Document Number: JJT_20200721_OGH0002_0140OS00055_20Z0000_000
ECLI: ECLI:AT:OGH0002:2020:0140OS00055.20Z.0721.000
Case Number: 14Os55/20z
Application Type: Justiz
Court: OGH
Decision Date: 1595289600000
Word Count: 1755

Kopf
Der Oberste Gerichtshof hat am 21.Â JuliÂ 2020 durch den SenatsprÃ¤sidenten des Obersten Gerichtshofs Prof.Â Dr.Â Danek als Vorsitzenden, die HofrÃ¤tin des Obersten Gerichtshofs Mag.Â Hetlinger, den Hofrat des Obersten Gerichtshofs Dr.Â Nordmeyer sowie die HofrÃ¤tinnen des Obersten Gerichtshofs Dr.Â Mann und Dr.Â Setz-Hummel in Gegenwart der SchriftfÃ¼hrerin Mag.Â Weinhandl in der Strafsache gegen M***** T***** und andere Angeklagte wegen des Verbrechens des Mordes nach Â§Â 75 StGB und weiterer strafbarer Handlungen Ã¼ber die Nichtigkeitsbeschwerde und die Berufung der Angeklagten ***** H***** sowie die Berufungen der Angeklagten T***** und der Staatsanwaltschaft gegen das Urteil des Landesgerichts Klagenfurt als Geschworenengericht vom 21.Â JÃ¤nnerÂ 2020, GZÂ 17Â HvÂ 84/19g-309, nach AnhÃ¶rung der Generalprokuratur in nichtÃ¶ffentlicher Sitzung zu Recht erkannt:
Spruch
Die Nichtigkeitsbeschwerde wird zurÃ¼ckgewiesen.
Aus deren Anlass werden der Wahrspruch der Geschworenen, der im Ãœbrigen unberÃ¼hrt bleibt, zu den HauptfragenÂ 2 bis 11 samt Zusatzfragen, sowie das darauf beruhende Urteil in den SchuldsprÃ¼chenÂ der Angeklagten H***** zu A/II, der Angeklagten T***** zu B (zur GÃ¤nze) und der Angeklagten ***** O***** zu C/I
, demgemÃ¤ÃŸ auch in den StrafaussprÃ¼chen (einschlieÃŸlich der Vorhaftanrechnung), in der Anordnung der Unterbringung der Angeklagten H***** und T***** in einer Anstalt fÃ¼r geistig abnorme Rechtsbrecher nach Â§Â 21 AbsÂ 2 StGB, weiters im T***** betreffenden AdhÃ¤sionserkenntnis zur GÃ¤nze, im die Angeklagte H***** betreffenden Zuspruch an die Privatbeteiligte D***** AG *****
und in Ansehung der Angeklagten T***** auch im Kostenausspruch aufgehoben und die Sache in diesem Umfang an das Landesgericht Klagenfurt als
Geschworenengericht zur nochmaligen Verhandlung und Entscheidung verwiesen.
Mit ihren Berufungen werden die Angeklagten H***** und T***** sowie die Staatsanwaltschaft auf die Kassation des Strafausspruchs verwiesen.
Der Angeklagten H***** fallen auch die Kosten des Rechtsmittelverfahrens zur Last.
Text
GrÃ¼nde:
Mit dem angefochtenen, auf dem Wahrspruch der Geschworenen beruhenden Urteil, wurden ***** H***** und M***** T***** jeweils eines Verbrechens des Mordes nach Â§Â 75 StGB (A/I und B/I) sowie jeweils mehrerer Verbrechen der Brandstiftung nach Â§Â 169 AbsÂ 1 StGB (A/II und B/II bis IV), teilweise (nÃ¤mlich zu A/II/1, 2 und 4 sowie â€“ damit korrespondierend â€“ zu B/II und IV) auch nach Â§Â 15 StGB, ***** O***** des Verbrechens der Brandstiftung nach Â§Â 12 dritter Fall, Â§Â§Â 15, 169 AbsÂ 1 StGB (C/I) sowie T***** (zu B/V) und O***** (zu C/II) des Vergehens des schweren gewerbsmÃ¤ÃŸigen Betrugs nach Â§Â§Â 146, 147 AbsÂ 2, 148 erster Fall StGB, T***** (zu allen Schuldspruchpunkten) jeweils auch nach Â§Â 12 zweiter Fall StGB schuldig erkannt.
