Document ID: 32009L0042

Reference:
6.6.2009
DE
Amtsblatt der Europäischen Union
L 141/29
RICHTLINIE 2009/42/EG DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES
vom 6. Mai 2009
über die statistische Erfassung des Güter- und Personenseeverkehrs
(Neufassung)
(Text von Bedeutung für den EWR)
DAS EUROPÄISCHE PARLAMENT UND DER RAT DER EUROPÄISCHEN UNION —
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft, insbesondere auf Artikel 285 Absatz 1,
auf Vorschlag der Kommission,
gemäß dem Verfahren des Artikels 251 des Vertrags (1),
in Erwägung nachstehender Gründe:
(1)
Die Richtlinie 95/64/EG des Rates vom 8. Dezember 1995 über die statistische Erfassung des Güter- und Personenseeverkehrs (2) wurde mehrfach und erheblich geändert (3). Aus Gründen der Klarheit empfiehlt es sich, im Rahmen der jetzt anstehenden Änderungen eine Neufassung vorzunehmen.
(2)
Damit die Kommission (Eurostat) im Rahmen der gemeinsamen Seeverkehrspolitik die ihr übertragenen Aufgaben erfüllen kann, benötigt sie regelmäßig vergleichbare, zuverlässige und aufeinander abgestimmte Statistiken über den Umfang und die Entwicklung des Güter- und Personenseeverkehrs zwischen der Gemeinschaft und Drittländern, zwischen den Mitgliedstaaten und innerhalb der Mitgliedstaaten.
(3)
Darüber hinaus ist es sowohl für die Mitgliedstaaten als auch für die Marktteilnehmer wichtig, über genaue Kenntnisse über den Seeverkehrsmarkt zu verfügen.
(4)
Die Erhebung statistischer Daten in der Gemeinschaft auf einer konsistenten oder harmonisierten Grundlage ermöglicht die Schaffung eines integrierten Systems, das zuverlässige, kompatible und aktuelle Informationen liefert.
(5)
Es ist erforderlich, die Vergleichbarkeit der Daten über den Güter- und Personenverkehr in Bezug auf die einzelnen Mitgliedstaaten und in Bezug auf die einzelnen Verkehrszweige herzustellen.
(6)
Gemäß dem Subsidiaritätsprinzip stellt die Schaffung gemeinsamer statistischer Normen, die die Erstellung harmonisierter Informationen ermöglichen, eine Maßnahme dar, die nur auf Gemeinschaftsebene wirksam durchgeführt werden kann. Die Datenerhebung in den einzelnen Mitgliedstaaten erfolgt unter der Federführung der jeweiligen Einrichtungen und Institutionen, die für die Erstellung der amtlichen Statistiken zuständig sind.
(7)
Die zur Durchführung dieser Richtlinie erforderlichen Maßnahmen sollten gemäß dem Beschluss 1999/468/EG des Rates vom 28. Juni 1999 zur Festlegung der Modalitäten für die Ausübung der der Kommission übertragenen Durchführungsbefugnisse (4) erlassen werden.
(8)
Insbesondere sollte die Kommission die Befugnis erhalten, besondere Vorschriften zur Durchführung dieser Richtlinie zu erlassen. Da es sich hierbei um Maßnahmen von allgemeiner Tragweite handelt, die eine Änderung nicht wesentlicher Bestimmungen dieser Richtlinie, auch durch Ergänzung um neue nicht wesentliche Bestimmungen, bewirken, sind diese Maßnahmen nach dem Regelungsverfahren mit Kontrolle des Artikels 5a des Beschlusses 1999/468/EG zu erlassen.
(9)
Da die neuen, in die vorliegende Richtlinie aufzunehmenden Elemente lediglich das Ausschussverfahren betreffen, brauchen die Mitgliedstaaten sie nicht umzusetzen.
(10)
Diese Richtlinie sollte die Verpflichtungen der Mitgliedstaaten hinsichtlich der in Anhang IX Teil B genannten Fristen für die Umsetzung der dort genannten Richtlinien in innerstaatliches Recht unberührt lassen —
HABEN FOLGENDE RICHTLINIE ERLASSEN:
Artikel 1
Erstellung von Statistiken
Die Mitgliedstaaten erstellen gemeinschaftliche Statistiken über die Beförderung von Gütern und Personen durch Seeschiffe, die Häfen in ihrem Hoheitsgebiet anlaufen.
Artikel 2
Definitionen
Im Sinne dieser Richtlinie bezeichnet der Ausdruck
a)
„Güter- und Personenseeverkehr“ die Beförderung von Gütern und Personen durch Seeschiffe auf Reisen, die ganz oder teilweise auf See stattfinden.
Der Geltungsbereich dieser Richtlinie umfasst auch die Güter,
i)
die zu Offshore-Einrichtungen verschifft werden;
ii)
die aus dem Meeresboden gewonnen und in Häfen gelöscht werden.
Bunker und Waren zur Versorgung von Schiffen sind vom Anwendungsbereich dieser Richtlinie ausgeschlossen;
b)
„Seeschiff“ ein Schiff, das nicht ausschließlich in Binnengewässern oder in geschützten Gewässern oder deren unmittelbarer Nähe oder in einer Hafenordnung unterliegenden Gebieten verkehrt.
Diese Richtlinie gilt nicht für Fischereifahrzeuge und Fischverarbeitungsschiffe, Bohr- und Explorationsschiffe, Schlepper, Schubschiffe, Forschungs/Vermessungsschiffe, Schwimmbagger, Kriegsschiffe und Schiffe, die ausschließlich zu nichtkommerziellen Zwecken verwendet werden;
c)
„Hafen“ einen Ort, der über Einrichtungen verfügt, die es Handelsschiffen ermöglichen, anzulegen, Güter zu laden oder zu löschen oder Personen ein- oder auszuschiffen;
d)
„Nationalität des Seetransportunternehmers“ die Nationalität, die dem Land entspricht, in dem die Geschäftstätigkeit des Seetransportunternehmers tatsächlich ihren Mittelpunkt hat;
e)
„Seetransportunternehmer“ jede Person, durch die oder in deren Namen ein Vertrag über die Beförderung von Gütern oder Personen auf dem Seeweg mit einem Verlader oder einem Passagier geschlossen wird.
Artikel 3
Erhebungsmerkmale
(1)   Die Mitgliedstaaten erheben Daten, die sich auf folgende Bereiche beziehen:
a)
Informationen über Ladung und Fahrgäste,
b)
Informationen über das Schiff.
Schiffe mit einer Bruttoraumzahl von weniger als 100 können von der Datenerhebung ausgenommen werden.
