Document Number: JWT_2019050229_20200825L00
ECLI: ECLI:AT:VWGH:2020:RA2019050229.L07
Case Number: Ra 2019/05/0229
Application Type: Vwgh
Court: Verwaltungsgerichtshof (VwGH)
Decision Date: 1598313600000
Word Count: 4775

Spruch
Die Revision wird als unbegrÃ¼ndet abgewiesen.
Die Revisionswerberin hat der mitbeteiligten Partei Aufwendungen in der HÃ¶he von â‚¬Â 1.106,40 und der BundeshauptstadtÂ Wien Aufwendungen in der HÃ¶he von â‚¬Â 553,20 binnen zweiÂ Wochen bei sonstiger Exekution zu ersetzen. Das Mehrbegehren der mitbeteiligten Partei wird abgewiesen.
BegrÃ¼ndung
1Â Die gegenstÃ¤ndliche Bauliegenschaft ist eine Eckliegenschaft mit einem GebÃ¤ude mit StraÃŸenfronten an der F.-Gasse und an der M.-Gasse. Eine Hoffront verlÃ¤uft parallel zur F.-Gasse, die andere parallel zur M.-Gasse. Jeweils eine Feuermauer besteht zur angrenzenden LiegenschaftÂ an der M.-Gasse bzw.Â zur anderen angrenzenden Liegenschaft an der F.-GasseÂ (Nr.Â 5). Die Revisionswerberin ist MiteigentÃ¼merin dieser LiegenschaftÂ F.-GasseÂ Nr.Â 5.
2Â Mit Eingabe vom 10.Â AprilÂ 2018 beantragte die Mitbeteiligte die Erteilung der Baubewilligung fÃ¼r einen Dachgeschosszubau und den Zubau eines Aufzugschachtes im Innenhof sowie weitere bauliche Ã„nderungen.
3Â Bei der mÃ¼ndlichen Bauverhandlung am 1.Â AugustÂ 2018 erhob die Revisionswerberin Einwendungen wegen Ãœberschreitung der GebÃ¤udehÃ¶he, insbesondere in Bezug auf GiebelflÃ¤chen und Gauben.
4Â Mit Bescheid des Magistrates der StadtÂ Wien (undatiert; laut im Akt befindlicher Urschrift vom 10.Â OktoberÂ 2018) wurde der Mitbeteiligten die beantragte Baubewilligung erteilt.
5Â Dagegen erhob die Revisionswerberin Beschwerde vor dem VerwaltungsgerichtÂ Wien.
6Â Im Zuge des Beschwerdeverfahrens vor dem VerwaltungsgerichtÂ legte die Mitbeteiligte mit Schreiben vom 3.Â AprilÂ 2019 AustauschplÃ¤ne vor. In dem genannten Schreiben wurde ausgefÃ¼hrt, die AustauschplÃ¤ne bildeten das unverÃ¤ndert gebliebene Bauvorhaben ab, sie seien jedoch um die laut Stellungnahme des bautechnischen AmtssachverstÃ¤ndigen DIÂ S vom 7.Â MÃ¤rzÂ 2019 erforderlichen Aspekte und im Sinne der in der Verhandlung vom 20.Â MÃ¤rzÂ 2019 vorgenommenen ErÃ¶rterung adaptiert worden, und zwar in nachstehenden Punkten:
1.Â Der hÃ¶chste Punkt des Daches sei einheitlich auf 22,10Â m Ã¼ber +/-Â 0,00 gesetzt, das seien 4,38Â m Ã¼ber GebÃ¤udehÃ¶he.
2.Â SchnittÂ D-D sei in den Plan eingefÃ¼gt worden.
3.Â Die GiebelflÃ¤chen seien in Dreiecke aufgelÃ¶st und so kotiert worden, dass sie nachvollziehbar seien.
4.Â Die Gauben seien 20Â cm hinter die Fassadenvorderkante zurÃ¼ckgesetzt worden.
5.Â Die Gaube auf der Seite M.-Gasse sei zum Stiegenhaus versetzt worden.
6.Â Die Stellplatzberechnung sei nach der Novelle des WienerÂ Garagengesetzes berechnet worden, daher seien keine StellplÃ¤tze mehr erforderlich.
7Â Mit dem angefochtenen Erkenntnis wurde der Beschwerde der Revisionswerberin keine Folge gegeben und der Bescheid des Magistrates mit der MaÃŸgabe bestÃ¤tigt, dass er sich auf die zum Bestandteil dieses Erkenntnisses erklÃ¤rten EinreichplÃ¤ne bezieht.
8Â In der BegrÃ¼ndung gab das Verwaltungsgericht den Verfahrensgang und Rechtsvorschriften wieder und fÃ¼hrte im Wesentlichen Folgendes aus:
9Â Das Bauprojekt umfasse die Abtragung der bestehenden Dachkonstruktion und die Errichtung eines zweigeschossigen Dachgeschosszubaues mit hofseitigen Gauben, hofseitigen Loggien, Balkonen und Dachterrassen zur Schaffung von Wohnungen. StraÃŸenseitig seien keine Gauben vorgesehen. Im Innenhof solle an das im Eckbereich der Hoffronten bereits vorhandene Stiegenhaus ein Aufzugsschacht vom Kellergeschoss bis ins zweite Dachgeschoss errichtet werden.
10Â Die EinreichplÃ¤ne seien von der Bauwerberin im Beschwerdeverfahren entsprechend dem Gutachten des bautechnischen AmtssachverstÃ¤ndigen und dem Ergebnis der mÃ¼ndlichen Verhandlung adaptiert worden, wodurch, wie aus dem ergÃ¤nzenden Gutachten des AmtssachverstÃ¤ndigen vom 17.Â AprilÂ 2019 ersichtlich, die ursprÃ¼nglich von ihm angesprochenen Bedenken beseitigt worden seien. Das Erkenntnis stÃ¼tze sich daher auf diese korrigierten Einreichunterlagen.
11Â Die Nachbarliegenschaft der Revisionswerberin grenze in der F.-Gasse an die Bauliegenschaft an. Der Liegenschaft der Revisionswerberin seien die Giebelfront (Anmerkung: die Feuermauer) normal zur F.-Gasse (laut Einreichunterlagen mit GiebelflÃ¤cheÂ 2) und die Hoffront parallel zur M.-Gasse zugewandt. Die Giebelfront (Anmerkung: die Feuermauer) normal zur M.-Gasse (mit GiebelflÃ¤cheÂ 1) und die Hoffront parallel zur F.-Gasse seien der Liegenschaft der Revisionswerberin nicht zugewandt.
12Â Nach dem Bebauungsplan sei fÃ¼r die Bauliegenschaft die geschlossene Bauweise mit BauklasseÂ III festgesetzt. In einer Tiefe von 15Â m verlaufe im Hofbereich eine Baufluchtlinie, der Hofbereich sei gÃ¤rtnerisch auszugestalten. Der hÃ¶chste Punkt des Daches von zur Errichtung gelangenden GebÃ¤uden dÃ¼rfe nicht hÃ¶her als 4,5Â m Ã¼ber der tatsÃ¤chlich ausgefÃ¼hrten GebÃ¤udehÃ¶he liegen.
