Document Number: JWT_2020210413_20201007L00
ECLI: ECLI:AT:VWGH:2020:RA2020210413.L00
Case Number: Ra 2020/21/0413
Application Type: Vwgh
Court: Verwaltungsgerichtshof (VwGH)
Decision Date: 1602028800000
Word Count: 129

Spruch
GemÃ¤ÃŸ Â§Â 30 Abs.Â 2Â VwGG wird dem Antrag stattgegeben.
BegrÃ¼ndung
1Â GemÃ¤ÃŸ Â§Â 30 Abs.Â 2Â VwGG hat der Verwaltungsgerichtshof einer Revision auf Antrag des Revisionswerbers die aufschiebende Wirkung mit Beschluss zuzuerkennen, wenn dem nicht zwingende Ã¶ffentliche Interessen entgegenstehen und nach AbwÃ¤gung der berÃ¼hrten Ã¶ffentlichen Interessen und Interessen anderer Parteien mit dem Vollzug des angefochtenen Erkenntnisses fÃ¼r den Revisionswerber ein unverhÃ¤ltnismÃ¤ÃŸiger Nachteil verbunden wÃ¤re.
2Â Es ist nicht ersichtlich, dass zwingende Ã¶ffentliche Interessen dem Aufschub des Vollzugs der RÃ¼ckkehrentscheidung gegenÃ¼ber der seit 16Â Jahren in Ã–sterreich aufhÃ¤ltigen und abgesehen von einem Urkundendelikt unbescholtenen Revisionswerberin entgegenstehen. Mit ihrem Vorbringen, dass ihre Abschiebung vor Abschluss des Verfahrens vor dem Verwaltungsgerichtshof insbesondere auf ihren vierjÃ¤hrigen Sohn negative Auswirkungen hÃ¤tte, hat die Revisionswerberin einen unverhÃ¤ltnismÃ¤ÃŸigen Nachteil dargetan.
3Â Dem Antrag auf Zuerkennung der aufschiebenden Wirkung war daher stattzugeben.
Wien, am 7.Â OktoberÂ 2020