(2)   Die Erhebungsmerkmale, nämlich die statistischen Variablen für die einzelnen Bereiche, die für ihre Aufgliederung zu verwendenden Systematiken und die Häufigkeit der Erhebung sind in den Anhängen I bis VIII aufgeführt.
(3)   Die Erhebung der Daten stützt sich nach Möglichkeit auf verfügbare Quellen, um so die Belastung für die Auskunftspersonen zu beschränken.
(4)   Die Kommission passt die Erhebungsmerkmale und den Inhalt der Anhänge I bis VIII an die wirtschaftlichen und technischen Entwicklungen an, sofern diese Anpassung nicht zu einem wesentlichen Anstieg der Kosten für die Mitgliedstaaten und/oder der Belastung der Auskunftspersonen führt.
Diese Maßnahmen zur Änderung nicht wesentlicher Bestimmungen dieser Richtlinie durch Ergänzung werden nach dem in Artikel 10 Absatz 3 genannten Regelungsverfahren mit Kontrolle erlassen.
Artikel 4
Häfen
(1)   Für die Zwecke dieser Richtlinie erstellt die Kommission eine codierte und nach Ländern und Küstengebieten untergliederte Hafenliste.
Diese Maßnahmen zur Änderung nicht wesentlicher Bestimmungen dieser Richtlinie durch Ergänzung werden nach dem in Artikel 10 Absatz 3 genannten Regelungsverfahren mit Kontrolle erlassen.
(2)   Jeder Mitgliedstaat wählt aus der in Absatz 1 genannten Hafenliste die Häfen aus, über die jährlich ein Güterseeverkehr von mehr als 1 Mio. Tonnen oder ein Personenseeverkehr von mehr als 200 000 Bewegungen abgewickelt wird.
Für jeden ausgewählten Hafen sind detaillierte Daten gemäß Anhang VIII für die Bereiche (Güter, Personen) zu übermitteln, für die dieser Hafen das Auswahlkriterium erfüllt; für den anderen Bereich sind gegebenenfalls zusammengefasste Daten zu übermitteln.
(3)   Für die nicht ausgewählten Häfen der Hafenliste sind zusammengefasste Daten gemäß Anhang VIII, Datensatz A3, zu übermitteln.
Artikel 5
Genauigkeit der Statistiken
Die Datenerhebungsverfahren werden so konzipiert, dass die gemeinschaftlichen Seeverkehrsstatistiken eine für die in Anhang VIII aufgeführten Datensätze angemessene Genauigkeit aufweisen.
Die Kommission erstellt die Genauigkeitsanforderungen.
Diese Maßnahmen zur Änderung nicht wesentlicher Bestimmungen dieser Richtlinie durch Ergänzung werden nach dem in Artikel 10 Absatz 3 genannten Regelungsverfahren mit Kontrolle erlassen.
Artikel 6
Aufbereitung der Ergebnisse der Datenerhebung
Die Mitgliedstaaten bereiten die gemäß Artikel 3 erhobenen statistischen Informationen so auf, dass vergleichbare Statistiken vorliegen, die die in Artikel 5 genannten Genauigkeitsanforderungen erfüllen.
Artikel 7
Übermittlung der Ergebnisse der Datenerhebung
(1)   Die Mitgliedstaaten übermitteln der Kommission (Eurostat) die Ergebnisse der Erhebung der Daten nach Artikel 3, einschließlich der von ihnen aufgrund nationaler Rechtsvorschriften oder Praktiken auf dem Gebiet der statistischen Geheimhaltung für vertraulich erklärten Daten, und zwar gemäß der Verordnung (EG) Nr. 223/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 11. März 2009 über europäische Statistiken (5).
(2)   Die Ergebnisse werden entsprechend der im Anhang VIII festgelegten Struktur der statistischen Datensätze übermittelt. Die technischen Einzelheiten der Ergebnisübermittlung werden nach dem in Artikel 10 Absatz 2 genannten Verwaltungsverfahren erlassen.
(3)   Die Übermittlung der Ergebnisse mit vierteljährlicher Periodizität erfolgt innerhalb von fünf Monaten und von Daten mit jährlicher Periodizität innerhalb von acht Monaten nach Ablauf des Erhebungszeitraums.
Die erste Übermittlung bezieht sich auf das erste Quartal des Jahres 1997.
Artikel 8
Berichte
Die Mitgliedstaaten übermitteln der Kommission (Eurostat) sämtliche Informationen über das Erhebungsverfahren. Sie übermitteln ihr gegebenenfalls auch Angaben über alle wesentlichen Änderungen der angewandten Erhebungsverfahren.
Artikel 9
Verbreitung der statistischen Daten
Die Kommission (Eurostat) verbreitet mit der gleichen Periodizität, die für die Übermittlung der Ergebnisse gilt, entsprechende statistische Daten.
Einzelheiten der Veröffentlichung oder Verbreitung der statistischen Daten durch die Kommission (Eurostat) werden nach dem in Artikel 10 Absatz 2 genannten Verwaltungsverfahren erlassen.
Artikel 10
Ausschussverfahren
(1)   Die Kommission wird von dem durch die Verordnung (EG) Nr. 223/2009 eingesetzten Ausschuss für das Europäische Statistische System unterstützt.
(2)   Wird auf diesen Absatz Bezug genommen, so gelten die Artikel 4 und 7 des Beschlusses 1999/468/EG unter Beachtung von dessen Artikel 8.
Der Zeitraum nach Artikel 4 Absatz 3 des Beschlusses 1999/468/EG wird auf drei Monate festgesetzt.
(3)   Wird auf diesen Absatz Bezug genommen, so gelten Artikel 5a Absätze 1 bis 4 und Artikel 7 des Beschlusses 1999/468/EG unter Beachtung von dessen Artikel 8.
Artikel 11
Mitteilung von innerstaatlichen Vorschriften
Die Mitgliedstaaten teilen der Kommission den Wortlaut der wichtigsten innerstaatlichen Vorschriften mit, die sie auf dem unter diese Richtlinie fallenden Gebiet erlassen.
Artikel 12
Aufhebung
Die Richtlinie 95/64/EG, in der Fassung der in Anhang IX Teil A aufgeführten Rechtsakte, wird unbeschadet der Verpflichtungen der Mitgliedstaaten hinsichtlich der in Anhang IX Teil B genannten Fristen für die Umsetzung der dort genannten Richtlinien in innerstaatliches Recht aufgehoben.
Verweisungen auf die aufgehobene Richtlinie gelten als Verweisungen auf die vorliegende Richtlinie und sind nach Maßgabe der Entsprechungstabelle in Anhang X zu lesen.
Artikel 13
Inkrafttreten
Diese Richtlinie tritt am zwanzigsten Tag nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Union in Kraft.
