Document Number: JJT_20200902_OGH0002_0060OB00011_20S0000_000
ECLI: ECLI:AT:OGH0002:2020:0060OB00011.20S.0902.000
Case Number: 6Ob11/20s
Application Type: Justiz
Court: OGH
Decision Date: 1599004800000
Word Count: 3230

Kopf
Der Oberste Gerichtshof hat als Revisionsgericht durch den SenatsprÃ¤sidenten Dr.Â Schramm als Vorsitzenden und durch die HofrÃ¤te Hon.-Prof.Â Dr.Â Gitschthaler, Univ.-Prof.Â Dr.Â Kodek, Dr.Â Nowotny sowie die HofrÃ¤tin Dr.Â Faber als weitere Richter in der AuÃŸerstreitsache der Antragsteller 1.Â Dr.Â R*****, 2.Â Ing.Â H*****, beide vertreten durch Dr.Â Reinhard Hohenberg und andere RechtsanwÃ¤lte in Graz, gegen die Antragsgegnerin A***** Holding GmbH, *****, vertreten durch Dr.Â Kurt Berger, Dr.Â Mathias Ettel, RechtsanwÃ¤lte in Wien, wegen Bucheinsicht, Ã¼ber den Revisionsrekurs der Antragsgegnerin gegen den Beschluss des Oberlandesgerichts Wien als Rekursgericht vom 26.Â SeptemberÂ 2019, GZÂ 6Â RÂ 278/19z-13, mit dem der Beschluss des Handelsgerichts Wien vom 24.Â JuniÂ 2019, GZÂ 71Â FrÂ 5433/19a-7, teilweise abgeÃ¤ndert wurde, den
Beschluss
gefasst:
Spruch
Dem Revisionsrekurs wird teilweise Folge gegeben.
Die BeschlÃ¼sse der Vorinstanzen werden dahin abgeÃ¤ndert, dass die Entscheidung einschlieÃŸlich der bestÃ¤tigten Teile lautet:
â€ž1.Â Die Antragsgegnerin ist schuldig, den Antragstellern oder nach deren Wahl einem von ihnen bevollmÃ¤chtigten, zur Berufsverschwiegenheit verpflichteten Vertreter wÃ¤hrend der GeschÃ¤ftsstunden in den GeschÃ¤ftsrÃ¤umlichkeiten der Antragsgegnerin nach mindestens einwÃ¶chiger Voranmeldung die Einsicht in die HandelsbÃ¼cher, GeschÃ¤ftspapiere und sonstigen GeschÃ¤ftsunterlagen der Antragsgegnerin der JahreÂ 2015, 2016, 2017, 2018 und 2019 zu ermÃ¶glichen und die Herstellung von Kopien auf Kosten der Antragsteller zu dulden.
2.Â Der Antrag, die Antragsgegnerin sei schuldig, den Antragstellern oder nach deren Wahl einem von ihnen bevollmÃ¤chtigten, zur Berufsverschwiegenheit verpflichteten Vertreter wÃ¤hrend der GeschÃ¤ftsstunden in den GeschÃ¤ftsrÃ¤umlichkeiten der Antragsgegnerin nach mindestens einwÃ¶chiger Voranmeldung die Einsicht in die HandelsbÃ¼cher, GeschÃ¤ftspapiere und sonstigen GeschÃ¤ftsunterlagen der JahreÂ 2015, 2016, 2017, 2018 und 2019 zu ermÃ¶glichen und die Herstellung von Kopien auf Kosten der Antragsteller zu dulden, wird betreffend folgende Gesellschaften abgewiesen:
-Â die P***** GmbH, *****;
-Â die P***** GmbH & Co KG, *****;
-Â die M*****-GmbH, *****;
-Â die A***** Immobilien AG, *****;
-Â die K*****gesellschaftÂ m.b.H., *****;
-Â die A***** Projektmanagement & BautrÃ¤ger Ges.m.b.H., *****;
-Â die A***** Projektmanagement & BautrÃ¤ger GesmbH & Co KG, *****;
-Â die T*****gesellschaftÂ m.b.H., *****.â€œ
Text
BegrÃ¼ndung:
Die Antragsteller sind zu je 20Â % Gesellschafter der Antragsgegnerin. 60Â % der GeschÃ¤ftsanteile werden von Mag.Â B***** gehalten. Jeweils selbststÃ¤ndig vertretungsbefugte GeschÃ¤ftsfÃ¼hrer sind Mag.Â B***** und D*****.