13Â Die GebÃ¤udehÃ¶he an den StraÃŸenfronten werde durch die BaumaÃŸnahmen unbestritten nicht verÃ¤ndert. Die Bedenken der Revisionswerberin hinsichtlich der Einhaltung der GebÃ¤udehÃ¶he der Hoffronten bezÃ¶gen sich nicht auf eine allfÃ¤llige Ãœberschreitung der zulÃ¤ssigen GebÃ¤udehÃ¶he der StraÃŸenfront von 16Â m. Die GebÃ¤udehÃ¶he sei gemÃ¤ÃŸ Â§Â 81 Abs.Â 1 der Bauordnung fÃ¼rÂ WienÂ (BO) zu berechnen, da das Haus an der Baulinie liege. Die Bedenken der Revisionswerberin ergÃ¤ben sich aus ihrer Ansicht, wonach die GiebelflÃ¤chen und die Dachaufbauten (Gauben) bei der GebÃ¤udehÃ¶henberechnung mitzuberÃ¼cksichtigen seien.
14Â Die GebÃ¤udehÃ¶he an der der Liegenschaft der Revisionswerberin zugewandten Giebelfront halte, wie in den Einreichunterlagen dargestellt und vom bautechnischen AmtssachverstÃ¤ndigen festgestellt, hinsichtlich der oberen Fassadenkante die zulÃ¤ssige GebÃ¤udehÃ¶he von 16Â m gemÃ¤ÃŸ Â§Â 81 Abs.Â 1Â BO in Verbindung mit Â§Â 75Â BO und unter BerÃ¼cksichtigung des Bebauungsplanes ein (KoteÂ 16,45Â m bzw.Â GehsteiganlaufkoteÂ 0,45Â m an der F.-GasseÂ im SchnittÂ B-B).
15Â Die GebÃ¤udehÃ¶he an der Hoffront parallel zur M.-gasse halte hinsichtlich der oberen Fassadenkante die zulÃ¤ssige GebÃ¤udehÃ¶he gemÃ¤ÃŸ Â§Â 81 Abs.Â 1 BO in Verbindung mit Â§Â 75Â BO und unter BerÃ¼cksichtigung des Bebauungsplanes von 16Â m ebenfalls ein (KoteÂ 16,305Â m bzw.Â GehsteiganlaufkoteÂ 0,305Â m an der M.-GasseÂ im Schnitt A-A).
16Â Der hÃ¶chste Punkt des Daches sei in den EinreichplÃ¤nen nunmehr einheitlich mit 22,10Â m ausgewiesen und halte damit die Bestimmung des Bebauungsplanes, wonach der hÃ¶chste Punkt des Daches von zur Errichtung gelangenden GebÃ¤uden nicht hÃ¶her als 4,5Â m Ã¼ber der tatsÃ¤chlich ausgefÃ¼hrten GebÃ¤udehÃ¶he liegen dÃ¼rfe, jedenfalls ein.
17Â An der Hoffront parallel zur M.-Gasse sei in der ursprÃ¼nglichen Einreichung an der Grundgrenze zur benachbarten Liegenschaft in der M.-Gasse eine Gaube projektiert gewesen. Bei der Korrektur der EinreichplÃ¤ne sei diese Gaube Richtung Stiegenhaus verlegt worden. Die vor der Gaube Richtung Grundgrenze liegende Terrasse sei nur von der KÃ¼che der WohnungÂ TopÂ 16 aus zugÃ¤nglich. Die verglaste Ã–ffnung der Gaube Richtung Terrasse sei ein bodentiefes Fenster, durch das die Terrasse nicht betreten werden kÃ¶nne. Dies sei dem ergÃ¤nzenden Gutachten des bautechnischen AmtssachverstÃ¤ndigen zu Grunde gelegen, wenn er ausfÃ¼hre, dass die Gaube (mit Ausnahme der Nutzung des Daches als Terrasse) keine Ã¼ber die Belichtung des dahinter liegenden Raumes hinausgehende Funktion habe. Die Gaube halte an der Front das Drittel der FassadenlÃ¤nge nachvollziehbar ein (wurde nÃ¤her ausgefÃ¼hrt). Die Gaube sei fÃ¼r die Einhaltung der Belichtungsvorschriften hinsichtlich des dahinter liegenden Raumes nicht erforderlich, verbessere diese jedoch und diene damit der Belichtung des dahinter liegenden Raumes. Der FuÃŸbodenteil des Raumes, Ã¼ber dem sich die Gaube befinde, bilde den oberen Abschluss der an dieser Fassade innerhalb der inneren Baufluchtlinie errichteten Loggien. Die Gaube sei um 20Â cm gegenÃ¼ber der durch die Loggien gebildeten GebÃ¤udefront abgesetzt. Der obere Abschluss der Gaube befinde sich in der senkrechten Flucht dieses FuÃŸbodenteiles und werde als Terrasse genutzt, weshalb eine Absturzsicherung durch ein nicht raumbildendes GelÃ¤nder vorgesehen sei.
18Â Die Hoffront parallel zur F.-Gasse sei der Liegenschaft der Revisionswerberin nicht zugewandt, weshalb ihr hinsichtlich der Einhaltung der zulÃ¤ssigen GebÃ¤udehÃ¶he und in diesem Zusammenhang auch hinsichtlich der Ausgestaltung der an dieser Front geplanten Gaube keine subjektiv-Ã¶ffentlichen Rechte zukÃ¤men.
19Â Die der Liegenschaft der Revisionswerberin zugewandte GiebelflÃ¤che Ã¼berschreite 50Â mÂ² nicht. Beide GiebelflÃ¤chen gemeinsam Ã¼berschritten 100Â mÂ² nicht. Dies sei in den ergÃ¤nzten EinreichplÃ¤nen durch eine gesonderte und genau kotierte Darstellung der GiebelflÃ¤chen nachgewiesen. Auch die Berechnung sei dort dargestellt. Diese Angaben seien vom bautechnischen AmtssachverstÃ¤ndigen geprÃ¼ft und fÃ¼r korrekt befunden worden.
20Â An der Hoffront parallel zur M.-Gasse sei ab dem 1.Â Stock die Errichtung von Loggien projektiert. Diese Loggien seien, wie aus den EinreichplÃ¤nen (SchnitteÂ A-AÂ undÂ B-B sowie den Grundrissen) ersichtlich, an fÃ¼nfÂ Seiten von WÃ¤nden umgeben. An der Vorderseite befinde sich eine Absturzsicherung. Das BestandsgebÃ¤ude nÃ¼tze die laut Bebauungsplan zulÃ¤ssige Tiefe von 15Â m nicht aus. Die projektgegenstÃ¤ndlichen Loggien wÃ¼rden an der Hoffassade innerhalb der inneren Baufluchtlinie errichtet.