Danach haben
(A)Â H*****
I)Â am 6.Â OktoberÂ 2018 in V***** ***** P***** durch ErwÃ¼rgen vorsÃ¤tzlich getÃ¶tet;
II)Â in U***** â€žan fremden Sachen ohne Einwilligung der EigentÃ¼mer durch Einbringung fremder ZÃ¼ndquellen und unter Zuhilfenahme brandunterstÃ¼tzender Mittel eine Feuersbrunst verursachtâ€œ und zu verursachen versucht (1./, 2./ und 4./), und zwar:
1./Â am 8.Â NovemberÂ 2018 â€žim WirtschaftsgebÃ¤udeâ€œ des ***** S*****;
2./Â am 8.Â NovemberÂ 2018 â€žim WirtschaftsgebÃ¤udeâ€œ des ***** Pi*****;
3./Â am 18.Â NovemberÂ 2018 â€žim WirtschaftsgebÃ¤udeâ€œ des ***** Pi*****;
4./Â am 24.Â NovemberÂ 2018 â€žim WirtschaftsgebÃ¤udeâ€œ des ***** S*****;
(B)Â T***** in V***** andere zu strafbaren Handlungen bestimmt, und zwar
I)Â H***** zwischen Ende SeptemberÂ 2018 und 4.Â OktoberÂ 2018 zu dem zu A/I angefÃ¼hrten Mord;
II) bis IV)Â H***** zwischen 7.Â Oktober und 8.Â NovemberÂ 2018 zu den zu A/II/1./ und 2./ angefÃ¼hrten Brandstiftungen, am 17. oder 18.Â NovemberÂ 2018 zu der zu
A/II/3./ angefÃ¼hrten und zwischen 12. und 24.Â NovemberÂ 2018 zu der zu A/II/4./ angefÃ¼hrten Brandstiftung sowie O***** am 24.Â NovemberÂ 2018 zu der zu C/I angefÃ¼hrten â€žBeitragshandlungâ€œ;
V)Â von 2013 bis 20.Â NovemberÂ 2018 O***** zu den zu C/II angefÃ¼hrten Betrugshandlungen;
(C)Â O*****
I)Â am 24.Â NovemberÂ 2018 in U***** dadurch zu der zu A/II/4./ angefÃ¼hrten strafbaren Handlung der H***** beigetragen, dass sie ihr zur Verschleierung von Spuren ein Paar Herrenschuhe zur VerfÃ¼gung stellte und sie mit dem PKW in unmittelbare NÃ¤he des Tatorts chauffierte;
II)Â zu nachstehenden Zeitpunkten mit auf unrechtmÃ¤ÃŸige Bereicherung gerichtetem Vorsatz sowie in der Absicht, sich durch die wiederkehrende Begehung von Betrugshandlungen lÃ¤ngere Zeit hindurch ein nicht bloÃŸ geringfÃ¼giges fortlaufendes Einkommen zu verschaffen, wobei sie bereits zwei solche Taten begangen hat, Nachgenannte durch TÃ¤uschung Ã¼ber Tatsachen zur GewÃ¤hrung von Darlehen und Ãœbergabe der Darlehensvaluta verleitet, wodurch diese VermÃ¶gensschÃ¤den in HÃ¶he von insgesamt 164.690Â Euro erlitten, und zwar:
1./Â von 2015 bis 15.Â FebruarÂ 2017 in S***** ***** Sc***** in wiederholten Angriffen durch VortÃ¤uschung ihrer RÃ¼ckzahlungsfÃ¤higkeit und -willigkeit sowie die Vorgabe, Geld fÃ¼r Krankenhausaufenthalte, Therapiekosten und Aufenthalte in Heilanstalten der T***** zu benÃ¶tigen, zur Ãœbergabe von insgesamt 34.200Â Euro;
2./Â von 2013 bis zumindest 2.Â FebruarÂ 2016 in V***** ***** P***** in wiederholten Angriffen durch die VortÃ¤uschung ihrer RÃ¼ckzahlungsfÃ¤higkeit und -willigkeit sowie die Vorgabe, Geld fÃ¼r einen Hagelschaden, fÃ¼r die RÃ¼ckfÃ¼hrung des W***** T***** aus dem Oman, fÃ¼r erlittene Herzinfarkte, Krankenhausaufenthalte nach einem Koma und weitere schwere Erkrankungen der M***** T***** zu benÃ¶tigen, zur Ãœbergabe von insgesamt 45.000Â Euro;
3./Â von JÃ¤nner bis 20.Â NovemberÂ 2018 in V***** ***** Z***** in wiederholten Angriffen durch VortÃ¤uschung ihrer RÃ¼ckzahlungsfÃ¤higkeit und -willigkeit sowie die Vorgabe, Geld fÃ¼r Medikamente und Heilbehandlungen sowie Krankenhausaufenthalte fÃ¼r sich selbst zu benÃ¶tigen, zur Ãœbergabe von insgesamt 85.490Â Euro.
