Document Number: JJT_20201020_OGH0002_0120NS00123_20I0000_000
ECLI: ECLI:AT:OGH0002:2020:0120NS00123.20I.1020.000
Case Number: 12Ns123/20i
Application Type: Justiz
Court: OGH
Decision Date: 1603152000000
Word Count: 217

Kopf
Der Oberste Gerichtshof hat am 20.Â OktoberÂ 2020 durch den SenatsprÃ¤sidenten des Obersten Gerichtshofs Dr.Â SolÃ© als Vorsitzenden sowie die HofrÃ¤tin des Obersten Gerichtshofs Dr.Â Brenner und den Hofrat des Obersten Gerichtshofs Dr.Â Haslwanter in der Strafsache gegen Olaf W***** und andere Angeklagte wegen Verbrechen des gewerbsmÃ¤ÃŸigen schweren Betrugs nach Â§Â§Â 146, 147 AbsÂ 3, 148 zweiter Fall StGB, AZÂ 37Â HvÂ 148/18a des Landesgerichts Innsbruck, Ã¼ber den Antrag des Angeklagten Patrick L***** auf Delegierung nach Einsichtnahme der Generalprokuratur in die Akten gemÃ¤ÃŸ Â§Â 62 AbsÂ 1 zweiter Satz OGH-GeoÂ 2019 den
Beschluss
gefasst:
Spruch
Dem Antrag wird nicht Folge gegeben.
Die Akten werden dem Oberlandesgericht Innsbruck zurÃ¼ckgestellt.
GrÃ¼nde:
Rechtliche Beurteilung
Dem Antrag des Angeklagten Patrick L***** auf Delegierung an das Landesgericht fÃ¼r Strafsachen Wien kommt mit Blick auf das Erfordernis strikter Auslegung von Delegierungsbestimmungen (vgl Nordmeyer, WK-StPO Â§Â 28a RzÂ 2; Oshidari, WK-StPO Â§Â 39 RzÂ 3) keine Berechtigung zu:
Keine wichtigen GrÃ¼nde im Sinn des Â§Â 39 AbsÂ 1 StPO werden â€“ auch unter dem Blickwinkel
der COVID-19-Pandemie (dazu Â§Â 9 ZÂ 1 1.Â COVID19-Justizbegleitgesetz; Â§Â 4 der Verordnung der Bundesministerin fÃ¼r Justiz, mit der zur Verhinderung der Verbreitung von COVID-19 besondere Vorkehrungen in Strafsachen getroffen werden, BGBlÂ IIÂ 2020/113) â€“ mit dem Hinweis darauf angesprochen, dass
die beiden Mitangeklagten ihren Wohnsitz in Deutschland (vgl RIS-Justiz RS0127777) und
keiner der Angeklagten sowie keiner der seitens der Staatsanwaltschaft Innsbruck beantragten Zeugen ihren stÃ¤ndigen Aufenthalt im Gerichtssprengel des Landesgerichts Innsbruck hÃ¤tten.