Artikel 14
Adressaten
Diese Richtlinie ist an die Mitgliedstaaten gerichtet.
Geschehen zu Straßburg am 6. Mai 2009.
Im Namen des Europäischen Parlaments
Der Präsident
H.-G. PÖTTERING
Im Namen des Rates
Der Präsident
J. KOHOUT
(1)  Stellungnahme des Europäischen Parlaments vom 21. Oktober 2008 (noch nicht im Amtsblatt veröffentlicht) und Beschluss des Rates vom 23. April 2009.
(2)  ABl. L 320 vom 30.12.1995, S. 25.
(3)  Siehe Anhang IX Teil A.
(4)  ABl. L 184 vom 17.7.1999, S. 23.
(5)  ABl. L 87 vom 31.3.2009, S. 164.
ANHANG I
VARIABLEN UND DEFINITIONEN
1.   Statistische Variablen
a)   Angaben über Ladung und Passagiere
—
Bruttogewicht der Güter in Tonnen,
—
Art der Ladung unter Bezugnahme auf die Systematik in Anhang II,
—
Beschreibung der Güter unter Bezugnahme auf die Systematik in Anhang III
—
Meldehafen,
—
Richtung des Verkehrs, eingehend oder ausgehend,
—
beim Gütereingang: Einladehafen (d. h. der Hafen, in dem die Ladung auf das Schiff geladen wurde, mit dem sie im Meldehafen angekommen ist), wobei innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) der jeweilige Hafen gemäß der Hafenliste und außerhalb des EWR das Küstengebiet gemäß Anhang IV anzugeben ist;
—
beim Güterausgang; Ausladehafen (d. h. der Hafen, in dem die Ladung von dem Schiff, mit dem sie den Meldehafen verlassen hat, abgeladen wird), wobei innerhalb des EWR der jeweilige Hafen gemäß der Hafenliste und außerhalb des EWR das Küstengebiet gemäß Anhang IV anzugeben ist;
—
Anzahl der Passagiere, die eine Reise beginnen oder beenden, sowie Anzahl der Kreuzfahrtpassagiere auf Landausflug.
Für Güter in Containern oder Ro-Ro-Einheiten sind folgende Merkmale zusätzlich zu erfassen:
—
Anzahl der Container (beladen und leer) insgesamt,
—
Anzahl der leeren Container,
—
Anzahl der beladenen und unbeladenen Ro-Ro-Einheiten insgesamt,
—
Anzahl der leeren Ro-Ro-Einheiten.
b)   Angaben über die Schiffe
—
Anzahl der Schiffe,
—
Tragfähigkeit („deadweight“) oder Bruttoraumzahl der Schiffe,
—
Nationalität der Flagge unter Bezugnahme auf die Systematik in Anhang V,
—
Schiffstyp unter Bezugnahme auf die Systematik in Anhang VI,
—
Schiffsgröße unter Bezugnahme auf die Systematik in Anhang VII.
2.   Definitionen
a)
„Container“: Transportgefäß, das
1.
von dauerhafter Beschaffenheit und daher stabil genug ist, um mehrfach verwendet werden zu können;
2.
so konstruiert ist, dass der Gütertransport mit einem oder mehreren Verkehrsträgern ohne Umladen möglich ist;
3.
mit Einrichtungen versehen ist, die seine rationelle Handhabung, insbesondere beim Umladen von einem Verkehrsträger in einen anderen, ermöglichen;
4.
so konstruiert ist, dass es be- und entladen werden kann;
5.
mindestens 20 Fuß lang ist.
b)
„Ro-Ro-Einheit“: mit Rädern versehener Gegenstand, der zum Transport von Gütern bestimmt ist, z. B. ein Lastkraftwagen, Anhänger oder Sattelzug, der auf ein Schiff gefahren oder gezogen werden kann. Eingeschlossen in diese Definition sind Anhänger für den Hafenbetrieb oder Schiffsanhänger. Die Klassifizierung sollte entsprechend der VN/ECE-Empfehlung Nr. 21 „Codes for types of cargo“, packages and packaging materials (Codes für Ladungsarten, Verpackungen und Verpackungsmaterial) erfolgen.
c)
„Containerladung“: Container mit oder ohne Ladung, die auf die Schiffe, welche sie auf dem Seeweg befördern, verladen und aus ihnen entladen werden.
d)
„Ro-Ro-Ladung“: Güter auf Ro-Ro-Einheiten, unabhängig davon, ob sie in Container geladen sind oder nicht, und Ro-Ro-Einheiten, die auf die Schiffe, welche sie auf dem Seeweg befördern, gefahren und von ihnen heruntergefahren werden.
e)
„Bruttogewicht der Güter“: Gewicht der beförderten Güter, einschließlich Verpackung, aber ohne Eigengewicht des Containers oder der Ro-Ro-Einheit.
f)
„Tragfähigkeit (DWT)“: der in Tonnen angegebene Unterschied zwischen der Verdrängung eines Schiffes auf Sommerfreibord in Wasser mit einem spezifischen Gewicht von 1,025 und dem Eigengewicht des Schiffes, d. h. der in Tonnen angegebenen Verdrängung eines Schiffes ohne Ladung, Brennstoff, Schmieröl, Ballastwasser, Frischwasser und Trinkwasser in den Tanks, verbrauchbare Vorräte sowie Fahrgäste, Besatzung und ihre Habe.
g)
„Bruttoraumzahl“: die gemäß den Bestimmungen des Internationalen Schiffsvermessungsübereinkommens von 1969 ermittelte Gesamtgröße des Schiffs.
h)
„Kreuzfahrtpassagier“: Fahrgast zur See, der eine Kreuzfahrt unternimmt. Passagiere auf Landausflügen sind ausgenommen.
i)
„Kreuzfahrtschiff“: ein Fahrgastschiff, das den Passagieren ein rein touristisches Erlebnis vermittelt. Alle Passagiere sind in Kabinen untergebracht. An Bord gibt es Unterhaltungseinrichtungen. Schiffe im normalen Fährbetrieb zählen nicht zu dieser Kategorie, selbst wenn einige Passagiere die Fahrt als Kreuzfahrt betrachten. Frachtschiffe mit einigen wenigen Kabinen für Passagiere sind auszuschließen, ebenso Schiffe, die nur für Landausflüge genutzt werden.
j)
„Landausflug von Kreuzfahrtpassagieren“: kurzer Besuch einer Touristenattraktion in Hafennähe durch einen Kreuzfahrtpassagier, unter Beibehaltung der Kabine an Bord.
