Document Number: JJT_20200930_OGH0002_0150OS00093_20W0000_000
ECLI: ECLI:AT:OGH0002:2020:0150OS00093.20W.0930.000
Case Number: 15Os93/20w
Application Type: Justiz
Court: OGH
Decision Date: 1601424000000
Word Count: 319

Kopf
Der Oberste Gerichtshof hat am 30.Â SeptemberÂ 2020 durch den SenatsprÃ¤sidenten des Obersten Gerichtshofs Hon.-Prof.Â Dr.Â Kirchbacher als Vorsitzenden sowie durch den Hofrat des Obersten Gerichtshofs Mag.Â Lendl und die HofrÃ¤tinnen des Obersten Gerichtshofs Dr.Â Michel-Kwapinski, Mag.Â FÃ¼rnkranz und Dr.Â Mann in der Strafsache gegen F***** T*****, wegen des Vergehens des schweren Betrugs nach Â§Â§Â 146, 147 AbsÂ 2 StGB Ã¼ber die Nichtigkeitsbeschwerde und die Berufung des Angeklagten gegen das Urteil des Landesgerichts Eisenstadt als SchÃ¶ffengericht vom 5.Â JuniÂ 2020, GZÂ 7Â HvÂ 8/20y-21, nach AnhÃ¶rung der Generalprokuratur nichtÃ¶ffentlich gemÃ¤ÃŸ Â§Â 62 AbsÂ 1 zweiter Satz OGH-GeoÂ 2019 den
Beschluss
gefasst:
Spruch
Die Nichtigkeitsbeschwerde wird zurÃ¼ckgewiesen.
Zur Entscheidung Ã¼ber die Berufung werden die Akten dem Oberlandesgericht Wien zugeleitet.
Dem Angeklagten fallen auch die Kosten des bisherigen Rechtsmittelverfahrens zur Last.
Text
GrÃ¼nde:
Mit dem angefochtenen Urteil wurde F***** T***** des Vergehens des schweren Betrugs nach Â§Â§Â 146, 147 AbsÂ 2 StGB schuldig erkannt.
Danach hat er in L***** M***** D***** mit dem Vorsatz, sich durch das Verhalten des GetÃ¤uschten unrechtmÃ¤ÃŸig zu bereichern, durch TÃ¤uschung Ã¼ber Tatsachen, nÃ¤mlich durch wahrheitswidrige Vorgabe, er wÃ¤re EigentÃ¼mer der Fahrzeuge und kÃ¶nne Eigentum verschaffen, zu Handlungen verleitet, die diesen am VermÃ¶gen schÃ¤digten, und zwar zum Abschluss von KaufvertrÃ¤gen und zur Zahlung der Kaufpreise, und zwar
1.)Â am 16.Â DezemberÂ 2015 betreffend einen Lkw Nissan NVÂ 400Â PRO von 31.312,80Â Euro,
2.)Â am 15.Â MÃ¤rzÂ 2016 betreffend einen Lkw Nissan NVÂ 200Â COMFORT von 22.740Â Euro.
Rechtliche Beurteilung
Die dagegen vom Angeklagten erhobene und auf Â§Â 281 AbsÂ 1 ZÂ 5 StPO gestÃ¼tzte Nichtigkeitsbeschwerde verfehlt ihr Ziel.
Indem die MÃ¤ngelrÃ¼ge (ZÂ 5 vierter Fall) eine offenbar unzureichende BegrÃ¼ndung der Feststellungen zur SchadenshÃ¶he behauptet und argumentiert, es liege jedenfalls ein Schaden von â€žunter 5.000Â Euro fÃ¼r jedes Fahrzeugâ€œ vor, spricht sie mit Blick auf die gemÃ¤ÃŸ Â§Â 29 StGB zu bildende Subsumtionseinheit keine entscheidende Tatsache an (vgl RIS-Justiz RS0113903, RS0120980; Ratz in WKÂ² StGB Â§Â 29 RzÂ 5Â ff; Ratz, WK-StPO Â§Â 281 RzÂ 401).
Die Nichtigkeitsbeschwerde war daher bereits bei nichtÃ¶ffentlicher Beratung sofort zurÃ¼ckzuweisen (Â§Â 285d AbsÂ 1 StPO), woraus sich die ZustÃ¤ndigkeit des Oberlandesgerichts zur Erledigung der Berufung ergibt (Â§Â 285i StPO).
Die Kostenentscheidung grÃ¼ndet sich auf Â§Â 390a AbsÂ 1 StPO.