Document Number: JJT_20200407_OGH0002_0130OS00118_19F0000_000
ECLI: ECLI:AT:OGH0002:2020:0130OS00118.19F.0407.000
Case Number: 13Os118/19f (13Os120/19z)
Application Type: Justiz
Court: OGH
Decision Date: 1586217600000
Word Count: 267

Kopf
Der Oberste Gerichtshof hat am 7.Â AprilÂ 2020 durch den SenatsprÃ¤sidenten des Obersten Gerichtshofs Prof.Â Dr.Â LÃ¤ssig als Vorsitzenden sowie die HofrÃ¤te und die HofrÃ¤tinnen des Obersten Gerichtshofs Dr.Â Nordmeyer, Mag.Â Michel, Dr.Â Oberressl und Dr.Â Brenner in der Strafsache gegen Aaron M***** wegen des Verbrechens des Suchtgifthandels nach Â§Â 28a AbsÂ 1 fÃ¼nfter Fall SMG sowie einer weiteren strafbaren Handlung, AZÂ 38Â HvÂ 60/18t des Landesgerichts Innsbruck, Ã¼ber die Beschwerden des Verurteilten gegen die BeschlÃ¼sse des Landesgerichts Innsbruck vom 18.Â OktoberÂ 2019 (ONÂ 22) und vom 13.Â NovemberÂ 2019 (ONÂ 25), nach Einsicht der Generalprokuratur in die Akten nichtÃ¶ffentlich (Â§Â 62 AbsÂ 1 zweiter Satz OGH-GeoÂ 2019) den
Beschluss
gefasst:
Spruch
Die Beschwerden werden zurÃ¼ckgewiesen.
Zur Entscheidung Ã¼ber die Berufung werden die Akten dem Oberlandesgericht Innsbruck zugeleitet.
Text
GrÃ¼nde:
Mit rechtskrÃ¤ftigem Urteil des Einzelrichters des Landesgerichts Innsbruck vom 3.Â JuliÂ 2018 (ONÂ 15) wurde Aaron M***** je eines Verbrechens des Suchtgifthandels nach Â§Â 28a AbsÂ 1 fÃ¼nfter Fall SMG sowie der Verleumdung nach Â§Â 297 AbsÂ 1 zweiter Fall StGB schuldig erkannt.
Mit Eingaben vom 1.Â OktoberÂ 2019 (ONÂ 21) und vom 3.Â NovemberÂ 2019 (ONÂ 24) erhob der Verurteilte gegen dieses Urteil jeweils â€žNichtigkeitsbeschwerdeâ€œ. Diese Rechtsmittel wies das Landesgericht Innsbruck mit BeschlÃ¼ssen vom 18.Â OktoberÂ 2019 (ONÂ 22) und vom 13.Â NovemberÂ 2019 (ONÂ 25) â€žgemÃ¤ÃŸ Â§Â 285a StPOâ€œ als unzulÃ¤ssig zurÃ¼ck.
Rechtliche Beurteilung
Die gegen die genannten BeschlÃ¼sse gerichteten Beschwerden des Verurteilten vom 29.Â NovemberÂ 2019 (ONÂ 26) waren mangels gesetzlichen Bezugspunkts zurÃ¼ckzuweisen. Die angefochtenen BeschlÃ¼sse sind nÃ¤mlich zufolge insoweit fehlender Kompetenz des Erstgerichts wirkungslos (vgl RIS-Justiz RS0116270 [insbesondere T7]). Inhaltlich sind die Eingaben des Verurteilten vom 1.Â OktoberÂ 2019 und vom 3.Â NovemberÂ 2019 jeweils als Berufung zu verstehen (Â§Â 489 AbsÂ 1 StPO). Das Landesgericht ist aber â€“ entgegen dem ihm bei Nichtigkeitsbeschwerden eingerÃ¤umten Recht (Â§Â 285a StPO) â€“ nicht befugt, Berufungen selbst zurÃ¼ckzuweisen.
Ãœber die Berufung hat daher das Oberlandesgericht zu entscheiden.