Document Number: JJT_20200916_OGH0002_0070OB00131_20W0000_000
ECLI: ECLI:AT:OGH0002:2020:0070OB00131.20W.0916.000
Case Number: 7Ob131/20w
Application Type: Justiz
Court: OGH
Decision Date: 1600214400000
Word Count: 295

Kopf
Der Oberste Gerichtshof hat durch die SenatsprÃ¤sidentin Dr.Â Kalivoda als Vorsitzende und die HofrÃ¤tinnen und HofrÃ¤te Hon.-Prof.Â Dr.Â HÃ¶llwerth, Dr.Â SolÃ©, Mag.Â Malesich und MMag.Â Matzka als weitere Richter in der Pflegschaftssache des MinderjÃ¤hrigen L***** N*****, geboren am *****Â 2010, *****, in der Obsorge der Mutter P***** N*****, wegen Obsorge und Kontaktrecht, Ã¼ber den auÃŸerordentlichen Revisionsrekurs des Vaters P***** N*****, gegen den Beschluss des Landesgerichts Korneuburg als Rekursgericht vom 13.Â FebruarÂ 2020, GZÂ 20Â RÂ 17/20w-504, womit der Beschluss des Bezirksgerichts GÃ¤nserndorf vom 31.Â OktoberÂ 2019, GZÂ 6Â PsÂ 229/17d-498, bestÃ¤tigt wurde, den
Beschluss
gefasst:
Spruch
Der auÃŸerordentliche Revisionsrekurs wird zurÃ¼ckgewiesen.
Text
BegrÃ¼ndung:
Das Erstgericht wies den Antrag des Vaters auf Ãœbertragung der Obsorge ab und sprach aus, dass die Obsorge weiterhin der Mutter allein zukommt (SpruchpunktÂ 1.), setzte das Kontaktrecht des Vaters fÃ¼r die Dauer eines Jahres nach Rechtskraft des Beschlusses aus (SpruchpunktÂ 2.), verpflichtete die Mutter, dem Vater im Abstand von jeweils drei Monaten schriftlich Ã¼ber VerÃ¤nderungen im Leben seines Sohnes zu informieren und Zeugnisse, Ã¤rztliche Befunde und andere wichtige Dokumente in Kopie zu Ã¼bermitteln (SpruchpunktÂ 3.) und wies die AntrÃ¤ge des Vaters auf Durchsetzung und Ausweitung des Kontaktrechts einschlieÃŸlich eines Ferienkontaktrechts sowie den Antrag, ein Kontaktverbot von T***** G***** zum MinderjÃ¤hrigen zu verhÃ¤ngen, ab (SpruchpunkteÂ 4.â€“6.).
Dem Rekurs des Vaters gegen diesen Beschluss gab das Rekursgericht nicht Folge. Es sprach aus, dass der Revisionsrekurs nicht zulÃ¤ssig sei.
Gegen diesen Beschluss erhob der Vater selbst einen â€žRekursâ€œ (richtig: auÃŸerordentlicher Revisionsrekurs), der nicht von einem Rechtsanwalt unterschrieben war. Dem diesbezÃ¼glich vom Erstgericht erteilten â€“ fristgebundenen â€“ Verbesserungsauftrag kam er nicht nach.
Rechtliche Beurteilung
Der auÃŸerordentliche Revisionsrekurs ist unzulÃ¤ssig.
GemÃ¤ÃŸ Â§Â 65 AbsÂ 3 ZÂ 5 AuÃŸStrG bedarf der Revisionsrekurs der Unterschrift eines Rechtsanwalts (Â§Â 6 AbsÂ 1 AuÃŸStrG).
Da der auÃŸerordentliche Revisionsrekurs des Vaters dieses Formerfordernis nicht erfÃ¼llt und der gemÃ¤ÃŸ Â§Â 10 AbsÂ 4 AuÃŸStrG unternommene Verbesserungsversuch erfolglos blieb, ist das Rechtsmittel als unwirksam zurÃ¼ckzuweisen (RS0119968 [T7]; RS0120077 [T1], 10Â ObÂ 17/20b).