Document Number: JWT_2019120017_20200114F00
ECLI: ECLI:AT:VWGH:2020:FR2019120017.F00
Case Number: Fr 2019/12/0017
Application Type: Vwgh
Court: Verwaltungsgerichtshof (VwGH)
Decision Date: 1578960000000
Word Count: 2052

Spruch
1. Der Antrag, dem Verwaltungsgericht fÃ¼r die Erledigung der gegen den Bescheid des Magistrats der Stadt Wien vom 31.Â AugustÂ 2009 erhobenen Berufung "hinsichtlich des JahresÂ 2001" eine Frist zu setzen, wird zurÃ¼ckgewiesen.
1.  2.
Im Ãœbrigen wird das Verfahren eingestellt.
2.  3.
Die Bundeshauptstadt Wien hat dem Antragsteller
Aufwendungen in der HÃ¶he von EURÂ 1.346,40 binnen zweiÂ Wochen bei sonstiger Exekution zu ersetzen.
BegrÃ¼ndung
1 Der Antragsteller stand seit 1.Â FebruarÂ 1959 in einem Ã¶ffentlich-rechtlichen DienstverhÃ¤ltnis zur Stadt Wien und wurde mit Wirksamkeit vom 1.Â SeptemberÂ 2000 in den Ruhestand versetzt. 2 Mit Bescheid des Magistrats der Stadt Wien vom 25.Â OktoberÂ 2000 wurde festgestellt, dass dem BeschwerdefÃ¼hrer gemÃ¤ÃŸ Â§Â§Â 3Â ffÂ PensionsordnungÂ 1995 ab dem 1.Â SeptemberÂ 2000 ein Ruhegenuss von monatlich ATSÂ 44.101,60 und gemÃ¤ÃŸ Â§Â§Â 3 bis 5 und 9 des Wiener Ruhe- und VersorgungsgenusszulagegesetzÂ 1995 (RVZG) ab dem selben Zeitpunkt eine Ruhegenusszulage von ATSÂ 4.261,38Â monatlich gebÃ¼hrten.
3 Mit Bescheid vom 29.Â JÃ¤nnerÂ 2001 wies der Dienstrechtssenat der Stadt Wien eine dagegen erhobene Berufung als unbegrÃ¼ndet ab und bestÃ¤tigte den Bescheid vom 25.Â OktoberÂ 2000Â mit der MaÃŸgabe,
"dass (dem Antragsteller) gemÃ¤ÃŸ Â§Â§Â 3 bis 7 iVm Â§Â 46 PensionsordnungÂ 1995 (POÂ 1995), LGBl.Â fÃ¼r Wien Nr.Â 67 idF LGBl.Â fÃ¼r Wien Nr.Â 51/2000,
a) von 1.Â SeptemberÂ 2000 bis 31.Â DezemberÂ 2000 ein Ruhegenuss von monatlich 44.101,60Â ATS (entspricht 3.204,99 EUR) und
b) ab 1.Â JÃ¤nnerÂ 2001 ein Ruhegenuss von monatlich 44.454,41Â ATS (entspricht 3.230,63Â EUR)
sowie hierzu gemÃ¤ÃŸ Â§Â§Â 3 bis 5 Ruhe- und VersorgungsgenusszulagegesetzÂ 1995 (RVZG 1995), LGBl.Â fÃ¼r Wien Nr.Â 72 idF LGBl.Â fÃ¼r Wien Nr.Â 34/1999,
ad a) eine Ruhegenusszulage von monatlich 4.261,38Â ATS (entspricht 309,69Â EUR) und
ad b) eine Ruhegenusszulage von monatlich 4.295,47Â ATS
(entspricht 312,16Â EUR)
gebÃ¼hrt."
4 Eine gegen diesen Bescheid erhobene Beschwerde wies der Verfassungsgerichtshof mit Erkenntnis vom 11.Â JuniÂ 2002, BÂ 383/01, ab.
5 Mit Schreiben vom 18.Â JuliÂ 2009 beantragte der Antragsteller, ihm ab dem JahrÂ 2001 "hÃ¶here als die bisher angewiesenen BetrÃ¤ge" auszuzahlen.
