Document Number: JJT_20200302_OGH0002_0110NS00009_20T0000_000
ECLI: ECLI:AT:OGH0002:2020:0110NS00009.20T.0302.000
Case Number: 11Ns9/20t
Application Type: Justiz
Court: OGH
Decision Date: 1583107200000
Word Count: 180

Kopf
Der Oberste Gerichtshof hat am 2.Â MÃ¤rzÂ 2020 durch den SenatsprÃ¤sidenten des Obersten Gerichtshofs Dr.Â Schwab als Vorsitzenden sowie die VizeprÃ¤sidentin des Obersten Gerichtshofs Mag.Â Marek und die HofrÃ¤tin des Obersten Gerichtshofs Mag.Â FÃ¼rnkranz als weitere Richter in der Strafsache gegen Markus N***** und Susana Dennys C***** wegen AZÂ 38 HvÂ 149/19z des Landesgerichts Salzburg Ã¼ber den Antrag der Angeklagten auf Delegierung nach AnhÃ¶rung der Generalprokuratur gemÃ¤ÃŸ Â§Â 62 AbsÂ 1 zweiter Satz OGH-GeoÂ 2019 den
Beschluss
gefasst:
Spruch
Dem Antrag wird nicht Folge gegeben.
Die Akten werden dem Oberlandesgericht Linz zurÃ¼ckgestellt.
GrÃ¼nde:
Rechtliche Beurteilung
Dem Antrag auf Delegierung des Hauptverfahrens kommt mit Blick auf das Erfordernis strikter Auslegung von Delegierungsbestimmungen (vgl Nordmeyer, WK-StPO Â§Â 28 RzÂ 2; Oshidari, WK-StPO Â§Â 39 RzÂ 3) keine Berechtigung zu.
Denn weder der Wohnsitzwechsel in den Sprengel eines anderen Gerichts (vgl RIS-Justiz RS0129146) noch â€žorganisatorische GrÃ¼ndeâ€œ (wie etwa die Vermeidung reisebedingter Unkosten oder ZeitversÃ¤umnis â€“ vgl RIS-Justiz RS0127777) stellen hinreichend wichtige GrÃ¼nde im Sinn des Â§Â 39 AbsÂ 1 StPO dar, zumal Ã¼berdies Zeugen aus dem Tatortsprengel zu vernehmen sind (ONÂ 3 in ONÂ 42).
Eine Vernehmung (bloÃŸ) per Videokonferenz (vgl ONÂ 55) ist in der Hauptverhandlung nicht zulÃ¤ssig (RIS-Justiz RS0128200).