Rechtliche Beurteilung
Der dagegen aus Â§Â 345 AbsÂ 1 ZÂ 10a StPO erhobenen Nichtigkeitsbeschwerde der Angeklagten H***** kommt keine Berechtigung zu.
Ableitung erheblicher Bedenken aus den Akten im Sinn des in Anspruch genommenen Nichtigkeitsgrundes bedeutet, dass die TatsachenrÃ¼ge konkrete Beweismittel, die in der Hauptverhandlung vorgekommen sind oder hÃ¤tten vorkommen kÃ¶nnen, bezeichnen und aus diesen die aus ihrer Sicht bestehenden Zweifel an der Richtigkeit der dem Ausspruch Ã¼ber die Schuld zugrunde liegenden entscheidenden Tatsachen entwickeln, also darlegen muss, dass die
Geschworenen das ihnen nach Â§Â 258 AbsÂ 2 zweiter Satz (iVm Â§Â 302 AbsÂ 1) StPO gesetzlich zustehende BeweiswÃ¼rdigungsermessen in geradezu unertrÃ¤glicher Weise gebraucht haben und damit eine Fehlentscheidung bei der BeweiswÃ¼rdigung qualifiziert nahe liegt (RIS-Justiz RS0118780, RS0119583; Ratz, WK-StPO Â§Â 281 RzÂ 490).
Indem die Beschwerde aus einzelnen Passagen der Verantwortung der BeschwerdefÃ¼hrerin (sie habe â€žnicht im freien Willen gehandeltâ€œ, sei von T***** â€žgezwungen wordenâ€œ, diese habe ihr jedes Mal â€žihre Hand auf ihre Brust aufgelegtâ€œ und â€žihre Lebensenergie weggesaugtâ€œ, sie habe sich â€žin einem Trancezustand befundenâ€œ) deren ZurechnungsunfÃ¤higkeit zu den Tatzeitpunkten ableitet, gelingt es ihr nicht, Bedenken in der beschriebenen IntensitÃ¤t gegen die Richtigkeit
der im Wahrspruch der Geschworenen (zu den ZusatzfragenÂ 1 bis 5) festgestellten entscheidenden Tatsachen zu wecken.
Die Nichtigkeitsbeschwerde war daher bereits bei nichtÃ¶ffentlicher Beratung sofort zurÃ¼ckzuweisen (Â§Â§Â 285d AbsÂ 1, 344 StPO).
Aus deren Anlass Ã¼berzeugte sich der Oberste Gerichtshof jedoch, dass dem angefochtenen Urteil zum Nachteil aller Angeklagten mehrfach nicht geltend gemachte Nichtigkeit (ZÂ 11 litÂ a) anhaftet, die von Amts wegen wahrzunehmen war (Â§Â§Â 290 AbsÂ 1 zweiter Satz erster Fall, 344 StPO).