ANHANG II
SYSTEMATIK DER LADUNGSARTEN
Kategorie (1)
Code
einstellig
Code
zweistellig
Beschreibung
Gewicht
Anzahl
Flüssiggut
1
1X
Flüssige Güter (keine Ladeeinheit)
X
11
Verflüssigtes Gas
X
12
Rohöl
X
13
Erdölerzeugnisse
X
19
Sonstige flüssige Güter
X
Schüttgut
2
2X
Schüttgüter (keine Ladeeinheit)
X
21
Erze
X
22
Kohle
X
23
Landwirtschaftliche Erzeugnisse (z. B. Getreide, Soja, Tapioka)
X
29
Sonstige Schüttgüter
X
Container
3
3X
Güter in Großcontainern
X (2)
X
31
20-Fuß-Ladeeinheiten
X (2)
X
32
40-Fuß-Ladeeinheiten
X (2)
X
33
Ladeeinheiten > 20 Fuß und < 40 Fuß
X (2)
X
34
Ladeeinheiten > 40 Fuß
X (2)
X
Roll-on/Roll-off
(selbstfahrend)
5
5X
Mobile selbstfahrende Einheiten
X
X
51
Güter in Straßengüterfahrzeugen mit Anhängern
X (2)
X
52
Pkws mit Anhängern, Motorräder und Wohnwagen
X (3)
53
Omnibusse
X (3)
54
Handelsfahrzeuge (einschließlich Import-/Export-Kraftfahrzeuge)
X
X (3)
56
Lebende Tiere, „aus eigener Kraft“
X
X (3)
59
Sonstige mobile selbstfahrende Einheiten
X
X
Roll-on/Roll-off
(nicht selbstfahrend)
6
6X
Sonstige mobile Einheiten
X
X
61
Güter in Straßengüterverkehrsanhängern und Sattelanhängern ohne Zugmaschine
X (2)
X
62
Wohnwagen und sonstige Straßen, landwirtschaftliche und Industrieanhänger ohne Zugmaschine
X (3)
63
Güter in Eisenbahngüterwagen, Anhängern für die Güterbeförderung auf See, Trägerschiffsleichtern
X (2)
X
69
Sonstige mobile nicht selbstfahrende Einheiten
X
X
Sonstiges Stückgut
(einschließlich kleiner Container)
9
9X
Sonstige Ladung, a.n.g.
X
91
Forstwirtschaftliche Erzeugnisse
X
92
Erzeugnisse der Eisen- und Stahlindustrie
X
99
Sonstige Stückgüter
X
(1)  Diese Kategorien stehen in Einklang mit der VN/ECE-Emfehlung Nr. 21.
(2)  Bei der angegebenen Menge handelt es sich um das Bruttogewicht der Güter einschließlich Verpackung, jedoch ausschließlich des Gewichts der Container oder Ro-Ro- Einheiten.
(3)  Nur Gesamtzahl der Einheiten.
ANHANG III
NST 2007
Abteilung
Bezeichnung
01
Erzeugnisse der Landwirtschaft, Jagd und Forstwirtschaft; Fische und Fischeruierzeugnisse
02
Kohle; rohes Erdöl und Erdgas
03
Erze, Steine und Erden, sonstige Bergbauerzeugnisse; Torf; Uran- und Thoriumerze
04
Nahrungs- und Genussmittel
05
Textilien und Bekleidung; Leder und Lederwaren
06
Holz sowie Holz-, Kork- und Flechtwaren (ohne Möbel); Papier, Pappe und Waren daraus; Verlags- und Druckerzeugnisse, bespielte Ton-, Bild- und Datenträger
07
Kokereierzeugnisse und Mineralölerzeugnisse
08
Chemische Erzeugnisse und Chemiefasern; Gummi- und Kunststoffwaren; Spalt- und Brutstoffe
09
Sonstige Mineralerzeugnisse
10
Metalle und Halbzeug daraus; Metallerzeugnisse, ohne Maschinen und Geräte
11
Maschinen und Ausrüstungen a.n.g.; Büromaschinen, Datenverarbeitungsgeräte und -einrichtungen; Geräte der Elektrizitätserzeugung und -Verteilung u. A.; Nachrichtentechnik, Rundfunk- und Fernsehgeräte sowie elektronische Bauelemente; Medizin-, Mess-, Steuerungs- und regelungstechnische Erzeugnisse; optische Erzeugnisse; Uhren
12
Fahrzeuge
13
Möbel; Schmuck, Musikinstrumente. Sportgeräte, Spielwaren und sonstige Erzeugnisse
14
Sekundärrohstoffe; kommunale Abfälle und sonstige Abfälle
15
Post, Pakete
16
Geräte und Material für die Güterbeförderung
17
Im Rahmen von privaten und gewerblichen Umzügen beforderte Güter; von den Fahrgästen getrennt befördertes Gepäck; zum Zwecke der Reparatur bewegte Fahrzeuge; sonstige nichtmarktbestimmte Güter a.n.g.
18
Sammelgut: eine Mischung verschiedener Arten von Gütern, die zusammen befördert werden
19
Nicht identifizierbare Güter: Güter, die sieh aus irgendeinem Grund nicht genau bestimmen lassen und daher nicht den Gruppen 01 bis 16 zugeordnet werden können
20
Sonstige Güter a.n.g.
ANHANG IV
KÜSTENGEBIETE
Zu verwenden ist die im Bezugsjahr der Daten gültige Fassung der Geonomenklatur (gemäß Artikel 9 der Verordnung (EG) Nr. 1172/95 des Rates vom 22. Mai 1995 über die Statistiken des Warenverkehrs der Gemeinschaft und ihrer Mitgliedstaaten mit Drittländern (1)) aufgestelltes Länder- und Gebietsverzeichnis für die Statistik des Außenhandels der Gemeinschaft und des Handels zwischen ihren Mitgliedstaaten).
