Document Number: JJT_20200330_OGH0002_0020OB00184_19A0000_000
ECLI: ECLI:AT:OGH0002:2020:0020OB00184.19A.0330.000
Case Number: 2Ob184/19a
Application Type: Justiz
Court: OGH
Decision Date: 1585526400000
Word Count: 248

Kopf
Der Oberste Gerichtshof hat als Revisionsgericht durch den SenatsprÃ¤sidenten Dr.Â Veith als Vorsitzenden und den Hofrat Dr.Â Musger, die HofrÃ¤tin Dr.Â SolÃ© und die HofrÃ¤te Dr.Â Nowotny und Mag.Â Pertmayr als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Partei H***** S*****, vertreten durch Dr.Â Franz GÃ¼tlbauer und andere RechtsanwÃ¤lte in Wels, gegen die beklagten Parteien 1.Â J***** H*****, 2.Â Z*****Aktiengesellschaft, *****, beide vertreten durch Dr.Â Christoph Arbeithuber, Rechtsanwalt in Linz, wegen 68.536,72Â EURÂ sA, Ã¼ber die auÃŸerordentliche Revision der klagenden Partei (Revisionsinteresse 63.294,35Â EURÂ sA) gegen das Urteil des Oberlandesgerichts Linz als Berufungsgericht vom 5.Â SeptemberÂ 2019, GZÂ 1Â RÂ 108/19m-15, in nichtÃ¶ffentlicher Sitzung den
Beschluss
gefasst:
Spruch
Die auÃŸerordentliche Revision wird gemÃ¤ÃŸ Â§Â 508a AbsÂ 2 ZPO mangels der Voraussetzungen des Â§Â 502 AbsÂ 1 ZPO zurÃ¼ckgewiesen.
BegrÃ¼ndung:
Rechtliche Beurteilung
1.Â Nach den Feststellungen der Vorinstanzen ist der KlÃ¤ger trotz der verbliebenen GesundheitsbeeintrÃ¤chtigung in der Lage, seine frÃ¼here TÃ¤tigkeit auszuÃ¼ben. Insofern liegt eine der Kognition des Obersten Gerichtshofs entzogene Tatfrage vor (RS0030444). In diesem Fall muss nicht der Beklagte beweisen, dass der KlÃ¤ger eine zumutbare ErwerbsmÃ¶glichkeit oder Umschulung ohne zureichende GrÃ¼nde ausgeschlagen hat; vielmehr trifft den KlÃ¤ger die Behauptungs- und Beweislast, dass er nicht in der Lage war, eine gleichwertige, ihm zumutbare BeschÃ¤ftigung zu finden (RS0022883 [insb T2]).
2.Â Die Revision rÃ¼gt weiters die unvollstÃ¤ndige Erledigung der VerfahrensrÃ¼ge durch das Berufungsgericht infolge Verkennens von deren Inhalt (vgl 3Â ObÂ 130/01s). Wie ein bestimmtes Vorbringen zu verstehen ist, hat aber regelmÃ¤ÃŸig keine Ã¼ber den Einzelfall hinausgehende Bedeutung (RS0042828 [T3]). Die Beurteilung des Berufungsgerichts, dass der Rechtsmittelwerber nur die Nichteinholung eines Gutachtens zu einem in erster Instanz nicht erstatteten Vorbringen gerÃ¼gt habe, ist vertretbar.