1980
Eesti
Diplom: täitnud veterinaarmeditsiini õppekava
Eesti Põllumajandusülikool
1. Mai 2004
Ελλάς
Πτυχίo Κτηvιατρικής
Πανεπιστήμιο Θεσσαλονίκης και Θεσσαλίας
1. Januar 1981
España
Título de Licenciado en Veterinaria
—
Ministerio de Educación y Cultura
—
El rector de una universidad
1. Januar 1986
France
Diplôme d'Etat de docteur vétérinaire
21. Dezember 1980
Ireland
—
Diploma of Bachelor in/of Veterinary Medicine (MVB)
—
Diploma of Membership of the Royal College of Veterinary Surgeons (MRCVS)
21. Dezember 1980
Italia
Diploma di laurea in medicina veterinaria
Università
Diploma di abilitazione all'esercizio della medicina veterinaria
1. Januar 1985
Κύπρος
Πιστοποιητικό Εγγραφής Kτηνιάτρου
Κτηνιατρικό Συμβούλιο
1. Mai 2004
Latvija
Veterinārārsta diploms
Latvijas Lauksaimniecības Universitāte
1. Mai 2004
Lietuva
Aukštojo mokslo diplomas (veterinarijos gydytojo (DVM))
Lietuvos Veterinarijos Akademija
1. Mai 2004
Luxembourg
Diplôme d'Etat de docteur en médecine vétérinaire
Jury d'examen d'Etat
21. Dezember 1980
Magyarország
Állatorvos doktor oklevél —
dr. med. vet.
Szent István Egyetem Állatorvos-tudományi Kar
1. Mai 2004
Malta
Liċenzja ta' Kirurgu Veterinarju
Kunsill tal-Kirurġi Veterinarji
1. Mai 2004
Nederland
Getuigschrift van met goed gevolg afgelegd diergeneeskundig/veeartse-nijkundig examen
21. Dezember 1980
Österreich
—
Diplom-Tierarzt
—
Magister medicinae veterinariae
Universität
—
Doktor der Veterinärmedizin
—
Doctor medicinae veterinariae
—
Fachtierarzt
1. Januar 1994
Polska
Dyplom lekarza weterynarii
1.
Szkoła Główna Gospodarstwa Wiejskiego w Warszawie
2.
Akademia Rolnicza we Wrocławiu
3.
Akademia Rolnicza w Lublinie
4.
Uniwersytet Warmińsko-Mazurski w Olsztynie
1. Mai 2004
Portugal
Carta de curso de licenciatura em medicina veterinária
Universidade
1. Januar 1986
Slovenija
Diploma, s katero se podeljuje strokovni naslov „doktor veterinarske medicine/doktorica veterinarske medicine“
Univerza
Spričevalo o opravljenem državnem izpitu s področja veterinarstva
1. Mai 2004
Slovensko
Vysokoškolský diplom o udelení akademického titulu „doktor veterinárskej medicíny“ („MVDr.“)
Univerzita veterinárskeho lekárstva
1. Mai 2004
Suomi/ Finland
Eläinlääketieteen lisensiaatin tutkinto/Veterinärmedicine licentiatexamen
Helsingin yliopisto/Helsingfors universitet
1. Januar 1994
Sverige
Veterinärexamen
Sveriges Lantbruksuniversitet
1. Januar 1994
United Kingdom
1.
Bachelor of Veterinary Science (BVSc)
1.
University of Bristol
21. Dezember 1980
2.
Bachelor of Veterinary Science (BVSc)
2.
University of Liverpool
3.
Bachelor of Veterinary Medicine (BvetMB)
3.
University of Cambridge
4.
Bachelor of Veterinary Medicine and Surgery (BVM&S)
4.
University of Edinburgh
5.
Bachelor of Veterinary Medicine and Surgery (BVM&S)
5.
University of Glasgow
6.
Bachelor of Veterinary Medicine (BvetMed)
6.
University of London
V.5.   HEBAMME
5.5.1.   Ausbildungsprogramm für Hebammen (Ausbildungsgänge I und II)
Das Programm der Ausbildung, die zu den Ausbildungsnachweisen für Hebammen führt, umfasst zwei Bereiche:
A.
Theoretischer und fachlicher Unterricht
a.
Grundfächer
—
Grundbegriffe der Anatomie und Physiologie
—
Grundbegriffe der Pathologie
—
Grundbegriffe der Bakteriologie, Virologie und Parasitologie
—
Grundbegriffe der Biophysik, Biochemie und Radiologie
—
Kinderheilkunde, insbesondere in Bezug auf Neugeborene
—
Hygiene, Gesundheitserziehung, Gesundheitsvorsorge, Früherkennung von Krankheiten
—
Ernährung und Diätetik unter besonderer Berücksichtigung der Ernährung der Frau, des Neugeborenen und des Säuglings
—
Grundbegriffe der Soziologie und sozialmedizinischer Fragen
—
Grundbegriffe der Arzneimittellehre
—
Psychologie
—
Pädagogik
—
Gesundheits- und Sozialrecht und Aufbau des Gesundheitswesens
—
Berufsethik und Berufsrecht
—
Sexualerziehung und Familienplanung
—
Gesetzlicher Schutz von Mutter und Kind
b.
Spezifische Fächer für Hebammen
—
Anatomie und Physiologie
—
Embryologie und Entwicklung des Fötus
—
Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett
—
Pathologie in der Frauenheilkunde und Geburtshilfe
—
Schwangerenberatung, Vorbereitung auf die Elternschaft, einschließlich psychologischer Aspekte
—
Vorbereitung der Entbindung, einschließlich Kenntnisse von Geburtshilfeinstrumenten und ihrer Verwendung
—
Analgesie, Anästhesie und Wiederbelebung
—
Physiologie und Pathologie des Neugeborenen
—
Betreuung und Pflege des Neugeborenen
—
Psychologische und soziale Faktoren
B.
Praktische und klinische Ausbildung
Diese Ausbildung erfolgt unter angemessener Kontrolle:
—
Beratung Schwangerer mit mindestens 100 vorgeburtlichen Untersuchungen;
—
Überwachung und Pflege von mindestens 40 Gebärenden;
—
Durchführung von mindestens 40 Entbindungen durch die Schülerin selbst; kann diese Zahl nicht erreicht werden, da es nicht genügend Schwangere gibt, kann diese Zahl auf mindestens 30 gesenkt werden, sofern die Schülerin außerdem an weiteren 20 Entbindungen teilnimmt;
—
aktive Teilnahme an ein oder zwei Steißgeburten. Sollte dies aufgrund einer ungenügenden Zahl von Steißgeburten nicht möglich sein, sollte der Vorgang simuliert werden;
—
Durchführung der Episiotomie und Einführung in die Vernähung der Wunde. Die Einführung in die Vernähung umfasst einen theoretischen Unterricht sowie praktische Übungen. Die Praxis der Vernähung umfasst die Vernähung der Episiotomien und kleiner Dammrisse und kann wenn nicht anders möglich auch simuliert werden;
—
Überwachung und Pflege von 40 gefährdeten Schwangeren, Entbindenden und Wöchnerinnen;
—
Überwachung und Pflege, einschließlich Untersuchung von mindestens 100 Wöchnerinnen und gesunden Neugeborenen;
—
Überwachung und Pflege von Neugeborenen, einschließlich Frühgeborenen, Spätgeborenen sowie von untergewichtigen und kranken Neugeborenen;
—
Pflege pathologischer Fälle in der Frauenheilkunde und Geburtshilfe;
—
Einführung in die Pflege pathologischer Fälle in der Medizin und Chirurgie. Die Einführung umfasst theoretischen Unterricht sowie praktische Übungen.
Der theoretische und fachliche Unterricht (Teil A des Ausbildungsprogramms) und der praktische Unterricht (Teil B des Programms) müssen so ausgewogen und koordiniert sein, dass die betreffende Person die Möglichkeit hat, die in diesem Anhang genannten Kenntnisse und Fähigkeiten in angemessener Weise zu erwerben.
Die praktische Ausbildung der Hebamme (Teil B des Ausbildungsprogramms) erfolgt unter der Kontrolle der zuständigen Behörde oder Einrichtung in den entsprechenden Abteilungen der Krankenhäuser oder in anderen zugelassenen Gesundheitseinrichtungen. Im Laufe ihrer Ausbildung nehmen die Hebammenschülerinnen insoweit an diesen Tätigkeiten teil, als diese zu ihrer Ausbildung beitragen, und werden in die Verantwortung, die die Tätigkeit der Hebamme mit sich bringt, eingeführt.
5.5.2.   Ausbildungsnachweise für die Hebamme
Land
Ausbildungsnachweis
Ausstellende Stelle
Berufsbezeichnung
Stichtag
België/Belgique/Belgien
Diploma van vroedvrouw/Diplôme d'accoucheuse
—
De erkende opleidingsinstituten/Les établissements d'enseignement
—
De bevoegde Examen- commissie van de Vlaamse Gemeenschap/Le Jury compétent d'enseignement de la Communauté française
Vroedvrouw/Accoucheuse
23. Januar 1983
Česká republika
1.
Diplom o ukončení studia ve studijním programu ošetřovatelství ve studijním oboru porodní asistentka (bakalář, Bc.)
—
Vysvědčení o státní závěrečné zkoušce
1.
Vysoká škola zřízená nebo uznaná státem
Porodní asistentka/porodní asistent
1. Mai 2004
2.
Diplom o ukončení studia ve studijním oboru diplomovaná porodní asistentka (diplomovaný specialista, DiS.)
—
Vysvědčení o absolutoriu
2.
Vyšší odborná škola zřízená nebo uznaná státem
Danmark
Bevis for bestået jordemodereksamen
Danmarks jordemoderskole
Jordemoder
23. Januar 1983
Deutschland
Zeugnis über die staatliche Prüfung für Hebammen und Entbindungspfleger
Staatlicher Prüfungsausschuss
—
Hebamme
—
Entbindungspfleger
23. Januar 1983
Eesti
Diplom ämmaemanda erialal
1.
Tallinna Meditsiinikool
2.
Tartu Meditsiinikool
—
Ämmaemand
1. Mai 2004
Ελλάς
1.
Πτυχίο Τμήματος Μαιευτικής Τεχνολογικών Εκπαιδευτικών Ιδρυμάτων (Τ.Ε.Ι.)
1.
Τεχνολογικά Εκπαιδευτικά Ιδρύματα (Τ.Ε.Ι.)
—
Μαία
—
Μαιευτής
23. Januar 1983
2.
Πτυχίο του Τμήματος Μαιών της Ανωτέρας Σχολής Στελεχών Υγείας και Κοινων. Πρόνοιας (ΚΑΤΕΕ)
2.
ΚΑΤΕΕ Υπουργείου Εθνικής Παιδείας και Θρησκευμάτων
3.
Πτυχίο Μαίας Ανωτέρας Σχολής Μαιών
3.