6 Mit Bescheid des Magistrats der Stadt Wien vom 31.Â AugustÂ 2009 wurde die sich auf Grund der jÃ¤hrlichen Pensionsanpassung ergebende HÃ¶he des Ruhegenusses und der Ruhegenusszulage ab 1.Â JÃ¤nnerÂ 2001 festgestellt (SpruchpunktÂ 1.), der Antrag auf Auszahlung hÃ¶herer BetrÃ¤ge abgewiesen (SpruchpunktÂ 2.) und der Antrag auf Neuberechnung der Ruhegenusszulage bzw.Â auf geÃ¤nderte Berechnung der Gutschrift wegen entschiedener Sache zurÃ¼ckgewiesen (SpruchpunktÂ 3.). Ãœber eine dagegen erhobene Berufung erging ein Berufungsbescheid des Dienstrechtssenats der Stadt Wien vom 5.Â MaiÂ 2010.
7 Durch Erkenntnis des Verfassungsgerichtshofes vom 28.Â JuniÂ 2012, BÂ 826/10, wurde dieser Berufungsbescheid in Ansehung der BestÃ¤tigung der SpruchpunkteÂ 1. und 2. des erstinstanzlichen Bescheides aufgehoben, die BestÃ¤tigung der in SpruchpunktÂ 3. ausgesprochenen ZurÃ¼ckweisung blieb unbeanstandet. 8 Im fortgesetzten Verfahren erging der Berufungsbescheid des Dienstrechtssenats der Stadt Wien vom 26.Â FebruarÂ 2013, dessen Spruch wie folgt lautete:
"GemÃ¤ÃŸ Â§Â 66 Abs.Â 4 des Allgemeinen Verwaltungsverfahrensgesetz esÂ 1991 (AVG), BGBl.Â Nr.Â 51, wird der Berufung nicht stattgegeben und der angefochtene Bescheid mit der MaÃŸgabe bestÃ¤tigt, dass die SpruchpunkteÂ 1 undÂ 2 wie folgt lauten:
'1. Auf Grund des Antrages vom 18.Â JuliÂ 2009 wird festgestellt, dass Herrn (...) ab den nachfolgend angefÃ¼hrten Zeitpunkten ein Ruhegenuss bzw.Â eine Ruhegenusszulage in jeweils folgender HÃ¶he gebÃ¼hrt:
---- --------------------- -------------- ------------------
Ruhegenuss     Ruhegenusszulage
a)   ab 1.Â JÃ¤nnerÂ 2002     EURÂ 3.266,17   EURÂ 312,16
b)   ab 1.Â JÃ¤nnerÂ 2003     EURÂ 3.282,50   EURÂ 312,16
c)   ab 1.Â JÃ¤nnerÂ 2004     EURÂ 3.292,52   EURÂ 312,16
d)   ab 1.Â JÃ¤nnerÂ 2005     EURÂ 3.302,82   EURÂ 312,16
e)   ab 1.Â NovemberÂ 2008   EURÂ 3.415,12   EURÂ 322,77
f)   ab 1.Â JÃ¤nnerÂ 2011     EURÂ 3.415,12   EURÂ 322,77
g)   ab 1.Â JÃ¤nnerÂ 2013     EURÂ 3.476,59   EURÂ 328,58
---- --------------------- -------------- ------------------
Rechtsgrundlage fÃ¼r die ErhÃ¶hung des Ruhegenusses:
ad a): Â§Â 46 Abs.Â 2 und 3 der Pensionsordnung 1995 - PO 1995, LGBl.Â Nr.Â 67 idF LGBl.Â Nr.Â 18/1999, in Verbindung mit der Verordnung der WienerÂ Landesregierung, mit der der Anpassungsfaktor fÃ¼r das JahrÂ 2002 festgesetzt wird, LGBl.Â Nr.Â 145/2001,
ad b): Â§Â 46 Abs.Â 2 und 3 PO 1995 idF LGBl.Â Nr.Â 50/2002, ad c): Â§Â 73e PO 1995 idF LGBl.Â Nr.Â 48/2003 in Verbindung mit der Verordnung der Wiener Landesregierung, mit der die ErhÃ¶hung der Ruhe- und VersorgungsgenÃ¼sse fÃ¼r das JahrÂ 2004 festgestellt wird, LGBl.Â Nr.Â 64/2003,
ad d): Â§Â 73e PO 1995 idF LGBl.Â Nr.Â 48/2003 in Verbindung mit der Verordnung der Wiener Landesregierung, mit der die ErhÃ¶hung der Ruhe- und VersorgungsgenÃ¼sse fÃ¼r das JahrÂ 2005 festgestellt wird, LGBl.Â Nr.Â 54/2004,
ad e): Â§Â 73e Abs.Â 1 PO 1995 idF LGBl.Â Nr.Â 33/2009,
ad f): Â§Â 73j ZÂ 2 PO 1995 idF LGBl.Â Nr.Â 1/2011
ad g): Â§Â 73e PO 1995 idF LGBl.Â Nr.Â 88/2012
Rechtsgrundlage fÃ¼r die ErhÃ¶hung der Ruhegenusszulage:
ad c) und d): Â§Â 73e Abs.Â 4 PO 1995 idF LGBl.Â Nr.Â 48/2003, ad e): Â§Â 73e Abs.Â 1 PO 1995 idF LGBl.Â Nr.Â 33/2009, ad f): Â§Â 73j ZÂ 2 PO 1995 idF LGBl.Â Nr.Â 1/2011
ad g): Â§Â 73e PO 1995 idF LGBl.Â Nr.Â 88/2012
2. Der Antrag des Herrn (...) vom 18.Â JuliÂ 2009, ihm ab 1.Â JÃ¤nnerÂ 2001 hÃ¶here als die bisher angewiesenen BetrÃ¤ge auszubezahlen, wird gemÃ¤ÃŸ der im SpruchpunktÂ 1 zitierten Rechtsgrundlagen abgewiesen."