Zum Zeitpunkt der Entscheidung des Erstgerichts waren im Firmenbuch folgende, fÃ¼r das Verfahren dritter Instanz relevante, mit der Antragsgegnerin verbundene Unternehmen eingetragen:
*Â Die A***** Immobilien AG mit 1,090.100 auf Namen lautenden StÃ¼ckaktien, von denen 1,079.199 (99Â %) von der Antragsgegnerin, 10.901 (1Â %) von Mag.Â B***** gehalten werden. Alleiniger, selbststÃ¤ndig vertretungsbefugter Vorstand ist Mag.Â B*****. Die Gesellschaft ging durch Umwandlung in eine Aktiengesellschaft mit Generalversammlungsbeschluss vom 26.Â 3.Â 2019 aus der M*****gesellschaft mbH hervor. Deren Gesellschafter waren zuletzt die Antragsgegnerin mit einem GeschÃ¤ftsanteil von 99Â % und Mag.Â B***** mit einem GeschÃ¤ftsanteil von 1Â %; ihr GeschÃ¤ftsfÃ¼hrer war zuletzt Mag.Â B*****.
*Â Die K*****gesellschaftÂ m.b.H., deren Alleingesellschafterin die A***** Immobilien AG und deren selbststÃ¤ndig vertretungsbefugter GeschÃ¤ftsfÃ¼hrer Mag.Â B***** ist.
*Â Die A***** Projektmanagement & BautrÃ¤ger Ges.m.b.H., deren Gesellschafter die A***** Immobilien AG mit einem GeschÃ¤ftsanteil von 99Â % und Mag. B***** mit einem GeschÃ¤ftsanteil von 1Â % sind; ihre jeweils selbstÃ¤ndig vertretungsbefugten GeschÃ¤ftsfÃ¼hrer sind Mag.Â B***** und Dr.Â H*****.
*Â Die A***** Projektmanagement & BautrÃ¤ger Ges.m.b.H. & Co KG, deren unbeschrÃ¤nkt haftende Gesellschafterin die A***** Projektmanagement & BautrÃ¤ger Ges.m.b.H. ist; Kommanditistin ist die A***** Immobilien AG.
*Â Die T*****gesellschaftÂ m.b.H. mit der Alleingesellschafterin A***** Projektmanagement & BautrÃ¤ger Ges.m.b.H. und dem selbstÃ¤ndig vertretungsbefugten GeschÃ¤ftsfÃ¼hrer Mag.Â B*****.
Die Antragsteller beantragten wie aus dem Spruch ersichtlich. Sie brachten vor, ihr Informationsrecht umfasse alle rechtlichen und wirtschaftlichen VerhÃ¤ltnisse der Gesellschaft, weshalb auch alle fÃ¼r das herrschende Unternehmen relevanten Informationen Ã¼ber verbundene Unternehmen verlangt werden kÃ¶nnten. Bei der Antragsgegnerin handle es sich um eine Holding mit dem Zweck, Beteiligungen zu halten, sodass das Informationsinteresse der Antragsteller an den Informationen betreffend die operativen Tochter- und Enkelgesellschaften gewichtig sei. Den Bucheinsichtsrechten stÃ¼nden keine Interessen Dritter entgegen. Die von der Antragsgegnerin behauptete Verwendung der begehrten Informationen zugunsten eines Konkurrenzunternehmens drohe nicht.
Die Antragsgegnerin wandte sich gegen den Antrag und brachte vor, den Antragstellern stehe insbesondere bei den mit der Antragsgegnerin verbundenen Unternehmen kein Bucheinsichtsrecht zu, weil ein solches nur bei 100%-igen Tochtergesellschaften bestehe. Bei anderen verbundenen Unternehmen bestehe nur ein Auskunftsrecht. Die A***** Immobilien AG und die Ã¼brigen Gesellschaften, fÃ¼r die Bucheinsicht begehrt werde, seien nicht zu 100Â % TÃ¶chter der Antragsgegnerin. DarÃ¼ber hinaus stehe hinsichtlich der A***** Immobilien AG nur ein Auskunftsrecht in der Hauptversammlung gemÃ¤ÃŸ Â§Â 118 AktG zu, umso weniger ein Bucheinsichtsrecht zugunsten der Antragsteller. Gleiches gelte fÃ¼r die Tochtergesellschaften der A***** Immobilien AG. SchlieÃŸlich sei das Begehren rechtsmissbrÃ¤uchlich, weil zu befÃ¼rchten sei, der Erstantragsteller werde die begehrten Informationen zugunsten von Konkurrenzunternehmen ausnÃ¼tzen. Es bestehe auch kein Recht auf Herstellung von Abschriften, da dadurch die Verwendung der Informationen zu Konkurrenzzwecken erleichtert werde.
Das Erstgericht gab dem Antrag hinsichtlich sÃ¤mtlicher vom Antrag umfasster Gesellschaften statt, hinsichtlich der A***** Immobilien AG jedoch nur fÃ¼r die Unterlagen betreffend den Zeitraum bis zum 25.Â 3.Â 2019, nicht aber betreffend die Zeit ab Fassung des Generalversammlungsbeschlusses vom 26.Â 3.Â 2019 auf Umwandlung der Gesellschaft in eine Aktiengesellschaft.
Das Rekursgericht gab dem Rekurs der Antragsgegnerin teilweise Folge und wies den Antrag betreffend die P***** GmbH, die P***** GmbH & Co KG und die M*****-GmbH ab; im Ãœbrigen bestÃ¤tigte es die Entscheidung des Erstgerichts.