21Â Der vom Verwaltungsgericht bestellte bautechnische AmtssachverstÃ¤ndige habe in seinem Gutachten vom 7.Â MÃ¤rzÂ 2019 festgehalten, dass die Berechnung der GiebelflÃ¤chen nicht nachvollziehbar sei. Die EinreichplÃ¤ne seien von der Bauwerberin auf Grund dieses Gutachtens und der Ergebnisse der mÃ¼ndlichen Verhandlung vom 22.Â MÃ¤rzÂ 2019 in mehreren Punkten korrigiert bzw.Â ergÃ¤nzt worden. Es seien auch die erforderlichen Angaben hinsichtlich der GiebelflÃ¤chen aufgenommen worden. In seinem ergÃ¤nzenden Gutachten vom 17.Â AprilÂ 2019 habe der bautechnische AmtssachverstÃ¤ndige zu den GiebelflÃ¤chen ausgefÃ¼hrt, dass die EinreichplÃ¤ne nach der ErgÃ¤nzung fÃ¼r eine sachverstÃ¤ndige Beurteilung ausreichend und widerspruchsfrei seien. Die Berechnung der GiebelflÃ¤chen sei nunmehr nachvollziehbar. Beide GiebelflÃ¤chen wÃ¼rden die zulÃ¤ssige GrÃ¶ÃŸe von 50Â mÂ² unterschreiten.
22Â Die der Liegenschaft der Revisionswerberin zugewandte GiebelflÃ¤che (normal zur F.-Gasse) Ã¼berschreite somit das zulÃ¤ssige AusmaÃŸ gemÃ¤ÃŸ Â§Â 81 Abs.Â 1Â BO nicht. Auch die FlÃ¤che beider GiebelflÃ¤chen gemeinsam Ã¼berschreite das zulÃ¤ssige AusmaÃŸ von 100Â mÂ² nicht. Die GiebelflÃ¤chen hÃ¤tten daher bei der Berechnung der GebÃ¤udehÃ¶he auÃŸer Betracht zu bleiben.
23Â Das Vorbringen der Revisionswerberin zur GiebelflÃ¤cheÂ 1 (normal auf die M.-Gasse) beziehe sich auf eine ihrer Liegenschaft nicht zugewandte Front, weshalb ihr diesbezÃ¼glich keine Parteistellung zukomme. Soweit die Revisionswerberin ausfÃ¼hre, dass das AusmaÃŸ beider GiebelflÃ¤chen zusammen dafÃ¼r entscheidend sei, ob diese bei der Berechnung der GebÃ¤udehÃ¶he zu berÃ¼cksichtigen seien, und ihr daher auch hinsichtlich der ihrer Liegenschaft nicht zugewandten GiebelflÃ¤che Parteistellung zukomme, sei auf die Judikatur des Verwaltungsgerichtshofes zu Â§Â 81 Abs.Â 2Â BO zu verweisen; demnach komme auch im Falle einer â€žFassadenabwicklungâ€œ jedem Nachbarn ein subjektiv-Ã¶ffentliches Recht auf Einhaltung der zulÃ¤ssigen GebÃ¤udehÃ¶he nur hinsichtlich der seiner Liegenschaft zugewandten Fronten zu, obwohl es sich dabei um eine rechnerische Einheit handle.
24Â Der Liegenschaft der Revisionswerberin sei von den zwei Hoffronten nur jene parallel zur M.-Gasse zugewandt. An dieser Hoffront sei die Errichtung von Loggien geplant. Ob fÃ¼r die Berechnung der GebÃ¤udehÃ¶he die GebÃ¤udefront heranzuziehen sei, an der die Loggien errichtet werden sollten, oder die AuÃŸenfront der Loggien, kÃ¶nne dahingestellt bleiben: Die Loggien an der Hoffassade wÃ¼rden innerhalb der inneren Baufluchtlinie errichtet. Dies bedeute, dass die Revisionswerberin durch die Heranziehung der AuÃŸenfront der Loggien fÃ¼r die Berechnung der GebÃ¤udehÃ¶he an der Hoffassade insofern nicht in ihrem subjektiv-Ã¶ffentlichen Recht auf Einhaltung der zulÃ¤ssigen GebÃ¤udehÃ¶he beeintrÃ¤chtigt sein kÃ¶nne, als es der Bauwerberin auch frei gestanden wÃ¤re, bis zur inneren Baufluchtlinie ein massives GebÃ¤ude zu errichten. FÃ¼r die Berechnung der GebÃ¤udehÃ¶he wÃ¤re dann die Schnittlinie dieser massiven AuÃŸenwand mit der DachflÃ¤che heranzuziehen, die der Schnittlinie der AuÃŸenwand der Loggien mit der DachflÃ¤che entspreche, da diese ebenfalls bis zur inneren Baufluchtlinie reichten. Den Bedenken der Revisionswerberin hinsichtlich der Berechnung der GebÃ¤udehÃ¶he auf Grund der Heranziehung der Schnittlinie der AuÃŸenfront der Loggien mit der DachflÃ¤che kÃ¶nne daher nicht gefolgt werden.
25Â Der hÃ¶chste Punkt des Daches sei in den korrigierten EinreichplÃ¤nen einheitlich mit 22,10Â m ausgewiesen. Die Bestimmung des Bebauungsplanes, wonach der hÃ¶chste Punkt des Daches von zur Errichtung erlangenden GebÃ¤uden nicht hÃ¶her als 4,5Â m Ã¼ber der tatsÃ¤chlich ausgefÃ¼hrten GebÃ¤udehÃ¶he liegen dÃ¼rfe, sei damit jedenfalls eingehalten. Es erÃ¼brige sich daher darauf einzugehen, ob diese Bestimmung nur auf Neubauten oder auch auf Dachgeschossausbauten an bestehenden GebÃ¤uden anzuwenden sei.
26Â Der Revisionswerberin komme ein Mitspracherecht nur hinsichtlich der Gaube an der Hoffront parallel zur M.-Gasse zu. Diese Gaube diene nur der besseren Belichtung des dahinter liegenden Raumes. Die vor der Gaube liegende Terrasse kÃ¶nne von dieser aus nicht betreten werden, sie kÃ¶nne nur von der KÃ¼che von TopÂ 16 aus betreten werden.
27Â Die von der Revisionswerberin monierte Schaffung eines zusÃ¤tzlichen FuÃŸbodenteils, auf dem die Gaube situiert sei, lasse sich damit erklÃ¤ren, dass die Gaube oberhalb der an der Hoffront konzipierten Loggien anschlieÃŸe und sich mit ihrem FuÃŸboden damit, ebenso wie die Loggien, innerhalb der inneren Baufluchtlinie befinde. WÃ¼rde an der inneren Baufluchtlinie eine massive Wand errichtet und daran ein SchrÃ¤gdach angeschlossen, wÃ¤re die Situierung der Gaube, ebenso wie in den verfahrensgegenstÃ¤ndlichen PlÃ¤nen, im Anschluss an die DachschrÃ¤ge zulÃ¤ssig. Die Gaube sei 20Â cm hinter der Fassade an der inneren Baufluchtlinie zurÃ¼ckversetzt und damit als Dachaufbau erkennbar. Sie Ã¼berschreite auch nicht die zulÃ¤ssige Breite.
28Â Das Dach der Gaube werde als Terrasse genÃ¼tzt. Dies kÃ¶nne jedoch die Revisionswerberin nicht in ihren subjektiv-Ã¶ffentlichen Rechten berÃ¼hren, da damit laut Einreichunterlagen lediglich die Einfassung des Daches der Gaube mit einem nichtraumbildenden GelÃ¤nder verbunden sei.
29Â Die Voraussetzungen fÃ¼r die Qualifizierung dieses Dachaufbaues als Gaube lÃ¤gen somit vor. Der Argumentation der Revisionswerberin, dieser Bauteil sei mangels Gaubeneigenschaft bei der Berechnung der GebÃ¤udehÃ¶he mitzuberÃ¼cksichtigen, sei daher nicht zu folgen.