Der Code umfasst vier Stellen und setzt sich zusammen aus dem ISO-Alpha-2-Ländercode der oben genannten Nomenklatur, gefolgt von zwei Nullen (z. B. Code GR00 für Griechenland), außer bei Ländern, die in zwei oder mehr Küstengebiete untergliedert sind. Diese Küstengebiete sind durch eine vierte Stelle gekennzeichnet, die keine Null ist (sondern eine Ziffer zwischen 1und 7), wie in der folgenden Liste dargestellt:
Code
Küstengebiete
FR01
Frankreich: Atlantik-Nordseeküste
FR02
Frankreich: Mittelmeerküste
FR03
Französische Überseegebiete: Französisch-Guyana
FR04
Französische Überseegebiete: Martinique und Guadeloupe
FR05
Französische Überseegebiete: Réunion
DE01
Deutschland: Nordseeküste
DE02
Deutschland: Ostseeküste
DE03
Deutschland: Binnenland
GB01
Vereinigtes Königreich
GB02
Insel Man
GB03
Kanalinseln
ES01
Spanien: Nordatlantikküste
ES02
Spanien: Mittelmeer und Südatlantikküste, einschließlich der Balearen und der Kanarischen Inseln
SE01
Schweden: Ostseeküste
SE02
Schweden: Nordseeküste
TR01
Türkei: Schwarzmeerküste
TR02
Türkei: Mittelmeerküste
RU01
Russland: Schwarzmeerküste
RU02
Russland: Ostseeküste
RU03
Russland: Asien
MA01
Marokko: Mittelmeerküste
MA02
Marokko: Westafrikanische Küste
EG01
Ägypten: Mittelmeerküste
EG02
Ägypten: Rotmeerküste
IL01
Israel: Mittelmeerküste
IL02
Israel: Rotmeerküste
SA01
Saudi-Arabien: Rotmeerküste
SA02
Saudi-Arabien: Golfküste
US01
Vereinigte Staaten: Nordatlantikküste
US02
Vereinigte Staaten: Südatlantikküste
US03
Vereinigte Staaten: Golfküste
US04
Vereinigte Staaten: Südpazifikküste
US05
Vereinigte Staaten: Nordpazifikküste
US06
Vereinigte Staaten: Große Seen
US07
Puerto Rico
CA01
Kanada: Atlantikküste
CA02
Kanada: Große Seen und Oberer St.-Lorenz-Strom
CA03
Kanada: Große Seen und Oberer St.-Lorenz-Strom
CO01
Kolumbien: Nordküste
CO02
Kolumbien: Westküsten
Zusätzliche Codes
ZZ01
Off-shore-Anlagen
ZZ02
Aggregate und anderweitig nicht genannt
(1)  ABl. L 118 vom 25.5.1995, S. 10.
ANHANG V
NATIONALITÄT DER FLAGGE
Zu verwenden ist die im Bezugsjahr der Daten gültige Fassung der Geonomenklatur (des gemäß Artikel 9 der Verordnung (EG) Nr. 1172/95 aufgestelltes Länder- und Gebietsverzeichnisses für die Statistik des Außenhandels der Gemeinschaft und des Handels zwischen ihren Mitgliedstaaten).
Der Code umfasst vier Stellen und setzt sich zusammen aus dem ISO-Alpha-2-Ländercode der oben genannten Nomenklatur, gefolgt von zwei Nullen (z. B. Code GR00 für Griechenland), außer bei Ländern mit mehreren Flaggen. Diese Länder sind durch die vierte Stelle gekennzeichnet, die keine Null ist, wie in der folgenden Liste dargestellt:
Die Flaggen von Ländern mit mehreren Registern werden wie folgt codiert:
FR01
Frankreich
FR02
Französische Antarktisgebiete (einschließlich Kerguelen)
IT01
Italien — erstes Register
IT02
Italien — internationales Register
GB01
Vereinigtes Königreich
GB02
Insel Man
GB03
Kanalinseln
GB04
Gibraltar
DK01
Dänemark
DK02
Dänemark (DIS)
PT01
Portugal
PT02
Portugal (MAR)
ES01
Spanien
ES02
Spanien (Rebeca)
NO01
Norwegen
NO02
Norwegen (NIS)
US01
USA
US02
Puerto Rico
ANHANG VI
SYSTEMATIK DER SCHIFFSTYPEN (ICST-COM)
Typ
Zugehörige Schiffskategorien
10
Tankschiff
Öltankschiff
Chemikalientankschiff
Flüssiggastankschiff
Tankleichter
Sonstiges Tankschiff
20
Schüttgutfrachtschiff
Schüttgut-/Öltankschiff
Schüttgutfrachtschiff
31
Containerschiff
Vollcontainerschiff
32
Spezialfrachtschiff
Leichterträgerschiff
Chemikalienfrachtschiff
Frachtschiff zum Transport von Brennelementen oder Nuklearmaterial
Viehtransportschiff
Fahrzeugtransportschiff
Sonstiges Spezialfrachtschiff
33
Stückgutfrachtschiff
Kühlschiff
Ro-Ro-Fahrgastschiff
Ro-Ro-Containerschiff
Sonstiges Ro-Ro-Frachtschiff
Stückgutfrachtschiff/Fahrgastschiff
Stückgutfrachtschiff/Containerschiff
Eindeckfrachtschiff
Mehrdeckfrachtschiff
34
Trockenfrachtleichter/-schute
Deckleichter
Leichter mit Hopperraum
Lash-sea-Leichter
Offene Schute
Gedeckte Schute
Sonstige Schuten
35
Fahrgastschiff
Fahrgastschiff (ohne Kreuzfahrtschiffe)
36
Kreuzfahrtschiff
Nur Kreuzfahrtschiffe
41
Fischereifahrzeug
Fischfangschiff (1)
Fischverarbeitungsschiff (1)
42
Offshore-Fahrzeug
Bohrschiff (1)
Versorgungsschiff für Offshore-Einrichtungen (1)
43
Schlepper
Schlepper (1)
Schubschiff (1)
49
Sonstige
Forschungs-/Vermessungsschiff (1)
Schwimmbagger (1)
Sonstiges Schiff a.n.g. (1)
XX
Unbekannt
Unbekannter Schiffstyp
(1)  Sind nicht von dieser Richtlinie betroffen.
ANHANG VII
SCHIFFSGRÖSSENKLASSEN
Tragfähigkeit (DWT) oder Bruttoraumzahl (BRZ)
Diese Tabelle gilt nur für Schiffe mit einer Bruttoraumzahl von 100 oder mehr.
Klasse
Unterer Grenzwert
Oberer Grenzwert
DWT
BRZ
DWT
BRZ
01
—
100
bis 499
bis 499
02
500
500
999
999
03
1 000
1 000
1 999
1 999
04
2 000
2 000
2 999
2 999
05
3 000
3 000
3 999
3 999
06
4 000
4 000
4 999
4 999
07
5 000
5 000
5 999
5 999
08
6 000
6 000
6 999
6 999
09
7 000
7 000
7 999
7 999
10
8 000
8 000
8 999
8 999
11
9 000
9 000
9 999
9 999
12
10 000
10 000
19 999
19 999
13
20 000
20 000
29 999
29 999
14
30 000
30 000
39 999
39 999
15
40 000
40 000
49 999
49 999
16
50 000
50 000
79 999
79 999
17
80 000
80 000
99 999
99 999
18
100 000
100 000
149 999
149 999
19
150 000
150 000
199 999
199 999
20
200 000
200 000
249 999
249 999
21
250 000
250 000
299 999
299 999
22
300 000 und mehr
300 000 und mehr
—
—
Hinweis: Werden auch Schiffe mit einer Bruttoraumzahl von weniger als 100 von dieser Richtlinie erfasst, so sind sie der Größenklasse mit dem Code „99“ zuzuordnen.
