Document Number: JJT_20201021_OGH0002_009OBA00096_20P0000_000
ECLI: ECLI:AT:OGH0002:2020:009OBA00096.20P.1021.000
Case Number: 9ObA96/20p
Application Type: Justiz
Court: OGH
Decision Date: 1603238400000
Word Count: 348

Kopf
Der Oberste Gerichtshof hat als Revisions- und Rekursgericht in Arbeits- und Sozialrechtssachen durch den SenatsprÃ¤sidenten des Obersten Gerichtshofs Dr.Â Hopf als Vorsitzenden, die HofrÃ¤tin des Obersten Gerichtshofs Dr.Â Fichtenau und den Hofrat des Obersten Gerichtshofs Dr.Â Hargassner in der Arbeitsrechtssache der klagenden Partei Dr.Â D***** W*****, vertreten durch Dr.Â Martin Riedl, Rechtsanwalt in Wien, gegen die beklagte Partei Stadt Wien, 1082Â Wien, RathausstraÃŸeÂ 4, vertreten durch Dr.Â Gustav Teicht, Dr.Â Gerhard JÃ¶chl RechtsanwÃ¤lte Kommandit-Partnerschaft in Wien, wegen 47.646,23Â EUR bruttoÂ sA und Feststellung (11.000Â EUR), Ã¼ber die Revisionen und Rekurse der klagenden Partei (Revisionsinteresse:Â 42.409,37Â EUR; Rekursinteresse: 5.000Â EUR) und der beklagten Partei (Revisionsinteresse: 5.236,86Â EUR; Rekursinteresse: 6.000Â EUR) gegen das Teilurteil des Oberlandesgerichts Wien als Berufungsgericht in Arbeits- und Sozialrechtssachen vom 28.Â SeptemberÂ 2015, GZÂ 10Â RaÂ 57/15y-17, mit dem das Urteil des Arbeits- und Sozialgerichts Wien vom 10.Â AprilÂ 2015, GZÂ 33Â CgaÂ 97/14x-11, teilweise bestÃ¤tigt, teilweise abgeÃ¤ndert und teilweise aufgehoben wurde, in nichtÃ¶ffentlicher Sitzung den
Beschluss
gefasst:
Spruch
Das Revisions- und Rekursverfahren wird bis zur Neufestsetzung der besoldungsrechtlichen Stellung der KlÃ¤gerin gemÃ¤ÃŸ Â§Â 18 AbsÂ 4 VBOÂ 1995 idF 4.Â Dienstrechts-NovelleÂ 2019, LGBlÂ 2019/63, unterbrochen.
Das Revisions- und Rekursverfahren wird nur Ã¼ber Antrag einer der Parteien fortgesetzt.
BegrÃ¼ndung:
Rechtliche Beurteilung
Mit Beschluss vom 2.Â 7.Â 2020, AZÂ 9Â ObAÂ 65/19b-7, wurde das unterbrochene Verfahren fortgefÃ¼hrt und der am 17.Â 12.Â 2019 an den Verfassungsgerichtshof gemÃ¤ÃŸ ArtÂ 89 AbsÂ 2 B-VG (ArtÂ 140 AbsÂ 1 ZÂ 1 litÂ a B-VG) gestellte Antrag (AZ: GÂ 116/2020) zurÃ¼ckgezogen. Um unnÃ¶tige Wiederholungen zu vermeiden, wird daher bezÃ¼glich des bisherigen Verfahrensgangs zunÃ¤chst auf den Inhalt dieses Beschlusses verwiesen.
Mit Beschluss vom 22.Â 9.Â 2020, GÂ 116/2020-12, hat der Verfassungsgerichtshof daraufhin das Verfahren eingestellt.
GemÃ¤ÃŸ Â§Â 18 AbsÂ 4 VBOÂ 1995 idF der 4.Â Dienstrechts-NovelleÂ 2, LBGlÂ 2019/63,019 sind die am Tag der Kundmachung der 4.Â Dienstrechts-NovelleÂ 2019 (d.i. 13.Â 12.Â 2019) anhÃ¤ngigen Verfahren, in denen eine Frage im Sinn des AbsÂ 3 als Vorfrage zu beurteilen ist, bis zur Neufestsetzung der besoldungsrechtlichen Stellung zu unterbrechen. Nach AbsÂ 3 legÂ cit handelt es sich dabei um die Frage der Anrechnung zusÃ¤tzlicher Vordienstzeiten im Sinn der Â§Â§Â 15a bis 15c der DienstordnungÂ 1994 bzw der damit in Zusammenhang stehenden Neufestsetzung des VorrÃ¼ckungsstichtags bzw des Besoldungsdienstalters bzw der besoldungsrechtlichen Stellung bzw daraus abgeleitete besoldungsrechtliche AnsprÃ¼che.
Da der vorliegende Rechtsstreit AnsprÃ¼che der KlÃ¤gerin im Sinne des Â§Â 18 AbsÂ 4 VBOÂ 1995 idF der 4.Â Dienstrechts-NovelleÂ 2019 zum Gegenstand hat, war das Verfahren bis zur Neufestsetzung der besoldungsrechtlichen Stellung der KlÃ¤gerin zu unterbrechen.