30Â Von der Liegenschaft der Revisionswerberin aus gesehen komme die Gaube im Ãœbrigen hinter dem Stiegenhaus zu liegen.
31Â Unter BerÃ¼cksichtigung der Koten der der Liegenschaft der Revisionswerberin zugewandten Fronten des verfahrensgegenstÃ¤ndlichen GebÃ¤udes sei davon auszugehen, dass diese GebÃ¤udefronten die zulÃ¤ssige GebÃ¤udehÃ¶he einhielten.
32Â Projektmodifikationen seien im Beschwerdeverfahren nur im geringen Umfang hinsichtlich der von der Revisionswerberin bzw.Â dem bautechnischen AmtssachverstÃ¤ndigen aufgeworfenen UnvollstÃ¤ndigkeiten und Rechtswidrigkeiten des ursprÃ¼nglichen Projektes vorgenommen worden, um dieses genehmigungsfÃ¤hig zu machen. Diese Modifikationen (z.B.Â ErgÃ¤nzung der Kotierung der GiebelflÃ¤chen, Vereinheitlichung der Kotierung des obersten Abschlusses des GebÃ¤udes, Verschiebung der Gaube Richtung Stiegenhaus) hÃ¤tten keinen Umfang erreicht, der das Wesen des Bauvorhabens geÃ¤ndert hÃ¤tte und gegenÃ¼ber der Sache des verwaltungsbehÃ¶rdlichen Verfahrens ein aliud darstellen wÃ¼rde. Die Modifikationen stellten keine Erweiterung des Projektes dar und berÃ¼hrten auch nicht in relevanter Weise von Amts wegen wahrzunehmende baurechtliche Vorschriften. Die Revisionswerberin bringe zwar vor, dass diese PlanÃ¤nderungen Rechte Dritter beeinflussen kÃ¶nnten, in welchen Rechten Anrainer durch die PlanÃ¤nderungen zusÃ¤tzlich beeintrÃ¤chtigt werden kÃ¶nnten,Â lege sie jedoch nicht dar. Der Revisionswerberin selbst sei hinsichtlich der geÃ¤nderten PlÃ¤ne ParteiengehÃ¶r gewÃ¤hrt worden, das sie wahrgenommen habe. Sie habe auch eine Stellungnahme abgegeben, die im vorliegenden Erkenntnis berÃ¼cksichtigt worden sei.
33Â Gegen dieses Erkenntnis richtet sich die vorliegende Revision mit dem Antrag, es kostenpflichtig aufzuheben.
34Â Die mitbeteiligte Partei und die vor dem Verwaltungsgericht belangte BehÃ¶rde erstatteten Revisionsbeantwortungen jeweils mit dem Antrag, die Revision kostenpflichtig zurÃ¼ck- bzw.Â abzuweisen.
35Â Der Verwaltungsgerichtshof hat erwogen:
36Â Die Revision ist in Anbetracht der Frage der GebÃ¤udehÃ¶henberechnung nach Â§Â 81 Abs.Â 1 BO unter BerÃ¼cksichtigung von GiebelflÃ¤chen im Hinblick auf Nachbarrechte zulÃ¤ssig.
37Â In der Revision wird im Wesentlichen ausgefÃ¼hrt, im Beschwerdeverfahren sei der dem verwaltungsbehÃ¶rdlichen Bescheid zu Grunde liegende Einreichplan zur GÃ¤nze ausgetauscht worden. Dabei kÃ¶nne es sich nicht mehr um eine geringfÃ¼gige Projektmodifikation handeln. Die Entscheidung des Verwaltungsgerichtes basiere nicht mehr auf den mit dem amtlichen Sichtvermerk der VerwaltungsbehÃ¶rde versehenen EinreichplÃ¤nen. Nach den Feststellungen des bautechnischen SachverstÃ¤ndigen seien die bei der BaubehÃ¶rde eingereichten PlÃ¤ne mangelhaft gewesen bzw.Â hÃ¤tten sie den baurechtlichen Bestimmungen widersprochen. Die Bauwerberin habe vom Verwaltungsgericht daher die Gelegenheit erhalten, ihr Projekt nachtrÃ¤glich genehmigungsfÃ¤hig zu machen. Die neu eingereichten PlÃ¤ne seien zwar mit dem Datum 10.Â AugustÂ 2018 versehen, sie seien aber ohne Zweifel erst am 28.Â MÃ¤rzÂ 2019 erstellt worden und enthielten nicht den amtlichen Sichtvermerk der BaubehÃ¶rde. Diese PlÃ¤ne seien offenkundig nicht Grundlage der verwaltungsbehÃ¶rdlichen Baubewilligung gewesen. Gegenstand des Beschwerdeverfahrens vor dem Verwaltungsgericht sei nur jene Angelegenheit, die den Inhalt des Spruchs der vor dem Verwaltungsgericht belangten VerwaltungsbehÃ¶rde gebildet habe. Mit einer Entscheidung in einer Angelegenheit, die nicht Gegenstand der Entscheidung der VerwaltungsbehÃ¶rde gewesen sei, nehme das Verwaltungsgericht eine ihm nicht zustehende Kompetenz in Anspruch und belaste seine Entscheidung mit Rechtswidrigkeit. Die PlÃ¤ne seien neu erstellt worden, was bereits die grundsÃ¤tzliche ÃœberprÃ¼fbarkeit der Ãœbereinstimmung dieser PlÃ¤ne mit den ursprÃ¼nglich von der VerwaltungsbehÃ¶rde geprÃ¼ften und mit amtlichem Sichtvermerk versehenen EinreichplÃ¤nen in Frage stelle.
38Â Die punktuelle Absenkung des obersten GebÃ¤udeabschlusses sei lediglich durch die VerÃ¤nderung eines statisch-konstruktiven Bauteils mÃ¶glich (GeschoÃŸdecke) und habe Auswirkungen auf das GebÃ¤udeÃ¤uÃŸere. Auch bei der Verschiebung der Gaube sei in Zweifel zu ziehen, dass eine derartige Ã„nderung lediglich geringfÃ¼gig sei und nicht in die SphÃ¤re von Dritten (anderen Nachbarn) eingreifen kÃ¶nnte, womit eine Wiederholung des ganzen Ermittlungsverfahrens samt DurchfÃ¼hrung einer Bauverhandlung bereits von Amts wegen einzuleiten gewesen wÃ¤re. Folge man dem Verwaltungsgericht, sÃ¤hen sich Anrainer nun mit einer BaumaÃŸnahme konfrontiert, die nicht den vermeintlich genehmigten PlÃ¤nen entspreche. Die Vorgehensweise wÃ¼rde zur Rechtsunsicherheit fÃ¼hren, indem berechtigte Nachbarn gegen die ursprÃ¼ngliche Einreichplanung keine Einwendungen erhoben hÃ¤tten, nun aber, ohne weitere MÃ¶glichkeit eines Rechtsschutzes, eine geÃ¤nderte, womÃ¶glich ihre RechtssphÃ¤re beeinflussende BaufÃ¼hrung genehmigt worden sei. Das Verwaltungsgericht habe die maÃŸgebliche Grundlage des verwaltungsbehÃ¶rdlichen Bescheides (die EinreichplÃ¤ne mit amtlichem Sichtvermerk) im Beschwerdeverfahren durch einen neuen Einreichplan ersetzt. Es habe ohne neuerliche mÃ¼ndliche Verhandlung mit den betroffenen Nachbarn auf der Grundlage des neuen Planes meritorisch entschieden und die Baubewilligung erteilt. Dies sei rechtswidrig.