Es lieÃŸ den Revisionsrekurs mit der BegrÃ¼ndung zu, es liege keine hÃ¶chstgerichtliche Rechtsprechung zum Informationsrecht des GmbH-Gesellschafters hinsichtlich verbundener Unternehmen vor, bei denen es sich nicht um Gesellschaften mit beschrÃ¤nkter Haftung, sondern um Aktiengesellschaften handle. Ebenso fehle hÃ¶chstgerichtliche Rechtsprechung zum Informationsrecht des GmbH-Gesellschafters betreffend Gesellschaften, an denen die GmbH zu weniger als 100Â %, aber unter gleichzeitiger Beteiligung ihrer Ã¼brigen Gesellschafter beteiligt sei.
Rechtlich fÃ¼hrte es aus, der Informationsanspruch des GmbH-Gesellschafters kÃ¶nne auch Angelegenheiten der verbundenen Unternehmen erfassen. FÃ¼r das Recht auf Bucheinsicht komme es nicht vornehmlich auf die Beteiligung von 100Â % an, sondern darauf, ob am verbundenen Unternehmen Dritte beteiligt seien, deren Interessen beeintrÃ¤chtigt wÃ¼rden.
Bei der A***** Immobilien AG wÃ¼rden 99Â % der Aktien von der Antragsgegnerin und 1Â % von Mag.Â B***** gehalten, der Mehrheitsgesellschafter der Antragsgegnerin und daher kein auÃŸenstehender Dritter sei. Der Antragsgegnerin sei es aufgrund ihrer Position in der Gesellschaft mÃ¶glich, die Geschicke der A***** Immobilien AG maÃŸgeblich zu bestimmen und auf deren Vorstand faktisch trotz der Anordnung des Â§Â 70 AbsÂ 1 AktG maÃŸgeblichen Einfluss auszuÃ¼ben. An der K*****gesellschaft m.b.H, der A***** Projektmanagement & BautrÃ¤ger Ges.m.b.H., der A***** Projektmanagement & BautrÃ¤ger GesmbH & Co KG und der T*****gesellschaftÂ m.b.H. seien auÃŸer Mag.Â B***** keine weiteren natÃ¼rlichen oder juristischen Personen beteiligt. Diese Gesellschaften wÃ¼rden durchgerechnet zu 99Â % von der Antragsgegnerin gehalten und damit von dieser beherrscht. Die hier gegebenen 99Â %-Beteiligungen seien daher einer 100Â %-Beteiligung gleichzuhalten.
Eine unverhÃ¤ltnismÃ¤ÃŸige Belastung der Antragsgegnerin durch die ErmÃ¶glichung der Bucheinsicht sei nicht ersichtlich. Die Antragsgegnerin diene offenkundig dem Zweck, Beteiligungen zu halten. Daher erstrecke sich das Informationsinteresse der Antragsteller auch auf die ihr nachgeordneten Gesellschaften. Von den Antragstellern kÃ¶nne nicht verlangt werden, die GeschÃ¤ftsunterlagen, die sie einsehen wollten, zu bezeichnen. Eine aktuelle Gefahr der Nutzung der erlangten Informationen zu Konkurrenzzwecken bestehe nicht, weil die einzige konkret behauptete KonkurrenztÃ¤tigkeit bereits abgeschlossen sei.
Die Abweisung des Antrags hinsichtlich dreier Gesellschaften folge daraus, dass an diesen neben der Antragsgegnerin und Mag.Â B***** noch andere Personen beteiligt seien. Eine Auskunftserteilung (anstelle eines Einsichtsrechts) hÃ¤tten die Antragsteller trotz eines entsprechenden Einwands der Antragsgegnerin nicht begehrt.
Dagegen richtet sich der Revisionsrekurs der Antragsgegnerin, mit dem sie beantragt, die angefochtene Entscheidung im antragsabweisenden Sinn abzuÃ¤ndern; hilfsweise wird ein Aufhebungsantrag gestellt.
Die Antragsteller beantragen, dem Revisionrekurs nicht Folge zu geben.
Rechtliche Beurteilung
Der Revisionsrekurs ist zulÃ¤ssig, weil das Informationsrecht des GmbH-Gesellschafters hinsichtlich einer mit der informationspflichtigen GmbH verbundenen Aktiengesellschaft einer Klarstellung bedarf. Er ist aber nur zum Teil berechtigt.
1.Â Die Revisionsrekurswerberin macht im Wesentlichen geltend, es bestehe kein Einsichtsrecht hinsichtlich Tochterunternehmen, an denen keine 100%-ige Beteiligung bestehe, hinsichtlich Tochterunternehmen, die Aktiengesellschaften seien und hinsichtlich deren Beteiligungsgesellschaften.
