Document Number: JJT_20201215_OGH0002_0140OS00127_20P0000_000
ECLI: ECLI:AT:OGH0002:2020:0140OS00127.20P.1215.000
Case Number: 14Os127/20p
Application Type: Justiz
Court: OGH
Decision Date: 1607990400000
Word Count: 1673

Kopf
Der Oberste Gerichtshof hat am 15.Â DezemberÂ 2020 durch die SenatsprÃ¤sidentin des Obersten Gerichtshofs Mag.Â Hetlinger als Vorsitzende sowie die HofrÃ¤tin des Obersten Gerichtshofs Dr.Â Setz-Hummel LL.M. und den Hofrat des Obersten Gerichtshofs Dr.Â Haslwanter LL.M. in Gegenwart des SchriftfÃ¼hrers Mag.Â Nikolic in der Strafsache gegen Dr.Â ***** K***** und andere Beschuldigte wegen des Verbrechens des gewerbsmÃ¤ÃŸigen schweren Betrugs nach Â§Â§Â 12 dritter Fall, 146, 147 AbsÂ 3, 148 zweiter Fall StGB, AZÂ 316Â HRÂ 75/20d des Landesgerichts fÃ¼r Strafsachen Wien (AZÂ 714Â StÂ 24/20z der Staatsanwaltschaft Wien), Ã¼ber die Grundrechtsbeschwerde des Beschuldigten ***** S***** gegen den Beschluss des Oberlandesgerichts Wien als Beschwerdegericht vom 21.Â OktoberÂ 2020, AZÂ 31Â BsÂ 272/20g (ONÂ 226 der HR-Akten), nach AnhÃ¶rung der Generalprokuratur in nichtÃ¶ffentlicher Sitzung zu Recht erkannt:
Spruch
***** S***** wurde im Grundrecht auf persÃ¶nliche Freiheit nicht verletzt.
Die Grundrechtsbeschwerde wird abgewiesen.
Text
GrÃ¼nde:
Mit Beschluss vom 10.Â SeptemberÂ 2020, GZÂ 316Â HRÂ 75/20d-172, verlÃ¤ngerte das Landesgericht fÃ¼r Strafsachen Wien die am 31.Â JuliÂ 2020 Ã¼ber ***** S***** verhÃ¤ngte Untersuchungshaft aus dem Haftgrund der Tatbegehungsgefahr nach Â§Â 173 AbsÂ 2 ZÂ 3 litÂ a und b StPO.
Der dagegen vom Beschuldigten S***** ergriffenen Beschwerde gab das Oberlandesgericht Wien mit dem angefochtenen Beschluss nicht Folge und setzte die Untersuchungshaft aus demselben Haftgrund, erneut in den Varianten der ZÂ 3 litÂ a und b, mit Wirksamkeit bis 21.Â DezemberÂ 2020, fort.
Dabei ging es (deutlich genug) vom dringenden Verdacht aus, S***** habe gemeinsam mit Dr.Â K***** und weiteren Beschuldigten seit einem noch festzustellenden Zeitpunkt bis Ende Juli 2020 in W***** und an anderen Orten gewerbsmÃ¤ÃŸig (Â§Â 70 AbsÂ 1 ZÂ 1 und 3 [vgl BSÂ 15] StGB) in Bezug auf jeweils schweren Betrug (Â§ 147 AbsÂ 2 StGB) und mit auf unrechtmÃ¤ÃŸige Bereicherung gerichtetem Vorsatz zur AusfÃ¼hrung der strafbaren Handlungen der nachstehend angefÃ¼hrten und zahlreichen weiteren noch auszuforschenden Personen beigetragen (Â§Â 12 dritter Fall StGB), die mit auf unrechtmÃ¤ÃŸige Bereicherung gerichtetem Vorsatz Mitarbeiter der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft (nunmehr Sozialversicherungsanstalt der SelbstÃ¤ndigen) durch TÃ¤uschung Ã¼ber Tatsachen, nÃ¤mlich (gemeint:) durch die Vorgabe, als Kommanditisten in den nachstehenden sowie in weiteren noch auszuforschenden Gesellschaften im Inland einer selbstÃ¤ndigen ErwerbstÃ¤tigkeit (Â§Â 2 AbsÂ 1 ZÂ 4 GSVG vgl dazu Brameshuber in Neumann, GSVG fÃ¼r Steuerberater2 GSVG Â§Â 2 RzÂ 