Document Number: JJT_20200917_OGH0002_0020OB00081_20F0000_000
ECLI: ECLI:AT:OGH0002:2020:E129322
Case Number: 2Ob81/20f
Application Type: Justiz
Court: OGH
Decision Date: 1600300800000
Word Count: 246

Kopf
Der Oberste Gerichtshof hat als Revisionsgericht durch den SenatsprÃ¤sidenten Dr.Â Veith als Vorsitzenden sowie den Hofrat Dr.Â Musger, die HofrÃ¤tin Dr.Â SolÃ© und die HofrÃ¤te Dr.Â Nowotny und Mag.Â Pertmayr als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Partei R* T*, vertreten durch Held Berdnik Astner & Partner RechtsanwÃ¤lte GmbH in Graz, gegen die beklagte Partei I* T*, vertreten durch Dr.Â Richard Benda und andere RechtsanwÃ¤lte in Graz, wegen 125.000Â EURÂ sA, Ã¼ber die auÃŸerordentliche Revision der klagenden Partei gegen das Urteil des Oberlandesgerichts Graz als Berufungsgericht vom 4.Â MÃ¤rzÂ 2020, GZÂ 5Â RÂ 167/19x-40, in nichtÃ¶ffentlicher Sitzung den
Beschluss
gefasst:
Spruch
Die auÃŸerordentliche Revision wird gemÃ¤ÃŸ Â§Â 508a AbsÂ 2 ZPO mangels der Voraussetzungen des Â§Â 502 AbsÂ 1 ZPO zurÃ¼ckgewiesen.
BegrÃ¼ndung:
Rechtliche Beurteilung
[1] Da der Erblasser im JahrÂ 2014 verstorben ist, ist Â§Â 786 ABGB idF ErbRÃ„GÂ 2015 im vorliegenden Fall nicht anwendbar (Â§Â 1503 AbsÂ 7 ZÂ 1 und 2 ABGB).
[2] Doch auch nach der hier noch maÃŸgeblichen Rechtslage vor dem ErbRÃ„GÂ 2015 steht dem Pflichtteilsberechtigten ein mit Manifestationsklage nach ArtÂ XLII AbsÂ 1 FallÂ 1 EGZPO gegen die Verlassenschaft bzw die eingeantworteten Erben durchzusetzender Anspruch auf Auskunft (auch) Ã¼ber pflichtteilsrelevante Schenkungen zu. Die materiell-rechtliche Grundlage hiefÃ¼r wird einerseits aus Â§Â 786 SatzÂ 2 ABGBÂ aF abgeleitet, andererseits aus den Â§Â§Â 784 und 804 ABGBÂ aF (2Â ObÂ 316/02p mwN; 2Â ObÂ 186/10g; RS0127349).
[3] Einen solchen Anspruch, mit welchem die â€žunverhÃ¤ltnismÃ¤ÃŸigen Beweisschwierigkeitenâ€œ des KlÃ¤gers behoben hÃ¤tten werden kÃ¶nnen, hat er jedoch nicht geltend gemacht. Wie allerdings die Vorinstanzen die seiner Ansicht nach â€žunzureichende Mitwirkungâ€œ der Beklagten bei der Ermittlung des Sachverhalts wÃ¼rdigten, ist eine Frage der irrevisiblen BeweiswÃ¼rdigung (vgl Rechberger/Klicka in Rechberger5 Â§Â 381 RzÂ 5 mwN).