2.Â Zur Einsicht in die GeschÃ¤ftsunterlagen der Antragsgegnerin
2.1.Â Nach stÃ¤ndiger Rechtsprechung steht dem GmbH-Gesellschafter ein allgemeiner, umfassender und keine nÃ¤here BegrÃ¼ndung erfordernder Informationsanspruch gegen die Gesellschaft zu (RS0060098 [insb T1]; jÃ¼ngst 6Â ObÂ 166/19h). Dieser Informationsanspruch geht Ã¼ber das im Gesetz geregelte Bucheinsichtsrecht gemÃ¤ÃŸ Â§Â 22 AbsÂ 2 GmbHG hinaus. Er umfasst grundsÃ¤tzlich alle Angelegenheiten der Gesellschaft (RS0105318 [T3]) und steht jedem Gesellschafter als Individualrecht zu (RS0060098; 6Â ObÂ 166/19h). Der Anspruch grÃ¼ndet im GesellschaftsverhÃ¤ltnis und dient der Wahrung der aus der Gesellschafterstellung erflieÃŸenden Rechte (vgl RS0105318 [T1]), so auch der VermÃ¶gensrechte des Gesellschafters (6Â ObÂ 18/91; 6Â ObÂ 166/19h).
2.2.Â Aus dem grundsÃ¤tzlich umfassenden Informationsanspruch der GmbH-Gesellschafter in Angelegenheiten der Gesellschaft folgt, dass von den antragstellenden Gesellschaftern nicht verlangt werden kann, die GeschÃ¤ftsunterlagen der Gesellschaft, in die sie Einsicht nehmen mÃ¶chte, im Vorhinein zu bezeichnen (vgl 6Â ObÂ 7/96).
2.3.Â Das Recht auf Bucheinsicht umfasst auch das Recht auf Herstellung von Abschriften und Kopien (6Â ObÂ 175/10v GesRZÂ 2011, 166 [Rassi]; Koppensteiner/RÃ¼ffler, GmbHGÂ³ Â§Â 22 RzÂ 30; Kalss/Nowotny/Schauer, GesellschaftsrechtÂ² [2017] RzÂ 4/327; Mollnhuber/Suesserott in U.Â Torggler, GmbHG Â§Â 22 RzÂ 21).
2.4.Â Die Gesellschaft darf die Information verweigern, wenn die Informationserteilung einem gesetzlichen Verbot zuwider liefe (6Â ObÂ 18/91) oder der Informationsanspruch rechtsmissbrÃ¤uchlich ausgeÃ¼bt wird (6Â ObÂ 198/12d; 6Â ObÂ 166/19h). Die Belastung der Gesellschaft durch die Informationserteilung und der Eingriff in ihre Interessen dÃ¼rfen zum Informationsinteresse des Gesellschafters nicht auÃŸer VerhÃ¤ltnis stehen (6Â ObÂ 7/96).
2.5.Â Bei Anwendung dieser GrundsÃ¤tze erweist sich das hier zu beurteilende Einsichtsrecht der Antragsteller in die HandelsbÃ¼cher, GeschÃ¤ftspapiere und sonstige GeschÃ¤ftsunterlagen der Antragsgegnerin der JahreÂ 2015 bis 2019 als berechtigt. Dies folgt bereits daraus, dass die Antragsteller Gesellschafter der Antragsgegnerin sind.
2.6.Â Die Antragsgegnerin hÃ¤lt den im Verfahren erster Instanz erhobenen Einwand des Rechtsmissbrauchs nicht aufrecht. Dieser selbststÃ¤ndige Einwand ist daher im Revisionsrekursverfahren nicht mehr zu prÃ¼fen (vgl RS0043352 [T25, T30]; RS0043338 [T13, T15]; Schramm in Gitschthaler/HÃ¶llwerth, AuÃŸStrGÂ² Â§Â 66 RzÂ 32).
2.7.Â Sonstige GrÃ¼nde, die der EinsichtgewÃ¤hrung in die GeschÃ¤ftsunterlagen der Antragsgegnerin entgegen stÃ¼nden, sind nicht ersichtlich und werden im Revisionsrekurs nicht behauptet. Dem Revisionsrekurs ist daher hinsichtlich des Einsichtsbegehrens in die GeschÃ¤ftsunterlagen der Antragsgegnerin nicht Folge zu geben.
2.8.Â Soweit bei der Antragsgegnerin Unterlagen ihrer verbundenen Gesellschaften vorhanden sind, sind diese Unterlagen der Antragsgegnerin selbst und daher vom Einsichtsrecht umfasst (Temmel/Peric in Gruber/Harrer, GmbHGÂ² Â§Â 22 RzÂ 37; zur deutschen Rechtslage: K.Â Schmidt in Scholz, GmbHG11 [2014] Â§Â 51a RzÂ 25; Hillmann in MÃ¼nchener Komm GmbHGÂ³ [2019] Â§Â 51a RzÂ 51; Strohn in Henssler/Strohn, Gesellschaftsrecht4 [2019] Â§Â 51a GmbHG RzÂ 16).
