Document Number: JJT_20201125_OGH0002_0060OB00217_20K0000_000
ECLI: ECLI:AT:OGH0002:2020:0060OB00217.20K.1125.000
Case Number: 6Ob217/20k
Application Type: Justiz
Court: OGH
Decision Date: 1606262400000
Word Count: 186

Kopf
Der Oberste Gerichtshof hat durch den SenatsprÃ¤sidenten Dr.Â Schramm als Vorsitzenden, die HofrÃ¤te Hon.Â Prof.Â Dr.Â Gitschthaler, Univ.-Prof.Â Dr.Â Kodek und Dr.Â Nowotny und die HofrÃ¤tin Dr.Â Faber als weitere Richter in der Pflegschaftssache des MinderjÃ¤hrigen L***** R*****, Ã¼ber den auÃŸerordentlichen Revisionsrekurs der Mutter Dr.Â B*****, vertreten durch Dr.Â Stefan Geiler, Mag.Â Priska Seeber, MMag.Â Dr.Â Stefan Dorner und Mag.Â Dr.Â Simon Schafferer, RechtsanwÃ¤lte in Innsbruck, gegen den Beschluss des Landesgerichts Innsbruck als Rekursgericht vom 21.Â AugustÂ 2020, GZÂ 52Â RÂ 51/20m-107, in nichtÃ¶ffentlicher Sitzung den
Beschluss
gefasst:
Spruch
Der auÃŸerordentliche Revisionsrekurs wird mangels der Voraussetzungen des Â§Â 62 AbsÂ 1 AuÃŸStrG zurÃ¼ckgewiesen (Â§Â 71 AbsÂ 3 AuÃŸStrG).
BegrÃ¼ndung:
Rechtliche Beurteilung
Nach stÃ¤ndiger Rechtsprechung ist die nach pflichtgemÃ¤ÃŸem Ermessen zu treffende Entscheidung, inwieweit einem Elternteil unter Bedachtnahme auf PersÃ¶nlichkeit, Eigenschaften und LebensumstÃ¤nde das Besuchsrecht eingerÃ¤umt werden soll, grundsÃ¤tzlich von den UmstÃ¤nden des Einzelfalls abhÃ¤ngig; es kann ihr deshalb keine Bedeutung im Sinne des Â§Â 62 AbsÂ 1 AuÃŸStrG zuerkannt werden, wenn nicht leitende GrundsÃ¤tze der Rechtsprechung verletzt werden (RS0097114).
Weil die Revisionsrekurswerberin keine Rechtsfrage der von Â§Â 62 AbsÂ 1 AuÃŸStrG geforderten QualitÃ¤t aufzeigt, bestand auch keine Veranlassung zu einer â€“ von ihr angeregten (vgl Deixler-HÃ¼bner in Gitschthaler/HÃ¶llwerth, AuÃŸStrG2 Â§Â 44 RzÂ 21) â€“ AbÃ¤nderung des Ausspruchs Ã¼ber die vorlÃ¤ufige Wirksamkeit der Entscheidung des Erstgerichts.