39Â Die stehenden Gaubenfenster in TopÂ 16Â (SchnittÂ E-E) und TopÂ 22Â (SchnittÂ F-F) sÃ¤ÃŸen auf einem neu zu errichtenden FuÃŸbodenteil, womit keine Gaube im baurechtlichen Sinne vorliege. Durch die Gauben wÃ¼rde vollwertiger Wohnraum geschaffen, da durch sie nicht nur ein stehendes Fenster getragen werde. Die vermeintlichen Gauben seien daher in die Berechnung der GebÃ¤udehÃ¶he miteinzubeziehen, womit die zulÃ¤ssige GebÃ¤udehÃ¶he Ã¼berschritten werde. Auch nach den PlanÃ¤nderungen vom 28.Â MÃ¤rzÂ 2019 widersprÃ¤chen die Gauben weiterhin den baurechtlichen Bestimmungen. Die eine Gaube sei zwar in Richtung Stiegenhaus verlegt worden, weise jedoch dieselbe Funktion auf wie zuvor. Im ergÃ¤nzenden Gutachten des bautechnischen SachverstÃ¤ndigen vom 17.Â AprilÂ 2019 werde festgehalten, dass das Dach der Gaube weiterhin als Terrasse ausgestaltet sei. Auch das Verwaltungsgericht habe dazu festgehalten, dass die Gaube mit Ausnahme der Nutzung des Daches als Terrasse keine Ã¼ber die Belichtung hinausgehende Funktion habe. Wenn die Gaube der Schaffung einer darÃ¼ber situierten TerrassenflÃ¤che diene, handle es sich aber nicht mehr um eine Gaube.
40Â Eine einzelne GiebelflÃ¤che von mehr als 50Â mÂ² bzw.Â alle GiebelflÃ¤chen eines GebÃ¤udes von mehr als 100Â mÂ² seien gemÃ¤ÃŸ Â§Â 81 Abs.Â 1Â BO in die Berechnung der GebÃ¤udehÃ¶he einzubeziehen. Die Bauwerberin habe deswegen mit den neuen EinreichplÃ¤nen vom 28.Â MÃ¤rzÂ 2019 ihre ursprÃ¼ngliche Planung dahingehend abgeÃ¤ndert, dass der oberste Abschluss des GebÃ¤udes anders ausgefÃ¼hrt werde. Mit der neuen Einreichplanung sei das Dach zur westlichen GiebelflÃ¤che (Anmerkung: jener senkrecht zur M.-gasse) um -15Â cm auf eine LÃ¤nge von 2Â m abgeschrÃ¤gt. Darin kÃ¶nne nur eine Umgehung des Â§Â 81 Abs.Â 1Â BO erkannt werden. SchlieÃŸlich sei die gesamte DachflÃ¤che mit einer GebÃ¤udehÃ¶he von +22,10Â m kotiert, und lediglich durch die AbschrÃ¤gung werde eine punktuell geringere HÃ¶henkote von +21,95Â m erzeugt. Diese einzige geringere HÃ¶henkote ziehe die Bauwerberin fÃ¼r die Berechnung der GiebelflÃ¤che heran und weise sie folglich mit 49,64Â mÂ² aus (GiebelflÃ¤cheÂ M-Gasse). Damit werde der Versuch unternommen, diese einzelne GiebelflÃ¤che geringfÃ¼gig unter 50Â mÂ² darzustellen. Es sei jedoch nach der Judikatur auf die als fiktive GiebelflÃ¤chen anzusehenden FlÃ¤chen abzustellen. Die Revisionswerberin habe durch eine sachverstÃ¤ndige Berechnung der tatsÃ¤chlichen GiebelflÃ¤chen mit der Ã¼berwiegend vorhandenen HÃ¶henkote +22,10Â m aufgezeigt, dass die GiebelflÃ¤cheÂ M-Gasse richtigerweise 50,65Â mÂ² betrage. ZÃ¤hle man dazu die GiebelflÃ¤cheÂ F.-Gasse mit 49,62Â mÂ², so errechneten sich GiebelflÃ¤chen mit mehr als 100Â mÂ² (tatsÃ¤chlich 100,27Â mÂ²).
41Â Das Verwaltungsgericht habe sich mit dem Vorbringen der Revisionswerberin nicht inhaltlich auseinandergesetzt, da nach seiner Ansicht die Revisionswerberin keine Parteistellung gegenÃ¼ber der ihr abgewandten Giebelseite (M.-Gasse) besÃ¤ÃŸe. Diese Rechtsauffassung widerspreche Â§Â 81 Abs.Â 1Â BO, wonach GiebelflÃ¤chen nur dann bei der Berechnung der GebÃ¤udehÃ¶he auÃŸerÂ Acht gelassen werden kÃ¶nnten, wenn sie je GebÃ¤ude 100Â mÂ² nicht Ã¼berschritten. Es sei daher nicht von Bedeutung, ob eine abgewandte GiebelflÃ¤che mehr als 50Â mÂ² aufweise, sondern auch die der Revisionswerberin zugewandte GiebelflÃ¤che trage zur Ãœberschreitung der hÃ¶chstzulÃ¤ssigen 100Â mÂ² bei. Das Verwaltungsgericht gehe davon aus, dass lediglich die abgewandte GiebelflÃ¤che (M.-Gasse) â€ždas Fass zum Ãœberlaufen bringen wÃ¼rdeâ€œ. Â§Â 81 Abs.Â 1Â BO unterscheide aber nicht zwischen einzelnen GiebelflÃ¤chen, sondern bestimme ganz allgemein, dass GiebelflÃ¤chen je GebÃ¤ude 100Â mÂ² nicht Ã¼berschreiten dÃ¼rften.
42Â Durch den Verweis auf eine mangelnde Parteistellung habe sich das Verwaltungsgericht nicht mit dem Gegenbeweis der Revisionswerberin auf sachverstÃ¤ndiger Ebene auseinandergesetzt. Dies stelle verfahrensrechtlich eine Verletzung des ParteiengehÃ¶rs dar. Das Verwaltungsgericht habe den maÃŸgeblichen Sachverhalt nicht vollstÃ¤ndig erhoben und damit gegen den Grundsatz der Erforschung der materiellen Wahrheit verstoÃŸen. Das Verwaltungsgericht dÃ¼rfe sich nicht ohne Ermittlungen und BegrÃ¼ndungen Ã¼ber BeweisantrÃ¤ge hinwegsetzen. Das Ãœbergehen eines schlÃ¼ssigen Beweisanbots sei kein Akt der freien BeweiswÃ¼rdigung. SchlieÃŸlich unterliege auch der Denkvorgang der freien BeweiswÃ¼rdigung der nachprÃ¼fenden Kontrolle. Eine solche nachprÃ¼fende Kontrolle sei angesichts des Ã¼bergangenen Vorbringens nicht mÃ¶glich. Es mangle an einer vollstÃ¤ndigen Erhebung des Sachverhaltes.