3.Â Zur Einsicht in die GeschÃ¤ftsunterlagen der verbundenen Gesellschaften
3.1.Â Hinsichtlich des Informationsrechts der GmbH-Gesellschafter betreffend die mit der GmbH verbundenen Gesellschaften ist stets vom Zweck des Informationsrechts auszugehen, dem GmbH-Gesellschafter die Wahrung seiner aus dem GesellschaftsverhÃ¤ltnis erflieÃŸenden Rechte zu ermÃ¶glichen (vgl RS0105318 [T1]; 6Â ObÂ 166/19h).
3.2.Â Da Gegenstand des Informationsrechts die Angelegenheiten der Gesellschaft, alle rechtlichen und gesellschaftlichen VerhÃ¤ltnisse innerhalb der GmbH und gegenÃ¼ber Dritten sind, kÃ¶nnen auch Angelegenheiten von Unternehmen, an denen die Gesellschaft beteiligt ist (verbundene Unternehmen), der Informationspflicht unterliegen (6Â ObÂ 7/96; RS0105319; Koppensteiner/RÃ¼ffler, GmbHGÂ³ Â§Â 22 RzÂ 39). Dies ist â€“ wie die Vorinstanzen zutreffend erkannten â€“ schon deshalb erforderlich, weil das Informationsrecht sonst durch Ausgliederung bisheriger AktivitÃ¤ten des Gesellschaftsunternehmens ausgehÃ¶hlt werden kÃ¶nnte (6Â ObÂ 7/96).
3.3.Â Das Informationsrecht des Gesellschafters besteht hinsichtlich verbundener Gesellschaften nur soweit, als nur die fÃ¼r die auskunftspflichtige GmbH objektiv relevanten Informationen verlangt werden kÃ¶nnen (6Â ObÂ 7/96; Kalss, AusgewÃ¤hlte Fragen zum Informationsrecht des GmbH-Gesellschafters, RdWÂ 2017, 15, 16Â f).
3.4.Â Daher hat der Gesellschafter die begehrten, die verbundene Gesellschaft betreffenden AuskÃ¼nfte im Einzelnen zu bezeichnen und sein berechtigtes gesellschaftsrechtliches Interesse darzulegen (6Â ObÂ 7/96; Mollnhuber/Suesserott in U.Â Torggler, GmbHG Â§Â 22 RzÂ 29). Eine derartige Konkretisierung ist, wie bereits ausgefÃ¼hrt, hinsichtlich der Unterlagen der Gesellschaft, an der der antragstellende Gesellschafter direkt beteiligt ist, nicht erforderlich (vgl 6Â ObÂ 7/96; Mollnhuber/Suesserott in U.Â Torggler, GmbHG Â§Â 22 RzÂ 29).
3.5.Â Schuldnerin des Informationsanspruchs hinsichtlich des verbundenen Unternehmens ist nicht dieses, sondern stets die GmbH, an der der antragstellende Gesellschafter beteiligt ist (6Â ObÂ 7/96; 6Â ObÂ 197/00i = RS0060051 [T1]). Sie hat dafÃ¼r Sorge zu tragen, dass die zur AusÃ¼bung des Informationsrechts bei einer 100%-igen Tochtergesellschaft benÃ¶tigten Unterlagen eingesehen werden kÃ¶nnen (RS0060051; RS0105319). Informationen verbundener Unternehmen hat sie sich im Rahmen ihrer eigenen Rechte gegenÃ¼ber der Tochtergesellschaft zu verschaffen (Mollnhuber/Suesserott in U.Â Torggler, GmbHG Â§Â 22 RzÂ 30; zur deutschen Rechtslage: HÃ¼ffer/SchÃ¤fer in Habersack/Casper/LÃ¶bbe, GmbHGÂ³ [2020] Â§Â 51a RzÂ 23; Teichmann in Gehrlein/Born/Simon, GmbHG4 [2019] Â§Â 51a RzÂ 26).
3.6.Â Aus dem Umstand, dass das Informationsrecht des GmbH-Gesellschafters hinsichtlich der Tochtergesellschaften nur gegenÃ¼ber der GmbH, an der der Gesellschafter beteiligt ist, ausgeÃ¼bt werden kann, ist weiter abzuleiten, dass der Gesellschafter hinsichtlich der verbundenen Unternehmen grundsÃ¤tzlich nur ein Recht auf Auskunft, nicht aber auf Einsicht in die GeschÃ¤ftsunterlagen hat (6Â ObÂ 7/96; vgl Reich-Rohrwig, Das Ã¶sterreichische GmbH-RechtÂ² [1997] RzÂ 2/746; Temmel/Peric in Gruber/Harrer, GmbHGÂ² Â§Â 22 RzÂ 37; zur deutschen Rechtslage: Bayer in Lutter/Hommelhoff, GmbH-Gesetz19 [2016] Â§Â 51a RzÂ 25; Hillmann in MÃ¼nchener Kommentar GmbHGÂ³ Â§Â 51a RzÂ 29; HÃ¼ffer in Hachenburg, GmbHG8 [1997] Â§Â 51a RzÂ 23; HÃ¼ffer/SchÃ¼rnbrand in Ulmer/Habersack/LÃ¶bbe, GmbHGÂ³ Â§Â 51a RzÂ 23).