ANHANG VIII
STRUKTUR DER STATISTISCHEN DATENSÄTZE
Mit den in diesem Anhang dargestellten Datensätzen wird die Periodizität der benötigten gemeinschaftlichen Seeverkehrsdaten angegeben. Jeder Datensatz definiert eine Kreuzklassifikation, für die Angaben von guter Qualität benötigt werden, mit einer begrenzten Zahl von Dimensionen auf unterschiedlichen Systematikebenen; alle anderen Dimensionen werden aggregiert:
Der Rat beschließt über die Bedingungen für die Erhebung des Datensatzes B1auf Vorschlag der Kommission und anhand der Ergebnisse der nach Artikel 10 der Richtlinie 95/65/EG während einer dreijährigen Übergangszeit durchgeführten Pilotstudie betreffend der Durchführbarkeit und der Kosten für die Mitgliedstaaten und für die Auskunftspersonen durch die Erhebung dieser Angaben.
ZUSAMMENGEFASSTE UND AUFGESCHLÜSSELTE STATISTIKEN
—
Bei den sowohl für die Waren als auch für die Fahrgäste ausgewählten Häfen sind folgende Datensätze zu übermitteln: A1, A2, B1, C1, D1, E1, F1 und/oder F2.
—
Bei den für die Waren, aber nicht für die Fahrgäste ausgewählten Häfen sind folgende Datensätze zu übermitteln: A1, A2, A3, B1, C1, E1, F1 und/oder F2.
—
Bei den für die Fahrgäste, aber nicht für die Waren ausgewählten Häfen sind folgende Datensätze zu übermitteln: A3, D1, F1 und/oder F2.
—
Bei den ausgewählten Häfen und den nicht ausgewählten Häfen (sowohl für Waren als auch für Fahrgäste) ist folgender Datensatz zu übermitteln: A3.
Datensatz A1
:
Seeverkehr in den wichtigsten europäischen Häfen nach Hafen, Ladungsart und Relation
Periodizität
:
vierteljährlich
Variablen
Darstellungsform
Systematik
Dimensionen
Datensatz
2 alphanumerische Zeichen
A1
Bezugsjahr
4 alphanumerische Zeichen
(z. B. 1997)
Bezugsquartal
1 alphanumerisches Zeichen
(1, 2, 3, 4)
Meldehafen
5 alphanumerische Zeichen
Ausgewählte EWR-Häfen der Hafenliste
Richtung
1 alphanumerisches Zeichen
Eingehend, ausgehend (1, 2)
Einlade-/Ausladehafen
5 alphanumerische Zeichen
EWR-Häfen der Hafenliste
Relation
4 alphanumerische Zeichen
Küstengebiete, Anhang IV
Ladungsart
1 alphanumerisches Zeichen
Frachtart, Anhang II
Angabe: Bruttogewicht der Güter in Tonnen.
Datensatz A2
:
Seeverkehr ohne Ladeeinheiten in den wichtigsten europäischen Häfen nach Hafen, Ladungsart und Relation
Periodizität
:
vierteljährlich
Variablen
Darstellungsform
Systematik
Dimensionen
Datensatz
2 alphanumerische Zeichen
A2
Bezugsjahr
4 alphanumerische Zeichen
(z. B. 1997)
Bezugsquartal
1 alphanumerisches Zeichen
(1, 2, 3, 4)
Meldehafen
5 alphanumerische Zeichen
Ausgewählte EWR-Häfen der Hafenliste
Richtung
1 alphanumerisches Zeiche
Eingehend, ausgehend (1, 2)
Einlade-/Ausladehafen
5 alphanumerische Zeichen
EWR-Häfen der Hafenliste
Relation
4 alphanumerische Zeichen
Küstengebiete, Anhang IV
Ladungsart
2 alphanumerische Zeichen
Ladungsarten, Anhang II (Unterkategorien 1X, 11, 12, 13, 19, 2X, 21, 22, 23, 29, 9X, 91, 92 und 99)
Angabe: Bruttogewicht der Güter in Tonnen.
Datensatz A3
:
Zu erhebende Daten für ausgewählte Häfen und für Häfen, für die keine detaillierten Statistiken zu erstellen sind (vgl. Artikel 4 Absatz 3)
Periodizität
:
jährlich
Variablen
Darstellungsform
Systematik
Dimensionen
Datensatz
2 alphanumerische Zeichen
A3
Bezugsjahr
4 alphanumerische Zeichen
(z. B. 1997)
Bezugsquartal
1 alphanumerisches Zeichen
(0)
Meldehafen
5 alphanumerische Zeichen
Sämtliche Häfen der Hafenliste
Richtung
1 alphanumerisches Zeichen
Eingehend, ausgehend (1, 2)
Angaben:
Bruttogewicht der Güter in Tonnen.
Anzahl der Passagiere (ohne Kreuzfahrtpassagiere).
Anzahl der Kreuzfahrtpassagiere, die eine Kreuzfahrt beginnen und beenden.
Anzahl der Kreuzfahrtpassagiere auf Landausflügen: Richtung: nur eingehend (1) — (fakultativ).
Datensatz B1
:
Seeverkehr in den wichtigsten europäischen Häfen nach Hafen, Ladungsart, Waren und Relation
Periodizitä
:
jährlich
Variablen
Darstellungsform
Systematik
Dimensionen
Datensatz
2 alphanumerische Zeichen
B1
Bezugsjahr
4 alphanumerische Zeichen
(z. B. 1997)
Bezugsquartal
1 alphanumerisches Zeichen
(0)
Meldehafen
5 alphanumerische Zeichen
Ausgewählte EWR-Häfen der Hafenliste
Richtung
1 alphanumerisches Zeichen
Eingehend, ausgehend (1, 2)
Einlade-/Ausladehafen
5 alphanumerische Zeichen
EWR-Häfen der Hafenliste
Relation
4 alphanumerische Zeichen
Küstengebiete, Anhang IV
Ladungsart
1 alphanumerisches Zeichen
Ladungsarten, Anhang II
Ware
2 alphanumerische Zeichen
Gütersystematik, Anhang III
Angabe: Bruttogewicht der Güter in Tonnen.