150; Schreiber in Sonntag [Hrsg] GSVG9 Â§Â 2 RzÂ 105) nachzugehen sowie (teilweise) die Voraussetzungen fÃ¼r eine Mitversicherung ihrer FamilienangehÃ¶rigen (Â§Â 10 GSVG) oder fÃ¼r eine Teilversicherung in der Krankenversicherung (Â§Â 3 GSVG) zu erfÃ¼llen, obwohl tatsÃ¤chlich sowohl die GrÃ¼ndung der nachstehend angefÃ¼hrten Scheingesellschaften und die Eintragung der unmittelbaren TÃ¤ter als Kommanditisten in diese oder in bereits bestehende Scheingesellschaften, als auch deren Einreise sowie jene ihrer mitversicherten AngehÃ¶rigen mit Vorerkrankungen, teils unter Stellung von AsylantrÃ¤gen, teils mit Schengen-Touristenvisa, von Armenien Ã¼ber teils weitere Staaten nach Ã–sterreich lediglich zwecks Inanspruchnahme von Versicherungsleistungen erfolgte, zu Handlungen, nÃ¤mlich zur Erbringung von Leistungen im Rahmen der Krankenversicherung verleitet, wodurch die Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft (nunmehr Sozialversicherungsanstalt der SelbstÃ¤ndigen) mit den nachstehend angefÃ¼hrten BetrÃ¤gen am VermÃ¶gen geschÃ¤digt und durch die Tat ein noch festzustellender, 300.000Â Euro Ã¼bersteigender Schaden herbeigefÃ¼hrt wurde, indem â€“ in AusfÃ¼hrung des Tatplans â€“ Dr.Â K***** gegen Entgelt die GrÃ¼ndung der Gesellschaften und die Eintragungen mitorganisierte sowie als deren Vertreter auftrat, als Unterkunftgeber Meldeadressen fÃ¼r die Gesellschaften als Scheinfirmensitze und fÃ¼r die Kommanditisten zur VerfÃ¼gung stellte sowie weitere organisatorische TÃ¤tigkeiten ausfÃ¼hrte, und S***** teils als Vertreter der Gesellschaften auftrat, teils AntrÃ¤ge an die Sozialversicherungsanstalt bearbeitete, teils Zahlungen fÃ¼r die Dienste des Dr.Â K***** entgegennahm, Unterlagen erstellte und an der GrÃ¼ndung der britischen Limited-Konstrukte mitwirkte, die als (gemeint:) KomplementÃ¤re bei den Scheingesellschaften fungieren sollten, und zwar, jeweils im JahrÂ 2019, zu den strafbaren Handlungen
(A)Â der ***** A***** und des N***** G*****, die unter der Vorgabe einer selbstÃ¤ndigen ErwerbstÃ¤tigkeit als Kommanditisten der SR***** GmbH & Co KG und der V***** Handels LTD & Co KG fÃ¼r die Mitversicherten A***** G***** medizinische Leistungen und Medikamente im Wert von etwa 250.000Â Euro und fÃ¼r M***** G***** medizinische Leistungen im Wert von 240Â Euro in Anspruch nahmen;
(B)Â der ***** Si*****, die unter Vorgabe einer selbstÃ¤ndigen ErwerbstÃ¤tigkeit als Kommanditistin der SR***** GmbH & Co KG medizinische Leistungen im Wert von 4.219,42 Euro in Anspruch nahm;
(C)Â des ***** Kh*****, der unter Vorgabe einer selbstÃ¤ndigen ErwerbstÃ¤tigkeit als Kommanditist der G***** LTD & Co KG medizinische Leistungen im Wert von 250.500 Euro in Anspruch nahm, sowie
(D)Â des ***** Av*****, der unter Vorgabe einer selbstÃ¤ndigen ErwerbstÃ¤tigkeit als Kommanditist der VG-AGROTRADE GmbH & Co KG medizinische Leistungen im Wert von 205.500Â Euro in Anspruch nahm (BSÂ 3Â ff).
