Document Number: JJT_20201127_OGH0002_0020OB00001_20S0000_000
ECLI: ECLI:AT:OGH0002:2020:0020OB00001.20S.1127.000
Case Number: 2Ob1/20s
Application Type: Justiz
Court: OGH
Decision Date: 1606435200000
Word Count: 225

Kopf
Der Oberste Gerichtshof hat als Revisionsgericht durch den SenatsprÃ¤sidenten Dr.Â Veith als Vorsitzenden und den Hofrat Dr.Â Musger, die HofrÃ¤tin Dr.Â SolÃ© sowie die HofrÃ¤te Dr.Â Nowotny und Mag.Â Pertmayr als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Partei a***** GmbH, *****, vertreten durch Dr.Â Friedrich Schubert, Rechtsanwalt in Wien, gegen die beklagte Partei G***** M*****, vertreten durch Held Berdnik Astner & Partner RechtsanwÃ¤lte GmbH in Wien, wegen 55.935,28Â EURÂ sA und Herausgabe (Streitwert 40.000Â EUR), Ã¼ber die auÃŸerordentliche Revision der beklagten Partei gegen das Urteil des Oberlandesgerichts Wien als Berufungsgericht vom 19.Â JuniÂ 2019, GZÂ 16Â RÂ 60/19i-25, in nichtÃ¶ffentlicher Sitzung den
Beschluss
gefasst:
Spruch
Die auÃŸerordentliche Revision wird gemÃ¤ÃŸ Â§Â 508a AbsÂ 2 ZPO mangels der Voraussetzungen des Â§Â 502 AbsÂ 1 ZPO zurÃ¼ckgewiesen.
BegrÃ¼ndung:
Rechtliche Beurteilung
[1] Der Revisionswerber geht in seinem Rechtsmittel selbst davon aus, dass die gegenstÃ¤ndlichen sale-and-lease-back-VertrÃ¤ge mit der klagenden Partei gemÃ¤ÃŸ Â§Â 1 AbsÂ 2 ZÂ 5 FAGG vom direkten Anwendungsbereich dieses Gesetzes ausgenommen sind. Er stÃ¼tzt sich vielmehr darauf, dass es sich bei diesen VertrÃ¤gen um zu den KaufvertrÃ¤gen mit der Lieferantin der GerÃ¤te (als HauptvertrÃ¤ge) akzessorische VertrÃ¤ge iSd Â§Â 3 ZÂ 7 FAGG handle, die von dem nach Â§Â 11 AbsÂ 1 FAGG erfolgten RÃ¼cktritt gegenÃ¼ber der Lieferantin gemÃ¤ÃŸ Â§Â 17 FAGG mitumfasst seien. Er lÃ¤sst dabei unberÃ¼cksichtigt, dass er in erster Instanz den Abschluss eines Kaufvertrags ausdrÃ¼cklich bestritten hat und dass sich aus den Feststellungen auch keine Anhaltspunkte fÃ¼r das Zustandekommen eines Kaufvertrags zwischen der Lieferantin und dem Beklagten ergeben.