Datensatz C1
:
Seeverkehr mit Ladeeinheiten in den wichtigsten europäischen Häfen nach Hafen, Ladungsart, Relation und Angaben, ob beladen oder unbeladen
Periodizität
:
vierteljährlich
Variablen
Darstellungsform
Systematik
Dimensionen
Datensatz
2 alphanumerische Zeichen
C1
Bezugsjahr
4 alphanumerische Zeichen
(z. B. 1997)
Bezugsquartal
1 alphanumerisches Zeichen
(1, 2, 3, 4)
Meldehafen
5 alphanumerische Zeichen
Ausgewählte EWR-Häfen der Hafenliste
Richtung
1 alphanumerisches Zeichen
Eingehend, ausgehend (1, 2)
Einlade-/Ausladehafen
5 alphanumerische Zeichen
EWR-Häfen der Hafenliste
Relation
4 alphanumerische Zeichen
Küstengebiete, Anhang IV
Ladungsart
2 alphanumerische Zeichen
Ro), Anhang II (Unterkategorien 3X, 31, 32, 33, 34, 5X, 51, 52, 53, 54, 56, 59, 6X, 61, 62, 63 und 69)
Angaben:
Bruttogewicht der Güter in Tonnen (Ladungsart: Unterkategorien 3X, 31, 32, 33, 34, 5X, 51, 54, 56, 59, 6X, 61, 62, 63 und 69).
Anzahl der Einheiten (Ladungsart: Unterkategorien 3X, 31, 32, 33, 34, 5X, 51, 52, 53, 54, 56, 59, 6X, 61, 62, 63 und 69).
Anzahl der leeren Einheiten (Ladungsart: Unterkategorien 3X, 31, 32, 33, 34, 5X, 51, 59, 6X, 61, 62, 63 und 69).
Datensatz D1
:
Fahrgastverkehr in den wichtigsten europäischen Häfen nach Relation und Nationalität der Flagge
Periodizität
:
vierteljährlich
Variablen
Darstellungsform
Systematik
Dimensionen
Datensatz
2 alphanumerische Zeichen
D1
Bezugsjahr
4 alphanumerische Zeichen
(z. B. 1997)
Bezugsquartal
1 alphanumerisches Zeichen
(1, 2, 3, 4)
Meldehafen
5 alphanumerische Zeichen
Ausgewählte EWR-Häfen der Hafenliste
Richtung
1 alphanumerisches Zeichen
Eingehend, ausgehend (1, 2)
Einlade-/Ausladehafen
5 alphanumerische Zeichen
EWR-Häfen der Hafenliste
Relation
4 alphanumerische Zeichen
Küstengebiete, Anhang IV
Nationalität der Flagge
4 alphanumerische Zeichen
Nationalität der Flagge, Anhang V
Angabe: Anzahl der Passagiere ohne Kreuzfahrtpassagiere, die eine Reise beginnen oder beenden, und ohne Kreuzfahrtpassagiere auf Landausflug.
Datensatz E1
:
Seeverkehr in den wichtigsten europäischen Häfen nach Hafen, Ladungsart, Relation und Nationalität der Flagge
Periodizität
:
jährlich
Variablen
Darstellungsform
Systematik
Dimensions
DatensatzData set
2 alphanumerische Zeichen
E1
Bezugsjahr
4 alphanumerische Zeichen
(z. B. 1997)
Bezugsquartal
1 alphanumerisches Zeichen
(0)
Meldehafen
5 alphanumerische Zeichen
Ausgewählte EWR-Häfen der Hafenliste
Richtung
1 alphanumerisches Zeichen
Eingehend, ausgehend (1, 2)
Einlade-/Ausladehafen
5 alphanumerische Zeichen
EWR-Häfen der Hafenliste
Relation
4 alphanumerische Zeichen
Küstengebiete, Anhang IV
Ladungsart
1 alphanumerisches Zeichen
Ladungsarten, Anhang II
Nationalität der Flagge
4 alphanumerische Zeichen
Nationalität der Flagge, Anhang V
Angabe: Bruttogewicht der Güter in Tonnen.
Datensatz F1
:
Europäischer Hafenschiffsverkehr nach Hafen, Typ und Größenklasse der Schiffe, in die Güter geladen und aus denen Güter gelöscht werden, in die Passagiere einsteigen und aus denen Passagiere aussteigen (einschließlich Kreuzfahrtpassagiere auf Landausflügen)
Periodizität
:
vierteljährlich
Variablen
Darstellungsform
Systematik
Dimensionen
Datensatz
2 alphanumerische Zeichen
F1
Bezugsjahr
4 alphanumerische Zeichen
(z. B. 1997)
Bezugsquartal
1 alphanumerisches Zeichen
(1, 2, 3, 4)
Meldehafen
5 alphanumerische Zeic
Ausgewählte EWR-Häfen der Hafenliste
Richtung
1 alphanumerisches Zeichen
Eingehend, ausgehend (1, 2)
Schiffstyp
2 alphanumerische Zeichen
Schiffstyp, Anhang VI
Schiffsgröße
2 alphanumerische Zeichen
Tragfähigkeit, Anhang VII
Angaben:
Anzahl der Schiffe.
Tragfähigkeit der Schiffe in Tonnen.
Datensatz F2
:
Europäischer Hafenschiffsverkehr nach Hafen, Typ und Größenklasse der Schiffe, in die Güter geladen und aus denen Güter gelöscht werden, in die Passagiere einsteigen und aus denen Passagiere aussteigen (einschließlich Kreuzfahrtpassagiere auf Landausflügen)
Periodizität
:
vierteljährlich
Variablen
Darstellungsform
Systematik
Dimensionen
Datensatz
2 alphanumerische Zeichen
F2
Bezugsjahr
4 alphanumerische Zeichen
(z. B. 1997)
Bezugsquartal
1 alphanumerisches Zeichen
(1, 2, 3, 4)
Meldehafen
5 alphanumerische Zeichen
Ausgewählte EWR-Häfen der Hafenliste
Richtung
1 alphanumerisches Zeichen
Eingehend, ausgehend (1, 2)
Schiffstyp
2 alphanumerische Zeichen
Schiffstyp, Anhang VI
Schiffsgröße
2 alphanumerische Zeichen
Bruttoraumzahl-Größenklasse, Anhang VII
Angaben:
Anzahl der Schiffe.
Bruttoraumzahl der Schiffe.
ANHANG IX
TEIL A
Aufgehobene Richtlinie mit ihren nachfolgenden Änderungen
(gemäß Artikel 12)
Richtlinie 95/64/EG des Rates
(ABl. L 320 vom 30.12.1995, S. 25).
Entscheidung 98/385/EG der Kommission
(ABl. L 174 vom 18.6.1998, S. 1).
Nur Artikel 3
Entscheidung 2000/363/EG der Kommission
(ABl. L 132 vom 5.6.2000, S. 1).
Nur Artikel 1
Verordnung (EG) Nr. 1882/2003 des Europäischen Parlaments und des Rates
(ABl. L 284 vom 31.10.2003, S. 1).