Das Beschwerdegericht subsumierte dieses Verhalten dem Verbrechen des gewerbsmÃ¤ÃŸigen schweren Betrugs nach Â§Â§Â 12 dritter Fall, 146, 147 AbsÂ 3, 148 zweiter Fall StGB.
Rechtliche Beurteilung
Mit der dagegen gerichteten Grundrechtsbeschwerde bekÃ¤mpft S***** nominell ausschlieÃŸlich die Annahme des Haftgrundes der Tatbegehungsgefahr in der Variante der ZÂ 3 litÂ a, der Sache nach jedoch auch jene der ZÂ 3 litÂ b des Â§Â 173 AbsÂ 2 StPO. Ihr kommt keine Berechtigung zu.
Im Rahmen des Grundrechtsbeschwerdeverfahrens Ã¼berprÃ¼ft der Oberste Gerichtshof die rechtliche Annahme von HaftgrÃ¼nden nur dahin, ob sie aus den im angefochtenen Beschluss angefÃ¼hrten bestimmten Tatsachen (vgl Â§Â 174 AbsÂ 3 ZÂ 4 StPO) abgeleitet werden durften, ohne dass die darin liegende Ermessensentscheidung als willkÃ¼rlich, demnach als nicht oder als offenbar unzureichend begrÃ¼ndet, angesehen werden mÃ¼sste (RIS-Justiz RS0117806, RS0118185; Kier in WK2 GRBG Â§Â 2 RzÂ 49).
â€žBestimmtâ€œ sind die Tatsachen, wenn sie sich aus dem konkreten Einzelfall ergeben; es darf sich nicht um bloÃŸ allgemeine Erfahrungstatsachen handeln (erneut RIS-Justiz RS0118185 [T3]; Kirchbacher/Rami, WK-StPO Â§Â 173 RzÂ 28).
Tatbegehungsgefahr im Sinn des Â§Â 173 AbsÂ 2 ZÂ 3 litÂ b StPO setzt die BefÃ¼rchtung voraus, der Angeklagte werde auf freiem FuÃŸ eine strafbare Handlung mit nicht bloÃŸ leichten Folgen (vgl dazu Kirchbacher/Rami, WK-StPO Â§Â 173 RzÂ 43, 45Â f) begehen, die gegen dasselbe Rechtsgut gerichtet ist wie die ihm angelastete strafbare Handlung, wenn â€“ hier relevant â€“ ihm nunmehr wiederholte oder fortgesetzte Handlungen (s dazu Kirchbacher/Rami, WK-StPO Â§Â 173 RzÂ 48Â f mwN) angelastet werden. Der Unterschied zur rechtlichen Annahme schwerer Folgen (Â§Â 173 AbsÂ 2 ZÂ 3 litÂ a StPO) ist im geringeren Gewicht der Tatauswirkungen begrÃ¼ndet (Kirchbacher/Rami, WK-StPO Â§Â 173 RzÂ 46). Bei VermÃ¶gensdelikten sind â€žnicht bloÃŸ leichte Folgenâ€œ VermÃ¶gensschÃ¤den deutlich Ã¼ber der Bagatellgrenze (vgl Â§Â 141 StGB), wenn der Schaden aus einer einzigen Tat (nicht durch Zusammenrechnung) resultiert (Fabrizy, StPO13 Â§Â 173 RzÂ 12; vgl Kirchbacher/Rami, WK-StPO Â§Â 173 RzÂ 43).