43Â Die (im I. Teil des AVG befindliche) Bestimmung des Â§Â 13Â AVG, BGBl.Â Nr.Â 51/1991 idF BGBl.Â IÂ Nr.Â 57/2018, lautet auszugsweise:
â€žAnbringen
Â§Â 13.
...
(8) Der verfahrenseinleitende Antrag kann in jeder Lage des Verfahrens bis zu einer allfÃ¤lligen SchlieÃŸung des Ermittlungsverfahrens (Â§Â 39 Abs.Â 3) geÃ¤ndert werden. Durch die AntragsÃ¤nderung darf die Sache ihrem Wesen nach nicht geÃ¤ndert und die sachliche und Ã¶rtliche ZustÃ¤ndigkeit nicht berÃ¼hrt werden.â€œ
44Â Â§Â 17Â Verwaltungsgerichtsverfahrensgesetz-VwGVG, BGBl.Â IÂ Nr.Â 33/2013, lautet:
â€žAnzuwendendes Recht
Â§Â 17. Soweit in diesem Bundesgesetz nicht anderes bestimmt ist, sind auf das Verfahren Ã¼ber Beschwerden gemÃ¤ÃŸ Art.Â 130 Abs.Â 1Â B-VG die Bestimmungen des AVG mit Ausnahme der Â§Â§Â 1 bisÂ 5 sowie des IV.Â Teiles, die Bestimmungen der BundesabgabenordnungÂ -Â BAO, BGBl.Â Nr.Â 194/1961, des AgrarverfahrensgesetzesÂ -Â AgrVG, BGBl.Â Nr.Â 173/1950, und des DienstrechtsverfahrensgesetzesÂ 1984Â -Â DVG, BGBl.Â Nr.Â 29/1984, und im Ãœbrigen jene verfahrensrechtliche Bestimmungen in Bundes- oder Landesgesetzen sinngemÃ¤ÃŸ anzuwenden, die die BehÃ¶rde in dem dem Verfahren vor dem Verwaltungsgericht vorangegangenen Verfahren angewendet hat oder anzuwenden gehabt hÃ¤tte.â€œ
45Â Â§Â 81Â BO, LGBl.Â Nr.Â 11/1930, in der hier maÃŸgebenden Fassung LGBl.Â Nr.Â 25/2014 (vgl.Â Art.Â VII Abs.Â 1 der Novelle LGBl.Â Nr.Â 69/2018) lautet auszugsweise:
â€žGebÃ¤udehÃ¶he und GebÃ¤udeumrisse; Bemessung
Â§Â 81. (1) Bei GebÃ¤uden an der Baulinie, StraÃŸenfluchtlinie oder Verkehrsfluchtlinie gilt bis zu einer GebÃ¤udetiefe von 15Â m als GebÃ¤udehÃ¶he der lotrechte Abstand von der festgesetzten HÃ¶henlage der VerkehrsflÃ¤che bis zur obersten Schnittlinie der zulÃ¤ssigen AuÃŸenwandflÃ¤che der StraÃŸenfront ohne BerÃ¼cksichtigung vorspringender GebÃ¤udeteile wie Gesimse, Erker und dergleichen mit der OberflÃ¤che des Daches; nichtraumbildende GebÃ¤udeteile und raumbildende Dachaufbauten gemÃ¤ÃŸ Abs.Â 6 bleiben dabei auÃŸer Betracht. GiebelflÃ¤chen zÃ¤hlen bei dieser Ermittlung mit; sind sie nicht zur StraÃŸenfront gerichtet, bleiben jedoch je einzelner GiebelflÃ¤che hÃ¶chstens 50Â mÂ², jeÂ GebÃ¤ude hÃ¶chstens 100Â mÂ² auÃŸer Betracht. In diesen FÃ¤llen ist auch innerhalb einer GebÃ¤udetiefe von 15Â m fÃ¼r die Ermittlung der GebÃ¤udehÃ¶he die GiebelflÃ¤che gemÃ¤ÃŸ Abs.Â 2 zu berÃ¼cksichtigen. Weiters darf die zulÃ¤ssige GebÃ¤udehÃ¶he um hÃ¶chstens 1,50Â m Ã¼berschritten werden, wenn diese Ãœberschreitung innerhalb derselben Front flÃ¤chenmÃ¤ÃŸig ausgeglichen wird; Â§Â 75 Abs.Â 4 ist einzuhalten. Dasselbe gilt fÃ¼r GebÃ¤ude an VerkehrsflÃ¤chen, deren festgesetzte HÃ¶henlage an der GebÃ¤udefront nicht einheitlich ist. Der oberste Abschluss des Daches darf keinesfalls hÃ¶her als 7,5Â m Ã¼ber der zulÃ¤ssigen GebÃ¤udehÃ¶he liegen, sofern der Bebauungsplan nicht anderes bestimmt.
(2) Bei den Ã¼ber eine GebÃ¤udetiefe von 15Â m hinausragenden Teilen von GebÃ¤uden an der Baulinie, StraÃŸenfluchtlinie oder Verkehrsfluchtlinie sowie bei allen nicht an diesen Fluchtlinien gelegenen GebÃ¤uden darf die Summe der FlÃ¤cheninhalte aller GebÃ¤udefronten nicht grÃ¶ÃŸer als das Produkt aus der Summe der LÃ¤ngen aller GebÃ¤udefronten und der hÃ¶chsten zulÃ¤ssigen GebÃ¤udehÃ¶he sein. Hierbei darf die hÃ¶chste zulÃ¤ssige GebÃ¤udehÃ¶he an nicht an VerkehrsflÃ¤chen liegenden Grundgrenzen und bis zu einem Abstand von 3Â m von diesen Grundgrenzen Ã¼berhaupt nicht und an den Ã¼brigen Fronten an keiner Stelle um mehr als 3Â m Ã¼berschritten werden; im Gartensiedlungsgebiet tritt an die Stelle dieser MaÃŸe jeweils ein MaÃŸ von 2Â m. Bei dieser Ermittlung sind die WÃ¤nde an der Bauplatz- oder Baulosgrenze (Feuermauern) ab 15Â m hinter der Baulinie, StraÃŸenfluchtlinie oder Verkehrsfluchtlinie wie Fronten in Rechnung zu stellen. GiebelflÃ¤chen zÃ¤hlen bei dieser Ermittlung mit, jedoch bleiben je einzelner GiebelflÃ¤che hÃ¶chstens 50Â mÂ², je GebÃ¤ude hÃ¶chstens 100Â mÂ² auÃŸer Betracht. Der oberste Abschluss des Daches darf keinesfalls hÃ¶her als 7,5Â m Ã¼ber der zulÃ¤ssigen GebÃ¤udehÃ¶he liegen, sofern der Bebauungsplan nicht anderes bestimmt.
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(4) Durch das GebÃ¤ude darf jener Umriss nicht Ã¼berschritten werden, der sich daraus ergibt, dass in dem nach Abs.Â 1 bisÂ 3 fÃ¼r die Bemessung der GebÃ¤udehÃ¶he maÃŸgeblichen oberen Anschluss der GebÃ¤udefront ein Winkel von 45Â°, im Gartensiedlungsgebiet von 25Â°, von der Waagrechten gegen das GebÃ¤udeinnere ansteigend, angesetzt wird. Dies gilt auch fÃ¼r den Fall, dass im Bebauungsplan eine besondere Bestimmung Ã¼ber die HÃ¶he der DÃ¤cher festgesetzt ist. Ist im Bebauungsplan eine besondere Bestimmung Ã¼ber die Neigung der DÃ¤cher festgesetzt, ist der dieser Festsetzung entsprechende Winkel fÃ¼r die Bildung des GebÃ¤udeumrisses maÃŸgebend.
