Document Number: JJT_20200318_OGH0002_0120NS00018_20Y0000_000
ECLI: ECLI:AT:OGH0002:2020:0120NS00018.20Y.0318.000
Case Number: 12Ns18/20y
Application Type: Justiz
Court: OGH
Decision Date: 1584489600000
Word Count: 333

Kopf
Der Oberste Gerichtshof hat am 18.Â MÃ¤rzÂ 2020 durch den SenatsprÃ¤sidenten des Obersten Gerichtshofs Dr.Â SolÃ© als Vorsitzenden sowie durch den Hofrat des Obersten Gerichtshofs Dr.Â Oshidari und die HofrÃ¤tin des Obersten Gerichtshofs Dr.Â Michel-Kwapinski im Verfahren zur Unterbringung des Mag.Â Herwig B***** in einer Anstalt fÃ¼r geistig abnorme Rechtsbrecher nach Â§Â 21 AbsÂ 1 StGB, AZÂ 22Â HvÂ 7/18k des Landesgerichts fÃ¼r Strafsachen Wien, Ã¼ber die Anzeige der Ausgeschlossenheit des SenatsprÃ¤sidenten des Obersten Gerichtshofs Dr.Â Schwab und der HofrÃ¤tinnen des Obersten Gerichtshofs Dr.Â Bachner-Foregger und Mag.Â FÃ¼rnkranz gemÃ¤ÃŸ Â§Â 62 AbsÂ 1 zweiter Satz OGH-GeoÂ 2019 den
Beschluss
gefasst:
Spruch
SenatsprÃ¤sident des Obersten Gerichtshofs Dr.Â Schwab und die HofrÃ¤tinnen des Obersten Gerichtshofs Dr.Â Bachner-Foregger sowie Mag.Â FÃ¼rnkranz sind von der Entscheidung Ã¼ber die AntrÃ¤ge des Mag.Â Herwig B***** auf Erneuerung des Strafverfahrens AZÂ 22Â HvÂ 7/18k des Landesgerichts fÃ¼r Strafsachen Wien, ausgeschlossen.
An ihre Stelle treten SenatsprÃ¤sident des Obersten Gerichtshofs Dr.Â SolÃ© sowie HofrÃ¤tinnen des Obersten Gerichtshofs Dr.Â Michel-Kwapinski und Dr.Â Setz-Hummel.
GrÃ¼nde:
Rechtliche Beurteilung
Der Oberste Gerichtshof hat zu AZÂ 11Â OsÂ 18/20m Ã¼ber den im Spruch ersichtlichen Rechtsbehelf zu entscheiden. SenatsprÃ¤sident des Obersten Gerichtshofs Dr.Â Schwab sowie HofrÃ¤tinnen des Obersten Gerichtshofs Dr.Â Bachner-Foregger und Mag.Â FÃ¼rnkranz sind Mitglieder des zustÃ¤ndigen 11.Â Senats. Der vorliegende Antrag des Mag.Â Herwig B***** bezieht sich auf das Urteil des Oberlandesgerichts Wien vom 21.Â AugustÂ 2019, AZÂ 17Â BsÂ 168/19h, mit dem der Berufung des Betroffenen gegen das Urteil des Landesgerichts fÃ¼r Strafsachen Wien vom 14.Â NovemberÂ 2018, GZÂ 22Â HvÂ 7/18k-350, nicht Folge gegeben wurde. Dieses Verfahren hat unter anderem auch als mit Strafe bedrohte Handlungen iSd Â§Â 107 AbsÂ 1 und 2 erster Fall StGB subsumierte Anlasstaten zum Nachteil der genannten Richter des Obersten Gerichtshofs zum Gegenstand (USÂ 7, 10 des erwÃ¤hnten Urteils des Landesgerichts fÃ¼r Strafsachen Wien).
GemÃ¤ÃŸ Â§Â 43 AbsÂ 1 ZÂ 1 StPO ist ein Richter vom gesamten Verfahren (ua) ausgeschlossen, wenn er durch die Straftat geschÃ¤digt worden sein kÃ¶nnte. Das ist hier der Fall, weil die genannten Richter des Obersten Gerichtshofs durch eine vorsÃ¤tzlich begangene Straftat gefÃ¤hrlicher Drohung ausgesetzt wurden, womit ihnen auch Opfereigenschaft iSd Â§Â 65 ZÂ 1 litÂ a StPO zukommt.
SenatsprÃ¤sident des Obersten Gerichtshofs Dr.Â SolÃ© sowie HofrÃ¤tinnen des Obersten Gerichtshofs Dr.Â Michel-Kwapinski und Dr.Â Setz-Hummel treten aufgrund der laufenden Vertretungsregelung der GeschÃ¤ftsverteilung des Obersten Gerichtshofs an deren Stelle (Â§Â 45 AbsÂ 2 StPO).