Υπουργείο Υγείας και Πρόνοιας
España
—
Título de Matrona
—
Título de Asistente obstétrico (matrona)
—
Título de Enfermería obstétrica-ginecológica
Ministerio de Educación y Cultura
—
Matrona
—
Asistente obstétrico
1. Januar 1986
France
Diplôme de sage-femme
L'Etat
Sage-femme
23. Januar 1983
Ireland
Certificate in Midwifery
An Board Altranais
Midwife
23. Januar 1983
Italia
Diploma d'ostetrica
Scuole riconosciute dallo Stato
Ostetrica
23. Januar 1983
Κύπρος
Δίπλωμα στο μεταβασικό πρόγραμμα Μαιευτικής
Νοσηλευτική Σχολή
Εγγεγραμμένη Μαία
1. Mai 2004
Latvija
Diploms par vecmātes kvalifikācijas iegūšanu
Māsu skolas
Vecmāte
1. Mai 2004
Lietuva
1.
Aukštojo mokslo diplomas, nurodantis suteiktą bendrosios praktikos slaugytojo profesinę kvalifikaciją, ir profesinės kvalifikacijos pažymėjimas, nurodantis suteiktą akušerio profesinę kvalifikaciją
—
Pažymėjimas, liudijantis profesinę praktiką akušerijoje
1.
Universitetas
Akušeris
1. Mai 2004
2.
Aukštojo mokslo diplomas (neuniversitetinės studijos), nurodantis suteiktą bendrosios praktikos slaugytojo profesinę kvalifikaciją, ir profesinės kvalifikacijos pažymėjimas, nurodantis suteiktą akušerio profesinę kvalifikaciją
—
Pažymėjimas, liudijantis profesinę praktiką akušerijoje
2.
Kolegija
3.
Aukštojo mokslo diplomas (neuniversitetinės studijos), nurodantis suteiktą akušerio profesinę kvalifikaciją
3.
Kolegija
Luxembourg
Diplôme de sage-femme
Ministère de l'éducation nationale, de la formation professionnelle et des sports
Sage-femme
23. Januar 1983
Magyarország
Szülésznő bizonyítvány
Iskola/főiskola
Szülésznő
1. Mai 2004
Malta
Lawrja jew diploma fl- Istudji tal-Qwiebel
Universita’ ta' Malta
Qabla
1. Mai 2004
Nederland
Diploma van verloskundige
Door het Ministerie van Volksgezondheid, Welzijn en Sport erkende opleidings-instellingen
Verloskundige
23. Januar 1983
Österreich
Hebammen-Diplom
—
Hebammenakademie
—
Bundeshebammenlehranstalt
Hebamme
1. Januar 1994
Polska
Dyplom ukończenia studiów wyższych na kierunku położnictwo z tytułem „magister położnictwa“
Instytucja prowadząca kształcenie na poziomie wyższym uznana przez właściwe władze (Établissement d'enseignement supérieur reconnu par les autorités compétentes)
(von den zuständigen Behörden anerkannte höhere Bildungseinrichtung)
Położna
1. Mai 2004
Portugal
1.
Diploma de enfermeiro especialista em enfermagem de saúde materna e obstétrica
1.
Ecolas de Enfermagem
Enfermeiro especialista em enfermagem de saúde materna e obstétrica
1. Januar 1986
2.
Diploma/carta de curso de estudos superiores especializados em enfermagem de saúde materna e obstétrica
2.
Escolas Superiores de Enfermagem
3.
Diploma (do curso de pós-licenciatura) de especialização em enfermagem de saúde materna e obstétrica
3.
—
Escolas Superiores de Enfermagem
—
Escolas Superiores de Saúde
Slovenija
Diploma, s katero se podeljuje strokovni naslov „diplomirana babica/diplomirani babičar“
1.
Univerza
2.
Visoka strokovna šola
diplomirana babica/diplomirani babičar
1. Mai 2004
Slovensko
1.
Vysokoškolský diplom o udelení akademického titulu „bakalár z pôrodnej asistencie“ („Bc.“)
2.
Absolventský diplom v študijnom odbore diplomovaná pôrodná asistentka
1.
Vysoká škola
2.
Stredná zdravotnícka škola
Pôrodná asistentka
1. Mai 2004
Suomi/ Finland
1.
Kätilön tutkinto/barnmorskeexamen
1.
Terveydenhuoltooppi-laitokset/hälsovårdsläroanstalter
Kätilö/Barnmorska
1. Januar 1994
2.
Sosiaali- ja terveysalan ammattikorkeakoulututkinto, kätilö (AMK)/yrkeshögskoleexamen inom hälsovård och det sociala området, barnmorska (YH)
2.
Ammattikorkeakoulut/ Yrkeshögskolor
Sverige
Barnmorskeexamen
Universitet eller högskola
Barnmorska
1. Januar 1994
United Kingdom
Statement of registration as a Midwife on part 10 of the register kept by the United Kingdom Central Council for Nursing, Midwifery and Health visiting
Various
Midwife
23. Januar 1983
V.6.   APOTHEKER
5.6.1.   Ausbildungsprogramm für Apotheker
—
Botanik und Zoologie
—
Physik
—
Allgemeine und anorganische Chemie
—
Organische Chemie
—
Analytische Chemie
—
Pharmazeutische Chemie, einschließlich Arzneimittelanalyse
—
Allgemeine und angewandte (medizinische) Biochemie
—
Anatomie und Physiologie, medizinische Terminologie
—
Mikrobiologie
—
Pharmakologie und Pharmakotherapie
—
Pharmazeutische Technologie
—
Toxikologie
—
Pharmakognosie
—
Rechtsvorschriften und gegebenenfalls Standesordnung
Die Aufteilung in theoretische und praktische Ausbildung muss der Theorie in jedem Fach einen hinreichenden Platz lassen, um den Hochschulcharakter der Ausbildung zu wahren.
5.6.2.   Ausbildungsnachweise für den Apotheker
Land
Ausbildungsnachweis
Ausstellende Stelle
Zusätzliche Bescheinigung
Stichtag
België/Belgique/Belgien
Diploma van apotheker/Diplôme de pharmacien
—
De universiteiten/Les universités
—
De bevoegde Examencommissie van de Vlaamse Gemeenschap/Le Jury compétent d'enseignement de la Communauté française
1. Oktober 1987
Česká republika
Diplom o ukončení studia ve studijním programu farmacie (magistr, Mgr.)
Farmaceutická fakulta univerzity v České republice
Vysvědčení o státní závěrečné zkoušce
1. Mai 2004
Danmark
Bevis for bestået farmaceutisk kandidateksamen
Danmarks Farmaceutiske Højskole
1. Oktober 1987
Deutschland
Zeugnis über die Staatliche Pharmazeutische Prüfung
Zuständige Behörden
1. Oktober 1987
Eesti
Diplom proviisori õppekava läbimisest
Tartu Ülikool
1. Mai 2004
Ελλάς
Άδεια άσκησης φαρμακευτικού επαγγέλματος
Νομαρχιακή Αυτοδιοίκηση
1. Oktober 1987
España
Título de Licenciado en Farmacia
—
Ministerio de Educación y Cultura
—
El rector de una universidad
1. Oktober 1987
France
—
Diplôme d'Etat de pharmacien
—
Diplôme d'Etat de docteur en pharmacie
Universités
1. Oktober 1987
Ireland
Certificate of Registered Pharmaceutical Chemist
1. Oktober 1987
Italia
Diploma o certificato di abilitazione all'esercizio della professione di farmacista ottenuto in seguito ad un esame di Stato
Università
1. November 1993
Κύπρος
Πιστοποιητικό Εγγραφής Φαρμακοποιού
Συμβούλιο Φαρμακευτικής
1. Mai 2004
Latvija
Farmaceita diploms
Universitātes tipa augstskola
1. Mai 2004
Lietuva
Aukštojo mokslo diplomas, nurodantis suteiktą vaistininko profesinę kvalifikaciją
Universitetas
1. Mai 2004
Luxembourg
Diplôme d'Etat de pharmacien
Jury d'examen d'Etat + visa du ministre de l'éducation nationale
1. Oktober 1987
Magyarország
Okleveles gyógyszerész oklevél (magister pharmaciae, röv: mag. Pharm)
EG Egyetem
1. Mai 2004
Malta
Lawrja fil-farmaċija
Universita’ ta' Malta
1. Mai 2004
Nederland
Getuigschrift van met goed gevolg afgelegd apothekersexamen
Faculteit Farmacie
1. Oktober 1987
Österreich
Staatliches Apothekerdiplom
Bundesministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales
1. Oktober 1994
Polska
Dyplom ukończenia studiów wyższych na kierunku farmacja z tytułem magistra
1.
Akademia Medyczna
2.
Uniwersytet Medyczny
3.
Collegium Medicum Uniwersytetu Jagiellońskiego
1. Mai 2004
Portugal
Carta de curso de licenciatura em Ciências Farmacêuticas
Universidades
1. Oktober 1987
Slovenija
Diploma, s katero se podeljuje strokovni naziv „magister farmacije/magistra farmacije“
Univerza
Potrdilo o opravljenem strokovnem izpitu za poklic magister farmacije/magistra farmacije
1. Mai 2004
Slovensko
Vysokoškolský diplom o udelení akademického titulu „magister farmácie“ („Mgr.“)
Vysoká škola
1. Mai 2004
Suomi/ Finland
Proviisorin tutkinto/Provisorexamen
—
Helsingin yliopisto/Helsingfors universitet
—
Kuopion yliopisto
1. Oktober 1994
Sverige
Apotekarexamen
Uppsala universitet
1. Oktober 1994
United Kingdom
Certificate of Registered Pharmaceutical Chemist
1. Oktober 1987
V.7.   ARCHITEKT
5.7.1.   Nach Artikel 46 anerkannte Ausbildungsnachweise für den Architekten
Land
Ausbildungsnachweis
Ausstellende Stelle
Zusätzliche Bescheinigung
Akademisches Bezugsjahr
België/ Belgique/ Belgien
1.
Architect/Architecte
2.
Architect/Architecte
3.
Architect
4.
Architect/Architecte
5.
Architect/Architecte
6.
Burgelijke ingenieur-architect
1.
Nationale hogescholen voor architectuur
2.
Hogere-architectuur-instituten
3.
Provinciaal Hoger Instituut voor Architectuur te Hasselt
4.
Koninklijke Academies voor Schone Kunsten
5.
Sint-Lucasscholen
6.
Faculteiten Toegepaste Wetenschappen van de Universiteiten
6.
„Faculté Polytechnique“ van Mons
1988/1989
1.
Architecte/Architect
2.
Architecte/Architect
3.
Architect
4.
Architecte/Architect
5.
Architecte/Architect
6.
Ingénieur-civil — architecte
1.
Ecoles nationales supérieures d'architecture
2.
Instituts supérieurs d'architecture
3.
Ecole provinciale supérieure d'architecture de Hasselt
4.
Académies royales des Beaux-Arts
5.