9 Zur BegrÃ¼ndung der AbÃ¤nderung des erstinstanzlichen Bescheidspruchs hinsichtlich des verfahrenseinleitenden Begehrens auf Auszahlung hÃ¶herer BezÃ¼ge (auch) fÃ¼r das JahrÂ 2001 enthÃ¤lt dieser Berufungsbescheid (auf S.Â 17-18) folgende ErwÃ¤gungen:
"Im vorliegenden Fall wurde mit rechtskrÃ¤ftigem Bescheid des Dienstrechtssenates der Stadt Wien vom 29.Â JÃ¤nnerÂ 2001 ... festgestellt, dass dem Berufungswerber ab 1.Â SeptemberÂ 2000 ein Ruhegenuss in der HÃ¶he von monatlich 3.204,99 Euro und ab 1.Â JÃ¤nnerÂ 2001 ein Ruhegenuss in der HÃ¶he von 3.230,63 Euro sowie eine Ruhegenusszulage ab 1.Â SeptemberÂ 2000 in der HÃ¶he von monatlich 309,69 Euro und ab 1.Â JÃ¤nnerÂ 2001 in der HÃ¶he von monatlich 312,16 Euro gebÃ¼hrt. Da mit diesem Bescheid des Dienstrechtssenates die HÃ¶he des dem Berufungswerber gebÃ¼hrenden Ruhegenusses und der ihm gebÃ¼hrenden Ruhegenusszulage fÃ¼r das JahrÂ 2001 bereits rechtskrÃ¤ftig festgestellt worden war, war der erstinstanzliche Bescheid im SpruchpunktÂ 1 dahingehend abzuÃ¤ndern, dass die Feststellung betreffend der Pensionsanpassung fÃ¼r das JahrÂ 2001 zu entfallen hatte. ..."
10 Einer gegen diesen Bescheid erhobenen Beschwerde des Antragstellers gab der Verfassungsgerichtshof (nach DurchfÃ¼hrung eines GesetzesprÃ¼fungsverfahrens, das mit Aufhebung einzelner im Bescheid angewendeter Bestimmungen endete) mit Erkenntnis vom 2.Â OktoberÂ 2013, BÂ 454/2013, statt. Der Spruch des Erkenntnisses lautete:
"I.1. Der BeschwerdefÃ¼hrer ist durch die SpruchunkteÂ 1. b) -Â g) und 2.Â des angefochtenen Bescheides wegen Anwendung eines verfassungswidrigen Gesetzes in seinen Rechten verletzt worden.
Der Bescheid wird insoweit aufgehoben.
2. Der BeschwerdefÃ¼hrer ist durch SpruchpunktÂ 1. a) des angefochtenen Bescheides weder in einem verfassungsgesetzlich gewÃ¤hrleisteten Recht noch wegen Anwendung einer rechtswidrigen generellen Norm in seinen Rechten verletzt worden.