Vorauszuschicken ist, dass im
geschworenengerichtlichen Verfahren gemÃ¤ÃŸ Â§Â 312 StPO alle gesetzlichen Merkmale der strafbaren Handlung in die (Haupt-)Frage aufzunehmen sind, und zwar dergestalt, dass nicht nur die Individualisierung (nach Ort, Zeit, Gegenstand udgl) der dem TÃ¤ter angelasteten Tat(en) zum Zwecke der Ausschaltung der Gefahr der neuerlichen Verfolgung und Verurteilung wegen derselben Tat sichergestellt ist, sondern auch deren Konkretisierung durch Aufnahme der den Deliktsmerkmalen entsprechenden tatsÃ¤chlichen Gegebenheiten, die die Subsumtion des von den
Geschworenen ihrem Wahrspruch zugrunde gelegten Sachverhalts Ã¼berhaupt erst ermÃ¶glicht und andererseits die ÃœberprÃ¼fung dieser Subsumtion durch den Obersten Gerichtshof im Rechtsmittelverfahren gewÃ¤hrleistet (RIS-Justiz RS0119082; LÃ¤ssig, WK-StPO Â§Â 312 RzÂ 17Â ff).
Das VersÃ¤umnis des Schwurgerichtshofs, im Rahmen der Schuldfrage nach einem konkreten historischen Geschehen zu fragen, begrÃ¼ndet zwar prinzipiell Nichtigkeit aus
ZÂ 6 des Â§Â 345 AbsÂ 1 StPO, Rechtsfehler werden unter dem Gesichtspunkt fehlender Feststellungen jedoch von
ZÂ 11 litÂ a erfasst (RIS-Justiz RS0120637; Ratz, WK-StPO Â§Â 281 RzÂ 616, Â§Â 345 RzÂ 40Â f).
Zu den SchuldsprÃ¼chen zu A/II (H*****), B/II bis IV (T*****) und C/I (O*****) wegen Verbrechen der Brandstiftung nach Â§Â 169 AbsÂ 1 StGB:
Tatbildlich ist â€“ soweit hier wesentlich â€“ die Verursachung einer Feuersbrunst im Sinn eines ausgedehnten, mit gewÃ¶hnlichen Mitteln nicht mehr beherrschbaren, zumindest abstrakt gemeingefÃ¤hrlichen Brandes mit (auch) diese Merkmale umfassendem Vorsatz (RIS-Justiz RS0094944, RS0094805, vgl auch RS0092994; zum Ganzen Murschetz in WKÂ² StGB Â§Â 169 RzÂ 3 bis 6, 11 je mwN). Die (vorsÃ¤tzliche) BeschÃ¤digung fremder Sachen (einzelner GegenstÃ¤nde) durch Legung eines Feuers, das nicht die dargestellte Dimension erreicht oder nach der TÃ¤terintention erreichen soll, ist von Â§Â§Â 125Â f StGB erfasst.
Die, die Angeklagte H***** betreffenden HauptfragenÂ 2 bis 5 (SchuldsprÃ¼che zu A/II) beschrÃ¤nken sich insoweit auf die substratlose Wiedergabe der verba legalia (ob H***** nÃ¤mlich durch die angefÃ¼hrten Tathandlungen â€žimâ€œ WirtschaftsgebÃ¤ude â€¦ â€žeine Feuersbrunst verursachtâ€œ [HauptfrageÂ 4] oder â€žeine Feuersbrunst zu verursachen versuchtâ€œ habe). Konkrete Tatsachen fÃ¼r die AusfÃ¼llung des vom Tatbestand verwendeten Rechtsbegriffs enthÃ¤lt der Wahrspruch weder zu diesen noch zu den auf die Beteiligung an den strafbaren Handlungen der Genannten durch die Angeklagten T***** (HauptfragenÂ 7 bis 9; SchuldsprÃ¼che zu B/II bis IV) und O***** (HauptfrageÂ 11; Schuldspruch zu C/I) gerichteten Fragen, welche bloÃŸ auf die in den HauptfragenÂ 2 bis 5 â€žangefÃ¼hrten Tathandlungenâ€œ verweisen.