3.7.Â Eine Ausnahme von der EinschrÃ¤nkung des Gesellschafters auf ein Auskunftsrecht wird in der Rechtsprechung und Lehre nur in jenen FÃ¤llen akzeptiert, in denen es sich um eine 100%-ige Tochtergesellschaft der GmbH handelt, an der der Antragsteller beteiligt ist (6Â ObÂ 18/91; 6Â ObÂ 197/00i; RS0060051; RS0105319; Reich-Rohrwig, Das Ã¶sterreichische GmbH-RechtÂ² RzÂ 2/746; Temmel/Peric in Gruber/Harrer, GmbHGÂ² Â§Â 22 RzÂ 37; fÃ¼r Deutschland: Altmeppen in Roth/Altmeppen, GmbHG9 [2019] Â§ 51a RzÂ 10; vgl [jeweils unter weiteren Voraussetzungen] Bayer in Lutter/Hommelhoff, GmbH-Gesetz19 Â§Â 51a RzÂ 25; Hillmann in MÃ¼nchener Kommentar GmbHGÂ³ Â§Â 51a RzÂ 29; aM Ganzer in Rowedder/Schmidt-Leithoff, GmHG6 [2017] Â§Â 51a RzÂ 8) oder in denen an der Tochtergesellschaft keine auÃŸenstehenden Dritten beteiligt sind (Nowotny in Kalss/Nowotny/Schauer, GesellschaftsrechtÂ² RzÂ 4/330; Unger in Straube/Ratka/Rauter, GmbHG Â§ 22 RzÂ 35).
3.8.Â Dies wird damit begrÃ¼ndet, dass in solchen Konstellationen Interessen Dritter â€“ das sind Gesellschafter, die nur an der Tochtergesellschaft, nicht aber an der auskunftspflichtigen GmbH selbst beteiligt sind (6Â ObÂ 18/91)Â â€“Â nicht berÃ¼hrt werden (6Â ObÂ 7/96). Im Fall der 100%-igen Tochtergesellschaft wird ein â€žInformationsdurchgriffâ€œ insofern, als unmittelbar bei der Tochter Einsicht genommen werden kann, vertreten (Temmel/Peric in Gruber/Harrer, GmbHGÂ² Â§Â 22 RzÂ 37).
3.9.Â Als Zwischenergebnis ist festzuhalten:
In dem Umfang, in dem die Angelegenheiten eines verbundenen Unternehmens Angelegenheiten der Gesellschaft selbst sind, trifft die GmbH, an der der antragstellende Gesellschafter beteiligt ist, die Pflicht, sich die zur ErfÃ¼llung des Informationsanspruchs des Gesellschafters erforderlichen AuskÃ¼nfte oder Unterlagen aus ihrem eigenen Recht als Gesellschafterin des Tochterunternehmens zu beschaffen.
3.10.Â Daraus ergibt sich im Weiteren, dass die Informationsverschaffungspflicht der GmbH und damit der Informationsanspruch ihrer Gesellschafter betreffend verbundene Unternehmen dort ihre Grenze finden, wo der Informationsanspruch der GmbH in dem anderen Unternehmen endet (Gruber, Einsichts- und Informationsrecht des GmbH-Gesellschafters, in Festschrift G.Â Roth [2011] 153, 157Â f).
4.Â Zur Verschaffung der Einsicht in Unterlagen der A***** Immobilien AG und ihrer Tochtergesellschaften
4.1.Â Im vorliegenden Fall begehren die Antragsteller die Verschaffung der Einsicht in die Unterlagen der A***** Immobilien AG sowie weiterer verbundener Gesellschaften bei der Antragsgegnerin. Um dieses Begehren zu erfÃ¼llen mÃ¼sste die Antragsgegnerin daher aus ihrem eigenen Recht als Gesellschafterin der A***** Immobilien AG die begehrten GeschÃ¤ftsunterlagen dieser Gesellschaft (bzw Kopien davon) sowie von deren Tochtergesellschaften beschaffen und den Antragstellern zur VerfÃ¼gung stellen.
4.2.Â Hier ist aber zu beachten, dass die vormalige Tochter-GmbH der Antragsgegnerin, die M*****gesellschaft mbH, mit Generalversammlungsbeschluss vom 26.Â 3.Â 2019, sohin bereits vor der Antragstellung im vorliegenden Verfahren, in eine Aktiengesellschaft umgewandelt wurde.
Die Antragsgegnerin ist daher nicht mehr Gesellschafterin einer GmbH, sondern einer Aktiengesellschaft. Ihre rechtlichen MÃ¶glichkeiten, die erforderlichen Informationen hinsichtlich der A***** Immobilien AG zu beschaffen, sind daher nicht jene eines (aktuellen oder ausgeschiedenen) GmbH-Gesellschafters nach Â§Â 22 GmbHG, sondern jene eines AktionÃ¤rs.
