Document Number: JJT_20200831_OGH0002_0060OB00101_20A0000_000
ECLI: ECLI:AT:OGH0002:2020:0060OB00101.20A.0831.000
Case Number: 6Ob101/20a
Application Type: Justiz
Court: OGH
Decision Date: 1598832000000
Word Count: 228

Kopf
Der Oberste Gerichtshof hat als Revisionsgericht durch den SenatsprÃ¤sidenten Dr.Â Schramm als Vorsitzenden und die HofrÃ¤te Hon.-Prof.Â Dr.Â Gitschthaler, Univ.-Prof.Â Dr.Â Kodek, Dr.Â Nowotny sowie die HofrÃ¤tin Dr.Â Faber als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Partei L*****, DÃ¤nemark, vertreten durch Gheneff-Rami-Sommer RechtsanwÃ¤lte OG in Wien, gegen die beklagten Parteien 1.Â Univ.-Prof.Â Dr.Â P*****, 2.Â B***** Verein *****, beide *****, vertreten durch Cerha Hempel RechtsanwÃ¤lte GmbH in Wien, wegen Unterlassung und Widerrufs, Ã¼ber die Revision der klagenden Partei gegen das Urteil des Oberlandesgerichts Wien als Berufungsgericht vom 31.Â MÃ¤rzÂ 2020, GZÂ 1Â RÂ 7/20m-19, mit dem das Urteil des Handelsgerichts Wien vom 21.Â NovemberÂ 2019, GZÂ 30Â CgÂ 7/19k-15, bestÃ¤tigt wurde, den
Beschluss
gefasst:
Spruch
Der Akt wird dem Berufungsgericht zurÃ¼ckgestellt.
BegrÃ¼ndung:
Rechtliche Beurteilung
Es entspricht stÃ¤ndiger Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofs, dass bei Klagen auf Unterlassung ehrenrÃ¼hriger/kreditschÃ¤digender Behauptungen, denen in der Regel in Geld bewertbare Interessen zugrunde liegen, eine Bewertung durch den KlÃ¤ger/Antragsteller vorzunehmen ist (7Â ObÂ 1515/85; jÃ¼ngst 6Â ObÂ 230/16s; 6Â ObÂ 53/17p; 6Â ObÂ 204/18w). In diesem Fall hat auch das Zweitinstanzgericht den Entscheidungsgegenstand zu bewerten (6Â ObÂ 145/12k; 6Â ObÂ 194/09z; 6Â ObÂ 230/16s), das bei der Bewertung grundsÃ¤tzlich frei und nicht an die gemÃ¤ÃŸ Â§Â 56 AbsÂ 2 ZPO erfolgte Bewertung des KlÃ¤gers/Antragstellers gebunden ist (1Â ObÂ 580/91; 1Â ObÂ 214/01d; 6Â ObÂ 133/03g; 6Â ObÂ 138/03t).
Da das Berufungsgericht im vorliegenden Fall eine Bewertung des Entscheidungsgegenstands unterlassen hat, wird es seine Entscheidung um einen solchen Ausspruch zu ergÃ¤nzen haben (RS0114386). Sollte das Berufungsgericht den Entscheidungsgegenstand mit mehr als 30.000Â EUR bewerten, wÃ¤re die Revision des KlÃ¤gers neuerlich dem Obersten Gerichtshof zur Entscheidung vorzulegen (vgl jÃ¼ngst 1Â ObÂ 236/19s).