Document Number: JJT_20200909_OGH0002_0130NS00086_20F0000_000
ECLI: ECLI:AT:OGH0002:2020:0130NS00086.20F.0909.000
Case Number: 13Ns86/20f
Application Type: Justiz
Court: OGH
Decision Date: 1599609600000
Word Count: 142

Kopf
Der Oberste Gerichtshof hat am 9.Â SeptemberÂ 2020 durch den SenatsprÃ¤sidenten des Obersten Gerichtshofs Prof.Â Dr.Â LÃ¤ssig als Vorsitzenden sowie die HofrÃ¤tinnen des Obersten Gerichtshofs Dr.Â Brenner und Dr.Â Setz-Hummel in der Strafsache gegen Zahra M***** wegen des Vergehens der Annahme, der Weitergabe oder des Besitzes falscher oder verfÃ¤lschter besonders geschÃ¼tzter Urkunden nach Â§Â§Â 224a StGB, AZÂ 1Â UÂ 24/20w des Bezirksgerichts SchÃ¤rding, Ã¼ber den Antrag der Angeklagten auf Delegierung nach AnhÃ¶rung der Generalprokuratur gemÃ¤ÃŸ Â§Â 62 AbsÂ 1 zweiter Satz OGH-GeoÂ 2019 den
Beschluss
gefasst:
Spruch
Dem Antrag wird nicht Folge gegeben.
Die Akten werden dem Oberlandesgericht Linz zurÃ¼ckgestellt.
GrÃ¼nde:
Rechtliche Beurteilung
Dem Antrag der Angeklagten auf Delegierung kommt mit Blick auf das Erfordernis strikter Auslegung von Delegierungsbestimmungen (vgl Oshidari, WK-StPO Â§Â 39 RzÂ 3) keine Berechtigung zu. Der auÃŸerhalb des Sprengels des Bezirksgerichts SchÃ¤rding gelegene Wohnort der Angeklagten allein vermag die ZulÃ¤ssigkeit eines Vorgehens nach Â§Â 39 AbsÂ 1 StPO nicht zu begrÃ¼nden (RIS-Justiz RS0053539 [T4]).