4.3.Â Nach Â§Â 118 AbsÂ 1 AktG ist jedem AktionÃ¤r auf Verlangen in der Hauptversammlung Auskunft Ã¼ber Angelegenheiten der Gesellschaft zu geben, soweit sie zur sachgemÃ¤ÃŸen Beurteilung eines Tagesordnungspunkts erforderlich ist. Die Auskunftspflicht erstreckt sich auch auf die rechtlichen und wirtschaftlichen Beziehungen der Gesellschaft zu einem verbundenen Unternehmen.
4.4.Â Das Auskunftsrecht der AktionÃ¤re gehÃ¶rt zu den in der Hauptversammlung wahrzunehmenden Mitglied-schaftsrechten (RS0121480 [T1]); es ist sachlich auf den Verhandlungsstoff der jeweiligen Hauptversammlung beschrÃ¤nkt (Bydlinski/Potyka in Artmann/Karollus, AktG6 Â§Â 118 RzÂ 3, 7). Ein AktionÃ¤rsrecht auf Bucheinsicht und Anfertigung von Kopien hinsichtlich sÃ¤mtlicher GeschÃ¤ftsunterlagen ist in Â§Â 118 AktG hingegen nicht vorgesehen.
4.5.Â Lediglich nach Abwicklung der Aktiengesellschaft steht ihren (ehemaligen) AktionÃ¤ren und ihren GlÃ¤ubigern nach Â§Â 214 AbsÂ 3 AktG ein Recht auf Einsicht in die BÃ¼cher und Schriften der Gesellschaft zu, sofern sie ein rechtliches Interesse bescheinigen (vgl Kodek in Artmann/Karollus, AktG6 Â§Â 214 RzÂ 26). Ein solcher Fall liegt hier nicht vor.
4.6.Â Eine Ableitung des Rechts auf Einsicht in die BÃ¼cher und Schriften der existenten Gesellschaft aus den subsidiÃ¤r anzuwendenden Bestimmungen Ã¼ber die GesbR (vgl Schiemer in Schiemer/Jabornegg/Strasser, AktGÂ³ [1993] Â§Â 214 RzÂ 11, dargestellt bei Kodek in Artmann/Karollus, AktG6 Â§Â 214 RzÂ 30) ist abzulehnen, weil das GesbR-Recht nach Â§Â 1175 AbsÂ 4 ABGB nur dann subsidiÃ¤r auf andere Gesellschaften anzuwenden ist, wenn das spezielle Gesellschaftsrecht das Ordnungsproblem nicht regelt, was bei den Informations- und Kontrollrechten des AktionÃ¤rs nicht der Fall ist. Das AktG enthÃ¤lt diesbezÃ¼glich vor allem das Auskunftsrecht und das Institut der SonderprÃ¼fung auf Minderheitsantrag (ausfÃ¼hrlich Kodek in Artmann/Karollus, AktG6 Â§Â 214 RzÂ 30).
4.7.Â Der hier zu beurteilende Antrag, die Antragsgegnerin habe den Antragstellern die Einsicht in die HandelsbÃ¼cher, GeschÃ¤ftspapiere und sonstigen GeschÃ¤ftsunterlagen der A***** Immobilien AG zu ermÃ¶glichen und die Herstellung von Kopien zu dulden, scheitert daher schon daran, dass der Antragsgegnerin die rechtlichen Befugnisse, diesem Begehren nachzukommen, aufgrund ihrer Stellung als AktionÃ¤rin gegenÃ¼ber der A***** Immobilien AG nicht zukommen.
4.8.Â Die dargestellten ErwÃ¤gungen stehen auch dem Antrag auf Verschaffung der Einsicht in die HandelsbÃ¼cher, GeschÃ¤ftspapiere und sonstige GeschÃ¤ftsunterlagen der K*****gesellschaftÂ m.b.H., der A***** Projektmanagement & BautrÃ¤ger Ges.m.b.H. und der T*****gesellschaft m.b.H. entgegen:
4.9.Â Die Antragsgegnerin kann den Antragstellern nur insofern Einsicht in die GeschÃ¤ftsunterlagen der genannten Enkel- und Urenkelgesellschaften verschaffen, als sie gegenÃ¼ber ihrer Tochtergesellschaft A***** Immobilien AG, diese wiederum gegenÃ¼ber ihren Tochter- bzw Enkelgesellschaften die begehrten Unterlagen erlangen kann.
4.10.Â Da ein derartiger Anspruch im VerhÃ¤ltnis der Antragsgegnerin gegenÃ¼ber der A***** Immobilien AG nicht besteht, kann die Antragsgegnerin ihren Gesellschaftern (den Antragstellern) auch keinen Zugang zu den begehrten Unterlagen ihrer genannten Enkel- bzw Urenkelgesellschaften verschaffen.
Hinsichtlich der Verschaffung der Einsicht in die GeschÃ¤ftsunterlagen der K*****gesellschaftÂ m.b.H., der A***** Projektmanagement & BautrÃ¤ger Ges.m.b.H. und der T*****gesellschaftÂ m.b.H. ist der Revisionsrekurs der Antragsgegnerin daher berechtigt.
