Document Number: JJT_20200624_OGH0002_010OBS00070_20X0000_000
ECLI: ECLI:AT:OGH0002:2020:010OBS00070.20X.0624.000
Case Number: 10ObS70/20x
Application Type: Justiz
Court: OGH
Decision Date: 1592956800000
Word Count: 222

Kopf
Der Oberste Gerichtshof hat als Revisionsgericht in Arbeits- und Sozialrechtssachen durch den VizeprÃ¤sidenten Univ.-Prof.Â Dr.Â Neumayr als Vorsitzenden, die HofrÃ¤tinnen Dr.Â Fichtenau und Dr.Â Grohmann sowie die fachkundigen Laienrichter Dr.Â Martin Gleitsmann (aus dem Kreis der Arbeitgeber) und Gerald Fida (aus dem Kreis der Arbeitnehmer) als weitere Richter in der Sozialrechtssache der klagenden Partei N*****, vertreten durch Saxinger Chalupsky & Partner RechtsanwÃ¤lte GmbH in Wien, gegen die beklagte Partei Allgemeine Unfallversicherungsanstalt, 1200Â Wien, Adalbert-Stifter-StraÃŸeÂ 65â€“67, wegen Versehrtenrente, Ã¼ber die auÃŸerordentliche Revision der klagenden Partei, gegen das Urteil des Oberlandesgerichts Wien als Berufungsgericht in Arbeits- und Sozialrechtssachen vom 30.Â MÃ¤rzÂ 2020, GZÂ 10Â RsÂ 24/20b-21, den
Beschluss
gefasst:
Spruch
Die auÃŸerordentliche Revision wird gemÃ¤ÃŸ Â§Â 508a AbsÂ 2 ZPO mangels der Voraussetzungen des Â§Â 502 AbsÂ 1 ZPO zurÃ¼ckgewiesen.
Die klagende Partei hat die Kosten der Revision selbst zu tragen.
BegrÃ¼ndung:
Rechtliche Beurteilung
1.Â Der vom Berufungsgericht verneinte Verfahrensmangel erster Instanz ist in dritter Instanz nicht mehr anfechtbar (RIS-Justiz RS0043061). Eine in zweiter Instanz nicht erhobene RechtsrÃ¼ge kann auch in Sozialrechtssachen nicht nachgeholt werden (RS0043480).
2.Â Ein Kostenersatz nach Billigkeit (Â§Â 77 AbsÂ 1 ZÂ 2 litÂ b ASGG) setzt voraus, dass sowohl tatsÃ¤chliche oder rechtliche Schwierigkeiten vorliegen als auch die Einkommens- und VermÃ¶gensverhÃ¤ltnisse der versicherten Person einen Kostenzuspruch nahelegen (10Â ObSÂ 35/95; Neumayr in ZellKommÂ³ Â§Â 77 ASGG RzÂ 13 mwN). TatsÃ¤chliche oder rechtliche Schwierigkeiten dieses Verfahrens, in dem die Verletzungsfolgen aus einem Arbeitsunfall zu klÃ¤ren waren, ergeben sich weder aus dem Vorbringen noch aus dem Akt.