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(6) Der nach den Abs.Â 1 bisÂ 5 zulÃ¤ssige GebÃ¤udeumriss darf durch einzelne, nicht raumbildende GebÃ¤udeteile untergeordneten AusmaÃŸes Ã¼berschritten werden; mit raumbildenden Dachaufbauten darf der GebÃ¤udeumriss nur durch Dachgauben sowie im unbedingt notwendigen AusmaÃŸ durch AufzugsschÃ¤chte und TreppenhÃ¤user Ã¼berschritten werden. Die Dachgauben mÃ¼ssen in ihren AusmaÃŸen und ihrem Abstand voneinander den Proportionen der Fenster der Hauptgeschosse sowie dem MaÃŸstab des GebÃ¤udes entsprechen. Die Dachgauben dÃ¼rfen insgesamt hÃ¶chstens ein Drittel der LÃ¤nge der betreffenden GebÃ¤udefront in Anspruch nehmen. Auf Antrag ist durch die BehÃ¶rde (Â§Â 133) eine Ãœberschreitung dieses AusmaÃŸes bis hÃ¶chstens zur HÃ¤lfte der betreffenden GebÃ¤udefront zuzulassen, wenn dies eine zweckmÃ¤ÃŸigere oder zeitgemÃ¤ÃŸe Nutzung des Bauwerks bewirkt oder der HerbeifÃ¼hrung eines den zeitgemÃ¤ÃŸen Vorstellungen entsprechenden Ã¶rtlichen Stadtbildes dient; dabei darf die Bebaubarkeit der NachbargrundflÃ¤chen ohne nachgewiesene Zustimmung des betroffenen Nachbarn nicht vermindert werden.
...â€œ
46Â Â§Â 134aÂ BO in der hier maÃŸgebenden Fassung LGBl.Â Nr.Â 25/2014 (vgl.Â Art.Â VII Abs.Â 1 der Novelle LGBl.Â Nr.Â 69/2018) lautet auszugweise:
â€žSubjektiv-Ã¶ffentliche Nachbarrechte
Â§Â 134Â a. (1) Subjektiv-Ã¶ffentliche Nachbarrechte, deren Verletzung die EigentÃ¼mer (MiteigentÃ¼mer) benachbarter Liegenschaften (Â§Â 134 Abs.Â 3) im Baubewilligungsverfahren geltend machen kÃ¶nnen, werden durch folgende Bestimmungen, sofern sie ihrem Schutze dienen, begrÃ¼ndet:
...
b)Â Bestimmungen Ã¼ber die GebÃ¤udehÃ¶he;
...â€œ
47Â Nach Â§Â 13 Abs.Â 8Â AVG, der auf Grund des Â§Â 17Â VwGVG auch im Verfahren vor dem Verwaltungsgericht anzuwenden ist, kann der verfahrenseinleitende Antrag geÃ¤ndert werden, wobei durch die AntragsÃ¤nderung die Sache ihrem Wesen nach nicht geÃ¤ndert werden darf. Durch die hier gegenstÃ¤ndlichen Ã„nderungen wÃ¤hrend des Beschwerdeverfahrens, die oben dargestellt wurden und von der Revision nicht in Abrede gestellt werden (wobei insbesondere auch in der Revision keine weiteren inhaltlichen Ã„nderungen behauptet werden), wurde die Sache ihrem Wesen nach (Ã„nderung des Dachgeschosses, Zubau eines Aufzuges, bestimmte weitere bauliche MaÃŸnahmen) nicht geÃ¤ndert. Das Projekt wurde dadurch kein anderes (vgl.Â VwGHÂ 5.3.2014, 2011/05/0135). Projektmodifikationen in diesem Umfang sind zulÃ¤ssig (vgl.Â VwGHÂ 27.8.2014, RoÂ 2014/05/0062).
48Â Es geht nicht darum, wie diese Projektmodifikationen formell dargestellt werden. Insbesondere wird die Sache ihrem Wesen nach nicht dadurch geÃ¤ndert, dass die Projektmodifikationen in neuen BauplÃ¤nen dargestellt werden und nicht in den ursprÃ¼nglichen EinreichplÃ¤nen durch Ã„nderungen dieser PlÃ¤ne. Dass die ursprÃ¼nglichen EinreichplÃ¤ne von der VerwaltungsbehÃ¶rde genehmigt wurden, verschlÃ¤gt nichts, zumal die Ã„nderung gemÃ¤ÃŸ Â§Â 13 Abs.Â 8Â AVG in jeder Lage des Verfahrens erfolgen kann (dass eine SchlieÃŸung des Ermittlungsverfahrens gemÃ¤ÃŸ Â§Â 39 Abs.Â 3 AVG erfolgt wÃ¤re, wird in der Revision nicht behauptet und ist auch aus dem Akt nicht ersichtlich), also auch noch vor dem Verwaltungsgericht, und zumal es hinsichtlich des Wesens der Sache keinen Unterschied machen kann, ob sich die Entscheidung des Verwaltungsgerichtes nunmehr auf geÃ¤nderte ursprÃ¼ngliche EinreichplÃ¤ne oder auf neue EinreichplÃ¤ne, die das Projekt entsprechend geÃ¤ndert darstellen, bezieht.
49Â Dass die Revisionswerberin als Nachbarin gegen die ursprÃ¼ngliche Einreichplanung keine Einwendungen erhoben hÃ¤tte, nunmehr aber auf Grund der Ã„nderungen des Projektes ohne weitere MÃ¶glichkeit eines Rechtsschutzes eine geÃ¤nderte und ihre RechtssphÃ¤re beeinflussende BaufÃ¼hrung genehmigt worden sei, die zu weiteren oder anderen Einwendungen ihrerseits gefÃ¼hrt hÃ¤tte,Â legt sie nicht dar. Zur Wahrnehmung subjektiv-Ã¶ffentlicher Rechte anderer Personen ist sie im Ãœbrigen nicht befugt.
50Â Soweit die Revision geltend macht, dass ProjektÃ¤nderungen im Beschwerdeverfahren nicht in Frage kÃ¤men, weil das Verwaltungsgericht damit seine Entscheidungskompetenz Ã¼berschritte, ist dem der eindeutige Wortlaut des Â§Â 13 Abs.Â 8Â AVG in Verbindung mit Â§Â 17Â VwGVG entgegenzuhalten: Auf Grund dessen kann auch die Sache des Beschwerdeverfahrens nicht dahingehend eingeschrÃ¤nkt sein, dass in jedem Fall ausschlieÃŸlich nur das Gegenstand der Entscheidung des Verwaltungsgerichtes sein kann, was im ursprÃ¼nglichen Einreichplan dargestellt war, und eine Ã„nderung im Rahmen des Â§Â 13 Abs.Â 8 AVG unzulÃ¤ssig wÃ¤re.