Ecoles Saint-Luc
6.
Facultés des sciences appliquées des universités
6.
Faculté polytechnique de Mons
Danmark
Arkitekt cand. arch.
—
Kunstakademiets Arkitektskole i København
—
Arkitektskolen i Århus
1988/1989
Deutschland
Diplom-Ingenieur,
Diplom-Ingenieur Univ.
—
Universitäten (Architektur/Hochbau)
—
Technische Hochschulen (Architektur/Hochbau)
—
Technische Universitäten (Architektur/Hochbau)
—
Universitäten-Gesamthochschulen (Architektur/Hochbau)
—
Hochschulen für bildende Künste
—
Hochschulen für Künste
1988/1989
Diplom-Ingenieur,
Diplom-Ingenieur FH
—
Fachhochschulen (Architektur/Hochbau) (16)
—
Universitäten-Gesamthochschulen (Architektur/Hochbau) bei entsprechenden Fachhochschulstudiengängen
Eλλάς
Δίπλωμα αρχιτέκτονα — μηχανικού
—
Εθνικό Μετσόβιο Πολυτεχνείο (ΕΜΠ), τμήμα αρχιτεκτόνων — μηχανικών
—
Αριστοτέλειο Πανεπιστήμο Θεσσαλονίκης (ΑΠΘ), τμήμα αρχιτεκτόνων — μηχανικών της Πολυτεχνικής σχολής
Βεβαίωση που χορηγεί το Τεχνικό Επιμελητήριο Ελλάδας (ΤΕΕ) και η οποία επιτρέπει την άσκηση δραστηριοτήτων στον τομέα της αρχιτεκτονικής
1988/1989
España
Título oficial de arquitecto
Rectores de las universidades enumeradas a continuación:
—
Universidad Politécnica de Cataluña, Escuelas Técnicas Superiores de Arquitectura de Barcelona o del Vallès;
—
Universidad Politécnica de Madrid, Escuela Técnica Superior de Arquitectura de Madrid;
—
Universidad Politécnica de Las Palmas, Escuela Técnica Superior de Arquitectura de Las Palmas;
—
Universidad Politécnica de Valencia, Escuela Técnica Superior de Arquitectura de Valencia;
—
Universidad de Sevilla, Escuela Técnica Superior de Arquitectura de Sevilla;
—
Universidad de Valladolid, Escuela Técnica Superior de Arquitectura de Valladolid;
—
Universidad de Santiago de Compostela, Escuela Técnica Superior de Arquitectura de La Coruña;
—
Universidad del País Vasco, Escuela Técnica Superior de Arquitectura de San Sebastián;
—
Universidad de Navarra, Escuela Técnica Superior de Arquitectura de Pamplona;
—
Universidad de Alcalá de Henares, Escuela Politécnica de Alcalá de Henares;
—
Universidad Alfonso X El Sabio, Centro Politécnico Superior de Villanueva de la Cañada;
—
Universidad de Alicante, Escuela Politécnica Superior de Alicante;
—
Universidad Europea de Madrid;
—
Universidad de Cataluña, Escuela Técnica Superior de Arquitectura de Barcelona;
—
Universidad Ramón Llull, Escuela Técnica Superior de Arquitectura de La Salle;
—
Universidad S.E.K. de Segovia, Centro de Estudios Integrados de Arquitectura de Segovia;
—
Universidad de Granada, Escuela Técnica Superior de Arquitectura de Granada.
1988/1989
1999/2000
1999/2000
1997/1998
1998/1999
1999/2000
1998/1999
1999/2000
1994/1995
France
1.
Diplôme d'architecte DPLG, y compris dans le cadre de la formation professionnelle continue et de la promotion sociale.
1.
Le ministre chargé de l'architecture
1988/1989
2.
Diplôme d'architecte ESA
2.
Ecole spéciale d'architecture de Paris
3.
Diplôme d'architecte ENSAIS
3.
Ecole nationale supérieure des arts et industries de Strasbourg, section architecture
Ireland
1.
Degree of Bachelor of Architecture (B.Arch. NUI)
1.
National University of Ireland to architecture graduates of University College Dublin
1988/1989
2.
Degree of Bachelor of Architecture (B. Arch)
(Previously, until 2002 -Degree standard diploma in architecture (Dip. Arch)
2.
Dublin Institute of Technology, Bolton Street, Dublin
(College of Technology, Bolton Street, Dublin)
3.
Certificate of associateship (ARIAI)
3.
Royal Institute of Architects of Ireland
4.
Certificate of membership (MRIAI)
4.
Royal Institute of Architects of Ireland
Italia
—
Laurea in architettura
—
Università di Camerino
—
Università di Catania — Sede di Siracusa
—
Università di Chieti
—
Università di Ferrara
—
Università di Firenze
—
Università di Genova
—
Università di Napoli Federico II
—
Università di Napoli II
—
Università di Palermo
—
Università di Parma
—
Università di Reggio Calabria
—
Università di Roma „La Sapienza“
—
Universtià di Roma III
—
Università di Trieste
—
Politecnico di Bari
—
Politecnico di Milano
—
Politecnico di Torino
—
Istituto universitario di architettura di Venezia
Diploma di abilitazione all'esercizo indipendente della professione che viene rilasciato dal ministero della Pubblica istruzione dopo che il candidato ha sostenuto con esito positivo l'esame di Stato davanti ad una commissione competente
1988/1989
—
Laurea in ingegneria edile — architettura
—
Università dell'Aquilla
—
Università di Pavia
—
Università di Roma„La Sapienza“
Diploma di abilitazione all'esercizo indipendente della professione che viene rilasciato dal ministero della Pubblica istruzione dopo che il candidato ha sostenuto con esito positivo l'esame di Stato davanti ad una commissione competente
1998/1999
—
Laurea specialistica in ingegneria edile — architettura
—
Università dell'Aquilla
—
Università di Pavia
—
Università di Roma „La Sapienza“
—
Università di Ancona
—
Università di Basilicata — Potenza
—
Università di Pisa
—
Università di Bologna
—
Università di Catania
—
Università di Genova
—
Università di Palermo
—
Università di Napoli Federico II
—
Università di Roma — Tor Vergata
—
Università di Trento
—
Politecnico di Bari
—
Politecnico di Milano
Diploma di abilitazione all'esercizo indipendente della professione che viene rilasciato dal ministero della Pubblica istruzione dopo che il candidato ha sostenuto con esito positivo l'esame di Stato davanti ad una commissione competente
2003/2004
—
Laurea specialistica quinquennale in Architettura
—
Laurea specialistica quinquennale in Architettura
—
Laurea specialistica quinquennale in Architettura
—
Laurea specialistica in Architettura
—
Prima Facoltà di Architettura dell'Università di Roma „La Sapienza“
—
Università di Ferrara
—
Università di Genova
—
Università di Palermo
—
Politecnico di Milano
—
Politecnico di Bari
—
Università di Roma III
—
Università di Firenze
—
Università di Napoli II
—
Politecnico di Milano II
Diploma di abilitazione all'esercizo indipendente della professione che viene rilasciato dal ministero della Pubblica istruzione dopo che il candidato ha sostenuto con esito positivo l'esame di Stato davanti ad una commissione competente
Diploma di abilitazione all'esercizo indipendente della professione che viene rilasciato dal ministero della Pubblica istruzione dopo che il candidato ha sostenuto con esito positivo l'esame di Stato davanti ad una commissione competente
Diploma di abilitazione all'esercizo indipendente della professione che viene rilasciato dal ministero della Pubblica istruzione dopo che il candidato ha sostenuto con esito positivo l'esame di Stato davanti ad una commissione competente
Diploma di abilitazione all'esercizo indipendente della professione che viene rilasciato dal ministero della Pubblica istruzione dopo che il candidato ha sostenuto con esito positivo l'esame di Stato davanti ad una commissione competente
1998/1999
1999/2000
2003/2004
2004/2005
Nederland
1.
Het getuigschrift van het met goed gevolg afgelegde doctoraal examen van de studierichting bouwkunde, afstudeerrichting architectuur
1.
Technische Universiteit te Delft
Verklaring van de Stichting Bureau Architectenregister die bevestigt dat de opleiding voldoet aan de normen van artikel 46.
1988/1989
2.
Het getuigschrift van het met goed gevolg afgelegde doctoraal examen van de studierichting bouwkunde, differentiatie architectuur en urbanistiek
2.
Technische Universiteit te Eindhoven
3.
Het getuigschrift hoger beroepsonderwijs, op grond van het met goed gevolg afgelegde examen verbonden aan de opleiding van de tweede fase voor beroepen op het terrein van de architectuur, afgegeven door de betrokken examencommissies van respectievelijk:
—
de Amsterdamse Hogeschool voor de Kunsten te Amsterdam
—
de Hogeschool Rotterdam en omstreken te Rotterdam
—
de Hogeschool Katholieke Leergangen te Tilburg
—
de Hogeschool voor de Kunsten te Arnhem
—
de Rijkshogeschool Groningen te Groningen
—
de Hogeschool Maastricht te Maastricht
Österreich
1.
Diplom-Ingenieur, Dipl.-Ing.
1.
Technische Universität Graz (Erzherzog-Johann-Universität Graz)
1998/1999
2.
Dilplom-Ingenieur, Dipl.-Ing.
2.
Technische Universität Wien
3.
Diplom-Ingenieur, Dipl.-Ing.
3.
Universität Innsbruck (Leopold-Franzens-Universität Innsbruck)
4.
Magister der Architektur, Magister architecturae, Mag. Arch.
4.
Hochschule für Angewandte Kunst in Wien
5.
Magister der Architektur, Magister architecturae, Mag. Arch.
5.
Akademie der Bildenden Künste in Wien
6.
Magister der Architektur, Magister architecturae, Mag. Arch.
6.
Hochschule für künstlerishe und industrielle Gestaltung in Linz
Portugal
Carta de curso de licenciatura em Arquitectura
Para os cursos iniciados a partir do ano académico de 1991/92
—
Faculdade de arquitectura da Universidade técnica de Lisboa
—
Faculdade de arquitectura da Universidade do Porto
—
Escola Superior Artística do Porto
—
Faculdade de Arquitectura e Artes da Universidade Lusíada do Porto
1988/1989
1991/1992
Suomi/Finland
Arkkitehdin tutkinto/Arkitektexamen
—
Teknillinen korkeakoulu /Tekniska högskolan (Helsinki)
—
Tampereen teknillinen korkeakoulu/Tammerfors
tekniska högskola
—
Oulun yliopisto/Uleåborgs universitet
1998/1999
Sverige
Arkitektexamen
Chalmers Tekniska Högskola AB
Kungliga Tekniska Högskolan
Lunds Universitet
1998/1999
United Kingdom
1.
Diplomas in architecture
1.
—
Universities
—
Colleges of Art
—
Schools of Art
Certificate of architectural education, issued by the Architects Registration Board.