Vorliegend bejahte das Oberlandesgericht den Haftgrund der Tatbegehungsgefahr nach Â§Â 173 AbsÂ 2 ZÂ 3 litÂ a und b StPO. Zur Variante der ZÂ 3 litÂ a erwog es, dass beim Beschuldigten die Gefahr bestehe, er werde â€žeine strafbare Handlung mit schweren Folgen begehen, die gegen dasselbe Rechtsgut, nÃ¤mlich fremdes Eigentum, gerichtet ist wie die ihm angelastete Straftat mit schweren Folgenâ€œ. Diese ErwÃ¤gungen konkretisierte es unter Hinweis auf die jeweiligen SchadensbetrÃ¤ge zu den FaktenÂ A, C und D dahin, dass â€žMedizintourismusâ€œ wegen der â€žtatplangemÃ¤ÃŸ zu behandelnden schweren Erkrankungen einen sehr hohen Schaden realistischerweise erwartenâ€œ lasse und aufgrund des â€žhohen sozialen StÃ¶rwertsâ€œ eine Tat mit schweren Folgen vorliege. Die Tatbegehungsgefahr (ersichtlich gemeint:) in der Variante der ZÂ 3 litÂ b sei anzunehmen, weil dem keine Verurteilung aufweisenden Beschuldigten, der â€žmit Verbindlichkeiten belastetâ€œ sei und â€žÃ¼ber bloÃŸ geringfÃ¼gige UnterstÃ¼tzung aus der Corona-Hilfe und geringe Mieteinnahmenâ€œ verfÃ¼ge, â€žallein im JahrÂ 2019 mehrere hoch organisierte Tathandlungen mit sehr hohem Schaden im Rahmen einer international agierenden groÃŸen TÃ¤tergruppeâ€œ zur Last lÃ¤gen. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Beschuldigte â€žweitere gleich gelagerte hochprofitable Handlungen (vgl im SeptemberÂ 2019 Einzahlungen von â€šPatientenâ€˜ in HÃ¶he von rund 30.000Â Euro ONÂ 37 SÂ 37) mit schweren Folgenâ€œ begehen kÃ¶nnte, begrÃ¼ndete das Oberlandesgericht mit dem â€žauÃŸerordentlich hohen Planungs- und Organisationsaufwand zur TÃ¤uschung der GeschÃ¤digten und dem exorbitanten Erfolgsunwert der Tatenâ€œ. Daraus lasse sich ein â€žsolcher Grad der Verfestigung der GleichgÃ¼ltigkeit des (gemeint:) Beschuldigten gegenÃ¼ber fremdem VermÃ¶gen schlieÃŸen, der eine jederzeitige Wiederaufnahme derartiger oder gleichartiger Betrugshandlungen zur Finanzierung des eigenen Lebensstils â€“ nicht zuletzt wegen der fortbestehend angespannten finanziellen Situation â€“ erwartenâ€œ lasse (BSÂ 18Â ff).
Ausgehend davon hat das Oberlandesgericht â€“ auch wenn es bei der Annahme der Tatbegehungsgefahr nach ZÂ 3 litÂ b die gegen dasselbe Rechtsgut gerichteten Anlass- und Prognosetaten als solche â€žmit schweren Folgenâ€œ iSd ZÂ 3 litÂ a qualifizierte â€“ damit zugleich die von ZÂ 3 litÂ b geforderten (in ihren Tatauswirkungen geringer gewichteten) â€žnicht bloÃŸ leichten Folgenâ€œ dieser Taten bejaht.
Der (der Sache nach auch) gegen die Heranziehung des Haftgrundes der Tatbegehungsgefahr nach Â§Â 173 AbsÂ 2 ZÂ 3 litÂ b StPO gerichtete Beschwerdeeinwand einer â€žwillkÃ¼rlichen und unbestimmtenâ€œ BegrÃ¼ndung lÃ¤sst die angefÃ¼hrten ErwÃ¤gungen des Beschwerdegerichts in ihrer Gesamtheit auÃŸer Acht. Dass diese BegrÃ¼ndung gegen die Kriterien logischen Denkens oder grundlegende ErfahrungssÃ¤tze verstoÃŸe (vgl RIS-Justiz RS0118317), zeigt die Grundrechtsbeschwerde nicht auf.
