Document Number: JJT_20200113_OGH0002_0020NC00050_19D0000_000
ECLI: ECLI:AT:OGH0002:2020:0020NC00050.19D.0113.000
Case Number: 2Nc50/19d
Application Type: Justiz
Court: OGH
Decision Date: 1578873600000
Word Count: 217

Kopf
Der Oberste Gerichtshof hat durch den SenatsprÃ¤sidenten Dr.
Veith als Vorsitzenden, den Hofrat Dr.
Musger, die HofrÃ¤tin Dr.Â SolÃ© und die HofrÃ¤te Dr.Â Nowotny und Mag.Â Pertmayr als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Partei T***** O*****, vertreten durch Robathin & Partner Rechtsanwalts GmbH in Wien, wider die beklagte Partei E***** M*****, vertreten durch Dr.Â Peter Reitschmied, Rechtsanwalt in Neulengbach, wegen 135.000Â EURÂ sA, aufgrund der Befangenheitsanzeige ***** vom 30.Â DezemberÂ 2019 im Revisionsverfahren AZÂ *****, in nichtÃ¶ffentlicher Sitzung den
Beschluss
gefasst:
Spruch
***** ist als Mitglied des *****Â Senats im zu AZÂ ***** anhÃ¤ngigen Verfahren Ã¼ber die Revision der klagenden Partei befangen.
BegrÃ¼ndung:
Rechtliche Beurteilung
FÃ¼r die Behandlung des im Spruch genannten Rechtsmittels ist der *****Â Senat des Obersten Gerichtshofs zustÃ¤ndig. Die ***** ist Mitglied dieses Senats. Sie zeigt an, dass ihr Ehemann als Richter des ***** an der angefochtenen Entscheidung mitgewirkt hat. Daraus kÃ¶nnte der Anschein der Befangenheit abgeleitet werden.
Die Befangenheitsanzeige ist begrÃ¼ndet.
Ein Richter ist nach Â§Â 19 ZÂ 2 JN befangen, wenn bei objektiver Betrachtung ein zureichender Grund vorliegt, seine Unbefangenheit in Zweifel zu ziehen. DafÃ¼r genÃ¼gen Tatsachen, die den Anschein einer Voreingenommenheit hervorrufen kÃ¶nnen (RS0046052 [T2]). Ausgehend von diesen GrundsÃ¤tzen kann der von ***** mitgeteilte Sachverhalt den Anschein ihrer Befangenheit begrÃ¼nden, weil ein Verfahrensbeteiligter den Eindruck gewinnen kÃ¶nnte, ihre Willensbildung kÃ¶nnte durch die Verfahrensbeteiligung ihres Ehegatten als Mitglied des Berufungsgerichts beeinflusst worden sein.