The diploma and degree courses in architecture of the universities, schools and colleges of art should have met the requisite threshold standards as laid down in Article 46 of this Directive and in Criteria for validation published by the Validation Panel of the Royal Institute of British Architects and the Architects Registration Board.
EU nationals who possess the Royal Institute of British Architects Part I and Part II certificates, which are recognised by ARB as the competent authority, are eligible. Also EU nationals who do not possess the ARB-recognised Part I and Part II certificates will be eligible for the Certificate of Architectural Education if they can satisfy the Board that their standard and length of education has met the requisite threshold standards of Article 46 of this Directive and of the Criteria for validation.
1988/1989
2.
Degrees in architecture
2.
Universities
3.
Final examination
3.
Architectural Association
4.
Examination in architecture
4.
Royal College of Art
5.
Examination Part II
5.
Royal Institute of British Architects
(1)  1. Januar 1983
(2)  1. Januar 1983.
(3)  1. August 1987, ausgenommen die Personen, die ihre Weiterbildung vor diesem Zeitpunkt begonnen haben.
(4)  31. Dezember 1971.
(5)  31. Oktober 1999.
(6)  Für nach dem 5. März 1982 begonnene Weiterbildungen werden keine Nachweise ausgestellt.
(7)  9. Juli 1984.
(8)  3. Dezember 1971.
(9)  31. Oktober 1993.
(10)  Für nach dem 5. März 1982 begonnene Weiterbildungen werden keine Nachweise ausgestellt.
(11)  8. Juli 1984.
(12)  1. Januar 1983, ausgenommen für die Personen, die ihre Weiterbildung vor diesem Zeitpunkt begonnen und bis Ende 1988 abgeschlossen hatten.
(13)  31. Dezember 1994.
(14)  1. Januar 1983
(15)  Die Weiterbildung zum Facharzt für Zahn-, Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, die zur Ausstellung eines entsprechenden Nachweises führt, setzt voraus, dass die ärztliche Grundausbildung (Artikel 24) sowie die zahnärztliche Grundausbildung (Artikel 34) abgeschlossen und als gültig anerkannt worden sind.
(16)  Diese Diplome sind je nach Dauer der durch sie abgeschlossenen Ausbildung gemäß Artikel 43 Absatz 1 anzuerkennen.
ANHANG VI
Erworbene Rechte von Angehörigen der Berufe, die auf der Grundlage der Koordinierung der Mindestanforderungen an die Ausbildung anerkannt werden
6.   Ausbildungsnachweise für Architekten, die gemäß Artikel 49 Absatz 1 bestimmte Rechte erworben haben
Land
Ausbildungsnachweis
Akademisches Bezugsjahr
België/Belgique/Belgien
—
Die von den staatlichen Hochschulen für Architektur oder den Höheren Instituten für Architektur ausgestellten Diplome (architecte-architect)
—
die von der Provinzialhochschule für Architekten in Hasselt ausgestellten Diplome (architect)
—
die von den königlichen Kunstakademien ausgestellten Diplome (architecte — architect)
—
die von den Saint-Luc-Schulen ausgestellten Diplome (architecte — architect)
—
die Ingenieurdiplome von Hochschulabsolventen, die, zusammen mit einer vom Architektenverband ausgestellten Bescheinigung über die Ableistung eines Praktikums, das Recht zur Führung der Berufsbezeichnung „Architekt“ (architecte — architect) verleihen
—
die vom zentralen oder staatlichen Prüfungsausschuss für Architekten ausgestellten Architektendiplome (architecte — architect)
—
die Diplomingenieur-Architektenzeugnisse und die Ingenieur-Architektenzeugnisse, die von den Fachbereichen für Angewandte Wissenschaft der Hochschulen und von der Polytechnischen Abteilung von Mons ausgestellt werden (ingénieur-architecte, ingénieur-architect)
1987/1988
Česká republika
—
die von folgenden Fakultäten der „České vysoké učení technické“ (Tschechische Technische Universität in Prag) ausgestellten Diplome:
—
„Vysoká škola architektury a pozemního stavitelství“ (Fakultät für Architektur und Hochbau) (bis 1951)
—
„Fakulta architektury a pozemního stavitelství“ (Fakultät für Architektur und Hochbau) (1951 bis 1960)
—
„Fakulta stavební“ (Fakultät für Bauingenieurwesen) (seit 1960) — Studiengänge: Hochbau, Bauten und Baustrukturen, Hochbau und Architektur, Architektur (einschließlich Stadtplanung und Raumordnung), Ingenieurbauten und Bauten für die industrielle und landwirtschaftliche Produktion oder Studienprogramm Bauingenieurwesen des Studiengangs Hochbau und Architektur
—
„Fakulta architektury“ (Fakultät für Architektur) (seit 1976) — Studiengänge: Architektur, Stadtplanung und Raumordnung oder Studienprogramm: Architektur und Stadtplanung der Studiengänge: Architektur, Theorie der architektonischen Gestaltung, Stadtplanung und Raumordnung, Architekturgeschichte und Rekonstruktion historischer Bauten, oder Architektur und Hochbau
—
die Diplome der „Vysoká škola technická Dr. Edvarda Beneše“ (bis 1951) — Studiengang Architektur und Bauten
—
die Diplome der „Vysoká škola stavitelství v Brně“ (1951 bis 1956) — Studiengang Architektur and Bauten
—
die Diplome der „Vysoké učení technické v Brně“, „Fakulta architektury“ (Fakultät für Architektur) (seit 1956) — Studiengang Architektur und Stadtplanung, oder „Fakulta stavební“ (Fakultät für Bauingenieurwesen) (seit 1956) — Studiengang Bauten
—
die Diplome der „Vysoká škola báňská — Technická univerzita Ostrava“, „Fakulta stavební“ (Fakultät für Bauingenieurwesen) (seit 1997) — Studiengang Baustrukturen und Architektur oder Studiengang Bauingenieurwesen
—
die Diplome der „Technická univerzita v Liberci“, „Fakulta architektury“ (Fakultät für Architektur) (seit 1994) — Studienprogramm Architektur und Stadtplanung des Studiengangs Architektur
—
die Diplome der „Akademie výtvarných umění v Praze“ — Studienprogramm Schöne Künste des Studiengangs Architektonische Gestaltung
—
die Diplome der „Vysoká škola umělecko-průmyslová v Praze“ — Studienprogramm Schöne Künste des Studiengangs Architektur
—
eine von der „Česká komora architektů“ ausgestellte Zulassungsbescheinigung ohne Angabe des Fachgebiets bzw. für das Fachgebiet Hochbau
2006/2007
Danmark
—
die von den staatlichen Architektenschulen Kopenhagen und Aarhus ausgestellten Diplome (architekt)
—
die vom Architektenausschuss gemäß dem Gesetz Nr. 202 vom 28. Mai 1975 ausgestellte Zulassungsbescheinigung (registreret arkitekt)
—
die von den höheren Ingenieurschulen für Bauwesen ausgestellten Diplome (bygningskonstruktør) zusammen mit einer Bestätigung der zuständigen Behörden, dass die betreffende Person eine Prüfung aufgrund von Befähigungsnachweisen gemäß Artikel 13 bestanden hat; diese Prüfung umfasst die Bewertung von Plänen, die die betreffende Person während einer mindestens sechsjährigen Berufspraxis entworfen und realisiert hat; diese Berufspraxis umfasst die in Artikel 48 dieser Richtlinie genannten Tätigkeiten
1987/1988
Deutschland
—
die von Kunsthochschulen in den Studiengängen für Architektur ausgestellten Diplome (Dipl.-Ing., Architekt (HfbK))
—
die in den Studiengängen für Architektur (Architektur/Hochbau) von den Technischen Hochschulen, den Technischen Universitäten, den Universitäten und, sofern diese Einrichtungen in Gesamthochschulen aufgegangen sind, von den Gesamthochschulen ausgestellten Diplome (Dipl.-Ing. und andere Bezeichnungen, die für diese Diplome gegebenenfalls später vorgesehen werden)
—
die in den Studiengängen für Architektur (Architektur/Hochbau) von Fachhochschulen und, sofern diese Einrichtungen in Gesamthochschulen aufgegangen sind, von den Gesamthochschulen ausgestellten Diplome; soweit die Studiendauer weniger als 4 Jahre, mindestens jedoch 3 Jahre beträgt, zusammen mit einer Bescheinigung über eine vierjährige Berufserfahrung in der Bundesrepublik Deutschland, die gemäß Artikel 47 Absatz 1 von der berufsständischen Vertretung ausgestellt wird (Ingenieur grad. und andere Bezeichnungen, die für diese Diplome gegebenenfalls später vorgesehen werden)
—
Prüfungszeugnisse, die vor dem 1. Januar 1973 in den Studiengängen für Architektur von den Ingenieurschulen und Werkkunstschulen ausgestellt wurden, zusammen mit einer Bescheinigung der zuständigen Behörden, dass die betreffende Person eine Prüfung aufgrund von Befähigungsnachweisen bestanden hat; diese Prüfung umfasst die Bewertung von Plänen, die die betreffende Person während einer mindestens sechsjährigen Berufspraxis entworfen und realisiert hat; diese Berufspraxis umfasst die in Artikel 48 dieser Richtlinie genannten Tätigkeiten
1987/1988
Eesti
—
diplom arhitektuuri erialal, väljastatud Eesti Kunstiakadeemia arhitektuuri teaduskonna poolt alates 1996 aastast (das von der Fakultät für Architektur an der estnischen Kunstakademie seit 1996 ausgestellte Diplom in Architektur), väljastatud Tallinna Kunstiülikooli poolt 1989-1995 aastal (in den Jahren 1989-1995 von der Kunstuniversität Tallinn ausgestellt), väljastatud Eesti NSV Riikliku Kunstiinstituudi poolt 1951-1988 (in den Jahren 1951-1988 vom staatlichen Kunstinstitut der Estnischen SSR ausgestellt)
2006/2007
Eλλάς
—
die vom Metsovion Polytechnion, Athen, ausgestellten Diplome eines Ingenieurs-Architekten in Verbindung mit einer Bescheinigung der Ingenieurskammer Griechenlands, die zur Ausübung der Tätigkeiten im Bereich der Architektur berechtigt
—
die vom Aristotelion Panepistimion, Saloniki, ausgestellten Diplome eines Ingenieurs-Architekten in Verbindung mit einer Bescheinigung der Ingenieurskammer Griechenlands, die zur Ausübung der Tätigkeiten im Bereich der Architektur berechtigt
—
die vom Metsovion Polytechnion, Athen, ausgestellten Diplome eines Ingenieurs-Bauingenieurs in Verbindung mit einer Bescheinigung der Ingenieurskammer Griechenlands, die zur Ausübung der Tätigkeiten im Bereich der Architektur berechtigt
—
die vom Artistotelion Panepistimion, Saloniki, ausgestellten Diplome eines Ingenieurs-Bauingenieurs in Verbindung mit einer Bescheinigung der Ingenieurskammer Griechenlands, die zur Ausübung der Tätigkeiten im Bereich der Architektur berechtigt
—
die vom Panepistimion Thrakis ausgestellten Diplome eines Ingenieurs-Bauingenieurs in Verbindung mit einer Bescheinigung der Ingenieurskammer Griechenlands, die zur Ausübung der Tätigkeiten im Bereich der Architektur berechtigt
—
die vom Panepistimion Patron ausgestellten Diplome eines Ingenieurs-Bauingenieurs in Verbindung mit einer Bescheinigung der Ingenieurskammer Griechenlands, die zur Ausübung der Tätigkeiten im Bereich der Architektur berechtigt
1987/1988
España
Der vom Ministerium für Erziehung und Wissenschaft oder den Universitäten verliehene offizielle Titel des Architekten (título oficial de arquitecto)
1987/1988
France
—
die bis 1959 vom Ministerium für Erziehungswesen und danach vom Ministerium für kulturelle Angelegenheiten ausgestellten Architektendiplome „Diplômé par le Gouvernement“ (architecte DPLG)
—
die von der Architektenfachschule ausgestellten Diplome (architecte DESA)
—
die seit 1955 von der Staatlichen Hochschule für Kunst und Gewerbe in Straßburg (frühere staatliche Lehranstalt für Ingenieure), Abteilung Architektur, ausgestellten Diplome (architecte ENSAIS)
1987/1988
Ireland
—
der Graduierten in Architektur des „University College“, Dublin, von der „National University of Ireland“ verliehene Titel „Bachelor of Architecture“ (B. Arch. N.U.I.)
