Document Number: JJT_20200629_OGH0002_0020OB00068_20V0000_000
ECLI: ECLI:AT:OGH0002:2020:0020OB00068.20V.0629.000
Case Number: 2Ob68/20v
Application Type: Justiz
Court: OGH
Decision Date: 1593388800000
Word Count: 266

Kopf
Der Oberste Gerichtshof hat als Revisionsgericht durch den SenatsprÃ¤sidenten Dr.Â Veith als Vorsitzenden und den Hofrat Dr.Â Musger, die HofrÃ¤tin Dr.Â SolÃ© sowie die HofrÃ¤te Dr.Â Nowotny und Mag.Â Pertmayr als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Partei Mag.Â B***** G*****, vertreten durch Dr.Â Anke Reisch, RechtsanwÃ¤ltin in Baden, gegen die beklagte Partei Verlassenschaft nach dem am *****Â 2016 verstorbenen DIÂ J***** U*****, zuletzt *****, vertreten durch die erbantrittserklÃ¤rte Erbin H***** U*****, ebendort, diese vertreten durch Brodner Rechtsanwalt GmbH in Wien, wegen 400.000Â EURÂ sA, Ã¼ber den Revisionsrekurs der SachverstÃ¤ndigen Dr.Â U***** P*****, vertreten durch MMÂ MetzlerÂ &Â Musel RechtsanwÃ¤lteÂ GmbH in Linz, gegen den Beschluss des Oberlandesgerichts Wien als Rekursgericht vom 17.Â AprilÂ 2020, GZÂ 15Â RÂ 36/20d-44, womit infolge Rekurses der SachverstÃ¤ndigen der Beschluss des Landesgerichts fÃ¼r Zivilrechtssachen Wien vom 27.Â JÃ¤nnerÂ 2020, GZÂ 18Â CgÂ 149/16p-37, aufgehoben wurde, in nichtÃ¶ffentlicher Sitzung den
Beschluss
gefasst:
Spruch
Der Revisionsrekurs wird zurÃ¼ckgewiesen.
Text
BegrÃ¼ndung:
Das Erstgericht bestimmte die GebÃ¼hren der SachverstÃ¤ndigen und verpflichtete die KlÃ¤gerin zur Direktzahlung der GebÃ¼hren.
Das Rekursgericht hob diesen Beschluss als nichtig auf und verwies die Rechtssache zur neuerlichen Entscheidung nach VerfahrensergÃ¤nzung an das Erstgericht zurÃ¼ck.
Rechtliche Beurteilung
Der dagegen gerichtete Revisionsrekurs der SachverstÃ¤ndigen ist unzulÃ¤ssig.
Der Revisionsrekurs Ã¼ber die GebÃ¼hren der SachverstÃ¤ndigen ist gemÃ¤ÃŸ Â§Â 528 AbsÂ 2 ZÂ 5 ZPO jedenfalls unzulÃ¤ssig. Zu den irrevisiblen Entscheidungen Ã¼ber SachverstÃ¤ndigengebÃ¼hren gehÃ¶ren nach der stÃ¤ndigen Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofs (RS0017171) alle jene, die sich auf die GebÃ¼hren von SachverstÃ¤ndigen beziehen, und nicht nur GebÃ¼hrenbestimmungsbeschlÃ¼sse. Der Rechtsmittelausschluss erfasst daher alle mit einer GebÃ¼hrenbestimmung zusammenhÃ¤ngenden Entscheidungen (2Â ObÂ 209/15x). Dazu zÃ¤hlen auch Entscheidungen der zweiten Instanz Ã¼ber die Zahlungspflicht der SachverstÃ¤ndigengebÃ¼hren, die auch als Entscheidung Ã¼ber den Kostenpunkt gemÃ¤ÃŸ Â§Â 528 AbsÂ 2 ZÂ 3 ZPO unbekÃ¤mpfbar sind (vgl 5Â ObÂ 59/15k; 2Â ObÂ 193/13s [zu Â§Â 62 AbsÂ 2 AuÃŸStrG]; RS0017171 [T8]).