51Â Der Nachbar kann die Einhaltung der Bestimmungen Ã¼ber die GebÃ¤udehÃ¶he gemÃ¤ÃŸ Â§Â 134a Abs.Â 1Â lit.Â bÂ BO nur in Bezug auf die seiner Liegenschaft zugekehrten Fronten geltend machen. Diese EinschrÃ¤nkung gilt auch bei einer â€žFassadenabwicklungâ€œ, wiewohl diese eine rechnerische Einheit darstellt (vgl.Â VwGHÂ 29.6.2016, RaÂ 2016/05/0030, mwN).
52Â Es kann daher dahingestellt bleiben, ob die GiebelflÃ¤che der Feuermauer senkrecht zur M.-GasseÂ 50Â mÂ² Ã¼berschreitet. Diese Ãœberschreitung hÃ¤tte zwar gegebenfalls zur Folge, dass eine â€žFassadenabwicklungâ€œ zur GebÃ¤udehÃ¶henberechnung gemÃ¤ÃŸ Â§Â 81 Abs.Â 1 in Verbindung mit Abs.Â 2Â BO vorzunehmen wÃ¤re. Auf die bloÃŸe Berechnungsart der GebÃ¤udehÃ¶he besteht aber kein subjektiv-Ã¶ffentliches Nachbarrecht. Die Revisionswerberin behauptet nicht, dass die GebÃ¤udehÃ¶he an den ihrer Liegenschaft zugekehrten Fronten (Hoffront parallel zur M.-Gasse, Feuermauer senkrecht zur F.-Gasse) Ã¼berschritten wÃ¤re. Nur diesbezÃ¼glich hÃ¤tte sie aber, auch auf Grund des Â§Â 81 Abs.Â 1 BO, ein Nachbarrecht.
53Â Daran Ã¤ndert es auch nichts, dass sich die Berechnungsart der GebÃ¤udehÃ¶he Ã¤ndert, wenn die Summe aller GiebelflÃ¤chen 100Â m2 Ã¼berschreitet. Auch dies betrÃ¤fe nur die Berechnungsart, wÃ¤hrend in Bezug auf die Nachbarrechte der Revisionswerberin nur die Ãœberschreitung der GebÃ¤udehÃ¶he an den ihrer Liegenschaft zugekehrten Fronten von Bedeutung ist. Und dass die ihrer Liegenschaft zugekehrte GiebelflÃ¤che (der Feuermauerfront senkrecht zur F.-Gasse) grÃ¶ÃŸer als 50Â m2 wÃ¤re, behauptet die Revisionswerberin, wie gesagt, nicht (vgl.Â VwGHÂ 23.11.2016, 2013/05/0028).
54Â Das Vorbringen der Revision betreffend die GiebelflÃ¤che der Feuermauer senkrecht zur M.-Gasse geht daher insgesamt ins Leere.
55Â Von Â§Â 134a Abs.Â 1Â lit.Â bÂ BO sind auch die Bestimmungen Ã¼ber DÃ¤cher umfasst, die im Zusammenhang mit der dem Nachbarn gegenÃ¼ber in Erscheinung tretenden HÃ¶he des GebÃ¤udes insgesamt Relevanz haben. Der Nachbar kann folglich auch die Einhaltung des Â§Â 81 Abs.Â 4Â BO geltend machen. (vgl.Â nochmals VwGHÂ 23.11.2016, 2013/05/0028, mwN). Auf Grund des Â§Â 81 Abs.Â 4 in Verbindung mit Abs.Â 6Â BO hat der Nachbar daher auch ein Recht darauf, dass die Ãœberschreitungen des zulÃ¤ssigen GebÃ¤udeumrisses nur durch die in Â§Â 81 Abs.Â 6Â BO genannten Bauteile stattfinden. Dazu zÃ¤hlen auch Dachgauben nach MaÃŸgabe des Â§Â 81 Abs.Â 6Â BO. Eine Dachgaube liegt nicht vor, wenn durch den betreffenden Bauteil nicht nur ein stehendes Fenster geschaffen wird, sondern durch diesen Bauteil auch noch weitere Funktionen erfÃ¼llt werden (vgl.Â VwGHÂ 22.1.2019, RoÂ 2018/05/0001, mwN).
56Â Befindet sich eine Gaube nicht an der dem Nachbarn zugewandten Seite des GebÃ¤udes, vermag schon deshalb eine allenfalls unzulÃ¤ssige Ãœberschreitung des GebÃ¤udeumrisses durch die Gaube nicht in ein auf Â§Â 81 Abs.Â 6Â BO beruhendes subjektiv-Ã¶ffentliches Recht des Nachbarn einzugreifen (vgl.Â nochmals VwGHÂ 22.1.2019, RoÂ 2018/05/0001, mwN). Soweit sich das Revisionsvorbringen daher auf die Gaube an der Hoffront parallel zur F.-Gasse bezieht, ist es nicht zielfÃ¼hrend, weil diese Front der Nachbarliegenschaft nicht zugewandt ist.
57Â Im Ãœbrigen stellt der gegenstÃ¤ndliche Bauteil an der Hoffront parallel zur M.-Gasse zwar schon deshalb keine Gaube dar, weil er nicht nur ein stehendes Fenster schafft, sondern auch die Funktion einer Terrasse erfÃ¼llt. Dadurch ist aber fÃ¼r die Revision nichts gewonnen:
58Â Hinsichtlich der Gaube an der Hoffront parallel zur M.-Gasse hat das Verwaltungsgericht nÃ¤mlich festgestellt, dass diese Gaube von der Liegenschaft der BeschwerdefÃ¼hrerin aus gesehen hinter dem Stiegenhaus zu liegen kommt (S.Â 31 des angefochtenen Erkenntnisses). Dagegen wird in der Revision nichts vorgebracht. Auch gegen die ZulÃ¤ssigkeit des Stiegenhauses wird in der Revision nichts vorgebracht. Dadurch, dass sich der Bauteil hinter dem zulÃ¤ssigen Stiegenhaus befindet, kann die Revisionswerberin aber schon deshalb durch ihn in keinem Recht verletzt sein, weil erÂ -Â von der Revision unbestritten - von der Liegenschaft der Revisionswerberin aus nicht zu sehen ist (vgl.Â VwGHÂ 18.12.2006, 2005/05/0073, mwN).
59Â Die Revision erweist sich daher insgesamt als unbegrÃ¼ndet und war gemÃ¤ÃŸ Â§Â 42 Abs.Â 1Â VwGG abzuweisen.
60Â Der Spruch Ã¼ber den Aufwandersatz grÃ¼ndet sich auf die Â§Â§Â 47Â ffÂ VwGG in Verbindung mit der VerordnungÂ BGBl.Â IIÂ Nr.Â 518/2013 in der Fassung BGBl.Â IIÂ Nr.Â 8/2014. Das Mehrbegehren der mitbeteiligten Partei war abzuweisen, weil die Umsatzsteuer in den PauschalbetrÃ¤gen der genannten Verordnung bereits berÃ¼cksichtigt ist.
61Â Von der beantragten mÃ¼ndlichen Verhandlung konnte gemÃ¤ÃŸ Â§Â 39 Abs.Â 2Â ZÂ 6Â VwGG abgesehen werden, zumal bereits vor dem Verwaltungsgericht eine mÃ¼ndliche Verhandlung stattgefunden hat (vgl.Â VwGHÂ 9.9.2015, RaÂ 2014/04/0036, mwN).
Wien, am 25.Â AugustÂ 2020