—
das vom „College of Technology“, Bolton Street, Dublin, ausgestellte Architekturdiplom mit Hochschulcharakter (Diplom. Arch.)
—
die Urkunde über die Zugehörigkeit zum „Royal Institute of Architects of Ireland“ als assoziiertes Mitglied (A.R.I.A.I.)
—
die Urkunde über die Zugehörigkeit zum „Royal Institute of Architects of Ireland“ als Mitglied (M.R.I.A.I.)
1987/1988
Italia
—
das von den Universitäten, den polytechnischen Instituten und den Hochschulinstituten in Venedig und Reggio Calabria ausgestellte Diplom „laurea in architettura“ zusammen mit dem zur unabhängigen Ausübung des Architektenberufs berechtigenden Diplom, das vom Unterrichtsministerium ausgestellt wird, nachdem die betreffende Person vor einem zuständigen Ausschuss das entsprechende Staatsexamen bestanden hat (dott. architetto)
—
das von den Universitäten und den polytechnischen Instituten ausgestellte Diplom „laurea in ingegneria“ auf dem Gebiet des Bauwesens zusammen mit dem zur unabhängigen Ausübung eines Berufs auf dem Gebiet der Architektur berechtigenden Diplom, das vom Unterrichtsministerium ausgestellt wird, nachdem der/die Kandidat(in) vor einem zuständigen Ausschuss das entsprechende Staatsexamen bestanden hat (dott. ing. Architetto oder dott. ing. in ingegneria civile)
1987/1988
Κύπρος
—
Βεβαίωση Εγγραφής στο Μητρώο Αρχιτεκτόνων που εκδίδεται από το Επιστημονικό και Τεχνικό Επιμελητήριο Κύπρου (von der Wissenschaftler- und Ingenieurskammer Zyperns (ETEK) ausgestellte Bescheinigung über die Eintragung in das Architektenregister)
2006/2007
Latvija
—
„arhitekta diploms“, ko izsniegusi Latvijas Valsts Universitātes Inženierceltniecības fakultātes Arhitektūras nodaļa līdz 1958. gadam, Rīgas Politehniskā Institūta Celtniecības fakultātes Arhitektūras nodaļa no 1958 gada līdz 1991. gadam, Rīgas Tehniskās Universitātes Arhitektūras fakultāte kopš 1991. gada, un „Arhitekta prakses sertifikāts“ ka izsniedz Latvijas Arhitektu savienība (von der Abteilung „Architektur“ der Fakultät für Bauingenieurwesen der lettischen Staatsuniversität bis 1958, von der Abteilung „Architektur“ der Fakultät für Bauingenieurwesen des Polytechnischen Instituts Riga in den Jahren 1958-1991, von der Fakultät für Bauingenieurwesen der Technischen Universität Riga (Rīgas Tehniskās Universitātes Arhitektūras fakultāte) seit 1991 ausgestellte „Diplome für Architekten“ (arhitekts) und die Bescheinigung über die Registrierung durch den lettischen Architektenverband)
2006/2007
Lietuva
—
die vom Kauno politechnikos institutas bis 1969 ausgestellten Diplome für Bauingenieure/Architekten (inžinierius architektas/architektas)
—
die vom Vilnius inžinerinis statybos institutas bis 1990, von der Vilniaus technikos universitetas seit 1996 und der Vilnius Gedimino technikos universitetas seit 1996 ausgestellten Diplome für Architekten/Diplomarchitekten/Magister der Architektur (architektas/architektûros bakalauras/architektûros magistras)
—
die vom LTSR Valstybinis dailës institutas bis 1990 und von der Vilniaus dailës akademija seit 1990 ausgestellten Fachdiplome für Absolventen des Ausbildungsgangs in Architektur/Diplomarchitektur/Magister der Architektur (architektûros kursas/architektûros bakalauras/architektûros magistras)
—
die von der Kauno technologijos universitetas seit 1997 ausgestellten Diplome für Diplomarchitekten/Magister der Architektur (architektûros bakalauras/architektûros magistras)
Allen Diplomen muss eine von der Beurkundungskommission ausgestellte Bescheinigung beigefügt sein, die dazu berechtigt, Tätigkeiten auf dem Gebiet der Architektur auszuüben (beurkundeter Architekt/Atestuotas architektas).
2006/2007
Magyarország
—
das von Universitäten ausgestellte „okleveles építészmérnök“-Diplom (Architekturdiplom, Magister der Architektur)
—
das von Universitäten ausgestellte „okleveles építész tervező művész“-Diplom (Magisterdiplom in Architektur und Bauingenieurwesen)
2006/2007
Malta
—
Perit: von der Universita’ ta' Malta ausgestelltes Lawrja ta' Perit, das zur Eintragung als „Perit“ berechtigt
2006/2007
Nederland
—
eine von den technischen Hochschulen in Delft oder Eindhoven für den Studiengang Architektur ausgestellte Bescheinigung über das erfolgreich abgelegte Architektur-Abschlussexamen (bouwkundig ingenieur)
—
die Diplome der staatlich anerkannten Bauakademien (architect)
—
die bis 1971 von den ehemaligen Instituten für Architekten (Hoger Bouwkunstonderricht) ausgestellten Diplome (architect HBO)
—
die bis 1970 von den ehemaligen Instituten für Architekten (voortgezet Bouwkunstonderricht) ausgestellten Diplome (architect VBO)
—
eine Bescheinigung, dass die betreffende Person eine Prüfung durch den Architektenrat des „Bond van Nederlandse Architecten“ (Niederländischer Architektenverband, BNA) bestanden hat (architect)
—
das Diplom der Stichting Instituut voor Architectuur (Stiftung „Institut für Architektur“) (IVA), das als Abschluss eines mindestens 4 Jahre umfassenden Studiengangs an dem genannten Institut erworben wurde (architect), zusammen mit einer Bescheinigung der zuständigen Stellen, dass die betreffende Person eine Prüfung aufgrund von Befähigungsnachweisen bestanden hat; diese Prüfung umfasst die Bewertung von Plänen, die die betreffende Person während einer mindestens sechsjährigen Berufspraxis entworfen und realisiert hat; diese Berufspraxis umfasst die in Artikel 44 dieser Richtlinie genannten Tätigkeiten
—
eine Bescheinigung der zuständigen Stellen, dass die betreffende Person vor dem 5. August 1985 an der technischen Hochschule in Delft oder Eindhoven das Examen als „kandidaat in de bouwkunde“ abgelegt und während eines Zeitraums von wenigstens 5 Jahren unmittelbar vor diesem Zeitpunkt eine Architektentätigkeit von Art und Umfang ausgeübt hat, die nach niederländischen Maßstäben eine ausreichende Befähigung zur Ausübung dieser Tätigkeiten gewährleistet (architect)
—
eine Bescheinigung der zuständigen Stellen, die nur Personen erteilt wird, die vor dem 5. August 1985 40 Jahre alt waren, und aus der hervorgeht, dass die betreffende Person während eines Zeitraums von wenigstens 5 Jahren unmittelbar vor diesem Zeitpunkt eine Architektentätigkeit von Art und Umfang ausgeübt hat, die nach niederländischen Maßstäben eine ausreichende Befähigung für die Ausübung dieser Tätigkeiten gewährleistet (architect)
—
die im 7. und 8. Gedankenstrich genannten Bescheinigungen brauchen nach Inkrafttreten von Rechts- und Verwaltungsvorschriften für die Aufnahme und Ausübung von Tätigkeiten auf dem Gebiet der Architektur unter der Berufsbezeichnung „Architekt“ in den Niederlanden nicht mehr anerkannt zu werden, sofern diese Bescheinigungen nach den genannten Vorschriften den Zugang zu diesen Tätigkeiten unter der Berufsbezeichnung „Architekt“ nicht ermöglichen.