5.Â Zur Verschaffung der Einsicht in Unterlagen der A***** Projektmanagement & BautrÃ¤ger GesmbHÂ &Â Co KG
5.1. Der Revisionsrekurs ist auch hinsichtlich der Verschaffung der Einsicht in die GeschÃ¤ftsunterlagen der A***** Projektmanagement & BautrÃ¤ger GesmbHÂ &Â Co KG berechtigt.
5.2.Â KomplementÃ¤r dieser Gesellschaft ist die A***** Projektmanagement & BautrÃ¤ger Ges.m.b.H.; Kommanditistin ist die Antragsgegnerin.
5.3.Â Die Erlangung von Informationen im Weg der Geltendmachung des Informationsrechts der KomplementÃ¤rgesellschaft (der A***** Projektmanagement & BautrÃ¤ger Ges.m.b.H.) durch deren Gesellschafterin A***** Immobilien AG kann dem Begehren auf Einsicht in die GeschÃ¤ftsunterlagen der A***** Projektmanagement & BautrÃ¤ger GesmbHÂ &Â Co KG nicht zur Berechtigung verhelfen, da, wie ausgefÃ¼hrt, die Antragsgegnerin gegenÃ¼ber der A***** Immobilien AG keine rechtliche MÃ¶glichkeit der Erlangung der begehrten GeschÃ¤ftsunterlagen (bzw von Kopien davon) hat.
5.4.Â Das Kontrollrecht des Kommanditisten (hier: der Antragsgegnerin) gegenÃ¼ber der Kommanditgesellschaft gemÃ¤ÃŸ Â§Â 166 UGB gewÃ¤hrt nur ein eingeschrÃ¤nktes Informationsrecht. Den Kommanditisten wird als ordentliches Informations- und Kontrollrecht nur das Recht zugestanden, die abschriftliche Mitteilung des Jahresabschlusses oder, wenn keine Pflicht zur Rechnungslegung besteht, eine sonstige Abrechnung zu verlangen und deren Richtigkeit unter Einsicht der BÃ¼cher und Schriften zu prÃ¼fen. DarÃ¼ber hinaus gesteht ihnen Â§Â 166 AbsÂ 3 UGB ein auÃŸerordentliches Informations- und Kontrollrecht bei Vorliegen wichtiger GrÃ¼nde zu (vgl Kammel in Straube/Ratka/Rauter, UGBÂ I4 Â§Â 166 RzÂ 1).
5.5.Â Der Antragsgegnerin als Kommanditistin der A***** BautrÃ¤ger GesmbH & Co KG steht daher nur ein eingeschrÃ¤nktes Kontroll- und Einsichtsrecht zu, das je nach begehrtem Informationsgegenstand als ordentliches oder auÃŸerordentliches Informationsrecht zu qualifizieren und im letzteren Fall vom Vorliegen wichtiger GrÃ¼nde abhÃ¤ngig ist.
5.6.Â Soll die Antragsgegnerin als Kommanditistin dazu verhalten werden, ihre eigenen Kontrollrechte gegenÃ¼ber der Kommanditgesellschaft auszuÃ¼ben, um in der Folge das Informationsrecht ihrer Gesellschafter (der Antragsteller) zu erfÃ¼llen, so bedarf dies jedenfalls einer konkreten Bezeichnung der begehrten Informationen, der Bezeichnung ihres rechtlichen Interesses sowie gegebenenfalls der fÃ¼r die Geltendmachung des Informationsrechts erforderlichen wichtigen GrÃ¼nde.
5.7.Â Eine Konkretisierung ihres Informationanspruchs haben die Antragsteller aber â€“ trotz des Vorbringens der Antragsgegnerin, dass hinsichtlich sÃ¤mtlichen mit ihr verbundenen Unternehmen nur ein Auskunftsrecht zustehe â€“ nicht vorgenommen, sondern (auch) hinsichtlich der A***** Projektmanagement & BautrÃ¤ger GesmbH & Co KG nur die ErmÃ¶glichung der uneingeschrÃ¤nkten Einsicht in die HandelsbÃ¼cher, GeschÃ¤ftspapiere und sonstigen GeschÃ¤ftsunterlagen dieser Gesellschaft beantragt.
Dieser Antrag ist aber schon deshalb nicht berechtigt, weil der Antragsgegnerin selbst kein solches umfassendes Bucheinsichtsrecht gegenÃ¼ber der KG zusteht.
6.Â Ergebnis
Im Ergebnis ist dem Revisionsrekurs daher (nur) hinsichtlich der beantragten Einsicht in die HandelsbÃ¼cher, GeschÃ¤ftspapiere und sonstigen GeschÃ¤ftsunterlagen der Antragsgegnerin nicht Folge zu geben; im Ãœbrigen kommt ihm Berechtigung zu. Die Entscheidungen der Vorinstanzen waren daher hinsichtlich der Verschaffung der Einsicht in die GeschÃ¤ftsunterlagen der mit der Antragsgegnerin verbundenen Gesellschaften im antragsabweisenden Sinn abzuÃ¤ndern.