Nur Anhang II Nummer 20
Entscheidung 2005/366/EG der Kommission
(ABl. L 123 vom 17.5.2005, S. 1).
Nur Artikel 1
Verordnung (EG) Nr. 1304/2007
(ABl. L 290 vom 8.11.2007, S. 14).
Nur Artikel 1
TEIL B
Fristen für die Umsetzung in innerstaatliches Recht
(gemäß Artikel 12)
Richtlinie
Umsetzungsfrist
95/64/EG
31. Dezember 1996
ANHANG X
ENTSPRECHUNGSTABELLE
Richtlinie 95/64/EG
Vorliegende Richtlinie
Artikel 1
Artikel 1
Artikel 2 Nummer 1 Absatz 1
Artikel 2 Buchstabe a Absatz 1
Artikel 2 Nummer 1 Absatz 2 Buchstaben a und b
Artikel 2 Buchstabe a Absatz 2 Ziffern i und ii
Artikel 2 Nummer 1 Absatz 3
Artikel 2 Buchstabe a Absatz 3
Artikel 2 Nummern 2 bis 5
Artikel 2 Buchstaben b bis e
Artikel 3
Artikel 3
Artikel 4 Absatz 1
Artikel 4 Absatz 1
Artikel 4 Absatz 2 Unterabsatz 1
Artikel 4 Absatz 2 Unterabsatz 1
Artikel 4 Absatz 2 Unterabsatz 2
—
Artikel 4 Absatz 2 Unterabsatz 3
Artikel 4 Absatz 2 Unterabsatz 2
Artikel 4 Absatz 3
Artikel 4 Absatz 3
Artikel 5, 6 und 7
Artikel 5, 6 und 7
Artikel 8 Absatz 1
Artikel 8
Artikel 8 Absatz 2
—
Artikel 9
Artikel 9
Artikel 10
—
Artikel 11
—
Artikel 12
—
Artikel 13 Absätze 1 und 2
Artikel 10 Absätze 1 und 2
—
Artikel 10 Absatz 3
Artikel 13 Absatz 3
—
Artikel 14 Absatz 1
—
Artikel 14 Absatz 2
Artikel 11
—
Artikel 12
Artikel 15
Artikel 13
Artikel 16
Artikel 14
Anhänge I bis VIII
Anhänge I bis VIII
—
Anhang IX
—
Anhang X

Summary:
Statistische Erfassung des Güter- und Personenseeverkehrs
Statistische Erfassung des Güter- und Personenseeverkehrs
ZUSAMMENFASSUNG DES DOKUMENTS:
Richtlinie 2009/42/EG – die statistische Erfassung des Güter- und Personenverkehrs, der EU-Häfen anläuft
WAS IST DER ZWECK DIESER RICHTLINIE?
              
Sie legt dar, wie die Länder der Europäischen Union (EU) Statistiken über die Beförderung von Gütern und Personen durch Seeschiffe erstellen sollten, die EU-Häfen anlaufen.
WICHTIGE ECKPUNKTE
Die Daten
Diese statistischen Daten beziehen sich auf Informationen über Ladung und Passagiere sowie auf Informationen über das Schiff selbst. Die Anhänge dieser Richtlinie beschreiben die Erhebungsmerkmale. Hierzu gehören:
Bruttogewicht und Beschreibung der Güter,
Meldehafen,
Systematik der Ladungsarten,
Anzahl der Passagiere,
Typ und Größenklasse der Schiffe.
Schiffe mit einer Bruttoraumzahl von weniger als 100 können von der Datenerhebung ausgenommen werden.
Datenerhebung
Die Europäische Kommission ist zuständig für die Erstellung einer Liste aller EU-Häfen, für die zusammengefasste Daten vorzulegen sind. Zusätzlich muss jedes EU-Land aus dieser Liste alle Häfen auswählen, über die
jährlich mehr als 1 Mio. Tonnen Güter abgewickelt werden oder
ein Personenseeverkehr von mehr als 200 000 Bewegungen abgewickelt wird.
Für diese ausgewählten Hafen sind detaillierte Daten zu erheben.
Übermittlung der Daten
Die EU-Länder müssen der Kommission (Eurostat) die Ergebnisse der Erhebung innerhalb folgender Fristen übermitteln:
innerhalb von fünf Monaten nach Ablauf des Erhebungszeitraums bei Daten, die vierteljährlich erhoben werden, und
innerhalb von acht Monaten bei Daten, die jährlich erhoben werden.
Die EU-Länder müssen Eurostat Informationen über die Erhebungsverfahren sowie Angaben über wesentliche Änderungen der angewandten Erhebungsverfahren übermitteln. Anschließend veröffentlicht Eurostat die entsprechenden erhobenen Statistiken.
Die Richtlinie wurde durch die Verordnung (EU) Nr. 1090/2010 geändert, um die Datenerhebung zu mit Seeschiffen beförderten Gütern mit anderen Verkehrsträgern in Einklang zu bringen.
Durch Beschluss 2010/216/EU wurden einige technische Merkmale hinsichtlich der Datenerhebung geändert, unter anderem die für die Nationalität der Flagge zu verwendenden Codes und die Struktur der Datensätze.
Durch Beschluss 2012/186/EU wurden einige der statistischen Variablen, die bei der Datenerhebung verwendet werden, geändert und einige Definitionen und die Systematik der Ladungsarten geklärt.
WANN TRITT DIE RICHTLINIE IN KRAFT?
              
Richtlinie 2009/42/EG ist am 26. Juni 2009 in Kraft getreten. Sie ist eine Neufassung der Richtlinie 95/64/EG und ihren nachfolgenden Änderungen, die bis zum 31. Dezember 1996 in nationales Recht der EU-Länder umgesetzt werden mussten.
HAUPTDOKUMENT
            
Richtlinie 2009/42/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 6. Mai 2009 über die statistische Erfassung des Güter- und Personenseeverkehrs (Neufassung) (ABl. L 141 vom 6.6.2009, S. 29-47)
Nachfolgende Änderungen und der Richtlinie 2009/42/EG wurden in den Originaltext eingefügt. Diese konsolidierte Fassung hat ausschließlich dokumentarischen Charakter.
VERBUNDENE DOKUMENTE
            
Bericht der Kommission an das Europäische Parlament und den Rat über die Ausübung der Befugnis zum Erlass delegierter Rechtsakte gemäß der Verordnung (EU) Nr. 1090/2010 des Europäischen Parlaments und des Rates zur Änderung der Richtlinie 2009/42/EG über die statistische Erfassung des Güter- und Personenseeverkehrs (COM(2015) 362 final vom 28.7.2015)
Letzte Aktualisierung: 01.03.2017