Die Beschwerde wird insoweit abgewiesen. (...)". 11 Im fortgesetzten Verfahren erging ein weiterer Berufungsbescheid des Dienstrechtssenats der Stadt Wien (vom 2.Â DezemberÂ 2013), dessen Spruch wie folgt lautet:
"GemÃ¤ÃŸ Â§Â 66 Abs.Â 4 des Allgemeinen Verwaltungsverfahrensgesetz esÂ 1991 (AVG), BGBl.Â Nr.Â 51, wird der Berufung nicht stattgegeben und der angefochtene Bescheid mit der MaÃŸgabe bestÃ¤tigt, dass die SpruchpunkteÂ 1 undÂ 2 wie folgt lauten:
'1. Auf Grund des Antrages vom 18.Â JuliÂ 2009 wird festgestellt, dass Herrn (...) ab den nachfolgend angefÃ¼hrten Zeitpunkten ein Ruhegenuss bzw.Â eine Ruhegenusszulage in jeweils folgender HÃ¶he gebÃ¼hrt:
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Ruhegenuss     Ruhegenusszulage
a)   ab 1.Â JÃ¤nnerÂ 2003     EURÂ 3.266,17   EURÂ 312,16
b)   ab 1.Â JÃ¤nnerÂ 2004     EURÂ 3.276,19   EURÂ 312,16
c)   ab 1.Â JÃ¤nnerÂ 2005     EURÂ 3.286,49   EURÂ 312,16
d)   ab 1.Â NovemberÂ 2008   EURÂ 3.398,23   EURÂ 322,77
e)   ab 1.Â JÃ¤nnerÂ 2011     EURÂ 3.398,23   EURÂ 322,77
f)   ab 1.Â JÃ¤nnerÂ 2013     EURÂ 3.459,40   EURÂ 328,58
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Rechtsgrundlage fÃ¼r die ErhÃ¶hung des Ruhegenusses:
ad a): keine ErhÃ¶hung, weil auf Grund des Erkenntnisses vom
2.Â OktoberÂ 2013, Zl.Â B 454/2913-8 Â§Â 46 Abs.Â 2 und 3 POÂ 1995 in der Fassung LGBl.Â Nr.Â 50/2002 nicht angewendet wird,
ad b): Â§Â 73e PO 1995 idF LGBl.Â Nr.Â 48/2003 in Verbindung mit der Verordnung der Wiener Landesregierung, mit der die ErhÃ¶hung der Ruhe- und VersorgungsgenÃ¼sse fÃ¼r das JahrÂ 2004 festgestellt wird, LGBl.Â Nr.Â 64/2003,
ad c): Â§Â 73e PO 1995 idF LGBl.Â Nr.Â 48/2003 in Verbindung mit der Verordnung der Wiener Landesregierung, mit der die ErhÃ¶hung der Ruhe- und VersorgungsgenÃ¼sse fÃ¼r das JahrÂ 2005 festgestellt wird, LGBl.Â Nr.Â 54/2004,
ad d): Â§Â 73e Abs.Â 1 PO 1995 idF LGBl.Â Nr.Â 33/2009, ad e): Â§Â 73j ZÂ 2 PO 1995 idF LGBl.Â Nr.Â 1/2011
ad f): Â§Â 73e PO 1995 idF LGBl.Â Nr.Â 88/2012
Rechtsgrundlage fÃ¼r die ErhÃ¶hung der Ruhegenusszulage:
ad b) und c): Â§Â 73e Abs.Â 4 PO 1995 idF LGBl.Â Nr.Â 48/2003, ad d): Â§Â 73e Abs.Â 1 PO 1995 idF LGBl.Â Nr.Â 33/2009, ad e): Â§Â 73j ZÂ 2 PO 1995 idF LGBl.Â Nr.Â 1/2011
ad f): Â§Â 73e PO 1995 idF LGBl.Â Nr.Â 88/2012
2. Der Antrag des Herrn (...) vom 18.Â JuliÂ 2009, ihm ab 1.Â JÃ¤nnerÂ 2001 hÃ¶here als die bisher angewiesenen BetrÃ¤ge auszubezahlen, wird gemÃ¤ÃŸ der im SpruchpunktÂ 1 zitierten Rechtsgrundlagen abgewiesen.'"
