Document Number: JWT_2020220094_20200908L00
ECLI: ECLI:AT:VWGH:2020:RA2020220094.L00
Case Number: Ra 2020/22/0094
Application Type: Vwgh
Court: Verwaltungsgerichtshof (VwGH)
Decision Date: 1599523200000
Word Count: 234

Spruch
GemÃ¤ÃŸ Â§Â 30 Abs.Â 2Â VwGG wird dem Antrag nicht stattgegeben.
BegrÃ¼ndung
Mit dem angefochtenen Erkenntnis wies das Verwaltungsgericht den Antrag des Revisionswerbers, eines albanischen StaatsangehÃ¶rigen, auf (wiederholte) VerlÃ¤ngerung seiner Aufenthaltsbewilligung â€žStudentâ€œ gemÃ¤ÃŸ Â§Â 64 Abs.Â 1 undÂ 2Â Niederlassungs- und AufenthaltsgesetzÂ (NAG) wegen Fehlen des erforderlichen Studienerfolgsnachweises ab.
Der Revisionswerber erhob gegen das Erkenntnis auÃŸerordentliche Revision und beantragt, dieser die aufschiebende Wirkung zuzuerkennen.
GemÃ¤ÃŸ Â§Â 30 Abs.Â 2Â VwGG ist dem Revisionswerber auf Antrag die aufschiebende Wirkung zuzuerkennen, wenn dem nicht zwingende Ã¶ffentliche Interessen entgegenstehen und nach AbwÃ¤gung der berÃ¼hrten Ã¶ffentlichen Interessen und der Interessen anderer Parteien mit dem Vollzug des angefochtenen Erkenntnisses fÃ¼r den Revisionswerber ein unverhÃ¤ltnismÃ¤ÃŸiger Nachteil verbunden wÃ¤re.
Um die vom Gesetz geforderte InteressensabwÃ¤gung vornehmen zu kÃ¶nnen, ist nach stÃ¤ndiger Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofs (vgl.Â etwa 25.2.1981, VwSlg.Â 10.381A) erforderlich, dass der Revisionswerber schon im Aufschiebungsantrag konkret darlegt, aus welchen tatsÃ¤chlichen GrÃ¼nden sich der von ihm behauptete unverhÃ¤ltnismÃ¤ÃŸige Nachteil ergibt.
Vorliegend begrÃ¼ndet der Revisionswerber seinen Antrag ausschlieÃŸlich damit, dass er den Gesetzestext des Â§Â 30 Abs.Â 2Â VwGG wiedergibt und hinzufÃ¼gt, er wÃ¤re durch die Ablehnung der VerlÃ¤ngerung des Aufenthaltstitels â€žgezwungen [...] das Land zu verlassenâ€œ.
Dem Aufschiebungsantrag ist ein Erfolg zu versagen,Â legt doch der Revisionswerber nicht im Ansatz dar, inwieweit fÃ¼r ihn das Verlassen des Bundesgebiets einen -Â im Rahmen der vorzunehmenden InteressenabwÃ¤gung unverhÃ¤ltnismÃ¤ÃŸigenÂ - Nachteil begrÃ¼nden sollte. Allein im Betreiben eines Studiums -Â umso mehr, wenn damit der nach Â§Â 64 Abs.Â 2Â NAG erforderliche Erfolg nicht einhergehtÂ - ist ein derartiger Nachteil nicht (ohne Weiteres) zu sehen.
Wien, am 8.Â SeptemberÂ 2020