1987/1988
Österreich
—
die von den Technischen Universitäten Wien und Graz sowie von der Universität Innsbruck, Fakultät für Bauingenieurwesen/Hochbau und Architektur, Fachbereich Architektur, Bauingenieurwesen/Hochbau und Wirtschaftsingenieurwesen — Bauwesen ausgestellten Diplome
—
die von der Universität für Bodenkultur, Fachsenat Kulturtechnik und Wasserwirtschaft, ausgestellten Diplome
—
die von der Hochschule für bildende Kunst, Wien, Institut für Architektur, ausgestellten Diplome
—
die von der Akademie der bildenden Künste, Wien, Studienrichtung Architektur, ausgestellten Diplome
—
die von den Höheren Technischen Lehranstalten, Fachschulen oder Fachschulen für Bauwesen ausgestellten Diplome (Ing.), zusammen mit dem Zeugnis des „Baumeisters“, das eine mindestens sechsjährige Berufserfahrung in Österreich bescheinigt, die mit einer Prüfung abschließt
—
die von der Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung, Linz, Studienrichtung Architektur, ausgestellten Diplome
—
Befähigungsnachweise über die Ausübung des Berufs des Hochbauingenieurs oder eines Ingenieurs in den Bereichen Hochbau, Bauwesen, Wirtschaftsingenieurwesen — Bauwesen, Kulturtechnik und Wasserwirtschaft, die gemäß dem Ziviltechnikergesetz, BGBI, Nr. 156/1994 ausgestellt werden
1997/1998
Polska
Die von den Fakultäten für Architektur folgender Universitäten ausgestellten Diplome:
—
der Warschauer Universität für Technologie, Fakultät für Architektur in Warschau (Politechnika Warszawska, Wydział Architektury) — Berufsbezeichnung des Architekten: inżynier architekt, magister nauk technicznych; inżynier architekt; inżyniera magistra architektury; magistra inżyniera architektury; magistra inżyniera architekta; magister inżynier architekt (von 1945 bis 1948: inżynier architekt, magister nauk technicznych; von 1951 bis 1956: inżynier architekt; von 1954 bis 1957, 2. Abschnitt: inżyniera magistra architektury; von 1957 bis 1959: inżyniera magistra architektury; von 1959 bis 1964: magistra inżyniera architektury; von 1964 bis 1982: magistra inżyniera architekta; von 1983 bis 1990: magister inżynier architekt; seit 1991: magistra inżyniera architekta)
—
der Krakauer Universität für Technologie, Fakultät für Architektur in Krakau (Politechnika Krakowska, Wydział Architektury) — Berufsbezeichnung des Architekten: magister inżynier architekt (von 1945 bis 1953 Universität für Bergbau und Hüttenkunde, polytechnische Fakultät für Architektur — Akademia Górniczo-Hutnicza, Politechniczny Wydział Architektury)
—
der Breslauer Universität für Technologie, Fakultät für Architektur in Breslau (Politechnika Wrocławska, Wydział Architektury) -— Berufsbezeichnung des Architekten: inżynier architekt, magister nauk technicznych; magister inżynier architektury; magister inżynier architekt (Berufsbezeichnungen von 1949 bis 1964: inżynier architekt, magister nauk technicznych; Berufsbezeichnung von 1956 bis 1964: magister inżynier architektury; Berufsbezeichnung seit 1964: magister inżynier architekt)
—
der Schlesischen Universität für Technologie, Fakultät für Architektur in Gliwice (Gleiwitz) (Politechnika Śląska, Wydział Architektury) — Berufsbezeichnung des Architekten: inżynier architekt; magister inżynier architekt (von 1945 bis 1955 Fakultät für Ingenieur- und Bauwesen — Wydział Inżynieryjno-Budowlany, Berufsbezeichnung: inżynier architekt; von 1961 bis 1969 Fakultät für Industriebau und allgemeines Ingenieurwesen — Wydział Budownictwa Przemysłowego i Ogólnego, Berufsbezeichnung: magister inżynier architekt; von 1969 bis 1976 Fakultät für Bauingenieurwesen und Architektur — Wydział Budownictwa i Architektury, Berufsbezeichnung: magister inżynier architekt; seit 1977 Fakultät für Architektur — Wydział Architektury, Berufsbezeichnung: magister inżynier architekt und seit 1995 Berufsbezeichnung: inżynier architekt)
—
der Posener Universität für Technologie, Fakultät für Architektur in Posen (Politechnika Poznańska, Wydział Architektury) — Berufsbezeichnung des Architekten: inżynier architektury; inżynier architekt; magister inżynier architekt (von 1945 bis 1955 Ingenieurschule, Fakultät für Architektur — Szkoła Inżynierska, Wydział Architektury, Berufsbezeichnung: inżynier architektury; Berufsbezeichnung seit 1978: magister inżynier architekt und seit 1999 Berufsbezeichnung: inżynier architekt)
—
der Technischen Universität Danzig, Fakultät für Architektur in Danzig (Politechnika Gdańska, Wydział Architektury) — Berufsbezeichnung des Architekten: magister inżynier architekt (von 1945 bis 1969 Fakultät für Architektur — Wydział Architektury, von 1969 bis 1971 Fakultät für Bauingenieurwesen und Architektur — Wydział Budownictwa i Architektury, von 1971 bis 1981 Institut für Architektur und Stadtplanung — Instytut Architektury i Urbanistyki, seit 1981 Fakultät für Architektur — Wydział Architektury)
—
der Technischen Universität Białystok, Fakultät für Architektur in Białystok (Politechnika Białostocka, Wydział Architektury) — Berufsbezeichnung des Architekten: magister inżynier architekt (von 1975 bis 1989 Institut für Architektur — Instytut Architektury)
—
der Technischen Universität Łódź, Fakultät für Bauingenieurwesen, Architektur und Umweltgestaltung in Łódź (Politechnika Łódzka, Wydział Budownictwa, Architektury i Inżynierii Środowiska) — Berufsbezeichnung des Architekten: inżynier architekt; magister inżynier architekt (von 1973 bis 1993 Fakultät für Bauingenieurwesen und Architektur — Wydział Budownictwa i Architektury und seit 1992 Fakultät für Bauingenieurwesen, Architektur und Umweltgestaltung — Wydział Budownictwa, Architektury i Inżynierii Środowiska; von 1973 bis 1978 inżynier architekt, seit 1978 Berufsbezeichnung: magister inżynier architekt)
—
der Technischen Universität Szczecin (Stettin), Fakultät für Bauingenieurwesen und Architektur in Stettin (Politechnika Szczecińska, Wydział Budownictwa i Architektury) — Berufsbezeichnung des Architekten: inżynier architekt; magister inżynier architekt (von 1948 bis 1954 Ingenieur-Hochschule, Fakultät für Architektur — Wyższa Szkoła Inżynierska, Wydział Architektury, Berufsbezeichnung: inżynier architekt, seit 1970 Berufsbezeichnung: magister inżynier architekt und seit 1998 Berufsbezeichnung: inżynier architekt)
Allen Diplomen muss die von der jeweiligen regionalen Architektenkammer in Polen ausgestellte Mitgliedsbescheinigung beigefügt sein, die dazu berechtigt, in Polen Tätigkeiten auf dem Gebiet der Architektur auszuüben.
2006/2007
Portugal
—
das von den Kunsthochschulen in Lissabon und Porto ausgestellte „diploma do curso especial de arquitectura“
—
das von den Kunsthochschulen in Lissabon und Porto ausgestellte Architektendiplom „diploma de arquitecto“
—
das von den Kunsthochschulen in Lissabon und Porto ausgestellte „diploma do curso de arquitectura“
—
das von der Kunsthochschule in Lissabon ausgestellte „diploma de licenciatura em arquitectura“
—
die von der Technischen Universität Lissabon und der Universität Porto ausgestellte „carta de curso de licenciatura em arquitectura“
—
das von der Technischen Universität Lissabon, Institut für Technik, ausgestellte Diplom für Bauingenieure (licenciatura em engenharia civil)
—
das von der Universität Porto, Fakultät für Ingenieurwesen, ausgestellte Diplom für Bauingenieure (licenciatura em engenharia civil)
—
das von der Universität von Coimbra, Fakultät für Naturwissenschaften und Technik, ausgestellte Diplom für Bauingenieure (licenciatura em engenharia civil)
—
das von der Universität Minho ausgestellte Ingenieursdiplom (licenciatura em engenharia civil, produção)
1987/1988
Slovenija
—
„univerzitetni diplomirani inženir arhitekture/univerzitetna diplomirana inženirka arhitekture“ (Universitätsdiplom in Architektur), ausgestellt von der Fakultät für Architektur, zusammen mit einer gesetzlich anerkannten Bescheinigung der für Architektur zuständigen Behörde, die dazu berechtigt, Tätigkeiten auf dem Gebiet der Architektur auszuüben
—
ein von den technischen Fakultäten ausgestelltes Universitätsdiplom, mit dem der Titel „univerzitetni diplomirani inženir (univ.dipl.inž.)/univerzitetna diplomirana inženirka“ verliehen wird, zusammen mit einer gesetzlich anerkannten Bescheinigung der für Architektur zuständigen Behörde, die dazu berechtigt, Tätigkeiten auf dem Gebiet der Architektur auszuüben
2006/2007
Slovensko
—
von der Slowakischen Technischen Universität (Slovenská vysoká škola technická) in Bratislava in den Jahren 1950-1952 ausgestelltes Diplom im Studiengang „Architektur und Hochbau“ („architektúra a pozemné staviteľstvo“) (Berufsbezeichnung: Ing.)
—
von der Fakultät für Architektur und Hochbau der Slowakischen Technischen Universität (Fakulta architektúry a pozemného staviteľstva, Slovenská vysoká škola technická) in Bratislava in den Jahren 1952-1960 ausgestelltes Diplom im Studiengang „Architektur“ („architektúra“) (Berufsbezeichnung: Ing. arch.)
—
von der Fakultät für Architektur und Hochbau der Slowakischen Technischen Universität (Fakulta architektúry a pozemného staviteľstva, Slovenská vysoká škola technická) in Bratislava in den Jahren 1952-1960 ausgestelltes Diplom im Studiengang „Hochbau“ („pozemné staviteľstvo“) (Berufsbezeichnung: Ing.)
—
von der Fakultät für Bauingenieurwesen der Slowakischen Technischen Universität (Stavebná fakulta, Slovenská vysoká škola technická) in Bratislava in den Jahren 1961-1976 ausgestelltes Diplom im Studiengang „Architektur“ („architektúra“) (Berufsbezeichnung: Ing. arch.)
—
von der Fakultät für Bauingenieurwesen der Slowakischen Technischen Universität (Stavebná fakulta, Slovenská vysoká škola technická) in Bratislava in den Jahren 1961-1976 ausgestelltes Diplom im Studiengang „Hochbau“ („pozemné stavby“) (Berufsbezeichnung: Ing.)
—
von der Fakultät für Architektur der Slowakischen Technischen Universität (Fakulta architektúry, Slovenská vysoká škola technická) in Bratislava seit 1977 ausgestelltes Diplom im Studiengang „Architektur“ („architektúra“) (Berufsbezeichnung: Ing. arch.)
—
von der Fakultät für Architektur der Slowakischen Technischen Universität (Fakulta architektúry, Slovenská vysoká škola technická) in Bratislava seit 1977 ausgestelltes Diplom im Studiengang „Städtebau“ („urbanizmus“) (Berufsbezeichnung: Ing. arch.)
—
von der Fakultät für Bauingenieurwesen der Slowakischen Technischen Universität (Stavebná fakulta, Slovenská technická univerzita) in Bratislava in den Jahren 1977-1997 ausgestelltes Diplom im Studiengang „Hochbau“ („pozemné stavby“) (Berufsbezeichnung: Ing.)
—
von der Fakultät für Bauingenieurwesen der Slowakischen Technischen Universität (Stavebná fakulta, Slovenská technická univerzita) in Bratislava seit 1998 ausgestelltes Diplom im Studiengang „Architektur und Hochbau“ („architektúra a pozemné stavby“) (Berufsbezeichnung: Ing.)
—
von der Fakultät für Bauingenieurwesen der Slowakischen Technischen Universität (Stavebná fakulta, Slovenská technická univerzita) in Bratislava in den Jahren 2000-2001 ausgestelltes Diplom im Studiengang „Hochbau — Fachgebiet Architektur“ („pozemné stavby — špecializácia: architektúra“) (Berufsbezeichnung: Ing.)