12 Dieser Bescheid blieb unangefochten.
13 Mit dem vorliegenden Fristsetzungsantrag vom 21.Â MÃ¤rzÂ 2019 begehrt der Antragsteller zunÃ¤chst, der Verwaltungsgerichtshof mÃ¶ge dem Verwaltungsgericht Wien eine Frist zur Entscheidung Ã¼ber seine Berufung gegen den Bescheid des Magistrats der Stadt Wien vom 31.Â AugustÂ 2009 setzen, soweit sich diese gegen die unterbliebene hÃ¶here Festsetzung und Abweisung des Antrags auf hÃ¶here Auszahlung von RuhebezÃ¼gen fÃ¼r das JahrÂ 2001 richtet. Zur BegrÃ¼ndung dieses Antrags fÃ¼hrt er aus, dass der Dienstrechtssenat im Berufungsbescheid vom 2.Â DezemberÂ 2013 die Auffassung vertreten habe, dass die dem Antragsteller "entstehenden" BetrÃ¤ge erst ab 1.Â JÃ¤nnerÂ 2003 festzusetzen seien und die HÃ¶he des Ruhebezugs zum 1.Â JÃ¤nnerÂ 2002 und davor nicht Gegenstand dieses Bescheides sei. Damit sei die Berufung hinsichtlich des JahresÂ 2001 unerledigt geblieben. Die Auffassung des Dienstrechtssenats, "wegen der Entscheidung des Verfassungsgerichtshofes hinsichtlich des JahresÂ 2002 nicht mehr Ã¼ber die Berufung entscheiden zu mÃ¼ssen", sei verfehlt. Der Verfassungsgerichtshof habe zwar die Beschwerde gegen den Berufungsbescheid abgewiesen, soweit diese das JahrÂ 2002 zum Gegenstand hatte, im Ãœbrigen aber den Bescheid zur GÃ¤nze aufgehoben. Dies bedeute einerseits, dass der Anspruch nach Jahren teilbar sei und andererseits, dass durch den Wegfall des Berufungsbescheides der erstinstanzliche Bescheid, auÃŸer fÃ¼r das JahrÂ 2002, wieder auflebte und die Berufung auch hinsichtlich des JahresÂ 2001 zu erledigen gewesen wÃ¤re. Die Entscheidungspflicht sei auf das Verwaltungsgericht Wien Ã¼bergegangen.
14 Diesem Vorbringen ist entgegenzuhalten, dass der Berufungsbescheid des Dienstrechtssenats der Stadt Wien vom 29.Â JÃ¤nnerÂ 2001 den erstinstanzlichen Bescheid des Magistrats der Stadt Wien vom 25.Â OktoberÂ 2000 (unter anderem) mit der MaÃŸgabe bestÃ¤tigte, dass die GebÃ¼hrlichkeit des Ruhegenusses und der Ruhegenusszulage (auch) "ab 1.Â JÃ¤nnerÂ 2001" in bestimmter HÃ¶he festgestellt wurde. Aus diesem Grund hat der Dienstrechtssenat in seinem Bescheid vom 26.Â FebruarÂ 2013 zunÃ¤chst -Â wie die BegrÃ¼ndung entsprechend klarstelltÂ - die im erstinstanzlichen Bescheid vom 31.Â AugustÂ 2009 neuerlich erfolgte Bemessung fÃ¼r das JahrÂ 2001 als Ergebnis der eine solche Bemessung fÃ¼r dieses Jahr nicht mehr enthaltenden "MaÃŸgabenbestÃ¤tigung" wegen resÂ iudicata ersatzlos aufgehoben. Eine Aufhebung dieser das JahrÂ 2001 betreffenden Entscheidung des Dienstrechtssenates durch den Verfassungsgerichtshof ist nicht erfolgt. Unter Bezugnahme auf die oben erstgenannte rechtskrÃ¤ftige Erledigung erging Ã¼ber den Antrag vom 18.Â JuliÂ 2009 auf Auszahlung hÃ¶herer BetrÃ¤ge im Berufungsweg hinsichtlich des Jahres 2001 eine abweisende Erledigung zunÃ¤chst bereits durch den Berufungsbescheid des Dienstrechtssenats der Stadt Wien vom 26.Â FebruarÂ 2013 dessen SpruchpunktÂ 2. den verfahrenseinleitenden Antrag (... "vom 18.Â JuliÂ 2009, ... ab 1.Â JÃ¤nnerÂ 2001 hÃ¶here als die bisher angewiesenen BetrÃ¤ge auszubezahlen") abwies. Der Spruch des nach der insoweit erfolgten Behebung dieses Berufungsbescheides ergangenen (Ersatz-)Berufungsbescheids des Dienstrechtssenats der Stadt Wien vom 2.Â DezemberÂ 2013 fÃ¼hrte den verfahrenseinleitenden Antrag hinsichtlich des JahresÂ 2001 der gleichen Erledigung zu, indem er den verfahrenseinleitenden Antrag ("vom 18.Â JuliÂ 2009, ... ab 1.Â JÃ¤nnerÂ 2001 hÃ¶here als die bisher angewiesenen BetrÃ¤ge auszubezahlen") nur bezÃ¼glich bestimmter Jahre durch Feststellung der GebÃ¼hrlichkeit von BezÃ¼gen erledigte, ihn ansonsten -Â somit auch hinsichtlich des JahresÂ 2001Â - aber abwies.