Zu den die Angeklagte T***** betreffenden SchuldsprÃ¼chen zu B:
Neben den eben aufgezeigten Rechtsfehlern mangels Feststellungen zu den SchuldsprÃ¼chen zu B/II bis IV erschÃ¶pfen sich die im Wahrspruch der Geschworenen (zu den HauptfragenÂ 6 bis 10; SchuldsprÃ¼che zu B) getroffenen Feststellungen zum inkriminierten Verhalten der Angeklagten T***** in der Aussage, diese habe die Angeklagten H***** (HauptfragenÂ 6 bis 9) und O***** (HauptfragenÂ 9 und 10) jeweils zu einer der in den HauptfragenÂ 2 bis 5 (H*****) sowie 11 und 12 (O*****) â€žangefÃ¼hrten Tathandlung(en)â€œ (vgl aber Â§Â 12 StGB: â€žstrafbare Handlungâ€œ) und (zu B/IV) der in der HauptfrageÂ 11 angefÃ¼hrten â€žBeitragshandlungâ€œ (vgl dazu aber Fabrizy in WKÂ² StGB Â§Â 12 RzÂ 49) â€žbestimmtâ€œ, ohne konkret zu beschreiben, wodurch die Genannte den Tatentschluss in den unmittelbaren TÃ¤tern erweckt und die Tatbegehung durch diese veranlasst haben soll (vgl zum Ganzen Fabrizy in WKÂ² StGB Â§Â 12 RzÂ 42Â ff). Solcherart lassen sie gleichfalls den
â€“ unter dem Aspekt rechtsrichtiger Subsumtion gebotenen â€“
Sachverhaltsbezug vermissen (RIS-Justiz RS0119090; vgl erneut Ratz, WK-StPO Â§Â 281 RzÂ 616).
Voraussetzung fÃ¼r die Strafbarkeit als Bestimmung zum Betrug ist in subjektiver Hinsicht zudem, dass (auch) der Bestimmende mit auf unrechtmÃ¤ÃŸige Bereicherung gerichtetem Vorsatz handelt (Fabrizy in WKÂ² StGB Â§Â 12 RzÂ 70). Der dem Schuldspruch zu B/V zugrunde liegende Wahrspruch (zur HauptfrageÂ 10) enthÃ¤lt â€“ abgesehen von AusfÃ¼hrungen zu der von Â§Â 70 StGB geforderten AbsichtÂ â€“Â keine Aussage zur subjektiven Tatseite der Angeklagten T*****. Deren ErwÃ¤hnung darf in der Frage nach den gesetzlichen Merkmalen der strafbaren Handlung aber nur dann unterbleiben, wenn nicht eine vom Mindesterfordernis des Â§Â 5 AbsÂ 1 zweiter Halbsatz (Â§Â 7 AbsÂ 1) StGB abweichende Vorsatzform (Â§Â 5 AbsÂ 2 und 3 StGB) oder â€“ wie hier â€“ ein sogenannter erweiterter Vorsatz (auf unrechtmÃ¤ÃŸige Bereicherung) Voraussetzung der Strafbarkeit ist (vgl RIS-Justiz RS0113270; LÃ¤ssig, WK-StPO Â§Â 312 RzÂ 13; Ratz, WK-StPO Â§Â 345 RzÂ 33 ff).
Die aufgezeigten Rechtsfehler mangels Feststellungen erfordern die Aufhebung des Urteils in den SchuldsprÃ¼chen zu A/II, B (zur GÃ¤nze) und C/I samt dem diesen zugrunde liegenden Wahrspruch zu den HauptfragenÂ 2 bis 11 samt Zusatzfragen, demzufolge auch der StrafaussprÃ¼che (einschlieÃŸlich der Vorhaftanrechnung) und der die Angeklagten H***** und T***** betreffenden AussprÃ¼che nach Â§Â 21 AbsÂ 2 StGB (Â§Â 435 AbsÂ 2 StPO, vgl RIS-Justiz RS0100108 und RS0120576), der (von den kassierten SchuldsprÃ¼chen abhÃ¤ngigen) Privatbeteiligten-zusprÃ¼che sowie des T***** betreffenden Kostenausspruchs bereits bei der nichtÃ¶ffentlichen Beratung und insoweit die Verweisung der Sache zur nochmaligen Verhandlung und Entscheidung an das Erstgericht (Â§Â§Â 285e, 290 AbsÂ 1 zweiter Satz, 344 zweiter Satz StPO).
Mit ihren Berufungen waren die Angeklagten H***** und T***** sowie die Staatsanwaltschaft auf diese Entscheidung zu verweisen.
Der Kostenausspruch beruht auf Â§Â 390a AbsÂ 1 StPO.