Vielmehr beschrÃ¤nkt sich das Vorbringen, eine Tatbegehung im Rahmen einer â€žinternational agierenden, groÃŸen TÃ¤tergruppeâ€œ sei aus den Feststellungen nicht ableitbar, das Vorliegen von â€žhoch organisierten Tathandlungenâ€œ werde â€žbestrittenâ€œ, der konstatierte â€žTatplanâ€œ gehe nicht auf die â€žeinzelne konkrete Anlasstatâ€œ und die â€žRolle des S*****â€œ ein, der â€žhohe Planungs- und Organisationsaufwand zur TÃ¤uschung der GeschÃ¤digtenâ€œ sei â€žnicht einmal ansatzweiseâ€œ begrÃ¼ndet worden und die Annahme einer â€žÃ¤uÃŸerst lukrativen TÃ¤tigkeitâ€œ sei â€žunbestimmt und vÃ¶llig unzureichendâ€œ begrÃ¼ndet, auf die isolierte Hervorhebung einzelner Textpassagen der EntscheidungsgrÃ¼nde, zu denen der BeschwerdefÃ¼hrer teils eigenstÃ¤ndige BeweiswerterwÃ¤gungen anstellt und teils bloÃŸe Hypothesen aufstellt, dabei aber die gerade dazu getroffenen Sachverhaltsannahmen und die ErwÃ¤gungen des Oberlandesgerichts in ihrer Gesamtheit unbeachtet lÃ¤sst (vgl BSÂ 3 bis 5 und 7 bis 17, insbesondere zum â€žmodus operandiâ€œ, zu den einzelnen Beitragshandlungen sowie zur VermÃ¶gens- und Einkommenssituation und zu den von den Beschuldigten Dr.Â K***** und S***** jeweils lukrierten BetrÃ¤gen).
Dem, die HÃ¶he der dem Beschuldigten S***** zugeflossenen Zahlungen bestreitenden, im Beschwerdeverfahren nicht thematisierten Vorbringen einer willkÃ¼rlichen BegrÃ¼ndung der Prognosetat durch Annahme eines â€žhohe[n] Erfolgsunwert[s]â€œ, weil â€“ entgegen der ausdrÃ¼cklich unbestrittenen Annahmen des Oberlandesgerichts zum dringenden Tatverdacht (SÂ 3 iVm BSÂ 5 und 15Â f) â€“ â€žkeine Bereicherung des BeschwerdefÃ¼hrersâ€œ eingetreten sei, mangelt es an der ErschÃ¶pfung des Instanzenzugs (RIS-Justiz RS0114487 [insb T8, T18]).
Desgleichen gilt fÃ¼r die behauptete WillkÃ¼r der BegrÃ¼ndung betreffend die â€žangespannte finanzielle Situationâ€œ des BeschwerdefÃ¼hrers und die Tatbegehung â€žzur Finanzierung des eigenen Lebensstilsâ€œ (vgl im Ãœbrigen RIS-Justiz RS0117806 [T3]).
Indem die Beschwerde moniert, das Oberlandesgericht habe sich mit den â€žgeÃ¤nderten VerhÃ¤ltnissenâ€œ, nÃ¤mlich der Ã¼ber den Mitbeschuldigten Dr.Â K***** verhÃ¤ngten Untersuchungshaft, nicht hinreichend auseinandergesetzt, und aus diesem Umstand unter eigenstÃ¤ndiger WÃ¼rdigung fÃ¼r den Beschuldigten gÃ¼nstigere SchlÃ¼sse zieht, vermag sie eine willkÃ¼rliche Annahme des Haftgrundes nicht darzutun (RIS-Justiz RS0117806 [T11]). Auch mit der Kritik, die Auswirkungen der Untersuchungshaft des BeschwerdefÃ¼hrers seien unberÃ¼cksichtigt geblieben, wird eine Grundrechtsverletzung nicht dargetan (RIS-Justiz RS0120458 sowie erneut RS0117806 [T1, T28]).
Ein Eingehen auf das gegen die Annahme des Haftgrundes der Tatbegehungsgefahr nach Â§Â 173 AbsÂ 2 ZÂ 3 litÂ a StPO gerichtete Vorbringen erÃ¼brigt sich daher (vgl RIS-Justiz RS0061196).
Die Grundrechtsbeschwerde, die keine Verletzung des verfassungsmÃ¤ÃŸig geschÃ¼tzten Rechts auf persÃ¶nliche Freiheit aufzeigt, war daher ohne Kostenzuspruch (Â§Â 8 GRBG) abzuweisen.