15 Soweit er sich auf die Erledigung des Rechtsmittels gegen den Bescheid vom 31.Â AugustÂ 2009 hinsichtlich der Bemessung und Auszahlung hÃ¶herer RuhebezÃ¼ge fÃ¼r das JahrÂ 2001 bezieht, wurde der Fristsetzungsantrag daher gestellt, obwohl das Verwaltungsgericht nicht sÃ¤umig war.
16 In diesem Umfang erweist sich der Fristsetzungsantrag daher als nicht zulÃ¤ssig. Er war sohin gemÃ¤ÃŸ Â§Â 34 Abs.Â 1 iVm. Â§Â 38 Abs.Â 4 ersterÂ SatzÂ VwGG mit Beschluss zurÃ¼ckzuweisen, weil seiner Behandlung der Mangel der Berechtigung zu seiner Erhebung entgegenstand (vgl.Â VwGHÂ 12.11.2014, FrÂ 2014/20/0028; 18.12.2014, FrÂ 2014/01/0048; 17.8.2015, FrÂ 2015/18/0012; 1.7.2016, FrÂ 2016/20/0013).
17 Soweit es den verbleibenden Umfang des Fristsetzungsantrags betrifft, hat das Verwaltungsgericht innerhalb der ihm gemÃ¤ÃŸ Â§Â 42aÂ VwGG gesetzten Frist entschieden. Es hat nach DurchfÃ¼hrung einer Verhandlung am 23.Â JuliÂ 2019 durch mÃ¼ndlich verkÃ¼ndete BeschlÃ¼sse den mit 24.Â MÃ¤rzÂ 2015 datierten (und am 25.Â MÃ¤rzÂ 2015 beim Verwaltungsgericht eingebrachten) Antrag auf Wiederaufnahme des Verfahrens zurÃ¼ckgewiesen und den gleichzeitig gestellten Antrag auf Wiedereinsetzung in den vorigen Stand abgewiesen. Ferner hat es durch mÃ¼ndlich verkÃ¼ndetes Erkenntnis die Beschwerde vom 14.Â SeptemberÂ 2015 gegen einen Bescheid des Magistrats der Stadt Wien als unbegrÃ¼ndet abgewiesen. Eine Abschrift der darÃ¼ber angefertigten Niederschrift hat es dem Verwaltungsgerichtshof vorgelegt.
18 In diesem Umfang war das Verfahren Ã¼ber den Fristsetzungsantrag daher gemÃ¤ÃŸ Â§Â 38 Abs.Â 4Â VwGG einzustellen. 19 Wird in einem Fristsetzungsantrag die behauptete SÃ¤umnis des Verwaltungsgerichts mit der Erlassung mehrerer Entscheidungen geltend gemacht, ist hinsichtlich der Kostenentscheidung Â§Â 52 Abs.Â 1Â VwGG sinngemÃ¤ÃŸ anzuwenden, so dass die Frage des Anspruches auf Aufwandersatz so zu beurteilen ist, wie wenn die SÃ¤umnis mit jeder der begehrten Entscheidungen in einem gesonderten Fristsetzungsantrag geltend gemacht worden wÃ¤re (vgl.Â VwGHÂ 15.3.2018, FrÂ 2017/21/0038). Jedoch ist hinsichtlich des AusmaÃŸes des zuerkannten Ersatzes auf das Antragsprinzip gemÃ¤ÃŸ Â§Â 59Â VwGG, wonach ziffernmÃ¤ÃŸig verzeichnete Kosten nur in der beantragten HÃ¶he zuzusprechen sind, zu verweisen (vgl.Â VwGHÂ 18.10.2005, 2003/16/0498; 16.6.2011, 2011/18/0075; 8.8.2017, FrÂ 2017/19/0017). Infolgedessen ist dem Antragsteller der begehrte Betrag von EURÂ 1.346,40 zuzusprechen.
Wien, am 14.Â JÃ¤nnerÂ 2019