—
von der Fakultät für Bauingenieurwesen der Slowakischen Technischen Universität (Stavebná fakulta — Slovenská technická univerzita) in Bratislava seit 2001 ausgestelltes Diplom im Studiengang „Hochbau und Architektur“ („pozemné stavby a architektúra“) (Berufsbezeichnung: Ing.)
—
von der Akademie für bildende Künste und Gestaltung (Vysoká škola výtvarných umení) in Bratislava seit 1969 ausgestelltes Diplom im Studiengang „Architektur“ („architektúra“) (Berufsbezeichnungen: Akad. arch. bis 1990, Mgr. von 1990-1992, Mgr. arch. von 1992-1996, Mgr. art. seit 1997)
—
von der Fakultät für Bauingenieurwesen der Technischen Universität (Stavebná fakulta, Technická univerzita) in Košice in den Jahren 1981-1991 ausgestelltes Diplom im Studiengang „Hochbau“ („pozemné staviteľstvo“) (Berufsbezeichnung: Ing.)
Allen Diplomen muss Folgendes beigefügt sein:
—
eine von der slowakischen Architektenkammer (Slovenská komora architektov) in Bratislava ausgestellte Zulassung ohne Angabe des Fachgebiets bzw. für die Fachgebiete „Hochbau“ („pozemné stavby“) oder „Raumplanung“ („územné plánovanie“)
—
eine von der slowakischen Bauingenieurskammer (Slovenská komora stavebných inžinierov) in Bratislava ausgestellte Zulassung für das Fachgebiet Hochbau („pozemné stavby“).
2006/2007
Suomi/Finland
—
die von den Fachbereichen Architektur der Technischen Universitäten und der Universität Oulu ausgestellten Diplome (arkkitehti/arkitekt)
—
die von den technischen Instituten ausgestellten Diplome (rakennusarkkitehti/byggnadsarkitekt)
1997/1998
Sverige
—
die vom Königlichen Institut für Technik, Schule für Architektur, dem Chalmers-Institut für Technik und der Universität Lund, Institut für Technik ausgestellten Diplome (arkitekt, Magister in Architektur)
—
Mitgliedsbescheinigung des Schwedischen Architektenverbandes (Svenska Arkitekters Riksförbund (SAR)), sofern die betreffende Person ihre Ausbildung in einem Mitgliedstaat absolviert hat, für den diese Richtlinie gilt.
1997/1998
United Kingdom
—
die Befähigungsnachweise, die nach bestandener Prüfung
—
vom Royal Institute of British Architects
—
von den Architekturschulen an den Universitäten, den Polytechnischen Schulen, den Akademien (private Colleges) und den Technologie- und Kunstschulen ausgestellt wurden und am 10. Juni 1985 vom Architects Registration Council des Vereinigten Königreichs zwecks Zulassung zur Eintragung in das Berufsregister anerkannt wurden (Architect)
—
eine Bescheinigung, nach der ihr Inhaber gemäß Abschnitt 6 Absatz 1 Buchstaben a) oder b) des Architects Registration Act von 1931 ein erworbenes Recht auf das Führen der Berufsbezeichnung „Architekt“ hat (Architect)
—
eine Bescheinigung, nach der ihr Inhaber gemäß Abschnitt 2 des Architects Registration Act von 1938 ein erworbenes Recht auf das Führen der Berufsbezeichnung „Architekt“ hat (Architect).
1987/1988
ANHANG VII
Unterlagen und Bescheinigungen, die gemäß Artikel 50 Absatz 1 verlangt werden können
1.   Unterlagen
a)
Staatsangehörigkeitsnachweis der betreffenden Person.
b)
Kopie der Befähigungsnachweise oder des Ausbildungsnachweises, der zur Aufnahme des entsprechenden Berufes berechtigt, sowie gegebenenfalls eine Bescheinigung über die von der betreffenden Person erworbene Berufserfahrung.
Ferner können die zuständigen Behörden des Aufnahmemitgliedstaates den Antragsteller auffordern, Informationen zu seiner Ausbildung vorzulegen, soweit dies erforderlich ist, um festzustellen, ob diese möglicherweise von der im betreffenden Staat geforderten Ausbildung gemäß Artikel 14 erheblich abweicht. Ist der Antragsteller nicht in der Lage, diese Informationen vorzulegen, so wenden sich die zuständigen Behörden des Aufnahmestaats an die Kontaktstelle, die zuständige Behörde oder an eine andere einschlägige Stelle des Herkunftsmitgliedstaates.
c)
In den in Artikel 16 genannten Fällen eine Bescheinigung über die Art und die Dauer der Tätigkeit, die von der zuständigen Behörde oder Einrichtung des Herkunftsmitgliedstaates oder des Mitgliedstaates, aus dem die Person mit der fremden Staatsangehörigkeit kommt, ausgestellt wird.
d)
Die Behörde des Aufnahmemitgliedstaates, die die Aufnahme eines reglementierten Berufs von der Vorlage eines Zuverlässigkeitsnachweises oder einer Bescheinigung über die Konkursfreiheit abhängig macht oder die die Ausübung dieses Berufes im Falle eines schwerwiegenden standeswidrigen Verhaltens oder einer Verurteilung wegen strafbarer Handlungen aussetzt oder untersagt, erkennt bei Angehörigen der Mitgliedstaaten, die diesen Beruf im Hoheitsgebiet des Aufnahmemitgliedstaates ausüben wollen, als hinreichenden Nachweis Unterlagen an, die von den zuständigen Behörden des Herkunftsmitgliedstaats ausgestellt wurden und die belegen, dass die Erfordernisse erfüllt werden. Die Behörden des Herkunftsmitgliedstaats müssen die geforderten Unterlagen binnen zwei Monaten übermitteln.
Werden im Herkunftsmitgliedstaat die vorgenannten Unterlagen nicht ausgestellt, können sie durch eine eidesstattliche Erklärung oder — in den Staaten, in denen es keine eidesstattliche Erklärung gibt — durch eine feierliche Erklärung ersetzt werden, die die betreffende Person vor einer zuständigen Justiz- oder Verwaltungsbehörde oder gegebenenfalls vor einem Notar oder einer entsprechend bevollmächtigten Berufsorganisation des Herkunftsmitgliedstaats, die eine diese eidesstattlichen oder feierlichen Erklärungen bestätigende Bescheinigung ausstellt, abgegeben hat.
e)
Verlangt der Aufnahmemitgliedstaat von seinen Staatsangehörigen für die Aufnahme eines reglementierten Berufs einen Nachweis über die körperliche und geistige Gesundheit des Antragstellers, so erkennt dieser Mitgliedstaat den im Herkunftsmitgliedstaat geforderten diesbezüglichen Nachweis als hinreichend an. Wird im Herkunftsmitgliedstaat kein derartiger Nachweis verlangt, erkennt der Aufnahmemitgliedstaat eine von einer zuständigen Behörde dieses Staates ausgestellte Bescheinigung an. In diesem Fall müssen die zuständigen Behörden des Herkunftsmitgliedstaates die geforderte Bescheinigung binnen zwei Monaten übermitteln.
f)
Verlangt der Aufnahmemitgliedstaat von seinen Staatsangehörigen für die Aufnahme eines reglementierten Berufes
—
einen Nachweis über die finanzielle Leistungsfähigkeit des Antragstellers,
—
einen Nachweis darüber, dass der Antragsteller gegen die finanziellen Risiken seiner beruflichen Haftpflicht versichert ist, und zwar gemäß den im Aufnahmemitgliedstaat geltenden Rechts- und Verwaltungsvorschriften über die Einzelheiten und den Umfang einer solchen Garantie,
erkennt dieser Mitgliedstaat als hinreichenden Nachweis eine diesbezügliche Bescheinigung an, die von einer Bank oder einer Versicherung in einem anderen Mitgliedstaat ausgestellt wurde.
2.   Bescheinigungen
Um die Anwendung von Titel III Kapitel III dieser Richtlinie zu erleichtern, können die Mitgliedstaaten verlangen, dass die Antragsteller, die die geforderten Ausbildungsvoraussetzungen erfüllen, zusammen mit ihren Ausbildungsnachweisen eine Bescheinigung der zuständigen Behörden des Herkunftsmitgliedstaats vorlegen, aus der hervorgeht, dass diese Nachweise den in der Richtlinie verlangten Nachweisen entsprechen.

Summary:
System zur Anerkennung von Berufsqualifikationen
System zur Anerkennung von Berufsqualifikationen
 
ZUSAMMENFASSUNG DES DOKUMENTS:
Richtlinie 2005/36/EG über die Anerkennung von Berufsqualifikationen
WAS IST DER ZWECK DIESER RICHTLINIE?
Dadurch wird ein System zur Anerkennung von Berufsqualifikationen in der Europäischen Union (EU) festgelegt, die sich unter bestimmten Voraussetzungen auch auf die übrigen Länder des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR/EFTA) und die Schweiz erstrecken können. Ihr Ziel besteht darin, Fachleuten in anderen EU-Ländern den Zugang zu Arbeitsmärkten zu ermöglichen, die grenzüberschreitende Erbringung von Dienstleistungen weiter zu erleichtern und die Verwaltungsverfahren zu vereinfachen. Die Richtlinie definiert Vorschriften für die gegenseitige Anerkennung von Berufsabschlüssen zwischen der EU, der Schweiz und EWR/EFTA-Ländern. Mit der Richtlinie wurde eine gegenseitige Bewertung der nationalen Berufsvorschriften und eine Transparenzübung eingeführt (d. h. Überprüfung der Einreisebeschränkungen für Berufe und Bewertung ihrer Notwendigkeit). Sie enthält zudem laufende Transparenzverpflichtungen, wonach alle EU-Länder über die von ihnen regulierten Berufe Bericht erstatten und der Europäischen Kommission die Gründe für die Überlegung mitteilen müssen, dass bestehende oder neue Anforderungen den Grundsätzen der Nichtdiskriminierung und der Verhältnismäßigkeit entsprechen. Die Richtlinie gilt für alle Staatsangehörigen von EU-Ländern, EWR/EFTA-Ländern sowie der Schweiz, die als Selbstständige oder abhängig Beschäftigte einen reglementierten Beruf in einem anderen Land als dem, in dem sie ihre Berufsqualifikation erworben haben, ausüben wollen. Die Kommission hat eine interaktive Karte der regulierten Berufe in Europa veröffentlicht. Dies sind Berufe, zu denen der Zugang oder das Recht auf Ausübung von bestimmten Qualifikationen abhängt. Dazu gehören auch Berufe, für die die Verwendung eines bestimmten Titels geschützt ist, z. B. Wirtschaftsprüfer in Irland. Sie findet keine Anwendung für Berufe, die bereits durch bestimmte Richtlinien wie z. B. die Richtlinie 2006/43/EG über Abschlussprüfer geregelt sind. Im Fall von Rechtsanwälten sind ihre Qualifikationen zwar durch die Richtlinie 2005/36/EG gedeckt, sie profitieren jedoch auch von zwei spezifischen Richtlinien (77/249/EWG und 98/5/EG), die zusätzliche Möglichkeiten für sie einführen, um grenzüberschreitende Dienstleistungen zu erbringen, und das entweder vorübergehend oder indem sie sich dauerhaft in anderen EU-Ländern niederlassen.
