Document Number: JJT_20200327_OGH0002_0100OB00017_20B0000_000
ECLI: ECLI:AT:OGH0002:2020:0100OB00017.20B.0327.000
Case Number: 10Ob17/20b
Application Type: Justiz
Court: OGH
Decision Date: 1585267200000
Word Count: 284

Kopf
Der Oberste Gerichtshof hat durch den VizeprÃ¤sidenten Univ.-Prof.Â Dr.Â Neumayr als Vorsitzenden sowie die HofrÃ¤tinnen Dr.Â Fichtenau und Dr.Â Grohmann, den Hofrat Mag.Â Ziegelbauer und die HofrÃ¤tin Dr.Â Faber als weitere Richter in der Pflegschaftssache der mjÂ T*****, geboren *****Â 2011 und des mjÂ A*****, geboren *****Â 2011, beide vertreten durch das Land Wien als TrÃ¤ger der Kinder-Â und Jugendhilfe (Magistrat der Stadt Wien, Rechtsvertretung BezirkÂ 10, 1100Â Wien, Alfred-Adler-StraÃŸeÂ 12), Ã¼ber den auÃŸerordentlichen Revisionsrekurs des Vaters J*****, wegen Unterhalt und Unterhaltsvorschuss, gegen den Beschluss des Landesgerichts fÃ¼r Zivilrechtssachen Wien als Rekursgericht vom 12.Â NovemberÂ 2019, GZÂ 44Â RÂ 461/19y, 44Â RÂ 462/19w, 44Â RÂ 463/19t, 44Â RÂ 464/19i und 44Â RÂ 465/19m-172, in nichtÃ¶ffentlicher Sitzung den
Beschluss
gefasst:
Spruch
Der auÃŸerordentliche Revisionsrekurs wird zurÃ¼ckgewiesen.
Text
BegrÃ¼ndung:
Das Erstgericht setzte mit Beschluss vom 31.Â 7.Â 2019 (ONÂ 150) die Unterhaltsverpflichtung des Vaters gegenÃ¼ber beiden Kindern mit je 264Â EUR beginnend ab 1.Â 9.Â 2014 fest und verpflichtete den Vater zur Nachzahlung von UnterhaltsrÃ¼ckstÃ¤nden. Mit zwei weiteren BeschlÃ¼ssen vom 31.Â 7.Â 2019 (ONÂ 151 und 152) hob das Erstgericht die Innehaltung der UnterhaltsvorschÃ¼sse fÃ¼r beide Kinder auf.
Dem Rekurs des Vaters gegen diese drei BeschlÃ¼sse gab das Rekursgericht nicht Folge. Es sprach aus, dass der Revisionsrekurs nicht zulÃ¤ssig sei.
Gegen diesen Beschluss erhob der Vater selbst einen â€žRekursâ€œ (richtig: auÃŸerordentlichen Revisionsrekurs), der nicht von einem Rechtsanwalt unterschrieben war. Dem diesbezÃ¼glich vom Erstgericht erteilten fristgebundenen Verbesserungsauftrag (ONÂ 178) kam er nicht nach.
Der auÃŸerordentliche Revisionsrekurs ist unzulÃ¤ssig.
Rechtliche Beurteilung
GemÃ¤ÃŸ Â§Â 65 AbsÂ 3 ZÂ 5 AuÃŸStrG bedarf der Revisionsrekurs der Unterschrift eines Rechtsanwalts (Â§Â 6 AbsÂ 1 AuÃŸStrG).
Da der auÃŸerordentliche Revisionsrekurs des Vaters dieses Formerfordernis nicht erfÃ¼llt und der gemÃ¤ÃŸ Â§Â 10 AbsÂ 4 AuÃŸStrG unternommene Verbesserungsversuch erfolglos blieb, ist das Rechtsmittel als unwirksam zurÃ¼ckzuweisen (RS0119968 [T7]; RS0120077 [T1]).
Ungeachtet des Umstands, dass das Rechtsmittel gemÃ¤ÃŸ Â§Â 67 AuÃŸStrG bereits vom Erstgericht zurÃ¼ckzuweisen gewesen wÃ¤re, weist der Oberste Gerichtshof unzulÃ¤ssige Rechtsmittel aus verfahrensÃ¶konomischen GrÃ¼nden selbst zurÃ¼ck (RS0123439 [T3]).