WICHTIGE ECKPUNKTE
Vorübergehende MobilitätBerufstätige können ihre Dienstleistungen vorübergehend und gelegentlich von ihrem Niederlassungsort in ihrem Heimatland aus in einem anderen EU-Land erbringen. Das Zielland kann eine vorherige Erklärung verlangen, sie müssen jedoch die Anerkennungsverfahren nicht durchlaufen. Dies gilt nicht für Berufe mit Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheit und Sicherheit, für die die EU-Länder möglicherweise eine vorherige Anerkennung ihrer Qualifikation gemäß Artikel 7 Absatz 4 der Richtlinie verlangen.Dauerhafte Niederlassung
Die Richtlinie sieht drei Regelungen zur Anerkennung von Berufsabschlüssen vor:1.automatische Anerkennung von Berufen, deren Mindestanforderungen auf EU-Ebene in einem bestimmten Umfang harmonisiert sind: Ärzte, Krankenschwestern und Krankenpfleger für allgemeine Pflege, Zahnärzte, Tierärzte, Hebammen, Apotheker und Architekten; 2.automatische Anerkennung für bestimmte Berufe aufgrund ihrer Berufserfahrung: Berufstätige in Handwerk, Gewerbe und Industrie; 3.das allgemeine System für die oben genannten Berufe, die vom System der automatischen Anerkennung nicht gedeckt sind, beruht auf dem Grundsatz der gegenseitigen Anerkennung von Berufsqualifikationen.Das allgemeine System gilt auch für die übrigen reglementierten Berufe, zu denen jede Person Zugang hat, die ihre ausreichenden Qualifikationen dazu aus dem Heimatland nachweisen kann.Stellen die Behörden des Aufnahmelandes jedoch erhebliche Unterschiede zwischen der Ausbildung im Heimatland der Person und jener für die Ausübung derselben Tätigkeit im Aufnahmeland selbst fest, können diese der betreffenden Person zur Wahl geben, einen Anpassungslehrgang oder eine Eignungsprüfung zu absolvieren. Die Berufserfahrung des Antragstellers muss bei der Prüfung der Einführung und des Umfangs solcher Ausgleichsmaßnahmen berücksichtigt werden.Teilweiser ZugangMit der Richtlinie wurde der Grundsatz des teilweisen Zugangs zu einem Beruf eingeführt, bei dem die Tätigkeiten eines reglementierten Berufs von Land zu Land unterschiedlich sind. Dies kann für Berufstätige nützlich sein, die in einem echten Wirtschaftssektor arbeiten, der in dem EU-Land, in das sie wechseln möchten, nicht als eigenständiger Beruf existiert.SprachprüfungenDie Richtlinie erlaubt es den Aufnahmeländern systematische Sprachprüfungen nur für diejenigen Berufe durchzuführen, die Auswirkungen auf die Sicherheit von Patienten haben. Sprachprüfungen sollten erst stattfinden, nachdem das Gastland die Qualifikation anerkannt hat, sich auf die Kenntnis in einer Amts- oder Verwaltungssprache des Gastlandes beschränken und in einem angemessenen Verhältnis zu der auszuführenden Tätigkeit stehen.Europäischer Berufsausweis (EBA)Die Richtlinie in der durch die Richtlinie 2013/55/EU geänderten Fassung (in den EU-Ländern seit dem 18. Januar 2016 geltend) sieht die Möglichkeit vor, für ausgewählte Berufe einen Europäischen Berufsausweis zu erstellen. Dieser ermöglicht den Berufstätigen eine schnellere und einfachere Anerkennung ihrer Qualifikationen durch ein genormtes elektronisches Verfahren. Der Ausweis basiert auf dem Binnenmarktinformationssystem (IMI) und wird als elektronische Bescheinigung ausgestellt. Der Europäische Berufsausweis wurde bereits in der ersten Phase für Krankenschwestern und Krankenpfleger für allgemeine Pflege sowie Physiotherapeuten, Apotheker, Bergführer und Immobilienmakler eingeführt.Zugang zu Online-Informationen und -VerfahrenDie EU-Länder müssen alle Informationen über die Anerkennung von Qualifikationen für alle reglementierten Berufe über einen einheitlichen Ansprechpartner bereitstellen. Berufstätige sollten in der Lage sein, die von der Richtlinie abgedeckten Verfahren und Formalitäten online über einen einheitlichen Ansprechpartner oder die für den Beruf zuständigen Behörden zu erledigen. Betreuungsstellen in jedem EU-Land müssen im Einzelfall Beratung und Unterstützung leisten.Durchführungsrechtsakte und delegierte Rechtsakte
Im Jahr 2015 hat die Kommission die Durchführungsverordnung (EU) 2015/983 verabschiedet, in der das Verfahren festgelegt ist fürdie Ausstellung des Europäischen Berufsausweises und die Anwendung eines durch die Richtlinie 2005/36/EG eingeführten Warnmechanismus, der sicherstellt, dass Patienten und Verbraucher in der EU angemessen vor Berufstätigen geschützt sind, denen die Ausübung ihres Berufs in einem Land verboten oder eingeschränkt wurde oder die für die Anerkennung ihrer Qualifikation gefälschte Diplome verwendet haben.Im Jahr 2020 hat die Kommission die Durchführungsverordnung (EU) 2020/1190 zur Korrektur der Verordnung (EU) 2015/983 verabschiedet und klargestellt, dass die zuständige Behörde des EU-Heimatlandes über die Verlängerung vorübergehender Europäischer Berufsausweise entscheidet, die nach vorheriger Prüfung der Qualifikationen gemäß Artikel 7 Absatz 4 der Richtlinie ausgestellt wurden.
Die Kommission hat zudem die Delegierten Beschlüsse (EU) 2016/790, (EU) 2017/2113, (EU) 2019/608 und (EU) 2020/548 zur Änderung von Anhang V der Richtlinie 2005/36/EG und zur Aktualisierung der Liste der Nachweise für automatisch anerkannte formale Qualifikationen und Schulungen erlassen.
Mit der Delegierten Verordnung (EU) 2019/907 zur Einführung einer gemeinsamen Ausbildungsprüfung für Skilehrer wurde 2019 ein zusätzliches und freiwilliges System zur automatischen Anerkennung von Skilehrern in der gesamten EU eingeführt. Skilehrer, auf die sich die gemeinsame Ausbildungsprüfung nicht bezieht, profitieren weiterhin von dem in der Richtlinie festgelegten allgemeinen System zur gegenseitigen Anerkennung von Qualifikationen.
COVID-19-Pandemie
Nach dem Ausbruch der COVID-19-Pandemie und der Einführung von Maßnahmen zur Bewältigung der Auswirkungen der Krise verabschiedete die Kommission eine Mitteilung mit Leitlinien für die EU-Soforthilfe zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit im Gesundheitswesen im Zusammenhang mit der COVID-19 Krise.
WANN TRITT DIE RICHTLINIE IN KRAFT?
Die Richtlinie 2005/36/EG ist am 20. Oktober 2005 in Kraft getreten und musste bis spätestens 20. Oktober 2007 von den EU-Ländern in nationales Recht umgesetzt werden. Die mit Richtlinie 2013/55/EU eingeführten Änderungen sind am 17. Januar 2014 in Kraft getreten und mussten bis spätestens 18. Januar 2016 von den EU-Ländern in nationales Recht umgesetzt werden.
HINTERGRUND
Da die Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter in vielen EU-Ländern sinkt, wird die Nachfrage nach hoch qualifizierten Personen wahrscheinlich zunehmen. Daher sollten ihre Qualifikationen in der gesamten EU schnell, einfach und zuverlässig anerkannt werden.Weiterführende Informationen:Automatische Anerkennung (Europäische Kommission), Anerkennung von Berufsqualifikationen in der Praxis (Europäische Kommission), Datenbank der reglementierten Berufe (Europäische Kommission).
HAUPTDOKUMENT
Richtlinie 2005/36/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 7. September 2005 über die Anerkennung von Berufsqualifikationen (ABl. L 255 vom 30.9.2005, S. 22-142)
Nachfolgende Änderungen der Richtlinie 2005/36/EG wurden in den Originaltext eingefügt. Diese konsolidierte Fassung hat ausschließlich dokumentarischen Charakter.
VERBUNDENE DOKUMENTE
Durchführungsverordnung (EU) 2015/983 der Kommission vom 24. Juni 2015 betreffend das Verfahren zur Ausstellung des Europäischen Berufsausweises und die Anwendung des Vorwarnmechanismus gemäß der Richtlinie 2005/36/EG des Europäischen Parlaments und des Rates (ABl. L 159 vom 25.6.2015, S. 27-42)
Siehe konsolidierte Fassung.
Durchführungsverordnung (EU) 2020/1190 der Kommission vom 11. August 2020 zur Berichtigung der Durchführungsverordnung (EU) 2015/983 betreffend das Verfahren zur Ausstellung des Europäischen Berufsausweises und die Anwendung des Vorwarnmechanismus gemäß der Richtlinie 2005/36/EG des Europäischen Parlaments und des Rates (ABl. L 262 vom 12.8.2020, S. 4-5)
Mitteilung der Kommission – Leitlinien für die EU-Soforthilfe im Bereich der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit im Gesundheitswesen in der COVID-19-Krise (ABl. C 111 I vom 3.4.2020, S. 1-5)
Delegierte Verordnung (EU) 2019/907 der Kommission vom 14. März 2019 zur Festlegung einer gemeinsamen Ausbildungsprüfung für Skilehrer gemäß Artikel 49b der Richtlinie 2005/36/EG des Europäischen Parlaments und des Rates über die Anerkennung von Berufsqualifikationen (ABl. L 145 vom 4.6.2019, S. 7-18)
Siehe konsolidierte Fassung.
Beschluss 2007/172/EG der Kommission vom 19. März 2007 zur Einsetzung einer Koordinatorengruppe auf dem Gebiet der Anerkennung der Berufsqualifikationen (ABl. L 79 vom 20.3.2007, S. 38-39)
Siehe konsolidierte Fassung.
Richtlinie 98/5/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. Februar 1998 zur Erleichterung der ständigen Ausübung des Rechtsanwaltsberufs in einem anderen Mitgliedstaat als dem, in dem die Qualifikation erworben wurde (ABl. L 77 vom 14.3.1998, S. 36-43)
Siehe konsolidierte Fassung.
Richtlinie 77/249/EWG des Rates vom 22. März 1977 zur Erleichterung der tatsächlichen Ausübung des freien Dienstleistungsverkehrs der Rechtsanwälte (ABl. L 78 vom 26.3.1977, S. 17-18)
Siehe konsolidierte Fassung.
Letzte Aktualisierung: 16.11.2020